Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: “audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden (im Anschluß an Teil III)

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Es wird immer schwieriger (gemacht), hier Meldungen zu posten (und online zu halten) – Nachdem seit dem 21.10.2015 nachmittag nicht einmal mehr die Eingabefunktion für Teil III ansteuerbar war (permanente Lade-Fehlermel-dungen!), hier nun der IV. Teil

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Die St. Francis Assisi –Vereinigung strengte im Juni in Nordkalifornien/USA eine Klage vor Gericht gegen die Kuveyt-Turk Participation Bank an, da das kuwaitisch-türkische Unternehmen die Finanzierung von Terroristen ermögliche und den IS zur Ermordung von assyrischen Christen im Irak und Syrien anstifte. Laut Auskunft des Anwalts der christlichen Vereinigung sei der Kuwaitî Ḥağâğ al-ʽAğmî (Hajjaj al-Ajmi) den UN bekannt als Finanzier des al-Qaida-Ablegers Ğabhatu_n-Nuṣra, der auch vermittels der Kuveyt-Turk Bank seit 2014für den IS Geld eintreibe. Dies berichtete die türkische Tageszeitung Daily Sabah. Demnach instruierte al-ʽAğmî seine Anhänger, Spenden auf die Konten von Sham Islamic Committee Association (SIC, türkisch: Şam İslami Heyeti Der­neği) bzw. Also Sham Humanitarian Foundation (SHF, türkisch: İnsani Şam Derneği) der Kuveyt-Turk Participation Bank einzuzahlen. Die SIC unterhält Beziehungen zur Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, während auch die UN bzw. UNICEF Gelder in das SHF-Konto für humanitäre Zwecke einzahlten. Involviert sei auch die Organisation MumDer, die ebenfalls in Verbindung mit Ğabhatu_n-Nuṣra stehe, die sich wiederum neben anderen Gruppen v.a. aus Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und  Ğaiš al-Islâm zusammensetzt und eine teils aus IS-Leuten bestehende Vereinigung zugunsten inhaftierter Muslime in Istanbul ebenfalls mit Verbindung zu Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://en.alalam.ir/news/1838690)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82702 und http://www.sana.sy/?p=404988 (Blitzoperationen gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya  im Aleppo-Stadtteil Ḫâlidiyya und auf der Achse al-Lairamûn – Banî Zaid mit Beseitigung von Abschußanlagen von Mörsergranaten, Waffen, Munition etc. und einer großen Anzahl Feinde mit anschließender Rückeroberung weiterer Areale dort. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in al-Mu­raiʽiy­ya, 10 km im SO von Dair az-Zaur. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen in al-Maʽṣara südlich an-Nuʽaima im O von Darʽâ, beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp im Bezirk Darʽâ al-Ba­lad der Provinzhauptstadt, wobei sich unter den zahlreich Getöteten einige Anführer fanden; dazu Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAn- griffsversuchen auf zivile und militärische Standorte im westlich des Stadtteils al-Bağağa mit Zerstörung der Fortifikationen, Bewaffnung etc..  In der Provinz as-Suwaidâ´ Vereitelung der terroristischen Infiltration von Militärposten zum Schutz von Barad und al-Muğaimar (vgl.u. Terroranschläge) von Buṣrâ aš-Šâm und Ğamarîn aus über den Wâdî az-Zaidî mit Eliminierung des Großteils Eindringlinge, während der Rest nach  Buṣrâ aš-Šâm floh; Ausschaltung von IS-Überwachungsposten in Tal Ušaîhib aš-Šamâlî im NO sowie eines IS-Trupps bei Mašbak al-Wadyân im NO.)

Terroranschläge vom 15.7.2016:
Im Gebiet von Buṣrâ aš-Šâm und Ğamarîn verstreute Terroristen beschossen am Morgen die Dörfer al-Muğaimar und Barad in der Provinz as-Suwaidâ´ mit Raketen, töteten damit einen Mann und eine Frau und verletzten sieben weitere Personen. An der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´ sind hauptsächlich Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündete aktiv.
(http://www.sana.sy/?p=404995, http://sana.sy/en/?p=82721).

Das am 14.7.2016 publizierte Interview, welches Präsident Dr.al-Assad NBC News gab, ist in englischer Sprache nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=82569. – Es nimmt vielerlei vom Präsidenten in Interviews bereits beantwortete Fragen von Journalisten wieder auf.

Nach Ansicht des Politologen Th. Meyssan – seiner Darlegung fehlen die genauen Belege, allerdings machte auch Präsident Dr. al-Assad in seinem SBS-Interview  entsprechende Andeutungen – unterhalten entgegen den  offiziell verkündeten Standpunkten und gegen sie (!) verhängten Sanktionen bereits einige Mitgliedsregierungen der US-geführten Koalition inoffiziell Beziehungen mit Syrien im Sicherheitsbereich bzgl. der Terrorismusabwehr. Meyssan nannte in dem Zusammenhang nach Aufdeckung der Vorgänge durch Gulf News und al-Mayâdîn eine Reise von General ʽAlî Mamlûk, dem Koordinator der syrischen Geheimdienste, nach Berlin, desgleichen seitens General Muḥammad Dîb Zaitûn, Chef des General Security Directorate, nach Rom und umgekehrt den Besuch  von General Alberto Manenti, Direktor der Agenzia Informazioni e Sicurezza Esterna, per Spezial-Flugzeug in Damaskus. Zudem befinde sich bereits ein syrischer Offizier in einer europäischen Hauptstadt, um dort den Counterterrorismus zu koordinieren. Diese Beispiele stellten jedoch nur sozusagen die Spitze des Eisbergs dar. (http://www.voltairenet.org/article192844.html)

Terroranschläge vom 15.7.2016:
Im Gebiet von Buṣrâ aš-Šâm und Ğamarîn verstreute Terroristen beschossen am Morgen die Dörfer al-Muğaimar und Barad in der Provinz as-Suwaidâ´ mit Raketen, töteten damit einen Mann und eine Frau und verletzten sieben weitere Personen. An der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´ sind hauptsächlich Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündete aktiv.
(http://www.sana.sy/?p=404995, http://sana.sy/en/?p=82721).

Das am 14.7.2016 publizierte Interview, welches Präsident Dr.al-Assad NBC News gab, ist in englischer Sprache nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=82569. – Es nimmt vielerlei vom Präsidenten in Interviews bereits beantwortete Fragen von Journalisten wieder auf.

In ihrem jüngsten Artikel in The Washington Post vom 12.7.2016 weisen die Reporter Joby Warrick und Suad Mekhennet darauf hin, daß angesichts des Armeevordrnigens in Syrien und im Irak die IS-Führer ihre Anhänger auf einen Zusammenbruch des vor zwei Jahren ausgerufenen „Kalifats“ vorzubereiten versuchen. Dies zeige sich in Taten und Worten der IS-Verantwortlichen. Zum einen würden in verzweifelter Reaktion auf die empfindlichen Gebiets- und Einnahmenverluste im ersten Halbjahr 2016 die Anschläge im Irak und Syrien ausgeweitet. Zu diesem Schluß komme auch Will McCants, Forscher am Brookings Institut in Washington und US-Experte für Anti-Terror-Angelegenheiten. (http://sptnkne.ws/bEYP, Artikel auch von der Nesawissimaja Gaseta am 14.7.2016 aufgenommen und bei Sputniknews selben Tags zitiert; der Originalartikel ist einzusehen unter: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/inside-isis-quietly-preparing-for-the-loss-of-the-caliphate/2016/07/12/9a1a8a02-454b-11e6-8856-f26de2537a9d_story.html)
In dieser Situation schickt der französische Präsident Hollande laut Ankündigung vom  13.7.2016 und Bestätigung vom 15.7.2016 nach dem Attentat von Nizza vom Vorabend den Flugzeugträger Charles De Gaulle erneut vor die Küsten Syriens und will die französischen Aktionen innerhalb der US-geführten, entgegen der relevanten UN-Resolutionen und dem Völkerrecht im Land agierende US-geführte Koalition verstärken. (http://parstoday.com/de/news/world-i11032-frankreich_entsendet_weitere_milit%C3%A4rberater_nach_irak) – Hollande mißachtet dabei erneut den erklärten Willen der Landesregierung gegen solche nicht koordinierten und autorisierten Eingriffe, der auch in den Interviews von Präsident Dr. al-Assad regelmäßig thematisiert und begründet wird. Für die syrische Seite erweisen sich diese und andere Arten ausländischer Einmischungen ohne Koordination mit der legitimen Landesregierung nicht als Zurückdrängung des IS (vgl. dort ).

Nach Ansicht des Politologen Th. Meyssan – seiner Darlegung fehlen die genauen Belege, allerdings machte auch Präsident Dr. al-Assad in seinem SBS-Interview –Interview entsprechende Andeutungen – unterhalten entgegen den  offiziell verkündeten Standpunkten und gegen sie (!) verhängten Sanktionen bereits einige Mitgliedsregierungen der US-geführten Koalition inoffiziell Beziehungen mit Syrien im Sicherheitsbereich bzgl. der Terrorismusabwehr. Meyssan nannte in dem Zusammenhang nach Aufdeckung der Vorgänge durch Gulf News und al-Mayâdîn eine Reise von General ʽAlî Mamlûk, dem Koordinator der syrischen Geheimdienste, nach Berlin, desgleichen seitens General Muḥammad Dîb Zaitûn, Chef des General Security Directorate, nach Rom und umgekehrt den Besuch  von General Alberto Manenti, Direktor der Agenzia Informazioni e Sicurezza Esterna, per Spezial-Flugzeug in Damaskus. Zudem befinde sich bereits ein syrischer Offizier in einer europäischen Hauptstadt, um dort den Counterterrorismus zu koordinieren. Diese Beispiele stellten jedoch nur sozusagen die Spitze des Eisbergs dar. (http://www.voltairenet.org/article192844.html)

Wie erwartet brachte auch der Besuch von US-Außenminister Kerry in Moskau am 14.7.2016 keinen Fortschritt hinsichtlich der syrischer- und russischerseits angestrebten gemeinsamen internationalen Bekämpfung des Terrorismus auf Grundlage der UN-Resolutionen (und damit letztlich des Völkerrechts). (http://www.sana.sy/?p=404866, s.a. http://sptnkne.ws/bFxB)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82666 und http://sana.sy/404426  (Zerstörung eines Ğabhatu_n-NuṣraSützpunkts an der Straße zwischen al-Ḥamîdiyya und al-Ḥurriyya im W der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ im N-Teil der Provinz al-Qunaiṭra mitsamt militärischem Equipment. Effektive Razzien gegen Ğabhatu_n-NuṣraNester östlich von  an-Nuʽaima, 4km im O von Darʽâ und im Bezirk Darʽâ al-Balad bei heftigen Feindverlusten an Männern, Waffen, Manschafts- und Munitionstransportern. Beseitigung von IS-Stellungen und Raketenabschußanlagen östlich Tadmurs in der Provinz Ḥomṣ durch präzise Luftschläge. Desgleichen gegen IS-Ansamlungen in al-Bûʽmar, 12 km östlich von Dair az-Zaur mit Eliminierung ihrer Fortifikationen samt Mannschaft wie in al-Muraiʽiyya und al-ʽĞafra im SO-Teil der Provinz.)

Das russische Koordinierungsszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîmin registrierte am 14.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, begangen durch die Ğaiš al-IslâmTerrorgruppe mittels Mörsergranatenbeschusses auf die Städte Ḥarastâ, ʽArbîn, Ğaubar und Dûmâ im Rîf Dimašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra und der IS  wieder Stadtteile von  Aleppo, dazu den nahen an-Nairab-Airport wie andere Orte im Umland von Damaskus und Ḥomṣ mit Beschuß durch Mörsergranaten und Raketen. (http://sana.sy/en/?p=82699)

Terroranschlag vom 14.7.2016:
Ein Raketentreffer im Stadtteil Bustân az-Zahra von Aleppo verursachte ziemliche Schäden an Gebäuden etc. Ergänzung: Weiterer Beschuß mit Raketen und durch Heckenschützen in den Stadtteilen Saif al-Dawla, az-Zahrâ und aš-Šahbâ´führte zum Tod von zwei Anwohnern, Verletzungen bei sieben Bürgern und erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=82622)
In al-Ḥasaka steckten Terroristen die Baumwollernte bei den Entkernungsmühlen in Brand und vernichteten damit 8350 Tonnen, demnach fast die ganze dort gelagerte Ernte. Ein Übergreifen des Feuers auf das Sport City Center konnte die Volkswehr und die eingetroffene Feuerwehr gerade noch verhindern.      (http://sana.sy/en/?p=82742, http://sana.sy/en/?p=82721). – Derzeit herrscht in Syrien für verschiedene land- wirtschaftliche Produkte Erntezeit.

 

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/?p=404075 und http://sana.sy/en/?p=82502  (Zerstörung von IS-Stellungen im Raum  Ğanâ al-ʽAlbâwî und Sûḥâ, 14km östlich von Salamiyya im Umland von Ḥamâ durch präzise SAAF-Einsätze. Desgleichen gegen ISFortifikationen mitsamt deren militärischer Ausrüstung und Angriffstellungen im Gebiet Ğabâb Ḥamad und ʽUnq al-Hawâ, 80km östlich von  Ḥomṣ, in Ḍabʽat al-Milḥiyya, nördlich Wâdî al-Abyaḍ Damm und im Umfeld des aš-Šâʽir Ölfeld in Ḫunaifîs, 7km südlich von Tadmur. Erfolgreiche akkurate Luftschläge auch gegen IS-Ansammlungen bei al-Buġailiyya, 6km westlich von Dair az-Zaur sowie im SO-Teil der Provinz im Raum al-Ğafra und al-Muraiʽiyya, dazu Razzien gegen IS-Nester im Stadtteil ar-Rašadiyya der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Infiltrationsversuchs seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Achse al-ʽAğrafaṣ-Ṣamadâ­niyya aš-Šarqiyya  zusammen mit Volkswehrkräften mit Eliminierung der meisten Terroristen; der Rest floh gen aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya.)

Laut Meldung des russischen Koordinierungsszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîmin vom 13.7.2016, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstößen, wieder seitens der Terrorgruppe  Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranatenbeschuß auf Ortschaften in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq. Zudem beschossen erneut Ğabhatu_n-Nuṣra– und IS-Extremisten die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Airport sowie die beiden Städte al-Anṣârî und Ratyân im Umfeld der Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=82575)

Terroranschläge vom 13.7.2016:
Erneut (vgl.u.) griffen die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya das Kraftwerk von az-Zâra im S von Ḥamâ mit Raketen an und richteten dort schwere Schäden an.
Beim Beschuß des Stadtteils al-Muhağirîn von Ḥomṣ mit Raketen am Morgen wurden fünf Bürger verletzt, es entstand erheblicher Sachschaden wie auch in den  Stadtteilen al-Arman  und az-Zahrâ´.
Aus der von Terroristen umlagerten Stadt Kafariyya nördlich Idlibs berichteten Anwohner via Telefon, daß am Nachmittag in Birûmâ verschanzte Terroristen von Ğaiš al-Fataḥ mit Mörsergranaten den Ort beschossen und so einen Einwohner töteten. (http://sana.sy/?p=404196, http://sana.sy/?p=404019,  http://sana.sy/en/?p=82483, http://sana.sy/en/?p=82476)
Ergänzung: Durch den Beschuß mit Raketen und Mörsergranaten erlittt das wegen seiner Exponate bedeutende fünfgliedrige Nationalmuseum von Aleppo enorme Schäden u.a. an der tragenden Konstruktion und der Dachabdeckung. Teilweise zerstört seien auch die Ummauerung, Büros der Mitabeiter, die Infrastruktur etc. Wie aus dem DGAM (Directorate-General of Antiquities and Museums) verlautete, sei das Museum bevorzugtes Ziel der Extremisten. (http://sana.sy/en/?p=82548)

Am Mi., 13.7.2016, empfing Präsident Dr. al-Assad den irakischen National Security Adviser Falāḥ al-Fayâd (Falah al-Fayad), der ihm ein Schreiben von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî bzgl. der Kooperation beider Regierungen im politischen, militärischen und Sicherheitsbereich, insbesondere hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung überreichte. Zudem informierte er Dr. al-Assad über die derzeitigen Vorbereitungen zur Rückeroberung von Mossul aus den Händen der IS-Terrororganisation und versicherte erneut die fortgesetzte Kommunikation und Abstimmung mit der syrischen Regierung dabei wie die Unterstützung seines Landes für Syrien allgemein. Derart werde man gegenüber dem Terrorismus, der die Welt bedrohe, erfolgreich sein. Dr. al-Assad gratulierte dem Brudervolk wie der Regierung des Irak zu den jüngsten Erfolgen der Armee wie der Volkswehr (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) im Kampf gegen den IS. Beide Staaten befänden sich im ernsthaften Abwehrkrieg gegen den Terrorismus, vom Sieg im einen Land profitiere auch das andere. – Das letzte Treffen zwischen beiden Politikern hatte am 29.7.2015 stattgefunden. (http://sana.sy/en/?p=82559)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82375 und http://www.sana.sy/?p=403643 (Beseitigung von IS-Stellungen und Fortifikationen mit Waffen- und Munitionstransportern durch präzise SAAF-Angriffe im östlichen Rîf Dimašq in Ḫân al-Manqûra, 40 km im S des as-Sîn-Airport, und Bair al-Manqûra, 25 km im N desselben. Zerstörung von Verschanzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten mitsamt aufgerüsteten Kampffahrzeugen und einem Observationsposten in Darʽâ al-Balad  südlich des Alten Zolls sowie einer Mörserabschußanlage und eines Bulldozers im selben Bezirk bzw. am Nordrand von Ṭafas im N der Provinzhauptstadt Darʽâ;  Angriffsvereitelung auf den Militärposten zum Schutz von Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad mit Ausschaltung sämtlicher Feinde wie auch in Ğulâin im W von Darʽâ.  Spezialoperation zusammen mit Vokswehrkräften  in al-Baʽṯ  gegen Terroristen hauptsächlich von Ğabhatu_n-Nuṣra, welche sich im Umkreis der Verwaltungshauptstadt wie am ar-Rawâbî-Standort nördlich des Hauptplatzes von al-Qunaiṭra bewegen  unter Eliminierung der meisten von ihnen. Vereitelung eines IS-Infiltrationsversuchs an der NO-Seite von Buṯaina im NO von as-Suwaidâ´ mit demselben Effekt. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Stellungen mit aufgerüsteten Kampfwagen am südlichen Euphrat-Ufer im Gebiet von al-Muraiʽiyya und al-Ğafra, 10 km im SO von Dair az-Zaur sowie gegen IS-Fortifikationen  am Ğabal aṯ-Ṯarda. Desgleichen im Ostteil der Provinz Ḥomṣ im Gebiet der Silos ca. 15km östlich von Tadmur, wobei auch zwei IS-Kommandozentren zerstört wurden.) – Zudem stiegen von Rußland aus sechs der modernsten Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 auf und bombardierten ebenfalls IS-Stellungen östlich von Tadmur, as-Suḫna und Ârâk in der Provinz Ḥomṣ. (http://sana.sy/en/?p=82442)

Terroranschläge vom 12.7.2016:
Durch Raketenbeschuß auf Wohngebiete von  Darʽâ wurden sechs Personen verletzt. Die Opferzahl im Bezirk Darʽâ al-Balad um das Gouvernementsgebäude erhöhte sich später auf zwei Tote und 12 Verletzte.
In Aleppo wurden abends durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in die Stadtteile Suleimân al-Ḥalabî, Ṣalâḥuddîn und Sayyid ʽAlî aus Panzerfäusten beschossen, wodurch ein Bewohner starb, weitere 20 teils schwer verletzt wurden und enormer Sachschaden enstand. (http://sana.sy/en/?p=82430, http://sana.sy/?p=403809, http://sana.sy/?p=404002, http://sana.sy/?p=403716)

Aleppo-Anschlag (Photo: SANA)

Aleppo-Anschlag (Photo: SANA)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82249  und http://sana.sy/?p=403150  Befreiung der strategisch bedeutsamen Stadt Maydaʽâ und Umland im Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq nachmittags nach heftigen Kämpfen mit dem Liwâ´u_l-Islâm und Beseitigung der letzten Teroristennester der Gegend mit anschließender Räumung des Areals von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen; damit wurde der Ring um die Terroristen der Gegend in Ost-al-Ġûṭa geschlossen und deren Haupt-Nachschubroute für Waffen und Munition von der Großen Wüste her unterbrochen. Zerstörung eines Tanklastzugs mit gestohlenem Diesel kommend aus dem östlichen Wüstenbereich bestimmt für den IS-Trupp in al-Aṣlaḥa im W von  as-Suwaidâ´. Beseitigung von IS-Kampfwagen bei Ğab al-Ğa­râḥ  und östlich Tadmurs im Ostteil der Provinz Ḥomṣ durch akkurate Luftschläge. Desgleichen bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra samt Mannschaften durch eine Bodeneinheit in Tal aš-Šaiḫ Ḥussain, Tulûl Ḫulaif, ca.40km im O von Darʽâ,  wie in der Provinzhauptstadt im Bezirk Darʽâ al-Balad. Aufreibung einer in einen Hinterhalt gelockten Ğabhatu_n-NuṣraGruppe inklusive ihres Anführers ʽAbdullâh al-Maḫzûm bei al-Qanṭara aš-Šamâliyya in amâ. )

Laut Mitteilung des russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  kam es in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=82373)

Nochmals hat das Armeegeneralkommando am Mo., 11.7.2016, per Verlautbarung die bereits schon einmal verlängerte Waffenruhe (vgl.u.) um weitere 72 Stunden ausgedehnt. Sie dauert von 1.00 Uhr am 12.7.2016 bis  23.59 Uhr am 14.7.2016. (http://sana.sy/en/?p=82361)

Kabinettsvereidigung (Photo: SANA)

Kabinettsvereidigung (Photo: SANA)

Am Mo., 12.7.2016, erfolgte die Vereidigung der neuen Regierung (Zusammensetzung s.u.). Das anschließende Treffen mit dem neuen Kabinett begann der Präsident mit einer Ansprache über die Herausforderungen an dasselbe: infolge der schwierigen Umstände knüpfe die Bevölkerung große Hoffnungen an die neue Regierungsmannschaft. Die bedeute doppelte Verantwortung  und Anstrengungen. Der Umgang mit dem Bürger habe transparent zu sein, so daß jener über die Bemühungen der Regierung wie deren Ergebnisse rundum informiert werde, auch dann, wenn man den Hoffnungen nicht gerecht geworden sei. Besonders wichtig sei die Kommunikation mit dem Bürger durch spezielle Büros der Ministerien bzw. durch Tätigkeit vor Ort, währen derer die Amtsträger in direkten Kontakt mit der Realität und dem Bürger und seinen Problemen, Bedürfnissen  wie auch Reaktionen auf die Leistung und gefällten Entscheidungen der Ministerien kämen. Doch dürfe diese Bürgernähe zur Medienshow  werden oder auf Kosten des täglichen Arbeitspensums gehen.
Auch die nationalen Medien müßten die Fragen und Themen, welche den Bürger interessierten, anpacken, und deren Belange eher in den Vordergrund stellen als bloß Stimme der Regierung zu sein. Dies habe ebenfalls mit Transparenz und Aufrichtigkeit zu geschehen, so daß sie das Vertrauen des Bürgers hätten, woraus die notwendige Unterstützung für die Arbeit der Regierung und staatlichen Einrichtungen erwachse.
Die Lebensbedingungen der Bevölkerung hätten oberste Priorität. In diesem Zusammenhang stehe als erstes die Preiskontrolle im Zusammenwirken mit der Zivilgesellschaft durch gemeinsame Mechanismen (joint mechanisms), dann die Stabilisierung des syrischen Pfunds, Vergrößerung der staatlichen Ressourcen durch gut kalkulierte Importe, Förderung der Exporte, der mittleren, und kleinen Industriezweige wie der Landwirtschaft, Erreichen der Steuergerechtigkeit bzgl. des öffentlichen und privaten Sektors, Überwachung und Rationalisierung der Staatsausgaben, angefangen mit denen für Minister und Beamte, Rationalisierung der Fördermittel für nötige Stoffe bei gleichzeitiger Sicherstellung, daß alle Bedürftigen sie auch erhielten, und Mehrung positiver Eingreifmechanismen.
Im Wirtschaftsbereich stehe der Wiederaufbau an erster Stelle, der z.B. im Damaszener Bereich schon gestartet worden sei und demnächst in Ḥomṣ und anderswo durch spezielle Projekte erfolge. Diese zeitigten einen sofortigen Effekt und seien daher besonders wichtig auch hinsichtlich der Wiederbelebung der Wirtschaft und der positiven Wahrnehmung durch den Bürger.
Ein besonderes Augenmerk gehöre den Familien der Familien der Getöteten und Verletzten der Armee und unterstützenden Streitkräfte, indem jenen all ihre rechtmäßigen Ansprüche schnell und einfach erfüllt würden. Zudem sollten Studien über nationale Projekte erstellt werden, wie man  jenen darüberhinaus beistehen könne, wie es z.B. das „Injured of the Homeland” –Projekt darstellt. Jenes unterstütze die Versehrten und helfe ihnen, ihre Recht durchzusetzen, in den Genuß von konstanter Pflege bzw. Rehabilitationsmaßnehmen zu kommen sowie bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Die Büros des Premier- wie der einzelnen Minister bräuchten klare Strukturen, welche die Arbeit in und zwischen ihnen und anderen staatlichen Institutionen erleichtere einschließlich des Parlaments. So werde größere Transparenz in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Amtsinhaber erreicht und verhindert, daß jemand im Parlament aus rein persönlichen Motiven die Rechtschaffenheit der Amtsträger anzweifle.
Alles zusammen verhelfe dazu, Korruption zu bekämpfen und die juristischen und polizeilichen Kräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen, für Recht zu sorgen und die Schuldigen ohne Ausnahme zur Verantwortung zu ziehen. Auch Unproduktivität sei eine Art der Korruption und dürfe nicht beschönigt oder verschleiert werden.
Premier- und eine Anzahl der Minister versicherten, die schwierigen Umstände im Land würden sie nur anspornen, Problemlösungen zu finden und das Leben der Bürger zu erleichtern. (http://sana.sy/en/?p=82271)

Zum World Population Day am 11. Juli rief der geschäftsführende Direktor des United Nations Population Fund (UNFPA), Babatunde Osotimehin, die Staatsführer dazu auf,  künftig die Rechte junger Frauen zu stärken bzw. dem Phänomen der Kinderehe und Teenager-Schwangerschaft entgegenzuwirken. Gerade in armen Verhältnissen litten Mädchen unter den traditionellen Praktiken wie der frühen Verheiratung, die ihnen zudem den Zugang zu Schulbildung verwehre. Schließlich habe jedes Mädchen das Recht, seine Zukunft selbst zu bestimmen. – In Syrien arbeitet die Syrian Commission for Family and Population Affairs daran,  auf die demographischen Veränderungen infolge des jahrelangen Kriegszustands mittels Entwicklungsplänen zu reagieren und auf eine Balance zwischen Wirtschaftswachstum und Bevölkerungswachstum hinzuwirken. Vor der Krise hatte Syrien bereits die Vorgaben des Millennium Development Goals (MDG) nahezu erreicht gehabt.

Laut Artikel der türkischen regierungskritischen Tageszeitung Bîr Ġûn erhalten IS-Terroristen trotz gegenteiliger Verlautbarungen der AKP-Regierung, gegen Terroristen positioniert zu sein, weiterhin  sogar Vorzugsbehandlung vor Einheimischen in türkischen Krankenhäusern! Hierzu wurden Betroffene interviewt. U.a. sei 2014 der IS-Führer Mâzin Abû Muḥammad im Muṣṭafâ Kamâl-Universitätsklinikum behandelt worden, wovon auch Photos existierten. (http://sana.sy/?p=403065) – Der Chefredakteur von BirGün, Barış İnce ward erst im März 2016 wegen Beleidigung des Staatsoberhaupts Recep Tayyip Erdoğan zu 21 Monaten Haft verurteilt worden, da er einen Artikel über die Kor­ruption der Familie Erdoğan gebracht hatte. (vgl. http://taz.de/Tuerkischer-Journalist-muss-in-Haft/!5282443/)

Terroranschläge vom 10.7.2016:
Am Sonntag eröffneten Mitglieder von Ğaiš al-Islâmdie sich in den Obstplantagen verschanzt hatten, das Feuer auf das Polizeikrankenhaus der damaszener Vorstadt Ḥarastâ, worauf ein Todesopfer zu beklagen war. (http://sana.sy/en/?p=82154)
Verschiedene Wohnbezirke von Aleppo wurden auch am Sonntag in mehreren Wellen von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Raketen und anderen Explosivgeschossen beschossen. Dadurch wurden zunächst nachmittags elf Anwohner, darunter drei Kinder,  in as-Siryân verletzt, später gab es 5 Tote und 61 Verletzte und schließlich kamen am Abend in al-Muḥâfaza, al-Ašrafiyya, al-Ğamîliyya acht Bürger zu Tode und mehr als 80 wurden verletzt bei entprechend hohen Schäden an Gebäuden, Infrastruktur etc. (http://sana.sy/en/?p=82239)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82160 und http://sana.sy/?p=402765 (Vereitelung von IS-Angriffen mit einer Reihe Autobomben auf Standorte beim Ğabal aṯ-Ṯarda im S von Dair az-Zaur ganz in der Tradition von al-Qâʽida; zudem Auslöschung eines IS-Konvois mitsamt Mannschaften in der Gegend durch präzise SAAF-Einsätze. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen bei der Elektrizitätsgesellschaft und westlichd des Alten Zolls im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt. Nachmittags Vereitelung des Eindringens von Terroristen – aktiv sind vor Ort sind Liwâ´  Šuhadâ´ Badr, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Failaq aš-Šâm – in die Zitadelle von Aleppo via gegrabener Tunnel mit Eliminierung sämtlicher Extremisten samt ihrer militärischen Ausrüstung. Beseitigung von IS-Trupps und –Bewegungen in morgendlichen akkuraten Luftschlägen bei Ḫu­naifîs, 40 km und um Ğab al-Ğarâḥ, 72 km östlich von Ḥomṣ; im N der Provinz fand sich unter den Getöteten einer Spezialoperation zwischen al-Ġağar und az-Zâra auch der Amîr [Kommandeur] von Ğabhatu_n-Nuṣra in ar-Ra­stan namens Maḥmûd ʽAbdul-Karîm Barûq. Während der Operation zur Unterbrechung der IS-Nachschublinien konnte ein voll beladener Tanklastzug aus Wâdî al-ʽAḏîb, bestimmt für den IS in ʽUqair­bât, ca. 70 km im O von amâ, nach für den Fein däu0erst verlustreichen Kämpfen sichergestellt werden.)

Am 10.7.2016 abends teilte das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  für die vergangenen 24 Stunden zwei Verstöße mit, begangen erneut durch Ğaiš al-Islâm. Die Terroristen hatten demnach Orte in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Raketen und Mörsergranaten attackiert. Desgleichen verübten Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS gegenüber Stadtteilen in und Städten um Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=82236)

Am Sonntag, 10.7.2016, empfing Präsident Dr. al-Assad die Delegation des Europäischen Parlaments (s.u.) und diskutierte mit den Mitgliedern die wachsende terroristische Bedrohung  in der Welt wie das Flüchtlingsproblem in Europa.  Einige politische Führer der westlichen Welt seien mitverantwortlich für beides. Das sich Vorgänge in Syrien und der arabischen Region auf Europa auswirkten liege schon an den geographischen Nähe und den wechselseitigen geschichtlichen Beziehungen. Doch hinsichtlich der Problematik von Terrorismus, Extremismus  und des Flüchtlingsstroms nach Europa hätten sich auch Politiker schuldig gemacht, die Politik wider die Interessen der eigenen Bevölkerung machten und den in Syrien wütenden Terroristen auf verschiedenem Wege Unterstützung und Schutz böten. Die europäischen Parlamentarier könnten eine wichtige Rolle bei der Korrektur dieser falsch eingeschlagenen politischen Wege bewirken, welche zur Ausbreitung des Terrorismus und  der Verschlechterung der Lebensbedingungen der syrischen Bevölkerung infolge der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien führten. Beides habe dazu geführt, daß Syrer flüchtend ihre Heimat verlassen mußten, um Asyl in fremden Ländern zu suchen. Die Delegationsmitglieder drückten ihre Bereitschaft hierzu aufgrund der persönlichen Erfahrungen vor Ort aus wie sei es zuvor schon gegenüber der Parlaments-präsidentin (vgl.u.) getan hatten.
Im nachfolgenden Kurzinterview mit SANA betonte Delegationsleiter Javier Couso die gute Gelegenheit, sich über die Situation in Syrien auseinanderzusetzen und zu informieren. Er sei überzeugt, daß Dialog ohne Einmischung von außen der einzige Weg zur Lösung der Krise im Land sei. Zudem äußerte er sich bewundernd über die Koexistenz in der syrischen Gesellschaft. Tatjana Zdanoka, ebenfalls Delegationsmitglied und EU-Parlamentarierin hob die offene und freundliche Atmosphäre des Gesprächs mit dem Präsidenten hervor, der keinerlei Umschweife oder Ausflüchte zu den syrischen Gegebenheiten gemacht hätte.
Anschließend traf die Delegation noch mit Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, der die europäischen Parlamentarier zur Emanzipation von der Bevormundung  der US-Administration ermunterte. (http://sana.sy/en/?p=82204)

Aus der IS-„Hochburg“ ar-Raqqa dringt die schreckliche Meldung, daß die IS-Anhänger fünf Bürger öffentlich vor den Augen auch von Kindern am Kreisverkehr ad-Dala geköpft haben. Darunter befanden sich vier Mitglieder des Jugendfußballclubs aš-Šabâb der Provinzhauptstadt, nämlich die Spieler Usâma Abû Kuwait, Nihâd al-Ḥussain, Iḥsân aš-Šawâḫ sowie deren Trainer Aḥmad aš-Šawâḫ. Der Präsident des Allgemeinen Sportver­bands, Muwafak Ğumʽa, verurteilte die feige Schandtat als typisch für den IS. (http://sana.sy/en/?p=82048, http://sana.sy/?p=402430)  – Daß es sich bei den meisten Ermordeten um Fußballclubmitglieder handelte, war sicher kein Zufall. Einerseits im Zusammenhang mit der derzeit in Frankreich ausgetragenen EM, andererseits wegen der fatwâ des früheren offiziellen Rechtsgutachters Saudi-Arabiens („Großmuftî“) Muḥammad bin Ibrahim vom 19.9.2005, die das Fußballspiel als unzulässige Nachahmung von Ungläubigen verbietet (vgl.: ad-Durar as-suniyya, d.h. „Die sunnitischen Per­len“, Kap.15, S.205 in:  http://alsaha.fares.net/sahat?128@183.aneRs2RuAfa.0@.1dd81f67. Für die Überwachung der Bevölkerung greift der IS auf die islamische Einrichtung der ḥisba zurück.

Terroranschlag vom 9.7.2016:
Wieder war das Elektrizitätswerk von az-Zâra (vgl.u.) zusammen mit den Unterkünften der Werksarbeiter im Süden der Provinz Ḥamâ am Samstag Ziel von Raketenbeschuß. Zwar waren zum Glück keine menschlichen Verluste zu beklagen, doch wurde eine Übertragungseinheit beschädigt. Die Reparaturmannschaft ist bereits an der Arbeit, die vorherige Kapazität wiederherzustellen. (http://sana.sy/en/?p=82056)

Die bereits angekündigte Delegation des EU-Parlaments  unter Leitung von Javier Couso, dem Vizepräsidenten des Com­mittee on Foreign Affairs, ist am Sa., 9.7.2016, zum Besuch in Damaskus angekommen. Im Weiteren s.u. vom 6.7.2016. (http://sana.sy/?p=401868)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82023 und http://www.sana.sy/?p=402252 (Vereitelung von IS-Angriffen auf Armeeposten  zum Schutz von Liegen-schaften auf den Anhöhen um Abû al-ʽAlâyâ, ca. 70km östlich von Ḥomṣ mit deutlichen Verlusten des Feindes an Kämpfern, aufgerüsteten Fahrzeugen und Waffen Effizientes Vorgehen gegen IS-Stellungen und -Bewegungen nahe des  ʽAqârib-Staudamms im Ostteil der Provinz Ḥamâ mit demselben Effekt.)

Terroranschläge vom 7. und 8.7.2016:

Bereits am Fr., 7.7.2016, wurden die Stadtteile al-Furqân und al-Fayiḍ von Aleppo wie zur Universität gehördenen Wohnungseinheiten mit Raketen beschossen, wodurch bislang mindestens 30 Personen zu Tode kamen und über 140 verletzt wurden.
Am Samstag Morgen geriet wieder einmal die Gegend um das Munizipalgebäude Aleppos unter Raketenbeschuß, was erhebliche Beschädigungen auch an umliegenden Gebäuden etc. hinterließ.   (http://sana.sy/en/?p=82060, http://sana.sy/?p=402472)

Und wieder  gibt es eine Meldung, daß deutsche neben kanadischen Soldaten unbestimmter Zahl während der letzten Tage in Tal Abyaḍ im Norden der Provinz ar-Raqqa stationiert worden seien. Dies habe eine Quelle von Sputnik berichtet. (http://sptnkne.ws/bC4T, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10573-deutsche_und_kanadische_milit%C3%A4rs_im_nor-den_syriens_stationiert) – Vor ca. einem Monat hatte der Sender al-Mayâdîn Ähnliches gemeldet, die syrische Regierung hatte protestiert und das deutsche Verteidigungsministerium dementiert (vgl.u.)

Nach Meldung des US-Magazins Veterans today hätten Ende Juni britische und US-Spezialkräfte versucht, den kleinen Flughafen von al-Bû Kamâl am Euphrat, südöstlich von Dair az-Zaur und  nahe der Grenze zum Irak zu erobern. Bei der Aktion die Attacke am 30.6.2016 frühmorgens  nahmen Fallschirmjäger der US Army Special Forces und der britischen Special Air Service (SAS) teil sowie die US-Luftwaffe. Am Boden tauchten jedoch überraschend aus Tunneln IS-Kämpfer auf, so daß die von der US-Koalition unterstützten  „Rebellen“ samt ihren US-, britischen „Technikern“ und jordanischen Beratern wie auch die US-Rangers etc. widerstandslos ihre Waffen gestreckt hätten und gefangengenommen wären. Zudem hätten die IS-Terroristen den gesamten Konvoi, beschrieben a two-day long, 200-plus mile con­voy that moved up from the CIA training center at the Syrian-Jordanian border“ als vor Einsatzbeginn,  samt Waffen, Funk­geräten etc. erbeuten können. (http://www.veteranstoday.com/2016/07/01/exclusive-american-special-forces-sas-captured-by-isis-at-al-bukamal-syria/) – Zum Bericht heißt es noch: There is a total information crackdown on this debacle a major American failure and a huge failure for President Obama. Everyone with information about this has been taken into custody or silenced, this is that serious. [was auch für PI-news gilt]

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=81955 und http://sana.sy/?p=401957 (Befreiung des restlichen Farmlands von al-Malâ mitBeseitigung letzter Terroristen-Schlupfnester, Vertreibung überlebender Extremisten aus der Gegend, Unterbrechung ihrer Versorgungsroute al-Kâstîlû im N von Aleppo; die meisten Terroristen von Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî wurden getötet oder verletzt, ihre Waffen und Munition zerstört. Vereitelung von IS-Angriffen auf eine Reihe Armee-Posten  beim Ğabal aṯ-Ṯarda, and in al-Ğafra und nahe des Dair az-ZaurMilitärflughafens mit Beseitigung von deren aufgerüsteten Fahrzeugen samt Mannschaften. Eliminierung eines IS-Konvois aus elf Tankwagen mit gestohlenem Öl sowie mit Sprengsätzen beladenen Transportern  durch gezielte SAAF-Luftschläge im O von as-Suwaidâ´)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  konstatierte am 7.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, wieder seitens Ğaiš al-Islâm. Die Terroristen attackirten mit selbstgefertigten Sprengsätzen die Siedlung az-Zahrâ  am Stadtrand von Aleppo, feuerten Mörsergranaten und Raketen auf Stadtteile von Aleppo, Idlib und al-Lâḏa­qiyya. Zudem führten IS- und Ğabhatu_n-Nuṣra ihre Angriffe fort. (http://www.sana.sy/?p=402120)

Für Sa., 9.7.2016, hat sich eine fünfköpfige Delegation des EU-Parlaments, angeführt von Javier Couso, Vizepräsident des Com­mittee on Foreign Affairs, zum Besuch in Damaskus angemeldet. Auf dem Programm stehen eine Treffen mit der Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya Ḫalaf ʽAbbâs (s.u.), einer Klinik und eines housing centers. http://sana.sy/en/?p=81923) – Bislang hatten Delegationen verschiedener Länder entgegen der Haltung ihrer jeweiligen Regierung Syrien Besuche abgestattet. (vgl.u.)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81897  und http://sana.sy/?p=401763 (Trotz der erklärten Waffenruhe für die ʽÎd al-Fiṭr-Feiertage kann auf die Verteidigung der Bevölkerung vor Angriffen nicht verzichtet werden; solche Handlungen sind auch sonst trotz Waffenstillstandsabkommen legitim wie die Vereitelung eines IS-Angriffs auf  den Ort Manʽûğa im Umkreis von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ, was an Terroristen nicht getötet oder verletzt wurde floh, ihr militärisches Equipment wurde zerstört.)

Nach Bericht des russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  vom 6.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden kam es zu fünf Verstößen seitens Ğaiš al-Islâm. Dessen Kämpfer attackierten erneut Stellungen der Armee im Raum Ost-al-Ġûṭa bei Damaskus. Ğabhatu_n-Nuṣra und ISIS führten ebenfalls ihre Angriffe auf drei Städte der Provinz Aleppo, vier im Rîf Dimašq und je eine in den Provinzen Idlib und al-Lâḏa­qiyya mittels Artillerie und Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=81935)

Terroranschläge vom 6.7.2016:
Aus Panzerfäusten verschossene Raketen töteten beim Einschlag in der Siedlung az-Zahrâ´ am Rand von Aleppo zwei Kinder und verwundeten sechs Anwohner.  Drei Verletzte wurden zudem aus dem Stadtteil al-Mašâriqa von Aleppo gemeldet. Ergänzung: Raketeneinschläge im Stadtteil Saif ad-Daula hinterließen neben erheblichen Schäden zudem noch drei Tote und 12 Verletzte.
Raketenbeschuß durch Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen, die sich im Dorf aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya verschanzt hatten, beschossen die (neue) Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra nahe des Landwirtschaftsforschungszentrums mit Raketen, richteten zum Glück jedoch „nur“ materiellen Schaden an. (http://sana.sy/en/?p=81882)

Der Präsident wohnte am 6.7.2016 Gebet und Predigt zum ʽÎd al-Fiṭr  in der aṣ-Ṣafâ-Moschee  in Ḥomṣ bei zusammen mit dem sog. Großmuftî  Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, dem Gouverneur der Provinz Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâ­zî, dem Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid, einer Anzahl islamischer Gelehrter sowie einer Menge Anwohner. In seiner Predigt betonte der als Imâm und Prediger (Ḫaṭīb) fungierende Šaiḫ ʽIṣâm al-Maṣrî, u.a. die Syrer hätten in den letzten Jahren viel zu erdulden gehabt wie schon der auch aus der Bibel bekannte Prophet Josef, doch mit Hilfe von Gott (Allâh) werde auch das überstanden und ganz Syrien vom Terrorismus befreit werden. Wie sich Ḥomṣ wieder aus den Trümmern erhoben habe, werde auch das alltägliche Leben hoffentlich auf den Straßen und Märkten, Moschen und Kirchen (!)  ganz Syriens zurückkehren, was der weisen Regierung unter Präsident al-Assad und der heroischen Armee zu verdanken sei, für die er bete. (http://sana.sy/en/?p=81827, http://www.sana.sy/?p=401678)

Der 6.7.2016 gilt in Syrien als nach dem Ende des Fastenmonats als erster Tag des (meist dreitägig begangenen) islamischen Hochfestes ʽÎd al-Fiṭr (Fest des Fastenbrechens)

Das Armeegeneralkommando rief eine gesonderte 72-stündige Waffen- ruhe für ganz Syrien geltend ab 1.00 Uhr des 6.7.2016 bis Mitternacht des 8.7.2016 aus. (http://sana.sy/en/?p=81889)
Das Pentagon hat erklärt, daß sich die US-geführte Koalition daran nicht gebunden fühle. (http://sptnkne.ws/bCh6), obwohl US-Außenminister Kerry in Tblisi die von der syrischen Regierurng ausgerufene Waffenruhe noch ausdrücklich begrüßt hatte. (http://sana.sy/?p=401827)

Eine US-Drohne stürzte in Nord-Syrien nahe aṭ-Ṭabqa  (55km westlich von ar-Raqqa) ab, wie das U.S. Air Forces Central Command am Di., 5.7.2016, eingestand. Zuvor hatten dem IS nahestehenden Medien gemeldet, diese sei von den Terroristen abgeschossen worden, die sich in einem Video mit den Wrackteilen zeigten. Dagegen heißt es in der US-Mittteilung, Ursache des Absturzes der MQ-9 Reaper sei  ein Kontrollverlust über die Drohne gewesen. (http://sana.sy/en/?p=81838 vom 6.7.2016)

Im Telefonat mit US-Präsident Obama forderte der russische Präsident Putin im Telefonat vom 6.7.2016 erneut, die vor Monaten zugesagte (vgl.u.) Trennung der von US-Seite unterstützten sog. bewaffneten Opposition von den Terroristen endlich durchzuführen, um die Bekämpfung der letzteren effektiv gestalten zu können. (http://sana.sy/?p=401885)  – Zu den positiven Konsequenzen dieser Verzögerung für die Terroristen in Syrien, dargelegt in verschiedenen Beiträgen, s.u. – Nach Unterzeichnung eines Pakets von  Anti-Terror-Gesetzen hat Putin selben Tags zudem nochmals die Notwendigkeit der Schließung sämtlicher Kanäle herausgestellt, durch welche die Terroristen in Syrien umfassende Unterstützung aus dem Ausland erhalten. (http://sana.sy/?p=401935)

Erneut veranlaßten  die letzten größeren Attentate die Regierung zu Protesten. In zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicher-heitsratsvorsitzenden forderte das Außenamt zur Umsetzung der UN-Reso-lutionen 2170, 2178, 2199 und 2253, vor allem gegen die weiterhin andauernde Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen aus dem Ausland auf. Deswegen gehörten die Regierungen Saudi-Arabiens, Qaṭars der Türkei wie einiger westlicher Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien und die US zur Verant-wortung gezogen. Sie machten derart sich mitschuldig an den ständigen Attentaten gegen die unschuldigen Bürger des Landes. (http://sana.sy/en/?p=81901 vom  6.7.2016)

Gemäß den Ausführungen des Experten Kevin Barrett vom 7.7.2016, hat es sich beim jüngsten Attentat in Saudi-Arabien kurz vor dem Fastenbrechen um eine false flag-Operation gehandelt, um den als Terroristen-Unterstützer bekannten Staat als Opfer des IS statt dessen Helfer dastehen zu lassen.  Hierzu hielt Barrett fest: „The rulers of Saudi Arabia have actually helped foster the creation of Daesh and this whole tendency of extremist ultra-Salafist or Wahhabist kinds of terrorism. In fact Daesh was created as really a wea­pon against the government of Syria and the government of Iraq” unter hinzusetzung: “biggest source of funding” des wahhâbistischen Terrorismus, dargestellt durch den IS exem­plified by Daesh „is in fact Saudi Ara­bia.“ Im Weiteren s. http://www.veteranstoday.com/2016/07/07/saudi-false-flag/

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81757 und http://sana.sy/?p=401357 (Weiteres Vordringen in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Ausweitung der Kontrolle über das Terrain der Mîdaʽâ Farmen im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften bei Eliminierung terroristischer Fortifikationen samt ihrer Mannschaften etc.. Akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Bewegungen und – Verschanzungen im SW von Tadmur sowie im W von Tal ʽAmrî im NO von Ḥomṣ. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen und –Schlupfnestern mitsamt Kämpfern und Bewaffnung im Bezirk Darʽâ al-Balad und Eliminierung von affiliierten Trupps bei Schanzarbeiten südlich der Elektrizitätskompagnie in Darʽâ. Ausschalten von Ğabhatu_n-NuṣraGruppen zwischen  ʽÛfâniyâ und al-Ḥamîdiyya im Gebiet von Abû Šaṭa in der Provinz al-Qunaiṭra; unter den zahlreich getöteten Terroristen befand sich in Bi´r Ağam auch ein Bataillonskommandeur von Liwâ´ Abû Duğâna genannt Ġasân Abû ʽUday aš-Šarʽabî .)

Am  5.7.2016 meldete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße. Wieder beschossen Ğaiš al-IslâmExtremisten Armeeposten zum Schutz der Städte Ğaubar, Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra mit Mörsergranaten, während Ğabhatu_n-Nuṣra und IS-Trupps mit Artillerie die Orte Ḥandarât und al-Ḥâḍir sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya von Aleppo, dazu die Städte Ḥutaitat al-Ğaraš, Ḥarastâ al-Qanṭara und al-Baḥâriyya im Rîf Dimašq sowie Dair Tûmâ im Umland von al-Lâḏa­qiyya an. (http://sana.sy/en/?p=81824)

Terroranschlag vom 5.7.2016:
Ein mit einem Sprengstoffgürtel ausgestatteter Suizidattentäter sprengte sich im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya von al-Ḥasaka in die Luft, wodurch mindestens 10 Bürger [erhöht auf 16] starben und weitere 27 teils sehr schwer verwundet wurden. Einem weiteren Suizidanschlag fielen  zuvor schon vier Passanten zum Opfer, während 15 weitere verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=81803)  – Erst am Vortag waren Sprengmittel für eine Reihe von Anschlägen von den Behörden aufgefunden worden (s.u.).

Nach Hinweisen aufmerksamer Bürger entdeckten die Behörden im Stadtteil az-Zuhûr im Zentrum von al-Qâmišlî in der NO-Provinz al-Ḥasaka ein Versteck mit einer Menge an Material für terroristische Anschläge. 18 Sprengstoffgürtel mit Zündern, Batterien, Tretminen und weitere Sprengsätze fanden sich im Flußbett des Ğaġğaġ verborgen, wurden entschärft und abtransportiert. Ermittlungen zum Fund und seiner Bestimmung etc. sind im Gang. (http://sana.sy/en/?p=81732)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81693 und http://www.sana.sy/?p=400929 (Befreiung  des Farmengebiets von al-Malâ aš-Šamâliyya und eines Teils von al-Malâ al-Ğa­nû­biyya mit Siedlungen nahe al-Lairamûn am nördlichen Stadtrand von Aleppo sowie über al-Ma­ḥâliğ, Sarḥîl, das Polizeigebäude und andere Komplexe im al-Lairamûn-Gebiet nach heftigen Kämpfen mit  Trupps von Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî, denen schwere Verluste beigebracht wurden. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf al-Mabʽûğa im NO von Salamiyya, 55km östlich von  Ḥamâ; dazu Zerstörung einer IS-Abschußbasis für Mörsergranaten in Abû Hanâyâ (30km östlich Salamiyya)  sowie von einem Ğabhatu_n-Nuṣra-Konvoi bedeutend aufgerüsteter Fahrzeuge zusammen mit der Volkswehr auf der Achse Taldara ar-Ramaliyya, westlich Salamiyyas.)

Wie schon die fast täglichen und meist mehrfachen Terrorakte zeigen und jeweils bei den Anschlägen mit Massenopfern durch die Regierung auch dem UN-Sicherheitsrat mehrfach vorgetragen worden ist, begehen die Anti-Regierungskämpfer in Syrien brutale Verbrechen. Nun stellt auch ein Bericht der bekannten Menschenrechtsorganisation Amnesty International klar, daß jene zuhauf Kriegsverbrechen begehen.  Philip Luther,  Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms von AI machte deutlich, daß auch die Zivilisten unter der Herrschaft der „Rebellen“ einer „erschreckenden Welle“ von Entführungen, Foltern und Morden ausgesetzt seien. Wörtlich bemerkte er: Viele Zivilisten leben in anhaltender Furcht vor Entführung, wenn sie das Verhalten der herrschenden bewaffneten Gruppen kritisieren oder gegen die strengen Regeln verstoßen, die manche Gruppen verhängt haben“ und  fügte an: „Bewaffnete Gruppierungen können in den von ihnen kontrollierten Stadtgebieten in Aleppo und Idlib ohne Furcht vor Strafe Kriegsverbrechen verüben und unbestraft gegen die Normen des humanitären Völkerrechtes verstoßen“.  Selbst Rechtsanwälte, Journalisten und Kinder würden willkürlich festgenommen und gefoltert. Die AI-Untersuchungen beschäftigten sich mit fünf in Nord-Syrien agierenden Gruppen: Ğabhatu_n-Nuṣra,  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-IslāmiyyaḤarakat Nûraddîn az-Zankî al-Islâmiyya, al-Ğabhatu aš-Šâmiyya (Levante-Front) und Division 16. (http://sptnkne.ws/bB3c), s.a. http://sana.sy/en/?p=81759)

Laut Mitteilung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  4.7.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden vier VerstößeĞaiš al-Islâm führte im Rîf Dimašq die Angriffe mittels Mörsergranaten auf  Armeepositionen zum Schutz der Orte Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra fort. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra griff weiterhin per Raketen- und Mörsergranatenbeschuß die Städte Ḥutaitat al-Ğaraš, Ḥarastâ al-Qanṭara und al-Baḥâriyya im Umland von Damaskus, al-Fûʽa nördlich von Idlib und den an-Nairab-Airport bei Aleppo an.  (http://sana.sy/en/?p=81755)

Das neueste Interview, welches Präsident Dr. al-Assad einem Journalisten des australischen Senders SBS gegeben hat und u.a. den Beginn der Syrien-Krise, die Beilegung der Flüchtlingskrise wie die Anschuldigungen gegen den Präsidenten betrifft, ist in deutscher Übersetzung nachzulesen bei: https://mephistohinterfragt.wordpress.com/interviews-mit-praesident-dr-al-assad/

Terroranschlag vom 4.7.2016:
Wieder wurde von Biniš aus die von Terroristen umzingelte Stadt al-Fûʽa im N von Idlib mit Raketen beschossen, wodurch eine Frau verwundet wurde. (http://sana.sy/en/?p=81719)

Mit Dekret Nr.203 des Jahres 2016 gab Präsident Dr. al-Assad die Mitglieder neuen Regierung unter  Dr. ing. ʽImâd Muḥammad Dîb Ḫamîs bekannt. Die Liste dieser Mitglieder der neuen Regierung mit weiteren Details kann eingesehen werden auf: http://sana.sy/en/?p=81673.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81649 und http://www.sana.sy/?p=400554 (Befreiung von Musaiʽîd, al- Mušairifa aš-Šamâliyya und aṣ-Ṣâlihiyya sowie von Rağm aṭ-Ṭawîl, Ar Kuraiz und dem Posten 802 östlich von Ğab al-Ğarâḥ in der Provinz Ḥomṣ zusammen mit der Volkswehr nach Eliminierung vieler IS-Mitglieder samt ihrer militärischen Ausrüstung; dazu Zerstörung von IS-Konzentrationen samt aufgrüsteten Fahrzeugen und deren Nachschubrouten bei Ḫunaifîs town, ca. 70 km im S von Tadmur durch gezielte Luftschläge der SAAF. und Vernichtung von IS-Schlupfnestern und Konvois bei as-Suḫna, einem der Hauptknotenpunkt des IS für die Kommunikation zwischen den Provinzen Ḥomṣ, Dair az-Zaur und ar-Raqqa 70 km östlich von Tadmur.  Zerstörung von zwei IS-Kommandozentren und etlicher Kampfwagen beim aṭ-Ṭabqa-Abzweig, 55 km im W von ar-Raqqa durch die SAAF wie auch bzgl. einer IS-Basis westlich des Dair az-Zaur Militärflughafens bei Ausschaltung eines Großteils des Feindes; dazu Eliminierung von Abschußanlagen für Mörsergranaten  am  Ğabal aṯ-Ṯarda bei  Huwaiğa Ṣakar und eines ISTrupps am al-Bânûrâmâ-Kriesverkehr im SW of Dair az-Zaur mitsamt deren Bewaffnung. Beseitigung einer IS-Position in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´. Desgleichen in der Nachbarprovinz Darʽâ gegenüber einer Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlung in an-Nuʽaima mit Unterbrechung von deren Versorgungslinie dort  zwischen Ṣaida und Umm al-Mayâḏin an der Grenze zu Jordanien; Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps bei Schanzarbeiten östlich der Krankenpflegerschule samt deren Maschinengewehrstellung im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa und von Kampfwagen samt Mannschaft zwischen Buṣrâ aš-Šâm und Ṣamâd; auf sozialen Netzwerkseiten der Terroristen wurde bestätigt, daß unter den Getöteten während einer Explosion in ihrem Hauptquartier auch die sieben Anführer von Liwâ´ al-Mu­ğâhidî Ḥaurân Qâsim as-Sumair, Fâyiz uwairis, usâm ʽAbdullaîf an-Nâṣir, ʽAif Abdullaîf an-Nâṣir, Niâl ašŠiblî, Walîd al-ʽUqlâ, ʽAbdul-Karîm an-Nawâs und Ḫâlid Madyan ʽAbdul-Mawla an-Nâṣir waren. – Ebenso wurde auf diese Weise die Liquidierung des saudischen IS-Militärführers Ḥamad Maʽyûf al-ʽAnazî (al-Enazi) alias Abû Duʿāʾ für Ḥomṣ in der Gegend von Ğab al-Ğarâḥ eingestanden sowie via Twitter die des Militäroffiziers ʽAbdalazîz al-ʽAlî von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm im N von al-Lâḏa­qiyya.)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am  3.7.2016 vier Verstöße für die vergangenen 24 Stunden.  Im Rîf Dimašq griff dabei Ğaiš al-Islâm weiterhin Armeepositionen zum Schutz der Orte Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra mit Artillerie an. Zudem  beschoß Ğabhatu_n-Nuṣra wieder Ḥandarât und al-Ḥâḍir im Umfeld von Aleppo, die Siedlung az-Zahrâ´ am Stadtrand der Provinzhauptstadt und deren Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya, dazu die Städte utaîtat al-Ğaraš,  al-Baḥâriyya und al-Bilâliyya im Rîf Dimašq und Rašâ in der Provinz al-Lâḏa­qiyya. (http://sana.sy/en/?p=81691)

Terroranschläge vom 3.7.2016:
Die Stadtteile al-Ğamîliyya and Ḥalab al-Ğadîd [Neu-Aleppo] von Aleppo wurden mit Sprengsätzen beschossen, die drei Anwohner verletzten.  (http://sana.sy/en/?p=81680)

Die syrische Regierung verurteilte am So., 3.6.2016, in schärfsten Worten das jüngste Attentat in Bagdad und sprach den Opfern (mit besten Wünschen für eine schnelle Genesung), deren Verwandten und dem gesamten irakischen Volk ihr tiefstes Beileid aus. Derlei brutale feige Verbechen zeigten erneut die Notwendigkeit einer gemeinsamen internationalen Terrorismusbekämpfung gemäß dem Völkerrecht ohne doppelte Standards. (http://sana.sy/en/?p=81675)

Am 2.7.2016 kamen Hunderte von Familien im sicheren Bereich des sog. al-Baṭma-Dreiecks östlich von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ an. Sie waren vor dem IS aus ländlichen Gebieten von ar-Raqqa, Dair az-Zaur, Aleppo, Idlib und Ḥomṣ unter Sicherung durch die SAA geflohen, bei welcher sie sich sehr bedankten. Einige sprachen mit den Medien über die Drangsal, die in Gebieten unter IS-Kontrolle herrsche, u.a. müßten die Frauen den Körper vollkommen bedeckende schwarze Kleidung tragen und dürften das Haus nicht mehr verlassen. Die Kinder würden am Schulbesuch gehindert, statt dessen würden sie mit hohen Geldbeträgen dazu verlockt, dem IS beizutreten. Auffällig seien die vielen Ausländer verschiedenster Nationalität beim IS. Besonders schrecklich seien die öffentlichen Auspeitschungen und Enthauptungen. (http://sana.sy/en/?p=81623)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81584 und http://sana.sy/?p=400320 (Vernichtung eines waffenbeladenen IS-Konvois auf der Höhe von Ḫirba Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´ samt Mannschaften; zudem  Beseitigung von IS-Ansammlungen um al-Ḥaqaf nahe al-Qaṣr am Rand der Großen Wüste (al-Bâdiyya). Zerstörung einer  Ğabhatu_n-NuṣraStellung südlich der Zanûbiyyâ-Schule und Eliminierung eines Trupps während der Anlage von Fortifikationen östlich der Krankenpflegeschule im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa von Darʽâ .).

Von zwei Verstößen berichtete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  2.7.2016  für die vergangenen 24 Stunden, ausgeführt erneut durch Ğaiš al-Islâm-Attacken auf Armeeposten zum Schutz von Ğaubar und ʽArbîn im Rîf Di­mašq. Außerdem griffen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps wieder mit Mörsergranaten den an-Nairab Airport bei Aleppo sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya an sowie eine Reihe von Städten im Umkreis von Damaskus und Idlib. (http://sana.sy/en/?p=81653)

Terroranschläge vom 2.7.2016:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen erneut die Stadtteile al-Ḫâlidiyya, al-Maidân und an-Nîl von Aleppo mit Raketen und hinterließen dabei 13 Verletzte und eine Menge Sachschäden. Später brach nach Raketenbeschuß Feuer in der Kirche St. Demetrius im Stadtteil as-Sulaimâniyya aus.
Der Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen führte zu Verletzungen eines Kindes und zweier Erwachsener in al-Qutaifa und ʽAṭma im NO von Damaskus mit Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum wie der Infrastruktur. Ergänzung: Wilder Beschuß aus Maschinengewehren gerichtet auf die von Terroristen eingeschlossene Stadt Kafariyya im N Idlibs hinterließ schließlich zwei Tote und ebenso viele Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=81619)

Hinsichtlich des jüngsten Anschlags im Ata­türk-Flughafen von Istanbul verwies Sputnik-News auf Twitter-Mitteilung eines wegen seiner Enthüllungen (leaks) vielgelesenen Bloggers mit dem Nicknamen Fuat Avni Mizah, welcher im Vorfeld des Anschlags mitteilte, daß sich ein solcher genau am späteren Tatort  ereignen werde mit der Bemerkung, daß dort „Opfer dargebracht werden“ würden, um „die Aufmerk­samkeit von der Normalisierung der Beziehungen mit Israel und Rußland abzu­lenken“. (http://sptnkne.ws/b962)
Auch er sieht die enge Verbindung des Anschlags mit der – nicht wie in den Mainstream Medien (MSM) der Vergangenheit zugeordneten sondern aktuell andauernden  – vielfältigen Unterstützung für die (nicht nur) in Syrien aktiven Terrorgruppen, insbesondere des IS seitens der türkischen Behörden unter Aufsicht der AKP-Regierung auf Erdogans Geheiß.  Die detaillierten und im Einzelnen belegten Darlegungen macht der Blogger auf seinem Twitter-Account und nennt dabei Namen bekannter Politiker im Umfeld von Erdogan wie z.B. den  des Leiters des Geheimdienstes MIT, Fidan Hakan (vgl.u.), und genaue türkische Orte (von IS-Trainingslagern, darunter in Uludağ, Tekir­dağ, Edirne), in denen schon tausende IS-Terroristen im Kampf geschult wurden. Das Aufnahmezentrum der Muhâğirîn in Is­tan­­bul habe sogar schon Abû Bakr al-Baġdâdî besucht und die Behandlung seiner Leute in den dortigen Krankenhäusern bestätigt. Eines sei die Medical Park-Klinik der türkischen First Lady Emine Erdoğan. U.a. eröffnet Avni, daß der IS eine große Anzahl Zentren (gut 70!)  zur Anwerbung und Ausbildung von Mitgliedern der IS-Terror-Organisation wie auch militärische Trainingslager besitze, welche unter Aufsicht (gemeint ist dem Begriff nach: tätige Einflußnahme, nicht Bespitzelung!) der türkischen Behörden und ihrer Geheimdienste stünden. AKP-Bürgermeistern seien die jeweiligen Orte der Lager bekannt, an welche sie Mittel zu deren Unterhalt schickten. Dabei dienten etliche öffentliche Einrichtungen, wie z.B. diejenige zur Unterstützung  junger Drogensüchtiger im Stadtteil Fâtiḥ von Istanbul, oder private Firmen zur Tarnung. Die Gesellschaft  Nachfahren der Osmanen  sei z.B. eine der wichtigsten Quellen zum Schutz der Terroristen, die mit der Social Cooperation Association (zur Rekrutierung von Nachwuchsterroristen) zusammenhänge, betrieben von Khalil Ibrahim Yilmaz, einem Verwandten des Innenministers Efkan Ala. Auch von der Beschaffung von Geld, Pässen, falschen Identitäten und zeitweiligen Unterkünften  und von v.a.m. ist dort die Rede. Militärische Ausrüstung und Munition mache das Verteidigungsmini­sterium über diverse „Stroh“firmen zugänglich. (http://sana.sy/?p=399826 vom 30.6.2016) –  Zu weiteren Details s.u.!

Nachdem sich nach über acht Monaten und etlichen Sanktionen russischerseits gegen die Türkei der türkische Staatspräsident Erdogan für den Abschuß der russischen Suchoi im November 2015 (s.u.)  entschuldigt und der russische Präsident Putin darauf positiv reagiert hat, hofft der russische Außenminister Lawrow, es könne nun endlich die Problematik der Grenzsicherung von der Türkei aus angegangen werden, sodaß hierüber nicht ständig Nachschub für die Terroristen in Syrien geliefert wird. In einer Presse-Erklärung in Sotschi im Nachgang der BSEC-Sitzung bemerkte er: „We can specifically discuss everything in the frame­work of our bilateral dialogue, even the most difficult issues, including the task of preventing the terrorist infiltration into Syria from abroad, the task of preventing the use of Turkish territory in support of terrorist organizations in Syria.” Er ergänzte, daß im Gegensatz zu den USA hier kein Dissens darüber bestehe, welche Gruppe als terroristisch einzuschätzen sei, indem er hinzufügte: „For the most part we have no disagreements on what groups should be considered terrorist”. Die westlicherseits so titulierten „opposition groups” müßten sich nach Standpunkt beider Seiten schnellstmöglich von den Terroristen trennen. (http://sana.sy/en/?p=81511)

Am Freitag war gemeldet worden, daß aufgrund eines technischen Defekts während eines Ausbildungsflugs eine Maschine der SAAF im Osten von Damaskus abgestürzt sei (http://sana.sy/en/?p=81473). – Der Pilot, Oberstleutnant  Nawris Ḥassan, hatte sich per Katapultsitz rechtzeitig aus dem Kampfflugzeug gerettet, war jedoch im Gebiet, das von Ğaiš al-Islâm kontrolliert wird, niedergegangen und von den Terroristen ermordet worden, wie das Generalkommando der Streitkräfte  am 2.7.2016 mitteilte. Zuvor habe man durch Verhandlungen mittels der Rekonziliierungskomitees bemüht, das Leben des Piloten zu retten, doch vergeblich. Dieses feige Verbrechen  zeige erneut, daß sich die Gruppe Ğaiš al-Islâm an keinerlei internationale Abmachungen wie z.B. zum Schutz von Kriegsgefangenen halte und sich als Terrorgruppe erwiesen habe. Es werde nicht ungesühnt bleiben. (http://sana.sy/en/?p=81550) – Am 26.4.2016 hatte Rußland den UN-Si­cher­heitsrat  angerufen, Gruppierungen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf die Liste der Terror-Organisationen zu setzen. Dies wurde jedoch Anfang Juli durch Großbritannien, die USA, Frankreich und die Ukraine verhindert (vgl.u.)

Terroranschläge vom 1.7.2016:
Nach Raketenbeschuß auf die Stadtteile al-Ḫâlidiyya und as-Sabîl  von Aleppo blieben ein Toter, fünf Verletzte und erhebliche Schäden zurück.  (http://sana.sy/en/?p=81542)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81453 und http://sana.sy/?p=399948 (Befreiung weiterer Areale zwischen al-Baḥâriyya und al-Maidaʽa im SO von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq zusammen mit der Volkswehr nach heftigen Kämpfen und Verlusten auf Terroristenseite, dazu Zerstörung von deren Fortifikationen im Gebiet. Beseitigung dreier aufgerüsteter IS-Kampfwägen im SO of al-Qaṣr, 40km von as-Suwaidâ´.) – Zerstörung einer Autobombe mit Liquidierung der Suizidterroristen unterwegs zwischen Damaskus – as-Suwaidâ´ nach eingegangenen Information aufmerksamer Bürger aus letzterer Provinzhauptstadt.  (http://sana.sy/en/?p=81587)

Zu zwei Verstößen kam es laut dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  1.7.2016  für die vergangenen 24 Stunden und zwar durch Ğaiš al-Islâm mit Angriffen per Mörsergranaten auf Militärposten zum Schutz von Ğaubar und ʽArbîn im Rîf Di­mašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten weiterhin mit Mörsergranaten al-Ḥâḍir, das ḤandarâtFlüchtlingslager und den an-Nairab Airport bei Aleppo sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya sowie die Orte al-Bilâliyya, Ğaubar, Ḥutaitat al-Ğaraš und al-Baḥâriyya im Rîf Dimašq und die von Terroristen belagerte Stadt al-Fûʽa nördlich von Idlib.   (http://sana.sy/en/?p=81575)

Im Interview mit dem australischen Kanal SBS TV, welches am Freitag 12.30 Uhr (Canberra-Ortszeit) ausgestrahlt werden soll, äußert Präsident Dr. al-Assad, in den Verlautbarungen der australischen Staatsbeamten gegenüber Syrien zeige sich ein Verhalten doppelten Standards (vgl.u.) wie es im Westen allgemein zu beobachten sei: einerseits attackierten sie Syrien politisch, andererseits suchten deren Unterhändler im Geheimen die syrische Regierung zu kontaktieren, vor allem hinsichtlich Sicherheitsaspekten. Wörtlich kritisierte er: „They attack us politically, and then they send their officials to deal with us under the table, especially their security officials- including their government.” Er fuhr fort: „All of them do that as they don’t want to upset the US… In fact, most of the Western officials only repeat what the US wants them to say”. (All jene täten so, um nicht die USA zu verärgen … Tatsächlich wiederholten die meisten der westlichen Amtsträger  nur, was sie gemäß den USA sagen sollten). (http://sana.sy/en/?p=81393 vom 30.6.2016)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81366 und http://sana.sy/?p=399548 (Präzise effektive SAAF-Luftschläge gegen IS-Konzentrationen im S und O von Tadmur, bei der 3. Ölpumpstation sowie IS-Fortifikationen östlich Ḥuwaisîs, bei Ğabâb Ḥamad und al-Furuqlus, ca. 60km im O von Ḥomṣ. Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen samt eines Kommandozentrums südöstlich des Buṣrâ-Platzes in der Provinzhauptstadt Darʽâ sowie Ausöschung von deren Trupps in den Stadtbezirken al-Manšiyya und Darʽâ al-Maḥaṭṭa, auf der Straße zum Staudamm sowie beim an-Nâzi­ḥîn Flüchtlingscamp; Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffs auf Militärposten zum Schutz von al-Bağâbağa im Bezirk Darʽâ al-Balad. Vernichtung eines IS-Konvois am Grenzort Abû Šaršûḥ zu Jordanien auf der Straße nach zur Bi´r ar-Ruṣaîʽî im O von as-Su-waidâ´; dazu Beseitigung eines IS-Trupps im O von al-Qaṣr mitsamt dessen militärischen Equipments. Zerstörung von zwei IS-Positionen in den Stadtteilen Ḫasârât, al-Ḥamîdiyya und al-Ḥuwaiqa in Dair az-Zaur in der Morgendämmerung; zudem Bombadierung von 13 aufgerüsteten Kampfwägen des IS mitsamt Mannschaften beim Ğabal aṯ-Ṯarda und al-Buġailiyya  in akkuraten SAAF-Einsätzen sowie von drei IS-Fortifikationen in aṯ-Ṯarda und al-Ğafra.).

Gemäß Meldung des russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  30.3.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu drei Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm-Trupps mittels Mörsergranatenbeschuß auf Armeeposten zum Schutz der Orte ʽArbîn und Ğaubar. Außerdem feuerten die Terroristen auf einen UN-Konvoi mit Hilfsgütern im Ostteil des damaszener Vororts Ḥarastâ, wobei ein Fahrer lebensgefährlich verletzt wurde. Zudem beschossen Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten weiterhin  die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya und al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Airport, dazu  sieben Städte im Rîf Dimašq und eine in der Provinz  Idlib. (http://sana.sy/en/?p=81455)

Terroranschläge vom 30.6.2016:
Drei Bürger wurden am 30.6.2016 verletzt infolge des Beschusses mit Raketen auf den Stadtteil  al-Mûgâmbû von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=81414)
Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Raketenbeschusses des damaszener Vororts Ḥarastâ hinterließen sechs Verletzte, darunter ein Kind) und erhebliche Schäden u.a. am getroffenen Klinikum.  (http://sana.sy/?p=399723)

Für etliche türkische Opoositionspolitiker ist klar, daß aufgrund der zahlreichen Beweise und zusamengetragenen Dokumente, welche die umfangreiche Unterstützung und Förderung der Terroristen in Syrien (s.u.) durch die AKP-Regierung belegen, die Ausführenden des Attentats in Istanbul dieselben sind wie in Syrien. Ohne das Wegsehen der türkischen Behörden auf Geheiß hätte es nicht zu den gehabten Anschlägen  kommen können. In dieser hinsicht äußerten sich z.B. MP Aran Erdem und Ex-MP Hüseyin Îğûn [?] von der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Okuyan vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Türkei oder Selahattin Demirtaş von der Demokratischen Volkspartei (HDP). Seiner Ansicht nach, habe die Regierung alle möglichen Verbrechen begangen und vergieße das Blut ihrer Bürger, um ihre Macht und Autorität zu stärken. (http://www.sana.sy/?p=399178 vom 29.6.2016) – Zu Aran Erdem s.a. Turkish MP Reveals Activity of 5 ISIL Cells in Istanbul (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950329000537)

Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am  29.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße – allesamt begangen von Ğaiš al-Islâm gegen Armeepositionen mittels Mörsergranatenbeschuß in Ḥutaitat al-Ğarš, Ḥarastâ, Ğaubar u.a. Arealen des Rîf Dimašq. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra wieder den an-Nairab Airport, die Stadt Ḥandarât nahe Aleppo sowie die Stadtteile al-Maidân, az-Zahrâ´ und aš-Šaiḫ Maqṣûd davon wie auch eine Anzahl von Städten in den Provinzen von Idlib, al-Lâḏa­qiyya und im Rîf Dimašq. – Zudem bestätigte der Zentrumsleister Generalleutnant Sergei Kuryalenko die Meldung (s.u.!), daß Ğabhatu_n-Nuṣra erst eine Lieferung moderner schlagkräftiger Waffensystemen wie z.B. Panzer, Panzerfäuste und zum Abschuß von Flugzeugen geeignete Marschflugkörper aus der Türkei erhalten habe neben einem ansehnlichen Söldnernachschub. (http://sana.sy/en/?p=81257) – Daher forderte auch Vize-Außenminister Gennadi Gatilow während der ISSG-Sitzung zum wiederholten Mal (vgl.u.) im Namen der russischen Regierung, die Grenze der Türkei zu Syrien zu schließen, um diesem Nachschub für die Terroristen in Syrien zu wehren.  (http://www.sana.sy/?p=399189)

Terroranschlag vom 29.6.2016:
Eine Autobombenexplosion im Zentrum von Tal Abyaḍ, ca. 100km im N von ar-Raqqa, forderte bislang das Leben von sieben Bürgern und verwundete – teils lebensgefährlich – 25 Personen. Dazu wurden erhebliche Schäden angerichtet, u.a. an den umliegenden Häusern wie dem Gebäude des  Teachers Syndicate. (http://sana.sy/en/?p=81304)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81159 und http://www.sana.sy/?p=398679 (Be- freiung des Areals entlang der Achse Bâlâ – Ğisrîn in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq nach heftigen Kämpfen mit den dort (vgl.u.) aktiven Terroristen, die schwere Verluste an Kämpfern, Fortifikationen, Waffen und Ausrüstung erlitten; technische Mannschaften durchkämmten das Gebiet und demontierten die zahlreich hinterlassene Sprengfallen; dabei wurde bei den Farmen östlich von Ğisrîn ein großflächiges System aus Tunneln und Schützengräben entdeckt, das den Terroristen für Angriffe auf die umliegenden Gebiete und Orte diente.  Auf der Linie Darʽâ – Ṭafas in der südlichen Provinz Darʽâ wurde eine Ğabhatu_n-NuṣraEinheit in einen Hinterhalt gelockt und niedergemacht. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten auf Militärposten zum Schutz des Naḥšabâ-Areals im N-Umland von al-Lâḏa­qiyya mit Eliminierung eines Großteils der Feinde samt Bewaffnung etc.; unter den Getöteten fanden sich nach Bestätigung durch die sozialen Netzwerke der Terroristen der Feldkommandant von Ğabhatu_n-Nuṣra genannt Abû Hâğir al-Binišî (d.h. er stammt aus dem Ort, von welchem aus die Angriffe auf al-Fûʽa etc.  geführt werden, vgl.u.) und der Militäroffizier der Ağnâd al-Qawqâz (d.h. aus dem Kaukasus!) mit dem Kampfnamen Âdam aš-Šîšânî [d.h.: der Tschetschene]. Beseitigung eines IS-Trupps in al-Qaṣr, ca. 40km im NO von as-Suwaidâ´. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf SAA-Stellungen rund um den Ğabal aṯ-Ṯarda südlich von Dair az-Zaur  unter bedeutenden Feindverlusten.)

Wie Anwohner berichteten, plünderten Terroristentrupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra Ausstattung und Lagerbestände des Kraftwerks in Zaizûn und schmuggelten das Erbeutete über Orte im SW von Idlib allesamt in die Türkei. Demnach hatten etliche Bewohner aus der Gegend von Ğisr aš-Šuġûr jeweils via Telefon mitgeteilt, sie hätten die Extremisten beobachtet und auch Aufnahmen davon gemacht, wie sie mit schwerem Gerät, Kränen und LKW beladen mit Maschinen und anderem Equipment angerückt seien, das sie zum Abbau der Ausstattung des Kraftwerks wie z.B. des riesigen Dampfkessels und dessen Abtransport gen Türkei nutzten.  Den Beobachtern gemäß mußten die Terroristen für die regelgerechte Demontage Spezialisten geordert haben. Ein Angestellter des Kraftwerks informierte darüber, die Beschäftigten seien nach heftigen Angriffen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra  und Affiliierten allesamt von dort sicherheitshalber evakuiert worden. (http://sana.sy/en/?p=81210 vom 28.6.2016)

Alexander Zorin, der russische Repräsentant der Ceasefire Task Force innerhalb der International Syria Support Group (ISSG) eröffnete die Tatsache, daß – wie russischerseits schon zuvor gewarnt (vgl.u.) –  Ğabhatu_n-Nuṣra die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe u.a. dazu  nutze, sich mit modernen schlag-kräftigen Waffensystemen wie z.B. Panzern, Panzerfäusten und zum Abschuß von Flugzeugen geeigneten Marschflugkörpern auszustatten. Derzeit erwarte die Terrrorgruppe eine bestellte Lieferung von „a state on the N-Syria border” mit Bezug auf die Türkei. Schließlich erinnerte Zorin an die UNSC-Resolutionen, welche die Unterstützung wie Finanzierung von Terroristen untersagen und daß die Türkei dies ignoriere. Daher rief er die ISSG-Teilnehmer auf, Druck auf Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auszuüben, einen geplanten Angriff auf einen dem russischen Geheimdienst bekannten Ort in Nord-Syrien zu unternehmen.  (http://sana.sy/en/?p=81163 vom 28.6.2016)

Terroranschläge vom 28.6.2016:
Eine Attacke mit Raketen auf die Nil-Straße wie die Stadtteile al-Ḫâlidiyya und al-Ḥamadâniyya in Aleppo, wobei ein Bürger zu Tode kam und weitere vier verwundet wurden. Die Sachschäden insbesondere an Wohnhäusern sind beträchtlich.  (http://sana.sy/en/?p=81180)

Nach Auskunft des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka vom 27.6.2016, wird die Tschechische Republik Syrien an humanitärer Hilfe und Unterstützung für die weitere Entwicklung im Jahr 2016 und die kommenden drei Jahre 195 Millionen Kronen, umgerechnet 7,8 Millionen US-$ bereitstellen. Dazu bemerkte er noch: „The Czech Republic will enhance diplomatic and economic relations with Syria during the coming years”. (http://sana.sy/en/?p=81119)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81092 und http://sana.sy/?p=398278 (Be- seitigung von IS-Ansammlungen durch effektive akkurate Luftschläge im Umkreis des ŠâʽirÖlfelds ca. 52 km im NW von Tadmur im Osteil der Provinz Ḥomṣ wie auch in Ḥuwaisîs ca. 73km im O von Ḥomṣ mitsamt deren For­tifikationen, Waffen und Munition. Desgleichen gegen IS-Positionen östlich von Aṯriyâ in der Provinz Ḥamâ. Eliminierung von Affiliierten von Ğabha- tu_n-Nuṣra im Umfeld des al-Baḥâr-Friedhofs im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ wie auch im SO der Ṣaidâ-Teppichfabrik im al-Muḫayam-Stadtteil, wo die terroristen gerade dabei waren, Fortifikationen zu erstellen.)

Laut Mitteilung des russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  27.3.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu drei Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm-Angriffe mit Mörsergranaten auf Armee-Stellungen.  – Anwohner informierten das Zentrum zudem darüber, daß zusätzlich zu Söldner-Nachschub für Ğabhatu_n-Nuṣra eine Menge schwerer Waffen aus der Türkei bei der Terrororganisation angekommen sei. (http://sana.sy/en/?p=81128)

Terroranschläge vom 27.6.2016:
Erneut beschossen Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich am Montag in aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya und al-Ḥamîdiyya verschanzt hatten, mit Raketen al-Baʽṯ und Ḫân Arnaba im Umland von al-Qunaiṭra, verfehlten zum Glück jedoch Menschen, richteten aber  beträchtliche Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=81085)

In einem Interview vom So., 26.6.2016, informierte Ayhan Bilgen, Sprecher der türkischen Demokratischen Volkspartei (HDP) im syrischen Fernsehen, darüber, daß die AKP-Regierung schon seit Beginn der Syrienkrise Waffen mittels Ambulanzwägen an die Terroristen nach Syrien geliefert habe.  Auch würden Terroristen in türkischen Camps ausgebildet, um dann in Syrien gegen die regieurng zu kämpfen und unschuldige Bürger niederzumetzeln, verletzt kehrten sie dann wieder in die Türkei zur Behandlung zurück. Damit stelle die türkische Regierung eine Hauptursache für die Kriegszustände in Syrien dar. – Ferner sei damit die AKP-Regierung für die Instabilität im eigenen Land verantwortlich und versuche, die HDP aus dem Parlament zu drängen und zu liquidieren. Im SO der Türkei lasse die Regierung durch Artilleriebeschuß Städte zerstören unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung, was angesichts der Tatsachen völlig unglaubwürdig sei. Die Politik der Destabilisierung der Region seitens der AKP-Regierung sei völlig verfehlt. Sie habe sich grenzenlos in syrische innere Belange eingemischt, die Terroristen dort unterstützt und sie ungehindert nach Syrien einströmen lassen. Schließlich rief er die AKP-Regierung dazu auf, endlich mit der Unterstützung von Terrororganisationen wie des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdul-Ḥamîd aufzuhören und stattdessen den innersyrischen Dialog zu unterstützen. (http://sana.sy/en/?p=81071)

Einem Artikel der The New York Times gemäß sei das Ziel der Syriengegner, nämlich der Sturz von Präsident Dr. al-Assad, zumindest was die Waffenlieferungen durch die CIA und Saudi Arabien an die hierfür aus Jordanien nach Syrien eingeschleusten Söldner und syrischen Extremisten angehe, verfehlt worden. Massiert verhökerten jordanische Militärs die US-Waffen auf Schwarzmärkten, wo sie im Wert von mehreren Millionen US-Dollar aufgetaucht seien. Dies hatten schon von Zuhause gekidnappte SAA-Offiziere nach ihrer geglückten Flucht aus jordanischer Gefangenschaft im Interview mitgeteilt hatten (vgl. Teil III, Eintrag zum 26.6.2015). (http://sptnkne.ws/b8wn)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80932 und http://sana.sy/?p=397784 (Befreiung von ar-Ramaliyya im S von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ samt sämtlicher umgebender Anhöhen im Zusammenwirken mit den Volkswehrkräften nach Beseitigung der letzten terroristischen Gruppierungen Ğabhatu_n-Nuṣra, die gut 60 Mann  verloren. Zuvor hatten Armee- und Volkswehrkräfte  einen Angriffsversuch der Terrorgruppen Ǧaiš at-Tauḥîd, Ğund Badr 313, Anṣâr aš-Šarîʽa und Failaq Ḥimṣ auf das Dorf vereitelt und dabei dem feind hohe Verluste beigebracht: unter den Getöteten befand sich auch der sog. Amîr al-Anġamâsiyîn  von Failaq Ḥimṣ, auch bekannt als Asmar al-Wazîr [der – von der Hautfarbe her – schwarze Minister]. Eliminierung von IS-Ansammlungen samt aufgerüsteten Kampfwägen im Gebiet um das Šâʽir-Ölfeld, ca. 52 km im NW von Tadmur sowie von Mörsern und Artilleriestellungen nahe Ḥuwaisîs und östlich Ğab al-Ğarâḥ, ca. 73 km im O der Stadt Ḥomṣ. Erfolgreiche Operation gegen Ğabhatu_n-Nuṣra auch östlich von Darʽâ auf deren Konvoi zwischen Umm al-Mayâḏin und  an-Nuʽaima, 10km östlich der Provinzhauptstadt. – Umm al-Mayâḏin  nahe der syrisch-jordanischen Grenze gilt als Sammelpunkt des von Jordanien her eingedrungenen Söldner-Nachschubs für die Terroristen. Zerstörung einer Raketenabschußanlage in Masḥara, 12km im O von al-Qunaiṭra sowie eines Bulldozers für Fortifikationen mit Tötung der  Bedienmannschaften in al-Ḥamîdiyya im N von al-Qunaiṭra. – Masḥara sei ein Terroristen-Versorgungspunkt zwischen den  Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra. Präzise effektive Luftschläge am Morgen gegen zwei IS-Hauptquartiere  im O und SO von Dair az-Zaur und IS-Konvois im Umkreis des Ğabal aṯ-Ṯarda, von al-Muraiʽiyya und im Gebiet von aṭ-Ṭâbiyya und aš-Šâmiyya.)

Wie vor einigen Wochen zugesagt, schickte der tschetschenische Präsident Kadyrow 10.000 Esssenspakete unter dem Motto „Mit Liebe aus Tschetschenien für Syrien“ zur Verteilung während des Ramaḍân nach Syrien., wo sie die zuständige  am Sonntag auslieferte. (http://sana.sy/en/?p=80997) – Nicht nur während des Ramaḍân werden in Syrien ständig Essensausgaben für Bedürftige organisiert.

Trotz der ständigen IS-Attacken vermochten es die Reparaturtrupps, die von den Terroristen im Januar 2015 zerstörten Überlandleitungen an optischen Faserkabeln im schwer umkämpften Osten der Provinz Dair az-Zaur und damit die Kommunikations- und Internetverbindung wiederherzustellen, nachdem der Mobilfunkverkehr bereits wieder ab März 2015 funktionierte. „National and international communications are now back in service in Deir Ezzor city“ konnte  der Telekom-Chef der Provinzhauptstadt vermelden sowie: „equipment necessary for opera­ting the services has been installed at the Communications Center in the city and the network has been connected with the provinces.“ (http://sana.sy/en/?p=80969)

Anläßlich des International Day against Drug Abuse and Illicit Trafficking am So., 26.6.2016, konstatierte Generalmajor Muḥammad aš-Šaʽâr, Innenminister der amtierenden Übergangsregierung und Präsident des Nationalen Komitees für Drogenangelegenheiten in seiner Rede: „Syria is clean of drugs planting, manufacturing and marketing and is still at the forefront of drugs-free countries that do not have an alarming problem with drugs.“ Allerdings sei Syrien geographisch gesehen als klassisches Transitland dennoch betroffen vom Drogenhandel, dem es als Unterzeichner sämtlicher internationaler Verein-barungen zur Bekämpfung desselben, mit allen Kräften entgegenarbeite. Außerdem verwies er darauf, daß die in Syrien ihr Unwesen treibenden Terroristen die Drogen zur Gehirnwäsche ihrer Anhänger und als Anreiz zum Kämpfen [vgl. Captagon, Haschisch!] nutzten.  Zum Jahresbericht s. http://sana.sy/en/?p=80982

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm beobachtete  laut Bekanntgabe vom  26.3.2016 für die letzten 24 Stunden vier Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm mit selbstgebauten Mörsergranaten und Artillerie. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra beschoß wieder die Stadt Ḥandarât und den an-Nairab-Airport im Umland von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=81075)

Terroranschläge vom 26.6.2016:
Raketenbeschuß auf den Stadtteil Saif ad-Dawla und die Nil-Straße in Aleppo führten zum Tod eines Anwohners und zwei Verletzten (http://sana.sy/?p=397832) – Ergänzung: Der weitere Beschuß, in den auch der Stadtteil al-Mûgâmbû einbezogen wurde, ließ die Opferzahl schließlich auf vier Tote und sechs Verletzte bei erheblichen Sachschäden ansteigen. (http://sana.sy/en/?p=80941)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80869 und http://www.sana.sy/?p=397558 (Zerstörung von von zwei Hauptquartieren des IS  mit Mannschaften, Waffen und militärischer Ausrüstung durch präzise Luftschläge um den Ğabal aṯ-Ṯarda im S von  Dair az-Zaur.  Desgleichen bzgl. gepanzerter aufgerüsteter IS-Fahrzeuge südlich aṭ-Ṭabqa, 55km westlich von ar-Raqqa. Eliminierung von IS-Schlupfnestern mitsamt etlicher Terroristen in Talat ar-Râsiyya al-Ḥamrâ in der Provinz Ḥamâ  sowie eines Munitionsdepots bei Madâğin al-Fârûq im O von al-Mufakir. Kontrolle ausgedehnt über die Farmen von az-Zahriyya und Ambûrî im O von Salamiyya nach Beseitigung letzter Verstecke der IS-Terroristen mitsamt deren militärischem Equipment. – Nach eingehender Überwachung zudem Aushebung einer in einen Hinterhalt gelockten Terrorzelle, verantwortlich für Überfälle mit Raub und Kidnapping, unterwegs von Maḥarda und Dair Šumail.)

Terroranschläge vom 25.6.2016:   
Ein kleines Mädchen  kam durch den Beschuß mit Raketen auf die von Terroristen umstellte Stadt al-Fûʽa nördlich von Idlib ums Leben. Weitere zwei Kinder und drei Erwachsene wurden verletzt durch die im benachbarten Biniš verschanzten Terroristen, die zudem schwere Schäden an der Infrastruktur, an wohngebäuden etc. anrichteten. (http://sana.sy/en/?p=80885)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte  am  24.3.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=80879)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80858 und http://www.sana.sy/?p=397501 (Eliminierung eines IS-Konvois im O von as-Su­waidâ´ bestehend aus neun Tankern mit gestohlenem Öl von den Fördergebieten in der Großen syrischen Wüste (al-Bâdiyya) und drei aufgerüsteten Allradfahrzeugen samt Mannschaften. Beseitigung von Terroristentrupps im Ostteil der amâ-Provinz in al-Malûla im Gebiet von al-Ḥamrâ´; unter den zahlreich Getöteten befanden sich auch Muḍar al-Qâdirî and Ayman ʽAbdalkarîm)

Terroranschlag vom 24.6.2016:   
Beim vorbeifahren explodierte ein am Rand der Hauptstraße nach Rumailân angebrachter Sprengsatz in der Stadt Ğawâdiyya im nördlichen Rîf al-Ḥasaka. Zum Glück kam es zu keiner Beeinträchtigung von Menschen, jedoch zu erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/?p=397393)
Ergänzungen:
Der Beschuß des Areals der ar-Raḥmân-Moschee im Stadtteil as-Sabîl von Aleppo mit Raketen während die Gläubigen nach dem Freitagsgebet aus dem Gebäude strömten, führte zu einem Toten, sechs Verletzten und materiellen Schäden. Nachmittags war der Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd Ziel von Raketen, die sieben Bewohner verletzten und Schäden verursachten.
In Burkat al-Dam im Saʽsaʽ-Gebiet südwestlich von Damaskus  wurden vier Kinder Opfer von Raketenangriffen, sieben Frauen und Ältere wurden verwundet.
Im Ostteil der Provinz Darʽâ  verschanzte Terroristen beschossen die Dörfer Bard, al-Muğaimar und Tal al-Kalma im SW von as-Su­waidâ´ mit Mörsergranaten und verwundeten so am Abend acht Menschen. (http://sana.sy/en/?p=80841)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte  am  24.3.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=80879)

Das russische Verteidigungsministerium hat nach Mitteilung von Pressesprecher Generalmajor Igor Konaschenkow vom Do., 23.6.2016, erneut gefälschte Meldungen zugunsten des IS ausgemacht. Die die vom IS kontrollierte (!) Nachrichtenagentur Amaq wie eine Anzahl ukrainischer Webseiten und wieder einmal SOHR hatten Photos angeblich in der Provinz ar-Raqqa ums Leben gekommener russischer Soldaten veröffentlicht. Dazu kommentierte Konaschenkow: „Alle Soldaten, deren Fotos durch die Terrormiliz ,Islamischer Staat‘, ihre ukrainischen ,Freunde‘ sowie die Londoner ,Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ veröffentlicht worden sind, sind gesund und munter. Sie halten sich in ihren Garnisonen auf“ und setzte hinzu: „Es entsteht die einzige Frage: Auf welche Weise wurden die Fotos beinahe gleichzeitig auf der Webseite des ,Islamischen Staates‘ und denen der Gruppen ukrainischer Propagandisten veröffentlicht, die gegenüber Russland geifern?“ (http://sptnkne.ws/b7n6 ,http://sana.sy/en/?p=80823)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80785 und  http://sana.sy/?p=396975 (Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Ansammlungen und Infiltrationsversuche südlich von aṭ-Ṭabqa im W von ar-Raqqa mit Zerstörung von deren aufgerüsteten Panzerwagen sammt Mannschaften. Bei den Gefechten in Zaitân südlich Aleppos fand sich unter den zahlreich Getöteten  – bestätigt durch Webseiten der Terroristen – auch der Militärführer Samîr Šartaḥ genannt Abû Muḥammad Kafarûmâ von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, einem der vielen al-Qaida-Ableger.).

Drei Verstöße meldete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  23.3.2016 für die letzten 24 Stunden, durchgeführt von Ğaiš al-Islâm mit Mörsergranaten gegen eine Anzahl von Militärposten zum Schutz von Ḥutaita al-Ğaraš, Ḥarastâ und al-Qaisâ im Rîf Dimašq. Dazu kamen wieder Angriffe seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport im Umland wie die Stadtteile al-Ḫâlidiyya, az-Zahrâ´, aš-Šaiḫ Maqṣûd  von Aleppo. – Humanitäre Hilfe wurde geliefert an Städte im Rîf von Aleppo und Ḥamâ wie per Abwurf aus der Luft nach Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=80828, http://sana.sy/?p=397286)

In Maṣyâf im N der Provinz Ḥamâ gelang einer Patrouille der Behörden das Aufspüren mit Verhaftung der Mitglieder einer terroristischen Zelle samt ihres Depots an  Waffen und Munition, die für Terrorgruppen der Gegend geschmuggelt wurden. Unter dem konfiszierten Gut befanden sich ein Transporter mit thermal gesteuerten Raketen, Automatikschußwaffen, Panzerfäusten und verschiedenartiger Munition. (http://sana.sy/en/?p=80782 vom 23.6.2016)

Am Do., 23.6.2016, wiederholte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa während eines Kurzbriefings, wie notwendig die Schließung der türkisch-syrischen Grenze sei, um ein weiteres Einströmen von Waffen, Munition, Söldnern etc. von der Türkei her zu unterbinden. Dazu bemerkte sie: The situation on the border between Syria and Turkey is not just complicated, but extremely unfavorable. That situation remains a source of continued tensions due to continued infiltrations by militants from Turkey and the delivery of weapons and ammunition for terrorist groups operating in Syria.” und fügte an: „It is important to ensure the Syrian-Turkish border should be tightly sealed to stop all illegal weapons deliveries and the traffic of militants, who join terrorist forces, just as it is stated in the UN Security Council resolutions”. (http://sana.sy/en/?p=80821)

Terroranschläge vom 23.6.2016:      
Einem neuerlichen Beschuß mit Raketen fielen im Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie in der Nilstraße in Aleppo vier Bewohner zum Opfer, vier weitere wurden verwundet bei entsprechendem Sachschaden an öffentlichem und privatem Gut.  (http://sana.sy/en/?p=80772)

Die Behörden von Ḥamâ konnten am 23.6.2016 erneut einen immensen Waffen-und Munitionstransport aus dem Verkehr ziehen und sicherstellen. (http://sana.sy/en/?p=80782)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80696 und http://sana.sy/?p=396643 (Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Bewegungen auf den Verbindungsstraßen aṭ-Ṭabqa Anbâğ  und AnbâğAbû al-ʽAlâğ sowie im  SW von az-Zakiyya im W-Umland von ar-Raqqa mit Beseitigung einer Reihe Kämpfer samt Kampfwägen und militärischer Ausrüstung. Eliminierung von Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Darʽâ al-Balad-Bezirk von Darʽâ.).

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm verzeichnete am  22.3.2016 für die letzten 24 Stunden sieben Verstöße, ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm, desen Anhänger mit unterschiedlichster Artilleriemunition eine Anzahl von Militärposten zum Schutz von sieben Städten im Rîf Dimašq angriffen.  Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra setzten ihre Attacken auf Städte im Umland von Damaskus, Aleppo, Idlib, Ḥamâ und Darʽâ fort. (http://sana.sy/en/?p=80755)

Während des traditionellen Treffens des Präsidenten mit islamischen Gelehrten im Ramaḍân am 22.6.2016, dem auch der Minister für religiöse Stiftungen [auqâf] wie der Großmuftî beiwohnten, fokussierte Dr. al-Assad seine Ansprache auf die Notwendigkeit, die Gesellschaft vor Gefahr (islamischen) Extremismusses und Fanatismusses zu schützen. Hierzu bedürfe es einer ständigen Wachsamkeit der Gesitlichkeit wie in der Bevölkerung, insbesondere was die jüngere Generation betreffe. Intellektualität und Analyse statt Indoktrination zeigten dabei den Weg. Die Gelehrten erkannten ihrerseits die Bedeutung des Kampfes gegen terroristisches und extremistisches Gedankengut an wie die von Offenheit und Moderatheit in der Religion.   (http://sana.sy/en/?p=80744)

Am Mi., 22.6.2016, beauftragte Präsident Dr. al-Assad dem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Procedere gemäß Energie-Minister Ing. ʽImâd Muḥammad Dîb Ḫamîs (Imad Khamis) nach den letzten Parlamentswahlen (vgl.u.) mit der Regierungsbildung per Dekret Nr.187 für das Jahr 2016. (http://sana.sy/en/?p=80720). Minister ʽAlî Ḥaidar erläuterte dazu im Interview mit Sputnik News:  „Der Auftrag zur Regierungsbildung eröffnet Parteien, politischen Kräften und einzelne Personen, die ihre Programme vorstellen können“. (http://sptnkne.ws/b6GG) Je eine Kurzvita des o.e. Ministers in Englisch und Arabisch findet sich bei den SANA-Artikeln.

Während der diesjährigen Herzliya Konferenz erklärte der Leiter des israelischen Militärischen Nachrichtendienstes Aman, Herzi HaLewi, Israel werde alles in seiner Möglichkeit stehende tun, damit die syrische Armee nicht den IS besiege.
Über die Verbindungen israelischen Militärs zu Ğabhatu_n-Nuṣra im Süden des Landes hatte die Regierung dem UN-Sicherheitsrat schon wiederholt Belege zukommen lassen (vgl.u.), ebenso wie über die Hospitalisierung in Syrien verwundeter Terroristen in israelischen Kliniken „zur gesicherten Fortsetzung des Krieges gegen die syrische ara­bische Armee“ und über wiederholte Funde von Waffen und militärischer Ausrüstung aus israelischer Produktion in von der SAA zurückeroberten Terroristenrückzugsorten, z.B. an den Fronten von al-Quṣair, Dârayâ, in den Gebieten Ost-al-Ġûṭas im Rîf [Umland] von Damaskus und Aleppo. Zudem bestünden engere Beziehungen zur sog. FSA (zu jener vgl.u.). (http://www.sana.sy/?p=396881 vom 22.6.2016)

Seit Beginn der Kriegssituation in Syrien sind gemäß Recherchen der Menschenrechtsgrupe Aktivitäten für palästinensische Flücht­linge in Syrien 3263 nach Syrien geflüchteter Palästinenser  [durch die terroristischen Aktivitäten] getötet worden vor allem im Flüchtlingslager Yarmûk (Stadtteil von Damaskus unter Terrroristenkontrolle!), und denen von Aleppo und Darʽâ. Aufgeschlüsselt ergab sich folgendes Bild: 1081 Palästinenser kamen durch Beschuß ihrer Häuser um, 719 bei Kämpfen, 447 durch Folter, 293 durch Scharfschützen, 187 durch Umzingelung des Yarmuk-Flüchtlingslagers, die restlichen bei Entführungen und Anschlägen.  Desweiteren teilte die Menschenrechtsgrupe mit, es seien rund 71 000 palästinensischer Flüchtlinge nach Europa unterwegs, v.a. nach Schweden, der BRD, den Niederlanden, Österreich, Norwegen und Dänemark. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9661-3263_pal%C3%A4stinensische_fl%C3%BCchtlinge_wur-den_seit_beginn_der_syrienkrise_get%C3%B6tet)

Unter Wiederholung schon früher geäußerter Details würdigte der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Di., 21.6.2016, ganz besonders den Einsatz der wie die Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung bei der Versorgung Bedürftiger in Syrien mit humanitären Hilfsgütern. Im einzenen s. http://sana.sy/en/?p=80659 . – Zur jahrelangen Politisierung der humanitären Situation in Syrien duch Syrien-feindliche und die verantwortlichen Terroristen unterstützenden Staaten  äußerten sich selben Tags beide UN-Botschafter des Landes, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in New York (http://sana.sy/en/?p=80659) undusâmaddîn Âlâ in Genf (http://sana.sy/en/?p=80655)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80630 und http://www.sana.sy/?p=396283 (Befreiung von al-Baḥâriyya mitsamt der umgebenden Farmen im Bereich Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq nach Kämpfen mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. Zerstörung eines Kommandozentrums und zweier Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra nördlich Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´. Beseitigung eines Ğabhatu_n-NuṣraTrupps östlich von an-Nuʽaima, 4km von Darʽâ. – Die Berichterstatter verweisen dabei darauf , daß an-Nuʽaima die Verbindung zwischen Ğabhatu_n-Nuṣra und anderen Terror­gruppen herstelle, unter deren Führung in den Dörfern Ṣaidâ und Umm al-Miyâḏin nahe der Grenze zu Jordanien vielfach die Infiltration von Söldnern in Koordination mit dem israelischen Mossad, westlichen und regionalen Geheimdiensten vermittelt wird, nachdem jene ihr militärisches Training in Lagern innerhalb Jordaniens absolviert haben).

Laut Meldung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm  vom  21.6.2016  kam es in den vergangenen 24 Stunden zu fünf Verstößen, ausgeführt durch Ğaiš al-IslâmAnhänger gegen Militärposten zum Schutz von fünf Städten im Rîf Dimašq. Affiliierte der Ğabhatu_n-Nuṣra  griffen wieder die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya von Aleppo an, während die al-Fûʽa nördlich von Idlib belagernden Terroristen diese Stadt wie auch Arḍ al-Waṭâ in der Provinz al-Lâḏa­qiyya. (http://sana.sy/en/?p=80668)

Terroranschläge vom 20. und 21.6.2016:      
Bereits am Sonntag wurden fünf  Anwohner des Stadtteils al-Ḫâlidiyya wie der Nil-Straße in Aleppo durch Mörsergranatenbeschuß verletzt.  Am Montag darauf starb in al-Ḫâlidiyya ein Mann aus demselben Grund. Beide Male kam es zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=396385, s.a. http://sana.sy/en/?p=80645 vom 21.6.2016)

Nach einem Anschlag auf jordanischem Territorium nahe der Grenze zu Syrien – die klassischerweise der Einschleusung extremistischer Söldner mitsamt Waffen u.a. militärischer Ausrüstung nach Syrien dient (zu Belegen vgl.u.) – hat die jordanische Armee das Gebiet zur gesperrten militärischen Zone erklärt. (http://sana.sy/?p=396263 vom 21.6)  Würde dies ernsthaft gehandhabt, hätte dies, wie ausgeführt, positive Auswirkungen auf Syrien.

Vom Inhalt her ähnlich wie General Walerî Gerasimow am Vortag (s.u.) jedoch in diplomatischer Formulierung äußerte sich am Di., 21.6.2016, der russische Außenminister Lawrow gegenüber seinem US-Amtskollegen Kerry per Telefonat. Zu den Details s. http://sana.sy/en/?p=80662  und  http://sptnkne.ws/b6t2. – Zur Thematik ein kommentierender Artikel von Moon of Alabama: http://www.moonofalabama.org/2016/06/syria-another-russian-surprise-ends-kerrys-delaying-tactic.html

General Walerî Gerasimow, Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, erklärte am Mo., 20.6.2016, während einer Pressekonferenz in Moskau in Erwiderung der vorhergegangenen Äußerungen des US-Außenministers Kerry: „We are fed up with the situation in Syria, not the Americans”  Dabei kritisierte die Verzögerungshaltung der US-Regierung hinsichtlich der Trennung der Positionen der Terrorgruppen und der von US-Seite unterstützten sog. moderaten Operation, die es den Terroristen in Syrien ermögliche, derweil ihre alte Stärke wiederherzustellen.  Schließlich habe die russische Seite hierfür der amerkanischen alle Daten der Stellungen von IS und  Ğab­hatu_n-Nuṣra übermittelt, doch darauf sei bislang nichts geschehen (Washington didn’t meet its obligations regarding separation between the armed opposition groups affiliated to it and Jabhat al-Nusra terrorist organization). Darauf setzte er indigniert hinzu: „The Americans want to consider the shelling operations of the opposition gunmen against the Syrian army’s positions as mere intangible violations of the cessation of hostilities agreement, in turn, they describe the military responding operations of the Syrian army against the gunmen as nonequivalent strikes.”   (http://sana.sy/en/?p=80597, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9586-moskau_terroristen_in_syrien_nutzen_verz%C3%B6gerun-gen_durch_usa_aus)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80528 und http://www.sana.sy/?p=395867 (Vereitelung von Angriffen auf Militärposten zum Schutz von Anbâğ und dem az-Zakiyya/Dair Ḥâ­fir–Abzweig auf der Verbindungsstraße Aṯriyâ / aṭ-Ṭabqa im W von ar-Raqqa ausgeführt durch  IS-Affiliierte unter großen Feindverlusten an Kämpfern, Kampfwägen, Waffen und Munition im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Desgleichen seitens Ğab­hatu_n-Nuṣra  gegen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad; zudem Beseitigung von Terroristentrupps im S von Darʽâ, im SO des Buṣrâ-Platzes, im Stadtteil al-Arbaʽîn und im N des Schulenareals im an-Nâziḥîn Flüchtlings­camp mit Zerstörung eines Kommandozentrums und einer Abschußanlage für Mörsergranaten; unter den zahlreich Getöteten dand sich auch der Anführer Ḥassan Aḥmad al-Aḥmad. ) – Eine Militärquelle berichtete außerdem FNA über einen erfolgreich zurückgeschlagenen Großangriff seitens Ğab­hatu_n-Nuṣra  in der Grenzregion zur Türkei: „The al-Qaeda-affiliated al-Nusra terrorists stormed defense lines of the pro-government forces near border with Turkey, but the strong defense of the Syrian soldiers did not allow them to advance and caused them to pull forces back from the battlefield”. Die SAA brachte auch dem IS im SO von Aleppo und an der Straße Aṯriyâ – Ḫanâṣir herbe Verluste bei. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950331000178 und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950331001015)

Auf ihren sozialen Netzwerkseiten gestanden Terrororganisationen den Tod von Dutzenden ihrer Mitglieder, die meisten von Ğabhatu_n-Nuṣra  im S  von Aleppo an. Demnach seien in den vergangenen drei Tagen 167 Terroristen einschließlich 24 Feldkommandanten von Ğaiš al-Fataḥ und Ğab­ha­tu_n-Nuṣra liquidiert worden. Genannt wurden namentlich: ʽAmmâr al-Ḫâlid, Abû Yaḥyâ Taqâd, Abû ʽAbdurraḥmaâ Sayyâf, Bilâl al-Waw mit dem Kampfnamen Abû Aḥmad als Feldkommandeur von Failaq aš-Ṣâm, Abû Sayyâf al-Ḥumṣî, Muḥam­mad aš-Šaqrân, Muḥam­mad Muṣṭafâ aš-Šubaib als Verantwortlicher für die Koordination von Suizidanschlägen wie die Saudis Abû Islâm al-Ğazrâwî und ʽAbdullâh Maḥmûd Ḫašân, letzterer verantwortlich für Autobom-benanschläge und Ähnliches. Auch wurden empfindliche Totalverluste an militärischem Gerät wie ganze Fuhrparks an gepanzerte mit Maschi-nengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen,  BMB-Panzerwägen, Transporter etc. eingestanden wie die Zerstörung von Haupt-Operationszentren, vor allem des Failaq aš-Ṣâm in Kafar Ğûm und eines anderen in Qubatân al-Ğabal. (http://www.sana.sy/?p=395716 vom 19.6.2016)

Fünf Verstöße registrierte das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  20.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden erneut im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Posten. Zudem attackierten Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra wieder die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, az-Zahrâ´ und al-Ḫâlidiyya von Aleppo und andere Terrorgruppen die Städte ʽAin al-Qanṭara, ʽAkû und Talat Rašâ im Rîf al-Lâḏa­qiyya wie Marğ as-Sulṭân und al-Bilâliyya im Rîf Dimašq und ein Militärposten im Rîf Qu­naiṭra. – Russische Hilfslieferungen gingen in den Umkreis von Ḥamâ (Tal Salḥab) wie per Abwurf aus der Luft nach Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=80603)

Terroranschlag vom 19.6.2016:      
In al-Qâmišlî im Stadtteil al-Wasṭânî beim al-Kindî-Park sprengte sich am Nachmittag ein Suizidattentäter per Zündung seines Sprengstoffgürtels in die Luft, tötete dabei drei Bürger und verletzte fünf weitere. In der Provinz al-Ḥasaka treibt bekanntermaßen der IS mit solchen Attentaten sein Unwesen. (http://sana.sy/?p=395585)

Der wegen seiner kritischen Erörterungen durch die Erdogan-Behörden gerichtlich verfolgte und für Hürriyet  in den USA tätige türkische Journalist Tolga Tanış bestätigte aufgrund von Informationen der der US-Justizbehörden, daß sechs türkische Banken und weitere aus der Golf-Region, darunter aus Kuwait und Saudi-Arabien, ansässig  in Istanbul an der Finanzierung des IS und anderer  Terrorgruppen in Syrien beteiligt sind. (http://sana.sy/?p=395621vom 19.6.2016)
Daneben berichtet Le Figaro, daß aufgrund der Tätigkeit der breit angelegten Operation der europäischen Sicherheitsdienste im Mittelmeer Fakten vorlägen, wonach sechs Schiffe mit einer Ladekapazität von mehr als 10.000 Tonnen Waffen an die IS-Terroristen in Libyen von einem türkischen Hafen aus lieferten. Die Transporter waren mit ausgeschaltetem Navigationssystem unterwegs, um auf diese Weise nicht aufgespürt werden zu können. Geplant sei, dieselben abzufangen, bevor sie an einem libyschen Hafen anlanden könnten. Dabei hatten schon etliche Oppositionspolitiker wie z.B. Kemal Kelihdar Ihsanoglu (Kemal İhsanoğlu), der Chef der türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP), wiederholt auf die hochgefährliche Beziehung von Staatspräsident Erdogan zum IS und anderen Terrororganisationen in Syrien hingewiesen (vgl.u.), worauf hin letzterer eine Strafverfolgung gegen den Oppositionsparlamentarier eingeleitet hatte (http://www.sana.sy/?p=395495)

Verteidigungsministeriumsprecher Generalmajor Konaschenkow wies Medienberichte als falsch zurück, wonach am  Do., 16.6.2016, russische Kampfflieger Stellungen von Oppositionellen nahe Tanif im Süden des Landes angriffen hätten, welche die Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten vom 27.2.2016 eingegangen sind. Nochmals stellte er klar, daß weder die syrische noch russische Luftwaffe derlei tue. Zum betreffenden Zeitpunkt hätten sich die Bomber nachweislich ca. 300km von der genannten Stelle entfernt befunden. (http://sana.sy/?p=395619 vom 19.6.2016)

Terroranschlag vom 18.6.2016:   
Bei Raketenangriffen auf den nördlich gelegenen Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo kamen als Bruch des zusätzlich vereinbarten Waffenstillstands für diese Region  (vgl.u.) sechs Zivilisten ums Leben, weitere vier wurden verletzt bei Beschädigung öffentlichen und privaten Eigentums. (http://sana.sy/en/?p=80427)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=80409 und http://sana.sy/?p=395277 (Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen Nester und Versorgungswege des IS  am Morgen bei ar-Rayân, at-Tulaila und Ârk im Umkreis von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ in Unterstützung der Bodentruppen mit Zerstörung von drei IS-Zentren und einer Autobombe, bevor es sein  Ziel in ar-Rayân, ca. 20 km im SO von Ḥomṣ erreichte. Desgleichen gegen IS-Schlupflöcher und –Stellungen im Umkreis von Dair az-Zaur mit Fokus auf den Süden und westen des Flughafengeländes.  Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf den Militärposten zum Schutz von al-Mafkar östlich von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ mit Vernichtung eines Großteils der Angreifer und eines Waffentransporters nach heftigen Kämpfen. Zerstörung einer Abschußvorrischtung für Mörsergranaten der Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Straße zum Staudamm im Stadtteil al-Karak des Bezirks Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt sowie zweier Panzerfahrzeuge von Ğabhatu_n-Nuṣra ebenda beim alten Zoll.)

Eine terroristische Einheit, welche am Nachmittag des 18.6.2016 durch einen Militärcheckpoint im Gebiet von al-Quṭaifa auf der Autobahn Damaskus-Ḥomṣ zu brechen versuchte, konnte gestellt und verhaftet werden. Die vorübergehend notwendige Straßensperrung wurde bereits wieder aufgehoben.  (http://sana.sy/en/?p=80430, http://www.sana.sy/?p=395358)

Nach Informationen des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  18.6.2016  kam in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstößen und zwar durch Mörsergranatenangriffe seitens des Ğaiš al-Islâm auf Militärposten zum Schutz dreier Städte im Rîf Dimašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra   und  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya wieder auf Orte in den Provinzen al-Lâḏa­qiyya, Ḥamâ und Aleppo zur Unterminierung der Waffenruhe vom 27.2.2016. Die SAA verteidigte den Süden von Aleppo in einer großangelegten Operation gegen Ğabhatu_n-NuṣraAngriffe. (http://sana.sy/en/?p=80450)

Die syrische Regierung gratulierte dem irakischen Brudervolk, seiner Armee und Regierung zum Sieg über den IS bei der Befreiung von Falûğa, einem weiteren Schritt zur Ausrottung der Greuel des IS im Irak wie in Syrien bzw. der gesamten Region. Syrien sei davon überzeugt, daß man durch die gemeinsamen Anstrengung beiderseits der gemeinsamen Grenze in dieser Hinsicht wie im Kampf gegen alle sektiererischen Takfîr-Ideologien erfolgreich sein werde.  (http://www.sana.sy/?p=395355 vom 18.6.2016)

Am Rand des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg wiederholte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa Rußlands Standpunkt, der einen politischen Weg zur Beilegung der Syrienkrise vorsieht. Mit Adresse an die USA erklärte sie am 17.6.2016: „Moscow hopes that the US and partners will not repeat the old mistakes regarding solving the crises by force.” In den USA gebe es politische Kräfte, welche – nach wie vor – einem Militäreinsatz das Wort reden. Das widerspreche der bekannten Auffassung des Kreml. Nur der politische Dialog, wie ihn die UN-Resolution vorsieht mit all ihren Implementierungen sei der richtige Weg. (http://sana.sy/en/?p=80361) – Dem Bericht des Wall Street Journal“ vom 16.6.2016 zufolge hatten 51 Mitarbeiter des US-Außenministeriums eine Protestnote formuliert und unterzeichnet, welche einen US-Militäreinsatz gegen die legitime syrische Regierung mittels Raketen, Drohnen und der US-Luft­waffe unter Ausschluß von Bodentruppen gefordert. Dabei wurde behauptet, daß die syrische Armee die Waffenruhe-Vereinbarung vom 27.2.2016 breche, was nach mehrfacher Bestätigung seitens des in Syrien stationierten  russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm nicht der Wahrheit entspricht (zu Belegen s.u.!), vielmehr seien SAA-Stellungen fortgesetzt Ziel von Terroristenangriffen (vgl.u.). Darüber werde ständig mit dem US-Partner kommuniziert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9388-us_diplomaten_fordern_milit%C3%A4risches_vor-gehen_in_syrien) – Rußlands Armeesprecher Igor Konaschenkow äußerte zum „sehr besorgniserregenden“ Vorgang am Freitag gegenüber Journalisten:  „Wenn in diesen Meldungen auch noch ein Körnchen Wahrheit steckt, und solche wichtige Fragen im US-Außenministerium wirklich per Abstimmung des „Personals“ geregelt werden, kann das bei jedem Vernünftigen nur Besorgnis erregen“. (http://sptnkne.ws/b4Mz, http://sana.sy/en/?p=80379)

Terroranschläge vom 17.6.2016: 
Raketenbeschuß des Stadtteils al-Ḫâlidiyya in Aleppo  hinterließ sieben Verletzte und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
In Biniš verschanzte Heckenschützen beschossen erneut die von Terroristen umzingelte Stadt al-Fûʽa in der Provinz Idlib, wobei ein Kind starb.
(http://sana.sy/en/?p=80389)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=80357 und  http://www.sana.sy/?p=394777 (Im Dreieck von ar-Ruṣâfa westlich von ar-Raqqa wurde eine IS-Einheit niedergemacht).

Fünf Verstöße meldet das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  17.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden, welche im Rîf Dimašq stattfanden. Dort beschossen Anhänger von Ğaiš al-Islâm wieder Militärposten zum Schutz von Zamalkâ, Ğaubar, Ḥûš alḪayâṭ und Ğûr al-Bâšâ.
Ğabhatu_n-Nuṣra fuhr mit seine Angriffen zur Unterminierung der Waffenruhe fort, indem die Aleppo-Stadtteile al-Ḫâlidiyya, aš-Šaiḫ Maqṣûd und Ṣalâḥaddîn wie etliche Städte in den Provinzen Ḥamâ, Rîf Dimašq, Qunaiṭra mit Mörsergranaten und Artillerie beschoß. (http://sana.sy/en/?p=80400)

Nach den vielen Meldungen über die Behandlung von IS-Terroristen, welche in Kampfhandlungen gegen die legitime Landesregeirung verletzt worden sind, in türkischen Kliniken (vgl.u.), bestätigt diesen Sachverhalt nun auch der Chef des lokalen Ärzteverbands in Gaziantep, Hamza Agca, im Interview mit der RT-Korrespondentin Lizzie Phelan: „Wir behandelten diese Kämpfer. Als sie genesen waren, sind sie wieder in ihre Reihen zurückgekehrt. Einige wurden zwei bis drei Mal bei uns eingeliefert. Die Regierung hat uns zur  Behandlung der Milizen keine Anweisungen gegeben. Zugleich werden die Kämpfer aber nicht daran gehindert, die Grenzen zu überqueren“. (http://sptnkne.ws/b4zR)

Selbst CIA-Chef John Brennan hat inzwischen während einer Senatsanhörung eingestanden, daß die Bedrohung durch den und Schlagkraft des IS trotz des US-Militäreinsatzes nicht geringer geworden sei. (http://parstoday.com/de/news/world-i9349-cia_us_ma%C3%9Fnahmen_haben_is_be-drohung_nicht_gemindert  vom 16.6.2016)

Die Russia Today-Korrespondentin Lizzie Phelan erkundete die syrisch-türkische Grenzgegend bei der türkischen Stadt Karkamış und sprach mit türkischen Grenzbewohnern. Diese wunderten sich, daß sogar in unmittelbarer Sichtweite des türkischen Militärs der IS Fortifikationen um die von ihm kontrollierte syrische Stadt Ğarâbulus wie auch Schanzarbeiten ausführen, Minen auslegen und Schützengräben ausheben kann, dazu  noch alle möglichen Hilfsmittel per LKW-Lieferungen erhält, welche ungehindert von der Türkei nach Syrien fahren, wobei auch die türkischen Grenzbeamten wegsehen wie auch bei Übertritten von Mannschaften zur Verstärkung der IS-Kräfte. Bulent Polat, ein Geschäftsbesitzer in Karkamış erzählte der Journalistin, er habe etliche Video-Aufnahmen von diesem Treiben gemacht, das von der türkischen Armee völlig ignoriert werde. Allerdings hinderten die um Ğarâbulus ausgelegten Sprengfallen die Bewohner daran, aus der vom IS besetzten Stadt  zu fliehen. Dazu erklärte Bulent: „Once when ISIS fired a rocket, when some top army officials came here we asked: ‘Why are you not taking action?’ They said the order from the top is only to take security measures for the soldiers”. Andererseits ist Bulent der festen Ansicht: „if the army gets the order it will take only 24 hours for them to finish IS” in der Region. Doch nicht nur das türkische Militär lasse den IS frei gewähren, auch die Bomber der US-geführten Koalition blieben tatenlos gegenüber dem IS:  „Whenever we saw a [coalition] plane in the sky, we would say: ‘Hey there is the faker’”, schloß Bulent seinen Bericht. (https://www.rt.com/news/346567-turkey-syria-border-isis-trenches/) – Vgl.a. Tony Cartalucci in: http://journal-neo.org/2016/06/14/nato-exposed-as-isis-springboard-into-syria/

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80287 und http://sana.sy/?p=394591 (Vereitelung eines Angriffs eines fast nur aus Ausländern bestehenden IS-Trupps auf  einen Militärposten im Dreieck von ar-Ruṣâfa im W ar-Raqqas mit erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung; Zerstörung von IS-Panzerwägen  beim az-Zakiyya-Abzweig und südlich von aṭ-Ṭabqa wie einer Ansammlung Affiliierter des IS, ebenfalls fast nur Ausländer,  mitsamt einer Autobombe an der Zufahrt zum ṢafiyyaÖlfeld. Beseitigung eines Späh- und Überwachungstrupps von Ğabhatu_n-Nuṣra östlich Tal al-Ḫuḍar, 7km im O von Darʽâ-Stadt mit völliger Eliminierung der Stellung samt Munition und den meisten Kämpfern;  dazu Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraSchlupflöchern in Man­šiyya im Bezirk  Darʽâ  al-Balad sowieim Gebiet an-Nuʽaima im O der Provinzhauptstadt mit Zerstörung ihrer Manufaktur für Sprengsätze. Befreiung von Šîr an-Nimar, an-Nimar und Burğ al-Ḥayât samt Anhöhen sowie von Nawâra samt Anhöhe und Ebene,  von Abû ʽAlî, al-Ḥayât, ʽAin ʽÎsâ, aš-Šaḥrûra und ar-Ruwaisa im N von al-Lâḏa­qiyya nach heftigen Gefechten unter hohen Feindverlusten von Ğabhatu_n-Nuṣra.).

Ein Militärposten im Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq ist am Mi., 16.6.2016 durch Terroristen mit Giftgas angriffen worden. Etliche Soldaten erlitten Erstickungsanfälle, Schäden am Respirationstrakt, zudem wurde das Nervensystem dadurch angriffen.  Zu einem früheren Zeitpunkt war gemeldet worden vgl.u.), daß Substanzen zur Produktion von Sarin etc. an die Terroristen aus der Türkei geliefert worden waren.  (http://sana.sy/en/?p=80313, http://sana.sy/en/?p=80355)

Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm verzeichnete am  16.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, allesamt im Rîf Dimašq ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranatenbeschuß auf Militärposten in den Arealen Ğaubar, Ḥûš alḪayâṭ und Ḥarastâ.  Auch Ğabhatu_n-Nuṣra setzte seine Attacken auf verschiedene Städte in den Provinzen amâ, Rîf Dimašq, Qunaiṭra und Aleppo fort. – Hilfslieferungen ergingen an Städte im Umkreis von Ḥamâ  in Höhe von 10 Tonnen sowie für die vom IS eingeschlossene Stadt Dair az-Zaur in Höhe von 18 Tonnen. (http://sana.sy/en/?p=80344)

Die gen ar-Raqqa vorrückende SAA steht bereits 5km vor aṯ-Ṯaura. Sowohl über dieser Stadt wie über ar-Raqqa wirft die Luftwaffe Flugblätter für die IS-Terroristen ab, indem diese ultimativ aufgerufen werden, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Im beidseitig bedruckten Flugblatt für die IS-Hochburg ar-Raqqa heißt es über Photos getöteter Terroristen: „Ein solches Ende erwartet einen jeden Terroristen, der mit der Waffe  gegen die Armee und das Volk vorgeht.“  Darunter steht in Fettdruck: „Wir kommen  bereits…“ Die Rückseite enthält den  Aufruf: „Kämpfer! Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen. Die Welt wandelt sich schnell. Die Armee ist in der Offensive. Überlege es dir selbst…  Zögern kann dich dein Leben kosten. Habe keine Zweifel, beeile dich, lege deine  Waffe nieder, um dein Leben und deine Zukunft zu bewahren.“ Unterzeich­net sind die Aufforderungen vom Hauptkommando der syrischen Streitkräfte. (http://sptnkne.ws/b3ZM)

Im Artikel vom 15.6.2016 mit dem Titel „Why the Obama Administration Is Favoring al-Qaeda’s Main Syrian Ally“ beschäftigt sich der investigative US-Journalist und Historiker Gareth Porter bei Global Research mit der Unterstützung nicht nur der als moderate bewaffnete Opposition (MAO, vgl.u.) erklärten Truppen sondern mit dem darüber weit hinausreichenden Schutz der eindeutig mit der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya vor der Verfolgung als solche durch Aufnahme auf die UN-Terrorliste (s.u., 10.5.2016) und in ihrer Funktion als vorsätzliche ständige Störer und Unterminierer des Waffenstill-standsabkommens vom 27.2.2016, welches der friedlichen politischen Lösung der Syrienkrise durch innersyrischen Dialog in Genf den Boden bereiten soll. Ausführlich dazu in: http://www.globalresearch.ca/why-the-obama-administration-is-favoring-al-qaedas-main-syrian-ally/5530895, s.a. http://sana.sy/?p=394602 vom 15.6.2016.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80216 und http://sana.sy/?p=394246  (Auf der Achse al-MabʽûğaʽAqârib östlich  Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ geriet eine Armee-Einheit mit IS-Trupps aneinander, von welchen etliche getötet oder verwundet wurden und deren Waffen zerstört wurden; bei Qulaib zudem Beseitigung einer IS-Abschußvorrichtung für Mörsergranaten. Zusammen mit Volkswehrkräften  wurden IS-Einheiten unter heftigen Feindverlusten auf der Achse Tadmur– Silos –Ârk im O von Ḥomṣ zurückgeworfen mit Vorrücken auf 2km westlich von Ârk [Ölfeld!], dabei etliche aufgerüstete IS-Panzerfahrzeuge zerstört.)

Fünf Verstöße registrierte das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  15.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden, davon vier im Rîf Dimašq und einen in al-Qunaiṭra. (http://sana.sy/en/?p=80273)

Auf Betreiben Rußlands ist für den Raum Aleppo eine zusätzliche 48-stündige Waffenruhe, beginnend Do., 0.00 Uhr, ausgerufen worden, um dort die Situation zu stabilisieren. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium am Mi., 15.6.2016, mit. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9307-russland_k%C3%BCndigt_48_st%C3%BCndigen_waffenstillstand_f%C3%BCr_alep-po_in_syrien_an)

Aufgrund in den Medien zirkulierender Meldungen verurteilte das Außenamt am 15.6.2016 in einer Verlautbarung die Anwesenheit französischer (vgl.u.) und deutscher Truppen im Gebiet von ʽAin al-ʽArab und Manbiğ in Nordsyrien als krasse Einmischung in die innerern syrischen Angelegenheiten, eklatante Verletzung der Prinzipien der UN-Charter wie unverhohlene und ungerechtfertigte Aggression gegen die Souveränität und Unabhängigkeit Syriens.  „Commenting on news circulated regarding the presence of groups of French and German special forces in Ain al-Arab and Manbij areas on the Syrian territories, the Syrian Arab Republic vehemently condemns this blatant interference that constitutes a flagrant violation of UN Charter’s principles and an overt unjustified aggression on the sovereignty and independence of Syria”, hieß es dazu gemäß einer Quelle aus dem Außenministerium. Derlei Aktionen könnten nicht mit der Bekämpfung des Terrorismus gerechtfertigt werden, da eine effektive Bekämpfung desselben auf rechtlicher Basis eine Kooperation mit der durch Wahl legitimierten Landesregierung erfordere. Die an militärischen Aktionen gegen Syrien beteiligten Staaten unterstützten die seit Beginn der Syrienkrise aktiven Terroristen im Land und verhinderten seither eine gemeinsame internationale wirkungsvolle Bekämpfung derselben auch dadurch, daß man sie als moderate Oppositionelle umetikettiere, obwohl sie dieselben Verbrechen aufgrund derselben Ideologie begingen wie etwa der IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra,  und sie so von der Bekämpfung ausschließe. Syrien werde auch weiterhin die Terroristenbekämpfen, die Bürger schützen wie seine Unabhängigkeit und territoriale Integrität. Mit Adresse insbesondere an die früheren Kolonialmächte der Region rief die Regierung die Aggressorstatten auf,  „to wake up from daydreams and abandon their illusions and colonialist mentality as the eras of Mandate and Guardianship have irretrievably gone.“(http://sana.sy/en/?p=80201) –  Das deutsche Verteidigungsministerium rekurrierte umgehend, daß diese Meldungen bzgl. einer deutschen Beteiligung an solchen Operationen auf syrischem Territorium nicht der Wahrheit entsprächen. (http://sana.sy/?p=394288)

Die Anwaltskanzlei Milberg Weiss in Kalifornien hat Anklage erhoben gegen eine Bank, die mit Kapital aus Kuwait in der Türkei aktiv ist. Damit würde Geld an Terrorgruppen wie z.B. den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra weitergeleitet. Der kuwaitische Geschäftsmann  ağâğ al-ʽAğ (Hajjaj al-Ajmi) arrangierte finanzielle und Waffen-Transaktionen an die genannten Terrororganisationen über die erwähnte Bank. Zudem ist er als Unterstützer der Terrorgruppen seit 2012, also seit Beginn der syrischen Unruhen wie auch als Unterstützer von al-Qaida bekannt.  Mittels der Firma ‚Mobilization of the People of Qatar – Campaign for the Levant‚  in Qaṭar habe er außerdem eine Kampagne zur Anwerbung von Muğâhidin (Dschihadisten) für den Kampf gegen die Regierung in Syrien gestartet lanciert und in Istanbul für finanzielle Hilfen für den IS geworben und diese dann via der o.e.  Bank zukommen lassen. (http://parstoday.com/de/news/world-i9238-usa_klagen_gegen_t%C3%BCrki-sche_bank_wegen_finanzhilfe_an_terroristen)

Terroranschläge vom 15.6.2016:
Bei morgendlichen Raketenangriffen auf die Stadtteile al-Maidân und al-Furqân von Aleppo kamen zwei Anwohner ums Leben, drei wurden verwundet, erhebliche materielle Schäden angerichtet.
Ebenfalls in der Morgendämmerung beschossen Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Failaq aš-Ṣâm, Katâ´ib Nûraddîn az-Zankî al-Islamiyya und Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm den Ort Ğalma im NW von  Aleppo, wobei es zu beträchtlichen Schäden – jedoch keinen verletzten oder Toten – kam. Im Gebiet ʽAfrîn um Ğalma belagern diese türkischerseits unterstützten Terroristen die Orte und Bauernhöfe und hindern die Bewohner daran, ihrer Arbeit nachzugehen, die ihnen ihren Lebensunterhalt sichern sollte, zugleich schneiden sie sie von Medikamenten- und Nahrungszufuhr ab.
In aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen feuerten wieder mit Mörsergranaten auf  das Verwaltungszentrum der Provinz al-Qunaiṭra, die Stadt al-Baʽṯ, hinterließen damit einen Verwundeten und erhebliche Schäden an öffentlichem und privatem Gut. (http://sana.sy/en/?p=80199http://sana.sy/?p=394211)

Später am Tag beschädigten Terroristen mit eienr Sprengladung die Öl-Pipeline Nr.36 in Ğairûd im Umland von Damaskus, welche die Energie für die Stadt samt Umgebung liefert und infolge eine Menge Öl verliert. Zudem brach Feuer aus. Die Reparaturmannschaft ist bereits unterwegs. (http://sana.sy/en/?p=80221, http://sana.sy/?p=394351)

Witali Tschurkin, ständiger russischer Botschafter bei den UN, kritisierte am Di., 14.6.2016, im Interview mit Rossiya-24 das Hinauszögern seitens des UN-Gesandten de Mistura hinsichtlich der Einberufung einer neuen Runde  innersyrischer Gespräche in Genf (vgl. dessen Verlautbarung von vergangener woche!), indem jener behaupte, die Beteiligten seien noch nicht bereit hierfür. Grund sei jedoch, daß sich de Mistura und die UN dabei zu sehr auf die ar-Riyaḍ-Oppositionsgruppe (HNC) konzentrierten, währen sowohl die Regie-rungsdelegation und die anderen oppositionellen Gruppen sehr wohl bereit seien. (http://sana.sy/en/?p=80185)

Erneut hat die türkische Oppositionszeitung Cumhuriyet  am 14.6.2016 Beweis- material dafür zitiert hat, daß die AKP-Regierung unter dem Vorwand und der Deckung, humanitäte Hilfe zu leisten, Waffen und Munition an die Terroristen in Syrien liefert. (http://sana.sy/?p=394071)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80116 und http://sana.sy/?p=393839 (Eliminierung von IS-Trupps um al-Bânûrâmâ im SW von Dair az-Zaur mitsamt Ausrüstung und einer Autobombe wie von IS-Ansammlungen in al-Muraiʽiyya, den umgebenden Farmen und Huwaiğat al-Muraiʽiyya unweit des Militärflughafens. Bzgl. der Entdeckung des Waffen- und Munitionstransports in as-Suwaidâ´ mit Konfiszierung des Schmuggelguts s.u. Effektive Operationen gegen Ğabhatu_n-NuṣraPositionen in Stadtgebieten  Darʽâ al-Balad, al-Manšiyya und as-Sîba wie dem alten Zoll von Darʽâ unter erheblichen Feindverlusten an Männern und Bewaffnung etc.)

In der Morgendämmerung des 14.6.2016 tötete eine Einheit der Volksverteidigungskräfte in einem heftigen Gefecht die darin verwickelten Terroristen und beschlagnahmten eine große Menge an Waffen und Munition, darunter Granaten aus israelischer Produktion im Bereich Kuʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ. Beobachtungen ergaben, daß dieses Equipment über den Bereich von al-Lağât im Ostteil der Großen Wüste zu den Terroristen geschmuggelt worden war. (http://sana.sy/?p=393853, s.a. http://sana.sy/en/?p=80116)

Nach Meldung des russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 14.6.2016  kam es in den vergangenen 24 Stunden zu fünf Verstößen – vier davon im Rîf Dimašq und einen in der Provinz Idlib. Ğaiš al-Islâm-Gruppen griffen im Bereich Ost-al-Ġûṭa Armeestellungen zum Schutz von ʽArbîn und Ḥarastâ an.
Anwohner von Kabânî, der bevölkerungsreichste Stadt in der Provinz al-Lâḏa­qiyya berichteten, daß sich gut 100 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit schweren Waffen an der türkisch-syrischen Grenze sammelten. (http://sana.sy/en/?p=80130, http://sana.sy/?p=394152)

Auch am 14.6.2016, konnten die zuständigen Behörden von Ḥomṣ eine große Lieferung Captagon (zu deren Einsatz durch Terroristen s.u.), versteckt auf einem Lastwagen unterwegs auf der Autobahn Damaskus – Ḥomṣ aus dem Verkehr ziehen. Näheres s. http://sana.sy/en/?p=80166.

Wiederholt mahnte Rußlands Außenminister Lawrow im Telefongespräch mit seinem US-Amtskollegen Kerry am 13.6.2016 an, wie schon lange versprochen schnellstmöglich dafür zu sorgen, daß für eines effektive Terroristenbekämpfung die Stellungen der auch seitens der USA unterstützten sog. moderaten Opposition von denen von Ğabhatu_n-Nuṣra getrennt würden (zum Hintergrund vgl.u). Desweiteren wurde die Unzulässigkeit der Versorgung von Terroristen über die offene Grenze mit der Türkei erneut betont. (http://sana.sy/en/?p=80099, s.a. http://sptnkne.ws/b3de)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80075 und http://www.sana.sy/?p=393505 (Vereitelung eines Angriffs von  Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen Armeeposten auf Tal al-amîriyya südlich Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra unter deutlichen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung. Eliminierung von IS-Stützpunkten und Ansammlungen samt aufgerüsteter Kampfwägen und Waffentransporter misamt Mannschaft nahe ʽUqairbât und ar-Ruwaiḍa im Umkreis von Salamiyya in der Provinz Ḥa. Erfogreiches Operation gegen befestigte IS-Nester im Stadtteil ar-Raša­diyya von Dair az-Zaur  wie in der Umgebung vom Ğabal aṯ-Ṯarda im S; Zerstörung von IS-Zentren  in Ost-Huwaiğa Ṣakar. Beseitigung einer Raketenabschußanlage in Ḍahra ʽAbd Rabbihi mitsamt Betreibern im Umkreis von Aleppo. Vereitelung einer IS-Attacke auf einen Militärcheckpoint  auf der Strecke Aṯriyâ – aṭ-Ṭabqa beim az-Zakiyya-Abzweig im W von ar-Raqqa)

Vier Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  13.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden erneut im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Posten. (http://sana.sy/en/?p=80108)

Der Drogenbehörde gelang es am 13.6.2016 erneut Schmuggler von Heroin und des für die Terroristen wichtigen Captagons (vgl.u.) zu verhaften. (http://sana.sy/en/?p=80079)

Terroranschläge vom 13.6.2016:
In der südlichen Provinz al-Qunaiṭra attackierten in aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen das Dorf Ḥaḍar und den Stadtteil al-Ḫadamî der (neuen Provinzhaupt-)Stadt al-Baʽṯ  mit Artillerie- und Mörsergranatenbeschuß, verletzten damit ein Kind und zerstörten privates und öffentliches Gut, u.a. wurden das Gesundheitsamt, das Personenstandsamt sowie das Finanzamt schwer beschädigt. Zudem wurden die Bauern im Gebiet Ḥaḍar von Ğabhatu_n-NuṣraAnhängern in Ğabâtâ al-Ḫašab (kleines Wald- gebiet!) angegriffen, wodurch ein Erwachsener schwer verletzt wurde.
Mörsergranatensalven trafen die Bahnstrecke sowie einen Markt im Stadtteil Darʽa al-Maḥaṭṭa der Provinzhauptstadt und richteten beträchtliche Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=80077)

Das Medienbüro der Präsidentschaft dementierte die Übergabe einer „kill list” mit den Namen von 25 britischen Bürgern, von denen bereits 14 quasi abgearbeitet (also getötet) seien, wie sie in einem Artikel von Robert Verkaik und Robert Mendick für die Online-Webseite von The Telegraf  (s.u.) publiziert worden ist. Der Bericht sei „completely untrue”,  die Informationen „completely baseless“. Daher forderte man im Präsidentschaftsbüro in zwei Schreiben an die Verantwortlichen für diese Publikation, sich für die nicht verifizierten Nachrichten zu entschuldigen und sie sofort zu entfernen. Während keines Treffens mit britischen Delegierten sei solche ein Thema auch nur erörtert worden. „Any terrorist of any nationality on the Syrian land will be fought by the Syrian security forces and military,” verlautete es aus dem Präsidentschaftsbüro. (http://sana.sy/en/?p=80054 vom 12.6.2016) – Wie es scheint, mußte es sich demnach bei der Liste laut The Telegraf –Artikel sozusagen um ein Hilfsersuchen an Großbritannien handeln, diese abzuarbeiten, dem die syrische Regeirung vehement widersprach.
Wie The Telegraf  am 12.6.2016 meldet, hat die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad den beiden konservativen, britischen Abgeordneten, David Davis und Adam Halloway, die im Frühling nach Syrien gereist waren, eine Liste mit 25 britischen IS-Mitgliedern zukommen lassen.  Auch die Namen des als Jihadi-John bekannten IS-Henkers und des 21-jährige Terrorist aus Cardiff, Riad-Khan, befinden sich darauf wie der der Konvertitin Sally Jones und weiteren vier Frauen. Beim Besuch in Damaskus erhielten die beiden Abgeordneten weitere Informationen über britische Terroristen in Syrien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9109-assad_%C3%BCbergibt_london_li-ste_mit_25_englischen_is_mitgliedern)

Laut Mitteilung des Präsidenten der libanesischen Zentralbank, Riad Salamé, hat die Anwendung des US-Gesetzes gegen die Ḥizbullâh auch dazu geführt, daß deren Konten für ihre soziale und medizinische Tätigkeit, insbesondere die in der gesamten Levante für ihre Dienstleistungen berühmten Krankenhäuser Bahman und al-Rassoul el-Aazam, geschlossen worden seien, was gegen die Grundsätze, wenn auch nicht gegen die Buchstaben der Genfer Konvention verstoße. (http://www.voltairenet.org/article192261.html vom 12.6.2016)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=79978 und http://www.sana.sy/?p=393100 (Eliminierung von IS-Ansammlungen und -Positionen nahe ar-Ruṣâfa und beim Abzweig im SW der Provinzhauptstadt im Gouvernement ar-Raqqa mit Zerstörung von Panzerkolonnen und aufgerüsteten Kampfwägen  in präzisen Luftschlägen. In der Morgendämmerung  Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten im SO von Tal Arîna­ba am Rand  der Großen Wüste im östlichen Rîf Dimašq mit Beseitigung von zwei Autobomben, weiteren aufgerüsteten Fahrzeugen, einer großen Anzahl von IS-Terroristen, wobei der Rest  in die Flucht getrieben wurde. Erfolgreiches Vorgehen gegen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in Mûrik im N von Ḥamâ mit Eliminierung der Kämpfer und ihrer militärischen Ausrüstung, dazu Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra -Angriffs auf eine Reihe Militärposten der Gegend unter bedeutenden Feindverlusten. )

Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm meldete am  12.6.2016  für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Positionen. (http://sana.sy/en/?p=80047)

Terroranschläge vom 12.6.2016:
Die beide Städte seit Jahren belagernden Terroristen beschossen al-Fûʽa und Kafariyya im N von Idlib erneut mit Raketen unter Verstoß gegen die zusätzlich ausgerufene Waffenruhe für dieses Gebiet (vgl.u.). Dabei starben drei Anwohner, zehn weitere trugen Verletzungen davon.
Beim Beschuß durch Heckenschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil Saif al-Dawla von Aleppo wurde ein Bewohner getötet. (http://sana.sy/en/?p=80050)

In einer Erklärung vom So., 12.6.2016 drückte das russische Außenministerium seine strengste Veruteilung des Doppelattentats von as-Sayyida Zainab südlich Damaskus aus mit den Worten: „Moscow strongly condemns yet another violent action of terrorists on Syrian soil. We express our condolence and compassion to family members and close ones of the victims and we wish a speedy recovery to all injured”. Gleichzeitig versicherte das Außenamt erneut seine weitere Unterstützung im Counterterrorismus: „We reiterate our support for Syria’s nation and government in their struggle against the terrorist threat.“ – Verurteilungen gingen auch seitens der International Confederation of Arab Trade Unions (ITUC) und der Alliance of Palestinian Forces ein. (http://sana.sy/en/?p=80009)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79885 und http://www.sana.sy/?p=392860 (Unterstützt durch Volkswehreinheiten stieß die Armee im Gebiet ar-Raqqa weiter vor: den gestrigen Eroberungen (vgl.u.) folgten noch zwei Ölfelder westlich von ar-Raqqa wie die bislang vom IS kontrollierten Areale von Ḥarbiyât und Anbâğ; damit steht die Armee nur noch 6km von ar-Ruṣâfa entfernt; die Armee hat damit ein Gebiet von 57km Länge zwischen Aṯriyâ nahe amâ und ar-Ruṣâfa im östlichen Teil der Großen Wüste unter ihre Kontrolle gebracht wie auch das sog. aṣ-Ṣafîḥ-Dreieck beim al-Ḥabârî-Ölfeld; bei den heftigen Kämpfen wurden eine große Anzahl IS-Anhänger getötet bzw. verletzt, während der Rest in die Weiten der Wüste floh; zudem wurde eine IS-Drohne, die dem ausspionieren der SAA-Bewegungen und –Stellungen diente, im Ostteil der Großen Wüste abgeschossen. Eliminierung von IS-Ansammlungen im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur und ʽAyâš mitsamt einer Waffen- und Munitionslieferung per LKW u.a. aufgerüsteten IS-Fahrzeugen beim Ğabal aṯ-Ṯarda. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen im Bahnhofsgebiet von Darʽâ (Darʽâ al-Maḥaṭṭa) sowie südlich vom Stadtviertel al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt; Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Maḥaṭṭa mit.)

Im Gespräch mit Sputniknews berichtete ein SAA-Angehöriger, der IS versuche den Vormarsch der Armee in der Provinz ar-Raqqa wie schon gehabt auch mit Suizidanschlägen aufzuhalten. Vier von fünf jugendlichen Attentätern hätten sich vier in die Luft gesprengt: „Der fünfte Selbst­mordattentäter, der erst 13 Jahre alt ist, konnte noch lebend gefasst werden. Die restlichen IS-Terroristen waren nicht älter als 16 Jahre“ erzählte er. (http://sptnkne.ws/b24g )  – Zur Rekrutierung und Ausbildung gerade von Kindern und Jugendlichen für IS-Suizidattentate u.a. Einsätze s. im Themenstrang Irak.

Auch  der Vertreter von GAPAR (General Authority for Palestinian Arab Refugees) wandte sich aufgrund der massierten Terroristenangriffe auf Wohngebiete am 11.6.2016, mit einem Schreiben an den General-bevollmächtigten der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East), Peter Krahenbuhl. Darin führte er aus, daß ebenfalls das den palästinensischen Vertriebenen und Flüchtlingen seit Jahrzehnten als Wohnstätte dienende sog. Yarmûk-Camp – tatsächlich ein Stadtteil von Damaskus – wie die Vertriebenen- und Flüchtlingszentren in bzw. um Aleppo beständig Ziel terroristischer Attacken mittels Raketen, Mörsergranaten und Heckenschützenbeschuß sind. Es müßten endlich die UNSC-Resolutionen gegen die Unterstützerregime dieser Terroristen durchgesetzt werden, damit diese Verbrechen endlich ein Ende hätten. Auch die illegalen (zu Belegen s.u.) Sanktionen gegen Syrien schadeten nicht nur den syrischen Bürgern und ihrer Lebenssituation sondern genauso den in Syrien untergebrachten Flüchtlingen und müßten schnellstens aufgehoben werden. (http://sana.sy/en/?p=79957)

Terroranschläge vom 11.6.2016:
Einer vom IS ausgelegten Landmine fiel der Fahrer eines Tankwagens mit Trinkwasser für die Bevölkerung im NW der Provinz al-Ḥasaka zum Opfer: als er auf der Straße zwischen Ra´s al-ʽAin und Mabrûka fuhr, explodierte der Sprengsatz und verletzte ihn. Er wurde umgehend in das nächst gelegene Krankenhaus gebracht.   (http://sana.s/en/?p=79897)
Aufgrund des Beschusses mit Raketen seitens Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Wohngebiete al-Ḥamadâniyya und aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo wurden mittags ein Mann und eine Frau verletzt und erhebliche materielle Schäden verursacht. (http://www.sana.sy/?p=392921) Ergänzend fiel den Ğabhatu_n-Nuṣra –Attacken auf die Stadtteile Ṣalâḥaddîn  und Šiḥân jeweils ein weiterer Anwohner zum Opfer, wobei der erste infolge der Raketendetonationen starb, der letztere von Heckenschützen angeschossen wurde. (http://sana.sy/en/?p=79897)
Im Rîf Dimašq hinterließen ein Suizidattentat mittels Sprengstoffgürtel am Zugang zum Wallfahrtsort  as-Sayyida Zainab sowie eine Sprengfalle innerhalb der Stadt in Richtung aḏ-Ḏiyâbiyya sowie eine Sprengfalle innerhalb der Stadt as-Sayyida Zainab in der at-Tîn-Straße  12 (zuvor acht) Tote und 55 (zuvor 13) teils sehr schwer Verletzte, zudem brach infolge dessen ein Feuer am nahen Markt aus. Die Schäden an Gebäuden etc. sind beträchtlich. Kabinett und Premierminister verurteilten die Attacken auf das Heftigste und wünschten den Betroffenen schnelle Genesung und sprachen den Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. Zudem machte Dr. al-Ḥalaqî die als Unterstützer der in Syrien aktiven Terroristen bekannten Regierungen der Türkei, Qaṭars und Saudi-Arabiens mitverantwortlich für die brutalen, menschverachtenden feigen Anschläge auf unschuldige syrische Bürger. (http://sana.sy/en/?p=79876, Photostrecke und Kurzvideos bei: http://www.sana.sy/?p=392836)

Attentatszerstörungen, Photo: SANA

Attentatszerstörungen, Photo: SANA

In der Folge richtete das Außenministerium  wieder einmal wegen der fortgesetzten Terrroranschläge gegen unschuldige Zivilisten, welche ohne die schon so oft genannten Unterstützerstaaten der in Syrien aktiven Terroristen nicht möglich wären und unterbunden gehörten, zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden (http://www.sana.sy/?p=392966), die inhaltlich den bisher nach solchen Anschlägen eingereichten Schreiben gleichen (vgl.u., z.B. vom  5.6., 23.5. 2016 etc.).

Gemäß Meldung von al-Mayâdîn gelang es russischen Kampffliegern, zwei Telekommunikationsanlagen an der syrische-türkischen Grenze zu zerstören, welche den dort aktiven Terroristen, vor allem dem IS, zur Nachrichtenübermittelung und –Gewinnung, dem Informationsaustausch mit dem türkischen Geheimdienst MIT (vgl.u.) wie zur Verbreitung ihrer Propaganda dienten.  – 2015 hatte bereits Der Spiegel (am 4.12.) darüber berichtet, daß der IS europäische Satellitenbetreiber wie Avanti Com­munications (mit Sitz in Großbritannien)  oder Eutelsat  (mit Sitz in Frankreich) als Zugang nutze. In Syrien und dem Irak bestünden demnach tausende an Einrichtungen, die es dem IS ermöglichten, das Internet für seine Zwecke zu benutzen.  Zwar könne so jedermann Zugriff auf das Internet haben, doch verbiete der IS dies der Bevölkerung in den von der Terrororganisation besetzten Gebieten bei schweren Strafen und überwachten dies auch strengstens. Zudem könnten die Bewohner dort die nötigen Zugangsvorrichtungen gar nicht erwerben, die via Türkei geliefert würden, während die Telekommunikationsmöglichkeiten zerstört seien. Somit hätten nur die Terrormilizen Zugang. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950320000628)

Sputnik berichtet basierend auf einer kurdischen Quelle, da0 nun auch französische Truppen – nach türkischem und US-Militär (vgl.u.) – im Norden Syriens und südöstlich  von der Stadt ʽAin al-ʽArab (Kobane) in der Provinz Aleppo einen Stützpunkt errichten. Wörtlich hieß es: „Frankreich hat den Bau einer Basis nach US-Vorbild begonnen. Die französische Basis wird auf dem Mishtenur-Hügel  errichtet, der sich südöstlich über der Stadt Kobane befindet“. Zudem befänden sich in dem Gebiet in der Umgebung von Manbiğ  auch  britische und US-Spezialisten. Sie berieten die bewaffnete Opposition (MAO, vgl.u.), hier die SDF. (http://sptnkne.ws/b2qu) – Diese Aktionen erinnern erneut an den Balkanisierungsplan für Syrien wie den Irak (vgl.u.). Darauf nimmt auch folgender Artikel Bezug: Surprise Syrian Drive on Raqqah Blocks Secret US PlanUS Deal to „Balkanize“ Northern Syria Part of Deal with ISIS, al Nusra  by Gordon Duff  (http://www.veteranstoday.com/2016/06/02/breaking-surprise-syrian-drive-on-raqqah-blocks-secret-us-plan/ vom 2.6.2016) – Dazu dere Hintergrundbeitrag: Ausgemacht!?: Keine IS-Attentate während der Euro-2016 (Frankreich einigt sich mit Erdogan)  s. http://www.voltairenet.org/article192260.html.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.6.2016 infor-mieren   http://sana.sy/en/?p=79858http://sana.sy/en/?p=79841  und http://www.sana.sy/?p=392647 (Beseitigung von IS-Ansammlungen im ar-Rašadiyya-Stadtteil von Dair az-Zaur, beim Ğabal aṯ-Ṯarda am südlichen Stadtrand wie in ʽAyâš im westlichen Umland der Provinzhauptstadt mit heftigen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung. Desgleichen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps  nahe ʽAin Ḥussain im N von Ḥomṣ. Desgleichen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps  nahe ʽAin Ḥussain im N von Ḥomṣ. Rückeroberung der Gegend beim ar-Ruṣâfa-Abzweig der Verbindungsstraße Aṯriyâ – ar-Raqqa, der Ölpumpenstation wie des Elektrizitätswerks von aṭ-Ṭabqa nach heftigen für den IS äußerst verlustreichen Kämpfen und Zerstörung von dessen aufgerüsteten Fahrzeugen und Unterbrechung der strategisch bedeutsamen Nachschublinie in der Provinz ar-Raqqa.).

Erneut berichtet die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa , daß russischerseits ein LKW-Konvoi von der Türkei her mit Waffen und Munition sowie ca. 200 Terroristen die Grenze von der Türkei her nach Syrien überquert habe, um sich im Raum Idlib mit Ğabhatu_n-Nuṣra zu verbinden. (http://sana.sy/?p=392696 vom 10.6.2016) – Zu den weiteren massiven Unterstützungsleistungen seitens der Türkei für die in Syrien aktive Terroristen einschließlich des IS besonders auch in jüngster Zeit vgl.u. (u.a. Kinderarbeit syrischer Flüchtlinge für den IS in der Türkei)

Terroranschläge vom 10.6.2016:
Bei neuerlichen Angriffen auf die Stadtteile Maysalûn, al-Ğamîliyya, al-Ašrafiyya, Ṣalâḥaddîn, az-Zahrâ´ und al-Maidân von Aleppo kamen mit Mörsergranaten und durch Heckenschützenbeschuß   gemäß SANA bislang fünf Menschen (darunter zwei Kinder) ums Leben, 29 weitere wurden verletzt. Gemäß Meldung des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden früher am Tage ein Kind bei Attacken seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Ḥandarât-Flüchtlingslager wie den Aleppo-Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd getötet und acht Anwohner verletzt. Zudem griffen die Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra  und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Stellungen der Armee zum Schutz von aš-Šaiḫ Maqṣûd  und der Stadt Ḥandarât an.
Im Dorf Ġandûra im N von Aleppo richteten IS-Terroristen ein Massaker an 40 Bewohners, hauptsächlich Kindern, Frauen und Älteren an.
Für die von Terroristen umstellten und ständig von ihnen attackierten Städte al-Fûʽa und Kafariyya wurde eine zusätzliche Waffenruhe von 72 Stunden, beginnend am Fr., 10.6.2016, um 0.00 Uhr, festgesetzt wie auch für die Städte az-Zabadânî und Maḍâyâ im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=79784, http://www.sana.sy/?p=392627, s.a. http://www.sana.sy/?p=392921 vom 11.6.2016)

Im Rahmen des Treffens des Committee for Protecting Christian Values in der russischen Duma unterstrich der syrische Botschafter in Moskau, Riyâḍ Ḥadâd, erneut die Notwendigkeit einer gemeinsamen weltweiten Bekämpfung des Terrorismus. Die zuständigen internationalen Organisationen sollten ihrer Aufgabe, für Frieden und Sicherheit in der Welt zu sorgen, nachkommen und demnach eine starke Position gegenüber Unterstützern des Terrorismus in Syrien einnehmen. Die Türkei sei ein wichtiges Beispiel dieser Unterstützerstaaten und zudem verantwortlich für die Entführung der beiden hohen christlichen Würdenträger – der syrisch-orthodoxe Metropolit Mar Gregorios Yûḥanâ (Johannes) Ibrâhîm  und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Bûlus (Paul) Yâziğî – in der Nähe von Aleppo am 22.4.2013.  Schließlich würdigte der Diplomat die russische Unterstützung bei den Erfolgen der syrischen Armee im Counterterrorismus. (http://sana.sy/en/?p=79769 vom 9.6.2016 – Als Ausführende des Verbrechens wurde eine Untergruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra, die Katîbat al-Muhâğirîn ausgemacht sowie von der Beteiligung des türkischen Geheimdienstes MIT gesprochen. (https://www.worldwatchmonitor.org/2014/_05/article_3145121.html/)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.6.2016 informiert http://www.sana.sy/?p=392485 (Im Zusammenwirken mit den Volkswehrkräften Beseitigung von IS-Nestern und –Ansammlungen im  NO des Ğazal -Ölfeldes und im SO des Dorfes von Abû al-Ḥawâdîd ca. 75 km östlich von Ḥomṣ mit Zerstörung von Raketenwerfern und aufgerüsteten Fahrzeugen und Tötung und Verwundung einer Reihe der Terroristen.).

Laut Aussage eines französischen Regierungsvertreters, der anonym bleiben wollte, sind französische Militärberater im Norden Syriens – ohne Erlaubnis und Koordination mit der Landesregierung und damit völkerrechtswidrig – stationiert zur Unterstützung der sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen. Weitere Informationen wollte der Regierungsvertreter nicht preisgeben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8983-franz%C3%B6sische_milit%C3%A4rberater_in_syrien)

Auch der russische Außenminister Lawrow unterstrich erneut die Notwendigkeit, den Zustrom von Terroristen und Waffen von der Türkei her nach Syrien zu stoppen wie auch der schon lange anstehenden und seitens der USA zugesagten (vgl.u.) Trennung der Terroristen von den moderaten Oppositionellen. Während einer Pressekonferenz in Moskau machte er nochmals äußerte er:  „It is a very important issue to dissociate the Syrian opposition from terrorists to prevent the triumph of terrorists in Syria and to promote intra-Syrian political dialogue.Many months have passed since the UN Security Council approved decisions of the Syria Support Group, this is more than enough time for any armed formation to make its choice: join the regime of cessation of fire or not.” Auch gehörten alle diejenigen zur Verantwortung gezogen, die sich nicht an die vereinbarte Waffenruhe hielten bzw. ihr wie auch der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  nicht beigetreten seien: „Along with the Islamic State and Jabhat al-Nusra, all those armed forma­tions that have not joined the regime of cessation of hostilities, or joined it but do not observe it, should bear all responsibility.” Von der jetzigen Situation profitierten nur die Terroristen (zur Erklärung vgl.u.), daher hoffe er, die USA würden endlich ihre bereits erwähnten Zusagen wahr machen: „I hope that the United States, which agreed with that logic, will join us in practical actions to prevent the current situation from being used to strengthen the positions of terrorists on the ground.” (http://sana.sy/en/?p=79761) – Zusammen mit seinem in Moskau zu Gast weilenden jordanischen Amtskollegen Nâṣir Ğûda (Nasser Judeh) diskutierte er darüber, daß sämtliche auf Syrien bezogenen UN-Resolutionen umgesetzt werden müßten und wie dies zu bewerkstelligen sei. (http://sana.sy/en/?p=79740)

Terroranschläge vom 9.6.2016:
Wieder feuerten Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra Raketen auf Wohnviertel von Aleppo mit bislang insgesamt 5 Toten und 54 Verletzten und erheblichen Schäden in al-Maidân, al-Akramiyya, al-Aʽẓamiyya und Saif ad-Dawla. (http://sana.sy/?p=392351) – Dies wurde auch durch das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm bestätigt, welches noch ergänzte, daß in den letzten 24 Stunden Ğabhatu_n-Nuṣra auch  die von Terroristen eingschlossene Stadt al-Fûʽa nahe Idlib bombardierten wie Arḍ al-Waṭâ und Rašâ im Umland von al-Lâḏa­qiyya, Militärposten  im Umland von Ḥamâ,  Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq und den Stadtteil al-Manšiyya in Darʽa. (http://sana.sy/en/?p=79701).

Während der UNSC-Sitzung letzte Nacht forderte der ständige russische UN-Bot-schafters Witali Tschurkin im Namen seiner Regierung die Vereinten Nationen dazu auf, Berichte über die durch die Türkei auf syrischem Territorium erstellten  [und damit völkerrechtswidrigen!] Befestigungsanlagen zu erstellen, um diese zu überprüfen. Zudem monierte er, daß die tatsächlich  effizienten und erfolgreichen antiterroristischen Leistungen der russischen Kräfte wie der SAA in Syrien nicht vom UNSC gewürdigt würden ganz im Gegensatz zur sog. US-geführten Koalition. (http://sana.sy/?p=392247 vom 9.6.2016)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.6.2016 infor-mieren     http://sana.sy/en/?p=79609 und http://www.sana.sy/?p=391949 (Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Trupps samt dren Fuhrpark an aufgerüsteten Panzerwagen nahe ar-Ruṣâfa, ca. 50km im NO von ar-Raqqa in akkuraten Luftschlägen, welche eine Menge toter Terroristen hinterließen. Vereitelung eines Ğaiš al-Islâm-Angriffs auf einen Militärcheckpoint in Ḥarastâ im Gebiet Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq, der durch einen in 15m Tiefe gegrabenen 500m langen Tunnel mit 1,8m Höhe und 1,6m Breite im Arḍ  al-Ḫams-Areal erfolgen sollte; dieser war angefüllt mit einer Unzahl an Sprengsätzen, welche anschließend entschärft wurden; zudem Beseitigung eines Truppentransporters mitsamt Mannschaft Ğabhatu_n-Nuṣra in Tal aḍ-Ḍabʽa nördlich der Bait Ğan-Farm in SW von Damaskus. Die Autoren verweisen hierbei erneut auf die umfängliche Unterstützung, welche Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet seitens des israelischen Nachbarn erhalte. Vereitelung eines Angriffs von IS-Affiliierten auch am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur nahe des Ğabal aṯ-Ṯarda  unter heftigen Einbußen des Feindes an Kämpfern – vor allem Saudis! – und Zerstörung von Panzerfahrzeugen, eines Tankers und eines BMB-Schützenpanzers.)

Laut Bericht dess russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  8.6.2016  wurden  in den vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße registriert: neben den schon erwähnten der terroranschlägen von Ğaiš al-Islâm auf Stadtteile von Aleppo und von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz derselben wurden auch die Ğabhatu_n-NuṣraAngriffe auf Orte im Umkreis von Idlib, al-Lâḏa­qiyya, Ḥamâ und Dimaskus erwähnt. Außerdem habe eine 160 Mann starke Truppe zur Auffüllung der Bestände von Ğabhatu_n-Nuṣra  im Raum Idlib die Grenze von der Türkei her überquert. (http://sana.sy/en/?p=79669, http://sana.sy/?p=392259)

Pentagon-Sprecher Peter Cook betonte während einer  Pressekonferenz vom Di., 7.6.2016, die USA stimmten ihre Militäroperationen in Syrien nicht mit der russischen Seite ab, die sich ja seit Monaten vergeblich gerade darum zur Herstellung einer größeren Effektivität im Kampf gegen den Terrorismus bemüht (vgl.u.). Demnach gebe es keine direkte Zusammenarbeit und Koordination. Besonders bei bei Befreiung von ar-Raqqa könnte dies zu Schwierigkeiten führen. Auf Reporterfragen hierzu antwortete der Pentagon-Sprecher jedoch nicht. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8917-pentagon_usa_arbei-ten_in_syrien_nicht_mit_russland_zusammen)

Terroranschläge vom 8.6.2016:
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf  Wohngebiete von Aleppo forderten in den letzten 24 Stunden gut 20 Todesopfer, während weitere 40 Anwohner verletzt wurden, hieß es aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am Mi., 8.6.2016. Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya hatten hierzu die Stadtteile al-Maidân und al-Muḥâfaza angegriffen, wobei es außerdem zu Schäden an einem Einkaufszentrum, an Verwaltungs- und Wohngebäuden kam.
In den Dörfern al-ʽAdnâniyya und aṣ-Ṣamadâ­niyya verschanzte Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen zudem die Stadt al-Baʽṯ  in al-Qunaiṭra mittels Artillerie und Mörsergranaten. Dabei wurde auch eine Sekundarschule und privates Eigentum schwer beschädigt.
Unterschiedliche eingegangene Berichte hatten zudem übereinstimmend zum Inhalt, daß die türkische Regierung unter Präsident Erdogan die im N von Aleppo aktiven Terroristen via LKW-Konvoi  mit Waffen und Munition, der im IS-kontrollierten Gebiet abgeladen worden sei, unterstütze.
(http://www.sana.sy/?p=391941)

Aufgrund eigener Ermittlungen hat The Daily Mail offenbart, daß eine Fabrik in der Türkei Militäruniformen für den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere in Syrien aktive Terrororganisationen nähen läßt. Der interviewte Eigentümer Abu Zakour bemerkte dazu nur: „ … für mich spielt es keine Rolle, woher meine Kunden kommen. Das ist nicht mein Problem.“ und setzte hinzu: „Unsere Kunden sagen nicht, dass sie aus Rakka sind (Hochburg der IS), weil sie denken, dass keiner ihnen etwas verkaufen wird, wenn bekannt wird, dass sie von dort kommen. Ich werde diese Kleidung aber verkaufen.“ Die Militärkleidung wird dann – wie üblich! – über die Grenze nach Syrien eingeschmuggelt. Nicht genug dieser Tatsache, beschäftigt der Besitzer zudem syrische Flüchtlingskinder in der Produktion. Sie seien teils sogar unter neun Jahre alt und müßten zwölf Stunden pro Tag in der Fabrik arbeiten. (http://sptnkne.ws/byG8) – Zu anderen bekannten Produktionsstätten in der Türkei für Terroristen in Syrien vgl.u.

Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, berichtete am 7.8.2016 zudem von einem LKW-Konvoi, beladen mit Waffen und Munition, welcher von der Türkei kommend die Grenze nach Syrien passierte und in ein vom IS kontrolliertes lieferte. Der IS wie auch Ğabhatu_n-Nuṣra setzten ihre Angriffe gegen Militärposten und Wohngebiete von Aleppo trotz Beginns des als heilig geltenden Monats Ramaḍân fort und zögen ihre Kräfte um Aleppo zusammen. Von Kafar Ḥamra [im N Aleppos] aus traktierten sie Areale der Provinzhauptstadt mit Mörsergranaten-, Raketen- und Artilleriebeschuß. Ganz intensiv hätten in den letzten 24 Stunden die Stadt Ḥandarât, die Umgebung des an-Nairab Airports, die Aleppo-Stadtteile al-Muḥâfaza, al-Maidân, aš-Šaiḫ Maqṣûd und az-Zahrâ´  darunter zu leiden gehabt. (http://sana.sy/en/?p=79588) – Schon im Koran (9, 36) heißt es, daß in den heiligen Monaten, wozu der  Ramaḍân zählt, der Kampf verboten sei.

Wieder wurden Drogenhändler, die vor allem Mengen der bei den Terroristen beliebten Captagon-Pillen (vgl.u.) bei sich führten, von den Behörden festgesetzt. Näheres bei: http://www.sana.sy/en/?p=79502 vom 7.6.2016.

Laut Bericht des Nachrichtenportals life.ru wurde der Leibwächter von Präsi-dentengattin Asmâ´ al-Assad (geb. Aḫras) namens Alğâ Maḫlūf  (Alja Machluf), ein Alawit wie die Präsidentenfamilie, Opfer eines gezielten Terroranschlags in Damaskus, indem ein Sprengsatz an seinem Auto  detonierte. (http://sptnkne.ws/byys) – Die Familie Maḫlūf ist mit der des Präsidenten verwandtschaftlich verbunden  (z.B. trug die im Frühjahr verstorbene Mutter des Präsidenten diesen Nachnamen als Mädchennamen: Anîsa Maḫlūf).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79498 und  http://www.sana.sy/?p=391637 (Effektive präszise Luftschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum Dair az-Zaur mit Zerstörung einer Fabrikationsanlage für Sprengfallen in aš-Šûlâ, 30km im SW der Provinzhauptstadt, sowie von etlichen aufgerüsteten Panzerfahrzeugen samt Mannschaften südlich des Militärflughafens, in al-Buġai­liyya und ʽIyâš im W; dazu erfolgreiche Razzien gegen IS-Positionen im Industrieviertel und dem Stadtteil al-Ḥamîdiyya von Dair az-Zaur. Desgleichen gegen IS-Schlupfwinkel und Bewegungen bei ar-Ruṣâfa im SW von ar-Raqqa mit Beseitigung von IS-Waffendepots und MannschaftenMannschaften innerhalb der am vergangegen Donnerstag gestarteten Operation zur Befreiung dieser Provinzhauptstadt. Eliminieurng von Ansammlungen und Verschanzungen von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in der Umgebung von Aṭšân, 45km nördlich von Ḥamâ nahe der Verwaltungsgrenze zu Idlib mitsamt eines Kommandozentrums und den zugehörigen aufgerüsteten Fahrzeugen. Erfolgreiche Operationen gegen Ğabhatu_n-NuṣraBewegungen zwischen al-Ḥamîdiyya – al-Ḥurri­y­ya im Gebiet von Abû Šabṭa im N von al-Qunaiṭra mit Beseitigung von Muntionstransportern. ).

Gemäß Meldung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom  7.6.2016  wurden  in den vergangenen 24 Stunden drei Verstöße festgestellt: Trupps von Ğaiš al-Islâm griffen weiterhin Militärposten und Wohngebiete im Raum Ğaubar, al-Maidân und ʽArbîn im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten an. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra fährt mit den Attacken mittels Raketen-, Mörsergranaten- und Artilleriebeschuß gegen Wohngebiete in und Dörfern in der Umgebung von  al-Lâḏa­qiyya, Idlib, Ḥamâ, Damaskus und Aleppo fort. (http://sana.sy/en/?p=79600)

Terroranschläge vom 7.6.2016:
Heckenschützen hinterließen in al-Ḥamadâniyya in Aleppo einen Toten und zwei Verletzte.
In al-Baʽṯ / Provinz al-Qunaiṭra führte Artilleriebeschuß seitens Anhängern von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich im 3km südlich gelegenen Dorf al-ʽAdnâniyya (Adnaniyeh) verschanzt hatten,  zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden. (http://sana.sy/en/?p=79565)

Bei der ersten regulären Parlamentssitzung der zweiten Legislaturperiode am Mo., 6.6.2016, wurde mit Dr. Hadiyya Ḫalaf ʽAbbâs zum ersten Mal eine Frau zur Parlamentssprecherin gewählt. Mit der Verfassung von 1953 waren die syrischen Frauen unter den ersten der arabischen Welt, welche sowohl das Wahl- als auch Stimmrecht erhielten. (http://sana.sy/en/?p=79434, http://www.sana.sy/?p=391260)

Terroranschlag vom 6.6.2016:
Bei Granatenbeschuß auf die von Terroristen umstellte Stadt al-Fûʽa nördlich Idlibs wurden drei Personen verletzt. (http://www.sana.sy/?p=391263)
Ğabhatu_n-NuṣraAnhänger feuerten Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Ḫadamî von al-Baʽṯ, wo zum Glück „nur“ materielle Schäden zu beklagen waren. (http://sana.sy/en/?p=79430)

Nach Verlautbarung des ersten Šarîʽa-Richters in Damaskus, Muḥammad al-Maʽrâwî gilt in Syrien Mo., der 6.6.2016, als erster Tag des Fastenmonats Ramaḍân im islamischen Jahr 1437 a.h. (d.i.: anno hegira), der mit der vorhergehenden Nacht und der Sichtung der Sichel des Neumonds begonnen hat. (http://www.sana.sy/?p=391164 vom 5.6.2016)

Medienmeldungen, beruhend wieder auf einer Mitteilung von SOHR, wonach ein russisches Kampfflug­zeug von Terroristen im Süden der Stadt Aleppo abgeschossen worden sei, entsprechen nicht der Wahrheit, erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Kona- schenkow nach Information durch das Koordinationszentrum zur Über- wachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm. (http://www.sana.sy/?p=391208)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=79259 und http://sana.sy/?p=390873 (Befreiung von Abû al-ʽAlâğ mit allen umgebenden Anhöhen im O der Provinz Ḥamâ im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Was an IS-Kämpfer nicht getötet oder verletzt wurde, wurde in die Flucht getrieben; vernichtet wurde zudem ein IS-Kommadozentrum, Raketenabschußanlagen und der aufgerüstete Fuhrpark. Im NO von as-Suwaidâ´ in Tal Ušaihib wurde in der Morgendämmerung  in IS-Trupp ausgemacht und beseitigt sowie bei der Operation gegen IS-Positionen in al-Mafṭara, 75km im NO von as-Suwaidâ´ dem Feind heftige verlsute an Männern und Ausrüstung beigebracht.). – Abû al-ʽAlâğ befindet sich auf der Verbindungsstraße Aṯariyâ – ar-Raqqa nahe der Stadt aṭ-Ṭabqa mit ihrem 25km entfernten Militärflughafen. Der Armee ist während der am Do., 2.6.2016, im Raum Aṯariyâ begonnenen Offensive zur Rückeroberung der vom IS als verbliebener Hauptstützpunkt in Syrien genutzten Provinzhauptstadt ar-Raqqa ein großer, strategisch bedeutsamer Erfolg gelungen. Seit Sa., 4.6.2016, geht die Armee mit Deckung durch syrische und russische Kampfflieger gen ar-Raqqa vor, die Operation begann mit Artilleriebeschuß, der v.a. dem Osten der Provinzhauptstadt galt, wo sich die Hauptstützpunkte befinden, wie al-Aḫbar news mitteilte. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950315000608).

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am  5.6.2016, neun Verstöße für die vergangenen 24 Stunden, fünf davon im Rîf Dimašq, vier im Raum Aleppo. Im ersteren Fall waren wieder das Wohngebiet Barza und und etliche Farmen im Umland betroffen, im letzten Fall die Wohngebiete al-Maidân, al-Ḫâlidiyya, die Altstadt, al-Assad-Vorstadt durch Mörsergranaten- und Raketenbeschuß. (http://sana.sy/en/?p=79368, http://www.sana.sy/?p=391218)

Terroranschläge vom 5.6.2016:
Raketenbeschuß aus der Gegend von ʽAfrîn auf das Dorfšimara im Umland von Aleppo hinterließ drei Verletzte.
Aktualisierung: Weitere Attacken mit Raketensalven und Beschuß durch Heckenschützen (im Stadtteil ar-Râmûsa) hinterließenspäter am Tag in verschiedenen Stadtteilen von Aleppo insgesamt fünf Tote und 77 Verletzte und zwar in as-Sulaimâniyya,  al-Hazâra, dem Bagdad-Bahnhof, in Saif ad-Daula, al-Aḏâʽa (Radiostation!), Bâb al-Farağ, al-ʽAzîziyya, die Barûn-Straße sowie as-Sariyân. In al-Maidân kam es besonders an der Kirche Faraḥ (als sonntägliches Ziel!), zudem am Munizipalpalast, dem öffentlichen Park und der Elektrizitätsgesellschaft zu teils massiven Schäden wie grundsätzlich an öffentlichem und privatem Eigentum und der Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=79274, http://sana.sy/?p=390927)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicher-heitsratsvorsitzenden beklagte sich die Regierung via Außenministerium noch am So., 5.6.2016, über die fortgesetzten Angriffe auf Wohngebiete von Aleppo, welche durch die entsprechende, schon in früheren Schreiben  mehrfach dargelegte Unterstützung der in Syrien agierenden Terrorgruppen durch ausländische Regierungen nicht möglich wäre. Im vorliegenden Fall hinterließ der willkürliche Beschuß mit  hunderten von Raketen und Mörsergranaten sowie Gaszy-linderbombenauf zivile Areale der Provinzstadt Aleppo  seit Freitag 110 Tote, darunter 40 Kinder, und hunderte an Verletzten. Ausführende waren neben Terroristen der international gelisteten Ğabhatu_n-Nuṣra  ebenso Mitglieder der von einigen westlichen Staaten so titulierten moderaten bewaffneten Opposition. Die Attacken seien „part of the series of the systematic terrorist acts plotted and prepared by the Turkish regime and perpetrated by the ‘moderate opposition’ groups in cooperation and coordination with Jabhat al-Nusra and its affiliates such as Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham and Jaish al-Fatah among others.”  Die Terrorakte offenbarten „blatant attempts by the regime of Erdogan and the other regimes supporting and sponsoring terrorism in Riyadh and Doha to undermine the efforts seeking to stop the bloodshed and to foil the Geneva talks and the truce arrangements.”.  Die Weigerung seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Ukraine, Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf die UN-Liste der Terrororganisationen zu setzen, zeige nur, daß jene und andere Staaten bzgl. des Terrorismus und seiner Bekämpfung weiterhin mit doppelten Standards arbeiteten, aber nicht ernsthaft dagegen vorgingen. Der wahre Grund für die Fortführung solcher Attentate liege darin, daß man bzgl. der türkischen Regierung die Augen zudrücke, um nicht wahrnehmen zu müssen, daß über die Grenze tausende von Terroristen, alle Arten von Waffen und sogar türkisches Militär in den ins Land komme, letzteres in den Norden von Aleppo (vgl.u.). Es werde demnach nicht nur eine umgehende vehemente Verurteilung dieser Terrorakte vom UNSC gefordert, sondern  vielmehr, daß jener seiner Verantwortung, international für Frieden und Sicherheit zu sorgen, gerecht werde und sofort abschreckende Strafmaßnahmen gegen die den Terrorismus unterstützenden Regierungen ergreife, insbesondere gegen Saudi-Arabien, die Türkei und Qaṭar. Dies müßten gezwungen werden, die UNSC-Resolutionen 2170, 2178, 2199 und 2253 einzuhalten. Die Regierung werde sich jedenfalls nicht davon abschrecken lassen, weiterhin seine Pflicht zur Verteidigung der Bevölkerung gegen die Terroristen zu erfüllen wie seine Bemühungen um eine politische Lösung der Krise durch allumfassenden Dialog fortzuführen. (http://sana.sy/en/?p=79307, s.a. http://sptnkne.ws/byvH)

Zehn Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am  4.6.2016, für die vergangenen 24 Stunden, davon acht Vorfälle in Aleppo und Umgebung sowie zwei im Rîf Dimašq. Demnach attackierten die Extremisten von Ğaiš al-Islâm die Stadtteile al-Maidân, al-Ḫalidiyya, die Altstadt wie die al-Assad-Vorstadt von Aleppo city mit Mördergranaten und Raketen wie ebenso das Wohngebiet Barza und eine Anzahl Farmen im Umland von Damaskus. Zuvor waren die Stadtteile al-Maidân, al-Faiḍ, al-Ḥamdâniyya, ar-Râmûsa, Saif al-Dawla und as-Suleimâniyya von Aleppo mit Raketensalven beschossen worden, worauf 17 Bürger starben, 124 verletzt wurden (vgl.u.). (http://sana.sy/en/?p=79250, http://sana.sy/?p=390192) – Außerdem meldete Zentrumsleiter Generalleutnant Sergei Kuryalenko, daß die schon am Vortag erwähnten (vgl.u.) ca 1.000 Terroristen, unter welchen sich laut Bewohnern vor Ort türkisches Militär befand (!), Armeeposten zum Schutz der Provinzhauptstadt im SW von Aleppo bei al-Buraiğ angriffen. Bemerkenswerterweise kamen die Attacken aus dem Gebiet al-Anṣârî, das von den sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO)  kontrolliert wird. Der Feind versuchte zur Autobahn vorzudringen, wobei es zu harten Kämpfen mit der SAA ca. 800m vom Flüchtlingscamp im Stadtteil an-Naṣr kam.
Infolge der Angriffe mittels Mörsergranaten auf das Stadtviertel aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo seien 40 Bewohner getötet und an die 100 verletzt worden. Die Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra  nutzten Raketenwerfer, Artillerie- und Fla-Geschütze für ihre Attacken auf die Viertel aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´, den an-Nairab Airport sowie Armeeposten zum Schutz des  Ḥandarât-Flüchtlingscamps im N von Aleppo. Zudem unterstrich der Zentrumsleiter nochmals die Tatsache, daß Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra  die seit dem 27.2.2016 geltende Waffenruhe wie die Anwesenheit der sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO) zu ihrem Vorteil ausnutzten, um ihre Kämpfer repositionieren, mit Waffen- und Munitionsnachschub ausstatten und die umgebenden zivilen) Gebiete nördlich von Aleppo angreifen zu können. Dabei führten z.B. im Gebiet Mâriʽ FSA- wie IS-Führer gemeinsam Terroraktionen durch. Erstere hätten durch Abwurf von US-Hubschraubern dort Lieferungen an Waffen, Muni­tion erhalten, welche aber den IS-Leuten in die Hände fielen. (http://sana.sy/en/?p=79215, http://sana.sy/?p=390192; s.a. http://sptnkne.ws/bxWx, http://sptnkne.ws/bxNC)

Terroranschlag vom 4.6.2015:
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf den Stadtteil al-Maidân von Aleppo wurden bislang zwei Menschen getötet und 20 verletzt.  (http://sana.sy/?p=390113)
Aktualisierung: wie auch das russische Koordinationszentrum in Ḥumaimîm bestätigte (http://sptnkne.ws/bxNC, http://sptnkne.ws/bxWx), kamen bei Raketenangriffen auf die Stadtteile al-Maidân, al-Faiḍ, al-Ḥamdâniyya, ar-Râmûsa, Saif al-Dawla und as-Suleimâniyya von Aleppo insgesamt 17 Bürger ums Leben, 124 wurden teils schwer verletzt bei erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=79192).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79184 und http://www.sana.sy/?p=390101 (Eliminierung von IS-Positionen mitsamt Artillerie in al-Qaṣr, ca. 60km  im NO von as-Suwaidâ´ am Morgen. Dem IS am Abend zusammen mit der Volkswehr nach zähem Kampf die Kontrolle über eine Reihe von Anhöhen wie die Getreidesilos im O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ abgerungen mit anschließender Säuberung und Entsorgung der vom IS hinterlassenen Sprengfallen und Minen. Vereitelung von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-IslāmiyyaAngriffen auf Militärposten zum Schutz von Maʽân, ca. 35km im N von Ḥamâ, wobei mindestens 40 Terroristen getötet, viele verletzt wurden, der Rest sich gen Süden von Idlib flüchtete und ihre aufgerüsteter Kampfwägen vernichtet wurden. Vereitelung von IS-Attacken auf Gebiete beim Ğabal aṯ-Ṯarda und im al-Bânû­râmâ-Areal im S und SW von Dair az-Zaur wie auf SAA-Posten in der Gegend unter deutlichen Feindverlusten an Männern und Bewaffnung ).

Ähnlich wie zuvor am Do., 2.6.2016, Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân (vgl.u.) machte auch der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in New York entgegen den fortdauernden anderrs lautenden Behauptungen der Mainstream-Medien hinsichtlich der humanitären Hilfslieferungen deutlich, daß  die Regierung allen bedürftigen Syrern humanitäre Hilfe zukommen lasse – ausgenommen Terroristen – und hierbei mit den UN und anderen  internationalen Hilfsorganisationen belegtermaßen (s.u.) erfolgreich zusammenarbeite. Natürlich sei es dabei auch Aufgabe der Regierung, die Sicherheit der ausländischen Mitarbeiter zu gewährleisten und für sie Sorge zu tragen. Hingegen verschlechterten diejenigen Staaten, darunter Mitglieder des UNSC, dort die humanitäre Situation, wo sie für den Nachschub für die Terroristen in Syrien aus dem Nachbarausland sorgten. Syrien fälschlich zu beschuldigen, es (ver)hindere humanitäre Hilfsleistungen, sei – faktengestützt – eine die Syrienkrise begleitende Kriegspropaganda, um Syrien zu diskreditieren und vor einer nächsten Gesprächsrunde in Genf die Regierungsposition zu schwächen. Auffälligerweise seien diese Unterstützerstaaten des Terrorismus dieselben, die die falschen Beschuldigungen gegen Syrien im humanitären Bereich aufbrächten und unterhielten, darunter vor allem die Türkei und Saudi-Arabien wie auch Jordanien. „If it were up to some Security Council members, they would have liked to airdrop weapons, not food or humanitarian aid”, setzte er verdeutlichend hinzu und ergänzte: „Some members of the Security Council want to violate Syrian sovereignty and deny the role the Syrian government plays in order to accuse it and politicize the humanitarian situation in Syria, instead of stopping the terrorist tide.” Außerdem versuchten gerade jene auch den Prozeß einer politischen Lösung der Syrienkrise zu unterminieren, wie am Verhalten der ar-Riyaḍ-Oppositionsgruppe (HNC) deutllich geworden ist (vgl.u.).
Auf entsprechende Reporterfragen antwortete er, wer Syrien helfen wolle,  müsse hierfür selbstverständlich die Regierung kontaktieren. Niemand könne anstelle der syrischen Regierung und Bevölkerung den Terrorismus bekämpfen oder humanitäre Hilfe per Luft- oder Schiffsfracht oder über Land ohne Zusammenarbeit mit der Regirung sicherstellen. Außerdem sei die Aufhebung der illegalen (zu Belegen s.u.!) Sanktionen gegen Syrien schon eine große Hilfe.  Diese hätten vom ersten Tag der Krise an dafür gesorgt, daß Arbeitsplätze vernichtet, das Banksystem paralysiert und wurden Tausende in die Flucht und Emigration getrieben worden sind.
Wende man sich dem Counterterrorismus anderer Länder zu, so seien bzgl. der selbsterklärten Anti-IS-Koalition unter US-Führung keine echten Erfolge zu verzeichnen. Zudem müsse man sich fragen, wie es denn möglich sei, daß die zwischen 80.000 und (eher) 100.000 in Syrien aktiven Terroristen aus Australien, Kanada, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Libyen Tunesien etc. die oft  tausende an Kilometern mit Einreise über die Türkei überhaupt bewerkstelligen konnten? Wer habe ihnen hierzu die Visa erteilt, das Geld für die Flüge gegeben, das Training in Camps in der Türkei zukommen lassen?   (http://sana.sy/en/?p=79165, vom 3.6.16)

In einem Statement vom Fr.,  3.6.2016, machte der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin klar, daß Versuche von Oppositionsseite, die syrischen Gespräche in Genf zu komplizieren, indem sie Vorbedingungen stellten – was früher schon im Widerspruch der Vereinbarungen im Vorfeld der Genfer Dialoge seitens des HNC unternommen worden war (vgl.u.) – nicht geduldet werden dürften. Alle Seiten müßten sich statt dessen ernsthaft um eine Lösung bemühen. Zu humanitären Hilfen aus der Luft bemerkte er auf Journalistennachfrage hin, daß deren Sicherheit nur durch Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung erreicht werden könne. Wollten UNSC-Mitgliedsländer wirklich dem Land und seiner Bevölkerung helfen, könnten sie dies durch Aufhebung der Anti-Syrien-Sanktionen leicht tun. (http://sana.sy/en/?p=79170)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=79163 und http://www.sana.sy/?p=389955 (Im O der Provinz zusammen mit der Volkswehr Zerstörung von IS-Positionen und -Fortifikationen im Bereich Aṯriyâ mit Unterbrechung der IS-Nachschubroute az-Zakiyya–Abzweig Dair Ḥâfir unter heftigen Feindverlusten an Männern und militärischem Equipment; rückerobert wurden zudem mit dem Dair Ḥâfir- nahe dem Zakiyya-Abzweig  die Bergzüge des Abû az-Zain Mountains und die Gegend von al-Masbalaut http://sana.sy/en/?p=79259, http://sana.sy/?p=390873)

Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffen- ruhe in Ḥumaimîm wurden am 3.6.2016, vier Verstöße in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Dabei attackierte Ğaiš al-Islâm wieder SAA-Standorte zum Schutz der damaszener Vororte Ḥarastâ, ʽArbîn und Ğaubar mit Mörsergranaten.
Zudem führte Ğabhatu_n-Nuṣra seine Angriffe gegen die Stadtteile al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´ und aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo mittels Mörsergranaten for auch gegen eine Reihe von Städten in den Provinzen Idlib, Ḥomṣ, Ḥamâ, al-Lâḏa­qiyya und dem Rîf Dimašq.
Außerdem überschritten erneut an die 200 Kämpfer zur Unterstützung von Ğabhatu_n-Nuṣra bei Bîsûn die Grenze von der Türkei aus in Richtung Biniš /Idlib, wo sich derzeit ca. 1.000  Ğabhatu_n-Nuṣra mit schweren Maschinengewehren und 35 Raketenabschußanlagen sammeln.  Die Terroristen nähmen in Biniš den Einwohnern die Nahrungs-mittellieferungen weg und brächten sie in ihren Stützpunkt in Ḫân Ṭûmân/Provinz Aleppo.
Einwohner von Marâyâ im Umkreis von Aleppo berichteten noch, daß FSA-Kämpfer sich frei und ungestört im vom IS besetzten Gebiet begen könnten, was wieder einmal beweise, daß beide Gruppen nicht gegen- sondern miteinander agierten.
Russische Kampfflieger zerstörten in der Zeit einige illegale Ölförderanlagen nahe der Provinzhauptstadt ar-Raqqa. (http://sana.sy/en/?p=79177,  http://www.sana.sy/?p=390056)

Terroranschläge vom 3.6.2016:
Bei Angriffen auf die Stadtteile al-Ḥamadâniyya, Saif ad-Daula und nachmittags noch auf al-Maidân von Aleppo mittels Raketen, Panzerfäusten und Mörsergranaten kamen zwei Kinder ums Leben, 27 weitere Bewohner wurden verletzt bei erheblichen Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum wie an der Infrastruktur.
Wieder einmal beschossen im nahen Biniš verschanzte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra die von Terroristen eingekesselte Stadt al-Fûʽa im N von Idlib mit einer Salve Raketen, wobei laut telefonischer Mitteilung aus der Stadt viele Bewohner getötet und verletzt wurden.  (http://sana.sy/en/?p=79152, http://sana.sy/?p=389920)

Per Videointerview mit Sputnik news während einer Konferenz zur Terrorbekämpfung in Washington am Do., 2.6.2016, teilte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân mit, die Regierung in Damaskus arbeite mit den UN zusammen, um die jeweils beste Möglichtkeit zu ergünden, allen bedürftigen Syrern humanitäre Hilfslieferungen zukommen zu lasssen. Um solche aus der Luft per Abwurf zur Verfügung zu stellen, seien Absprachen zwichen den UN und der Regierung unumgänglich. Zudem bemerkte sie: „We are in need to eliminate terrorism and I wish the western countries think more about combating terrorism.” Dank der russischen Unterstützung sei die SAA in der Lage (gewesen), große Gebiete von den Terroristen zu befreien. (http://sana.sy/en/?p=79113 )

Michail Bogdanow, der russi­sche Vize-Außenminister und Sonderbeauftragte für den Nahen Osten und Afrika, gab während einer Pressekonferenz in Moskau bekannt, der Regierung liege daran, in Syrien eine über den bald beginnenden Ramaḍân hinaus dauerhafte Waffenruhe ausgedehnt auf ganz Syrien zur Geltung zu bringen. Hierfür rief er die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf und erklärte:  We’re saying it’s important to impose peace once and for all and to create more suitable conditions for a resumption and conduct of negotiations and for tapping a political solution. … More than that, we speak in favor of starting earlier than Ramadan and never stopping (the truce).” (http://sana.sy/en/?p=79122 vom 3.6.2016)

Gemäß den religiösen Gelehrten soll am So., 5.6.2016, bei bei Sonnenuntergang nach der Sichel des Neumonds Ausschau gehalten werden [zur Bestimmung des Beginns des Fastenmonats Ramaḍân] (http://www.sana.sy/?p=389793 von 2.6.2016).

Ein besonders brutales IS-Mitglied, bekannt als blutrünstiger Henker, „Fleischer“ und „Bulldozer von Fallujah“ (wegen seines Übergewichts und und brutalen Erschei­nungsbildes) ist von der SAA gefaßt worden, wie ein ins Netz gestelltes Video zeige, auf dem im Hintergrund Jubelschreie zu hören seien. Laut Daily Mail köpfte er die ihm überlassenen Delinquenten nicht nur sondern hackte Jugendlichen auch Gliedmaßen ab, folterte und entstellte seine Opfer. Gern habe er mit knienden Opfer und über ihnen erhobenem Schwert posiert. (http://sptnkne.ws/bwUb)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79037 und http://sana.sy/?p=389422 (Nach einer geglückten Militäroperation unter Deckung der SAAF wie russischen Kampffliegern im Gebiet Aṯriyâ im O von Ḥamâ erfolgte die Rückeroberung von Ğibâl Abû az-Zain und al-Masbaunter heftigen Verlusten des IS, dessen Rest floh. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheiten und Affiliierten im SW  Rîf Dimašq nahe al-Maqrûṣa und Ḥarfâ zusammen mit Volkswehrgruppen ebenfalls nach harten Kämpfen  und deutlichen Feindverlusten, dessen Überlebende die Flucht ergriffen. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen im S von Darʽâ sowie im Viertel al-Manšiyya von Darʽâ al-Balad. Bei morgendlichen gezielten erfolgreichen Luftschlägen der SAAF auf IS-Ansammlungen und -Befesti­gungen Beseitigung von IS-Panzerfahrzeugen samt Mannschaften östlich der Lagerhäuser von  Tadmur wie bei Ğabâb Ḥamad und Ḍabʽat al-Milla, 50km im O von Ḥomṣ).

Im russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm wurden am 2.6.2016, drei Verstöße für die vergangenen 24 Stunden registriert, begangen durch Ğaiš al-IslâmTrupps mittels Mörsergranaten gegen die damaszener Vorstädte Ğaubar, Dûmâ, Ğûr al-Bâšâ und weitere Orte im Rîf Dimašq. Auch Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten attackierten die Stadtteile al-Maidân,  al-ʽÂmariyya, al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´ von Aleppo mit dem an-Nairab-Flughafen und dem  Ḥandarât-Flüchtlingscamp, zudem eine Anzahl von Städten in den Provinzen Idlib, Ḥomṣ, Ḥamâ und al-Lâḏa­qiyya. Zunehmend kämen Trucks mit Nachschub für die Terroristen von der Türkei her nach Syrien im Bereich der Städte ʽAzâz und Dâra ʽIzza. Große Kontingente an Fahrzeugen mit Mannschaften und verschiedenen Typen an Waffen und Munition sowie Panzern kämen zudem im N und SW von Aleppo zu deren Verstärkung an. (http://sana.sy/en/?p=79030)

Terroranschläge vom 2.6.2016:
Im Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo kam eine Studentin ums Leben, fünf weitere Bürger wurden verwundet infolge des Beschusses mit Raketen und durch Heckenschützen, die sich im Stadtteil al-ʽÂmariyya verschanzt hielten.
Ğabhatu_n-NuṣraAnhänger feuerten Mörsergranaten auf Wohngebiete der Stadt al-Baʽṯ in al-Qunaiṭra, wo gerade die Baccalaureats-Prüfungen stattfinden, was zum Glück „nur“ zu erheblichen Schäden führte. (http://sana.sy/en/?p=79032, http://sana.sy/?p=389079)
Ergänzung: Nachfolgender Beschuß mit Raketen hinterließ in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Maqṣûd,  al-Maidân und as-Sulṭân al-Ḥalabî  von Aleppo einen Toten und 15 Verletzte, später nochmals in letzteren beiden Vierteln vier Tote und 16 Verwundte.
In al-Lâḏa­qiyya sprengte sich ein Suizidattentäter mittels eines mit Sprengstoff präparierten Motorrads vor der al-Ḫulafâ´ ar-Râšidîn-Moschee in die Luft, als gerade die Gläubigen das Gebäude verließen. Dabei kamen zwei Bürger ums Leben, vier weitere wurdn verletzt. (http://sana.sy/en/?p=79102)
Auch die von Terroristen seit zwei Jahren eingeschlossene Stadt al-Fûʽa wurde wieder mit Raketen beschossen, worauf eie 10-Jährige starb, zwei weitere Kinder teils lebensgefährlich verletzt wurden. Die verursachten materiellen Schäden sind ebenfalls hoch. (http://sana.sy/en/?p=79120)

Fünf Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 1.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden im Rîf Dimašq, ausgeführt  von Ğaiš al-Islâm durch Mörser-granatenangriffe gegen Militärposten zum Schutz der Orte Dûmâ, Ğûr al-Bâšâ, Ğaubar, ʽArbîn. (http://sana.sy/en/?p=79030)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=78981 und http://www.sana.sy/?p=389087 (Vereitelung von Angriffen der  Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf Militärposten zum Schutz der Achse az-Zakât, Ḥaṣariyya und al-Laṭâmina im N von Ḥamâ mit Eliminierung von mindestens 20 Terroristen, Verwundung weiterer unter Ausschaltung von deren militärischer Ausrüstung. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und -Schlupfnester im O von Ḥomṣ bei Ğabâb Ḥamad, Talat ʽÂbid und östlich von Ğab al-Ğarâsowie Beseitigung eines IS-Truppen- und Waffentransports in Ḍabʽat al-Milla. Zusammen mit Volkswehrkräften Vereitelung von Angriffen der Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im SW des Rîf Dimašq, flüchtende Terroristen beschossen das Dorf Ḥarfâ, verursachten aber „nur“ Sachschaden. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze auf IS-Panzerfahrzeuge mit Mannschaften im SO von al-Bânûrâmâ am SW-Rand von Dair az-Zaur.).

Oleg Syromolotow, Rußlands Vizeaußenminister, forderte am Di., 31.5.2016, auf der OSZE-Anti-Ter­ror-Konferenz in Berlin dazu auf,  mit der UNO als Ko­or­d­i­natorin ein internationales Bündnis gegen den Terrorismus zu begründen, welche  – z.B. im Gegensatz zur US-geführten Koalition! – entsprechend den internationalen Gesetzen unter  Berücksichtigung der territorialen Integrität sowie ohne Intervention in interne Angelegenheiten der Regierungen der betroffenen Länder durchgeführt werde. (http://parstoday.com/de/news/world-i8488-russland_fordert_bildung_einer_koalition_gegen_terro- rismus vom 1.6.2016)

Am Mi., 1.6.2016, beantwortete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Reporterfragen: Wir stellen mit Bedauern fest, dass eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Terroristen in Syrien nach wie vor ausbleibt“ (http://sptnkne.ws/bwyN). Beide Länder tauschten nur regelmäßig zweimal täglich Informationen aus. Ein Geheimabkommen zu Syrien existiere nicht. (http://sana.sy/en/?p=78999)

Terroranschläge vom 1.6.2016:
Raketensalven – abgeschossen von IS-Extremisten – fielen in den Wohnvierteln al-Quṣûr and al-Ğûra in Dair az-Zaur in der Morgendämmerung zwei Bürger zum Opfer, weitere drei Personen wurden verletzt, Gebäude etc. beschädigt; Desgleichen in den Stadtteilen al-Ašrafiyya, Mûgâmbû, aš-Šaiḫ Maqṣûd,  ar-Râmûsa und al-Ḥamadâniyya von Aleppo, wo insgesamt 35 (zuvor 22) Menschen verletzt wurden und eine Frau starb zusätzlich zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum wie der Infrastruktur. Im Stadtteil Mûgâmbû beschossen die Extremisten eine Klinik des Wohlfahrtsverbandes der al-Iḥsân association mit Raketen, verwundeten dadurch drei Personen des medizinischen Personals sowie fünf Patienten, eine Frau erlitt dabei einen Abort.
Infolge Raketenbeschusses auf al-Fûʽa und Kafariyya, den beiden im N Idlibs von Terroristen belagerten Orten, wurden acht Personen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=78982http://sana.sy/en/?p=78982)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.5.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=78919 und http://www.sana.sy/?p=388758 (Zerstörung von IS-Schlupfnestern und –Konvois östlich von Tadmur sowie Beseitigung von IS-Trupps in Ğabâb Ḥamad, westlich Ḫunaifîs, al-Mu­šairifa al-Ğanûbiyya und Rasm Ḥumaira durch präzise SAAF-Angriffe in der Provinz Ḥomṣ; Desgleichen gegen IS-Ansammlungen samt Panzerfahrzeugen bei Salamiyya in amâ nahe der Verwaltungsgrenze zur Provinz und bei Tulûl al-Ḥamar. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps, welche gerade bestellte landwirtschaftliche Flächen im SO des aṯ-Ṯaʽla Militärflughafens im SW von as-Suwaidâ´ in Brand setzten; Beibringen heftiger Verluste an Kämpfern und Ausrüstung gegenüber zwei IS-Gruppen bei al-Qaṣr im NO der Provinz.).

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm stellte  am 31.5.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße fest. Alle fanden im Rîf Dimašq statt: Mörsergranatensalven wurden von Ğaiš al-IslâmExtremisten auf das Ibn al-Walîd-Gesundheitszentrum im Bezirk Ḥarastâ wie Militärposten zum Schutz von Dûmâ und Ğûr al-Bâšâ abgefeuert. (http://sana.sy/en/?p=78965)

Im Interview mit Komsomolskaya Pravda vom 31.5.2016, machte der russische Außenminister Sergei Lawrow darauf aufmerksam, die den bewaffneten Gruppen gewährte Frist (vgl.u.), sich von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Gebiet zu distanzieren, ende diese Woche. Dann würden die Luftangriffe gegen die Terroristen wieder fortgeführt, auch wenn sich dort noch Kämpfer befänden, die für sich in Anspruch nähmen, keine Terroristen zu sein. Zudem erneuerte er seine – zu einem früheren Zeitpunkt (s.u.) bereits abgeschlagene – Einladung an die USA, gemeinsam gegen jene Gruppen vorzugehen, welche die am 27.2.2016 geschlossenen Waffenruhe verletzten. Zudem machte Lawrow die für das Scheitern der dritten Gesprächsrunde in Genf die ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, Näheres dazu s.u) verantwortlich.(http://sana.sy/en/?p=78935).

Terroranschlag vom 31.5.2016:
Bei Raketenangriffen auf die belagerte Stadt al-Fûʽa (vgl.u.) im N von Idlib wurden eine Frau und ein Baby verletzt.
Raketenbeschuß auf Wohnviertel von Aleppo hinterließ sieben Tote und 13 Verletzte in der Nil-Straße, ar-Râmûsa, Neu-Aleppo,  Bâb al-Farağ und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum, dazu kam Heckenschützenfeuer vom Gebiet der Bilâl-Moschee her. (http://sana.sy/en/?p=78928)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.5.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=78801 und http://www.sana.sy/?p=388265 (Beseitigung eines IS-Trupps mit Panzerwagen in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´; am Vortag war im S der Provinz im Dorf al-ʽAfîna ein großer Waffen-und Munitionstransport in einen Hinterhalt der Volkswekrkräften gelangt und anschließend konfisziert worden.  Zerstörung von zwei IS-Autobomben in der Umgebung des Ğabal aṯ-Ṯarda im SO von Dair az-Zaur; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten zum Schutz des Bereichs von al-Bânûrâmâ unter Ausschaltung des Trupps. Im O der Provinz Ḥomṣ zusammen mit Volkswehrkräften Befreiung von Ḥuwaisîs, gelegen im NW des Šâʽir Ölfelds, bei heftigen Verlusten des IS an Kämpfern und militärischer Ausrüstung und anschließendr Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen, dabei eine endeckte Anlage zur Herstellung solcher Sprengsätze zerstört.)

“American-Kurdish-SDF ‘offensive’ on Raqqa is an information war bluff”
Seit geraumer Zeit beherrschen Meldungen die Mainstream Medien (MSM), daß sich eine Streitmacht der “Syrian Democratic Forces” (SDF), unterstützt durch das US-Militär unter Deckung der Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf zur Rückeroberung von ar-Raqqa mache. Um dies zu planen, habe sich der Chef des Central Command of the Armed For­ces of the USA, General Joseph Votel, am 21.5.2016 geheim in Syrien aufgehalten. Den Medien der Region dagegen war nur zu entnehmen, daß die syrischen Kurdenkämpfer gerade einmal die Kontrolle über drei Dörfer erkämpft hatten (vgl.u.). Eine Quelle aus dem syrischen Generalstab bestätigt dies gegenüber dem Kriegskorrespondenten von Russian Spring’s: die durch die Geheimdienste und Drohen etc. gesammelten Daten hätten gezeigt, daß es sich bei den o.e. „Meldungen“ um nichts als „a big bluff“ handele. Für die behauptete „huge force” an einer imaginären Front vor ar-Raqqa gebe es tatsächlich keine Hinweise. Wörtlich bemerkte der SAA-.Offizier: „Despite the loud PR campaign, there is no such large-scale offensive on Raqqa. The SDF’s grou­pings have indeed grown and fighting has intensified, but there is nothing unusual in this. For months al­ready, the Kurds have been fighting with ISIS in Raqqa province, slowly trying to move forward. But there is no indication that they are now, or will soon be, nearing the administrative center of the Mu­hafazah. At this rate, this could go on for years”.
Zudem verfüge die SDF gar nicht über genügend Kämpfer für so eine groß angelegte Operation auf die IS-Hochburg ar-Raqqa. Außerdem würde die US-Regeirung – entgegen den erwähnten Medien-Meldungen niemals hunderte von US-Soldaten vor einer dermaßen gut befestigten Stadt opfern, wörtlich äußerte er dazu: „it is obvious that US is never going to leave hundreds of its soldiers to die in an assault on such a well fortified city.“
Interessanterweise hatte auch PentagonSprecher Peter Cook gegenüber Reportern am 27.5.2016, wiederholt und nachhaltig dementiert, daß US-Kräfte zusammen mit örtlichen Milizen an einer Front vor ar-Raqqa im Einsatz seien. Zudem verwies er auf die Fülle an falschem Zeug, das in den (Internet-)Medien kursiere und nur selten Bestätigung finde. (Vgl. http://www.veteranstoday.com/2016/05/27/caught-on-camera-us-special-forces-on-isis-frontline-in-syria/ vom 27.5.2016)
Warum dann solche „Berichte“ kursierten, konnte der Offizier nicht beantworten, möglicherweise könne es einen Zusammenhang mit den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen geben oder es solle von einer anderen Operation abgelenkt werden oder einfach von Untätigkeit gegenüber dem IS.
Der Autor des Artikels, Rus Vesna, macht schließlich nochmals auf den schon erwähnten „information war“ (Informationskrieg, vgl.u.) als wirksames Propaganda- und Kriegsmittel aufmerksam. (http://www.fort-russ.com/2016/05/syrian-general-staff-officer-american.html)

Der Chefunterhändler der ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, vgl.u.) bei den Genfer Gesprächen hat seinen Rücktritt erklärt. „Die Völkergemeinschaft wäre imstande, den Leiden des syrischen Volks Einhalt zu gebieten, hat aber keinen ernsten Wunsch, dies zu tun“, ließ Muḥammad ʽAlûš, der Bruder des in Gefechten von der SAA getöteten Zahrân ʽAlûš (vgl.u.), Führer der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm, welche durch den HNC vertreten wird. (http://sptnkne.ws/bv3z u.v.a.)Es hat angesichts der Ereignisse in und um die Genfer Gespräche (vgl.u.) jedoch eher den Anschein, daß Muḥammad ʽAlûš gerade wegen seiner verwandtschaftlichen Verbindung den unterhändlerposten aufgibt, um das zu Recht sehr angeschlagene Image des HNC als Terroristenvertreter nicht ganz so auffällig zu gestalten. Der HNC hatte die letzte Runde des innersyrischen Dialogs in Genf sabotiert und Mitglieder zu denjenigen terroristischen Anschlägen aufgerufen, welche seit Wochen gehäuft Syrien heimsuchen (zu Informationen und Belegen s.u.).

Terroranschläge vom 30.5.2016:
Raketenbeschuß im Stadtteil as-Sabîl von Ḥomṣ verursachte am morgen Schäden im Wohngebiet.

Glücklicherweise „nur“ zu Beschädigungen kam es infolge Raketenbeschusses im von Terroristen umzingelten Ort Kafariyya (vgl.u.) / Provinz Idlib, wobei eine Schule das Ziel war.

(http://sana.sy/en/?p=78790)

Ergänzung: Raketenbeschuß der damaszener Vorstadt Ḥarastâ hinterließ zwei Tote, zwei Verletzte und erheblichen Sachschaden.

In Aleppo ereignete sich Dasselbe im Stadtteil al-Ḥamdâniyya, wobei fünf Bürger – einer lebensgefährlich – verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=78863)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78695 und http://sana.sy/?p=387862 (Vernichtung von IS-Konzentrationen und Waffentransportern sowie gepanzerten Fahrzeugen samt Mannschaften durch gezielte Luftschläge im Gebiet as-Suḫna, aṭ-Ṭayyiba, ʽUnq al-Hawâ, Abû al-Ḥawâdîd im O der Provinz Ḥomṣ sowie in Raḥûm, 85km östlich der Provinzhauptstadt, einer IS-Plattform für Attacken ziviler Ziele im Umland wie auf die Verbindungsstraßen Aṯriyâ -ar-Raqqa undamâ – Ḫanâṣir mit Unterbrechung der IS-Nachschublinien zusammen mit der Volkswehr erfolgreiche Razzien gegen IS-Schlupwinkel im Areal von al-Bârida im SO der Provinz. Im äußersten N der Provinz amâ Vereitelung von Angriffen der Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu auf Militärposten zum Schutz von Tal Bazâm, Tal Ḥuwair und östlich Mûrik mit mindestens 35 getöteten Extremisten und Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung einschließlich verschiedener Artillerie, Panzerwägen und Abschußanlagen für Raketen; ebenso gegenüber IS-Attacken auf Armeeposten zum Schutz der Verbindungsstraße as-SaʽnAṯriyâ. Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen und -Schlupfnester im Umkreis von nahe Dair az-Zaur, beim Militärflughafen, im S und O des al-Bânûrâmâ-Areals am SW-Stadtrand und beim Ğabal aṯ-Ṯarda mit bedeutenden Feindverlusten an Kämpfern und Austrüstung.).

Terroranschläge vom 29.5.2016:
In as-Suqailbiyya, 48km im SW von Ḥamâ beschossen Terroristen der von Saudi-Arabien finanzierten Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya morgens das National Hospital mit Raketen, welche das Gebäude beschädigten.
Ğabhatu_n-Nuṣra –Anhänger attackierten am Morgen den Stadtteil al-Ḫadamî in al-Baʽṯ / Provinz al-Qunaiṭra, wo gerade die Baccalaureatsprüfungen stattfanden. Im Dorf aṣ-Ṣamadâ­niyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen griffen die Gesundheitsdirektion von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten an.
Abends wurden Raketen auf den Stadtteil al-Arman von Ḥomṣ abgefeuert. In den drei letzten Fällen kam es zum Glück „nur“ zu erheblichen materiellen Schäden.
Auch verschiedene Stadtteile Aleppos waren wieder Ziele von Anschlägen: beim Raketenbeschuß von al-Maidân wurden vier Personen verletzt, ein Gebäude zum Einsturz gebracht; in ar-Râmûsa fielen zwei Einwohner Raketen- bzw. Heckenschützenbeschuß zum Opfer, zehn weitere wurden dadurch verwundet; Ersteres verwundete drei Anwohner der Nilstraße, Maschinengewehrfeuer traf eine Frau in Adûnîs; Raketenbeschuß in as-Sariyân hinterließ zwei Tote, zwei Verletzte und materielle Schäden, Desgleichen führte in Bustân az-Zahra zur Verwundung eines Kindes und einem Gebäudebrand.

Im Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Kerry insistierte der russische Außenminister Sergei Lawrow auf der Schließung der türkisch-syrischen Grenze, über welche noch ständig Kämpfer- und anderer Nachschub für die Terroristen in Syrien eingeführt werde. Zudem müsse die US-Regierung endlich ihr Versprechen umsetzen und die mit den USA verbundenen Gruppierungen der sog. moderaten bewaffneten Opposition (MAO, s.u.) von den Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten zu scheiden, da sich die Waffenruhe auf letztere nicht erstrecke und dieselbe solange nicht effizient ausgeweitet werden könne. (http://www.sana.sy/?p=388109, s.a. http://sptnkne.ws/bvvs)

Eine Ladung mit ca. 6.000 Dosen an Vakzin aus der Türkei wurden ins von Terroristen besetzte Gebiet im NW der Provinz Aleppo geliefert. (http://sana.sy/en/?p=78731, 29.5.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78612 und http://www.sana.sy/?p=387595 (Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Gegend al-Bânûrâmâ an den SW-Ausläufern von Dair az-Zaur in 24-stündigem Kampf mit enormen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung samt gepanzerten Wägen; zudem effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Konzentrationen um den Ğabal aṯ-Ṯarda und westlich des Dair az-Zaur Militärflughafens mit Zerstörung des IS-Hauptquartiers, Waffen- und Munitionsdepots und einem aufgerüsteten Fuhrpark. Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfnestes mitsamt Mannschaft, Waffen und Muniton in ʽIzzaddîn im Gebiet von Talbîsa im N von Ḥomṣ).

Terroranschläge vom 28.5.2016: 
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf das Dorf ʽAin ad-Danânîr im NO-Umland von Ḥomṣ durch der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen, verschanzt in Izzaddîn, wurde eine Frau getötet, eine Anzahl Bürger verletzt und Schäden und Zerstörungen angerichtet.
Der Raketenbeschuß auf den Stadtteil al-Maidân von Aleppo am Morgen hinterließ einen Verwundeten und beschädigte Häuser, Autos etc. (http://sana.sy/en/?p=78617)
Ergänzung: Später forderte die Beschießung weiterer Stadtteile Aleppos mit Raketen ihre Opfer: in aš-Šaiḫ Maqṣûd starben vier Bewohner, 18 wurden verwundet; in al-Maidân wurde ein Bürger verletzt, später am Nachmittag wurden eine Reihe Anwohner in Neu-Aleppo und al-Ašrafiyya verwundet. Die materiellen Schäden waren jeweils beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=78648)

Auf der offiziellen Facebook-Seite des Präsidialamts waren in den letzten Tagen von besorgten Bürgern eine Menge Fragen zu in gewissen Medien kursierenden Behauptungen eingegangen. Diese besagten, im Zusammenhang mit den weiterzuführenden Genfer Gesprächen sei Syrien der Entwurf einer neuen Verfassung zugekommen, wozu die Regierung Anmerkungen gemacht habe. Dies konnte jedoch als absolut unwahr zurückgewiesen werden. Wörtlich hieß es in der Antwort des Präsidialamts: In this context and to avoid any confusion, we are concerned to affirm that no draft of a new consti­tution has been proposed to the Syrian Arab Republic and all what has been circulated by media outlets on this issue is completely untrue.” Zudem wurde versichert: „any new constitution to Syria in the future will not be proposed by outside the country but rather it will be absolutely a Syrian, with only the Syrian people discussing and agreeing on it as to be put to referendum and any other talk is ,useless and meaningless.‘“ (zu Deutsch: „Jede neue künftige Verfassung von Syrien werde nicht von außerhalb des Landes beantragt, sondern vielmehr eine absolut syrische sein, welche allein die syrische Bevölkerung diskutieren und auf die sie sich per Referendum einigen werde. Jegliches andere Gerede sei ,nutz- und bedeutungslos‘“). (http://sana.sy/en/?p=78539)

Wie schon früher mehrfach dargestellt (vgl.u.) sind u.a. die gegen Syrien illegal [da nicht von der UN autorisiert!] verhängten Sanktionen mit Schuld an den teils katastrophalen Verhältnissen im Land, welche die Flüchtlingsströme anwachsen ließen. Eine der kostengünstigsten Soforthilfen für die leidende syrische Bevölkerung wäre demnach die Aufhebung derselben. In der am Fr., 27.5.2016, veröffentlichten Pressemitteilung des EU-Rates heißt es jedoch: Der Rat der Europäischen Union wird die Sanktionen gegen das syrische „Regime“ (!) bis zum 1. Juni 2017 verlängern. „Dieser Beschluss steht im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Rates vom Dezember 2014, in denen er bekräftigt hat, dass sich die EU für die Umsetzung der Sanktionen gegen das Regime und seine Unterstützer einsetzen wird, solange die Unterdrückung andauert„. Der seit Jahren beibehaltene Propaganda-Passus widerspricht dabei der Realität, die sich nicht nur in sämtlichen Wahlen der letzten Jahre (vgl.u.) unter überwältigender Teilnahme der Bevölkerung als Unterstützung gerade für diese Regierung gezeigt haben. (http://sptnkne.ws/buRM)

Dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge, welche derzeit ihre 69. Zusammenkunft im UN-Hauptquartier in Genf abhält (zum syrischen Beitrag vgl.u.), sind im Jahr 2015 bei Angriffen auf rund 135 Gesundheits-einrichtungen in Syrien, von denen zwei Drittel gezielt gewesen seien, 173 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8200-who_registrierte_im_letzten_jahr_135_an-griffe_auf_gesundheitseinrichtungen_in_syrien)

Nach Meldungen des TV-Senders al-Mayâdîn drangen wie schon vor einer Woche (vgl.u.) türkische Soldaten in der Provinz Aleppo im NW des Landes ca. 700m tief auf syrisches Staatsgebiet vor und errichteten in eklatanter Verletzung des Völkerrechts im Raum der mehrheitlich von Kurden bewohnten [syrischen] Stadt ʽAfrîn einen Checkpoint. (http://sptnkne.ws/buFX)

Vom syrischen Botschafter Riyâḍ Ḥadâd in Moskau verlautet die Mitteilung: „Ich kann hiermit erklären, dass die russischen Luft- und Raumfahrtkräfte den Schmuggel von syrischem Öl in die Türkei praktisch vollständig unterbunden und sämtliche Öllager der Terroristen vernichtet haben.“ Förderstätten in Syrien habe der IS jedoch noch unter seiner Kontrolle [vgl. bei ar-Raqqa, Dair az-Zaur!]. (http://sptnkne.ws/buG6)

Am Fr., 27.5.2016, teilte der russische Generalstabschef Sergei Rudskoi während eines bei Rossija 24 ausgestrahlten Briefings mit, daß tagtäglich Lastwagen mit Waffen und Munition für die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei nach Syrien kämen, mithilfe deren die Angriffe und Provokationen fortgesetzt werden können. Wörtlich bemerkte er: „Diese ständige Versorgung mit Kräften und Waffen ermöglichte es den Terroristen von Dschebhat an-Nusra den provokativen Beschuss sowie den Vormarsch gegen die syrischen Regierungstruppen fortzusetzen. Somit fesseln sie deren Vorgehen gegen IS-Terroristen in anderen Richtungen“. Diese seien das Haupthindernis auf dem Weg zur Ausbreitung der Waffenruhe auf die Provinzen Aleppo und Idlib im Norden Syriens. „Dschebhat an-Nusra nutzte die Waffenruhe und den Umstand, dass sich Einheiten dieser terrori­stischen Organisation in den gleichen Gebieten befinden, wie auch Formationen der gemäßigten Opposition, gegen die die russische und die syrische Luftwaffe keine Angriffe fliegen, und stellte teilweise ihre Einsatzfähigkeit wieder her, füllte ihre Waffenreserven auf und ging zu aktiven Kampf­handlungen über“, setzte er hinzu. Dennoch hätten sich bereits weitere 60 Gruppen der Waffenruhe angeschlossen, die diesbezüglichen Bemühungen gingen weiter. (http://sptnkne.ws/buJY)

Dutzende Familien können wieder in ihre Heimat, Städte, Dörfer und Farmen im südlichen Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, zurückkehren, welche kürzlich durch die Armee von Terroristen befreit und wo Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt seien. Elektriker, Techniker und Verwaltungsbeamte seien gleich nach Beseitigung der Schuttberge an die Arbeit gegangen, um die notwendigen Dienstleitungen anbieten zu können, die wichtigsten Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten erfolgt, der Rest intensiviert im Gange, informierte der Vizegouverneur die Presse vor Ort. Verschiedene Hilfs(unter)komitees unterstützten die Bewohner vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=78549)

Wieder gelang es einer Volkswehreinheit einen Waffen- und Munitionstransport von Terroristen in al-ʽUfaina im S von as-Suwaidâ´ ausfindig zu machen und zu umstellen. Die Ladung aus Panzerfäusten, Kanonen, verschiedener Munition und 70kg TNT wurde beschlagnahmt. (http://sana.sy/?p=387680)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78509 und http://sana.sy/?p=387350 (Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffs in der Morgendämmerung von ʽAṭšân, Tal Sukaik und Umm Ḥâritain im N von Ḥamâ aus auf Militärposten zum Schutz von Maʽân, ca. 23km nördlich der Provinzhauptstadt; bei den heftigen Gefechte wurden mehr 50 Terroristen getötet und neun stark aufgerüstete Kampfwägen zerstört; im Zusammenwirken mit der Volkswehr Eliminierung eines IS-Waffen- und Munitionstransporters mitsamt Mannschaften auf der Straße Aṯriyâ – ar-Raqqa nach stürmischen Kämpfen. Vernichtung von IS-Trupps samt Transportern um Ğibab Ḥamad durch akkurate SAAF-Einsätze in der Provinz Ḥomṣ. Beseitigung einer IS-Ansammlung in Dorf Qaṣr im NO-Umland von as-Suwaidâ´ am Rande der Syrischen Wüste. – In jener arbeiteten Armeeeinheiten und Volksver­teidigungsräfte zusammen, um die Infiltrationsversuche des IS und zu vereiteln die Terrororgansation daran zu hindern, Waffen und Muni­tion über das weite offene Gebiet der jordanisch-irakischen Seite der Grenze her zu schmuggeln.)

Mit heftiger Kritik reagierte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu auf Photos, auf denen Angehörige einer – sich illegal und völkerrechtswidrig in Syrien aufhaltenden – US-Sondereinheit mit Abzeichen der Volksverteidigungskräfte der syrischen Kurden abgebil­det sind, berichtete Hürriyet Daily News am 27.5.2016. Das seien „Doppelstandards und Heuchelei“ warf er der US-Administration vor. Tags zuvor hatte Pentagon-Sprecher Peter Cook mitgeteilt, die US-Sondereinsatzkräfte verwendeten dies zur Tarnung. (http://sptnkne.ws/buNP) – Zu sehen ist das „Tarnungsemblem“ hier: https://www.rt.com/usa/344641-us-kurdish-patches-turkey-complains/ ; bei den Photos handelt es sich um Aufnahmen des AFP-Journalisten Delil Souleiman aus dem nordsyrischen Dorf Fatisa vom 25.5.2016 und den Aufnäher (Emblem) der Kurdish People’s Protection Units (YPG).

Terroranschläge vom 27.5.2016: 
In Banî Zaid des nachts verschanzte Terroristen beschossen den Stadtteil al-Maidân von Aleppo mit einer Raketensalve, töteten eine ältere Frau, verwundeten neun weitere Personen, zerstörten Gebäude, darunter ein Seniorenheim und richteten weitere enorme Schäden an. (http://sana.sy/?p=387383)
In al-Laṭâmina verschanzte Terroristen griffen das Kraftwerk von Maḥarda im nördlichen Umland von Ḥamâ mit Raketen an, welche beträchtliche Schäden anrichteten und eine Reihe der dortigen Arbeiter verletzten. Ein ausgebrochener Brand eines Tanks konnte von der Werksfeuerwehr gelöscht werden. (http://sana.sy/en/?p=78556)

In dieser Woche gelang es der SAA, hauptsächlich der 137. Artilleriebrigade zusammen mit der 17. Division, hunderte von IS-Terroristen in Raum Dair az-Zaur zu vernichten, wie das Internet-Portal Rusvesna berichtet. Darunter befinde sich auch ein IS-Feldkommandeur wie ein Chef der IS-Abteilung von Ägypten. Zudem eliminierte die Luftwaffe eine IS-Kommandostelle im SW des Flughafens. (http://sptnkne.ws/buwp mit Video) – In der seit eineinhalb Jahren belagerten Provinzhauptstadt versuchen die IS-Terroristen weiterhin, die zu ihrer Versorgung angelieferten [bzw. als Luftfracht abgeworfenen] Nahrungs- und Arzneimittel wie Benzin u.a. der Bevölkerung vorzuenthalten. (http://sana.sy/en/?p=78454)

20 der in az-Zâra (vgl.u.) nach dem Massaker vom IS entführten Bewohner, darunter 13 Frauen und fünf Kinder, wurden von den Behörden befreit. (http://sana.sy/en/?p=78503)

Mehr als 100 von dort vertriebene Familien konnten am Do., 26.5.2016, wieder ins östliche Umland des strategisch bedeutsamen as-Sufaira im SO von Aleppo zurückkehren. Diese bedankten sich herzlich bei der Armee, die aus der Stadt die Terroristen hinausgetrieben, Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt und Sprengladungen entfernt hatten. Das Gouvernement hieß die Rückkehrer willkommen und stattete sie mit dem Nötigsten für die ersten Tage aus. (http://sana.sy/en/?p=78473)

Am Nachmittag des 26.5.2016 teilte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, während einer Pressekonferenz in Genf mit, er werde am Abend den UN-Sicherheitsrat über die neuesten Entwicklungen informieren, danach wolle er bekanntgeben, wann die nächste Gesprächsrunde stattfinden werde. (http://www.sana.sy/?p=387059) – Anschließend machte er deutlich, daß er in den nächsten zwei bis drei Wochen wohl keine Einladungen hierzu verschicken werden, u.a. beginne ja demnächst der Ramaḍân. (http://sana.sy/en/?p=78475, http://www.sana.sy/?p=387059)

Laut Mitteilung des russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 26.5.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu drei Verstößen, allesamt in der Provinz Aleppo. Ğabhatu_n-Nuṣra attackierte viel Areale in Aleppo einschließlich des an-Nairab-Flughafens mit Mörsergranaten und Raketen. (http://sana.sy/en/?p=78491)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78416 und http://sana.sy/?p=386985 (Effektive präzie Luftschläge gegen IS-Verschanzungen und Konvois im Umkreis der Ölfelder von Ğazal und aš-Šâʽir wie gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt Abschußanlagen für Mörsergranaten in al-Ġağar in der Provinz Ḥomṣ. Beseitigung von IS-Positionen und aufgrüsteten Kampfwägen mit sämtlichen Mannschaften im SW des Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´; Zerstörung eines IS-Waffen- und Munitionstransports in Rağm ad-Dawla, ca. 70 km im NW der Provinzhauptstadt. Akkurate SAAF-Angriffe gegen IS-Positionen, -Fortifikationen und –Bewegungen bei al-Bânûrâmâ, Tal Barûk und westlich des Dair az-Zaur Airports und um den Ğabal aṯ-Ṯarda.).

Terroranschläge vom 26.5.2016:
Gen Mitternacht beschossen Terroristen von Banî Zaid aus den Stadtteil al-Maidân von Aleppo mit Raketen und beschädigten Gebäude etc. wie auch am Morgen im Stadtteil Ṣalâḥaddîn; zudem wurde ein Bewohner von Heckenschützen angeschossen, dieser verstarb später. Da Feuer ausbrach, waren die Zerstörungen enorm. Bei weiteren Raketeneinschlägen im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd wurden noch fünf Personen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=78404)

Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî sprach während seiner Rede vor 69. Zusammenkunft der WHO-Versammlung im UN-Hauptquartier in Genf am Do., 26.5.2016, die sich ständig verschlimmernden Gesundheitsverhältnisse der Bevölkerung der von Israel widerrechtlich besetzten Golanhöhen an. Dies geschehe, obwohl die syrische Regierung schon wiederholt dagegen protestiert und die Vereinten Nationen gebeten habe, auf die Verantwortlichen entsprechenden Druck auszuüben. Thema des Treffens waren gerade die Gesundheitsverhältnisse in Palästina und auf den Golanhöhen. Daher stellte Dr. Yâziğî heraus, die israelische Besatzung sei zu weit darin gegangen die Bevölkerung dort ihres Rechts auf Gesundheitsdienstleistungen zu berauben, da es keine Gesundheitszentren auf dem besetzten Golan gebe. Zudem hinderten die Besatzungsbehörden die syrischen Bürger, in der Hauptsache Patienten, daran, medizinische Versorgung und Pflege zu erhalten. (http://sana.sy/en/?p=78465)

In einem Schreiben an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vom 25.5.2016 teilte der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin mit, aus der Türkei würden der IS-Terrormiliz die Mate­rialien zum Bau von Straßenbomben zur Verfügung gestellt, welche bei Terroran­schlägen Verwendung fänden. Dazu zählte er fünf türkische Unternehmen auf, welche Aluminiumpul­ver, Ammoniumnitrat, Wasser-stoffperoxid und andere Materialien zum Bombenbau für den IS-Terroristen produzierten. (http://sana.sy/?p=386808, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i8104-russland_t%C3%BCrkei_stellt_dem_is_materia-lien_zum_bau_von_stra%C3%9Fenbomben_zur_verf%C3%BCgung)

Ca. ein Dutzend bewaffneter Gruppen in Syrien, vor allem aus dem Raum Aleppo und Damaskus, hat das russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm kontaktiert und darum gebeten, die Luftangriffe dort auszusetzen, damit jene sich aus den von der Ğabhatu_n-Nuṣra besetzten Gebieten zurückziehen und von der Ğabhatu_n-Nuṣra separieren könnten. Um den Beitritt dieser Gruppen zur Waffenruhe zu befördern, sei man auf diese Bitte eingegangen, erklärte Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidi-gungsministeriums, am Mi., 25.5.2016. Die betroffenen Gruppen hätten sich bereiterklärt, auf provokativen Angriffe aus diese Regionen bzw. zivile Zentren und Positionen der syrischen Armee zu verzichten und ihre Aktionsgebiete deutlich von denen der Ğabhatu_n-Nuṣra abgrenzen zu helfen. (http://www.sana.sy/?p=386626 vom 25.5.2016)

Erneut ist in der Nähe von al-Ḥasaka eine US-Militäreinheit gelandet – ohne Absprache bzw. Einverständnis der Landesregierung, also demnach völkerrechtswidrig und entgegen den Protesten der Bevölkerung vor Ort (vgl.u.). Die 250 Mann Marineinfanteristen landeten zusammen mit schwerer Militärtechnik, transportiert durch private Frachtflugzeuge, berichtete al- ʽArabiyya. Zuvor hatte sich schon Joseph Votel, US-Oberbefehlshaber des Regionalkommandos für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien geheim in der Gegend aufgehalten. (http://sptnkne.ws/btTw, 25.5.2016) – S.a. U.S. Boots on Ground in Northern Syria ~ [Photo Gallery]

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78296 und http://www.sana.sy/?p=386553 (Vereitelung eines IS-Angriffs von Mu­šairifa im O aus auf Ḫaṭṭâb und das Ğazal-Ölfeld im O von Ḥomunter heftigen Feindverlusten; akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Positionen bei ʽUnq al-Hawâ, aš-Šandâḫiyya aš-Šamâliyya, Ğibab Ḥamad, al-Habra al-Ġarbiyya und Rasm Ḥamîda sowie auf Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra bei Talʽamrî; dazu IS-Trupp ausgelöscht im Dorf al-Bârida beim Ğabal Ḫanzîr im Umland von Tadmur. Beseitigung von IS-Stellungen im Bereich Ḥuwaiğat Ṣaqar von Dair az-Zaur mitsamt den Abschußanlagen für Mörsergranaten und Raketen, mit welchen in jenem IS-Aufmarschgebiet Angriffe auf den Mili­tär­flughafen und Wohnviertel der Provinzhauptstadt ausgeführt werden. Erfolgreiche Spezialoperationen gegen IS-Nester im westlichen Qalamûn-Bergland des Rîf Dimašq zusammen mit der libanesischen Ḥizbullâh im Ödland von al-Ğarağir; dazu Vertreibung von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, die einen Angriff gegen einen Militärposten zum Schutz von Fulaiṭa im West-Qalamûn zu stürmen versuchten, bei erheblichen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung; zudem Zerstörung eines Ğabhatu_n-NuṣraWaffentransporters von Israel her in Talat aẓ-Ẓalîl al-Aswad im syrisch-libanesischen Grenzbereich.)

Für die vergangenen 24 Stunden registrierte das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 25.5.2016 fünf Verstöße im Raum Aleppo: Ğaiš al-Islâm beschoß den Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie die Gemeinde az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra mit Raketen und Mörsergranaten das Ḥandarât-Flücht-lingscamp, den an-Nayrab Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, Ṣalâḥaddîn von Aleppo wie die Stadt al-Fûʽa in der Provinz Idlib, dazu eine Reihe Städte im N von al-Lâḏa­qiyya. Das Zentrum versicherte erneut, daß weder die russische noch die syrische Luftwaffe die vereinbarte Waffenruhe vom 27.2.2016 gebrochen haben. (http://sana.sy/en/?p=78380, http://sana.sy/?p=386844)

Nach strengster Verurteilung der jüngsten Attentate in Syrien sprach der UNSC in einer von der russischen Delegation vorbereiteten Erklärung sprach der UNSC zudem den Familien der Opfer wie dem syrischen Volk sein Beileid aus und wünschte schnelle Genesung. Auch zeigte er Betroffenheit über die Fortdauer der terroristischen Attacken, ausgeführt durch den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Verbündete als weiteren Abspaltungen von al-Qaida und deren Negativeinfluß mittels ihrer extremistischen Ideologie auf die Stabilität von Syrien, die Nachbarstaaten und die gesamte Region wie auf die humanitäre Situation der unter ihnen leidenden Bevölkerung.
Demnach bestehe die Notwendigkeit, diejenigen, welche solche abscheulichen terroristischen Verbrechen ausführen, organisieren, finanzieren oder sonstwie unterstützen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Terroristische Akte seien gleichermaßen kriminell und nicht zu rechtfertigen, einerlei was das Motiv, den Ort, die Zeit oder die Ausführenden betreffe. Auch müßten alle Staaten mit allen Mitteln in Übereinstimmung mit der UN-Charter und dem Völkerrecht zusammen den Terrorismus bekämpfen und Schritte zur Verhinderung weiterer Terroristenunterstützung zu unternehmen.
Schließlich bekannten sich die Mitglieder darin zur Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität des syrischen Staates. (http://sana.sy/en/?p=78318 vom 25.5.2016). – Bemerkung: Auch wenn es bislang nur Worte sind, durch die seitens der russischen Delegation vorformulierten Erklärung bewegt sich der UNSC erstmals in Richtung der Sichtweise der Vorgänge, für deren Richtigkeit die syrische (seit Jahren) und später die russische Regierung schon so viele Nachweise erbracht haben. Die Erklärung zur Gleichsetzung aller terroristischen Akte macht deutlich, daß es es diesbezüglich keine Doppelstandard-Politik (vgl.u.) geben dürfe, wie sie die syrische Regierung ebenfalls schon so oft angeprangert hatte.

Terroranschläge vom 25.5.2016:
In al-Ḫâlidiyya am nördlichen Stadtrand of Aleppo starb eine Frau infolge Heckenschützenbeschusses von al-Laira­mûn her. Dazu kamen durch Beschuß mit Raketen und von Heckenschützen in den Stadtteilen al-Ašrafiyya, Ṣalâḥaddîn und der Nil-Straße sieben Getötete und fünf teils sehr schwer Verletzte zu erheblichen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum. Auch die nördlich gelegenen Städte Nubul und die Gemeinde az-Zahrâ´ am Stadtrand von Aleppo kamen in einer Salve von 30 Raketeneinschlägen zwei Kinder ums Leben, drei weitere wurden verletzt.

In Talʽamrî und ʽIzzaddîn verschanzte Terrorgruppen attackierten das Dorf al-Mašrafa, 18km im N von Ḥomṣ mit fünf Raketen und verletzten damit etliche Einwohner. (http://sana.sy/en/?p=78300, http://sana.sy/?p=386740)

Eine zusätzliche Waffenruhe wurde für Ost-al-Ġûṭa und Dârayâ im Rîf Dimašq ausgerufen, beginnend um 00.00 Uhr des 25.5.2016 für 72 Stunden. Laut Mitteilung von Sergei Kuryalenko, dem Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm vom Vortag ist dort ein Großangriff seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündeten geplant (vgl.u.) (http://sana.sy/en/?p=78270)

ar-Raqqa-Gebiet, SANA

ar-Raqqa-Gebiet, SANA

Die sog. „Syrian Democratic Forces” verkündeten am Di., 24.5.2016, Angriffe zur Wiedergewinnung des nördlichen Teils der Provinz ar-Raqqa einleiten zu wollen. Sie starteten die Attacke von ʽAin ʽÎsâ (Ain Issa), 65 km nördlich von ar-Raqqa aus, wie es aus Medienkreisen hieß mit Luftunterstützung der US-geführten Allianz. Tags darauf konnten nach heftigen Bodenkämpfen mit IS-Einheiten diese aus zwei Bauernhöfen 5km im SO von ʽAin ʽÎsâ vertrieben werden, gegen Abend auch aus der Farm Qartâğa. (http://sana.sy/en/?p=78236 vom 24.5.2016, http://sana.sy/en/?p=78305 und http://www.sana.sy/?p=386223 vom 25.5.2016)
Zu Aktionen ausländischer Staaten bzw. denen ihrer Geheimdienste etc. im Gebiet ar-Raqqa s. http://www.veteranstoday.com/2016/05/26/isis-evacuating-raqqa-at-us-order/

Gemäß Mitteilung von Generalleutnant Sergei Kuryalenko, dem Leiter des russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, vom 24.5.2016 drohen die von der US-Administration gestützte „moderate armed opposition“ (MAO, s.u.) wie auch die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣraderen Verflechtung mit der MAO schon des öfteren thematisiert worden ist – damit, die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe zu brechen, zu welcher sich allerdings nur MAO-Gruppierungen verpflichtet hatten. „Verblüffend ist besonders die Tatsache, dass unter den Einheiten, die diese Erklärung (mit der Drohung, die Waffenruhe zu beenden – Anm. d. Red.) unterschrieben haben, sowohl Gruppierungen der von den USA kontrollierten gemäßigten Opposition, als auch mit der Al-Nusra-Front eng verbundene Gruppen sind“, machte der Leiter deutlich. (http://sptnkne.ws/btxR) Für Kuryalenko steht fest, daß die Führer von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit denen der ihnen verbundenen Gruppierungen auf eine Torpedierung des Friedensprozesses in Syrien abzielen. „Dies beweist die Serie von Terroranschlägen in den syrischen Städten Dschabla, Provinz Latakia, und Tartus, bei denen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sind“, setzte er hinzu. Zudem stehe die Bildung einer Angriffsgruppierung dieser Terrororganisation mit mehr als 6.000 Kämpfern im Raum Aleppo kurz von Abschluß. Damit solle die SAA von Süden her blockiert werden, während ihr im Norden der Zugang nach Nubul abgeschnitten werden solle. (http://sptnkne.ws/btz7)

Terroranschläge vom 24.5.2016:
Ein an einem geparkten Auto unbemerkt angebrachter Sprengsatz detonierte während der späteren Fahrt an einem Kreisverkehr der Stadt al-Kiswa im Süden des Rîf Dimašq und tötete [wohl] den Fahrer. (http://sana.sy/en/?p=78213)
Raketenbeschuß vom Dorf Bayânûn aus hinterließ im Stadtteil az-Zahrâ´ von Aleppo eine Tote und drei Verletzte bei entprechendem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=78300)
Am Abend verursachte der IS-Beschuß mit einer Anzahl Raketen und Mörsergranaten im Stadtteil al-Ğûra von Dair az-Zaur zum Glück „nur“ Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=386553)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78204 und http://www.sana.sy/?p=386117  Beseitigung von IS-Ansammlungen in akkuraten Luftschlägen beim aš-Šâʽir-Ölfeld wie von IS-Affiliierten in Bodenoperationen beim aš-Šâʽir-Ölfeld und Hayân-Gasfeld in der Provinz Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz von Umm at-Tabâbîr mit rechtzeitiger Zerstörung einer Autobombe. Eliminierung von Ğaiš al-FataḥTruppsAffiliierte von Ğab­hatu_n-Nuṣra Ġîlâ und ʽAdwân in der ar-Rûğ-Ebene im W von Idlib; dazu Unterbrechung von deren Nachschubrouten und Zerstörung von Öltankern von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra und Verbündeten auf der Straße von Talʽâda nach Tarmânîn, 45 km im N der Provinz. Beseitigung von Terroristen beim Aufbau von Barrikaden in Tal al-Qabû am Fuß des Ğabal Šaḥšabû in der al-Ġâb-Ebene im NW von amâ.).

Sechs Verstöße meldete das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 24.5.2016 für die vergangenen 24 Stunden, davon fünf im Rîf Dimašq, wobei Ğaiš al-Islâm Militärposten mit Mörsergranaten beschossen und einen im Rîf al-Lâḏa­qiyya, wo Gleiches gegenüber der Stadt Karâmîl passierte. Ğabhatu_n-Nuṣra führte ihre Angriffe auf Militärposten zum Schutz von Aleppo wie auf die Wohnviertel aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya, Ṣalâḥaddîn und das Ḥandarât-Flüchtlingscamp ebenfalls mit Mörsergranaten fort. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra die Städte Ḥâkûr at-Taḥtânî und Kinsabâ im N von al-Lâḏa­qiyya und Marğ as-Sulṭân im Umland von Damaskus.
Der SAA sei es gelungen, im O der Provinz om den IS weiter zurückzuschlagen. (http://sana.sy/en/?p=78270)

Hannah Allam, Washington, McClatchyDC.com, berichtet im Zusammenhang mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, daß sich Labib al Nahhas [Labîb an-Naḥâs] mit Kampfnamen Abû ʽIzzaddîn, nach eigener Darstellung: Chief of Foreign Political Relations @ Ahrar Al Sham(https://twitter.com/labibalnahhas), mit Kenntnis der US-Nachrichtendienste ungehindert für einige Tage in Washington/USA aufgehalten habe, um Kontakte zu knüpfen – dies, obwohl Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ein bekannter Zweig von al-Qaida sei. Auch Faysal Itani, ein syrischer Spezialist beim Atlantic Council’s Rafik Hariri Center for the Middle East, der ebenfalls von dem Aufenthalt wußte, bemerkte, jener gelte in den USA nicht als persona non grata. Dagegen war durch die US-Behörden dem bekannten Chef der syrischen Selbstverteidigungseinheiten (sog. White Helmets), dessen Besuch in den US zur Entgegennahme eines Preises für sein humanitäres Engagement eigens avisiert worden war, die Einreise versagt worden. Zeitgleich mit an-Naḥâs´ USA-Trip im Dezember 2015 wurde in Saudi-Arabien die ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, s.u.) als „syrische Oppositionellen“-Re-präsentanz für die Genfer Gespräche zusammengestellt, welche ja in Vertretung der Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya agiert. Im Weiteren s. http://www.mcclatchydc.com/news/nation-world/national/national-security/article78962527.html.

Im Telefonat vom 23.5.2016 mit seinem US-Amtskollegen Kerry erinnerte der russische Außenminister Lawrow jenen an die Erfüllung der Verpflichtung, die US-seits unterstützten sog. „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] von Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra zu trennen, um letztere effektiv bekämpfen zu können. (http://sana.sy/en/?p=78159)

Aus Anlaß der letzten verheerenden Anschläge in Ṭarṭūs – durch vier Autobomben und drei von Suizidattentätern gezündete Sprenggürtel [vgl.u.] – zu denen sich Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya bekannte, und in Ğabla – ausgeführt durch drei Autobomben und einen Suizidattentäter mit Sprengstoffgürtel – wie dem kurz zuvor in az-Zâra [s.u., ausgeführt durch Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Verbündete] stattgefundenen Massaker mit Entführung etlicher Frauen und Kinder wandte sich das Außenministerium am Mo., 23.5.2016, erneut in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Die dabei gemachten Erläuterungen und gestellten Forderungen entsprachen den bislang in solchen Fällen, die dennoch bislang immer noch nicht umgesetzt worden sind. Die jüngsten Attentate stünden nur an der Spitze einer ununterbrochenen, jedoch seit einiger Zeit deutlich eskalierenden Anzahl an Aggressionen gegen die Zivilbevölkerung durch die bekannten Terrorgruppen, welche nach wie vor ihre Unterstützung durch die ebenfalls hinlänglich bekannten Regierungen erheilten, ohne die jene Terroraktionen nicht möglich wären. Im Zusammenhang gesehen dienten sie eindeutig der Destabilizierung von bislang verwirklichten befriedeten sicheren Gebieten, damit der Unterminierung der immer weiter in Ausdehnung befindlichen Waffenruhe-Vereinbarung und den erzielten Rekonziliationserfolgen. Letzere seien Basis der politischen Lösung der Syrienkrise, welche durch den innersyrischen Dialog in Genf hergestellt, jedoch durch die Terrorgruppen und ihre Hintermänner sabotiert werden sollen. Zudem würde damit von den zunehmenden counterterroristischen Erfolgen der SAA abgelenkt. Genannt wurden in dieser Hinsicht Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm sowie die damit verbundenen Terrorgruppen bzw. vor allem die Regierungen von Saudi-Arabien, der Türkei und von Qaṭar neben anderen. Das ständige Schweigen und die praktische Untätigkeit seitens des UNSC hierzu sende für die Terrorruppen nur anspornende Signale aus. Daher hieß es im Schreiben:certain states’ persistence in imposing a policy of silence on the Security Council regarding the heinous crimes committed by terrorist groups across Syria, and the refusal of those same states to have the Security Council take deterring, immediate, and punitive measures against the states and regimes and that support terrorism – particularly the regimes in Riyadh, Ankara, and Doha – inspires these regimes to continue directing their terrorist pawns in Syria to commit mas­sa­cres against the Syrian people.“ Verstärkt wurde der Eindruck noch durch die Weigerung seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Ukraine, die zitierten Terrorgruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf Vorschlag der russischen Regierung konsequenterweise auf die UN-Terrorliste setzen zu lassen (vgl.u.). Statt dessen bestünden diese Staaten darauf, diese Terrorgruppen als „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] zu bezeichnen und zu behandeln, wobei sie die von jenen begangenen endlosen Verbrechen ignorierten. Das wiederum mache deren Fehlen an ernsthafter Bekämpfung des Terrorismus deutlich.
Syrien werde sich jedoch nicht davon abhalten lassen, der Verpflichtung zum Counterterrorismus den eigenen Bürgern und der internationalen Gesellschaft gegenüber wie der zur Verwirklichung einer politischen Lösung der Syrienkrise durch umfassenden innersyrischen Dialog nach dem Willen der syrischen Bevölkerung nachzukommen.
Die Schreiben schlossen – wie schon so oft (vgl.u.) – mit der Aufforderung an den USCR: „[to] take deterring, immediate, and punitive measures against the states and regimes and that support terro­rism, particularly the regimes in Riyadh, Ankara, and Doha, stop said states from supporting terrorism and tampering with international peace and security, and force them to comply with relevant Security Council resolutions.“ (http://sana.sy/en/?p=78149 vom 23.5.2016)

Auch der syrische UN-Gesandte in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, machte im Nachgang der erwähnten Attentate seinerseits gegenüber beiden Gremi-umsmitgliedern klar: „Dieses blutige Abschlachten ist die Fortsetzung einer ganzen Reihe von Terrorangriffen, die auf direkte Anweisung der extremistischen und fundamentalistischen Regime in Riad, Ankara und Doha systematisch gegen einige syrische Städte ausgeführt wurden“. Zu den Verbrechen in az-Zâra merkte er an, obwohl sich Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Verbündete auf ihren sozialen Netzwerkseiten dazu bekannt hätten, sei dies von jenen Staaten übergangen worden, die diese Terroristen als bewaff­nete Gruppierungen einstuften und sich dagegen stark machten, daß jene auf die UN-Terrorliste gesetzt würden. (http://sptnkne.ws/btt3)

Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm forderte in einer Erklärung vom 23.5.2016 alle Konfliktparteien, die sich der Waffenruhe in Syrien angeschlossen haben, dazu auf, die übernommenen Verpflichtungen ernsthaft umzusetzen. Wörtlich hieß es in der übersetzten Fassung: „Wir fordern von allen Seiten, die das Abkommen über die Feuereinstellung unterzeichnet haben, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Wir fordern Washington erneut dazu auf, die Arbeit mit den durch die USA kontrollierten Formationen der sogenannten ‚gemäßigten‘ syrischen Opposition weiter fortzusetzen, damit sich diese auch der Waffenruhe anschließen können“.
Zudem fordere die russische Regierung die US-Administration auf, die ihrer Einflußnahme unterstehenden Kampftruppen, die sich der Waffenruhe angeschlossen hätten, aus Gebieten der Ğabhatu_n-Nuṣra und ihrer Verbündeten bzw. der anderen international anerkannten Terrorgruppen abzuziehen. (http://sptnkne.ws/btuf, http://www.sana.sy/?p=385985)

Beim Treffen mit WHO-Generaldirektorin Margaret Chan konnte Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî mitteilen, die gesundheitliche Situation in Syrien sei stabil. Zudem habe die Belieferung sämtlicher Provinzen mit 1100 Arzneimittelsendungen habe in den letzten fünf Monaten funktioniert. (http://sana.sy/?p=385770)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78075 und http://www.sana.sy/?p=385236 (Rückeroberung von Posten am Ğabal Ḫanzîr, ca. 100km im SO von Ḥomṣ]nahe al-Qaryatain nach Erledigung der IS-Trupps dort; dazu effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Positionen beim aš-Šâʽir-Ölfeld. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen im SW vom Dair az-Zaur Airport. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraVerschanzungen in al-Manšiyya, al-Karak, dem alten Zollgebäude un d dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingslager im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ.)

Die Außenministerien Rußlands und der Tschechischen Republik haben die jüngsten Attentate in Syrien schärfstens verurteilt. Auch Spanien gesellte sich dazu, später UN-Generalsekretär Ban-ki Moon und sogar kurz der deutsche Außenminister. (http://sana.sy/?p=385820)

Terroranschläge vom 23.5.2016:
Am Montagmorgen, 23.5.2016, waren die Küstenstädte Ṭarṭūs (Tartus) und Ğabla (Jableh, Provinz al-Lâḏa­qiyya) heftigen Explosionen ausgesetzt. Dabei kamen nach ersten Angaben 78 Menschen ums Leben, zudem gib es eine große Anzahel teils sehr schwer verletzter Personen, vorwiegend Frauen und Kinder. Wegen der erhbelichen Beschädigungen wird mit steigenden Opferzahlen gerechnet.
Im Einzelnen: in Ğabla detonierten zwei Sprengsätze am Hauptzugang zur Zentralen Busstation, ein weiterer beim Direktorat der Elektrizitätswerke am Rand eines Wohngebiets. Zudem sprengte sich ein Suizidattentäter vor dem Eingang der Notaufnahme des National Hospital der Stadt in die Luft.
In der Hafenstadt Ṭarṭūs wurden bislang 33 getötete und 47 verletzte Bürger gezählt. Dort ließen drei Suizidattentäter ihre Sprengsätze detonieren, eine Autobombe am Hauptzugang zur Busstation, der andere innerhalb derselben, ein dritter im angrenzenden Wohnviertel im Westen der Provinzhauptstadt.
(http://sana.sy/en/?p=78020)
Desweiteren starb im Stadtteil Bustân al-Zahra von Aleppo, wo hauptsächlich Palästinenser untergekommen sind,  eine Frau, drei weitere Bewohner wurden, infolge des Raketenbeschusses verletzt bei erheblichen Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=78073).
In Maʽratmaṣrîn positionierte Terroristen beschossen gegen 11.00 Uhr die belagerte Stadt Kafariyya, 8km nördlich von Idlib erneut mit Raketensalven, töteten zwei Bewohner und verletzten sechs weitere. (http://www.sana.sy/?p=385670) – Photostrecke der Verheerungen: http://sana.sy/en/?p=78037, Video-Kurzberichte: http://sana.sy/en/?p=78118

Das Kabinett verurteilte auf das Strengste die letzten Attentate in Ṭarṭūs, Ğabla, al-Qâmišlî, Aleppo, Nubul und Darʽâ und machte die ausländischen Unterstützer der in Syrien wütenden Terrorgruppen mitverantwortlich für die begangenen Verbrechen an unschuldigen Zivilisten. Den Familien der Betroffenen sprach die Regierung ihr tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. Die Behörden wurden angewiesen, die Opfer und ihre Familien nach Kräften zu unterstützen. – Ganz offenbar scheuten die Terroristen die Auseinandersetzung mit der Armee, stellte Infor-mationsminister az-Zuʽbî im Telefon-Interview mit al-Aḫbariyya-TV heraus. Zudem hätten die ausführenden Terroristen – in den Gegenden aktiv seien besonders Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğab­hatu-n-Nuṣra und der IS – mit den Übergriffen wieder einmal ihre wahre Natur gezeigt. (http://sana.sy/en/?p=78020)

Gegenüber einem Sputniknews-Reporter gab ein Sprecher aus syrischen Sicherheitskreisen zudem bekannt, daß eine weitere Suizidbomberattacke auf die Klinik in Ğabla rechtzeitig habe verhindert werden können, indem er bemerkte: „Sicherheitsdienste haben einen Selbstmordattentäter festgenommen, der der Terrorgruppierung Ahrar ash-Sham angehört. Er wollte sich in der Nähe eines Krankenhauses in Dschabla in die Luft sprengen.“ Die Zahl der Todesopfer ist über 100 angestiegen. (http://sptnkne.ws/bsVU)

Terroranschläge vom 22.5.2016:
In der Nacht zum Sonntag sprengten sich mit dem IS affiliierte Suizidattentäter in einem Restaurant im Stadtzentrum von al-Qâmišlî in die Luft, töteten damit fünf Menschen und verwundeten ca. 20 weitere bei erheblichen Zerstörungen im Umkreis. Später stellte sich heraus, daß zwei weitere Attentäter rechtzeitig hatten aus dem Verkehr gezogen werden. (http://sana.sy/en/?p=77928)

Nach eingehenden Recherchen und Beobachtungen im Gebiet konnten die Behörden am 21.5.2016, 25 Tonnen an medizinischen Hilfsgütern für den IS und affiliierte Gruppen im Wert von über 100.000 US-$, welche unter Aufsicht der Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya aus der Türkei über den Grenzübergang Bâb al-Hawâ eingeschmuggelt wurden, konfiszieren und Terrormitglieder festnehmen. (http://sana.sy/en/?p=77893). Einer dieser, ʽAbdurraḥmân Kanğû von der Terror­gruppe Liwâ´ Šuhadâ´al-Ḥaqq, tätig im Raum Aleppo auch im Waffen- und Drogenhandel, legte im Abendprogramm des staatlichen Fernsehens ein umfassendes Geständnis hierzu mit interessanten Details ab, u.a. stellte er klar: „Liwâ´ Šuhadâ´al-Ḥaqq [Fehler, im Original steht: Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya] monitors all movements in the area, and they claimed to be fighting ISIS while they were actually supporting it”. Lieferungen wie die erwähnte stammten von einem türkischen Unternehmen genannt al-Yamân in Istanbul, die Waren aus Amerika und China beziehe. Das Unternehmen sei dafür bekannt, daß es Medikamente, medizinische Geräte etc. zur Versorgung von Feldlazaretten des IS und UN-gelisteten anderen Terrororganisationen in Manbiğ, aber auch im irakischen Mossul organisiere.(http://sana.sy/en/?p=77893).

Nach Auskunft des russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 21.5.2016 wurden für die vergangenen 24 Stunden neun Verstöße festgestellt. Terroristen von Ğaiš al-Islâm attackierten mit Mörsergranaten und Kanonenbeschuß eine Reihe von Militärposten im Rîf Dimašq und von Aleppo. Zudem konnte die SAA Angriffe von Ğab­hatu-n-Nuṣra auf Orte in den ländlichen Gebieten von Ḥom, Damaskus und Qunaiṭra, Aleppo und Idlib vereiteln. (http://sana.sy/?p=384483)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.5.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=77863 und http://www.sana.sy/?p=384269 (Durchbrechung der Blockade von Affiliierten von Ğab­hatu-n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beim Elektrizitätswerk von az-Zâra in der zentralen Provinz Ḥamâ mit Rückzug der Feind-Überlebenden nach Ḥur Binafsa im S; dazu Rückeroberung sämtlicher Anhöhen um die Stadt unter heftigen Feindverlusten – es starben gut 100 Terroristen – bei Zerstörung von 10 aufgerüsteten Kampfwägen; zudem Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğab­hatu-n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya dank präziser Operationen der SAAF und der Artillerie auf Militärposten auf der Achse Maʽân -Tal Bazâm – unter den gut 25 getöteten Terroristen befand sich auch der Feldkommandeur von Ğab­hatu-n-Nuṣra, Samîr al-Asmar; neben vielen Verletzten blieben sechs mit Duschka-Maschinengewehren aufgerüstete Wägen und anderes Kriegsgerät zurück.  Akkurate effiziente Luftschläge gegen IS-Positionen bei den Ölfeldern von aš-Šâʽir und Ğazal sowie bei Umm at-Tabâbîr im O von Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten; Desgleichen bei al-Qaryatain 85km südöstlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung eines Kommandozentrums von Ğab­hatu-n-Nuṣra im Stadtteil al-Arbaʽîn des Bezirks Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ mitsamt den Mannschaften. Intensive präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen im SW von Dair az-Zaur mit Beseitigung einer Anzahl Terroristen mitsamt militärischer Ausrüstung; dazu rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe im al-Bânûrâmâ-Bereich im SW-Teil Dair az-Zaurs; im SO der Provinzhauptstadt beim Ğabal aṯ-Ṯarda wurde laut sozialen Netzwerkseiten des IS während der Gefechte mit der Armee auch Abû Ḫadîğa al-Maṣrî getötet, der IS-Verantwortliche für Dair az-Zaur)

Terroranschläge vom 21.5.2016:
Infolge Raketenangriffen auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo wurde ein Baby verletzt und Häuser erlitten beträchtliche Schäden.
In Darʽâ wurden auf dieselbe Weise vier Personen verwundet in den Stadtteilen as-Sabîl, al-Maṭar (also Flughafengebiet) und as-Saharî (?).
(http://sana.sy/en/?p=77880)

Laut Mitteilung von Sputnik-News vom Fr., 20.5.2016, bereitet die kurdische Miliz YPG nach einer Mobilmachung einen Sturm auf die IS-Hochburg ar-Raqqa vor und habe die Bevölkerung via Flugblättern, welche durch Flugzeuge der US-geführten Koalition abgeworfen wurden, aufrufen lassen, hierfür die Stadt zu verlassen. Große YPG-Einheiten stünden bereits 37km im N vor ar-Raqqa. Der IS reagierte mit Verfrachtung der eigenen Familienangehörigen weiter gen Osten nach Dair az-Zaur. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7825-is_miliz_verhindert_bewohnern_von_rakka_die_stadt_zu_verlassen vom 21.5.2016)

Zur Beseitigung des wiederholt mehrfach besprochenen Hauptproblems [s.u.] einer effektiven Terroristenbekämpfung und einer damit verbunden schnellen politischen Lösung für die Syrienkrise schlugen Rußlands Außenminister Sergei Lawrow und Verteidigungsminister Sergei Shoigu am Fr., 20.5.2016, in Moskau vor, die russische Luftwaffe und US-geführte Koalition könnten in Syrien ab dem 25.5.2016  gemeinsam Luftschläge gegen  Ğab­hatu-n-Nuṣra und andere bewaffnete Gruppen ausführen, die gegen die Feuerpause verstießen, sowie gegen Konvois mit Nachschub-Lieferungen für die Terroristen über die türkische Grenze nach Syrien. Diese Aktionen würden [gemäß Völkerrecht!] mit der syrischen Regierung abgestimmt. Damit werde der Boden bereitet für die Beilegung der Syrien-Krise mit Ausdehung der Waffenruhe auf das gesamte syrische Staatsgebiet.
Wie bislang auch lehnte das Pentagon solcherlei gemeinsames Vorgehen laut Sprecher Matthew Allen ab. Die USA würden gegen den IS vorgehen wollen, die ablehnenden Position gegenüber dem syrischen Präsidenten stellte sich dabei als weiterhin andauernd heraus. (http://sana.sy/en/?p=77837, s.a. http://sptnkne.ws/bsnF)

Beim Treffen von 30 europäischen Nachrichterndiensten in Berlin warnte der Präsident des NL-Geheimdienstes wie CTG-Vorsitzender Rob Bertholee vor Anschlägen in Europa durch in IS-Camps für Suizidattentate gut trainierte Dutzende, vielleicht sogar Hunderte an Kindern und jüngeren Erwachsenen. Schon bei den letzten anschlägen von Paris, Brüssel habe sich gezeigt, daß die Täter den Flüchtlingszustrom nach Europa zur getarnten Einreise genutzt hätten. (http://sana.sy/?p=384212) – Die Counter Terrorism Group (CTG) wurde 2002 als informeller Zusammenschluß der 28 Nachrichtendienste der EU-Staaten zusätzlich derer aus Nor­wegen und der Schweiz in Reaktion auf die Anschläge vom 11.9. 2001 in den USA gegründet und dient dem schnellen Austausch von Informationen über Terroraktionen islamischer Dschihadisten. – Mehr zu den IS-Aktivitäten, welche auf frühe Anwerbung von Minderjährigen und deren Ausbildung zu IS-Attentätern ausgerichtet sind, s. hier (u.a. IS-ABC, IS-„Kindergärten und -heime“, Jihadi Junior, Jihadi Jane, Kinder als IS-Henker  (s.a. „Zufallshenker“ etc.).

Anmerkung:

Vgl.a. die Meldung vom 11.4.2016: Mehr als 5.800 minderjährige Flüchtlinge im Jahr 2015 in Deutschland verschwunden. (http://www.sana.sy/?p=367199, s.a. http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingskrise-minderjaehrige-fluechtlinge-verschwunden-14171745.html)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77813 und http://www.sana.sy/?p=384036 (Zerstörung von IS-Zentren aufgerüsteten -Kleinkonvois samt Mannschaften in präzisen Luftschläge beim al-Bânûrâmâ-Gebiet im SW Dair az-Zaurs und in al-Mu­raiʽiyya, 10km südlich davon. Beseitigung von IS-Ansammlungen bei den aš-Šâʽir und Ğazal Ölfeldern in akkuraten SAAF-Einsätzen; dazu Kontrolle über Tulûl al-Ḫaḍâriyâ in Richtung Qaṣr al-Ḥair al-Ġarbî und über al-Bârida im SO von Ḥomṣ erkämpft mit anschließender Räumung der Gebiete vom IS hinterlassenen Sprengfallen und Minen durch Spezialeinheiten. Eliminierung eines Truppentransporters von Ğaiš al-Fataḥ samt Bewaffnung in Ḫirbat an-Nâqûs, 90km westlich von Ḥama; zudem Beseitigung von al-Ğabhatu al-IslâmiyyatuTrupps und -Schlupfwinkeln bei ʽAidûn wie in ʽAqrab zusammen mit Volkswehrkräften; Niederschlagung einer Ansammlung Terroristen bei az-Zâra (zum Massaker dort s.u.), unter den Getöteten auch die Feldkommandanten Muṣṭafā al-Ḥussain, Aḥmad Ḥamza und Ğaʽfar Walîd ʽAfâra. Vereitelung eines Angriffs von IS-Affiliierten von den Außengebieten von al-Lağât auf die Nordseite von ʽArîka westlich von as-Suwaidâ´ wie eines Waffen- und Munitionstransports durch IS-Einheiten bei Tal Ušaihib im NO der Provinz mit Vernichtung sämtlicher Ausrüstung und Mannschaften.).

Terroranschläge vom 20.5.2016:
Raketenbeschuß des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo tötete ein Mädchen, verletzte fünf Erwachsene, beschädigte Gebäude und Infrastruktur.
In der von Terroristen belagerten Stadt al-Fûʽa (vgl.u.) nördlich Idlib durch Panzerbeschuß von der Umgebung von Biniš tötete eine Frau. – Zur Belieferung der in Syrien aktiven Terroristen seitens ausländischer Unterstützer mit Panzern s.u.!
Wohngebiete von Darʽâ City in al-Kašaf sowie die Umgebung des National Hospital in Darʽâ al-Maḥaṭṭa wurden mit Raketen attackiert, wobei eine Person verletzt und privates wie öffentliches Eigentum beschädigt wurden.
(http://sana.sy/en/?p=77827)

Acht Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am Fr., 20.5.2016, für die vergangenen 24 Stunden. Zudem verlautete: “Terrorists of Ğab­hatu-n-Nuṣra continue their provocative action which aim at breaking down the agree­ment by targeting areas in Aleppo, Damascus and Lattakia with rocket launchers, tanks, mortar rounds and anti-aircrafts artillery systems.“ (http://sana.sy/en/?p=77856) – Auch hieraus wird wieder deutlich, daß den in Syrien aktiven Terrorgruppen von ihren ausländsuchen Unterstützern auch Panzer und Boden-Luft-Artillerie gegen Flugzeuge geliefert wurde (vgl.u., Mitteilung Lawrows beim ISSG-Treffen am 17.5.2016).

Volkswehrkräften gelang die Einkreisung eines Waffentransports in ʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ. Die verschiedenen Munitions- und Waffentypen einschließlich 60mm-Mörsergranaten, B9- und anderen Granaten, Panzerfäusten sowie tragbaren Raketensystemen waren für Terroristen im Gebiet al-Lağât im Ostteil der Wüste bestimmt. Die Ladung wurde konfisziert. (http://sana.sy/en/?p=77818)

Erneut wurde – diese Mal durch den russischen Vize-Außenminister Gennadi Gatilow – bestätigt, daß es nicht die Armee (SAA) ist, welche gegen die Waffenruhe verstößt. Zudem sei sie einzig im Counterterrorismus aktiv. In seinem Statement vom Do., 19.5.2016, wies er nochmals darauf hin, daß die Terroristenbekämpfung, die sich gegen Ğab­hatu-n-Nuṣra und die anderen durch UN gelisteten Terrororganisationen [wie deren Affiliierte] wende, nicht Teil der Waffenruhevereinbarung sei, was auch jedesmal das Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm in seinen Verlautbarungen hervorhebt. Alle SAA-Operationen seien demnach einzig gegen Terroristen gerichtet.(http://sana.sy/en/?p=77739)

Angesichts dieser Vorstöße Rußlands ist es nachvollziehbar, daß die noch in Nord-Syrien – vor allem im Raum Aleppo – agierenden Terrorgruppen laut Auskunft von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa während der Pressekonferenz vom 19.5.2016 erneut den Versuch machen, sich umzubenennen: z.B. in Nordfront (alĞab­hat al-Šamâliyya) und Nordarmee (Ğaiš al-Islâm), was schon wesentlich neutraler klingt als die deutlich auf salafitisch-wahhâbitischen Takfîr-Terrorismus schließen lassenden Bezeichnungen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî (zur Bedeutung vgl.u., 6.5.2016) u.a.! (http://sana.sy/en/?p=77755)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77710 und http://www.sana.sy/?p=383634 (Vereitelung eines Überfalls von IS-Affiliierten auf den SW-Stadtrand von Dair az-Zaur und die dortigen Militärposten, Zerstörung eines IS-Muni- tionstransporters und Beseitigung von IS-Trupps bei al-Mu­raiʽiyya östlich des Dair az-Zaur Militärflughafens, dazu rechtzeitige Eliminierung von zwei IS-Au-tobomben vor den Militärposten zum Schutz von Ğabal aṯ-Ṯarda im SO; bei Razzien in der Provinzhauptstadt dem IS in den Stadtteilen al-ʽUrfî wie dem Industriegebiet heftige Verluste beigebracht u.a. mit Zerstörung von Schanz-arbeiten und des zugehörigen Bulldozers. Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğab­hatu-n-Nuṣra und Liwâ` al-Furqân auf Militärposten zum Schutz von Tal Qarîn im NO von Kafar Nâsiğ in der Provinz Darʽa unter heftigen Feindverlusten. Erfolgreiche Abwehr eines IS-Angriffsversuchs auf das Gebiet al-Lağât nahe Kûʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ´ durch Volkswehrkräfte). – Laut Ziad Fadel wurden zudem Dair al-ʽAṣâfîr mit weiteren neun Dörfern (Ḥawš ad-Duwair, Ḥawš al-Ḥumṣî, Ḥarasta al-Qanṭara, Bâlâ, ar-Rukâbiyya, al-Bayâḏ, Zabdîn, Nawla und Bazîna) sowie Ḫân aš-Šaiḫ befreit im Zusammenwirken mit der Yarmûk-Brigade, der Ḥizbullâh, der PDC und den Milizen der BaʽṯPartei. (http://syrianperspective.com/2016/05/khaan-al-shaykh-liberated-dayr-al-asaafeer-liberated-palestine-liberation-army-backs-syrian-special-operations-jaysh-al-islam-and-nusra-destroyed-day-of-judgment-is-at-hand.html, s.a. http://sptnkne.ws/brQq)

Gemäß Mitteilung des russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom Do., 19.5.2016, wurden in den letzten 24 Stunden sieben Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnet, allesamt im Umkreis von Damaskus. So griffen Trupps von Ğaiš al-Islâm wieder Militärposten zum Schutz der Orte Dûmâ, Ğaubar und Zab­dîn an und beschossen die Wohngebiete Abû Ğarâš und Barza. Ğab­hatu-n-Nuṣra-Einheiten attackierten wieder das Ḥandarât Flücht-lingscamp, die Städte Bâškuwî, Ḥailân und az-Zandîk sowie die Stadtteile Ṣalâḥaddîn und aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo und weitere sechs Städte im Raum al-Lâḏa­qiyya. (http://sana.sy/en/?p=77783, http://www.sana.sy/?p=383974)

Dr. Aḥmad Dîb, Direktor für Museumsangelegenheiten am DGAM (Directorate-General of Antiquities and Museums) in Damaskus teilte mit, daß angesicht der terroristischen Bedrohung im Land die archäologischen Gegenstände rechtzeitig aus den meisten Ausstellungsräumen der Museen genommen und an sichere Orte verfrachtet worden seien, um sie vor Raub und Vandalismus zu schützen. Daher hätten 99% tatsächlich vor dem Zugriff der Terroristen geschützt werden können. Geplündert worden seien von den insgesamt 41 Museen die beiden in ar-Raqqa und Dair ʽAṭiyya. (http://sana.sy/en/?p=77656)

Zum angesprochenen, nach wie vor ungelösten „Hauptproblem“ (s.u.) bemerkt nun auch der ehemalige CIA-Mitarbeiter Steven Kelley, daß an den Genfer Friedensgesprächen bislang Massenmörder teilgenommen hätten. Schließlich seien Vertreter von Ğaiš al-Islâm Teil der „Oppositionellengruppe“ – des von Saudi-Arabien erstellten und unterstützten HNC. Diese hverletzen nicht nur ständig die Waffenruhe in Syrien, sondern hätten Massenmorde unter Einsatz von Chemiewaffen begangen. Die Initiative der russischen regierung, diese Gruppe konsequenterweise auf die UN-Terrorliste zu setzen, wurde ja unlängst am 11. Mai geblockt durch Einspruch der USA, Großbritannien, Frankreich und der Ukraine (vgl.u.). Für Kelley steht laut Interview mit Russia Today fest, daß wegen dieser Weigerung des Westens, diese Kämpfer als Terroristen anzuerkennen, der gesamte Friedensprozeß in Syrien auf der Kippe stehe. Nur einen Tag später erfolgte dann das az-Zâra-Massaker (s.u.). „Das sind richtige Mörder, die die friedliche Bevölkerung nicht vertreten dürfen. Sie begehen immerhin Völkermord“, betonte Kelley. (http://sptnkne.ws/brtP)

Im Bestreben, dem als verbliebenes Hauptproblem für eine erfolgreiche politische Lösung der Syrienkrise nach dem ISSG-Treffen vom 17.5.2016 beschriebene Phänomen (s.u.) zu begegnen führte der russische Außenminister Lawrow am 19.5.2016 ein Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Kerry. Ziel war, konkrete Maßnahmen zur effektiveren Abgrenzung der Befürworter und Gegner [d.i. Terrorgruppen] der Waffenruhe in Syrien ausarbeiten. Der Webseite des russischen Außenministeriums war dazu zu entnehmen: „Es wurde abgestimmt, dass die russischen und amerikanischen Militärs über die zwischen ihnen geschaffenen Koordinierungsmechanismen konkrete Maßnahmen zur effektiveren Abgrenzung der Anhänger und Gegner der Waffenruhe ausarbeiten und ebenso Schritte zur Unterbindung einer Unterstützung der auf syrischem Boden agierenden Terroristen aus dem Ausland unternehmen“. Zudem sollte nach Lawrows Meinung der Zustrom ausländischer Unterstützung für die in Syrien agierenden Terroristen geblockt werden. (http://www.sana.sy/?p=383665, s.a. http://sptnkne.ws/brEr)

Terroranschlag vom 19.5.2016:
Eine vom IS platzierte Landmine im Dorf Sulaimâniyya im SW von aš-Šadâdî im Südteil der Provinz al-Ḥasaka zerfetzte zwei Passanten. (http://sana.sy/?p=383771)

Kurdische Einheiten haben im Dorf Suluk [?] bei ar-Raqqa eines der größten Massengräber mit tausenden an Leichen vom IS getöteter Zivilisten gefunden. Die Opfer wiesen Folterspuren auf. (http://espanol.almayadeen.net/news/pol%C3%ADtica/6171/hallan-en-siria-fosa-com%C3%BAn-de-daesh-con-miles-de-v%C3%ADctimas-ci vom 18.5.2016)

Unter irakischen Flüchtlingen aus dem Gebiet östlich von ar-Ramâdî versteckt, kam auch der irakische IS-Kommandant Muṣṭafā Aḥmad Muršid (Mustafa Ahmed Murshid) in Begleitung einiger seiner Kameraden aus dem Kaukasus, Tunesien und der Türkei auf syrisches Territorium, wurde aufgrund eines Hinweises eines Stammesführers von Armeemitgliedern enttarnt und verhaftet. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950229000598 vom 18.5.2016)

Unter Wiederholung des bereits nach der ISSG-Sitzung Mitgeteilten (vgl.u.) präzisierte der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Mi., 18.5.2016, Reportern gegenüber als Datum zur Fortführung der innersyrischen Gespräche in Genf komme ein Datum nach dem 6.6.2016, dem theoretischen* Beginn des Fastenmonats Ramaḍân in Frage. (http://sana.sy/en/?p=77662, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7696-de_mistura_n%C3%A4chste_syrien_gespr%C3%A4che_in_genf_m%C3%B6glicherwei- se_nach_dem_6._juni) – *Die Festlegung des Ramaḍân-Beginns geschieht nach klassischem Islam, d.h. gemäß einem Ḥadîṯ (ṣaḥîḥ al-Buḫârî, Buch 31, Nr. 130f) durch bezeugte Sichtung der Mondsichel – ru´yatu_l-hilāl – in der letzten Nacht des Vormonats Šaʽbân im jeweiligen muslimischen Land. Die rein rechnerische Festlegung gemäß Astronomie, welche auf den 6.6.2016 fiele, gilt dagegen nicht. Ist die Mondsichel – z.B. wegen Bewölkung an jener Nacht nicht zu sehen, beginnt der Ramaḍân automatisch einen Tag später in dem Land, indem die Sichtung fehlgeschlagen ist.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.5.2016 informieren  http://sana.sy/en/?p=77620 und http://www.sana.sy/?p=383211 (Beseitigung von IS-Kleinkonvois und –Ansammlungen durch präsize SAAF-Einsätze in der Nähe der Ğazal und aš-Šâʽir Ölfelder im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfnestern bei an-Nuʽaima, 40km im O von Darʽâ, sowie von deren Fortifikationen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten in Darʽâ al-Balad. Eliminierung einer Reihe IS-Terroristen samt militärischem Equipment und aufgerüsteten Fahrzeugen bei Ḫirbat Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´. Desgleichen gegen IS-Trupps am Ğabal aṯ-Ṯarda und der Straße nach al-Mayâdîn, unter den Getöteten auch der IS-Sicherheitschef Ğamal ʽUṯmân.)

Für die letzten 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 18.5.2016 zehn Verstöße gegen die Waffenruhe, acht davon in der Provinz Damaskus, zwei in der Provinz Aleppo. Im ersteren Fall attackierten Trupps von Ğaiš al-Islâm Militärposten zum Schutz von Ğaubar, Ḥatîta al-Ğaraš und Dûmâ, Teile der Vorstadt Ḥarastâ und Wohngebiete von Barza und aṣ-Ṣâliḥiyya im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten, im letzteren Fall beschossen die Anhänger von Ğaiš al-Islâm einige Stadtteilen von Aleppo inklusive az-Zahrâ´ mit Raketen. – Russische Flugzeuge haben erneut 38 Tonnen an humanitären Hilfsgütern über den vom IS abgeriegelten Stadtteilen von Dair az-Zaur abgeworfen. (http://sana.sy/en/?p=77684)

Terroranschläge vom 18.5.2016:
Anhänger des IS und seiner affiliierten Gruppen griffen die Stadt Ğandîris im Gebiet von ʽAfrîn N von Aleppo mit Raketen an, welche eine Reihe Bürger verletzten und Sachschäden anrichteten. Desgleichen gingen die Terroristen gegen das Dorf Tal al-ʽAbir westlich von ʽAin al-ʽArab (Kobane) vor, töteten damit einen Menschen und verletzten einen anderen.
Raketenbeschuß einzelner Stadtteile von Aleppo hinterließ neben entspre-chendem Sachschaden in al-Ḥamdâniyya drei Tote und vier Verwundete, in al-Maidân einen Toten und fünf Verletzte sowie in aš-Šaiḫ Maqṣûd drei Verletzte.
Im von Terroristen belagerten Kafariyya im N Idlibs wurden zwei Einwohner von Geschossen aus Maschinengewehren getroffen. (http://sana.sy/en/?p=77633)

Am vergangenen Wochenende sind erneut IS-Propaganda-Videos im Inter veröffentlicht worden, welche Kinder als IS-Henker (vgl. im Themenstrang Irak) zeigen, wie die belgische Tageszeitung La Libre Belgique jetzt meldet. Es soll sich bei dem im Film agierenden Brüderpaar von 13 und 14 Jahren um die Söhne des in Syrien im April 2014 im Gefecht mit der SAA getöteten Terroristen Abû Duğâna al-Faransî (Abu Dujana al-Faransi, vgl. Teil III) handeln. Bei den gezeigten Schießübungen zielt der jüngere Bruder auf Konterfeis der Präsidenten Dr. al-Assad, Putin und Hollande. Im zweiten Video, ausgerichtet auf asiatische Jugendliche aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen etc., verbrennen solche Kinder in einer Schauaktion ihre Pässe. (http://sptnkne.ws/bqSu)

Im Anschluß an das ISSG-Treffen informierte der russische Außenminister Sergei Lawrow darüber, daß inzwischen bereits Panzer in großen Mengen an die Terroristen in Syrien durch deren Unterstützer geliefert würden. „Es hat bereits Fälle gegeben, da Suizidterroristen Panzer für Terroran­schläge benutzten“, führte er am Di., 17.5.2016, an. (http://sptnkne.ws/bqYt)

Nach gut sechs Stunden ging am Di., 17.5.2016 die Sitzung der International Syria Support Group (ISSG) in Wien über die Bühne. Als wichtige Punkte wurden festgehalten, daß die politische Lösung der Syrienkrise auf Erhaltung eines einheitlichen [also ungeteilten] syrischen Staates basiere, daß die Syrer ihre eigene Zukunft bestimmen können müßten innerhalb des Rahmenwerks eines „transitional government”, auf das man sich während der Genfer Gespräche einigen werde. Im Anschluß daran stellten sich die Co-Vorsitzenden, der russische wie US-Außenminister zusammen mit dem UN-Abgesandten für Syrien, de Mistura, in einer Pressekonferenz den Reportern. In einer Erklärung riefen jene die „armed opposition groups“ dazu auf, sich selbst [!] geographisch wie ideologisch von den Terrorgruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu trennen, wobei das Bedrohungspotential durch letztere beide Gruppen nochmals herausgestrichen wurde. – Die ISSG sprach sich für ein Bemühen um die Überleitung der erreichten Feuerpause in eine dauerhafte umfassende Waffenruhe aus, wobei internationaler Einfluß auf alle Seiten ausgeübt werden solle, diesen auf dauerhafter Basis einzugehen und wachsender Druck denen zu Teil werden solle, die nicht gewillt seien, die erzielte Waffenruhe einzuhalten. – Außenminister Kerry würdigte es, daß sich nun auch Japan, Australien, Spanien und Kanada zur Gruppe gesellt hätten, um den IS zu bekämpfen und die Syrienkrise zu beenden. Die Lieferung humanitärer Hilfsgüter per Abwurf aus der Luft werde ausgedehnt werden. Die Kommunikation zwischen den USA und Rußland laufe rund um die Uhr, insbesondere hinsichtlich der Überwachung und Gewährleistung der Waffenruhe. Das Datum 1. August solle zudem nicht als Deadline für die Erstellung der Rahmenbedingungen des politischen Prozesses in Syrien sondern als ein anzustrebendes Ziel aufgefaßt werden [Vgl.u. Einzelheiten der Münchener Deklaration in der Darlegung durch Lawrow vom 12.2.2016]. – Außenminister Lawrow betonte, seine Regierung unterstütze vollends den Counterterrorismus; in diesem Kontext habe sich die syrische Armee [SAA] als die effektivste und wichtigste Boden-Streitmacht erwiesen. Daher wiederholte er die Unterstützung Rußlands für Syrien als UN-Mitglied und unterstrich dessen Souveränität und territoriale Integrität. Am wichtigsten sei es festzuhalten, daß die ISSG-Tätigkeit auf der UNSC-Resolutionen zur Syrienkrise und den zuvor in diesem Zusammenhang getroffenen Vereinbarungen basiere, die an diesem Tage nochmals bekräftigt worden seien. Ebenso wichtig sei, daß die Teilnehmer eine einheitliche gemeinsame Position zur Waffenruhe gefunden hätten auch dazu, daß er auf Gesamtsyrien ausgedehnt werden solle, was wiederum zum politischen Prozeß führen werde. Auf allen Gebieten seien Fortschritte erzielt worden, die Gewalttaten hätten seit dem 27.2.2016 abgenommen und somit seien die humanitären Hilfslieferungen erleichtert worden. Auch die Weiterführung der innersyrischen Gespräche in Genf werde einen positiven Effekt haben. Allerdings könnten die Kurden nicht weiterhin davon ausgeschlossen werden. Bezüglich der Ahndung von Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe seien zwei Dokumente erstellt worden; hierüber werde täglich zwischen dem Zentrum in Genf, den russischen und US-Militärs kommuniziert werden. Auch würden die beiden co-vorsitzenden Parteien der ISSG täglich Kontakt zu allen Aspekten der Krisenlösung halten. Nach wie vor stelle Ğabhatu_n-Nura ein großes Problem dar, da sie Allianzen auch mit bewaffneten Gruppen bildeten, die sich eigentlich zur Waffenruhe verpflichtet hatten. Demnach müßten die Verpflichtungen, eine klare Trennung zwischen Ğabhatu_n-Nura und der „moderate opposition“ herzustellen, auch erfüllt werden. Zudem müsse Einfluß auf jene Länder ausgeübt werden, welche nach wie vor verdeckt mit Ğabhatu_n-Nura kollaborierten. – Staffan de Mistura erklärte, daß die Festlegung eines Termins zur Fortführung der Genfer Gespräche von verschiedenen Faktoren abhänge, u.a. dem im nächsten Monat beginnenden Ramaḍân, den Impuls für den politischen Prozeß beizubehalten sei jedoch wichtig.
An dem Treffen nahmen Vertreter von Rußland, den USA, China, dem Iran und Irak, Frankreich, Großbritannien, der BRD, Italien, der Türkei, Ägypten, Jordanien, dem Libanon, dem Oman, Qaṭar, Saudi-Arabien, den VAE, Repräsentanten der UN, der EU, der Arabischen Liga (AL) und den neu hinzugekommenen Staaten  Japan, Australien, Kanada und Spanien teil.
Zuvor hatte der chinesische Abgesandte, Xie Xiaoyan, seinem Optimismus Ausdruck verliehen „expecting ad­vance regarding boosting the cessation of hostilities and broadening the huma­nitarian access“. Außerdem rief er dazu auf, Geduld zu haben, „as to achieve a sustainable advance of these international efforts for helping solve crisis in Syria.“. (http://sana.sy/en/?p=77478)
Anmerkung: Wie schon aus der Darlegung von Minister Lawrow hervorgeht, besteht das Hauptproblem weiter, daß die eigentliche Voraussetzung für effektive innersyrische Gespräche und damit eine politische Lösung der Krise eine getrennte Aufstellung der in den Konflikt involvierten Terrorgruppen und der von ihren Unterstützern so titulierten „moderate armed opposition“ (MAO, s.u.) immer noch nicht erfolgt ist, was die schon mehrfach diskutierten Hindernisse – u.a. eine effektive Bekämpfung der Terroristen durch Stop von deren Unterstützung durch das Ausland – zur Folge hat (vgl.u.).
Dem ebenfalls anwesenden deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier schien es gegenüber den Reportern offenbar wichtig, als Ziel des Treffens u..a. hervorzuheben: „en­couraging “opposition” to return to the negotiation table in Geneva“. Das letzte Treffen durch vorzeitige Abreise boykottiert hatte jedoch einzig das HNC, d.h. die in ar-Riyâḍ gegründete und vom wahhâbitischen Haus Âl-Saʽûd unterstützte Gruppe, welche entgegen den andern syrischen Oppositionsgruppen diese Bezeichnung im Grunde nicht verdient und zudem Terroristenvertreter in ihren Reihen hat. (vgl.u.) Wie schon die letztens in Genf verbliebenen Diskussionspartner erklärt hatten, kämen die innersyrischen Gespräche ohne diese Gruppe besser und schneller zu den gesteckten und erhofften Zielen, insbesondere wenn endlich alle syrischen Oppositionsgruppen durch de Mistura nach Genf geladen würden, wofür sich die syrische Regierung und diese Oppositionellen schon mehrfach ausgesprochen haben. (vgl.u.).

Fünf Verstöße wurden vom russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden am Di., 17.5.2016, registriert, davon einer im Rîf von Aleppo, die restlichen vier im Rîf von Damaskus; dabei attackierten Kämpfer von Ğaiš al-Islâm Militärposten an zwei Stellen im Umkreis der Hauptstadt und beschossen Wohngebiete der damaszener Vorstadt Ḥarastâ und des damaszener Stadtteils Barza mit Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=77611)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77487 und http://www.sana.sy/?p=382213 (In Spezialoperationen gegen Einheiten und Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nura und Affiliierten wie z.B. Liwâ´ al-Fâtiḥîn im Rîf Dimašq Eliminierung einer Anzahl Terroristen samt deren Ausrüstung nach heftigen Gefechten in Ḫân aš-Šaiḫ im SW der Hauptstadt sowie zwischen al-Ḫamâra, Fîla Salûm und der Arzneimittelfabrik im W von Ḫân aš-Šaiḫ – in letzterem Ort hält die Terrororganisation Waffen etc. in Lagern bereit und versucht den Verkehrt auf der Autobahn zwischen Damaskus und al-Qunaiṭra lahm­zulegen mittels Artilleriefeuers und Scharf-schützen-Beschusses der Vorbeifahrenden. Zerstörung eines IS-Hauptquartiers und weiterer befestigter IS-Positionen samt aufgerüstetem Fuhrpark, Ab- schußanlagen für Mörsergranaten und Artillerie in akkuraten SAAF-Einsätzen im Industriegebiet von Dair az-Zaur und westlich des Airports. Vereitelung eines Überfalls durch Ğabhatu_n-NuṣraTrupps auf einen Militärposten im S von Ḥamâ mit erheblichen Feindverlusten an Männern, Waffen und sonstiger Ausrüstung.  Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen in der Nähe des aš-Šâʽir Ölfeld im N von Tadmur/Provinz Ḥomṣ; zusammen mit Volkswehreinheiten Rückeroberung des Tal aṣ-Ṣawân, von welchem man die Verbindung von der al-ʽUqairbât-Abzweigung zum aš-Šâʽir Ölfeld überblickt und kontrolliert; nach heftigen Zusammenstößen mit Einheiten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra unter bedeutenden Feindverlusten, fanden sich unter den Getöteten auch die beiden Anführer Abû Sanad und Abû Aṣîl.).

Terroranschläge vom 17.5.2016:
Als in Uwaiğa im SO von al-Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka ein Traktor auf eine von Terroristen angebrachte Landmine auffuhr, wurde der Fahrer bei der Detonation getötet. (http://sana.sy/en/?p=77484)
Im Stadtteil al-Ḥamdâniyya von Aleppo niedergehende Raketen töteten eine Frau und verletzten sechs weitere Personen. (http://sana.sy/en/?p=77582)

Erneut wurde an der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen as-Suwaidâ´ und Darʽâ noch in as-Suwaidâ´ ein Transporter umstellt und konfisziert, der aus Ṣamad, dem Ostteil von Darʽâ kommend zu den Terroristen-Stellungen in der östlichen Wüstengegend Waffen und Munition bringen sollte. An Bord fanden sich ca. 200kg Sprengstoff, 32 Minen aus israelischer und US-Produktion, dazu eine BGM-71 TOW-Panzerfaust aus US-Produktion (dazu vgl.u.) zusammen mit verschiedenen Arten von Munition, Granaten etc. (http://sana.sy/en/?p=77475, http://sana.sy/?p=382813 vom 17.5.2016)

Der türkische Oppositionspolitiker Eren Erdem von der Republikanischen Volkspartei (CHP, vgl.u.) kritisierte im Parlament vehement die Tatsache, daß der türkischen Polizei umfangreiches Datenmaterial von 422 Seiten zum IS und seinen jeweiligen Aufenthaltsorten vorliege, dieses aber auf Druck der AKP-Regierung nicht bekannt gemacht werde, um gegen die Terrorgruppe effektiv vorgehen zu können. Hierzu lägen die notwendigen Beweise vor, z.B. via abgehörten Telefonaten. Die erwähnten Leute „are currently training with weapons in Raqqa [an IS stron­g­hold in Syria]“. Dazu führte er aus: „These phone conversations include terrorists’ locations, which hotel they were staying in, which petrol station they would fill their cars at, in which mosque they would gather, how many people would come and go – all of it. Even though this information was known, there wasn’t any operation against them”, und stellte dann die Frage: “I am asking a simple question: Why didn’t you arrest these terrorists”. Dabei betonte er: „There is no negligence here, there is intent. Everything is in AKP’s hands, but they did not interfere. It means (President Recep Tayyip Erdogan Erdogan’s ruling) AKP Party makes a distinction between terrorist organizations and turns a blind eye to IS”. In den abgehörten Telefonaten seien u.a. der dem IS nahestehende Ilhami Bali zu hören, der verdächtigt ist, die Bombenattentate in Ankara und Suruç inszeniert zu haben, sowie der Ğihâd-Prediger Ebu Hanzala, der auf seiner Webseite zum Mord an religiösen bzw. ethnischen Minderheiten aufruft und „who was arrested [in 2015] and then released by the court.”. In der Türkei könnten sich die IS-Mitglieder in Kilis und Gazian­tep ungehindert organisieren und so auch die Grenze nach Syrien passieren. So sei in einem Telefonattranskript zu lesen: „1,128 ISIS militants came to Turkey (from Syria) and the govern­ment didn’t carry out any operation to them… The security of the country turned a blind eye to IS mi­litants because of government pressure. The militants can easily cross the border, receive weapons and ideological training and return to the country with the purpose of massacre.”. Außerdem erhielten die verwundeten IS-Kämpfer in der Türkei medizinische Behandlung –  – so auch der Terrorist Muhammed Abu Turki auf Steuerzahlerkosten in Höhe von $18.000, obwohl er sogar Türken bedroht hatte. Daß diese Daten vorlägen und nichts gegen den IS unternommen werde, sei: just a scandal and in a democratic country, all of the members of cabinet would normally resign from government. However, in Turkey they don’t even make any explanations. This is so tragicomical,” schloß er seine Rede. – Gegen den Oppositionspolitiker Eren Erdem wird derzeit ermittelt, nachdem er in einem RT-Interview Präsident Erdogan dafür verantwortlich gemacht hatte, wohlwissend nichts gegen den Nachschub an Chemie-Waffen von der Türkei nach Syrien zu unternehmen. Erdogan hatte ihn daraufhin einen Verräter genannt und strebt seine strafrechtliche Verfolgung an. Denn obwohl Erdem als Parlamentarier theoretisch Immunität genießt, soll ihm dieser Schutz derzeit entzogen werden. (https://www.rt.com/news/342929-mp-accuse-turkey-isis/)

Terroranschlag vom 16.5.2016:
Erneut wurden Wohngebiete der Stadt ʽAfrîn im NW von Aleppo mit Raketen beschossen, die zum Glück „nur“ zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur führten. (http://www.sana.sy/?p=382359)

Nach Auskunft des russischen Vize-Außenministers Sergei Ryabkow arbeite seine Regierung Vorschläge für ein abschließendes Kom­mu­ni­qué der Internal Syria Support Group’s (ISSG) aus, welche sich am 17.5.2016 in Wien treffe. Allerdings habe er Zweifel, daß es angenommen werde. Wörtlich äußerte er am 16.5.2016 in einer Stellungnahme: „The Russian side is working on setting ideas for the final document of the ISSG meeting, but there are no guarantees yet that it will be adopted”. Zudem machte er deutlich, daß die Ausdehnung der Waffenruhe in Aleppo davon abhänge, daß endlich die US-Seite die Terrorruppen wie z.B. Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten von den von ihnen so betitelten bewaffneten moderaten Oppositionellen (MAO, vgl.u.) trenne, indem es diese klar benenne. [Dies war bereits als Voraussetzung (!) der Genfer Gespräche abgemacht worden, vgl.u.] Daher bemerkte er: „We con­tinue calling on the Americans to take all measures to define these organizations, but unfortunately this has not been successful”. – Schon am Sa., 14.5.2016, hatte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt: „Western states obstruct mechanism of defining terrorists in Syria“. ( http://sana.sy/en/?p=77372)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77308 und http://www.sana.sy/?p=381846 (Nach Razzien Zerstörung von IS-Transportkonvois im Raum Dair az-Zaur in akkuraten Luftschlägen bei al-Buġai­liyya und dem Flughafen der Provinzhauptstadt, unterstützt durch Bodenopperationen in Dair az-Zaur mit Vereitelung des Eindringens von IS-Affiliierten vom Friedhofsbereich her auf das Flughafen-Areal; die heftigen Gefechte fügten dem Feind erhebliche Verluste an Männern und Ausrüstung zu. Beseitigung eines Kleinkonvois an Truppen- und Waffentransportern von Ğabhatu_n-Nuṣra im südlichen Darʽâ al-Balad-Distrikt der Provinzhauptstadt Darʽâ. Am Morgen präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Ansammlungen und –Schlupfnester beim aš-Šâʽir Ölfeld, dazu Vormarsch der Bodentruppen gegen die IS-Terroristen in jenem Gebiet unter erheblichen Feindverlusten; Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf einen Militärposten beim al-Hayâl-Gebirgszug im Umkreis von Tadmur im O der Provinz Ḥomṣ. Zusammen mit Volks­verteidigungskräften Vereitelung eines Terroranschlags von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil al-Ḥadamî in der Stadt Baʽṯ, Gouvernement alQunaiṭra, am Nachmittag mit Beseitigung einer Reihe Terroristen; zuvor hatten jene die Dörfer al-Ḥamîdiyya und aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya wie Wohngebiete von Baʽṯ und Ḫân Arnaba mit Artilleriefeuer bestrichen, was zu erheblichen materiellen Schaden an einer Reihe von Häusern und Infrastruktur geführt hatte).

Terroranschläge vom 15.5.2016:
Bei einem Raktenangriff auf den Stadtteil Bustân az-Zahra von Aleppo wurde eine Frau verletzt, dazu entstand Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=77306)
Am Abend wurden alle Stadtteile von Dair az-Zaur mit Salven an Raketen- und Mörsergranaten beschossen, was zu erheblichen Schäden an Gebäuden, öffentlichem und privatem eigentum führte. (http://sana.sy/en/?p=77308 und http://www.sana.sy/?p=381846)

In verschiedenen Stadtteilen von Istanbul sammelten sich am [Pfingst-]So., 15.5.2016, Demonstranten, welche von der Erdogan-Regierung unterstützte Terroristen als Ausführende des Massakers in az-Zâra identifizierten und dafür verurteilten. Damit sei das türkische Regime unter Erdogan verantwortlich für die dort begangenen Verbrechen an syrischen Bürgern, mit denen man sich solidarisch erklärte. In ihrem Statement klagten sie die türkische AKP-Regierung neben anderen, wie Saudi-Arabien und Golfstaaten der fortdauernden Terrori-stenunterstützung in Syrien an, um den Konflikt dort zugunsten ihrer Zwecke nicht erlöschen zu lassen. (http://sana.sy/en/?p=77295) – Aktualisierung: die Demonstrationen wurden auch am Mo., 16.5.2016, in weiteren Städten fortgeführt (http://sana.sy/en/?p=77353).

Zum wiederholten Mal nahm angesichts der letzten Anschläge und Massaker die Regierung am Sa., 14.5.2016, Kontakt zu den Vereinten Nationen mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden auf, forderte die Verurteilung dieser durch terroristischen Verbrechen, begangen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und angeschlossenen Terrorgruppenwelche immer noch von einigen westlichen und anderen Staaten als „moderate armed groups” [oder: moderate armed opposition, MAO, vgl.u.] betitelt und als solche unterstützt würden. Vor Beginn des eigentlichen Massakers in az-Zâra, sei der Ort mit Mörsergranaten, Raketen und selbstgebauten sog. „hell canonsattackiert worden, was allein schon viele Tote, Verletzte und enorme Schäden an Wohnäusern, anderen Gebäuden und Infrastruktur zur Folge gehabt habe. Darauf exekutierten die Extemisten bei einer Brücke im Gebiet ar-Rastan eine Anzahl Zivilisten, wobei ebenfalls viele verletzt wurden. Unter den affiliierten Terrorgruppen, welche sich neben Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf ihren sozialen Netzwerkseiten der Verbrechen rühmten, seien Failaq ar-Raḥmân, Katâ´ib Ahl as-Sunna und Ağnâd Ḥumgewesen. Diese gestanden dort auch ein, die Verbrechen im voraus geplant und gemeinsam ausgeführt zu haben. Das „appalling massacre goes in line with the series of the systematic terrorist attacks targeting many Syrian cities that are being carried out under direct orders from the regimes of extremism in Riyadh, Ankara and Doha,” hieß es in den Schreiben weiter. Den Terrorgruppen gehe es um die Unterminierung der Waffenruhe wie der Friedensgespräche für eine politische Lösung der Syrienkrise in Genf, welche jeweils auf ein Ende des Blutvergießens im Land abzielten.  Die Tatsache, daß diese Verbrechen unmittelbar nach Blockierung der Aufnahme der Extremistengruppen Ǧaiš ul-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf die UN-Liste der Terrorgruppen durch die Regierungen der USA, Frankreichs, Großbritanniens und der Ukraine erfolgte (vgl.u.), beweise, daß diese Staaten die Terrorgruppen damit zu ihren Untaten geradezu ermutigten. Diese Staaten übergingen diese Verbrechen gleichzeitig stillschweigend, was dafür spreche, daß sie nicht ernsthaft Counterterrorismus betrieben bzw. die Waffenruhe unterstützten. Sowohl der UN-Generalsekretär wie der UN-Sicher-heitsratsvorsitzende hätten bislang zu diesen abscheulichen Terrorakten geschwiegen. Daher forderte die Regierung zum Schluß [und zum wiederholten Male] „immediate deterrent and punitive measuresgegen die Regierungen, welche in die Unterstützung und Finanzierung von Terroristen involviert seien, insbesondere gegen Saudi-Arabien, Qaṭar und die Türkei. (http://sana.sy/en/?p=77259).

Überlebende des Massakers vom 12.5.2016 in az-Zâra (vgl.u.), einem überwiegend von Alawaiten bewohnten Ort im Süden der Provinz Ḥamâ, berichteten, die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten seien zur Schlafenszeit ganz früh am Morgen in den Ort eingedrungen, brachen in die Wohnhäuser ein, plünderten und töteten deren Bewohner, vor allem Ältere, Frauen und Kinder in brutalster Weise.  Bewaffnet gewesen seien sie mit PKC-Maschinengewehren, mit Lasertechnik ausgerüsteten Scharfschüt-zengewehren und Panzerfäusten, mit denen sie sich auch gewaltsam Zugang verschafft hatten. Außerdem zerstörten sie damit andere Häuser. Etliche seien Personen entführt worden. Stadtbewohner hätten schließlich Kontakt zu Armeemitgliedern aufgenommen, welche sich bei Eintreffen um die Verletzten kümmerten und die Übrigen in sichere Gegenden evakuierte.  (http://sana.sy/en/?p=77182)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77223 und http://www.sana.sy/?p=381538 (Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen mit artilleriebestückten Barrikaden und aufgerüstetem Fuhrpark südlich von al-Manšiyya und dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp nahe der Grenze zu Jordanien in Darʽâ, Bezirk Darʽâ al-Balad. Eliminierung eines Nachschubtransports für Affiliierte Ğabhatu_n-Nuṣra misamt allen Kämfern und Konfiszierung der Waffen und medizinischen Prodikte aus türkischer Produktion auf der Straße beim Dorf  al-Qanṭara im S von Ḥamâ. In Dair az-Zaur kam die Armee den Angestellten und Patienten der al-Assad-Klinik zu Hilfe, welche von einer IS-Einheit überfallen worden war (s.u.) und tötete die angetroffenen Terrroristen).

Aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm wurden am Sa., 13.5.2016 sechs Verstöße für die vergangenen 24 Stunden protokolliert. Extremisten von Ğaiš al-Islâm griffen dabei Militärposten in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq wie die al-Assad-Vorstadt von Aleppo mit Mörsergranaten und Raketen an. (http://sana.sy/en/?p=77293)

Terroranschläge vom 14.5.2016:
Durch Raketenbeschuß des Wohngebiets al-Ḥamdâniyya von Aleppo kam ein Bürger ums Leben bei enormem Schaden an umliegenden Gebäuden etc.. (http://sana.sy/en/?p=77227)
Infolge einer nachmittags an einem Kreisverkehr in der Innenstadt zur Explosion gebrachten Autobombe kamen in al-Qâmišlî im NO von al-Ḥasaka bislang fünf Personen ums Leben, etliche wurden teils sehr schwer verletzt. (http://sana.sy/en/?p=77256)
Aktualisierung: Am Nachmittag hinterließ in Aleppo die Beschießung des Stadtteils al-Ḥamdâniyya mit Raketen einen Toten und enorme Schäden, im Stadtteil al-Faiḍ einen Verletzten und ähnliche Schäden. Außerdem wurde ein Korrepondent des Syrian Satellite Channel während seines Einsatzes im Stadtteil Šâdî Ḥulwa von Aleppo bei einem Raketenangriff auf das Radio and TV Center der Provinzhauptstadt verletzt.
Bewohner der Stadt ʽAfrîn im NW von Aleppo meldeten telefonisch ebenfalls Raketenbeschuß, der zu erheblichen materiellen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum führte. (loc.cit.)
Das Gesundheitsministerium informierte am 15.5.2016 darüber, daß ein IS-Trupp am 14.5.2016 das al-Assad-Krankenhaus in Dair az-Zaur überfiel, ein Massaker an Ärzten und anderem Krankenhauspersonal anrichteten, einige davon auch gefangennahmen und verschleppten. Das Ministerium sprach den betroffenen Familien aufrichtiges Beileid aus und würdigte die Opfer für deren tapferes Weiterführen ihrer Arbeit unter den schwierigen Belagerungsumständen durch den IS. (http://www.sana.sy/?p=381988)

Zeugen vor Ort informierten über den Entsatz des al-Assad Hospital in einer westlich gelegenen Vorstadt von Dair az-Zaur: nachdem ein IS-Trupp gewaltsam in die Klinik eingedrungen, einen Teil davon besetzt und ein Massaker angerichtet hatte etc. (vgl.u.), befreite eine schnell eingreifende Armee-Einheit zusammen mit sie unterstützenden Stammeskämpfern denselben wieder, tötete alle IS-Kämpfer, befreiten die noch vor Ort befindlichen Geiseln und sicherten die Klinik. Wörtlich wurde mitgeteilt: „The ISIL terrorists, who stormed the hospital on Saturday and captured part of it, were attacked by the Syrian soldiers and their tribal allies . … The entire ISIL members were killed right on the spot. … The hospital is under the full control of the Syrian government forcesA number of physicians and medical staff, taken hostages by the ISIL, were freed in the army attackThe ISIL terrorists executed brutally some of the hostages before the army’s attack”.(http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950226000362)

Laut der kurdischen Nachrichtenagentur ANHA gelangten in der Nacht zum Sa., 14.5.2016, erneut 400 Kämpfer als Terroristennachschub von türkischem Territorium in den Norden Syriens: „300 Kämpfer von ‚Nureddin Zengi‘ und rund 100 von ‚Dschaisch al-Muhadschirin‘ haben die Kontrollstelle Bab al-Salam nördlich von Aleppo passiert, aus Richtung der türkischen Stadt Kilis Richtung über die Stadt Azaz in Nordsyrien kommend“. Die Türken hätten die dem IS nahestehenden Kämpfer einfach durchgelassen, berichtete die Agentur. (http://sptnkne.ws/bpPD) – Zur besonderen Bedeutung der Benennung der Terrorgruppe Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî, vgl.u. (6.5.2016)!

Über die teils fürchterlichen Zustände, unter welchen syrische Flüchtlinge in der Türkei in den Camps leben müssen, erläuert am Beispiel von Gaziantep der in Englisch gehaltene Bericht „Refugees in Turkey: Cases of Slavery, Rape ‘Go Unnoticed by Officials’“ (deutsch: Flüchtlinge in der Türkei: Fälle von Sklaverei, Vergewaltung übergangen von den Behörden) bei: http://sputniknews.com/europe/20160504/1039090158/refugees-rape-victims-turkey.html. Darin ist auch von andauernden Geschäftsverbindungen der türkischen Beamten mit Terroristen die Rede. Es äußert sich der Vorsitzende der Anwaltskammer von Gaziantep, Bektaş Şarklı, im Interview mit Sputnik, da auch die Medien das Thema übergingen. So schloß Şarklı mit den Worten: „Borders of Gaziantep have become logistics center for Daesh jihadists. Currently, that is the main threat and problem for the region. Public organizations are trying to attract attention to this problem, but it is carefully hushed by political forces who are not interested in its resolution.” .

Nach vielfachen Berichten der fortdauernden Nachschubslieferung (s.a. vom 12.5.2016) und anderer Unterstützung seitens der türkischen u.a. Regierungen für die in Syrien agierenden Terroristen, welche am 11.5.2016 auch wieder der syrische UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (s.u.) vor dem UN-Sicherheitsrat deutlich zur Sprache gebracht hatte, erklärte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow am 13.5.2016 vor Reportern in Moskau, die russische Regierung werde auf der nächsten Sitzung der International Syria Support Group (ISSG) am 17.5.2016 in Wien die Notwendigkeit der Schließung der Grenze zwischen der Türkei und Syrien unterstreichen und auf eine angemessene Lösung des Problems drängen. (http://www.sana.sy/?p=381366)

Insbesondere in den Grenzgebieten kämpft bekanntlich die libanesischen Ḥizbullâh auf Seiten der SAA bzgl. der Bürgerwehren im Abwehrkampf gegen den IS und andere Terrorgruppen. Der sich zu diesem Zweck auf dem Militärflughafen von Damaskus aufhaltende hochrangige Kommandant, Sayyid Muṣṭafā Badraddîn (Seyed Mostafa Badreddin), genannt Ḏû_l-Fiqâr (Zulfiqar), wurde gemäß libanesischen Medienberichten [z.B. al-Manâr-TV] und einer Bestätigung durch die Ḥizbullâh am Fr., 13.5.2016, bei einem [die Souveränität des syrischen Staates verletztenden] israelischen Luftangriff auf die Militärbasis zusammen mit seinen Begleitern getötet. (http://sana.sy/en/?p=77164, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7321-hisbollah_kommandant_bei_einem_israeli-schen_luft-angriff_get%C3%B6tet, s.a. http://sptnkne.ws/bpuG) – In diesem Zusammenhang interessiert eine Enthüllungsstory von The Guardian von Ende März 2016, in welcher der bekannte Autor Brandon Turbeville ein Memo des derzeitigen Königs von Jordanien bekannt macht des Inhalts: Leaked Memo: King Abdullah of Jordan reveals UK SAS Forces on the ground in Syria, Israel supports al-Nusra. (http://www.activistpost.com/2016/05/leaked-memo-jor-dans-king-reveals-uk-sas-forces-on-the-ground-in-syria-israel-supports-nusra.html) Darin heißt es auch laut König ʽAbdullâh, der türkische Präsident Recep Tay­yip Erdoğan, „believes in a radical Islamic solution to the pro­blems in the region” und“fact that terrorists are going to Europe is part of Turkish polic … .“ (loc. cit.)

Auch für den US-Historiker Noam Chomsky ist laut seinem jüngsten Artikel in The Guardian vom 9.5.2016 eindeutig, daß die Einmischung ausländischer Regierungen wie der USA in die inneren Angelegenheiten von Syrien und anderer Länder zur Ausbreitung des Terrorismus und der Behinderung der politischen Lösung der Krisen dieser Länder geführt hat. Dies erläutert er – wie schon in seinem Buch ‚Wer regiert die Welt‘ – am Beispiel von Libyen, Afghanistan, der sog. „Befreiung des Iraks“ und Syrien. (http://www.sana.sy/?p=380944 vom 12.5.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77098 und http://sana.sy/?p=381061 (Beseitigung von Ğaiš al-FataḥTrupps samt aufgerüsteten Kampffahrzeugen und einem Munitionstranpsporter nach Vereitelung von deren Versuch, Militärposten bei Ḫirbat an-Nâqûs, ca. 90 km im NW von amâ zu überfallen; der Feind erlitt nach harten Gefechten dabei heftige Verluste. Meldung der Nachschublieferung für Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei bzgl. 100 Söldnern samt Wafffentransportern mit Chloringas-Munition nach Kafar Ḥamra (vgl.u.). Eliminierung von IS-Ansammlungen und -Rückzugsorten im Ostteil der Provinz Ḥomṣ in Habra al-Ġarbiyya und Umm ar-Rîš und dem NO des Orts Ğazal.)

Laut Information aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 12.5.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu sieben Verstößen. Wieder attackierte Ǧaiš ul-Islâm az-Zahrâ´ im Stadtkreis Aleppo mit Mörsergranaten, Raketen und Maschinengewehrbeschuß wie auch Militärposten zum Schutz der Orte Mîdʽâ, Zabdin, Ğaubar, ʽArbîn und Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Ğabhatu_n-Nuṣra griff erneut den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqsûd in Aleppo wie den nahen an-Nairab Militärflughafen an, dazu die Landstädte Ḥandarât und Ḥailân. Zudem wurde die Ankunft von 100 frischen Kämpfern für Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei in Ḫân Ṭûmân im S von Aleppo bestätigt. (http://sana.sy/en/?p=77150, http://www.sana.sy/?p=381278)

Terroranschläge vom 12.5.2016:
Glücklicherweise „lediglich“ zu Sachschäden kam es durch Raketenbeschuß des Dorfes al-Ğalma im NW von Aleppo.
Ergänzung: Scharfschützen beschossen vorbeifahrende Autos im Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo, wobei zwei Bürger starben, zwei weitere verletzt wurden. Auch die Bewohner von al-Fûʽa waren wieder Scharfschützenfeuer ausgesetzt; die Terroristen waren in Maʽratmaṣrîn positioniert, ein Bewohner kam ums Leben.(http://sana.sy/en/?p=77054)
In der Stadt az-Zâra im S von Ḥamâ richteten Terroristen, nachdem sie gewaltsam in den Ort eingedrungen waren, ein Massaker unter den Bewohnern an, raubten und zerstörten deren Eigentum und entführten einige Frauen und Kinder. Wörtlich verlautete es aus der zuständigen Polizeikommandatur: „terrorist groups infiltrated into al-Zara town and committed a massacre against its locals, as they abducted a number of children and women.” – Kabinett und Premierminister verurteilten erneut mit scharfen Worten diese ruchlosen Verbrechen an Zivilisten und rief die Weltgemeinschaft zum vereinten Kampf gegen den Terrorismus auf und dazu, ernsthafte Schritte zur Beendigung der Terroristenunterstützung aus dem Ausland – vor allem aus der Türkei, Qaṭar und Saudi-Arabien – zu unternehmen. Premier al-Ḥalaqî versicherte zudem „terrorist acts will not prevent the Syrians from continuing the process of reconstruction”. Den betroffenen Familien sprach er aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aus. (http://sana.sy/en/?p=77063)

Am gleichen Tag verurteilte die iranische Regierung wiederholt die ausländische Unterstützung von Terrorgruppen in Syrien und unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamen Vorgehens im Counterterrorismus. (http://sana.sy/en/?p=77032)

Der syrische UN-Gesandte, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, kritisierte am Mittwochabend in New York den UN-Sicherheitsrat für seine Versagen, die Zufuhr von Waffen und Söldnern für die in Syrien aktiven Terrorgruppen wie die Kontrolle der Grenzen und Aufrufe in gewissen TV-Kanälen mit Sitz in Qaṭar, Saudi-Arabien, der Türkei und in London zu noch mehr Blutvergießen in Syrien wirksam zu verhindern, wozu er sich per Resolution verpflichtet hatte. In fünf Jahren seit Beginn dessen, was der UNSC „Syrien-Krise“ nenne, habe es hierzu hunderte Sitzungen, dutzende angenommener Resolutionen und Statements sowie ins Leben gerufener Komitees gegeben, jedoch ohne den erhofften Effekt, ohne durchgreifende Schritte eingeleitet zu haben. Referierend bemerkte er: „Five years and more of the assassination of the Charter provisions, the international law principles and the good neighboring relations  and after exhausting all possibilities to destroy Syria’s people and infrastructure starting with terrorism and media misleading, sending mercenaries from all over the world to the country, facilitating the use of chemical weapons and trading in the pains and expectations of displaced Syrians and forming foreign opposition groups that are allied with thieves and those who support and sponsor terrorism, ” und fuhr fort: „After all that, it is legal to say to those who are involved in fueling the crisis and prolonging it, get your hands off Syria…Stop meddling in our internal affairs under false pretexts that are proved to be null and void in Iraq, Syria, Libya and many other states.”
Zudem prangerte er erneut die angenommene Doppelstandard-Haltung einiger Staaten Terroristen gegenüber an, indem er verdeutlichte: „It doesn’t make sense that the terrorist is considered a terrorist in France, Belgium, Spain, the US, Britain, Australia and Tunisia, while others like to name as a Jihadist and armed groups in other countries and a moderate armed Syrian opposition in Syria which they provide with money and weaponry, entry visas, intelligent protection and facilitate their entrance to Syria across borders.“
Auch die sog. US-geführte Anti-IS-Koalition habe entgegen deren Ankündigung und Vorgabe, den Terrorismus zu bekämpfen, syrische Infrastruktur zerstört, dafür aber z.B. die IS-Transportrouten für den Öl- und Antikenschmuggel übersehen. Demnach fehle es den Teilnehmern an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit im Counterterrorismus, den Syrien dagegen seit Jahren unter Beweis gestellt habe. Daher forderte er: „No more lies or shedding crocodile tears over the suffering of the Syrian people caused by the same governments which claim to fight terrorism.” Mit Hinweis auf etliche von WikiLeaks öffentlich gemachte Dokumente äußerte er: „the Lords of terrorism are those who created the ISIS, Jabhat al-Nusra, al-Qaeda, Jaish al-Fateh, Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham, Jund al-Aqsa, Liwa al-Sultan Murad, the Turkistan Liberation Party, Boko Haram, al-Shabab, Jabhat al-Inqaz and other dozens of terrorist organizations affiliated to al-Qaeda, and those who supply them with money, weapons, training, fatwas, media and political protection, and those who called them as political violence and Jihadists to drop all charges of terrorism.“
Der gefährlichen (toxic) Ideologie jener Terroristen und ihrer Sponsoren zu wehren sei ähnlich bedeutsam wie die Bekämpfung der Verwendung von biologischen und chemischen Waffen durch dieselben. Syrien verteidige dagegen die Werte von Friedfertigkeit, Dialog, Respekt gegenüber unterschiedlichen religiösen, intellektuellen und kulturellen Anschauungen in einem säkularen Staatswesen gegen den von den Terroristen verbreiteten wahhâbitischen Takfîr-Extremismus.
Als bedauerlich und schandbar (regretful and shameful) kommentierte er die Vereinbarung zwischen der EU und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan, indem jener unter Ausnutzung der Situation der syrischen Flüchtlinge die europäischen Länder zu Zugeständnissen (to exempt Turkish citizens from visa requirements to enter the EU countries, achieving cheap material gains) erpresse.
Zu weiteren Punkten und Details der ausführlichen Darlegung des Diplomaten s.: http://sana.sy/en/?p=77027.

Als Teil der – kürzlich auch von The Guardian am 3.5.2016 beschriebenen (vgl.u.) – medialen psychologischen Kriegsführung ist die Falschnachricht einiger syrienfeindlicher Medien einzuordnen, der IS habe die Verbindungsstraße von Ḥomṣ nach Tadmur (Palmyra!) unter seine Kontrolle gebracht. Tatsächlich handelte es sich lediglich um einen schnell und gründlich durch die Armee zurückgeschlagenen und damit gescheiterten Angriffsversuch des IS. (http://sana.sy/en/?p=77006, s.a. http://sptnkne.ws/bnFx)

Erneut ist im Internet ein Video aufgetaucht, das den Beschuß syrischen Militärgeräts durch Terroristen mittels in den USA produzierter TOWPanzerabwehrraketen zeigt, die den sog. „gemäßigten Oppositionellen“ (MAO, vgl.u.) durch die US-Regierung zur Verfügung gestellt wurden (vgl. Teil II und Teil III). Ziel war dieses Mal ein syrischer Panzer wie das Nachrichtenportal Life.ru berichtete. Näheres bei http://sptnkne.ws/bnX2. S.a. Video zeigt, wie IS-Terroristen per US-Panzerabwehrrakete die Soldaten der syrischen Regierungsarmee angreifen. (http://sptnkne.ws/bp3b).

Derzeit befindet sich eine gemischte spanische Delegation aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei Spaniens und der Vereinigten Sozialistischen Partei Kataloniens in Damaskus und ist u.a. von Vizeaußenminister Dr. al-Miqdâd empfangen worden. (http://sana.sy/en/?p=77107)

Der UN-Gesandte für Syrien Staffan de Mistura gab am 11.5.2016 bekannt, der Termin für die Fortsetzung der innersyrischen Gespräche werde nach dem Treffen (vgl.u.) der International Syria Support Group (ISSG) bekannt gegeben. (http://sana.sy/?p=380688)

Der Staatsminister für nationale Aussöhnung ʽAlî Ḥaider teilte am 11.5.2016, mit, daß dank der Rekonziliationsbemühungen demnächst 35.000 Familien in die Regionen as-Sabîna, Ḥuğaira, al-Buwaiḍa und aḏ-Ḏiyâbiyya im Rîf Dimašq zurückkehren können. (http://sana.sy/?p=380667)

ʽUmar Ġalâwunğî ,Vize-Premierminister für Dienstleistungen und Minister für die Lokalverwaltung konnte am 11.5.2016 bekanntgeben, daß seit Jahresbeginn mehr als einer Million Menschen humanitäre Hilfe seitens der Regierung zuteilgeworden sei. (http://sana.sy/?p=380665)

Wie The Daily Mirror meldet, hat Ḥamza bin Ladin (Hamza bin Laden) , der ca.23-jährige Sohn von Ex-al-Qaida-Führer Usâma bin Ladin (Osama bin Laden) zum Ğihâd gegen die säkulare Regierung in Syrien aufgerufen. Hierfür sollten die beiden größten von al-Qaida ausgegangenen Terrorgruppierungen, der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra aufhören zu konkurrieren und sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Am selben Tag soll al-Qaida die Ausrufung ihres eigenen Kalifats in  Syrien angekündigt haben. (http://sptnkne.ws/bnpR)

Im Artikel Syrien: der Krieg kann eingegrenzt werden präsentiert der Politologe Thierry Meyssan wieder eine lesenswerte Darlegung (http://www.voltairenet.org/article191713.html vom 11.5.2016)

Rußlands Vizeaußenminister Gennadi Gatilow bemerkte gegenüber der Zeitung „Iswestija“ hinsichtlich der Haltung der US-Administration zu Präsident Dr. al-Assad, Washington bestehe immer noch auf dem Rücktritt Assads nach Ende der Friedensverhandlungen. „Die Amerikaner versuchen tuns unter Druck zu setzen, damit wir die Notwendigkeit eines Rücktritts von Assad und einer Übergansfrist in Syrien am Ende der Verhandlungen bekannt geben können.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7177-russland_hal-tung_der_usa_gegen%C3%BCber_assad_hat_sich_ge%C3%A4ndert vom 10.5.2016, s.a. http://sptnkne.ws/bnmz)

Der russische Staatspräsident Putin machte am Di., 10.5.2016, in Sotschi vor den Kommandeuren der russischen Armee und des Verteidigungsministeriums bekannt: „Seit Beginn der Operationen in Syrien am 30. September 2015 haben die russischen Kampfjets mehr als 10 000 offizielle Flüge durchgeführt und dabei 500 Gebiete von den Terroristen befreit.“ und setzte hinzu: „Die russischen Interkontinental-Bomber haben außerdem 178 Flüge zur Zerstörung von terroristischen Stellungen und Zentren in Syrien geflogen und sind nach Russland zurückgekehrt.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7207-putin_russ-land_hat_30_000_stellungen_der_terroristen_in_syrien_zerst%C3%B6rt, s.a. http://sptnkne.ws/bnk3)

Der Rebellenkommandeur Alparslan Çelik (vglu.), dem russischerseits die Ermordung des am 24.11.2015 abgeschossenen Su-24-Piloten zur Last gelegt wird (s.u.), ist laut einer Quelle aus der türkischen Staatsanwaltschaft vom Di., 10.5.2016, wegen unzureichenden Schuldnachweises von allen Vorwürfen zum Schaden des Piloten Oleg Peschkow freigesprochen worden. Dies bestätigte auch der Anwalt des Angeklagten. Hingegen dauere das Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen illegalen Waffenbesitzes noch an. (http://sptnkne.ws/bnme)

Aḥmad Fauzî, Sprecher des UN-Gesandten für Syrien de Mistura, hat am Di., 10.5.2016, bekannt gegeben, der innersyrische Dialog werde im Mai in Genf fortgesetzt werden. Am 17.5.2016 träfen sich die Mitglieder der International Syria Support Group (ISSG). Das russische Außenministerium bestätigte letzteren Termin und als Treffpunkt Wien. Die Teilnehmer kämen aus 17 Staaten, u.a. wolle der russische Außenminister Lawrow hinzukommen. Eine weitere Bestätigung gab US-Außenminister Kerry vor Reportern in London ab. der innersyrische Dialog werde demnach „some days after that” fortgeführt werden.(http://sana.sy/en/?p=76903)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76869 und http://www.sana.sy/?p=380168  (Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Positionen und aufgerüstete -Kleinkonvois in der Umgebung der Ölfelder von al-Mahr und Ğazal und Ḫunaifîs im Umkreis von Tadmur wie auch gegen IS-Fortifikationen und –Schlupfnester im Umfeld von Ḥuwaisîs, 77km im O von Ḥomṣ; am Abend folgten durchgreifende Angriffe auf ein ISHauptquartier und IS-Nester in der Umgebung von ʽUnq al-Hawâ, al-Bâdara und al-Mahr ebenfalls im Ostteil der Provinz. Zerstörung von IS-Kampffahrzeugen an der Zufahrt zur Stadt ʽUqairbât durch einen akkuraten SAAF-Angriff in der Provinz amâ. Nach eingehender Beobachtung eines Konvois der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra wurde dieser durch einen Artillerieangriff auf der Straße zwischen al-Ğumruk al-Qadîm[dem alten Zoll] im Bezirk Darʽâ al-Balad und der Stadt Naṣîb vernichtet; zudem Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen, darunter Ḥus­sain Hânî Šihâb, in al-Yâdûdaim im NW der Provinz Darʽâ. Beseitigung eines IS-Transports in Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´.).

Zwei Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe meldete das russische Koordinationszentrum in Ḥumaimîm stellte am Di., 10.5.2016, für die vergangenen 24 Stunden, der eine in der Gemeinde az-Zahrâ im Stadtkreis von Aleppo, der andere im Dorf Abû Rîša im Umland von al-Lâḏa­qiyya. Beide Mals wurden Militärposten mittels Mörsergranaten attackiert: im ersteren Fall seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, im letzteren Fall durch Ğaiš al-Islâm. Zudem griff Ğabhatu_n-Nuṣra Militärposten zum Schutz der Stadtteile aš-Šaiḫ Maqsûd, al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Militärflughafen und das Ḥandarât-Flüchtlingscamp ebenfalls mit Mörsergranaten an. (http://sana.sy/en/?p=76941)

Die USA, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine stellten sich am Di., 10.5.2016, im UN-Sicherheitsrat gegen den Antrag Rußlands, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf die UN-Liste der Terrororganisationen zu setzen. (http://sana.sy/?p=380414 vom 11.5.2016)

Terroranschläge vom 10.5.2016:
Wieder haben im nahen Biniš verschanzte Scharfschützen von Ğab- hatu_n-Nuṣra wahllos auf Einwohner der von den Terroristen belagerten Stadt al-Fûʽa im NO von Idlib geschossen. Dabei starb eine Frau, ein Kind wurde verwundet. (http://sana.sy/en/?p=76860
Ergänzung:
Bewohner der Stadt al-Fûʽa informierten später per Telefon darüber, daß der Ort mit gut 40 Raketen beschossen worden sei, wobei zudem fünf Personen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Hierzu hatten sich Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten von Ğaiš al-Fataḥ in Biniš und Maʽratmaṣrîn verschanzt. (
http://sana.sy/en/?p=76928)
Am Abend beschossen Scharfschützen Wohnhäuser, öffentliche und private Einrichtungen beim Kreisverkehr im Stadtteil ar-Râmûsa in Aleppo vom angrenzenden Stadtteil al-ʽÂmariyya aus. Tödlich getroffen wurde dabei ein Fahrer. (
http://sana.sy/en/?p=76944)

Am Morgen des 10.5.2016 gab das Oberste Heereskommando bekannt: „The truce in Aleppo and its countryside and the countryside of Lattakia will be extended for 48 hours starting from 01:00 on Tuesday 10,05, 2016 till 24:00 on Wednesday 11,05,2016.” (http://sana.sy/en/?p=76849)

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben am Mo., 9.5.2016, die russischen und US-Regierung alle Staaten dazu aufgerufen, Unterstützung für in Syrien kämpfende Terroristen in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution Nr.2253 (vgl.u.) zu beenden. Zudem sollen durch beide Mächte die Gebiete unter Kontrolle von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra genau lokalisiert werden. Ebenso erklärten beide Seiten ihre Unterstützung für die vereinbarte Waffenruhe in Syrien und den politischen Prozeß zur Lösung der Krise via innersyrischem Dialog in Genf. Bzgl. der Waffenruhe wie der Versorgung der Bevölkerung mit humanitären Hilfsmitteln seien klar Erfolge festzustellen. Außerdem habe dadurch die Gewalttätigkeit im Umland von Damaskus und dem N von al-Lâḏa­qiyya deutlich abgenommen.  (http://sana.sy/en/?p=76810)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm stellte am Mo., 9.5.2016, für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße fest, drei in Damaskus und zwei in amâ. Dabei wurden jeweils die zum Schutz der Anwohner installierten Militärposten angriffen, im ersten Fall seitens Ğaiš al-Islâm, im letzten Fall seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya.
Zudem wurde eine Verstärkung für die Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra in Höhe von 70 Kämpfern, die mitsamt drei waffenbeladenen Transportern über die Grenze von der Türkei aus kamen gemeldet, die in ʽAnadân anlangte. (http://sana.sy/en/?p=76855)

Pentagon-Sprecher Peter Cook gab am Mo., 9.5.2016, laut APTN bekannt, daß in der zweiten Phase der – illegalen, da Richtlinien des Völkerrechts widersprechenden – US-Truppenentsendung nach Syrien Kommandeure der sog. „gemäßigten bewaffneten Opposition“ (MAO, zu deren Einordnung vgl.u.!), zu denen die US-Administration schon die Ğabhatu_n-Nuṣra bzgl. der Waffenruhe-Vereinbarung gezählt wissen wollte (vgl.u.), geschult werden sollen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7126-pentagon_us_infanteri- sten_sollen_milit%C3%A4rkommandeure_in_syrien_ausbilden)

Terroranschläge vom 9.5.2016:
Artilleriebeschuß mit Raketen auf Wohneinheiten in Aleppo, Stadtteil Sulaimân al-Ḥalabî, und das Zentrum von Ḥomṣ verursachten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. Im letzteren Fall stellt der Angriff einen Bruch der Waffenruhe von Anfang Dezember 2015 innerhalb der Rekon-ziliierungsmaßnahmen dar, der der Evakuierung des Stadtteils al-Waʽir (al-Waer, vgl.u.) dienen sollte. Gerade dort hatten sich die Terroristen diese Mal verschanzt. (http://sana.sy/en/?p=76832, http://sana.sy/en/?p=76801)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76785 und http://www.sana.sy/?p=379673 (Vereitelung von Terroristenattacken auf Militärposten, welche im Raum Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, welche terroristische Fortifikationen in Schach halten sollen, von denen ständig Angriffe ausgehen; dabei Zerstörung eines 700m langen Tunnels im Umfeld von der Kleinstadt Balâ; aktiv mit Übergriffen auf die Einwohner der Umgebung ist die von Saudi-Arabien unterstützte Ğaiš al-Islâm. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen und -Konvois im Umfeld der al-Mahr Ölstation, des aš-Šâʽir- und Ğazal –Ölfeldes und östlich von Tadmur wie bei Umm at-Tabâbîr und Wâdî al-Musk im O von Ḥomṣ;  dazu Eliminierung von fortifizierten Stellungen und Konvois des Ğabhatu_n-Nuṣra in Dair Fûl, 13km nördlich der Provinzhauptstadt.).

In der Umgebung von Ḫân Ṭûmân (vgl.u.), ca. 15km im SW von Aleppo eröffnete die Armee eine Gegenoffensive gegen Ğab­hatu_n-Nuṣra. Von türkischer Seite wurde wieder granznahes syrisches Areal beschossen laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7033-syrische_armee_beginnt_gegenoffensive_bei_aleppo vom 9.5.2016)

Terroranschläge vom 8.5.2016:
Infolge des Beschusses mit Raketen und Mörsergranaten kamen in Stadtteilen und im Umrkeis von Aleppo wieder etiche Menschen ums Leben bzw. wurden verwundet und zwar in al-Maidân (je zwei getötete Kinder und Frauen, zehn Verletzte, Zerstörungen von Häusern etc.), al-Ğamîlyyia (vier Verletzte samt Sachschäden), weitere enorme Schäden in ar-Râmûsa, aḍ-Ḍâḥiya al-Assad (al-Assad-Vorstadt), Karam al-Ğabal un der Gemeinde az-Zahrâ, dazu in den Städten des Umlands Nubul und az-Zahrâ´.
In dem von Terroristen eingeschlossenen Ort al-Fûʽa im N von Idlib starb infolge Raketenbeschusses seitens Ğaiš al-Fataḥ ein 17-Jähriger, zwei weitere wurden verletzt bei erheblichen Sachschäden. (http://sana.sy/?p=379311, http://sana.sy/en/?p=76719)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm registrierte am 8.5.2016 für die vergangenen 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe.  Anhänger von Ğaiš al-Islâm attackierten Militärposten in Damaskus mit Mörsergranaten und den Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie die Gemeinde az-Zahrâ´ im Stadtkreis von Aleppo mit Raketen. Ğab­hatu_n-Nuṣra beschoß Militärposten nahe Aleppos, den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqsûd sowie den an-Nairab Militärflughafen ebenfalls mit Raketen. – Andererseits machen Rekonziliationen und Anschlüsse an die Waffenruhe weiter Fortschritte. (http://sana.sy/en/?p=76765)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76687 und http://www.sana.sy/?p=379245 (Präzise effetive Luftschläge gegen IS-Trupps im Gebiet von al-Kasârât und al-Muraiʽiyya im O von Dair-az-Zaur, wobei dutzende Terroristen umkamen. Desgleichen gegen IS-Positionen im O des Ğazal Ölfelds, im N und W des al-Mahr Ölfelds und im W der al-Mahr-Bahnstation im O von Ḥomṣ wie auch bei den Steinbrüchen von al-Wa­ḍîḥî nahe ʽUqairibât, einem Dorf, ca. 40km im O von Ḥamâ, als IS-Hauptsammelpunkt am Rande der großen syrischen Wüste und damit „Sprungbrett“ für Angriffe auf Wohngebiete und Ölquellen im Umkreis von Tadmur. In der Provinz Darʽâ beseitigte die Armee morgens Schlupfwinkel von Ğab­hatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Stadtteil al-ʽAbbâsiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad, eliminierte eine Manufaktur für Raketen, Mörsergranaten sowie eine Anzahl Terroristen von Liwâ´ Tawḥîd al-Ğanûb mitsamt deren Feldkommandeur Aḥmad Fu´âd al-Masâlima, dazu aufgerüstete Tranporter mitsamt Mannschaften von Ğab­hatu_n-Nuṣra in Tulûl Ḫalîf und Tal aš-Šaiḫ Ḥussain im NO.)

SANA-Presseschau (http://www.sana.sy/?p=378955):
Im Artikel „White Helmets Are White Knights for Desperate Syrians“ von Sam Dagher vom 1.5.2016 im The Wall Street Journal geht hervor, daß die von der US-Administration u.a. „gemäßigte bewaffenet Opposition“ (MAO) betitelte Gruppen mit der Terrororganisation Ğab­hatu_n-Nuṣra zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten koordinieren. (http://www.wsj.com/articles/white-helmets-are-white-knights-for-desperate-syrians-1462146569) – Vgl. dazu unten die Beiträge zu Jim Jatras und aus The Guardian vom 3./4.5.2016.

Für die letzten 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 7.5.2016 fünf Verstöße gegen die Waffenruhe, davon drei in Aleppo und zwei in al-Lâḏa­qiyya. Wörtlich hieß es: „terrorists of the so called ,Ahrar al-Sham‘ shelled three times Al-Zahra’a neighborhood in Aleppo with mortar rounds, and two towns in Lattakia province twice.“ und: „Terrorists of Jabhat Al-Nusra continued aggression against military positions in Aleppo vicinity, targeted Al-Sheikh Maqsoud neighborhood, and Al-Nayrab airport in Aleppo city twice”. Die SAA habe die Ğab­hatu_n-Nuṣra-Angriffe vom Stadtteil al-Ašrafiyya aus auf den von aš-Šaiḫ Maqsûd erfolgreich abgewehrt, zum Rückzug gezwungen und dem Feind dabei erhebliche Verluste beibegracht.  (http://sana.sy/en/?p=76680)

Terroranschläge vom 7.5.2016:
Die von Terroristen umzingelten Städte al-Fûʽa und Kafariyya in der Provinz Idlib wurden erneut von Anhängern von Ğaiš al-Fataḥ, die sich wieder in Biniš verschanzt hatten, mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Dabei entstanden erhebliche Sachschäden, doch kamen zum Glück keine Menschen zu Schaden. (http://sana.sy/en/?p=76659, http://www.sana.sy/?p=378984).
Ergänzung:
In Aleppo wurden am Nachmittag die Stadtteile Maysalûn, ar-Râ­mûsa, al-Iḏâʽa, Banyâmîn und die Gemeinde az-Zahrâ´ mit Raketen beschossen, wobei ein Bürger Verletzungen davon trug, aber enorme Schäden verursacht wurden.
Mit Raketen wurden auch die Orte ʽAin al-Karûm und Nahr al-Bârid in der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ beschossen. Enorme Sachschäden waren die Folge.
Im südlichen Teil der Provinz al-Ḥasaka wurden wieder Passanten Opfer vom IS am Straßenrand angebrachter Landminen: al-Hadağa kam dabei ein Mann ums Leben, in al-Ḥamra wurden drei Geschwister verwundet.
(http://sana.sy/en/?p=76670)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76639 und http://www.sana.sy/?p=378960 (IS-Trupps schwere Verluste beigebracht im Umfeld der aš-Šâʽir und Ġazal Ölfelder, südlich von Qaṣr al-Ḥayr und der 3. Ölpumpenstation im Umkreis von Tadmur/Provinz Ḥomṣ. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und –Positionen im O von Dair az-Zaur in Muraiʽiyya und al-Ġafra unter heftigen Feindverlusten samt selbsgebauten Raketen und gepanzerten Bulldozern; Beseitigung von IS-Trupps samt Equiment in den Stadtteilen al-Maṭar al-Qadîm [alter Flughafen], al-Kanâmât, dem Arbeiter­vier­tel und Industriegebiet, dazu Zerstörung von deren selbstgebauten Raketenabschußanlagen in al-ʽUrfî wie von einer Abschußanlage für Mörsergranaten in Huwaiğat aṣ-Ṣaqir am Ostrand der Provinzhauptstadt. Im NO von as-Swâidâ´ Eliminierung von aufgerüsteten IS-Transportern mit Mannschaften unterwegs von Rağm ad-Dawla nach al-Qaṣr.). – Im Interview mit Fars machte Mohammed Kamal al-Jifa [Muḥammad Kamâl al-Ğifâ ?], Mitglied des militärischen Operationsbasis von Aleppo, bekannt, daß entgegen lancierten negativen Meldungen in syrien- bzw. regierungsfeindlichen Medien die Armee nicht nur die Region Ḫân Ṭûmân im Süden von Aleppo unter Kontrolle habe. Die Terrormilizen hätten eingestanden, 50 ihrer Panzerfahrzeuge in den Gefechten dort verloren zu haben, dazu mindestens 95 Kämpfer (neben noch mehr Verwundeten). Doch trotz dieser Tatsachen behaupteten die erwähten Medien, die Kämpfer der extremistischen Terrorgruppen hätten die Ortschaft Ḫân Ṭûmân und umliegende Dörfer erobert. Diese Art der psychologischen Kriegsführung diene der Verunsicherung und Entmutigung der Bevölkerung, der Armee und freiwilligen Kämpfer. „Aber Tatsache ist, dass die strategischen Standpunkte unter Kontrolle der syrischen Armee stehen“ versicherte der Militäroffizier. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6925-syrisches_milit%C3%A4r_bringt_strategisch_wichtige_standorte_von_aleppo_unter_kontrolle) – Zur medialen psychologischen Kriegsführung – bekannt als psy op – gegen Syrien vgl.u. z.b. den Beitrag zum The Guardian-Artikel vom 3./4.5.2016.

Laut Mitteilung aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom Fr., 6.5.2016, wurde die zusätzliche Fauerpause in der Stadt Aleppo, welche auch die Provinz al-Lâḏa­qiyya einschließt, um 72 Stunden verlängert und beginnt um 1.00 Uhr des 7.5.2016. Zudem habe man für die letzten 24 Stunden sechs Verstöße gegen am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe verzeichnet. Dazu bemerkte der Leiter der Einrichtung, Generalleutnant Sergei Kuryalenko: „Jabhat al-Nusra terrorists keep conducting provocative actions aiming at breaking down truce  in Aleppo, by firing local-made artillery systems randomly at a number of city neighborhoods,  as well as shelling the two towns of Handarat and Hilan with artillery”. Demnach wurden seitens der Terrororganisation Ğab­hatu_n-Nuṣra Stadtteile von Aleppo wie die beiden Städte Ḥandarât und Ḥîlân willkürlich mit selbsthergestellten Geschützladungen angegriffen, um die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen. Im Versuch, Aleppo einzukreisen, attackierten Ğab­hatu_n-Nuṣra-Anhänger zudem die südlich der Provinzhauptstadt gelegenen Städte Ḫân Ṭûmân (Khan Touman), al-Ḫâlidiyya (al-Khalediya) und al-Ḥamrâ (al-Hamra). – Andererseits nähmen die Teilnehmer an der Waffernuhe zu. Zur humanitären Hilfe hieß es: „five tons of food and medical aids were delivered to  locals of Aleppo”, auch in der Provinz Ḥomṣ laufe die Versorgung weiter. (http://sana.sy/en/?p=76632, http://www.sana.sy/?p=378916)

Die Nachrichtenagentur Tass informierte am 6.5.2016 über eine Meldung aus dem russischen Verteidigungsministerium, welche besagte, daß eine Untersuchung der Schäden und Rückstände der Raketen, welche auf das Flüchtlingslager Sarmadâ in der Provinz Idlib (vgl.u.) abgefeuert worden waren, darauf hinweise, daß diese von der Terrorgruppe Ğab­hatu_n-Nuṣra stammten. Generalmajor Igor Konaschenkow äußerte hierzu in einer Pressekonferenz: „Judging by the nature of destruction seen on photos and videos, the camp in Idleb could have been either intentionally or by mistake struck from multiple rocket launchers, which are now often used by al-Nusra Front terrorists in the area.”. Über dem Gebiet in der Provinz Idlib habe es keine russischen oder anderen Flugbewegungen gegeben.We have carefully analyzed the information from the flight control area in that region on May 4 and May 5 2016. There were no flights by Russian or any other aircraft over the area”, setzte er hinzu. (http://www.sana.sy/?p=378789, http://sana.sy/en/?p=76603)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.5.2016 geben Auskunft http://sana.sy/en/?p=76607 und http://www.sana.sy/?p=378837 (Eliminierung von IS-Fortifikationen mitsamt Mannschaften, Waffen und Munition bei akkuraten SAAF-Einsätzen im Umkreis von Tadmur wie östlich und südlich des Ğazal-Areas im NO Tadmurs in der Provinz Ḥomṣ). – Die Angreifer der Terrororganisation Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî, welche das Areals des sog. ‘Family House’ an der Grenze zur Gemeinde az-Zahrâ´angegriffen hatten, wurden von der SAA zurückgeschlagen, wobei 74 Terroristen getötet und gut 180 verwundet wurden. Wie der Autor Ziad Fadl ausführt, wurde die Terrorgruppe nach Nûr ad-Dîn az-Zankî benannt. Dieser war 1146 – 1174 Atabeg von Aleppo, während einer Zeit als die türkischen Seldschuken zweitweise über die Stadt herrschten. Damit sei der Zusammenhang zu Bestrebungen der AKP-Regierung des nördlichen Nachbarstaates in Bezug auf das Gebiet klar: letztlich unterstehe die hauptsächlich aus Türken bestehende Terrorgruppe nämlich dem Leiter des türkischen Geheimdienstes (MIT) Fidan Hakan.  (http://syrianperspective.com/2016/05/syrian-army-regains-more-areas-around-aleppo-terrorist-rodents-reeling-from-massive-defeat-74-vermin-killed-by-syrian-army-at-family-house.html#SJjxU3Bh5HybTiFq.99)

Das Oberste Heereskommando erklärt in einer Verlautbarung vom 6.5.2016, daß Medienberichte, welche die syrische Luftwaffe eines Angriffs auf ein Flüchtlingslager in Sarmadâ nahe der Grenze zur Türkei in der Provinz Idlib bezichtigen jeglicher Grundlage entbehren. Derlei lancierte „News“ der von gewissen ausländischen Staaten als „Oppositon“ betitelten Terroristen dienten einerseits der Verschleierung ihrer zunehmenden Verluste auf dem Schlachtfeld der letzten Zeit wie der vielen zivilen Opfer ihrer massiven Attentate und schließlich der Untergrabung ener friedlichen Lösung der Syrienkrise durch den innersyrischen Dialog in Genf. (http://sana.sy/?p=378715) – Einen Eindruck davon, wie solche „Meldungen“ zustande kommen (können), vermittelt der Artikel dvon The Guardian vom 3./4.5.2016 (s.u.!) Auch diese Meldung über den Luftangriff in den Mainstream Medien stammt letztlich wieder von SOHR (vgl. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6838-mindestens_28_to-te_bei_luftangriff_auf_fl%C3%BCchtlingslager_in_syrien).

Zum Vorfall in Sarmadâ erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Rußland und seine Luftwaffe handelten in Syrien äußerst verantwortungsbewußt, um der brüchigen Waffenruhe nicht zu schaden. „Russland hat dies (das verant-wortungsbewusste Vorgehen – Anm. d. Red.) mehrmals demonstriert.“ Dem russischen Verteidigungsministerium lägen sämtliche Informationen darüber vor, wann russische [dasselbe gilt für syrische] Jets wo ihre Aufgaben im Rahmen des Syrien-Einsatzes ausführten. Demnach schloß Peskow: „Wenn russische Flugzeuge nicht dort agierten, wenn sie doch gar nicht dort waren, dann handelt es sich also (bei den Medienberichten – Anm. d. Red.) um noch eine Desin-formationswelle“. (http://sptnkne.ws/bkXu, Hhg. blogseits).

Bei einem Briefing in Mos­kau erklärte die russische Außenamtssprecherin Sacharowa am Fr., 6.5.2016, an den Eskalationen in Aleppo seien vor allem die Provokationen seitens der Terroristen schuld. „Die Regierungstruppen sind bei weitem kein Grund für Eskalationen, wie man es darzustellen und uns aufzuzwingen versucht. Der wahre Grund liegt in den provokativen Handlungen der Terroristen, die sich sehr darum bemühen, die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen.“, stellte sie klar. Dabei versuche die Terrororganisation Ğab­hatu_n-Nuṣra frühere Verluste zu kompensieren, indem sie neue Kämpfer und Waffen über die türkisch-syrische Grenze heranschaffen lasse. (http://sptnkne.ws/bkUq)

Am 6.5.2016 gab das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden 14 Verstöße gegen die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe an: „Ahrar al-Sham and the Turkistani Islam breached the truce 10 times in Aleppo and 4 times in Lattakia.” Als be- bzw. getroffene Stadtteile von Aleppo wurden gelistet: al-Ḥamdâniyya, al-Ašrafiyya,  al-Maidân, as-Sulaimâniyya, [die Gemeinde] az-Zahrâ´, das Areal des sog. Family House und die Dâr al-Faraḥ-Schule. (http://www.sana.sy/?p=378685)

Bemerkung in eigener Sache: die Probleme SANA zu erreichen wie hier Postings zu veröffentlichen waren schon seit langem nicht mehr so ausgeprägt wie am 4. und 5.5.2016

Bemerkung: Die Berichte über die counterterroristische SAA-Operationen sind im Arabischen tatsächlich sehr detailliert und ausführlich, sprich lang! Davon bieten die übersetzten Versionen in recht verkürzter Zusammenfassung nur einen stark zurückgenommenen Abglanz mit weniger Informationen auch über die beteiligten Terrorgruppen. Den ursprünglichen Text zu übersetzen und – selbst verkürzt – darzulegen, beansprucht jedoch so viel Zeit, daß dies (künftig) nicht (mehr) ständig geleistet werden kann

Theater in Palmyra, Bildquelle: sputnik

Theater in Palmyra, Bildquelle: sputnik

Während das westliche Christentum Christi Himmelfahrt feiert, tirtt das St. Petersburger Mariinsky Orchester am 5.5.2016 im römischen Theater [laut Abbildung, ein Amphitheater exitiert nicht vor Ort] der antiken Stadt Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur auf. Unter dem Dirigat von Waleri Gergijew wird ein Konzert mit dem Titel: „Mit Gebet an Palmyra. Musik erfüllt antike Wände mit Leben“ aufgeführt. (http://sptnkne.ws/bk9R) – Zur Unterscheidung: ein Amphitheater hat Zuschaueränge rundum (griechisch: ἀμφι) eine runde (teils auch ovalgeformte) Arena (z.B. Kolosseum in Rom). Ein antikes Theater besteht zur einen Seite aus einem Bühnengebäude und zur anderen Seite aus dem Halbrund der Zuschauerränge (z.B. antikes Theater in Taormina)

Wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Do., 5.5.2016, bekanntgab, sind in den beiden vergangenen Monaten mehr als 50 Einheiten mit ca. 7.000 Kämpfern der Vereinbarung zur Waffenruhe beigetreten und haben gemäß der Rekonziliierungsregelung ihre Waffen niedergelegt. (http://sana.sy/?p=378225, http://sptnkne.ws/bk2q)

Terroranschläge vom 5.5.2016:
Bei einem Doppelanschlag durch eine Autobombe und ein mit Sprengstoff bepacktes Motorrad in Maḫram al-Fawqânî im Osten der Provinz Ḥomṣ starben 12 Menschen, 40 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt, was die Zahl der Getöteten noch steigen lassen könnte. Tatort war ein von Schülern und Angestellten stark frequentierter Platz. Die Schäden an öffentlichem und privatem Gut sidn enstprechend hoch. Im Umkreis der Stadt befinden sich Verschanzungen von Affiliierten der Terrorgruppen IS und Ğab­hatu_n-Nuṣra. (www.sana.sy/en/?p=76422)
Ein Anschlag auf die Hochspannungsleitung in der Stadt al-Ḫazrağiyya, welche als einzige Damaskus mit Qunaiṭra verbindet, führte letzte Nacht zu einem kompletten Ausfall der Stromversorgung in der Provinz Qunaiṭra. Eine Reparaturmannschaft ist bereits mit Wiederherstellungsarbeiten vor Ort beschäftigt. (http://sana.sy/en/?p=76416)
Gegenüber Sputnik äußerte ein Angehöriger der Volkswehr aus Aleppo am 5.5.2016: „Die Terroristen haben gleich nach Beginn der ‚Waffenruhe‘ sieben Minen auf Midan abgefeuert. Zwei Wohnhäuser wurden beschädigt. Es gibt Verletzte unter den Zivilisten“. (http://sptnkne.ws/bkzy) – Der Stadtteil Maidân wird überwiegend von Christen bewohnt.

In al-Ḥasaka haben Bürger am 5.5.2016 die eigenmächtige Stationierung von 150 US-Militärs in arRumailân (vgl.u.) im Umkreis von al-Qâmišlî heftig verurteilt und dagegen demonstriert. Die Teilnehmer hielten syrische Flaggen und Plakate hoch, in denen sie sich gegen diese illegale Landnahme aussprachen und deutlich machten: „the existence of such troops does not differentiate from the existence of any terrorist groups which should be expelled out of the country.“ Auch der Gouverneur der Provinz erklärte:Syrian people … refuse to let those who supported terrorism against their country to have their troops on Syrian soil .“ (http://sana.sy/en/?p=76425)

In einem Exklusivinter­view mit Sputnik äußerte der russische Außenminister Lawrow bzgl. der Anregung zu direkten Gesprächen (vgl.u.) bei der Genf-III-Konferenz seitens [tatsächlichen] syrischen Oppositionellen: dem stünden die Kapriolen des HNC (ar-Riyâ–Gruppe, vgl.u.) unter dem Einfluß ausländischer Sponsoren – vor allem der Türkei – im Wege. Wörtlich sagte er: „Die Oppositionellen, die sich das Hohe Verhandlungskomitee nennen, sollen mit der Sabotage aufhören und das, was in der Resolution steht, befolgen, dass die Syrer sich selbst an den Verhandlungstisch setzen und das Schicksaal ihres Landes bestimmen sollen“ und fügte hinzu: „Wenn jemand beginnt, seine Launen zu zeigen und zu sagen ‚Ich werde nichts besprechen, bevor Assad nicht weg ist‘, dann müssen diejenigen, die diese Oppositionellen finanzieren und decken sie entweder zur Erfüllung der Vereinbarungen zwingen oder selbst zu Objekten scharfer Kritik werden“. (http://sana.sy/?p=377972, http://sptnkne.ws/bkp5)

In einem am 4.5.2016 überarbeitet veröffentlichten Artikel mit leicht irreführendem Titel  informiert eine Autorengruppe im The Guardian darüber, wie die britische Regierung via Verteidigungsministerium (Ministry of Defence) über Vertragsnehmer die öffentliche Meinung im In- wie Ausland für die sog. „gemäßigte Opposition“ – darunter Ḥarakat Ḥazm, welche in Ğab­hatu_n-Nuṣra aufging, und Ğaiš al-Islâm! (vgl.u.)und gegen die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad in Syrien lenken läßt. Dabei gehe man zwar davon aus, daß es eine Scheidung zwischen einer „gemäßigten Opposition“ (moderate armed opposition, MAO) und Terrorgruppen im Kampfgebiet Syriens gebe, sei sich aber tatsächlich im klaren darüber, daß eine solche Scheidung praktisch nicht vollziehbar ist wegen der schon wiederholt genannten Gründe, daß diese wie jene dieselben Verbrechen gegenüber der Zivilibevölkerung begehen, gegenseitiger anhaltender Mitgliederautausch stattfindet etc. pp.  „Much of the material produced under these contracts is day-to-day wartime propaganda, aimed at Sy­rian civilian and military audiences. It includes bulletins of successful military engagements, or videos of opposition fighters handing out food.“ heißt es weiter. Die wahre Herkunft der lancierten Meldungen werde dabei verschleiert und anderen Institutionen wie Einzelpersonen zugeschoben, darunter sei auch das Free Syrian army press office. Hierzu führen die Autoren aus: „Contractors hired by the Foreign Office but overseen by the Ministry of Defence (MoD) produce vi­deos, photos, military reports, radio broadcasts, print products and social media posts branded with the logos of fighting groups, and effectively run a press office for opposition fighters. Materials are circu­lated in the Arabic broadcast media and posted online with no indication of British government invol­vement.“  Finanziert werde das Projekt aus dem Conflict and Stability Fund. Es diene nach Ablehnung einer britischen Militäraktion in Syrien durch das Parlament dazu, „to maintain a foothold in the country until there can be greater British military involvement.“ Zudem würden dezidiert Leute als „Gesprächspartner“ ausgesucht und trainiert, damit sie in den „Berichten“ den Medienkonsumenten die zu vermittelnde Botschaft möglichst authentisch und sympathisch vermittelten. All dies gehe aus Dokumenten hervor, welche den Autoren vorgelegen seien. (http://www.theguardian.com/world/2016/may/03/how-britain-funds-the-propaganda-war-against-isis-in-syria, s.a. http://www.sana.sy/?p=377797) – Vgl. auch die Auführungen zu SOHR, an dessen Output laut Kopp-Verlag auch der britische MI6 beteiligt sei!

Jim Jatras, für die Republikaner im US-Kongreß und ehemaliger US-Diplomat im Interview mit Sputnik bestätigt die Aussage des russischen Außenministers Lawrow, die US-Administration habe bei der Vereinbarung einer Waffenruhe in Aleppo versucht, die Terrormiliz Ğab­hatu_n-Nuṣra in Schutz zu nehmen. Wörtlich bemerkte er: „Es ist eigentlich keine große Überraschung, dass die USA die al-Nusra-Front in das Regime der ,Stille hineinzuzwängen versuchten, wie Lawrow beklagte“. Lawrow hatte zuvor mitgeteilt, die US-Seite habe Ğab­hatu_n-Nuṣra in die Verhandlungen über einen Waffenstillstand in Aleppo mit einbeziehen wollen [womit sie als Terrorgruppe nicht mehr hätte bekämpft werden können]. Da die russische Regierung dies für völlig inakzeptabel hielt, habe man den USA dies ausreden können. Außerdem versicherte Jatras: „Tatsache ist, dass die Obama-Administration immer zu den von ihnen unterstützten Dschihadisten halten wird, selbst wenn das die Bewahrung jener Gruppierungen bedeutet, die sie als Amerikas Erzfeinde ausgeben“. Grund dafür sei, daß Präsident Obama nach wie vor den Sturz von Präsident Dr. al-Assad zum Ziel habe. Hierzu dienten der US-Regierung weiterhin die sog. „gemäßigten Oppositionellen“ [zu deren wahrer Charakterisierung s.u.] als Instrument zum Umsturz in Syrien. Dies sei besonders kurzsichtig, da Syrien ohne Dr. al-Assad in ein Chaos und Anarchie versinken werde wie Libyen vor Jahren. „Die amerikanischen Politiker beharren immer noch darauf, Assad sei der wahre Grund für Instabilität und Radikalismus in Syrien, und sobald er weg sei, werde eine demokratische und stabile Staatsordnung folgen – ungeachtet des gescheiterten Staates, den die NATO in Libyen geschaffen hat, und den Obama und Hilary Clinton verblüffenderweise immer noch als einen Erfolg betrachten“, setzte Jatras hinzu wie auch abschließend: „Was Lawrows  Vermutung angeht, die USA würden manipuliert – dabei fallen einem sofort die Türkei und die Saudis ein – so besteht daran kein Zweifel“. (http://sptnkne.ws/bkAE)

Der bekannte investigative Journalist Seymour Hersh hat sich in zwei Artikeln in „London Review of Books“ mit den Titeln «Whose Sarin?» und «The Red Line and the Rat Line» mit falschen Anschuldigungen gegenüber der syrischen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad seitens der US-Administration unter Präsident Obama auseinandergesetzt. U.a. erklärt er: „a secret agreement in 2012 was reached between the Obama Administration and the leaders of Turkey, Saudi Arabia, and Qatar, to set up a sarin gas attack and blame it on Assad so that the US could invade and overthrow Assad.“. Außerdem informiert er darüber: «By the terms of the agreement, funding came from Turkey, as well as Saudi Arabia and Qatar; the CIA, with the support of MI6, was responsible for getting arms from Gaddafi’s arsenals into Syria». Aufgrund anderer Quellen hatte 2013 schon der ebenfalls als investigativer Journalist geschätzte Christoph Lehmann in der Sache mitgeteilt: «Evidence leads directly to the White House, the Chairman of the Joint Chiefs of Staff Martin Dempsey, CIA Director John Brennan, Saudi Intelligence Chief Prince Bandar, and Saudi Arabia´s Interior Ministry».  Wiederum Hersh belegt die direkte Involvierung der jetzigen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton in „the Benghazi Libya US consulate’s operation to collect weapons from Libyan stockpiles and send them through Turkey into Syria for a set-up sarin-gas attack, to be blamed on Assad in order to ‘justify’ the US invading Syria“ im Interview mit Alternet.org. Auch bestätigt dieser Journalist: „Obama is obsessed with overthrowing Assad and his Ba’ath Party. … Obama wanted to fill Syria with foreign jihadists to serve as the necessary ground forces for his planned aerial bombardment there“. Finanziert hätten diesethe Sauds and of their friends, the other Arab royals, and their friends“. Qaṭar und Saudi-Arabien hatten sich zum Coup bereit erklärt, da sie starkes und anhaltendes (!) Interesse an Pipelines durch das syrische Territorium zum Mittelmeer hatten. „And“, fährt Hersh fort: „Erdogan in Turkey mainly gives their jihadists just safe passage into Syria, and he takes part of the proceeds from the jihadists’ sales of stolen Syrian and Iraqi oil. But, they all work together as a team.“. Alles Weitere bei: http://www.strategic-culture.org/news/2016/04/28/seymour-hersh-hillary-approved-sending-libya-sarin-syrian-rebels.html (mit weiteren Quellen bzw. Belegen)

Das Oberste Heereskommando gab am Abend des 4.5.2016 bekannt, daß in Aleppo eine besondere Waffenruhe für 48 Stunden ausgerufen sei mit dem Wortlaut: „A truce will be applied in Aleppo for 48 hours as of 1 a.m. on Thursday May 5th, 2016”. (http://www.sana.sy/en//?p=76409)

Der russische ständige UN-Gesandte in Genf, Alexei Borodawkin, teilte am Mi., 4.5.2016 mit, daß das russisch-US-amerikanische „center in Geneva for rapid response to viola­tions of the cessation of hostilities agreement in Syria“ seine Arbeit aufgenommen habe. (http://www.sana.sy/en//?p=76374)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.5.2016 informieren http://www.sana.sy/en//?p=76367 und http://www.sana.sy/?p=377830 (In Darʽâ Zerstörung von Fortifikationen von Ğab­hatu_n-Nuṣra mitsamt Mannschaften, Raketenabschußanlagen und aufgerüstetem Fuhrpark in der Umgebung des Sûq Suwaidân und in den Stadtteilen as-Sîba, al-Ğumruk al-Qadîm, al-Karak und im S und O von al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Ba­lad; unter den Getöteten auch der Anführer von Liwâ´ Tawḥîd alĞanûb, namens Ibrâhîm Fawzî al-Masâlama).

Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Monsignore Antoine Audo SJ, konstatiert im Interview mit Il Giornale vom 4.5.2016: „Dietro i jihadisti in Siria ci sono turchi e sauditi: ma i veri mandanti di questa guerra sono USA e Israele” (deutsch: Hinter den Dschihadisten in Syrien stehen Türken und Saudis, aber die wahren Auftraggeber sind die USA und Israel). Im Weiteren s. https://syrianfreepress.files.wordpress.com/2016/05/intervista-pdf.pdf. 

Seit Anfang Mai ist ein mit versteckten Kameras aufgenommenes Video in sozialen Netzwerken im Umlauf, welches ein Treffen zwischen Extremisten von Failaq ar-Raḥmân, der mit der FSA affiliierten Terrorgruppe Liwâ´al-Umma und dem – inwzischen von der SAA getöteten (vgl.u.) – Terroristenführer Zahrân ʽAlûš von Ğaiš al-Islâm zeigt. Die Teilnehmer stritten sich dabei um die Verteilung von 12 Millionen US-$, die von regionalen Unterstützern stammten. ʽAlûš beanspruchte die Verfügung darüber für sich mit der Begründung: „since five years ago until now, I have supporters who backed Jaysh al-Islam and I received this amount of money in the meetings with them.” Außerdem sei er es, der die Ost-al-Ġûṭa-Region von Damaskus beherrsche.
Dies sei eine weiterer Beleg dafür, daß die Darstellung der Krise in Syrien als „Bürgerkrieg“ bzw. „popular revolution“ eine Lüge ist und statt dessen von ausländischen Kräften, insbesondere von Saudi-Arabien und Qaṭar, ins Leben gerufen und seit fünf Jahren verschärfend unterhalten wird.
Der qaṭarische Ex-Außenminister amad bin Ğâsim Âl-Ṯânî hatte in einem Interview mit der Financial Times eingeräumt, Qaṭar und das saudische Königreich (KSA) hätten nach ergangenem „grünen Licht“ aus Washington den Krieg in Syrien zur Eskalation gebracht, wörtlich bekannte er noch: „what happened in Syria was not a revolution but an international game.” (i.e.: was sich in Syrien abspielte, war keine Revolution sondern ein internationales Spiel). (http://www.veteranstoday.com/2016/05/02/the-slain-commander-of-terrorist-jaysh-al-islam-militia-admits-receiving-financial-support-from-saudi-arabia-video/)

Terroranschläge vom 4.5.2016:
Terroristen von Ğab­hatu_n-Nuṣra und Affiliierten beschossen am frühen Morgen die Stadtteile Ṣalâḥuddîn und al-Ḫâlidiyya von Aleppo mit Raketen, töteten damit drei Anwohner und verletzten fünf (zuvor: eine) Personen bei hohen Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum.
Im Dorf Ḫuwain im S von Idlib – 23km östlich von Ḫân Šaiḫûn – verübten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Nacht auf Mittwoch ein Massaker, dem 15 Einwohner, darunter vier Kinder, zum Opfer fielen. Ihre Häuser wurden zum großen Teil dem Erdboden gleichgemacht. Von Überlebenden war zu erfahren, daß Volkswehrkräfte anschließend in harten Gefechten die Eindringlinge vertreiben konnten: „Popular defense groups clashed with the terrorists, driving them outside the village after killing at least 25 of them, seizing 3 of their vehicles, 2 heavy machineguns and a number of rifles”. (http://www.sana.sy/en//?p=76356)

Die auch in Syrien tätige Organisation Ärzte ohne Grenzen hat nach dem Beschuß etlicher Krankenhäuser durch terroristische Gruppen dort den UN-Sicherheitsrat durch ihre Präsidentin Joanne Liu am Di., 3.5.2016, dafür kritisiert, daß einige ständige Mitglieder dieses Rats verantwortlich für diese Angriffe seien. Während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York bemerkte sie: „Der UN-Sicherheitsrat ist verantwortlich für die Friedenssicherung auf internationaler Ebene, aber trotzdem waren die ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat im Rahmen von Koalitionen verantwortlich für Angriffe auf Infrastrukturen von Krankenhäusern in Kriegsgebieten im vergangenen Jahr.“ Was in Syrien passiere gleiche den Vorfällen in Afghanistan und denen, die von der durch Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen ausgeführt würden. Frau Joanne Liu schloß ihren Beitrag mit dem Aufruf: „Sie müssen Ihrer außerordentlichen Verantwortung gerecht werden und für alle Staaten ein Beispiel setzen. Ich wiederhole: ,Beenden Sie diese Angriffe!‘“(http://parstoday.com/de/news/world-i6709-organisation_%C3%84rzte_ohne_grenzen_kritisiert_un_sicherheitsrat)

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verlautete am Mi., 4.5.2016, für die letzten Tage, keinerlei Verstöße gegen Waffenruhe in Ost-al-Ġûṭa. Die Zahl derer, die sich der Waffenruhe anschließen wollen hat sich erneut erhöht. Der Leiter der Einrichtung, Generalleutnant Sergei Kuryalenko informierte zugleich darüber, daß nicht nur sein Zentrum mit jenem der USA in ʽAmmân sich gegenseitig ständig austauschten, sondern man in Ḥumaimîm stets auch Informationen von Einzelpersonen und 15 zivilen Organisationen in Syrien erhalte, welche die Informationen überprüfbar machten und damit deren Glaubwürdigkeit sicherten. (http://sana.sy/en/?p=76370, http://www.sana.sy/?p=377861)

Die russische Luftwaffe absolvierte in den letzten vier Tagen 87 Einsätze gegen die IS-Terrormiliz in den syrischen Provinzen ar-Raqqa und Dair az-Zaur, meldete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow. (http://sptnkne.ws/bkgf vom 4.5.2016)

Am Mi., 4.5.2016 eröffnete der Sprecher des russischen Verteidigungs-ministeriums, Igor Konaschenkow, den Reportern hinsichtlich der Leistung der SAA im Verbund mit der Volkswehr: „Die Provinz Latakia ist nahezu völlig befreit. Die Provinzen Hama, Homs, Damaskus und die Region von Palmyra sind größtenteils befreit worden“ und erklärte: „Das sind Gebiete von Tausenden Quadratkilometern“ bzw. „über 500 Ortschaften“. Die Befreiung Tadmurs [mit dem antiken Palmyra] steche dabei als Meilenstein heraus, da damit die südöstlichen Gruppierungen der Terroristen von den nördlichen [und die wenigen im Westen von jenen im Osten] abgeschnit­ten worden seien. (http://sptnkne.ws/bkng)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76257 und http://www.sana.sy/?p=377306 (In der Provinz Ḥomṣ präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und –Transfers sowie deren Affiliierte mit Eliminierung eines Konvois, etlicher Kanonen und Abschußanlagen für Mörsergranaten etc. mitsamt der Mannschaften im N von Tadmur, im Bereich des aš-Šâʽir Ölfelds, der Felder Nr.106 und Nr.110 wie bei Furât; Desgleichen gegen IS-Verschanzungen in –Angriffsachsen bei Ḥuwaisîs und südlich von Ğab al-Ğarâḥ; Beseitigung von IS-Trupps beim Ölfeld Arak und der Gasgesellschaft Ḥayân, 15km im O von Tadmur im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze auch gegen IS-Schlupfwinkel und –Bewegungen im NO von Ḥamâ bei al-ʽAliya und östlich der strategisch bedeutsamen Ḫanâṣir-Aṯriyâ-Verbindungsstraße; laut Medien wurde an der Verwaltungsgrenze zwischen Ḥamâ und Idlib in den Wäldern um die Stadt Ğûzif auch der Terroristenkommandant Ġadîr al-Ḥalabî mit Kampfnamen Abû an-Naṣr, zuständig für die Qaṭâʽ Ḥamâ innerhalb der Terrorgruppe Failaq aš-Šâm getroffen, welche Unterstützung seitens des saudischen und der türkischen Muslimbruderschaft erhalte. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Dorf Ḫuwîn im südlichen Umland von Idlib mit großen Verlusten für die Angreifer, deren kleiner überlebender Rest floh. Beseitigung eines IS-Stützpunkts in al-Mafṭra im NO von as-Suwaidâ´ mit Kämpfern und Equipment. Zerstörung von Abschußanlagen für Mörsergranaten des IS im Ostteil von Dair az-Zaur und Eliminierung von IS-Trupps im Industrieviertel und den Stadtteilen al-Kanâmât, al-Ḫasârât und in al-Ğamîliyya, unter den zahlreich Getöteten und Verletzten befand sich auch der sog. Abû Ayûb al-Ḥalabî, IS-Verantwortlich für die Waffensysteme.)

In einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem UN-Gesandten für Syrien de Mistura äußerte der russische Außenminister Lawrow, seine Regierung sei besorgt über den Beschuß syrischen Territoriums durch die Türkei und deren wiederholte Aufrufe zu Bodenoperationen in Syrien. Dies müsse unterbunden werden. „Wir sind davon überzeugt, dass mit solchen Aufrufen diejenigen hervortreten, die an einer echten politischen Regelung nicht interessiert sind, diejenigen, die auf eine militärische Lösung setzen“ erklärte er und fügte hinzu: „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Weg zu einer katastrophalen Lage führen wird und dass solche Aufrufe unterbunden werden müssen“. (http://sptnkne.ws/bjTm)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden wandte sich Regierung via Außenamt erneut an die Vereinten Nationen wegen der fortwährenden Übergriffe gegen die Zivilibevölkerung durch vom Ausland – insbesondere seitens saudischer Drahtzieher – unterstützte Terrororganisationen, vor allem zuletzt in Aleppo, das vor Stunden in einem Großangriff von fünf Seiten her arttackiert worden sei. Im weiteren wurden die Einzelheiten der Attentate auch auf Kliniken mit unzähligen Toten, Verletzten und weitreichenden Zerstörungen referiert (vgl.u.). Betroffen seien inzwischen alle Stadtteil Alepposwith indiscriminate shelling, killing and injuring many civilians and damaging homes„. Klar sei daher, daß die Terroristen und ihre saudischen und türkischen Alliierten Verbrechen gegen die Menschlichkeit begingen. Die UN wie die internationale Gemeinschaft müsse dem Einhalt gebieten und die Täter zur Verantwortung ziehen. Diese hätten zudem die am 2.5..2016 vereinbarte Waffenruhe (s.u.) zum Schutz der zivilen Bevölkerung gebrochen. Die Fortsetzung dieser terroristischen Verbrechen wäre nicht möglich gewesen, wären sich die UN ihrer Verantwortung bewußt gewesen und hätten die Regierungen verurteilt, welche Sponsoren und Unterstützer jener Terrorgruppen seien. Die Schreiben endeten mit dem wiederholten Aufruf, dies nachzuholen und alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um diese Unterstützung umgehend zu stoppen. (http://www.sana.sy/?p=377535, http://sana.sy/en/?p=76337)

Wie vom Obersten Heereskommando angekündigt (vgl.u.), hat die Armee zusammen mit Volkswehreinheiten den Großangriff von Ğab­hatu-n-Nuṣra etc. auf Aleppo am 3.5.2016 erfolgreich abgewehrt. (http://sptnkne.ws/bjPr)

National Opposition Bloc, Bildquelle SANA

National Opposition Bloc, Bildquelle SANA

Während einer konstituierenden Konferenz in Damaskus am Montag abend haben sich Gruppen und Personen der nationalen Opposition zusammengefunden, um – wie kürzlich in Genf angestoßen – ein einheitliches Format zu bilden, das den Dialog mit der Regierungsdelegation in Genf erleichtern und die Erlangung einer friedlichen Lösung der Syrienkrise beschleunigen werde. Der neue “National Opposition Bloc“ wende sich nicht gegen irgendjemanden in Syrien sondern sein Hauptziel sei realstische Visionen einer friedlichen Neugestaltung zu erarbeiten. National Democratic Bloc-Koordinator ʽAbdullaṭîf al-Bunî (Abdullatif al-Bouni) meinte hierzu: „our doors are open to all people who share our vision, goals and principles” und erklärte: „a committee was formed to contact with all sides inside the country and some of opposition figu­res abroad to form a real opposition bloc in Syria.“ Das konstituierende Dokument enthält als Prinzipien den Erhalt der staatlichen Institutionen, insbesondere den der SAA, und die Ablehnung jeglicher ausländischer Einmischungsversuche oder Agenden wie den Versuch, einen Teil des syrischen Territoriums abzutrennen. Eine klare Absage wurde zudem jeglicher Form von Terrorismus erteilt, der ausgerottet und dessen Unterstützungsquellen ausgetrocknet werden müßten. Zudem gehöre die Korruptionsbekämpfung dazu. Zu den Unterzeichnenden gehören die National Youth party of Justice and Develop­ment, die Solidarity Party, die Syria Homeland Party, die Democratic Arab Solidarity Party, die National Democratic Bloc, die Syrian Secular League, die Syrian Woman Forum, die Layan Association, die Palmyra Association to Defend Women and Children’s Rights und die Democratic Civil Alliance wie einige Einzelpersonen. (http://www.sana.sy/en/?p=76272, http://www.sana.sy/?p=377137 vom 3.5.2016)

Syrien verurteilt in scharfer Form die Äußerungen der norwegischen Premierministerin Erna Solberg vom Vortag, Entsendung von 60 Soldaten – ohne Kontaktierung der Regierung! – nach Syrien entsenden zu wollen, vorgeblich um Kämpfer gegen den IS ausbilden zu wollen. Dies sei eine ekla­tante Einmischung in die inneren Angelegenheiten und ein Angriff auf die Souveränität, Sicherheit und Stabilität Syriens. (http://sana.sy/?p=377362, vom 3.5.2016)

Auf Anordnung von Präsident Dr. al-Assad verschafft sich der Vize-Regionalsekretär der Baʽṯ-Partei, Ingenieur Hilâl al-Hilâl al-Ğarḥî, am 3.5.2016 einen Überblick über die Verwundeten der letzten Terroranschläge in Aleppo durch persönliche Besuche und Gespräche in den Kliniken. (http://sana.sy/?p=377380)

In Aleppo war am Montag eine Inspektionsgruppe, angeführt durch den Gouverneur von Aleppo, in der Provinzhauptstdat unterwegs, um die neuesten Terrorschäden einzuschätzen, Pläne zur Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur, öffentlichen Dienstleistungen etc. zu erstellen und umzusetzen. Dabei sprach er auch mit den Bewohnern, die ihre Zuversicht ausdrückten, die SAA werde die Terroristen endgültig eliminieren. (http://sana.sy/en/?p=76210, http://www.sana.sy/?p=377028). Apotheken aus dem Umkreis stellen die wichtigsten Medikamente für die von den Anschlägen Betroffenen zur Verfügung (http://www.sana.sy/?p=376941). Fachleute zur psychosozialen Unterstützung besonders für die Kinder sind an der Arbeit (http://www.sana.sy/?p=377123).

Terroranschläge vom 3.5.2016:
Erneut wurden am frühen Morgen des Dienstags Wohnviertel (Nil-Straße, as-Siryân, al-Ḫâlidiyya, al-Mûkâmbû, as-Sabîl, al-Maidân, al-ʽÂmariyya, ar-Râmûsa, al-Mašarqa, al-Muḥâfaza, al-Marîdiyân, al-Ğamîliyya und um die ar-Raḥman-Moschee) von Aleppo durch Terroristen mit Raketen beschossen. Nach derzeitigem Stand liegt die Opferzahl der Getöteten bei sechs (erhöht auf 16), die der teils sehr schwer Verletzten bei 68 und wird wohl ansteigen. Es handelt sich dabei wegen Ort und Zeit der Anschläge meist um Frauen und Kinder. Häuser und Infrastruktur erlitten  erhebliche Schäden. Aktiv mit Übergrifffen auf die Zivilbevölkerung im Areal sind Ğab­hatu_n-Nuṣra und Liwâ´Šuhadâ´Badr [Brigade der Blutzeugen von Badr, dem legendären Schlachtort zu Zeiten Muḥammads].
Im N Aleppos kamen um Mittag Wohngebiete der Stadt az-Zahrâ´ unter Raketenbeschuß durch Terroristen von Ğab­hatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğaiš al-Islâm – jeweils unterstützt durch das saudische und Erdogan-Regime – wodurch bislang drei Menschen verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=76237, http://www.sana.sy/?p=377284)
Ergänzung: Im NO der Provinz al-Ḥasaka kam es an der Ost-Zufahrt zur Stadt al-Qaḥṭâniyya zur Detonation eines von Terroristen platzierten Sprengsatzes, welcher drei Bürger teils sehr schwer verletzte. (http://www.sana.sy/en//?p=76353)

Das Oberste Heereskommando informierte in einer Verlautbarung vom 3.5.2016 darüber, daß infolge eines massiven Angriffs durch Terroristen von Ğab­hatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğaiš al-Islâm u.a. aus verschiedenen Richtungen auf Wohngebiete Aleppos und insbesondere gezielt auf die aḍ-Ḍabîṭ-Klinik im Stadtteil al-Muḥâfaza, welche die Opferzahlen nochmals ansteigen ließ [10 Tote, Dutzende Verletzter] und zu schwere Sachschäden am Krankenhaus führte. Das alles in einer Zeit, in der per Waffenruhe und politischem Dialog andere als die Terroristen ernsthaft um eine friedliche Lösung der Krise bemüht seien. Die Armee sei derweil mit der Abwehr der Angreifer befaßt. (http://sana.sy/?p=377353, http://www.sana/en/?p=76288)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76164 und http://www.sana.sy/?p=376897 (Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Trupps beim aš-Šâʽir Ölfeld und der 3. Ölpumpenstation, 40km östlich von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ unter hohen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Beseitigung von IS-Fortifikationen u.a. in den Stadtteilen al-ʽArfî und aḍ-Ḍaman wie dem Arbeiterviertel in Dair az-Zaur wie auch durch die SAAF bei al-Buġai­liyya 4km westlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung von IS-Ansammlungen in Ḫirbat Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´ mit heftigen Feindverlusten, desgleichen gegenüber Affiliierten des IS, die sich gen Wâdî al-Ġabîb bewegten. Vereitelung eines Angriffs von Ğab­hatu-n-Nuṣra auf einen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad, wobei die meisten Terroristen beseitigt wurden, ein kleiner Rest floh.).

Terroranschläge vom 2.5.2016:
Bei dem Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen auf Darʽâ al-Ma­ḥaṭṭa (Bahnhofsgebiet der Provinzhauptstadt) durch Terroristen, wobei zum Glück „nur“ Sachschaden entstand wie schon am Vortag. (http://sana.sy/en/?p=76194)
Ergänzung: Im Dorf Ṭâbân im S der Provinz al-Ḥasaka wurde eine fünf-köpfige Familie durch eine von IS-Terroristen am Straßenrand angebrachte Mine verletzt.
In Tal Hawâš im O der al-Ġâb-Ebene positionierte Terroristen beschossen das Dorf ʽAin al-Karûm ca. 45km im NW von Ḥamâ mit Raketen und verletzten damit eine noch nicht genau bezifferte Anzahl an Personen. Aktiv in diesen Gegenden sind die Terrorgruppen Ğab­hatu-n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. (http://sana.sy/en/?p=76220,   http://www.sana.sy/?p=377170)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76061 und http://sana.sy/?p=376517 (Eliminierung eines IS-Trupps samt aufgerüsteten Fahrzeugen in al-Qaṣr im Umland von as-Suwaidâ´. Präzises Vorgehen gegen Ğab­hatu-n-NuṣraEinheiten in Darʽâ al-Balad und Darʽâ al-Ma­ḥaṭṭa mit Zerstörung deren Hauptquartiers in letzterem Stadtteil und erheblichen Feindverlusten an Kämpfern auch im Bezirk al-Karak, dazu Beseitigung sämtlicher Ğab­hatu-n-NuṣraMitglieder samt militärischer Ausrüstung zwischen Buṣrâ aš-Šâm und Ṣamâd im O von Darʽâ. Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Stellungen bei Ḫanâṣir im S von Aleppo mit Eliminierung von deren militärischen Equipment. Erfolgreiche Operation gegen Ğab­hatu-n-NuṣraAnsammlung mit Zerstörung von deren Abschußanlagen für Mörsergranaten und Geschützen sowie aufgerüsteten Kampfwägen in Richtung Maʽân und beim Dorf al-Mağâwara im N von Ḥamâ, sowie bei ʽAṭšân; neben den zahlreich Verwundeten unter den gut 20 Getöteten auch der Ğab­hatu-n-Nuṣra-Anführer Abû Marʽî. Präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Konvois im Umland von Tadmur und IS-Ansammlungen im N und O davon sowie beim Ğabal al-Ḫanzîr und Ḫunaifîs im O von Ḥomṣ; zudem erfolgreiche Razzien gegen IS-Fortifikationen mit Bulldozer und -Verstecke im Areal Ğab al-Ğarâḥ 73 km östlich von Ḥomṣ und den Dörfern al-Mušairifa und Raḥûm; Rückeroberung des Südhangs des Ğabal al-Muqaiṭaʽa wie des West-Hangs des Ğabal-ʽAntar nach Gefechten mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften und bei anschließender Räumung der Gebiete von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen).

Am So., 1.5.2016, registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße gegen Waffenruhe, wobei Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya die Wohngebiete al-Muḥâfaza und az-Zahrâ´ von Aleppo mit Mörsergranaten angriff, Ğaiš al-Islâm das Wohngebiet al-Ḫâlidiyya mit Raketen und Ğab­hatu-n-Nuṣra die Stadt Manaġ im N der Provinzhauptstadt zu erobern suchte, was die Armee verhindern und die Terroristen zurückschlagen lonnte. (http://sana.sy/en/?p=76139, http://www.sana.sy/?p=376830)

Terroranschläge vom 1.5.2016:
Erneut wurden in Aleppo die Wohngebiete al-Maidân, as-Sulaimâniyya und as-Sayyid ʽAlî von Terroristen mit Raketen beschossen, wodurch sechs Bürger starben und gut 40 andere verletzt wurden, unter den Opfern Frauen und Kinder. Die Sachschäden sind entsprechend hoch. (http://sana.sy/en/?p=76134)
Am Sonntag morgen wurde auch das Wohngebiet as-Sabîl in Darʽâ von Terroristen, die sich in Darʽâ al-Balad und beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verschanzt hatten, mit Mörsergranaten beschossen, sowie der ḤiǧāzBahnhof und das Wasserwerk, was zum Glück „nur“ zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum führte. (http://sana.sy/en/?p=76075, http://sana.sy/en/?p=76134)

Das Oberste Heereskommando informierte am 1.5.2016 über den Beschluß des Verteidigungsministeriums, daß die [erweiterte] Waffenruhe in Damaskus und im Umland [Rîf] im Bereich Ost-al-Ġûṭa um 24 Stunden ausgeweitet worden sei.  Zum Grund hieß es wie schon zuvor (vgl.u., 29.4.2016): „in order to not give any pretexts that terrorist groups and their backers can exploit to target civilians.“ Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, bemerkte dazu in einer Pressekonferenz: „that the positive results achieved by the truce made it possible to extend it for an extra day in the Eastern Ghouta“ und erläuterte, daß derzeit Verhandlungen für eine Waffenruhe in Aleppo im Gange seien. (http://sana.sy/en/?p=76071)

Auch in Syrien und Rußland feiert die Ostkirche heute und morgen, am 1. und 2 Mai 2016, Ostern

US-Außenminister Kerry hat am 1.5.2016 im Telefonat mit dem Generalkoordinator der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [aka HNC] diesem zu verstehen gegeben: ending the violence in Aleppo and returning ultimately to a durable, nationwide cessation is a top priority.” (http://sana.sy/en/?p=76058)

Terroranschläge vom 30.4.2016:
Der am Vortag vom Obersten Heereskommando gesondert ausgerufenen Waffenruhe (s.u.) zum Trotz haben Mitglieder von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten wie schon die Tage zuvor erneut Wohnbezirke (Nil-Straße, Ḥamadâniyya, Munizipal-Gebäude, Saʽdullâh al-Ğâbirî-Platz) von Aleppo mit Raketen beschossen und damit in den letzten 24 Stunden 23 Menschen getötet. Das Health Directorate dert Provinzhauptstadt meldete mehr als 80 Verletzte. Dazu kommen massive Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
IS-Mitglieder beschossen den Stadtteil al-Quṣûr in Dair az-Zaur mit Mörsergranaten, töteten damit zwei Bewohner, verletzten weitere neun und richteten entsprechende Schäden an.(http://sana.sy/en/?p=76021, http://sana.sy/en/?p=76035, http://sana.sy/?p=376299)

Nach den zahlreichen Veröffentlichungen über die Verstrickung des Erdogan-Regimes in die Unterstützung von Terroristen inklusive des IS auf vielfache Art durch kritische türkische Medien, oppositionelle Politiker und das russische Verteidigungsministerium (vgl. jeweils u.!) scheint ein Vorfall das US-Militär mehr und direkter in die Kampfhandlungen in Syrien einzubinden zu suchen. Nicht nur daß Präsident Obama letztens in Hannover die – dem Völkerrecht zuwiderlaufende – Entsendung weiterer Truppen nach Syrien angekündigt hat (vgl.u.). Die türkische Regierung hatte – auch als NATO-Partner – nach der Beschießung des grenznahen Ortes Kilis durch IS-Terroristen auf der syrischen Seite der Grenze nicht nur mit Artilleriebeschuß auf SAA-Stellungen geantwortet (s.u.), sondern auch mehr Unterstützung angefordert. Diese solle durch Lieferung und Stationierung des High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) an der Grenze erfolgen, welches im Gegensatz zur türkischen Artillerie (40km) eine Reichweite bis 300km besitzt. Das von den Terroristen so sehr attackierte Aleppo, welches sie unbedingt wieder in ihre Gewalt zu bringen versuchen, liegt jedoch nur 60km entfernt. Ausgehend von der schon bisher erfolgten auch militärischen Rückendeckung für die in diesem Gebiet agierenden Terrorgruppen kann diese Stationierung gravierende Folgen nicht nur für die Kämpfe um diese bedeutende zweitgrößte Stadt Syriens sondern für das Halten der am 27.2.2016 verkündeten Waffenruhe mitsamt der friedlichen Lösung der Syrienkrise überhaupt haben. Nicht nur der Analyst Finian Cunningham vermutet hinter den Aktionen bzgl. Kilis eine false flag operation, wie sie an der syrische-türkischen Grenze schon des öfteren aufgedeckt und belegt worden sind (vgl.u.), um den türkischen Militärs einen Vorwand zum Vorgehen gegen Syrien zu verschaffen. Auch der von US-Außenminister Kerry angesprochene Plan B (vgl.u.) muß vor diesem Szenarium bewertet werden. Näheres dazu bei: http://sptnkne.ws/bgS9 vom 27.4.2016. – Zum zwielichtigen Handeln der Erdogan-Politik bzgl. Syrien und insbesondere vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage s.u.: Bericht der „Union ‚Recht auf das Leben gegen Krieg‘“ und Aussage von Ümit Yardim etc..
Anmerkung: Kilis gehörte wie so viele Städte entlang der heutigen türkisch-syrischen Grenze auf türkischem Areal ursprünglich zu Syrien, wurde aber nach dem ersten Weltkrieg im Zug der Verhandlungen der Mandatsmächte [re.: Kolonialmächte] im Gebiet der Türkei zugeschlagen.

Gemäß Mitteilung von General James R. Clapper, dem Direktor des US-Geheimdienstes DIA während einer Frühstücks-Debatte im Christian Science Monitor vom 25.4. 2016 habe der IS nicht nur „Schläferzellen“ in Frankreich und Belgien, sondern auch in Italien, in GB und der BRD. (http://www.voltairenet.org/article191542.html)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76018 und http://sana.sy/?p=376228 (Mehrere erfoglreiche Operationen gegen hoch gerüstete IS-Konvois und – Ansammlungen im NO von Tal Aṣfar am Rand der Wüste von as-Suwaidâ´ mit Beseitigung etlicher Terroristen.).

Für die vergangenen 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 30.6.2016 drei Verstöße gegen die Waffenruhe, allesamt im Raum Aleppo und ausgeführt durch Terroristen der Gruppen Liwâ´ al-Fata, Liwâ´ Aḥrâr Ḥalfâyâ und Liwâ´ Fursân al-Ḥaq, welche mit Mörsergranaten auf Wohngebiete schossen. (http://sana.sy/en/?p=76053, http://sana.sy/?p=376418)

Die zuständige russische Untersuchungskommission hat nach Auswertung der beiden black boxes bestätigt, daß der Absturz einer russischen Kampfhubschraubers vom Typ MI-28N während eines Nachtflugs am 12.4.2016  in der Provinz Ḥomṣ auf menschliches Versagen zurückzuführen gewesen ist. Beide Bestzungsmitglieder starben beim Aufschlag. (http://sana.sy/?p=376334)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75969 und http://sana.sy/?p=375980 (Vereitelung eines terroristeischen Angriffs auf einen Militärposten in Richtung Kansabâ im N von al-Lâḏa­qiyya unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen bzw. –Stellungen im NO von Tadmur/Rîf Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Positionen in al-Ğafra und östlich des Dair az-Zaur Military Airport sowie in al-Buġailiyya, 6km westlich der Provinzhauptstadt mit Eliminierung der meisten Terroristen samt ihrer Ausrüstung. Beseitigung eines Trupps von Affiliierten der Ğabhatu_n-Nuṣra südlich von Buṣrâ aš-Šâm im O von Darʽâ samt deren Waffen und Munition. Erfolgreicher Angriff auf einen aufgerüsteten Klein-Konvoi des IS im NO von Tal Aṣfar im N von as-Suwaidâ´.).

Das russische Außenministerium informierte am Abend des 29.4.2016 darüber, daß von den Angriffen auf Wohngebiete Aleppos durch Terroristen auch das russische Konsultat im Stadtteil al-Muḥâfaza getroffen wurde: „On April 28, the building of the Russian Consulate General in Aleppo came under mortar fire. One mine fell in the territory of the consulate, three more exploded near the fence outside of the building. No one was killed or injured.” Als Ausführende der gezielten Attacke wurden – wie schon von der syrischen Regierung angegeben Ğabha­tu_n-Nuṣra und Affiliierte: “According to reports, the attack on the Consulate General was intentional and carried out by al-Nusra Front militants and allied groups, who have become significantly more active recently in Aleppo province”. Das russische Ministerium verurteilte die Terrorangriffe verbunden mit einer Warnung an die Terroristen und ihre ausländischen Unterstützer, die damit versuchten, die Waffenruhe zu sabotieren. Neben dem Aufruf an die International Syria Support Group (ISSG), alles Mögliche zum Erhalt der Waffenruhe zu unternehmen, machte das Ministerium auch die Notwendigkeit einer entsprechenden Antwort auf diese Sabotageversuche wie einer verbesserten Zusammenarbeit mit den USA für ein gemeinsames Monitoring der Waffenruhe deutlich. (http://sana.sy/en/?p=75994) – Zur widerspenstigen Haltung der Türkei s.u. bzgl. Ümit Yardim.

Zur Unterstützung der am 27.2.2016 vereinbahrten Waffenruhe in Reaktion auf die letzten massiven Terrorakte auf Wohngebiet verkündete das Oberste Heereskommando: „a truce will come into force at 1 o’clock on April 30, 2016.“ Die Erklärung erstrecke sich auch auf das Gebiet Ost-al-Ġûṭa und Damaskus für 24 Stunden und die Areale nördlich von al-Lâḏaqiyya für 72 Stunden. Diese zusätzliche Waffenruhe solle weiteren Terroristen-Angriffen auf Zivilisten vorbeugen und Versuche der Terrorgruppen und ihrer Unterstützer vereiteln helfen, die eine Verschärfung der angespannten instabilen Lage (state of tension and instability) anstreben, um einen Vorwand für ihre Übergriffe zu auf syrische Bürger finden. – Seit dem 27.2.2016 seien über 340 solcher Verstöße gegen die Waffenruhe seitens der Terrorgruppen verzeichnet worden. (http://sana.sy/en/?p=75981 vom 29.4.2016) – Bekannt ist das angesprochene Vorgehen der Terrorgruppen und ihrer Unterstützer als strategy of tension.

Terroranschläge vom 29.4.2016:
Auch am Freitag wurden durch Raketenbeschuß seitens Ğabha­tu_n-Nuṣra-Mitgliedern auf die Dörfer Qasṭal Ğandû, Bâfalûna und Qaṭma im Gebiet ʽAfrîn im NW von Alep­po neun Zivilpersonen verletzt, darunter fünf Kinder. Der entstandene Sachschaden fiel beträchtlich aus. Aktualisierung: Die Opferzahl siteg auf 16 Getötete und 41 Verletzte,  nachdem Ğabha­tu_n-NuṣraTerroristen nach dem Freitagsgebet mit Panzerfäusten wieder Wohnviertel von Aleppo angegriffen hatten, darunter Bâb al-Farağ, al-Maidân, al-Muḥâfaza, Saif ad-Daula, al-Aḏâʽa, al-Mâritînî und die Nil-Straße. Infolge der Verwendung von Sprenggranaten und des Ausbruchs von Bränden sind die Sachschäden ebenfalls hoch. (http://sana.sy/en/?p=75966, http://sana.sy/?p=375974) – Reaktionen auf die massiven Terrorakte der letzten Tage s.u., 28.4.2016.

Die türkische Gesellschaftsorganisation „Union ‚Recht auf das Leben gegen Krieg‘“ informiert in ihrem jüngsten Bericht darüber, daß der türkische Geheimdienst [MIT] – wie schon früher von syrischer und russischer Seite angegeben (vgl.u.) – Ğihâd-willigen Extremisten bzw. Terroristen aus anderen Ländern eine ungehinderte Überschreitung der türkisch-syrischen Grenze garantiert. Die Informationen stammten aus dem Innenministerium. Ausländische Terroristen einschließlich IS-Mitglieder genössen demnach faktisch juristische Immunität in der Türkei. Sollte umgekehrt die Rückführung „ausländischer Terroristen“ in ihr Herkunftsland riskant sein, würden sie in andere Länder hinausbegleitet, z.B. Terroristen aus Rußland oder Tschetschenien meist in die Ukraine, andere nach Jordanien und Malaysia geschickt. „Dschihadisten“ aus Ost-Turkestan erhielten türkische Pässe und würden in die Provinz Kayseri gebracht. „Die Deportation der Extremisten über die Grenze wird von der Nationalen Aufklärungsbehörde der Türkei koordiniert“, heißt es im Bericht. Im Interview mit Sputnik äußerte der Hauptverfasser des Berichts, Ali Ergin Demirhan, außerdem: „Laut den uns vorliegenden Informationen sind in der Aufklärungsbehörde Mitarbeiter tätig, die Aufträge zum Verbringen von Dschihadisten und illegalen Flüchtlingen über die Grenze erfüllen.“
Auch hinsichtlich der syrischen Flüchtling(slager) auf türkischem Territorium gibt es Erschreckendes zu berichten: seit Februar verweigere die türkische Regierung die Aufnahme einiger syrischer Flüchtlingen unter dem Vor­wand, sie hätten nicht die nötigen Papiere bei sich. Dazu gibt der Bericht Auskunft: „Die türkischen Behörden vermindern dadurch die Belastung zur Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen auf ihrem Staatsgebiet und benutzen gleichzeitig die syrischen Zivilisten als einen lebenden Schutzschild für die Dschihadisten, deren Stellungen von der syrischen Armee und der russischen Luftwaffe angegriffen werden.“ Zudem stünden die vorgeblich zur Unterstützung der Flüchtlinge eingerichteten Camps wie in Atme und Yamadi an der türkisch-syrischen Grenze unter Kontrolle von Ğab­hatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und  dem IS und dienten auch als Ausbildungslager der Takfîr-Terroristen. (http://sptnkne.ws/bgRw)

Da verwundert es kaum, daß der türkische Botschafter Ümit Yardim in einer Pressekonferenz im Moskauer Journalistenverband die Forderung nach internationalen Beobachtern an der türkisch-syrischen Grenze ablehnte mit den Worten: „Diese Frage steht nicht auf der Tagesordnung der Türkei. Mehr noch, wir sehen keine Notwendigkeit dafür“. (http://sptnkne.ws/bgTd)

Nach nach Ermittlung des russischen militärischen Abschirmdiensts verfüge der IS in Syrien ca. über 14.000 und im Irak über etwa 19.000 Mitglieder, hieß es im Bericht, der am 27.4.2016 veröffentlicht wurde. Die Terrorgruppe verfüge zudem über leichte und schwere Waffen wie Panzer, Artillerie, Panzer- und Luftabwehrraketen. In Zentralasien könne sich der IS auf rund 4.500 Anhänger stützte, die dort ethnische und religiöse Differenzen auszunutzen, um sich festzusetzen und ihre Position zu festigen. Für Afrika bestehe beim IS ein Langzeitprogramm; in Libyen habe die Terrorgruppe ca. 4.500 Mann aus dem Inland, Tunesien und Ägypten rekrutiert. Etwa 4.000 Terroristen sollen in den letzten drei Jahren in die BRD (zurück)gereist sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6304-russland_der_is_hat_im_irak_und_in_sy-rien_33.000_mitglieder)

Im Interview mit Russia Today bestätigte der UN-Vizegeneralsekretär für Bewachung und Sicherheit, Thomas Drennan, was vor Jahren schon die syrische Regierung eruiert und bekannt gemacht hatte, jedoch in westlichen Medien regelmäßig übergangen bzw. ganz anders dargestellt worden war (vgl. ab Teil I): er gab an, daß ca. 20 – 30.000 Söldner aus mehr als 100 Ländern als Terroristen in Syrien gegen die Regierung kämpften. (http://sptnkne.ws/bhwh vom 28.4.2016)

Unterwegs auf der Straße Ḫanâṣir Aṯriyâ, der einzigen IS-Nachschubroute, die Aleppo mit den anderen Provinzen verbindet , wurde an der Grenze zwischen den Provinzen Aleppo und Ḥamâ ein Truck beladen mit 3,5 Tonnen Ammoniumnitrat zur Sprengstoffherstellung und Maschinengewehren verschiedener Kaliber konfisziert. Bestimmt war der Nachschub für Affiliierte des IS und von Ğab­hatu_n-Nuṣra im Gebiet Tabârat as-Saḫâba und Tal Marâġa. (http://sana.sy/en/?p=75907, http://sana.sy/?p=375643)

Dem aufmerksamen Zollbeamten Fâdî ʽIsâ glückte an einem Grenzübergang zum Libanon der Fund von 141 archäologischen Artefakten, versteckt unter anderer Ladung. Die Stücke wurden dem archäologischen Amt in Ṭarṭus zur Prüfung übergeben. Demnach handelte es sich u.a. um Teile eines Fußbodens aus byzantinischer Zeit, die aus den sog. Toten Städten [ein großes archäologisches Gelände] im Umland von Idlib vom IS geraubt worden waren. Fahrer und Beifahrer wurden verhaftet und an die Justizbehörden übergeben. (http://sana.sy/?p=375818 vom 28.4.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75840 und http://sana.sy/?p=375468 (Vereitelung eines Ğab­hatu_n-Nuṣra-Angriffs auf Maʽân, 35km im N von Ḥamâ mit Zerstörung von deren Hauptquartier samt Waffen, Munition und militärische Ausrüstung und Hinterlassung etlicher Toter und Verletzter; früh morgens Razzien gegen Ğab­hatu_n-NuṣraSchlupfwinkel in den Dörfern al-Manṣûra, Ḫirbat an-Nâqûs, Tal Wâsiṭ, al-ʽAnkâwî, Qasṭûn, al-Qarqûr und Zaizûn im äußersten NW der Provinz mit Unterbrechung ihrer Nachschubrouten. Vereitelung von IS-Attacken auf einige Militärposten zum schutz von Tal Ḍalfaʽ und Abû Ḥârât im N von as-Suwaidâ´ unter heftigen Feindverlusten, dazu Beseitigung von IS-Artillerie-Stellungen in Tal Ušaihib).

Wegen der anhaltenden terroristischen Angriffe auf Wohngebiete von Aleppo und anderen Städte, die ohne die fortdauernde Unterstützung dieser Terrorgruppen durch ausländische Regierungen wie die von Qaṭar, der Türkei u.a. nicht möglich wären, wandte sich das Außenministerium am 28.4.2016 erneut mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Das andauernde Übergehen dieser Vorfälle durch den UN-Sicherheitsrat sende falsche Signale an die Terroristen und ihre Unterstützer aus, mit diesen Terrorattacken – teils sogar mittels „Hell cannons“ und Gas-Zylindern – fortzufahren, die Sicherheit und Frieden in Syrien, ja der ganzen Welt gefährden. Die enormen Unterstützungsleistungen seitens der türkischen, saudischen, qaṭarischen u.a. Regierungen für Ğabhatu_n-Nuṣr, Ğaiš al-Islâm, die sog. FSA und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya sowie die diesen angeschlossenen Gruppen begründeten diese verbreherischen Übergriffe auf sonst sichere Wohngebiete und Zivilisten. Ziel sei die Unterminierung der vereinbarten Waffenruhe. Alles zusammen beweise, daß die sog. „syrischen moderate Opposition“ mit den genannten Terrororganisationen im Verbund ist. Erneut stellte die syrische Regierung daher die Forderung nach Verurteilung dieser Angriffe durch die UN wie die Ergreifung abschreckender Maßnahmen, um die Unterstützerstaaten von ihrem tun abzuhalten, wie es die entsprechenden UN—Resolutionen vorsähen. (http://sana.sy/en/?p=75918)

Auch Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî geißelte die andauernden terroristischen Attacken auf Aleppo mit heftigen Worten: „What has happened in Aleppo over the past days of terrorist rocket and sniper shooting attacks is considered a real war crime that needs no further proof or evidence.” Im syrischen Fernsehen äußerte er sich zu den Vorfällen ähnlich wie das Außenministerium in den offeziellen Schreiben an die Vereinten Nationen in der Sache (z.B. bzgl. der ausländischen Terrorgruppenunterstützung und Benutzung international geächteter Waffen). Zur falschen Beschuldigung, die eigene Armee habe ein Krankenhaus im Stadtteil as-Sukarî angegriffen, erklärte er: „that neither the Syrian army nor the forces supporting it hit any hospital in the mentioned neighborhood because there is no hospital there.“ Zum anderen sei es die Pflicht eines Staates seinen Bürgern gegenüber, gegen terroritische Attacken vorzugehen: „There can no longer be room for patience or silence on these crimes that are targeting the Syrians indiscriminately.” (http://sana.sy/en/?p=75940)

Entgegen der syrischen Regierung und denen, die jene unterstützen, sind die USA nach wie vor nicht an einer gemeinsamen koordinierten Bekämpfung des IS in der Region interessiert. Dies machte erneut Pentagon-Chef Ashton Carter vor dem US-Senatskomitee für die Streitkräfte deutlich. (http://sptnkne.ws/bhxm vom 28.4.2016). Statt dessen soll die „syrische Opposition“ – zu deren Scheidung von den in Syrien agierenden Terrorgruppen die US-Administration immer noch nicht fähig war (vgl.u. Lawrow-Interview vom 25.4.2016) – mit weiteren 350 Millionen US-$ unterstützt werden. US-Verteidigungsminister Ashton Carter bat am Do., 28.4.2016, den Kongreß um die Bewilligung dieser Summe. (http://sptnkne.ws/bhxj)

Terroranschläge vom 28.4.2016:     
Der Beschuß von Stadtteilen Aleppos mittels Scharfschützen und Raketen durch Terroristen von Ğab­hatu_n-Nuṣra und Affiliierten, die sich in Bustân al-Qaṣr verschanzte haben, hält an. Betroffen waren dieses Mal die Stadtteile al-Marîdiyân (getötetes Ehepaar in zerstörtem Wohnhaus, vier weitere Verletzte) und al-Mašâriqa (zwei Tote). Aktualisierung: die Opferzahl stieg auf 33  Tote und mehr als 165 Verletzte, zumeist Frauen und Kinder. Die Sachschäden am Krankenhaus wie den anderen von Raketen, bestückt mit hochexplosiven Materialien, getroffenen Gebäuden in privatem oder öffentlichem Besitz sind enorm. Mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen, verschanzt vor allem im Stadtteil Bustân al-Qaṣr beschossen mit panzerbrechenden Raketen und Mörsergranaten außerdem die Stadtteile al-Maidân, al-Ašrafiyya, den Saʽdullâh al-Ğâbirî-Platz mit dem Munizipal-Palast (al-Qaṣr al-Baladî), al-Ğamîliyya, al-Muḥâfaza, al-Marîdiyân, Bustân al-Qaṣr, al-Mašâriqa und den Eingangsbereich zum ar-Râzî Hospital, in das die meisten Verletzten eingeliefert worden waren. Infolge der zusammenstürzenden Gebäude und andauernden Bergungsarbeiten sind noch weitere Opfer zu erwarten. (http://sana.sy/en/?p=75835, http://sana.sy/?p=375455)

Nachdem in manchen syrienfeindlichen Medien Meldungen kursierten, in denen die Angriffe in Aleppo, vor allem auf das Hospital, [wieder einmal] der SAA bzw. russischen Kampfjets zugeschrieben wurden, dementierten und verurteilten dies noch am 28.4.2016 als substanzlos und unwahr sowohl die Oberste Heeresleitung wie auch das russische Verteidigungsministerium auf das Schärfste. Dies sei ein neuerlicher Versuch, die von Terroristen ausgeübten Kriegsverbrechen zu kaschieren. Allein in den letzten Tagen hätten diese Wohngebiete und Zivilisten mit über 1.300 Geschossen angegriffen. Zudem informierte der russische Sprecher Generalleutnant Konaschenkow darüber: „The Russian defense Ministry had data saying that a warplane for one country of the International coalition flew yesterday in Aleppo skies for the first time”. (http://sana.sy/en/?p=75910, http://sana.sy/en/?p=75925)

Die weitere – nicht erbetene noch genehmigte – Truppenentsendung durch die US-Regierung nach Syrien wies die Regierung strikt als illegitim zurück: „We received with deep concern the news that 150 US troops have entered the Syrian territory into Rmeilan area.” [tatsächlich hatte Obama in Hannover von 250 Mann gesprochen, vgl.u., 25.4.2016] und verurteilte sie gleichzeitig auf das Schärfste als „blatant act of aggression that constitutes a dangerous intervention and a gross violation of the Syrian sovereignty.” Nochmals wurde deutlich gemacht: „This intervention is rejected and illegitimate, and it happened without the Syrian government’s approval.“ Die Aktion sei ein „direct attack” bzw. Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Konventionen, die die syrische Souveränität mißachteten. Zudem rief Syrien die internationale Gemeinschaft dazu auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung dieses Ansinnens zu stoppen. (http://sana.sy/en/?p=75873) – Die Beurteilung des Sachverhalts seitens der russischen Regierung, vorgebracht u.a. durch den russischen Vizeaußenminister Sergei Ryabkow fiel ganz ähnlich aus. So äußerte der Diplomat If we are talking from the position of the foreign ministry, we, of course, cannot not be concerned over the fact that US carries out such actions without coordination with the legitimate government of the Syrian Arab Republic, this is a violation of sovereignty.” Er fügte hinzu: „I stress that official Damascus already gave similar political assessment, and we fully agree with it.“ (http://sana.sy/en/?p=75977)

Zum Schutz vor Drohnen läßt der IS in ar-Raqqa die Bewohner Stoffplanen zwischen den Häusern über die Straßen spannen, meldet The Daily Telegraph. Dies entnehmen die Reporter einem Schreiben eines IS-Feldkommandeurs an die Einwohner mit dem Wortlaut: „Wir sind Partner. Das heißt, dass jedes Haus 2.000 syrische Pfund (rund sechs britische Pfund) zu zahlen hat, um das Anbringen der Planen über den wichtigsten Straßen von Rakka zu finanzieren.“ (http://sptnkne.ws/bhxr vom 28.4.2016)

Nach dem der UN-Gesandte de Mistura den UN-Sicherheitsrat auf den neuesten Stand der zu Ende gegangenen dritten Runde des innersyrischen Dialogs in Genf gebracht hatte, informierte er darüber die Presse. Dabei hob er positiv hervor: „the Syrian dialogue which had a positive encouragement particularly what is related to the Cessation of Hostilities“ (den Dialog habe ein positives Unterstützung insbesondere hinsichtlich der Waffenruhe [ausgemacht]). Gemeinsame Punkte seien gefunden worden. Es brauche aber noch die eine oder andere Gesprächsrunde vor Juli. Das nächste Treffen finde im Mai statt. Die Waffenruhe sei gut gestartet und sollte zu einem erfolgreichen Ende geführt werden, wofür er um Unterstützung seitens der US- und russischen Seite gebeten habe („cessation of hostilities which started well and should be succeeded at the end …“). Wann sich die International Syria Support Group wieder treffe, könne er nicht beantworten, da dies dem Ministerrat obliege. (http://sana.sy/en/?p=75838)

Der russi­sche Vize-Außenminister und Sonderbeauftragte für Nahost- und Afrika, Michail Bogdanow, rechnet mit einer baldigen Fortsetzung der Gespräche in Genf, indem er gegenüber Sputnik am 27.4.2016 erklärte: „We are for uninterrupted talks, maybe, of course, the sides need to take a rest, reconsider certain results,” Bogdanov said. „The sooner they resume, the better. The negotiations will resume tentatively on May 10.”. Die russische Regierung halte ständigen Kontakt mit dem UN-Gesandten de Mistura und trete weiterhin für die Beteiligung aller betroffenen [echten, d.h. nicht Terroristen zuzurechnenden] oppositionellen Gruppen [z.B. Kurden] ein, um möglcihst bald eine politische Lösung der Krise in Syrien zu finden. (http://sana.sy/en/?p=75766)

Während der 5. Moskauer Sicherheitskonferenz informierte Generalleutnant Sergei Rudskoi vom Generalstab der russi­schen Streitkräfte am Mi., 27.4.2016, über die russische Überwachungstätigkeit in Syrien: „Für die Überwachung der Lage in der Konfliktzone werden etwa 70 Drohnen, eine Weltraumgruppierung und andere Aufklärungsmittel eingesetzt. Die Kontrolle des Luftraums erfolgt durch funktechnische Mittel der Flugabwehrsysteme, die russische Luftwaffe und Suchradare für Kleinziele“. Zudem wurden zur Ortung der Stellungen von Mehrfachraketenwerfer-, Artilleriesystemen und Granatwerfern der Kämpfer artilleristische Instrumentalaufklärungsmittel stationiert. (http://sptnkne.ws/bgSy)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verzeichnete am 27.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe, zwei davon im Rîf Dimašq, drei im Umland von al-Lâḏa­qiyya und einer in Aleppo.  Ğaiš al-Islâm feuerte dabei auf etliche Wohngebiete am Rand von Damaskus und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschoß eine Reihe Städte im Umland von al-Lâḏa­qiyya und Aleppo. Dagegen erlitt Ğab­hatu_n-Nuṣra erhebliche Verluste durch die SAA in Aleppos Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd und mußte sich von dort zurückziehen. Andererseits wurden per Fallschirmen 24 Tonnen humanitärer Hilsmittel von der syrischen Regierung  über den terroristisch besetzten Stadtteilen von Dair az-Zaur abgeworfen. Auch wachse die Zahl der an der Waffenruhe Teilnehmenden weiter an. (http://sana.sy/en/?p=75827, http://sana.sy/?p=375405)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75740 und http://www.sana.sy/?p=374985 (Eliminierung einer IS-Zentrale mit Artillerie, Abschußbasen für Mörsergranaten etc. und etlichen IS-Terroristen an der Straße nach al-Bâb im NO von Aleppo; zudem erfolgreiche Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra -Verstecke in den Provinzhauptstadt-Bezirken al-Marğa, al-Ğazmâtî, al-Halk, al-Ğandûl, Abû Ṭalṭal, Bustân al-Qaṣr, aš-Šaiḫ Maqṣûd, as-Sakarî, al-Kalâsa, Qasṭal Ḥarâmî, al-Anṣârî, Banî Zaid, al-Manṣûra, wobei viele Terroristen getöten und verletzt wurden. Effektive akkurate Luftschläge gegen eine Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellung im Dorf Kafar Sağna im Umkreis von Idlib, zudem verlor der Führer Saʽûd ʽAsâf Abû Mâzin von Liwâ´ Anṣâr al-Haqq (affiliiert mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya!) sein Leben bei einer Explosion nahe dem Dorf Maʽṣrân im S der Provinzhauptstadt. Zerstörung eines IS-Konvois bei der Ölstation 3, ca. 40km östlich von Tadmur in dr Provinz Ḥom. Vernichtung eines Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt einer Waffenladung bei Arbaʽîn im NW von Ḥamâ; zusammen mit der Volkswehr Sieg über Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra bei den Dörfern as-Saṭaḥiyât und Ḫunaifis im O; u.a. kam auch der bekannte Terrorist Mûsâ aṣ-Ṣawân an der Kreuzung von al-ʽAmiyya östlich von Saʽn durch eine Detonation ums Leben. Erfolgreicher Schlag gegen IS-Einheit in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´. Vernichtung von zwei Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra mit deren Führer unter den Getöteten in den Stadtteilen al-Ḥamâdîn und al-ʽAbbâsiyya des Darʽâ al-Ba­lad-Bezirks von Darʽâ, dazu erflogreiche Operation im südlichen al-Manšiyya-Stadtteil unter hohen Feindverlusten.).

Während des Empfangs des algerischen Ministers ʽAbdulqâdir Masâhil durch Präsident Dr. al-Assad hatte letzterer (am Mo., 25.4.2016) hinsichtlich der Bedrohung durch terroristische Organisationen bemerkt, „terrorism is no longer a local issue as it has become part of a political game aimed at debilitating the countries that are committed to their independent decision.“ (d.h.: der Terrorismus sei nicht länger eine lokale Angelegenheit sondern sei zu einem Teil des politischen Spiels zur Schwächung von Ländern geworden, die unabhängige Entscheidungen träfen.) (http://sptnkne.ws/bfX2) – Auch der russische Topdiplomat Sergei Lawrow sprach auf der Internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau am Mi., 27.4.2016, davon: „Es muss schnell damit aufgehört werden, Terrorgruppierungen als Instrument im Kampf gegen die Opposition in der neuen regionalen Kräftebilanz oder zu einer Abrechnung mit unbequemen Regimen zu benutzen“. Hierzu seien Fehlerkorrekturen vonnöten, man solle sich zudem von Vorgängen fernhalten, die zu einem Verfall der Region führen könnten. Zum Kurdenthema im innersyrischen Dialog befragt, antwortete er: „Wir treten nach wie vor für eine Einschaltung der Kurden in die Verhandlungen über die Zukunft deren Landes ein, und zwar in voller Übereinstimmung mit der Resolution 2254 des UN-Sicherheits-rates.“ (http://sptnkne.ws/bgHt)

Auch die von Prof. Qadrî Ğamîl geleitete, in Moskau und Kairo formierte Oppositionsgruppe unterstützt – wie schon bei den Moskauer Gesprächen 2015 – den Regierungsplan, den innersyrischen Dialog in Genf mit allen, die daran teilnehmen wollen weiterzuführen. Zudem regte Prof. Ğamîl die Bildung einer einheitlichen Oppositionsgruppe an wie beim UN-Gesandten de Mistura direkte Treffen mit der Regierungsdelegation. Demnach äußerte er gegenüberder Presse: „We asked for direct talks. Direct talks can accelerate progress. We asked for the participation of all the opposition delegations. The current situation is not normal. We should have a single opposition delegation.“ Hierzu genügten „minimum standards of convergence.“ Zum Abgang der ar-Riyâḍ-Gruppe bemerkte er ähnlich wie schon Dr. al-Ğaʽfarî zuvor: „if anybody wants to exclude themselves, that is their choice.“ und ergänzte: „They should not have, by their own exclusion, veto over the talks. Nobody should force the talks to be stopped.“ Damit nahm er die Ankündigung von de Mistura voraus, daß der Dialog am Mi., 27.4.2016, fortgeführt werde. (http://sptnkne.ws/bg5j)

Terroranschläge vom 27.4.2016:            
In Bustân al-Qaṣr und Bustân al-Bâšâ verschanzte Scharfschützen von Ğab­hatu_n-Nuṣra und Affiliierten zielten wahllos auf Bürger in den Wohngebieten al-Mušâriqa und as-Sulaimaniyya Aleppo. Dabei starben zwei Passanten, ein weiterer wurde verletzt. – Aktualisierung: die Opferzahl stieg auf zehn Tote und 37 Verletzte in teils ernstem Zustand, nachdem die genannten Terrorgruppen ihre verbrecherische Aktivität durch Scharfschützen und Raketenbeschuß auch auf die Stadtteile al-ʽAẓamiyya, al-Mušârifa, as-Sulaimâniyya, al-Muḥâfaza, al-Ğamîliyya, al-ʽAzîziyya, Bâb al-Farağ und Sulaimân al-Ḥalabî ausgedehnt hatten. (http://sana.sy/en/?p=75732, http://www.sana.sy/?p=374995)

Am Morgen stellten die Behörden nach Meldung von Anwohnern ein verdächtiges Fahrzeug im westlichen Umland von as-Suwaidâ´, das aus dem östlichen Teil der Provinz Darʽâ kam. Es enthielt für den IS im Osten der Großen wüste bestimmte Waffen und Munition, welche konfisziert wurden. Diese bestanden aus Panzerfäusten (RPGs), verschiedenen Typen von Mörsergranaten, Landminen u.a. aus israelischer Produktion. – Ähnliche Lieferungen waren schon in den letzten Wochen sichergestellt worden. (http://sana.sy/en/?p=75727 vom 27.4.2016)

Wie angekündigt hat Rußland nun ein formelles Ersuchen an die UN gestellt, die Organisationen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm in die Sanktionsliste für Terrorgruppen aufzunehmen, wie der UN-Gesandte Witali Tschurkin am Di., 26.4.2016, bekannt gab. Wörtlich sagte er: „On April 26, the Russian delegation lodged with the Counter-Terrorism Committee of the United Nations Security Council (1267/1989/2253) on sanctions against ISIS and al-Qaeda a request on putting two organizations – Ahrar al-Sham and Jaish al-Islam – on the sanction list of this auxiliary body of the United Nations”. Begründet wurde der schritt mit zahllosen Berichten über deren enge Verbindung zum IS wie zu al-Qaida. Sie böten und bekämen wechselseitig Finanzierung, logistische und militärische Hilfe. Zudem brächen diese Gruppen regelmäßig das Waffenruheabkommen vom 27.2.2016, welches den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra nicht miteinschließe. (http://sana.sy/en/?p=75715)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75633 und http://sana.sy/?p=374489 (Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Trupps und deren militärische Ausrüstung im O und N von Tadmur wie im Gebiet Ḥuwaisîs im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen mitsamt Equipment westlich und östlich des Dair az-Zaur Military Airport. Eliminierung von drei Artilleriestellungen, Abschußanlagen für Mörsergranaten und Verschanzungen mitsamt deren Besatzungen von Ğabha­tu_n-Nuṣra in den Stadtteilen al-Arbaʽîn und al-Karak wie im an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ mit Zerstörung eines Kommandozentrums im Stadtteil al-Baḥḥâr, wobei sich etliche Anführer unter den Getöteten fanden, dazu Beseitigung von aufgerüsteten Trupps von Ğabha­tu_n-Nuṣra im S des Stadtteils al-Manšiyya).

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am 27.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden 11 Verstöße gegen die Waffenruhe mitgeteilt. Die Terrorgruppe Faîlaq ar-Raḥmân [Legion des Erbarmers – als Beiname Allâhs] beschoß eine Medizinzentrum sowie Wohngebiete im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten, ein Trupp von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya verfuhr in gleicher Weise mit drei Städten im Umland von al-Lâḏa­qiyya sowie dem Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo, während Gruppen der sog. Freien Armee (FSA) Raketen auf zwei Städte in der Provinz Ḥomṣ richteten. Zudem sei erneut Söldnernachschub für Ğabhatu_n-Nuṣra von der Türkei her in die Provinz al-Lâḏa­qiyya gelangt. (http://sana.sy/en/?p=75713)

Terroranschläge vom 26.4.2016:
Ein neuerlicher Angriff (vgl. Vortag) seitens Ğabha­tu_n-Nuṣra und Affiliierter mitels Raketenbeschusses hinterließ zwei Todesopfer und sechs verletzte Personen im Stadtteil az-Zahrâ´von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=75693) – In der von Terroristen u.a. von Ğabha­tu_n-Nuṣra belagerten Stadt al-Fûʽa wurden die Bewohner erneut zum Ziel von Scharfschützen, die in Biniš in Stellung gegangen waren. Drei Personen erlitten Verwundungen. (http://sana.sy/en/?p=75663)

Zum Ende der sog. dritten Runde der innersyrischen Gespräche bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî nach dem Treffen der von ihm geleiteten Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandte de Mistura und seinem Team im UN HQ Genf am Di., 26.4.2016, vor den Reportern: „We, for our part, raised again plenty of important points, especially regarding terrorism, and we sensed an understanding on the part of the Special Envoy and his team with regard to our concern about the attempts by terrorism-sponsoring countries and the terrorist groups that belong to them which seek to undermine the political solution efforts through breaching the cessation of hostilities agreement and carrying out terrorist acts that claimed dozens of innocent lives in many Syrian areas.” Die vorangegangenen Verhandlungen beurteilte er als „useful and constructive“ und erklärte, die Regierungsdelegation sei bemüht um eine verantwortliche und objektive Art jeglicher Diskussion, die Syrien und seiner Bevölkerung diene. Auch würden alle Fragen seitens des UN-Teams darin beantwortet. (http://sana.sy/en/?p=75641)

Liu Jieyi, der chinesische Botschafter bei den UN, und derzeitige Präsident des UN-Sicherheitsrat (UNSC) informierte am Di., 26.4.2016, darüber, daß die 15 Mitgliedsstaaten ihre Besorgnis über die jüngsten Aussagen des israelischen Premier­mini­sters bzgl. der Golanhöhen zum Ausdruck gebracht hätten, wonach das Gebiet – trotz der entgegenstehenden rechtlichen Lage und anderslautenden UN-Resolutionen – unverändert unter israelischer Herrschaft bleiben werde und sich die Welt daran gewöhnen solle (vgl.u., 17.4.2016). Zudem besage die am 17.12. 1981 einstimmig angenommene UNSC-Resolution 497 „the Israeli Golan Heights Law, which annexed the Golan Heights, is null and void and without international legal effect” und fordere weiterhin Israel auf „to rescind its action“. Daher erging nun erneut die Zurückweisung einer Anerkennung der israelischen Okkupation der Golanhöhen seitens des UNSC. (http://sana.sy/en/?p=75705)

In der dem zweiten Zusammentreffen der Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Misutra in Genf folgenden Pressekonferenz teilte deren Leiter Dr. al-Ğaʽfarî mit: „we began our morning meeting with de Mistura by talking about the terrorist escalation perpetrated by the terrorist organizations in Aleppo and As-Sayydah Zainab in Damascus countryside.“ Die vor ihrem Abzug ausgestoßenen Drohungen der ar-Riyâḍ-Gruppe (d.i. HNC, vgl.u.) hätten sich nun in den Anschlägen von Damaskus und Aleppo manifestiert (s.u.). Hierzu führte er aus: „The main aim of uttering such statements was the failure of the Syrian-Syrian dialogue and involving it in more foreign intervention and carrying out the orders of the masters of Saudi group to escalate situation, yet it is not strange that escalation in Aleppo came by the terrorist group of so-called Ahrar al-Cham, run by Turkish intelligence, and escalation in Damascus came by the so-called Jaish al-Islam run by Saudi intelligence.” Es sei also kein Wunder, daß die gegen die friedliche Beilegung der Krise ausgelegten Eskalationen terroristischer Gewalt in Aleppo durch die vom türkischen Geheimdienst geleitete Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya-Gruppe  und in Damaskus durch die Saudi-gesteuerte Ğaiš al-Islâm-Organsiation ausgeführt worden seien.
Die erwähnte Botschaft der ar-Riyâḍ-Gruppe habe sich klar als Aufruf zum Bruch der Waffenruhe mit Angriffen gegen die syrische Armee gezeigt. Dann kam er auf die offiziellen beiden Anzeigen der Regierung gegenüber dem UN-Sicherheitsrat in der Sache zu sprechen: „The Syrian government has sent two identical letters to UN Secretary General and President of Security Council, calling on the Security Council to take immediate and urgent procedures to help the Syrian government fight terrorism according to relevant resolutions and hold states and governments which support terrorism responsible for such a bloody escalation which claimed the lives of tens of Syrian people.”.
Es habe sich deutlich gezeigt, daß die Terroreskalation in Syrien einen politischen Hintergrund via ausländischer Instruktionen dazu habe. Resümierend bemerkte er hinsichtlich der immer noch nicht aufgelegten Listen, welche die terroristischen Gruppen von den nicht-terroristischen scheiden sollten, mit dem Ergebnis, daß Teroristenvertreter [im HNC!] in Genf an den Verhandlungstisch kommen konnten: „the story has begun when the Saudis have played with the authori­zation they were asked for at Vienna meeting to prepare a list of those who are opposition and not, as well as Jordan was asked to prepare a list on the terrorist organizations and the non-terrorist organizations… yet, the result was, of course, that both  governments failed to do so which led to bringing the problem to Geneva and the participation of terrorists in a team, delegation or Saudi Arabia group.” (http://sana.sy/en/?p=75606, http://sana.sy/?p=374266)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75544 und http://www.sana.sy/?p=373914 (Präzise effektive Luftschläge gegen einen IS-Konvoi und –Verschanzungen im NO von Tadmur im O der Provinz Ḥomṣ unter erheblichen Feindverlusten; dazu Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Ḍahrat al-Quṣaiba im SO von Tadmur wie auf einige Militärposten in Richtung al-Filât im Gebiet von Talbîsa im N von Ḥomṣ. Beseitigung von IS-Ansammlungen in Tulûl al-Fadiyîn im NO von as-Suwaidâ´ während der Operation zur Kappung der IS-Nachschublinien über die Syrische Wüste vom Irak und Jordanien her. Eliminierung von Ğabha­tu_n-NuṣraStellungen in Darʽâ al-Balad im S von al-Manšiyya und östlich der al-ʽAbbâsiyya-Bäckerei ).

Wie das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 25.4.2016 bekannt gab, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu neun Verstöße gegen die Waffenruhe. Dabei attackierte Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya vier Städte in der Provinz al-Lâḏa­qiyya mit Mörsergranaten und Ğaiš al-Islâm Militärposten zum Schutz von drei Städten sowie das Militärhospital in Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Trupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya versuchten zudem SAA-Stellungen im S von Aleppo zu überrenen, wurden jedoch zurückgeschlagen. Türkische Artillerie beschoß vom Umfeld eines grenznahen türkischen Dorfes (Aluichak, s.a. http://sptnkne.ws/bguQ) aus SAA-Stellungen in Syrien. – Allerdings hätten sich auch die Beitritte zur Waffenruhe wieder erhöht. (http://sana.sy/en/?p=75620)

Am Mo., 25.4.2016, kommt die Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Misutra zur Fortführung der innersyrischen Gespräche am UN-Hauptsitz in Genf zusammen. Delegationsleiter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî äußerte dazu vor der Presse: „Today’s session will focus on the Syrian amendments on de Mistura’s paper”.  Kurz vor dem zweiten Treffen mit de Mistura selben Tags erklärte er: Die heutige Terrorattacke im Rîf Dimašq nahe as-Sayyida Zainab beweise, daß jene [i.e.: HNC], die vorgäben mit der Regierungsdelegation in diplomatischen Dialog zu treten, jedoch entschieden, sich dem zu entziehen, zu den Terroristen bzw. deren Sponsoren gehörten und die Nähe ihrer Administratoren suchten. (http://sana.sy/en/?p=75534) – Diesen Schritt unterstützt auch die russische Regierung, wie Außenminister Lawrow am 25.4.2016 deutlich machte. Klar zeige sich auch der ausländische Einfluß auf das Verhalten des HNC, z.B. seitens der Türkei. Zudem stellte er heraus, daß alle mit dem IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen bewaffneten Gruppen Terrorgruppen seien und damit nicht teilhätten an der vereinbarten Waffenruhe. Rußland habe die US-Regierung gebeten, eine klare Trennung zwischen Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra und der von ihnen so bezeichneten „gemäßigten Opposition“ zu vollziehen bzw. mitzuteilen, was aber bislang leider immer noch nicht geschehen sei, wovon die Terroristen dort profitierten. Auch habe die US-Seite versprochen, die von ihr so bezeichnete „good opposition” aus dem Raum Aleppo zum Abziehen zu bewegen, was ebenfalls bislang nicht passiert sei. Solange könne aber dort die Ğabhatu_n-Nuṣra nicht effektiv bekämpft werden. Daher sammle Rußland Informationen, mit welchen Gruppen, die die Waffenruhe einhalten zu wollen angaben, Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenarbeite, um sie dem UN-Sicherheitsrat vorzulegen, damit diese endlich die Liste der Terrororganisationen entsprechend ergänzen könne. Außerdem versicherte er, alle bewaffneten Fraktionen, die mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenarbeiteten, seien ebenso Terrorgruppen und könnten damit nicht teil der Waffenruhe-Vereinbarung für Syrien sein. Hinischtlich des Vorschlags von seinem US-Amtskollegen Kerry von letzter Woche, Syrien in eine US- und eine russische Einflußzone aufzuteilen, sei vordergründig: Ziel sei schließlich die Bekämpfung des Terrorismus und nicht die Aufteilung des Landes [zur Balkanisierung Syriens vgl.u.]. (http://sana.sy/en/?p=75548, http://www.sana.sy/?p=373932)

Unverhohlen hatte der Vizevorsitzende des Auswärtigen-Ausschusses der Duma, Leonid Ka­laschnikow, die von Kerry angeregte Aufteilung Syriens mit der Besatzung und Auf­teilung von Nachkriegsdeutschland verglichen, wobei [auch] die syrischen Behörden die USA nicht zum Kampf auf ihren Gebieten „eingeladen“ hätten. Eine derartige Teilung werde unverzüglich zum Zerfall des Landes führen. (http://sptnkne.ws/bguM)

Massive Terroranschläge vom 25.4.2016:
Die Detonation einer Autobombe am Kontrollpunkt der Zufahrt zur Stadt aḏ-Ḏiyâbiyya (ad-Diabiyya) im Umland von Damaskus forderte morgens fünf Tote und 20 Verletzte. Es entstanden zudem erhebliche Schäden auch an den nahegelegenen Notunterkünften. (http://sana.sy/en/?p=75538, http://www.sana.sy/?p=373891)
Ebenfalls am Morgen wurden eine Frau (später: drei Personen) getötet und fünf weitere Personen verletzt infolge des Beschusses mit Raketen auf Wohngebiete Aleppos (al-Ğamîiliyya, al-Mûkâmbû, al-Ašrafiyya) seitens in Banî Zaid verschanzter Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra. Es kam zudem zu erheblichen Sachschäden. Aktualisierung: Treffer bekamen auch die Stadtteile as-Sulaimaniyya (drei getötete Kinder und 17, später 19 teils schwer Verletzte), al-Iḏâʽa (19 Verletzte, später: 5 Tote, 41 Verletzte), Bâb al-Farağ, der Qurṭuba-Kreisverkehr in al-Ğamîʽat az-Zahrâ´ (zwei Verletzte, Verletzte – später verstorben, dazu ein Verwundeter) ab. Schließlich erreichte die Gesamtzahl der Opfer in Aleppo 16 Getötete und 86 Verletzte.
Dazu kam ein Angriff mittels Raketen auf den Finanzdistrikt in Darʽâ-Stadt, der einen Verletzten und ziemliche Sachschäden hinterließ.
(http://www.sana.sy/?p=373940, http://sana.sy/en/?p=75552).

Wie zuvor vom Wall Street Journal angekündigt, schickt das Pentagonvölkerrechtswidrig – weitere 250 US-Soldaten nach Syrien. Im Gegensatz zu den russischen Militärs hat die legitime Landesregierung diese nicht angefordert, sich dagegen sogar mehrfach verwehrt (vgl.u.). Auch liegt kein UN-Mandat dafür vor, wodurch hiermit die Souveränität Syriens in grober Weise mißachtet wird auch entgegen den UN-Prinzipien inklusive der UN-Charta. Pentagon-Sprecher Peter Cook bestätigte die von Präsident Obama in Hannover verkündete Entsendung, die damit die US-Stationierung in Syrien versechsfacht, am Montagabend, 25.4.2016. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6151-pentagon_us_soldaten_werden_in_sy-rien_nicht_in_die_frontlinie_gehen). – Demgegenüber hatten die syrische wie russische Regierung u.a. immer für eine gemeinsame koordinierte (und damit mit der Landesregierung abgesprochene) Terrorismusbekämpfung auf Basis des Völkerrechts, der UN-Bestimmungen und Resolutionen zu Syrien etc. geworben. Diese erscheint auch vom logischen Standpunkt als einzige sinnvoll.

Auch der Iran hatte durch seien Außenamtsprecher noch am Montagabend auf die o.e. Ankündigung Obamas erwidern lassen: „Iran hat seit Beginn der Krise in Syrien ankündigt, dass jede ausländische Intervention in Syrien ohne Zustimmung der syrischen Regierung nur zu einer Eskalation der Krise führen wird.“ Alle inter­nationalen Bemühungen sollten in Abstimmung mit der syrischen Regierung erfolgen, um somit die aktuelle Krise entschärfen zu können. (http://parstoday.com/de/news/iran-i6121-iran_warnt_vor_entsendung_von_us_bodentruppen_nach_syrien)

US-Senator Richard Black gab nach seinem Treffen mit dem libanesischen Abgeordneten und Parteichef Michel Aoun [Mîšâl ʽÛn] der Presse gegenüber bekannt, er habe lange auf eine Änderung der US-Politik gegenüber Syrien gehofft. Doch was er in der Region sehe, nähre diese Hoffnung nicht. Es sei Fehler gewesen, daß sich die US-Administration auf Seiten der Terroristen gegen den syrischen Staat gestellt habe. Die letzten Wahlen im Land hätten erneut gezeigt, wem die Bevölkerung ihr Vertrauen und ihre Unterstützung ausspreche. (http://sana.sy/?p=374311, 25.4.2016)
Weitere Stationen der Reise von US-Senator Black in Syrien:
Treffen mit dem Parlamentspräsidenten Muḥammad Ğihâd al-Laḥâm: http://sana.sy/en/?p=75654 vom 26.4.2016.
Treffen mit der Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân: http://sana.sy/en/?p=75654 vom 26.4.2016.
Treffen mit dem Großmuftî und Besuch eines Flüchtlingszentrums: www.sana.sy/en/?p=75717 vom 27.4.2016.
Besuch von Palmyra: www.sana.sy/en/?p=75813
Empfang bei Präsident Dr. al-Assad: http://www.sana.sy/en/?p=75880 vom 28.4.2016.
Black gedenkt in einer Pressekonferenz des Empfangs durch den Präsidenten udn seine Frau: www.sana.sy/en/?p=75921 vom 29.4.2016; u.a. bemerkte Black hierzu: „I had the honor to meet President Bashar al-Assad and his wife, the impression was excellent.” – „When I started to make a study about Syria, I was very interested in President al-Assad and his wife and I was very delighted when I found them completely as I have seen them in media, both are gentle and love their home sincerely”. (loc. cit.). Er hoffe auf eine Änderung der US-Syrienpolitik durch den neuen US-Präsidenten in Richtung einer dezidierten Bekämpfung des Terrorirmus. Bzgl. der negativen Rolle der syrischen Nachbarstaaten bemerkte er: „I was afraid when Jordan participated in the events in Syria, particularly in 2012 when it allowed the UN intelligence to train hundreds of gunmen and send them to attack Damascus, it seems that some neighboring countries imagined that they could inject poison in part of the body without moving into another part of it.”
Treffen mit den Patriarchen Yâziğî und Ephraim II mit Besuch eines Hospitals für verwundete Soldaten: www.sana.sy/en/?p=75930 vom 29.4.2016.

Ein Kurzvideo belegt, wie schnell die Regierung die Anlagen zur Ölförderung in Ġabîsa in der Provinz al-Ḥasaka nach Rückeroberung der Gegend aus den Händen des IS wiederhergestellt hat. Langsam laufe somit die Förderung wieder an. (http://sptnkne.ws/bfRA) – Beispiele ähnlicher Effektivität zur Wiederherstellung der durch die Terroristen mutwillig zerstörten Infrastruktur wurden schon vielfach beschriebenen (vgl.u.).

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75455 und http://sana.sy/?p=373438 (Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten von den Anhöhen aš-Šaiḫ Ḥussain und Ḫulaif her auf Militärposten an der Verwaltungsgrenze zwischen Darʽâ und as-Suwaidâ´ unter deutlichen Feindverlusten; Zerstörung von Artilleriestellungen und Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bahnhofsgebiet von Darʽâ, bei der Elektrizitätsgesellschaft und dem Buṣrâ-Platz und Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten, die Militärposten im Stadtteil al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad attackierten. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen östlich von al-Qaryatain wie auf Nachschubrouten in Richtung Arâk, dem O von Tadmur die nördlichen umgebenden Bergrücken im SO und O von Ḥomṣ. Vorgehen gegen Terroristen-Stellungen im Umland von Ḥamâ mit Beseitigung von deren Raketen- und Mörsergranatenabschußanlagen in und um Kafar Nabûda und al-Ğâbariyya, womit Angriffe auch auf as-Suqailibiyya ausgeführt wurden; zusammen mit Volkswehreinheiten wurde eine IS-Einheit in einen Hinterhalt im S of ʽAqârib gelockt und samt militärischem Equipment nahezu aufgerieben).

Am So., 24.4.2016, informierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden über 13 Verstöße gegen die Waffenruhe. Dabei beschossen Trupps von Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya eine Reihe von Städten im Umland von Damaskus und al-Lâḏa­qiyya mit Mörsergranaten. Die (vom Westen als angeblich gemäßigt unterstützte) sog. FSA attackierte mit Raketen und Mörsergranaten Militärposten im Umland von Ḥomṣ. Zudem mobilisiere Ğabhatu_n-Nuṣra weiterhin ihre Leute im NW von Aleppo und NO von al-Lâḏa­qiyya. (http://sana.sy/en/?p=75516)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden forderte das Auswärtige Amt am 24.4.2016 die Vereinten Nationen erneut auf, umgehend und eindringlich die jüngsten Terrorattacken inklusive des Einsatzes von Giftgas, dieses Mal auf (im einzelnen aufgeführte) Wohngebiete in Damaskus, dessen Umland wie in und um Aleppo zu verurteilen. Opfer seien im überwiegenden Maß Frauen, Kinder und Ältere, dazu kämen enorme Schäden an Bausubstanz, Infrastruktur, Schulen und Hospitälern. Die wieder vermehrt geführten Attacken kämen auf Geheiß der türkischen und saudischen Regime in einer Reihe von Angriffen auf andere Orte, um die geschlossene Waffenruhe wie die innersyrischen Gespräche in Genf zu unterminieren, wie dies beim Rückzug der ar-Riyâḍ-Gruppe (d.i. HNC, vgl.u.) von der Konferenz auch deutlich zur Sprache kam im Aufruf, syrische Städte und Bürger anzugreifen. Diese Attacken seien Teil der Verstöße gegen die Waffenruhe, ausgeführt durch Terrorgruppen, welche sich als „Opposition“ maskierten wie Ğaiš al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und die sog. Freie Armee (FSA) und andere, welche die Selbstverpflichtung der syrischen Armee zur Waffenruhe mit äußerstem Verzicht auf entsprechende Reaktionen auf diese Weise perfide ausnützten. Erstgenannte Gruppen seien bewiesenermaßen durch die angeprochenen Vorfälle mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra verbunden trotz der Versuche gewisser Staaten, diese als nicht-terroristische sondern als „moderate bewaffnete Opposition“ auszugeben.
Diese Vorfälle würden jedoch die Republik nicht entmutigen, weiter an der Bekämpfung des Terrorismus und der Erlangung einer politischen Lösung für die Krise mittels innersyrischer Gespräche festzuhalten, welche letztlich zur Eliminierung des Terrorismus und Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität im Land führen müßten.
Schließlich wurde die eingangs erwähnte Forderung wiederholt und ergänzt durch jene, der Sicherheitsrat müsse seine Verantwortung zur Bewahrung von internationalem Frieden und Sicherheit wahrnehmen und abschreckende sowie strafende Schritte gegen Regime und Staaten unternehmen, die Terroristen unterstützten und finanzierten in Zuwiderhandlung der UNSC-Resolutionen 2170, 2178, 219 und 2253. Die beiden Schreiben sollten zudem als offizielle UNSC-Dokumente auflegen. (http://sana.sy/en/?p=75507)

Terroranschläge vom 24.4.2016:
Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Fataḥ beschossen Wohngebiete des Stadtzentrums von as-Suqaila­biyya wie deren Umgebung einschließlich des Dorfes Ğâbariyya im NW von Ḥamâ mit Mörsergranaten und Raketen, wodurch ein Mensch starb, weitere vier sehr schwer verletzt wurden und beträchtliche Sachschäden entstanden. Beide Terrorgruppen verfolgen die wahhâbitische Takfîr-Ideologie und erhalten finanzielle Unterstützung wie Bewaffnung durch die saudische Regierung, heißt es im Bericht.
Im Stadtteil Banî Zaid von Aleppo verschanzte Mitglieder von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen ebenfalls am Morgen Wohnsiedlungen in der Nilstraße und im Bezirk al-Ḥamdâniyya mit Mörsergranaten und Raketen, was im ersten Fall ein Todesopfer und sechs Verletzte hinterließ, im zweiten Fall zum Glück „nur“ Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=373468)

Wie der TV-Sender al-Ma­yâdîn am Sa., 23.4.2016, berichtete, habe General Qâsim Sulaimânî, Kommandeur der al-Quds-Einheit des Corps der Irani­schen Revolutionsgarde, Präsident Dr. al-Assad angeboten, seine Familie im Iran unterzubringen mit der Begründung, daß er sich so ohne Sorge um seine Angehörigen den Regierungsgeschäften widmen könne. Wie schon früher (vgl. Interviews) hat Dr. al-Assad auch dieses Mal ein solches Angebot abgelehnt. Seine Familie sei wie „andere syrische Familien, und sie bleibt in Damaskus“. (http://sptnkne.ws/bfyD) – Aktualisierung bzw. Richtigstellung: Die Meldung vom 23.4.2016 (s.u.) bezieht sich laut offizieller Quelle aus Teheran auf eine Situation aus dem Jahr 2012, als die Lage in Syrien noch eine ganz andere war. Der außenpolitische Berater des iranischen Parlamentssprechers, Ḥussain Šaiḫulislâm (Hossein Sheikholeslam), bemerkte dazu: „President Assad has never asked us for political asylum nor has he ever wished to leave his country„. Andererseits hätten sich der Emir von Qaṭar und etliche andere Regierungen Dr. al-Assad Millionen im Austausch dafür geboten, wenn er das Land verlasse, doch jedesmal habe er strikt abgelehnt und geantwortet, er werde nirgendwohin gehen, bei seinen Leuten (people) bleiben und mit ihnen bis zum bitteren Ende kämpfen. „This means that Bashar Assad will not go anywhere, will not abandon his people, and this only adds to his popularity in the country“ stellte Ḥussain Šaiḫulislâm nochmals klar. (http://sptnkne.ws/bgn7)

Terroranschläge vom 23.4.2016:
Wieder einmal wurde das al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp nahe Damaskus mit Mörsergranaten beschossen, wodurch ein Kind getötet und eine Frau verletzt wurde. Zudem enstand entsprechender Sachschaden.
Aktualisierung: Auch mehrere Wohnviertel (aṣ-Ṣâliḥiyya, al-ʽAdawî, Wohnhäuser am Georg [Ğûrğ] Ḫûrî-Platz und am at-Tiğâra Park) in Damaskus wurden mit Mörsergranaten, Raketen und Duschkas [Art russischer Flag] beschossen, verursachten zum Glück jedoch keine Personenschäden.
In Aleppo kam es am späten Nachmittag durch den Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten zu insgesamt vier Todesopfern und 56 Verletzten. Im Einzelnen wurden Wohnhäuser in der Nil-Straße, dem al-Mûkâmbû-Viertel, den Wohngebieten in al-Iḏâʽa, al-Ašrafiyya, al-Ḫâlidiyya, al-Ḥamdâniyya, al-Mušârifa, az-Zahrâ´, as-Sabîl und al-Assad-Vorstadt getroffen.
(http://sana.sy/en/?p=75388, http://www.sana.sy/?p=373130)

Für die vergangenen 24 Stunden registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 23.6.2016 neun Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe. Die Angriffe mit Mörsergranaten seitens Ğaiš al-Islâm richteten sich auf fünf Städte im Rîf Dimašq, seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Mörsern und Raketen auf vier Städte der Provinz al-Lâḏa­qiyya. Zudem führte Ğabhatu_n-Nuṣra die Übergriffe auf Zivilisten im Umland von Aleppo und al-Lâḏa­qiyya fort. Auch wurde beobachtet, wie 80 Bewaffnete aus der Türkei in die Provinz Idlib eindrangen. – Die Rekonziliierungsmaßnahmen wie Beitritte zur Waffenruhe machten weiter Fortschritte. (http://sana.sy/?p=373355, http://www.sana.sy/?p=373355)

Während seines Besuches in Eriwan (Gedenktag des osmanischen Genozids an den Armeniern, der auch in Syrien begangen wird, vgl. http://www.sana.sy/en/?p=75348) konstatierte der russische Außenminister Lawrow auf einer Pressekonferenz vom Fr., 22.4.2016, daß sich Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya weder dem Gedankengut nach noch in der brutalen Praxis vom IS oder der Ğabhatu_n-Nuṣra unterschieden. Wörtlich wurde er zitiert: „These organizations like Ahrar ash-Sham in fact actively prove that they fully share anti-human approaches of the Islamic State and Jabhat al-Nusra groups”. – Zur Suspendierung des innersyrischen Dialogs durch die ar-Riyâḍ-Gruppe [die hohe Vertreter von Ğaiš al-Islâm beinhaltet! Vgl.u.!] bemerkte er, damit erklärten diese sich selbst zu Verlieren, indem er noch ausführte: I believe this is the process of revitalizing the Syrian talks. If those who rudely refuse to acknowledge the basis of concept approved by the UN Security Council leave the negotiations platform, then no one loses except for them.” Dann setzte er hinzu: „If they want to ensure their participation only through ultimatums which everyone should accept, then these are their problems.” (http://sana.sy/en/?p=75319, http://sana.sy/?p=372748, http://sana.sy/?p=372748)

Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin gab daher am selben Tag bekannt, daß die russische Regierung daraufhin arbeite, daß diese beiden Terrorgruppen endlich auch auf die internationale Liste derselben gesetzt würden. (http://www.sana.sy/?p=372968)

Der UN-Gesandte de Mistura verkündete wie erwartet (vgl.u.) die Fortsetzung der Genfer Gespräche in der nächsten Woche. Daß die erzielte Waffenruhe schon 48 Tage anhalte, erwähnte er mit Bewunderung. (http://sptnkne.ws/beUY) – Auch Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte in der dem Treffen mit dem UN-Gesandten folgenden Pressekonferenz vom 22.4.2016: „We agreed that the next round of talks on Monday would be for discussing  our amendments to de Mistura’s paper.” Während der Besprechung habe man sich besonders auf die humanitäre Frage konzentriert, wobei er einen detaillierten Bericht über die bisherigen Hilfsleistungen der syrischen Regierung seit Jahresbeginn übergeben habe.  Ein spezieller Punkt beschäftige sich darin mit Lieferungen in „unstable or restive areas”. Hierzu führte er aus: „219 trucks have entered the restive areas, not to mention 65 trucks that entered al-Rastan area yesterday”. Die Zahl der Syrer in „unstable or restive areas”, die dennoch Hilfe erhielten, belaufe sich auf ca. 1.170.000 Menschen. „We have 6.5 million internally-displaced people who have been displaced from the areas where terr­orists and armed gangs exist, 90 per cent of them are living in government-controlled areas and all of them benefit from humanitarian assistance”. Zudem würden weiterhin 1.700.000 Menschen versorgt, die wiede in ihre Heimatorte hätten zurückkehren können. Außerdem habe die Regierung 504 Übergangswohnheime erstellt, in denen die Vertriebenen versorgt würden, neben Nahrungsmitteln, auch mit medizinischer Versorgung, ebenso erhielten sie Ausbildungsmöglichkeiten gemäß dem Notfallplan des Higher Relief Committee in Syria sowie diejenigen, die alles verloren hätten, Kompensationszahlungen durch die Regierung.
Diese ganzen Anstrengungen habe die Regierung unternommen trotz der Krisensituation mit Beschädigung der Infrastruktur, der Ressourcen und der seitens der USA und der EU auferlegten [illegalen, vgl.u.!] Wirtschaftssanktionen. Was helfe es da, daß von gewisser Seite Krokodilstränen ob der humanitären Situation in Syrien vergossen würden, wenn dieselben Organe verantwortlich für diese Situation seien. “It has become known to all, including the UN Security Council members in New York, that there are organized networks of international terrorism supervised by certain intelligence services which are sending terrorists inside Syria across Syria’s borders with neighboring countries”, kritisierte er und setzte empörte hinzu: „The countries supporting terrorism in Syria have killed the essence of the United Nations and sabotaged the rules of international law”. (http://sana.sy/en/?p=75314)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75294 und http://www.sana.sy/?p=372729 (Vereitelung von Angriffen durch Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğund al-Aqṣâ (Qaṭar-Gründung!) aus at-Tamânaʽa, Sukaik und ʽAṭšân auf Wohngebiete von Maʽân, 30 km im N von Ḥamâ durch gezielte präzise SAAF-Einsätze, unter den zahlreich getöteten Terroristen fand sich auch der Ğabhatu_n-NuṣraAnführer genannt Abû Mûsâ; zerstört wurden auch deren Kampfmittel inklusive aufgerüsteter Fahrzeuge und Kanonen. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen samt militärischem Equipment in aš-Šaîḫ Ḥussain und den Ḫulaif-Anhöhen im Umland von as-Suwaidâ´. Eliminierung eines kleinen Konvois von Ğabhatu_n-Nuṣra unterwegs nach Tal aš-Šaîḫ Ḥussain und Tulûl Ḫalîf im fernen NO von Darʽâ, dazu Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten auf Militär-Checkpoints bei Ḫazân al-Karak und dem al-ʽAbâssiyya-Stadtteil im Bezirk Darʽâ al-Balad mit Beseitigung etlicher Abschußanlagen für Mörsergranaten. Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Konzentrationen im N von Tadmur wie bei den Lagerhallen in der Umgebung, in Bodenoperationen zusammen mit der Volkswehr Vereitelung von Attacken IS-affiliierter Terrroristen kommend aus Umm Ṣu­ḥaîrîğ auf Maksar al-Ḥasân, Tulûl al-Hawâ aš-Šarqiyya und Tulûl al-Hawâ al-Ġarbiyya im Gebiet von Ğab al-Ğarâḥ, 73 km im O von Ḥomṣ mit Auslöschung der Angreifer samt Ausrüstung bis auf jene, die zurück in ihre Verstecke in Umm Ṣuḥaîrîğ und anderen Dörfern fliehen konnten. Sturm auf IS-Positionen im Industriegebiet und Arbeiterviertel von Dair az-Zaur mit Zerstörung von deren Waffen etc.; präzise erolgreiche Luftschläge gegen IS-Fortifikationen bei al-Kasârât und der Baqğağî Farm nahe dem Südrand der Provinzhauptstadt. – In verschiedenen Stadtteilen Dair az-Zaurs sind seit mehr als zwei Jahren Zehntausende an Bewohnern vom IS belagert; diese werden durch die SAAF wie russische Maschinen aus der Luft mit Hilfsgütern versorgt, welche nach Abwurf durch Mitarbeiter des syrischen Zweigs des Arabischen Roten Halbmonds verteilt werden).

Am Stadtrand von Tadmur entdeckten – nach vollständiger Räumung des gesamten Gebiets von Palmyra von hinterlassenen Sprengfallen des IS – russische Militärangehörige ein großes Waffendepot der Terrororganisation. Generalmajor Igor Konaschenkow informierte als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums hierzu am Freitag: „Russian sappers removed over 12,000 explosive devices from a hidden terrorist arms depot with large-caliber shells, artillery, as well as anti-tank and anti-personnel mines” . (http://sana.sy/en/?p=75341)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 22.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden sieben Verstöße gegen die am 27.2.2016 in Kraft getretene Waffenruhe, welche Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya zuzuschreiben sind. Drei entfielen auf die Provinz al-Lâḏa­qiyya, einer auf den Stadtteil Ṣalâḥuddîn von Aleppo. Schützen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya nahmen Posten der SAA im Rîf Dimašq ins Visier. – Andererseits stiegen die Anfragen und Beitritte zur Waffenruhe an. Zudem wurde bzgl. Hilfslieferungen bekanntgemacht: „The center, in cooperation with Homs province, delivered 6 tons of humanitarian aid to a number of areas in the province”. (http://sana.sy/en/?p=75358)

Terroranschläge vom 22.4.2016:
In Šaṭḥa und an-Nabûʽa wurden ein Mann und zwei Frauen verletzt durch die Beschießung mit Raketen seitens Gruppen unter Ğabhatu_n-NuṣraLeitung in der Provinz amâ, die damit die Waffenruhe verletzten. Zudem kam es zu beträchtlichen Gebäudeschäden. (http://sana.sy/en/?p=75274, http://sana.sy/?p=372743)
Aktualisierung: Scharfschützen der belagernden Terroristen erschossen in Kafariyya wieder zwei Bewohner und verletzten einen davon. (http://www.sana.sy/?p=372999).

Ein lesenswerter Beitrag von Finnian Cunningham zu Strategic-Culture mit dem Titel Western Media Spin Cover for U.S. Plan “B” in Syria bestätigt die Wahrnehmung auch infolge der Meldungen der deutsch-sprachigen Massenmedien, daß ein Scheitern der Genfer Friedensinitiative für Syrien – mit den schon angesprochenen Folgen – herbeigeredet wird, obwohl nach hinreichend bekannter Methode nur die von Saudi-Arabien kreierte ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe – auch sog. HNC – mit dem Terroristenführer Muḥammad ʽAlûš (vgl.u., Abbildung) die Gespräche nach wie vor und aus hinlänglich bekannten Gründen sabotiert (vgl.u.). Alle anderen, die Bezeichnung „syrische Opposition“ wesentlich eher verdienenden Gruppen – ob zur Zeit nach Genf geladen oder nicht – sind nach wie vor an einer Fortsetzung der Gespräche an interessiert (vgl.u.).
Dasselbe gilt für die von denselben Medien angeblich als so „brüchig“ hingestellte Waffenruhe, die sich nach den Vort-Ort-Berichten ganz anders darstellt, jedoch die Forderung der syrischen wie anderer Regierungen untermauert, daß die UN endlich für eine ernsthafte Umsetzung der UNSC-Resolutionen gegen die Terroristenunterstützung sorgen sollten.

Wie Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in einer live übertragen Pressekonferenz mitteilte, verfüge die Kreml-Regierung über Beweise, daß die türkische Regierung nach wie vor massiv die in Syrien aktiven Terroristen inklusive des IS unterstütze. Dies geschehe, um zusammen mit ihren Verbündeten die Lage in Syrien möglichst zu destabilisieren. Die Unterlagen seien bei den UN vorgelegt und registriert worden. Im Einzelnen handelt es sich um die ungehinderte Einreise von Söldnernachschub über die türkische Grenze nach Syrien und den Schmuggel von in Syrien geraubtem Öl und antiken Kunstschätzen aus Syrien. Dazu kommen von Waffen- und Munitionslieferungen an den IS. Das Schweigen der Regierung in Ankara hierzu zeige, wie sehr sie damit einverstanden sei. (http://parstoday.com/de/news/world-i5857-russische_au%C3%9Fen-amtsprecherin_wirft_t%C3%BCrkei_%C3%9Cnterst%C3%BCtzung_des_is_vor) – Tatsächlich muß man sich fragen, warum die UN nicht schon lange entsprechend dagegen vorzugehen begonnen haben.

Premierminister al-Ḥalaqî bestätigte im Interview mit Sputniknews vom Do., 21.4.2016,, daß allein in der vergangenen Woche mehr als 5.000 Terroristen über die Türkei nach Aleppo und Idlib gekommen seien. Über diese Terroristenunterstützung – auch mit Waffen etc. – würden Staaten wie Saudi-Arabien, die Türkei, Qaṭar und Frankreich neben dem vielen Blutvergießen die Infrastruktur und Wirtschaft Syriens ruinieren wollen. Damit liege auf der Hand, daß jene Regierungen nicht wirklich eine politische Beilegung der Krise in Syrien anstrebten, sondern zur Eskalation derselben beitrügen.
Anschließend stellte der Premierminister nochmals die künftige Agenda (vgl. hierzu Präsidenten-Interview vom 31.3.2016 etc.) vor: Nach Bildung einer erweiterten Regierung solle ein Referendum über eine neue Verfassung stattfinden, bis dahin bleibe die jetzige in Kraft. Einzelne Artikel daraus würden ab­geändert oder ein neues Grundgesetz verabschiedet werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5887-syrischer_regierungschef_vergangene_woche_rei-sten_5.000_terroristen_%C3%BCber_die_t%C3%BCrkei_nach_syrien_ein)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75167 und http://www.sana.sy/?p=372334 (Vernichtung eines IS-Konvois mit Söldner- und Waffennachschub durch gezielte SAAF-Luftschläge im N und O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ. Auslöschung eines IS-Trupps vom NO von as-Suwaidâ´ kommend in Richtung auf deren Fortifikationen bei Bi´r al-Qaṣab im Rîf Dimašq mitsamt ihrer Ausrüstung nach sorgfältiger Erkundung der Ziele durch Beobachtungsposten. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra –Angriffs auf einen Militärposten an der Straße Darʽâ – Ḫirbat Ġazâla im N von Darʽâ wie bei Darʽâ al-Balad. Eliminierung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich Tal Ḥadiyya, al-Barqûm, Abû Šulaim, al-Haaba al-Ḫarâ´, Ḫân Ṭûmân und al-Ḥâar im S von Aleppo wie im Gebiet von al-Man­ṣûra, Ḥazmar und Kafar Ḥamra im W und erfolgreiche Abwehr von IS-Terroristen in Fâfîn im NO jeweils mit beträchtlichen Feindverlusten; dazu Razzien gegen Ğabhatu_n-NuṣraSchlupfnester im Stadtteil ar-Râšidîn 5 am Westrand der Provinzhauptstadt.).

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am Do., 21.4.2016, für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet,  für die jedesmal die Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya verantwortlich und zwar durch Beschuß mit selbstgebauten Raketenwerfern und Mörsergranaten auf drei Dörfer in der Provinz al-Lâḏa­qiyya und eines in der von Ḥomṣ mit einem weiteren Vorfall in dieser Provinz. Immer noch versuchten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra Militärposten anzugreifen und feuerten Mörsergranaten auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo. Andererseits machten auch die Rekonziliierungen Fortschritte. (http://sana.sy/en/?p=75271)

Gut 200 Familien kehren bereits nach al-Qaryatain zurück. (http://sana.sy/en/?p=75249 vom 21.4.2016)

Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa setzte die Supendierung der Teilnahme an den Genfer Gesprächen seitens der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [d.i. HNC] gleich mit einer Solidaritätskundgebung für die in Syrien aktiven Terroristen. (http://sana.sy/?p=372428)

Aus der Presseschau bei SANA vom 21.4.2016:

Lydia Willgress legt im Daily Mail vom 20.4.2016 (aktualisiert am 21.4.2016) neue Informationen über die Beteiligung von Saudi-Arabien an den Terroranschlägen auf die Twin Towers des World Trade Centers in New York vom 11.9.2001 vor. Ein von US-Beamten im Jahr 2003 hierzu vorbereitetes Memorandum blieb unter Verschluß und wurde nicht veröffentlicht, bis der Aktivist Brian McGlinchey darauf stieß und es diese Woche auf seiner Webseite ins Netz stellte. (http://www.sana.sy/?p=370110, vgl. dazu: http://www.dailymail.co.uk/news/article-3543702/Saudi-Arabia-threatens-pull-750-billion-U-S-assets-Congress-passes-bill-making-government-liable-9-11-related-lawsuits.htm) – Zuvor hatte die saudische Regierung laut New York Times gedroht, sein Vermögen in Höhe von 750 Millionen US-$ aus den USA im Falle einer Strafverfolgung wegen Beteiligung an den Anschlägen zu verkaufen. (http://www.sana.sy/?p=370110). S.a. http://parstoday.com/de/news/world-i5701-obama_ich_lege_veto_ge­gen_gesetzesent­wurf_ge-gen_saudi_arabien_ein.

Demonstranten veranstalteten am Do., 21.4.2016, vor dem Sitz des International
Committee of the Red Cross (ICRC) in Damaskus ein sit in mit Transparenten, um auf die Lage der sich in Israel in Verwaltungshaft befindlichen gefangenen syrischen Aktivisten von den Golanhöhen aufmerksam zu machen. Im Einzelnen dazu bei: http://sana.sy/en/?p=75180.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75100 und http://www.sana.sy/?p=371916 (Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Trupps östlich des Dair az-Zaur-Militärflughafens, bei al-Buġailiyya und in Razzien in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa und al-Ğubaila mit Zerstörung deren militärischen Equipments einschließlich einer Raketenabschußanlage; dazu Aufreibung einer in einen Hinterhalt gelockten IS-Einheit im Industiriegebiet der Provinzhauptstadt mit über 75 getöteten und vielen verletzten Terroristen – darunter einer der bedeutendsten IS-Führer namens ʽAbdalqâdir ʽUkla al-ʽÂrif, deren fliehende Reste verfolgt wurden, zusammen mit leichterer und schwerer Artillerie. Beseitigung von IS-Fortifikationen in intensiven Bodenoperationen im N und O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ. Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchs auf einen Militärposten am südlichen Rand von al-Manšiyya im Bezirk von Darʽâ al-Balad in Darʽâ unter deutlichen Feindverlusten. Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen in Auram as-Suġrâ, Kafar ʽAma und Zaitân, ca. 16km südlich von Alep­po, 18km westlich, von IS-Positionen in Abû Ğabâr nahe Kuwairis und in Aleppo von Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥîn. – Die Heeresführung bemerkt, daß die jeweilige Taktik dem Ort angepaßt werde, um z.B. innerhalb von Ortschaften zivile Opfer wie eine Schädigung von Häusern, Wohnanlagen und Infrastruktur   zu vermeiden.).

Zudem stellt die Heeresführung klar, daß den Anschuldigungen in gewissen Medien, die SAAF habe am Mi., 20.4.2016, Wohngebiete in Maʽrat an-Nuʽmân im Umkreis von Idlib gebombt jeder Grundlage entbehrten. Solcherlei Angriffe verbäten sich außerdem für die SAA von selbst. (http://www.sana.sy/?p=372005)

Im Interview mit mehrern syrischen Medienformaten sowie mit Reuter äußerte der Leiter der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, seine Mannschaft sei jederzeit bereit, den Dialog fortzusetzen, schließlich gebe es in Genf Oppositionsgruppen, die ebenfalls extra dazu angereist seien: „There are several [opposition] groups that are present and support having the dialogue continue. However, those who want to walk away upon instructions they receive from the outside will have to take responsibility for their actions”. Dabei kritisierte er erneut, daß trotz der Vorgaben der entsprechenden Resolution Nr. 2254 nicht alle syrischen Oppositiongruppen druch den UN-Gesanten de Mistura nach Genf geladen worden seien. Störend wirke sich auch das Fehlen eines Zeitplans seitens de Misturas aus. Nochmals machte er Delegationsleiter deutlich: „our mandate here in Geneva stops at reaching the point of forming an expanded national unity govern­ment” denn eine Diskussion darüber sei “substantially in contra­diction with the resolution itself.” Hinsichtlich der Bildung einer erweiterten nationalen Regierung der Einheit machte er nochmals klar, daß darin selbstredend kein Platz für Terroristen sei oder solche, die ausländische Agenden verträten Auch sollten sie in Syrien leben. Dagegen sei die ar-Riyâḍ-Gruppe verbunden mit Saudi-Arabien, der Türkei und Qaar. Zudem wiederholte er einige schon früher angesprochene Punkte. – gegenüber Reuter hatte er sich ähnlich ausgedrückt: „The opposition is not only restricted to the higher Commission for negotiations formed in Saudi Arabia“ unter dem Zusatz: „if they wanted to boycott talks, they could do so, it is not a big problem for us because they are not the only representatives of the Syrian opposition.” (http://sana.sy/en/?p=75074 vom 20.4.2016)

Terroranschläge vom 20.4.2016:
In der Provinz al-Ḥasaka wurden zwei Brüder auf einem Motorrad durch eine von IS-Terroristen gesetzte Landmine im südlich gelegenen Dorf al-Ḥadâğa verletzt.
Scharfschützen von Terroristen, die sich in Bustân al-Qaṣr verbarrikadiert hatten, töteten eine Frau auf ihrem Balkon im Wohngebiet Bustân az-Zahrâ´in Aleppo und verwundeten zwei weitere Anwohner von Ṣalâḥuddîn und al-ʽIzza.
(http://sana.sy/en/?p=75080, http://sana.sy/?p=371980, http://www.sana.sy/?p=372100,   http://sana.sy/en/?p=75130)

Am Rande der Genfer Konferenz traf der Leiter der Regierungsdelegation auch mit anderen Diplomaten zusammen, so mit dem kürzlich ernannten speziellen Gesandten für Syrien aus China, Botschafter Xie Xiaoyan – ein Akt, den die syrische Regierung ausdrücklich begrüßte. Hauptthema waren die Schwierigkeiten bei der Beilegung der Krise: Zum einen hätten sich die kriegerischen Auseinandersetzungen ohne die weiterhin andauernde ausländische Hilfe für die Terroristen im Land nicht auf fünf Jahre ausgedehnt. Dabei sei der Counterterrorismus im Interesse der gesamten Welt. Auch China habe sein spezifisches Problem mit den Uiguren, die Seite an Seite mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra aktiv seien. Zum anderen handele die ar-Riyâḍ-Gruppe in Ausführung der Direktiven aus Saudi-Arabien, um die politische Beilegung der Krise scheitern zu lassen: „they always resort to threats of postponement or wal­king out at the start of each round of indirect talks because they’re not serious and don’t want to be­come part of the political process, nor do they want the peaceful solution to succeed.“ führte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî aus und setzte hinzu: „The Riyadh group includes extremists and Takfiris who embrace the Wahabi ideology which forms a fertile soil for international terrorism, and they don’t believe in the secularism of the Syrian state”. Zudem vergifteten Terroristen durch wiederholte Verletzungen der Waffenruhe die allgemeine Athmosphäre bei den Verhandlungen, wobei sich ebenfalls wieder der Bezug des HNC hierzu gezeigt habe im Aufruf ihres aus der Terroristenszene stammenden Verhandlungsführers zu weiteren solchen Taten (vgl.u.).
Xie Xiaoyan lobte das syrische Engagement bei den Verhandlungen wie das der Armee im Counterterrorismus, bezeugte die Beibehaltung der chinesischen Sicht der Dinge wie der Unterstützung für Syrien.
Anschließend traf Dr. al-Ğaʽfarî noch mit dem (nicht vor Ort abgestellten) japanischen Beauftragten Futoshi Matsumoto und dem iranischen Gesandten Hamid Reza Dahqani zusammen. (http://sana.sy/en/?p=75047).

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte auf der Pressekonferenz zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault in Moskau betont: „Some countries in the region are trying to derail intra-Syria dialogue in Geneva.“. So seien die HNC-Mitglieder „spoiled by foreign backers, such as Turkey“ und als ,capricious‘ zu beschreiben. „ Western partners understand that they should not be hostages to capricious participants. The moves to frustrate talks and the return to the military scenario should be stopped in a tough manner”. Man könne nur hoffen, daß de Mistura noch entsprechenden Druck auf die ar-Riyâḍ-Gruppe ausüben werde. Immer noch existiere keine Liste der Terrorgruppen, die mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra lange nicht erschöpft sei. So gehörten auch Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya dazu bzw. die, die die Waffenruhe brächen. Bis dahin bestehe fortgesetzt die Gefahr, daß die nicht an der Waffenruhe beteiligten Terroristen sich als solche ausgäben, um von counterterroristischen Operationen verschont zu bleiben: „There is much evidence that Jabhat al-Nusra is mimicking and trying to disguise itself under new names, uniting with small groups not included in terrorist lists, hence, trying to escape retribution”. (http://sana.sy/en/?p=75094)

Zur neuerlichen Behinderung der Genfer Gespräche durch die ar-Riyâḍ-Gruppe bemerkte der ständige russische UN-Abgesandte für Genf, Alexei Borodawkin, im Interview mit TASS am Di., 19.4.2016:the majority of al-Riaydh opposition delegation to the intra-Syrian dialogue are extremists who have no intentions to conduct any dialogue and keep putting forward conditions.“ Durch die erneute Aufkündigung der Dialogteilnahme sei der Nachweis erbracht, daß beim HNC die Extremisten die Führung hätten. „In fact they didn’t want any negotiations at all from the very beginning and they kept putting forward conditions and ultimatums.” Zeigte er sich überzeugt. Tatsächlich vollführten sie die Agenda anderer, die nicht an einem Ende des Kriegs in Syrien interessiert seien. „We can see quite clearly they draw on support from some of the regional countries.”, fügte er hinzu. Die Regierungsdelegation charakterisierte er folgendermaßen: They did a good job in the run-up to the talks and now they are conducting them earnestly and in a bid to get fair results.” Das habe man sowohl bei den UN als auch auf der Bobachterseite gemerkt.
Die syrische Armee unterstützt von der russischen Luftwaffe werde den Antiterrorkampf gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra [mitsamt deren Affiliierten], die ja nicht an der Waffenruhe teilnähmen, weiterführen. Im Gegensatz zu Behauptungen der ar-Riyâḍ-Gruppe würden auch die Hilfslieferungen in Syrien erfolgreich weitergeführt. (http://sana.sy/en/?p=75019, s.a. https://www.rt.com/news/340130-syria-opposition-suspends-geneva-talks/) – Ein Charakteri- stikum des HNC seien Erpressung, Drohungen und das Vorbringen von Vorbedingungen, die mehrfach im Vorfeld (vgl.u.) der Genf-III-Konferenz ausgeschlossen worden waren. (http://sana.sy/?p=371983)

Ausgehend von den jüngsten falschen Beschuldigungen seitens der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) gegen die syrische Armee, durch ihre counterterroristischen Operationen im Raum Aleppo die vereinbarte Waffenruhe zu brechen, benannte der russische Vizeaußenminister Sergei Ryabkow am Di., 19.4.2016, ein fortbestehendes Problem: „the US refuses to work to identify and sort terrorists in Aleppo … unwilling to actually work on distinguishing between the terrorists and the opposition in the areas where terrorist groups are operating.“ D.h., die US-Administration bestehe weiterhin auf einer [theoretischen] Unterscheidung zwischen – der von ihr unterstützten sog. „moderaten Opposition“ – und Terroristen, praktisch wurde diese Einteilung jedoch nie gemacht, obwohl sie zu den Voraussetzungen (!) der Genf-III-Konferenz gehört hätte (vgl.u.). Als Folge zeigte sich: „the US and Syrian opposition had used the situation in Aleppo to hinder the talks in Geneva, and instead of dealing seriously with the information that Russia provided about the viola­tions of the cessation of hostilities, they presented politicized demands that threaten to abort the talks.”
Kurz zuvor hatte Außenminister Sergei Lawrow ebenfalls die Falsch-beschuldigung aufgegriffen [und zurückgewiesen, vgl.u.], „dass die Regierungs­truppen in der Umgebung von Aleppo angeblich gegen die Bedingungen der Waffenruhe verstoßen.“. Dort existierten sehr starke Stellungen der Terrorgruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. Zudem machte er darauf aufmerksam: „Die USA haben ihr Versprechen, auf die syrische gemäßigte Opposition mit dem Ziel eines Abzuges aus den Kampfgebieten Einfluss auszuüben und keine Schwierigkeiten für den kollektiven Kampf gegen Dschabhat an-Nusra zu schaffen, bis dato nicht erfüllt“. Andererseits habe die US-Regierung schon lange wahrgenommen, daß die Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit den „Stellungen der gemäßigten und am Waffenstillstand teilnehmenden Opposition vermischt sind“ und eingeräumt: „wenn diese Gruppen die Bedingungen für die Waffenruhe einhalten und nicht wie Unterstützer der Terroristen aussehen wollen, muss zu einer sehr einfachen Sache gegriffen werden:  sich physisch von den Terrorstellungen entfernen“. (http://sptnkne.ws/bd2b).

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm berichtete am 19.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden von sieben Verstößen gegen die Waffenruhe im Raum al-Lâḏa­qiyya und Rîf Dimašq. Dabei beschossen im ersteren Fall Trupps von Ḥara­kat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Armeeposten mit Mörsergranaten, im letzteren Fall geschah Dasselbe durch Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten bzgl. Militärposten im Gebiet Basâtîn Abû Ġaraš. Die Rekonziliierungsmaßnahmen wie die Beitritte zum Waffenruheabkommen machten Fortschritte. In Tadmur (Palmyra) seien gut vier Tonnen an Hilfsmitteln verteilt worden. (http://sana.sy/en/?p=75082)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75001 und http://www.sana.sy/?p=371478 (Beseitigung von IS-Positionen in al-Maḥdûm, Aʽbad, Dair Qâq, al-Madiyûna, Abû Ṭalṭal hin nach al-Bâb sowie in Dair Ḥâfir im O von Aleppo, Razzien gegen befestigte Schlupfnester von Ğab­hatu-n-NuṣraAffiliierten in al-ʽÎs wie in den Stadtteil en ar-Râšidîn 4, al-ʽÂmariyya und Ṣalâḥuddîn der Provinzshauptstadt selbst. Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und Konvois bei aš-Šan­dâḫiya al-Ğanûbiyya, aš-Šan­dâḫiya aš-Šamâliyya und aṣ-Ṣawâna aš-Šarqiyya wie im N und O von Tad­mur im O der Provinz Ḥomṣ mit Rückeroberung des Areals samt dem Posten 806.5 bis zum SW des Ğabal al-Mazâr nördlich der Oasenstadt. Auslöschung von IS-Trupps samt Waffen und Munition im Industriegebiet von Dair az-Zaur mit präzisen erfolgreichen SAAF-Einsätzen gegen IS-Einheiten bei Ḥuwaiğat Ṣaqar und al-Buġailiyya im Umland. Ausmerzung weiterer Ğab­hatu-n-NuṣraVerstecke im Bezirk al-Manšiyya im südlichen Darʽâ al-Balad. Eliminierung einer IS-affiliierten Gruppe samt militärischem Equipment in Tal Ušaihib im O von as-Suwaidâ´.).

Terroranschläge vom 19.4.2016:
Mörsergranaten, abgeschossen von den Kafariyya in der Provinz Idlib belagernden Terrorgruppen töteten drei Kinder und verletzten weiter fünf. Infolge Raketenbeschusses kamen in as-Suqailabiyya im NW von Ḥamâ zwei Bürger ums Leben, mehrer andere wurden teils schwer verletzt, die Schäden an Gebäuden etc. sind beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=74998, http://www.sana.sy/?p=371463)
Aktualisierung: Bei einem Raketenangriff auf Nahr al-Bârid in der al-Ġâb-Ebene im SW von Hama wurden eine Frau und ihr Kind verletzt sowie beträchtliche Schäden an Gebäuden etc. verursacht. Auch al-ʽAbir bekam Treffer ab, die glücklicherweise „nur“ zu Sachschäden führten. Aktiv in der Gegend sind Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra.
In Aleppo im Wohngebiet al-ʽAzîziyya wurden drei Anwohner verwundet bei weiteren materiellen Schäden.

Auf die kürzliche Ankündigung der ar-Riyâḍ-Gruppe (s.u.), hin, ihre Teilnahme auszusetzen, klagte Dr. al-Ğaʽfarî als Leiter der Regierungsdelegation alle Unterstützer dieser Gruppe in Saudi-Arabien, der Türkei und Qaṭar des Versuchs an, den intrasyrischen Dialog in Genf zum Scheitern zu bringen. Im Interview mit dem Sender al-Mayâdîn äußerte er am Montagabend dazu: „There has been a decision in Saudi Arabia, Turkey and in Qatar to derail inter-Syrian dialogues.” und setzte hinzu: „They do not want there to be a dialogue between Syrians, they want to make the Geneva negotiations fail.“ Dies vor allem vor dem Hintergrund der militärischen Erfolge der Armee im Counterterrorismus.  Auch er kritisierte den neuerlichen Kampfaufruf (vgl.u.) seitens der ar-Riyâḍ-Gruppe:Members of al-Riyadh opposition delegation yesterday called their terrorists inside Syria to bombard cities, attack the Syrian army and break the cessation of hostilities.“ Nochmals verwies er auf die mit der Resolution Nr. 2254 übereinstimmende Forderung nach einer breiten Teilnahme von Oppositiongruppen an den Genfer Gesprächen, da die ar-Riyâḍ-Gruppe nicht für die syrische Bevölkerung spreche und die an sich breit gestreute Vertretung* der Opposition auf sich allein zu monopolisieren suche.
Einige Verteter der ar-Riyâḍ-Gruppe hätten gar die Auflösung der Armee vorgebracht, wodurch Syrien [angesichts des Counterterrorismus] in ein Chaos mit konstitutionellem Vakuum ähnlich dessen Libyens, Somalias oder des Iraks falle: „Some al-Riyad delegation members irresponsibly proposed the idea of disbanding the Syrian army similar to what happened in Libya, Iraq and Somalia since they lack political expertise and their leaders want to turn Syria into a failed state, a point we are aware of and therefore we tried to preserve all state institution not only the army. … When we say that we will not allow a constitutional vacuum it means that the army and all other state institutions should remain present and continue to perform their works till we reach an agreement with other opposition groups supposed to be national towards forming an expanded national government.“
Hinsichtlich der syrischen Präsidentschaft stellte er fest: „the issue of Syrian Presidency is an internal Syrian affair and that neither the UN Security Council nor anybody else has relation to it. … We are here in Geneva for one sake that is to reach a national government through Syrian-Syrian accord without any Saudi, Turkish, Qatari, French, American or British interference. … We will form a national unity government including representatives of the current government  and the opposition as well as independent opposition memberswelcoming  the national opposition’s joining the expanded national government which is the main objective of Geneva dialo­gue.”
Das verfolgte Ziel sei: „We seek a strong, sovereign Syrian State respected by all people. We are not to distribute awards here and there. The powers of the President, the government and all institutions are still there. We don’t want a failed state, rather we want a state which preserves its institutions and upgrades them when necessary.“ Die Ergebnissse der Genfer Gespräche sollten für Syrien positiv, nützlich und verantwortungsvoll sein.  (http://sana.sy/en/?p=74990)

*Derzeit agieren in Genf neben der ar-Riyâḍ-Gruppe, deren Verhandlungsführer Repräsentant der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm (!) ist, noch zwei weitere, zudem dialogbereite Delegationen, mit denen der HNC jedoch jeglichen Kontakt ablehnt, nämlich die sog. „Moskau-Kairo-Astana“- Gruppe wie die innersyrische Opposition (zum Begriff vgl.u.), die sich auf der Luftwaffenbasis Ḥumaimîm zusammengeschlossen hatte. (http://sptnkne.ws/bdKv)

Im Interview mit Sputnik bedauerte Dr. al-Ğaʽfarî auch das mangelnde Verständnis des HNC (d.i. ar-Riyâḍ-Gruppe) für den Zweck der Genfer-Gespräche: „Jedes Mal, wenn wir mit konkreten Handlungen und Initiativen anreisen, lenken sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes.“ Z.B. hat der HNC die Regierungsarmee beschuldigt, in Aleppo und Umgebung Angriffe gegen Oppositionelle zu führen, die sich an der Waffenruhe beteiligten, und damit die Feuerpause zu verletzen. Nicht nur der syrische Topdiplomat hatte dies als absurd und pure Provokation bezeichnet, auch der russische Außenminister Lawrow hatte es verneint und statt dessen erklärt: „Jedoch agieren die Regierungstruppen mit der Unterstützung der Luftstreitkräfte Russlands in Syrien nicht gegen den Teil der Opposition, der die Bedingungen für die Waffenruhe angenommen hat. Die syrische Armee agiert mit der Unterstützung unserer Luftwaffe gegen die Terroristen“ und zwar vom IS und Ğabha­tu_n-Nuṣra. (http://sptnkne.ws/bdQt, http://sptnkne.ws/bd2b)

Während der UN-Sitzung zum Thema „the situation in the Middle East” wiederholte der derzeitige Stellvertreter des UN-Gesandten [Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der ja sein Land bei der Genf-III-Konferenz vertritt], Botschaftsrat Munḏir Munḏir, am 19.4.2016 die Forderung nach umgehender Verurteilung der israelischen Okkupation der syrischen Golanhöhen (zum aktuellen Vorfall s.u.). Begründend setzte er hinzu: „We are expecting the secretariat general be consistent with the principles and objectives of the UN and consequently issue a clear condemnation in this regard, since not condemning it (this step) would send a wrong message to Israel that the UN turns a blind eye or support its illegal acts in the occupied Syrian Golan.”. Die Aktionen der israelischen Regierung auf dem Golan reflektierten „the reality of its disobedience of the International Law and disrespect of the UN resolutions ahead of them the Security Council’s resolution 497 which considers Israeli decision of imposing its laws, authorities and management over the occupied Syrian Golan as null, void and contradicts the international law.“ Zudem kündigte er an, die israelische Regierung werde sich wegen ihrer verschiedenen Rechtsbrüche noch verantworten müssen: „Israel would be accountable and legally charged for all the violations it com­mits in the occupied Syrian Golan whether regarding its settlement, racist policies, stealing Golan’s natural resources including oil and water, its support for the armed terrorist groups in the disengagement area or for the arbitrary detention of Syrians under occupation ahead of them freedom fighter Sedqqi al-Maqet, Bashira Mahmoud, Amal Abu Saleh and Iyad al-Jawhry together with other sound violations of the international law, Geneva accords and UN resolutions.“ Die Vereinten Nationen hätten eine historische, moralische und gesetzliche Verpflichtung gemäß früheren Resolutionen, die unrechtmäßigen israelischen Besetzungen arabischen Landes zu beenden wie einen unabhängigen souveränen palästinensischen Staat mit der gemeinsamen (!) Hauptstadt Jerusalem zu etablieren. (www.sana.sy/en/?p=74994) – Bemerkung: Letzteres sieht die Umsetzung des UN-Teilungsplans für Palästina vom 29.11.1947, der von der UN-Generalversammlung als Resolution 181 (II) angenommen wurde, auch hinsichtlich der arabischen Bevölkerung vor. Al-Quds (wörtlich: die Heilige, Verehrte, Geweihte) ist dabei die Bezeichnung allein für Ost-Jerusalem als geplanter palästinensischer Hauptstadt.

Auch die Arabische Liga (AL) verurteilte die Aussage des israelischen Ministerpräsidenten hinsichtlich der Beanspruchung der Golanhöhen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini wiederholte am Dienstag während einer Sitzung in Brüssel die EU-Position, wonach die Behauptungen Netanjahus  im Gegensatz zu den rechtlichen Realitäten stehen. – Seit dem Ende des sog. Sechstagekrieges im juni 1967 hält Israel 1200km2 auf den Golan­höhen besetzt, Syrien hält derzeit nur 510km2 unter staatlicher Kontrolle.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5734-eu_erkennt_golanh%C3%B6hen_offiziell_nicht_als_israelisches_gebiet_an) – Am Di., 19.4.2016, hatte das Kabinett während seiner wöchentlichen Sitzung unter Vorsitz von Premierminister al-Ḥalaqî das „provocative and illegal meeting in the occupied Syrian Golan by the Israeli occupation government“ verurteilt. (http://sana.sy/en/?p=75035)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74871 und http://www.sana.sy/?p=370856 (Beseitigung von IS-Konzentrationen in Ḥazwân, Bazâʽa, Qabâsîn und Ḥusâmiyya im NO wie von IS-Fortifikationen in ʽÂkû­la und al-Barîğ im Umland von Aleppo; im Stadtteil Saif ad-Dawla der Provinzhauptstadt Razzien gegen Schlupfnester von Ğabha­tu_n-Nuṣra mit Beseitigung einer Munitionslieferung bei Bayânûn und weiterer militärischer Ausrüstung. Eliminierung von Ğaiš al-Fataḥ-Trupps samt Equipment nach harten Gefechten in der Morgendämmerung am Rand der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ; Vereitelung von Angriffen auf die Militärposten bei Ḫirbat an-Nâqûs mit deutlichen Feindverlusten – dabei rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe mit immenser Sprengladung, am Steuer der Turkistani Abû Musʽab al-Ğazrawî, vor Erreichen des Ziels; hunderte an Söldnern für Ğabha­tu_n-Nuṣra,  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ṣuqûr aš-ŠâmĞund al-Aqṣâ, Failaq aš-Šâm, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğaiš as-Sunna und Ağnâd aš-Šâm seien zuletzt ungehindert über die türkische Grenze nach Syrien eingedrungen. Im Zusammenwriken mit Volkswehreinheiten Vereitelung von Angriffen auf Militärposten im N von al-Lâḏa­qiyya mit Beibringung erheblicher Verluste für die auch von der Muslimbruderschaft geförderten Terrorgruppen Ğabha­tu_n-Nuṣra, Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥil, Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdul-Ḥamîd. Erfolgreiche Abwehr von Ğabha­tu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf den Militärposten zur Sicherung von al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad. Eliminierung von IS-Trupps mitsamt vier hochgerüsteten Kampfwägen, einem Panzer, Schützenpanzer, Bulldozer und Artillerie im Gebiet von al-Ğafra im O von Dair az-Zaur).

Erneut kam es zur Konfiszierung einer großen Ladung Artillerie-Waffen, bestimmt für Terrorgruppen, im Umland von as-Suwaidâ´. (http://www.sana.sy/?p=370885)

Nach seinem Treffen mit der von Saudi-Arabien unterstützten ar-Riyâḍ-Gruppe in Genf vom Mo., 18.4.2016, teilte der UN-Gesandte für Syrien und Leiter der Gespräche Staffan de Mistura auf einer Pressekonferenz deren Beschluß mit, to suspend and postpone the official participation in the dialogue at the UN HQ“. Auch bestätigte er den neuerlichen Kampfaufruf durch eines der Mitglieder dieser Gruppe entgegen den Bestimmungen der syrischen Waffenruhe, die im Übrigen – von vorkommenden Verstößen abgesehen – sicher halte. Zur Provokation der Abhaltung einer israelischen Kabinettssitzung auf den völkerrechtswidrig von Israel besetzt gehaltenen Golanhöhen bemerkte er noch: „the two international resolutions No.242 and 497 are clear which con­sider annexing the Golan by “Israel” as null and void.“ (http://sana.sy/en/?p=74972)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden verurteilte das Außenministerium am 18.4.2016, auf das Strengste die Tatsache, daß die israelische Regierung unter Benjamin Netanyahu in provokativer Weise am syrischen Unabhängigkeitstag auf den von ihr seit 1967 entgegen den völkerrechtlichen Bestimmungen besetzt gehaltenen Golanhöhen eine Kabinettssitzung abhielt, und rief die UN wie den UN-Sicherheitsrat dazu auf, umgehend mit einer Verurteilung dieser unverantwortlichen Sitzung seinerseits zu intervenieren und forderte, daß sich ein solcher rücksichtsloser Akt niemals wiederholen dürfe. Die Vereinten Nationen hätten die Pflicht, die gegen diese Besetzung gerichteten Resolutionen der Generalversammlung wie des Sicherheitsrats der UN, insbesondere der Nr. 497 von 1981, durchzusetzen. In Zuwiderhandlung der UN-Resolutionen Nr. 242 und 338 (zu den jeweiligen Inhalten s. im Artikel selbst) zeige ein solches Verhalten, daß die israelische Politik keinerlei Respekt vor internationalen Gemeinschaft und deren Resolutionen habe. Zudem gälten laut erstgenannter Resolution die Vorschriften der Genfer Konven­tionen vom 12.8.1949 zum Schutz der Zivilbevölkerung im Kriegsfall, gegen die ebenfalls verstoßen werde.
Syrien nehme weiterhin seine Pflicht zum Counterterrorismus auch angesichts der Unterstützung der Terrorgruppen durch ausländische Staaten – insbesondere Israel, die Türkei und Saudi-Arabien – sehr ernst und werde nicht nachlassen, sich mit allen rechtlichen Mitteln für die Befreiung der von Israel besetzten Gebiete einzusetzen. In diesem Zusammenhang erging eine Grußadresse an die syrische Bevölkerung der Golanhöhen (die ihren Protest gegen die israelische Sitzung dort am 17.4.2016 deutlich zum Ausdruck gebracht hatte; vgl.u.!). – Benjamin Netanyahu hatte während der o.e. Sitzung verkündet, Israel werde die Besetzung der Golanhöhen nie aufgeben. (http://sana.sy/en/?p=74828).  Wörtlich sagte er: „After 50 years, the time has come for the international community to finally recognize that the Golan Heights will remain under Israel’s sovereignty permanently”. (http://www.presstv.ir/Detail/2016/04/17/461278/syria-golan-heights-mekdad-bibi/) – Zu den friedlichen Protesten der syrischen Bevölkerung auf dem Golan gegen die israelische Besatzung angesichts der israelischen Kabinettssitzung unter Benjamin Netanjahu samt Verlautbarungen s. http://sana.sy/en/?p=74828 (die Demonstranten führten syrische Flaggen und Konterfeis des Präsidenten mit sich).

Golan-Demonstrationen vom 17.4.2016, Bildquelle SANA

Golan-Demonstrationen vom 17.4.2016, Bildquelle SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Leiter der Regierungsdelegation bei den gegenwärtigen Genfer Gesprächen, teilte in einer Stellungnahme mit, er habe gegenüber dem UN-Gesandten de Mistura das Thema angeschnitten, das Syrien auch durch die UN-Resolutionen zugesprochene Recht auf die israelisch besetzt gehaltenen Golanhöhen hervorgehoben und deren Umsetzung mit Beendigung der israelischen Besatzung gefordert. Dabei habe er auch auf das dokumentierte Zusammenwirken israelischer Streitkräfte mit Gruppen des IS und von Ğabha­tu_n-Nuṣra im Gebiet der Entflechtungszone auf den Golanhöhen und die Vorfälle gegen die UNDOF-Truppe hingewiesen, die den UN seitens der Regierung unterbreitet worden seien. Empört zeigte sich der Delegationsleiter während der dem Treffen mit de Mistura folgenden Pressekonferenz über die wohl nicht zufällige Koinzidenz von Äußerungen einiger Mitglieder der von Saudi-Arabien unterstützten ar-Riyâḍ-Gruppe in Genf, welche während der Waffenruhe zu Angriffen auf Positionen der Armee in Syrien aufriefen (bestätigt durch de Mistura in: http://sana.sy/en/?p=74972). Offensichtlich würden die Grundsätze der Vereinten Nationen in Genf nicht umgesetzt, wenn sich in der besagten Gruppe ein Vertreter der mit al-Qaida affiliierten Terrorgruppe Ḥara­kat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya befinde, deren Muftî sich namentlich als Terrorist auf der entsprechenden UN-Liste wiederfinde, nämlich der Saudî ʽAbdullâh Muḥaisnî. In einer seiner fatâwa habe er dazu ermuntert, Menschen zu köpfen, deren Lebern zu essen und damit in Zeiten des Kannibalismus zurückzufallen.
Die Verhandlungen würden am Mittwoch um 11 Uhr weitergeführt. (http://sana.sy/?p=371016 vom 18.4.2016, s.a. http://sana.sy/?p=371016)

Wahlergebnis:
Eine Liste der ins Parlament gewählten Abgeordneten offeriert der langjährige RA und Journalist Ziad Fadel, aufgeschlüsselt nach Provinz, Religions- und Geschlechtszugehörigkeit (etliche Frauen und Christen vertreten). Daraus wird ersichtlich, daß sich im Parlament die gewachsene mosaikartige Struktur der syrischen Gesellschaft recht anschaulich widerspiegelt und die Mär, Syrien werde von einer sektiererischen Minorität regiert, ad absurdum geführt wird. Darauf weist auch der Autor des Artikels hin mit den Worten, die Wahl demonstriere „again the fact that Syria is a mul­tifaceted, mosaic society whose government reflects the character, texture, fabric and make-up of her population.“ (http://syrianperspective.com/2016/04/syrian-parliamentary-elections-complete-success-sunnis-dominate-seats-in-peoples-assembly-women-achieve-new-levels.html)
Laut Wahlkommission erangen alle 200 Kandidaten der Nationalen Einheitsliste, die sich aus der Baʽṯ-Partei (Dr. al-Assad) u.a. zusammensetzt, einen Sitz im Parlament. Damit kann sich der Präsident erneut auf eine satte Mehrheit in der Volksvertretung stützen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5584-syrien_assads_partei_gewinnt_parlamentswahlen)

Telegraphisch übermittelte der russische Präsident Putin Dr. al-Assad die besten Glückwünsche anläßlich des syrischen Unabhängigkeits- bzw. Nationalfeiertages wie seine besten Wünsche für den syrischen Präsidenten und die syrische Bevölkerung und versicherte nochmals die weitere Unterstützung seines Landes für Syrien im Counterterrorismus wie beim Erlangen einer politischen Lösung der Krise, die Syriens Souveränität, territoriale Integrität und Sicherheit gewährleiste. (http://sana.sy/en/?p=74941)

Syrien begeht am 17. April 2016 festlich den 70. Unabhängigkeitstag mit Befreiung von der französichen Kolonialherrschaft

Terroranschläge vom 17.4.2016:
In Aleppo töteten Scharfschützen im Stadtteil Ṣalâḥuddîn sechs Bürger, davon drei Kinder, und verletzten sechs weitere teils sehr schwer; in den Stadtteilen al-Ḥamdâniyya, Saif ad-Dawla und al-Akramiyya streckten sie zwei Personen nieder und verwundeten drei; im Stadtteil al-Iḏâʽa erlag eine Frau ihren Schußverletzungen, während im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd Raketen einen Menschen töteten und massive Sachschäden anrichteten. Im südlich gelegenen Dorf al-Waḍîḥî zerriß eine Landmine einen 15-Jährigen. Weitere Raketen trafen Passanten in den von Terroristen belagerten Städten Kafariyya und al-Fûʽa, ca. 10km nördlich von Idlib, und hinterließen einen Toten und vier Verwundete. (http://sana.sy/en/?p=74838) – Das Kabinett verurteilte die neuerlichen kriminellen terroristischen Attacken auf die Zivilbevölkerung im äußersten Maß in einer eigenen Erkärung. Schuldig machten sich daran ebenso die ausländischen Regierungen, welche jene Terrorgruppen nach wie vor unterstützten. Jeder am Blutvergießen Beteiligte sollte dafür zur Verantwortung gezogen werden. Den Angehörigen sprach die Regierung ihr tief empfundenes Beileid aus. (http://sana.sy/en/?p=74921)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74780 und http://www.sana.sy/?p=370466 (Eliminierung von befestigen Stellungen der Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich Ṣûrân, al-‘Uwaiğa, aš-Šuqaif und Ḍahrat ʽAbd Rabbihi im N von Aleppo u.a. mit Zerstörung eines Bulldozer für Schanzarbeiten und beträchlichen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; immer noch strömten viele Söldner von der Türkei her in das Gebiet, in dem die vom Erdogan-Regime und Saudi-Arabien unterstützte Terrorgruppe auch moderne hochentwickelte Waffensysteme erhält; Unterbrechung der IS-Versorgungsrouten bei Ḫanâṣir, ʽAṭšâna und Ğab al-ʽAlî im S der Provinz. Im äußersten NO des Rîf Dimašq trieben Armee- und Volkswehreinheiten IS-Trupps vom aṣ-Ṣafâ-Rastplatz im N von Abû aš-Šamât und verfolgten sie weiter; ein anderer Verband vernichtete IS-Trupps, die gen große syrische Wüste in Richtung Irak und Jordanien unterwegs waren, mitsamt ihrer Waffen etc.).

Nach einem fünftägigen Kampf zwischen Einheiten des IS und der Ğabha­tu_n-Nuṣra haben letztere die Kontrolle über das zum großen Teil von ihren Bewohnern verlassene bzw. evakuierte stadtteilähnliche „Lager“ palästinensischer Vertriebener in Yarmûk im SW von Damaskus an erstere am So., 17.4.2016, verloren. Darauf begann eine Militäroperation durch die palästinensischen Widerstandskräfte, unterstützt durch die Armee zur Vertreibung der Terroristen aus dem Stadtteil, von welchem aus sie ihre Angriffe auf andere Stadtbezirke und die Umgebung planen und starten. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950129000972)

Die – auch aus Vertretern von Terrorgruppen bestehende – ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe, genannt HNC (High Negotiations Committee, vgl.u.!), hat den jüngsten Plan des UN-Gesandten de Mistura, welcher den Verbleib des – allerdings weitgehende entmachteten – Dr. al-Assad im Präsidentenamt der Übergangsregierung vorgesehen hat, rundweg abgelehnt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5521-syrische_opposition_lehnt_un_plant_ab, s.a. http://sptnkne.ws/bdKv)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74678 und http://sana.sy/?p=370192 (Gezielte effektive Luftschläge auf die IS-Ausgangspunkte für die Angriffe auf die umliegenden Orte im NO von Damaskus bei Tal Dakwa und Bi´r al-Qaṣab mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. Desgleichen gegen IS-Stellungen in der Provinz Dair az-Zaur beim Tal Karûm nahe des Dair az-Zaur Militärflughafens, im Dorf al-Muraiʽiyya; dazu Razzien gegen IS-Schlupfnester in der Provinzhauptstadt in den Stadtteilen ar-Ra­šadiyya, al-ʽUrfî, al-Muraiʽiyya, Sûq al-Ḥubb und al-Kanâmât sowie im Industrieviertel mit Zerstörung derselben. Präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen auch in der Provinz Ḥomṣ im S- und O-Umland der Stadt Tadmur, bei der Straße zum Wâdî Abyaḍ-Damm, in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, im Bereich Ğab al-Ğarâḥ und Rasm al-Arnab. Beseitigung von Fortifikationen der Ğabha­tu_n-Nuṣra in Dârat ʽIzza ca. 30km im W Aleppos wie gegen IS-Transporter und -Ansammlungen bei Ḥumaima Kabîra, Rasm al-Kamâ, as-Sarbas und Šuwaîliḫ im O; in Aleppo Razzien gegen Affiliierte von Ğabha­tu_n-Nuṣra in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Luṭfî und aš-Šaiḫ Saʽîd wie im Bereich aš-Šuqaif. Eliminierung von IS-Trupps in al-Qaṣr wie Tal Ušaîhib im NO von as-Suwaidâ´).

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am 17.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden acht Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnet, sechs davon im Umland von al-Lâḏa­qiyya und zwei im Rîf Dimašq. Weiterhin würden etliche Militärposten in den Provinzen Aleppo, Idlib und Ḥamâ von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen angegriffen. Andererseits gingen die Rekonziliierungen erfolgreich weiter. (http://sana.sy/en/?p=74773)

Das Higher Judicial Committee for Elections hat am Abend des 16.4.2016 nach endgültiger Auszählung und Prüfung der abgegebenen Stimmzettel die Namen der 250 gewählten Abgeordneten bekanntgegeben. Zur Wahl berufen waren 8.834.994 Syrer, gewählt haben davon 5.085.444. (http://sana.sy/en/?p=74769)

Das Higher Judicial Committee for Elections informierte am 16.4.2016 in einer Erklärung darüber, daß der Prozeß der Zählung und Prüfung der gesammelten Wählerstimmen noch nicht abgeschlossen sei, jedoch akkurat und objektiv erfolge. Die Ergebnisse der Auszählung würden demnächst auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. (http://www.sana.sy/?p=370223)

Die ersten 115 vertrieben Familien der kürzlich aus der Besetzung der Terroristen befreiten Stadt Ḥur Binafsa (vgl.u.) im Umland von Ḥamâ können bereits wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. (http://www.sana.sy/?p=370209 vom 16.4.2016)

Terroranschlag vom 16.4.2016:
Infolge eines neuerlichen Raketenbeschusses auf das Wohngebiet al-Maîdân in Aleppo durch Terroristen, die sich im Stadtteil Bustân al-Bâšâ verschanzt hielten, kamen fünf Mitglieder einer Familie ums Leben, dazu entstanden große Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum, außerdem brach Feuer aus.
Von Scharfschützen mit Position in al-Lairamûn, welche wild auf Personen am aš-Šîḥân-Kreisverkehr feuerten, wurde eine Frau regelrecht durchlöchert. (http://sana.sy/en/?p=74684) – Aktualisierung: Zwei Tote und zwei Verletzte kamen noch hinzu im Stadtteil al-Ḫâlidiyya sowie zwei Verletzte im Stadtteil al-Aʽẓamaniyya – ein jedes Mal infolge Raketenbeschusses, wahrscheinlich seitens Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierten. (http://sana.sy/en/?p=74753)

Im Interview mit Russia Today legt ein Vater dar, wie er durch die – durch westliche Medien als „moderat“ gehandelte – FSA durch Kidnapping und schließlich den Mord an seinem erst vor kurzem geborenen Kind – das er wegen seiner Weigerung geköpft und zerstückelt in einer Plastiktüte zurückerhielt – gezwungen werden sollte, sich dieser Terrorgruppe (Belege s.u. bzw. ab Teil III) anzuschließen und mit ihr gegen die Armee zu kämpfen, deren Wehrpflichtiger er war. Zuvor waren Photos an ihn geschickt worden, die sein Baby und ein daneben liegendes Schwert bzw. eine geköpfte Puppe zeigten, um den psychischen Druck auf den Vater zu erhöhen. Als dann telefonisch eine weitere Drohung der FSA einging, sie werde sich seine älteren Kinder holen und mit ihnen in gleicher Weise verfahren, habe der Betroffene seine Familie früh morgens in ein Flüchlingslager in der Türkei geschickt und seither nicht wieder gesehen. Dies sei keineswegs ein Einzelfall, viele Betroffene  hätten ähnliches berichtet. Besonders bemerkenswert an der Aussage sei, daß der bezeugte Vorfall aus dem Jahr 2012 stamme, also lange vor der Zeit, als sich die FSA offiziell (!) anderen Terrorgruppen angeschlossen habe – bzw. der IS in seiner heute bekannten Form aufgetreten sei  – und von westlicher Seite als gemäßigte Opposition tituliert und als solche unterstützt wurde. Dies sollte auch hinsichtlich des von den USA wieder ins Spiel gebrachten „Plan B“ anstelle der politischen Lösung der Krise im Land bedacht werden, welche die Sendung von Spezialkräften zur Ausbildung „gemäßigter Oppositioneller“ für den Kampf gegen die Regierung vorsehe. (http://sana.sy/en/?p=74669, http://www.sana.sy/?p=370018) – Zu dem erwähnten, von der russischen Regierung abgelehnten, aber laut Wall Street Journal von der CIA ausgearbeiteten “Plan B“ vgl. http://sptnkne.ws/bb3h und   http://sptnkne.ws/bb6a sowie https://www.rt.com/news/339433-us-arm-syria-rebels/.

Beim Treffen mit der EU-Außen­beauftragten Federica Mogherini in Teheran kritisierte ʽAlî Šamḫânî, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, die weiterhin bestehende Unterstützung einiger europäischer Länder gegenüber den in Syrien aktiven Terrororganisationen als eine falsche Politik, welche die vielen Krisen in der Region verursacht habe. Dagegen sei sein Land aus auf Sicherheit und Stabilität in der Region. Zudem verurteilte er die willkürliche und völkerrechtswidrige israelische Besatzungspolitik u.a. in den palästinensischen Gebieten, die trotz etlicher entgegenstehender UN-Resolutionen nicht nur aufrechterhalten sondern mit weiterem Siedlungsbau noch ausgedehnt werde. Zudem rügte er den israelischen Besitz an Atom- und Massenvernichtungswaffen als Bedrohung der gesamten Region. (http://www.sana.sy/?p=370277, 16.4.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74643, http://sana.sy/?p=369799http://www.sana.sy/?p=369993  (Kontrolle über die al-Bâdiyya Zement AG (vgl.u., 7.4.2016) wie das Scientific Research Center im Gebiet Abû aš-Šamât im Rîf Dimašq im Zusammenwirken mit der Volkswehr wiederhergestellt, überlebende Terroristen fliegen vor der Verfolgung in Richtung der Wüste; anschließend Säuberung des Areals von angebrachten Sprengsätzen etc.. Erfolgreiche Razzia im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur gegen IS-Schlupfnester, dazu gezielte präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen im Bereich al-Ğafra im O der Provinzhauptstadt).

Die griechischen Streitkräfte sind in den Kampfmodus versetzt worden, nachdem seit Tagen türkische Kampfflieger griechische Inseln im NO der Ägäis überfolgen, was eine potentielle Bedrohung darstelle, gab der griechische Verteidigungsminister am 14.4.2016 bekannt. Gegenüber RIA No­vo­sti bemerkte er: „We are holding large exercises in order to be ready. Turkey has historically always tried to ex­port problems when it has domestic ones. We must be ready for that”. (http://sptnkne.ws/bbRf; s.a. http://www.veteranstoday.com/2016/04/14/greek-armed-forces-on-combat-alert-in-response-to-turkish-provocations/)

Der Leiter der Regierungsdelegstion bei der Genf-III-Konferenz, Dr. al-Ğaʽfarî äußerte auf einer Pressekonferenz nach dem Zusammentreffen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Freitagnachmittag über dasselbe, die Gespräche seien „constructive and useful” verlaufen. Zum Inhalt bemerkte er: „The delegation discussed with de Mistura the paper of basic principles on the political solution in Syria that he submitted on the last day of the previous round of talks” und ergänzte: „Today we submitted to de Mistura our amendments to his paper and requested that he study them and put them forth for other parties to review”. Demnach hatte die Regierungskoalition die Änderungsvorschläge der Regierung an den von de Mistura zum Ende der zweiten Runde übergebenen „basic principles on the political solution in Syria“ übermittelt. Diese würden über das Wochenende von de Misturas Stab eingesehen und auch den anderen involvierten Parteien weitergegeben. Am kommenden Mo., 18.4.2016, um 11 Uhr werde die Diskussion darüber geführt werden. (http://sana.sy/en/?p=74651,   http://www.sana.sy/?p=369823 & http://www.sana.sy/?p=369932)

Die Stimmenauszählung zur Parlamentswahl dauert noch an!

Inzwischen ist die Regierungsdelegation am Freitag-Nachmittag zur dritten Runden der innersyrischen Gespräche in Genf eingetroffen. (http://sana.sy/en/?p=74612) – Am Mi., 13.4.2016, war der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, bereits erneut mit der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe, genannt Hohes Verhandlungskomitee (HNC), das eben auch Terroristenvertreter beinhaltet (vgl.u.), zusammengekommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5326-syrien_friedensgespr%C3%A4che_in_genf_fortgesetzt)

Angesichts der vermehrten Fälle des Einsatzes von Giftgas durch Terrorgruppierungen gegen Zivilisten wie Armeeposten und der Nachweise, daß dieselben solche sogar herstellen, wies der russische Außenminister Sergei Lawrow während einer Pressekonferenz in Tokio wieder darauf hin, daß bislang – von reinen Beschuldigungen aus früherer Zeit abgesehen – niemand jemals Beweise für die Anwendung von Giftgas durch die Regierung habe vorlegen können.* (http://sptnkne.ws/bcwx) – *Zu den gegenteiligen Beweisen s.u. ab Teil I !

Gemäß Einschätzung von Weltbank-Chef Dr. Jim Yong Kim betragen die Kosten für den Wiederaufbau Syriens günstigstensfalls 150 und schlimmstenfalls 180 Milliarden US-$. Als Negativum komme noch der in letzter Zeit stark gefallene Ölpreis hinzu. Daher meinte der Präsident: „Ich bin darüber besorgt, dass es keine solche Hilfe geben wird, wie sie möglich gewesen wäre, als der Ölpreis noch 100 US-Dollar pro Barrel betragen hatte.“ (http://sptnkne.ws/bcqZ)

Terroranschlag vom 15.4.2016:
Immer noch beschießen Scharfschützen der besetzenden Terrorgruppen die Bewohner von al-Fûʽa (vgl.u.) im N von Idlib. Opfer der in Biniš verschanzte Schützen wurde diese Mal eine drei Monate altes Baby, das sehr schwere Verletzungen davon trug. Die betroffene Familie hat bereit ihr älteres Kind auf diese Weise verloren. (http://sana.sy/en/?p=74620)

Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin setzte sich am Do., 145.4.2016, im UN-Sicherheitsrat für die Schließung der türkisch-syrischen Grenze ein, um die weitere Einschleusung von Nachschub für die Terroristen aus der Türkei nach Syrien und umgekehrt die illegale Ausfuhr des in Syrien durch die Terroristen geraubten Öls und von Artefakten wirksam zu verhindern. Zudem riet er zu einem totalen Wirtschaftsembargo gegen den IS. (http://sana.sy/en/?p=74603) – Überdies plädierte der russische Außenminister Lawrow bei seinem Besuch in Tokio am Freitag in einer Pressekonferenz für die Abstellung von internationalen Beobachtern an dieser Grenze, „[to] stop the flow of terrorists and weapons from Turkey to Syria“. Auch er führte im Einzelnen aus: „There are ‘holes’ on the Turkish borders through which gunmen and weapons get into Syria,“ und umgekehrt bestehe „a flow of different contraband”. Zwar weise man schon geraumer Zeit auf dieses Problem hin, vor allem, da die Türkei ein NATO-Mitglied sei und sich die USA auch „betroffen“ (concerned) von den Fakten zeigten. Bis jetzt habe man noch auf die Einbringung einer entsprechenden Resolution verzichtet. Jedoch passiere nichts zur Verhinderung. Daher fügte er an: „we are pinpointing the issue, including in the United Nations, in the hope that Western allies will put pressure on Ankara and will get a concrete answer from it”. (http://sana.sy/en/?p=74631).

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verlautete am Do., 14.4.2016, daß gut 150 Terroristen beobachtet wurden wie sie an einem türkischen Armee-Checkpoint die Grenze nach Syrien überquerten und ins NO-Umland von al-Lâḏa­qiyya gebracht wurden. Zuletzt hatte Generall­eutnant  Rudskoi am 11.4.2016 (vgl.u.) auf die fortdauernde Unterstützung von Ğabhatu_n-Nuṣra seitens des türkischen AKP-Regimes hingewiesen. (http://sana.sy/en/?p=74606 vom 15.4.2016) – S.a. Zweiter Bericht des russischen Geheimdienstes über die aktuelle türkische Unterstützung für Daesh vom 14.4.2016 bei http://www.voltairenet.org/article191261.html .

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74551 und http://www.sana.sy/?p=369442 (Kontrolle über weite Gebiete im Areal Abû aš-Šamât mitsamt aller Anhöhen und der Steinbrüche [IS zuvor dort verschanzt!] im NO des Rîf Dimašq nach heftigen Gefechten mit IS-Trupps zurückerkämpft mit Beseitigung der IS-Fortifikationen und aufgerüsteten Kampfwägen und erheblichen Feindverlusten, anschließend Durchsuchen des Gebiets nach angebrachten Minen und Sprengfallen mit deren Entfernung und Entschärfung; Vollendung der Säuberung des Areals von befestigten IS-Schlupfwinkeln und – Ansammlungen durch gezielte SAAF-Einsätze im Bereich aḍ-Ḍumair [vgl.u. entführte Arbeiter] und beim Wärmekraftwerk Tišrîn, dazu Zerstörung des ISHauptquartier der Region Ḫân Abû aš-Šamât und al-Kasârât im NO von Damaskus. Eliminierung von IS-Stellungen im N und O von Tadmur im Rîf Ḥomṣ. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra im O-Um­land von Dair az-Zaur mit eklatanten Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Beseitigung von IS-Trupps in Rağm al-Dawla im NO von as-Suwaidâ´. Im Stadtbereich von Aleppo Razzien gegen Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet al-Lairamûn; im Umland effektives Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen bei al-ʽÎs und Kafar Nâhâ und IS-Verschanzungen bei Abû Ṭalṭal und al-Madiyûna und Ṣûrân im NO sowie in Rasm al-ʽAlam im O; Vereitelung eines IS-Angriffs auf Ḫanâṣir.).

Terroranschlag vom 14.4.2016:
Wieder gab es Opfer, hauptsächlich Frauen und Kinder, durch Raketenbeschuß in Aleppos Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd zu beklagen, nämlich einen Toten und vier Verletzte, dazu erhebliche Beschädigungen. Bei den Tätern dürfte es sich wieder um Affiliierte von Ğab­hatu-n-Nuṣra oder deren Anhänger selbst handeln. (http://sana.sy/en/?p=74563)

Gemäß Verlautbarung des Higher Judicial Committee for Elections endete die Wahl um Mitternacht in allen Wahllokalen. Unter Überwachung der Subkomitees des HJCE fänden nun die Stimm-Auszählungen statt. (http://sana.sy/en/?p=74517) – Allein in Aleppo kam es zu in vier Wahllokalen (Nr.70, 79, 251 und 254) zu Unregelmäßigkeiten, die geahndet würden; die entsprechenden abgebrochenen Vorgänge [Wahlwiederholung] würden am Donnerstag vormittag ab 7 Uhr wiederholt werden. (http://sana.sy/en/?p=74517) – Im Sheraton Hotel in Damaskus war zuvor ein Medienzentrum für internationale Wahlberichterstatter eingerichtet worden. (http://sana.sy/?p=367735, http://www.sana.sy/?p=368334)

Wegen übergroßen Wählerandrangs (vgl. Präsidentschaftswahlen 2012!) muß nach Entscheidung und Ankündigung des Higher Judicial Committee for Elections die vorgegebene Öffnungszeit der über 7.300 Wahllokale, die von 7 Uhr morgens bis abends dauern sollte, um weitere 5 Stunden bis Mitternacht verlängert werden.  Wie der Vorsitzende Richter aš-Šaʽâr mitteilte, liefen die Wahlen bislang ohne Probleme, Beschwerden oder Störungen ab. (http://sana.sy/en/?p=74263)

Übergroßer Andrang zur Wahl, Bildquelle SANA

Übergroßer Andrang zur Wahl, Bildquelle SANA

(Turnusmäßige) Parlamentswahl am 13.4.2016
mit mehr Partei-Kandidaten denn je (über 3.500 aus jeder Provinz bewerben sich für 250 Sitze, s. http://sana.sy/en/?p=74253)
Großer Wählerandrang (http://sana.sy/en/?p=74263)
Haltung von Präsident Dr. al-Assad dazu im jüngsten Interview,Teil II, wie zur notwendigen Unterstützung aus der Bevölkerung in Teil III.

Bemerkung: Daß Wahlen nur in einem von einer Regierung kontrollierten Gebiet – aufgrund ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Bürger – überhaupt durchführbar sind, sollte evident sein und nicht durch die Mainstreammedien in bewußt (?) pejorativer „Bericht“erstattung vor der Fortführung der Genfer Gespäche zum Vorwurf gemacht werden. Außerdem gibt SputnikNews die Information: „An der Abstimmung sollen unter anderem Vertreter der vom IS (Daesh) und von der Front an-Nusra kontrollierten Territorien des Landes teilnehmen. Diese Politiker werden die Interessen der Zivilisten vertreten, die in den okkupierten Gebieten verblieben sind bzw. ihre Häuser dort verlassen mussten.“ (http://sptnkne.ws/bbhU). Ähnlich verhält es sich mit der süffisanten Bemerkung, gewinnen werde sowieso al-Assad bzw. dessen Baʽṯ-Partei: daß über lange Zeiträume gewisse Parteien in gewissen Ländern bevorzugt gewählt werden, ist eine Binsenwahrheit, z.B. in Bayern die CSU (besonders unter F. J. Strauß) oder in bestimmten US-Bundesstaaten entweder die Republikaner (z.B. Texas) oder die Demokraten (im NO der USA).

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74435 und http://www.sana.sy/?p=368317 (Eliminierung eines Kommandozentrums für Führer von Ğab­hatu-n-Nuṣra im Bereich al-Ḥamâdîn  im Bezirk Darʽâ al-Ma­ḥaṭṭa im Südteil der Provinzhauptstadt Darʽâ mit allen darin befindlichen Terroristen sowie von weiteren Stellungen durch direkte Treffer, unter den Getöteten die Anführer Sufyân Muʽawiya al-ʽAbisî, Aḥmad Muʽawiya al-ʽAbisî und Sâmir Aḥ­mad aṭ-Ṭaʽâna. Beseitigung von Schlupfnestern und Ansammlungen von IS und Ğab­hatu-n-Nuṣrawelche weiterhin vom Erdogan-Regime Söldner- und Waffennachschub erhielten – in akkuraten SAAF-Einsätzen im Umland von Aleppo bei Bânaṣ, Tala Ḥadiya, Talat al-ʽÎs und dem ICARDA-Areal, bei Ṣûrân N nahe der Grenze zur Türkei, bei der Luftwaffenakademie (IS), al-ʽArîma und Aʽbad, Dair Ḥâfir und al-Bâb im O und einer Menge getöteter Terroristen der genannten Organisation im S; erfolgreiche Razzien auch in Aleppo in den Stadtteilen: ar-Râšidîn 1 und 4 sowie Banî Zaid mit Zerstörung der Ausrüstung. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen bei al-Bârada nahe al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ. Desgleichen im N und NW von amâ gegen die saudisch und türkischerseits unterstützten Ğaiš al-FataḥTrupps wie die von Affiliierten von Ğab­hatu-n-Nuṣra in Kafar Nabûda und ʽAṭšân mit schweren Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung).

Die Restaurierung des Nationalmuseums in Palmyra (Stadt Tadmur) startet bereits mit Hilfe syrischer und polnischer Experten. (http://sana.sy/en/?p=74230)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74164 und http://sana.sy/?p=367680 (Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Trupps samt aufgerüsteten Kampfwägen im Bereich Dair Ḥâfir, ʽUraima und al-Bâb im O, Maskana im SO, Tal Šaʽîr und ʽUwaiğal im fernsten NO von Aleppo; in der Provinzhauptstadt selbst erfolgreiche Razzien gegen Schlupfnester von Affiliierten von Ğabhatu-n-Nuṣra in den Stadtteilen al-Marğa, Karm aṭ-Ṭaḥân, Qâî ʽAskar, Buʽaidîn und Karm al-Qâṭarğî mit Zerstörung von Artillerie und etlichen Abschußanlagen für Mörsergranaten. Vergleichbare SAAF-Einsätze auch gegen befestigte Stellungen von Ğund al-Aqṣâ beim Taftanâz Airport und Sarâqib, 33km in SO von Idlib mit hohen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Desgleichen in der Provinz Ḥamâ gegen Ansammlungen und Konvois von Affiliierten von Ğaiš al-Fataḥ im Bereich al-ʽAnkâwî, Kafar Nabûda, Qulaîdîn, ʽÂbdîn, Tal Wâṣit, Tal Ğazûm, al-Qâhira, al-Manṣûra und al-Mušaik im NW, gegen Ğaiš an-Naṣr und Ḥara­kat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Kafar Nabûda wie zwischen al-Ğîsât und Kafar Zaitâ, dazu gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, Failaq aš-Šâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in der Umgebung von Kafar Zaitâ; Eliminierung von IS-Mannschaften mitsamt Bulldozer und Schützenpanzer (BMP) in al-Manṣûra und eines ISÖltankers im Ost-Umland im Wâdî al-ʽAzîb. Beseitigung von befestigten Positionen von IS und Ğab­hatu-n-Nuṣra durch gezielte Luftschläge im O von Ḥomṣ bei Tair Maʽla, Talbîsa, Dair Fûl, ʽIzzaddîn, Umm Šaršûḥ und dem Ğazal Ölfeld wie im N und O von Tadmur und nahe Umm Qubaiba und al-Bârada. Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğab­hatu-n-Nuṣra gegen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Maḥaṭṭa (Bahnhofsviertel!) und des Stadtteils al-Ḥamâdîn mit Zerstörung von deren Positionen samt Equipment und Beseitigung von Ğab­hatu-n-Nuṣra-Trupps in Tal aš-Šaiḫ Ḥussain und Tulûl Ḫulaif in der Provinz Darʽâ).

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 12.4.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße gegen die Waffenruhe im N von al-Lâḏa­qiyya.Groups of the so-called Ahrar al-Cham continued their attacks on 4 towns through rocket and mortar shells, leaving three civilians killed and injuring 2 others”, hieß es in der Verlautbarung. (http://sana.sy/en/?p=74257)

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa verurteilte am Di., 12.4.2016, auf das Schärfste die Verwendung von Chlorgas durch die Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm gegen Zivilisten in Aleppo (vgl.u.). Zudem bedaure Rußland sehr, daß der sog. Westen im UN-Sicherheitsrat darauf nicht reagiere. Sie äußerte: „Actually, militants from various radical groups only in 2016 used toxic substances several times as chemical weapons in Syria and Iraq. Now the Jaish al-Islam group has used chlorine in Aleppo, and it seems they aren’t even hiding this. Obviously we strongly condemn the use of chemical substances for military purposes whoever it is, including non-government subjects”. Auch bewiesen diese Vorfälle im Nachhinein erneut, daß nicht die syrische Regierung Giftgas verwende, wie sie früher vielfach – zu Unrechtbeschuldigt worden war. Daher setzte sie hinzu: „The use of chlorine by Jaish al-Islam militants in Aleppo once again confirms what we’ve said numerous times that the blaming of Damascus and publications in the Western media of cases of using chlorine for military purposes, including against civilians, is actually the work of terrorist groups”. Im Anschluß daran erging ein Aufruf an den UN-Sicherheitsrat, sich der Sache entsprechend anzunehmen: „We regularly bring attention to this and put the question forward on the need for the UN Security Council to react to cases of chemical attacks by terrorists, in particular through amendments in the anti-terrorist goals mandate of the Joint Mechanism of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons in the investigations of incidents using chemical weapons in Syria that was specially created in accordance with UN Security Council Resolution 2235”. Rußland bestürze der Widerstand westlicher Länder, welche „obviously don’t want to attract attention to this mechanism against Damascus’s alleged guilt in such instances by the official Syrian authorities.” (http://sana.sy/?p=367553)

Der Vizepremierminister für soziale Angelegenheiten, Umar Ġalâ­wanğî, gab beim Treffen mit der Delegation unter IOM-Generaldirektor William Lacy Swing am 11.4.2016 neben anderem bekannt, daß es der Regierung durch Wiederherstellung der Infrastruktur und sozialen Serviceeinrichtungen bereits gelungen sei, 1,7 Millionen Syrer nach Befreiung der entsprechenden Orte in Syrien durch die Armee wieder in ihre Heimat zurückzuführen. Näheres dazu wie auch über die vielen Übergangsunterbringungen für die syrischen Flüchtlinge mit Grundversorgung im Inland, die Wiederaufbauprojekte und massiven Geldleistungen der Regierung für die bedrüftig Gewordenen   bei: http://sana.sy/en/?p=74121 bzw. http://sana.sy/?p=367272. – Bemerkung: IOM = International Organization for Migration.

Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, versicherte am Mo., 11.4.2016, Reportern gegenüber, daß die syrische Armee, Luftwaffe wie Artillerie gegen die Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten und Orte im im SW von Aleppo wie die Wohngebiet dieser Provinzhauptstadt präzise unter Schonung der Bürger und Vermeidung der Beschädigung der Infrastruktur und Wohngebäude vorgehe. Dabei habe sie mehr als 250 Terroristen dieser Organisation getötet, viele verletzt und zwei ihrer Panzer wie anderes militärisches Equipment im Gefecht mit dem Feind zerstört. Die Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Aleppo hätten in den letzten Wochen schon 82 Bürger getötet und 266 weitere verletzt.
Andererseits wachse aber die Zahl derer, die sich dem Rekonziliierungsprozeß unterzögen, weiter an wie auch die jener, die sich der Vereinbarung zur Waffenruhe anschlössen. (http://sana.sy/en/?p=74146)

Am Mo., 11.4.2016, machte der Chefs der Operativen Hauptabteilung des Generalstabs der russischen Armee Generall­eutnant Sergei Rudskoi folgende Ankündigung: „Nach den uns vorliegenden Informationen, haben etwa 8.000 Terroristen der al-Nusra-Front südwestlich und noch etwa 1.000 Terroristen nördlich von Aleppo Stellung bezogen“ und ergänzte: „Sie planen eine groß angelegte Offensive, um eine Verkehrsstraße zwischen Aleppo und Damaskus zu kappen.“ Die syrische Regierung plane keinen Angriff, versuche jedoch, eine Besetzung Nordsyriens durch die Terroristen zu verhindern. Dazu bemerkte der Generalleutnant: „Etwa 8.000 Mann bezogen Stellung südwestlich und noch etwa 1.000 Terroristen nördlich von Aleppo. Jetzt kommt es darauf an, die Offensive von Dschebhat an-Nusra zum Scheitern zu bringen. Sollte die Terrormiliz die Straße Aleppo-Damaskus abschneiden, könnten nördliche Gebiete Syriens wieder blockiert werden. Deshalb wird (noch) keine Operation der syrischen Regierungstruppen und der russischen Luftwaffe zur Befreiung Aleppos geplant.“. Derweil gingen die provokativen terroristischen Aktionen gegen Orte im Umland Aleppos weiter. Der Kreml habe zu dem die US-Administration aufgefordert, eine Ansammlung von Terroristen nahe Aleppo zu verhindern. (http://sptnkne.ws/baRh, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5173-russland_10.000_terroristen_planen_angriff_auf_aleppo) – Bei SANA hieß es dazu aus dem Mund von s. Rudskoi noch, das türkische Regime unterstütze weiterhin Ğabhatu_n-Nuṣra und seine Affiliierten und statte sie mit Waffen und Terroristennachschub aus. Wörtlich wurde zitiert: „Although an advance has been achieved in the cessation of hostilities, the Turkish side still sends weapons and gunmen to groups affiliated to Jabhat al-Nusra”. und setzte hinzu: „Two armed groups inclu­ding more than 100 members arrived in Handarat camp, north of Aleppo, along with a tank and 22 Four-wheel cars loaded with machine guns, while nearly 200 gunmen have arrived in Tal Hadyah town in Aleppo northern countryside”.

Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow bemerkte noch in einem Interview mit Russia Today TV, trotz Teilabzugs des russischen Militärs verbleibe die Verpflichtung, den Terrorismus in Syrien auszulöschen zu helfen. Wörtlich sagte er: „The Russian military operation has given a lot of outcomes, mainly dea­ling a blow to terrorism, eliminating a large number of terrorists and removing much of the caches”. Die Befreiung von Tadmur mit der antiken Stadt Palmyra bezeichnete er als „an important turning point” im Kampf gegen den Terrorismus. (http://sana.sy/en/?p=74142)

Wie schon von Präsident Dr. al-Assad in seinem jüngsten Interview (gegenüber Ria Novosti, Teil II) mitgeteilt hat, kommt die Meldung türkischen Artilleriebeschusses syrischen Territoriums im Norden durch das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm zeitgleich mit den Operationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in diesem Gebiet (vgl.o.) nicht unerwartet. (http://sptnkne.ws/baW7) – S.a. Extremisten-Miliz an-Nusra holt Hilfe von Türkei.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74077 und http://www.sana.sy/?p=367050 (Eliminierung von IS-Trupps in Ḫân Abû aš-Šamât und al-Kasârât im O von Rîf Dimašq mitsamt deren militärischer Ausrüstung, in effektiven akkuraten Luftschlägen. Desgleichen in der Provinz Ḥomṣ mit Zerstörung einer Kommandozentrale von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla, 7km im N der Provinzhauptstadt, wo auch die vom wahhâbitischen Saudi-Arabien unterstützte Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihr Unwesen treibt.  Vereitelung eines Angriffsversuchs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, 55km im NO von al-Lâḏa­qiyya auf die Militärcheckpoints im Gebiet Kansabâ in Richtung auf Abû ʽAlî und die Bergkette von al-Qâmûʽ im Zusammenwirken mit der Volkswehr mit Beseitigung der meisten Kämpfer samt deren aufgerüsteten Fahrzeugen und Waffen, überlebende Feinde wurden bis zur Grenze mit der Türkei verfolgt.)

Terroranschläge vom 11.4.2016:
Bei der Detonation von Sprengsätzen, den Terroristen an einem Strommasten angebracht hatten, wurden zwei Bürger in Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka verletzt, wobei geringerer Sachschaden entstand. (http://sana.sy/en/?p=74085)
Weiteren Anschlägen via Mörsergranaten auf Wohngebiete von Darʽâ-Stadt (beim Flughafen Stadtteil as-Saḥârî) fielen weiter sechs Personen teils schwer verletzt verletzt zum Opfer.
Ergänzung: Enorme Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum richtete der Raketenbeschuß gegen Stadtteile von an-Nizha, Karm al-Lûz and al-Arman in Ḥomṣ an. Die Einschläge trafen die Hauptstraße zwischen Karm al-Louz und al-ʽAdawiyya, die Umgebung der al-Buḥturî-Schule (in an-Nizha, vgl.u.) wie der Šahîd Muḥsan ʽAbbâs-Schule und den alten Kreisverkehr in al-Arman. Später trafen noch Mörsergranaten die Mädchenschule im az-Zahrâ-Stadtteil und verletzten acht schülerinnen bei entsprechenden Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=367110)
Der Abgeordnete der oppositionellen türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP, vgl.u.), Ilhan Jehankir, legte heute ein Memorandum vor, wonach sich der türkische Innenminister Efkan Ala vor dem Parlament zu verantworten habe wegen der vom IS in Syrien geraubten und in Gaziantep (vgl.u.) wie in anderen türkischen Städten, z.B. Izmir, Mersin und Antalya verkauften Artefakte. (http://www.sana.sy/?p=367207 vom 11.4.2016)

Terroranschläge vom 10.4.2016: 
Und wieder kam es zu Anschlägen mittels Raketen und Mörsergranaten auf Stadtteile von Aleppo. Die Treffer im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd hinterließen am Sonntag einen toten und vier Verletzte. Attackiert wurden ebenfalls mit erheblichen Sachschäden das Gebäude der Kommunalverwaltung (Municipal Palace, al-Qaṣr al-Baladî), eine Privatschule Iskanderûn und mehrere Häuser im Gebiet von al-Ğamîliyya mit einem verletzten Kind, die ar-Raḥmân-Moschee im Stadtteil as-Sabîl und die Wohngebiete von al-Maîdân, al-Farânsîkân und Mûġâmbû, nahe der Schulen Raḥmû al-Ḥaṭṭâb und Aḥmad as-Saʽîd. (http://sana.sy/en/?p=74036, http://www.sana.sy/?p=366752)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74016 und http://sana.sy/?p=366778 (Beseitigung von Schlupfnestern von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen von Aleppo namens Karm al-Ğazmâtî, as-Sakan aš-Šabâbî und Banî Zaid wie von Affiliierten dieser Terrorgruppe samt Unterbrechung von deren Nachschubrouten beim Ḥandarât Camp und den Šu­qaif -Farmen in the N der Provinzhauptstadt, dazu Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen zusammen mit unterstützenden Kampfgruppen bei Ḫân Ṭûmân, al-ʽÎs und al-Bawâbiyya im S und Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten mit Panzer, gepanzerten aufgerüsteten Fahrzeugen und Bulldozer auf Zaitân und az-Zarba sowie eines Ğabhatu_n-NuṣraTrupps mit Panzer, Schützenpanzer, einer Menge Explosivstoffen auf SAA-Stellungen beim Dorf Barna; desweiteren dem IS heftige Verluste beigebracht bei ʽArân und Barâhîn im Ost-Umland. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Ansammlungen im SW von Tadmur bei Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî in der Provinz Ḥomṣ mit Zerstörung von deren Waffendepots samt Entdeckung des IS-Depots mit geraubten Artefakten aus Palmyra. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten auf Militärposten zum Schutz des Stadtrands von Darʽâ beim Stadtteil al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad unter heftigen Feindverlusten inklusive eines als Schutzschild und zu Fortifikationszwecken dienenden Bulldozers. Weitere Vereitelung eines Terroristenangriffs auf Militärposten zum Schutz des Gebiets von al-Ğâkûra in der al-Ġâb-Ebene im Rîf Ḥamâ mit Eliminierung von deren Maschinengewehren, aufgerüsteten Fahrzeugen, Raketenwerfern und zwei Autobomben; einem Ğabhatu_n-NuṣraTrupp eine heftige Niederlage beigebracht bei az-Zaġba und Qaṣr Abû Samra im NO.).

Für die vergangenen 24 Stunden machte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am So., 10.4.2016, fünf Verstöße gegen die Waffenruhe aus im Hinterland von al-Lâḏaqiyya und Ḥamâ, Für die vergangenen 24 Stunden machte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am So., 10.4.2016, fünf Verstöße gegen die Waffenruhe aus im Hinterland von al-Lâḏaqiyya und Ḥamâ, wobei Affiliierte von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya weiterhin Armeeposten zum Schutz der Orte Sandrân, al-Karmal und ʽAin al-Qanṭara (Rîf al-Lâḏaqiyya, infolge des Beschusses mit Maschinengewehren und Mörsergranaten zwei verletzte Bürger) angriffen sowie die sog. FSA (!) das Dorf Ḫirbat al-ʽArûs angriff (Rîf Ḥamâ mit einem Toten und einer schwer Verletzten). Mehr als 350 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra hätten sich derweil im NW von Aleppo beim Ḥandarât Camp und al-Lairamûn angesammelt mit Schützenpanzern, 13 schwer bewaffneten SUVs mit aufmontierten Geschätzen.  Zudem seien an humanitären Hilfsgütern vier Tonnen nach an-Nâṣiriy­ya im Rîf Di­mašq und 2,5 Tonnen Nahrungsmittel nach Turaidam und Rayân im Rîf Aleppo geliefert worden. (http://sana.sy/en/?p=74066, http://www.sana.sy/?p=366881)

Vom IS geraubte Reliefstele aus dem Nationalmuseum von Tadmur wurde unter einem Haus im al-Maʽâlif Areal der Oasenstadt verbuddelt wiedergefunden und dem DGAM (Directorate-General for Antiquities and Museums) übergeben. (http://sana.sy/en/?p=74000 vom 9.4.2016)

Der DGAM Generaldirektor Dr. Ma´mûn ʽAbdulkarîm unternahm mit weiteren 30 Archäologen und Architekten eine Inspektionsbegehung des antiken Terrains in Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur. Ihnen lagen neue Aufnahmen der vom IS angerichteten Schäden durch Drohnen vor. Dadurch konnte festgestellt werden, daß genügend Material vor Ort sei, um die Wiederherstellungs- und Restaurierungsarbeiten der mutwillig beschädigten Baudenkmäler und Statuen ohne Neukonstruktionen durchführen zu können. Das DGAM sei bestrebt, die Kulturstätte wieder in alter Pracht erstehen zu lassen. (http://sana.sy/en/?p=73997 vom 9.4.2016)

Terroranschläge vom 9.4.2016:
Die Detonation einer Landmine, ausgelegt von einer mit dem IS verbundenen Gruppe im Dorf Darb Ḥassan an der Verwaltungsgrenze der Provinzen Aleppo und ar-Raqqa, hinterliße sechs getötete Kinder und mehrere Verletzte.
In Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq ihr Unwesen treibende Terroristen beschossen wieder einmal das Polizei-Hospital in Ḥarastâ, erzielten damit jedoch zum Glück „nur“ Gebäudeschäden.(http://sana.sy/en/?p=73965)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73959 und http://www.sana.sy/?p=366217 (Fortführung der Razzien auf die bewaffneten Gruppen, die nach Beteiligung an der Waffenruhe als „gemäßigte Opposition“ zur Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten übergewechselt sind und ständig Provokationen zur Unterminierung der Waffenruhe begehen in und um Aleppo gegen deren Schlupfwinkel nahe Ḫân Ṭûmân, al-ʽÎs und Muwaili mit Zerstörung von befestigten Sammelpunkten mitsamt Waffen und Munition; Desgleichen beim andarât Camp, Ḍahrat ʽAbd Rabbihi im N der Provinzhauptstadt sowie in derselben im Stadtteil Banî Zaid und dem Areal des Youth Housing Project mit Beseitigung etlicher Abschußanlagen für Mörsergranaten; im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd warfen Kurdish Protection Units einen Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten zurück; zudem Eliminierung von IS-Stellungen samt aufgerüsteten Kampffahrzeugen in ʽArân und Rasm al-Ḫamîs Ġarbî im O von Aleppo.).

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am Sa., 9.4.2016, vier Verstöße gegen die Waffenruhe für die vergangenen 24 Stunden,zwar in den Provinzen al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ und Ḥomṣ. Zudem bestätigt Generalmajor Igor Konaschenkow den verheerenden Anschlag auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo vom 7.4.2016 (vgl.u.).
Sergei Koschelew, Chef des Foreign Military Cooperation Directorate des Verteidigungsministeriums, daß sich seine Regierung mit der der USA auf ein Dokument geeinigt habe, welches den Umgang mit bewaffneten Gruppen festlege, die die Vereinbarung zur Waffenruhe verletzten.
http://sana.sy/en/?p=74012)

Die besondere Perfidie des IS, der bekanntermaßen auf der Flucht noch vor dem Vordringen der Armee flächig Mengen an Minen und Sprengsätzen auf Straßen und an bzw. in privaten wie öffentlichen Gebäuden anbringt, zeigt sich im Bericht eines russischen Pioniers gegenüber LifeNews bei der unterstützenden Minenräumung in Tadmur: „In Wohnhäusern, die wir nach Sprengstoffen untersucht haben, wurden gefährliche Funde gemacht. Die lebensgefährlichen Anlagen wurden in Stromzählern aufgespürt. Beim Anschalten eines Lichtschalters sollte es zur Explosion kommen. Wir haben diese Anlagen weggeräumt und werden sie vernichten“.
Derweil äußerten sich die vor Ort diese Tätigkeit beobachtenden Journalisten aus vielen Ländern positiv über die russische Haltung gegenüber den Medien: „Alles läuft sehr vernünftig. Es werden immer unterschiedliche Routen angeboten, damit sich die Journalisten ein vollständiges Bild … machen können.“ N24-Korrespondent Christoph Wanner bemerkte: „Keiner zwingt uns, das zu sagen, was jemand zu hören kriegen will. Wir zeigen alles, wie wir es sehen.“ Ein italienischer Kollege äußerte: „Das stört wahrscheinlich einige Regierungen. Das ist ein starker Schlag gegen ihre Propaganda über den Krieg in Syrien. Und die Tatsache, dass wir zeigen, wie ihre Pio­niere hier arbeiten und Palmyra retten, ist ein gutes Beispiel dafür, was hätte zusammen gemacht werden können, aber nicht getan wurde“. (http://sptnkne.ws/aZPz vom 8.4.2016)

Entgegen einer ReutersMeldung, die angeblich auf Informationen durch die Syrische Armee basieren sollen und wonach der IS 175 der entführten Arbeiter der Zementfabrik (vgl.u.) liquidiert haben soll (vgl. http://sptnkne.ws/aZD3), versicherte das Oberste Heereskommando, daß keine derartige Information von der Armee gegeben wurde. Bislang sei noch kein Kontakt zu den Kidnappern hergestellt, verlautete aus dem Industrieministerium. (http://www.sana.sy/?p=365900)

Nach Aussage eines behandelnden Arztes der Roter Halbmond-Klinik in Aleppo sowie eines Sprechers der sy­ri­schen Kurden und Angehöriger der die Armee unterstützenden Ḥizbullâh litten mehrere Bewohner und YPG-Kämpfer nach den Beschüssen des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd (vgl.u.) an Vergiftungserscheinungen und seien teils in kritischem Zustand. „Die Opfer, die ins Krankenhaus gebracht wurden, leiden an Krämpfen und Konvulsionen infolge von Vergiftungen durch Gase wie Chlor, die überall auf der Welt verboten sind“, so der Arzt. In einer Mitteilung hatte die Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm früher bereits den Einsatz von verbotenen Chemiewaffen in Aleppo zugegeben. (http://sptnkne.ws/aZBa vom 8.4.2016) – Zur Rolle der AKP-geführten Türkei bei den Giftgas-Agriffen s.a. Aleppo district shelled with chemical gas by Saudi-Turkey supported gangs of Jaysh al-Islam, FSA und The paradox of the terrorist gangs [supported by Saudi-Turkish regimes…supported by USA] that used chem. weapons in Syria, but have delegates at UN peace talks ~ [Reports and Videos] sowie http://www.voltairenet.org/article191188.html vom 11.4.2016.

Ein Angehöriger der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) teilte Sputnik gegenüber einen neuen völkerrechtswidrigen militärischen Akt seitens der Türkei gegenüber Syrien mit: „Die Türkei hat 100 Soldaten einer Spezialeinheit über den Grenzübergang Bab al-Hawa in der Provinz Idlib in syrisches Gebiet eindringen lassen“.
Die russische Regierung hatte schon früher (vgl.u.) die von Erdoğan AKP geführte türkische Regierung der Beihilfe zum Terrorismus angeklagt und Belege dazu vor den UN-Sicherheitsrat gebracht. Präsident Dr. al-Assad hatte seinerseits im Interview mit Ria Novosti erklärt, Staatschef Erdoğan unter­stütze die Terroristen direkt, erlaube ihnen, auf türkisches Territorium hinüberzuwechseln und auch Manöver unter Einsatz von Panzern durchzuführen. Demnach verlaufe der politische Prozeß in Syrien „vor dem Hinter­grund eines Bodeneinsatzes im Land, eines möglicherweise nicht erklärten“. (http://sptnkne.ws/aZJE) – Zur türksichen Stadt Gaziantep als Handelszentrum für vom IS in Syrien und dem Irak erbeutete Artefakte vgl.u.

Am Fr., 8.4.2016 meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden verzeichnete vier Verstöße gegen die Waffenruhe. Auf einer Pressekonferenz im kürzlich befreiten al-Qaryatain (s.u.) gab Generalmajor Konaschenkow zwei Verstöße im Umland von al-Lâḏa­qiyya sowie je einen in den Provinzen Ḥomṣ und Ḥamâ bekannt und fügte hinzu: „More than 1200 terrorists from ,Jabhat al-Nusr’” are in the north side of Aleppo city and have 10 tanks and about 30 four-wheel drive vehicles equipped with heavy machineguns which indicate their preparation to conduct terrorist attacks in Aleppo.” [vgl.u.] Dem trotzdem nach wie vor bestehenden Abkommen zur Einstellung der Kämpfe seien bislang 50 bewaffnete Gruppen beigetreten. Auch die von russischer Seite unterstützten Rekonziliationsbemühungen schritten weiter voran. (http://sana.sy/en/?p=73947)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73857 und http://www.sana.sy/?p=365861 (Razzien gegen Terroristennester im S der Provinzhauptstadt Aleppo in Reaktion auf die jüngsten Vergehen gegen die Waffenruhe mit Zerstörung derselben in Ḫân Ṭûmân und al-ʽÎs unter heftigen Feindverlusten wie auch in ʽArân und Rasm al-Ḫamîs Ġarbî im Ostumland; in Aleppo-Stadt Beseitigung von Verstecken von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. im Stadtteil ar-Râšidîn 5 und eines Truppentransporters mit sämtlichen Insassen in Ḍahrat ʽAbd Rabbihi. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen den Bahnhofsbezirk sichernden Militärposten im gleichnamigen Areal Darʽa al-Maḥaṭṭa.  Erfolgreicher Angriff gegen einen IS-Konvoi in al-Qaṣr im NO as-Suwaidâ´ wie gegen IS-Trupps im N von Tal Ušaihib aš-Šamâlî unter erheblichen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung wie sieben Fahrzeugen.  Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und –Fortifikationen in Dair az-Zaurs Stadtteil al-Kasârât wie außerhalb in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra. Desgleichen im O der Provinz Ḥomṣ in Ğabâb Ḥamad, Umm ar-Rîš, Rasm aṭ-Ṭawil und bei Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî. Ebenfalls präzise effektive SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen und – Konvois im Rîf Dimašq in Tal Dakwa und bei einer Reihe von Anhöhen in Ost-al-Ġûṭa in Erwiderung der letzten IS-Übergriffe dort.).

Da die Wiederherstellungsarbeiten an der Infrastruktur (bzgl. Elektrizität, Wasser, Kommunikation) weiter fortschreiten, kehren seit Do., 7.4.2016, die ersten Familien – einige hundert – wieder nach Tadmur zurück, ausgestattet mit Nahrungsmitteln und medizinischer Grundversorgung. Eine provisorische Ambulanzstation mit werde eingerichtet mit Labor, Operationsraum und Röntgeneinrichtung, bis die örtlichen medizinischen Einrichtungen wieder benutzbar sind. Unterdessen ist die SAA mit russischer Unterstützung noch mit dem Aufsprüren und Entschärfen von Minen beschäftigt. Sogar für Wahllokale für die Parlamentswahl am 13.4.2016 sei sowohl in Tadmur wie in al-Qaryatain gesorgt, teilte der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî mit. (http://sana.sy/en/?p=73877 vom 8.4.2016)

Auch in al-Qaryatain schreiten die Wiederherstellungsarbeiten der Infrastruktur vielversprechend voran, wovon sich der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, vor Ort überzeugen konnte. (http://sana.sy/en/?p=73925 vom 8.4.2016)

Nach der am 3. April erfolgten Befreiung von al-Qaryatain (vgl.u.) und der Kurzmeldung, daß der IS auch die Krypta des berühmten aramäischen Kloster St. Elian mitsamt des Grabes des Heiligen geplündert hat (s.u.), gibt ein Russia TodayBericht einen tiefer gehenden Eindruck der Situation dort: kein Gebäude der Stadt blieb durch das Wüten des IS unbeschädigt. Die Einwohner sind fort. Ohne Wiederaufbauarbeiten kann hier auch niemand demnächst wieder „heimisch“ werden. Die ehemals große Christengemeinde existiert nicht mehr. Die vor der Eroberung in der Stadt verbliebenen aramäischen Christen hatte der IS nach ar-Raqqa deportiert. Sie werden in einem Gefängnis unter einem Damm 22km den Euphrat aufwärts von der Provinzhauptstadt gefangengehalten., informiert Ahmad Albuhamad [Aḥmad Âl-Bû-Ḥamad], Erster Leutnant der Volkswehr seines Stammes die Reporterin Lizzie Phelan. Das Kloster aus dem 5. Jh. selbst wurde vom IS teils mit Bulldozern weitgehend beschädigt, die Klosterkirche überstand noch einen Brand, die dorthin gebrachten altchristlichen Texte nicht. Verwüstet und mit sorgsam entfernten christlichen Sinnbildern (Kreuzen!) stehen die Ruinen über Trümmerhaufen, auf denen auch die Gebeine des Friedhofs entsorgt wurden, einschließlich derer des dort verehrten Heiligen. (Nachrichtenvideo in Englisch: https://www.rt.com/news/338453-syria-christian-al-qaryatain-retaken/; Text in Englisch https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/04/06/al-qaryatayn-reports/)

Der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, De Mistura, gab am 7.4.2016 bekannt, die nächste Runde des syrischen Dialogs in Genf werde am 13. April dieses Jahres beginnen (http://sana.sy/?p=365579)

Terroranschläge vom 7.4.2016:
Zum wiederholten Mal beschossen Terroristen den anderen Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo mit Mörsergranaten und Raketen, wobei zwei Bürger starben und neun weitere Verletzungen davon trugen. Die Sachschäden fielen entsprechend hoch aus. Später am Tag feuerten in Banî Zaid positionierte Extremisten noch mit Raketen auf den Stadtteil as-Saryân al-Ğadîda mit sieben verletzten Personen. (http://sana.sy/en/?p=73826) – Aktualisierung: die Opferzahl in der Stadt stieg auf 18 Tote und 61 teils schwer Verletzte.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.4.2016 informiert http://sana.sy/en/?p=73811 (Zerstörung von zwei IS-Positionen in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra im O von Dair az-Zaur durch präzise Luftschläge wie Beseitigung von IS-Ansammlungen beim aṭ-Ṭabqa Airport und im S von ar-Raqqa; Desgleichen gegen IS-Verstecke im N und O von Tadmur wie im S von as-Suḫna.).

In den vergangenen 24 Stunden verzeichnete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vier Verstöße gegen die Waffenruhe am 7.4.2016. „Four breaches were monitored during the past 24 hours, 2 in Lattakia countryside and one in each of Homs and Hama countryside”, besagte das Statement. Die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS setzten ihre provokativen Angriffe gegen SAA-Positionen und syrische Bürger fort. (http://sana.sy/en/?p=73845)

Die fortdauernden, ja sogar zunehmenden provokativen Angriffe von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS gegen SAA-Positionen und syrische Bürger, denen einige Gruppen vonOppositionellenangehören, zum Ausgangspunkt nehmend bemerkte Generalmajor Konaschenkow am Do., 7.4.2016, in Tadmur gegenüber Reportern: „armed groups operating in the southern and western parts of Aleppo that had previously announced their affiliation to the opposition have put themselves under the command of Jabhat al-Nusra and have been taking part in provocations.“ Täglich gingen im Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm Meldungen ein darüber, daß neue Nachschubkämpfer anlangten, was auf die Vorbereitung von „large-scale combat acti­vities“ in der Provinz hindeute. (http://sana.sy/en/?p=73854)

Das Industrieministerium wurde am 7.4.2016 darüber informiert, daß ca. 300 Arbeiter und Dienstleister der al-Bâdiyya Zement AG im NO von Abû aš-Šamât im Rîf Dimašq von IS-Affiliierten gekidnappt und ca. 125 Arbeitnehmer mit IS-Fahrzeugen in Richtung Tal Dakwa am Rand von Ost-al-Ġûṭa abtransportiert worden seien, wo mit dem IS verbundene Terrorgruppen aktiv seien. Dies hatten Umwohnende der Fabrik mitgeteilt. Das Ministerium wolle den Kontakt mit dem Management des Unternehmens beibehalten, um den Verbleib der Entführten herauszubekommen wie Möglichkeiten zu deren Befreiung zu eruieren.
Zudem gab Nadîm Kraîzân, der Provinz-Verantwortliche für das Rekonziliierungskomitee, in Ğaîrûd bekannt, daß die Stadt am 6.4.2016 106 Arbeiter der chinesischen Fabrik bei aḍ-Ḍumair aufgenommen habe, die sich auf der Flucht vor dem IS befunden hatten. (http://sana.sy/?p=365594, s.a. http://sptnkne.ws/aZkn und http://sptnkne.ws/aYW4)

Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin übersandte den Vereinten Nationen (UN) ein Schreiben, indem er die – schon öfters im Zusammenhang mit dem IS erwähnte (vgl.u.) – türkische Stadt Gaziantep als das größte Zentrum für die vom IS im Irak und in Syrien geraubten und zum illegalen Verkauf bestimmten Altertümer und Artefakte bezeichete. Jährlich erziele die Terrororganisation damit an die 200 Millionen US-$. „Those pieces of antiques are sold through auctions illegally on websites and through local markets”, setzte er auseinander.  Ca. 100.000 archäologische Stätten seien derzeit in der Hand des IS, davon stünden neun auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. (http://sana.sy/en/?p=73790 vom 6.4.2016)

Terroranschlag vom 6.4.2016:
Eine neuerlicher Angriff mittels Mörsergranaten und Rakten auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo hinterließ – vorerst – einen Toten und 17 Verletzte. Da noch Opfer unter Trümmer begraben liegen, könnten die Zahlen nach oben korrigiert werden müssen. (http://sana.sy/en/?p=73780)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73763 und http://sana.sy/?p=364711 (Zerstörung von IS-Schlupfnestern und –Nachschubrouten durch präzise SAAF-Einsätze entlang der Route as-Suḫna -Tad­mur in der Provinz Ḥomṣ. Desgleichen in der Nachbarprovinz Ḥamâ in Abû Ḥubailât und beim Wâdî al-ʽUzaîb mit hohen Verlusten des IS an Kämpfern und militärischer Ausrüstung.  Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffs auf einen Militärposten im Stadtteil al-Manšiyya, Bezirk Darʽâ al-Balad, von Darʽâ-City, wobei deren sämtliche Milizionäre getötet und der Waffen vernichtet wurden. Eliminierung von IS-Ansammlungen in al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur wie einer IS-Kleinkolonne, unterwegs von al-Ḥussainiyya nach al-Buġailiyya. Letzteres gelang auch bei Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´.).

In der Provinz al-Lâḏa­qiyya in einen Hinterhalt geraten wurde während eines Schußwechsels der berüchtigte, derzeit der Ğabhatu_n-Nuṣra angehörige Terrorist mit Kampfnamen Abû Sakkar [bürgerlich Khalid Hamad] von der Armee (?) getötet, meldet The Daily Mail. (http://sptnkne.ws/aYPf) Dieser hatte sich den meisten ins Gedächtnis gebrannt durch sein Kriegsverbrechen an syrischen Soldaten. U.a. hatte er als Angehöriger von katâ´ib al-Fârûq (vgl. Gefechtsberichte des Threads), einer Unterabteilung der „moderatenFSA, die im Umfeld von Ḥomṣ ihre Greueltaten vollführte, im Mai 2013 einem getöteten SAA-Soldaten die Brust geöffnet, vor laufender Kamera dessen Herz und Leber herausgerissen und aufgegessen. Das Video davon kursierte in der Folge bei YouTube. Heute sind nur noch Versionen allgemein zugänglich, welche diesen kannibalischen Akt nicht mehr genau zeigen. Abû Sakkâr entsprach mit seiner Greueltat dem Inhalt einer Predigt eines IS-„Geistlichen“, der dieses Verfahren den Feinden Allâhs und abtrünnigen Ketzern androhte. (www.youtube.com/watch?v=-FclXQ1xskE). Zum Vorfall s.a. Thierry Meyssan: Wie und wer manipuliert die Dschihadisten? vom 24.11.2014 in: http://www.voltairenet.org/article186024.html; Thierry Meyssan: Warum Frankreich die Arabische Republik Syrien stürzen will vom 14.10.2015 in: http://www.voltairenet.org/article189025.html.

Vier Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 6.4.2016 für die vergangenen 24 Stunden, drei davon in der Provinz al-Lâḏa­qiyya und eine in der von Ḥomṣ. Zudem hieß es in der Verlautbarung: „1500 terrorists from Jabhat al-Nusra, equipped with 3 tanks and 20 cars loaded with heavy machine guns, tried to attack Sheikh Maqsoud neighborhood in Aleppo, killing 29 civilians, among them children and wounding 36 others”. Darauf habe die russische Luftwaffe Einsätze gegen diese Terroristen im Umkreis von Aleppo geflogen und zum Rückzug gezwungen. (http://sana.sy/en/?p=73796)

Das Massaker von Aleppo vom Vortag (vgl.u.) nahm das Außenministerium am 6.4.2016 zum Anlaß, zum wiederholten Male in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden darauf hinzuweisen, wie notwendig es sei, endlich für eine kraftvolle Durchsetzung der Resolutionen Nr. 2170, 2178, 2199 und 2253 gegenüber jenen Staaten zu sorgen, welche immer noch die in Syrien aktiven Terrorgruppen unterstützen. Letztere dienten gewissen Regierungen als Marionetten, sichere syrische Wohngebiete in den verschiedenen Provinzen anzugreifen und somit die vereinbarte Waffenruhe und darüber hinaus eine politische Lösung der Syrienkrise scheitern zu lassen. Wörtlich war zu lesen: „Jabhat al-Nusra and other affiliated terrorist organizations, run by operation rooms in Turkey, which are positioned in the surrounding regions of Aleppo, randomly targeted Sheikh Maqsoud neighbor­hood in Aleppo and the near safe neighborhoods with tens of rocket and mortar shells, killing 15 citizens and injuring more than 100 others, among them women and children” und weiter: „Terrorists of Jabhat al-Nusra and other armed terrorist groups targeted on Monday al-Foua and Kafrya towns in Idlib countryside and Sheikh Maqsoud neighborhood in Aleppo, killing 8 citizens and injuring more than 20 others… and terrorists of the Islamic State, ISIS, also shelled civilians in Deir Ezzor neighborhoods, killing 5 civilians and wounding tens of innocents… they also targeted Deir Ezzor airport with mustard gas, causing cases of suffocation among the defenders of the airport.” Am Ende stand nochmals der Aufruf zur Umsetzung der genannten und von Syrien respektierten Resolutionen gegen die wohlbekannten Länderregierungen. (http://sana.sy/en/?p=73740, http://sana.sy/?p=364576, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4762-sy­ri­en_un_sicherheitsrat_soll_ma%C3%9Fnahmen_gegen_unterst%C3%BCtzer_der_terroristen_ergreifen)

Erneut sollen die syrischen Kurden als wichtige Gruppe innerhalb der syrischen Gesellschaft entgegen dem Wortlaut der zugrundeliegenden UN-Resolution zur Fortführung der Genfer Gespräche, die eine möglichst breite Repräsentanz der syrischen Fraktionen dabei fordert (vgl.u.), ab dem 11.4.2016 nicht eingeladen werden. Um die Forderung der u.a. von der Regierung hierin unterstützten Kurden zu befördern hatte die russische Regierung im UN-Sicherheitsrat einen „Appellentwurf für einen möglichst repräsentativen Charakter des innersyrischen Dialogs bei der bevorstehenden Genfer Gesprächsrunde“ eingebracht. Dieser wurde jedoch von einigen westlichen UN-Sicherheitsratsmitgliedern blockiert. Der der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin äußerte dazu: „Uns verwundert, dass der Entwurf von mehreren westlichen Ländern blockiert wurde. Einen destruktiven Beitrag leistete auch die ukrainische Delegation.“ – „Wie gern wiederholen unsere westlichen Partner, dass die Resolutionen des Sicherheitsrates in vollem Umfang erfüllt werden müssen. Das sind goldene Worte, und man muss sie unter beliebigen Umständen befolgen.“ (http://sana.sy/en/?p=73758 vom 6.4.2016,  ins Deutsche übersetzte Zitate aus: http://sptnkne.ws/aYH9)

Syrische Kurden, die als Delegation nach Moskau reisen wollten, wurden an der Grenze zum Irak durch irakische (kurdische) šmarga an der Weiterreise gehindert: „Die Delegation des syrischen Kurdistans, der unter anderem der Co-Vorsitzende der Regierung von Kobane, Biriban Osman Hassan, sowie die Vertreterin der einflussreichen Frauenorganisation Star: Union of Women, Norin Akvar, angehören, haben irakische Peschmerga-Vertreter nicht die syrisch-irakische Grenze passieren lassen“, lautete die Mitteilung der syrischen Kurdenvertretung in Moskau. Erstere wollten hinsichtlich des Föderalisierungsthemas mit Politikern in der russischen Hauptstadt Gespräche führen und auch am Rundtisch-Gespräch zum Thema „Frauen gegen den religiösen Extremismus in Nahost“ in der Staatsduma am 8.4.2016 teilnehmen. „Unsere Delegationsteilnehmer haben einige Tage an der Grenze verbracht, wir haben Verhand­lun­gen geführt. Allerdings wurden sie ohne jede Angabe von Gründen vom Grenzübergang abgehalten worden. Sie mussten nach Hause zurückkehren“, hieß es aus weiter der Kurdenvertretung. Deren Chef, Aso Talabani, teilte zudem mit: „Sie (die irakisch-syrische Grenze – Anm. der Red.) wird von Einheiten der Demokratischen Partei Kurdistans kontrolliert, wir können die Situation nicht beeinflussen, obwohl wir mehrere Tage mit Verhandlungen verbracht haben“. Nach Talabanis Ansicht könnte die Delegation auf Geheiß der türkischen Regierung gestoppt worden sein, die die Gründung einer autonomen Kurdenregion jenseits ihrer Grenze befürchtet. (http://sptnkne.ws/aYsv)

Der Co-Vorsitzende der oppositionellen Halkların Demokratik Partisi (HDP, Demokratische Volkspartei), Selahattin Demirtaş, bezeichnete die Politik von Staatschef Erdogan Syrien gegenüber während eines Treffens des parlamentarischen Blocks seiner Partei am Di., 5.4.2016, als gefährlich und verfehlt. Er unterstütze alle terroristischen Organisationen in Syrien inklusive des IS, der Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, um seinen osmanischen Herrschaftstraum zu realisieren. Er habe nicht gezögert, die nötigen Verbindungen zu knüpfen, um Syrien zu zerstören und seine Bevölkerung ins Ausland zu treiben. Erdogan und sein Premier Ahmet Davutoğlu seien gleichermaßen Feinde der Humanität wie des Islams, ihre Hände seien befleckt mit syrischem Blut.

Bereits im März hatte Demirtaş ein Treffen von Terrorgruppenführern in Ankara unter Deckung der AKP-Regierung öffentlich gemacht, welche in Urfa Terroristen trainiere und bewaffne und Milizen zu terroristischen Aktionen über die Grenzen des Landes schleuse und sogar gegen die Kurden im eigenen Land einsetze. Dabei erinnerte er an die schon offengelegten Beweise über die Waffenlieferungen nach Syrien u.a..

In der Türkei etabliere Erdogan eine Diktatur und bringe Kritiker zum Schweigen, um so seine Verstrickung in den Terrorismus zu verdecken. (http://sana.sy/en/?p=73755)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73678 und http://www.sana.sy/?p=364217 (Gezielte effiziente SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen in der Provinz Ḥomṣ mit Eliminierung eines IS-Hauptquartier und militärischer Ausrüstung zwischen as-Suḥna und Tadmur, bei Ḥûsîs und Ğabâb Ḥamad, al-Qaryatain und al-Bârida sowie in ʽUnq al-Hawâ, aš-Šin­dâḫiyya, Umm ar-Rîš, Umm Ṣaḥîrîğ und gegen Stellungen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyyat nahe Dair Fûl. Desgleichen gegen IS-Trupps in Umm Ḥubailât und in der Gegend des Wâdî al-ʽAzîb, 110km im O von ḤamâRazzien gegen IS-Ansammlungen in Tal Ušaihib aš-Šamâlî und Ṯalfaʽ im NO von as-Suwaidâ´ mit Zerstörung auch der militärischen Ausrüstung der zahlreich getöteten bzw. verletzten Terroristen inklusive ausgerüsteter Kampfwagen, einer Kanone und eines Granatenwerfers. Akkurate effektive SAAF-Luftschläge gegen IS-Trupps auch bei al-Muraiʽiyya, al-Ğafra, al-Buġailiyya und nahe des Airport von Dair az-Zaur wie gegen IS-Fortifikationen mit Beseitigug derselben und weiteren Verlusten des Feindes an männern und Bewaffnung beim aṭ-Ṭabqa Airport, ca. 55 km im SW von ar-Raqqa.).

Laut russischem Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom 5.4.2016 fanden in den letzten 24 Stunden fünf Verletzungen der Waffenruhe statt. Im Detail beschossen in Hazarma und Dûmâ (Ost-al-Ġûṭa) positionierte Ğaiš al-IslâmAnhänger Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten und hinterließen dort eine verletzte Person. Eine umbekannte Terrroristengruppe griff ebenfalls mit Mörsergranaten Militärposten beim beim Dorf Sânadrâ und der Farm ʽAmrû und zivile Siedlungen im Umkreis von al-Lâḏaqiyya an, während Mitglieder der sog. (alsomoderatenund der Waffenruhe beigetretenen!) FSA heftiges Feuer auf Armeeposten im Gebiet von Darʽâ al-Maḥaṭṭa eröffneten. Eine weitere Terroristengruppe nahm die Straße von Ḥamâ nach Ḥomṣ auf der Höhe von ad-Dâr al-Kabîra unter Beschuß. Zudem wurde der verheerende Anschlag auf aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo (vgl.u.) erwähnt. (http://sana.sy/en/?p=73746)

Die jüngsten Siege der Armee, insbesondere in Tadmur und al-Qaryatain, geben auch den Bewohnern der vom IS und anderen Terrororganisationen besetzten Orte Mut und Auftrieb, gegen ihre Unterdrücker vorzugehen. In mehreren IS-kontrollierten Gebieten kam es zu Revolten mit Kämpfen der Bevölkerung gegen die Terroristen. „The unique operations in Palmyra changed the balance of power in Syria’s battlefronts to the extent that the Syrian people in other parts of Syria have been encouraged to revolt against the ISIL and other terrorist groups“, schrieb hierzu al-Manâr. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950115000980; vgl.a. Aufstandsbericht von ar-Raqqa: s.u. vom 7.3.2016)

Terroranschläge vom 5.4.2016:
Der Beschuß des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, die sich in anderen Vierteln versteckt halten, hält an: durch Mörsergranaten und Raketen wurden 15 (zuvor hieß es zehn, dann 14) Menschen getötet und gut 100 (zuvor: mehr als 50) verletzt, die Beschädigungen von Häusern u.a. privatem Eigentum sind enorm.
Aktualisierung: die Zahl der Getöteten erhöht sich kontinuierlich wegen der vielen noch unter Trümmern verschütteten Menschen. (http://sana.sy/en/?p=73675, http://sana.sy/en/?p=73740)
In der Nacht vom Montag auf Dienstag beschossen in der Nähe positionierte IS-Terroristen gezielt einen Armeeposten beim Militärflughafen von Dair az-Zaur mittels mit Senfgas bestückten Raketen. Mehrere Soldaten mußten in der Folge wegen Luftnot und Erstickungssymtomen dringend behandelt werden. Tags zuvor hatte der IS mit 17 (!) Autobomben versucht, den Flughafen in die Gewalt zu bekommen (vgl.u.). Die Attacken wurden erfolgreich zurückgeschlagen, sämtliche Autobomben rechtzeitig zerstört und dem Feind empfindliche Verluste beigebracht. (http://sana.sy/en/?p=73686, http://www.sana.sy/?p=363661)
Auch RIA Nowosti meldet basierend auf einer syrischen Militärquelle am Di., 5.4.2016, diesen Beschuß. Mehrere Soldaten seien dadurch ums Leben gekommen. Offizielle Bestätigungen lägen dafür jedoch nicht vor. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4714-syrien_is_giftgasangrif_auf_milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkt_in_deir_ez_zor)

Bekanntlich macht der IS vor nichts Halt, auch nicht vor Reliquien: die vom IS befreiten Orte weisen weitgehende Zerstörungen von Architektur und Infrastruktur wie Kulturgütern und religiösen Gegenständen auf. Das außerhalb von al-Qaryatain an der Straße nach Tadmur gelegene Kloster Mâr Ilyân [d.i. St.  Elian] aus dem 5.Jh. wurde kurz nach Einnahme der Stadt am 21.8. 2015 vom IS zerstört (vgl. Teil III). Aufnahmen zeigen nun, daß auch das Grab des Heiligen in der Krypta aufgebrochen und die Gebeine von den Takfîr-Terroristen auf einem Müllplatz „entsorgt“ wurden. (http://sptnkne.ws/aYwH mit Kurzvideo)

Nach Mitteilung von Dr. Witali Naumkin, Direktor des russischen Instituts für Orientalische Studien und russischer Vertreter bei den Genfer Gesprächen im Interview mit Rossiya-24 vom Mo., 4.4.2016, werde die nächste Runde am 11.4.2016 beginnen. Die Regierungsdelegation solle jedoch erst am 14.4.2016 dazustoßen. Auf die Frage der Beteiligung der Kurden antwortete der Diplomat: „Die Kurden müssen an den Verhandlungen beteiligt sein.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4702-syrien_gespr%C3%A4che_werden_am_11._april_wieder_aufgenommen)

Der Ex-CIA-Mann Doug Locks, dessen Memoiren von Regierungsseite strengstens zensiert wurden, machte jedoch im Interview mit dem US-Fernsehsender NBC öffentlich, daß der Plan der US-Administration zum Sturz des syrischen Präsidenten Dr. al-Assad aus dem Jahr 2012, den auch die damalige Außenministerin Hillary Clinton wie der damals in Syrien als US-Botschafter tätige Robert Ford, zudem der ehemalige Ver­teidi­gungsminister Leon Panetta wie der CIA-Chef David Pe­trae­us aus jener Zeit mittrugen, zwei Hauptkomponenten beinhaltete: neben der Erpressung und Bestechung leitender Beamter der syrischen Regierung die massive Unterstützung der sog.moderaten Opposition“. Zugleich gestand er ein: „Eine gemäßigte Opposition gab es dort jedoch nicht“. (http://sptnkne.ws/aYbw vom 4.4.2016) – Dennoch wurden gegen die syrische Regierung wie Bevölkerung kämpfende Einheiten mit Geld, Ausbildung und hochmodernen Waffen unter dieser Vorgabe, daß sie zur „moderaten Opposition“ gehörten, über Jahre bis zur Gegenwart unterstützt (vgl. Teil I – IV). Bestätigung für Letzteres durch Eingeständnis hier: http://sptnkne.ws/aXKJ.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73616 und http://www.sana.sy/?p=363661 sowie http://sana.sy/en/?p=73664 (Erfolgreiche Abwehr eines IS-Angriffs mit u.a. 17 Autobomben und Senfgas bestückten Granaten auf einen SAA-Posten beim Militärflughafen von Dair az-Zaur von den östlich gelegenen Dörfern al-Ğafra und al-Muraiʽiyya her; in heftigen Gefechten wurden alle Autobomben rechtzeitig unschädlich gemacht, die meisten Terroristen getötet, der Rest verletzt oder in die Flucht geschlagen; weitere Verluste erlitten IS-Trupps in al-Ğafra, Ḥuwaiğat aṣ-Ṣaqir am Stadtrand von Dair az-Zaur wie im Industriegebiet der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Großangriffs von mehr als 400 Mann der Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten, ausgerüstet mit Artillerie, Mörsergranaten und bewaffneten Kampfwagen auf Militärposten im Umland von Aleppo wie der von den Terroristen angestrebten Unterbrechung der Verbindungstraße Aleppo-ʽAfrîn unter Beibringung heftiger Feindverluste. Beseitigung verbliebener IS-Ansammlungen im weiteren Umkreis von Tadmur und al-Qaryatain durch akkurate Luftschläge in der Provinz Ḥomṣ wie gegen IS-Fortifikationen in aṣ-Ṣawâna aš-Šarqiyya und Ḫunaifîs, ca. 70km südlich Tadmur City; Eliminierung eines Trupps von Affiliierten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Dair Fûl (13km im N von Ḥomṣ), Vereitelung eines Terroristenangriffs vom Dorf ʽÂmiriyya aus gegen einer Reihe von Militärposten beim Dorf ʽAin ad-Danânir ebenfalls im N.).

Terroranschläge vom 3. und 4.4.2016:
In der Nähe von Aleppo positionierte Terroristen beschossen den Sûq [Markt] Manyân in Neu-Aleppo mit raketengetriebenen Granaten zur Mittagszeit, töteten damit zwei Bürger und verletzten drei. Es entstanden zudem Sachschäden an Geschäften und Fahrzeugen.
Am Vortag (3.4.2016) war ein Kind (Todes-)Opfer des Mörsergranatenbeschusses des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd geworden. (http://www.sana.sy/?p=363777)
Aktualisierung: Der Anschlag auf dem Markt forderte zwei Menschenleben, drei Bürger wurden verletzt. – Später am Tag wurden auch der Stadtteil Ṣâlâḥuddîn und die Nilstraße mit Raketen beschossen, weswegen zwei weitere Personen sterben mußten und fünf verwundet wurden.
>Weitere erhebliche Sachschäden richteten raketengetriebene Granaten an, die in den Stadtvierteln as-Sayyid ʽAlî, Saif ad-Daula und der sog. Neustadt und niedergingen. (http://sana.sy/en/?p=73627, http://sana.sy/?p=363777)

Am 4.4.2015 teilte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm mit, daß für die letzten 24 Stunden vier neue Verletzungen der Waffenruhe im Umland von al-Lâḏa­qiyya durch terroristische Gruppen beobachtet worden seien. „The armed groups targeted with mortar shells some military posts and residential centers in Lattakia countryside while other groups fired mortars on Ayn Salimo village in Lattakia countryside, killing two persons and injuring four others”, hieß es auf der Webseite. Zudem seien insgesamt acht Personen durch Raketenbeschuß in Wohngebieten Aleppos getötet worden. (http://sana.sy/en/?p=73668)

Eine aser­bai­dschanische Einheit von 50 bis 70 Kämpfern der IS-Terrormiliz hat ar-Raqqa verlassen, um in die Heimat zurückzukehren und sich dort an den Gefechten in Berg-Karabach zu beteiligen. Den Weg nahmen sie hierzu wieder einmal – ungestört – durch die Türkei wie LifeNews unter Beru­fung auf eine militärische Quelle meldet. (http://sptnkne.ws/aY66 vom 4.4.2016). – Trotz Meinungsbeitrags bietet folgender aus dem Französischen ins Englische übersetzte Artikel interessante Fakten zum Berg-Karabach-Konflikt: http://www.fort-russ.com/2016/04/encirclement-of-russia-war-for-ngorno.html?m=1.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73559 und http://www.sana.sy/?p=363176 (Die Befreiung von al-Qaryatain im SO der Provinz Ḥomṣ erfolgte am nachmittag nach heftigen Kämpfen mit den IS-Trupps unter heftigen Feindverlusten und zeitraubender, aufreibender Säuberung der verminten Zugänge zur wie Straßen und Häuser in der Stadt;  erfolgreich zeige sich auch hier die Strategie der Annäherung von verschiedenen Seiten mit Sicherung der umliegenden Ortschaften und Einnahme der umgebenden Anhöhen und anschließendem Zuziehen des Belagerungsrings, der nur noch einen Ausfluchtweg läßt; unterstützend wirkt dabei die Luftwaffe, im Anschluß erfolgte das Aufspüren mit Demontage der von den überlebenden in die Wüste flüchtenden IS-Anhängern angebrachten Sprengfallen; desweiteren präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und -Stellungen und IS-Nachschubrouten im S und O von al-Qaryatain und bei Marmalat al-Qaryatain sowie im O und N von Tadmur, dem N und S von al-Buṣairî, bei aš-Šindâḫiyya aš-Šamâliyya, Manûḫ und Ḥûsîs; später am Tag Eliminierung von Trupps von Affiliierten der Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Halâliyya im N von Ḥomṣ und von IS-Positionen im O davon bei den Förderquellen 101, 105 und Šâʽir wie Tulûl Niẓâm. Vereitelung von Ğabhatu_n-Nuṣr-Attacken auf Militärposten bei al-Ḥuwaiğa im NW und Qaṣr Abû Samra im NO von Ḥamâ zusammen mit der Volkswehr nach heftigen Gefechten mit mindestens 50 getöteten und vielen verletzten Terroristen und einer Menge an zerstörtem Equipment inklusive mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen, einem Panzer, einem Raketenwerfer, Mengen an Mörsergranaten etc..  Vereitelung eines Überfalls von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten im weitgehend von Terroristen befreiten N von al-Lâḏa­qiyya auf Naḥšaba, Talat Rašâ und Ruwaisat al-Malik nahe Kansabâ unter Mithilfe der Volkswehr in für den Feind verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Entfernung der von ihm hinterlassenen Sprengfallen. Beseitigung von IS-Ansammlungen auf Tal Išahîb al-Ğanûbî im NO von as-Suwâidâ´ am Rand der Wüste. Effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und -Schlupfwinkel in al-Ğafra, dazu erfolgreiche Bodenoperationen zusammen mit der Volkswehr gegen tunesische IS-Anhänger im Grüngürtel von al-Bûkamâl im äußersten SO der Provinz Dair az-Zaur und in al-Ġa­brâ.).

Oberstes Heereskommando teilt die Befreiung der – nun – ehemaligen IS-Hochburg al-Qaryatain (mit langer christlicher Sieldungstradition!) in der Provinz Ḥomṣ mit (http://sana.sy/en/?p=73579 vom 3.4.2016)

Die Operation zur Befreiung der IS-Hochburg al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ (vgl.u.) ist bereits zu 80% erfolgreich durchgeführt. Im Stadtzentrum ist bereits mit dem Minenräumen begonnen worden, gekämpft wird noch im W. (http://www.sana.sy/?p=363176, http://sptnkne.ws/aX98).

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73483 und http://www.sana.sy/?p=362748 (Im Lauf der Operation gegen die ISHochburg al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ im Zusammenwirken mit der Volkswehr wurde frühmorgens die Kontrolle über Talat Ṯaniyya Ḥum erlangt nach Besiegung der IS-Trupps, welche Angriffe beim Ğabal al-Ğubail und Posten 861 im Umkreis von al-Qaryatain gewagt hatten un dzwar unter heftigen Verlusten des Feindes – mit anschließender Säuberung des gesicherten Gebiets von hinterlassenen Sprengfallen; der IS in al-Qaryatain ist damit eingekesselt; zur Mittagszeit im N und NW von al-Qaryatain Befreiung von Sin al-Ḫarûbî al-Kabîr und al-Ḥazm al-Baiḍ und des Farmen-Bereich von Maqtal al-Wa­sâdî mit Eroberung des Gebiets vom Ğabal ar-Rumaila; dazu Zerstörung von IS-Stellungen in akkuraten SAAF-Einsätzen bei as-Suḫna und der Ârak-Ölstation im Landkreis Tadmur wie bei aš-Šindâḫiyya aš-Šamâliyya ca. 73km im O von Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Positionen bei Ğanâ al-ʽAlbâwî, ʽUqairbât und ar-Rahğan im O Ḥamâ; in Bodeneinsätzen zusammen mit der Volkswehr Eliminierung von Dutzende an IS-Kämpfern mitsamt deren militärischen Equipments im Umkreis von al-ʽAmiyya und al-ʽAliyya, desgleichen im Umfeld von Abû Ḥubailat, Abû Ḥa­­nâyâ und Qulaib aṯ-Ṯawr; zudem Vereitelung eines IS-Angriffs auf Militärposten bei aš-Šaiḫ Hilâl. Effektive präzise Luftschläge basierenden auf vorhergehenden Geheimdienstermittlungen gegen IS-Ansamlungen in al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur wie gegen IS-Verstecke am N-Rand der Provinzhauptstadt bei al-Ḥussainiyya; eine Volkswehreinheit tötete etliche IS-Milizionäre bei al-ʽAšâra, 65km im SO von Dair az-Zaur, wo der Feinde in einen Hinterhalt gersten war, darunter den Saudi Muḥsin an-Nağdî, verantwortlich für die IS-Rekrutierung im Gebiet; neben der Beseitigung von deren Hauptquartier wurden von der SAA gut 40 IS-Anhänger getötet, dazu 18 Mitglieder von Ašbâl al-Ḫilâfa – dies ist bereits eine aus IS-Trainingslagern für Jugendliche ab 16 Jahren hervorgegangene Nachwuchseinheit. Beseitigung von IS-Stellungen samt Zentrale durch die SAAF beim aṭ-Ṭabqa Airport 55km im W von ar-Raqqa). –  Zur Operation al-Qaryatain s.a. http://sptnkne.ws/aXnj. – Die SAAF bomte nach Geheimdienstermittlungen zudem zielgenau das Gouvernementsgebäude in ar-Raqqa währen einer Geheimsitzung von hohen IS-Kommandeuren, wodurch etliche davon, darunter der sog. Amîr von ar-Raqqa, genannt Abû Muğâhid al-Libî [also ein Libyer], getötet wurden. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950114000730).

Der Leiter des Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, machte am Abend des 2.4.2016 in einer Erklärung auf gravierende Verstöße gegen die Waffenruhe während der letzten Tage aufmerksam, begangen gerade auch von Gruppen, die sich einerseits als „moderate opposition” ausgaben und sich andererseits zur Waffenruhe verpflichtet hatten. Ausgerechnet diese griffen Stellungen der SAA an. Zudem hätten sich als „moderate opposition” titulierte Gruppen im S und W von Aleppo der Ğabhatu_n-Nuṣra angeschlossen. Diese habe SAA-Positionen bei al-ʽÎs, Abû Ruwail und Ḫân Ṭûmân im Umkreis von Aleppo über eine halbe Stunde lang unter Artilleriefeuer genommen, so daß die SAA, die sich gemäß den Bestimmungen der am 27.2.2016 vereinbarten Waffenruhe zu keinen Gegenmaßnahmen verpflichtet hatte, ihren Standort von al-ʽÎs [gut 50km im N von ar-Raqqa!] gen N verlegen mußte. Darüber habe man dem US-Partner umgehend Meldung gemacht. – Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschoß zudem den aš-Šaiḫ Maqṣûd-Stadtteil in Aleppo mit Raketen, wobei ein Mitglied der kurdischen YPG umkam und zwei Bürger verletzt wurden, und ebenfalls Ḥandarât mit weiteren zwei Verwundeten. (http://sana.sy/en/?p=73528, http://www.sana.sy/?p=362992)

Terroranschläge vom 2.4.2016:
Wieder Opfer einer vom IS ausgelegten Landmine wurden zwei Passanten im Dorf an-Nûfaliyya im SW der Provinz al-Ḥasaka, wobei der eine starb, der andere lebensgefährliche Verletzungen davontrug. (http://sana.sy/en/?p=73488)
Terrorgruppen, welche der Vereinbarung zur Waffenruhe beigetreten (!) waren, beschossen den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo von umliegenden Stadtvierteln aus mit Raketen und Mörsergranaten. Dadurch starb ein Kind und etliche Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden verletzt. Zudem entstanden große Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=73523)

Der türkische Ex-Verteidigungsminister Barlas Doglu machte während einer am Fr., 1.4.2016, im syrischen TV ausgestrahlten Sendung deutlich, daß zur Lösung des Konflikts in Syrien unbedingt die Schließung der türkisch-syrischen Grenze gehöre zur Unterbindung von weiterem Nachschub für die in Syrien aktiven Terroristen, dann die Beendigung dieser Terroristenunterstützung aus dem Ausland wie die internationale Unterstützung der syrischen Regierung im Counterterrorismus. Dabei konstatierte er hinsichtlich der AKP-Regierung: „the Turkish Justice and Development Party (AKP) made a grave mistake in its policy towards Syria, by opening its borders for terrorists and supporting them by accommodation and weapons, and to correct these mistakes Turkey has to support central governments to enable them eliminate terrorism which started to be reversed to Turkey itself.” Der Türkei bleibe nichts anderes als die bisherige falsche Politik gegenüber Syrien zu ändern, deren Rückwirkungen sich bereits in den Bombenattentaten von Istanbul und Ankara gezeigt hätten. Das Volk habe demnach gegen die AKP-Regierung zusammenzustehen und in Protesten über das ganze Land seine Kritik sichtbar zu machen. (http://sana.sy/?p=362656, http://sana.sy/en/?p=73465)
Am selben Tag äußerte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin in einem dem UN-Sicherheitsrat vorgelegten Schreiben ebenfalls, die Türkei sei weiterhin ein wichtiger Lieferant von Waffen und militärischer Ausrüstung für die IS-Terrororganisation unter Ausnutzung von Nichtregierungsorganisationen (sog. NGO). (http://sana.sy/en/?p=73456, s.a. http://sptnkne.ws/aXfc)
Der russische Verteidigungsminster Lawrow machte sich erneut im Telefonat vom 1.4.2016 mit seinem US-Counterpart Kerry für die Schließung der tükisch-syrichen Grenze aus den bekannten Gründen stark. (http://sana.sy/?p=362436, s.a. http://sptnkne.ws/aXqg)
Dem Team von Russia today wurden erneut bei der Flucht in aš-Šadâdî zurückgelassene IS-Dokumente zugänglich gemacht, welche nicht nur den Schmuggel in Syrien geraubten Öls vermittels türkischer Stellen offenlegen sondern ebenso den aus Plünderungen und Raubgrabungen stammender Antiken und Kunstwerke aus Syrien. Für diese „Geschäftszweige“ hatte die sich als „Staat“ gerierende Terrorgruppe ein sog. „Ministry of Natural Resources“ eingerichtet mit einem untergeordneten „Department of Artifacts.” Die Schmuggelrouten erwiesen sich abei als dieselben, die für die Einfuhr von Waffen und Einschleusung an Söldnernachschub benutzt wurden. Dank der IS-Bürokratie liegen alle Details offen. Im Einzelnen zu sehen bei: https://www.rt.com/news/337829-isis-artifacts-trade-turkey/.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73453 und http://sana.sy/?p=362510 (Beim Durchkämmen des ca. 180ha großen Gebiets von Tadmur einschließlich des antiken Palmyra in der Provinz Ḥomṣ auf Minen und Sprengsätze, welche IS-Terroristen vor ihrer Flucht zu Tausenden angebracht hatten, fanden Spezialeinheiten der Armee und Volkswehrgruppen ein Massengrab. Zunächst wurden 25 Körper, darunter drei Kinder und fünf Frauen ausgegraben, danach noch etliche Leichen von Frauen und Kindern, so daß die vorläufige Gesamtzahl 40 erreicht hat. Einigen Körpern war der Kopf abgetrennt worden, andere wiesen Folterspuren auf. – Man erinnere sich: im Mai 2015 hatte der IS in Tadmur eine Massaker an 400 [nicht rechtzeitig geflohenen] Einwohnern angerichtet. – Das Aufspüren und Entschärfen der Sprengfallen im Gebiet geht derweil weiter.  In einem eklatanten Bruch der Waffenruhe griffen nachmittags bewaffnete Trupps im Süden von Aleppo mehrere Armee-Posten an, welche allerdings erfolgreich zurückgeschlagen wurden – unter den Getöteten fanden sich Saudis. In Großraum Dair az-Zaur führten SAA-Operationen gegen IS-Positionen und –Schlupfwinkel zu großen Einbrüchen der Moral der Terroristen und erheblichen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Untergruppen; in ḥassan wurden bei Gefechten ca. 30 IS-Anhänger getötet. Zerstörung von Nestern und Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS– bzw. al-QaidaAbleger al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm zwischen den Städten aṣ-Ṣiyâd und Kafar Zaitâ, ca. 40km im N von Ḥamâ. Eliminierung von zwei Anlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kafar Sağna und südlich Rakâyâ, ca. 50km im S von Idlib; zudem Ausmerzung einer Ğabhatu_n-Nuṣra-Position um al-Hubaiṭ wie von Stellungen von al-Ḥazm al-Islâmî at-Turkistânî im Gebiet des Abû aḍḌuhûr Airport etwa 50km im SO der Provinzhauptstadt. – Der Militärberichterstatter weist darauf hin, daß es sich bei der Terrorgruppe al-Ḥazm al-Islâmî at-Turkistânî um ist eine der gefährlichsten Takfîr-Vereinigungen im Verbund mit Ğabhatu_n-Nuṣra   handelt, die gemäß vielen Berichten die Unterstützung der Muslimbruderschaft und des türkischen AKP-Regimes genieße; ihre Kämpfer stammten aus Ost-Turkestan und hätten sich schon an Dutzenden von Massakern u.a. Verbrechen im Umland von Ḥamâ und Idlib beteiligt.).

Am 1.4.2016 registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm sieben Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden, davon fünf im Raum al-Lâḏa­qiyya, ausgeführt durch Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mittels Mörsergranatenbeschusses auf Wohngebiete, und je einer im Umland von Aleppo, durch Liwâ´ as-Sulṭân Murâd gegen den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd, und in Damaskus, ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm per Mörsergranatenbeschuß auf den Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra beschieße vom Stadtteil Bustân al-Bâšâ aus weiterhin den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo, wodurch zwei Todesfälle zu verzeichnen gewesen seien.  Zudem gingen die Rekonziliierungsaktionen weiter wie der Abbau der vom IS ausgelegten Minen in Tadmur. Auch habe es wieder russische humanitäre Hilfslieferungen in Höhe von für Orte in den Provinzen al-Lâḏa­qiyya, Ḥamâ, Ḥomṣ und Damaskus gegeben. (http://sana.sy/?p=362626)

Terroranschlag vom 1.4.2016:
Bei simultan detonierenden Sprengsätzen in Ḥomṣ im Stadtteil ʽAkramain einem Abfallkorb vor der al-Buḥturî-Schule (!) und in der al-Ḥaḍâra Straße wurden sechs Menschen verletzt. Der Sachschaden fiel entsprechend aus. Aktualisierung: sechs Personen wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=73435)

Am Do., 31.3.2016, unternahm der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, zusammen mit Experten der verschiedensten Sparten eine Begehung von Tadmur und des Ausgrabungsterrains von Palmyra mitsamt des zugehörigen Museums zur Einschätzung der durch den IS mutwillig  angerichteten Schäden.
Für die baldige Rückkehr der Bevölkerung in ihre Wohnungen sei die Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur vordringlich. Daher gaben auch Vertreter von Telekommunikation, Elektrizitäts- und Wasserversorgung ihre Statements ab. Die Wiederherstellungesarbeiten begännen nächste Woche und würden einige Wochen in Anspruch nehmen. Zunächst müsse noch das Aufspüren der Massen vom IS hinterlassenen Sprengsätzen und Minen und deren sachgemäße Entfernung abgewartet werden. Ḥusâm Ḥâmîš (Hussam Hamish) vom Direktorat der Antikenabteilung Ḥomṣ erklärte, die beschädigten Artefakte der Ausstellung seien restaurierbar. Sogar die publikumswirksam vom IS in die Luft gejagten und damit in ihrer Gesamtstruktur total zerstörten antiken Baudenkmäler des Bal-Tempels, des Triumphbogens und der al-Lât-Stele mit dem Löwen (vgl. Abbildungen in Teil III (neu)) könnten wiederaufgebaut und dem Publikum zugänglich gemacht werden wie der Rest an erhaltenen Denkmälern des Ausgrabungsgebiets. Wie der Gouverneur mitteilte hätten 60 Organisationen aus aller Welt ihre Hilfe beim Wiederaufbau in Palmyra angeboten. (http://sana.sy/en/?p=73414, http://sana.sy/?p=362321 mit Photos)

Nach Auskunft von Generalstabschef Sergei Rudskoi zur Situation vor der Befreiung von Tadmur hätten sich Anfang März im Areal noch mehr als 4.000 IS-Leute ausgerüstet mit mindestens 25 Panzern und Schützenpanzerwagen, mehr als 20 Artillerieanlagen, über 40 Minenwerfer, rund 100 Anti-Panzer-Raketen und über 50 Fahrzeugen mit schweren Waffen aufgehalten, wie Rossijskaja Gaseta am Fr., 1.4.2016, mitteilt. Zudem sei ein ganzes System von Befestigungs­anlagen geschaffen worden. (http://sptnkne.ws/aXac)

Wie die türkische Zeitung Hurriyet am Do., 31.3.2016, meldete, wurde am Vorabend – mehr als vier Monate nach dem Abschuß des Kampfjets Su-24 über Syrien seitens der Türkei (vgl.u.) – der Mörder des Piloten Oleg Peschkow, namens Çelik (vgl.u.), in einem Restaurant in Izmir verhaftet. (http://sptnkne.ws/aW9p)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73364 und http://www.sana.sy/?p=361877 (Volkswehrgruppen unterstützt von Bewohnern von Saʽlû, aš-Šuḥail im SO von Dair az-Zaur brachten IS-Trupps Verluste bei wie auch in al-Bûkamâl, dazu Beseitigung der Terrorgruppe al-Ḥisba in al-Ġabrâ, 130km im O der Provinzhauptstadt sowie von IS-Anhängern im Industireviertel von Dair az-Zaur. Eliminierung von IS-Stellungen auf Tal Ušaihib al-Ğanûbî in NO-Um­land von as-Suwaidâ´. Vereitelung von IS-Angriffen auf eine Reihe von Militärposten bei aš-Šaiḫ Hilâl im Raum Salamiyya im O von Ḥamâ im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten; Zerstörung eines IS-Kommandozentrums und eines Muntions- und Waffendepots bei Angriffen auf IS-Positionen bei ar-Rahğân, Umm al-Mayâl und Abû Ḥa­­nâyâ im O von Salamiyya; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärkontrollposten um Wâdî al-ʽAzîb in derselben Gegend in der Nacht auf den 31. März; Etablierung von Posten um den Tal Tabarat ad-Dîba und die umgebenden Anhöhen mit Angriffen auf die IS-Front entlang Abû Ḥu­bailât, Abû Ḥa­­nâyâ, Ṣalba u.a. vor deren Hauptsitz ʽUkairbât in der Provinz Ḥamâ-Ost.)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm informierte am 31.3.2016 über 10 Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden. „Jaish al-Islam terrorists targeted residential buildings in Damascus suburbs with mortars three times and Ahrar al-Cham terrorists shelled 3 positions for the Syrian army in Lattakia countryside” stand auf der Webseite. außerdem: „terrorists targeted positions for the Kurdish Protection units in al-Sheikh Maksoud neighborhood in Aleppo“ und: „one breach of the cessation of hostilities by unknown armed group was observed in a town in Idleb countryside„.  (http://sana.sy/en/?p=73406)

Terroranschläge vom 31.3.2016:
Der Beschuß mit Mörsergranaten von Ost-al-Ġûṭa (Rîf Dimašq) aus verursachte am Donnerstag nachmittag im damaszener Wohngebiet Barza erheblichen Sachschaden. (http://sana.sy/?p=362008)
Ebenfalls am Nachmittag beschossen IS-Terroristen den Stadtteil Harâbiš im SO von Dair az-Zaur mit Raketen und hinterließen damit eine Tote und Sachschaden an Häusern u.a. privatem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=73382)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73287 und http://sana.sy/?p=361184 (Eroberung des Tala Tabâra Dîba im Areal von Salamiyya im O von Ḥamâ nach für den IS verlustreichen Kämpfen im Zusammenwirken mit Vokswehrkräften und Zerstörung von IS-Fortifikationen etc.; Eliminierung von IS-Stellungen und –Ansammlungen bei Bi´r at-Tanmiyya im O von as-Suwaidâ´; Desgleichen im Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm von Dair az-Zaur, wo auch ein 20m-langer Tunnel des IS gesprengt wurde. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps im O von Darʽâ nördlich Tulûl Ḫalîf nahe Umm Walad an der Verwaltungsgrenze zu as-Suwaidâ´.)

Terroranschlag vom 30.3.2016:
Erneut wurde Aleppo nahe des zentralen Parks mit Raketen beschossen, wodurch etliche Passanten verletzt wurden und entsprechender Sachschaden entstand. Auch im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd hinterließen Salven von Mörsergranaten fünf Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=73342)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm berichtete für die vergangenen 24 Stunden von sechs Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe am 30.3.2016 und spezifizierte „5 breaches were observed in Aleppo countryside and one in Lattakia countryside”. Die russischen Kampfflieger hätten zudem in 23 Einsätzen 54 Terroristenpositionen angegriffen. Allein am Mo., 28.3.2016, hätten die Terrororgansiationen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Liwâ´ al-aqq und Ğaiš al-Islâm elf Mal die Waffenruhe durch Angriffe gebrochen. (http://sana.sy/en/?p=73336)

Nach der Befreiung von Tadmur durch die SAA und die sie unterstützenden Einheiten der Volkswehr etc. kehren die zuvor durch die Armee noch rechtzeitig aus Tadmur evakuierten Bewohner in Scharen zurück. Sputniknews-Reporter begleiteten einige und interviewten sie. Manche können sogar in ihre relativ unbeschädigten Häuser heimkehren, andere haben nicht so viel Glück nach den mutwilligen Zerstörungen seitens der IS-Terroristen. Laut dem Einwohner Muḥammad habe man nun jedoch das Schlimmste hinter sich. Über die IS-Invasion erzählt er: „Das war ein schreckliches Verbrechen, das Hunderte friedliche Zivilisten das Leben gekostet hat. Die Terroreinheiten haben die Bewohner gezwungen, das zu tun, was sie von ihnen verlangten. Ich danke unseren Truppen und Russland. Dank ihren gemeinsamen Anstrengungen konnte Palmyra [tatsächlich gemeint und in arabischen Berichten auch so bezeichnet ist: Tadmur!] befreit wer­den. Jetzt warten wir alle, bis die Minenräumung abgeschlossen ist, um in unsere Häuser zurückzu­kehren“. Als die Terroristen in die Stadt einrückten, habe er sich mit der Familie gerade noch zu den Soldaten flüchten können, die einen Korridor von Tadmur nach Ḥomṣ freihielten, um noch so viele Einwohner wie möglich zu evakuieren. In Ḥomṣ hätten sie eine neue Bleibe gefunden. „Wir haben die Stadt nur wenige Stunden, bevor der Daesh die volle Kontrolle übernommen hatte, verlassen. Die Terroristen hatten Dutzende Sprengsatzfahrzeuge in der Stadt stationiert. Über das Schicksal einiger meiner Verwandten weiß ich bis heute nichts“, setzte er hinzu. Jasem (Ğâsim, Yâsim ?), zuvor Hirte in Tadmur, der mit Familie nach Dair az-Zaur flüchtete, berichtete: „Als der Daesh in die Stadt einmarschierte, hatten sie mir gleich meine ganze Herde, alle Schafe und Ziegen, weggenommen. Nachdem sie erfahren hatten, dass unser Nachbar bei der staatlichen Post arbeitet, brannten sie sein Haus nieder“. Der aus Tadmur stammende und an der Befreiungsschlacht seiner Heimatstadt teilgehabte Soldat Ayham äußert strahlend: „Für mich war es eine Ehre, für meine Heimatstadt zu kämpfen, wo ich geboren bin. Ich wollte unbedingt in die Liste der Stadtverteidiger aufgenommen werden. Und jetzt rufe ich allen Menschen aus Palmyra zu: Kommt zurück, unsere Stadt ist frei!“ Der IS hatte die „Festung Tadmur“ bis zuletzt verbissen zu halten versucht, da die Oasenstadt in der großen syrischen Wüste ein bedeutsamer strategischer Punkt zur Kontrolle der Verkehrswege von der Küste ins Landesinnere bis z.B. Dair az-Zaur an der Grenze ist. (http://sptnkne.ws/aVFD)

Die Sprecherin der russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte während der Pressekonferenz am Mi., 30.3.2016, übermittelte das Befremden der russischen Regierung über die Haltung westlicher Staaten hinsichtlich der Befreiung Tadmurs inklusive der antiken Stadt Palmyra durch die syrische Armee von der IS-Terrororganisation. „They have blocked a statement welcoming the libe­ration of Palmyra from ISIS at the UN Security Council drafted by the Russian side.“ Hierauf bemerkte sie: „We are not so much surprised and disappointed by the position of Western colleagues as puzzled by their true intentions in regard to peaceful settlement in Syria” und fuhr fort: „We thought that the delay of reaction from the Western capitals on Palmyra’s liberation was a coincidence. Now it is evident that this is part of a systematic approach”. (In der deutschen Version: in Moskau sei man „nicht so sehr über die Position der westlichen Kollegen verwundert und enttäuscht, sondern vielmehr hinsichtlich der Wahrhaftigkeit ihrer Absichten in Bezug auf die friedliche Regelung in Syrien besorgt. Wir hatten vermutet, dass die Verzögerung bei der Reaktion auf die Befreiung von Palmyra aus den Hauptstädten eine zufällige Erscheinung ist. Nun ist offensichtlich, dass das Teil einer systematischen Herangehensweise ist“.) Jedoch zeige sich nun, daß diese westlichen Staaten weder Interesse an der Befreiung Syriens vom Terrorismus hätten noch daran, an der friedlichen Beilegung der Differenzen mitzuwirken noch an kulturellen Werten an sich. Statt dessen stelle sich heraus, „geopolitical interests are behind all this.” Demgegenüber stehe die russische Position: „The Russian side plans to submit to the Executive Board of the UN cultural watchdog UNESCO a draft statement on Palmyra calling to restore this monument of global civiliza­tion”. (In der deutschen Version: „Dies (die Entschei­dung, die Erklärung zu blockieren) zeigt, dass sie in Wirklichkeit weder der Prozess der Befreiung Syriens von den Terroristen noch die Förderung des Friedensprozesses durch eine Aussöhnung im Land und schon gar nicht die kulturellen Werte und vieles, was sie regelmäßig deklarieren, interes­siert. Hinter allem steht ausschließlich ein geopolitisches Interesse. Die russi­sche Seite hatte sich entschlossen, den Entwurf einer entsprechenden Entscheidung zu Palmyra dem Exekutivkomitee der UNESCO zur Erörterung vorzulegen. Dieses Dokument enthält unter anderem einen Appell an die Organisation zum Wiederaufbau dieses Denkmals der Weltzivilisation“.) (http://sana.sy/en/?p=73300 vom 30.3.2016; s..a. http://sptnkne.ws/aWgF) – Vgl.a. den thematisch ähnlichen Beitrag: Palmyra: the Most Resounding Defeat of International‪ ‎Terrorism … But The Western Media Are Silent About It… Why??? (https://www.facebook.com/filodefero)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73174 und http://sana.sy/?p=360809 (Zerstörung von IS-Stellungen und Ansammlungen samt militärischem Equipment durch präzise SAAF-Einsätze im weiteren Umkreis von Tadmur bei aṭ-Ṭafḥa nahe Ğab al-Ğarâḥ wie bei al-Buṣaîrî nahe al-Qaryatain im O der Provinz Ḥomṣ, nachmittags im Zusammenwirken mit der Volkswehr Befreiung der südlichen Plantagen und des Postens 861 in der Umgebung von al-Qaryatain).

11 Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe verzeichnete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 29.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden. „11 breaches were observed during the last 24 hours… 5 in Aleppo, 3  in Idleb, 2 in Lattakia, 1  in Damascus”. Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschossen erneut kurdische Positionen und Wohngebiete mit Mörsergranaten, wobei eine Person ums Leben kam und zwei weitere verwundet wurden. Desgleichen wurden durch eben jene Extremisten wieder die Bewohner von alʽa mit Mörsergranaten beschossen, weswegen vier Menschen Verletzungen davontrugen. (http://sana.sy/en/?p=73246)

Bei der Eliminierung der IS-Terroristen aus Tadmur blieb ein Dokument der Terrororganisation zurück, das schnell auf Twitter verbreitet und auch der britischen Zeitung The Mirror zugespielt wurde. Es beschäftigt sich mit dem Bezug von Sexsklav(inn)en. Darin heißt es: Brüder, die Sexsklaven erwerben wollen, sollten ihre Namen beim Anführer ihres Zuges registrieren. … Jedem, der seinen Namen nicht registriert, wird der Zugang zum Markt der Sexsklaven verboten. Die Bezahlung für die Sklavin muss in einem geschlossenen Briefumschlag erfolgen. Der Höchstbietende wird verpflichtet, einen Vertrag abzuschließen.“ Sonderregeln für im Kampf Befindliche besagen: „Was Kämpfer im Dienst betrifft, sollten sie ihren Anführer kontaktieren, und wir werden alles binnen zehn Tagen organisieren.“ (http://sptnkne.ws/aVwV)

Dr. ʽAbdul Karîm Ma´mûn, der Generaldirektor für Altertümer und Museen in Syrien (DGAM) bekannte nach der Befreiung von Tadmur mit der antiken Metropole Palmyra am SW-Stadtrand, man habe infolge der IS-Besetzung mit dem Schlimm­sten gerechnet. Doch Tadmur sei in einem besseren Zustand als befürchtet und könne laut den syrischen Behörden wiederaufgebaut werden. Dasselbe gelte für das Ausgrabungsgelände. Wir hatten befürchtet, dass das Amphitheater auf der Hauptstraße und der Tempel beschädigt sind. Aber Gott sei Dank ist alles in bestem Zustand“. Viele der wichtigsten Ruinen seien nur leicht beschädigt und kön­nten restauriert werden. Sorgen bereite jedoch das Museum: „Die IS-Terrori­sten nutzten das Museum als Gefängnis, und wir können die Schäden noch nicht einschätzen.“ Dennoch erklärte der Chef-Archäologe: „Heute ist für uns der glücklichste Tag, denn die Stadt ist vom Terrorismus befreit, und die Denkm­äler der Zivilisation können wiederhergestellt werden“. Während der Abwehrkämpfe gegen den IS im Frühjahr 2015 waren die (abzugswilligen) Einwohner evakuiert und hunderte an Exponaten in Sicherheit gebracht worden (vgl.u.).  Derzeit seien Experten dabei, von allen Objekten Auf­nahmen zu erstellen, und die Beschädigungen zu dokumentieren. In Syrien habe man die nötigen Kenntnisse und Kräfte für die Restaurierung. (http://sptnkne.ws/aVhR vom 28.3.2016; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4189-syrien_wiederaufbau_palmyras_dauert_5_jahre)
Auch der für historisch wie archäologische Gebäude zuständige Direktor im DGAM, Naẓîr ʽAwaḍ (Nazir Awad) gab im Gespräch mit SANA am 28.3.2016 an, ein Team von Spezialisten (s.o.) sei nach Tadmur unterwegs. Die Restaurierungen würden, wenn auch mit den Materiallieferungen etc. alles in Ordnung ginge, etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen. Eine besondere Gefahr für das hiesige Kulturgut liege noch in den zerstörerischen Raubgrabungen des IS, die ebenfalls erst erforscht werden müßten. (http://sana.sy/en/?p=73151)

Prof. Dr. Michail Piotrowski, Direktor der staatlichen Sammlungen der Eremitage in St. Petersburg hat sich zur Unterstützung beim Wiederherrichten der antiken Weltkulturerbe-Stadt Palmyra bereit erklärt. Hierzu bemerkte er: „While the ISIS terrorist organization began their attack on Palmyra, vandalizing its archaeological ruins and exploding its monuments, our specialists started to think about means of preserving this ancient city and cooperated with all museum experts around the world to collect what is necessary for launching an international campaign to revive and rebuild the city once it is recaptured.” Dann setzte er hinzu: „It is early to talk about definite dates for restoration works. First of all, mines must be dismantled, detailed and accurate maps have to be drawn and work responsibilities should be divided”. Zudem gab er sich zuversichtlich, die geraubten und von den Terroristen außer Landes geschmuggelten Kunstgegenstände wiederbeschaffen zu können.
Der außerordentliche Repräsentant des russischen Präsidenten Putin für internationale kulturelle Kooperation, der Kunstwissenschaftler Dr. Michail Schwydkoi, versicherte, nach Eruierung des Gesamtschadens würde es einfacher sein, einen Restaurierungsplan zu erstellen und zeitliche Angaben hierzu zu machen. (http://sana.sy/en/?p=73160, 28.3.2016)

Selbst beim Aufspüren, Räumen und Entschärfen der vom IS – wie üblich – ausgelegten bzw. versteckt angebrachten Minen und Sprengfallen werden russische Spezialeinheiten die syrischen Kräfte unterstützen und sind bereits unterwegs, meldete Zvezda TV am 29.3.2016. Roboter und Spürhunde sollen bei der gefährlichen Arbeit helfen. (http://sana.sy/en/?p=73186) Tags zuvor hatte Waleri Gerassimow, Chef des russischen Generalstabs, diese Unterstützung angekündigt. (http://sana.sy/en/?p=73133)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.3.2016 – mit teilweiser Rückschau auf den 27.3.2016informieren http://sana.sy/en/?p=73100 und http://sana.sy/?p=360130 (Befreiung von al-Ḥazm al-Ġarbiyya und des strategisch bedeutsamen Postens ar-Râqama wie von Talat Ḍahr Ḫarnûbî ca. 85km südöstlich von Ḥomṣ nach heftigen Gefechten gegen den IS; ebenfalls große Fortschritte gegen Nester und Ansammlungen des IS im Raum al-Qaryatain wie im Bereich Minṭâr ar-Rumailî mit Zerstörung der Nachschublinien; – am Vortag: Etablierung der Kontrolle über die Posten 850 und 849 auf al-Ḥazm aṯ-Ṯânî zu und des Postens 876 auf den Ġabal ar-Rumaila zu. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps samt Abschußanlage für Mörsergranaten in al-Manṣûra in der al-Ġâb-Ebene im NW von amâ wie in Abû Ḥubailat im O, unter Getöteten auch der lokale IS-Anführer Ḥussain al-Ḫalaf; – am Vortag: Beseitigung von IS-Ansammlungen westlich des ʽAqârib-Damms und bei Tabârat ad-Dîba (etwa 31 km im O der Stadt Ḥamâ) mitsamt ihren aufgerüsteten Fahrzeugen.  Im N Idlibs kamen am Sonntag durch eine Autobombe laut anwohnern von Sarmadâ (nahe des Grenzübergangs Bâb al-Hawâ zur Türkei) Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ums Leben. Am Sonntagabend brachte die lokale Volkswehr bei al-Mayâdîn (45km im SO Dair-az-Zaur) und al-ʽAšâra (65km im SO der Provinzauptstadt) IS-Ansammlungen Verluste bei.).

Wie Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 28.3.2016 meldete, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu neun Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe und zwar in den Provinzen Aleppo, Idlib und al-Lâḏa­qiyya. Dazu bemerkte er: „Operations of eliminating separate groups of the Islamic State, ISIS, are still continuous in the sou­thern suburbs of Palmyra”. Zudem hätten Bewohner im Umland von Aleppo gemeldet, daß in ʽAnadân im N der Provinzhauptstadt mehr als 50 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit drei LKW-Ladungen an Waffen aus der Türkei angekommen seien. (http://sana.sy/en/?p=73154)

Frohe Osterfeiertage allen Lesern!
(währenddessen Kurzmeldungen)

Die Regierung verurteilte den Terroranschlag von Lahore strengstens und bekräftigt erneut die Notwen­digkeit einer international abgestimmten Bemühung zur aufrichtigen Terrorismusbekämpfung. (http://sana.sy/?p=360100)

Das erhoffte Ostergeschenk ist da, vielfach schon fälschlich gemeldet, jetzt aber bestätigt: ganz Tadmur (einschließlich der antiken Stadt Palmyra) ist durch die Armee mit ihren Unterstützungskräften (vgl.u.) am Sonntag vom IS befreit worden. Sämtliche letzten IS-Trupps (ca. 450 getötete IS-Terroristen!) mitsamt ihren Schlupfwinkeln sind eliminiert, wer den Verfolgern entkommen konnte, flüchtete sich in die umgebende Wüste. Spezialeinheiten durchkämmen das Gebiet nach in Mengen hinterlassenen, an antiken Relikten und Häusern angebrachten Sprengsätzen und an Straßen ausgelegten Minen entschärfen sie.
Das antike Palmyra ist vom Militär umstellt und gesichert.
Die SAAF begleitet von russischen Kampffliegern bestrichen die Achsen Tadmur – as-Suḫna(ebenfalls Rückzugsort des IS), Tadmur – Tadmur-Dreieck (vgl.u.), Tadmur – Tuwainân und ar-Ruṣâfa – aṭ-Ṭabqa (ar-Raqqa-Provinz)und brachten so dem Feind weitere beträchtliche Verluste bei.(SAA-Gefechtsbericht vom 27.3.2016: http://sana.sy/en/?p=72949http://sana.sy/?p=359471 vom 27.3.2016, Bestätigung durch Generalstab: http://www.sana.sy/?p=359509 bzw. http://sana.sy/en/?p=72985)

Der russische Präsident Putin gratulierte Präsident Dr. al-Assad per Telefon zu dem spektakulären Sieg in Tadmur. Letzerer bedankte sich für die bisherige Unterstützung seitens Rußlands und versicherte hinzu: „Palmyra had been reduced to ruins several times throughout history… As it was previously restored, so it will be restored again so as to remain a cultural heritage and treasure for the entire world”. (http://sana.sy/en/?p=73049, 27.3.2016) – Zugleich sicherte Putin am Telefon weiterhin russische Unterstützung zu auch im Nachgang des Sieges in Tadmur: „Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation wurde beauftragt, die syrische Seite bei der Minenräumung auf dem befreiten Territorium angesichts dessen Bedeutung für die Weltkultur maxi­mal zu unterstützen“. Dies machte er auch gegenüber der UNESCOGeneraldirektorin Irina Bokowa in einem weiteren Telefonat deutlich. Außerdem hätten sich er und Frau Bokowa darauf geeinigt, daß „die Unes­co, Russland und Syrien in nächster Zukunft alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werden, um den Schaden, den die Terroristen Palmyra zugefügt haben, zu begutachten sowie einen Plan zur Widerher­stellung dessen, was noch gerettet werden kann, auszuarbeiten“. (http://sana.sy/en/?p=73078 vom 28.3.2016, s.a. http://sptnkne.ws/aVde)

Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon begrüßte während einer Pressekonferenz in Amman am So., 27.3.2016, die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in Tadmur durch die syrische Armee, welche die IS-Terroristen auch aus der antiken Stadt Palmyra vertrieb. „We were happy with the announcement of the Syrian army the restoration of security and stability to Palmyra… the Syrian army will protect and preserve this human heritage”, verkündete er. (http://sana.sy/en/?p=73073)

Im russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm stellte man am 27.3.2016für die vergangenen 24 Stunden zahn Verstöße gegen die Waffenruhe fest, darunter vier im Umland von Aleppo und drei in jenem von al-Lâḏaqiyya. In 40 Lufteinsätzen seien zudem 117 IS-Positionen angegriffen worden mit Eliminierung von 80 Terroristen, acht Kommandozentren, zwei Panzern, drei Kanonen, acht Fahrzeugen und sechs Depots. (http://sana.sy/en/?p=73057)

Beim Treffen von Großmuftî Scheich Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn und dem Vize-Patriarch von Antiochia des ganzen Osten der römisch-orthodoxen Kirche, Lûqâ al-Ḫûrî (Luka al-Khouri) mit der französischen Parlamentsdelegation (vgl.u.) am So., 27.3.2016, erinnerte ersterer daran, Syrien habe Europa vor der Landplage des Terrorismus und Extremismus gewarnt gehabt. Syrien kämpfe gegen beide, weil es ein säkularer Staat sei und fügte hinzu: „Syria has defended Europe and combated extremism and terrorism on behalf of it”. Daneben betreibe es die Reconciliation bis zu deren natürlischem Ende. Regime wie in Qaṭar, Saudi-Arabien und der Türkei rief er dazu auf, die Terrorismusunterstützung wie auch die Einmischung in die internen Angelegenheiten Syriens zu beenden.
Lûqâ al-Ḫûrî rief die Gäste dazu auf, zuhause das reelle Bild Syriens zu verbreiten. Dafür seien sie da, versicherte Delegationschef Mariani. (http://sana.sy/en/?p=73066)

Seit dem 25.3.2016, befindet sich erneut (vgl. Teil) eine französische Parlamentsdelegation, deren politische Mitglieder hauptsächlich der oppositionellen ParteiDie Republikaner“ entstammen, mit politischen Analysten und Aktivisten, 25 Journalisten, Intelektuellen und Forschern unter der Führung von Thierry Mariani in Syrien zu Treffen mit hohen Politikern und Besichtigungen vor Ort. U.a. fand auch ein Gespräch mit Präsident Dr. al-Assad statt. Auch Mariani machte deutlich, daß die bisherige Politik ihrer Regierung wie die anderer EU-Länder und der USA etc. gegenüber Syrien falsch gewesen sei wie auch die westliche „Bericht“erstattung über die Vorgänge in Syrien, von denen man sich hier vergewissern könne. Zudem verurteilte die Delegation die Terroristenunterstützung durch die Türkei, Saudi-Arabien und Qaṭar Nicolas Dhuicq berichtete später über die Unterredung, der Präsident habe festgestellt, „dass vor dem Hintergrund der US-amerikanischen und russischen Operationen die Außenpolitik der EU im Nahen Osten eigentlich keine Rolle spielt“. Zur Föderalisierungsdiskussion habe jener bemerkt: Syrien sei ein kleines Land. Es sei eigentlich zu klein, um dort eine Föderation auszurufeninsbesondere in Bezug auf die arabische Bevölkerung in der Region. In den Kurden-Gebieten Syriens belaufe sich deren Anteil Assad zufolge auf nur 30 Prozent, deswegen würde sie auch auf eigenem Territorium nur eine Minderheit vertreten“. Zudem sehe der Präsident positiv in die Zukunft.
Zur Frage des religiösen Hintergrunds des syrischen Präsidenten, sprach sich Dr. al-Assad klar dafür aus, daß diese keine Rolle für die Besetzung des Amtes spielen dürfe. Dies würde allerdings einer Verfassungsänderung bedürfen. Daß man zu einer solchen bereit sein solle, hatte er bereits in früheren Intervews deutlich gemacht und dazu aufgerufen. (http://www.sana.sy/en/?p=72914, http://www.sana.sy/en/?p=72922, s.a. http://sptnkne.ws/aUUT und http://sptnkne.ws/aUTb)

Frohe Osterfeiertage allen Lesern!

(während dessen Kurzmeldungen)

 

Assad-Interviews/-Ansprachen übersetzt hier  (demnächst auch das ARD-Interview vom 1.3.2016, in Englisch: http://sana.sy/en/?p=70991, einen kleinen Vorab-Eindruck bieten: http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297403- und http://sptnkne.ws/aJPP).

Wiederholt tauchen  Meldungen – dieses Mal von SputnikNews – auf, das antike Palmyra am Ortsrand der Oasenstadt Tadmur sei unter Kontrolle der SAA und damit aus der seit Mai 2015 bestehnden Besetzung durch den IS befreit. http://sptnkne.ws/aTBA vom 23.3.2016) – Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldet noch keine Bestätigung (Gefechtsbericht in Englisch auf http://sana.sy/en/?p=72659), sondern die Eroberung des in den Gefechtsberichten schon mehrfach genannten sog. Tadmur-Dreiecks (vgl.u.) außerhalb der Stadt. Pars today dagegen meldet, Armee und unterstützende Einheiten von Volkswehr und Ḥizbullâh seien bis zum Stadtrand vorgedrungen, wie auch eine Quelle im Kommandostab gegenüber RIA Novosti berichtet habe. (http://parstoday.com/de/news/world-i3784-syrische_armee_und_aufst%C3%A4ndische_r%C3%BCcken_in_palmyra_vor)
Auch am 24.3.2016 spielen sich Kämpfe gegen den IS am Westrand von Tadmur ab nicht in der Stadt! (http://sana.sy/en/?p=72754)
Bei allen SAA-Einsätzen ist der Schutz der antiken Ruinen beim Waffeneinsatz wie bei der Taktik ausschlaggebend.
Noch am 25.3.2016 finden die Gefechte nahe bei (Palmyra) und nicht in einem Teil von Tadmur statt wie die Gefechtsberichte und Veröffentlichungen bei SANA erweisen: http://sana.sy/en/?p=72841 und http://sana.sy/en/?p=72828

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72896 und http://www.sana.sy/?p=359120.

Im Sputniknews-Interview erzählte der Ex-Außenminister und -Vizepremier (2002!) der Türkei, der DSP-Politiker Şükrü Sina Gürel von seinem privat unternommenen Besuch in Damaskus vor einiger Zeit, seinem Treffen mit Präsident Dr. al-Assad und dessen Botschaft an die türkische Bevölkerung. In dieser habe sein syrischer Gastgeber zur „Aufrechterhaltung und dem Ausbau der gutnachbarlichen und freundschaftlichen Beziehungen und Kontakte“ aufgerufen. Dies trifft mit dem Bestreben der türkischen Oppositionspolitiker und vieler Türken zusammen (vgl.u.). Der Präsident, der den Eindruck eines ruhigen und sicheren Mannes vermittele, habe die Botschaft mit Respekt und ohne jegliche Beleidigung oder Aggression vorgebracht. Für Gürel sei es sehr wichtig, die außenpolitischen Kontakte der Türkei wieder zu beleben. Daher bemerkte er auch: „Mir scheint, ähnliche Schritte wären in Bezug auf Russland und den Iran notwendig. Die regionalen Mächte sollten ihre Zusammenarbeit aufrechterhalten. Und Russlands Rolle in der Region ist sehr groß.“ Hinsichtlich separatistischer Bewegungen in Nahost meinte er: „Die Staaten der Region sollten sich zusammenschließen und eine gemeinsame Politik durchführen, die auf die Erhaltung der Integrität ihrer Länder gerichtet sein muss. Das ist der Schlüssel für die Problemlösung.“ (http://sptnkne.ws/aU4H 26.3.2016),

Terroranschläge vom 25.3.2016:
Erneuter Beschuß mit Raketen auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo hinterläßt vier Tote, 20 Verletzte und erhebliche Gebäude- etc. Schäden. Auch im Stadtteil Ṣâlâḥuddîn verschanzte Terroristen beschossen denjenigen von al-Ḥamdâniyya in der Provinzhauptstadt mit Mörsergranaten, töteten einen Anwohner und verletzten zwei weitere bei entsprechenden Sachschäden.(http://sana.sy/en/?p=72870, http://sana.sy/?p=359027)

Am 25.3.2016 registrierte das russische Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm sieben Verstöße gegen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden. Laut der zugehörigen Webseite kamen in der Provinz Idlib durch Artilleriebescbuß seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra drei Menschen ums Leben. Aus der Provinz Ḥamâ wurde die Entführung von 12 Personen durch dieselbe Terrororganisation gemeldet. In der letzten Woche habe die Ğabhatu_n-Nuṣra ihre Provokationen deutlich erhöht, wozu am Vortag auch das US- Koordinierungszentrum in Amman kontaktiert worden war. (http://sana.sy/en/?p=72878)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72828 sowie http://www.sana.sy/?p=358847 (Die Armee samt unterstützenden Kämpfern (vgl.u.) erlangten nach heftigen Gefechten mit IS-Trupps die Kontrolle über den Burgberg von Tadmur wie den Syriatel-Hügel daneben und damit alle Anhöhen um Tadmur herum mit Ausmerzung aller noch verbliebenen IS-Schlupfwinkel dort und Durchkämmung der Areale nach angebrachten Sprengfallen und Beseitigung und Entschärfung dieser. Der Feind erlitt heftige Verluste und zog seine Reste in die Innenstadt zurück.)

Ein Video präsentiert zeigt terroristische Söldner und gleichzeitig „operators“ für die aus US-gefertigten und von den USA den vorgeblich „moderaten“ Terroristen gelieferten BGM-71 TOW anti-tank-missiles, welche von der SAA gefangengenommen und anschließend vom Geheimdienst vernommen wurden. Zwei davon stellten sich dadurch als Mitglieder der Gruppe heraus, welche den russischen Rettungshubschrauber, der nach dem abgeschossenen russischen SU-24 Piloten suchte, abschossen und letzteren töteten. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/25/syrian-patriotic-special-forces-captured-mercenaries-tows-operators-which-destroyed-russian-helicopter/)

Dr. Saʽîd aš-Šahâbî (Saeed el-Shahabi), politischer Aktivist und Journalist, zudem Leiter der baḥrainischen regierungskritischen Freiheitsbewegung Bahrain Freedom Movement“ rief laut Mitteilung von al-ʽÂlam vom Fr., 25.3.2016, die internatio­na­le Gemeinschaft dazu auf, ernsthafte Maßnahmen gegen die Unterstützer des Terrorismus, insbesondere von Seiten der Regime Âl-Saʽûd und Âl-Ḫalîfa (Baḥrain), zu ergreifen. Der Terrorismus müsse an der Wurzel ausgerottet werden, wozu einerseits die finanzielle und anderweitige Unterstützung wie die extremistische Ideologie als Ausgangspunkt [s. den in verwirklichten Wahhâbismus] zähle. Den Diktatoren dieser Regime müsse zudem ein Ende gesetzt werden, um in jenen Ländern den Weg frei für demokratische Systeme zu machen. (http://parsto­day.com/de/news/middle_east-i3919-bahrainische_bewegung_for­dert_weltgemein­schaft_zur_reak­tion_gegen_riad_auf)

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums informierte am 24.3.2016 darüber, daß Nachforschungen durch Russia Today erneut Beweismaterial zutage gefördert habe, das die immer noch andauernden Handelsbeziehungen zwischen dem IS und der türkischen AKP-Regierung, welche zuvor schon die russische Regierung belegt hatte, zudem untermauerten wie auch die Terrorismusunterstützung in Syrien. Zu konstatieren sei laut Igor Konaschenkow demnach: „Turkish regime is directly involved in funding and training international terrorists who are active in Syria“. (http://sana.sy/en/?p=72819). Siehe hierzu auch: ISIS, Oil & Turkey: What ‘Russia Today’ found in Syrian town liberated from jihadists by Kurds (https://www.rt.com/news/336967-isis-files-oil-turkey-exclusive/ vom 24.3.2016)

Die UNESCOGeneraldirektorin Irina Bokowa hat sich begeistert über die Befreiungsaktion der SAA bzgl. der antiken Stadt Palmyra geäußert: „I welcome the liberation of the Palmyra archeological site, martyr city inscribed on the UNESCO world heritage list, which carries the memory of the Syrian people, and the values of cultural diversity, tolerance and openness that have made this region a cradle of civilization.” versicherte sie am Do., 24.3.2016, und fuhr fort: „For one year, Palmyra has been a symbol of the cultural cleansing plaguing the Middle East.”. Für die nähere Zukunft kündigte sie an: „As soon as security conditions allow, UNESCO is ready to go to Palmyra with those responsible for Syrian antiquities on a mission to evaluate damage and protect the priceless heritage of the city.“ Zudem konstatierte sie: The deliberate destruction of heritage is a war crime”. (http://sana.sy/en/?p=72833 vom 25.3.2016) – Schon der vielseitig interessierte Ethologe Konrad Lorenz hatte für die Einführung eines Straftatbestandes „Kulturverbrechen“ votiert.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72754 und http://www.sana.sy/?p=358306 (In der Provinz Ḥomṣ erkämpfte die Armee mit unterstützenden Kräften nach harten für den IS verlustreichten Gefechten die Kontrolle über den Wâdî al-Qubûr, den Ğabal al-Quṣûr und Qaṣr al-Qaṭarî im W von Tadmur wie später über den gesamten die Oasenstadt übverblickenden Gebirgszug Ğabal aṭ-Ṭâr, ca. 3km von dieser entfernt; weiteres Vorrücken auf das –außerhalb gelegene – Dîdîmân Tadmur Hotel und den az-Zirâʽa-Kreisverkehr an der SW-Zufahrt nach Tadmur; heftige Kämpfe am Nachmittags gegen IS-Konzentrationen beim Burgberg, dessen Ruine von den Terroristen ebenfalls arg beschädigt worden war, wie beim Syriatel-Hügel und um Tadmur herum – der IS erlitt jeweils deutliche Einbußen an Kämpfern und Ausrüstung, ließ diese oft bei der Flucht – u.a. gen Târkîn – zurück; ebenfalls nachmittags erhielt der IS Verstärkungen aus as-Suḫna (vgl.u., ca. 70 km im NO von Tadmur) und Ansammlungen von IS-Terroristen in aṭ-Ṭaiba auf der Straße nach ar-Raqqa, welche durch die SAAF effektiv bekämpft wurde. Beseitigung von IS-Trupps samt militärischem Equipment im NO von as-Suwaidâ´ auf Tal Ušaihib al-Ğanûbî wie bei al-Qaṣr.); s.a. Bildergallerie in: http://www.sana.sy/?p=358698.

Sieben Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnete das russische Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîmam am 24.3.2016, davon fünf im Umland von Aleppo und zwei in jenem von al-Lâḏaqiyya. Im ersten Fall beschossen erneut Terroristen von Liwâ´ as-Sulṭân Murâd kurdische Stellungen im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd mit Raketen, im zweiten richteten Extremisten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihre Mörsergranaten auf zwei Städte im Umkreis. – Zudem meldeten Einwohner, daß sich IS-Trupps um die Orte Ḫân Ḥâfira, Marân, Umm ʽAdasa und Šâmir sammelten, wohl um SAA-Positionen anzugreifen. – Mit den die SAA unterstützenden Lufteinsätzen gegen den IS hätten die russischen Kampfflieger zwischen dem 20. und 23.3.2016 insgesamt 146 Einsätze im Umkreis von Tadmur, wobei mehr 320 Terroristen, sechs Kommandozentren, fünf Panzer, sechs Artilleriestellungen, zwei Waffendepots und 15 aufgerüstete Fahrzeuge eliminiert wurden. (http://sana.sy/en/?p=72810)

Zum Ende der zweiten Gesprächsrunde in Genf präsentierte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, während einer Pressekonferenz am Do., 24.3.2016, ein paper of principles mit 12 Punkten, über die Einigkeit zwischen den Teilnehmern bestehe. „The paper I have prepared represents my conception as a mediator for the Syrian-Syrian dialogue, it includes guiding principles that help in the next stage, but don’t enter in the details”, verkündete er, die erwähnten Details sollten möglichst in der nächsten Runde angepackt werden. Enthalten seien jedenfalls die Bewahrung von Syriens territorialer Integrität und Souveränität, die Zurückweisung auswärtiger Einmischung (intervention) und des Terrorismus´ wie der Schaffung geeigneter Bedingungen zur Rückkehr der Flüchtlinge in die Heimat [wie sie schon in den Moskauer Prinzipien enthalten waren].
Hinsichtlich der Regierungsdelegation hob er hervor, daß diese geholfen habe, das bereits Vorgestellte auf den Weg zu bringen. „We will start the next round of talks on the time that we have fixed which couldn’t be postponed after the 9th or 10th of April as the participating delegations can arrive successively”. Dann sprache er sich aus für: „priority is for preserving the cessation of hostilities agreement and the continuation of the humanitarian aid.” Zudem hoffe auch er auf eine Teilnahmemöglichkeit der Kurden an den Gesprächen und informierte hierzu: „I discussed this issue at the Security Council”. Außerdem setzte er – die syrische Regierungsposition damit unterstreichend – hinzu: „he Kurds are Syrians and I will seek to have them in the dialogue and representation would include all Syrians.” (http://sana.sy/en/?p=72807)

Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der russischen Duma [Unterhaus], Alexei Puschkow, wies hinsichtlich der Brüsseler Anschläge auf seinem Twitter-Account auf den wichtigen Umstand hin, daß die in der belgischen Hauptstadt aktiven Terroristen Gegner der Regierung unter Präsident Dr. al-Assad seien. Wörtlich schrieb er: „Die Terrorakte in Brüssel wurden von denselben Dschihadisten begangen, die in Libyen gegen Gaddafi und in Syrien gegen Assad gekämpft haben. Europa zieht es aber vor, darüber zu schweigen“. (http://sptnkne.ws/aTP4 vom 24.3.2016)

Terroranschläge vom 24.3.2016:
Erneut wurden Einwohner der von Terroristen seit zwei Jahren belagerten und ständig Angriffen ausgesetzten Stadt al-Fûʽa im Landkreis Idlib Opfer einer neuerlicher Attacke: zwei Personen starben drei weitere wurden verletzt durch Scharfschützenfeuer von Seiten der Terrorgruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Liwâ` al-Farûq, einer Unterabteilung der sog.von der Gruppe Freunde Syriens (vgl.u.) unterstützten FSA (vgl.u.)! (http://sana.sy/en/?p=72712)

Eine von IS-Terroristen an der Landstraße zwischen Sawdâ und ʽAbad einerseits und Rağm al-Fayâḍ andererseits angbrachte Landmine tötete einen Passanten und verletzte einen weiteren in der Provinz al-Ḥasaka. (http://sana.sy/?p=358477).

S.a. Der Nachrichtensender RT hat auf seiner Internetseite Dokumente und Aussagen gefangener IS-Kämpfer über Erdölgeschäfte der Islamisten mit der Türkei veröffentlicht.

Nach drei Jahren des Ausfalls durch Terroristeneinwirkung ist das Thermalkraftwerk Tišrîn im Umland von Damaskus ab dem 24.3.2016 endlich wieder am Netz (http://sana.sy/en/?p=72724).

Dr. al-Ğaʽfarî traf am 23.3.2016 auch auf die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. „We held an objective meeting with Mogherini at the residence of the Syrian Arab Republic’s dele­gation in Geneva and I can say it was a promising and constructive meeting to a certain degree”, urteilte er nach dem gemeinsamen Gespräch. Sie sei mit einer Botschaft der EU gekommen zur Bestärkung von „our delegation, other sides including the UN Special Envoy for Syria de Mistura to get involved positively in the indirect talks.” Bezüglich der Attentate in Brüssel, wozu der Diplomat sich schon wiederholt geäußert hatte (vgl.u.) bemerkte er dieses Mal, die Anschläge „opened the eyes of the Europeans on the need for reading the map more accurately and give priority to combat terro­rism.” Er habe die EU-Außenbeauftragte darum gebeten, die Europäer auf die Notwendigkeit der Aufhebung der ökonomischen unilateralen [und damit illegalen] Zwangssanktionen gegen Syrien und der Wiedereröffnung der Botschaften im Land hinzuweisen. Hinsichtlich des Beginns der nächsten Runde für die weiteren Verhandlungen in Genf äußerte er: „we didn’t agree yet on the deadline, and we will agree with de Mistura on a fixed time through diplomatic channels.” (http://sana.sy/en/?p=72705)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72659 und http://www.sana.sy/?p=357684 (Kontrolle über das sog. Tadmur-Dreieck, ca. 2km von der Oasenstadt entfernt, und den N-und W-Hang des aṭ-Ṭâr-Gebirges, 3km im NW des Burgbergs (mit Ruine) von Tadmur gelegen, nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten gegen den IS erkämpft; mit Eroberung der Höhenzüge um Tadmur mit Vernichtung der IS-Nester und –Ansammlungen mitsamt deren militärischem Equipment rund um die Oasenstadt ist die erste Etappe zu deren Befreiung abgeschlossen; zudem Eliminierung von IS-Konvois auf der Strecke Tadmur – as-Suḫna und von IS-Konzentrationen beim Wâdî Abyaḍ-Damm, dem Šâʽir Ölfeld und Umm Ṣuhaîrîğ im O sowie bei al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ durch SAAF-Angriffe. Beseitigung einer Autobombe während eines vereitelten IS-Angriffsversuchs auf das Industrie-Viertel von Dair az-Zaur unter heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. In der Provinz Ḥamâ im Ost-Umland von Salamiyya Auslöschung von IS-Befestigungen und-Ansammlungen durch effektive akkurate Luftschläge bei Abû Ḥu­bailât, al-ʽUqairbât, ʽAkiš, al-Qasṭal al-Waṭânî, Ğab ar-Riyân, Ğurûḥ, ar-Rawḍa, Rasm al-ʽAwâbid, Umm Ğab und Rasm at-Taîna) – Beteiligt an der Operation zur Befreiung von Tadmur sind auch die ca. 5.000 Mann (generisches Maskulinum!) starken sog. „Wüstenfalken“, oder englisch die Desert Falcons self-defense unit, also eine – gemischt geschlechtliche – Selbstverteidigungseinheit, welche der pensionierte SAA-Oberst      Muḥammad Ğabir bereits in den ersten Tagen des Krieges zusammenstellte, welche sehr effektiv kämpft. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/23/palmyra-desert-falcons/ mit Photogallerie! Zudem kämpfen Einheiten der Volkswehr und der Ḥizbullâh auf Seiten der SAA gegen den IS. Zu weiteren Beteiligten s.a. Leith Fadel in: https://www.almasdarnews.com/article/irgc-soldiers-arrive-palmyra-help-liberate-city/.

Am 23.3.2016 werden aus dem russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet: „4 breaches took place in Lattakia and 1 in Homs”. Weitere Rekonziliierungsgespräche mit Beitritten zur Waffenruhe wurden geführt. Der kommandierende Generaloberst der russischen Militärs in Syrien, Alexander Dwornikow, bemerkte noch, mit der Befreiung von Tadmur werde der Weg frei nach ar-Raqqa und Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=72697) – Generaloberst Dwornikow hob zudem im Interview mit der Rossijskaja Gaseta vom 23.3.2016 hervor, daß die SAA seit Beginn der russischen Operation in Syrien rund 400 Orte befreit habe und setzte hinzu: „In dieser Zeit verlor das Terrornetzwerk Daesh (IS/Islamischer Staat) 10.000 Quadratkilometer des syrischen Territoriums. Das Potential der Terrorgruppierungen verringerte sich um die Hälfte, die Terroristen büßten die Initiative ein“. (http://sptnkne.ws/aTDT, Hhg. blogseits).

Der russische Außenminister Sergei Lawrow machte am Mi., 23.3.2016, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskolle­gen Frank-Walter Steinmeier hinsichtlich der anhaltenden Terrorismusunterstützung von der Türkei aus deutlich: „Wir beobachten einen anhaltenden Strom über sie (die türkische Grenze – d. Red.) in beiden Richtungen, obwohl dieser Strom, nachdem unsere Luftwaffe Operationen zur Unterbindung des illegalen Schmuggels, insbesondere von Erdöl und Erdölprodukten aus Syrien, aus den vom IS (in Russland verboten) kontrollierten Territorien in die Türkei initiiert hatte, ernsthaft abgenommen hat. … Dennoch bleibt er bestehen und wird aktiv an der Grenze zwischen den beiden kurdischen Enklaven im Norden Syriens genutzt. Und gerade wo die Kurden versuchen, dem IS diese Territorien abzu­ringen, erfolgt von türkischer Seite her ein Artilleriebeschuss gegen Stellungen der Kurden, durch den ihr Kampf gegen diese terroristische Organisation behindert wird“. (http://sptnkne.ws/aT9e)

Im NO der Provinz Ḥamâ konnte nun – wie schon früher angekündigt – die zweite Gruppe Bürger (nach der ersten am 15.3., vgl.u.) in ihre Heimatorte al-Bîra, al-Ḥuwaiğa, Qaṣr alMuḫarram und Ğunaina Ġarbiyya zurückkehren, wie der Gouverneur Dr. Ġasân Ḫalaf gegenüber SANA am 23.3.2016 mitteilte. (http://sana.sy/en/?p=72650)

Am Vormittag des 23.3.2016 beurteilte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Leiter der syrischen Regierungsdelegation, die Atmosphäre das vorangegangenen Gesprächs mit dem UN-Gesandten de Mistura als positiv. Man habe von de Mistura nun ein Dokument ausgehändigt bekommen [wurde bislang vergeblich erwartet, vgl.u.], das nach der Rückkehr nach Damaskus [von der Regierung] studiert werde. Die Antwort darauf werde dann in der dritten Gesprächsrunde mitgeteilt. Dabei wies er daraufhin, die Regierungsdelegation sei die „only delegation who has submitted an official work paper for these indirect talks brokered by de Mistura since the very first session, whereas we were han­ded a document only at the end of the second round, our position on which will be put forward at the start of the next round.” Begonnen hatte der Chefdiplomat die Presseerklärung allerdings mit einem nochmals ausgesprochenen Verurteilung der Anschläge von Brüssel vom Dienstag und der wiederholten Beurteilung dieser als „an inevitable consequence of the wrong policies and of tolerance for terrorism to realize certain agendas and attempts to legitimize it through trying to classify as “moderate” terrorist groups that are actually but offshoots of the Takfiri Wahhabi doctrine.” (http://sana.sy/en/?p=72656 21)

Terroranschlag vom 23.3.2016:
Im Stadtteil Bustân al-Qaṣr positionierte Terroristen feuerten in der Nacht auf den Mittwoch Raketen auf den al-Mašâriqa-Stadtteil in Aleppo, wo fünf Menschen verletzt wurden, ziemlicher Sachschaden entstand und in der Folge ein Feuer ausbrach. (http://sana.sy/en/?p=72646)

Im russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm wurden für die letzten 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe registriert, fünf in der Provinz al-Lâḏaqiyya und einen in der Provinz Ḥamâ. Dazu wurde ein russischer Konvoi mit humanitären Hilfsgütern für die Städte Ḥarastâ im Rîf Dimašq und Kafarnân im Rîf Ḥomṣ von Terroristen beschossen (vgl.a. http://sana.sy/en/?p=72614), ohne daß es zum Glück zu Verletzten auf Seiten der russischen oder syrischen Helfer kam. (http://www.sana.sy/?p=357354 vom 22.3.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72595 und http://www.sana.sy/?p=357137 (Beseitigung von Stellungen der mit dem IS verbundenen Liwâ´ Šuhadâ` al-Yarmûk bei Ḫarâb aš-Šaḥm im NW von Darʽâ zusammen mit ihrem militärischen Equipment – Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Šuhadâ` al-Yarmûk u.a. Terrorgruppen üben vielfach Angriffe auf die im Umland von Darʽâ wie an der Verwaltungsgrenze zur Provinz Qunaiṭra verstreut gelegenen Dörfer und Städte aus; unter den Getöteten um den Tal al-Ğamûʽ im W von Darʽâ auch der sog. „Militärkommandant von Süd-Syrien” mit Namen Ṭâriq Mazʽal al-Masâlama alias Abû Ṣalâḥ al-ʽAskarî. In der Provinz Ḥomṣ gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Trupps mit Zerstörung von deren Fortifikationen in al-Qaryatain wie um die Oasenstadt Tadmur herum wie bei der Šâʽir-Abzweigung [zum Ölfeld!] mit hohen Feindverlusten an Kämpfern, Waffen etc.; Rückeroberung des strategisch bedeutsamen, weil Tadmur überragenden Gebirgszugs Ğabal al-Hayâl zusammen mit Volkswehreinheiten mit anschließender Räumung der hinterlassenen bzw. eigens bei der Flucht angebrachten IS-Minen und –Sprengsätze)

Endlich konnten sich auch die – weil wegen der erhobenen Proteste von verschiedener Seite (vgl.u.) verspätet doch noch durch de Mistura zu den Verhandlungen nach Genf eingeladen – syrischen Damen der Delegation genannt Women Consultative Council zu Wort melden. Ihre Abordnung setzt sich aus 12 Mitgliedern verschiedenster politischer und geographischer Herkunft zusammen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem UN-Gesandten für Syrien machten sie deutlich: „Formation of the Council came in response to the Syrian women’s demands to play an active role in the political process and draw the features of Syria’s future.“ Die Delegierte Diyânâ Ğabûr (Diana Jabbour) setzte noch hinzu: „We believe women can form a har­monious state through which all may ignore political considerations in order to reach a Syrian interest as we hope and aspire for a secure, independent and unified Syria”. Gemeinsam riefen sie alle beteiligten Seiten dazu auf, sich ernsthaft dafür einzusetzen, daß die politische Lösung der Syrienkrise von Erfolg gekrönt werde. Vor allem aber forderten sie eine sofortige Aufhebung der unfairen Wirtschaftssanktionen gegen die syrische Bevölkerung, welche die Lieferung von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und medizinischer Ausrüstung verhinderten. (http://sana.sy/en/?p=72628, http://www.sana.sy/?p=357461 vom 22.3.2016)

Während einer Pressekonferenz vom di., 22.3.2016, erklärte der UN-Gesandte de Mistura u.a., er werde mit der Regierungsdelegation und anderen oppositionellen Repräsentanten am nächsten Tag zusammentreffen. Diese Runde der Genfer Gespräche ende dann am Donnerstag, dann werde er auch bekannt geben, wann es weitergehe. Angesprochen auf sein Treffen mit der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [d.i. HNC, s.u.] meinte de Mistura, diese sei in einer wesentlich besseren Athmosphäre als bisher verlaufen ohne “slamming the doors”, plötzliches Verlassen des Verhandlungstischs etc. (http://sana.sy/en/?p=72621)

Die syrische Regierung läßt durch sein Außenministerium verkünden, daß es die Terroranschläge von Brüssel strengstens verurteile und sein Beileid wie seine Solidarität mit den Familien der Opfer ausspreche. Leider sei dies „an inevitable consequence of wrong policies and of tolerance for terrorism to realize certain agendas and attempts to legitimize it through trying to classify as “moderate” terrorist groups that are actually but offshoots of the Takfiri Wahhabi doctrine”. Im weiteren entsprach die Verlautbarung der unten stehenden Mitteilung. (http://sana.sy/en/?p=72593 und http://sana.sy/en/?p=72588 vom 22.3.2016)

Dr. al-Assad hatte in seinen Interviews und Ansprachen schon seit Jahren davor gewarnt, daß Unterstützung für Terroristen, worunter eben auch die sog. FSA fällt, irgendwann wie ein Bumerang auf die Unterstützerstaaten zurückkomme und die eigene Bevölkerung gefährde, da Terrorismus keine Grenzen respektiere. Die von der Staatengruppe mit dem widersprüchlichen namen Freunde Syriens (engl.: Syria’s friends, vgl. Teil II und auch Teil III) u.a. unterstützte FSA (vgl.u. und den Link zu Teil III) fiel nicht nur früher schon durch ähnliche Massaker und Greueltaten auf wie der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere Terrorgruppen, mit denen enge Verbindungen (!) bestehen, sondern erst kürzlich wieder durch Terroranschläge in Syrien während der – auch von der FSA eingegangenen! – Waffenruhe (s.u.). Dringend nötig sei daher eine gemeinsame internationale Bekämpfung des Terrorismus auf der Basis des Völkerrechts und damit zusammen mit den Regierungen der meist betroffenen Länder Syrien und Irak, welche rechtzeitig eingeleitet ein weiteres Umsichgreifen des IS und anderer Terrorgruppen hätte eindämmen können. Auch müßten dringend die UN-Resolutionen gegen die Unterstützung der Terroristen ernsthaft umgesetzt werden. Tags zuvor hatte sich noch der syrische UN-Gesandte und Führer der Regierungsdelegation, Dr. al-Ğaʽfarî, in Genf für beides beim Treffen mit de Mistura vehement eingesetzt (vgl.u.). – S.a. ‚Firends of Syria more like enemies of Syria‘.

Wie schon vom Irak bekannt (s. die Einträge zum IS-„Waisenhaus“ bzw. zu Jidadi Jane und Jihadi Junior, bei den Abbildungen) sollten auch in Syrien IS-Trainingslager zur Heranziehung des Terroristennachwuchses im Land Minderjährige möglichst früh indoktriniert und zu IS-Kämpfern ausgebildet werden. In der kürzlich befreiten ehemaligen IS-Hochburg der Gegend in aš-Šadâdî stieß ein TV-Team des russischen Senders LifeNews auf einen entkommenen Jungen in einer völlig zerstörten Siedlung. Betreut wurde das ehemalige Lager vom sog. lokalen IS-„Kriegsmi­nister“ Abû ʽUmar aš-Šišânî (Abu Omar Ash-Shishani), dessen Tötungsmeldungen seitens des Petangon sich im übrigen alle als unzutreffend herausgestellt hatten (vgl. http://sptnkne.ws/aRcp vom 16.3.2016). Wie Muḥammad berichtete, wurden er und die anderen Kinder und Jugendlichen direkt von der Straße weg in die Trainingslager gelockt. In jedem eroberten „Verwaltungs­bezirk“ sollte mindestens eines dieser Zentren für die „Jungen Löwen des Kalifats“ entstehen. Auch ins Internet werden vom IS Clips gestellt, in welchen IS-Leute scheinbar harmlos eine große Kinderschar an­führen und sich gebärden wie bei einem sorglosen Kinderfest. Übergangslos nach dem Spielen, Liedern und Tän­zen folge das militärische Training. Nach der „Anwerbung“, würden die Kinder zunächst in eine Moschee gebracht, erzählte Muḥammad, wo sie intensiv ideologisch bearbeitet wurden.  „Man hatte mich zu einem Scharia-Lehrgang hierher gerufen. Da ich nicht beten ging, wurde ich zum ‚Husba‘, dem Untersuchungsrichter, bestellt. Auf diese Weise haben sie uns umerzogen, mit dem Jüngsten Gericht gedroht, sie haben von Hölle und vom Paradies erzählt. Sie haben ihre eigenen Lehrbücher, alles begründen sie mit dem Koran. Meinen Cousin haben sie überzeugt, er ist mit ihnen in den Kampf gezogen“, führte der Kleine aus, dessen Gewohnheit, nicht zu beten, als ein Kennzeichen der säkularen syrischen Gesellschaft gesehen werden kann. Ein anderer Junge, ʽAlî, ein Kamerad von Muḥammad führt aus: „Man hat uns erklärt, was der Dschihad ist – das heißt nicht nur, mit der Kalaschnikow in den Händen zu kämpfen. Dschihad ist auch, wenn man einen Liter Treibstoff nimmt und die Häuser von Ungläubigen in Brand steckt. Die Leute, deren Kind etwa sechs Jahre alt ist, haben sie auf der Straße aufgefordert, die Nachkommen zur Ausbildung zu bringen“. Gerade diese Kinder bilden den Großteil der Suizidattentäter des IS. Wie viele es davon gibt, ist schwer abzuschätzen. Diejenigen, die bei der Befreiung der Stadt aš-Šadâdî (vgl.u. Gefechtsbericht) durch die Armee nicht fliehen konnten, wurden von den älteren IS-Terroristen auf ihrer Flucht mit in die Gegend von Dair-az-Zaur verschleppt. (http://sptnkne.ws/aSFF vom 21.3.2016) – Zur Bedeutung des Nicht-Betens im Islâm vergleiche die entsprechenden Ḥadîṯe in https://mephistohinterfragt.wordpress.com/%E1%B8%A5adi%E1%B9%AF-kompilation/.

Nach dem Treffen mit dem UN-Gesandten de Mistura informierte der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. al-Ğaʽfarî, in der Pressekonferenz vom Mo., 21.3.2016, über das geführte Gespräch und beantwortete Journalistenfragen. Thema seien in einer tiefgehenden Diskussion Fragen gewesen, welche für Syrien wie die ganze Welt gleichermaßen Priorität hätten, wie z.B. die Terrorismusbekämpfung. Gefahr gehe vor allem von gewissen Staaten aus, Staaten, die auch im UN-Sicherheitsrat vertreten seien, die Terroristen unter den verschiedensten [kreiierten] Namensbezeichnungen unterstützten, trainierten und nach Syrien schleusten. Doch diese neu kreierten Benennungen änderten nichts an dem Faktum, daß es sich bei jenen um Terroristen handele. So frage er sich: „how come there aren’t armed moderate opposition groups active on French, British, and US soil that are sponsored by other states? Why this discrimina­tion against the Syrian people? When terrorism is active in Syria against Syrians, they call it moderate opposition or jihadists and so on, and they don’t call them terrorists, but when they return to the states from which they came, they become terrorists. ” Auch habe er auf die Bedrohung durch den Wahhâbismus hingewiesen, auf dem die extremistische Takfîr-Ideologie von al-Qaida aufbaue.
Bislang habe man noch keine Erwiderung von der Gegenseite auf das eigene Dokument “political solution for the crisis” erhalten, das man de Mistura seitens der Regierung überreicht habe, der eine Antwort darauf für Mittwoch oder Donnerstag versprach. Keinerlei offizielles Dokument oder Papier habe man mittels des UN-Gesandten von irgendeiner anderen am innersyrischen Dialog beteiligten Seite bisher erhalten. Was man statt dessen von der saudischen Delegation zu hören bekommen habe, habe nichts mit den in Genf zu diskutierenden Inhalten zu tun: „What the Saudi delegation says in statements or leaks about the presidency position isn’t worthy of a response, because this matter is not up for discussion and wasn’t included in any paper or the docu­ments related to this dialogue.”
Erstaunen errege auch der unverantwortliche Diskurs einiger Seiten über die turnusmäßig anstehenden Parlamentswahlen in Syrien, dabei wisse man bis dato nicht, wer die Oppositions-Delegation repräsentiere, wer der Experte oder Gutachter sei, was ein großes Hindernis für den Dialog darstelle („We don’t know until now how is representing the opposition delegation and who is the expert and who is the consultant, and this is a big obstacle for dialogue”). Daher erhoffe man sich für die Zukunft ein ernsthaftes Vorgehen, weswegen die Regierungsdelegation auch gleich „a group of basic elements for resolving the crisis“ präsentiert habe.
Auf die Anwesenheit von Terroristen in einer der Oppositions-Delegationen und die zu erstellende Liste der Terrorgruppen angesprochen, entgegnete der Chefdiplomat: „It is not our problem, nor is it De Mi­stura’s that the Riyadh opposition delegation has terrorists in it…It is the problem of the International Syria Support Group that claims to be a group for supporting Syria, but in fact it isn’t.”. Und er setzte hinzu: “Preparing a unified list of the terrorist organizations is a highly important matter that was assigned to Jordan by the participants in Vienna conference, but Jordan failed to do it.”
Für eine Einschätzung der Gespräche, um die Dr. al-Ğaʽfarî dann gebeten wurde, sei es noch zu früh, am Ende werde er jedoch eine solche abgeben, versprach er. Die Treffen mit de Mistura charakterisierte er als weitestgehend in „good atmosphere” geführt, während er das Fehlen eines aufrichtigen (genuine) Engagements bei anderen Seiten monierte.
Der syrische Staat verteidige seine Souveränität, sein Volk und seine Verfassung und darauf aus, eine Wiederholung der Szenarien von Libyen, des Iraks und Somalia im eigenen Land zu verhindern. Dazu bemerkte er hinsichtlich der Mitkämpfer gegen den Terrorismus: „Based on the concept of sovereignty, it is any government’s right to enlist the help of its allies, which is a constitutional right, to confront international terrorism. The state and terrorist organizations cannot be placed on an equal footing. Had it not been for Hezbullah’s defense of Lebanon’s borders with Syria, Qaeda and takfiris would have permeated Lebanon.”.
Auf das geplante Treffen zwischen dem russischen und US-Außenminister angesprochen, erklärte der Delegationsleiter: „It is undoubtedly an im­portant meeting, but this is supposed to be a Syrian-Syrian dialogue without foreign interference…If the Saudi delegation is waiting to take orders after the meeting, it is up to them anyway but this is deemed a violation of the Geneva meeting references that reject any form of foreign interference.”.
Die Regierungsdelegation habe eine moralische wie politische Verpflichtung zur Beendigung des Blutvergießens im Land. Doch dieser Verwirklichung stünden den Terrorismus unterstützende Länder entgegen, zu denen er ausführte: „But we cannot do this alone…There are countries involved in supporting terrorism…All of you know what is happening on the Syrian-Turkish borders and in Golan, and the way Israel is tending to the injured Jabhat al-Nusra terrorists and treating them in its hospitals, with Qatar paying the bill.”.
Staffan de Mistura teilte seinerseits in einer Pressekonferenz mit: „We exchan­ged ideas on finding “a common ground” among sides … the frame work is what we discuss now and we talked about terrorism and defining the terrorist organizations. … What we need today is a common understanding, and this is the principle of dialogue” und weiter: „We talked to the civil society even though it had no political role, but we want to listen to the Syrian people… we met today 25 persons and there was a very strong message about how to im­prove the situation and reach a solution to the crisis.” Von dem [schon erwähnten] Außenministertreffen in Moskau erhoffe er sich positive Impulse. http://sana.sy/en/?p=72557)

Die Bundeswehr-Luftwaffe habe seit ihrem – nicht mit der syrischen Regierung abgesprochenen und damit völkerrechtwidrigen – Auftragsbeginn am 8.1.2016 innerhalb der US-geführten Koalition bislang 134 Aufklärungsflüge in Syrien und dem Irak ausgeführt, 60% davon über irakischem Territorium. Dies war die Antwort, welche auf eine Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag erfolge. Unbekannt bleibt, ob die Daten für Luftangriffe genutzt oder gar zu Verlu­sten unter der Zivilbevölkerung geführt haben. „Die Regierung hat keine eigenen Informationen dazu“, hieß es aus dem deutschen Verteidigungsmini­sterium. (http://sptnkne.ws/aSJF)

Viktor Oserow, Chef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des russischen Födera­tions­rates, erklärte, auch nach der Truppenreduzierung würden Luftschläge gegen Terrorgruppen geführt werden, welche gegen die Waffenruhe in Syrien verstoßen. „Wenn die Terroristen sich für gemäßigte Opposition ausgeben und ihre Unterstützung des Waffen­ruheregimes erklären, obwohl sie dieses nur dafür ausnutzen, um günstigere Bedingungen für neue Attacken zu schaffen, wird Russland bei solchen Gruppierungen kein Auge zudrücken“, versicherte er. (http://sptnkne.ws/aSJH vom 21.3.2016) – Zuvor hatte Generalleutnant Sergei Rudskoi vom Generalstab der russischen Streit­kräfte am Mo., 21.3.2016, mitgeteilt, ab dem 22. März notfalls auch einseitig, d.h. ohne Einbindung des hierzu zuvor kontaktierten US-Militärs, die am 22.2.2016 vereinbarten Kontrollmechanismen der Waffenruhe in Syrien, auszuführen. (http://www.sana.sy/en/?p=72487, s.a. http://sptnkne.ws/aSGg und http://sptnkne.ws/aSRg) – Zur abschlägigen Antwort der US-Adminstration s. http://parstoday.com/de/news/world-i3721-usa_lehnen_russischen_vorschlag_zur_sofortigen_sitzung_%C3%BCber_feuerpause_in_syrien_ab.

Generalleutnant Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm gab am Mo., 21.3.2016, sechs Verstöße gegen die Waffenruhe an: „Three breaches in Lattakia, 2 in Hama and one in Aleppo were observed during the last 24 hours”. Rekonziliationsverhandlungen fanden mit Gruppen aus den Provinzen Damaskus und Darʽâ statt. (http://sana.sy/en/?p=72565)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72509 und http://sana.sy/?p=356510 (In Gefechten gegen den ISin der Provinz Ḥomṣ beim weiteren Vorrücken in Richtung Mahîn – al-Qaryatain Kontrolle über die Militärposten 875 nahe at-Tulûl as-Sûd, 908,8, 901, 893,6 beim Ğabal ar-Rumailî und 856 sowie 866 nahe dem Wâdî aṭ-Ṭaba erlangt; Luftschläge zerstörten IS-Fortifikationen mit aufgerüsteten Kampfwägen und Munitionstranporter nahe Tadmur und al-Qaryatain. Eliminierung von IS-Ansammlungen mit deren Equipment inklusive Abschußanlagen für Mörsergranaten und Bulldozer sowie deren Bedienmannschaften im Zusamenwirken mit Volkswehreinheiten auf Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´; in jenem Gebiet sind die genannten Streitkräfte ständig dabei, im NO-Rîf von as-Suwaidâ´ IS-Versuche zu vereiteln, in die am Rande der Wüste verstreuten Gemeinden einzufallen wie den Schmuggel von Waffen und Munition über das weite Gebiet der offenen syrischen Wüste an der jordanisch-irakischen Grenze zu verhindern.)

Auch das National Kurdish Movement for Peaceful Change von al-Ḥasaka sprach sich strikt und vehement gegen die Erklärung einer „federal region in northern Syria” beim Treffen von Rumailân (s.u.) aus und urteilte darüber ganz ähnlich wie die Versammlung der syrischen Stämme und Clans (s.u.) ebenfalls vom Samstag.  Angesichts des schweren Kampfes gegen den Terrorismus sei dazu zu sagen: „such a declaration strengthens enemies and weakens those who are fighting these enemies“. (http://sana.sy/en/?p=72483 vom 20.3.2016) – In gleicher Weise meldeten sich am Sonntag Prominente wie Bürger aus der Gesellschaft bei einer Zusammenkunft im Ġuwairân-Stadtteil der Provinzhauptstadt am Sonntag zu Wort und stellten sich jeglicher Zerstückelung Syriens, die nur ausländischen Interessen zu Gute komme, generell und brüsk zurück mit dem [übersetzten] Slogan: „No bargaining on the unity and sovereignty of Syria”. Die Provinz al-Ḥasaka sei „an integral part of the Syrian geography. We will not accept any attempt to separate it from the Syrian body”, äußerten die versammelten Bürger. Dasselbe gelte für die Kurden innerhalb der syrischen Gesellschaft. Näheres in den jeweiligen Artikeln. (http://sana.sy/en/?p=72463, s.a. http://sana.sy/?p=356078)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72443 und http://sana.sy/?p=356034 (Rückeroberung der Posten 287, 397 und 409 im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten und anschließender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen und Minen, dazu Vereitelung von Terroristenangriffen auf as-Saûda im N von al-Lâḏaqiyya wie auf Militärposten beim Ğabal al-Qalʽa und den Ort ʽAin alBaîḍâ unter beträchtlichen Feindverlusten an Kämpfern und Bewaffnung; zusammen mit Volkswehreinheiten zudem Befreiung von Ruwaisat Rašû, Ğûrat anNaḥla undRückgewinnung der Posten 550, 592, 540.5, 605 und 511.5 im N von al-Lâḏaqiyya jeweils mit Aufspüren und Räumen der vom Feind angebrachten Sprengsätzen. Vereitelung von IS-Attacken auf Kafar Sa ġîr und Bâbnis, 22km im N von Aleppo unter deutlichen Verlusten des IS an Männern und Ausrüstung, dazu Beseitigung von IS-Nestern und –Ansammlungen mit Waffen und Munition in in Dair Ḥâfir und Maskana im O der Provinz durch akkurate effektive SAAF-Luftschläge. Dergleichen gegen IS-Stellungen in al-Qaryatain, 80km im SO von Ḥomṣ wie um Tadmur, im Gebiet von Ḫunaifîs und aṣ-Ṣawânaim SW der Oasenstadt. Dergleichen gegen Stellungendes IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz amâ mit Zerstörung von deren Hauptquartieren wie von IS-Ansammlungen in Qasṭal Šamâlî, Qasṭal Ğanûbî und ʽUqairbât sowie Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps in al-ʽAnkâwî und am Rand der Ġâb-Ebene, 79km im NW von Ḥamâ-Stadt. Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Dair az-Zaur Airport mit erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung, Beseitigung von IS-Schlupfwinkel im Industrieviertel, im Ḥuwaiğat Ṣakar-Stadtteil in Dair az-Zaur und dem nahen Dorf al-Ğafra; erfolgreiche Bekämpfung des IS-Trupps um die beiden Suizidattentäter, die sich vor dem Furât aš-Šâm Hotel in al-Buġailiyya per Detonation Sprengstoffgürteln in die Luft gesprengt hatten, der überlebende Rest der Terroristen floh.  Effiziente präzise Luftwaffenangriffe auch auf IS-Standorte im NO von ar-Raqqa mit Eliminierung der jeweiligen Hauptquartiere der lokalen IS-Kommandanten im S der Provinzhauptstadt – unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen auch der wâlî (IS-Gouverneur) von ar-Raqqa namens ʽAlî Mûsâ aš-Šawaḫ mitsamt seinem Trupp und dem IS-Verantwortlichen für Fortifikationen, Barrierebau etc., genannt Abû Faraḥ); s.a. http://russia-insider.com/en/russia-steps-airstrikes-syrian-army-cuts-isis-supply-lines-palmyra/ri13456 und https://www.almasdarnews.com/article/irgc-soldiers-arrive-palmyra-help-liberate-city/.

Insgesamt fünf Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm laut Presseerklärung vom 20.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden. Im einzelnen waren je zwei Vorfälle in den Provinzen Aleppo und al-Lâḏaqiyya zu verzeichnen sowie einer im Umland von Ḥamâ.
In Aleppo bombten Anhänger von Liwâ´asSulṭân Murâd, aktiv in den Stadtteilen al-Ašrafiyya und al-Ḥaidariyya Artillerie-Stellungen der of Kurdish Protection Units im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd (vgl. Terroranschlag).
Die sog. Freie Armee (FSA, zu deren Charakterisierung s.u. und in  Teil III, bei NevaehWest-Abbildung) beschoß zwei Städte im Umland von al-Lâḏaqiyya sowie eine Stadt im Umkreis von Ḥamâ mit Mörsergranaten und schweren Maschinengewehren. Deswegen kontaktierte das Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm jenes der USA in Amman. Dort drückte man seine Besorgnis aus.
(http://sana.sy/en/?p=72473)

Terroranschläge vom 20.3.2016:
Am Sonntag standen auch die Bewohner des Stadtteils Bâb al-Farağ von Aleppo unter Raketenbeschuß durch Terroristen, die schon wie in der Nacht zuvor von Schlupfwinkeln in der Altstadt aus gefeuert hatten. Dabei wurden fünf Personen, darunter ein Kind, verletzt, wie Anwohner berichteten.
Auch die Einwohner der seit zwei Jahren von Terroristen u.a. von Ğaiš al-Fataḥ belagerten Landstadt al-Fûʽa (vgl.u.), 10km im N von Idlib, wurden von deren Scharfschützen, die sich in Biniš verschanzt hatten, ins Visier genommen. Zwei Anwohner kamen ums Leben, ein Dritter wurde lebensgefährlich verletzt. Nachtrag zum Samstag: schon am 18.3.2016 war auf diese Weise ein Frau getötet worden. (http://sana.sy/en/?p=72446, http://sana.sy/?p=356008)

Bei der Versammlung der syrischen Stämme und Clans der Provinz al-Ḥasaka in al-Qâmišlî machten diese ihre strikte Zurückweisung der Erklärung einer sog. föderalen Region Nord-Syriens deutlich, wie sie kürzlich im Alleingang einige Aktivisten in ar-Rumailân von sich gegeben hatten. Vertreten waren sämtliche Vertreter aller Gruppen und Gesellschaftskomponenten der Provinz. In der Abschlußkundgebung resümierten die Repräsentanten, das ar-Rumailân-Treffen spiegele nur die persönlichen Anschauungen der Teilnehmer des Treffens dar, die keinesfalls diejenigen der Bürgerschaft seien, und kreiere einen Präzedenzfall, der eine Verletzung der syrischen Verfassung und eine Gefahr für das historisch und geographisch zusammengewachsene Ganze darstelle. Der Zeitpunkt (timing) jenes Schrittes zeige, daß darin ein Protest gegen die Nichteinladung der Kurden zu den innersyrischen Gesprächen in Genf durch de Mistura zu sehen sei, obwohl die Kurden integraler Bestandteil des syrischen Volkes seien und ein Mitspracherecht haben müßten. Über die Zukunft Syriens inklusive seiner Struktur und damit Verfassung etc. zu entscheiden, stehe jedoch nur der gesamten Bevölkerung Syriens basierend auf den geltenden Gesetzen zu und nicht einer Teilgruppe bzw. den Kaprizen und kurzsichtigen Kalkulationen Einzelner. Die syrische Bevölkerung stehe hinter dem Kampf der Armee gegen den Terrorismus zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität. Schließlich erklärten die Deputierten nochmals ihre Zurückweisung jeglichen Komplotts zur Untergrabung der syrischen Einheit auch durch Föderalisierung. Auch die Bevölkerung der Provinz al-Ḥasaka stelle eine Einheit dar, die sie nicht durch fremde Einmischung zerstören lasse, sie stehe für die nationale Einheit ganz Syriens, seiner territorialen Integrität und zum Counterterrorismus wie zur Gegenwehr jeglicher ausländischer Intervention im Land. (http://sana.sy/en/?p=72431 und http://sana.sy/?p=355809 vom 19.3.2016, s.a. http://sana.sy/?p=356078 vom 20.3.2016) – Wie schon früher dargelegt, ist weder der N noch der NO Syriens z.B. in Gestalt der Provinz al-Ḥasaka Kurdengebiet, sondern beheimatet verschiedene Ethnien, darunter auch Kurden (vgl.u. und s. http://www.voltairenet.org/article189158.html).

Terroranschlag vom 19.3.2016:
Vier Menschen kamen zu Tode, weitere sieben wurden verletzt beim Beschuß ihres Wohngebiets aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo mit Raketen und Mörsergranaten am Abend. Die schäden an privatem und öffentlichem Eigentum sind dementsprechend. (http://sana.sy/?p=356008 vom 20.3.2016)

Generalleutnant Kuryalenko dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 19.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden zwei Verstöße gegen die Waffenruhe seitens der Terrorgruppen Assad al-Ḥaqq und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Angriffen auf Positionen der SAA, wobei ein soldat ums Leben kam. Die Offiziere des Zentrums, welche in den Provinzen diese Vorfälle dokumentieren, versicherten, daß die SAA jeweils zur Vereinbarung stand und nicht auf die Angriffe antwortete. Rekonziliierungsverhandlungen bestünden mit Würdenträgern aus dem Umland von Damaskus und aus dem von Idlib und Ḥomṣ. (http://sana.sy/en/?p=72427)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72372 und http://www.sana.sy/?p=355670 (Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen von Ḥaiṭ, šid und Kurdî, der Berge Rawâsî aṭ-Ṭawâl, Rawâbî aṭ-Ṭaḥîn, Ṣûlâ und Ğubail, von welchem man die Stadt al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ überblickt, nach heftigen Gefechten mit dem IS, der viele Kämpfer auf dem Schlachtfeld ließ, während sich die überlebenden gen Osten in die Wüste flüchteten; anschließend Säuberung der Areale von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen; laut dem kommandierenden General der 3. Division war es wichtig, diese Positionen zur Unterbrechung der Nachschublinien des IS in al-Qaryatein einzunehmen undals Ausgangspunkt für die Befreiung von al-Qaryatain und Tadmur unter Kontrolle zu bringen; dabei wurden etliche hochgerüstete Fahrzeuge, Panzer, Bulldozer, panzerbrechende Waffen, Artillerie sowie eine solarbetriebene Statellitenradiostation des IS zerstört. nach heftigen Kämpfen mit dem IS zudem Eliminierung eines Trupps bei den Bergen Rawâbî aṭ-Ṭaḥîn und Ṣûlâ und dem Ort Maḥasa samt Panzer und anderer militärischer Ausrüstung wie des prominenten libanesischen IS-Angehörigen Ṭaha ad-Dandašî, genannt Abû Muḥammad in der Umgebung von Tadmur. Beseitigung von IS-Mannschaften beim at-Taim Ölfeld, 16km im S von Dair az-Zaur mitsamt einem Bulldozer zur Erstellung von Barrieren und Fortifikationen beim Elektrizitätswerk sowie von IS-Ansammlungen auf einem Hü­gel bei al-Buġailiyya 7km im NW der Provinzhauptstadt. Eliminierung eines ISIS-Trupps samt Fahrzeugen im NO von al-Qaṣr im Umland von as-Suwaidâ´.)

Dr. Maḥmûd Ḥamûd, Direktor der Antikenabteilung Damaskus-Land, konnte am 18.3.2016, die Entdeckung einer unterirdischen Grabanlage aus der Römerzeit in der an archäologischen Ausgrabungen reichen Stadt Raḫla im Gebiet von Qaṭanâ im SW von Damaskus verkünden. „Ten days ago, we had information that a farmer found a cemetery while he was working at his farm. An excavation team went to the site and uncovered a collective Roman cemetery dating back to the 2nd and 3rd centuries A.D.”, erklärte er gegenüber der Presse. U.a. fanden sich in der Grabanlage Wandmalereien, Kerzenleuchter, Laternen, Blumengebinde, Prägungen in Bronze, Schmuckgegenstände und ein einzigartiger behauener Kalksteinquader (2m x 1,2m) mit dem Abbild eines Priesters, wie er bislang noch nicht in Syrien gefunden worden war. An ihm zeige sich die Entwicklung der Kunst in jener römischen Epoche. (http://sana.sy/en/?p=72285, http://www.sana.sy/?p=354645)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72272 und http://www.sana.sy/?p=355245 (Ausmerzung von IS-Schlupfwinkeln im Gebiet des Wâdî al-ʽAzîb ca. 110km im O von Ḥamâ; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten im NO von al-Mufakkir aš-Šarqî im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten mit Eliminierung einer Reihe der IS-Kämpfer und deren aufgerüstete Fahrzeuge inklusive eines Waffentransporters. Vorgehen gegen von IS-Trupps im Gebiet al-Ğafra im W von Dair az-Zaur mit Zerstörung von Abschußanlagen für Mörsergranaten, die zu Angriffen auf den Militärflughafen und die westlichen Wohngebiete der Provinzhauptstadt dienten unter Feindverlusten an Männern und weiterer militärischer Ausrüstung; Desgleichen im S von Dair az-Zaur im Umfeld der Autobahn in Richtung TadmurBeseitigung der noch verbliebenen IS-Terroristen im Umkreis von Tadmur auf Talat ʽArîn nahe der Stadt Tam­ṯîl und den umgebenden Anhöhen um den Talat al 900 im al-Hayâl-Gebirgszug im O von Ḥomṣ)

Terroranschlag vom 18.3.2016:
Infolge eines Raketenbeschusses auf den Stadtteil al-Midân in Aleppo kam eine Frau zu Tode, weitere sechs wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=72318)

Nawâf al-Milḥam, nationale Opposition, Bildquelle: SANA

Nawâf al-Milḥam, nationale Opposition, Bildquelle: SANA

Durchbruch für die nationale, also im Land wie Parlament vertretene und damit eigentliche syrische Opposition: endlich erhielt auch sie eine Einladung durch den UN-Gesandten de Mistura nach Genf, worauf insbesondere die syrische wie die russische Regierung gedrängt hatten (UN-Resolution 2254, Münchener Deklaration etc., vgl.u.), da ansonsten die Grundlagen (vgl.u.) für die Genf-III-Konferenz mißachtet würden. Am Vormittag fand das erste Treffen der 15-köpfigen Delegation (Bild, vgl.u., 4.2.2016) mit dem Leiter der Konferenz statt. Die Delegationsmitglieder Nawâf al-Milḥam wie Frau Suhair Sarmînî begrüßten diesen Wendung als „wichtigen Schritt“.  Letztere betonte zudem: „We are the ones living inside Syria and are aware of what is happening. Hence, we should come to the table as interlocutors rather than advisers, and this is what was put forward to de Mistura.” Der ebenfalls zur Delegation gehörende Generalsekretär der Syrischen Demokratischen Partei Aḥmad Kûsâ (Koussa) nahm seinerseits Bezug auf die kürzlich durch die Kurden ausgesprochenen Föderalisierungsgedanken, indem er erklärte: „the Syrian people will not accept federalism or partition.“ Irgendwelche Erklärungen in diese Richtung seien null und nichtig, denn allein das [gesamte] syrische Volk habe das Recht, über seine Zukunft zu entscheiden. (http://sana.sy/en/?p=72307, Hhg. blogseits) – Am Freitagmorgen hatte de Mistura zudem eine nicht näher benannte women advisory delegation getroffen. (http://sana.sy/en/?p=72324)

Die libanesische Zeitung ad-Diyâr meldet, daß das kontinierliche Vorrücken der SAA nach jeweils erfolgreichen Kämpfen mit IS-Trupps die Terrororganisation zum Abzug aus Tadmur mit der antiken Stadt Palmyra genötigt habe. Unterstützt worden sei die Armee durch die Elitetruppe Raḍwān der Ḥizbullâh.  Die Streitkräfte rückten bereits in die Stadt ein. (http://sptnkne.ws/aRD4) – Von offizieller syrischer Seite gibt es hierzu am Nachmittag des 18.3.2016 noch keine Meldung (vgl. aber Gefehtsberichte der letzten Tage, die auf einen baldigen Sieg der SAA hindeuten!).

Der von verschiedenen Seiten der SAAF wie den russischen Kampffliegern unterstellte Angriff auf das Hospital der Ärzte ohne Grenzen (MSF, Médecins Sans Frontières) vom 15.2.2016 mit Zerstörung der Klinik und 42 Todesopfern (vgl.u.) wurde laut PentagonBestätigung doch von US-Bombern ausgeführt. Pentagon-Sprecher Christopher Sherwood teilte hierzu gegenüber Sputniknews mit: „Ich kann sagen, dass die Personen, die die Hauptverantwortung für den Vorfall tragen, von ihren Aufgaben entbunden und mit einer Verwaltungsstrafe belegt wurden. Einige wurden vom Kriegsschauplatz abgezogen“. Er fügte hierzu: „Der Ermittlungsprozess wurde abgeschlossen, der Bericht ist fertig“, letzterer werde demnächst er veröffentlicht. (http://sptnkne.ws/aRJH)

Auch der Politologe Th. Meyssan legt in seiner Analyse vom 17.3.2016 dar, daß die russische Truppenreduzierung im Einvernehmen mit der syrischen Regierung geschehen (vgl.u.) und schon lange im voraus geplant gewesen ist. U.a. hatten der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu und sein syrischer Amtskollegen General Fahd Ğâsim al-Farîğ (Fahd Jassem Al-Freij) den jordanischen Stabschef bereits im Januar darüber informiert. S. http://www.voltairenet.org/article190784.html.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72221 und http://www.sana.sy/?p=354677 sowie https://southfront.org/international-military-review-syria-iraq-mar-17-2016/ (Umstellung eines IS-Trupps im O von Ḥamâ mit Unterbindung einer Waffenlieferung an deren Mitkämpfer in aš-Šaiḫ Hilâl und weitgehender Eliminierung der Kämpfer vor Ort. Vereitelung einer Ğabhatu_n-Nuṣra-Attacke auf die Nachschubroute as-Suwaidâ´ – Damaskus wie eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Vorstoßes auf den Ḫalḫala-Militärflughafen östlich des al-LağâtPlateaus in der Provinz Darʽâ. Beseitigung von IS-Fortifikationen und -Schlupfnestern in den Bergen von aṭ-Ṭâr und al-Hayâl im W von Tadmur, im sog. Tadmur-Dreieck, dem Wâdî aḏ-Ḏakârî, rundum Tadmur und in Richtung der ca. 10km entfernt gelegenen Obstplantagen im O-Umland von Ḥomṣ mit Eliminierung vieler IS-Milizionäre samt deren militärischer Ausrüstung; somit hat sich die Armee auf 6km an Tadmur herangekämpft. Räumung des kürzlich befreiten Areals bei at-Taim, der Gas Company und dem Technischen Institut, 6km südlich von Dair az-Zaur von durch den IS angebrachten Anti-Panzer-Minen und Sprengfallen.  Akkurate effektive SAAF-Luftschläge gegen den IS im Umland von Aleppo bei Ḫanâṣir – unter den getöteten IS-Terroristen auch der sog. Wâlî (IS-„Gouverneur!) von Ḥomṣ namens asân ʽAbûd mit seinen Leibwächtern; jener war u.a. verantwortlich für den IS-Angriff auf Ḫanâṣir vor einigen Wochen, vor seiner „Karriere“ beim IS war er Anführer der Terrorgruppe Liwâ´ Dawûd gewesen, die dann in der al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu im Rif von Idlib auf, welche sich schließlich dem IS anschloß.) Dimitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, widersprach Meldungen, die russische Luftwaffe sei an der SAA-Operation gegen den IS im Raum Tadmur beteiligt. (http://www.sana.sy/?p=355302).

Terroranschlag vom 17.3.2016:
Der Beschuß mit einer Reihe von Raketen und Mörsergranaten auf den im Westen Aleppos gelegenen Stadtteil az-Zahrâ´ hinterließ zwei Todesopfer im Kindesalter und etliche Verletzte sowie erhebliche Schäden. (http://sana.sy/en/?p=72255)

Neun Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 17.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden und zwar im Umland von Damaskus, Aleppo und Idlib. Bestätigt wurde eine Meldung von Bewohnern, daß Ğab­hatu_n-Nuṣra ca. 30 Personen im Gefängnis von Ḥaram im Umland von Idlib zur Erpressung von Lösegeld festhielten. Ein weiterer Gruppenführer aus dem Umland von Ḥomṣ signalisierte, sich mit seinen Leuten der Waffenruhe anschließen zu wollen.(http://sana.sy/en/?p=72260)

In einer Pressekonferenz am Rande der Genfer-Friedensgespräche teilte der UN-Gesandte de Mistura am Do., 17.3.2016, in Reaktion auf die Kurden-Erklärung aus der Provinz al-Ḥasaka hinsichtlich eines Kurdengebiets innerhalb eines föderativ gegliederten Syriens mit, daß sich alle beteiligten Parteien der Genf-III-Konferenz über die (zu erhaltende) Einheit und Unteilbarkeit Syriens einig seien. Auch die Regierung, sei es durch den Delegationsleiter Dr. al-Ğaʽfarî oder das Außenministerum (http://sana.sy/en/?p=72217), daß dies von keinerlei Bedeutung sei indem es u.a. der geltenden syrischen Verfassung widerspreche. Über solche Änderungen habe das ganze Volk zu entscheiden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3508-de_mistura_alle_konflikt­parteien_in_syrien_sind_sich_%C3%BCber_die_einheit_ihres_landes_einig)

Aktualisierung der Mitteilung von Dr. al-Ğaʽfarî (s.u.) über die laufenden Genfer Gespräche: We moved today [d.i. 16.3.2016] into deeper discussion with di Mistura regarding the ideas and points that we have, he needs some clarifications and we will return to him on Friday with the answers regarding the issue.” Problematisch sei immer noch die mehrfach erwähnte fehlende Vorbereitung der Genf-III-Konferenz (d.i. das Fehlen der Listen der einzuladenden Teilnehmer wie der nicht zu beteiligenden Repräsentanten von Terrorgruppen). Daher bemerkte er: „We need to work out together with the Special Envoy a solid ground with regard to who are other delegations. We still do not know how many delegations will be at the talks. We still don’t know who are these ghosts with whom we are supposed to engage into indirect talks. Something is lacking in the complete picture.” Nötig sei daher „to draw a line between terrorism and the political participation“. Die Vereinten Nationen sollten deswegen „create a special mechanism to monitor and prevent irresponsible behavior or sta­tements from the opposition delegations because some of these statements could undermine the pro­gress achieved in the talks.“ (zu den erwähnten statements s.u. Teil I von Dr. al-Ğaʽfarîs Presseerklärung vom 16.3.2016). Solange dies nicht der Fall sei, könne man nicht zu konstruktiven direkten Gesprächen übergehen: „moving from the indirect talks into the direct ones is not possible as irrespon­sible persons in the opposition delegations continue uttering statements that contradict the UN Secu­rity Council resolutions regarding the crisis in Syria.“ In einem Interview Russia Today stellte er nochmals bzgl. der geladenen HNC-Oppositionsgruppe unter Führung von Muḥammad ʽAlûš (s.u. zum Bezug zur Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm) in Verbindung mit den verschiedenen counterterroristischen UNSC-Resolutionen und der Pflicht eines Staates, seine bürger gegen Terroristen zu verteidigen, die rhetorische Frage: „how could we make peace with a person -supposed to be “a chief negotiator” of the different side while he threatens of terrorist acts and is known for his past rich with acts like encaging women in iron cages and marching with the cages in the streets of Douma town in Damascus Countryside?Constitutionally, it is the duty of the Syrian government to eliminate terrorism from all the Syrian territories and that is why there is no contradiction between the political and military tracks and the government’s engagement in dialogue in Geneva came for gathering all the Syrians around one agen­da”.
Ein wichtiger anzusprechender Punkt sei auch die Aufhebung der nicht durch ein UN-Mandat verhängten und damit illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien gewesen, die so sehr zum Leid der Bevölkerung und damit zu deren Fluchtgründen beigetragen haben. (http://sana.sy/en/?p=72104, http://sana.sy/en/?p=72186, Hhg. blogseits)

Während einer Auszeichnungsveranstaltung der russischen Luftwaffe für besondere Leistungen im Syrien-Einsatz, hob Präsident Putin hinsichtlich der Bemühungen um eine friedliche Beilegung der Syrienkrise zur Person des syrischen Präsidenten hervor: In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Haltung von Präsident Baschar al-Assad betonen. Wir sehen seine Zurückhaltung, sein aufrichtiges Streben nach Frieden, seine Bereitschaft zu Kompromiss und Dialog“. Zudem unterstrich er nochmals die gemeinsam mit Dr. al-Assad getroffene Entscheidung zur Reduzierung der russischen Streitkräfte in Syrien, da die wesentlichen Ziele („Schlag gegen die Terroristen“, Unterstützung der Rekoziliierungsprogramms der syrischen Regierung) erfüllt und damit die Voraussetzungen für den weiteren Friedensprozeß geschaffen worden seien. Die Weiterführung des Counterterrorismus im Zusammenwirken mit der SAA könnten die verbliebenen Militärs erledigen. (http://sptnkne.ws/aR4k vom 17.3.2016) Andernfalls: „wenn nötig, ist Russland bereit, buchstäblich in wenigen Stunden seine Truppen in der Region wieder auf die Größe aufzustocken, die der entstandenen Lage entspricht, und das ganze Arsenal der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzusetzen“, versicherte Putin. (http://sptnkne.ws/aRzQ). Die Kosten für den bisherigen Einsatz – 33 Mrd. Rubel, d.i. ca. 425.800.000 € – seien zudem von vornherein im Haushalt des Verteidigungsministeriums für Manöver und Gefechtsausbildung mit eingeplant gewesen. (http://sptnkne.ws/aR4d, http://sptnkne.ws/aRzB)

Terroristen im West-Umland von Darʽâ beschossen das al-ʽAğâmî –Kraftwerk, welches den benötigten Strom für den Betrieb der Trinkwasserpumpen liefert und setzten es damit außer Betrieb. Durch das infolge des Angriffs entstandene Leck liefen zudem Unmengen an Öl aus. Ein Reparaturteam sei bereits vor Ort. Aktiv in der Gegend ist Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://sana.sy/en/?p=72165, http://sana.sy/?p=354300 vom 16.3.2016)  

Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî in Vertretung von de Mistura informierte die Presse darüber, daß die getrennten Treffen des UN-Gesandten für Syrien weitergingen. Die Oppositionsgruppen wurden bereits um Vertreter der sog. Moskau- und Kairo-Gruppe erweitert. Die nächsten Gespräche fänden am Mittwoch Abend, am Donnerstag und wieder mit der Regierungsdelegation am Freitag statt. Dabei versuche Staffan de Mistura Gemeinsamkeiten herauszufinden, auf die aufgebaut werden könne, und unterschiedliche Standpunkte herauszuarbeiten. Man werde dann sehen, wie man damit umgehe. Zudem wiederholte er: „UN position is clear on the unity and territorial integrity of Syria“ und setzte hinzu: „this matter is absolute and bears no discussion“ und konstatierte erneut, daß es Sache der syrischen Bevölkerung sei, über ihre Zukunft zu entscheiden. (http://sana.sy/en/?p=72104, Hhg. blogseits)

Nachdem nach Auskunft des UN-Syrien-Gesandten Staffan de Mistura die „Opposition“, vertreten allein durch das von Saudi-Arabien erstellte sog. Hohe Verhandlungskomitee (HNC), wieder den „politischen Übergangsprozeß“ (vgl.u.) – also im Klartext den Sturz der gegenwärtigen [mit enormer Mehrheit wiedergewählten] Regierung in Vorwegnahme des Wählerwillens – beim Treffen vom Vortag aufs Tapet gebracht hatte (http://sana.sy/en/?p=72093), ging es im erneuten Gespräch mit der Regierungsdelegation am 16.3.2016 im UN-Hauptquartier um “practical steps” zur Eröffnung eines tatsächlichen innersyrischen Dialogs ohne Vorbedingungen. Letzteres geben auch die den Treffen in Genf zugrundeliegende UN-Resolution 2254 wie die Münchener Deklaration vor. De Mistura beurteilte das Treffen als “constructive” und „useful” ” und teilte mit, die separaten Treffen weiterführen zu wollen, um die jeweiligen Standpunkte, Übereinstimmungen und Gegensätze kennenlernen zu können. Laut Presseerklärung von Dr. al-Ğaʽfarî, dem Leiter der Regierungsdelegation, vom 16.3.2016 ging es bei der Unterredung um the importance and need for good preparation in terms of form [of the Syrian-Syrian dialogue], which would allow us to begin on solid basis in order to discuss the substance and essence.” Zudem habe man schon de Mistura schon gewisse Ideen unterbreitet: „We agreed to follow up on the important ideas and views we presented to the Special Envoy before yesterday and to have in-depth discussions of these ideas so that they can be the main basis of dis­cussion in the next session of talks, which would allow the Special Envoy to move on solid and firm bases from the form stage to the substance stage”, und setzte hinzu: „the next session should be use­ful and promising if all the notes presented by the Syrian Arab Republic to de Mistura and his assi­s­tants during Wednesday session were to be taken into consideration.“
Hinsichtlich der von russischer Seite geforderten UN-Beobachtung der syrisch-türkischen Grenze (vgl.u.) äußerte der UN-Diplomat: „We didn’t discuss only the continuing flow of terrorists through borders from Turkey; we also dis­cussed the terrorists sponsored by Israel and the terrorists who come from Jordan, and we asked de Mistura to work with the other sides that claim to want the shedding of Syrian blood to end in order to stop this blatant violation of resolution no. 2254 and the Vienna communiqués.“ Außerdem sollten alle auf Syrien bezüglichen UN-Resolutionen umgesetzt werden [d.h. auch die Rückgabe der von Israel besetzten Golanhöhen].
Auf die Frage nach einer breiteren Teilnahme von Oppostionsgruppen an den Genfer Gesprächen machte Dr. al-Ğaʽfarî deutlich, daß dies nicht nur den Standpunkt der syrischen Regierung widerspiegele, sondern so auch in den beiden Wiener Kom­mu­ni­qué´wie in der UN-Resolution 2254 niedergelegt sei. Dabei verwies er nochmals – vor allem im Hinblick auf das Gebahren des HNC – auf die Tatsache, daß „no single party has the right to claim to be the only representative of the opposition groups.“ (Keine Oppositionsgruppe könne „das Recht monopolisieren, die Opposition zu vertreten“).
In Bezug auf den vom Sprecher der kurdischen Partei der Demokratischen Union, Nawaf Halil (http://sptnkne.ws/aRz8 und s. http://sana.sy/en/?p=72217) verkündeten Plan einer Umgestaltung Syriens in ein föderales System mit einer eigenen Kurdenregion in Nordsyrien erwiderte Dr. al-Ğaʽfarî, diese Frage stehe nicht auf der Agenda, da die grundlegenden Prinzipien der Genfer Gespräche aufgrund der schon genannten internationalen Normen den Erhalt von „Syria’s unity, independence, and integrity“ zum Ziel haben. Zudem versicherte er: „any attempts to create discord among Syrians are going to fail.”.
Auf direkte Gespräche insbesondere mit der von Saudi-Arabien zusammengestellten Oppositionsgruppe des sog. Hohen Verhandlungskomitees (HNC) angesprochen, antwortete der Delegationschef neben dem Hinweis auf die festgelegte Struktur der Genfer Treffen, die der hierfür zuständige UN-Gesandte de Mistura festlege, man führe keine Gespräche mit Terroristen. Die Gruppe, die der Leiter des HNC vertrete, seien Terroristen, die zu einer terroristischen Fraktion gehöre, die friedliche Bürger getötet habe. U.a. sei sie [die radikal-islamische Gruppe Ğaiš al-Islâm] verantwortlich für die ständigen, auch während der vereinbarten Waffenruhe anhaltenden Angriffe im Raum Ost-al-Ġûṭa, auf die Hauptstadt selbst, darunter Attacken auf die Ingenieursfakultät und die russische Botschaft (vgl. diesbezüglich die Gefechtsberichte!). Der im letzten Dezember getötete Führer von Ğaiš al-Islâm, Zahrân ʽAlûš, Bruder des obersten HNC-Repräsentanten Muḥammad ʽAlûš (Mohammed Allush), hatte zudem Präsident Dr. al-Assad mit dem Tod gedroht. Dafür habe man noch keinerlei Entschuldigung gehört. Statt dessen hatte Muḥammad ʽAlûš die Drohung am Di., 15.3.2016, wiederholt. „Das ist nichts anderes als ein Aufruf zu einem Terroranschlag“ (http://sptnkne.ws/aRqs), konstatierte Dr. al-Ğaʽfarî.
(http://sana.sy/en/?p=72104, http://sana.sy/en/?p=72186 und http://sptnkne.ws/aRx8 vom 16.3.2016, http://sptnkne.ws/aRx8 vom 17.3.2016)

Gemäß Verlautbarung aus dem russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom 16.3.2016 gab es in den vergangenen 24 Stunden zehn Verstöße gegen die Waffenruhe. The breaches were monitored in the countryside of Aleppo, Lattakia, Idleb, Homs and Hama”, substantiierte der Leiter Generalleutnant Sergei Kuryalenko. (http://sana.sy/en/?p=72176)

Terroranschlag vom 16.3.2016:
Zwei Elektriker wurden durch eine vom IS an der Verbindungsstraße Aleppo – Ḫanâṣir angebrachte Landmine während der Arbeit schwer verletzt. Die Handwerker gehörten dem Reparaturteam an, das als Ersatz für die vom IS zerstörte Stromleitung Aleppo – Ḫanâṣir – Aṯriyâ (vgl.u.) eine Alternivverbindung herstellen sollte. (http://sana.sy/en/?p=72119)

Russische Aufklärer hatten einen Nachschub-Konvoi von Söldnern – hauptsächlich Turkmenen – aus der Türkei zur Unterstützung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš at-Turkmân in Syrien an der türkisch-syrischen Grenze beim ungehinderten Grenzübergang nahe Yayladağı ausgemacht. Anschließend bekämpften russische Bomber und SAAF-Kampfjets im Furniluk-Waldgebiet auf syrischem Territorium die Terroristen bekämpft. Danach durchkämmte die Armee im Zusammenwirken mit dem syrischen Widerstand, den National Defense Forces (NDF) und der Sy­rian Social Nationalist Party (SSNP) das Gebiet an der Grenze rund um den Grenzübergang zum türkischen Gebiet. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941225000390, 15.3.2016)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72113 und http://www.sana.sy/?p=353935 (Vereitelung eines IS-Angriffs aus der Wüste heraus auf al-Lağât im Areal von Kûʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ´ im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten. Vernichtung von IS-Fortifikationen im südlichen Teil der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur mit Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Umgebung des internationalen Flughafens, das Industriegebiet und den Ğabal al-Maqâbir unter deutlichen Feindverlusten an Männern und Equipment; und Zerstörung einer IS-Kanone im Stadtteil al-Ḥu­waiqa; Eliminierung eines vom IS geraubten Öltankers zwischen at-Taîm und aš-Šûlâ, von IS-Trupps beim Technischen Institut wie der al-Ğazîra Universität bei al-Buġai­liyya im W der Provinz, von Artillerie und einer Mörsergranaten-Abschußablage mit IS-Bedienmannschaft in Ḥuwaiğat Ṣakar im O. Vereitelung einer IS-Attacke auf eine der Anhöhen von al-Ḥâkama im W von Tadmur östlich von Ḥomṣ im Zusammenwirken mit Volksver­teidigungsgruppen, heftige für den IS verlustreiche Kämpfe im al-HayâlGebirge, von dem aus Tadmur mit dem zugehörigen umkämpften Dreieck überschaubar ist).

Hinsichtlich der Reduzierung der russischen Streitkräfte in Syrien (vgl.u.), teilte Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses des Föderationsrates der Russischen Föderation Viktor Ozerow am Di., 15.3.2016, mit, daß in Syrien mindestens 2 Bataillone mit 800 Kräften an zwei Standorten verblieben, dazu kämen Militärberater (insgesamt ca. 1.000 Mann). Der Counterterrorismus zusammen mit der syrischen Armee geht demnach – wie auch schon von Präsident Putin u.a. bekräftigt – bis zu dessen natürlichem Ende weiter. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3322-moskau_rund_1000_kr%C3%A4fte_bleiben_in_syrien)

Die kurdischen Volksverteidi­gungs­einheiten (YPG) haben sowohl Rußland als auch die USA über eine [erneute] Verlet­zung der Waffenruhe durch die Türkei informiert. Ein Vertreter des Moskauer Büros der syrischen Kurden erklärte gegenüber Ria Novosti: „Das YPG-Kommando hat an das russische und das US-amerikanische Koordinierungszentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien ein diesbezügliches Schreiben gerichtet. In dem Dokument wird über den Beschuss der kurdischen Stellungen nahe dem Dorf Hereze im Norden der Provinz Haseke durch die türkische Armee berichtet“. Dort sind türkische Militärs auch mit größeren Bauarbeiten auf syrischem (!) Territorium (vgl.u.) beschäftigt. (http://sptnkne.ws/aQNp vom 15.3.2016)

Infolge der Reconciliierungsbemühungen der Regierung konnten am Di., 15.3.2016, Bewohner wieder in den Ort al-Fân aš-Šamâlî im NO der Provinz Ḥamâ zurückkehren. „This is a step towards implementing the remaining stages of the reconciliation agreement reached recently”, kommentierte Aḥmad ad-Daîrî (Ahmad al-Deiri) als Mitglied des Vermittlungsausschusses (Reconciliation Committee) von Ḥamâ den Erfolg. Demnächst würden auch die Einwohner von Ğunaina, Ğunaina Ġarbiyya, Samâqiyya, Ḥuwaiğa, al-Bîra und Qaṣr al-Mu­ḫarram im Ostteil der Provinz folgen. Umfaßt von der am 7.3.2016 erreichten Vereinbarung seien zudem die Gegend von Ṣûrân, Qalʽat al-Maḍîq und über 100 kleinere Orte, dazu Farmen im al-Ḥamrâ´ Areal im NO-Umland von Ḥamâ. (http://sana.sy/en/?p=72043vom 15.3.2016, http://www.sana.sy/?p=353384)

De Mistura erhofft sich von der Reduzierung des russischen Militärs in Syrien (s.u.) laut einer vom UN-Sprecher Aḥmad Fawzî in Genf verlesenen Erklärung positive Auswirkungen auf den innersyrischen Dialog in Genf. (http://www.sana.sy/?p=353391 vom 15.3.2016)

Die einvernehmliche Reduzierung der in Syrien aktiven russischen Streitkräfte rief aufgrund von Meldungen syrienfeindlicher Medien und derart ausgerichteter sozialer Netzwerkseiten – wie es auf der Facebook-Seite der syrischen Präsidentschaft hieß – Bestürzung über ein mögliches Zerwürfnis beider Regierungen und eine Menge Anfragen nach sich. Tatsächlich handelte es sich um eine nach reiflichen Überlegungen getroffene und schließlich telefonisch zwischen Präsident Dr. al-Assad und Präsident Putin vereinbarte Übereinkunft, angesichts der in den letzten Monaten erzielten militärischen Erfolge wie der trotz einzelner Verletzungen anhaltenden Waffenruhe und der erfolgreichen Reconciliationsbemühungen die in Syrien aktiven russischen Militärkräfte zu reduzieren. Der gemeinsame Counterterrorismus gehe – wie schon mehrfach auch von russischer Seite erklärt – weiter bis zur Vernichtung des Terrorismus im Land. Darüber informierte die Präsidentschaft via Nachrichtenagentur SANA, auf der eigenen Facebook-Seite infolge der dort geposteten Anfragen wie auch der Informationsminister az-Zuʽbî jeweils am 14.3.2016. Weitere Einzelheiten sind in den jeweiligen Beiträgen nachzulesen. (http://sana.sy/en/?p=72005, http://sana.sy/en/?p=72000, http://sana.sy/en/?p=71987) – Mit den syrischen Verlautbarungen stimmen auch jene aus dem Kreml vom selben Tag überein. (http://sptnkne.ws/aQy3) – Bestätigend ebenso die Verlautbarung des Präsidentensprechers Peskow vom 15.3.2016 (http://sana.sy/en/?p=72014) wie die Erklärung der Vorsitzenden des russischen Föderationsrats Valentina Matwijenko (http://sana.sy/en/?p=72019), die die Mitteilungen der syrischen (http://sana.sy/en/?p=72009) und russischen (http://www.sana.sy/?p=353359) Generalität und andere.

Terroranschläge vom 15.3.2016:
In der Provinz al-Ḥasaka im NO des Landes wurde eine Gruppe Journalisten von Russia Today nahe der Stadt aš-Šadâdî während der Aufnahmen für einen Dokumentarfilm durch IS-Anhänger mit Mörsergranaten beschossen. Einige der filmcrew wurden dabei verletzt.
Ebenfalls in der Gegend, aber südlich von aš-Šadâdî wurde ein Passant im Dorf Saʽîd Opfer einer vom IS plazierten Landmine.
(http://sana.sy/en/?p=72016, http://www.sana.sy/?p=353421)
In Banî Zaid-Bezirk verschanzte Terroristen beschossen erneut das Wohngebiet aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo mit Raketen und Mörsergranaten, wodurch 12 Personen verletzt und Gebäude etc. beschädigt wurden. (http://sana.sy/en/?p=72119)

Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am Di., 15.3.2016, für die vergangenen 24 Stunden 15 Verstöße gegen die Waffenruhe, im Einzelnen: „6 breaches were monitored in Damascus Countryside, two in each of Aleppo, Idleb, Hama and Homs countryside and one breach in Lattakia countryside”. Zudem griffen die Terrorgruppen Liwâ` as-Sulṭân Murâd und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya zweimal Positionen der Kurdish Protection Units im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo an und Terroristen von Ǧaiš al-Islâm beschossen im Gebiet al-Marğ in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Di­mašq Stellungen der Armee mit Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=72082)

Über die  russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71935 und http://www.sana.sy/?p=352755 sowie http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941225000390 (Vereitelung eines Angriffs durch Trupps von Liwâ’ al-Îmân (Glaubensbrigade) auf der Linie der Orte Umm Ḥâra­tîn – Tal az-Zaʽtar -Maʽn im N von Ḥamâ mit Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; Affiliierte von Liwâ’ al-Îmân wurden ebenfalls bei einer Attacke auf Militärcheckpoints im Umkreis von Maʽn erfolgreich zurückgeschlagen. Rückeroberung der Punkte 853 und 600 beim Wâdî al-Qadâḥât in Richtung Ğabal al-Hayâl und Ğabal aṭ-Ṭâr im Umkreis von Tadmur in Gefechten gegen den IS, welcher auch in ʽUnq al-Hawâ, etwa 72 km östlich von omṣ, wie Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheiten in al-Halâliyya und Tair Maʽla im N eliminiert wurden Vorrücken im NO von al-Lâḏa­qiyya mit Einnahme der strategisch bedeutsamen Anhöhe 1154 innerhalb des Ğabal al-Akrad (Gebirge) nach harten Gefechten mit den Terrorruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, der sog. 1. Küstenbrigade der FSA und Liwâ´ Ṣuqûr al-Ġâb). – Russische Kampfjets unterstützten die syrischen Bodentruppen bei ihren Gefechten gegen den IS im Umkreis von Tadmur. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3364-syrien_russische_kampfflugzeuge_bombardieren_is_stellungen_bei_palmyra)

Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden für die vergangenen 24 Stunden 14 Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet, darunter je fünf im Rîf al-Lâḏa­qiyya und Darʽâ, zwei bzgl. Aleppo und je ein Vorfall im Rîf Dimašq bzw. Ḥamâ. (http://sana.sy/?p=352957 vom 14.3.2016)

Wegen der kürzlich gemeldeten Verstöße durch Angriffe im Umfeld von Kafar Nabûda im Rîf Ḥamâ seitens Gruppen, die von den USA als Teilnehmer der Vereinbarung zur Einstellung der Kampfhandlungen klassifiziert waren, kontaktierte die russische Seite das US-Koordinierungszentrum in ʽAmmân und drückte Besorgnis darüber aus. (http://sana.sy/?p=352957 vom 14.3.2016)

Nach dem Treffen mit dem UN-Gesandten Staffan de Mistura erklärte der Leiter der syrischen Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, das Gespräch sei positiv und konstruktiv gewesen. Dr. al-Ğaʽfarî unterstrich nochmals die Notwendigkeit eines möglichst breiten Spektrums der Opposition – wie auch in der zugrundliegenden UN-Resolution 2254, den Wiener Abmachungen und der Münchener Deklaration vorgesehen – als Dialogpartner, die alle wichtigen Fraktionen miteinschließen müsse. Als Ziel formulierte er: „We want to hold dialogue as Syrians and under Syrian leadership without any foreign interference and without any preconditions” und versicherte: „We are motivated by our sense of responsibility toward our people and homeland, and this respon­sibility is one of the forms of strength granted to us by the Syrian people to represent them in this round of Syrian-Syrian dialogue”. (http://sana.sy/en/?p=71940 vom 14.3.2016) – Als „preconditions“ waren zuvor dem Wählerwillen zuvorkommende und diesen damit vorwegnehmende und fremdbestimmende Forderungen des HNC nach Absetzung des Präsidenten, Änderungen bzgl. der Verfassung etc. genannt worden.
De Mistura beurteilte in seinem Statement das Treffen ebenfalls als nutzbringend. Das nächste Treffen am Mittwoch solle einige Punkte klären, auch bzgl. der zu verfahrenden Agenda. Abends wolle er dem UN-Sicherheitsrat von den heutigen Fortschritten berichten. (loc. cit.)

Eine Stunde vor dem Treffen mit der Regierungsdelegation unterstrich der UN-Gesandte für Syrien und Leiter der sog. Genf-III-Konferenz, de Mistura nochmals, daß jegliche Vorbedingungen [wie die des HNC, welche schon den ersten Anlauf zum Konferenzstart im Januar bzw. Februar hatten scheitern lassen, vgl.u.] nicht akzeptabel seien. auch ein sog. Plan B bzgl. der Lösung der Syrienkrise bedeute einen Schritt zurück und sei in jeder Hinsicht schädlich. Zur erreichten Waffenruhe führte er aus, manche Seiten mühten sich zwar, dieselbe zum Scheitern zu bringen, doch denen werde man mit allen [sinnvollen] Mitteln begegnen. Er werde sich zudem dafür einsetzen, daß alle betroffenen Seiten an den innersyrischen Gesprächen teilnehmen könnten [d.h. inklusive der syrischen Kurden und syrischen Opposition im Land]. Insofern bekräftigte auch er: „The Syrian people are the ones who determine their future and we should help them achieve that.” Nach einer ersten Gesprächsrunde werde ein Pause von zehn Tagen eintreten, um dann mit einer zweiten Runde fortzufahren. (http://sana.sy/en/?p=71904 vom 14.3.2016)

Noch eine Bemerkung zur „Flüchtlingskrise“ an jenem Sonntag, in dem in drei Bundesländern der BRD Landtagswahlen stattfinden und jeweils Gewinne der regirungskritischen AfD erwartet werden, vom russischen Außenminister Sergei Lawrow: Alle Flüchtlinge in der EU als Syrer präsentieren zu wollen, ist eine Verdrehung der Tatsachen und reine Volksverdummung. (http://sptnkne.ws/aPYW)

Im Vorfeld der Fortführung der Genf-III-Konferenz bemerkte der Leiter der Regierungsdelegation Dr. B. al-Ğaʽfarî, am So., 13.3.2016, es sei bis dato noch völlig unklar, auf wen man eigentlich als Dialogpartner treffe. – Tatsächlich wäre es Aufgabe (vgl.u.) des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura gewesen, dafür zu sorgen, daß vor Beginn einer weiteren Konferenz sowohl eine Liste der zu bekämpfenden und damit von dem Treffen asuzuschließenden Terrorgruppen vorliege wie eine der oppositionellen Dialogpartner. – Tatsächlich wäre es Aufgabe (vgl.u.) des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura gewesen, dafür zu sorgen, daß vor Beginn einer weiteren Konferenz sowohl eine Liste der zu bekämpfenden und damit von dem Treffen asuzuschließenden Terrorgruppen vorliege wie eine der oppositionellen Dialogpartner. – Zum Kommentar von Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim auf Äußerungen von de Mistura (s.u.) hinsichtlich Syriens Zukunft, die inhaltlich einer Fremdbestimmung gleichkamen, bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî: „We repeated al-Moallem’s speech and we noticed an understanding by Di Mistura of the notability of the Syrian official stance and the context of al-Moallem’s speech on this issue.” Außerdem verdeutlichte er: „we didn’t hear such speech in our talks that were held between us, on the contrary, we said our point of view and he [d.i. de Mistura] didn’t contradict this point of view.” Hinsichtlich der Vermittlerrolle von de Mistura teilte er mit: „We affirmed the necessity for a good preparation to the indirect dialogue in order to avoid the gaps and problems that occurred in the first round.”
Zu den vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm getätigten Reconciliierungsmaßnahmen erklärte er, diese geschähen in Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Daher stellte er fest: „we are full partners in these reconciliations which are done on the Syrian lands through our friends of the Russians.” (http://sana.sy/en/?p=71891)

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim teilte der versammelten Presse am Sa., 12.3.2016 mit, die Regierungsdelegation habe die Einladung zur Genf-III-Konferenz erhalten. Wie schon vom UN-Delegierten de Mistura am Vortag mitgeteilt, finde am 14.3.2016 traditionsgemäß das erste Treffen mit der Regierungsdelegation statt. Al-Muʽallim erklärte dazu: „We are looking forward to having dialogue with the broadest spectrum of opposition groups in im­plementation of de Mistura’s mandate by the UN Security Council and the two Vienna communiques, particularly the national opposition that is not linked to any foreign agendas.” Allerdings werde man nicht mehr die Fehler vom Februar wiederholen und tagelang auf die von de Mistura geladene (!) Opposition [d.i. der HNC] warten: die Regierungsdelegation „will not repeat the same mistake that happened in the previous round. They are going to wait for 24 hours only.”
Hinsichtlich der gleichzeitig bezüglich Syriens politischer Zukunft gemachten Äußerungen  von de Mistura wandte jedoch der Vizepremier ein, daß diese immer noch von den Syrern und gemäß der Verfassung zu bestimmen sei. Wörtlich äußerte er dazu: „de Mistura doesn’t have the right to talk about presidential elections as this issue is an exclusive right of the Syrian people”, die Ankündigungen seitens de Misturas seien „a deviation from all the UN documents, and we do not accept that de Mistura would give up objectivity to please this or that party.” Demgegenüber stünden die kommenden Parlamentswahlen turnusmäßig an. Zudem machte er deutlich: „We will no longer accept that [de Mistura] gives up objectivity to please this or that party.“
Zu den Kurden befragt, anwortete der Minister: „Our brothers, the Kurds, are Syrian citi­zens, and they are with us in the same trench against ISIS.” Wie schon zum verschobenen Beginn der Syrien-III-Konferenz im Februar erwähnt (vgl.u.) unterstützt die Regierung die Teilnahme der Kurden als Teil der Bevölkerung an den innersyrischen Gesprächen, gerade auch, da sie bislang keine (!) Einladung von de Mistura zu den Verhandlungen erhalten haben wie auch die eigentliche syrische Landes-Opposition nicht.
Hinsichtlich der verschiedentlich aufgetretenen Verletzungen der Waffenruhe bemerkte er, daß sich die Regierung nach wie vor dafür ausspreche. Je nach Gefährdung der Bevölkerung müsse man seitens der Armee darauf reagieren oder könne darauf verzichten. Gleichzeitig erneuerte er den Aufruf der Regierung zur Waffenniederlegung und Beteiligung am Reconciliierungsprogramm. Davon abgesehen seien alle diejenigen im counterterroristischen Abwehrkampf der syrischen Streitkräfte gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und damit verbundene Gruppen willkommen, die sich daran beteiligen wollten.
Zurückkommend auf den innersyrischen Dialog zeigte er sich hoffnungsvoll. Ziel der Regierungsdelegation sei „to made the dialogue a success“, doch dazu bedürfe es des dahingehenden Engagements beider Seiten. Zudem machte er bezüglich des oft in den Medien auftauchenden Begriffs der „Übergangsregierung“ darauf aufmerksam: „nowhere in the UN documents there is something that talks about a tran­sition period of presidency, which is why there should be agreement on the definition of transition period. … As far as we understand it, transition is to move from a standing constitution to a new one and from a standing government to another that involves the other party.” (http://sana.sy/en/?p=71758 vom 12.3.2016 bzw. http://sana.sy/en/?p=71841 vom 13.3.2016) – Die Regierungsdelegation ist bereits am So., 13.3.2016, in Genf angekommen. (http://sana.sy/en/?p=71849)

Auch Prof. Qadrî Ğamîl, Parlamentsabgeordneter der oppositionellen Partei Volksfront für Wandel und Befreiung, machte deutlich, daß ohne die Kurden keine sinnvollen innersyrischen Gespräche zu führen seien. Sie auszuschließen diene gewissen Seiten nur dazu, einen Nährboden für Extremismus zu schaffen und eine Teilung Syriens einzuleiten. (http://sptnkne.ws/aQaz) – Auch der russische Außenminister Lawrow hatte im russischen TV (REN-TV channel) am So., 13.3.2016, klar gemacht: „how can you count on the Kurds remaining part of the Syrian state if we left them out of the talks?”. Die Moskauer Regierung werde jedenfalls auf einer Teilnahme der syrischen Kurden an den innersyrischen Gesprächen insistieren auch wenn die Türkei, die sich zudem [völkerrechtswidrig] in den Krieg in Syrien einmische, dies verhindern wolle. (http://sana.sy/en/?p=71886)

Sergei Lawrow machte zudem bekannt, daß dem russischen Außenministerium Belege für Präsenz türkischer Militäreinheiten in Syrien vorlägen. Die türkischen Aktivitäten an der Grenze deuteten auf einen allmählichen [regelrechten] Vormarsch auf syrisches Gebiet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3202-russland_t%C3%BCrkische_truppen_sind_in_syrien_pr%C3%A4sent) – Ohne Einladung bzw. Einverständnis der jeweiligen Landesregierung oder entsprechendes UN-Mandat ist das Eindringen fremder Mächte in das Territorium anderer Staaten als völkerrechtswidrig zu werten, widerspricht der UN-Charta u.a..

29 Vertöße gegen die Waffenruhe meldet das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 13.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden, begangen von terroristischen Organisationen. Darunter seien 18 Vorfälle in [der Provinz] al-Lâḏa­qiyya, fünf in Damaskus-Land, zwei in Idlib und einer in Ḥamâ. Der Beschießung mit Artillerie und Mörsergranaten seitens Ğabhatu_n-Nuṣra kostete im Umland von Damaskus und Idlib 10 Bürger das Leben, weitere 30 wurden verletzt. Zudem meldete der Leiter: „unknown armed groups shelled with mortars and heavy machine-guns sites for the Syrian Army in Lattakia countryside while the so-called Ahrar al-Sham fired with shells two towns in eastern Ghouta in Damascus countryside. (http://sana.sy/en/?p=71888, http://www.sana.sy/?p=352333)

Nähere Untersuchungen zum Crash einer SAAFMiG-21 in der Nähe eines Militärflugplatzes im Westen der Provinz Ḥamâ (vgl.u., Meldung zu Verstößen gegen die Waffenruhe vom 12.3.2016) ergaben laut Aussagen von Beobachtern: „A Syrian warplane MiG-21 was shot down near the Hama military airfield”, hieß es und: „After the Syrian Air Force plane was hit, one pilot ejected and landed at the al-Magir village, which is controlled by the army. The second pilot attempted an emergency landing at the Hama military airfield. The landing failed and the pilot died”. Absturzursache war demnach eindeutig der Beschuß mit einer dafür tauglichen Waffe (d.i. SAM, für: surface-to-air-missiles), die sich bislang nicht in Händen der Terroristen befand, nun aber offensichtlich doch. (http://sptnkne.ws/aPPN vom 13.3.2016) – Vgl.a. die kritische Auseinandersetzung mit anderen Berichten hierzu bei: http://sptnkne.ws/aPXr vom 13.3.2016. Der Vorfall bringt die Ankündigung des saudi-arabischen Außenministers ʽAdl al-Ğubair Im Spiegel-Interview vom 19.2.2016in Erinnerung, in dem er erklärte, seine Regierung sei bereit, die Kämpfer gegen die Regierung in Syrien mit tragbaren Boden-Luft-Raketen, sog. MANPADS (Man-portable air-defense systems) oder SAM (surface-to-air-missile) auszustatten. (http://www.spiegel.de/international/world/interview-with-saudi-foreign-minister-adel-al-jubeir-on-syrian-war-a-1078337.html und vgl.u.).

Terroranschläge vom 13.3.2016:
Die seit fast zwei Jahren von Terroristen (v.a. Ğaiš al-Fataḥ) umzingelten Landstädte al-Fûʽa und Kafariyyâ im Umland von Idlib sehen sich, wie schon oft berichtet, ständigem Artillerie-Beschuß ausgesetzt. Nun beschossen Scharfschützen der Extremisten von Biniš aus wahllos Bewohner von al-Fûʽa ca. 10km nördlich der Provinzhauptstadt. Ein Toter wurde durch lokale Zeugen bestätigt.
Auch Dair az-Zaur beschossen IS-Anhänger erneut die Stadtteile al-Ğawra und al-Quṣûr mit Raketen, töteten bislang zwei Frauen und verletzten weitere13 Bürger und hinterließen beträchtlichen Schaden an privatem und öffentlichem Eigentum.
Raketenangriffe auf den Stadtteil as-Saḥârâ von Darʽâ führten zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden. Das gilt auch für das gerade vor Ort befindliche Team von Russia Today. (http://sana.sy/en/?p=71862, http://sana.sy/?p=352102)

Wie Ra´î al-Yaum meldet, droht der jordanische König ʽAbdullâh II. mit einer Militärintervention ähnlich derer seitens der Türkei, wenn die syrische Armee ihre Offensive [d.h. gegen Terroristen vor allem von Ğab­hatu_n-Nuṣra!] im Süden Syriens (!) fortsetze. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3187-jordanischer_k%C3%B6nig_droht_syrien_mit_milit%C3%A4rangriff vom 13.3.2016)

Wegen der fortdauernden Intervention an der Grenze zu Syrien durch die Türkei zum Vorteil der in Syrien aktiven Terroristen sowie Behinderung notwendiger Hilfslieferungen (vgl.u.) fordert die russische Regierung laut Außenamtsprecherin Maria Sacharowa die Anwesenheit internationaler Beobachter an Grenzwegen Syriens zur Türkei. Sacharowa erklärte, türkische Verantwortliche behaupten permanent, dass die Anschuldigungen gegen Ankara haltlos seien und keine Waffen, keine Terroristen und keine Extremisten über türkische Grenzen nach Syrien kämen. Daher schlage man Ankara vor, internationale Beobachter an seinen Grenzen zu Syrien stationieren zu lassen, um Lieferungen in dieses Land zu kontrollieren und gleichzeitig die Sorgen und Anschuldigungen aus der Welt zu schaffen. Was würde noch leichter sein als das. (http://parstoday.com/de/news/world-i3175-russland_fordert_internationale_beobachter_an_grenzen_syriens_zur_tr%C3%Bckei vom 13.3.2016) – Zudem verlangte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow ein Ende der Waffenlie­ferungen an die Terroristen aus der Türkei nach Syrien unter dem Deckmantel der humanitären Hilfsleistung. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3133-russland_fordert_stopp_der_waffenlieferung_aus_t%C3%BCrkei_nach_syrien)

Terroranschlag vom 12.3.2016:
In Kafar Nabûda und Ğabal Šaḥšabû in Stellung gegangene Terroristen beschossen die Stadt as-Suqailbiyya, 48km im NW von Ḥamâ, mit Raketen, verletzten dort drei Bürger und richteten beträchtliche Schäden an. Aktiv in der Gegend sind vor allem Anhänger von Ğaiš al-Fataḥ (http://sana.sy/en/?p=71782, http://sana.sy/?p=351674)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71792 und http://www.sana.sy/?p=351489 (Kontrolle über den Militärposten 753 samt Umgebung bis 1km von den Obstplantagen von Tadmur (mit Palmyra!) und dem Ğabal Haiyâl entfernt gegen den IS erkämpftmit Zerstörung der IS-Fortifikationen und Räumung der vom IS ausgelegten Minen und Sprengsätze [das bedeutet, die Armee hat sich durch die weiten der syrischen Wüste bis 11km an Palmyra herangekämpft]; Beseitigung von IS-Ansammlungen bei den Bohrlöchern 101 und 105; dem IS heftige Verluste beigebracht auch bei seinen Positionen in Maḥasa und nördlich von al-Qaryatain mit kompletter Zerstörung. Vereitelung von Ğab­hatu_n-Nuṣra-Angriffen auf Militärposten bei al-Maġîr/al-Muġaîr, Barîdağ, Tal aṣ-Ṣaḫar, al-Ḥamâmiyât im NW von Ḥamâ; zudem Eliminierung von Ğab­hatu_n-Nuṣra-Munitionsdepots in Kafar Nabûda und al-Hubaiṭ sowie von mit Artillerie aufgerüsteten Fahrzeugen und Abschußanlagen für Mörsergranaten im Zusammenwirken mit der Volkswehr.).

Über die insgesamt 10 zu verzeichnenden Verletzungen der Waffenruhe der vergangenen 24 Stunden berichtet Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm, am Sa., 12.3.2016: verschiedene Gegenden im N von al-Lâḏa­qiyya wurden erneut von türkischem Territorium aus beschossen. Außerdem konstatierte er: „breaches were monitored in Damascus, Aleppo and Hama”[womit das jeweilige Umland gemeint ist]. Z.B. führt er aus: „sites of the Syrian army were bombed five times from areas where the so-called free army is active”. Doch nicht nur die SAA wurde von der FSA angegriffen sondern auch die Kurden (von der YPK) im Umland von Aleppo bei Ğibrîn, ʽAzâz und Kafar Ḫâšir. Bestätigt wurden auch die Beschießungen von as-Suqailbiyya (vgl. Terroranschlagsmeldung) wie das Vorgehen der SAAF gegen den IS bei Maḥasa und al-Qaryatain (vgl. Gefechtsbericht), wobei festgehalten wurde, daß die russischen wie syrischen Kampfverbände strikt außerhalb der Zonen der vereinbarten Waffenruhe tätig würden und auch nur gegen die, die der Vereinbarung nicht beigetreten seien. Die Reconciliationsbemühungen würden zudem fortgesetzt.
Schließlich zielten Terroristen nahe eines Militärflughafens in der Provinz Ḥamâ auf ein Militärflugzeug während des Landeanflugs und verursachten einen Crash. (http://sana.sy/en/?p=71786, http://sana.sy/?p=351711)

Auch die Fortführung der bereits durch vereinbarungswidriges Verhalten der saudi-arabisch gestützten ausländischen „Opposition“, genannt Hohes Verhandlungskomitee (HNC), vorzeitig abgebrochenen Genf-III-Konferenz (vgl.u.) wird von eben derselben Gruppe im Vorfeld erneut torpediert. Während einer Pressekonferenz informierte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Fr., 11.3.2016, die Zuhörer:the members of the Riyadh opposition continue to employ their favorite tactic of make preconditions in a bid to abort the dialogue … . the Riyadh opposition’s exclusionary tendencies and their rejection of middle-ground solutions show their desire to undermine the agreement for cessation of hostilities and to thwart any stable and productive political process.“ Demgegenüber sei die Regierungsdelegation wie schon zuvor ohne Vorbedingungen zu den anstehenden Gesprächen bereit. (http://sana.sy/en/?p=71724)

Im Gespräch mit der Parlamentsabgeordneten Randa Qasîs (Randa Kassis) vom (säkular ausgerichteten) Movement of the Pluralistic Society betonte der russische Außenminister Sergei Lawrow die Position Moskaus, welche sich mit der der Regierung in Damaskus deckt, daß das Teilnehmerspektrum hinsichtlich der Genf-III-Konferenz möglichst breit aufgestellt sein sollte. Darin stimmte auch Frau Qasîs überein. Demgegenüber hatte der UN-Gesandte und Leiter der Konferenz de Mistura jedoch schon früher erklärt, daß die Teilnehmer auf jene beschränkt bleiben, die schon im Februar nach Genf geladen gewesen seien. Darüber hatten sich vor allem die ausgeschlossenen Kurden und Vertreter der Inlands- und damit tatsächlichen syrischen Opposition empört (vgl.u.) gezeigt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3058-lawrow_spricht_sich_f%C3%BCr_die_teilnahme_der_kurden_an_syrien_friedensgespr%C3%A4chen_aus)

Alexei Borodawkin, russischer UN-Botschafter in Genf, bekräftigte im Interview mit der Nachrichtenagentur Sputnik, die illegalen EU-Sanktionen gegen Syrien beträfen zuvorderst und vor allem die syrischen Bürger. Wolle man demnach etwas gegen die Flüchtlingsflut gen Europa unternehmen, wäre es am einfachsten, günstigsten und effektivsten, den Syrern das Überleben im eigenen Land zu sichern und hierfür die erwähnten Sanktionen aufzuheben. (http://sana.sy/en/?p=71745 vom 11.3.2016) – Zur Illegalität der angesprochenen Sanktionen s. Teil III, Expertenurteil vom 29.5.2015; zu deren Auswirkungen z.B. in Teil I, Prof. Qadrî Ğamîl; Präsident Dr. al-Assad im Interview mit Izvestia vom 26.8.2013; Teil II, Arbeitsminister Ḥassan Ḥiğâzî vom 10.6.2014.

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71733 und http://sana.sy/?p=351362 (Befreiung von Ḥâra Mazʽala, Ḥârat aṭ-Ṭâḥûn, al-Qasṭal und Ḥîr Dabîn wie Rückeroberung der Militärposten 394, 445.5, 438.5, 417.5, 400, 500, 656.6, 499.5, 409.5 und 529.5 samt dem Ğabal al-Qalʽa im N von al-Lâḏa­qiyya mit Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen. Beseitigung von Schlupfwinkeln des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt der gebunkerten militärischen Ausrüstung und 57 Terroristen im O und NW von Ḥamâ; Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffs im NW der Provinz von Kafar Na­bû­da, al-Hubaṭ und al-Bâna aus auf Tal aṣ-Ṣaḫar, al-Ḥamâmiyât, al-Maġîr/al-Muġaîr und Barîdağ mit Eliminierung von 37 Terroristen wie von vier ihrer mit Maschinengewehren und Mörsergranaten bestückten Fahrzeuge; dazu effektive präzise SAAF-Luftschläge auf IS-Positionen den Bereichen Abû Dâlî, Sûḥa, ʽUqairibât, Ğanâ al-ʽUlbâwî, Qasṭal al-Wasṭânî und Ğab ar-Riyân im O-Umland).

Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm hatte am 11.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden acht Brüche der Waffenruhe zu verzeichnen. Dabei war u.a. die Stadt Kansabâ, 60 km im NO von al-Lâḏa­qiyya gelegen, von terroristischen Gruppen mit Raketen beschossen worden. – Andererseits schlössen sich zwei Gruppen aus Ḥamâ demnächst der Waffenruhe an, die Anführer von drei weiteren aus Aleppo hätten Interesse daran signalisiert. (http://sana.sy/en/?p=71718, http://www.sana.sy/?p=351246)

Terroranschlag vom 11.3.2016:
Opfer einer von IS-Terroristen am Straßenrand angebrachten Landmine wurden Passanten im Dorf al-Ğamba im O von al-Ḥasaka: eine Person starb, zwei weitere wurden verwundet. (www.sana,sy/en/?p=71727)

Erneut wurde am Fr., 11.3.2016, eine Waffenlieferung durch die Behörden sichergestellt, dieses Mal jedoch mitten in Ḥomṣ City in der 60. Straße. Der Wagen enthielt militärische Sturmgewehre, Maschinenpistolen und eine Menge Munition. (http://sana.sy/en/?p=71720)

Am Fr., 11.3.2016, gab die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bekannt, daß die türkische Regierung die UN-Hilfslieferungen an den beiden hierfür ausgesuchten Grenzübergängen behindert ganz im Gegensatz zur syrischen Regierung. Wörtlich äußerte sie: „In accordance with UN Security Council resolution 2165, UN and its partners can send relief aid via two checkpoints. The Syrian side has given its consent to the transits. Turkey gives its consent on and off, often with great delays“ und sie merkte an: „UN representatives are not physically present at these checkpoints, so there is no one to exercise control„. (http://tass.ru/en/politics/861713, s.a. http://sana.sy/en/?p=71724)

In Dair az-Zaur haben IS-Terroristen den bekannten Lyriker Muḥammad Bašîr al-ʽÂnî (56) und seinen Sohn Ayâs, die beide vor zwei Monaten in ihrem Haus überfallen und dann verschleppt worden waren, ermordet, wie lokale Quellen angaben. (http://sana.sy/en/?p=71675 vom 11.3.2016)

Video-Beleg zum Schmuggel von Waffen u.a. Hilfsmitteln an die in Syrien aktiven Terroristen durch den türkischen Geheimdienst (MIT) über Ğarâbulus und Tal Abyaḍ mit englischen Untertiteln einzusehen bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/10/daesh-mercenary-captured-and-questioned-by-kurdish-militias-%EF%BB%BF%EF%BB%BFturkish-intelligence-mit-smudged-us-via-jarabulus-and-til-abyad-into-syria-and-supplied-us-with-weapons-and-food/ – Zur gerichtlichen Klage gegen den MIT-Leiter seitens der Oppositionspartei CHP s.u.

Zu Anschuldigungen wegen Giftgaslieferungen von der Türkei an die in Syrien aktiven und dort u.a. auch gegen die syrischen Kurden kämpfenden Terroristen z.B. vom IS s.a. Syrian Kurds: Turkey Providing ‘Clear Transit Route’ for Sarin Gas Deliveries to ISIS in: http://21stcenturywire.com/2016/03/10/kurds-turkey-providing-clear-transit-route-for-sarin-gas-deliveries-to-isis/ und Syrian Kurds accuse Turkey of aiding sarin gas delivery to rebels after fresh chemical attacks bei https://www.rt.com/news/335069-kurds-turkey-syria-rebels-sarin/ sowie Turkey Helps Terrorist Take Chemical Weapons to Syria in: http://alwaght.com/en/News/46127/Turkey-Helps-Terrorist-Take-Chemical-Weapons-to-Syria-YPG, alle Beiträge jeweils vom 10.3.2016.

Laut dem Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm kam es in den vergangenen 24 Stunden zu acht Brüchen der Waffenruhe: fünf davon im Umland von Aleppo [Rîf Ḥalab] und je einer in dem von Darʽâ, Idlib und Damaskus. Im Rîf Ḥalab, dem Gebiet mit “the most tension” gemäß Generalleutnant Sergei Kuryalenko trieben die Terrorgruppen Liwâ´ as-Sulṭân Murâd, Farqa 16 (Brigade 16) und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihr Unwesen; u.a. hätten sie den Aleppo-Bezirk aš-Šaiḫ Maqṣûd vom Umland aus wiederholt mit Mörsergranaten beschossen. Laut Aktualisierung vom 11.3.2016 wurde zudem ʽAin Daqna mit selbstgebauten Kanonen angegriffen. Auch der von Ğabhatu_n-Nuṣra-Kämpfern [seit Jahren zusammen mit Kafariyya, vgl.u.] eingeschlossene Ort al-Fûʽa im Umland von Idlib werde ständig beschossen, die Bewohner seien dadurch von Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen abgeschnitten [wie schon früher von Regierung gegenüber den UN angeführt, vgl.u.!]. Auch Kuryalenko unterstrich die Bedeutung einer baldigen Evakuierung zumindest von Älteren, Frauen und Kindern aus dem Ort. (http://sana.sy/en/?p=71668, http://sana.sy/?p=350889 vom 10.3.2016) – Zu Liwâ´ as-Sulṭân Murâd: schon die Wahl des Titels weist auf die Ausrichtung und Affinität zum osmanischen Sultanat und die Unterstützung seitens der AKP-Regierung etc. hin (s.a. http://www.maurizioblondet.it/tregua-in-siria-limpero-incastrato-nelle-sue-doppiezze/).

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71605 und http://sana.sy/?p=350558 (Befreiung von aiyât Ka­bî­ra, Ḥaiyât Saġîra, Zabad aṭ-Ṭawîla, al-Qulaiʽa, Ḫala, Ḥakîl, Ḫirbat al-Mûsa mit Rückeroberung des Duraîhim-Areals wie von Talat al-Baḥûṯ östlich von Ḫanâṣir im N von Aleppo nach harten Kämpfen gegen den IS, was vom Feind überlebte, floh unter Zurücklassung der militärischen Ausrüstung in Richtung ar-Raqqa; Pioniereinheiten durchkämmten die Gebiete nach vom IS angebrachten Sprengfallen und Minen und entschärften sie; die Sicherheitszone wurde damit ausgedehnt in einer Tiefe von 12km und einer Breite von 9km gen Osten zur Ḫanâṣir – as-Sufaira-Verbindungsstraße und im SO Aleppos gen Sabḫat al-Ğabûl.   Im N der Provinz Ḥamâ wurden gut 70 Ğabhatu_n-Nuṣra –Terrroristen getötet, weitere verletzt und in die Flucht geschlagen beim Versuch, Maʽân, Ṭayyibat al-Ism, aš-Šaʽta, Karâ und die Gegend um den Ğabal ar-Rây in Ṣûrân zu überfallen, dazu Vernichtung von deren hocherüstetem Fuhrpark) – Ergänzend meldet Ria Novosti die Einnahme von zwei IS-Beobachtungsstellen wie von zwei strategisch bedeutsamen Anhöhen im SW von al-Qaryatain (IS-Stützpunkt) in der Provinz Ḥomṣ auf dem Vormarsch nach Tadmur; ein SAA-Offizier bemerkte dazu: „Die Einnahme dieser Höhen hat eine große Bedeutung für die Gewährleistung der Sicherheit der führenden Streitkräfte an der Westfront von Karjatain. In den letzten drei Tagen haben wir Dutzende Terroristen vernichtet. Unsere Späher teilen mit, dass der Feind sich nach Karjatain zurückgezogen hat. Es sind noch sieben Kilometer von der befreiten Höhe bis zur Stadt“. (http://sptnkne.ws/aPaq).

Nach den SAA-Erfolgen konnten in der Provinz al-Ḥasaka im Raum aš-Šadâdî und al-ʽArîša wieder 118 Schulen neu eröffnet werden. (www.sana.sy/en/?p=71617) – Erneut haben ca. 60.000 Bewohner in ihre ursprünglichen Wohngebiete, dieses Mal nahe Damaskus, zurückkehren können, nach entsprechenden SAA-Erfolgen und unterstützt durch die ausgerufene Waffenruhe. Einen Video-Eindruck davon bietet: http://sptnkne.ws/aNW3.

Auch am 10.3.2016 entdeckten Volksverteidigungsgruppen im N von as-Suwaidâ´ einen Transport von Waffen, Munition und verschiedenen Artilleriegeschossen, welche für die in der östlichen Wüste im Gebiet al-Lağât aktiven Terroristen bestimmt waren. Die Waffen, teils aus israelischer Produktion, wurden von den Behörden beschlagnahmt.
Nach Meldung des Gouvernements al-Ḥasaka hatte eine Volkswehrgruppe am Abend des Vortags ebenfalls einen Waffentransport bei ʽ Ḥadar umstellen und etliche der Terroristen eliminieren bzw. in die Flucht schlagen können. Dabei wurden Mörsergranaten, Landminen, Maschienengewehrmunition und LAU-Raketenabschußgeräte aus israelischer Produktion für die Behörden konfisziert. (http://sana.sy/?p=350615, http://sana.sy/en/?p=71614)

Über die  counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71529 und http://sana.sy/?p=349974 (Befreiung von sieben Orten im SO der strategisch bedeutsamen (kürzlich befreiten, vgl.u.) Stadt Ḫanâṣir im N von Aleppo mit Unterstützung von Volkswehrgruppen im Kampf gegen den IS, betroffen sind al-ʽAṭšâna, Umm Mayâl, Ğab ʽAlî, al-Ḫuraiba, aš-Šuraima, Rasm ʽAskar, Sariyâ und die Anhöhe Talat Sîratîl, wobei Dutzende IS-Kämpfer getötet, verletzt bzw. unter Zurücklassung von deren militärischem Equipment in die Flucht geschlagen wurden; anschließend Räumung der vom IS angebrachten Sprengsätze und Minen in den betroffenen Arealen. Vereitelung eines IS-Angriffs auf Militär-Checkpoints um den Ğabal al-Hayâl, ca.10km im W von Tadmur im O von Ḥomṣ; Beseitigung von IS-Trupps beim Ğabal Šâʽir, im Gebiet von Tulûl as-Sûd und Ṭâr-Ḫa­rûba; Rückeroberung der Anhöhen um Ṯaniyat al-Haiṭ im NW von Maḥasa, ca.80km im SO von Ḥomṣ, mit Eliminierung der letzten IS-Trupps im Gebiet und Konfiszierung einer Menge an Waffen und Munition.)

Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm war am 9.3.2016 zu erfahren, daß sich weitere fünf Kampfgruppen mit etwa 450 Mann am Rand von Maḥağa im N von Darʽâ der Waffenruhe angeschlossen hätten. Wörtlich hieß es auf der Webseite: „During the last 24 hours, an agreement has been reached with leaders of 5 armed groups to join the cessation of hostilities”. Entsprechende Kontakte mit weiteren sechs Gruppen in den ländlichen Gebieten von Damaskus, Aleppo und Qunaiṭra seien aufgenommen. (http://sana.sy/en/?p=71588, http://sana.sy/?p=350423)

Am Mi., 9.3.2016, verkündete Staffan de Mistura, UN-Gesandter für Syrien, gegenüber Reportern, daß der sog. innersyrische Dialog in Genf nun doch erst am Mo., 14.3.2016, fortgeführt werde und bis zum 24. Des Monats dauern solle, wenn alle Teilnehmer angekommen seien (vgl.u.). Dann erst würde die Agenda mitgeteilt. – Zudem stellte er fest, daß die gegenwärtige Waffenruhe unbefristet sei und viele Orte dadurch zusätzlich humanitäre Hilfe erlangt hätten. (http://sana.sy/en/?p=71570)

Zum wiederholten Mal in kürzester Zeit (vgl.u.) haben Mitglieder der Volkswehr zusammen mit den Behörden am 9.3.2016 eine Waffenlieferung auf der Straße zwischen den Orten Bakâ und Ṣamâd im S von as-Suwaidâ´ ausfindig gemacht und konfisziert. Sie umfaßte Raketen, Mörsergranaten, Artilleriemunition und ein halbe Tonne an TNT. (http://sana.sy/en/?p=71523)

Jessie Šâhîn, Sprecherin des UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, teilte mit, daß am Mi., dem 9.3.2016, formell die innersyrischen Gespräche in Genf wiederaufgenommen würden. Die Einladungen seien verschickt worden und an dieselben Beteiligten ergangen wie schon Anfang Februar. Da aber einige Teilnehmer erst am 12., 13. und 14. März in Genf einträfen, plane de Mistura, die wichtigsten Gespräche am 14. März zu starten. (http://www.sana.sy/?p=349354)

Über counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71458 und http://www.sana.sy/?p=349324 (Vereitelung eines Angriffs von Terroriste auf einen Militärposten in Talat al-ʽÎs, 30km im S von Aleppo, welcher als Bruch der Waffenruhe zählt; Befreiung des SW-Teils von Maḥasa im Umland von Ḥomṣ im Zusammenwirken von Volkswehrkräften in erfolgreichen Gefechten gegen den IS mit hohen Feindverlusten, zuvor konzentrierte SAAF-Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und Fortifikationen bei Maḥasa, of al-Qaryatain und Tadmur, dazu Vereitelung von IS-Angriffen im Gebiet der Steinbrüche von Tadmur, Ṯanyat ar-Rağma und Ḍuhûr al-Hayâl im Umkreis der Oasenstadt wie auf der SO-Seite des Ğazal-Ölfelds; IS- Munitionslager, Bulldozer etc. zerstört in Talat al-Ḥağîf bzw. Tal Barûk westlich Dair az-Zaur, effektives Vorgehen gegen IS-Nester in al-Ḫarîṭa, an der Autobahn Dair az-Zaur –ar-Raqqa – Aleppo wie aš-Šûlâ, ca. 30 km im S von Dair az-Zaur, mit gut 40 getöteten und 32 verletzten IS-Kämpfern; in der Provinzhauptstadt Auslöschung eines IS-Kommandozentrums im Bezirk al-Ğabîliyya samt Abschußbasis für Raketen, Granaten)

Inzwischen habe am Di., 8.3.2016, die Offensive auf al-Qaryatain auf dem Weg nach Tadmur (mit der Antikenstadt Palmyra!) begonnen, teilte ein Armeesprecher RIA Novosti mit. Die Truppen hätten sich 4km an die Stadt herangekämpft, die Vorhut stehe nur noch 3km von Palmyra entfernt.(http://sptnkne.ws/aNrx)

Aus dem russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe berichteten dessen Leiter Sergei Kuryalenko am 8.3.2016 von sieben Verstößen in den letzten 24 Stunden. Im Einzelnen führte er aus: „4 breaches were monitored in Aleppo, 2 others in Idleb in addition to one breach in Lattakia.’’ und setzte hinzu: „al-Sheikh Maqsoud residential neighborhood in Aleppo was targeted with artillery shelling in addition to the towns of al-Fouaa and Kefraya in Idleb, leaving injuries among civilians.” (http://sana.sy/en/?p=71507) – Hinsichtlich der Attacke auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo informierte der YPG-Sprecher Rêdûr Xelîl auf seinem Twitter-Account, daß Kämpfer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya den Angriff mit Chemiewaffen durchgeführt hätten, indem er schrieb: „Heute, am 8. März 2016, erfolgte um 13.00 Uhr ein Be­schuss des Bezirks Scheich Maksud mit Waffen, die chemische Stoffe, vermutlich gelben Phosphor, enthalten“.

Die oppositionelle türkische Republikanische Volkspartei (CHP, vgl.u.) strengt eine gerichtliche Klage gegen Staatspräsident Erdogan, Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, den Leiter des türkischen Geheimdienstes (MIT), Hecan Fidan, und eine Reihe weiterer türkischer Beamter wegen deren Engagements bei der Unterstützung des Terrorismus an, wie die türkische Zeitung Sözcü berichtet. – Der Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu hatte schon zuvor wiederholt mit Belegen untermauerte Kritk (vgl.u.) gegen die AKP-Staatsführung geübt. (http://sana.sy/?p=349415 vom 8.3.2016)

In Syrien sei man nicht besorgt über das weitere Schicksal des innersyrischen Dialogs in Genf, erklärte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân am Abend des 7.3.2016 im Interview mit al-Manâr TV. Denn: „our criteria is our country, people, territorial integrity and the independence of our decision, and this criteria will not and nobody would be able to change it.” Ganz wichtig für Syrien sei die Terrorismuseliminierung, die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität wie die territoriale Einheit, da die Syrer nach all den erbrachten Opfern anderes nicht akzeptieren würden. Nochmals unterstrich sie, „Syrian Government respects the cessation of hostilities agreement” und drückte die Hoffnung aus, daß durch die Waffenniederlegung Militanter im Rahmen der landesweiten Reconciliierungsbemühungen deren Rückkehr ins bürgerliche Leben glücken möge.
Auf Medienkolportationen über angebliche Differenzen zwischen der russischen und syrischen Seite entgegnete sie: „there is no contradiction between Syrian policy and that of the Russian ally “ und setzte hinzu: „Rus­sia deals with Syria with full respect and everything between the two sides is discussed, agreed upon and the relations between them is excellent.” Weiteres (überwiegend Wiederholungen) im Artikel. (http://sana.sy/en/?p=71449)

Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71366 und http://www.sana.sy/?p=348606 (Rückeroberung der Posten 946, 949 und 1201 mit Befreiung von Ṯaniyya Ḥîṭ im SO-Umland von Ḥoms im erfolgreichen Kampf gegen IS-Trupps unter Beseitigung von deren letzten Schlupfwinkeln und hinterlassner sprengfallen; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einer Anhöhe im at-Tulûl Areal nahe al-Qarya­tain mit rechtzeitiger Zerstörung der IS-Autobombe; dazu konzentrierte SAAF-Luftschläge gegen IS-Positionen nahe al-Qarya­tain, den Ğazal-Ölfeldern, Maḥasa, aṣ-Ṣawâna und der Wüste im SO von Tadmur im Rîf Ḥoms); die russischen Kampfjets flogen Einsätze gegen Objekte des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Nähe von Tadmur, im Umland von ar-Raqqa und Dair az-Zaur. In Bezug auf die humanitäre Hilfsleistung erklärte Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, daß den internationalen Organisationen jegliche Unterstützung gewährt werde. Mehr als 620 Tonnen an Bedarfsartikeln und Medizin seien bereits in die Umgebungen von Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏa­qiyya, Darʽâ, Aleppo und Damaskus geliefert worden; 30 Tonnen habe man über Dair az-Zaur abgeworfen, der Provinzhauptstadt, die seit über zwei Jahren durch den IS abgeschnitten sei. Dies geschehe im Zusammenwirken mit Syrian Arab Red Crescent. Verteilt würden die Güter in der Stadt durch lokale Stellen. (http://www.sana.sy/?p=348577, http://sana.sy/en/?p=71370).

Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe, gab am 7.3.2016 an, daß es in den letzten 24 Stunden zu acht Verstößen gekommen sei, je drei in den Provinzen Aleppo und Idlib sowie zwei in Ḥamâ. Zudem wies er nochmals auf die Provokationen durch Terroristengruppen (vgl.u.) hin, die damit die Waffenruhe zum Scheitern bringen wollten. Im Umfeld von Damaskus hätten sich dafür fünf weitere Anführer von bewaffneten Gruppen gemeldet, um sich der Waffenruhe anzuschließen. (http://sana.sy/en/?p=71436)

Terroranschläge vom 7.3.2016:
Eine weitere von IS-Anhängern angebrachte Landmine (vgl.u.) tötete beim Vorübergehen am Montag eine Frau und verwundete drei weitere Passanten, zwei Jugendliche und eine Frau, in an-Nûfaliyya im NW von al-Ḥasaka.
Im Zentrum von al-Qâmišlî, einem Grenzort zur Türkei (vgl.u. Bericht über Bruch der Waffenruhe durch Provokationen von Ğabhatu_n-Nuṣra) im NNO von al-Ḥasaka, wurde durch einen Bombentreffer ein Person verletzt.
http://sana.sy/en/?p=71373)
Terroristen vom IS beschossen in Dair az-Zaur die Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr mit Mörsergranaten, töteten so acht Bürger und verletzten weitere fünf. (http://www.sana.sy/?p=349324)

Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, informierte am So., 6.3.2016, über einen weiteren Versuch, die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen, dieses Mal wieder seitens des IS: „Terroristen haben im Raum der Ortschaft Narb-Nafsa in der Provinz Hama einen ‚gestellten‘ Kampf zwischen zwei bewaffneten Formationen aufgenommen … Die Videoaufzeichnung des so genannten Zusammenstoßes soll dazu dienen, die syrische Armee wegen Verstößen gegen den Waffenstillstand zu beschuldigen“. (http://sptnkne.ws/aMEn)

Massenproteste in ar-Raqqa

Massenproteste in ar-Raqqa, Photoquelle: Ziad Fadel

Die Aufrufe von ʽAlî Ḥaidar (vgl.u.), Minister für die National Reconciliations Affairs, scheinen sogar in ar-Raqqa auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Um ein Zeichen gegen den IS zu setzen, haben die Bewohner in fünf verschiedenen Stadtteilen der IS-Hochburg die syrische Flagge gehißt. Außerdem fanden in zwei Vierteln und mehreren Straßenzügen Massenproteste zur Unterstützung der syrischen Armee statt. Anschließende kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Bürgern und den IS-Anhängern. Das alles berichteten Augenzeugen, wobei sich die Demonstranten überraschend gut schlugen und dem IS deutliche Verluste beibrachten. (http://syrianperspective.com/2016/03/baath-party-militias-open-offensive-on-isis-in-al-raqqa-fly-syrian-flags-and-kill-isis-rodents.html, http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941216000387, s.a. http://sptnkne.ws/aM8P) – Wie schon gemeldet und auch vom Präsidenten im Interview kommentiert, rückt die Armee stetig zum Entsatz von ar-Raqqa vor.

Nachtrag: Bei den Aktivisten handelt es sich zumeist um Mitglieder der streng säkularen Baʽṯ-Partei (welche auch die Regierung stellt), die seit Beginn der IS-Besetzung unter Lebensgefahr versuchen, diese von innen heraus zu unterminieren. In ar-Raqqa existiere so ein Netzwerk aus hunderten von Männern und Frauen, die auch Nachrichten über die Vorgänge in der Stadt und insbesondere über den IS sammeln und an die Regierung bzw. die Medien bweiterleiten. (http://syrianperspective.com/2016/03/baath-party-militias-open-offensive-on-isis-in-al-raqqa-fly-syrian-flags-and-kill-isis-rodents.html)

Wie die kurdische Nachrichtenagentur Baznews am So., 6.3.2016,berichtete, sei der – ohne Erlaubnis der syrischen Regierung und damit völkerrechtswidrig – in NO-Syrien von den USA erstellte Luftstützpunkt nahe der Öl-Stadt ar-Rumaîlân in der Provinz al-Ḥasaka fast vollendet. Derzeit sei der Bau eines weiteren US-Luftlandeplatzes bei ʽAin al-ʽArab (Kobane) geplant.  (http://german.irib.ir/nachrichten/item/297574- vom 7.3.2016; s.a. https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/07/rmeilan-airstrip/ mit Karten!) –  Zur Souveränitätsfrage s.a. Antwort zu Frage 26 von Präsident Dr. al-Assad im ARD-Interview.

Laut Artikel des Independent vom 6.3.2016, basierend auf Ermittlungen der unabhängige Organisation Airwars, ist die Zahl der während der (völkerrechtswidrigen, da weder von der Landesregierung noch durch ein UN-Mandat autorisierten) US-geführten Luftangriffe getöteten Zivlisten auf fast Tausend (967) gestiegen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297561-independent-zahl-der-todesopfer-bei-luftangriffen-der-us-gef%C3%BChrten-anti-is-koalition-auf-1000-gestiegen) – Näheres zur (verschleiernden) Angabe der Kollateralschäden durch das Pentagon s. den Bericht der Organisation Airwars.

Aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimim meldete Generalleutnant Sergei Kuryalenko am So., 6.3.2016, 15 Verstöße für die letzten 24 Stunden im Rîf Dimašq, den Provinzen Aleppo, Ḥamâ, Darʽâ und Idlib.
Zudem berichtete er darüber, daß der IS-Terroristen von der Türkei aus einen Angriff auf die syrische Stadt al-Qamišlî an der syrischen-türkischen Grenze vorbereiteten. Die zugehörigen IS-Trupps stünden seien derzeit nahe der türkischen – ursprünglich syrichen – Stadt Nusaibîn etwa 1,5km von der Grenze entfernt stationiert.
Außerdem zielte eine Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheit auf grenznahes türkisches Gebiet, um eine Antwort mit Waffengewalt und einen Einmarsch zu provozieren. Das russische Koordinierungszentrum warnte davor, daß dies den Prozeß der Einstellung der Feindseligkeiten unterminieren würde.
In Darʽâ errichteten Terrorgruppen Straßenblockaden und hielten Fahrzeuge auf, wobei sie die Insassen mit dem Tod drohten, wenn sie sich nicht an den Kampfhandlungen gegen die Armee beteiligten. (http://sana.sy/en/?p=71304)

Terroranschläge vom 6.3.2016:
Zwei Kinder wurden am Sonntag Opfer von IS-Minen, die auch und gerade von Terroristen, vor allem des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra (mit Affiliierten), auf dem Land angebracht werden, um die Landbevölkerung in die Flucht zu treiben, wie schon mehrfach erörtert wurde (vgl.u.).
Im Dorf Ḥamar im O von al-Ḥasaka verletzte eine Landminenexplosion eine 10-Jährige.
Durch eine Granate wurden einem weiteren auch sonst verwundeten Kind die Finger einer Hand in aš-Šadâdî abgerissen.
(http://www.sana.sy/?p=347886, http://sana.sy/en/?p=71257)
Dutzende von Raketen und Mörsergranaten feuerten Terroristen auf das Wohngebiet aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo, töteten damit – bislang – 13 [schließlich 18] Bürger und verletzten mehr als 40 und beschädigten bzw. zerstörten Gebäude und anderes privates Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=71284; Aktualisierung: http://www.sana.sy/?p=349324)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71255 und http://www.sana.sy/?p=347880 (Rückeroberung der Posten 912 und 861 in Richtung at-Tulûl as-Sûd im O von Ḥomṣ, präzise Luftschläge gegen IS-Zentren nahe Mu­hain und Razzien gegen IS-Positonen bei ʽUnq al-Hawâ und al-Mušairifa je östlich von Ḥomṣ mit dem Hinweis, daß die (IS-)Terroristen gerade die Weite der syrischen Wüste in jenem Terrain nutzten, Angriffe auf die verstreut darin liegenden Ortschaften wie Öl- und Gasquellen zu starten und letztere zu plündern.  Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen in Abû aḍḌuhûr im SO Idlibs wie bei Ğarğanâz; Kleintrupp von Failaq aš-Ṣâm ausgelöscht in Aṭma (einem bevorzugten Ort für terroristischen Nachschub aus der Türkei) infolge einer Explosion. In der Nachbarprovinz Ḥamâ Zerstörung von ISTruppen- und Waffentransportern in Ḥamâdî ʽUmar, aš-Šaiḫ Hilâl und bei aš-Šaiḫ Hilâl. Gezielte SAAF-Luftschläge gegen IS-Konzentrationen und –Fortifikationen in al-Mu­raiʽiyya, östlich al-Ğafra am Südufer des Euphrat in der Provinz Dair az-Zaur wie in al-Buġai­liyya (7km westlich der Provinzauptstadt), nahe der Ausläufer des ar-Rašadiyya-Stadtteils von Dair az-Zaur mit vielen getöteten bzw. verletzten IS-Anhängern; Desgleichen auch bei der Verteitelung eines IS-Angriffs über den West-Friedhof, die al-Bûr Saʽîd- und al-ʽUrfî-Straße auf die Provinzhauptstadt, unter den vielen Getöteten auch IS-Gruppenführer. ).

Erneut (vgl.u.) wurde am 6.3.2016 ein Waffentransporter mit Nachschub für Terroristen im Umland von as-Suwaidâ´ ausgemacht und konfisziert. (http://sana.sy/en/?p=71269)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71210 und http://sana.sy/?p=347401 (Eliminierung von IS-Trupps mit Waffentransporter, Mörsergranaten-Abschußanlage u.a. Ausrüstung bei der Landwirtschaftlichen Fakultät in al-Mu­raiʽiyya bzw. um den Ğabal aṯ-Ṯarda östlich von Dair az-Zaur wie eines Truppen- und Waffen transportierenden IS-Konvois nahe der al-Ğazîra-Universität in al-Buġailiyya im W der Provinzhauptstadt, Vereitelung eines Versuch des IS, in das Industriegebiet von Dair az-Zaur einzudringen, mit Zerstörung von deren Raketenabschußanlage, effektiven Razzien in den Stadtteilen al-Hamîdiyya und ar-Rašadiyya; dazu konzentriete SAAF-Luftschläge gegen IS-Befestigungen bei al-Katif und al-Masmaka nahe al-Bûkamâl (am Euphrat an der Grenze zum Irak) mit Eliminierung von deren Zentrale, Satellitenübertragungsstation und Kraftstofftank im Dorf Safîrat al-Fawqânî.. Ebenso Vereitelung von zwei IS-Angriffen auf der Achse al-Mufakir – Barî Šarqi – Rasm at-Tîna im Umfeld von Salamiyya östlich von Ḥamâ mit ansehnlichen Feindverlusten an Männern, Artillerie, Waffen und Munition. Vereitelung von Angriffen des IS und Affiliierten von der ar-Raqqa-Autobahn und den at-Tanâhiğ–Bergen her auf die kürzlich gesicherte wichtige Zufahrtsstraße Ḫanâṣir Aṯriyâ im SO von Aleppo wie auf Talat al-ʽAlam bei der Pumpenstation von Aṯriyâ wie von den as-Saʽn-Anhöhen auf aš-Šaiḫ Hilâl im erfolgreichen Zusammenwirken mit Volkswehrgruppen, wobei eine Anzahl des Feindes ausgeschaltet wurde oder unter Zurücklassung des militräsichen Equipments floh. Damit ist die Versorgungsroute für die Großstadt Aleppo über die Ḫanâṣir Aṯriyâ-Route komplett gesichert und wieder dem Verkehr insbesondere von Hilfslieferungen und Reparaturteams offen.).

Premierminister al-Ḥalaqî gab in einem Telefoninterview mit dem syrischen Fernsehen am Sa., 5.3.2016, bekannt, daß durch die Erfolge der Armee hinsichtlich Sicherung der Strecke Ḫanâṣir Aṯriyâ bereits Reparaturteams unterwegs waren, um sie dem Verkehr wieder freigeben zu können. Damit könne man in den nächsten Tagen damit rechnen, daß in den Bereichen Wasser- und Stromversorgung, Kommunikation, Transport etc. die Versorgung möglichst deckend wiederhergestellt werde. In den letzten beiden Tagen seien bereits tonnenweise wesentliche Versorgungsgüter nach Aleppo geliefert worden, dazu Kraftstoff und Gas zum Kochen. Auch die elektrische Versorgung würde nach und nach bis Sa., 5.3.2016, wiederhergestellt und demnächst erhöht werden können.
Hinsichtlich des Stromnetzes teilte er mit, daß es immer Ziel der Terrorgruppen um Aleppo war, die Großstadt von der elektrischen Versorgung abzuschneiden. Derzeit sei auch ein Team mit der Reparatur des beschädigten Wärmekraftwerks (vgl.u., Gefechtsberichte) befaßt.
Bzgl. der Wasserversorgung habe die Pumpenstation Sulaimân al-Ḥalabî nach ihrer Wiederherstellung bereits wieder ihre Arbeit aufnehmen können: 140.000 m3 sollten dann ab Sonntag spätestens Montag zur Verfügung stehen, was den Bedarf decken sollte. Das – von den Terroristen schwer traktierte – Industriegebiet aš-Šaiḫ Nağâr werde ebenfalls bald wieder notwendige Petroleumprodukte herstellen können, da die Stromversorgung wieder gewährleistet ist. (http://sana.sy/en/?p=71240) – Aleppo war vor der Krise auch ein wichtiger Industriestandort. Industrie- und Forschungsanlagen wurden von Terrorgruppen teils zerstört, teils abgebaut und gen Türkei geschmuggelt (vgl. frühere Berichte hierzu!)
Ähnlich hinsichtlich der Stromversorgung äußerte sich auch der Generaldirektor der Aleppo Power Company, ʽAbdullâh at-Talâlinî. Nach vier Monaten ohne Elektrizität– vom 25.10.2015 an – infolge der von Terroristen angerichteten Zerstörungen an sämtlichen nach Aleppo führenden Stromleitungen und umliegenden -Produktionsstätten sei von Sa., 5.3.2016, die Versorgung wiederhergestellt und werde laufend ihre Kapazität steigern. Zwischendurch hatte durch intensive Instandsetzungsarbeiten im Januar Strom für 15 Stunden zugeleitet werden können, bevor eine neuerliche Terroristenattacke diese abschnitt. (http://sana.sy/en/?p=71238, http://www.sana.sy/?p=347637)

Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimim meldete am Sa., 5.3.2016, für die vergangenen 24 Stunden neun Verstöße mit, davon sechs in der Provinz Aleppo, wo Ğabhatu_n-Nuṣra-Anhänger die Wohngebiete al-Kâstîlû, aš-Šaiḫ Maqṣûd, aš-Šaiḫ ʽAqîl und al-Marğ bombardierten, und je einen in den Provinzen Damaskus, al-Lâḏa­qiyya und Darʽâ. – In weiteren 23 Meetings hätten sich andererseits weitere Führer oppositioneller Gruppen gemeldet und sich zur Waffenruhe bereit erklärt, sofern sie russischen Schutz vor den sie bedrohenden Terroristen erhielten. (http://sana.sy/en/?p=71233, http://www.sana.sy/?p=347577)

Terroranschlag vom 5.3.2016:
Eine am Straßenrand angebrachte Landmine zerriß einen vorüberfahrenden Motorradfahrer unterwegs von al-Karama in Richtung aš-Šadâdî im Süden der Provinz al-Ḥasaka. (http://sana.sy/en/?p=71220)

Auch am Sa., 5.3.2016, wurden im SW-Umland von as-Suwaidâ´ Mitglieder der Volkswehr und Behördenmitarbeiter zwischen den Orten ʽArâ und Rasâs auf ein Fahrzeug (Hyundai) von aufmerksam, das mit großen Mengen an (panzerbrechenden und Personen-)Minen, Panzerfäusten, Mörsergranaten und Kisten voller unterschiedlicher Munition für Maschinengewehre und Artillerie beladen war. Es war vom östlichen Teil der Provinz Darʽâ gekommen und sollte die Terroristen im östlichen Bereich der großen syrischen Wüste mit Nachschub versorgen. Das Fahrzeug mit Ladung wurde darauf sichergestellt. (http://sana.sy/en/?p=71204)

Wie schon Dr. al-Assad wiederholt (zuletzt im ARD-Interview vom 1.3.2016) dargelegt hatte und eigentlich jeder Demokrat befürworten müßte, stellte auch der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, im Interview mit France 24 vom 4.3.2016 fest, daß es doch allein Sache des syrischen Volkes und nicht von Ausländern sein müsse, über das Schicksal ihres Landes einschließlich die Besetzung des Präsidentenamts zu entscheiden. Die politische Lösung für Syrien sollte Sache der Syrer, geleitet von Syrern sein.
Hinsichtlich der seit dem 27.2.2016 ausgerufenen Waffenruhe erklärte er sich optimistisch, oran die Verstöße dagegen nichts änderten. Die Regierung halte sich streng daran, indem die Armee [SAA] nicht einmal auf die Verstöße mit Waffengewalt reagiere. (http://sana.sy/en/?p=71199)
Ersteren Darlegungen von de Mistura widerprach John Kirby, Pressesprecher des US-Außenministeriums, am Fr., 4.3.2016, bei einer Pressekonferenz in Washington und erklärte: „Wir sind immer noch der Meinung, dass Assad nicht in der Zukunft Syriens mitmischen darf. Wir brauchen eine Regierung in diesem Land, bei der Assad nicht an der Spitze steht.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297501-washington-triit-der-auffassung-de-misturas-%C3%BCber-die-rolle-bashar-assads-entgegen)

Am Fr., 4.3.2016, stellte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimim für die vergangenen 48 Stunden 41 Verstöße gegen die ausgerufene Waffenruhe durch terroristische Organisationen fest. Dabei konstatierte das Verteidigungsministerium aufgrund der vorliegenden Berichte: „Turkey bears full responsibility for the continued fighting in Idleb and Aleppo”. Täglich erreichten Schiffsladungen an Waffennachschub von der Türkei her die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. (http://sana.sy/en/?p=71187; s.a. http://sptnkne.ws/aMew)

Das russische Verteidigungsminister hat Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie Terroristen ungehindert die Grenze von der Türkei nach Syrien überqueren (http://www.sana.sy/?p=347261), dazu Aufnahmen von Konvois mit Waffenlieferungen für Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, die täglich aus der Türkei über die Grenze kommen (http://www.sana.sy/?p=347141). Außerdem zeigte der Kanal Russia Today einen Bericht über die anhaltende Unterstützung der türkischen AKP-Regierung auf Geheiß von Ministerpräsident Recep Erdogan für die genannten al-Qaida-Ableger. Eine Filmcrew hatte hierzu nahe der türkisch-syrischen Grenze in ʽAfrîn Belegaufnahmen gemacht. Die anhaltenden Lieferungen würden dadurch erleichtert, daß die Terroristen direkt an der Grenze zur Türkei ihre Lager aufgeschlagen hätten, erläuterte Korrespondentin Lizzie Fillon. (http://www.sana.sy/?p=347244)
Zeitgleich mit diesen ununterbrochenen Lieferungen der Türkei an die in Syrien aktiven Terroristen und der zunehmenden gewaltsamen Auseinandersetzung mit der PKK hat das Pentagon per Vertragsunterzeichnung der Lieferung von sog. intelligenten Bomben (bunkerbrechende BLU-109-Bomben) an das Land im Wert von 700.000.000,- US-$ zugestimmt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/297488-pentagon-bewilligt-den-verkauf-von-intelligenten-bomben-an-die-t%C3%Bcrkei, s.a. http://sptnkne.ws/aKse)

Terroranschläge vom 4.3.2016:
Wieder beschossen IS-Terroristen die Wohnviertel al-Quṣûr und al-Ğawra in Dair az-Zaur mit Raketen, töteten so zwei Anwohner und verletzten fünf weitere bei beträchtlichen Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum am Ort der Einschläge.
Auch der Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo war abends erneut Ziel von Raketen- und Mörsergranatenbeschuß. Dabei kam eine Person ums Leben, acht andere wurden verletzt. Die Schäden sind beträchtlich.
http://sana.sy/en/?p=71182)

Wie schon in den letzten Tagen (vgl.u.) konfiszierten die Behörden im Dorf Mağâl im NW-Umland von as-Suqaidâ´ ein mit Panzergranaten und B9-Granaten beladenes Fahrzeug. (http://sana.sy/en/?p=71179, 4.3.2016)

Rekurrierend auf einen Bericht, wonach die USA dem russischen Militär Koordinaten zu Terror­gruppen in Syrien übergeben hätten (vgl.u.), erklärte Pentagon-Sprecherin Michelle Baldanza am Fr., 4.3.2016, kategorisch: „Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten teilt mit den Russen keine Informationen“[Hhg. blogseits]. Allerdings könne es sein, daß solche Informationen über andere Kanäle an die russische Seite gelangt sein wie durch die ISSG (International Syria Support Group). (http://sptnkne.ws/aKWU)

Der IS hatte für 48 Tage die Wasserversorgung für Aleppo unterbrochen. Um dort wieder Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, gelang es, Kontingente von der al-Ḫafsa-Station im O in die Provinzhauptstadt umzuleiten. (http://sana.sy/en/?p=71169 vom 4.3.2016)

Zur ausgerufenen Waffenruhe in Syrien von Reportern befragt, urteilte der UN-Gesandte de Mistura: „The situation therefore could be summarized as fragile, success is not guaranteed but progress has been visible,” (d.h.: Die Situation könnte zusammenfassen so beschrieben werden: Die Lage ist fragil, ein Erfolg nicht garantiert, aber Fortschritte sind sichtbar.). Wichtig sei, daß erst einmal der Anfang gemacht sei. Stabilisierung erfolge erst mit dem angestrebten politischen Prozeß. Die Weiterführung der sog. Genf-III-Konferenz ist für den 9.3.2016 geplant, auch wenn dann nicht alle Teilnehmer schon vor Ort wären. (http://sana.sy/en/?p=71155, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297475-strom-in-ganz-syrien-ausgefallen)

Laut russischem Koordinierungszentrum in Ḥumaimim ist bzgl. der ausgerufenen Waffenruhe zu konstatieren: „14 breaches were observed, 3 in Damascus, 2 in Quneitra and Lattakia, 1 in each of Hama and Daraa and 5 breaches in Aleppo“. Publiziert wurde das Ergebnis wie üblich auf der Webseite des sog. Russian Center for Coordinating and Observing the cessation of fighting acts. (http://sana.sy/en/?p=71162)

Die spanische Zeitung El Pais berichtete am 3.3.2016 von einer Polizeiaktion im Rahmen der Terrorismusbekämpfung in Valencia und im Umkreis von Cadiz. Dabei wurden von der Nationalpolizei wie schon am 7.2.2016 in Containern geschmuggelte Militäruniformen entdeckt, dieses Mal 20.000 davon in drei Containern, bestimmt für den Einsatz durch IS-Kämpfer in Syrien und dem Irak. Nach Berichten, die den Behörden vorliegen, haben die Terroristen ein internationales Netzwerk von Lieferanten eingerichtet, das ihnen auch die Zufuhr von elektronischen und technischen Geräten, Waffen und militärischer Ausrüstung sichert. (http://sana.sy/?p=346981)

Der Waffen- und Söldnernachschub für die Terroristen in Syrien geht ungehindert weiter:
Selbst seit Beginn der Waffenruhe sind tausende Söldner von der Türkei aus nach Syrien geschleust worden. Am 1.3. 2016 wurde das Frachtschiff Trader von griechischen Behörden zur Landung gezwungen (derzeit auf Reede in Chania auf Kreta). An Bord befanden sich aus der Türkei kommend Container voller Waffen für die Anti-Regierungsmilizen. (http://www.voltairenet.org/article190568.html vom 3.3.2016)

Die slowakische Zeitung (Name bedeute übersetzt: „Daß“ oder „wenn“) berichtet von Waffengeschäften der saudischen Regierung mit Lizeninhabern des slowakischen Wirtschaftsministeriums, die dann zur Unterstützung der Terroristen in Syrien weitergegeben würden. Es handele sich dabei um große Mengen an Raketen, Maschinengewehren, Sturmgewehren, panzerbrechenden Waffen, das Anti-Raketen-System grad und Munition vor allem in der Periode 2013-2016. Etliches davon stamme noch aus Sowjetzeiten. (http://www.sana.sy/?p=346306)

Terroranschläge vom 3.3.2016:
Infolge des Beschusses mit Raketen wurden im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo zwei Bürger getötet und 25 verletzt. (http://sana.sy/en/?p=71122)
Der Sprecher des Energieministeriums teilte mit: „Die Militanten haben das Kraftwerk al-Zara in der Provinz Hama mit Raketen beschossen und mehrere Generatoren außer Betrieb gesetzt“. (http://sptnkne.ws/aKDS) – Zudem wurde in mehreren Provinzen am 3.3.2016 ein totaler Stromausfall gemeldet. (http://sptnkne.ws/aKAD)

Endlich haben die US-Vertreter dem russischen Überwachungszentrum in Ḥumaimim Koordinaten von Terroristen übermittelt, die trotz Waffenruhe den Kampf fortsetzen, syrische Städte und Positionen der Regierungstruppen weiterhin unter Beschuß nähmen. Die meisten der 14 Angriffe der letzten 24 Stunden hatten sich demnach im Großraum Aleppo ereignet. (http://sptnkne.ws/aKHG)
Auch die Türkei setzte den Beschuß syrischen Territoriums fort. (http://sptnkne.ws/aKvt)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71060 und http://www.sana.sy/?p=345857 (Befreiung von Fâḥ, 20km im O von Aleppo nach Eliminierung der letzten IS-Trupps und nachfolgender Säuberung des Gebiets von angebrachten Minen und Sprengladungen; präziser SAAF-Luftangriff auf die vom IS kontrollierte Stadt al-Bâb, in der viel vom IS geraubtes Öl gebunkert ist. Akkurate effektive Luftschläge auch gegen IS-Positionen um al-Qarya­tain im SO von Ḥomṣ wie auf IS-Fortifikationen direkt in Tadmur im O und gegen IS-Schlupfwinkel bei Umm Ṣaḥîrîğ, aš-Šandâḫiyya al-Ğanûbiyya, aš-Šandâḫiyya aš-Šamâliy­ya, al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, ʽUnq al-Hawâ und Ğab al-Ğarâḥ; Bodentruppen vernichteten IS-Militärausrüstung samt gepanzerten Fahrzeugen und waffenbeladenen Pickups und IS-Ansammlungen im Areal des Wâdî aḏ-Ḏakârî und um Tadmur. Beseitigung von IS-Positionen auch in Tal Ḍalfaʽ, 50km im N von as-Suwaidâ´ sowie im NO-Umland und auf Tal Ušaihib im NW mitsamt eines Bulldozers unter dem sonstigen Equipment)

Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimim stellte am 2.3.2016 für die letzten 24 Stunden 21 Verstöße fest. “The majority of breaches were observed in Daraa, Damascus, Aleppo and Hama provinces,” hieß es auf der Webseite des Zentrums. Zudem informierte der Leiter Generalleutnant Sergei Koralenko darüber, daß infolge heftigen Artilleriebeschusses von Orten nahe der syrisch-türkischen Grenze im Landkreis Kansabâ im N von al-Lâḏa­qiyya drei Bürger getötet und acht weitere verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=71113)

Terroranschlag vom 2.3.2016:
Bei einem Terroristenüberfall auf Kafarayya (Idlib-Umland), einem der beiden seit über zwei Jahren durch Anhänger von Ğaiš al-Fataḥ belagerten und wiederholt mit Raketen und Mörsergranaten beschossenen Orte, wurden ein Einwohner ermordet und drei weitere teils sehr schwer verletzt. Die Extremisten waren mit Maschinengewehren eingedrungen und wild auf die Bewohner geschossen, worauf Panik ausbrach. (http://sana.sy/en/?p=71103)

In einem Pressebriefing in Moskau stellte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hinsichtlich einer in den Medien kolportierten Befristung der Waffenruhe auf zwei Wochen mit: „We noticed that a number of media outlets claimed in their reports that the cessation of hostilities will last for two weeks, and then it should end. This is untrue. We draw your attention to the fact that we’re not talking about a two-week timeframe for the cessation of hostilities, but it will not be limited in time.” An die US-Administration richtete sie den Aufruf: „It is necessary to be careful, conscientious and responsible in regard to the implementation of the Russian-US agreement on the cessation of hostilities in Syria.” Sie fügte auf eine kürzlich von US-Außenminister Kerry gemachte entsprechende Bemerkung hinzu, man hoffe, daß „all statements by senior officials in Washington on some sort of a ‘plan B’ or any other alternative for Syria should hostilities resume ,remain just words'“. Der Standpunkt Rußlands in Hinsicht auf Syrien sei unverändert, nämlich daß „Syria is a democratic, free, sovereign and independent country.“ (http://sana.sy/en/?p=71092 vom 2.3.2016)

Zollbeamte legten offen, daß an Tank- u.a. Geschäftstellen in Bulgarien Öl verkauft werde, das vom IS in Syrien geraubt, über den Irak in die Türkei gebracht und von dort über die Mittelmeerhäfen verschifft werde. Dieselöl und Benzin seien auf Tankern in den Häfen von Burgas und Varna gelandet, wie die bulgarische Zeitung Trud weiter meldete. Die Begleitpapiere machten deutlich, daß die Ladungen, die für den EU-Markt bestimmt seien, in griechischen Lagern aufbewahrt würden. (http://www.sana.sy/?p=345475, s.a. http://sptnkne.ws/aJNB)

Christine Giuliano, Zeugin des Beschusses von Journalisten bei Kansabâ, etwa 60 km im NO von al-Lâḏa­qiyya (vgl.u.), und selbst Reporterin der italienischen Agentur Askanews, übermittelt mit ihren Eindrücken vom Vorfall auch ihren Dank an die russischen Militärs: „Es ist klar, dass das Geschehene nicht nur für mich, sondern auch für die anderen Journalisten völlig unerwartet war. Offen gesagt, war ich überrascht, wie schnell die Militärs reagiert haben. Natürlich sind nicht alle ohne Verletzung davon gekommen. Aber alles hätte noch viel schlimmer sein können“. Die wenigen leichten Verletzungen ihrer Kollegen erklärt sie mit den durch den Beschuß ausgelösten Panikreaktionen wie der luftigen Bekleidung wegen der relativ hohen Temperaturen. In der Attacke sieht Giuliano eine provokative Unterminierung der Friedensbemühungen in Syrien und erklärte hierzu: „Als wir in der Nacht zum Mittwoch (in Latakia- Anm. d. R.) gelandet sind, war sofort klar, dass sich die Situation geändert hat. Auf dem Flugplatz war kein Flugzeug-Lärm zu hören. Russland hat Erfolge erzielen können: Die Feuerpause wirkt. Nicht alle sind damit zufrieden, auch Terroristen“. (http://sptnkne.ws/aKef)

Nach Einschätzung von Selahattin Soro, Repräsentant des Nationalkon­gresses Kurdistans (NKK) in Rußland, agieren der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra koordiniert in Syrien, wie er im Interview mit Ria Novosti am 1.3.2016 mitteilte. „Soweit wir wissen, gibt es zurzeit keine Zusammenstöße zwischen diesen Gruppierungen, obwohl es früher auch dazu gekommen ist. Außerdem koordinieren sie in einigen Gebieten ihre Handlungen und führen gemein­same Operationen durch. Zum Beispiel gehen sie in den Städten Aleppo und Azaz, in der Kurdenen­klave Afrin gemeinsam gegen die Kurden, die syrische Armee und unabhängige Gruppierungen vor“. Ideologische Widersprüche gebe es nicht, allein Unterschiede bzgl. der Herangehensweise zu deren Verwirklichung: „Daesh verfolgt das Ziel, im Irak und in Syrien ein Kalifat auszurufen. Der Al-Kaida-Ableger in  Syrien — die al-Nusra-Front — verkündet die Vereinigung aller Muslime in einem Staat und das Konvertieren der restlichen Bewohner des