Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: “audiatur et altera pars“.

Dem soll mit diesem Beitrag zum neuerlich ausgebrochenen Irak-Konflikt Rechnung getragen werden (in Fortsetzung)

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In den letzten Tagen ist es auch hier schwer (gemacht worden), Meldungen zu posten (und online zu halten)

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Angriffe auf IS-Trupps flog die Luftwaffe im Raum Tal Fâris, al-Baʽâğ und Bâdûš, zerstörte u.a. eine IS-Zentrale im al-Baʽâğ-Bezirk sowie eine Sprengvorrichtung im Dorf al-Bûṯa südlich von al-Baʽâğ, während al-Ḥašd aš-Šaʽbî gegen IS-Ansammlungen westlich von Mossul erfolgreich vorging.(http://www.sana.sy/?p=564442)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî trat am 29.5.2017, gegenüber IRNA dezidiert Gerüchten entgegen, wonach  sich der Irak einer US-israelisch geführten Allianz zusammen mit Saudi-Arabien gegen den Iran zusammenschlösse. Solches anzunehmen, sei insbesondere angesichts der wesentlichen Unterstützung seitens des Iran im Kampf gegen den Terrorismus blanker Unsinn. Der Iran sei ein friedlicher Staat, der bestrebt sei, mit anderen im guten Einvernehmen zu stehen. http://www.sana.sy/?p=563974)

Durch die Detonation einer in einem Auto versteckten IS-Bombe, das  vor einer Eisdiele im belebten bagdader Stadtbezirk Karâda abgestellt war, kamen am Montagabend, 29.5.2017,  15 Menschen ums Leben, 55 weitere wurden  verletzt.  – Schon tags zuvor hatte es in jenem Viertel einen Bombenanschlag, mit 13Toten gegeben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27582-irak_15_tote_nach_bombenanschlag_in_bagdad, s.a. http://www.sana.sy/?p=564233)

Westmossul mit Tigris, Quelle: Wiki commons

West-Mossul mit Tigris, Quelle: Wiki commons

Nach Aussage von Brigadegeneral Yaḥyâ Rasûl vom 29.5.2017 werden die Operationen in Mossul fortgeführt. Seit der Rückeroberung der drei Stadtteile (s.u.) sei nun die Altstadt von Süden, Westen und Norden eingekreist [im Osten begrenzt der Tigris jenen Westteil der Stadt!]. Abends am Vortag habe die Luftwaffe tausende Flugblätter abgeworfen, damit die in der Altstadt lebende Bevölkerung sich über eingerichtete Sicherheitskorridore von dort flüchten solle. (http://www.sana.sy/?p=563573)

Am So., 28.5.2017, beseitigte laut Oberst Muḥammad al-Mâlikî gegenüber as-Sûmariyya News die al-Ḥašd aš-Šaʽbî  unter Deckung der Luftwaffe einen IS-Trupp mit Panzern und drei Autobomben im al-Baʽâğ-Bezirk im W der Provinz Nînawâ. (http://www.sana.sy/?p=563014) – Zudem befreite diese Volkswehr das Gebiet al-Qaḥṭâniyya in derselben Gegend. (http://www.sana.sy/?p=563051)

Gemäß Mitteilung von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yâru­llâh im Gespräch mit  as-Sûmariyya News vom 27.5.2017 befreiten die vereinten Truppen die drei Stadtteile aš-Šifâ´, Zanğîlî und aṣ-Ṣiḥa I im Westteil von Mossul inklusive des staatlichen Krankenhauses dort.
Al-Ḥašd aš-Šaʽbî vertrieb derweil die IS-Terroristen aus den Dörfern Rambûs aš-Šarqiyya und Rambûs al-Ġarbiyya im N von al-Baʽâğ im W der Provinz Nînawâ. (http://www.sana.sy/?p=562554)

Laut einer Erklärung eines Vertreters von al-Ḥašd aš-Šaʽbî gegenüber as-Sûmariyya News vom 26.5.2017, konnten die Dörfer Biskî, al-Ḥâtimiyya, al-Qâbû­siyya und Rambûs befreit werden, nachdem zuvor die lokale IS-Hochburg Kûğû, eine Stadt im Westen von al-Qairawân nach heftigen Kämpfen mit den dort zunächst eingekesselten IS-Terro­risten hatte erobert und zudem die Kontrolle über die Straße Sinğaral-Baʽâğ hatte hergestellt werden können.
Im NO der Provinz Diyâlâ wurde zudem ein IS-Anführer während eines Terroran­schlags auf einen Sicherheitsposten getötet.
Zudem vereitelten die vereinten Truppen einen Angriff von IS-Terroristen auf Si­cher­heits­posten nahe Ḥamrîn nordöstlich von Baʽkûba in der Provinz Diyâlâ, während deren Sicherheitskräfte ein Grab mit 40 Leichen von IS-Terroristen Ermordeter in al-Bûbâlî im Gebiet ar-Ramâdî in der Provinz al-Anbâr entdeckten.
Am Morgen wurde ein Iraker getötet, drei erlitten Verletzungen infolge der Detonation eines am Straßenrand nahe eines belebten Marktes südlich von Bagdad angebrachten Sprengsatzes. (http://www.sana.sy/?p=562141)

Der Politologe Th. Meyssan informiert über eine Umsetzung der veränderten US-Politik unter Präsident Trump in Nah-Ost. Demnach wurden drei Kommunikationskanäle zwischen der russischen und der US-Armeeeingerichtet:
Im gemeinsamen US Generalstab sei General Kenneth F. McKenzie dazu bestimmt worden jegliches Problem zwischen beiden Armeen in der Region mit absoluter Dringlichkeit zu behan­deln.
Eine direkte Leitung sei zwischen den Verantwortlichen der Operationen beider Länder im Irak und in Syrien eingerichtet worden mit dem Ziel, ihre Operationen in den vier durch die Verhandlungen in Astana eingerichteten De-Eskalationszonen zu koordinieren. Jene Übereinkunft war unter Schirmherrschaft Rußlands, des Iran und der Türkei zustande gekommen, von der US-Regierung jedoch nicht offiziell akzeptiert worden. Meyssan  vermutet daher diesbezüglich eine Vereinbarung geheimer Art zwischen Moskau und Washing­ton.
Zudem sei eine direkte Leitung zwischen dem Befehlshaber des CentCom, General Joseph Votel, und seinem russischen Pendant eingerichtet worden, um strate­gische, nicht taktische Probleme zu behandeln.
Der Politologe konstatiert: „Diese Maßnahme markiert eine Revolution in Bezug auf die Gewohnheiten der US-Armeen, die sich diesem bisher stets widersetzt haben. Es ist die direkte Konsequenz der neuen von Donald Trump eingehauchten Strategie“. (http://www.voltairenet.org/article196473.html vom 25.5.2017)

Laut einer Mitteilung von Human Rights Watch (HRW) vom Do., 25.5.2017, haben IS-Terroristen ca. 3.000 Zivilisten aus Dörfern im Norden der Stadt Nînawâ entführt, um sie an die Grenzen zu Syrien als menschliches Schutzschild zu mißbrauchen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27452-irak_is_entf%C3%BChrt_3000_zivilisten_im_westen_von_nineveh)

Humvee, Photo: military.com

Humvee, Photo: military.com

Amnesty International kritisiert nun öffentlich, was irakische Bewohner vor Ort und Regierungsbeamte bzw. Volksvertreter im Parlament schon vor Jahren anprangerten (vgl.u.): laut einem Bericht der Financial Times sind den US-Streitkräften im Irak Rüstungsgüter im Wert von einer Milliarde Euro „verloren“ gegangen, von denen Amnesty International annimmt, daß sie in den Händen der IS– und anderer Terroristen gelandet sind. Darunter befanden sich zehntausende Sturmgewehre, hunderte Granatwerfer und Panzerkraftwagen des Typs Humvee, welche regelmäßig von IS-Suizidattentätern als selbstfahrende Bomben eingesetzt worden sind und werden. (https://www.ft.com/content/eb7f4c3c-404c-11e7-9d56-25f963e998b2, https://sptnkne.ws/e32v) – Die Iraker hatten zum Grund des Verschwindens – während der Obama-Ära! – andere klare Ursachen benannt (s.u., z.B. 24.10.2016).

Ein Sprecher von al-Ḥašd aš-Šaʽbî kündigte im Interview mit as-Sûmariyya News vom 25.5.2017den Beginn einer zweiten Operation zur Säuberung von IS-Terroristen westlich al-Qairawân (Provinz Nînawâ) an.  Generalleutnant Mazhar al-ʽAzâwî, Kommandant der Tigris-Operationen, gab einen kurzen Überblick der letzten Ergebnisse im NO der Provinz Diyâlâ, wo IS-Nester aufgespürt und vernichtet worden seien. Bundespolizeikommandeur Râ´id Šâkir Ğaudat konnte melden, daß das [Gebäude mit dem] Šarîʽa-Gericht des IS-Wilâyat al-Ğund  im Stadtteil 17. Juli von Mossul erobert worden sei. Darin fanden sich wichtige Dokumente, Haftzellen und Foltereinrichtungen für die Gefangenen. Einen Zusammenstoß mit einem IS-Trupp gab es zudem in der Altstadt bei der an-Nûrî-Moschee.(http://www.sana.sy/?p=561277)

Gemäß Generalleutnant Ğalîl ar-Ru­baîʽî gegenüber as-Sûmariyya News beginnen am 23.5.2017 zwei Militäroperationen, einmal westlich von Bagdad unter seinem Kommando und dann in der Provinz Diyâlâ. Im ersten Fall sollen die Bereiche Nibâʽî und al-Ka­sârât sowie Banî Zaid von IS-Terroristen gesäubert werden, im zweiten Fall rücke man laut dem Kommandanten, Generalleutnant Mazhar al-ʽAzâwî, zusammen mit der Bundespolizei, der Volkswehr und Stammesleuten von drei Achsen vor, um den IS aus den Gebieten Qara Taba (Tepe) östlich von Baʽkûba und der Hügelkette Tilâl Ḥamrîn nordöstlich von Baʽkûba zu vertreiben.
In der Provinz al-Anbâr gelang es der Armee, einen IS-Vorstoß auf Ḫaṭ aṣ-Ṣad, ca. 12km westlich von ar-Ramâdî zu evreiteln.
Eine am Straßenrand im Bereich von ar-Raʽûd nördlich von Bagdad angebrachte Sprengladung detonierte beim Passieren einer Militärpatrouille, tötete einen Offizier und verletzte drei weitere.
In den Tiefen der Wüste von al-Anbâr eliminierten irakischen Streitkräfte 34 IS-Terroristen,  deren Großteil Sprengstoffgürtel trug.
Ebenfalls in dieser westlichen Wüstengegend  wurden innerhalb von 48 Stunden erfolgreiche Blitzangriffe  auf eine Strecker von 40km nördlich des al-QâdisiyyaSees in Richtung Rawah, südlich des Euphrats in Richtung Rîḥâna und in Richtung Itâd Ḥadîṯa sowie Wâdî Ḥaurân gegen IS-Trupps durchgeführt.
(http://www.sana.sy/?p=560093)

Ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Provinz Kirkûk teilte gegenüber RIA Novosti mit: „Alle Anführer des IS sind aus Mossul in die Provinz al-Hawidscha, die sich 55 Kilometer westlich von Kirkuk befindet, umgezogen“. Die Stadt al-Ḥawîğa, ca. 170km südlich von Mossul gelegen, befindet sich seit 2014 unter IS-Kontrolle. Zuvor zählte sie etwa 500.000 Einwohner. Demnach errichtete der IS den Sitz seiner sog. Wilayât [Provinzen] Nînawâ, Dağla, Ṣalâḥuddîn, Diyâlâ u.s.w. in al-Ḥawîğa, welche damit zur IS-Hochburg wurde. Von dort aus kontrollieren sie die noch unter seiner Besetzung verbliebenen Gebiete von az-Zâb, al-ʽAbbâsîi, ar-Riyâḍ und ar-Rašâd südwestlich von Kirkûk und planen Anschläge auf eine Reihe der irakischen Provinzen. (http://www.sana.sy/?p=560093, s.a. https://sptnkne.ws/e2Mz vom 23.5.2017)

Hunderte von Kämpfern der libanesischen Hizbullâh zusammen mit denen der ihnen zahlenmäßig noch überlegenen irakischen al-Ḥašd aš-Šaʽbî seien in den letzten zehn Tagen in den SO von Damaskus/Syrien vorgestoßen, um die SAA und deren Alliierte zu unterstützen. Ersterer wie irakische Paramilitärs befänden sich seit 2013 auf syrischem Boden, nicht nur um die Damaskus-Bagdad-Autobahn gegen die Terroristen sichern zu helfen sondern ebenso die Grenzen. Kräfte von al-Ḥašd aš-Šaʽbî befänden sich erst seit 15 Monaten zum selben Zweck in Syrien, wobei sie sich zunächst im Gebiet von Sayyida Zainab (mit dem besonders für Šîʽiten bedeutsamen Wallfahrtsort) nahe Damaskus verteilt hätten sowie in den Provinzen Aleppo und Dair az-Zaur. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231001125 vom 21.5.2017)

Aus IS-Dokumenten, welche Armeeangehörige nach der Rückeroberung in der mossuler Universität fanden, experimentierten die Terroristen mit mit Schwefelthallium und Nikotin-Verbindungen, die übli­cher­weise zu Schädlingsbekämpfungsmitteln verarbeitet werden, auch an Menschen. Damit sollten „ideale tödliche Gifte“ mit Spätwirkung, die man dem Trinkwasser oder der Nahrung z.B. in westlichen Ländern zusetzen könnte, erprobt werden. sie können zudem bei einer chemi­schen Analyse nur schwer nachgewiesen werden. In einem Versuch verstarb ein 100kg schwerer Mann nach zehntägiger Beimischung unter Verzehrtes. Ausreichend Giftstoffe habe der IS zur Verfügung gehabt. (https://sptnkne.ws/ezUp)

Nach Auskunft des Führers von al-Ḥašd aš-Šaʽbî, Hâdî al-ʽÂmirî, gegenüber as-Sûmariyya News vom 21.5.2017 sind dem IS ein Hügel mit Wohnblocks und die Dörfer ʽÎn (Ain) Fatḥî al-Ğanûbî,  ʽÎn (Ain) Ġazâl al-Aulâ und ʽÎn (Ain) Ġazâl aṯ-Ṯâniyya, Bâsûk, Ğîlû und Tal Ḫân entrissen worden. Ein anderes Mitglied dieser Volkswehr teilte noch mit, daß auch die Dörfer Sâda Zûbiʽ, al-Masbas, an-Nîliyya und Ṯarâ  al-Awîsaṭ in al-Qairawân westlich von Mossul vom IS befreit worden seien. Vom militärischen Geheimdienst war zu hören, daß bei einem Angriff der Luftwaffe der sog. Wâlî des IS für die Provinzen Nînawâ und ar-Raqqa auf dem West-Ufer von Mossul getötet worden sei. (http://www.sana.sy/?p=558610)

Infolge von IS-Suizidanschlägen bei Kontrollpunkten in Bagdad und Baṣra sind am Abend des Sa., 20.5.2017, bislang 35 Todesopfer und mehr als 50 Verletzte gemeldet worden. (http://www.sana.sy/?p=558155)

Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm erklärte am Rande eines Wirt­schaftstreffens in ʽAmmân/Jordanien ­ Mossul werde in den kommenden Tagen vollständig von den IS-Terroristen befreit und der Irak insgesamt bis zum Jahresende. Nächste Prioritäten besäßen der Wiederaufbau und die Rückkehr der Flüchtlinge. Hierzu forderte er die Weltbank und den internationalen Währungsfond zur Unterstützung auf. „Der Irak wird zum Wiederaufbau und zur Entwick­lung und Besserung der Lebens- und Gesundheitslage die Tür für alle Investoren öffnen„, erklärte er noch. Maʽṣûm  reist dann weiter nach Saudi-Arabien, um in ar-Riyâḍ am Treffen mit US-Repräsentanten teilzunehmen (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27214-iraks_pr%C3%A4si-dent_mossul_wird_in_den_n%C3%A4chsten_tagen_vollkommen_befreit) – Derzeit weilt US-Präsident Trump ebenfalls in ar-Riyâḍ.

Bundespolizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat informierte as-Sûmariyya News am 20.5.2017 darüber, daß die Stadtteile al-Iqtiṣâyidîn und 17. Juli  in West-Mossul befreit seien, zudem habe man die vom IS errichteten Barrikaden und Straßensperren zu den Vierteln an-Niğâr und aš-Šafâ´ beseitigen können.
Innenministeriumssprecher Brigade-General Saʽd Maʽn gab zudem an, daß rechtzeitig zwei Fahrzeugbomben in den Stadtteilen al-Qâ´im wie al-Karâda von Bagdad rechtzeitig entdeckt und die Angriffe vereitelt werden konnten. Am Vortag dagegen hatten zwei Bombenexplosionen, einmal im Gebiet Abû Dašîr südlich von Bagdad 13 Tote und 15 Verletzte und in al-Baṣra, acht Tote und sieben Verletzte hinterlassen. (http://www.sana.sy/?p=558069) – Die Opferzahl in Abû Dašîr wurde von Brigade-General Saʽd Maʽn schließlich mit 24 Toten und ca. 20 Verwundeten angegeben. (http://www.sana.sy/?p=558155)

In West-Mossul, Photo: SANA

In West-Mossul, Photo: SANA

Am 19.5.2017 befreiten die Streitkräfte den Stadtteil al-Waršân in West-Mossul, wie Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh gegenüber  as-Sûmariyya News bekanntgab. (http://www.sana.sy/?p=557716)

Zum Angriff der US-geführten Koalition im Raum at-Tanaf (s. Syrien) vom Do., 18.5.2017, wurde von einem Mitkämpfer der die irakische Armee im Antiterrorkampf verstärkenden al-Badr-Bewegung [Teil der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî!] am Sa., 20.5.2017, ein Amateur-Video veröffentlicht, das zeigt, wie Kämpfer auf seiten der irakischen Regierung  mit FlaG auf die angreifenden Kampfflieger der Koalition schießen.
Die Kämpfer von unterstützten die SAA im Antiterrorkampf entlang der Damaskus-Bagdad-Autobahn. Dazu gehörten: die Badr-Bewegung, die  Syrian Social Nationalist Party (SSNP), die 313 Forces (syrische Bürgerwehr), die libanesische Hizbullâh, Ḥarakat al-Abdâl (irakische Paramilitärs), die Katâ’ib bzw. Liwâ´ Imâm ʽAlî (irakische Paramilitärs) und die Katî’ib Hizbullâh (ebenfalls irakische Paramilitärs).
Um erneute derartige Angriffe möglichst abzuwehren bzw. die vom Angriff betroffenen Kontingente aufzustocken, wurde eine große Anzahl weiterer Streitkräfte in den Süden entlang dieser Autobahn verlegt, wie es am Freitag hieß. Diese würden zum at-Tanaf-Grenzübergang vorstoßen, unterstützt durch die National Defense Forces (NDF), die libanesische Hizbullâh, Liwâ´ Imâm ʽAlî, die SSNP wie die AMN. Östlich von Damaskus müsse entsprechende FlaG installiert werden, um weiteren solchen Luftangriffen begegnen. Auch lauerten in der großen Wüste Verbände der US-trainierten FSA (zu deren Einordnung s.u.!). Gegen diese wird auch durch die SAA im Osten von as-Suwaidâ´ vorgegangen, wobei noch am Donnerstag ein Großteil ein Boden wiedergutgemacht worden sei.. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231000841)

Sowohl Masʽûd Barzânî, der trotz Ablaufs seiner Amtszeit im Jahr 2015 nicht aus  dem Präsidentenamt der autonomen Kurdenregion weicht, als auch Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm sind am 18.5.2017 nach Jordanien jeweils zu einem Treffen mit König ʽAbdullâh II. gereist. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27170-barzani_reist_nach_jordanien)

Treffen in Damaskus, ÜPhoto: SANA

Treffen in Damaskus, Photo: SANA

Am 18.5.2017 stattete der Nationale Sicherheitsberater und Gesandte von Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî, Fâliḥ al-Fayâḍ,   dem syrischen Präsidenten Dr. al-Assad in Damaskus/Syrien einen offiziellen Besuch ab. (http://sana.sy/en/?p=106392, http://www.sana.sy/?p=557244)

Mittels as-Sûmariyya News informierte der Führer von al-Ḥašd aš-Šaʽbî am 18.5.2017 darüber, zwei für den Nachschub und die Sicherung der Umgebung wichtige Militärflughäfen seien dem IS im Kampf entrissen worden; zum einen der Militärflughafen Washington [واشنطن] westlich von Mossul und zum anderen derjenige in der Sinğar-Ebene südlich al-Qairawân, ebenfalls westlich von Mossul. Zuvor schon hatte die Armee weitere sechs Dörfer befreit. – Andererseits kamen zwei Menschen ums Leben und wurden acht weitere verletzt infolge der Detonation je eines Sprengsatzes in den Bereichen an-Naṣr und a-Salâm von  Abû Ġuraib westlich der Hauptstadt und im Stadtteil ar-Risâla von Bagdad. (http://www.sana.sy/?p=557272)

Generalleutnant Mazhar al-ʽAzâwî, Kommandant der Tigris-Operationen, machte am 17.5.2017 gegenüber WAʽ die Mitteilung, daß nun massive Operation zur Befreiung von fünf Regionen im N- und NO-Ḥamrîn-Becken der Provinz Diyâlâ begännen. Es handele sich um eine gemeinsame Aktion von Armee, Sicherheitskräften der Polizei, von al-Ḥašd aš-Šaʽbî  und Clanangehörigen unter Luftunterstützung. Betroffen sind die Gebiete Hay Sarḥa, Nağâna, Qara Taba, Ġisr Nurain und ʽÎn Laila. (http://www.sana.sy/?p=556472)

Nach Befreiung Mossuls in den nächsten Tagen würden die Militäroperationen gegen den IS in der Provinz Kirkûk fortgesetzt, verkündete Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî   am Di., 16.5.2017. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27090-irak_nach_mossul_starten_wir_weitere_operation_in_kirkuk)

Seit Beginn der Militäroperation irakischer Verbände zur Befreiung Mossuls seien laut Mitteilung des Sprechers des Stabs für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî, während einer Pressekonferenz 16.467 IS-Terroristen getötet worden. Zudem seien elf IS-Kommandozentralen zerstört, 6661 Sprengsätze und 76 Minen abgebaut sowie weiteres Equipment inklusive von 217 Sprengstoffgürteln eliminiert worden. Mehr als 90% des Stadtgebiets seien befreit. Der Rest solle nach dem Ramaḍān [beginnend am 27.5.2017] angegangen werden. (http://www.sana.sy/?p=555849 vom 16.5.2017)

In einem befreiten Teil Mossuls, Photo: SANA

In einem befreiten Teil Mossuls, Photo: SANA

In einer Erklärung informierte Bundespolizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat die Presse am 15.5.2017, daß irakische Sicherheitskräfte im Westen von Mossul eine große Chemiewaffenanlage des IS entdeckt haben. Zudem seien 60 hochrangige IS-Mitglieder in Begleitung ihrer Familien aus der Region  geflohen, als sich die irakischen Kräfte näherten. Der IS kontrolliere in West-Mossul nur noch 9% des Gebiets. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27030-irak_is_chemiewaffenanlage_in_west_mossul_entdeckt)

Die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî eroberte am 15.5.2017 den Bereich Karkaš südlich von al-Qairawân west­lich der Stadt Mossul zurück gemäß WAʽ-Meldung. Die Räumungsarbeiten hätten bereits begonnen. Laut dem Kommandanten der al-Ğazîra-Operationen, Generalmajor Qâsim al-Muḥammadî, wurden zudem von Lagerbestände des IS an Waffen und Sprengkörpern, in der Wüste aṯ-Ṯarṯâr im N der Provinz al-Anbâr durch Sprengung vernichtet.
An Terrorattentaten gab es einen explodierenden Sprengsatz auf einem Feldweg nordöstlich der Stadt Baʽqûba in der Provinz Diyâlâ, wobei zwei Soldaten auf Patrouille verwundet wurden, sodann wurden drei Zivilisten durch einen detonierenden Sprengsatz im Nordteil von Bagdad verletzt. am Vortag war ein Iraker infolge der Detonation einer Autobombe im Karâda-Viertel im Zentrum von Bagdad umgekommen und fünf weitere erlitten Verletzungen. (http://www.sana.sy/?p=555186)

Militärhubschrauber im Einsatz, Photo: SANA

Militärhubschrauber im Einsatz, Photo: SANA

Am 15.5.2017 gab der Bürgermeister von Ḫâliṣ/Provinz Diyâlâ, ʽUday al-Ḫadrân, laut Meldung von as-Sûmariyya News an, einer der wichtigsten Gehilfen von IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî sei in Mossul zusammen mit vier Mitkämpfern Opfer eines Luftschlags geworden. 2006-2007 sei er ein al-Qâʽida-Amîr in Ḫâliṣ gewesen, dann in die Provinz Kirkûk geflohen. Im Juni 2014 habe er sich dem IS angeschlossen und sei in der Organisation  schnell an eine Spitzen­position aufgerückt. (https://sptnkne.ws/ewB8, vgl. http://www.sana.sy/?p=554379 vom 13.5.2017)

Am 14.5.2017 befreiten die vereinten irakischen Truppen das Dorf Tal Qaṣab östlich von al-Qairawân im W von Mossul/ Provinz Nînawâ laut der Nachrichtenagentur  WAʽ (واع). Im S von Ḥamrîn / Provinz Diyâlâ wurden zudem 22 IS-Basen und eine Autobombe zerstört. (http://www.sana.sy/?p=554764)

Im Zentrum Bagdads kamen am 14.5.2017 ein Iraker ums Leben, fünf weitere wurden infolge der Detonation einer Autobombe verletzt. (http://www.sana.sy/?p=554672)

Condoleezza Rice, die frühere Sicher­heitsberaterin und dann Außenministerin unter der US-Administration von Präsident George W. Bush. spricht Jahre danach Klartext zur US-Invasion des Iraks von 2003 im Interview mit Foreign Policy vom Do., 11.5.2017 (https://sptnkne.ws/evTH, ausführlicher bei: https://sptnkne.ws/evQS):

C. Rice zur Irak-Invasion 2003, Karikatur: Sputnik News

C. Rice zur Irak-Invasion 2003, Karikatur: Sputnik News

Zudem machte sie deutlich: „We didn’t go to Iraq to bring democracy to Iraq we went to Iraq to overthrow Saddam Hussein… “ [Wir zogen nicht in den Irak, um dem Irak Demokratie zu bringen, wir zogen in den Irak, um Ṣaddām Ḥussain zu stürzen] (https://sptnkne.ws/ev3G).
Zum oft zitierten Mantra der Bush-Ära von der „Verbreitung von Freiheit und Demokratie“ ( ’sprea­ding freedom and democracy‚) bemerkte der Politologe Prof. Tor Georg Jakobsen von der Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim/Norwegen gegenüber Sputnik News sowie Autor von  „The Game: A Rational Actor Approach to the US-led Invasion of Iraq“, es bezwecke hauptsächlich die Rechtfertigung von US-Invasionen: „It’s important to justify invasions, or similar actions. Also, the introduction of democracy goes hand in hand with creating Iraq to become a more US-friendly nation that can be traded with…“. Letztlich steckten auch Wirtschaftsinteressen dahinter: „The United States would like to transform other countries. Democracy is one part of it, but it also goes hand in hand with liberal capitalism.“   Die USA beanspruchten die alleinige Führungsmacht, deswegen müßten immer mehr Länder der von den USA – mit Europa im Schlepptau – dominierten Wirtschaftsordnung unterworfen werden, selbst wenn die Folge die Verbreitung des Terrorismus in manchen Gebieten sei. So fährt er fort: „They want countries to fall into both the economic order and the security order led by the United States. In that aspect, it is important to democratize, without taking into account local contexts, or whether it will suc­ceed or not. And this has of course led to negative consequences like we see [with] the rise of terro­rism – especially the Islamic State (Daesh).“ Gerade Gesellschaften auf dem Weg zur vollen Demokratie [vgl.a. Darlegung von Präsident Dr. al-Assad im Interview vom 11.5.2017 u.a.] seien besonders gefährdet, sich bei äußerer Einmischung einem Bürgerkrieg oder dem Aufkommen von Terrorismus gegenüber zu sehen: „That means those that lie in the middle category between dictatorships and full democracies. In order to transform a country from a dictatorship to a democracy, you have to move through that really dangerous cate­gory, which more often than not results in civil conflict and the rise of terrorism.“. (https://sptnkne.ws/evQS)

Gegenüber as-Sûmariyya News machte Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh (vgl.u.) am 13.5.2017 publik: Mit Einnahme des Stadtteils al-Harmât  III durch Verbände der Bundespolizei, der schnellen Reaktionstruppe und der Armee sei der gesamte Bezirk al-Harmât  dem IS in zähen Gefechten entwunden worden. Ebenso sie unter hefigen Feindverlusten das Stadtgebiet Ḥawî al-Kanîsa wieder unter Kontrolle gebracht worden.  (http://www.sana.sy/?p=554166)

Nach einer CBC News-Meldung vom Fr., 12.5.2017, aufgrund eigener Recherchen haben beim Einsatz der kanadischen Luftwaffe innerhalb der Militäroperationen der US-geführten Koalition im Irak di von den Kampfjets CF18 abgefeuerten sog. Hochpräzisionsbomben 17 Mal ihr Ziel verfehlt. Es kann dabei zu zivilen Toten gekommen sein. Kanada hat seit Februar 2016seine Beteiligung an diesen Kampfhandlungen eingestellt (vgl.u.). – Ein Luftwaffensprecher teilte mit, kein einziger Waffentyp besitze eine 100-prozentige Zielgenauigkeit. (https://sptnkne.ws/evQu) – Soviel zu den angeblich „chirurgischen“ Luftschlägen der USA laut deren früheren Präsidenten.

Heute, am 12.5.2017, vereitelten Soldaten einen Suizidanschlag per Autobombe in Qairawân, einem westlichen Stadtteil von Tal ʽAfar. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî gerade die Stadt samt umlie­genden Dörfern sowie al-Ḥaḍar  und die Stadt Aṯriyya im selben Gebiet wieder zurückerobert hatten. Der IS versuchte damit, das weitere Vordringen der Truppen zu stoppen. Gleichzeitig belagern Brigaden von al-Ḥašd aš-Šaʽbî das Dorf Tal Ḥâğim, um es aus den Händen der Terroristen zu befreien; dabei sind sie in heftige Kämpfen an den Ortsrän­dern verwickelt. Die Luftwaffe bombardierte derweil zwei IS-Stellungen, wodurch den Bodentruppen den Vormarsch zu den Dörfern Mahdî Maḥal und Tal Ḥâğim im Norden von Qaira­wân ermöglicht wurde, den der IS ebenfalls zu blockieren versucht hatte. Schließlich begannen die vereinten Truppen am 12.5.2017 eine große Militäroperation, um die südliche Wüste bei ar-Ruṭba im Westteil der Provinz al-Anbâr zurückzuerobern. (http://www.sana.sy/?p=553817)

Laut Mitteilung der Polizei wurden am Do., 11.5.2017, drei Massengräber des IS in der westlichen Provinz al-Anbâr entdeckt in den Regionen aṣ-Ṣaqlawiyya im NW von Falûğa, der von Karma im O von Falûğa und hinter der alten Zentralbibliothek von ar-Ramâdî. Laut Probenanalysen handele es sich bei den Leichen um Zivilisten irakischen Sicherheitskräfte. (http://www.sana.sy/?p=553729, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26876-irak_drei_massengr%C3%A4ber_in_al_anbar_gefunden)

Bei US-Luftangriffen auf Wohngebiete von Mossul am Mittwoch­abend kamen mindestens 35 Bewohner ums Leben,  weitere 133 wurden verletzt.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26838-irak_35_tote_bei_us_luftangriffen_auf_wohngebiete_in_mossul)

Ab kommenden Mi., 10.5.2017, beginnt Fly Damas Airways mit dem erstem der wöchentlichen Flüge vom Internationalen Flughafen Damaskus nach Sulaimâniyya im Irak. (http://www.sana.sy/?p=551058)

Der Sprecher des Obersten Justizrats, Richter ʽAbdus-Satâr Bayrqadâr gab laut einer Meldung von as-Sûmariyya News die Entdeckung von Massengräbern  in Bagdad mit Überresten  vom IS zunächst entführter und dann getöteter Opfer bekannt. Bekanntlich waren Lösegeldforderungen eine wichtige Geldquelle des IS. (http://www.sana.sy/?p=552375)

Am So., 7.5.2017, gab Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî laut irakischen Medien bekannt, daß Militäroperationen zur Rückeroberung der westlichen Wüstengebiet in der al-Anbâr Provinz begännen. Es gehe darum, die Grenze zu Syrien zu sichern.
Am Montagmorgen, dem 8.5.2017, eröffneten bislang unbe­kannte Täter das Feuer nördlich der Hauptstadt Bagdad im Gebiet al-Qaṣîr at-Tâbiʽa, wobei ein Zivilist erschossen wurde. (http://www.sana.sy/?p=552342)

Die Nachrichtenagentur INA zitierte Hauptmann Ğabâr Ḥassan aus seiner Presse­erklärung vom 7.5.2017 dahingehend, daß die Kämpfe in West-Mossul noch andauerten.  Ein IS-Trupp hatte am Morgen versucht, mittels sechs Suizidattentätern die Ba­sis Kîwân (Provinz Kirkûk) im Nordirak zu erobern; diese Attacke konnte jedoch abgewehrt werden, wobei drei der Attentäter sogar verhaftet werden konnten.
Der Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums, Laiṯ Muḥammad, gab der Hoffnung Ausdruck, die Rückeroberung des Westteils von Mossul könne in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Meldungen über die Verhaftung des obersten IS-Führers Abû Bakr al-Baġdâdî konnte er nicht bestätigen. (http://www.sana.sy/?p=551076)

Am 6.5.2017 befreiten die irakischen Kampfverbände den gesamten Stadtbezirk Mušayrifa von  Mossul. (http://www.sana.sy/?p=550887)

Generalleutnant Mazhar al-ʽAzâwî, Kommandant der Tigris-Operationen, kündigte am 6.5.2017, den Beginn von Militäroperationen in vier Bereichen an, nämlich im Talkessel an-Nadâ, in Ḥamrîn, im Wâdî Ṯalab und auf den Tilâl Qazlâq, um jene Gegenden der Provinz Diyâlâ vom IS zu befreien. Zuvor hatte die Luftwaffe auf  den zuletzt erwähnten Anhöhen eine Autobombe zerstört. Laut dem Kommandeur gehe es darum, vorhandene IS-Schläferzellen zu eliminieren.

Gemäß dem Vize-Präsident des Sicherheits- und Verteidigungsaus­schusses im irakischen Repräsentantenrat, Nâyif aš-Šamarî, würden zudem Großoperationen zur Vernichtung von verbliebenen IS-Fraktionen in Mossul nach Durchbrechung all ihrer Linien wie zur Blockierung ihrer  nördlichen Rückzugsachse aus den Gebieten az-Zanğîlî und 17. Juli in Richtung al-Fârûq laufen.

Unterdessen konnte der Kommandant der al-Ğazîra-Operationen, Generalmajor Qâsim al-Muḥammadî, bekanntgeben, daß die weiteren Mitglieder IS-Zelle, welche den Suizidanschlag vom Vortag (vgl.u.) zu verantworten hatten,  verhaftet worden seien. (http://www.sana.sy/?p=550754)

Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh (vgl.u.) informierte am 5.5.2017 as-Sûmariyya News darüber, daß die Truppen im Kampf mit dem IS den Stadtteil Mušairifa II mitsamt der Kirche und dem Kloster St. Michael am rechten Tigrisufer, also in West-Mossul, befreit hätten. (http://www.sana.sy/?p=550428)

Infolge eines IS-Suizidanschlag mittels Detonation einer Autobombe inmitten eines neuen Marktes westlich von ar-Ramâdî/Provinz al-Anbâr kamen am 5.5.2017 fünf  Personen ums Leben, weitere sechs wurden verletzt.  (http://www.sana.sy/?p=550534)

Nach Auskunft von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, dem Kommandanten  der Operationen in der Provinz Nînawâ (Militäroperation „Wir kommen, Ninive„) vom 4.5.2015 eroberten eine Panzerbrigade zusammen mit einem Teil der Bundespolizeikräfte und der schnellen Reaktionstruppe den nördlichen Abschnitt des Stadtbezirks Mušairifa (d.i. Mušairifa III  und einen Teil von Mušairifa II) und al-Harmât auf dem rechten Tigrisufer, also im Westteil von Mossul. Der Kommandant der al-Anbâr-Operationen, Generalmajor Maḥmûd  al-Falâḥî informierte darüber, daß die Säuberung  der westlichen Westenbereiche wie eines nördlichen Gebiets von 160km westlich von ar-Ra­mâdî und von IS-Nestern im Westen auf einer Fläche von 170km begänne. (http://www.sana.sy/?p=549568)

Die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî vereitelte am  3.5.2017 einen massiven ISAngriffsversuch auf die zur Sicherung eines Ölfeldes eingerichteten Stützpunkte der Sicherheitskräfte im NO der Provinz Diyâlâ. Zudem informierte der Vorsitzende  des Kreistags von ʽÂmiriyyat aṣ-Ṣamûd, südlich von Falûğa in der Pro­vinz al-Anbâr, namens Šâkir al-ʽAsâwî,  as-Sûmariyya News darüber, daß die Armee eine weitere ISAttacke auf Stützpunkte der Sicherheitskräfte im Sumpf­gebiet südlich von Falûğa in der Provinz al-Anbâr erfolgreich abwehrte.
Am Vortag, dem Dienstagmorgen, 2.5.2017, hatte der IS zudem ein Armeehauptquartier östlich von ar-Ruṭba (al-Anbâr) zunächst mit Raketen und Mörsergranaten beschossen und dann zu erstürmen versucht.  Nach zähen zweistündigen Gefechten konnten die Terroristen zurückgeschlagen werden.
(http://www.sana.sy/?p=549011)

Die irakischen Streitkräfte bereiten eine großangelegte Operation zur Befreiung der Stadtteile Mušairifa, ar-Rifâʽî, Tamûz und an-Niğâr von West-Mossul vor, wie Generalmajor Nağim al- Ğabûrî als Kommandant der militärischen Operationen in der Provinz Ninive mittags in einer öffentlichen Erklärung mitteilte. In den kommenden Stunden würden Angriffe von sämtlichen Achsen auf die unter IS-Kontrolle verbliebenen Wohngebiete beginnen, um auch die rechte Tigris-Seite vom IS zu befreien. (http://www.sana.sy/?p=548523)

Nachdem das Pentagon kürzlich eingeräumt hat, daß Bombardements der US-geführten Koalition seit 2014 bis heute 352 Bürger im Irak und in Syrien zum Opfer gefallen seien, und lokale Behörden sowie die Beobachtergruppe „Airwars“ um das zehnfache höhere Opferzahlen gemeldet haben (vgl.u.), hat das irakische Parlament bekanntgegeben, die Tötung der Zivilisten durch diese Luftangriffe im Irak und in Syrien gerichtlich verfolgen zu lassen. Laut as-Sûmariyya News bemerkte Ḥassan Salîm (Hassan Salim), Mitglied des Ausschusses für Verteidigung, Nationale Sicherheit und Inneres im Parlament zum Sachverhalt: „Das offene Geständnis des Pentagons, unschuldige Bürger getötet zu haben, ist  Kriegsverbrechen, weshalb die USA zur Rechenschaft gezogen werden und die Hinterbliebenen und Opfer moralisch und materiell entschädigen müssen„. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26454-irakisches_parlament_will_die_usa_anklagen)

Die Zahl der in den seit August 2014 begonnenen Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak getöteten Zivilisten ist weit höher als von der Koalition am So., 30.4.2017, zugegebene Zahl von 352, berichten die unabhängige Monitoring-Gruppe „Airwars“ wie lokale Behörden. Vielmehr liege die Zahl bei mehr als 3.000. Schon im März seien es nicht weniger als 1782 Getötete gewesen  bzw. nach Angaben der irakischen Behörden von Mossul am 17. März bei Fehlangriffen der Koalition allein Hunderte an Zivili­sten. (http://www.sana.sy/?p=547809, s.a. https://sptnkne.ws/epZs)

Die Zahl der in den seit August 2014 begonnenen Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak getöteten Zivilisten ist weit höher als von der Koalition am So., 30.4.2017, zugegebene Zahl von 352, berichten die unabhängige Monitoring-Gruppe „Airwars“ wie lokale Behörden. Vielmehr liege die Zahl bei mehr als 3.000. Schon im März seien es nicht weniger als 1782 Getötete gewesen  bzw. nach Angaben der irakischen Behörden von Mossul am 17. März bei Fehlangriffen der Koalition allein Hunderte an Zivili­sten. (http://www.sana.sy/?p=547809, s.a. https://sptnkne.ws/epZs)

Bei einem gezielten Luftschlag auf zwei Autos und einen Schlupfwinkel des IS westlich von ar-Ramâdî  in der Provinz al-Anbâr seien laut as-Sûmariyya News 13 IS-Terroristen getötet worden – Zudem hätten Sicherheitskräfte in Mossul IS-Terroristen dabei gestellt, als sie einen Giftgasanschlag vorbereiteten, den sie der irakischen Armee anzulasten planten. (http://www.sana.sy/?p=547483)

Bei der Explosion einer Autobombe an der Zufahrt zu  Ġarf Naṣr im Norden der Provinz Bâbil am Abend des 29.4.2017 wurde eine Person getötet, elf weitere erlitten Verletzungen wie as-Sûmariyya News meldete. Zudem detonierte eine weitere Autobombe vor einer Verkehrs­polizei­wache  in der Abû Nawâs Straße am Ostufer des Tigris [in Bagdad?], wo etliche Botschaften wie die Büros aus­ländischer Medien angesiedelt sind. Dies führte zum Tod von vier Verkehrspolizisten und der Verletzung fünf weiterer Menschen. (http://www.sana.sy/?p=547414)

Die Türkei führte am Sa., 29.4.2017, die völkerrechtswidrigen Luftangriffe (vgl.u.) auf nord-syrischem wie nordirakischem Territorium gegen PKK-Kämpfer fort. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26410-t%C3%BCrkei_etwa_90_pkk_k%C3%A4m- pfer_im_irak_und_in_syrien_get%C3%B6tet)

Die Detonation einer Autobombe im Stadtzentrum Bagdads am Freitagabend kostete fünf Menschen das Leben und verletzte zehn weitere. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26404-irak_vier_tote_und_f%C3%BCnf_verletzte_bei_bombenexplosion)

Gegenüber as-Sûmariyya News gab al-Ḥašd aš-Šaʽbî in einer Erklärung bekannt, am 27.4.2017 hätten sie nun die gesamte Stadt al-Ḥaḍar (vgl.u.) südlich von Mossul zurückerobert. Beteiligt waren  die 2. und 11. Brigade, die zudem das Gebiet nach hinterlassenen Sprengsätzen absuchte und fliehende IS-Kämpfer verfolgte.(http://www.sana.sy/?p=546063)

Befreiung von Muṭaibîğa samt um­liegenden Gebieten im O der Provinz Ṣalâḥuddîn von der IS-Besetzung während einer großangelegten Militäroperation. Gegenüber der staatlichen irakischen Nachrichtenagentur INA gab der Kommandant der Tigris-Operationen, Ge­ne­ralleutnant Mazhar al-ʽAzâwî, an, der IS sei von vier Achsen unter Deckung der Luftwaffe angegriffen worden, dabei wurden 15 IS-Anhänger getötet, weitere verletzt und zehn ihrer Kampfwagen zerstört. (http://www.sana.sy/?p=545359)

Am 26.4.2017 konnte al-Ḥašd aš-Šaʽbî die Stadt al-Ḥaḍar al-Aṯriyya mit umliegendem Ge­biet südlich von Mossul vom IS befreien, wie ihr Sprecher mitteilte. Am Vortag hatte die Volksverteigungstruppe die Befreiungsaktion des Gebiets angekündigt und dabei schon 12 Dörfer der IS-Kontrolle entrissen. (http://www.sana.sy/?p=545458)

Aufgrund der Detonation von drei am Straßenrand angebrachten Sprengkörpern kamen nahe des Dorf es al-Maḥûla, östlich von Abû Ṣaidâ (seinerseits im NO von Baʽqûba“ ein Erwachsener und drei Kinder ums Leben, weitere drei Bürger wurden verletzt, wie Abû Ṣaidâ-Kreisdirektor Muḥammad at-Tamîmî am 25.4.2017 gegenüber as-Sûmariyya News bekanntgab. – Andererseits informierte Bundespolizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat darüber, daß dank der Befreiungsoperation auf dem Westufer des Tigris rund 260.000 Zivilisten in der Alt-Stadt von Mossul befreit worden seien und zudem das Dorf Tal Hilâla außerhalb der Provinzhauptstadt. (http://www.sana.sy/?p=544570)

Sicherheitsleute gaben am Mo., 24.4.2017, gegenüber Sputnik an, ca. 30 beurlaubte Soldaten seien mit ihren beiden LKW am So., 23.4.2017, in einen IS-Hinterhalt geraten. „Die Soldaten in Zivil fuhren ohne Begleitung. Das Wetter war schlecht. Die Terroristen lagen auf der Lauer an einer Verkehrsstraße im Westen der Provinz Anbar. Erstaunlich ist, dass sie genau wussten, wo die Wagen fahren werden“, hieß es. Etliche wurden bei dem Überfall getötet, andere verletzt und zehn davon verschleppt. Gerade im Weste des Landes hätten sich auch aus Jordanien gekommene wie grenzüberschreitend auch in Syrien aktive Extremisten verschanzt, ergänzte der Informant. (https://sptnkne.ws/ekYx)

Die irakischen Truppen erkämpften am 22.4.2017 Befreiung  des Stadtteils aṣ-Ṣiḥa II von West-Mossul vom IS, wie Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, der Kommandant  der Operationen in Nînawâ und somit Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Ninive“ der Presse mittteilte. Zugleich vereitelte al-Ḥašd aš-Šaʽbî einen IS-Angriffsversuch auf das Dorf aš-Šaiḫ ʽAlî bei Makḥûl im N der Provinz Ṣalâḥuddîn. Eine weitere massive militärische Operation richtete sich laut dem Kommandeur der Tigris Operationseinheit, Mazhar al-ʽAzâwî, gegen den IS in drei Tälern nordöstlich von Baʽqûba in der Provinz Diyâlâ. – Am Vortag erlangten die irakischen Streitkräfte wieder die Kontrolle über die Stadtteile  aṯ-Ṯaura, an-Naṣr und Tanak in Mossul. (http://www.sana.sy/?p=542888)

Nachdem im Dezember 2015 eine Reisegruppe einschließlich Mitgliedern der Emirsfamilie von Qaṭar während ihrer alljährlichen Jagdausflüge im Irak durch Terroristen entführt worden ist (s.u.), ist diese nun nach zähen Verhandlungen und gegen Zahlung von mehreren Millionen US-Dollar an Lösegeld freigelassen worden. Sie befindet sich derzeit in Obhut des Bagdader Innenministeriums. Während Qaṭar die Regierung für den Vorfall verantwortlich machte, wies diese dies zurück. Entgegen den Bestimmungen und Anweisungen hätten sich die Urlauber auf eigenes Risiko in unsicheres Gebiet begeben. (https://sptnkne.ws/ejpv)

Obwohl die nördliche, autonom verwaltete Kurdenregion ein integraler Bestandteil des Iraks ist, hat der Provinzrat von Kirkûk dafür gestimmt, künftig über die Regierungsgebäuden der Kurden­region  neben der irakischen (Staats-)Flagge auf die kurdische zu hissen. Verfassungsrechtlich vorgesehen ist jedoch, daß über Regierungsgebäuden im ganzen Irak nur die Staatsflagge weht, während die kurdische Regionalflagge auf Gebäuden kurdischer Parteien gehißt werden kann. In der Provinz Kirkûk wohnen zwar etliche Volks- und Religionsgruppen, doch ist die Gegend seit Vertreibung der ins Land eingedrungenen IS-Truppen von kurdischen Pîšmarga-Kämpfern besetzt. Nach Ansicht von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî, der den Vorgang während einer Pressekonferenz am 19.4.2017 kritisierte, hätten die Kurden im Nordirak zwar das Recht, ein Unabhängigkeitsreferendum abzuhalten, allerdings sei der Zeitpunkt dafür nicht geeignet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26104-iraks_ministerpr%C3%A4sident_zeitpunkt_f%C3%BCr_unabh%C3%A4ngigkeitsreferendum_in_der_kurdenregion_ist_nicht_geeignet) – Kirkûk ist eins der ölreichsten Gebiet des Iraks. Die herrschend auftretende Familie Barzânî möchte dieses möglichst für sich nutzen und nicht dem ganzen irakischen Volk zur Verfügung stellen, wie es rechtlich vorgesehen ist. Einzelheiten zur Familie Barzânî s.u.

Der bundesdeutsche Außenminister Sigmar Gabriel besucht erstmals unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen in Bagdad irakische Regierungsverantwortliche. Themen sind Hilfe beim Wiederaufbau und Inspektion der 140 in der nördlichen Kurdenregion in ʽArbîl (Erbil) stationierten Bundeswehr­soldaten. Bedingung für Ersteres sei die Ausschöpfung der wirtschaftlichen Potenziale des ölreichen Landes. Zudem sprach er sich für den Zusammenhalt des Irak aus, der sich aus den muslimischen Großgruppen der Sunni­ten und Šîʽiten wie den religiösen Minderheiten der Jesiden und Kurden zusammensetze. Deutlich machte er, daß der  2003 von der US-Administration begonnene Krieg im Irak sei völkerrechtswidrig gewesen und habe „einen großen Teil der Probleme mit ausgelöst“, sagte er. „Ihr Krieg ist hier noch überall präsent.“, diagnostizierte er. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26062-gabriel_zu_besuch_im_irak_eingetroffen, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26090-bundesau%C3%9Fenmini-ster_im_irak_die_verantwortung_f%C3%BCr_den_zustand_des_landes_liegt_bei_den_usa)

Beim Gespräch mit dem Außenamtschef  Ibrâhîm Ğaʽfarî in Bagdad noch am Mi., 19.4.2017, indem es ebenfalls um den Wiederaufbau ging, forderte jener die Freigabe der in deutschen Banken „eingefrorenen“ Gelder seines Landes. – In ʽArbîl (Erbil) will Gabriel mit den kurdischen Verwaltungschefs die bilateralen Beziehungen und den Counterterrorismus diskutieren. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26096-deutscher_au%C3%9Fenminister_zu_gespr%C3%A4chen_in_erbil)

Gemäß dem Bürgermeister von Sinğar (Sindschar, vgl.u.), Mihemed Xelil, bereite sich die Türkei auf eine Invasion auf die Stadt vor, um die dort sich aufhaltenden PKK-Mitglieder zu töten. Diese, geplant ab Ende April mit dem Namen „Operation Tigerschild“ solle unter Einsatz von 4.000 Soldaten und Fliegerkräften stattfinden.  Im Interview mit Sputnik Türkiye erklärte Xelil dazu: „Uns liegen keine Informationen über die Vorbereitung einer militärischen Operation durch die türkischen Streitkräfte vor. Aber wir werden es der Türkei nicht erlauben, eine Operation gegen die PKK auf kurdischem Territorium zu führen. Die PKK ist eine kurdische Organisation und wir wollen nicht, dass in Sindschar kurdisches Blut vergossen wird“. Die Anwesenheit von PKK-Mitglieder vor Ort betreffe  nur diese und Sinğar. Eine Einmischung der Türkei wie einer anderen Macht sei unstatthaft und werde nötigenfalls abgewehrt. „Auf dem Territorium von Sindschar dürfen sich weder PKK-Mit­glieder noch türkische Soldaten aufhalten“, betonte Xelil. (https://sptnkne.ws/ehh6)

Nach Information von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, dem Kommandanten  der Befreiungsoperation, vom 20.4.2017,  gegenüber as-Sûmariyya News haben die Streitkräfte den Stadtteil aṯ-Ṯaura auf dem rechten (westlichen) Tigris-Ufer von Mossul vom IS wieder zurückerobert. Generalmajor Qâsim al-Muḥammadî, Kommandant der al-Ğazîra-Operationen wies zudem darauf hin, daß die Befreiung der Region nördlich des Stausees Ḥadiṯa in West-al-Anbâr begonnen habe. (http://www.sana.sy/?p=541748)

Nach Auskunft von Polizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat vom Di., 18.4.2017,  könnte mit dem ISMilitärchef Abû Hâğir ar-Rûsî (Abu Hajir al-Rusi) durch einen Raketenangriff in Mossul ein Russe getötet worden sein, worauf zumindest der angegebene Kampfname hindeutet. Zuvor schon waren laut den irakische Behörden schon die hochran­gigen IS-Terroristen Abû Muhâğir ar-Rûsî (Abu Muhajir al-Rusi) und Abû Mariam ar-Rûsî (Abu Maria al-Rusi) getötet worden.
(https://sptnkne.ws/egxR)

Nach Auskunft des Sprechers des Stabs für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî, gegenüber AP mußten am So., 16.4.2017,  sechs irakische Soldaten einer Militärbasis mit Atemproblemen ins Krankenhaus eingeliefert werden. CBS berichtete dazu am M., 19.4.2017, es habe zuvor eine IS-Giftgasattacke mit der Substanz Iprit (Senfgas) gegeben. Zu jener Zeit befanden sich Militärexperten aus den USA und Australien auf dem Stützpunkt, wurden aber nicht tangiert.  (https://sptnkne.ws/egJz) – Über weitere fünf ISAngriffe mit C-Waffen seit Frühlingsbeginn informiert Sputnik aufgrund einer verläßlichen einheimischen Quelle aus Mossul (https://sptnkne.ws/eg8S).

Laut as-Sûmariyya News wurde einer der führenden Berater von IS-„Kalîf“ Abû Bakr al-Baġdâdî, der sog. Kaukasus-Amîr, im Stadtteil Tal ʽAfar von West-Mossul getötet. (http://sana.sy/?p=540279 vom 17.4.2017)

Zum ersten Mal nach drei Jahren läuteten am Ostersonntag wieder von Dutzenden Kirchen im östlichen Teil von Mossul die Kirchenglocken. „70 Prozent von christlichen Familien, die auf der Flucht waren, kehrten ih [sic!] ihre Häuser in den befreiten Gebieten dieser Provinz zurück und Dutzenden Kirchenglocken, die seit Juni 2014 stillgelegt waren, läuteten wieder,“ hieß es von den  christlichen Führern der Provinz Nînawâ (Ninive). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25946-mossul_nach_drei_jahren_l%C3%A4uteten_kirchenglocken_im_ost- teil_der_stadt)

Am 15.4.2017 eroberten die irakischen Truppen den südlichen Teil des Westufers des Tigris in Mossul zurück. Beim gestrigen Vordringen in die Altstadtgegend nahe der an-Nûrî-Moschee (vgl.u.) wurde unter den getöteten Führungsmitgliedern des IS auch deren sog. Großmuftî Abû Ayyûb al-ʽAṭṭâr identifiziert. 66 IS-Kämpfer wurden zudem in den Stadt-Bereichen al-Baʽâğ und Bâdûš eliminiert sowie der Stadtteil al-Abâr I befreit. Die militärischen Operationen im Westteil Mossuls werden derweil weitergeführt. – Andererseits Andererseits kam im Dorf Abû Karma nörd­lich von  Abû Ṣaidâ in der Diyâlâ –Provinz ein Bauer durch die Nacheinander-Explosion zweier in seiner Obstplantage angebrachten Sprengsätze ums Leben, ein weiterer erlitt dabei Verletzungen. Solchen Attentaten fielen im letzten Monat schon etliche Bauern zum Opfer. Zu den Zielen solcher Anschläge seitens der Terroristen Gründen s. im Thread Syrien! (http://sana.sy/?p=539012)

Laut Meldung von as-Sûmariyya-News töteten die irakischen Truppen am 14.4.2017 in West-Mossul während der Gefechte mit dem IS auch einige Anführer. Nach Angaben von Bundespolizeikommandeur Râ´id Šâkir Ğaudat wurden durch Artilleriebeschuß auch das sog. Gebäude für öffentliche Sicherheit des IS zerstört wie dies in der Schule Zanğîlî eingerichtete Flag der Terroristen.  (http://sana.sy/?p=538635)

Der Sicherheitsberater  des Provinzrats von al-Anbâr, Ḥussain Kasâr, gab gegenüber den as-Sûmariyya-News an, daß am 13.4.2017 durch die Detonation einer LKW-Bombe im Südwesten der Stadt ar-Ramâdî acht Iraker getötet und zwei andere verletzt wurden. Es befanden sich Frauen und Kinder unter den Opfern. – Am Abend des Vortags wurden eine Person getötet und drei weitere verwundet infolge der Explosion eines improvisierten Sprengsatzes nördlich von Bagdad. (http://sana.sy/?p=537936)

Nach Aussage eines irakischen Piloten sind am 12.4.2017 bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf West-Mossul 13 Zivilisten getötet und 17 weitere verletzt sowie etliche Wohnhäuser im kürzlich befreiten Stadtteil al-Yarmûk zerstört worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25846-13_zivilisten_bei_us_angriff_im_irak_get%C3%B6tet)

Der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, gab am Di., 11.4.2017 bekannt, in West-Mossul seien die Stadtteile as-Sakak und  Yarmûk I befreit worden. (http://sana.sy/?p=536708)

Im Gebiet Sinğar seien inzwischen 31 Massengräber mit 1.646 Leichen der Volksgruppe der Yaziden (Jesiden) aufgespürt worden, welche die im Zeitraum von Novem­ber 2015 bis Januar 2016 Opfer des IS geworden sind, informierte der Gouverneur der Stadt Sinğar am Mo., 10.4.2017, die Presse. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25722-irak_bislang_31_massengr%C3%A4ber_mit_mindestens_1.600_jesiden_leichen_entdeckt)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî ließ durch seinen Sprecher Saʽd al-Ḥadîṯî am Sa., 8.4.2017, gegenüber  Sputnik“ aufgrund der vorhergehenden Äußerungen des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu mitteilen, daß aus ausländischer Militäreinsatz im Land kategorisch abgelehnt werde. „Die irakische Regierung erlaubt keiner ausländischen Partei (d.h. weder der Türkei, noch einem anderen Land) in seinem Hoheitsgebiet Militäraktionen durchzuführen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25648-bagdad_wir_erlauben_t%C3%BCrkei_nicht_milit%C3%A4roperationen_auf_irakischem_boden_durchzuf%C3%BChren) – Tatsächlich sind die vor Monaten völkerrechtswidrig in den Irak eingedrungenen türkischen Militärs (vgl.u.) noch nicht einmal abgezogen.

Nach Aussage des lokalen Stadtratschefs gegenüber RIA Novosti setzte der IS am Fr., 7.4.2017, in zwei schon befreiten Gebieten von Mossul Giftgas (Chlorgasgeschosse!) gegen die Bewohner und Streitkräfte ein. Über die Opferzahlen sei noch nichts bekannt. (https://sptnkne.ws/ebu6)

Generalmajor Qâsim al-Muḥammadî, Kommandant der al-Ğazîra– Operationen, gab am 6.4.2017 bekannt, daß Teile der Armee mit Unterstützung der Clans dem IS selben Tags Umm al-Waz, al-Madhum und das Gebiet der neuen Depots (Maḫâzin Ḥadîṯa) westlich von al-Anbâr entrissen hätten. Außerdem informierte der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, darüber, daß in West-Mossul der Stadtteil Yarmûk II befreit worden sei, nachdem am Vortag die Kontrolle über den Stadtteil al-Maġrib erkämpft worden sei. Auch hätten die Streitkräfte laut Generalmajor ʽAbdul Nûmân az-Zûbiʽî etliche Autobomben und Raketenwerfer des IS zerstört. (http://www.sana.sy/?p=534290)

Mossul: IS schießt irakischen Helikopter ab – beide Piloten tot

Mossul: 140 Zivilisten von IS hingerichtet – Sicherheitsrat Kurdistans

Hinrichtung wegen Fluchtversuchs: IS tötet 30 Zivilisten in Mossul

Der IS in West-Mossul ist von allen Seiten  mit Ausnahme der Tigris-Seite, an dessen anderem Ufer die Armee steht, von der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî  eingekreist. Wie auch in Syrien können die Terroristen noch zwischen innerhalb und außerhalb der Frontlinie durch Tunnels verkehren. Der irakische Sicherheitsexpert Muʽtaz Muḥī ʽAbdulḥamîd (Muatas Muhi Abdel Hamid) führte dazu aus: „Die Stadt ist von allen Seiten eingekesselt. Im Osten ist der Weg der Terroristen nach Tigris versperrt, hinter dem irakische Truppen stehen. Im Westen ist alles von den Volkswehreinheiten ‚Al-Haschd asch-Schaabi‘ blockiert. Es bleiben unterirdische Tunnel, die in Richtung Wüste führen, die von IS-Extremisten anscheinend im Voraus angelegt wurden. Anscheinend wird die Flucht durch diese Tunnel erfolgen. Jedenfalls ist es nur eine Frage der Zeit, bis Mossul wieder unter Kontrolle steht“. Unter diesen Umständen sei es verständlich, daß IS-Feldkommandeure ihren Gefolgsleuten per Verlautbarung freigestellt hätten, das Schlachtfeld zu verlassen. Negativ würde sich deren Flucht v.a. für Syrien auswirken, wo die vom IS belagerte Provinzhauptstadt Dair az-Zaur wie der IS-Stützpunkt ar-Raqqa in erreichbarer Nähe liegen. Ebenso könnten die IS-Kämpfer in andere Länder und Regionen instabiler Lage wie Libyen, den Jemen [wird seit März 2015von Saudi-Arabien und Partnern angegriffen] und auf die Sinai-Halbinsel [Ziel etlicher Anschläge eines IS-Ablegers] fliehen und die dortigen Extremisten unterstützen.
Der Leiter des Instituts zur Erforschung regionaler Probleme, Dmitri Schurawljow, urteilte über die Situation: „Damit wurde zuge­geben, dass die Verteidigung nicht nur unwirksam, sondern destruktiv für den IS wurde. Falls die Ex­tremisten bleiben, wird es demnächst keinen mehr geben, den die Kommandeure führen können“. Ausgehend von den von der US-geführten Koalition bei ihren Bombardements in Kauf genommenen vielen zivilen Toten (vgl.u.) in Mossul äußerte er zudem:  „Die US-Militärs setzen auf einen willkürlichen Beschuss und kümmern sich nicht darum, dass diese Geschosse neben einem einzelnen Terroristen auch Dutzende friedliche Einwohner töten können. In dieser Situation würden Terroristen sich dorthin begeben, wo sie sich verschanzen können, am besten eignet sich anscheinend Syrien. Dort können sie sich hinter dem Rücken der friedlichen Einwohner verstecken“.  Für die USA sei der Extremisten­strom aus dem Irak nach Syrien womöglich vorteilhaft und sie könnten ihn sogar fördern, um den Regierungen in Moskau und Da­maskus das Vorgehen gegen die Terroristen zu erschweren [dazu vgl.u. bzgl. „IS-Fluchtkorridor“ nach  Syrien!] (https://sptnkne.ws/dYUG)

General-Major Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, bezeichnete am So., 2.4.2017, in Moskau, die Begründung durch Pentagon-Sprecher Joseph Skrokka hinsichtlich der Tötung von Zivilisten in Mossul durch Bombardierungen der USA als inakzeptabel. Ebenso seien die vorgebrachten Gründe für die vielen To­ten haltlos und stellte die Frage in den Raum: „Warum hat die US-geführte Koalition, die über solche Angaben [über Zivilisten als menschliche Schutzschilde in vom IS kontrollierten Gebäuden] verfügt, trotzdem mit ihren ‚klugen Bomben‘ Angriffe auf Gebäude mit Zivilisten fliegt und damit diese zu einem schrecklichen Tod verurteilt?“ Das sei gerade nicht unter humani­tä­ren As­pekten der Operation der US-Luftwaffe zu verstehen im Gegensatz zum syrisch-russischen Vorgehen bei der Befreiung von Aleppo (welches er anschließend nochmals ausführte). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25414-russland_berichtet_von_smart_bombenein­satz_der_in­ternationa-len_koalition_unter_us_f%C3%BChrung_in_mossul, s.a. https://sptnkne.ws/dXVC)

Nach Darlegung der Strategie zur Eroberung der mossuler Altstadt durch einen Bundespolizeikommandeur vom 1.4.2017 (s.u.), ein Einrücken zu verschieben, bis der IS dort seine  Widerstandskraft verloren habe, setzt jener nun zum Ausgleich der verlorenen männlichen Kämpfer Scharfschützinnen gegen die Armee ein wie as-Sûmariyya News am 3.4.2017 berichtete. Diese gingen auf Gebäudedächern der von der Terrorgruppe besetzten Häusern in Stellung. (https://sptnkne.ws/dYqR)

Im Interview mit einer kurdischen Zeitung vom 1.4.2017 erklärte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî einem Unabhängigkeitsreferendum  der autonomen Kurdenzone des Landes eine klare Absage. Diese strebt Masʽûd Barzânî an, der trotz Ablaufs seiner Amtszeit im Jahr 2015 nicht aus  seinem Präsidentenamt weicht und bislang Neuwahlen immer wieder aufschieben ließ. Dessen Familie beherrscht nach unterschiedlichen Recherchen die kurdische Zone und bereichert sich überwiegend an den Landesressourcen [zu Belegen vgl.u.!]. Das irakische Parlament stellte am 1.4.2017 nochmals heraus, daß das Öl von Kirkuk [gesetzt – und vertragsmäßig!] allen Irakern gehöre und daß die Flagge der Region Kurdistan nicht in öffentlichen Gebäuden Kirkuks zu hissen sei. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25416-irak_abadi_warnt_vor_bestrebungen_nach_unabh%C3%A4ngigkeitsreferendum_in_kurdistan) – Zum Balkanisierungs bzw. Yinon-Plan bzgl. des Iraks und Syriens, der die Zerteilung dieser Länder mit dem Zweck ihrer Schwächung vorsieht,  s.u.!

Das irakische Ministerium für Migration gab am 1.4.2017 eine Erklärung heraus, wonach inzwischen 25% der Flüchtlinge der Provinz Nînawâ (Ninive) wieder zurückgekehrt seien. Bezüglich aller von Kämpfen betroffener Provinzen handele es sich um 45%. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25394-irak_25_prozent_der_fl%C3%BCchtlinge_nach_mossul_zur%C3%BCckgekommen)

Nach Aussage von Brigadegeneral  Šâkir Ḥawâğî oder Ḫawâğî (Shaker al-Hawadschi), einem Kommandeur der Bundepolizei, ggegenüber Sputnik News vom 1.4.2017 gestalte sich die weitere Vorgehensweise in Mossul folgendermaßen: „Die föderale Polizei ist noch nicht in den Bezirk Altstadt eingerückt. Wir planen das zu tun, sobald der IS seine Munitionsvorräte verbraucht und seine Widerstandsfähigkeit verliert und alle Nach­schubwege gesperrt werden (…) oder die Terroristen selbst alles in die Luft sprengen“. Die Bundespolizeieinheiten befinden sich nahe der vom IS gehaltenen mossuler Stadtteile. (https://sptnkne.ws/dXGh)

Im Interview mit dem arabischsprachigen US-TV-Sender al-Ḥurra würdigte der derzeit in den USA sich aufhaltende Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî die positive Rolle des Irans bei den Entwicklungen im Irak. Mit diesem Land teile man sich die längste Grenze, was zunehmende Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zur Folge habe.  Außerdem hätten Millionen iranischer Pilger die Arbeitslosigkeit in einigen Provinzen des Landes stark sinken lassen.  In den kommenden Jahren habe der Wiederaufbau von Infrastruktur, Schulen, Krankenhäusern, Strom- und Wasserver­sorgung Priorität. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25378-al_abadi_w%C3%BCrdigt_positive_rolle_irans_im_irak) – Viele der besonders für Šîʽiten bedeutenden Wallfahrtsorte befinden sich aus historischen Gründen im Irak.

Nach den wiederholten tödlichen Bombenangriffen auf Zivilisten im Irak und Syrien durch die US-geführte Koalition ruft Rußland dieselbe dazu auf, ihre Ziele besser zu überprüfen, bevor  sie ihre Bomber starteten. Dazu bemerkte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Do., 30.3.2017, in Moskau: Wir rufen alle Mitglieder der amerikanischen Koalition zu mehr Sicherheit und Verantwortung beim Kampf gegen Terroristen in Syrien und im Irak auf.“  Das sei nötig, „um zahlreiche Opfer unter Zivilisten und Vernichtung kritisch wichtiger ziviler Infrastrukturen zu verhindern“. (http://sptnkne.ws/dXfa)
Vgl. zur Thematik auch die Ausführungen des Ex-NATO-Luftkriegsplaners und ehemaligen Tornado-Piloten Oberstleutnant Ulrich Scholz. Äußerst deutliche und kritische Worte fand der Ex-Offizier ebenfalls zur Beteiligung der Bundeswehr an den Aktionen der US-geführten Koalition wie der völlig unterschiedlichen Medienhandhabung der  Rückeroberungsoperationen von Aleppo und Mossul, die er erstere als klare „Kriegspropaganda“ bezeichnete. (https://sptnkne.ws/dWN5).

Auch der am Do., 30.3.2017,  zu einem unangekündigten Besuch in Bagdad eingetroffene UN-Generalsekretär Antonio Guterres betonte bzgl. der Rückeroberung von Mossul, der Schutz der Zivilbevölkerung müsse den „absoluten Vorrang“ besitzen. Diesen müßten die irakischen Streitkräfte und die US-geführte Militärkoalition gewährleisten. Zudem kritisierte er die – völkerrechtwidrige (dazu vgl.u.) türkische Militärpräsenz im Nord-Irak als Verletzung der irakischen Souveränität.  Grund seiner Reise sei, mit den irakischen Spitzenpolitikern über die humanitäre Lage der Flüchtlinge und Zivilisten im umkämpften Mossul zu sprechen. Daher wird er im Anschluß in die kurdische Autonomieregion nach Arbîl  weiterreisen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25330-un_generalsekret%C3%A4r_im_irak)

Am 30.3.2017 gab der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, gegenüber der nationalen Nachrichtenagentur INA an, die irakischen Streitkräfte hätten den Bahnhof und das Dorf aṣ-Ṣâbûniyya auf der westlichen Tigrisseite vom IS zurückerobert und dort die irakische Fahne gehißt. – Am Vortag seien der Ortsteil Qaḍîb al-Bân von West-Mossul befreit und das Sportstadion [al-Malʽab] wieder unter Kontrolle gebracht worden. (http://www.sana.sy/?p=530424)

Am Mittwochabend kamen infolge der Detonation einer LKW-Autobombe an einer Kontrollstelle im südlichen Bagdad 17 Personen ums Leben, ca. 60 weitere wurden verletzt, berichtete as-Sûmariyya News. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25302-17_tote_und_60_verletzte_durch_autobombe_in_bagdad) – Dagegen wird bei SANA von „nur“ drei Toten bei demselben Vorfall berichtet. (http://www.sana.sy/?p=530081)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî machte am 29.3.2017 im Interview mit der Tageszeitung aš-Šarq al-Ausa  deutlich, der Irak lehne nach wie vor eine US-Militärpräsenz bzw. die Errichtung eines US-Militärstützpunkts auf irakischem Boden ab. Einverstanden erklärt habe man sich im Abwehrkampf gegenüber dem IS nur mit der Präsenz von US- Militärberatern und –Ausbildern der eigenen Armee. Zuvor hatte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî betont, daß mit Näherrücken der Rückeroberung von Mossul und der Besiegung des IS die die Zahl auslän­dischen Streitkräfte, wie z.B. der US-Soldaten im Inland  reduziert wer­den müsse. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25294-bagdad_gegen_us_milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkt_im_irak)

Nach den vielen Protesten über die hohe Anzahl ziviler Opfer bei der Operation zur Befreiung des Westteils von Mossul (vgl.u.) gab Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm bekannt, dieselbe würde vorübergehend wegen des „Charakters der Kämpfe“ eingestellt, bis geeignetere Methoden der Gefechtsführung gefunden seien. Dafür sei jetzt eine Kommission eingesetzt worden, um zu ermitteln, ob es in Bezug auf die jüngsten Luftangriffe der US-geführten Koalition auf Zivilisten in Mossul Fehler im Kommunikationsver­kehr oder falsche Informationen gegeben habe. Zudem gestand Maʽṣûm ein, daß die militärische Bekämpfung des IS eher eintreten werde als die Ausmerzung der gefährlichen von ihm vertretenen und verbreiteten Ideologie. Das würde lange Zeit erfordern und die Einbeziehung aller Kräfte auf sämtlichen Ebenen. (http://sptnkne.ws/dVVT, http://www.sana.sy/?p=528978

Generaloberst Sergei Rudskoi, der Chef des Operativkommandos im russischen Generalstab, informierte bei derselben Gelegenheit darüber, daß aus Mossul, von dem die US-geführte Koalition behauptet, es sei vollkommen umzingelt, weiterhin nach Syrien und v.a. in Richtung der vom IS eingeschlossenen Provinzhauptstadt Dair-az-Zaur Kontingente der Extremisten kämen, so um die 800 IS-Kämpfer. Dies geschehe, obwohl die Bomber der Koalition fast täglich Luftangriffe im Gebiet Mossuls flögen, wobei sich in den angegriffenen Stadtvierteln  außer den IS-Kämpfern noch Zehntausende Zivilisten befänden. Dadurch kämen sie in besonders hoher Zahl ums Leben. „Nach Einschätzung internationaler Hilfsorganisationen haben über 250.000 Menschen die Stadt verlassen. Die Auffanglager in der Umgebung sind überfüllt, dort herrscht akuter Mangel an Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten“, gab er zu Bedenken. Dagegen seien in der vergleichbaren Situation bei der Befreiung von Aleppo zum Schutz der Zivilbevölkerung etliche entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (vgl.u.) getroffen worden einschließlich gesicherter Fluchtkorridore und umfassender Versorgung im Anschluß für alle Flüchtlinge. (http://sptnkne.ws/dVFB)

Rußlands UN-Vertretung erklärte, die US-geführte Koalition solle bei der Befreiung Mossuls von der IS-Besetzung eine ebenso korrekte, vor­sichtige und verantwortungsbewusste Vorgehensweise“ einschlagen, wie sie einst die SAA mit russischer Unterstützung vorbildlich in Aleppo gezeigt habe. Dort wurde „eine Initiative umgesetzt, die es ermöglichte, viele Leben zu retten“. Die eingerichteten Korridore für den Abzug von Kämpfern aus der Stadt hätten es damals ermöglicht, die Zahl der bewaffneten Zusammenstöße rasant zu verringern und somit den Einwohnern unnötige Risiken zu ersparen. Man werde in Moskau jedenfalls „die Operation in Mossul sehr aufmerksam verfolgen“ und notfalls auf die Ereignisse dort schnell reagieren, war auf New York zu vernehmen. (http://sptnkne.ws/dVu6)

Nun wird auch auch Amnesty International (AI) rührig: am Mo., 27.3.2017, stellte die Organisation  einen Bericht vor, in dem sie der US-geführten Militärkoalition vorwarf, bei den Kämpfen um die irakische Stadt Mossul – vor allem durch die Luftbombardements (vgl.u.) – das Leben von Zivilisten nicht ausreichend zu schützen. Dies sei ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. (http://parstoday.com/de/news/world-i25232-amnesty_international_usa_sch%C3%BCtzen_das_leben_von_irakischen_zivilisten_nicht)

Wegen der schon von den UN beklagten hohen und weiter wachsenden Zahlen ziviler Opfer in Mossul infolge der Bombardements der UN-geführten Koalition (vgl.u.) hat  Rußland eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zur Thematik gefordert. (http://sptnkne.ws/dVdr)

Nach Aussage des Sprechers des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, sei selbst bei größtem Optimismus nicht daran zu denken, daß Mossul noch in diesem Jahr von der IS-Terrormiliz befreit werden kann. Dazu ergänzte er: „Ich möchte daran erinnern, dass verheißungsvolle Parolen über eine Einkesselung des irakischen Mossul und einen baldigen Sieg der Koalition bereits zu empfindlichen Verlusten der irakischen Kräfte und zu einer zunehmenden humanitären Katastrophe geführt haben“. (http://sptnkne.ws/dUwk) – Dies scheint eine realere Sicht auf die Situation zu sein als die allzu euphorischen Bemerkungen der irakischen Delegation kürzlich in Washington (vgl.u.).

Wegen des erstaunlich hohen Anstiegs der Zahl ziviler Opfer in Mossul hat sich die UNO-Koordinatorin  für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, in einer offiziellen Erklärung äußerst besorgt gezeigt. Bei diesem Krieg sei Nichts wichtiger als Schutz der Bevölkerung, weshalb alle Konflikt­parteien alles tun müßten, um das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen. Es sei wichtig, sich mit den Ange­hörigen der Opfer zu solidarisieren. – Zuvor hatten Augen­zeugen wie auch der irakische Parlamentsabgeordenete der Provinz Nineve, ʽAbdurraḥmân al-Wazîrî,  die hohe Zahl ziviler Opfer infolge der Luftangriff eder US-geführten Koalition berichtet sowie, daß unter den Trümmern der eingestürzten Häuser viele Bewohner begraben lägen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25166-dutzende_tote_in_mossul_uno_%C3%A4u%C3%9Fert_sich_besorgt )

Mittlerweile ist die große Anzahl ziviler Opfer während der Rückeroberungsoperation in West-Mossul nicht mehr zu übersehen. Hier komme es  für die Zivilisten zu einer beispiellos brutalen Tragödie, wie Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau kritisiert.  Dazu bemerkte der kurdische Jour­nalist Hevidar Ahmed im Gespräch mit RT über die Gefechte mit dem IS: „Die irakischen Truppen und die Kräfte der internationalen Koalition wissen nicht, dass in den Häusern Zivilisten sind und gehen zum Gegenfeuer über … Erst später wird klar, dass dort ganze Familien leben.“ – Das wirkt einigermaßen befremdlich, nachdem die UN immer wieder klar gemacht haben, daß sich dort hunderttausende (vgl.u.) aufhielten.  – Im Viertel Neu-Mossul seien, so Hevidar Ahmed weiter, z.B. alle 135 Bewohner eines Hochhauses zu Tode kamen: „Die Koalitionsluftwaffe warf Bomben auf dieses Haus ab und alle, die sich darin befanden – Frauen, Männer, ältere Menschen – wurden getötet“.  (http://sptnkne.ws/dT3A)  – Vgl. dagegen die Vorkehrungen der SAA vor jeweiligen Gefechten z.B. in Aleppo und deren umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen!

S.a. den Bericht: West-Mossul: 400.000 Menschen sitzen in der „Falle“ laut Angaben des Vertreters der UN-Flüchtlingsagentur im Irak, Bruno Geddo.

Während sich die Mainstream-Medien darüber ausschweigen, informieren andere Quellen über das Leid der Zivilbevölkerung bei der Rückeroberung von Mossul. Auf sie werde – im Gegensatz zum vergleichbaren Fall in Aleppo – kaum Rücksicht genommen. Näheres ist zu verfolgen bei: War Crimes, Death and Destruction in Mosul ~ [+LIVE UPDATES]

Z.B. berichtet auch  das kurdische Nachrichtenportal Rudaw von 200 überwiegend zivilen Toten in einem Teil von Mossul infolge der Luftangriffe gegen den IS am Do., 23.2.2017. (http://sptnkne.ws/dSXF)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî befindet sich derzeit mit einer Delegation in Washington, um die Beziehungen beider Länder zu diskutieren und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Wirtschafts-, und Sicherheitsbereich vor allem in der Zeit nach Vernichtung des IS zu sprechen. Während des US-Besuchs werde er laut dem Regierungssprecher mit US-Präsident Donald Trump, Kongreß-Mitgliedern und Vertretern von US-Großunter­neh­men zusammentreffen. (http://sana.sy/?p=525966) – Der ebenfalls mitgereiste Verteidigungsminister ʽIrfân al-Ḥayâlî drückte sich ziemlich euphorisch bezüglich der Situation in Mossul aus, wo der IS in den letzten Zügen liege und die endgültige Befreiung bald bevorstehe.  Jedoch warnte er auch Schläfer-Zellen, die sich nach der Niederlage in Mossul in anderen Landesteilen halten würden. (http://www.sana.sy/?p=525966)

Terroranschläge vom 21.3.2017:
Nach Informationen von lokalen Quellen meldet as-Sûmariyya News, in der sog. Neustadt, süd­west­lich von Mossul gelegen, hinterließ Mörsergranatenbeschuß seitens des IS sechs Tote derselben Familie und weitere 15 Verwundete. – Der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, informierte darüber, daß südlich der Stadt Falûğa in der Provinz al-Anbâr durch einen am Straßenrand angebrachten Sprengsatz je ein Soldat getötet und verletzt worden sei. –  Infolge einer Bombenexplosion nahe des Marktes ʽAbiyya im nördlichen Stadtteil  Rašadiyya von Bagdad wurden  zwei Personen verletzt. – Eine weiterer Zivilist trug Verletzungen davon, als eine Bombe am Straßenrand in der Nähe der Handelshäuser im Stadtteil al-Basâtîn  in der irakischen Hauptstadt detonierte. (http://sana.sy/?p=525913)

Am 21.3.2017 konnte Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, melden, der Stadtteil ar-Risâla und einige weitere Wohnhäuser auf dem West-Ufer  des Tigris seien zurückerobert. am Vortag habe man die Dörfer ad-Dâmarğî al-ʽAliyâ und Neustadt, westlich von Mossul aus der IS-Besetzung befreit.
Zur selben Zeit machte Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî am Montag in Washington am US Institute of Peace deutlich, daß der IS trotz seiner Niederlagen weiterhin von seinen Sponsoren ausreichend finanziert werde. Dann erklärte er, er benötige für die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in Mossul mehr Unterstützung und Geldmittel. Um den Terrorismus insgesamt auszurotten bedürfe es allerdings eines Gesamtkonzepts für die Region. (http://sana.sy/?p=525524)

Im südlichen Bagdad, wo hauptsächlich Šîʽiten wohnen,  sind am Mo., 20.3.2017, infolge der Detonation einer Autobombe mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen und dutzende verletzt worden.  (http://sptnkne.ws/dR4N) – Laut as-Sûmariyya News liegt die Opferzahl bei 13 Getöteten und 31 Verletzten. (http://sana.sy/?p=525913)

Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat gab am 18.3.2017 gegenüber der Presse an, seine Leute hätten zusammen mit den schnellen Reaktionskräften in West-Mossul den Funkfeuerturm al-Ḥadbâ´ und Moschee an-Nûrî vom IS zurückerobert. In letzterer hatte der selbsternannte IS-Kalif Abû Bakr al-Baġdâdî seine Ansprachen mit den Terrordrohungen gehalten. Drohnen überwachten weiterhin die IS-Bewegungen im Umkreis der Moschee und Kampfflugzeuge unterstützten weiterhin die Bodentruppen. – Laut dem Kommando in Bagdad seien in den Randbezirken und im Umkreis der Hauptstadt etliche Raketen, Sprengkörper und Minen aufgefunden worden.  – Durch einen Luftangriff auf sein Auto sei zudem der lokale IS-Anführer Abû al-Qaʽqâʽ  – es gibt mehrere IS-Führungsmitglieder mit gleichen oder ähnlichen Kampfnamen! (vgl. u. sowie Syrien Teil I), auch der Mörder von Theo van Gogh und ein Sprecher von Boko Haram nannten sich so –  mit  Begleiter im O der nördlichen Provinz Ṣalâḥuddîn getötet worden. (http://sana.sy/?p=524077)

Gemäß dem Sprecher des Stabes für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, Brigade­general Yaḥyâ Rasûl az-Zubaidî  (Yahya Rasul Az-Zubaidi) seien die IS-Terroristen nun am 17.3.2017 in West-Mossul vollständig umstellt. Er forderte sie auf, die Waffen niederzulegen, sonst könnten sie nur noch auf den Tod war­ten.  die Stadt werde in naher Zukunft ganz zurückerobert sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24980-irak_is_terroristen_vollst%C3%A4ndig_in_west_mossul_umzingelt )

Gegenüber as-Sûmariyya News machte Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat die Mitteilung, einer Abteilung seiner wie der schnellen Reaktionskräfte  sei im Kampf gegen den IS die Einnahme der Pascha-Moschee, der Straße der Ge­rechtig­keit [al-ʽAdâla] und des Sûq Bâb as-Sarây in der Altstadt von Mossul am rechten, d.h. westlichen Tigris-Ufer gelungen.
Auf der anderen Seite wurden durch einen von Terroristen angebrachten Sprengsatz nahe einer Verkaufsstelle für Ziegen im Süden von Bagdad ein Zivilist getötet und zwei weitere verletzt. (http://sana.sy/?p=523635)

Der Kommandant der 7. Armee-Division, Generalmajor Nûmân ʽAbduz-Zûbaʽî, machte am 16.3.2017 gegenüber as-Sûmariyya News  bekannt, die irakischen Kampfflugzeuge hätten ein Lager des IS wie eine Anlage zum Bau von Sprengsätzen und vier Schlupfnester im al-Madhum-Gebiet südwestlich von ar-Ramâdî bombardiert und zerstört sowie etliche Terrroristen getötet.
Andererseits seien nördlich von Bagdad durch eine am Straßenrand angebrachte Sprengvorrichtung nahe eines belebten Marktes im Gebiet von Sabʽ al-Bûr ein Bürger getötet und weitere vier verwundet  worden. (http://sana.sy/?p=523265)

Am Mittwochabend, dem 15.3.2017, wurde im Zentrum von Tikrît eine Autobombe gezündet. Dabei kamen mindestens sieben Personen ums Leben, 43 wurden verletzt, es entstanden Brände. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24936-irak_sieben_tote_und_43_ver-letzte_bei_bombenanschlg_in_tikrit) – Zudem habe es im Norden Bagdads einen ähnlichen Anschlag etwa zur gleichen Zeit mit mindestens 18 Toten und 22 Verletzt gegeben. (http://sptnkne.ws/dPbk)

Zur eklatanten Diskrepanz der westlichen MainstreamMedien-Haltung gegenüber den Vorgängen im syrischen Aleppo und im irakischen Mossul beleuchtet ein neuerlicher Sputnik-Bericht, der hier im Ganzen wiedergegeben werden soll:
Die irakische Stadt Mossul haben bereits wesentlich mehr Menschen verlassen, als Ostaleppo in Syrien bei dessen Befreiung, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag mitteilte. Dabei findet diese Tragödie, so dessen Sprecherin Maria Sacharowa ferner, in den westlichen Medien so gut wie keinen Platz.
Diejenigen, die die Aufnahmen aus Mossul gesehen haben, können das Unruhegefühl nicht loswerden“, sagte Lawrow. „Aus dieser Stadt sind bereits sicherlich mehr Zivilisten geflüchtet, als aus Ostaleppo während der Operation zu dessen Befreiung“, betonte der Minister ferner.
Dabei gehe die Tragödie dieser irakischen Stadt an den meisten Medien in der Welt vorbei, so die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. „Es ist merkwürdig, dass bislang immer noch kein Twitter-Account eines Mädchens entstand, das in der Stadt Mossul leidet“, sagte Sacharowa ironisch. Dabei spielte sie offenbar auf das Twitter-Profil des syrischen Mädchens Bana an, dessen Geschichte international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.
Es ist seltsam, dass sich (die CNN-Korrespondentin – Anm. d. Red.) Christiane Amanpour nicht tagtäglich fragt, wie viele Menschen infolge der Kampfhandlungen der internationalen Koalition in dieser Stadt ums Leben kamen (…), dass es in den leitenden Zeitungen und Zeitschriften keine Bilder, Hashtags oder knackigen Überschriften über die humanitäre Katastrophe in Mossul gibt“, so die Sprecherin.
Die Tragödie von Mossul wird im Informationsraum der Welt vorsichtig aus dem Auge gelassen. Soweit das im Prinzip technologisch möglich ist, angesichts des Ausmaßes der Katastrophe“, sagte Sacharowa abschließend.
In West-Mossul befinden sich derzeit nach UN-Angaben bis zu 750.000 Zivilisten und 350.000 Kinder (in Aleppo waren einst 300.000 Menschen eingesperrt), wobei der Stadtteil derzeit verstärkt bombardiert wird. Tausende Menschen fliehen vor dem Hunger, Durst und den eskalierenden Kämpfen — von humanitären Korridoren für die Zivilbevölkerung wie beim Kampf um das syrische Aleppo ist jedoch keine Rede, obwohl Hilfsorganisationen wie zum Beispiel Save the Children die irakischen Streitkräfte und ihre Verbündeten dazu auffordert, solche Korridore einzurichten und „alles dafür zu tun, um Kinder und Familien zu schützen. Mittlerweile ist es laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF rund 30.000 Flüchtlingen, die Hälfte davon Kinder, gelungen, die Stadt zu verlassen. Davon und von dem hohen Blutzoll bei den Zivilisten und der Armee wird jedoch nur sehr vereinzelt und nüchtern in den Leitmedien der USA berichtet.
Auch in deutschen Medien fehlt diesmal jede Spur der so üblich gewordenen Kriegsberichterstattung, bei der zuvor schon fast leidenschaftlich Russland und die „blutrünstige“ syrische Regierung wegen „unmenschlicher Bombardements“ und des „völkerrechtswidrigen Krieges“ stigmatisiert wurden.
Dem Leser werden diesmal keine zerstörten Straßen, weinende Kinder und verstümmelte Leichen unter die Nase gehalten, als ob die Bomben der US-Koalition ganz stichprobenartig nur Terroristen als Ziel verfolgen würden und die Angaben der militärischen Non Profit-Beobachtungsstelle „Airwars“, wonach die Zahl der Todesfälle von Zivilisten bei der Befreiung Mossuls bereits weitaus höher ist als in Aleppo, ganz gewiss eine Lüge wären.“ (http://sptnkne.ws/dNyn)
S. dazu auch den Beitrag des vor Ort gewesenen TV-Senders RT: Death & destruction. U.a. berichtet der RT-Reporter Murad Gazdiev aus Arbîl: „Ich war in Aleppo, als der Kampf seinen Höhepunkt erreicht hatte“. Die Lage in Mossul sei jedoch „viel schlimmer“, als es „jemals“ in Aleppo gewesen sei. (http://sptnkne.ws/dP6s)

Ein zweites Massengrab von im Jahr 2014 durch den IS Getöteten ist unweit des Militärstützpunktes in Tikrit gefunden worden, wie der Generaldirektor der Abteilung Ge­richts­medizin im Gesundheitsministerium mitteilte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24934-irak_massengrab_in_salahudin_entdeckt)

Aufgrund der neuesten völkerrechtswidrigen türkischen Truppenstationierungen (vgl.u.) hat Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî den türkischen Botschafter in Bagdad, Fatih Yildiz, einbestellt und am Di., 14.3.2017, erneut protestiert. Er forderte ein weiteres Mal explizit den Rückzug türkischer Soldaten aus irakischem Terrain sowie die Nichtverletzung seines Luft­raums durch türkische Kampfjets. Gute Beziehungen mit dem Nachbarstaat, die der Irak anstrebe, seien nur unter dieser Voraussetzung möglich. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24900-irak_fordert_erneut_abzug_t%C3%BCrkischer_truppen)

Laut Angabe von Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat gegenüber as-Sûmariyya News haben die irakischen Truppen am Dienstagmorgen den Ninive-Bahnhof und Bagdad-Busbahnhof südwestlich von Alt-Mossul zurückerobert und sind in den Bereich des Bâb al-Ṭuwwâb auf dem rechten westlichen Tigrisufer eingedrungen. Am Vortag, dem 13.3.2017, seien die Stadtteile an-Nafṭ und Neu-Mossul wie das Dorf al-Ğafâl wieder unter Kontrolle gebracht worden. (http://www.sana.sy/?p=521936) – Laut dem Geschäftsführer der irakischen Eisenbahngesellschaft liegt jener Bahnhof im SW von Alt-Mossul auf der Hauptroute von Nord nach Süd und ist für den Transport aus der Türkei und Syrien nach Bagdad und al-Baṣra am  Šaṭṭ al-ʿArab (Schatt al-Arab). Daher wurde sie bereits während des IS-Eroberungsfeldzugs 2014 Ziel vieler Anschläge. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24898-irakische_truppen_befreien_bahnhof_in_mossul)

Anstatt die 2016 völkerrechtswidrig in den Irak eingedrungenen türkischen Streitkräfte wieder von dort – wie z.B. von der Militärbasis in Baʽšiqa (vgl.u. – über die gemeinsame Grenze zurückzuziehen, wie es die irakische Regierung seither immer wieder fordert, hat die AKP-Regierung in Ankara weitere 800 Soldaten zusammen mit Panzern über über den Grenzübergang Ibrâhîm Ḫalîl in die autonome Kurdenregion des Irak im Norden des Landes geschickt und dort an verschiedenen Punkten stationiert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24848-neue_kr%C3%A4fte_der_t%C3%BCr- kischen_armee_in_nordirak_einmarschiert)

Vor Journalisten in Bagdad gab der US-Beauftragte Brett McGurk an, der 9. irakischen Armeedivision sei es in der Nacht auf So., 12.3.2017, gelungen, die letzte Ausfallstraße aus Mos­sul ab­zuriegeln. Von West-Mossul sei etwa ein Drittel zurückerobert. „Wir legen es darauf an, sie in Mossul nicht nur zu besiegen, sondern sicherzustellen, dass diese Typen nicht entkommen können.“, bemerkte er. Auch sollten so viele der Extremisten getötet werden, daß es der Organisation nicht mehr möglich sei, sie zu ersetzen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24846-usa_is_terroristen_in_mossul_eingekesselt)

Am Fr., 10.3.2017, fanden al-Ḥašd aš-Šaʽbî -Mitglieder auf dem Gelände des Bâdûš-Gefängnisses nahe Mossul ein Massengrab mit etwa 500. In der Haftanstalt hatte der IS bei der Eroberung 2014 bereits  mehr als 600 Insassen umgebracht. Tags darauf am Sonntag entdeckten Aktivisten östlich der Provinzhauptstadt noch ein Grab von ca. 40 Opfern des IS, teils Zivilisten, teils Polizisten inklusive eines Obersten, worüber sein Ausweis Auskunft gab. (http://sptnkne.ws/dNrJ)

Laut der russischen Zeitung Iswestija vom Fr., 11.3.2017, gab der syrische Parlamentarier  der in der Regierung vertretenen Baʽṯ-Partei, Sadschi Taama (?), an: „Unsere Länder sind auf eine gemeinsame Gefahr gestoßen. Der Irak, wie auch Syrien, wiedersetzt sich den IS-Extremisten. …  Wir hatten schon vor einigen Jahren den Kampf gegen den Terrorismus koordiniert. Und solche Aussagen (d.h. von Iraks Premier Ḥaidar al-ʽAbâdî) hätte es nie gegeben, wenn Damaskus nicht der Teilnahme der irakischen Luftwaffe an Einsätzen auf syrischem Territorium zugestimmt hätte.“ Er schloß auch nicht aus, daß künftig syrische Luftstreitkräfte IS-Kämpfer im Grenzgebiet des Iraks verfolgten.
Ḥaidar al-ʽAbâdî hatte ja schon früher (vgl.u.) erklärt gehabt, die Iraker seien bereit, gegen die Extremisten nicht nur im eigenen Land, sondern auch in den Nachbarländern, vor allem in Syrien, vorzugehen, sofern sie darum gebeten würden, da man die Souveränität seiner Nachbarn achte und nicht antasten wolle.  Abgesprochenermaßen hatten Ende Februar schon irakische Kampfflieger nahe der syrischen Stadt al-Bûkamâl IS-Stellungen angegriffen. Zudem existiert seit September 2015 das in Bagdad einge­richtete, gemeinsam zwischen dem Irak, Syrien, Rußland und dem Iran unter Einschluß der Kurden betriebene internationale Koordinierungs- und Informationszentrum zur Bekämpfung des Terrorismus u.a. gegenüber dem IS (vgl.u.).
Dem russischen Diplomat a.D. und Militärexperten Wjatscheslaw Matusow zufolge ist die Koordinierung der syrischen und irakischen Aktivitäten auch die Folge des US-Administrationswechsels: „Es ist offensichtlich, dass die Administration des früheren US-Präsidenten Barack Obama den Mitgliedern der von den USA angeführten Anti-Terror-Koalition, der auch der Irak an­gehört, Kontakte mit der syrischen Regierung untersagte. Jetzt sind in Washington aber andere Kräfte an der Macht, und sie gehen auf ihre Weise vor. … Davon zeugt auch die Entwick­lung der Situation um Manbidsch, wo die Kurden, hinter denen die USA stehen, einen Teil des Terri­toriums den syrischen Regierungstruppen überlassen haben“. (http://sptnkne.ws/dK7f) – Für letztere Einschätzung spricht, daß beide Regierungen sich immer sozusagen im gleichen Schützengraben agierend empfanden, die irakische Seite jedoch seit der US-Invasion 2003 ganz offenbar anders lautenden US-Weisungen verpflichtet war.

Gegenüber as-Sûmariyya News konnte der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, berichten, es sei der irakischen Armee am heutigen Tag, dem 10.3.2017,  gelungen, die Stadtteile al-ʽÂmil I und II am linken (westlichen) Tigris-Ufer der Provinzhauptstadt zu befreien und dort die irakische Flagge zu hissen. Am Vortag, dem 9.3.2017,  hätten die Streitkräfte die Stadtteile al-Maʽlamîn und as-Sâ´îlû ebenfalls im Westteil von Mossul, zurückerobert wie die Dörfer al-Bîṭâr (al-Bitar), al-ʽAkîlât (al-Akilat) nahe der  al-Bâdûš- (Badusch) Zementfabrik. (http://sana.sy/?p=520262) – Zudem hätten  die irakischen Truppen in Süd-Mossul  30 IS-Frauen unterschiedlicher Nationalitäten festgenommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24714-is_terrormiliz_aus_weiteren_teilen_in_west_mossul_zur%C3%BCckgedr%C3%A4ngt)

Am Mittwochabend erschütterten zwei Detonationen das Dorf Ḥağâğ  (Hajjaj) etwa 20km nördlich von Tikrît 160 km nördlich von Bagdad). Zwei Suizidattentäter des IS zündeten ihre Sprengstoffgürtel bei einer Hochzeitsgesellschaft, wodurch mindestens 30 Menschen getötet und 26 verletzt  wurden.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24676-irak_mindestens_30_tote_bei_selbstmordanschlag_auf_hochzeit, http://sptnkne.ws/dJHj)

Zum türkischen Wasserkrieg gegen Syrien und den Irak s. hier unter dem Datum vom 7.3.2017!

Mit der völlig unterschiedlichen, aber einheitlichen Mainstream-MedienBehandlung der Befreiungsoperationen bzgl. Aleppo in Syrien und Mossul im Irak unter Beteiligung der US-geführten Koalition sowohl in Wortwahl als auch in der Beurteilung trotz der absolut vergleichbaren Situationen beschäftigen sich zwei lesenswerte Essays von Tilo Gräser: Tod in Aleppo als Anklage – in Mossul notwendiges Übel? Experte kritisiert Westen in: Die Blätter für deutsche und internationale Politik online: www.blaetter.de und die RT-Kolumnistin Polina Duchanowa mit ihrem Beitrag: Aleppo vs. Mossul: Die zwei Wahrheiten westlicher Medien in: http://sptnkne.ws/dHZ3.

Wie durch eine örtliche Quelle bekannt wurde, beschoß der IS bereits Anfang März vom Westteil Mossuls aus mit Giftstoffen versehene Raketen auf den Stadtteil ar-Rašadiyya in Ost-Mossul, wobei zwölf Personen mit entsprechenden Symptomen in Krankenhäusern behandelt wurden. Die Chemiewaffen,  gefährlicher als Chlor oder Senfgas kämen aus dem Ausland, gab der Chef des Informationszentrums der ira­kischen Volksmobilisierungskräfte Ḏū l-faqār al-Baladawî (Zu al-Fakkar al Baladawi) im Interview mit Sputnik Arabic an und erklärte: „Die USA leisten Beistand bei der Versorgung von Terroristen mit diesen Chemiestoffen. Gleichzeitig warnen sie die örtlichen Einwohner vor der Gefahr der Chemieangriffe und verbessern somit ihr Ansehen im Kampf gegen die Terroristen“. Doch seien diese Chemiewaffeneinsätze der Terroristen auch Mittel des Informationskrieges: „Zum ersten Mal setzte der Daesh Chemiewaffen, Chlor und andere Giftstoffe im Süden der Provinz Salah ad Din ein. Damals achteten die Uno und die internationale Gemeinschaft jedoch nicht auf die Ermittlungen der irakischen Seite, die Berichte einiger Medien sowie die Berichte der Verletzten über das Erlebte und die Art der erlittenen Verletzungen.“ Aber erst seit der Aktivität der US-geführten Allianz im Irak werde das Thema end­lich internationalen in den führenden Medien diskutiert und das, „Obwohl wir früher jedenfalls viele Daten darüber lieferten, dass der IS eine Vielzahl von Stoffen für die Erzeugung von Chemiebomben zur Verfügung hat“.  (http://sptnkne.ws/dJy5)

Im Westteil von Mossul wurde derweil ein unterirdisches IS-Trainingslager, eingerichtet in einem Eisenbahntunnel des 20. Jh. von 500m/Länge, 6,5m/Höhe und 4,5m/ Breite entdeckt. Ausgestattet war er mit Hindernisbahn, Schießstand, Kaserne, einem Raum zur propagandistischen Schulung und einem Gebetsraum (Moschee). Der Stützpunkt war beidseits verbarrikadiert und an den Wände mit einschlägigen IS-Parolen überzogen. (http://sptnkne.ws/dJdw)

Im Westteil von Mossul wurde derweil ein unterirdisches IS-Trainingslager, eingerichtet in einem Eisenbahntunnel des 20. Jh. von 500m/Länge, 6,5m/Höhe und 4,5m/ Breite entdeckt. Ausgestattet war er mit Hindernisbahn, Schießstand, Kaserne, einem Raum zur propagandistischen Schulung und einem Gebetsraum (Moschee). Der Stützpunkt war beidseits verbarrikadiert und an den Wände mit einschlägigen IS-Parolen überzogen. (http://sptnkne.ws/dJdw)

Spezialeinheit der bundspolizei, Photo: pars today

Spezialeinheit der Bundespolizei, Photo: pars today

Am 7.3.2017 informierte der Befehlshaber der Befreiungsoperation von Mossul, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, as-Sûmariyya News darüber, daß die vereinten Streitkräfte im Westteil von Mossul dem IS nun auch die Kontrolle über Hauptfiliale der Zentralbank, die Gebäude der Provinzialregierung von Nînawâ durch Erstürmung durch eine Spezialeinheit der Bundespolizei sowie über das Archäologische Museum abgerungen hätten. Der Sprecher der Eliteeinheit, Oberstleutnant ʽAbdulamîr al-Muḥammadâwî, ergänzte, daß auch das Gebäude, in dem das sog. al-Muḥkama ar-Ra´îsiyya , das Hauptgericht des IS, untergebracht war, erobert worden sei. Darin hatten die selbsterklärten IS-šarîʽa-Richter die vielen grausam-drakonischen Strafen verhängt wie z.B. Steinigungen, das Herabstürzen von Verurteilten von den Dächern hoher Gebäude und das Abhacken von Händen. Die erwähnten Bauten befinden sich in demselben Areal, in welchem am Vortag schon die schnellen Reaktionskräfte erfolgreich zugeschlagen hatten (vgl.u.). Damit gilt die Verteidigungslinie der Extremisten als durchbrochen. (http://sana.sy/?p=518612)

Die persische Agentur Fars meldet, daß der IS – wie auch in Syrien – das Vorrücken der Armee so gut wie möglich zu behindern versucht, durch Verminung, Einsatz von Suizidattentätern mit Autobomben und durch Scharfschützen, die sich in den engen Gassen der Altstadt von Mossul versteckt halten. (http://sptnkne.ws/dHEP).

Über die katastrophale Lage der Bewohner von Mossul, denen Lebensmittel, Medikamente und Wasser fehlen, und die vom IS an der Flucht gehindert und als menschliche Schutzschilde mißbraucht werden wie zuvor im syrischen Aleppo, informieren – teils mit Videos – z.B.: https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/03/06/mosul-suffering-of-civilians-caused-from-airstrikes-by-us-led-coalition-neglected-by-western-media/ sowie http://sptnkne.ws/dHte und http://sptnkne.ws/dHvv. S.a. die UN-Berichte dazu (vgl.u.). Im Gegensatz zur Situation in Syrienunternähmen jedoch laut Russia Today-Korrespondent Murat Gasdijew die irakische Armee und deren Verbündete so gut wie nichts, um den Menschen zur Flucht zu verhelfen. Und leider führten das irakische Militär wiedie US-geführte Koalition Luft- und Artillerieschläge gegen die Extremisten ohne Rücksicht auf die Zivilisten in der Gegend. (http://sptnkne.ws/dHvv).

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî kam am Di., 7.3.2017, erstmals seit der Eroberung der Provinzhauptstadt 2014 Mossul besuchen, wie as-Sûmariyya News meldet. Er will sich möglichst nahe vor Ort mit dem Lauf der Befreiungsoperation vertraut machen. (http://sptnkne.ws/dHMy)

Irakischer Kampfverband, Photo: SANA

Irakischer Kampfverband, Photo: SANA

In einer kurzen Erklärung gegenüber as-Sûmariyya News gab der Befehlshaber, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, am 6.3.2017 bekannt, daß die Truppen im Kampf gegen den IS wieder die Kontrolle über den Stadtteil aṣ-Ṣamûd und mit der Freiheits-Brücke (Ğisr al-Ḥuriyya, vgl.u.) am rechten [d.i. westlichen] Tigrisufer von Mossul zurückerlangt haben. Die Freiheits-Brücke führt mitten ins Stadtzentrum, welches der IS von Süden her kontrolliert. Sie ist die zweite gesicherte Brücke nach jener, die während des am 19.2.2017 beginnenden Angriffs im Süden des Westteils von Mossul zurückerobert wurde. – Am Vortag, dem 5.3.2017, hatten sich dem Kommandeur zufolge  die vereinten Streitkräfte in vier Stadtteile vorgekämpft, wobei die Bundespolizei und die schnelle Abwehrtruppe die Stadtteile ad-Dindân und ad-Duwâsa stürmten während die  Anti-Terror-Kräfte in die Stadtteile aṣ-Ṣamûd  und Tal ar-Rumân vorstießen. (http://www.sana.sy/?p=518087)

Am Samstagmorgen konnte die Armee einen ISAngriff auf die Stadt ar-Ruṭba (vgl.u.) in der westlich gelegenen Provinz al-Anbâr zu vereiteln wie as-Sûmariyya News berichtet. Die Stadt sei von Zeit zu Zeit immer wieder Terroranschläge von extremistischen Organisation ausgesetzt. Derweil eliminierte die Bundespolizei rechtzeitig einen Suizidattentäter auf dem  rechten [d.i. westlichen] Ufer von Mossul. (http://sana.sy/?p=517306)

Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, der Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Nînawâ“, verkündete am 3.3.2017, die Befreiung des Stadtteils Wâdî Ḥağar am rechten Tigrisufer (Westteil) in Mossul. Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî hatte zuvor schon von Fortschritten im Bereich der 4. Tigrisbrücke berichtet. (http://sana.sy/?p=517039)

Südlich von Mossul entdeckten örtliche Aktivisten wieder ein Massengrab. Die 15 Skelette stammten  wahrscheinlich von Ermordeten des IS per Erschießung. (http://sptnkne.ws/dEX2)

Immer mehr Bewohner von Westmossul fliehen aus dem umkämpften Gebiet. Von den ca. 750.000 Personen, die sich möglicherweise dort noch aufhalten sind laut dem Minister für Flüchtlingsangelegenheiten in den letzten zehn Tagen ca. 26.000 Flüchtlinge registriert worden, was bedeutet, daß noch sehr viel mehr zu erwarten sind. Doch reichen die Kapazitäten der Notunterkünfte  laut UNO-Schätzungen  gerade einmal für 85.000 Menschen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24414-26.000_iraker_aus_westmossul_geflohen) Der Westteil Mossuls beinhaltet die historische Altstadt mit enger Bebauung, den alten Märkten, der großen Mo­schee und bedeutenden Regierungsgebäuden. Damit sind die Straßenkämpfe besonders schwierig, die Verwendung schwerer Rüstungstechnik ist daher ausgeschlossen. Auch das ummauerte Ausgrabungsgelände des antiken Ninive befindet sich innerhalb der Stadtgrenzen im Westteil.

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, gab am Mi., 1.3.2017, eine Presseerklärung ab, in der er den jahrelangen –von manchen Regierungen nicht entsprechend gewürdigten – Kampf der beiden Staaten, des Iraks wie Syriens, gegen den Terrorismus herausstellte, der gerade nicht nur diese Staaten bedrohe und somit generell Priorität haben müsse. Wörtlich bemerkte er: „we strike terrorism wherever it exists in cooperation with our neighbor Syria” und fügte hinzu: “we are the ones who have been fighting terrorism for years regardless of states’ positions towards it, and any understanding from states of the danger posed by terrorism and the priority of fighting it is welcome.” Im Hinblick auf die Türkei warnte er, daß der Terrorismus eine Gefahr für einen jeden  werden könne.  (http://sana.sy/en/?p=101147)

Angesichts der vermehrten Niederlagen des IS auch in Mossul, seiner letzten großen Bastion im Land, soll deren selbsternannter Kalif Abû Bakr al-Baġdâdî eine „Abschiedsrede“ an seine Anhänger gerichtet haben, wie as-Sûmariyya berichtet. Dabei habe ererläutert, was mit der Gruppierung passiert“, so der Informant der Agentur aus der Provinz Nînawâ und dezidiert die Mißerfolge der letzten Zeit in der Provinz wie anderswo angesprochen. Die Mitstreiter rief er daher auf, sich – wie meist in solchen Fällen [vgl. Tadmur und Dair az-Zaur !] – im Gebirge zu verschanzen. (http://sptnkne.ws/dEKS)
Kritisch gesehen wird diese sog. „Abschiedsrede“ – außer von den Blogbetreibern – auch hier: http://sptnkne.ws/dEYm, http://sptnkne.ws/dFc9

Wie schon in Syrien mißbraucht der IS nun auch im Irak Haustiere, um Bombenanschläge zu verwirklichen. So bemerkten etliche die Armee unterstützende Milizen während eines Gefechts, wie ein niedlicher Hundewelpe, versehen mit genügend Sprengstoff, die Frontlinie in ihre Richtung überquerte. Der Sprengsatz sollte per Fernzünder zur Detonation gebracht werden, was die irakischen Kämpfer jedoch noch rechtzeitig verhindern konnten. „Was hat dieses Tier verbrochen? Jetzt fangen die IS-Tölpel sogar Tiere ein, um diese  gegen uns zu schicken“, kommentierte einer der Männer den Vorfall. (http://sptnkne.ws/dDUj)

Infolge der Detonation zweier Bomben nahe des Stadions im südlichen bagdader Stadtteil aš-Šuhadâ´ kam am Di., 28.2.2017, eine Person ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Man vermutet den IS hinter dem Anschlag. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24348-explo- sion_s%C3%BCdlich_von_bagdad_hinterl%C3%A4sst_1_to- ten_und_4_verletzte)

Der Nahost-Beauftrage des russischen Präsidenten, Michail Bogdanow, bemerkte bei der Konferenz zum Thema „Nahost: Wann beginnt das Morgen?,  Rußlandwirkt mit den Irakern bei der Bekämpfung des IS eng zusammen – sowohl im Irak als auch im benachbarten Syrien“. Dies geschehe im Rahmen des seit längerem in Bagdad einge­richteten Informationszentrums (vgl.u.). Dabei steigere die russische Waffen- und Kampftechnik deren Gefechtsfähigkeit.  – Seit dem Jahr 2012 kaufte die Regierung in Bagdad Waffen aus Rußland in großen Mengen, darunter neue Waf­fen und solche aus Depots des russischen Verteidigungsministeriums, nämlich:   u.a. 13 Erdkampfflugzeuge Su-25, 28 Hubschrauber Mi-35M, 15 Hubschrauber Mi-28NE, mehrere Hubschrauber Mi-17, Fla-Raketenkomplexe Igla-S, 48 Fla-Raketensysteme Pan­zir-S1, 12 schwere Flammenwerfer-Systeme TOS-1A und Panzer T-72B, dazu große Mengen an Munition, Pioniergerät und Schützen­waffen. die Kurden erhalten ihre Bewaffnung über die Zentralregierung, aus russischen Beständen z.B. Flakartillerieanlagen SU-23-2 und große Men­gen an Munition. (http://sptnkne.ws/dDFd)

Im Raum von Ḫasaf (Khasf) nahe der Verbindungsstraße Mossul-Bagdad fanden irakischen Behörden laut The Telegraf vom Sa., 25.2.2017, das bisher größte Massengrab von ca. 4.000 IS-Opfern gefunden. Unmittelbar nach Besetzung von Mossul 2014 hätten gemäß Augenzeugen IS-Terroristen Lastwagen voll mit Gefangenen – v.a. Sicherheitskräften – zu einem natürlichen trichterartigen Landschaftseinschnitt gebracht, die Menschen erschossen und die Leichen dort abgeladen. Erst 2015 sei der Trichter zugeschüttet worden. (http://sptnkne.ws/dDbS)

Die Anti-Terror-Kräfte konnten am 24.2.2016 auch wieder das Militärlager al-Ġazlânî (vgl.u.) vom IS zurückerobern. Die Luftwaffe erreichte zudem die Außenbezirke von West-Mossul. (http://sana.sy/?p=513820)

Nach einem Großangriff von mehreren Seiten wurde der Flughafen von Mossul durch die vereinten Streitkräfte des Landes aus der IS-Besetzung zurückerobert, nachdem deren Barrikaden überrannt worden waren. Polizei und schnelle Eingreiftruppen mit Unterstützung der Luftwaffe und schweren Artillerie vernichteten den größten Teil der IS-Befestigungsanlagen. Die Erklärung hierzu wurde am Do., 23.2.2017, morgens im Staatsfernsehen verlesen.  (http://sana.sy/?p=513820, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24148-irakische_streitkr%C3%A4fte_befreien_flughafen_in_mossul)

Wie Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat mitteilte, zogen sich die IS-Terroristen aufgrund des Vorstoßes der irakischen Armee vom Flughafen in Mossul zurück. Zuvor war das Gebiet am Dienstagmorgen schweren Bombardements ausgesetzt, die immense Schäden zur Folge hatten. Anschließend kam es zu harten Gefechten mit dem IS, die schließlich zum Rückzug der Terroristen führten. Bei einem Drohnen-Angriff der Armee sei am Flughafen auch der IS-Kommandeur mit Kampfnamen Abû ʽAbdullâh getötet worden. Zudem konnte das strategisch bedeutsame Dorf al-Sahaji (?) befreit werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24070-is_terrori- sten_fliehen_von_flughafen_in_mossul_nach_irakischer_milit%C3%A4r-operation)
An den den derzeitigen Operationen in West-Mossul nehmen die Armee, die Bundespolizei, Anti-Terror-Einheiten wie die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî teil, nicht jedoch Pîšmarga-Kräfte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24110-peschmerga_k%C3%A4mpfer_neh- men_nicht_an_befreiungsoperation_f%C3%BCr_mossul_teil)

Nach Mitteilung des Kommandanten der Krisenreaktionskräfte, Generalmajor Ṯâmir Muḥammad, gegenüber der irakischen Nachrichtenagentur am Mo., 20.2.2017, gelang es der Armee, Dutzende Dörfer auf der rechten Uferseite des Tigris im Umkreis von Mossul vom IS zu befreien. Er fuhr fort: „Die irakischen Sicherheitskräfte beendeten die Säuberung der Dörfer al-ʽAḏba und al-Lazâka und näherten sich dem Dorf al-Kâfûra, sie eliminierte 23 Terroristen und nahmen eine große Anzahl von Waffen und Munition an sich.“ Laut dem Bundespolizeichef, Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat, wurden zudem fünf IS-Stellungen in al-ʽAḏba mitsamt Heckenschützen  eliminiert und in Richtung al-Kâfûr (sic!) vorgerückt.  Der Kommandant der Ninive-Operationen, Generalmajor Nağim al-Ğubûrî, informierte darüber, daß bei der Befreiungsschlacht um das Dorf al-Lazâka sechs IS-Anführer zur Strecke gebracht wurden. Gemäß dem Kommandanten der Operation „Wir kommen, Nînawâ“  erlangte die Bun­des­polizei die Kontrolle über den Bereich „Saiṭra al-ʽAqarib“ zurück und über den Dörfern al-Kâfûr, al-Ğamâša und al-Bağwârî wurde die irakische Flagge gehißt. Befreit wurden gemäß Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, dem Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Nînawâ“, auch die Dörfer Ḥussainiyya und aš-Šaiḫ Yûnis, al-Ḥarâkiyât und Tal Kîṣûm; die Tête  der Armee stieß dabei bis zum Rand der ʽAṭšân-Bergkette vor.  Unter Armekontrolle kamen auch die Dörfer al-Kann­ṭîra und al-Ubaiḍ südlich von al-Bûsîf.

Andererseits kam bei der Detonation einer Bombe am Straßen­rand im Gebiet von as-Sayyid ʽAbdullâh südlich von Bagdad ein Bürger ums Leben, weitere vier wurden verwundet. (http://sana.sy/?p=511402)

Am Rand der Münchener Sicherheitskonferenz trafen sich am So., 19.2.2017, Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm und der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow. Maʽṣûm bekundete das Interesse seines Landes am Ausbau politischer, militärischer und wirtschaftlicher Zu­sammenarbeit wie an russischen Investitionen in die Wirtschaft des Landes  und seinen Erdölsektor. „Der Präsident bekräftigte den Wunsch der Republik, das Engagement russischer Firmen bei der Entwicklung der Landwirtschaft sowie in der Industrie und im Erdölsektor zu fördern“, in formierte das Prä­sidialamt. Bogdanow bedankte sich für dieses „herausragende Interesse“.  Im Kampf gegen den IS  betonte der Staatspräsident die Notwen­dig­keit von mehr Datenaustausch und Koordinierung bei der Vernichtung des IS und seiner Zellen außerhalb des Iraks, die die Region wie die ganze Welt gefährdeten. (http://sptnkne.ws/d9Wj)

As-Sûmariyya News berichtet von einer Massenevakuierung der IS-Familienmitglieder aus dem westlichen Mossul aufgrund der gestarteten Armee-Operation (vgl.u.) von S und SW her. Vordringliche Ziele seien das Militärlager al-Ġazlânî und der Luftwaffenstützpunkt. In Mossul soll es gleichzeitig zu immer mehr Übergriffen der Bevölkerung auf IS-Leute kommen.  (http://sptnkne.ws/d9VR)

Während seiner vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Rede vom So., 19.2.2017, erklärte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî:Wir verkünden den Beginn der neuen Phase der Operation. Wir kommen, um den westlichen Teil von Mosul zu befreien„. Er setzte hinzu: „Unsere Einsatzkräfte sind dabei, Operationen zur Befreiung der Bürger aus den Klauen der Terroristen zu beginnen„. Kampfflugzeuge der irakischen Luftwaffe haben bereits Millio­nen an Flugblättern über West-Mossul abge­worfen, um die Bürger über die Operationsziele zu informieren. Man geht davon aus, daß die föderale Polizei mit Angriffen auf IS-Stellungen am Flughafen im Süden der Provinzhauptstadt westlich des Tigris beginnt. – Im vorhergehenden Gespräch mit dem britischen Außenminister Boris Johnson am Rande Münchener Sicherheitskonferenz tags zuvor hatte er zudem die Bedeutung der Fortsetzung der internatio­nalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Terrorismus betont.  (http://sana.sy/?p=511007, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23934-iraks_premierminister_befreiungsoffensi-ve_im_westteil_von_mossul_begonnen)

Wegen mangelnder Sicherheit hat der IS im Bezirk Tal ʽAfar, westlich von Mossul, für den 17.2.2017 die Abhaltung der Freitagsgebete abgesagt. (http://babil24.com/ar/details.aspx?id=54279&page=%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D9%8A%D8%B1%D8%AA%D8%B9%D8%B4–%D8%A7%D9%84%D8%AA%D9%86%D8%B8%D9%8A%D9%85-%D9%8A%D9%84%D8%BA%D9%8A-%D8%B5%D9%84%D8%A7%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%AC%D9%85%D8%B9%D8%A9-%D9%84%D9%87%D8%B0%D8%A7-%D8%A7%D9%84%D8%B3%D8%A8%D8%A8

Am Donnerstagnachmittag detonierte erneut eine Autobombe des IS im südlichen Bagdader Stadtteil al-Bayya (AL-Bayaa, AL-Bia). Dabei kamen mindestens 48 Personen ums Leben –  die Zahl könnte noch steigen; zudem brannten Autos aus und wurden Gebäude zerstört. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23858-bombenan- schlag_in_bagdad_hinterl%C3%A4sst_50_tote_und_dutzende_verletzte, s.a. http://sptnkne.ws/d8Be)

Zeugen aus Mossul  berichteten, der IS habe am Mi., 15.2.2017, unter Vorgabe, die Beschuldigen hätten mit irakischen Sicherheitskräften  zusammengearbeitet, 13 Personen in einen Käfig sperren und daraufhin ertränken lassen. (http://babil24.com/ar/details.aspx?id=54264&page=%D9%85%D8%A7-%D8%AA%D9%87%D9%85%D8%AA%D9%87%D9%85-%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D9%8A%D8%B9%D8%AF%D9%85-13-%D8%B4%D8%AE%D8%B5%D8%A7-%D8%A8%D8%A7%D8%BA%D8%B1%D8%A7%D9%82%D9%87%D9%85-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%A7%D8%A1) – Da illustrierende, hier leider nicht einkopierbare Photo sieht allerdings nach einem Fake aus.

In Bagdad kam es zu zwei Anschlägen: einmal detonierte eine Autobombe im Stadtteil aṣ-Ṣadr am Nachmittag, wobei mindestens 15 Menschen starben. Infolge einer weiteren Explosion im östlichen Stadtteil al-Ḥabîbiyya seien ca. 50 Personen verletzt worden sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23828-mindestens_15_tote_und_50_verletzte_bei_bombenanschlag vom 15.2. 2017)

Geschäft in Bagdad mit Valentinstagsartikeln, Photo: AFP

Geschäft in Bagdad mit Valentinstagsartikeln, Photo: AFP

Ein IS-Kämpfer in Mossul ereiferte sich nach Gesprächen Jugendlicher anläßlich des Valentinstages am 14.2.2017, der im Arabischen ʽÎd al-Ḥubb (d.i. Fest der Liebe) heißt, dermaßen, daß er laut Bericht von babil24.com/ar, in einer Moschee im IS-kontrollierten Westen von Mossul zuerst eine flammende Predigt gegen das – seiner Ansicht nach – „Fest der Unzucht“ hielt und das Fest verbot. Zur Abschreckung für solche, die das Fest vielleicht gerne begangen hätten, holte er dann einen der Teddybären hervor, die aus diesem Anlaß gerne verschenkt werden, schnitt ihm den Kopf ab und  drohte, Zuwiderhandelnden  werde es genau so ergehen.  Auch das Tragen roter Kleidung – selbst für Babys – sei gemäß einer Meldung von as-Sûmariyya News untersagt. (http://sptnkne.ws/d734, s.a. (http://sptnkne.ws/d729) – Im im säkularen Syrien dagegen hat man kein Problem beim Begehen des ʽÎd al-Ḥubb. (http://sptnkne.ws/d74Z)
Nach Auffindung der ursprünglichen Webseite ergab sich, daß der reguläre IS-Prediger beim Freitags-ṣalât die Aktion im Voraus in der Moschee durchgeführt hatte.  darüber hatte eine lokale Quelle am Mo., 13.2.2017, berichtet.(http://babil24.com/ar/details.aspx?id=54192&page=%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D9%8A%D8%B3%D8%AA%D8%A8%D9%8A%D8%AD-%D8%A7%D9%84%D8%AF%D9%85%D8%A7%D8%A1-%D9%88%D9%8A%D8%AD%D8%B1%D9%85-%D8%A7%D9%84%D9%84%D9%88%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AD%D9%85%D8%B1-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%88%D8%B5%D9%84)
Anmerkung:  Mit diesen drastischen Verboten  steht der IS nicht alleine. In etlichen islamischen Ländern (besonders streng in Saudi-Arabien) ist die Begehung des Valentinstags (mit Verbannung alles Roten, entsprechender Bräuche und Geschenkartikel) verboten, in anderen zumindest verpönt.  Gemäß überkommenem klassischen Islamischem Recht ist es den Gläubigen (i.e. Muslimen) untersagt, Nichtmuslime nachzuahmen. Hierzu gibt es zahlreiche Ḥadîṯe und fatâwâ (Fatwen); vgl. etwa: Riyâd aṣ-Ṣâliḥîn, Kap.40; Juynboll 1910, S.352; www.islam-qa.com/ar/ref/13759 und die Mitteilung des Islamischen Zentralrats der Schweiz: http://www.izrs.ch/weshalb-muslime-keinen-valentinstag-feiern-sollten.html.

Mit einem Kredit der staatlichen deutschen Förder- und Entwicklungsbank KfW stellt die BRD dem Irak zum Wiederaufbau der Schlüsselinfrastrukturen in den im Kampf gegen den IS geschädigten Gebieten 500 Millionen € zur Verfügung. „Wir wollen die irakische Regierung bei der Wiederherstellung öffentlicher Infrastruktur unterstützen, damit die Menschen, die vor dem IS-Terror fliehen mussten, nach Hause zurückkehren können„, erklärte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) dazu in Berlin. (http://parstoday.com/de/news/germany-i23760-deutschland_leiht_irak_halbe_milliarde_euro_f%C3%BCr_wiederaufbau vom 14.2.2017)

ʽIrâqî Media Network meldete aus einer Erklärung des Verteidigungsministeriums, die Streitkräfte hätten einen IS-Angriff auf  aš-Šaiḫ ʽAlî und im Gebiet al-Ḥarâriyât nahe der Stadt Baiğî Armee in der nördlichen Ṣalâḥuddîn-Provinz unter beträchtlichen Feindverlusten vereitelt.
Laut Polizeiauskunft kam infolge der Detonation einer am Straßenrand angebrachten Bombe in  Ḫân ârî im Umkreis von Abû Ġuraib westlich von Bagdad ein Passant zu Tode, weitere drei wurden verletzt.
Schon am Vortag (11.2.2017) waren bei verschiedenen Anschlägen im Irak drei Personen getötet und acht verwundet worden.
Nach Mitteilung des Bagdader Operationskommandos waren im Hauptstadtgebiet durch Sicherheitskräfte im südlichen al-Bûḥaba 4 Sprengkörper und drei Mörsergranaten verschiedener Kaliber sowie in al-Muftiyya und al-Ḥaṣâmît 163 Mör­ser­granaten und Sprengkörper verschiedener Kalibergefunden worden. (http://sana.sy/?p=508167)

Am Sa., 11.2.2017, führten US-Präsident Trump und Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî ein Telefonat. Trump habe die Unterstützung Washingtons für Bagdad hervorgehoben und erklärt, die USA stünden im Krieg gegen den IS an der Seite des irakischen Volkes. Hierzu sei eine Erhöhung der Anzahl an US-Militärs im Irak notwendig. Auch habe er den Tod so vieler Iraker im Kampf gegen die Terroristen bedauert. Derzeit befänden sich ca. 4 500 US-Soldaten im Irak.

Al-ʽAbâdî teilte laut Agentur Reuter mit: „Der Irak strebt die Beibehaltung seiner nationalen Interessen an und will nicht Teil irgendwelcher regionalen und internationalen Konflikte werden, was zu Katastrophen in der Region und im Irak selbst führen kann“. Während das Weiße Hauses verlauten ließ,  es sei auch über die Gefahr, die der Iran für die gesamte Region darstelle, gesprochen worden, fehlte dieser Punkt in der offiziellen Pressemitteilung der irakischen Präsidialverwaltung. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23649-trump_wir_werden_mehr_truppen_in_den_irak_entsenden , http://sptnkne.ws/d5ZE) – Letztere Diskrepanz erklärt sich wohl daraus, daß der Iran Partner im Counterterrorismus u.a. auch bzgl. des IS sowohl der syrischen wie auch der irakischen Regierung ist.

Mit großem Protest nahm das irakische Parlament die britische Entscheidung zur Beendung der Ermittlungen über Menschenrechtsverletzungen britischer Militärs im Irak auf.  Nach Aussage des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Landesparlament, ʽAbdulbârî  Zâbārī (Abdul Bari Zebari), im Interview mit as-Sûmariyya News vom Sa., 11.2.2017, sei dies eine Verachtung der Rechte des irakischen Volkes.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23643-bagdad_protestiert_gegen_been-dung_des_strafverfahrens_%C3%BCber_verbrechen_britischer_soldaten_im_irak)

Terroranschläge vom 9. und 10.2.2017:
Infolge eines Angriffs durch einen ISSuizidattentäter in einem Restaurant des Stadtteils az-Zuhûr im östlichen [befreiten] Teil Mossuls kamen laut Mitteilung von irakischen Militärs fünf Menschen ums Leben, weitere 124 wurden verletzt. Dasselbe ereignete sich bei einem Checkpoint im Stadtteil an-Nûr, bei dem vier Personen ihr Leben ließen und sieben Verwundungen davon trugen – hierbei handelte es sich teils um Soldaten, teils um Bürger.
Am Vortag  wurden zwei Soldaten getötet und dieselbe Anzahl verletzt durch  die Detonation einer Autobomben nahe einer bei einem Sicherheitspunkt südlich von Falûğa. (http://sana.sy/?p=507586)

Über verstärkte Anwerbemaßnahmen seitens des IS infolge seiner fortdauernden Niederlagen wurde schon mehrfach berichtet. Jetzt wurde gemeldet, daß in Mossul allein an zwei Tagen Anfang der Woche mindestens 45 Zivilisten durch die Terroristen erschossen wurden, die sich einer Anwerbung widersetzten und zu fliehen versuchten. Das hätten Anwohner bestätigt. „Die Kämpfer wissen, dass ihre Tage gezählt sind, deshalb wollen sie so viele Menschen wie möglich töten, bevor sie eine Niederlage erleiden“, meinte ein Bürger dazu. Im durch den Tigris abgetrennten Westteil der Provinzhauptstadt, der noch unter IS-Kontrolle steht, lebten laut UN-Angaben ca. 780.000 bis 800.000 Zivilisten. (http://sptnkne.ws/d4QR vom 9.2.2017)

Der Nationale Sicherheitsberater, Fâliḥ al-Fayâ, erklärte im Interview mit der libanesischen Tageszeitung al-Aḫbar  beide Staaten, der Irak wie Syrien bekämpften denselben Feind, den IS. Da sei eine bessere Koordination untereinander nur förderlich.  Das gelte auch für die Überwachung der Terroristenbewegungen über die gemeinsame Grenze etc. Auch sollten weitere befreundete Regierungen in der Abwehr des Terrorismus zugezogen werden, da ein vereinter Kampf, auch was den Informationsaustausch betreffe immer effektiver sei. Die jüngsten Besuche in Damaskus (vgl.u.) seien da schon ein  positives Signal gewesen, die Kontakte sollten aber intensiviert werden.
Zur Befreiung von Mossul äußerte er, die Verzögerung der Operation habe taktische Gründe: während die Phase eins vergleichsweise schnell abgelaufen sei, brauche Phase zwei Zeit, damit die Infrastruktur nicht so sehr (vgl.u.) unter Zerstörungen leide. Die Befreiung des Westteils der Stadt werde bald eingeleitet werden.
Hinsichtlich der türkischen Intervention im Nordirak (vgl.u.) bemerkte er, daß diese ohne Zustimmung der Regierung erfolge und daher widerrechtlich und unerwünscht sei. Sie sei ein Spiegelbild dessen, was sich in der Türkei derzeit abspiele und offenbare die Natur des Regimes in Ankara, die jedoch zum Scheitern verurteilt sei. ebenso kritisierte er das Âl-Saʽûd-Regime, dessen auf Konfrontation ausgerichtete Politik sich ja auch im Jemen zeige. (http://www.sana.sy/?p=507054)

Am Mittwochabend, 8.1.2017, wurde laut Meldung von as-Sûmariyyya News Bassem al-Safi [Bassâm aṣ-Ṣâfî], ranghoher Kommandeur der irakischen Ḥizbullâh, bei einem Anschlag Bewaffneter auf sein Auto in der Stadtmitte von al-Baṣra ermordet. Auch sein Begleiter wurde verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23579-terror-akt_ranghoher_kommandeur_der_irakischen_hisbollah_get%C3%B6tet) – Die Ḥizbullâh bekämpft wie in Syrien zusammen mit der Armee den IS.

Nach Rückeroberung des Campus durch die Armee Ende Januar (vgl.u.) konnte nun bestätigt werden, daß Spezialisten des IS in der Universität von Mossul das Giftgas Iprit (d.i. Senfgas) zum Kampfeinsatz hergestellt haben. Sie bedienten sich dabei der dort vorgefundene Chemikalien und Einrichtungen. (http://sptnkne.ws/d4mu vom 8.2.2017)

Aus einem Bericht der Quilliam Foundation geht hervor, daß der IS die Anwerbung unter Flüchtlingskindern intensiviere, besonders in Lagern des Libanon und in Jordanien. Die Kinder seien unter den schwierigen Bedingungen, unter denen sie leben müßten,  leichte Opfer. Zunächst würden sie mit Lebensmitteln und Geld angelockt, dann erfolge eine intensive Gehirnwäsche, nach der die Jugendlichen wie besessen von der extremistischen Ideologie seien, erklärt Nikita Malik, eine der Berichtsverfasserinnen. Sie konstatiert: „Ihre Methoden der Anlockung sind äußerst effektiv, besonders wenn es sich um Jugendliche handelt, die keine Familie mehr haben“. Gerne würden diese Neuangeworbenen auch für Attentate im Ausland eingesetzt, wobei der IS enge Verbindungen zu Flüchtlingsschleppern unterhalte. (http://sptnkne.ws/d3Su vom 7.2.2017)

Über die grausamen „Disziplinierungsmaßnahmen“ des IS für „widerspenstige“ Bürger von Mossul spricht eine anonym bleiben wollende 20-jährige Juristin im Interview mit Sputnik . Bei der Zwangseinführung ihres islamischen Reglements wahhâbitischer Prägung setzen die Extremisten vor allem auf brutale abschreckende Strafmaßnahmen. Zwei kleine Mädchen (unter 10 Jahre alt!) wurden wegen einer Lappalie ergriffen, ihre Eltern sollten wählen, ob ihre Kinder wegen ihrer Verfehlungen ausgepeitscht oder gebissen würden. Nachdem die Eltern hofften, letzteres sei weniger schlimm, kam jedoch  eine Art Fangeisen mit Metallzähnen zum Einsatz, das tiefe Fleischwunden verursachte  – die Mädchen verbluteten. Doch auch die harten Auspeitschungen überlebten viele nicht. Von den gravierenden psychischen Auswirkungen solcher Demütigungen wolle man gar nicht erst reden. IS-Aufseher stünden an jeder Ecke und überwachten das äußere Erscheinungsbild von Männern und Frauen. Ihnen entgehe nichts. „Ständig schreien sie die Frauen an: Warum hast du dich geschminkt? Wo sind deine Handschuhe? Bedecke dein Gesicht mit noch mehr Stoff!“, berichtet die Juristin. „Auch Männer wurden streng kontrolliert. Sie dürfen sich nicht rasieren. Rauchen ist eine Todsünde.“  wer gar Kritik übe an den Vorgehensweisen der Extremisten, dem werde mit Nadel und Faden der Mund zugenäht. Tag und Nacht lebe man in Angst. Daher trauten sich die meisten kaum mehr aus ihren Wohnungen heraus. „Und dann sind da noch die dichten Rauchschwaden über der Stadt. Die kommen von brennendem Öl. Öl ist die wichtigste Einnahmequelle für die Terroristen. Aber wegen der Kämpfe brennen viele Öl­quellen und können nicht gelöscht werden. Deswegen erstickt die Stadt im dichten Qualm“, hieß im Bericht weiter. (http://sptnkne.ws/d3sF) – Zu Grausamkeiten der Terroristen und ihrer Beurteilung nach Islamischem Recht vgl.!

Nachdem sich nach Absetzung der von den Muslimbrüdern dominierten ägyptischen Regierung unter Mursî die Beziehung zum säkularen Syrien wieder gut entwickeln, hat Saudi-Arabien als Heimat des Wahhâbismus im Oktober 2016 die Öllieferungen nach Ägypten eingestellt. In diese Lücke stößt nun die irakische Regierung. Eine Vereinbarung über regelmäßige Lieferungen nach Ägypten steht bevor, wie der ägyptische Ölminister gemäß al-Yaum as-Sâbiʽa mitteilte (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23311-irak_ersetzt_saudi_arabien_bei_%C3%96l_export_nach_%C3%84gypten)

Der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd Müller traf am Do., 2.2.2017, zu seinem zweitägigen Besuch in Arbîl (Erbil) im kurdischen Autonomiegebiet des Irak ein, um mit dem trotz langem Ablauf seiner Amtszeit als Präsident nicht von seinem Posten weichenden Masʽûd Barzânî (Masoud Barzani) und  dem Ministerpräsidenten Nêçîrvan Barzânî (Nechirvan Barzani) zusammenzutreffen. Neben dem Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen gehe es auch um die Lieferung von Waffen, die schließlich in IS-Händen landeten und u.a. deshalb in der BRD umstritten sind. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23305-bundesentwicklungsminister_im_nordirak) – Zum das irakische Kurdengebiet beherrschenden Familienclan Barzânî vgl.u.! Zur Kritik an den Waffenlieferungen s. http://sptnkne.ws/dz62.

Rußlands Außenminister Sergei Lawrow gab am Mi., 1.2.2017, während des Forums für Russisch-Arabische Zusammenarbeit bekannt: „Wir sind solidarisch mit dem irakischen Volk in dessen Kampf gegen den IS, unterstützen das scharfe Vorgehen der irakischen Regierung zur Übernahme der Kontrolle über die von Terroristen besetzten Territorien des Landes. Wir tragen zu diesem Kampf bei und stärken die Kampfbereitschaft der iraki­schen Streitkräfte, indem wir russische Waffen und Militärtechnik in den Irak liefern“.  Es sei wichtig, die Befreiungsoperation von Mossul zu vollenden, wobei aber der Schutz der Zivilisten nicht vernachlässigt werden dürfe.  (http://sana.sy/?p=503211, http://sptnkne.ws/dyET)

Der IS-Terrorist mit Kampfnamen Abū Sayyāf  (Abu Sayyaf), laut einem irakischen Journalisten „einer der am meisten gefürchteten Henker in Ninive. Er war bekannt wegen seines riesigen Wuchses und seiner starken Arme. Er war eines der berühmten Gesichter der IS-Propaganda­videos“, sei am Sonntagabend, 29.1.2017, in Mossul getötet worden wie verschiedene Blätter basierend auf ʽIrâqî News melden. Eine Sicherheitskraft gab an: „Eine unbekannte bewaffnete Gruppierung tötete am Sonntag den bekanntesten IS-Henker, den so genannten Abu Sayyaf“, während es nach anderen Mitteilungen hieß: „Er wurde nahe Mossul im Gebiet al-Dasawa in einen Hinterhalt gelockt. Er starb augen­blicklich an mehreren Messerstichen.“ (http://sptnkne.ws/dxRH)

Am Fr., 27.1.2017, erließ der neue US-Präsident Trump den Erlaß: „Über den Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen“, welcher verfügt, daß Bürger aus dem Irak, Iran, Jemen, Sudan, aus Libyen, Somalia und Syrien 90 Tage lang keine Visa erhalten (http://sptnkne.ws/dyhy). Das Pentagon fordert jedoch jene Iraker vom Einreiseverbot auszunehmen, welche bei und nach der US-Invasion von 2013 die US-Armee im Irak unterstützten. (http://parstoday.com/de/news/world-i23189-pentagon_fordert_ausnahmeregelung_f%C3%BCr_iraker_bei_einreiseverbot)

Während des moskauer Treffens einiger syrischer Oppositionsgruppen vom Fr., 27.1.2017, verdeutlichte der russische Außenminister Sergei Law­row, daß es sich nach der US-Invasion im Irak  2003  „genau um diejenigen Besatzer handelte, die eine Verfassung erarbeiteten und diese dann als kompromisslosen Text dem irakischen Volk aufzwangen“. Paul Bremer war  2003 unter der US-Administration von George W. Bush als Zivilverwalter für den Irak eingesetzt worden und sollte eine Reihe neuer Gesetze im Land einführen. Während  einer Sonntagmorgen-Nachrichtenshow teilte er damals mit, daß die USA dem Land eine neue Verfassung im Gegensatz zu jener unter Staatschef Ṣaddām Ḥussain geltenden [säkularen! Vgl. allein Flagge!] gäben. (http://sptnkne.ws/dwp7) – Damit verwundert es nicht, daß auch die von der Besatzung macht eingesetzte Übergangsregierung (vgl.u.) im Volk auf Ablehnung stieß.

Nach Mitteilung von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant der Operationen in Nînawâ und Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Ninive“ vom 27.1.2017, wurden in den letzten 100 Tagen  seit Beginn der Befreiungsoperation von Mossul 1.028 IS-Autobomben, 100 Drohnen, 312 Militärfahrzeuge  sowie 100 Boote des IS zerstört. die vereinten Streitkräfte – zusammengesetzt aus  Armee, Polizei, Anti-Terror-Einheit und der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî  – befreiten in jener Zeit 403 Dörfer und 87 Stadtviertel. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23013-befreiungsopera-tion_in_mossul_mehr_als_1000_is_autobomben_zerst%C3%B6rt)

Die Detonation eines Sprengsatzes, angebracht nahe eines belebten Marktes im Viertel al-Basâtîn im nördlichen Teil Bagdads,  kostete am Freitagnachmittag [27.1.2017] einem Bürger das Leben, drei weitere wurden verletzt. Eine Gruppe mit automatischen Waffen schoß in Yûsufiyya, im südlichen Teil der Hauptstadt um sich, tötete und verletzte auf diese Weise je einen Einwohner. (http://sana.sy/?p=501237)

In einer zweiten Rückkehrwelle seit Oktober 2016 sind tausende Binnenflüchtlinge  – mindestens 22000 der insgesamt 180.000 – wieder in den Ostteil von Mossul zurückgekehrt, wie die UNO informiert. Je Zwei Mal pro Woche werden die in den Flüchtlingslagern al-Ḫazar (Al-Khazer) und Ḥusn aš-Šâm (Husn al-Scham)  untergebrachten Personen zurückgeführt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22983-mossul_fl%C3%BCchtlinge_kehren_in_die_be- freiten_gebiete  vom 26.1.2017)

Durch eine Autobombenexplosion im aš-Šurğa-Bereich des ar-Ruṣâfa-Viertels im Zentrum von Bagdad wurden bislang elf Iraker getötet und ca. 30 weitere Personen verletzt.
Südöstlich der Hauptstadt detonierte ein am Straßenrand platzierter improvisierter Sprengsatz im Bereich an-Nahran, wobei ein Iraker starb und drei weitere verletzt wurden.
Im Süden Bagdads wurden durch ein Operationskommando in einem Versteck Raketen und weitere explosive Materialen gefunden. Auch konnten Sicherheits­kräfte westlich von Bag­dad einen Entführten  befreien und zwei seiner Entführer verhaften.
Der Kommandeur der 7. Armee-Division, Generalmajor  ʽAbduz-Zûbaʽî, informierte zudem über die Zerstörung eines IS-Lagers bei Luftangriffen nahe der  Grenzstadt zu Syrien, Qâ`îm (Qaim), im westlichen al-Anbâr. (http://sana.sy/?p=500413)

In einem Tunnel im befreiten südöstlichen Teil von Mossul, welcher offenbar vom IS zum  Ausbildungszentrum für Kinder umgerüstet worden war, entdeckten Soldaten  liegengebliebene Hefte mit Kinderzeichnungen. Diese glichen in keiner Weise denen „normaler“ Kinder, sondern wiesen augenfällige Auffälligkeiten auf, die auf die schädliche Indoktrination druch den IS zurückzuführen sind.  U.a. sind Angriffe durch Bedienung von Maschinenpistolen und Artillerie, aus Hubschraubern und Panzern zu sehen, welche die minderjährigen Rekruten , die sog. „Kinder des Kalifats“ oder „Löwenjungen des Kalifats“ (vglu.), zeichneten.(http://sptnkne.ws/duHe) – Die große Gefahr, welche eine Jugend bildet, die der Indoktrinierung solch extremistischen Gedankenguts ausgesetzt gewesen ist, hat auch kürzlich der syrische Präsident Dr. al-Assad  im Interview vom 20.1.2017 angesprochen.

Kinderzeichnung eines IS-Kalifats-Rekruten, Photo: sputnik news

Kinderzeichnung eines IS-Kalifats-Rekruten, Photo: sputnik news

Das Verteidigungsministerium ließ verlauten: „Den irakischen Regierungskräften ist es gelungen, den Osten der Großstadt Mossul vollständig vom IS zu befreien. Den Terroristen wurden schwere Schäden zugefügt.“ Noch am Montagabend griffen Armeehubschrauber letzte IS-Stellungen im Bezirk Rašadiyya im Ostteil von Mossul an, töteten 28 Terroristen und zerstörten zwei ihrer Panzerfahrzeuge sowie eine halb­schwere Waffe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22895-irakische_armee_nimmt_ost_mossul_komplett_ein)

Durch einen Autobombenanschlag im östlichen Bagdad wurden am Mo., 23.1.2017, eine Person getötet und weitere sechs verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22897-autobom- be_im_osten_bagdads_hinterl%C3%A4sst_1_toten_und_6_verletzte)

Am Mo., 23.1.2017,  konnte die Luftwaffe zwei geheime IS-Trainingslager der letzten IS-Hochburg al-Qâ´im (al-Qaim,  nahe der Grenze zu Syrien) in der Provinz al-Anbâr zerbomben, wobei auch ca 50 Terroristen getötet und 25 verletzt worden seien.  (http://sptnkne.ws/duhj)

Nach Mitteilung des Portals Rudaw vom Mo., 23.1.2017, hätten IS-Kämpfer um die 15 Jahre alte Kinder zu einer  15 – 20 tägigen Militärausbildung in ein Kirchengebäude in Tal Kaif (s.u.) gebracht. Dieses hätten sie zum Stabsgebäude auserkoren, da sie davon ausgingen, daß keine Luftschläge auf Kirchen ausgeführt würden. (http://sptnkne.ws/duk4)

Am So., 22.1.2017 veröffentlichte das Verteidigungsministerium eine Erklärung darüber, daß in den befreiten Gebieten der Provinz al-Anbâr inzwischen 20.000 Sprengfallen entdeckt und entschärft seien sowie 250 Häuser von Bomben  und Sprengsätzen gesäubert und hunderte Autobomben zerstört worden sind. Südlich Bagdads sei zudem ein Terroristenlager mit Sprengsätzen aufgespürt und dazu im Norden von al-Anbâr ein mit Sprengstoff bestücktes Motorrad  und weitere elf Sprengstoffpakete  unschädlich gemacht worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22873-irak_20.000_spreng-stoffpakete_im_irakischen_al_anbar_entsch%C3%A4rft)

Laut Veröffentlichung des Bildungsministeriums vom So., 22.1.2017, seien in den eroberten Teilen Mossuls nach zweieinhalb Jahren der Schließung wieder 70 Schulen geöffnet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22783-nach_befreiung_von_teilen_mossuls_schulen_wieder_ge%C3%B6ffnet)

Innerhalb eines Komplexes des Präsidentenpalastes in Tikrît wurde ein Massengrab mit 89 Leichen gefunden. Diese Opfer eines IS-Massakers von Mitte 2014 sind zuvor gefangengenommene Soldaten gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22759-massengrab_mit_89_opfern_in_irak_gefunden)

In einer Übertragung von as-Sûmariyya News eröffnete Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant  der Operationen in Nînawâ und Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Ninive„, am 20.1.2017 weitere Eroberungen im nördlichen Teil von Mossul, darunter das Gebiet al-Ḥara und die pharmazeutische Fabrik. (http://sana.sy/?p=497897)

Irakische Armee, Photo: SANA

Irakische Armee, Photo: SANA

Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant  der Operationen in Nînawâ und Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Ninive“ gab am 19.1.2017 bekannt, die Streitkräfte unter Deckung der Luftwaffe  hätten dem IS Talkaif nordöstlich von Mossul unter erheblichen Feindverlusten abgenommen und dort die Staatsflagge gehißt.  Ein Mitglied der Sicherheitskräfte informierte noch darüber, daß bei Luftschlägen der Luftwaffe im Zentrum von Mossul ein Adjutant von Bakr al-Baġdâdî,  ʽAbdalwâḥid Ḫuḍair Sâyir al-Ğûʽân neben fünf weiteren Kommandeuren getötet worden seien. Desweiteren konnte der Stadtteil Fâḍiliyya am linken Ufer des Tigris zurückgewonnen werden, wie der Generalleutnant  in einer Übertragung von as-Sûmariyya News mitteilte. (http://sana.sy/?p=497514)

Die sog. „Löwenjungen des Kalifats“; Photo: Sputnik News

Die sog. „Löwenjungen des Kalifats“; Photo: Sputnik News

Nâla al-Ḥabîbî  (Nala al- Habibi) vom politischen Bündnis „Staat des Gesetzes“, gab am  Fr., 20.1.2017,  gegenüber al-Maṣdar News an,  der IS habe in Tal ʽAfar nahe Mossul 150 Kinder, hauptsächlich Jesiden (Yaziden), entführt, um sie – wieder einmal – innerhalb ihrer Jugendgruppe „Löwenjungen des Kalifats“ (vgl.u.) zu Suizidattentätern auszubilden. (http://sptnkne.ws/dsK3) – Vgl.u. bzgl. Jihadi John und IS-„Waisenhaus“!

Am 18.1.2017 gab Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî im staatlichen Fernsehen bekannt, erstmals seien die Truppen in den Westteil Mossuls eingedrungen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22594-%C3%84gypten_setzt_1500_personen_auf_terroristenliste vom 18.1.2017)

Photo: Pars Today

Streitkräfte in Mossul, Photo: Pars Today

In einigen nordöstlichen Stadtbezirken von Mossul, in denen sich IS-Leute verschanzt hielten, gebe es noch Gefechte. Am Mittwochmorgen drangen die Streitkräfte zudem in die große Moschee ad-Dawla [eigentlich: an-Nûrî]  in Ost-Mossul vor, in der IS-„Kalîf‘“ Abû Bakr al-Baġdâdî [am 4.7.2014] vom Minbar [d.i. Kanzel] aus gepredigt hatte (vgl. https://www.youtube.com/watch?v=R09FmLnWC8E). Es wurden dort eine Menge IS-Unterlagen gefunden, welche Sicherheitsbeamte nun analysierten. Jetzt wurde dort die irakische Flagge gehißt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22624-irak_osten_mosuls_befreit)

Endlich hätten die vereinten Streitkräfte den Ostteil von Mossul – der durch den Tigris vom Westteil mit dem eigentlichen Stadtzentrum getrennt ist – vollständig unter ihre Kontrolle gebracht, teilte der Kommandant der Anti-Terroreinheit [General ʽAbdul-Ġanî al-Asadî] gegenüber as-Sûmariyya News mit. Falâ Muṣṭafâ Bakîr (Falah Mustafa Bakir), der  Außenminister der autonomen Kurdenregion, gab dazu gegenüber RIA Novosti an: „Ein Teil Mossuls wurde befreit. Dies ist einer guten Zusammenarbeit zwischen den Peschmerga-Einheiten und der irakische Armee in Mossul zu verdanken“ und ergänzte: „Es ist sehr wichtig, diese Stadt vom IS zu befreien. Das sind schwere Gefechte, sie werden gewisse Zeit in Anspruch nehmen“. (http://sptnkne.ws/drHb vom 18.1.2017)

In einer Erklärung vom Montagabend, 16.1.2017, gaben die UN bekannt, daß derzeit mehr als 148.000 Menschen infolge der Rückeroberungsoperation in Mossul obdachlos seien; allein vergangene Woche hätten ca. 12.500 Personen ihre Wohnungen dort verlassen müssen. Dabei seien massive Schäden an zivilem Eigentum angerichtet und mehr als 1500 Bewohner verletzt worden. Gemäß Stand von Oktober 2016 lebten in Mossul noch etwa eine Million Menschen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22552-un_148.000_menschen_nach_k%C3%A4mpfen_in_mossul_obdachlos)

Am Mo., 16.1.2017, konnten die Streitkräfte das Gelände Mossuls zurückerobern, auf dem sich vor der IS-Zerstörung die Wallfahrtsstäte zum sog.  das Grab­mal des Propheten Jonas befand (vgl.u., 24.7.2014). Gegenüber AFP eröffnete der Sprecher der Antiterroreinheit CTS, Ṣabâḥ an-Nuʽmân  (Sabah al-Noman): „Wir haben die Kontrolle über das Gebiet Nabi Junes übernommen und auf dem Grabmal die irakische Flagge gehisst„.  Vom Ostteil der Provinzhauptstadt würden bereit 90% von der Armee kontrolliert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22519-irakische_armee_ero-bert_in_mossul_das_grabmal_des_propheten_jonas)

Drei Terroranschläge mittels Autobomben fanden laut as-Sûmariyya News am So., 15.1.2017, statt: dabei wurden morgens nahe einer Polizeistation, 15km von Baʽqûba (Baghuba) in der Provinz Diyâlâ neun Personen getötet und weitere 20 verletzt, darunter Sicherheitskräfte. Anschließend wurde die Verbindungsstrecke  Kirkuk-Bag­dad geschlossen. – In der Nähe von drei Ministerien in Bagdad kamen sechs Menschen ums Leben, mindestens 13 weitere wurden verletzt. – Nahe eines Restaurants in der Bagdader Stadtmitte wurden mindestens sechs Leute getötet und drei verletzt.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22426-21_tote_und_46_verletzte_bei_drei_bom-benanschl%C3%A4gen_im_irak)

Schon wieder ein Versehen wie es heißt: die US-geführte Koalition bombardierte am Sa., 14.1.2017, Wohnhäuser im nördlichen Stadtteil al-ʽArabî von Mossul und verletzt dabei 18 Bewohner.  – Schon vergangene Woche waren beim Angriff der US-geführten Koalition im Osten der Stadt Mossul 27 irakische Zivilisten getötet worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22381-12_zivilisten_bei_angriff_von_kampfflugzeugen_der_us_gef%C3%BChrten_koalition_in_mossul_get%C3%B6tet)

Luftangriffe der Armee auf IS-Stellungen in Mossuls töteten teilte am Sa., 14.1.2017, 174 IS-Terroristen, wie das Verteidigungsministerium selben Tags mitteilte. 80 davon seien im Osten der Provinzhauptstadt im Gebiet Yaramiğa (Yaremjeh)  liquidiert worden zusammen mit der Zerstörung von einigen Autobomben und Panzerfahrzeugen.  Auf der Westachse hätten die Kampfjets einen IS-Tunnel zerbombt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22372-174_is_terroristen_bei_luftangriffen_der_irakischen_armee_get%C3%B6tet)

Ein anonymer Hackerangriff auf Kommunikationsfrequenz des IS habe laut The Daily Mail in Mossul unter den Terroristen Konfusion ausgelöst. In der lancierten Botschaft hieß es,  Mossul sei gerade dabei, befreit zu werden. (http://sptnkne.ws/dpGs)

Siegreiche irakische Soldaten, Photo: SANA

Siegreiche irakische Soldaten, Photo: SANA

Am 13.1.2017 eröffnete Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant der Operationen in Nînawâ, gegenüber as-Sûmariyya News, die vereinten Streitkräfte häten etliche wichtige Verwaltungsgebäude im Zentrum von Mossul vom IS erobert und dort die Staatsflagge gehißt. Auch hätten die Anti-Terror-Einheiten die zweite Tigris-Brücke, die Frei­heits-Brücke, in der Innenstadt samt einen Teil des westlichen Ufers und sogar die Universität unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei hätten sie dem IS schwere Verluste an Menschenleben und Ausrüstung beigebracht. Daher begännen die IS-Anhänger, die restlichen Tigris-Brücken der Innenstadt zu sprengen. (http://sana.sy/?p=494708)

Nach Mitteilung der UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, sind mit 47% fast die Hälfte der Verletzten des Militäreinsatzes zur Befreiung von Mossul im Land Zivilisten. Dies geschehe, obwohl die irakische Luftwaffe keine Angriffe auf Wohnviertel fliege und Evakuierungskorridore einrichtet habe. Zur Zeit befänden sich  ca. 750.000 Zivilisten in den vom IS kontrollieren westlichen Stadtbezirken. Vom Süden her blockiere die irakische Polizei die Terroristen. (http://sptnkne.ws/dnJZ)

Beim Versuch, so vermuten Anwohner, einen IS-Anführer zu liquidieren, sind am Do., 12.1.2017, bei Luftschlägen auf den mossuler Stadtbezirk al-Ğadîda mindestens 30 Zivilisten getötet worden. (http://sptnkne.ws/dpKG)

Laut Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant  der Operationen in Nînawâ, haben die vereinten Streitkräfte vier weitere südlich gelegene Stadtteile von Mossul befreit. Bei den Gefechten vom 11.1.2017 sei zudem  ein Berater von IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî getötet worden  sein, während im Norden der Provinz einige IS-Mitglieder festgenommen  wurden. (www.parstoday.com/de/news/middle_east-i22267-irak_weitere_bezir-ke_von_mossul_von_is_befreit )

Der Bundeswehreinsatz von 150 Soldaten und Offizieren im Land wird laut Beschluß des Bundeskabinett vom Mi., 11.1.2017, bis Januar 2018 verlängert. (www.parstoday.com/de/news/germany-i22282-das_mandat_der_bundes­wehr_im_irak_um_ein_jahr_verl%C3%A4ngert)

Bei der ferngezündeten Detonation einer im al-Bayâʽ- Gebiet südlich von Bagdad geparkten Autobombe, wurden am Mi., 11.1.2017, vier Personen verletzt. Sicherheitkräfte  riegelten die Region ab. (http://www.sana.sy/?p=493906)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî stellte am Di., 10.1.2017, während einer Pressekonferenz in Bagdad nochmals klar, ohne einen vollkommenen Abzug der türkischen Truppen aus seinem Land sei eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Bagdad und Ankara ausgeschlossen.angesichts des Kampfes gegen den IS forderte er erneut alle Iraker auf, mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22222-al_abadi_verbesse-rung_der_beziehungen_zwischen_bagdad_und_ankara_abh%C3%A4n- gig_von_t%C3%BCrkischem_truppenabzug)

Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh als Kommandant  der Operationen in Nînawâ und damit Befehlshaber der Militäroperation „Wir kommen Ninive“ teilte am Mo., 9.1.2017, mit, 75% des Ostteils von Mossul seien befreit. Der Rest erfolge in den nächsten Tagen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22147-75_pro- zent_des_ostens_von_mossul_vom_is_befreit)

Im weiteren Verlauf seien Aufenthalts traf  der türkische Premierminister Binali Yıldırım auch den Staats- und den Parlamentspräsidenten vor seiner Weiterreise in die autonome Kurdenregion zum Treffen mit Mini­ster­präsidenten Nêçîrvan Barzânî (vgl.u.) und Masʽûd Barzânî, der trotz Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2015 nicht aus dem Präsidentenamt weicht (vgl.u.). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22084-t%C3%BCrkischer_ministerpr%C3%A4sident_in_iraks_kurdenregion_ge- reist vom 8.1.2017) – Zur besonderen Beziehung des superreichen Familienclans Barzânî zur AKP-geführten Türkei vgl.u., Artikel vom 8.12.2015.

Vor Besuch  des türkischen Premierministers Binali Yıldırım an der Spitze einer Delegation im Land ließ Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî durch seinen Sprecher Saʽd al-Ḥadîṯî am Fr., 6.1.2017, mitteilen, nach der Befreiung Mossuls würden die türkischen Truppen aus dem Irak abgezogen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22033-nach_eroberung_von_mossul_will_t%C3%BCr­kei_ihre_milit%C3%A4rpr%C3%A4senz_im_irak_reduzieren) – Dies wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz am 7.1.2017 nochmals bestätigt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i22063-abadi_bagdad_und_ankara_einigen_sich_%C3%BCber_abzug_t%C3%BCrkischer_soldaten_aus_nordirak)

Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğaudat machte am 7.1.2016 bekannt, die Sicherheitskräfte hätten in Mossul Stabräume des IS, dazu den nahegelegenen Krankenhauskomplex und das al-Gafrân-Viertel erobert. (http://sptnkne.ws/dksP)

Der syrische Präsident Dr. al-Assad empfing am 5.1.2016 den Berater in nationalen Sicherheitsfragen von Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî und Gesandten in Syrien, Falâḥ al-Fayâḍ. Dieser betonte im Auftrag von al-ʽAbâdî die Notwendigkeit des Ausbaus der beiderseitigen Beziehungen beim Kampf gegen die beide brüderlichen Länder heimsuchenden Terroristen, nachdem in beiden Staaten schon so viel gegen jene erreicht worden sei. Hierzu gehöre die Vertreibung der Takfîr-Terroristen aus Aleppo wie der Vormarsch in Mossul mit ihrer gefährlichen Ideologie. Bei Gesprächspartner waren sich  auch darin einig, daß sich alle Länder  diesem Kampf anschließen sollten. Wäre er vollzogen, hätte dies nicht nur positive Auswirkungen auf die Region sondern auch die anderen Länder der Erde, da ja Terroristen keine Grenzen respektierten, wie sich in den letzten Anschlägen der Region wie in Europa gezeigt habe. (http://sana.sy/en/?p=97647)

In Reaktion auf die Vorstöße der Armee kommt es im Irak wieder zu vermehrten Terroranschlägen: im Stadtteil al-ʽUbaidî (al-Obeidi) von Bagdad wurden am Donnerstagmorgen aufgrund einer explodierten Autobombe laut Bericht von al-Mayâdîn bislang acht Personen getötet und 14 verletzt (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21919-irak_mindestens_acht_tote_bei_terroranschlag_in_bagdad)

Generalleutnant Ṭâlib Šaġâtî (Talib Shaghati), der Abteilungsleiter zur Terrorismusbekämpfung im Land, informierte darüber, 65 – 70% der der östlichen Stadtteile von Mossul  seien zurückerobert. „Es wird erwartet, dass die irakischen Kräfte in den kommenden Tagen den Tigris erreichen„, setzte er hinzu. – Zudem sei es den irakischen Streitkräften gelungen, 8km im Westen der Stadt al-Anbâr vorzudringen und alle vom IS installierten Bomben und Minen zu entschärfen. In der Nacht zu Do., 5.1.2016, war die Operation im Gebiet gestartet.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21943-70_prozent_der_%C3%B6stli- chen_stadtteile_mossuls_unter_irakischer_kontrolle)

Nach Auskunft von Oberst John Dorrian, dem Sprecher der US-geführten Koalition, vom 4.1.2016, wurden die US-Militärberater auf ca. 450 Mann verdoppelt. Zudem befänden sich 5.000 US-Soldaten im Land im Einsatz auch bei Kämpfen am Boden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21925-usa_stocken_milit%C3%A4rberater_im_irak_auf)

Laut  Bekanntmachung von Pentagon-Sprecher Peter Cook während der Pressekonferenz vom Di., 3.1.2016, zur Befreiungsoperation von Mossul, sind zwei Drittel des östlichen Teils von Mossul unter Regierungskontrolle. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21862-pentagon_irakische_regierung_kontrolliert_zwei_drit- tel_von_ost_mossul)

Nach zweieinhalb Jahren wurden weitere Leichen der Opfer des IS-Massakers (s.u.) von Mitte Juni 2014  bei der früheren Luftwaffenbasis Speicher, 10 km im NW von Tikrît, im Flußschlamm des Tigris aufgefunden. Darüber informierte der UN Menschenrechtskommissar für den Irak, Faḍl Ġrawî (Fadel Ghraoui), am Di., 3.1.2016. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21856-irak_weitere_80_tote_in_camp_speicher_gefunden)

Ein mit Sprengstoffgürtel versehener Suizidattentäter näherte sich einem Kontrollpunkt in ar-Ramâdî (vgl.u.). Bei der Detonation starb nach Mitteilung des Innenministeriumssprechers Saʽd Maʽn vom Di., 3.1.2016, auch ein Soldat, eine Zivilperson wurde verletzt. Die massierten Attentate der letzten Zeit werden zur Vertuschung der zunehmenden Verluste des IS gesehen.                                      (http://parstoday.com/de/news/mid- dle_east-i21799-irak_terroristischer_anschlag_in_al_ramadi)

Gemäß Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vom Di., 3.1.2016, befinden sich seit Beginn der Mossul-Befreiungsoperation etwa 129.642 Zivilisten auf der Flucht. 79% seien in offiziellen Lagern untergekommen, der Rest sei weiter weg geflohen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21844-iom_et- wa_130.000_fl%C3%BCchtlinge_seit_beginn_der_operatio- nen_in_mossul)

Mit Sprengstoffwesten ausgestattete Suizidattentäter haben am Mo., 2.1.2016 in Samarâ´ (Samarra) zwei 2 Polizeistationen angegriffen, wobei mindestens 7 Menschen starben. Gefechte dauerten an, es sei eine sei Ausgangssperre ver­hängt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21784-irak_mindestens_7_tote_bei_angrif- fen_auf_2_po- lizeistationen_in_samarra und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21799-irak_terroristischer_anschlag_in_al_ramadi)

Ein Suizidattentäter tötete  am 2.1.2016 per Autobombe in aṣ-Ṣadr, einem Stadtteil von Bagdad bislang mindestens 32 Menschen und verletzte 61. Ziel der Attacke war eine Ansammlung arbeitsssuchender Tagelöhner, die sich am Zugang zum Stadtviertel eingefunden hatte. Der IS reklamierte die Tat für sich. (http://sana.sy/?p=489550, s.a. http://sptnkne.ws/dheK)

Durch einen Autobombenanschlag des IS kamen am Sonntagmorgen, dem 1.1.2017,  in al-Qadisiyya (Provinz Nağaf) nahe eines Kontrollpunkts sechs Menschen ums Leben, 22 weitere wurden verletzt. Die Opfer setzten sich aus Polizeikräften und einigen Zivilisten zusammen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21610-irak_terroranschl%C3%A4ge_in_nadschaf)

Bei der Detonation von zwei Bomben auf dem belebten Sûq (Markt) as-Sanak  in Bagdad am Morgen kamen bislang mindestens 21 Besucher ums Leben, über 50 weitere Personen wurden teils sehr schwer verletzt. Am Vortag hatte die Explosion einer Autobombe im südlichen Stadtteil al-Maʽlaf  ein Todesopfer und sechs Verletzte hinterlassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21559-irak_21_tote_bei_terroranschlag_in_bagdad) – Syrien verurteilte umgehend die beiden IS-Suizidattentate in Bagdad auf das Schärfste. Sie dienten dem IS nur dazu, von den durch die Armee und die Volkswehr erlittenen empfindlichen Niederlagen abzulenken. Den Angehörigen wurde tiefes Mitgefühl übermittelt und den überlebenden Opfern schnelle Genesung gewünscht. Demnach beziffert sich die Opferzahl auf 27 Tote und 53 Verletzte. Syrien rief zugleich die UN an, die nach wie vor existierenden Unterstützer des im Irak wie in Syrien grassierenden Terrorismus aus der Region wie darüber hinaus  bestraft würden und forderte den UN-Sicherheitsrat dazu auf, die UN-Resolutionen gegen diese Unterstützung endlich ohne Anwendung von doppelten Standards umzusetzen. (http://sana.sy/en/?p=97374)

Bundespolizeichef Generalmajor Râ´id Šâkir Ğawdat informierte am Fr., 30.12.2016, in Bagdad darüber, daß der IS im Ostteil Mossuls in letzter Zeit mindestens 25 Kommandeure verloren habe. „Die Verteidigung der Terroristen an diesem Frontabschnitt bricht allmählich zusammen“, konstatierte er und fügte hinzu: „Zerstört wurden auch wichtige Fortifikationsanlagen der Terroristen“.  Auch sei es gelungen, ca. 500 Zivilisten aus dem Dorf Šahrazâd (Shahrasad) südlich der Provinzhauptstadt Mossul in Sicherheit zu bringen. (http://sptnkne.ws/dgrZ)

Zu Beginn der 2. Etappe (falsch: Phase;  vgl.u.!) der Befreiung Mossuls am 29.12.2016 ist zur Vermehrung der Streitkräfte, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Sicherheit in einigen der befreiten Gebiete der Provinz Nînawâ auf die lokalen Polizeikräfte übertragen worden. Zuvor konnte das östliche Stadtgebiet al-Quds, das zu den  wichtigsten IS-Kommandozentralen zählte, (wohl erneut, denn vgl.u.!) befreit werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21466-zweite_phase_der_befreiungsak-tion_von_mossul_begonnen) – – Nach vierwöchiger Kampfpause und Verlegegung tausender Soldaten vom südlichen Stadtrand dorthin startete die Offensive im Stadtbezirk Intiṣâr (Intisar) im Ostteil Mossuls.  Gekämpft wurde – von den schon gegebene Informationen  abgesehen – auch im Stadtteil al-Karâma  (vgl.u.) wie in denen von as-Salâm (As-Salam) und aš-Šîmâʽ (Al-Shimaa)  im Süden, wo die 9. Armeedivision und die Bundespolizei im Einsatz seien. Der freiwillige Kämpfer Maḥmûd Surğî (Mahmud as-Surdji) gab gegenüber Sputnik an, die IS-Terroristen hätten angesichts der überraschenden Offensive keinen ernst zu nehmenden Wi­der­stand geleistet. „Dadurch und dank der Eröffnung neuer Fronten ist die irakische Armee erfolgreich ins Stadtinnere vorgedrungen“, berichtete er.  An der Operation seien keine US-Bodentruppen beteiligt. US-Berater stellten der Armee jedoch Aufklärungsangaben zur Verfügung und gäben Empfehlungen ab(http://sptnkne.ws/dgqv).

Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition wurde am 29.12.2016 auch die letzte funktionierende Brücke über den Tigris in Mossul, der die Großstadt in zwei Teile teil, zerstört.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21424-irak_us_gef%C3%BChrte_koalition_zerst%C3%B6rt_letzte_br%C3%BCcke_in_mossul) – Auch in Syrien wurde eine weitere Brücke zerbombt.

Im Interview mit Sputnik News vom Mi., 28.12.2016,  erklärte Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, der Irak sei bereit zur Lösung der Syrien-Krise als Vermittler aufzutreten.  Schließlich lebe man mit Syrien nicht nur in guter Nachbarschaft, sondern sei wie dieses Land vom Terrorismus heimgesucht, den man hier ebenso bekämpfe wie jenseits der Grenze. Zudem pflege man gute Beziehungen zum Iran und Rußland und habe auch noch den Sitz in der Arabischen Liga [diese hatte seit Beginn des Terrorkriegs in Syrien 2011 die Mitgliedschaft dieses Gründungsstaates (!) ausgesetzt, vgl. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/233213-al-verkn%C3%BCpft-r%C3%BCckkehr-syriens-an-bedingungen]. Gewisse Staaten investierten massiv ihr Budget in die Finanzierung des IS in beiden Ländern, doch wolle er diese nicht namentlich nennen, um die Beziehungen zu diesen Staaten nicht zu gefährden. Dennoch hoffe man im Irak, daß jene Staaten ein einsehen hätten und die Terrorismusfinanzierung beendeten. (http://sana.sy/en/?p=97192)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî teilte im Interview mit RIA Novosti mit: „Mittlerweile ist der Großteil Mossuls, und auch die Umgebung in der Provinz Nainawa, befreit: 40 von 56 Regionen. Jetzt beginnt die Arbeit zur Befreiung der restlichen 16 Stadtbezirke“. Inzwischen habe sich das Vorgehen verlangsamt, da die Terroristen zunehmend Bewohner als „menschliche Schutzschilde“ mißbrauchten, auf die Rücksicht genommen werden müsse. Hierzu bemerkte er: „Die Lehre der irakischen Armee besteht darin, Verluste unter den Zivilisten zu vermeiden zu ver­suchen. Der IS nutzt sie aus. Aus diesem Grund beeilen wir uns nicht, wählen zusätzliche Mittel, riskieren unsere Soldaten, um die Leben der Zivilisten zu schützen. Wir brauchen Zeit, um die Stadt mit minimalen Verlusten zu befreien“. Ein weiteres Problem seien „die riesigen Vorräte an modernen Waffen“ in Händen der Terroristen. (http://sptnkne.ws/dfbN) – Schon bei der türkischen Invasion in Nord-Syrien ab dem 24.8.2016 unter dem Motto Schutzschild Euphrat hatte sich herausgestellt, daß der IS und andere Terrororganisationen entgegen der Mär, die Extremisten würde bei Weitem nicht über moderne und starke Panzerabwehr­lenkraketen, sondern hauptsächlich über die im Irak und in Syrien erbeuteten, für den Export be­stimmten sowjetischen Panzerabwehrraketenkomplexe Kornet verfügen. Das Gegenteil stellte sich jedoch heraus. (http://sptnkne.ws/deC4).

Der saudische Außenminister ʽÂdil al-Ğubair hatte am Mo., 26.12.2016, die Volkswehr als sektiererische, von iranischen Offizieren befehligte Gruppe bezeichnet. Dies kritisierte das irakische Außenministerium tags darauf am Di., 27.12.2016,  als Ausdruck der erneuten kontinuierlichen Provokation vgl.u., 29.6.2016 etc.)  durch Saudi-Arabien gegenüber dem Irak und als wiederholte Beleidigung gegenü­ber al-Ḥašd aš-Šaʽbî. Die Volkswehr sei tatsächlich eine kämpferische und mutige nationale irakische Organisation, die entsprechend der Gesetze des Parlaments agiere und Teil des offiziellen Sicherheitsapparates sei. „Wir legen keinen Wert auf die Äußerungen saudi-arabischer Politiker und die Welt ver­steht alle Fakten im Irak und respektiert dieses Land„, entgegnete Außenministeriumssprecher Aḥmad Ğamâl. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21310-irak_au%C3%9Fenministerium_bezeichnet_%C3%84u%C3%9Ferun- gen_von_al_dschubeir_gegen%C3%BCber_al_hashd_al_sha-bi_als_wertlos)

Nach Mitteilung des Chefs der Irakischen Nationalallianz im Parlament, ʽAmmâr al-Ḥakîm, im IRIB News-Interview vom So., 25.12.2026, stünden ihm Beweise zur Verfügung, welche von der Präsenz ausländischer Militäroffiziere und Geheimagenten im Irak zeugten, die er veröffentlichen werde.  Diese Offiziere seien den den Terroristen in Mossul und anderen irakischen Städten mit Beratung zur Seite gestanden. Hierzu bemerkte er: „Die Präsenz ausländischer Truppen in der Region, trage  nicht nur  zur  Sicherheit in der Region nicht bei, sondern sie  verursache Unsicherheit und erhöht die Sicherheitskosten in der Region.“
Zur Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî, welche erfolgreich gegen die Terroristen im Land kämpft (vgl.u.) gefragt, antwortete er: Entscheidungen, die im Irak getroffen werden, basieren auf nationale Interessen des irakischen Volkes und andere Länder haben nicht das Recht,  sich einzumischen.“ Der Volkswehr gehörten, wie der Name schon ausdrücke, alle möglichen ethnischen Gruppen und Religionen an wie Sunniten, Šîʽiten, Yaziden, Kurden, Turkmenen und Christen. Zudem versicherte er: „Die Al-Haschd asch-Scha’bi hat sich in der Tat in ein natio­nales Symbol gewandelt, deren Strategie darin besteht, Sicherheit in allen Regionen  des Iraks wie­derherzustellen.“(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21163-vorsitzender_der_irakischen_nationalallianz) – Vgl.a. das Aufspüren ausländischer Offiziere, darunter von der NATO, in einem Bunker im zuvor von den Terroristen besetzten östlichen Stadtteilen Aleppos.

Aḥmad  al-Asadî  (Ahmed al-Assadi), Sprecher der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî, gab im Interview mit dem Nach­richtensender alĠad Press vom So., 25.12.2016, in Reaktion auf  eine Meldung der Zeitung  al-ʽArab vom selben Tag an, die al-Ḥašd aš-Šaʽbî brauche weder eine ausländische Militärausbil­dung noch stimmten Gerüchte über die Planung eines ständigen Militärlagers mit Hilfe Rußlands und des Irans im Westen von Mossul. Die al-Ḥašd aš-Šaʽbî verfüge selbst über Ausbildungslager, in denen bislang  Dutzende Gruppen von Kommandeuren  und Soldaten militärisch ausgebildet worden seien. Seit mehr als zwei Monaten sei die Volkswehr  an der Westflanke Mos­suls stationiert und habe zuvor über 50 Dörfer sowie ein strategisch bedeutsames Gebiet befreit (vgl.u.), machte er deutlich. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21202-irak_al_haschd_al_schaabi_dementiert_bau_von_milit%C3%A4r-lager_mit_hilfe_irans_und_russlands)

Durch das Bombardement eines bislang nicht identifizierten Kampfflugzeugs kamen auf einem tra­ditionellen Markt in der Stadt al-Baʽâğ (al-Baʿadsch) westlich Mossuls kamen am So., 25.12.2016, 20 Zivilisten ums Leben, 55 Menschen wurden verletzt. „Zur Identifizierung des Bombers werden Kontakte zu der für die Befreiungsoperation in Mossul zu­ständige Abteilug  [sic!] fortgesetzt“, erklärte der Parlamentsabgeordnete der Provinz Nînawâ, Zâhid al-Ḫatûnî (Zahed al-Khatuni). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i21181-20_zivili-sten_bei_unbekanntem_luftangriff_in_west_mossul_get%C3%B6tet)

In der Zeit vom 23.12.2016 bis 28.12.2016 können leider allenfalls Kurznachrichten  gesendet werden. Die fehlenden Informationen werden jedoch baldmöglichst nachgetragen.  

Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

Außen­minister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî äußerte zur Befreiung Aleppos während einer Pressekonferenz am So., 18.12.2016, hierzu, diese habe einen neuen Horizont im Kampf gegen Terrorismus eröffnet. Ein Sieg über den Terrorismus habe immer positive Auswirkungen auch auf den Counterterrorismus in  anderen Ländern. Diesbezüglich stehe der Irak an Syriens Seite, wie an der Ägyp­tens, Libyens oder eines anderen   Landes. Truppen habe man nicht nach Syrien entsandt, da man sich nicht in die internen Angelegenheiten dieses Landes ein­mische. Jedoch unterstütze der Irak Syrien bei internationalen Gremien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20737-iraks_au%C3%9Fenminister_befreiung_von_aleppo_%C3%B6ffnet_neuen_horizont_im_kampf_gegen_terrorismus)

Der IS verkauft in Mossul geraubtes Öl zu horrenden Preisen. Ein Bewohner der Stadt bestätigte gegenüber Sputnik Arabic, das angebotene Öl stammte zuvor aus al-Qayâra (Kayara, Kayra) und nach dessen Rückeroberung im August (vgl.u.) aus ar-Raqqa in Syrien. „Um die erlittenen Schäden wiedergutzumachen, haben die Terroristen einen zu hohen Ölpreis angesetzt. Ein Liter der stinkenden weißen Flüssigkeit kostet vier US-Dollar (umgerechnet zirka 3,7 Euro), ein Kanister 90 US-Dollar (85 Euro). Es gibt keine Alternative dafür. Das Öl wird nur von IS-Kämpfern verkauft“.  Für ein Barrel Öl seien 600 US-$ (564 €) zu zahlen beim gegenwärtigen Weltpreis von ca.  60 US-$ (56 €). Im Westteil der Provinzhauptstadt, der unter IS-Kontrolle steht,  kann Strom nur mit kleinen, Kerosin benötigenden Generatoren erzeugt werden. Wegen der Mangelsituation ist mit Strom nur zwischen 17.00 – 21.00 Uhr und 6.00 – 9.00 Uhr zu rechnen. „Die Stadtbewohner leiden sehr darunter und erwarten die irakische Armee“, erzählt der Mann. Gemäß einem IS Dokument, das nach der Befreiung von Nînawâ im November aufgefunden worden war  und von der Verteilung gestohlenen Öls an die Mitkämpfer handelte, erhielt jeder Terrorist 20 bis 75 Liter Benzin, das er weitererkaufen konnte. (http://sptnkne.ws/cYwS)

Wie Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî während einer Pressekonferenz am Di., 13.12.2016, in Bagdad angekündigte, werde Plan für die Befreiung von Mossul überprüft. Zuvor hatte Ğâsim al-Bayâtî (Jassim al-Bayati), ein Mitglied der irakischen Rechtsstaat-Koalition, mitgeteilt, es werde eine radikale Veränderung beim militärischen Vorgehen um Mossul geben. Dennoch versicherte al-ʽAbâdî,  er sei mit der bisherigen Entwicklung zufrieden und fügte an: „Unsere wichtigste Unterstützung in diesem Kampf sind die Volkstruppen und die Luftwaffe hat ebenfalls eine bedeutende Rolle.“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20527-irak_al_abadi_k%C3%BCndigt_%C3%9Cberpr%C3%BCfung_des_befreiungsplans_f%C3%BCr_mossul_an)

Nachdem lange nicht für die Flüchtlinge aus Mossul entsprechend vorgesorgt worden war (vgl.u.), werden den Fliehenden laut Šafaq News Nahrungsmittel, Me­dika­mente und weitere lebensnotwendige Mittel zur Verfügung gestellt. Seit Beginn der Rückeroberungsoffensive von Mossul seien 103.000 Iraker aus der Stadt geflohen. „Heute haben 2.470 weitere Mossul verlassen und wurden  in die Provinzen Nineve, Erbil, Dohuk und Kirkuk abtransportiert„, machte der Migrations­minister, am Mo., 12.12.2016, bekannt.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20398-irak_mindestens_103.000_menschen_aus_mossul_gefl%C3%BCchtet)

Bei einem erneuten „versehentlichen“ US-Luftangriff auf Mossul seien ca. 90 Zivilisten gestorben, gut 100 verletzt worden, berichtet ein Mitglied der Armee gegenüber Sputnik News. Außerdem sei dabei Militärtechnik der Armee beschädigt worden. Als Folge habe die Einheit den Rückzug aus jenem Gebiet antreten müssen. (http://sptnkne.ws/cWeg)

Bei Luftangriffen, welche am Mi., 7.12.2016, Einkaufszentren in al-Qâ´im (al-Qaim) nahe der Grenze zu Syrien trafen, wurden ca. 60 Zivilpersonen, darunter 19 Kinder, getötet und etliche verwundet.  Daher hat Parlamentspräsident Salîm al-Ğabûrî am Do., 8.12.2016 eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet und macht die Regierung für solch einen Fehler verantwortlich.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20218-irakisches_parlament_tod_von_zivi- listen_in_der_stadt_al_qaim_muss_%C3%BCberpr%C3%BCft_werden) – Sputnik News beziffert die Opfer auf 55 bis 100 Toteund Hunderte verletzter, wobei nicht klar sei, „welche Flugzeuge die Angriffe auf al-Qaim flogen und wer den Befehl zum Bombardieren erteilte“. (http://sptnkne.ws/cVKx)

Hervorragende Kurz-Zusammenstellung dessen, wie unterschiedliche Wortwahl bei gleichen Sachverhalten die Mainstreammedien die Meinung der Leser beeinflussen soll am Beispiel von Aleppo und Mossul, vorgeführt von Richard Labeviere, einem internationaler Experte für den Nahen und Mittleren Osten (zudem Autor des Buches „Terrorismus — die Schattenseite der Globalisierung“; franz.: „Terrorisme face cachée de la mondialisation“):
Wenn man ‚Le Monde‘ oder andere große westliche Zeitungen liest, dann wird die Armee Mossul befreien, während Aleppo von der Armee des eigenen Landes umkreist ist. In Mossul leistet die west­liche Luftwaffe ‚chirurgisch präzise Schläge‘ — in Aleppo führt die russische Armee verheerende ‚Bombardements‘ durch“, sagte Labeviere, der früher als Chefredakteur von Radio France Internatio­nale (RFI) tätig war. In Mossul werden die Zivilisten laut westlichen Medien von Terroristen als le­bendige Schilde benutzt. In Aleppo ziele die syrische und russische Luftwaffe absichtlich auf die Zi­vilbevölkerung. „Aleppo ist eine belagerte, leidende Stadt während Mossul freigekämpft wird“, kri­tisierte der Experte die unterschiedliche Darstellungsweise der Abläufe in den Großstädten.
Die Fokussierung der Medien auf Aleppo übertünche, daß der Einsatz in Mossul vor eineinhalb Mona­ten begonnen wurde und es dort schon jetzt bereits zahlreiche Opfer gibt. „Nach Angaben verschie­dener Agenturen wurden 2.000 Personen derjeniger, die Mossul gemeinsam mit der irakischen und kurdischen Armee zu befreien versuchen, bereits getötet“, so La­beviere. (http://sptnkne.ws/cU3F, 7.12.2016)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî machte während der Presse­kon­ferenz nach seiner wöchentlichen Kabinettssitzung deutlich: „Der Irak befindet sich stellvertretend für alle Länder der Welt im Krieg gegen die Terroristen, aber er wird unter keinen Umständen erlauben, dass nach der Vernichtung des IS fremde Truppen, insbesondere der USA, im Irak bleiben.“ Außerdem ergänzte er: „Bagdad fleht bei keinem Land um Hilfe für die Befreiung von Mossul.“ Hinsichtlich der Militäroperation um Mossul informierte er: „Die IS-Terroristen sind von allen Seiten von irakischen Kräften umzingelt und sie erhalten keinerlei Hilfe von der syrischen Grenze.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20098-al_abadi_kein_land_hat_das_recht_einen_milit%C3%A4rst%C3%BCtz- punkt_im_irak_zu_bauen) – Erstere Aussage ist wohl im Zusammenhang mit der Ankündigung von US-Verteidigungsminister Ashton Carter zu verstehen, wonach  laut Fox News-Bericht vom So., 4.12.2016, auch nach einer Vernichtung der IS-Terrormiliz im Irak US-Militärs und US-Verbündete im Land blieben. (http://sptnkne.ws/cTc9)

Der IS hat den Radio-Sender al-Bayân [d.i. Bekanntgabe] im Irak und Syrien in Betrieb genommen, eine Beiträge werden auch ins Internet eingespeist. Besonders populär sei die Sendung mit fatâwa zu Alltagsfragen, hier besonders im Umgang mit Frauen. (http://sptnkne.ws/cUDF) – Derlei Sendungen sind üblich auch in übrigen islamischen Ländern, denen der IS mit seiner wahhâbitischen Einstellung nun offensichtlich Konkurrenz zu machen versucht.
fatâwa  sind mit Erklärungen und Belegen z.B. aus Koran oder Ḥadîṯen versehene Entscheidungen eines muftî, also eines hierzu befugten islamischen  Rechtsgelehrten (faqîh) zu einer Frage aus dem Bereich der šarîʽa; Sg.: fatwâ.

Nach Mitteilung der Volkswehr  (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) wurden am Di., 6.12.2016, das Gebiet Tal-Atbâ´ (Tal Atba) Süd – IS-Hauptsitz südlich von Tal-ʽAfar – im W von Mossul zusammen mit dem – vom IS zum Stützpunkt umfunktionierte – Krankenhaus as-Salâm (al-Salam) befreit. Dies geschah innerhalb der am vergangenen Fr., 2.12.2016, begonnenen 5. Phase der Befreiungsoperation für Mossul, welche zum Ziel hat, die restlichen Dörfer und der Süden und Westen von Tal ʽAfar zu befreien.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i20074-irak_hauptsitz_der_is_terroristen_im_s%C3%BCden_von_tal_a- far_erobert)

In der Nacht auf Mo., 5.12.2016, haben IS-Kämpfer aus mehreren Dörfern westlich der Stadt al-Ḥawîğa (al-Hawidscha, al-Hawija) 35 ehemalige Geheimdienstler überfallen und verschleppt. Laut al-Madâ Press gaben sie als Grund die Zusammenarbeit mit dem irakischen Militär an. (http://sptnkne.ws/cTwr)

Am So., 4.12.2016, befreiten die Streitkräfte erneut zwei Dörfer linkerhand von aš-Širqâṭ im Nordteil der Provinz Ṣalâḥuddîn, nämlich an-Nâhiyya und al-Kabîra, wie Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh als Kommandant  der Operationen in Nînawâ gegenüber as-Sûmariyya News mitteilte. (http://www.sana.sy/?p=474028)

Laut einer Mitteilung des irakischen Migrationsministeriums vom Sa., 3.12.2016, veröffentlicht von Yaum 7, sind seit Beginn der Militär-Offensive auf Mossul 85.590 Menschen auf der Flucht. Es würden weitere Zeltunterkünfte gebaut. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19879-mehr_als_85.000_iraker_seit_beginn_der_mos- sul_offensive_auf_der_flucht) – Jenseits der Grenze quillt das syrische Flüchtlingslager in al-Haul bereits über, der Zulauf aus Mossul hält an.

Wie schon früher in Aleppo in Syrien versucht der IS von Fluchtwilligen Geld zu erpressen, wie aus Mossul geflohene und im syrischen Flüchtlingslager al-Haul angekommene irakische Familien berichten. Zwischen 500 und 1.000. US-Dollar würden pro Person für die „Ausreisegenehmigung“ verlangt. Dann seien noch die 20km gefährlicher Strecke durch Kampfgebiet zurückzulegen. (http://sptnkne.ws/cSxh)

Gemäß Erklärung des Kommandanten  der Operationen in Nînawâ, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, wurden von derArmee und Verbündeten die Dörfer: Kara Taba (Tepe), Kûrî Ġarîbân, Darâwîš und Abû Ğarbûʽa im N von Mossul aus der Gewalt des IS befreit. Im Zentrum von Bagdad zündete ein Suizidattentäter eine Autobombe und tötete damit vier Personen, verletzte weitere neun. (http://sana.sy/?p=473566 vom 3.12.2016)

Erneut wies die UN-Koordinatorin für humanitäre Angele­gen­heiten im Irak, Lise Grande, am 30.11.2016 daraufhin, daß – im Gegensatz zu den lange im voraus vorbereiteten umfangreichen Maßnahmen zur Versorgung bei Angriffen zu evakuierender Bürger in Syrien – wegen der Befreiungsaktion von Mossul ca.  500.000 Zivilisten  unter  Trinkwasser­knappheit  litten und besonders  für Frauen und Kinder die Situation geradezu verheerend sei. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19726-irak_uno_warnt_vor_trinkwasserkrise_in_mossul)

Laut Meldung der Nachrichtenagentur INA gab  die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî bekannt, in der Morgendämmerung des 30.11.2016 die Dörfer al-Bûṯa aš-Šarqiyya und aṣ-Ṣâliḥiyya südwestlich von Mossul aus den Händen des IS befreit zu haben. Tags zuvor wurden die Dörfer Šiyâl al-ʽAblî und Šiyâl alAmâm linkerhand von aš-Širqâṭ im Nordteil der Provinz Ṣalâḥuddîn zurückerobert. (http://sana.sy/?p=471808)

Gemäß Mitteilung von Generalmajor ʽAbdulġanî al Assadî, dem  Leiter der Spezialkräfte, konnten jene am Mo., 28.11.2016, die Versorgungs- und Telekommunika­tionsverbindungen der IS-Terroristen in Mossul mit der Außenwelt abschneiden. In der Folge verringerten sich Suizidanschläge deutlich.Ca. 1000 IS-Terroristen seien in den Kämpfen getötet worden. Allerdings seien auch die bisherigen Schätzungen von 5000 – 6000 IS-Kämpfern in der IS-Hochburg wo­mög­lich zu hoch gegriffen gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19594-rund_1000_is_terroristen_bei_mossul_offensive_get%C3%B6tet)

In Sāmarrā` (Samarra) verhinderten Sicherheitskräfte weitere Anschläge durch Suizidattentäter: in Gefechten wurden fünf getötet, drei weitere hatten sich in Häuser geflüchtet und wurden anschließend ebenfalls liquidiert, nachdem die Stadt zeitweilig weiträumig abgeriegelt worden war. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19537-terroristenangriff_in_samarra_vereitelt)

Ein Luftangriff der US-geführten Koalition im Stadtteil al-Baʽṯ (Al-Baath) von Mossul hinterließ am So., 27.11.2016, 18 Tote, darunter 14 Frauen. Es habe sich laut US-Militärverantwortlichen dabei um ein Versehen gehandelt, wie schon – laut Pars today – beim „Massaker an Studenten in Mossul, Angriff auf eine Trauerzeremonie in Kirkuk“ mit 25 Tote u.s.w. und weiter: „Die Behaptung (sic.!) ist allerdings mit Blick auf  den Fahrplan der irakischen Armee zur Befreiung  von  Mossul sowie die genaue Kennzeichung (sic!) der  Aufenhaltsorte  (sic!) der IS-Terrormiliz nicht vertretbar.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_easti19501-us_gef%C3%BChrte_internationale_anti_is_ko- alition_t%C3%B6tet_zivilisten_im_irak)

Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî, Sprecher des Stabes für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, gab am Sa., 26.11.2016, bekannt, seit Beginn der Befreiungsaktion von Mossul am 17. Oktober sei die Hälfte der Provinz Nînawâ (Ninive) vom IS zurückgewonnen worden. Nînawâ  ist mit 32.000 km2 die flächenmäßig größte Provinz mit einer Bevölkerung aus Arabern, Kurden und Turkmenen ver­schiedener Religionen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19423-eine_h%C3%A4lfte_der_provinz_nini- ve_von_is_terroristen_befreit)

Die bislang schon sehr erfolgreich gegen den IS kämpfende Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî, welche den türkischen Invasoren im Land ein Dorn im Auge ist und auch seitens der US-geführten Koalition schon einige Luftschläge hat hinnehmen müssen (vgl.u.), ist nun offizieller Teil der irakischen Streitkräfte. Dies geschah auf An­trag von  Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî durch einen Mehrheitsbeschluß des Parlaments und ist nun auch gesetzlich verankert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19411-al_hashd_al_shaabi_an_irakische_streitkr%C3%A4fte_angeschlossen)

Beim Examinieren der kürzlich befreiten Region aš-Šabâ­bît (al-Shababit) entdeckten Pîšmarga erneut zwei Massengräber mit insgesamt 18 Leichen von Jesiden. Laut dem Vize-Gouverneur von Sinğâr, daß bislang 29 jesidische Massen­gräber in der Nähe von Mossul entdeckt worden seien mit steigender Tendenz, da der IS ja nach Eroberung des Gebiets Sinğâr im Jahr 2014 Tausende der Bewohner (Yaziden) von den Terroristen getötet, verschleppt und versklavt worden waren (vgl.u.). Noch 3.500 Jesiden sollen sich im IS-kontrollierten Gebiet befinden. Kürzlich gelang es etwa 18 Angehörigen der Glaubens- und volksgemeinschaft,  aus Tal ʽAfar zu fliehen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19450-irak_zwei_massengr%C3%A4ber_in_der_n%C3%A4he_von_mossul_entdeckt)

In Folge eines terroristischen Suizidan­schlags  mittels eines mit Sprengstoff beladenen LKW, der auf eine Tankstelle der Stadt al-Ḥila (im SO von Bagdad) auffuhr kamen gut 70 Menschen, die meisten davon iranische Pilger, ums Leben, mindestens 20 wurden verletzt. Darüber gab der der Leiter des Sicherheitsausschusses  der Provinz Bâbil (Babylon), Falâḥ ar-Râḍî, Auskunft.(http://www.sana.sy/?p=468435) – Auf dem Gelände der Tankstelle auf dem Weg zum šîʽitischen Wallfahrtsort Karbalâ´ standen zu jener Zeit sieben Pilger-Busse, wie ein Polizist vor Ort mitteilte. Der IS bekannte sich inzwischen zur Tat. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19282-irak_duztende_pilger_nahe_kerbela_get%C3%B6tet)

Bei vier Sprengstoffanschlägen u.a. in einem Bazar südwestlich gelegenen Bezirk al-Baiyâʽ von Bagdad kamen am Mi., 23.11.2016, mindestens drei Bürger ums Leben und weitere neun wurden  verletzt. – Wie auch in Syrien nutzen die Terroristen die Tatsache, daß die Armee mit Kämpfen in anderen Landesteilen beschäftigt ist. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19243-explosion_ersch%C3%BCttert_bagdad, http://www.sana.sy/?p=468435)

Streitkräfte in Siegesstimmung, Photo: SANA

Streitkräfte in Siegesstimmung, Photo: SANA

Der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî gelang am Mi., 23.11.2016, die komplette Abriegelung der IS-Hochburg Mossul mit Einnahme des Sinğâr-Gebiets im Süden der Provinz Nînawâ laut Mitteilung von as-Sûmariyya News. Am Vortag hatte die Armee die Dörfer aš-Šarîʽa al-Ğanûbiyya nahe Mossul und Ḫarâba Ğaḥîš im S von Tal ʽAfar befreit.  (http://sana.sy/?p=467601 vom 23.11.2016)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî appellierte am Di., 22.11.2016, vor Reportern in Budapest an die OPEC, dem Land eine höhere Ölproduktion ohne Einschränkungen zu erlauben. Die bestehende Reduzierung sei nicht fair, besonders angesichts der Herausforderungen, denen sich das Land gegenüber sieht. Bei der nächsten Sitzung Ende des Monats  werde daher der Ölminister eine entsprechende Vorlage einreichen.  –  Der Irak ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölproduzent unter den 14 OPEC-Mitgliedern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19144-irakischer_au%C3%9Fenminister_wir_brauchen_%C3%96leinnahmen_f%C3%BCr_kampf_gegen_is)

Nach heftigen Protesten der Bewohner in Sulaimâniyya gegen Masʽûd Barzânî Masoud Barzani) und einer Erklärung der Islamischen Union Kurdistans wie der Islamischen Gemeinschaft  in  Kurdistan dahingehend, daß ein endlicher Rücktritt dieses umstrittenen Politikers und Clanchefs wesentlich zur Lösung des Kurdenproblems beitragen würde, hat er erstmals die Freigabe des Präsidentenamts der autonomen Kurdenregion des Iraks in Aussicht gestellt. Masʽûd Barzânî  war seit Ablauf seiner Amtszeit 2015 (vgl.u.) dennoch eigenmächtig in seiner Position verblieben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19198-barzani_bereit_zum_r%C3%BCcktritt)

Laut as-Sûmariyya News, basierend auf eigene Quellen, soll sich IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî irgendwo zwischen den Städten Tal ʽAfar und al-Baʿāğ (al-Baʿādsch) in der Provinz Nînawâ  versteckt halten. Genaueres wisse nur ein kleiner Kreis ihm sehr nahe stehenden Personen, der  sog. Muğâhid-Rat. An seinem Zufluchtsort werde er von „ausländischen Kämpfern bewacht, die professionell mit ihrer Sache vertraut seien“. (http://sptnkne.ws/cMhD)

Aus einer unabhängigen Studie des britischen Analyse-Zentrums IHS geht hervor, daß IS-Terroristen seit 2014 dutzende Male chemische Waffen in Syrien und im Irak benutzt haben. Gemäß dem Leiter des Zentrums, C. Stark, nehme die Gefahr solcher Terroranschläge mit Giftgas zu, jemehr sich die Terrorgruppe(n) zurückgedrängt und in der Defensive fühlen und der Armee so weiteres Vorrücken erschweren [wie die Bevölkerung angesichts ihres schwindenden Einflusses einschüchtern wollen]. Zudem sei zusammen mit der Fluchtbewegung der IS-Terroristen – vor allem von Anführern mitsamt ihren Familien – gen Syrien seit der Befreiungsoperation um Mossul auch mit einer Verfrachtung ihres Giftgas-Equipments dorthin zu rechnen.  (http://www.sana.sy/?p=466970 vom 22.11.2016)

Erstmals seien laut dem Politologen Meyssan mehr als 14.000 Einwohner aus Mossul in Richtung ar-Raqqa und Idlib nach Syrien geflohen, eine Völkerverschiebung zwischen IS-kontrollierten Gebieten also. Über die aktionen der US-geführten Koalition in Mossul könne man nicht wirklich etwas aussagen, da dort nur jener genehme sog. embedded Journalisten zugelassen seien, die zudem der militärischen Zensur unterlägen. Diese Bevölkerungsverlagerung verstärke jedenfalls die Zahl der Ausländer im Norden Syriens, die der Ideologie der Muslimbruderschaft verhaftet seien. Dies müsse jedenfalls im Zusammenhang mit dem Plan der Schaffung eines künstlichen Kurdistan zu Lasten Syriens gesehen werden (http://www.voltairenet.org/article194133.html mit Verweis auf: „Enthüllungen der PKK über den Angriff des EIIL und die Schaffung von ,Kurdistan‘“. (http://www.voltairenet.org/article184659.html).  – Vgl.u. bzgl. Balkanisierung von Syrien und dem Irak.

Nach dem saudischen Botschafter (vgl.u.) haben sich nun offenbar die Mitarbeiter der saudischen Zeitung  aš-Šarq al-Ausaṭ gleich gegenüber mehreren Seiten im Irak unbeliebt gemacht: die Armee hat deren sämtliche Reporter aus den Operationsgebieten der Streitkräfte samt Volks­wehr ausgeschafftwegen Beleidigung der irakischen Frauen“ hieß es seitens des inländischen  Mediums  Burâṯâ News (Borsa) am Mo., 21.11.2016. Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî hatte die Saudis am So., 20.11.2016, noch aufgefordert, sich bei den irakischen Frauen zu entschuldigen, was nicht geschah. Vorgeworfen wurde jenen Zeitungsleuten auch, sie würden durch Lügenmeldungen die irakische Armee in ein schlechtes Licht rücken auch in Bezug auf die Herstellung von Sicherheit für die Pilger zur Wallfahrt nach Karbalâ´ (vgl.u.) wie bei der Befreiung Mossul. Als dritte Partei beschwerte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO), deren Mitarbeiter aš-Šarq al-Ausaṭ  der „sexuellen Belästigungen“  in Karbalâ´  beschuldigt hatte, was erst Genannte als „pure Verleum­dung“ zurückwiesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19027-irakische_armee_weist_al_sharq_al_aswat_reporter_aus)

Laut Mitteilung von Zweisterne-General Ra´îd Šâkir Ğaudat, dem Chef der irakischen Bundespolizei, haben die vereinten Streitkräfte am 19.11.2016, den Süden Mossuls vollständig von den IS-Terroristen befreit. Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant  der Operationen in Nînawâ, ergänzte, die Sicherheitskräfte hätten zuvor die Gegenschläge der IS-Terroristen im Gebiet abwehren können, dabei 43 von ihnen getötet und 11 weitere festgenommen. Im Weiteren würde man von Osten und Süden her gen Stadtmitte  Mossuls vordringen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18964-irak_s%C3%BCdlicher_teil_von_mossul_vollst%C3%A4ndig_befreit)

Bei der Detonation einer Autobombe inmitten einer Hochzeitsfeier in al-ʽÂmiriyya (?, Amerija) nahe  Falûğa kamen am Donnerstagnachmittag mindestens 30 Menschen ums Leben, weitere 45 Personen sind teils lebensgefährlich verletzt.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18907-irak_dutzende_tote_und_verletzte_bei_terror- anschlag_in_falludscha)

Nach dem die Zentralregierung und die der autonomen Region Kurdistan zu keiner Vereinbarung hinsichtlich der befreiten Regio­nen in Nînawâ (Ninive) gelangten, forderte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî  am Do., 17.11.2016, in einer Erklärung, den Rückzug der kurdischen šmarga-Kämpfer aus diesen Gebieten. – Zuvor hatte der – trotz Ablauf seiner Amtszeit nicht von seinem Posten als Chef der kurdischen Regionalverwaltung gewichene (vgl.u.) – Masʽûd Barzânî in einer umstrittenen Rede vom Mi., 16.11.2016, mitgeteilt, aufgrund einer Vereinbarung mit der US-Administration (!) würden die kurdischen Pîšmarga-Milizen in den Gebieten bleiben, bei deren Befreiung sie mitgewirkt hätten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18877-iraks_premierminister_besteht_auf_abzug_der_peschmerga_milizen) – Zum damit verbundenen Zerteilungs- bzw. Balkanisierungsplan bzgl. des Irak mit seinen Auswirkungen und Hintergründen vgl.u.

Nach Auskunft von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, dem Kommandanten  der Militäroperationen in der Provinz Nînawâ sind durch die vereinten Streitkräfte zuletzt die Dörfer Tal ʽAmarkân, Tal und Wâdî  aman  sowie ʽUmar befreit worden.  (http://sana.sy/?p=464842)

 

Besagter IS-Erlaß, Photo: Sputnik news

Besagter IS-Erlaß, Photo: Sputnik news

Gemäß Erklärung des Kommandanten  der Operationen in Nînawâ, Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, wurden von derArmee und Verbündeten die Dörfer: Kara Taba (Tepe), Kûrî Ġarîbân, Darâwîš und Abû Ğarbûʽa im N von Mossul aus der Gewalt des IS befreit. Im Zentrum von Bagdad zündete ein Suizidattentäter eine Autobombe und tötete damit vier Personen, verletzte weitere neun. (http://sana.sy/?p=473566 vom 3.12.2016)

Erneut wies die UN-Koordinatorin für humanitäre Angele­gen­heiten im Irak, Lise Grande, am 30.11.2016 daraufhin, daß – im Gegensatz zu den lange im voraus vorbereiteten umfangreichen Maßnahmen zur Versorgung bei Angriffen zu evakuierender Bürger in Syrien – wegen der Befreiungsaktion von Mossul ca.  500.000 Zivilisten  unter  Trinkwasser­knappheit  litten und besonders  für Frauen und Kinder die Situation geradezu verheerend sei. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19726-irak_uno_warnt_vor_trinkwasserkrise_in_mossul)

Laut Meldung der Nachrichtenagentur INA gab  die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî bekannt, in der Morgendämmerung des 30.11.2016 die Dörfer al-Bûṯa aš-Šarqiyya und aṣ-Ṣâliḥiyya südwestlich von Mossul aus den Händen des IS befreit zu haben. Tags zuvor wurden die Dörfer Šiyâl al-ʽAblî und Šiyâl alAmâm linkerhand von aš-Širqâṭ im Nordteil der Provinz Ṣalâḥuddîn zurückerobert. (http://sana.sy/?p=471808)

Gemäß Mitteilung von Generalmajor ʽAbdulġanî al Assadî, dem  Leiter der Spezialkräfte, konnten jene am Mo., 28.11.2016, die Versorgungs- und Telekommunika­tionsverbindungen der IS-Terroristen in Mossul mit der Außenwelt abschneiden. In der Folge verringerten sich Suizidanschläge deutlich.Ca. 1000 IS-Terroristen seien in den Kämpfen getötet worden. Allerdings seien auch die bisherigen Schätzungen von 5000 – 6000 IS-Kämpfern in der IS-Hochburg wo­mög­lich zu hoch gegriffen gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19594-rund_1000_is_terroristen_bei_mossul_offensive_get%C3%B6tet)

In Sāmarrā` (Samarra) verhinderten Sicherheitskräfte weitere Anschläge durch Suizidattentäter: in Gefechten wurden fünf getötet, drei weitere hatten sich in Häuser geflüchtet und wurden anschließend ebenfalls liquidiert, nachdem die Stadt zeitweilig weiträumig abgeriegelt worden war. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19537-terroristenangriff_in_samarra_vereitelt)

Ein Luftangriff der US-geführten Koalition im Stadtteil al-Baʽṯ (Al-Baath) von Mossul hinterließ am So., 27.11.2016, 18 Tote, darunter 14 Frauen. Es habe sich laut US-Militärverantwortlichen dabei um ein Versehen gehandelt, wie schon – laut Pars today – beim „Massaker an Studenten in Mossul, Angriff auf eine Trauerzeremonie in Kirkuk“ mit 25 Tote u.s.w. und weiter: „Die Behaptung (sic.!) ist allerdings mit Blick auf  den Fahrplan der irakischen Armee zur Befreiung  von  Mossul sowie die genaue Kennzeichung (sic!) der  Aufenhaltsorte  (sic!) der IS-Terrormiliz nicht vertretbar.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_easti19501-us_gef%C3%BChrte_internationale_anti_is_ko- alition_t%C3%B6tet_zivilisten_im_irak)

Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî, Sprecher des Stabes für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, gab am Sa., 26.11.2016, bekannt, seit Beginn der Befreiungsaktion von Mossul am 17. Oktober sei die Hälfte der Provinz Nînawâ (Ninive) vom IS zurückgewonnen worden. Nînawâ  ist mit 32.000 km2 die flächenmäßig größte Provinz mit einer Bevölkerung aus Arabern, Kurden und Turkmenen ver­schiedener Religionen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19423-eine_h%C3%A4lfte_der_provinz_nini- ve_von_is_terroristen_befreit)

Die bislang schon sehr erfolgreich gegen den IS kämpfende Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî, welche den türkischen Invasoren im Land ein Dorn im Auge ist und auch seitens der US-geführten Koalition schon einige Luftschläge hat hinnehmen müssen (vgl.u.), ist nun offizieller Teil der irakischen Streitkräfte. Dies geschah auf An­trag von  Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî durch einen Mehrheitsbeschluß des Parlaments und ist nun auch gesetzlich verankert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19411-al_hashd_al_shaabi_an_irakische_streitkr%C3%A4fte_angeschlossen)

Beim Examinieren der kürzlich befreiten Region aš-Šabâ­bît (al-Shababit) entdeckten Pîšmarga erneut zwei Massengräber mit insgesamt 18 Leichen von Jesiden. Laut dem Vize-Gouverneur von Sinğâr, daß bislang 29 jesidische Massen­gräber in der Nähe von Mossul entdeckt worden seien mit steigender Tendenz, da der IS ja nach Eroberung des Gebiets Sinğâr im Jahr 2014 Tausende der Bewohner (Yaziden) von den Terroristen getötet, verschleppt und versklavt worden waren (vgl.u.). Noch 3.500 Jesiden sollen sich im IS-kontrollierten Gebiet befinden. Kürzlich gelang es etwa 18 Angehörigen der Glaubens- und volksgemeinschaft,  aus Tal ʽAfar zu fliehen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19450-irak_zwei_massengr%C3%A4ber_in_der_n%C3%A4he_von_mossul_entdeckt)

In Folge eines terroristischen Suizidan­schlags  mittels eines mit Sprengstoff beladenen LKW, der auf eine Tankstelle der Stadt al-Ḥila (im SO von Bagdad) auffuhr kamen gut 70 Menschen, die meisten davon iranische Pilger, ums Leben, mindestens 20 wurden verletzt. Darüber gab der der Leiter des Sicherheitsausschusses  der Provinz Bâbil (Babylon), Falâḥ ar-Râḍî, Auskunft.(http://www.sana.sy/?p=468435) – Auf dem Gelände der Tankstelle auf dem Weg zum šîʽitischen Wallfahrtsort Karbalâ´ standen zu jener Zeit sieben Pilger-Busse, wie ein Polizist vor Ort mitteilte. Der IS bekannte sich inzwischen zur Tat. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19282-irak_duztende_pilger_nahe_kerbela_get%C3%B6tet)

Bei vier Sprengstoffanschlägen u.a. in einem Bazar südwestlich gelegenen Bezirk al-Baiyâʽ von Bagdad kamen am Mi., 23.11.2016, mindestens drei Bürger ums Leben und weitere neun wurden  verletzt. – Wie auch in Syrien nutzen die Terroristen die Tatsache, daß die Armee mit Kämpfen in anderen Landesteilen beschäftigt ist. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19243-explosion_ersch%C3%BCttert_bagdad, http://www.sana.sy/?p=468435)

Streitkräfte in Siegesstimmung, Photo: SANA

Streitkräfte in Siegesstimmung, Photo: SANA

Der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî gelang am Mi., 23.11.2016, die komplette Abriegelung der IS-Hochburg Mossul mit Einnahme des Sinğâr-Gebiets im Süden der Provinz Nînawâ laut Mitteilung von as-Sûmariyya News. Am Vortag hatte die Armee die Dörfer aš-Šarîʽa al-Ğanûbiyya nahe Mossul und Ḫarâba Ğaḥîš im S von Tal ʽAfar befreit.  (http://sana.sy/?p=467601 vom 23.11.2016)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî appellierte am Di., 22.11.2016, vor Reportern in Budapest an die OPEC, dem Land eine höhere Ölproduktion ohne Einschränkungen zu erlauben. Die bestehende Reduzierung sei nicht fair, besonders angesichts der Herausforderungen, denen sich das Land gegenüber sieht. Bei der nächsten Sitzung Ende des Monats  werde daher der Ölminister eine entsprechende Vorlage einreichen.  –  Der Irak ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölproduzent unter den 14 OPEC-Mitgliedern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19144-irakischer_au%C3%9Fenminister_wir_brauchen_%C3%96leinnahmen_f%C3%BCr_kampf_gegen_is)

Nach heftigen Protesten der Bewohner in Sulaimâniyya gegen Masʽûd Barzânî Masoud Barzani) und einer Erklärung der Islamischen Union Kurdistans wie der Islamischen Gemeinschaft  in  Kurdistan dahingehend, daß ein endlicher Rücktritt dieses umstrittenen Politikers und Clanchefs wesentlich zur Lösung des Kurdenproblems beitragen würde, hat er erstmals die Freigabe des Präsidentenamts der autonomen Kurdenregion des Iraks in Aussicht gestellt. Masʽûd Barzânî  war seit Ablauf seiner Amtszeit 2015 (vgl.u.) dennoch eigenmächtig in seiner Position verblieben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19198-barzani_bereit_zum_r%C3%BCcktritt)

Laut as-Sûmariyya News, basierend auf eigene Quellen, soll sich IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî irgendwo zwischen den Städten Tal ʽAfar und al-Baʿāğ (al-Baʿādsch) in der Provinz Nînawâ  versteckt halten. Genaueres wisse nur ein kleiner Kreis ihm sehr nahe stehenden Personen, der  sog. Muğâhid-Rat. An seinem Zufluchtsort werde er von „ausländischen Kämpfern bewacht, die professionell mit ihrer Sache vertraut seien“. (http://sptnkne.ws/cMhD)

Aus einer unabhängigen Studie des britischen Analyse-Zentrums IHS geht hervor, daß IS-Terroristen seit 2014 dutzende Male chemische Waffen in Syrien und im Irak benutzt haben. Gemäß dem Leiter des Zentrums, C. Stark, nehme die Gefahr solcher Terroranschläge mit Giftgas zu, jemehr sich die Terrorgruppe(n) zurückgedrängt und in der Defensive fühlen und der Armee so weiteres Vorrücken erschweren [wie die Bevölkerung angesichts ihres schwindenden Einflusses einschüchtern wollen]. Zudem sei zusammen mit der Fluchtbewegung der IS-Terroristen – vor allem von Anführern mitsamt ihren Familien – gen Syrien seit der Befreiungsoperation um Mossul auch mit einer Verfrachtung ihres Giftgas-Equipments dorthin zu rechnen.  (http://www.sana.sy/?p=466970 vom 22.11.2016)

Erstmals seien laut dem Politologen Meyssan mehr als 14.000 Einwohner aus Mossul in Richtung ar-Raqqa und Idlib nach Syrien geflohen, eine Völkerverschiebung zwischen IS-kontrollierten Gebieten also. Über die aktionen der US-geführten Koalition in Mossul könne man nicht wirklich etwas aussagen, da dort nur jener genehme sog. embedded Journalisten zugelassen seien, die zudem der militärischen Zensur unterlägen. Diese Bevölkerungsverlagerung verstärke jedenfalls die Zahl der Ausländer im Norden Syriens, die der Ideologie der Muslimbruderschaft verhaftet seien. Dies müsse jedenfalls im Zusammenhang mit dem Plan der Schaffung eines künstlichen Kurdistan zu Lasten Syriens gesehen werden (http://www.voltairenet.org/article194133.html mit Verweis auf: „Enthüllungen der PKK über den Angriff des EIIL und die Schaffung von ,Kurdistan‘“. (http://www.voltairenet.org/article184659.html).  – Vgl.u. bzgl. Balkanisierung von Syrien und dem Irak.

Nach dem saudischen Botschafter (vgl.u.) haben sich nun offenbar die Mitarbeiter der saudischen Zeitung  aš-Šarq al-Ausaṭ gleich gegenüber mehreren Seiten im Irak unbeliebt gemacht: die Armee hat deren sämtliche Reporter aus den Operationsgebieten der Streitkräfte samt Volks­wehr ausgeschafftwegen Beleidigung der irakischen Frauen“ hieß es seitens des inländischen  Mediums  Burâṯâ News (Borsa) am Mo., 21.11.2016. Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî hatte die Saudis am So., 20.11.2016, noch aufgefordert, sich bei den irakischen Frauen zu entschuldigen, was nicht geschah. Vorgeworfen wurde jenen Zeitungsleuten auch, sie würden durch Lügenmeldungen die irakische Armee in ein schlechtes Licht rücken auch in Bezug auf die Herstellung von Sicherheit für die Pilger zur Wallfahrt nach Karbalâ´ (vgl.u.) wie bei der Befreiung Mossul. Als dritte Partei beschwerte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO), deren Mitarbeiter aš-Šarq al-Ausaṭ  der „sexuellen Belästigungen“  in Karbalâ´  beschuldigt hatte, was erst Genannte als „pure Verleum­dung“ zurückwiesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i19027-irakische_armee_weist_al_sharq_al_aswat_reporter_aus)

Laut Mitteilung von Zweisterne-General Ra´îd Šâkir Ğaudat, dem Chef der irakischen Bundespolizei, haben die vereinten Streitkräfte am 19.11.2016, den Süden Mossuls vollständig von den IS-Terroristen befreit. Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, Kommandant  der Operationen in Nînawâ, ergänzte, die Sicherheitskräfte hätten zuvor die Gegenschläge der IS-Terroristen im Gebiet abwehren können, dabei 43 von ihnen getötet und 11 weitere festgenommen. Im Weiteren würde man von Osten und Süden her gen Stadtmitte  Mossuls vordringen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18964-irak_s%C3%BCdlicher_teil_von_mossul_vollst%C3%A4ndig_befreit)

Bei der Detonation einer Autobombe inmitten einer Hochzeitsfeier in al-ʽÂmiriyya (?, Amerija) nahe  Falûğa kamen am Donnerstagnachmittag mindestens 30 Menschen ums Leben, weitere 45 Personen sind teils lebensgefährlich verletzt.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18907-irak_dutzende_tote_und_verletzte_bei_terror- anschlag_in_falludscha)

Nach dem die Zentralregierung und die der autonomen Region Kurdistan zu keiner Vereinbarung hinsichtlich der befreiten Regio­nen in Nînawâ (Ninive) gelangten, forderte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî  am Do., 17.11.2016, in einer Erklärung, den Rückzug der kurdischen šmarga-Kämpfer aus diesen Gebieten. – Zuvor hatte der – trotz Ablauf seiner Amtszeit nicht von seinem Posten als Chef der kurdischen Regionalverwaltung gewichene (vgl.u.) – Masʽûd Barzânî in einer umstrittenen Rede vom Mi., 16.11.2016, mitgeteilt, aufgrund einer Vereinbarung mit der US-Administration (!) würden die kurdischen Pîšmarga-Milizen in den Gebieten bleiben, bei deren Befreiung sie mitgewirkt hätten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18877-iraks_premierminister_besteht_auf_abzug_der_peschmerga_milizen) – Zum damit verbundenen Zerteilungs- bzw. Balkanisierungsplan bzgl. des Irak mit seinen Auswirkungen und Hintergründen vgl.u.

Nach Auskunft von Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, dem Kommandanten  der Militäroperationen in der Provinz Nînawâ sind durch die vereinten Streitkräfte zuletzt die Dörfer Tal ʽAmarkân, Tal und Wâdî  aman  sowie ʽUmar befreit worden.  (http://sana.sy/?p=464842)

Ein Mitglied der Verteidi­gungs­einheiten der Provinz Nînawâ (Nineveh Plain Protection Units, kurz: NPU) teilte gegenüber Sputnik Arabic mit, in der kürzlich befreiten Stadt al-Ḥamdâniyya (vgl.u.) ein Schriftstück des IS gefunden. Dieses erwies sich als IS-Erlaß zum Verbotjeglichen Angriffs auf die US-geführte Koalition über Mossul samt Umgebung. U.a. hieß es darin: Es ist strikt verboten, beliebige Flugzeuge am Himmel mit jeglichen Waffen anzugreifen, unabhängig davon auf welcher Höhe sie sich befinden, und selbst wenn sie auf dem Dach eines Hauses gelandet sind“. Unterzeichnet sei es von einem der lokalen IS-Anführer namens Abû Muʽawiyya (Abu Muawia), angeschlagen an einer Tafel de sog. „Mobilisierungszentren“ der Terrororganisation zu Anwerbung und Training von Nachwuchskämpfern.
Sputnik Arabic weist darauf hin, daß die US-geführte Koalition, die besonders mit Luftangriffen in der Provinz Nînawâ engagiert sei, offenbar aufgrund von Meldungen aus der Region [vgl.u.] mehrfach Attacken auf die Volkswehr und die irakische Armee führte und humanitäre und mili­tärische Hilfsgüter abgeworfen habe, die letztendlich den IS-Kämpfern zugute kamen.
„Beim letzten skandalösen Luftangriff auf die irakischen Volkmilizen, die gegen den IS kämpfen, hatte die Koalition 18 Kämpfer der Ninawa-Volkswehr getötet. Die Koalitionsjets hatten die Kämpfer ange­griffen, als diese gegen Terroristen gekämpft hatten. Dadurch konnten allerdings letztere fliehen.“ (http://sptnkne.ws/cHz3 und http://sptnkne.ws/cHvb) – Zu Belegen der letzten Beschuldigungen vgl.u.!

Untersuchungen der Kommission für gemeinnützige Organisationen in Großbritannien haben ergeben, daß die vom IS enthauptete britische Geisel Alan Henning (vgl.u.) unter dem Deckmantel der karitativen Arbeit in Syrien der Finanzierung der dort aktiven Terrorgruppen diente, bevor er 2014 vom IS gefangengenommen wurde. (http://sana.sy/?p=464061 vom 16.11.2016)

In der Provinz Nînawâ wurden weitere Gebiete wie z.B.  Tal Šiyân (Tal Schiyan) vom IS zurückerobert und der Belagerungsring um die Terrororganisation ausgeweitet, berichteten Militärangehörige. Besonders die frühere schon kampferprobte und erfolgreiche Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽ (vgl.u.) liefert sich nach wie vor schwere Gefechte mit dem IS um den Flughafen Tal ʽAfar (Talafar), den sie von drei Seiten umstellt habe. Viele Terroristen  flüchteten in Richtung der Grenze nach Syrien . Beim Vormarsch der Armee auf den Ort al-Bakr östlich von Mossul, wurden zudem ca. 100 Familien aus IS-Gewalt  befreit. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18826-irak_weitere_gebiete_der_provinz_nineve_befreit)

Erstmals seit zwei Jahren ließen am Sonntagmorgen UNICEF, UNFPA und das UN-Welternährungsprogramm humanitäre Hilfsgüter in eine Vorstadt des östlichen Teils von Mossul bringen, ging aus einer UNICEF-Mitteilung vom Di., 15.11.2016, hervor.  Die Lieferung auf 14 Fahrzeugen enthielt Tabletten zum Desinfizieren von Was­ser, Power-Snacks, Zahnpaste, Seife, Windeln und andere Mittel des Grundbedarfs. Dies wurden innerhalb von 6 Stunden verteilt. Dem UN-Kinderhilfswerk zufolge hätten seit Beginn der Befreiungsoperation  mehr als 27.000 Kinder Mossul verlassen, während sich noch 1,5 Millionen Menschen, darunter 600.000 Kinder, in der Stadt befänden.  (http://sptnkne.ws/cGTu)  – Auf die völlig unzureichenden Vorbereitungen um Mossul hinsichtlich der zu erwartenden Versorgung der zu erwartenden vielen Flüchtlinge im Gegensatz zur Situation in/um Aleppo in Syrien war schon früher hingewiesen worden (vgl.u. 18.10.2016)

Während der šîʽitischen al-Arbaʽain-Wallfahrt, zu der üblicherweise Hunderttausende  Pilger anreisen, kamen in ʽAin at-Tamr, westlich des Wallfahrtsorts Karbalâ´ durch einen Suizidanschlag am Mo., 14.11.2016, neun Personen ums Leben, sechs wurden verletzt. Dabei war es den Sicherheitskräften sogar gelungen, rechtzeitig fünf weitere Attentäter zufassen, so daß allein der sechste sich innerhalb einer Menschenansammlung in die Luft sprengen konnte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18658-neun_tote_bei_selbstmordanschlag_im_westen_von_kerbela) – Später bekannte sich der IS zur Tat. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18679-irak_is_verantwortlich_f%C3%BCr_anschlag_in_kerbala)

Überblick und (vergrößerbare) Karte der bislang befreiten Gebiete von Mossul (https://southfront.org/iraqi-forces-take-control-of-more-villages-in-mosul-countryside-advance-inside-of-city/)

Generalleutnant ʽAbdulamîr Rašîd Yârullâh, der Kommandant  der Operation gab am 13.11.2016, in einer Übertragung von as-Sûmariyya News bekannt, die Truppen hätten die Kontrolle über das Gebiet von Nimrûd und das südlich gelegene Dorf Nuʽmaniyya in der Provinz Nînawâ vollends zurückgewonnen. Gestern konnten alle nördlich des Zâb-Flusses gelegenen Dörfer befreit werden sowie die Region al-Aûrubašiyya und der Stadtbereich al-Qadisiyya 2 im östlichen Teil von Mossul. Zuvor am Samstagabend hatten IS-Terroristen teils mit Chlor bestückte Mörsergranaten  in den Ortsteil al-Ḫânûka von aš-Širqâṭ gefeuert, und damit eine Person getötet und fünf weiteren Verletzungen zugefügt.In der Provinz Diyâlâ wurden am Sonntag eine Person südwestlich der Stadt Baʽqûba getötet, eine weitere verletzt, als beim Passieren der Stelle eine am Straßenrand zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen angebrachte Bombe detonierte. (http://www.sana.sy/?p=461687, s.a. http://www.sana.sy/?p=461588)

Bereits am Mo., 7.11.2016, waren im Bezirk Šûra (Schure, Shura) von Mossul in einem unterirdischen Gefängnis des IS hunderte abgemagerter Menschen befreit worden, wie der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen mitteilte. In der kürzlich herausgegebenen Erklärung hieß es: „Irakische Sicherheitskräfte entdeckten ein unterirdisches Gefängnis, in dem sich 961 Menschen befanden, alle sind Sunniten, viele von ihnen sind ehemalige Mitglieder der irakischen Sicherheitskräfte oder Mitglieder der Islamischen Partei des Irak“. Die Körper der ausgehungerten Personen, die teilweise in kleinen Käfigen gehalten worden seien, wiesen zudem Folterspuren auf. (http://sptnkne.ws/cET6)

Die Verlautbarung des Pressesprechers des US-Zentralkommandos, Oberst John Thomas, man erkenne an, daß bei 24 Luftschlägen im Irak und in Syrien zwischen dem 20. November 2015 und dem 10. September 2016 etwa 64 Zivilisten getötet worden sein könnten (!), obwohl man alle möglichen Maßnahmen ergriffen habe, um zivile Todesopfer zu vermeiden (vgl. http://sptnkne.ws/cEeW), konnte bei den Betroffenen nur Empörung auslösen.  Daher hieß es auch im Kommentar aus dem russischen Verteidigungsministerium, welches täglich umfassende  Daten vom Koordinierungs- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm nicht nur über Aktionen in Syrien sondern auch im Irak erhält (vgl. Syrien): „Es waren Tausende“! und weiter: „Die US-Luftwaffe versetzte in Syrien und im Irak bis zu 20 Schläge pro Tag. Das sind insgesamt etwa 7.300 Angriffe alleine im vergangenen Jahr“. Zum Einsatz seien zum größten Teil strategische Bomber 1B bis B52H gekommen, deren „Menschenfreundlichkeit“ und „Präzision“ seit dem Vietnam Krieg berüchtigt sei. „Wenn man solche Erklärungen vom Zentralkommando der US-Luftwaffe hört, entsteht der Eindruck, dass weitere Tausende Zivilopfer unter Syrern und Iraker Pentagon einfach nicht für Menschen gehalten werden“, hieß es aus Moskau,  „Aber selbst diese höchste Form der Schamlosigkeit und des Zynismus der amerikanischen Kollegen muss ihre Grenzen haben“. Darauf folgen einige Beispiele wie der Luftangriff vom 17.9.2016 auf die Stellungen der syrischen Armee, die sich im Kampf mit dem IS befand (vgl. Syrien), mit allein schon 62 getöteten und über 100 Verletzte mit dem Kommentar: „Sie waren keine Terroristen oder Gegner der US-Luftstreitkräfte, trotzdem wurden sie [erg.: aus] unklarem Grund nicht er­wähnt“; dann den US-Luftangriff vom Januar 2016 mit 27 getöteten Zivilisten und 40 Verletzten oder in Manbiğ (vgl. Syrien), wo zwischen Mai und Juli 167 Zivilisten – davon 17 Frauen und 44 Kinder – den US-Luftschlägen zum Opfer fielen u.s.w. „Die Situation im Irak ist ähnlich“ geht die Kritik weiter und referiert: am 20. Mai 2016  wurden bei US-Bombardements auf den Universitätskomplex in Mossul 92 Zivilisten getötet und 135 verletzt. „Solche Beispiele kann man unendlich aufführen“, hieß es abschließend. (http://sptnkne.ws/cEux)
Auch Neil Sammonds von Amnesty International kommentiert die Verlautbarung dahingehend, daß  das Pentagon die wahre Opferzahl drastisch gesenkt habe. Gegenüber Russia Today kritisierte er,  daß bei den Luftangriffe der US-geführten Koalition die Todesopfer unter den friedlichen Bewohnern nicht ordnungsgemäß ermittelt würden.  Die von den US-Militärs angeführten Zahlen machten „etwa fünf bis zehn Prozent von der wirklichen Totenzahl“ aus, erklärt der Menschenrechtler. Es sei zudem immer noch unklar, aus welchen Quellen das Pentagon seine Angaben beziehe. Sammonds forderte daher: „Wir rufen das US-Verteidigungsministerium auf, entsprechende Informationen zu veröffentlichen … . Wir fürchten nach wie vor, dass das Vorgehen der Koalitions-Luftstreitkräfte im Irak und in Syrien zur Verletzung des internationalen humanitären Rechts geführt hat“.  (http://sptnkne.ws/cEP6)

Die Menschenrechts­organisation Human Rights Watch (HRW) sprach sich am Do., 10.11.2016, dafür aus, daß IS-Kämpfer bei mindestens drei An­griffen auf  al-Qayâra (Quayyara; vgl.u.) im September und Oktober 2016 Chemiewaffen eingesetzt haben. (http://sptnkne.ws/cEPZ)

Zusammen mit der kurdischen Volkswehr befreite die Armee östlich des Stadtzentrums von Mossul die Außenbezirke Hayalkudüs [wohl gemeint: Ḥay = Stadtbereich al-Quds, vgl.u.], Kerame [al-Karâma, vgl.u.], Hayalsalah [Ḥay aṣ-Ṣalâḥ] und  ebenfalls nochmals genannt:  Ṣadâm (Saddam). Anschließend begann die Säuberung von hinterlassenen Sprengsätzen. (http://sptnkne.ws/cExP)

Nach Auskunft von Generalleutnant ʽAbdul-Amîr Rašîd Yarallâh, dem Kommandanten der Operation, gegenüber der irakischen Nachrichtenagentur INA wurde das Dorf  ʽAbbâs Rağab im N von az-Zâb in der Provinz Nînawâ vom IS zurückgewonnen und dort die irakische Flagge gehißt. Fortschritte würden auch nahe der antiken Stätte Nimrud (vgl.u.) gemacht. (http://sana.sy/?p=458260)

Basierend auf einer Nachricht von as-SûmariyyaNews soll auch der am Ost-Rand der Millionenstadt Mossul gelegene Bereich as-Sahra [aṣ-Ṣaḥrâ´ ?] vom IS befreit worden sein. (http://sptnkne.ws/cEn6)

Zu Beginn der Woche entdeckten irakische Soldaten nahe Mossul auf dem Gelände einer Landwirtschaftsschule ein Massengrab. In der kürzlich befreiten, 15km südlich der Provinzhauptstadt gelegenen Ortschaft Ḥamâm al-ʽAlîl (vgl.u.) wurden Hunderte enthaupteter Leichen aufgefunden, womöglich Schüler der Lehranstalt.  (http://sptnkne.ws/cDPF)

Prof. Christopher Bus­by vom  Europäischen Komitee für Strahlenrisiken zeigt sich überzeugt, daß die US-Regierung bislang alles getan habe, um die Auswirkungen ihrer Kriegsführung mittels abgereicherten Urans im Irakkrieg, vor allem bei der Operation Phantom Fury während der zweiten Schlacht von Falûğa 2004 herunterzuspielen. Dabei litten die Bewohner noch heute, 12 Jahre später also, an deren Folgen. Etliche Forscher haben laut  Russia Today den Zusammenhang zwischen angeborenen Kindes-Mißbildungen und Gesundheitsproblemen erwachsener Einwohner und dem  Einsatz v.a. dieser panzerbrechender Uranmunition hergestellt, das bei den US-Luftangriffen eingesetzt worden sei. Es fördere auch Krebs und Fehlgeburten. „Es wird immer offensichtlicher, dass Uran sehr ernsthafte genetische Folgen hat, die von den Behörden bis heute nicht berücksichtigt werden“, hebt Prof. Busby hervor und fügte an, die US-Administration, besonders das US-Militär, seien aber die letzten, die auf diese Folgen Rücksicht nähmen. „Sie wollen diese ‚magischen Waffen‘ nicht loswerden. Sie kämpfen mit allen Mitteln, auch wissenschaftlich, um zu zeigen, dass es dieses ernsthaften Problem nicht gebe.“ unter „Deckung“ auf hoher Ebene in den USA, bekräftigt der Professor im RT-Interview. Sogar der Veteran der US-Marine Ross Caputi, selbst Teilnehmer der o.e. Operation gab gegenüber RT an: „Angesichts eines solchen politisierten Faktors hat die US-Regierung keine Forschungen zu diesen Fragen unterstützt und hat es abgelehnt, jegliche Verant­wor­tung zu übernehmen“. (http://sptnkne.ws/cDhr)

Pîšmarga-Kämpfer haben Baʽšîqa, aus dem sich zuvor die türkischen Truppen zrückgezogen hatten (vgl.u.) „aus den Händen der IS-Terroristen befreit“ wie es mehrere Nachrichtenagenturen meldeten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18382-iraki- sche_stadt_bashika_in_der_n%C3%A4he_von_mossul_befreit vom 9.11.2016)

Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) vom Fr., 11.11.2016, habe die IS-Führung  am Di., 8.11.2016, „40 Zivilisten in Mossul wegen Mithilfe für die Sicherheits­dien­ste des Irak“ exekutieren lassen, tags darauf einen Mann wegen Han­dynutzung und am Mittwochabend noch  20 Zivili­sten im Norden von Mossul. (http://sptnkne.ws/cEK8)

Nach Angaben von UN-Menschenrechtssprecherin Ravina Shamdasani in Genf vom Di., 8.11.2016, habe der IS in den letzten Tagen knapp 2000 Menschen entführt, um sie nach Mossul zu schaffen. Davon seien 295 ehemalige Mitarbeiter der Sicherheitskräfte aus Ḥamâm al-ʽAlîl (vgl.u.) gewesen. Weitere etwa 1.600 Bewohner von Ḥamâm al-ʽAlîl seien gezwungen worden, sich mit den IS-Leuten nach TalʽAfar (vgl.u.) zurückzuziehen. Vor einer Woche bereits seien etwa 30 Scheichs aus Sinğar (Sindschar) entführt und 18 davon vom IS getötet worden. (http://sptnkne.ws/cDjX)

IS-Trupps hätten mit dem Vordringen der irakischen Truppen nach Mossul und Desertion vieler IS-Kämpfer aus den Orten ʽĀna (Ana), Râwa (Rawa) und al-Qâ´im (al-Qa ím) den (?) Grenzübergang vom Irak nach Syrien geschlossen, berichtete as-Sûmariyya News  am 7.11.2016 unter Berufung auf Nāẓim  al- Ğuġaifî (Nazim al-Jughaifi), ein­en Geheimdienst-Offizier  der Provinz al-Anbâr. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18334-is_schlie%C3%9Ft_grenz%C3%BCber- gang_zwischen_irak_und_syrien)

Wie schon am 3.11.2016 mitgeteilt (vgl.u.), betätigt nun auch die irakische Armee basierend auf Aufklärungsdaten die Flucht von IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî zusammen mit mit 150 Familien aus Mossul. (http://sptnkne.ws/cC9d) – Zu Meldungen über die und Kritiken an der Einrichtung von einem „IS-Fluchtkorridor“ nach  Syrien s. im Syrien-Thread und vgl.u..

Wieder (vgl.u.) haben IS-Milizen Ölfelder in Brand gesteckt, dieses Mal 19 in einem südlichen Vorort von Mossul. (http://sptnkne.ws/cCEn)

Über die IS-Schandtaten gegenüber der Bevölkerung – und hier insbesondere den Frauen gegenüber – im „Kalifat“ berichten erfolgreich Geflohene z.B. hier: http://sptnkne.ws/cCHw  und bei: http://sptnkne.ws/cCFj.

Nach seinem Treffen mit Rußlands Vize-Außen­minister Michail Bogdanow informierte Falâḥ Muṣṭafā Bakîr (Falah Mustafa Bakir), Chef des Departements für auswärtige Beziehungen der Regierung der Autonomen Region Kurdistans den Korrespondenten von Iswestija: „Wir haben um eine solche Art von Unterstützung (um militärische Hilfe — Anm. d. Red.) gebeten, da der Kampf gegen den Terrorismus jetzt eine kritisch wichtige Frage ist. Denn der Kampf dreht sich um die sogenannte Hochburg des IS.“ wegen der Masse an Flüchtlinge brauche man auch humanitäre Hilfe. Aus Moskau habe man hierauf erfahren, daß man „die Anfragen prüfen und sich bemühen werde, zu helfen“. (http://sptnkne.ws/cCyP)

Am So., 6.11.2016, teilte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa zur Beteiligung der US-geführten Koalition bei der Befreiungsoperation bzgl. Mossul auf Facebook mit: „Die Anti-Terror-Operation, die von führenden Mächten des 21. Jahrhunderts durchgeführt wird, hat sich in eine mittelalterliche Schlächterei verwandelt, bei der vor allem Zivilisten leiden. Die Bevölke­rung von Mossul stirbt von den Händen der Terroristen sowie der ihnen gegenüberstehenden Koalit­i­onskräfte. Es lässt sich feststellen, dass kein grundlegender Plan für die Rettung der Zivilisten ent­wickelt wurde“. Ihr zufolge existiere eine Informationsblockade seitens der Koalition, da diese keine zuverläs­sigen Daten dazu bereitstelle, was in Mossul vorgehe. Es scheine daher einen diesbezüglichen Befehl gegeben zu haben. (http://sptnkne.ws/cCn7)

Laut Bericht von as-Sûmariyya News  kam es am So., 6.11.2016, noch zu zwei Suizidanschlägen.  In Tikrît ließ ein Suizidattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Krankenwagen nahe eines Kontrollpunkts einer Wetterstation im Süden der Stadt explodieren, wobei 13 Personen ums Leben kamen, weitere verletzt wurden. Eine weitere Autobombe in Form eines Krankenwagens detonierte. Nahe des unter Šîʽiten beliebten Wallfahrtszentrums des al-ʽAskarî-Schreins („Goldene Moschee“) in Sāmarrā` (Samarra), wo zehn Pilger getötet und Dutzende verletzt wurden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18154-24_to- te_bei_terroranschl%C3%A4gen)

Mit Bezug auf einen Bericht von al-Mayâdîn bringt Sputnik news am 6.11.2016 eine Nachricht (http://sptnkne.ws/cCkK), welche as-Sûmariyya news schon am 26.10.2016 gemeldet hatte (vgl.u.). Es geht dabei um die Flucht des IS-FührungsmitgliedsAbû Muʽtaz al-Qaḥṭânî gen Syrien, der in der russischen Version „Abu al-Bara al-Qahtani“ genannt wird. Zusammen mit ihm seien weitere vier IS-Führungskräfte nach Syrien geflohen. Nach Aussage eines Mitglieds der Regierung der autonomen Kurdenregion  sei für die in Mossul eingekesselten IS-Ter­roristen die Möglichkeit geschaffen worden, die Stadt über die südliche Ausfahrt in Richtung Syrien auf einem „IS-Fluchtkorridor“ sozusagen zu verlassen. Hierzu hatten auch sich  die Außenminister al-Muʽallim (Syrien, 28.10.2016), Lawrow (Rußland, 28.10.2016) und Ẓarīf  (Iran, 28.10.2016) sowie der syrische UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (26.10.2016) einschließlich des Obersten Heereskommandos von Syrien (18.10.2016) kritisch geäußert. Vgl.a. die gleichgeartete Mitteilung des Sprechers der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) Saʽîd Mamuzini. (http://sptnkne.ws/cyTz vom 13.10.2016).

Am Samstagabend reiste Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî an der Spitze einer militä­rischen Delegation nach Arbîl, um mit dem trotz Ablauf seiner Amtszeit nicht von seinem Posten als Chef der kurdischen Regionalverwaltung gewichenen Masʽûd Barzânî (Masoud Barzani, vgl.u.) über die Koordination der Befreiungsoperationen um und in Mossul zu sprechen. Laut Stabschef des letzteren sei man demnach übereingekommen: „Laut Verein­barung zwischen Bagdad und Erbil werden die Peschmerga-Kämpfer nicht in Mossul eindringen“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18145-al_abadi_und_barzani_beraten_%C3%BCber_mossul_operation)

Auch die südlich der Provinzhauptstadt gelegene Ortschaft Ḥamâm al-ʽAlîl (Hamam al-Alil) konnte nach Mitteilung von Generalmajor Nağîm [falsch: Hadschim] al-Ğubûrî am Samstagmorgen zurückgewonnen werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18136-irakische_armee_meldet_r%C3%BCckeroberung_strategisch_wichtiger_ortschaft_hammam_al_alil_vor_mossul)

As-Sûmariyya News berichtet über die Befreiung von 45 Häftlingen eines IS-Gefängnisses im Ostteil von Mossul bei einem Sturm durch die Stadtbewohner darauf am Freitagabend. Die IS-Wachmannschaft wurde getötet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18064-einwohner_von_mossul_befreien_dutzende_h%C3%A4ftlinge)

Laut Mitteilung des irakischen Militärs wurden die östlich gelegenen sechs Stadtbereiche Mossuls Malayeen [Malâyîn], Samah [as-Samâḥ], Khadra/Chadra, Karkukli [Karkûklî], Quds und Karama [Karâma] befreit. Der in Reaktion hierauf vom IS gestartete Angriff auf die am 22.9.2016 befreite Stadt aš-Širqâṭ in der Provinz Ṣalâḥuddîn konnte von den Streitkräften ebenfalls abgewehrt werden.  (http://sptnkne.ws/cB2p vom 4.11.2016) – Ein Blick auf die Karte zeigt, daß es sich bei den befreiten Gebieten um abgeschlossene Bereiche außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes von Mossul handelt. (http://www.maplandia.com/iraq/neineva/mosul/)
Ergänzung: Laut as-Sûmariyya News wurden auch die Außenbereiche ʽAdan (Aden) und  Ṣadâm (Saddam) zurückerobert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i18124-200_is_terroristen_bei_gefechten_um_mossul_get%C3%B6tet)

Laut Meldung der Agentur Rudaw haben die irakischen Truppen den östlichen Außenbezirk al-Intiṣâr (al-Intisar) von Mossul am linken Tigris-Ufer zurückerobert. (http://sptnkne.ws/cAZ4)

Der türkische Vizepremier und Regierungssprecher Numan Kurtulmuş verkündete am 3.11.2016, die türkischen – seit der Invasion vor ca. einem Jahr völkerrechtswidrig im Land stationierten (dazu vgl.u.) – Einhei­ten in Baʽšîqa (Baschigheh) nahe Mossul in andere nicht näher benannte Regionen des Irak verlegt würden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17974-t%C3%BCrkei_beschlie%C3%9Ft_ab- zug_ihrer_truppen_aus_nordirak) – Das Ehepaar Kurtulmuş agitiert für die als antidemokratisch und extremistisch geltende Millî Görüş-Bewegung.

Rußlands Generalstabschef Sergei Rudskoi eröffnete am Do., 3.11.2016, der Presse [dank der Informationen ausfgrund eigener Überwachungsmaßnahmen im Irak, dazu vgl.u.], die US-Luftwaffe habe vor wenigen Tagen mehrere Luftangriffe auf die Stadt Ḥamâm al-ʽAlîl (Hamam el-Elil) südlich von Mossul ausgeführt und dabei vor allem Zivilisten verletzt und auch eine Moschee beschädigt haben. Wörtlich sagte er: „Die USA setzen ihre Raketen- und Bombenangriffe auf Wohnviertel sowohl in Mossul als auch in anderen Ortschaften der irakischen Provinz Nainawa fort. Am 26. Oktober haben US-Kampfjets Wohnviertel im Stadtzentrum von Hamam el-Elil bombardiert, das 20 Kilometer südöstlich von Mossul liegt“. Ebenso seien dicht besiedelte Wohnviertel nur 14 bzw. 9km von Mossul aus der Luft angegriffen worden. Satellitenbilder belegtendie jeweiligen Folgen z.B. auch bzgl. der Stadt Tal Kaif nahe Mossul. Auf dem Bild sei u.a. eine durch Splitter und Detonationswelle beschädigte Schule zu sehen. Dazu bemerkte er: „Ein taktisches Kampfflugzeug der US-Luft­waffe hat am 24.Oktober eine Schule in Tell-Kaif, 14 Kilometer nördlich von Mossul, mit Bomben und Raketen angegriffen“. Mehrere Tote und Verletzte waren darauf zu verzeichnen. (http://sptnkne.ws/cAQG)

Chef der irakischen Bundespolizei, Zweisterne-General Ra´îd Šâkir Ğaudat, teilte am 2.11.2016 mit, die eigenen Truppen seien inzwischen 16km vor dem Flughafen von Mossul in Stellung gegangen. Zuvor seien 12 Dörferim Gebiet Ḥamâm al-ʽAlîl (Hamam al-Alil) südlich von Mossul zurückerobert worden. Im westli­chen Abschnitt des Kamfpgebiets von Mosul sei auch die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî auf dem Vormarsch und habe ar-Raḥmaniyya befreit  und  die  Anhöhe Tal aṣ-Ṣaif zurückgewonnen. Ca. 100 IS-Terroristen seien bei Luftangriffen getötet worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17926-irakische_truppen_16_kilometer_vor_mosuls_flughafen)

As-Sumariyya News berichtet am Di., 2.11.2016: „Die IS-Führung hat nach aus der Stadt eingetroffenen Informationen allen Kämpfern die Anweisung gegeben, das westliche und östliche Ufer des Flusses Tigris zu verlassen und in Richtung Syrien abzuziehen“.  (http://sptnkne.ws/cAcD) – Zur Problematik der Ausschaffung der IS-Kämpfer nachSyrien vgl.u.!

Allerdings befinde sich IS-Führer Abû Bakr al-Baġdâdî noch in Mossul. (http://sptnkne.ws/cAyb)

Laut Bericht von The Guardian vom 1.11.2016 wurde durch einen Luftangriff der US-geführten Koalition im erst kürzlich befreiten Dorf al-Fâiliyya, 20km nördlich von Mossul, eine achtköpfige Familie bei der Bombardierung ihres Hauses ausgelöscht, wie Dorfbewohner mit Filmmaterial der Presse meldeten. Auch wüßten sie im Laufe der kriegerischen Situation im Land sehr wohl zwischen Luftangriff und Artilleriegranateneinschlag zu unterscheiden. Splitter und Trümmer seien über 300m verteilt. Auch im Irak hatte es schon mehrere dieser Vorfälle gegeben (vgl.u.). Konstantin Dolgow, der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums forderte daher genaue Untersuchungen in dieser Hinsicht und wies darauf hin, Moskau verfüge über glaubhafte Beweise für anhaltende Angriffe der US-geführten Koalition auf die Zivilbevölkerung in Syrien wie dem Irak, die in einem Weißbuch zusammengefaßt und einzusehen seien. (http://sana.sy/?p=453578 vom 2.11.2016) – Zum erwähnten Weißbuch s.a. http://sptnkne.ws/c9RZ

Am Di., 1.11.2016, konnten Armeeinheiten ins Gebiet aš-Šalâlât nördlich von Mossul eindringen und erhielten so Zu­gang zu einigen Stadtteilen der Provinzhauptstadt und die Kontrolle über Gebäude der TV- und Radio-Anstalten im Ostteil und  mehrere umliegende Dörfer.
Heute wurde das Dorf al-Mankar im S Mossuls zurückgewonnen und Dutzende mit Sprengstoffgürteln versehene Suizidattentäter des IS wurden rechtzeitig eliminiert. Nach Meldung von as-SûmariyyaNews schritten die militärischen Einheiten kontinuierlich fort. (http://sana.sy/?p=453535 vom 2.11.2016)

Bislang hauptsächlich von befreiten Orten aus Syrien bekannt und mit dem Vormarsch der irakischen Armee nun auch in diesem Land hinterlassen die Terroristen – nicht nur vom IS – beim Rückzug an den Straßen, aber auch in Wohnhäusern und anderen Gebäuden Minen und Sprengfallen für die vorrückenden Truppen aber auch die heimkehrwillige Bevölkerung. Deshalb verbingen Spezialeinheiten des Heeres lange Zeit mit der Durchsuchung und räumung des jeweiligen Gebiets. Nun ist der IS dazu übergegangen, auch herumlaufende Haustiere einzufangen und ihnen Sprengsätze umzubinden, so daß diese, in ihr Heim und zu ihren Besitzern zurückgekehrt, diesen so den Tod bringen oder sie schwer verletzen. (http://sptnkne.ws/c92w)

Bewohner kürzlich befreiter Orte sprachen mit Sputnik-Reportern über die schlimme Zeit unter IS-Besatzung. Die Berichte sind zusammengestellt bei http://sptnkne.ws/c6bR, http://sptnkne.ws/c8sR, http://sptnkne.ws/c95Y.

Laut Mitteilung von Generalmajor Fâḍil Ğamîl al-Barwânî  vom Mo., 31.10.2016, befinde sich die Armee mit unterstützenden Kräften des Landes ca. 3km von Mossul entfernt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17773-irak_armee_n%C3%A4hert_sich_mos- sul_von_osten)

Bei fünf Explosionen an verschiedenen Stellen von Bagdad kamen am Sonntag mindestens 17 Personen ums Leben, weitere 60 wurden verletzt. (http://sptnkne.ws/c8WX)

Nach Auskunft eines Pîšmarga-Kommandeurs gegenüber Sputnik Türkiye stünden die Armee wie die regierungstreuen Milizen bereits 2km östlich der Altstadt Mossuls, wobei sie von SO her angriffen. Im Einzelnen bemerkte er: „Die irakische Armee hat 13 Ortschaften östlich und nordöstlich von Mossul befreit. Dort wird erbittert gekämpft. Die irakische Armee steht zwei Kilometer vom Stadtkern von Mossul entfernt. Die Daesh-Kämpfer wehren sich fast nicht mehr: Viele fliehen oder sprengen sich mit verminten Fahrzeugen in die Luft.” Etliche Terroristen seien getötet bzw. gefangengenommen worden. „Um sich vor den Artillerieangriffen zu schützen, graben die Dschihadisten Hunderte Kilometer lange Tunnel und Gräben aus. Wir stoßen in den von uns befreiten Dörfern auf diese Gräben.“ fügte er hinzu.  (http://sptnkne.ws/c8tk)

Am Fr., 28.10.2016, teilte General Sergei Rudskoi, Chef der Operativen Verwalt­ung im russischen Generalstab, in Moskau mit: „Ein taktisches Kampfflugzeug der US-Luftwaffe hat am 24-Oktober um 03:24 Uhr eine Schule in Tell-Kaif, 14km nördlich von Mossul, mit Bomben und Raketen angegriffen“. Dem fielen in Mossul mehrere Tote und Verletzte zum Opfer. Es kämen US-Langstreckenbomber des Typs B-52 zum Einsatz. (http://sptnkne.ws/c8mb)

Dem irakischen Immigrationsministerium entstammt die Information, daß seit Beginn der Operation zur Befreiung Mossuls 11.735 Bürger der Provinz Nînawâ aus ihrem Heim geflohen sind. Laut as-Sûmariyya News vom Do., 27.10.2016, brachten Mitarbeiter des Ministeriums in den letzten Tagen 1.940 Obdachlose in den Lagern von Arbîl und in der Provinz Dahûk unter. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17596-irak_%C3%BCber_11000_personen_verlassen_die_provinz_ninive)

Nach Angaben der Sprecherin des UN-Hochkommissars für Mens­chenrechte am Fr., 28.10.2016, in Genf hat der IS am Mi., 26.10.2016,  232 Zivilisten nahe Mosul ermordet. Als Grund wurde genannt, daß sie für die Armee gekämpft oder sich geweigert hätten, dem IS beizutreten.  „Einige wurden auch erschossen, obwohl sie den Anweisungen vom IS Folge leisteten.“. (http://parstoday.com/de/news/world-i17650-uno_is_t%C3%B6tet_%C3%BCber_230_zi-vilisten_in_mosul)

Nach Mitteilung des Generalsekretär der al-Badr-Organisation, Hâdî al-ʽÂmirî (Hadi al-Ameri), habe allein die Regierung und damit der Ministerpräsident darüber zu entscheiden, ob die Volkswehral-Ḥašd aš-Šaʽbî an der Befreiung Mossuls und beim Einmarsch in die Stadt teilnehme, und nicht der türkische Präsident.  Die Kämpfer stünden jedenfalls dazu bereit. Masʽûd Barzânî, der illegal weiter im Amt verweilende (vgl.u.) „Präsident“ der autonomen Kurdenregion erklärte hingegen bei einer Pressekonferenz mit dem Chef der Irakischen Nationalallianz, ʽAmâr al-Ḥakîm (Ammar al-Hakim), die kurdischen Pîšmarga würden sich zwar bei der Belagerung nicht aber beim Einmarsch in jene Provinzhauptstadt beteiligen.  Al-Ḥakîm sprach sich dabei ebenfalls deutlich gegen die Präsenz ausländischer Soldaten, insbesondere der türkischen, aus, die sich derzeit auf  dem US-Stützpunkt Baʽšîqa nahe Mossul aufhalten. Außerdem forderte er die US-geführte Koalition auf, ihre Einsätzen mit der irakischen Regierung abzustimmen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17590-schiitische_miliz_im_irak_werde_auf_wunsch_in_mosul_einmarschieren)

Ein Video vom Di., 25.10.2016, zeigt den Einmarsch der Regierungstruppen in die befreite Stadt al-Ḥamdâniyya (auch: Karakusch, Baghdeda) im SO von Mossul. Vor der IS-Invasion wohnten hier fast ausschließlich Christen, die daraufhin jedoch zu zehntausenden flohen. Im Ort sind noch die Ruinen in Brand gesteckter Kirchen zu sehen. (http://sptnkne.ws/c6Zj) Am 26.10.2016 wurde zudem al-Qalâʽ im O von Mossul zurückerobert.
Zudem meldete as-Sûmariyya news am 26.10.2016, der IS-Verantwortliche für die Finanzen der Terrorgruppe wie für die Anwerbung von Suizidattentäterinnen aus dem (europäischen, deutschen!) Ausland, der Araber Abû Muʽtaz al-Qaḥṭânî (Abu Moataz Al-Qahtani) sei unter mysteriösen Umständen, dafür  im Besitz von Millionen US-$ und brisanten Dateien über Transak­tionen des IS sowie über Mitglieder verschwunden. Die Quelle verweist in dem Zusammenhang auf die Ausschaffung von IS-Angehörigen aus Mossul gen Syrien, ungehindert durch die Einsatzkräfte der US-geführten Koalition (vgl.u., 19.10.2016). (http://sana.sy/?p=450328)

Irakischer Soldat, Photo: SANA

Irakischer Soldat, Photo: SANA

Gegenüber der arabischen Webseite von Sputnik news gab der Vorsitzende des Sicherheitskomitees der Provinz Kirkûk, Ali Musa Yadekar, an, US-Flugzeuge hätten IS-Terroristen von Ḥawîğa (Hawijah) in die Bergregion von Leilan (?) und Dâqûq (südlich von Kirkûk) transportiert, wo es keine Sicherheitskräfte gab. Auch  der Gesandte des International High Commission for Human Rights  für den Nahen Osten (englisch: Middle-East), Haiṯam Abû Saʽîd) (Haitham Abu Saeed), bestätigte am 24.10.2016, die Terroristen flöhen aus Mossul nach ar-Raqqa und Idlib in Syrienmit US-Unterstützung. Außerdem übe die US-Regierung Druck auf die in Bagdad aus, die Volkswehrkräfte, bislang äußerst erfolgreich im Kampf gegen den IS (vgl.u.) nicht weiter am Kampf um Mossul teilnehmen zu lassen [was ja eine Forderung der türkischen Regierung unter Erdogan ist, s. http://sptnkne.ws/c595%5D. Demnach teilte er mit: „TheUS is also pressuring the Iraqi government to stop Hashd al-Sha’abi (popular) forces‘ partici­pation in the Mosul Liberation Operations in a move to implement its plots in the region„. Ein von den Streitkräften gefangengenommener IS-Kämpfer sagte zudem beim Verhör aus, daß seine Leute von türkischen Flugzeugen südlich von Kirkûk abgesetzt worden seien. Hierzu führte ein Mitglied der Sicherheitskräfte aus: „The Iraqi security forces have managed to arrest a number of terro­rists who attacked Kirkuk province, after the militants blew up and struck governmental headquarters by suicide attacks and clashed with the security forces and the local people. One of the prisoners admitted that Turkish planes brought them from Turkey and dropped them in an area South of Kirkuk, near the village of Sari Tepe. The investigations are underway about the confessions of those terrorists for documentation purposes and to criminalize those who facilitated the terrorists’ infiltration into Kirkuk”. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950803000670) – Schon früher hatten Parlamentarier und Mitglieder der Streitkräfte von ähnlichen Unterstützungsleistungen seitens der USA für den IS durch Lieferungen von Waffen, Munition und anderen Hilfsmitteln aus der Luft und Abstransport von IS-Führungspersonal aus Gefahrengebiet berichtet und diese zusammengetragen, vglu.! – Ähnliches wurde auch druhc einen Parlamentarier bzgl. Aleppo in Syrien festgestellt.

Daß der Irak seit der US-Invasion 2003 sein säkulares Gepräge verloren hat, ist nicht nur am Vergleich der Flagge vor- und nachher (vgl.u.) festzustellen sondern jetzt auch an der Einführung des totalen Alkoholverbots im Irak, in dem nach Sturz der fortschrittlichen Baʽṯ-Regierung seither die Islamisten erstarkt sind. Nur der autonome kurdische Teil bleibt wegen dieser Entität (vorerst) nicht tangiert. Wie in anderen fundamentalistischen Staaten drohen nun auch im Irak bei Mißachtung des Verbots drakonische Strafen. Von diesem betroffen sind vor allem die seither in ihrer Zahl schon stark dezimierten Christen, die bislang hauptsächlich im Verkauf tätig gewesen sind und die eine Befeuerung der früher weitgehend unbekannten interkonfessionellen Konflikte befürchten. (http://sptnkne.ws/c6bR)

Nach Mitteilung von General Sergei Rudskoi vom russischen Generalstab vom Di., 25.10.2016, kommen immer mehr IS-Terroristenaus dem Irak nach Syrien mit Ziel [des vom IS belagerten] Dair az-Zaur. Ca. 300 seien neu angekommen. Dabei liefere die sog. US-geführte Koalition keine namhaften  Erfolge bei der Befreiung von Mossul im Irak, wohingegen bei ihren Bombardements  in Mossul und Umgebung über 60 Zivilisten getötet und 200 weitere verletzt worden sind einschließlich der Beschießung einer Mädchenschule südlich der Provinzhauptstadt.  (http://sana.sy/en/?p=91587)

Laut Berichten von Bürgern und aufgrund staatlicher Quellen informierte Rupert Colville, Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, am Di., 25.10.2016, darüber, daß der IS in der Zeit von Mittwoch letzter Woche [19.10.] bis Sonntag [23.10.] eine Anzahl Bürger wie Sicherheitskräfte in und um Mossul ermordet („hingerichtet“) habe. Am Sonntag seien 50 Polizisten als Geiseln genommen und in einem Gebäude am Rand von Mossul getötet worden. Am Mittwoch davor habe es im Dorf Safîna (Safina), 45km südlich von Mossul 15 Zivilisten getroffen, deren Leichen anschließend in den Fluß geworfen worden seien. Am Sa., 22.10.2016, seien drei Frauen und drei Mädchen in einem weiteren Dorf südlich von Mossul vom IS erschossen worden. Zudem fanden  irakische Sicherheitskräfte am Do, 20. 10.2016,  70 Leichen mit Schußwunden im Ort Tal Nâṣir (Tel Nasser) vor. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17467-un_is_richtet_zahlreiche_b%C3%BCr- ger_von_mossul_hin)

Vor etwa einem Jahr  (vgl.u., 13.10.2015, und hier) kam die Frage auf, woher der IS über seine Mengen an Fahrzeugen v.a. des Herstellers Toyota verfüge. Der japanische Autohersteller leitete diesbezüglich eine Untersuchung ein, nachdem Rußland dem Unternehmen Filmmaterial über den Einsatz Dutzender solcher Fahrzeuge durch den IS vorleg­t hatte. Demnach kauften Saudi-Arabien 22.500, Qaṭar 32.000, die VAE 11.650 und Jordanien 4.500 Toyota-Fahrzeuge über saudi-arabische Banken beim Hersteller, vor allem die die Modelle Landcruiser und Pickup. Diese stellten sie dann dem IS zur Verfügung. (http://parstoday.com/de/news/world-i17317-arabische_l%C3%A4n- der_kauften_f%C3%BCr_is_60.000_fahrzeugetoyotas)
Pars today verweist dabei auf Meldungen von SANA und Sputnik news (siehe z.B. http://sana.sy/en/?p=57860).  In einem Interview mit Sputnik news  hatte der syrische permanente UN-Vertreter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  zur Thematik ausgesagt: „How can Turkey say that it is fighting ISIS in Jarablus if Turkey itself allowed the establishment of ISIS and helped in the development of it by providing thousands of Toyota cars and other branded cars with built-in weapons?“ (http://sana.sy/en/?p=86392 vom 25.8.2016). In einer Rede vor der UNO stellte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  zudem die Frage „why the Turkish government would allow the Arab Gulf states to transport tens of thousands of Toyota brand cars to ISIS in Syria and Iraq, and why it overlooks the Turkish mafia’s role in forging Syrian passports and smuggling refugees using crude methods that have claimed the lives of thous­ands of refugees so far.“ (http://sana.sy/en/?p=62104 vom 20.11.2016)

Während die Befreiungsoperation der Armee und unterstützenden Streitkräften um Mossul im Gange ist, greifen IS-Gruppen zunehmend andere (vgl.u. Kirkûk), auch schon vor einiger Zeit befreite Städte an. So sind IS-Trupps in die am 18.5.2016 befreite Stadt ar-Ruṭba (vgl.u.) an der Grenze zu Jordanien eingedrungen und haben zwei Stadtviertel unter ihre Kontrolle gebracht, dazu mindestens fünf Geiseln, Polizisten wie Zivilisten, „hingerichtet“. Laut Militärangaben seien  Kräfte abgestellt worden, um den IS wieder aus der Stadt zu vertreiben.  (http://sptnkne.ws/c5Rf)

In einer bei as-Sûmariyya News veröffentlichten Erklärung informieren die Streitkräfte darüber, daß seit Beginn der Operation zur Befreiung Mossuls bislang 772 Terroristen getötet, 23 verhaftet, u.a. 127 Autobomben und hunderte in Häusern angebrachte Sprengfallen unschädlich gemacht und ein großes Waffenlager inklusive Flugabwehrgeschützen, Raketen und schwerer Artillerie sowie Werkstätten zum Bombenbau etc. zerstört worden seien. Zudem wurden 5,1 Tonnen Ammoniumnitrat beschlagnahmt. Brigade-General Yaḥyâ Rasûl stellte zudem als Sprecher des operativen Kommandos  ebenfalls in einer Verlautbarung klar, daß Berichte über die angebliche Teilnahme der sich völkerrechtswiirig im Irak aufhaltenden türkischen Militärs (vgl.u.) an der Befreiungsaktion bzgl. von Mossul jeglicher Grundlage entbehrten. (http://www.sana.sy/?p=449177)

Epoch Times“ berichtet über zunehmend in Frauenkleidern fliehende IS-Anhänger aus Mossul. „So sehen sie aus, die Helden des Dschihad, die zuvor mutig genug waren, wehrlose Gefangene abzuschlachten und Frauen und Kinder zu vergewaltigen“, heißt es im Artikel. (http://sptnkne.ws/c5TE)

In seinem jüngsten Facebook-Post vom am Sonntagabend [23.10.2016] widmet sich Journalist Jürgen Todenhöfer der Rolle der US-geführten Koalition bei der Rückeroberung von Mossul unter dem Titel „Auch die Bombardierung Mossuls ist Terror“. Dabei kritisiert er: „Wer, wie fast alle unsere Politiker, von der ‚Befreiung‘ Mossuls spricht, lügt. Die sunnitischen Städte im Irak werden nicht befreit, son­dern zerstört. In Schutt und Asche gelegt. Die geflohenen Einwohner verlieren alles. Hab und Gut, oft ihre Familien, alles. Und niemand im Westen protestiert. Sind wir Vasallen, Knechte der USA oder ein stolzes, freies Land?“. Die USA planten im Irak ein „blutiges Finale“. „Sie wollen die 5.000 IS-Terroristen, die sich noch in Mossul verbergen, mit 90.000 schiitischen, kurdischen, türkischen und ein paar tausend bestochenen arabisch-sunnitischen Kämpfern angreifen. Unterstützt von 6.500 US-Spezialeinheiten. Parallel wird eine von den USA geführte 60-Staaten-Koalition die Millionenstadt Mossul im Minutentakt bombardieren.“ Dabei stürben Zehntausende. „In Mossul leben wunderbare Menschen. Menschen wie Du und ich. Aber in furchtbarem Leid: Sie mussten die mörderischen Sanktionen Clintons erdulden, den Krieg Bushs, den Terror des IS und jetzt die ‚Freiheitsbomben‘ Obamas. Doch wer weint schon um Mossul, wer um sunnitische Iraker? Jeden Tag denke ich an die Menschen von Mossul“ ergänzt Todenhöfer, der selbst zweimal in die Stadt gereist war. Der IS sei mit „klügeren Strategien“ zu bekämpfen. Hierzu liege dem Weißen Haus ein offizielles Angebot der oppositionellen irakischen Sunniten vor, mit deren Hilfe der IS „nicht die Spur einer Chance“ hätte. Bedingung sei nur die Teilnahme am politischen Leben des Irak, [die in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte]. Das aber sei Washington zu kompliziert. „Bombardieren ist einfacher“, kommentiert der Journalist bitter und fährt fort:  „Wie bei all ihren Kriegen töten die US-Bomben die Falschen. Und züchten dadurch neuen Terror“.
Seit August 2014 tötete die US-geführte Koalition mit ihren Angriffen auf sunnitisch-irakische Städte rund 50.000 Zivilisten, ihre Verbündeten weitere 15.000. Demgegenüber seien die meisten IS-Terroristen bereits entkommen – via Flüchtlingsströmen, Tunnel oder Bestechung – und kämpften in anderen Ländern längst weiter. Für Europa sieht er daher eine düstere Zukunft: „Wir werden die amerikanische Bombenstrategie mit Jahrzehnten des Terrorismus bezahlen“. Daß die US-Amerikaner trotzdem von großen Erfolgen sprächen, hält Todenhöfer für zynisch und eine „Perversion des Denkens“.  „Wenn sich die Welt nicht endlich gegen diesen Bombenterror erhebt, wird die Jahrtausende alte Kulturstadt Mossul bald nicht mehr existieren. Dank Clinton und Bush, dank dem IS. Und dank Ihnen, Herr Obama. Wenn Sie diesen kriminellen Wahnsinn nicht stoppen, wird Mossul sterben. In den Trümmern Ihrer großen Worte. Und unserer Feigheit„, schließt der Journalist sein Statement. (http://sptnkne.ws/c5Wr)

US-Verteidigungsminister Ashton Carter war am Sa., 22.10.2016, unan­gekündigt zu Besuch in Bagdad ein­getroffen. Nach seinem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan in Ankara behauptete er, zwischen dem Irak und der Türkei sei eine Einigung bzgl. der Rücker­o­berung von Mossul zustande gekommen. Demgegenüber stellte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî gegenüber Carter nochmals klar: „der Kampf um Mossul betrifft lediglich die Iraker„, die Befreiung der Stadt  sei ein Kampf der irakischen Kräfte werde von ihnen selbst durchgeführt. Weiter konstatierte er: „wenn wir militärische Hilfe der Nachbarländer brauchen würden, würden wir die fordern„. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17251-iraks_mini-sterpresident_der_kampf_um_mossul_ist_ein_kampf_der_iraker, s.a. http://sptnkne.ws/c5mt)

Minenräumkommandos durchsuchen die am 20.10.2016 aus den Händen des IS durch die Armee befreite, vorwiegend von Christen bewohnte Stadt Barṭalla (Bartella), von angebrachten Minen und Sprengsätzen. Der Ort liegt 21km im O von Mossul und hatte ursprünglich ca. 60.000 Einwohner. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17266-irakische_armee_befreit_die_von_chri-sten_bewohnte_stadt_bartella)

As-Sûmariyya News berichtet über die jüngsten Vorkommnisse im Rahmen der Befreiungsoperation für Mossul, daß die Truppen zusammen mit Sicherheitskräften und der Volkswehr am 22.10.2016 Fortschritte im Gewerbegebiet von Talkîf  wie beim Dorf Fulayfil im N der Provinzhauptstadt machten. Während der bislang sechstätigen Operation seien schon 37 Dörfer befreit worden, u.a. wurden nach Polizeiangaben am Vortag über den Dörfern Duwaizât und Naʽnâʽa jeweils die irakische Flaggen gehißt.  Dasselbe gilt für al-Ḥamdâniyya nach  erneuten Auseinandersetzungen mit dem IS dort. Der Polizeichef von Kirkûk, Brigade-General Ḫaṭṭâb ʽUmar ʽÂrif, gab zudem in einer Erklärung gegenüber Agence France-Presse (AFP) bekannt, über die Stadt sei nach den gestrigen Vorkommnissen (vgl.u.) wieder die volle Kontrolle hergestellt.  (http://sana.sy/?p=448507)

Aufklärungsdaten der russischen Überwachung der Kampfhandlungen um Mossul (vgl.u.) belegen laut Mitteilung von Generalmajor Igor Konaschenkow aus dem Verteidigungsministerium in Moskau vom Sa., 22.10.2016, daß die US-geführte Koalition in der Siedlung Dâqûq, 49km von Kirkûk, einen Trauerzug bombardiert hat. dabei kamen dutzende Menschen ums Leben. Jedoch gebe es in der Gegend keinerlei Stellungen des IS. (http://sptnkne.ws/c5nm)

Zu den Errungenschaften der Armee während der Befreiungsoperation von Mossul gehören auch die Tötung zweier Männer aus der IS-Führung: der eine ist der sog. IS-„Gouverneurs“ der Sahl-Region der Provinz Nînawâ,  Waʽâd  Yûnis (Wa’ad Youness), er starb am 20.10.2016 im NO von Mossul. (https://southfront.org/syria-iraq-war-report-october-20-2016-russia-made-tos-1a-heavy-flamethrower-systems-in-battle-for-mosul/) Der zweite ist Anatoli Semljanka aus dem sibirischen Nojabrsk, auch bekannt als IS-Henker Dschihadi Tolik. Der Spätkonvertit kam  laut Lifenews  vom 21.10.2016 bei einem bei einem Schußwechsel in Mossul ums Leben. (http://sptnkne.ws/c4ER)

Bei einem IS-Suizidanschlag auf ein Kraftwerk eines iranischen Unternehmens in Dibis bzw. Dubs im im nordirakischen Gouvernement Kirkûk am Freitagmorgen kamen 12 Iraker und vier iranische Tech­niker ums Leben, andere wurden verletzt, wie as-Sûmariyya News berichtete und  der Bürgermeister des Ortes gegenüber AFP Auskunft gab. Sicherheitskräfte sprachen von mindestens zwei Attentätern, die heranstürmten und ihre Sprengstoffgürtel vor dem im Bau befindlichen Gebäude  detonieren ließen. – Dagegen konnte ein IS-Angriff auf die Polizeidirektion in Kirkûk abgewehrt werden. (http://www.sana.sy/?p=448107, http://sptnkne.ws/c455)

Eine Sprecherin des UN-Büros für Menschenrechte  gab heute, 21.10.2016, bekannt,  daß der IS in Mossul 550 Familien als menschliche Schutzschilde  einsetze. Zudem werde von der Behörde die Tötung von 40 Zivilisten in einem Dorf untersucht. (http://www.sana.sy/?p=448255)

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) meldet, es hätten bereits ca. 2.000 Einwohner Mossul verlassen. So seien „erste Ankünfte von Familien, die ihre Häuser verlassen mussten, im südöstlichen Teil des Bezirks Mossul in der Provinz Nainawa registriert“ worden. Gemäß Stand vom 18.10.2106 seien 350 Familien in die nähere Umgebung von Mossul gezogen, insgesamt hätten 1900 die Stadt in Richtung Flüchtlingszentren verlassen. Zudem hätten  900 Bewohner laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks Mossul verlassen, die Grenze nach Syrien überquert und in einem Flüchtlingscamp in der Provinz al-Ḥasaka Unterkunft  erhalten. (http://sptnkne.ws/c3Yb) – Wie Vergleiche zeigten sind zwar von der Regierung erstellte Flüchtlingsunterkünfte in Syrien mit allem Nötigen ausgestattet, jedoch nicht diejenigen im Umkreis von Mossul (vgl.u.).

Zwei Bombenexplosion in Bagdad, eine bei einem Handelszentrum im O, eine andere im Stadtbezirk Qazaliyya im NW hinterließen am 20.10.2016 drei Tote und 19 Verletzte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17125-irak_drei_tote_und_19_verletzte_bei_zwei_bombenexplosionen_in_bagdad)

Nach Einschätzung der an der Operation zur Befrei­ung der Stadt beteiligten Spezialeinheiten halten sich 5.000 – 6.000 IS-Kämpfer in Mossul auf. (http://sptnkne.ws/c3BX)

Infographik zur Rückeroberung Mossuls, Quelle: Anadolu

Infographik zur Rückeroberung Mossuls, Quelle: Anadolu

Bereits nache einem Tag wurde die Befreiungsoffensive für Mossul gestoppt. Nach Auskunft des Chefs der Spezialeinheiten, Ḥaidar Faḍl (Haider Fadhil)habe man die Offensive auf Bitten der teiknehmende kurdischen Pîšmarga verschieben müssen, da jene mehr Zeit bräuchten, ihre Ziele zu erreichen. Ursprünglich hätten die beiden Gruppen am Dienstagabend aufeinandertreffen sollen. (http://sptnkne.ws/c3pr) – Zum Fluchtkorridor für die aus Mossul fliehenden IS-Kämpfer nach Syrien vgl.u.!
Für die fliehende Zivilbevölkerung sei zwar außerhalb Mossuls ein Lager gebaut worden, jedoch sei nichts von Pentagon- und irakischer Seite geplant, diese medizinisch zu be­han­deln, mit Nahrungsmittels oder Wasser zu versorgen, kritisiert Politologe Th. Meyssan. (http://www.voltairenet.org/article193773.html  vom 18.10.2016).

Zur rund-um-die-Uhr-Überwachung der Kampfhandlungen um Mossul mit der möglichen Flucht von IS-Kämpfern nach Syrien hat das russische Militär raumgestützte Aufklärungssys­teme in Richtung der umkämpften irakischen Provinzhauptstadt geschickt. (http://sptnkne.ws/c39A)

Lokale Quellen aus der Provinz Nînawâ teilten im Interview mit as-Sûmariyya News am Mi., 19.10.2016, mit, daß auf Geheiß von IS-Terroristenführer Abû Bakr al-Baġdâdî nach der öffentlichen Ankündigung der folgenden Befreiungsoperation von Mossul die Frauen und anderen Familienmitglieder der IS-Kämpfer nach Syrienevakuiert würden. Darauf habe sich ein Konvoi aus  jeweils vollbesetzten 10 Bussen und 12 Autos mit einer Kämpfereskorte gen ar-Raqqa in Syrien aufgemacht, unbehelligt (!) von den Einsatzkräften der US-geführten Koalition. (http://www.sana.sy/?p=447024)

Der Armee mit ihren Unterstützungskräften gelang am Di., 18.10.2016, beim Vormarsch auf Mossul die Rückeroberung der 90 Ölquellen im Gebiet von al-Qayâra und der zehn des Areals an-Nağma (al-Najmeh). Die zuvor vom IS in Brand gesteckten Quellen konnten gelöscht werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17098-irak_armee_hat_%C3%96lquellen_im_s%C3%BCden_von_mossul_unter_kontrolle)

Der türkische Staatschef Erdogan beharrt trotz mehrfacher Beschwerden der irakischen Regierung dagegen nicht nur auf einem Verbleib der Ende letzten Jahres illegal in den Irak eingedrungenen türkischen Truppen im Land sondern auch auf deren Beteiligung an der Mossul-Operation [zu den Gründen s.u.]. Schließlich hätten die USA bei ihrer Invasion 2003 auch nicht auf Einladung der irakischen Regierung – welche einen völkerrechtswirksamen Grund böte – gehandelt. (http://sptnkne.ws/c28V). – Auch die syrische Regierung hatte anläßlich der Mossul-Operation bzgl. der türkischen Aggression Warnungen ausgesprochen, da sowohl Syrien als auch der Irak in ähnlicher Weise immer noch davon betroffen seien.
Wie schon seit Jahren versucht Erdogan unter Ausnutzung der neuen Situation (vgl. Syrien Teil IV und frühere Teile!) unter Vorgabe der Schaffung einer Pufferzone zum Schutz der Türkei auf irakischem Territorium und damit völkerrechtswidrig einen 10km breiten Streifen entlang der gemeinsamen Grenze zu okkupieren wie auch in Syrien geplant. (http://sptnkne.ws/c2WD)

Irakische Armee auf dem Vormarsch, SANA

Irakische Armee auf dem Vormarsch, SANA

Nach Meldung von as-Sûmariyya News informierte Bundespolizeichef Major Šâkir Ğawdat darüber, daß Polizeikräfte während des Armeevormarsches auf Mossul den IS aus dem Dorf al-Bağuwâniyya südlich von Mossul vertreiben und zwei Suizidattentäter mitsamt ihren Autobomben in den Außenbezirken von aš-Šûra unterwegs nach Mossul rechtzeitig unschädlich machen konnten. Zudem glückte anschließend die Befreiung von mehr als hundert kurz zuvor vom IS verschleppter Familien in aš-Šûra. Befreit wurde auch Talas-Saman im Süden der Provinzhauptstadt. Gemäß einem Armee-Offizier drängen die Kräfte der  34. Brigade der 9. Panzerdivision al-Ḥamdâniyya östlich von Mossul von drei Achsen vor in ständigen Scharmützeln mit dem IS vor; nach kurzer Belagerung seien die Terroristen auch von dort vertrieben worden. Erstürmt wurde auch die Landstadt Qarqûs  in der Ebene von Nînawâ (Ninive), wobei das Vorrücken durch die vom IS ausgelegten Minen erschwert werde.  Derweil habe der IS aus 16 Dörfern Zivilisten, meist Frauen und Kinder, nach Mossul geholt als zusätzliche Geiseln und menschliche Schutzschilde. (http://sana.sy/?p=446523 vom 18.10.2016)

Video von der Front: Mosul Offensive: operations in progress by Iraqi forces

Um den gen Mossul vorrückenden Regierungstruppen den Vormarsch zu erschweren, haben IS-Angehörige vor der Provinzhauptstadt bei al-Ḥamdâniyya gezogene Gräben mit Rohöl gefüllt und in Brand gesteckt. Auf diesen Ort rücke derzeit die 9. Panzerdivision vor. (http://sptnkne.ws/c2Da) – Auch habe der IS seinen gemäß einer al-Aḫbar-Meldung Stab aus der Stadt verlegt und dessen Wohnviertel vermint  (http://sptnkne.ws/c2WQ) – Letzteres Vorgehen kennt man zur Genüge aus Syrien, wo nach der Befreiung  eines Ortes durch die SAA erst einmal Minenräumkommandos im jeweiligen Gebiet eine Zeit lang beschäftigt sind.

Im Umkreis von Mossul konnten durch die Armee mitsamt Hilfsverbänden am Mo., 17.10.2016, elf Dörfer befreit werden, u.a. auch die antike Anlage von Nimrud (vgl.u.), 30 km südöstlich von Mossul. (http://sptnkne.ws/c3bp).

Zur Anstachelung des in der Region Syriens und des Irak bislang unbekannten religiösen Separatismus`durch ausländische Mächte s. Th. Meyssans aktuellen Artikel: Der Westen bewirkt neuen Separatismus im Irak und in Syrien

Die Detonation einer Autobombe am Militärposten der Stadt Yûsufiyya, 20km südlich von Hauptstadt Bagdad, die dem IS zugeschrieben wird, forderte bislang neun Tote (fünf Zivilisten und vier Militärangehörige) sowie mindestens 35 Verletzte. (http://sptnkne.ws/c2xs) – Sputniknews schreibt unter Verweis auf die kurdischen Agentur Firat von mindestens 70 getöteten irakischen Soldaten bei einem Suizidangriff auf eine Kolonne der Regie­rungs­truppen. (http://sptnkne.ws/c2BD)

Am Montagmorgen, 17.10.2016, verkündete Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî im Kreis seiner Generäle (s. Photo) in einer Fernsehansprache im Staatssender ʽIrâqiyya den Beginn der schon seit Wochen angekündigten Befreiungsoperation von Mossul. Zu den Beteiligten der Aktion gab es im Vorfeld Diskussionen – u.a. eine harte Auseinandersetzung mit der AKP-geführten Türkei unter Staatspräsident Erdogan (s.u.) –  die von irakischer Seite eindeutig quittiert wurden (vgl.u.). In einer Botschaft an die Bewohner von Mosul teilte er mit: „Bald werden wir unter Euch sein, um die irakische Flagge zu hissen“. Die Armee sei bereit, die Bewohner von Mosul aus der Gewalt der Terroristen zu retten. Die Bewohner sollten mit den irakischen Kräften kooperieren, hieß es zudem im Aufruf. Angeführt werde die Offensive von der Armee, Polizeikräften, Anti-Terror-Einheiten, der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî und kurdischen Pîšmarga. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16921-irak_operation_zur_befreiung_von_mo- sul_begonnen)

Quelle: parstoday

Quelle: parstoday

Seit Sonntagmorgen, 16.10.2016, überflogen Maschinen der Luftwaffe das Gebiet der Stadt Mossul (Provinz Nînawâ)  und warfen für die Bewohner Flugblätter ab, die sie auf die kommende Befreiungsoperation vorbereiten sollten. Die Einwohner sollten sich demnach möglichst zuhause auf- und jedenfalls von den vom IS frequentierten Orten fernhalten. Mittels einer abgedruckten Telefonnummer könnten sie über die IS-Aktivitäten Bescheid geben. Nun sei die „Zeit des Feierns für einen Irak frei vom IS oder jeglichen satanischen Ideologien“ bzw.  die „Zeit des Sieges“ gekommen. Nach Erklärung des Spezialkommandos der Armee würden die Zeitungen täglich die wichtigsten Meldungen über „die jüngsten Errungenschaften“ veröffent­li­chen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16885-irakische_armee_ruft_bewohner_von_mo- sul_zur_vorsicht_auf) – Zur Vorbereitung der Offensive erfolgten dann Bombardierungen Mossuls durch die Luftwaffe unterstützt durch die sog. US-geführte Koalition. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16900-breite_luftschl%C3%A4ge_der_us_ko-alition_gegen_mosul)

Ṯâmir as-Sabhân, der saudische Botschafter, der sich vehemente Amtsvergehen hatte zu Schulden kommen lassen (vgl.u.), wurde nach wiederholten Beschwerden der irakischen Regierung wegen seiner Agitationen im Land nun am Wochenende abberufen und übernimmt das für ihn neu geschaffenen Amt des Ministers für Angelegenheiten des  Persischen Golfes. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16888-saudischer_botschafter_in_bagdad_entlassen)

Erneut wurde ein Suizidattentat während einer religiösen Trauerfeier im Stadtteil Ğadariyya (Jaderiyah) von Bagdad verübt, wobei sechs Personen starben, Dutzende verletzt wurden. – Für den Anschlag am Vortag (s.u.) hatte der IS die Verantwortung übernommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16879-explosion_in_bag-dad_6_tote_und_dutzende_verletzte_bei_selbstmordanschlag)

Während der Syrien-Gespräche in Lausanne vom Sa., 15.10.2016, brachte Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî  in bilateralen Treffen mit den Außenministern der USA, Rußlands, des Irans, Ägyptens, Jordaniens, Saudi-Arabiens, Qaṭars und der Türkei sowie mit dem UN-Sondergesandten  erneut die Mißachtung der nationalen Souveränität des Iraks durch die Türkei und die Notwendigkeit des Rückzugs der türkischen Truppen vom Stützpunkt Baʽšîqa (Bashika) zum Ausdruck. Hierzu bedürfe es der Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i17029-au%C3%9Fenminister_von_7_l%C3%A4n- dern_sind_gegen_pr%C3%A4senz_t%C3%BCrkischer_soldaten_im_irak)

Nach einem Suizidattentat während einer Trauerfeier in Bagdad am Sa., 15.10.2016, waren 17 Todesopfer zu beklagen bei ca. 50 weiteren Verletzten. (http://sptnkne.ws/czDm)

Zur geplanten Befreiungsoperation bzgl. Mossul gab der Sprecher der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) Saʽîd Mamuzini u.a. bekannt, daß den ca. 7.000 sich derzeit in Mossul geschätzterweise aufhaltenden IS-Kämpfern während des Kampfes um Mossul über einen Korridor eine Fluchtmöglichkeit nach Syrien geschaffen (!) werde. Die DKP wurde u.a. durch die BRD (Milan), USA und Frankreich mit Waffen versorgt.  (http://sptnkne.ws/cyTz)

Korridor für den IS gen Syrien, Quelle: Anadolu

Korridor für den IS gen Syrien, Quelle: Anadolu

In der Auseinandersetzung mit der Türkei (vgl.u.) wurde deren Botschafter einbestellt und ihm ein scharf formuliertes Memorandum überreicht. (http://www.sana.sy/?p=443737 vom 13.10.2016)

Nach Angaben eines Presse­sprechers der US-Operation Inherent Resolve gegenüber RIA Novosti nutzt der IS im Irak nun auch Drohnen zum Kampfeinsatz neben der Beobachtung der Aktionen der Armee und ihrer verbündeten Kräfte sowie zum Transport von Sprengstoff (vgl.u.). (http://sptnkne.ws/cyqS)

Am Di., 11.10.2016 konnte nach drei Wochen die Befreiungsoperation der Stadt Hît, 70km westlich von ar-Ramâdî gelegen, erfolgreich abgeschlossen werden: die IS-Terroristen hatten sich schließlich aus der Gegend zurückgezogen, so konnte es ohne Widerstand befreit werden. derzeit laufen Säuberungsaktionen zum Aufspüren und Entschärfen der üblicherweise von den Terroristen beim Rückzug angebrachten Sprengsätze und Minen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16690-irakische_stadt_hit_in_al_anbar_befreit)

In Reaktion auf die wiederholten Einmischungen des türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit Erklärung des weiteren Verbleibs der sich völkerrechtswidrig noch im Land aufhaltenden türkischen Truppen und deren geplanter Operation gegen Mossul außerhalb der obersten irakischen Befehlsgewalt nahm nun auch Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî Stellung und verurteilte vehement die inakzeptablen und unverantwortlichen aus reiner Emotion diktierten Äußerungen Erdogans wie die abenteuerliche türkische Invasion in ein Nachbarland mit unab­sehbaren Folgen. Es werde bereits an der Veröffentlichung von Dokumenten gearbeitet, welche die Unhaltbarkeit der türkischen Ansprüche (z.B. bzgl. Mossuls, vgl.u.) bewiesen.
Die Mitteilung aus dem Büro des Ministerpräsidenten übermittelten u.a. die Sender as-SûmariyyaNews  und al-Mayâdîn. Zuvor hatte  schon die Nationale Irakische Allianz deswegen die Aussetzung der Beziehungen zur Türkei gefordert. Auf Erdogans Forderung, an der Befreiung Mossuls dürfe die bislang sehr erfolgreich gegen den IS kämpfende Volkswehral-Ḥašd aš-Šaʽbî nicht teilnehmen, antwortete ein Sprecher, die türkischen Truppen würden bei Erscheinen eine heftige Reaktion erleben.  (http://www.sana.sy/?p=443091, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16657-al_abadis_b%C3%BCro_rea-giert_auf_aussagen_erdogans)

Am Di., 11.10.2016 ereilte Bagdad erneut eine Anschlagsserie von vier Bombenatttentaten mit Opfern unter der šîʽitischen Bevölkerung;  nähere Angaben fehlen. (http://sptnkne.ws/cxNP)

Bei der Explosion einer von einer IS-Splittergruppe präparierten Drohne kamen im Oktober laut Meldung von Le Monde vom Di., 11.10.2016, wurden zwei französische Soldaten der US-geführten Koalition schwer verletzt. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16681-irak_2_franz%C3%B6-sische_soldaten_bei_is_drohnenexplosi-on_verletzt_2_peschmerga_get%C3%B6tet)

Trotz der wiederholten dezidierten Absage der Regierung an fremde Staaten, ihre Militärs ins Land zu entsenden, schickt Großbritannien weitere 250 Soldaten in den Irak unter der Vorgabe, bei der Befreiung von Mossul zu „helfen“. (http://parstoday.com/de/news/world-i16540-gro%C3%9Fbritannien_schickt_250_weitere_soldaten_in_den_irak vom 10.10.2016)

Neue Dokumente, vorgelegt vom  Integrated Regional Information Network, unterstreichen, daß die US-Militärs während der Invasion des Irak zwischen März und April 2003 mehr als 300.000 Bombardierungen mit angereichertem Uran durchführten, wie die führende libanesische Tageszeitung as-Safîr am 10.10.2016 berichtet mit Verweis auf einen Bericht des Netzwerkes, der nächste Woche veröffentlicht werden soll. Diese Bombardements wurden nach Untersuchung von Proben an der George Washington University ausschließlich von der US-Luftwaffe gegen sog. „weiche Ziele“ (z.B. Fahrzeuge, Militäranlagen) eingesetzt. Es besteht Gesundheitsgefahr bei direktem Körperkontakt mit derart radioaktiv verstrahlten Objekten. (http://www.sana.sy/?p=441667)

Am Samstagnachmittag, 8.10.2016, demonstrierten hunderte aufgerachte Iraker vor der türkischen Botschaft in Bagdad gegen die völkerrechtswidrige türkische Militärpräsenz (vgl.u.) im Norden ihres Landes. Tags zuvor hatte eine ähnliche Protestaktion in der Haupthafenstadt al-Baṣra stattgefunden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16486-bagdad_demonstration_vor_t%C3%BCrki- scher_botschaft_gegen_t%C3%BCrkische_milit%C3%A4rpr%C3%A4- senz_im_nordirak)

Die Landesregierung bittet am 6.10.2016 um eine Dringlichkeitssitzung  des UN-Sicherheitsrates wegen der fortgesetzten türkischen Aggression (vgl.u.). Präsident Erdogan habe sich erst kürzlich wieder geweigert, der widerholten Forderung nach Abzug seiner Besatzungstruppen nachzukommen, statt dessen verkündet, sie blieben noch länger im Land. (http://sana.sy/?p=439903)

Am Mi., 5.10.2016, wurde der türkischen Botschafer in Bagdad einbestellt, ihm ein Protestschreiben ausgehändigt und mitge­teilt, daß man den sofortigen Abzug der türkischen Soldaten fordere. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16306-irak_au%C3%9Fenministerium_beruft_t%C3%BCrkischen_botschafter_ein)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî hat am Mo., 3.10.2016, die jüngste Erklärung des türkischen Staatschefs Erdogan über den weiteren Verbleib der sich völkerrechtswidrig im Land aufhaltenden türkischen Truppen (vgl.u.) als eklatante Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Staates Irak verurteilt. Die Regierung in Ankara müsse ihre guten Absichten bezüglich des Kampfes gegen Terroristen erst einmal zeigen. Bislang habe man nur erfahren, daß Völkerrecht die Souveränität des Irak und damit gut nachbarschaftliche Beziehungen seitens der Türkei einfach ignoriert wurden, ließ Außenamtssprecher Aḥmad Ğamâl selben Tags laut as-SûmariyyaNews verlauten. Vor kurzem hatte der türkische Staatspräsident bestimmend erklärt, wer nach der Befreiung von Mossul vom IS dort wohnen dürfe, nämlich „nur sunnitische Araber, Turkmenen und sunnitische Kurden dableiben”. (http://www.sana.sy/?p=438223)
Das Parlament reagierte auf der Sitzung vom Di., 4.10.2016, entsprechend und fordertedaher die Regierung auf, den türkischen Botschafter zu entlassen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu Ankara abzubrechen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i16240-irakisches_parlament_gegen_verl%C3%A4ngerung_der_anwesenheit_t%C3%BCrkischer_soldaten)

Das Londoner Büro für investigativen Journalismus hat aufgedeckt, daß das Pentagon im Vorfeld der Irak-Invasion von 2003 renommierte und auf PR spezialisierte Unternehmen wie Bell Pottinger und Bates Pan Gulf gegen die Zahlung etlicher hundert Millionen US-$ [The Daily Beast nennt 500 Millionen US-$] engagiert hat, um Filme zu produzieren, die dann als angeblich echte Videos vonal-Qâʽida an verschiedene Fernsehsender wie z.B. Arab News zur Ausstrahlung geschickt wurden. Die PR-Firmen führten ihre Aufträge, wie es heißt, absolut sensibel und streng vertraulich durch. Mitarbeiter berichtete, es seien teils sogar echte Ausschnitte von al-QâʽidaVideos in die Fake-Clips miteingebaut worden. Diese auf CD aufgenommen, wurden auch von US-Marines nach ihren Einsätzen im Kampfgebiet heimlich vor Ort so plaziert, daß sie später aufgefunden und Journalisten zugespielt werden konnten. US- und westlichen Medien verbreiteten diese Videos dann weiter.
Unter den, insbesondere im Nachgang als Falschaussagen bzw. Kriegsvorbereitungspropaganda entlarvten US-Angaben von 2003, der Irak verfüge über bedrohliche Massenvernichtungswaffen,  war auch jene, im Irak befänden sich – unter Schutz von Ṣaddām Ḥussainal-QâʽidaVerbände. Diesen  absurden Vorwurf – auch im Irak stellte damals die streng säkulare Baʽṯ-Partei Die Regierung! – sollten die Fake-Clips unterstützen.
(http://sana.sy/?p=437681 vom 2.10.2016; s.a. http://sptnkne.ws/ctve unter Bezugnahme auf einen Bericht von The Daily Beast vom So., 2.10.2016; das englischsprachiges Original vom 29.9.2016 ist nachzulesen bei: https://www.rt.com/op-edge/361033-syria-russia-us-kerry/) – Damit stimmt Steven Kelley in der Bewertung des Sachverhalts mit dem syrischen Präsidenten  Dr. al-Assad überein.
Auch der politische Analyst Chris Bambery konstatierte dazu: „It’s strange to me that America can be almost in alliance with a group which is an affiliate of the organization that carried out the 9/11 attacks in Washington and New York. This does not seem a coherent policy.” (loc. cit.)

Passend dazu: Die Animations-Gruppe Yat TV hat einen „Aufklärungs-Trickfilm“ (Mit diesem Kampf beschenken die USA den IS) ins Netz gestellt, über sich die Internetgemeinde amüsiere. (VIDEO bei http://sptnkne.ws/ctMq)

Beim ersten Besuch von Masʽûd Barzânî, des illegal im Amt verweilenden (vgl.u.) Präsidenten der autonomen Kurdenregion, in Bagdad seit fünf Jahren und Treffen mit Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî vereinbarten beide die Beilegung der Streitigkeiten (vgl.u.) zwischen Barzânîs Regionalregierung und der Zentralregierung sowie den Beginn der Befreiungsoperation bzgl. Mossuls. Einigkeit bestand auch darin, daß an dieser Operation ausschließlich irakische Streitkräfte teilnähmen unter Ausschluß fremder Truppen wie al-ʽAbâdî im Anschluß gegenüber Journalisten bekanntgab. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15979-irak_kurdi-sche_regionalverwaltung_und_zentralregierung_verst%C3%A4ndi-gen_sich_auf_beilegung_der_streitigkeiten vom 1.9.2016)

Mit der Entsendung von weiteren 560 US-Soldaten in den Irak, welche Colonel  Christopher Garver,  Sprecher der US-geführten Koalition, am Di., 27.9.2016 während einer Pressekonferenz in der US-Botschaft in Bagdad für die nächsten Tagen angekündigt hat, wächst deren Anzahl auf 7.000 Mann. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15880-7000_us_soldaten_im_irak)

In einer belebten Einkaufsstraße im Bagdader Šîʽitenviertel al-Ğadîda sprengte sich am Di., 27.9.2016, ein Suizidattentäter in die Luft und tötete damit bislang mindestens neun Menschen, 30 weitere wurden verletzt. Die Opferzahl könnte noch steigen befürchten Ärzte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15808-neun_tote_bei_selbstmordanschlag_in_bagdad)
Später detonierte eine Bombe in einem westlichen Stadtteil Bagdads und tötete sechs Personen bei 22 Verletzten. Zudem explodierte im Stadtteil ar-Raḍwâniyya eine am Randstreifen einer Fahrbahn deponierte Landmine und tötete zwei Personen. – Inzwischen bekannte sich der IS zum ersten der drei Anschläge. (http://sptnkne.ws/craH)

Das Ministerium für Stiftungen und Kultus der kurdischen Regionalregierung hat veröffentlicht, daß 85 % der Kurden im Gebiet, die sich dem IS angeschlossen haben, ihre Schulzeit in einer der 23 Koran­schulen des irakischen Kurdistan verbracht haben.
Laut dem Politologen Thierry Meyssan  kooperierte und kooperiert  die Regierung unter Masʽûd Barzânî, der trotz Ablauf seiner Amtszeit seine Position nicht aufgibt (!, vgl.u.), weiterhin mit dem IS. Hinweise hierzu finden sich in zahlreichen Beiträgen dieser Webseite. (http://www.voltairenet.org/article193475.html vom 27.9.2016)

Ein für den russischen TV-Kanal Rossiia produzierter Dokumantarfilm (mit entlischen Untertiteln) von knapp 17 Minuten widmet sich der zunehmenden Entchristianisierung der gesamten Nahost- und nordafrikanischen Region (MENA). Z.B. war die palästinensische Bevölkerung früher zur Hälfte christlich, verblieben sind 5%. Im Irak lebten vor der US-Invasion 2013 1,5 Millionen Christen, nun sind es nur noch 10%. (https://www.youtube.com/watch?v=Utf0C_vEHq4 vom 26.9.2016)

Nach Angaben von as-Sûmariyya News unterstrich Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî am So., 25.9.2016, am Rand der Sitzung der Mitglieder der Blockfreien Staaten (NAM) in Venezuela nochmals, sein Land lehne jede Art türkischen Militäreinsatzes auf seinem Territorium ab und verlange den sofortigen Abzug der völkerrechtswidrig eingedrungenen türkischen Truppen (vgl.u.) aus dem Irak. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15670-bagdad_lehnt_nochmals_t%C3%BCrkischen_milit%C3%A4reinsatz_im_irak_ab)

Der IS habe as-Sûmariyya News zufolge, die Verantwortung für ein Suizidattentat mittels Spreng­stoffgürtel in einem vor allem von  Šîʽiten bewohnten Viertel Bagdads vom So., 25.9.2016, übernommen. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben, 28 wurden zudem verletzt. Sie waren gerad dabei Zelte zur Begehung des ʿšūrāʾ-Festes (vgl.u.) aufzubauen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15673-is_bekennt_sich_zu_anschlag_in_bagdad)

Laut Meldung von The Washington Post habe das Pentagon durch Veröffentlichungen auf seiner Webseite bestätigt, daß US-Militärs im Einsatz gegen den IS im Irak weißen Phosphor.  Die unauffällige, aber  im Kontakt mit Sauerstoff selbstentzündliche Substanz verursacht auf der Haut schwerste, schwierig zu erstickende,  schmerzhafte tiefgehende Verbrennungen. Mark Hiznay von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch,  ist besorgt, daß auch die Zivilbevölkerung gefährdet sei und verlangt daher: „Die Streitkräfte der USA und des Iraks müssen auf den Einsatz von weißem Phosphor in Städten wie Mossul verzichten, denn egal welchen taktischen Vorteil das bietet, so wird er von den schlimmen Verbrennungen übertroffen, die friedlichen Menschen dadurch zugefügt werden“. (http://sptnkne.ws/cpAy)

Bei drei verschiedenen Terroranschlägen jeweils an der Stadtein­fahrt zur nördlich gelegenen Stadt Tikrît sind laut dem Kommandeur der irakischen Spezialeinheiten, Maʽn as-Saʽdî,  im Interview mit al-Furât-News insgesamt 12 Personen getötet und 23 verletzt worden, es waren Polizisten, Kämpfer der Volkskomittees und auch Zivilisten darunter. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15622-irak_mindestens_12_tote_bei_drei_anschl%C3%A4gen vom 24.9.2016)

Wie Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî am Ran­d der 71. Session der UN-Vollversammlung in New York am Di., 20.9.2016, bekanntgegeben hat, läuft der Angriff auf Stadt aš-Širqâṭ als letztem IS-Stützpunkt in der Ṣalâḥuddîn-Provinz, die vor Beginn des Opferfestes schon angekündigt worden war (vgl.u.). Außerdem verkündete das Kommando der 7. Einheit der irakischen Armee selben Tags den Beginn der Befreiungsaktion der Städte al-Baġdâdî und Ḥadîṯa in der Provinz al-Anbâr, die beide seit mehr als einem Jahr unter IS-Kontrolle stehen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15460-irak_armee_startet_neue_operationen_in_al_anbar_und_salaheddin)

Ṣabâḥ (Sabah) Karhut, der Vorsitzende des Provinzrats von al-Anbâr, teilte am So., 18.9.2016, mit, die Befreiungsaktion der beiden strategisch bedeutsamen Inseln Hît und al-Baġdâdî im Norden von ar-Ramâdî habe an diesem Tag auf Befehl von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî begonnen.
Zudem seien in Falûğa Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen zu 70%wiederaufgebaut, so daß  die Flüchtlinge zurückkehren könnten. Auch die Schulen würden ihren Betrieb zum regulär vorgesehenen Termin wiederaufnehmen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i15379-irak_befreiungsaktion_von_zwei_gebieten_in_al_anbar_begonnnen)

Erneut haben US-Kampfjets Areal der irakischen, den IS bekämpfenden Volkswehr, genannt al-Ḥašd aš-Šaʽbî, bombardiert und dabei deren Waffendepot in der Region Ğurf an-Naṣr (Jurf al-Nasr) zerstört, wie der Parlamentsabgeordnete Muḥammad Nâğî (Mohammad Naji) mitteilte. Leider seien solche Fälle der Bombardierung von Stellungen der  al-Ḥašd aš-Šaʽbî wie der Armee durch US-Kampfjets im Irakan der Tagesord­nung“. (http://www.presstv.ir/DetailFr/2016/09/18/485241/Dpt-darmes-des-Hachd-al-Chaabi-frapp, vom 18.9.2016) – Zu Beispielen für die angebrachte Kritik vgl.u.
Bezüglich des „friendly fire“ der US-Bomber im Gebiet Dair az-Zaur mit erheblichen Opferzahlen vom Wochenende s. Beitrag zu Syrien.

Wie aš-Šafaq News basierend auf einer Meldung des Ministeriums für Migration und Vertreibung berichtet, sind seit April dieses Jahres 58.000 Familien, die wegen der IS-kämpfe geflohen oder vertrieben worden waren, wieder in ihre Heimat in der Provinz al-Anbâr zurückgekehrt. Allein aus ar-Ramâdî und Umgebung seien dies nach UN-Angaben 90.000 Personen gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14905-irak_vertriebene_familien_kehren_in_die_provinz_al_anbar_zur%C3%BCck)

Der geistliche Führer des überwiegend šîʽitischen Parteienbündnisses Vereinigte Irakische Allianz ʽAmmâr al-Ḥakîm (Ammar al-Hakim), sprach sich beim Treffen mit dem für Mossul zuständigen Gouverneur für eine Vereinigung möglichst aller Streitkräfte des Landes bei der Befreiung dieser Stadt aus der Besatzung durch den IS aus.  Es sollten also Armee, Polizei-, Sicherheitskräfte und die Volkswehral-Ḥašd aš-Šaʽbî miteinander kämpfen. Diese Befreiungsoperation könnte im Oktober beginnen. – Der Sprecher der letzteren, ʽAlî al-Ḥussainî (Ali al-Hosseini), kündigte derweil an, daß die Befreiung der Stadt aš-Širqâ als letzten IS-Stützpunkt in der Provinz Ṣalâḥuddîn mit Beginn des islamischen Opferfestes am Mo., 12.9.2016, starten werde. Nach heftigen Luftangriffen der Armee auf die IS-Positionen der Gegend sind bereits viele Terroristen geflohen. Seit fünf Tagen haben sich Einheiten der Armee wie der al-Ḥašd aš-Šaʽbî um die Stadt in Stellung gebracht.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14851-chef_der_iraki-schen_nationalallianz_teilnahme_aller_soldaten_an_mosul_befreiungs-operation_notwendig)

Am Freitagabend, dem 9.9.2016, kam es in Bagdad zu zwei Terroranschlägen mit insgesamt mindestens 35 Toten und mehr als 40 Verletzten. Eine Autobombe detonierte auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums an-Naḫîl (al-Nakheel) unweit des  Ölministeriums, während sich ein Suizidattentäter vor dessen Eingang in die Luft sprengte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14857-mindestens_35_tote_bei_selbstmordanschl%C3%A4gen_in_bagdad)

Entgegen der mehrfach geäußerten ausdrücklichen Proteste der Landesregierung (vgl.u.) stationieren die USA weitere US-Militärs im Land. Letzteres verkündete ein Sprecher der US-geführten Koalition am Do., 8.9.2016. Damit halten sich dann 4460 US-Soldaten in dem Land auf. Über deren Mission machte der Sprecher keine Angaben.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14845-usa_stationieren_460_soldaten_in_irak)

Ein Autobombenanschlag des IS mitten in Bagdad im Bezirk al-Karâda tötete am Montagabend   neun Personen, verletzte noch 25 und richtete entsprechenden Sachschaden an. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14587-mindestens_9_tote_durch_autobombenanschlag_in_bagdad)

Armeemitglieder haben kürzlich im befreiten Falûğa, ca. 78km westlich von Bagdad einen Friedhof für IS-Kämpfer mit gut 300 (a. A.: 500) Gräbern gefunden. Vor allem sseien dort Anführer ausländischer Abstammung begraben sein, berichtet as-Sûmariyya News. Sicherheitskräfte haben zudem Dokumente zur Identität der getöteten Terroristen und Details aus ihrer Zeit in der stadt samt Umgebung herausgefunden. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/09/06/daesh-graveyard-with-over-300-graves-of-militants-discovered-in-fallujah-iraq/, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14644-irak_grabst%C3%A4tte_von_is_anf%C3%BChrern_in_falludscha_entdeckt)

In Ṭûz Ḫurmâtû im Ostteil der Provinz Ṣalâḥaddîn fuhr am Sa., 3.9.2016, ein Suizidattentäter in eine Ansammlung šîʽitischer Turkmenen  und brachte dann die Autobombe zur Detonation. Dabei  starben sechs Personen, ebenso viele wurden verletzt, auch wurden große Schäden verursacht.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14467-irak_12_tote_und_verlertzte_bei_selbstmordanschlag_in_salaheddin)

Nachdem es in den letzten Wochen etlichen Widerstandskämpfern mittels der fast alles verhüllenden und ansonsten vom IS propagierten bzw. als öffentliches Kleidungsstück für Frauen aufgezwungenen Burka [burqaʽ] gelungen war, getarnt in die Sicherheitsbereiche militärischer Zentren des IS vorzudringen und so einige IS-Kommandanten zu töten, hat die Terrororganisation am 2.9.2016 eine Order erlassen, wonach es keiner Frau [mehr] erlaubt sei, diese Bereich in Burka oder Niqâb zu betreten, berichtete al-ʽÂlam. (http://ifpnews.com/news/world/middle-east/2016/09/women-banned-wearing-burqa-entering-isis-security-centres/, s.a. http://www.voltairenet.org/article193165.html)

Schlimm genug für den IS, daß ein Rückschlag nach dem anderen in Syrien wie im Irak zu verkraften sind. Daß aber Bürger frei darüber sprechen und damit Hoffnung auf Befreiung von den IS-Extremisten schüren,  ist für die Führung anscheinend nicht mehr tragbar: so informierte ein Bürger aus Mossul einen Sputnik-Reporter darüber, daß erst kürzlich Anwohner beim Diskutieren über die militärische Lage und Erfolge der anrückenden Armee von IS-Spionen ertappt wurden. Diese meldeten dieses „Fehlverhalten“ sofort. Zur Abschreckung für andere wurden ihnen die Münder mit Draht verschlossen und sie im offenstehenden Kofferraum eines Autos  zur Schau gestellt, durch die Straßen gefahren.
Zuvor hatten Einwohner von Hīt berichtet, zwei Ortsansässige seien vom IS ermordet („hingerichtet“) worden, nachdem sie dabei beobachtet worden waren, wie sie – verbotenerweise – Angehörigen zur Flucht aus IS-kontrollierten Gebieten verholfen hatten. (http://sptnkne.ws/cccT)

Wohl in Anlehnung an die in Syrien erfolgreiche Praxis der nationalen Versöhnung (Rekonziliierung) auch mittels Präsidialamnestien im Nachgang des Besuches des syrischen Vizepremierministers (vgl.u.) hat sich auch Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm zu einer Generalamnestie entschlossen, die im offiziellen Amtsblatt veröffentlicht wurde. Präsidenten-Berater Šarwân al-Wâ´ilî (Scherwan al-Waeli) erklärte hierzu am Do., 1.9.2016, während einer Pressekonferenz: „Der Präsident unteschrieb [sic!] am Donnerstag vergangener Woche das vom Parlament beschlossene General­amnestie-Gesetz.“ Ände- rungswünsche von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî  z.B. hinsichtlich Terroranschlägen oder Entführungen könnten eingearbeitet werden, sofern sie vom Parlament gebilligt würden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14401-iraks_pr%C3%A4sident_masum_setzt_un- terschrift_unter_generalamnestie_gesetz)

Von einer erfolgreichen russischen Agentin mit dem Tarnnamen Umm Ḥaf(i)ṣa (d.i. Mutter von Ḥaf(i)ṣa), die eine Zeitlang unentdeckt under cover unter den IS-Terroristen lebte, berichtet Sputnik news aufgrund der Mitteilung eines Informanten aus Mossul. „Sie war mit einem Daesh-Milizen verhei­ratet, sie lebten hier im Sheeth-Stadtviertel“, berichtet dieser. So konnte sie dem irakischen Geheimdienst wertvolle Informationen zuspielen und gefährdeten Mädchen und Frauen zur Flucht verhelfen. Schließlich sei sie vor einem Armeeangriff zusammen mit einigen Bekannten – ohne ihren IS-„Mann“ und dessen Vertrauten –  rechtzeitig geflohen. Nach ihr suche der IS seither vergeblich. (http://sptnkne.ws/cc6m vom 1.9.2016)

Am Di., 30.8.2016, starben zwei Personen bei einer Bombenexplosion nahe eines Marktes im N Bagdads, neun weitere wurden verletzt. Allerdings konnten Sicherheitskräfte am selben Tag  einen mit Raketen beladenen LKW im Westen der Stadt ausfindig machen und konfiszieren. – Tags zuvor kam bereits ein Bürger bei einer Detonation im SW-Teil der Hauptstadt ums Leben bei weiteren vier Verletzten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14260-explosion_in_bagdad_2_tote)

Den Volksmilizen von al-Ḥašd aš-Šaʽbî  gelang es zusammen mit Spezialeinheiten, nahe der Stadt ar-Ruṭba an der Grenze zu Jordanien ein perfekt getarntes geheimes Lager des IS aus untereinander verbundenen Tunneln und unterirdischen Räumen zu entdecken. „Dieses Lager war für die Ausbildung der sogenannten Elitenbataillone des IS gedacht. Es war mit Verkehrsmitteln schwer zu erreichen und konnte wegen seiner sorgfältigen Tarnung nur schwer entdeckt werden“, erklärte ein Sprecher der Volkswehr. Zudem wurden dort Waffen, Munition, Ausrüstung zum Bau von Sprengsätzen sowie Übungsanlagen und sogar Erholungseinrichtungen für die zurückgekehrten Kämpfer vorgefunden Von hier aus seien die IS-Spezialeinheiten nach ar-Ramâdî, Falûğa und in andere inzwischen von der Armee befreite Städte in al-Anbâr zu ihren Einsätzen geschickt worden. (http://sptnkne.ws/cbcR)

Die Landesregierung entschloß sich nun endlich, diejenige in ar-Riyâḍ aufzufordern, ihren wegen permanenter Aufwiegelungsversuche (vgl.u.) negativ aufgefallenen saudi-arabischen Botschafter Ṯâmir as-Sabhân (Samer Al-Sobhan) zurückzurufen und zu ersetzen, wie as-Sûmariyya News berichtete. Mehrfache Ermahnungen, Einbestellungen und Beschwerden in ar-Riyâḍ hatten in den vergangenen Monaten nichts geändert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14065-bagdad_fordert_von_riad_wechsel_des_bot-schafters_im_irak) – Zudem hatte sich der as-Sabhân zuletzt geweigert, die Aktionen seines Cousins ʽAbdasalâm as-Sabhân, eines IS-Kämpfers (!), zu verurteilen, dessen Gefechtstod gegen Regierungstruppen von den Behörden bestätigt worden war.   (http://www.voltairenet.org/article193167.html)

Im šîʽitischen Wallfahrtsort  Karbalâ´ (Kerbela) wurden bislang 18 Personen Opfer eines Suizidanschlags, weitere [25] trugen Verletzungen davon. (http://sptnkne.ws/caPd)
Aktualisierung: Der Anschlag ereignete sich in der Region (!) Karbalâ´, genauer im 40km entfernten ʽAin at-Tamir. Der IS bekannte sich inzwischen dazu.  Ziel sei am Sonntagabend eine šîʽitische Hoch- zeitsgesellschaft gewesen. Laut Mitteilung aus Sicherheitskreisen sei es den Behörden gelungen, vier der ursprünglich fünf Attentäter vor Ausführung der Tat zu überwältigen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14173-is_%C3%BCbernimmt_verantwortung_f%C3%BCr_anschlag_in_kerbala)

Am Sonntagabend, 28.8.2016, kamen infolge zweier Bombenanschläge im N und SW Bagdads insgesamt drei Menschen ums Leben, 16 wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i14119-irak_19_tote_und_verletzte_bei_zwei_bom- benanschl%C3%A4gen_in_bagdad)

Laut as-Sûmariyya News  hat die Armee im Raum ar-Ruṭba (vgl.u.) / Provinz al-Anbâr nahe der Grenze zu Jordanien eine IS-Drohne abgeschossen. „Der Flugkörper hatte eine Kamera zur Aufzeichnung von Bewegungen der Armee und der Bodentruppen„, informierte Bürgermeister ʽImâd ad-Dulaimî die Presse. – Im august war der Volkswehr (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) schon einmal ein solcher Abschuß einer aus Richtung aus Mossul anfliegenden Drohne im Nordirak gelungen. (http://sptnkne.ws/cavc)

Mit Befreiung der Stadt al-Qayâra (Kajara, al-Ghiareh), 70km südlich von Mossul, aus der Besetzung durch den IS  am Abend des Do., 25.8.2016, gewinnt die Armee diesen Ort als Ausgangspunkt für eine Offensive auf die letzte IS-Hochburg im Irak, berichtet as-SûmariyyaNews. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13951-irakische_armee_befreit_stadt_kajara)

Bei den Treffen (vgl.u.) auch mit dem Ministerpräsidenten und dem Außenminister des Landes während des Besuches des syrischen Vizepremier- und Außenministers Walîd al-Muʽallim in Bagdad ging es um vor allem um die Sicherheit an der gemeinsamen Grenze wie eine effektivere gemeinsame Bekämpfung der Terrormilizen in beiden Ländern. Mit diesem Kampf kämen beide Länder nicht nur der Schutzverpflichtung gegenüber der jeweils eigenen Bevölkerung nach sondern täten dies auch, um „die Welt vor der Terrorismusgefahr verteidigen“, wie der irakische Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî herausstellte. Es wurde eine engere bzw. erweiterte Zusammenarbeit im Kampf gegen den gemeinsamen Feind beschlossen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13955-syriens_au%C3%9Fenminister_in_bagdad_al_muallem_will_bes-sere_abstimmung_im_kampf_gegen_is_terrormiliz) – Ausführlich dazu bei: http://sana.sy/en/?p=86455.

Der syrische Vizepremier- und Außenminister und Walîd al-Muʽallim ist am Do., 25.8.2016, auf Einladung seitens der irakischen Regierung zu bilateralen Besprechungen mit dem Sprecher des irakischen Außenministeriums, Aḥmad Ğamal in Bagdad zusammengekommen. Auch werde al-Muʽallim  während seines Besuches noch Staatspräsident Muḥammad Fu´ād Maʿṣūm und  Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî sowie den Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî treffen. (http://sana.sy/en/?p=86430)

Walîd al-Muʽallim in Bagdad, Photo: SANA

Walîd al-Muʽallim in Bagdad, Photo: SANA

Zur Machtdemonstration trotz der eklatanten Rückschläge in den vergangenen Monaten habe der IS gemäß lokalen Quellen erneut willkürliche Exekutionen an der Zivilbevölkerung durchgeführt: unter dem Vorwurf, der Armee Informationen über IS-Stellungen zukommen lassen zu haben, wurden in einem Schwimmbad im SW der Stadt Mossul 15 Bürger ertränkt. Auch 12 Mitarbeiter eines Getränkegeschäfts sollen wegen Zusammenarbeit mit der Armee in der Stadtmitte von Mossul exekutiert worden sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13891-is_terroristen_exekutiert_erneut_27_zivilisten_in_mosul)

Hunderte an IS-Terroristen fliehen derzeit wegen der angekündigten (vgl.u.) Befreiungsoperation von Mossul aus dieser Stadt. Gemäß lokaler Quellen vom Mo., 22.8.2016, sollen 130 IS-Transporter Mossul verlassen haben mit Ziel ar-Raqqa in Syrien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13807-irak_hunderte_is_terroristen_aus_mossul_gefl%C3%BCchtet)

Ca. 70.000 Einwohner von al-Qayâra (Al-Ghiareh), 70km südlich von Mossul, werden vom IS daran gehindert, die Stadt zu verlassen, da sie als menschliche Schutzschilde dienen sollen. Am So, 21.8.2016, warf die Luftwaffe Millionen an Flugblättern über Mossul ab, die Bewohner möchten sich auf eine baldige Befreiungsoperation der Armee einstellen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13675-70.000_zivilisten_vom_is_in_der_n%C3%A4he_von_mosul_umzingelt)

Gemäß Auskunft des Justizministeriums wurde am Sonntagmorgen, 21.8.2016, das Todesurteil gegen 36 IS-Terroristen, die der Beteiligung am Massaker gegen Auszubildende des Spyker-Luftstützpunkts  überführt worden waren, vollstreckt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13642-rak_todesurteil_gegen_36_verbrecher_von_spyker_luftst%C3%BCtzpunkt_vollstreckt)

Am Sa., 20.8.2016, wurden gemäß Pressestelle der Armee 19 IS- Kommandeure getötet. In der Verlautbarung hieß es: Jagdflugzeuge der Luftwaffe versetzten Luftschläge gegen die Kommandostelle der (Terror-) Gruppierung im Stadtviertel al-Misaq in Mossul, und zwar in dem Moment, als sich dort hochrangige Kommandeure aufhielten. Bei dem erfolgreichen Luftschlag wurden alle Kämpfer, die sich dort versammelt hatten — insgesamt 19 Personen — getötet„. (http://sptnkne.ws/bXDp, http://sptnkne.ws/bX6S)

Nach Meldung von as-SûmariyyaNews vom Do., 18.8.2016, wurden 30 Tankwagen des IS mitsamt Begleitmannschaft durch die Luftwaffe eliminiert. (http://sptnkne.ws/bWFz)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî bekundete laut as-Sûmariyya-News: „Wir haben unseren Luftraum für die Russen unter gewissen Bedingungen geöffnet“. Näheres zu den Bedingungen erwähnte er nicht. Auch existiert noch keine diesbezügliche Anfrage seitens der Kreml-Regierung. Es geht dabei um Luftwaffeneinsätze in Syrien gegen die dort aktiven Terroristen. (http://sptnkne.ws/bVMx)

Laut  Mitteilung von Aso Ṭālabānī  (Aso Talabani), Chef der Moskauer Vertretung des Irakischen Kurdistan, vom Mo., 15.8.2016, gegenüber Journalisten hat Rußland rund eine Million Stück Kalaschnikow-Munition an die irakischen Kurden geliefert. Hierzu führte er aus: „Die etwa vor zwei Wochen mit einem Flugzeug nach Erbil gebrachte Munition für Maschinenpistolen und Maschinengewehre der Marke Kalaschnikow wird bei der Erstürmung der Stadt Mossul eingesetzt“. Dann setzte er hinzu: „Die russische Seite versi­cher­te, dass sie den Kurden auch weiter militärische Hilfe erweisen wird“. (http://sptnkne.ws/bVu7)

Am 16.8.2016 erlangten die irakischen Truppen wieder die Kontrolle über die Orte al-Ḥawîš,al-Ğawâʽana,Ğabla und al-Ġâziyya nahe al-Qayâra südlich von Mossul, nachdem sie den IS-Terroristen bedeutende Verluste an Menschenleben und Ausrüstung zuge­fügt hatten. Unter den Getöteten im Dorf Zahîlîla wurde auch der verantwortliche Führer für die sog. Militärpolizei der IS-Terrororganisation namens MarwânSabhân alias Abû Manṣûr identifiziert. Am Vortag war schon al-Ḥawâsim im selben Gebiet befreit worden.   (http://www.sana.sy/?p=418061)

Durch einen IS-Giftgasangriff mittels entsprechend bestückter Raketen auf den Ort ʽÛsiğa südlich von Mossul in der Provinz Nînawâ wurden bislang 17 Bürger, überwiegend Frauen und Kinder, verletzt. Laut Auskunft des Bürgermeisters von Mossul, Ḥussain Ḥâğim, handelte es sich wahrscheinlich um Chlorgas. Infolge weiterer IS-Angriffe auf Dörfer im S der Provinzhauptstadt seien zudem drei Tote und vier Verwundete zu beklagen. (http://www.sana.sy/?p=417168)

Am Morgen des 13.8.2016 startete die Armee einen Angriff auf IS-Stellungen und befreite im Lauf der heftigen Gefechte die Orte ʽÛğiyya und  Zahîliyya im S von al-Qayyâra aus der Besetzung der Terrororganisation, wie as-SûmariyyaNews meldete.  Anschließend erfolgte die Säuberung des Gebiets von hunderten von den Terroristen hinterlassener Sprengkörper und Minen. Generalmajor Ismâʽîl Maḥlâwî, Kommandeur der al-Anbâr-Operationen, informierte zudem darüber, daß auch die Regionen al-Bûhuwî und al-ʽAğârbiyya südlich von Falûğa auf diese Weise wieder für Zivilisten betretbar gemacht worden sind. Durch Luftangriffe wurden zudem im Raum ar-Ramâdî zwei Lager für Waf­fen und andere militärische Gerätschaften des IS zerstört und etliche IS-Terroristen getötet.   (http://www.sana.sy/?p=416800)

Bei der Detonation einer Autobombe in as-Samâwa, der Hauptstadt  der Provinz al-Muṯannā,  nahe einer Polizei-Straßensperre kamen drei Personen ums Leben, weitere zehn trugen Verletzungen davon. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i13030-tote_und_verletzte_bei_explosion_im_s%C3%BCden_iraks vom 12.8.2016)

Am 10.8.2016 begann in Bagdad eine zweitägige internationale Konferenz unter dem Motto „DerIrak und die Welt werden dem IS eine Niederla­ge bereiten„. Laut Mitteilung von Saʽd al-Ḥadîṯî nähmen Experten aus 50 Ländern und Vertreter internationaler und regionaler Organisa­tionen daran. Das Ministerpräsidentenbüro machte deutlich, daß auch Repräsentanten der UNO, NATO und EU anwesend seien. Es gehe dabei auch um der psychologische Kriegsführung, Vorgehen gegen die IS-Me­di­en, Austrocknung der IS-Ressourcen, Begegnung von religiösem Extremismus etc. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12898-irak_internationale_konferenz_zur_is_bek%C3%A4mpfung)

Erneut wurde Bagdad am 10.8.2016 durch zwei Anschläge, eine Autobombe im W der Stadt und eine Explosion im N erschüttert. Dabei kamen zwei Soldaten ums Leben, 12 weitere Personen wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12943-weitere_anschl%C3%A4ge_in_bagdad)

Nach Meldung von aš-Šafaq News hätten IS-Kämpfer Dokumente und Computer aus ihrer irakischen Hochburg Mossul herausgeschleust und in ihren syrischen Stützpunkt ar-Raqqa gebracht. Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî hatte zuvor darüber informiert, daß bereits erste rang­hohe IS-Anführer aus Mossul geflohen seien und IS-Kommandeure ihr Vermögen im Land liquidiert hätten. Auch würden einige versuchen, heimlich in die auto­nome irakische Kurdenregion zu gelangen. (http://sptnkne.ws/bSNB)

Ein Bombenanschlag vom 9.8.2016 im Gebiet al-ʽAlam im SW Bagdads kostete zwei Bürger das Leben, weitere sieben wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12859-2_tote_und_7_verletzte_bei_terroristischem_anschlag_in_bagdad)

Infolge zweier Suizidanschläge wurden am 6.8.2016 im N von ar-Ramâdî gemäß irakischer Militärquellen 14 Menschen (Soldaten und Nomaden) getötet, während im S von Bagdad ein Todesopfer und  und fünf Verwundete zu beklagen waren. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12625-14_iraker_bei_selbstmordanschl%C3%A4- gen_in_ramadi_get%C3%B6tet)

Gemäß ʽAlî Dawûd, Ratsvorsitzender von al-Ḫâlidiyya in der Provinz al-Anbâr gegenüber as-Sûmariyya News bombardierte die Luftwaffe erfolgreich dasn IS-Hauptquartier 23km östlich von ar-Ramâdî. Generalmajor Ismâʽîl Maḥlâwî, Kommandeurs der al-Anbâr-Operationen, ergänzte, daß beim Räumen von Minen im Gebiet auch eine IS-Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen samt versteckten Terroristen aufgefunden wurde. Verhaftet wurden zudem 19 IS-Terroristen westlich von Baiğî in der Provinz Ṣalâḥaddîn, die wegen verschiedener Verbrechen angeklagt sind.
Tags zuvor vereitelte die Luftwaffe mit ihrem Bombardement mehrere in Vorbereitung befindliche Autobombenanschläge und andere Suizidattentate und tötete dabei 43 IS-Extremisten. (http://sana.sy/?p=414113)

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) meldete, der IS habe am 4.8.2016 im Raum Kirkûk 3000 Flüchtlinge gefangengenommen und davon bereits 12 ermordet („hingerichtet“). (http://sptnkne.ws/bRjj).

Ḥussain al-Qâʽidî, einem Unterstützer der Yaziden (Jesiden) im Landesparlament, informierte während einer Konferenz zum 2. Jahrestag der IS-Besetzung Region Sinğar gemäß einer Sendung von al-ʽÂlam über folgenden Sachverhalt: „Der IS trainiert in seinen Lagern über 1.400 jesidische Kinder für die Verübung von Terroran­schlä­gen“. Zudem gab er bekannt: „Innerhalb der vergangenen zwei Jahre konnten wir 2640 Jesiden aus IS-Gefangenschaft  befreien. Dabei werden weitere 3770  noch gefangen gehalten“. (http://sptnkne.ws/bQwF vom 3.8.2016)

Bei den Luftangriffen der US-geführten Koalition seien gemäß Farḥân Muḥammad, Ratsmitglied der  Provinz al-Anbâr,  Wohngebiete der Stadt al-Qâ´im (al-Ghaem) in al-Anbâr bombardiert worden mit der Folge, mindestens 30 Bürger starben und weitere   17 verletzt wurden. – Derweil konnten Sicherheitskräfte in der Provinz Ṣalâḥaddîn vier Personen unter Terrorismusverdacht festnehmen bei der Entdeckung von ca. 50 Sprengstoffgürteln und 50 Raketen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12487-irak_dutzende_tote_bei_us_luft-angriffen_auf_gebiete_in_al_anbar)

Der von weiteren heimischen Kräften untersttüzten Armee gelang es, die Kontrolle über die Region und den Zugang nach al-Walîd al-Ḥudûdî in der Provinz al-Anbâr zu erringen wie der Bürgermeister von ar-Ruṭba, ʽImâd ad-Dulaimî, gegenüber as-Sûmariyya News  mitteilte. Außerdem befreite sie die Insel Ḫâlidiyya im Westen der Provinz. (http://www.sana.sy/?p=412958)

Nach einer Explosion am Mo., 1.8.2016, in einem nordöstlich gelegenen Stadtteil von Bagdad mit einem Toten und sieben Verletzten, kam es tags darauf am 2.8.2016 zu drei Bombenanschlägen in verschiedenen Teilen der Haupstadt mit zusammen vier Getöteten und 15 Verwundeten.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12415-weitere_to-te_und_verletzte_bei_terroristischen_anschl%C3%A4gen_in_bagdad)

Kürzlich wurde Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî ins Parlament einbestellt, um sich zu den Anschuldigungen über Unterschlagung öffentlicher Gelder in Höhe von einigen Milliarden US-$ in seinem Ministerium zu äußern. Diese hätten 2014 im Land den Zerfall der Armee während des Eindringens des IS ins Land (mit)verursacht. Parlamentspräsident Salîm al-Ğabûrî (Salim al-Jabouri) hatte sich zuvor geweigert, die Angelegenheit mit al-ʽUbaidî hinter verschlossenen Türen zu besprechen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12388-irak_al_abadi_ordnet_untersuchung_der_korruptionsvorw%C3%BCrfe_im_r%C3%BCstungshandel_an)

Vier Bewaffnete bahnten sich am So., 31.7.2016, mit Granateneinsatz den Weg zur Gasanlage „A.B.2“ 15km nordwestlich von Kirkûk, wobei zwei Männer vom Wachpersonal lebensgefährlich verletzt und vier Mitarbeiter erschossen wurden. – Beim IS-Angriff auf ein Ölfeld in der Provinz Kirkûk wurde der lokale Polizeichef getötet. Zwei der drei Suizidattentäter wurden rechtzeitig gestoppt und liquidiert, während der dritte mit der Detonation auch zwei Öltanks zur Explosion brachte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12238-vier_tote_bei_an-griff_auf_gaseinrichtungen_im_nordirak)

Beim Bagdader Treffen von Patriarch Louis Raphael Sako und vier hochrangigen šîʽitischen Theologen ging es um die Vertiefung der freundschaftlichenBeziehungen chaldäisch-katholischer Christen und šîʽitischer Muslime im Nahen Osten. Von muslimischer Seite nahmen Teil die Scheichs ʽAlâ´addîn Ğazâ´irî (Ala-ed-din Jazairi) und Ğâsim Mandalawî  (Jassim Mandalawi) aus dem irakischen Nağaf sowie Ḥamîd Riḍâ (Hamid Reza) und Ḥamîd al-Bâb´î  (Hamid Albabai) aus dem iranischen Qum. Probleme des Zusammenlebens sollen so künftig gemeinsam in positiver Atmosphäre angegangen werden. (http://parstoday.com/de/news/world-i12217-schiiten_und_chald%C3%A4isch_katholischen_christen_treten_f%C3%BCr_mehr_dialog_ein) – Zur Presse-Erklärung des Patriarchen gegenüber der katholischen römischen Nachrichtenagentur Fides vom 30.7.2016 s. http://www.kathpress.at/goto/meldung/1404569/chaldaeische-christen-und-schiiten-wollen-mehr-dialog.

Im Kurzinterview mit Press TVwürdigte Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî Engagement und  Unterstützung seitens des Irans im Abwehrkampf gegen den IS, was auch hinsichtlich der Operation zur Befreiung von Mossul gelte. Dabei stellte er heraus, daß sich die iranischen Militärberater – im Gegensatz zu anderen Militärs! – in Abstimmung mit  der  Landesregierung im Irak aufhielten. Bezüglich der Befreiung Mossuls stellte er nochmals klar, daß hierbei nur irakische Kräfte beteiligt sein dürften. Fremde Einmischung werde nicht geduldet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12175-irakischer_ver-teidigungsminister_engagement_irans_bei_der_vernichtung_und_vertrei-bung_der_is_terroristen)

Laut einem BBC-Bericht, hatte die am 3.7.2016 in Bagdad gezündete Bombe, der schließlich allein 292 Personen zum Opfer fielen, eine ganz besondere Zusammensetzung und komplizierte Bauart. Während zu Anfang höchstens 30 Passanten  unmittelbar getötet worden seien, habe sich darauf erst das ganze Zerstörungspotenzial gezeigt: „dann stieg die Temperatur rapide an. Der aus­gelöste Brand verwandelte ein nahestehendes Handelszentrum in eine tödliche Feuerfalle. Eben deshalb gab es fast 300 Todesopfer“,  wurde im Bericht zitiert. Der Sprengsatz sei problemlos durch alle Absperrungen gelangt. (http://sptnkne.ws/bNgu). – Zu letzterem trug vor allem die Tatsache bei, daß die Sicherheitskräfte bewußt mit defekten Detektoren (vgl.u.) ausgestattet gewesen waren.

Vor einem Polizei-Kontrollposten in einem v.a. von Šîʽiten bewohnten Bezirk im N von Bagdad sprengte sich am 27.7.2016 ein Suizidattentäter mittels Sprengstoffgürtel in die Luft, hinterließ drei Tote und mindestens 15 Verletzte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i12007-mindestens_sechs_to-te_bei_anschlag_im_norden_von_bagdad)

Nach Mitteilung des Sprechers des Ölministeriums, ‘Âṣim al-Ğihâd  (Assem al-Jihad), vom 25.7.2016, sei der Ölexport des Land  im Juni auf den Rekordgegenwert von ca. vier Milliarden US-$ gestiegen. Das entspreche einer Tagesausfuhr von 3.400.000 Barrel. Der Irak verfügt über die fünftgrößten Öl- und zwölftgrößten Erdgasreserven der Erde. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11845-%C3%96lexport_aus_dem_irak_gestiegen)

Während der Operation zur Befreiung von Ğazîrat al-Ḫâlidiyya aus der Besetzung durch den IS wurde ein IS-Zentrum zerstört. Unter den Getöteten befand sich auch der sog. IS-Amîr für Sicherheit in der Gegend namens Abû Ḥâriṯ ar-Râwî mit drei seiner Mitarbeiter, teilte der kommandierende Generalmajor der Operationen in der Provinz al-Anbâr, Ismâʽîl Šihâb, der Agentur  WÂʽ mit. Auch wurde ein IS-Waffendepot durch die Führung der 17. Infanterie-Division der irakischen Armee ausfindig gemacht und konfisziert. Brigadegeneral ʽAbdul-Karîm as-Sabʽâwî von den südlich Mossul stationierten Truppen teilte gegenüber dpa mit, daß kürzlich der IS23 junge Männer nahe Nimrûd und as-Salâmiyya habe abschlachtenlassen unter der Beschuldigung, sie hätten mit den Sicherheitskräften zusammengearbeitet. (http://sana.sy/?p=408904 vom 25.7.2016)

Während der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga in der maureta­nischen Hauptstadt Nouakchott  forderteAußenminister al-Ğaʽfarî die arabischen Länder erneut dazu auf, auf die Türkei Druck auszuüben, damit diese ihre am 4.12. 2015  illegal ins Land eingedrungenen Truppen zurückziehe. Er machte deutlich, daß „die Respektierung der gutnachbarlichen Beziehungen zur Türkei nicht bedeute, daß Bagdad  auf seine territoriale Integrität und nationale Souveränität verzichte.“ Zum Wideraufbau des Landes brauche der Irak die Unterstützung der Welt­ge­meinschaft. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11905-irak_t%C3%BCrkische_milit%C3%A4rs_m%C3%BCs-sen_das_land_verlassen)

An der Zufahrt zur  Stadt al-Ḫalis, ca. 80 km nördlich von Bagdad, in der Provinz Diyâlâ, wurde am 24.7.2016 eine Autobombe zur Detonation gebracht.  bislang sind mindestens 18 Tote und 23 Verletzte festegstellt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11800-irak_18_tote_bei_explosion_einer_autobom- be_in_diala)

Wie as-Sûmariyya News berichtete, ließ ein Suizidattentäter am frühen Morgen den Sonntags im nördlich gelegenen Bagdader Vorort al-Kâẓimiyya seinen Sprengstoffgürtel detonieren, tötete damit mindestens 12 Personen und verletzte 22 weitere. Aktualisierung: Die Opferzahl stieg auf  21 Tote und 35 Verletzte. Der IS bekannt sich zum Verbrechen. (http://www.sana.sy/?p=408404, s.a. http://sptnkne.ws/bKcM)

Nach Mitteilung von Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî auf Twitter von der Konferenz US-geführten Koalition in Washington über das IS-kontrollierte Gebiet im Irak mit: „Die Terrorgruppierung ‚Islamischer Staat‘ kontrolliert derzeit weniger als zehn Prozent des Staatsgebietes des Irak, während sie früher auf einmal 40% des Territoriums des Landes erobert hatte“.  (http://sptnkne.ws/bJvr)

Im Nachgang der wiederholten Demonstrationen für eine neue Regierung gegen die bestehende korrupte (vgl.u.) hat am 21.7.2016 aus dem Kabinett von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî nun der siebte Minister (für Höhere Bildung), Dr. Ḥussain aš-Šahristânî (Hussein al-Shahristani),  innerhalb von 24 Stunden sein  Rücktrittsgesuch eingereicht, um den Weg  für die Bildung einer neuen Regierung freizumachen. Zuvor waren die Minister für Öl, Trans­port, Wohnung, Wasser und Industrie zurückgetreten.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11584-irakischer_ministerpr%C3%A4sident_nimmt_r%C3%BCck-trittsgesuch_einer_weiteren_seiner_kabinettsmitglieder_an)

Am  19.7.2016 detonierte eine Bombe im südlichen Bagdad mit zwei Todesopfern und vier Verletzten in der Folge. Tags darauf am Mittwoch  wurden bei zwei Explosionen in der Hauptstadt vier Bürger getötet und 17 verwundet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11524-irak_vier_tote_und_17_verletzte_bei_zwei_bombenexplosionen_in_bagdad)

Wie as-Sûmariyya News berichtete, wurden am Nachmittag des 18.7.2016, in Mossul 56 ehemalige Polizeikräfte der Stadt Nînavâ vom IS festgenommen und in seine Gefängnisse der Region verschleppt. Ihnen wurde Spionage bzw. Zusammenarbeit mit Regierungskräften vorgeworfen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11407-irak_terrormiliz_is_nimmt_65_ehema-lige_polizeikr%C3%A4fte_fest vom 19.7.2016)

Im Interview mit as-Sûmariyya News verkündete Generalmajor ʽAbduz-Zûbaʽî, Kommandant der 7. Armee-Division in der Provinz al-Anbâr, die Befreiung des ad-Dûlâb-Gebiets aus der Kontrolle des IS, welche sich mit Unterstützung  von Artillerie und Stammeskämpfern unter Deckung durch die irakische Luftwaffe vollzog. Anschließend wurden ca. 500 vom IS hinterlassene Sprengkörper demontiert.
Azîz Ḫalaf aṭ-Ṭarmûz, der Sicherheitsberater des Gouverneur von al-Anbâr, informierte zudem im Interview mit as-Sûmariyya News über einen Suizidanschlag am 18.7.2016 im Zufahrtsbereich zur vor zwei Monaten befreiten Stadt ar-Ruṭba (vgl.u.) per Sprengstoffgürtel, während der IS von vier Seiten her die Stadt mittels Autobomben anzugreifen versuchte.  Beim Attentat kamen drei Polizisten ums Leben, fünf Zivilisten wurden verletzt.  Laut dem Bürgermeister von ar-Ruṭba, ʽImâd ad-Dulaimî, richtete der IS enorme Schäden an, zudem seien viele Opfer zu beklagen.
Positiv sei aber hervorzuheben, daß Tags zuvor Dutzende von IS-Terroristen durch die irakische Luftwaffe in al-Ğazîra al-Ḫâlidiya östlich von ar-Ramâdî und in Mosul getötet worden seien. (http://www.sana.sy/?p=405947)

Gemäß Russia al-Yaumforderte der irakische UN-Botschafter, Muḥammad ʽAlî al-Ḥakim, am 17.7.2016 vor dem UN-Sicherheitsrat während einer Diskussion der Lage im Irak eine Erklärung seitens Saudi-Arabiens zur finanziellen Unterstützung des IS via NGOs unter dem Deckmantel der Hilfe für Kinder in Falûğa. Außerdem rief er den UN-Sicherheitsrat dazu auf, Resolutionen gegen Saudi-Arabien und die Türkei zu erlassen wegen deren fortgesetzter  Finanzhilfen für den IS. sowie die internationale Gemeinschaft, Maßnahmen zu ergreifen, daß nicht weiterhin aus ca. 100 Ländern Terroristennachschub nach Syrien und in den Irak geschickt werde. Im Counterterrorismus sei es der irakischen Armee bislang gelungen 60% des vom IS besetzten Landes zurückerobern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11278-bagdad_saudische_or-ganisationen_finanzieren_den_is)

Mindestens drei Personen kamen laut Meldung von al-ʽAhad bei Bombenan- schlägen am Sonntag im Norden und Südwesten von  Bagdad zu Tode, weitere elf wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11266-zwei_tote_und_elf_verletzte_bei_zwei_bombenanschl%C3%A4gen_im_irak)

Erneut (vgl.u.) kam es zu Demonstrationen Zehntausender in Bagdad, die zur Reform und Abset­zung der korrupten Politikern der Regierung aufriefen und sich für die Einheit des Saates gegen Spaltungsversuche der Gesellschaft (in Sunniten und Šîʽiten) aussprachen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11137-tausende_demonstrieren_in_bagdad)

Auch die Rechtsstaat-Koalition im Parlament forderte erneut die Ausweisung des saudischen Botschafters in Bagdad wegen dessen untragbarer Umtriebe (vgl.u.). (http://sana.sy/?p=405290)

US-Generalleutnant Michael T. Flynn, früherer Chef der Defense Intelligence Agency (DIA), legte bzgl. des IS offen, daß sich auf den  Laptops ihrer Mitglieder bevorzugt – d.h. zu 80% – bildliche Darstellun­gen sexueller Akte, also Pornographie finde.  „Wir haben den barbarischen Rivalen in die Augen gesehen, denjenigen, die Frauen und Kinder, Mädchen und Jungen vergewalti­gen und ausnutzen, die Menschen enthaupten, weil sie es mögen, und Pornographie auf ihren Comp­utern betrachten“, schrieb Flynn in seinen Erinnerungen. Damit stünden die entdeckten Unterlagen im eklatanten Widerspruch zu der von ihren verbreiteten (wahhâbitischen) Ideologie. Bürger, die beim Ansehen von Pornos durch IS-Leute erwischt würden, würden dagegen ausgepeitscht.(http://sptnkne.ws/bFkv)

In ihrem jüngsten Artikel in TheWashington Post vom 12.7.2016 weisen die Reporter Joby Warrick und Suad Mekhennet darauf hin, daß angesichts des Armeevordringens in Syrien und im Irak die IS-Führer ihre Anhänger auf einen Zusammenbruch des vor zwei Jahren ausgerufenen „Kalifats“ vorzubereiten versuchen. Dies zeige sich in Taten und Worten der IS-Verantwortlichen. Zum einen würden in verzweifelter Reaktion auf die empfindlichen Gebiets- und Einnahmenverluste im ersten Halbjahr 2016 die Anschläge im Irak und Syrien ausgeweitet. Zu diesem Schluß komme auch Will McCants, Forscher am Brookings Institut in Washington und US-Experte für Anti-Terror-Angelegenheiten. (http://sptnkne.ws/bEYP, Artikel auch von der Nesawissimaja Gaseta am 14.7.2016 aufgenommen und bei Sputniknews selben Tags zitiert; der Originalartikel ist einzusehen unter: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/inside-isis-quietly-preparing-for-the-loss-of-the-caliphate/2016/07/12/9a1a8a02-454b-11e6-8856-f26de2537a9d_story.html)
Da schickt der französische Präsident Hollande laut Ankündigung vom  13.7.2016 den Flugzeugträger Charles De Gaulle erneut ins vor die Küsten Syriens und weitere 300 bis 400 französische Militärs als „Berater“ in den Irak, obwohl die Landesregierung ausländisches Militär im Land mehrfach abgelehnt (vgl.u.) hat. (http://parstoday.com/de/news/world-i11032-frankreich_entsendet_wei-tere_milit%C3%A4rberater_nach_irak)

Laut Meldung der IS-eigenen „Nachrichtenagentur“ Aʽmâq vom 13.7.2016 ist der IS-KommandeurAbû ʽUmar aš-Šîšânî (zur Person vgl.u.) bei der „Verteidigung“ der Stadt Širqâṭ nahe Mossul gegen die irakischen Streitkräfte getötet worden. Ein Datum hierfür wurde nicht genannt. Im Gegensatz hierzu hatte die US-Administration im März behauptet, jener sei bei einem gezielten Luftangriff auf seinen Konvoi in Nordsyrien an den Folgen seiner Verletzungen verstorben, was damals schon dessen Vater gegenüber Sputniknews dementierte. (https://ent.siteintelgroup.com/Jihadist-News/is-amaq-reports-death-of-umar-al-shishani-amidst-battles-in-shirqat.html)

Syrisch-irakische Kooperation (Photo: SANA)

Syrisch-irakische Kooperation (Photo: SANA)

Am Mi., 13.7.2016, empfing Präsident Dr. al-Assad den irakischenNational Security Adviser Falāḥ al-Fayâd (Falah al-Fayad), der ihm ein Schreiben von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî bzgl. der Kooperation beider Regierungen im politischen, militärischen und Sicherheitsbereich, insbesondere hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung überreichte. Zudem informierte er Dr. al-Assad über die derzeitigen Vorbereitungen zur Rückeroberung von Mossul aus den Händen der IS-Terrororganisation und versicherte erneut die fortgesetzte Kommunikation und Abstimmung mit der syrischen Regierung dabei wie die Unterstützung seines Landes für Syrien allgemein. Derart werde man gegenüber dem Terrorismus, der die Welt bedrohe, erfolgreich sein. Dr. al-Assad gratulierte dem Brudervolk wie der regierung des Irak zu den jüngsten Erfolgen der Armee wie der Volkswehr (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) im Kampf gegen den IS. Beide Staaten befänden sich im ernsthaften Abwehrkrieg gegen den Terrorismus, vom Sieg im einen Land profitiere auch das andere. – Das letzte Treffen zwischen beiden Politikern hatte am 29.7.2015 stattgefunden. (http://sana.sy/en/?p=82559)

Masʽûd Barzânî, der auch nach Ablauf seiner Amtszeit das Präsidentenamt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak vereinnahmt (vgl.u.), hat am Di., 12.7.2016, mit dem US-Vize- Verteidigungsminister Robert O. Work laut Kurdistan 24 ein Militärabkommen unterzeichnet. Demnach werde die US-Administration die Lieferung von US-Waffen und die übernommene Bezahlung  der Pîšmarga beaufsichtigen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10951-milit%C3%A4rabkommen_zwischen_usa_und_irakischer_kurdenregion_unterzeichnet) – Jegliche Unterstützung eines Teils des Irak ohne vorherige Kontaktierung und Zustimmung  der Zentralregierung stellt völkerrechtlich eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Staates dar und ist demnach unzulässig (vgl.u.). Dagegen hat sich die Regierung in Bagdad schon des öfteren vergeblich beschwert (vgl.u.).

Nur einen Tag spater wurde am 13.7.2016 in Râšidiyya im nördlichen Bagdad erneut eine Autobombenexplosion herbeigeführt, bei der acht Personen getötet und 20 verletzt wurden (http://sana.sy/?p=404059)

Der IS fühlt sich dank der Fortschritte der syrischen und irakischen Armee offenbar immer mehr in die Ecke gedrängt: in seiner letzten irakischen Hochburg Mossul wurde Apotheke(r)n bei empfindlicher Strafe verboten Verhütungsmittel oder Pillen zum Schwangerschaftsabbruch zu verkaufen. Ein Einwohner erklärt gegenüber Sputnik den Grund: „Die Extremi­sten wollen damit verhindern, dass eine von ihnen vergewaltigte Frau das Kind loswerden will. Damit wollen sich die Terroristen massenhaft vermehren und eine künftige Generation zeugen“. Daher brächten die IS-Extremisten bevorzugt die verschleppten (und teils bereits vergewaltigten) Frauen in den Irak bzw. nach Mossul in ihr verbliebenes Rückzugsgebiet, um dort möglichst viel  Nachwuchs für die Terrororganisation „herzustellen“. Somit hinterlasse der IS gerade auch im Falle des Rückzugs der Terroristen vor den anrückenden Streitkräften ein demographisches und damit gesellschaftspolitisches Problem „dank“ der Massen an Vergewaltigungskindern unter Obhut alleinerziehender Mütter, sofern sie nicht gleich der Sorge des Staates überlassen würden. – Gemäß dem Volkswehrsprecher der Provinz Nînawâ, Maḥmûd as-Surğî (Al-Surji), rückten die Truppen von Süden her rasch gen Mossul vor.  (http://sptnkne.ws/bErk)

Bei der Detonation einer Autobombe an einem Gemüsemarkt im nördlichen Stadtteil Râšidiyya von Bagdad kamen bislang 11 Personen ums Leben, weitere 32 wurden verletzt. (http://www.sana.sy/?p=403595 vom 12.7.2016)

Im Nachgang der Chilcot-Kommissionsberichts (s.u.) und in deutlichem Gegensatz zu Antony Blair hat dessen ehemaliger Vize-Premierminister John Prescott und derzeitiges Mitglied des House of Lords die Beteiligung seines Landes am – für ihn illegalen – Irakkrieg 2003 öffentlich bedauert. In einem Beitrag für den Sunday Mirror schrieb er: „Für den Rest meines Lebens werde ich mit der Entscheidung und ihren katastrophalen Konsequenzen leben“ und ergänzte: „In bedingungsloser Gefolg­schaft der USA beteiligte sich Großbritannien 2003 am Irakkrieg, unzureichend vorbereitet und ob­wohl die diplomatischen Mittel nicht ausgeschöpft waren.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i10702-blairs_stellvertreter_bedauert_beteiligung_londons_am_irakkrieg_zutiefst)

Nach Rückeroberung des Luftwaffenstützpunkts und Flughafens von al-Qayâra, ca. 20km vom Ortszentrum entfernt, durch die Landesstreitkräfte, hat der IS im nahen Ölfeld fünf Ölbohrlöcher in Brand gesetzt, wie die Kommandostelle der Provinz Nînavâ informiert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10729-is_setzt_f%C3%BCnf_%C3%96lbohrl%C3%B6cher_im_s%C3%BCden_von_mus-sel_in_brand)

Nach Mitteilung des Gouverneurs der Provinz Nînawâ, Nofal Hammadi [Nûfal Ḥamâdî], haben die Streitkräfte die Luftwaffenbasis al-Qayâra (al-Ghayara) südlich von Mossul aus den händen des IS befreit (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10654-irakische_armee_verk%C3%BCndet_die_be-freiung_der_luft-waffenbasis_al_ghayara_im_norden_des_landes, http://sana.sy/?p=402763, s.a. http://sptnkne.ws/bDgn) sowie sieben IS-Schlupfnester im Bereich von al-Bû Ḏiyâb nördlich von ar-Ramâdî durch Luftangriffe zerstört. Außerdem haben die Bodentruppen 28 Mörsergranaten, mehr als 60 Sprengsätze, andere Waffen und militärisches Material des IS in al-Ḥalâbisa und al-Bûrîša nördlich von ar-Ramâdî gefunden und sichergestellt. (http://sana.sy/?p=402763)

In der verbliebenen IS-Hochburg Mossul sind zur Abschreckung erneut IS-Mitglieder hingerichtet worden, vorgeblich, weil sie gemäß IS-Šarîʽa-Gericht an die „feindliche Seite“ Informationen zum jeweiligen Aufenthaltsort von IS-Anführern übermittelt haben sollen, wie Ahlu_l-Bayt News Agency (ABNA) meldet. Unter den Delinquenten waren auch Mitglieder des „inneren Sicherheitsdiensts“ der Terrororganisation, genannt ḥisba, dazu  zwei IS-Kommandeure der Provinz Nînawâ (http://sptnkne.ws/bCNZ) – ḥisba ist die Pflicht eines Muslims, zum rechten Handeln [im Sinne des Islamischen Rechts] zu ermahnen und falsches Handeln zu tadeln, die aus einigen Suren hervorgeht, wie z.B. 7,157;  9,71;  9,112; 22,41; 3, 110. Daneben gab und gibt es in die Theokratie anstrebenden islamischen Ländern ( z.B. im Islamische Republik Iran, Saudi-Arabien, Nord-Sudan, Provinz Aceh in Indonesien) noch staatliche Organe, welche für die Überwachung islamischer Sitten in der Öffentlichkeit zuständig sind; beim IS heißt diese „Religionspolizei“ direkt ḥisba.

Erwartungsgemäß sind dem IS Satellitenschüsseln für Wohnungen der Bürger unter ihrer Kontrolle nicht genehm, da hierüber z.B. auch Programme des staatlichen Fernsehens über heranrückenden Armee-Entsatz oder die IS-Schandtaten im restlichen Syrien oder dem Irak u.a. gesehen werden können. Solche Sender zu sehen, ist verboten und die Satellitenschüsseln damit auch. Werden sie an Wohnungen in Mossul gesichtet, werden sie zwangsweise abmontiert und die Besitzer bestraft. Auch hier kommt die IS-Religionspolizeiḥisba zum Einsatz. Ein Einwohner informierte darüber Sputnik-News unter Inkognito-Vorbehalt: Die IS-Dschihadisten dringen in unsere Häuser ein, nehmen den Familien ihre Satel­litenschüsseln ab, wobei sie erklären, dass sie eine gesetzliche Grundlage dafür hätten, weil die Ter­ror­miliz Daesh vor drei Monaten ein Dokument veröffentlicht habe, in dem sie die Bevölkerung zum Verzicht auf das Satellitenfernsehen aufruft“. Von den Geräten gesäuberte Straßenzüge würden mit dem Wort für „erledigt“ gekennzeichnet. Die Delinquenten erwarte Auspeitschung mit 80 Hieben oder – seit dem wachsenden Einnahmenverlust des IS (vgl.u.) – auch ein vor Ort festgelegter Geldbetrag. (http://sptnkne.ws/bCSX) – Laut dem Islamischen Recht müssen, Strafzumessungen, welche nicht die im Koran aufgeführten ḥadd-Delikte betreffen, unter den dort  genannten liegen. Dem widerspricht die Anordnung von 80 Hieben (vgl. Lederer, 1994, S.143f).

Am Abend des 7.7.2016 kam es wieder zu einem Autobombenanschlag am Eingangstor des Mausoleums eines šîʽitischen Heiligen in Balad, ca. 90km nördlich von Bagdad. Be­waff­nete feuerten darauf  auf die Pilger Dabei starben bislang mindestens 35 Personen, ca. 60 wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10600-erneut_selbstmordanschl%C3%A4ge_im_irak_35_tote)

Das US-Magazin Veterans Today verweist in einem Artikel von GPD vom 7.7.2016 darauf, daß die Geheimdienst-Fehlmeldungen über die vermeintliche Gefahr der Verwendung von Massenvernichtungswaffen durch den Irak, welche auch nach Untersuchung  der Chilcot-Kommission (s.u.) zur Irakinvasion 2003 führten, auffällig auf Sequenzen desActionfilmsThe Rock von 1996 mit Nico­las Cage und Sean Connery basierten. Sie wurden so durch den MI6 an Premier Blair in der Downingstreet Nr.10 weitergegeben und nicht revidiert, als sie sich als Fakes herausstellten. Im Chilcot-Bericht heißt es dazu, der  MI6 „did not inform No 10 or others that the source who had pro­vided the reporting issued on September 11 and 23, 2002, about production of chemical and bio­lo­gical agent, had been lying to SIS.” Zudem konstatiert der Bericht: MI6made no effort to investigate otherwise.“. Näheres dazu bei: http://www.veteranstoday.com/2016/07/07/mi6-used-hoax-wmd-reports-based-on-action-film-the-rock-to-justify-iraq-invasion-chilcot/.

Nach Veröffentlichung des Berichts der Chilcot-Untersuchungskommission (vgl.u.) fordern irakische Abgeordnete die Regierung auf, Großbritannien wegen der Okkupation des Irak rechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Wörtlich sagte die Abgeordnete ʽAliya Nâṣîf (Alija Nassif) im Interview mit RIA Novosti:„Nach dem Fitr-Fest werden wir die Regierung auffordern, gegen Großbritannien und dessen Verbündete, die den Irak okkupiert haben, vor Gericht zu ziehen“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10525-bericht_der_chil-cot_untersuchungskommission_irak_erw%C3%A4gt_klage_gegen_gro%C3%9Fbritannien)

John Chilcot, Chef der von der britischen Regierung eingesetzten Untersuchungskommission hat bekannt gegeben, daß die britische Beteiligung am Krieg gegen den Irak vor dreizehn Jahren aufgrund unbewiesener Informationen beschlossen und durchgeführt worden sei. Dies ist das Ergebnis siebenjähriger Ermittlungsarbeit, welches am Mi., 6.7.2016,  durch Veröffentlichung des Untersu­chungs­berichts  publik gemacht worden ist. Großbritannien sei damals, nachdem  der damalige Premierminister Blair die Bedrohung durch den Irak falsch dargestellt habe, voreilig in den Krieg gezogen  und habe die Konsequenzen des Feldzugs unterschätzt. (http://sptnkne.ws/bBVw, http://sptnkne.ws/bBVy)

Im Interview mit Hürriyet forderte VerteidigungsministerḪālidal-ʽUbaidî das türkische Volk auf, Druck auf seine Regierung auszuüben, damit die sich seit dem 4.12.2015 völkerrechtswidrig im Nordirak aufhaltenden türkischen Sol­daten (vgl.u.) endlich abgezogen werden. Gleichzeitig rief er die türkische Regierung dazu auf, die territoriale Integrität und die Souveränität des irakischen Nachbarn zu respektieren und die Truppen, die nahe Mossul in Baʽšîqa positioniert sind, abzuziehen. Nicht nur, daß „Die Präsenz der türkischen Soldaten im Irak … inakzeptabel“ sei, sie behindere die Befreiungsoperationen der irakischen Streitkräfte in der Provinz Nînavâ und damit Mossuls! (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10489-irakisches_verteidigungsministerium_t%C3%BCrkische_soldaten_m%C3%BCssen_das_land_verlassen)

Als weitere Konsequenz des verheerenden kürzlich erfolgten Anschlags in Bagdad (s.u.) hat Innenminister Muḥammad Sâlim al-Ġabban sein sein Rücktrittsgesuch eingereicht Die Regierung unter Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî  habe bei der Regulierung und Koordinierung der Aktivitäten der Sicherheitsorgane und damit beim Schutz der Iraker versagt. Es gebe konkurrierende Sicherheitsorgane mit unterschiedlichen Befugnissen im Staat, was dringend reformiert werden müsse. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10453-iraks_innenminister_tritt_zur%C3%BCck) – Vgl. dazu den Skandal um die nicht funktionierenden Sprengstoffdetektoren (s.u.)!

Am Mo., 4.7.2016, wurden auf das Gebiet des internationalen Flughafen von Bagdad mehrere Raketen durch Extremisten abgefeuert, wie al-Ğazîra meldete. Sie fielen laut dem Sprecher der Sicherheitskräfte auf das Gelände des sog. „Camp Liberty“ nahe des Flughafens. (http://sptnkne.ws/bBvT)

Laut einer Erklärung des Militärs konnten das 9. und 15. und  Schützenpanzer- Bataiilon acht Orte in der Provinz Nînawâ befreien und sichern, darunter al-Karâma  sowie al-Ḥâğ ʽAlîas-Sabʽa südlich von Mossul. (http://www.sana.sy/?p=400680)

Völkerrechtswidrig,, da ohne Autorisierung durch die Landesregierung, hat die türkische Luftwaffe Abend des 3.7.2016 wie schon tags zuvor wieder PKK-Stellungen in vielen Orten des Nord-Iraks bombardiert, wie die Melliyat Zeitung meldete. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10273-t%C3%BCrkische_kampjets_bombardieren_weiterhin_nordirak)

Entsprechend den vielfachen Demonstrationen gegen die Korruption u.a. schwerwiegende Mängel  (vgl.u.) der Regierung unter Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî haben auch die Bürger am Ort des Attentats im Bagdader Stadtteil al.Karâda den Politiker bei seiner Ankunft dort mit Pfiffen und Steinwürfen „empfangen“ und wieder vertrieben, wie al-Ḥadaṯ berichtete.  (http://sptnkne.ws/bARk)

Zwei Terroranschläge in Bagdad, zu denen sich der IS bekannte, forderten bislang 172 Tote und 196 Verwundete. In der Nacht zum 3.7.2016, detonierte laut dem stellvertretenden Leiter des Sicherheitsausschusses im Bagdader Bezirksrat, Muḥammad ar-Rubaiʽî, im Viertel al-Karâda im Zentrum der Hauptstadt eine Autobombe, die zu den schrecklichen Verwüstungen führte. Eine weiteren Bombenanschlag mittels eines improvisierten Sprengsatzes gab es im Osten Bagdads. (http://www.sana.sy/?p=400531) – Aktualisierung: Die Zahl der Toten wurde am Montag mit 213 angegeben bei mehr als 200 Verletzten.(http://www.sana.sy/?p=400958 vom  4.7.2016)

Am Sa., 2.7.2016, wurde durch den ägyptische Außenminister Sâmiḥ Šukrî die Botschaft des Landes in Bagdad wieder­eröffnet. Er gratulierte dabei dem Außenminister al-Ğaʽfarî während eines Treffens zu den Erfolgen der irakischen Armee und sagte die Unterstützung Ägyptens im Kampf gegen den Terrorismus zu, wobei er herausstrich, daß jegliche Operation innerhalb dieses Kampfes mit der Landesregierung abzusprechen sei. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10255-wiederer%C3%B6ffnung_der_%C3%A4gyptischen_botschaft_in_bagdad)

Als die Operation zur Befreiung Falûğas kurz vor ihrem endgültigen Erfolg stand, rückte aus der Stadt flüchtend ein Konvoi von ca. 500 Fahrzeugen von IS-Kombattanten aus.  Das Pentagon habe die US-geführte Allianz angewiesen, diesen nicht zu attackieren mit der Behauptung, es handele sich nur um Zivilisten, Angehörige der IS-Kämpfer. Daher habe die irakische Luftwaffe mehr als 200 der Wagen zerstört. (http://www.voltairenet.org/article192704.html)

Nach Meldung von as-SûmariyyaNews soll ein Mann deutscher Nationalität zum Kommandeur der in der Provinz Nînawâ (Ninive) im Norden des Landes positionierten IS-Formationen durch IS-Chef Abû Bakr al-Baġdâdî ernannt worden sein. Dabei handele es sich um dessen langjährigen „Kameraden“, der zur IS-Spitze gehöre, dessen Namen nicht genannt worden sei. Er habe schon in Afghanistan mit den Extremisten gekämpft. In Nînawâ komme es derzeit aufgrund der Erfolge der Armee zu vermehrten Umbesetzungen innerhalb des IS auf Kommandeursebene. (http://sptnkne.ws/b97W)

Erneut mußte Mi­nisterpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî den saudischen Botschafter in Bagdad, Ṯâmir as-Sabhân,in scharfer Form an die Einhaltung des diplomatischen Reglements erinnern sowie dazu ermahnen, sich nicht in die irakischen inneren Angelegenheiten einzumischen (hierzu vgl.u.). Das Problem verstärkend hatte sich der saudische Außenminister, ʽÂdil al-Ğubair  (Adel al-Dschubeir), hatte sich am Mi., 29.6.2016, vor Journalisten in Paris gegen die sehr erfolgreich zusammen mit dem Heer gegen den IS kämpfende Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî positioniert und gefordert, diese von kämpfen gegen den IS auszuschließen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10084-ira- kischer_ministerpr%C3%A4sident_mahnt_saudischen_botschaf-ter_in_bag-dad_zur_einhaltung_der_diplomatenpflicht, s.a. http://sana.sy/?p=399610)

In einer Sitzung mit für den Satellitenempfang zuständigen Medienaktivisten am Mi., 29.6.2016, in Bagdad drückte Mi­nisterpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî seine tiefe Besorgnis über Planungen der Türkei  bzgl. Mossul aus. Seit Dezember 2015 halten sich nicht nur illegal in den Irak einmarschierte türkische Streitkräfte auf irakischem Territorium auf sondern haben dort sogar eine befestigte Stellung bezogen (vgl.u.). Wie as-SûmariyyaNews berichtet, bemerkte al-ʽAbâdî dabei: „Einige Nachbarländer haben Verbrechen im Irak begangen.“ Nun bestehe die Befürchtung, daß die türkischen Streitkräfte einen Militäreinsatz in Mossul durchführten. Würden türkische Soldaten dorthin geschickt, bräche ein weiterer großer Krieg neben dem Krieg gegen die IS-Terrormiliz aus. – Erst vor wenigen Tagen hatte der Mi­nisterpräsident erneut den Abzug der türkischen Truppe aus der nahe Mossul gelegenen Baschika-Kaserne gefordert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10081-al_abadi_t%C3%BCrkische_invasion_in_mosul_f%C3%BChrt_zu_einem_gro%C3%9Fen_krieg)

Bei zwei Bombenanschlägen im Osten Bagdads wie in Abû Ġuraib kamen am 29.6.2016 mindestens fünf Menschen ums Leben, 15 weitere wurden verwundet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10069-f%C3%BCnf_tote_bei_an-schl%C3%A4gen_in_bagdad)

Auf einer Pressekonferenz der Nachrichtenagentur Anadolu vom  Mo., 27.6.2016, in der Re­gion Maḫmûr teilte Verteidigungsministers Ḫālidal-ʽUbaidî zum Stand der Kämpfe gegen den IS mit: „Vor zwei Jahren hatten die Terroristen etwa 40% des iraksichen Territoriums besetzt„, demgegenüber hielten sie momentan noch 10%. Er ergänzte: „Die irakischen Kräfte haben dem IS inzwischen große Schäden zugefügt. Zuletzt wurden 1300 IS-Terroristen südlich von Mossul in der Provinz Ninive getötet.“ Die laufende Operation zur Befreiung Mossuls mache derweil Fortschritte. Erfreulicherweise seien bei der Großoffensive in Falûğa90% der Stadt intakt geblieben und bewohnbar. Daher rief er die Einwohner zur Rückkehr auf. Die öffentlichen Einrichtungen seien  wieder geöffnet. Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sollten nach Rückkehr zum Alltag bei den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten behilflich sein, wie Muḥammad Yâsîn, Mitglied des Provinzrats von al-Anbâr, mitteilte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9967-irak_is_kontrolliert_nur_10_prozent_des_landes, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9934-irak_is_steht_vor_kompletten_niederlage)

Der Anschlag eines Suizidattentäters per Detonation seines Sprengstoffgürtels in der an-Nûr-Moschee im az-Zaidân-Gebiet von Abû Ġuraib, westlich von Bagdad, hinterließ am Sonntagabend – bislang – neun Tote und mehr als 20 Verletzte. Die Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet großräumig ab, wie as-Sûmariyya meldete.  (http://sana.sy/?p=398579 vom 27.6.2016) – Während des Ramaḍân finden sich auch (aus islamischer Sicht) wochtentags über vermehrt Betende in Moscheen.

Nach Angaben des Präsidenten des Repräsentan­tenrats Usâma an-Nuğaifî vom So., 26.6.2016, halten sich zur Zeit in Mossul ca. 7.000IS-Terroristen auf sowie in den Vororten nochmals ca. 12.000, die meisten davon – wie gehabt – Ausländer. Der Erfolg in Falûğa habe den Irakern neuen Elan zur Befreiung der Provinz-hauptstadt von Nînawâ (Ninive) gegeben. An-Nuğaifî informierte außerdem darüber, daß der IS aus Falûğa etwa 700 Bürger entführt habe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9922-7000_is_terrori-sten_im_irakischen_mosul)

Generalleutnant ʽAbdulwahhâb as-Sâʽidî, Einsatzleiter der Befreiungsoperation von Falûğa, verkündete in einem Interview im irakischen Fernsehen, das Blut- vergießen des irakischen Volkes für die Befreiung dieser Stadt sei nun zu Ende. AlleTeile der Stadt seien vom IS gesäubert. Dabei seien mindestens 1.800 Terroristen liquidiert worden. Nach verlustreichen Kämpfen wurde zudem die Kontrolle über die Stadt  Makḥûl und die  Dörfer Muḥammad Mûsâ und aš-Šaiḫ ʽAlî im Bezirk Širqâṭ/Provinz Ṣalâḥuddîn zurückerlangt.  Letzteres sei besinders der Erfolg der 9. Panzerdivi­sion und 16. Infanteriedivision, welche die Verteidigungslinien des IS durchbrochen hätten, und der nachsetzenden Anti-Terror-Kampfeinheit, verlautete aus dem Verteidigungsministerium in einer Erklärung vom 26.6.2016. Am Vortag war der Verteidigungsminister angereist, um sich selbst ein Bild vor Ort zu verschaffen. (http://sana.sy/?p=397821)

Am 25.6.2016 teilte der kommandierende Generalmajor der Operationen in der Provinz al-Anbâr, Ismâʽîl Šihâb, dem SANA-Korres­pondent in Bagdad mit, die vereinten Streitkräfte seien heute morgen in die Stadtteile al-Ḥaṣî  und al-Ğaulân in Falûğas Zentrum vorgedrungen und hätten dort die letztenIS-Positionen beseitigt. Während der Befreiungsoperation seien mindestens 1500 IS-Ter-roristen getötet worden. (http://sana.sy/?p=397602)

Ḏū-l-Fiqār al-Baldawî (Zulfikar al-Baldawi), Leiter des Zentrums der al-Ḥašd aš-Šaʽbî  genannten Volkswehr teilte im Interview mit Sputnik News bzgl. der jetzigen Situation in mit Falûğa mit, militärisch gesehen sei die Stadt befreit, da sich die irakischen Streitkräfte in allen wichtigen Stadtbezirken befänden und fügte an: „Gegenwärtig ist die Säuberung der letzten extremistischen Wider-standsnester im Gange. Es läuft die Suche nach Daesh-Terroristen in den Tunneln, Häusern und an übrigen verborgenen Orten. …  Wir haben viele Geiseln befreit, darunter Dutzende Jesidinnen, Christinnen aus Mossul. Unter ihnen können auch Frauen aus Syrien sein“.
Im Norden der Provinz Ṣalâḥuddîn unweit von Mossul gehe die Initiative der Aktionen nicht von irakischen Behörden bzw. dem Verteidigungsministerium aus, spezifizierte al-Baldawî, da jene vorerst darauf konzentriert seien, den Mi- litärflugplatz QayyâraAirfield West zurückzuerobern. Hinsichtlich des von der Regierung nicht autorisierten und damit völkerrechtswidrigen Eingreifens der US-Truppen setzte er auseinander: „Wir haben die Information erhalten, dass diese (Kampf-)Handlungen auf Initiative der USA geführt werden, da sich die amerikanischen Truppen diese Basis im Weiteren aneignen wollen, um dort ihre Luftwaffe zu stationieren“, (http://sptnkne.ws/b6rz)

Bei einer Bombenexplosion kamen am  Di., 21.6.2016, in der Nähe eines Basars im O Bagdads mindestens zwei Personen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. – Tags zuvor  fielen in Nordbagdad einem Suizidattentat mehrere Soldaten zum Opfer: fünf wurden getötet, elf verwundet. Allgemein sieht man in den gehäuften Terroraktionen der letzten Zeit Revancheakte des IS für die erlittenen heftigen Verluste auf dem militärischen Bereich wie al-Aḥad  berichtet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9622-irak_bombenexplo- sion_in_bagdad)

Laut Mitteilung des Einsatzleiters der Befreiungsoperation von Falûğa, General ʽAbdulwahhâb as-Sâʽidî, wurden während dieses Feldzugs bislang rund 2.5000 IS-Anhänger liquidiert. „Durch die Tötung dieser Anzahl von Terroristen haben die irakischen Sicherheitskräfte einen großen Erfolg beim Kampf gegen die IS-Miliz und deren Verteibung aus der Stadt erzielt„, teilte er am Mo., 21.6.2016 der Presse mit. Die befreiten Zonen würden gegenwärtig von  hinterlassenen Minen und Sprengfallen gesäubert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9604-2500_is_terroristen_in_falludscha_get%C3%B6tet)

Während der Befreiungsoperation von Falûğa retteten die Streitkräfte auch mindestens 354 Jesidinnen [Yazîdiyât] aus IS-Gefangenschaft seit Eroberung des Sinğar-Gebiets im August 2014 (vgl.u.), wie der Zuständige für die Ange- legenheiten der jesidischen Kurden, Hâdî  Dubânî (Hadi Dobani), bestätigte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9541-irakische_armee_be-freit_354_jesidische_frauen_aus_is_gefangenschaft vom 20.6.2016)

Nach Auskunft des Kommandeurs der al-Anbâr-Operationen, Generalmajor Ismâʽîl Maḥlâwî gegenüber der irakischen Nachrichtena­gentur (INA) fänden militärische Operation in den Bereichen von al-Bûrîša und Zankûra nördlich der Stadt ar-Ramâdî statt, um sie von letzten Resten des IS zu säubern. Zudem wurde ein IS-Angriffsversuch auf beide Orte verhindert. Polizei- und Sicherheitskräfte sind derweil in der Siedlung al-Ğaulân westlich von Falûğa angekommen, um sie zu befreien, letzteres gelte auch für die Siedlung al-Maḏkûr. – Wie der Provinzpolizeichef von Diyâlâ, Generalmajor Ğâsim as-Saʽdî mitteilte,  seien am Sonntag­mor­gen bei einem IS-Suizidanschlag  mittels Zündung eines Sprengstoffgürtels am Zugang zum Camp at-Tâği nördlich Bagdads zwei irakische Soldaten getötet und acht weitere verwundet worden.  (http://www.sana.sy/?p=395894 vom 20.6.2016)

Am Morgen des 19.6.2016  hinterließ die Detonation eines Sprengsatzes in Suwaib (Souib) im SW  Bagdads einen Toten und fünf Verletzte. Später zu Mittag kamen bei einem weiteren Bombenanschlag im Bezirk Maḥmudiyya (Mah­mudieh) der Hauptstadt zwei Personen ums Leben, neun weitere wurden verwundet, wie al-Aḥad  berichtete. Tags zuvor verursachte die Detonation einer Autobombe in Ṭûz Ḫurmâtû (Tuz Churmatu) den Tod zweier Menschen, 10 weitere trugen Verletzungen davon.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9475-irak_drei_tote_und_14_verletzte_bei_zwei_bombenanschl%C3%A4gen_in_bagdad)

Im Nachgang des problematischen sektiererischen Verhaltens des saudischen Botschafters Ṯâmir as-Sabhân in Bagdad (vgl.u.), womit er auf  eine religiöse Spaltung der irakischen Bevölkerung  hinarbeite, kritisierte Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî scharf Haltung wie Äußerungen dieses „Diplomaten“ als klare Einmischung in die inneren An­gelegenheiten des Iraks, die völlig außerhalb seiner diplomatischen Kompetenz lägen, weswegen der Botschafter schon zum wiederholten Male ins Ministerium einbestellt und darauf offiziell hingewiesen worden sei. Hierzu erklärte al-Ğaʽfarî: „Bagdad erlaubt keinem Botschafter mit sektiererischen Aussagen die internen Spaltungen im Irak zu schüren.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9457-iraks_au%C3%9Fenmini-ster_saudischer_bostchafter_mischt_sich_in_iraks_internen_angelegenheiten_ein)

Gemäß Interview von as-Sûmariyya-News mit dem Militärberater des irakischen Verteidigungsministeriums Muḥammad al-ʽAskarî verkündete Verteidi-gungsministerium al-ʽUbaidî, daß am Morgen des 18.6.2016 die zweite Phase der Befreiung von Nînâwâ begonnen habe, wobei die Rückeroberung von Qayyâra  als Sprungsbrett für jene der Großstadt Mossul diene. Zum selben Zweck sei man zur gleichen Zeit in den Norden der Provinz Salāḥuddīn vorgerückt. Auch sei Karîm al-Ḫalaf im NW der Ölraffinerie von Baiğî  wie das Dorf al-Masḥak nördlich von Baiğî am Rande des Makḥûl-Bergzugs befreit worden, wobei die Streitkräfte bis zum Abzweig von aš-Šarqâṭ vordrangen  und dem IS herbe Verluste an Kämpfern und Ausrüstung beibrachten. Dazu glückte per Luftangriff die Zerstörung einer Fabrik für Auto­bomben im Dorf ʽAṣriyya im SW der Provinz Kirkûk. In Falûğa würden nun noch sämtliche Gebäude und Möglichkeiten als Unterschlupf für möglicherweise verblieben IS-Anhänger durchsucht, informierte Einsatzleiter der Operation, Zweisternegeneral ʽAbdulwahâb as-Sâʽidî die Agentur AFP. (http://www.sana.sy/?p=395396)

Irakischen Sicherheitskräften der 29. Brigade der 7. Armeedivision gelang es während einer in präzisen Operation, den sog. Sicherheitsbeamten des IS, Aḥmad Mağîd,  und sieben seiner Mitarbeiter  westlich der kürzlich befreiten Stadt Hît in  der Provinz al-Anbâr zu töten. Diese versuchten gerade, sich dem Vordringen der Armee in ihre Fortifikationen westlich von Hît durch Flucht über den Euphrat zu entziehen. Zur gleichen Zeit wurde aus Armeekreisen bekannt gegeben, daß  nun die Befreiung der Provinz Salāḥ ad Dīn anlaufe, beginnend mit deren nördlichen Teil, der Region Qayyâra. Hierzu setzte die irakische Luftwaffe zu Bombardierungen der IS-Standorte in Makḥûl und im Bereich um aš-Šarqâṭ sowie nördlich davon an. – Tags zuvor hatte der Kommandierende der irakischen Armee, Generalleutnant ʽAbdulamîrŠamarî  nach der weitgehenden Befreiung von Falûğa mitgeteilt, daß das gesamte Stadt­zentrum einschließlich des Regionalregierungskomplexes mitsamt dem Stadtkrankenhaus unter Armeekontrolle stünden. (http://sana.sy/?p=395291 vom 18.6.2016) – Zur Bekanntgabe der Rückeroberung von Salāḥuddīn durch den Verteidigungsminister Ḫâlid al-ʽUbaidî (Khalid Al-Abidi) s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9433-irak_operation_zur_befreiung_der_provinz_salahad-din_begonnen.

In einer TV-Ansprache vom Freitagabend, 17.6.2016, konnte Ministerpräsident, Ḥaidar al-ʽAbâdî, die Befreiung der Stadt Falûğa aus den Händen der IS-Terroristen verkünden. Die Soldaten nahmen den Regierungssitz ein und hißten dort die Fahne. Bis auf einen kleinen Teil, in dem sich noch vereinzelt IS-Nester befänden,  kontrollierten die Sicher­heitskräfte jetzt die Stadt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9421-ministerpr%C3%A4si-dent_al_abadi_verk%C3%BCndet_die_be-freiung_von_falludscha) – Dazu führte der Einsatzleiter der Operation, Zweisternegeneral ʽAbdulwahâb as-Sâʽidî (Abdelwahab Al-Saedi) mit, man verzichte auf einen zu hastigen Vormarsch, um unnötige größere Verluste auch hinsichtlich der Beschädigung der Infrastruktur zu vermeiden und das Leben der in der Stadt verbliebenen Zivilisten zu schützen. Am Freitag seien allein an der Südflanke der vollkommen umstellten Stadt an die 1000 IS-Terroristen getötet worden. Inzwischen sei der Innenminister angereist, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen. (http://sana.sy/?p=394926, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9412-falludscha_befreit_k%C3%A4mpfe_dau-ern_in_der_stadt_an)

Zu der erst kürzlich gebrachten erneuten Meldung von The Mirror über den Tod von IS-Chef Abû Bakr al-Baġdâdî (vgl.u.) teilte jetzt der syrische Botschafter in Moskau, Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), am Fr., 17.6.2016, mit, jener sei verletzt und werde „in der nächsten Zeit liquidiert“ werden. (http://sptnkne.ws/b4BA)

Nach Bericht des Sprechers des Innenministeriums, Brigadegeneral Saʽd Maʽn, gegenüber dem SANA-Korres­pon­denten in Bagdad, befreite die 17. Infanterie-Division  nach heftigen Gefechten mit dem IS die Gegenden von Rîkân, aṭ-Ṭalʽa,Bustânî, Tikrîtî, al-Ḫuḍrâ´, den Stadtteil al-Andalus in Falûğa und das Areal weiter bis zur 60. Straße. Der IS erlitt schwere Verluste, ein Rest war gezwungen sich durch das mit Sprengfallen ausgelegte Gebiet ins Zentrum der Stadt zurückzuziehen. Zudem informierte der Nînawâ-Operationskommandant Generalmajor Nağîm al-Ğubûrî darüber, daß 8km südlich von Mossul sieben Dörfer um die Stadt Qayyâra sowie deren linke Seite der Kontrolle des IS entrissen seien wie der Zugang zum Tigris durch das Zentrum von al-Ḥâğ ʽAlî und das Dorf an-Naṣr. Dabei wurde die  Versorgungslinie al-KuwaîrQayyâraaš-Šurqâ des IS durchschnitten. Laut der staatlichen irakischen Nach- richtenagentur hieß es zudem, daß al-Ḫuḍar,al-Ḫuḍair, as-Sâlim befreit und das Gebiet al-ʽArsân, südöstlich von Falûğa, von der Armee abgeschottet worden sei. (http://sana.sy/?p=394626) – Am 16.6.2016 ergänzte der Zweisterne-General Ra´îd Šâkir Ğaudat noch, daß bei der Einnahme des Zentrums von Falûğa auch 15 zu Autobomben präparierte Fahrzeuge zerstört worden seien. Zudem habe eine wahre Massenflucht der IS-Anhänger eingesetzt, hieß es seitens des Einsatzkommandos. Zur Erlangung dieses Zieles sei die vorherige Evakuierung der Bürger (vgl.u.) sehr von Vorteil gewesen. Beteiligt seien an der Befreiung der Stadt ca.  22.000 Soldaten, Polizeikräfte, Anti-Terroreinheiten, die Volkswehr und Stammesangehörige. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9355-irakische_einheiten_bringen_zentrum_von_fallu-dscha_unter_kontrolle, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9367-is_k%C3%A4mpfer_fl%C3%BCchten_aus_falludscha)

Laut Meldung von The Mirror soll wieder einmal der IS-Chef Abû Bakr al-Baġdâdî ums Leben gekommen sein, obwohl es schon hier widersprüchliche Varianten gibt: einmal heißt es: „Die irakische Luftwaffe attackierte Baghdadis Begleitkommando auf dem Weg nach Karabla, wo er ein Treffen von Daesh-Anführern besuchen sollte“, das andere Mal:  „Abu Bakr al-Baghdadi wurde bei einem Luft­angriff der Koalition auf Rakka am fünften Ramadan-Tag ermordet“. (http://sptnkne.ws/b3yx)

Nach Auskunft eines Mitglieds der mit der Armee zusammen den IS bekämpfenden Volkswehral-Ḥašd aš-Šaʽbî namens Karîm an-Nûrî mißbrauchten die IS-Kämpfer die Bürger der Stadt Falûğa in vielerlei Hinsicht: „Die Kämpfer lassen die Einwohner nicht aus der Stadt und nutzen sie als lebendiges Schutzschild“, wie die Zeitung Iswestija am Di., 14.6.2016, aufgrund seiner Angaben berichtet. Außerdem unterzögen sie die Bewohner Experimenten und ließen sie bis zur Erschöpfung Blut für die verletzten IS-Terroristen spenden, so daß viele Zivilisten schon an massivem Blutverlust gestorben seien. Nahrungsmittel erhielten die Bewohner nur gegen das Versprechen, in den Reihen der IS-Anhänger mitzukämpfen. Besonders gerne würden in dieser Hinsicht Kinder gezwungen, zu Autobomben umfunktionierte Fahrzeuge zu steuern. Versuchten die Zivilisten, sich schwimmend über den Euphrat zu retten, würden sie vom IS erschossen.  – Gemäß Interview mit dem russischen Botschafter in Bagdad, Ilja Morgunow, durch RIA Novosti,  erfordere die Befreiung von Falûğa seine Zeit und sei „eineziemlich langwierige und blutige Kampagne“. Zudem ergänzte er: „Die Amerika­ner haben diese Stadt nach dem Sturz Saddam Husseins zwei Mal erobert, indem sie mit Phosphor­bomben beworfen wurde. Im ersten Anlauf konnte die US-Armee Falludscha aber nicht einnehmen … .“  – Auch der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stephane Dujarric, bestätigte: „Die Situation ist sehr fragil, und solange die Kriegshandlungen weitergehen, bestehen große Risiken für friedliche Ein­wohner“ und er fügte hinzu: „Unsere Kollegen von humanitären Organisationen sind über das Schicksal der in der Stadt verbleibenden Zivilisten äußerst besorgt.“   Muʽ­taz Muḥî ʽAbdal-Ḥamîd (Mua­tazz Muhi Abdel Hamid), Direktor des irakischen Republikanischen Zentrums für Strategie- und Sicherheitsstudien, gab ebenfalls zu bedenken: „In der Umgebung der Stadt sind internationale humanitäre Organisationen aktiv, die den Menschen helfen, die Stadt zu verlassen. Aber zwischen den Regierungstruppen und den Extremisten gehen die blutigen Gefechte weiter, was die Versorgung der Stadt mit humanitären Hilfsgütern äußerst schwierig macht.“   (http://sptnkne.ws/b34b)

Die Armee rückt weiter auf das Zentrum von Falûğa vor. Dabei dementierte der Kommandeur der Operationen, Generalleutnant ʽAbdul-Wahâb as-Sâʽdî, lancierte Medienmeldungen, wonach der Vormarsch ins Stocken geraten sei aufgrund des beginns der Operation zur Befreiung von Mossul. Der Volkswehral-Ḥašd aš-Šaʽbî sei es gelungen, das Gebiet von al-Bûrîğa südöstlich von Falûğa zu befreien, während die Armee inzwischen die kürzlich zurückeroberten Areale aṣ-Ṣubâiḥât und al-Falâḥât komplett von hinterlassenen Minen gesäubert habe. Sie zerstörte zudem IS-Standorte im SO Falûğas. Laut einem Sprecher der al-Ḥašd aš-Šaʽbî seien am Morgen die letzten IS-Schlupflöcher in und um al-Bûrîğa beseitigt worden. Etliche IS-Anhänger wurden nahe Falûğa in präzisen Einsätzen der Luftwaffe eliminiert worden.
Irakische Kräfte befreiten zudem  al-Azrakiyya in aṣ-Ṣaqlawiyya im NW von Falûğa, beseitigten eine Anzahl der IS-Terro­risten und schnitten deren Nachschublinien ab.  Laut dem Polizeichef der Gegend, General Râ´id ŠâkirĞawdat befinde sich nun das gesamte genannte Gebiet unter Armeekontrolle und sei von Sprengladungen gesäubert worden. Dabei entdeckten die Soldaten ein IS- Waffenlager in aṣ-Ṣaqlawiyya, töteten einige IS-Anhänger und demontierten Sprengsätze in den Gebieten Muṭaîbîğa,Šaiḫ Muḥammad,ʽAsîla,ʽÎṯa,al-Mali und Tal Satî westlich von Samarâ´ (Samarra) in der Provinz Salāḥ ad Dīn.
Auch in Bagdad wurden einige IS-Anhänger verhaftet sowie 92 Sprengsätze auf einer  Straße westlich von Bagdad demontiert und IS-Waffenlager im aš-Šît -Gebiet südlich von Bagdad entdeckt
Tags zuvor hatten die Truppen die Gegend al-Maʽâmîr befreit.
Zudem habe sich in der Provinz Nînawâ ein IS-Kom­man­deur, Abû Taha ad-Dâʽašî mit Namen, im Süden von  Mossul den irakischen Streitkräfte ergeben.(http://sana.sy/?p=393909 vom 14.6.2016)

3km im NO von Falûğa wurden Tonnen an Explosivstoffen in einem IS-Versteck aufgefunden, die als ‘Refined Sugar’ (raffinierter Zucker) aus Dubai, verschifft über die Türkei in den Irak, gekennzeichnet waren.  Dies beweist erneut die direkte Unterstützung des IS durch die türkische AKP-Regierung wie durch die Golfstaaten einschließlich Saudi-Arabiens und die Ausnutzung von „Hilfslieferungen“ hierzu wie man sie auch aus Nord-Syrien kenne. (http://www.veteranstoday.com/2016/06/11/no-sugar-for-isis/ mit Hinweis auf die Meldung: https://twitter.com/IraqLiveUpdate/status/740533214951903232)

Laut einer Polizeiquelle wurden drei Soldaten durch einen detonierenden Spreng- satz in Ğabûr verletzt, während ein Armeekonvoi an der präparierten Stelle vorüberfuhr, zudem explodierte in weiterer Sprengsatz im Šaiḫ ʽUmar-Viertel im Zentrum Bagdads. (http://sana.sy/?p=393909 vom 14.6.2016)

Wie schon vor kurzem (vgl.u.) konnten Sicherheitskräfte unter die aus dem umkämpften Falûğa fliehenden Bewohner gemischte und verkleideteIS-Terroristen verhaften. Nach Angaben des Polizeichefs von al-Anbâr, Hâdî Rasayyiğ (Hadi Rsajedsch), vom Mo., 13.6.2016, hätten viele der gut 500 gefaßten IS-Terroristen gefälschte Papiere bei sich gehabt. Vergangenen Sa., 11.6.2016, die Armee im SW von Falûğa einen Korridor vorbereitet, durch welchen sich Tausende Zivilisten zu den von der Regierung bereitgestellten Flüchtlingslagern retten konnten. Gemäß Schätzungen seien noch zwischen 1.000 und 2.500 IS-Terroristen in der umkämpften Stadt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9172-irak_meldet_festnahme_von_%C3%BC-ber_500_is_mitgliedern)

Die Stellvertreterin des UN-Sondergesandten für den Irak, Lise Grande, bestätigte am Mo., 13.6.2016, vor Journalisten, daß in den letzten Tagen ca. 7000 Menschen Falûğa verlassen konnten. Sie teilte mit: Diese Iraker sind durch sichere Korridore, die von irakischen Truppen eingerichtet wurden, in die vorgesehenen Flüchtlingslager außerhalb der Stadt geflohen„. Die in der Stadt verbliebenen Bewohner litten litten unter Nahrungsmittelknappheit. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9214-irak_7000_men-schen_verlassen_falludscha_durch_sichere_korridore)

Laut Angaben des Einsatzleiters vom 12.6.2016 in Nînawâ konnte Ḫarâ´ib Ğabr (Kharaeb Dschabr) befreit und etliche IS-Terroristen getötet werden. Der Marsch werde Richtung Ḥâğ-ʽAlî etwa 60km südlich von Mossul fortgesetzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9103-irakische_einheiten_befrei- en_region_im_s%C3%BCden_von_mosul) – Am 12.6.2016 teilte zudem das Verteidigungsminis­terium mit, die Armee sei in Falûğa nur noch wenige Dut­­zend Meter vom Stadtzentrum entfernt, dessen Befreiung kurz bevorstehe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9091-falludscha_kurz_vor_endg%C3%BCltiger_befreiung)

Wieder haben die Sicherheitskräfte unter die aus dem umkämpften Falûğa fliehenden Bewohner gemischt und verkleideteIS-Terroristen verhaften können, 450 an der Zahl. Sie wurden nach erster Vernehmung der örtlichen Polizei übergeben. Die vereinigten Streitkräfte konnte derweil weiter gegen den IS in der Stadt vordringen und Teile im Westen und Süden zurückerobern, darunter den Bezirk aš-Šuhâda. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9067-irak_mehr_als_450_is_terroristen_nahe_der_stadt_falludscha_festgenommen)

Das irakische Außenministerium forderte mittels seines Sprechers Aḥmad Ğamal die saudische Regierung dazu auf, präzise Angaben über die Finanzierung der im Land wütenden IS-Terrororganisation zu machen. Dies stelle nicht nur eine grobe Verletzung gut nachbarschaftlicher Beziehungen dar sondern ebenso die der hierzu ergangenen UNSC-Resolutionen. Der Terrorismus könne nur dann effektiv bekämpft werden, wenn die Unterstützung desselben durch Geldzuflüsse, Nachschub an Kämpfern, Waffen, Munition und sonstiger Ausrüstung wie durch Informationen  seitens ausländischer Geheimdienste, politische und mediale Rückendeckung aufhöre. Zuvor hatte der Sprecher des saudischen Innen-ministers die Bildung eines Finanzfonds für den IS angekündigt, da die Tätigkeit der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî eine Anhebung der Finanzhilfen für den IS nötig gemacht habe.  Saudi-Arabien sei zudem die Quelle des Wahhâbismus, auf dessen extremistischem Takfîr-Gedanken gut die Terroristen aufbauten. Sogar Professor Tom Anderson habe in seinem Ende 2015 erschienenen Buch The Dirty War on Syria nachgewiesen, daß es sich bei diesen siebenHauptunterstützerstaaten um Saudi-Arabien, Qaṭar, Israel, die Türkei und USA, Großbitannien und Frankreich handele [von denen die meisten der Gruppe der sog. „Freunde Syriens“ (vgl. Teil I) angehören!]. (http://www.sana.sy/?p=393137 vom 12.6.2016)

Nachdem der regulär nicht mehr im Amt befindliche (dazu vgl.u.) Präsident der autonomen Kurdenregion im Irak, Masʽûd Barzânî, die Grenze seit Monaten hat sperren lassen, ist nun der Grenzübergangnach Nord-Syrien wieder frei für Handel und humanitäre Hilfsleistungen. (http://parstoday.com/de/news/midd-le_east-i9001-grenze_zwischen_nordsyrien_und_irakischer_autonomen_kur-denregion_ge%C3%B6ffnet)

Nach Auskunft des Kreistagsvorsitzenden von al-Ḫâlidiyya in al-Anbâr,  ʽAlî Dawûd, und des ausführenden Generalmajors Ismâʽîl Maḥlâwî gegenüber as-SûmariyyaNews haben die Soldaten der 8. irakischen Armeedivision zusammen mit Stammesangehörigen und Unterstützung der eigenen Luftwaffe mitsamt Hubschraubern in einer groß angelegten Militäroperation ab frühem Morgen die beiden Regionen al-Falâḥât und aṣ-Ṣubâiḥât westlich Falûğa aus den Händen der IS-Terrororganisation befreit. Verteidigungsminister Ḫâlid al-ʽUbaidî machte sich ein Bild von der Situation vor Ort. (http://www.sana.sy/?p=392839)

Der irakische Nachrichtensender al-Atağâh brachte Filmaufnahmen, welche fünf Hubschrauber zeigten, die im IS-kontrollierten Gebiet beim Ort al-Mašak (al-Mashak) am al-Makḥûl-Bergland in der Provinz Salāḥ ad-Dīn landeten (Video: http://en.farsnews.com/player.aspx?nn=13950320000664). Aufgrund von Recherchen stellte sich später heraus, daß es sich um US-Hubschrauber handelte, die am 4.4.2016 dort niedergegangen waren. Darauf setzte der IS eine Offensive gegen die irakischen Streitkräfte in Gang, die sich al-Makḥûl-Bergland entfaltet hatten, wurden jedoch von letzteren zurückgeschlagen. – Der erwähnte Bergregion liegt entlang des Tigris an einem Kreuzungspunkt der Verbindungswege zwischen den Provinzen Salāḥ ad-Dīn, al-Anbâr und Diyâlâ. Da man von dort aus die irakische Grenzregion und den Tigris und die A1 überblicken kann und dies die irakischen Ḥizbullâh-Kämpfer zur Überwachung der Bewegungen der IS-Terroristen nutzen, ist der Bergzug von hoher strategischer Bedeutung. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950320000380 vom 9.6.2016; s.a. http://wikimapia.org/10686690/Makhoul-Mountains)

Die französische Luftwaffe als Teil der sog. US-geführten Koalition hatte Photos veröffentlicht zum Beweis dafür, daß sie Waffenlager des IS zerstört hätten. Zwei Tage später stellte sich heraus, daß es sich bei den angeblichen Waffenlagern des IS tatsächlich – wieder einmal! – um einen Stützpunkt der irakischen Armee und der Volkswehrkräfte gehandelt hatte, die zuvor nach zweimonatigem Kampf den IS aus dem Norden von Tikrît hatten vertreiben können. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8983-franz%C3%B6si-sche_milit%C3%A4rberater_in_syrien vom 9.6.2016)

Ein südlich gelegenes Viertel von Falûğa ist von den irakischen Streitkräften bereits befreit worden, teilte General Ḥaidar Faḍl (Haydar Fadil) laut al-Yaum as-Sâbiʽ mit. Als nächstes stehe die Rückeroberung des Westteils bevor. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8980-irakische_kr%C3%A4f- te_im_s%C3%BCden_falldschas_stationiert)

Auch am Do., 9.6.2016, kam es laut der irakischen Polizei zu einem IS-Doppelanschlagmittels Autobomben im Raum Bagdad, wobei bislang insgesamt 22 Personen zu Tode kamen, mehr 70 verletzt wurden. Die attentate ereigneten sichauf einem Markt im Stadtteil al-Ğadîda (Neustadt) sowie vor dem Haupttor einer Militärbasis im ca. 20km nördlich gelegenen Vorort Tâğî (Tadschi). (http://sptnkne.ws/bz8Uhttp://sana.sy/?p=392302)

Der IS hat ein neues Video veröffentlicht, welches eine Explosion beim Eingangs-bereich der Überreste des Nabu-Tempels in der antiken am Tigris gelegenen Stadt Nimrud aus dem 13. Jh. v.u.Z. zeigt. Die UNO-Forschungsagentur Unitar bestätigte am Mi., 8.6.2016, in Genf „erhebliche Schäden“ an dem Kulturgut, das ca. 30km südlich von Mossul liegt. Ein IS-Sprecher drohte zudem, in Ägypten die Pyramiden und die Sphinx zu sprengen.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8956-uno_is_zerst%C3%B6rt_einen_weiteren_tempel_im_irak)

Laut Aussage der für humanitäre Hilfe im Irak zuständigen UN-Vertreterin Lise Grande vom 8.6.2016 befinden sich in der Vom IS beherrschten Stadt Falûğa  (Falludscha) bis zu 90.000 eingeschlossenen Zivilisten anstatt der bislang geschätzten nur 50.000. „Mehr als 20.000 Menschen sei es gelungen, unter sehr schwierigen Umständen, aus der Stadt zu fliehen„, berichtete sie, während über 10.000 beim Versuch, über den Euphrat zu fliehen, ertrunken seien.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8950-uno_90000_zivi-listen_in_falludscha_eingeschlossen)

Aufgrund von Daten aus sechs in der Türkei ansässigen Botschaften verschie­dener Länder meldet The Wall Street Journal, daß immer mehr IS-Anhänger jener Terrororganisation den Rücken und in ihr Heimatland mit Hilfe dieser Botschaften zurückkehren wollten. Dabei ist allerdings zu beachten, daß die IS- Terrororganisation auch Anhänger unter diesem Vorwand aussenden könnte, damit diese so unbehelligt nach Europa einreisen und in der Folge Attentate ausführen könnten. Die von den kontaktierten Diplomaten gesammelten Daten belegten, daß die zunächst von der an IS-Propa­ganda überzeugten und den Treueschwur an den IS geleistet habenden Teilnehmer an Kampfhandlungen u.a. durch die vehementen Rückschläge der letzten Zeit, beigebracht durch syrische und irakische armee samt Volkswehrkräften etc. ernüchtert seien, insbesondere da jetzt auch die Befreiung von Falûğa  und ar-Raqqa bevorstehe. So bemerkte der französische Koordinator für Geheimdienstangele­gen­heiten, Didier Le Bret: „Die Kräfte [erg.: des IS] verlassen nach und nach die Städte. Eine Vielzahl an Franzosen kehrt in die Heimat zurück. Sie haben den Eindruck bekommen, alles sei komplett falsch gelaufen, nicht so, wie sie es sich vorstellt hatten“. Gut 150 Anfragen lägen bislang den Botschaften vor, obwohl die genaue Zahl nicht bekannt sei. (http://sptnkne.ws/bySH)

Durch einen Autobombenanschlag im Zentrum des bekannten islamischen Wallfahrtsorts Karbalâ´ (Kerbela) wurden mindestens fünf Menschen getötet, elf weitere verletzt. (http://sptnkne.ws/byW8 vom 7.6.2016)

Laut Sputniknews-Interview mit dem  russischen Botschafter in Bagdad, Ilija Morgunow, sei dessen Regierung bereit, dem Irak jede nötige Militärtechnik für den Kampf gegen den IS bereitzustellen. Wörtlich äußerte er: „Sie können alles bekom­men, worum sie bitten sollten. Wir können alles liefern, was sie brauchen“. Seitens der irakischen Regeirung bestehe interesse daran, auch weil die russische Militärtechnik im Vergleich zur westli­chen einfacher zu bedienen und robuster und damit zuverlässiger sei. „Leider lebt der Irak in einer solchen Situation, in der er ohne ständigen Nachschub von neuen Waffen und Ausrüstung für seine Streitkräfte im Kampf gegen die Terrorgruppierungen einfach nicht überleben wird“,  bemerkte er zur Situation. – Zuvor hatte Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî gegenüber Sputniknews bemerkt, die von Rußland geliefer­ten Kampfhubschrauber der Typen Mi-35 und Mi-28NE spielten eine entscheidende Rolle bei der Befreiung des Landes vom IS. (http://sptnkne.ws/bzn2)

Trotz der Drohungen des IS, auf fluchtwillige Bewohner der Stadt Falûğa zu schießen, sei es bereits ca. 16.000 Zivilisten gelungen, von dort zu fliehen, wie auch der US-Sonderbeauftragte Brett McGurk bei Twitter bestätigte. Die Armee habe derweil weitere Siedlungen rund um die Stadt befreien können und dabei  immer wieder Massengräber des IS entdeckt. (http://sptnkne.ws/bzgj).

Die öffentlichen  negativen Statements (s.u.!) des saudischen Botschafters in Bagdad, Ṯâmir as-Sabhân, ziehen weitere Kreise: seinen bisherigen Fauxpas setzte er nun seine erklärte Mißbilligung der Anwesenheit von iranischen Militärberatern und insbesondere von General Qâsim Sulaimânî  (vgl.u.) beim Kampf gegen den IS im Irak hinzu. Dagegen hieß es in einer Stellungnahme von Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî während einer Pressekonferenz in Amman am Abend des 6.6.2016: „General Soleimani, der Kommandeur der al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarde (Sepah) ist ein iranischer Militärberater und mit Erlaubnis der irakischen Regierung und einem Visum nach Irak gekommen.“ Er setzte hinzu: „Bezüglich der Botschafter in Bagdad muss ich sagen, dass sie alle unsere Gäste sind und, dass sie mit den Gesetzen und Vorschriften der diplomatischen Arbeit vertraut sein sollten. Es ist ihnen nicht erlaubt, sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen. Aber bezüglich Qassem Soleimani ist zu sagen, dass er ein militärischer Berater der irakischen Regierung ist.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8845-irak_eindeutige_ant-wort_des_au%C3%9Fenministers_an_saudi_arabien) – Im Land finden sich Militärberater auf Anforderung der irakischen Regierung auch aus den USA, Großbritannien, Kanada u.a.

Im Parlament forderten verschiedene Fraktionen die Entlassung des saudischen Botschafters in Bagdad, Ṯâmir as-Sabhân, wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irak, in dem er ständig für Zwietracht sorge und Teile der Bevölkerung aufwiegele.  Er solle zur persona non grata erklärt werden, bemerkte u.a. auch der Vertreter der Koalition des staatlichen Rechts, der Abgeordnete az-Zaidî, gegenüber dem SANA-Korrespondenten, denn der saudische Botschafter habe mit seinen Agitationen die „rote Linie“ schon mehrfach überschritten, indem der die Nation zu spalten versuche und Volksverhetzung betreibe.  Ähnliches besagte eine Erklärung der Badr-Fraktion, in der es zudem hieß, as-Sabhân vergesse, daß er  ein Staatsgebilde vertrete, das die Bedeutung von Demokratie nicht kenne und dieselbe extreme Ideologie [des Wahhabismus] verkörpere, welche auch die Basis für al-Qaida und den IS hergebe. Am Vortag hatte sich das irakische Außenministerium überrascht  von Aussagen einiger diplo­matischer Persönlichkeiten gezeigt, die sich negativ zur Befreiung von Falûğa durch die Armee aus der IS-Herrschaft geäußert hatten. Der Abgeordnete Ḥanân al-Fatalâwî verlangte daher auch, dem saudischen Botschafter, der dies per Twitter getan hatte, ultimativ mitzuteilen, derartige Äußerungen zu unterlassen und ihm andernfalls mit Entlassung zu drohen. (http://www.sana.sy/?p=391268 vom 6.6.2016)

Laut Mitteilung des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC) schießen in der IS-Hochburg Falûğa die Anhänger der Terrororganisation auf Bürger, welche vor den Kampfhandlungen z.B. durch Übersetzen über den Euphrat zu fliehen versuchen. In den in Flüchtlingscamps sammelten sich seit Beginn der Armee-Operation zur Befreiung der Stadt vom IS ca. 18.000 Menschen. (http://sptnkne.ws/byuB)

Nach Befreiung von Saqlawiyya haben Angehörige der Armee und von al-Ḥašd aš-Šaʽbî in der Stadt ein Massengrab des IS mit ca. 400 Leichen, meist von Soldaten, entdeckt, welche  Schußwunden aufwiesen oder durch Autobomben getötet wurden.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8752-irak_mas-sengrab_mit_400_leichen_im_nor-den_von_falludscha_entdeckt vom 6.6.2016)

Laut Meldung des TV-Senders al-ʽIraqiyya hat die 14. Armeedivision zusammen mit den Volkswehrkräften der al-Ḥašd aš-Šaʽbî  den IS aus der Stadt Saqlawiyya unter großen Feindverlusten vertreiben können. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8668-irak_r%C3%BCckerobe-rung_von_saqlawiyah_nahe_falludscha vom 4.6.2016)

Wie der Sprecher des Stabs für gemeinsame Operationen der irakischen Sicherheitsbehörden, Brigade­general Yaḥya Rasûl az-Zubaidî (Yahya Rasul al-Zubaidi), gegenüber Sputnik News mitteilte, habe der IS größten Teil seines im Irak erbeuteten Kriegsgeräts vernichtet un den Rest über die Grenze nach Syrien verlegt im verzweifelten Versuch, die anrückende Armee von ar-Raqqa fernzuhalten. Zur Verteidigung von Falûğa kämen seitens des  IS  Granatwerfer, Scharfschützenwaffen und Autobomben zum Einsatz, zudem würden gegen den Vormarsch der Streitkräfte Sprengladungen positioniert und Suizidanschläge verübt. (http://sptnkne.ws/bx6U) – Zudem berichtete er, daß etliche IS-Kämpfer als Flüchtlinge getarntFalûğa zu verlassen suchten. (http://sptnkne.ws/bx5A)

Bei einem Suizidanschlag kamen am 4.6.2016 an einer Kontrollstelle nördlich Bagdads sechs Personen ums Leben, weitere 15 wurden verletzt – die meisten davon Soldaten. (http://sptnkne.ws/bxKd)

Vor kurzem gelang dem al-Ḥašd aš-Šaʽbî die Verhaftung eines IS-Anführers in der Pro­vinz al-Anbâr, dessen Gruppe die Tätigkeit der US-Berater im Gebiet beobachtete. Laut Nâẓim Muḥammad al-Ğuġaifî, einem Geheimdienstoffizier einer al-Ḥašd aš-Šaʽbî–Brigade, sagte jener aus, die US-Militärs würden ca. 900 teils arabische teils ausländische Kämpfer (im Original: „Terroristen“) in einer unterirdisch in Steinkavernen untergebrachten Tra­i­ningsausbildungsstätte mit dem Namen „Eye of the lion“ im Lager „ʽAkla Ḥaurân“ nahe einer US-Luftwaffenbasis im W von al-Anbâr ausbilden. Zudem plane seine Terrororganisation [d.i. der IS], in den befreiten Gebieten kriminelle Zellen einzurichten, die via moderner Kommunikationsmittel kontaktiert würden. (http://www.sana.sy/?p=389868 vom 3.6.2016)

Die Pressestelle der Patriotischen Union Kurdistans teilte unter Berufung auf einen örtlichen Augenzeugen mit, IS-Leute hätten am 2.6.2016 auf einem Platz der Innenstadt von Mossul 19 Frauen und Mädchen, welche sich den IS-Kämpfern verweigerten, in Käfige gesteckt und vor hunderten Menschen lebend verbrannt worden. Laut dem Beobachter  wurden sie „hingerichtet, weil sie sich weigerten, Sexsklavinnen von Kämpfern des Kalifats zu werden. Niemand war in der Lage, sie von der brutalen Exekution zu retten“. (http://sptnkne.ws/bya4)

IS-Trupps hatten versucht, nach Hît und Kabîsa einzudringen, berichtete as-Sûmariyya  am 2.6.2016, wurden dabei vom Heer zusammen mit Antiterror-einheiten und Unterstützung der Luftwaffe gehindert und großenteils ausge-löscht, der Rest in die Flucht geschlagen. Alle betroffenen Stadtteile wurden danach vom IS gesäubert. Tags zuvor hatten die IS-Gruppen im S und O von Falûğa im Kampf mit der Armee satte Verluste erlitten. (http://sana.sy/?p=389387)

Die völkerrechtswidrige Stationierung türkischer Truppen im Irak (vgl.u.) bezeichnete der russische Außenminister Sergei Lawrow am Di., 31.5.2016 als inakzeptabel und setzte in einer „Wir fordern, dass die Türkei ihre Truppen vom irakischen Territorium abzieht“, sagte Lawrow auf einer Videokonferenz hinzu: „Wir fordern, dass die Türkei ihre Truppen vom irakischen Territorium abzieht“. Die vom früheren türkischen Regierungschef Ahmet Davuto­glu geäußerte Erklärung hierfür, die türkischen Truppen seien im Irak notwendig, um dessen Souveränität zu stärken, sei ihm zufolge  „absolut unannehmbar“. Schließlich äußerte er: „Was die Türken tun, verdient meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit unserer westlichen Partner.“ (http://sptnkne.ws/bwan)

Inzwischen ist die Armee inFalûğa eingedrungen: Verschiedenen Kommandeure informierten AFP darüber: „Am Montagmorgen haben wir die Operation zum Einmarsch in Falludscha eingeleitet“. Wie so oft rücken die Streitkräfte, laut Erklärung von Ṣabâḥ an-Nuʽmân, dem Sprecher der irakischen Anti-Terror-Einheit, von drei Seiten vor [so daß dem Feind zum Entkomen nur die letzte Seite bleibt]. (http://sptnkne.ws/bv2X, http://www.sana.sy/?p=388181)

Kontrastierend dazu und um über die Verluste auf militärischem Gebiet hinwegzutäuschen läßt der IS gehäuft Terroranschläge, vor allem in Bagdad durchführen. Bei drei Detonationen in verschiedenen Stadtteilen starben mindestens 20 Menschen bei gut 50 Verletzten. Zwei Autobomben explodierten nahe eines belebten Marktes, in at-Tarmiyya (Al Tarmia) im N und ein mit Sprengstoff präpariertes Motorrad in aṣ-Ṣadr. (http://sptnkne.ws/bv5t vom 30.5.2016)

Wie erwartet (vgl.u.) haben die IS-Terroristen wie üblich [vgl. Syrien-Thread] ein umfangreiches Tunnelsystemin Falûğa errichtet. Am So., 29.5.2016, entdeckten šîʽitische Aufständische gegen die die Stadt besetzende IS-Terrormiliz vernetzte Tunnel am Ortsrand. „Die Tunnel beginnen außerhalb der Stadt und laufen in Richtung des Zentrums. Die Milizen nutzten sie für schnelle Stellungswechsel”, teilte die Kommandostelle von al-Ḥašd aš-Šaʽbî mit. Eine Ausgangsstelle befinde sich neben einer Ziegelei, welche der IS als Kommando-Quartier nutze. (http://sptnkne.ws/bv66)

Die vor der Großstadt und IS-Hochburg Falûğa versammelten Streitkräfte sind bereit für die „finale Schlacht“ zur Rückeroberung, wie der Befehlshaber der Badr-Bewegung innerhalb von al-Ḥašd aš-Šaʽbî, Hâdî al-ʽÂmirî, mitteilte. Falûğa sei durch die Armee inzwischen nahezu vollständig abgeriegelt. Der IS hatte Zeit, sich auf diese Rückeroberungsoperation vorzubereiten. Man geht davon aus, daß hierzu Tunnel gegraben sowie Minen und Sprengsätze ausgelegt wurden, um die anrückende Streitmacht entsprechend zu „begrüßen“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8266-al_abadi_regierungstreue_kr%C3%A4fte_sto%C3%9Fen_weiter_auf_falludscha_vor)

In Vorbereitung der Rückeroberung von Falûğa hat die Armee am Sa., 28.5.2016, laut as-Sûmariyya News mehr als 2.000 Menschen aus dem Kampfgebiet evakuiert. In einer Erklärung des Militärkommandos heißt es: „Durch sichere Korridore konnten 507 Familien, insgesamt 2.030 Menschen, hinausgebracht werden“. Zudem wurden während der vergangenen 24 Stunden an den verschiedenen Einsatzfronten im Umfeld der Großstadt gut 110 IS-Terroristen getötet, deren Verkehrsmittel und Bomben-Werkstätte zerstört. (http://sptnkne.ws/bvck)

Irakische Truppen zusammen mit einer Anti-Terror-Einheit und Stammes-kämpfern konnten innerhalb der Befreiungsoperation für Falûğa 80% der Stadt al-Ḫâlidiyya befreien bei Beseitigung von gut 80 Terroristen, vor allem Araber und Ausländer, wie Nâğî al-Muḥammadî, Führer der al-Ḥašd aš-Šaʽbî gegenüber dem SANA-Korrespondenten in Bagdad berichtete. Dabei habe man acht Tunnel gefunden und zerstört, welche Zentrum von al-Ḫâlidiyya mit aṣ-Ṣaḥrâ´ al-Maḥâḏiyya verbanden. Verbleibende terroristische Zellen in der Region wurden beseitigt, dem IS in Falûğa die Versorgungsleitungen abgeschnitten und zudem die Kontrolle über das Zentrum von al-Karma wiedererlangt, wobei ebenfalls etliche IS-Anhänger fielen. (http://www.sana.sy/?p=387635)

Wieder machten Demonstranten in Bagdad ihren Unmut über Regierung deutlich und versuchten in die Grüne Zone vorzudringen [zum Grund s.u.: „allgemeine Problematik“] (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8218-irak_polizei_setzt_tr%C3%A4nengas_gegen_demonstranten_ein vom 27.5.2016; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8203-irak_irakischer_pre-mierminister_fordert_einstellung_der_demos)

Am Do., 26.5.2016, teilte das irakische Verteidigungsministerium die Einleitung von Pha­se 2 der zur Befreiungsoperation – vor allem der Stadtbewohner – von Falûğa mit, wie al-Aḥad berichtet. Bereits vom IS zurückerobert ist das Dorf as-Sağr (al-Sajr) im Norden von Falûğa zusammen mit der Brücke, welche die Region mit der internationalen Autobahn verbindet. Laut Polizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat (Raid Shakir Jawdat) wurden alle Verbindungs­straßen von den Nachbarprovinzen, die dem IS zum Nachschub etc. dienen könnten, gesperrt wurden. Außerdem sei ein Plan zur Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Regionen bereits vorbereitet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8167-iraks_verteidigungsministerium_k%C3%BCndigt_2._phase_der_milit%C3%A4r-offensive_zur_r%C3%BCckeroberung_von_falludscha_an)

Während der Befreiungsoperation konnte die Luftwaffe gemäß Bericht von Ra`y al-Yaum vom Do., 26.5.2016, einen Versamm­lungsort von IS-Anführern zerstören, zudem wurden Dutzende Terroristen, darunter der sog. IS-Gouverneur von Falûğa getötet. Nach Auskunft von Operationschef, Generalmajor Ismâʽîl Maḥlâwî (Ismail Mahlawi) nehme man nun die Rückeroberung der Region am Euphrat südlich der Stadt in Angriff. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8149-bombardierung_eines_ver-sammlungsorts_von_is_anf%C3%BChrern_in_falludscha)

Der Parlamentspräsident des irakischen Kur­distans, Yûsuf Muḥammad Ṣâdiq, machte die šmarga, welche im August 2014 die Stadt Sinğar (kurdisch: Şingal) aufgaben, sich zurückzogen und so die Bevölkerung schutzlos dem IS überließen, für den Genozid an den Jesiden [Yazîdiyûn] mitverantwortlich. Im Interview mit RIA Novosti äußerte er dazu: „Man muss sie vor Gericht stellen und dafür bestrafen, was sie getan haben, als sie es dem IS ermöglichten, in die Region einzudringen und große Territorien zu besetzen sowie Tausende Frauen und Mädchen in die Sklaverei zu entführen. Die damals aus Şingal geflohenen Peschmerga tragen die Verantwortung für das Genozid am kurdischen Volk“. Daher träten mehrere Parlamentsparteien dafür ein, die verantwortlichen Pîšmarga -Vertreter gerichtlich verfolgen zu lassen. Da gebe es jedoch ein Problem mit dem rechtlich schon lange nicht mehr im Amt befindlichen „Präsidenten“ Bârzânî (vgl.u.!): „Aberdie Peschmerga unterstehen dem Präsidenten, doch der ‚amtierende‘ Ex-Präsident der Region hat die Parlamentstätigkeit gelähmt. Jetzt kann das Parlament derartige Fragen weder aufwerfen noch kontrollieren“.  (http://sptnkne.ws/bt3P)

Nach Auskunft des Außenministeriumssprechers Aḥmad Ğamal vom 25.5.2016 im Interview mit Iswestija mißbrauchen die IS-Kämpfer in Falûğa die Bewohner als während der am Montag begonnen Operation zur Befreiung der Stadt wieder als menschliche SchutzschildeTerroristen selbst versteckten sich bevorzugt in zivilen Einrichtungen wie Schulen, Wohngebäuden und Krankenhäusern. Der mit ca. 20.000 Mann vertretenen Streitkraft liege es daran, wo irgend möglich die Zivilibevölkerung zu schonen, Angriffe – auch der Luftwaffe – in chirurgischer Art und nur nach genauesten Vorinformationen der Aufklärung durchzuführen.  In der Nähe von Falûğa seien schon etliche Wohnsiedlungen befreit und der lokale IS-Chef namens Ḥâğ Ḥamza (Hajj Hamsa) getötet worden. (http://www.sana.sy/?p=386511)

Der Badr-Bewegung, einer Abteilung innerhalb der Volksverteidigungskräfte namens al-Ḥašd aš-Šaʽbî, gelang es am Di., 24.5.2016, Gebiete zwichen Karma und Falûğa aus der IS-Besetzung zu befreien, wie as-Sûmariyya News meldete. Zudem griffen selben Tags Kampfjets einen IS-Unterschlupf in Falûğa an und eliminierten ihn zusammen mit den dort befindlichen IS-Mannschaften. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8026-irakische_soldaten_drin-gen_in_falludscha_ein vom 24.5.2016)

Zur Abschreckung von IS-Mitgliedern soll laut einem Artikel in The Daily Mail das IS-Kommando zu einer neuen Hinrichtungsart für Fahnenflüchtige übergegangen sein. Wie der gegen den IS im Nordirak an der Guwair-Frontlinie  kämpfende kurdische Befehlshaber Hasan Khala Hasan mitgeteilt habe, sollen die Delinquenten an Bäume gefesselt worden sein. Darauf habe man ausgehungerte Hunde auf sie gehetzt, um sie zerfleischen zu lassen. Meistens seien an ihren Aufgaben gescheiterte Kommandanten die Opfer solcher Exekutionen oder solche, welche eine gewisse Anzahl an desertierten IS-Kämpfern zu in ihrer Gruppe zu verzeichnen gehabt hätten. – Der kurdische Soziologe Dler Ahmed bemerkte hierzu: „IS employs frightening methods as a principle of the organization to achieve its aims. … IS uses any members who are thought to be of no use, for the organization to frighten other members”.  (http://sptnkne.ws/btfp, s.a. http://en.abna24.com/service/middle-east-west-asia/archive/2016/05/22/755707/story.html vom 22.5.2016)

Nach einem Bericht von The Daily Telegraphteste der IS in Laboratorien in Mossul entwickelte Chemiewaffen an festgehaltenen Geiseln im al-Andalûs-Viertel. (http://sana.sy/?p=385588 vom 23.5.2016)

In einer von as-Sûmariyya News übertragenen Fernsehrede kündigte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî am 23.5.2016 offiziell die Operation zur Befreiung der Stadt Falûğa (Falludscha) aus IS-Besetzung an. Die Vorbereitungen hierzu starteten am Vortag, wobei gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie-Bataillone und die Volkswehrkräfte bereits den Stadtrand erreichten. Gemäß Erklärung von Polizeichef Ra´îd Šâkir Ğaudat werden sich zudem 20.000 Polizeikräfte der Aktion anschließen. Dazu kämen nach Ankündigungen vom Vortag Stammeskämpfer und Spezialkräfte der Provnz al-Anbâr. (http://www.sana.sy/?p=385515)

Die Einwohner von Falûğa (Falludscha) wurden am 22.5.2016 über das Staatsfernsehen aufgerufen, sich auf die Befreiung durch die Armee und damit heftige Kämpfe vorzubereiten, diesen möglichst fernzubleiben und die Stadt zu verlassen. Wer nicht fliehen könne, solle auf dem Dach des Wohnhauses eine weiße Flagge montieren. Aus Sicherheitskreisen verlautete, es stünden rund 20.000 Soldaten und Freiwillige für die Operation bereit. Letzte vorbereitende Gespräche hatte zuvor Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî beim Treffen mit Parla-mentsabgeordneten und Verantwortlichen der Provinz al-Anbâr geführt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7894-20.000_sicherheitskr%C3%A4fte_und_freiwillige_bereit_zur_befreiung_von_falludscha)

Hunderte Frauen und Kinder aus 30 Familien wurden von der Armee, unterstützt durch Freiwillige aus IS-Gewalt befreit und von Falûğa in der Provinz al-Anbâr an sichere Orte gebracht. Auch im SO von Mossul leben derzeit mehr als 1.200 Familien in einem Flüchtlingslager. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7852-nordirak_hunderte_frauen_und_kinder_aus_der_ge-walt_des_is_befreit vom 22.5.2016)

Erneut protestierten Demonstrantengegen [die Regierungszusammensetzung seit 2003 und die damit u.a. verbundene] Korruption wie deren Unfähigkeit, in der Hauptstadt für Sicherheit zu sorgen. Dabei erstürmten sie wieder die sog. Grüne Zone [s.u.], verschafften sich am Fr., 20.5.2016, sogar Zugang zum Ministerpräsi­den­ten-Büro und besetzten es zeitweilig. Sicherheitskräfte gingen gegen sie laut Augenzeugen mit Tränengas, aber auch scharfer Munition vor, die jene jedoch nicht zurückhielt. Schließlich wurden drei Personen getötet, 22 verletzt, was jedoch von unabhängiger Seite noch nicht bestätigt ist. In Bagdad wurde eine Ausgangssperre verhängt, die Zufahrtstraßen nach Bagdad geschlossen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7783-irak_demonstranten_st%C3%BCrmen_zeitwei-lig_das_b%C3%BCro_des_ministerpr%C3%A4sidenten)

Verteidigungs­minister Ḫālid al-ʽUbaidî (Chaled al-Obeidi) informierte am Do., 19.5.2016, darüber, daß es den vereinten Streitkräften (s.u.) am Vortag gelungen sei den IS-Belagerungswall um die Stadt ar-Ruṭba zu durchbrechen, in den Ort einzudringen und diesen schließlich zu befreien. Die Streitkräfte hätten damit weite Teile von al-Anbâr unter Kon­trolle. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7723-strategische_stadt_al_rutba_im_westen_von_al_an-bar_im_irak_befreit)

Die russische Regierung verurteilte die von den Extremisten begangenen Grausamkeiten in insgesamt vier Anschlägen vom Vortag in Bagdad auf das Strengste. Die Opferzahl mußte inzwischen revidiert werden auf 73 Getötete und über 110 Verletzte, in der Mehrzahl Frauen und Kinder. Das Außenministerium weiderholte seinen Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur gemainsamen Bekämpfung des Counterterrorismus, insbesondere angesichts der Ankündigung, daß sich al-Qaida [al-qaʽîda] und der IS zu gemeinsamem Vorgehen entschließen könnten. (http://www.sana.sy/?p=383171) – Zu letzterem vgl. den Aufruf vonḤamza bin Ladinhier.

Am vergangenen Wochenende sind erneut IS-Propaganda-Videos im Internet veröffentlicht worden, welche Kinder als IS-Henker (vgl.u.) zeigen, wie die belgische Tageszeitung La Libre Belgique jetzt meldet. Es soll sich bei dem im Film agierenden Brüderpaar von 13 und 14 Jahren um die Söhne des in Syrien im April 2014 im Gefecht mit der SAA getöteten IS-Terroristen Abû Duğâna al-Faransî (Abu Dujana al-Faransi, vgl. Syrien, Teil III) handeln. Bei den gezeigten Schießübungen zielt der jüngere Bruder auf Konterfeis der Präsidenten Dr. al-Assad, Putin und Hollande. Im zweiten Video, ausgerichtet auf asiatische Jugendliche aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen etc., verbrennen solche Kinder in einer Schauaktion ihre Pässe. (http://sptnkne.ws/bqSu)

Laut dem befehlshabenden Generalmajor ʽAlî Ibrâhîm Daʽbûn machten die Streitkräfte aus Armee und unterstützenden Kampfeinheiten (s.u.) am 17.5.2016 deutliche Fortschritte im Kampf gegen den IS. U.a. wurden Dawiliyya, der Ḥadîṯa-Distrikt und Gebiete um ar-Ruṭba zurückerobert und den IS-Terroristen erhebliche Verluste an Männern und Ausrüstung beigebracht. Im Einzelnen s. http://www.sana.sy/?p=382852.

Am Morgen des 16.5.2016, begann eine großangelegte Operation zurBe­freiung der Stadt ar-Ruṭba von der IS-Besatzung, westlich von ar-Ramâdî in der Provinz al-Anbâr, teilte Generalmajor ʽAlî Ibrâhîm Daʽbûn der irakischen Nachrichtenagentur INA mit. Dabei rückten die 7. Armee-Division, die Anti-Terror-Einheit, Bundes-Notfall-Einsatzkräfte, die Polizei von al-Anbâr, der Grenzschutz, Stammeskämpfer und die Volksverteidigungskräfte von al-Ḥašd aš-Šaʽbî unter Deckung der Luftwaffe von Westen, Süden und Osten auf die Stadt vor. Armee-Einheiten konnten dabei gerade noch rechtzeitig durch gezielte Tötung verhindern, daß sich ein IS-Suizidattentäter mittels Sprengstoffgürtel im Osten von ar-Ruṭba in die Luft sprengte und so ein Massaker anrichtete, wie der Bürgermeister der Stadt, ʽImâd ad-Dulaimî, berichtete.
Am Vortag (15.5.2016) stellte die Armee im westlichen Bereich von ar-Ramâdî nach heftigen und für den IS äußerst verlustreichen Kämpfen die Kontrolle wieder her und vereiltezudem einen IS-Anschlag auf ʽÂmiriyyat al-Falluğa vereilten. (http://www.sana.sy/?p=382215) (http://www.sana.sy/?p=382215)

IS-Anhänger setzen ihre Angriffe auf die Stadt al-Ḫâlidiyya (al-Khaldiya) in al-Anbâr mittels der wegen ihrer Wirkung gefürchteten Höllenkanonen (hell canons) fort, wobei am Mo., 16.5.2016, mindestens fünf Zivilisten getötet und 22 verletzt wurden. Die Zerstörungen sind enorm. (http://sptnkne.ws/bquV)

Über eine weitere „Hinrichtungsaktion“ in der Provinz Nînawâ (Ninive) im Irak bestehen zwei Meldevarianten: einmal gibt The Sun an, für die Exekution von Flüchtigen hätten IS-Kämpfer aus dem umstehenden Publikum fünf Jugendliche sozusagen als „Zufallshenker“ herausgepickt, ihnen Pistolen in die Hände gedrückt und sie zum Schießen gezwungen. Dagegen berichten die News Middle East, die Jugendlichen hätten sich freiwillig gemeldet. Als Beweis für Letzteres dienten veröffentlichte Photos „freudestrahlender“ Jugendlicher, den knienden Verurteilten die Schußwaffen an die Schläfen drückten. (http://sptnkne.ws/bpzY)

Bei der Detonation einer Sprengweste eines Suizidattentäters nahe eines Gemüsemarkts in Balad (vgl.u.) kamen vier irakischen Sicherheitskräfte ums Leben, zwei weitere wurden verwundet. – Auf einem beliebten Markt in der Gegend von al-Bû ʽÎa wurden durch einen Sprengsatz ein Zivilist getötet, sechs verletzt. – Außerdem wurden infolge der Explosion eines weiteren Sprengsatz im Bereich von al-Laîfiyya südlich von Bagdad drei Soldaten verletzt.(http://www.sana.sy/?p=381295 vom 13.5.2016)

Bei nächtlichen Schüssen auf ein Cafe in der Ortschaft Balad, ca. 80km nördlich von Bagdad kamen 12 Personen ums Leben, weitere 25 wurden verletzt. Nach den drei Tätern wird gefahndet. (http://sptnkne.ws/bptC)

Der irakische TV-Sender Press TV brachte am Do., 12.5.2016, einen Bericht, wonach das IS-Kommando am Di., 10.5.2016, in Kirkûk eine fünfköpfige Familie durch lebendiges Verbrennen öffentlich hat „hinrichten“ lassen. Ihnen wurde die Flucht aus dem von der Terrororganisation besetzten Gebiet zur Last gelegt. (http://sptnkne.ws/bpnk)

Die irakischen Streitkräfte haben im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften [al-Ḥašd aš-Šaʽbî] und einer speziellen Anti-Terroreinheit die Kontrolle über die drei Regionen al-ʽAdûsiyya, al-Barâziyya, as-Samʽâniyya in der Provinz al-Anbâr nach harten Gefechten mit dem IS erkämpft, wie der Kommandant der Operation, Generalmajor ʽAlî Ibrâhîm Daʽbûn gegenüber SANA mitteilte. Derzeit seien Sondereineiten mit der Räumung der vom IS hinterlassenen Minen und Sprengsätze beschäftigt.
Zudem konnte eine Armeeinheit laut dem Kommandanten der Operationen in der Provinz Nînawâ, Generalmajor Nağîm al-Ğubûrî, einen IS-Terroranschlag durch vier Autobomben auf Militärposten südlich von Mossul vereiteln.
Andererseits starben fünf Iraker, während 14 weitere verwundet wurden, nachdem sich ein Suizidattentäter mit seinem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt hatte, der gegen eine Polizeistation nahe Abû Ġuraib westlich von Bagdad gerichtet war. (http://www.sana.sy/?p=380950 vom 12.5.2016)

Mit einer speziell für Kinder entwickelten Android-App versucht die IS-Terrororganisation mittels eines arabischen ABC-Lernspiels zu ködern, berichtet das Internetportal „Vocativ“. Im Programm „DieKinder des Kalifats“ werden die Buchstaben mit Begriffen, die dem Terroristenkonzept dienlich erscheinen, verknüpft, wie z.B. Rakete, Schießgewehr etc. dazu gibt es entsprechende Bebilderung und Lieder. So könne der IS über Grenzen hinweg auch in weiter Entfernung Kinder für sich interessieren. (http://sptnkne.ws/bn6Y) – Vgl. hierzu auch die unten stehenden Beiträge zu IS-Trainingslagern für Kinder, Jihadi Junior und Jihadi Jane.

Wegen Flucht im Kampf zwischen dem IS und irakischen Volkstruppen um das – später befreite! – Dorf Bašîr (Baschir) im Süden von Kirkûk habe das IS-Kommando laut Mitteilung von as-Sûmariyya News 35 ihrer Mitglieder im al-Qiyâra-Distrikt der Provinz Nînawâ (Ninive) lebendig begraben lassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7216-is_begr%C3%A4bt_35_sei-ner_mitglieder_bei_lebendigem_leibe)

64 Tote und 87 Verletzte hinterließ am Mi., 11.5.2016, ein weiterer terroristischer Anschlag mittels Autobombe auf einem belebten Markt im Bagdader Stadtteil aṣ-Ṣadr, zu dem sich der IS bekannt hat. (http://sana.sy/?p=380517, s.a. http://sptnkne.ws/bn64)

Am Di., 10.5.2016, hinterließen aš-Šarq al-Ausa zufolge zwei Explosionen im Westen und Süden Bagdads bislang mindestens 2 Tote und 10 Verletzte. Die erste fand nahe eines Basars im Stadtbezirk Maḥmûdiyya statt (1 Toter, 7 Verletzte), die zweite auf dem Weg der Patrouille von al-Ḥašd aš-Šaʽbî (Volkswehr-Kräfte) in Abû-Ġuraib (1 Toter, 3 Verletzte). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7180-2_tote_und_10_ver-letzte_bei_2_explosionen_in_bagdad)

Am 9.5.2016 sprengte sich ein Suizidattentäter in einem Kleinbus im Gewerbegebiet von Baʽqûba nordöstlich von Bagdad in die Luft und tötete damit 13 Personen, 60 wurden verletzt. (http://sana.sy/?p=380180 vom 10.5.2016)

Laut as-Sûmariyya-News berichtete der für die irakische Region al-Ğazîra zuständige Kommandeur Ibrahim Dabun am Mo., 9.5.2016, davon, daß im Westen der kürzlich vom IS befreiten Stadt Hît (vgl.u.) eine Werkstatt der Terrororganisation für Chemiewaffen entdeckt worden sei. Dort fanden sich u.a. die Filtervorrichtung für Chemikalien, Behälter mit chemischen Rohstoffen, große Mengen an Spreng­stoff, Chlorgas und anderen giftigen Materialien, dazu eine Liste mit den Namen der dort zuständigen Personen. Zuvor hatten kurdische Quellen einen Chemiewaffen-Einsatz des IS gegen Pîšmarga im Süden von Kirkûk bekannt gemacht. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7084-irak_is_werk-statt_zur_herstellung_von_chemiewaffen_entdeckt)

Die irakischen Truppen haben mit einer Militäroffensive zur Befreiung des Ortes Kabrûk südlich von Mossul begonnen, das vom IS besetzt gehalten wird. (http://www.sana.sy/?p=379680 vom 9.5.2016)

Eine aktuelle Meldung klärt die Situation bzgl. der Familien im Süden von Falûğa (vgl.u.): in zwei Dörfern sind dort vom IS ca. 2.000 Familien, hauptsächlich Frauen, Kinder und Ältere umzingelt. Die Armee im Verbund mit Stammesangehörigen versuchen, den Belagerungsring zu durchbrechen und sich zu den Eingeschlossenen durchzukämpfen, um sie zu befreien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7015-irak_2000_familien_in_fal-ludscha_stehen_unter_is_blockade vom 8.5.2016)

Nach Besetzung des Parlamentsgebäudes vor ca. acht Tagen (vgl.u.) gab nun Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî den Befehl, die mit dem Schutz beauftragten Pîšmarga durch Polizisten zu ersetzen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6946-15_tote_und_verletzte_bei_bombenanschlag_in_bagdad) – Kurz darauf kündigte der kurdische Minister für Migration und Auswanderung in der irakischen Regierung, Darbaz Muḥammad Wazîr (Darbaz Mohammad Wazir), an, die kurdischen Kabinettsminister würden der Sitzung vom So., 8.5.2016, fernbleiben. Damit dürfte die Sitzung nicht mehr entscheidungsfähig sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6982-kurdische_minister_zie-hen_sich_aus_der_kabinettsitzung_in_bagdad_zur%C3%BCck)

Im N von Bagdad kam es wieder zu einem Bombenanschlag, der drei Perseonen tötete und sieben andere verletzte. Eine weitere Explosion auf einer Patrouillienfahrt der Polizei im SO der Haupstadt hatte einen Toten und vier Verletzte zur Folge. – Nachdem IS-Trupps einige hundert Familien westlich und südlich von Falûğa als Geiseln bzw. zum Mißbrauch als Schutzschild genommen haben, bemüht sich die Armee über einen sicheren Korridor diese freizubekommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6946-15_to-te_und_verletzte_bei_bombenanschlag_in_bagdad vom 7.5.2016)

Eine Untersuchung der Sprengstoffe, welche Terroristen in Tikrît benutzten, weise auf deren Herstellung in der Türkei her, eröffnete der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin der Presse. (http://www.sana.sy/?p=378925 vom 6.5.2016).

Am 3.5.2016 meldet die zentralen irakische Nachrichtenplattform, daß die Armee weitere Gebiete im S von Falûğa von der Besatzung durch den IS befreit hat, wobei Dutzende Terroristen getötet und mehrere ihrer gepanzerten Fahrzeuge zerstört wurden.Seit Sa., 30.4.2016, konnten neben ad-Dûlâb (s.u.) Zaḫiḫa (?, Zakhikha) und die Verbindungsstrecke zwischen al-Baġdâdî und der Stadt Ḥayât in der Provinz al-Anbâr zurückerobert werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6682-irakische_kr%C3%A4fte_befreiten_mehrere_gebiete_im_s%C3%BCden_von_falludscha)

Nachdem die Armee am Mo., 2.5.2016, das Dorf al-Bašîr im S von Kirkûk aus der Gewalt des IS befreien konnte, beschossen Angehörige der Terrororganisation das Dorf Raketen unter Einsatz von Chlor- und Senfgas. Dadurch wurden einige turkmenische und kurdische Pîšmarga verletzt, berichtete ein lokaler Kommandeur. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6637-irak_is_chemieangriff_auf_ein_dorf_s%C3%BCdlich_von_kirkuk)

Inmitten einer šîʽitischen Pilgerprozession zur Gedenkfeier des 7. Imâms Mûsâ al-Kāżim in Bagdad am 2.5.2016 ließ ein Suizidattentäter eine Autobombe detonieren, wodurch ca. 20 Perosnen getötet, ca. 40 weitere verletzt wurden. Dies passierte trotz der verstärkten Sichermaßnahmen zur Feier. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6640-irak_20_tote_und40_verletzte_bei_anschlag_auf_schiiti-sche_pilger_in_bagdad)

In den frühen Morgenstunden des 2.5.2016 gelang es der Armee, die vollständige Kontrolleüber die beiden Regionen al-Ḥaḍârim und al-Waršâniyya in der Provinz al-Anbâr zu erlangen, wie Oberstleutnant Muḥammad ʽAbdussattâr vom Operationskommando al-Anbâr gegenüber SANA angab. Bei den Gefechten wurden etliche IS-Angehörige getötet, deren Ausrüstung sowie zwei Autobomben und drei IS-Quartiere zerstört. (http://www.sana.sy/?p=376902)

Gemäß as-Sûmariyya News kamen am Mo., 2.5.2016, infolge der Autobombenexplosion nahe einer šîʽitischen Pilgergruppe in as-Saîdiyya, einem südöstlich gelegenen Stadtteils Bagdads, zehn der Passanten ums Leben, ca. 30 wurden verletzt.  (http://sptnkne.ws/bjzj)

Bei der Detonation zweier vom IS zur Explosion gebrachter Autobomben im Zentrum von as-Samâwa im Gouvernement al-Muṯannâ am So., 1.5.2016, ließen 38 Personen ihr Leben, 86 wurden verwundet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6532-anzahl_der_toten_bei_explosionen_im_irakischen_sama-wa_auf_38_gestiegen)

Angeblich bestünden hinsichtlich der Beteiligung der irakischen Kurden bei der Rückeroberung von Mossul Bedenken seitens der irakischen Armee, gab der Geheimdienstchef der autonomen Kurdenregion im Irak, Masrûr Bârzânî [Sohn des Ex-Präsidenten Masʽûd Bârzânî, der dennoch sein Amt nicht für längst anstehende Wahlen freigibt, zu Belegen s.u.], gegenüber Herald Tribune am 1.5.2016 an. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6508-geheimdienst-chef_der_kur-denregion_kurden_k%C3%B6nnen_arabische_gebie-te_im_irak_nicht_unter_kontrolle_bringen) – Schon die bisherige Besetzung der wichtigsten Ämter der autonomen Kurdenregion legt den Schluß nahe, daß es sich um eine „Regierung“ in der Hand der Milliardärsfamilie Bârzânî handelt.

Am Mo., 2.5.2016, haben die meisten Demonstranten, die in das Hochsicherheitsareal der sog. Grünen Zone (vgl.u.) eingedrungen waren, den Rückzug angetreten. Sie hatten sich für die Einsetzung eines Kabinetts unabhängiger Experten eingesetzt. Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî hatte zuvor angeordnet, daß die Sicherheitskräfte Demonstranten festnehmen sollten, welche Polizisten und Abgeordnete angegriffen sowie an Staatseigentum Schäden verursacht hätten. Die Demonstranten erklärten, die Proteste auszuweiten und notfalls den Regierungschef (von der islamischen Daʽwa-Partei) wie den Staatschef zu stürzen [der Parlamentschef wurde schon ersetzt, vgl.u.], falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden. Dann müßten Neuwahlen ausgerufen werden.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6550-irak_demonstran-ten_ziehen_aus_bagdads_sicherheitszone_ab) – Zur allgemeinen Problematik im Irak nach der US-Invasion 2003 mit Installierung einer neuen Verwaltung und Regierung s.u. Seit dem Sturz von Staatspräsident Ṣaddām Ḥussain leben die Iraker zudem nicht mehr in einem säkularen Staat, was die meisten Bürger zuvor seit Jahrzehnten mit allen Implikationen gewohnt gewesen sind und nun vermissen. Allein schon der Flaggenwechsel (vgl.u., Abbildungen) hätte nicht kontrastreicher ausfallen können.

Als grundsätzliches Problem stellt sich im Irak das von der US-Administration nach Invasion des Irak 2003 installierte System der Muḥâṣasa, (Muhasasa, so viel wie: Balance) heraus, nach dem die Volksvertretung nach einer Quote, festgelegt hinsichtlich konfessioneller und ethnischer Zugehörigkeit bestimmt, welche dafür sorgt, „dass selbst die Unfähigsten lukrative Posten erhielten“ (https://www.tagesschau.de/ausland/parlament-bagdad-gestuermt-103.html), anstatt diese in freien offenen Wahlen durch die Wähler bestimmen zu lassen. „,Alle, die an den Quoten festhalten, müssen gehen,‘ verlangten mehrere Abgeordnete, als sie kürzlich einen Sitzstreik im Parlament begannen.“ (loc. cit.), um notwendige Reformen zu unterstützen (vgl.u.).

Nachdem Anhänger des radikalen ŠîʽitenführersMuqtadā aṣ-Ṣadr (dessen Paramilitärs die US-Invasion 2003 ausnutzend den dann nach ihm benannten Stadtteil Bagdads – aṣ-Ṣadr-City! –  erobert und zu ihrer Zentrale gemacht hatten) zunächst mittels der ihm verbundenen al-Aḥrâr-Frak­tion im Parlament alle Parlamentssitzungen boykottiert und am 30.4.2016 die sog. „Grünen Zone“ mit den Regierungsgebäuden, ausländischen Botschaften etc., erstürmt und Parlamentarier verletzt hatten, verhängte das Militärkommando noch am 30.4.2016 den Ausnahmezustand über Bagdad. Die die Zugänge zur Hauptstadt seien geschlossen. Aus der „Grünen Zone“ die Botschaften der USA und anderer Länder evakuiert, die UNO-Vertretungen sind geschlossen. (http://sptnkne.ws/bhVG, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6478-treffen_zwi-schen_muktada_sadr_und_obersten_geistlichen_f%C3%BCh-rer_iraks) – Muqtadā aṣ-Ṣadr gibt vor, die Interessen und Nöte des Volkes, des „kleinen Mannes“ gegen die Korruption zu vertreten (loc. cit.).

Wegen der zwischen den ver­schiedenen Parlamentsfraktionen herrschenden Uneinigkeit kann in Bagdad schon seit Wochen kein Mini­sterkabinett aufgestellt werden. (http://sptnkne.ws/bhU8) – Zur Unzufriedenheit der Iraker mit der Regierung unter Ḥaidar al-ʽAbâdî (von der islamischen Daʽwa-Partei!) ganz allgemein vgl.u.

Infolge eines Autobombenanschlags im südöstlich gelegenen Stadtgebiet an-Nahrawân von Bagdad kamen am Morgen des 30.4.2016 sechs Personen ums Leben, 34 weitere wurden verletzt, wie Brigadegeneral Saʽd Maʽn, Sprecher des Operationskommandos, in einer vorläufigen Erklärung bei INA mitteilte. (http://sana.sy/?p=376223) – Aktualisierung: Erhöhung der Opferzahl auf mindestens 23 Tote und 38 Verwundete (loc. cit., s.a. http://sptnkne.ws/bhRe gemäß as-Sûmariyya-News) – Bei den bislang mindestens 24 Getöteten soll es sich ausschließlich um šîʽitische Pilger gehandelt haben, die am Jahrestag zu Fuß unterwegs zum Schrein des 7. Imams Mûsâ al-Kâẓim (Musa Kazem) im waren. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6430-24_tote_bei_bombenex-plosion_in_bagdad)

Der tschechische Staat unterstützt den Irak im Abwehrkampf gegen den IS mit dem über Aero Vodochody abgewickelten Verkauf von Kampfflugzeugen des Typs L-159 „Alca“. Wie schon früher mit dem Irak vereinbart sollen zudem tschechische Ausbilder die Lieferung begleiten, berichtet Česká televize. Verteidigungsminister Martin Stropnický teilte dazu mit: Das aus insgesamt 35 Menschen bestehende Beraterteam wird auf dem 80 Kilometer von Bagdad entfernten Luftstützpunkt Balad ohne Flugzeugtechnik arbeiten. Sie werden an keinen Kampfhandlungen teilnehmen“. Das Team bestehe aus zwei Ausbildungspiloten, sechs Technikern, acht Wachleuten, einem Arzt, einem Kommandeur, einem Stabschef sowie fünf Stabsmitarbeitern und sechs Spezialisten in den Bereichen Logistik, Kommunikation und Gesundheit. (http://sptnkne.ws/bhW2)

Aus einer Mitteilung des Sicherheitsrats der autonomen Kurdenregion geht hervor, daß am 24.4.2016 bei einem Luftangriff auch der sog. „Ölminister“ des IS, Waḥîd Aḥmad Ḫalaf as-Sabʽâwî ? (Wahid Ahmed Khalaf al-Sabawi), genannt Abû Samâḥ ? (Abu Samah), getötet worden sei. Bevor die Situation in Syrien für den IS immer bedrohlicher geworden war, war al-Sabawi ursprünglich der IS-Vertreter für die Region al-Mayâdîn gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6409-is_%C3%96lminister_get%C3%B6tet)

Der überraschende erfolgreiche Angriff mittels Artillerie und Luftwaffe auf das Dorf Mahanah [?] im Umkreis der Stadt Maḫmûr führte zur Befreiung des für den IS strategisch bedeutsamen, da an einer Nachschublinie von Mossul her gelegenen Ortes sowie gut 200 getöteten IS-Terroristen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6265-200_is_terroristen_in_der_irakischen_pro-vinz_ninive_get%C3%B6tet vom 27.4.2016)

Oberstleutnant Muḥammad ʽAbdussattâr vom Operationskommando al-Anbâr informierte den SANA-Korrespondenten am 26.4.2016 darüber, daß am 7. Tag der vehementen Kämpfe zur Rückeroberung der Regionen ad-Dûlâb und Ḫîḫa aus den Händen des IS im W der Provinz bereits 75% von ad-Dûlâb inklusive des Stadttezntrums wie des Polizei- und Gesundheitszentrums befreit seien. Zusammen mit der Volkswehr sei man von vier Seiten vorgerückt und habe 78 IS-Terroristen getötet. Bis auf wenige Nester hätten die Terroristen die Stadt verlassen, die in wenigen Stunden ganz befreit sein sollte. (http://sana.sy/?p=374496)

Infolge der vorrückenden syrischen und irakischen Streitkräfte hat der IS auch ein Problem mit nachlassenden Einnahmen (vgl.u.) sowie sinkender Kampfmoral unter den Anhängern. Die Söldner seien unterbezahlt, Schwierigkeiten bereite auch ein schlechtes Management. Basierend auf Eruierungen des „Combating Terrorism Center“ der US-Militärakademie West Point berichtete „The Mirror“ immer mehr enttäuschte Kämpfer bäten Ärzte, ihnen falsche Atteste auszustellen, die ihnen aufgrund angeblicher angeschlagener Gesundheit ermöglichten, sich Gefechten zu entziehen. Nachdem auch noch durch Luftangriffe das Bait al-Mâl des IS (eine Art Schatzamt) ins Visier genommen hatten, seien zudem mehrere Millionen US-$ für den IS verloren. Aufgrund einer neu ausgegebenen fatwâ können sich die Söldner, welche wegen dieser „außergewöhnlichen Umstände“ nur noch 120 € per Monat erhielten, durch Erpressung der Bevölkerung ihr Salär aufbessern. (http://de.sputniknews.com/panorama/20160426/309472672/attest-islamischer-staat.html)

Infolge eines Terroranschlags mittels Autobombe im Osten Bagdads wurden am Mo., 25.4.2016, mindestens 11 Iraker getötet und 39 verletzt. (http://sana.sy/?p=374211)

Am Sa., 23.4.2016, hinterließen zwei Autobombenexplosionen in Bagdad mehr als 12 Tote und 40 Verletzte.
Eine Bombenexplosion im kürzlich befreiten Hīt tötete sechs Mitglieder der freiwilligen Volks­wehr und ein hochrangigen Armeekommandeur Naṣr ʽAbdulğalîl Ġaḍbân (Nasr Abdul Jalil Ghadban).
In der Region ad-Dûlâb (al-Doulab) im Westen von ar-Ramâdî wurden bei einer weiteren Detonation etliche Zivilisten getötet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6031-irak_mindestens_sechs_tote_bei_terroranschlag)

Nach dem Freitagsgebet am 22.4.2016 wurden infolge eines Suizidanschlags gegen eine šîʽitische Moschee im Stadtteil ar-Raḍwâniyya (al-Rezwanieh) im SW von Bagdad mindestens sechs Personen getötet und 25 weitere verwundet, wie al-Mayâdîn berichtete. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5905-%C3%9Cber_30_tote_und_verletzte_bei_terroranschlag_in_bagdad)

In Bagdad setzen die Parlamentsabgeordneten ihren Sitzstreik fort. Sie forderten die Entmachtung des Ministerpräsidenten und Präsidenten Iraks. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5773-irak_muktada_sadr_for-dert_ende_des_sitzstreiks_im_parlament) – Vgl.u. zur de factoEntmachtung der vorhergehenden Regeirung unter Premierminister Nûrî al-Mâlikî!

Mehrere Explosionen mit Toten und Verletzten ereigneten sichgestern und heute wieder in Bagdad. Näheres bei http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5707-19_tote_und_verletzte_bei_explosionen_in_bagdad vom 20.4.2016.

Infolge der verstärkten innenpolitischen Krise im Land sind sind mehr als 100 Abgeordnete von ihrem Amt zurückgetreten und haben den Parlamentspräsidenten Salim al-Dscha­buri [Salîm al-Ğabûrî] zum Rücktritt aufgefordert, wie as-Sûmariyya News mitteilt. Interims-Präsident Adnan al-Dschanabi [ʽAdnân al-Ğanabî] erklärte alle Abgeordneten könnten sich bis Do., 21.4.2016, als Kandidaten für das Amt des Parlamentspräsidenten registrieren lassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5713-irak_parlamentssit- zung_auf_donnerstag_vertagt) – Aktualisierung: Salîm al-Ğabûrî ist inzwischen als Parlamentspräsident „abgewählt“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5971-der_irakische_parlamentspr%C3%A4sident_die_politische_krise_wird_bald_beendet)

Mit dem Vordringen der syrischen und irakischen Armee verliert der IS nicht nur immer mehr an kontrolliertem Gebiet, sondern automatisch auch an Einnahmen z.B. wegen damit verlorengegangener Ölfördermöglichkeiten oder der befreiten, zuvor sondersteuerpflichtig gemachten Bevölkerung, berichtet Nowyje Iswestija unter Rückgriff auf Angaben des analytischen Unternehmens IHS am 19.4.2016. „Mitte 2015 erhielt der ‘Islamische Staat‘ rund 80 Millionen Dollar pro Monat“, teilte IHS-Analyst Ludovico Carlino mit. dagegen seien im März dieses Jahres die Einnahmen auf 56 Millionen US-$ gesunken. Um dies zu kompensieren, habe der IS neue Einkommensarten kreiert. So können sich nun zum Tod verurteilte eine mildere Strafe „erkaufen“. Gebühren werden nun fällig, wenn falsche Antworten auf Fragen aus dem Koran gegeben würden, bei der Installation von TV-Antennen und deren Reparatur oder wenn LKW-Fahrer oder andere die von den Terroristen kontrollierten Orte verlassen wollten. (http://sptnkne.ws/bdCF).

Im Interview mit as-Sûmariyya News teilte der Kommandant der Anti-Terroreinheit der irakischen Streitkräfte, General ʽAbdul-Ġanî al-Asadî (Abdel-Ghani al-Asadi) mit, daß die strategisch wichtige Stadt Hît (vgl.u.) hat befreit werden können. Hierzu trug auch die Luftwaffe bei. Es folge das übliche Aufspüren und Unschädlichmachen der vom IS hinterlassenen Sprengfallen. Um den angekündigten (vgl.u.) Kämpfen um die Stadt, welche an einer der bedeutenden Versorgungsrouten des IS nach Syrien liegt, zu entgehen, haben zuvor bis zu 270.000 Menschen diese verlassen und sind bis zur gesicherten Rückkehr in provisorischen Unterkünften westlich von ar-Ramâdî untergebracht worden. (http://www.sana.sy/?p=369620)

Der Außenministerverurteilte entschieden den Passus der Abschlußerklärung vom Gipfeltreffen des OIC in Istanbul vom 15.4.2016, in welchem ausgerechnet die izbullâh der Terrorismusunterstützung beschuldigt werde. Auch andere Länder wie z.B. der Iran, der Libanon, Algerien etc. hätten sich darüber entrüstet. Der Passus entstamme wie schon entsprechende Äußerungen seitens der Arabischen Liga (AL) dem Druck des Geldes aus Saudi-Arabien, selbst Terrorismusunterstützer. (http://www.sana.sy/?p=370169) – Bemerkung: Sowohl in Syrien wie im Irak kämpfen Mitglieder der izbullâh aus dem Libanon mit der jeweiligen Regierungsarmee gegen den IS – auch, um ein Eindringen desselben in den Libanon zu verhindern. – Syrien hatte sich schon zu einem früheren Zeitpunkt, als der Golfkooperationsrat (GCC) auf saudischen Druck hin eine entsprechende Beschuldigung abgegeben hatte, die gegen den IS im Land aktiven Kämpfer der izbullâh dagegen verteidigt. (vgl. http://www.sana.sy/?p=346232)

Wegen der vermehrten Erfolge der Armee nehmen auch insbesondere in Bagdad und Umgebung die Anschläge durch den IS zu. Auch am Mi., 13.4.2016, wurden bei einem Terroranschlag drei Personen getötet und 10 weitere im S der Hauptstadt verletzt. – Der Irak hat mit weiteren Problemen zu kämpfen: so funktioniere die Verwaltung nur noch in großen Städten, der Wirtschaft gehe es schlecht, Vertreibung, Arbeitslosigkeit und Armut nähmen überhand. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5284-irak_drei_tote_bei_terror-anschlag_in_bagdad)

In der alt-assyrischen Stadt Ninive [Nînawâ] hat der IS das ursprünglich dem Sturmgott Haddad geweihte Bâb al-Maškî (Mashki-Tor) und einen Teil der rekonstruierten Stadtmauer zerstört, meldet das Britische Institut zur Erforschung des Irak (BISI) laut http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/isis-destroys-gates-ancient-city-nineveh-mosul-a6980686.html vom 12.4.2016. – Das Gelände der schon in der Bibel erwähnten Stadt liegt im NO innerhalb der Grenzen der heutigen, vom IS beherrschten Großstadt Mossul am linken Tigris-Ufer (s. http://www.worldmapfinder.com/Map_Earth.php?ID=/De/Asia/Iraq/Mosul).

Stadtmauer von Ninive, Bildquelle: SputnikNews

Bâb al-Maškî mit Stadtmauer von Ninive, Bildquelle: SputnikNews

Nêçîrvan Barzanî [zum Familienclan Barzânî im Speziellen und der Beziehung zur AKP-geführten Türkei s.u.], Regierungschef der autonomen Kurdenregion im Irak hat sich beim Treffen vom So., 10.4.2016, in Istanbul mit mit Staatspräsident Erdogan und Premierminister Davutoglu darauf geeinigt, daß bei der Befreiung von Mossul das türkische Militär mitwirken solle. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5152-t%C3%BCrkei_besteht_auf_beteiligung_ihrer_ar-mee_bei_befreiungsoperation_in_mosul)

Bei zwei terroristischen Übergriffen in Maḫmûrstarben sieben Zivilisten, sieben weitere trugen Verletzungen davon, die aus der Stadt zu fliehen versuchten. Laut Verantwortlichen der Gegend hätten in den letzten Tagen ca. 1.400 Einwohner, überwiegend Frauen und Kinder, die Stadt verlassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5008-tote_bei_is_angriffen_im_irak vom 10.4.2016)

Der ägyptische Verantwortliche für Hinrichtungenbeim IS, Abû Muḥammad al-ʽArab (Abu Mohammad Al-Arab), wurde am 9.4.2016 beim Verlassen eines Einkaufszentrums in Mossul von einer bewaffneten Gruppe erschossen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4999-is_verantwortlicher_f%C3%BCr_hinrichtungen_get%C3%B6tet)

Auch am Freitagnachmittag forderten Bombenexplosion bei einem Markt in Tarmiyya [68km] im NW von Bagdad zwei Tote und sechs Verletzte wie auch bei einem Markt in einem südlichen Stadtteils Bagdads zwei Tote und fünf Verletzte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4906-bombenexplosion_in_bagdad_hinterl%C3%A4sst_tote_und_verletzte)

Wie schon wiederholt von den verschiedensten Stellen berichtet und auch im irakischen Parlament vorgebracht (vgl.u.), teilt nun auch der irakische Journalist Muntaẓar az-Zaidī (Muntaser al-Saidi) im Interview mit Sputniknews mit, die USA hätten per Abwurf via Fallschirm IS-Terroristen im Irak wiederholt Waffen, Munition und Proviant geliefert. Sie „wurden für die IS-Kämpfer abgeworfen, damit diese der gegen den Terrorismus vorgehenden irakischen Armee widerstehen können“.  Die Informationen habe er „von irakischen Militärführern erhalten, die an der Befreiung mehrerer irakischer Gebiete von dem Daesh teilgenommen haben“. Doch auch anderen Terrorgruppen sei entsprechend durch die USA unter die Arme gegriffen worden. Zudem hätten Jahren in den letzten Jahren vor allem die USA den kon­fessionellen Streit zwischen Sunniten und Šîʽiten im Irak und der Region angeheizt und einen Keil zwischen die islamischen Glaubensrichtungen zu treiben versucht [nach der Zielsetzung: „divide et impera!“]. (http://sptnkne.ws/aZJ5) – Muntaẓar az-Zaidī wurde dadurch bekannt, daß er während einer Pressekonferenz in Bagdad 2008 den damaligen US-Präsidenten George W. Bush mit den Worten „Das ist dein Abschiedskuss, Du Hund“, mit seinem Schuh bewarf. (loc. cit.)
S.a. Le Hached Chaabi accuse les USA d’assurer un protectorat à Daech (Irakische Volksverteidigungskräfte beschuldigen die USA des Protektorats für den IS) in: http://french.almanar.com.lb/adetails.php?eid=296163&cid=76&fromval=1&frid=76&seccatid=29&s1=1, einer Übersetzung von al-ʽÂlam vom 6.4.2016)

Irakische Streitkräfte haben den Bezirk al-Maʽalmîn der Stadt Hît (vgl.u.) in al-Anbâr von IS-Terroristen befreiten und beseitigten mehr als 130 von ihnen in Mossul und Hît. (http://sana.sy/?p=365390 vom 7.4.2016)

Erneut hat der IS zur Abschreckung weiterer Fluchtwilliger aus Falûğa (Falludscha) eine Greueltat begangen und 15 Einwohner bei lebendigem Leib verbrannt, berichtet The Daily Mail. (http://sptnkne.ws/aYZm vom 6.4.2016)

Am Montagmorgen, 4.4.2016, sprengte sich laut as-Sûmariyya News ein Suizidattentäter im nördlichen Stadtteil von Bagdad, genannt aṣ-Ṣadr City, in die Luft. Dadurch starben fünf Zivilisten, neun wurden verletzt, wobei die Opferzahlen noch steigen könnten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4630-f%C3%BCnf_tote_und_neun_verletzte_bei_explosionen_im_norden_von_bagdad)

Während Säuberungseinsätzen der Armee nach den Kämpfen mit IS-Trupps um Hît, wovon bereits Teile befreit werden konnten, entdeckten die Soldaten laut Auskunft von Kommandeur Faḍl an-Namrâwî (Fazel Al-Namrawi) vom Sa., 2.4.2016, ein unterirdisches Gefängnis des IS mit ca. 1.500 Gefangenen und befreiten sie. Laut lokalen Quellen soll es sich dabei hauptsächlich um Zivilisten handeln. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4516-1500_gefangene_aus_unterirdischem_is_gef%C3%A4ngnis_im_irak_befreit vom 3.4.2016)

Dem Fernsehsender KNN teilte der Sprecher der Kommission der Pîšmarga im Kurdischen Parlament, Dalir Mauti, mit: „Deutschland hat Berichte über den Handel mit diesen Waffen erhalten und daher seine Waffenlieferungen und Militärhilfen eingestellt.“ Diese seien ursprünglich zur Unterstützung im Kampf gegen den IS geschickt worden (vgl.u.). Die deutsche Bundesregierung hat nun genaue Aufklärung über den Verbleib der Waffen gefordert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4519-deutschland_stellt_milit%C3%A4rhilfe_f%C3%BCr_nordirakische_kurdenregion_ein, vom 3.4.2016)

Nach Aussage eines Armeegenerals habe die IS-Terrororganisation an der Universität von Mossul eine Produktionsstätte für „Sprengköpfe einer neuen Generation“, u.a. befüllt mit chemischen Kampfstoffen, eingerichtet wie das Wall Street Journal am Sa., 2.4.2016, berichtete. Es würden chemische Munition auf Peroxid-Basis, ANC-Sprengstoff und selbstgebaute Sprengkörper hergestellt. „Die Universität von Mossul ist das beste Forschungszentrum des IS“ lautet die Einschätzung. In Mossul würden zudem Saboteure und Suizidattentäter ausgebildet. „Diese werden zuerst in der syrischen Stadt Rakka [d.i. ar-Raqqa] trainiert und anschließend in den vorhandenen Einrichtungen der Universität von Mossul“, gab der General noch an. (http://sptnkne.ws/aXqW)

Erneut flogen türkische Luftstreitkräfte illegal Kampfeinsätze im N-Irak. (http://sptnkne.ws/aXbm )

Wegen der bevorstehenden Befreiungsoperation, welche der – seit Oktober 20014 vom IS besetzten – Kleinstadt Hît (Hit) am Euphrat gilt, sind die Bewohner durch die Armee aufgerufen worden, sich von Stellungen der Terroristen fernzuhalten, da sie als erstes Ziele der Angriffe werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4372-irak_operation_zur_befreiung_von_hit_begonnen vom 31.3.2016)

In der vom IS besetzten Stadt Falûğa, wo sich nach Hît die zweitstärk­sten Terroristen-Einheiten der Provinz al-Anbâr aufhalten, taten sich hungernde Frauen zu einem Protestzug zusammen. Ein Augenzeuge berichtete: „Diese Frauen protestieren gegen die Daesh-Kämpfer, die die Stadt unter ihrer Kontrolle halten. Sie fordern die Terroristen auf, die Hungersnot zu beenden. Sieben Familien haben schon wegen Hungers Selbstmord begangen“. Gewaltsam und per Wasserwerfern versuchten IS-Leute die Demonstration aufzuhalten. Da griffen die Hungernden zu Steinen und bewarfen damit die Terroristen, von denen mindestens zwei schwere Kopfverletzungen, andere blaue Flecken und leichtere Verletzungen davon trugen. Anschließend siegte die Gewalt des IS über die Gegenwehr der Demonstrantinnen. – Die Armee hatte inzwischen einen Evakuierungskorridor für die Bewohner der Stadt eingerichtet, die demnächst ebenfalls befreit werden soll. (http://sptnkne.ws/aWmC vom 30.3.2016)

Die IS-Terroristen drohen der Bevölkerung von Falûğa (Falludscha) mit dem Tod, wenn sie versuchen sollten, sich dem Stadtrand zu nähern, um zu flüchten. Bestätigend berichtet ein Kommandeur der šîʽitischen Volkswehr [al-Ḥašd aš-Šaʽbî]: „Die Terroristen haben 35 Zivilisten hingerichtet, die aus der vom Daesh eingenommene Stadt fliehen wollten“. (http://sptnkne.ws/aWn2)

Am 29.3.2016 gab es erneut zwei Bombeneplosionen in Bagdad, die Dutzende Tote und Verletzte hinterließen, genaue Zahlen wurden für den zweiten Anschlag nicht bekannt gegeben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4228-dutzende_tote_und_verletzte_bei_bombenanschl%C3%A4gen_in_bagdad)

Mit der Befreiung der Orte Ummaḏ-Ḏîbân und Umm al-Ğarîṣ, ganz nah an Grenze zu Syrien im Sinğar-Gebiet gelegen, konnte die Armee zusammen mit al-Ḥašd aš-Šaʽbî die Verbindung der IS-Trupps zwischen beiden Staaten unterbrechen. – Wenige Tage zuvor teilte Brigadegeneral und Leiter der Militäroperation in der Nînawâ-Provinz, Nağm al-Ğabûrî (Najm al-Jabouri), gegenüber FNA mit: The Central and Southern parts of Mosul which host the ISIL commanders‘ strongholds are under artillery fire and airstrikes.“ Am Fr., 25.3.2016, hatte das Innenministerium darüber informiert, daß die Luftwaffe über Stadtteilen von Mossul Flugblätter abwerfe mit der Aufforderung an die Bevölkerung, sich auf die militärische Befreiungsoperation der Stadt einzustellen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950109000128, 28.3.2016)

Frohe Osterfeiertage allen Lesern!
(währenddessen Kurzmeldungen)

Bei drei Bombenexplosionen in verschiedenen Stadtteilen der Hauptstadt kamen am Sa., 26.3.2016, insgesamt vier Personen ums Leben, 18 wurden verletzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4087-bombenexplosionen_hinterlassen_in_bagdad_4_tote_und_18_verletzte, 27.3.2016)

Während der Kämpfe der Pîšmarga gegen den IS im N des Landes wurde laut Mitteilung des türkischen Generalstabs vom So., 27.3.2016, ein türkischer Soldat getötet, ein weiterer verletzt. Es handelt sich bei den Militärs um angehörige der im Dezember 2015 illegal in den Irak einmarschierten (vgl.u.) türkischen Streitkräfte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4057-t%C3%BCrkischer_soldat_bei_is_raketenangriff_auf_nordirak_get%C3%B6tet)

Während einer Pressekonferenz anläßlich des 8. Besuches des UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Bagdad am Sa.m 26.3.2016, in Anwesenheit des irakischen Ministerpräsidenten wie der Präsidenten der Weltbank und der Islamischen Entwicklungsbank, äußerte der UN-Diplomat: „Noch einmal fordere ich alle regionalen und internationalen Partner des Iraks auf, die irakische Regierung bei der Bekämpfung des IS zu unterstützen. Diese Unterstützung muss mit vollkommenem Einverständnis der irakischen Regierung erfolgen, so dass beim Kampf gegen den IS die territoriale Souveränität des Iraks vollständig respektiert wird. Im letzten Jahr sind mehr als 7500 Iraker in Folge der terroristischen Anschläge und bewaffneten Konflikte ums Leben gekommen. Die Sicherheit und Gerechtigkeit soll in diesem Land wieder hergestellt werden. Daher fordere ich von allen Freunden des Iraks, bei der Herstellung der Sicherheit und Stabilität sowie dem Wiederaufbau des Landes die irakische Regierung zu unterstützen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4027-un_generalsekret%C3%A4r_fordert_internationale_unterst%C3%BCtzung_der_irakischen_regierung)

Den Streitkräften gelang am am Fr., 25.3.2016, die Befreiung der Stadt Kabîsa in der Provinz al-Anbâr, wie as-Sûmariyya News meldete. Vor den Gefechten waren die Bewohner aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Am Vortag hatte die Armee die Operation zur Befreiung der Provinz Nînawâ (Ninive) begonnen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3994-kabisa_vollst%C3%A4ndig_aus_der_gewalt_der_terroristen_befreit)

Während der Siegerehrung nach einem Fußballspiel sprengte sich ein Suizidattentäter im Dorf al-Asriyya (al-Asrija, ca. 40km südlich Bagdads) in einer Menschenmenge in die Luft, tötete mindestens 25 Personen und verletzte gut doppelt soviele. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3961-dutzende_tote_und_verletzte_bei_selbstmordanschlag_im_irak, s.a. http://sptnkne.ws/aUAs)

Nach Beobachtungen der die Internet-Aktivität en des IS überwachenden SITE Intelligence Group aus den USA verteilten IS-Kämpfer an vorüberfahrende Autofahrer Süßigkeiten, welche freudig entgegengenommen würden. Die Mitteilung im Hintergrund laute dahingehend, daß „im Irak und in der Levante Flugzeuge der Eroberer, darunter auch belgische, weiterhin Tag und Nacht Muslime bombardieren und dabei Frauen, Kinder und ältere Menschen töten und Schulen und Moscheen zerstören“. Es handele sich damit um eine IS-Propaganda-Aktion auf die entsprechend gefeierten Anschläge in Brüssel hin. (http://sptnkne.ws/aUtv mit Belegen)

Bei der Rückeroberungsoperation der Stadt Mossul hat die Armee mehrere Ortschaften im Umkreis der Provinzhauptstadt befreit laut einer am Do., 24.3.2016, im Fernsehen verlesenen Erklärung der Streitkräfte (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3877-irakische_armee_beginnt_mit_operation_eroberung)

Irakische und europäische Sicherheitsexperten sowie ein französischer Abgeordneter, welche Aktivitäten von Terrornetzwerken verfolgen, haben darüber informiert, daß der IS in Lagern ca. 400 Attentäter speziell zum Einsatz in Europa trainiere. Der IS drohe, gegen Ziele in Europa in mehreren “tödlichen Wellen” vorzugehen. Die Terroristen seien angewiesen, bzgl. Einsatzort, – zeit und -methode selbst zu entscheiden. (http://parstoday.com/de/news/world-i3865-ap_is_hat_400_k%C3%A4mpfer_f%C3%BCr_angriffe_in_europa_ausgebildet, s.a. http://sptnkne.ws/aTGz)

Der bekannte Journalist Leith Fadel sieht in der Synopse der syrischen Operation zur Befreiung von Tadmur (Palmyra) und jener fast gleichzeitigen im Irak zur Wiedergewinnung von Mossul jeweils im Kampf gegen den IS eventuell mehr als nur eine zeitliche Kongruenz, auch eine Absprache hierzu sei denkbar. (https://www.almasdarnews.com/article/irgc-soldiers-arrive-palmyra-help-liberate-city/).

Über den Umgang der IS-Menschenhändler mit ihrer versklavten Beute, insbesondere der weiblichen, zum Erhalt von deren „Warenwert“ s. hier.

Trotz der wiederholten Erklärung der irakischen Regierung (vgl.u.), keine ausländischen Truppen im eigenen Territorium dulden zu wollen und auch nicht zu brauchen, hat das Pentagon laut Meldung des al-Mayâdîn news channel wie von al-Ğazîra entschieden, noch mehrUS-Truppen in das Land zu verlegen. Nachdem am Sa., 19.3.2016, eine IS-Rakete auf einer US-Basis eingeschlagen ist und einen US Marine getötet hat, sollen Truppen der 26th Marine Expeditionary Unit in den Irak geschickt werden. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950102000169 vom 21.3.2016)

Die Bundeswehr-Luftwaffe habe seit ihrem – nicht mit der syrischen Regierung abgesprochenen und damit völkerrechtwidrigen – Auftragsbeginn am 8.1.2016 innerhalb der US-geführten Koalition bislang 134 Aufklärungsflüge in Syrien und dem Irak ausgeführt, 60% davon über irakischem Territorium. Dies war die Antwort, welche auf eine Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag erfolge. Unbekannt bleibt, ob die Daten für Luftangriffe genutzt oder gar zu Verlu­sten unter der Zivilbevölkerung geführt haben. „Die Regierung hat keine eigenen Informationen dazu“, hieß es aus dem deutschen Verteidigungsmini­sterium. (http://sptnkne.ws/aSJF)

Am Sa., 19.3.2016, unternahm die Armee einen Angriff zur Befreiung der Stadt Hīt im W von ar-Ramâdî. Laut dem Sender as-Sûmariyya teilte der Ratsvorsitzende in der Provinz al-Anbâr mit: „Die Operation zur Befreiung der Stadt Hīt und der naheliegenden Stadt Kabisa begann am Morgen mit Teilnahme von Sicherheitskräften, Stammesgruppen und mit Unterstützung von Flugzeugen der internationalen Koalition sowie der irakischen Luftstreitkräfte“. Zudem führte die Luftwaffe effektive Luftschläge gegenIS-Stellungen aus. (http://sptnkne.ws/aSh9)

Durch die Detonation einer Autobombe in ʽArab Ğabûr (Arab Dschabur) unweit von Bagdad wurden am Fr., 18.3.2016, zwei Bürger getötet und fünf weitere verletzt.
Bei einem Lufteinsatz wurde in Ḥayât im W der Provinz al-Anbâr in das Quartier der IS-Anführer und ihr Munitionslager zerstört. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3538-sieben_tote_und_verletzte_bei_terroranschlag_in_einer_bagdader_vorstadt)

Zur Stärkung ihrer Kampfkraft hat die russische Regierung an die Kurden im Irak fünf Fliegerabwehrlafetten vom Typ Zu-23-2 sowie 20.000 passende Geschosse geliefert. „Die Übergabe der Waffen erfolgte am 14. März im Beisein des Botschafters und des Generalkonsuls [d.i. Rußlands im Irak] sowie des Vize-Generalstabschefs der kurdischen Volkswehr“, bestätigte der Attaché des russischen Generalkonsulats ʽArbil, Artjom Grigorjan, gegenüber Ria Novosti.(http://sptnkne.ws/aRuN). – Eine Bestätigung aus dem Kreml hierfür gab es jedoch nicht (http://sptnkne.ws/aR8p).

Nach der Detonation einer Autobombe in Ankara am So., 13.3.2016, haben türkische Bomber in der folgenden Nacht um 3.00 Uhr Ortszeit wieder die Gebirgsregion Kandil und Gâra [ca. ca. 100km von der türkischen Grenze entfernt] im N-Irak angegriffen, berichtet die Agentur Anadolu. (http://sptnkne.ws/aQnZ)

Der IS hat die Stadt ar-Ruṭba im W-Irak und ca. 110km entfernt von den Grenzen zu Syrien,  Jordanien und Saudi-Arabien verlassen, damit die Kontrolle die in der Nähe vorbeiführende strategisch bedeutsamen Verbindungsstraße zwischen Bagdad und Amman aufgegeben und befindet sich weiter auf dem Rückzug. Als Grund wäre für Bürgermeister ʽImâd Aḥmad (Imad Ahmed) denkbar, daß der IS keine größeren Verluste im Kampf gegen die vorrückende Armee riskieren wollte. Es könnte sich jedoch auch um eine Falle handeln, um so zu eruieren, wer in der Stadt die Regierung unterstützte. Wie auch immer solle sich die Armee beeilen, die Kontrolle über die Stadt zu sicherzustellen. (http://sptnkne.ws/aPYg)

Laut Mitteilung des Generalstabs der türkischen Armee vom Sa., 12.3.2016, haben Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-4 mittwochs erneut im Gebirgsland des N-Irak – unauthorisiert durch die Landesregierung oder ein UN-Mandat und damit völkerrechtswidrig – kurdische Stellungen beschossen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3142-die_t%C3%BCrkische_armee_bombardiert_stellungen_von_pkk_im_irak=)

Zur Behandlung der vom IS-Giftgasanschlag (vgl.u.) betroffenen Opfer, darunter v.a. der Kinder, ist auf Anfrage des irakischen Gesundheitsministers Dr. Adliya Hamud Hossein ein iranisches Ärtzteteam zusammen mit medizinischer Ausrüstung und Medikamenten nach Kirkuk geschickt worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3139-nach_giftgasangriff_des_is_entsendet_iran_%C3%84rzteteam_in_den_irak)

Anti-Terror- und Armee-Einheiten gelang am Do., 10.3.2016, die Befreiung von Zankura (an einer Biegung des Euphrat zwischen ar-Ramâdî und Hît gelegen). Gut 10.000 Bürger des Orts wurden an einen sicheren Ort im Euphrat-Tal evakuiert. Der Sprecher der Anti-Terror-Einheit, Ṣabâḥ an-Nuʽmân (Sabah an-Noman) berichtete, die irakische Flagge sei am höchsten Gebäude der Stadt gehißt und während der Kämpfe seien ca. 80 IS-Terroristen getötet worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3061-irak_strategische_irakische_stadt_zankura_befreit)

Laut Mitteilung des Immigrationsministeriums sind ca. 190.000 irakische Flüchtlinge aus der Türkei in ihre Heimat zurückgekehrt. In Abstimmung mit der Regierung sei man bemüht, noch mehr wieder ins Land zu holen. Zuvor hatten etwa 100 Iraker Finnland in Richtung Heimat verlassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3091-190.000_irakische_fl%C3%BCchtlinge_zur%C3%BCckgekehrt)

In einem ehemaligen, von der Terrororganisation umgebauten Wohnhaus in ar-Ramâdî hat die Volkswehr ein weiteres ISChemiewaffenlager entdeckt. Einer ihrer Offiziere führte dazu aus: „Die Volkswehr hat das Lager im Industriegebiet der Stadt Ramadi im Rahmen der Entminung von Wohnhäusern entdeckt, die der Daesh nach seiner Niederlage gegen die Kräfte der irakischen Armee und Volkswehr verminte“. Bereits im Februar war man im Westen der Stadt auf ein ähnliches Lager getroffen, in welchem sich auch Vinyltrichlorsilan (UN-Bezeichnung Corro­sive UN 1305) fand, das auf der Haut wie beim Einatmen zu schweren Verätzungen der Atemwege und selbst des Verdauungs­systems führt. (http://sptnkne.ws/aNZM)

Nach Auskunft des Provinzgouverneurs von Kirkuk, Nağmaddîn Karîm (Nadjmeddin Karim), haben IS-Anhänger am Mi., 9.3.2016, ca. 40 Bewohner eines Dorfes ca. 20 km südlich der Provinzhauptstadt durch Chemiewaffen verletzt, indem sie jenen Ort mit entsprechend umgerüsteten Mörsergranaten beschossen hatten. Die meisten litten nach dem Angriff an Erstickungsanfällen und Juckreiz. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i2998-irak_is_beschie%C3%9Ft_kirkuk_mit_gifthaltigen_m%C3%B6rsergranaten)

Die Armee hat ihr Clearing von IS-Terroristen in der gesamten arṯâr -Region mit Umgebung in der al-Anbâr-Provinz abgeschlossen. (http://www.sana.sy/?p=348601)

Der IS hat die Autobombenexplosion mit 500kg Sprengstoff bei einer Straßenkontrolle im Norden der Stadt al-Ḥila im Zentralirak übernommen, bei der bislang 35 Menschen getötet,45 verletzt worden sind, wie as-Sûmariyya News vom So., 6.3.2016, mitgeteilt hat. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297562-is-%C3%BCbernimmt-verantwortung-f%C3%BCr-explosion-in-der-irakischen-provinz-babel, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/item/297550-)

Am 5.3.2016 beschoß ein IS-Trupp die Maḫmûr-Kaserne südlich von Mossul mit Raketen, wodurch vier Soldaten der 15. irakischen Division getötete, 16 weitere verwundet wurden, wie Oberstleutnant Schirzad Rakhuli [Šîrzâd Raḫûlî] von den Pîšmarga bekanntgab. Von offiziellen Stellen aus Bagdad lägen noch keine Meldungen dazu vor. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297537-tote-und-verletzte-soldaten-bei-is-raketenangriff-im-irak)

Gemäß Erklärung des Sprechers der Kommandantur der Koalitionskräfte gegen den IS, Christopher Karur, hat die Operation zur Befreiung von Mossul am Sa., 5.3.2016, begonnen. Hierauf hätten sich 30.000 Mann der Streitkräfte in 8 – 12 Einheiten und zwei Divisionen der Pîšmarga vorbereitet. Geplant ist, die Rückeroberung bis Ende März geschafft zu haben. Zur Abwehr des Vormarsches habe der IS derweil Weitstrecken-Raketen und Artillerie in den Dörfern südlich von Mossul in Stellung gebracht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297522-offensive-zur-wiedereinnahme-mossuls-begonnen)

Saʽd al-Ḥadîṯî (Sad al-Hadisi), Büro-Sprecher des Ministerpräsidenten Ḥaidar al-ʽAbâdî, gab bekannt, letzterer habe sich für die Notwendigkeit der Teilnahme der Volkswehr (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) an der Befreiung Mossuls hervorgehoben, da sie einen Teil der nationalen Sicherheit des Iraks darstelle: „Der irakische Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte, Haidar al-Abadi, ist gemäß der ihm gesetzlich zugeteilten Befugnis, die einzige Person, die diesbezüglich eine Entscheidung treffen kann. Und wenn er über die Präsenz der Volkswehr bei der Befreiung der besetzten Gebiete des Landes, wie auch Mosul, eine Entscheidung treffen sollte, so kann niemand ihn an so einer Entschlussfassung hindern.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297505-irakischer-ministerpr%C3%A4sident-spricht-sich-f%C3%BCr-die-teilnahme-der-volkswehr-an-der-befreiung-von-mosul-aus) – Die Volkswehrgruppen waren schon wiederholt bei ihren erfolgreichen Vorstößen gegen den IS Ziele der US-geführten Allianz gewesen (vgl.u.). Schließlich hatte sogar die US-Administration Druck auf die Regierung in Bagdad ausübt, die Bürgermiliz al-Ḥašd aš-Šaʽbî aufzulösen (vgl.u., 6.2.2016).

Wie der MdP und Mitglied des Außenausschusses des Parlaments Iqbâl ʽAbdul Ḥussainân (Eghbal Abd al-Hos­seinan) mitteilte, habe die Regierung der VAE 436 irakische, aber in den VAE ansässige Staatsbürger ausgewiesen. Dem Bericht des Außenministeriums sei auch zu entnehmen, daß schon 2015 Abū Ẓabī (Abu Dhabi) 216 in den VAE an­sässige irakische Staatsangehörige und in den ersten zwei Monaten des Jahres 2016 noch 220 ausgewiesen habe. Angesichts der religiösen Zugehörigkeit vieler der Betroffenen würden diese Schritte noch ernste Folgen für die VAE haben. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297502-hunderte-iraker-aus-den-vereinigten-arabischen-emiraten-ausgewiesen)

Im westfälischen Münster werden derzeit 28 Pîšmarga-Angehörige zwei Wochen lang geschult, um in den Nordirak zurückgekehrt selbst als Militärausbilder wirken zu können, berichtete France 24 am Mi., 2.3.2016. U.a. lernten sie, sich geschickter zu tarnen, unauffällig im Gelände zu bewegen und Ver­stecke anzulegen. Denn: „Aufklärung spart Blut„, impft ihnen Ausbildungschef Oberst Norbert Hähn­lein ein wie auch die Überlegung: „Wenn ich viel über den Gegner weiß, kann ich mein eigenes Verhalten darauf einstellen, und dann habe ich weniger Verluste.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297468-deutschland-bildet-kurdische-peschmerga-truppen-auf-deutschem-boden-aus)

An einer weiteren vom IS veranlaßten „Hinrichtung“ soll auch eine 12-Jährige – „Dschihadi Jane“ – teilgenommen haben, berichtet The Daily Star. Auf dem gleichfalls veröffentlichten Photo sieht man sie dabei stolz mit ihrer Kalaschnikow prahlen. In der Stadt Nînawâ (Ninive) war fünf Frauen, darunter einer Ärztin, verweigerte Unterstützung des IS zur Last gelegt worden. Für verschleppte und zu Suizidattentätern ausgebildete Jungen sei derlei dagegen inzwischen schon „Alltag“. Gemäß einer Studie des Combating Terrorism Center der US-Militärakademie West Point seien zwischen dem 1.1.2015 und 31.1. 2016 bereits 89 Minderjährige als IS-Kämpfernachwuchs ums Leben gekommen. (http://sptnkne.ws/aKBm vom 3.3.2016)

Jihadi Jane, Quelle: SputnikNews

Jihadi Jane, Quelle: SputnikNews

Eine Bombenexplosion nahe eines Einkaufszentrums im Norden Bagdads hinterließ einen Toten und fünf Verletzte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297372-irak-ein-toter-und-f%C3%BCnf-verletzte-bei-bombenexplosion-im-norden-von-bagdad)

Gemäß einer Meldung von as-Sûmariyya News am Sa., 27.2.2016, ist in der Provinz Nînawâ (Ninive) die deutschstämmige Diana Kruger unter den Ehefrauen von IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî zusammen mit zwei weiteren Begleiterinnen aus der Residenz des IS-Führers verschwunden. Eine Sondertruppe soll nach ihr suchen. Der Nachrichtendienst des Landes hatte bereits 2015 die Identität der jungen Frau enthüllt und mitgeteilt, daß sie über Syrien in den Irak gereist war, um sich dort dem IS anzuschließen. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/297356-) – Die Eheschließung soll am 8. 10. 2015 unter großer Geheimhaltung stattgefunden haben. Darauf habe Krüger als Vorsitzende des vom IS eingerichteten „Šarîʽa-Gericht“ für Frauenangelegenheiten fungiert haben. (http://sptnkne.ws/aJeB).

Von Freitagnach­mittag bis Samstagmorgen hatten IS-Trupps laut Bericht von aš-Šarq al-Ausa vom So., 28.2.2016, Wohngebiete von ʽÂmiriyyat al-Falûğa (Ameria), einer Vorstadt, 23km südlich von al-Falûğa (Falludscha, Falluja) gelegen, mit hunderten an Raketen und Mörsergranaten beschossen. In der Folge wurden neun Personen getötet und dutzende verletzt. Auf dem Vormarsch zur Befreiung von al-Falûğa aus drei Richtungen ging die Armee auch dagegen vor und erklärte den Ort ʽÂmiriyya zur abgeriegelten Militärzone und zum Startpunkt der Operation der Sicherheitskräfte. Anfang 2014 war al-Falûğa als erste Stadt dem IS in die Hände gefallen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297346-irak-armee-startet-operation-zur-befreiung-von-falludscha)

Schwere Kämpfe entbrannten auch westlich von Bagdad. Nach einem IS- Großangriff auf die Region der Stadt al-Karma, ca. 30km im W der Hauptstadt gelegen, wechselte der Trupp in das Gebiet von Abû-Ġuraib (ca. 10km westlich), wo am Sonntagmorgen – wie üblich – Anschläge per Autobomben und Suizidattentätern den Angriff vorbereiten sollten. Darauf verließen etliche Bewohner ihre Häuser und die Division al-Waḥid aṣ-Sadiq (al-Wahed al-Sadigh), eine spezielle Antiterroreinheit, und die Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî rückten zur Verteidigung an. Die Kämpfe dauern an. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297343-schwere-k%C3%A4mpfe-in-der-umgebung-von-bagdad)

Bei einem Suizidanschlag im Ostteil Bagdads, dem überwiegend von Šîʽiten bewohnten Stadtteil Sadr City [Madinat aṣ-Ṣadr], starben73 Personen, verletzt wurden mehr als 112. Der Attentäter hatte sein mit Sprengstoff bepacktes Motorrad in eine Menge Leute vor einem Geschäft für Mobiltelefone gesteuert und dort die Detonation ausgelöst. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297348-, s.a. http://sptnkne.ws/aJ2G)

Wieder haben IS-Kämpfer im Nordirak in der Gegend von Sinğar kurdische Verteidiger mit Mörsergranaten gefüllt mit chemischen Kampfstoffen beschossen und so 30 davon verletzt. Wie der Direktor des Hospitals, in dem jene behandelt wurden, mitteilte, mußte es sich den Symptomen nach um Chloringas gehandelt haben. Wenige Tage zuvor hatte eine Quelle von der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) mitgeteilt, daß der IS Senfgas gegen kurdische Kämpfer im SW von Arbîl eingesetzt hatte. (http://shiapost.com/2016/02/18/daesh-used-chemical-arms-against-kurds-in-iraq-sources/)

Zwei Anschläge, zu denen sich der IS bekannte, forderten am Do., 25.2.2016, etliche Todesopfer und viele Verletzte:
Ein Suizidattentäter sprengte seinen Sprengstoffgürtel in einer Menschenmenge vor einer Moschee in die Luft, als Besucher gerade die Moschee im Bezirk aš-Šuʽla (Schula, Shulaa) im N von Bagdad verließen. Dabei kamen 15 Personen zu Tode, 24 wurden verletzt.
An einem Militärkontrollpunkt kam es später zu einer weiteren Detonation mit 5 Toten und 14 Verletzten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297271-, http://sptnkne.ws/aHpH)

Auch im Nordirak geht der völkerrechtswidrige Beschuß (von PKK-Stellungen) durch türkische Bomber gemäß Meldung der Zeitung Bugun weiter. (http://sptnkne.ws/aHd9)

Im W von ar-Ramâdî entdeckten irakische Soldaten ein Chemiewaffenlager des IS mit 40 gefüllten versiegelten Behälter des Kampfstoffes. Diese wurden umgehend sichergestellt. (http://sptnkne.ws/aGZs)

Ein 16-jähriges Mädchen aus Schweden, das 2015 von IS-Anhängern entführt worden war, konnte von irakischen Spezialeinheiten im kurdischen Autonomiegebiet nahe Mossuls befreit werden, teilte der Sicherheitsrat der Autonomiebehörde am Di, 23.2.2016, mit. (http://sptnkne.ws/aGmK)

Nach Hausdurchsuchungen in der unter IS-Kontrolle stehenden Stadt Falûğa (Falludscha, Falluja) im W der Provinz al-Anbâr durch IS-Anhänger haben diese 150 Personen als Geiseln genommen wohl in Reaktion auf die heftigen Kämpfe zwischen IS-Trupps und Stammeskämpfern in der Stadt, wie Behördenvertreter laut Sky News Arabia-Meldung mitteilten.(http://sptnkne.ws/aFxK) – Daraufhin hätten die Stammesmilizen die Kämpfe aus Furcht um das Leben jener Gefangegenommenen eingestellt. Allerdings variieren die Angaben der Personenzahl, nach Armeeangaben seien es 110 Geiseln, laut dem Verwalter der Stadt, Issa Sayer [ʽIsâ Sayâr ?], etwa 60. Jedenfalls forderte der Ratsvorsitzende der Provinz, Sabah Karhut, von der Zentralregierung militärische Luft- und Bodenunterstützung für die eigenen Kämpfer an. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297183-irak-is-nimmt-dutzende-nomaden-in-falludscha-als-geisel) – Tage später ließ der IS gemäß al-Yaum as-Sâbiʽ zudem 18 Polizisten in der Stadt „hinrichten“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297212-irak-is-richtet-18-polizisten-in-falludscha-hin vom 23.2.2016).

Wie das Gesundheitsministerium am So., 21.2.2016, mitteilen ließ, sei seit dem Jahr 2015 verschwundenes hochgiftiges radio­aktives Material durch wurden Spezialtruppen, die in az-Zubair und al-Baṣra im Einsatz waren, wiedergefunden worden. Erst die Woche zuvor seien Dokumente aus dem Umweltministerium in die Öffentlichkeit gelangt, wonach große Menge radioaktiven Materials gestohlen worden seien, die zum Bau für eine „schmutzige Bombe“ getaugt hätte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297171-irak-radioaktives-material-in-basra-entdeckt)

Infolge der Detonation eines Sprengsatzes bei einem Geschäfts in der Region at-Tâğî (al-Taji, 85km im N von Bagdad) am So., 21.2.2016, wurden nach Angaben von al-Yaum as-Sâbiʽ zwei Zivilisten getötet und sieben weitere verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297169-irak-zwei-tote-bei-explosion-im-norden-von-bagdad)

Nach Meldung der Nachrichtenseite Samâ Baġdâd hätten Quellen vor Ort am So., 21.2.2016, mitgeteilt: „A US chopper landed in a farm near the main road linking al-Saqlaviyeh to Fallujah in Anbar province and took off  after one hour with ISIL leaders on board„. Die IS-Führungsmitglieder hätten sich in einem Bauernhof bei Falûğa zusammengefunden, nachdem sie informiert worden waren, daß sie von dort per Hubschrauber abgeholt würden. Solche und ähnliche Fälle waren schon früher berichtet worden (vgl.u. bzw. s. die Auflistung auf der Seite des Quellenbelegs). Zuletzt hatte am 13.2.2016 ein höherer Angehöriger der Sicherheitskräfte ausgesagt: „We have compelling evidence that a US helicopter landed in Albu Arim palms of Fallujah city to take out the ISIL leaders who were in contact with the Americans„. Seiner Einschätzung nach sei daher Washington der Hauptgrund für das Überleben des IS im Irak. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941202000537 vom 21.2.2016)

Wie Daily Mail am Do., 18.2.2016, meldetem wurde in Mossul der 15-jährige Ayham Hussein mit einem CD-Player aufgegriffen. Ein Šarîʽa-Gericht verurteilte ihn darauf zur öffentlichen Hinrichtung, da in den IS-kontrollierten Gebieten das Spielen von Musikinstrumenten und das Singen mit Musikbe­gleitung – mit Ausnahme des našid (islamkonformer Männer­gesang) – verboten ist. (http://sptnkne.ws/aEuz) – Im klassischen Islam sind zurückgehend auf den Propheten Muḥammad (Ḥadîṯ) Musikinstrumente und Gesang verboten mit folgenden Ausnahmen: Rezitationen religiöser Texte (z.B. ḏikr, Gebetsruf), anspornende Kampflieder im Ğihâd (evtl. mit Trommel), Singen mit Rhythmus-Instrumenten bei den beiden islamischen Hochfesten; weiblicher Gesang mit Rhythmus-Instrument (dem daf, einer von den Persern übernommenen Rahmentrommel) bei Hochzeiten. Našīd ist ein im Ṣûfismus gebräuchlicher religiöser Rezitationsgesang a capella oder in Begleitung durch das Rhythmusinstrument daf.

Nach dem Terroranschlag in Ankara schickte die türkische Regierung zur Vergeltung bereits zwei Stunden nach der Explosion vom Mittwochabend, 17.2.2016, Bomber in den Norden des Iraks und ließ dort eine Stunde lang kurdische Positionen angreifen. Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoğlu hatte den militärischen Arm der syrischen Kurden-Partei PYD für die Tat verantwortlich gemacht, obwohl die PYD-Führung jede Verwicklung zurückwies. (http://sptnkne.ws/aEeX) – Zur Thematik s.a. „Casus Belli’: Terrorist Attack in Ankara a ‘chances of war’ for the Erdogan’s regime, a pretext to launch a military intervention?“ (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/02/19/casus-belli/)

Durch die Detonation einer Autobombe in al-Yûsufiyya südlich von Bagdad kamen zwei Menschen ums Leben, sechs wurden verletzt. – Zudem wurde ein weiteres Massengrab des IS östlich von ar-Ramâdî entdeckt mit auffällig vielen Kinderleichen.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297042-)

Erneut hat Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî am Mo., 15.2.2016, die Türkei zum Rückzug ihrer am 2.12.2015 mit mehr als 1.200 Soldaten und Militärrüstung illegal ins Land eingedrungenen Truppen aufgefordert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297009-irak-fordert-erneut-ende-der-verletzung-seiner-souver%C3%A4nit%C3%A4t)

Wegen angeblicher Spionage für die Regierungstruppen hat der IS in der Provinz Nînawâ (Ninive) gemäß einer Quelle, die anonym bleiben wollte, acht Zivilisten grausam ermordet („hingerichtet“) und dies gefilmt. Hierzu wurden die Opfer in Käfige gesperrt und anschließend ertränkt.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296961-is-richtet-acht-zivilisten-in-ninive-hin)

Zum Zweck der möglicherweise für März geplanten Operation zur Rückeroberung von Mossul ist die irakische Armee unterstützt durch dieVolkswehr [al-Ḥašd aš-Šaʽbî] nach harten Kämpfen mit dem Feind weiter in Richtung dieser Provinzhauptstadt vorgerückt, wie der zuständige Kommandeur Nağm ʽAbduṣṣabur (Nadschm Abdoldschabur) mitteilte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296926-schwere-k%C3%A4mpfe-zwischen-den-is-terroristen-und-den-irakischen-streitkr%C3%A4ften-im-nordirak)

Eine mehr als 100-köpfige russische Delegation hat sich in Bagdad eingefunden. Am Do., 11.2.2016, trafen sich der russische Vizepremier Dimitri Rogosin und der inländische Parlamentspräsident Salîm al-Ğabûrî (Salim al-Dschaburi) zu Gesprächen über gemeinsame Industrieprojekte und Warenlieferungen und vor allem hinischtlich der Kooperation im politischen und militärtechnischen Bereich. „In den schweren Zeiten, die wir jetzt erleben, ist diese Zusammenarbeit besonders wichtig.“, bemerkte al-Ğabûrî. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296894-moskau-und-bagdad-wollen-milit%C3%A4rtechnische-kooperationen-ausbauen)

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte beim Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ḥaidar al-ʽAbâdî (Haidar al-Abadi) in Berlin weitere deutsche Unterstützungsleistungen zu. Es werde ein ungebundener Kredit in Höhe von 500-Millionen € zur Verfügung gestellt. So solle eine neue Fluchtbewegung we¬gen wirtschaftlicher Schwierigkeiten durch den Verfall des Ölpreises verhindert werden. Al-ʽAbâdî entgegnete, kein Land wolle seine Mittelschicht und Bürger verlieren. Die rund drei Millionen Binnenflüchtlinge sollten in ihre Heimatregionen zurückgebracht werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/296884-deutschland-sagt-irak-unterst%C3%BCtzung-beim-wiederaufbau-zu)

Einer Meldung von Fox News zufolge haben sich jesidische [yazidische] Frauen aus dem Sinğar-Gebiet (vgl.u.), die zuvor von den IS-Terroristen in Mossul gefangengehalten als Sexsklavinnen mißbraucht worden waren, zusammengefunden, um sich an der Waffe ausbilden zu lassen und schließlich in einem Frauenbataillon an der Rückeroberung Mossuls zu beteiligen. Ca. 100 Frauen seien bereits einsatzfähig, weitere 5000 noch im Training. Die Teilnehmerinnen sind zwischen 17 und 37 Jahre alt und wollen sich im Kampf um Mossul auch an ihren ehemaligen Peinigern rächen. (http://sptnkne.ws/aBph)

Nachdem ein Militärberater des saudischen Verteidigungsministeriums öffentlich bekanntgegeben hatte, die Armee werde im Norden des Landes, in der Region Ḥafar al-Bāṭin (Hafr al-Batin) ein Manöver zwecks Einsatzes im benachbarten Syrien voraussichtlich im kommenden März durchführen, warnte der Sicherheits- und Verteidigungsauschuß des (irakischen) Parlaments vor so einem Schritt. ʽAdnân al-Asadî (Adnan al-Assadi), Mitglied dieses Ausschusses, forderte daher die saudische Regierung auf, derartige Provokationen zu unterlassen. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/296874-)

Bei der Detonation eines selbstgebauten Sprengsatzes auf einem belebten Basar Sabʽ al-Bûr (Saba-a al-Bur), ca. 25km im NW vonvon Bagdad kamen drei Personen ums Leben, acht wurden verwundet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296871-elf-tote-und-verletzte-bei-anschlag-im-norden-von-bagdad)

Nach Mitteilung des israelischen Generalstabschefs Gadi Eizenkot kämpften bislang 50-70 Israelis innerhalb der Terrororganisation IS. U.a. wurde der [wohl Ex-] Kommandeur der israelischen Sonderkräfte Oberst Yusi Oulen Shahak, als IS-Kämpfer Anfang Oktober 2015 in Baiğî in der irakischen Provinz Salāḥuddīn gefangen genommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296844-israelischer-generalstabschef-ungef%C3%A4hr-70-israelis-geh%C3%B6ren-is-an)

Die EU-Vertretung in Bagdad hat laut einer am Mo., 8.2.2016, veröffentlichten Mitteilung die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Terroristen im Irak kritisiert. Anlaß ist die anstehende Hinrichtung von sechs verurteilten saudischen Terroristen. Gemäß Verfassung bedürfen vom Hohen Strafgerichtshof bestätigte Todesurteile noch die Genehmigung des Präsidenten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296824-eu-stellt-sich-gegen-todesstrafe-im-irak)

In Vorbereitung der Befreiung Mossuls aus IS-Hand werden nach Übereinkunft der Zentral und kuridischen Regionalregierung tausende von Soldaten in den Nordirak verlegt. U.A. sollen in einem Militärstützpunkt nahe der Region Maḫmûr 4.500 Militärkräfte und Militärhubschrauber stationiert werden, um die IS-Versorgungsstrecke zwischen Mossul [Mauṣil] und den Regionen Kirkûk und Salāḥ ad Dīn zu unterbrechen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296826-befreiungsoperationen-in-mosul-tausende-milit%C3%A4rkr%C3%A4fte-werden-in-den-nordirak-geschickt)

Der Polizei der autonomen Kurdenregion gelang am Mo., 8.2.2016, die rechtzeitige Festnahme dreier IS-Angehöriger bevor sie in Arbîl (Erbil) Anschläge mittels sechs selbstgebauter Bomben und einem Sprengstoffgürtel verüben konnten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296820-)

Nördlich von ar-Ramâdî gelang es den Streitkräften,Terroranschläge des IS zu vereiteln und Dutzende der Terroristen zu töten. (http://sana.sy/?p=333797)

Ein Vertreter der Volksmiliz informierte al-Madâ-Press über ein weiteres IS-Massaker, meist an Polizeibeamten, Militärs und zivilen Aktivisten: „Die Daesh-Kämpfer haben erneut einen Gewaltakt an Bewohnern Mossuls durchgeführt, hingerichtet wurden 300 Personen“. Wie der Verteidigungsminister al-ʽUbaidî schon vor einiger Zeit mitgeteilt hat, soll die Rückeroberung von Mossul aus den Händen des IS noch dieses Jahr stattfinden. (http://sptnkne.ws/aAkH)

Auch die im Irak mit den Regierungstruppen gegen den IS kämpfende Ḥizbullâh hat Saudi-Arabien und die VAE davor gewarnt, Bodentruppen nach Syrien zu schicken. Sollten die Regierungen jener Länder diesen Schritt wagen, werde er ihnen die Tür zur Hölle öffnen. Zudem sei klar, daß die arabischen Machthaber nur versuchten, mit Hilfe der IS-Terroristen ihre eigenen Pläne zu realisieren. Die o.e. Ankündigung stieß auf heftige Reaktionen auch anderer Länder der Region. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296793-irakische-hisbollah-warnt-saudi-arabien)

Aus bekannt gewordenen Geheimdienstberichten geht hervor, daß die US-Regierung Druck auf die Administration in Bagdad ausübt dahingehend, die bislang zusammen mit der Armee die Hauptlast im Abwehrkampf gegen den IS tragende Bürgermiliz al-Ḥašd aš-Šaʽbîaufzulösen, vor allem bevor es zu einer Rückeroberung von Falûğa (Falluja) aus den Händen den IS komme. Schon Anfang November 2015 hatte der hoher Armee-Kommandeur Hassan al-Sari gegenüber FNA erklärt: „The US is exerting a lot of pressure to weaken the Iraqi volunteer forces and prevent them from advancing towards Salahuddin and Anbar provinces“ und fuhr fort: „Americans are trying hard to prevent the Iraqi volunteer forces from entering and capturing the city of Fallujah that is under the control of the ISIL now“. Doch damals wie jetzt versicherten die Angehörigen von al-Ḥašd aš-Šaʽbî weiter gegen den ISkämpfen und den Irak befreien zu wollen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941117000738 vom 6.2.2016)

Um sich gegen die steten Angriffe der IS-Anhänger von Falûğa (Falluja) her besser schützen zu können, haben Sicherheitskräfte damit begonnen, eine Betonmauer außerhalb der Stadtgrenze von Bagdad rund um die Hauptstadt zu errichten, informierte der Gouverneur der Militärkräfte in Bagdad, ʽAbdulamîr aš-Šamrî (Abdel Amir Al-Shemri) am Mi., 3.2.2016, die Presse. Die Bauarbeiten hätten bereits begonnen. Damit könne auch die Zahl der Militärposten innerhalb der Stadt reduziert werden, bekräftigte Innenministeriumssprecher Saʽd Maʽn (Saad Maan) gegenüber Associated Press. Angaben zur geplanten machte er dabei nicht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296680-irakische-hauptstadt-bekommt-schutzmauer). – Der Ministerpräsident kritisierte diesen Mauerbau Tage später. Aus dem Büro von Ḥaidar al-ʽAbâdî verlautete, Bagdad gehöre allen Irakern und dürfe sich nicht abgrenzen. Es müßten vielmehr Vorkehrungen getroffen werden zur Sicherung der Bagdader vor IS-Übergriffen trotz ungehinderten Verkehrs mit dem Umland. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296766-al-abadi-kritisiert-mauerbau-um-bagdad)

Nach einem seit 2003 dauernden Rechtsstreit hat es die BürgerrechtsorganisationAmerican Civil Liberties Union (ACLU) zumindest erreicht, daß von gut 2100 Bildern im Zusammenhang mit der Untersuchung von Foltervorwürfen gegen Angehörige der US-Armee im Irak und Afghanistan aus den Jahren 2001 – 2009 jetzt 198 Photos durch das Pentagon am Fr., 5.2.2016, veröffentlicht werden mußten. Dies berichteten übereinstimmend Medien wie Guardian und Newsweek. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies die harmlosesten Fotos sind“, wandte sich ACLU-Anwalt Alex Abdo an den Guardian. Zudem kritisierte die Bürgerrechtsbewegung, daß die veröffentlichten Bilder meist nur einzelne betroffene Körperpartien, zeigten, nie eine Person vollständig, viele Bilder seien zudem körnig oder unscharf und würden nicht im Kontext der Aufnahme erläutert. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/296722-pentagon-ver%C3%B6ffentlicht-200-fotos-von-misshandelten-us-gefangenen, s.a. http://sptnkne.ws/a9Dk)

Die irakische Armee hat das Gebiet as-Sağariyya östlich von ar-Ramâdî, welches voller IS-Terroristen war, am 5.2.2016 befreit, die irakische Flagge weht über dem Ort, nachdem eine große Anzahl der IS-Anhänger getötet worden ist. Es folgt das Aufspüren von hinterlassenen improvisierten Sprengsätzen und deren Abbau. (http://sana.sy/?p=332900)

Am 5.2.2016 abends bombardierte wieder eine große Anzahl türkischer Kampfjets des Typs F16 und E4-F 2020 im nordirakischen Kandil-Gebirge begleitet von Tankflugzeuge und Drohnen. Die irakische Regierung protestierte gegen diese erneute Verletzung der territorialen Integrität ihres Landes, da die Angriffe ohne Erlaubnis der und Koordinierung mit der Landesregierung erfolgten und forderte eine sofortige Einstellung militärischer Einmischung im Land. Die türkische AKP-Regierung dagegen erklärte zur Garantie der nationalen Sicherheit ihres Landes die Operationen im Nordirak fortsetzen zu wollen. (<a<http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296712-t%C3%BCrkische-luftoperationen-im-nordirak)

Nach der Erklärung aus dem Pentagon, die Zahl der im Irak stationierten UN-Soldatenauf 3.870 aufstocken zu wollen, traf auf Ablehnung seitens des Iraks. Wie schon zuvor mehrfach seitens des Premierministers Ḥaidar al-ʽAbâdî erfolgt (vgl.u.), erklärte daraufhin auch der Sprecher des Generalstabs, Yaḥyâ Rasûl [az-Zubaidî ] (Yahya Rasool), jegliche Forderung seines Landes zur Beteiligung ausländischer Kräfte am Einsatz irakischer Bodentruppen sei unzutreffend und teilte mit, US-Kräfte nähmen an der Bekämpfung der IS-Terroristen im Irak nicht teil. Gemäß Aussage des Premierministers begrüße man ausschließlich den Austausch unter den Nachrichtendiensten, die Ausbildung der Militäreinheiten wie die Lieferung von Waffen und Militärausrüstung. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296711-irak-weist-us-beteiligung-an-terrorbek%C3%A4mpfung-zur%C3%BCck)

Wie eine von GlobalPost veröffentlichte unabhängige Studie der Organisation Airwars nachweist, sind die von der US-geführten Koalition bei ihren Bombardements in Syrien und dem Irak verursachten zivilen Opfer verschleiert worden. Statt der zugegebenen 22 toten Zivilisten müßten es den Berechnungen nach zwischen 862 und 1116 Tote sein. Ursache der unterschiedlichen Zahlenangaben sei gemäß Autorenteam die Vorgehensweise, wie US-Meldungen über zivile Opfer überprüft würden: Nach Angabe eines Pentagon-Vertreters befasse sich ein spezielle Gruppe mit jener Überprüfung. Vor einer umfassenden Untersuchung steh jedoch erst die Prüfung, ob eine diesbezügliche Meldung als glaubwürdig einzustufen sei. Die meisten Berichte über zivile Todesfälle würden jedoch von der Koalition von vorneherein als unglaubwürdig eingestuft. Dies erkläre sich daraus, daß die erwähnten Luftangriffe meist bzgl. der nächsten großen Stadt bzw. Ortschaft angegeben würden; stammten dann Opfermeldung aus einem kleineren Dorf, dessen Name in den eigenen Akten daher fehle, werde die Meldung als „unglaubwürdig“ definiert. Eigene Recherchen seitens GlobalPost zeigten, wie einfach es sei, derlei Todesfälle nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, z.B. beim Luftan­griff auf das Dorf al-Ḫân (Al Khan) vom 7.12. 2015, bei dem wahrscheinlich 47 Bürger starben. Von offizieller Seite sei der Vorfall nie untersucht worden, statt dessen hatte das US-Militär Luftangriffe auf al-Ḫân abgestritten. Zudem bringe nach Einschätzung des Airwars-Chefs die US-geführte Koalition geographische Bezeichnungen durcheinander und erwähne kleinere Orte ohnehin nicht, was fast zwangsläufig zu unrichtigen Angaben führe. So sei es zu erklären, daß viele Prüfungen der Koalition zu Meldungen über zivile Opfer mit den Worten endeten: „Nicht glaubwürdig. Keine weitere Untersuchung erforderlich“.  (http://sptnkne.ws/a8T7 vom 4.2.2016) – Ein grundsätzliches Problem ist zudem die unrichtige und damit unterschiedliche Wiedergabe ein- und derselben arabischen Bezeichnungen und Namen im englischen Sprachgebrauch, während hingegen die Deutsche Orientalische Gesellschaft für die Transkription des Arabischen ein sicheres System entwickelt hat, das keinerlei Verwechslungen zuläßt. Vgl. dazu den Beitrag: https://mephistohinterfragt.wordpress.com/islam-ist-frieden/. Es ist daher auch für diesen Blog oft nur mit großer Mühe und viel Erfahrung oder gar nicht zu ermitteln, welche arabischen Bezeichnungen der ausländischen Transkription zugrunde liegen könnten.

Italien hat sich laut Erklärung von Verteidigungaministerin Roberta Pinotti vom 3.2.2016 bereit erklärt, 130 italienische Soldaten nach Arbîl (Erbil) zwecks medizinischer Hilfeleistung an Kriegsverletzten zu schicken. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296673-italien-schickt-dutzende-sodaten-in-den-irak)

Ein Suizidattentat bei einem Militärstützpunkt im N von ar-Ramâdî mittels Autobombe hinterließ 17 getötete und sechs verwundete Soldaten. – Nahe einem Basar im W von Bagdad wurden am 1.2.2016 eine Person getötet, sechs verletzt. – Tags zuvor kamen bei Ğizr Diyâlâ im SO der Hauptstadt durch eine Detonation zwei Menschen ums Leben, und sechs weitere trugen Verletzungen davon. Gemäß einer UNO-Statistiken über menschliche Opfer von Terroranschlägen im Irak starben im Januar mindestens 849 Menschen, 1450 wurden verletzt, in Bagdad ereigneten sich die meisten (299, 785) Attentate. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296615-1-toter-und-6-verletzte-bei-explosion-in-bagdad)

Im Süden Mossuls haben IS-Anhänger einer Militärquelle aus der Provinz Nînawâ (Ninive) zufolge Die Mitglieder zweier Familien geköpft, die versuchten, aus der IS-Hochburg nach Bagdad zu fliehen. Oberst Zanuon al-Sabawi berichtete laut as-Sûmariyya News, es seien insgesamt 17 Personen, darunter vier Frauen und zwei Kinder gewesen, die nach dem IS-Richterspruch hingerichtet wurden. Den geschockten Bürgern von Mossul wurde erklärt, dies geschehe jedem, der die Flucht wage. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296507-)

Der trotz Ablauf seiner Amtszeit nicht von seinem Posten als Chef der kurdischen Regionalverwaltung weichende Masʽûd Barzânî (Masoud Barzani) betreibt weiter die Abtrennung des Gebiets vom Irak. Ein von ihm gefordertes Referendum hierzu stieß jedoch unter den gegebenen Umständen bei der EU auf Ablehnung. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296540-eu-lehnt-referendum-zur-unabh%C3%A4ngigkeit-des-irakischen-kurdistans-ab)

Im Stadtgebiet von Bagdad wie in der Stadt Maḥmudiyya weiter südlich wurden bei der Detonation je eines Sprengsatzes zusammen fünf Personen getötet und 12 verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296514-f%C3%BCnf-personen-bei-explosionen-in-bagdad-get%C3%B6tet)

Während einer großangelegten Militäroperation nahe Bagdad konnte die Armee mehr als 100 Terroristen eliminieren, große Mengen an Waffen und Sprengstoff der Terroristen sicherzustellen sowie zahlreiche Bomben entschärfen, teilte das Kommandozentrum am Sa., 30.1.2016, mit. Dazu wurden 39 Autobomben und zwei Sprengstofflager in Wohnungen ausgemacht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296511-) – Außerdem gelang es der Armee, das Gebiet al-Bû Rîša im N von ar-Ramâdî in al-Anbâr zu erobern und zu sichern und dabei 64 Terroristen zu töten. (http://www.sana.sy/?p=330524, 31.1.2016).

Am Do., 28.1.2016, teilte Hâdî Bâbâ Šaiḫ (Hadi Baba Sheikh), Vorsitzender des Büros des Jesiden-Stammes, auf dem Weltforum „religiöse Minderheiten in den islamischen Ländern“ in Marokko mit, der IS habe über 3.000 jesidische Frauen verschleppt und für je 10 US-$ verkauft. Zudem hätten die IS-Terroristen IS 18 Friedhöfe und religiöse Stätten der Jesiden verwüstet und 400.000 Menschen zu Obdachlosen werden lassen. Im Irak lebten derzeit noch ca. 560.000 Jesiden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296468-der-is-hat-3-600-irakische-jesiden-ermordet)

Einen aufschlußreichen Artikel über die Situation im Nord-Irak, insbesondere die die autonome Kurdenregion bestimmenden Personen bzw. Familien inklusive ihrer reichmachenden Ölgeschäfte, von denen weder die Bürger der Region noch im gesamten Irak profitieren, und die besonderen Beziehungen zur AKP-geführten Türkei („Barzani hat die kurdische Autonomieregion der Türkei als eine Art von Kolonie geschenkt.“) veröffentlichte Marc Thörner am 8.12.2015 in: http://www.deutschlandfunk.de/kampf-gegen-den-is-schwierige-lage-im-nordirak.724.de.html?dram:article_id=339229 mit dem Titel: Kampf gegen den IS. Schwierige Lage im Nordirak. Demnach könnte es 2016 zu einem Bruch der gegen den IS kämpfenden beiden Hauptparteien mit Kämpfen der von der Zentralregieung unterstützten al-Ḥašd aš-Šaʽbî (Hascht al Schaabi) und den türkisch orientierten kurdischen Pîšmarga (Pischmerga) gegeneinander kommen. Unterstützend käme hinzu, daß die beiden die Kurdenregion beherrschenden Familien den Ölreichtum für sich reklamieren und weder dem eigenen Volk noch der Zentralregierung in Bagdad – und damit allen Irakern – die vereinbarte Teilhabe zukommen lassen wollen.

Ein weiteres Massengrab mit ca. 40 Leichen ist in der kürzlich befreiten (vgl.u.) Stadt ar-Ramâdî entdeckt worden. Die Opfer, darunter auch Kinder, aus von Regierungsvertretern bestätigten Berichten und auf Facebook veröffentlichten Photos stammen vermutlich aus der Zeit der Eroberung der Stadt durch den IS im Mai 2015. Wegen der enormen Zerstörungen und Mengen an noch nicht geräumten Sprengfallen können viele Einwohner noch nicht in ihr Zuhause zurückkehren. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296451-ein-weiteres-massengrab-in-der-irakischen-stadt-al-ramadi-entdeckt)

Der Ex-US-Beamte Mike Springmann äußert sich im Interview mit SputnikNews aus eigener Berufserfahrung zu den Zusammenhängen zwischen der CIA und al-Qaida:
In den 1980er Jahren hätten Mitarbeiter der CIA muslimische Agenten re­krutiert und trainiert, zunächst für ihren Einsatz in Afghanistan gegen die damalige UdSSR, später hätten sie aber ebenso solche Agenten in den Bal­kan, nach Libyen, in den Irak und nach Syrien eingeschleust, woraus sich al-Qaidagebildet habe. In den Jahren 1987-1989 sei er selbst Chef der US-Visaabteilung in der wichtigen sau­di-arabischen Hafenstadt Ğidda (Dschidda) gewesen, wo er dafür zu sorgen hatte, daß diese rekrutierten muslimischen Agenten illegale US-Visa für ihre Reisen erhielten. „Ich weiß es genau. Ich bin dort gewesen. Ich habe die Visen erteilt“, unterstreicht er. Beinahe täglich habe er mit dem damaligen Generalkonsul Jay Feres gestritten, da jener zusammen mit mehreren anderen CIA-Vertretern, die Ausstellung dieser Visa für Menschen gefordert habe, die sie nach geltendem Recht niemals hätten erhalten dürfen. Die Mehrheit dieser von ihm als „widerwärtig“ beschriebenen Bewerber sollten mit diesen Visa in die USA zum Training, zu Einsatzbesprechungen und zu anderen Zwecke einreisen. Jedesmal sei damit gegen das US-Einwanderungs- und Nationalitätsgesetz (Immigration and Nationality Act) wie andere Vorschriften des State Departments verstoßen worden. Spingmanns Zwischenfazit:Wie ich später zu meinem Entsetzen festgestellt habe, wa­ren die Visumsantragsteller Rekruten für den Krieg in Afghanistan gegen die Streitkräfte der Sow­jet­union. Später haben die Kämpfer in den USA trainiert und sind auf andere Kampffelder übertragen worden: nach Jugoslawien, in den Irak, nach Libyen und Syrien“(Hhg. blogseits). Auch in anderen Staaten habe man die US-Konsulate entsprechend verpflichtet, so z.B. in Lateinamerika und dem Sudan. Z.B. habe einmal sogar Scheich ʽUmar ʽAbdarraḥmân (Omar Abdel-Rahman) alias der „blinde Scheich“, ein US-Touristenvisum in der US-Vertretung in letzterem Land erhalten. Damals sei dessen Name – nach dem Bomben­anschlag auf das World-Trade-Centerauf der Terroristen-Beobachtungsliste des US-Außenministeriums gestanden. Auf solch eine Gesetzesübertretung im Paßwesen mit Bezug auf den Terrorismus stand laut US-Gesetz für Paß- und Visaverbrechen eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Springmann verdeutlicht dazu: „Das waren keine gewöhnlichen Visaverbrechen, wie ich zuvor dachte, sondern etwas viel Ernsthafteres: das war sozusagen ein „Visaprogramm für Terroristen“, das aufgestellt wur­­de, um Mörder, Kriegsverbrecher und Menschenrechts-Straftäter zu rekrutieren und (in den USA) zu trainieren, um gegen die Sowjetunion in Afghanistan vorzugehen“. Die Kämpfer hätten dann al-Qaidagegründet und sich später zum IS (Islamischer Staat, Daesh) transformiert. Das Resumee Springmanns lautet daher: „Ich habe den Anfang davon in Dschidda gesehen, aber nicht erkannt. Wir haben alle ihre weitere Entwicklung beobachtet und gesehen, was passiert, wenn die Geheimdienste ausländische Politik und Diplomatie kontrollieren: Die Leute, die sie aufgesammelt haben, haben zum Zusammenbruch von Jugoslawien, zur Zerstörung von Libyen und zur Zerfleischung von Syrien beigetragen“. (http://sptnkne.ws/a5KW vom 26.1.2016)

Die Verurteilung britischer Soldaten (vgl.u.) wegen Kriegsverbrechen im Irak könnte durch Einwirkung der britischen Regierung doch noch scheitern:
Laut Ermittlern wurden bereits an die 1.300 Anklagen wegen Gewaltverbrechen aus der Zeit zwischen 2003 und 2009, darunter 280 Fälle von Mord, untersucht. Die Ermittlungen sollten noch bis Ende dieses Jahres dauern, müßten jedoch bis 2019 verlängert werden. Inzwischen bezeichneten Regierungsvertreter die Vorwürfe als illegitim (!), laut Verteidigungsminister Michael Fallon würden die mit den Fällen betrauten Kanzleien würden die britischen Soldaten an der Ausübung ihres Dienstes (!) hindern. Demnach solle Rat für Nationale Sicherheit prüfen, ob es Möglichkeiten gebe, gegen die Kanzleien vorzugehen. Einer der Vorschläge hierzu lautet: den Rechtsvertretern solle es verboten werden, Verträge in Angelegenheiten bezüglich des Iraks abzuschließen. Nach Ansicht der Anwälte ist das Kernziel dieser Einschränkungen, sie zum Schweigen zu bringen und eine Reihe schwerwiegender Anklagen zu unterdrücken.
Bislang wurden schon 326 Klagen als begründet anerkannt, sodaß das britische Verteidigungsministerium 20 Millionen Pfund Schadensersatz leisten mußte.
(http://sptnkne.ws/a5GW vom 26.1.2016)

Auf Ashton Carters Ankündigung aus dem Pentagon vom 22.1.2015 (vgl.u.), weitere US-Truppen in den Irak verlegen zu wollen, begegnete AußenministerIbrâhîm al-Ğaʽfarî: „Die reale Führung einer Boden- oder einer beliebigen anderen Anti-Terror-Operation im Irak wird von irakischen Kräften alleine ohne Einmischung anderer Mächte ausgetragen werden, mit Aus¬nahme einzelner Berater“. Schließlich sei „der Irak ein souveräner Staat …, der es niemandem erlauben wird, sein Hoheitsrecht zu verletzten“. (http://sptnkne.ws/a5h6 vom 25.1.2016)

Gemäß Aussage des Polizeichefs von al-Anbâr, Generalmajor Hadî Razîğ gelang es der Polizei in den letzten Tagen an die 190 IS-Mitglieder zu verhaften, die zuvor Anschläge gegen Sicherheitskräfte und Zivilisten in ar-Ramâdî verübt hatten, wie as-Sûmariyya-News mittelte. – Bei einer Bombenexplosion auf dem viel besuchten Markt im Gebiet von Yûsufiyya südlich von Bagdad, wurde ein Iraker getötet, und sieben Personen verwundet. Eine Frau kam zudem bei eine terroristischen Angriff nördlich von Baʽqûba in der Provinz Diyâlâ ums Leben.(http://www.sana.sy/?p=327760 vom 24.1.2016)

Bei einem Anschlag im SO Bagdads kam eine Person ums Leben und vier weitere wurden verletzt. Ein Suizidanschlag im Süden von ar-Ramâdî verletzte sieben Polizeikräfte in der Nähe des Polizeipräsidiums. – Am Vortag, dem 23.,1.2016, beschossen Bewaffnete ein Fahrzeug in einem südlichen Stadtteil der Hauptstadt und töteten dabei zwei Menschen. Andererseits informierte das Operationskommando von al-Anbâr darüber, daß wurden 54 IS-Terro-risten einschließlich eines ranghohen Kommandanten mit dem Kampfnamens Abû `Â’iša al-Muslawî (Abu Aischa al-Moslawi) im N von ar-Ramâdî getötet worden seien. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296313-ein-toter-und-vier-verletzte-bei-einem-anschlag-in-bagdad)

Weitere drei Massengräber mit ca. 170 Leichen der vom IS ermordeten Jesiden, darunter Frauen und Kinder, wurden von Pîšmarga in der Region Kar Aziz im NW von Mossul aufgefunden, gab deren Kommandeur am Fr., 22.1.2016 bekannt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296299-drei-massengr%C3%A4ber-im-norden-iraks-entdeckt).

Auf die türkische Invasionstruppe im Irak (vgl.u.) angesprochen erwiderte Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî im Interview mit CNBC am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos, die türkische AKP-Regierung solle sich auf den Kampf gegen den IS konzentrieren und nicht gegen die kurdische Arbeiterpartei. Da sich der IS zudem auf türkischem Gebiet nahe der Grenze zu Syrien aufhalte, sei das Einsatzgebiet dort zu suchen und nicht im Irak. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296271-iraks-premierminister-fordert-die-t%C3%BCrkei-zur-kurskorrektur-gegen%C3%BCber-der-is-terrormiliz)

Entgegen der wiederholten und kategorischen Statements von Seiten der irakischen Regierung wie des Militärs (s.u.), mit den Terroristen im Land selbst fertigzuwerden und keinerlei ausländische Bodentruppen im Inland zu brauchen und auch nicht zu wollen, verkündete US-Verteidigungsminister Ashton Carter am 22.1.2016, demnächst zu den bisherigen Bodentruppen (vgl.u.) auch noch die 101. Luftlandedivision – 1.800 Mann! – in den Irak verlegen zu wollen. (http://sptnkne.ws/a477, http://sptnkne.ws/a4Je) – Es wundert nicht, daß nach den Erfahrungen mit der US-Invasion 2003 und den nachfolgenden Chaos-Jahren die irakische Seite eher Vertrauen zur russischen Regierung als zu jener in Washington hat und notfalls auch Hilfe eher dort sucht (vgl.u.). In Syrien kämpfen die russischen Kampfjets schließlich nach Einladung und in Absprache mit der Landesregierung gegen die Terroristen und sind darin sehr erfolgreich, während die ungefragt im Irak bombardierende US-geführte Koalition nichts dergleichen vorzuweisen hat.

Gegenüber RIA Novosti erklärte der irakischer Verteidigungsminister Ḫâlid al-ʽUbaidî im Interview in Bagdad, die Armee sei inzwischen wieder ganz gut ausgebildet und ausgestattet. Insbesondere hätten zu den Erfolgen im Kampf gegen den IS die russischen Waffen und Flugzeuge beigetragen, da die Ausrüstung der irakischen Streitkräfte in der Regel in jenem Land hergestellt worden sei. Auch die vom vor Monaten eingerichteten (vgl.u.) gemeinsamen (bislang nur mit Syrien, Rußland un dem Iran betriebenen) Informationszentrum zusammengetragenen Geheimdienstinformationen hätten sich sehr positiv ausgewirkt. Derzeit brauche die Armee keine ausländische Hilfe, jedoch sei für die Zukunft eine Bitte um direktere Unterstützung seitens Rußlands im Inland durchaus denkbar. (http://sana.sy/?p=327161)

Beim Treffen mit den Botschaftern der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Bagdad am Di., 19.1.2016, machte Außenminister al-Ğaʽfarî deutlich: „Die Präsenz türkischer Kräfte auf irakischem Boden ist eine klare Verletzung der territorialen Integrität und gegen die gut nachbarschaftlichen Beziehungen.“ Dennoch habe die Türkei bislang nicht auf die Forderungen nach Rückzug auf diplomatischem Weg reagiert, weshalb er ergänzte: „Die Präsenz türkischer Truppen im Irak ist unerträglich geworden.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296188-)

In verschiedenen Teilen Bagdads kam es am Di., 19.1.2016, zu Anschlägen: die Detonation eines Sprengsatzes am Straßenrand im Norden auf der Route von Polizeipatrouillen forderte das Leben eines Polizisten und verletzte neun Kollegen; ein weiterer Sprengsatz hinterließ im SW zwei tote und fünf verletzt Zivilisten. Tags zuvor hatten Sprengsätze im W und SW eine Person getötet und 15 weitere verwundet, während bei einer ganzen Serie an Explosionen „Neu“-Bagdad (al-Ğadîda) mindestens 37 Menschen starben und gut 60 verletzt wurden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296201-3-tote-bei-terrorangriff-in-bagdad)

Generalleutnant ʽAbdulġanî al-Assadî (Abdul-Ghani al-Assadi), der Chef der Anti-Terror-Einheiten, machte im Interview mit Sputniknews bzgl. der syrisch-irakischen Grenze hinsichtlich des IS deutlich: „Zumindest können sie (die Terroristen – Red.) nicht frei aus Syrien in den Irak hinüber gelangen, weil sich dort russische Aufklärungs- und Jagdflugzeuge befinden, es gibt Aufklärungsdaten, sie führen Schläge gegen die Kolonnen (der Kämpfer – Red.), die aus den syrischen Städten in Richtung Irak, aber ebenso in syrische Städte abziehen. Das ist zweifellos positiv.“ (http://sptnkne.ws/a2Pk)

Den irakischen Streitkräften gelang es, die Gegend von as-Sağâriyya und Ğubiyya sowie weite Gebiete im SO von ar-Ramâdî nach harten Gefechten mit dem IS unter Kontrolle zu bringen, wie der Kommandeur der al-Anbâr-Operationen, Generalmajor Ismâʽîl Maḥlâwî im Telefoninterview mit dem SANA-Korrespondenten in Bagdad bekanntgab. (http://www.sana.sy/?p=324900 vom 16.1.2016)

Nach Aussage eines Mitglieds des Provinzrats von al-Anbâr haben Sicherheitskräfte und Polizei die Region aṣ-Ṣûfiyya (vgl.u.) erobert und seien dabei, sie von hinterlassenen Sprengfallen zu säubern. Als nächstes sei der Vormarsch auf Falûğa (Falludscha) im NO geplant, verlautete es aus dem Verteidigungsministerium am 15.1.2016. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296060-irak-region-soufia-in-provinz-al-anbar-befreit)

Wie das irakische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite meldete, erlag ein bekannter IS-Anführer am 13.1.2016 im Krankenhaus in al-Bûqamal (Abu Kamal) an seinen während der irakischen Militäroperation vom 7. Januar erhaltenen Verletzungen. Er war zuständig für die Ausbildung von Suizidattentätern und anderen Kämpfern und koordinierte den Transport von Autobomben nach Bagdad und ar-Ramâdî. Deswegen war er international zur Fahndung ausgeschrieben. (http://sptnkne.ws/azH6)

Wie US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Mi., 13.1.2016, während einer Rede auf dem Stützpunkt Fort Campbell in Kentucky selbst mitteilte, ist zusätzlich zu den bisherigen US-Soldaten eine 200-Mann starke Spezialeinheit im Irak stationiert worden. Zudem würden nächsten Monat 500 Mann in den Irak und nach Kuwait geschickt. – Dies geschieht jedoch entgegen des mehrfach und deutlich zum Ausdruck gebrachten Willens der irakischen Regierung (vgl.u.). (http://www.presstv.ir/Detail/2016/01/13/445702/-us-ashton-carter-200-special-operations-iraq-isil-takfiri/, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296003-us-spezialeinheiten-im-irak-stationiert)

Unter der Vorgabe PKK-Stellungen anzugreifen, bombardieren türkische F-16-Kampfflugzeuge den Nordirak mit etlichen Ortschaften sowie Gebiete jenseits der Grenze zu Syrien mit 14 Maschinen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295947-t%C3%BCrkische-kampfflugzeuge-bombardieren-nordirak)

Bei mehreren Anschlägen der Terrororganisation IS vom Mo., 11.1.2016, verloren insgesamt mindestens 50 ihr Leben, Dutzende wurden verletzt: mehrere Suizidattentäter ließen ihre Sprengstoffgürtel in einem Bagdader Einkaufszentrum andere eine Autobombe vor diesem detonieren (18 Tote/40 Verletzte), in al-Muqdâdiyya (Mukdadija, 80km im NO von Bagdad) gab es einen Doppelanschlag (23/51) und in einem südöstlichen Vorort der Hauptstadt in einer Einkaufsstraße zur Sprengung einer weiteren Autobombe (7 Tote) wie auch bei einem Restaurant in Baʿqūba (Baquba, 65km im NO Bagdad, 3 Tote, 8 Verletzte). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295894-mindestens-50-tote-am-blutigen-montag-im-irak)

Erneut beschossen US-Drohnen in einem Gebiet, aus dem die Terroristen bereits restlos von den Bodentruppen vertrieben worden waren, Mannschaften der Volksverteidigungskräfte, wie ein Sprecher von ʽAṣâ´ib Ahl al-Ḥaqq, die ebenfalls mit der Armee gegen den IS kämpfen, angab. „In an incident against which we have had warned several times in the past, the US-led coalition attacked the Jund al-Imam Battalion popular forces’ headquarters at Speicher base in Tikrit,” informierte Naʿīm al-ʽAbûdî (Naeim al-Aboudi) am So., 10.1.2016 die Presse. Dabei wurden neun Personen getötet, 14 weitere verletzte. Er verurteilte diese Aktion scharf mit den Worten: „no excuse could justify the air raid as the region had earlier been purged of terrorists and only the Iraqi popular and security forces were stationed there“. Weitere derartige Vorfälle listet der Originalartikel oder vgl.u.! (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941020001248 vom 10.1.2016)

As-Sûmariyya berichtete aufgrund einer lokalen Quelle: „IS-Kämpfer haben 80 Menschen hingerichtet, darunter auch Polizisten, Soldaten und diejenigen, die die IS-Ideologie ablehnten“. Sie wurden unter dem Vorwurf der Spionage und Kooperation mit den irakischen Behörden im Militärlager al-Ġazlânî (Ghazlani, nahe des Flughafens von Mossul!) in der Provinz Nînawâ erschossen. (http://sptnkne.ws/aykk)

Nach Auskunft des Kommandeurs der siebten Armee-Brigade, Generalmajor Nûmân ʽAbduzûbaʽî gegenüber as-Sûmariyya- News vom 11.1.2016 ist es der Armee gelungen, das Gebiet aš-Šâʽî in der Provinz al-Anbâr zu befreien und die Militäroperationen gegen den IS auf die Nachbarregion auszudehnen. Dabei wurden ca. 70 Terroristen eliminiert. Zudem bestätigte ein Beamter des Geheimdienstes wie des Terrorismus-Bekämpfungsdezernats im der irakischen Innenministerium am Vortag, daß einem Angriff der irakischen Luftwaffe auf den IS-Unterschlupf in Barwâna im West-al-Anbâr 25 IS-Angehörige getötet bzw. verletzt worden seien. (http://www.sana.sy/?p=322922)

Gemäß einer Erklärung des Menschenrechtskommissariats vom Fr., 8.1.2016, wurden aus ar-Ramâdî ca. 1.000 Zivilisten, welche IS-Mitgliedern zuvor als Schutzschilde gegen die vorrückende Armee mißbraucht hatten, von Polizeikräften gerettet und in die Auffanglager von al-Ḥabâniyya (Habbaniyah) gebracht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295807-)

Wie die irakische Amee am Do., 7.1.2016, in einer Erklärung mitteilte, wurde der bekannte IS-Sprecher Muḥammad al-Adnânî (Mohammed al-Adnani) in der Region Barwâna  (Barwanan)  der Provinz al-Anbâr bei einem Luftangriff schwer verletzt und zur medizinischen Behandlung in die vom IS besetzte Stadt Mossul im Norden gebracht. Jener wurde in der nordsyrischen Stadt Idlib geboren, hatte sich al-Qaida angeschlossen und war eine Zeit lang in US-Gefängnissen inhaftiert gewesen. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/295778-)

In der Provinzhauptstadt ar-Ramâdî gehen die Streitkräfte und Anti-Terror-Einheiten weiter gegen versprengte Reste von IS-Terroristen vor, haben die inzwischen den Bereich mit der Großen Moschee und der Sport City gesäubert, dabei ca. 30 Terroristen getötet und Dutzende verletzt, wie der Sprecher der Anti-Terror-Einheit, Ṣabâḥ an-Nuʽmân, gegenüber dem SANA-Korrespondent in Bagdad mitteilte. Derzeit spüre man die vom IS an Häusern und Straßen angebrachten Sprengsätze auf und demontiere sie. Zudem eliminierten die Streitkräfte ein IS-Lager mit 75 Terroristen im aṯ-Ṯarṯâr-Gebiet in West-al-Anbâr. Am Vortag zerstörte dort die Luftwaffe einen IS-Konvoi mit gepanzerten Fahrzeugen, Bomben und 21 Terroristen an Bord. (http://www.sana.sy/?p=321740 vom 7.1.2016)

Verteidigungsminister Ḫâlid al-ʽUbaidî (Khaled al-Obeid) gab am Di., 5.1.16, in einer Videobotschaft bekannt, inzwischen seien 65% der von den IS-Terroristen besetzten Gebiete im Land (im Ganzen waren dies 40% des Iraks) zurückerobert und somit befreit. Damit blieben im Endeffekt noch 17% des Landes in IS-Hand. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/295712-)

Nâṣif Ǧāsim al-Ḫaṭṭâbî (Nassif Jassem al-Khatabi), Gouverneur der Provinz Karbalâ´ (Kerbela), kündigte am Di., 5.1.2016, als Protest gegen die Hinrichtung des politischen Aktivisten für Menschenrechte und Demokratie in Saudi-Arabien, Scheich Nimr an-Nimr, am 2.1.2015 den Boykott saudischer Waren an. Die betreffenden Sicherheitsorganisationen haben diesen Beschluß umzusetzen. Zudem stimmten Alle Mitglieder des Provinzrates für die Umbenennung einer Straße der Provinzhauptstadt in „Scheich Nimr Bâqir an-Nimr-Straße“ zu. Der Gouverneur verurteilte jene Hinrichtung aus politischen Gründen (s.u.) und forderte die Zentralregierung dazu auf, die Neueröffnung der saudi-arabischen Botschaft (vgl.u.) in Bagdad nochmals zu überdenken. – Bemerkung: Karbalâ´ ist wegen seiner islamischen Geschichte einer der bedeutsamsten Wallfahrtsorte (vgl.u.) für die Šîʽiten aus aller Welt. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/295714- vom 5.1.2016)

Die Streitkräfte im Zusammenwirken mit Anti-Terror-Einheiten befreiten die Stadt Barwâna in al-Anbâr von dort verschanzten IS-Terroristen, die allesamt eliminiert wurden, wie ein Vertreter des Joint Special Operations Command in einer SANA vorliegenden Erklärung bekannt gab. Zudem konnten sie einen Terroranschlag, ausgerichtet auf die Achse al-Ḫasafa – Ruwâna in West-al-Anbâr vereiteln und ebenso IS-Überfälle auf die Regionen von aš-Šarîf ʽAbbâs und an-Našwa im W der Stadt Sâmarâ´(Samarra). Dies bestätigte auch der Kommandeur von al-Ḥašd aš-Šaʽbî Muḥammad al-Mûsawî. (http://sana.sy/?p=320986 vom 5.1.2016)

Erneut wurde im Sinğar-Gebiet im Nordirak am Mo., 4.1.2016, ein Massengrab mit 288 Leichen durch Pîšmarga-Kämpfer entdeckt wie das Nachrichtenportal al-Yaum as-Sâbiʽ meldete. Zuvor hatten Bewohner eines Dorfbewohner aus dem NW von Mossul ein Massengrab mit rund 120 Leichen gefunden. In jener Gegend hatten IS-Angehörige 78 Lehrer der Provinz Nînawâ (Ninive) entführt, welche sich geweigert hatten, die – auf dem (saudischen) Wahhâbismus gründende – IS-Ideologie an Schulen zu verbreiten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295660-irak-massengrab-in-sindschar-entdeckt)

Auch Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî zeigte sich erstaunt, geschockt und traurig über die Hinrichtung des Geistlichen und Menschenrechtsaktivisten von Scheich Nimr an-Nimr in Saudi-Arabien und verurteilte diesen Akt strengstens. Die saudische Politik der Unterdrückung und Repressalien gegen (friedlich demonstrierende) Oppositionelle bringe nur Chaos und Zerstörung in der Region
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295603-iraks-ministerpr%C3%A4sident-warnt-vor-folgen-der-hinrichtung-von-scheich-nimr-f%C3%BCr-sicherheit-und-stabilit%C3%A4t-in-region)

Bei Suizidanschlägen vom Sa., 2.1.2016, durch fünf IS-Attentäter auf den Luftwaffenstützpunkt Speicher (heute: Tikrît-Luftwaffenakademie) im Norden von Tikrît kamen 15 Sicherheitsleute ums Leben, 22 wurden verletzt. Zwei Terroristen initiierten die Detonationen am Eingangstor, drei andere mittels ihrer Sprenggürtel  im Innern der Anlage. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295599-15-tote-und-22-verletzte-bei-terroranschlag-im-irakischen-luftst%C3%BCtzpunkt; s.a. http://sptnkne.ws/awzd)

Kürzlich wurde schon der Evakuierung von IS-Anführern per Hubschraubern aus dem kurz vor der Befreiung stehenden ar-Ramâdî berichtet (vgl.u.). Als die irakische Armee zusammen mit Anti-Terroreinheiten, der Bundespolizei und Stammeskämpfern aus al-Anbâr endlich die Provinzhauptstadt wieder in Besitz nehmen konnten, fanden sich dort nur wenige gefallene IS-Leute, obwohl wenige Tage zuvor noch durch die Geheimdienste der US-geführten Koalition und denjenigen des Iraks bestätigt worden war, daß sich ca. 2000 IS-Kämpfer in der Stadt befänden. Ganze sechs IS-Angehörige wurden auf der Flucht in einer Menge von 442 Zivilisten, die vor den Endkämpfen im Zentrum ar-Ramâdî verlassen wollten, entdeckt und verhaftet. Dasselbe Phänomen der „ISIS evaporation“ sei früher schon in Sinğar beobachtet worden, als etwa 7.500 Kurden flohen und unter Deckung der Luftwaffe diese wichtige Stadt eingenommen wurde. Auch dort fanden sich nur noch ganz wenige IS-Kämpfer. Wohin waren diese verschwunden und mit wessen Hilfe?
Ein hochrangiges Regierungsmitglied bemerkte zum Sachverhalt: „The US forces operating in Iraq within the military operation room in Baghdad are the ones who define the units and the time (day and hour) of attacks against ISIS. If we want to benefit from an Air Force to defeat the terrorist group, we should bow to the American command. It is not unlikely for a possible American – Turkish coordination to communicate with “ISIS” and give a free way out to fighters to withdraw in the direction of the Syrian – Iraqi borders. That’s the information our drones collected in the last few days prior the attack of Ramadi. Our signals and Human Intelligence informed the Americans and us about ISIS movement of troops. We were not allowed to engage against these and no one in the government can contradict the Americans for the moment. The U.S ordered Baghdad to keep al-Hashd al-Sha’bi (PMUs) away from the battlefield of Anbar perhaps to ensure a free passage to ISIS and to reduce the Iranian influence and credit of victories in Iraq”.
Der Gewährsmann fuhr fort: „America has asked decision makers in Baghdad to change the heads of anti-terrorism, intelligence and security services of the army and Interior Ministry. Moreover, the Secretary General of the Council of Minister was also suggested by the Americans and in consequences he has been appointed to this position. The U.S wants a homogeneous team that is friendly to its policy and presence of these (US forces) on the ground in Iraq.
The hostile Era – created by the former Prime Minister Nuri al-Maliki that led to a withdrawal of the forces from Mesopotamia – is over and the policy adopted at the moment consists of reducing the influence of the Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC) and Maj. Gen. Qassem Soleimani over a few Iraqi armed groups. What is contributing to the success of such a policy is the fact that the Prime Minister Haider al-Abadi is in a bad terms with Soleimani. Since the start, PM Abadi believed that Soleimani was planning to remove him from power, supporting al-Maliki and promoting other choices to replace the actual Premier”
.
Seine Schlußfolgerung lautete: „Iran controls various military organisations fighting within the Popular Mobilisation Units that are strongly present in the battlefield in Iraq and in Syria. Such an influence persuaded al-Abadi to choose the path that leads to ”Uncle Sam” instead of choosing the one of Welayat-el- faqih.
This is why Abadi rejected, following an explicit American demand, to reject any Russia military assistance in the air, in Iraq, unlike the Syrian President Bashar al-Assad.
The Iraqi Prime Minister is aware of the possibility that the U.S would like to see 3 Iraqi cantons, one for the Kurds, one for the Sunni and another one for the Shia.
The Americans are also supporting the Turkish presence in Iraq, and met with the Director of the French Intelligence Service who said: The Middle East will never be the same as before. What is becoming more clear now that ISIS is a toy used by players for their agenda and plans to reshuffle the map of the Middle East”
. (https://elijahjm.wordpress.com/2015/12/30/where-did-isis-fighters-go-too-before-the-battle-of-ramadi-the-united-states-is-imposing-radical-changes-on-baghdad/)

Einem Bericht von The Guardian vom Sa., 2.1.2015, zufolge könnten etliche britische Soldaten wegen im Irak begangener Kriegsverbrechen vor ein Militärgericht gestellt werden. Marc Warwick zufolge, dem ehemaligen britische Polizeidetektiv und Verantwortungsträger des Zentrums für Spekulationen über den Krieg im Irak, lägen beachtliche Beweise für derlei Vorfälle vor. Im Artikel hieß es weiter: „Obwohl fünf Jahre seit der Gründung des Ihat vergangen sind, wurde bisher kein Gerichtsprozess durchgeführt. Die Menschenrechtsgruppen brachten diesbezüglich ihre Sorge zum Ausdruck.“ Es handele sich ca. 280 Fälle. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295575-)

Zum Jahresende 2015 wurde gemäß Meldung von al-ʽArabiyya-TV in Bagdad nach 25 Jahren die Botschaft Saudi-Arabiens mit einem neuen Botschafter wieder eröffnet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295530-saudi-arabische-botschaft-in-bagdad-wiederer%C3%B6ffnet, http://sptnkne.ws/awf4) – Dies ist insofern bezeichnend, daß die Kontakte seitens Saudi-Arabiens mit dem Irak während seiner säkularen Periode abgebrochen worden sind, jedoch jetzt, da selbst die irakische Flagge im Unterschied zur Zeit der Baʽṯ-Regierung den Spruch Allâhu akbar trägt (Abbildungen vgl.u.), diese wieder aufgenommen werden.

Ein Anschlag in ar-Ramâdî kostete am Fr., 1.1.2016, mindestens 16 Menschen ihr Leben. Nach der Befreiung der Provinzhauptstadt sind Armee und Volkskräfte immer noch mit dem Aufspüren, Demontieren bzw. Entschärfen der von den flüchtenden IS-Anhängern hinterlassenen Sprengsätze und Minen beschäftigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295549-16-tote-bei-einem-anschlag-in-al-ramadi)

Der über seine Amtszeit hinaus eigenmächtig (vgl.u.) und gegen heftige Proteste der Opposition im Präsidentenamt der autonomen kurdischen Region des Irak verbliebene Masʽûd Barzânî stimmt nun offenbar doch neuen Präsidentenwahlen für das Jahr 2016 oder der Wahl einer Person für die Übergangszeit bis 2017 zu. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/295541- vom 1.1.2016)

Anti-Terror- und Pionier-Einheiten konnten am Mi., 30.12.2015, mehr als 250 Familien aus den durch den IS verminten Häusern in der Stadtmitte von ar-Ramâdî befreien, wie aus Militärkreisen zu erfahren war. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295523-hunderte-irakische-familien-aus-verminten-h%C3%A4usern-befreit) – Zudem halten nach Auskunft des Vorsitzende des Rates der Provinz al-Anbâr vom Do., 31.12.2015, noch in der Provinzhauptstadt befindliche IS-Anhänger ca. 200 Familien als Geiseln gefangen, um ein Ende der Luftangriffe und der Suche der Armee nach versprengten IS-Kämpfern zu erzwingen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295532-irak-is-nimmt-200-familien-in-al-ramadi-als-geiseln)

Nachdem ein lokaler IS-Führer bei einem Manöver von al-Ḥašd aš-Šaʽbî getötet worden und seine Leiche untersucht worden war, fand sich bei ihm Mobiltelefon. Dessen Telefondaten legten die Unterstützung der Terrororganisation durch den türkischen Geheimdienst dar So hatte jener dafür Sorge getragen, daß die Terroristen sicher die irakisch-türkische Genze überqueren konnten. Im Einzelnen dazu s. http://thefifthcolumnnews.com/2015/12/isis-commanders-phone-shows-contact-with-turkish-intelligence/.

Ein Mitglied der irakischen Sicherheitskräfte in Bagdad machte gegenüber einem Farsnews-Journalisten deutlich, daß erneutWaffen und militärische Ausrüstung von unidentifizierten Flugzeugen über IS-Gebiet in Kirkuk abgeworfen worden ist. Wörtlich sagte er: „Following the héliportation US special forces to the town of Riyadh, in southern Kirkuk, unidentified aircraft dropped arms shipments and equipment and other assistance for terrorist group DAESH in this town, located in the north of Iraq” und fügte hinzu: „This is not the first time that witnesses the cargo release in territories controlled by DAESH.” Seiner Meinung nach handelte es sich um türkische oder US-Flugzeuge. – Im Anschluß daran werden die schon bekannten fälle derartiger Unterstützung aus dem Ausland für den IS aufgelistet, sie finden sich auch verstreut unter den Mitteilungen dieses Threads. (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i14191-parachutage_de_cargaisons_militaires_pour_daech_dans_le_sud_de_kirkuk vom 29.12.2015, Übersetzung des französischen Originals ins Englische von syrianfreepress, und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941008000580)

Außenminister al-Ğaʽfarî forderte am Mi., 30.12.2015, erneut den Abzug der sich völkerrechtswidrig immer noch im Irak aufhaltenden türkischen Truppenteile (vgl.u.) und stellte nun sogar eine Militäroption im Falle des Nichtabzugs in Aussicht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295517-irakischer-au%C3%9Fenminister-milit%C3%A4roption-gegen-die-t%C3%BCrkei-ist-m%C3%B6glich)

Während der Rückeroberungsoperation von ar-Ramâdî konnte auch der auf der Flucht befindliche sog. Finanzchef der IS-Terrororganisation gefaßt werden. (http://sptnkne.ws/avpT vom 29.12.2015)

Ar-Ramâdî ist befreit! Video bei: http://sptnkne.ws/auMz.

Am So., 27.12.2015, konnte die Armee mit Luftunterstützung die Region az-Zawiyya im Norden von ar-Ramâdî vom IS zurückerobern, wie der Kommandant der Befreiungsoperationen in der Provinz al-Anbâr Ismail Mahlaw mitteilte. Die Region wird anschließend auf hinterlassene Sprengsätze untersucht. Zudem wurden ca. 100 Familien aus der Umzingelung durch den IS in der Provinzhauptstadt befreit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295387-irakische-armee-meldet-befreiung-einer-weiteren-region-in-al-ramadi)

Bei drei Terroranschlägen in verschiedenen Teilen Bagdads kamen am 27.12.2015 insgesamt vier Personen ums Leben, 19 wurden verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295384-mehr-als-20-tote-und-verletzte-bei-terroranschlag-in-bagdad)

Nach den bedeutsamen Fortschritten der irakischen Armee und den Freiwilligenkämpfer in ar-Ramâdî gab Ḥaidar al-Ḥussainî al-ʽArdâwî (Haidar al-Hosseini al-Ardawi), Kommandant des Imam Khamenei-Battalions, gegenüber FNA am Do, 24.12.2015, an: „The delay in operations to liberate Ramadi and Fallujah cities in al-Anbar province is the result of the US interference“ und setzte hinzu: „It seems that the US intends to evacuate the ISIL terrorist group’s infamous ringleaders secretly (with helicopters) from Ramadi to unknown places“ (zu Deutsch bei SputnikNews: „Offenbar wollen die USA die IS-Anführer mit Hubscharubern evakuieren“). Das Bataillon ist Teil von al-Ḥašd aš-Šaʽbî . Ähnliches war schon früher behauptet worden (vgl.u.). Tags zuvor hatte eine andere Führungskraft von al-Ḥašd aš-Šaʽbî geäußert, daß seine Freiwilligenmiliz die einzige sei, die der Armee bei der Eroberung von ar-Ramâdî beistehe. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941003000828, s.a. http://sptnkne.ws/auC8)

Am Sa., 26.12.2015, gelang der Armee zusammen mit der Volksmiliz die Rückeroberung des ar-Ramâdî-Staudamms mitsamt umliegenden Regionen vom IS, wie Regierungssprecher Saʽd al-Ḥadîṯî (Saad Al-Hadithi) mitteilte. Relativ zügig ging der Vormarsch in den Außenbezirken von ar-Ramâdî vor sich, während die Gefechte um die Innenstadt länger andauerten, denn dort hätten sich die meisten IS-Kämpfer verschanzt und Scharfschützen versteckt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295359-irakische-armee-schreitet-in-ramadi-vor) – Das Gebiet al-Bû Dandal sei dort am 27.12.2015 unter Kontrolle gebracht worden nach Beseitigung Dutzender IS-Terroristen. (http://sana.sy/?p=317679) – Der Stadtkern mit noch verbliebenen ca. 200 IS-Kämpfern ist inzwischen umzingelt. (http://sptnkne.ws/auCu)

Die Behauptungen türkischer Regierungsvertreter, wonach sich iranische Truppen auf irakischem Territorium aufhielten, hat Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî als glatte Lüge bezeichnet. Zuden stellte er hinsichtlich des Vorwands der türkischen AKP-Regierung hinsichtlich des völkerrechtswidrigen immer noch bestehenden Aufentalts türkischer Truppen im Irak (vgl.u.) fest: „Die Präsenz von IS-Terroristen im Irak stellt keine Gefahr für die Türkei dar, weil keine Grenzgebiete zwischen beiden Ländern okkupiert worden sind.“ und ergänzte: „Die türkischen Verantwortlichen behaupten, für die Unterstützung ihrer Militärs-Ausbilder Kräfte in Mosul in der nordirakischen Provinz Ninewe stationiert zu haben, während Bagdad von Ankara dies nicht gefordert hatte.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295342-al-abadi-keine-iranischen-milit%C3%A4rs-im-irak)

In ar-Ramâdî haben sich offenbar 50 IS-Mitglieder aus der Stadt geweigert, mittels eines umgelegten Sprengstoffgürtels Suizidattentate zu begehen, und sind dafür ermordet („hingerichtet“) worden, wie Major ʽUmar Ḫamîs (Umr Hamis) von der Freiwilligenmiliz al-Ḥašd aš-Šaʽbî  gegenüber as-Sûmariyya News miteilte. (http://sptnkne.ws/atRN)

Nach Anrufung durch den Irak erklärte die Arabische Liga (AL) laut dem stellvertretenden Generalsekretär: „Die Arabische Liga verurteilt die Türkei für den Einmarsch ihrer Truppen in den Irak und fordert von der türkischen Regierung ihren sofortigen bedingungslosen Abzug“.  Außenminister al-Ğaʽfarî betonte, daß die Entscheidung einstimmig erfolgte. Zudem sei sein Land bereit, alle rechtlichen Mittel einzusetzen, um die türkischen Truppen zum Abzug zu bewegen. (http://sptnkne.ws/atSX)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî hat nach intensiven Gesprächen – wie es von Seiten eines Regierungsprechers hieß – schließlich doch eingewilligt, daß weitere 100 US-Soldaten (Bodentruppen) in geheimer Mission im Irak agieren. Sie sind am nach Auskunft Regierungssprecher Saad al-Hadisi gegenüber al-ʽIrâq News am Do., 24.12.2015, bereits im Land eingetroffen und sollen u.a. „logistische Luftunterstützung“ bei der Kontrolle der irakisch-syrischen Grenze leisten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295273-)

Am Mi., 23.12.2015, kamen im von Šîʽiten bewohnten Ort al-Ḫāliṣ  (al-Chalis), ca. 80 km nördlich von Bagdad entfernt, bei zwei Autobombenanschlägen, einmal an einer Bushaltestelle, das andere Mal an einem besuchten Markt, insgesamt mindestens sieben Menschen ums Leben, 18 wurden verletzt. – Tags zuvor hatte das irakische Militär gemeldet, ca. 90% der Provinzhauptstadt ar-Ramâdî und damit einer Hochburg des IS befreit zu haben. Etliche der IS-Terroristen hätten sich darauf ostwärts abgesetzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295232-irak-sieben-tote-bei-terrorsnsch%C3%A4gen-im-norden-von-bagdad)

Nachdem wider das Völkerrecht sich im Irak aufhaltenden türkischen Truppen (s.u.) trotz gegenteiliger Ankündigung (s.u.) immer noch nicht aus dem Land abgezogen sind, hat Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî hat die arabischen Länder beim Treffen mit Botschaftern aus diesen Ländern in Peking aufgefordert, gemeinsam Stellung zu dieser Problematik zu beziehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295228-der-irak-fordert-stellungnahme-arabischer-l%C3%A4nder-zur-t%C3%BCrkischen-aggression)

Das irakische Staatsfernsehen meldete am Mi., 23.12.2015, bezüglich eines Angriffs der Luftwaffe: „Die F-16-Kampfjets haben bei Angriffen in Al-Hawidscha und in Al-Anbar Dutzende Terroristen getötet, darunter auch acht höhere Kommandeure von IS.“ sie leisteten Unterstützung beim Vormarsch der Bodentruppen in ar-Ramâdî, die ihrerseits von Polizeikräften und Stameskämpfern Hilfe erhalten. (http://sptnkne.ws/at34).

Nûrî al-Mâlikî, der frühere Premierminister (vgl.u.) und jetzige Vorsitzende der sog. Rechtsstaatlichen Koalition, bemerkte im Parlament, das „System Erdogan“ tue heute dem irakischen wie dem syrischen Volk Ähnliches an wie seine osmanischenVorgänger den Armeniern vor hundert Jahren, indem es in jenen Ländern die Terroristen unterstütze. Beim Treffen mit dem Oberhaupt der armenisch-orthodoxen Gemeinschaft im Irak, Erzbischof Afâk Asâdûrîân, bekundete er zudem große Sympathie mit den Armeniern und brachte seine Empörung gegenüber dem ihnen durch die Osmanen zugefügten Leid zum Ausdruck. (http://sana.sy/?p=315632 vom 22.12.2015)

Der Vormarsch der irakischen Armee gegen den IS dauert an. Irakische Militärmaschinen warfen Flugblätter ab, um die Einwohner der umkämpften Provinzhauptstadt von al-Anbâr, ar-Ramâdî, aufzufordern, innerhalb von 72 Stunden den Westteil der Stadt zu verlassen. Doch daran werden sie von den IS-Anhängern gehindert, wie der Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums Nāṣir Nûrî (Nasir Nuri) am Mo., 21.12.2015, mitteilte. Sie dienen ihnen als menschliche Schutzschilde. Trotzdem galang etlichen Bewohnern die Flucht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295116-is-hindert-einwohner-von-al-ramadi-daran,-die-stadt-zu-verlassen)

Die Bodentruppen wurden von den russischen Kampfhubschraubern, Typ Mi-35, beim Vormarsch gegen den IS unterstützt, wie der russische TV-Sender Swesda am Di., 22.12.2015, meldete. (http://sptnkne.ws/ataW). Die Armee hat bereits das Regierungsgelände gestürmt und von der Stadtmitte ausgehend weitere Bereiche befreit. (http://sana.sy/?p=315653)

Lokalmedien melden, daß der IS in Mossul 12 Zivilisten u.a. wegen Hexerei und Zauberei angeklagt und für schuldig befunden hat. Die „Hinrichtung“ wurde vollzogen, indem die Opfer von einem hohen Versicherungsgebäude im Stadtzentrum gestürzt wurden. Bei Angriffen durch die Armee etc. werde die Bevölkerung der zweitgrößten Stadt des Iraks als Schutzschild mißbraucht. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295052-is-richtet-12-zivilisten-in-moussel-hin)

Nach den despektierlichen Äußerungen zweier US-Geheimdienstoffiziere, des DIA-Chefs Stewart und des CIA-Direktors John Brennan, verurteilte Außenministeriumssprecher Aḥmad Ğamal (Ahmed Jamal) deren Spekulationen über die Desintegration des Iraks auf das Schärfste. Angesichts dessen, daß die im Irak ihr unwesen treibenden Terroristen aus rund 80 Ländern stammten, retournierte er: „The westerners had better prevent the flow of terrorists from their countries to Iraq instead of raising doubt about Iraq’s unity.“ Der Plan der Balkanisierung (s.a. bzgl.  Yinon-Plan), d.h. der angstrebten Zerteilung des Iraks in drei und Syriens in gar fünf Teile, um diese Staaten zu schwächen und ihre Regierungen leichter manipulierbar zu gestalten, werde nicht aufgehen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940928000783)

In einer Erklärung vom Fr., 18.12.2015, informierte das irakische Gemeinsame Operationskommando, zuständig für alle Einsätze gegen den IS, daß die 55. Brigade der 3. irakischen Division beim Vorrücken gegen IS-Stellungen bei an-Naimiyya (al-Naimiya)nahe ʽÂmiriyyat al-Falluğa (Amriyat al-Fallujah) gegen 1 Uhr p.m. (1000 GMT) Treffer eines Bombardements seitens US-Kampfjets abbekommen habe. Infolge dessen seien ein Offizier und neun soldaten getötet bzw. verwundet worden. Der US-Luftangriff sei ausgeführt worden „without taking into account the distance that had been covered” seitens irakischer Truppen. Später sprach Ḥakim az-Zamilî, Chef des Sicherheits- und Verteidigungs-Komitees im Parlament, sogar von 20 getöteten und 30 verwundeten Irakern.  Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen, da etliche in sehr schlechter Verfassung seien. Daher forderte er Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî auf, eine Untersuchung des Vorfalls einzuleiten. (http://www.presstv.ir/Detail/2015/12/18/442249/US-Iraq-airstrike-Baghdad, http://www.presstv.ir/Detail/2015/12/19/442341/Iraq-US-airstrike-Hakim-alZamili-Anbar sowie http://sptnkne.ws/arVa, s.a. http://www.globalresearch.ca/us-airstrike-hits-iraqi-troops/5496845) – In der Vergangenheit hatte es schon mehrere derartige Vorfälle gegeben, bei denen gegen die Terroristen vorrückende erfolgreich kämpfende Verteidigungskräfte der irakischen (vgl.u.) wie der syrischen Seite Ziele von Luftangriffe der US-geführten Koalition geworden waren. Iraker beschweren sich zudem, daß viele Einsätze nicht mit dem irakischen Militär abgesprochen würden. Damit erhöhe sich automatisch die Gefahr für Zivilisten wie die Verteidigungskräfte am Boden. – US-Verteidigungsminister Ashton Carter war erst kürzlich in den Irak gekommen, um Details des von der US-Regierung geplanten Einsatzes von Apache-Helikoptern inklusive Bodentruppen im Land zu besprechen, obwohl solche von irakischer Seite zu verschiedenen Malen vehement abgelehnt worden waren (vgl.u.). Der Abgeordnete Abd al-Hussain al-Zergawy bemerkte dazu: „The actions of the special forces on the ground are not controlled by us due to the nature of the tasks, which is harmful to our national security. Because we cannot tell what they should or should not do, which may lead to new problems and infringe on Iraq’s sovereignty,“ und fügte hinzu: „It is not simply about Apache helicopters, but about the trust between us.“ Vor allem machte er deutlich: „If they send out ground troops and you cannot control them, it will be considered a new invasion into Iraq. So we will refuse that directly. The US invasion is a painful experience to us. They just left after causing chaos in our country.  … .So we cannot open our door again when we are able to make progress in fighting extremist groups.“ (http://www.presstv.ir/Detail/2015/12/19/442341/Iraq-US-airstrike-Hakim-alZamili-Anbar).

Auf die immer noch im Irak befindlichen türkischen Soldaten (vgl.u.) im N von Mossul haben IS-Trupps einen Angriff mit Mörsergranaten unternommen. Dabei wurden sieben Personen verletzt, wie der türkische Sender CNN Türk meldete. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294924-nordirak-m%C3%B6rsen-angriff-auf-t%C3%BCrkische-soldaten-im-milit%C3%A4rlager)

Während ihrer alljährlichen Falken-Jagd im Dezember in der Wüste Nağaf (mit amtlicher Genehmigung des irakischen Innenministeriums) sind in der Nacht zum Mi., 16.12.2015, 16 Bürger aus Qaṭar, darunter Mitglieder der Herrscherfamilie, von bislang unbekannten uniformierten Bewaffneten entführt worden. Ermittlungen sind eingeleitet. – Derlei Jagdausflüge von Reisenden aus den Golfländern hätten nach dem gewaltsamen Sturz des früheren Staatschefs Ṣ. Ḥussain infolge der US-Invasion von 2003 wegen der schlechteren Sicherheitslageseither stark abgenommen. (http://sptnkne.ws/armU)

Das italienische Unternehmen Trevi Spa hat den Auftrag zur Reparatur des Mossul-Staudammes erhalten. Zu letzterem informierte der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi das Auditorium am Abend des Di., 15.12.2015, im italienischen Staatsfernsehen RAI 1: „ … eine wichtige Aufgabe ist aber auch der Schutz des Mossul-Dammes, der sich im Herzen der gefährdeten Zone an der Grenze zu den Territorien befindet, die vom ‚Islamischen Staat‘ kontrolliert werden. Der Damm ist stark beschädigt, wenn er einstürzt, kann Bagdad vernichtet werden“. Zum Schutz der beteiligten Arbeiter würden daher in einigen Wochen 450 Soldaten ins Gebiet entsandt, während eine aktive militärische Beteiligung an Einsätzen der US-geführten Koalition im Irak weiter bei der italienischen Regierung auf Ablehnung stößt. Zur Ausbildung der gegen den IS kämpfenden Pîšmarga seien jedoch bereits 750 italienische Soldaten im Irak. (http://sptnkne.ws/arkd, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294901-italien-schickt-450-soldaten-zum-schutz-der-mitarbeiter-eines-italienischen-unternehmens-in-den-irak-entsenden)

Der irakischen Armee gelang es, eine Angriffswelle des IS mittels 15 Autobomben im O der umkämpften Provinzhauptstast ar-Ramâdî zu vereiteln und mit nur ge-ringen Eigenverlusten zu entschärfen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294888-gro%C3%9Fangriff-der-is-terroristen-in-al-ramadi-vereitelt)

Nachdem die Nachrichtenagentur Anadolu gemeldet hatte, ein Teil der in den Irak [völkerrechtwidrig] einmarschierten türkischen Truppen sei  vom Stützpunkt Baʽšîqa (Baschika, im Mossul-Distrikt) in der Provinz Nînawâ (Niniveh) Richtung Norden „verlegt“ worden, und bei Sputnik die Nachricht von einem Teilabzug kam (http://sptnkne.ws/aq5V), stellte Saʽd al-Ḥadîṯî (Saad al-Hadithi) als Sprecher des irakischen Ministerpräsidentenbüros klar, daß die türkische Regierung ihre Truppen noch nicht aus dem Nordirak abgezogen habe. Al-Yaum as-Sâbiʽ zufolge machte er deutlich: „Die irakische Regierung hat gefordert, dass alle türkischen Truppen vollständig vom irakischen Boden abgezogen werden und nicht nur ihren Ort wechseln.“ Daher bestehe auch die diesbezügliche Klage beim UN-Sicherheitsrat fort. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294859-t%C3%BCrkische-kr%C3%A4fte-zogen-noch-nicht-aus-den-irak-zur%C3%BCck)

Zur Einschätzung der Rolle der türkischen Regierung, welche völkerrechtswidrig Militär sowohl in den Norden Syriens wie des Irak geschickt hat und zudem in den IS-Ölschmuggel verwickelt ist (zu Belegen s.u.), trägt auch bei, was die russische Drogenkontrollbehörde (FSKN) herausgefunden hat. Ihrem Chef Viktor Iwanow zufolge, der sich am Mo., 14.12.2015 dazu äußerte, werden große Mengen Heroins aus Afghanistan via Türkei auf den Balkan und anschließend in die EU geschmuggelt. „In diesem Fall fällt die Route von geschmuggeltem Öl mit der von Drogen zusammen. Afghanisches Heroin wird über die Türkei weiter in die EU-Länder transportiert, Öl fließt auch in Richtung Türkei“ und zwar „gerade deswegen“ erklärte er. Dadurch verdiene „Ankara“ jährlich bis zu 150 Milliarden US-$. (http://sptnkne.ws/aqwj)

Rußlands Außenminister Sergej Lawrow sagte per Telefonat vom Sa., 12.12.2015, seinem irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî die Unterstützung seines Landes gegen die türkischen Aggressionen im Nordirak zu, welche dem internationalen Recht und der UN-Charta zuwiderliefen. Auch der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin hatte tags zuvor die türkische Regierung vor den Folgen ihrer militärischen Aggression gewarnt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294736-lawrow-russland-werde-den-irak-gegen-t%C3%BCrkische-%C3%BCbergriffe-unterst%C3%BCtzen)

Von der Verwicklung der Kurden in den IS-ÖL-Schmuggel via Türkei handelt der neue Artikel der Editionsmitglieder des UN-Online-Magazins „Veteranstoday“, Gordon Duff und Jim W. Dean, ausgestattet mit auschlußreichem Kartenmaterial unter dem Titel: Map Study: Daesh Oil Smuggling Impossible Without Kurds. (http://www.veteranstoday.com/2015/12/12/map-study-isis-oil-smuggling-impossible-without-kurds/) – In diesem Zusammenhang ist auch auf den kürzlich erfolgten Besuch von Masʽûd Barzânî (s.u.) in der Türkei zu verweisen, der in den Medien als Präsident der autonomen Kurdenregion im Irak genannt wird, obwohl seine Amtszeit schon lange abgelaufen ist (vgl.u.) und er bislang verhindert hat, Neuwahlen in die Wege zu leiten. Vgl. hierzu auch: http://www.voltairenet.org/article189633.html.

Das Innenministerium informiert, daß der Stellvertreter des IS-„Kalifen“, Abû ʽAlî al-Anbârî (Abu Ali al-Anbari) bei einem Angriff der irakischen Luftwaffe nahe der Grenze zu Syrien verletzt worden ist, während mehrere seiner Kameraden, darunter lokale IS-Führer wie Abu Hammam al-Zubeidi [Abû Ḥamâm az-Zubaidî], Abu Ayyub al-Masri [Abû Ayûb al-Maṣrî, d.i.: der Ägypter], und Abu Hajar al-Assafi [Abû Ḥağar al-ʽAsâfî ?] starben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294692-stellvertreter-von-abu-bakr-al-baghdadi-beim-luftangriff-der-irakischen-armee-verletzt)

In einer Sondersitzung trafen sich am Sa., 12.12.2015, in Bagdad die Vertreter der Staatsgewalten, politischer Parteien und andere Verantwortliche im Land aufgrund der jüngsten wiederholten Verletzung der irakischen Grenzen bzw. Einmischung fremder Staaten in Inlandsbelange ohne Absprache mit der irakischen Regierung als einzig repräsentativem Partner. Die Abgesandten unterstrichen nochmals das Recht Iraks [wie jedes anderen Landes schon aufgrund des Völkerrechts und der UN-Charta] auf Verteidigung seiner Souveränität und territorialen Integrität mittels verschiedener legaler Wege. Hierzu gehöre auch, daß jegliche Unterstützung für den Irak über offizielle Kanäle und in gegenseitigem Einvernehmen der Vertragsparteien, also der jeweiligen Landesregierungen, erfolgen müsse. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294725-ranghohe-irakische-regierungsvertreter-betonen-recht-auf-verteidigung-der-territorialen-integrit%C3%A4t-des-landes) – Letzterem widersprach z.B. die kürzlich von den USA zugesagte Waffenlieferung an die Kurden (vgl.u.).

Gegen den Einmarsch der türkischen Truppen protestierten am Sa., 12.12.2015, im Zentrum Bagdads nach Meldung von as-Sûmariyya News auch zehntausende Bürger friedlich. Mit Plakaten und Parolen kritisierten die Demonstranten – teils in uniformähnlicher Kleidung – auf dem Taḥrîr- [„Freiheits-]-Platz auch die Interventionen der USA wie regionaler Staaten im Irak. an den Kundgebungen nahmen auch viele bekannte Persönlichkeiten und Parlamentsabgeordnete teil.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294695-iraker-fordern-sofortigen-r%C3%BCckzug-t%C3%BCrkischer-soldaten-aus-irakischem-boden, s.a. http://sptnkne.ws/apUe)

Am Mi., 9.12.2015, erteilte der US-Kongreß Präsident Obama die Befugnis, direkt und ohne die Aufsicht der irakischen Regierung (!), Waffen und Munition an die kurdischen Pîšmarga zu liefern. Bob Corker, Vorsitzender des Außenausschusses im US-Senat, hatte sich vehement dagegen eingesetzt. Im Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Sputniknews erklärte er dies damit, daß eine Lieferung an nur eine Gruppe innerhalb des Iraks und vor allem an der Regierung eines als souverän angesehenen Landes vorbei würde eindeutig die Spaltung des Landes forcieren und eine Einmischung von außen in die ineren Angelegenheiten eines fremden Staates bedeuten [vgl.u. zum Plan der Schaffung eines künstlichen „Kurdistans“ durch die US-Regierung]. Der Vorgabe, eine Lieferung an die irakische Regierung direkt, würde eine Weiterverteilung nur hinauszögern, widerspreche die bisherige Realität. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294659-corker-direkte-bewaffnung-der-kurden-kann-die-einigkeit-in-diesem-land-gef%C3%A4hrden)

Entgegen der mehrfach kundgetanen Ablehnung fremder Truppen auf irakischem Territorium durch die irakische Regierung (vgl.u.), hat das Pentagon weitere 200 US-Soldaten auf der Luftwaffenbasis ʽAin al-Assad in der Provinz al-Anbâr landen lassen, wie das irakische Nachrichtenportal al-Madâ meldete. Der Parlamentsabgeordnete und Mitglied des Verteidigungsausschusses Qâsim al-Aʽrağî (Qasim Al-Araji) unterstrich nochmals den irakischen Protest gegen diese US-Entscheidung. Dadurch werde lediglich der Kriegszustand im Irak verlängert. (http://presstv.ir/Detail/2015/12/10/441125/US-troop-deployment-Iraq-Ayan-alAsad-base-Khan-alBaghdadi und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294593-200-us-soldaten-in-irak-eingetroffen) – Demgegenüber wurden am 10.12.2015, den Wünschen der irakischen Regierung und dem eingegangenen Vertrag entsprechend, seitens der Kreml-Regierung Kampfhubschrauber des Typs Mi-2N „Night Hunter“ nach Bagdad geleiefert. „Die Ankunft dieser beiden Hubschrauber ist eine qualitativ hochwertige Ergänzung der Möglichkeiten der Fliegerkräfte der irakischen Armee“, verlautete es aus dem irakischen Verteidigungsministerium. (http://sptnkne.ws/apsc)

Wegen des Verbleibs (vgl.u.) der völkerrechtswidrig in den Irak einmarschierten türkischen Truppen hat das irakische Außenministerium am Do., 10.12.2015, die sofortige Einberufung einer Ministerkonferenz der Arabischen Liga hierzu gefordert wie die Verabschiedung einer Resolution des Weltsicherheitsrats zur Verurteilung dieses Vorgehens der Türkei, nachdem Konsultationen mit ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates eingeleitet worden waren, teilte der Sprecher des irakischen Außenministeriums, Aḥmad Ğamal (Ahmad Jamal) gegenüber as-Sûmariyya News mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294594-der-irak-fordert-abhaltung-von-ministerkonferenz-der-arabischen-liga-%C3%BCber-die-t%C3%BCrkei)

Im Interview mit italienischen Medien am Mi., 9.12.2015, kritisierte der russische Außenminister Sergej Lawrow das offenkundig doppelte Spiel der türkischen Regierung: Zum einen sei der Abschuß der Suchoi-24 gerechtfertigt worden unter dem Vorwand des eigenen Grenzschutzes, dann sei der Einmarsch türkischen Militärs [also unter Nichtachtung der irakischen Grenze] in den Irak erfolgt unter dem Vorwand, dort Kurden auszubilden. Doch die Soldaten wurden nicht in kurdisches Gebiet geschickt. Schließlich kämpften auf syrischem Territorium auch Kurden gegen den IS, z.B. das kurdische Volksheer, mit dem „die Amerikaner zusammenarbeiten und das sie bewaffnen und ausbilden“. Demgegenüber stellte er klar: „Gleichzeitig sind diese kurdischen Volksmilizen, darunter die Partei ‚Demokratische Union‘, von türkischem Standpunkt aus in Syrien Feinde. Deswegen muss man dies nun erklären. Außerdem, wie die Türkei als Mitglied der US-geführten Koalition die der Koalition gestellten Ziele erfüllt. Warum die Türkei nicht so sehr die Terroristen bombardiert, sondern Kurden, die von den Amerikanern mindestens als potentielle, vielleicht auch schon als echte Verbündete im Anti-Terror-Kampf betrachtet werden“. (http://sptnkne.ws/anSt, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294496-au%C3%9Fenminister-lawrow-wirft-der-t%C3%BCrkei-doppeltes-spiel-vor)

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, machte während eines Pressegesprächs am Do., 10.12.2015 deutlich, daß der Einmarsch der türkischen Truppen in den Irak eine grobe Verletzung des Völkerrechtes darstelle, und erklärte: „Ausgehend von der Reaktion einiger Mitglieder des UN-Sicherheitsrates kam dieses Vorgehen des türkischen Militärs sogar für deren engsten Verbündeten völlig unerwartet. Wegen der bereits berüchtigten blockgebundenen Solidarität haben sie Ankara nicht dafür kritisiert, dass es das Völkerrecht so grob verletzt hat“. Denoch drückte sie die Hoffnung aus, daß der UN-Sicherheitsrat die „Hitzköpfe in Ankara abkühlen“ und vor „kopflosen Schritten und Provokationen“ warnen werde. (http://sptnkne.ws/aphz) – Und trotzdem gab der türkische Staatspräsident Erdogan auf der Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden des bosnischen Präsidentenrates in Ankara am 10.12.2015 bekannt, daß die türkischen Soldaten nicht aus dem Irak abgezogen würden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294616-erdo%C4%9Fan-t%C3%BCrkei-beabsichtigt-nicht-den-abzug-ihrer-milit%C3%A4rs-aus-irak, http://sptnkne.ws/apt5).

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî kündigte nach Verstreichen des Ultimatum für den Abzug der illegal einmarschierten türkischen Truppen (vgl.u.) anläßlich des Zusammentreffens mit dem Sondergesandten des US-Präsidenten bei der Anti-IS-Koalition, Bert Mc Gork, gegenüber as-Sûmariyya News an, die Regierung werde deswegen Klage bei der UNO, dem UN-Sicherheitsrat, der Arabischen Liga und anderen internationalen Organisationen gegen die Türkei erheben. Mc Gork bemerkte nur, die USA lehnten den Einmarsch der türkischen Streitkräfte in den Irak ab und hätten dies der Regierung in Ankara auch mitgeteilt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294521-irak-will-bei-der-uno-klage-gegen-die-t%C3%BCrkei-einreichen)

Die Krise zwischen dem Irak und der Türkei, ausgelöst durch den widerholten völkerrechtswidrigen Einmarsch türkischer Truppen in das südöstlich gelegene Nachbarland hat den zwielichtigen Präsidenten der autonomen irakischen Kurdenregion, Masʿūd Barzānī (vgl.u.), nicht davon abgehalten, am Mi., 9.12.2015, der Einladung von Staatspräsident Erdogan nach Ankara nachzukommen, wo er zudem den – mit der Muslimbruderschaft etc. verbundenen – Chef des Nationalen Nachrichtendienstes „MIT“ Hakan Fidan (vgl.u.) und dem Ministerpräsidenten zusammentraf. Dabei sollte der Ausbau der bilateralen Beziehungen zwischen Erbil und Ankara Thema sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294490-pr%C3%A4sident-der-autonomen-irakischen-kurdenregion-barzani-reist-in-die-t%C3%Bcrkei)

Die Opferzahl von vier Terroranschlägen in verschiedenen Vierteln Bagdads vom Mi., 9.12.2015, beläuft sich auf dutzende getöteter und verletzter Personen. Im Einzelnen dazu in: http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294495-t%C3%B6dliche-explosionen-ersch%C3%BCttern-irakische-haptstadt-bagdad.

Der einerseits totgesagte (vgl.u.), andererseits nach anderen Angaben zuletzt in der Türkei wegen seiner Verletzungen behandelte (vgl.u.) IS-„KalifAbû Bakr al-Baġdâdî habe sich nach Aussagen von Informanten nach Libyen zurückgezogen [wohin zuletzt Scharen der in Syrien sehr in Bedrängnis geratenen IS-Kämpfer via Türkei ausgeflogen worden waren], meldet Nachrichtenagentur Fars. Damit wolle er der Verfolgung seitens der Irakischen Geheimdienste zu entgehen. (http://sptnkne.ws/anPc)

Bei der Operation zur Rückeroberung der Provinzhauptstadt ar-Ramâdî aus den Händen des IS haben die irakischen Truppen am Di., 8.12.2015, große Teile unter ihre Kontrolle gebracht – nach Aussagen des Generalleutnants der Anti-Terror-Einheiten, Abdul-Ghani Asadi, etwa 60-70%. (http://sptnkne.ws/anNt) – Weitere Erfolge auch in anderen Kampfgebieten gegen den IS meldet, ins Deutsche übersetzt, http://sptnkne.ws/anJc basierend auf einem SANA-Bericht.

Eine weitere Konsequenz des völkerrechtswidrigen türkischen Einmarsches in den Nordirak ist die Verabschiedung einer Resolution durch den Gouverneursrat von Bagdad zur Sanktionierung aller türkischen Waren, wie der Nachrichtensender al-Manâr am Di., 8.12.2015, unter Berufung auf eine Ratsmitglied berichtete. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294475-bagdad-verbietet-import-t%C3%BCrkischer-waren) – Zudem machte der Vorsitzende Sicherheitsausschusses im irakischen Parlament, Ḥâkim az-Zâmalî, der Irak sei durchaus in der Lage, seine nationale Souveränität alleine zu verteidi­gen, und drohte für den Fall, daß die türkischen Truppen nicht aus dem Irak abzögen, mit militärischem Vorgehen. U.a. hatte az-Zâmalî in einen Brief an den Ministerpräsidenten, die  Luftwaffe gegen die türkischen „Okku­pationskräfte“ einzusetzen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294457-irak-droht-t%C3%BCrkei-mit-milit%C3%A4rischen-ma%C3%9Fnahmen) – Außerdem forderte der parlamentarische Verteidigungsausschuß die Aufkündigung des Sicherheitsvertrags mit den USA: „Die Regierung und das Parlament müssen den Sicherheitsvertrag revidieren oder annullieren, weil die USA ihn nicht ernst nehmen“, erklärte ein Ausschußmitglied gegenüber Sputnik. Dies wurde mit der ausbleibenden Reaktion der USA auf die derzeit akut [auch und insbesondere durch die Türkei] gefährdete Sicherheitslage im Irak begründet. (http://sptnkne.ws/anMs).

Nachdem das türkische Außenministerium am 8.12.15 bekanntgegeben hatte, die in den Nordirak geschickten Truppen nicht zurückziehen zu wollen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294458-die-t%C3%BCrkei-unterstreicht-die-schaffung-eines-sicheren-ortes-in-syrien) und damit auch das irakische Ultimatum für deren geforderten Abzug (vgl.u.) verstrichen war, wandte sich die irakische Regierung in dieser Sache an die NATO. Auf der Regierungswebseite wurde daher folgende Mittteilung veröffentlicht: „Die NATO muss ihre Autorität einsetzen und die Türkei dazu drängen, dass sie ihre Truppen sofort von irakischem Territorium zurückzieht“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294478-al-abadi-nato-muss-sich-f%C3%BCr-r%C3%BCckzug-der-t%C3%BCrkischen-truppen-aus-irak-einsetzen) – Interessant ist, daß die widerrechtlich einmarschierten türkischen Truppen in einem Vorort von Mossul stationiert sind, der unter Kontrolle der Terrororganisation IS steht. (s. 1. Quellenangabe).

Nachdem das türkische Außen¬ministerium am 8.12.15 bekanntgegeben hatte, die in den Nordirak geschickten Truppen nicht zurückziehen zu wollen (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294458-die-t%C3%BCrkei-unterstreicht-die-schaffung-eines-sicheren-ortes-in-syrien) und damit auch das irakische Ultimatum für deren geforderten Abzug (vgl.u.) verstrichen war, wandte sich die irakische Regierung in dieser Sache an die NATO. Auf der Regierungswebseite wurde daher folgende Mittteilung veröffentlicht: „Die NATO muss ihre Autorität einsetzen und die Türkei dazu drängen, dass sie ihre Truppen sofort von irakischem Territorium zurückzieht“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294478-al-abadi-nato-muss-sich-f%C3%BCr-r%C3%BCckzug-der-t%C3%BCrkischen-truppen-aus-irak-einsetzen) – Interessant ist, daß die widerrechtlich einmarschierten türkischen Truppen in einem Vorort von Mossul stationiert sind, der unter Kon¬trolle der Terrororganisation IS steht. (s. 1. Quellenangabe).

Eine zusätzliche Eskalation erhält der Sachverhalt noch dadurch, daß Aufnahmen beweisen, daß türkisches Militär im Nordirak eine illegale militärische Luftbasis, genannt ‘Bamerne’ mit den geographischen Koordinaten 37°05′52″N und 43°15′58″O errichtet, was auf die Region Dahûk verweist. – Die Türkei hatte vorgegeben (vgl.u.), mit dem Einmarsch eine Schulung der Pîšmarga gegen den IS vornehmen zu wollen. Doch stellte die irakische Regierung klar, daß sie nie eine derartige Maßnahme der Türkei angefordert, dieselbe wie der Einmarsch selbst ohne Wissen und Einwilligung ihrerseits geschah und damit einen Bruch des internationalen Rechts darstellt. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940916001189 mit Photos, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294458-die-t%C3%BCrkei-unterstreicht-die-schaffung-eines-sicheren-ortes-in-syrien)

Nach Auskunft eines UN-Diplomaten vom 7.12.2015 gegenüber Reuters hat die russische Regierung den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen die militärischen Aktionen der Türkei in Syrien und im Irak zu untersuchen. Wie auch ein Kollege im Statement gegenüber Itar-Tass tags darauf, vertreten beide die Ansicht, daß die initiierten Beratungen nach einem Treffen des 15-köpfigen Rats am Di., 8.12.2015, stattfänden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294428-russland-fordert-sondersitzung-des-un-sicherheitsrats-zur-milit%C3%A4rischen-pr%C3%A4senz-der-t%C3%BCrkei-im-irak)

Beim Treffen in Bagdad mit dem am Mo., 7.12.2015 unangekündigt in den Irak gereisten Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier machte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den IS-Ölschmuggel über die Grenze in die Türkei deutlich. Damit finanziere sich diese Terrorgruppe zu einem großen Teil, was die Weltgemeinschaft nicht länger dulden dürfe. Zudem führte er Beschwerde über das Eindringen türkischer Truppen mit Panzern etc. (vgl.u.) ohne Erlaubnis und Koordinierung mit der irakischen Regierung und unterstrich nochmals die Forderung nach deren umgehenden Abzug. Steinmeier seinerseits versprach deutsche Hilfeleistung beim Wiederaufbau in den kriegsgeschädigten Gebieten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294394-irakischer-ministerpr%C3%A4sident-unterstreicht-einstellung-des-is-%C3%B6lschmuggels-%C3%BCber-t%C3%BCrkische-grenzen)

Nach Miteilung des Gouverneurs der Provinz Nînawâ (Ninive), Nawfal Akub, gegenüber Sputnik befinden sich hier derzeit ca. 900 türkische Soldaten, die ohne Erlaubnis der Regierung und damit völkerrechtswirdrig unter dem Vorwand der Ausbildung kurdischer Freiwilliger in den Irak einmarschiert sind (s.u.). „Sie sind in dem Lager der Miliz im Dorf Dad, Bezirk Shekhan, stationiert“, informierte er den Interviewer und setzte hinzu: „Die Türkei hat die Irak-Krise und die politischen Meinungsverschiedenheiten in der Führungsspitze ausgenutzt“ für den Coup. (http://sptnkne.ws/anh3)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî stellte der türkischen Regierung wegen des kürzlich [wieder!] erfolgten (vgl.u.) völkerrechtswidrigen militärischen Einmarsches in den Irak ein Ultimatum: sollte binnen 48 Stunden die türkische Militärmacht nicht das irakische Hoheitsgebiet verlassen haben, werde die Regierung beim UN-Sicherheitsrat Klage gegen die Türkei deswegen erheben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294368-iraks-ministerpr%C3%A4sident-al-abadi-setzt-eine-deadline-f%C3%BCr-den-r%C3%BCckzug-der-t%C3%BCrkischen-soldaten) – Die syrische Regierung hatte diesen Rechtsbruch ebenfalls verurteilt und die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität des Irak eingefordert. (http://www.sana.sy/?p=308288, http://www.sana.sy/en/?p=63584 vom 6.12.2015, s.a. http://sana.sy/?p=308265) – Zu den wiederholten Einfällen türkischen Militärs in den Irak s.a. http://www.zerohedge.com/news/2015-12-05/did-turkey-just-invade-iraq-protect-erdogans-isis-oil-smuggling-routes vom 5.12.2015.

Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat ein Gerichtsverfahren gegen Bilal Erdogan, den Sohn des türkischen Staatspräsidenten, wegen Geldwäsche in die Wege geleitet. Einander widersprechende Medienmeldungen besagten zuvor, Bilal Erdoğan habe sich zusammen mit seiner Familie in Italien niedergelassen oder er wolle dort ein Studium aufnehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294353-italien-ermittlungsantrag-gegen-erdo%C4%9Fans-sohn) Jedenfalls inspirierten die jüngsten Vorfälle rund um den vom russischen Verteidungsministerium belegten IS-ÖL-Schmuggel aus Syrien und dem Irak in Verbindung zur Familie Erdogan den Politologen Th. Meyssan zu folgendem Artikel:
Bereitet die Familie Erdoğan ihre Flucht vor? vom 5.12.2016 (http://www.voltairenet.org/article189550.html) – S.a. http://www.zerohedge.com/news/2015-11-30/are-these-tankers-bilal-erdogan-uses-transport-isis-oil. Weitere Details zum Fall s.u.

Während der Offensive zur Befreiung der Provinzhauptstadt ar-Ramâdî wurden zur Evakuierung der Zivilbevölkerung die Paß-Wege aus ar-Ramâdî und Falûğa gesichert und ein Auffanglager in al-Ḥabâniyya (Habbaniyeh) im Osten von ar-Ramâdî eingerichtet. So konnten schon 20 Familien aus der Umzingelung des IS gerettet werden, wie Faḍl al-Ġarâwî (Fazel Al-Gharawi) als Mitglied der irakischen Menschenrechtskommission am Sa., 5.12.2015, mitteilte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294312-dutzende-irakische-familien-aus-is-blockade-gerettet)

Am Fr., 4.12.2015, gab Sisli Puyli, Sprecher des Hohen Kommissariats der UN für Menschenrechte, bzgl. der Region Sinğar bekannt: „Uns liegen Dokumente vor, die beweisen, dass circa 16 Massengräber von Leichen der IS-Opfer gefunden worden sind.“ und fügte hinzu: „Die IS-Terroristen haben irakische Zivilisten in den Gebieten, die unter ihrer Kontrolle waren, entführt, enthauptet oder verbrannt.“. Über den genauen Ort und die Zahl sei noch nichts zu berichten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294285-irak-entdeckung-von-16-massengr%C3%A4bern-in-sindschar)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî wie auch Staatspräsident Fu´âd Maʽṣûm haben offiziell die türkische Regierung aufgefordert, ihre in den Irak ohne Einwilligung der Regierung – und damit völkerrechtswidrigeingedrungenen Streitkräfte umgehend zurückzuziehen. Diese Mißachtung der territorialen Integrität, die im Widerspruch zu den nachbarschaftlichen und  freundschaftlichen Beziehungen steht, wie der Politiker es formulierte, ereignete sich am Freitagabend. Während die türkische Seite behauptet, es handele sich um „nur“ 130 Mann, die in die Region Baʽšîqa (Bashika) im Mossul-Distrikt entsandt würden, um kurdische Pîšmarga-Kämpfer zu schulen – was ohne Absprache mit und Zusage der souveränen Regierung immer noch einen Bruch des Völkerrechts darstellt – widersprach Ḥâkim az-Zâmalî, Vorsitzender des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im irakischen Parlament. Das in den Irak einmarschierte türkische Militärkontingent sei tausende Mann stark in Begleitung von dutzenden Panzern, anderen gepanzerten Fahrzeugen und Artillerie. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294270-irakischer-ministerpr%C3%A4sident-fordert-den-sofortigen-r%C3%BCckzug-der-t%C3%BCrkischen-streitkr%C3%A4fte-aus-dem-irak, http://sptnkne.ws/am6k, http://sptnkne.ws/am5h, http://www.sana.sy/?p=307746) – ʽÂṣim Ğihâd (Assem Jihad), Presseattaché des irakischen Ölministeriums, hatte zuvor gegenüber Sputnik mitgeteilt, daß in dieser Provinz der IS-Schmuggel mit geraubtem irakischem Erdöl betreibe und es von dort ins Ausland transportiere. (http://sptnkne.ws/am7C) – Dieser Vorfall korrespondiert mit dem illegalen türkischen Eindringen in Syrien!

Während US-Präsident Obama den Einsatz von 200 Spezialkräften an Bodentruppen im Irak für notwendig erklärte, Verteidigungsminister Carter am Di., 1.12.2015, verkündete, eine Schnelle Eingreiftruppe im Irak stationieren zu wollen und aus dem Weißen Haus zu vernehmen war, dies werde von der irakischen Regierung unterstützt (http://sptnkne.ws/akXw), entgegnete Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî zum wiederholten Male in einer am Do., 3.12.2015, veröffentlichten Erklärung: „Die Regierung in Bagdad unterstreicht ihren Standpunkt, dass sie jedes Angebot/Schritt ablehnt, das/der die nationale Souveränität des Landes verletzten könnte. Wir betrachten die Entsendung der Bodentruppen in den Irak als eine feindliche Maßnahme und werdem demgegenüber entsprechende Maßnahmen ergreifen.“ Zudem erklärte er, die irakische Regierung habe mehrfach ihre Haltung bekräftigt und bekannt gegeben, sie wünsche sich die Unterstützung anderer Staaten im Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“(IS), jedoch nicht in Form von Bodentruppen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294249-al-abadi-zur-stationierung-ausl%C3%A4ndischer-kr%C3%A4fte-wurde-nicht-gefragt, s.a. http://sptnkne.ws/amr7)

Anläßlich der derzeit in Karbalâ´ im Irak stattfindenden Arbaʽîn-Feierlichkeiten, zu der über 15 Millionen Pilger vor Ort sind, konnten Sicherheitskräfte und Mitglieder der Freiwilligengruppe al-Ḥašd aš-Šaʽbî schon etliche größere Attentate des IS verhindern. Näheres bei: http://german.irib.ir/nachrichten/nah-ost/item/294133-irak-einige-terrorangriffe-auf-imam-husseins-pilger-entsch%C3%A4rft und http://german.irib.ir/nachrichten/item/294217-terroranschlag-mit-58-autobomben-in-bagdad-gescheitert. – Arbaʽîn, d.i. arab.: 40, findet am 40. Tag nach dem Feiertag Āšūrā’ statt, daher der Name.

Die Provinzhauptstadt ar-Ramâdî ist seit Mo., 30.11.2015, von den Landes-Streitkräften umstellt. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, die seit einem halben Jahr unter Kontrolle des IS stehende Stadt zu verlassen, da demnächst die Rückeroberung beginne. (http://sptnkne.ws/aka5)

Nachdem sich die US-SenatorenJohn McCain und Lindsay Graham am So., 29.11.2015, für die vehemente Aufstockung der US-Soldaten im Irak von 3550 auf ca.10.000 ausgesprochen hatten, stellte Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî zum wiederholten Mal (vgl.u.) in einem Statement vom Mo., 30.11.2015, klar, daß der Irak das ablehne: „Wir betonen, dass der Irak genug Entschlossenheit und Kräfte zur Bekämpfung der Terrormiliz IS und anderen ähnlicher terroristischer Gruppen besitzt“. Es seien im Land ausreichend eigene Streitkräfte vorhanden. Bedarf herrsche dagegen an effektiven Luftschlägen gegen die Terroristen durch internationale Partner sowie an Ausrüstung und Ausbildung. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294107-irak-gegen-entsendung-von-us-milit%C3%A4rkr%C3%A4ften-in-dieses-land)

In Ṭûz Ḫurmâtû, Provinz Salāḥuddīn, brachte ein Terrorist eine Autobombe an einem Kontrollposten der freiwilligen turkmenischen Miliz zur Detonation. Dabei starben sieben Personen, 13 wurden teils schwer verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294021-terroranschlag-im-irakischen-salahedin-mit-7-toten)

Der irakische Abgeordnete und prominente Bürgerrechtler Dr. Muwaffaq ar-Rubaîʽî (Mowaffak al-Rubaie) von der šîʽitischen Koalition „Gesetzesstaat“ schrieb auf seinem Facebook-Account zur Türkei: „Die Türkei unterstützt die Terroristen vor allem dadurch, dass sie den Verkauf von geschmuggeltem Öl auf dem Schwarzmarkt erlaubt. Dabei beträgt der Preis bis zu lediglich 20 US-Dollar pro Barrel, was fast zweimal weniger ist, als auf dem Weltölmarkt.“ Zudem sei das Land ein Umschlagsplatz für weitere vom IS rekrutierte künftige Kämpfer: „IS- Rekrutierer empfangen Immigranten in Istanbul und organisieren ihren Transport über die türkische Grenze in das irakische Mossul oder die IS-Hochburg Rakka im Norden Syriens“. Hunderte an Radikale, die in den Reihen der Terroristen zu kämpfen beabsichtigten, passierten [weiterhin] jeden Monat die türkische Grenze. Zudem ignoriere die türkische Regierung, daß verletzte IS-Kämpfer in einheimischen Krankenhäusern behandelt würden. (http://sptnkne.ws/ajpc vom 28.11.2015) – Näheres zu diesen von der Erdogan-Tochter Sumeyye besonders im SO der türkischen Provinz Şanlıurfa betriebenen „geheimen“ Militärkliniken vgl. im Thread Syrien, Teil III. Tägliche türkische Militärtransporter brächten die verletzten Terroristen in die kliniken und wieder zurück zum Schlachtfeld. S.a. http://sptnkne.ws/ahAk.

Am 28.11.2015 wurde laut Meldung von as-Sûmariyya News das sechste Massengrab innerhalb von zwei Wochen im jazidisch besiedelten vom IS kürzlich zurückeroberten Sanğar mit 110 Leichen gefunden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293978-massengr%C3%A4ber-von-yezidischen-kurden-in-der-irakischen-stadt-sanjar)

Über das Schicksal einer jesidischen Siebenjährigen, ihrer Schwester und ihrer Mutter, die von IS-Teroristen von Sinğar in die syrische IS-hochburg ar-Raqqa verschleppt wurden und erst nach längerer Gefangenschaft mit Erfahrungen körperlicher Gewalt und Zwangsverheiratung an einen Mann aus Qaṭar befreit werden konnten, wird berichtet in einem Sputniknews-Artikel (http://sptnkne.ws/agCe). Zudem erzählte ein örtlicher Informant am Sa., 21.11.2015, daß IS-Anhänger in den letzten beiden Tagen einige hundert Kinder und Jugendlicher ihren armen Familien aus Falûğa und ar-Ramâdî in al-Anbâr im Westirak abgekauft hätten. Sie sollten für sie gegen die anrückende Armee kämpfen. „Die Familien, die ihre Kinder in die Reihen des IS geben, werden mit einer beträchtlichen Menge Geld gelockt — 1.400 US-Dollar pro Monat und Kind. Dies ist eine sehr erhebliche Summe für diese Familien, da die Bewohner der beiden Städte seit der Besatzung durch den IS eine große Hungersnot erleiden. Wenn die Eltern sich jedoch weigern, droht ihnen die Todesstrafe“, war zu erfahren. (loc. cit.)

Großbritannien hat am Mo., 23.11.15, al-Mayâdîn zufolge acht Jagdbomber vom Typ Her Yer und Tornado im Irak zur Beteiligung an den Operationen gegen den IS stationiert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293716-fernsehsender-al-mayadin-england-stationiert-8-kampfflugzeuge-im-irak)

Wieder (vgl.u.) wurden zwei Flugzeuge der US-geführten Koalition, dieses Mal aus der BRD, auf dem Flughafen Bagdad vorübergehend sichergestellt, welche ohne vorherige Kommunikation mit und Erlaubnis der irakischen Regierung und damit illegal Waffen im Wert von 5 Millionen US-$ in den Norden der kurdischen Autonomiebehörde in Arbîl zustellen sollten, wie Kurd Press news agency am 21.11.2015 berichtete. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940830001451)

Am Sa., 21.11.15, überquerten Kampfflugzeuge und Bomber der türkischen Luftwaffe ohne vorherige Bitte um Erlaubnis die Grenze zum Irak und nahmen dort im norden des Landes 23 Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) unter Beschuß, wie der türkische Generalstab bekanntgab. Die Landesregierung verurteilte diesen völkerrechtwidrigen Akt der Regierung des Nachbarstaates. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293640-t%C3%BCrkische-kampfflugzeuge-bombardierten-nordirak vom 21.11.2015)

Ḥâkim az-Zâmalî, Vorsitzender des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im irakischen Parlament, bemerkte im Interview mit al-Mayâdîn al-Yaum, die Erfolge der russischen Unterstützung im Counterterrorismus in Syrien weckten im Irak den Wunsch, ebenfalls solche Unterstützung zu erhalten. Schließlich befänden sich die irakische und die syrische Armee in der gleichen Situation. Solange aber Staaten wie Qaṭar, die Türkei und Saudi-Arabien weiterhin Terroristen unterstützten unter der Vorgabe, sie hülfen „nur“ der „gemäßigten Opposition“, obwohl es sich dabei tatsächlich um Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. handele, dauerten deren Bedrohung und Verbrechen fort. Das Fehlen eines echten Kampfes gegen den Terrorismus bei der US-geführten Koalition sei ein weiterer Grund für die Ausbreitung des Terrorismus in der Welt. Demgegenüber habe das russische Engagement im Vgl. zu dem der USA den Counterterrorismus echte Erfolge vorzuweisen und sei als ernsthaft zu bezeichnen. (http://sana.sy/?p=300071 vom 20.11.2015)

Am Fr., 20.11.2015, detonierte im Süden Bagdads ein Sprengladung genau zu dem Zeitpunkt, als die Gäubigen einer šîʽitischen Moschee dieselbe verließen. Anschließend sprengte sich ein Suizidattentäter un die Luft, als die Sicherheitskräfte vor Ort eintrafen. So wurden mindestens neun Personen getötet, 19 weitere verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293588-t%C3%B6dliche-anschl%C3%A4ge-in-der-n%C3%A4he-der-schiitenmoschee-in-bagdad)

Wie ein von den US-Militärs nach der Invasion des Iraks eingerichtetes Gefangenenlager zum Nährboden für den IS wurde, berichtet ein ehemaliger Wächter, s.
http://de.sputniknews.com/panorama/20151119/305784506/usgefangenenlager-irak-is.html.

Exklusiv: US-Gefangenenlager im Irak war Nährboden für IS – ehemaliger Wächter

Kurz nach der US-Invasion im Irak haben hohe amerikanische Militärs ein Gefangenenlager für tau­sende von Männern errichtet, die angeblich eine militante Bedrohung darstellen. Laut einem ehema­ligen Wächter des Camps wurde der Ort zum Nährboden für den IS.

Ein junger Mann, der unter dem Verdacht steht, dass er ein Kämpfer ist, wird in den ersten Tagen des Irak-Krieges in einen Verhörraum gebracht. Mit einer Ausgabe der Zeitschrift Maxim wird er dort allein gelassen. Mitarbeiter des Gefängnisses beobachten ihn. Wenn er das Magazin in seine Hände nimmt und die Seiten durchblättert, wird er als „moderat“ bezeichnet und in ein Lager gebracht. Wenn er sich weigert, wird er als „radikal“ betrachtet und zusammen mit gleichgesinnten Dschihadisten eingeschlossen.

Auf diese Weise hätten, laut der New York Post, Beamte vom Camp Bucca den Frieden während des Irak-Krieges aufrechterhalten. Unter den Tausenden von Gefangenen musste das Gefängnispersonal die Sunniten von den Schiiten trennen sowie die Moderaten von den Extremisten.

„Die Task Force 134 hat gelernt, dass man Probleme bekommt, wenn man nicht damit anfängt, die Gefangenen zu segregieren, sonst radikalisieren die wirklich Radikalen die weniger radikalen Gefangenen“, sagte ehemaliger Wächter am Camp Bucca Mitchell Gray gegenüber Radio Sputnik.

Diese Politik schuf eine Situation, in der die radikalen Dschihadisten allein in einem Gefängnishof blieben, wo sie die Freiheit genossen, um radikale Ideen zu entwickeln.

„Es gab Gewalt unter den Gefangenen im Camp Bucca. Sie haben eigene Scharia-Gerichte gebildet und sogar andere Menschen exekutiert oder gefoltert und Menschen eingeschüchtert, damit sie radikaler werden“, so Gray.

Aber das Problem begann viel früher, denn das Camp war nicht bereit, die politische Situation in der Region vernünftig anzugehen.

„Als der Irak-Krieg begann, wurden Saddam Hussein und die sunnitische Mehrheit gestürzt, und der Irak war ein Land mit einer schiitischen Mehrheit, und das hat viele geopolitische Probleme verursacht. Bucca war nicht wirklich darauf vorbereitet, diese komplizierten politischen Probleme anzugehen“, erklärte der Ex-Wächter.

Mitchell Gray hatte von 2007 bis 2008 gedient. Ihm zufolge gab es ungefähr 30.000 Gefangene im Camp Bucca.

„Es war eine Mischung. Es gab alles — von Al-Kaida bis hin zu lokalen Milizanhängern und offensichtlichen Verbrechern“, sagte er.

Schlimm genug, dass im Camp Bucca eine ganze Reihe von ranghohen Leutnants der selbsternannten Terrorgruppe des Islamischen Staats gefangen gehalten wurden. Einer von diesen Gefangenen, und zwar Abu Bakr al-Baghdadi, ging noch weiter und gründete seine eigene militante Organisation, nachdem sich herausstellte, dass er angeblich keine Bedrohung darstellt.

„Genau das ist mit Abu Bakr al-Baghdadi passiert. Er soll keine Bedrohung dargestellt haben und wurde zurück in die Gesellschaft freigelassen“, so Gray. „Aber in der Tat hat man ihn wirklich als jemanden eingeschätzt, der ein Vermittler war und moderaten Einfluss hatte.“

„Als ich zum ersten Mal in Bucca eintraf, hielten sie eine große aufmunternde Rede vor uns und sagten ‚Behandelt diese Männer gut, denn es könnte der nächste Nelson Mandela im Gefängnis sein‘. Und später dachte ich… nicht nur, dass der nächste Nelson Mandela nicht im Lager war, es gab den ersten Abu Bakr al-Baghdadi, und sie haben ihn einfach nicht aufgegriffen.“

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Aufgrund des Vorwurfs, sie hätten mit der Regierung zusammengearbeitet, sind im Lager al Ġazlânî (el-Ghazlani) in der Provinz Nînawâ (Ninive) durch IS-Terroristen 30 Zivilpersonen, darunter auch Journalisten – erschossen worden, wie as-Sûmariyya News meldete. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293384-is-richtet-im-irak-30-zivilisten,-unter-anderem-einige-journalisten-hin)

Am Vortag der Anschläge in Paris erhielten die Regierungen der sog. US-geführten Anti-IS-Koalition, darunter auch die französische durch die irakische eine Mitteilung, daß Attentate bevorstünden. Demnach informierte der irakische Geheimdienst, die IS-Führung habe Attacken in jene Länder wie in Rußland und em Iran beschlossen und Befehl dazu erteilt. In Bagdad bestehtja seit einigen Wochen das von Rußland, dem Irak, Syrien und dem Iran gemeinsam betriebene, hoch effiziente Informationszentrum (vgl.u.). In der syrischen IS-Hochburg ar-Raqqa seien die Anschläge vorbereitet worden, Mitglieder einer IS-Zelle in Frankreich hätten die ausländischen Mitstreiter empfangen und mit ihnen die Ausführung übernommen, hieß es aus geheimdienstkreisen, wie AP berichtete. Beteiligt gewesen seien demnach 24 Personen, darunter fünf Helfer und Organisatoren. (http://de.sputniknews.com/militar/20151116/305663105/irakische-aufklrung-anschlaegen-paris.html)

Infolge zweier Bombenanschläge in Bagdad wurden am So., 15.11.2015, mindestens drei Personen getötet, 12 verletzt und einige Geschäftszentren beschädigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293331-irak-drei-tote-bei-zwei-bombenanschl%C3%A4gen-in-bagdad)

Bei einem Suizidanschlag in Bagdad kamen am Fr., 13.11.2015, gemäß Bericht von SkyNews Arabia während einer Beerdigung mindestens 18 Menschen ums Leben, 41 weitere wurden verletzt.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293240-mindestens-18-tote-und-41-verletzte-bei-selbstmordanschlag-in-bagdad, http://de.sputniknews.com/politik/20151113/305611009/islamischer-staat-anschlag-bagdad.html)

Nach ersten Zufallsfunden und weitergeleiteten Berichten darüber fanden in den kürzlich vom IS zurückeroberten Gebieten in Sinğar, dem Siedlungsareal der Jesiden, am Sa., 14.11.2015, Grabungen statt. Dies brachten acht Massengräber von mutmaßlichen IS-Opfern, ca. 130 an der Zahl und meist weiblichen Geschlechts, zu Tage. (https://www.youtube.com/watch?v=wnpQKgmoZdU,
https://www.rt.com/news/322147-grave-yazidi-unearthed-sinjar/, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293351-nordirak-acht-massengr%C3%A4ber-mit-jesiden-in-sindschar-entdeckt)

Bei zwei Suizidanschlägen durch Attentäter mit Sprengstoffgürteln vor zwei Moscheen in Bagdad, wurden am Fr.,13.11.2015, 15 Personen getötet, mindestens 40 weitere verletzt. (http://sana.sy/?p=296265)

Nach Befreiungsaktionen der Regierungstruppen in der Provinz Ṣalāḥuddīn in az-Zâwiyya (al-Zawiye) im NO der Maḫûl-Bergkette wie der Erfolge der Freiwilligentruppeal-Ḥašd aš-Šaʽbî in as-Salmân mit Zerstörung eines IS-Kommandozentrums samt Artillerie und Abwehr eines IS-Angriffs im N und W von Tikrît fanden Soldaten in al-Anbâr Dutzende an Tonnen mit Ammoniumnitrat, das zur Sprengstoffherstellung durch den IS genutzt wird. Das Fatale daran: die Fässer trugen türkische Aufschriften und Angaben, wonach sie erst vor zwei Monaten [in der Türkei] befüllt worden waren. Dies lasse den Rückschluß zu, daß die AKP-Regierung unter Präsident Erdogan (AP!) nicht nur inzwischen zugegebenermaßen den in Syrien aktiven al-Qaida-Ableger Ğabhatu_n-Nuṣra unterstützt, sondern entgegen der wiederholten Beteuerungen auch den IS. Dies erhärteten Funde von Waffen inklusive Raketen und Munition aus türkischer Produktion in al-Anbâr, Diyâlâ und den Außenbereichen von Bagdad in den jeweils frisch dem IS entrissenen Gebieten, berichtet die Agentur FNA. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940820001222)

Am Fr., 13.11.2015, haben die Streitkräfte der autonomen Region Kurdistan dem IS die Stadt Sinğar sowie fünf angrenzende Ortschaften, die zuvor gänzlich abgeschnitten waren, in heftigen Kämpfen entrissen sowie vor Ort die für den IS wichtige Verbindungsstraße zwischen seinen Hochburgen in Syrien, ar-Raqqa, und im Irak, Mossul, besetzt. Die Stadt, welche derweil nach hinterlassenen Sprengsätzen etc. durchkämmt wird, war im August 2014 in den Medien lange Zeit Thema, da damals die IS jenes Zentrum der Jesiden eroberte, die ihnen als Ungläubige geltende Bevölkerung mißhandelten, teils töteten, teils vertrieben.
(http://de.sputniknews.com/zeitungen/20151113/305591211/anti-is-kampf-kurdische-peschmerga.html, http://de.sputniknews.com/militar/20151112/305577236/kurden-befreien-irakische-stadt.html)

In Sinğar (Shingal) begann am Do., 12.11.2015, morgens eine Militäroperation der Pîšmarga. Generalmajor ʽIzzaddîn Saʽdûn (Ezzeddine Saadun) bemerkte dazu gegenüber Agentur France Press: „Die Stadt hat für die Terroristen eine strategische Be­deutung als Versorgungspunkt. Die Offensive zur Befreiung des Zentrums der Region Shingal wird aus mehreren Richtungen erfolgen“. (http://de.sputniknews.com/militar/20151112/305566156/irak-armee-offensive-terroristen.html)

Impliziert hat das Pentagon die Tatsache von Toten und Verletzten der irakischen Zivilbevölkerung infolge von US-Luftangriffen eingestanden. Wie die US-Webseite „The Daily Beast“ am Mo., 9.11.2015, meldete, sollen ca. 2.000 Personen, Selbstgeschädigte oder deren hinterbliebene Rechtsnachfolger Entschädigungen erhalten und zwar 2.500 US-$ pro Geschädigtem. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293038-usa-versprechen-entsch%C3%A4digungszahlungen-an-die-familien-der-opfer-im-irak)

Ḥâkim az-Zâmilî, Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Sicherheit und Verteidigung, teilte im Interview gegenüber SputnikNews bzgl. der jüngsten Lieferung aus Rußland mit: „Wir haben im Rahmen der Kooperation bereits Suchoi-Flugzeuge, Panzer und andere Waffenarten erhalten. Vor mehreren Tagen haben wir 1000 Schutzanzüge bekommen. Diese sind dringend notwendig, weil der IS bei seinen Angriffen in Syrien und im Irak den Kampfstoff Yperit einsetzt“. Hinsichtlich der vom Volk und Parlamentariern in breiter Basis unterstützten Anfrage nach russischer Militärhilfe im Kampf gegen den IS, antwortete der Politiker, nächste Woche werde eine Delegation Moskau besuchen, um diese Frage mit der russischen Regierung zu besprechen. (http://de.sputniknews.com/politik/20151108/305478521/chemiewaffen-spezialanzuege-yperit-angriffe.html vom 8.11.2015)

Am Sa., 7.11.2015,kam es in Bagdad und Umgebung zu mehreren Terroranschlägen, die dem IS zugeschrieben werden. Fünf Sicherheitskräfte und ein Zivilist starben bei einem Suizidattentat nahe eines Kontrollpunktes im Areal von Taramiyya, ca. 25km nördlich der Hauptstadt. – Bei weiteren Explosionen im NW Bagdads kamen zwei Bürger ums Leben, neun wurden verletzt. – Im südlichen Bagdader Stadtteil Nahrawân wurden ein Toter und sechs Verletzte gezählt. – Polizisten fanden derweil im N drei Leichen mit Schußwunden am Kopf und am Körper. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292965-explosionen-in-bagdad-und-umgebung-hinterl%C3%A4sst-9-tote)

Wie angekündigt hat der Irak am Fr., 6.11.2015, den ersten Teil leichter Erdkampfflugzeuge des Typs L-159 aus tschechischer Produktion zugestellt bekommen. An der feierlichen Zeremonie in Bagdad nahmen der irakische Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî (Khaled al-Obaidi) und ein tschechischer Vizeverteidigungsminister teil. „Die im Luftstützpunkt Balad eingetroffenen Flugzeuge werden künftig im Kampf gegen die Terroristen eingesetzt“ , hieß aus seitens der Regierung. Schließlich sollen 15 tschechische Maschinen bereitgestellt werden. (http://de.sputniknews.com/militar/20151106/305463401/einsatz-gegen-terroristen.html)

Am Do., 5.10.2015, sprengten ISMuğâhidûn ein Frauenkloster in der Nähe ihrer Hochburg Mossul in die Luft, nachdem sie die Nonnen darauf vertrieben hatten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292822-is-hat-ein-frauenkloster-im-nordirak-in-die-luft-gesprengt)

Unter Berufung auf den Befehlshaber der irakischen Armee, General Yahya Rassoul [Yaḥyā Rasûl] meldet as-Sûmariyya News, daß die Armee im Verbund mit freiwilligen Kämpfern das Zentrum von ar-Ramâdî von IS-Terroristen befreit. Damit seien 80% Provinz al-Anbâr zurückerobert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292814-irak-etwa-80-prozent-der-provinz-al-anbar-wurden-von-terroristen-befreit)

Am Internationalen Flughafen von Bagdad wurden zwei mit Waffen beladene Flugzeuge, einmal kanadischer, das andere Mal schwedischer Herkunft mit Ziel irakisch Kurdistan ausgemacht und beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen derzeit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292664-zwei-mit-waffen-beladene-flugzeuge-in-bagdad-beschlagnahmt) – Wie der Vorsitzende der Sicherheits- und Verteidigungskommission des irakischen Parlaments, Ḥâkim az-Zâmilî (Hakem al-Zameli) am Mo., 2.11.2015, klarstellte, handelte es sich bei den beiden Flugzeugen um solche der US-geführten Koalition. Die Waffenlieferung sollte offenbar bewußt an der irakischen Regierung vorbei ins Kurdengebiet vrbracht werden, da diese nicht darüber informiert worden war. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940811001319) – Zum Frontwechsel der syrischen Kurden (in Konfrontation zur Regierung) auf US-Initiative hin s. hier)

Die am So., 1.11.2015, begonnene Offensive (vgl.u.) in al-Anbâr hat bereits zur Befreiung von Teilen der Stadt al-Ḥadîṯa (Haditha) und einiger umliegender Dörfer geführt, wie der zuständige Kommandeur gegenüber as-Sûmariyya Newsmitteilte. Unweit im N der Stadt befindet sich die wichtigste Einrichtung zur Ektrizitätsgewinnung des Irak, der Staudamm des Euphratstausees Buḥayra Sadd al-Ḥadîṯa mit Wasserkraftwerk. Beteiligt sind außer der irakischen Armee, freiwillige Kräfte auch seitens der Stämme, die sich mit Unterstützung der irakischen Luftwaffe weiter vorkämpfen. Da kürzlich erst der Weg ins Zentrum von ar-Ramâdî (östlich davon gelegen) freigekämpft wurde, könnten die IS-Gruppen damit in eine Zangenbewegung geraten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292674-irakische-armee-startet-offensive-zur-r%C3%BCckeroberung-von-ramadi)

Der Mitteilung von DKP-Vertreter Said Mamusini vom So., 1.11.2015, zufolge hat der IS in Mossul 12 Minderjährige im Alter zwischen 12 und 16 Jahren wegen Fluchtversuchs aus einem Trainingslager ermordet (hinrichten lassen). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292635-irak-is-richtet-12-kinder-in-mosul-hin)

Die irakische Armee, unterstützt durch die freiwilligen Volkskräfte, ist am So., 1.11.2015, über die strategisch wichtige Brücke im Norden der Provinzhauptstadt ins Zentrum von ar-Ramâdî vorgedrungen, gab der Kommandeur der Operationen, Ismail Mahlavi, gegenüber as-Sûmariyya News bekannt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292613-irakische-kr%C3%A4fte-in-al-ramadi-eingedrungen)

Nach Mitteilung von DKP-Vertreter Said Mamusini haben IS-Anhänger in Tal ʽAfar bei Mossul erneut fünf Frauen erschossen („hingerichtet“), die sich weigerten, mit IS-Leuten zur Unterstützung ihres Ğihâdsexuellen Verkehr zu haben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292574-is-hat-f%C3%BCnf-frauen-wegen-widerstand-gegen-zwangsehe-hingerichtet) – Zum ǧihâd an-nikâḥ vgl. hier.

Nachdem zu Wochenbeginn Tony Blair (vgl.u.) entschuldigende Worte für die Irakinvasion 2003 gefunden, sich jedoch mit ihm vorgelegtem trügerischen Datenmaterial herausgeredet hatte, machte der ehemalige UN-Waffeninspekteur Hans Blix im CNN-Interview deutlich, daß dieses so eben nicht von seiner Seite stammte. Im Gegenteil habe er drei Monate vor der Invasion die alten (falschen) Daten durch die neuen Untersuchungsergebnisse relativiert und auch dem UN-Sicherheitsrat gegenüber erklärt, man könne die Menge verbotener – chemischer und biologischer – Waffen in diesem Land nicht genau beziffern. „Die Kriegsverantwortlichen im Irak hätten seine Informationen und die der anderen UN-Waffeninspekteure manipuliert, um sich eine Genehmigung für einen Krieg zu verschaffen, den sie nicht hätten beginnen dürfen.“ schloß Blix. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292492-blix-kritisiert-blair-f%C3%BCr-irak-invasion)

Zu den jüngsten Erfolgen zählen, daß fast alle Ölfelder vom IS durch die Armee samt Hilfskräften zurückerobert und ebenso die IS-Terroristen aus der Provinz Salāhaddīn (Salaheddin) vertrieben worden sind. Dies teilte am Do., 29.10.2015, ein Experte des irakischen Ölministeriums im Interview mit Sputnik News mit und verdeutlichte: „Derzeit kontrollieren die Terroristen nur noch einen geringen Teil der Ölfelder in der Provinz Ninawa. Die Terroristen selbst sind nicht in der Lage, Öl zu fördern, weil das technische Erfahrungen abverlangt. Aber sie hatten zuvor erhebliche Ölreserven erbeutet.“ Zudem solle sich endlich der UN-Sicherheitsrat mit der Frage der Abnehmer dieser illegalen Ölverkäufe beschäftigen, setzte der Fachmann hinzu: „Wir haben den Weltsicherheitsrat ersucht, sich dieses Problems anzunehmen und verlangen, dass diejenigen, die dieses Öl kaufen, zur Verantwortung gezogen werden.“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292466-irakische-armee-erobert-fast-alle-%C3%B6lfelder-vom-is-zur%C3%BCck, s.a. http://de.sputniknews.com/militar/20151029/305286057/verluste-in-milliardenhohe.html)  – Zu den Abnehmern der illegalen Ölverkäufe s.u. – Auch John Kiriakou, EX-CIA-Agent und derzeit Oberermittler des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats, konstatiert, der IS schmuggle das illegal geförderte Öl über die Staatsgebiete des irakischen Kurdistan und der Türkei mit Begünstigung der einheimischen korrumpierten Behörden. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151030/305291659/oel-schmuggel-is-geheimpipeline-tuerkei.html) – Zu den andauernden vehementen Demonstrationen gegen die Korruption in der Regierung vgl.u.

Putin, die EU-Flüchtlingskrise und die Geschehnisse im Irak.
Der russische Präsident sieht hier eindeutig Zusammenhänge, wie er im Gespräch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel am Mi., 28.10.2015, deutlich machte: die seit Monaten in den MSM heftig thematisierte „Flüchtlingskrise“ sei „auf die Billigung einer Militäroperation im Irak durch Brüssel“ [gemeint ist die besonders von Großbritannien unterstützte US-Militärinvasion von 2003] zurückzuführen, der sich damals nur die Bundesrepublik verwehrt habe. „Danach wurde das Flüchtlingsproblem Realität… Heute, da die ganze Welt, vor allem die europäischen Länder, mit diesem Problem konfrontiert sind, wäre es angebracht, an die Position der Bundesregierung zu erinnern, die aktiv gegen die Militäroperation im Irak eintrat“, verfocht Putin. Auch in den benachbarten Ländern habe jene Militäroperation zu einer Destabilisierung geführt, weshalb die Bedrohung in ein reales Flüchtlingsproblem ausgeartet sei. „Unsere Position ist gut bekannt: Um das Problem zu lösen, sollte bei der Wiederherstellung der Staatlichkeit dort geholfen werden, wo es diese noch gibt. Man sollte zur Wiederherstellung staatlicher Strukturen beitragen… und den politischen Prozess zu allen strittigen Fragen fördern, darunter auch in Syrien.“ schloß Putin sein Statement. http://de.sputniknews.com/politik/20151028/305263114/problem-gemeinsam-loesen.html)

Erneut haben am Di., 27.10.2015, Kampfflieger der US-geführten Koalition in ar-Ramâdî nicht IS-Positionen angegriffen, sondern erneut vorrückende (!) Streitkräfte der irakischen Armee samit Freiwilligen bombardiert. Mindestens 22 Tote wurden bereits gezählt.
Im Beitrag folgt eine kleine Auswahl zusammengestellter gleicher Vorkommnisse (zur Aufstellung der Belege s.u.), dazu der Hinweis auf die zahlreichen Beobachtungen über Abwürfe von Waffen, Munition, Medikamenten u.a. Hilfsmitteln auf IS-kontrolliertem Terrritorium durch die US-geführte Koalition. Näheres bei: http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940805001540.

Aktualisierung: Der nach dem Gefecht mit der irakischen Armee gefangengenommene IDF-Colonel von den Golan-Brigaden (vgl.u. vom 22.10.2015) stellt sich nach einem am 27.10.2015 bei YouTube eingestellten Video nicht nur als IS-Mitkämpfer sondern sogar als Anführer der IS-Einheit heraus; auch seine Verbindung zu US-Senator McCain wird aufgedeckt, s. https://www.youtube.com/watch?v=WJjFHVe2rD8.

Erneut haben Angehörige des Freiwilligenverbands al-Ḥašd aš-Šaʽbî in einem eroberten IS-Kommandozentrum in der Provinz Ṣalâḥaddîn militärische Ausrüstung, Waffen und Munition inklusive Fernlenkwaffen aus US-Produktion gefunden. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940804001407)

Nach Angaben von Ğafar al-Ḥussainî (Jafar al-Hosseini), dem Sprecher der irakischen Volksverteidigungskräfte (Katâ´ib Ḥizbullâh) haben einige gefangengenommene IS-Anführer zugegeben, logistische und geheimdienstliche Unterstützung durch US-Chargen erhalten zu haben. Wörtlich formulierte er: „As the ISIL commanders captured in Iraqi popular forces’ recent military operations have confessed, the US supports for the terrorist groups are not limited to the dispatch of logistical support.” Diese Informationen hätten die Stellungen der irakischen Streitkräfte im Abwehrkampf gegen den IS betroffen. Dazu führte das Beispiel Baiğî an. Von daher traue man den US-Kräften nicht und möchte sie auch nicht bei der demnächst geplanten Rückeroberung von ar-Ramâdî mit dabei haben, denn dies erhöhe eindeutig die eigenen Siegchancen. Erneut wurde in dem Zusammenhang auf die vielfach erhobenen Klagen [zu Belegen vgl.u.] gegen die USLuftwaffe dahingehend verwiesen, daß jene den IS mit Waffen und Munition versorge, während von der US-Regierung gleichzeitig vorgegeben werde, den IS zu bekämpfen. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940803001157)

Basierend auf irakischen Informationsquellen berichtet die englischsprachige indische Zeitung Hindu, daß die Terrororganisation IS trotz der vollmundigen Behauptungen der US-geführten Koalition, gegen diese Terroristen vorzugehen, monatlich gut 50 Millionen US-$ aus dem Ölverkauf von den eroberten Ölquellen verdiene. Der IS könne es sich sogar leisten, in großem Stil Industrieexperten aus verschiedenen Ländern anzustellen. Nach Informationenvon irakischen Regierungsvertretern würden täglich ca. 30.000 Barrel Öl an Ölschmuggler und illegalen Ölvermittler in der Türkei durch den IS verkauft. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292143-is-%C3%B6lverkauf-im-wert-vom-50-millionen-dollar)

Der britische Ex-Premier Tony Blair gesteht im CNN-Interview ein, die Intervention im Irak von 2003 unter US- und britischer Führung habe zur Entstehung des IS geführt. Gleichzeitig bekannte er: „Ich entschuldige mich dafür, dass die Informationen des Geheimdienstes, die wir erhielten, falsch waren. Ich entschuldige mich außerdem dafür, dass wir Fehler in der Planung gemacht haben — und sicherlich auch in der Annahme dessen, was nach dem Sturz des Regimes passieren würde.“ (http://de.sputniknews.com/politik/20151025/305174465/blair-gibt-zu-is-aufstieg-irak-invasion.html)

Einen weiteren Schritt in Richtung erweiterter Kooperation mit Rußland im Counterterrorismus bedeutet die Erlaubnis gegenüber den russischen Kampffliegern in Syrien, in den Irak flüchtende IS-Kolonnen dorthin verfolgen zu dürfen. Der Chef des Sicherheits- und Verteidigungs-Komitees im Parlament, Ḥakim az-Zamilî bestätigte dies am Fr., 23,10.2015, gegenüber der Agentur Anadolu. Damit sollen auch Nachschubrouten des IS abgeschnitten und der IS insgesamt geschwächt werden (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292145-irakische-regierung-erlaubt-russland,-is-anzugreifen)

Kürzlich ist von Sicherheitsleuten in Karaḫ, dem Westteil von Bagdad, ein handgeschriebenes, auf ein Alter von ca. 700 Jahren geschätztes Exemplar einer Thora entdeckt worden. Vor der Gründung Israels 1949 wies der Irak noch 2,6% an jüdischen Einwohnern auf. Nachdem ein Großteil nach Israel gezogen war, sank der Bevölkerungsanteil auf 0.1%. Seit den Wirren nach der US-Invasion von 2003 sind alte handgeschriebene Bücher und insbesondere religiöse Schriften beliebte Schmuggelware, die auf öffentlichen Auktionen wie dem Schwarzmarkt gehandelt wird. (http://german.irib.ir/nachrichten/kultur/item/292172-700-alte-thora-im-irak-entdeckt)

Eine neuerlich, nicht mit der irakischen Regirung abgesprochene und damit souveränitäts- und völkerrechtsverletzende US-Operation mit Kampfhubschraubern in Ḥawîğa vom 24.10.2015 hat Entrüstung bei Politikern und militärs hervorgerufen. Näheres bei: (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i7571-irak_op%C3%A9ration_h%C3%A9liport%C3%A9e_us_le_hezbollah_s’insurge)

Ein Suizidanschlag mittels Autobombe an einem Kontrollposten in Al-Taremiyeh [at-Taramiyya] im Norden Bagdads am Sa., 24.10.2015, hinterließ drei getötete und neun verletzte Sicher¬heitsleute. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292170-drei-soldaten-bei-selbstmordanschlag-im-norden-bagdads-get%C3%B6tet)

Durch eine Armee-Operation in al-Anbâr konnten ca. 350 Geiseln aus IS-Gewalt befreit werden. Die meisten sind Kinder und ältere Personen der Bunmar-Nomaden, die unter der Anschuldigung, treu zur Regierung zu stehen, nach Zerstörung ihrer Häuser gefangen genommen wurden und ermordet („hingerichtet“) werden sollten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292126-hunderte-geiseln-aus-der-gewalt-der-is-terroristen-im-irak-befreit)

Laut Mitteilung des Abgeordneten und bekannten Bürgerrechtlers Dr. Muwaffaq ar-Rubaîʽî (Mowaffak al-Rubaie) von der šîʽitischen Koalition „Gesetzesstaat“ prüfe das Parlament derzeit einen Antrag, wonach an die russische Regierung das Ersuchen zur Unterstützung im Abwehrkampf gegen den IS gestellt werden solle. Dem Antrag räume er gute Chancen ein, bemerkte er Sputnik gegenüber. Werde er beschlossen, müsse die Regierung der Entschließung Folge leisten. „Egal, ob die sunnitischen und die kurdischen Fraktionen zustimmen werden oder nicht, das ändert nichts an der Sache. Wir besitzen eine genügende Kraft im Parlament“, versicherte er. (http://de.sputniknews.com/politik/20151021/305086034/irak-parlament-unterstuetzung-is-russland.html) – Zur US-kritischen und zunehmend prorussischen Stimmung im Irak bzw. der breiten Unterstützung für den o.e. Antrag s.a. http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940729001369 und http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940729001252, jeweils vom 21.10.15). Zur Begründung für den jüngsten Schritt: „Washington has not replied to Baghdad’s call for serious fight against the ISIL in action, while Mos-cow, Tehran and Damascus are still the most important supporters of Iraq in the fight against the ISIL; unlike Washington that is trying to weaken the Iraqi volunteer forces in their fight against the ISIL, the Russia, Iran and Syria reiterate strengthening the volunteer forces. The US government in a message to Iraqi Prime Minister Haidar al-Abadi voiced Obama’s dissatis­fac­tion with Baghdad’s inclination towards Tehran, Moscow and Damascus.“ (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940729001369) und Dr. ar-Rubaîʽî gegenüber FNA am Di., 20.10.2015: „The US air force doesn’t cooperate with Iraq’s federal govern­ment and security and armed forces and refrains from providing any intelligence on ISIL’s concen­tration and field camps”. Dabei beschwerte er sich hinsichtlich der US-Einsätze: „in every 10 flight missions conducted by the US-led coalition planes, ISIL positions come under attack in only two missions, while nothing special happens in the remaining 8 missions“ (loc. cit.).

Ein Kommandant der freiwilligen Hilfskämpfer berichtete am Do., 22.10.2015, von der Gefangennahme eines israelischen Offiziers von der Golan-Brigade, der zusammen mit einer Reihe von IS-Terroristen nach einem Kampf gegen diese gefangengenommen worden sei. Wörtlich bemerkte er: „The security and popular forces have held captive an Israeli colonel” und weiter: „The Zionist officer is ranked colonel and had participated in the Takfiri ISIL group’s terrorist operations” . Zudem setzte er hinzu: „The Israeli colonel’s name is Yusi Oulen Shahak and is ranked colonel in Golani Brigade of the Zionist regime’s army with the security and military code of Re34356578765az231434.” Die Arretierten würden zur Zeit verhört. Andere gefangengenommene IS-Anhänger hätten innerhalb des vergangenen Jahres der IS-Aktivitäten im Land bereits bei Befragungen Schockierendes ausgesagt, nämlich daß sich Agenten vom Mossad und auch andere israelische Geheimdienstler bereits bei der ersten Eroberungswelle des IS und auch bei der Einnahme Mossuls in den Reihen des IS befunden hätten. Auch waren schon mehrfach israelische Spionagedrohnen über dem Irak abgeschossen worden. Die kürzliche Gefangennahme werde nach Ansicht einiger Experten daher enorme Auswirkungen auf die Beziehungen zum israelischen Staat haben. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940730000210 vom 22.10.2015) – Zu israelischen und insbesondere Mossad-Aktivitäten auch im Süden Syriens s. hier.

Laut Mitteilung des Abgeordneten und bekannten Bürgerrechtlers Dr. Muwaffaq ar-Rubaîʽî (Mowaffak al-Rubaie) von der šîʽitischen Koalition „Gesetzesstaat“ prüfe das Parlament derzeit einen Antrag, wonach an die russische Regierung das Ersuchen zur Unterstützung im Abwehrkampf gegen den IS gestellt werden solle. Dem Antrag räume er gute Chancen ein, bemerkte er Sputnik gegenüber. Werde er beschlossen, müsse die Regierung der Entschließung Folge leisten. „Egal, ob die sunnitischen und die kurdischen Fraktionen zustimmen werden oder nicht, das ändert nichts an der Sache. Wir besitzen eine genügende Kraft im Parlament“, versicherte er. (http://de.sputniknews.com/politik/20151021/305086034/irak-parlament-unterstuetzung-is-russland.html) – Zur US-kritischen und zunehmend prorussischen Stimmung im Irak bzw. der breiten Unterstützung für den o.e. Antrag s.a. http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940729001369 und http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940729001252, jeweils vom 21.10.15).

Am Di., 20.10.2015, wurde erneut die Rückeroberung der Stadt Baiğî gemeldet (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291938-baidschi-ist-befreit, s.a. SANA und sputniknews etc. und vgl.u.). Bei Säuberungsaktionen (hinterlassene Sprengkörper etc.) entdeckten die Sicherheitskräfte 19 Massengräber mit insgesamt 365 Leichen von Opfern der IS-Terrorherrschaft, wie es aus Armeekreisen hieß.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292033-irak-19-massengr%C3%A4ber-der-is-terroristen-entdeckt)

Nach den heftigen Verlusten, die der IS durch die koordinierten counterterroristischen Einsätze der syrischen Armee mit Unterstützung der russischen Kampfflieger im Nachbarland erlitten hat, setzt die Terrorgruppe verstärkt auf Gewalt und Abschreckung. So wurden in Mossul laut Auskunft eines irakischen Offiziers vom Di., 20.10.2015, 25 Menschen lebend verbrannt, denen vorgeworfen wurde, mit der Armee und den Sicherheitskräften im Land kooperiert zu haben. Anwohner wurden zum Zusehen gezwungen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291964-is-verbrennt-25-menschen-im-irakischen-mossul-am-lebendigen-leibe)

In der Provinz Wâsiṭ (Wasit) ist am Sa., 17.10.2015, aus bislang noch ungeklärten Gründen eine mit Raketen ausgerüstete US-Drohne abgestürzt, berichtete Provinzratsmitglied Hâšim az-Zamlî (Haschem al-Zameli). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291755-absturz-von-us-drohne-im-osten-iraks)

Erstmals seit diesem Fr., 16.10.2015, sind auch im Irak die russischen Su-30-Kampfjets im Einsatz gegen den IS, meldete aš-Šafaq News basierend auf Berichten des Pressedienstes der irakischen Armee. „Ein Su-30-Jagdjet hat drei IS-Schutzbunker in der Provinz Salah el-Din sowie mehrere Autos auf dem Weg nach Mossul zerstört“, hieß es darin. Die im Juni von der Moskauer Regierung zugesagte Lieferung war angesicht der „Sicherheitslage“ im Irak vorverschoben worden. (http://de.sputniknews.com/militar/20151016/304982293.html)

Indirekt die Mitteilung durch den syrischen Informationsminister az-Zuʽbî vom 14.10.2015 bestätigend, daß die US-Regierung Druck auf jene in Bagdad ausübe, um ein gemeinsames Vorgehen des Iraks und Syriens gegen den IS zu verhindern, erwiderte der irakische Botschafter in den USA, Luqmân Faily (Lukman Faily), auf Nachfragen eines Sputnik-Reporters: „Andere Staaten können uns zwar unter Druck setzen, doch wir entscheiden auf der Grundlage unserer eigenen Interessen“. Der Kampf gegen den IS habe derzeit oberste Priorität und der Irak werde sich bei der Wahl von Verbündeten keinem Druck beugen. (http://de.sputniknews.com/politik/20151016/304977203/irak-usa-is-syrien.html)

Laut einem FNA-Report basierend auf Medien-Meldungen aus der Region ist der beim Angriff der irakischen Luftwaffe (s.u.) auf einen IS-Konvoi bei Karâbila schwer verletzte IS-Anführer Abû Bakr al-Baġdâdî mit Hilfe des türkischen (MIT) in ein Krankenhaus in der Türkei zur Behandlung gebracht worden. So meldete z.B. al-Manâr TV am Mi., 14.10.2015: „The CIA has drone coordination with the Turkish intelligence organization to transfer al-Baghdadi to Turkey“. Zwei gefangengenommene IS-Angehörige aus dem Konvoi bestätigten die Verwundung ihres „Kalifen“. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940722001412)

Den irakischen Streitkräften gelang es mit Unterstützung der Luftwaffe und freiwilliger Volkstruppen, die Raffinerie in Baiğî erneut zurückzuerobern sowie einen Ort nördlich von ar-Ramâdî zu befreien. (http://www.sana.sy/?p=284046, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291614-irakische-armee-erobert-raffinerie-aus-der-gewalt-des-is-zur%C3%BCck) – Dabei wurde ein IS-Führer, zuständig für Kampfoperationen der Terrorgruppe, mit Kampfnamen Abû Salmân al-ʽAskarî (Abu Salman al-Askari) getötet. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151014/304936994/is-irak-angriff.html)

Via Twitter ließ die irakische Armee mitteilen: „Die Terrororganisation ‚Islamischer Staat‘ hat nach Angaben der irakischen Armee mehrere Dutzend eigene Kämpfer hingerichtet, weil diese vom Schlachtfeld in Baidschi geflohen waren“. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151014/304934974.html)

Rußlands Außenminister Sergej Lawrow teilte am Mi., 14.10.2015, nach einer Unterredung mit seinem finnischen Amtskollegen in Oulu mit, jegliche russische militärtechnische Unterstützung für die irakischen Kurden geschehe nur nach Zustimmung der Zentralregierung in Bagdad.
(http://de.sputniknews.com/politik/20151014/304942430/kampf-gegen-terrorismus.html)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî soll inzwischen die russische Regierung schrifltich um Luftangriffe auf den IS auch in seinem Land ersucht haben, teilen politische Quellen aus dem Irak mit. Derzeit befindet sich eine russische Militärdelegation in Bagdad, um die gemeinsamen Sicherheitskoordinierungen der vier Partnerländer Irak, Syrien, Rußland und Iran im Abwehrkampf gegen den IS zu besprechen (zum gemeinsamen aufgebauten Informationszentrum hierzu s.u.). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291558-reise-russischer-milit%C3%A4rdelegation-nach-bagdad)

Auch vom IS-„Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî selbst heißt es, er soll laut örtlicher Quelle gegenüber der Agentur Sputnik seine Verletzungen infolge des kürzlich gegen seinen Konvoi erfolgten irakischen Luftschlags, bei dem etliche IS-Anführer getötet worden waren, in einem abgeriegelten Krankenhaus behandeln lassen. Der Informant äußerte: „Al-Baghdadi wird zurzeit in einem Krankenhaus in Al-Kaim behandelt, das von IS-Kämpfern abgeriegelt ist.“ (http://de.sputniknews.com/panorama/20151012/304880547/irak-islamischer-staat-anfuerer.html) – Über die Tötung des „Kalifen“ waren zuvor mehrfach Tötungsmeldungen kursiert (vgl.u.).

Erneut nehmen die USA für sich in Anspruch, die sog. Nr.2 des IS im Irak bei einem Luftangriff getötet zu haben. Dies hatte die US-Regierung bereits im August (angebliche Tötung am 18.8.2015) bekannt gegeben. Es handelt sich um die unter verschiedenen Namen auftretende Person Abû Muʽtaz al-Quraišî (Abu Mutaz al-Qurashi) alias Fadhil Ahmed al-Hajali [Faḍl Aḥmad al-Ḥağalî] alias Ḥağğî Muʽtaz (Haji Mutazz). Dieses Mal wurde sein Tod auf der IS-Internetseite bestätigt.
(http://de.sputniknews.com/panorama/20151013/304915299/luftangriff-august-mosul.html, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291579-is-best%C3%A4tigt-tod-des-zweitm%C3%A4chtigsten-mannes)

Zum wiederholten Mal haben irakische Armee- und Freiwilligenkräfte bei der Durchsuchung des vom IS zurückeroberten Gebiets nach Hinterlassenschaften wie Sprengkörpern etc. große Mengen an brandneuen panzerbrechenden Raketen, sog. TOW-II missiles (vgl. dazu hier), dazu andere Waffen, Munition und Hardware aus US-Produktion, in IS-Verstecken in al-Karâma in der Provinz al-Falûğa. Die TOW-II missiles hatte der IS zur Abwehr der vorrückenden irakischen Armee nach al-Falûğa verlegt. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940720000502 vom 12.10.2015).

Zur IS-Toyota-Frage (vgl. hier) auch im Irak:
Der Politolge Thierry Meyssan bemerkt hierzu auf seinem Blog: „Daesh kam in den Irak im Sommer 2014 und transportierte Tausende von Männern mit mehr als 800 anscheinend neuen Toyota Hilux und Land Cruiser. Wir zeigten schon, dass dieses Material dem islamischen Emirat mit einem vom türkischen Geheimdienst (MIT) gecharterten Sonderzug geliefert worden war. Der gleiche Zug transportierte auch schwere Waffen, die von Saudi-Arabien in der Ukraine gekauft wurden.
Daesh erhielt weiterhin Toyota Fahrzeuge und sollte sie auch derzeit noch erhalten.“
(http://www.voltairenet.org/article189011.html vom 13.10.2015). – Bemerkung: Daesh ist die im arabischsprachigen Raum gebräuchliche Bezeichnung für den IS.

Am Mo., 12.10.2015, begann die sog. „zweite Phase der Säuberungsaktion“ in der Provinz Ṣalâḥuddîn, wie der Ministerpräsident offiziell mitteilte. „Die Provinz und vor allem die Raffinerie in Baiji soll völlig von den IS-Terroristen gesäubert werden“, verkündete Ḥaidar al-ʽAbâdî gemäß Meldung der irakischen al-Madâ Press nach einer Besichtigungstour in der Provinz und einem Treffen mit Sicherheitsverantwortlichen und Militärkommandeuren. Die „erste Phase“ war Anfang März dieses Jahres gestartet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291520-irak-zweite-phase-der-s%C3%A4uberung-in-salahuddin-gestartet)

Nach Abwehr einiger Angriffe im N und W von ar-Ramâdî in der Provinz al-Anbâr am So., 11.10.15, konnten Armeeeinheiten zwei Autobomben im N und eine im W der Provinzhauptstadt aufspüren und entschärfen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291431-irakische-soldaten-wirken-terroranschlag-in-al-ramadi-entgegen)

Am So., 11.10.2015, hat die irakische Luftwaffe nahe an der Grenze zu Syrien im Gebiet al-Karâbila einen Konvoi der IS-Führung angegriffen, der laut Mitteilung von aš-Šafaq News unterwegs zu einem Treffen der IS-Spitze war. Der zuvor ermittelte Ort des Treffens wurde ebenfalls bombardiert, wobei mehrere lokale IS-Führer getötet wurden. (http://de.sputniknews.com/politik/20151011/304858043.html). – Aktualisierung: Der Angriff erfolgte nach Angaben eines verhafteten IS-Führungsmitglieds, wie das Innenministerium bekannt gab. An namentlich bekannten IS-Feldkommandeuren wurden nach Armeeangaben verletzt: Omar al- Kubaisi, verantwortlich für die Finanzen der ostsyrischen Stadt al-Bûkamâl (Abu Kamal ) und Abu Saad al-Karbouli, der die Sicherheit der IS-Anführer koordinieren sollte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291446-is-anf%C3%BChrer-al-baghdadi-verwundet, http://de.sputniknews.com/politik/20151012/304863962.html).

Beim Durchkämmen der vom IS im September erneut eroberten und daraufhin wieder befreiten Gebiete im Raum Baiğî durch Armee- und freiwillige Kräfte entdeckten diese wiederum vom IS bei der Flucht in ihren befestigten Verstecken zurückgelassene Waffen und Munition aus US-Besänden. Dies wird als erneuter Beweis für die Unterstützung des IS durch die US-Administration gewertet, die vorgebe, diese zu bekämpfen. Es folgen die früher schon angeführten Belege hierzu, die in diesem Thread schon ausgelistet worden sind (vgl.u.). (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940718000907 vom 10.10.2015, s.a. https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/10/10/usa-weapons-iraq/)

Während ihres offiziellen Besuchs in Jordanien von Reportern darauf angesprochen, antwortete die russische OberhauschefinValentina Matwijenko, die russische Regierung würde Luftangriffe gegen IS-Stellungen auch im Irak in Betracht ziehen, sofern eine Bitte hierzu von der irakischen Regierung vorliege. Dem sei jedoch derzeit nicht so. Die russische Regierung verfolge keine weiteren Ziele als die Bekämpfung des Terrorismus in der Region betonte die Politikerin und rief die Journalisten dazu auf, keine bloßen Spekulationen zu verbreiten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291199-russland-zieht-luftangriffe-im-irak-in-betracht)

Zehn Personen wurden Opfer einer vom IS zur Detonation gebrachten Autobombe am 7.10.2015 in Baṣra, weitere Passanten wurden verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291177-terroristische-explosion-im-s%C3%BCdirak)

Im NW der Provinzhauptstadt in ar-Ramâdî werden derzeit ca. 500 Familien des Âl-Bû-Nimr-Stammes vom IS-Terroristen belagert, nachdem sie verschiedene Gewalttaten im Zentrum der Stadt verübt hatten, berichtete al-ʽArabiyya. Zudem seien etwa 70 Stammesmitglieder in eine unbekannte Region im NO verschleppt und dort ermordet worden. Der Chef (Scheich) des Stammes bat daher den Premierminister, die Stadt möglichst bald zu befreien. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291108-is-belagert-500-sunnitische-familien-in-al-ramadi) – Einer UN-Mitteilung vom 7.10.2015 zufolge handelte es sich bei den am So., 4.10.2015, in der Region al-Sarsar [wohl: aṯ-Ṯarṯâr] Erschossenen überwiegend um Angehörige der Armee-, Polizei­mitglieder und freiwillige Kämpfer gegen den IS. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/291249-is-richtet-70-mitglieder-eines-sunnitischen-stammes-im-irak-hin).

Drei Terroranschläge mittels Autobomben, die auf einem Sûq in Zabair im Südirak, in Chalis [Ḥalis?] nordöstlich von Bagdad und in Hosseinidschah [Ḥussainiğa], ca.20km im N der Hauptstadt stattfanden, hinterließen insgesamt 50 Toten und mehr als hundert Verletzte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291123-mindestens-50-tote-bei-bombenanschl%C3%A4gen-im-irak)

Auch die Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Valentina Matwijenko, forderte alle interessierten Staaten dazu auf, sich an dem in Bagdad eingerichtete internationale Informations- und Koordinierungszentrum zur Bekämpfung der IS-Terrororganisation zu beteiligen: „Wir sind zur Kooperation mit allen Ländern der Region und anderen Staaten im gemeinsamen Kampf gegen das weltweite Übel – gegen den Terrorismus – bereit. Wir fordern alle Länder auf, die an der Vernichtung des IS interessiert sind, sich diesem Zentrum anzuschließen“, äußerte sie am Mo., 5.10.2015, beim Treffen mit dem Senatsvorsitzenden des jordanischen Parlaments. (http://de.sputniknews.com/politik/20151005/304732788/iran-irak-syrien-datenerfassung-kampf-gegen-is.html)

Bei einem Doppelanschlag durch IS-Suizidattentäter kamen in einem Šîʽiten-Viertel Bagdads am 3.10.2015 mindestens 24 Menschen ums Leben, 61 wurden verletzt. Ein weiterer IS-Täter konnte vor Ausübung der Tat von Sicherheitskräften noch rechtzeitig erschossen werden. Der Zugangsbereich zum Kāżimiyya- (Kadhimija) Mausoleum, der Begräbnisstätte zweier von den Šîʽiten hoch verehrten Imâme, ist besonders samstags Ziel vieler Besucher. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291027-zahlreiche-tote-bei-anschl%C3%A4gen-in-bagdad)

Der höchste šîʽitische Rechtsgelehrte des Landes, Groß-Ayatullâh ʿAlī Ḥussainī as-Sīstānī (Ali Sistani) ließ von seinem Vertreter in Karbalāʾ (Kerbela, einer der heiligsten Orte der Šîʽiten) eine Botschaft verlesen, in der er die Verantwortlichen weiterer Länder aufforderte, den Kampf gegen IS ernstzunehmen. Dieser sei zum einen die Aufgabe eines jeden Irakers, zum anderen aber der ganzen Welt, da der IS die Menschheit, Kultur und ethischen Werte weltweit ignoriere. (http://www.german.irib.ir/nachrichten/nahost/itam/290920/-irak-ayatollah-sistani-fordert-welt-weiten-kampf-gegen-is)

Wieder gingen Tausende von Irakern in Bagdad und anderen Städten auf die Straßen, um wie schon zuvor (vgl.u.) für die Umsetzung der von der Regierung versprochenen Reformen gegen Korruption und zur Besserung der sozialer Dienstleistungen zu demonstrieren.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290962-irakisches-volk-fordert-politische-reformen-in-der-regierung)

US-, IS-Emblem, sputniknews

US-, IS-Emblem, sputniknews

Die neuen Ärmelabzeichen der im Irak stationierten US-Soldaten sehen denen des IS zum Verwechseln ähnlich. Sie werden bereits von 3.335 Soldaten in der Region getragen. Künftig soll es aber auch von Alliierten und den irakischen Truppen benutzt werden. Allerdings trifft das Logo wegen der Ähnlichkeit bei den auserwählten Trägern auf Ablehnung. Manche User im Netz hielten es gar für ein Abzeichen der Muslimbrüder. (http://de.sputniknews.com/militar/20151001/304642105.html)

Außenminister Lawrow bemerkte hierzu (vgl.u.) – mit einem Seitenhieb auf die USA und ihre „Koalition“ – während der Pressekonferenz in New York am Rand der 70. UN-Vollversammlung, man habe keine Pläne diesbezüglich. Aber: „We are nice people, we won’t come if not invited”. (1.10.2015, 16:47 GMT, https://www.rt.com/news/317068-russia-isis-islamic-syria/)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî würde nach eigenen Worten Operationen der russischenn Luftwaffe gegen den IS in seinem Land begrüßen. Man habe bereits von der russischen und syrischen Seite „very useful“ Informationen erhalten. Auf die Frage im Interview für France 24, ob dies schon mit der russischen Regierung diskutiert worden sei, antwortete er: „Not yet“ und fügte hinzu: „It is a possibility. If we get the offer we will consider it and I would welcome it“. Ilya Rogachev vom russischen Außenministerium gab gegenüber RIA Novosti an, man werde ein Engagement im Irak wie derzeit in Syrien in betracht ziehen, sofern hierzu ein Ersuchen der irakischen Regieung eingehe oder ein entsprechendes UN-Mandat vorliege. Wörtlich sagte er: „We will either have a request from the Iraqi government or a UN Security Council resolution, the adoption of which will depend on the Iraqi government. [Only] then will we assess the political and military feasibility [of the operation]”. (Jeweils 1.10.2015, 15:32 GMT, https://www.rt.com/news/317068-russia-isis-islamic-syria/)

Auch die irakischen Kurden erhalten russische Unterstützung im Kampf gegen den IS. Die Waffenlieferungen gingen über die Regierung in Bagdad, erklärte Rußlands Außenminister Lawrow am Do., 1.10.2015 in New York. Außerdem beteiligten sich die irakischen Kurden ihrerseits am kürzlich in Bagdad gegründeten (vgl.u.) Informations- und Koordinierungszentrum zum Kampf gegen den IS. „Im Zentrum sind irakische, syrische, iranische und russische Militärs sowie kurdische Vertreter aktiv“, informierte Lawrow während der Pressekonferenz. (http://de.sputniknews.com/militar/20151001/304652439/russland-kurden-irak-waffenlieferungen.html)

Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigte am Rand der 70. UN-Vollversammlung in New York während der Pressekonferenz vom Do., 1.10.2015, daß der IS im Irak Chemiewaffen eingesetzt habe. Dabei sprach er von „mehreren nachgewiesenen“ Fällen und forderte internatiuonale Ermittlungen. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151001/304647667/is-chemische-waffen-irak-beweise.html)

Nach Einschätzung des irakischen Verteidigungsministeriums habe die am 30.9.2015 begonnene russische Operation in Syrien auch einen positiven Einfluß auf den Anti-Terror-Kampf im Irak. Wörtlich erklärte Pressesprecher Naṣir Nûrî Muḥammad (Nasser Nuri Muhammad) gegenüber RIA Novosti: Es ist so gekommen, dass der Irak und Syrien eine einheitliche Zone der Luftangriffe auf den Islamischen Staat bilden. Das, was in Syrien geschieht, beeinflusst natürlich auch den Irak. Wir können IS nicht an der Grenze zu Syrien verfolgen. Wenn Russland sich also an Luftangriffen (in Syrien – d. Red.) beteiligen wird, wird dies sicher einen positiven Einfluss auf den Anti-Terror-Kampf im Irak haben“. (http://de.sputniknews.com/politik/20150930/304612726.html). – Der Irak begrüße das russische Engagement in Syrien, machte auch der Chef des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im Parlament, Ḥakim az-Zamlî (Hakem al-Zamli), im Telefonat mit Sputnik deutlich. (http://de.sputniknews.com/politik/20150930/304606931/irak-entschluss-lufteinsatz-is-syrien.html)

Während einer Offensive ab dem Morgen des 30.9.2015, eroberten 3500 Pîšmarga einige Dörfer in der Provinz Kirkûk zurück, damit wird die Situation für die in ihrer Hochburg Ḥawîğa (Hawija) verschanzten IS-Kämpfer immer schwieriger. Auch die Luftwaffe begleitete den Einsatz. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290864-irakische-kurden-vertreiben-den-is-aus-d%C3%B6rfern-in-kirkuk)

Am Di., 29.9.2015, sind die russischen und iranischen Experten zur Zusammenarbeit der bis jetzt aus vier Ländern bestehenden Gruppe zur Bekämpfung des IS im Irak eingetroffen, gab der Leiter der Kommission für Sicherheit und Verteidigung im Parlament gegenüber dem Sender ar-Ra`y bekannt. Zudem fügte er hinzu, daß sich der Irak über jedes Land freue, das sich der Gruppe anschließen wolle.
(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290794-iranische-und-russische-experten-im-irak vom 29.9.2015, http://www.sana.sy/?p=276075 vom 30.9.2015) – Auch der Specher von Präsident Putin, Dmitri Peskow, hatte am 29.9.2015 Reporten mitgeteilt, daß der russische Präsident hoffe, die Zahl der Teilnehmer an der Arbeit des Informationszentrum (vgl.u.) in Bagdad werde sich erweitern, um gegen die Terrororganisation IS zu kämpfen, schließlich sei dieses Zentrum keine geschlossene Institution, sondern eine offene Gruppe für alle. (http://www.sana.sy/?p=276075, http://de.sputniknews.com/militar/20150929/304585407/putin-anti-terror-zentrum-bagdad.html)

Zwei im Zentrum von Bagdad detonierte Autobomben hinterließen insgesamt acht Tote und zehn Verletzte. Der eine Vorfall ereignete sich laut as-Sûmariyya News am Montagabend in einer Garage (7 Tote, 3 Verletzte), der andere nach Meldung von al-Furât News in einer Hauptverkehrsstraße (1 Toter, 7 Verletzte). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290758-irak-8-tote-und-10-verletzte-bei-explosionen-in-bagdad)

Russische Militärflugzeuge nutzten nach vorheriger Ankündigung und mit Einverständnis beider Regierung den Luftraum über Syrien und dem Irak, um die Nachschubroute des IS zwischen der syrischen Provinz Dair az-Zaur (mit Überflug von al-Mayâdîn, al-Bûkamâl und al-Mû Ḥassan) und der irakischen al-Anbâr (östlich bis nach a-Ḥîl) zu beobachten und Datenmaterial zu sammeln. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940706000764 vom 28.9.2015 sowie https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/09/29/russian-jets-iraq/)

Bei Luftschlägen der Armee wurden nach Auskunft des Kommandanten der 18. Division im Interview mit as-Sûmariyya News in der Provinz al-Anbâr 40 ranghohe IS-Kommandeure getötet. Diese waren zu einem Treffen am Abend des Sa., 26.9.2015, in der Fabrik Kabisa (Kabiseh) zusammengekommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290667-irak-40-is-kommandeure-bei-luftangriff-der-armee-get%C3%B6tet vom 27.9.2015)

Ohne Absprache mit der irakischen Regierung und damit in illegaler völkerrechtswidriger Einmischung in die internen Belange dieses Staates plant Saudi-Arabien im Westen die Bildung sunnitischer Brigaden mit dem Namen ʽAbbâsiden-Armee. Damit wolle das saudische Königshaus die Macht der irakischen Regierung im vom Terrorismus heimgesuchten (!) Westen des Landes untergraben und zur religiösen Spaltung und damit Schwächung des – weitgehend šîʽitisch ausgerichteten Landes beitragen. (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i5090-riyad_forme_l’_arm%C3%A9e_abbasside_%C3%A0_l%E2%80%99ouest_de_l%E2%80%99irak vom 26.9.2015) – Der Zeitpunkt dieser Planumsetzung nach Einrichtung des gemeinsamen Informationszentrums (s.u.) in Bagdad scheint nicht gerade zufällig und gegen dieses, das Sunniten wie Šîʽiten miteinschließt, gerichtet.

Zum gemeinsamen Informationszentrum des Iraks, Syriens, Rußlands und des Irans in Bagdad (vgl.u.) sind nähere Details bekannt geworden. Es diene der Koordinierung des Counterterrorismus` u.a. gegenüber dem IS. Deswegen gehörten ihm Vertreter der Generalstäbe der vier genannten Länder an. In der Leitung würden sich die Offiziere dieser Länder im Turnus von je drei Monaten abwechseln. Hauptaufgabe sei es, bzgl. der Zielsetzung aktuelle Informationen zur Situation in der Nahost-Region zu sammeln, zusammenzufassen und zu analysieren. Die ausgewerteten Daten würden je nach Zweckbestimmung verteilt und operativ an die Generalstäbe der vier Länder übermittelt. (http://de.sputniknews.com/politik/20150926/304534062.html) – Die Aufbauarbeiten haben bereits begonnen Die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober, Anfang Novermber geplant (http://de.sputniknews.com/militar/20150929/304580236/informationszentrum-bagdad-austausch-aufklaerungsdaten.html).

Außenminister al-Ğaʽfarî kritisierte am Rand der 70. UN-Vollversammlung die Tätigkeit der US-geführten Koalition (Lufteinsätze). Dabei betonte er, daß der Irak die Stationierung ausländischer Militärs im Land niemals gewollt habe. Zudem habe das eigene Militär beachtliche Erfolge im Abwehrkampf gegen den IS erzielt. Daher stellte er klar: der „Irak benötigt lediglich militärische Ausrüstung, Ausbildung und Informationen, aber keine ausländischen Bodentruppen oder Militärstützpunkte.“ In dieser Hinsicht lobte er die russische Unterstützung [in ihrer Art] für Syrien. Jedoch brauche der Irak keine Beratung durch das russische Militär. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290623-irakischer-au%C3%9Fenminister-krtisiert-art-der-luftschl%C3%A4ge-gegen-is) – Der Irak erhält seine militärische Beratung durch den Iran (vgl.u.)

Wie der Fernsehsender Fox News nach Auskunft westlicher Geheimdienste berichtet, haben russische, syrische und iranische Militärs in Bagdad ein Koordinierungszentrum zur Anbahnung einer Zusammenarbeit mit Šîʽiten (Schiiten) im Kampf gegen die Terrormiliz IS eingerichtet. Inwieweit irakische Regierung involviert sei, sei noch nicht klar. Laut militärischen Kreisen seien russische Suchoi-Jets vom Flughafen al-Lâḏaqiyya (Latakia) gestartet, jedoch ohne das Gelände der Basis zu verlassen. (http://de.sputniknews.com/politik/20150925/304511494.html vom 25.9.2015) – Die Zustimmung der irakischen Regierung liegt vor (http://sana.sy/?p=274384 vom 26.9.2015)

In Arbîl (Erbil) ist der Bundeswehr-EinsatzleiterOberst Stephan Spöttel am Morgen des 23.9.2015, tot in seinem Hotel aufgefunden worden. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einer natürlichen Todesursache aus“, hießt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. Seine Position übernimmt nun sein Stellvertreter Oberstleutnant Jan Heymann. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290482-irak-leiter-des-deutschen-bundeswehr-einsatzes-in-erbil-ist-tot)

In Mossul hat eine IS-Einheit 25 Polizisten und Armeekräfte, darunter fünf Sicherheitsoffiziere, ermordet („hingerichtet“). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290440-irak-is-richtet-25-polizisten-und-armeeoffiziere-in-mosul-hin)

Pentagon-Sprecher Peter Cook teilte in einer Erklärung mit, am 10. 9. 2015 sei bei Luftangriffen der US-geführten Koalition nahe der Stadt Tal ʽAfar in der Provinz Nînawâ (Ninive) der lokale IS-Kommandeur (Amîr) Abu Bakr al-Turkmani [Abû Bakr at-Turkmânî] getötet worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290444-is-f%C3%BChrer-al-turkmani-get%C3%B6tet)

In einem Einkaufsgebiet in Bagdad kostete die Explosion einer Autobombe am Di., 22.9.2015, mindestens zehn Menschen das Leben und verletzte 35 weitere. Dazu kam am Morgen eine weitere Detonation mit einem Toten und sechs verletzten. Tags zuvor wurden mindestens 10 Personen im Osten der Hauptstadt Opfer einer Autobombe, während 30 Verletzungen davon trugen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290336-mindestens-zehn-tote-beim-terroristischen-angriff-im-irak)

Nachdem bekannt geworden war, daß IS-Anführer in Ḫâlidiyya (Khalidiya, 23km östlich von ar-Ramâdî) in der umkämpften Provinz al-Anbâr in einem bestimmten Haus zusammenkämen, um einen Terroranschlag auf diese Stadt zu planen, wurden nach Angaben des Distriktsvorsitzenden Ali Dawood [ʽAlî Dâwûd] am So., 20.9.2015, bei Luftangriffen der irakischen Armee 20 dieser Anführer getötet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290279-20-is-anf%C3%BChrer-in-ramadi-get%C3%B6tet)

Wegen der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Saudi-Arabien (zu den Hintergründen hierzu vgl.u.) ist ein Botschafter für ar-Riyâḍ ernannt worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290302-irakischer-botschafter-f%C3%BCr-saudi-arabien-gew%C3%A4hlt)

Nach Angaben des parlamentarischen Sicherheits- und Verteidigungsausschusses werden in den vom IS ihnen kontrollierten Gebieten der im NW gelegenen Provinz Nînawâ (Ninive) täglich durchschnittlich 50 Menschen ermordet, respektive „hingerichtet“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290069-is-richtet-durchschnittlich-50-menschen-pro-tag-in-der-irakischen-provinz-nineveh-hin)

Drei Sprengstoffanschläge in Bagdad hinterließen insgesamt 13 Todesopfer und 69 Verletzte. As-Sûmariyya meldete am Do., 17.9.2015: „Bei einem Suizidattentat am Al-Wathba-Platz sind fünf Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden. Unter den Letzteren sind vier Straßenpolizisten“. Ein Doppelanschlag im Zentrum beim Bâb aš-Šarqî (Osttort) blieben acht getötete und 40 verletzte Personen zurück. (http://de.sputniknews.com/panorama/20150917/304362837.html). – Aktualisierung: Der IS hat die Anschläge zu verantworten, bei denen schließlich das eine Mal 12 Personen, das andere Mal neun zu Tode kamen und insgesamt 121 verletzt wurden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/290043-zahl-der-opfer-bei-anschlag-in-bagdad-auf-24-gestiegen)

Wie das Verwaltungskomitee der Volksverteidigungskräfte, al-Ḥašd aš-Šaʽbî mitteilte, wurden seit Beginn der Befreiungsaktion in Baiğî mehr als 3.000 IS-Terroristen getötet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/289944-tausende-is-terroristen-im-norden-iraks-get%C3%B6tet)

Auch die irakische Regierung wurde von der US-Administration am 5.9.2015 aufgefordert, den Luftraum für Flugzeuge aus Rußland – dem Land, das promt dem Irak im Counterterrorirmus zu Hilfe kam (zu Belegen vgl.u.) – zu sperren, wie die New York Times am Mo., 14.9.2015, berichtete. Bislang kam darauf jedoch keine Antwort aus Bagdad. Bulgarien z.B. hat dem Ersuchen entsprochen und seinen Luftraum für russische Transportmaschinen mit humanitären Gütern für Syrien für die Zeit vom 1. – 24.9.2015 gesperrt wie auch die ukrainische und die griechische Regierung zumindest zeitweise, vgl. hier. (http://de.sputniknews.com/politik/20150914/304305566.html)

In der immer wieder im Zentrum von Kämpfen stehenden Stadt Baiğî entdeckte eine Gruppe der die Armee im Counterterrorismus unterstützenden Freiwilligenkräfte nach heftigen Kämpfen mit IS-Terroristen ein Versteck dieser Terrorgruppe, in dem sich Fahrzeuge mit der Aufschrift „Peninsula-Schild“ in arabischer Sprache befanden. „Peninsula-Schild“ bezeichnet die gemeinsame Militärmacht der Golf-Koopera­tion, also der Mitgliedsstaaten des Persischen Golfes. Hierzu gehören: Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Qaṭar, die VAE wie der Omân, der sich als einziges dieser Länder nicht an der Aggression gegenüber Syrien beteiligt, sondern für eine schnelle politische Lösung der Krise einsetzt. (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i3888-irak_le_bouclier_de_la_p%C3%A9ninsule_arme_daech)

Hinsichtlich der Arabischen Liga (AL) brachte der Außenministeriumssprecher Kritik an: zum einen bedauerte den Rückgang der Zusammenar­beit der arabischen Länder an sich, die dringend erforderlichen Reformen würden hinsichtlich ihrer Umsetzung beobachtet werden, zum anderen zeigte er sich empört darüber, daß angesichts der Flucht Hunderttausender aus dem Irak und Syrien noch immer kein einziges AL-Mitglied irgendeinen Plan zur Lösung der Flüchtlingskrise präsentiert habe. Seit Einsetzen der Kämpfe der syrischen Streitkräfte gegen die Terroristen in Syrien seien Millionen bedroht, was zum Ausgangspunkt der großen Flüchtlingswelle in Europa geworden sei. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/289829-bagdad-kritisiert-die-arabische-liga-f%C3%BCr-ihre-haltung-gegen%C3%BCber-den-fl%C3%BCchtlingen)

Flagge des Iraks seit 1991, ipicture

Flagge des Iraks seit 1991, ipicture

Laut der Tageszeitung aš-Šarq al-Awsaṭ will nach Qaṭar (vgl.u.) nun auch Saudi-Arabien nach dem islamischen Opferfest (während der Pilgerfahrt nach Mekka, Ḥaǧǧ am 23.9.2015 seine Botschaft in Bagdad nach 25 Jahren Pause wieder eröffnen wie auch das Konsulat in Arbîl (Erbil) in der nördlichen Autonomen Region Kurdistan. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/289755-saudi-arabische-botschaft-will-in-bagdad-nach-25-jahren-wieder-%C3%B6ffnen) – Saudi-Arabien hatte die Beziehungen zur säkularen Baʽṯ-Regierung unter Präsident Ṣ. Ḥussain abgebrochen. Die neue irakische Flagge zeigt demgegenüber schon im Schriftzug Allâhu akbar deutlich die Abkehr von dieser Haltung.

In den frühen Morgenstunden des So., 5.7.2015, vereitelten die irakischen Streitkräfte ein Terroristenangriff auf die Stadt Ḥadîṯa in der Provinz al-Anbâr, tötete und verwundete dabei eine große Zahl von Terroristen, der Rest floh in die westliche Wüste. Dazu wurden Angriffe der irakischen Luftwaffe auf IS –Ansammlungen und -Verstecke zwischen al-Anbâr und Karbalâ´ (Kerbela) geflogen, wobei ein ganzes Lager im westlichen Umland von ar-Razâza in der Provinz al-Anbâr zerstört und die gesamte militärische Ausrüstung, die auch Attentaten auf die Bürger diente, beschlagnahmt werden konnte. Am Sa., 4.7.2015, hatten die irakischen Streitkräfte eine großangelegte Militäroperation begonnen, um den östlichen Teil von ar-Ramâdî in der Provinz al-Anbâr vom IS zu säubern. Der Kommandant der Spezialoperation bestätigte den Tod von 69 Terroristen und die Zerstörung von 21 Terroristennestern in den Provinzen al-Anbâr und Ṣalâhuddîn. Schließlich wurden im Zusammenwirken von Heer, Luftwaffe und Bundespolizei mit Freiwilligen und Stammesmitgliedern, u.a. die Positionen in Nuʽaimiyya, al-Hîtâwîyîn, aḏ-Ḏîbân, as-Saʽdân, al-Aʽnâz und in Richtung Euphrat in al-Anbâr angegriffen.
Laut dem irakischen Strategie-Experten Aḥmad aš-Šarîfî im Gespräch mit dem SANA-Korrespon¬denten in Bagdad, befänden sich die ISMuğâhidûn in einem Zustand des vollständigen Zusammenbruchs vor allem auch wegen der zunehmenden Spaltungen zwischen den arabischen und ausländischen Elementen der Terrororganisation. Seines Erachtens solle man sich zu einem schnellen, plötzlichen, entscheidenden Schlag zur Beseitigung dieser Organisation in allen usurpierten Gebieten entschließen. Doch führten regionale und internationale Einflüsse zu Verzögerungen. Zur Rolle der US-geführten Koalition befragt, bemerkte er, diese habe eher negative Folgen gezeitigt. Er betonte, daß sich diese erwiesenermaßen (zu Belegen s.u.) auf dem in der Unterstützung des IS wie der Ğihâd-Kräfte ausgewirkt hätten. (http://www.sana.sy/?p=237745 vom 5.7.2015)

Belgien beendet – vorgeblich aus Kostengründen – die Beteiligung an Aktionen der US-geführten Koalition. Für den Stellvertreter des syrischen Informationsministers, ʽAlî al-Aḥmad, ist das keine Überraschung, da „wiederholt Berichte aus den europäischen Ländern auf den wachsenden Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen der Koalition“ hinwiesen. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/285700-belgien-setzt-kooperation-mit-anti-is-allianz-aus)

In einem Gefecht zwischen der irakischen Armee und IS-Leuten in al-Karma im westlichen Umfeld von Bagdad wurden am Fr., 3.7.2015, bei geringen Eigenverlusten 25 IS-Kämpfer getötet mehr als 20 verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/285676-mindestens-25-is-terroristen-sind-in-der-irakischen-ortschaft-al-kerma-get%C3%B6tet)

Nach einer Reihe irakischer Luftangriffe und dem Vorrücken der Pîšmarga auf IS-Stellungen bei Ḥawîğa im Süden von Kirkûk wurden diese zurückgedrängt und in die Flucht geschlagen. Sie hätten zusammen mit ihren Familien die Richtung nach Mossul eingeschlagen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/285625-is-terroristen-ziehen-sich-aus-weiteren-teilen-von-kirkuk-zur%C3%BCck)

Der Sprecher der freiwilligen Volksverteidigungskräfte [al-Ḥašd aš-Šaʽbî] widersprach einem Bloomberg-Bericht, wonach eine Kooperation zwischen ihnen und US-Truppen im Abwehrkampf gegen den IS bestehe. Wörtlich bemerkte Karîm an-Nûrî (Karim al-Nouri): „There is no cooperation and coordination with the Americans to win back the regions controlled by the ISIL”. Auch Pentagon-sprecher Colonel Steve Warren drückte sich dahingehend aus. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940403001539) – Dies wäre angesichts der wiederholten Fälle von friedly fire seitens der US-Luftwaffe auf Stellungen von al-Ḥašd aš-Šaʽbî im Kampf gegen den IS (vgl.u.) auch verwunderlich gewesen.

Angriffe der irakischen Luftwaffe auf IS-Stellungen eliminierte ca. 60 von deren Kämpfern in Âl-Bû Alwân (al-Bu-Alwan), Abû Šağal (Abu Shajal) und Ḥasîbaaš-Šarîyya (Hasibah al-Sharqiah) in der Provinz al-Anbâr., dazu 12 von deren Schlupfwinkeln mit FLAK, Raketenwerfern, Waffen, Munition u.a. militärischem Equipment, teilte das Verteidigungsministerium in einer am Mi., 24.6.2015, veröffentlichten Erklärung mit. Zudem wurden über 30 Terroristen beim Angriff der Anti-Terror-Truppen auf ein Sprengstofflager in Ḥasîbaaš-Šarîyya getötet. Betroffen von den Luftschlägen war auch das Versteck des IS-Muftî der Region, Abû Muḥammad. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/285161-60-is-terroristen-bei-irakischen-luftangriffen-in-al-anbar-get%C3%B6tet).

Wie das monatlich erscheinende Nachrichtenmagazin „Zuerst!“ in ihrem aktuellen Online-Auftritt mitteilt, hat die Terrororganisation IS ein neues Video veröffentlicht, das die Hinrichtung von fünf in in einen Käfig gesperrter Gefangener durch Ertränken in Mossul zeigt. Zur Erhöhung der Drastik kamen Unterwasser-Kameras zum Einsatz. (<ahttp://zuerst.de/2015/06/23/neues-video-islamischer-staat-ertraenkt-irakische-gefangene-in-unterwasser-kaefig/). – S.a.: http://zuerst.de/2015/06/24/video-18-islamischer-staat-ertraenkt-verbrennt-und-sprengt-irakische-gefangene/

Laut Mitteilung von Brigadegeneral Maʽn as-Saʽdî sei es den Streitkräften gelungen, das Gebiet um Tal az-Zaʽtar in Baiğî von IS-Terroristen zu säubern und führe nun weitere Sicherungsoperationen (Sprengfallen!) durch. Auch habe man die Kontrolle über ein Dorf nahe der Raffinerie erlangt. Die (irakische!) Luftwaffe habe nach Auskunft des Verteidigungsministerium nahe von al-Karma in der Provinz al-Anbâr einen Schlupfwinkel von Terroristen beschossen und deren Equipment darin zerstört. Zudem sei ein Angriff auf einen Checkpoint östlich von ar-Ramâdî zurückgeschlagen worden. (http://www.sana.sy/?p=232771 vom 22.6.2015)

Laut Auskunft des Pišmarga-Ministeriums der kurdischen Autonomieregion sollen bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition in einem Ort nordwestlich von Mossul auch acht Terroristen aus Deutschland getötet worden sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284922-acht-deutsche-terroristen-bei-us-luftangriffen-im-irak-getoetet)

Wie der Informationsbeauftragte der Demokratischen Partei Kurdistans, Said Mamuzini am 20.6.2015 mitteilte, befinde sich die Stadt Mossul aufgrund des durch den IS ausgeübten Drucks wirtschaftlich und humanitär in einer schlechten Lage. 18 Menschen seien kürzlich verhungert. Zudem habe der IS laut al-ʽAlam 1227 Kinder aus der Stadt geschafft und in das östlich gelegene Lager Salamiyya gebracht. Bürger, die dagegen zu protestieren versuchten, wurden gefangen genommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284945-is-entf%C3%BChrte-1200-kinder-in-mossul)

Zum Thema “Entstehung des IS” und Hintermänner dieser Terrororganisation s. den Artikel des US-Offiziers für Spezialoperationen und Analysten für globale psychologische Kriegsführung und counterterrorismus Scott Bennett: Special Ops Officer Blows Whistle on CIA Funded ISIS Through Swiss Bank Accounts

Bei vier Bombenexplosion jeweils im NO bei Abi Seyda(?), in Megdadieh (?) und einmal im N der Stadt Baʿqūba (Bakuba) im Dorf Banî Zaid sowie in Ghareh Tapeh (?) sind am 17.6.2015 bislang 17 Menschen getötet und 28 weitere verletzt worden. Es handelte sich überwiegend um zivile Opfer. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284706-irak-45-tote-und-verletzte-bei-auseinanderstzungen-im-nordosten-von-bagdad)

Wie MehrNews berichtet, hat der Leiter der iranischen Firma NIORDC (National Iranian Oil Refining and Distribution Company), Esmail Hasham Firouz, am Di., 16.6.2015, eine Übereinkunft zum Austausch von Öl und Raffinerieprodukten zwischen dem Iran und der autonomen kurdischen Region des Irak unterzeichnet. Zudem würden gemäß einem anderen Abkommen täglich drei Millionen Liter Diesel in den Irak exportiert. Auch sei der Iran dazu bereit, die zwei- bis zweieinhalbfache Menge an Diesel an sein Nachbarland zu liefern.(http://german.irib.ir/nachrichten/wirtschaft/item/284658-iran-und-autonome-region-kurdistan-im-irak-unterzeichnen-%C3%B6l-abkommen)

Infolge einer am Di., 16.6.2015, nahe einer Mädchenschule in Abû Saydah in der Provinz Diyâlâ detonierten Autobombe kamen fünf Schülerinnen ums Leben, sechs wurden verwundet – Am selben Tag führte die irakische Air force Luftschläge gegen IS-Schlupfwinkel in al-Shirqat im Norden von Tikrît aus, wobei an die 30 Extremisten mitsamt einiger Führungspersonen getötet wurden. – Eine Pîṣmarga-Einheit ging im Osten Mossuls gegen Terroristen vor.(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284661-irak-5-sch%C3%BCler-bei-bombenanschlag-in-diyala-get%C3%B6tet)

Zum wiederholten Mal haben am Sa., 13.6.2015, Kampfpiloten der US-geführten Koalitionirakische Postitionen in al-Anbâr angegriffen (sog. „friendly fire“!). (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940324000927)

Wie Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî am Mo., 15.6.2015, während einer im irakischen TV übertragenen Rede während einer internationalen Konferenz zum Stop der Kinder-Rekrutierung durch den IS laut as-Sûmariyya News mitteilte, kommen die meisten Suizidattentäter im Irak aus dem Ausland, vor allem aus Staaten, die seit 100 Jahren keinen Krieg mehr erlebt haben. Jeden Monat träfen durchschnittlich 40 ausländische Suizidattentäter im Irak ein. Wie die syische Regierung rief daher auch al-ʽAbâdî die anderen Staaten dazu auf, Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Phänomens zu ergreifen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284570-al-abadi-%E2%80%9Ejeden-monat-dringen-40-ausl%C3%A4ndische-selbstmordattent%C3%A4ter-in-den-irak-ein%E2%80%9C und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284603-mehr-aus-als-inl%C3%A4ndische-selbstbomber-im-irak)

 

Die Detonation einer Autobombe auf einem Marktplatz in Bagdad tötete zehn Personen, verletzte 20 weitere. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284577-zehn-tote-bei-selbstmordanschlag-im-irak)

Unter Mithilfe der Bürgerwehr haben laut al-Furât irakische Polizeieinheiten 12 Autobomben in Baiğî sowie fünf bei der MilitärbasisSpiker aufgespürt und vernichtet und somit Angriffe des IS verhindert. Westlich von ar-Ramâdî konnte as-Sûmariyya zufolge ein IS-Kommando bekämpft werden. Südlich von Fallûğa hatten IS-Muğâhidîn das 36. Bataillon der irakischen Armee angegriffen, wobei unter den getöteten Soldaten auch der Kommadeur war. Mit Artilleriefeuer wurde der Haufen zurückgeschlagen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284480-irakische-einheiten-wehren-is-angriff-ab vom 14.6.2015)

Staatspräsident Fu`âd Maʽṣûm und der Präsident der irakischen Kurdenregion, Masûd Barzanî, sprachen sich beim Treffen am Do., 11.6.2015, in ʽArbîl für die Fortsetzung der Konsultationen zwischen der Zentralregierung und der Verwaltung der autonomen Kurdenregion zur Ausräumung der noch bestehenden Differenzen aus. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284411-fuad-masum-und-barezani-fordern-fortsetzung-der-gespr%C3%A4che-zwischen-bagdad-und-erbil)

Der Vertreter der irakischen Kurdenregion, Karîm Sanğarî, beim Treffen in Arbîl mit dem iranischen Vizeaußenminister für konsularische Angelegenheiten, Ḥassan Qaš­qawî,bat darum, der Iran solle sich bei der Behebung der Differenzen zwischen Zentralregierung und der Verwaltung der autonomen Kurdenregion effektiv einsetzen. Darauf antwortete Ḥassan Qaš­qawî, die iranische Politik ziele darauf ab, die Einheit des Irak zu wahren und dafür, daß die Iraker als nationale Einheit den Kampf gegen den Terrorismus bestritten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284447-irakische-kurdenregion-ruft-iran-auf-zwischen-bagdad-und-erbil-zu-vermitteln)

Am Fr., 12.6.2015, und Sa., 13.6.2015, gelang es irakischen Soldaten zusammen mit freiwilligen Volkskräften einen IS-Vorstoß nach al-Karma mittels vier Suizidattentätern in mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugen durch ihre Raketenabwehr zu vereiteln. Auch die irakische Luftwaffe flog etliche Angriffe auf IS-Stützpunkte im NW dieser Stadt. Al-Karma ist nur 48km von Bag­dad entfernt und gilt als Haupteinfallstor zur Hauptstadt. Zudem konnte die Kontrolle über sieben Ortschaften in al-Anbâr erkämpft werden. Unter den getöteten Terroristen befanden sich auch sieben ihrer Kommandanten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284441-irak-weitere-7-d%C3%B6rfer-in-provinz-al-anbar-von-is-befreit vom 13.6.2015)

Dutzende ISMuğâhidîn wurden am Fr., 12.6.2015, nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei einem Angriff der irakischen Armee gemeinsam mit der Bürgerwehr in al-Anbâr getötet und etliche ihrer Fahrzeuge zerstört. Innenminister Muḥammad Sâlim al-Ġabban (Mohammad Salem al-Ghabban) zufolge nehmen an der begonnenen Befreiung dieser Provinz mehr als 3.000 neu rekrutierter Kämpfer teil. Weitere 3.000 Mann sollen hierzu geschult und ausgerüstet werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284400-dutzende-is-mitglieder-in-der-irakischen-provinz-al-anbar-get%C3%B6tet)

Wie sehr sich die hervorstechende iranische Unterstützung des Iraks im Kampf gegen den IS bei letzterem unbeliebt gemacht hat, läßt sich auch an Folgendem ablesen: Der IS-„Statthalter“ von ar-Ramâdî hat per Erlaß, der in sozialen Foren veröffentlicht wurde, Händlern verboten, iranische Produkte in ihren Läden anzubieten. Die auf Lager liegenden Restbestände dürften jedoch noch an Kunden abgegeben werden. (http://german.irib.ir/nach­richten/nahost/item/284084-is-iranische-waren-d%C3%BCrfen-in-ramadi-nicht-verkauft-werden“>http://german.irib.ir/nach­richten/nahost/item/284084-is-iranische-waren-d%C3%BCrfen-in-ramadi-nicht-verkauft-werden)

Am Mo., 8.6.2015, gab das Verteidigungsministerium bekannt, die von US-Außenminister Kerrry versprochene erste Liefe­rung von AT-4 Panzerabwehrraketen aus den USA sei eingetroffen. Diese dienten zur Bekämpfung mit mit Sprengstoff beladener Fahrzeuge, die der IS für suizidanschläge eibzusetzen pflege. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284206-irak-erste-lieferung-von-us-panzerabwehrraketen-eingetroffen“>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284206-irak-erste-lieferung-von-us-panzerabwehrraketen-eingetroffen)

Staatspräsident Fu`âd Maʽṣûm (Fouad Massoum) hat sich laut as-Sûmariyya News am So., 7.6.2015, nach seinem Treffen mit dem US-Sondergesandten Brett McGurk in Bagdad für die Gründung einer effektiven nationalen Armee ausgesprochen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284157-irakischer-pr%C3%A4sident-spricht-sich-f%C3%BCr-die-gr%C3%BCndung-einer-effektiven-nationalen-armee-aus“>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284157-irakischer-pr%C3%A4sident-spricht-sich-f%C3%BCr-die-gr%C3%BCndung-einer-effektiven-nationalen-armee-aus)

<p style=“text-align: justify;“>Dem Militär, verstärkt durch Bürgerwehrangehörige, ist am So., 7.6.2015, die <strong>Wiederbefreiung</strong> von <strong>Baiğî </strong> (noch ohne die nahe Öl-Raffinerie!) gelungen. (<a>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284110-baidji-ist-befreit“>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284110-baidji-ist-befreit </a>)</p>

  <p style=“text-align: justify;“>Am Sa., 6.6.2015, bombardierten Kampfflieger der US-geführten Koalition laut as-Sûmariyya News erneut anstatt IS-Stellungen das Hauptquartier der 1. Division der Volkswehr innerhalb der irakischen Armee im Camp Tariq nahe Fallûğa. Infolgedessen waren sechs Todesopfer und acht Verletzte zu beklagen. Kürzlich wurde sogar ein Wohngebiet in Mossul bombardiert, wobei 11 Zivilisten ihr Leben verloren. Eine ganze Reihe ähnlicher „Unfälle“ führt der Artikel im weiteren auf. (<a>http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940316001210″>http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940316001210</a&gt;)</p>

Ṭâriq (Mîḫâ´îl Yûḥanâ) ʽAzîz, vormals Vizeministerpräsident und Außenminister von chaldäisch-katholischem Bekenntnis unter der säkularen Baʽṯ-Regierung von Staatspräsident Ṣaddâm Ḥussain ist am Fr., 5.6.2015, im Zentralgefängnis [a.A. im Krankenhaus] von an-Nâṣiriyya angeblich an „Krankheit und Altersschwäche“ bzw. an einem Herzinfarkt im Alter von 79 Jahren gestorben, wie der Vizegouverneur von Ḏî Qâr (Zighar) laut as-SûmariyyaNews mitteilte. Beim Einmarsch der US-Armee 2003 stand er an Nr.12 von deren Fahndungsliste und stellte sich ihnen in den ersten Tagen danach. Nach mehrfacher Verurteilung hatte sich schließlich der damalige Präsident Ğalâl Ṭalabānī geweigert, das gegen ʽAzîz 2010 ausgesprochene Todesurteil zu unterzeichnen. Zudem hatten sich der Vatikan und die russische Regierung für sein Leben eingesetzt, weshalb er schließlich eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen hatte. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284010-saddams-au%C3%9Fenminister,-tariq-aziz,-gestorben“&gt; http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284010-saddams-au%C3%9Fenminister,-tariq-aziz,-gestorben , http://www.alsumaria.tv/news/136276/%D9%86%D8%A7%D8%A6%D8%A8-%D9%85%D8%AD%D8%A7%D9%81%D8%B8-%D8%B0%D9%8A-%D9%82%D8%A7%D8%B1-%D9%8A%D8%B9%D9%84%D9%86-%D9%88%D9%81%D8%A7%D8%A9-%D8%B7%D8%A7%D8%B1%D9%82-%D8%B9%D8%B2%D9%8A%D8%B2-%D8%A7%D8%AB/ar“>http://www.alsumaria.tv/news/136276/%D9%86%D8%A7%D8%A6%D8%A8-%D9%85%D8%AD%D8%A7%D9%81%D8%B8-%D8%B0%D9%8A-%D9%82%D8%A7%D8%B1-%D9%8A%D8%B9%D9%84%D9%86-%D9%88%D9%81%D8%A7%D8%A9-%D8%B7%D8%A7%D8%B1%D9%82-%D8%B9%D8%B2%D9%8A%D8%B2-%D8%A7%D8%AB/ar)

Gemäß Mitteilung des Sprechers des Innenministeriums, des Brigadegenerals Saʽd Maʽn (Saad Maan), seien bei Angrifffen der irakischen Luftwaffe ca. 40 IS-Kämpfer getötet worden, darunter einige Anführer wie der Koordinator für die Ḫurâsân– (Khorassan) –Terrorgruppe, Ibrâhîm al-Kuwaitî (also ein Kuwaiter), Adnân aṣ-Ṣaḥrâwwî (Adnan Al-Sahrawi, dem Namen nach aus der westlichen Sahara-Gegend), Abû Muḥammad al-Ğarzawî (Abu Mohammad Al-Jarzawi), Marwan ar-Râwwî (Marwan Al-Rawi) und Abû Ḥamza al-Kabîsî (Abu Hamza Al-Kabisi). (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284024-40-is-terroristen-im-westen-ramadis-get%C3%B6tet“>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/284024-40-is-terroristen-im-westen-ramadis-get%C3%B6tet)

Bei einem Militäreinsatz soll der angebliche Schwiegersohn von „Kalif“ Abû Bakr al-Baġdâdî getötet worden sein. Wie das Mitglied des Stadtrates von Kirkûk, ʽAbdurraḥmânn Saʽd al-ʽUbaidî (Abdulrahman Saad al-Obeidi) am 5.6.2015 mitteilte, hätten Regierungskräfte die Region aṣ-Ṣahârîi
(Al-Saharij) in Ḥawîğa (Hawija) mit Raketen und Artillerie unter Beschuß genommen, wobei Taufîq al-Ḥayâtî (Toufigh Al-Hayati) als IS-„Gouverneur und Muftî“ der Region,getötet worden sei.

Laut dem arabischsprachigen Programm von France 24 kamen am Dienstagmorgen, 2.6.2015, bei einem Suizidanschlag des IS auf den Westen von Sāmarrā` (Samarra) seien 38 irakische Polizisten ums Leben gekommen. An jenem wie am Vortag, Mo., 1.6.2015, waren der Westen dieser Stadt und Tikrît jeweils Schauplatz von Serien-Suizidaktionen gegen Militär- und Sicherheitszentren wie Mitglieder des irakischen Volksheeres al-Ḥašd aš-Šaʽbî. Am Montag wurden bei einem solchen Angriff auf ein Gebäude, in dem Munition gelagert wurde, über 80 Polizei- und Sicherheitskräfte im Süden von Sāmarrā` getötet bzw. verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283834-irak-bei-selbstmordanschlag-der-terrormiliz-is-auf-samarra-38-polizisten-get%C3%B6tet“>http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283834-irak-bei-selbstmordanschlag-der-terrormiliz-is-auf-samarra-38-polizisten-get%C3%B6tet)

Wie der al-Ḥašd aš-Šaʽbî-Befehlshaber ʽAlî al-Musawwî am So., 31.5.2015, im Interview mit IRNA berichten konnte, konnten irakische Sicherheitskräfte, unterstützt durch das Volksheer, zwei Regionen (an-Nabai, al-Lain) westlich der Bagdad – Tikrit – Route von den IS-Terroisten befreien und einige davon gefangennehmen. Dabei habe die US-geführte Koalition keinerlei Rolle ge­spielt, betonte er. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283755-irakische-streitkr%C3%A4fte-vertreiben-is-terroristen-westlich-der-bagdad-%E2%80%93-tikrit-route )

In der u.e. Phase 2 der Rückeroberungsoperation gelang es Sicherheitskräften am Sa., 30.5.2015, in der Provinz al-Anbâr im Westen von ar-Ramâdî 170 irakische Soldaten im Raum al-Muṯannâ (Al-Musanna) aus den Händen der IS-Terroristen zu befreien. Nach den kämpfen seien die restlichen IS- Muğâhidîn geflohen. Dank des Einsatzes der irakischenLuftwaffe seien unter 20 getöteten IS-Angehörigen auch einige lokale Kommandanten gewesen.

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî hob am Sa., 30.5.2015, abends erneut die Hilfen des Irans im Abwehrkampf gegen den IS im Land hervor. Trotz der Einwände mancher sunnitischer Politiker werde die freiwillige šîʽitische Bürgerwehr in al-Anbâr eingesetzt, die schon Heldenhaftes geleistet habe. Diese Bürgerwehr wurde 2014 in Nağaf (Nadjaf) durch eine Ğihâd-fatwâ der obersten Rechtsführung gegründet. Al-ʽAbâdî hob – wie die Regierungsmitglieder in Syrien – hervor, daß der Terrorismus nicht vor den Landesgrenzen halt mache und man daher nicht nur das eigene Land sondern auch jene der Region im Counterterrorismus schütze. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283716-al-abadi-iran-hilft-im-kampf-gegen-den-is)

 

Wie ein Mitglied des Provinzrates von al-Anbâr am Sa., 30.5.2015, mitteilte, seien beim IS-Angriff auf vier Städte der Provinz vor einer Woche ca. 400 Kinder verschleppt worden, wohl um sie für IS-einsätze auszubilden. Auch der Polizeichef der Provinz Diyâlâ gab bekannt, daß ebenfalls etwa 100 Kinder aus seiner Provinz von den IS-Muğâhidîn entführt worden seien.(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283704-is-entf%C3%BChrt-500-irakische-kinder)

Im Interview mit der kuwaitischen Nachrichtenzentrale al-ĞarîdakritisierteAußenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî am Fr., 29.5.2015, am Vorgehen der USA: Die militärischen Unterstützungen der USA decken in keiner Weise die wahren Bedürfnisse Iraks und entsprechen überhaupt nicht dem Umfang der Gefahr,  der der Irak ausgesetzt  ist. Dies ist ganz offensichtlich und man braucht dafür gar nicht genau hinzusehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283641-irakischer-au%C3%9Fenminister-kritisiert-die-vorgehensweise-der-us-armee).

Am Di., 26.5.2015 begann unter Mitwirkung von Nomadenstämmen und der Polizei in den Provinzen al-Anbâr und Ṣalâḥuddîn die erste Phase zur Rückeroberung der restlichen Regionen. Dabei wurden schon 90 Soldaten aus der Umzingelung des IS befreit, berichtete die Öffentlichkeitsabteilung des Volksheeres. Beim bislang größten Einsatz hat das Volksheer (al-Ḥašd aš-Šaʽbî ) in der Provinz Ṣalâḥuddîn am Do., 28.5.2015, die zweite Phase gestartet, die Einkreisung der Muğâhidîn dauere im Westen von ad-Dağil (al-Dajil) und al-Balad nich an, während die Schutzvorrichtungen der IS-Terroristen in dieser Region bereits zerstört seien Im Norden von ar-Ramâdî seien inzwischen die aṯ- Ṯarṯâr-Stauanlagen vom Feind befreit, wie Hâdî al-ʽÂmirî (Hadi al-Ameri), Chef der Badr-Organisation, am Donnerstag laut as-Sûmariyya News melden konnte. (http://www.sana.sy/?p=219744″&gt; http://www.sana.sy/?p=219744 vom 27.5.2015, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283580-irakisches-volksheer-hat-is-terroristen-in-weitem-umkreis-umzingelt“&gt; http://www.sana.sy/?p=219744 vom 29.5.2015)

In Bagdad kamen bei zwei Suizidattentaten mittels Autobomben vor den Luxushotels Sheraton und Babylon 10 Menschen zu Tode, 30 weitere wurden verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283572-irak-mindestens-10-tote-bei-bombenanschl%C3%A4gen-vor-zwei-luxushotel“&gt; http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283572-irak-mindestens-10-tote-bei-bombenanschl%C3%A4gen-vor-zwei-luxushotel )

Gemäß Donnerstagsausgabe von as-Sûmariyya News hat der UN-Sicherheitsrat in einem ersten Bericht zum IS ange­geben, daß sich inzwischen 30.000 Personen aus 100 Ländern dem IS angeschlossen hättn und in Ländern wie dem Irak und Syrien kämpften. Allein in den vergangenen neun Monaten habe der IS einen Zuwachs von 70% zu verzeichnen gehabt. Wie Mitglieder der syrischen Regierung schon wiederholt gewarnt hatten, mache des Takfîr-Terrorismus nicht an den grenzen Syriens oder des Iraks halt. Daher zeigte sich der UN-Sicherheitsrat besorgt über die zunehmende geografische Ausbreitung des Extremismus auf der Welt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283582-un-sicherheitsrat-30-000-terroristen-aus-100-l%C3%A4ndern-haben-sich-dem-is-angeschlossen“&gt; http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283582-un-sicherheitsrat-30-000-terroristen-aus-100-l%C3%A4ndern-haben-sich-dem-is-angeschlossen)

Am Do., 28.5.2015 hat das irakische Parlament hat nun auch den Gouverneur der Provinz Nînawâ (Ninive) seines Amtes enthoben mit der Begründung, er habe im Juni 2014 die Provinzhauptstadt Mossul ohne jeglichen Widerstand dem IS übergeben und sei dann in die irakische Kurdenregion geflüchtet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283565-gouverneur-von-ninive-vom-amt-suspendiert“&gt; http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283565-gouverneur-von-ninive-vom-amt-suspendiert )

Laut Mitteilung der Gesundheitsministerin ʽAdila Ḥamûd vom 28.5.2015 in Bagdad sind in Tikrît aus vier entdeckten Massengräbern ca. 470 Leichen geborgen worden, welche derzeit unter Mithilfe von internationalen Experten darunter Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) untersucht würden, Sie stammen wohl von einem IS-Massaker im Sommer 2014.

(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283550-470-leichen-aus-is-massengr%C3%A4bern-in-tikrit-geborgen“&gt; http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283550-470-leichen-aus-is-massengr%C3%A4bern-in-tikrit-geborgen )

Gemäß UNO-Angaben sind bereits 25.000 Einwohner von ar-Ramâdî auf der Flucht, viele in Richtung Bagdad. Wie OCHA, die Regionalstelle des UN-Nothilfebüros, mitteilt, sind Tausende zuvor schon geflohen und inzwischen wieder nach Hause zurückgekehrt, um jetzt erneut zu flüchten. Die UN wie andere Hilfsinstitutionen hätten mit der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Wasser und dem Aufbau provisorischer Lager begonnen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282982-uno-25-tausend-iraker-verlie%C3%9Fen-ramadi-aus-angst-vor-is)

Der Iran hege laut seinem Verteidigungsminister, Brigadegeneral Ḥussain Dahqân (Hossein Dehghan) Zweifel an den US-Aussagen hinsichtlich der Bekämpfung des IS, wie IRNA berichtet. Beim Treffen mit Staatspräsident Fu`âd Maʽṣûm (Fuad Masum) am Di., 19.5.2015, in Bagdad wies er darauf hin, dies zeige schon die Verzögerung der Unterstützung für die Iraker durch die USA und ihre Verbündeten im Kampf gegen diese Terrorgruppe. Andererseits habe die IR Iran habe bei ihren Hilfen für das Land immer die Unterstützung der rechtmäßigen Regierung und des irakischen Volkes im Auge gehabt, ohne Zuordnung dessen zu bestimmten politischen oder ethnischen Gruppen, und ebenso die Einheit des Landes. Der Iran sei daher gegen jegliche Teilungspläne, gleich von wem sie kämen und er werde nicht zögern, bei der Verhinderung dieser Pläne zu helfen.(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/283013-irans-verteidigungsminister-iran-zweifelt-an-wahrer-absicht-der-bek%C3%A4mpfung-des-is-durch-die-usa)

Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî (Haidar Al-Abadi) hat nach Einnahme von ar-Ramâdî durch den IS auch šîʽitische Milizen um Hilfe gebeten, von denen bereits auf einem Militärstützpunkt nahe dieser Provinzhauptstadt ca. 3.000 Kämpfer zusammengekommen, teilte der Provinzrat am Mo., 18.5.2015, mit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282967-irak-massenflucht-aus-ramadi)

Infolge der neuesten Gebietsgewinne des IS haben die Bataillone der irakischen Ḥizbullâh am So., 17.5.2015, offiziell erklärt, alle ihre Kräfte in al-Anbâr in Bereitschaft zu versetzen und diese aufgefordert, ihre Standorte insbesondere in ar-Ramâdî aufzusuchen. Am Sonntagabend hatte das Parlament in einer Sondersitzung ebenfalls beschlossen, die Volksverteidigungskräfte, al-Ḥašd aš-Šaʽbî (Hashd al-Shaabi), zur Rückeroberung bereitzuhalten. ( http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282923-irakische-hisbollah-in-bereit-schaft-versetzt)

Nach dem IS-Einfall sind 503 Bürger von ar-Ramâdî, darunter zahlreiche Polizisten und Zivilisten, ermordet worden. Viele Einwohner versuchen zu fliehen. Von Lautsprechern der Moscheen ließ der IS seinen Sieg über die Stadt verkündeten. Derzeit liefern sich Armee, Stammenmitglieder und Freiwillige wie Bürgerwehr heftige Kämpfe mit den IS-Muğâhidîn im Stadtzentrum. Zudem würden Luftangriffe geflogen. Auch Fallûğa stehe unter IS-Kontrolle, wie an-Našra berichtete.

Zwei Regionen in der Stadt Baiğî seien wieder befreit und die Verbindungswege der IS-Muğâhidîn zur Raffinerie unterbrochen, meldet e an-Našra am Sa., 16.5.2015. Auch die Straße zwischen jener Stadt und Tikrît , welche dem IS zur Versorgung seiner Männern in der Raffinerie mit Munition und Waffen diente, sei unter Armeekontrolle. ( http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282851-fortschritte-der-irakischen-armee-in-baidji)

Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî verkündete nach dem IS-Einfall in ar-Ramâdî beim Treffen mit Armeebefehlshabern und führenden Sicherheitskräften, verstärkt gegen den IS vorzugehen und die eingenommenen Areale schnellstens zu befreien. ( http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282823-is-behauptet-in-al-ramadi-als-sieger-hervorgegangen-zu-sein)

Wie die arabische Ausgabe von Sky News berichtet, sind in Ortsteilen von ar-Ramâdî am 15.5.2015 aufgrund der Detonation von fünf durch den IS angebrachten Autobomben und in anschließenden Gefechten 50 irakische Polizisten getötet worden. Die Stadt selbst war zunächst durch IS-Muğâhidînabgeriegelt worden, so daß keine Lebensmittel, Medikamente oder Wasser dorthin gelangen konnten. Darauf startete der IS am 14. Mai eine Offensive auf die Stadt und brachte nahezu die ganze Stadt unter seine Kontrolle, weshalb auf dem Rathaus nun die scharze IS-Flagge weht. Die Verantwortli­chen der Provinz al-Anbar hätten zuvor vor dem Fall von Teilen der Provinz gewarnt.( http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282796-50-irakische-polizisten-vom-is-in-al-anbar-get%C3%B6tet)

In Tal ʽAfar, woher er auch stammt, ist nach einer Eilmeldung des Fernsehsender al-Araghiya vom 13.5.2015, der den Verteidigungsminister zitiert, der ursprünglich zweite Mann beim IS und nach der Todesmeldung von von „Kalîf‘“Abû Bakr al-Baġdâdî (vgl.u.) Nachfolger desselben, Abû ʽAlâ`al-ʽAfrî getötet worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282671-iraks-verteidigungsmisterium-zweitwichtigster-mann-des-is-get%C3%B6tet)

Hâdî al-ʽÂmirî (Hadi Al-Ameri), Chef der Badr-Brigade wie der irakischen Volkswehr, verkündete am Di., 12.5.2015, im Interview mit al-Manâr, Armee und Volkswehr hätten nun die Provinz Ṣalāḥu_d-Dīn vom IS befreit. Die geflohenen Bürger könnten zurückkehren. Zudem habe man das Ölfeld ʽAğîl im Osten der Provinzhauptstadt Tikrît zurückerobert.

(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282590-volle-befreiung-der-provinz-salaheddin-im-irak)

In al-Baṣra (Basra im Irak) protestierten am So., 10.5.2015, tausende gegen die durch Beschluß des US-Kongresses (vgl.u.) geforderte Dreiteilung des Iraks, indem sie diesen als klare Einmischung in die internen Angelegenheiten ihres Landes und Mißachtung der internationalen Konventionen brandmarkten. So erklärte z.B. Daġar al-Mûsauwî (Daghar al-Moussavi), ein politischer Aktivist in der gleichnamigen Provinz, das irakische Volk seit gegen die Teilung Iraks, die Iraker wollten einen einheitlichen Irak. Auch derVertreter der sunnitischen Gemeinde im Süden des Landes [die dort einen eigenen Staat erhalten sollte], Rafîʽ aš-Šarîfî (Rafi al-Sharifi) erklärte, die USAwollten den Irak in ein sunnitisches, šîʽitisches (schiitisches) und kurdisches Land aufteilen, doch das Volk werde sich dieser Intrige nicht beugen. Israel, Saudi-Arabien, Qaṭar und alle, die diesen Plan unter­stützten, würden daran scheitern. Seit Bekanntwerden des o.e. Gesetzesentwurfs des US-Kongresses, am 29. April sind verschiedene Regionen des Iraks zum Schauplatz derartiger Protestaktionen geworden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282530-iraker-demonstrierten-gegen-amerikanische-aufteilungspl%C3%A4ne-ihres-landes)

Staatspräsident Fu`âd Maʽṣûm hat laut Mehrnews unter Berufung auf an-Našra vor seinem Besuch im Iran klargestellt, die Hilfen jenes Landes im Kampf gegen IS-Terroristen seien eine wichtige Unterstützung und bedeuteten keine Einmischung in die internen Angelegenheiten. Beim Treffen in Teheran gebe es einiges in puncto Zusammenarbeit zu besprechen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282487-foad-maasum-iranische-hilfen-an-irak-bedeuten-nicht-einmischung)

Fünf Sicherheitskräfte kamen am So., 10.5.2015, bei einem Suizidattentat auf eine Polizeistation in der Ortschaft Taremiyye [Taramiyya], 50 km nördlich von Bagdad, ums Leben, weiter fünf wurden verletzt. Auch bei der Detonation einer Autobombe im Bazar von at-Tâğî (Taji) 20km nordöstlich der Hauptstadt wurden dret Zivilisten getötet, acht verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282501-acht-tote-bei-terroranschl%C3%A4gen-im-irak)

Am Sa., 9.5.2015, wurden bei einem Autobombenanschlag auf šîʽitische Pilger in Bagdad sieben Personen getötet und 20 verletzte. Zudem haben IS-Anhänger 76 Einwohner von Mossul, die seit Monaten in der al-Ghazlani [al-Ġazlânî] Garnison gefangen gehalten worden sind, getötet. Außerdem hat der IS das Polizeirevier von Diyâlâ angegriffen und 40 Inhaftierte daraus entführt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282429-27-tote-und-verletzte-bei-explosion-in-bagdad)

Zu mehrerenBombenanschlägen kam es am 7.5.2015 , nachdem der IS in letzter Zeit einige Niederlagen hatte hinnehmen müssen. In Tikrît wurden dabei dutzende Polizisten getötet, zwei Autobombendetonationen hinterließen im Gebiet der Ḥamrîn-Anhöhen 52 tote Polizeikräfte und fünf getötete Offiziere sowie 20 teils schwer Verletzte. Nahe der ʽAğîl-Ölfelder wurden durch eine Autobombe einige Zivilisten verwundet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282335-dutzende-irakische-polizisten-in-tikrit-get%C3%B6tet vom 7.5.2015)

Im ehemaligen Ninava International Hotel in Mossul, welches 2014 nach Eindringen der IS- Muğâhidîn geschlossen worden war, wurde nun nach Renovierung eröffnet als Luxusherberge für anreisende IS-Kommandanten aus den umliegenden Gebieten unter dem neuen Namen „Wariṯîn“ (d.h. den [beiden] Erben). Zum mit Marmor ausgestatteten Areal gehören auch Tennisplätze, Swimmingpool und andere Annehmlichkeiten. (http://de.sputniknews.com/panorama/20150506/302209068.html)

Erneut haben Kampfjets der US-geführten Koalition Stellungen der irakischen Volkswehr nahe Bagdad beschossen und dabei einige der freilligen Kämpfer gegen den IS getötet. Zudem wurde eine Produktionsstätte für Waffen der Volkswehr, die gerade einen Workshop abhielt, getroffen. Diese wie die gesamte gelagerte Munition wurde dabei zerstört. Eine Aufzählung weiterer solcher Fälle von friendly fire der letzten Zeit folgt im ursprünglichen Artikel. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940214001224)

Bei einer Autobombenexplosion in Bagdad kamen laut as-Sûmariyya News am Mittag des Di., 5.5.2015, bislang drei Menschen ums Leben, neun weitere wurden verwundet, auch eine weitere Detonation führte zum Tod von zwei Familienmitgliedern, ein weiteres wurde verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282230-autobombenexplosion-im-zentrum-von-bagdad)

Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî (Khaled Al –Obeidi) kritisierteArabi Press am Di., 5.5.2015, beim Treffen mit dem Geschäftsträger der US-Botschaft in Bagdad, Jonathan Arcohen, den Plan des US-Kongresses zur Be­waff­nung der irakischen Kurden und Sunniten, ohne Genehmigung der Zentralregierung. Dieser Schritt geht in die selbe Richtung wie zuvor schon Forderung des Streitkräfteausschusses des US-Kongresses nach einer Dreiteilung des Iraks (vgl.u., 27.4.2015), welche im Land auf deutliche Ablehung gestoßen war. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282214-irakischer-verteidigungsminister-gegen-us-plan-zur-bewaffnung-der-kurden-und-sunniten)

Am So., 3.5.2015, vereinbarten die iranische und die irakische Regierung eine verstärkte Überwachung der gemeinsamen Grenze zur Bekämpfung des Terrorismus (des IS). Der unterzeichnende iranische Kommandeur der Grenztruppen von Qaṣr Širîn (Ghasr-e-Schirin), Rasul [Rasûl] Parandin, maß einem hartem Vorgehen gegen Schmuggel von Waffen, Munition und alkoholischen Getränken  eine große Bedeutung zu. Dem irakischen Part, dem Leiter der irakischen Grenzbehörde Ghafur Nasur Mansur [Ġafûr Naṣur Manṣûr] war die Kooperation besonders wichtig. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282107-iran-und-irak-unterzeichnen-vereinbarung-%C3%BCber-gemeinsame-grenzkontrollen)

Im Telefonat mit US-Vizepräsident Joe Biden hat Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî laut al-Furât news über die Entwicklungen im Irak und die Verpflichtung der US-Regierung zur Nichteinmischung im Land gesprochen. Dabei erklärte er dem am 27. 4.2015 veröffentlichten Haushaltsplan Streitkräfteausschusses des US-Kongresses, der die Anerkennung einer Dreiteilung des Iraks in ein šîʽitisches, ein sunnitisches und ein kurdisches Land ­fordert, eine klare Absage erteilt. Der Ministerpräsident nannte dieses Vorgehen des US-Kongresess eine ernste Gefahr für die ira­kische Einheit. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/282075-al-abadi-lehnt-us-kongressplan-zur-aufteilung-iraks-ab) – In gleicher Weise hat ʽAmmâr al-Ḥakîm (Ammar Al-Hakim), Vorsitzender des „Hohen Islamischen Rats im Irak“, die o.e. Entscheidung des US-Kongresses hinsichtlich der Dreiteilung des Iraks gemäß al-Manâr als deutliche Einmischung in die in­ter­nen Angelegenheiten des Landes gewertet. Der US-Kon­greß beabsichtige damit Zwietracht unter Irakern zu säen. Doch trotz derseit über 13 Jahre dau­ernden Sanktionen gegen das Land und seiner Abrieglung habe sich das Volk für den Zusammenhalt entschieden. Die Zusammenarbeit mit den USA geschehe über die Regierung und nicht über den Kongreß und andere Institutionen. (http://german.irib.ir/nachrich­ten/nahost/item/282067-amar-hakim-falsche-entscheidung-des-us-kongresses-ist-offensichtliche-einmischung-im-irak) – Näheres zum Plan der Dreiteilung des Iraks: Imagining a Remapped Middle East von Robin Wright in: The New York Times Sunday Review, vom 28.9.2013 und http://www.voltairenet.org/article185673.html vom 21.10.2014.

In der Nacht zum 3.5.2015 forderte eine Autobombeelf Todesopfer und 66 Verletzte im Stadtteil al-Karâda (El-Kerade) in Bagdad. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282065-explosion-in-bagdad-70-tote-und-verletzte)

Laut The Mirror-Meldung vom 2.5.2015 haben IS-Terroristen Augenzeugen zufolge in der Provinz Nînawâ (Ninive) zwei Personen öffentlich hingerichtet, indem ihnen mit zwei Blocksteinen der Schädel zermalmt wurde. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282036-is-terroristen-haben-weitere-menschen-hingerichtet)

Unbestätigten Berichten zufolge sollen am Fr., 1.5.2015, nahe Mossul mehr als 300 Yasiden durch IS-Muğâhidînermordet, meldete die irakische Nachrichtenseite aš-Šafak unter Berufung auf die yasidische Fortschrittspartei. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/282058-is-soll-%C3%BCber-300-jesiden-get%C3%B6tet-haben)

Nach Meldung des Nachrichtenportal “ BasNews“ haben IS-Anhänger die historische assyrische Kirche in Baʽšiqa (Bashika) zunächst ausgeplündert und dann per Plastiksprengstoff in die Luft gejagt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281954-is-terroristen-zerst%C3%B6rten-ein-weiteres-assyrisches-gotteshaus)

Abû Bakr al-Baġdâdî (Abu Bakr al-Baghdad, alias Simon Elliot), der selbsterklärt Kalif des IS ist tot, melden übereinstimmend Tageszeitung wie News-Channel al-Ġad-Press und die irakische Nachrichtenagentur al-Yaum aṯ-Ṯâmin und auch irakische Quellen aus Mossul und Bagdad. Zudem habe Hispan TV am 25.4.2015 den Tod des IS-Anführers bestätigt.

Nach erstgenannten Quellen die dieser in einem israelischen Krankenhaus auf den besetzten Golanhöhen nach schwerer Verwundung zur Behandlung eingeliefert und schließlich für „klinisch tot“ erklärt worden. Die schwerwiegenden Verletzungen hatte er sich bereits bei einem Angriff der irakischen Luftwaffe am 18.3.2015 im Distrikt al-Baʽğ (l-Baaj) in der Provinz Nînawâ (Ninive) nahe der Grenze zu Syrien, zugezogen. Auch der Guardian hatte am 21.3.2015 von einer lebensgefährlichen Verwundung des IS-Anführers geschrieben. Zudem informierte Hisham al-Hashimi, ein irakischer Beamter und Berater der Regierung bzgl. des IS: „es, he was wounded in al-Baaj near the village of Umm al-Rous on 18 March with a group that was with him.” Aufgrund der Erfahrungen nach seiner ersten lebensgefährlichen Verwundung vor einem Jahr hatte der „Kalif“ für einen neuerlichen derartigen Vorfall vorgesorgt und etliche Videos von sich aufnehmen lassen, die nach dann als „Lebensbeweis“ gezeigt werden konnten, um in der Zwischenzeit einen geeigneten Nachfolger benennen und schließlich vorstellen zu können, meldetal-Yaum aṯ-Ṯâmin unter Berufung auf Geheimdienstquellen. Man habe sich dann in Bagdad auf Abdul Rahman al-Sheijlar [ʽAbdurraḥmân aš-Šaiğlar], alias Abu Ala Afri, geeinigt, dem auch schon im Irak als Nachfolger gehuldigt worden sei. Doch gebe es nun Krach mit den IS-Muğâhidûîn in Syrien, die mit diesem neuen Chef nicht einverstanden seien. (s. www.english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940206001017, http://www.veteranstoday.com/2015/04/27/isis-leader-al-baghdadi-dies-in-israeli-hospital/,   https://syrianfreepress.wordpress.com/?p=45293) – Die syrische Regierung hatte sich schon wiederholt darüber beschwert, daß in israelischen Kliniken Muğâhidûn behandelt und wieder zurück aufs Schlachtfeld geschickt würden (zu Beispielen vgl.u.).

Bei Bombenanschlägen in Bezirken von Bagdad kamen am Donnerstagnachmittag, 30.4.2015, mindestens 17 Menschen zu Tode, vier Personen starben bei einer Bombenex­plosion auf der Geschäftsstraße in al-Ḥuriya (al-Hurriah), drei in der Region Talbiya, zwei Zivilisten in der Region Ur und fünf im Bezirk Iskan.  (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281975-bombenexplosion-in-bagdad-fordert-mindestens-17-opfer)

Infolge der Detonation einer Autobombe im belebten Geschäftsviertel Bagdads kamen am Mo., 27.4.2015 sieben Personen zu Tode, 16 wurden verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281794-irak-sieben-tote-und-16-verletzte-bei-autobombenanschlag-in-bagdad)

Bei einer Autobombenexplosion an einem Versammlungsort von Arbeitern in Bagdad hatte laut Sky News am 26.4.2015, drei Tote und zehn Verletzte zur Folge. Zudem steckte eine IS-Einheit das Öllager Raffinerie von Baidji in Brand. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281700-3-tote-bei-explosion-in-bagdad vom 26.4.2015)

In der Kurdenregion konnten 52 Yaziden aus der Hand des IS befreit werden. Seit dem 20.4.2015 seien es damit 1508 befreite Geiseln dieser ethnischen Gruppe, wie der Direktor für Jesidenangelegenheiten der autonomen Kurdenregion des Iraks, Ḫairî Bûzânî (?, Kheiri Buzani) mitteilte. Derzeit befänden sich noch an die 3.000 Menschn in IS-Gewalt. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/281730-52-vom-is-entf%C3%BChrten-jesiden-befreit)

Laut einer Reuters-Meldung stürmten IS-Muğâhidûn am späten Freitagabend, 24.4.2015, den Damm am Ṯarṯâr –Stausee (Tharthar) in der Provinz al-Anbâr und nahmen ihn wie dazu gehörige Stützpunkte ein. Die irakische Regierung hatte für diesen Monat Operationen zur Rückeroberung einiger vom IS unterworfener Gebiete angekündigt. Darauf reagierten die IS-Extremisten mit einem Angriff auf ar-Ramâdî, wobei Tausende an Familien obdach­los wurden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281670-reuters-is-bringt-teile-eines-wasserstaudamms-unter-seine-kontrolle)

Bei einem Anschlag mittels dreier Autobomben an der irakisch-jordanischen  Grenze beim einzigen in der Wüste gelegenen Übergang al-Karâma (Karameh, Tarbil) am 25.4.2015 kamen 11 Soldaten ums Leben, wie General Saʽd Maʽn mitteilte. Daraufhin schloß Jordanien seine Grenze zum Irak. Zudem versuchten IS-Muğâhidûn einen ähnlichen Anschlag mit vier mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugen am Stützpunkt Maqar an-Naʽm, der insofern abgewehrt werden konnte, als nur in einem Fahrzeug der Sprengstoff detonierte, wodurch sieben Grenzpolizisten verletzt wurden. – Maqar an-Naʽm befindet sich in der Wüste, wo die Grenzen des Irak, Jordaniens und saudi-Arabiens aneinanderstoßen.

(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281671-explosion-von-drei-autobomben-an-der-irakisch-jordanischen-grenze und http://german.irib.ir/nachrichten/item/281694-erfolgloser-selbstmordanschlag-der-is-an-grenze-zwischen-irak-und-saudi-arabien)

Bei der Belagerung eines Armeestützpunkt im NO von Fallûğa durch den IS seit dem Morgen des Fr., 24.4.2015, kamen viele irakische Soldaten ums Leben, darunter auch General Ḥassan ʽAbbâs (Hassan Abbas), einige weitere wurden entführt. Die Auseinandersetzungen hätten einige Stunden gedauert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281641-hochrangiger-irakischer-offizier-in-al-anbar-get%C3%B6tet)

Wie das UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, OCHA am Do., 23.4.2015, mitteilen ließ, habe die Zahl der Flüchtlinge in der Provinzhauptstadt ar-Ramâdî die 100.000 Grenze erreicht. Zudem seien seit Januar 2014 bei Beginn der IS-Gewalttaten über 2,7 Millionen ira­kischer Bürger obdachlos geworden . (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281583-uno-100-000-fl%C3%BCchtlinge-in-der-irakischen-stadt-ramadi)

Der Polizeichef der Provinz Ṣalāḥ ad-Dīn, Ḥassan ʽAbdurraḥmân (Hasan Abdurrahman), informierte über ein Suizidattentat im Zentrum von Sāmarrā` (Samarra) an einer Gruppe šîʽitischer Pilger: „Nachdem die Gruppe aus dem Süden Iraks (überwiegend von Schiiten bewohnt) ihre ‚Pilgerreise‘ in die Grabstätte Imam Ali al-Hadis (s.a) im Mausoleum der beiden Askaris in Samarra abgeschlossen hatte und auf dem Heimweg war, stieg ein Selbstmordattentäter mit in den Bus ein. Als der Busfahrer die Fahrt antrat und durch die städtischen Hauptstraßen auf die Autobahn rollte, zündete der Attentäter, noch während der Bus im Zentrum der Stadt war, die Bombe unter seiner Kleidung und riss acht Menschen mit in den Tod. 15 weitere Personen seien schwer verletzt worden“. Sicherheitskräfte vermuten den IS hinter dem Anschlag. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281553-irak-tote-und-verletzte-bei-einem-selbstmordattentat-in-samarra)

Ein Mitglied der Freiwilligen-Verbände, Ḥâšid Šaʽbî (Hashid Shaabi), fand nach Meldung von al-Mayâdîn am Do., 23.4.2015, in der Stadt al-Karma im vom IS rückeroberten Gebiet von al-Anbâr in einer entdeckten IS-StellungWaffen aus israelischer Produktion. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940203000555)

Im Zâb (Zab), einer Region westlich von Kirkûk hat der IS vergangene Woche 34 Geiseln, Polizisten, Regierungsangestellte und Mitglieder des lokalen Rates, hinrichten lassen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281503-irak-is-richtet-34-menschen-in-kirkuk-hin)

Während des Treffen mit UN-Generalse­kretär Ban Ki Moon in New York am 22.4.2015 forderte Außenminister Ibrâhîm Ğaʽfarî von der UNO eine stärkere Unterstützung beim Kampf gegen Terro­rismus. – Zudem wurde am selben Tag von einer Autobombenexplosion nahe einer Autowerkstatt östlich von Bagdad berichtet. Sieben Menschen wurden dabei getötet, 16 weitere verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281517-iraks-au%C3%9Fenminister-fordert-die-uno-zu-einem-gr%C3%B6%C3%9Feren-engagement-in-der-nahostkrise-auf)

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen zwischen Recep Tayyib Erdoğan mit dem zu Gast in der Türkei weilenden irakischen Ministerpräsidenten äußerte ersterer u.a., man beabsichtige das beiderseitige Handelsvolumen von bislang 11,1 Milliarden US-$ anzuheben. Die Woche zuvor hatte in Istanbul die Konferenz „Investition im Irak“ stattgefunden. Fu`âd Maʽṣûm (Fuad Masum) würdigte seinerseits die Fortschritte der Türkei in den vergangenen Jahren mit den Worten: „Das irakische Volk bewundert die Erfolge und Fortschritte der Türkei in Politik, Wirtschaft und in anderen Bereichen. Daher müssen wir die eigentliche Rolle des Gründers der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk erwähnen.“ ((http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281511-t%C3%BCrkei-und-irak-wollen-ihre-wirtschaftsbeziehungen-ausbauen vom 22.4.2015)

Wie as-Sûmariyya News berichtet, hat der Sprecher der irakischen Terrorbekämpfungsorganisation mitgeteilt: „Den ira­kischen Streitkräften gelang es mit Unterstützung der Bürgerwehr, bei einem Einsatz, bei dem hun­derte Terroristen getötet wurden, die Kontrolle über die meisten Bezirke der Stadt zu übernehmen.“ Am Di., 21.4.2015, hatte Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî angesichts dessen geäußert: „Die Bevölkerung bekämpft standhaft die IS, wo sie auch immer sein mögen.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281490-irakischer-ministerpr%C3%A4sident-al-ramadi-ist-unter-kontrolle-der-irakischen-streitkr%C3%A4fte)

Michele Coulombe, der Chef der kanadischen GeheimdienstbehördeCSIS, zeigte sich vor dem Senat seines Landes besorgt darüber, daß die Zahl der Kanadier, die sich dem IS angeschlossem hätten, um 50% angestiegen sei. Damit habe sich die Bedrohung der nationalen Sicherheit enorm gesteigert.( http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/281465-50-prozent-mehr-kanadier-bei-is)

Der iranische Generalstabschef Sayyid Ḥassan Fairûzâbâdî (Hassan Firouzabadi) hat am Sa., 18,4,2015, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars bekannt gegeben: „Wir haben Angaben über regelmäßige Landungen und Starts amerikanischer Flugzeuge von den Flughäfen, die vom IS kontrolliert werden“. Die USAbeliefern den Islamischen Staat mit Waffen, Geld und Lebens­mittel, behaupten dann, dass das aus Versehen getan worden sei.“ Weiter klagte der die USA an, „nur in Worten gegen den IS zu kämpfen“. Und setzte dem gegenüber: „Aber in der Tat sehen wir das Gegenteil.“ S o sei der IS bereits zur „bestbezahlten Kampfbande“ der Welt gemacht worden. (http://de.sputniknews.com/politik/20150419/301977785.html). Er schloß daher: „Die Amerikaner behaupten, dass sie sich dem IS entgegenstellen wollen (…) Sie beteuern, dass sie zur Gründung des IS keineswegs beigetragen haben. Falls sie dabei ehrlich sind, so sind sie in der Lage, diese Terrorgruppe leicht zu bekämpfen. Und wir hoffen, dass die US- und die britische Regie-rung gegen den IS kämpfen werden, zumindest um ihrer eigenen Völker willen“. Auch Franz Klinzewitsch, Mitglied des Duma-Ausschusses für Verteidigung und Vizechef der Fraktion von „Geeintes Russland“, äußerte zur Thematik gemäß der Agentur Tass, es scheine nur ein Mythos zu sein, daß der „Islamische Staat“ (IS) für die USA der Hauptfeind sei. Er schließ nicht aus, daß die regierung in Washington die Terrorgruppe für etwas brauche. Wörtlich bemerkte er: „Es entsteht der Eindruck, dass man in Washington den ‚Islamischen Staat‘ sozu­sagen als Reserve bewahrt – für den Fall, dass er für irgendwelche Ziele nützlich wird. Deshalb füttert man ihn heimlich – darunter auch mit Waffen“ und fuhr fort: „Genauso haben die Amerikaner in den 1970er Jahren die Mudschaheddin ‚aufgezogen‘. Das Flirten mit dem ‚Islamischen Staat‘ ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich die USA um den Rest der Welt kaum kümmern“. (http://de.sputniknews.com/po­litik/20150420/301987175.html) – Ähnliche Beschuldigungen waren schon Gegenstand von Erhebungen im irakischen Parlament, bei denen auf Augenzeugenberichte (vgl.u.) etc. Rekurs genommen wurde (vgl.u.)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî rief anläßlich der Feierlichkeiten  zum 60. Jahrestag der Asien-Afrika-Konferenz in Jakarta am So., 19.4.2015, das Gastgeberland Indonesien dazu auf, sich der inter­na­tionalen Antiterrorkoalition [d.i. die in der UN-Resolution geforderte, nicht die durch die US-Regierung ohne UN-Mandat erstellte] anzuschließen. Wörtlich erklärte er: „Wir erwarten, dass sich Indonesien auch der internationalen Antiterrorkoalition anschließt. Derzeit kämpfen China, Iran und andere Staaten gegen diese Terrorgruppe.“ Der Irak brauche, wie die staatliche indonesische Nachrichtenagentur Antara berichtete, im Kampf gegen den IS dringend Hilfe im Militär– und Sicherheitsbereich, aber auch Informationen [d.i. wohl geheimdienstliche] und humanitäre Unterstützung. Schon wegen der ca. zwei millionen Flüchtlinge im Land sei der Irak an einer er­weiterten Wirtschaftskooperation mit Indonesien interessiert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281338-irakischer-au%C3%9Fenminister-fordert-beteiligung-indonesiens-an-der-antiterror-koalition)

Am So., 19.4.2015, stellte der IS neben anderen ein Video ins Netz, welches die „Hinrichtung“ von Gefangenen aus Syrien, dem Irak, aus Großbritannien , den USA u.a. zeigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281333-is-richtet-28-christliche-b%C3%BCrger-%C3%A4thiopiens-in-libyen-hin)

Die Armee hat über weiter zwei Ölraffinerien in Kirkûk die Kontrolle wiedererlangt (http://www.sana.sy/%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%B6%D8%A7%D8%A1-%D8%B9%D9%84%D9%89-21-%D8%A5%D8%B1%D9%87%D8%A7%D8%A8%D9%8A%D8%A7-%D8%A8%D9%85%D9%86%D8%B7%D9%82%D8%AA%D9%8A-%D8%B5%D9%84%D8%A7%D8%AD-%D8%A7%D9%84%D8%AF%D9%8A%D9%86.html vom 19.4.2015)

Die Kontrolle über die Ölraffinerie in Baiğî ist den IS-Terroristen erneut abgerungen. Etwa 150 der IS-Leute wurden dabei getötet, einige befänden sich noch auf dem Firmengelände, wie Ṣabâḥ Naʽmân aš-Šuwailî (Sabah Naaman Al-Schoweili), der Einsatzleiter und Sprecher der Antiterroreinheiten des Landes gegenüber as-Sûmariyya News bekannt gab. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281210-dutzende-is-k%C3%A4mpfer-in-baidji-raffinerie-in-der-falle)

Ein Suizidattentat nahe dem US-Konsulat im kurdischen Arbîl (Erbil) hinterließ am Fr., 17.4.2015, mindestens drei Tote, US-Bürger seien nicht betroffen wie der US-Fernsehsender ABC berichtete. Dadurch, daß Wachmannschaften das Feuer auf das sich nähernde fahrzeug eröffnet hatten, war wohl der geladene Sprengstoff vorzeitig explodiert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281221-mindestens-drei-tote-bei-selbstmordattentat-vor-us-konsulat-in-erbil)

 

‘Izzat Ibrāhīm ad-Dūrī (Ezat Al-Douri, *1.7.1942), der ehemalige Stell­vertreter von Staatspräsident Ṣaddâm Ḥussain, wurde am Fr., 17.4.2015, während einer Autofahrt zwischen den Allas-Ölfeldern und den Ḥamrīn -Anhöhen getötet. Die šîʽitische paramilitärische Gruppe ‘Aṣayib Ahl al-Haq behauptet, für den seinen Tod verantwortlich zu sein (http://www.sotaliraq.com/mobile-news.php?id=197258). DNS-Tests in Bagdad hätten die Identität des schon oft tot Gesagten bestätigt.  – Derweil gehen die Kämpfe um ar-Ramâdî weiter, wobei der IS bislang vergebens versucht, einen Ring um die Stadt zu schließen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281212-vize-von-saddam-ezat-al-douri-ist-tot)

Während schlimmer Zeiten, seien sie persönlicher oder allgemeiner Natur wie z.B. Kriegs- und Krisenzeiten ist für die Betroffenen meist jede Ablenkung, die sie an frühere bzw. „normale“ Zeiten erinnern, willkommen. In der deutschen Geschichte sind das z.B. Film-Komödien, die während des II. Weltkrieges produziert worden sind, aber heute noch zu den Klassikern zählen. Man mag das unter Propaganda einordnen, doch gilt nach wie vor das eingangs Erwähnte hierzu.

Im Irak findet (daher) seit Do., 16.4.2015, zum siebten Mal das Baghdad International Flower Festival, statt. Teilnehmer sind dieses Jahr inklusive Syriens 11 Länder – darunter auch die BRD, Italien, die USA und die Türkei– sowie 70 ausländische Unternehmen. (http://www.sana.sy/en/?p=36494 vom 17.4.2015)

Laut General Saʽd Maʽn (Saad Maan), dem Einsatzsprecher in al-Anbâr, gegenüber as-Sûmariyya News am Do., 16.4.2015, die Armee hat die Kontrolle über die Provinzhauptstadt ar-Ramâdî (Al-Ramadi) zurückgewonnen. Demnächst startet ein Großeinsatz der Armee zur Säuberung der Regionen as-Sufya (Al-Soufya) und al-Bu ġanim (Al-Boughanem). Allerdings beurteilte die Polizei der Stadt die Lage als ungünstig und bat das Innenministerium, Waffen und Munition zu schicken. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281182-irakische-armee-gewinnt-kontrolle-%C3%BCber-zentrum-von-al-anbar)

Auf dem Gelände der Ölraffinerie von Baiğî wird wieder gekämpft. Laut Ġazâl Ḥamad (Ghazaal Hamad), Mitglied des Provinzrats von Ṣalāḥ ad-Dīn (falsch: Sabaheddin) gegenüber as-Sûmariyya News verteidigte das Sicherheitspersonal das Gelände gegen IS-kämpfer, die einen Teil desselben besetzt hielten. Bürgerwehren und Sicherheitskräfte seien zur unterstützung unterwegs dorthin. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281181-teile-der-raffinerie-von-baidji-weiter-in-is-hand)

Nach 25 Jahren nur geringfügige diplomatische Beziehungen zum Irak und geschlossener Botschaft in Bagdad erwägt die saudische Regierung, diese wieder zu eröffnenen und einen Botschafter zu bestimmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281072-saudi-arabien-sendet-nach-25-jahren-seinen-botschafter-in-den-irak)

US-Vizepräsident Joe Biden informierte während seiner Rede an der Universität für Nationale Verteidigung in Washington über die aktuelle Situation im Irak darüber, daß sich die irakischen Kurden angesichts der IS-Bedrohung nicht nur darauf verständigt hätten, den Feind gemeinsam zu bekämpfen, sondern auch separatistische Bestrebungen fallen zu lassen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280973-us-vizepr%C3%A4sident-biden-kurden-wollen-nicht-mehr-zerfall-iraks)

Bei zwei Terroranschlägen mittels Autobomben im Süden und Westen von Bagdad wurden insgesamt elf Iraker getötet, 23 verwundet. Einmal wurde der Wagen im Gewerbegebiet von Maḥmudiyya (Mahmudiyah) abgestellt (sieben tote, 13 Verletzte), das andere Mal auf dem Parkplatz vor dem Yarmûk-Krankenhaus. (http://www.sana.sy/%D9%85%D9%82%D8%AA%D9%84-11-%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D9%82%D9%8A%D8%A7-%D9%88%D8%A7%D8%B5%D8%A7%D8%A8%D8%A9-23-%D9%81%D9%8A-%D8%AA%D9%81%D8%AC%D9%8A%D8%B1%D9%8A%D9%86-%D8%A7%D8%B1%D9%87%D8%A7%D8%A8%D9%8A.html vom 14.3.2015)

Am Mo., 13.4.2015, hat Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî (Haidar al-Abadi) seine Reise nach Washington auf Einladung von US-Präsident Obama angetreten. Als Vorhaben benannte er vor dem Abflug die Förderung der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Gesprächsthema werde auch die Bekämpfung des IS sein. Der Ministerpräsident reist in Begleitung des ÖlministersʽAdil ʽAbdu_l-Mahdî (Adil Abdul-Mahdi), des Verteidigungsministers Ḫālid al-ʽUbaidî (Khaled al-Obaidi), des Ausbildungsministers Dr. Ḥussain al-Šahristânî (Hussain al-Shahristani) sowie des Sicherheitsberaters Fâliḥ Fayaz (Falih Fayaz). (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/280968-iraks-ministerpr%C3%A4sident-in-washington)

Erneut hat Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî (Haidar al-Abadi), gleichzeitig Oberbefehlshaber der Armee, eine Reihe Offiziere in den vorgezogenen Ruhestand versetzt, wie as-Sûmariyya am So., 12.4.2015, meldete. Waren es im Dezember 2014 noch 50 Mann (vgl.u.), bestraf es jetzt gleich 300. Die Maßnahme wurde mit der Umstrukturierung der Armee begründet, um künftig besser drohende Gefahren abwehren zu können. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280969-al-abadi-versetzt-300-armeeoffiziere-in-den-ruhestand)

Ali Reza Kameli, Geschäftsführer der Nationalen Iranischen Gasexport-Gesellschaft (NIGEC) hat am 11.4.2015 im Interview mit dem Petro Energy Information Network (SHANA) die Bereitschaft der IRI zum Export von Erdgas nach Bagdad bekannt gege­ben. Er werde werde mit 4 Millionen m3 pro Tag beginnen und könne künftig auf 35m3 erhöht werden. Ein Vertrag für Gasexporte nach al-Baṣra (Basra), mit einer Kapazität von 5 Millionen m3 pro Tag, die auf 30 Millionen m3 pro Tag erhöht werden könnten, werde bald geschlossen. (http://german.irib.ir/nachrichten/wirtschaft/item/280843-iran-ist-bereit-zur-lieferung-von-gas-in-den-irak)

 

Nach einer Meldung von as-Sûmariyya News haben IS-Muğâhidûn am Fr., 10.4.2015, nach Angriffen auf Häuser irakischer Bürger im Gebiet von as-Salamiyya und Umgebung 200 ehemalige irakische Sicherheitskräfte in Mossul verschleppt. Auch wurden in der Nähe von ar-Ramâdî 18 Polizisten und 17 von deren Familienmitgliedern, darunter Frauen und Kinder, „hingerichtet“, also ermordet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280835-is-entf%C3%BChrt-200-iraker-in-mossul )

Bei einem Suizidanschlag mittels einer Autobombe nahe des noblen Babylon-Hotels in Bagdad kamen mindestens drei Personen ums Leben, 12 wurden verletzt, desgleichen ereignete sich in eienm Restaurant in Mušâhida (Mushahida), 40km nordwestlich der Hauptstadt, mit mindestens fünf Toten und 15 Verletzten. Die Opfer zählten überwiegend zu den gegen den IS kämpfenden Volkswehr. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280766-bagdad-afp-irib-news)

Nach Aussage der schwedischen Außenministerin Margot Wallström im Interview vom Do., 9.4.2015, mit der schwedischen Nachrichtenagentur werde ihr Land in mehreren Stufen bis zu 120Soldaten zur Unterstützung der Militäreinsätze gegen den IS schicken. Erst einmal sollen sich 35 Soldaten an der Schulung irakischer Soldaten beteiligen, die schon im Kampfeinsatz standen. Bei Bedarf würde die Entsendung 120 Mann ansteigen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280743-schweden-entsendet-soldaten-in-den-irak)

Südlich von Mossul hat der IS an die 300 Dorfbewohner ermordet, da sie sich weigerten, dem IS den Treueeid zu leisten, berichtete al-ʽIraqiyya am 9.4.2015. Derweil rückt die Armee in der Wüstenregionen der Provinz al-Anbâr vor und wurde dort sogar vom Premierminister besucht. Bei Angriffen auf die Ḥamrîn– (Hamrin)-Berge südwestlich von Kirkûk, einer IS-Hochburg, eroberte die Armee zwei wichtige Ölfelder, so daß nur noch eines in der Hand des IS verbleibt. Brigadegeneral ʽAbdulamîr az-Zaidî (Abdul-Amir al-Zaidi) informierte hierzu: „Die IS-Terroristen haben täglich ca. 300 Barrel Öl aus den beiden Ölfeldern gefördert und über die Stadt Hawija und im Anschluss Mossul illegal auf dem Schwarzmarkt verkauft“. Diese Einnahmequelle fehlt jetzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280734-blutiges-massaker-in-mosul-durch-is vom 9.4.2015)

Nach Erkenntnissen des BND soll der IS infolge seiner letzten Niederlagenkaum noch Ölfelder im Land kontrollieren und demnach in Finanzierungsproblemen stecken und sogar „Versorgungsschwierigkeiten“ im „Kalifat“ haben.. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280706-is-terroristen-kontrollieren-im-irak-kaum-noch-oelfelder vom 9.4.2015)

Im Gegensatz zu einem US-Statement zur Rechtfertigung des “frendly fire” auf irakische Kämpfer gegen den IS bei der militärischen Befreiungsoperation von Tikrît (vgl.u. 30.3.2015) sprach sich Verteidigungsminister Ḫālid al-ʽUbaidî (Khalid al-Obeidi) am Mi., 8.4.2015, nochmals dezidiert für die Teilnahme der Bürgerwehren an allen Einsätzen gegen den IS aus. Gegenüber al-Masala erklärte er: „Die Bürgerwehr wird an allen Militäreinsätzen zur Befreiung der vom IS besetzten Gebieten teilnehmen, dies hängt jedoch von den Befehlshabern der Einsatzgebiete ab. Die Bewaffnung der Nomaden gegen den IS – auf Befehl des irakischen Ministerpräsidenten, Haidar al-Abadi – läuft noch. “ – Die Bürgerwehren bestehen auch aus über 11.000 Nomaden. Infolge der o.e. US-Ausführung hat Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî laut al-Aḫbar die Freiwilligen der Bürgerwehr unter sein direktes Kommando gestellt und in einer Kabinettssitzung alle Ministerien angewiesen, diese als staatliche Organisation anzusehen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280701-frage-irak-forderte-die-beteiligung-der-b%C3%BCrgerwehr-an-allen-eins%C3%A4tzen-gegen-den-is)

Weil sie angeblich Informationen an die Armeeweitergeleitet haben sollen, sind am Mi., 8.4.2015, 40 Einwohner der Region al-Qâ´im (al-Qaim) im Westen der Provinz al-Anbâr durch den IS hingerichtet worden. In den letzten Tagen teilten dieses Schicksal über 300 Personen aus Mossul und der Region al-Quiarah [al-Qayyara?] . Dank der zunehmenden Unterstützung durch die Bevölkerung konnte die Armee in einigen Gebieten im Osten der Provinz al-Anbâr vorrücken. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280699-irak-is-richtet-60-menschen-in-al-anbar-hin)

Wie ein Sprecher des Ministeriums für Menschenrechte gegenüber AFP mitteilte, sind nach Rückeroberung von Tikrît bislang elf Massengräber gefunden worden. Es könnte sich dabei um Opfer des Massakers am Militärstützpunkt Speicher handeln, wohin der IS im Juni 2014 bis zu 1700 Armee-Rekruten verschleppt hatte. Hunderte von ihnen wurden gemäß vom IS veröffentlichten Videos ermordet (hingerichtet). Eine DNS-Untersuchung soll Klarheit schaffen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280686-irak-nach-is-r%C3%BCckzug-elf-massengr%C3%A4ber-in-tikrit-entdeckt )

Am Mi., 8.4.2015, entdeckten irakische Streitkräfte ein Massengrab mit noch unbekannter Anzahl an Toten nahe Ğurfu_n-Naṣr (Jurf al Nasr) im Norden der zentralen Provinz Bâbil (Babel). Einige der Leichen dürften von Pilgern nach Karbalâ´(Kerbela) stammen. – Auch aus Ğurfu_n-Naṣr und Umgebung hatte der IS nach der Besetzung Dutzende Bewohner verschleppt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280708-massengrab-in-der-provinz-babel-entdeckt)

Nach achtmonatiger Gefangenschaft sind 216 kurdische Yasiden, darunter über 40 Kinder, in der Provinz Mossul vom IS freigelassen worden, meldet Anatoli. Weitere 30 Volksangehörige hat die Armee im Norden des Landes befreit. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280681-die-terrorgruppe-is-l%C3%A4sst-216-kurdische-jesiden-frei)

Zur Befreiung der Provinz Nînawâ (Ninive) von der IS-Terrororganisatiuon wollen laut gemeinsamer Pressekonferenz vom Mo., 6.4.2015,  in Arbîl die irakische Zentral– wie die kurdische Regionalregierung enger zusammenarbeiten verkündeten Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî (Haidar al-Abadi) wie Masûd Barzanî (Masud Barzani), Präsident der kurdischen Regionalverwaltung. „Ziel unseres heutigen Besuchs in Erbil ist es, für eine gemeinsame Operation zur Befreiung der Menschen in der Provinz Ninive zu kooperieren.“ Dabei werde die kurdische Region all ihre Möglichkeiten  der irakischen Zentralregierung zur Verfügung stellen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280524-bagdad-und-erbil-werden-zur-befreiung-von-ninive-miteinander-kooperieren)

Der Kommandeur der freiwilligen Bürgerwehr und Generalsekretär der irakischen Badr-Partei, Hâdî al-ʽÂmirî (Hadi al-Ameri) hat sich am 3.4.2015 gegen eine Beteiligung der US-geführten Allianz im Kampf gegen den IS ausgesprochen. Zum einen sei man nicht auf sie angewiesen, zum anderen unterstütze jene inoffiziell die erwähnte Terrorgruppe. Außerdem solle Tikrît schnellstmöglich wiederaufgebaut werden, damit die geflohene Bevölkerung bald zurückkehren könne. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280339-die-badr-partei-ist-gegen-beteiligung-des-us-b%C3%BCndnisses-an-angriffen-gegen-den-is)

Die Badr-Organisation hat sich bereit erklärt, die jemenitische Bevölkerung zu unterstützen, welche unter den Luftangriffen seitens Saudi-Arabiens und anderer Staaten [VAE, Baḥrain, Qaṭar, Ku­wait, Israel und Ägypten, die USA leisten dazu logistische und geheimdienstliche Unterstützung] zu leiden habe, sofern die Anṣârullâh-Führung zustimme. In verschiedenen Städten jenes Landes hatten Protestdemonstrationen gegen das zum großen Teil die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur gefährdende Bombardement stattgefunden wie auch im Irak. (http://www.islamicinvitationturkey.com/2015/04/01/iraqs-badr-organization-offers-to-join-yemens-ansarullah-in-war-against-s-arabia/, https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/04/04/report-44419/ s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280343-umfassende-demonstrationen-in-jemens-hauptstadt)

Wie das niederländische Verteidigungsministerium laut as-Sûmariyya News informiert, sollen künftig sechs F-16-Kampfjets sowie 400 Spezialkräfte die irakischen Streitkräfte beim Abwehrkampf gegen den IS wie bei der Hilfeleistung für zurückkehrende Bewohner der wiedergewonnenen Gebiete unterstützen. Auch das norwegische Verteidigungsministerium will 50 Soldaten und Offiziere in die Kurdenmetropole Arbîl entsenden, um zusammen mit deutschen Spezialeinheiten die Pîšmarga auszubilden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280266-niederlande-und-norwegen-entsenden-milit%C3%A4rkr%C3%A4fte-in-den-irak)

Nach Rückeroberung Tikrîts nach 290 Tagen Besatzung durch den IS hat der Gouverneur der Provinz Ṣalāḥu_d-Dīn, Raed al-Dschaburi [Rā’id al-Ǧaʿbarī ?] die Bewohner zur Rückkehr in die Stadt aufgerufen. Es sei bei der militärischen Befreiungsoperation nur geringer Sachschaden entstanden, die meisten Häuser seien im Kampf gegen den IS unbeschädigt geblieben. Auch die Behörden und Ämter forderte er dazu auf, ab Mi., 1.4.2015, wieder ihre Arbeit aufzunehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280240-einwohner-tikrits-werden-zur-r%C3%BCckkehr-in-ihre-wohnh%C3%A4user-aufgerufen)

Nach Parlamentsentscheid in Ottawa mit 142 gegen 129 ablehnende Stimmen wird die kanadische Beteiligung an der US-geführten Koalition um ein Jahr bis Ende März 2016 verlängert. Premierminister Stephen Harper hatte zudem am Mo., 30.3.2015 vor dem Parla­ment erklärt, den Einsatz auch – und damit völkerrechtswidrig (vgl.u.) – auf Syrien ausweiteten zu wollen.

Nach den kürzlichen Bombardementsirakischer (šîʽitischer Volkswehr-)Stellungen im Kampf gegen IS-Verbände durch die US-geführte Koalition bat der irakische Ministerpräsident am Mo., 30.3.2015, laut al-Mayâdîn letztere, keine weiteren Luftangriffe in der Gegend von Tikrît zu fliegen. In der Lesart der Washington Post vom Montag lautete die Begründung, damit so „der Weg für die bürgerlichen Kräfte in Tikrit frei werde“. Tatsächlich hatten sich aufgrund der gemachten Erfahrungen die Volkswehrgruppen geweigert, weiter bei der Befreiung Tikrîts mitzuwirken, wenn weiterhin die Gefahr bestehe, ins Ziel von „friendly fire“ zu geraten. Die zunächst gestoppte Phase 3 der Befreiungsoperation sei dann am Di., 31.3.2015, wieder aufgenommen worden. Merkwürdigerweise betonte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Mo., 30.3.2015, in New York laut AP, šîʽitische Volkswehr-Mitglieder dürften (!?) an jener Operation nicht teilnehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/280152-al-abadi-luftangriffe-der-anti-is-koalition-in-tikrit-werden-gestoppt)

Erneut haben US-Kampfjets in insgesamt acht “Luftschlägen” anstatt IS-Muğâhidîn eine irakische Volkswehreinheit bombardiert, während sie sich im heftigen Gefecht befanden. Derzeit befinden sich ungefähr 30.000 Sunniten wie Šîʽiten der irakischen Armee und von Freiwlligenverbänden (darunter auch von der Ḥiszbullâh) im Kampf gegen den IS zur Befreiung von Tikrît und anderen Schlüsselpunkten im Norden der Provinz Ṣalāḥu_d-Dīn. 90% der Stadt seien bereits wieder unter staatliche Kontrolle gebracht. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940109000290)

Laut einem Bericht von al-Mayâdîn habe sich die US-geführte Koalition eine Beteilgung am Angriff auf die Stadt Tikrît [die deren Befreiung dienen soll] von der irakischen Regierung erzwungen (vgl.u.: diese war zuvor tatsächlich nicht zur Debatte gestanden). Dabei hätten US-Kampfflieger den Hauptsitz der mit der irakischen Armee im Verbund gegen den IS kämpfenden Volkswehrheftig bombardiert. Die Wertung geht dahin, damit sollten zu schnelle Erfolge im Vorrücken der irakischen Armee zusammen mit jener Volkswehr verhindert werden. Der Hauptsitz der Volkskräfte habe sich in der Universität von Tikrît befunden. Nähere Details würden folgen. (http://french.irib.ir/info/moyen-orient/item/363861-tikrit-les-usa-bombardent-le-hezbollah vom 27.3.2015)

Aus einem Bericht der 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten internationalen Organisation „Physicians for Social Responsibility“ (PSR, zu Deutsch: „Ärzte in sozialer Verantwortung“) geht hervor, daß in 12 Jahren US-Kampfhandlungen im Nahen Osten allein in Afghanistan, Pakistan und im Irak 1.300.000 Menschen getötet worden sind. Einzeln aufgeschlüsselt seien durch die US-Militäreinsätze im Irak rund 1 Million Menschen (etwa 5% der Zivilbevöl­ke­rung) ums Leben gekommen, in Afghanistan 220.000, in Pakistan 80.000 Menschen. Fügte man noch die Zahl der Toten in der Bevölkerung infolge gemeinsamer Militäreinsätze der USA und ihrer Ver­bündeten im Jemen und in Syrien hinzu, könnte die Opferzahl bei mehr als zwei Millionen liegen. Zudem seien rund drei Millionen Bewohner Afghanistans, Pakistans und des Irak infolge der US-Luftan­griffe auf der Flucht aus ihren Heimatländern. Im Report wird darauf hingeweisen: „Die ermittelten Zahlen sind ungefähr zehn Mal höher, als offizielle statistische Angaben, die von den wichtigsten Massenmedien und Experten angeführt werden. Die USA kalkulieren akribisch Opfer unter ihren eigenen Soldaten, die in den Krieg gegen den Terrorismus involviert sind. Es gibt jedoch keine Statistik zu Opfern unter der Zivilbevölkerung. Das ist eine vorsätzliche Unterlassung“, kritisiertePSR. Die angestellten Berechnungen beruhen auf Studien, UN-Statistiken, Angaben von Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen. (http://de.sputniknews.com/politik/20150327/301677500.html)

Im kurdischen Regionalparlament kam es am Mi., 25.3.2015, zu handgreiflichen Auseinandersetzungen: auf den – den Verordnun­gen der Kurdenregion entsprechenden (!) – Einspruch von Ali Mo­hammad Salih [ʽAlî Muḥammad Șāliḥ], einem Mitglied der für demokratischere Verhältnisse eintretenden Oppositionspartei „Bewegung für Wandel“ (Bzutinewey‌ Gorran) gegen die Verlängerung der Amtszeit von Präsident Masʽûd Barzânî (Massoud Barzani) wurde dieser von Parteigängern des Präsidenten (DKP) zunächst verbal massiv attackiert und schließlich körperlich. Darauf ließ der Pa­r­lamentsvorsitzende Youssef Mohammad Sadiq [Yûsuf Muḥammad Ṣâdiq] die Sitzung beenden und ordnete die Bildung eines Untersuchungsausschusses an. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279886-schl%C3%A4gerei-im-parlament-der-kurdischen-regionalverwaltung)

Zum Schluß seines Besuches (vgl.u.) in Damaskus auf Einladung seines syrischen Amtskollegen Wâlid al-Muʽallim versicherte der irakische Außenministers al-Ğaʽfarî vor seinem Abflug am 24.3.2015 in einer gemeinsamen Pressekonferenz noch im Hinblick auf die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Irak und Syrien: „whenever the world turned its back on Iraqis, Syria was there to embrace them … we will never forget those who stand by our people and defend our security and theirs and our sovereignty and theirs.” Dann fügte er hinzu: „Today, relations rose to the level of the strategies and the mutual threat that is targeting Syria and Iraq and that looms in other areas in the world”. Angesichts dieser nun weltweiten terroristischen Bedrohung müsse die Welt verstehen, daß Syriens Kampf gegen den Terrorismus auch den benachbarten Ländern und schließlich auch denen in Übersee zu Gute komme. Die Regierungen dieser Länder sollten endlich begreifen, welch vitale Rolle Syrien und der Irak in diesem zum konventionellen Krieg so unterschiedlichen Kampf spielten: „The world is now beginning to understand the threat of ISIS after a long slumber and after thinking that it was merely an Iraqi and Syrian phenomenon, only for it to turn out to be otherwise; the whole world today is threa­tened by terrorism.” Auch für die Fortführung des politischen Dialoges wünschte er der syrischen Regierung viel Erfolg. Künftig wolle man {wieder] enger zusammenarbeiten und auch Ägypten möge in seine diesbezügliche geschichtliche Rolle zurückfinden, von der es möglicherweise wegen der eigenen Probleme mit der Muslimbruderschaft bislang noch abgelenkt sei. Für den geplanten Besuch des irakischen Premierministers in Washington stellte al-Ğaʽfarî in Aussicht, daß für Ḥaidar al-ʽAbâdî dann das Syrienthema das zweit wichtigste sein werde. Hinsichtlich der Doppelstandardpolitik, die einige – auch arabische – Länder gegenüber dem Irak im Gegensatz zu Syrien an den Tag legten, stellte er klar: “there’s no difference between Syrian and Iraqi citizens and Syrian or Iraqi children from the humanitarian viewpoint.” Syrien verdiene daher die gleiche Hilfe seitens der internationalen Gemeinschaft wie der Irak. Am wichtigsten sei es jedoch, jegliche Unterstützung für die Terrorgruppen aus dem Ausland zu unterbinden. Hierzu gehöre auch die mediale Unterstützung durch Fehlinformationen über Syrien wie über die Terroristen (als „moderate“). Auch Vize-Premierminister al-Muʽallim stimmte darin überein, daß sich Syrien und der Irak im selben Schützengraben dem Terrorismus gegenüber befänden. Hinsichtlich der künftigen zweiten Runde der Moskauer Gespräche machte er nochmals deutlich, daß sich die syrische Regierung ohne Bedingungen einbringe. Selbst die Einladungen würden von der russischen Regierung ausgehen. (http://www.sana.sy/en/?p=33293). Nähere Informationen über den Empfang des irakischen Außenministers durch Präsident Dr. al-Assad in freundschaftlicher Atmosphäre bietet: http://www.sana.sy/en/?p=33327.

Wie den Tagesnachrichten von al-Mayâdîn vom 24.3.2015 zu entnehmen ist, weilt derzeit der irakische Außenminister al-Ğaʽfarî auf Einladung seines syrischen Amtskollegen zu Besuch in Damaskus , trifft dort al-Muʽallim wie den Präsidenten und andere hohe Beamte. Ganz oben auf der Agenda stehe der gemeinsame Kampf gegen den Terrorismus, den derweil Syrien und der Irak stellvertretend für die restliche Welt in der Region austrage, wie al-Ğaʽfarî mitteilte. Man habe immer vor einer Ausweitung dieses Terrorismus gewarnt, lange vergeblich. Nun sei es an der Zeit, daß auch andere arabische Nachbarn, Syrien und den Irak im Counterterrorismus unterstützten. Vor allem solle Ägypten in seine historische [Unterstützer-]Rolle zurückfinden. In einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte al-Ğaʽfarî, es bestehe keine Notwendigkeit für ausländische Streitkräfte auf irakischem Boden, die Luftwaffe anderer arabischer Staaten könnte der irakischen Armee aber Deckung bieten. Das Treffen geht einer Ende März in Šarmu_š-Šayḫ stattfindenden Sitzung der Arabischen Liga voraus, bei der Syriens Sitz immer noch vakant ist. Dort könnte die irakische Seite beider Anliegen vertreten. (http://www.almayadeen.net/news/iraq-EJeBFkrDVU6Zq6RlAKvRtg/%D8%A7%D9%84%D8%AC%D8%B9%D9%81%D8%B1%D9%8A–%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7-%D9%88%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D9%82-%D9%8A%D8%AD%D8%A7%D8%B1%D8%A8%D8%A7%D9%86-%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D8%A8%D8%A7%D9%84%D9%88%D9%83%D8%A7%D9%84%D8%A9-%D8%B9%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D9%84%D9%85)

Wie das Verteidigungsministerium am Mo., 23.3.2015, mitteilte, hätten Angriffe der eigenen Luftwaffe auf IS-Stellungen in Tikrît den Muğâhidîn schwere Schäden zugefügt. Tags zuvor hatte der Kommandeur der freiwilligen Bürgerwehr, Hâdî al-ʽÂmirî (Hadi al-Ameri), erklärt, für die  Befreiung der  Stadt Tikrît bedürften die irakischen Streitkräfte der US-Luftangriffe nicht. Eine Woche vor dem erneuten Armee-Einsatz hatte die Regierung verkündet, die Angriffe auf Tikrît vorübergehend einzustellen, um Zivilisten die Gelegenheit zu geben, die Stadt zu verlassen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279787-irakische-armee-bombardiert-stellung-des-is-in-tikrit) – Hâdî al-ʽÂmirî ist Ex- Minister für Transportwesen, derzeit Abgeordneter, lebte während der Ära Ṣ. Ḥussains im Iran und ist befreundet mit dem iranischen General und Ausbilder der irakischen Armee wie Milizen gegen den IS, Qâsim Sulaimânî (vgl.u.). Er unterstützt zudem – wie sein Freund Sulaimânî – die Politik und Position des syrischen Präsidenten Dr. al-Assad.

Nach Mitteilung des Parlamentariers und Vertreters der Kurdischen Demokratischen Koalition Madschid Shinkali [Mağid Šinkalî] gelang 34 Yazidinnen die Flucht aus IS-Gefangenschaft, nach drei Tagen Fußmarsches hätten sie einen Militärkontrollposten in der Kurdenregion erreicht. Im einzelnen gab er Auskunft: „34 Yazidi women managed to run away from the ISIL terrorists’ control in Mosul and went to Al-Sinun district in Kurdistan county” und fügte hinzu: „they managed to arrive in a Kurdish checkpoint after three days walking escaping from the terrorists“ (http://www.iraqinews.com/iraq-war/mp-yazidi-women-escape-the-isil-terrorists-control-to-kurdistan/ vom 20.3.2015)

Ein IS-Rückeroberungsversuch von Tikrît, eingeleitet durch sieben Suizidattentäter, scheiterte am heftigen Widerstand von Bürger­wehr  und Armee, worauf sich die Muğâhidun unter Verlusten – ca 50 Mann wurden getötet oder verwundet, zurückziehen mußten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279620-is-erleidet-niederlage-bei-der-r%C3%BCckeroberung-von-tikrit)

Ein Kommandant der Volksverteidigungskräfte, genauer des ʽAlî Akbar-Battalions eröffnete am Mi., 18.3.2015, im Interview mit FNA, aufgrund einer Abhöraktion der Kommunikation unter IS Muğâhidîn habe man die Bestätigungfrüherer Meldungen (vgl.u.) erhalten, daß tatsächlich – und also nicht zufällig und unabsichtlich – die US-Flugzeuge der US-geführten Koalition für den IS Pakete mit Waffen, Munition, Nahrungsmitteln etc. abwürfen. „The wiretapped ISIL communications by Iraqi popular forces have revealed that the US planes have been dropping weapons and foodstuff for the Takfiri terrorist group” teilte der Commander wörtlich mit und fuhr über die Inhalte der Gespräche fort: „They exchanged sentences like if they would have a share of the ammunition dropped near (Spiker Military Base) or responses such asyou will also receive your share’.” und schloß: „The US forces by dropping weapons and ammunition for ISIL, specially in Yassreb, Al-Ramadi and near Spiker Base in Hay al-Qadessiya have provided a lot of help to the ISIL”. Anschließend findet sich eine Aufzählung früherer Belege und Beobachtungen der letzten Monate in dieser Hinsicht, die in diesem Thread bereits erwähnt wurden (vgl.u.). (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13931227000427)

Am Di., 17.3.2015 kam es zu verschiedenen Anschlägen: laut AP griffen drei Suizidattentäter einen Militärstützpunkt in aṭ-Ṭârmiyya (Tarmiyah) am Tigris an, wobei mindestens vier Soldaten getötet, 14 verletzt wurden. Eine detonierende Bombe in einem Basar im Norden Bagdads hinterließ drei tote Zivilisten und elf Verletzte. Zwei Polizisten verloren ihr Leben auf dem Weg eines Militärkonvois 20km südlich von Bagdad, fünf weitere wurden verletzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279469-9-tote-bei-terroranschl%C3%A4gen-im-irak)

Anläßlich der durch Pentagon-Sprecher Steven Warren am Mo., 16.3.2015, geäußerten Besorgnis über die Verwendung von Chlorgiftgas durch den IS im Irak (vgl.u.), wurde andererseits deutlich, daß der Einsatz von Chlorgas im syrischen Bürgerkrieg [durch Terroristen, welchen die syrische Regierung dem UN-Sicherheitsrat wiederholt vorgetragen hatte] von eben jenem UN-Sicherheitsrat am 6. 3.2015 mit Verabschiedung einer Resolution scharf verurteilt wurde. Mehrmals hatte die syrische Regierungvom UN-Sicherheitsrat zudem gefordert, die Urheber des Giftgaseinsatzes in Syrien zu suchen, doch die USA und einige weitere westliche Länder hatten dagegen Einwand (!) erhoben. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279443-usa-besorgt-%C3%BCber-anwendung-von-chlorgas-durch-is-terroristen)

Laut as-Sûmariyya News ist eine 31-köpfige IS-Untergruppe, welche einige Parlamentsabgeordnete und wichtige Ministerien ins Visier genommen habe und für 52 Terroranschläge im Inland verantwortlich sein solle, eliminiert worden. Qâsim al-ʽArağî (Qasim al-Araji), Mitglied des parlamentarischen Sicherheits- und Verteidi­gungsausschusses erklärte hier, mit ihnen seien seit Beginn des Kampfes gegen den IS im Irak im Juni 2014 rund 1.000 Terroristen getötet worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279348-eine-31-k%C3%B6pfige-terrorgruppe-in-bagdad-zerst%C3%B6rt)

Pîšmarga, Bürgerwehren und Stammeskämpfer haben die Umge­bung von Kirkûk unter ihre Kontrolle gebracht und damit die IS-Terroristen in der Stadt eingekesselt. Auch in Baiğî seien die IS- Muğâhidûn von Sicherheitskräften und Bürgerwehr umzingelt. Letztere hätten bereits am So., 15.3.2015 die Kontrolle über die Region al-Fatḥa (al-Fatha) im Osten von Tikrît erkämpft. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/279353-irak-is-in-kirkuk-eingekesselt-vormarsch-der-irakischen-armee-in-der-provinz-salaheddin)

Wie al-Mayâdîn berich