Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: “audiatur et altera pars“.

Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden (Aktualisierungen, sog. updates, finden sich – wie bei Teil I – auch bei den zugehörigen Daten!):

———————-

 

Die SAA fügt den Rebellen weitere Verluste zu: http://www.sana.sy/en/?p=5513 vom 5.7.2014.

Die Leiterin und Koordinatorin der OPCW-Mission in Syrien, Sigrid Kaag, würdigte Syrien hinsichtlich der beispiellosen Beseitigung seiner Chemiewaffen. Die Regierung habe den Plan bis zum vereinbarten Termin vollends eingehalten. (http://www.sana.sy/en/?p=5449 vom 5.7.2014)

Laut einem unveröffentlichten Bericht plant die britische Regierung die Ausbildung und Ausrüstung von 100.000 syrischen Rebellen, um dem Umsturz der derzeitigen [säkularen] syrischen Regierung nachzuhelfen, berichtete BBC am Do., 3.7.2014. Die Geheiminitiative 2012 wurde von Generalstabschef David Richards vorgelegt. In seinem Vorschlag wird die Ausbildung einer robusten Armee bestehend aus Milizen in jordanischen und türkischen Camps erwähnt. Unter Berufung auf unterrichtete Kreise in Whitehall, sei dieser Plan von Premier Cameron dem Nationalen Sicherheitsrat übergeben worden. US-Verantwortliche, u.a. US-Generalstabchef General Martin Demp- sey, seien über diesen Plan unterrichtet. Cameron habe jedoch zu bedenken gegeben, daß die Gründung einer oppositionellen Gruppe gegen die Regierung unter Dr. al-Assad ein Jahr Zeit benötige. Die Kämpfer sollen sofort nach der Aufstellung  in Richtung Damaskus aufbrechen und dabei von Kampfjets des Westens und der arabischen Länder am Persischen Golf Luftunterstützung bekommen. Der britische  Verteidigungsminister hat sich über diesen Bericht nicht geäußert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/ 262698-england-plant-ausbildung-von-einhunderttausend-syrischen-mi- lizen vom 4.7.2014).

In Syrien finden nach der Präsidentenwahl Umstrukturierungen der Regierung und Sondierungsgespräche statt. Bislang steht der in London erscheinenden ar-Ra`y al-Yaum zufolge allein fest, daß Außenminister Walîd al-Muʽallim (Walid Al-Moalem) wegen Krankheit dieses Amt abgeben und als Vizepräsident an die Stelle von Farûq aš-Šarʽ (Farough Al-Schar)` treten wird. Der bisherige Vizeaußenminister Fayṣal al-Miqdâd rückt daher in den Posten seines Chefs auf. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/262696-wich- tigever%C3%A4nderungen-im-syrischen-kabinett vom 4.7.2014)

Über die neuesten SAA-Fortschritte informiert: http://www.sana.sy/en/?p= 5405 vom 4.7.2014; s.a. den detaillierten und bebilderten Bericht dazu (u.a. wurden einige ISIS-Führer gefangengesetzt!) in: http://syri- anfreepress.wordpress.com/2014/07/04/sensational-details-about-the- attacks-and-special-operations-by-the- syrian-armed-forces-against-isil-mercenary-gangs-on-the-area-of-%E2%80%8B%E2%80%8Braqqa-last-night-report/.

Über die jüngsten Verbrechen, begangen von ISIS in Syrien wie im Irâq, mit Auflistung ihrer „wilâyât“ nach Landesprovinzen, mit Photos belegt, informiert: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/16/bloody-photo-report-of-the-murders-of-iraqi-soldiers-and-civilians-by-the-hands-of-isils-gangsters/.

Am Morgen des 16.6.2014 eroberten ISIS-Truppen Tal ʽAfar, zwi­schen Mossul und der Grenze zu Syrien gelegen. Über den öffentlichen Ge- bäuden der Stadt weht seither jeweils das schwarze Banner. Wie schon in anderen Orten sollen die Invasoren zuerst die Gefängnisse gestürmt und Häftlinge befreit haben. Viele Einwohner flüchteten Rich­tung der kurdischen Autonomieregion. Unabhängige Bestätigungen für diese Angaben existieren nicht. Nahe Bagdad liefern sich ISIS und irâqische Armee weiterhin heftige Gefechte. (http://german.irib.ir/nach- richten/nahost/item/261644-irak-krise-isis-angeblich-weiter-auf-vor- marsch) – Irâqischen Sicherheitskräften gelang es im Verbund mit einheimischen Stämmen, von denen sich lokalen Medien-Berichten gemäß ca. 8.000 freiwillige Kämpfer den Regierungstruppen an­schlos­sen, die Eroberung einer strategisch bedeutsamen Stadt der Provinz Ninive durch ISIS zu verhindern. (http://german.irib.ir/­nachrichten/-item/261639-isis-angriff-von-irakischen-truppen-verhindert).

Gemäß WikiLeaks-Informant Bradley Manning versuchten die USA, per strikter Überwachung der Massenmedien die Wahrheit über den Irâq zu verheimlichen. US- Massenmedien, welche die US-Einmi­schung im Irâq und in Afghanistan beleuchteten, würden strengstens von Militärs kontrolliert. Eine neuerliche US-Intervention im Irâq werde ins Auge ge- faßt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_06_15/Bradley-Manning-beschuldigt-die-USA-die-Wahrheit-uber-den-Irak-zu-verheimlichen-1379/)

———————

Wieder haben Behördenmitarbeiter in Palmyra archäologische Artefakte aus Raubgrabungen durch die regierungsfeindliche Extremisten kon- fisziert. Es handelt sich um Grabausstattungen aus dem 2. Jh., eine Kalksteinbüste einer Frau sowie den Kopf eines Priesters. Beide waren fertig zum Transport ins Ausland. (http://sana.sy/eng/35/2014/06/16/ 550448.htm).

In Darʽâ führte ein Mörsergranatenangriff zu einem Todesopfer und mehreren Verletzten, darunter Kinder. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/16/550466.htm)

Zu den neuesten SAA-Erfolgen s. http://sana.sy/eng/337/2014/06/16/ 550456.htm

———————–

Beim Besuch eines Militärstützpunkts im Süden Bagdads erklärte der irâqische Ministerpräsident al-Mâlikî die Ausrufung des Ausnahme­zustand nicht für unnötig, das Gesetz zur nationalen Sicherheit werde derzeit vollzogen. Als „rote Linien“ der Regierung hob er Grundgesetz, Einheit, Souveränität und Sicherheit des Landes hervor und betonte den Kampf gegen die Extremisten. „Die schwarze Intrige, die in Mossul geplant wurde, wird nur durch den Tod der Verschwörer beseitigt“, setz- te er hinzu [zur Thematik vgl.u.]. „Wir wissen nun, in welchen Staaten die­se Intrige geplant wurde und welche Verschwörer unter den Politikern und Offizieren daran beteiligt waren; wir werden alles bekannt geben. Der Irak muss von diesen Verbrechern gesäubert werden.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261651-irakischer-ministerpr%C3%A4sident-kein-ausnahmezustand-im-irak-n%C3%B6tig)

Zur Situation im Irâq existiert auch eine Analyse des schon mehrfach erwähnten und international angesehenen Prof. Michel Chossudov- sky vom Global Research Institute mit dem Titel: The Engineered De- struction and Political Fragmentation of Iraq. Towards the Creation of a US Sponsored Islamist Caliphate mit aufschlußreichem Kartenmaterial. (http://www.globalresearch.ca/the-destruction-and-political-frag­men­ta- tion-of-iraq-towards-the-creation-of-a-us-sponsored-islamist-cali­pha­te/5386998)

Drei Tage vor der Eroberung von Mossul durch die ISIS-Extremisten seien die dort bestehenden Gülen Gang Schulen von dem bevorste­henden ISIS-Angriff unterrichtet gewesen. Daher konnten deren Schüler rechtzeitig evakuiert werden, twitterte Süleyman Sarılar, Chef- redak­teur eines türkischen TV-Kanals. Der türkischen AKP und den USA nahestehende irâqische Politiker, Usâma an-Nuğayfî (Bru- der des Gouverneurs der Ninive-Provinz) und Ṭāriḳ al-Hāšimī (Tariq al-Hašimî, seit 2012 flüchtiger irâqi­scher Vizepräsident im türkischen Exil), hätten den ISIS-Invasoren den Grenzübergang geöffnet. In einem Memoran­dum des Gouverneurs von Nînawâ, Aṯîl an-Nuğaifî (Atheel al-Nujaifi), vom 6.6.2014 hate er sämtliche staatliche Stellen angewiesen, sich den ISIS-Truppen nicht entgegenzustellen, keine Mobiltelefone in den Büros zu benutzen und alle Dokumente mit seiner Unterschrift zu vernichten. Weitere Details, auch zum ISIS- unterstützenden sunniti­schen Stamm der Nakşibendi s. http://aydinlikdaily.com/­Detail/ G%C3%BClen-Gang-Schools-Evacuate-Mosul-Three-Days-Before-Invasion/3563#.U5w5vCjr2pp und http://aydinlikdaily.com/Detail/ AKP%E2%80%99s-Ally-AlHashimi-Called-Mosul%E2%80%99s-Invasion-A-Revolution/3569#.U5w5jCjr2pp.

Update zur US-Medienmeldung vom13.6.2014, wonach der Iran Re- vo­lutionsgarden zur Unter­stützung der Armee gegen die ISIS-Truppen in den Irâq geschickt habe (s.u.): der iranische Vize-Außenminister Ḥus- sain Amîr ʽAbdul­lâhîân (Hussein Amir Abdollahian) bezeic­hnete derarti- ge Aussagen noch selben Tags als haltlos. Sie entbehrten jeder Grund- ­lage. Die irâqische Armee sei selbst in der Lage, gegen die Ter­ror- grup­pen vorzugehen. (http://german.irib.ir/ nachrichten/inland/item/ 261509-iran-weist-meldungen-%C3%BCber-eine-milit%C3%A4rpr%C3%A4senz-im-irak-als-haltlos-zur%C3%BCck) – Am 16.6.2014 be- kräftigte dies Außen­amtssprecherin Marẓiyya Af­ḫam (Marzieh Af- kham). Zudem nutzten nach Faktenlage die USA die derzeitige Situ- ation im Land aus, um durch militärische Einmischung die Ergebnisse der jüngsten Parlaments­wahlen zu manipulieren. Der Iran spreche sich- eindeutig gegen eine mi­litärische Intervention der USA im Nachbarland. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/ 261623-afkham-iran-ist-gegen-eine-intervention-der-usa-im-irak vom 16.6.2014.

ISIS hat 1700 irâqische Studenten der Luftwaffen-Fakultät in einem Stützpunkt in Tikrît hingerichtet, meldete IRNA unter Berufung auf al- madâ Press laut ISIS-Verlautbarung vom 15.6.14 mit Photos zu den Mas- senhinrichtungen: Fünf Personen in Militäruniform schießen mit Maschi- nen­gewehren auf die Studenten. (Vor Sperrung entsprechender Seiten haben irâqische Forennutzer Photos dutzender Personen aus Tik­rît ver- öffentlicht, die – eingekesselt von bewaffneten Personen – an einen un- bekannten Ort gebracht werden), s.: http://german.irib.ir/nachrichten/ nahost/item/261603-1700-irakische-studenten-von-isis-terroristen-hingerichtet-

Nach Angaben irâqischer Behörden haben sich nach dem Aufruf des Ministerpräsidenten (s.u.) bereits am Fr., 13.6.14 rund 1, 5 Millionen Freiwilliger gemeldet, um gegen die der ISIS-Extremisten zu kämp- fen. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und Altersgrup- pen, dar­unter auch pensionierte Offiziere, hätten sich zum Kampf zur Verfügung ge­stellt. Der šîʽitische Großayatullâh des Irâq, ʿAlī Ḥussainī Sīstānī (Ali Al-Sistani), hatte eben­falls die Bevölkerung zum Wider- stand aufgerufen. Gemäß seiner fatwâ sollten die Bürger „ihr Land, ihr Volk und ihre heiligen Stätten verteidigen“, wer könne, solle sich den Sicherheitskräf-ten im Kampf gegen die extremistischen ISIS-Kämpfer, welche ca. 15.000 Mann unter Waffen haben sollen, anschließen. – Die irâqische Luftwaffe habe inzwischen über 200 ISIS-Kämpfer bei An- griffen im Nord­irâq getötet. Laut der Nachrichtenseite as-Sûmariyya News vom Sa., 14.6.2014, unter Berufung auf irâqische Sicher­heitsbe- amte erfolgten die Angriffe auf ISIS-Stellungen in Baiğî. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261538-1,-5-millionen-f%C3%BCr-den-kampf-gegen-terroristen-rekrutiert)

Laut iranischer Einschätzung habe sich die Türkei im Irâq in eine bi­zar- re Doppelrolle manöv­riert, was kürzlich in Mossul deutlich zu sehen ge- wesen sei. Um die syrische al-Assad-Regierung zu schwächen, habe die türkische Regierung – trotz des jüngsten Dementis von Vize­regierungs- chef Bülent Arinc vom Fr., 13.6.2014, das Erstarken der Extremisten in Syrien lange gefördert. Die ISIS-Kämpfer konnten ungehindert die Grenze zur Türkei queren, möglicherweise habe man sie dort gar mit Waffen ausgerüstet und ihre Verletzten behandelt (zu den Nachweisen für die erwähnte türkische Unterstützung vgl.u.). In Mossul standen die ISIS-Truppen schwer bewaffnet vor dem Tor des türkischen Konsulats. Drinnen saßen türkische Spezialkräfte. Doch die klare Anweisung aus Ankara lautete: auf ISIS-Kämpfer wird nicht geschossen wie türki- sche Medien berichteten. Darauf wurde das Konsu­lat gestürmt. Nun stemme sich Ankara dagegen, weiter in den Konflikt hineingezogen zu werden. Ein bewaffnetes Eingreifen lehne die Regierung Erdogan weiterhin ab. Sie wolle die Konsulatsangestellten aus Mossul sowie ent­führte türkische Lastwagenfahrer mit diplomatischen Mitteln aus den Händen der Terroristen befreien. (http://german.irib.ir/­nach-richten/nahost/item/261555-t%C3%BCrkei-weist-unterst%C3%BCt­zung-von-isis-zur%C3%BCck)

Zu den Vorgängen und deren Hintergründen im Irâq s.a.: http://www.voltairenet.org/article184211.html

———————

Wegen ausbleibender Militärhilfe der Geberländer sind am Sa., 14.6.14, neun FSA-Armeekommandeure von ihrem Posten zurück­ getreten. Man sei so [d.h. mit der bisherigen Hilfe durch Gelder, Waf- fen, Ausbildung und ausländische Nachrichtendienste, vgl.u.] ge­gen­über Volk (!) und Regierung in Syrien zu schwach. Dennoch dankte Oberstleutnant Muḥammad ʽAbûd (Mohammad Abboud) gegenüber AFP auch im Namen der anderen acht Rebellen-Offiziere für die erhaltenen „Hilfen aus dem Westen und von den Arabern, aber sie reichten nicht aus, um den Kampf zu gewinnen.“. (http://german.irib.ir/nach­richten/nahost/item/261593-rebellenoffiziere-der-freien-syrischen-armee-k%C3%BCndigen-ihren-r%C3%BCcktritt-an, ausführlicher bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/15/9-of-the-us-backed-free-syrian-army-commanders-have-quit-claim-lack-of-aid/) Dort wird auch ein FSA-Kom­man­­­dant zitiert, welcher zudem auf ISIS verweist. Diese Gruppe erhalte ihre Befehle vom saudischen, mit US-Außenmini­ster Kerry in enger Beziehung stehenden Prinzen [und Außenminister] Saʿūd bin Faiṣal bin ʿAbd al-ʿAzīz Āl Saʿūd und ihr Training durch die IDF in Jordanien.

Zu den SAA-Erfolgen, insbesondere im Kur- und Urlaubsort Kassab (vgl.u.) s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/14/military-operations-against-terrorists-continue-army-recaptures-key-points-in-kassab/ vom 14.6.2014, http://sana.sy/eng/337/2014/06/15/550294.htm wie auch: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/15/after-two-months-of-fighting-security-and-stability-are-restored-to-kassab-city/ und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261580-milizen-fl%C3%BCchten-aus-der-grenzstadt-kassab sowie http://sana.sy/eng/337/2014/06/16/550471.htm.

Über Anschläge mit Mörsergranaten und anderen Explosivkörpern in Aleppo, Damaskus Stadt wie Umland und Hama mit Toten und noch mehr Verletzten s. http://sana.sy/eng/337/2014/06/15/550274.htm

Dem Amnestiedekret Nr.22 folgend wurden in weiteren Provinzen Häftlinge in die Freiheit entlassen, so 130 in Hama, 240 weitere Per- sonen in Aleppo, 65 und später noch fünf in der al-Ḥasaka-Provinz so- wie 37 aus dem Zentralgefängnis in Homs (http://sana.sy/eng/21/2014/ 06/15/550263.htm), zuvor schon 50 in der Homer Provinz und 124 in Darʽâ am 14.6.2014, zudem 91 in Idlib und 46 in Dair az-Zaur am 15. Juni (http://sana.sy/eng/21/2014/06/15/550152.htm).

Zu den Vorgängen und deren Hintergründen im Irâq s.a.: http://www.voltairenet.org/article184211.html

Der syrischen Luftwaffe gelang es an der irâqisch-syrischen Grenze einen ISIS-Convoy abzufangen, welche aus Mossul mit erobertem US-Kriegsgerät nach Dair az-Zaur unterwegs waren (vgl.u.). Laut Meldung der Iranian Fars News Agency vom Donnerstagabend konn­ten auch terroristische Attacken in Gebieten im NO letzterer Stadt zurück- geschlagen und deren Ausführende eliminiert werden. Über weitere SAA-Operationen informiert: http://syrianfreepress.word­press.com/2014/ 06/12/breaking-news-syrian-air-defence-forces-attacked-an-isil-isis- convoy-at-the-border-with-iraq/

Zum Irâq: Der iranische Präsident Rûḥânî sicherte dem irâqischen Mi- nisterprä­sidenten al-Mâlikî per Telefonat militärische Unterstützung gegen die ISIS-Vorstöße zu (http://german.irib.ir/nachrichten/item/ 261504- vom 13.6.2014). Gemäß einem US-Medienbericht sollen sich iranische Revolutionsgarden zu diesem Zweck bereits im Irâq befin- den. (http://www.gmx.net/themen/nachrichten/ausland/74bbx8q-obama-behaelt-militaerische-reaktion-irak#.hero.Obama%20droht%20mit %20Milit%C3%A4reinsatz.573.361) – Der russische Außenminister Lawrow bezeichnete die ISIS- Offen­sive am 12.6.2014 in Moskau als „zutiefst beunruhigend„. Es sei „zynisch„, den Terror im Irâq als Folge der Syrienkrise zu bezeichnen. Die USA und Großbritannien seien mitverantwortlich für das Geschehen (http://www.gmx.net/themen/nachrichten/ausland/74bbx8q-obama-behaelt-militaerische-reaktion-irak#.hero.Oba- ma%20droht %20mit %20Milit%C3%A4rein- satz.573.361). So meinte er: „Wir hatten bereits frü­her davor gewarnt, dass das von den Amerikanern und Briten be­gon­nene Abenteuer nichts Gutes bringen wird.“ „Vor elf Jahren hatte der damalige US-Präsident den Sieg der  Demokratie im Irak verkündet. Seitdem degradierte die Lage im Land in geometrischer Progression. Auf dem Spiel steht die Einheit des Irak“ (http://german.irib.ir/nach­richten/nahost/item/261453-lawrow-irakisches-abenteuer-washingtons-und-londons-gescheitert). Dieser Einschätzung schließen sich auch andere an: So äußerte der außenpolitische Sprecher der Unionsfrak-tion, Philipp Mißfelder, ge- genüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« die USA hätten eine Mitverantwortung für die jüngsten Er­folge der Extremisten im Irâq. Auch Publizist und Nahost-Experte Peter Scholl-Latour warf Washington vor: „Der Irak-Krieg und die Politik der Amerikaner haben die Probleme von heute dort erst geschaffen, teil­te er der Passauer Neuen Presse mit. Laut Jan van Aken, dem außen-politische Sprecher der Linken, gegen- über Saar­brücker Zeitung trage auch die Bundesregierung wegen ihrer Rü-stungsexporte eine Mitschuld, da Qaṭar wie Saudi-Arabien die Extremisten in Syrien wie im Irâq unterstützten und gleichzeitig zu den größten Em­pfängern deuts­cher Rüstungslieferungen zählten. Im Deutschlandfunk hatte er zuvor erklärt, die Bundesregierung müsse sofort diese Rüstungslieferungen einstellen und die Botschafter jener Länder einbestellen. „Da muss doch mal Druck ausgeübt werden. Aber da wird sozusagen hinten herum eigentlich kooperiert mit denen, die ISIL unterstützen“. Die USA warnte er davor, erneut militärisch – etwa per Drohnenangriffen – in der Region einzugreifen. „Allerdings erleben wir ja gerade, dass die Militärinter­vention der USA vor elf Jahren den Irak nur noch tiefer in den Bürger­krieg getrieben hat“, setzte van Aken hinzu. (http://german.irib.ir/ nachrichten/nahost/item/261499-deutsche-politiker-machen-usa-f%C3%BCr-die-jetzige-lage-im-irak-verant­wort­lich)

Der iranische Außenminister Ğawâd Ẓarîf (Jawad Zarif) drängte am Abend des 12.6.2014 in mehreren Telefonaten mit Vertretern interna-tionaler Organisationen und ausländischen Amtskollegen auf ein ge- meinsames Vorgehen gegen die Terroristen, die gegenwärtig den Norden des Irâqs mit dem Ziel der Errichtung eines unter ihrem Regi- ment stehenden Staates im Irâq und in Syrien (ISIS) überrollten. Gegenüber UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon warnte er vor einer grenz­übergreifenden Bedrohung der gesamten Region und appellierte an die Verantwortung der Vereinten Nationen, die irâqische Regierung bei der Bekämpfung des Terrorismus zu unterstützen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261470-zarif-konsultiert-mit-internationalen-pers%C3%B6nlichkeiten-bez%C3%BCglich-der-entwicklungen-im-irak vom 13.6.2014) – Zuvor hatte bereits UN-Ge­neralsekretär Ban Ki- Moon die Gewalttaten im Irâq verurteilt und inter­na­tionale Solidarität bei der Bekämpfung der Terroristen gefor­dert [wie es generell Dr. al- Assad schon seit Jahren tut, vgl.u. dazu]. Zugleich mahnte er an, im Kampf gegen „Terrorismus und Gewalt“ internatio­nales Recht und die Menschenrechte zu beachten. (http://german.irib.ir/ nachrichten/politik/item/261446-un-generalse­kret%C3%A4r-fordert-internationale-solidarit%C3%A4t-mit-dem-irak)

Update zum Irâq: Irâqische Stammesleute haben sich laut PressTV gegen ISIS – dar-unter saudische Muğâhidûn! – die Kontrolle über die nördlichen Stadtteile von Mossul erkämpft, während die Armee in Baʽ­qûba (Baqubah) 60 von den Extremisten erbeutete US-Wagen zer­stör- te. Dies geschah kurz nachdem der ISIS-Sprecher Abû Mu­ḥammad al- ʽAdnânî (Abu Mo­hammed al-Adnani ) die eigenen Kämpfer zum Vorstoß auf Bag­dad und Karbalāʾ, einem der bedeutendsten šîʽitischen Wall- fahrtsorte, aufgerufen hatte. Auch Tikrit konnte am 11.6.2014 demnach durch sie zurückerobert werden. Inzwischen beschießt die syrische Luftwaffe jeglichen unidentifizierten Militärconvoy. (http://syrian­free- press.wordpress.com/2014/06/13/iraqi-tribesmen-recapture-mosul-neigh- borhood-iraqi-army-destroyed-60-usa-isil-vehicles/)

Mit gleichlautenden Beschwerdeschreiben wandte sich der syrische Außenminister am 12.6.2014 an den UN-Sicherheitsrat und den UN- Generalsekretär wegen der stattgefundenen Behinderung der Präsi- dentschaftswahl in Syrien durch ausländische Staaten (vgl.u.) als Bruch de­mo­kratischer und menschenrechtlicher Prinzipien (http://sana.sy/eng/ 21/2014/06/10/549923.htm).

Zum SAA-Vorrücken gegen die Muğâhidîn s. http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/550018.htm

In Homs forderte der terroristische Angriff mittels einer Autobombe in einem Wohnviertel während der morgendlichen Hauptverkehrszeit mindestens sieben Tote und über 55 Verletzte, darunter Frauen und Kin­der. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/549889.htm)

Entsprechend der Präsidentenamnestie sind laut Generalstaatsanwalt auch aus dem Gefängnis in Darʽâ 155 Häftlinge in Freiheit gesetzt wor- den. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/550004.htm). In Homs be-­ trifft dies am 13.6.2014 55 Personen. (http://sana.sy/eng/21/2014/ 06/10/550025.htm)

Die russische Regierung wiederholt ihre Verurteilung extremi­stischer Angriffe durch den al-Qaida-Ableger ISIS im Irâq wie Syrien (http://sana.sy/eng/21/2014/06/12/550000.htm)

Update zur Situation des ISIS-Vorrückens und der geplanten Auf­stel­lung von Bürgerwehren im Irâq (s.u.): In der südirâqischen Provinz al-Baṣra (Basra) haben sich 13.000 Bewohner als Freiwillige zur Unter­stützung der Armee bei der Bekämpfung der ISIS-Terroristen gemeldet, teilte das Webportal aṣ-Ṣaut al-ʽIrâq unter Berufung auf den Leiter des Sicher­heitskomitees der Provinzregierung al-Baṣras am 11.6.2014 mit. Auch in den anderen Regionen hat sich die Bevölke­rung hierzu bereit er­klärt. Der Gouverneur der Provinzstadt al-Ḫâliṣ (Khalis) im Osten des Landes meldete schon zuvor, die Bewohner dieser Stadt bildeten Volksko­mitees zur Bekämpfung der ISIS-Terroristen. (http://german.irib.ir nachrichten/ nahost/item/261434-irakisches-volk-bereit-zum-kampf-gegen-die-isis-terror- isten) – Ministerpräsident al-Mâlikî bezeichnete die Lage im Land als äußerst gefährlich und forderte die UN, die Arabische Liga (AL) und die EU in einer Fernsehansprache dazu auf, sein Land im Kampf gegen den Terror zu unterstützen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261430-iran-unterst%C3%BCtzt-irak-beim-kampf-gegen-terrorismus) – In der irâqischen Provinz Kirkuk wurden am 11.6.2014 laut dem SatellitenfernsehsenderSky News Arabia 15 irâqische Militärs durch ISIS hingerichtet. ISIS hatte am Di., 10.6.14, nach Mos­sul auch mehrere Orte der benachbarten Provinzen Kirkuk und Salah ad-Din er- obert. Die irâqische Armee konnte den Angreifern nichts ent­gegenset­zen und sich zurückgezogen. Viele Soldaten wurden gefangen ge­nom­men. Die Regierungskräfte haben am Mi., 11.6.2014, unter Ein­satz der Luft- waffe eine Gegenoffensive in Richtung Mossul gestartet. (http://de.ria.ru/politics/20140611/268739219.html) – Eine derartige Destabilisierung mit dem Nachrücken islamisch-extremisti­scher Kräfte in das entstandene militärische Machtvakuum war für den Irâq im Nach­gang der – letztlich als ungerechtfertigt erwiesenen – US-Invasion absolut zu befürchten.

Die irâqische Provinz Ninive [Nînawâ] wurde von hunderten ausländischer ISIS-Söldner mit Marschflug­kör­pern (!), Maschinengewehren bestückten Wagen und durch Scharf­schüt­zen angegriffen. Dem Gouverneur gelang gerade noch die Flucht. (https://www.facebook.com/Tg24Siria vom 11.6.2014)

Die Auswirkungen der ISIS-Eroberungen im Irâq haben auch insofern äußerst negative Auswirkungen auf Syrien, als die ISIS-Muğâhidûn damit in den Besitz von reichlich US-Waffen und IFS-Ausrüstung kamen wie hunderte armierter Transportfahrzeuge und Artilleriege­rät- schaften. Wie in Syrien waren bei den Kämpfen ebenfalls eine Men-ge ausländischer Terroristen im Einsatz. Der tschetschenische „Emir“ ʽUmar Šišânî (Omar al-Shishani) konnte bereits seinen Nachschub in Syrien inspizieren. Etliche Journalisten wie die Washington Post-Kor- respondentin Liz Sly twitterten Berichte und sandten Photos hierüber, vgl. https://www.facebook.com/Tg24Siria vom 11.6.2014.

Die US-Regierung unter Barack Obama will im Senat einen Gesetz-ent­wurf durchsetzen, der ein Militärtraining für die gemäßigte [?] Opposition in Syrien genehmigen soll, teilte Dana Shell Smith, Bera­terin im US-State Department, am 11.6.2014 gemäß Reuters mit. Dabei geht es auch erneut um die Lieferung von Waffen. (http://de.ria.ru/ security_and_military/20140611/268740102.html). – Da jedoch eine Ausbildung regierungsfeindlicher extremistischer Gruppen in Syrien und deren Ausrüstung mit Waffen seit Jahren gemäß früheren Meldungen (vgl.u. und Teil I) tatsächlich bereits erfolgt, kann dieses Statement nur als Bemühen um offizielle Billigung der bisherigen Praxis gelten.

Israels oberster Armeebefehlshaber Benny Gantz bezeichnete wäh- rend der jährlichen Herzliya-Konferenz, bei der sich traditionell die füh- renden Kräfte der israelischen Politik – einschließlich des Premiermini- sters und des Präsidenten – zu einer Debatte über die nationale Politik versammeln, Syrien neben dem Iran als Gefahr für Israel. Solange Ba- schar Assad [Dr. Baššâr al-Assad] an der Macht sei, könne es seines Erachtens keine Lösung im Syrienkonflikt geben (zur mehrfach gemel- deten Unterstützung der regierungsfeindlichen Kräfte in Syrien durch Israel s.u.). http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261420-israels-gene­ralstabschef-droht-iran-mit-gewalt.

Staatspräsident Dr. al-Assad hat in einem Interview mit al-Aḫbar vom 11.6.2014 die Regierungen von Israel und Saudi-Arabiens als wichtig­ste Feinde seines Landes bezeichnet. Er bekräftigte, das syrische Volk wer- de „diese schwarze Krise in der Geschichte Syriens“ überwinden. Zur in Homs erzielten Waffenruhe bemerkte er: „Das war nicht ein Ergebnis internationaler oder regionaler Vereinbarungen, sondern der Frieden in Homs ist eine Folge der Gespräche des syrischen Volksko­mitees für Verteidigung mit bewaffneten Rebellen gewesen.“ [vgl. dazu u.]. „Von daher setzt die syrische Regierung immer auf Gespräche.“ Die hohe Wahlbeteiligung und seine Wiederwahl als Staatspräsident setze ein Zeichen dafür, daß die Syrer trotz aller internationalen und regionalen Einmischungen die nationalen Interessen Syriens vertei­digten. (http://ger man.irib.ir/nachrichten/nahost/item/261416-assad-nennt-israel-und- saudi-arabien-hauptfeinde-syriens)

US-Senator Richard Black, der sich schon mit Dank wegen des Ein­satzes zum Schutz der Christen Ende Mai an Präsident Dr. al-Assad gewandt hatte (s.u.), meldete sich auch am 11.6.2014 nach der gewon- nen Wahl wieder zu Wort. Der überragende Wahlerfolg sei ein über- wältigender Sieg für das syrische Volk. Die breite Unterstützung durch die in Feierstimmung befindliche Wählerschaft könne [auch von den den syrischen Regierung feindlich gesinnten Staaten auf Dauer] nicht igno- riert werden. Mit ihrer Entscheidung hätten sie den Muğâhi-din eine bittere Zurechtweisung zukommen lassen, ihrer Entrüstung gegenü- ber Hinrichtungen wie Enthauptungen und Kreuzigungen klaren Aus- druck verliehen wie auch den ausländischen Zusammenwirken mit dem Ziel, das syrische Volk in ethnischer Hinsicht zu spalten, eine Absage erteilt. Wörtlich schrieb Black: I apologize for the rude and  inappropriate comments of US Secretary of State John Kerry on the elections… any wise man can’t ignore elections where three quarters of voters se-lect a candidate with a 9 to 1 margin. Fortunately selecting presidents is not the right of Kerry, but it is the right of Syrian people. … Your country was once a pearl for stability, religious harmony and civiliza-tion… .your election stirs hope for those who dream of resto­ring glory Syria has been enjoying. … Any one shouldn’t ignore those elections… They were a main step towards achievement of world peace and an indication that time has come to yield to the Syrian people’s will. Any one shouldn’t ignore those elections… They were a main step towards achievement of world peace and an indication that time has come to yield to the Syrian people’s will.“ (http://sana.sy/eng/21/2014/06/11/ 549804.htm)

Am 11.6.2014, erklärte Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxem­burg einen Beschluß des EU-Ministerrats vom Juni 2012 für ungül­tig, der Geschäften mit der syrischen Bank SIIB untersagte.Näheres bei: http://german.irib.ir/nachrichten/wirtschaft/item/261424-eu-gericht-erkl%C3%A4rt-eu-sanktionen-gegen-syrische-bank-f%C3%BCr-nichtig.

Zum SAA-Vorrücken gegen die Muğâhidîn s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/11/jihadist-mercenaries-attack-rejected-and-frustrated-by-the-syrian-armed-forces-at-the-military-airport-near-aleppo/

Im Zuge der letzten präsidialen Amnestie gemäß Dekret Nr.22 ( s.u.) sind aus dem Zentralgefängnis in Damaskus 274 Insassen am 11. Juni 2014 entlassen worden. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/11/549686)

Muḥammad al-Muḥammad, der Geschäftsträger der syrischen diplo-matischen Mission bei den UN in Genf, kritisiert Navi Pillay als High Commissioner for Human Rights dafür, daß sie anhaltend Aktionen und Rolle der bewaffneten terroristischen Gruppen in Syrien ignoriere. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/549551)

Allein die Schäden an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen durch die terroristischen Angriffe sind gemäß Vize-Premierminister ʽUmar Ġalâwanğî auf 1.011 Milliarden zu beziffern, die indirekten da- gegen auf fast 4 Milliarden. Demgegenüber seien bereits nahezu 2 Milliarden für Soforthilfsmaßnahmen bereitgestellt worden informier- te er während einer Sitzung des Wiederaufbaukomitees am 11.6.2014. Ebenso gab die Sozialministerin einer Überblick über die gegenwärtige Situation. Näheres s. http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/549552.

Arbeitsminister Ḥassan Ḥiğâzî informierte am 10.6.2014 darüber, daß die westlichen Sanktionen u.a. zur Schließung von hunderten an Be-trieben geführt und damit enorme ökonomische, soziale und huma-nitäre Beeinträchtigungen verursacht hätten. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/549597)

Zu SAA-Erfolgen s. http://sana.sy/eng/21/2014/06/11/549675 –              Da die al-Qaida verbundene Terrorgruppe ISIS (Islamischer Staat im Irâq und in Syrien) schon ihrem Namen nach sowohl dies- als auch jenseits der syrisch-irâqischen Grenze agiert, um dort einen islamisch-theokratischen Staat zu errichten, interessiert in diesem Rahmen auch folgende Meldung:  nachdem ISIS-Terroristen die Kontrolle über die zweitgrößte irâqi­sche Stadt, Mos­sul, erkämpft haben, hat Ministerprä- sident al-Mâlikî am 10.6.2014 dort den Notstand verhängen lassen. Parlamentspräsident Usâma an-Nuğaifî (Ussama al-Nudschaifi) bestä- tigte selben Tags auf einer Pressekonferenz in Bagdad, auch die ge- samte Provinz Nînawâ [bekannter als Ninive] sei “in die Hände der Aufständischen gefallen“. Nun woll­ten die Rebellen in die Nachbarpro- vinz Salāh ad Dīn (Sala­heddin) “einfallen”. An-Nuğaifî [wie zuvor an- Nûrî] forderte, „alle Kräfte im Irak zu mobilisieren und internationale An- führer zu warnen“, um dieser „Terroroffensive die Stirn zu bieten“. Andernfalls werde diese sich auf den ge­samten Irâq ausweiten. Die Ter- roristen stürmten zudem mehrere Gefängnisse und ließen mehr als 1400 Häftlinge in Mossul frei. Nach diesem ISIS-Vormarsch sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) aus Mos- sul rund 500.000 Menschen geflohen. Viele hätten sich zu Fuß auf den Weg ge­macht, da ihnen die Nutzung ihrer Fahrzeuge in der Stadt ver- boten wurde. Die Terroristen haben seit Jahresbeginn bereits die Stadt Fal­lûğha und weite Teile der westirâq. Provinz al-Anbâr unter ihre Kon­trolle gebracht. Von dort aus planen sie regelmäßig Angriffe gegen die Hauptstadt Bagdad [Baġdâd]. Auch die Grenze zu Syrien wird in weiten Teilen von ISIS kontrolliert. (http://german.irib.ir/nach­rich-ten/nah­ost/item/261339-vormarsch-der-isis-terroristen-im-irak)

Der Politologe Thierry Meyssan meldet auf seinem Blog, die atlantischen und Golfstaaten-Fernsehsender kündigten sechs Stunden bevor ISIS-Truppen in Mossul [am 10.6.2014] eindrangen, die Einnahme dieser Stadt an, und schreibt: „Diese für die Kriegsführung der 4. Generation typische Technik ermöglicht, den Mut der Bevölkerung zu brechen und zu vermeiden, dass sie Widerstand leistet. Der Fall von Mosul ähnelt daher dem von Tripolis (Libyen): Die atlantischen- und Golfstaaten-Fernsehsender veröffentlichten im Studio gedrehte Bilder, die weismachen sollten, dass die Rebellen in die Stadt eingedrungen wären und den grünen Platz eingenommen hätten.“ (http://www.voltairenet.org/article184561.html vom 2.7.2014; Hhg blog- seits).

Seit vier Tagen verhindern Extremisten die Anlieferung und Vertei­lung der Hilfslieferungen für das Flüchtlingscamp Yarmûk (vgl.u.). Die An­wohner dürfen sich den Hilfsgütern nicht nähern. (http://sana.sy/eng/ 21/2014/06/11/549709

Seit der so erfolgreich verlaufenen syrischen Präsidentschaftswahl herrsche „auf die Spitze getriebene Hysterie” unter den Delegierten aus Saudi-Arabien und Qaṭar bei den Vereinten Nationen zusammen mit denen aus den USA, Frankreich und der Türkei. Jene strebten eine Resolution in der Generalversammlung an mit dem Ziel, den dauern­den UN-Repräsentanten Syriens, Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî, von allen Syrien betreffenden UN-Sitzungen wie der des UN-Sicherheitsrats auszu­schließen. Großbritannien hatte nämlich zu bedenken gegeben, daß man das Land Syrien nicht ausschließen könne, daher das Abziehlen auf die Person von Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî, um so ein Veto von Rußland und China zu umgehen. Der syrische gegenwärtige UN-Repräsentant sei nicht umsonst bekannt als Löwe der Diplomatie und mindestens in sei- nem Bereich so erfolgreich wie die syrische Armee in ihrem. The sheikhs will put, as usual, the money to grease the wheels … while the U.S. and France will impose their political influence to vote on the order.“ Man bedenke zudem, daß Dr. al-Ğaʽfarî seit einer US-Regie-rungsorder in New York schon fast unter Hausarrest stehe (vgl.u., 6.3.2014). Man wolle ihn um jeden Preis zum Schweigen bringen. (https://www.facebook.com/Tg24Siria)

Dr. al-Assad traf am Di., 10.6.2014, die beiden anderen Mitbewerber bei der Wahl am 3.6.2014, Dr. Ḥassan ʽAbdallâh an-Nûrî (Dr. Has­san al-Nouri) und Mâhir ʽAbdulḫafîẓ al-Ḥağğar (Maher al-Haj­jar). Dr. an- Nûrî hob dabei die Transparenz und Offenheit („honest“) der Wahl von voriger Woche hervor, welche die demokrati­schen Grundsätze stärkte. Al-Ḥağğar unterstrich, mit ihrer Wahl hätten die Syrer dem alten wie neuen Präsidenten ihr Vertrauen aus-gesprochen und die Be- kämpfung des Terrorismus bis zu seiner Aus­merzung als richtigen Weg zu Sicherheit und Stabilität des Landes für die Zukunft deutlich gemacht. Abschließend bedankte sich Dr. al-As­sad für die Gratula- tionen beider. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/10/ 549497.htm)

Terroristische Einheiten haben das Gaswerk von Dair az-Zaur mit Mör- sergranaten angegriffen und erheblichen Schaden angerichtet, so daß es nun außer Betrieb ist. Die Belegschaft wurde gewaltsam vert­rieben. (http://sana.sy/eng/337/2014/06/09/549300.htm)

Zu den neuesten SAA-Erfolgen s. http://sana.sy/eng/337/2014/06/10/549444.htm

Nach Bestätigung durch das syrische Militär ist der Verantwortliche für etliche Massaker unter der Zivilbevölkerung, ‘Abdul-‘Azîz ‘Ar­mûš, auch bekannt als Abu _l-Fawz al-Anṣârî oder Saffāḥu_l-Ġûta_š-Šarqiyya [der Blutvergießer von Ost-Ġûta] in al-Malaîḥa bei einem Gefecht mit der Armee (SAA) durch eine T-72 zur Freude vieler ums Leben gekommen. Er war ein Führer der berüchtigten Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/ 06/09/terrorist-abu-al-fawz-al-ansaari-erased/)

Mit dem Dekret Nr.22 hat der alte und neue syrische Präsident eine Amnestie für vor dem 9.6.2014 begangene Verbrechen erlassen. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/09/549285.htm, s.a. http://de.ria.ru/politics/20140609/268718739.html). – Dieser gingen schon etliche andere voraus (vgl.u. und Teil I). 

Den Behörden ist es gelungen, in der Oasenstadt Tadmur, die auch die gewaltigen Überreste der antiken Metropole Palmyra umfaßt, acht Sta- tuenbruchstücke prachtvoller Artefakte aus dem 2. Jh. von den ar- chäolo­gischen Stätten zu sicherzustellen, welche von Terroristen gestohlen und zum Verkauf ins Ausland in einem Versteck deponiert worden waren. Der Kurator des Museums von Palmyra, Dr. Ḫalîl al-Ḥarîrî (Khalil al-Ha­riri) hat die dorthin gebrachten Stücke inzwischen begutach- tet und do­kumentiert. (http://sana.sy/eng/337/2014/06/08/ 549120.htm (mehr Photos: http://sana.sy/ara/2/2014/06/09/549107.htm)

Gemäß der Erklärung von Parlamentsmitgliedern während der Sit- zung vom So., 8.6.2014, sei die Wiederwahl von Dr. al-Assad als Man­dat zur Weiterführung des bisher eingeschlagenen Kurses in der ge- genwärtigen Syrienkrise zu sehen, vor allem bzgl. der Bekämpfung des Terrorismuses. Parlamentssprecher al-Laḥâm faßte dies so zu­sam- men: „The elections‘ results were a renewed public mandate to go ahead with Syria’s battle against terrorism and its backers and funders„. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/09/549161.htm)

Über SAA-Fortschritte im Land berichtet: http://sana.sy/eng/337/ 2014/06/09/549256.htm

Wegen terroristischer Angriffe mittels Mörsergranaten in Damaskus und Hama sind wieder Tote und Verletzte zu beklagen. (http://sana.sy /eng/337/2014/06/08/549104.htm)

Erneut haben Terroristen in der nördlichen Darʽa-Region Hochspan-nungsmasten durch Explosionen zerstört, um die die Stromversor- gung zu unterbinden. Auch auf die Reparaturmannschaft wurde das feuer eröffnet. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/08/549207.htm)

Igor Morozow, Mitglied des russischen Föderationsrats versicherte zur Wahl vom 3.6.2014, sie sei demokratisch in Übereinstimmung mit internationalen Standards verlaufen. Die Regierung habe alles für einen reibungslosen Ablauf getan, was umso mehr auffiel, als der An- drang der Wähler, „who flocked early in the morning to queue in long lines, awaiting to cast their votes“, enorm war. Antoine Lupatine als Mitglied des Zentralkomitees für Wahlen in Rußland bestätigte dies und informierte darüber, daß die anderen Kandidaten an jedem Wahl­lokal eigene Repräsentanten zur Beobachtung und Überwachung gehabt hätten, die mehrheitlichen Sympathien für Dr. al-Assad untermauer- ten. Zu den aus dem Westen litaneienartig vorgebrachten Vorwürfen, die die Ligitimität der Wahl in Frage stellten, befragt, fegte er diese in einem Interview mit SANA in Moskau als zurechtgebastelte Vorur- teile hinweg und bekräftigte demgegenüber: „Elections were free, fair and well-organized…and voters turned out in big numbers with high spi- rits„. In einem ähnlich lautenden Pressestatement fügte Morozov noch hinzu: Präsident al-Assad sei „granted yet a new public mandate from the masses“. (http://sana.sy/eng/393/2014/06/07/549029.htm)

Details über das Ausmaß des Wasserkriegs der türkischen Regie­rung gegen Syrien (aber auch den Irâq) enthüllt die Journalistin Su­haib Anjarini bei al-Aḫbar: Der Euphratzufluß, die wichtigste Wasserversor- gung in großen Teilen des Landes vor Wochen eklatant ge­drosselt und schließlich auf Null reduziert. Allein im Trinkwasserspeicher des al- Assad-Stausees sank der Spiegel um ganze sechs Me­ter! Dies kommt einem Trinkwasserverlust von einigen Millionen Kubikmetern (!) gleich und könnte eine Katastrophe auslösen. Selbstverständlich widerspricht das internationalem Recht, doch wo kein Richter … . Es soll eindeutig feststehen, daß nicht ISIS dafür verantwortlich zeichnet, sondern die Türkei. Doch nicht nur die Trinkwasserversorgung für Millionen ist in G- efahr, sondern auch die Generierung von Elektrizität per Wasserkraft und die Struktur des Stausees mit seinen Dämmen an sich. Für die syrischen Behör­den hat der Wettlautf mit der Zeit begonnen, das Ärg- ste – die völlige Trockenlegung – noch abzuwenden. Weitere Einzel- heiten bei: http://english.al-akhbar.com/content/new-turkish-aggression-against-syria-ankara-suspends-pumping-euphrates%E2%80%99-water.

(Quelle: loc. cit.)

Ein erneut auf terroristische Sybotage zurückgehender Schaden im Wasserversorgungsnetz der Millionenstadt Aleppo wird derzeit von Einsatzkräften zu beheben versucht. (http://sana.sy/eng/337/2014/ 06/07/549038.htm)

Bzgl. SAA-Erfolgen s. http://sana.sy/eng/21/2014/06/08/549076.htm

Bekanntlich befürchtet man in Europa, daß sich noch mehr EU-Bür­ger Extremistengruppen in Syrien anschließen könnten. Um dem gegen- zusteuern, hätten gemäß Financial Times EU-Geheimdienste eine Liste von 5.000 potenziellen Extremisten zusammengestellt, welche sich dem- nächst al-Qaida-Gruppen in Syrien anschließen könnten. Die Liste sei der Türkei übergeben worden, da die meisten extremistischen Kämpfer aus dem Westen über dieses Land nach Syrien reisten. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/261180-eu-f%C3%BChrt-liste-mit-5-000-potenziellen-extremisten vom 7.6.2014)

Zu SAA-Erfolgen s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/07/syrian-arab-army-operations/

Die Türkei betreibt nach Worten der UN-Journalistin Nizar Abboud (und an­­deren) noch eine andere Art des Krieges gegenüber Syrien und südlicher angesiedelten Staaten: “Euphrates Dries up by Turkey’s Ac- tions Against Syria” (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/07/ euphrates-dries-up-by-turkey/)

Das syrische Außenministerium wertete die Erklärung der EU (s.u. bzgl. „28 NATO-Länder“) zur Prä­sidentschaftswahl vom 3.6.2014 als eklatante Verletzung inter­nationaler Rechtsstandards, welche die Respektierung der Souveränität von Staaten und die Nichteinmischung in innerstaatliche Ange­legenheiten umfassen. Näheres s. http://sana.sy /eng/393/2014/06/07/548957.htm. – Laut Artikel vom 7.6.2014 in al- Binâʽ äußerte Vizeaußenamtsminister Dr. Miqdâd, sowohl Durchfüh- rung als auch Ergebnis der Wahl seien „shock and surprise for the ene- mies of Syria“ gewesen. (http://sana.sy/eng/393/2014/06/07/548920.htm)

Der syrisch-orthodoxe Patriarch von Antiochia und des gesamten Ostens, Mâr Iġnâṭîûs Afrâm (Mor Ignatius Aphrem) II. gratulierte Präsident Dr. al-Assad herzlich in einem Schreiben zum Wahlerfolg. Letzterer sei auch als Sieg aller rechtschaffenen syrischen Bürger zu betrachten. Er bete zu Gott, dem wiedergewählten Präsidenten beizu-stehen. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/06/548900.htm)

Michael Chossudowsky, Direktor des Center for Research on Glo­bali­za­tion analysiert im In- terview mit Russia Today die Auswirkung der Prä­sidentschaftswahl und kommt bzgl. der Haltung der US-Regierung zu dem Ergebnis: Peace in the Aftermath of Syria’s Elections? Washington’s Option is the Continuation of the “Civil War”. (Video auf: https://www.youtube.com/watch?v=3ELfiQyZwi0&list=UUvtTGZEcS8mbWdB7prg4QNw) – Ähnlich düster sieht der stän- dige russische UN-Botschafter Witali Tschurkin die Situation im Inter- view mit Rossija 24 vom 5.6.2014 insbesondere angesichts der beste- henden und angekün­dig­ten weiteren US-Waffenlieferungen (vgl.: (http://german.ruvr.ru/news/ 2014_06_06/ Rus­sischer-UN-Botschafter-befurchtet-neue-Runde-von-Burgerkrieg-in-Syrien-4189/). – Gemäß Präsident Putin drohe Syrien, das sich seit mehr als drei Jahren im Krieg befindet, sich in einen unkontrollierbaren Terrorismusherd zu ver- wandeln. (http://german.ruvr.ru/ news/2014_06_05/Putin-warnt-vor- Terrorherd-Syrien-9749/) – Die rus­sische Seite votiert daher weiterhin, wie auch der Iran und China, für eine diplomatische Lösung des Kon- flikts und eine internationale Bekämp­fung des Terrorismus.

Am Fr., 6.6.2014 verletzte eine von Terroristen abgefeuerte Mörser­gra­­­nate in Ğaramânâ zwei Bürger. (http://sana.sy/eng/337/2014/06/06/ 548835.htm) – In einem Wohnge­biet der Innenstadt von Homs be­schlag­nahmten die Behörden 80kg an Sprengstoff für Sprengla­dun­gen. Diese befanden sich in einem [zur Tar­nung] mit Gemüse und Früch­ten belade­nen Wagen. (http://sana.sy/eng/21/2014/ 06/06/548852.htm)

Zu SAA-Fortschritten am Fr., 6.6.2014, s. http://sana.sy/eng/337/ 2014/06/06/548813.htm

Über die derzeitigen Fortschritte der Armee (SAA) informieren am 5.6.2014: http://sana.sy/eng/298/2014/06/05/548762.htm und http://sana.sy/eng/298/2014/ 06/05/548762.htm sowie http://sana.sy/ eng/337/2014/06/05/548666.htm.

Der Justizminister Dr. Nağm Ḥamad al-Aḥmad Ḫalâl (Najm al-Ahmad) bescheinigte der Wahl in Gegenwart und unter Auf­sicht von ara­bischen und anderen ausländi­schen Parlamentariern wie Medien­vertretern eine hohe Transparenz ohne jegliche Ein­­schrän­kungen für die Presse im Inland. Sie sei beispiellos er­folgreich verlaufen, bemerkte er im Inter­view mit Syrian TV am 4.6.2014.(http://sana.sy/eng/21/2014/06/05/ 548636.htm) – Auch das Höhere Justizkomitee für Wahlen bestätigte ab­­schließend eine problem­lose Wahl. (http://sana.sy/eng/22/2014/06/04/  548605.htm)

Am Mi., 4.6.2014, hatte ein Treffen von Parlamentariern, Un­abhän­gi­gen und NGO`s begonnen, welche zur Wahlbeob­ach­tung nach Sy­rien ein- gela­den gewesen waren, im Dama Rose Hotel. (http://sana.sy/eng/393/2014/06/04/548466.htm) – Ihr abschließendes Urteil über die Wahl lau- tete: „successful, trans­parent and honest.“ (http://sana.sy/eng/21/2014/06/06/ 548842.htm)

Laut Angabe des Politikwissenschaftlers Thierry Meyssan habe an der Wahl am 3.6.2014 nur die von ISIS kontrollierte Stadt ar-Raqqa nicht teilnehmen können! (http://www.voltairenet.org/article184211.html)

Einige Stimmen zur Wahl:

Premierminister Dr. Wāʾil Nādir al-Ḥalqī (Wael al-Halki) erklärte, mit der Wahl habe das syrische Volk eine Botschaft formuliert des In­halts, daß Legitimität nur vom syrischen Volk selbst verliehen wer­den könne. Demgegenüber sei die Aufregung in der westlichen Welt darü­ber bedeu- tungslos. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/05/548686.htm) – Ähnlich äus- serte sich Parlamentssprecher Muḥammad Ğihâd al-Laḥḥām (Moham- mad Jihad al-Laham), s. http://sana.sy/eng/21/2014/06/04/548619.htm.

Am Do., 5.6.2014, äußerte Alexander Lukaschewitsch, Spre­cher des rus­sischen Außenministeriums, das Urteil von Mil­li­o­nen sy­ri­scher Wäh­­­ler könne nicht ignoriert werden. „Accor­ding to re­ports from Sy­ria, ob­servers note that the elections were held in a fair, free and trans­parent atmosphere despite tough security cir­cumstances in this country“. Zu­dem kon­statierte er: „Russian observers have made a clear conclusion. We have no grounds to put into question the legiti­macy of the elections”. Demgegenüber kritisierte er die enttäuschen­de („disappoin­ting„) Reak­tion aus dem Westen, welche die Wahl [un­zutref­fend] als „shallow and politicized [dürftig/wenig aus­sagekräf­tig und politisiert] be­schrei­be. (http://sana.sy/eng/22/2014/06/05/ 548758.htm, Hhg. blogseits)

Krikor-Okosdinos Coussa, der armenisch-katholische Bischof von Ale­xandria, äußerte zur Wiederwahl von Präsident Dr. al-As­­sad gegenüber SANA, diese sei „an expression of free and de­mocratic popular will and reflects big trust in his wise lea­der­ship in the upcoming stage that requi­res concerting efforts by all the Syrians for confron­ting challenges.“ Zu­dem fügte er hin­zu: „We congratulate Dr. Bashar al-Assad and oursel­ves for the trust of the Syrian people in him, choosing him as President to dear Sy­ria, which needs a leader that is able to preserve its unity during the upcoming stage.“ (http://sana.sy/eng/22/2014/06/05/ 548702.htm, Hhg. blogseits)

Eindrücke von den spontanen Freudenausbrüchen der Syrer über die­se Meldung im In- wie Ausland ab vermitteln [mit Pho­tos] ein wenig: http://sana.sy/eng/21/2014/06/05/548667.htm, http://sana.sy/eng/393/ 2014/06/05/548719.htm und http://sana.sy/eng/337/2014/06/06/ 548813.htmwie auch auf den Golanhöhen (http://sana.sy/eng/21/ 2014/06/05/548648.htm).

Präsident Dr. Baššâr al-Assad ist mit überwältigender Mehrheit von 88,7% der gültig abgegebenen Stimmen erneut zum Präsi­den­ten ge­wählt worden. Die Wahlbe­tei­ligung lag bei er­staun­li-chen 73,42%. (http://syrianfreepress.word­press.com/2014/06/04/ bashar-hafez-al-assad-president-of-syria-2014-2021/) – Die offi­zielle Verkündung erfolgte am 5.6.2014 durch den Sprecher der Volksversammlung [d.i. Parlament] Muḥam­mad Ğihâd al-Laḥ­ḥām (Mohammad Jihad al-La­ham). (http://sana.sy/eng/393/ 2014/06/05/548613.htm)

Mit Beendigung der Stimmabgabe und Ablauf der gesetzlichen Frist für die Wahl hat die Auszählung der Stimmzettel begon­nen. Hišam aš-Šaʽâr (Hisham al-Shaar), Chef der Wahlkom­mis­­sion am Obersten Gerichtshof, gab am Mi., 4.6.2014, mor­gens bekannt, daß die Wahlur­nen nach der Verlängerung der Wahlzeit um fünf Stunden am Dienstag um 12 Uhr Mitternacht  lo­kaler Zeit verschlossen worden seien und die zuständigen Ko­mitees rasch mit der Auszählung begonnen hätten. Ge­mäß ein­gegange­nen Mitteilungen aus mehreren Wahllokalen in Damas­kus zeichne sich nach einer Stunde der Stimmenauszählung ab, daß Staatsprä­sident Baššâr al-Assad mit deutlichem Abstand vor den an­deren Kandidaten liege. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/ 260974-beginn-der-stimmen­aus­z%C3%A4hlung-in-syrien)

Die Präsidentschaftswahl wurde von Beobachtern aus 30 Län­­dern – u.a. aus Rußland – verfolgt. Die russischen Beob­achter haben die Wah­len bereits als legitim anerkannt (http://german.ruvr.ru/news/ 2014_06_04/Erste-alternative-Prasidentschaftswahlen-seit-50-Jahren-in-Syrien-abgeschlossen-6015/).

Über die Präsidentschaftswahl teilte der vor Ort weilende Ser­gej Gaw­ri­low, Abgeordneter der russischen Staatsduma und Lei­ter der Gruppe russischer Beobachter, RIA Novosti tele­fo­nisch mit: „Ungeachtet des unaufhörlichen Beschusses der Randge­biete der Stadt läuft der Wahl­prozess auf vollen Touren. Es gibt einen Fakt, der die Prognosen aus­ländischer Analysten umwirft: Das ist die höchste Beteiligung, was die Möglichkeiten für ein Manipulieren ausschließt. 80 bis 100 Menschen stehen Schlange und warten eine Stunde, um abzustimmen“. Eine solch enorme Volksbeteiligung zeuge davon, daß die „Syrer die Wahl als reale Chance aufnehmen, ihr Leben zum Besseren hin zu verändern, der terroristischen Bedrohung ein Ende zu setzen und den Frie­den in ihrem Land wiederherzustellen“. Zudem ver­sicherte er, Or­ganisation wie Ab­stim­mungsprozeß bei der Wahl des syri­schen Präsidenten entsprächen allen demokra­ti­schen Normen. Zudem brachte Gawrilow die Hoffnung zum Ausdruck, daß das Ergebnis der Wahl „nicht nur Russland, son­dern auch alle zivili­sierten demokratischen Länder anerken­nen“. Die syrische Regie­rung solle seines Erachtens nach der Wahl mit den Mitgliedslän­dern der Zollunion und der Schang­haier Organisation für Zusam­menarbeit en­ger kooperieren. (http://german.ruvr.ru/news/ 2014_06_03/Russischer-Beob­achter-Hohe-Beteiligung-an-syrischer-Prasidentschaftswahl-in-Damaskus-6646/, Hhg. blog­seits) – Dagegen haben die 28 NATO-Län­der schon von vor­ne­herein bekannt gegeben, die Ergebnisse der Präsi­dentschafts­wahl in Syrien nicht aner­ken­nen zu wollen, wie NATO-Ge­neralse­kretär Anders Fogh Ras­mussen vor Journalisten kundgab (http://german.ruvr.ru/news/ 2014_06_03/Kein-einziges-Nato-Land-erkennt-Wahlen-in-Syrien-an-Rasmussen-3153/).

Wahlbeobachtende Delegationen wie etwa aus Rußland, dem Iran, Pa­kistan, dem Demokratischen Korea [Nordkorea], Kana­da, den USA, Ve­ne­zuela, Brasilien und Bolivien haben hierfür ihre Mitglieder an den ver­schiedenen Wahlzentren im Land ver­teilt gehabt. (http://sana.sy/eng/ 393/2014/06/03/548324.htm)

Eindrücke vom Wahlverlauf mit Photos und Video s. http://sy­rian­freepress.wordpress.com/2014/06/03/syria-presidential-election-video­newsphoto/ oder auch bei: http://sana.sy/eng/393/2014/06/03/ 548339.htm

Wegen des gewaltigen Andrangs mußte die Öffnungszeit der Wahl­lokale auch im Inland von zunächst 19 Uhr Ortszeit bis auf Mitter­nacht des 3. Juni ausgedehnt werden, wie Hišam aš-Ša­ʽâr (Hisham al-Shaar), Chef der Wahlkommission am Obersten Ge­richtshof ver­laut­barte. Dennoch sei es zu keinerlei Störun­gen ge­kommen. (http://sana.sy/eng/ 393/2014/06/04/ 548322.htm) – Interessanterwei­se hat­te der im Ausland agie­rende Chef der der Muslimbruderschaft verbundenen wie die Wahl boykottierenden SNC – Ğarba (vgl.u.!) via Sender al-ʽArabiyya die Wähler abzuschrecken versucht: Ihm zu­folge würden regierungs­treue Kräfte sie beim Wahlgang bombar­dieren! (vgl. http://syrian­free­press.word­press.com/2014/06/ 03/eve-of-syrian-presidential-elections/ mit: „Christian Song & Prayer for the Syrian Arab Army“)

Zum Beginn der Präsidentschaftswahl in Syrien s. http://ger­man.irib.ir/ nachrichten/nahost/item/260919-pr%C3%A4si­dent­schaftswahl-in-syrien-begonnen

Zur Präsidentschaftswahl in Syrien sind bereits Parlaments­dele­ga­ti­o­nen aus sieben Ländern zur Beobachtung eingetrof­fen, informierte der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außen­politik im iranischen Parlament, ʿAlāʾ ad-Dīn Barûğardî, am Rand der u.e. zwei­ten Sitzung der Freunde der syrischen Regierung in Teheran. Diese ka­men außer aus dem Iran u.a. aus Venezuela, Bo­livien, Ta­dschi­­­kistan und den Philip­pinen. (http://german.irib.ir/nach­richten/ nahost/item/260895-iranische-parlamentsdelegation-reist-nach-syrien vom 2.6.2014)

Zu SAA-Fortschritten s.: http://sana.sy/eng/337/2014/06/03/ 548352.htm

Der oberste Generalstaatsanwalt in Aleppo, Ibrāhīm Hilâl (Ibra­him Hi­lal), gab bekannt, daß 300 Gefangene des [kürzlich von der Ar­mee den Terroristen abgerungenen] Zentralgefängnisses der Stadt freige­lassen würden. Dies geschehe nach Bildung zwei­er Justiz­ko­mitees zur Über­prüfung der Fälle der Häftlinge auf­grund einer Direktive des Prä­si­den­ten al-Assad. (http://sana.sy/ eng/21/2014/06/03/548414.htm)

ISIS-Extremisten haben bei einem Angriff auf das Dorf Zenu­ba, in der Provinz Hama, einen 102-jährigen Mann samt seiner ganzen Fa­milie (Sohn, Enkel und Urenkel, Frau des Enkels) im Schlaf er­mordet, wie SOHR mitteilte. Alle Opfer des Terrorak­tes waren syrische Alawiten [wie auch Präsidetn al-Assad!]. Kurz vor der Präsidentschaftswahl am 3.6.2014 haben die Ter­rorgruppen ihre Angriffe auf Zivilbevölkerung verstärkt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260820-familie-in-der-syrischen-provinz-hama-durch-isis-terroristen-ermordet)

Der syrischen Nachrichtenagentur SANA liegt eine Studie vor. Fars­news zufolge berichtete die Nachrichtenseite Syrianow, ein US-Zen­trum habe jüngst eine Studie über die Zahl ausländischer Terro-risten in Syrien seit Ausbruch der Unruhen in diesem Land bis zum 31.12.2013 veröffentlicht. Demnach befanden sich zwischen April 2011 bis Dezember 2013 245.00 Terroristen in Syrien. Davon star-ben 58.000, 82.000 verließen Syrien wieder, 12.000 würden ver-mißt, 96.000 kämpf­ten noch im Rahmen von an-Nuṣra– und ISIS– sowie anderen regierungsfeindlichen Gruppen. Die Heraus­geber der Studie teilten mit, daß damit die größte Versammlung ausländi­scher Terroristen in einem Land in Syrien stattgefunden habe. Sie seien aus 87 Ländern gekommen. 12.760 Terroristen besäßen die amerikanische und europäische Staatsangehörigkeit. 2.083 Personen kehrten in ihr Land zurück, 574 wurde die Staatsangehö-rigkeit entzogen. Mit 19.700 Terroristen schickte Saudi-Arabien die meisten Terroristen nach Syrien, etwa 4000 von ihnen seien getötet worden. Tunesien schickte die meisten weiblichen Terroristen nach Syrien, insgesamt 96, davon kamen 18 ums Leben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260699-245-000-ausl%C3%A4ndische-terroristen-aus-87-l%C3%A4ndern-gegen-regierung-und-volk-syriens).

Syrer aus Belgien und Frankreich sowie eine Abordnung vom American-Arab Committee Organization for Syria’s Defense kamen am Mo., 1.6.2014, an der libanesisch-syrischen Grenze an, um so doch an der Wahl teilnehmen zu können. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/02/548043.htm) – Auch in Kuwait wohnende Syrer sind aus diesem Grund am 3.6.2014 am Damas-zener Flughafen angelangt. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/03/548293.htm und s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/06/03/syrians-from-kuwait-in-damascus-for-voting/ (Photo:)

kuwait-airport-4

Der im Exil lebende Erzbischof von Jerusalem, Hilarion Ca­pucci, er­klär­­te mittels eines Schreibens vom Mo., 1.6.2014, die Präsi­dent­schafts­wahl in Syrien zur „golden chance for ex­pres­sing our love, commitment and duty towards our homeland“ (http://sana.sy/eng/21/2014/06/02/ 548135.htm).

Nachdem führende Kirchenmänner schon die Bedeutung der Wahl her aus­­­gestellt und zur Teilnahme aufgerufen hatten (s.u.), trafen am So., 1.6.2014, muslimische Geistliche aus der Haupt­stadt und dem Umland zusammen, um ihrerseits Unterstützung für die Wahl zu zeigen. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/02/ 547996.htm).

Eine Mörsergranatenattacke führte am So., 1.6.2014, zu sechs To­ten und 40 Verletzten in Aleppo. Ebenso forderten derartige Beschüs­se vier Tote in Ğaramâna. Verletzte gab es bei solchen Angrif­fen in anderen Orten der Umgebung von Damaskus. (http://sana.sy/eng/337/2014/ 06/02/547901.htm) – Östlich von Homs im Umland waren infolge einer Autobombe am Mo., 2.6.2014, etliche Toten und Verletzte sowie erheb­licher Sach­schaden zu ver­zeichnen. (http://sana.sy/eng/337/2014/06/02/ 548118.htm, s.a. http://german.ruvr.ru/news/2014_06_02/ Rebellen-in-Syrien-beschie-en-Aleppo-3816/)

Die endgültigen Ergebnisse der Wahlen durch syrische Bürger im Aus- land lagen am Sa., 31.5.2014, dem Höheren Ausschuß für Wahlen vor. Gewählt werden konnte letztlich – ohne jegliche Störungan 43 Bot- schaften, wobei die Wahlbeteiligung über 95% der registrierten Wäh- ler lag. Die im Ausland abgegebenen Stimmen werden noch mit denen, die am 3. Juni eingehen, vermengt, [Eine Wählerbeeinflussung wie z.B. bei der Europawahl durch die Bekanntgabe der niederländischen Ergeb- nisse noch vor der Wahl der meisten anderen Länder wird so vermie- den]. Bzgl. der Inlandswahl informierte Dr. Fayṣal Miqdâd in seiner Ei- genschaft als Vorsitzender des Zentralen Präsidentschaftswahlkomitees am Ministerium für Äußeres und Expatriierte, daß die Wahllokalstand- orte hinsichtlich Sicherheitskriterien und Bevölkerungsdichte ausgewählt worden seien. Ausländische Beobachter der Wahl hätten freien Zugang zu allen Wahlcentern, setzte der Voting Chief of the Higher Judicial Committee for Elections Hišam aš-Šaʽâr (Hisham al- Shaar) hinzu. (http://sana.sy/eng/25/2014/05/31/547830.htm)

Letzterer stellte zudem klar, daß den im WWW kursierenden Meldungen, im Ausland sich aufhaltende Syrer könnten auch per Internet an der Wahl teilnehmen, keinerlei Wahrheitsgehalt zukomme. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/31/547810.htm)

Bei der ʽUṯmân–Moschee hielten am So., 1.6.2014, muslimische Schü- ler eine beeindruckende Unterstützungskundgebung für die Wahlen am Dienstag ab. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/01/547902.htm)

Der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf (Mohammad Dschawad Zarif ) würdigte während der zweiten Session der Freunde der syrischen Regierungam 1.6.2014 in Teheran die Reconciliie- rungs­bemühungen (Einigungen zur nationalen Versöhnung) der syri- schen Regierung in den vergangenen Monaten in den verschiedenen Landesteilen. Man habe so beachtliche Fortschritte erzielt hin zu einer politischen Lösung der Krise, wie z.B. in Homs. Sollten dem  internationale und regionale Kapazitäten  hinzugefügt werden, könne man auf ein Ende der Krise hoffen. Die Anheizung der ethnischen Konflikte sowie  der eingepumpte Extremismus und die Gewalt ver­hinderten nicht nur die [Umsetzung der] politischen Reformen und die Herstellung  der Elementarrechte der syrischen Bürger, sondern sie haben zudem den ganzen Nahen Osten und die Welt vor das Prob- lem des Extremismus und Glaubenskrieg gestellt (http://german.irib.ir/nachrichten/inland /item/ 260688-zarif-kapazit%C3%A4ten-zur-l%C3%B6sung-der-syrien-krise-sind-vorhanden)

Weitere Anschläge mit Toten und Verletzten sind http://sana.sy/eng/337/2014/06/01/547901.htm zu entnehmen. In der umgebung von Damaskus wurde von der Armee zudem ein 300m langer, von Terroristen gegrabener Tunnel zwischen den Farmen von Dûma zu jenen von Ḥa- rastâ neben der Autobahn entdeckt und zerstört, die darin befindlichen Extremisten kamen dabei zu Tode. (loc. cit.) – Wie kürzlich in Dar az-Zaur sprengten Terroristen ein Teil der Gasleitung außerhalb von Ebla in die Luft. Wiederinstandsetzungsarbeiten sind eingeleitet. (http://sana.sy/eng/21/2014/06/01/547933.htm)

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/06/01/547706.htm (u.a. fielen in den Kämpfen einige Unterführer der bekannten Terrori- stengruppen, ein gesuchter Terrorist konnte verhaftet werden)

Durch detonierenden Sprengstoff , versteckt in einem Müllkontainer in einem Wohngebiet von Sayyida Zainab nahe Damaskus, wurden 5 Personen verletzt, vier waren Kinder. Ein Heckenschütze macht(e) die Autobahn in der Dûma-Gegend unsicher (http://sana.sy/eng/337/2014/06/01/547706.htm)

Am So., 1.6.2014, findet in Teheran die zweite Sitzung der Freunde der syrischen Regierungstatt. Hierzu treffen sich die Vorsitzenden der parlamentarischen Sicherheitsausschüsse aus 25 Staaten, u.a. aus Rußland, einigen lateinamerikanischen, afrikanischen Staaten und arabischen Nachbarstaaten. Ziel sei eine gemeinsame Zusammenarbeit für die Beendigung des Bürgerkriegs und Beile­gung der Krise in Syrien sowie die Schaffung von Frieden und der Sicherheit in der Region, erklärte ʿAlāʾ ad-Dīn Barûğardî (Alaeddin Borudscherdi), der iranische Vertreter. Ein anderer Aspekt der Sitzung beziehe sich auf die humanitäre Hilfe für Syrien; insbesondere seien die Menschen dort auf die Lieferung von Nahrungsmitteln und Medikamenten angewiesen. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/260633-internationale-sitzung-der-freunde-syriens-in-teheran) – Den Gegensatz bilden die sog. „Freunde Syriens“, welche gegen die syrische Regierung agieren und deren Gegner vielfältig – auch militärisch – unterstützen.

Während einer Pressekonferenz des US-State Department am 30. Mai 2014 mußte die Sprecherin Jen Psaki aufgrund einer Anfrage bestäti- gen, das ein US-Bürger in Syrien ein Suizidattentat verübt hatte. Es handelte sich dabei um den Autobombenanschlag vom 25.5.2014 in Id- lib, ausgeführt von Abû Huraira al-Amrikî (Abu Huraira al-Amerki, der Beiname bedeutet: aus Amerika), der der al-Qaida verbundenen Ğabhatu_n-Nura li-Ahli_šŠām angehörte. (http://sana.sy/eng/22/2014/05/30/547683.htm), s.a.: http://german.ruvr.ru/news/2014_05_31/US-Staatsburger-verubt-Selbstmordattentat-in-Syrien-1106/ mit Photo etc. Demnach handelte es sich um einen mindestens 20 Jahre alten gebürtigen Einwohner des Nahen Ostens, der (als al-Qaida-Mitglied)  zuletzt in Florida lebte. – Abû Huraira (603-681) war ein Prophetengenosse.

Der Generaldirektor der arabisch-palästinensischen Flüchtlinge, ʽAlî Muṣṭafā, verkündete, daß Studenten aus dem palästinensischen Flüchtlingscamp Yarmûk an den Examen der Sekundarstufe (Bacca- laureate) teilnehmen könnten, indem sie auf Regierungskosten zu den Examensstätten hin- und wieder zurückgebracht würden. (http://sana.sy/eng/387/2014/05/31/547755.htm)

Ebenso konnten 450 Studenten aus al-Malaiḥa (al-Mleiha) ihre anste- henden Examina machen, da sie per Armee-Geleit zu einem Behelfs- bau in ʽAdrâ (einer Industrievorstadt von Damakus) zur Examensablage gebracht wurden. Zuvor hatten zum gleichen Zweck Soldaten 350 evaku- ierte Studenten mit ihren Eltern nach Ğaramânâ geleitet. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/30/547679.htm)

Unter den vielen Unterstützungskundgebungen für die anstehende Wahl, die syrische Regierung und die Armee (SAA) unter den Syrern quer durch das Land sticht jene von den durch israelische Truppen besetzt gehaltenen syrischen Golanhöhen (vgl.u.) heraus: mit einem Autokorso, syrischen Fahnen, vergrößerten Photos von Dr. al-Assad und nationalen Parolen machten sie ihre Unterstützung für ihr Heimat- land, ihren Präsidenten, die syrische Armee und die Wahl deutlich. Ob sie selbst – wegen der besonderen Umstände – daran teilnehmen können (zur entsprechenden Forderung s.u.), wird sich noch zeigen müssen. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/31/547705.htm)

Über weitere SAA-Erfolge berichtet: http://sana.sy/eng/337/2014/05/31/547706.htm. U.a. wurden nahe Hama ein Anführer von Ğabhatu_n- Nuṣra li-Ahli_š-Šām, Ḫâlid Sarḥân al-Ğasim (Khaled Sarhan al-Jasem), wie von al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu, Aḥmad Ibrâhîm al-Qadaḥ (Ahmad Ibrahim al-Kadeh), getötet.

Ein terroristischer Angriff mit Mörsergranaten auf (Wohn-)bezirke von Aleppo hinterließ 2 Tote und 85 Verletzte. Im Danûn-Camp im Umland von Damaskus wurden ebenfalls zwei Menschen getötet und 9, nach an- derer Quelle 13 verletzt(http://sana.sy/eng/21/2014/05/30/547612.htm, mit Video zu Aleppo:  http://sana.sy/ara/2/2014/05/31/547600.htm).

In ihrer Abschlußdeklaration der Außenminister der Bewegung der Blockfreien Staaten (engl.: Non-Aligned Movement , NAM) zum 17. Treffen in Algier, der Algiers Declaration, veruteilten sie die von Terroristen verübten Verbrechen in Syrien, erklärten ihre Unter- stützung für eine politische Lösung der Krise und wiesen jegliche Form von westlichen Sanktionen gegen einen Mitgliedsstaat (d.i. Syrien) aus politischen Gründen zurück. Die Teilnahme von NAM-Staaten an gegen Syrien gewandten Aktionen erklärten sie für unrechtmäßig und als Zuwiderhandlung gegenüber den NAM-Prinzipien. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/30/547376.htm)

Der russische Außenminister Lawrow stellte am 30.5.2014 heraus, daß die US-Waffenlieferungen an die bewaffneten Terroristengruppen in Syrien nicht nur zur Eskalation der Situation – insbesondere durch die Massierung der Anschläge vor der Wahl am 3.6.2014 – beitrage sondern auch einen negativen Bumerangeffekt auf die Unterstützerstaaten ausübe (Im Weiteren s. http://sana.sy/eng/22/2014/05/31/547720.htm)

ISIS-Milizionäre verschleppten am 29.5.201 aus Qabâsîn (Qabasin) mindestens 193 Kurden zwischen 17 und 70 Jahren laut SOHR vom 30.5.2014. Zwar seien die Gründe noch unklar, doch würden solche Aktionen in den von der ISIS kontrollierten Gebieten öfters vorkommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260601-isis-terroristen-haben-etwa-200-syrische-kurden-nahe-der-stadt-aleppo-verschleppt)

Mitglieder der Terrorgruppe ISIS haben nach Angaben kurdischer und syrischer Aktivisten im Norden Syriens am 29.5.2014 drei Dörfer in der [kurdischen] Region von Ra`s al-ʽAin nahe der Grenze zur Türkei überfallen und mindestens zehn Menschen, darunter vier Kinder, hingerichtet. Die Extremisten seien mit Panzern und schweren Waffen in die Region eingerückt. Zu Beginn des Angriffs sei eine Autobombe explodiert. Die Orte standen zu jenem Zeitpunkt unter der Kontrolle kurdischer Milizen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260555-aktivisten-isis-k%C3%A4mpfer-richteten-dorfbewohner-hin)

Berichte über die außerhalb Syriens begonnene Präsidentschafts- wahl zeigen einen enormen Andrang zu den Wahllokalen. In einigen Ländern mußten gar – nach einer entsprechenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom Mittwoch nachmittag – die Öffnungszeiten bis Mitternacht bzw. sogar bis zum 29.5.2014 (24.00 Uhr!) ausgedehnt werden. Falls dies – wie z.B. im Libanon immer noch nicht ausreiche, könnten jene Wähler noch am 3.6.2014 in extra an den gemeinsamen Grenzübergängen eingerichteten Wahllokalen ihr Votum abgeben. Näheres s.: http://sana.sy/eng/393/2014/05/29/547348.htm sowie http://sana.sy/eng/393/2014/05/29/547133.htm mit überaus aussage- kräftigen Bildern! [Noch wesentlich ausführlicher mit mehr Bildern ist: http://sana.sy/ara/3/2014/05/29/547127.htm] – In den Ländern, in wel- chen den Syrern die Wahl in den jeweiligen Botschaften untersagt wurde, fanden sich vor den Toren der geschlossenen diplomatischen Vertretungen dennoch teils erhebliche Menschenmengen zusammen, um gegen diesen Mißstand zu demonstrieren und ihre Unterstützung für Präsident Dr. al-Assad und die Armee kundzutun. Im Einzelnen s. http://sana.sy/eng/393/2014/05/29/547133.htm und detaillierter in: http://sana.sy/eng/21/2014/05/28/547169.htm. – In Genf ist ein follw-up committee entstanden, um die Kommunikation zwischen den in Euro- pa lebenden Syrern zu erleichtern wie um Unsterstützung zur Ausü- bung ihres Wahlrechts zu geben, erklärte Dr. Ġânim Yûsuf (Ghanem Yussef),  Vorsitzender der expatriates union in Europa, der Presse. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/29/547133.htm).

Der Vorsitzende des Obersten Justizwahlauschusses, Richter Hišâm aš-Šaʽr (Hisham al-Shaar), erklärte, das Komitee verfolge und über- wache die Wahl rund um die Uhr und stehe in dieser Hinsicht ständig syrischen Bürgern des In- wie Auslands als Ansprechpartner – auch bei Problemen in den Botschaften außerhalb Syriens – zur Verfügung. Hierzu wurden Telefon- und Faxnummer sowie e-Mail- und Webadresse genannt. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/28/547311.htm)

Der griechisch-orthodoxe Patriarch Johannes X. Yâziğî (Yazigi) rief im TV-Kanal al-Iḫbariyya die Wähler auf, an der Präsidentschaftswahl teil- zunehmen, die einen Wendepunkt in der Geschichte Syriens darstelle. Die Teilnahme sei ein Recht wie eine Pflicht aller Bürger. Er wandte sich dabei an alle Syrer, auch an Muslime: „I address all the Syrians, Christians and Muslims, and ask them to participate in the elections despite the difficult conditions the country is going through“. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/29/547393.htm)

Über Fortschritte der SAA informieren: http://sana.sy/eng/337/2014/05/29/547380.htm und http://sana.sy/ara/2/2014/05/29/547262.htm.

Infolge der Recociliierungsaktionen der Regierung (vgl.u.) haben sich laut einem syrischen TV-Bericht vom 28.5.2014in Homs 266 gesuchte Terroristen den Streitkräften ergeben, diesen ihre Waffen ausgehän- digt und sich verpflichtet, an keiner weiteren Aktion, die der Sicherheit des Landes oder Menschen schade, teilzunehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260504-bewaffneter-ergibt-sich-den-syrischen-streitkr%C3%A4ften)

Als Ergebnis eines mehrtägigen UNESCO-Expertentreffens in Paris, an dem auch Vertreter der syrischen Regierung und NGO- Experten mit Zugang zu Rebellengebieten teilnahmen, wurde herausgestellt, die Zerstörung des syrischen Kulturerbes übeträfen nach Aussagen von UNESCO-Vertretern die schlimmsten Befürchtungen (Beispiele s.u.). Weder im Irâq noch in Afghanistan, Libyen oder Mali sei die Lage jemals so ernst gewesen. Exemplarisch für die Zerstörungen wurde der zum Weltkulturerbe zählende Basar in der Altstadt von Aleppo genannt. Außer dem Schutz der architektonischen Denkmäler und Ausgrabungs- stätten war auch der illegale Handel mit Kulturgütern ein Thema der Veranstaltung. (http://german.irib.ir/nachrichten/kultur/item/260475-unesco-zerst%C3%B6rungen-in-syrien-sind-mit-nichts-vergleichbar)

Am Mi., 28.5.2014, haben Syrer in vielen Hauptstädten des Auslands ab 7.00 Uhr Ortszeit unter großer Beteilgung begonnen, ihren künftigen Präsidenten zu wählen [sofern die jeweiligen Gastgeberländer dies zu- ließen, vgl. dazu u.]. Die Stimmabgabe in den Botschaften und derdamit deren Öffnungszeiten müssen daher wohl verlängert werden, was nach Entscheid des Obersten Gerichtshofes möglich ist. Im Einzelnen s.: http://sana.sy/eng/393/2014/05/28/547133.htm.

Innenminister aš-Šaʽâr schätzt die Zahl der Wahlberechtigten, die sich in die jeweiligen Wahllisten im In- und Ausland eingetragen haben, auf insgesamt 15,845,575. In Syrien stünden über das Land verteilt 9601 Wahllokale zur Verfügung. Der Wähler könne überall seine Stim- me abgeben, sofern er sich mit seiner ID ausweisen könne. Im Ausland finde die Stimmzettelabgabe in der jeweiligen Botschaft statt, in der sich der Wahlberechtigte zuvor habe ins Wahlregister eintragen lassen. Die Wahllokale seien am 3.6.2014 von 7.00 – 19.00 Uhr Ortszeit geöff- net, falls dies nicht ausreiche, den Wähleransturm zu bewältigen, könnten laut jüngstem Beschluß des Obersten Gerichtshof zur Wahl noch fünf Stunden angehängt werden. Er wiederholte, daß alle Vorbe- reitungen für die Wahl getroffen seinen inklusive hinsichtlich des sicheren und einfachen Zugangs zu den Wahllokalen. Auch die Polizei- kommandanten der Provinzen seien angewiesen, die Polizei habe hierfür 24 Stunden für sieben Tage in Bereitschaft zu sein, um Sicherheits- maßnahmen für die Wahllokale überwachen und eventuelle Beschwer- den entgegen nehmen zu können. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/28/547071.htm) – Ergänzend berichtet german.irib gemäß Informa- tion des syrischen Außenministeriums, die syrischen Bürger müßten bei der Stimmabgabe im Ausland einen syrischen Paß besitzen, der den staatlichen Stempel für eine gesetzliche Ausreise aus Syrien aufweise, und die betreffende Person müsse zudem eine gesetzliche Aufenthaltsgenehmigung im betreffenden Land nachweisen können. Gemäß der syrischen Zeitung al-Waṭan betrage die Zahl derer, die sich für die Wahl im Ausland angemeldet hätten, betrage inzwischen über 200.000. Dies sei angesichts der Tatsache, daß [in Europa] Frankreich, Belgien und die BRD die dort ansässigen syrischen Staatsbürger an der Wahlbeteiligung hindern, eine hohe Zahl, zumal in den genannten Ländern viele Syrer lebten. In gewissen Ländern (vgl.u.) ist eine Stim- menabgabe wegen Schließung der syrischen Botschaft nicht möglich. Den Bürgern, die sich an der Wahl beteiligen möchten, wurde ein Di- rektflug zum internationalen Flughafen von Damaskus zwecks Wahl- beteiligung und der Rückflug am gleichen Tag in ihr Aufenthaltsland angeboten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260451-beginn-der-syrischen-pr%C3%A4sidentschaftswahlen-im-ausland)

Mitglieder der syrischen Gemeinde in den USA haben am Morgen (Da- maszener Zeit) Demonstrationen in Pennsylvania und Michigan gegen die Verwehrung ihres Rechts auf  Wahlteilnahme (vgl.u.) durch die US-Regierung veranstaltet.(http://sana.sy/eng/21/2014/05/28/547169.htm)

Zum SAA-Vorrücken s.: http://sana.sy/eng/337/2014/05/28/547149.htm

Richard Black, US-Senator des Bundesstaats Virginia, dankte in einem Schreiben, das auf Dr. al-Assads Facebook-Seite veröffentlicht wurde, dem syrischen Präsidenten für den Schutz der Christen vor al-Qai- da-Terroristen im Land und würdigte die syrische Armee für die „hel- denhafte Rettung der Christen“ in der Region Qalamûn (Kalamun) und für den „hervorragenden Sieg“ in der Rebellenhochburg Yabrûd (Jab- rud), „wo die syrische Armee und die Luftwaffe Christen und Vertreter anderer Konfessionen aus jahrelanger Gefangenschaft der Terroristen befreit haben“. Ebenso anerkannte er die Befreiung der Christen- stadt Maʽlûlâ (Maalula), die Ende 2013 von radikalen Islamisten erobert worden war und im April von der syrischen Armee wieder erkämpft wur- de. In einem Gespräch mit US-Medien bestätigte der Senator die Echt- heit seines Briefes an Dr. al-Assad. Zudem konstatierte er, daß leidernur wenige Amerikaner wissen, dass die Mehrheit der Rebellen in Syrien vom Terrornetzwerk Al-Qaida, Amerikas ärgstem Feind, kontrol- liert werden“. „Ich kann es nicht erklären, warum die Amerikaner, die selber durch Al-Qaida derart gelitten haben, sich betrügen lassen haben und die Dschihadisten unterstützen“, so Senator Black. (http://de.ria.ru/politics/20140528/268612661.html).

Wie schon behandelt, hatte sich Syrien an Rußland mit der Bitte um Unterstützung wegen der desolaten humanistären Situation im Land infolge der Kriegszustände gewandt. Laut Kommersant-Meldung will die russische Regierung dem nachkommen und 2014 noch Hilfe in der Höhe von insgesamt 240 Millionen € bereitstellen. Weitere Einzelheiten bei: http://de.ria.ru/world/20140528/268608696.html.

Rußland ist laut Außenminister Sergej Lawrow besorgt über Informa- tionen, daß die USA zusätzliche Hilfe für die Rebellen-Opposition in Syrien erwägen, die u.a. die Belieferung mit Bazookas sowie ein neues Ausbildungsprogramm für die Kombattanten umfaßt. „Uns beunru- higen die Informationen, dass es sich bei den angekündigten Maßnah- men auch um militärische Hilfe für die Opposition und die Ausbildung der Kämpfer der (Freien) Syrischen Armee sowie um die Bereitschaft der USA handeln kann, die Einwände gegen Lieferungen von mobilen Rake- tenabwehrsystemen zurückzunehmen“, so Lawrow. Es sei eine gefähr- liche Waffe, die eine ernste Bedrohung für die zivile Luftfahrt sowohl in der Region als auch außerhalb dieser darstellen könne.„Es ist kein- esfalls zu wünschen, dass man dabei die ähnliche Erfahrung vergisst, als Washington die Mudschahedins mit aller nur denkbaren Mühe bewaff- net, unterstützt und finanziert hatte, aus denen dann Al-Qaida entstand“, so Lawrow. Es sei schließlich al-Qaida gewesen, die „ihre besten Vertreter zur Ausführung der Terroranschläge am 11. September in New York entsandte“. Lawrow brachte noch die Hoffnung zum Ausdruck, daß solche Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt würden. (http://de.ria.ru/politics/20140528/268612117.html) – Siehe dazu auch: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/27/obama-fund-terrorist-in-syria/ mit Bezug auf The Wall Street Journal u.a

Laut Bericht der US-Militärzeitschrift Stars and Stripes vom 26.5.2014 haben Bewaffnete in Syrien in einem Film  im Einzelnen über ihre ge- heime Reise in die Türkei und danach nach Qaar und das Treffen mit US-Trainern berichtet, und enthüllt, wie sie auf dieser Reise in der An- wendung von fortgeschrittenen Militärwaffen durch US-Streitkräfte ge- schult wurden. Dieser Videofilm, der vom US-Fernsehsender PBS ge- zeigt werden soll, beweist die militärische Unterstützung Washing- tons für die Terroristen. Allerdings haben die US-Behörden eine sol- che stets dementiert. US-Autor Gordon Duff äußerte zur US-Politik im Mittleren Osten: Zweifellos unterstützten die USA die bewaffneten Grup- pen in Syrien. Nichts sei für die Syrienkrise so destruktiv wie die Einmi- schung der USA. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260387-die-usa-schulen-syrische-terroristen, dort ist fälschlich als Ausgabeda- tum der 27.5. genannt).

Auch die VAE reihen sich ein unter jene Staaten, welche den sich dort aufhaltenden Syrern – derzeit ca. 30.000 Personen! – ihr Recht, ihren Präsidenten vor Ort zu wählen, verwehren. Zu diesen Ländern gehö- ren ferner Jordanien, Qaṭar, Saudi-Arabien, die Türkei, Ägypten, Groß- britannien, die BRD, Italien und die USA. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/27/546998.htm, auch Belgien zählt dazu: vgl.u.) – Bis auf wenige sind das die sog. „Freunde Syriens“, welche die Rebellen gegen die Regie- rung unterstützen.

Außenminister Walîd al-Muʽallim teilte mit, daß gemäß der Zusammen- arbeit zwischen der Regierung und der OPCW letztere bei ihren Ermitt- lungen regelmäßig Schutz durch erstere in den von der Armee kontrol- lierten Gebieten erhalte. Da die OPCW-Mitglieder Nachforschungen zum Chlorgaseinsatz in Kafar Zaitâ anstellen wollten, wurde für die dortige Region ein Waffenstillstand für den Tag von 8.00 bis 18.00 Uhr ausgehandelt. Die Eskorte brachte das OPCW-Missionsteam, unterge- bracht in vier SUV-Allradwagen, am Morgen des 27.5.2014 bis zum Ort Ṭaibtu_l-Imâm. Man informierte das Team, daß ab hier kein Schutz mehr gestellt werden könne, man also auf eigens Risiko weiterfahre, wozu sich die OPCW-Mitarbeiter dennoch entschlossen. Bereist 2km hinter dem Dorf detonierte bei einem Wagen ein Sprengsatz, so daß die Insassen dieses Wagens in einen der anderen umsteigen und zurückfahren muß- ten. Jedoch kam nur ein Wagen in Ṭaibtu_l- Imâm an, die restlichen bei- den mit zusammen elf Personen hätten Terroristen überfallen. Von den Insassen seien allein fünf Personen syrische Fahrer. Als der Minister diesen Vorfall dem OPCW-Generaldirektor anzeigte, unterstrich er dar- auf, daß die terroristischen Gruppen mit solchen Anschlägen die Arbeit der OPCW wiederholt zu behindern suchten, wie sie es auch gegenüber UN-Convoys mit humanitären Hilfsgütern immer wieder täten. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/27/546949.htm) – OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü ließ hierzu verlauten, daß Mit- glieder Opfer eines Überfalls geworden, aber am Leben seien. Er ma- che sich Sorgen über Sicherheit seiner Mitarbeiter [deren Bedro- hung durch die Teroristenaktivitäten die syrische Regierung immer wieder gegenüber dem UN-Sicherheitsrat und dem UN-Generalsekretär – auch schriftlich (vgl.u.) – thematisiert hatte]. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_27/Mitarbeiter-der-OPCW-und-der-Uno-sind-am-Leben-5350/) – Update: die OPCW -Mitarbeiter wurden von den Kidnappern freigelassen. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/27/547000.htm)

Qadrî Ğamîl von der Volksfront für Wandel und Befreiung und damit Abgeordneter in den Reihen der parlamentarischen Oppositon im Land hält eine Verschiebung der für den 3.6.2014 angesetzten Prä- sidentschaftswahl für angebracht, da etliche Syrer an den Wahlen nicht teilnehmen könnten. Schließlich hätten einige Länder den sich inner- halb ihrer Grenzen aufhaltenden syrischen Wählern die Ausübung dieses demokratischen Rechts verwehrt. Andererseits würden Bürger in Gegenden unter Rebellenbesetzung an der Wahlteilnahme gehindert. Das sei jedoch keineswegs als Boykottaufruf zu verstehen. Ein Aufruf zur Wahlverschiebung widerspreche nicht der syrischen Verfassung, der zufolge Wahlen im Falle von Höherer Gewalt verlegt werden dürften. (http://de.ria.ru/world/20140527/268598471.html)

Beim terroristischen Granatenbeschuß der onkologischen al-Bairûnî-Klinik in Ḥarastā, einer Vorstadt von Damaskus, wurden sieben Zivi- listen verletzt. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/27/546970.htm)

Bewaffnete Terroristeneinheiten verübten Sabotage an zwei Gas- pipelines in Palmyra. Die Rohrleitungen platzten in Folge dessen, Feuer brach aus. Gemäß Sulaimân al-ʽAbbâs, Chef des Ministeriums für Erdöl und Bodenschätze, führte dies zum Ausfall der al-Bayârât-Station wie der Gasfabrik in Dair az-Zaur. Die Wiederherstellungsarbeiten seien im Gange. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/27/546930.htm).

Der vor mehr als einem Jahr von Extremisten in Syrien entführte ita- lienische Journalist Federico Motka (31) ist laut der türkischen Nach- richtenagentur Anadolu vom 27.5.2014 freigekommen und in die Tür- kei gebracht worden sein. (http://de.ria.ru/society/20140527/268599874.html)

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/27/546933.htm

Zu den Erfolgen der Armee zählt auch die Ermöglichung der Rück- kehr einer vielverehrten Statue der Jungfrau Maria in Maʽlûlâ zur gros- sen Freude der Einwohner und Gläubigen am Mo., 26.5.2014. Während der Belagerung des historischen Orts wie des ältesten Klosters der ge- samten Gegend durch die Extremisten hatte auch sie große Schäden erlitten. Bei der Befreiungsaktion Mitte April hatten Armeeangehörige die Trümmer der Statue geborgen. Wieder zusammengesetzt und re- stauriert wurde sie in einer öffentlichen Zeremonie unter großer An- teilnahme der Bevölkerung von SAA-Soldaten ins Kloster von St. Sergius und St. Bacchus zurückgebracht und wieder aufgestellt. Pater Mâhir Mansûr bedankte sich sehr, die Wiederherstellung der Statue sei ein Symbol für die Wiederherstellung all dessen, was durch den Terro- rismus in Syrien zerstört worden sei: „The message is that as the statue was rebuilt again, so will be every part of Syria that was destroyed“. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/26/546749.htm)

Bei einem Mörsergranatenanschlag starben am 26.5.2014 drei Men- schen in Damaskus. (http://sana.sy/ara/2/2014/05/27/546841.htm). – Update: die Opferrate hat sich auf sieben Personen erhöht. Ein Grana- tenbeschuß in einem anderen Stadt teil, einer Wohngegend, verletzte einen anwohner und führte zu erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/27/546970.htm)

Zum Anschlag nahe Idlib s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/26/4-suicide-terrorists-1-american-attacked-idlib/

Laut ʽAbdullâh Bašir (Abdullah al-Bashir), einem Kommandeur des Mi- litärrates auf Rebellen-Seite, kämen die meisten ausländischen Kämpfer unter ihnen aus Großbitannien. Über 60% der ausländischen Paramilitärs unterstünden zudem ISIS, sogar der Anführer dieser extremistischen Organisation sei britischer Staatsangehöriger. (Vgl. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260349-abdullah-al-bashir-die-meisten-ausl%C3%A4ndischen-rebellen-in-syrien-sind-briten).

Hišam aš-Šaʽâr (Hisham al-Shaar), Chef der Wahlkommission am Obersten Gerichtshof bestätigte am 26.5.2014, die Kommission ar- beite völlig unabhängig, niemand habe das Recht, sich in ihre Arbeit einzumischen oder ihre Autorität anzuzweifeln. Im Weiteren s. http://sana.sy/eng/393/2014/05/27/546881.htm.

Auch eine iranische Parlamentsdelegation hat sich zur Beobach- tung der Präsidentschaftswahl in Syrien am 3. Juni 2014 angekün- digt. Gemäß Vizeaußenminister Ḥussain Amîr-ʽAbdullâhian (Hossein Amir-Abdollahian) vom 25.5.2014 wolle der Iran damit seiner Verant- wortung bei der regionalen Krisenbewältigung gerecht werden. Außerdem kritisierte er das jüngste Treffen des SNC-Chefs al-Ġarba (vgl.u.) mit der Anführerin der Terroristengruppe Monafeghin, Mar- yam Rağawî (Rajavi) in Paris, wo jene im Exil lebt. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/260269-iranische-parlamentsgruppe-reist-zur-%C3%BCberwachung-der-wahlen-nach-syrien).

http://german.irib.ir/media/k2/items/cache/ae2175c3ef0be515eda84f536e1fba3f_XL.jpg (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260253-terrorgruppe-monafeghin-unterst%C3%BCtzt-nationale-koalition-der-oppositionellen-in-syrien)

Ein Autobombenanschlag ereignete sich in der Innenstadt von Hama (http://sana.sy/ara/2/2014/05/26/546701.htm).

Zum SAA-Vorrücken s.: http://sana.sy/eng/337/2014/05/26/546451.htm und http://sana.sy/eng/337/2014/05/26/546674.htm sowie http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/26/military-operations-against-mercenaries/

Auch den UN-Human Rights Council (UNHRC) in Genf forderte das Außenministerium schriftlich auf, das jüngste terroristische Massa- ker vonDarʽâ zu verurteilen. It „is part of a chain of premeditated cri- mes [vorsätzlicher Straftaten] targeting the Syrians and their beliefs with the aim to undermine their civilization and transform Syria into a hub for terrorism and backwardness“. Granatensalven regneten auf Schulen, Kranken- und Gotteshäuser bzw. Gebetsstätten u.v.a. Die Terroristen versuchten täglich, so viele Zivilpersonen wie nur möglich zu töten. Regionale un d internationale Staaten unterstützten sie auch noch wie Qaṭar, Saudi-Arabien, die Türkei, Franreich, Großbritannien und die USA. “These countries have long sought to foster terrorism in Syria, fal- sely believing that that they might be immune to it. Terrorism has, how- ever, come back to haunt the same countries that have backed it.”, setzte er hinzu. Um die Rückkehr der Muğâhidîn aus ihren Ländern zu verhindern, hielten sie [nur] Konferenzen ab. Einige UN-Amtsträger wie der Human Rights High Commissioner verstießen gegen die eigene Agenda. Das Schreiben endete mit: „They persist in distorting facts and inflaming the anti-Syria campaignWhich is at odds with their duties in objectively and competently defending human rights and encouraging every single positive step, including successive reconciliations in Syrian cities”. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/26/546568.htm)

Papst Franciscus hat zu Beginn seiner Nahostreise am 24. Mai 2014 eine friedliche Lösung der Syrienkrise angemahnt. In einer Rede vor christlichen und muslimischen Führern in ʿAmmān äußerte er: „Mögen alle Parteien den Versuch, Probleme durch den Einsatz von Waffen zu lösen, beiseitelegen und zurück an den Verhandlungstisch kommen“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260254-papst-franziskus-fordert-ende-der-gewalt-in-syrien)

SNC– Vorsitzender Aḥmad al-Ğarba (Ahmed AL-Dscherba, zur Person wie der der Muslimbruderschaft verbundenen SNC vgl.u.) hat die Terrorgruppe Monafeghin zu den Unterstützern der Koaltion gezählt. Laut der Webseite Mashreghnews traf er sich jüngst mit dem Chef der Terrorgruppe Monafeghin in Paris. Al-Ğarba betonte das Vorgehen die- ser Gruppe und mit ihr die Zu­sammenarbeit zur Schwächung der Regierung von Syrien. Zuvor haben Berichte belegt, daß die Monafe- ghin in Syrien mit den Terroristen zusammenarbeiten. Unterdessen reiste SNC-Chef, der zuvor von US-Präsident Obama empfangen und die Auf- stockung militärischer Unterstützung erreicht hatte (s.u.), für ein Treffen mit dem französischen Verteidigungsminister nach Frankreich. Er traf sich am Freitag in Paris mit dem französischen Verteidigungsmi- nister und betonte den Ausbau der militärischen Kraft der sog. Freien Syrischen Armee (FSA, zu deren terrroristischen Akten vgl.u.) und die Notwendigkeit, moderne Waffen zu erhalten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260253-terrorgruppe-monafeghin-unterst%C3%BCtzt-nationale-koalition-der-oppositionellen-in-syrien)

Außenminister Wâlid al-Muʽallim (Walid al-Moallem) sandte am Sa., 24.5.2014, ein Schreiben an den Präsidenten des UN-Sicher­heitsrats, in wel- chem er eine Verurteilung des letzten Raketenangriffs der terroristisch vorgehenden Extremisten forderte, welche am Fr., 23.5.14, auf eine Wahlversammlung von al-Assad-Anhängern in Darʽâ gerichtet war. Dieses schreckliche Verbrechen sei nur die Fortsetzung bisheriger barbarischer Verbrechen, die von Terrorgruppen verübt werden, wel- che von Ländern in der Region und international unterstützt würden und Zivilsten ums Leben bächten. Die syrische Regierung bestehe auf ihre gesetzlichen Aufgaben zum Schutz von Zivilisten gegenüber Terrorgruppen und will mit einem politischen Lösungsweg und nationaler Versöhnung (zu den Erfolgen der Reconciliierungspolitik s.u.) ein Ende solcher Verbrechen in Syrien und Sicherheit und Stabilität errei- chen. – Update zur Opferzahl vom Anschlag vom Fr., 23.5.2014: 38 Tote, 205 Verletzte, darunter 14 in Lebensgefahr. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/25/546363.htm, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260239-schreiben-des-syrischen-au%C3%9Fenministeriums-an-sicherheitsrat-%C3%BCber-verbrechen-der-terroristen-in-dara)

https://i2.wp.com/german.irib.ir/media/k2/items/cache/150f4c1ae85e558b6055d8d569accfae_XL.jpg

Terroristische Anschläge gab es auch wieder am So., 25.4.2014:  Nahe Homs [Ḥimṣ] explodierte eine in einem Auto untergbrachte Bombe an einer Brücke der Ausfallstraße nach Tartus [Ṭarṭūs]. Es gab etliche Verletzte. Eine andere Autobombe detonierte in einem Homser Stadt- viertel mit mehreren Todesopfern, Verletzten und erheblichem Sach- schaden. Ähnliche Anschläge mit vielen Opfern ereigneten sich in Hama (Raketenangriffe), im Umland von Damaskus (Sprengstoffanschlag) wie in der Innenstadt (Mörsergranatenangriff). Näheres s. http://sana.sy/eng/21/2014/05/25/546499.htm. – Der vorletzte Anschlag galt zwei für die Reconciliation tätigen Regierungsvertretern [womit die Absicht dieser terroristischen „Rebellen“ deutlich wird]. (http://syrianfreepress.word- press.com/2014/05/24/obama-cannibals-kill-43/ mit Photos)

Auch Belgien verwehrt den dort sich aufhaltenden Syrern die Teil- nahme zur Wahl ihres Präsidenten (http://sana.sy/ara/3/2014/05/24/546301.htm).

Bei einem Sprengstoffanschlag mittels eines geparkten Autos starben am 24.5.2014 in Damaskus im Stadtteil al-Tiğâra (al-Tijara, Geschäfts- viertel!) zwei Einwohner, weitere wurden verletzt (http://sana.sy/eng/337/2014/05/24/546318.htm). –Update: die Opferrate hat sich auf vier Tote und sieben Verletzte erhöht (loc. cit.).

Zwei durch Extremisten abgefeuerte Mörsergranaten forderten in ei- nem Wohngebiet von Damaskus ebenfalls zehn Opfer und erhebli- chen Sachschaden (http://sana.sy/ara/2/2014/05/23/546227.htm).

Der russische Außenminister Lawrow bekräftigte am Fr., 23.5.2014, er- neut Rußlands Zurückweisung jeglicher ausländischer Einmischung in die Belange Syriens. Es gebe keine Alternative zu einer politischen Lösung der Krise. Diesbezüglich hob er die Reconciliierungsbestrebungen der syrischen Regierung – wie zuletzt in Homs deutlich geworden – positiv hervor. Und erklärte: „Moscow backs and welcomes the inter-Syrian dialogue on the basis of Geneva statement which its first article stresses the need to combat terrorism“ (http://sana.sy/eng/22/2014/05/23/546144.htm). – Zum russischen wie chinesischen Veto äußerte Präsident Dr. Baschar al-Assad am Sa., 24.5.2014, beim Treffen mit dem ruß. Vizepremier Dmitri Ro­gosin in Damaskus: „Russland, das zum vierten Mal sein Veto gegen die Resolution des UN-Sicherheitsrates eingelegt hat, hat damit nicht nur Syrien, sondern auch den ganzen Nahen Osten gerettet, indem es Stabilität in der Welt be-wahrt und der westlichen Hegenomie Einhalt geboten hat“. Das sei dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verdanken, betonte Assad. Gemäß Vitali Tschurkin würde die von Frankreich initiierte Resolution nur als Vorwand für eine militärische Einmischung in den Syrien-Konflikt dienen. Der Internationale Strafgerichtshof würde mißbraucht, um die politischen Leidenschaften noch mehr zu schüren. (http://de.ria.ru/politics/20140524/268575491.html)

Über die neuesten SAA-Fortschritte informiert: http://sana.sy/eng/337/2014/05/24/546265.htm. – Neben der Rückeroberung wesentlicher Stadtteile von Aleppo [Ḥalab] hat die Armee den seit Monaten verfolgten Plan, strategisch wichtige Stellungen zurückzugewinnen, die von den Rebellen für den Waffentransport nach Syrien genutzt werden, weiterverfolgt. Gleichzeitig verstärken die Streitkräfte ihre Einsätze zur Vertreibung der vom Aus­land unterstützten Rebellen (vgl.u.) aus Wohngebieten im ganzen Land. In Aleppo wurden 60.000 Einwohner in den befreiten wie von den Rebellen besetzten Vierteln mit Nahrungsmitteln versorgt, wobei das Internationale Rote Kreuz und der Arabische Halbmond Syriens kooperierten. IRK-Präsident Peter Maurer erklärte diesen Einsatz zum größten seiner Art seit langem. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260179-erneute-siege-der-syrischen-armee-bei-den-auseinandersetzungen-mit-den-rebellen-in-aleppo) – Nach dem Muster von Homs hat die Armee hat am Fr., 23.5.2014, mit Rebellengruppen ein Waffenstillstandsabkommen für die Regio­nen im Süden von Damaskus unterzeichnet. Sie sollen nach eineinhalb Jahren ununterbrochener Kämpfe wiederaufgebaut werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260175-waffenstillstand-zwischen-den-bewaffneten-gruppen-und-der-syrischen-armee-im-s%C3%BCden-von-damaskus)

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/23/546136.htm. Besonders in Aleppo glückte der Armee zusammen einer Bürgermiliz die Durchbrechung der 13-monatigen Belagerung (inklusive zeitweiliger Besetzung) des Zentralgefängnisses der Stadt, in dem sich Armeean- gehörige verschanzt hatten. Dies bedeutete einen schwereren Schlag für die extremistische Ğabhatu_n-Nuṣra (Al-Nusra-Front) und ihre Ver- bündeten. Zudem konnte eine wichtige Nachschubroute für die Rebel- len gekappt werden. Laut Râmî ʽAbdarraḥmân (Rami Abdel Rahman) von der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschen- rechte in London seien zahlreiche Freudenschüsse zu hören gewesen, als die Regierungstruppen das Gefängnis erreichten. Bei den erbitterten Kämpfen seien seit Di., 20.5.2014, 50 Rebellen und mehrere Soldaten getötet worden. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/22/546092.htm vom 22.5.14, http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/22/first-images-from-inside-the-central-prison-of-aleppo-liberated-by-the-syrian-arab-army/ mit vielen Photos und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260107-syrien-armee-durchbrach-nach-dreizehn-monaten-die-belagerung-des-gef%C3%A4ngnisses-von-aleppo)

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/23/546136.htm. Besonders in Aleppo glückte der Armee zusammen einer Bürgermiliz die Durchbrechung der 13-monatigen Belagerung (inklusive zeitweiliger Besetzung) des Zentralgefängnisses der Stadt, in dem sich Armeean- gehörige verschanzt hatten. Dies bedeutete einen schwereren Schlag für die extremistische Ğabhatu_n-Nuṣra (Al-Nusra-Front) und ihre Ver- bündeten. Zudem konnte eine wichtige Nachschubroute für die Rebel- len gekappt werden. Laut Râmî ʽAbdarraḥmân (Rami Abdel Rahman) von der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschen- rechte in London seien zahlreiche Freudenschüsse zu hören gewesen, als die Regierungstruppen das Gefängnis erreichten. Bei den erbitterten Kämpfen seien seit Di., 20.5.2014, 50 Rebellen und mehrere Soldaten getötet worden. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/22/546092.htm vom 22.5.14, http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/22/first-images-from-inside-the-central-prison-of-aleppo-liberated-by-the-syrian-arab-army/ mit vielen Photos und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260107-syrien-armee-durchbrach-nach-dreizehn-monaten-die-belagerung-des-gef%C3%A4ngnisses-von-aleppo)

Eine der landesweit im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen stattfinden- den Unterstützungsdemonstrationen syrischer Bürger für Dr. al-As- sad wie die Armee, am Fr., 23.5.2014, in Darʽâ (Deraa) sind nun sogar die Kundgebungsteilnehmer unter Granatwerferbeschuß durch die terroristischen Extremisten gekommen. Dabei wurden laut AFP-Mel- dung 21 Menschen, darunter ein Kind, getötet und 30 weitere verletzt. (http://de.ria.ru/politics/20140523/268567729.html) – Schon am Don- nerstagabend, 22.5.2014, bombardierten die „Rebellen“ ein Zelt in der Stadt, in dem sich Anhänger Assads versammelt hatten. Dabei seien auch mindestens 30 Menschen verletzt worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260145-%C3%BCber-20-tote-bei-angriff-auf-assad-anh%C3%A4nger-in-syrien)

Der NATO-Befehlshaber für Europa, General Philip Breedlove, hat in einem Interview gegenüber der libanesischen Tageszeitung as-Safîr am 23.5.2014 eingestanden, daß sich unter den terroristisch-extremi- stischen Gruppen in Syrien, welche gegen die säkulare Regierung kämpfen, als Teilnehmer Einwohner aller NATO-Mitgliedsstaaten befinden. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/23/546154.htm)

Die letzten syrischen Bestände chemischer Kampfstoffe sind nach Angaben der internationalen Chemiewaffeninspektoren (OPCW) vom 22.5.2014 zum Abtransport ins Ausland bereit. Die Sicherheitslage in der betreffenden Region lasse eine Ausfuhr zur Zeit aber noch nicht zu, erklärte OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcu bei einem Treffen des OPCW-Exekutivrats in Den Haag. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260142-syrien-letzte-c-waffen-offenbar-zum-abtransport-bereit)

Rußland hat – wie angekündigt – zusammen mit China ein Veto gegen den durch Frankreich initiierten Resolutionsentwurf des UN-Sicher- heitsrates eingelegt, wonach der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag im Falle Syriens tätig werden sollte. Syriens Behörden wur- den darin „massiver Verstöße gegen Menschenrechte und das Völker- recht“ zur Last gelegt, den Rebellen lediglich „Übergriffe auf Menschen- rechte“. Rußlands ständiger UN-Vertreter, Vitali Tschurkin, hatte am Vorabend den Beschluß, den Resolutionsentwurf zur Abstimmung zu bringen, als einen „propagandistischen Trick“ bezeichnet, der für “unsere gemeinsamen Anstrengungen um die Suche nach Wegen zu einer friedlichen Beilegung der Krise in Syrien vernichtende Folgen haben kann“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_22/Russland-und-China-legen-das-Veto-gegen-eine-UNO-Entschlie-ung-ein-4904/, s.a. http://sana.sy/eng/21/2014/05/22/545958.htm).

Der Vorsitzende des Duma-Ausschusse für Auswärtige Angelegenheiten, Alexey Pushkov, erklärte, man habe beschlossen, zu den syrischen Prä- sidentschaftswahlen am 3.6.2014, eine Beobachtermission zuschic- ken. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/22/546070.htm vom 22.5.14)

Die syrische Gemeinschaft in Paris opponiert unerbittlich weiter gegen die Entscheidung der französischen wie deutschen Regierung, die in ihren Ländern sich aufhaltenden Syrer an der Teilnahme zur Präsi- dentschaftswahl zu hindern. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/22/546054.htm vom 22.5.14)

Syriens ständiger UN-Gesandter Baššâr al-Ğaʽfarî (Baschar Jaafari) erklärte, man werde sich gegen das Vorgehen Frankreichs zur Wehr setzen, die dort sich aufhaltenden Syrer von der Wahlbeteiligung ab- zuhalten. Wörtlich sagte er: “we call on Security Council to prosecute the French government for its crimes against the Syrian people and other peoples whose countries were occupied by France, and we call on the French government of a clear apologize on its occupation era to pay compensations to the Syrian people” (.http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/23/al-jaafari-syria-has-taken-several-measures-to-prosecute-the-french-government-for-its-crimes-against-the-syrian-people/).

Ministerpräsident Dr. Wāʾil al-Ḥalqī lenkte nochmals die Aufmerk- samkeit auf das seltsame Demokratieverständnis der Regierungen solcher Länder wie Frankreich, der BRD und Tunesiens, welche den in ihren Ländern sich aufhaltenden Syrern die Möglichkeit, ihre Stimme für die Präsidentenwahl abzugeben, verwehren wollen. Darauf hätten letztere schließlich ein Recht, nicht nur aufgrund der Landesgesetzte sondern auch aufgrund der Erklärung der allgemeinen Menschen- rechte. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/21/545972.htm)

Die auf den israelisch besetzten syrischen Golanhöhen [vgl.u.] woh- nenden Syrer haben UN-Generalsekretär Ban Ki-Monn gebeten si- cherzustellen, daß auch sie als syrische Staatsbürger ihr gesetzmäßiges Recht, eine Stimme für die Präsidentenwahl abgeben zu können, aus- zuüben. Dafür müßten Wahlboxen auch in den Zentren der Ortschaften auf den Golanhöhen aufgestellt werden. Entsprechende Schreiben er- gingen an den UN-Generalsekretär selbst wie das Büro des UN-Generalkommissars in Jerusalem. Wörtlich heißt es darin: “We ask you to work through the international community and UN to allow us to practice our legal right in the presidential elections in Syria through putting ballot boxes in the occupied Golan villages’ squares to elect our candidate for Syria presidency.”. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/21/545888.htm)

Syriens Gesundheitsminister Dr. Saʽd an-Nâyif (Saad al-Nayef) be- richtete auf der 76. Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation in Genf am 22.5.2014 über die desolate Situation im Land. Sie sei gekennzeichnet von Zerstörung von Gesundheitszentren in Syrien durch Terrorangriffe und die daraus resultierenden Schwierigkeiten bei der Versorgung von Patienten. 200 Mitarbeiter der syrischen Ge- sundheitszentren seien von Terroristen getötet worden, 38 von ihnen gekidnappt und Hunderte Krankenhäuser zerstört. Diese müßten schnellstmöglich wieder aufgebaut werden. Zudem verwies er darauf, daß bei der illegalen unprofessionellen Öl-Förderung und –Raffinie- rung durch die Terroristen im Osten und Nordosten Syriens große Umweltschäden verursacht würden (s.u.), welche zur Zunahme von Krebs- und zahlreichen anderen Erkrankungen führe. In Aleppo, der zweitgrößten syrischen Stadt im Land mit 3 Millionen Einwohnern, hätten die extremistischen Rebellen sogar seit fast zwei Wochen die Trinkwas- ser– und Stromzufuhr gekappt (s.u.) und auch auf diese Weise die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260099-wiederaufbau-von-behandlungszentren-in-syrien-gefordert). Der Minister forderte da- her dringend dazu auf, mitzuhelfen diesen Zuständen abzuhelfen und das ungerechte Wirtschaftsem- bargo aufzuheben, welches eine tiefe Narbe im syrischen Gesundheits- wesen hinterlassen habe. (Im weiteren s. http://sana.sy/eng/36/2014/05/21/545884.htm) – Auch der iranische Präsident Ḥassan Rûḥânî machte auswärtige regionale und internationale Mächte dafür verant- wortlich, die humanitäre Krise in Syrien verursacht zu haben. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/21/545719.htm)

Im Süden des Landes sei nach Berichten der in London erscheinenden Zeitung al-Aḫbar eine neue etwa hundertköpfige Terroristengruppe aktiv. Unter Berufung auf Sicherheitskreise hieß es am 21.5.2014, sind dies die ersten auf einem Stützpunkt der saudischen Nationalgarde in al-Ḥadîṯa (Haditha) nahe der jordanischen Grenze geschulten Terro- risten. Sie sollen vor zwei Wochen nach Syrien entsandt worden sein und hat sich dort dem sogenannten Yarmûk-Bataillon angeschlossen haben. Die Schulung der Terroristengruppen für den Einsatz in Syrien beschrän- ke sich jedoch nicht auf Camps im Norden Jordaniens, sondern sie findet mit Unterstützung der CIA auch in Saudi-Arabien statt. Die USA und ihre Verbündeten in der Region unterstützten weiterhin die Terroristen finanziell, mit militärischer Ausrüstung und mit Informationen. Außerdem finde über Jordanien der Waffen- und Munitionstransfer für Terrorak- tionen nach Syrien statt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260091-eine-100-k%C3%B6pfige-terroristengruppe-in-den-s%C3%BCden-von-syrien-entsandt)

Zum SAA-Vorrücken – insbesondere in Aleppo – informieren http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/260097-syrische-soldaten-dringen-ins-zentralgef%C3%A4ngnis-von-aleppo-ein und http://sana.sy/eng/337/2014/05/22/545950.htm.

Ein Sprengstoffanschlag nahe einer Schule in einem Stadtteil von al-Ḥasaka verursachte bei acht Zivilisten Verletzungen. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/22/545994.htm)

Einige Extremisten der im Irâq wie in Syrien aktiven Terrorgruppe ISIS (zu Deutsch etwa: Islamischer Staat im Irâq und (Groß-)Syrien) konnten im irâqischen Fallûğa durch irâqische Sicherheitskräfte am 19.5.2014 gestellt und verhaftet werden. Dies obwohl sich die islamischen Ausga- ben einer „dragqueen“ sich in die weibliche Vollverschleierung, den niqâb, gekleidet hatten, meldet al-ʽAlam, Dies ist ein beliebtes Phäno- men, um Visitationen zu entgehen. Durch die Aktion konnten geplante Sprengstoffanschläge verhindert werden. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/14-isil-terrorists-wearing-veils-arrested-in-iraq/)

Mörsergranatenanschläge auf Zivilisten gab es am 21.5.2014 mit etlichen Opfern in Hama (http://sana.sy/eng/337/2014/05/21/545716.htm).

Zu den SAA-Fortschritten (besonders im Raum Aleppo) s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/21/545753.htm sowie http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/21/syrian-army-is-a-few-hundred-meters-from-central-prison-in-aleppo-and-recaptures-hilan/ und http://sana.sy/eng/337/2014/05/21/545747.htm.

Laut einer Meldung von Apsa2011 haben ISIS-Extremisten bereits antike assyrische Statuen und andere 3000 Jahre alte Artefakte mutwillig zerstört. Sie stammten aus Raubgrabungen beim unter Archäologen bekannten Tal ʽAğağa. Damit sind in Syrien Zustände eingetreten wie während des Irâqkrieges bzw. in Bâmiyân (vgl.u.) durch die Ṭâlibân. (Näheres bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/barbarian-terrorists-of-isis-have-destroyed-3000-years-old-assyrian-artifacts-in-syria/)

Als besonders gute Nachricht des Tages gilt der archäologische Fund einer einzigartigen Statue des aramäischen Donner- bzw. Wettergottes Ḥadad (Adad) im Dorf ʽAus südlich von as-Suwaidâ`. Das Artefakt aus dem 7.Jh. v.u.Z. ist damit erst die dritte derartige Abbildung von Ḥadad, wie der Chef des Antikenabteilung Ḥussain Zain ad-Dîn (Hussein Zein Eddin) ausführte. Die beiden anderen stehen im Nationalmuseum in Damaskus und stammen einmal aus Tal al-Ašʽarî (al-Ashaari), Provinz Darʽâ, zum anderen aus der Gegend von Bait Ṣaidâ auf den besetzten Golanhöhen. Die aufgefundene Basaltskulptur mißt 1,3m in der Höhe und 60cm in der Breite und wurde während einer Expedition im Gebiet von ʽAus in einem Gebäude aus dem Jahre 1914 entdeckt. In ʽAus wurde bereits eine reiche Kollektion an antikem Schriftgut, Schnitzereien und Tempeln aus der Nabatäer-, Aramäerzeit und auch Altertümliches aus der islamischen Epoche (http://sana.sy/ara/9/2014/05/20/545506.htm).

Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, Präsidentenberaterin im Bereich Politik und Medienstellte im Interview mit al-Manâr TV am Mo., 19.5.2014, heraus, daß die durchgeführten Reconciliierungsbemühungen (s.u.) die Basis und solide Lösung für die Krise in Syrien (http://sana.sy/eng/21/2014/05/20/545463.htm). – Auch der russische Präsident Putin wie der chinesische Staatschef Xi Jinping erklärten beim Zusammentreffen in Schanghai am 20.5.2014 jeglicher gewaltsamen Einmischung in die syrischen Angelegenheiten eine klare Absage (http://sana.sy/eng/22/2014/05/20/545503.htm, s.a. http://de.ria.ru/politics/20140520/268536077.html). In einer gemeinsamen Erklärung stellten beide zudem heraus, überhaupt Einmi­schungen in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten Widerstand leisten zu wollen (http://de.ria.ru/politics/20140520/ 268535758.html) sowie die Anstrengungen der syrischen Regierung und der Weltgemeinschaft zur erfolg­reichen Beseitigung der syrischen Chemiewaffen zu unterstützen. Tief besorgt seien sie über die humanitäre Situation in Syrien und riefen dazu auf, die humanitären Probleme und die Probleme der syrischen Flüchtlinge auf eine „nichtdiskriminierende und entpolitisierte“ Weise unter Achtung des humanitären Völker­rechts schnellstens zu lösen (loc. cit.).

Drei türkische F16-Kampfflieger versuchten in den syrischen Luftraum einzudringen, was durch syrische Abwehrflieger verhindert werden konnte. Die F16-Maschinen flogen im TargetLocked-Modus mit Radar und Zielausrichtung für die Marschflugkörper aktiviert für 25 Sekunden. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/33242/)

Dem iranischen Nachrichtenportal german.irib war es eine besondere Meldung wert, daß nach Berichten der libanesischen Armee am 19.5.2014 israelische Kampfflugzeuge mehrere Stunden den Südlibanon überflogen. Ein Aufklärungsflugzeug gelangte über die Siedlung Kafar Kalâ in den libanesischen Luftraum ein und patrouillierte einige Stunden über al-Harmal und Baʿlabakk (Hermel und Baalbek auf dem al-Biqā‘-Hochplateau). Vier andere israelische Kampfflugzeuge patrouillierten ebenfalls über verschiedenen Regionen im Süden des Landes, was einer Verletzung der

Als besonders gute Nachricht des Tages gilt der archäologische Fund einer einzigartigen Statue des aramäischen Donner- bzw. Wettergottes Ḥadad (Adad) im Dorf ʽAus südlich von as-Suwaidâ`. Das Artefakt aus dem 7.Jh. v.u.Z. ist damit erst die dritte derartige Abbildung von Ḥadad, wie der Chef des Antikenabteilung Ḥussain Zain ad-Dîn (Hussein Zein Eddin) ausführte. Die beiden anderen stehen im Nationalmuseum in Damaskus und stammen einmal aus Tal al-Ašʽarî (al-Ashaari), Provinz Darʽâ, zum anderen aus der Gegend von Bait Ṣaidâ auf den besetzten Golanhöhen. Die aufgefundene Basaltskulptur mißt 1,3m in der Höhe und 60cm in der Breite und wurde während einer Expedition im Gebiet von ʽAus in einem Gebäude aus dem Jahre 1914 entdeckt. In ʽAus wurde bereits eine reiche Kollektion an antikem Schriftgut, Schnitzereien und Tempeln aus der Nabatäer-, Aramäerzeit und auch Altertümliches aus der islamischen Epoche (http://sana.sy/ara/9/2014/05/20/545506.htm).

Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, Präsidentenberaterin im Bereich Politik und Medienstellte im Interview mit al-Manâr TV am Mo., 19.5.2014, heraus, daß die durchgeführten Reconciliierungsbemühungen (s.u.) die Basis und solide Lösung für die Krise in Syrien (http://sana.sy/eng/21/2014/05/20/545463.htm). – Auch der russische Präsident Putin wie der chinesische Staatschef Xi Jinping erklärten beim Zusammentreffen in Schanghai am 20.5.2014 jeglicher gewaltsamen Einmischung in die syrischen Angelegenheiten eine klare Absage (http://sana.sy/eng/22/2014/05/20/545503.htm, s.a. http://de.ria.ru/politics/20140520/268536077.html). In einer gemeinsamen Erklärung stellten beide zudem heraus, überhaupt Einmi­schungen in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten Widerstand leisten zu wollen (http://de.ria.ru/politics/20140520/ 268535758.html) sowie die Anstrengungen der syrischen Regierung und der Weltgemeinschaft zur erfolg­reichen Beseitigung der syrischen Chemiewaffen zu unterstützen. Tief besorgt seien sie über die humanitäre Situation in Syrien und riefen dazu auf, die humanitären Probleme und die Probleme der syrischen Flüchtlinge auf eine „nichtdiskriminierende und entpolitisierte“ Weise unter Achtung des humanitären Völker­rechts schnellstens zu lösen (loc. cit.).

Drei türkische F16-Kampfflieger versuchten in den syrischen Luftraum einzudringen, was durch syrische Abwehrflieger verhindert werden konnte. Die F16-Maschinen flogen im TargetLocked-Modus mit Radar und Zielausrichtung für die Marschflugkörper aktiviert für 25 Sekunden. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/33242/)

Dem iranischen Nachrichtenportal german.irib war es eine besondere Meldung wert, daß nach Berichten der libanesischen Armee am 19.5.2014 israelische Kampfflugzeuge mehrere Stunden den Südlibanon überflogen. Ein Aufklärungsflugzeug gelangte über die Siedlung Kafar Kalâ in den libanesischen Luftraum ein und patrouillierte einige Stunden über al-Harmal und Baʿlabakk(Hermel und Baalbek auf dem al-Biqā‘-Hochplateau). Vier andere israelische Kampfflugzeuge patrouillierten ebenfalls über verschiedenen Regionen im Süden des Landes, was einer Verletzung der Resolution 1701 des UN-Sicher­heitsrats entsprach. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259928-israelische-kampfflugzeuge-verletzen-luftraum-des-libanons). – Anfang des Jahres hatte man schon eine feindliche Invasion Syriens für das Frühjahr von Süden her erwartet (vgl.u.).

Über die jüngsten SAAErfolge berichtet: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/syrian-army-controls-old-sajna-in-daraa-al-balad-encircles-nawa-syrian-armed-forces-determined-to-national-duty-foreign-mercenaries-suffer-heavy-losses/, s.a. http://sana.sy/eng/337/2014/05/20/545483.htm. – Syrische MiG-Jagdbomber griffen erfolgreich ein ausgedehntes Terroristentrainingscamp sowie Waffenlager unter der Leitung türkischer Offiziere in den westlichen Vorstädten von Idlib in Nordsyrien an und vernichteten beide. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/33242/)

Eine neue Welle terroristischer Angriffe mit Mörsergranaten gegen Zivilisten ereignete sich in Damaskus, im Stadtteil ad-Duwaila sowie am Vortag in den Stadtteilen al-Qasʽa und al-ʽAbbâsiyyîn und der Vorstadt Ḥarastā (Harasta) mit zahlreichen Verletzten. Dergleichen Angriffe verletzten bürger in Idlib. Ein Kameramann  fand während seiner Berichterstattung über die bewaffneten Extremisten in Darʽa den Tod. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/20/545497.htm). Zudem habe ein Heckenschütze in Ḥarastā Bürger angeschossen. (http://terrasantalibera.wordpress.com/2014/05/20/syrian-army-controls-old-sajna-in-daraa-al-balad-encircles-nawa-syrian-armed-forces-determined-to-national-duty-foreign-mercenaries-suffer-heavy-losses/).

des UN-Sicher­heitsrats entsprach. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259928-israelische-kampfflugzeuge-verletzen-luftraum-des-libanons). – Anfang des Jahres hatte man schon eine feindliche Invasion Syriens für das Frühjahr von Süden her erwartet (vgl.u.).

Über die jüngsten SAAErfolge berichtet: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/syrian-army-controls-old-sajna-in-daraa-al-balad-encircles-nawa-syrian-armed-forces-determined-to-national-duty-foreign-mercenaries-suffer-heavy-losses/, s.a. http://sana.sy/eng/337/2014/05/20/545483.htm. – Syrische MiG-Jagdbomber griffen erfolgreich ein ausgedehntes Terroristentrainingscamp sowie Waffenlager unter der Leitung türkischer Offiziere in den westlichen Vorstädten von Idlib in Nordsyrien an und vernichteten beide. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/20/33242/)

Eine neue Welle terroristischer Angriffe mit Mörsergranaten gegen Zivilisten ereignete sich in Damaskus, im Stadtteil ad-Duwaila sowie am Vortag in den Stadtteilen al-Qasʽa und al-ʽAbbâsiyyîn und der Vorstadt Ḥarastā (Harasta) mit zahlreichen Verletzten. Dergleichen Angriffe verletzten bürger in Idlib. Ein Kameramann  fand während seiner Berichterstattung über die bewaffneten Extremisten in Darʽa den Tod. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/20/545497.htm). Zudem habe ein Heckenschütze in Ḥarastā Bürger angeschossen. (http://terrasantalibera.wordpress.com/2014/05/20/syrian-army-controls-old-sajna-in-daraa-al-balad-encircles-nawa-syrian-armed-forces-determined-to-national-duty-foreign-mercenaries-suffer-heavy-losses/).

General Ḥussain Yiṣḥāq (Hussein Ischak oder: Isaac), Chef der sy- rischen Luftabwehr, ist bei einem Rebellen-Angriff auf den Luftwaf- fenstützpunkt im Vorort al-Malaiḥa (Maleiha) im Osten von Damaskus schwer verletzt worden. Am 18.5.2014 erlag er seinen Wunden. Er hatte mitten unter seinen Leuten für den Weiterbestand Syriens und seiner Regierung gekämpft. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259918-kommandant-der-syrischen-luftverteidigung-get%C3%B6tet, s.a.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/18/33174/ mit Nachruf).

Aufgrund der Reconciliierungsbemühungen der Regierung (vgl.u.), welche zuletzt den bislang größten Erfolg in Homs hatten, hoffen auch die noch in Aleppo verschanzten terroristischen „Rebel- len“ nicht mehr auf Sieg sondern auf eine Einigung wie in Homs. So wird ein Milizionär, genannt ʽAbdal‘, bei al-Monitor zitiert: „Let’s admit it: Time has come for an agreement“ und: „The model, he says, is Homs, where cease-fires are now beginning to appeal to weary rebel fighters in Aleppo.“ (http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/may/16/why-wont-kerry-leave-syria-alone.aspx).

Zu den SAA-Fortschritten s.http://sana.sy/eng/337/2014/05/18/545193.htm sowie http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/19/33179/ und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/18/33155/.

Die Registrierung für die Präsidentschaftswahl in Syrien ist für im Ausland lebenden Staatsbürger bis zum 21.5.2014 verlängert worden. Die Unterstützungskundgebungen der In- wie Auslandssyrer für die- se Wahl reißen nicht ab (vgl. ständig erneuerte Berichte bei SANA). In Frankreich gibt es seit zwei Wochen heftige Proteste gegen die französische Regierung, die den sich dort aufhaltenden Syrern ihr dies- bezügliches Recht verweigern will (vgl.u. & http://sana.sy/eng/393/2014/05/18/545234.htm).

Entgegen der – faktenwidrigen – Einstellung von US-Außenminister Kerry zu den Verhältnissen in Syrien feierten die in die Altstadt von Homs zurückkehrenden Bürger die Befreiung ihrer Stadt durch die syrische Armee von den dieselbe fürchterlich zerstört habenden „Rebellen“. Besonders die Christen darunter sind regelrecht euphorisch. (http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/may/16/why-wont-kerry-leave-syria-alone.aspx). Dazu aus de : „,The Army has swept away all of the bad people from our city,‘ said Hannan Ragap, 45, a mother of two who sported spike heels and jeans as she walked toward the Old City. In the adjacent Zahra district, people were savoring a victory against what many view as an existential threat from a radical Islamist force.“ (http://turcopolier.typepad.com/sic_semper_tyrannis/2014/05/httpwwwlatimescomworldmiddleeastla-fg-syria-homs-bashar-assad-20140512-storyhtml.html)

Die Zeitung USA Today bestätigt, was schon Mitte April (s.u.) bekannt geworden war: „U.S. send missiles to the Syrian terrorists for a pilot program“. Es handelt sich dabei um BGM-71 TOW Panzerabwehr- raketen, welche in der Lage sind, jegliche Panzerarmierung, Befesti- gungsanlagen und Bunker zu durchdringen, dies sogar bis auf vier Meilen [ca. 6km] Entfernung. Damit soll den Antiregierungskräften zum Sieg verholfen werden. Einigen internationalen Analysten zufolge sei diese eindrucksvolle Waffe bereits in Händen verschiedener ter- roristischer Gruppen sei. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/17/officially-confirmed-by-usa-today-newspaper-mercenaries-groups-in-syria-received-u-s-made-tow-anti-tank-missiles/)

Al-Mayâdîn zufolge finden heftige Gefechte zwischen an-Nura-Front und der FSA auf der einen und ISIS-Kämpfern auf der anderen Seite in Dair az-Zaur (Deyr Al-Zur) und dem Städtchen al-ʽAkîdât (Akidat) statt. Letztere sprengten bereits Häuser in einem Dorf (Faria`n in Rikka), da deren Bewohner angeblich mit ihren Gegnern zusammenarbeiteten, und verübten einen Autobombenanschlag auf das Postgebäude der Stadt aš-Šahil (Al-Schahil), in dem ein Bataillon bewaffneter Kämpfer einquar- tiert war. Zehn Personen u.a. Anführer von Ğabhatu_n-Nura wurden dabei getötet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259849-schwere-gefechte-zwischen-al-nusrah-und-isis-k%C3%A4mpfer-an-verschiedenen-fronten)

ISIS-Kämpfer bedrohen die terroristischen Truppen, welche kürzlich Homs verlassen haben (eine Mixtur aus an-Nura-Front-Militionären und ausländischen – auch westlichen – Söldnern inklusive amerikani- schen und französischen Offizieren) in einem veröffentlichten Schreiben: sollten sie nicht die von ihnen besetzten Ortschaften Talbisa, ar-Rastan, al-Ġanṭû (al-Ghanto) and az-Zaʽfarâna (al-Za’afaran) innerhalb von 72 Stunden geräumt haben, sonst würden diese (mit ihren Einwohnern!) mit Artillerie beschossen. Allerdings ist die syrische Armee (SAA) bereits auf dem Vormarsch dorthin.(http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/17/isil-terrorists-threaten-escaped-terrorists-from-old-homs-prelude-to-a-takfirist-suicide-it-sounds-good/)

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/18/545062.htm und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/18/33155/

In einem Bus unterwegs im ländlichen [von Wüste geprägten] Umland von Dair az-Zaur haben Terroristen eine Sprengladung zur Detonation gebracht mit 4 Toten und 12 Verletzten als vorläufigen Opfern. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/18/545087.htm).

Vizeaußenminister Miqdâd antwortete in einem Artikel der Zeitung al-Binâʽ auf die Wahlbehinderung von im Ausland sich aufhaltenden Syrern durch einige Gastländer (s.u.) bzw. die Kritik an der Abhaltung der nach den Gesetzen und der Verfassung des Staates in Bälde anste- henden Präsidentenwahl in Syrien (vgl.u.). Die Haltung der USA und ihre Verbündeten zu dieser Wahl spiegle Scheinheiligkeit im Umgang mit Demokratie einerseits und dem Reformpaket der Regierung wi- der zudem Irreführung und selektives Denken. Ausdrücklich erklärte er: “Those who conspire against the presidential elections in Syria are con- spiring against democracy, political pluralism and the freedom of expres- sion in Syria. … those who seek to create a political vacuum in the coun- try are working for demolishing and partitioning Syria and handing it over to the terrorists.“ Jenen westliche Regierungen warf er eine Politik der doppelten Standards vor.  Auch das erwähnte Genfer Kommuniqué sage nichts über die Wahlen aus, seine Erwähnung sei damit nur ein Vorwand, um die Abhaltung der Wahl kritisieren zu können. All jene, die sich gegen die Präsidentschaftswahl in Syrien, damit gegen [ein wesent- liches Element der] Demokratie stellten, wie z.B. Frankreich, hülfen damit den von Scheichs der Muslimbruderschaft unterstützten und gedeckten Terroristen, an deren Spitze der türkische Premier und sein Geheimdienst wie auch die Saudis. (Näheres s. http://sana.sy/eng/21/2014/05/17/544889.htm)

Am Fr., 16.5.2014, endlich verurteilte UN-Generalsekretär Ban Ki- Moon den terroristischen Anschlag auf die Trinkwasserversorgung der Millionenstadt Aleppo durch die Oppositionellen. Gemäß AFD er- klärte er:Preventing people’s access to water for drinking is depriving them of one of the fundamental human rights“. – Inzwischen konnte die Hauptpumpenstation soweit wieder in Betrieb gesetzt werden, daß einige benachbarte Regionen von Aleppo wieder Trinkwasser beziehen können. (http://sana.sy/eng/22/2014/05/17/544879.htm).

Zu SAA-Erfolge s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/17/544887.htm

Neuer terroristischer Anschlag mit Mörsergranaten gegen Zivilisten in Aleppo nahe Bâb al-Farağ (Bab al-Faraj) forderte 2 Tote und 19 Ver- letzte (http://sana.sy/eng/21/2014/05/17/544941.htm).

Neben Großbritannien (s.u.) und den USA (s.u.) hat sich nun auch die aus westlichen und arabischen Staaten zusammengesetzten sog. Freunde Syriens auf einem Treffen in London am 15.5.2014 dazu entschlossen, die Unterstützung für die gegen die säkulare syrische Regierung kämpfenden Aufständischen auszubauen. In ihrem Ab- schlußdokument sprachen sich die Außenminister von elf Ländern gegen die bevorstehende Abhaltung der Präsidentschaftswahl in Syrien aus. Ihrer Ansicht nach verstoße [!] diese gegen die in den Genfer Syrien-Gesprächen erzielten Vereinbarungen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259761-syrien-29-menschen-durch-autobombenanschlag-nahe-aleppo-get%C3%B6tet). – Es bewahrheitet sich wieder einmal das Sprichwort: Bei solchen Freunden bedürfte es keiner Feinde mehr.

Bei einem terroristischen Autobombenanschlag am Do., 15.5.2014, nahe der syrisch-türkischen Grenze (beim Grenzübergang Bâb as- Salâma nahe Aleppos) sind 29 [bzw. 30] Zivilisten ums Leben gekommen. Der Übergang wird von den bewaffneten Terrorgruppen kontrolliert. Unter den Opfern, Männern, Frauen und Kindern, seien Flüchtlinge, die darauf gewartet hatten, mit ihren Habseligkeiten die Grenze zu über- queren. – In der Provinz Idlib zündeten Extremisten der Gruppe al-Ğab- hatu_l-Islâmiyyatu (Islamische Front) rund 60 Tonnen Sprengstoff in einem Tunnel unter dem unter den seit langem von den Aufständischen belagerten syrischen Armeestützpunkt Wâdî ad-Daif (Wadi al-Deif), ebenfalls nahe der Grenze zur Türkei. Über die Zahl der Opfer dort ist noch nichts bekannt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259761-syrien-29-menschen-durch-autobombenanschlag-nahe-aleppo-get%C3%B6tet und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/15/30-syrian-citizens-killed-by-terrorist-explosion-near-border-with-turkey/)

Bei einem terroristischen Angriff mit Mörsergranaten wurden am Fr., 16.5.14, in Aleppo [al-Ašrafiyya (al-Ashrafiyeh)] 13 Zivilisten getötet und 17 verletzt. Ein weiterer Sprengstoffanschlag in Damaskus nahe ei- nes Krankenhauses forderte am Vortag ebenfalls seine Opfer. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/16/544801.htm)

Über SAA-Operationen gegen die Extremisten informiert: (http://sana.sy/eng/337/2014/05/16/544788.htm)

Um der Ausbreitung von Epidemien infolge der Wasserknappheit in Aleppo nach dem terroristischen Anschlag (s.u.) auf die Haupttrink- wasserpumpenstation einzudämmen, hat Gesundheitsminister Dr. Saʽd an-Nâyif (Saad al-Nayef) 23 Tonnen Schiffsfracht an Medikamenten herbeischaffen lassen. (http://sana.sy/eng/36/2014/05/14/544531.htm)

Kulturministerin Frau Dr. Lubâna Mušawaḥ (Lubanah Mshaweh) will gemäß ihrem Aufruf vom 14.5.2014 im Arabischen Kulturzentrum in Ṭarṭūs (Tartus) die Verbreitung der Kultur der Toleranz auch durch die verschiedensten kulturellen Aktivitäten fördern, welche sich mit Freundschaft, Liebe und Koexistenz beschäftigen. Dabei eröffnete sie eine Ausstellung zugunsten der durch die Kriegszustände vertriebe- nen syrischen Kinder, die auch Kinderbilder enthielt, welche die Liebe zur Heimat zum Ausdruck brachten. (http://sana.sy/eng/28/2014/05/15/544554.htm)

Die Extremisten wurden durch die SAA weiter zurückgeschlagen in den Gegenden von Homs, Idlib, Aleppo und Darʽa (http://sana.sy/eng/337/2014/05/15/544560.htm).

Auch die Waffenniederlegungen seitens der „Rebellen“ dauern fort, s. z.B.: http://sana.sy/eng/21/2014/05/14/544503.htm

Die russische Regierung, vertreten duch den Sprecher des Außen- ministeriums Alexander Lukaschewitsch, dagegen begrüßt die Präsi- dentschaftswahlen als „wichtigen Schritt“ zum Erhalt staatlicher Institutionen wie zur Lösung der Krise im Land. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/15/544622.htm)

Auch die BRD-Regierung will nicht, daß sich die im Land lebenden Syrer an der für den 3. Juni angesetzten syrischen Präsidentschafts- wahl in ihrem Land beteiligen dürfen. Medienberichten zufolge soll verhindert werden, daß die Wahlberechtigten ab dem 28.5.2014 in der syrischen Botschaft in Berlin oder in anderen syrischen diploma- tischen Einrichtungen ihre Stimme gemäß der syrischen Verfassung und dem syrischen Wahlrecht (vgl.u.) für einen der drei nominierten Präsidentschaftskandidaten abgeben können. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259658-berlin-verbietet-in-deutschland-lebenden-syrern-teilnahme-an-der-pr%C3%A4sidentschaftswahl). – Zuvor hatte sich Frankreich schon zu diesem Schritt entschieden (s.u.). – So will man wohl dem Nahen Osten „Demokratie“ beibringen!

Terroristische Aktionen gegen Zivilisten mit Toten und Verletzten sind in Damaskus, seiner Umgebung und in al-Qunaiṭra [auf den Go- lanhöhen] zu beklagen (http://sana.sy/eng/21/2014/05/14/544402.htm und http://sana.sy/eng/337/2014/05/13/544182.htm). Wieder einmal haben die Extremisten Hilfslieferungen für das palästinensische Flüchtlingslager al-Yarmûk (vgl.u.) verhindert, in dem sie ein Verteil- zentrum angriffen, was ebenfalls zu Todesopfern führte. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/13/544214.htm).

Laut Mitteilung des Weißen Hauses ist Aḥmad al-Ğarba (Ahmed Jarba oder Dscharba, zur Person s.u.), Chef der der Muslimbruderschaft verbundenen und gegen die säkulare syrische Regierung vom Ausland aus agierenden SNC (s.u.), während seines Washigtonaufenthaltes so- gar von US-Präsident Barack Obama am Di., 14.5.2014, empfangen worden, dem Treffen wohnte auch Sicherheitsberaterin Susan Rice bei. Al-Ğarba dankte Obama u.a. für die von den USA den syrischen „Re- gimegegnern“ gewährte Hilfe in Höhe von 287 Millionen US-$. Obama versicherte dem Rebellenvertreter, die anstehenden syrischen Präsidentenwahlen nicht zu unterstützen. (http://de.ria.ru/politics/20140514/268491101.html)

Außenminister Walîd Muʽallim wandte sich erneut mit zwei identischen Briefen an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicher­heitsrat we- gen der jüngsten Terroristenattacke gegen die Einwohner von Alep- po. Der 3-Millionen-Großstadt haben sie nun schon den neunten Tag in Folge die Trinkwasserzufuhr abgeschnitten durch Manipulation an der Pumpenstation Sulaimân al-Ḥalabî. Damit sind die Bewohner ge- zwungen, sich aus alternativen Quellen Trinkwasser zu suchen, was Epidemien Vorschub leiste. Nach monatelangem mutwilligen Beschuß von Wohngebieten der Stadt durch Mörsergranaten und Raketen mit hunderten an Toten und Verletzten, von Terroristen verlegten Straßen, über welche Nahrungsmittel- und Medizin-Versorgung nicht zugeführt werden können, sei dies ein weiterer verurteilenswerter Akt der Terrori- sten. Dennoch nähmen sowohl die UN wie auch internationale Orga- nisationen solche Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung schweigend hin. Er hoffe nun endlich auf eine ernsthafte Verurteilung derartiger Verbrechen seitens des UN-Sicherheitsrats und Maßnahmen gegen die die Terroristen unterstützende Staaten. – Inzwischen kümmere sich die Regierung, die Betroffenen anderweitig mit Trinkwasser zu versorgen. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/13/544062.htm)

Nach geglückten Waffenstillstand-Vereinbarungen infolge der Reconcil- iierungsbestrebungen der Regierung ist laut Bericht von al-Waan am 12.5.2014 auch eine Übereinkunft im hauptsächlich von Christen be- wohnten Izraʽ zwischen der Regierung und den dort aktiven Extremisten erzielt worden. Demnach soll bald ein Gefangenenaustausch stattfinden und 1500 von den „Rebellen“ als Geiseln festgehaltene Familien ge- gen Nahrungsmittellieferungen an erstere freigelassen werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259623-vereinbarung-zwischen-der-syrischen-regierung-und-den-rebellen-%C3%BCber-gefangenenaustausch)

Über SAA-Fortschritte, insbesondere in der Umgebung von Idlib, Darʽa, Aleppo und Homs. In Ğabal Zâwiyya (Jabal al-Zawyeh) in der Idlib-Pro- vinz entdeckte die Armee auch ein Depot mit einer enormen Menge an zum Kampf [gegen die Regierung] aufstachelnden Propaganda-Mate- rial und reichlich Pamphleten aus Saudi-Arabien, die für die terrori- stischen Gruppen gedacht waren. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/13/544136.htm)

Sâmî al- ʽArîḍî (Sami Al-Aridi), ein führendes Mitglied von Ğabhatu_n-Nuṣra, hat dem SNC-Vorsitzenden Aḥmad al-Ğarba (Ahmed Djerba, s.u.) vorgeworden, 75 Mio. US-$, welche als Hilfsgelder für syrische Bürger gedacht waren und Verwundeten und Krankenhäusern zugute- kommen sollten, sich angeeignet zu haben. Dies habe al-Ğarba einem engen Gefolgsmann anvertraut. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259543-75-mio-dollar-raub-von-ahmed-djerba).

Die Kandidaten der Präsidentenwahl haben in Syrien ihre Wahlkam- pagnen gestartet. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/12/543821.htm) – Aus dem Präsidentenbüro erging der Aufruf, die Wahlen in demokra- tischer und pluralistischer Atmosphäre abzuhalten als Reflektion von Kultur und gegenseitigem Respekt. Die Bürger möchten alle Kandi- daten mit ihren Kampagnen, Bannern und Plakaten respektieren. Der eigenen Meinung über die Kandidaten könne man dann in der Wahlka- bine Ausdruck verleihen. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/12/543838.htm)

Schon vor Tagen hatte das syrische Oberste Verfassungsgericht die syrischen Bürger informiert, auch als Ansässige im Ausland bei den jeweiligen Landesbotschaften wählen gehen zu können (vgl.u.). Frankreich will jedoch den Syrern, die sich dort aufhalten, dieses Recht, an der Präsidentenwahl teilzunehmen, vorenthalten. Darüber informierte die französische Regierung in Paris die syrische Botschaft. Außenminister Walîd Muʽallim erklärte sein Mißfallen über diese unrechtmäßige Reaktion, da dieses Wahlverfahren doch in der syrischen Verfassung festgeschrieben sei. Er endete mit einem Appell an die öffentliche Meinung der Welt, dieses Gebaren zu verurteilen. Ausgerechnet Frankreich habe damit seine Maske fallen gelassen, nachdem schon zuvor von dort neben anderen Ländern Unterstützungs- leistungen für die gegen die syrische Regierung aktiven Terroristen ge- kommen waren. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/11/543798.htm) – In Frankreich kam es deswegen zu Protesten von dort ansässigen Syrern, welche syrische Flaggen schwenkten, Bilder von Dr. al-Assad mit sich führten und Plakate gegen Terrorismus und zur Unter­stützung der Regie- rung hoch hielten, sowie Franzosen und Bewohnern anderer arabischer Länder. (http://sana.sy/eng/22/2014/05/11/543859.htm mit Photos)

Entsprechend israelischen Medien hat die israelische Armeeführung die völkerrechtlich zum syrischen Staatsgebiet gehörenden, seit 1967 illegal von Israel besetzten Golanhöhen zur geschlossenen Militär- zone erklärt, vorgeblich weil „Kriegshandlungen in Syrien immer näher an Israel kommen“. Entsprechende Restriktionen betreffen insbeson- dere den [in der unter UN-Kontrolle stehenden Pufferzone liegenden Grenzort] al-Qunaiṭra und Gebiete südlich davon. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_11/Israel-erklart-Golanhohen-zur-geschlossenen-Militarzone-6384/). Tatsächlich wurden in der Vergangenheit syrische Orte unterhalb des Plateaus von diesem aus beschossen (vgl.u.).

Zum SAAVorrücken gegen Extremisten im Umfeld von Darʽa und Alep- po s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/12/543925.htm

Wiederaufbau(programm) in/für Homs gestartet: http://sana.sy/eng/21/2014/05/11/543704.htm

Zu Homs: Beim Einmarsch der Armee [Bombenräumkommando] zeigte sich sich ein Horrorszenarium ausgedehnter mutwilliger Zerstö- rung. Die vom Ausland unterstützten Söldner hätten vor ihrem Abzug [außer den Sprengsätzen wie schon berichtet, vgl.u.] Brände gelegt, vor allem an Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Banken. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/10/video-syrian-army-enters-in-homs-freed-but-badly-wounded-a-taste-of-takfirist-democracys-conception-made-in-usrael/ mit Video). – Provinzgouverneur Ṭalāl al-Barazî teilte am 11.5.2014 gegenüber SANA mit, Präsident al-Assad habe Direktiven für die umgehende Wie- derherstellung normaler Verhältnisse in der Stadt gegeben. Die Be- hörden stünden den rückkehrenden Bürgern zur Seite, wenn sie Hilfe bräuchten. Gleichzeitig ermutigte der Gouverneur diese dazu, Meldung zu machen, wenn ihnen in ihren Immobilien Merkwürdigkeiten auffie- len. Für bestimmte Terrains solle man zur Sicherheit vor dem Besuch die Behörden um Unterstützung kontaktieren. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/11/543704.htm) – In der so sehr vom terroristischen Vanda- lismus geschädigten Wallfahrtskirche der Hl. Maria mit dem Gürtel (Umm az-Zinnâr) wurde am So., 11.5.2014, eine Dankmesse unter großer Anteilnahme von Bevölkerung und Prominenz zelebriert. Am selben Tag fand auf dem zentralen Platz der Stadt eine säkulare Feier zur Befreiung der Stadt von den bewaffneten Extremisten statt. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/11/543780.htm)

Mehr als 100.000 Zivilisten aus der Provinz Dair az-Zaur mußten we- gen erbitterter Kämpfe zwischen den verfeindeten Muğâhidîn-Gruppie- rungen Ğabhatu_n-Nuṣra (Jabhat al-Nusra, syrische Abteilung von al- Qaida) und ISIS/ISIL (Islamischer Staat im Irâq und in Syrien/der Levan- te) flüchten, teilte SOHR mit. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_10/Mehr-als-100-000-Syrier-wurden-wegen-Kampfe-in-ihrem-Land-zu-Fluchtlingen-0941/). Näheres dazu hier: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/10/foreign-mercenaries-killed-in-large-scale-operations-in-countrysides-of-hama-aleppo-daraa-homs-idleb-deir-ezzor-damascus/ (mit Berichten über SAA-Fortschritte, s. hierzu auch: http://sana.sy/eng/337/2014/05/11/543765.htm).

Aus folgendem Bericht, der sich zunächst mit der Situation in der Ost- Ukraine beschäftigt, ist jedoch auch eine sehr interessante Nachricht bzgl. Syrien enthalten: laut Bild habe der BND die Bundesregierung am 29. 4.2014 davon in Kenntnis gesetzt, daß US-Spezialeinheiten, Elite- soldaten des US-Militärunternehmens Academy, früher als Blackwater u.a. aus Afghanistan bekannt, in der Ost-Ukraine kämpfe. Zuvor hatte schon der bekannte US-Journalist und politische Analyst, Robert Perry, darauf verwiesen, daß sich Washington in der Ukraine der gleichen Taktik wie auch in Mittelamerika, Afghanistan und Syrien bediene. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_11/Amerikanische-Elitesoldaten-kampfen-gegen-Einwohner-von-Slawjansk-0533/).

Zur Situation in Homs: Am Fr., 9.5.2014, also nach zwei Tagen, konnte der Homser Provinzgouverneur Ṭalāl al-Barazî (Talal al-Barazi) die Alt- stadt von Homs für „sicher“ und „totally free of arms and gunmen“ er- klären dank der von den Armeeangehörigen erbrachten Opfer und der Ver- handlungspolitik. Danach ermittelte zunächst das Militär  Spreng- ladungen, welche die „Rebellenhinterlassen hatten, und machte sie unschädlich. Der Gouverneur rief die zurückkommenden Bürger – Be- wohner wie Geschäftsleute auf, sich zuvor an die Polizeistation um Hilfe zu wenden. Das Bombenräumkommando entdeckte zudem Massen gehorteter Arzneien und medizinischen Equipments sowie Werk- stätten zum Bau von Minenwerfern und Mörsergranaten mit Men- gen an Explosivstoffen sowie ein Tunnelnetzwerk von unterhalb der Hauptstraße bis zu den Obstplantagen. Inzwischen habe die zurück- kehrende Bevölkerung Komitees gegründet, um gemeinsam die Schäden festzuhalten und die verantwortlichen Stellen über ihren Bedarf zu informieren. Die Angestellten vieler Serviceunternehmen stellten sich zur freiwilligen Arbeit zur Verfügung, um in der Stadt möglichst schnell wieder alles in Ordnung zu bringen. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/09/543469.htm), s.a.: http://german.ruvr.ru/news/2014_05_09/Die-letzten-syrischen-Rebellen-haben-Homs-verlassen-1192/  und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/09/syria-latest-video-reports-in-eng-fra-esp-arabic/. S.a.: Hun- derte Menschen, die aufgrund des dreijährigen Krieges geflüchtet waren, sind am Fr., 9.5.2014, in ihre Stadt zurückgekehrt, um nachzuschauen, was von ihren Häusern übriggeblieben ist. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259383-bev%C3%B6l-kerung-von-homs-kehrt-allm%C3%A4hlich-in-ihre-heimatstadt-zur%C3%BCck).

Am Beispiel der Wallfahrtskirche der Hl. Maria mit dem Gürtel (Umm az-Zinnâr, zurückgehend auf das Jahr 50 n.u.Z.) im Vorher-Nachher-Vergleich sind die Folgen des Vandalismus der terroristischen Rebel- len zu sehen: http://sana.sy/eng/337/2014/05/09/543529.htm.

Zu SAA-Fortschritten in Aleppo, Darʽa, Homs und Idlib s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/10/543568.htm und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/09/succesful-operations-by-syrian-army-against-mercenary-terrorists-in-various-areas-around-the-country-syrian-national-flag-waving-over-homs/.

Einen terroristischen Anschlag mit Toten und Verletzten gab es in der Umgebung nördlich von Hama (http://sana.sy/eng/337/2014/05/10/543606.htm).

Wie die israelische Webseite Walla erneut meldet, erfahren die [gegen die säkulare Regierung in Syrien terroristisch vorgehenden] „Rebellen“ [nicht aber syrische Armeeangehörige!] Behandlung und medikamen- töse wie sonstige Ausstattung im israelischen Ziv Hospital im be- setzten Ṣafad. Insgesamt wurden schon hunderte behandelt oder mit medizinischen Hilfsgütern versorgt. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/09/543482.htm, vgl.u.)

Rund 92% aller syrischen Chemiewaffen sind nach Angaben der UN- Sonderbeauftragten für die Operation, Sigrid Kaag, vom Do., 8.5.2014,  aus dem Land abtransportiert oder vernichtet worden. Die restlichen 8% seien allerdings wegen der Kämpfe in Syrien derzeit nicht zugänglich. Sobald die Waffen zugänglich gemacht würden, dauere ihr Abtransport nur noch weniger als eine Woche. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259347-un-92-prozent-der-syrischen-chemiewaffen-abtransportiert-oder-vernichtet).

Nachdem schon am Mi., 7.5.2014, 980 Menschen aus der Altstadt von Homs abgezogen waren und ebenso am Do., 8.5.2014, ca. 200 Re- bellen, verbleiben derzeit noch 500, 62 Aufständische hatten sich erge- ben. Im Gegenzug für den freien Abzug und sicheres Geleit wurden 70 Geiseln, v.a. Alawiten, freigelassen, welche die Rebellenarmee Islamische Front teilweise in einem Video zeigte. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_08/Die-letzte-Gruppe-der-syrischen-Oppositionskampfer-verlasst-Homs-2616/ und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259338-syrien-letzte-rebellen-verlie%C3%9Fen-altstadt-von-homs-al-dscharba-will-amerikanische-flugabwehrraketen)

Über SAA-Fortschritte informiert: http://sana.sy/eng/337/2014/05/09/543448.htm

Nachdem sich al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu, die Islamische Front zum Bombenanschlag in Aleppo bekannt hat, hat das syrische Außen- ministerium erneut mit zwei identischen Schreiben sowohl an den UN-Generalsekretär als auch an den Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates gewandt. Durch den jüngsten Terrorakt sei erneut bewiesen, daß al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu auf die Terrorismus-Liste gesetzt gehörte. Im einzelnen hieß es: „Following our previous letters on the systematic and deliberate crimes of the armed terrorist groups against the ancient and religious sites and the cultural and historical monuments of Syria, Aleppo city was the target today 8/5/2014 of a new terrorist operation as the armed terrorist groups detonated the ancient Carlton Hotel causing a number of casualties and material damage to the whole building and other surrounding buildings.“ Zwei diesbezügliche Anschlagsversuche habe die SAA zuvor abwehren können., worauf sich die bewaffneten Terroristengruppen den Sûq von Aleppo, den ältesten der Welt, in Brand steckten und die große Umayyaden-Moschee der Stadt attackierten. Der UN-Generalsekretär wie der UN-Sicherheitsrat solle die begangenen Verbrechen klar und deutlich verurteilen, die „Islamische Front“ auf die Terrorimus-Liste“ setzen und unmittelbar Maßnahmen gegen jene Länder ergreifen, welche solche Terroristengruppen fianziell oder logistisch unterstützen. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/09/543417.htm)

In Aleppo haben die gegen die säkulare Regierung kämpfenden Re- bellen am 8.5.2014 für einen besonders schwerwiegenden Anschlag gesorgt: sie gruben unter archäologisch bedeutsamen Gebäuden Gänge und brachten sie durch Explosionen zum Einsturz. Nach ersten Einschätzungen ist der Schaden enorm. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/08/543257.htm). – Historische Bauwerke gehören für islami- sche Extremisten zur ğahiliyyya und sind demnach zu zerstören. (Vgl.u.: Archäologische Stätten als „Zielscheiben“ der terroristen Rebellen und vgl. das Vorgehen der Ṭalibân gegen die Buddha-Statuen von Bamiyan). – Update: der Anschlag im geschichtlich bedeutsamen Stadtkern von Aleppo hat zum Einsturz des Carlton Hotel und empfindlichen Schäden an den umliegenden historischen Bauten, darunter der Zitadelle, welche Teil des UNESCO-Weltkulturer­bes ist, geführt. Ziel der Terroristen waren syrische Militärangehörige, die das Gebäude als ihren Stützpunkt benutzten. Darauf bildeten SAA-Trupps einen engen Ring um das Stadtzentrum und lieferten sich Kämpfe mit den Aufständischen. Derzeit wird von mindestens 14 Todesopfern ausgegangen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_08/Aleppo-Oppositionelle-sprengen-Carlton-Hotel-2515/ und http://german.ruvr.ru/news/2014_05_08/Mindestens-14-Tote-bei-Explosion-eines-Hotels-im-syrischen-Aleppo-8704/).

13 türkische Grenzbeamte haben kürzlich sieben LKW, beladen mit Waffen für die syrischen Extremisten an der Grenze gestoppt. Sie sollen nun deswegen in Adana vor Gericht gestellt werden. Der Staatsanwalt verlangte gar lebenslange Haft wegen Enthüllung eines „Staatsgeheim- nisses“ für politische und Spionagezwecke. Die Angelegenheit steht in Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um Regierungschef Erdogan (Näheres s. http://sana.sy/eng/22/2014/05/08/543275.htm).

SNC-Führer Aḥmad Ğarba (Ahmed Dscharba), dessen im Ausland ent- standene, der Muslimbruderschaft affiliierte Organisation (vgl.u.) erst durch die US-Regierung zur Auslandsmission diplomatisch aufgewertet wurde (s.u.), sprach während seines Washington-Besuchs am 7.5.2014 in einer Rede vor einem US-Politikinstitut aus, was Experten schon lange mutmaßten: er rief die USA dazu auf, die Aufständischen im Kampf gegen die syrische Regierung mit Waffen zu unterstützen, da diese „wirksame Waffen“ benötigten, um der überlegenen syrischen Armee (SAA) die Stirn bieten zu können. Wenn sich die Kräfteverhältnisse auf dem Schlachtfeld änderten, dann gäbe es auch die Möglichkeit für eine politische Lösung (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259331-syrischer-oppositionsf%C3%BChrer-bittet-usa-um-waffenlieferungen). – Experten hatten dies schon früher, z.B. auch während der Genf-II-Ge- spräche (vgl. dort), als Strategie der Regierungsgegner ausgemacht, daß Verhandlungen für sie erst in Betracht kämen, wenn zuerst militä- risch der Weg für sie durch ausländische Einmischung freigemacht worden sei. Nach internationalem Verständnis ist dies Landes- und Hochverratverrat zugleich. Demgegenüber leidet die Bevölkerung, die gesamte Infrastruktur wie die schützenswerten Alterümer unter den andauernden An- wie Übergriffen der extremistischen Terroristen und unterstützt mit nicht abreißenden Solidaritätsbekundungen wie als Frei- willige in Bürgermilizen (s.u.) die Armee auch gegen die Verwirklichung des von den Extremisten angestrebten Gottesstaat. Zudem mutet es befremdlich an, eine politische Lösung durch Krieg realisieren zu wollen. – Update: laut Meldung der New York Times vom 8.5.2014 könnte Aḥ- mad Ğarba sogar von US-Außenminister Kerry und US-Präsident Obama empfangen werden, um die militärische Unterstützung für die gegen die syrische Regierung Kämpfenden zu sprechen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259338-syrien-letzte-rebellen-verlie%C3%9Fen-altstadt-von-homs-al-dscharba-will-amerikanische-flugabwehrraketen).

Der Abzug der Rebellen aus Homs (vgl.u.) scheint tatsächlich zu Ende zu gehen. Verletzte unter den Extremisten kämen in Kranken- häuser, der Rest zerstreue sich in alle Richtungen. Zugleich kamen 70 entführte Personen, darunter auch Kinder frei. Die regierung werde sich aber um die Freilassung aller Kidnappingopfer weiter bemühen. Damit wäre Homs endlich frei von bewaffneten Kräften. Auf daß sich die Rückkehr der Zivilbevölkerung wie der Zugang für Reporter gefahrlos gestalte, werde zunächst noch ein Minenräumkommando der Armee noch nach Sprengstoffen suchen und Barrikaden beiseite schaffen. Darüber gab der Gouverneur der Provinz, Ṭalāl al-Barazî, am 7.5.2014 Auskunft. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/07/543031.htm, s.a. http://german.ruvr.ru/news/2014_05_07/Syrische-Aufstandische-verlassen-Homs-0956/ und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259327-vereinbarter-waffenstillstand-in-homs-ist-eine-gro%C3%9Fe-leistung-f%C3%BCr-syrien. Laut letzterer Quelle erlaubten die Extremisten jetzt auch die Lieferung von Lebensmitteln in zwei von ihnen besetzte Städte im Norden Syriens, während die Hilfskonvois in Richtung Norden von Aleppo noch von ihnen aufgehalten würden. – Der Wiederaufbau auch der Infrastruktur wurde bereits am 8.5. 2014 in Angriff genommen (http://sana.sy/eng/21/2014/05/08/543337.htm).

Innenminister Muḥammad aš Šaʽâr versicherte einer palästinensi- schen Delegation, daß für die wegen des Krieges durch die terrori- stischen Angriffe schwierig gewordene Versorgung der in Syrien untergekommenen Flüchtlinge durch die Regierung dennoch Sorge getragen werde. Obwohl die Terroristen dies ständig zu verhindern trachteten, würden die Flüchtlinge z.B. im Yarmûk-Camp (vgl.u.) humanitär versorgt. Dr. Zakaraya al-Agha [al-Aġa], Führer der Delega- tion, bedankte sich für die Bemühungen der syrischen Regierung. Er wisse, daß die terrori-stischen Gruppen bislang jede Verhandlung auf Abzug vom Camp abgelehnt hätten. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/07/543177.htm).

Zu den weiteren Fortschritten der SAA gehört auch die Befreiung von 15 Entführten in Aleppo (http://sana.sy/eng/337/2014/05/07/543064.htm).

Mörserangriffe durch Rebellen führten dagegen zu 17 Verletzten in Damaskus. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/07/543144.htm).

In einem kürzlich aufgetauchten Video erklärt ein in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfender Anhänger von ISIS/ISIL, Abû Aḥmad al-Miṣrî (Abu Ahmad al-Masri), Ziel seiner Organisation sei, eine Ter- rorkampagne gegen alle Apostaten, als welche ihm und ISIS alle Nicht-Wahhâbiten gelten, zu führen. Für ihn als Ägypter [al-Miṣrî!] sei derzeit sein Heimatland, die ägyptische Armee, der ägyptische Präsi- dentenkandidat as-Sîsî wie die koptischen Christen allerdings das wich- tigere Ziel vor Syrien, da so der Weg für die „Befreiung“ Jerusalems frei werde. (Video: https://www.youtube.com/watch?v=d1n9ePeldEA&list=UU9usIyaF7RsAjnoAtbqNTYQ, Text: http://syrianfree­press.wordpress.com/2014/05/04/egyptian-isil-murderer-thug-all-non-wahhabis-must-be-killed-video-with-eng-subt/).

Neben der Armee (SAA) haben sich aus allen teilen Syriens Bürgermi- lizen gebildet und zur Arab Nationalist Guard (ANG, gegründet im Mai 2013) zusammengeschlossen, um für die Regierung mit den regulä- ren Soldaten gegen die Extremisten zu kämpfen. Die ANG setze sich ferner aus immer neuen Voluntären beiderlei Geschlechts zusammen. Außer aus Syrien unterstützten sie etliche Freiwillige auch aus dem Li- banon, dem Irâq und Jemen, aus Palästina, Ägypten und Tunesien. Auch die Kämpferinnen der Lionesses for National Defense (LND) seien da- bei. Sie wenden sich gegen den islamischen Extremismus der sog. Oppositionskämpfer mit al-Qaida– und Muslimbruderschaftsverbin- dung, wie er auch unter dem ägyptischen Ex-Präsidenten Mursî der Fall war. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/06/hundreds-of-arab-nationalists-from-across-the-region-have-formed-their-own-volunteer-militia-force-to-fight-in-syria-on-behalf-of-bashar-al-assads-government-and-patriotic-military-forces/).

Präsident Dr. al-Assad hat am 6.5.2014 zum Gedenktag für die Gefalle- nen vor den Hinterbliebenen der im Kampf getöteten Armeemitglieder die Tapferkeit und Stärke dieser Familien gewürdigt als Fundament des syrischen Widerstandes. Sie seien der wichtigste Grund für die Erfolge der Armee in diesem Lande gegenüber dem Terrorismus. Die Woche davor hatte es ein Treffen des Ehepaars al-Assad mit Hinterbliebenen- familien gegeben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259275-baschar-assad-betont-bev%C3%B6lkerungsrolle-beim-erfolg-der-armee).

Zu SAA-Fortschritten s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/07/543064.htm

Gemäß dem israelischen TV-Kanal Channel 1′ television hätten Sicher- heitskräfte verlauten lassen, daß neue israelische Mittel- und Lang- streckenraketen des Systems Mitar auf den syrischen seit 1967 von Israel besetzten Golanhöhen installiert worden seien. Der Zeitung Ra`y al-Yaum’ zufolge dienten sie der Unterstützung der Rebellen und der Verhinderung der Wiederbesetzung zurückerorberter Gebiete durch die SAA. Auch habe ein SNCGründer, Dr. med. Kamal al-Labwânî (Ka- mal al-Labwani) Israel die dauerhafte Überlassung der Golanhöhen für die Unterstützung der gegen die säkulare Regierung kämpfenden Rebellen angeboten.   (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/04/zionist-colonial-entity-establishes-missile-system-in-golan-to-cover-the-terroristic-operations-by-mercenary-groups-in-syria/).

Bürger der von Israel okkupierten Golanhöhen führten dennoch das Gedenken an die Gefallenen der syrischen Armeee durch und bekräf- tigten ferner ihre Unterstützung für dieselbe, für ihre syrische Heimat und deren Regierung. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/07/543027.htm).

Der syrische Parlamentspräsident Muḥammad Ğihâd al-Laḥḥām (Mohammad Javad al-Laham) hat Einladungen an die Parlamente der befreundeten Länder Syriens gesandt und sie aufgefordert, zur Beob- achtung des Wahlprozesses Vertreter nach Damaskus zu entsenden. Dazu bemerkte er ausdrücklich: „Wir haben Expertengruppen aus den Ländern, die einen realistischen Standpunkt gegenüber den Ereignissen in Syrien vertreten, eingeladen“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259233-syrien-l%C3%A4dt-befreundete-l%C3%A4nder-von-damaskus-zur-beaufsichtigung-des-wahlprozesses-ein).

Die Fars News Agency berichte auf Basis von Informationen des syri- schen Geheimdienstes, die türkische Regierung unter Erdogan koor- diniere zusammen mit den USA, Frankreich und Qaṭar einen neuen Vortoß gegen Syrien angesichts des möglichen bevorstehenden Wahlgewinns der Regierungspartei von Dr. al-Assad. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/07/new-assault-plan-against-syria-from-ankara-russian-plane-humiliates-us-warship-in-black-sea/ basierend auf http://aydinlikdaily.com/).

Die USA haben die im Ausland kreierte und von der Muslimbruder- schaft dominierte syrische SNC (vgl.u.) diplomatisch aufgewertet. Vor dem Besuch von Oppositionsführer Ğarba (Dscharba, zur Person s.u.) stufte das US-Außenministerium am 5.5.2014 das bislang informelle Verbindungsbüro der Syrischen Nationalen Koalition in den USA als aus- ländische diplomatische Mission ein, um sie zu stärken. Laut einer Außenamtssprecherin sei dies ein wichtiger Schritt hin zu einem neuen Syrien und seiner Anerkennung auf der internationalen Bühne. Er wird am Mittwoch in Washington u.a. mit US-Außenminister Kerry Gespräche führen. Wie die US-Regierung weiter mitteilte, soll die Militärhilfe für die syrische Opposition um weitere 27 Millionen auf knapp 290 Millionen Dollar aufgestockt werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259220-neuer-schritt-des-wei%C3%9Fen-hauses-gegen-damaskus).

Rebellen haben in der syrischen Provinz Idlib einen 200m langen Tunnel unter einem Militärstützpunkt gesprengt. Die Muslimbruderschaft mel- dete am 6.5.2014, bei der Operation im Bezirk Maʽarra an-Nuʽmân (Ma- arat al-Noaman) am Grenzübergang (?) al-Sahaba [as-Ṣaḥâba] seien am Mo., 5.5.2014 etwa 40 Armee-Angehörige getötet worden. Ein Video zeigt eine gewaltige Explosion, die Gebäudeteile und eine große Menge Erdreich in die Luft schleudert. An der Aktion soll u.a. al-Ğab- hatu_l-Islâmiyyatu (Islamische Front) beteiligt gewesen sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/259260-).

Eine Flut von Mörsergeschossen der „Rebellen“ entlud sich auf Wohngebiete von Damaskus, zwei Krankenhäuser wurden knapp verfehlt. Opfer waren auch in Hama zu beklagen. Näheres s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/06/542929.htm.

Der Vertreter der noch Teile der Altstadt von Homs besetzt haltenden terroristischen Rebellen, Abu_l-Ḥâriṯ al-Ḫālid (Abul Harith al-Khalidi), bestätigte am 4.5.2014 das Abkommen mit der Regierung in Gegenwart des iranischen Bot- schafters, welches auf den endgültigen Abzug er- sterer aus Homs hinausläuft. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259216-syrische-regierung-meldet-weitere-gel%C3%A4ndegewinne). Weitere Erfolgsmeldungen der Armee (SAA) bringt: http://sana.sy/eng/337/2014/05/06/542904.htm.

Gouverneur Ṭalāl al-Barazî (Talal al-Barasi) zur Situation in Homs am 3.5.2014: Die Verhandlungen mittels Mediatoren dauerten schon Monate an, liefen nun aber einem Ende zu. „We’re closer to a solution … but it’s not over yet„. Es gehe darum, die wenigen noch besetzten Viertel von Bewaffneten der vom Ausland unterstützten Takfîr-Kämpfer zu befreien. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/03/542418.htm und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259143-verhandlungen-mit-der-syrischen-regierung-%C3%BCber-abzug-von-milizen-aus-homs).

Der Führer der Syrischen Nationalen Sozialistischen Partei, Dr. ʽAlî Ḥaidar (Ali Haidar), erklärte, die Nomination von Dr. Baššâr al-Assad für die kommenden Präsidentschaftswahlen unterstützen zu wollen. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/06/542876.htm).

Wie der Sprecher des Obersten Verfassungsgerichts, Mâğid Ḫaḍra, am 4.5.2014 erklärte, haben sich von den gemeldeten 24 Kandidaten für die Präsidentenwahl am 3.6.2014 drei qualifizieren können. Hierfür war per Gesetz die Unterstützung durch mindestens 35 Parlamentsmit- glieder nötig (die ihre unterstützende Stimme nur einmal vergeben konn- ten). Es sind: Mâhir ʽAbdulḫafîẓ al-Ḥağğar (vgl.u.), Dr. Ḥassan ʽAbdallâh an-Nûrî (vgl.u.) sowie der amtierende Präsident Dr. Baššâr al-Assad. Denjenigen, welche sich nicht qualifizieren konnten, stehe gemäß dem Sprecher der Beschwerdeweg zum Obersten Verfassungsgericht bin- nen drei Tagen offen, also von Mo., 5.5. bis Mi., 7.5.2014. Im Ausland wohnende Syrer können bei den Botschaften ihrer Gastländer am 28.5.2014 ihre Wahlstimme abgeben. (http://sana.sy/eng/393/2014/05/05/542534.htm); s.a. http://german.ruvr.ru/news/2014_05_04/Prasidentenrennen-in-Syrien-Assad-tritt-gegen-zwei-Gegenkandidaten-an-8520/.

Derweil sind UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und AL-Generalsekre- tär Nabîl al-ʽArabî beim Treffen in den VAE darüber übereingekommen, die syrischen Präsidentschaftswahlen vom 3.6.2014 könnten kein Schritt nach vorn sein. Allerdings einigten sie sich auf eine Wiederauf- nahme der Genfer Syrien-Verhandlungen, für die sie sich einsetzen wollten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259146-ki-moon-und-nabil-al-arabi-einigen-sich-auf-wideraufnahme-von-genfer-syrien-gespr%C3%A4che).

Über Fortschritte der SAA in verschiedenen Gebieten berichtet http://sana.sy/eng/337/2014/05/04/542511.htm.

Terroristische Attacken per Sprengsätzen in Autos und Mörserbe- schuß mit mindestens 14 Toten und zahlreichen Verletzten ereigneten sich am So., 4.5.2014, in verschiedenen Teilen Syriens. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/04/542471.htm).

Innenminister, Generalmajor Muḥammad aš-Šaʽâr, unterstrich [aufgrund solcher Vorfälle] die Bedeutung der Verkehrspolizei beim Ausfindig- machen gestohlener oder auffälliger Fahrzeuge, welche Terroristen für Autobombenanschläge benutzen könnten. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/04/542594.htm).

Al-Qaida-Führer Aiman aẓ-Ẓawāhirī (Aiman Al-Zawahiri) rief per Vide- obotschaft den in Syrien gegen die säkulare Regierung und andere säkulare Vertreter kämpfenden Flügel [d.i. ISIS] auf, aus Syrien in den Irâq zurückzukehren. Da ISIS dort auch allen anderen Rebellen-Grup- pen, wie z.B. Ğabhatu_n-Nuṣra, den Kampf angesagt habe, habe dies zu Zwietracht und Schwächung der anti-Regierungskräfte geführt. Wörtlich meinte aẓ-Ẓawāhirī: „Die fehlende Koordination und die Zwie- tracht unter den extremistischen Gruppen in Syrien sind eine goldene Gelegenheit für Assad.“ Seine Kritik galt besonders dem ISIS-Führer Abû Bakr al-Baġdâdî (Abubakr Al-Baghdadi): er habe fahrlässig gehan- delt. Statt Zwietracht zu säen, solle er seinen Einsatz im Irâq verstärken. Schließlich hätten die [feindlichen] Šîʽiten schon mit dem Irân einen Staat für sich eingenommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259133-aiman-al-zawahiri-irakische-al-kaida-truppen-sollen-aus-syrien-zur%C3%BCck).

An der Grenze zu Syrien haben jordanische Grenzsoldaten fünf Kleinlastfahrzeuge mit Waffen und Munition aufgespürt und festge- halten sowie die Beleitpersonen verhaftet. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_04/In-Jordanien-ist-eine-Versuch-unterbunden-Waffen-nach-Syrien-zu-bringen-1856/).

Mehrere terroristische Anschläge mit Toten und Verletzten waren in Aleppo und Umgebung zu verzeichnen, u.a. betroffen waren die Uni- versität, ein Hospital, ein Hotel, Wohngebiete. Durch eine Autobombe, die gerade durch das Militär entschärft werden sollte, und eine Mörser- granate in der Umgebung von Damaskus kam es zu Toten und Ver- letzten. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/03/542322.htm)

Nach den USA (vgl.u.) hat sich auch Großbritannien dafür entschie- den, den gegen die säkulare Regierung kämpfenden Rebellen in Syrien nach kurzem vorübergehenden Stop wieder Waffen- und Logistik- u.a. Hilfe zukommen zu lassen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_02/Gro-britannien-nimmt-illegale-Hilfe-fur-syrische-Rebellen-wieder-auf-4232/).

Im Rahmen der seit Monaten erfolgreich verlaufenden Reconciliie- rungsbemühungen der Regierung – hierfür wurde sogar Ḥassan Ġandûr (Hassan Ghan­dour) als General Coordinator of the Popular Reconciliations installiert – hat die Regierung den die alten Stadtviertel von Homs besetzenden terroristischen Rebellen einen Waffenstill- stand geboten, während dessen ihnen die Möglichkeit geboten wird, diese zu verlassen und die Waffen niederzulegen. Eine Gruppe von Mit- gliedern dieser “oppositionellen“ Formationen hat bereits eingewilligt. Innerhalb der letzten 48 Stunden haben sich mehr als 230 Personen den Behörden gestellt. Als positiver Nebeneffekt soll so eine weitere Zerstö- rung der historischen Altstadt verhindert werden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_05_02/Syrische-Behorden-und-Rebellen-vereinbaren-Waffenruhe-in-Homs-7598/).

Zu SAA-Fortschritten (besonders bzgl. Aleppo) s. http://sana.sy/eng/337/2014/05/03/542302.htm, s.a.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/05/02/32570/.

Unter dem Motto „Es ist nie zu spät zu lernen“ veröffentlichte SANA die mutmachende Geschichte der Fawziah Khallouf [Fauziyya Ḫalûf]. Die auf dem Land lebende 66-Jährige hatte nie schreiben gelernt. Da ihr Sohn jedoch bei der SAA dient, schon seit langem im Fronteinsatz ge- gen die Extremisten tätig ist und sie ihn sehr vermißt, hat sie dies nun jedoch gelernt mittels des syrischen rural women’s empowerment pro- gram, welches solche Kurse für die älteren Angehörigen der Landbe- völkerung in der Provinzhauptstadt Homs anbietet. Nun konnte sie end- lich in Brief-Kontakt mit ihrem Sohn treten und damit vielen Altersge- nossinnen am Land Mut machen, es ihr gleichzutun. (http://sana.sy/eng/386/2014/05/01/542160.htm).

Nun sind es sogar 24 Kandidaten geworden, die am 3.6.2014 zur Wahl für den Präsidenten stehen. Die neuen sieben vom 1.5.2014 sind: Ziyâd ʽAdnân Ḥakuwâtî (Ziad Adnan Hakawati), geb. 1955 in Damaskus; Aḥmad ʽAlî Qusiʽa (Ahmad Ali Qsei’eh), geb. 1951 in Ğabaq; Muḥammad Muḥammad Naṣir Maḥmud (Mohammad Mohammad Nassr Mahmoud), geb. 1969 in Ẓahriyya; ʽAlî Ḥassan al-Ḥassan (Ali Hassan al-Hassan), geb. 1965 in Dair Sarâs; Aḥmad ʽUmar Ḍaba (Ahmad Omar Dabba), geb. in Taʽza Šamâliyya 1969; Maḥmûd Nâğa Mûsâ (Mahmoud Naji Moussa), geb. 1950 in Tadmur (d.i. Palmyra) und Ḥussain Muḥammad Ṭiğân (Hos- sein Mohammad Tijan), geb. 1961 in Aleppo. (http://sana.sy/ara/2/2014/05/02/542094.htm). – Premierminister Dr. Wâ`il al-alaqî (Wael al-Halqi) versicherte hinsichtlich der Präsidentenwahl am 3.6.2014, die Regierung werde gleichermaßen Distanz zu allen Präsidentenkandidaten wahren und für alles logistisch Notwendige für das Procedere vorsorgen, damit die Wahl möglichst reibungslos verlaufe. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/01/542147.htm).

Die wahhâbistischen (d.i. takfîrî-) Extremisten der Gruppe ISIS, welche noch immer den Großteil von ar-Raqqa (vgl.u.) kontrollieren, haben erneut öffentliche Kreuzigungen durchgeführt. Die Information stammt vom Informationsportal TheBlaze. Der Gründer der Gruppe na- mens ‘RaqqaisBeingSlaughtered Silently‘, Abu Ibrahim Alrquaoui [Abû Ibrâhîm ar-Raqawî], berichtete gegenüber Fox News, er sei persönlich anwesend gewesen und habe Aufnahmen davon gemacht (vgl.: https://www.facebook.com/Raqqa.Slaughtered Warnung vor den einge- gliederten Photos!).

Zwei terroristische Anschläge durch Autobomben forderten in Ğidrîn (Jidreen) und al-Ḥumairî nahe Hama 18 Tote und über 50 Verletzte. (http://sana.sy/eng/337/2014/05/02/542195.htm).

Tourismusminister Riyāḍ Yazigî hat die antike Ruinenstadt Palmyra (zugehöriger Ort: Tadmor) besucht, sich die dortigen Beschädigungen zeigen lassen und die Restaurierung wie Beförderung des Tourismus in der Provinz Homs zugesagt. (http://sana.sy/eng/33/2014/05/01/542177.htm).

Über SAA-Fortschritte informiert: http://sana.sy/eng/337/2014/05/02/542198.htm

Ein Video ist aufgetaucht, das offensichtlich zeigt, wie an-Nuṣra-Re- bellen nach dem Einsatz chemischer Waffen gegen die Syrian Arab Army (SAA) das „Einsatzgebiet“ mit toten Soldaten sichten. Die Ermor- deten tragen keine Schuß- oder Explosionswunden, kein Blut ist zu se- hen. Dafür scheinen die Gesichter der Betroffenen verbrannt, manche Tote haben Gasmasken in ihren Händen. Damit sei der Beweis er- bracht, daß an-Nuṣra Giftgas – wahrscheinlich – Sarin einsetzt. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/30/video-posible-ataque-con-armas-quimicas-contra-el-ejercito-sirio-video-evidence-al-nusra-uses-chemical-weapons-against-syrian-army-soldiers/ mit Video!) – Vgl. hierzu u. die Verlautbarung des russischen Außenamts zu Kafr Zîtâ und der OPCW-Mission).

Wieder gab es einen terroristischen Anschlag auf eine Schule in Da- maskus. (http://sana.sy/eng/21/2014/05/01/542054.htm). Zudem hat mit al-Qaida verbundene extremistische Terrorgruppe Ğabhatu_n Nuṣra die Verantwortung für den Bombenanschlag in Homs vom Di., 29. April 2014, übernommen, der inzwischen sogar 100 Tote und 119 Ver- letzte forderte. Dies berichtet die in Großbritannien erscheinende ašŠarq alAusa (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/259001-syrien-al-nusra-front-%C3%BCbernimmt-verantwortung-f%C3%BCr-bombenanschlag-in-homs).

Zu SAA-Fortschritten s.: http://sana.sy/eng/337/2014/05/01/542067.htm

Inzwischen hat sich die Zahl der den wählbaren Präsidentenkandi- daten auf 17 erhöht. Dazugekommen sind: Maḥmûd Ḥalîl Ḥalbûnî (Mahmoud Khalil Halbouni), geboren in Ḥarastâ 1946; Muḥammad Ḥassan al-Kanʽân (Mohammad Hassan al-Kanaan), geboren in aṣ- Ṣanamain (al-Sanamain) 1964; Ḫâlid ʽAbduhu al-Kraidî (Khaled Abdo al-Kreidi), geboren in al-ʽÂl (al-Al) 1966; Bašîr muḥammad al-Balaḥ (Basheer Mohammad al-Balah), geboren in Damaskus 1931; Aḥmad Ḥassûn al-ʽAbûd (Ahmad Hassoun al-Abboud), geboren in al-Mayâdîn 1962 und Ayman Šamdîn al-ʽÎsâ ʽAlam (Ayman Shamdin al-Issa Alam), geboren in al-Ḥussainya (al-Huseiniyeh) 1967. (http://sana.sy/eng/393/2014/04/30/541859.htm).

Weitere vier Kandidaten, darunter eine zweite Frau, haben sich für die Präsidentenwahl registrieren lassen. Es handelt sich um ʽAlî Muḥam- mad Wanûs (Ali Mohammad Wannous), geboren in Homs 1973; [Frau] ʽAza Muḥammad Wağîh al-Ḥallâq (Azza Mohammad Wajih al-Hallaq 2. Frau!), geboren in Damaskus 1962; ṬalîʽṢalâḥ Naṣir (Talie Saleh Nas- ser), geboren in *Kaftîn 1967 und Samîḥ Miḫâ`il Mûsâ (Samih Mikhael Mousa), geboren in Buṭaiḥa (Btaiha) 1963. Damit stehen derzeit elf Kandidaten zur Auswahl. (http://sana.sy/eng/393/2014/04/30/541859.htm). – Zu *Kaftîn vgl. Teil I; in der englischen SANA-Aus- gabe steht die falsche Angabe „Kafrin“.

Nachdem in einigen Massenmedien Informationen darüber verbreitet wurden, daß halbautomatische Schußwaffen aus ukrainischer Produktion nach Deutschland geliefert worden seien, die Bundewehr diese aber nicht nutze und als möglicher Adressat dieser Waffen wer- den syrische Aufständische genannt wurden, wünscht das russische Außenamt, hierüber Auskunft aus Kiew und Berlin zu erhalten. (Vgl. http://sana.sy/eng/22/2014/04/29/541780.htm und http://german.ruvr.ru/news/2014_04_29/Moskau-fordert-Erklarung-wer-in-Deutschland-Waffen-aus-der-Ukraine-erhalten-hat-8341/).

Über die neuesten SAA-Vorstöße gegen die Rebellen informiert: http://sana.sy/eng/337/2014/04/30/541835.htm.

Mindestens 45 Menschen sind bei einer Explosion und einem darauf folgenden Raketenbeschuß in Homs ums Leben gekommen. Im Zentrum der Stadt explodierte eine Autobombe, wobei 36 Menschen starben. Als danach das Gebiet mit Raketen beschossen wurde, kamen weitere neun Menschen ums Leben. Zumindest 85 Menschen wurden verletzt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_29/45-Tote-bei-Terror- anschlag-in-Homs-8540/). – Andere extremistische Übergriffe auf die Zivilbevölkerung mit Toten und Verletzten ereigneten sich in Hama und Damaskus (http://sana.sy/eng/21/2014/04/30/541850.htm).

Ein weiterer terroristischer Anschlag richtete sich gegen eine Gaspi- peline, welche die Elektrizitätswerke für die südliche Region ver- sorgt, im Gebiet von al-Maḥasa (al-Mehasseh) südlich von al-Qarîtîn (al-Qaryateen) in der Umgebung von Homs. Schon am letzten Sonntag, 27.4.2014, hatte es Anschläge auf die Gaspipeline in der Umgebung von Damaskus gegeben. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/30/541838.htm).

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) schickt eine Mission nach Syrien, um die Behauptungen über den Kampfeinsatz von Chlor (vgl.u. bzgl. Kafr Zîtâ) zu überprüfen, teilte OPCW-General- direktor Ahmet Uzumcu mit. Die syrische Regierung willigte ein, die Mis- sion zu empfangen und für ihre Sicherheit zu sorgen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_29/OPCW-schickt-Experten-nach-Syrien-wegen-Kampfeinsatz-von-Chlor-0909/).

Als achter Kandidat hat sich am 28.4.2014 das gegenwärtige Staats- oberhaupt, Dr. Baššâr al-Assad, zur Wiederwahl für das Präsidenten- amt am 3.6.2014 gestellt. Die Registrierungsfrist läuft noch bis zum 1. Mai. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258897-assad-erkl%C3%A4rt-kandidatur-zur-pr%C3%A4sidentschaftswahl).

In mehreren syrischen Städten haben sich Einwohner zu Kundgebun- gen zusammengefunden, um ihre Freude über das stete Vorrücken der SAA gegen die Extremisten und auf die kommenden Wahlen Ausdruck zu geben. (http://sana.sy/eng/393/2014/04/29/541432.htm mit Photos).

Die SAA hat Kontrolle über wichtige strategische Punkte in der Umge- bung des wichtigen Ausfuhrhafens al-Lâḏakiyya zurückerlangt und die Extremisten in weiteren Gegenden zurückgeschlagen (http://sana.sy/eng/337/2014/04/29/541425.htm).

In einem Interview läßt sich ein militanter Terrorist über die erhaltene Bewaffnung und das Training durch die Rebellionsunterstützer in den USA, der Türkei und Qaṭar aus: Follow HandsoffSyria on Facebook | http://fb.com/handsoffsyria und Follow HandsoffSyria on Twitter | https://twitter.com/handsoffsyria

Bei terroristischen Attacken durch Mörsergeschosse wurden am 29.4.2014 zwölf Bürger getötet, 50 andere in Damaskus verletzt (http://sana.sy/eng/21/2014/04/29/541623.htm).

Wieder gab es eine freudige Nachricht zu verzeichnen: bei der ausge- dehnten antiken Oasenstadt Palmyra wurde ein Relief der oberen Hälf- te einer Palmyrenerin aus dem 2. Jh. n.u.Z. entdeckt. (http://sana.sy/eng/35/2014/04/27/541390.htm). – Hier zeigt sich erneut, wie wichtig es ist, daß eine säkular ausgerichtete Regierung über das reiche kulturelle Erbe der Gegend wacht, die für die gesamte Menschheit von Bedeutung ist und nicht Terroristen in die Hände fallen darf, die nur eines kennen: diese als Zeichen der Ğahiliyya (wörtlich: (Zeit der) Unkenntnis, d.h. die Verhältnisse vor dem Islam) zu zerstören (vgl. dazu u.).

Der Vorsitzende des National Recondition Committee bei der Volksver- sammlung, ʽUmar Ûsî (Omar Ossi), erklärte gegenüber SANA, die Aus- söhnungsbestrebungen, die schon in vielen Gegenden erfolgreich verlaufen seien, hätten viel Blutvergießen erspart und deuteten gemein- sam mit dem siegreichen Vorrücken der syrischen Armee auf ein baldi- ges Ende der Krise in Syrien hin (http://sana.sy/eng/21/2014/04/27/541355.htm).

Zur Freude der Syrer gelang es irâqischen Armeehubschraubern am Sa., 26.4.2014, an der gemeinsamen Grenze einen aus Wâdî Suwab kommenden ISIS-Konvoi aus acht Tankwagen mit Nachschub an Treib- stoff für ihre Kampfgenossen im Irâq bei einem Angriff bereits über syri- schem Territorium nahe dem Grenzübergang Bûkamâl auszuschalten und acht der Terroristen dabei zu töten. (s. http://german.ruvr.ru/news/2014_04_27/Irakische-Militars-toten-Terroristen-in-Syrien-Innenministerium-des-Irak-6620 sowie http://german.ruvr.ru/news/2014_04_27/Irakische-Militars-toten-Terroristen-in-Syrien-Innenministerium-des-Irak-6620 und http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/27/iraqi-military-hits-jihadist-fuel-convoy-in-eastern-syria/). – Mittels terroristischer Akti- onen in der irâqischen Provinz al-Anbâr versucht die Terrorgruppe ISIS ein islamisches Emirat über die Landesgrenze hinweg zu erstellen. Die irâqische Regierung bekämpft dort denselben Feind wie die syrische Re- gierung auf ihrer Seite der gemeinsamen Grenze. Beide Regierungs- chefs sind sich über die Bekämpfung der Terrorgruppe einig, auch wenn es im konkreten Fall keine vorherige Absprache gab. Auf die Tatsache, daß die die syrischen Ölfelder ausbeutenden Extremisten den Rohstoff über die Landesgrenzen an Verbündete liefern, wurde schon hingewie- sen (vgl.u.).

Am Sonntag wurden durch 25 Mörserattacken allein in Aleppo in ver- schiedenen Stadtteilen wieder 24 Zivilisten getötet und 52 verletzt. Wei- tere Tote und Verletzte bei terroristischen Angriffen auf die Zivilbe- völkerung waren in Homs, in und um Damaskus sowie Idlib zu verzeich- nen. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/28/541255.htm). Besonders heim- tückisch ist, daß die Rebellen und Terrorgruppen in den vergangenen Monaten vor allem Wohnbezirke und Krankenhäuser in ganz Syrien mit Raketen angriffen. Aufgrund dieser Attacken können die Krankenhäu- ser keine Patienten mehr aufnehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258859-21-tote-bei-raketenangriffe-auf-aleppo).

Inzwischen ist die SAA in verschiedenen Landesteilen gegen die Extre- misten vorgerückt, dabei wurden einige Stützpunkte der Ğaišu_l-Islâm bei Ġûtâ (Ghuta) eingenommen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258844-syrische-armee-r%C3%BCckt-weiter-in-aleppo-und-damas- kus-vor, s.a. http://sana.sy/eng/337/2014/04/28/541425.htm.

Vier weitere Kandidaten für die Präsidentenwahl am 3.6.2014 – darunter eine Frau – haben sich eintragen lassen: Herr Muḥammad Firâs Yâsin Rağûḥ (Mohammad Firas Yassin Rajjouh) aus Damaskus, geb. 1966; Herr ʽAbdu_s-Salâm Yûsif Salâma (Abdul-Salam Youssef Salameh) aus der Homs-Provinz, geboren 1971; Frau Sûsan ʽUmar al- Ḥaddâd (Sawsan Omar al-Haddad) aus der al-Lâḏakiyya-Provinz, ge- boren 1963; Herr Samîr Aḥmad Aaʽlû (Sameer Ahmad Mo’alla) aus der al-Qunaiṭra-Provinz, geboren 1961. Die Meldefrist läuft noch bis zum 1.5.2014. (http://sana.sy/eng/393/2014/04/27/541258.htm).

Über die jüngsten terroristischen Anschläge mit Toten und Verletzten informiert: http://sana.sy/eng/21/2014/04/27/541255.htm , die SAA- Fortschritte dokumentiert: http://sana.sy/eng/337/2014/04/27/541236.htm. Bei http://sana.sy/eng/ sind fast täglich auch Berichte über den Wiederaufbau und humanitäre Hilfsleistungen an die bedürftigen Bürger zu lesen.

Sehr erfreut über die jüngsten Befriedungsaktionen der SAA gegen die im Qalamûn-Gebirge (Anti-Libanon) agiert habenden Terroristen zeigte sich Major General ʽAbbâs Ibrâhîm (Abbas Ibrahim), Chef für nati- onale Sicherheit im Libanon: Die Operation der syrischen Armeehabe auch zur Beruhigung im Libanon geführt. (http://sana.sy/eng/22/2014/04/26/541130.htm).

Weitere Informationen zu den beiden Mädchen, die kürzlich ihre El- ternhäuser in Österreich verließen, um nach Syrien in den ğihâd zu ziehen (vgl.u. /Sex-Jihad) gibt die österreichische Zeitung Die Presse, welche ihrerseits Auskünfte aus dem Innenministerium weiterleitet. Auch diese hätten für die Einreise die Türkei gewählt. Sie entstammten einer Immigrantenfamilie aus Bosnien. Liberale Muslime in Österreich hätten die Regierung schon auf die Notwendigkeit der Überwachung von Ex- tremisten und extremistischer Organisationen in Europa hingewiesen, welche Kämpfer für ihren ğihâd in Syrien rekrutierten und alle möglichen Formen von Unterstützung aus westlichen und den Golfstaaten erhielten. (http://sana.sy/eng/337/2014/04/26/541207.htm).

Laut Bericht der russischen Zeitung Nezavisimaya Gazeta kämpfen derzeit ca. 11.000 ausländische Terroristen in Syrien gegen die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad. Terroristen – vor allem von ISIS und Ğabhatu_n-Nuṣra – nutzen diesem Bericht zufolge die sozialen Netzwerke im Internet, um aus aller Welt Kämpfer [für den gihâd] in Syrien anzuziehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258793-11-tausend-ausl%C3%A4ndische-terroristen-k%C3%A4mpfen-in-syrien).

Der ständige syrische UN-Repräsentant Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî (Jaa`fari) kritisierte Zainab Bangura, UN Secretary General’s Special Represen- tative on Sexual Violence in Conflict wegen ihres Berichts zu Syrien scharf. Er sei unzulässig gekürzt und basiere auf einseitiger Interpre- tation. Ihr „Bericht“ stütze sich auf irreführende Medien-Meldungen und ignoriere die vielen Beleg-Dokumente, welche die syrische Regierung vorgelegt habe über sexuelle Übergriffe bewaffneter terroristi- scher Gruppen gegenüber syrischen Frauen. Diese beinhalteten auch Tötungsdelikte, Entführungen, Vergewaltigung und Folter. Für die terroristischen Gruppengehöre das zu ihrer salafitischen wahhâbitischen, an zu Ketzern erklärenden Ideologie. Syrische Mädchen und Frauen sei- en Opfer von Menschenhandel, Vergewaltigung, Minderjährige beson- ders von Zwangsverheiratung geworden. Dies habe man immer wieder den UN mit Fakten bewiesen. Die syrische Armee dagegen habe mit solchen Verbrechen nichts zu tun. Dazu komme noch Organhandel in 18.000 dokumentierten Fällen. Man habe auch Frau Bangura über all das informiert. Auch um das, was geflohenen Syrern teilweise in den für sie jederzeit zugänglichen Camps widerfahre, kümmere sie sich wohl nicht. Sie habe die Pflicht gemäß den internationalen Abkommen über Flüchtlinge, Frauen und Kinder, sich um deren Schutz zu bemühen. Man habe gerade Interesse daran, mit den UN und der speziellen Repräsen- tantin on Sexual Violence in Conflict zusammenzuarbeiten, um die Wirk- lichkeit in Syrien zu zeigen, abseits von Politisierung und Meinungs- mache. (Näheres: http://sana.sy/eng/21/2014/04/26/541056.htm).

Immer öfter liest man in der Presse, daß sich neben Erwachsenen nicht nur männliche Jugendliche aus Europa oder Übersee „berufen“ fühlen, sich den muğâhidîn in Syrien anzuschließen. Neuerdings sind auch weibliche Vertreter dar­un­ter. Was sie erwartet, darüber veröf- fentlichte die Daily Mail einen Bericht. So waren im April 2014 auch zwei in Österreich wohnende Migrantentöchter (Samra Kesinovic, 16, und Sabina Selimovic, 15) “durchgebrannt“ und hatten ihren Eltern nur einen Abschiedsbrief hinterlassen. Zuvor hätten sie eine Moschee besucht, in der ein radikaler Imam, ein Ebu Tejma, predigte. Die Realität, die sie erwartete, sei jedoch ein sog. Sex-Jihad gewesen, „a sort of Wahhabi perversion, prostituting women and forcing them to mul­tiple sexual rela- tionships with many different men, to appease the baser instincts of the barbarians that are part of the armed groups of Islamist cutthroats, sent, armed and paid … so they could become “holy prostitute warriors”. Die österreichischen Behörden gehen davon aus, daß beide Mädchen sich in einem Rebellen-Trainingscamp befinden und dort den männlichen muğâhidîn als eine Art Sexskla­vinnen zu Diensten sein müssen. Weiteres Informationsmaterial, Videos etc.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/22/foreign-terrorist-mercenaries-from-europe-saudi-tunisia-are-fighting-and-dying-in-syria-and-if-they-survive-they-return-to-europe-as-trained-terrorists-video-report/.

Die Meldungen darüber, daß die syrischen Behörden chemische Waffen anwendeten, entsprächen nicht den Tatsachen, erklärte am Fr., 25. Ap- ril 2014, das russische Außenministerium. Zudem wurde angemerkt, die erneute antisyrische „chemische“ Hysterie dazu veranlasse, sich Gedanken über die wahren Ziele ihrer Initiatoren zu machen, die die Versuche nicht aufgäben, einen Vorwand für ein militärisches Ein- greifen in Syrien zu finden. „Vor dem Hintergrund der stärker werden- den antisyrischen Rhetorik werden die reellen und nicht fiktiven Ver- brechen der Dschihadisten entweder ignoriert oder bekommen nicht die gebührende Einschätzung“, hieß es. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_25/Russisches-Au-enamt-gegen-Syrien-werden-falsche-Anschuldigungen-erhoben-3781/).

Terroristische Anschläge mit Toten und Verletzten gab es am 25. Ap- ril 2014 wieder in Ğaramânâ (Jaramana) in der Umgebung von Damas- kus (http://sana.sy/eng/21/2014/04/25/541006.htm). Der SAA gelang es, in verschiedenen gegenden gegen die Extremisten Boden zu gewinnen (http://sana.sy/eng/337/2014/04/26/541047.htm); s.a. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/25/syrian-army-pushes-forward-with-operations-against-mercenary-groups-armed-gangs-repelled-and-eliminated-13-citizens-killed-by-different-terrorist-attacks/. – Sozialminister Dr. Kinda aš-Šamâṭ  (Kinda al-Shammat) besuchte mit dem Gouverneur der Region die kürzlich von den Rebellen befreiten Städte Rankûs und at-Tawânî im Qalamûn-Gebirge (Anti-Libanon), in denen neben der Sicherheit auch die notwendigen Versorgungsein- richtungen der verschiedenen Sektoren (Energie, Gesundheit etc.) wiederhergestellt werden. Mit gebracht hatte er 1.300 Pakete mit Nahrungsmittteln, die zur Verteilung kamen. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/25/541020.htm).

Eine Meldung der israelischen Webseite Walla bestätigt erneut, daß in Syrien aktive Terroristen nach Israel evakuiert und dort in Hospitälern behandelt und gesund gepflegt werden, bevor sie in den ğihâd nach Syrien zurückkehren. (http://sana.sy/eng/22/2014/04/25/540942.htm).

Ein zweiter Kandidat hat sich für die Präsidentenwahl am 3.6.2014 in Syrien eintragen lassen. Es han­delt sich um Dr. Ḥassan ʽAbdallâh an- Nûrî (Hassan Abdullah al-Nouri), geboren am 9.2.1960 in Damas­kus. Er besitzt einen BA in Ökonomie und Handel (Business Administration) aus dem Jahr 1982 von der Damaszener Universität und einen Doktorgrad in General Management (Human Resources Development) von der John F. Kennedy University aus dem Jahr 1989. Zwischen 1997 und 2000 war er Sekretär der Damaszener Industriekammer, Parlamentsmitglied von 1998 – 2003 und Minister für Administrative Development Affairs 2000-2002. Er ist Vorsitzender der National Initiati­ve for Administration and Change in Syria, dazu verheiratet mit fünf Kindern. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/24/540785.htm).

Zum Vorgehen der syrischen Armee (SAA) vgl. (http://sana.sy/eng/337/2014/04/24/540781.htm), zu den jüngsten Terroranschlägen gegen Zivilisten s. http://sana.sy/eng/337/2014/04/24/540776.htm.

Laut OPCW-Meldung sind inwzischen 92,5% der syrischen Chemie- waffen außer Landes. (http://sana.sy/eng/22/2014/04/24/540908.htm).

Den in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden Muğâhidîn nahestehende Internetforen berichten, der aus Berlin stammende frü- here Gangsterrapper Denis Cuspert alias Deso Dogg alias Abû Ṭalḥa al-Almânî (Abu Talha) sei bei einem Gefecht der rivalisierenden Gruppen ISIS und Ğabhatu_n-Nura in der Provinz Dair az-Zaur zusammen mit 15 weiteren ISIS-Mitgliedern getötet worden. Es handelte sich um einen Doppel-Suizidanschlag auf ein Haus (vgl.u.), in dem sich ISIS-Terro- risten aufhielten, am 19.4.2014. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258610-mutma%C3%9Flicher-deutscher-terrorist-in-syrien-get%C3%B6tet). – Cuspert benannte sich wohl nach Ṭalḥa bin ʽUbaidullâh, ei- nem der Prophetengenossen (ṣaḥābī) und ersten Konvertiten, getötet in der sog. Kamelschlacht 565 n.u.Z. „al-Almânî“ deutet auf seine Herkunft aus Deutschland hin.

Als erster Kandidat für die Präsidentenwahl hat sich am 23.4.2014 der Parlamentarier Mâhir ʽAbdulḫafîẓ al-Ḥağğar (*1968) eingetragen. Er stammt aus einer Familie, die bekannt ist für ihre Religionsgelehrten. (http://sana.sy/eng/393/2014/04/23/540546.htm).

Zum Vorgehen der syrischen Armee (SAA) wie weiteren terroristischen Aktionen s.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/22/syria-wide-military-operations-against-terrorists-in-several-areas-around-country/ und http://sana.sy/eng/337/2014/04/22/540408.htm sowie http://sana.sy/eng/337/2014/04/23/540530.htm und http://sana.sy/eng/337/2014/04/23/540580.htm.

Aus Syrien sind nun nach amtlicher Meldung der OPCW vom 22.4.2014 86% der Chemiewaffen ausgeschafft (http://sana.sy/eng/21/2014/04/22/540485.htm).

Am 22.4.2014 wurde ein gemeinsames Gebet für Frieden und die Frei- lassung aller Geiseln unter Teilnahme hoher syrischer Geistlicher der verschiedensten christlichen Richtungen, des päpstlichen Nuntius und Massen von Bürgern in der Hl. Kreuz-Kirche in Damaskus abgehalten. Unter letzteren befinden sich auch die Metropoliten John Ibrahim und Paul Yazigi, die genau vor einem Jahr entführt worden sind. Es wurde auch ein Brief des syrisch- wie griechisch-orthodoxen Patriarchen ver- lesen mit dem Aufruf an fremde Mächte, sich aus syrischen Belangen herauszuhalten, da Syrer ihre Zukunft selbst bestimmten. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/22/540323.htm).

Der Kritik Ban Ki Moons an der Wahldurchführung in Syrien (s.u.) hat sich neben den USA, Großbritannien und Frankreich [also der Allianz der westlichen Gegner Syriens] auch EU-Außenbeauftragte Ashton an- geschlossen, in dem sie die kuriose Behauptung hinzufügte, die Wahlen seien ungesetztlich (!) und würden Friedensprozeß behindern (?). Auslöser für diese öffentlichen Statements war eine Meldung des Daily Telegraph, der berichtet, falls bereits heute Wahlen statfänden, wäre al- Assad erneut der Sieger. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/258619-ashton-bedauert-abhaltung-von-wahlen-in-syrien).

Interessant demgegenüber die Stellungnahme von Syriens Groß-Muftî, Scheich Aḥmad Badraddîn Ḥassûn (Ahmad Badreddin Hassoun), zur Präsidentenwahl: „Syrian people will determine who will be the Presi- dent of Syria, not those who live abroad and wait for the orders of their masters.“ (Die syrischen Bürger werden den Präsidenten von Syrien bestimmen und nicht jene von auswärts, die auf die Befehle ihrer Herren warten). – Siehe in diesem Zusammenhang auch die Verbindung der SNC zur Muslimbruderschaft (vgl.u.).

Positive Nachrichten aus Syrien sind eher selten, umso erfreulicher ist diese: Ein Einwohner des Altstadtbereiches von Šahbâ (Shahba) im Dru- sengebirge machte Meldung beim zuständigen Archäologischen Depar- tement von as-Su­weidâ`. Dieses schickte umgehend ein Ausgrabungs- team los und konnte ein altrömisches Mosaik wieder ans Tageslicht bringen. Gemäß Ḥussain Zainaddîn (Hussein Zeineddin), dem Leiter des Departements sei es um das 3. Jh. n.u.Z. zu datieren. In der Nähe seien 1952 und 1979 schon drei solcher Mosaike freigelegt worden, die Bacchus, die drei Grazien und Hippodameia darstellten. Die vollständige Ausgrabung brauche noch 15 Tage. (http://sana.sy/eng/35/2014/04/21/540202.htm). – Das heutige Šahbâ ist der Ort, an dem einer der beiden aus dem heutigen syrischen Staatsgebiet stammenden römischen Kaiser, Philippus Arabs, geboren worden ist. Dieser machte es sich nach seiner Thronbesteigung 244 n.u.Z. zur Aufgabe, seinen Geburtsort zu einem römischen Prachtstädtchen, genannt Philippopolis, auszubauen. Daher sind dort etluche gut erhaltene Großbauten, aber auch Mosaiken u.v.a aus der Römerzeit des 3.Jh. erhalten bzw. in lokalen Museen zu bestaunen.

Der Termin der Präsidentenwahl in Syrien liegt fest, es ist der 3.6.2014. Über Anforderungen und gesetzliche Grundlagen informiert: http://sana.sy/eng/393/2014/04/22/540352.htm. – Diese Ankündigung quittierten die terroristischen Rebellen mit Mörser- und Raketen- angriffen auf die Zivilbevölkerung in Damaskus und Homs, welche wieder Todesopfer und Verletzte forderten. (Näheres bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/21/the-day-of-the-presidential-election-nears-june-3-and-takfirists-going-crazy-of-anger-terrorist-mortar-and-rocket-attacks-claim-7-lives-in-damascus-and-homs/). Ein Ziel der Angriffe vom 21.4.2014 war auch das syrische Parlamentsgebäude in Damaskus, in dem eine Sondersitzung zur Be- stimmung der Zeit für die Registrierung der Präsidentschaftskandidaten stattfand. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258545-granatangriff-auf-das-syrische-parlament).

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in Reaktion auf die Be- kanntmachung  des Wahltermins, die Abhaltung von Präsidentschafts- wahlen in Syrien [die per Gesetz jedoch anstehen, vgl.u.] würde die Bestrebungen zur Erlangung eines politischen Lösungsweges zur Bei- legung der bestehenden Krise zum Mißerfolg führen. Sie stehe im Gegensatz zur Natur und zum Inhalt der Genfer Vereinbarung. Ban Ki Moon und und al-Ibrâhîmî (Brahimi) hätten des Öfteren vor einer Abhaltung von Präsidentschaftswahl in Syrien gewarnt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/258577-ban-ki-moon-kritisiert-abhaltung-von-wahlen-in-syrien). – Inwiefern jedoch steht die – per Gesetz wegen Ablauf der Präsidentschaft von Dr. al-Assad – anstehende Abhaltung demokrati- scher Wahlen (vgl.u. bzgl. Wahlgesetz) der von westlicher Seite als Ziel gesehenen Erstellung demokratischer Verhältnisse im Land sowie Si- cherheit und Ordnung und damit einer friedlichen Lösung entgegen?

Al-ʽAlam berichtete am 22.4.2014, Aḥmad al-Ğarba (Ahmad al-Dschar- ba), Chef der – ausländischen (!) – Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte (SNC) sei nach Riad gereist, um dort die Zusammenarbeit der Organisation mit ihren Unterstützern, der saudischen Regierung, zu besprechen. Vor allem ging es um die militärische Hilfe für deren Kämpfer gegen die säkulare syrische Regie- rung durch die Familie Âl-Saʽûd besonders in Aleppo und der Küsten- region [wo sich die Rebellen gegen die Armee zu halten versuchen]. Zuvor hatte al-Ğarba schon die VAE [ebenfalls SNC-Unterstützer] und China besucht, im Mai ist eine Reise in die USA vorgesehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258603-chef-der-syrischen-nationalkoalition-in-saudi-arabien).

In einem Fernsehgespräch befaßte sich der irâqische Ministerpräsident Nûrî al-Mâlikî (Nuri Maliki) am 21.4.2014 abends mit den Aktionen Saudi-Arabiens gegen Syrien und hob hervor, daß die Regierung jenes Landes immer noch die Illusion von einem Umsturz  des syrische Regierungs- systems hege. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258567-nuri-maliki-saudi-arabien-bildet-sich-immer-noch-ein,-das-syrische-regierungssystem-umzust%C3%BCrzen).

Kaum macht der – in letzter Zeit sehr erfolgreich verlaufene – Kampf gegen den Terrorismus in Syrien wie die durch die Regierung durchgeführten Reconciliationsmaßnahmen im Land Hoffnung auf künftig realisierbare, friedliche und sichere Zustände mit Präsidentenwahl nach demokratischen Grundsätzen noch im Juni, kommen die westlichen Mainstreammedien (vgl. allein ntv, N24, CNN vom 22.4.2014) wieder mit der (früher schon unberechtigten) Anschuldigung daher, die Regierung al-Assad führe Giftgasangriffe (bzgl. des Vorfalls in Kafr Zîtâ vgl.u. sowie bei „q.e.d.“) durch, obwohl schon mehrfach von syrischer offizieller Seite u.a. dem UN-Sicherheitsrat und auch durch unabhängige Experten bewiesen werden konnte (vgl.u.), daß solche durch die Rebellen von langer Hand geplant und eingesetzt wurden und in Zukunft verübt werden sollen, um via Beschuldigung der Regierung endlich einen US-Militäreinsatz zu ihren Gunsten in Syrien zu erreichen.

In Syrien beginnen die Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl. Ab Mo., 21.4.2014, können sich Präsidentschaftskandidaten registrieren lassen. Die Wahl soll spätestens am 17. Juli stattfinden, wenn die zweite Amtszeit von Präsident Dr. Baššâr al-Assad abläuft. Dr. al-Assad selbst erklärte im April im syrischen Fernsehen, er klammere sich nicht an den Posten und sei bereit, zu gehen, wenn das Volk das beschließe. (Durch RIA Novosti bei http://german.ruvr.ru/news/2014_04_21/Syrien-Prasidentschaftswahlkampagne-beginnt-Wahlen-spatestens-am-17-Juli-0682/). – Update: http://sana.sy/eng/21/2014/04/21/540148.htm

Gemäß der US-Zeitschrift Defense vom19.4.2014 berichtete US-Gene- ralstabchef Ray Odiniero, die Zahl der sich spontan aus dem Ausland den Muğâhidîn in Syrien angeschlossenen Kämp­fer ­habe sich inzwi- schen auf 8000 erhöht, was dann, wenn sie zurückkehrten, ein großes Probelm darstelle. Auch gab er an, daß die syrische Opposition sich schon vor langem mit ausländischen Geheimdiensten in Verbin- dung gesetzt habe. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258491-zahl-ausl%C3%A4ndischer-k%C3%A4mpfer-in-syrien-auf-8000-gestiegen).

Bei einem Mörserangriff der Terroristen am Ostersonntag auf die von Regierungstruppen kontrollierten Gebieten in Homs  sind mindestens sechs  Personen ums Leben gekommen und 40 weitere verletzt worden. Laut Nachrichtensender Sky gelangte es  den Regierungstruppen in der zweiten Woche ihrer Einsätze gegen die Terroristen in Homs, in den Be- zirk Bâb Hûd, vorzudringen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258508-6-tote-bei-m%C3%B6rserangriff-in-homs). – Dreizehn Men- schen wurden bei einer neuen Welle von Terroranschlägen durch Milizangehörige in mehreren Orten mit in ganz Syrien mit ausschließ- lich zivilen Objekten getötet. Als eine Autobombe einen Konvoi des Roten Halbmondes in der Stadt as-Salamiyya (al-Salamiyah) in der Provinz Homs traf, kamen vier Menschen ums Leben und neun weitere wurden verletzt. Weitere Einzelheiten: http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258486-13-tote-bei-terroranschlag-in-syrien. Über das Vorgehen der Armee gegen die Terroristen informiert: http://sana.sy/eng/337/2014/04/21/540130.htm.

Anläßlich des Osterfestes wünscht Präsident al-Assad mitten aus dem befreiten christlichen Wallfahrtsort Maʽlûlâ gesegnete Ostern und allen Syrern die Wiederherstellung von Frieden, Sicherheit und gegenseitigem Einvernehmen. In Maʽlûlâ besuchte er u.a. das St. Sergius und St. Bacchus-Kloster und nahm die verheerenden, mutwillig zugefügten Schäden in Augenschein, welche die extremistischen Rebellen hier hinterlassen hatten. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/20/539983.htm).

Inzwischen bestätigt nicht nur das Wall Street Journal die [schon berich- tete, vgl.u.] Lieferung tragbarer US-Panzerabwehrraketen der Bau- art BGM-71 Tow durch die USA an Rebellen in Syrien Anfang März über die Türkei und Jordanien, sondern kündigt die weitere Lieferung größerer Waffenpartien an. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_20/USA-lieferten-Panzerabwehrwaffen-nach-Syrien-6281/). Die Lieferung wurde zwischen dem US- und saudi-arabischen Geheimdienst koordiniert laut derselben Quelle. Auch eine genaue Einweisung in die Handhabung der Waffen fand statt.  (http://de.ria.ru/politics/20140420/268317267.html).

Eine wahre Attentatswelle forderte Tote und Verletzte in Homs, Hama, Aleppo. Auch Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern wurden attackiert. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/19/539803.htm).

Vorgehen der Armee gegen die Terroristen in der Umgegend von Aleppo und Homs (http://sana.sy/eng/337/2014/04/20/539964.htm).

Gemäß Sigrid Kaag von der OPCW seien rund 80% der Chemiewaffen aus Syrien zerstört. (http://sana.sy/eng/337/2014/04/19/539948.htm).

Während immer mehr bewaffnete Milizangehörige die Waffen nieder- legten und von der Präsidentenamnestie Gebrauch machten, stammten gerade in Homs, worauf sich der UN-Focus derzeit richte, die bewaff- neten oppositionellen Einheiten, die sich weigerten, die Stadt zu ver- lassen, aus dem Ausland (!), erklärte Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî, ständiger syrischer Vertreter bei der UNO, nach dem Treffen des UN-Sicherheits- rats am 18.4.2014. Daher forderte er nochmals den Rat auf, Unter- stützung von Terrorismus nicht zu dulden und verwies auf die von der syrischen Regierung vorgelegten Beweise wie auf die von Seymour Hersh (vgl.u.). (http://sana.sy/eng/21/2014/04/19/539693.htm).

Vitali Tschurkin, dauernder russischer Vertreter bei der UNO, informierte in einer Pressekonfernez nach dem UN-Sicherheitsratstreffen vom 18. April 2014, die westliche Seite, insbesondere die britische weigere sich, sowohl die Reconsiliationsbemühungen der syrischen Regie- rung in Homs, an denen die russische Vertretung im Land beteiligt sei, noch die Wiederaufnahme der Genfer Verhandlungen zu unter- stützen. (http://sana.sy/eng/22/2014/04/18/539716.htm).

Weitere terroristische Anschläge gegen Zivilisten mit vielen Toten und Verletzten gab es in den Großstädten Homs, Hama, Aleppo sowie in Dar- ʽa (Näheres bei: http://sana.sy/eng/21/2014/04/19/539803.htm), dazu in Damaskus und Ğaramânâ (Jaramana). (http://sana.sy/eng/337/2014/04/19/539764.htm).

Vier französische Journalisten – Korrespondent Nicolas Henin, Pho- tokorrespondent Pierre Torres, Didier François und Edouard Elias vom Radiosender Europe 1 – die im Juni 2013 in Syrien von „Rebellen“ entführt worden waren, konnten von der syrischen Armee befreit werden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_19/Nach-zehn-Monaten-Gefangenschaft-vier-Journalisten-in-Syrien-befreit-9953/).

Syriens ständiger UN-Repräsentant Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî (Jaa`fari) hat dem UN- Sekretariat wie dem UN-Sicher­heitsrat Beweismaterial in Form eines Videos überreicht, das die Vorbereitung eines terroristischen Angriffs gegen das C-Waffen­lager in Homs zeigt. Auf dem Video seien (wie schon bei dem am 1.4.2014 berichteten Vorfall, vgl.u.) ein mit Sprengstoff beladener LKW und ein Selbstmordattentäter [wohl als Fahrer] zu sehen. Zudem wurde an die UNO eine Aufnahme über Besprechungen unter Terroristen weitergeleitet, die die Chemie-Attacke in Ğaubar (Jobar), einem Vorort von Damaskus, planten. Dr. al-Ğaʽfarî erklärte, daß bei all diesen Vorfällen die Unterstützung seitens Saudi-Arabiens, Qaṭars, der Türkei und des Westens für solche Gruppirungen zu erkennen sei und fügte hinzu, daß die Extremisten US-Raketenabwehrsysteme BGM-71 „Tow“ bekommen hätten. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_18/Syrische-Rebellen-planen-Angriff-auf-C-Waffenlager-7079/).

Näheres über die enormen Schäden und Zerstörungen an christlichen Kunstwerken, welche die Terroristen am kürzlich durch die Armee befreiten christlichen Wallfahrtsort Maʽlûlâ anrichteten, s. http://sana.sy/eng/337/2014/04/18/539751.htm).

ISIS spaltet sich von al-Qaida ab: Grund: Die al-Qaida-Ideologie sei nicht radikal genug laut einer am 18.4.2014 veröffentlichter Audio-Bot- schaft von ISIS-Sprecher Abû Muḥammad al-ʽAdnânî (Abu Mohammed al-Adnani). Die al-Qaida-Führung unter Ayman Muḥammad Rabīʿ aẓ- Ẓawāhirī (al-Sawahiri) habe sich von den Grundsätzen des „Heiligen Krieges“ entfernt, vom Ziel der Gründung eines großen islamischen Kalifats verabschiedet und die Bewegung der „Gotteskrieger“ gespalten. Al-Qaida spreche jetzt sogar von der Möglichkeit eines friedlichen Zu- sammenlebens mit den orientalischen Christen, was für ISIS aber nicht in Frage komme. (http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1596035/Zu-wenig-radikal_ISIS-sagt-sich-von-al-Qaida-los).

Während dessen dauern die terroristischen Übergriffe auf die Zivil- bevölkerung durch die verschiedenen „Rebellen“-Gruppen im Land an. So kamen z. B. bei einem Raketenangriffen durch wahhâbitische Muğâhidîn in Aleppo etliche Zivilisten um. In al-Laḏakiyya wurde ein Ğabhatu_n-Nuṣra-Unterführer der Idlib-Sektion sowie solche von den Afâd ʽÂ`iša-Batallionen (Ahfad Aaesha Battalions) and Ahl ar-ribâ (Ahl al-Rebat, beides ğihâd-Gruppen, die schon dem Namen nach die Ausbreitung des Islam bzw. Errichtung einer islamischen Theokratie anstreben) von der Armee getötet. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/17/the-battle-of-old-homs-continues-and-will-be-determined-in-days-while-saa-army-advances-its-control-over-aleppo-area/).

Zum Vorrücken der SAA (syrischen Armee) s. http://sana.sy/eng/337/2014/04/18/539705.htm. In der Provinz Idlib wurden 28 ausländische Terroristen getötet, Araber aus Tunesien, Libyen und den Golfstaaten, aber auch zwei Ausländer aus Nordamerika und Westeuropa sowie ein Tschetschene (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258354-westliche-terroristen-in-nordsyrien-get%C3%B6tet).

Einen kleinen Überblick über die landesweiten Feiern zum Unabhän- gigkeitstag (17.4.), der gleichzeitig angesichts der Krise zur Solida- ritätsbekundung gegenüber der derzeitigen Regierung und der syrischen, gegen vom Ausland unterstützte Terroristen kämpfenden Armee wurde, gibt die Seite http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/16/independence-day-syrians-from-golan-up-celebrate-independence-day-and-syrian-arab-armys-victories/ sowie die vielen Einträge bei: http://sana.sy/index_eng.html. – Auch von den unter israelischer Besatzung stehenden syrischen Golanbewohnern kamen Solidaritätsbekundungen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/09/population-of-lattakia-and-idleb-in-the-streets-in-support-of-syrian-army-citizens-of-occupied-syrian-golan-reiterate-commitment-to-national-identity/).

In einem Gratulationsschreiben an den syischen Präsidenten an- läßlich des heutigen syrischen Unabhängigkeitstages (vgl.u.) versi- cherte Präsident Putin ihn der russischen Bereitschaft zu einer noch intensiveren freundschaftlichen Beziehung und verstärkten Koope- rationen beider Länder. Desgleichen geschah auf Außenministerebene beider Staaten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258336-vertiefung-der-beziehungen-zwischen-russland-und-syrien).

Anläßlich des gestrigen Zwischenfalls an der Grenze zwischen Syrien und Jordanien – syrische Rebellen hatten versucht mit zivilen Fahr- zeugen und aufmontierten Maschinengewehren die Grenze nach Jor- danien zu überqueren, wurden aber durch die jordanische Luftwaffe daran gehindert und vernichtet – erklärte sich ein jordanischer Regie- rungssprecher darüber beunruhigt, daß es immer öfter Versuche gebe, von Syrien aus nach Jordanien einzudringen. Jordanien hatte bereits seine Grenzkontrollen verschärft und will vor allem verhindern, daß militante jordanische Extremisten, die in Syrien gegen die Regierung gekämpft haben, nach Jordanien zurückkehren. Dort werden sie als Sicherheitsrisiko betrachtet. (s. http://german.ruvr.ru/news/2014_04_16/Syrische-Armee-am-Zwischenfall-an-der-Grenze-mit-Jordanien-nicht-beteiligt-4066/ und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258335-jordanische-luftwaffe-zerst%C3%B6rt-aus-syrien-kommende-fahrzeuge).

Im Interview mit der libanesischen Zeitung as-Safîr hat der stellvertre- tende syrische Erdölminister Ḥassan Zainab (Hassan Zeinab) die Ein- dämmung des Erdölschmuggels in die Türkei als wichtiges Regie- rungsanliegen bezeichnet, was sich angesichts der Unruhen im Norden des Landes jedoch äußerst schwierig gestaltet. Nach Schätzungen wer- den dort von verschiedenen terroristischen Gruppen täglich mit pri- mitiven Mitteln ca. 60.000 Barrel leichtes Öl gefördert und davon 10.000 Barrel im Inland verkauft, der Rest gehe an den türkischen Schwarz- markt. Nach Ministeriumsangaben kostet ein Barrel des illegal geförder- ten Öls auf dem Schwarzmarkt 10 US-Dollar. Zudem unterhalte das Netzwerk dieser „Rebellen“ Beziehungen zum türkischen Sicherheitsdienst und der türkischen Armee. Die Türkei habe laut einem Wirtschaftsdozenten der Universität Damaskus hierfür sogar mobile Raffinerien an der Grenze zu Syrien errichtet. Durch die mangelhafte und primitive Raffinierung des Öls würden erhebliche Umweltschäden angerichtet. (http://german.irib.ir/nachrichten/wirtschaft/item/258337-terroristen-schmuggeln-immer-noch-billiges-erd%C3%B6l-in-die-t%C3%BCrkei).

Rund 72% der syrischen Chemiewaffen seien bis jetzt vernichtet bzw. außer Landes geschafft worden, teilte die Leiterin der gemeinsamen UNO-/OPCW-Mission Sigrid Kaag, am 16.4.2014 mit. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_16/72-Prozent-der-chemischen-Waffen-Syriens-vernichtet-bzw-abtransportiert-7425/)

Gemäß dem neuesten Folter-Bericht des UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hätten in Syrien Folterungen durch die bewaffneten Gruppen seit 2013 zugenommen. Insbesondere gelte das für die von ISIS besetzte Stadt ar-Raqqa (vgl.u.), erklärte Navi Pillay. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/258301-uno-folterbericht-zahl-der-todesfolter-dramatisch-gestiegen).

Kürzlich aufgetauchte, jedoch inzwischen wieder gelöschte Videos auf YouTube zeigten BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen aus US-Be- ständen, die laut Reuters wohl – mit Zustimmung der US-Regierung? – von Saudiarabien an die Rebellen geliefert worden waren. Ein Photo davon wurde vorige Woche von Charles Lister, einem Gastwissen- schaftler an der der Brookings Institution Doha center, der die Missiles identifizierte, in der Huffington Post veröffentlicht. Samîr Muḥammad, früheres Mitglied einer der u.a. belieferten Rebellengruppen, Ḥarakat Ḥazm (Harakat Hazm), bestätigtegegenüber Reuters die Lieferung der Panzerabwehrraketen durch die USA wie auch Bernadette Meehan, Sprecherin des US National Security Council. Erst kürzlich hatte die Obama- Administration neuerliche Waffenlieferungen für gegen die Regierung kämpfenden Milizen angekündigt (vgl.u.). Zehn dieser Waffen seien Anfang des Monats in die Nähe von Aleppo und Idlib geliefert worden und hätten sich schon im Einsatz gegen die Armee bewährt. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/15/mercenary-terrorists-videos-photos-show-us-made-bgm-71-tow-anti-tank-rockets-in-syria/ mit gesicherten Videos und Photos zum Beweis).

Anläßlich des Unabhängigkeitstages von der französischen Koloni- al-/Mandatsmacht (17.4.1946) fanden sich Menschenmengen in den Städten des Landes, besonders auch in den kürzlich befreiten Regionen von Hama, al-Ḥasaka und Dair az-Zaur, schon am Vortag, dem 16. April, auf den Straßen zu Solidaritätsbekundungen für die syrische Ar- mee zusammen. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/16/539324.htm).

Am 15.4.2014 errecihte eine russische Frachtmaschine mit 15 Ton- nen an Nahrungsmitteln, Medikamenten und medizinischen Versor- gungsgütern den Flughafen von al-Lâḏakiyya, wie zuvor von der Im- perial Orthodox Palestine Society angekündigt. Weitere würden folgen. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/15/539154.htm).

Zu Fortschritten der syrischen Armee s. http://sana.sy/eng/337/2014/04/16/539153.htm und http://sana.sy/eng/337/2014/04/16/539360.htm

Gemäß OPCW-Bericht wurde am 14.4.2014 die 13. Ladung chemi- scher Stoffe über den Hafen al-Lâḏakiyya außer Landes gebracht. Das entspricht etwa 2/3 der ursprünglichen syrischen Vorräte (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258233-13-ladung-chemiestoffe-%C3%BCber-den-hafen-latakia-aus-syrien-ausgefahren).

Über weitere Erfolge der syrischen Armee informieren: http://sana.sy/eng/21/2014/04/15/539031.htm und http://sana.sy/eng/21/2014/04/15/539100.htm (jeweils mit Photos). – Gleichzeitig sind wieder terro- ristische Anschläge auf Schulen in der Umgebung von Damaskus (in Bâb Tûmâ und ad-Dwailaʽa) zu beklagen, die bislang einen Toten und ca. 60 Verletzte forderten, wie der Gesundheitsminister Dr. Saʽd an-Nâyif (Saad al-Nayef) nach einer Krankenvisite bestätigte. Auch in Homs gab es wieder Attacken auf Zivilisten. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/15/539079.htm). – Update zu den Opferzahlen: http://sana.sy/eng/21/2014/04/16/539079.htm

Am 14.4.2014 konnte die syrische Armee den christlichen Wallfahrtsort Maʽlûla zurückerobern. Damit können die von dort durch Mitglieder der an-Nuṣra-Front gekidnappten und inzwischen befreiten Nonnen (vgl.u.) wieder dorthin zurückkehren. (http://de.ria.ru/politics/20140414/268268703.html).

Am Montagmorgen (14.4.2014) sind beim Angriff wahhâbitischer Milizen in Maʽlûlâ drei Reporter des libanesischen Fernsehsenders al-Manâr getötet worden. Kurz bevor die syrische Armee die vollstän- dige Kontrolle über diese Stadt zurückerober konnte, wurden sie von den „Rebellen“ beschossen. Das Journalisten-Schutz-Komitee CPJ mit Sitz in den USA bezeichnete Syrien während der derzeitigen Krise als das ge- fährlichste Land für  Reporter und machte die al-Qaida-Milizen für die Entführung und Ermordung von Journalisten – auch im Irâq – verant- wortlich. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258236-drei-reporter-in-syrien-get%C3%B6tet).

Abgesandte der – gewählten – syrischen Oppositionsparteien trafen am So., 13.4.2014, mir der schon erwähnten Delegation der International Peace Activists zusammen, um gemeinsam eine auf Dialog basierende Lösung des von ausländischen Mächten geschürten Syri- enkonflikts zu erarbeiten. Einig war man sich im Ausgangspunkt, aus- ländische Einmischung zurückzuweisen angesichts der Souveränität des syrischen demokratischen Staates und des Zusammenstehens gegenü- ber der terroristischen Bedrohung zur Wiederherstellung von Sicherheit, Ordnung für die Heimat. Demgegenüber stellten sie heraus, daß die [bezeichnenderweise] im Ausland erstellte „Opposition“, die SNC etc., nicht [Teile des] syrischen Volkes repräsentiere, dafür aber auf eine ausländische Militärintervention in Syrien hinarbeite und den Terrorismus unterstütze. Im Detail s.  http://sana.sy/eng/21/2014/04/13/538884.htm).

Die Arabisch-Palästinensische Flüchtlingskommission ruft dazu auf, die Terroristen künftig daran zu hindern, Camps mit/für palästinensische Flüchtlinge in Syrien zu attackieren  (http://sana.sy/eng/21/2014/04/13/538726.htm,  vgl.u. z.B. die Camps Yarmûk und as-Sabîna).

Q.e.d.: die befürchtete und vorausgesagte false flag operation via “Giftgasanschlag” in Syrien ist wahr geworden, s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/13/breaking-news-as-we-were-already-warning-a-chemical-attack-by-mercenary-terroristic-forces-targeted-the-syrian-territory-eng-ita/. Die Attacke ist im Zusam- menhang zu sehen mit Mitteilungen in älteren Einträgen (s. vom 10., 3. und v.a. 1.4.4.2014). Der Vorfall ereignete sich nördlich der Großstadt Hama in der gleichnamigen Provinz bei der Stadt Kafr Zaita durch Milizi- onäre der mit al-Qaida verbundenen an-Nuṣra-Front mittels Chlorin-Gas. (Zur Planung s.u., Eintrag vom 10. und 1.4.2014). Zu beklagen sind bereits zwei Tote, hunderte sind der Erstickungsgefahr ausgesetzt. Von Ğabhatu_n-Nuṣra ist ebenso ein Giftgasanschlag gegen das Wâdî aḍ- Ḍaif (Wadi al-Daif) in der Idlib-Provinz geplant wie gegen die Ansiedlung Murik (Mork) in der Umgebung von Hama. – Zur Entlarvung der Hinter- gründe der letzten, fälschlicherweise der syrischen Regierung angela- steten Giftgasanschläge vgl. die früheren Einträge hier und in Teil I.

Als Grund für diesen neuerlichen Versuch, via Giftgasattacke, die der syrischen Regierung untergeschoben wird, um einen US- oder gar NATO-Militärschlag zu initiieren, können die kontinuierlichen Fortschritte der syrischen Armee gegenüber den terroristisch vorgehenden Rebellengruppen gelten (vgl. bisherige Einträge und Verweise), von deren Führern schon einige getötet wurden. Etliche Gruppierungen haben auch schon Gebrauch von der/den Präsidentenamnestie(n) für das Niederlegen der Waffen gemacht (vgl.u.). Auswärtige Experten hatten daher schon in der letzten Zeit geurteilt, die Chancen für die syrische Armee wie die syrische Regierung stünden gut. Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî hatte sogar am 9.4.2014 gegenüber al-Manâr gemeint, der Abhaltung von Wahlen zum ursprünglich gewählten Termin im Juni 2014 stehe nichts entgegen stehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257930-syriens-informationsminister-pr%C3%A4si­dentscaftswahl-wird-termingem%C3%A4%C3%9F-abgehalten). Vgl.a. den Bericht der Nesawissimaja Gaseta vom 7.4.2014 (vgl.u.) wie die Einschätzung des kürzlich zu Besuch in Damaskus weilenden Vorsitzenden der [russischen] Kaiserlichen orthodoxen Palästina-Gesellschaft, Sergej Stepaschin (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_07/Assad-will-nicht-mit-Janukowitsch-verglichen-werden-1233/).

Der Österreicher Anton Sandrer, ein Jurist, konnte nach seinem Kidnapping durch bewaffnete „Rebellen“ von der syrischen Armee aus seiner viermonatigen Geiselhaft in einem von deren Schlupfwinkeln in al-Wâr nahe Homs befreit werden. Narben zeugen noch von der Hölle, die er – aber auch die Zivilbevölkerung der Gegend – durch die Terroristen erlebte. Über die wohl schlimmsten Monate seine Lebens berichtet er in einem Video, s.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/12/austrian-citizen-freed-from-terrorists-in-homs-recounts-horror-of-4-month-captivity/ .

Am Sa., 12.4.2014, hat die syrische Armee die Kontrolle über weitere Vororte von Damaskus von den Rebellen zurückerobert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/258143-errungenschaften-der-syrischen-armee-in-vororten-von-damaskus).

Laut Mitgliedern der in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfen- den Terrorgruppe „Islamische Bewegung al-Fağîr“ ist deren Mitbe- gründer und Führer abû ʽAbdallâh aš-Šarî (Abu Abdullah al-Shari) während einer Operation durch die syrische Armee getötet worden. Die libanesische Zeitung al-Aḫbar meldete, er sei während eines Meetings mit anderen Terroristen in seinem Haus in Dâra ʽizza (Daret Ezza) im westlichen Umfeld von Aleppo zusammen mit einem seiner Brüder umge- kommen. Derweil ist der syrische militärische Geheimdienst auf der Spur weiterer Terroristenführer. (http://breakingnews.sy/en/article/36972.html). – Al-fağr ist der Name einer Sure (Nr.89) wie des ersten der fünf vorge- schriebenen Tagesgebete (ṣalât), auch ein islamischer TV-Kanal trägt diesen Namen (d.i.: “Morgendämmerung”).

Mitglieder der International Peace Activists sind am Fr., 11.4.2014, in Damaskus eingetroffen, um der Bevölkerung die Solidarität aller Fried- liebenden rund um die Erde auszudrücken. Die Anführerin der Delega- tion, Nobelpreisträgerin Mairead Maguire, richtete sich an die, die Terroristen unterstützenden und ihnen Waffen liefernden Länder, diese Aktionen einzustellen, welche das Leiden in Syrien nur mehren. Die Delegation bleibt für eine Woche in Syrien und besteht aus 42 Akti- visten, Akademikern und Kirchenvertretern aus dem Libanon, Australien, Großbritannien, Kanada, Pakistan, dem Iran und Deutschland. Der Assi- stent der Sozialministerin, Wasîm ad-Dahnî erläuterte, der Besuch diene der Inspektion der [durch die Armee] befreiten Gebiete hinsichtlich der humanitären Situation in etlichen Provinzen, wobei der bedürftigen Bevölkerung Unterstützung besonders auch im medizinischen Bereich zu gute käme. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/11/538436.htm).

Zum 67. Jahrestag der Gründung der streng säkular ausgerichteten Baʽṯ-Partei, der auch Präsident al-Assad und einige Regierungsmitglie- der angehören, organisierten die Einwohner von as-Suwaidâ` spontan am Do., 10.4.2014, eine Unterstützungsdemonstration für die Re- gierungsarmee. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/11/citizens-of-sweida-affirm-support-to-syrian-army-against-terrorism/).

Über die Fortschritte der gegen die Terroristen vorgehenden syri- schen Armee in den verschiedenen Landesteilen (mit Kartenmaterial und Photos) berichtet: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/10/major-syrian-army-military-operation-succesfully-in-kasab-area-takfirist-mercenaries-are-miserably-surrendering-all-over-syria-ziad-fadel-military-report/.

Eine weitere false flag operation bzgl. einer neuen Saringasattacke, die der syrische Regeirung angelastet werden soll, um wieder Militär- schläge zur Schwächung der syrischen Regierung und Stärkung der vom Ausland unterstützen Rebellenseite zu provozieren, stehe womöglich unmittelbar bevor. Näheres – auch zu den Hintergründen, die u.a. die Enthüllungen von Engdahl und Hersh betreffen – bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/10/syria-sarin-false-flag-plans-revealed/ oder http://www.presstv.ir/detail/2014/04/08/357720/syria-sarin-false-flag-plans-revealed/.

In Homs richteten terroristische Rebellen am 9.4.2014 erneut ein Mas- saker unter der Zivilbevölkerung im Viertel Karam az-Zaitûn (Karam Al-Zeitoun) an: laut FARS wurden mindestens 25 Menschen bei zwei Autobombenanschlägen getötet, mehr als 107 verletzt. Die Explosi- onen erschütterten eine Geschäftsstraße in Zentrum der Stadt, welche Schauplatz von heftigen Kämpfen zwischen der syrischen Armee und den vom Ausland unterstützten Militanten war. Zusätzlich wurden 16 Frauen und Kinder von den Terroristen niedergeschossen. Mehr als 107 weitere seien dabei verletzt worden. Unterdessen berichtete SANA, daß die syrischen Militärkräfte gestern die Stadt Rankûs in der strate- gischen Region al-Qalamûn (vgl.u.) an der Grenze zum Libanon zu- rückerobert haben. Die syrische Armee hat ihre Operation in dieser Stadt, die sich in einer der letzten von militanten Gruppen kontrollierten Regionen befindet, beendet und dort die Sicherheit wiederherge- stellt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257993-neueste-verbrechen-der-terroristen-in-homs-16-zivilisten-erschossen-%E2%80%93-25-weitere-bei-bomben­anschl%C3%A4gen-get%C3%B6tet).

Die Terrororganisation ISIS hat ihre Rivalen von der an-Nuṣra-Front aus dem Osten Syriens (Erdölfelder!) vertrieben. Näheres hier: http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257993-neueste-verbrechen-der-terroristen-in-homs-16-zivilisten-erschossen-%E2%80%93-25-weitere-bei-bombenanschl%C3%A4gen-get%C3%B6tet.

Mitarbeitern des syrischen Kultusministeriums gelang es nach mehrwö- chiger Anstrengung, die Versteigerung eines gestohlenen antiken as- syrischen Reliefs in Bonhams Auction House in London gerade noch zu verhindern. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/09/538093.htm mit Abbil- dung; zur Gefährdung der antiken Stätten und anderer Kulturgüter durch die Rebellen vgl.u.)

Die US-Regierung stehe kurz vor Abschluß ihrer Planung zur ver- stärkten Unterstützung syrischer Rebellen durch Ausbildungsan- gebote und Lieferung leichter Waffen laut Reuters-Bericht unter Beru- fung auf Informationen aus US-Sicherheitskreisen. Begründet werde die Initiative mit der Entwicklung, d.h. dem Geländegewinn syrischer Re- gierungstruppen seit dem Scheitern der Genf-II-Friedensgespräche. Verbündete der USA wie Saudi-Arabien, Jordanien, die VAE und Frankreich hätten bereits ihre Beteiligung angeboten. Im Verlaufe des Syrienkonfliktes hätten jene unter Einschluß Qaṭars schon die unterschiedlichsten Rebellengruppen mit Waffen versorgt. Dessen ungeachtet bedrängten sie die Obama-Regierung seit langem, sie mit modernsten Waffen, einschließlich Boden-Luft-Raketen, auszustatten und stärkeren Druck auf den syrischen Präsidenten auszuüben. Die Waffen sollten überwiegend in der Region nahe der jordanischen Grenze zu Syrien geliefert werden. – Das Selbstbestimmungsrecht der syrischen Bevölkerung, Friedensverhandlungen und demokratische Wahlen, wie sie von der iranischen Regierung immer wieder zur Lösung des Konflikts ins Gespräch gebracht würden, kämen in dem amerikanischen Kon- zept gar nicht erst vor. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/257937-us-plan-zur-verstaerkten-unterstuetzung-moderater-syrischer-rebellen).

Sergei Stepashin, Vorsitzender der Imperial Orthodox Palestine Society mit Sitz in St. Peterburg, stellte heraus, Syrien stehe auf eigenem Boden im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und warnte, daß eine Verlängerung der Syrienkrise die gesamte Region bedrohe. Ausländische Unsterstützung der in Syrien kämpfenden Terroristen, welche die Ausfuhr der syrischen Chemiewaffen behindern, biete einen Vorwand für einen US-Militärschlag aufgrund Nichteinhaltung des Aus- schaffungsvertrags. Auch die Terroristenunterstützung durch die tür- kische Regierung stelle eine über Syrien hinausgehende Bedrohung dar, u.a. stellte er das Schicksal der betroffenen Armenier im Gebiet heraus. Ziel seiner Organisation sei es, eine Niederlassung im Land zu grün- den, um der unter den Kriegsfolgen leidenden Bevölkerung die benötigte Hilfe zukommen zu lassen. In Zusammenarbeit mit den syrischen Behör- den, deren Vertreter er kürzlich getroffen habe, sei wirtschaftliche Zu- sammenarbeit geplant, der Aufbau neuer Kraftwerke und Touristen- zentren u.v.a. Bei seinem Treffen mit Präsident al-Assad am 2.4.2014 überbrachte er die Grüße Präsident Putins wie dessen Versicherung, Rußland helfe weiterhin in mancher Hinischt dem syrischen Volk, das sich des internationalen, von manchen westlichen wie zur Region gehö- rigen Ländern unterstützten Terrorismus erwehren müsse. Der Vorsit- zende des Solidarity with Syria Committee, Vladimir Fomin, zeigte sich sicher, Syrien werde dank seiner Armee und des Durchhaltevermögens wie des Wiederaufbauwillens der Bevölkerung die Krise erfolgreich überwinden. (http://sana.sy/eng/22/2014/04/07/537705.htm vom 7.4.2014, zum Besuch bei Präsident al-Assad vgl.u.).

Neben den schon bekannten Kriegsfolgen macht Syrien auch das trok- kene Wetter zu schaffen. Sollte es in den kommenden vier Wochen nicht extrem viel regnen, sei mit erheblichen Ernteausfällen zu rechnen. Die syrische Weizenproduktion ist enorm zurückgegangen, dieses Jahr würden wohl 1, 7 – 2 Millionen Tonnen erricht, 2013 habe der Verbrauch aber bei 5, 1 Millionen Tonnen gelegen, hieß es in dem WFP-Bericht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257934-wfp-d%C3%BCrre-droht-syrien).

Die syrische Armee hat am 8.4.2014 nach militärischen Auseinander- setzungen mit den von der Türkei aus in das Land eingedrungenen Milizen und nach Tötung einer großen Anzahl der Terroristen die Kon- trolle über eine strategisch wichtige Region bei Kasab zurückge- wonnen. Erfolge seien auch gegen oppositionellen Paramilitärs im Industriegebiet ʽAdra bei Damaskus zu verzeichnen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257953-vorr%C3%BCcken-der-syrischen-armee-in-lattakia), s.a.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/09/syrian-national-army-regain-full-control-over-al-haramiyeh-mountain-in-lattakia-and-establish-full-control-over-rankous-city-of-al-qalamoun-area-in-damascus-countryside/

An-Nura-Chef Abû Muḥammad al-Ğaulânî (Abu Muhammad al-Jaw- laani) und seine rechte Hand Abû Mâri` al-Anṣârî (Abu Maari‘ al-An- saari, benannt nach einem Propheten-Gefährten) seien nahe des Thermen-Spa-Bereichs von Aleppo bei as-Safîra (auch: as-Sufayra = Diminutiv-Form) umzingelt. Es sollte nur noch Angelegenheit weniger Stunden sein, daß beide durch die Armee ausgeschaltet würden. Aus der syrischen Web-Seite heißt es: „It is only a matter of a few hours and satan will have them. Syrian Arab Army thank you!“ (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/07/the-cutthroat-abu-muhammad-al-jawlaani-and-his-assistant-field-abu-maari-al-ansaari-are-trapped-and-ready-for-hell-in-a-few-hours-eng-ita/).

Am Montag morgen, 7.4.2014, ermordeten terroristische Rebellen Vater Francis van der Locht in der Altstadt von Homs. Sie hatten bei Morgen- grauen das Feuer auf das dort gelegene Jesuitenkolleg eröffnet. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/07/obamas-cannibals-this-morning-murdered-father-francis-van-der-locht-in-homs-old-town-eng-ita/).

Auch der investigative US-Journalist Seymour Hersh beschuldigt ge- mäß Bericht vom 6.4.2014 in der London Review of Books die türkische Regierung unter Premier Erdogan, den Giftgasanschlag inszeniert zu haben, um einen Militärschlag gegen Syrien zu provozieren. Ein frü- herer US-Geheimdienstmitarbeiter mit Zugang zu aktuellen Informationen habe zum Fall bemerkt: they “believed they could get [Syrian President Bashar al-] Assad’s nuts in a vice by dabbling with a sarin attack inside Syria – and forcing Obama to make good on his red line threat.” Der Bericht enthüllt zudem, die US-Militärführung habe gewußt, daß das Weiße Haus (das damals die syrische Regierung beschuldigte) falsch lag. Auch der US- und britische Geheimdienst waren informiert, daß die Rebellen in Syrien chemische Waffen entwickelten. Für die Schuld der Regierung al-Assad dagegen fanden sich keine Anhaltspunkte. (Näheres auf englisch und italienisch bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/07/turkey-behind-syria-sarin-attack-american-investigative-journalist-seymour-hersh/).

Die Kriegshandlungen in Syrien würden im Laufe des Jahres beendet, habe Präsident al-Assad geschätzt, berichtete der Vorsitzende der Kai- serlichen orthodoxen Palästina-Gesellschaft, Sergej Stepaschin, auf einer Pressekonferenz nach seinem Besuch in Damaskus mit einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten.„Assad ist in guter Form. Er hat keine Zweifel daran, was er tut. Er hat gebeten, dem russischen Prä- sidenten Putin auszurichten, dass er nicht Janukowitsch sei“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_07/Assad-will-nicht-mit-Janukowitsch-verglichen-werden-1233/).

Präsident al-Assad amnestiert [erneut!] Extremisten, wenn diese ihre Waffen niederlegen, schreibt „Nesawissimaja Gaseta“ am 7.4.2014. Zudem habe sich die Situation in den zentralen Gebieten Syriens inzwischen deutlich gewandelt. In Damaskus, in Homs und Palmyra wurden die Feuergefechte eingestellt. Die Belagerung und der Hunger sind [dort] vorbei. In den Straßen haben die Händler wieder ihre Ge- schäfte geöffnet. Cafés werden wieder besucht. Nach dem Sieg der syrischen Armee im Westen des Landes kehrt allmählich der Alltag wieder zurück. Entlang der libanesischen Grenze haben die syrischen Behörden wieder die Straßen unter ihrer Kontrolle, die das Landesinnere mit der Küste verbinden. Assad sei wieder obenauf und könne sich Großzügigkeit erlauben, kommentieren die US-Medien [obwohl es zuvor schon Amnestien gab, s. Teil I]. Laut den syrischen Behörden haben viele Aufständische keine politischen Haßmotive, sondern wurden ge- kauft. Assad schlug den Extremisten vor, Reue zu zeigen und aufzuge- ben. Einige akzeptieren seine Bedingungen [vgl.u. und Teil I]. Die al- Assad-Gegner mußten ihre Niederlage eingestehen, wollen aber weiter- kämpfen – allerdings mit einer anderen Taktik. Jetzt haben sie weder Geld noch Waffen und brauchen deshalb eine Pause. Die USA wollen ihre Militärhilfe an die Aufständischen erweitern. Im Süden Jorda- niens soll ein Aufmarschgebiet für eine Offensive auf Damaskus geschaffen werden. Laut Washington wird dieser Plan den Konflikt zwar nicht lösen, jedoch dabei helfen, das Gleichgewicht zwischen den Kon- fliktseiten zu halten. Militärausbilder aus den USA, Saudi-Arabien, Jordanien, Frankreich und den VAE sollen die oppositionellen Kämp- fer ausbilden. Diese sollen zudem mit Schußwaffen versorgt werden. Mobile Flugabwehrsysteme und schwere Panzerabwehrwaffen sollen sie jedoch nicht bekommen. Die Saudis wollten US-Außenminister John Kerry bei seinem Besuchin Riad davon überzeugen, daß die syrischen Aufständischen mit mobilen Flugabwehrsystemen und Panzerabwehr- waffen beliefert werden müßten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bat seinen US-Amtskollegen um eine Erklärung. Kerry sicherte zu, daß Washington weiterhin keine Abwehrwaffen an die syrischen Radikalen liefern werde. Laut Quellen der Nachrichtenagentur AP erwägt die Obama-Administration jedoch die Aufhebung des Lieferverbots. (http://de.ria.ru/zeitungen/20140407/268219035.html, 7.4.2014).

Ca. 40 Menschen sind am Sonntag bei einer heftigen Explosion im syrischen Homs ums Leben gekommen, meldete der Satellitenfernseh- sender al-ʽArabiyya. Auf einem Stadtmarkt war eine Autobombe ge- zündet worden. Bei den Todesopfern handelt es sich meistens um die Kämpfer der Freien Syrischen Armee. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_07/Syrien-Rund-40-Tote-bei-Explosion-in-Homs-8385/).

Neben Menschenleben, Zerstörungen der Infrastruktur und vielem anderen hat die Rebellentätigkeit in Syrien auch zu ernsthaften Schäden an vielen archäologischen Stätten, Museen und kunst- historischen Bauten geführt. Daneben fanden Plünderungen, illegale Ausgrabungen und mutwillige Sabotageakte durch die Extremisten statt. Maʽmûn ʽAbdu_l-Karîm (Maamoun Abdul-Kareem), Generaldirektor für Antikes und Museen berichtete SANA von der Situation in den letzten drei Kriegsjahren. In den letzten Monaten habe deren Zerstörungswerk wieder zugenommen, indem die bewaffneten terroristischen Gruppen in den von ihnen besetzten Gebieten archäologische Stätten zu Trai- ningscamps umfunktioniert hätten. Anderswo dienten ihnen Kunst- werke als „Zielscheiben“ wie die St. Simon Zitadelle oder die Skulp- turen der „alley of al-Qattura“ am Barakat-Berg (nahe der Stadt as-Su- waidâ`) [also ähnlich wie bei den Statuen im afghanischen Bâmiyân 2008]. Unter den geplünderten Stücken sind äußerst wertvolle Objekte, einmal aus dem Museum in Hama eine Bronzeskulptur aus der Aramäi- schen Ära und ein Marmorobjekt aus Apameia, dazu neun Kisten mit gestohlenen Antiken aus der ar-Raqqa-Provinz seit dort die Terroristen statt der staatlichen Institutionen das sagen haben. [Derartige Fälle kennt man auch z.B. aus dem Irâq-Krieg]. Volkstümliche Sammlungsge- genstände wurden aus dem Museum von Dair ʽaṭiyya (Deir Attiah) ge- stohlen, wie auch aus dem Volkskunde-Museum in Aleppo. Das Ausmaß der Schäden differiere von Ort zu Ort. Zentren sind jedoch Aleppo, Homs, Idlib und Dair az-Zaur. Allein in Aleppo wurden 192 Kulturgüter beschädigt, 56 in Homs, 48 in Idlib, entweder durch terroristische Attacken oder durch Raubgrabungen. Besonders bedauerlich und ein Verlust für das syrische kulturelle Erbe seien das Niederbrennen hunderter traditioneller Märkte in Aleppos Altstadt, die Beschädigungen am Krak des Chevaliers, der Hl. Marien-Kirche des Hl. Gürtels oder Umm az-Zinnâr (geht zurück auf 50 n.u.Z.) wie die Minarette der Umayyaden-Moschee in Aleppo. Das Generaldirektorat für Antikes und Museen habe in den letzten Jahren trotz der Kriegswirren mehr als 4000 archäologische Stücke restauriert, durchgeführt unter Aufsicht der staatlichen Organe in Damaskus, Tartus, Homs, Hama und Dair az-Zaur. Ein Schatz aus 1600 silberplattierten Bronzemünzen an der Straße Palmyra-Homs sowie etliche archäologische Funde, fertig zum Schmuggeln verpackt seit Juni 2013 konnten sichergestellt und ebenfalls restauriert werden. (http://sana.sy/eng/28/2014/04/05/537236.htm). – Schon früher konnte gemeldet werden, daß die Schäden durch die zeitweilige Besetzung der Kreuzritterburg Krak des Chevaliers durch Rebellen fachgerecht behoben werden konnten. (http://sana.sy/eng/28/2014/03/26/535534.htm). Aus der antiken Oasenstadt Palmyra konnten gestohlene Artefakte sichergestellt werden (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/11/terrorist-attacks-claim-7-civilians-in-hasaka-and-damascus-larmee-syrienne-detruit-un-entrepot-dengins-explosifs-et-liquide-des-terroristes-a-hama-2-videos-eng-fra). Auch das durch Mörsergranaten aus Terroristenhand beschädigte [byzantinische] Wand-Mosaik in Umayyadenmoschee in Damaskus konnte inzwischen fachgerecht wiederhergestellt werden. Der Tourismusminister Bišr Yâziğî (Bisher Yazigi) betonte ebenfalls die Wichtigkeit, kulturelle Stätten zu schützen, nicht zuletzt sind sie als kulturelles Erbe der Syrer auch touristische Anziehungspunkte (http://sana.sy/eng/33/2014/03/05/531531.htm).- Es ist eine enorme Leistung, das kulturelle Erbe unter den Kriegsbedingungen zu bewahren, einerlei aus welcher Zeit oder von welcher Religion herrührend. Das zeichnet den säkularen Staat unter der Regierung al-Assads aus. Wie es damit jedoch unter Muğâhidîn-Herrschaft im Land stehen würde, haben die Beispiele gezeigt.

Über die jüngsten Attentate auf Zivilisten informieren die Seiten: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/06/terrorist-attacks-kill-9-citizens-in-several-areas-of-syria/ und http://de.ria.ru/politics/20140406/268214469.html, über Erfolge der syrischen Armee im Kampf gegen terroristische Rebellen: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/06/army-repels-terrorist-groups-in-different-areas/.

Wieder kam es zu besonderen Grausamkeiten auf seiten der Rebel- len, vgl.: https://urs1798.wordpress.com/2014/04/05/kopfabschneider-in-deir-ezzor-bei-aleppo-lattakia-in-ganz-syrien-und-die-medien-schweigen/ (Achtung: schockierendes Bildmaterial!).

Innerhalb zweier Tage hat die syrische arabische Armee ein Auto voller Captagon Tabletten und einen Tankwagen mit einer Tonne davon be- schlagnahmt. Sie waren für die nach Syrien eingeschleusten Muğâhidûn bestimmt. Der Grund: Captagon, Fenetyllin-Hydrochlorid, ist ein Am- phetamin, das zu gewisser Euphorie führt und unempfindlicher gegen- über Schmerzen macht. Mit anderen Drogen wie Haschisch vermischt, sei es die Grund-Ernährung der Dschihadisten. Die Kämpfer spürten weder ihre eigenen Leiden, noch fühlten sie mit denjenigen, denen sie sie zufügten, schreibt Th. Meyssan. Dadurch könnten sie alle Arten von Gräueltaten lachend begehen. Man werbe sie vor allem unter Schlägern und in Gefängnissen an. Captagon wurde ursprünglich durch die NATO 2011 in einem Labor in Bulgarien hergestellt. (http://www.voltairenet.org/article183143.html). – Diese Vorgehensweise erinnert an die legendären Assasinen, deren Name auf ḥašīšiyyīn zurückgeht, von ḥašīš stammt die Eindeutschung „Haschisch“ her.

Die von Syrien bereitgestellten 72 Container mit C-Waffen (vgl.u.) konnten laut Mitteilung durch die OPCW vom 4.4.2014 inzwischen ausgeschifft werden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_04/C-Waffenausfuhr-aus-Syrien-fortgesetzt-6332/).

Die US-Behörden planen die Ausweitung der Unterstützung für die syrischen Rebellen, meldet Reuters. Angedacht sind ausgeweitete Übungsmissionen und Schußwaffenlieferungen für die Rebellen vor, de- ren Gruppierungen größtenteils in Jordanien an der syrischen Grenze stationiert sind. An den Übungen können auch Saudi-Arabien, Jorda- nien, die VAE und Frankreich teilnehmen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_05/USA-wollen-Unterstutzung-fur-Rebellen-in-Syrien-ausweiten-8956/).

Zu den Aktionen der „Opposition“ genannten Rebellen gehören auch die breit angelegte, mutwillige Zerstörung und Plünderung der touristischen Einrichtungen im malerischen Ort Kasab (vgl.u., Quelle: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/04/nato-mercenaries-in-kasab-show-their-real-face-of-barbarian-robbers-are-these-apes-the-future-that-obama-and-his-allies-are-planning-for-syria/).

Die Ausweitung des Terrorismus geographisch aber besonders auch im Ausmaß und der Art der Verbrechen erlaube es den westlichen Part- nern gemäß Aussage des rusischen Außenministers Lawrow nun nicht mehr, sich hinter der Schutzbehauptung zu verschanzen, die Regierung stecke dahinter. Dies konstatierte er vor einer Reihe Journalisten nach dem Außenministertreffen der Commonwealth- und unabhängigen Staa- ten. “These excuses can’t be justified anymore” fügte er bei einer Pres- sekonferenz am 4.4.2014 in Moskau hinzu. Der Terrorismus müsse bedingungslos bekämpft werden. Zuvor hatten westliche Länder Rußland im UN-Sicherheitsrat daran gehindert zu erreichen, daß die terroristischen Akte in Kasab (s.u.) und dem Auschiffungshafen für die Chemiewaffen, al-Lâḏakiyya, verurteilt würden. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/04/sergei-lavrov-westerners-can-no-longer-cover-terrorism-in-syria/ ).

Ein Sprecher der – selbst als terroristisch eingestuften – sog. Freien Armee gab gegenüber einer türkischen Nachrichtenagentur an, daß in einem Gefecht in Markada (al-Ḥasaka –Provinz) zwischen Kämpfern von ISIS gegen die von an-Nuṣra-Front und der Freien Armee 60 getötet worden seien. Nicht alle toten Terroristen habe man jedoch identi- fizieren können, da etliche mit Säure unkenntlich gemacht worden seien. So könnten deren Pässe – aus westlichen europäischen Län- dern – genutzt werden, um dort unter falscher Identität einzureisen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/03/isil-killed-40-fighters-of-al-nusra-and-free-army-15-of-them-melted-with-acid/).

Ein Sprecher der – selbst als terroristisch eingestuften – sog. Freien Armee gab gegenüber einer türkischen Nachrichtenagentur an, daß in einem Gefecht in Markada (al-Ḥasaka –Provinz) zwischen Kämpfern von ISIS gegen die von an-Nuṣra-Front und der Freien Armee 60 getötet worden seien. Nicht alle toten Terroristen habe man jedoch identi- fizieren können, da etliche mit Säure unkenntlich gemacht worden seien. So könnten deren Pässe – aus westlichen europäischen Län- dern – genutzt werden, um dort unter falscher Identität einzureisen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/03/isil-killed-40-fighters-of-al-nusra-and-free-army-15-of-them-melted-with-acid/).

Syrien habe 72 Container mit Chemiewaffen zum Abtransport aus dem Land und die anschließende Entsorgung vorbereitet, verkündete OPCW-Missionschefin Sigrid Kaag gemäß Reuters unter Berufung auf diplomatische Kreise im UN-Hauptquartier. Sobald sie aus dem Land ge- bracht seien, gelte das syrische C-Waffen-Arsenal zu 90% als vernich- tet. Zuvor am gleichen Tag hatte der stellvertretende UN-Sprecher Far- han Haq [Farḥân Ḥaq] nämlich noch mitgeteilt, der Abtransport von Kampfstoffen aus dem syrischen Hafen al-Lâḏakiyya wegen der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Opposition sei seit 20. März wegen Gefährdung durch die Terroristen eingestellt worden. Der Transport werde jedoch wiederaufgenommen, sobald dies möglich sei. Bis Juni 2014 sollen laut Plan alle syrischen Giftgaskampfmittel vernichtet sein. (http://de.ria.ru/security_and_military/20140404/268204179.html, s.a. http://german.ruvr.ru/news/2014_04_03/C-Waffenausfuhr-aus-Syrien-eingestellt-4714/.

Rebellen haben am 3.4.2014 den Damaskus-Vorort al-Ḥarasta aus Gra- natwerfern beschossen. Bei vier Einschlägen in eine Schule starben sechs Kinder, weitere acht wurden verletzt. Tags zuvor waren acht Men- schen bei Minenbeschüssen in Damaskus ums Leben gekommen und über 30 Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert worden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_03/Angriff-auf-Schule-bei-Damaskus-sechs-Kinder-getotet-4626/).

Der syrischen Armee gelang es am 2.4.2014, 48 von der al-Qaida nahestehenden an-Nuṣra-Front in der nordöstlichen Provinz ar-Raqqa als Geiseln Genommene zu befreien. Einige waren über ein Jahr in Gefangenschaft. Zudem verhinderten Grenzsoldaten am 3.4.2014 das Einsickern einer Anzahl von Terroristen aus dem Libanon nach Syrien. Mehrere von ihnen seien bei einer Auseinandersetzung mit den syrischen Truppen getötet worden. Auch bei Operationen der syrischen Armee in verschiedenen Regionen wurden Dutzende Mitglieder der Terrorgruppe an-Nuṣra-Front getötet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257699-syrische-armee-befreit-geiseln-aus-der-hand-von-terroristen).

Die armenische Gemeinde in Rumänien hat die derzeitigen Über- griffe der türkischerseits unterstützten Terrorgruppe im auch von Ar- meniern bewohnten Kasab verurteilt, schließlich seien bereits ihre Vorfahren 1909 vor der Verfolgung durch türkische bewaffnete Ein- heiten nach Kasab geflohen und 1915 dann nochmals. (http://sana.sy/eng/21/2014/04/03/536991.htm vom 3.4.2014).

Laut Nesawissimaja Gaseta vom 3.4.2014 wollen die syrischen Radi- kalen den Westen zu einer militärischen Lösung des Konfliktes provozieren, während ein dritte Syrien-Konferenz (Genf-III) in Vor- bereitung steht. Die syrische Regierung ist nach wie vor bereit, sich ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen, während die ausländische, von der Muslimbruderschaft dominierte sog. Nationale Koalition der Oppositionskräfte (SNC) unannehmbare Bedingungen stellt, die auch Rußland betreffen. Die Bereitschaft seiner Regierung versicherte auch Botschafter Riyāḍ Ḥaddâd bei seinem Gespräch mit dem russischen Vizeaußenminister Michail Bogdanow am 1.4.2014. Da die Regierung keine Vorbedingungen stelle, erwarte man dies auch von den Vertretern der SNC. Mit dem Versuch, Genf-III zuscheitern zu lassen, wollen die Extremisten in Syrien gemäß russischem Außenministerium eine militärische Lösung erzwingen. Deshalb suchten sie auch zu verhindern, daß die Chemiewaffen außer Landes gebracht würden, da ein Scheitern des Giftgas-Abtransports einen Militäreinsatz wieder in den Fokus der Diskussion brächte. (http://de.ria.ru/zeitungen/20140403/268197617.html).

Rebellen haben am 2.4.2014 eine Trafostation im Vorort von Damaskus mit Raketen beschossen. Sechs Menschen kamen ums Leben, Dutzen- de wurden verletzt. Wie der syrische Minister für Elektroenergie, Imad Hamis [ʽImâd Hamîs], berichtet, blieben mehrere Bezirke von Damaskus deswegen ohne Licht. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_02/Syrische-Provinz-mit-Granaten-beschossen-0117/). – Am selben Tag wurden auf- grund mehrerer Mörsergranatenangriffe in Damaskus und der Umge- bung mindestens 10 Zivilisten getötet und 50 weitere verletzt, desglei- chen in Aleppo und der Grenzstadt Soyda [as-Suwaydā’ ?] mit drei ge- töteten Zivilisten. Bei Schießereien töteten die Extremisten in Ğaramânâ (Jaramana) eine Anzahl Einwohner. In der Umgebung Aleppos wurde bei Gefechten mit der Armee Muhannad Tšitšinî (Mohannad Tschetscheni, also ein Tschetschene, der sich mit einem besonders leistungsfähigen Schwert vergleicht), einer der Anführer der Terrorgruppe Ğaiš al- Muhâğirîn wa_l-Anar (Jaish al-Muhajireen wal-Ansar) getötet, ihr ober- ster Kommandeut ist Ṣalâḥu_d-Dîn Tšitšinî (Salaheddin Tschetscheni, benannt nach dem Gründer der Ayyûbiden-Dynastie, der im Islam als Gegenspieler der Kreuzritter verklärt wird). Inzwischen beteiligen sich gemäß syrischen Quellen auch Syrerinnen bei der Bekämpfung der Terroristen im Westen des Landes, z.B. sind entsprechende Bilder aus Kasab nahe der jetzigen Grenze zur Türkei (vgl.u. zum Konflikt) ver- öffentlicht, auf denen bewaffnete Syrerinnen zur Verteidigung ihrer Häuser und Familien gegen die von der Türkei unterstützten Terror- gruppen bereit sind. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257665-13-zivilisten-bei-m%C3%B6rsergranatenangriff-in-syrien-get%C3%B6tet); s.a.: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/02/terrorist-mortar-attacks-in-various-cities-claim-thirteen-civilian-lives/. – Die Bezeichnung Ğaiš al-Muhâğirîn wa_l-Anar offenbart schon die fundamantal-isla- mische Ausrichtung der Truppe (Ğaiš = Heer), da an die Zeit Muḥammads in Medina angekünpft wird, wo die aus Mekka vertriebenen (Muhâ- ğirîn) auf ihre Helfer (Anar) in der Oase trafen und gemeinsam die erste muslimische Gemeinde bildeten. Laut einer frühe- ren Meldung (s. Teil I, 11.10.2013) wird die Terrororganisation von Golfstaaten finanziert.

Die BRD wird sich mit einer eigenen Fregatte im Mittelmeer am inter- nationalen Einsatz zur Vernichtung syrischer Chemiewaffen be- teiligen. Hierzu billigte das Bundeskabinett nach Angaben des Aus- wärtigen Amts am 4.2.2014 die Entsendung von bis zu 300 Soldaten.
Nach formeller Zustimmung des Bundestags soll die Fregatte in den nächsten Monaten bei der militärischen Absicherung eines US-Schiffs helfen, das die Chemiewaffen auf hoher See unbrauchbar macht. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/257640-deutschland-schickt-fregatte-zur-vernichtung-syrischer-chemiewaffen-ins-mittelmeer).

Nach einem Bericht der Zeitung “Haaretz” bemühe sich Israel um eine Kooperation mit Saudi-Arabien, um gemeinsam Kämpfer gegen die syrische Regierung auszubilden. Nach Aussage von US-Militärs sei beim Treffen zwischen dem israelischen Stabschef Benny Gantz und dem US-General Martin Dempsey am 1.4.2014 in Jerusalem dies neben an- derem erörtert worden.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257599-israel-und-saudi-arabien-erwaegen-gemeinsames-training-syrischer-rebellen).

Syriens ständiger UN-Repräsentant Dr. Baššâr al-Ğaʽfarî hat zwei von den syrischen Behörden abgehörte Telefonate unter Terroristen öf- fentlich gemacht, welche neue Anschlagspläne mit Giftgas enthül- len. Die Anschläge sind in der Gegend von Ğaubar (Jobar) geplant und sollen erneut die Regierung in Mißkredit bringen, wie das schon zuvor in Ġûta (Ghuta) und in Aleppo (vgl. Teil I) der Fall war. Gemäß einer Mitteilung gegenüber Russia Today TV channel vom 1.4.2014 hatte al-Ğaʽfarî über diesen Sachverhalt den UN-Generalsekretär wie den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates in zwei identischen Schrei- ben vom 25.3.2014 informiert. Der erste abgehörte Anruf fand statt zwischen zwei Terroristen aus der Ğaubar-Gegend [Vorstadtbereich von Damaskus], welche sich über einen dritten Extremisten namens Abu Nader [Abû Nâḍir] unterhielten, der begonnen habe, Gasmasken an seine Mitstreiter zu verteilen. In einem anderen ähnlichen Telefonat war die Rede von einem Abu Jihad [Abû Ğihâd], welcher seine Anhänger über einen bevorstehenden Giftagsanschlag in der Ğaubar-Gegend informierte und sie aufforderte, für Gasmasken zu sorgen. Jedesmal ging es darum, die Regierung eines neuen Giftgasanschlags zu bezichti- gen [vgl. Präsident Obamas Rede über das „Überschreiten der roten Linie“ in Teil I]. Etwa gleichzeitig sendete die mit al-Qaida verbundene Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra (an-Nuṣra-Front) auf ihrem Youtube– Kanal am 23.3.2014 ein Video, welches die Vorbereitungen für Bom- benattentate in Sukkar im Bezirk von ʽAdra [Industrie-Vorstadt von Da- maskus] zeigte, wo die genanten Extremisten schon einige Zeit ihr Unwe- sen trieben. Auf dem Video sehe man u.a. zwei mit Sprengladungen und Chemikalien bestückte Wägen, einmal mit dem Terroristen Shamel al-An- sari [Šamal al-Anṣârî], dann mit dem Extremisten Abu Stef al-Urduni [auch: Abu Staif …, d.i.: Abû Ṣuṭaif …] als Fahrer zu dem Zweck, beide in besagtem Gebiet zur Detonation bringen. Schon früher habe man sich an die „internationale Gemeinschaft“ via UN-Sicherheitsrat gewandt, auf derartige Bedrohungen mit chemischen Waffen und darauf aufmerk- sam gemacht, wie wichtig es sei, Druck auf jene Länder auszuüben, welche – darunter vor allem die türkische, qaṭarische und saudi- sche Regierung – derartige Terrorgruppen unterstützen, um terroritischen Akten wie dem Beschriebe- nen vorzubeugen. Nun sei es am UN-Sicherheitsrat, zu handeln. –      Zu den Vorfällen an der Grenze zur Türkei um Kasab stellte er neben anderem (vgl.u.) zu den dort agierenden Terrorgruppen heraus: “These terrorist groups came from Turkish territories and were covered by Turkish artillery, tanks and air- crafts so that they aren’t engaged by the Syrian Army in that area, with the purpose of the Turkish military involvement being an attempt to distract the Syrian Army form these terrorist groups so that they may commit their heinous acts”. Viele Armenier seien dadurch schon zur Flucht getrieben worden, doch die syrische Armee gehe gegen die Extremisten vor. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/04/01/al-jaafari-terrorists-planning-to-launch-chemical-attack-on-jobar-to-accuse-the-government/ mit Video unter Verweis auf SANA).

Bei einem bundesweiten Einsatz gegen mutmaßliche ISIS-Mitglieder gab es am Mo., 31.3.2014, drei Festnahmen. Wie die Bundesanwalt- schaft in Karlsruhe mitteilte, hatten sich zwei der drei Festgenommenen in Syrien der Terrorgruppe angeschlossen, während die verhaftete Frau die Terrorgruppe finanziell unterstützt haben soll. Die Sicherheitskräfte durchsuchten insgesamt zehn Wohnungen in Berlin, Bonn und Frankfurt am Main, darunter auch Wohnungen fünf weiterer Beschuldigter. In Ber- lin nahmen Beamte den 35 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen Fatih K. fest. Er soll sich von Juli bis September 2013 an Kämpfen paramilitärischer Einheiten in Syrien beteiligt sowie Propagandamaterial hergestellt haben. Zudem soll er noch der Terrorgruppe Ğunûd aš-Šâm (Junud Al-Sham) angehört haben. In Frankfurt wurde ein 26-jähriger Türke festgenommen, der sich in Syrien der ISIS-Gruppe angeschlossen haben und nach seiner Rückkehr im Januar nach Deutschland versucht haben soll, Geld und Sachmittel für die Gruppe zu beschaffen. Die in Bonn verhaftete Frau mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit wurde soll das Terrornetzwerk durch vier Zahlungen von insgesamt etwa 4.800 Euro unterstützt haben. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/257564-gro%C3%9Feinsatz-in-deutschland-gegen-unterst%C3%BCtzer-einer-terrorgruppe-in-syrien).

Wie zur Bestätigung erfolgte am schon Mo., 31.3.2014, wieder eine – von türkischer Seite als Reaktion bezeichnete – Beschießung sy- rischen Territoriums von Hatay (d.i. Alexandrette, Näheres dazu s.u.) aus. Der „Krieg“ der Türkei mit Syrien war auch Teil der Ansprache von Pemierminister Erdogan nach seinem Wahlsieg. (http://german.ruvr.ru/news/2014_04_01/Turkische-Artillerie-beschie-t-syrisches-Territorium-0202/). – Laut Meldung einer kuwaitische Tageszeitung hat die syri- sche Armee am 31.3.2014 bekannt gegeben, die Luftabwehr des Landes sei bereit, im Falle der Verletzung des syrischen Luftraumes durch die Türkei deren Kampfjets abzuschießen. Vor kurzem hatte die türkische Luftwaffe nicht nur ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen (vgl.u.), sondern auch die Armee durch militärische Operationen an der Grenze zu Syrien und Angriffe mehrfach die syrische Souveränität ver- letzt (vgl.u.). Syrien hat wegen der wiederholten Übergriffe auf syri- sches Gebiet die Türkei bei den Vereinten Nationen angeklagt (vgl.u.). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257563-syriens-luftabwehr-f%C3%BCr-schutz-des-syrischen-luftraums-bereit). – Näheres zum Wahlsieg Erdogans in der Türkei von syrischer Seite: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/31/turkey-elections-falsified-the-dirtiest-in-turkish-history/.

Am So., 30.3.2014, dem sog. Land Day hatte Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, politische Beraterin des syrischen Präsidenten, [nicht nur aufgrund der letzten Übergriffe von türkischer Seite] verkündet: „All those who launch assault on Syria will be repelled…hundreds of invaders had come to this land throughout thousands of years, but they were repelled and we have remained here because we believe in our land“. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/30/38th-anniversary-of-the-land-day-bouthaina-shaaban-all-those-who-launch-assault-on-syria-will-be-repelledal-quds-and-golan-eyes-of-arab-nation/).

Tschetschenien-Präsident Ramsan Kadyrow beschuldigte auf Insta- gram den Westen, die Terroristen, die im syrischen Kasab Zivilisten erschossen hatten, gepäppelt und ausgerüstet und per Geheimdien- sten ausgebildet zu haben. „Sie erfüllen nun den Auftrag, Syrien aus- einanderfallen zu lassen … .“ „Bei dem Überfall der Terroristen, die nach syrischen Regierungsangaben von der Türkei aus vorgedrungen waren, sind in Kasab rund 100 armenische Zivilisten getötet worden“, sagte Ka- dyrow. Kämpfer von al-Qaida und der damit verbundenen an-Nuṣra– Front hatten in der vergangenen Woche in Kasab an der syrisch-tür- kischen Grenze angegriffen, wo Tausende Armenier wohnen. Rund 700  armenische Familien flüchteten darauf nach al-Lâṯakiyya (Latakia, die Hafenstadt der gleichnamigen syrischen Provinz, in der Kasab liegt). (http://de.ria.ru/politics/20140401/268181714.html).

Vollzugsmeldung (zum Bericht vom 25.3.2014, s.u.): Gemäß SANA- Bericht vom 31.3.2014 haben ISIS-Terroristen am militärischen Stand- ort „Eschbal al-Az“ im Westen des von dieser extremistischen Gruppie- rung besetzten ar-Raqqa bereits 50 Kinder im Alter von 7-13 Jahren für den Zugang zu militärischen Anlagen und terroristische Operationen ausgebildet. Ibrâhîm Muslim (Ebrahim Moslem), einer der ISIS-Anfüh- rer erklärte, daß die Anwerbung von Kindern einfach und kosten- frei sei, während der Gebrauch von Erwachsenen für Selbstmordan- schläge mit Kosten verbunden sei. Zuvor hatte der syrische Außenmi- nister Walîd al-Muʽallim (Walid al-Muallem), beim Treffen mit dem UNICEF–Leiter beklagt, die Verbrechen terroristischer Gruppen seien die Hauptgründe für die Leiden der syrischen Kinder. Jene fügten den syrischen Kindern durch Übergriffe auf Krankenhäuser und Schulen Leid zu und dadurch, daß sie sie als Waffen mißbrauchten und für ter- roristische Operationen ausbildeten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257559-syrien-terroristische-gruppe-daesch-mi%C3%9Fbraucht-kinder-zu-anschl%C3%A4gen).

Laut Press TV vom 29.3.2014 ist ʽUmar Farûq at-Turkî (Umar Farouq Al-Turki), Kommandeur der Terrorgruppe ISIS (Islamischer Staat im Irâq und Syrien) bei Gefechten mit Milizen der Terrorgruppe an-Nuṣra-Front in der Provinz al-Ḥasaka getötet worden.
In der ölreichen Provinz Dair az-Zaur im Osten Syriens kam es am Samstag zu schweren Kämpfen zwischen diesen beiden vom Ausland unterstützten extremistischen Terrorgruppen. Dabei hat ISIS die Stadt Dair az-Zaur umzingelt, wo sich angeblich der an-Nuṣra-Front-An- führer Abû Muḥammad al-Ğaulanî (Abu Mohamed Al-Jolani) versteckt, um ihn zu töten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257487-kommandeur-der-isil-terrorgruppe-bei-gefechten-mit-milizen-in-syrien-get%C3%B6tet).

Die – überwiegend arabischen – Bewohner der Alexandrette/Liwâ` Is- kenderûn (Näheres dazu s.u.) machten ihrer Empörung über das im- mer feindseliger werdende Vorgehen der Erdogan-Regierung gegen- über Syrern in Demonstrationen Luft. Der in Antiochia anwesenden Korrespondent von SANA berichtete, die Bewohner unterstützten zudem die Syrer und die Regierung in Damaskus in ihrer Konfrontation mit dem von der Türkei, den Golfstaaten und den USA unterstützten Terroristen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/29/people-of-liwa-iskenderun-protest-erdogan-governments-practices-against-syria/ in Bezug auf das Erdogan-leak, vgl.u.).

Laut Meldung der Washington Post vom Fr., 28.3.2014, erwägen die USA den Ausbau ihrer verdeckten Militärhilfe für die Rebellen in Syrien.  U.a. werde diskutiert, die Gegner von Präsident al-Assad mit Flugabwehrraketen auszurüsten. Die Zahl der pro Monat vom Geheim- dienst CIA in Saudi-Arabien, Jordanien und Qaṭar ausgebildeten syri- schen Kämpfer solle auf 600 verdoppelt werden. Die Regierung von Präsident Obama denke zudem darüber nach, statt CIA-Agenten Militärs als Ausbilder einzusetzen. Die Rebellen hätten argumentiert, daß dies politisch weniger brisant sei. Qaṭar sei bereit, die Kosten für das erste Jahr des Programms zu übernehmen. Diese könnten Hunderte Millionen Dollar erreichen. Obama wurde am Freitag in ar-Riyāḍ (Riad) erwartet. Sein stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater Ben Rhodes sagte, die USA und Saudi-Arabien arbeiteten seit einigen Monaten besser zusammen, was die Unterstützung der Rebellen angehe. Der Bürgerkrieg werde ein Thema bei Obamas Besuch sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257420-usa-erw%C3%A4gen-weitere-verdeckte-hilfen-f%C3%BCr-syrische-rebellen vom 28.3.2014). – Noch am 25.3.2014 hatte UN-Generalsekretär Ban Ki- Moon eindrücklich gefordert, die Waffenlieferungen für die Rebellen in Syrien einzustellen (vgl.u.).

US-Präsident Obama hat dramatisch an Wählergunst verloren. Seine Beliebtheit ist im März 2014 nach Angaben der Agentur AP auf den bisher tiefsten Wert gesunken. Laut einer GfK-Studie finden 59% der befragten US-Bürger, daß ihr Präsident seinen Job schlecht mache. Der russische Politologe Alexander Kusnezow wie sein Landsmann Oleg Peresypkin vom „Verband russischer Diplomaten“ schließen daher nicht aus, daß sich die US-Administration für ein militärisches Eingreifen in Syrien entschließe, um den Präsidenten auf der Sympathieskala wieder nach oben zu bringen. (http://de.ria.ru/politics/20140328/268136529.html vom 28.3.2014) .

Die syrischen Behörden sind gemäß Aussage von Botschafter Riyāḍ Ḥaddâd (Riad Haddad, s.u.) am 27.3.2014 bereit, die Friedensge- spräche im Rahmen einer Genf 3-Konferenz fortzusetzen, auch wenn noch kein Termin dafür feststehe. „Die USA, die versuchen, die Auf- merksamkeit der Völkergemeinschaft von der Regelung der Situation in Syrien abzulenken, indem sie Probleme mit der Ukraine und insbeson- dere mit der Krim aktiv in den Vordergrund bringen, sind an einer bal- digen Beilegung des Syrien-Konflikts nicht interessiert“, befürchtet der Diplomat, eine Einschätzung, die Rußland teile. „Der Westen unterstützt nach wie vor Terrorgruppen in Syrien und liefert ihnen Waffen, was die Lage im Lande und in der Region destabilisiert“. Erneut verwies er auf die fehlende Einigkeit der Opposition in Bezug auf die während Genf 2 im Februar unterbreiteten Vorschläge des UN-/AL-Syrien-Beauftragten al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257367-damaskus-zu-einer-neuen-runde-der-syrien-friedensgespr%C3%A4che-bereit).

Die durch Saudi-Arabien unterstützten Bestrebungen des [ausländi- schen] sog. Syrischen Nationalrats (SNC, dazu s.u.) beim Treffen der Arabischen Liga (AL) in Kuwait City den Sitz der syrischen Regierung einzunehmen, sind fehlgeschlagen. Hierzu haben wohl auch die Briefe von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und Präsident Putin an die Liga (vgl.u.) beigetragen. Wie der Sender al-ʽAlam berichtete, war dem SNC die Teilnahme nur auf einer “außerordentlichen Basis” gestattet worden, nicht als legitimer Repräsentant Syriens. Ebensowenig schloß sich die AL der SNC-Forderung nach Waffenlieferungen an die militanten Re- bellen an, um die syrische Regierung zu stürzen. AL-Generalsekretär Nabîl al-ʽArabî erklärte, beim Treffen sei der Sitz Syriens leer geblieben, weil der SNC keine Regierung ist, während der Sitz Regierungen vorbe- halten sei. Deswegen sei er selbst schon im vorigen Jahr beim Treffen in Kairo dagegen gewesen, dem SNC einen Sitz zu geben. SNC-Sprecher Louay [Lû`î ] Saf î (vgl.u.) bestätigte, Ägypten, Algerien, der Libanon und Irâq hätten dem SNC die Übertragung der Repräsentanz für Syrien verweigert. Die libanesische Regierungsvertretung habe sogar damit gedroht, das Treffen zu verlassen, sollte dem SNC der Sitz Syriens über- lassen werden. Der irâqische Außenminister Hişyar Zêbarî (Hoshiyar Zebari) warf gegenüber Reuter die Grundsatzfragen auf: “Woraus resultiert ihre Hoheitsgewalt? Was ist ihre Autorität? Sie repräsentieren keinen Staat und haben keine Regierungsfunktion.” (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257371-arabische-liga-verweigert-der-syrischen-opposition-die-offizielle-anerkennung).

Auch der syrische Botschafter in Rußland, Riyāḍ Ḥaddâd (Riad Haddad) bezeichnete das Vorgehen Israels (nicht provozierter Beschuß ziviler Ziele von den Golanhöhen her, vgl.u.) und der Türkei (vgl.u. unmittel- bar) gegen Syrien als Bedrohung seiner territorialen Integrität und Souveräni- tät. Beide Länder beanspruchten „Territorien des Landes für sich und versuchen, diese zu annektieren, was dem Völkerrecht wider- spricht“. Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Offensive der syri- schen Armee und der zügigen nationalen Aussöhnung in Syrien „hat Israel die Golan-Provinz Kuneitra angegriffen“, ergänzte der Diplomat. „Danach hat die Türkei auch die Stadt Kassab überfallen und die Ter- rorgruppen ‚Jabhat an-Nusra‘ und ‚Jabhat al-Islamiyya‘ mit Artillerie unterstützt, ihnen materiell-technische Hilfe erwiesen und sie mit Infor- mationen versorgt“. Ihm zufolge hat die Türkei mit dem Abschuß des syrischen Flugzeuges im Luftraum Syriens versucht, die syrische Armee zu provozieren. Damaskus „behält sich daher das Recht auf eine angemessene Antwort“ die ungerechtfertigte militärische Aggression von Seiten der Türkei und Israels in gebührender Weise vor, erklärte er am 27.3.2014 gegenüber RIA Novosti. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257361-damaskus-israel-und-t%C3%BCrkei-bedrohen-syriens-souver%C3%A4nit%C3%A4t). – Eine Bestätigung für die An- nahme einer Provokation wie einen übezeugenden Grund für jüngste Twitter-Blockierung durch Erdogan liefert ein bekannt gewordene Unterhaltung, die eben nicht öffentlich wernden sollte, nämlich die Pla- nung einer False Flag Operation, um Syrien in einen Krieg mit der Tür- kei zu verwickeln. Das YouTube-Video ist zu sehen auf: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/28/turkey-start-a-false-flag-war-with-syria-the-intercepted-conversation-between-key-turkish-military-and-political-leaders-that-erdogan-wanted-banned-videoeng-trans/

In zwei identischen Briefen, einmal an den UN-Generalsekretär, dann an den UN-Sicherheitsrat, bat der syrische Minister Fayṣal Miqdâd am 26.3.2014, alle erforderlichen Mittel zu unternehmen, um die türki- sche Einmischung in die Kämpfe in Syrien wie die türkische Unter- stützung der bewaffneten Terroristen im Kasabdistrikt [vgl.u] von Liwâ`Iskenderûn aus zu verurteilen und die türkische Regierung zum Einhalt ihrer Aggression zu zwingen. Die Syrische Nachrichtenagentur SANA veröffentlichte eine Kopie der Schreiben. Zu den neueren fort- dauernden militärischen Übergriffen seitens der Türkei kämen die seit drei Jahren andauernde Aufnahme, Beherbergung, Finanzierung und Organisierung mehrerer 10.000 Anhänger der verschiedensten terroristischen Muğâhidîn-Gruppen, die nach Syrien eingeschleust würden und weiteren Rückhalt vom türkischen Territorium aus erhiel- ten,wie man erst kürzlich wieder sah. Gerade die mit al-Qaida verbun- dene an-Nuṣra-Front werde durch die Türkische Armee logistisch und militärisch unterstützt. Gestützt sind die diplomatischen Noten auf die Resolutionen Nr.1267, 1999 und 1989, 2011. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/27/syria-calls-on-un-unsc-to-condemn-turkish-involvement-in-supporting-terrorist-groups-in-kasab-district/). – Geschichtlicher Hintergrund: Liwâ` Iskenderûn geht zurück auf die Stadtgründung durch Alexander d. G. 333 v.u.Z. nach der Schlacht bei (nahe gelegenem) Issos, namens ’Αλεξάνδρεια κατὰ ’Ισσόν, d.i. Alexandreia bei Issos (zum Unterschied von Alexanders gleichnamiger Stadtgründung in Ägypten). Ein anderer gebräuchlicher Name war: Αλεξάνδρεια η μικρά (Klein-Alexandria), was zum Diminutiv Alexandretta wurde. Die persisch-arabische Form von Alexander ist wiederum Iskander, türkisch İskender. Mit dem französich-syrischen Begriff Alexandrette (türkisch: İskenderun) ist die gesamte Region um diese Stadt (als südlichste der heutigen Türkei am Mittelmeer) gemeint. Sie wurde 642 n.u.Z. im Laufe der arabisch- muslimischen Expansion erobert. Infolge des Sykes-Picot-Abkommens von 1916 gehörte das Gebiet wie das restliche Syrien zur französischen Sphäre. Im Vorfeld des II. Weltkriegs schien es beiden Mandataren im Nahen Osten als Gegen- leistung für Unterstützung oder mindestens Beibehaltung der Neutralität bei kommenden militärischen Auseinandersetzungen dienlich, das Gebiet der Türkei zu überlassen. Diese ergriff am 1.9.1939 die Chance und annektierte die Region, die nur zu 20% von Türken bewohnt war. (http://sana.sy/eng/29/2013/11/30/515150.htm).

Im bayerischen Wildbad Kreuth beschäftigt sich ab Do., 27.3.2014, die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung mittels einer internationalen Konfe- renz mit dem Krieg in Syrien, der Lage der Christen dort sowie der Neuordnung des Nahen Ostens. Zu den Teilnehmern an einer Podiums- diskussion zum Thema „Wie neu wird der neue Nahe Osten wirklich?“ am Freitag gehört der Botschafter der IR Iran in Berlin, S.E. Ali Reza Sheikh Attar, Haissam Manna, Sprecher des Nationalen Koordinationskomitees für demokratischen Wandel der syrischen Kräfte (Damaskus/Syrien), Richard C. Schneider, Leiter des ARD-Fernsehstudios (Tel Aviv) und Staatsminister a.D. Otto Wiesheu, Präsident der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. (Berlin). Kooperationspartner der Veran- staltung ist der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/257337-syrien-konferenz-der-hanns-seidel-stiftung-mit-dem-iranischen-botschafter).

Im zu 90% von Kämpfern der mit al-Qaida verbündeten Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) besetzten ar-Raqqa (Ort der kürzlichen Kreuzigung, vgl.u.!) haben am Mi., 26.3.2014, zwei Bomben auf die heiligen Šîʽiten-Schreine in der Moschee der Pro- phetengenossen ʻAmmār ibn Yāsir (Ammar bin Yasir) und Uwais al-Qa- ranî (Uwais al- Qarani) gezündet und erhebliche Schäden angerichtet. Diese Moschee, die einst zu den wichtigen Pilgerstätten Syriens für Pilger aus dem Iran,dem Libanon und dem Irâq zählte, ist ebenfalls seit einem Jahr von den ISIS-Terroristen besetzt. Darauf forderte das ira- nische Außenministerium die internationalen Organisationen, da- runter die UN wie die OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) auf, derartig extremistischen, anti-kulturellen und gegen die internatio- nalen Vorschriften verstoßenden Aktionen entgegenzutreten. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/257347-iran-verurteilt-bombenanschlag-auf-schiitische-schreine-in-syrien).

Im syrischen Bürgerkrieg wurden bislang 1.900 Moscheen und 98 Kirchen sowie 1.600 Schulen zerstört. Auch 60% der Kranken- häuser sind zerstört oder schwer beschädigt, machte der syrische Botschafter in Rußland, Riyāḍ Ḥaddâd (Riad Haddad), bei einem Treffen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. in Moskau deutlich. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257338-1900-moscheen-und-98-kirchen-in-syrien-zerstoert unter Bezug auf kathweb.at , s.a. http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/news/page_news.php?id=30321).

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat alle syrischen Konfliktparteien aufgefordert, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, indem er nochmals betonte, daß es in der Syrienkrise keine militärische Lö- sung gebe. Zudem forderte er die Einstellung aller Waffenlieferungen nach Syrien. Laut Bericht des Nachrichtensenders al-Mayâdîn habe er am 25.3.2014 er den UN-/AL-Sondergesandten für Syrien, al-Aḫḍar al- Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) gebten, auf der Sitzung der Arabischen Liga (AL) in Kuwait seine Botschaft den arabischen Staatschefs vorzulesen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/257304-ban-ki-moon-fordert-alle-syrischen-konfliktseiten-zur-wiederaufnahme-der-verhandlungen-auf). – Einen Brief ähnlichen Inhalts richtete Präsi- dent Putin an die Teilnehmer der AL-Sitzung in Kuwait. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/25/while-usa-agents-and-obamas-cannibals-are-slaughtering-the-syrian-people-president-putin-stresses-on-resuming-geneva-talks-to-find-political-solution-in-syria/).

Während der zweitätigen 5. Sitzung der Staatsoberhäupter der AL in Ku- wait sprach sich der saudische Kronprinz Salman bin Abdûl-ʽAzîz SNC- wunschgemäß (vgl.u. Eröffnungsrede von SNC-Präsident Aḥmad al- Ğarba) dafür aus, den Sitz Syriens bei der AL den SNC-Vertretern zu überlassen. Obwohl sein Land Saudi-Arabien offenkundig die Terrori- sten in Syrien unterstützt, behauptete der Kromprinz: Riad verurteile alle Terroraktionen, egal woher sie stammten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/257321-emir-von-kuwait-ist-besorgt-%C3%BCber-die-fortsetzung-der-differenzen-zwischen-den-arabischen-staaten).

Über die Aktionen der Regimegegner in Syrien ließ sich nun UN- Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem Bericht deutlich aus, der am Mo., 25.3.2014, an die 15 Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrates gerichtet wurde: Sie seien eher nicht auf militärische Ziele, sondern vielmehr auf die Schaffung einer Atmosphäre des Terrors unter der Bevölkerung gerichtet, verdeutlichte er. Mit den zunehmenden” Terrorakten der extremistischen Gruppen in Syrien” werde versucht, radikale Ideologien in einigen Teilen des Landes aufzuzwingen“. [d.i. in den von den Extremisten besetzten Gebieten]. Zudem äußerte er seine Besorgnis über die Teilnahme „ausländischer Elemente und Gruppie- rungen“ an den Kämpfen und rief alle Länder und Organisationen auf, „die Unterstützung von Gewalt im Lande unverzüglich einzustellen und statt dessen ihren Einfluss zur Förderung der politischen Regelung einzusetzen“. (http://de.ria.ru/politics/20140325/268109462.html).

Wie zur Bestätigung waren auch am Mo., 25.3.2014 wieder tote und verletzte Zivilisten (darunter ebenso wieder Kinder) als Opfer verschie- dener Mörserattacken der Rebellen in Wohngebieten zu beklagen. Auf einer Muğâhidûn-Webseite erschien sogar ein Video, das die Kreuzi- gung eines Bürgers im von ISIS größtenteils besetzten ar-Raqqa durch Mitglieder dieser Muğâhidûn – und Terrororganisation zeigt (s. https://www.facebook.com/photo.php?v=689586454437447&_fb_noscript=1). Eine rechtzeitige Sicherungskopie befindet sich hier: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/25/terrorist-attack-in-damascus-countryside-9-citizen-killed-including-2-children-5-and-6-years-old-several-injured/ (unter Übernahme von SANA, dazu auf das Photo vom Gekreuzigten klicken!). Dem gekreuzigten Bürger wurde durch die Rebellen Mord und Diebstahl zur Last gelegt, doch lasse die Kreuzigung eher auf eine Vergeltungsmaßnehme aus fanatisch-religiösen Gründen schließen. In der zu 90% von ISIS-Extremisten besetzten Stadt würden die Bürger zudem als Schutzschilde und als Druckmittel für Lösegelderpressungen benutzt. Der Delinquent wurde anschließend erschossen. (loc. cit.). – Erfolge gegen Terroristen hatte auch wieder die Armee zu verzeichnen (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/25/terrorists-dealt-crushing-blows-in-northern-lattakia-and-across-the-country/).

Die Terrorgruppierung Islamischer Staat im Irak und der Levante [ISIS] hat im Norden Syriens ein Übungslager zur Ausbildung von Suizidat- tentätern mit Vorbereitung von Kindern für derartige Handlungen unter realen Kampfbedingungen eröffnet. Dort werden rund 50 Jungen im Alter von sieben bis 13 Jahren in 25 Tagen ausgebildet. Innerhalb dieser Zeit lernen sie die Grundlagen des Ğihâd und die Anwendung moder- ner Schußwaffen. Nach der Ausbildung treten die Minderjährigen der Organisation bei, die eine der radikalsten regierungsfeindlichen Gruppen darstellt und die Errichtung eines islamischen Staates zum Ziel hat. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_25/Syrien-Terroristen-eroffnen-Lager-fur-Ausbildung-minderjahriger-Selbstmordattentater-7932/).

Nach Angaben des vormaligen US-Botschafters für Syrien, Robert Ford, soll gemäß New York Times vom 23.3.2014 Präsident al-Assad noch lange an der Macht bleiben. Zudem  kritisierte der nun in Rente lebende frühere Diplomat die syrischen „Oppositionellen“, welche Terroraktionen extremistischer Gruppen, insbesondere die von an- Nuṣra-Front, nicht verurteilten. (http://german.irib.ir/nach­richten/item/ 256489-ex-us-botschafter-in-syrien-bashar-assad-wird-noch-lange-im-amt-bleiben).

Der türkische Regierungschef Erdogan hat am 23.3.2014 bestätigt, daß türkische Jagdflugzeuge ein syrisches Flugzeug abgeschossen hätten. (http://de.ria.ru/politics/20140323/268098043.html). – Die syri- sche Stellungnahme steht noch aus.

Am 22.3.2014 traf  Asmâʽ al-Assad, die Ehefrau von Präsident Baššâr al-Assad, die weiblichen Hinterbliebenen von den durch die Rebellen Getöteten und tröstete sie. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/22/syrian-first-lady-asma-al-assad-meets-the-mothers-and-wifes-of-martyrs/ mit Video und Photos, wie z.B.:)

Der syrischen Armee gelang es in der Umgebung von al-Lâḏakiyya, dem Ausschiffungshafen der syrischen Chemiestoffe, Terroristen- sammelpunkte wie deren Ausgabestellen für Raketen und Munition sowie schwer bewaffnete Panzerwagen und vier Mörsergranaten mit Abschußrampen zu zerstören. Getötet wurden der Saudi  Abû Islâm at-Tamîmî, Führer der sog. Anṣâr aš-Šâm und Ihan aš-Šurikî, Führer von Ğabhatu_n–Nuṣra, die libanesischen Terroristen  Marwan al-Mağ- zûb und Abu al-Waîid al- Anṣâr î, dazu Abû ʽAbdulâh at-Turkî (also wohl ein Türke), ʽIṣâm Zaidan, ʽAbdulâh aṣ-Ṣûfî und Muḥammad Mağbûr, daneben etliche andere namentlich bekannte Unterführer. Weitere Erfolge gegen Terroristen wurden auch in anderen Gegenden erzielt, s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/22/30711/ unter Rückgriff auf  http://sana.sy/index_ara.html vom 22.3.2014 mit Photos.

Am 20.3.2014 ist es der Armee zusammen mit einer Landesverteidi- gungsmiliz gelungen, die den Krak des Chevaliers besetzenden Re- bellen, die meisten davon Ausländern (!), zu besiegen und aus den Mauern der Kreuzritterburg zu vertreiben. Stadt und Umgebung waren ein Sammelpunkt für über den Libanon eingeschleuste Terroristen und Waffen. (http://sana.sy/index_ara.html vom 21.3.2014).

Nach dem jüngsten Raketenangriffen von den Golanhöhen aus u.a. auf eine Schule in al-Ḥamîdiyya (vgl.u.) wie anläßlich des nationalen Teacher’s Day empfingen Präsident al-Assad mit Frau eine Reihe von Lehrer(inne)n, die trotz der Krise mit ihrer ständigen terroristischen Be- drohung kontinuierlich ihre Pflicht erfüllten. Dabei stellte er auch heraus: „targeting teachers and  schools as revealing the reality of those who are waging the war on Syria and proving that the Syrians are involved in a war against ignorance and obscurantism which pose threat to the Syrian society and the upcoming generations“. [Ausgerechnet Lehrer und Schu- len zum Ziel von Anschlägen zu nehmen, enthülle die wirkliche Ge- sinnung jener, die gegen die [säkulare] syrische Gesellschaft Krieg führten. Es zeige, daß sich Syrien ihm Krieg gegen Ignoranz und Obsku- rantismus befinde, die beide die syrische Gesellschaft und kommende Generationen bedrohten]. Nochmals unterstrich er: „those who threate- ned them want to stop the educational cycle in Syria through preventing students from receiving knowledge and drowning them into the darkness of ignorance, so they insisted to continue their mission and serve their homeland.“ [Diejenigen, welche die [Lehrenden] bedrohen, wollen den pädagogischen Zyklus in Syrien abbrechen, indem sie Schüler wie Stu- denten daran hindern, Kenntnisse zu erwerben und sie damit in dü- sterer Ignoranz zu ertränken. Sie [die Lehrenden] aber hielten an ihrer Mission fest und dienten damit ihrer Heimat]. Dem schloß sich Frau Asmâʽ al-Assad mit eigenen Worten an. Danach folgte ein Gedanken- austausch mit den Bürgern. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/20/president-bashar-al-assad-targeting-teachers-and-schools-reveals-reality-of-those-who-are-waging-war-on-syria/ vom 20.3.2014 gemäß http://sana.sy/index_ara.html). – Eine der grundlegenden Richtlinien der Baʽṯ-Par- tei, welcher al-Assad angehört, ist Bildung für alle Landesbewohner, insbesondere – im Gegensatz zu den meisten Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung – auch und gerade für Frauen (jeden Alters). Im klassischen Islam wird dagegen alles Wissen, das nicht mit der Re- ligion zusammenhängt, nicht nur als überflüssig, sondern streng ge- nommen als bekämpfenswert erachtet. Mädchen sollen – statt zur Schule zu gehen – so früh wie möglich verheiratet werden. Bildung zu vermitteln helfe, Syrien zu beschützen und die Krise durchzustehen.

In Reaktion auf die erzwungene Schließung der syrischen diploma- tischen Vertretungen in den USA inklusive der Botschaft in Washing- ton (vgl.u.) bezeichnete das syrische Außenministerium diese Vorge- hensweise der US-Regierung als Verletzung des Wiener Überein- kommens über diplomatische und konsularische Beziehungen. Durch Schließung der syrischen Botschaft in Washington wird das Leben von ungefähr einer Million in den USA lebenden Syrern beeinträchtigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256361-syrien-reagiert-auf-schlie%C3%9Fung-seiner-botschaft-in-washington). – Auch Baššâr Ğaʽfarî (Bashar Jaafari), ständiger Vertreter Syriens bei der UNO, kri- tisierte diese Handlung zum Nachteil einer Million in den USA lebender Syrer wie auch das russische Außenministerium. Damit hätten sich die USA von ihrer unterstützenden Rolle bei den Syrienverhandlungen zurückgezogen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/256376-syrischer-botschafter-bei-der-un-kritisiert-die-ausweisung-der-syrischen-diplomaten-aus-den-usa).

Die Stadt al-Ḥuṣn nahe der Grenze zum Libanon konnte durch die Ar- mee von den Rebellen befreit werden. Die meisten der Söldner stellen sich erneut als Ausländer dar. Die, die sich ergaben, erbaten für sich die Anwendnung des von Präsident al-Assad erlassenen Amnestie- gesetzes. Etwa hundert haben sich beim Rückzug jedoch in der die Landschaft beherrschenden Kreuzritterburg Krak des Chevaliers, Teil des Weltkulturerbes, mit Waffen und Munition verschanzt. Sie dort zu bekämpfen ist vor allem insofern schwierig, da der historisch wertvolle Gebäudekomplex möglichst keinen Schaden nehmen soll. (http://www.syrianperspective.com/2014/03/al-hissn-liberated-rankoos-to-fall-shortly-news-and-comment.html).

Ministerpräsident Wâ`il al-Ḥalaqî (Wael al Halki) beklagte im Sonder- interview mit der Zeitung al-Baʽṯ, die bewaffneten Unruhen der letzten drei Jahre hätten in Syrien Schäden in Höhe von 4 Trillionen und 700 Milliarden syrischer Lira [umgerechnet etwa 31 Milliarden 300 Milli- onen US-$] angerichtet. Für den Wiederaufbau Syriens im laufenden Jahr betrage das Budget angehend 50 Milliarden syrische Lira, d.h. 345 Millionen Dollar gegenüber 30 Milliarden syrischer Lira (207 Millionen Dollar) 2013. Das derzeitige vorrrangige Anliegen der Regierung be- stehe darin, die bewaffneten Kräfte mit der notwendigen Ausrüstung für den Kampf gegen den Terrorismus zu versorgen, um wieder Sicher- heit und Stabilität im Land herzustellen. Es sei zudem notwendig, der Bevölkerung elementare Bedarfsgüter zur Verfügung zu stellen. Syrien habe bereits für die Nahrungsversorgung der Bevölkerung für ein Jahr ausreichend Weizenvorräte angelegt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256321-syrischer-ministerpr%C3%A4sident-unruhen-verursachten-sch%C3%A4den-von-mehr-als-31-milliarden-dollar).

Am 18.3.2014 war eine israelische Armeestreife mit Kfz an der Gren- ze zu Syrien im Raum der Golanhöhen vermutlich auf eine Sprengla- dung aufgefahren. Drei israelische Soldaten erlitten Verletzungen. Dies beantwortete die israelische Luftwaffe in der Nacht zum 19.3.2014 mit einer Reihe vernichtender Luftangriffe auf syrische Militärobjekte – Artilleriebatterien, ein Trainingslager und den Stab der syrischen Streit- kräfte – meldet Reuters unter Berufung auf den Sprecher der israeli- schen Armee, Oberstleutnant Peter Lerner. – Die Zugehörigkeit der Go- lanhöhen ist der Hauptgegenstand des syrisch-israelischen Konflikts, nachdem sich Israel das syrische Gebiet nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 aneignete. Im Dezember 1981 verabschie­dete das israelische Par- lament sogar das Gesetz über die Ausbreitung der israelischen Juris- diktion auf die Golanhöhen. Die UN-Vollversammlung bezeichnete diese Annexion mehrfach  als ungesetzlich und rief Israel auf, die Golanhö- hen an Syrien zurückzugeben. (http://de.ria.ru/security_and_military/20140319/268066052.html).

Syrien muß seine diplomatischen Vertretungen in den USA unver- züglich schließen. Betroffen von der Anweisung sind in erster Linie die syrische Botschaft in Washington sowie die Honorarkonsulate in Troy (US-Staat Michigan) und Houston (Texas), teilte der US-Sondergesandte für Syrien, Daniel Rubinstein, am 18.3.2014 mit. Alle Mitarbeiter, die keine US-Bürger sind bzw. keinen rechtmäßigen ständigen Wohnsitz in den USA haben, müssen das Land verlassen. “Es ist unzulässig, dass die von Syriens Präsident Baschar al-Assad ernannten Menschen ihre Arbeit in den USA fortsetzen“, zitierte RIA Novosti den Gesandten. Die diplomatischen Beziehungen zur syrischen Regierung sollen jedoch aufrecht erhalten werden. Die US-Regierung reagierte damit auf eine Entscheidung der syrischen, die konsularischen Dienste für in den USA lebende Syrer einzustellen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/256315-syrien-muss-diplomatische-vertretungen-in-usa-schlie%C3%9Fen und http://de.ria.ru/politics/20140319/268068965.html). – Moskau erwartet dennoch nicht, daß sich der US-Beschluß über die Aus- setzung der diplomatischen Beziehungen mit Syrien negativ auf den Prozeß der Entsorgung der syrischen C-Waffen auswirken werde, berichtet RIA Novosti am 19.3.2014. „Es handelt sich um die Umsetzung der Resolution 2118 des Uno-Sicherheitsrates und von Beschlüssen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)“ erfuhr man aus dem russischen Außenamt. Mehr als die Hälfte der C-Waffen-Arsenale – 50,65% – seien entweder schon vor Ort entsorgt oder aus Syrien ab- transportiert worden. (http://de.ria.ru/politics/20140319/268068965.html).

Im rückeroberten Yabrûd im Qalamûngebirge hat die Armee Werkstät- ten der Rebellen für die Herstellung von IEDs [d.i. improvised explo- sive device, zu deutsch: unkonventioenelle Spreng- und Brandvorrich- tung] entdeckt. Auf einer Farm fanden sich dazu Dutzende speziell mani- pulierte Sprengkörper und selbstgebaute Raketen. Bei Ra`s al-ʽain wur- den u.a. die Terroristenführer ʽAlî ʽAbdelaal (?) und Ala’a (?) Darkûš ge- tötet. Armee-Erfolge gegenüber der Islamischen Front in ʽAdra mit Tö- tung von Yassir aš-Šaiḫ Bakrî  und Waffen- und Munitionszerstörung wie gegenüber ISIS in Homs waren zu verzeichnen, dazu in Aleppo und Idlib, Darʽa, Dair az-Zaur und dem Hafen al-Lâḏakiyya. Zudem wurden ʽAzîz Hamdo, Mazen Qara Muḥammad und Samir Madanî von der Ğabhatu n-Nuṣra getötet. Weiteres s. bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/19/war-against-syria-syrian-army-kills-dozens-of-terrorists-and-thwarts-infiltration-attempts/.

Weitere Mörserangriffe durch terroristische Rebellen gegen Zivili- sten erfolgten als „Rache“ für ihre fortschreitende Zurückdrängung durch die Armee.  Betroffen waren die Städte Damaskus mit Umland, Dair az-Zaur und Homs. Näheres bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/18/several-civilians-killed-in-terrorist-attacks-in-damascus-its-countryside-homs-and-deir-ezzor/

Nach den Erfolgen der syrischen Armee im Kampf gegen die terroristisch vorgehenden Rebellen während der letzten Tage revanchieren sich die- se offenbar wieder mit Anschlägen auf die syrische Zivilbevölkerung.  Nach Angaben des Nachrichtensenders al-ʽAlam wurden sechs syrische Bürger am Mo., 17.3.2014, bei der Detonation einer Autobombe in Homs im Zentrum Syriens getötet, 20 weitere erlitten Verletzungen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256248-explosion-einer-autobombe-in-syrien).

Der syrischen Armee ist es am So., 16.3.2014, gelungen, Yabrûd im Qalamûn-Gebirge, wo sich das Hauptquartier der an-Nuṣra-Front befindet, vollkommen einzunehmen und von den extremistischen Re- bellen zu befreien. Unter den Getöteten befinden sich auch bekannte Terroristen wie Muʽtaz ar-Rifâʽî, Aḥmad Dahir, ʽIṣâm an-Nâyif und Zaka- raya Ḫuḍra (http://sana.sy/index_ara.html). – Laut offizieller Armeeer- klärung hat die syrische Armee hat mit Hilfe der Kräfte der National- verteidigung die Befreiung der Stadt Yabrûd und die Kontrolle der Armee darüber bekannt gegeben. Die Rebellen hatte die Stadt in eine Festung verwandelt. Sie galt als Tor für Waffen und Terroristen nach Syrien. Zahlreiche Extremisten seien bei dem Einsatz getötet worden. Man verfolge die Reste der Terrorbanden. Damit ist ein Sicherheits- ring um die Gebiete zur libanesischen Grenze gezogen und die Lieferrouten der Terroristen durchtrennt worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256188-erkl%C3%A4rung-der-syrischen-armee-yabroud-befreit). – Unter den getöteten Terro- risten sei auch die wichtige Führungsfigur ʽAbdal aš-Šâm (Abdal al- Sham, als “sprechender Name” für “Diener von Großsyrien). Hervorgehoben wird zudem die große strategische Bedeutung von Yabrûd gemäß Farsnews unter Berufung auf Russiyya al-Yaum. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256185-170-terroristen-und-13-anf%C3%BChrer-im-kampf-gegen-syrische-armee-get%C3%B6tet).

ʽAlî Šamḫan (Ali Schamkhan), Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, am 16.3.2014 abends beim Treffen mit al-Aḫḍar al- Ibrâhîmî, UN-/Al-Sondergesandtem für Syrien, in Teheran: “Die UNO muss unparteiisch sein und sich für die Forderungen des syrischen Vol- kes einsetzen.” Dabei bekundete er seine Besorgnis über den Einfluß einiger Länder auf die UN. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/256212-iran-die-un-sollte-sich-f%C3%BCr-die-forderungen-des-syrischen-volkes-einsetzen).

Tausende haben zur Unterstützung der säkularen syrischen Regie- rung wie der seit drei Jahren der Gewalt und Unruhen ausgesetzt syri- schen Bürger, in einigen Hauptstädten westlicher Länder wie in Lon- don, Rom, Paris, Madrid demonstriert und die Passivität der internatio- nalen Gremien verurteilt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/256180-demonstrationen-der-anh%C3%A4nger-der-syrischen-regierung-und-nation-in-europa).

Ein neues bedenkliches Phänomen zeigt sich in Syrien, nachdem die Terroristengruppe ISIS Ende Januar verlautbaren ließ, erstmals auch Frauen in ihre Reihen aufzunehmen: so patrouilliert ein von al-Qaida inspiriertes bewaffnetes reines Frauenbataillon die Straßen in der ar-Raqqa-Provinz ab, um „unislamisches“ Verhalten von Frauen zu ahnden: z.B. wurden an einer Schule in einer Klasse für Mädchen zwi- schen 15 und 17 Jahren 10 Schülerinnen ausgepeitscht für ihre Weigerung, am [islamischen] Dresscode festzuhalten. Jedoch trugen sie nicht etwa zu kurze Röcke, sondern wurden bestraft, da man ihre Au- genbrauen (sic!) unter ihrer Verschleierung hervorlugen sehen konn- te. (http://planetivy.com/mayhem/91133/al-qaeda-inspired-female-battalion-flogging-girls-syria/).

Auf einem im Internet geposteten Film ist zu sehen, wie die berüchtigten terroristischen ISISRebellen (vgl.u.) in einem ihrer eroberten Mini-„E- mirate“ einen jugendlichen Christen mit einem Schwert köpfen. Vor seiner Hinrichtung werden dem Opfer seine „Sünden“ vorgehalten, näm- lich [Alkohol] getrunken und das [rituelle islamische] Gebet unterlas- sen zu haben – dies zur Abschreckung für alle anderen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/12/terrorists-in-syria-behead-christian-for-abandoning-prayers-eng-ita-video/).

[Selbst] der britische Guardian meldet inzwischen (vgl.u.), daß verdeckt Vorbereitungen zur Eröffnung einer neuen südlichen Front gegen Syrien und damit seinen Präsidenten liefen. Ein geheimes Kommando- zentrum für internationale Operationen in Amman überwache die Vor- kehrungen für die Offensive. Besetzt sei dieses Zentrum mit Militärs aus den USA, Großbritannien, Israel und 11 arabischen Staaten, die gegen al-Assad zu Felde ziehen wollen. Die Informationen entstammten undichten Stellen aus den USA, Israel, Jordanien und den Staaten am Persischen Golf. Die geplante Offensive mit dem Namen Geneva Horan diene der Zurückdrängung der syrischen Armee in den Gouverne- ments von Darʽa, Qunaitra und as-Suwaida im Südwesten des Landes gerade soweit, daß der Weg frei werde für Truppen in Richtung auf die Hauptstadt Damaskus zu. “The command center, based in an intelli- gence headquarters building in Amman, channels [schleust] vehicles, sniper rifles, mortars, heavy machine guns, small arms and ammunition to Free Syrian Army (FSA) units”, werden die Militärquellen zitiert. Hauptlieferant für Waffen und –bereitsteller von Geldern für ausländi- sche Söldner in Syrien sei Saudi-arabien, während die USA Rollbahnen für Aufklärungsflugzeuge nahe der syrisch-jordanischen Grenze er- stellen ließen zur Unterstützung der Operation. Gemäß Guardian seien Gespräche aufgezeichnet worden zwischen Präsident Obama, seiner Beraterin für Nationale Sicherheit, Susan Rice, dem saudischen In- nenminister Prinz Muḥammad bin Nâyif im Beisein von jordanischen, qaṭarischen, türkischen Agenten und denen anderer Länder der Re- gion zum Thema, man müsse jetzt ernsthaftere Schritte zur Unter- stützung der Kämpfer gegen die syrische Regierung unternehmen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/12/western-powers-conspiracy-to-accelerate-proxy-war-against-syria-report/ basierend auf al-ʽAlam).

Laut syrischen Sicherheitsquellen, gemeldet von al-Mayâdîn, wurden bei den Gefechten am 14.3.2014  in der Nähe von Yabrûd (vgl.u.) die letz- ten Terroristenstützpunkte zerstört. Die Armee drang in den ersten Bezirk im östlichen Teil der Stadt ein. Sie will einen Sicherheitsgürtel um sie ziehen, um die Rebellen abzuriegeln. Gleichzeitig mit dem Vormarsch der Armee wurde von den Fluchtversuchen der Terroristen aus der Stadt berichtet. Die an-Nura-Front richtete Kontrollposten ein, um die Flucht ihrer Einheiten zu verhindern. Dabei wurde den Deserteuren mit dem Tod gedroht. Gemäß  Sicherheitsquellen herrsche eine tiefe Meinungs- verschiedenheit unter den Terrorgruppen in Yabrûd, nachdem sie von der syrischen Armee geschlagen und viele ihrer Kämpfer getötet worden sind. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256096-syrische-armee-dringt-in-yabroud-vor). – Gleichzeitig kam die Armee bei der Befreiung des Umlands von Homs wie von Aleppo voran.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256064-syrische-armee-beginnt-mit-der-befreiung-einiger-regionen-von-homs). s.a. Syrian Arab Army regains full control of strategic border areas between Syria and Lebanon (Eng-Ita).

Der ständige syrische Botschafter bei der UNO, Baššâr al-Ğaʽfarî  (Baschar Jafari) hat die letzten Äußerungen des UN-/AL-Sonder- gesandten für Syrien, al-Ibrâhîmî  (Brahimi) scharf kritisiert: Bedauerlicherweise unterstützten einige UN-Mitgliedsstaaten die Terroristen in Syrien und diejenigen Staaten, die die Terroristen militärisch und finanziell unterstützen. Dabei bezeichnete er die drei Staaten  Qaṭar, Saudi-Arabien und Katar [sic! Gemäß früheren Äußerungen müßte „Türkei“ ergänzt werden] als die Hauptunterstützer der Terroristen in Syrien. Al-Ibrâhîmî  hatte zuvor geäußert, die Präsidentschaftswahl in Syrien könne die Friedensverhandlungen zum Scheitern bringen. Darauf erwiderte  al-Ğaʽfarî: „Wir haben mehr als 500 Briefe der UNO übermittelt, die genauen Angaben über terroristische Aktionen in Syrien und deren ausländische Unterstützer beinhalten. Dagegen äußern sich  leider viele Staaten und UN-Vertreter gegen die syrische Regierung.“ Bezüglich der Präsidentenwahl in Syrien unterstrich er, diese gehe nur das syrische Volk und keinen anderen an. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/256136-syrischer-un-botschafter-kritisiert-lakhdar-brahim-scharf vom 15.3.2014). – Auch der syrische Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Omran al-Zoubi) hatte gemäß staatlichem syrischem TV-Sender am Fr., 14.3.2014, angemahnt, die jüngsten „Äußerungen von Lakhdar Brahimi über die Präsidentschaftswahlen liegen außerhalb seines Verantwortungsbereichs. Der Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga ist verpflichtet, als Vermittler, ehrlich und unparteiisch zu sein, während seine Aussagen über die Wahlen in Syrien weit über seinen Verantwortungsbereich hinausgehen.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256118-damaskus-wirft-brahimi-kompetenz%C3%BCberschreitung-vor  vom 15.3.2014).

Das syrische Parlament hat am Do., 13.3.2014, mit Stimmenmehrheit ein neues Gesetz zur Präsidentschaftswahl gebilligt. Diesem gemäß können mehrere Kandidaten für den Präsidentenposten kandidieren, berichtete Press TV, sofern die Kandidaten zum Zeitpunkt der Aufstel- lung mindestens zehn Jahre in Syrien gelebt haben. Laut syrischen Regierungsangaben soll die Präsidentschaftswahl plangemäß im Juni 2014 stattfinden und al-Assad erneut zur Wahl antreten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/256073-syrisches-parlament-billigt-neues-wahlgesetz).

Gemäß russischen Angaben planen die Regimegegner wieder An- griffe auf C-Waffentransporte, um die Kampfstoffe, die zur Vernich- tung ins Ausland befördert werden, unter ihre Kontrolle zu bringen. Darauf  ließen abgehörte Funkgespräche zwischen Oppositions- gruppen schließen, wie Michail Uljanow, Abteilungsleiter Sicherheit und Abrüstung im russischen Außenministerium, am Freitag RIA Novosti mitteilte. Demnach hätten die syrischen Behörden einen unterirdischen Gang zu einem C-Waffenlager entdeckt. „Die Radikalen planen offenbar neue Angriffe auf Konvois, um chemische Waffen unter ihre Kontrolle zu bringen und gegen Zivilisten einzusetzen“, so Uljanow. Dabei verwies er auf den tödlichen Giftgaseinsatz vom August in Guta nahe Damaskus. (http://de.ria.ru/politics/20140314/268033733.html). – Unterdessen verlaufe der Abtransport syrischer C-Waffen soweit termingemäß. Nach dem jetzigen Stand seien rund 33% der gesamten Menge an Chemikalien abtransportiert worden. (http://de.ria.ru/politics/20140314/268033007.html). – Zur Beschleunigung der Vernichtung syrischer C-Waffen habe laut Michail Uljanow Rußland weitere Lieferungen an Hilfsmitteln nach Syrien verbracht. Wie auch Ende 2013 habe man bei der Bewältigung technischer Versorgungsprobleme des Segments der Mission geholfen, die „die Länder des Westens wegen der von ihnen selbst beschlossenen Sanktionen gegen Damaskus nicht decken durf- ten“, so der Ressortleiter. Ende 2013 hatte Rußland im Rahmen der OPCW-Operation zum Abtransport der syrischen C-Waffen 65 Lkw nach Syrien geliefert. (http://de.ria.ru/politics/20140314/268032836.html).

Der UN-Menschenrechtskommissar Antonio Gueteres gab bekannt, daß der Syrienkonflikt  zur Flucht von 9 Millionen Menschen geführt habe. Zurzeit haben sich über 2,5 Millionen Syrer als Flüchtling in syri- schen Nachbarländer registrieren lassen oder warten darauf. Nach Schätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks seien ca. 40% der Menschen gezwungen gewesen,  ihre Häuser zu verlassen. Die Zahl syrischer Flüchtlinge sei im Libanon auf 1 Million gestiegen. Bis Jahresende könn- ten es 1,6 Millionen werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/256095-9-mio-obdachlose-durch-krise-in-syrien).

Am 12. und 13.3.2014 findet in Bagdad eine internationale Konferenz zur Terrorbe­kämpfung  statt. Dazu General Ghassem Atta [Qāsim ʿAṭṭā ?], Spre­cher der Anti-Terror-Konferenz und Operationsleiter des irâqischen Geheimdienstes: „Vertreter von 40 Ländern u.a. der Mitglie- der des UN-Sicherheitsrats, der UNI, der Arabischen Liga, der Islami- schen Konferenzorganisation, der EU sowie der Interpolchef nehmen an dieser Konferenz teil.“ Vier Themengruppen gilt es zu besprechen: Die internationale Zusammenarbeit in der Terror­bekämpfung, agitatorische Medien, Zuhilfenahme der Erfahrungen anderer Staaten bei der Terror- bekämpfung und die Art und Weise des Vorgehens. Saudi-Arabien und Qaṭar allerdings boykottierten die Konferenz. Beide Staaten waren mehrfach (vgl.u.)  der Unterstützung von Terroristen beschuldigt wor- den. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255962-40-l%C3%A4nder-bei-der-internationalen-konferenz-zur-terrorbek%C3%A4mpfung-im-irak).

In einem von der kurdischen Autonomieverwaltung genutzen Gebäude in al-Qamišlî haben zwei Männer und eine Frau der Terrorgruppe ISIS Suizidattentate verübt. Sieben Tote und 20 Verletzte sind zu beklagen. Die meisten aus Europa nach Syrien reisenden Muğâhidîn schlössen sich ISIS an. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255960-zehn-tote-bei-anschlag-in-al-kamischli-frau-mit-sprengstoffweste).

Präsident Baššâr al-Assad hat am 11.3.2014 in ʽAdra (20km nordöstlich von Damaskus) Syrer getroffen, die wegen des im Land andauernden Konfliktes ihre Häuser verlassen mußten, nahm Einblick in die Lebensbe- dingungen der Inlandsflüchtlinge und sprach mit einigen von ihnen. (http://de.ria.ru/world/20140312/268021199.html). –  Die Zahl der ins Ausland Geflüchteten  ist gemäß Muḥammad ad-Dayarî (Mohamed al-Dayeri), UN-Flüchtlingskommissar in Ägypten, auf  2,5 Millionen gestiegen ist. Sie seien in Jordanien und dem Libanon, dem Irâq, der Türkei und Ägypten einstweilen untergekommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255957-un-fl%C3%BCchtlingskommissar-zahl-syrischer-fl%C3%BCchtlinge-auf-2-5-mio-gestiegen).

Die am 10.3.2014 unter großer allgemeiner Anteilnahme in Damaskus angekommenen befreiten Nonnen des Klosters St. Thekla im christli- chen Wallfahrtsort Maʽlûlâ dankten mittels ihrer Oberin und durch den römisch-orthodoxen Bischof Lûqa al-Ḫûrî (Louqa al-Khouri) vor allem den umfangreichen, nicht nachlassenden Bemühungen der Regierung al-Assad für das Zustandekommen ihrer Freilassung. Bischof al-Ḫûrî äußerte sich auch zur Situation im Land: „Syria, which does not know any differentiation between Muslims and Christians, is targeted with all its cultural components by the armed terrorist groups that do not apprehend but the language of killing and spreading havoc.“(Hhg., blogseits). Um so erfreulicher sei es laut Ḥussain Maḫlûf (Hussein Makh- louf), dem Gouverneur des Umlands von Damaskus, daß  sowohl christ- liche wie islamische Kleriker zusammen die Klosterfrauen an der syri- schen Grenze begrüßend in Empfang genommen hätten. Dies zeige nach wie vor, den Zusammenhalt und die Gleichwertigkeit der syri- schen Bürger, gleich welchen Glaubens. (http://jpnews-sy.com/ar/news.php?id=70808 unter Rückgriff auf den SANA-Bericht von M. Nassr, R. Milhem und Gossoun). – Zu den Hintergründen der Befrei- ung s. http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=139885&cid=31&fromval=1&frid=31&seccatid=71&s1=1 basierend auf der Mel- dung der lokalen Tageszeitung as-Safîr vom 10. März 2014 und http://sana.sy/eng/21/2014/03/10/532413.htm): Gegengetauscht wur- den letztlich – nachdem zuvor mehrere hundert Namen im Gespräch gewesen waren, darunter einige im libanesischen Rûmiyya-Gefängnis inhaftierte „Islamisten“, und andere Details – nur 25 inhaftierte Frauen, teilte Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî mit. Der Vizeanführer der an-Nuṣra-Front Abû ʽAzzâm al-Kuwaitî mit Hauptquartier in Yabrûd im Qalamûn-Gebirge enthüllte, vorrangiges Ziel der Geiselnahme sei nicht das Lösegeld sondern die Freipressung der inhaftierten Genos- sinnen gewesen. Al-Kuwaitî stellte sich letztlich aber nur als Mittelsmann für den eigentlichen Drahtzieher Abû Muḥammad al-Ğaulânî (Abu Mohammad al-Golani, vgl.u.) heraus. Befördernd wirkte schließlich auch das Vorrücken der Armee gegen die Stützpunkte von an-Nuṣra im Qalamûn, wobei der ursprüngliche Kidnapper, Miṯqal Ḥamâma (Mithqal Hamama), getötet wurde. (loc. cit.).

In mehreren syrischen Städten (darunter Damaskus, Idlib, Hama, Aleppo und Qamišlî) haben sich an die 500 Kämpfer von Terrorgruppen der Armee ergeben, berichtete al-ʽAlam am 10.3.2014. In Darʽa hatte die Armee ebenfalls erfolge zu verzeichnen.  Durch einen von Rebellen ausgeführten Granaten-Anschlag in al-Lâḏakiyya (Latakia, dem Ausschiffungshafen der Chemiewaffen) starben zwei Zivilisten, zehn weitere erlitten Verletzungen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255907-500-bewaffnete-terroristen-stellen-sich-der-syrischen-armee).

Nun spricht auch Kofi Annan, Elder Statesman und ehemaliger UN-Ge- sandter zur Lösung der Syrienkrise Klartext über die „Rebellen“: laut al-Aḫbar vom 9.3.14 unterstützen Saudi-Arabien, Qaṭar und die Tür- kei die oppositionellen Kämpfer finanziell und mit Waffen. Er habe seinerzeit immer auf einer Lösung der Krise durch Verhandlungen bestanden. Manche Länder in der Region und im Westen hätten je- doch den Sechs-Punkte-Plan zur Syrien-Krise abgelehnt, da sie anderer Meinung waren als Syrien, der Iran, Rußland und China. Sie bildeten dann ihre Versammlung mit dem Namen „Freunde Syriens“.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255840-kofi-annan-saudis-unterst%C3%BCtzen-syrische-opposition-mit-waffen). – Damit bestätigt auch Kofi Annan, daß die sog. „Freunde Syriens“ nur die „Freundeder gegen die säkulare Regierung in Damaskus vorgehenden, in ad- Dauḥa/Qaṭar am 23.8.2011 künstlich erstellten, von der Muslimbru- derschaft dominierten „Opposition“ namens SNC (Syrian National [Transitional] Council) mit Sitz in Istanbul sind. Im Gegensatz dazu existiert in Syrien selbst – wie in anderen Ländern auch – eine gewählte Opposition im Parlament, welche jedoch nicht zu den Rebellen zählt. Unter den Freunden Syriens befindet sich auch die Bundesrepublik!

13 Nonnen vom Kloster der Hl. Thekla im christlichen Wallfahrtsort Maʽlûla, welche im vergangenen Dezember durch die Rebellen der an-Nuṣra– Front entführt und als Geiseln genommen worden waren (vgl. Teil I), sind offenbar freigelassen worden. Wo die Nonnen sich nun befinden, ist vorerst nicht bekannt geworden. Sie sollen gegen 153 Frauen ausgetauscht werden, die wegen ihrer Verbindungen zu den Terroristen in Haft sind. Einigen Informationen zufolge werden die Klo- sterfrauen gerade in Richtung Libanon gebracht, von wo aus sie nach Syrien zurückkehren sollen, da dieser Weg als der sicherste gilt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_09/In-Syrien-Entfuhrte-Nonnen-freigelassen-1702/, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255855-13-nonnen-aus-geiselhaft-extremistischer-terroristen-in-syrien-freigelassen).

Die Organisation “Save the Children” hat die schlechte medizinische Versorgung Minderjähriger in Syrien angeprangert. Seit dem Beginn des Konflikts vor drei Jahren seien tausende Mädchen und Jungen ge- storben, weil chronische Krankheiten nicht behandelt werden konnten, heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht. Außerdem müßten we- gen mangelnder Ausstattung in Kliniken ganze Gliedmaßen amputiert werden. Auch stürben Neugeborene wegen Stromausfällen in Brutkä- sten. Impfungen fänden kaum noch oder gar nicht mehr statt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255860-save-the-children-gesundheitsversorgung-von-kindern-in-syrien-verheerend). – In einem 93 Sek. dauernden Videofilm führt die o.e. Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in London die Folgen eines Bürgerkrieges am Beispiel eines einfachen Mädchens aus Großbritannien vor Augen. Es fordert die Zu- schauer auf, sich die Situation vorzustellen, wenn „Großbritannien Syrien wäre“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_09/Sozialer-Werbespot-verwandelt-London-in-90-Sekunden-in-Syrien-Video-1968/)

Der – neuerdings durch die USA in seiner Bewegungfreiheit eklatant eingeschränkte (vgl.u.) – ständige syrische UN-Botschafter Baššâr al- Ğaʽfarî (Bashar Al-Jaafari)  hat die Versuche der syrischen Regierung zur Besserung der Lage der syrischen Kinder hervorgehoben. Am 7.3.2014 betonte er bei einer Rede auf einer Sondersitzung des Welt- sicher­heitsrats zum Thema, die syrische Regierung halte an der inter- nationalen Konvention über die Kinderrechte und deren beiden Zusätzen fest und kooperiere nach wie vor mit der UNO zur Gewährleistung der Sicherheit der syrischen Kinder. Er bedauerte die Verletzung der Men- schenrechte, vor allem die Rechte der Kinder, durch die terrorist- ischen Gruppierungen. „Die Extremisten, die aus verschiedenen Staa- ten in Syrien einge­drungen sind, wollen den Wahhabis­mus in Syrien verbreiten. Sie haben die schlimmsten Verbrechen gegen die Kinder begangen“.  (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255763-syriens-un-botschafter-extremisten-begehen-die-schlimmsten-verbrechen-gegen-syrische-kinder, Hhg., blogseits).

Auch die Financial Times deutet inzwischen die Aktivitäten im Süden Syriens als Vorbereitung verschiedener Terrorgruppen in Höhe ca. 30.000 Bewaffneter für einem Angriff auf Damaskus. Bislang getrennt agierende Terrorgruppen würden in eine einheitliche Struktur trans- feriert. Ihr Hauptziel sei es, Verbindungsstraßen zwischen Damaskus und anderen Landesteilen unter ihre Kontrolle zu bringen und so die Eroberung von Gebieten vorzubereiten, die gegenwärtig unter Kontrolle der syrischen Armee stehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255780-30000-terroristen-wollen-damaskus-angreifen). Die syri- sche Armee erwartete einen derartigen Angriff schon seit einiger Zeit (vgl.u.).

Weitere Beispiele für die grausige Realität in den von ISIS-Rebellen eingerichteten „Emiraten“ (eroberten syrischen Örtlichkeiten): in ar- Raqqa haben Kämpfer der Terrorgruppe erneut (vgl.u.) ein junges Mädchen wegen ihres Facebook-Accouts in aller Öffentlichkeit per hingerichtet, dieses Mal per Erdrosseln berichtete die zentraliranische Nachrichtenagentur am 9.3.2014 unter Berufung auf al-Mayâdîn. Zudem soll eine andere junge Frau wegen Zwangsheirat mit einem tunesi- schen ISIS-Anführer Selbstmord begangen haben. Die 22-jährige Stu- dentin der englischen Literatur habe sich vergiftet, hieß es bei al-Ma- yâdîn. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255825-syrisches-m%C3%A4dchen-wegen-facebook-hingerichtet).

Laut Xinhua unter Berufung auf SANA sind im Internet Bilder über neue schreckliche Verbrechen der Terroristen in Darʽa (Daraa) veröffent- licht worden. Mindestens zehn Zivilisten wurden hingerichtet. In die- sen schwer zu ertragenden Bildern werden Terroristen gezeigt, die in einer fremden Sprache sprechen. Die Geiseln, darunter auch ein grei- ser Mann und ein zehnjähriges Kind, werden gezwungen, hinzuknien. Jeder, der diesen Befehl verweigert, wird schwer verprügelt. Schließlich werden alle erschossen. Zuvor waren ebenfalls Bilder über Verbrechen der Rebellen von ISIS aufgetaucht, die in Aleppo zwei 13-Jährige hinge- richteten, weil sie angeblich nicht ihre Befehle befolgt hatten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255817-schreckliches-verbrechen-von-terroristen-in-daraa).

Wenn auch vordergründig den Irâq betreffend ist folgende Aussage vor allem auch für Syrien maßgeblich: Im Interview mit dem Fernsehsen­der France24 warf der irâqische Premierminister Nûrî al-Mâlikî der Re- gierung von Saudi-Arabien und Qaṭar vor, dem Irâq praktisch den Krieg erklärt zu haben, indem sie das Land sowohl direkt als auch via Nachbarland Syrien angriffen. Dies geschehe mittels der von beiden Regierungen politisch, finanziell, informationell und durch Waffen unter- stützten Rebellen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_09/Saudi-Arabien-und-Katar-kundigen-Krieg-gegen-Irak-an-irakischer-Premier-4697/).

Der ehemalige Generalsekretär der Arabischen Liga ʽAmr Mûsâ (Amr Moussa) betonte in einem Interview mit der Zeitung as-Safîr, bei der Lösung der Syrienkrise sei eine Kooperation zwischen Rußland und den USA, sowie dem Iran, der Türkei und Saudi-Arabien und nicht zuletzt der UNO notwendig. Bislang habe man noch keinen Erfolg zu verbuchen, während die ganze Region Syrien die schlimmen Auswirkungen, vor allem hinsichtlich der Ausbreitung vom Terrorismus, Extremis­mus und Unsicherheit, zu spüren bekomme. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255754-amr-moussa-rolle-irans-und-%C3%A4gyptens-f%C3%BCr-syrienkrise-ist-notwendig).

Zur Situation im Lager Yarmûk (vgl.u.): “Über 500 Rebellen der Grup- pierungen Al-Nusra-Front und Ibn Taimīya sind Anfang März ins Lager für palästinensische Flüchtlinge Jarmuk zurückgekehrt. Somit haben die Extremisten grob gegen die zuvor erreichten Abkommen verstoßen, laut denen ihnen ungehinderter Ausgang aus dem Lager im Austausch gegen den Zugang humanitärer Hilfe für die dort bleibenden Einwohner gewährt wird”, heißt es im Kommentar des Informations- und Pressede- partements des russischen Außenministeriums. Truppen der syrischen Armee hätten die Lager dagegen nicht betreten. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_07/Russlands-Au-enamt-Syrische-Rebellen-behindern-Lieferung-von-humanitarer-Hilfe-2739/, Hhg. blogseits). – Seit dieser Verletzung des Waffenstillstands mit der syrischen Regierung sabo- tieren sie wieder die Lieferung von humanitären Hilfen, Lebensmittel- und Medikamenten, an die palästinensischen Flüchtlinge des Lager, was der Sprecher der UNOHilfsorganisation für palästinensische Flüchtlin- ge (UNRWA), Chris Gunness, heftig beklagte. Tausende Zivilisten sind seit der Besatzung des Lagers seitens der Rebellen hier gefangen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255822-syrische-rebellen-verhindern-hilfelieferung-an-yarmouk-lager). – Unverständlich ist daher, daß unter diesen Umständen  Amnesty International wegen der Situation im Lager Yarmûk ausgerechnet der syrischen Regierung Vorwüfe macht. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_10/Amnesty-syrische-Behorden-setzen-Hunger-als-Waffe-ein-8288/).

Ausgehend von der Ukraine-Krise hat der syrische Präsident Baššâr al- Assad am Do., 6.3.2014,  in seinem wie im Namen des syrischen Volkes in einem Telegramm an Präsident Putin diesem Solidarität be- kundet, meldet die syrische Nachrichtenagentur SANA. Darin würdigte er Putins Bemühungen zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in einem befreundeten Land angesichts eines Staatsstreiches durch Extremisten gegen die legitime und demokratisch gewählte Regierung des Landes. Putins Vorgehen entspräche internationalem Reglement und der UN-Zielsetzung, welche allen Völkern Souveränität und Selbst- bestimmung über ihr eigenes Schicksal garantierten. Er hoffe, daß so auf friedliche Weise in der Ukraine Ruhe, Stabilität und Legitimität zu- rückkehrten und Extremismus und Terrorismus bekämpft würden. – Schon früher hatte Präsident al-Assad während einer Pressekonferenz betont, die Vorgänge in der Ukraine verletzten die Verfassung. Sie seien ein Staatsstreich bzw. Machtergreifung per Waffengewalt. Die neue Füh- rung sei demgemäß illegitim. Putin hatte herausgestellt, Rußland vertei- dige im Chaos, das in Kiew und den östlichen Regionen der Ukraine herrsche, das Recht aller Ukrainer in gleicher Teilhabe in jeder Landes- region über ihre Zukunft zu entscheiden zu können. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_06/Assad-teilt-Russlands-Stellungnahme-zur-Ukraine-9398/, wesentlich detaillierter http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/07/president-al-assad-expresses-syrias-solidarity-with-russian-efforts-to-restore-security-and-stability-to-friendly-ukraine/ gemäß SANA vom 6.3.2014).

Den kürzlich gemeldeten merfachen Beschuß von den israelisch be- setzten Golanhöhen auf syrische Wohngebiete (vgl.u.), u.a. auf eine Schule und eine Moschee, nahm Außenminister Wâlid al-Muʽallim (Walid al-Moallem) in detaillierten Schilderungen zum Anlaß, sich darüber in zwei identischen Schreiben vom 5.3.2014 an den UN-Generalse- kretär wie den UN-Sicherheitsrat zu beschweren. Dies seien neuerlich eklatante Verstöße gegen die Nichteinmischungsvereinbarung von 1974, die UN-Charter wie die Normen des internationalen Rechts. Wörtlich hieß es: “This aggression stresses once again reality of the Zionist entity’s direct involvement in backing and supporting terrorist groups and proves beyond any doubt the extent of existing coordination between Zionist enemy and those groups”. Damit werde klar, „that Israel doesn’t slacken  to directly interfere in support of its tools of terrorist groups to loosen pressure on them whenever it finds need for that, turning a blind eye to the repercussions of its hostile behavior, on top, destabilizing situation and creating atmospheres of escalation and tension in the disengage- ment zone and its surroundings.“ In der Folge übermittelte der syrische Minister folgenden Aufruf: „The government of Syrian Arab Republic, while submitting those events to Security Council, calls it to condemn the Israeli aggression as a violation of the Disengagement agreement and international law rules as well as an escalation of tension atmospheres, a state of  disorder  in the disengagement zone and its surroundings”.  Zudem machte der Minister darauf aufmerksam, daß die UN-Resolu- tionen Nr. 242, 338 und 497, welche die israelische Besetzung der syrischen Gebiete auf den Golanhöhen für unrechtmäßig erklären und den israelischen Rückzug auf die Grenzen vom 4.7.1967 fordern, immer noch nicht durchgesetzt worden seien.(http://sana.sy/eng/21/2014/03/06/531557.htm bei http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/06/foreign-ministry-israeli-aggression-proves-direct-involvement-of-israeli-entity-in-supporting-armed-terrorist-groups/).

Wieder haben Detonationen von Autobomben in Homs, hier im Wohn- gebiet von Christen und Alawiten (!) und in Hama zahlreiche Tote und Verwundete gefordert´wie SANA meldete. Dafür gewann die Armee die Kontrolle über strategisch wichtige Punkte und die Öl- und Gaspipe- line der Region Homs zurück. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255692-15-tote-bei-einer-bombenexplosion-in-homs).

Eine Internetberühmtheit aus Saudiarabien, die sich “al-Sambateek” nennt, doch Sulaimân as-Subay (Suleiman al-Subeii) heißt, ist aus Syri- en, wo er am ğihâd teilnehmen wollte, ernüchtert zurückgekommen mit dem eindringlichen Appell an die Jugendlichen im Land: „I advice the young people there to leave if they can.“ „As for the young men here, I advice them not to go to Syria!“ „Recently ther is nothing that could be called Jihad.“ In Syrien kämpften in Wahrheit alle möglichen sogenann- ten Rebellen gegeneinander, die sich gegenseitig zu Häretikern er- klärten, um einander bekriegen und ermorden zu können. (Video und Bericht von Eretz Zen vom 7.3.2014 bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/07/saudi-in-syria-finds-nothing-could-be-called-jihad/).

Ohne einen Grund zu nennen, hat das US-State Department am 6.3.2014 die Bewegungsfreiheit des ständigen syrischen UN-Ge- sandten, Baššâr Ğaʽfarî (Bashar Jaafari), auf einen 25 Meilen-Radius (ca. 40km) rund um die Stadt New York begrenzt. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/07/syria-the-united-states-restricts-the-movement-of-syrias-un-ambassador-jaafari/).

Laut israelischem Armeesender hat das Land die seit dem Sechstage- Krieg 1967 besetzten, zum syrischen Staatsgebiet gehörigen Golan- Höhen zum Sperrgebiet erklärt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255674-israel-erkl%C3%A4rt-golan-h%C3%B6hen-zum-milit%C3%A4rischen-sperrgebiet).

Armeeeinheiten schlugen Terroristen in verschiedenen Provinzen, im Umfeld von Damaskus, Yabrûd, ʽAdra, Ḥarastâ, Ğaubar (Jobar), Ḫan aš- Šaiḫ (Khan al-Sheih), Zakiyya, in den Bergen östlich von az-Zabadânî, Hama, Homs, Idlib u.a., ihre Waffen und munition wurden sichergestellt, ihre Schlupfwinkel ausfindig gemacht. Auffällig war wieder die Herkunft der Söldner: sie kamen aus Saudi-Arabien, Libyen, Afghanistan, dem Irâq, Jordanien, dem Tschad, Tunesien, Ägypten, Kuwait, der Türkei. Führende Kommandeure von Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām wie von al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu (Islamische Front) wurden in Darʽa und ʽAdra getötet. Näheres in Englisch bei: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/06/non-syrian-terrorists-usa-backed-foreign-mercenaries-killed-during-syrian-army-operations/.

Militärreporter meldeten den mehrfachen Beschuß von den israe- lisch besetzten Golanhöhen her auf syrische Wohngebiete am Mor- gen des 5.3.2014 per Panzergranaten und mittleren Maschinengeweh- ren. Dabei wurden sieben Mitglieder der Internal Security Forces und vier Zivilisten verletzt. Dies zeige erneut die Involvierung Israels in der Syrienkrise. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/05/military-source-zionist-enemy-violates-disengagement-agreement-in-occupied-golan/ unter Rückgriff auf SANA).

Am 3.3.2014 gab die Präsidentenberaterin, Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, dem Sender al-Mayâdîn ein ausführliches Interview zur derzeitigen politischen Situation nicht nur in Syrien. Frau Dr. Šaʽbân machte deutlich, die Regierung werde und wolle keine Mittel scheuen, dem Blutvergies- sen in Syrien ein Ende zu setzen. Man unterstütze die Genf-II-Konfe- renz und akzeptiere das Genf-I-Kommuniqué, wohingegen die andere Seite [d.i. SNC] diesen Prozeß blockiere. Weiterhin könne eine Lösung nur auf politischem Wege erreicht werden. Ihre Hoffnung ist daher bzgl. des UN-/AL-Sondergesandten: “We expect that the report, to be submit- ted by the UN envoy to Syria Lakhdar Brahimi to the Security Council and the United Nations on negotiations, reflect the reality of what has actually taken place during them … we do not ask him but honestly to say what has really happened in Geneva and to name those who contri- buted to hindering the political process and slowing down talks”. Um der Bevölkerung die nötige humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und die Resolution 2139 zu erfüllen, arbeite die syrische Regierung seit Beginn der Krise mit allen UN-Organisationen, wie dem Syrischen Roten Halb- mond und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes zusammen. Die Regierung stelle diese Hilfe in jedem erreichbaren Ort sicher, allein terroristische Rebellen schnitten bewußt Regionen davon ab, um die Krise zu verstärken. Wie das syrische Volk strebe die al-Assad-Regierung nach Sicherheit, Stabilität und Einhalt gegenüber dem Terro- rismus, um dann auf breiter Grundlage die Zusammensetzung der Re- gierung diskutieren zu können. Syrien habe es nicht nur mit durch Waf- fengewalt geführten Schlachten zu tun, sondern auch mit Medienkam- pagnen gegen sich, die die fortschreitenden erfolgreichen Bemühungen um die Beilegung der bewaffneten Auseinandersetzung in den diversen Provinzen ignorieren. Israel profitiere von der Krise in Syrien, weshalb auch dort  entsprechend ausgebildete Söldner in Syrien die Kämpfe am Leben erhielten. Die Armee sei sich dessen gewahr und sei vorbereitet (vgl.u. bzgl. aus Süden erwartetem Angriff im Frühjahr). Hinsichtlich der durch Jordanien nach Syrien eindringenden Söldner stehe man nicht mit jener Regierung in Kontakt, doch müsse jene von diesem Umstand Kenntnis haben. Auf die Rolle Saudi-Arabiens angesprochen äußerte Frau Dr. Šaʽbân: Man erwarte eine klare, offene Absage der saudischen Regierung an die Unterstützung des Terrorismus` im Land durch Ein- schleusung von Söldnern, Waffen und via Finanzierung. Der Takfîr– Krebs [d.h., andere Muslime als die wahhâbitischen als Ketzer zu erklä- ren und per ğihâd zu verfolgen] schade der ganzen Region. Zur Türkei, die eine Schlüsselrolle bzgl. der Syrienkrise inne habe, bemerkte sie, man habe Informationen, daß Premierminister Erdogan nach seiner Teheran-Reise seine Haltung zu Syrien überdenke. Ein Ende der Ein- reise von Kämpfern und des Einschmuggelns von Waffen von dort her begrüße man. Auf die Ḥamâs angesprochen, erklärte die Beraterin, man sehe eine enge Verwandtschaft zu ihr als Widerstandsbewegung, wenn man auch ihre Verbindung zur Muslimbruderschaft äußerst kritisch sehe. Daß die Ḥamâs diese Beziehung inzwischen höher bewerte als die Lage der Palästinenser, schwäche deren Position. Dagegen sei die Haltung der syrischen Regierung gegenüber der Muslimbruderschaft seit den 1980er Jahren offensichtlich (wörtlich: Our stance towards Muslim Brotherhood movement is well known since the 1980’s.). Zur Ukrai- ne bemerkte sie, man sehe auch hier wie anderswo in der Welt, daß der Westen seine frühere geopolitische Hegemonie gegen die Herausforde- rer Rußland und China wiederherzustellen versuche, indem er sich un- verfroren in einen illegale, verfassungswidrige politischen Umschwung einmische. Schließlich erklärte sie, die Präsidentschaftswahlen fänden soweit ersichtlich planmäßig statt, der Opposition stehe die Türe für No- minierungen gemäß der Verfassung des unabhängigen souveränen Staates offen. Eine ausländische Einmischung dabei lehne man ab, für eine Überwachung gebe es keinen Grund. Zudem stimmten die Fort- schritte der Armee optimistisch. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/04/dr-bouthaina-shaaban-syrian-government-will-not-spare-any-means-to-halt-bloodshed-in-country/  basierend auf einer SANA-Meldung vom 4.3.2014).

Das Palästinensische Komitee für Nationalen Dialog trotz offenbar der Sperre durch die Rebellen von ISIS und liefert Nahrung und humani- täre Güter ins Lager Yarmûk (s. http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/05/palestinian-committee-for-national-dialogue-slams-jabhat-al-nusra-infiltration-back-to-al-yarmouk-camp/ mit Photos).

Die palästinensische Nachrichtenagentur Maa meldete in einem er- schütternden Bericht den Tod von über 2000 palästinensischen Flüchtlingen bei den Auseinandersetzungen in Syrien bis zum Februar 2014. 1447 Palästinenser seien demnach bei Terroranschlägen ge- gen Flüchtlingslager und 603 außerhalb der Lager getötet worden. Allein im Auffangslager Yarmûk starben 848 Flüchtlinge, Darʽa (Daraa) und al-Ḥussainiyya starben weitere 599 Palästinenser. Das Lager Yar- mûk im Süden von Damaskus wurde erst kürzlich wieder von der Ter- rorgruppe an-Nuṣra-Front vereinnahmt (vgl.u.) und dadurch wieder von Nahrungsmittellieferungen abgeschnitten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255582-2000-pal%C3%A4stinensische-fl%C3%BCchtlinge-in-syrien-get%C3%B6tet).

Laut Mitteilung der kuwaitischen Zeitung ar-Ray unter Berufung auf SNC- Büroleiter Ġassim al-Ḫâtib (Ghassem Al-Khatib) vom 4.3.2014, werde die Arabische Liga (AL) den der syrischen Regierung zustehenden Sitz der Nationalen Koalition (SNC) unter ihrem Chef Aḥmad al-Ğarba (Ah- med al-Dscharba, explizit zur Person s.u.!) zuteilen. Letztere selbster- klärte im und durch das Ausland zusammengestelle “Opposition” ist be- kanntermaßen (vgl.u.) durch die Muslimbruderschaft dominiert und vor allem durch keinerlei Wahlen oder anderes Volksmandat legiti- miert. Das Mandat werde künftig Meysam Al Sale als SNC-Vertreter übernehmen. Laut AL-Vize-Generalsekretär, Aḥmad bin Ḥily (Ahmed bin Helli), erkenne die AL diese Oppositionskoalition an, doch werde man über die Übergabe des Syrien-Mandats noch bei einer Sitzung am 9. März entscheiden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255584-arabische-liga-gibt-syrien-sitz-an-oppositionskoalition). – Wieder einmal wird am syrischen Volk vorbei entschieden! Zudem handelt damit die AL einem ihrer Hauptziele, nämlich die Unabhängigkeit und Souveränität der Mitgliedstaaten zu gewähren, eklatant entgegen (vgl. Pact of the League of Arab States, 22.3.1945, Art.2, http://avalon.law.yale.edu/20th_century/arableag.asp).

Unterstützungskundgebungen für die Armee werden aus immer mehr Provinzen gemeldet (Näheres mit Photos in: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/04/citizens-rallies-across-syria-to-show-support-to-the-army/).

Die saudische Regierung, welcher – unter Vorlage zahlreicher Belege – schon von verschiedener Seite die vielfältige Unterstützung des Terro- rismus in Syriern vorgeworfen worden ist (vgl.u.), scheint wegen der vermehrten Niederlagen der Muğâhidîn gegenüber der syrischen Armee an eine Kurskorrektur zu denken. So habe – falls (!) sich dies als wahr herausstelle – der saudische Minister für Informationsübermittlung ʽAbd- u_l-ʽAzîz Ḫûğâ` (Abdulaziz Khoja) am Mo., 3.3.2014, seitens des Kabi- netts des Landes alle ausländischen Terroristen aufgefordert, das syri- sche Territorium zu verlassen. In ar-Riyāḍ befürchte man wohl, daß die saudischen Milizen in Syrien ihre Waffen gegen den saudi-arabi- schen Monarchen richten könnten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255546-r%C3%BCckzug-saudi-arabiens-aus-syrien).

Der iranische Vizeaußenminister für Angelegenheiten arabischer und afrikanischer Länder Ḥussain Amîr ʽAbdullâhian (Hussein Amir Abd- ullahian) sprach am Mo., 3.3.14, auf einer Pressekonferenz in Moskau eine Warnung hinsichtlich der Folgen der Unterstützung für Terro- rismus und die Takfîrî [i.e. Wahhâbiten, die andere Muslime als Ungläu- bige betrachten und verfolgen, vgl.u.] in Syrien und machte deutlich, die Fortdauer dieser Entwicklungen könne in einem jeden Land der Regi- on und der Welt zu Ereignissen führen, die schlimmer seien als der An- schlag vom 11.9.2001. Wörtlich sagte er: „Die Anhänger und diejeni- gen, die Terroristen und Takfiris finanziell und mit Waffen versorgen, sollten nicht die Tatsache vergessen, dass die al-Qaida in Afghanistan entstand, aber das Ereignis vom 11. September sich Tausende Kilo­meter weiter entfernt in New York ereignete“. Jedes Vorgehen zur Stärkung des Extremismus und Terrorismus würde die Sicherheit und Stabilität in der Region beeinträchtigen und die Weltgemeinschaft sollte gewisse Länder daran hindern, den Terrorismus in der Region zu unterstützen. Die Beilegung dieser Frage bedürfe der Verhandlungen auf der regio- nalen Ebene. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255549-%E2%80%9Eunterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-terrorismus-in-syrien-k%C3%B6nnte-ereignisse-schlimmer-als-11-september-zur-folge-haben).

Mit dem al-Qaida-Netzwerk verbundene Terroristen von ISIS haben am So., 2.3.2014, eine Ṣûfî-Pilgerstätte Tel Marûf nahe der Stadt Qamišlî im Norden des Landes zerstört, Wohnungen in Brand gesteckt und ca. 50 der meist kurdischen Einwohner des Dorfes entführt. Syrische Re- gierungstruppen hatten dieser Terrorgruppe am Sonntag in Aleppo und Homs schwere Verluste zugefügt, welche auch die Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām in Aleppo zu verzeichnen hatte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255518-terroristen-in-syrien-zerst%C3%B6ren-eine-pilgerst%C3%A4tte).

Gemäß einem Bericht der in Abu Dhaby [Abū Ẓaby] aufgelegten Zeitung The National vom So., 2.3.2014, hätten mindestens drei verschiedene Rebellengruppen ständigen Kontakt zu israelischen Geheim- dienstoffizieren. Diese unterhielten gut bezahlte Verbindungen zu den Milizionären im Austausch gegen Informationen. Einer von deren Kämp- fern gab gegenüber dem Blatt an, jede dieser Milizionärengruppen habe bereits Zahlungen von mehreren hunderttausend Dollar von Israel er- halten. Ende Februar habe ein nicht genannter israelischer Komman- deur zugestanden, das israelische Militär halte Kontakt mit den vom Aus- land unterstützten, in Syrien [gegen die Regierung] kämpfenden Rebel- lengruppen. Schon hunderte von deren Verwundeten hätten gemäß ver- schiedenen Berichten bereitt Hilfe und Behandlung in israelischen Hospitälern erhalten. Die meisten seien zurückgekehrt und kämpften in Syrien weiter. Am 18.2.2014 habe – laut al-ʽAlam news – Premierminister Netanjahu ein solches geheimes Feldhospital zur Behandlung verwunde- ter syrischer Oppositioneller auf den Golanhöhen besucht, wofür ihm ein syrischer Oppositionellenführer am 21.2.2014 ausdrücklich gedankt habe. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/02/syria-militants-turn-to-well-paid-spies-for-israeli-intelligence/).

Die Bürger der im Umland von Damaskus gelegenen Stadt Muʽḍamiy yatu_-š-Šâm (Moadimieyet) wiesen UN-Hilfe als unnötig und wegen deren Politisierung für eigene [antisyrische] Zwecke durch westli- che Länder zurück. Sie drückten ihre Genugtuung über die erfolgte Schlichtung im Ort aus, die jegliche Form von Gewalt für unzulässig erklärte. Alle Nahrungsmittel und Konsumartikel seien vor Ort erhältlich. Die syrische Regierung wie der Arabische Rote Halbmond schulterten ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern vollauf. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/02/moadamiyet-al-sham-citizens-reject-un-aid/ unter Rückgriff auf eine SANA-Meldung).

Laut einer Meldung von al-Manar nahm  der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Sebaste, Theodosius Ḥanna, an einer Solidaritäts- aktion in Umm al-Faḥm, veranstaltet durch das Volkskomité für Solida- rität mit der syrischen Bevölkerung und Regierung in Palästina teil. Dabei wurde neben der Solidaritätskundgabe, die schon den Namen prägt, gegen Extremismus, Takfîr-Terrorismus (zum Begriff vgl.u.) und Gewalt demonstriert wie gegen jede Einmischung von außen, welche gegen die Einheit und Souveränität Syriens gerichtet sei. Zudem brachte der Kanal Eretz Zen ein Interview mit Erzbischof Jacques Behnan Hindo (Erzep- achie von al-Ḥasaka-Nisibi), in welchem er seinem Unmut über west- liche Außenpolitik Ausdruck verlieh, die aktiv wahhâbitischen Terro- rismus unterstütze, um die syrische Regierung zu stürzen und dabei das damit hervorgerufene Leid unter der syrischen Bevölkerung in Kauf nehme. Demnach habe er gesagt: „And, even more unfortunately the United States, France – yes, France -, England do nothing except to add poison to things“ sowie: „And I wouldn`t want to put Fabius in my place … when these peole come to occupy the country.“ (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/02/um-al-fahem-in-occupied-palestine-stands-in-solidarity-with-syria-archbishop-expresses-anger-towards-west/ mit Videoausschnitt).

Erneut haben sich Bürger zu einer Massendemonstration nahe Da- maskus zusammengefunden, um ihre Unterstützung für die Armee kundzutun und die Terrorattacken gegen die Bürger zu verdammen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/03/02/mass-demonstrations-of-syrians-rally-near-capital-to-voice-support-for-syrian-arab-army/).

Durch die Auseinandersetzung zwischen Rebellenkämpfern von Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām und denen des Generalkommandos al-Ǧabha tu_š-šaʿbiyyatu_ li-taḥrīri Filasṭīni („Volksfront zur Befreiung Palästinas“, abgek.: PFLP) ist der seit 10.2.2014 geltende Waffenstill- stand im palästinensischen Flüchtlingslager Yarmuk bei Damaskus gebrochen worden, gab die sog. syrische Beobachtungsstelle für Men- schenrechte bekannt. Es wurden Mörsergranaten abgefeuert. Der Spre- cher des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Christopher Gunnes, meldete: „Die Nahrungsmittelverteilung ist in diesem Flüchtlingslager eingestellt worden.“ Früheren Berichten zufolge (vgl.u.), mußten in den vergangenen Monaten viele Bewohner dieses Lagers wegen Mangel an Nahrungsmitteln sterben. Die Milizen hatten den Zugang zum bzw. die Verteilung von humanitären Hilfen und Nahrungsmitteln im Flüchtlingslager gewaltsam verhindert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255471-waffenstillstand-zwischen-den-pal%C3%A4stinensern-und-den-milizen-in-yarmuk-camp-in-damaskus-gebrochen). – Die syrische Armee hat inzwischen mit einer Offensive zur Befreiung der Stadt Yabrûd begonnen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255460-syrische-armee-beginnt-offensive-zur-befreiung-von-yabroud).

Das russische Außenministerium hat sogenannte westliche Doppel- standards gegenüber der oppositionellen protestierenden Miliz in Syrien verurteilt. In einer am Sa., 1.3.2014, von Interfax veröffentlichten Erklärung heißt es, es sei absurd, daß der Westen einerseits auf der Einhaltung der Menschenrechte beharre und andererseits versuche, mit einigen Terrorgruppen zu sympathisieren und einige Milizen als gemäßigt darzustellen. Das Ministerium wies darauf hin, daß die syrische Armee einen kompromißlosen Kampf gegen Extremisten und Terroristen führten. Syrische Staatskräfte kämpften gegen zahlreiche al-Qaida-Ableger. Rußland besteht darauf, daß es keine militärische Lösung für den Konflikt in Syrien gee und der Westen seine Unterstützungen für die Kämpfer im Krisenland stoppen müses. Die Syrienkrise müsse politisch und diplomatisch unter syrischen Gruppen gelöst werden, so daß sie in der Lage seien, über die Zukunft ihres Landes entscheiden zu können, hieß es weiter. Darüber hinaus begrüße man  fortbestehenden Bemühungen um regionale Waffenstillstände in Syrien. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255431-russland-verurteilt-westliche-doppelmoral-gegen%C3%BCber-syrien).

Robert Ford, US-Botschafter in Syrien, ist am Fr., 28.2.2014, zurück- getreten, gab die Sprecherin des US-Außenministeriums Jen Psaki am 28.2.14 in Washington bekannt. Wer seinen Posten auf Dauer überneh- men soll, sei noch nicht entschieden. Ford wurde 2010 zum Botschafter in Syrien ernannt, agierte jedoch schon nach einigen Monaten – aus Sicherheitsgründen, wie es hieß – von Istanbul aus, wo er intensive Kontakte zum SNC unterhielt, dem in Qaṭar zusammengestellten, oppo- sitionellen sog. syrischen Nationalkongreß, welcher den Sturz der syri- schen Regierung zum erklärten Ziel hat. Letztere hatte ihn [darauf] zur persona non grata erklärt, berichtet Farsnews. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255358-us-botschafter-in-syrien-zur%C3%BCckgetreten).

Brigadegeneral Manzûr Muzainy, Kommandant der libyschen „Desert Legion“, enthüllte, einige libysche Söldner hätten versucht, ihren in Sy- rien kämpfenden Muğâhidîn-Brüdern per Schiff Senfgas zukommen zu lassen, doch säkular eingestellte Teile der Armee hätten dies entdeckt und die Ladung konfisziert. Libyen wurde, wie dutzende Zeitungsberich- te meldeten, nach dem das ganze Land destabilisierenden NATO-Angriff 2011 zu einer wichtigen Anlaufstelle ausländischer Muğâhidîn, die in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfen wollten, nachdem sie hier das nötige Training erhalten hatten. Nach verschiedenen Geheim- dienstberichten verstärken etliche bewaffnete libysche Gruppen die Rebellen im „Ğihâd“ in Syrien. Viele seien schon dabei getötet worden. (http://libyanfreepress.wordpress.com/ vom 28.2.2014).

Bewaffnete Extremisten haben am Freitag, 28.2.2014, wieder Wohn- viertel in Damaskus per Granatwerfern beschossen.18 Menschen, darunter acht Frauen und fünf Kinder wurden dabei verletzt. Die Re- bellen versuchten vergeblich die Frontlinie der Armee östlich von Damaskus durchbrechen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_03_01/Krieg-in-Syrien-Aufstandische-beschie-en-Wohnviertel-in-Damaskus-5366/).

Ein neues Beispiel für die Grausamkeit dessen, was syrische Bürger nach Einnahme ihres Ortes, im Beispiel: Maskana, durch Muğâhidîn – hier von ISIS – zu erwarten habent,  zeigt eine Twittermitteilung eines ISIS-Unterstützers: dieser meldet das öffentliche Abhacken einer Hand gemäß šarîʽa unter Auftritt eines Imâms, unterlegt mit Photos. Letztere wurden unter Verweis auf die Statuten gelöscht. Das erste davon ver- öffentlicht die Washington Post. (http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2014/02/28/syrian-extremists-amputated-a-mans-hand-and-live-tweeted-it/ vom 28.2.2014).- Kein Wunder, daß die Bevöl- kerung feiert, wenn die Armee befreiend einrückt, wie frühere Beiträge (vgl.u. und Teil I) beweisen.

Am 27.2.2014 abends bekräftigte der AL-/UN-Sondergesandte al-Ib- râhîmî (Brahimi) in Berlin bei einer Veranstaltung der Grünen-Fraktion mit Ex-Außenminister Joschka Fischer im Bundestag seine Hoffnung auf eine diplomatische Lösung der Syrienkrise. «Das syrische Pro- blem kann man lösen», sagte «Es gibt keine Alternative». Er werde am 2.2.2014 UN-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen, um Chancen für eine weitere Runde der Friedensgespräche auszuloten, und Anfang nächster Woche möglicherweise den russischen Außenminister Lawrow sprechen. Auch der Iran müsse Teil einer Lösung sein. «Die interna- tionale Staatengemeinschaft hat keine andere Wahl. Sie muss reagie- ren», insistierte al-Ibrâhîmî und warnte vor einem Dominoeffekt weltweit. «Man kann einen Konflikt nicht in den Grenzen eines Landes eindämmen.» (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255321-un-syrien-beauftragter-brahimi-lotet-neue-friedensrunde-aus gemäß einer dpa-Meldung).

Am 27.2.2014 gab es wieder Bombenattentate in Idlib und Homs mit vielen Toten und Verletzten. Bemerkenswert an diesen leider schon fast zum „Alltag“ gewordenen Schreckensmeldungen ist einmal, daß der Mör- ser in Homs in der Nähe eines Krankenhauses im Viertel Akrama ein- schlug, wo überwiegend Alawiten wohnen. Laut Regierung sind Parami- litärs, besonders al-Qaida-Handlanger, für die Angriffe verantwortlich. Zum anderen stellte sich bei den Fortschritten der Armee im Vorgehen gegen die Terroristen nahe Ġûta (Ghuta) bei Damaskus heraus, daß die meisten der getöteten bewaffneten al-Qaida-Söldner aus Saudi-Arabien, Qaṭar und Tschetschenien stammten, wie Press TV am 27.2.2014 meldete. Auch Teile des Flughafens von Idlib konnten zu- rückerobert werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255312-mindestens25-tote-bei-explosionen-in-idlib-und-homs). – Trotz oder vielmehr wegen dieses neuen Anschlags formierten sich spontan Bürger von Homs und der umliegenden Ortschaften wie die Studenten der al-Furât-University zu Unterstützungsdemontrationen für die syrische Armee. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/28/homs-syrian-citizens-affirm-their-support-to-national-army/ vom 28.2.2014, mit Photos).

Nach UN-Einschätzung könne Syrien nun keine Chemiewaffen mehr herstellen. In den vergangenen Wochen seien deutliche Fortschritte erzielt worden, heißt es im am 27.2.2014 in New York veröffentlichen Monatsbericht zur Zerstörung der Bestände. Die Produktions-, Misch- und Abfüllanlagen des Landes seien nicht mehr einsatzfähig. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255309-syrien-kann-nach-uno-angaben-keine-chemiewaffen-mehr-herstellen).

Schon zweimal hätten extremistische Rebellen in Syrien Wagenko- lonnen mit geladenen C-Waffen unterwegs zum Hafen al-Lâḏakiyya (Latakia) überfallen, die anschließend aus dem Land befördert werden sollten, teilte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in seinem Monatsbericht an den Sicherheitsrat mit. Zudem haben die syrischen Behörden die gemeinsame Mission der UNO und der OPCW informiert, daß sie zwei Depots mit Giftmunition wegen der andauernden Kampfhandlungen nicht erreichen können. In dieser Woche wurde die vierte Partie der Giftstoffe aus Syrien abtransportiert. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_28/Extremisten-in-Syrien-versuchen-Abtransport-von-C-Waffen-zu-torpedieren-5481/).

Der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik ʿAlāʾ ad-Dīn Barûğardî (Alaeddin Boru- dscherdi) hat am 26.2.2014 beim Treffen mit dem syrischen Präsiden- ten Baššâr al-Assad die Zusammenarbeit der regionalen Länder als einen Grundsatz zur Bekämpfung von Extremismus und Terroris- mus bezeichnet. Die Koordination unter den Parlamenten der Länder, insbesondere der befreundeten Länder sei von großer Bedeutung, um bei der Bekämpfung der wahhâbitischen Denkweise eine gemein- same Stellung beziehen zu können, so Baššâr al-Assad. Diese stelle eine große Gefahr dar und bedrohe alle Völker der Region und der Welt. Barûğardî traf am 25.2.2014 an der Spitze einer politischen und parlamentarischen Delegation in Damaskus ein und traf sich zuerst mit dem syrischen Parlamentspräsidenten Muḥammad Ğihâd alLaḥḥām (Mohammed Dschihad al-Laham). Die iranische Delegation soll an- schließend den Libanon besuchen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255259-vorsitzender-des-parlamentarischen-ausschusses-f%C3%BCr-nationale-sicherheit-und-au%C3%9Fenpolitik-trifft-sich-mit-dem-syrischen-pr%C3%A4sidenten).

Gemäß dem neuen Plan (vgl.u.) sind die syrischen Behörden bereit, die meisten restlichen Chemikalien bis zum 13.4.2014 zur Vernichtung in den Hafen al-Lâḏakiyya (Latakia) zu liefern. Zwei weitere Partien von Chemiewaffen, darunter hochgiftige Stoffe, wollen die Behörden bis zum 27.4.2014 in den Hafen abtransportieren, teilte der Fernsehsender al- ʽArabiyya mit. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_27/Syrische-Behorden-vereinbaren-neuen-Zeitplan-von-Chemiewaffen-Abtransport-2644/).

Sigrid Kaag, Leiterin der OPCW-Mission, begrüßt, daß eine Partie toxischen Senfgases am 26.2.2014 vom syrischen Territorium abtrans- portiert wurde. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_26/Partie-toxischen-Senfgases-aus-Syrien-abtransportiert-1855/).

Das russische Außenministerium erklärte sich am 25.2.2014 über die saudischen Pläne, den syrischen Rebellen-Milizen moderne Waf- fen zu liefern, besorgt. “Wir sind über die Berichten in den Massenme- dien, die sich auf die Internetseite Golfnews berufen und darüber, dass Saudiarabien vorhat, den syrischen Oppositionellen mobile Luft- und Panzerabwehrsysteme aus Pakistan zur Verfügung zu stellen, außeror- dentlich besorgt.” hieß es in der Verlautbarung. Ar-Riyâḍ (Riad) will die Paramilitärs in Syrien mit mobilen Luftabwehrsystemen auszurü- sten. Laut Berichten verhandelt Saudia-Arabien mit Pakistan über die Beschaffung von Luft- und Panzerabwehrraketen für die syrischen Milizen. Rußland warnte, daß solche Maßnahmen das Kräftegleichge- wicht zu Gunsten der Milizen, die im Frühjahr 2013 ihre Angriffe auf Da- maskus von den südlichen Gebieten aus begonnen hatten, verändern würden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255239-moskau-%C3%BCber-pl%C3%A4ne-saudi-arabiens-f%C3%BCr-milizen-in-syrien-besorgt, Hhg. je blogseits).

Weitere Enthüllung zu SNC-Chef Aḥmad al-Ğarba (vgl.u.): sowohl der Rektor der Arabischen Universität/Beirut als auch der Dekan der Fakultät Politische Wissenschaften erklärten offiziell, daß al-Ğarba keinerlei Abschluß an dieser Hochschule erworben habe. Seine Ab- schlüsse in Politikwissenschaft oder Recht wie seine angeblich von der Universität ausgestellten akademischen Dokumente seien FAKES! Um die Blamage zu vollenden, bezeichnete ihn der frühere FSA-Ober- befehlshaber Salîm Idrîs in einem Fernsehinterview als “Syria’s new dictator.” (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/25/us-led-fsas-ahmad-jarbas-beirut-university-degree-is-a-fake/ basierend auf einer Meldung von al-ʽAlam).

Der ehemalige US-Armee-Major und Fox News-Analyst Paul Vallely und sein Berater für den Mittleren Osten, Nagi N. Najjar,trafen sich auf ihrer Tour in der syrischen Kriegszone mit dem FSABefehlshaber Oberst Riyāḍ al-Asʽad. Vallely gibt dabei die Expertise seiner Erkennt- nisse an die Rebellen weiter, welche gegen die säkulare syrische Re- gierung kämpfen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/25/former-u-s-army-major-general-paul-vallely-supports-terrorists-in-syria-removing-obama-via-coup/).

Laut al-ʽAlam beschoß die israelische Luftwaffe  am 24.2.2014 nicht nur die Grenzregion des Libanon zu Syrien mit Raketen, sondern auch syrisches Gebiet. Sowohl die syrische wie die libanesische Regierung betonten, daß diese Angriffe nicht unerwidert blieben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255172-israel-greift-libanesische-grenze-zu-syrien-mit-raketen-an).

In der Region Dair az-Zaur (Dair Al-Zur) hat die syrische Armee am 24. Februar erfolgreich die Rebellen-Gruppe Abu Sagiq (?) geschlagen wie mehr als 30 Mitglieder Terrorgruppe al-Ḫaḍra (al-Khadhra)-Einheit getötet, teilte al-ʽAlam in einer Eilmeldung mit. Die syrischen Regierungs- truppen sind in der Region auf dem Vormarsch, so daß die Terrorgrup- pen um weitere Unterstützung gebeten haben. Andererseits haben ISIS-Mitglieder FSA-Stützpunkte angegriffen, wobei mehr als 35 Mit- glieder beider Seitenstarben.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255133-syrische-armee-f%C3%BCgt-terrorgruppen-schwere-verluste-zu).

Hintergründe zum neuen FSA-Kommandant ʽAbd­ullâh Âl-Bašir (vgl.u.): Wie al-ʽAhd berichtet, ging Âl-Bašir nach seiner Verwundung im Kampf mit der Regierungsarmee 2013 in der ar-Rašid-Region zunächst zur Behandlung nach Israel. Dieser Aufenthalt wurde kaschiert durch lancierte Berichte, die ihn für tot und in Darʽa begraben erklärten, um von dem Umstand abzulenken, daß der Genesene in Israel ein um- fangreiches militärisches Training durchlief. Seine Ernennung erhielt er nach den Niederlagen der FSA im Qalamûn-Gebiet. Seinem Vorgän- ger Idrîs (vgl.u.) wurde vorgeworfen, nicht genug Militärhilfe für die FSA zustande gebracht zu haben. (http://www.globalresearch.ca/israel-support-to-al-qaeda-rebels-new-free-syrian-army-fsa-commander-trained-in-israel/5370130). – Neben Abû Ḫâlid as-Sûrî (Abu Khaled al- Soury) alias Abû ʽUmar aš-Šâmî (Abu Omair al-Shamy, beide Namens-Epitheta beziehen sich auf Syrien), dem Kampfgenossen und Freund von Usâma bin Lâdin wie Aiman aẓ-Ẓawāhirī wurden weitere sechs seiner Mitstreiter am 23.2.2014 getötet. Im Vorfeld hätten gemäß Reuters ISISMuğâhidûn im Hauptquartier von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islâmî (qaṭarische Gründung, alliiert u.a. mit an-Nuṣra) in Aleppo Kämpfer re- krutiert, das Suizidattentat habe aber ein ISIS-Angehöriger begangen. Diese Tat würde die Streitigkeiten der Muğâhidîn-Gruppen unter- einander sicher befeuern, vor allem auch, da der Getötete mit seinem großen Einfluß gerade gegen diese vorgegangen war. As-Sûrî wurde 1963 in Aleppo geboren, nach seinem Einsatz in Afghanistan habe ihn aẓ-Ẓawāhirī nach Syrien geschickt, um dort die Kämpfe zu einem baldi- gen siegreichen Ende zu bringen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/24/abu-khaled-al-suri-senior-al-qaeda-commander-killed-in-syria/, basierend auf Syrian National Television News, mit Videos).

Abû Ḫâlid as-Sûrî (Abu Khaled al-Suri), einer der Leiter von al-Qaida, ist auf dem Weg zu Verhandlungen innerhalb der Rebellengruppierun- gen bei einem Anschlag in Syrien getötet worden. Nach Angaben der Rebellen gehörte der Suizidattentäter zur radikalen ISIS. As-Surî hatte der Bewegung zur Last gelegt, sie initiiere den Kampf der syrischen op- positionellen Bewegungen untereinander. Er selbst war den Rebellen der Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām (an-Nuṣra-Front) verbunden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_24/Al-Qaida-Fuhrer-Abu-Khaled-al-Suri-bei-Anschlag-tot-2720/).

Die Türkei, selbst von internen Konflikt gebeutelt, die auch mit der Prä- senz des SCN (Syrian National [Transitional] Council) mit Sitz in Istanbul zu tun haben, und zudem mit den Aktionen der Terrororganisation ISIL auf ihrem Territorium konfrontiert ist, will jetzt doch besser diese von der Muslimbruderschaft dominierte, von Saudi-Arabien finanzierte, in Qaṭar gegründete Organisation binnen eines Monats los werden. Doch eine neue Bleibe zu finden, scheint schwierig. Näheres hierzu: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/23/turkey-requested-snc-to-leave-its-land-in-one-month/.

Erneut kam es am 23.2.2014 an der syrisch-türkischen Grenze zu einem Attentat. Laut türkischen Medien kamen 16 Personen bei der Ex- plosion ums Leben, 65 weitere wurden verletzt, manche davon schwer. Ein mit Sprengstoff beladener LKW sei im Dorf Aṭama (Atameh) bei Idlib durch einen Suizidattentäter zur Explosion gebracht worden. Laut er- sten Meldungen. Bekennerschreiben gibt es noch nicht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255092-explosion-an-der-syrischen-grenze-zur-t%C3%BCrkei).

Das syrische Außenministerium erklärte sich am 23.2.2014 bereit, die jüngste humanitäre Resolution im Zusammenwirken mit dem UN-Koor- dinator und den humanitären Organisationen durchzusetzen auf Basis der UN-Charter, den Prinzipien des internationalen Rechts und „the main principles regulating humanitarian work“. Das Ministerium verdeutlichte, daß dies auch heiße, die nationale Souveränität des Staats Syrien, die Prinzipien der Neutralität und Integrität gegenüber Syrien zu respektieren wie die Frage der humanitären Hilfe nicht politisch zu instrumentalisieren. Im weiteren s. http://sana.sy/eng/21/2014/02/23/529650.htm vom 23. Februar 2014.

Gemäß telefonischer Mitteilung des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Theodosius Ḥanna gegenüber dem TV-Sender al- Mayâdîn vom 21.2.2014 bestehe ein Plan, Syrien zu zerstören und damit gleich die palästinensische Frage mit zu erledigen („stressed that there is a plan to destroy Syria for liquidating the Palestinian cause“), da ein Abzielen auf Syrien einem Abzielen auf Palästina und sein Pro- blem gleichkomme („asserting that targeting Syria is targeting Palestine and its issue“). Darauf forderte er die Palästinenser auf, nicht auf- zugeben (“he called on the Palestinians for further steadfastness, unity, and commitment to their land and holy places in the face of the attempts to liquidate the Palestinian cause”). (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/22/archbishop-hanna-there-is-a-scheme-to-destroy-syria-in-an-attempt-to-liquidate-the-palestinian-cause/).

Der syrischen Armee ist es gelungen, Stadtteile von Aleppo aus der Kontrolle der Terroristen zu befreien, teilte die libanesische Webseite An-Našra News am 22.2.2014 mit. Unterdessen berichteten syrische Quellen von Zusammenstößen zwischen den syrischen Sicherheits- kräften und den Terroristen um Homs, wobei u.a. zwei Anführer der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām (Al-Nusra) getötet wurden. Auch große Mengen an Waffen und Munitionen wurden be- schlagnahmt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255051-vorsto%C3%9F-syrischer-armee-in-aleppo-telefonat-zwischen-obama-und-putin-%C3%BCber-syrien).

Wie schon früher bekannt gemacht (vgl.u.) befinden sich auch nach Spiegel-Bericht die im Osten Syriens liegenden Ölfelder überwiegend unter Kontrolle von Terroristengruppen wie Islamischer Staat in Syrien und dem Irâq (ISIS) und der al-Qaida-nahen an-Nura-Front. Die Erlöse werden vom Beiruter Öl-Experten des Middle East Economic Survey, Dr. Walîd Ḥadûrî (Walid Khadduri), auf einige zigtausend Dollar täglich geschätzt, also im internationalen Vergleich als verhältnismäßig gering. Experten wie Dr. Ḥadûrî und auch Wolfgang Mühlberger, Nahost-Experte bei der Landesverteidi­gungs­akademie Wien, halten es für un- wahrscheinlich, daß dieser Handel auf Dauer fortgesetzt werden könne, da die Förderanlagen hochkomplex seien und die Terroristen nicht über das nötige Know-how verfügten, sie funktionsfähig zu halten. Die Kon- trolle über die Ölfelder würde ihnen allerdings auch dann bleiben, wenn die Förderung zusammenbrechen sollte, was ihnen wiederum Einfluß auf die Zukunft Syriens sichere. Schon deshalb bekämpften sich die Terroristen untereinander mit größter Brutalität. Auch der katastrophale Einbruch der staatlichen Ölförderung (vgl.u.) wird bestätigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/255074-syrien-terroristen-finanzieren-ihre-aktivitaeten-zunehmend-aus-oelverkauf vom 23.2.2014).

Das wahhâbitische Saudiarabien spendet Pakistan 200 Millionen US-$ verbunden mit der Forderung nach Veränderung der Positionie- rung des Staates gegenüber Syrien. So wird eine Menge militärischer und politischer Unterstützung für diejenigen organisiert, die in Syrien die [säkulare] Regierung stürzen wollen. (http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=136904&cid=71&fromval=1&frid=71&seccatid=271&s1=0).

Der UN-Sicherheitsrat hat unter Teilnahme von Generalsekretär Ban Ki Moon eine Resolution verabschiedet, welche die Öffnung der syri- schen Grenzen und Frontlinien für direkte Lieferung der humanitären Hilfe vorsieht und von der syrischen Opposition fordert, die Kontak- te mit terroristischen Organisationen aufzuheben. Gemäß Aussa- ge des ständigen Vertreters Rußlands bei der UNO, Vitali Tschurkin, vor der Abstimmung unterstütze sein Land die Resolution. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_22/Russland-unterstutzt-humanitare-Resolution-des-UN-Sicherheitsrats-zu-Syrien-0927/).

Syrien hat der OPCW einen neuen Operationsplan zu Abtransport wie Vernichtung der chemischen Waffen vorgelegt, welcher auf der Sitzung des Exekutivrats vom 4 bis 7. März geprüft werde, teilte OPCW- Sprecher Michael Luhan mit. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_21/Syrien-stellt-neuen-Plan-zur-Vernichtung-von-Chemiewaffen-vor-2484/). – Das  briti- sche Außenministerium ließ bereits verlauten, daß es diesen ablehne (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/255039-).

Tausende Syrer haben am 20.2.2014 wieder Großkundgebungen in verschiedenen Städten des Landes abgehalten, um ihre unerschütter- liche Treue zu den [säkularen] Staatsprinzipien wie ihre entschiedene Unterstützung der syrischen Armee zum Ausdruck zu bringen. (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/21/syrians-express-staunch-support-to-the-army-and-national-principles-video-photo-gallery/ mit Photos).

Nach Befreiung des palästinensischen Flüchtlingslagers Yarmûk durch die syrische Armee (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/20/palestinian-official-al-yarmuk-camp-freed-from-foreign-mercenaries-and-terrorist-groups/) konnten UN-Hilfsorganisationen dort Hilfsgütern verteilen. Die Hilfslieferungen mußten auch unterbrochen werden, nachdem vom Ausland unterstützte syrische Rebellen am 13.2.2014 einen mit mehreren Tonnen Nahrungsmitteln für die Bewohner dieses Camps beladenen UN-Konvoi beschossen hatten, teilte laut Press TV Christopher Gunnes, der Sprecher des UN-Hilfswerks für Pa- lästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254982-humanit%C3%A4re-hilfen-der-un-f%C3%BCr-das-lager-yarmuk).

Nach Befreiung des palästinensischen Flüchtlingslagers Yarmûk durch die syrische Armee (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/20/palestinian-official-al-yarmuk-camp-freed-from-foreign-mercenaries-and-terrorist-groups/) konnten UN-Hilfsorganisationen dort Hilfsgütern verteilen. Die Hilfslieferungen mußten auch unterbrochen werden, nachdem vom Ausland unterstützte syrische Rebellen am 13.2.2014 einen mit mehreren Tonnen Nahrungsmitteln für die Bewohner dieses Camps beladenen UN-Konvoi beschossen hatten, teilte laut Press TV Christopher Gunnes, der Sprecher des UN-Hilfswerks für Pa- lästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254982-humanit%C3%A4re-hilfen-der-un-f%C3%BCr-das-lager-yarmuk).

Der kürzlich abgesetzte FSA-Generalstabschef Salîm Idrîs (vgl.u.) will diese Tatsache nach eigenen Worten nicht akzeptieren. Er werde die Regimegegner weiter befehligen. Die Entscheidung über seine Ent- ­lassung war vom obersten Militärrat der FSA, der vom Westen unter- stützten Rebellenorganisation in Syrien, getroffen worden. Grund für seine Absetzung waren Medien zufolge militärische Mißerfolge und die faktische Spaltung der FSA. In seiner online-Ansprache äußerte Idrîs weiter: „Die Feldkommandeure lehnen diese Entscheidung ab“. Er bre- che nun alle Kontakte zur Nationalkoalition der Syrischen Oppositions- und Revolutionskräfte sowie zur sog. Übergangsregierung der Opposi- tion [mit Sitz in Istanbul] ab. Außerdem kündigte er an, die FSA refor- mieren zu wollen, und rief dazu auf, sich seiner Struktur anzuschließen.(http://de.ria.ru/politics/20140220/ 267874087.html).

In den Beziehungen zwischen Rußland und den USA, darunter bei der Einschätzung der syrischen Situation, träten doppelte Standards zu Tage, erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Do., 20.2.2014 in Bagdad in einer Pressekonferenz. Die USA behaupteten, der Terrorismus in Syrien sei nicht zu besiegen, solange al-Assad an der Macht sei. Tatsächlich bedeute diese Position jedoch eine Ermunterung für die Extremisten und die, die Waffen an Terroristen verkaufen wür- den. Die USA gäben in inoffiziellen Gesprächen zu, daß der Terroris- mus und nicht al-Assad die Hauptbedrohung für Syrien darstelle. (http://de.ria.ru/politics/20140220/267877924.html vom 20.2.2014). – Wie vielfach dargestellt, ist die Bekämpfung des (islamischen u.a.) Terrorismus erklärtes und tatsächliches Ziel der säkularen syrischen Regierung (vgl.u.).

Jordanien verwandelt sich in einen wichtigen Stützpunkt der bewaff- neten Einheiten der al-Assad-Gegner, schreibt Nesawissimaja Gaseta am Do., 20.2.2014. Mehrere Golf-Staaten wollen die Aufständischen mit Flugabwehrraketen für den Kampf gegen die syrischen Luftstreit- kräfte versorgen. Die Freie Syrische Armee (FSA) mit ihrem neuen Kom- mandeur ʽAbd­ullâh Âl-Bašir an-Naimî (Abdel Illah al-Baschir) bereitet sich auf eine Offensive vor. Der Wechsel an der Kommandospitze wurde von Experten als Zeichen der Bereitschaft der „Freunde Syriens“ bewertet, die syrische Opposition zu bewaffnen. Die syrischen Rebellen würden die USA dazu drängen, Waffen für den Kampf gegen al-Assad zu liefern, schreibt die New York Times (vgl.u.). Angesichts der stok- kenden Genf-II-Friedensgespräche sind die Geldgeber eher bereit, die syrischen Oppositionskämpfer mit Waffen zu versorgen. Nach Angaben der libanesischen Zeitung Daily Star wollen die Rebellen eine Offensive auf Damaskus beginnen. Die Extremisten wurden in Jordanien von westlichen, vor allem US-Experten, ausgebildet. „Die Provinz Deraa ist das Tor nach Damaskus. Der Kampf um Damaskus beginnt hier“, so Feldkommandeur ʽAbd­ullâh al-Karâsî (Abdullah al-Karasi). „Jetzt haben wir Garantien, Waffen nur von Ländern zu bekommen, die die Revolution gegen Assad unterstützen. Falls die Versprechen erfüllt werden, können wir mit Hilfe von oben das Zentrum der Hauptstadt erreichen“. Die Schlacht um Darʽa (Deraa) soll kurz vor einer weiteren Runde der Syrien-Verhandlungen im März beginnen. Teile von Darʽa werden von den Aufständischen kontrolliert. An der Offensive auf Damaskus wollen sich tausende Extremisten beteiligen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254956-zeitung-jordanien,-der-wichtigste-st%C3%BCtzpunkt-der-rebellen-in-syrien, s.a.http://de.ria.ru/zeitungen/20140220/267875225.html).

Die auf einem Blog syrischer Studenten ausgesprochenen Befürch- tungen (http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/17/red-allert-american-israeli-and-british-intelligence-services-in-jordan-are-planning-an-attack-with-moderate-takfiris-to-create-a-mini-state-in-south-syria/) scheinen sich in gewisser Hinsicht bewahrheitet zu haben: Rebellen, die im Süden Syriens operieren, haben offiziell bekanntgegeben, daß sie mit der Planung einer Frühjahrsoffensive gegen Damaskus be- gonnen haben. Laut Mitgliedern der Regierungsarmee und der Führung der Oppositionskräfte werden sich an dieser Offensive Kämpfer betei- ligen, die mit Hilfe ausländischer Ausbilder im benachbarten Jor- danien vorbereitet wurden. Zunächst wollen die Rebellen die an Jor- danien angrenzende Provinz Darʽa (Deraa) unter ihre Kontrolle bringen, die 100 km südlich von Damaskus liegt. Man habe hierfür die Kommuni- kation und Cooperation zwischen den im Süden des Landes kämpfenden Gruppen hergestellt. (http://german.ruvr.ru/2014_02_18/Aufstandische-kundigen-Fruhjahrsoffensive-gegen-Damaskus-an-5556/).

Terroristen gesucht: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/18/america-sends-jihadists-to-syria-us-new-jersey-mayor-pictured-with-christian-murderer/

Passende Karikatur: http://syrianfreepress.files.wordpress.com/2014/02/we-are-syrian-rebels-350.jpg

Die Rebellen-Armee FSA hat nach der Flucht ihres früheren Komman- dierenden, Salîm Idrîs (s. Teil I), nun in Oberst ʽAbd­ullâh Âl-Bašir an- Naimî einen neuen Ober­kommandierenden erhalten. Dieser startete sofort einen Aufruf an die EU wie die USA nach Unterstützung mit Waffen oder direktem militärischem Eingreifen in Syrien. (http://english.al-akhbar.com/content/syria-fsa-appoints-new-leader-it-moves-south vom 17.2.14). Als sein Stellvertreter und Vizestabschef fungiert Haiṯam Afisî, ein FSA-Mitbegründer und Kommandeur der Maʽrat an-Naʽmân-Märtyrer-Brigade (http://www.reuters.com/article/2014/02/17/us-syria-crisis-rebels-idUSBREA1G05420140217 vom 16.2.14). – Die Benennung als muslimische „Märtyrer“ läßt nicht un- bedingt auf beste Absichten gegenüber christlichen Mitbürgern schließen.

Die syrische Regierung hat am Mo., 17.2.2014, mit den bewaffneten Rebellen nach eineinhalb Jahren ununterbrochenen Kampfes eine Waffenstillstandvereinbarung unterzeichnet, welche nun die ganze Region um Damaskus umfaßt. Er ist das Ergebnis des Engagements von politischen Persönlichkeiten und den Geschäftsleuten  der Region und umfaßt das Gebiet von Damaskus, Barza, des palästinensischen Flüchtlingscamp Yarmûk, das umliegende Gebiete wie Qudsiyya (NO), Muʽḍa-miyyatu_š-Šâm (Muazzamia al-Sham, SW) sowie Bait Saḥim (Beit Sahm),Yaldâ (Yalda) und Yabîla (S). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254742-waffenstillstand-rund-um-damaskus).

Die EU unterstützt die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen, indem 12 Millionen € in einen Fonds der OPCW eingezahlt werden, teilte die EU- Kommission am 17.2.2014 in Brüssel mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254748-eu-stellt-12-millionen-euro-f%C3%BCr-zerst%C3%B6rung-syrischer-chemiewaffen-bereit).

In der Ostprovinz Dair az-Zaur (Deyr al-Zur), welche sich durch ihre stra- tegische Lage wie Ölvorkommen auszeichnet, kämpfen verschiedene Rebellengruppen darum, das  Ölfeld unter ihre Kontrolle zu bekom- men. Bei den neuesten Zusammenstößen zwischen den Terrorgruppen von an-Nuṣra und ISIS wurde auch ein Führer ersterer Terrorgruppe getötet, berichtete der TV-Sender al-Mayâdîn am Mo., 17.2.14. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254714-dutzende-tote-bei-zusammenst%C3%B6%C3%9Fen-von-terroristen-in-syrien).

Laut Auskunft des Ölministers Sulaimân al-ʽAbbâs liegt im Kriegsland Syrien die Ölförderung derzeit nur bei 14.000 Barrel pro Tag (zum Vgl.: 2011 be­trug die tägliche Produktion 385.000 Barrel). Zu diesem ekla- tanten Rückgang von 96% haben die zunehmenden terroristischen Angriffe gegen Öl­anla­­gen geführt. Ein weiterer Grund liege an den Sanktionen westlicher Unternehmen gegen das Land. Die meisten Öl­vorkommen des Lan­des befinden ich im Norden und Osten des Lan- des. (http://german.irib.ir/nachrichten/wirt­schaft/ item/254644-syrische-%C3%B6lproduktion-96-gesunken).

Die syrischen Regierungstruppen haben heute die Einkreisung der Rebellen-Hochburg Yabrûd (Jabrud) nahe der Grenze zum Libanon vorangetrieben. Nach Informationen der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London gab es am Stadtrand heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Terrorgruppen wie Kämpfern der Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli_š-Šām (Al-Nusra-Front). In die Kämpfe griff demnach auch die syrische Luftwaffe ein, die mit Bomben- an­griffen den Nachschub für die Rebellenhochburg zu unterbrechen suchte. Yabrûd wird als letzte Stadt in der Qalamûn-Bergregion von den syrischen Rebellen gehalten. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer west- lich von der Schnellstraße zwischen Damaskus und Homs. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254687-syrienkise-regierungstruppen-gelingt-wichtiger-schlag-gegen-terrorgruppen).

Wir haben Informationen, dass einige Sponsoren der Opposition mit der Bildung einer neuen Struktur aus den Gruppen beginnen, die aus der Nationalen Koalition ausgetreten sind und nicht an den Friedens- prozess glauben. Laut vorhandenen Angaben wollen sie, dass diese neue Organisation die Nationale Koalition ersetzt“, verlautbarte Ruß- lands Außenminister Lawrow. Damit werde Kurs auf ein Kriegs- szenario genommen, was Moskau sehr beunruhige. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_17/Sponsoren-syrischer-Opposition-setzen-auf-Kriegsszenario-Lawrow-2776/, Hhg. blogseits). – Dagegen will Rußland die ursprünglich zugesagte Lieferung von Kampfjets Mig-29M und Mig-29M2 an Syrien 2-3 Jahre aufschieben. Kommersant zufolge ist Rußland gemäß einem 2007 mit Syrien ge- schlossenen Vertrag verpflichtet, diese Kampfjets zu liefern, was aller- dings wegen des Bürgerkriegs in diesem Land und einiger finanzieller Probleme der syrischen Regierung verschoben wurde. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/254694-russland-verschiebt-lieferung-von-kampfjets-mig-29-an-syrien).

Ḥassan Naṣrullâh, Generalsekretär der libanesischen Ḥizbullâh, hat Saudi-Arabien vorgeworfen, die extremistischen Terrorgruppen (Takfîrîûn, zum Begriff s.u.) in Syrien finanziert und ausgerüstet zu haben. In einer Fernsehansprache vom So., 16.2.2014, erklärte er, daß die al-Qaida nahestehenden Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahli _š-Šām (al-Nusra-Front) und ad-dawlatu_l-islāmīya fī_l-ʿirāqi wa_š-šām / ISIS zu den von Saudi-Arabien unterstützten extremistischen Gruppen gehören. Diese (takfîrîûn) glaubten, sie seien die einzigen wahren Mus- lime und beschuldigten die anderen Muslime der Apostasie. Die saudi- schen Behörden hätten eine Kampagne zur Rekrutierung junger Menschen und deren Entsendung nach Syrien zum Kampf gegen Prä- sident Baššâr al-Assad gestartet. Naṣrullâh warnte vor ausländischer Einmischung in Syrien und unterstrich, daß das syrische Volk über das Schicksal seines Landes zu entscheiden habe. (Beirut, Press TV, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254656-seyyed-hassan-nasrallah-saudi-arabien-steckt-hinter-dem-terrorismus-in-syrien). – Hier offenbart sich erneut der alte Gegensatz zwischen Sunniten im Gewand des radikalen Wahhâbismus (Saudi-Arabien) und den Šîʽiten der Ḥizb- ullâh.

Nach dem [vorläufigen] Scheitern der zweiten Internationalen Friedens- konferenz zu Syrien hat Nabîl al-ʽArabî, Generalsekretär der Arabi- schen Liga (AL), im Telefonat mit dem UN-/AL-Sonderbeauftragten al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) eine Entscheidung des UN- Sicherheitsrats als die nächste Option für die Lösung der Krise be- zeichnet. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254693-weltsicherheitsrat-als-n%C3%A4chste-option-f%C3%BCr-syrienkrise).

Was normalen Bürgern widerfahren kann, die sich in einer von den extremistischen Rebellen eroberten Region befinden, zeigt der jüngste Fall der Steinigung einer jungen Frau (im Bericht Fatoum al-Jassem benannt) in der Stadt ar-Raqqa. Dort hatte ein von den ISIL-Milizen eingerichteter ŠarîʽaGerichtshof selbstherrlich erklärt, die Frau habe sich aufgrund der Benutzung von Facebook wegen zinâ` schuldig gemacht. Zinâ`meint im Islamischen Recht eines der sog. fünf ḥadd-Delikte. Allerdings bedürfte es für diese Art der Bestrafung des Zeugnisses vierer erwachsener, anständiger muslimischer Männer für den Geschlechtsakt selbst, was hier gar nicht der Fall sein konnte. Zinâ` umfaßt jeden nicht gestatteten sexuellen Verkehr, also nicht nur den „Ehebruch“, wie meist einschränkend falsch übersetzt wird. (http://indiatoday.intoday.in/story/syrian-girl-stoned-to-death-for-joining-facebook/1/343455.html). Hieran sieht man erneut, wie eminent wichtig es ist, daß die säkulare Regierung unter al-Assad der Bekämpfung des Terrorismus oberste Prioritität eingeräumt hat (vgl.u.).

Was normalen Bürgern widerfahren kann, die sich in einer von den extremistischen Rebellen eroberten Region befinden, zeigt der jüngste Fall der Steinigung einer jungen Frau (im Bericht Fatoum al-Jassem benannt) in der Stadt ar-Raqqa. Dort hatte ein von den ISIL-Milizen eingerichteter ŠarîʽaGerichtshof selbstherrlich erklärt, die Frau habe sich aufgrund der Benutzung von Facebook wegen zinâ` schuldig gemacht. Zinâ`meint im Islamischen Recht eines der sog. fünf ḥadd-Delikte. Allerdings bedürfte es für diese Art der Bestrafung des Zeugnisses vierer erwachsener, anständiger muslimischer Männer für den Geschlechtsakt selbst, was hier gar nicht der Fall sein konnte. Zinâ` umfaßt jeden nicht gestatteten sexuellen Verkehr, also nicht nur den „Ehebruch“, wie meist einschränkend falsch übersetzt wird. (http://indiatoday.intoday.in/story/syrian-girl-stoned-to-death-for-joining-facebook/1/343455.html). Hieran sieht man erneut, wie eminent wichtig es ist, daß die säkulare Regierung unter al-Assad der Bekämpfung des Terrorismus oberste Priotität eingeräumt hat (vgl.u.).

Die wiederholt ausgesprochene Präsidentenamnestie (vgl.u.) wirkt: nach und nach ergeben sich Rebellengruppen. Am Samstag wurde sogar ein Waffenstillstandsabkommen im Süden von Damaskus erreicht. Wie der Fernsehsender al-Manâr berichtet, stimmten die Re- bellen in den Vororten Bait Saḥim (Beit Sahem), Babîlâ (Babille) und Yildâ? (Ilda) der Feuereinstellung zu. Die erste Rebellengruppe ergab sich bereits am 1. Februar. Die Verhandlungen dauerten zwei Wochen durch Vermittlung von Volkskomités und endeten erfolgreich, als die anderen Rebellen beschlossen, eine Strafe gemäß der Präsidenten- amnestie zu vermeiden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_15/Abkommen-uber-Waffenstillstand-im-Suden-von-Damaskus-erreicht-5253/).

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Unterstützern der Opposition in Syrien vorge­worfen, die Genfer Verhandlungen zum Regimewechsel mißbrauchen zu wollen. Beim Treffen mit Bun- desaußenminister Steinmeier am 14.2.2014 erklärte er: „Die Natio­nale Koalition Syriens, SNC, und ihre westlichen Verbündeten versuchen, die Genfer Verhandlungen vom eigentlichen Kurs abzubringen“. Die Genfer Erklärung von Juni 2011 definiere schon die Schritte zur Machtübertra- gung in Syrien. Daher kritisierte er die syrische Opposition, dem Problem Terrorismus nicht den Vorrang bei den Gesprächen zu geben. Zudem lehnte er Fristen über die Genfer Verhandlungen als kontra- produktiv ab: „Als der Plan Russlands und Amerikas bekannt wurde, stellte man klar, dass [man] keine Frist oder fungierte Ultimaten für Gespräche aufstellen dürfe.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254503-lawrow-syrische-opposition-will-regimewechsel).

Wieder einmal verkündete US-Präsident Barack Obama, die US-Behör- den erwögen Maßnahmen zur Verstärkung des Drucks auf das As- sad-Regime. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_15/USA-erwagen-Verstarkung-von-Druck-auf-Assad-9595/). – Von Druck auf die mit der Muslimbruderschaft verbundene Opposition, welche die Friedensge- spräche dadurch blockiert, daß sie immer noch nicht mit der Regierung über die Bekämpfung des Terrorismus im Land zu reden bereit ist, war keine Rede.

Die saudischen Behörden wollen die syrische Opposition nun mit tragbaren schultergestützten Fla-Raketensystemen (chinesischer Produktion) bewaffnen, teilt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf diplomatische Quellen und Insider der Opposition mit. Das Angebot war erstmals Ende Januar gemacht worden, als sich die syrischen Re- bellen mit US-, saudischen und Geheimdienstlern anderer Golfländer getroffen hätten. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_15/Saudi-Arabien-will-syrische-Opposition-mit-Fla-Raketen-bewaffnen-8636/).

Bei der Genf-II-Konferenz gab es in dieser Woche keine Annäherung zwischen den Delegationen der syrischen Regierung und der Opposition. Zusätzlich lähmte die Konferenz die anhaltende Uneinigkeit im UNO-Si- cherheitsrat darüber, welche Position das Gremium in dem Konflikt ein- nehmen solle. (http://www.nzz.ch/aktuell/newsticker/syrien-gespraeche-gehen-in-dritte-runde-1.18243538 vom 15.2.2014). – Zur Informations- auffrischung: Gemäß dem der Muslimbruderschaft verbundenen Oppositionsmitglied Dr. Louay Safi (vgl.u.) bestehe er und seine Delegation nach wie vor darauf, zuerst die Zusammensetzung einer Übergangsregierung – ohne al-Assad – für Syrien zu besprechen, während es der Regerungsdelegation als erstes um die Bekämpfung des (auslandsunterstützten) Terrorismus` geht. (http://jordantimes.com/article/shared-moment-of-silence-but-little-headway-at-syria-talks).

Gemäß al-ʽArabiyya äußerte der UN-/AL-Sondergesandte al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi):. „Ich möchte mich beim syrischen Volk dafür entschuldigen, dass wir seine Erwartungen nicht erfüllt haben“. Eine 3. Gesprächsrunde werde stattfinden, wenn auch noch ohne genaue Terminbekanntgabe. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_15/Brahimi-entschuldigt-sich-bei-syrischem-Volk-3446/).

Die Waffenruhe für die von den Rebellen abgeriegelte Stadt Homs ist um weitere drei Tage verlängert worden. In den kommenden Tagen sollten die dort verbliebenen Zivilisten in Sicherheit gebracht werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254475-syrien-waffenruhe-f%C3%BCr-homs-um-weitere-drei-tage-verl%C3%A4ngert).

Im Streit um eine Lösung des Syrienkonflikts hat die UN-Vetomacht Rußland dem Weltsicherheitsrat gleich zwei Resolutionsentwürfe vorgelegt. Außer einem Beschluß für humanitäre Hilfe gehe es dabei um ein Dokument für den Kampf gegen Terror, sagte Außenminister Sergej Lawrow am 13.2.2014 in Moskau. «Terrorismus ist das dringend- ste Problem, denn davon sind nicht nur die Syrer, sondern auch andere Länder der Region betroffen», erklärte er auf einer Pressekonferenz mit seinem ägyptischen Kollegen Nabîl Fahmî (Nabil Fahmi). Im UN-Sicher- heitsrat gibt es Streit um eine neue Resolution. Australien, Luxemburg und Jordanien legten dem mächtigsten UN-Gremium einen Entwurf vor, der alle Seiten im syrischen Bürgerkrieg zur Zurückhaltung auffordert. Helfer sollten ungehinderten Zugang zu den Notleidenden haben. Für den Fall der Weigerung aber werden Sanktionen ins Spiel gebracht. Lawrow bekräftigte die russische Ablehnung dieses Entwurfs, da er in ultimativer Form Sanktionen androhe. «Wir ziehen es vor, konkreten Maßnahmen zu vertrauen und nicht Worten, die den emotionalen Cha- rakter dieses Problems anfachen», sagte er. «Verschärfter Ton kann praktische Schritte nicht ersetzen.»(http://german.irib.ir/nachrichten/item/254263-russland-bringt-zwei-syrien-resolutionen-im-sicherheitsrat-ein).

Wieder haben syrische Studenten und Dozenten auf einer Kundge- bung ihre Unterstützung für die Armee beim Kampf gegen die Terrorgruppen im Land und für die Regierung bei den Verhand- lungen der Genf-II-Konferenz zum Ausdruck gebracht. Sie wiesen jegliche ausländische Einmischung in Syrien zurück und forderten die Regierung unter al-Assad auf, die Bekämpfung des Terrorismus in Syrien [weiterhin] mit Priorität zu behandeln. In den letzten Tagen waren ver- schiedene syrische Städte Schauplatz von solchen großangelegten Aufmärschen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254219-kundgebung-von-dozenten-und-studenten-zur-unterstuetzung-der-syrischen-regierung).

Die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL) hat am Mittwochabend das palästinensische Flüchtlingslager Yarmuk im Rîf-Dimâšq [d.i. weiteres Umland der Hauptstadt] angegriffen und Dutzende Flüchtlinge entführt, berichtete Russiyya al-Yaum unter Berufung auf den Medienbeauftragten der Palästinensischen Befrei- ungsfront, Anvar Raja. Bei den terroristischen Angriffen auf das Flücht- lingslager Yarmuk wurden bis jetzt ca. 1800 Flüchtlinge getötet und hunderte verletzt. Das Flüchtlingslager Yarmuk ist das größte Lager der Palästinenser in Syrien, das vor der Belagerung mindestens 500.000 palästinensische Flüchtlinge beherbergte. Des weiteren verhindern die Terrorgruppen, daß die Hilfsgüter der UNO und der Regierung von Damaskus dieses Lager erreichen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254252-terroristen-entf%C3%BChren-dutzende-pal%C3%A4stinensische-fl%C3%BCchtlinge-in-syrien).

Syrische Soldaten wurden am 12.2.2014 zahlreiche ausländische Terroristen in den Städten al-Lâḏakiyya (Latakia, Ausschiffungshafen für die Chemiewaffen!) und Idlib wie in der syrischen Stadt Dair az-Zaur (Deir al-Zour) eine Anzahl Terroristen durch die Armee getötet. Des Weiteren kamen bei Auseinandersetzungen zwischen syrischen Soldaten und Terroristen in Qalamûn, der Grenzstadt zum Libanon, 40 Terroristen ums Leben. Der syrischen Armee gelang es zudem die Kleinstadt Ğana- ğir (Dschanadschir) im Gebiet Qalamûn von Terroristen zu befreien. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254252-terroristen-entf%C3%BChren-dutzende-pal%C3%A4stinensische-fl%C3%BCchtlinge-in-syrien). – Ein Ministeriumssprecher bestätigte in Berlin einen Bericht, wonach die deutsche Marine an der Vernichtungsaktion der syrischen Chemiewaffen auf einem US-Schiff mitwirken solle. Details über Umfang und Dauer wurden daher noch nicht bekannt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254260-deutsche-soldaten-vor-neuem-einsatz-im-mittelmeer).

Ein britischer Staatsbürger aus Essex, Einwanderer aus Pakistan mit Namen Abû Sulaimân al-Britannî [d.h.: aus Britannien] (Abu Suliman Al Britaniai) ist nach Bestätigung der Behörden des Königreichs verant- wortlich für den Bombenanschlag vergangener Woche in Aleppo. Er steht mit der Terrorgruppe an-Nura-Front in Syrien in Verbindung, welche an die al-Qaida angeschlossen ist. Laut Berichten rammte er mit einem Panzerfahrzeug  die Mauer eines Gefängnisses in Aleppo und löste nach Eindringen in das Gefängnisgebäude eine heftige Explosion aus (vgl.u.). Nach dieser Explosion stürmten hunderte von Milizionären das Gefängnis und befreiten 300 Häftlinge. Abû Sulaimân al-Britannî ist der achte britische Staatsbürger, der seit Beginn des Krieges in Syrien bei gewaltsamen Schritten gegen die Regierung von Damaskus ums Leben gekommen ist. Großbritannien gehört zu den westlichen Staa- ten, die die bewaffneten feindlichen Aktionen zum Sturz der syri- schen Regierung unterstützen. Inzwischen sei jeder 10. Milizan- gehörige, der in Syrien gegen die Regierung des syrischen Präsi- denten Baššâr al-Assad mit der Waffe kämpft, ein Europäer. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254204-england-bombenattent%C3%A4ter-in-aleppo-war-englischer-staatsangeh%C3%B6riger).

Laut russischem Außenminister Sergej Lawrow sind Äußerungen dar- über, daß die Terrorbekämpfung in Syrien erst nach dem Rücktritt Baššâr al-Assads möglich sei, ihrem Sinn nach eine Unterstützung des Terrorismus. Dies stellte er nach einem Treffen der Außenminister und der Ver- teidigungsminister Rußlands und Ägyptens fest. Wie schon früher erläutert, verzerre der Westen die Bestimmung des Kommu- niqués bezüglich der Übergangsregierung in Syrien. „…Sowohl die Terrorbekämpfung, als auch die Einstellung der Gewalt sowie lokale Waffenstillstände zur Zustellung der humanitären Hilfsgüter – all das wird als Aufgabe einem regierenden Übergangsgremium überlassen und hart im Kontext des Regimewechsels gedeutet“, erklärte er. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_13/Westen-verzerrt-Genfer-Kommuniqu-zu-Syrien-Au-enminister-Lawrow-0130/). – „Es ist unwahr- scheinlich, daß unsere amerikanischen Partner über keine wahren Infor- mationen über die Dynamik der Entwicklungen in Syrien im humanitären und Abrüstungsbereich verfügen. Daher entsteht die Frage, warum Rußlands Position wissentlich und auf eine voreingenommene Weise verzerrt wird“, erklärte am 12.2.2014 auch Alexander Lukaschewitsch, Sprecher des russischen Außenministeriums. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_12/Russlands-Au-enamt-USA-verzerren-Russlands-Position-zu-Syrien-7342/). – Mit „kategorischen Erklärungen“ wollen die USA einen „propagandistischen Hintergrund für ihre kontraproduktive Syrien-Resolution“ schaffen, kommentierte Lukaschewitsch das jüngste Statement von US-Präsident Barack Obama zur neuen Syrien-Resolu- tion. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_12/Russlands-Au-enamt-USA-wollen-kontraproduktive-Syrien-Resolution-durchsetzen-9632/).

Die Erklärung des US-Präsidenten Barack Obama vom Di., dem 11.2.2014, über die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens in Syrien zeuge vom Bestreben, den syrischen Staatschef al-Assad stürzen zu wollen, äußerte Alexej Puschkow, Vorsitzender des Auswärtigen Staatsduma-Ausschusses. „Obama berechtigt die USA zu einer Militäroperation in Syrien. Besessen von der Idee des Sturzes von Assad will man in Washington auf ein militärisches Eingreifen nicht verzichten“, twitterte er am 12.2.2014. Damit reagierte er auf Obamas Erklärung bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französi- schen Staatschef François Hollande in Washington, die USA schlös- sen die Durchführung einer militärischen Operation in Syrien weiterhin nicht aus. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_12/Washington-von-Idee-des-Assad-Sturzes-besessen-Duma-Abgeordneter-Puschkow-0929/). – Obama hatte die Drohung ausgesprochen, nachdem er sich trotz der bestehenden Schwierigkeiten (vgl.u.) wegen Verzögerungen beim Chemiewaffenabtransport beschwert hatte. „Die syrische Regierung soll ihre Pflicht einhalten. Russland hingegen ist für diese Pflichterfüllung verantwortlich“, konstatierte Obama. Rußlands Regierung hält die Waffenausfuhr trotz Versuchen, sie zu erschweren, insgesamt für erfolgreich. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_11/Russland-verantwortlich-fur-Syriens-Pflichterfullung-Obama-8548/).

Wie „Panorama“ schreibt, veröffentlichte die an-Nuṣra-Front [Ğab- hatu_n- Nuṣra li-Ahl aš-Šām] eine Erklärung in der ostsyrischen Provinz „Deir ez- Zor„, in der Mitgliedern von ISIS [Islamischer Staat im Irâq und in der Le­van­te, daher dt.: ISIL] drei Tag Zeit gegeben werde, sich zu ergeben und ihre Waffen zu strecken. S­ollte das Ultimatum ohne dies verstreichen, würden die ISIS-Mitglieder verfolgt und, wer ihnen Unter- schlupf gewährte, dafür bestraft. Zuvor hatte an-Nuṣra-Anführer [mit dem Pseudonym, das auf seine Abstammung aus den Golanhöhen verweist] Abû Muḥammad al- Ğaulânî (Abu Mohammed al-Golani) gefordert, daß sich seine Kämpfer in Dair az-Zaur mobilisiert in Alarm- bereitschaft halten sollten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254217-syrienkrise-al-nura-front-stellt-isis-ultimatum).

Erneut betonte Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Omran Al-Zaa- bi) laut syrischem Fernsehen am 11.2.2014: Jedes Gespräch und die Einigung über die Genf-1-Erklärung hänge davon ab, ob die Gewalt eingestellt und der Kampf gegen den Terror aufgenommen werde. Das sei die Bedingung für jede Einigung zur Lösung der Krise, die auch den politischen Prozess beeinflussen werde. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254195-terrorbek%C3%A4mpfung-priorit%C3%A4t-der-gespr%C3%A4che-der-regierung-von-assad).

Trotz der neuerlichen Terrorakte der Rebellen, kamen am Di., 11.2.2014, also einen Tag früher als geplant, beide syrische Delegationen mit dem UN-/AL-Sonderbeauftragten al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) und auf dessen Forcierung hin zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, nachdem noch am Montag getrennt mit dem Vermittler diskutiert worden war.  Für Freitag steht dessen Treffen mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow und US-Staatssekretärin Sherman an. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/254180-un-vermittler-brahimi-erh%C3%B6ht-druck-auf-syrische-verhandlungsparteien).

Wie zur Bestätigung der gestrigen syrischen Außenamtschreiben (s.u.) erklärte der rußische Außenminister Lawrow zur Syrien-Debatte: „Es scheint, als ob man versuche, das humanitäre Thema genauso wie das Thema der chemischen Waffen zu benutzen, um einen Vorwand für die Untergrabung der politischen Regelung zu finden, alles dem Regime in Damaskus vorzuwerfen und Vorwände für die Rückkehr zu einem Militär- szenario des Regimewechsels zu schaffen.“ (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_11/Lawrow-Humanitares-Thema-wird-zur-Untergrabung-von-Regelung-in-Syrien-genutzt-9932/, Hhg. blogseits).

Nach einem al-ʽAhd-Bericht  ist die dritte Ladung syrischer Chemie- waffen in die Hafenstadt al-Lâḏakiyya (Latakia) transportiert worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254129-dritte-ladung-syrischer-chemiewaffen-nach-latakia-transportiert).

Das syrische Außenministerium hat am 10.2.2014 in zwei getrennten Schreiben an den UN-Generalsekretär und den Präsidenten des Welt- sicherheitsrates mitgeteilt, das Verbrechen von Terroristen in Maʽn (Maan) in der Hama-Provinz Hama  liefere einen weiteren Beweis dafür, daß jene und ihre Unterstützer nicht davon ablassen wollten, das Blut syrischer Bürger zu vergießen. Die Terroristen und ihre Unterstützer würden jegliche Bestrebungen zur Erzielung von politischen Übereinkünften und Einstellung von Terroran- schlägen auf die Regierung und die Nation verhindern. Dies berichtete das syrische Fernsehen. Die in Syrien statio- nierten Terroristen haben nach der Besetzung des Dorfs 71 Menschen, u.a.21 syrische Zivilbürger, massakriert.( http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254153-schreiben-des-syrischen-au%C3%9Fenministeriums-an-uno). – Für die Morde und die Zerstörung zeichnet Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahl aš-Šām verantwortlich.  Die syrische Sozialministerin Dr. Kinda aš-Šamâṭ (Kinda al-Shamaat) hon dazu hervtr, daß es sich bei den Opfern haupt- sächlich um Frauen und Kinder handelt und dies nicht das erst solche Massaker sei.  Dann kritisierte sie die internationalen Organisationen wegen deren Schweigen zu diesen Tötungsakten („killings“) und deren Versuchen, die Aufmerksamkeit eher auf ruhi- gere Regionen (ab)zulen- ken. Wörtlich sagte sie: „We feel the insistence of the international com- munity, to divert attention to areas which are not suffering to the same extent as these regions. … Unfortunately, we don’t hear condemnation from any international organization of these massacres taking place in these villages”. (http://nsnbc.me/2014/02/10/jabhat-al-nusrah-commits-massacre-in-maan-near-syrian-city-of-homs/).

In Syrien ist bei einem Gefecht am vergangenen Wochenende der belgische radikale Muslim Faiṣal Yamûn (Feisal Yamoun) getötet worden. Wie seine Mitkämpfer in den sozialen Netzwerken erzählten, habe er beim Sturz eines Überlandleitungsmastes, der von einem von einem Panzer abgefeuerten Geschoß getroffen wurde, tödliche Ver- letzungen erhalten. Yamûn war als einer der Mitgründer der Bewe- gung Sharia4Belgium („Scharia für Belgien“) bekannt, deren Ziel es ist, das europäische Land in ein islami- sches Emirat zu verwandeln. Der getötete Muğâhid befaßte sich in Belgien mit der Rekrutierung von Freiwilligen für den Krieg in Syrien. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_10/Anfuhrer-der-Gruppierung-Scharia-fur-Belgien-in-Syrien-getotet-5217/).

Rebellen mit Unterstützung von Verbänden der an-Nuṣra-Front haben am  Mo., 10.2.2014, diejenigen von „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ISIS) von der Grenze zum Irâq verdrängt, was letztere militärstrategisch stark beeinträchtigt, da ihre rückwärtigen Stützpunkte und Finanzierungs- quellen sich im Irâq befinden. Die besetzte Provinz verfügt über Ölreserven und die Infrastruktur zur Förderung und Verarbeitung dieses Rohstoffes, deswegen kann sie denjenigen, die sie kontrollieren, beträchtliche Gewinne bringen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_10/Gema-igte-Islamisten-verdrangen-Radikale-aus-Erdolprovinz-7893/).

Der syrische Informationsminister, ʽUmrân az-Zûbî (Omran Al-Zaabi), hat festgelegt, daß jede Entscheidung der Genf-II-Konferenz den syri- schen Bürgern zur Abstimmung vorgelegt werde. Gemäß SANA-Meldung vom So., 9.2.2014, verfüge ihm zufolge die syrische Re- gierung über die Befugnis, die Entscheidungen und Inhalte der Genfer Gespräche über alle Angelegenheiten mit jedem Ausgang den Bürgern zum Referendum vorzu- legen. Az-Zûbî betonte, die Regierung halte sich an Verhandlungen und den politischen Prozeß, indem  die offizielle syrische Delegation nochmals in die Schweiz fahre. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254060-al-zaabi-ergebnisse-der-genf-2-konferenz-zum-referendum-stellen). – Bestätigt wird diese Meldung auch durch die iranische Presse. Die am Sonntag in Genf eingetroffene Regierungsdelegation unter  Leitung von Außenminister Wâlid al- Muʽallim (Walid al-Muallem) habe laut ʽUmrân az-Zûbî (Omran Al-Zoubi) Vollmacht, über alle Themen zu sprechenJede Entscheidung bei den wieder aufgenommenen Genf-II-Verhandlungen werde einer Volk- sabstimmung in Syrien zur Bestätigung oder Ableh- nung vorgelegt werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/254117-syrischer-informationsminister-in-genf-regierungsdelegation-mit-vollmachten-ausgestattet). – Noch demokratischer geht es kaum!

Die Rebellen haben laut Aussage des Gouverneur der gleichnamigen Provinz Homs vom 8.2.2014 ein Polizeirevier in der Stadt mit Granaten beworfen und somit den am 6.2.2014 ausgehandelten dreitägigen Waf- fenstillstand verletzt. Dennoch werde die Einfuhr von Humanitärgütern trotzdem fortgesetzt. Am Freitag wurden 83 Menschen aus der Altstadt von Homs evakuiert, die von den Rebellen abgesperrt worden war. Zivilbürger konnten die Stadt verlassen, während die Zurückbleiben- den Humanitärgüter bekamen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_08/Syrien-Rebellen-verletzen-Waffenstillstand-in-Homs-3129/). – Ein Hilfskonvoi der UN und des Roten Halbmondes von Syrien hat am Samstag Syrien verlassen, nachdem er in Homs von den Rebellen angegriffen wurde. Vier Helfer des Roten Halbmondes und ein LKW-Fahrer wurden unter dem Beschuß und Mörserangriff verletzt. Das Staatliche Syrische Fernsehen berichtete unter Berufung auf den schon o.e. Gouverneur Ṭalāl al-Barazî (Talal al-Barasi), daß zwei Fahr- zeuge mit Hilfsgütern in der Altstadt von Homs eingetroffen waren, als die Rebellen diese unter Mörserbeschuß nahmen und damit verhin- derten, daß weitere Fahrzeuge in die Stadt kommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254029-helfer-verlassen-an-angriff-in-homs-syrien). – Im weiteren wies der Gouverneur auf die Errichtung vorübergehender Unterbringungszentren für Familien hin, die Homs verlassen hätten hin. Die Regierung habe bereits Be- schlüsse zur Schaffung guter Bedingungen für die Evakuierten erlassen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_08/Waffenruhe-im-syrischen-Homs-scheitert-Gegner-geben-einander-die-Schuld-7911/).

Im Studentenviertel von Hama versammelten sich am 6.2.2014 Studen- ten, um gegen den Terror­an­griff auf eine Schule zu protestieren, bei dem fünf Schüler getötet wurden. Zudem bekundeten die Studenten gemäß SANA mit der syrischen Na­tionalflagge und Pla­katen ihre Unter- stützung für Regierung wie Armee und verurteilten die Ter­rorban- den, die Zivili­sten ermordeten, Menschen entführten und die Infrastruk- tur zerstörten. Auch äußerten sie ihr Vertrauen auf einen Sieg der Armee. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253922-syrien-studentenver­sammlung-in-hamah-zur-unterst%C3%BCtzung-der-syrischen-armee).

Gemäß Darlegung von Sigrid Kaag, Chefin der gemischten Mission der UN und der OPCW, am 6.2.2014 in New York stehe die Regierung Syri- ens dem Abtransport von Chemiewaffen aus dem Land nach Exper- tenangaben keineswegs im Wege. „Die syrischen Behörden kooperieren mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Gewisse Verzögerungen haben rein technischen Charakter oder resultieren aus der Notwendigkeit, die Sicherheit der Transporte zu gewährleisten“ (Hhg. blogseits). Kaag nahm auch gegen die kürz- lich vorgebrachte Kritik des französischen Außenministers Fabius, es seien erst 5% der Chemiewaffen entsorgt worden, Stellung, der schon Jan van Aken widersprochen hatte (vgl.u.). Näheres dazu: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253929-missionschefin-kaag-syrien-macht-keine-probleme-bei-c-waffen-entsorgung.

Wieder einmal griffen syrische Rebellen die Chemiewaffenlager an. Regierungstruppen wehrten diese jedoch erfolgreich ab, berichtete der offizielle Vertreter des russischen Außenamts Alexander Lukaschewitsch. Angesichts dieser erneuten Attacke (vgl.u.) betonte er, die Chemiewaf- fen könnten aus triftigen Gründen nicht rechtzeitig aus dem Land eva- kuiert werden, daher dramatisiere man dies in Moskau nicht. „Die über- irdische Ausfuhr giftiger Chemikalien verläuft in Syrien bekannt- lich vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts und ist da- her mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden“, fügte er hinzu. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_06/Syrische-Armee-wehrt-Angriff-der-Opposition-auf-C-Waffenlager-ab-8546/, Hhg. blogseits).

„Zwischen Syriens Regierung und den oppositionellen Gruppen, die die Altstadt von Homs blockieren, wurde ist Vereinbarung erzielt wor- den, laut der alle friedlichen Einwohner, vor allem die älteren Menschen und Kinder, Homs verlassen und in die Stadt Humanitärgüter geliefert werden“, teilte der russische Außenminissprecher Alexander Luka- schewitsch mit. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_07/Syrische-Behorden-und-Opposition-vereinbaren-Evakuierung-von-Homs-2047/). – Der russische Außenminister Lawrow hatte hierzu nach dem Scheitern der Verhandlungen in Genf diesbezüglich u.a. die USA aufgefordert, ihren Einfluß auf die Opposition geltend zu machen. Er betonte: “Die humanitäre Lage in Syrien ist schrecklich. Die syrische Regierung will Hilfe nach Homs und anderen Städten wie Aleppo und den Vororten von Damaskus schicken. Doch dafür müssen die Grundlagen vorbereitet sein.” (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253904-regierung-und-opposition-einigen-sich-auf-hilfeleistung-f%C3%BCr-homs). – Bis zuletzt gab es keine Genehmigung für den Zugang des Konvois mit hu- manitären Hilfslieferungen in die Stadt. Die militanten Oppositionellen hatten gedroht, den Konvoi zu beschießen (vgl.u.).

Während das syrische Außenamt die Teilnahme der Regierungsde- legation an der Forstsetzung der Genf-II-Verhandlungen selbstver- ständlich bestätigte (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_07/Damaskus-bestatigt-Teilnahme-an-zweiter-Runde-von-Verhandlungen-mit-Opposition-5135/), sagte der in Paris lebende Haiṯam Manâʽ (Hay- tham Manna) als offizieller Vertreter des syrischen Nationalen Koordi- nierungskomitees die Teilnahme seiner oppositionellen Delegation für die  zweite Runde der intersyrischen Genf-II-Verhandlungen ab, da beim Treffen zwischen dem Leiter der Inlandsopposition, Ḥassan ʽAbd ul-ʽÂṣim (Hassan Abdul Asim) und dem Chef der Nationalen Koalition der syrischen Oppositions- und Revolutionskräfte in Kairo vom 6.2.2014, das auf die Initiative ägyptischer und russischer Diplomaten hin organisiert worden war, keine Einigung zu dieser Frage erzielt worden sei. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_07/Syrische-Opposition-kommt-nicht-zur-Friedenskonferenz-7285/).

Über die ausländischen Fianciers und Unterstützer der in Syrien agierenden Terroristen, die noch dazu vorgeben, dort  Demokratie installieren zu wollen, s. http://www.voltairenet.org/article182009.html (darin wird auch Bezug genommen auf ein vom US-Kongreß verab- schiedetes Gesetz: “Congress secretly approves U.S. weapons flow to ’moderate’ Syrian rebels”, par Mark Hosenball, Reuters, 27 January 2014).

James Clapper, US-Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, wel- cher vor kurzem vor dem sich in Syrien ausdehnenden Terrorismus warnte (vgl.u.), gab am 4.2.2014 vor dem Geheimdienst­ausschuß des US-Repräsentantenhauses seine Einschätzung über die Lage in Syrien ab: Den Rebellen dürfte es in nächster Zeit kaum gelingen, den syri- schen Präsidenten aus dem Amt zu treiben. Weil eine Einigung auf eine Übergangsregierung wohl auf sich warten lasse, rechne er erst einmal mit einem andauernden Patt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253868-us-geheimdientschef-clapper-den-rebellen-d%C3%BCrfte-es-in-n%C3%A4chster-zeit-kaum-gelingen,-assad-aus-dem-amt-zu-treiben).

Zurzeit kämpfen laut SANA-Angaben vom 4.4.2014 über 5600 Türken in Syrien Schulter an Schulter mit Terroristen gegen die säkulare Regierung. Sie sind über das ganze Land verteilt. Gemäß Statistiken anderer Länder stehe die Türkei beim Export von Terror und Kämpfern nach Syrien weltweit an fünfter Stelle. SANA zufolge wurden etwa 1950 türkische Kämpfer bislang bei den Gefechten in Syrien getötet. 247 von ihnen waren Soldaten und Scharfschützen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253811-sana-mehr-als-5600-t%C3%BCrkische-k%C3%A4mpfer-in-syrien).

In den vergangenen Monaten/Jahren, die die Kämpfe in Syrien nun schon andauern,hat sich zusehends herauskristallisiert, daß muslimische Kämpfer/Muğâhidûn, die verschiedenen, vom Ausland unterstützten Terrororganisationen angehören, gegen die streng säkular ausgerichtete Baʽṯ-Regierung unter al-Assad vorgehen, um sie durch einen šarîʽa-Staat zu ersetze (zu den ersten Umsetzungsversuchen mit lokalen „Emiraten“ in den von den Rebellen eroberten Gebieten vgl.u.). So verwunderte es nicht, daß nicht nur Angehörige der an der Genf-II-Konferenz teilnehmenden Oppositionsfraktion der Muslimbruderschaft mehr als nur nahestehen wie z.B. Burhân Ġaliyyûn, Louay Safi (vgl.u.). Laut http://www.globalmbwatch.com/louay-safi/ ist der sogenannte Syrian National Council (SNC), zu deutsch die Nationale Koalition der syrischen Opposition selbst sogar dominiert von der Muslimbruderschaft (http://www.globalmbwatch.com/syrian-national-council/) . – So erklärt es sich hinreichend, daß der syrische Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Omran al-Zoubi), zur indirekten Verhandlungspraxis in Genf befragt, erklärte, man spreche nicht direkt mit Mitglieder, die mit al-Qaida und dem Terrorismus in Verbindung stünden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253446-us-botschafter-aus-damaskus-ausgewiesen).

Gemäß den Vereinbarungen zum Ende der ersten Runde der Genf-II-Konferenz trifft sich am 2.2.2014 der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Aḥmad Ğarba (Ahmed Dscharba) von der syrischen oppositionellen Nationalkoalition, um über die Bildung einer Übergangsregierung in Syrien zu sprechen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253779-lawrow-spricht-heute-mit-dschabra-%C3%BCber-wege-aus-der-krise-in-syrien). – Die Nationale Koalition der syrischen Oppositions- und Revolutionskräfte will ihre Delegation bei den Genf-II-Verhandlungen erweitern, erklärte der Generalsekretär der Koalition, Dr. med. Badr Ğamûs (Bader Jamous), nach Gesprächen des Koalitionsführers Aḥmad Ğarba (Ahmad Jarba) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau am 4.2.2014. Der  16 Personen starke Delegation gehörten dann auch Ṣalaḥ Darwiš (Salah Darwish) vom kurdischen Nationalkomitee und der Syroamerikaner Louay Safi [Lû`î Safî] an, der den Muslimbrüden in mehrfacher Hinsicht verbunden ist. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_04/Syrische-Nationalkoalition-konnte-ihre-Delegation-in-Genf-erweitern-0109/). Näheres zu Louay Safi z.B.:  http://www.globalmbwatch.com/louay-safi/

Nachdem während der Münchener Sicherheitskonferenz der russische Vorschlag zur Beilegung der Syrienkrise  durch Einleitung einer regionalen Syrien-Konferenz auf Ablehnung der USA gestoße war, habe sich laut Kommersant Rußland auf einen US-Plan eingelassen. Dieser sieht eine parallele Konferenz zu den Genf-II-Verhandlungen unter Teilnahme der fünf Staaten USA, Rußland, der Türkei und mit dem Iran und Saudi-Arabien, stattfinden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253829-washington-und-moskau-vereinbaren-parallelkonferenz-zu-genf-2-unter-teilnahme-von-iran-und-saudi-arabien).

Am Di., 4.2.14, findet in Teheran ein trilaterales Treffen zwischen dem iranischen Vizeaußenminister Ḥussain Amîr ʽAbdullâhian (Hossein Amir-Abdollahian), Manuel Besser für die Schweiz und Ḥissâm ʽAlâ (Hessam Ala) für Syrien statt zur Lieferungserleichterung humanitärer Hilfen nach Syrien. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253763-trilaterales-treffen-iran-schweiz-syrien-heute-in-teheran).

Die Situation der Christen im Land hat sich erheblich zugespitzt. Kirchenoberhäupter der fünf wichtigsten christlichen Glaubens- richtungen in Syrien riefen die USA auf, ihre Politik zu ändern, die Rebellenmilizen nicht als Freiheitskämpfer darzustellen und deren Unterstützung einzustellen. Zudem sollten Länder wie Saudi- Arabien, Qaṭar und die Türkei unter Druck gesetzt werden, keine weite- ren Kämpfer nach Syrien zu schicken. Die fünf christlichen Würdenträger sind Adib Awad, Stellvertreter des nationalen Kirchenrates von Syrien und dem Libanon, Bischof Elias Jarjur, zuständig für Homs, Dionysius Jean Kawak, Bischof der orthodoxen Kirche Syriens. Es ist die erste De- legation von Christen, die seit Ausbruch der Aufstände in Syrien nach Washington reist. Berichte dieser Vertreter wurden in der Times ge- druckt. Sie zeigen den Horror, dem Christen in Syrien seit Ausbruch der Kämpfe aufgrund der Attacken und Übergriffe der extremistischen Rebellen ausgesetzt sind. Etwa 1.8 Mio. Christen leben in Syrien und stellen 10% der Bevölkerung dieses Landes.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253626-kirchenoberh%C3%A4upter-in-syrien-stellt-unterst%C3%BCtzung-von-milizen-ein, s.a.: http://www.religiousfreedomcoalition.org/2014/01/31/exclusive-syrian-christian-leaders-show-hope-in-the-face-of-despair/Die Delegation hielt sich vom 25.-29.1.2014 in Washington D.C. auf. Näheres zu den Gästen/Referenten: http://www.heritage.org/events/2014/01/syria – Demnach handelte es sich statt Elias Jarjour um den Presbyterianer Dr. Riad Jarjour.

Auszüge aus dem Vortrag der syrisch-christlichen Delegation, USA:

Christians in Syria refer to the “golden age” of freedom they have had since 1970 that now is threatened by the installation of a Saudi style regime by the United States government. (Andrew E. Harrod, Exklu- sivberichterstatter). Dies präzisierte Adib Awad: The one modern “Golden Age” for Syrian Christians occurred under Assad family rule since 1970. Syrian Christians were free to build churches and follow Christian, not Muslim, family law in what was for Christians “probably the most liberal” Arab Muslim state.  This ,very acceptable atmosphere‘ for Christians explains why Christians such as General Daoud Rajiha, Syria’s defense minister until his July 18, 2012, assassination, have been loyal to the Assad dictatorship.  Jihadist terrorists from 83 countries backed by countries such as Saudi Arabia and Qatar, though, have destroyed this interfaith ,land of coexistence'“ referiert Harrod Reverend Awads Ansprache. Der fuhr fort: „… such Muslim repression of Christians is not new.  Jews and Christians are ,second-class citizens in a religious state‘ under orthodox Islamic laws.  While not always enforced in the past, these laws mandated distinctive clothing for Christians and low door construction in Christian dwellings so that Christians would humiliatingly bow upon entering.  Muslim repression also resulted in destroyed churches while Ottoman Empire rule in Syria enslaved Christian youth as soldiers in the Janissary Corps or as haram concubines.“ [Damit hob der Redner zutreffend auf den sogenannten ḏimmî-Status der Angehörigen von „Schriftbesitzer“-Religionen wie Christen, Juden und Parsen unter islamischer Herrschaft nach klassischem Islamischem Recht ab]. Reverend Awad hob zudem hervor, auch wenn Nichtmuslime in der Vergangenheit einige Freiheiten unter islamischer Herrschaft gehabt hätten: “it can change anytime” . Bischof Kawak machte darauf aufmerksam: „Christians in the region have thus endured “different periods of fear for their future.  As a result of such centuries-long repression, modern Syria’s population is only 10% Christian while the region was essentially completely Christian before Islamic conquest in the seventh-century. (http://www.religiousfreedomcoalition.org/2014/01/31/exclusive-syrian-christian-leaders-show-hope-in-the-face-of-despair/, Hhg., blogseits).

US-Geheimdienstdirektor James Clapper hat seine Besorgnis über die wachsende Zahl und die Tätigkeiten der Extremisten in Syrien geäußert. Demnach kämpfen derzeit rund 26.000 extremistische Terro- risten aus 50 Ländern in Syrien. Gemäß Geheimdienstanalysen wird deren Zahl noch steigen. Die mit al-Qaida verbundenen Rebellen wie z.B. die an-Nura-Front könnten in Zukunft in ihren eigenen Ländern Terroraktionen begehen, gab Clapper auf einer Sitzung des Geheim- dienstausschusses des US-Senats zu Bedenken. Sie hätten bereits Stützpunkte zur Ausbildung der Rebellen errichtet, damit sie in ihren eigenen Ländern Terrorangriffe durchführen könnten. Solche Gruppen würden versuchen, auch die Sicherheit der USA zu gefährden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253556-us-geheimdienstchef-james-clapper-warnt-vor-gefahr-der-extremisten-in-syrien). – Damit setzt sich Clapper in Gegensatz zu US-Außen- minister Kerry, welcher die syrische Opposition unterstützt. Diese hatte sich während der begonnenen Genf-II-Gespräche bis zuletzt gegen die Thematik der Terrorrismus-Bekämpfung in Syrien ge- sperrt, welche zur obersten Priorität der syrischen Regierung zählt (vgl.u.).

Anders als u.a. vom französischen Außenminister Laurent Fabius be- hauptet, seien nicht erst 5, sondern bereits 30% der Chemiewaf- fen aus Syrien geholt worden, erklärte der ehemalige Biowaffenin- spekteur der Zeitung «neues deutschland» und MdB Jan van Aken am 1.2.2014. «Von den zirka 100 Tonnen tatsächlichen C-Waffen befinden sich jetzt 32 auf dem US-Schiff, das sie vernichten soll». Es liege nicht am syrischen Präsidenten Baššâr al-Assad, wenn das Schiff nicht früher beladen worden sei. «Um es deutlich zu sagen: Es handelt sich hier um mutwillig böse Propaganda.». Grundlage für die falsche Aussage sei eine unzutreffende Annahme gewesen. Näheres: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253600-van-aken-30-prozent-der-syrischen-chemiewaffen-au%C3%9Fer-landes, Hhg., blogseits). – Auch der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow betonte gegenüber Russiyya al-Yaum, daß die Einhaltung der Chemiewaffenausschaffung wegen der schwierigen Sicherheitslage problematisch sei. Man dürfe deshalb keine irrealen Erwartungen pflegen. Politische Druckausübung auf die Syrier wäre falsch, denn dies würde die Lage verschlimmern und den Chemiewaffenvernichtungsprozess politisieren. Der Vernichtungs- prozeß der Chemiewaffen werde am festgelegten Stichtag, dem 30. Juni, abgeschlossen sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253783-damaskus-h%C3%A4lt-sich-an-seine-verpflichtung-zur-vernichtung-der-chemiewaffen).

US-Geheimdienstdirektor James Clapper hat seine Besorgnis über die wachsende Zahl und die Tätigkeiten der Extremisten in Syrien geäußert. Demnach kämpfen derzeit rund 26.000 extremistische Terro- risten aus 50 Ländern in Syrien. Gemäß Geheimdienstanalysen wird de- ren Zahl noch steigen. Die mit al-Qaida verbundenen Rebellen wie z.B. die an-Nura-Front könnten in Zukunft in ihren eigenen Ländern Terror- aktionen begehen, gab Clapper auf einer Sitzung des Geheimdienst- ausschusses des US-Senats zu Bedenken. Sie hätten bereits Stütz- punkte zur Ausbildung der Rebellen errichtet, damit sie in ihren eigenen Ländern Terrorangriffe durchführen könnten. Solche Gruppen würden versuchen, auch die Sicherheit der USA zu gefährden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253556-us-geheimdienstchef-james-clapper-warnt-vor-gefahr-der-extremisten-in-syrien). – Damit setzte sich J. Clapper gewissermaßen in Gegensatz zu US-Außenminister John Kerry, welcher die syrische Opposition unterstützt, die sich ihrerseits gegen das Diskussionsthema der Terro- rismusbekämpfung in Syrien bei den Genf-II-Verhandlungen bislang erfolgreich gesperrt hat (vgl.u.).

Um einen zügigen C-Waffen-Abtransport zu gewährleisten, hat OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü bei einem Gesprächen mit syrischen Regierungsvertretern  einen klaren Zeitrahmen hierfür gefordert, teilte die in Den Haag ansässige Organisation mit. Die syrische Regierung habe sich ihrerseits [erneut] besorgt über die Sicherheitsprobleme geäußert, die  Üzümcü schon am 16. Januar  bestätigt hatte, und versichert, ein Zeitplan für den Abtransport der C-Waffen sei bereits Arbeit. Zudem habe die syrische Führung ihre Treue zum Plan der C-Waffenentsorgung bekräftigt. (http://de.ria.ru/politics/20140131/267745716.html).

Als Fazit eines Treffens zwischen dem US- und russischen Außenmini- ster, John Kerry und Sergej Lawrow, zusammen mit UN-General- sekretär Ban Ki-Moon und dem UN-/AL-Sonderbeauftragten für Syrien al-Ibrâhîmî (Brahimi) wurde u.a. die – von der syrischen Regierung schon mehrmals angesprochene – Notwendigkeit einer Erweiterung der Delegation der Opposition herausgestellt. Von den verschiede- nen Oppositionsfraktionen hatte am Ende nur eine ihre Teilnahme an der Genf-II-Konferenz zugesagt (vgl.u.). Kerry nutzte die Gelegenheit zu kritisieren, das Tempo des C-Waffen-Transports in den Hafen von al-Lâḏakiyya  (Latakia) sei „unzulässig„. Lawrow solle Druck machen. (http://de.ria.ru/security_and_military/20140201/267749723.html). Noch am Vortag hatte Kerry aus demselben Grund mit einem Militärschlag gegen Syrien gedroht (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_31/Kerry-droht-Assad-mit-Militarinvasion-1583/).

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat für die Zeit der Olympischen Winterspiele in Sotschi zur Waffenruhe aller Konfliktparteien in der Welt aufgerufen, wie es der historischen Gewohnheit entspricht. Man möge den von allen 193 Staaten der internationalen Gemeinschaft gebilligten Olympischen Frieden achten. (http://german.ruvr.ru/news/2014_02_01/UN-Generalsekretar-Ban-ruft-zu-Waffenruhe-wahrend-der-Olympia-auf-9214/).

In seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz am 31.1.2015 bestätigte der UN-/AL-Sonderbeauftragte für Syrien al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Brahimi), für die syrische Regierungsdelegation habe die Bekämp- fung des Terrorismus oberste Priorität (vgl. u. Sieben-Punkte-Plan). „Syriens Problem ist das Problem der ausländischen Intervention sowie der Bereitstellung von Geldmitteln und Waffen aus dem Ausland“, erklärte er. „Wenn es gelingen sollte, das zu stoppen, werde es Syrien gelingen, die Probleme innerhalb des Landes zu regeln. In dem Fall würden weder die Genfer Konferenz noch andere Verhandlungen not- wendig sein.“ stellte er deren Position dar. (http://de.ria.ru/politics/20140201/267749186.html).

Gemäß Alexej Borodawkin, Rußlands ständigem Vertreter bei den UN, werden die Delegationen der syrischen Regierung wie des Teiles der Opposition, welcher schließlich an den Genf-II-Verhandlungen teilzu- nehmen zusagte, am 10. Februar in Genf ihre Diskussionen fort- setzen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_31/Syrische-Verhandlungspartner-versichern-ihre-Ruckkehr-in-Schweiz-am-10-Februar-3333/).

Die wesentlichen Differenzen beider syrischer Delegationen sind nach wie vor dieselben geblieben. Schon vor den Genf-II-Treffen hatte die syrische Regierung klar gemacht, vorderstes Ziel sei die Be- kämpfung des Terrorismus und Extremismus (welcher die humanitäre Problematik mit einschließt), dagegen ging es der in Genf anwesenden syrischen Oppositionsfraktion immer schon um die Ab-/Ersetzung von al-Assad bzw. um die Entmachtung der säkularen Baʽṯ-Partei, der sowohl der Präsidenn als auch etliche Regierungsmitglieder angehören. Hierzu befürwortete die Opposition sogar einen US-Militärschlag und erklärte seine nachhaltige Enttäuschung bei dessen Ausbleiben (vgl. Teil I). S.a. http://german.ruvr.ru/news/2014_01_30/Damaskus-zu-Gesprachen-uber-politische-Themen-in-Genf-bereit-3334/. Im nach- hinein gesehen garantierten die Grundsätze der Baʽṯ-Partei jahrzehn- telang auch schon im Irâq vor Einmarsch der US-Truppen ein weitgehend friedliches Nebeneinander aller religiöser Gemeinschaften, Fraueneman- zipation, Bildung für alle und Aufschwung in der Region.

Auch der syrische Außenminister Wâlid Muʽallim (Walid Muallem) machte für das ergbnislose Ende der ersten Phase der Genf-II-Verhandlungen auch die Einmischung der USA verantwortlich. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_31/Kerry-droht-Assad-mit-Militarinvasion-1583/ ). Hierzu bemerkte [erklärend] Amâmî Kašanî aus Teheran, daß weder während noch nach der Friedenskonferenz die Unterstützung des Westens für und vor allem die Waffen­lieferungen der USA an die in Syrien gegen die Regierung kämpfenden Einheiten gestoppt oder gar verurteilt  worden sind. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/253552-freitagsimam-l%C3%B6sung-der-syrienkrise-besteht-im-stopp-der-waffenlieferung).

Am 29.1.2014 traf sich auch die Gruppe Global Elders in Teheran, deren derzeitiger Leiter der ehemalige UN-Generalsekretär Kufi Annan ist. Hinsichtlich des Krieges in Syrien erklärte er: „Wir müssen uns zu- sammentun, um den Krieg und das Massa­ker in Syrien zu beenden.“ Dabei bestehe der wichtigste Schritt im Abbruch der Unterstützungen für die Terrorgruppen, verkündete der iranische Präsident Rûḥânî und forderte, daß die Hilfen und Waffenlie­fe­rungen einiger Regionalstaaten an diese Gruppen verhindert würden. (http://ger­man.irib.ir/nachrichten/praesident/item/253448-rohani-wir-m%C3%BCssen-uns-zur-einstellung-der-massaker-in-syrien-zusammentun). Kufi Annan hielt im Gespräch mit dem Berater von Ḥassan Rûḥânî,ʽAlî Akbar Walâyatî (Ali Akbar Welayati), eine Lösung der Syrienkrise in absehbarer Zeit für unwahrscheinlich.  Der einzige Lösungsweg für diese Krise liege in politischen Ver- handlungen. Sein Gesprächspartner ergänzte, die Welt sei gegenwärtig mit einer neuen Art terroristischer Aktivitäten konfrontiert.„Manche Län- der glaubten, das syrische Regime ganz einfach stürzen zu können, doch haben die Ent- wicklungen in Syrien gezeigt, dass sich die syrien­feind- liche Allianz getäuscht hat.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/253469-annan-politische-l%C3%B6sung-der-einzige-weg-zur-beilegung-der-syrienkrise, Hhg. blogseits).

Der syrische Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Umran Zabi) betonte gegenüber der  Nachrichtenagentur dpa nochmals, daß im Sinne einer Lösung der Krise die Teilnahme des Iran unbedingt erforderlich sei und betonte: die eigentliche Macht der syrischen Regierung er- gebe sich aus dem Vertrauen der Bevölkerung. Die Regierung Syriens sei von Anfang an gegen die Teilnahme Saudi-Arabiens an der Friedenskonferenz in Genf gewesen, da sie offensichtlich die in Syrien kämpfenden Extremisten militärisch und finanziell unterstütze. Daher sei er überzeugt, daß die saudische Regierung niemals eine politische und friedliche Beilegung der Krise in der Region gewollt habe. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253476-syrien-betont-unbestreitbare-rolle-irans-bei-der-l%C3%B6sung-der-krise). – Vgl.u. die gleichlautenden Aussagen des irâqischen wie des russischen Präsi- denten zur Rolle Saudi-Arabiens.

Laut dem der Muslimbruderschaft nahestehenden Vertreters des Syri- schen Nationalen Rates Burhân Ġaliyyûn (Burhan Ghalioun) plane eine Delegation der Nationalen Koalition der oppositionellen und revolutio- nären Kräfte bis Ende Februar Moskau für Konsultationen zu besu- chen. Entsprechend des Plans von UN/Al-Sondergesandtem al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) sollten die beiden syrischen Seiten nach dem 31. Januar Genf für Konsultationen verlassen und daraufhin wieder in die Schweiz zu weiteren Verhandlungen zurückkehren.

Die Delegationen der syrischen Regierung wie der Opposition haben bei ihren Verhandlungen in Genf auch über die Bildung einer Über- gangsregierung gesprochen, verkündete der UN-/AL-Sonderge- sandte für Syrien al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi), am 29.1.2014 in Genf, was ein Vertreter der syrischen Opposition bestätigte. Laut al-Ibrâhîmî wird das Datum einer zweiten Runde der innersyrischen Gespräche am kommenden Freitag festgelegt werden. „Die Pause wird rund eine Woche dauern… Wir hoffen darauf, die erste Runde am Freitag abzuschließen und den Termin für die Fortsetzung der Gesprä- che zu bestimmen.“ Er sei mit dem Zwischenergebnis der ersten Runde der innersyrischen Verhandlungen zufrieden, fuhr der algerische Topdi- plomat fort. „Aber ich hoffe, dass die zweite Runde produktiver sein wird“, sagte er. (http://de.ria.ru/politics/20140129/267735253.html).

Bei einem Treffen mit Youhanna (Johannes) X., dem orthodoxen Patriarchen von Antiochien, am 28.1.2014 in Moskau, warnte Valentina Matwijenko, Vorsitzende des Föderationsrats (d.i. des rus- sischen Parlamentsoberhauses), daher vor einer „Zivilisationskata- strophe“ in der Region. Ein Exodus der Christen aus Syrien würde eine Kettenreaktion in anderen Nahoststaaten auslösen. Rußland unternehme Anstrengungen, um eine solche Katastrophe zu verhindern. Ein Verschwinden der christlichen Kirche in Syrien hätte eine „fatale Transformation des historischen Charakters der Region“ zur Folge, erklärte die russische Politikerin. Nach ihren Angaben haben bis zu einer halben Million Christen im Kriegsland ihre Heimatorte verlassen müssen. Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochien ist u.a. in Syrien, dem Libanon, Jordanien, dem Irâq und anderen Golfstaaten präsent. Seine Residenz liegt in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Gegen die Armee der säkularen Regierung kämpfen u.a. auch zahlreiche Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahl aš-Šām (Dschabhat an-Nusra) oder der „Islamische Staat im Irak und der Le- vante“ [ISIS]. In den vergangenen Monaten z.B. griffen Dschihadisten den christlichen Wallfahrtsort Maalula mehrmals an. (http://de.ria.ru/politics/20140128/267727265.html, Hhg., blogseits).

Zur indirekten Verhandlungspraxis in Genf setzte der syrische Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Omran al-Zoubi) im Gespräch mit dem arabischsprachigen Fernsehsender al-Mayâdîn. auseinander: „Wir sprechen nicht direkt mit der Koalation der Oppositionellen, denn einige ihrer Mitglieder stehen mit der Al-Nusra Front, der Al- Qaida und dem Terrorismus in Verbindung.“ Hinsichtlich der Bezie- hung zu Rußland erklärte das Regierungsmitglied: „Wir haben großes Vertrauen in die Stellungnahmen unseres russischen Verbündeten. Moskau möchte, dass das syrische Volk selber über sein Schicksal und seine Zukunft bestimmt und wir wollen auch nicht mehr.“ Er glaube an den Erfolg des politischen Prozesses, den die syrische Regierung begonnen habe, auch wenn die Verhandlungen kompliziert seien. Abschließend erklärte er: „Wir möchten, dass alle nationalen oppositionellen Gruppen an der Debatte zur Untersuchung der Zukunft Syrien in demokratischer Form teilnehmen.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253446-us-botschafter-aus-damaskus-ausgewiesen, Hhg. blogseits).

Offenbar wegen Differenzen bzgl. des Themas am Vormittag hat UN- Vertreter al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî die Nachmittagsverhandlungen zwi- schen syrischen Regierung und anwesender Oppositionsfraktion auf Dienstag, 29.1.2014, verschoben. Auch die beiden abendlichen Treffen wurden abgesagt (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_28/Intersyrische-Verhandlungen-gehen-am-29-Januar-weiter-5304/ und http://ger­man.irib.ir/nach­rich­ten/po­litik/item/253443-nachmittagssitzung-in-genf-abgesagt).

Robert Ford, US-Botschafter in Damaskus, ist als persona non grata (unerwünschte Person) des Landes verwiesen worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253446-us-botschafter-aus-damaskus-ausgewiesen).

Kaum vergehen zahlreiche Monate, meldet sogar ntv am 28.1.2014, wenn auch mit Einschränkungen – ganz überrascht, als ob das etwas Neues wäre – es seit bekannt geworden, daß die USA syrische Re- bellen [u.a.] mit Waffenlieferungen unterstützten (vgl. frühere Einträge dazu).

Gemäß Aussagen des UN/AL-Sondergesandten für Syrien, al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Brahimi) würden am heutigen Dienstag, 28.1.2014, die getrennten Verhandlungen mit den Vertretern der Regierung und dem anwesenden Teil der Oppositionsgruppen fortgesetzt. Dabei forderte er die Vertreter beider Seiten auf, die Geheimhaltung der Verhandlun- gen zu respektieren. Es geht weiterhin um die Umsetzung der Genf-I-Vereinbarungen und darum, eine Waffenruhe zu vereinbaren und die humanitäre Hilfe für Homs (vgl.u.) ans Ziel zu bringen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253403-lakhdar-brahimi-von-genf-2-verhadnungen-darf-man-kein-wunder-verlangen).

Laut einem westlichen Diplomaten sei der Verhandlungsstand an einem strittigen Punkt angelangt: “Die Gespräche sind praktisch in einer Sackgasse.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/item/253377-). Die Differenzen sind die gehabten: während die Regierungsdelegation nach wie vor (vgl.u.) mit einer Koaliton bzgl. der Übergangsregierung einverstanden ist, hhate ein weiterer Vertreter der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, Mundir (Monzer) Akbik noch am Sonntag klargestellt, daß die Opposition al-Assad in der Regierung ausdrücklich nicht sehen wolle. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_27/Syrische-Behorden-und-Opposition-nehmen-Verhandlungen-wieder-auf-7464/).

Muḥammad Ğawâd Ẓarîf (Mohammed Dschawad Sarif), der iranische Außenminister antwortet im Interview mit NZZ hinsichtlich der Syri- enkrise: „Iran hat keine Truppen in Syrien, sondern nur Berater. Wir haben keine in Kämpfe verwickelten Truppen dort.“ und ergänzte: „Iran unterstützt nicht einfach eine Gruppe innerhalb Syriens. Jene hin- gegen, die Bomben und Waffen an Terrororganisationen senden, die auch von der Uno und den USA als terroristisch eingestuft werden, müssen für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Sie haben leider ein kurzes Gedächtnis. Sie sollten sich daran erinnern, dass jene, die Extremisten unterstützen, am Ende selber Opfer von Extremismus werden.”. Angesprochen auf die in Syrien kämpfende Ḥiszbullâh bestä- tigte er: „Wir sind bereit, den Abzug aller fremden Truppen aus Syrien zu fordern und unseren Einfluss dafür geltend zu machen.” Zur syrischen, von den USA unterstützen (vgl.u.), Oppositionsforderung kommentierte er: „Am Anfang dachte man, Präsident Asad innert zwei Monaten stürzen zu können. Seither verschanzt man sich hinter dieser Illusion. Anstatt diese festgefahrene Position aufzugeben, wird sie noch vertieft. Der syrischen Opposition war stets klar, dass sie zu einem Sturz Asads nicht in der Lage ist. Sie hoffte darum auf eine militärische Inter- vention der USA. … . Alle müssen sich darum bemühen, den Krieg zu beenden, dies ist das oberste Ziel. Als Nächstes muss sich die huma- nitäre Lage bessern. Erst dann kann ein politischer Prozess in Gang gesetzt werden. Wenn dieser Ablauf nicht eingehalten wird, wird der Krieg weitere drei Jahre dauern.“ Zur Wiederkandidatur von al-As- sad: „Das sollen die Syrer entscheiden. Jene, die behaupten, die syrische Bevölkerung wolle ihn weghaben, sollen zulassen, dass sich Asad den Wahlen stellt.“ und fügte hinzu: „Über 50 Prozent der Syrer befürworten Asads Wiederwahl. Das ist nicht meine persönliche Einschätzung, sondern jene amerikanischer Quellen.“ (http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/amerika-hing-einer-illusion-an-1.18229577, alle Hhg. blogseits).

Eine zweite Partie syrischer Chemiewaffen ist am 27.1.2014 aus Damaskus nach al-Ladakiyya gesandt worden. Die Container sol- len unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf zwei Frachter aus Dänemark und Norwegen verladen werden .Für Sicherheit beim Ab- transport syrischen Chemiewaffen sorgen wiederum russische und chinesische Kriegsschiffe.
(http://german.ruvr.ru/news/2014_01_27/Zweite-Partie-von-syrischen-C-Waffen-nach-Latakia-geschickt-0543/).

Der syrische Vizeaußenminister Faiṣal Miqdâd (Faisal Mekdad) bekräftigte, die syrische Regie­rungs­delegation sei nach Genf ge- kommen, um ehrliche und ernsthafte Verhandlungen zu führen. Man habe mit dem Ziel an der Genf-II-Konferenz teilgenommen, die Fakten über die Umwälzungen in Syrien aufzuklären und habe den auf- richtigen Wunsch, das Blutvergießen in Syrien zu beenden, erklärte er am Sonntag auf einer Pressekonferenz am Rande der Genf-II-Kon- ferenz und fügte hinzu, eine für die syrischen Bürger nicht zufrieden- stellende Lösung sei jedoch inakzeptabel. Damaskus sei festent- schlossen, die Krise, für deren Verschärfung die Türkei, Saudi Arabien und die USA verantwortlich seien, beizulegen. Ferner gab er bekannt, dass die bewaffneten Terrorgruppen die Hilfslieferung für das Flüchtlingslager Yarmûk verhinderten und die Zerstörungen in der Stadt Homs durch die Bombenangriffe der Terroristen entstanden sind. Der UN-Syrien-Beauftragte al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) bekannte am Samstag, die Friedensverhandlungen in Genf gingen nur mühsam voran. “Wir haben nicht viel erreicht”, meinte der Diplomat nach dem ersten echten Verhandlungstag. “Aber wir machen weiter.” (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253345-syrischer-vizeau%C3%9Fenminister-nur-eine-f%C3%BCr-alle-b%C3%BCrger-zufriedenstellende-l%C3%B6sung-ist-akzeptabel).

Israelische Luftstreitkräfte haben in der Nacht zum Montag, dem 27.1.2014, den Militärstützpunkt im syrischen Hafen al-Lāḏiqiyya (Latakia) angegriffen, berichten lokale Medien. Offiziell wurden diese Informationen noch nicht bestätigt.Im Hafen werden die gesammelten syrischen Chemiewaffen auf  Schiffe verladen, welche sie unter aus- ländischem Militärschutz ihrer Vernichtung zuführen sollen. Die syrischen Behörden hatten bereits Ende Dezember 2013 zu bedenken gegeben, daß dies unter den obwaltenden Bedingungen sicherzustellen, ohne ausländische Unterstützung kaum zu leisten sei (vgl. Teil I). Journalisten zufolge sollen israelische Abgeordnete angegeben haben, sie befürch- teten die Übergabe der modernen Waffen an die Ḥizbûllâh. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_27/Israelische-Luftstreitkrafte-greifen-Militarbasis-in-Syrien-an-Medien-1027/). – Sieht so ausländische Unterstützung aus?!

Laut UNO- und AL-Syrien-Beauftragtem  al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî am 26.1.2014, seien Humanitärgüter zur Entsendung ins syrische Homs bereit, „Ich hoffe, dass die humanitäre Hilfe am Montag in die Stadt hineingelassen wird“, fügte er hinzu. Das Zentrum der Stadt befindet sich unter Kontrolle bewaffneter Rebellen, welche  dieses abgeriegelt haben. Al-Ibrâhîmî hofft, daß die Rebellen ihre Zusage, die Konvois mit Humanitärgüter – wie in der Vergangenheit geschehen – angreifen und auch Frauen und Kinder aus Homs heraus verlassen lassen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_27/Brahimi-Humanitare-Hilfe-zur-Entsendung-nach-Homs-bereit-6579/).

Laut Sûmariyya News bekräftigte der irâqische Minsterpräsident al-Mâlikî am Sonntag erneut: „Saudi Arabien gesteht seine Fehler hinsichtlich Unterstützung der Terroristen nicht ein, denn es ist selbst gefangen in den Stammesverhältnissen und Banden. Terrorgruppen in Syrien fühlen sich als Sieger, denn sie werden von manchen Ländern unterstützt, so dass Katar, die Türkei und Saudi Arabien ihre Grenzen auf [besser: für] diese Terroristen eröffnet haben.“ (Hhg. blogseits). Der Terror sei noch präsent und Ausgangspunkt ist Saudi Arabien. Es lägen Berichte vor (vgl.u.), denen zufolge die Terroristen versuchen, den „Islamischen Staat im Irak und der Levante“ an den Grenzen zwischen Syrien und dem Irâq auszurufen, denn in diesen Ländern ist Öl vorhanden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253320-maliki-saudi-arabien-ist-ausgangspunkt-des-terrorismus).

In einem Interview mit  NTV zur Teilnehmerschaft an den Genf-II-Gesprächen bemerkte der russische Außenminister Sergej Lawrow am So., 26.1.2014, unter den Mitgliedern der unlängst gebildeten syrischen Gruppierung “Islamische Front” [d.i. al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu, ein Zusammenschluß mehrerer Muǧâhidin-Gruppen] befänden sich Extre- misten. „Wir haben sehr viele Fragen an die vor kurzem gebildete Struktur unter dem Namen ‚Islamische Front‘, der zwei bis drei Organi- sationen angehören, welche am Massaker im Raum von ʽAdra (Adra, vgl.u.) beteiligt waren“. Kämpfer der „Islamischen Front“, der „An- Nuṣra-Front“ und des „Islamischen Staates im Irak und der Levante“ [ISIS] wechselten von einer der genannten Gruppierungen zur jeweils anderen nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. „Sie kom- men dorthin, wo mehr gezahlt wird.“(Hhg. blogseits). Ğabhatu_- n- Nuṣra li-Ahl aš-Šām, kurz „An-Nuṣra-Front“ und „Islamsicher Staat im Irak und der Levante“ [ISIS] gälten als Teile von al-Qaida. Es sei kaum vorstellbar, daß eine der genannten Strukturen als Partner bei Friedensverhandlungen auftreten könne. Demgegenüber hatten die USA hatten im Dezember 2013 versucht, Verhandlungen mit der „Islamischen Front“ aufzunehmen. Der Versuch scheiterte jedoch wegen der ablehnenden Haltung der Extremisten. (http://de.ria.ru/politics/20140126/267711750.html).

Direkte Verhandlungen zwischen den Delegationen der syrischen Regie- rung und dem anwesenden Teil der Opposition werden am Montag in Genf fortgesetzt. (http://de.ria.ru/politics/20140125/267709702.html).

Bezgl. der Syrienkonferenz ist nun geplant, daß eine erste Phase der Verhandlungen bis Ende nächster Woche dauern solle. Dann, so hofft al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Brahimi), könnten sich die Parteien über die Inhalte und den Zeitrahmen ihrer Verhandlungen geeinigt haben. Er be- kräftigte nochmals: Auch die Assad-Delegation habe im Grundsatz dem Kommuniqué vom 30.6.2012 zur Lösung des Bürgerkrieges zuge- stimmt. Kernpunkte seien nicht beraten worden. Es sei aber beiden Seiten klar, daß es in Genf letztlich darum gehe, wie die Vereinbarung von 2012 umgesetzt werden könne. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/253020-ein-scheitern-der-genf-ii-konferenz-vorerst-abgewendet-brahimi-k%C3%BCndigt-f%C3%BCr-heute-erstes-treffen-der-vertreter-der-konfliktparteien-an).

Erneut haben tausende syrischer Demonstranten in Damaskus ihre Unterstützung für Präsident Baššâr al-Assad bekundet. Das syri- sche Volk werde keinesfalls zulassen, daß ausländische Staaten wie die USA ihr Schicksal bestimmten, verkündeten die Bürger am gestri- gen Freitag. Verschiedene syrische Gruppen forderten, Baššâr al-Assad müsse  bei der nächsten Präsidentschaftswahl in Syrien antreten. Sie würdigten die Vorgehensweise der entsandten Regierungs-Dele- gation bei der Genf-II-Konferenz und hoben hervor, die wahren Vertreter des syrischen Volkes hätten die Forderungen des syrischen Volkes gegenüber den Plänen der Feinde optimal verteidigt. Sie würden nur dann die Ergebnisse dieser Konferenz akzeptieren, wenn sie mit den Ansichten der Delegation der syrischen Regierung konform gingen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253013-pro-assad-demonstration-in-damaskus). – Auch der iranische Präsident Ḥassan Rûḥânî bekundete am Freitag nach seiner Rückreise von Davos, nur das syrische Volk könne bei freien Wahlen über die Zukunft des Landes entscheiden. Näheres bei: (http://german.irib.ir/nachrich­ten/praesident/item/253025-rohani-nur-das-syrische-volk-entscheidet-f%C3%BCr-die-zukunft).

Aid Amash [ʽId Amaš], Provinzratsmitglied  aus dem irâqischen al-Anbâr hat über den Plan der Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS)“ zur Gründung eines kleinen [islamisch theokratischen] Staates, bestehend aus vier Provinzen im Irâq und in Syrien berichtet. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Al-Yaum a-Tamîn meinte er: „Derzeit laufen Gespräche zwischen den Bewohnern von Falludscha [al-Fallûğa, vgl.u.] und den Militärkräften. Doch sind alle Gespräche bis jetzt gescheitert, denn der sog.“ Islamischer Staat im Irak und der Levan- te“ versteht nicht die Sprache der Verhandlung, daher bleibt der einzige Lösungsweg für die Falludscha-Krise der militärische Weg gegen ISIS.“ Amaš fügte hinzu: „Die ISIS verlangte bei ihren Gesprächen mit den No- madenscheichs die Gründung einer von der Provinzregierung al-Anbâr unabhängige lokale Polizei in al-Fallûğa, doch die Nomadenscheichs und die Provinzregierung von al-Anbâr lehnten diese Forderung ab.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/253035-isis-versucht-einen-kleinen-staat-im-herzen-von-irak-und-syrien-zu-gr%C3%BCnden). – Dies stimmt mit darauf hinweisenden Meldungen/Einträgen der letzten Monate überein. Darin auch ein Ausblick, was die Bevölkerung erwartet, welche gezwungen ist, unter ISIS-Kontrolle zu (über)leben.

Passend zur Darstellung des unmittelbaren Zeugen al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (vgl. Voreintrag) kam es in Genf am 25.1.2014 zur Aufnahme von Direktverhandlungen. Von einem ungenannt bleiben wollenden Diplo- maten erfur RIA Novosti: „Die Gespräche begannen. Die Delegationen tagen in einem Raum zusammen mit. An den Verhandlungen nimmt der Syrien-Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga, Lakhdar Bra- himi, teil“. Leiter der anwesenden oppositionellen Gruppe Nationales Oppositionsbündnis ist Aḥmad Ğarba (Ahmed Dscharba). Außenminister Wâlid Muʽallim (Walid al-Muallim) blieb den Gesprächen fern, die Leitung überahm für ihn Syriens UN-Botschafter Baššâr Ğaʽfarî (Baschar al- Dschafari). Al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Brahimi) will bei den Gesprächen u.a. das Problem der Schaffung humanitärer Korridore sowie der Feuer- einstellung anschneiden. Nach seiner etwa 15-minütigen Ansprache wurde eine Pause eingelegt. Wann das Treffen fortgesetzt werde, blieb zunächst unklar. (http://de.ria.ru/politics/20140125/267708797.html).

Aus der Erklärung von Syriens Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî (Omran al-Zoubi): „Syrien ist ein Staat mit eigenen Institutionen. Ein Übergangsorgan wird gebildet, wenn der Staat zerfällt oder keine eige- nen Institute hat“ wird per Twitter beim im Besitz saudischer (!) Investo- ren befindlichen Sender al-ʽArabiyya am Sa., 25.1.2014, eine Ableh- nung des Genfer Kommuniqués vom 30. Juni 2012 (vgl. Wortlaut u.!) durch die syrische Regierungsdelegation trotz mehrfacher gegen- teiliger vorheriger Aussagen derselben. Reuters leitet davon eine Ab- lehnung der Bildung eines kommissarischen Machtorgans davon ab. (http://de.ria.ru/politics/20140125/267708416.html). – Der unmittelbar anwesende Syrien-Sonderbeauftragte al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakh- dar Brahimi) dagegen hatte auf der Pressekonferenz nach Abschluß der bilateralen Gespräche am Freitag mitgeteilt, daß beide syrische Delegationen die Grundsätze des Genfer Kommuniqués vom 30.6.2012 unterstützen und insbesondere unterstrichen, daß es die Grundlage für die Arbeit bilde, und dies seinen Worten nach „nie- mand bestreitet“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_25/Syrien-Verhandlungen-Regierungsvertreter-lehnen-Bestimmungen-von-Genfer-Kommuniqu-ab-7109/, Hhg. blogseits).

Für US-Außenminister Kerry, derzeit auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gilt als Position Washingtons, die mit der der anwesenden syri- schen Opposition konform geht, die Entmachtung von Präsident al-Assad. Zudem sieht er die Beilegung der Syrien-Krise in Verhand- lungen: „Es gibt Menschen, die die Präsenz der US-Truppen in Syrien durchsetzen wollen. Aber das ist kein Ausweg“, sagte er am Freitag. (http://de.ria.ru/politics/20140124/267706332.html). – Über die Zukunft Syriens und al-Assads sollte jedoch das syrische Volk per Wahl be- stimmen!

Die Delegationen der syrischen Regierung wie der Opposition haben bei ihren jüngsten Verhandlungen die im Genfer Kommuniqué* vom 30.6.2012 enthaltenen Prinzipien unterstützt, konstatierte al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi), Syrien-Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga am Freitag in Genf. „Ich denke, dass alle hier wissen, was zu tun ist. Letztendlich ist das deren Land. Der Prozess hat zum Ziel, Syrien zu retten“ (Hhg. blogseits) verkündete er und fuhr fort: „Ich hoffe ferner darauf, dass auch andere Teilnehmer, die diese oder jene Seite unterstützen, sich darüber im Klaren sind, was jetzt auf dem Spiel steht.“ Die Chefunterhändler der syrischen Regierung wie der Opposi- tion würden vorerst nicht aus Genf ausreisen und somit die Verhand- lungen am Samstag und Sonntag fortgesetzt. (http://de.ria.ru/politics/20140124/267705964.html).- Das o.e. *Kommuniqué beinhaltet jedoch nur eine „Übergangsregierung“ in beiderseitigem Einvernehmen, welche Mitglieder aus der Regierung wie der Opposition oder andere Gruppen beinhalten könne, von al-Assad ist keine Rede. (http://www.gruene-friedensinitiative.de/texte/131013_US-Strategiewechsel_im_Syrienkrieg.html).

Der anwesende Teil der syrischen Opposition fordert von der Re- gierungsdelegation als Vorbedingung für Direktverhandlungen, die Beschlüsse der ersten Friedenskonferenz von 2012, die u.a. die Bil- dung einer Übergangsregierung im Kriegsland empfohlen hat, zu un- terschreiben. Das prominente Mitglied der Opposition Burhân Ġaliy- yûn (Burhan Ghaliun) schloß in einem Journalistengespräch nicht aus, daß die Friedenskonferenz scheitern werde. Es werde in den nächsten Tagen kaum noch Direktgespräche mit Regierungsvertretern geben, allerdings könnten Direktverhandlungen in einer Woche zustande kom- men. (http://de.ria.ru/politics/20140124/267704801.html). –  Burhân Ġaliyyûn steht den Muslimbrüdern nahe. (http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-18106592).

Die syrische Regierungsdelegation ist laut Außenminister Wâlid Mu- ʽallim (Walid al-Muallem) wegen der Weigerungshaltung der anwe- senden syrischen Opposition unzufrieden mit dem bisherigen Ablauf der Gespräche.  „Wenn es keine konstruktiven Gespräche gibt, verlässt die offizielle syrische Delegation Genf“, erklärte er am Fr., 24.1.2014, nach Angaben der Agentur Reuters. Er bemängelte, daß „die andere Partei“ kein ernsthaftes Verhalten zum Gesprächsthema aufbringe und sich nicht auf die Verhandlungen vorbereitet habe. (http://de.ria.ru/politics/20140124/267703649.html).

Laut Rußlands Vizeaußenminister Michail Bogdanow könnte die erste Etappe der internationalen Friedenskonferenz zu Syrien eine Woche dauern, wonach die Delegationen auseinandergingen, um sich die Situation zu überlegen und später erneut zusammen­zukommen, er- klärte am Fr., 24.1.2014. Er schließt nicht aus, daß eine der Seiten ihre Teilnahme an den Verhandlungen aufhebt: „Jemand kann aus den Verhandlungen ausscheiden, woraufhin andere Oppositionsgruppen eintreffen. Die Einladung wurde an die Opposition im Ganzen ge- richtet“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_24/Russlands-Au-enamt-Erste-Etappe-der-Syrien-Konferenz-konnte-eine-Woche-dauern-6199/, Hhg. Blogseits).

Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân (Bussaina Schaban), Beraterin des syrischen Präsidenten Baššâr al-Assad, sagte im Interview mit CNN am 23.1.2014: „Alle Syrer wollen den Frieden, doch wie können diejenigen, die noch nie in Syrien gelebt haben, oder 30 Jahre vom Land entfernt waren und nicht wissen, was im Land vor sich geht, entscheiden, wie der Frieden hergestellt werden kann“. Sie betonte, daß nur die syrischen Bürger, die die schweren Bedingungen in Syrien erlebt haben, über die Art der Herstellung von Sicherheit entscheiden dürften. „Die extremistischen Wahhâbiten begehen mit der Unterstützung Saudi-Arabiens allerlei Verbrechen in Syrien. Der Chef des saudischen Nachrichtendienstes [d.i. Bandar bin Sulṭân] spielt eine große Rolle bei der Unterstüt- zung der Terroristen in Syrien“ setzte sie hinzu. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252986-whahbitische-terroristen-ermorden-syrische-b%C3%BCrger, Hhg., blogseits).

Die bilateralen Verhandlungen zwischen den Vertretern der syrischen Regierung und der Opposition, die am Freitagmorgen, 24.1.2014, be- ginnen sollten, sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Wie die Beraterin des syrischen Präsidenten, Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân (Buseina Shaaban), erläuterte, lehnten es die Vertreter der Opposi- tion ab, ein solches Treffen unter der Teilnahme des Sonderbeauf- tragten der UNO und der Arabischen Liga, al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) durchzuführen. Laut der Beraterin finden zurzeit getrennte Treffen von al-Ibrâhîmî mit den Vertretern der syrischen Regierung und der Opposition statt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_24/Treffen-von-Syriens-Regierungsdelegation-mit-Oppositionellen-in-Schweiz-gescheitert-3999/). – Beachtenswert: wer sich durchweg einer friedlichen Lösung in den Weg stellt,  ist die „Opposition“ (bzgl. Nachweisen s. frühere Einträge).

Der iranische Präsident assan Rûḥâ(Hassan Rouhani) ließ am Do., 24.1.2014, beim Weltwirtschaftsforum in Davos zur Syrien-Krise verlau- ten: „Die beste Lösung (für die Krisenüberwindung) wäre, freie und faire Wahlen in Syrien durchzuführen. Keine äußeren Kräfte dürfen für das syrische Volk bzw. Syrien selbst Entscheidungen treffen“.(http://de.ria.ru/politics/20140123/267697034.html, Hhg. blogseits). – Sic: entweder tritt man für Demokratie ein oder nicht.

Eine Delegation syrischer Nomaden hat die Stellungnahme der IR Iran bezüglich der Unterstützung der syrischen Regierung und des syrischen Volkes bei der Bekämpfung von Terrorismus ge- würdigt. Dies geschah am Mi., 22.1.2014, bei einem Treffen mit dem iranischen Botschafter in Damaskus, Mohammad Reza Sheybani. Sie bedauerten zugleich, daß  einige arabische Länder der Region, wie Saudi Arabien, Qaṭar und die Türkei, eine Lösung der Syrienkrise verhinderten und forderten diese Staaten auf, sich nicht weiter in die internen Angelegenheiten Syriens einzumischen. Weiterhin kritisierten sie die Behauptung einiger im Ausland ansässiger Oppositions- gruppen, die Vertreter des Volkes zu sein, und betonten: Die Dele- gation der syrischen Regierung bei der Genf-II-Konferenz ist recht- mäßiger Vertreter der Nomaden. Der iranische Botschafter bekräftigte bei diesem Treffen das Engagement des Iran zur Beendigung der Syrien- krise und zur Hilfeleistung an das syrische Volk und fügte hinzu: Die No- maden haben eine wichtige Stellung in Syrien und wirken an der Entwick- lung der Zukunft des Landes mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252953-syrische-nomaden-w%C3%BCrdigen-die-stellungnahme-irans).

Eine Delegation syrischer Nomaden hat die Stellungnahme der IR Iran bezüglich der Unterstützung der syrischen Regierung und des syrischen Volkes bei der Bekämpfung von Terrorismus ge- würdigt. Dies geschah am Mi., 22.1.2014, bei einem Treffen mit dem iranischen Botschafter in Damaskus, Mohammad Reza Sheybani. Sie bedauerten zugleich, daß  einige arabische Länder der Region, wie Saudi Arabien, Qaṭar und die Türkei, eine Lösung der Syrienkrise verhinderten und forderten diese Staaten auf, sich nicht weiter in die internen Angelegenheiten Syriens einzumischen. Weiterhin kritisierten sie die Behauptung einiger im Ausland ansässiger Oppositions- gruppen, die Vertreter des Volkes zu sein, und betonten: Die Dele- gation der syrischen Regierung bei der Genf-II-Konferenz ist recht- mäßiger Vertreter der Nomaden. Der iranische Botschafter bekräftigte bei diesem Treffen das Engagement des Iran zur Beendigung der Syrien- krise und zur Hilfeleistung an das syrische Volk und fügte hinzu: Die No- maden haben eine wichtige Stellung in Syrien und wirken an der Entwick- lung der Zukunft des Landes mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252953-syrische-nomaden-w%C3%BCrdigen-die-stellungnahme-irans).

UNO-Syrienvermittler al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Brahimi) will am heute am 23.1.2014 auf der Genf II-Friedenskonferenz getrennte Gespräche mit den gegnerischen Delegationen aus Syrien führen. Es geht um die Frage, inwieweit die Vertreter beider Seiten zu direkten Verhandlun- gen bereit sind. Am Mittwoch hatten die Konfliktparteien Gesprächsbe- reitschaft über Themen wie einen Gefangenenaustausch, humanitäre Hilfen oder örtliche Feuerpausen signalisiert [hierzu hatte die syrische Regierung vor der Konferezt schon Angebote gemacht, vgl.u.]. In der Frage nach der politischen Zukunft von Präsident Assad zeigten sie sich jedoch unversöhnlich. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252958-syrien-konferenz-brahimi-spricht-getrennt-mit-konfliktparteien).

Die Zahl der aus Deutschland nach Syrien ausgereisten Muğâ- hidîn ist deutlich gestiegen. Derzeit gebe es Erkenntnisse zu mehr als 270 Ausgereisten, erklärte das Bundesamt für Verfassungsschutz am 22.1.2014 auf dpa-Anfrage. Dies betreffe auch Personen, die momentan auf dem Hin- oder Rückweg außerhalb Syriens seien. Die Zahl könne sich jederzeit ändern. Die Tendenz sei aber weiter steigend. Ende 2013 hatte die Zahl noch bei rund 240 gelegen. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen bekannte gegenüber dpa, die Entwicklung bereite zunehmend Sorgen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_23/Mehr-als-270-Islamisten-aus-Deutschland-nach-Syrien-ausgereist-5769/).

Nach einjähriger Pause ist am 22.1.2014 der zweitgrößte syrische in- ternationale Flughafen in Aleppo wiedereröffnet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Am Flughafen der ehema­ligen wirtschaftlichen Hauptstadt des Landes landete ein Flugzeug aus Da- maskus mit einer Gruppe von Journalisten an Bord. Der Betrieb des Flughafens hatte am 1.1.2013 infolge zahlreicher Muğâhidîn-Über- fälle geschlossen werden müssen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/Internationaler-Flughafen-in-Aleppo-nimmt-seinen-Betrieb-wieder-auf-4807/).

Außenminister Sergej Lawrow hoffnungsvoll zur Genf-II-Konferenz:  „Der nicht einfache, sehr komplizierte Prozess begann. Allein die Tat- sache des Treffens Genf-2 ist äußerst positiv“, meinte er am 22.1.2014 auf einer Pressekonferenz nach dem ersten Treffen in Montreux. Ihm zufolge bekundeten die syrischen Konfliktparteien ihre Bereitschaft, sich am 24. Januar an den Verhandlungstisch zu setzen. Lawrow teilte die Zuversicht von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, daß die Gespräche ungeachtet aller Emotionen auf beiden Seiten doch noch aufgenommen werden. Er habe in der Konferenz mit Syriens Delegationschef Wâlid Muʽallim (Walid Muallim) und mit dem Delegationsleiter des Nationalen Oppositionsbündnisses, Aḥmad Ğarba  (Ahmed Dscharba) gesprochen, fuhr er fort. „Die beiden versicherten, dass sie sich bemühen werden, bei den Verhandlungen auf die Erlangung von Vereinbarungen hinzuarbei- ten“, teilte der russische Außenamtschef mit. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267692057.html).

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon äußerte noch am 22.1.2014 zur Iran-Ausladung, angelehnt an die Kritik der russischen Seite daran: „Alle Länder der Region, einschließlich des Iran, sollen Teil dieses Prozesses werden“. „Diese Länder haben Einfluss und können einen Beitrag zur Beilegung des Konflikts leisten. Wir sind der Ansicht, dass der Iran doch noch eingeladen werden sollte. Aber es gelang nicht, einen Konsensus zu dieser Frage zu erzielen“(Hhg. blogseits). Ferner rief er auf, alle Waffenlieferungen nach Syrien aus dem Ausland einzustellen. „Haltet bitte ein! Eine militärische Lösung des Syrien-Konflikts ist undenkbar“, betonte Ban. An die Konfliktparteien in Syrien appellierte er, die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen, um die Lieferung humanitärer Hilfsgüter, insbesondere in die von der Außenwelt abgeschnittenen Regionen des Landes, zu ermöglichen. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267692242.html). – Ban Ki-Moon zeigte sich zufrieden mit dem ersten Treffen. Es gilt als Vorspiel zu einem innersyrischen Dialog, der im Genfer UN-Sitz unter Vermittlung des Syrien-Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga, al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi), an diesem Freitag starten soll. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267691664.html).

US-Außenminister Kerry will den Iran nur unter Vorbehalt bei der Konferenz sehen: „Aber Teheran soll zuerst das auf der 1. Syrien-Friedenskonferenz in Genf angenommene Kommuniqué anerkennen“, sagte er am 22.1.2014 nach dem ersten Tag der Zusammnekunft in Montreux. Dieses bedeutet eine Entmachtung von Präsident al-Assad (vgl.u.). Indes äußerte sich die syrische Regierungs-Delegation enttäuscht über das Format von Genf-2. „Wir sind frustriert“, erklärte syrische UN-Botschafter Baššâr Ğaʽfarî (Baschar Dschaafari). „Es ist merkwürdig, dass (UN-Generalsekretär) Ban Ki-moon zehn neue Länder eingeladen, aber den Iran ausgeladen hat. Das Fehlen Teherans unterhöhlt das Gleichgewicht. Zudem haben die Erklärungen der meisten Länder den politischen Dialog nicht gefördert. Diese provoka- torischen Erklärungen gründeten auf Hass gegen die syrische Regierung“. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267692673.html, Hhg. blogseits).

Moskau warnt laut Außenminister Sergej Lawrow davor, daß sich Sy- rien in einen Herd des internationalen Terrorismus verwandele und die Extremisten im Land eine absolut fremde Atmosphäre der Intoleranz schafften. „Die Gefahr der Verwandlung Syriens in einen Herd des internationalen Terrorismus wurde zu einem ernsthaften Pro- blem. Aus aller Welt zusammengekommene Extremisten säen Chaos, zerstören die im Laufe von Jahrhunderten entstandenen kulturellen und demographischen Lebensformen und schaffen eine für Syrien absolut fremde Atmosphäre der Intoleranz“, unterstrich er bei der Eröffnung der Genf-II-Konferenz. Seinen Worten nach sei Moskau über ein Wachstum von Widersprüchen in der islamischen Gesellschaft vor dem Hin- tergrund des andauernden Konflikts in Syrien besorgt. „Die Wider- sprüche im Islam, denen nicht erlaubt werden darf, die Oberhand zu gewinnen, nehmen immer gefährlichere Ausmaße an“ (Hhg. blogseits). Lawrow  verwies auch auf die beunruhigende Tendenz des Exodus von Christen aus Syrien, „für die dieses Land seit knapp 2000 Jahren das heimatliche Haus gewesen war, wo sie Seite an Seite in Frieden und Einvernehmen mit ihren arabischen und anderen Brüdern gelebt hatten“.(http://de.ria.ru/politics/20140122/267686837.html). – Desweiteren betonte Lawrow: „Die Versuche, den Ländern des Nahen Ostens und Ostafrikas eigene Reform-Rezepte von außen her aufzu- zwingen sowie Experimente auf dem Gebiet des  Social Engineering aufzuzwingen, werfen den Prozess der der politischen und der wirt- schaftlichen Modernisierung (in diesen Ländern) zurück“. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267686149.html).

Die in Syrien als Zweig von al-Qaida gegen die säkulare Regierung kämpfende an-Nuṣra-Front hat sich zum Attentat mit Explosion  neben der Zentrale der Ḥizbullâh in Beirut bekannt. Mit Allâhs Hilfe hätten sie auf die Gräueltaten ihrer šîʽitischen Feinde geantwortet. „Unser Märtyrer hat eine Operation vor ihrer Nase im Süden Beiruts durchge- führt“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe. Bei dem am Dienstag von einem Suizidattentäter in einer der belebtesten Straßen der libanesi- schen Hauptstadt verübten Terroranschlag wurden vier Menschen ge- tötet, mehr als ein Dutzend erlitt Verletzungen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_21/Syrische-Al-Qaida-Fraktion-bekennt-sich-zu-Explosion-in-Beirut-9651/)

Die friedliche Syrien-Konferenz werde im Kampf gegen den Terro- rismus kaum erfolgreich sein, da einige Konferenz-Teilnehmer diesen sponsern, twitterte der iranische Präsident Ḥassan Rūḥānī (Hassan Rouhani) am Mi., 22.1.2014, auf dem Weg ins schweizerische Davos. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/Rouhani-Genf-2-wird-kaum-erfolgreich-sein-5584/). – Diese Begründung ist leider hin- reichend belegt (s. vorherige Einträge).

Auch der syrische Außenminister Wâlid al-Muʽallim (Walid Muallem) machte dies gemäß dem Sieben-Punkte-Plan (vgl.u.) der syrischen Regierung ebenfalls zum Thema. Er warf  einigen Teilnehmern an der Genf-II-Friedenskonferenz die Unter­stützung des Terrorismus im Lande und Morde an Zivilisten vor. „Ich und das syrische Volk bedauern, dass die Vertreter der Länder, die das Blut des syrischen Volks an den Händen haben, der Länder, die den Terrorismus expor- tierten und es dadurch rechtfertigten, dass Gott ihnen das Recht erteilte, einen Menschen in die Hölle und einen anderen ins Paradies zu schicken, jetzt mit uns an einem Tisch sitzen“. Zudem  machte er die türkischen Behörden für die direkte Begünstigung der Terroristen, die in Syrien kämpfen, verantwortlich und warf der türkischen Regierung einen Verrat vor.
(http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/Syriens-Au-enminister-Einige-Teilnehmer-an-Genf-2-sponsern-Terrorismus-9141/). – „Das, was (in Syrien) passiert ist, wäre nie passiert, wenn wir einen Verbündeten als Nachbar hätten“, so al-Muʽallim. „Ausgerechnet dann, als es Hilfe brauchte, bekam Syrien von seinen Nach­barn einen Dolchstoß in den Rücken, denn diese Nachbarn standen mit den Händen im Schoß abseits.“ Es sei die türkische Regierung von Erdogan, die die Terroristen auf ihren Boden gelassen habe. „Diese Regierung bereitet die Terroristen vor, die in Syrien operieren“ (Hhg. blogseits), so der syrische Außen­minister. [Hier steht das schon o.e. Zitat, neu ist folgende Hinzufügung:] Al-Muʽallim nannte keine konkreten Länder, erwähnte jedoch, daß diese die Waffen mit Petrodollars bezahlten und interna- tionale Medien mit Lügen überfüllten, um Syrien zu „zerstören“. (http://de.ria.ru/politics/20140122/267687737.html). – Auch Generalo- berst Waleri Gerassimow, Generalstabschef der russischen Streitkräfte, stufte am 22.1.2014  den Kampf gegen Terror und Piraterie als vorran- gige Richtung der Kooperation zwischen Rußland und der NATO ein. (http://de.ria.ru/security_and_military/20140122/267691498.html)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat aufgerufen, die pa- triotisch gestimmte Opposition, die innerhalb Syriens agiert, und den Iran an den intersyrischen Verhandlungen zu beteiligen. Allen Gruppen der syrischen Gesellschaft und allen interessierten Seiten solle die Möglichkeit eingeräumt werden, an einem nationalen Dialog teilzunehmen. Außerdem rief er die Außenakteure auf, das Streben der Syrer nach Übereinkunft zu fördern, und die Seiten von Versuchen abzuhalten, endgültigen Vereinbarungen vorzugreifen und die Ver- handlungen zum Scheitern zu bringen. Dann gab er seiner Hoffnung Ausdruck: „Ich bin sicher, dass wir Syrien alle als souveränen, unteil- baren, weltlichen Staat erhalten wollen“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/Lawrow-Innere-Opposition-und-Iran-sollen-in-Syrien-Verhandlungen-involviert-werden-6355/). – Möchten seine Worte Gehör finden, auch dahingend, daß die Syrer selbst auf demokratischer Basis über ihre Zukunft entscheiden können (dürfen)!

US-Außenminister Kerry fordert dagegen die Bildung einer Über- gangsregierung ohne den jetzigen syrischen Präsidenten. „In die Übergangsregierung gehören keine Personen, die einer der Parteien nicht passen. Deshalb darf Präsident Baschar al-Assad kein Teil dieser Übergangsregierung sein.“(http://de.ria.ru/politics/20140122/267687317.html).

Vor dem Hotel Montreux Palace, in dem die internationale Konferenz zu Syrien stattfindet, demonstrierten Anhänger des syrischen Präsidenten zur Unterstützung von Baššâr a-Assad. Rund 200 Teilnehmer ver- sammelten sich auf der Straße mit syrischen Flaggen und Assad-Por- träts vor den Polizeisperren, die die Zugangswege zu dem Gebäude schützen. Sie riefen „Syrien mit Baššâr“, „Baššâr mit uns“. Laut Journa- listenberichten verlief die Aktion friedlich. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/Anhanger-von-Syriens-Prasident-Assad-demonstrieren-in-Montreux-3634/).

In Montreux hat heute, am 22.1.2014, die internationale Genf-II-Kon- ferenz ihre Arbeit aufgenommen. Bei der Eröffnung sprachen UN- Generalsekretär Ban Ki Moon und der russische, der US- wie der syri- sche Premie­r­minister. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_22/pho­to-Syrische-Behorden-und-Opposition-kommen-bei-Genf-2-zusammen-1327/). Die Konferenz besteht aus zwei Sitzungen. Die erste findet am 22.1.2014 in Montreux statt und die zweite am Freitag in Genf. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252896-syrischer-au%C3%9Fenminister-zukunft-von-assad-rote-linie-bei-gespr%C3%A4chen).

Beim Zwischenstop des Flugzeugs der Delegation der syrischen Regierung in Athen wurde das [unmittelbare] Nachbetanken ver- weigert, meldete das syrische Fernsehen wie auch Reuters. Die Ma- schine aus Damaskus wurde vier Stunden auf dem Flughafen blockiert. Der griechische Außenamtssprecher Konstantinos Koutras bestätigte, daß es „aus formalen Gründen“ zu einer Verzögerung gekommen sei. (http://de.ria.ru/politics/20140121/267680640.html).  – Wegen dieser Verzögerung hat der syrische Außenminister Wâlid al-Muʽallim nach Angaben der amtlichen Agentur SANA seinen Termin mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in Montreux versäumt. (http://de.ria.ru/politics/20140121/267681795.html).

Masûd Barzânî, Präsident der autonomen Region Kurdistan im Nord- irâq, unterstrich am 21.1.2014 einerseits die Chancen der Genf-II-Friedenskonferenz, andererseits sei aber die Lage in Syrien ausge- sprochen besorg­niser­regend. Die Fortsetzung der Gewalt in diesem Land habe sich negativ auf den Irâq und die Re­gion Kurdistan aus- gewirkt. Die Mitglieder von al-Qaida seien weitgehend in Syrien aktiv und dies bedeute eine ernsthafte Gefahr auch für die Kurdenge- biete in Irâq. Unter keinen Umständen dürfe man zulassen, daß die Extremisten in Syrien an die Macht gelangten. Barzânî erklärte, daß die Gruppe  FSA (sog. Freie Syrische Armee) für die Verwaltung dieses Landes nicht geeignet sei. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252895-masoud-barzani-von-genf-2-konferenz-ist-nicht-viel-zu-erwarten, Hhg. blogseits).

Für die syrische Delegation unter Außenminister Wâlid Muʽallim ist die zukünftige Rolle von Baššâr al-Assad die rote Linie bei den Frie- densgesprächen in Genf. Die Delegation der Regierung werde alles daran setzen, einen Erfolg der Genf-II Friedenskonferenz  sicher- zustellen. Muʽallim betonte noch vor Beginn: “Wir verpflichten uns zur Zusammenarbeit für einen Erfolg dieser Konferenz. Daher ist diese Konferenz der erste  Schritt auf dem Weg zum Dialog zwischen den Syrern auf syrischem Boden.”

Informationsminister ʽUmrân az-Zûbî  (Omran al-Zoubi) zur Situation in Syrien: „In Syrien gibt es keinen Bürgerkrieg. Die aus­ländischen Medien irren sich, wenn sie von einem Bürgerkrieg berichten“, gab er im Interview mit NBC im Vorfeld der Syrien-Konferenz zu verstehen. „In Sy- rien gibt es einen Kampf zwischen der Regierung und dem Terrorismus. (…) Unser Hauptziel ist es, gegen den Terrorismus von al-Qaida und Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahl aš-Šām (Dschabhat an-Nusra) vorzugehen, der sich über die ganze Region ausbreitet.“ (http://de.ria.ru/politics/20140122/267686325.html, Hhg. blogseits). – Darüber hatte schon der Politologe Th. Meyssan einen informativen Artikel verfaßt, s. http://www.voltairenet.org/article181543.html.

Kann das bloßer Zufall sein? Unmittelbar am Vortag der in ihrer Planung so schwierigen Konferenz zur Wiederherstellung friedlicher Ordnung in Syrien, platzt einerseits die Meldung der Kapitulation des UN-Generalsekretärs vor den nötigenden Forderungen der syrischen Opposition heraus (s.u.), andererseits eine – wie bestellt kommende – neue Greuelmitteilung via britischem Guardian über 11.000 Fälle von Häftlingsfolterungen in syrischen Gefängnissen. Die von den Medien sofort aufgegriffene und verbreitete Meldung geht zurück auf einen Auftrag einer Londoner Kanzlei, welche ausgerechnet das Großbritannien eng verbundene Golfemirat Qaṭar vertritt (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_21/Katar-11-000-Haftlinge-seit-drei-Jahren-in-Syrien-gefoltert-und-getotet-4000/), dessen vielfältige und anhaltende Unterstützung terroristischer muslimischer Oppositioneller in Syrien längst offenkundig geworden ist (vgl. dazu u). Einige Beispiele aus Pressemeldungen dazu: http://www.prisonplanet.com/ny-times-scrubs-mention-of-cia-arming-syrian-rebels.html, Manlio Dinucci in http://www.voltairenet.org/au­teur122722.html?lang=de und http://www.voltairenet.org/article176244.html, sowie http://de.ria.ru/politics/20130424/266000528.html, dann http://ger­man.irib.ir/a­nalysen/beitraege/item/218963-us-regierungsmitarbeiter-berichten-%C3%BCber-%C2%BBwaffen­flut%C2%AB-f%C3%BCr-syrische-aufst%C3%A4ndische oder http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/219868-mufti-von-katar-und-andere-terroristen-in-syrien-get%C3%B6tet oder http://de.rian.ru/politics/20130530/266214746.html wie auch http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/230011-syrische-fl%C3%BCchtlinge-wollen-zur%C3%BCck-in-ihr-land und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/231570-terroristenanf%C3%BChrer-beim-angriff-der-syrischen-armee-get%C3%B6tet u.s.w., im einzelnen dazu s. Blogeinträge in Teil I und Teil II). Gleichzeitig hatte in den letzten Monaten die syrische Regierungsarmee zunehmend Er- folge der bei der Zurückdrängung der terroristischen Muğâhidîn-Rebel- lenfraktionen zu verzeichnen und damit die Befreiung der betroffenen Bevölkerungsgruppen vor den Auswirkungen einer brutalen Umsetzung der  šarîʽa-Ordnung mit Folterungen und Hinrichtungen (vgl.u. unter den vorgehenden Einträgen, als Beispiel: http://german.irib.ir/nach­richten/ nah­ost/item/229990-syrische-armee-verjagt-rebellen-aus-einer-strategisch-wichtigen-stadt 17.10.2013) wie dem Abgeschnittensein von Hilfslieferungen. Dazu kam die immer kräftiger werdende Unterstützung für Präsident al-Assad seitens der Bevölkerung (s.u.). Selbst ehemalige Gegner hatten angesichts der sich internationbal ausweitenden Terro- rismusbedrohung erkennen müssen, daß die säkulare Regierung unter al-Assad in Syrien doch am besten diese Extremisten im Zaum zu halten verstehe. (s. http://de.ria.ru/zeitungen/20131219/267506118.html und http://de.ria.ru/zeitungen/20140116/267650678.html). Andererseits hatte US-Außenminister Kerry nach seinen Reisen und Treffen im Nahen Osten am 17.1.2014 in Washington gedroht, die Möglichkeiten, den Druck auf die Regierung von al-Assad zu erhöhen, seien noch nicht erschöpft. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252638-kerry-an-die-adresse-assads-druckmittel-sind-noch-nicht-ersch%C3%B6pft). – An dieser Stelle empfiehlt sich die Erinnerung an die berüchtigten „rote Linie“, deren angebliches Überschreiten durch die syrische Regierung US-Präsident Obama 2013 wochenlang bemüht hatte, um einen Militärschlag gegen das Land zu rechtfertigen. Es hatte sich jedoch nachweislich (s. dazu die Einträge in Teil I und II) herausgestellt, daß die verbrecherischen Giftgasanschläge nicht von der Regierung ausgegangen waren, wie al-Assad von Anfang an klargestellt hatte, sondern von den vom Ausland finanzierten und mit Kämpfern unterstützten Rebellen. Sind die neuesten Greuelmeldungen also eine neue Variante der vermeintlichen Giftgasanschläge auf das eigene Volk, welche die Position der Assad-Regierung vor Beginn der Syrien-Konferenz ganz empfindlich schwächen? Gelegen kommen sie der sog. Opposition und ihren Unterstützern auf jeden Fall.

Es ist passiert, wer hätte es nicht schon kommen sehen: Ban Ki Moon, UN-Generalsekretär knickt vor den Forderungen der sog. (s. dazu die Darlegung von Ġassân bin Ğiddû u.) syrischen Opposition ein: Die syrische Nationale Koalition der oppositionellen und revolutionären Kräfte hat vor Durchführung der Syrien-Konferenz in Montreux dem Iran Bedingungen und ein Ultimatum gestellt: „Die Nationale Koalition setzt bis 19:00 Uhr GMT den äußersten Termin fest, um vom Iran eine klare Bestätigung der folgenden Verpflichtungen zu erhalten: Abzug von Truppen und bewaffneten Personen aus Syrien, Bestätigung der Annah- me aller Bedingungen des ersten Genfer Communiqués und positive Bemühungen bei der Arbeit der zweiten Genfer Konferenz”, heißt es in einer Erklärung der Opposition. Andernfalls werde die Syrische Koalition an der Konferenz nicht teilnehmen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_20/Genf-2-Syrische-Opposition-stellt-an-Iran-ein-Ultimatum-4713/).

Unter Druck der USA und auf Drängen der syrischen Opposition hin hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Iran von der Friedenskonferenz zu Syrien im Schweizer Ort Montreux am Mittwoch wieder ausgeladen. Vor der Ausladung Teherans hatte US-Außenminister John Kerry mit Ban Ki Moon über die Teilnahme des Iran an der Syrien-Konferenz gespro- chen und noch einmal Druck ausgeübt. Die oppositionelle Nationale Koalition bestätigte nach der Ausladung Teherans, an den Friedensge- sprächen teilzunehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252815-iran-auf-druck-der-syrischen-opposition-und-usa-von-friedenskonferenz-ausgeladen). UN-Sprecher Martin Nesirky ver- kündete am Mo., 20.1.2014, auf einer Pressekonferenz in New York, der Iran habe die Erklärung, welche auf der  Genfer Sitzung vom Juni 2012 herausgegeben worden war, nicht angenommen. Diese lege ein Allgemeinschema zur Gründung einer Übergangsregierung vor, was bedeute, daß Präsident al-Assad zurücktreten müsse. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252826-iran-wird-von-der-genf-2-konferenz-ausgeladen). – Demgegenüber hatte die iranische Regierung stets verlauten lassen, ohne Vorbedingungen an der Konferenz teilzunehmen und war daraufhin schließlich doch eingeladen worden (vgl. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252853-au%C3%9Fenamstssprecherin-afkham-iran-hatte-nie-antrag-auf-teilnahme-an-syrien-friedenskonferenz-gestellt). – Auch der russi- sche Außenminister Lawrow hält es für einen Fehler,  die Einladung an den Iran zur Konferenz zurückgezogen zu haben. Zudem stellte er klar: „Die russisch-amerikanische Initiative sieht kein Prinzip des Regime- wechsels vor. Diese Initiative ruft auf, die Konferenz durchzuführen, damit einen direkten Dialog zwischen den syrischen Seiten zur voll- ständigen Erfüllung des Genfer Kommuniqués beginnt“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_21/Lawrow-Regimewechsel-in-Syrien-kommt-nicht-in-Frage-0822/, Hhg. blogseits).

Zum Ablauf der morgigen Konferenz in Montreux erklärte Lawrow: „Es geht jedenfalls um ein eintägiges Treffen am 22. Januar, zu dem etwa 40 Außenminister verschiedener Staaten, darunter auch weit entlegener Regionen, etwa Lateinamerika und Ostasien, eingeladen sind. Trotz des größtenteils zeremoniellen Charakters dieses Treffens muss das Fehlen des Iran auf der Liste, die 40 Staaten umfasst, befremdlich wirken“. Er fügte hinzu, daß [zuletzt selbst] US-Außenminister John Kerry und ande- re Politiker hätten zugegeben müssen, daß der Iran bei der Suche nach annehmbaren Wegen zur Überwindung der Syrien-Krise wichtig sei. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/252860–lawrow-ausladung-irans-ein-fehler).

Zusätzlich hat der Syrische Nationalrat als gewichtigstes Mitglied darin seinen Ausstieg aus der Oppositionskoalition angekündigt, um ge- gen die Entscheidung anderer Vertreter der Opposition zu protestieren, die an der Konferenz zur Regelung der Situation in Syrien teilnehmen. Der Nationalrat halte fest am Prinzip, keine Verhandlungen mit den syrischen Behörden aufzunehmen, bis Präsident Baschar al-Assad zurückgetreten ist. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_21/Syrischer-Nationalrat-scheidet-aus-Oppositionskoalition-aus-0059/).

Bei der Explosion zweier Autobomben in der syrischen Provinz Idlib nahe des Grenzvor­postens zur Türkei sind am 20.1.2014 erneut minde- stens 16 Menschen ums Leben gekommen, 20 Menschen wurden ver- letzt. Eine der Autobomben explodierte im Grenzvorposten Bâb al-Hawâ (Bab al-Hawa) und die zweite im Kontrollpunkt außerhalb des Grenzü- berganges. In der Gegend agiert v.a. die Extremistengruppe ISIS. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252825-16-tote-bei-zwei-bombenexplosionen-in-edlib-syrien, zu früheren Anschlägen in der Gegend vgl.u.).

Am Sonntagnachmittag, 19.1.2014, haben türkische Sicherheitskräfte in der Provinz Gaziantep erneut drei LKWs mit Waffen und Munition auf dem Weg nach Syrien beschlagnahmt. Die Ermittlungen bezüglich Herkunft und Ziel der Fahrzeuge dauern noch an. Schon vor einiger Zeit wurde der LKW eines türkischen Unternehmens, der angeblich Hilfsgüter, tatsächlich aber Waffen und Munition nach Syrien transportierten sollte, von türkischen Sicherheitskräften beschlagnahmt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252804-drei-lkws-mit-waffen-an-der-t%C3%BCrkischen-grenze-zu-syrien-beschlagnahmt).

Nicht erst diese neuerlichen Terroranschläge beweisen die Bedeu- tung des Anliegens oberster Priorität der säkularen syrischen Regierung unter Präsident al-Assad, nämlich der Terrorismus- bekämpfung [welche den Druck auf die zahlreichen Unterstützer- (staaten) desselben in Syrien miteinschließen müßte]:

Die zur Genf-II-Konferenz geladene syrische Regierungsdelegation hat einen Siebenpunkte-Plan, auf  die Tagesordnung ihrer Diplomaten gesetzt. Jeder davon stellt eine Forderung der syrischen Bürger, der Regierung und der Armee dar. Dazu gehören: ein Vorschlag zur Waffen- ruhe in Aleppo im Norden Syriens, die absolute Ablehnung jedes Plane, die die Befugnisse und Zukunft des Präsidenten des Landes betreffen, wie Bestrebungen hinsichtlich der Abhaltung der nächsten Gesprächs- runde in Syrien. Präsident al-Assad betonte noch die Erlangung transparenter Ergebnisse über die Terrorismus- bekämpfung. Da diese die oberste Priorität [der syrischen Regierung] der Konferenz darstelle, werde jeder Lösungsweg, der sich nicht in diesem Rahmen bewege, wertlos sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252848-syrischer-siebenpunkte-plan-zur-pr%C3%A4senz-auf-der-genf-2-konferenz).

Al-Qaida hat in Syrien ein spezielles geheimes Lager für die Ausbil- dung von Terroristinnen gegründet worden, teilten britische Medien am 19.1.2014 mit, jedoch nicht, wo sich dieses befinden soll. Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen für die Terrororganisation anzuwerben. Man wolle nun aktiver Frauen bei der Organisation von Terroranschlägen einsetzen.(http://german.ruvr.ru/news/2014_01_19/al-Qaida-grundet-in-Syrien-Ausbildungslager-fur-Terroristinnen-9845/).

In einer Ansprache, die vermutlich vom [bislang vorwiegend im Irâq in seinem „Emirat“ agierenden] ISIS-Anführer Abû Bakr al-Baġḍâdî (Abu Bakr al-Baghdadi) aufgenommen worden ist, ruft er die sunnitischen Muğâhidûn auf, sich nicht gegenseitig zu befeinden, sondern auf den Kampf gegen den „schiitischen Feind“ zu konzentrieren. Mit letzte- rem bezeichnen diese Rebellen die Regierung unter dem Alawiten al- Assad. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_20/Syrien-Islamistenanfuhrer-ruft-Opposition-zum-Frieden-auf-7193/).

Nach den Worten des syrischen Präsidenten müsse der Kampf gegen den Terrorismus zentrales Thema der Syrien-Friedenskonferenz am Mittwoch sein. Die Konferenz sei ohne Wert, wenn es in dieser Hinsicht keine Ergebnisse gebe, erklärte er in einem am 20.1.2014 veröffen- tlichten Interview der Nachrichtenagentur AFP. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252792-assad-terror-muss-bei-syrien-konferenz-im-mittelpunkt-stehen).  – Beim Treffen mit einer Delegation der anglikanischen Kirchen am 18.1.2014 in Damaskus versicherte der Baššâr al-Assad, das syrische Volk werde niemals die extremistische Takfirî-Ideologie der Wahhâbiten akzeptieren. Dazu bekräftigte er,  daß diese gefährliche Ideologie nicht nur Syrien, sondern auch alle Länder der Region und der Welt bedrohe. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252760-assad-syrisches-volk-akzeptiert-die-extremistische-ideologie-der-wahhabiten-nicht). – Anmerkung: Takfîr meint, daß ein Muslim den anderen als Ketzer hinstellt. Die Bemerkung spielt darauf an, daß das wahhâbitisch geprägte Saudi-Arabien eine sehr rigide Haltung sogar gegenüber anderen muslimischen Glaubensrichtungen einnimmt und diese teilweise verketzert, was zum ğihâd gegen diese berechtigten würde.

Zwei Tage vor Beginn der Syrien-Konferenz in der Montreux hat Frank- reich seinen Luftraum für die Delegation der syrischen Regierung gesperrt. „Frankreich hat die Aufnahme des Flugzeuges, mit dem unse- re Delegation am Dienstag den französischen Luftraum überfliegen soll, verweigert“, teilte ein Sprecher des syrischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP mit. Er warf Frankreich vor, damit die Friedens- gespräche vereiteln zu wollen. (http://de.ria.ru/politics/20140120/267673188.html).

Auch die innere Oppositionsorganisation Syriens „Koalition der Kräf- te für friedliche Wandlungen“ hat ihre Einladung zur Genf-II-Friedens- konferenz erhalten. Nicht alle Mitglieder dieser Koalition sind jedoch damit einverstanden, daran teilzunehmen, wie ihr Vertreter Qadrî Ğamîl (Kadri Dschamil) am Montag mitteilte. (http://de.ria.ru/world/20140120/267672796.html).

Die Nationale Koalition der Oppositions- und Revolutionskräfte Syriens hat erklärt, sie wolle an Verhandlungen zur Krisenregelung, d.i. die am Mittwoch beginnende Genf-II-Konferenz, nicht teilnehmen, wenn dabei die von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon geladenen Vertreter des Iran anwesend seien. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_20/Syrische-Opposition-gegen-Irans-Teilnahme-an-Verhandlungen-3481/). – Der UN-Generalsekretär solle daher die Einladung für an die iranische Delegation zurücknehmen. (http://de.ria.ru/world/20140120/267672796.html ).

Präsident al-Assad teilte am Sonntag während des Treffens mit russi- schen Parlamentariern in Damaskus mit: „Wenn wir aufgeben möchten, dann hätten wir von vornherein aufgegeben. Wir wachen über unsere Heimat. Diese Frage ist außerhalb der Diskussion. Nur das syrische Volk kann entscheiden, wer an Wahlen teilnehmen soll“. Al-Assad schlug der Opposition vor, im politischen Kampf Konkurrenz zu machen und an den anstehenden Präsidentschaftswahlen teilzunehmen.
(http://german.ruvr.ru/news/2014_01_19/Assad-will-sein-Amt-nicht-aufgeben-9193/). – Auch an den für 2014 geplanten Präsident- schaftswahlen werde er teilnehmen. „Wenn die öffentliche Meinung auf meiner Seite sein wird, so werde ich keine einzige Sekunde schwan- ken. Man kann sagen, dass meine Teilnahme an den Wahlen als Kandi- dat mehr als wahrscheinlich ist“, erklärte er in einem Interview mit AFP im Vorfeld der bevorstehenden Syrien-Konferenz. (http://de.ria.ru/world/20140120/267672006.html).

Laut Ausführungen des Politologen Thiery Meyssan pflegt der türkische Ministerpräsident nicht nur eine langjährige Beziehung zum al-Qaida-Financier Yasin al-Qâdî, sondern beide hätten auch ein ausgedehntes System entwickelt, um Gelder für die Finanzierung vonal-Qaida für den Kampf in Syrien locker zu machen und zu verteilen. Damit zusammen hänge der jüngste Skandal, der die Türkei erschüttere, nachdem Polizei und Richter diesbzgl. eine enorme Aufdeckungsarbeit geleistet hätten, auf die Erdogan mitmassenhaften Entlassungen und Versetzungen reagierte. (http://www.voltairenet.org/article181676.html).

ISIS-Mitglieder mit Herkunft aus Ägypten, Tunesien, Libyen und anderen arabischen und nicht-arabischen Ländern haben die syrischen Grenzen überquert und sind in der irâqischen Provinz al-Anbâr (vgl.u.) eingetroffen, um dort gegen die Landes-Armee zu kämpfen, teilte der Vorsitzende des irakischen Erwachensrates, Aḥmad Abû Riša (Ahmed Abu-Rusche), mit. Mit 150 Fahrzeugen seien sie in den Westen des Irâq eingefallen. Gefängnisflüchtige hätten sich dabei den Terroristen angeschlossen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252720-mitglieder-des-islamischen-staates-von-irak-verlegen-sich-aus-syrien-in-die-irakische-provinz-al-anbar).

Ein deutscher Anführer der Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ [ISIS] ist am Samstag in Syrien ums Leben gekommen. Er trug den Kampfnamen „Abu Dawud Al Almani“ [Abû Dawûd al-Almâ- nî, d.h.: A. D. der Deutsche, A.D. ist ein bekannter msl. Ḥadîṯ-Heraus- geber] und sei bei Gefechten mit Kämpfern der an-Nuṣra-Front im Norden von Aleppo getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Farsnews heute aus Damaskus. Vor zwei Jahren war er zum Islam kon- vertiert und hatte sich in einem Ausbildungslager der al-Qaida dieser Organisation angeschlossen, um später an der Seite der Terrorgruppe ISIS in Syrien zu kämpfen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252656-deutscher-terroristenf%C3%BChrer-in-syrien-get%C3%B6tet mit Bild!).

Die extremistischen Gruppen, die hinter dem Massaker an Zivilisten in Syrien stehen, müssen bestraft und ihre Taten müssen als Kriegsverbre- chen eingestuft werden, kommentierte das russische Außenministerium die jüngsten UN-Angaben über massenhafte Hinrichtungen in Nordsy- rien. UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hatte in dieser Woche bekannt gegeben, dass Kämpfer der der al-Qaida-nahen Organisation „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ [ISIS oder ISIL] in den vergangenen Tagen in Aleppo, Idlib und ar-Raqqa (Rakka) massen- haft Zivilisten, Journalisten und Kriegsgefangene massakriert hätten. „Laut der UN-Hochkommissarin gab es sogar im Kinderkran- kenhaus Aleppo Hinrichtungen, das ISIL als Stützpunkt nutzt“, so das russische Außenamt am Freitag. (http://de.ria.ru/politics/20140118/267664187.html, Hhg. blogseits).

Laut Mitteilung des russischen Außenamtes hat Rußland alle Länder mit Einfluß auf die syrischen Rebellen aufgerufen, diese zu bewe- gen, die humanitäre Hilfe den Bedürftigen in dem vom Bürgerkrieg ergriffenen Land zugänglich zu machen. Am Freitag, 17.1.2014, hatte der syrische Außenminister Wâlid al-Muʽallim (Walid Muallem) mitgeteilt, es sei den syrischen Behörden vorerst nicht gelungen, humanitäre Güter in die Flüchtlingslager in Yarmûk zu bringen, weil die Kolonne von Aufständischen beschossen worden sei. Inzwischen sei es aber dank der „konsequenten Handlungen der syrischen Regierung“ am 16. Janu- ar erstmals gelungen,  humanitäre Hilfsgüter in die Flüchtlingslager ins östlich von Damaskus gelegeneĠūṭa (Ghouta, vgl. Teil I) zu bringen. Am 18. Januar solle außerdem humanitäre Hilfe im westlich der syrischen Hauptstadt gelegenen Sûq Wâdî Barada (Suk Vadi Barada) eintreffen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_18/Russland-ruft-alle-Lander-zu-Einflussnahme-auf-Rebellen-in-Syrien-auf-3610/).

ISIS-Terroristen haben andere Rebellen, darunter auch mehrere Kommandeure der “Islamischen Front” [al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu] massakriert und deren Köpfe auf den Spitzen eines schmiede­eisernen Zauns in der syrischen Grenzstadt Ğarablus (Dscharablus, a.: Jarablus) aufgespießt, berichtete Farsnews am Donnerstag aus Damaskus. Jene hätten nun die Kontrolle dort übernommen. Andernorts in der Provinz Aleppo nahmen Rebellen nach Informationen der “Orga- nisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter” 20 ausländische ISIS– Kämpfer gefangen, unter ihnen mehrere türkische Staatsbürger. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252628-isis-terroristen-enthaupten-40-rebellen-in-syrischer-grenzstadt).

Das Nationale Syrische Oppositionsbündnis wird (nach einem Treffen in Istanbul) zur Syrien-Friedenskonferenz nach Worten seines offizi- ellen Vertreters Ḫâlid Șāliḥ (Khaled Saleh) „ausschließlich für die Bildung einer Übergangsregierung“ in die Schweiz reisen. „Das nationale Oppo- sitionsbündnis sieht in der Übergangszeit und auch in der Zukunft kei- nen Platz für (Syriens Präsident) Baschar al-Assad mehr“, betonte er nochmals. (http://de.ria.ru/politics/20140117/267662451.html). – Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte die Bildung einer Über- gangsregierung in Syrien als Hauptziel der für den 22.1.14 geplanten Friedenskonferenz in der Schweiz. (http://de.ria.ru/politics/20140117/267662540.html). – Diese sollte jedoch so gestaltet sein, daß sicher- gestellt ist, was sowohl die Regierung al-Assad wie die russische namens ihres Außenministers Lawrow kürzlich als wesentlich schilderten: ein säkulares Syrien, über dessen Zukunft die Syrer selbst und nicht ausländische Mächte beschließen (vgl. dazu u.).

Eine Gruppe von Vertretern beider Parlamentshäuser Rußlands ist am 18.1.2014 zu einem offiziellen Besuch in Syrien eingetroffen, teilt der Duma-Abgeordnete Partei Aleksandr Juschtschenko gegenüber Jour- nalisten mit. Unter den Delegierten sind Mitglieder öffentlicher und Religionsorganisationen. Ziel der Reise ist Bekanntmachung mit der Lage im Land, darunter mit Wohnverhältnissen von Vertretern der christlichen Gesellschaft. Sie bringen außerdem humanitäre Hilfe nach Syrien. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_18/Russische-Parlamentarier-besuchen-Syrien-4164/).

Die Terrorgruppierung Volksmudschaheddin, im Iran Munafeghin genannt, bilde aktive Terroristen in Syrien aus, teilte Muḥammad Razaġî (Mohammad Razaghi), ein ausgeschiedenes Mitglied der Volks- mudschaheddin, gemäß Ašraf News mit. Demnach werde eine Anzahl der Extremisten in Syrien von dieser Terrorgruppierung für Bomben- und Terroranschläge sowie Straßenkämpfe ausgebildet. Deren An- führer seien zudem zur Unterstützung der sog. „Freien Syrischen Armee“ FSA und einiger salafistischen Gruppen mit einigen von deren Verantwortlichen in Frankreich und Jordanien zusammengetroffen. Iranische und arabische Informationsquellen hatten zuvor von der Betei- ligung der Volksmudschaheddin an den Kämpfen in Syrien berichtet und ein politischer Berater der „Freien Syrischen Armee“ hatte 2013 mitge- teilt, daß sich Mitglieder der Volksmudschaheddin der FSA an- schließen wollen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252611-terroristen-in-syrien-werden-von-volksmudschaheddin-ausgebildet).

Weiterer Beweis: Die Reichweite der Raketen mit dem Giftgas Sarin, die im August 2013 in Syrien zum Einsatz kamen, zeugt davon, daß sie nicht von Regierungstruppen abgefeuert wurden. Darauf haben zwei renommierte US-Experten, Professoren am Technolo- gischen Institut von Massachusetts, Theodor Postol und der ehemalige UN-Inspekteur Richard Lloyd, in ihrem Bericht hingewiesen. Laut den Forschern wurden damals in Syrien „improvisierte chemische Geschos- se“ mit einer Reichweite von rund zwei Kilometern eingesetzt. Syrische Regierungstruppen seien damals weiter vom Ziel entfernt gewesen. Beim Giftgas-Angriff (vgl. dazu Teil I) waren nach verschiedenen Angaben 281 bis 1.729 Menschen getötet worden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_17/US-Experten-beweisen-Syriens-Armee-an-C-Waffen-Einsatz-nicht-schuld-3719/).

Die Regierungen in Moskau und Damaskus sind sich darüber einig, daß die bevorstehende internationale Genf-2-Konferenz zu Syrien das Land als einen souveränen und säkularen Staat bestätigen solle, wo für alle ethnischen und konfessionellen Bevölkerungsgruppen gleiche Rechte gelten werden, teilte der russischen Außenminister Sergej Lawrow am Freitag nach einem Treffen mit seinem syrischen Amtskollegen Wâlid al-Muʽallim (Walid Muallem) mit. „Bei den heutigen Verhandlungen haben wir erneut die Einigkeit unserer Positionen über unseren Wunsch bestätigt, dass durch die Konferenz dem Blutvergießen ein Ende gesetzt und die Versuche vereitelt werden, Syrien in ein Herd des internationalen und regionalen Terrorismus zu verwandeln“, bekräftigte er. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_17/Genf-2-Konferenz-soll-Syrien-als-sakularen-Staat-bestatigen-7514/).

Laut russischem Außenminister Sergej Lawrow würden zurzeit „Ver- suche unternommen, künstliche Hindernisse zu schaffen und die Kon- ferenz zu vereiteln oder ihre Arbeit zu erschweren. Umso wichtiger ist es momentan, die Meinungen auszutauschen und alles Mögliche zu unter- nehmen, damit diese Versuche nicht erfolgreich werden“. Nach den Worten des russischen Ministers „erfordert dies einen politischen Willen, die Selbstbeherrschung und die Fähigkeit, sich nicht provozieren zu lassen“. Das Ziel der Provokationen bestehe darin, die Syrien-Konferenz „Genf-2“ zu torpedieren. Bei dem Treffen mit Lawrow brachte dessen syrischer Amtskollege Wâlid Muʽallim (Walid Muallem) seinerseits die Bereitschaft von Damaskus zum Ausdruck, mit der syri- schen Opposition zusammenzuarbeiten, um den Extremismus zu bekämpfen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_17/Damaskus-darf-sich-nicht-provozieren-lassen-Russlands-Au-enminister-5542/).

Nach fast drei Jahren Krieg erklärt sich die syrische Regierung zu einem Gefangenentausch mit der bewaffneten Opposition bereit. „Ich habe (Russlands) Außenminister (Sergej) Lawrow über unsere prinzipielle Bereitschaft informiert, Insassen syrischer Gefängnisse gegen Gefangene der anderen Seite zu tauschen“, verkündete der syrische Außenminister Wâlid al-Muʽallim (Walid al-Muallem) am Freitag in Moskau. Hierfür sei die Regierung in Damaskus bereit, einen Tausch- mechanismus zu vereinbaren. (http://de.ria.ru/politics/20140117/267658178.html).

Der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow hat am 16.1.2014 in Moskau mit einer Delegation des Kurdischen Nationalrates Syriens die bevorstehende „Genf-2“-Konferenz erörtert, wie aus einer Mitteilung des russischen Außenministeriums hervorgeht. „Der Hauptakzent wurde dabei auf die Notwendigkeit einer politischen Regelung der Krise in Syrien mittels eines breit angelegten innersyri- schen Dialoges im Interesse aller Gruppen der syrischen Gesellschaft gelegt. Laut früheren Berichten werden die syrischen Kurden bei der Syrien-Friedenskonferenz mit zwei Abordnungen – jeweils einer von Op­position und Regierung – vertreten sein. Die Schlüsselfrage für die syrischen Kurden ist ihr Status in Syrien. Die Kurden ringen um das Recht auf politische und administrative Autonomie im Norden Syriens bzw. die Bildung einer autonomen Region nach dem Vorbild des irâqi- schen Kurdistan. (http://de.ria.ru/politics/20140117/267656810.html).

Verschiedene Bevölkerungsgruppen einschließlich der Nomaden veranstalteten am Donnerstag, 16.1.2014, eine Großkundgebung in Syrien, um kurz vor der Genf-2-Konferenz ihre Unterstützung für Prä- sident Baššâr al-Assad wie die Regierung zu unterstreichen. Maḥmûd Sulaimân (Mahmud Suleiman), Mitglied des syrischen Parla- mentes und ein führendes Nomadenmitglied der Provinz Homs (im Zentrum Syriens) forderte die syrische Regierungsdelegation, die an der Genf-2-Konferenz teilnehmen soll, auf, keine Verhandlungen mit denjenigen zu führen, die eine ausländische – sei es eine militärische oder politische – Einmischung in Syrien forderten. Jegliche ausländ- ische Einmischung in die internen Angelegenheiten Syriens sei inakzeptabel und das Schicksal dieses Landes werde durch die Bürger bestimmt, hieß es im Schlußkommunique dieser Kundgebung. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252586-pro-assad-kundgebung-in-damaskus). – Der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf  (Mohammad Jawad Zarif) stellte letztere Forderung eben- falls als notwendige Vorbedingung der Genf-II-Konferenz heraus. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252583-zarif-vorbedingung-f%C3%BCr-genf-2-ist-inakzeptabel).

Die zur Vernichtung bestimmten syrischen Chemiewaffen sollen im kalabrischen Hafen Gioia Tauro auf das US-Schiff „Cape Ray“ verla- den werden, erklärte der italienische Minister für Infrastruktur und Trans- portwesen, Maurizio Lupi. Den italienischen Behörden zufolge wird die Verladung nicht mehr als 48 Stunden in Anspruch nehmen, wobei Container mit Chemiewaffen „den italienischen Boden nicht berühren” werden. Es wird erwartet, daß die Umladung Ende Januar oder Anfang Februar stattfinden wird, wenn die „Cape Ray“ in das Mittelmeer kommt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_16/Umladung-syrischer-C-Waffen-wird-im-italienischen-Hafen-erfolgen-1590/).

Sicherheitskräften der libanesischen Armee gelang es am 15.1.2014 im Osten des Landes, zwei Kollaborateure von Mağîd al-Mağîd (Majid al-Majid, vgl.u.), dem saudischen Topterroristen und Anführer der auch in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden islamischen Terrorgruppe ʽAbdullâh ʿAzzām-Brigade festzunehmen. Nach Angaben von an-Našra (al-Nashra) News online handelt es sich um Muḥammad al-Maṣrî (Mohammad al-Masri), der Mağîd al-Mağîd ersetzen sollte, sowie um ein ungenanntes weiteres Führungsmitglied. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252538-zwei-elemente-der-terrorgruppe-brigaden-von-abdullah-ezam-festgenommen).

Der syrische Präsident Baššâr al-Assad hat beim Treffen mit Irans Außenminister Ğawâd Ẓarîf (Javad Zarif, vgl.u.) erklärt, daß die politische und religiöse Ideologie in Saudi-Arabien, also der Wahhâbismus eine „Bedrohung für den Frieden“ darstelle. Diese Ideologie sei die wichtigste Motivation der gegen – die säkulare Regierung Syriens und damit gegen – die reguläre Armee kämpfenden Rebellen dar.  Weiteres bei: http://german.ruvr.ru/news/2014_01_15/Assad-halt-Saudi-Arabien-fur-Bedrohung-4018/.

Vertreter einiger europäischer Geheimdienste haben laut syrischem Vize-Außenminister Faiṣal Miqdâd (Faisal Mikdad) Damaskus besucht, um mit den Landesbehörden eine Kooperation in Sicherheitsfragen zu erörtern, berichtet BBC am Mittwoch, 15.1.2014. Um welche Geheim- dienste es sich konkret handelt, wurde nicht bekannt gegeben. Zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, Vertreter der Geheimdienste Frankreichs, Deutschlands, Spaniens und Großbritanniens seien heimlich mit offiziellen Vertretern des syrischen Präsidenten al-Assad zusammengekommen, um Informationen über Extremisten auszu- tauschen, welche aus Europa nach Syrien gekommen waren. Um einzuschätzen, inwieweit diese für die Sicherheit ihrer Länder gefährlich seien, sei es wichtig gewesen, zu klären, ob diese Menschen am Leben sind, wo sie sich aufhalten und zu welchen Gruppen sie gehören. Es wurden Daten über mindestens 1200 Personen ausgetauscht, teilten Vertreter europäischer und Länder in Nahost dem US-Wirtschaftsblatt mit. Als erster soll ein ehemaliger MI6-Mitarbeiter im Sommer Kontakt aufgenommen haben. Im Herbst kamen Vertreter deutscher, französi- scher und spanischer Geheimdienste mit dem gleichen Ziel. Diesen Treffen wohnte der syrische Chef der Staatsicherheit, General ʽAlî Mamûk (Ali Mamouk), bei. Spanien hat als einziges Land die Kontakte mit den syrischen Behörden bestätigt. „Es gab einen  Datenaustausch. Spanien hatte mehrmals Sorge über die Gefahr geäußert, welche diese Menschen darstellen“, erklärte ein offizieller Sprecher der spanischen Regierung. (http://de.ria.ru/security_and_military/20140115/267643988.html).

Bei einer Explosion in der syrischen Stadt Jarablus sind am 15.1.2014 mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende Menschen wurden verletzt. Die Opferzahl könnte noch ansteigen, da viele der Opfer schwer verwundet sind. Der Terroranschlag wurde vermutlich von der Gruppe „Islamischer Staat des Irak und der Levante“ (ISIS) verübt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_15/Machtige-Explosion-in-Nordsyrien-fordert-26-Todesopfer-9551/).

Laut russischem Außenminister Sergej Lawrow wird die am 22. Januar beginnende  internationale „Genf 2“-Konferenz zu Syrien in mehre- ren Runden stattfinden. „Niemand weiß, wie viel Zeit es braucht – mo- mentan wird der Zeitrahmen für die erste Runde abgestimmt“, erklärte er am 16.1.2014 nach Verhandlungen mit seinem iranischen Amtskollegen (vgl.u.). Die „Genf 2“-Konferenz werde nicht gleich am 22. Januar zu Ende gehen, sondern erst anfangen. (http://de.ria.ru/politics/20140116/267650448.html).

Der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf  (Mohammed Dschawad Sarif) ist im Rahmen seiner Nahostreise am Mi., 15.1.2014, in Damaskus mit dem syrischen Präsidenten Baššâr al-Assad wie dem Premierminister Wâ`il al-alaqî (Vail el Halaki) zusammengetroffen, um die internationale Syrien-Konferenz „Genf 2“ zu erörtern, meldet IRNA. Ẓarîf  will nach eigenen Worten an der Konzipierung einer ge- meinsamen Posi­tion teilnehmen, die zur Normalisierung der Lage in Syrien beitragen könnte und forderte alle Seiten auf, „gegen Terro- rismus und Extremismus zu kämpfen, die eine Gefahr für alle darstellen“. (http://de.ria.ru/politics/20140115/267646472.html).

Hinsichtlich der vorgebrachten Klagen gegen die saudische Regie- rung, sie unterstütze Terroristen im Land, was zuletzt der irâqische wie die syrische Präsident je für ihr Land und auch Präsident Putin zur Sprache brachten (s.u.), versprach UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am 14.1.2014 nach seinem Treffen mit dem irâqischen Ministerpräsi- denten Nûrî Mâlikî (Nouri Maliki): “Ich werde mich intensiv um diese An- gelegenheiten kümmern und  diesbezüglich mit den Mitgliedern des UN- Sicherheitsrates sprechen.”(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/252432-uno-untersucht-die-rolle-saudi-arabiens-bei-den-terroraktionen). – Letzten Anlaß gab die Inhaftierung des saudischen Terroristen Mağîd al-Mağîd  (Madsched Al-Madsched),  Führer derin Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden  ʽAbdullâh-ʽAzâm- (Abdullah-Ezam-) Brigaden, in Beirut.

Auch syrische Frauenaktivistinnen wollen an der Genf-II-Konferenz am 22. Januar teilnehmen und haben deswegen den Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga für Syrien, al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakh- dar Brahimi) kontaktiert,  ihre Vorstellungen mit ihm zu besprechen, er- klärte Phumzile Mlambo-Ngcuka, Exekutivdirektorin der UNO-Agentur für Frauenangelegenheiten (UN Women) am 14.1.2014. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252423-syrische-frauenaktivisten-nehmen-an-der-genf-2-konferenz-teil).

Die russische und die chinesische Kriegsmarine haben gemeinsam jeweils mit einem Schiff den ersten C-Waffentransport aus Syrien be- gleitet: am 7.1.2014 gaben der russische Atomkreuzer Pjotr Weliki und das chinesische Küstenschutzschiff Yan Chen dem dänischen Spezial- frachter Ark Futura Schutzgeleit, teilte das russische Verteidigungs- ministerium am 14.1.2014 mit. Es ist damit das erste militärische Zusam- menwirken beider Staaten in der Geschichte. (http://de.ria.ru/politics/20140114/267637511.html).

Muḥammad bin Rāšid Âl-Maktūm (Mohammed bin Rashid Al Maktoum), VAE-Premierminister und Emir von Dubai, verkündete,die VAE erwiesen der bewaffneten syrischen Opposition keine Hilfe, sondern unterstützten lediglich syrische Flüchtlinge in Jordanien und in der Türkei. Syriens Präsident al-Assad müsse jedoch die Bühne ver- lassen, forderte er, obwohl er zuvor betont hatte: „Die VAE vermeiden die Einmischung in die Angelegenheiten ihrer Nachbarn.“ (http://de.ria.ru/politics/20140114/267637323.html).

Valerie Amos, Leiterin der humanitären UN-Mission, hat ernsthafte Be- sorgnis wegen der Lage der syrischen Bürger geäußert, die schon mehrere Monate lang unter den Bedingungen des Kampfes zwischen Regierungstruppen und Rebellen leben. Die Einwohner einiger Bezirke, darunter eines Vororts von Damaskus, stünden kurz vor dem Ver- hungern. Viele kranke und verwundete Menschen könnten das Krisengebiet nicht verlassen, dabei könne wegen der Kämpfe auch keine humanitäre Hilfe geliefert werden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_12/Uno-Viele-Einwohner-von-Syrien-stehen-an-der-Hungerschwelle-8716/).

Darauf haben Großbritannien und die USA die syrische Opposition gewarnt, sie könnten ihre Unterstützung abbrechen, wenn die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte nächste Woche an den Genf-II-Friedensverhandlungen nicht teilnehme, meldete BBC am 14.1.2014. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_14/Gro-britannien-und-USA-drohen-syrischer-Opposition-mit-Abbruch-der-Unterstutzung-0616/).

Zur Vorbereitung auf die „Genf-2-Konferenz äußerte der der russi- sche Außenminister Sergej Lawrow: „Der UN-Generalsekretär hat schon die Einladungen verschickt, und die syrische Regierung gab ihre Zu- stimmung. Jetzt sind wir darüber besorgt, dass die Opposition mit entsprechenden Schritten zögert“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_13/Lawrow-UN-Generalsekretar-verschickt-Einladungen-zu-Genf-2-9815/, Hhg. blogseits).

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in Paris den Chef der oppositionellen Syrischen Nationalen Koalition (SNC), Aḥmad al-Ğar- ba (Ahmad Dscharba) gesprochen. (http://de.ria.ru/politics/20140113/267629305.html). Dabei rief er  ihn dazu auf, die Teilnahme der Organisation an der Genf-2-Konferenz zu sichern, wie die Webseite des russischen Außenamtes mitteilte. (http://de.ria.ru/politics/20140113/267630236.html). – Hintergründiges zu Aḥmad al-Ğarba, der – mit Belegen – als Söldner-, Waffen-, Drogenhändler und flüchtiger Kriminel- ler in verschiedenen Ländern, dazu “uncon­trol­lable, hypocritical and perfidious  figure” bezeichnet wird, hier:  http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/02/20/ahmad-al-jarba-visiting-his-burial-site-on-syrian-turkish-border/ und: http://syrianfreepress.wordpress.com/2014/01/17/who-are-the-friends-of-syria-mercenary-group-and-the-ussaudi-puppet-ahmad-al-jarba-the-syrian-government-position-of-strength-before-geneva-2/ teils unter Rückgriff auf: http://english.al-akhbar.com/node/ 16463.

Mitglieder der regierungsfreundlichen Bewegung „Syrische elek- tronische Armee“ (SEA) haben am 11. 1.2014 den Twitter-Account von Microsoft News gehackt. Zuvor wurden selben Tags die Twit­ter-Ac- counts von Microsoft Xbox und Xbox Support aufgebrochen. In Twitter News for­der­ten die Hacker auf, die Postservices Hotmail und Outlook nicht zu benutzen, die Microsoft gehören. Grund: das Unternehmen überwache die Accounts und verkaufe die Information an die Regie­rung. Ähnliche Meldungen über die Microsoft-Postservices tauchten Anfang Januar in den geknackten Twitter-Accounts von Skype und Facebook auf. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_12/syrische-Hacker-greifen-drei-Microsoft-Accounts-an-6068/). – Die Meldung stammt vom News-Portal Mashable. Der Software-Riese ist dabei nicht zufällig ins Visier der Hacker geraten: Im Sommer war Microsoft im Zentrum eines Skandals gestanden, als der Guardian mit Hinweis auf Dokumente von Whistleblower Edward Snowden dem Konzern vorwarf, der NSA er- möglicht zu haben, die Verschlüsselung von Daten zu umgehen. Auf diese Weise soll Microsoft dem US-Geheimdienst Zugang zu E-Mails und Outlook-Chats geöffnet haben. Die Firma selbst be- streitet die Vorwürfe. Ziel der SEA ist es, durch ihre Aktionen eine ausgewogene Berichterstattung über den Syrienkonflikt zu forcieren. Bereits Anfang Januar hatte die SEA den Blog und die offiziellen Accounts von Skype in den sozialen Netzwerken gehackt. (http://de.ria.ru/society/20140112/267626717.html).

Etwa 4 -5.000 Staatsangehörige europäischer Länder sind  laut belgischem Geheimdienst an den Terroranschlägen in Syrien und dem Irâq beteiligt. Einige davon seien Belgier, die binnen der letzten Wochen blutige Angriffe im Irâq durchgeführt hätten, berichtete das Nachrichtenportal Aš-Šarq Al-Awṣat am 11.1.2014 unter Berufung auf den belgischen Geheimdienstes. Demnach kämpfen gegenwärtig etwa 200 Menschen mit belgischen Pässen in Syrien und dem Irâq. Die War- nungen vor der täglich zunehmenden Zahl von europäischen Terroristen in Syrien haben zur Besorgnis der Geheimdienste in europäischen Län- dern geführt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/252022-5000-europ%C3%A4er-arbeiten-mit-terroristen-in-syrien-und-irak-zusammen, vgl. dazu Angaben in Teil I).

Die Klagen der Staatspräsidenten Putin und al-Assad wie von syrischen Demonstrantenvor den UN gegen Saudi-Arabien als Terroristen-Unter- stützer (vgl.u.) erhalten neue Nahrung bzw. Bestätigung: Die Gruppie- rung Islamischer Staat im Irak und der Levante [ISIS] erhält finanzielle Unterstützung von Saudi-Arabien, gestand ein Mitglied, das von irâqischen Sicherheitskräften festgenommen worden war, berichten lokale Medien. Die Gruppe soll von den saudischen Behörden 150 Millionen US-Dollar für die Organisation einer bewaffneten Meuterei in der Provinz al-Anbar erhalten haben. ISIS gilt als eine der wichtigsten regionalen al-Qaida-Filialen. Neben dem Irâq ist sie auch im benach- barten Syrien aktiv. Die Kämpfer verfügen über schwere Waffen, die auf geländegängigen Fahrzeugen stationiert sind. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_10/al-Qaida-bekommt-Geld-aus-Saudi-Arabien-7174/). Laut german.irib handelt es sich bei dem „Mitglied“ um einen Komman- deur der Truppe, dessen Geständnis gegenüber dem irâqischen Geheimdienst Istiḫbarât (Estekhbarat) erfolgte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251986-terroristen-im-irak-erhalten-finanzielle-unterst%C3%BCtzung-von-saudi-arabien).

Die USA erwägen eine Wiederaufnahme von Lieferungen nicht-tödlicher Militärausrüstungen – Fahrzeuge und Kommunikationstechnik – an die syrische Opposition trotz der Möglichkeit, daß diese Ausrü- stungen in die Hände der Islamisten fallen könne, berichtet die New York Times. Die Technik soll nach wie vor an die FSA geliefert werden, die Washington für „moderat” hält. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_10/USA-konnen-Unterstutzung-syrischer-Opposition-wiederaufnehmen-7357/).

Wegen der Spaltung in ihren Reihen haben die syrischen Extremi- sten nach Ansicht eines russischen Außenpolitikers keine Chancen, über Präsident al-Assad zu siegen. „Radikale Islamisten in Syrien kämp- fen jetzt gegen die FSA. Diese endgültige Spaltung hat die Extremisten um jegliche Siegeschancen gebracht“, schrieb der Vorsitzende des Auswärtigen Duma-Ausschusses, Alexej Puschkow, am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.  Allein in der vergangenen Woche kamen rund 500 Menschen bei Zusammenstößen zwischen der bewaffneten syrischen Opposition und einer mit dem Terrornetzwerk al-Qaida ver- bundenen Gruppierung ums Leben (vgl.u., Quelle: http://de.ria.ru/security_and_military/20140111/267623798.html).

Bei den bewaffneten Zusammenstößen zwischen Kämpfern der „ge- mäßigten” Opposition und radikalen muslimischen Gruppen sind in Syrien fast 500 Menschen ums Leben gekommen. Laut Fernsehsender al-Ğazîra sind unter Todesopfern 85 Zivilisten.  Zuvor war berichtet worden, daß die al-Qaida nahe stehende Gruppierung Islamischer Staat im Irak und der Levante [ISIS] versuche, verlorene Stellungen in Nord- syrien, darunter auch bei Aleppo, zurückzugewinnen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_10/500-Menschen-in-Kampfen-zwischen-Rebellen-in-Syrien-getotet-0042/)

Die syrische bewaffnete Gruppierung Liwâ`u_-t-Tawḥîd, die Kon- stantin Schurawljow gefangen hält, wirft ihm keine Spionage mehr vor, will ihn jedoch nicht ohne Weiteres freilassen. Wie Oleg Melnikow von der russischen Bewegung „Alternative“ mitteilte, wollen die Rebellen den entführten Russen gegen einen inhaftierten Aufständischen ein- tauschen. Der russische Reisende und Blogger war Anfang Oktober 2013 im Norden Syriens entführt worden. Die Aufständischen hatten ihn als einen russischen Spion angesehen. Das russische Außenministerium setzt sich weiterhin für seine Freilassung ein. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_11/Syrische-Rebellen-wollen-russischen-Geisel-gegen-inhaftierte-Regimegegner-tauschen-2944/).

Der Fortgang der Umzingelung des palästinensischen Flüchtlings- lagers Yarmûk im Süden von Damaskus durch Extremisten in Syrien hat schon zum Verhungern von Insassen geführt. Die Terroristen ver- hindern, daß Nahrung und Hilfsgüter in dieses Lager transportiert oder sogar schwangere Frauen und kranke Kinder aus dem Lager her- ausgebracht werden. Dies werde laut Aḥmad Mağdalânî (Ahmed Madschdalani) zu einer menschlichen Krise führen. Das Flüchtlingslager Yarmûk steht seit mehr als 180 Tagen unter Blockade der gegen die syrische Regierung kämpfenden Terroristen. Rund 180.000 Menschen, überwiegend Palästinenser, lebten in diesem Lager, nach der Eskalation der Auseinandersetzungen in Syrien verließen jedoch etwa 80% der Bewohner das Lager Yarmûk. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251997-zwei-weitere-pal%C3%A4stinenser-in-yarmuk-verhungert).

Nach der Befreiung Hunderter Gefangener aus der Gewalt von al-Qaida-Terroristen in Syrien kommen immer neue Gräueltaten ans Licht. Ein syrischer Regierungsgegner, der von den Terroristen der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) nach eigenen Angaben 38 Tage festgehalten worden war, sagte der Zeitung «Al-Ha- yât» (Freitagsausgabe), gemeinsam mit ihm seien in der Ortschaft ad-Dânâ (Al-Dana) in der Provinz Idlib 13 Kurden und zwei armenische Christen eingesperrt gewesen. Eines Tages hätten die Terroristen den blutigen Kopf eines Mannes in ihre Zelle gelegt. «Sie zwangen uns, den Kopf an den Ohren zu packen und sein Gewicht zu schätzen», sagte der inzwischen in die Türkei geflohene Aktivist der Zeitung. Unter den ISIS-Terroristen seien Ausländer aus dem Irâq, aus Tunesien und aus Ägypten gewesen.(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251943-weitere-gr%C3%A4ueltat-der-isis-terroristen-in-syrien-aufgedeckt).

Bei einer Demonstration in Damaskus haben hunderte syrischer Bürger am 9.1.2014  die Verbrechen der Terroristen in ihrem Land verurteilt. Demnach versammelten sich die Demonstranten vor der UN-Vertretung in der Hauptstadt und skandierten Parolen gegen die Verbrechen der Terroristen und Extremisten in Syrien, berichtete SANA. Sie machten die Türkei und einige arabische Anrainer- staaten des Persischen Golfes wegen der Unterstützung der Terroristen für die Verbrechen an das syrische Volk mitverant- wortlich. Zudem kritisierten sie das diesbezügliche Schweigen der UNO und der internationalen Gremien und forderten sie auf, die Waffenlieferungen für die Terroristen zu verhindern, in dem sie Druck auf diese Länder ausübten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251928-hunderte-syrer-verurteilen-bei-demonstration-in-damaskus-verbrechen-der-extremisten).

Die Leiche des saudischen Anführers der auch in Syrien gegen gegen die säkulare Regierung kämpfenden Rebellengruppe ʽAbd- ullâh-ʽAzâm-Brigaden, Mağîd bin al-Mağîd, ist an Saudi-Arabien übergeben worden, gab die libanesische Staatsanwaltschaft am 9.1.2014 gemäß IRNA bekannt. Demnach sagte der Generalstaats- anwalt, Samir Ḥamûd (Hamud), gestern auf einer Pressekonferenz, der Libanon habe auf diplomatischem Wege einen entsprechenden Antrag des Bruders des saudischen Topterroristen erhalten. Die Leiche sei dann nach Verlauf der gesetzlichen Schritte überführt worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251936-leiche-vom-saudischen-topterroristen-an-saudi-arabien-%C3%BCbergeben). – Näheres zum Tod von Mağîd al-Mağîd vgl.u.

Der syrische UN-Botschafter Baššâr Ğaʽfarî (Baschar Jaafari) hat den saudischen Behörden vorgeworfen, Kontakte zu dem Terror- netzwerk al-Qaida zu pflegen und Terroristen zu unterstützen. In einem Brief an den Weltsicherheitsrat und den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der am 9.1.2014 auf der UNO-Webseite veröffentlicht wurde, führte der syrische Diplomat 72 Namen von saudischen Theologen an, die die Muslime in aller Welt aufgerufen haben sollen, „die Mudschaheddin in Syrien“, insbesondere von der „Islamischen Front“, zu unterstützen. Diese Gruppierung arbeitet mit der syrischen Abzweigung von al-Qaida, der Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahl aš-Šām („Al-Nusra-Front“) zusammen, die bei der UNO wie den USA auf der schwarzen Liste steht. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_10/Syrien-wirft-Saudi-Arabien-Verbindung-zu-al-Qaida-vor-0764/). – Damit geht Ğaʽfarî mit seinen Anschuldigungen gegen Saudi-Arabien mit dem russischen Präsident Putin konform, der sich deswegen ebenfalls schon an den UN-Sicher- heitsrat gewandt hatte. (s.u.).

Die Kämpfe einzelner Terrorgruppen untereinander in Syrien gehen in der Umgebung von Idlib und Aleppo weiter. Al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu, also die Islamische Front griff die Stadt ad-Dânâ (al-Dana) in der Provinz Idlib an, die Kämpfe mit ISIS dauern noch an. Mitgliedern dieser Gruppe (Ğabhatu_n-Nuṣra li-Ahl aš-Šām)  gelang es zudem, die Kontrolle über das Dorf Kafir Nâṣiḥ (Kafar Naseh) zu bekommen. Zwei Autobomben detonierten am 9.1.2014 in der Nähe eines Kon- trollpostens der Islamischen Front vor der Stadt al-Bâb, wobei 4 von deren Mitgliedern getötet und weitere verletzt wurden. Weitere Berichte besagen, daß Abû Ḥamza  (Abu Hamzah), einer der Befehlshaber von „Ahrar al-Sham“, d.h.  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islâmî  (übersetzt: Islamische Bewegung der Freien von aš-Šâm) in Dair Ḥâfir (Dayr Hafir) in der Provinz Aleppo durch die ISIS entführt worden sei. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/251921-auseinandersetzungen-zwischen-terroristen-in-syrien-dauern-an).

Syriens First Lady ist nach wie vor im öffentlichen Einsatz: http://de.ria.ru/photolents/20140110/267619132.html. Asmâ` al-Assad versicherte bereits am 15.10. 2013 im syrischen Fernsehen, daß sie weiterhin an der Seite ihres Mannes stehe und Syrien nicht ver- lassen werde. Wörtlich sagte sie: „Ich bin hier, mein Mann und meine Kinder sind auch hier, in Syrien… Wie könnte ich denn meinen Kindern beibringen, Syrien zu lieben, wenn sie nicht hier leben?! Gestern war ich hier, heute bin ich hier und werde auch morgen hier sein“(loc. cit.).

Nun ist offensichtlich passiert, worüber die syrische Regierung schon vor Wochen ihre Sorge gegenüber der OPCW und den UN ausgedrückt ha- te: Die Stimme Russlands meldet, Syriens Regierung habe beim Exeku- tivkomitee der OPCW zwei Fälle von Angriffen auf Lagerräume gemeldet, in denen Komponenten für chemische Waffen gelagert sind. Der syrische Vertreter in der OPCW, Bassâm aṣ-Ṣabâġ (Bassam Sab- bagh), teilte während einer am 8.1.2014 in Den Haag abgehaltenen Sitzung mit, daß die Angriffe auf die Lager bei Homs und in einem Vorort von Damaskus durchgeführt wurden, jedoch konnten die syri- schen Behörden diese Überfälle der Rebellen abwehren. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_09/Syrien-Kampfer-uberfallen-Lagerraume-mit-Chemiewaffen-8573/).

Rund 370 Tonnen Reststoffe, die nach der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen an Bord des US-Schiffes „Cape Ray“ auf hoher See ent- stehen, sollen nach Bestätigung durch die deutschen Behörden auf BRD-Territorium entsorgt werden, ließ die OPCW mitteilen. Dabei handelt es sich um Stoffe, die sich bei der Zerlegung von Senfgas her- ausbilden. Wie am 9.1.14 bekannt wurde, werden die diesbezüglichen Arbeiten in einer Verbrennungsanlage in Münster durchgeführt werden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_10/370-Tonnen-Reststoffe-von-syrischen-C-Waffen-werden-in-Deutschland-entsorgt-3717/). – Syrische Chemiewaffen sollen auch in Deutschland zerstört werden, teilten das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium gemeinsam in Berlin mit. Demnach soll das bundeseigene Entsorgungsunter- nehmen GEKA aus dem niedersächsischen Munster die verbliebenen Flüssigabfälle (vgl.o.) vernichten. Die Abfälle sollen dann in Containern per Schiff nach Deutschland gebracht und schließlich per Lkw oder Bahn weiter nach Munster transportiert werden. Die Chemikalie wird bei der Verbrennung vollständig zerstört. Es bleiben nur ungefährliche Salze zurück. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251920-deutschland-beteiligt-sich-an-vernichtung-syrischer-chemiewaffen)

Unterdessen gehen die Kämpfe der rivalisierenden Rebellen- gruppen in Aleppo untereinander weiter. In den Medien wurde über die Eroberung der Haupt­basis von Terroristen von Daesch durch andere bewaffnete Gruppen berichtet. Gleichzeitig kün­digten die al-Qaida unterstehenden Daesch-Terroristen Angriffe auf die gegnerischen Rebellen an. Auch  in der Provinz Idlib im Westen Syriens haben Zusammenstöße zwischen verfeindeten Terroristengruppen bisher mindestens 34 Menschenleben gekostet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251872-zusammenst%C3%B6%C3%9Fe-zwischen-terroristen-in-syrien-dauern-an). – DAESCH oder DAESH ist eine weitere Abkürzung für Islamischer Staat im Irak und der Levante. (vgl.: http://www.iraqinews.com/baghdad-politics/hakim-warns-from-damaging-ideas-of-daesh-terrorist-group/). – In Aleppo sind drei einheimische Mitarbeiter einer tschechischen Hilfs­organisation getötet worden. Gemäß Meldung aus dem schwedischen Außen- ministerium seien Korrespondent Magnus Falkehed und Fotograf Niclas Hammar­strom, die seit Ende November 2013 in Syrien ver- schwunden waren, freigelassen worden. Über ihre Entführer wie über die Umstände der freilassung wurde nichts bekannt gegeben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nah­ost/item/ 251892-syrien-mitarbeiter-tschechischer-hilfsorganisation-get%C3%B6tet-schwedischer-journalist-freigelassen).

Da die Muğâhidûn der Terrororganisation ad-dawlatu_l-islāmīya fī_l-ʿirāqi wa_š-šām, zu deutsch: Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL bzw. international: ISIS), ein al-Qaida-Verbündeter, grenzübergreifend in Syrien wie dem Irâq ein islamisch-theo- kratisches Emirat zu installieren beabsichtigen (vgl.u.) und hierzu erst die irâqische Stadt al-Falluğa (Falludscha) eroberten – vgl.: Irak: Stadt Falludscha in Islamistenhand – Einwohner flüchten –  forderte der Chef der irâqischen Nationalallianz, Ibrâhîm Ğaʽfarî (Jafari), laut Sume- ria News am Mittwoch – ebenso wie der syrische Staatschef zuvor (vgl.u.) die regionalen Länder und internationalen Organisationen auf, mit dem Land beim Kampf gegen den Terrorismus zusammen- zu­arbeiten. Er fügte hinzu, daß das Land mit modernen Waffen ausge- rüstet werden müsse. Auch die Zentren zur Ausbildung von Terroristen in den Ländern, die diese Gruppen unterstützten, müßten geschlossen werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251900-chef-der-irakischen-nationalen-allianz-fordert-stopp-von-terroristenunterst%C3%BCtzungen ).

Das Ultimatum von Präsident Putin an Saudi-Arabien (vgl.u.) nehme operative Gestalt an, kündigte ein hoher Verantwortungsträger der russi- schen Armee an. Saudi-Arabien hat immer Kritik an der Syrienpolitik Rußlands geübt und die Unterstützungen Moskaus dafür verantwortlich gemacht, daß der Sturz von al-Assad verhindert wird. Bandar bin Sul- ṭân hat wiederholt Rußland gedroht. Dieser saudische Prinz hatte Mos- kau sogar ein hohes Bestechungsgeld vorgeschlagen, worauf der Kreml heftig mit Ablehnung reagierte. Putin hat nach den Terroran- schlägen in Wolgograd den Terroristen, die von Saudi-Arabien befehligt werden, versprochen, eine bittere Antwort darauf zu geben. Entwürfe für einen Militärschlag lägen vor. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251843-milit%C3%A4ralternative-im-kreml-auf-dem-tisch). Zu seinem Appell an den UN-Sicherheitsrat in der Sache s.u..

Die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) hat am 6.1.2014 ihre Gefangenen ermordet, die sich in Aleppo befanden. Nach Angaben von „Lokale Koordinierungskomitees“ töteten sie minde- stens 50 Menschen, darunter Journalisten, Mitarbeiter von huma- nitären Missionen und Zivilisten. Dem Verein syrischer Journalisten zufolge wurden unter den Opfern vier Mitarbeiter des syrischen Fernseh- senders Šadâ al-Ḥurriyya (Shada Al Horriya) identifiziert. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_07/Syrien-Radikale-Islamisten-ermorden-50-Gefangene-7359/).

Infolge der seit mehreren Tagen andauernden Auseinandersetzungen innerhalb der Rebellenopposition in Syrien haben Führer der islami- schen Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) ihre Anhänger folgendermaßen aufgerufen:  „Wir sind der Mei- nung, dass die Koalition (der syrischen Opposition) und der Nationalrat (eine der größten Oppositionsgruppen) uns den Krieg erklärt haben. Jeder Angehörige dieser Organisationen ist für uns ein legitimes Ziel, falls er sich vom Kampf gegen die Modschahedin nicht öffentlich los- sagt“, zitierte die Agentur AFP am 8.1.2014 den ISIS-Sprecher Abû Muḥammad al-ʽAdnânî (Abu Mohammed al-Adnani, Hhg. blogseits). Der Appell wurde auf einer dschihadistischen Webseite veröffentlicht. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden bei den Zusammen- stößen bereits mehr als 270 Menschen getötet. (http://de.ria.ru/politics/20140108/267608393.html).

Rebellen haben den Stab der mit ihnen seit kurzem im Kampf stehenden Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) in Aleppo in ihre Gewalt gebracht, wie AFP am 8.1.2014 meldet, und den Stadtteil Qâḍî ʽAskar (Kadi Askar) mit dem Kinderkrankenhaus eingenommen. (http://de.ria.ru/politics/20140108/267608817.html).

Vor dem Hintergrund der Anschläge in Wolgograd hat der russische Präsident den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, Saudi-Arabien in einer außerordentlichen Sitzung auf dieTerrorliste zu setzen. Putin drohte mit einer baldigen Antwort auf die Anschläge von al-Qaida in Wolgograd. Diese glichen jenen in Syrien, dem Irâq und dem Li- banon. Putin wörtlich: „Ich verspreche den russischen Bürgern, dass die Verbrecher keine Gnade finden werden und die Attentäter auf eine harte Strafe warten müssen.“ Ein Treffen des saudischen Geheimdienstchefs, Bandar bin Sulṭân, mit Putin führte zu keinem Ergebnis; Bandar hatte Rußland zuvor schon [im Zusammenhang mit den Winterspielen in Sotschi, vgl. Teil I] gedroht. In Rußland ist man der Ansicht, daß die Mittäterschaft Saudi-Arabiens an den Terrorakten in Wolgograd für sie feststehe. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251694-russland-fordert-saudi-arabien-auf-die-terrorliste). – Vgl. dazu u. (bzgl. Bandars Verhältnis zum gefaßten Terroristenführer Mağîd al-Mağîd).

Gemäß einem Kommentar aus dem russischen Außenministerium hängen auch die anhaltenden, in der letzten Zeit fast täglichen Terroranschläge mit zahlreichen Opfern im Irâq mit den durch die Muḥağidîn verschiedener Gruppen geschürten Unruhen in Syrien zusammen. „Wir halten die Anstiftung zu religiösem Hass für inakzep- tabel. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die aktuelle Welle der Gewalt im Irak auch eine regionale Dimension hat, verursacht vor allem durch die Ereignisse im benachbarten Syrien“. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_06/Gewaltausbruch-im-Irak-mit-Geschehnissen-in-Syrien-verbunden-Russlands-Au-enamt-9468/).

Die türkische Regierung hat laut Aš-Šarq al-Awṣat in einer ersten Entscheidung wegen der Zuspitzung der Kämpfe der syrischen Rebellen untereinander, u.a. beteiligt die Muğâhidûn der Terrorgruppe „Islami- scher Staates im Irak und Levante“ (ISIS), die Grenze zum Norden Syriens vollständig gesperrt. Nach langen Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der sog. Freien Syrischen Armee (FSA) über einen Waffenstillstand in Barza im Nordosten von Damaskus haben sich am Sonntag über 200 Kämpfer der FSA und der Terror- gruppe Ğabhatu_n-Nuṣra der syrischen Armee ergeben. Ferner hat die libanesische Webseite alkhabarpress.com berichtet, daß durch die Auseinandersetzung zwischen der bewaffneten Gruppe Ğaiš al-Mu- ḥağidîn (Jaish al-Mujahedin) und der Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ (ISIS) nahe Aleppo sieben Terroristen getötet wurden. Dutzende weitere Terroristen sollen bei Gefechten zwischen der ISIS und der sog. Gruppe „Islamische Front“ in ar-Raqqa und al-Lâḏa- kiyya ums Leben gekommen sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251747-syrien-hunderte-terroristen-haben-sich-der-armee-ergeben), s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251708-die-t%C3%BCrkei-schloss-grenzen-zu-syrien.

Der für die Zeitung „Milliyet“ tätige türkische Journalist Bünyamin Ay- gün, welcher am 26.11.2013 während einer Reportagereise im Norden Syrien von Extremisten gefangen genommen worden war, wurde jetzt freigelassen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am 5.1.2014 abend Rebellengruppe verantwortlich zeichne. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251744-der-in-syrien-entf%C3%BChrte-t%C3%BCrkische-journalist-ayg%C3%BCn-ist-frei). – Zu weiteren entführten und von Rebellen hingerichteten Journalisten s. Teil I.

Neue Meldungen zum Fall des kürzlich erneut aufgedeckten Waffen- schmuggels einer muslimischen „Hilfsorganisation“ über die türkische Grenze nach Syrien (vgl.u.): Berichten zufolge wurde das offiziell mit Hilfsgütern für Syrien beladene Fahrzeug von mehreren Mitarbeitern des türkischen Geheimdienstes MIT begleitet, die den Transport zu einem Staatsgeheimnis erklärt hätten. Der Gouverneur der südlichen Provinz Hatay, Celalettin Lekesiz, habe mehrfach eingegriffen und eine genaue Durchsuchung verhindert. Um die Angelegenheit ist nun in der Türkei ein heftiger Streit entbrannt. Erst im November war in der Türkei eine Lieferung von Kriegsgerät nach Syrien vereitelt worden. Das Waffenmaterial war bei der Überprüfung eines Lastwagens in der südli- chen Provinz Adana entdeckt worden, in dem die Fahnder eigentlich Drogen vermutet hatten. Dagegen hatte die Regierung in Ankara mehr- fach Berichte bestritten, wonach Aufständische im benachbarten Syrien von der Türkei mit Waffen versorgt würden . (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251615-streit-um-suche-nach-waffenschmugglern-in-der-t%C3%BCrkei).

Die fünf in Syrien entführten Volontäre der Organisation Ärzte ohne Grenzen kommen Medienberichten zufolge aus Belgien, der Schweiz, Schweden, Dänemark und Peru. Sie wurden an ihrem syrischen Sitz in der Nähe von al-Lâḏakiyya überfallen und als Geiseln genommen.  „Ärzte ohne Grenzen“ überqueren die Grenze in der Regel illegal und bauen Spitale. Hinter dem Überfall sollen die Muğâhidûn-Rebellen von ISIL  bzw. ISIS, also „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ad-dawlatu_l-islāmīya fī_l-ʿirāqi wa_š-šām)  stehen. „Sie alle wurden am Donnerstagabend für ein Verhör abgeführt, und bisher ist nichts über ihr Schicksal bekannt“, stellte einer der Mitarbeiter der humanitären Organi- sation fest.
(http://german.ruvr.ru/news/2014_01_04/Herkunft-der-in-Syrien-entfuhrten-Arzte-ohne-Grenze-Volontare-erkannt-4192/ und http://german.ruvr.ru/news/2014_01_03/Funf-Mitglieder-von-Arzte-ohne-Grenzen-in-Syrien-entfuhrt-6631/). – Einer der Führer von ISIS, Abû ʽAbdu_r-Raḥmân al-Baġḍâḍî (Abu Abdul Rahman al-Baghdadi),  ist derweil in Ramâdî im Irâq von den auf Seiten der Regierungstruppen gegen al-Qaida und dessen Ableger kämpfenden Milizen getötet worden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_03/Extremisten-Anfuhrer-im-Irak-erschossen-5897/).

Wen würde Folgendes wirklich wundern: Eine der größten Opposi- tionsgruppierungen Syriens, der Syrische Nationalrat, hat seine Nicht-Teilnahme an der Genf-II-Konferenz, geplant für den 22.1.2014 in Montreux, angekündigt. Die Entscheidung soll der Ratsvorstand bei einer Sitzung in Istanbul am Freitagabend getroffen haben. Dort trifft sich derzeit die Generalversammlung der Nationalen Koalition der Syrischen Revolutions- und Oppo­sitions­kräfte, um eben endgültig über die Teilnahme zu entscheiden. Zuvor hatte der Rat bereits bekanntgegeben, er werde an der Konferenz nur nach Baššâr al-Assads Rücktritt vom Präsidentenamt teilnehmen. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_04/Syrischer-Nationalrat-sagt-Teilnahme-an-Genf-II-ab-2099/ und zuvor: http://de.ria.ru/politics/20140102/267584670.html).

Der Iran hat einen offiziellen Antrag an den Libanon gestellt, um am Verhör von Mağîd al-Mağîd  (Madsched Al-Madsched), dem saudischen Führer der ʽAbdullâh-ʽAzâm (Abdullah-Ezam)-Brigaden, einem al-Qaida-Ableger, und Drahtzieher des Beirut-Anschlages vom 19.11.2013 (vgl.u.) teilzunehmen.  Dazu der libanesische Außenminister, ʽAdnân Manṣûr: Dieser Fall betrifft verschiedene Länder, u.a. den Iran und Syrien. Laut Manṣûr hängt seine Auslieferung von einer Einigung zwischen beiden Ländern ab. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251570-iran-stellt-offiziell-antrag-zur-beteiligung-an-verh%C3%B6r-des-saudischen-terroristen).

Der bekannte, altgediente, mehrfach ausgezeichnete tunesisch-libane- sische Journalist, Korrespondent und Aktivist Ġassân bin Ğiddû (Ghassan bin Jiddo), derzeit Direktor von al-Mayâdîn, der seine gut bezahlte Chefstelle bei al-Ğazîra wegen deren unprofessioneller, inobjektiver, weil den Interessen ihrer qaṭarischen Financiers dienenden Ausrichtung quittierte, konstatierte zum Syrien-Konflikt: Wahre syische Oppositionelle würden niemals die eigene Bevölkerung bzw. Zivilisten angreifen und schädigen. Die (ausländischen) Unterstützer dieser nur so genannten syrischen „Opposition“ seien die eigentlich Schuldigen am reichlich vergossenen Blut des syrischen Volkes. Die fortdauernden, positiven Reformen al-Assads kämen diesen „Opposi- tions“-Unterstützern nur nicht gelegen. (JP News, 21.5.2011). Im Juni 2012 betonte er: “the regime of Bashar Al Assad is being subject to an international conspi­racy” (aš-Šarq al-Ausa, 14.6.2012).

Bei einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur IRNA hat der syrische Botschafter in Teheran, Ḥassan Maḥmûd, am Freitag, 3.1.14, gefordert, daß bei der bevorstehenden Genf 2-Konferenz neben der Bekämp- fung von Terrorismus und Extremismus in Syrien auch die Ein- stellung der finanziellen und militärischen Unterstützung der Terroristen durch einige Westmächte und Regionalstaaten auf der Tagesordnung stehen müsse und zwar durch nationale Gespräche zwischen den syrischen Konfliktparteien, ohne Einmischung ausländi- scher Mächte, mit dem Ziel einer selbstbestimmten Lösung durch das syrische Volk. Dabei spiele die IR Iran eine wichtige Rolle und müsse daher unbedingt an der Konferenz teilnenhmen (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/251597-syrischer-botschafter-in-teheran-bek%C3%A4mpfung-des-terrorismus-soll-die-grundlage-der-genf-2-kongerenz-sein).

Erneuter Nachweis: Am Grenzpunkt Kırıkhan hielten türkische Grenz- soldaten einen Transporter an, der laut Dokumenten humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung lieferte. Anstatt Lebens- und Arzneimitteln befanden sich im Wagen jedoch verschiedene Waffen- arten, Ausrüstung und Munition. Die islamische Wohltätig- keitsgesellschaft, die die angebliche humanitäre Hilfe entsandte, wies die versantwortung von sich. Bei der Polizeiermittlung sind bereits zwei Türken und ein Syrier festgenommen worden. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_02/Rebellen-wollten-Waffen-anstatt-humanitarer-Hilfe-nach-Syrien-schmuggeln-2084/). – Weitere Meldungen dieser Art in Teil I.

Die syrischen Truppen haben eine Rebellenattacke gegen die Grenzstadt al-Quṣayr (30 Km von Homs entfernt, vgl. Teil I) abge- wehrt. Lokalen Medien zufolge erfuhr der Aufklärungsdienst von der Vorbereitung des Angriffs auf die Stadt, die den Aufständischen als Reservebasis diente, bevor sie von den Militärs befreit wurde. Um die Rebellen außer Gefecht zu setzen, wurden Fernkampfartillerie und Flugzeuge eingesetzt. (http://german.ruvr.ru/news/2014_01_03/Syrische-Truppen-wehren-Attacke-gegen-Al-Qusayr-ab-3294/)

Papst Franziskus ruft bzgl. Syrien nicht nur zu Gebeten etc. auf, sondern mischt sich auch konkret ein: bei einem Treffen interna- tionaler Experten soll am 13. Januar 2013 im Vatikan über Wege für einen Frieden in Syrien diskutiert werden. Der internationale Kongreß mit dem Titel:Syrien, können wir noch gleichgültig bleiben?“ wird von der Päpstlichen Akademie für Wissenschaften organisiert, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am 31.12.2013. Der Kongreß soll den Austausch zwischen Politik, Diplomatie, Kultur und Wirtschaft för- dern, mit dem Ziel „eine dauerhafte Waffenruhe“ in Syrien zu schaffen. Zu den Teilnehmern aus den USA, Rußland und anderen Ländern sollen auch der frühere britische Premierminister Tony Blair sowie der ägyptische Politiker und Friedensnobelpreisträger Muḥammad al-Barâdʽî (Mohammed ElBaradei, Näheres zu ihm in Teil I) gehören. Zu Beginn des Treffens wird der Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, sprechen. Das Treffen im Vatikan soll fünf Tage vor der internationalen „Genf 2“-Konferenz zu Syrien stattfinden, die Ende Januar in Genf geplant ist. Papst Franziskus hatte zuletzt an Weihnachten in einem eindringlichen Appell ein Ende der Gewalt gefordert. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251464-vatikan-organisiert-im-januar-internationales-friedenstreffen-zu-syrien).

Gemäß der Internet­seite von al-Manâr haben sich Delegationen von Geheimdiensten aus vier arabischen und zwei europäischen Ländern in einer der arabischen Hauptstädte bei einer streng ge- heimen Sitzung ihr Scheitern beim Eindringen der Terroristen in die syrische Hauptstadt untersucht,  die in einem Militärlager unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand.( http://ger­man.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251459-sechs-arabische-und-europ%C3%A4ische-l%C3%A4nder-untersuchen-niederlage-in-syrien).

Mağîd bin Muḥammad al-Mağîd (Majeed al-Majeed), der saudische Anführer der für den Terroranschlag auf die iranische Botschaft in Beirut verantwortlichen,  in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden Rebellengruppe ʽAbdullâh-ʽAzâm-Brigaden ist vor Tagen im Libanon gefaßt worden, gab der libanesische TV-Sender al-Mayâdîn am späten Abend des 31.12.2013 in einer Eilmeldung bekannt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251465-saudischer-drahtzieher-des-terroranschlags-auf-iranische-botschaft-in-beirut-gefasst).  – Die ʽAbdullâh-ʽAzâm-Brigaden sind ein al-Qaida-Ableger (Näheres s. https://mephistohinterfragt.wordpress.com/syrien-was-die-meisten-medien-nicht-bringen/). – Laut Al-Alam hat der libanesische Verteidigungsminister bei einem Interview die Verhaftung von Mağîd al-Mağîd im Libanon dementiert. Dies erfolgte überra- schend nach zuverlässig erscheinenden Berichten über die Verhaftung, die der libanesische Verteidigungsminister selbst bestätigt hatte. Einige libanesische Quellen behaupten, daß sich der Libanon nach der Verhaftung ʽAzâms  vor möglichen Vergeltungsanschlägen fürchte. Berichten zufolge war ʽAzâm im Begriff, mit einer falschen Identität über die Grenze nach Syrien zurückzukehren, als er von der libanesischen Armee verhaftet wurde. Seine Miliz übernahm vor kurzem die Verant- wortung für Terroranschläge in der Nähe der iranischen Botschaft in Beirut sowie auf den Ḥizbullâh-Kommandeur, Ḥassan al-Lakis (Hassan Al-Lakis). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251539-unerwartete-dementierung-des-berichts-%C3%BCber-die-verhaftung-des-saudischen-terroristenanf%C3%BChrers ). – Der Drahtzieher des Anschlags, Mağîd al-Mağîd, habe seine Befehle offenbar vom saudi-arabischen Informationsminister, Bandar bin Sulṭân, erteilt bekom- men, berichtete Al-Alam am 2.1.14 unter Berufung auf informierte liba­ne­sische Quelle. Der Anschlag sei “Ausdruck der Wut Saudi-Arabiens auf Teheran, weil Riad in Syrien eine Niederlage erleidet“ hatte schon Ḥizbullâh-Generalsekretär Ḥassan Naṣrullâh am 3.12.2013 erklärt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251606-al-alam-saudischer-informationsminister-und-drahtzieher-des-anschlags-auf-iranische-botschaft-standen-im-engen-kontakt).

Advertisements