Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den analtenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

 

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Dem nationalen archäologischen Ausgrabungsteam der Sektion Damaskus Land (Rîf Dimašq) gelang die Entdeckung eines einzigartigen Mosaiks im noch vor kurzer Zeit hart umkämpften Wâdî Baradâ (vgl. Teil V), nämlich im Ort Birhaliyâ im Landkreis az-Zaba­dânî. Lange Zeit hatten deswegen die Ausgrabungen unterbrochen werden müssen. Das Kunstwerk, welches mehrfarbige geometrische und florale Muster sowie symbolische Dekorationen vereint, ziert den Boden eines Gebäudes, das man durch einen großen Haupt- und zwei kleinere Eingänge daneben betreten konnte. Es mißt 50m und stammt aus dem 4. Jh. n.u.Z. aus der Übergangsperiode zwischen römischer und byzantinischer Epoche. Noch nie wurde solch eine feine Dekorationsarbeit in oder um Damaskus gefunden. Dr. Maḥmûd Ḥamûd, der Direktor des Departments für Altertümer der Region Damaskus, führt dazu aus, daß an dieser Stelle früher die Hauptstadt eines Königreiches stand, die zur Seleukiden-Ära den Namen Ubailiniyya trug, während sie der römischen und byzantinischen Ära Ubailâ hieß. Die ersten Siedler seien ein arabischer Stamm aus der östlichen Liba­non-Gebirgskette gewesen mit Hauptsitz in ʽAnğar und religiösem Zentrum in Baʽlbik (Baalbek). Im Wâdî Baradâ gibt es noch drei weitere Dörfer mit reichen archäologischen Stätten: Sûq Wâdî Baradâ, Birhaliyâ und Kafar al-ʽAwâmîd. Leider verführe das zu umfangreichen Raubgrabungen. (http://sana.sy/en/?p=109395, http://www.sana.sy/?p=584123)

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