Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den analtenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

Auch das Außenamt des Landes reihte sich in die Schar der Warner vor und Gegner der für den Abend des 6.12.2017 erwarteten Erklärung von US-Präsident Trump ein dahingehend, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, welches entgegen dem am 29.11.1947 als Resolution Nr.181 angenommenen UN-Teilungsplans für Palästina infolge der Eroberung durch die israelische Armee im Sechs-Tage-Krieg von 1967 insgesamt okkupiert ist, sofern damit eine Anerkennung Gesamt-Jerusalems als Hauptstadt Israels und damit der Okkupation und Vertreibung der Palästinenser verbunden ist. Dies würde dem Friedensprozeß in Nahost entgegenwirken und Konflikte befördern statt beizulegen helfen. Im Weiterern s. http://sana.sy/en/?p=120293, http://www.sana.sy/?p=671745. – Der o.e. UN-Teilungsplan sollte die infolge der Balfour-Deklaration grassierenden Bevölkerungskonflikte im britischen Man­datsgebiet Palästina lösen und das Mandat beenden. Hierzu sollte das besagte Gebiet aufgeteilt werden in einen Staat für Juden und einen für Araber mit Jerusalem (inklusive Bethlehem) als Corpus separatum unter internationaler Kontrolle.
Die UNSC-Resolution Nr. 242 vom 22.11.1967 fordert den Rückzug Israels aus den seit dem Sechs-Tage-Krieg vom Juni 1967 besetzten Gebieten, darunter fallen: die Golanhöhen,  das Westjordanland und Ost-Jerusalem (d.i. al-Quds!), der Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel (seit 1982 wieder insgesant ägyptisch).

Hingegen unterstützt die saudische Regierung die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. (http://www.sana.sy/?p=671296)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.12.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=120190 und  http://www.sana.sy/?p=671247 (Nach Beseitigung der letzten Ğabhatu_n-Nuṣra-Nester  der Gegend Rückeroberung des Tal Šihâb, der mittleren Erhöhung des strategisch bedeutsamen  Bergzugs Tala Bardaʽiyâ im SW-Teil des Rîf Dimašq (Umland von Damaskus), welcher die Ebenen von Maġr al-Mîr und Ḥîna überblickt und damit beherrscht. Unter den zahlreich getöteten Terroristen befand sich der Anführer im al-Ḥarmûn-Gebiet namens Abû Ḥuḏaifa mit Kampfnamen „Conan“ [Kûnân, also wohl ein Schwarzenegger-Film-Fan], unter den Verletzten die Kommandeure Sâmî Ramaḍân und Aḥmad ʽAkû. Mit diesem militärischen Erfolg wurden den Extremisten zudem die Nachschubrouten zur Bait Ğin Farm wie dem gleichnamigen Dorf abgeschnitten, welche die größten verbliebenen Ğabhatu_n-Nuṣra –Stützpunkte im SW der Provinz darstellen. einheimische berichteten zudem davon, daß verletzte Ğabhatu_n-Nuṣra –Terroristen wieder über den Berg Hermon und die besetzten Golanhöhen in israelische Kliniken zur Behandlung transportiert worden seien; zu früheren solchen Berichten s.u.!)

Terroranschlag vom 6.12.2017:
Wieder feuerten die sich in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq aufhaltenden bewaffneten Gruppen die Hauptstadt mit Mörsergranaten in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen. Im Stadtteil al-ʽAbbâsiyîn wurden daher zwei Anwohner verletzt und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum im Umkreis des Krankenhauses verursacht. – Die SAA reagierte wie schon in den vergangenen Tagen (s.u.) entsprechend. (http://sana.sy/en/?p=120299, http://www.sana.sy/?p=671835)

Im Gegensatz zu der  u.e. Bemühung, dem religiösen Extremismus durch Einwirkung auf die Jugend entgegenzuwirken,  stehen die jüngsten Überfälle einer dem IS affiliierten Terroristengruppe im W-Rîf von Darʽâ auf zehn Schulen in dieser Gegend: wie Einwohner meldeten stürmten Terroristen von Ğaiš Ḫâlid ibn al-Walîd die Schulen, verschleppten die Direktoren und deren Stellvertreter, setzten die Schulen und Lehrmittel in Brand. Anlaß für die Terroraktion sei die Teilnahme der Schulleiter an kulturellen Fortbildungsmaßnahmen gewesen, die durchaus in dem dargelegten Rahmen gewertet werden dürfen, da so vom Bildungsministerium schon vor Monaten für das neue Schuljahr mehrfach angekündigt. (http://sana.sy/en/?p=120314, http://www.sana.sy/?p=671821)

Für Syrien war und ist – insbesondere unter der säkular ausgerichteten Regierung unter Führung der Baʽṯ-Partei – ein im Vergleich zu anderen Ländern „modern“ gelebter Islam kennzeichnend, weshalb dieser Staat zusammen mit dem Irak ín den letzten Jahren auch Hauptziel der extremistischen Terrororganisationen geworden war, deren Ideologie dieselben Wurzeln wie der Wahhâbismus (in Saudi-Arabien Staatsreligion!) hat. Gerade auch aufgrund der Terror-Erfahrungen und in Befürchtung künftiger Entwicklungen einer Jugend, die teils unter Aufoktroyierung dieser extremistischen Ideologie von IS und Co. aufgewachsen ist, hat sich die Regierung früh um dieses Problem gekümmert (s.a.  Präsidenten-Interviews) und zusammen mit religiösen Würdenträgern der verschiedenen Konfessionen, Vertretern der Bildungsinstitute, Psychologen etc. nach Lösungen gesucht. U.a. wurden vor allem Lehrpläne überarbeitet und die islamischen religiösen Würdenträger aufgefordert, an der Verbreitung eines an die modernen Zeiten angepaßten, moderaten Islam mitzuwirken und extremistischem Gedankengut entgegenzuwirken (vgl.u.). In diesem Zusammenhang steht auch die Teilnahme des Großmuftîs des Landes, Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn, an der 31. Islamic Unity Conference in Teheran, die sich in diesem Jahr seit Di., 5.12.2017, dem Motto „Einheit und Anforderungen an eine moderne islamische Zivilisation“ widmet. Mehr als 500 islamische Funktionsträger aus 70 Ländern nehmen daran  teil. (http://sana.sy/en/?p=120138http://www.sana.sy/?p=671061)

Terroranschlag vom 5.12.2017, Photo: SANA

Terroranschlag vom 5.12.2017:
Die Fernzündung eines in einem Kleinbus versteckten Sprengstoffpakets in der Ahrâm-Straße im Stadtteil ʽAkrama von Ḥomṣ hinterließ noch einer Aktualisierung acht Tote und 18 Verletzte, wobei die Opferzahl noch stiegen könnte. Beschädigt wurden ferner eine Reihe von Geschäften, Fahrzeugen und Teile der Infrastruktur. Zuvor noch hatte der Gouverneur mitgeteilt: „Terrorists planted an explosive device in a passenger bus and remotely detonated it in al-Ahram Street in Ekrema neighborhood, killing five civilians and injuring 12 others.”  (http://sana.sy/en/?p=120151, http://www.sana.sy/?p=671080)

Das Außenministerium richtete mit zwei identischen Schreiben am 5.12.2017 den Protest der Regierung gegen die jüngsten Raketenangriffe des israelischen Militärs weiter an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Beide Angriffe, der vom 2.12.2017 um 00.30 Uhr auf eine SAA-Position im Areal von al-Kiswa im Rîf Dimašq (s.u.) wie der auf eine andere Position der Streitkräfte im Gebiet von Ğamrâyâ um 23:30 Ihr am 4.12.2017 (s.u.) wurden begleitet durch Attacken der Terroristen mittels Raketen und Mörsergranaten auf Stadtteile und Vorstädte der Hauptstadt (s.u.). In dieser Synchronität sei ein weiterer unabweisbarer Beweis für die Koordination, Partnerschaft und Allianz beider gegen Syrien zu sehen. Diese wiederholten israelischen Angriffe auf syrisches Territorium (vgl.u.) seien ein Bruch der UNSC-Resolution Nr.350 aus dem Jahr 1974 zur Truppenentflechtung. Sie zielten darauf ab, die SAA an der Weiterführung des Counterterrorismus zu hindern, wodurch die Terroristen Schutz und Ermunterung angesichts deren schwindender Kampfmoral erhielten. Die Unterstützung der israelischen Regierung für Terrorgruppen einschließlich des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra per Bereitstellung von Waffen, Geldern, geheimdienstlichen Informationen und Logistik während der letzten Kriegsjahre sei mehrfach deutlich (gemacht) worden und könne daher nicht mißverstanden werden und sei kein Geheimnis mehr. Schließlich erging eine [bislang stets folgendose]  Warnung, solche Angriffe zu wiederholen bzw. der Aufruf an den UNSC, diese fortwährenden israelischen Angriffe zu verurteilen bzw. umgehend effektive Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu stoppen und die Besatzungsmacht für ihre Terrorismusunterstützung zur Rechenschaft zu ziehen. (http://sana.sy/en/?p=120208, http://www.sana.sy/?p=671349)

Kaum zwei Tage nach dem letzten Luftangriff (s.u., 1.12.2017) schoß das israelische Militär am Mo., 23.30 Uhr Ortszeit wieder mit Raketen auf SAA-Standorte im Umland der Hauptstadt (Rîf Dimašq). Die Luftabwehr fing drei davon ab und zerstörte sie, die restlichen verursachten drei schwere Explosionen.  (http://sana.sy/en/?p=120124, http://www.sana.sy/?p=671026) – Laut Pars Today sei eine syrische militärische Forschungseinrichtung das Ziel gewesen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34517-israel_greift_milit%C3%A4rische_forschungseinrichtung_in_syrien_an)

Die Patriarchen Yâziğî  und Kyrill in Moskau, Photo: SANA

Der griechisch-ortho­doxe Patriarch von Antiochia und des gesamten Ostens, von Moskau und Gesamtrußland zusammen. Dabei sagte letzterer zu, es würden alle Maßnahmen getroffen, um die Unterstützung für die syrische Bevölkerung zu verstärken. Bereist sei eine Lieferung von fünf Tonnen an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung für das Krankenhaus des Patriarchats in Syrien unterwegs. – Tags zuvor war Patriarch Yâziğî  mit Präsident Putin zu einer tiefschürfenden Diskussion über die Situation in Syrien zusammengekommen. (http://sana.sy/en/?p=120189, http://www.sana.sy/?p=671263)
Während eines Treffens mit Delegierten der lokalen russisch-orthodoxen Kirche (am Rande der Bischofskonferenz in Moskau, vgl.u.) stellte Rußlands Präsident Putin beim Thema Syrien am Mo., 4.12.2017, heraus, die SAA habe mit russischer Unterstützung nun fast ganz Syrien von den Terroristen befreit. Im Einzelnen bemerkte er: „The situation in Syria is gradually chan­ging, Syrian troops supported by the Russian military have liberated nearly all of the country’s terri­tories from terrorists.” Der russische Staat wie Kirchenvertreter hätten zudem viel an humanitärer Hilfe den Bedürftigen im kriegsgebeutelten Land zukommen lassen. Viele Kirchen und andere heilige Stätten seien von den Terroristen geplündert und zerstört worden, doch habe der Wiederaufbau bereits begonnen. Daher müsse und werde man von russischer Seite Syrien weiterhin Hilfe und Unterstützung zukommen lassen.  (http://sana.sy/en/?p=120141)

Russische Bomber im Anflug, Photo: SANA

Am Mo., 4.12.2017, informierte das russische Koordinationszentrum in Ḥumaimîm darüber, daß demnächst die gesamte Gegend östlich des Euphrats [bis zur Grenze zum Irak] vom IS gesäubert sei. Hierzu führten die russischen Kampfjets erneut Luftangriffe durch. Dazu hieß es: „The Russian Air force has carried out 6872 sorties that destroyed more than 1450 positions for Daesh terrorists to the East of Euphrates River”. (http://sana.sy/en/?p=120121, http://www.sana.sy/?p=670985)

Im Gespräch mit Sputnik News teilte Industrieminister Ing. Aḥmad al-Ḥamû am 4.12.2017 mit, daß nach weitgehender Befreiung des Lands vom Terrorismus die meisten syrischen Betriebe ihre Tätigkeit wiederaufgenommen hätten. (https://sptnkne.ws/gfRF, http://www.sana.sy/?p=669256)

Hilfskonvoi für ʽAfrîn, Photo: SANA

Die Armee sicherte die Ankunft eines Konvois mit 114 Tonnen an humanitären Hilfsgütern, besonders an Lebensmitteln und Medizin, für die Stadt ʽAfrîn im N-Rîf von Aleppo. Diese war immer wieder Ziel auch völkerrechtswidriger türkischer Militäroperationen (vgl.u.). Bewaffnete Gruppen in der Gegend greifen nach wie vor solche Trecks an, überfallen und plündern sie aus bzw. versuchen, deren Ankunft am Zielort zu verhindern, um so zusätzlichen Druck auf die Bevölkerung auszuüben. (http://sana.sy/en/?p=120133,   http://www.sana.sy/?p=670999)

Terroranschlag vom 4.12.2017:
Auch am Montag beschossen die sich in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq aufhaltenden bewaffneten Gruppen die Hauptstadt mit Mörsergranaten in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen. Im Stadtteil al-ʽAbbâsiyîn wurden dadurch zwei Anwohner getötet, sieben verletzt und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum verursacht. – Die SAA reagierte wie schon in den vergangenen Tagen (s.u.) entsprechend. (http://sana.sy/en/?p=120087, http://www.sana.sy/?p=670556)

Lafarge-Holcim Ltd., Firmenlogo

Der aus dem Zusammenschluß mit einem französischen Unternehmen hervorgegangene weltgrößte Baustoffhersteller Lafarge-Holcim Ltd. mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz hat immense Image-Probleme (s.a. Teil V). Verwaltungsratspräsident Beat Hess räumte im Interview mit Le Figaro, das  am So., 3.12.2017, veröffentlicht wurde, ein, daß das Unternehmen mit seinen Vereinbarungen mit dem IS  in den Vergangenheit einen „inakzeptablen Fehler“ began­gen habe. Bereits im April 2017 hatte der Vorstandsvorsitzende der Baufirma, Eric Olsen, seinen Posten  verlassen müssen, nachdem eine interne Untersuchung diese Beziehung bestätigt hatte. Im Oktober schließlich legten das französische Wirtschaftsministerium und einige NGO´s bei der Justizbe­hörde Beschwerde ein. Inzwischen haben Ermittler die beiden Lafarge-Manager, Frederic Julipoa und Bruno Bisho, wie den Si­cher­heitsdirektor Jean-Claude Villar u.a. wegen  Finanzierung einer terroristischen Organisation und der Gefähr­dung des Lebens anderer angeklagt. Wie die Untersuchungen ergaben, hatte das in Nord-Syrien tätige Unternehmen dem IS und anderen Terrororganisationen Schutzgeld zukommen lassen, um den Werksbetrieb weiterführen zu können. Zudem kaufte es dem IS das von den Terroristen in den okkupierten Gebieten geraubte Öl und andere dort produzierte Waren und Materialien aus demselben Grund ab. (http://www.sana.sy/?p=670419)

In der bewährten Weise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) griffen am 3.12.2017 sechs russische Tu-22M3Langstreckenbomber mit Schutz von Su-30SM -Kampfjets aus Ḥumaimîm wieder gezielt IS-Positionen, -Depots und -Fahrzeuge  im im SO von Dair az-Zaur an und vernichteten sie nachweislich. (http://sana.sy/en/?p=120017)

SAA unterwegs, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.12.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=120006 und http://www.sana.sy/?p=670193 (Unter SAAF-Deckung Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Fortifikationen und verbarrikadierten Verstecken mit Kampffahrzeugen in der Umgebung von ar-Rahğân, ca. 70km im NO-Rîf von Ḥamâ, zusammen mit unterstützenden Streitkräften. – ar-Rahğân im Umkreis von Salamiyya ist einer der gefährlichsten Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkte im östlichen Teil der Provinz Ḥamâ, von wo aus die Terroristen die umliegenden Dörfer und Orte angreifen bzw. unter Beschuß nehmen.)

Mitarbeiter der Drogenbehörde der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya konnten am So., 3.12.2017 eine immense Menge (Schiffsladung) an Haschisch und Captagon [zu dessen Bedeutung für die Terroristen s. Teil II]  nach umfangreicher Informationsbeschaffungs- und Überwachungstätigkeit sicherstellen. Durch die eingerichteten Überwachungsstellen komme man überdies der Organisationsstruktur wie den Wegen der Schmuggler auf die Spur. (http://sana.sy/en/?p=120058)

Nuntius Kardinal Mario Zenari, Photo: SANA

Am So., 3.12.2017, besuchte der päpstliche Nuntius, Kardinal Mario Zenari, Aleppo, um sich ein Bild von den durch die Terroristen verursachten Zerstörungen, vor allem auch an den Gotteshäusern zu verschaffen. Dabei versicherte er, der Vatikan habe ein besonderes Auge auf Syrien in all seinen Bereichen und wolle beitragen, daß wieder Frieden und Sicherheit einkehren und Hilfe die Bedürftigen erreicht. Alle Seiten müßten dem syrischen Volk in all seiner mosaikartigen Vielfalt beistehen, zusammenzuhalten. (http://www.sana.sy/?p=670083)

Im einstigen, letztverbliebenen, kürzlich befreiten IS-Stützpunkt al-Bû Kamal (vgl.u.) hat wieder die Polizei die Sicherheitsfunktionen übernommen. (http://www.sana.sy/?p=670022 vom 3.12.2017)

Terrorist mit US-Waffe, Photo: syrianfreepress

Wieder entdeckten die Behörden große Waffen- und Munitionslager in IS-Verstecken im Umkreis von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ. Sie enthielten wie bisher moderne schlagkräftige Militärausrüstung, darunter Panzerfäuste, Mördergranaten, panzerbrechende Raketen etc. pp. (http://sana.sy/en/?p=119955, http://www.sana.sy/?p=669764 vom 2.11.2017)

Terroranschläge vom 2.12.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen die sich in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq  (Umland von Damaskus) aufhaltenden bewaffneten Gruppen die damaszener Stadtteile Bâb Tûmâ mit Mörsergranaten und Kafar Sûsa mit Raketen, wobei in ersterem zwei Häuser und die Mariamitenkirche getroffen wurden, weitere Sachschäden entstanden und drei Zivilisten Verletzungen davon trugen, im zweiten das Kraft­werk getroffen wurde mit entsprechenden Sachschäden. Ebenfalls drei Verletzte gab es infolge der Raketeneinschläge bei der al-Bazûriyya-Kreuzung. Im Rîf Dimašq verursachte der Mörsergranatenbeschuß der Stadtteile al-Ḥaḍar, Kaškûl, und der ad-Dîriyya Straße  von Ğaramânâ materielle Schäden und verwundeten einen Anwohner, im Vorort Ḥarastâ waren „zum Glück nur“ Sachschäden zu beklagen.  – Die SAA konterte in Übereinstimmung mit dem o.e. Abkommen per Beschuß des Abschußorts der Angreifer.  (http://www.sana.sy/?p=669662)

Luftabwehr, Photo: SANA

Um 0.30 Uhr Ortszeit am 2.12.2017 wurden vom israelischen Militär Raketen auf ein SAA-Standorte im Umkreis von Damaskus (Rîf Dimašq) abgefeuert. Zwei fing die Luftabwehr ab und zerstörte sie, zwei weitere schlugen in ein SAA-Waffendepot ein und verursachten daher eine gewaltige Explosion mit Sachschäden vor Ort. – Wieder wurde daran erinnert, daß das israelische Militär aktiv den in Syrien aktiven Terrorgruppen Unterstützung zukommen lasse und wiederholt israelische Waffen und sonstige militärische Ausrüstung in Terroristendepots gefunden wurden, so z.B. in den Gebieten von Ğab al-Ğarâḥ, al-Mayâdîn und Ḫân aš-Šîḥ. (http://sana.sy/en/?p=119924, http://www.sana.sy/?p=669550)

Anläßlich eines Brandes in einem libanesischen Flüchtlingsheim, bei dem am 1.12.2017 drei syrische Mädchen zu Tode kamen erneuerte die Regierung ihren Aufruf an die Flüchtlinge, in das Heimatland zurückzukommen. Für alles Notwendige werde Vorsorge getroffen, sei es, daß die von den Terroristen Vertriebenen wieder in ihre Wohnungen oder zunächst in die bereitgestellten Übergangswohnheime zurückkehrten. (http://sana.sy/en/?p=119895)

Putin vor Bischofskonferenz Moskau, Photo: SANA

Auf der Bischofskonferenz in Moskau vom Freitag unterstrich Präsident Putin während seiner Rede die Notwendigkeit, daß die russisch-orthodoxe Kirche zu Syrien stehe und den Wiederaufbauprozeß für nichtprofan und kulturelle Bauten unterstütze. Daher bemerkte er: „I do hope that the Russian Orthodox Church, with reliance on its authority in the world, will be able to promote concerted action by the international community for the sake of Syria’s revival, for providing humanitarian assistance to its citizens, and for restoring its ruined cultural and spiritual centers.” Darüber habe er auch schon wiederholt mit Patriarch Kyrill von Moskau besprochen, setzte er hinzu. (http://sana.sy/en/?p=119909)

Nach umfassenden Planungen und Aufstellung von Listen durch Archäologen, Historiker und Architekten (s.u.) läuft der Wiederaufbau von Aleppo. Ein Stadtratsmitglied bemerkte dazu am Fr., 1.12.2017, gegenüber der Presse: „Die Gebäude in Aleppo sind schwer beschädigt worden, deshalb haben wir   zuerst mit  dem Wiederaufbau von historischen und kulturellen Denkmälern begonnen.  Dann wird der Wiederaufbau der Wohnhäuser und Märkte auf die Tagesordnung gesetzt.“  Bisher erhielt Syrien keinerlei Hilfe von internationalen Organisationen für Wiederaufbau im Land. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34363-wiederaufbau_von_aleppo_begonnen)

Rückkehr in den West-al-Qalamûn, Photo: SANA

Am Fr., 1.12.2017 konnten erneut über 100 vor den Terroristen geflüchtete Familien aus libanesischen Flüchtlingslagern nach drei Jahren in ihre Heimatorte im West-al-Qalamûn im Rîf Dimašq (Umland von Damaskus) zurückkehren, nachdem die SAA im Zusammenwirken mit den libanesischen Streitkräften (einschließlich von Ḥizbullâh, vgl.u.) Ende August die Grenzgebiete von den Terroristen befreit und gesäubert hatte und die wesentlichen Wiederherstellungsarbeiten hierfür abgeschlossen worden waren. (http://sana.sy/en/?p=119883)

Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd traf während der mehrtägigen 22. Session der OPCW-Konferenz  in Den Haag am 2.12.2017 mit deren Generaldirektor Ahmet Üzümcü zusammen, tauschte sich mit ihm  über Aspekte der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Syrien und der Organi­sation sowie Möglichkeiten der Verbesserung aus  und besprach die – teils noch anstehende (vgl.u. bzgl. Giftgasattacken, Ḫân Šaiḫûn etc.) Arbeit der Organisation in Syrien. (http://sana.sy/en/?p=119937)

Start eines russischen Bombers, Photo: SANA

Das russische Verteidigungsministerium ließ am 1.12.2017 wissen, daß in der endenden Woche bei 420 Lufteinsätzen 910 Positionen der Terroristen vernichtet worden seien. (http://sana.sy/en/?p=119821)

Alexei Borodawkin, Rußlands permanenter Repräsentant bei den UN in Genf, wies am 1.12.2017, vor Reportern darauf hin, daß die Verantwortung für die mangelnden Fortschritte bei der 8. Runde der Genfer Syrienkonferenz eindeutig die Opposition trage mit ihren indiskutablen Vorbedingungen (vgl.u.). Diese stellten eine eklatante Provokation der Regierungsdelegation dar, die zu nach Genf gekommen sei, um einen echten Dialog zu führen. Er hoffe, daß die Realitäten die Opposition zur Vernunft und Positionskorrektur brächten. (http://www.sana.sy/?p=669509)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor der Presse in Genf, Photo: SANA

Am Fr., 1.12.2017, sprachen die Regierungsdelegierten erneut mit UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, im UN-Hauptquartier in Genf. (http://sana.sy/en/?p=119815)
In der anschließenden Pressekonferenz unterstrich der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, nochmals, daß die Sprache des Statements von ar-Riyâḍ 2 inakzeptabel und nur abzulehnen sei. Die – bekannten – Vorbedingungen zu stellen widerspreche zudem der UNSC-Resolution 2254, die die Basis der Genfer Konferenzen bilde.  Wer auch immer diese Stellungnahme formuliert habe, trachte danach, die Gespräche zum Scheitern zu bringen. Dann referierte er: „The delegation of Syrian Arab Republic seriously focused on the paper of the basic principles for the political solution.”  (dazu vgl.u.!). Diese umfaßten gemeinsame Nenner für einen Verhandlungsbeginn sowie Maßnahmen zur nationalen Vertrauensbildung.  Er habe gegenüber dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura das von der Regierungsdelegation präsentierte und von seinem Vorgänger al-Aḫḍar al-Ibrâhîmî (Lakhdar Brahimi) erstellte basic principles paper erinnert, dessen Verwendung viel Mühe ersparen würde, indem er bemerkte: „if we took that paper into consideration, we have saved a lot of effort.” Nochmals an die ar-Riyâḍ-Gruppe gewandt erklärte er: „the Geneva process is not in a vicious circle and we agreed on an agenda that includes discussion of the four baskets.”  (http://sana.sy/en/?p=119836) – Bzgl. des Inhalts der genannten four baskets s. Teil V!

Die UN-Generalversammlung richtete am Do., 30.11.2017, erneut einen Aufruf an die israelische Regierung, sich von den immer noch völkerrechtswidrig besetzt gehaltenen syrischen Golanhöhen auf die Linie vom 4.6.1967 [d.h. vor dem sog. Sechs-Tage-Krieg] zurückzuziehen gemäß den hierzu ergangenen UNSC-Resolutionen. Die neu verabschiedete Resolution trug den Titel „the Syrian Golan” und war unter dem Punkt „the State in the Middle East”  („Die Lage im Nahen Osten“) direkt vorgelegt worden. Zudem verurteilte die Versammlung die Nichtbeachtung der UNSC-Resolution Nr.497 von 1981 und erklärte nochmals (vgl.u.) die Entscheidung der israelischen Regierung vom 14.12.1981,  Gesetze und Verwaltungsverordnungen für den syrischen Golan auszugeben, für null und nichtig (null and void).
Zuvor hatte der Acting Chargé d’affaires Munḏir Munḏir (in Vertretung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî) in seinem Redebeitrag klargestellt, die israelische Regierung ignoriere sämtliche Resolutionen zur Rückgabe des  syrischen Golan. Auch die UN-Generalversammlung fordere schon seit ihrer 25. Sitzung von 1970 vergeblich die Beendigung der israelischen Okkupation arabischer Territorien mit Aufoktroyierung israelischer Autorität, Gesetze und Regelungen über diese Gebiete. Sowohl die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats (UNSC) wie der UN-Generalversammlung bzgl. des israelisch besetzten Golans entsprächen einander und erklärten die Annexion von   Ost-Jerusalem (al-Quds) und den syrischen Golanhöhen für null und nichtig.
Die heutige Sitzung falle zusammen mit dem hundertsten Jahrestag der von Großbritannien ausgegebenen Balfour Declaration, deren verheerende Auswirkungen für die palästinensische Bevölkerung und die ganze Region bis heute andauerten wie auch die seit einem halben Jahrhundert bestehende Okkupation arabischer Territorien, während einige UNSC-Mitgliedsstaaten dies sogar unterstützten und dieser Okkupation Vorschub leisteten. Dadurch ermöglichten und sie die Präsenz israelischer Autorität in jenen Regionen wie die Weigerung der Regierung in Tel Aviv, die hunderte an UN-Resolutionen umzusetzen und mit ihren Verletzungen des (humanitären) Völkerrechts fortzufahren.
Als solche führte er die willkürliche Verwaltungshaft an, den Versuch, der Bevölkerung des syrischen Golan ein israelisches Gepräge mit israelischen Gesetzen aufzuoktroyieren, die Einführung israelischer Lehrpläne für syrische Schulen, den zwangsweisen Austausch syrischer Lehrer dort gegen israelische, die Hinderung  syrischer Patienten daran, die im Mutterland kostenlose medizinische Behandlung zu erhalten, wenn sie sich die kostenpflichtige vor Ort nicht leisten können, die Hinderung dieser Bürger daran, auf dem über Generationen ererbten Grund und Boden zu bauen unter dem Vorwand, dafür keine Baugenehmigung zu haben, und deren (Wohn-)Gebäude einfach niederzureißen, die Plünderung archäologischer Stätten, die willkürlichen Verhaftungen, wobei den Häftlingen die ihnen zustehenden Rechte vorenthalten werden  – so dürften z.B. die Gefangenen seit über 50 Jahren ihre syrischen Familien und Verwandten (des Mutterlands) nicht sehen bzw. mit ihnen kommunizieren; dabei erwähnte er den Fall des syrischen „Mandela“, Ṣadqî Su­laimân al-Maqt, für den die UN alles in die Wege leiten möchten, ihn endlich frei zu bekommen; hinzu kämen rassische Diskriminierung, weitere inhumane Praktiken und  Verschlimmerungen des Belagerungszustands gegenüber der Bevölkerung. Unverantwortlich sei zudem die allumfassende Unterstützung  von Terrorgruppen einschließlich Ğabhatu_n-Nuṣra und IS [dazu vgl.u.]. Dabei erinnerte er als Beispiel an den 3.11.2017 (s.u.), als israelische Militärs hunderte von Ğabhatu_n-Nuṣra-Kämpfern nach Ḥaḍar brachten mit 17 getöteten Bürgern und noch viel mehr Verletzten in der Folge. Die UN hätten eine historische Verantwortlichkeit dafür, Fehlgelaufenes wieder in die richtige Richtung zu lenken und somit für ein Ende der israelischen Besatzungstätigkeit arabischer Territorien mit all ihren Ausflüssen zu sorgen.(http://sana.sy/en/?p=119788)

Dair az-Zaur, am Euphrat, vor dem Krieg, Photo: mapnall

Auch im kürzlich erst befreiten al-Bû Kamâl (vgl.u., 14.11.2017) beginnt bereit der Wiederaufbau. Muḥammad Ibrâhîm Samra, Gouverneur  der Provinz Dair az-Zaur besuchte am Do., 30.11.2017, die Stadt zusammen mit Sachverständigen und besah die durch die IS-Terroristen verursachten Schäden, auch  bzgl. Elektrizität, Kommunikation, dem Komplex mit Bildungseinrichtungen, Regierungsgebäuden etc.  Diese würden – wie üblich – in eine Liste eingetragen und abgearbeitet.  Im privaten Bereich seien die Verluste nicht so groß wie im öffentlichen Bereich. Die Grenze zum Irak wurde ebenfalls besichtigt. Diese könne in den nächsten Tagen offiziell wiedereröffnet werden, nachdem die Gebäude etc. wieder instandgesetzt seien. (http://sana.sy/en/?p=119794)

Dair az-Zaur, selbe Gegend, heutzutage, Photo: SANA

Terroranschlag vom 1.12.2017:
Wieder einmal haben die im Bereich von al-Ḥamîdiy­­ya ihr Unwesen treibenden Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra  am Nachmittag aus einer Reihe von Panzerfäusten auf al-Baʽṯ , die neue Verwaltungshauptstadt (s.u.) der Provinz al-Qunaiṭra und Ḫân Arnaba gefeuert und materielle Schäden an Serviceeinrichtungen und Wohnhäusern verursacht. Wie immer wurde darauf verwiesen, daß die im Süden Syriens agierende Ğabhatu_n-Nuṣra  seitens der israelischen Militär jegliche Art der Unterstützung erfahre [zu den vorgebrachten Belegen s.u.]. (http://www.sana.sy/?p=669272)

Der Gefechtsbericht vom 30.11.2017 entfällt.

Terroranschlag vom 30.11.2017:
Infolge Mörsergranatenbeschusses des Dorfes Darbal im SW-Rîf Dimašq durch Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen wurde eine Bewohnerin getötet; Häuser und anderes Eigentum erlitten materielle Schäden.
(http://www.sana.sy/?p=668929, http://sana.sy/en/?p=119792)

Ankunft in Genf, Photo: SANA

Wie schon am Ankunftstag hatte die Regierungsdelegation auch am 30.11.2017 eine Unterredung mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura im Genfer UN-Hauptquartier. Nachdem es zunächst darum gegangen war, daß die auch in der UNSC-Resolution 2254 verankerte Basis, keine Vorbedingungen für die Gespräche zu stellen, welche jene unterminieren würden [wie es bislang von der ar-Riyâḍ-Oppositionsfront gehandhabt worden war, vgl.u.], abgehandelt worden war, behandelte das zweite Treffen die Notwendigkeit einer ernsthaften und verantwortlichen Verhandlungsführung [welche die ar-Riyâḍ-Oppositionsfront bislang ebenfalls hatte vermissen lassen, vgl.u.!]. Dann wurde über das von der Regierungsdelegation vor Monaten bei der 7. Genfer Konferenz eingereichten Papier (basic principles paper, s.u.) gesprochen. (http://sana.sy/en/?p=119723, s.a. http://sana.sy/en/?p=119672)
Die „Vorbedingungen“ betrafen – wie schon immer von der ar-Riyâḍ-Gruppe  bzw.  dem Hohen Verhandlungskomitee (HNC, s.u.) gefordert (vgl.u.) – anstatt den bei den vorangegangenen Genfer Konferenzen immer wieder besprochenen und auch festgelegten Themenplan  einzuhalten, über eine neue Verfassung und Wahlen zu sprechen mit einem sog. politischen „Übergangsprozeß“, dem schon der mit überwältigenden Mehrheit gewählte Präsident, Dr. al-Assad nicht mehr angehören dürfe. Dies hatte zu Verzögerungen geführt. [Demgegenüber war immer wieder festgestellt worden, daß allein das syrische Volk bzw. der syrische Wähler gemäß der gelten Verfassung und den Landesgesetzen darüber zu bestimmen habe  und nicht eine kleine, noch dazu vom Ausland gesponserte Gruppe,  die die Agenden ihrer Geldgeber vertrete, nicht aber die syrische Bevölkerung.] Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, erklärte nach Beendigung des ersten Gesprächs am 30.11.2017 vor Journalisten, die Gespräche würden am Di., 5.12.2017, fortgeführt und würden voraussichtlich bis Mitte Dezember andauern. – Bislang hatten diese Genfer Gesprächsrunden kaum je zu einem konkreten Erfolg geführt im Gegensatz zu den von russischer Seite einberufenen Konferenzen (vgl.u.) und Bemühungen zusammen mit anderen Staaten, die sich zur Mitwirkung bereiterklärt hatten. (http://parstoday.com/de/news/world-i34351-de_mistura_syrien_gespr%C3%A4che_in_genf_werden_bis_mit- te_dezember_dauern)

Erneut entdeckten die Armeekräfte am 30.11.2017 beim Durchkämmen der kürzlich zurückeroberten Gegenden von al-ʿAšâra, Ṣubaiḫân und aṣ-Ṣâliḥiyya im SO-Rîf von Dair az-Zaur große Waffenlager des IS mit hunderten an verschiedenen Typen von Raketen, schweren Kanonen, Artillerieausrüstung mit Munition, Panzerfäusten, Autobomben u.v.m., etliche davon aus US- und israelischer Produktion oder der europäischer Länder. (http://sana.sy/en/?p=119754, Video: http://www.sana.sy/?p=668765)

Libanesischer Staatspräsident Michel ʽAûn, Photo: Pars Today

Die Beruhigung der Situation im benachbarten Libanon [der geschichtlich über Jahrhunderte zum syrischen Verwaltungsgebiet gehörte bis zur Abtrennung 1920 durch die französische Mandatsmacht] hat positive Auswirkungen auch auf Syrien (vgl.u. zum Eklat um den schließlich doch nicht erfolgten Rücktritt von Saʿd al-Ḥarīrī als Ministerpräsident). Der (christliche) Staatspräsident Michel ʽAûn betonte zu Beginn seines Italienaufenthalts in Rom gegenüber La Stampa die Rückwirkung der Stabilitätslage im jeweiligen Nachbarland auf das andere. Erst die Zusammenarbeit beider Länder ermögliche eine positive Entwicklung, die sich schon in der erfolgreichen Terroristenbezwingung mit Sicherung der gemeinsamen Grenze zeigte. In diesem Zusammenhang würdigte er auch die Ḥizbullâh, mit deren Hilfe der Counterterrorismus in beiden Ländern so erfolgreiche verlaufen sei. Es handele sich bei der Ḥizbullâh um Widerstands­streitkräfte, die ihren Auslandseinsatz – wie derzeit in Syrien – beendeten, wenn dort der Terrorismus ausgemerzt sei, wie es auch Ziel der UN-Resolutionen hierzu sei. Außerdem machte er deutlich, die Krise im Libanon fände nächste Woche ihr Ende, es hätten „positive und konstruktive“ Gespräche zur Kabinettsbildung stattgefunden. (http://www.sana.sy/?p=668389 vom 29.11.2017) – Zur weiteren Information s.a.: Die libanesische „Achillesferse“ des Iran!

Ausgrabung as-Suwaidâ´-Stadt, Photo: SANA

Die in und um as-Suwaidâ´ auch während des Krieges nur gezwungenermaßen zeitweise unterbrochenen Ausgrabungsarbeiten haben an der archäologischen ʽStätte wie im Altstadtbereich der Provinzhauptstadt neue Erkenntnisse und Ausgrabungsgegenstände hervorgebracht. Darüber berichtete der Leiter der archäologischen Abteilung von as-Suwaidâ´, Dr. Naša´at Kîwân. Während der gegenwärtigen Saison sei in ʽ ein überdachter Gang aus Bruchsteinen entdeckt worden, etwa 2m hoch, 1m breit und 8m lang, verlaufend von der Ost- zur West-Ecke des Baʽl ŠâmînTempels aus dem Jahr 32 v.u.Z. (in der englischen Version steht 31 v.!). Dies weiße darauf hin, daß der Tunnel schon vor jenem Tempelbau existiert haben müsse. Darin gefunden wurden zudem Lehm-Fragmente und -Lampen sowie eine Münze aus hellenistischer Ära, was diese These bestätige. Möglicherweise habe der Gang zu einem Vorgängertempel aus dem Ende der hellenistischen Periode gehört. Weitere an die 80 Bronzemünzen aus unterschiedlichen Perioden lagen entlang der Nordwand des Tem­pels. Entdeckt wurde auch das Fundament der von Norden nach Süden verlaufenden al-ʽArḍâna-Wand. Der Tempel und die Sîʽ-Ausgrabungen setzen sich zusammen aus nabatäischen, römischen und byzan­tinischen Fragmenten.  An der südlichen Tempelmauer fanden sich Tierknochenbruchstücke und Kästen bei zwei Wänden, die wohl zu einer Priesterküchen ge­hörten; auch westlich des Tempel-Haupteingangs wurden  viele Münzen entdeckt sowie Bronzen in Form der ionischen Krone.
Bezüglich der Funde im Altstadt-Bereich von as-Suwaidâ´, enthüllte der Leiter der Nationalen Ausgrabungsmission, Ṭalʽat al-ʽAfîf, es handele sich dabei um Teile eines großen römischen Viertels um das Odeon, das sich in der antiken Stadt befand, westlich der Großen Kirche. Vom Odeon aus führte eine Reihe von Geschäften und Warenhäusern von Süden gen Norden. Im Südteil der antiken Stadt wurden zudem ein steinernes Wasserbecken aus der späten römischen oder frühen byzantinischen Ära mit einer aus Lehm geformten Zuleitung. (http://sana.sy/en/?p=119460, http://www.sana.sy/?p=667063 mit weiteren Bildern von den Ausgrabungen)

Bezüglich der UN-Hilfslieferungen nach Syrien stellte Wassili Nebensja, der ständige UN-Repräsentant Rußlands in New York fest, daß sie ursprünglich zwar als dringliche Maßnahme angesehen und daher erfolgt seien, jedoch ohne daß dabei die offizielle Zustimmung der Landesregierung eingeholt worden sei. Dazu bemerkte er am Mi., 29.11.2017: „Dieser Mechanismus kann in seiner jetzigen Form nicht beibehalten werden, da er die Souveränität Syriens beeinträchtigt und den Prinzipien der mit der UN-Vollversammlung abgestimmten außeror­dentlichen humanitären Förderung widerspricht.“ Über eine Revision müsse daher nächste Woche im UN-Sicherheitsrat gesprochen werden. Auch die untragbare Situation der Flüchtlinge von ar-Rukbân innerhalb der Sperrzone der US-Basis at-Tanaf  (s.u.!) ist davon betroffen. (https://sptnkne.ws/gdRQ)

Chinesische Militärhilfe, Photo: Pars Today

Wie schon 2015 mit der Regierung in Damaskus vereinbart – und damit völkerrechtsgemäß – will die chinesische Regierung mit zwei militä­ri­schen Sondereinheiten die [counterterroristischen] Operationen der SAA unterstützen mit Stationierung westlich von al-Lâḏa­qiyya. Darüber informierte das Verteidigungsministerium in Peking am Mi., 29.11.2017, die Öffentlichkeit. Chinesische Militärberater befinden sich zusammen mit Marine- und Luftwaffen-Kräften und deren Ausrüstung bereits in Syrien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34293-china_schickt_soldaten_nach_syrien)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119635 und http://www.sana.sy/?p=668122 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Dörfer Mazraʽa und ʽAzîza ʽAbîsân im SW von Ḫanâṣir in Aleppos SO-Rîf nach Eliminierung der dortigen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps, Verfolgung der in Richtung der nächsten Dörfer Geflohenen und Entschärfungstätigkeit der Kampfmittelräumdienste. Den dritten Tag in Folge gelang den Behörden der Provinz Ḥomṣ die Vereitelung von Terroranschlägen: aufgrund von Mitteilungen des militärischen Geheimdienstes konnten zwei Suizidbomber mit Sprengstoffgürteln rechtzeitig vor ihrer Tat vor dem Gebäude der Regionalgruppe der al-Baʽṯ-Partei wie dem Kulturzentrum im Westteil der Stadt gefaßt werden.)

Munḏir Munḏir, Photo: SANA

Munḏir Munḏir, der während der 8. Runde der Genfer Gespräche zu Syrien den permanenten UN-Gesandten, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, in New York als Acting Chargé d’affaires vertritt, unterstrich bei der UNCS-Sitzung zur Situation in Syrien, daß die Regierung selbstverständlich ihre Hilfslieferungen an alle Bedürftigen im Land fortführe trotz der in jüngster Zeit verstärkt wiederaufgeflammten Terrorattacken (s.u.) und der Verletzungen der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen (s.u.). Andererseits habe die Befreiung der meisten Gebiete Syriens von der Kontrolle der Terroristen (vgl. http://sana.sy/en/?p=119563) darüber die Zustellung der Hilfslieferungen weiter erleichtert. (http://www.sana.sy/?p=668543, http://sana.sy/en/?p=119679)

Im Videoformat informiert Kevork Almassian über seinen Beitrag zum Berlin-Reykjavik-Damascus event in Berlin vom November 2017, der sich mit den negativen Auswirkungen der westlichen Sanktionen gegen Syrien auf die humanitäre Situation der Bevölkerung dort beschäftigt. (https://www.youtube.com/watch?v=UzMQz9JTqBs) – Zur Einstufung dieser Sanktionen s.a. in Teil III und Teil IV!

Anti-Personen-Minen, Photo: SANA

Terroranschläge vom 29.11.2017:
Ein Arbeiter des Elektrizitätswerks wurde während seiner Tätigkeit in Ṣûrân im N-Rîf von Ḥamâ durch eine detonierende Landmine verletzt, die Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen ausgelegt hatten. Er erlitt diverse Wunden durch Granatsplitter.
Auch im S-Rîf von al-Ḥasaka explodierte eine Tretmine, die IS-Extremisten im Bereich der Bauernhöfe von aš-Šadâdî angebracht hatten. Dadurch kam eine 9-jährige ums Leben.
Weitere vom IS versteckte Minen explodierten in aš-Šaḥîl im O-Rîf von Dair az-Zaur  und verletzten zwei Kinder.
(http://sana.sy/en/?p=119599, http://www.sana.sy/?p=668074)

Die Regierungsdelegation kam am Mi., 29.11.2017 zur nunmehr 8. Runde der Genfer Gespräche zu Syrien vor Ort an (vgl.u., 26.10.2017). Die wesentlichen Regelungen wurden jedoch schon während der Astana-Konferenzen (s.u.) und zuletzt bei denen in Sotschi (s.u.) getroffen, so daß zunächst nicht einmal sicher war, ob die Regierung eine Delegation schicken solle. Nach einem Gespräch mit dem russischen Partner entschied man sich schließlich doch dazu. (http://www.sana.sy/?p=667559) . – Wie vom UN-Sondergesandter Staffan de Mis­tu­ra gefordert (vgl.u.), kam zwar die Opposition erstmals als  einheitliche – dennoch zerstrittene – Delegation [zu den – verständlichen – Gründen s.u., z.B. bzgl. des Oppositionstreffens in ar-Riyâḍ vom 22./23.11.2017]. Erstmals waren auch Kurden darunter. Als US-Beobachter nimmt wie schon in zuletzt Astana der Be­rater des US-Außenministers, David Satterfield, teil, als Repräsentant Rußlands Vize- Außenminister Gennadi Gatilow. (https://sptnkne.ws/gdPC)

Staffan de Mistura, Photo: SANA

Um an der nunmehr 8. Syrienkonferenz in Genf teilzunehmen, reist die Regierungsdelegation in bewährter Aufstellung am Mi., 29.11.2017 in die Schweiz. Aus dem Außenministerium war dazu zu erfahren: „Following intensive contacts, held during the past two days between the Syrian and Russian sides, the Syrian Arab Republic decided to participate in the 8th round of the intra-Syrian dialogue in Geneva with a delegation headed by Syria’s permanent representative to UN Dr. Bashar al-Jaafari.” (http://www.sana.sy/?p=667559)
Staffan de Mis­tu­ra als UN-Sondergesandter für Syrien, hatte am Di., 28.11.2017, erklärt, er erwarte eine einheitliche Oppositions-Delegation zu den angesetzten Gesprächen und wiederholte, daß es nicht angehe, daß diese Seite entgegen den Grundsätzen der UNSC-Resolution 2254 Vorbedingungen stelle [welche u.a. bislang die vorhergehenden Gesprächsrunden zum Scheitern gebracht hatten, vgl.u.]. In einem Video-Briefing für den UN-Sicherheitsrat (UNSC) machte er daher deutlich: „We will seek to push for serious talks and will not accept any preconditions from any party. The opposition should show its unity and readiness to speak in one voice without preconditions according to Resolution 2254.” Außerdem  würdigte er die Errungenschaften dank der in Sotschi (s.u.) letzte Woche stattgefundenen Treffen. – Auf Initiative von Frankreich sollen sich am Tag zuvor, dem 28.11.2017, die fünf permanenten UNSC-Mitglieder in Genf treffen. (http://sana.sy/en/?p=119479)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119499 und http://www.sana.sy/?p=667523 (Rückeroberung von al-Qûriyya im SO-Rîf von Dair az-Zaur nach intensiven Kämpfen mit dem IS, Eliminierung einer Anzahl von ihnen samt militärischer Ausrüstung, Verfolgung der Flüchtenden und anschließender Entfernung der vom IS ausgelegten Minen und Sprengfallen – die Militäroperation wurde taktisch der immergrünen Vegetationsdecke im Euphrattal angepaßt. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps rund um die strategisch bedeutsame BardaʽiyâAnhöhe im SW Rîf Dimašq (Umland von Damaskus) zusammen mit der Volkswehr, zudem Rückeroberung zuerst der östlichen Kette der Bardaʽiyâ-Höhen im SW von Kafar Ḥawr und dann der gesamten Hügelkette, welche die Bait Ğin-Farmen umschließt mit Beseitigung vieler Terroristen samt der Bewaffnung; letztere sind das größte Aufmarschgebiet von Ğabhatu_n-Nuṣra in West-al-Ġûṭa. Währenddessen beschossen  Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen mit Artillerie Tal aš-Šaʽâr im O-Rîf von al-Qunaiṭra im vergeblichen Versuch, den Druck auf ihre Kämpfer im Gebiet der Bait Ğin-Farmen zu reduzieren.)
Auch am Dienstag verhinderten die Behörden von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ IS-Terrorattentate:  Zum einen zerstörten sie rechtzeitig eine Autobombe des IS, die vor einem Militärposten in as-Suḫna detonieren sollte, zum anderen töteten sie acht IS-Suizidattentäter mit Sprengstoffgürteln und machten einen als Autobombe hergerichteten roten Toyota Hilux 2012 unschädlich. (http://sana.sy/en/?p=119525, http://www.sana.sy/?p=667523)

Dr. al-Miqdâd in Den Haag, Photo: SANA

Anläßlich der 22. Session der Konferenz der OPCW-Mitgliedsstaaten thematisierte  Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd als Teilnehmer dieser am Mo., 27.11.2017, in Den Haag eröffneten Veranstaltung erneut die falschen Ergebnisse der JIM-Arbeit zum Giftgasvorfall von Ḫân Šaiḫûn aufgrund der unwissenschaftlichen Arbeitsweise dieser Gruppe wie das Drängen auf eine massenvernichtungsfreie Nahost-Region und damit zusammenhängende Sachverhalte. Da diese von Seiten syrischer wie russischer Regierungsmitglieder schon mehrfach thematisiert worden sind, wird an dieser Stelle auf eine Übersetzung der lesenswerten Ausführungen von Dr. Faiṣal al-Miqdâd verzichtet und auf die Quellen selbst bzw. die schon  behandelten Beiträge zur Sache (s.u.) verwiesen. (http://sana.sy/en/?p=119474, http://www.sana.sy/?p=667269; s.a. http://www.sana.sy/?p=667899)

Nach Mitteilung des Sprechers des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), Muḥammad al-Hawârî (Mohammed al-Hawari), vom Mo., 27.11.2017, nehme die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Jordanien in den letzten Monaten kräftig zu. Dies hänge mit den Siegen der Armee gegenüber den Terroristen und der Wiederherstellung von Sicherheit und Frieden in weiten Gebieten Syriens zusammen. Denn: „Die Syrer kehren aus eigenem Antrieb und ohne jeglichen jordanischen Druck in ihre Heimat zurück.“, stellte er fest. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34245-verst%C3%A4rkte_r%C3%BCckkehr_syrischer_fl%C3%BCchtlinge_aus_jordanien)

SAA in der Gegend von al-Bû Kamâl, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119438 und http://www.sana.sy/?p=667028 (Nach Vernichtung der letzten Ansammlungen und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten Erkämpfung der Kontrolle über al-Mustarîḥa in der Gegend von ar-Rahğân im NO-Rîf von Ḥamâ vom ebenfalls zurückeroberten Tal Sarḥâ aus; unter den zahlreich getöteten Terroristen fand sich auch der Afghane mit dem Kampfnamen Abû Muʽâz; anschließend begannen die Kampfmittelbeseitigungseinheiten ihren Räumdienst und machten dabei auch Autobomben unschädlich; die heftigen Gefechte der letzten fünf Tage in der Gegend auf  ar-Rahğân zu gipfelten in diesem Sieg, da al-Mustarîḥa östlich von Abû al-Ġar einen wichtigen Transitpunkt nach ar-Rahğân darstellt. Die Sicherheitsbehörden der Oasenstadt Tadmur [mit dem berühmten Ausgrabungsort Palmyra am Stadtrand] im Ost-Rîf von Ḥomṣ vermochten es, IS-Anschläge zu vereiteln: deren Fahrzeug – voll mit Sprengsätzen (Autobombe!) und Munition – näherte sich einem Kontrollpunkt nahe as-Suḫna, die sechs Insassen wurden bei Falschaussagen ertappt, als jene dann das Feuer eröffneten, töteten die Sicherheitskräfte vier Terroristen, zwei sprengten sich per Sprengstoffgürteln  in die Luft. Bei Weiterführung der Operation im Rîf von Dair az-Zaur zur Säuberung der Gegend zwischen den Städten al-Ma­yâdîn und al-Bû Kamâl vom IS Befreiung mehrerer Städte und Dörfer, darunter am wichtigsten: al-ʿAšâra, al-Ġariba, Dablân, Ṣubaiḫân, aš-Šakma, ad-Dawîr, Suwaidân und Maḥkân; unter den Dutzenden getöteter Terroristen fanden sich auch die hochrangigen IS-Führungspersonen: der sog. al-Amîr aš-Šarʽî  (Rechtsverantwortliche des IS) für Syrien namens Muṣṭafâ ʽAbdul-Ğabâr as-Saʽûdî (d.h. ein gebürtiger Saudi-Araber*),  der sog. Amîr Dîwân (Führer der IS-Ratsversammlung) im Euphrat-Becken namens Ibrâhîm Ramaḍân aš-Šaiḫ sowie der  Amîr al-Iqtiḥâmât [zuständig für Sturmangriffe] namens Abû Ḥuḏaifa al-ʽIrâqî und der mit dem Spitznamen Amîr al-Mafḫaḫât (zuständig für Autobomben) benannte Abû Yûsuf al-ʽIrâqî; es erfolgte die Beschlagnahme großer Mengen unterschiedlicher  Waffen und Munition, darunter von sechs Panzern mit Kanonen (57mm und 122mm), einer großen Anzahl von Mörsergranaten und Raketen, schultergestützten Panzerfäusten, mehr als 50 Fahrzeuge mit aufmontierten schweren Maschinengewehren, weiteren Kampffahrzeugen und  17 Autobomben; eine Reihe von Tunneln und Höhlen wurde ebenfalls entdeckt.) – * Wie schon mehrfach dargelegt (vgl.u.), wird der in Saudi-Arabien  als Staatsreligion installierte extremistische Wahhâbismus auch als Grundlage der IS-Ideologie angesehen.

Entgegen den bisherigen – iranischerseits stets vehement zurückgewiesenen – Vermutungen dahingehend (vgl.u.) hat nun auch der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman gegenüber dem russischsprachigen israelischen TV-Sender 9  bestätigt, der Iran habe kein Militärkontingent in Syrien. (https://sptnkne.ws/gcFR vom 27.11.2017)

US-Militär, Photo: Pars Today

Während  aus einer vom Pentagon am Mo., 27.11.2017, veröffentlichten Infografik hervor geht, daß sich – bezogen auf den 30. 9.2017 – im Land 1.720 US-Militärs aufhalten sollen (https://sptnkne.ws/gcVk), meldet Russia Today Arabic basierend auf Aussagen von Seiten der kurdischen „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF), die US-geführte Koalition sei im Norden Syriens mit nahezu 4.000 Soldaten und Militärberatern präsent. Diese befänden sich innerhalb wie außerhalb der SDF-Stellungen. Neben US-Amerikanern bildeten auch deutsche, britische und fran­zösische Kräfte Kurden-Kämpfer aus. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34225-us_gef%C3%BChrte_koalition_hat_4.000_soldaten_in_nordsyrien)

Für den Wiederaufbau von Dair az-Zaur stellt die Regierung für das Budgetjahr 2017 zwei  Mrd. Pfund zur Verfügung (http://www.sana.sy/?p=667763 vom 28.11.2017). – Wieder wurden etliche Hilfslieferungen aus den verschiedensten Bereichen in Konvois in die Provinzhauptstadt gebracht (s. z.B.: http://www.sana.sy/?p=668051, http://www.sana.sy/?p=668117, http://www.sana.sy/?p=666987 etc.)

US-Basis at-Tanaf, Photo: Southfront

Da sich an der Gesamtsituation nichts geändert hat, hat Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Chef des des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm, seine mit einem dringenden Appell verbundene Kritik am 27.11.2017 erneut wiederholt, wonach die im Flüchtlingslager ar-Rukbân (s.u.) nahe der US-Basis at-Tanaf in Süd-Syrien untergekommenen ca. 50.000 Menschen gerade deswegen nicht nur dem Hungertod ausgeliefert sind. Da die US-Militärs einen Kordon von 55km im Umkreis ihres völkerrechtswirdrig erichteten Lagers [dazu vgl.u.] beanspruchen, kommen keine Hilfslieferungen zu den Bedürftigen durch. „Das ist ein beispielloser Präzedenzfall, da bedürftigen Menschen langfristig humanitäre Hilfe verweigert wird“, konstatierte Kuryalenko. Es fehlen daher schon seit wochen nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente etc. Auch zur Schule gehen, können die Kinder somit nicht. (https://sptnkne.ws/gcNr)

Für die vergangenen 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm am 27.11.2017, die Situation in den De-Eskalationszonen sei stabil trotz der gemeldeten fünf Verletzungen der Waffenruhevereinbarung in und um Damaskus. Die Vorfälle durch wahllose Angriffe mit konventionellen Waffen ereigneten sich jeweils in Gegenden, in denen sich noch Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und  dem IS befinden.
Rekonziliierungsvereinbarungen wurden mit der Stadt Subaina und dem Dorf Mušairifa im Umland (Rîf) von Aleppo getroffen. Kontakte zu Führern von bewaffneten Gruppen in den Provinzen Aleppo, Id­lib, Damaskus, Ḥamâ, Ḥomṣ und al-Qunaiṭra in derselben Sache geknüpft. (http://sana.sy/en/?p=119430, http://www.sana.sy/?p=666949)

Überrest einer Rakete, Photo: SANA

Terroranschläge vom 27.11.2017:
Wie schon in den letzten Tagen  (s.u.) beschossen die in Ost-al-Ġûṭa sich verschanzenden bewaffneten Gruppen in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Raketen Wohnviertel der damaszener Vorstadt arastâ und verursachten so Schäden an Häusern und anderem öffentlichen und privaten Eigentum. – In Damaskus beschädigten die Raketen am Bâb Muṣallâ die Kuppel der ʽAbdullâh bin Rawâḥa-Moschee sowie Wohngebäude. (http://www.sana.sy/?p=667098, http://sana.sy/en/?p=119441)

Riyâḍ Ḥamûd Dârâr, ursprünglich Imâm, Prediger und Regierungsopponent schon in der Anfangsphase der Syrienkrise, schließlich Co-Anführer des sog. Syrian Democratic Council, des politischen Flügels der SDF, sprach im Gespräch mit dem kurdischen Sender Rudaw  über die Zukunft der SDF (vgl.u., 20.11.2017). Nachdem US-Präsident Donald Trump dem türkischen Präsidenten Erdogan per Telefonat mitgeteilt habe,  die Waffenlieferungen an diese Kämpfer einzustellen, kämpfe man nur noch gegen die Terroristen (im Umkehrschluß also nicht mehr gegen die Regierungsstreitkräfte!). Nach Beilegung der Krise werde sich die SDF der Armee anschließen und von dieser bewaffnet werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34151-die_demokratischen_kr%C3%A4fte_syriens_schlie%C3%9Fen_sich_der_armee_an vom 26.11.2017) – Damit drängt sich der Schluß geradezu auf, daß die kurdische Truppe  der (militärischen) Unterstützung seitens der US-Administration (besser: Obama-Administration) wegen gegen die Regierung(struppen) kämpfte. Dies war von Regierungsseite auch immer wieder als Grund angesprochen und belegt worden.

Empfang im syrisch-orthodoxen Patriarchat in Damaskus, Photo: SANA

Am Sitz des Patriarchen von Antiochia und des gesamten Ostens (der Syrisch-Orthodoxen), Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II. (Ignatius Aphrem II), im damaszener Stadtteil  Bab Tûmâ fand am So., 26.11.2017, ein Empfang für die von Pastor Andrew Ashdown angeführte Delegation von Mitgliedern des britischen House of Lords wie der Anglikanischen Kirche statt.
Pastor Ashdown erklärte die Unterstützung der Besucher in sozialer, religiöser und wirtschaftlicher Hinsicht für Syrien und kritisierte die britische Regierung für ihre negative Haltung gegenüber Syrien während der letzten Krisenjahre. Für diese ihre destruktive Rolle während der Krise sollte sie sich entschuldigen. Jedoch zeige sich bei der Bevölkerung ein Umschwung, die von den Mainstream-Medien verbreitete Sicht auf die Vorgänge in Syrien werde zunehmend in Zweifel gezogen. Die Delegation wolle sich selbst ein Bild vor Ort machen und davon zuhause berichten. Er hoffe, die Delegation könne die britischen Politiker dazu bringen, ihre Sicht zu überdenken und ihre Politik gegenüber Syrien zu ändern. Außerdem solle die internationale Gemeinschaft endlich auf den Willen der syrischen Bürger hören. Syrien müsse wiederaufgebaut werden unter Bewahrung seiner kulturellen Identität und überkommenen diversifizierten und doch einheitlichen Gesellschaft (vgl. dazu: Präsidenten-Interviews).
Patriarch Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II. würdigte den Willen der Delegierten, die wahren Verhältnisse in Syrien den Briten nahezubringen, was von besonderer Wichtigkeit sei wie auch das Engagement dafür, die illegalen, gegen Syrien aufgestellten, für die Bürger so schädlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] endlich aufzuheben. (http://sana.sy/en/?p=119402)
Im Weiteren traf die Delegation am 28.11.2017 noch mit Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân (http://sana.sy/en/?p=119510) wie dem Minister für Auqâf, Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid (http://www.sana.sy/?p=667856), dem Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ (http://sana.sy/en/?p=119586), sowie am 29.11.2017 mit dem Rekonziliationsminister Ḥaidar (http://sana.sy/en/?p=119594) zu Gesprächen zusammen.
Der Britendelegation, allesamt Kritiker des Vorgehens der Regierung gegenüber Syrien, vor allem von deren Unterstützung der fälschlicherweise als „bewaffnete Opposition“ bezeichneten Terroristen mit Steuergeldern in Höhe von 200.000.000 £ jährlich, gehören u.a. Baronin Caroline Cox, der frühere Erzbischof von Canterbury, Baron Carey of Clifton, sowie Lord Rymond Hilton. Pater Ashdown unterstrich, daß die von den Mainstream-Medien verbreitete falsche Sicht auf Syrien von der Muslimbruderschaft unterstützt wird.

Der Gefechtsbericht vom 26.11.2017 entfällt.

In der schon geschilderten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) griffen am 26.11.2017 sechs russische Tu-22M3Langstreckenbomber gezielt und planmäßig IS-Positionen im Euphrattal in der Provinz Dair az-Zaur, wie nachfolgende Drohnen-Aufnahmen bestätigten. (http://sana.sy/en/?p=119363)

Terroranschlag vom 26.11.2017:
Bewaffnete Gruppen attackierten in wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Raketenbeschuß den damaszener Stadtteil al-Maidân. Vier Verletzte und massive Schäden an Häusern und weiterem Eigentum waren die Folge. (http://sana.sy/en/?p=119359, http://www.sana.sy/?p=666621)

Russisches Koordinierungszentrum/Ḥumaimîm, Photo: SANA

Das russische Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm meldete am 26.11.2017, die Situation in den De-Eskalationszonen sei stabil trotz der gemeldeten 11 Verletzungen der Waffenruhevereinbarung in den vergangenen 24 Stunden, davon sechs im Rîf Dimašq, drei in Aleppo und jeweils eine im Gebiet von Ḥomṣ und al-Lâḏa­qiyya. Es handelte sich dabei um wahllose Angriffe mit konventionellen Waffen in den Gebieten, in denen sich Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra  und dem IS aufhalten. (http://sana.sy/en/?p=119354, http://www.sana.sy/?p=666484) 

Terroranschlag vom 26.11.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen griffen die in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzten bewaffneten Gruppen nachmittags den damaszener Stadtteil al-Maidân mit Raketen an, was zur Verwundung von vier Anwohnern und Schäden an Häusern und weiterem Eigentum führte. (http://www.sana.sy/?p=666621)

AKP-Mitglieder in Verbindung zum IS, Quelle: Pars Today

Wie die türkische Zeitung Birgün meldete, besuchten AKP-Mitglieder (also der Partei von Staatspräsident Erdogan!)  eine mit dem IS verbundene und nach wie vor in Ankara aktive Vereinigung namens „Bildung und Solidarität“. Diese organisiere an jedem Donnerstag Treffen und werbe zur Teilnahme daran ganz offen wie auch um Spenden, die der Einrichtung eines Jungeninternats in Sinğân zugutekommen sollen, daß die IS-Ideologie verbreitet. dies geschehe, obwohl Verbindungen zu einer terroristischen Vereinigung wie dem IS eigentlich unter Strafe stehen. (http://www.sana.sy/?p=666147 vom 25.11.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119232 und http://www.sana.sy/?p=665936 (Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen auf das Dorf as-Saṭiḥiyât im Ost-Rîf von Ḥamâ westlich von Salamiyya durch die von der Volkswehr unterstützten Truppen mit Vernichtung der Extremisten-Stellungen und –Trupps samt militärischem Equipment auch unter Artillerieeinsatz.  Im nördlichenTeil der Provinz al-Qunaiṭra wurden die zur Sicherung des oft attackierten Ḥaḍar (s.u.) um ad-Dalâfa und Qirṣ an-Nafal im SW davon eingerichteten Militärposten von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra wie gewöhnlich von Ğabâtâ al-Ḫašab [mit für Verstecke geeignetem Wäldchen!]  her angegriffen; die wiederum von der Volkswehr unterstützte Armee-Einheit schlug diese in für den Feind verlustreichen Gefechten erfolgreich zurück. – Verstreut in der Region al-Qunaiṭra seien Terrorgruppen, allesamt unter Führung von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Überfällen auf Wohngebiete und Militärposten aktiv, unterstützt auf  jegliche Art durch die die Golanhöhen völkerrechtswidrig okkupiert haltende israelische Besatzungsmacht)
Auch auch am 25.11.2017 attackierten sechs russische Langstreckenbomber in der schon geschilderten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) erfolgreich IS-Ziele am westlichen Euphratufer in der Provinz Dair az-Zaur im Umfeld der Stadt al-ʿAšâra (vgl.u.). (www.sana.sy/en?p=119272)

Militärisches IS-Equipment aus einem Versteck in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Beim weiteren Durchsuchen der befreiten Gebiete von Dair az-Zaur wurden erneut in IS-Verstecken große Mengen an Waffen, Munition und explosiven Materials gefunden. U.a. wurden zwei Autobomben, jeweils mit ca. einer Tonne an Sprengstoff konfisziert, verschiedene Typen und Größen an Raketen,  Mörsergranaten, Maschinengewehren und schultergestützten Panzerfäusten auch aus US-Beständen (zu TOW-Panzerabwehr-Raketen s.u. ab Teil II), Sprengstoffgürtel und Zündmechanismen.  (http://sana.sy/en/?p=119249, http://www.sana.sy/?p=666111 vom 25.11.2017)

Nach Meldung durch das russische Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm vom 25.11.2017 blieb die Situation in den De-Eskalationszonen stabil trotz der registrierten sieben Verletzungen der Waffenruhevereinbarung in den vergangenen 24 Stunden. sie ereigneten sich in von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierten Gebieten in den Provinzen von Aleppo, Ḥamâ sowie in Damaskus.
Ins Umland von Aleppo wurden wieder russische Hilfslieferungen transportiert und verteilt. Insgesamt wurden damit 1.685 bislang humanitäre Einsätze ausgeführt, wobei 2.318 Tonnen zur Auslieferung kamen. (www.sana.sy/en?p=119272)

Lawrow und de Mistura in Moskau, Photo: SANA

Am Fr., 24.11.2017, informierte Rußlands Außenminister Sergei Lawrow den UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mis­tu­ra, bei einem Treffen in Moskau umfassend über die Ergebnisse der Friedensgespräche zu Sy­rien in Sotschi und Astana (jeweils s.u.). De Mis­tu­ra beurteilte die Gespräche hinterher als effektiv. (http://parstoday.com/de/news/world-i34115-uno_beauftragter_f%C3%BCr_sy­rien_und_russ­lands_au%C3%9Fenminister_bera­ten_%C3%BCber_ergebnisse_der_rreffen_in_sotschi_und_astana)

 

Tu-22M3 -Bomber, Quelle: TASS

Wie schon tags zuvor attackierten auch am 24.11.2017 sechs russische Langstreckenbomber in der schon geschilderten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) erfolgreich IS-Ziele am westlichen Euphratufer in der Provinz Dair az-Zaur. (www.sana.sy/en/?p=119209)

Der Gefechtsbericht vom 24.11.2017 entfällt.

Nach Angaben von CNN und Reuters vom Fr., 24.11.2017, halten sich in Syrien – völkerrechtswidrig (dazu vgl.u.) – viermal mehr US-Militärs auf, als ursprünglich vom Pentagon zugegeben, nämlich mehr als 2.000 US-Soldaten.(http://www.sana.sy/?p=665935)

Das Auswärtige Amt in Damaskus verurteilte noch am selben Tag auf das Schärfste das entsetzliche, heimtückische Massaker, ausgeübt  von Terroristen am Fr., 24.11.2017, in der ar-RauaMoschee in der Stadt al-ʽArîš im Norden des ägyptischen Sinai, mit hunderten an Toten und Verletzten unter den Gläubigen. Zugleich drückte das Schreiben tiefstes Beileid mit den Opfern und ihren Angehörigen aus. (http://www.sana.sy/?p=665677, http://sana.sy/en/?p=119191) – Es handelt sich laut staatlichem TV vom Freitag um einen Anschlag mittels um die Moschee plazierten Sprengsätzen und Beschuß der nach deren Detonation Flüchtenden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i34089-bis_zu_200_tote_bei_anschlag_auf_sinai)

Sergei Kuryalenko, Bildquelle RT

Generalleutnant Sergei Kuryalenko informierte als Repräsentant des Kommandos der in Syrien stationierten russischen Streitkräfte am 24.11.2017 darüber, daß die russische und iranische Gruppe des russisch – iranisch-türkischen Koordinationszentrums ein Arbeitstreffen abgehalten haben, um die Orte für die Überwachungsposten der Kontrollkräfte zur Sicherung der Waffenruhe in der De-Eskalationszone Idlib festzulegen. (http://sana.sy/en/?p=119182) – Gerade in dieser Zone hatte die türkische Regierung bislang durch den von der Landesregierung nicht genehmigten wiederholten Einmarsch türkischer Truppen teils mit Panzern und schwerer Ausrüstung etc. und deren Operationen im Norden Syriens nicht nur das Völkerrecht sondern auch die in Astana getroffenen Abmachungen zu den De-Eskalationszone gebrochen. Das Dreier-Treffen in Sotschi vom Mittwoch (s.u.) sollte wohl auch dem durch Einflußnahme auf den türkischen Staatspräsidenten Erdogan einen  Riegel vorschieben.

Über einen möglichen Teilrückzug der russischen Streitkräfte aus Syrien infolge der auch beim Dreiergipfeltreffen in Sotschi anerkannten Erfolge im Counterterrorismus könnte es in nächster Zeit kommen, war aus dem Verteidigungsministerium am „3.111.2017 zu vernehmen.  General Gerassimow äußerte dazu: „Obviously, after military tasks, and there are just a few of them left, are completely fulfilled, the com­mander-in-chief will take a decision to cut the task force.” Die Luftbasis in Ḥumaimîm, das  russische Koordinationszentrum wie der [seit 1971 bestehende]  Marine-Versorgungsstützpunkt Ṭarṭūs würden jedoch beibehalten werden. (http://sana.sy/en/?p=119160)

SAA-Artillerie-Stellung im Rîf von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die russsischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119081 und http://www.sana.sy/?p=664906 (Nach Beseitigung der letzten IS-Ansammlungen und – Fortifikationen in der Stadt al-Qûriyya im SORîf von Dair az-Zaur Wiedererlangung der Kontrolle darüber durch die von russischen Kampffliegern verstärkten Bodentruppen in Fortführung der Militäroperationen zur Befreiung der am Euphrat gelegenen Gebiete vom IS; die russischen Kampfflieger verfolgten und eliminierten fliehende IS-Kämpfer entlang des Euphrattals; das westliche Ufer dürfte demnach in nächster Zukunft frei von den Terroristen sein. – In einer Stellungnahme aus hieß es dazu: „The Syrian Army units are playing active role in clearing the liberated cities from terrorists and their tools, and they are working on restoring normal life to the liberated cities of al-Boukamal and al-Ma­yadeen, in addition to organizing the distribution of medicine, drinkingwater and food aid in the two cities and maintaining their security and safety.”).
In der schon bekannten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) zerstörten russische  strategische Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 unterstützt durch Su-30SM- und Su-35S-Kampfjets  am 23.11.2017  in IS-Ziele in der Provinz Dair az-Zaur im Umfeld der Stadt al-Qûriyya. (http://sana.sy/en/?p=119156)

Terroranschläge vom 23.11.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen griffen terroristische Gruppen erneut die Stromübertragungsstation Ḫirba Ġazâla im O von Darʽa mit Raketen an, wodurch es wegen der Beschädigungen zum Ausfall des Werks kam. Durch Stromeinspeisung mittels einer Reserveleitung muß die Stromrationierung für die Großstadt erhöht werden. Auch die Wasserpumpenstation in al-Ašʽarî kann dadurch nicht arbeiten, solange die Arbeiter brauchen, die Beschädigungen zu beheben, was umgehend angegangen wurde.
Ebenfalls in erneuter Verletzung der o.e. Vereinbarung beschossen am Nachmittag die in Ost-al-Ġûṭa im Umland der Hauptstadt (Rîf Dimašq) positionierten bewaffneten Gruppen mit Raketen wieder die damaszener Vorstadt Ğaramânâ City wie die Busstation des Wallfahrtsortes as-Sayyida Zainab , wobei jeweils Sachschäden entstanden. Mörsergranatenbeschuß  war auch der damaszener Stadtteil ad-Duwailaʽa ausgesetzt, wobei ein Anwohner getötet und viele andere verletzt wurden, Raketen trafen die auch  wieder das Faiḥâ´- Areal der Hauptstadt sowie die Stadtteile al-Qaṣâʽ und aš-Šâġûr mit sieben Verletzten und entsprechenden Sachschäden als Folge. Gemäß der Vereinbarung beantwortete die Armee zum Schutz der Bürger die Angriffe mit gezielten Artillerieschüssen, die hauptsächlich in Ost-al-Ġûṭa eine Anzahl der Raketenabschußrampen der Terroristen zerstörten und jenen weitere heftige Verluste zufügten.
In der wegen der seit Jahren stattfindenden terroristischen Überfälle berüchtigten Lağât-Gegend attackierten die im  O-Rîf  [d.i. Umland] von Darʽa agierenden bewaffneten Gruppen mit Maschinengewehrfeuer einen Kleinbus auf der Straße Ḥarân – ad-Duwaira im W-Rîf von as-Suwaidâ´ in wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen, wodurch vier Insassen ums Leben kamen.  Im mit  Mörsergranaten ebenfalls unter Beschuß genommenen Dorf Ḥa­rân starben ebenfalls vier Menschen, etliche andere wurden verletzt.
(http://sana.sy/en/?p=119101, http://sana.sy/en/?p=119147, http://www.sana.sy/?p=664976)

Dr. Buṯaina Šaʽbân, Photo: SANA

Die Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân stellte hinsichtlich der von Syrien verfolgten politischen Lösung der Krise klar, man sei für eine konstruktive praktische Herangehensweise, die an die Partnerschaftlichkeit, den politischen Dialog und die gemeinsame Bestimmung aller Segmente der syrischen Bevölkerung glaube. Die Regierung sei bereit mit jedem in Dialog zu treten, der ebenfalls auf die politische Lösung der Krise vertraue. Bezüglich des geplanten syrischen Nationalen Dialog-Kongresses gab sie gegenüber Sputnik News an, es komme wesentlich darauf an, den bewaffneten Gruppen klarzumachen, daß sie die Gewalthandlungen einstellen müßten. Im Einzelnen führte sie dazu aus: „The success of the congress is based on making the armed groups realize that it is time to stop violen­ce, hand their arms over and engage in a national dialogue that will lead to a comprehensive settle­ment of all issues related to the current crisis.”  Außerdem hob sie hervor: „We are ready to hold dialogue with those who believe in the political solution to the crisis and the responsibility of the other side.” Bislang sei nämlich weder der Wunsch noch die Befähigung der „Opposition“, an einem politischen Prozeß teilzunehmen, klargeworden.
Zum Schluß erwähnte sie bzgl. des Nationalen Dialog-Kongresses ergangenen Aufrufs während des dreiseitigen Gipfeltreffens in Sotschi, er habe appelliert an die „representatives of the Syrian Government and opposition which is committed to Syria’s sovereignty, independence and territorial integrity to participate in a constructive way in the National Dialogue Congress to be held soon in Sochi.”  (http://sana.sy/en/?p=119075)  – Bislang hatte nur die Regierungsseite ihre Unterstützung und Teilnahme zugesagt.

Dr. al-Miqdâd, Photo: SANA

Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd bewertete das Treffen zwischen den beiden Präsidenten Dr. al-Assad und Putin in Sotschi von Anfang der Woche (s.u.) als eines der wichtigsten überhaupt, da es unmittelbar vor dem Gipfeltreffen von Mitte der Woche stattgefunden habe und Rußlands Stehen zu Syrien klarstellte wie auch die Tatsache, daß über sensible Fragen [zuvor] miteinander gesprochen werde.
Im Interview mit dem syrischen Fernsehen vom Mi., 22.11.2017, zum trilateralen Treffen in Sotschi (s.u.) bemerkte der Politiker auf die Frage des Interviewers nach der Rolle der Vereinten Nationen beim künftigen politischen Prozeß in Syrien: „We support the role of the UN in case it respects its Charter which embodies the sovereignty and the inde­pendence of the states and the noninterference in their internal affairs…when the UN practices its role on these bases we welcome it.” [In den letzten Jahren hatt es diesbezüglich u.a. von syricher und russischer Seite mehrfach Kritik gegeben, dazu vgl.u.].
Zu dem zu bildenden Komitee zur Diskussion der Verfassung stellte er zudem klar, daß es von nicht offizieller Natur, sondern eine Art Brainstorming sei, da es sowohl für die Verfassungsgebung als auch die Parlamentswahlen gesetzlich Bestimmungen gebe, die der syrische Wähler bzw. wiederum die Verfassung vorgebe. Hierzu bemerkte er: The committee to discuss constitution during the coming National Dialogue Congress in Sochi does­n’t have an official nature and it is a brainstorming process as the Syrian Arab Republic discusses its constitution according to the constitutional mechanisms adopted by the laws in force si­milar to the parliamentary elections which are conducted according to a constitutional mechanism and the ballot boxes”.
Auch wenn die Terrorismusbekämpfung schon im Endstadium begriffen sei, müßten dennoch verbliebene Reste von IS, Ğabha­tu_n-Nuṣra und den damit Affiliierten erst vollständig eliminiert werden.
Die Staaten, welche Teil der völkerrechtwidrigen US-geführten Koalition seien, rief er dazu auf, sich von dieser zurückzuziehen. An die US-Administration appellierte er, die Operationen in Syrien zu stoppen, die Truppen von syrischem Staatsgebiet abzuziehen und Terrorismusbekämpfung entsprechende den Bestimmungen der anerkannten internationalen Mechanismen durchzuführen.(http://sana.sy/en/?p=119061)

Das Außenamt in Damaskus begrüßte noch am 22.11.2017 die Abschlußerklärung von Sotschi (s.u.) mit den Worten: „In light of the Syrian Arab Republic’s commitment to support any political step that respects the so­vereignty, independence and territorial integrity of Syria and contributes to sparing the blood of the Syrian people, the Syrian government welcomes the final statement of the tripartite summit held today in Sochi,” wie eine Ministeriumsquelle versicherte. Das Dreier-Gipfeltreffen habe mittels seiner Vereinbarungen zur Terrorismusbekämpfung, den Basisprinzipien für die politische Lösung der Krise in Syrien, die intrasyrische nationalen Dialogkonferenz und des zu bildenden Komitees zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung und der späteren Parlamentswahlen  jenes mit Staatspräsident Dr. al-Assad vom Mo., 20.11.2017, vervollständigt. (http://sana.sy/en/?p=119037)

Abschluß des Tripartit-Treffens in Sotschi, Photo: Pars Today

Gemeinsame Abschlußerklärung des Dreiertreffens in Sotschi zur Lösung der Krise in Syrien vom 22.11.2017, vorgetragen vom russischen Staatschef Putin während der nachfolgenden Pressekonferenz. Die drei Staatschefs Wladimir Putin (GUS), Ḥassan Rûḥânî (IR Iran) und Recep Tayyip Erdogan (Türkei) kamen überein,
die Kooperation bis zur endgültigen Austilgung von IS, Ğab­ha­tu_n-Nuṣra und anderen Terrororganisationen zu intensivieren und die Bedeutung der Wiederherstellung der Stabilität in Syrien zu bekräftigen bei Bewahrung der Souveränität, Einheit und territorialen Integrität Syriens. Die Erfolge der SAA auf dem Schlachtfeld hätten die neue Ebene der Krisenbeilegung im Land eröffnet.
Die Astana-Gespräche seien fortzusetzen, die Abmachungen zur Waffenruhe und den De-Eskalationszonen beizubehalten sowie die Zuversicht unter allen Syrern zu stärken und der Boden zu bereiten für einen konstruktiven und umfassenden intra-syrischen Dialog auf Basis der UNSC-Resolution Nr.2254 (s. Teil IV).
Die drei Garantenstaaten unterstützen die Abhaltung eines syrischen Nationalen Dialog-Kongresses in Sotschi unter Beteiligung aller Spektren der syrischen Bevölkerung, wobei die jeweiligen Außen- und Verteidigungsministerien der drei Staaten damit betraut seien, einen Zeitplan hierfür zu erstellen und das Sotschi-Treffen vorzubereiten, auf welchem Sachverhalte die Verfassung und Wahlen betreffend diskutiert werden können. Präsident Putin betonte dabei nochmals, daß allein die Syrer über die Zukunft ihres Landes bestimmten. Über das Treffen mit Präsident Dr. al-Assad seien die beiden anderen Staatschefs informiert worden wie auch über die zu jenem Zeitpunkt [erneut, vgl. Präsidenten-Interviews] geäußerte Bereitschaft Verfassungsverbesserungen (amendments) und Wahlen durchzuführen.
Hinsichtlich des Wiederaufbaus sei Unterstützung bei der Neubelebung von Landwirtschaft, Handel und auf dem Industriesektor notwendig. Wichtig sei ferner die humanitäre Hilfe zu verstärken, das Territorium zu entminen und das historische wie kulturelle Erbe zu unterhalten.
Präsident Putin gab der Hoffnung Ausdruck, daß die erreichten Vereinbarungen des Gipfeltreffens zur beschleunigten Beilegung der Krise beitragen, welche sich ihrerseits positiv auf die Situation im Nahen Osten auswirke.
(http://sana.sy/en/?p=119031)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=119012 und http://www.sana.sy/?p=664294 (Während der Fortführung der Militäroperation zur Beseitigung der verbliebenen IS-Brutstätten zwischen al-Ma­yâdîn und al-Bû Kamâl am Westufer der Euphrat im SO-Rîf von Dair az-Zaur Wiederherstellung der Kontrolle über die Dörfer und Städte Ḍahar an-Naṣrânî, aš-Šaiḫ ʽAlî, Wâdî al-Ḫûr, Faiḍat Aḥmad al-Haifân, Wâdî Fulaita und Wâdî as-Sail nach harten Kämpfen gegen die IS-Terroristen, von denen etliche vor der heranrückenden SAA mit unterstützenden Streitkräften die Flucht ergriffen; Desgleichen Befreiung der Orte al-Kašfa, aṣ-Ṣâliḥiyya, Tal Malḥam und Šaʽb Ḫaʽn und des Stützpunkts Wâdî al-Ward an der Verbindungsstraße zwischen al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl nach Zerstörung der darin befindlichen IS-Stellungen.)

Das Drogendezernet der Hauptstadt verhinderte am 22.11.2017 am Internationalen Flughafen von Damaskus einen Drogendeal und konfiszierte 1.611.000 Tabletten Captagon (zu dessen spezieller Verwendung bei den Terroristen s.u., bes. Teil II). Sie waren versteckt in einem LKW, beladen mit Nüssen. (http://sana.sy/en/?p=119034, http://www.sana.sy/?p=664569)

Teilnehmer am trilateralen Treffen in Sotschi, Quelle: alhadathnews

Das  trilaterale Treffen der Vertreter der sog. Garantenstaaten auf höchster Ebene, nämlich durch die jeweiligen Staatschefs Rußlands, des Irans und der Türkei in Sotschi zur Beilegung der Krise in Syrien soll am 22.11.2017 um 16.00 Uhr beginnen (http://www.alhadathnews.net/archives/353990).
Während desselben stellte der Gastgeber Putin fest, daß sich der Anti-Terrorkampf seinem Ende nähere. Auch sei nur das syrische Volk dazu berufen, über seine eigene Zukunft zu entscheiden. Der Weg für eine wirkliche Beilegung der Syrienkrise sei gebahnt. Wörtlich bemerkte er dazu: „We can stress that a new stage which paves the way for a real political settlement to the crisis in Syria has been reached.” Die Bemühungen Rußlands, des Irans und der Türkei [angesichts der bisherigen Handlungen gegen Syrien wohl erfüllt durch die Teilnahme an diesem und den Astana-Treffen aufgrund entsprechenden Drucks seitens der beiden anderen Regierungen] hätten die Einheit des syrischen Territoriums aufrechterhalten und eine echte Chance für die Lösung der Krise geboten. Dem Terrorismus sei tatsächlich ein so empfindlicher Schlag versetzt worden, daß er die Gelegenheit zur Beendigung des jahrelang dauernden Krieges gebe. Daher „we can think of putting a long-term, comprehensive program to rebuild Syria.” Die Astana-Treffen, welche vor nahezu einem Jahr begonnen hätten [s. Teil V, 23.1.2017], hätten zum ersten Mal Repräsentanten der syrischen Regierung wie wie der „Opposition“ an den Verhandlungstisch gebracht. In sieben dieser Treffen habe man wichtige Entscheidungen getroffen und Aktionen auf den Weg gebracht wie die Einwilligung zu den De-Eskalationszonen und die allgemeine Waffen­ru­hevereinbarung. Der ebenfalls für Sotschi als Austragungsort geplante syrische National Dialogue Congress ziele darauf ab, Syrer der unterschiedlichsten Spektren zusammenzubringen. Er habe die Zuversicht, daß dieser Kongreß ersprießlich sein werde.
Präsident Rûḥânî zeigte sich überzeugt, daß das erfolgte Treffen in Sotschi den Weg für neue Perspektiven zur Beendigung der Krise in Syrien geschaffen habe. Die drei Regierungschefs würden daran arbeiten, eine geeignete Grundlage hierfür auf politischem Wege zu erstellen. Dabei würden es die Syrer nicht erlauben, daß sich auswärtige Parteien in die inneren Angelegenheiten des Landes mischten. sie seien gegen jeglichen Schritt, welcher die Souveränität und territoriale Integrität ihres Landes berühre [beides richtet sich aufgrund der bisherigen Ereignisse gegen die militärisch ohne Regierungserlaubnis in Syrien agierende Türkei wie die USA und die Terroristen unterstützenden Regierungen]. Seit sechs Jahren bekämpften die Syrer den Terrorismus. Die Krise sei begleitet durch ausländische Interventionen und  Unterstützung des  Terrorismus von Beginn an, wobei einige Regierungenletzter immer noch leisteten, in dem sie die Terroristen für ihre eigenen Zwecke einsetzten. Doch jegliche ausländische Präsenz auf syrischem Territorium müsse durch die syrische Regierung genehmigt sein. Er machte deutlich, daß sein Land der syrischen Bevölkerung und Regierung gegen den Terrorismus beistehe auf Ersuchen der Landesregierung. Zu dieser Hilfeleistung sei der Iran auch gegenüber anderen Ländern bereit, indem er formulierte: „Iran is ready to provide assistance to the coun­tries of the region in the fight against international terrorism.”
Präsident Erdogan unterstrich die Bedeutung dieses Treffens für die Diskussion der Situation in Syrien mit der Hoffnung, „this meeting will help find solutions to the crisis in Syria.“ (http://sana.sy/en/?p=119031)- Sowohl Putin als auch zuletzt Rûḥânî vertraten damit die von Dr. al-Assad beim vorangegangenen Treffen mit Rußlands Staatschef eindeutig als wichtigste Punkte angeschnittenen Details (vgl.u.) und hatten diese wohl der dritten Partei, Erdogan, als unverzichtbar klargelegt.

General Gerassimow, Photo: Sputnik

Waleri Gerassimow, russischer Stabschef und Vize-Verteidigungsminister, zeigte sich in einer Presse-Erklärung vom 21.11.2017 überzeugt, daß die Ausmerzung der terroristischen militanten Gruppen im Land nur noch eine Frage der Zeit sei. Bis dahin müßten jedoch nach Zerschlagung von deren Struktur die verbliebenen Terroristenherde beseitigt und die befreiten Gebiete vor jeglicher Reetablierung der Terroristen gesichert werden. Wörtlich äußerte er: „Completely eradicating militant groups, which is only a matter of time, will allow us to move to the post-conflict settlement. But before we do that, we need to secure the previously achieved military gains to prevent terrorists from returning to Syria.” (http://sana.sy/en/?p=118854)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118941 und http://www.sana.sy/?p=663952 (Nach Erstürmen und Eliminierung der Stützpunkte von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra samt der meisten Kämpfer Rückgewinnung der Kontrolle über Ğab ʽAwaḍ und Talat aš-Šaiḫ Muhammad im SW of Ḫanâṣir, d.i. im SO-Umland von Aleppo als Teil der Operation zur Ausrottung der noch verbliebenen Ğab­ha­tu_n-Nuṣra-Nester zwischen dem SO-Rîf von  Aleppo und dem NO-Rîf von Ḥamâ. Nach harten Gefechten mit Ğab­ha­tu_n-NuṣraTrupps Rückeroberung von Tal Ḥalf Šûr im Umkreis der Dörfer Bait Sâbir und Bait Tîmâ sowie über Tal al-Maqlaʽ  bis zum W-Terrain von  Kafar Ḥawr im SW-Rîf Dimašq (Damaskus-Land) mit Zerstörung der vorgefundenen Schlupfwinkel und Tötung und Verwundung etlicher Terroristen.)

Alles über das Treffen zwischen den Präsidenten Dr. al-Assad und Putin in Sotschi! (http://sana.sy/en/?p=118772)

Begrüßung von Präsident Dr. al-Assad durch Präsident Putin in Sotschi, Photo: SANA

Vor dem Zusammentreffen mit den Präsidenten der während der Astana-Konferenzen erklärten beiden anderen Garantenstaaten, dem Iran und der Türkei am 22.11.2017 in Sotschi, empfing Wladimir Putin zuvor Dr.al-Assad.
Während ausländische Medien in kurzen Meldungen hierfür den Montag nennen, die englische SANA-Ausgabe dagegen den Dienstag, erwähnt der arabische Artikel nicht den Tag des Treffens, er ist selbst jedoch mit dem 21.11.2017 datiert. Dem Gespräch wohnten einige hochrangige russische Politiker und Militärs bei.
Zunächst gratulierte der Gastgeber seinem syrischen Amtskollegen zu den Siegen im Bereich der Terrorismusbekämpfung. Vor [!] dem trilateralen Treffen gelte es laut Putin mit Rücksicht auf die enge Koordination beider Regierungen die Beurteilung der Situation in Syrien seitens der Regierung in Damaskus wie deren Vorstellungen von der Art des weiteren Vorgehens, des politischen Prozesses, und der Rolle der UN dabei zu hören.
Dr. al-Assad bedankte sich zuerst für den herzlichen Empfang. Der Arbeitsbesuch finde ja nur wenig mehr als zwei Jahre nach Beginn der russischen Militäroperation zur Unterstützung der SAA im Counterterrorismus statt, welcher zu Erfolgen, vor allem auf humanitärem, militärischen und politischem Gebiet geführt habe. Die militärischen Siege hätten die Sicherheit zurückgebracht, so daß die Bevölkerung in viele Gegenden schon wieder zurückgekehrt sei und dabei sei, das normale Leben wiederaufzunehmen. Auf dieser Basis sei es nun möglich, den politischen Prozeß zu befördern, um die Krise in Syrien beizulegen. Er unterstrich ferner, daß es die russische Politik ausmache, sich an die UN-Charter zu halten, die die staatliche Souveränität schütze, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes versichere wie das Recht der Selbstbestimmung der Völker. Auch er betonte die große Bedeutung dieses Treffens, daß beide Länder ihre Tätigkeit in verschiedenen Bereichen auf höchster Ebene koordinierten, vor allem im Hinblick auf die Fortführung der Terrorismusbekämpfung, die Bemühungen bzgl. politischen Lösung der Krise wie des eingangs erwähnten, bevorstehenden trilateralen Gipfeltreffens in Sotschi.
Präsident Putin hob seinerseits hervor, Rußland arbeite mit allen Seiten zusammen, die an einer Lösung der Krise in Syrien auf politischem Weg interessiert seien. Dieses Treffen sei die Gelegenheit, die Vorgehensweise hinsichtlich des politischen Presses wie auch des von Syrien unterstützten Nationalen Dialog-Kongresses zu koordinieren.
Beide Präsidenten diskutierten dann die derzeit laufenden Vorbereitungen für den erwähnten Kongreß, wobei Dr. al-Assad für die russischen Bemühungen hierzu dankte und bestätigte, daß auch Syrien, insbesondere nach dem Zurückdrängen des Terrorismus´,  jegliches politisches Wirken zur Krisenlösung unterstütze, wofür alle lokalen und internationalen Türen offen stünden. Daher erklärte er: „therefore, we hope that Russia will always succeed in what it says and does…to succeed in con­vincing the others to not interfere in any political solution, and to only support it from abroad without any interference.” Wichtig sei, das Blutvergießen zu beenden. Syrien sei bereit mit jedem Land zusammenzuarbeiten, welches zur politischen Lösung beitrage auf der Basis der [in der UN-Charter verankerten Prinzipien der] Souveränität und Selbstbestimmung.
Der russische Staatschef unterstrich, wie sehr die russische Regierung diese gezeigte Bereitschaft und die Offenheit gegenüber denen schätze, die sich um den Frieden bemühten, wie die Unterstützung seitens Präsident Dr. al-Assads für die Astana-Bemühungen anerkenne, durch die bereits die Einrichtung von de-Eskalationszonen und der Start für einen Dialog aller syrischen Parteien gelungen sei. Putin signalisierte, er werde aufgrund dieses Treffens Konsultationen mit den Präsidenten  abhalten, die nach Sotschi kämen. Außerdem bestünden Kontakte zu verschiedenen Staatschefs „including the US Presi­dent.”
Anschließend übermittelte Dr. al-Assad den Dank der Syrer gegenüber dem russischen Präsidenten wie den freundlich gesinnten, loyalen Russen für all das, was getan hätten, um Syrien angesichts des Terrorismus´ die Einheit des syrischen Territoriums zu schützen. Das gelte ebenso für die Aktivitäten der russischen Institutionen [z.B. der UN-Vertretung etc.] in Unterstützung der syrischen Bevölkerung in jeglicher Hinsicht. Im Vordergrund stehe da natürlich das Militär, das für den Schutz der syrischen Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität so viele Opfer gebracht habe.
Beide Staatschefs waren sich ebenfalls darin einig, daß der Kampf gegen den Terrorismus, repräsentiert durch den IS,  Ğabhatu_n-Nuṣra  und die damit affiliierten Gruppen weitergeführt werden müsse.
An der Besprechung nahmen noch Verteidigungsminister Sergei Schoigu, Putins außenpolitischer Berater Yuri Uschakow,  Alexander Lawrentiew, der Sondergesandte für Syrien, und der Direktor des Departments für den Nahen Osten und Nordafrika im Außenministerium, Sergei Verschinin, teil.
Im Anschluß besuchten beide Präsidenten eine Reihe hoher russischer Offiziere, die in Syrien die SAA im Counterterrorismus unterstützt hatten, wobei Dr. al-Assad nochmals die bedeutende Rolle der russischen Kräfte dabei herausstellte. Diese hätten große Opfer gebracht, seien sogar teilweise während dieser Aufgabe gefallen. Die ganze Welt blicke auf die in diesem Bereich erbrachten Leistungen dank der Opfer der syrischen wie russischen Streitkräfte und deren Verbündeten. (http://sana.sy/en/?p=118772, http://www.sana.sy/?p=663462)

Dr. al-Assad in Sotschi, Photo: SANA

Wie schon von Dr. al-Assad im Gespräch mit Putin als grundlegend betont (s.o.), machte letzterer im Telefonat mit US-Präsident Trump im Anschluß an das Treffen mit dem syrischen Staatschef selben Tags darauf aufmerksam, daß die politische Regelung für Syrien auf Basis der UNSC-Resolution Nr.2254 die Wahrung der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität dieses Staates beinhalten müsse. (http://sana.sy/en/?p=118980, https://sptnkne.ws/fZQB) – Präsident Trump wertete das Telefonat mit Präsident Putin als „ausgezeichnet“. (https://sptnkne.ws/gakw) – Inhaltlich ähnlich verlief das Telefonat zwischen den Außenministern beider Länder, Lawrow und Tillerson. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33995-telefonat_der_au%C3%9Fenminister_russlands_und_der_usa_%C3%BCber_syrien).

Präsident Putin sprach nach dem Treffen mit Dr. al-Assad ebenso per Telefon mit dem saudischen König [nicht dem in die Rücktrittserklärung  des libanesischen Ministerpräsidenten Saʿd al-Ḥarīrī (vgl.u.) oder die als Anti-Korruptionskampagne ausgegebene Verhaftungswelle gegen alle möglichen Mitbewerber um die Thronnachfolge zuvorderst involvierten neuen Kronprinz Muḥammad bin Salmân]. Hierzu verlautete aus dem Kreml: „President Putin briefed Salman on the outcomes of his meeting with President al-Assad and on main issues set on the agenda of Astana guarantor countries summit meeting- Russia, Iran and Turkey- due on Wednesday in Sochi.” (http://sana.sy/en/?p=118980) – In etwa gleichzeitig mit dem trilateralen Treffen in Sotschi vom 22.11.2017 findet in ar-Riyâḍ am 22./23.11.2017 das zweite Treffen der sog. (vom Ausland erstellten) Opposition in Vorbereitung der nächsten Genfer Syrienkonferenz mit Vertretern der Muslimbruderschaft statt. Allerdings sind dieses Mal auch die anderen (echten Inlands-)Oppositionsgruppen geladen, um gemäß der Forderung des UN-Sondergesandten de Mistura (vgl.u.) eine einheitliche Delegation für Genf-8 zu bilden. (http://www.alhadathnews.net/archives/353981). Zu den verheerenden Einflüssen des ersten solchen Treffens vom 8.12.2015 (s. Teil IV), welche geradezu auf die Vereitelung des Friedensprozesses bzgl. Syrien angelegt waren vgl.u. bzgl. der jeweiligen Konferenzen (einschließlich derer in Astana)!

Waleri Gerassimow, Photo: Sputnik

Ebenfalls am Di., 21.11.2017, kamen in Sotschi die Generalstabschefs von Rußland (Waleri Gerassimow), dem Iran (Mo­hammad Bagheri, d.h.: Muḥammad Bâqarî) und der Türkei (Hulusi Akar) zusammen, vereinbarten eine engere Kooperation in der De-Eskalationszone Idlib und konkrete Schritte zur Vernichtung der verbliebenen Terror-Gruppierungen von IS, Ğab­ha­tu_n-Nuṣra und Affiliierten. (https://sptnkne.ws/fZTf) – Was man hinter diesen diplomatischen Formulierungen wohl annehmen darf ist, daß auch auf dieser Ebene der Zusammenkünfte Syrien betreffend, entsprechend Einfluß auf die Erdogan-geführte türkische Regierung ausgeübt wurde, die völkerrechtswidrigen Handlungen (vgl.u.) in jenem Land zu unterlassen bzw. rückgängig zu machen.

Terroranschläge vom 21.11.2017:
Der Raketenbeschuß durch die in Ost-al-Ġûṭa positionierten bewaffneten terroristischen Gruppen in fortgesetzter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq führte im damaszener Vorort Ğaramânâ zum Tod eines jungen Mannes und materiellen Schäden. Später wurde auch die Zainab Fawâz-Schule im damaszener Stadtteil ad-Duwailaʽa von einer Rakete getroffen und beschädigt.  (http://sana.sy/en/?p=118840, http://www.sana.sy/?p=662920)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118685 und http://www.sana.sy/?p=662920 (Mit der Rückeroberung von Šuḫaitir, 82km im NO von Ḥamâ gelang der Armee mit unterstützenden Kräften ein weiterer bedeutsamer Sieg bei der Ausrottung von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra durch Ausmerzung von deren Stützpunkten in der Gegend; die Kämpfer brachen von verschiedenen Seiten in den Ort ein und  eliminierten eine große Anzahl der Feinde samt deren Ausrüstung nach heftigen, stundenlangen Gefechten, deren Überlebende in Richtung der nächstliegenden Dörfer flohen. Anschließend begannen wie gewöhnlich die Bombenräumkommandos mit ihrer Arbeit.)

Terroristischer Beschuß von Damaskus, Photo: SANA

Terroranschläge vom 20.11.2017:
Die in Ost-al-Ġûṭa ihr Unwesen treibenden bewaffneten terroristischen Gruppen beschossen in erneutem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Wohngebiete von Damaskus mit Raketen. Diese verursachten jeweils materielle Schäden im Bereich des ʽArnûs-Platzes wie der Ḫâlid bin al-Walîd-Straße in der Stadtmitte, wo sogar ein Bürger getötet wurden. – Wie bei den Vereinbarungen vorgesehen (vgl.u.), reagierte die Armee zum Schutz der Zivilbevölkerung mit einem Beschuß der terroristischen Abschußanlagen, welche zerstört wurden. – Ergänzung: Später wurden noch durch Mörsergranatenbeschuß auf dem Gelände der al-Faiḥâ´-Sportcity zwei Judo-Kämpfer getötet, weitere 15 verletzt, auf dem Muğtahid-Areal kam eine weitere Person ums Leben, während drei Verletzungen davontrugen. Erneuter Raketenbeschuß am Abend hinterließ im Stadtgebiet in Bâb Tûmâ drei Tote und 14 Verwundete, während in den Stadtteilen al-Qaṣâʽ, ad-Duwailaʽa und az-Zablaṭânî massive Schäden verursacht wurden; im damaszener Vorort Ğaramânâ starb ein Kind, etliche Häuser  wurden beschädigt.
Mit einem wahren Hagel an Mörsergranaten griff ein Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupp während der spätnachmittäglichen rush hour den Stadtteil al-Ḫadamî  der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ  der Provinz al-Qunaiṭra an. Die Terroristen halten sich bevorzugt in und um den Ort al-Ḥamîdiyya  im W-Rîf versteckt auf [vgl.u.!]. Drei Anwohner wurden verletzt, darunter ein Dreijähriger.
(http://sana.sy/en/?p=118702, http://www.sana.sy/?p=662961)
Einer Erklärung des Außenamts in Moskau vom 20.11.2017 war zu entnehmen, daß bei den Terrorangriffen auf die Hauptstadt auch die russische Botschaft in Damaskus getroffen worden war. Dazu hieß es: „A shell fired by terrorist groups hit the outer fence of dwelling compound at the Russian embassy, causing damage to the building’s wall, electricity lines and the water supplies system,” Personen seien nicht zu Schaden gekommen.
Rußland werde sich jedoch durch derlei terroristische Provokationen nicht von seiner Kooperation mit Partnern bei der Ausrottung von Terroristenherden wie der Beteiligung an der Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Syrien unter Einhaltung der Souveränität, Einheit und territorialen Integrität des Landes abhalten lassen. Schließlich verurteilte das Ministerium den Terrorakt und verwies darauf, daß die Kreml-Regierung die internationale Gemeinschaft schon wiederholt auf den anhaltenden Beschuß der syrischen Hauptstadt seitens der Terrorgruppen aufmerksam gemacht habe, welche sich der Wiederherstellung des Friedens im Land entgegenstellen. Solche nicht verantwortbaren Taten kosteten schließlich Bürgern einschließlich Frauen, Kindern und Älteren das Leben. (http://sana.sy/en/?p=118763) – Laut Sputnik News habe man im Außenministerium – aufgrund der Erfahrungen nach den letzten terroristischen Attacken gegen die russische Vertretung in Damaskus (vgl.u.) –  an die anderen UNSC-Mitglieder appelliert: „Wir hoffen, dass unsere in der syrischen Richtung so aktiven westlichen Kollegen im UN-Sicher­heitsrat genug Courage haben, um nicht zu schweigen und eine entsprechende öffentliche Einschät­zung des Vorfalls zu geben, durch den das Leben von russischen Diplomaten in Gefahr gewesen ist.“ Nachdem aber die US-Vertretung Rußlands Entwurf für eine Presse-Erklärung zur Verurteilung der Terrorattacke blockiert hatte, empfahl Fjodor Strschischowski, Sprecher der russischen UN-Vertretung, der US-Administration, „eine solche Beharrlich­keit im Kampf gegen bewaffnete Gruppierungen zu demonstrieren, die die Arbeit von Diplomaten gefährden.“ (https://sptnkne.ws/fZBy)

Terrorattacken auf und um die russische Botschaft in Damaskus, Quelle: syrianfreepress.com

Rußlands permanenter Repräsentant bei den UN und anderen internationalen Organisationen in Genf, Alexei Borodawkin, unterstrich am Mo., 20.11.2017, die vorgebliche US-geführte Anti-IS-Koalition habe ihre Doppelmoral beim Umgang mit Terroristen nicht aufgegeben. auch halte die Finanzierung der bewaffneten Dschihadisten in Verletzung der relevanten UNSC-Resolutionen an. Wörtlich formulierte er: „In violation of UN Security Council resolutions, the funding of armed jihadists from abroad continues. … The US-led Western coalition has never given up the double-dealing with terrorists in Syria.”  Hierzu referierte er das Geschehen vom 14.11.2017 bei der Befreiung von al-Bû Kamâl durch die SAA mit Luftdeckung durch russische Kampfflieger. Dabei [vgl.u.!] habe sich die direkte Interaktion zwischen der US-geführten Koalition und den IS-Terroristen gezeigt wie die offene Unterstützung, welche erstere letzteren bot. – Infolge der Siege der –  russischerseits unterstützten – SAA gegen den IS gingen peu a peu auch den zu den sog. „Freunden Syriens“ [s. ab Teil I und  bes. Teil II  bzgl. frenemies] gehörenden Partner-Regierungen die Augen darüber auf, wie unrealistisch ihre Herangehensweise [erg.: an die Krise in Syrien] gewesen sei. Hierzu bemerkte er: „Our partners from among ‘Syria’s friends’ are gradually getting back to reality, they are reviewing their unrealistic approaches. This is primarily due to the fact that the Syrian armed forces backed by Russia’s Aerospace Forces have actually defeated Daesh in Syria winning major victories at Aleppo, Deir Ezzor and al-Boukamal.” (http://sana.sy/en/?p=118692)

Laut dem sy­rischen Terrorexperten Ḥusām Šuwaib (Hussam Shueib) im Interview mit Sputnik News entledigten sich die USA zunehmend der von ihnen die Jahre über im Krieg gegen die syrische Regierung unterstützten FSA (s. ab Teil I) und konzentrierten sich auf die sog. Demokratischen Kräfte Syriens oder SDF (in der englischen Abkürzung). Dazu urteilte er: „Der IS und an­dere ähnliche Gruppierungen schei­tern auf breiter Front, die Regierungstruppen rücken indes vor. Jetzt brauchen die USA ein neues Instrument, um die Kampfhandlungen fortzusetzen.“ Doch sie „hegen überhaupt keine Absicht, den Terror zu bekämpfen. Sie werden weitere Spannungen schüren, um die Absprachen in Genf, Astana und den künftigen Nationalkongress in Sotschi zu erschüttern.“ Die Unterstützung für die SDF rühre daher,  daß sie im Norden Syriens „ihr einziger Verbündeter“ seien. Die SDF könne den „Platz des IS“ einnehmen. Sie agierten „gegen die Regie­rungstruppen“ und könnten mit Eroberungsoperationen „wie in Rakka zum Beispielauf diese Weise das Land zu spalten.“ Auch wenn es über ihre Zahlenstärke und Zusammensetzung keine verläßlichen Daten gebe, versuchten die USA „mithilfe ihrer Medien“, ein positives Bild der SDF zu zeichnen gemäß dem Motto: „Das ist eine große Truppe, in deren Reihen die wahren Vertreter des syrischen Volkes kämpfen“. Tatsächlich sehe es jedoch so aus:  „Sie sind übrigens nicht nur beim syrischen Volk, sondern auch bei den Kurden nicht sonderlich beliebt. Nur die USA setzen ihre Hoffnungen auf die Demokratischen Kräfte, in der Annahmen, sie könnten erfolgreich gegen die syrischen Regierungstruppen und deren Verbündete kämpfen.“, schloß der Terror­ex­perte. (https://sptnkne.ws/fZxp vom 20.11.2017) Er bezog sich dabei auf eine Meldung, wonach eine über 200 Mann starke FSA-Gruppe aufgelöst worden sei, nachdem deren Kämpfer je 2.000 US-$ erhalten hätten. (http://www.alhadathnews.net/archives/353146 vom 19.11.2017)

Den damaszener Drogenbehörden gelang nach eingehender Überwachungstätigkeit und anschließender Verfolgung am 20.11.2017 die Überwältigung und Inhaftierung einer fünfköpfigen Drogen- und Waffenschmugglerbande, welche u.a. wieder große Mengen Captagon (zu dessen spezieller Verwendung bei den Terroristen s.u., bes. Teil II) bei sich hatten.(http://www.sana.sy/?p=663083)

SAA bei al-Bû Kamâl, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118588 und http://www.sana.sy/?p=662298 (Nach harten, für den Feind verlustreichen  Gefechten mit den Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen Übernahme der Kontrolle über die zuvor von den Extremisten besetzten Dörfer Ḥarân und Ḥardâna, ca. 90km im NO-Rîf von Ḥamâ mit Zerstörung der Schlupfwinkel, Verfolgung der Fliehenden und anschließender Säuberung der Gegend ruch die Kampfmittelbeseitiger. Nach Ausmerzung der letzten IS-Schlupfnester und Verstecke in al-Bû Kamâl – vor allem im Ostteil –  wurde die Stadt als vom IS völlig befreit erklärt. Erneut wurde beobachtet, wie ca. 150 IS-Terroristen, darunter Anführer wie z.B. der Wâlî [oberste Verwaltungschef] von al-Bû Kamâl mit Kampfnamen Abû Ḥassan al-ʽIrâqî (d.h.: aus dem Irak) rechtzeitig aus der Stadt in Richtung Ostufer des Euphrats unter Deckung und Sicherung der US-geführten Koalition hätten abziehen können, während sich andere den US-unterstützten SDF-Kräften ergeben hätten.)

Während der Kampfmittelbeseitigungsarbeit in den Stadtteilen von Dair az-Zaur fanden die Zuständigen am 19.11.2017 erneut in IS-Depots Unmengen an Waffen, Munition und Materialien zur Herstellung chemischer Kampfstoffe und für Sprengsätze, um dieselben zum Einsatz zu bringen. In einem Versteck befand sich ein vollausgestattetes Labor. U.a. wurden darin konzentriertes Monophosphat, Triphosphat, Silbernitrat, C4-Sprengstoff, IEDs verschiedener Größen und Formen sowie Zeitzünder für verzögertes Sprengen sichergestellt. Dazu gab es in den Verstecken große Mengen an Mörsergranaten, verschiedene Typen Maschinengewehre, schultergestützte Panzerfäuste, Sprengstoffgürtel und Zündmechanismen.  (www.sana.sy/en/?p=118637)

Türkische Panzer gen Syien, Photo: t-online.de

Entgegen den Details der Vereinbarungen der Astana-Treffen zu den De-Eskalationszonen (vgl.u.) verlegt die türkische Regierung weiterhin per Konvois Militärtechnik nicht nur an die Grenze sondern darüber hinaus in die Provinz Idlib, insbesondere ist türkisches Militär im Raum ʽAfrîn (vgl.u.) stationiert, berichtete – jedoch ohne jegliche Kritik – die Agentur Anadolu am So., 19.11.2017. Zur Sicherung der De-Eskalationszonen sind jedoch nur Polizeikräfte erlaubt. (https://sptnkne.ws/fYTf)

Terroranschlag vom 19.11.2017:
Beim Überfall bewaffneter Gruppen, die sich im Farmland nördlich von Ḥomherumtreiben, auf die al-Walîd-Mühle am Stadtrand der Provinzhauptstadt unter Einsatz von Raketen tötete sechs Arbeiter, verletzte weitere 44, einige von ihnen lebensgefährlich, und richtete erhebliche Schäden an der Mühle an. (http://www.sana.sy/?p=662307) – Zu den Zielen der Terroristen, mit dem Entzug der Lebensgrundlage zunächst der in der Landwirtschaft Tätigen und im weiteren der davon abhängigen Konsumenten die Krise zu verstärken und damit die Bemühungen der Regierung zur Beilegung der Krise mit Rückkehr zu einem normalen Leben zu unterminieren s.u.!
Ergänzung: In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten die in Ost-al-Ġûṭa verschanzten bewaffneten Terrorgruppen mit Mörsergranaten die Wohngebiete Mazza 86 in Damaskus, töteten zwei Bewohner und verursachten empfindliche Sachschäden.(http://sana.sy/en/?p=118598)

Rekonstruktion der IS-Zerstörungen von Palmyra, Photo: SANA

Während der Feierstunde zum St. Petersburg International Cultural Forum am Samstag überreichte der Direktor des Eremitage-Museums, Michail Piotrowsky, dem syrischen Botschafter in Rußland, ar-Riyâḍ Ḥadâd, ein aufwendiges 3-D-Modell der gesamten antiken Anlage von Palmyra in einer Ausdehung von 20.000m2. Es soll den Wissenschaftlern und Restauratoren vor Ort ihre Arbeit der Wiederherstellung des von den Terroristen zerstörten Weltkulturerbes erleichtern. Die Vizedirektorin des Institute for the History of Material Culture of the Russian Academy of Sciences, Natalya Solowyowa, erklärte dazu: „Russian scientists digitized every site and every stone in Palmyra as it be­came possible to see it with all of its details and measurements.” Die notwenigen Aufnahmen wurden durch Drohnen gewonnen. Voller Dankbarkeit äußerte der Botschafter seinerseits: „Russia has stood by Syria and it contributed to fully liberating Palmyra City from terrorism and to clearing mines planted by Daesh terrorists, and today it proves its huge support to us on the cultural level through this important project which will help in rebuilding the archeological city.” (http://sana.sy/en/?p=118574, http://www.sana.sy/?p=662270)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118588 und http://www.sana.sy/?p=662298 (Befreiung der Dörfer Qaṣr ʽAlî und ʽArafa samt umliegenden Farmen, ca.90km im NO von Ḥamâ nach Erstürmung der Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkte in der Gegend mit anschließender Räumung der zahlreich hinterlassenen Sprengfallen und Minen und Verfolgung der Dutzenden an flüchtigen Terroristen. Im SO-Rîf von Dair az-Zaur Ausmerzung der letzten IS-Schlupfnester in al-Bû Kamâl hauptsächlich an den Stadträndern, wobei die Terroristen in unwegsamem Gebiet ohne Fluchtmöglichkeit immer enger zusammengetrieben werden; das Vorrücken geschieht umsichtig in angepaßtem Tempo, da von den Extremisten Straßen, Häuser, Gegenstände mit Sprengsätzen bestückt sind, um der SAA damit zu schaden;  nach heftigen, für den Feind mit hohen Verlusten verbundenen Gefechten Rückeroberung der Kontrolle über die Verbindungstraße al-Mayâdîn – al-Bû Kamâl – as-Sakariyya und der Region Ḥâmdan im Umkreis von al-Bû Kamâl. Im SW-Rîf Dimašq nahe zur angrenzenden Provinz al-Qunaiṭra Rückeroberung einer Anzahl strategisch bedeutsamer Anhöhen sowie der Ḥaina-Ebene, der Orte Kafar Ḥawr und Bait Tîmâ nach heftigen Auseinandersetzungen mit Ğabhatu_n-Nuṣra in den vergangenen 24 Stunden, in denen den Terroristen auch die Nachschubrouten und Ausschwärmmöglichkeiten vom Bait Ğin-Farmland (vgl.u.)  aus abgeschnitten wurden;   nachmittags noch Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen im Umkreis von Talat Bardaʽiyâ im SW von Kafar Ḥawr mit Eliminierung etlicher der Extremisten samt Ausrüstung. )

Saʿd al-Ḥarīrī mit Macron in Paris, Photo: al-Mustaqbal

Aktualisierung zum Fall Saʿd al-Ḥarīrī (vgl.u.): Nachdem der französische Staatspräsident Macron schließlich eine offizielle Einladung an al-Ḥarīrī nach Paris ausgesprochen hatte, meldete der libanesische Sender al-Mustaqbal um 1.20 Uhr Ortszeit (d.i. 23.30 GMT), jener sei zusammen mit seiner Ehefrau und dem ältesten Sohn in einem Privatjet vom Flughafen ar-Riyāḍ  in Richtung Paris aufgebrochen (die beiden jüngsten Kinder befinden sich immer noch in ar-Riyāḍ!). Nach seiner Landung dort traf er mit Macron zusammen und sprach ihm offiziell seinen Dank aus. Er werde zur Unabhängigkeitsfeier in den nächsten Tagen wieder in Beirut sein und dann mit Staatspräsident ʽÛn die Situation besprechen. (http://www.almustaqbal.com/v4/Article.aspx?type=Misc&ArticleID=317516, http://www.almustaqbal.com/v4/Article.aspx?type=Misc&ArticleID=317526 vom 18.11.2017) – Christoph Hörstel, investigativer Jouranlist und  Bundesvorsitzender der Neuen Mitte, spricht über die Vorgänge in seinem jüngsten Interview:  http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33846-interview_mit_christoph_h%C3%B6rstel)

Die wichtigsten Fakten rund um den (Nicht)Rücktritt des libanesischen Ministerpräsidenten Saʿd al-Ḥarīrī unter der Rolle des saudischen Kronprinzen dabei s.u.!

Terroranschlag, Photo: SANA

Terroranschlag vom 18.11.2017:
Auch an diesem Vormittag brachen in Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen, indem sie sowohl den damaszener Stadtteil ad-Dawîlʽa als auch die Vorstadt Ḥarastâ mit Raketen beschossen. Im ersten Fall wurden Schulen im zweiten Wohnhäuser beschädigt. Um die Zivilisten vor weiteren Angriffen zu schützen, attackierte eine SAA-Einheit gezielt die Aggressionen gemäß den Richtlinien der o.e. Vereinbarung [dazu vgl.u.]. (http://www.sana.sy/?p=661950)

Der japanische Resolutionsentwurf zur 30-tägigen Verlängerung der Aktion des UN-OPCW Joint Investigative Mechanism (JIM) bzgl. des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn (s.u.!) wurde am 18.11.2016 seitens Rußland mit einem Veto belegt, Bolivien votierte dagegen, China enthielt sich. Der russische permanente UN-Gesandte Wassili Nebenzia in New York erklärte dazu, wie schon vorher  die Kritiker der bisherigen Vorgehensweise der JIM-Mitarbeiter, daß zu viele grundsätzliche Fehler gemacht worden seien, als daß man das Mandat einfach verlängern könne. Erst müßten die Fehler beseitigt und die Untersuchung auf eine einwandfreie wissenschaftliche  Basis gestellt werden. (http://sana.sy/en/?p=118476) – Zu den angesprochenen tatsächlich schwerwiegenden Kritikpunkten s.u.!

Der SAA-Gefechtsbericht vom 17.11.2017 entfällt.
Sechs russische Langstreckenbomber zerstörten am 17.11.2017  in der schon bekannten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) IS-Ziele im Umfeld von al-Bû Kamâl. (http://sana.sy/en/?p=118449)

Terroranschläge vom 17.11.2017:
Drei Bürger wurden am Freitag getötet, sieben weitere verwundet und somit Opfer bewaffneter Gruppen von  Ost-al-Ġûṭa aus  in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen den Sûq al-Hâl (Gemüsemarkt im damaszener Stadteil az-Zablaṭânî mit Raketen beschossen.  (http://sana.sy/en/?p=118388, http://www.sana.sy/?p=661420)
Ergänzung: Mittels der Detonation einer Autobombe tötete der IS am Abend im N-Rîf von Dair az-Zaur an einem Versammlungsplatz von Flüchtlingen zwischen al-Ğafra und al-Kûnîkû mindestens 20 Bürger und verletzte ca. 30 weitere, darunter viele Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=118445)

UNSC, Photo: Sputnik

In der Nacht zum 17.11.2017 lagen dem UNSC zwei Resolutionsanträge zur Verlängerung des am 17.11.2017 auslaufenden Mandates von UN-OPCW Joint Investigative Mechanism (JIM) zur Untersuchung des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn vor, einmal von US-Seite, das andere Mal von russischer. Beide wurden nicht angenommen. Zum Streit bzw. Sachverhalt s.u. [bei den jeweiligen Stichpunkten] die ausführliche Darlegung. Auch der permanente UN-Gesandte Bašâr al-Ğaʽfarî in New York stellte letzteren nochmals eingehend dar und ist a.a.O. nachzulesen. (http://sana.sy/en/?p=118376, http://www.sana.sy/?p=660669, s.a. https://sptnkne.ws/fXVs)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118271 und http://www.sana.sy/?p=660633 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Zerstörung letzter Fortifikationen und Fuhrparks von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Dörfern al-Ḥâzim und Rabda im SO-Rîf von Ḥamâ mit anschießender  Aufnahme der Arbeit der Kampfmittelräumdienste.  Während der Operation zur Ausrottung der übriggebliebenen IS-Verstecke und Ansammlungen im SO-Rîf von Dair az-Zaur massive, präzise SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und deren Nachschubrouten im Umkreis von al-Bû Kamâl in Deckung der Bodeninitiativen; laut Anwohneraussagen kam dabei auch die IS-Besatzung eines Fahrzeugs ums Leben, das gerade zu einer Autobombe zurechtgemacht wurde.)

Terroropfer, Photo: SANA

Terroranschläge vom 16.11.2017:
Nachmittags attackierten in Ost-al-Ġûṭa positionierte bewaffnete Gruppen in neuerlichem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten die damaszener  Stadtteile as-Sabaʽ Baḥrât und al-ʽAbbâsiyîn, töteten so einen Menschen und verletzten weitere 13.
Aktualisierung: Infolge des fortgeführten und auf die Stadtteile as-Suwaiqa im Altstadtbereich,  ʽIš al-Warwar, ausgedehnten Raketenbeschusses erhöhte sich die Zahl der Getöteten auf 16, die der zum Teil lebensgefährlich Verletzten auf 45, dazu sind erhebliche Schäden zu verzeichnen, so daß teils in ihren getroffenen Haus ganze Familien begraben wurden. Beschädigt wurde – wie auch früher schon öfter – die Sporthalle al-Fîḥâ´  im Stadtteil Barza.
Mörsergranaten bekamen ebenfalls in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen die Bewohner des Dorfes Rafʽîn im N von Ḥomṣ seitens in Sanîsil verschanzter bewaffneter Gruppen ab, welche eine Frau tötete, einen weiteren Bewohner verletzten und beträchtliche Schäden anrichteten.
(http://sana.sy/en/?p=118287, http://www.sana.sy/?p=660728)

Sprecherin Maria Sacharowa, Photo: SANA

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenamts in Moskau vom 16.11.2017 nahm die Sprecherin Maria Sacharowa nochmals Bezug auf die befremdliche Bemerkung von US-Verteidigungsminister Mattis zur Präsenz des US-Militärs in Syrien als angeblich gerechtfertigt durch die UN (vgl.u.). Sie erinnerte daran, daß für ein Mandat allein der UN-Sicherheitsrat (UNSC) zuständig sei und der habe keines ausgestellt: „We were surprised to hear a statement made by US Defense Secretary James Mattis when talking to the US media representatives on November 13 that the US Armed Forces are in Syria ,with the per­mission of the UN‘. … I want to remind you that the Security Council is the only body under the UN Charter that is entitled to take decisions on using military force in the international community.”

Wiedergefundene Büsten aus Palmyra, Photos: SANA

In einem IS-Versteck bei aṣ-Ṣawâna, ca. 70km südlich von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ, konnten Behördenmitarbeiter am Mi., 15.11.2017, zwei antike, von den Terroristen geraubte Büsten aus dem 2. bzw. 3. Jh. n.u.Z. bergen. Sie wurden der Ḥomṣer Abteilung der Antikenbehörde übergeben. Gemäß dem Archäologen Muḥammad Ḫâlid Asʽad vom DGAM müßten die beiden Fundstücke aus einem der vom IS beschädigten und ausgeraubten Grabanlagen von Palmyra stammen. Die eine Büste stellt einen palmyrenischen jungen Priester mit Diadem dar, die andere eine junge, anspruchsvoll gekleidete Frau, beide aus der Blütezeit des Oasen-Königtums. (http://sana.sy/en/?p=118237, http://www.sana.sy/?p=660250)

US-Ausrüstung aus IS-Depots im Raum Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über Details der immer noch vorgefundenen umfangreichen IS-Depots an Waffen und Munition, Militärtechnik und Aus­rüstung im Raum Dair az-Zaur gab ein SAA-Angehöriger Sputnik News Auskunft.  Er führte aus: „Das waren nicht nur automatische M16-Gewehre. Dort  gab es Panzerabwehrlenkraketen vom Typ TOW und US-amerikanische 155-Millimeter-Feldhaubitzen. Dort standen  Hummer-Fahrzeuge, die für den Menschentransport eingesetzt worden waren  oder gesprengt werden  sollten: Es wurden Autobomben  hineingelegt.“  Das in unterirdischen Bunkern vorgefundene Equipment sei in den USA, in Westeuropa und Israel hergestellt worden. Geborgen und konfisziert wurden auch  Aufklärungsdrohnen, Schutzausrü­stung für Pionierarbeiten israelischer  Produktion sowie Säcke mit C4-Sprengstoff und Satelliten­funkgeräte. Panzer und  Kampfwägen standen unter Tarnnetzen parat.
Aus einem Bericht von „Inside Syria media center“ ging, gestützt auf die Aussagen des Brigadegenerals ʽAlî al-ʽAlî (Ali Al-Ali), hervor, daß die USA im Zeitraum 5.6. – 15. 9.2017 den Terroristen in Syrien mindestens 1.500 Lkw mit Waffen und Militärtechnik bereitgestellt hätten. Die US-Administration gab – wie früher schon( vgl.u.) – dazu an, die Waffen seien  für ihre in Syrien gegen die Regierung kämpfenden  Verbündeten bestimmt gewesen, landeten jedoch immer wieder – wie Gegner dieser Lieferungen vorausgesagt hatten – bei den Terroristen (Näheres dazu u., 19.8.2017!).
An NATO-Waffen sei beim IS wie Ğabhatu_n-Nuṣra besonders die halbautomatische Pistole vom Typ Glock 19 beliebt gewesen, die in den 2014 veröffentlichten IS-Hinrichtungsvideos verwendet wur­de und aus Lieferungen von 2003 und 2004 in den Irak stammte. Dann das Sturmgewehr  vom Typ M16, das sich an mehreren  Fundorten in Kisten mit der Aufschrift „US-Eigentum“ fand. Von „Heckler & Koch“  bzw. dem belgischen Rüstungsunternehmen „Fabrique Nationale Herstal“ stammten  Bestände des  leichten automatischen Gewehrs FAL und der Maschinenpistole  MP5. (https://sptnkne.ws/fXpC vom 15.11.2017)

US-Equipment aus IS-Depots im Raum Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118209 und http://www.sana.sy/?p=659968 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Stadt Qaṣr Šâwî im Gebiet von al-Ḥamrâ im NO-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung der vorgefundenen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen; anschließend Verfolgung der fliehenden Terroristenreste und Säuberung der Gegend von den hinterlassenen Sprengfallen und Minen.)
Eine SAA-Einheit nahm sich der 85 Personen aus den noch vom IS kontrollierten Gebieten um die Stadt al-Bû Kamâl, ca. 140 km im SO der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur an,  die – wie schon so viele zuvor – eine Flucht zum nächstgelegenen Militärposten gewagt hatten. Die hauptsächlich aus Frauen und Kindern bestehende Gruppe wurde umgehend mit allem Nötigen versorgt und in ein Übergangsheim gebracht, bis eine Rückkehr in ihre Wohngebiete nach Befreiung und Sicherung durch die SAA wieder möglich sein wird. Auch diese Bürger, die von grausigen Terroristenausschreitungen berichteten,  machten den unter IS-Repression verbliebenen Bewohnern Mut, die Flucht zu wagen und sich so in Sicherheit zu bringen. (http://sana.sy/en/?p=118233, http://www.sana.sy/?p=659968)
Zum russischen Luftwaffeneinsatz veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Moskau:  „Six Tu-22M3 long-range bombers, which have taken off from the territory of Russia and flown over Iran and Iraq, have delivered a massive air strike against terrorists of Daesh near the city of Abu Kamal in the province of Deir Ezzor. The air strike targeted the terrorists’ strongholds and the amass­ments of their manpower and armored vehicles.“ (http://sana.sy/en/?p=118245)

Start eines russischen Bombers, Photo: SANA

Terroranschläge vom 15.11.2017:
Am Morgen feuerten in Ost-al-Ġûṭa positionierte bewaffnete Gruppen in wiederholtem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf den al-ʽAbbâsiyîn-Platz und die damaszener  Stadtteile Bâb Tûmâ und Masâkin Barza, wodurch zwei Anwohner verletzt und Schäden an privatem und öffentlichem Gut verursacht wurden.
Mit Raketensalven beschossen  Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen auch an diesem Tag die Stadt Salḥab, wobei eine Frau verletzt und etliche Häuser beschädigt wurden wie auch die Infrastruktur.
(http://sana.sy/en/?p=118205, http://www.sana.sy/?p=659966)

Posierende IS-Terroristen, Photo: Sputnik News

Inzwischen hat sogar die BBC das Thema des durch die US-geführte Koalition ermöglichtenIS-Massenexodus“ – hier noch bzgl. des Vorfalls nach der Rückeroberung von ar-Raqqa (s.u.!) Mitte Oktober unter dem Titel Raqqas dirty secret aufgegriffen und als „schmutzigen Deal“ bezeichnet. Hierzu wurden auch Busfahrer interviewt, die für die Konvois für den freien Abtransport der ca. 250 IS-Kämpfer einschließlich ihrer Kommandeure mit etwa 3500 Familien­mit­gliedern und Tonnen an Waffen, Sprengstoff und Mu­nition angeheuert worden waren. Die gesamte Kolonne  habe 50 Lkw, 13 Busse und mehr als 100 anderer Fahrzeuge umfaßt, die eine bis zu 6km lange „Schlange“ ergeben hätten. Einige Trucks seien mit Sprengstoff und Mu­nition beladen worden. Insgesamt seien, so BBC, aus ar-Raqqa geschleust worden. Auch der Sprecher der US-geführten Koalition, Ryan Dillon, habe dies schließlich einräumen müssen. (https://sptnkne.ws/fWB3, basierend auf: http://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/raqqas_dirty_secret)
Diesen „dirty deal” brachte auch der ständige UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 15.11.2017 vor der UN-Generalversammlung zur saudischen (!) Resolutionsvorlage mit dem Titel „Situation of human rights in the Syrian Arab Republic,”  zur Sprache. Zur ausführlichen Stellungnahme s. http://sana.sy/en/?p=118183.
Das türkische Außenministerium verurteilte ebenfalls den gesicherten Auszug der IS-Terroristen aus ar-Raqqa, an dem die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) als Teil der US-geführten Koalition ihren Anteil hatten als „gefährliches Szenario“.  Dies diene der „Herstellung der Anarchie und … Veränderung der demografischen Struktur der Region.“  (https://sptnkne.ws/fWVw)

UN-Gebäude, Genf, Photo: SANA

Das Special Committee to Investigate Israeli Practices Affecting the Human Rights in occupied lands der Vereinten Nationen in Genf (OHCHR) stellte in seinem am 15.11.2017 veröffentlichten Bericht fest, daß die Praktiken der israelischen Besatzungsorgane auf den besetzten syrischen Golanhöhen und in den palästinensischen Territorien auf rassischer Diskriminierung in „flagrant violation of international human rights law“ beruhten. Zu diesen Praktiken zählten die Verwaltungshaft [s. dazu Teil VI], die Kollektiv-Bestrafung, die Zerstörungen auf dem Golan einhergehend mit der Ausdehnung der israelischen Besiedelung, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen auf dem Golan zusammen mit dem Fernhalten der syrischen Bauern von ihren Ländereien und Wasserzuteilungen.
Obwohl in mehreren UNSC-Resolutionen  die israelische Golan-Annexion verurteilt und zuletzt als “null and void” und “illegal” eingeordnet worden ist,  zieht die israelische Regierung keinerlei Konsequenzen daraus sondern stellt die Bewohner vor ein fait accompli, in dem sie im Juli in vier Dörfern lokale Wahlen veranstalten ließ.
Letztes Jahr [2016] habe die israelische Regierung sogar verkündet, auf dem Golan 1.600 neue Wohneinheiten für israelische Siedler bauen zu lassen, wozu 20.000 Morgen (acres) Land in der Umgebung des Dorfes Mağdal Šams konfisziert würden, was zudem die Bauern vom Zugang zu ihrem Farmland abschneiden und die natürliche Dorferweiterung verhindern würde.
Ebenfalls weigere sich die Okkupationsmacht die Verminung in manchen Gegenden  des Golans zu beheben. Es bestünden auch Befürchtungen, den Schulen der syrischen Dörfer daß israelische Curricula vorgeschrieben würden, vor allem solche, die zur konfessionellen Spaltung der Bevölkerung führen würden.
Der Report endete mit dem Aufruf an die israelische Regierung, die Besetzung arabischer Territorien auf dem Golan und in Palästina umgehend zu beenden gemäß den UMNSC-Resolutionen Nr. 242 und 497.  (http://sana.sy/en/?p=118268, http://www.sana.sy/?p=660461)

Terroranschläge vom 14.11.2017:
Wie schon am Vortag (s.u.) beschossen Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen, die sich im N-Rîf von Ḥamâ verschanzt halten, mit Raketen die Städte Salḥab,  48km NW der Provinzhauptstadt, und das Wärmekraftwerk von Maḥarda mit Raketen. Im ersten Fall trafen sie ein Wohnhaus und verletzten darin eine Frau, im zweiten Fall kam es kam es am Morgen wegen der Terrorattacken wieder einmal zum totalen Funktionsausfall des Werks.
Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten richteten  am Nachmittag Mörsergranaten sowie Heckenschützenfeuer vom Gebiet der Bait Ğin-Farm aus auf das Dorf Bait Sâbir im SWUmland der Hauptstadt, töteten einen Bewohner und verletzt weitere fünf teils schwer. Die in Dûmâ verbarrikadierten bewaffneten Gruppen attackierten das Zentralgefängnis von  Damaskus, im Bezirk ʽAdrâ mit Mörsergranaten in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszone Ost-al-Ġûṭa und richteten materielle Schäden an.
In Dârat ʽAzza verschanzte Terrorgruppen feuerten Raketen auf Wohnhäuser der Stadt Nubul im N von Aleppo, töteten sie zwei Einwohner verletzten 16 weitere, darunter Kinder, und beschädigten eine Reihe an Häusern.
(http://sana.sy/en/?p=118095, http://www.sana.sy/?p=659333)

SAA-Angehörige, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118092 und http://www.sana.sy/?p=659322 (Nach heftigen für die Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps verlustreichen Gefechten Befreiung von Sarḥâ al-Qabaliyya im NO-Rîf von Ḥamâ mit anschließender Verfolgung flüchtender Terroristen und Durchkämmen nach samt Entfernung und Entschärfung der vorgefundenen Minen und Sprengsätze. Während des Einsatzes der Kampfmittelbeseitiger im NO der Provinz  Sprengung von Tunneln der Terroristen im Dorf al-Ḥardâna, Zerstörung von Abschußvorrichtungen für Raketen, mit denen regelmäßig auf Salamiyya gezielt wurde,  wie von Depots mit Ersatzteilen für gepanzerte und Kampf-Fahrzeuge; in ʽUqairbât zudem Beseitigung eines Kommandozentrums mit zehn Artillerieanlagen und Unmengen an Sprengsätzen. Vereitelung von Angriffsversuchen großer Scharen von Terroristen auf einen Militärposten zum Schtz von Ḥarastâ im Rîf Dimašqin jener Gegend sind immer noch Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra  und  Ğaiš al-Islâm aktiv.)

Der russische Außenminister Sergei Lawrow machte auf einer Pressekonferenz in Moskau vom Di., 14.11.2017, bekannt, was während der russisch – US-amerikanischen Gespräche beim APEC-Gipfeltreffen in Vietnam kürzlich zu Syrien thematisiert worden war. Es ging demnach um nichts Spezifisches oder Details (Russia and the US „did not discuss specifically and in detail”),  sondern – schlüssigerweise – Grundsätzliches, nämlich die völkerrechtsbasierte Präsenz russischer und iranischer Militärs in Syrien auf Einladung der legitimen Regierung hin, was auf die US-Militärs gerade nicht zutreffe; die USA unterstützten zudem die bewaffneten gegen die Regierung kämpfenden Gruppen: „We state the fact of our and Iranian legitimate presence at the invitation of the legitimate govern­ment. We also state the fact of the illegitimate presence of the coalition that has been forged by the United States and which carries out military operations, including independent ones, primarily pro­viding support for the opposition armed groups on Syrian soil and in its airspace”. Zudem sei es um die Einrichtung einer De-Eskalationszone im SW Syriens im Beisein jordanischer Repräsentanten gegangen: „In particular, we discussed with the Americans a mechanism for the de-escalation zone’s ope­ration in Syria’s southwest”. Kürzliche  Aussagen von Mitarbeitern des US Department of State kommentierend, bemerkte der Außenamtschef  noch: „If one looks at who poses the biggest threat, it is the United States’ charges, specifically, various fo­reign terrorists and militants, who ‘cling’ to those armed opposition groups backed by the US.” Um Ziele bzgl. Syriens („goals on Syria”) sei es nicht gegangen. (http://sana.sy/en/?p=118140)
Andererseits lehnte die US-Seite das am 14.11.2017 wiederholte (vgl.u.) russische Angebot, zusammen den IS zu bekämpfen, vor allem in der Region östlich des Euphrats,  erneut ab. (https://sptnkne.ws/fXnQ)

Auf die Aussage von Pentagon-Chef  James Mattis vom Mo., 13.11.2017, gegenüber Journalisten hin, er denke nicht an einen baldigen Abzug der US-Truppen aus Syrien, stellte das Auswärtige Amt in Damaskus am 14.11.2017 zum wiederholten Mal klar  und unterstrich,  daß die Anwesenheit von US-Militär im Land ohne Billigung der legitimen Regierung wie ohne UN-Mandat dem Völkerrecht widerspreche und von der Landesregierung daher als Aggression eingestuft werde. Dazu hieß es von offizieller Seite: „The presence of the U.S. forces or any foreign military presence in Syria without the consent of the Syrian government constitutes an act of aggression and an attack on the sovereignty of the Syrian Arab Republic as well as a gross violation of the Chart and principles of the United Nations.” (http://sana.sy/en/?p=118132) –  Unmittelbar vor seinem Moskau-Besuch machte der türkische Staatspräsident Erdogan am Mo., 13.11.2017, bei einer Pressekonferenz deutlich, die USA unterhielten in der Region 13 Luftwaffenstützpunkte, allein in Syrien fünf.  Sie woll­ten sogar  einen sechsten errichten. Dann stellte auch er sich auf die Seite derer, die einen Abzug der US-Truppen aus Syrien fordern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33754-erdogan_usa_haben_f%C3%BCnf_luftwaffenbasen_in_syrien_eingerichtet) – Erdogan hat angesicht seiner Kritik allerdings außer Acht gelassen, daß sich seine Truppen in gleicher Weise illegal, also völkerrechtswidrig (vgl.u.) in Syrien aufhalten.
Sergei Lawrow, Chef im russischen Außenministerium kommentierte Mattis´ Aussage dahingehend: „Erst gestern habe ich die Erklärungen des Verteidigungsministers Mattis gehört, dass die USA aus Syrien nirgendwohin gehen, bis sie feststellen, dass der politische Prozess in eine richtige Richtung läuft.“ und ergänzte: „Für die richtige Richtung halten die USA bekanntlich sowieso den Regimewechsel. Obwohl sie keinen vorläufigen Rücktritt von Baschar al-Assad fordern. Dies alles verstößt gegen die Genfer Vereinbarungen, dies alles verstößt gegen jene Erklärungen seitens der Leitung des US-Außenministeriums, die ich nun zitiert habe, laut denen es das einzige US-Ziel in Syrien ist, gegen den Terrorismus zu kämpfen.“ Daher warte man in Moskau auf  eine offene, ehrliche und verständliche Erklärung seitens der US-Administration hierzu. (https://sptnkne.ws/fW6T)

Aus al-Bû Kamâl ungehindert fliehende IS-Kolonne, Quelle: Verteidigungsministerium Rußlands

Am 14.11.2017 veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Moskau Beweismaterial inklusive Drohnenaufnahmen, welche zeigen, daß sich kilometerlange Kolonnen von IS-Transportern ungehindert aus dem Gebiet von al-Bû Kamâl in Richtung syrisch-irakischer Grenze bewegten.  Die US-geführte Koalition, die ihre – dennoch völkerrechtswidrige – Präsenz im Land immer wieder mit dem Kampf gegen den IS zu rechtfertigen versucht, griff diese Konvois nicht nur nicht an sondern hinderte sogar die russischen Kampffliegr daran, diese zu bekämpfen. Diese Vorgehensweise zeige erneut eine „direkten Unterstüt­zung“ für die Terrororganisation anstelle des nur „vorgegaukelten Kampfes“ gegen dieselbe, denn die „Amerikaner weigerten sich strikt dagegen, Luftangriffe gegen die Terroristen des Islamischen Staates zu führen.“  Zum Vorgang ist einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums en Detail zu entnehmen: „Die in der vergangenen Woche von den syrischen Regierungskräften zur Befreiung der Stadt Abu Kemal durchgeführte Operation, die mit Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte stattfand, hat Fakten ans Licht gebracht, die von einer direkten Kooperation und Unterstützung der IS-Terroristen durch die von den USA angeführten internationalen Koalition zeugen. Unweit von al-Bû Kamâl seien jedoch „Jets der Koalition in die Luft gestiegen, hätten den Abzug der IS-Kolonne gesichert und russische Kampfjets daran gehindert, die Terroristen unter Beschuß zu nehmen“, obwohl es zuvor ein Übereinkommen gegeben habe, daß  die US-geführte Koalition diese Flugzone meiden solle. „Diese Fakten sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Vereinigten Staaten, die der Weltgemein­schaft einen unversöhnlichen Kampf gegen den internationalen Terrorismus vorgaukeln, in Wirk­lichkeit die Abschirmung kampffähiger Einheiten des IS gewährleisten, um deren Kampffähigkeit wiederherzustellen, sie neu zu formieren und für die Förderung der US-Interessen im Nahen Osten auszunutzen„, hieß es aus dem russische Außenamt zum Vorfall.
Ferner sei eine false flagOperation seitens des US-Militärs geplant gewesen, indem sich im befreiten al-Bû Kamâl pro-amerikanische“ Kräfte zeigen sollten, die jedoch nicht Mitglieder der sog. Demokratischen Kräfte Syriens wären, sondern wieder die zuvor die Stadt besetzt haltenden Terroristen selbst. Für sie hätten die zuvor ausgezogenen IS-Milizen DKS-Flaggen in der Stadt hinterlassen. (http://sana.sy/en/?p=118104; s.a.  https://sptnkne.ws/fWyE für Zitate in Deutsch und https://sptnkne.ws/fW3M  für weitere Aufnahmen)
Aktualisierung: Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums hatte die Veröffentlichung der Erklärung teils falsch bebildert (s. #RusMoD). Gegen ihn laufen bereits Ermittlungen. Das Amt hat inzwischen auf seiner offiziellen Webseite die korrekte Bebilderung eingestellt. In der neuerlichen Erklärung heißt es zudem: „Die Weigerung des US-Kommandos, Ko­lonnen der IS-Terroristen, die Abu Kamal verließen, am 9. November anzugreifen, ist eine objektive Tatsache, die von aufgezeichneten Gesprächen belegt wird.“ (https://sptnkne.ws/fWDa)

Außenminister Sergei Lawrow wies in der Folge bzgl. der größten Gefahr in Syrien darauf hin: „Wenn man sich ansieht, wer die größte Gefahr darstellt, so sind es Schützlinge der USA, ver­schie­dene ausländische Terroristen, Kämpfer, die sich den bewaffneten Oppositionsgruppen anbiedern, die die USA unterstützen.“ Die eindeutige Hilfeleistung im Raum al-Bû Kamâl sei zudem nicht die erste, sondern stehe in einer Reihe ähnlicher Vorfälle. Geschont habe die US-geführte Koalition die flüchtenden IS-Terroristen bereits z.B. nach der Rückeroberung von ar-Raqqa und Mossul im Irak, wo den IS-Kämpfern die „Pforten“ [sichere Korridore, vgl.u.!] geöffnet wurden, durch die diese flüchten konnten.  (http://sana.sy/en/?p=118140, https://sptnkne.ws/fW6g für Zitate in Deutsch)

Amerikanische Aktivisten empfangen vom Gesundheitsminister, Photo: SANA

Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî empfing am Mo., 13.11.2017, eine Delegation amerikanischer Aktivisten unter Leitung von Marcus Southworth von der Second Qum­ran Foundation in Damaskus. Sie erklärten sich mit der immer noch von der US-Administration gegen Syrien verfolgten Agenda nicht einverstanden. Um diese zu durchbrechen müsse die von den Massenmedien geschaffene, falsche, öffentlich gemachte Meinung über die wahren Zustände in Syrien propagiert werden. Die Aktivisten aus den Bereichen Medizin, Recht, dem sozialen und politischen Feld aus den USA und Mexiko wollen fünf Tage im Land bleiben.
Southworth bedauerte ausdrücklich die Fabrizierte, falsche Einstellung in seinem Heimatland gegenüber Syrien im Gespräch mit Dr. Yâziğî. dieser könne man nur mit der Wahrheit begegnen, daher habe er hierzu auch eine Webseite eingerichtet. Er und seine Begleiter sollten sich vor Ort selbst ihre Meinung bilden und diese zu Hause verbreiten wie die ungerechtfertigterweise gegen Syrien verhängten, einseitigen Zwangsmaßnahmen (Sanktionen, Näheres dazu s. Teil IIITeil IV] beseitigen zu helfen, die der Bevölkerung so sehr zusetzten.
Auch die begleitenden Aktivisten vertraten jene Standpunkte und stellten in Aussicht, durch persönliche Kontakte, die Medien, das Bildungswesen und Medizineraustausch zu einem Meinungsumschwung in den USA verhelfen zu wollen. Die Mediziner äußerten sich besonders bezüglich der medizinischen Errungenschaften in Syrien insbesondere unter den erschwerten Kriegsbedingungen sehr anerkennend [darüber war die Jahre über bei SANA ebenfalls berichtet worden, darunter aufsehenerregende Operationen und Behandlungserfolge].
Dr. Nizâr Yâziğî seinerseits wies auf die Engpässe im medizinischen Sektor infolge der erwähnten Sanktionen hin die z.B. Einrichtungen wie Computertomographen, Dialyse-Geräte, Ambulanzen und edikamente wie Impfstoffe beträfen. (http://sana.sy/en/?p=118043)

Für den Parlamentarier Muhannad al-Ḥâğ ʽAlî baut die gemeinsame Erklärung der Präsidenten Rußlands und der USA zu Syrien am Rande des APEC-Gipfeltreffens (vgl.u.) den USA eine „goldene Brücke“ für den Abzug – ihrer sich im Land völkerrechtswidrig aufhaltenden Militärs (dazu s.u.) – aus Syrien unter Wahrung des Gesichts, wie er im Sputnik-Interview vom 13.11.2017 ausführte. Er äußerte: „Russland hat den USA einen Rettungsring zugeworfen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Syrien zu verlassen, ohne dabei eine vernichtende Niederlage zu er­leiden, und zugleich das Gesicht maximal zu retten, wo sie sich doch als Großmacht positionieren“. Zur Positionierung der syrischen Kurden bemerkte er: „Man muss begreifen, dass bei Weitem nicht alle Kurden eine Abtrennung anstreben. Sie müssen von jenen unterschieden werden, die der Regierung gegenüber die Treue be­wahren.“ (https://sptnkne.ws/fWfm)

SAA, Quelle: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118031 und http://www.sana.sy/?p=658892 (Während der Operation zur Auslöschung der verbliebenen Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten Befreiung der Dörfer Abû al-Ġar, 90km,  wie al-Ḥasnâwî im NO-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung einer großen Anzahl der Terroristen; der Rest floh unter Zurücklassung des gesamten militärischen Equipments und ihrer Gefechtstoten*; anschließend teils Verfolgung dieser Extremisten teils Säuberung  der verminten und mit Sprengsätzen versehenen Gegend durch den Kampfmittelräumdienst; zudem weiteres Vorrücken  auf ar-Rahğân im O der Provinzhauptstadt zu; unter den Dutzenden von getöteter Terroristen wurden Abû Nûfal al-Ḫâlidî, Maḫlaṯ al-Ḥamâd und ʽUmar Ğamâl al-Ğumʽa identifiziert wie auch der Vorgesetzte der sog. Elitekämpfer  von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Abû ʽUṯmân Ašdâ´.)- *Zur Bedeutung s.u., Gefechtsbericht vom 4.9.2017!

Terroranschläge vom 13.11.2017:
Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen griffen vom Dorf Qalʽat al-Maḍîq, 50km im NW von Ḥamâ gelegen,   die Wohngebiete von  Salḥab mit Raketen an, verletzten damit zwei Kinder und zwei Erwachsene und fügten der Infrastruktur wie privatem und öffentlichem Eigentum erhebliche Schäden zu.  (http://sana.sy/en/?p=118073)

Französische Delegation in Aleppo, Photo: SANA

Eine französische Delegation aus Intellektuellen, Forschern und Medienleuten, die schon einige Zeit in Syrien zu Gast ist, besuchte am 12.11.2017 auch Aleppo. Fâḍil Nağâr, der Sekretär des aleppiner Zweigs der Baʽṯ-Partei, informierte die Gruppe über das Ausmaß der von den Terroristen verursachten Schäden an wertvoller Bausubstanz und der Infrastruktur,  die Ausplünderung der Fabriken und den Mißbrauch der Schulen für die Indoktrinierung der Kinder mit der Takfîr-Ideologie [d.h. wahhâbitischer Prägung]. Durch die ständigen Angriffe der Terroristen mittels Mörsergranaten und Raketen seien über 11.000 Bewohner getötet worden. Der Kampf gegen die Terroristen habe die Bevölkerung und die Armee, die sich sozusagen im selben Schützengraben befanden, richtiggehend zusammengeschweißt. Die Gäste erklärten ihre Bereitschaft, aufgrund eigener Erfahrungen vor Ort die Bevölkerung zu Hause über die wirkliche Situation in Syrien zu informieren, da in Frankreich die Massenmedien diese verzerrt darstellten. Auch seien sie generell gegen die kriegerische Einmischung ihres Landes in die Belange Syriens seit Beginn der aufgrund der Terroraktionen hervorgerufenen Krise gewesen. Auch würden sie sich für die Aufhebung der ungerechten gegen Syrien verhängten Sanktionen einsetzen. (http://www.sana.sy/?p=658337, www.sana.sy/en/?p=117880; s.a. http://sana.sy/en/?p=117922, http://www.sana.sy/?p=658161)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117925 und http://www.sana.sy/?p=658409 (In der Provinz Dair az-Zaur Vernichtung von etlichen IS-Fortifikationen und teils motorisierten IS-Trupps durch gezielte SAAF-Einsätze im W-Rîf von al-Bû Kamâl; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden auch die Anführer Hânî aṯ-Ṯalğî, Abû Munḏir aš-Šîšânî und Abû Muḥammad aṣ-Ṣâfî identifiziert; weitere Verfolgung und Beseitigung von IS-Terroristen im Gebiet von Ḥuwaiğa Qâṭiʽ. Gemäß einheimischen Quellen flüchtete eine neue IS-Gruppe aus dem Dorf az-Zar.)

Auswärtiges Amt – Damaskus, Photo: SANA

Infolge des neuerlichen Bombardements der US-geführten Koalition mit zivilen Opfern vom 11.11.2017 (vgl.u.) beschwerte sich das Außenamt am 12.11.2017 zum wiederholten Mal (zuletzt erst am 24.10.2017, s.u.) mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gegen dieses völkerrechtswidrige Vorgehen dieser Koalition und deren auf diese Art begangenen Kriegsverbrechen wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der UN-Sicherheitsrat müsse endlich seiner Verpflichtung zur Friedenssicherung nachkommen und solche Angriffe stoppen bzw. weiteren verbeugen. Es sei nicht hinnehmbar, daß sich Mitgliedsstaaten sogar des UNSC angeblich für Menschenrechte und gegen Kriegsverbrechen aussprächen, sie selbst aber begängen und dies mit Stillschweigen übergingen. Syrien verurteile diese Vorgehensweisen auf das Schärfste. (http://sana.sy/en/?p=117931)

Terroranschlag vom 12.11.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten bewaffnete terroristische Gruppen am Morgen von Ost-al-Ġûṭa aus den damaszener Stadtteil az-Zablaṭânî, verletzten dadurch drei Personen und richteten materielle Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum an. (http://sana.sy/en/?p=117902, http://www.sana.sy/?p=658382)

Präsidenten Putin und Trump beim APEC-Gipfeltreffen in Da Nang, Photo: SANA

Am Rand des diesjährigen Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Da Nang/Vietnam kamen die beiden Präsidenten Wladimir Putin von Rußland und Donald Trump von den USA zusammen und gaben am 11.11.2017 gemeinsam ein Statement wie eine Erklärung zu Syrien ab, die jeweils zuvor von Experten erarbeitet und von den beiden Außenministern Sergei Lawrow und Rex Tillerson geprüft worden waren. Darin wiederholten sie ihre Verpflichtung gegenüber der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität Syriens gemäß der UNSC-Resolution Nr.2254 vom 18.12.2015 (s. Teil VI). Alle syrischen Parteien riefen sie zudem zur effektiven Teilnahme am politischen Prozeß mittels der Genfer Konferenz-Treffen auf, da für eine Lösung der Krise in Syrien nur eine politische Lösung in Frage komme. Allerdings müsse auch der Kampf gegen den Terrorismus (IS) bis zu dessen vollständiger Eliminierung fortgeführt werden.  Ebenso stellten beide die Notwendigkeit heraus, das Leiden der syrischen Bevölkerung zu lindern, hierzu sollten die UNSC-Mitglieder in den kommenden Monaten sich verstärkt für die humanitären Hilfe einsetzen. Die bereits existierenden Kommunikationskanäle sollen beibehalten werden, um gefährliche Zwischenfäll im Nahen Osten zu vermeiden. Auch wurde die Notwendigkeit des Schutzes der De-Eskalationszonen in Syrien betont und die Einrichtung einer weiteren im SW des Landes wurde diskutiert. (http://sana.sy/en/?p=117784) – Diese Position, die übrigens gänzlich mit der der syrischen Regierung übereinstimmt (vgl.u.), zeigt erneut, daß sich bzgl. der grundsätzlichen Punkte der Beilegung der Syrien-Krise die Präsidenten beider Großmächte einig sind. Hingegen wurde die Gegensätzlichkeit der Einstellungen von Präsident Trump zu denen der überkommenen Teile der US-Adminitration schon mehrfach angesprochen. Letzerer sind offenbar diejenigen Probleme geschuldet, die in Syrien aufgetaucht und von der russischen Administration kritisiert worden sind (dazu vgl.u.), wie die völkerrechtswidrig eingerichteten US-Militärbasen und die Tätigkeit der US-geführten Koalition in Syrien überhaupt, die miserable Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân etc. pp., die zwischen den Zeilen aus der Erklärung herauszulesen sind. Hinsichtlich der „effektiven Teilnahme am politischen Prozeß“ ist auf die diesen bislang unterminierende Tätigkeit der sog. ar-Riyâd-Oppositionsgruppe bzw. HNC hinzuweisen (vgl.u.).

Terroranschlag vom 11.11.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen am Nachmittag im Bereich der Bait Ğin-Farm verschanzte bewaffnete Gruppen mit Raketen das Dorf  Ḥarfâ im südlichen Rîf Dimašq, verletzten so drei Bewohner und fügten Häusern und weiterem Privateigentum Schäden zu. (http://sana.sy/en/?p=117867)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Die US-geführte Koalition bombardierte Wohnareale des Dorfes ad-Duʽaiğî auf dem Tal aš-Šâyir im Umland von Dair az-Zaur. Eine Kampfdrohne traf zudem  ein Fahrzeug, in dem Rettungssanitäter Verwundete des Bombardements zur medizinischen Versorgung zu transportieren suchten. Dadurch wurden mehr als zehn Personen getötet, viele weitere verletzt und Wohnhäuser wie weiteres Privatgut massiv beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=117871)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117810 und http://www.sana.sy/?p=657977 (Vereitelung von Angriffen der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierter Terroristen auf etliche Militärposten zum Schutz des – schon oft von Terroristen angegriffenen (s.u.) –  Elektrizitätswerks von Maḥarda, 25km im N von Ḥamâ, wobei viele der Terroristen getötet oder verletzt wurden, während der Rest die Flucht ergriff unter Zurücklassung der Bewaffnung. – Die im Grenzgebiet der Provinzen Ḥamâ und Idlib ihr Unwesen treibenden  Terroristen unter dem Oberbefehl von Ğabhatu_n-Nuṣra seien überwiegend ausländische Söldner, die über die Türkei im Lauf der Jahre hätten einsickern können.  Die Luftwaffe (SAAF) führte eine Reihe präziser erfolgreicher Angriffe auf Fortifikationen und Nachschubrouten von Ğabhatu_n-Nuṣra im SO-Rîf von Aleppo im Bereich von Ramla und Rasm al-Kabâra und im SW von Ḫanâṣir aus, was beiden Terroristen zu schweren Verlusten auch an Maschinengewehr bestückten Kampfwagen führte.)

Ğihâd-Mobil, Quelle Reuter

Auf die vermehrten Angriffe durch Suizidattentäter vor allem auch an den verschiedenen Fronten wies Rußlands Verteidigungsminister Schoigu am Fr., 10.11.2017, während einer Sitzung mit Vertretern des Verteidigungsministeriums Weißrußlands in Moskau hin. Mit sog. Ğihâd– (Dschihad)-Mobilen oder Motorrädern durchbrächen sie oftmals die Front­linie und sprengen sich in die Luft. Vor allem komme es angesichts der Siege der SAA zu Verzweiflungstaten: „je kleiner das von den Extremisten kontrollierte Territorium wird, desto größer ist die Anzahl der An­griffe von Selbstmordattentätern.“ Er versicherte: „Ihre Anzahl ist um ein Vielfaches ge­stiegen. Es gibt Tage, wo sich ihre Anzahl auf 16 bis 18 täglich erhöht. Das sind nur jene, die ohne Technik agieren. Die Anzahl jener, die mit Technik, mit Panzertechnik wirken, erreicht bis zu acht Autos täglich an verschiedenen Frontabschnitten.“ Allerdings klärte er darüber auf: „Hier sind aber speziell gebildete Gruppen im Einsatz, die effizient dagegen kämpfen.“ Zudem machte er deutlich: „Bedauerlicherweise sind beträchtliche Flächen vermint.“ (https://sptnkne.ws/fUTf) – S.a. So radiert syrische Armee Dschihad-Mobile aus – VIDEO.

Während der Sitzung der UN-Generalversammlung zum Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vom Fr., 10.11.2017,  betonte der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, die Entwicklung des Atomarsenals sei eine Herausforderung für die heutige Welt. Die Nichtverbreitung von Atomwaffen habe Priorität für sein Land Syrien, das deshalb dem Vertrag hierzu (Atomwaffensperrvertrag, Englisch: Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, kurz: NPT) schon im Gründungsjahr 1968 beigetreten sei zu einer Zeit, als die meisten EU-Staaten, die heutzutage so täten, als würden sie sich über den Sachverhalt so sehr sorgen, nicht dazu bereit waren. Dabei besäßen einige dieser Staaten, darunter NATO-Staaten wie auch die Türkei, entgegen dem Vertragsinhalt Atomwaffen.  Im Nahen Osten gehöre nur Israel zu den vier Nichtunterzeichnerstaaten. Syrien habe im Jahr 2003 dem UN-Sicherheitsrat (UNSC) einen Vorschlag dahingehend unterbreitet,  den Nahen Osten [als jahrzehntelangem Konfliktherd] zu einer atom- und massenvernichtungswaffenfreien Zone zu machen. Dies sei durch die US-Regierung verhindert worden, die drohte, ihr Veto gegen einen solchen Vorschlag zu erklären. Das zeige doch, wie wenig es westlichen Regierungenentgegen den vorgebrachten Erklärungen tatsächlich darum gehe,  Nahost frei von diesen Waffen zu bekommen. Doch nicht nur das, westliche Staaten rüsteten Israel geradezu mit Waffen, auch Atomwaffen und dem zugehörigen know how auf. Die BRD habe z.B. mehrere atomwaffenfähige U-Boote Israel fast kostenlos zur Verfügung gestellt. Immer wieder haben  westliche Regierungen versucht, Israel von der Kontrolle der Atomüberwachungsbehörde (IAEA) auszunehmen, indem dessen Waffen nicht Gegenstand der Überprüfungskonferenzen 2010, 2012 und 2015 waren.
Zudem habe der UNSC nicht den israelischen Angriff von 2007 auf Syrien verurteilt und Israel weigere sich bislang erfolgreich, mit dem IAEA zusammenzuarbeiten, um die mögliche Kontamination durch die israelischen Raketen zu untersuchen bzw. das verwendete Material, um die Angriffsziele zu zerstören. Die grundsätzliche Weigerung der israelischen  Regierung zur Kooperation mit den Inspektoren der IAEA trotz Weiterentwicklung ihres Atomwaffenarsenals jenseits irgendwelcher internationaler Überwachungstätigkeit und ihre Ablehnung jeglicher Forderung danach, den Nahen Osten frei von Atom- und Massenvernichtungswaffen zu gestalten, unterminiere die Integrität des NPT und stelle eine Bedrohung der Sicherheit und Stabilität  dieser Region dar.  (http://sana.sy/en/?p=117769)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117650 und  http://www.sana.sy/?p=657369 (Im SO-Rîf von Aleppo erkämpfte sich die Streitkräfte in heftigen, für die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra vernichtenden Gefechten Kontrolle über den Ort ar-Râšadiyya zurück und beseitigten die letzten Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen und Schlupfnester der Gegend. Gleich im Anschluß erfolgte das Durchkämmen des Areals  seitens der Kampfmittelbeseitigungsmannschaften.)

23. Weltklimakonferenz, syrische Delegation, Photo: SANA

Die 23. Weltklimakonferenz in Bonn (COP23, Englisch: 23rd Conference of States Parties to the United Nations Convention on Climate Change) fand dieses Jahr unter Beteiligung Syriens statt, dessen Regierung am 26.10.2017 bereits den Beitritt zum Pariser Klimaabkommen ratifiziert hat. Delegationsleiter war Ing. Waḍâḥ Qaṭmâwî, der Vize-Minister für lokale Verwaltung und Umwelt. Der Minister dieses Ressorts, Ing. Ḥussain Maḫlûf, unterstrich, daß Syrien in Hinsicht Umweltschutz selbst schon Projekte lanciert habe, aber durch den Beitritt von der technisch-materiellen Unterstützung und dem Know-how profitieren könne und diese Hilfe bei der Umsetzung der eigenen Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz positiv beitragen wie zur Einhaltung der Verpflichtungen aufgrund dieses Abkommens. (http://sana.sy/en/?p=117633, http://www.sana.sy/?p=657123 vom 9.11.2017) – Die Beitrittserklärung ist für Syrien ganz offensichtlich keine bloße Formsache, da die Regierung wie private Aktionsgruppen in den letzten Jahren – und zwar trotz der Kriegssituation! – schon viele Projekte bzgl. Umweltschutz verwirklicht haben. Darüber war bei SANA immer wieder zu lesen.

Erklärung zur Befreiung, Photo: SANA

Am 9.11.2017 erklärte der Sprecher des Obersten Armee-Kommandos die vollständige Befreiung  der Stadt al-Bû Kamâl am Euphrat in der Provinz Dair az-Zaur, dem letzten großen IS-Stützpunkt im Osten des Landes. Dazu äußerte der Sprecher kommentierend: „The liberation of the city is of great importance since it represents an announcement of the fall of ISIS terrorist organization project in the region, in general, and a collapse of the illusions of its sponsors and supporters to divide it.” Dieser Sieg biete die Grundlage für die endgültige Austilgung der Terrorgruppen auf syrischem Territorium, wie auch immer sie sich nennten. In den heftigen Gefechten sei eine große Anzahl an Terroristen getötet worden einschließlich deren Führern. Während die Kampfmittelbeseitiger sofort ihre Arbeit begannen hätten Armeekräfte noch die fliehenden IS-Anhänger verfolgt, die in alle Richtungen davonstoben, um in der die Auenlandschaft des Euphrats umgebenden großen Geröllwüste (al-Bâdiyya) deren Schlupflöcher zu eliminieren. Al-Bû Kamâl sei in den letzten Monaten Flächenbombardements der US-geführten Koalition ausgesetzt gewesen, die trotz der Vorgabe, gegen IS-Positionen vorzugehen, im Wesentlichen Brücken, Wohngebäude und Infrastruktur zerstört hätten. Dagegen hätten sich die Streitkräfte der beiden brüderlichen Länder, Syriens und des Iraks, an der Grenze getroffen und die jene überquerenden Straßen  unter Kontrolle gebracht. Zuvor schon habe das Zusammenwirken beider das bis dahin ungehinderte und durch die US-geführte Koalition geduldete, respektive geförderte  Überqueren dieser beendet. Zuletzt dankte der Kommandant den unterstützenden alliierten Kräften und gedachte der tapferen Kämpfer und den Gefallenen in ihren Reihen, die den ausländischen Plan der Zerstörung von Syriens territorialer Integrität und Sicherheit vereitelt hätten. (http://sana.sy/en/?p=117602, http://www.sana.sy/?p=656841) – Mit dem angesprochenen Plan wird auf den Yinon-Plan bzw. den der Balkanisierung  angespielt (vgl. u., besonders Teil IV).

Mit al-Bû Kamâl im Rîf von Dair az-Zaur an der Grenze zum Irak  ist in der Nacht vom 8. zum 9.11.2017 die letzte große Zufluchtsstätte des IS gefallen und die Stadt befreit worden. Näheres demnächst!

SAA-Siegesstimmung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.112017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117480, http://sana.sy/en/?p=117537, http://www.sana.sy/?p=656290 und http://www.sana.sy/?p=656692 (Im weiteren Vormarsch der SAA mit alliierten Streitkräften gen Grenze zum Irak erfolgte das Zusammentreffen mit den entgegenkommenden, verbündeten irakischen  Streitkontingenten; gemeinsam wurde die Gegend von verbliebenen IS-Stellungen und –Fortifikationen gesäubert in einer Ausdehnung von der 2. Station und al-Baʽâğât in Syrien bis al-ʽÂkâšât im Irak; nach Einmarsch in al-Bû Kamâl und anschließender  zunehmender Einkesselung  der IS-Nester darin folgte die Befreiung dieses letzten großen IS-Stützpunkts im Osten des Landes, ca. 140km im SO von Dair az-Zaur, nach harten, für den Feind vernichtenden Gefechten; damit wurde der Weg geebnet für die Ausmerzung sämtlicher Terroristen-Standorte und -Ansammlungen in der Gegend; sodann Verfolgung der überlebenden fliehenden IS-Extremisten und anschließender Beginn der Arbeit der Kampfmittelbeseitigungseinheiten. Im Ost-Umland von Ḥamâ Befreiung von Balîl nach Zerstörung der Schlupfwinkel und Verbarrikadierungen von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit den unterstützenden Kräften und der Artillerie; anschließend Aufspüren und Entfernen der Minen und Sprengfallen durch die Bombenräumkommandos.
Zusammenfassung der großangelegten Operation im NO-Rîf von Ḥamâ seit dem 25.10.2017 durch einen SAA-Feldkommandeur:
.Zunächst Beseitigung der befestigten Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf eine Länge von 30km entlang der Autobahn ḤamâAleppo bis einschließlich Aṯriyâ und aš-Šaiḫ Hilâl  im N; unter Deckung der SAAF Vernichtung der Kommandozentren der Extremisten samt der aus Idlib zu deren Unterstützung kommenden Konvois aus Kampfwagen, wobei einer davon von al-Buwaidar aus (60km nördlich von as-Saʽn) acht schwere Panzertransporter beinhaltete;  dann weiteres Vorrücken via dreier Stoßrichtungen: einmal vom Areal  zwischen aš-Ša­ḥâṭiyya und Ḫirba Rasm al-Aḥmar im NW von Aṯriyâ aus, den von Rasm aṣ-Ṣawân im N von aš-Šaiḫ Hilâl her und dann mittig im Bereich Ğawîʽad unter Beifügung heftiger Verluste dem Feind gegenüber; während dessen Befreiung einer Reihe von  (teils schon erwähnten) Orte, darunter: ḥâṭiyya, Ğab al-Abyaḍ, Ğab al-Ğamlân, Rasm Miyâl, Rasm aṣ-Ṣawân, Ḫirba Rasm al-Aḥmar, Rasm ar-Raḥrâḥa, al-Ḫafiyya, der al-Mašrafa-Farmen, Abû Lafa, Muraiqib al-Ğama­lâna, Wâdî az-Zar­zûb, al-Artuwâziyya, Ğawîʽad, Šam al-Hawâ und zuletzt am Abend des Vortags Sarḥa, einen der größten Stützpunkte von Ğa­bhatu_n-Nuṣra nach ar-Raḥğân;  und Sicherung der Autobahn von östlich von as-Saʽn bis Aṯriyâ nach Eliminierung von mehr als 100 Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt deren mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen; beim Durchsuchen des Geländes und Entschärfung vieler hinterlassener Minen und Sprengsätze Entdeckung eines Feldhospitals der Terroristen.)
Ergänzend ist von southfront.org zu erfahren, daß bei der Operation auf der syrischen Seite die SAA, National Defense Forces, wie die Ḥizbullâh mit russischer Luftunterstützung kämpften, gleichzeitig auf der irakischen Seite der Grenze von al-Qâ´im her die Armee, eine Unterabteilung der Iraqi Popular Mobilization Units mit Unterstützung iranischer Militärberater. Zurückerobert wurde auch das westlich der Stadt gelegene Ölfeld. (https://southfront.org/syria-war-report-november-9-2017-government-forces-liberate-al-bukamal-isis/ mit Karte!)

Terroranschläge vom 8.11.2017:
In Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte bewaffnete Gruppen attackierten wie schon in den letzten Tagen (s.u.) erneut im Verstoß gegen die Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen  Stadtteile und Vororte von Damaskus mit Salven von Raketen und Mörsergranaten im Fall von Kaškûl. In der al-Assad-Vorstadt wurde eine Person verletzt und Sachschäden verursacht; Häuser wurden in den damaszener Stadtteilen Kaškûl, al-ʽAbbâsiyîn und der Vorstadt Ğaramânâ beschädigt, im Stadtteil aš-Šâġûr wurden zwei Kinder verletzt und die al-Aḥmar-Moschee getroffen. (http://sana.sy/en/?p=117513, http://www.sana.sy/?p=656470)

Saʿd al-Ḥarīrī, Quelle: thestar.com

Aufgrund der am Sa., 4.11.2017, durch Saʿd al-Ḥarīrī (Saad Hariri) während seines Besuchs in Saudi-Arabien nach Gesprächen mit dessen König und weiteren einflußreichen Personen, noch dazu via ausländischem (in Dubai stationierten) Sender al-ʽArabiyya, getätigten Rücktrittserklärung als Ministerpräsident des Libanon ist die Nahostregion zusätzlich in Aufregung geraten. Dies umso mehr, als sich gerade eine Stabilisierung in dem krisengeschüttelten Land abzeichnete, eine handlungsfähige Regierung zustande gekommen war und zuvor in der syrisch-libanesischen Grenzregion der IS und andere Terroristen erfolgreich durch die Armeen beider Länder mit effektiver Unterstützung der Ḥizbullâh-Kämpfer ausgemerzt worden waren. Vor diesem Hintergrund erklärte die Präsidentenberaterin, Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, am 8.11.2017, man könne hierin, „Bemühungen Saudi Arabiens, Angst und Schrecken zu verbreiten“ erkennen, die ebenso von israelischer Seite zu hören seien. [Etliche Angriffe seitens des israelischen Militärs der letzten Zeit waren damit „gerechtfertigt“ worden, es würden Ḥizbullâh –Stellungen auf syrischem Terrain beschossen (dazu vgl.u.)]. Mit dieser negativen Einflußnahme auf die inneren Angelegenheiten des Libanon werde die Stabilität dieses Landes untergra­ben, was auch für die ganze Region negative Auswirkungen habe.
Nach den Gesprächen in ar-Riyāḍ hatte Saʿd al-Ḥarīrī in seiner Ansprache erklärt, er „fühle“ sich bedroht. Dagegen hatten libanesischen Geheimdienste versichert, daß keine Bedrohung gegen den  Ministerpräsidenten vorliege. (http://parstoday.com/de/news/world-i33661-syrien_wird_keine_angriffe_auf_hisbollah_erlauben)
Als Doppelstaatler mit saudischer und libanesischer Staatsbürgerschaft hat Saʿd al-Ḥarīrī in Saudi-Arabien keinen Anspruch auf  diplomati­sche Immunität. Zudem ist er als uneheliches Kind mit dem saudischen ʽAbdallâh-Clan und damit dem saudischen Königshaus verbunden und schuldet der saudischen Regierung derzeit persönlich 4 Mrd. US-$! (http://www.voltairenet.org/article198662.html, http://www.voltairenet.org/article198674.html)
Zum Hintergrund bzgl. des Libanon s. http://www.voltairenet.org/article198443.html, http://www.sana.sy/?p=654013, http://www.sana.sy/?p=654600, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33608-hisbollah_generalsekret%C3%A4r_r%C3%BCcktritt_hariris_von_saudi_arabien_diktiert, https://de.rt.com/1ah5, http://parstoday.com/de/news/world-i33642-nach_hariri_r%C3%BCcktritt_israel_mit_saudi_arabien_einig_%C3%BCber_libanesische_hisbollah.
Inzwischen hat die französische Regierung interveniert und die Freistellung von Saʿd al-Ḥarīrī gefordert, da er nicht zu errreichen sei. Al-Ḥarīrī befindet sich derzeit im Ritz Hotel von ar-Riyāḍ, wo auch  viele andere während der Palastrevolution vor wenigen Tagen Verhaftete (Mitglieder der Königsfamilie) untergebracht sind. Auch die Rücktrittserklärung, die er vorlas (!), war von diesem Hotel aus im Beisein des Saudi-Kronprinzen erfolgt. (http://www.voltairenet.org/article198674.html)
Die bisherige Darlegung bekräftigend äußerte sich Dr. Robert Fisk im Artikel vom 9.10.2017 mit dem Titel  Saad Hariri’s resignation as Prime Minister of Lebanon is not all it seems (http://www.independent.co.uk/voices/lebanon-prime-minister-saad-hariri-resignation-not-all-seems-quits-resigns-surprise-saudi-arabia-a8045636.html). Darin erwähnt der Autor zudem, al-Ḥarīrī sei durch einen dringlichen Anruf nach ar-Riyāḍ gelockt worden. Außerdem befinde sich derzeit auch seine Familie dort. Flöge er demnach alleine in den Libanon zurück, wäre er über die Familie weiterhin erpreßbar.

Rückkehr nach Dair az-Zaur, Photo: SANA

Wie schon kürzlich bzgl. des IS-Attentats vom 5.11.2017 (s.u.) angeklungen, kehren die Bewohner der zuvor noch vom IS kontrollierten Stadtteile von Dair az-Zaur wie im Umland der Provinzhauptstadt wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurück, nachdem die SAA in den entsprechenden Gebieten Minen, Sprengsätze,  Barrikaden der Terroristen etc. entfernt und für Sicherheit gesorgt hat.  Transportunternahmen haben hierfür Reisebusse zur Verfügung gestellt sogar von Damaskus aus. Die Verbindungsstraßen seien gesichert durch Militär- und Polizeiposten entlang derselben. (http://sana.sy/en/?p=117418, Video in: http://sana.sy/en/?p=117479 jeweils vom 8.11.2017) – Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân hatte im Interview  mit al-Mayâdîn TV am Vortag  schon darauf hingeweisen, daß der Wiederaufbau von Aleppo und Ḥom bereits im vollen Gange sei.   Ar-Raqqa sei durch die US-geführte Koalition dagegen vollkommen zerstört worden, worüber die internationalen Mainstream-Medien jedoch schwiegen. (http://sana.sy/en/?p=117466)

 

Edmond Mulet, Photo: SANA

Nach Mitteilung von Edmond Mulet, dem Leiter des Gemeinsa­men Mechanismus der OPCW und der UNO (auch: OPCW-UN Joint Investigative Mechanism, kurz: JIM, vgl.u.!), gegenüber RIA Novosti wurden die Mitarbeiter hinsichtlich der Untersuchung des Giftgasvorfalls von Ḫân Šaiḫûn tatsächlich von gewisser Seite aus dem Kreis der UNSC-Mitgliedsländer  unter Druck gesetzt, dahingehend wie sie vorzugehen und welche Ergebnisse sie zu liefern hätten, was die Vorwürfe seitens der syrischen wie russischen Regierung gegen den Bericht vom 26.10.2017 (s.u.) untermauert. So äußerte Mulet: „Mit Bedauern muss ich sagen, dass dieser Fall sehr politisiert ist, obwohl es nicht so sein sollte.“ Er setzte hinzu: „We are pulled from one side and then from the other, telling us how to do our business. If you don’t do it this way you have no credibility, if you don’t follow our instructions because we are a member of the P5 [d.h. eines der fünf permanenten UNSC-Mitglieder] then we will not accept your conclusions.”  Demgegenüber erklärte Mulet: „Ich sage bereits seit langem allen: Die Wissenschaft sagt selbst alles.“  Er trete dafür ein, daß die Regierungen zusammen gegen den Einsatz von C-Waffen vorgehend sollten, statt die Thematik zur Durchsetzung der eigenen politischen Ziele zu benutzen. (http://sana.sy/en/?p=117497, s.a. https://sptnkne.ws/fT8D für Zitate in Deutsch) – Sowohl die syrische wie die russische Regierung pochen seit dem Vorfall auf einer allen wissenschaftlichen Kriterien entsprechenden, objektiven Untersuchung, die bislang noch nicht erfolgt ist. Zur Auseinandersetzung im Einzelnen s.u.!
Erneut wandten sich das Auswärtige Amt in Damaskus am 6.11.2017 mit zwei identischen an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichteten Schreiben (http://sana.sy/en/?p=117401, http://www.sana.sy/?p=655807) wie auch der ständige UN-Gesandte, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, in New York am 7.11.2017 (http://sana.sy/en/?p=117436) gegen die falschen, widersprüchlichen, auf unwissenschaftliche Weise gewonnenen Inhalte des JIM-Berichts vom 26.10.2017 zum Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn wie die besondere Rolle der White Helmets [zur Einordnung dieser s.u. und besonders Teil V] und von Ğabhatu_n-Nuṣra darin in jeweils umfangreichen und detaillierten Darlegungen. Ebenso kritisierte das Außenamt die auf den falschen JIM-Darstellungen beruhende, jüngst vom französischen Außenminister geäußerte, jedoch faktenwidrige, aber ostinatohaft wiederholte Beschuldigung gegen Syrien. – Beide Artikel sind sehr lesenswert. Da der Sachverhalt jedoch schon vielfach dargelegt worden ist (s..u. bzgl. der relevanten Stichworte!), muß an dieser Stelle auf eine neuerliche Übersetzung der letzten beiden Schriftstücke leider verzichtet und auf die bisherigen verwiesen werden.

Chemische Kampfstoffe, Photo: SANA

Präsident Putin zeigte sich während der Sitzung der russischen Kommission für militärische Zusammenarbeit am Di., 7.11.2017, besorgt  darüber, daß sich die Terroristen via sog. bewaffneter gemäßigter Opposition [MAO; zur Einordnung s.u. bzw. s. ab Teil II!] bewaffneten. Dagegen sei die jetzige Bekämpfung des Terrorismus [von gewisser Seite] kein realer Kampf, sondern nur ein Schau­spiel. „Wir sind Zeuge von dunklen Konzepten zu Waffenlieferungen an Länder und Regionen, die eine politisch und militärisch instabile Lage haben„, konstatierte er. (http://parstoday.com/de/news/world-i33648-putin_besorgt_%C3%BCber_waffenverkauf_an_terroristen_in_syrien) – Die Regierung in Damaskus hatte wiederholt Gleiches bzgl. der US-geführten Koalition geäußert, vielfach Belege dafür vorgebracht und auch den UN vorgelegt (s.u.).

Bei einem Treffen im Verteidigungsministerium in Moskau informierte Waleri Gerassimow, Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, darüber, daß allein schon die immensen Zerstörungen der Infrastruktur seitens der Terrororganisationen in Syrien davon zeugen, daß diese hervorragend mit modernsten Waffen und militärischer Ausrüstung ausgestattet gewesen sind. [Dies belegen auch die Funde in Depots der Terroristen durch die SAA und Volkswehr in den jeweils zuvor befreiten Gebieten, vgl.u.!]. Sie verfügten über 1500 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie mehr als 100.000 Gewehre und Mörser. Dazu kamen die kontinuierlichen Lieferungen per Schmuggel aus dem Ausland, von denen in Syrien immer wieder berichtet wurde. (http://www.sana.sy/?p=655818)

Binnenflüchtlingslager ar-Rukbân, Photo: SANA

Anknüpfend an die – auch von den UN unterstützten – Kritik vom Fr., 3.11.2017 (s.u.), unterstrichen die Verantwortlichen des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm am 7.11.2017, daß sich aus den schon geschuldeten Gründen die an sich schon arge humanitäre Situation im Lager der syrischen Binnenflüchtlinge von ar-Rukbân innerhalb der von den US-Militärs der völkerrechtswidrig eingerichteten Basis at-Tanaf  beanspruchten Zone die Situation  nochmals deutlich verschlechtert habe. Die US-Verantwortlichen gäben für die dringendst benötigten humanitären Hilfslieferungen immer noch keine Sicherheitsfreigabe, so daß die Flüchtlinge dort, hauptsächlich Kinder und Frauen, früher oder später dem Tod geweiht seien. Dabei sei ein Teil des während der 4. Astana-Konferenz am 4.5.2017 (Teil V) vereinbarten Memorandums, das auch die USA unterzeichneten, die Verpflichtung, den Flüchtlingen die Lieferung humanitärer Hilfe zu erleichtern anstatt ihr Hindernisse in den Weg zu legen. (http://sana.sy/en/?p=117321)

IS-Führungs-Evakuierung im Rîf von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Erneut äußerten sich Bewohner – Augenzeugen – welche von der mehrfachen Evakuierung hoher IS-Führungspersonen samt deren Familienmitgliedern durch spezielle US-Lufteinsätze aus syrischen Kampfgebieten berichten. Diese fanden demnach jeweils kurz vor der Einnahme einer der IS-Hochburgen durch die SAA statt und retteten damit die Führungskräfte.
So meldeten übereinstimende zuverlässige Quellen (Bewohner wie lokale Medien) aus al-Mayâdîn auch gegenüber RIA Novosti, kurz bevor die SAA sich an den Stadtrand herangekämpft habe seien US-Hubschrauber aufgetaucht und hätten die IS-Führer an Bord genommen und ausgeflogen. Näheres schildert Muḥammad ʽAwaḍ Ḥussain, ein 79-jähriger Bewohner jener Stadt (von „Hirte“ wie im stark gekürzten Sputnik-Artikel steht in den arabischen Originaltexten nichts!). Zunächst seien Hubschrauber über den nahegelegenen Farmen gekreist, dann hätten jene zu bombardieren begonnen, schließlich landeten andere Helikopter da, wo sich ausländische IS-Anfüher schon versammelt hätten, nahmen sie an Bord und flogen mit ihnen an einen unbekannten Ort. Andere Stadtbewohner erzählten, zwei IS-Kommandeure seien mit Familien mit zwei Fahrzeugen abgeholt und einen Landeplatz eines solchen US-Hubschraubers gebracht und so ausgeflogen worden. Nach Einschätzung von Ḥussain, der angab, sehr wohl US-Einsatzkräfte von anderen unterscheiden und Einsätze bewerten zu können, da er früher selbst bei den syrischen Streitkräften gedient habe, bezweckten die Bombardements [im landwirtschaftlich genutzten Umland!] der Deckung der Evakuierungsaktion.
Neben diesen Aussagen gebe es dutzende ähnlicher Berichte aus anderen Gegenden, z.B. denjenigen von der Evakuierung des IS-Finanzchefs  (amîr) vom at-Taim-Ölfeld, der neben seiner Familie zudem die gesamte IS-Finanzkasse der Region bei sich hatte. Geschildert wird dabei auch ein Fallschirmjägereinsatz der US-Koalition in dem (noch vom IS kontrollierten und daher) eigens von den Terroristen hierfür abgesperrten Gebiet.
Eine russische militärisch-diplomatische Quelle gab im September 2016 an, US-Geheimdienstmitarbeiter hätten den Transfer von IS-Feldkommandeuren europäischer Herkunft mit ihren Familienmitgliedern aus dem NW von Dair az-Zaur und der Stadt al-Bû Lîl in den Norden Sy­riens beaufsichtigt sowie weitere Evakuierungsoperationen für Terroristen in der Pro­vinz ar-Raq­qa im Juni und Juli überwacht.
Die geschilderten Berichte seien nur Beispiele aus einer langen Kette solcher Meldungen auch aus anderen syrischen Gebieten, wo die US-gefürhte Allianz dem IS Unterstützung habe zukommen lassen. Es sei zu beobachten gewesen, wie hunderte IS-Terroristen in den letzten Monaten kurz vor der bevorstehenden Kapitualtion vor der SAA von den Fronten in ar-Raqqa, aṭ-Ṭabqa und Manṣûra rechtzeitig „gerettet“ worden seien. Auch hätten jene für ihre gezielten Angriffe auf die in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) verstreut gelegenen Wohngebiete entsprechende Geheimdienstinformationen  erhalten, ohne die diese Angriffe gar nicht erst durchführbar gewesen seien. (http://www.sana.sy/?p=655738, http://sana.sy/en/?p=117386)  – Ganz ähnliche Aussagen von Bewohnern, Militärs und Parlamentsabgeordneten zu verschiedenen solcher Vorfälle, die auch den Abwurf von Nachschubgütern per Fallschirmen für die Terroristen beinhalten, sind im Kapitel (Thread) über den Irak nachzulesen. Ein neuerer Artikel vom 29.10.2017 (Titel: Jetzt auch im Irak: „Ami go home!“) beschäftigt sich dort ebenfalls mit solchen Vorkommnissen.

Alexander Fomin, Photo: SANA

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem mauretanischen Amtskollegen gab sich der russische Außenminister Lawrow zuversichtlich, daß der Counterterrorismus auf syrischem Boden sich seinem Ende zuneige. Für den projektierten „syrischen nationalen Dialog-Kongreß“ (vgl.u.) gebe es noch kein Datum, die Vorbereitungen liefen jedoch bereits. (http://sana.sy/en/?p=117372)
Auch der russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin teilte im Inter­view mit der russischen Tageszeitung Gazeta.ru die Meinung, daß die SAA im Kampf gegen den IS nur noch Operation entlang des Euphrats zu Ende bringen müsse, um damit die Niederlage jener Terroroganisation in Syrien zu vollführen. (http://www.sana.sy/?p=655092)
Andererseits gab der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow zu Bedenken, daß es mit der Bekämpfung des IS ja nicht getan sei. Ebenso gefährlich und noch aktiv ist Ğabhatu_n-Nuṣra mit Affiliierten. (https://sptnkne.ws/fTjh) – Wie schon die letzten Jahre über wurden die Siege und Erfolge der SAA mit vermehrten Terrorattacken „quittiert“, wie auch derzeit leider wieder zu beobachten ist (vgl.u.).

Terroranschläge vom 7.11.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen  bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa wieder die Wohngebiete aš-Šâġûr und al-ʽAbbâsiyîn (vgl.u.) sowie die Straße des 29.Mai in Damaskus mit mehreren Raketen. Dadurch kam eine Person ums Leben, weitere 16 wurden unterschiedlich schwer verletzt. Zudem entstand erheblicher Sachschaden an öffentlichem und privatem Gut. (http://www.sana.sy/?p=655796http://sana.sy/en/?p=117387)

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117297 und  http://www.sana.sy/?p=655360 (Nach Vernichtung der letzten Ğabhatu_n-Nuṣra-Verschanzungen und –Trupps in der Gegend Befreiung des Ortes Sarḥâ aš-Šamâliyya westlich von Aṯriyâ im NO-Rîf von  Ḥamâ mit anschließendem Durchkämmen des Terrains nach hinterlassenen Minen und Sprengfallen und Etnschärfung bzw. Abbau derselben.)

Seit dem 4.11.2017 ist SANA bis jetzt kaum zu erreichen!

Terroranschläge vom 6.11.2017:
Im W-Rîf von Aleppo verschanzte Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen beschossen zur rush hour am Montagmorgen den Stadtteil an-Nîl von Aleppo mit Raketen. Trotzdem führte dies zum Glücke „nur“ zu Sachschäden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=654971)
Ergänzungen: Während der Tätigkeit der russischerseits unterstützten Kampfmittelräumdienste in den kürzlich befreiten Stadtteilen von Dair az-Zaur unter Medienbeobachtung ließen Terroristen per Fernzünder einen Sprengsatz detonieren, der bei vier Journalisten der russischen Fernsehsender NTV und Swesda und fünf russischen Minenräumern zu Verletzungen führten. Sie wurden am Stützpunkt Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya medizinisch versorgt. (http://sana.sy/en/?p=117318)
Am Montagabend überfiel eine bewaffnete Gruppe in einem neuerlichen Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen ein auf der ʽArîqa Rân-Straße am Rand des al-Lağat-Gebiets im NW-Rîf von as-Su­waidâ´ ähnlich wie schon am Vortag (s.u.) ein vorüberfahrendes Auto. Ein Insasse wurde von ihnen getötet, zwei weitere verletzt, die übrigen drei verschleppt. als den Verletzten weitere Personen zu Hilfe kamen, zündeten die Terroristen einen zuvor angebrachten Sprengsatz, töten damit weitere zwei Personen und verwundeten noch fünf.  (http://www.sana.sy/?p=655629, http://sana.sy/en/?p=117387)

Syrisch-libanesische Grenzregion, Quelle: pinterest.uk

In einer neuerlichen Reportage aus Syrien – was für die meisten Journalisten eine große Ausnahme ist – macht die investigative Journalistin Karin Leukefeld auf einen Mißstand hinsichtlich der Flüchtlingshilfe europäischer Länder, zu denen auch die Bundesrepublik zählt, aufmerksam. Am Beispiel der Ende August nach Sicherung der libanesisch-syrischen Grenze in koordiniertem Vorgehen von syrischer und libanesischer Armee bzw. Ḥizbullâh gegen den IS aus dem Libanon zurückkehrenden syrischen Flüchtlinge zeigt sie, daß – wie üblich den Flüchtlingen durch die Regierung in Damas­kus Hilfe und sogar Unterkunft angeboten wurde, falls die Wohnungen der Rückkehrer zerstört oder unbewohnbar beschädigt sein sollten. Vom UN-Hilfswerk für Flüchtlinge (UNHCR) erhielten diese jedoch keinerlei Unterstützung. Diese gehe nur an die (Nachbar-)Länder, die syrische Flüchtlinge beherbergten. sie bekämen „Stabilisierungshilfe“ für die lokalen Gemeinden  für  „Straßen- Wohnungs- und Schulbau“. Da fragt man sich, was Flüchtlinge, deren baldmögliche Heimkehr von der syrischen Regierung nicht nur befürwortet sondern aktiv gefördert wird, von solchen Hilfen für die Nachbarländer haben sollen? Es ist vielmehr Unterstützung für die Nachbarländer – und scheint so, als ob man die Flüchtlinge dauerhaft außerhalb Syriens ansässig halten wollte. Die EU-Länder weigern sich, solche Hilfe „für in ihre Heimat zurückkehrende Familien zu leisten, solange die syrische Regierung von Präsident Bashar al-Assad geführt wird.“ (https://sptnkne.ws/fSE2). – Andererseits aber werden die Spitzenpolitiker derselben EU-Ländern nicht müde, das Flüchtlingsproblem zu thematisieren, für das es doch probate Lösungen – z.B. auch die Aufhebung der hauptsächlich für die syrische Bevölkerung sich negativ auswirkenden (dazu vgl.u.) und zudem illegalen Sanktionen – gäbe.

Beim Durchkämmen der kürzlich befreiten Stadtteile von Dair az-Zaur nach hinterlassenen Minen, Sprengsätzen etc. fanden die Patrouillen am 5.11.2017 auch große Mengen an Waffen, Munition sowie Chemikalien des IS zur Herstellung von C-Waffen, zugehörige Sprengkörper, einen damit bestückte Autobombe sowie eine Werkstatt zum Bombenbau im bis zuletzt von der Terrormiliz gehaltenen Stadtteil ar-Rašadiyya.  (http://www.sana.sy/?p=654400 mit Video)

Streik in Manbiğ, Photo: SANA

Am 5.11.2017 unternahmen die Bewohner von Manbiğ im N-Rîf von Aleppo einen Generalstreik. alle Geschäfte blieben geschlossen, das öffentliche Leben ruhte. Der Prostest richtete sich gegen die Präsenz von US-unterstützten bewaffneten Gruppen, die sich in der Gegend festzusetzen und das Leben der Bewohner zu bestimmen versuchten bzw. diese an der Wiederaufnahme eines normalen friedlichen Lebens hinderten. Die Einwohner informierten den SANA-Korrespondenten in Aleppo von der Aktion. Mehrere Aufnahmen vor Ort zeigen eine völlig „ausgestorben“ wirkende Stadt. (http://www.sana.sy/?p=654625)

Die Gefechtsberichte vom 4. und 5.11.2017 entfallen.

In der Folge wird in Dair az-Zaur eine Dependance des russischen Koordinationszentrums (auch: Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien) in Ḥumaimîm auf dem linken (also östlichen) Euphrat-Ufer eröffnet, wie durch dieses Zentrum am Sa., 4.11.2017, mitgeteilt worden ist. Weiter hieß es dazu: Die Offiziere des Zentrums führen das Monitoring der humanitären Lage in den befreiten Bezirken der Provinz Deir ez-Zor auf dem linken Euphrat-Ufer durch.“ Die russischen Militärs sind ihren syrischen Kollegen auch beim Kampfmittelräumen behilflich. „Im Laufe von 24 Stunden wurden 25,5 Hektar der Stadt und ihrer Umgebung, darunter 21 Gebäude, durchsucht, 338 gefährliche Gegenstände entdeckt und vernichtet,“ wurde dazu gemeldet. (https://sptnkne.ws/fShu)

Terroranschläge vom 5.11.2017:
Bewaffnete Gruppen aus dem Ost-Rîf von Darʽâ beschossen das Dorf Samîʽ im W-Rîf  von  as-Suwaidâ´  mit Mörsergranaten, was zum Glück „nur“ zu Sachschäden führte.
Eine Gruppe bewaffneter Männer zwang durch Steine, die sie an einer unübersichtlichen Stelle auf die westliche Autobahn zwischen Ḍakîr und aṣ-Ṣûra Ṣaġîra im N-Rîf von as-Suwaidâ´ legten, vorbeikommende Autofahrer zum Stoppen, um so gezielter auf sie schießen zu können. Dadurch wurden in zwei Autos die Insassen Opfer des Anschlags: einer wurde getötet, drei weitere verletzt. Auch dies geschah in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen. – Das Tatgebiet befindet sich am Rand des al-Lağât-Gebiets westlich vom NO-Rîf von Darʽâ, das seit Jahren für Überfälle der dort verbreiteten bewaffneten Gruppen bekannt ist. Neben der geschilderten Art des Angriffs, plazieren sie auch IEDs oder entführen Bürger. Diese Terrorakte führten in der Vergangenheit zu erheblichen Opferzahlen. (http://www.sana.sy/?p=654971)

US-Basis Ramstein, Photo: SANA

Heike Hänsel, Vize-Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im deutschen Bundestag, stellte eine  Kleine Anfrage an die Bundesregierung dahingehend, es existierten eine Reihe glaub­hafter Medienberichte darüber, daß über Ramstein, den zentralen US-Militär­flughafen in Europa, US-Waffen und -Munition nach Syrien an Kampfgruppen geliefert worden sind [die gegen die Regierung und angeblich gegen den IS kämpften, in dessen Händen dieses Equipment jedoch letztlich landete –  zu den Belegen s.u.!]. Die Antwort der Bundesregierung vom 23.10.2017 habe gelautet, die Regierung in Berlin habe keine Genehmigung für diese Lieferungen nach Syrien erteilt und zudem die US-Partner mehrfach aufgefordert, die in der BRD geltenden Ein- und Ausfuhrbedingungen für Waffen einzuhalten. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) kommentierte Hän­sel am Sa., 4.11.2017: „Die Bundesregierung verfährt nach dem Motto ,Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen‘. Das ist völlig inakzeptabel.“ (http://www.sana.sy/?p=653993; für Zitat in Deutsch: http://www.marktuebersicht.net/presseportal/noz-noz-illegale-waffentransporte-linke-fordert-us-militaerbasis-in-ramstein-zu-schliessen/)

In Dair Ḥâfir im Ost-Rîf von Aleppo fand eine Polizeistreife nach Aussagen von Bewohnern der Gegend ein Massengrab mit Leichen, die während des IS-Massakers in der Gegend vom 26.6.2014 getötet worden waren, als die Bewohner die syrischen Flaggen zu hissen gewagt hatten. Von acht Opfern konnten bislang nach forensischen Untersuchungen und Angehörigenaussagen vier identifiziert werden. Wie der Provinzpolizeichef, Generalmajor ʽIṣâm Šalî, aufgrund der Bewohneraussagen ausführte, wurden damals Einwohner vom IS erst verschleppt und einen Monat lang inhaftiert, die Leichen der später Hingerichteten sollen, erst an öffentlichen Plätzen für drei Tage zur Schau gestellt, später versteckt bzw. verschwunden sein. Nun habe man eine ihrer letzten Ruhestätten gefunden. (http://www.sana.sy/?p=654292  vom 4.11.2017)

IS-Autobombenanschlag nördlich von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Terroranschläge vom 4.11.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen  bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa das Wohngebiet al-ʽAbbâsiyîn von Damaskus mit mehreren Mörsergranaten. Dabei starben zwei Anwohner, etliche weitere wurden verletzt sowie Sachschäden angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=117216)
Wie zur Unterstreichung des unten zum Angriff vom Vortag auf Ḥaḍar Erwähnten fuhr ein IS-Suizidattentäter am 4.11.2017 abends mitten in eine Ansammlung  Vertriebener im Schnittpunkt der Bereiche von al-Ğafra und al-Kûnîkû im N-Rîf von Dair az-Zaur. Durch die Detonation wurden dutzende Menschen getötet und ebenso viele verletzt, am häufigsten Frauen und Kinder (http://www.sana.sy/?p=654276) – Laut staatlichem TV vom 5.11.2017 sollen es mindestens 100 Tote sein. (https://sptnkne.ws/fSqf)

 

Binnenflüchtlingslager ar-Rukbân, Photo: SANA

Nachdem auch das russische Verteidigungsministerium am Freitag auf die Mißstände bzgl. des Lagers syrischer Binnenflüchtlinge beim Ort ar-Rukbân nahe der Grenze zum Irak wegen seiner Lage innerhalb der Bannzone des völkerrechtswidrig errichteten US-Militärlagers at-Tanaf  aufmerksam gemacht hat (s.u.!), beschäftigt sich nun auch  der UN Higher Commission of Humanitarian Affairs,  Jens Laerke,  mit dem Faktum. Am Sa., 4.11.2017 drückte er seine tiefe Betroffenheit über die Situation dort aus und forderte: „it is necessary to provide immediate access to the camp for the provision of assistance to the displaced civilians.” (http://sana.sy/en/?p=117225)  Zu den Hintergründen s.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117134 und http://www.sana.sy/?p=653448 (Im NO-Rîf von Ḥamâ Befreiung von aš-Šâkûsiyya  mitsamt den umliegenden Farmen von Ğabhatu_n-Nuṣra bis zum Nachmittag.)

Russischer Bomber, Photo: Sputnik

Generalmajor Igor Konaschenkow informierte aus dem russischen Verteidigungsministerium die Presse, daß auch am Fr., 3.10.2017,  Kalibr-Marschflugkörper vom 650km  entfernt  im Mittelmeer stationierten U-Boot Kolpino wie auch Langstreckenbomber, im syrischen Luftraum begleitet durch Su-24 und Su-34 Kampfflieger von der Ḥumaimîm-Luftwaffenbasis sowie Jets der Typen Su-30SM, Su-35 und MiG-29 im Bereich von al-Bû Kamâl im SO-Rîf von Dair az-Zaur IS-Positionen zerstörten. Damit bereiteten sie den Weg für die Bodentruppen auf dem Weg dorthin.  (http://sana.sy/en/?p=117173)

Terroranschläge vom 3.11.2017:
Suizidattentäter von Ğabhatu_n-Nuṣra ließen am Morgen ihr Fahrzeug zwischen den Häusern am Stadtrand von Ḥaḍar (vgl.u.) im Umland von al-Qunaiṭra detonieren, töteten damit bislang neun Bürger und verletzten 23 weitere teils schwer, daß sich die Todesopferzahl erhöhen dürfte. Das Fahrzeug kam von at-Tulûl al-Ḥamr her, das dem israelisch besetzten palästinensischen Gebiet gegenüberliegt. Zudem wurden die vom Explosionsort Fliehenden noch durch weitere Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten aus Gewehren oder mit Mörsergranaten beschossen. Schließlich eröffneten die Terroristen einen regelrechten Angriff auf Ḥaḍar, der schließlich erfolgreich von SAA und Volkswehr abgewehrt wurde. (http://sana.sy/en/?p=117136, http://www.sana.sy/?p=653557, http://www.sana.sy/?p=653469) – Wie nach allen bedeutenden Siegen der SAA versäumten die Terroristen auch diese Mal nicht, mit einem größeren Anschlag ihr angeschlagenes Image „aufzupolieren“ und damit darauf hinzuweisen, daß sie noch immer aktiv seien.
Ergänzung: In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen das Gebiet al-Maḥaṭṭa (Bahnhof!) von Darʽâ mit Raketen, verletzten drei Personen, eine davon lebensgefährlich und richteten Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=117171)

Syrische Siedlung auf besetztem Golan, Photo: SANA

Auf den israelisch besetzten Golanhöhen gingen die syrischen Bewohner auf die Straßen, um gegen die Besatzungsmacht und deren Unterstützung für den durch Ğabhatu_n-NuṣraTrupps nach einem Suizidanschlag mittels Autobombe ausgeführten Angriff auf den schon so oft von diesen Terroristen attackierten Ort Ḥaḍar zu protestieren. Als die Extremisten von at-Tulûl al-Ḥamr und aus der Luft Unterstützung erhielten und zudem Verstärkungstrupps eintrafen, versuchten die Bewohner zu hunderten den Einwohnern von Ḥaḍar gegen den Überfall zu Hilfe zu kommen, wurden jedoch durch israelisches Militär daran gehindert, das auch sämtliche Zufahrtsstraßen nach Ḥaḍar sperrte. So berichteten es Augenzeugen gegenüber SANA. (http://sana.sy/en/?p=117159)

Bekanntgabe des Armee-Generalkommandos, Photo: SANA

Am Fr., 3.11.2017, erklärte die Armee die gesamte Provinzhauptstadt Dair az-Zaur für befreit, nachdem am Donnerstagabend die letzten IS-Positionen in drei Stadtteilen  beseitigt worden waren. Bereits sind Kampfmittelräumdienste vor Ort, um die – wie üblich – von den Terroristen in Gebäuden, auf Straßen und Plätzen angebrachten Sprengfallen, Minen etc. regelgerecht zu beseitigen. Eine Militärquelle äußerte zum Erfolg: „Units of the Syrian Arab Army, in cooperation with the allied and supporting forces, have accom­plished the mission of fully liberating Deir Ezzor city from ISIS terrorist organization.” Eine große Anzahl an IS-Extremisten einschließlich Anführern wurde getötet, deren Kampfausrüstung zerstört, dazu IS-Waffen- und Munitionsdepots aufgespürt und beschlagnahmt.
Am 5.9.2017 war der seit dem Jahr 2014 geschlossene IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur durchbrochen worden. Die Spezialoperationen in der Stadt wurden dem Schutz der Zivilbevölkerung in den vom IS besetzt gehaltenen und noch bewohnten Stadtteilen angepaßt, weshalb sich dieselben hinzogen. (http://sana.sy/en/?p=117134) – Die Bekanntgabe seitens des Generalkommandos der Armee und Streitkräfte vom 3.11.2017 findet sich in:  http://www.sana.sy/?p=653552. Die Details enthält der Gefechtbericht des Tages:

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.11.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=117094 und http://www.sana.sy/?p=653115 (Nach Rückeroberung der Stadtteile al-Ğubailiyya, al-ʽÂbid, al-Ğamʽiyât von Dair az-Zaur weiterer Einkreisung der IS-Terroristen in den Stadtteilen al-Ḥamî­diyya, aš-Šaiḫ Yâsîn, al-Ḥu­waiqa und ar-Rašadiyya am Morgen wurden auch dort die letzten Extremisten samt ihren Fortifikationen eliminiert bzw. in heller Auflösung fliehende IS-Trupps  über die Stadtgrenzen hinaus verfolgt; al-Ḥamî­diyya war dabei der wichtigste Sitz der IS-Anführer, gewesen; mittags konnten unter gezielter Luft- und Artillerie-Deckung zudem der öffentliche Park in der Stadtmitte, das an-Nûr-Krankenhaus und das Parkhaus des alten Abflug-Terminals [al-Maṭâr al-Qadîm als Stadtteil bedeutet „Alter Flughafen“] von den Terroristen gesäubert werden; Bombenräumkommandos beschäftigten sich jeweils unmittelbar mit dem durchkämmen und unschädlichmachen der vom IS gezielt angebrachten und hinterlassenen Sprengfallen und Minen. Wegen des schon mehrfach beschriebenen, chronisch gewordenen Kämpfermangels aufgrund verlorener Gefechte und Fluchtbewegungen setze der IS vorwiegend Frauen (s.a. https://sptnkne.ws/fRme) als Suizidattentäter mittels Autobomben gegen Armeeposten ein, um den Vormarsch der SAA zu hemmen, doch wurden diese allesamt rechtzeitig eliminiert. Infanterie unter präziser Luft- und Artillerie-Deckung versetzte in der Gegend von al-Bû Kamâl dem IS heftige Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung und zerstörte dessen Verbarrikadierungen und Schlupfnester.)
Russische Bomber zerstörten auch am zweiten Tag ihres Einsatzes eine Kommandostelle sowie weitere Positionen des IS in der Region al-Bû Kamâl, wie spätere Satellitenaufnahmen bestätigen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33549-is_kommandostelle_im_osten_syriens_zerst%C3%B6rt)

IS-Terroristinnen, Photo: Sputnik

Das russische Verteidigungsministerium machte am Fr., 3.11.2017, basierend auf Meldungen vom Koordinationszentrum in Ḥumaimîm  und übereinstimmenden Aussagen von Einhemischen erneut auf die in vielfacher Hinsicht  prekäre Situation um das – an sich schon entgegen dem Völkerrecht eingerichtete (dazu vgl.u.)  – US-Militärlager bei at-Tanaf aufmerksam, innerhalb dessen beanspruchter Zone das Lager syrischer Binnenflüchtlinge namens ar-Rukbân an der Grenze zum Irak liegt. Wie bislang schon festgestellt wurde, lassen die US-Militärs keine humanitären Hilfsgüter und keine medizinische Hilfe der Regierung für die Flüchtlinge durch (s.u., 26.10.2017). Mit der Regierung arbeite die US-Basis grundsätzlich nicht zusammen, außerdem werde jedem, der sich mehr als 55km annähere, von dort mit Vernichtung gedroht. Dies führe zu einer geradezu krassen humanitären Lage im Flüchtlingslager, das nicht nur eine eklatante Verletzung des internatio­nalen Menschenrechts darstelle, sondern schon einem Kriegsverbrechen gleichkomme.
Verschlimmernd trete jetzt jedoch hinzu, daß die US-Basis eine Dependance geschaffen habe für eine Neu-Kreation der sog.moderaten bewaffneten Opposition“ [d.i. MAO; zu deren Einordnung s.u. bzw. s. ab Teil II!]. Diese setze sich aus den bisherigen Extremisten-Gruppen Ğaiš Aswad aš-Šarqiyya, Qawât Aḥmad ʽAbdû und Liwâ´ Šuhadâ´ al-Qaryatain zusammen, die sich in den letzten Jahren dutzende  Massaker u.a. Verbrechen gegen die Bevölkerung im Qalamûn-Bergland im  südöstlichen Rîf Dimašq, in der östlichen al-Bâ­diyya der Provinz as-Suwaidâ´ und mehrere Gemeinden in der Großen Syrischen Wüste haben zuschulden kommen lassen. Umwohnende wiesen darauf hin, daß die zuständigen US-Berater bzgl. des Soldes mit den jeweiligen Kommandeuren der einzelnen Dschihadistengruppen verhandelten, so daß diese recht unterscheidlich ausfielen. Das habe zuletzt am 29.10.2017 zu Kämpfen dieser untereinander in der Nähe des Flüchtlingslagers Rukbân geführt, denen auch 13 Flüchtlinge zum Opfer fielen, weitere 20 wurden verletzt; unter den Oopfern befanden sich Frauen und Kinder. Doch auch für diese wurde keine medizinische Hilfe in das Terrain hindrucgelassen, so daß die Verwundeten sich selbst überlassen blieben. „Alle Verletzten sind somit faktisch dem Untergang geweiht“, betonten Vertreter des Koordinationszentrums und konstatierten weiter: „Derartige Handlungen von US-Militärs und der so genannten internationalen Koalition sind eine gröbste Verletzung des internationalen humanitären Rechts und können als Kriegsverbrechen qualifiziert werden.“ (http://www.sana.sy/?p=653538, http://sana.sy/en/?p=117152; für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fRzQ) – Seit Jahren war mit Belegen nachgewiesen worden, daß MAO per se und basierend auf deren von den übrigen Terrorgruppen nicht zu unterscheidenden Verhalten nicht existierten, so wie es auch keine moderaten Terroristen geben könne. Seit den Rekonziliierungsmaßnahmen, die schließlich auch russischerseits unterstützt wurden, kulminierend in der Waffenruhevereinbarung vom 29.12.2016 (s.  Teil V) und der Einrichtung der vier De-Eskalationszonen, wird seither nur noch unterschieden zwischen Gruppen, die sich der Rekonziliierung mitsamt Waffenruhe anschließen und denen, die als Terroristen bekämpft werden. Damit entglitt den in Syrien völkerrechtswidrig aktiven US-Militärs der Einfluß auf jene durch die CIA während der Obama-Administration geschaffenen MAO-Einheiten (vgl.Teil II!], die sich den bekannten Terrorgruppen angegliedert hatten.)

ar-Rukbân, Grenzgebiet mit und ohne Flüchtlingslagere, Quelle blick.ch

Auf Satellitenbildern, veröffentlicht vom unabhängigen Portal Already Happened, ist zu sehen, daß die US-Militärs ebenfalls im Süden des Landes nahe der Grenze zu Jordanien, ca. 70km von ihrer illegalen Basis at-Tanaf entfernt, eine weitere – ohne Erlaubnis der legitimen Regierung des souveränen Staates Syrien wie ohne UN-Mandat und damit fortgesetzt völkerrechtswidrig – US-Basis angelegt haben.  (https://sptnkne.ws/eFVD) – Vom rechtlichen Standpunkt her ist es daher  nicht verwunderlich, daß die Landesregierung auch gegenüber den UN-Behörden die Präsenz und Aktionen der US-Militärs wie der US-geführten Koalition als die einer Okkupationsmacht betrachtet (vgl.u., z.B. Protestschreiben vom 24.10.2017; Rede des Vize-Premiers und Außenministers al-Muʽallim vor den UN vom 23.9.2017 etc. pp.).

Auch der Politologe Muhammed Kheir al-Akkam [Muḥammad Ḫair al-ʽAqam?] von der Universität Damaskus ist der Auffassung: „Die USA wollen den Syrien-Krieg nicht enden lassen, solange sie ihre eigenen Ziele nicht erreicht haben.“. Da jedoch „ihr Hauptkriegsinstrument in Syrien namens Daesh“ dank der Siege der SAA, unterstützt durch die russischen Kräfte und weitere Allierte, seine letzten Tage erlebe, habe das Pentagon „Ersatz schon parat“, um sich solange in Syrien aufhalten zu können, bis die US-Ziele dort erreicht seien. Ein Instrument bildeten da z.B. die SDF (auch: DKS genannt). „Diese sollen jetzt das vollbringen, was dem Daesh nicht gelang. Die USA wollen den Krieg möglichst lange hinauszögern, um ihre Pläne in der Region doch noch umzusetzen“, ist der Wissenschaftler überzeugt.  (https://sptnkne.ws/fRG4)

Drohne, Quelle: Reuter

Vor dem Kauf israelischer Drohnen des Typs Hermes 900 für durch das schweizer Verteidigungsministerium wurden diese in den Jahren 2012, 2013 und 2015 im Beisein von Mitarbeitern dieser Behörde auf einem israelischen Luftstützpunkt zunächst erprobt – auf den nach Völkerrecht und in mehreren UN-Resolutionen als illegal durch Israel besetzt klassifizierten syrischen Golanhöhen. Dies mußte nun laut Bericht von Swissinfo vom Do., 2.11.2017, das Ministerium in Bern eingestehen, obwohl  dies der Neutralität und Position der Schweiz als Vermittler im Nahostkonflikt zuwiderlaufe. Im Schlußbericht der internen Untersuchungskommission hieß es: „Zu dieser Zeit wurde niemandem klar, dass sich der Pik Aerodome östlich des Galiläischen Meeres im besetzten Gebiet befindet und dass offizielle Vertreter der Schweiz nicht für Aktivitäten im Zusammenhang mit der israelischen Regierung oder Firmen dorthin reisen dürfen.“ (https://de.rt.com/1acu)

Während seines Treffens mit OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger in Moskau informierte Rußlands Außenminister Lawrow am 3.11.2017 darüber, daß bereits Einladungen zu dem bei der Astana-7-Konferenz angesprochenen „syrischen nationalen Dialog-Kongreß“ in Sotschi (vgl.u.) an die Regierung in Damaskus wie alle oppositionel­len Kräfte innerhalb und außerhalb Syriens abgeschickt worden seien. (http://www.sana.sy/?p=653538)

Auswärtiges Amt, Damaskus, Photo: SANA

Mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden drückte das Außenamt in Damaskus am 2.11.2017 erneut seinen Protest über die fortgesetzten israelischen Attacken auf syrische Bürger und deren Eigentum aus wie über die Rückwirkungen der Unterstützung von Terrororganisationen durch Finanzierung und Bewaffnung durch die israelische Regierung. Anlaß war dieses Mal der Angriff auf eine Kupferfabrik für zivile Fertigungen in der Industriezone von Ḥasiyâ´ im Umland von Ḥomdurch israelische Kampfflieger vom libanesischen Luftraum aus am Mi., 1.11.2017, um 21.25 Uhr Ortszeit. Es sei wohl kein Zufall, daß dieser Angriff unmittelbar auf eine große Niederlage der Werkzeuge der israelischen Regierung, allem von Ğabhatu_n-Nuṣra und IS durch  die die SAA erfolge, wie man es von Okkupationsmächten kenne, um die angeschlagene Moral ihrer Stellvertreterkrieger aufgrund der Niederlagen in den meisten syrischen Gebieten wieder zu stärken. Die SAA werde dennoch ihren Counterterrorismus unvermindert fortsetzen. Schließlich erfolgte wieder der Aufruf: „The Government of the Syrian Arab Republic calls upon the UNSC to condemn the blatant Israeli aggressions and calls on the international organization to adopt firm and immediate measures to stop those attacks and hold Israel accountable for its support to terrorism which would inflame the situ­a­tion in the region and the world.” Es folgte noch der Zusatz, die Vertuschung der Verbrechen des israelischen Militärs gegenüber Syrern wie Palästinensern durch manch scheinheilige Äußerung seitens westlicher Regierungen, vor allem der US-Administration, diene nicht der Sicherheit und Stabilität der Region. Den Terrorismus müsse man bekämpfen, denn  es sei ein Unding, zwischen gutem und bösem Terrorismus zu unterscheiden. (http://sana.sy/en/?p=117119, http://www.sana.sy/?p=653143) – Auch die libanesische Regierung beschwerte sich am 3.11.2017 über den Angriff (http://www.sana.sy/?p=653576).

Zu der schon bei der Astana-7-Konferenz angesprochenen „syrischen nationalen Dialog-Konferenz“ (vgl.u.) in Sotschi setzte Michail Bogdanow, der russische Vize-Außenminister mit Schwerpunkt Nahost und Afrika,  den Journalisten während seines Besuches in Kazan am 2.11.2017 auseinander, hier wie überhaupt hinsichtlich der Lösung der Syrien-Krise würden alle Details mit der syrischen Regierung vorher besprochen und koordiniert. Die Liste der Teilnehmer gerade auch von der Oppositionsseite sei noch unvollständig. Hierzu bemerkte er: „Moscow hopes that all Syrian parties which care about the future of Syria and its sovereignty and territorial integrity will participate in the Syrian National Dialogue Congress to be held on No­vember 18th in Sochi” und setzte hinzu: „In this regard, I can say that some parties which were not mentioned in this list expressed their desire to participate, and of course we will complete this list.” Auch habe man an die Einrichtung einer 5. De-Eskalationszone in Syrien  schon gedacht. Darüber werde in Astana diskutiert werden,. Jetzt sei es noch zu früh dafür, darüber zu reden, erklärte er, indem er äußerte: „this issue is being done in Asta­na and through all the contacts with our American partners, therefore, it is too early to talk about the results now.” (http://sana.sy/en/?p=117099)

Martin Kinnunen (SD), Quelle: svensksvenskare.wordpress.com

Kaum von ihrer Syrienreise zurückgekehrt (s.u., 31.10.2017), mußten die Abgeordnete der rechten Partei Die Schwe­dendemokraten (SD) harte Kritik v.a. von Seiten der Regierung einstecken, wie Aftonbladet am 1.11.2017 berichtete. Eine Zusammenfassung in Deutsch ist https://sptnkne.ws/fRqK zu entnehmen. Außenministerin An­nika Söder machte ihnen zum Vorwurf, sich für syrische Popaganda mißbrauchen zu lassen, während  die Reise gerade zum Ziel hatte, sich unabhängig von solcher zu machen und sich vor Ort selbst zu informieren. Völlig falsch dargestellt wurde auch, daß die SD-Abgeordneten die Position Schwedens gegenüber Syrien bzw. dem IS als neutral vorgestellt hätten, wogegen sich Frau Söder verwahrte und Schweden [d.h. die Regierung des Landes] als überzeugtes Mitglied der US-geführten Koalition offenbarte.  Ebenfalls falsch gedeutet wurde auch die Stellungnahme zu den Sanktionen gegenüber Syrien. – Dem Leser sei empfohlen, sich die jeweiligen Darlegungen selbst anzusehen und gegeneinander abzuwägen!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117055 und http://www.sana.sy/?p=652497 (Vernichtung der verbliebenen IS-Verbarrikadierungen und –Nestern unter Deckung gezielter, effektiver Artillerie- und Luftangriffe in den Stadtteilen al-Ḥamî­diyya, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽUrfî und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur  sowie im SO auf al-Bû Kamâl zu im Bereich von Maḥkân und südlich von al-Mayâdîn; zudem erfolgreiche akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen in al-Qûriyya im SO von  Dair az-Zaur, ca. 45km von al-Bû Kamâl entfernt – unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden auch etliche IS-Anführer identifiziert wie z.B. Abû ʽUmar Râwa, Abû Bakr at-Tikrîtî und Abû Šaimâ´ al-ʽIrâqî [die letzten beiden dem Namen nach Iraker]; wie auch Einheimische bestätigten, herrsche in den IS-Reihen helle Aufregung und Auflösung; u.a. sei aus al-Qû­riyya das hohe IS-Mitglied ṣil Dabâs al-Hârûn, ein IS-Amîr des Dîwân ar-Rakâz geflohen, viele andere seien ebenfalls von der Front  geflüchtet, so daß die IS-Kommandeure schon mit Lautsprechern die Kämpfer davon abzuhalten versuchten und dazu aufriefen, Widerstand zu leisten und sich nicht zu ergeben. Beim weiteren Minenräumen im Ost-Rîf von Ḥamâ stießen die Kampfmittelbeseitigungseinheiten im Dorf Rasm ʽAwâmîd  im Umland von Salamiyya auf ein riesiges IS-Lager mit allem möglichen Ausgangsmaterial zum Bau von Sprengsätzen, Minen, (Auto-)Bomben und Raketen wie auch Mengen an Mono-Phosphat, Soda,  Stickstoff, Fässer mit Alkohol,  schnell brennbaren Stoffen, DDT, TNT und C4.)

Russischer Tu-22M3-Bomber, Photo: Sputnik

Sechs Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 griffen am Mittwoch vom russischen Territorium aus, den Luftraum des Irans und Iraks passierend, erfolgreich und ohne Verluste IS-Stützpunkte sowie Waffen und Munitionslagerim Raum  al-Bû Kamâl an. Sie wurden von Su-30SMJagdflugzeugen von der Luftwaffenbasis Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya  im syrischen Luftraum unterstützt. (http://sana.sy/en/?p=117110 )

Vor Ort gedrehte Videos von Sputnik Arabic zeigen im Ost-Rîf von Dair az-Zaur neben diesen Lagerstätten und den kürzlich entdeckten gigantischen Getreidespeichern des IS (s.u.) auch das bekannte System an Untertunnelung. Diese unterirdischen Gänge dienten als Versteckt, Deckung, dem verborgenen Verkehr und Transport, als Depots von Waffen, Munition u.a. Equipment oder als Kommandozentren. Ein Großteil wurde auf dem West-Ufer des Euphrats zwischen Dair az-Zaur und al-Mayâdîn ausgemacht sowie in Verbindung der Siedlungen al-Mû Ḥassan, al-Bû ʽUmar und al-Bû Lîl untereinander.  (https://sptnkne.ws/fQGF)

Schweden-Demokraten in Damaskus, Photo: SANA

Eine Gruppe schwedischer Parlamentarier – gemäß einem Tage später erschienen Artikel von „Aftonbladet“ handelte es sich um Abgeordnete der rechten Partei Die Schwe­dendemokraten (SD) – besuchte am 31.10.2017 Damaskus. Ziel ihres Besuches sei, sich vor Ort von der Situation selbst zu überzeugen,  das Ausmaß der durch den Terrorismus verursachten Schäden auch an der Infrastruktur einzuschätzen, in der Heimat davon zu berichten und vor allem Möglichkeiten der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung inklusive der Begegnung der zugrundliegenden Ideologie zu erörtern, da dieser die ganze Welt bedrohe.  Die SD-Abgeordneten versicherten, daß sie die nicht Teil des US-Systems seien [d.h. die Sanktionsmaßnahmen gegen Syrien nicht mittrügen]. Auch sie zeigten sich überzeugt, daß es  westliche Regierungen gebe, die daran interessiert seien, die Region zu destabilisieren und hierfür die Massenmedien einsetzten und die Terroristen unterstützten. Auch gaben sie der Hoffnung Ausdruck, die schwedische Regierung möge eine neutrale Position demgegenüber einnehmen, was in Syrien vor sich gehe, vor allem da sich ja auch in Europa das extremistische Gedankengut akzellerierend verbreite. (http://sana.sy/en/?p=116972)

Schluß-Kommuniqué der 7. Astana-Konferenz, Photo: SANA

Zum Ende der 7. Astana-Konferenz am Di., 31.10.2017, verlas der kasachische Außenminister die Schlußerklärung. Eingangs wiederholte er die bislang erarbeiteten Grundprinzipien „The guarantor states of Russia, Iran and Turkey are committed to Syria’s territorial integrity, re­duc­tion of violence and preservation of ceasefire in de-escalation zones.” Dann referierte er die erreichten Fortschritte in der Bekämpfung von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Terroristen und rief in der Folge zu vereinten Anstrengungen des Counterterrorismus in den eingerichteten De-Eskalationszonen auf. Die Lösung der Krise in Syrien könne nur auf politischem Weg erfolgen, basierend auf der UNSC-Resolution Nr.2254, indem geeignete Bedingungen für einen nationalen politischen Dialog geschaffen würde innerhalb der Rahmenbestimmungen der Genfer Gesprächsrunden unter internationaler Überwachung und in Zusammenhang mit der russischen Initiative für eine syrische nationale Dialog-Konferenz. Es bestehe der Bedarf an vertrauensbildenden Maßnahmen wie an einer Lösung der Frage der Gefangenen und der Lieferung humanitärer Hilfsgüter und der Schaffung sicherer Korridore hierfür. Zuletzt gab er der Hoffnung Ausdruck, daß sich alle Beteiligten an die Umsetzung ihrer eingegangenen Verpflichtungen hielten. Die Garantenstaaten seien dabei, die nächste Astana-Runde im Dezember vorzubereiten. (http://sana.sy/en/?p=116911) – Bislang hatte es Kritik gegenüber der türkischen Regierung gegeben, die sich in Syrien entgegen ihrer Verpflichtungen verhalten und eine Invasion durchgeführt hatte (vgl.u.).
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Chef der Regierungsdelegation in Astana, kommentierte die zu Ende gegangenen Verhandlungen in einer nachfolgenden Pressekonferenz wie folgt: als UN-Mitglied respektiere Syrien die UN-Charter und begrüße jede Rolle der UN bei der unparteiischen Lösung der Krise in Syrien, die im Wesentlichen auf der Respektierung der Souveränität aller Staaten basiere. Denn hierbei hätten sich in letzter Zeit positive Veränderungen gezeigt: „The UN began to restore its balance as the friendly major powers started to have essential role.” Die Souveränität sei wiederum von der Verfassung abhängig, was im Fall Syriens heiße, daß diese die Syrer zu bestimmen hätten.
Die Türkei jedoch werde sich nicht an die Vereinbarungen bzgl. der De-Eskalationszonen halten, worüber die Regierungsdelegation mit denen Rußlands und des Irans diskutiert habe. Diesbezüglich erinnerte er an die beiden Hauptverstöße dieses Garantenstaates gegen die Astana-6-Vereinbarungen: einmal hätte die Überwachung der De-Eskalationszone Idlib durch eine Polizeitruppe mit leichten Waffen geschehen müssen, nicht durch eine Armee-Invasion mit Panzern und schwerer Bewaffnung, zum Zweiten, hätte die türkische Garantenmacht in dieser Zone die Terroristen bekämpfen müssen, verbündete sich jedoch statt dessen mit der dort agierenden Ğabhatu_n-Nuṣra [zu Einzelheiten s.u.!]. Daher sei diese türkische Militärpräsenz in Nord-Syrien als Besatzung und Aggression zu werten.
Ebenso verhalte es sich mit der  US-Präsenz bzw. der der US-geführten Koalition, die mehrfach an verschiedenen Orten zugunsten des IS und zum Nachteil der diese bekämpfen Armee gehandelt habe wie z.B. beim Angriff auf die SAA-Position am Ğabal aṯ-Ṯarda, die beinahe zur Einnahme von Dair az-Zaur durch den IS geführt hätte [vgl. Teil V]. Gegen die verheerenden Bombardements der US-geführten Koalition habe das Auswärtige Amt auch schon wiederholt bei den UN schriftlich protestiert [vgl.u.].
Syrien habe sich von Beginn der Krise im Jahr 2011 an um die Vermeidung von Blutvergießen und die Beendigung des Krieges bemüht und hierzu die Rekonziliierungsmaßnahmen ins Leben gerufen bzw. konstruktiv an sämtlichen Dialog-Konferenzen teilgenommen, obwohl bei manchen schon im Vorhinein klar war, daß sie zu keinen konkreten Ergebnissen führen würden. Es begrüße daher auch jegliche dahingehende Initiative. Zwar habe man nach den Erfolgen im Counterterrorismus an eine syrische nationale Dialogkonferenz in Syriens selbst gedacht, jedoch sich nach intensiven Gesprächen mit der russischen Seite überzeugen lassen, daß manche Gruppen, deren politische Entscheidung von  ausländischer Seite  abhängig sei, dies nicht akzeptieren würden. Daher sei die Abhaltung in Rußland die nächstbeste Wahl, denn Rußland habe immer Syriens Souveränität, Einheit und territoriale Integrität geachtet und das Land im Counterterrorismus aufgrund gemeinsamen Vorgehens unterstützt. (http://sana.sy/en/?p=116911http://www.sana.sy/?p=651530)

 

Dem JIM-Bericht widersprechendes Bildmaterial, Photo: AFP

Erhebliche Kritik auch an dem kürzlich veröffentlichten JIM-Bericht zum Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) brachte auch wieder Prof. em. Theodore Postol vom MIT in Massachusetts vor. Im Details s. https://sptnkne.ws/fPZK. S.a. Teil V!

Terroranschläge vom 31.10.2017:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen beschossen die Wohngebiete aš-Šâġûr und al-ʽAbbâsiyîn von Damaskus mit mehreren Mörsergranaten. Dabei wurden sechs Bewohner verletzt, Häuser und Geschäfte beschädigt. Ergänzung: Einen weiteren Verletzten zusammen mit Sachschäden hinterließ der erneutre Raketenbeschuß der Städte Maḥarda und as-Saʽn im N- und NO-Rîf von Ḥamâ. (http://sana.sy/en/?p=116958, http://www.sana.sy/?p=651689)

SAA unterwegs, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116961 und  http://www.sana.sy/?p=651627 (Erkämpfung der Kontrolle über die bislang vom IS besetzten Stadtteile al-Kanâmât, al-Maṭâr al-Qadîm und ar-Ruṣâfa von Dair az-Zaur bei heftigen Feindverlusten und anschließender Tätigkeit der Kampfmittelbeseitigungseinheiten dort.  Befreiung der Dörfer Rasm al-Aḥmar, Rasm aṣ-Ṣâwî, Rasm aṣ-Ṣâwân, Mušairifa ʽAdwân und Mušairifa Muwailivom NO-Rîf von Ḥamâ bis zum NW von aš-Šaiḫ Hilâl östlich von Salamiyya mit Beibringung heftiger Verluste gegenüber Ğabhatu_n-Nuṣra.)

Das russische U-Boot Weliki Nowgorod feuerte vom Mittelmeer aus drei Kalibr-Marschflugkörper auf IS-Positionen nahe al-Bû Kamâl im äußersten Osten der Provinz Dair az-Zaur und zerstörte damit Kommandozentren, Fortifikationen, Kampfwagen und Waffendepots der Terroristen. (http://sana.sy/en/?p=116991) – Gen al-Bû Kamâl hatten sich zuletzt die vor den irakischen Luftangriffen aus dem irakischen Grenzbereich al-Qâ´im geflohenen  IS-Teroristen abgesetzt (vgl.u.!).

IS-Depot mit Tonnen an geraubtem Getreide, Photo: SANA

In den letzten Jahren der terroristischen Übergriffe war immer wieder auch davon berichtet worden, daß die Terroristen der Bevölkerung die von Regierungsseite gelieferten Nahrungsmittel vorenthielten und bunkerten bzw. Ernten stahlen (vgl.u. bzw. die früheren Thread-Teile!). Kürzlich, wie auch am 30 und 31.10.2017 wurden in den vor kurzem von den Terroristen befreiten Gegenden in Terroristen-Verstecken Unmengen an Getreideprodukten etc. aufgestöbert:
Beim Durchkämmen der Gegend Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ entdeckten SAA und eine Volkswehrgruppe zunächst die gigantischen IS-Depots mit Waffen und Munition in ʽUqairbât  (vgl.u.), dann  ein Kommunikationszentrum mit anspruchs­voller Sende- und Übertragungstechnik für  sichere Kommunikation der Terroristen untereinander über große Entfernungen im Dorf ḥa und am Montag dann an drei Standorten je mindestens 1.000 Tonnen an Getreide in IS-Verstecken im Ost-Rîf von Ḥamâ, v.a. in den Dörfern al-Barġûṯiyya und al-Qasṭal. Insgesamt wurden in dieser Woche so an die 5.500 Tonnen Weizen entdeckt und  dem General Establishment for Cereal Processing and Trade wieder zugeleitet, wie Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî verdeutlichte. (http://sana.sy/en/?p=116886, http://www.sana.sy/?p=651247)
Tags darauf, am Di., 31.10.2017, konnten auch im Ost-Teil der Provinz Dair az-Zaur solche IS-Verstecke mit Tonnen an geraubten Lebensmitteln etc. sichergestellt werden: 1.000 Tonnen Weizen(mehl) wurden in IS-Bunkern in al-Mayâdîn gefunden, inḤassan vier getarnte unterirdischen Speicher mit je 600 Tonnen Weizen, im Bereich von Ḥaṭla im NO von  Dair az-Zaur, waren es 208 Tonnen Getreide, die umgehend ins Euphrates Grain Center der Provinzhauptstadt gebracht wurden, sowie 24 Tonnen Mehl, die an die Euphrates Mill abgingen. Dazu kamen 122,360 Tonnen Weizen, gefunden in unterirdischen IS-Bunkern im Dorf al-Ḥusainiyya, die ebenfalls ans Euphrates Center transportiert wurden, wie Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra ausführte. In IS-Depots in al-Mayâdîn im SO-Rîf von  Dair az-Zaur wurden zudem dutzende Tonnen an Düngemitteln sichergestellt, aus denen die Terroristen Sprengsätze herstellten. (http://sana.sy/en/?p=116950, http://www.sana.sy/?p=651627).

Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî vor Ort, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116873 und http://www.sana.sy/?p=651282 (Fortführung der effektiven gezielten Angriffe gegen die IS-Fortifikationen, -Basen und –Trupps in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Kanâmât, aš-Šaiḫ Yâsîn und al-Ğubaila von Dair az-Zaur unter SAAF-Deckung mit Vorrücken auf al-Ḥamîdiyya zu mit Eliminierung einer Anzahl IS-Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung in verschiedenen Gebäudekomplexen, entlang der Hauptstraße bis zur Ḫadîğa al-Kubrâ-Madrasa, in der Bûr Saʽîd-Straße wie im Wohngebiet des alten Flughafenbereichs; Sschließlich Erkämpfung der Kontrolle über diesen Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm sowie eines Teils von ar-Ruṣâfa mit anschließender Räumung der Gegenden von hinterlassenen Minen etc.. Befreiung der Dörfer Mašrafat Abû Lafa, Ğab al-Ğamlân und Rasm Mayâl im NO-Rîf von Ḥamâ nach Vernichtung der vorgefundenen Terroristen samt deren mit schweren Maschinengewehren bestückten Kampfwagen; zudem rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe mittels einer Rakete nahe eines SAA-Postens zum Schutz des Dorfes Abû Dâlî.)

7. Astana-Konferenz, Photo: SANA

Nach dem Treffen zwischen der Regierungs- und der russischen Delegation äußerte Alexander Lawrentiew während einer Pressekonferenz am 30.10.2017: „We held constructive talks with the Syrian Arab Republic delegation and there was a full under­standing by its side.”  Auch konstatierte er, daß die mittels der Astana-Plattform erreichten Ergebnisse zu wesentlich mehr Stabilität in Syrien geführt hätten. Er sei zuversichtlich, daß auch diese 7. Gesprächsrunde erfolgreich enden werde, „laying the groundwork for future rounds of talks”. Derzeit habe man die Themen Gefangene und Verschleppte, Minenräumung insbesondere im Gebiet antiker Stätten und eine Reihe gesetztlicher Maßnahmen im Focus. Im Hinblick auf Teile der Opposition, die früher wiederholt den Befriedungsprozeß zu unterminieren versucht hatten (s. frühere Astana- und Genfer Konferenzen zu Syrien), machte er deutlich: „We strongly encourage the opposition to absolutely abandon, as we believe, incorrect preconditions for joining the negotiation process.” Auch sollten die Kurden mehr eingebunden werden, worauf auch die syrische Regierung schon bzgl. der vorangegangenen Genfer Gesprächsrunden  gedrängt hatte. (http://sana.sy/en/?p=116896) Später gab Lawrentiew gegenüber Journalisten bzgl. der bereits geschaffenen De-Eskalationszonen noch bekannt: „Wie Sie wissen, sind türkische und russische Beobach­ter bereits vor Ort. Wir setzen die Vereinbarung der Stationierung von iranischen und türkischen Be­obachtern fort.“ (https://sptnkne.ws/fPCX)

Am ersten Tag der 7. Astana-Konferenz am Mo., 30.10.2017, traf sich die Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî zunächst mit jener aus dem Iran unter Leitung von Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbirî Anṣârî und später mit der russischen zusammen, als deren Chef erneut Alexander Lawrentiew, der Sonder-Gesandte von Präsident Putin für Syrien, fungiert. (http://sana.sy/en/?p=116832, http://www.sana.sy/?p=651004)

Russischer Pilot, Quelle: Sputnik

Nach Mitteilung von Wladimir Schamanow, dem Chef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, vom 30.10.2017 hätten die in Syrien stationierten russischen Streitkräfte ihre Hauptpflichten erfüllt. „Wir rechnen damit, dass die Regierungstruppen bis Ende dieses Jahres die Kon­trolle über die syrische Ostgrenze wiedererlangen und der ‚Islamische Staat‘ als organisierte Militärstruktur nicht mehr existieren wird“, äußerte er in Astana während Gesprächen zwischen kasachischen und russischen Parlamentariern. (http://sana.sy/en/?p=116856, http://www.sana.sy/?p=651010; s.a. https://sptnkne.ws/fP3V für Zitat in Deutsch)

Der Sender al-Ḥada meldete am So., 29.10.2017, daß die infolge der Luftwaffenangriffe aus der irakischen Stadt al-Qâ´im fliehenden IS-Terroristen samt Kommandeuren die Grenze überquerten und sich nach Syrien in Richtung al-Bû Kamâl absetzten. (http://www.alhadath.net/alhadath/iraq/2017/10/29/%D9%85%D8%B5%D8%A7%D8%AF%D8%B1-%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D9%82%D9%8A%D8%A9-%D9%81%D8%B1%D8%A7%D8%B1-%D9%82%D9%8A%D8%A7%D8%AF%D8%A7%D8%AA-%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D9%85%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%A7%D8%A6%D9%85-%D8%A5%D9%84%D9%89-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7.html)

IS verläß ar-Raqqa, Quelle: Swesda

Der TV-Sender Swesda veröffentlichte Bildmaterial, das nochmals (vgl.u.) belegt, daß die US-geführte Koalition den IS-Kämpfer aus ar-Raqqa  freien Abzug gewährte, bevor sie die schon fast völlig zerbombte Stadt vom IS als „befreit“ erklärten.  Dazu heißt es: Dank den USA verlassen mehr als 1000 IS-Kämpfer samt Bewaffnung Rakka mit auf Kosten der USA gemieteten Fahrzeugen.“ Die Aufnahmen zeigen die IS-Terrorristen beim Verlassen von ar-Raqqa in Richtung Dair az-Zaur in einer Kolonne aus Dut­zen­den LKW und Bussen. Vor Dair az-Zaur sollten sie den immer mehr durch die SAA in Bedrängnis geratenen und in Auflösung begriffenen  IS-„Kameraden“ Unterstützung leisten.  (https://sptnkne.ws/fP7r, https://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201710291316-ggxx.htm vom 29.10.2017)

Vom IS zerstörter Stadtteil von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116774 und http://www.sana.sy/?p=650761, http://www.sana.sy/?p=650487 (Nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten Wiedereinzug in den Stadtteilen ʽUrfî und ʽUmmâl (sog. Arbeiterviertel) von Dair az-Zaur  nach Beseitigung der letzten IS-Reste und anschließendem Minenräumen und Entfernen von hinterlassenen Sprengsätzen etc..  Im NO-Rîf von Ḥamâ Beseitigung von Ğab­hatu_n-Nuṣra-Fortifikationen und –Trupps im Umkreis der Dörfer Ḫirba Ğawîʽad, Tum al-Hawâ und Abû Lafa inklusive einer Anzahl teils mit Maschinengewehren bestückter Kampfwagen und mehr als 30 getöteten Terroristen einschließlich der drei Anführer Anas Abû Mâlik, Abû ʽAbdullâh Taftanâz und Nûr aš-Šâmî.)
Befreiung von 19 vom IS am 11.10.2017 entführter Personen, darunter fünf Kinder und acht Frauen,  am Stadtrand von as-Saʽn im Ost-Rîf von Ḥamâ. Ein IS-Trupp hatte in der Provinz Idlib einen Bus angegriffen, zum Stehen gebracht und die Insassen verschleppt. Die Flüchtlinge wurden von der Armee nach Salamiyya gebracht und mit allem Nötigen versorgt.
26 Personen waren am 21.10.2017 vom IS aus al-Qaryatain verschleppt und während deren Absetzversuchs angesichts des schnellen SAA-Vorrückens als menschliche Schutzschilde mißbraucht worden. Während der Befreiungsinitiative der Stadt beobachtete eine SAA-Einheit zusammen mit Volkswehrangehörigen feine Gruppe, die vom Ğabal Kaḥla herunterkam, während die Armee in jenem Gebiet flüchtige IS-Mitglieder verfolgte. Als sich herausstellte, daß es sich bei der Gruppe um zuvor gekidnappte Zivilisten handelte, wurden dieselben umgehend in Sicherheit gebracht und mit Essen und Trinken versorgt Die Entführten erzählten, der IS habe sie gezwungen, das von den Terroristen aus Gouvernementsgebäuden und Läden gestohlene Gut sowie Geld für sie in die umgebenden Berge zu deren Schlupfwinkeln zu transportieren. Jeder, der sich den Terroristen widersetzt habe, sei unter der Anklage des Abfalls vom gefoltert oder getötet worden. Die toten Körper hätten die Bewohner von al-Qaryatain jeweils in die Obstplantagen schaffen müssen. (http://sana.sy/en/?p=116793, http://www.sana.sy/?p=650487, http://www.sana.sy/?p=650487, je vom 29.10.2017)

In einer Anzahl Städte und Dörfer, insbesondere in Maʽrat Miṣrîn, 9km nördlich der Provinzhauptstadt Idlib, wie auch in Ġazla befinden sich nach Aussage Einheimischer Depots der Terroristen, vor allem vom al-Qâʽida-Ableger Ğabhatu_n-Nuṣra mit Sprengkörpern (selbstgebauten Raketen) bestückt mit Giftgas. Die Bewohner warnten davor, daß die Terroristen diese wieder gegen die Bevölkerung einsetzen könnten, um die Armee (SAA) bzw. die Regierung in ein übles Licht zu rücken. (http://sana.sy/en/?p=116758,  http://www.sana.sy/?p=650427) – Zum beanstandeten JIM-Bericht über den Einsatz von Giftgas in Syrien s.u.!

Überblick über die damaszener Vororte, Quelle: Ria Novosti

Terroranschläge vom 29.10.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen wieder bewaffnete Gruppen von Ost-al-Ġûṭa aus die Wohngebiete Ibn ʽAsâkir, ad-Dawîlaʽa, az-Zablaṭânî von Damaskus wie die Vorstadt Ğaramânâ mit Raketen und Mörsergranaten. Dadurch kam bisher ein Bewohner ums Leben, neun Anwohner trugen Verletzungen davon, Häuser und anderes gut wurden beschädigt.  (http://www.sana.sy/?p=650481)

Wie aus dem kasachischen Außenministerium verlautete, träfen am Abend des So., 29.10.2017, die Teilnehmer der 7. Astana-Konferenz ein. Am Mo., 30.10.2017, stünden bi- und trilaterale Expertengespräche auf dem Plan, am Dienstag dann  eine Plenarsitzung am Nachmittag. (http://sana.sy/en/?p=116742; s.a. http://sana.sy/en/?p=116832, http://www.sana.sy/?p=651004)

Küstenregion, Photo: SANA

Tourismusminister Bišr Yâziğî konnte während des Empfangs einer ausländischen Abgeordneten-Delegation am 29.10.2017 feststellen, daß die Tourismusbranche sich langsam erhole. Eine Menge Investmentprojekte seien gestartet und so an die 1.000 touristischer Einrichtungen wiederhergestellt worden. Dies gebe Grund zum Optimismus. (http://sana.sy/en/?p=116723)

 

Ein UN-Konvoi mit Hilfsgütern für die Orte in im Ost-Rîf von Damaskus wurde bei der Stadt Yaldâ an den Südausläufern von Damaskus von einer Gruppe Bewaffneter aufgehalten. Nur gegen „Wegezoll“ von 5000 Paketen an Lebensmitteln wollten sie denselben durchlassen. Bislang kamen am 26. Oktober noch Lieferungen durch den den syrischen Roten Halbmond an den Ziel­orten an. Dagegen seien die mit Hilfe des russischen Militärs gelieferten UN-Güter am 24.9.2017 durch die Kämpfergruppen östlich von Damaskus [Ost-al-Ġûṭa, vgl.u.!] beschlagnahmt worden, die zudem den freien Verkauf von Mehl und Be­darfsartikeln in den von ihnen kontrollierten Regionen verbaten. (http://sana.sy/en/?p=116804, s.a. https://sptnkne.ws/fNW8, basierend auf https://ria.ru/syria/20171028/1507758412.html vom 28.10.2017)

Ein Hilfskonvoi des syrisch-arabischen Roten Halbmonds ging am 28.10.2017 auch für die Bewohner im westlichen Umland von ar-Raqqa ab. (http://www.sana.sy/?p=650488)

Dair az-Zaur, Staubsturm, Photo: SANA

Der Gefechtsbericht für den 28.10.2017 entfällt, da aus der Gegend von Dair az-Zaur ein heftiger Staubsturm gemeldet worden ist, der Sicht stark beeinträchtigt und die Tageshelligkeit auf eine Halbdunkel beschränkt. Auch seien das Mobilfunknetz wie das Internet in der Provinz gestört. (http://www.sana.sy/?p=650185)

Aus den SDF-Milizen nahestehenden Webseiten war zu entnehmen, daß sich die US-unterstützten sog. Syrian Democratic Forces heftige Kämpfe lieferten um die Beuteverteilung des vorgefundenen Eigentums der geflohenen Bewohner von ar-Raqqa. Dagegen eröffneten die SDF-Kämpfer auf jeden das Feuer, der sich auf den Straßen zeigte, wie ja auch rückkehrwillige Einwohner am Vortag zu spüren bekamen (vgl.u.). (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960806000907 vom 28.10.2017)

In einem ehemaligen Versteck des IS östlich von ʽUqairbât (vgl.u.) im Ost-Rîf von Ḥamâ fand die Volkswehr am 28.10.2017 2.500 Tonnen gestohlenen Weizens vor. Dieser wurde anschließend zu den vorgesehenen Lagerhallen und Silos gebracht und gesundheitstechnisch untersicht. (http://www.sana.sy/?p=650184)

Giftgas-Bedrohung, Photo: AP

Der russische Vize-Außenminister Sergei Riabkow kommentierte den JIM-Bericht zum Vorfall in Ḫân Šaiḫûn am 27.10.2017 gegenüber RIA Novosti dahingehend, daß dieser „auf fals­chen Zeugenaussagen und fehlerhaften Untersuchungsmethoden beruhe„. Nach eingehender Berichtsanalyse werde die Moskauer Regierung konkrete Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung der Untersuchungsmethoden machen mit dem Ziel, „jegliche potentielle Manipulationen mit dem Instrument und dieser ganzen Materie durch eine Gruppe von Ländern zu verhindern, denen das Geschehen gleichgültig ist, wer, wie und aus welchen Gründen Giftstoffe einsetzt. Diese nutzen das ganze Thema nur als Mittel zur Lösung ihrer eigenen, für uns unannehmbaren politischen Aufgaben.“ (http://www.sana.sy/?p=649612; s.a. https://sptnkne.ws/fN3D) – Im Weiteren dazu s.u.!

Das Außenministerium in Damaskus wies am Fr., 27.10.2017, seinerseits die auf so beanstandenswerte Weise zusammengekommenen Ergebnisse des JIM-Berichts (vgl.u.) zurück. Dieser sei auf Instruktion der Administrationen der USA und weiterer westlicher Länder zustande gekommen, die damit weiteren Druck gegen die syrische Souveränität aufbauen wollten. Wie schon mehrfach zuvor (vgl.u.) wiederholte das Amt, die Regierung sei ihrer eingegangenen Verpflichtungen zur Vernichtung all ihrer Chemiewaffenbestände unter OPCW-Überwachung in kooperativer Weise vollkommen nachgekommen, ohne sie in irgendeiner Hinsicht zu behindern, und lehne C-Waffeneinsatz als unmoralisch und verdammenswert ab, gleich wann, wo und unter welchen Umständen. Syrien verurteile die offen oder versteckt im Report untergebrachten Vorwürfe gegen sein Land wie früher geäußerten, da es sich dabei um Verdrehungen der Wahrheit  bzw. Falschdarstellungen aller vorhandenen Fakten handele. Ebenso sei die Abhängigkeit des Joint Investigative Mechanism (JIM) von Aussagen krimineller Terroristen zu verurteilen, die selbst für den unmoralischen Akt in Ḫân Šaiḫûn verantwortlich seien wie von apokryphen zwielichtigen Aussagen, die im Report als „offene Quellen“ ausgegeben werden. Seit Beginn der Arbeit von JIM habe Syrien wiederholt gefordert, dessen Tätigkeit müsse professionell und unparteiisch sein; falls jedoch dessen „Berichte“ im voraus durch westliche Geheimdienste verfaßt würden, wären diese unbrauchbar; leider sei dieser Einfluß bislang jedoch  gegeben gewesen. Ebenso habe man immer wieder Fakten dafür geliefert, daß die Terrorfraktionen C-Waffen einsetzten und darin sogar durch Parteien in der Region und darüber hinaus, insbesondere die USA, Frankreich und Großbritannien (dazu s.u.) und deren Marionetten in der Region wie Saudi-Arabien, Qaṭar, die Türkei u.a. unterstützt würden. Der Druck, den diese Länder auf JIM und das Faktenfindungskomitee ( fact-finding committee) der OPCW ausübten, habe sich in der Ablehnung des Resolutionsentwurfs gezeigt, welcher durch Rußland und den Iran eingereicht worden war, um vor Ort in Ḫân Šaiḫûn und der aš-Šaʽîrât-Luftwaffenbasis durch eine Untersuchungskommission ermitteln zu lassen (hierzu vgl. Teil V). Schließlich hätten sich beide Gremien, die JIM wie das Faktenfindungskomitee geweigert, zum Ort des Vorfalls zu reisen, um dort herauszufinden, was tatsächlich geschehen war; statt dessen seien nicht nachvollziehbare Entschuldigungsgründe für die Weigerung angeführt worden. Über all das schweige sich der JIM-Report aus. (http://www.sana.sy/?p=649781, http://sana.sy/en/?p=116695)

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116669  und http://www.sana.sy/?p=649729 (Vernichtung letzter IS-Bastionen und -Verstecke in den Stadtteilen von Miḥkân im S von al-Mayâdîn während des fortgesetzten Vormarsches auf al-Bû Kamâl im äußersten SO des Rîf von Dair az-Zaur zu samt Kampfwagen, Autobomben und Bewaffnung; zudem  Beseitigung von IS-Barrikaden und –Trupps in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî, al-Maṭâr al-Qadîm, Kanâmât, Ḫasârât und aš-Šaiḫ Yâsîn der Provinzhauptstadt unter Deckung akkurater SAAF- und Artillerieangriffe auf die IS-Stellungen, dabei Rückeroberung des Industriegebiets. Gemäß Einheimischenberichten sind die Zufahrtsstraßen von al-Bû Kamâl mit Erdwällen u.a. verbarrikadiert und IEDs auf den Hauptstraßen und Randbezirken der Stadt ausgelegt, um die SAA beim Vordringen zu behindern; infolge des schnellen Vormarsches befänden sich die Terroristen in heller Aufregung.)

Laut dem Auswärtigen Amt Kasachstans vom 27.10.2017 haben alle geladenen Parteien ihre Teilnahme an der 7. Astana-Konferenz zugesagt. Das bedeutet, daß neben den Delegationen der syrischen Regierung, der Opposition und der drei Garantenstaaten Vertreter der UNO, der USA und Jordaniens als Beobachter dabei sein werden. (http://www.sana.sy/?p=649733)

Stadtteil al-Mašlab von ar-Raqqa, Photo; SANA

Terroranschläge vom 27.10.2017:
Aufgrund von übereinstimmenden Meldungen von Einheimischen der Region und im Internet geposteten Videos von Aktivisten versuchten hunderte Bewohner, darunter Frauen und Kinder, des Stadtteils al-Mašlab von ar-Raqqa trotz der Zerstörungen durch die Bombardements der US-geführten Koalition (auch mittels Einsatzes weißen Phosphors) in den letzten Monaten (vgl.u.) in ihre Wohnstätten zurückzukehren, aus denen sie zuvor geflohen waren. Daran wurden sie jedoch durch gezielte Schüsse einer Gruppe SDF-Kämpfer (zu deren Einordnung s.u.!) gehindert, die damit neun Personen verletzten  (http://sana.sy/en/?p=116666, http://www.sana.sy/?p=649724)
Wieder wurde die Stadt Maḥarda, ca. 25km nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ, von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen aus der benachbarten Provinz Idlib mit Raketen beschossen, wodurch zwei Bewoher verletzt und mehrere Wohnhäuser beschädigt wurden.  (http://www.sana.sy/?p=649741)

Gemäß einer Verlautbarung des russischen Verteidigungsministeriums vom 27.10.2017 registrierte die Kontrollgruppe der De-Eskalationszonen neun Verstöße gegen die Waffenruhe in diesen Gebieten, darunter je vier in der Zone Idlib und  Rîf Dimašq sowie eine in der von amâ. Die meisten Fälle wahlloser Angriffe mittels kleinerer Waffen ereigneten sich in den vergangenen 24 Stunden jedoch von den vom IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  kontrollierten Terrains aus. (http://sana.sy/en/?p=116664, http://www.sana.sy/?p=649692)

SAA-Pirsch, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116612 und http://www.sana.sy/?p=649064 (Nach heftigen, für den IS verlustreichen Kämpfen weiteres Vorrücken im SO-Umfeld von Dair az-Zaur mit Etablierung der Kontrolle über diese Gebiete einschließlich des Dorfes Ḥuwaiğa Ṣakr (ca. 10km vom Dair az-Zaur-Stadtzentrum) nach Beseitigung der letzten IS-Trupps und -Fortifikationen dort samt etlichen Autobomben, mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen und unterschiedlichsten Kanonen sowie nachfolgendem Räumen der hinterlassenen Minen und Sprengsätze des IS; weiterer Vormarsch auch auf dem Ost-Ufer des Euphrats in Richtung des NO-Umlands von al-Ğadîda mit Zerstörung der IS-Stellungen dort wie um Ḫušâm; zudem präzise effektive Artillerie- und SAAF-Angriffe gegen die IS-Bastionen in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî, al-Ğubaila, Kanâmât, Ḫasârât der Provinzhauptstadt mit Vernichtung von deren Waffen und Munition. Laut Mitteilungen der Einheimischen gab es Auseinandersetzungen zwischen IS-affiliierten Gruppen mit acht Toten darunter sechs Ausländern; derweil gab es eine neue Fluchtwelle unter den IS-Kämpfern inklusive der drei Kommandeure: Muḥammad Aḥmad as-Sayyid alias Ḥamâdî Abû al-Muṯhannâ und Aḥmad as-Sayyid und Aḥmad al-Kamârî; während seines Fluchtversuch samt Familie verhaftet wurde ein weiterer tunesischer IS-Kämpfer  in der Nähe der Stadt Daranağ südöstlich von al-Mayâdîn.)

Staffan de Mistura, der UN-Sondergesandte für Syrien, gab am Do., 26.10.2017, als Termin für den Beginn der nächsten [8.] Genfer Syrien-Konferenz  den 28.11.2017 an. Die 7. Gesprächsrunde war am 14.7.2017 zu Ende gegangen (vgl. Teil V). (http://sana.sy/en/?p=116654)

Präsident Dr. al-Assad mit Delegation von Alexander Lawrentiew, Photo: SANA

In Vorbereitung der 7. Astana-Konferenz traf die von Alexander Lawrentiew, dem speziellen Gesandten von Präsident Putin für Syrien, angeführte Delegation am 26.10.2017 in Damaskus mit Präsident Dr. al-Assad und Sachverständigen zusammen. Neben den schon mit den Astana-Konferenzen verknüpften bekannten Zielen beider Länder (vgl.u. und Teil V) führte Dr. al-Assad zudem aus, daß die Operationen zur Befreiung syrischen Territoriums vom Terrorismus wie die Maßnahmen zur Beendigung des Blutvergießens mittels Rekonziliierungsbemühungen den Boden für weitere politische Lösungsstrategien der Syrienkrise unter Garantie der Einheit und Souveränität Syriens bereiteten. Dazu gehöre auch eine Konferenz des nationalen Dialogs in Syrien, um Verfassungsverbesserungen zu erreichen und neue Parlamentswahlen abzuhalten. (http://sana.sy/en/?p=116648)

C-Waffenangriff durch Terroristen, Photo: Pars Today

Zu den absolut nicht neuen Behauptungen des am 26.10.2017,  vorgelegten Berichts des OPCW-UN Joint Investigative Mechanism (kurz: JIM) über den vorgeblichen Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (s. und https://sptnkne.ws/fNkG) vgl. die früheren Stellungnahmen u.a. von Michail Uljanow u.a. zum Sachverhalt. Wie von der syrischen und der Kreml-Regierung immer wieder gefordert, fanden bislang keine entsprechenden Untersuchungen vor Ort statt. Wie sollen somit die durchgeführten JIM-„Untersuchungen“  von überzeugender Bedeutung sein? Dagegen hat die syrische und russische Seite bisher auf etliche, den Vorwürfen widersprechende Fakten hingewiesen und dazu schlüssig Sachverhalte unterbreitet, die die Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn in ganz anderem Licht erscheinen lassen. Da dieselben, immer wieder durch Fakten überzeugend zurückgewiesenen Vorwürfe  seitens der US-Administration gegenüber der syrischen Regierung bzw. dem syrischen Militär in gewissen Abständen ohne wirklich neue Ergebnisse wiederholt werden, genügt an dieser Stelle ein Verweis auf die schon vorgestellten Darlegungen zum Fall. (vgl.u. wie in Teil V mittels Suchwort: Ḫân Šaiḫûn)
Das russische Außenministerium machte zum Fall geltend, daß eine Fortsetzung des am 17. 11.2017 auslaufenden JIM-Mandats nur in Frage komme, sofern sichergestellt sei, daß deren Vorgehensweise professionell (also wissenschaftlichen Kriterien genügend) und unabhängig stattfinde. Es gehe nicht an, daß am Ort des Vorfalls nicht ermittelt werde, die von der Chemical Weapons Convention zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausgeschöpft und überhaupt sehr selektiv vorgegangen werde. Etlichen westlichen Ländern gehe es aufgrund der gemachten Erfahrungen eindeutig nicht um die Klärung des Vorfalls. Their goal is not to reach the truth, but to use specialized international bodies in order to increase the pressure on the Syrian Government” (Deren Ziel ist nicht die Wahrheit, sondern fachliche internationale Gremien zu benutzen, um vermehrten Druck auf die syrische Regierung auszuüben). Die Weigerung seitens der Administrationen der USA, Großbritanniens und Frankreichs, über die letzten Jahre hinweg die Einsätze von Chemiewaffen durch  die in Syrien agierenden Terroristen zu verurteilen, habe beinahe das Ausmaß erreicht  „covering the crimes of terrorists” (die Verbrechen der Terroristen zu verschleiern). (http://sana.sy/en/?p=116605)

ar-Rukbân-Camp, Photo CBN-News

In einer Stellungnahme vom Do., 26.10.2017, protestierte ein Sprecher des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm  dagegen, daß die – völkerrechtswidrig – in at-Tanaf (s.u.) nahe der Grenze zu Jordanien  nach wie vor eine Militärbasis unterhaltenden US-Streitkräfte keine Hilfskonvois der Regierung in das Flüchtlingslager ar-Rukbân durchlassen. Dieses liegt 18km südlich der Ortschaft at-Tanaf, aber innerhalb des von der US-Basis kontrollierten und beanspruchten Terrains. Auch ließen die US-Verantwortlichen keine Repräsentanten von Hilfsorganisationen nach ar-Rukbân und verhinderten die Einrichtung gesicherter Korridore für die Flüchtlinge durch die SAA. Die Lage im Flüchtlingslager werde nämlich zusehends gefährdet  infolge des Einschmuggelns von Drogen und der Propaganda wie der Rekrutierung von Insassen für die Terrororganisationen. (http://sana.sy/en/?p=116609)

Salman bin Sultan, Quelle: The Intercept

Die US-Seite The Intercept, betrieben von unabhängigen Journalisten, die auch Meldungen abseits der Mainstream-Medien der Öffentlichkeit zukommen lassen wollen, berichtet von einem NSA-Dokument (s. top-secret National Secu­rity Agency document), das Whistleblower Edward Snowden bekannt machte. Daraus geht eindeutig hervor, wie tief ausländische Regierungen, hier besonders die saudische in den Terrorkrieg gegen Syrien verstrickt sind. Dies wir auch an jenem Fall deutlich, als Mitglieder der saudischen Sultansfamilie, Salmân bin Sulṭân, damals hoher Geheimdienstoffizier seines Landes, den Terroristen im Umland von Damaskus 120 Tonnen Sprengstoff und Raketen  liefern ließ, damit sie zum zweijährigen „Jahrestag“ am 18.3.2013 die Raketenangriffe auf die Hauptstadt Damaskus („to ,light up Damascus‘ and ,flatten‘ the air­port“), darunter den internationalen Flughafen und den Präsidentensitz durchführten (d.h. auf Befehl von Salmân bin Sulṭân!). Der Auftraggeber wurde darauf sogar zum Vize-Verteidigungsminister von Saudi-Arabien befördert. (http://www.sana.sy/?p=648724, basierend auf: https://theintercept.com/2017/10/24/syria-rebels-nsa-saudi-prince-assad/)

Wiederanschlauß – Gasfeld, Quelle s. Abbildung!

Neben den vielen Wiederaufbauprojekten im zivilen Wohnungsbau, der Wiederherstellung von medizinischer, Wasser- und elektrischer Versorgung etc. in den verschiedenen von den Terroristen befreiten Gebeiten des Landes konnte am 26.10.2017 ebenfalls die Wiederinbetriebnahme zweier wichtiger Gasfelder in der Provinz Ḥom, Nord-al-Fayad 9 und Abû Rabâ 19, verzeichnet werden.  Damit sind insgesamt 15 Gasfelder wieder ans Netz angeschlossen. (http://sana.sy/en/?p=116657)
Laut Auskunft von ʽAlî Ġânim, dem Minister für Öl und Mineralressourcen, vom Fr., 27.10.2017, beziffern sich die Verluste des Landes durch die Kriegsfolgen, systematische Zerstörungen durch die Terroristen und vor allem durch Bombardements der US-geführten Koalition, auf dem Ölsektor in einer bloßen Erstbewertung schonauf mehr als 68 Milliarden US-$. (https://sptnkne.ws/fNwQ)

Terroranschlag vom 25.10.2017:
Mittags feuerten im Rîf Dimašq in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen erneut bewaffnete Gruppen von Ost-al-Ġûṭa aus mit Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ und verursachten Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=116561)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116557 und http://www.sana.sy/?p=648657 (Rückeroberung des Industriegebiets von Dair az-Zaur nach Beseitigung der letzten IS-Nester mit anschließender Säuberung des Gebiets durch den Kampfmittelräumdienst und der Einrichtung neuer Militärposten darin als Ausgangspunkt neuer Operationen gegen IS-Verbände; zudem effektive Angriffe auf IS-Barrikaden in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, aš-Šaiḫ Yâsîn, Kanâmât, Ḫasârât mit heftigen Feindverlusten; im östlichen Umland der Provinzhauptstadt weiteres Vordringen im Kampf gegen die fortifizierten IS-Stellungen im Dorf Ḥuwaiğa Ṣakr unter Deckung präziser SAAF- und Artillerie-Einsätze. Erfolgreicher Luftschlag im Ost-Rîf von Ḥamâ zwischen al-Buwaidar und dem N von as-Saʽn gegen einen Konvoi von Ğabhatu_n-Nuṣra  bestehend aus acht Transportern mit schweren Waffen und Panzern. – Nach wie vor greifen Trupps von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  die Militärposten zum Schutz der an der Straße Ḫanâṣir – Aṯriyâ gelegenen Orte im nördlichen Umland von as-Saʽn an.)

C4 aus der „Autobombe“, Photo: SANA

Den Behörden der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya gelang es am 24.10.2107, einen Pickup mit ca. 50kg an  hochexplosivem C4-Sprengstoff rechtzeitig vor dem al-ʽUṯmân Surgical Hospital in der Vorstadt Tišrîn aufzuhalten und den Fahrer festzunehmen, bevor es zu einem Attentat per Autobombe kommen konnte. (http://sana.sy/en/?p=116490)

Terroranschlag vom 24.10.2017:  
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen im N von Ḥomṣ bewaffnete Gruppen, die sich in einem nahegelegenen kleinen Ort verschanzt hatten, das Dorf Akrâd ad-Dâsaniyya mit Raketen, die zum Glück „nur“ zu Sachschäden führten. (http://sana.sy/en/?p=116520)

SAA-Militäroperation, Quelle: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116495 und http://www.sana.sy/?p=648090  (Unter Deckung der SAAF Rückgewinnung der Kontrolle über etliche Positionen innerhalb der Stadt Maḥkân im SO von al-Mayâdîn während des Vormarsches von Dair az-Zaur aus auf  al-Bû Kamâl zu  mit Beibringung erheblicher IS-Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung; dergleichen Fortschritte bei den Operationen am Ostufer des Euphrats im Umkreis von Ḫušâm auf aṭ-Ṭâbiyya zu mit ebensolchen Folgen für die angetroffenen Terroristentrupps; zudem gezielte effektive Luft-und Artillerieangriffe auf IS-Positionen, -Zentren und-Fortifikationen in den Stadtteilen al-ʽArḍî, Kanâmât, Ḫasârât und, al-ʽUmmâl, al-Ğubaila, al-Ḥamîdiyya und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur mit Vernichtung vieler Terroristen samt deren Equipment. Lokale Quellen berichteten vom geglückten Entkommen von 18 Gefangenen aus einem IS-Gefängnis im Dorf al-Ğarḏî aš-Šarqî, SO von al-Mayâdîn.)

Außenministerium (von der Seite), Photo: SANA

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden protestierte das Außenamt am 24.10.2017 wiederum gegen die trotz aller Beschwerde fortgeführten Luftangriffe der US-geführten Koalition. Diese kosteten erneut,  dieses Mal am 23.10.2017 in dem unter Regierungskontrolle stehenden Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur viele syrische Zivilisten Leben und Unversehrheit und führten zu den bekannten Zerstörungen. Dabei kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt, wie immer darunter Frauen und Kinder. Besonders unverständlich sei dieses Bombardement, nachdem die SAA den Stadtteil vollkommen vom IS gesäubert habe und sich dieser gerade neu wiederbelebe. Das unterstreiche zum wiederholten Mal die verdächtige und subversive Rolle dieser Koalition, deren krampfhafte („frantic) Bemühungen darin bestünden, den weiteren Vormarsch der Armee und ihrer Alliierten nach deren Siegen über den IS zum Scheitern zu bringen, insbesondere in der Provinz Dair az-Zaur.  Nochmals erinnerte das Ministerium an die von der US-geführten Koalition begangenen Massaker in ar-Raqqa, die tausende Bewohner ihr Leben kosteten und die Stadt fast ausradierten („almost wiped the city off the face of earth”), während zur gleichen Zeit den IS-Kämpfern gesicherter freier Abzug („securing … safe exit”) aus ar-Raqqa und Dair az-Zaur gewährt wurde, damit jene umgehend die SAA in Dair az-Zaur angreifen konnten.   Und dann habe dies Koalition auch noch versucht, ihr abscheuliches Verbrechen („heinous crime“) in ar-Raqqa mit der Verkündung von Wiederaufbauplänen der zerstörten Stadt zu kaschieren. Weiter hieß es in dem Schreiben:  „Will not succeed in consolidating the de facto situation it seeks to achieve in cooperation with its agents, in a gross violation of the Syrian Arab Republic’s sovereignty, unity and territorial integrity.” Ebenso kritisierte das Außenamt jene ausländischen Regierungen, die diese US-geführten Koalition mit Lob überschütteten, ihre Verbrechen jedoch ignorierten. damit machten sie sich zum Komplizen („complicit”) des Blutvergießens syrischer Bürger und der Zerstörung von Städten und Infrastruktur im Land. Die an sich schon völkerrechtwidrigen Luftangriffe dieser Koalition müßten unbedingt umgehend durch den UNSC gestoppt werden. (http://sana.sy/en/?p=116510)

Vgl.a. die Stellungnahme aus dem AA zu ar-Raqqa vom 29.10.2017, wonach gut 90% der Stadt durch die US-geführte Koalition dem Erdboden gleichgemacht worden sei. (http://sana.sy/en/?p=116827)

Giftgasrückstandsprobe, Quelle: AFP

Nachdem Nikki Haley, US-Botschafterin bei den UN, am Fr., 20.10.2017, vom UN-Sicherheitsrat (UNSC) bzgl. des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn vom 4. April [vgl. Teil V] geforderte hatte, das Mandat der OPCW-UN Joint Investigative Mechanism (kurz: JIM) in Syrien unmittelbar zu verlängern, hatte das russische Außenministerium am Mo., 23.10.2017, hierzu Bedenken geäußert. In Erinnerung an die Darlegung von Michail Uljanow, dem Leiter der Ab­teilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des Amtes, vom 20.10.2017 (s.u.!) stehe erst noch der Bericht dieser Kommission für den 26.10.2017 aus, deren Arbeit bislang sehr mängelbehaftet und unzureichend (“unprofessional and raises questions”) gewesen sei. Es sei daher unverständlich bzw. befremdlich seitens der US-Administration, vor Vorlage dieses Berichts und einer Diskussion darüber unmittelbar auf diese Verlängerung dieser Mission zu drängen.  Die US-Darstellung, Rußland  wolle die Arbeit von JIM behindern, verkehre daher vollkommen den Sachverhalt.  (http://sana.sy/en/?p=116414) Vgl. die Sputnik-Version mit den Zitaten in Deutsch: „Damit der UN-Sicherheitsrat eine ausgewogene Entscheidung in dieser Frage treffen kann, ist es nötig, zuerst einen Einblick in den Bericht zu bekommen, besonders weil keine bedeutenden Informationen über die Tätigkeit der Ge­mein­samen Ermittlungsgruppe im letzten Jahr vorgelegt wurde. Der Bericht fehlt, dennoch wird eine Mandatsverlängerung gefordert. Das geht nicht. … Dabei verdrehen sie grob Russlands Stellung, indem sie behaupten, dass Moskau die Verlängerung blockieren würde, falls die Schlussfolgerungen des Mechanismus ‚antirussisch‘ wären“. (https://sptnkne.ws/fKT9) – In der Konsequenz legte der russische UN-Gesandte am 24.10.2017 sein Veto gegen einen dahingehenden, von den USA vorgelegten UNSC-Resolutionsentwurf ein. (http://www.sana.sy/?p=648376)

 

Während einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî in Moskau forderte Rußlands Außenminister Sergei Lawrow von der US-Administration eine „ehrliche und verständliche Antwort“ zu den „seltsamen Dingen„, die russischerseits an Aktivitäten der US-geführten Koalition aufgezeichnet wurden, insbesondere hinsichtlich des ungehinderten  Auszug von IS-Terro­risten aus ar-Raqqa [nach Dair az-Zaur, vgl.u.!]. So konnten  IS-Kämpfer ar-Raqqa in dem Moment verlassen, als die Koalition die Stadt belagerte. „Es ist mehrmals vorgekommen: In der Zeit, als die syrische Armee die IS-Positionen angriff, konnten dieselben IS-Kämpfer die von der US-geführten Koalition kontrollierten Regionen ruhig verlassen und sich zu Stellungen begeben, um der syrischen Regierungsarmee zusätzlichen Widerstand zu leisten“, versicherte Lawrow. Zudem erwähnte er: „Wenn wir von einer neuen Politik der USA hören, die das Entstehen irgendwelcher lokaler Räte [vgl.u.] auf den Territorien der Arabi­schen Republik Syrien vorsieht, löst das bei uns natürlich Fragen aus.“ Schließlich hatte US-Präsident Trump vor kurzem erklärt, es beginne bzgl. der Handlungen der US-geführten Koal­i­tion im Land ein neues Stadium, das die lokale Sicherheitskräfte unterstützen, Deeskalation fördern und sachgemäße Bedingungen für einen dauerhaften Frieden schaffen werde, da­mit „die Terroristen nicht zurückkommen und unsere kollektive Sicherheit nicht bedrohen“. Dagegen kritisiert die russische Seite, daß es bislang keinerlei Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusbekämpfung mit der US-Administration gegeben habe.  (http://www.sana.sy/?p=647567, http://www.sana.sy/?p=647567, https://sptnkne.ws/fKzW für letzte Zitate in Deutsch; Datum jeweils 23.10.2017)

Salman bin Sultan, Quelle: The Intercept

Ṯâmir as-Sabhân, Photo: arab news

Auf heftige kritische Reaktionen in Syrien stieß die zu spät bekannt gewordene Tatsache, daß Brett McGurk, der  bereits von Ex-US-Präsident Obama eingesetzte Sondergesandte, zuständig für die völkerrechtswidrig und entgegen der wiederholten massiven Proteste in Syrien agierende US-geführten Koalition, ohne Erlaubnis der Regierung die Kleinstadt ʽÎn ʿĪssạ̄ besucht und dazu auch noch Ṯâmir as-Sabhân eingeladen hatte. Dieser wurde wegen staatsfeindlichen Gebahrens vor ca. einem Jahr als saudischer Botschafter aus dem Irak ausgewiesen und dann in seiner Heimat mit dem Posten des Ministers für Angelegenheiten des  Persischen Golfes betraut. Wie schon bekannt gemacht, rief zwar plötzlich und entgegen ihrem bisherigen Verhalten die US-Regieung zum Wiederaufbau des durch die US-Bombardements fast dem Erdboden gleichgem0061hten ar-Raqqa auf (vgl.u.), doch sollten Ausländer diesen fianzieren, allen voran Saudi-Arabien, wie sich nun zeigt. Dessen Regierung hat eine besondere Stiftung insLeben gerufen, die muslimische Länder bzw. muslimische Minderheiten unterstützt, d.h. in Richtung Wahhâbismus, der islamischen Strömung, die auch dem IS zugrunde liegt. Daher erklären sich Titel-Überschriften wie Saudi Money Invades Raqqa – Sowing The Seeds Of ISIS 2.0 oder vom saudischen „Stützpunkt“ in der Region. – Dagegen hatte Präsident Dr.al-Assad immer davor gewarnt, daß es mit dem sieg über die Terroristen im Land allein nicht getan sei, es gelte vor allem der wahhabistisch begründeten Extremisten-Ideologie vor allem bei der während des Kriegs aufgewachsenen Jugend zu begegnen (s.  Präsidenten-Interview).

Bild-Propaganda zum „Photo des Tages“, Quelle: AFP

Zum jüngsten Propaganda-Lehrstück der Stimmungsmache gegen die syrische Regierung unter Präsident Dr. al-Assad aus der Feder von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt vom 23.10.2017, wie auch von Gulf News, wieder einmal in völlig verfälschender Kommentierung eines für die Emotionen der Leser komponierten Photos von AFP als „Foto des Tages“ nimmt die investigative Journalistin Karin Leukefeld, die sich im Gegensatz zu ihren Berufskollegen immer wieder vor Ort informiert, in erfreulich aufklärender und kritischer Weise Stellung und stellt den fake news die Tatsachen gegenüber. Die wahren Schuldigen sind nämlich wieder alte Bekannte von FSA (zur Einordnung s. frühere Teile, bes. Teil IV, Ğabhatu_n-Nuṣra etc., gegen die die SAA so zäh und schließlich erfolgreich kämpft. Der ganze Artikel ist nachzulesen bei: https://sptnkne.ws/fK2P!

Russisches Militär in Syrien, Photo: Sputnik

In einem Resümee des zweijährigen Unterstützungseinsatzes russischer Militärs in Syrien im Einvernehmen mit der Regierung in Damaskus teilte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu am 24.10.2017 während einer Konferenz der Association of Southeast Asian Nations Verbandes Süd­ostasiatischer Nationen (kurz: ASEAN, zu Deutsch: Verbandes Süd­ostasiatischer Nationen) und ihrer Partner mit, der IS kontrolliere nur noch knapp 5% des syrischen Territoriums; insgesamt 948 Trainingslager, 666 Fabriken und Werkstätten zur Herstellung von Sprengsätzen etc. der Terroristen seien zerstört  worden wie auch rund 1500 Einheiten von deren Militärtechnik. Wichtige 998 Orte wurden befreit, Sicherheit und Stabilität wiederhergestellt, wichtige Kommunikationskanäle deblockiert. 1,2 Millionen geflüchteter Zivilisten seien wieder in ihre jeweilige Heimat zurückgekehrt, allein im laufenden Jahr 660.000. Infolge des Rekonziliierungsprozesses der Regierung, den das Koordinationszentrums in Ḥumaimîm   unterstütze,  hätten sich rund 2.5000 Regionen diesem angeschlossen.  (http://sana.sy/en/?p=116492, http://www.sana.sy/?p=648053, s.a. https://sptnkne.ws/fKKh) –  Auch die Finanzierung des IS mittels Ausbeutung der Ölfelder sei nahezu gestoppt worden: „Bis zum Jahr 2015 verdienten die IS-Terroristen aus den Ölverkäufen auf dem syrischen Territorium rund drei Milliarden US-Dollar, mitunter waren das bis zu zehn Millionen Dollar täglich“, erwähnte Schoigu und setzte hinzu: „Heute wurden die Finanzspritzen der Terrormiliz von syrischem Territorium praktisch gestoppt.“ Dies geschah, indem mehr als 200 Öl- und Gasförde­rungs­stätten, 184 Ölraffinerien, 126 Pumpstationen und rund 4000 Tanklaster der Terroristen vernichtet wurden. (https://sptnkne.ws/fKM7)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.10.2017 informieren: (http://sana.sy/en/?p=116354 und http://www.sana.sy/?p=647526 (In al-Bû Kamâl im SO-Rîf von Dair az-Zaur befindet sich der IS laut Einheimischen der Gegend in Aufruhr bzw. Auflösung infolge des Näherrückens der SAA und deren weiteren Gebietsgewinnen, mit der Schattenseite vermehrter  Drangsalierung der Bewohner, die teils zu Schanz- und Befestigungsarbeiten für IS-Fortifikationen gezwungen werden; Auslöschung der letzten IS-Bastionen, -Verstecke  und –Trupps  unter Deckung von SAAF und Artillerie in Ḥuwai­ğa Ṣakr im Umland der Provinzhauptstadt wie in deren Stadtteilen aš-Šaiḫ Yâsîn, Sûq al-Hâl, Sînamâ Fu´âd-Straße, al-Ḥu­waiqa, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, al-ʽUmmâl, Kanâmât, Ḫasârât und al-ʽArḍî und dem Industriegebiet unter erheblichen Feindverlusten; intensive präzise SAAF-Angriffe auf Infiltrationsrouten und Verbarrikadierungen des IS in südöstlicher Richtung um al-Bû Kamâl im Bereich von al-ʿAšâra und al-Qûriyya, 60km im SO von al-Mayâdîn – unter den zahlreich getöteten IS-Extremisten wurde auch Muḥammad Ğâsim al-Aʽrân alias aš-Šaliṣtû, einer der effizientesten IS-Offiziere identifiziert. Einheimische meldeten erneut IS-Fluchtwellen einschließlich des selbsternannten IS-Kommandeurs von Dair az-Zaur mit dem Kampfnamen Abû aṭ-Ṭayyib al-Idlibî zusammen mit fünf seiner Männer. In der zurückeroberten Ğab al-Ğarâḥ im Rîf von Ḥomṣ fiel den Kampfmittelbeseitigungseinheiten eine IS-Werkstatt für IEDs, Sprengstoffgürtel mit drei Kampfdrohnen in die Hände, auch entdeckten sie ein Warenlager mit medizinischen Vorräten.)

Kasachischer Außenminister, Photo: SANA

Der kasachische Außenminister informierte am 23.10.2017 darüber, daß von der nächsten [7.] Astana-Sitzung neue Delegationen an der Teilnahme nicht ausgeschlossen seien. Alles hänge vom Umfang der Koordination der drei Garantenstaaten (dazu s.u.) ab. (http://sana.sy/en/?p=116347)

SAA-Soldaten verhalfen eine Anzahl vor dem IS aus dem Umkreis von al-Mayâdîn geflüchteten Familien sicher nach Dair az-Zaur, wo sie – wie üblich (vgl.u.) – sofort mit allem Nötigen versorgt und in ein Übergangszentrum gebracht wurden. Auch sie erklärten sich glücklich, in Sicherheit angekommen zu sein und riefen alle noch zögernden Bewohner des Umlands dazu auf, sich zur nächst gelegenen SAA-Posten durchzuschlagen. (http://sana.sy/en/?p=116383)

US-Basis at-Tanaf, Photo: Sputnik

In Reaktion auf den unlängst erneut erfolgten türkischen Einmarsch in Idlib (s.u.), der  völkerrechtswidrigen Präsenz der US-geführten Koalition (s.u.) im Land wie der US-Truppen in at-Tanaf (s.u.) und anderen Landesregionen versicherte Informationsminister Turğumân am 23.10.2017, die Regierung werde diese groben Aggressionen nicht unbeantwortet lassen. Dazu bemerkte er: „Wir betrachten diese Präsenz als grobe Aggression, die Syriens Souverä­nität, das internationale Recht und die UN-Resolutionen verletzt.“ Er ergänzte: „Wir haben das Recht, diese Aggression in entsprechender Weise und zum entsprechenden Zeitpunkt zu beantworten. Die syrische Armee wird die Kontrolle über jedes Sandkörnchen in Syrien von Nor­den bis Süden und von Osten bis Westen wiederherstellen.“  (https://sptnkne.ws/fKt7) Genauso gelte ar-Raqqa nicht als befreit, solange nicht die Landes-Streitkräfte (SAA) dort stationiert seien. Wenn auch der Auszug des IS (dazu vgl.u.!) an sich aus der Stadt positiv zu werten sei, sei die staatliche Souveränität und Integrität auch in diesem Gebiet erst wiederhergestellt, wenn dort die nationalstaatlichen  Stellen das Sagen hätten, „unabhängig davon, ob sich hier der IS oder eine andere Fraktion oder Organisation befindet“. Nochmals machte er klar: „Wir halten keine Stadt für befreit, bis die syrische arabische Armee in diese einmarschiert und die syrische Flagge gehisst wird“. …  Dies betrifft jede Stelle auf der syrischen Karte.“(https://sptnkne.ws/fKqK</a

Am 22.10.2017 resümierte Finanzminister Dr. Ma´mûn Ḥamdân, die Fortschritte der SAA wie die politischen Bemühungen hätten positive Rückwirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Diese bessere sich von Tag zu Tag trotz des Terrorismuskrieges im Land. Die Produktion finde allmählich zu ihrer früheren Leistung zurück. (http://www.sana.sy/?p=647383)

Patriarch Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî in Salt Lake City, Photo: SANA

Der maronitische Patriarch, Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî hielt am Sonntag eine Messe in Salt Lake City im Bundesstaat Utah/USA. Dabei machte er deutlich, daß die meisten Mitglieder der in seinem Land  (Syrien) agierenden Terroristen, z.B. der  Terrororganisationen IS und al-Qâʽida [einschließlich deren zahlreichen Ablegern] in den Nahost-Ländern Fremde, Eindringlinge seien, auch für dessen traditionelle Kultur. Zudem würden jene Extremisten vom Ausland her unterstützt und ausgebildet, um künstlich Kriege in der Region zu entzün­den [nach dem sog. Yinon-Plan, s. Teil IV]. Trotz allem würden die Christen im Land darauf beharren, in ihrer Heimat zu bleiben. Das sei deren Recht und die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, dies zu ermöglichen. Schließlich konstatierte er: „Wenn wir den Nahen Osten verließen, würde es ein Land der Terroristen werden und eine Basis, die den Weltfrieden bedroht.“ Es sei an der Zeit, „einen gerechten und dauerhaften Frieden zu schaffen.“  (http://www.sana.sy/?p=646829) 

Während der Parlamentssitzung am So., 22.10.2017, verurteilte auch die Volksversammlung auf das Strengste die jüngsten in einer langen Reihe solcher stehenden Angriffe seitens des israelischen Militärs auf eine SAA-Stellung im Abwehrkampf gegen den Terrorismus. Dies untertreiche erneut „that the Israeli aggression comes in the framework of the support provided by the Zionist entity to the terrorist organizations, particular­ly Jabhat and the groups affiliated to it.” [dazu s.  Teil IV bzgl. Balkanisierung, Yinon-Plan!].  Außerdem rief das Parlaments diejenigen der Weltgemeinschaft wie der IPU (Inter-Parliamentary Union ) dazu auf,  to „ condemn and put an end to the repeated Zionist aggressions, and to adhere to their commitments and decisions in combating systematic terrorism which is backed by the Zionist entity.” (http://sana.sy/en/?p=116336)

SAA im Vormarsch, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116275 und http://www.sana.sy/?p=646734 (Mit Unterstützung der alliierten Kämpfer Rückgewinnung von Ḫušâm im NO-Rîf von Dair az-Zaur aus der Herrschaft des IS mit Eliminierung vieler Terroristen samt Kampfwagen und Fortifikationen auf dem Ost-Ufer des Euphrats mit anschließendem Mienenräumen durch die Spezialkräfte im Ort; im Ḥuwaiğa Ṣakr-Areal weitere Jagd auf IS-Trupps und Rückeroberung etlicher bedeutsamer Punkte und von den Extremisten zu ihren Unterschlupfen umfunktionierten [von den Bewohnern] verlassenen Häuser; zudem akkurate effektive SAAF- und Artillerie-Einsätze gegen IS-Verbarrikadierungen und –Stellungen in Ḥuwaiğa Ṣakr und den Stadtteilen der Provinzhauptstadt al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila, al-ʽArḍî und Kanâ­mât al-ʽUmmâl und dem sog. Arbeiterviertel. von zivilen Quellen aus dem Ost-Umfeld der Provinzhauptstadt war zu erfahren, daß wieder gut 50 IS-Kämpfer zusammen mit ihren Familien IS aus der Stadt al-Bû Kamâl und ihrem Umland geflohen waren. )

Auch Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates, nahm kritisch zur Situation in ar-Raqqa (s.u.!) Stellung: „Die unverzügliche Bereitstellung von Millionen Dollar und Euro für Rakka ist ein weiteres Beispiel für die Doppelstandards der US-geführten Koalition in Syrien, ein Beispiel für die Unterscheidung in ‚Unsere und Fremde‘“, äußerte er gegenüber. Damit wolle die US-geführte Koalition „nicht nur die Spuren der barbarischen Bombardements verwischen. (…) Auf der Hand liegen die separatistischen Versuche, Rakka zum Zentrum eines anderen Syriens zu machen, das nicht unter der Kontrolle von Baschar Assad stehen wird. (…) Die Wiederherstellung des friedlichen Lebens ist lediglich ein passender Vorwand.“ (https://sptnkne.ws/fJV8 vom  22.10.2017)

Nach Rückzug des IS aus diesem Gebiet infolge der Erfolge der SAA, zuletzt in Ḫušâm (vgl.u.) haben die US-unterstützten SDF bzw. DKS-Kräfte das Ölfeld al-ʽUmar, eines der größten des Landes, besetzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33304-syrien_kurden_erlangen_kontrolle_%C3%BCber_syrisches_%C3%96lfeld)

Terroristenstellung, Quelle: Sputnik

Terroranschläge vom 21.10.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen aus dem südlichen Bereich der Provinz Idlib die Stadt Maḥarda, ca. 25km nördlich von Ḥamâ, mit Raketen, töteten so eine Person und verursachten Sachschäden.
Im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verschanzte Terroristen feuerten Raketen auf die Wohngebiete as-Sal und al-Maḥaṭṭa von Darʽâ, verletzten damit drei Anwohner und beschädigen Häuser und weiteres Eigentum.
(http://www.sana.sy/?p=646568, http://sana.sy/en/?p=116268)

al-Qaryatain kehrt zum normalen Leben zurück, Photo: SANA

Auch in al-Qaryatain kehrt dank der Bemühungen der Regierung wieder normales Leben zurück. Ein Video gibt einen Überlick: http://www.sana.sy/?p=647185.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116249  und http://www.sana.sy/?p=646340 (Am 27.9.2017 war ein großer Trupp von 300 IS-Kämpfern in dutzenden Kampfwagen wieder in der Stadt al-Qaryatain im SO-Rîf von Ḥomṣ eingefallen, was erneut (vgl.u.) nur unter Nutzung genauer von der US-geführten Koalition besorgter Positionsdaten habe geschehen können. – Diese bekämpfte eine SAA-Einheit erfolgreich und stellte die Kontrolle über die Stadt wieder her; anschließend beseitigte der Kampfmittelräumdienst die vom IS in Häusern, Straßen, an Plätzen und in Gouvernements-Institutionen angebrachten und ausgelegten Sprengsätze und Minen.) – Wie schon früher dargelegt, umfaßt die Armee (SAA) nicht genügend Kräfte, um immer in ganz Syrien präsent zu sein, sondern kann nur für begrenzte Zeit  an einem bzw. mehreren Orten operieren, um dann gezwungenermaßen weiterzuziehen.

Von Luftangriffen zerstörtes ar-Raqqa, Photo: Sputnik

Auf Twitter verkündete US-Präsident Trump am 21.10.2017 die Rückeroberung von ar-Raqqa vom IS. (pic.twitter.com/BQYwR3bjRR) – Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung:
Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung: Die Statements eines Sprechers der US-Ad­ministration über einen „hervorragenden Sieg“ in ar-Raqqa bezeichnet er als „verwunderlich“ bzw. „befremdlich„. Nicht nur, daß die syrische Armee (SAA) mit russischer Luft-Unterstützung zur selben Zeit die Provinzhauptstadt Dair az-Zaur innerhalb von zehn Tagen befreit habe, wovon kaum etwas zu vernehmen war. Ein Vergleich bringe da Klarheit: „In Washingtons Augen kontrollierte der ‚Islamische Staat‘ nur Rakka in Syrien — eine provinzielle Stadt, wo vor dem Krieg etwa 200.000 Manschen [sic!] gelebt hatten, und unmittelbar vor dem Start der fünfmonatigen Operation der Koalition zu deren Befreiung weniger als 45.000 Menschen. … In Deir ez-Zor mit seinen großen Vororten am Euphrat lebten vor dem Krieg mehr als 500.000 Einwohner. Dabei befreiten die syrischen Truppen dieses Gebiet unter Beistand der russischen Luftwaffe innerhalb von zehn Tagen.“
Verwunderlich sei vor allem, daß plötzlich die aus Washington, Paris und Berlin massiv darauf gedrängt werde, daß der Westen in den Wiederaufbau von ar-Raqqa „tens of millions dollars and euros“ investieren solle. „We welcome such generosity, but we have questions:” Die Frage sei: „Wodurch ist also diese Eile der westlichen Länder mit der gezielten Finanzierung von Hilfe aus­schließlich für Rakka bedingt?“, stellt der Generealmajor da die verständliche Frage, denn: seit mehreren Jahren fordere die russische Regierung dazu auf, alle Arten humanitärer Hilfe nach Syrien zu schicken.  „Dabei hatten wir eine Liste von Ortschaften vorbereitet, wo diese Hilfe in erster Linie nötig ist, ohne die Syrer in ‚gute‘ und ‚schlechte‘ zu teilen.“, setzte Konaschenkow auseinander. Doch jedes Mal sei  die Antwort aus Washington, Berlin, Paris und London dieselbe gewesen: „Wir können nicht und wir werden nicht.“ Woher also jetzt der komplette Sinneswandel und die Eile? Infolge der dokumentierten verheerenden Flächenbombardements der US-geführten Koalition auf ar-Raqqas (Wohngebiete! vgl.u.!) sei die Stadt jedoch fast völlig zerstört und: „Raqqa has not managed to cool down after bombings of the international coalition.“ Dagegen habe in Dair az-Zaur sofort die Regierungshilfe eingesetzt und auch Rußland, der Iran etc. hatten Hilfe geschickt, so daß die Bürger dort schon wieder ein nahezu normales Leben führten. Doch: „Rakka hat das Schicksal von Dresden 1945 übernommen, das bei englischen und US-amerikanischen Luftangriffen vom Antlitz der Erde ausgelöscht worden war„, stellte der Sprecher dar. Demnach gehe es bei der Finanzierungsaufforderung offensichtlich darum, „die Spuren der barbarischen Bombenangriffe der Luftwaffe der USA und der Koalition [zu] verwi­schen, die in ar-Raqqa Tausende vom IS ‚befreite‘ Zivilisten begraben haben„. Im Gegensatz zum durch die Flächenbombardements der US-gefürhten Koalition zerstörten ar-Raqqa, kämen tausende Rückkehrer aus dem Umland nach Dair az-Zaur zu ihrem gewohten friedlichen Leben zurück. (http://sana.sy/en/?p=116305, https://sptnkne.ws/fJT7 für Zitate in Deutsch)
Einen Einblick davon gibt Karin Leukefeld in dem Bericht: Deir Ezzor: Die Stadt im Euphrat Tal kehrt langsam ins Leben zurück
Photos des – von der US-geführten Koalition! – zerbombten ar-Raqqa sind zu sehen bei: https://sptnkne.ws/fKJz.

IDF, Quelle: Reuter

Aus dem Obersten Armee-Kommando verlautete am 21.10.2017, es sei am Morgen erneut zu israelischen Angriffen von den völkerrechtswidrig (dazu s.u.!) immer noch durch die israelische Armee besetzt gehaltenen Golanhöhen her auf ein Militärstellung der SAA im Antiterrorkampf im Umland (Rîf) von al-Qunaiṭra gekommen, wodurch Sachschäden entstanden. Dieser Angriff erfolgte, nachdem die Terroristen eine Mörsergranate ins Niemandsland auf den Golanhöhen geschossen und damit der israelischen Armee (IDF) einen Vorwand für den nachfolgenden Angriff gegeben hatten. Diese unterstreiche erneut die schon mehrfach belegten Darlegungen der Verbindung zwischen den im Süden Syriens aktiven Terrorgruppen [v.a. der Ğabhatu_n-Nuṣra, s.u.] mit der IDF. Das Oberste Kommando warnte vor den negativen Auswirkungen solcher aggressiver Akte ganz abgesehen von den nicht tragfähigen fadenscheinigen Vorwänden für dieselben. (http://sana.sy/en/?p=116224, http://www.sana.sy/?p=646309)

Mehr denn je ist die israelische Regierung daran interessiert, die völkerrechtswidrig seit 1967 besetzt gehaltenen – auch landschaftlich schönen – syrischen Golanhöhen nicht zurückzuerstatten, wie es zahlreiche UNSC-Resolutionen vo4hsehen (dazu vgl.u.). Neben der bisherigen Ausbeutung zahlreicher Naturschätze steht laut umfassender Darlegung von F. William Engdahl nun die Ausbeutung eines 2007 auf den Golanhöhen entdeckten immensen Schiefergasfelds durch Fracking mit Erwärmung und des Gesteins bis auf 300°C, um einen geologischen Prozeß von Jahrhunderten zu forcieren.(https://journal-neo.org/2015/10/26/genies-and-genocide-syria-israel-russia-and-much-oil-2/) – Auf die Naturzerstörung seitens der israelischen Okkupationsmacht auf den Golanhöhen, die auch schon Gegenstand von UNSC-Resolutionen war – siehe v.a. die frühere bestätigende UNSC-Resolution Nr. 497wurde schon früher hingewiesen (vgl.u.).

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA1

Darauf richtete die Regierung am 21.10.2017 nach Verurteilung dieses aggressiven Akt seitens der die Golanhöhen völkerrechtswidrig besetzt haltenden IDF erneut (vgl.u.) zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, um dagegen zu protestieren. Das Ministerium zeigte sich höchst erstaunt über die offensichtliche Unfähigkeit des UNSC, diese Vorfälle zu stoppen und sie klar zu verurteilen, obwohl sie in flagranter Weise die Prinzipien der UN-Charter wie des internationalen Rechts und aller relevanten UNSC-Resolutionen verletzten. Schließlich warnte das Außenamt vor den negativen Rückwirkungen solchen Tuns in Unterstützung der vor Ort agierenden Terrorgruppen. (http://sana.sy/en/?p=116255)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116201 und http://www.sana.sy/?p=646210 (Im Nord-Umland von Dair az-Zaur nach harten, für den IS verlustreichen Gefechten auf dem Ost-Ufer des Euphrats im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr [wo General Zahruddîn am Mittwoch durch eine Mine getötet worden war, vgl.u.] parallel zum Vormarsch auf  Ḫušâm zu.)

Nach der Kundgabe vom 16.10.2017 durch den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu (s.u.) führte Wladimir Schamanow, Chef des Ver­teidigungsausschusses der Staatsduma, am Fr., 20.10.2017, zu den weiteren russischen Aktionen in Syrien aus, nach Ende des Truppeneinsatzes  im Counterterrorismus würden Sonderoperationen ein­geleitet, denn: „Viele [Terroristen bzw. Extremisten] versuchen ihre Bärte abzunehmen (…), in lokale Behörden einzudringen und so weiter. Das ist ein langwieriger Prozess.“ Und diesen Versuchen gelte es dann zu netgegnen. (https://sptnkne.ws/fJsE)

Staatsbegräbnis für General ʽIṣâm Zahruddîn, Photo: SANA

Unter immenser Beteiligung der Bevölkerung fanden am 20.10.2017 die Begräbnisfeierlichkeiten zu Ehren des verdienten, bewunderten und äußerst beliebten Generalmajors ʽIṣâm Zahruddîn statt. Den Bildern nach zu urteilen füllte die Trauergemeinde das ganze Stadion in der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ´. Der Sarg war mit der Nationalfahne, einem Bild des Gefallenen, sowie Kränzen aus Rosen und Lorbeer geschmückt. In Stellvertretung für Dr. al-Assad nahm der Staatsminister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzâm, teil und kondolierte  der Familie des Gefallenen, der als Held und Verteidiger des Vaterlands geehrt wurde. Eine Rede hielten nach dem Präsidentenvertreter der Leiter des politischen Zweigs der Republikanischen Garde im Namen der Armee und der Streitkräfte, der den Märtyrer [so werden alle – auch die zivilen – Todesopfer des Terrorkrieg genannt!] Zahruddîn als ein Beispiel an Ethik und Disziplin, höchsten Muts und Beherztheit herausstellte, geliebt von seinen Kameraden und Unterge­benen. nie säumend bei der Durchführung seiner Aufgaben, nie einen Moment zögernd beim Erfüllen seiner Pflicht, von guten Manieren, anständig, besonnen und von gutem Herzen. Im Namen des Gene­ral­komman­dos der Armee und Streitkräfte drückte er sein tiefstes Beileid, aufrichtiges Mitgefühl, herzliche Anteilnahme aus und wünschte den Hinterbliebenen und Kindern Syriens Trost und Segen durch die Märtyrertat des Kriegshelden im Kampf gegen den Terrorismus. Weiter kamen noch der Bruder des Verstorbenen, der Groß-Muftî, ein hoher Vertreter der Baʽṯ-Partei sowie Führungsmitglieder libanesischer Parteien und zuletzt ein langjähriger Kampfgefährte zu Wort. Außerdem wohnten der Ehrenzeremonie mehrere Minister, Parlamentsabgeordnete, Vertreter der Baʽṯ-Partei, religiöser Gruppen einschließlich der Drusen, weitere bekannte Persönlichkeiten aus dem sozialen Leben und hohe Militärs bei. Nach Erklingen der Nationalhymne folgte eine „majestätische“ Prozession zur letzten Ruhestätte im Dorf aṣ-Ṣûra al-Kabîra. (http://www.sana.sy/?p=646074 mit Bildergalerie)

Ehren-Begräbnis, Photo: SANA

Gegenüber Sputnik News referierte SAA-Brigadegeneral ʽAlî Maqṣûd die großen Erfolge der letzten Tage (vgl.u.)  seitens der Armee mit alliierter Unterstützung. Mit Befreiung der Stadt al-Mayâdîn, der ehemaligen IS-Hochburg der Gegend, sei die endgültige Zerschlagung des IS im Land in greifbare Nähe gerückt.  „Die syrische Armee steht kurz vor einer entscheidenden Schlacht an der syrisch-irakischen Grenze. Ist diese Schlacht gewonnen, ist die Befreiung von Deir er-Zor nur eine Frage von Stunden.“, versicherte der General. Bezüglich der Aktionen der US-geführten Koalition in der Provinz ar-Raqqa stellte er heraus: „Die USA kontrollieren zwar einige Ölfelder in dieser Provinz… . Aber einen strate­gischen Vorteil haben sie dadurch nicht, weil die syrische Armee alle Verbindungsstraßen zwischen Rakka und Deir er-Zor kontrolliert.“ Zur Situation in der Stadt ar-Raqqa bzw. der Verkündung durch die US-seits unterstützten SDF-Kräfte (auch: DKS) urteilte er, die Meldung von der Befreiung ar-Raqqas sei dagegen nichts als eine Verschleierungstaktik: „das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun“.  Die USA müßten in Syrien eine Niederlage einstecken, „tun für die Weltöffentlichkeit aber weiterhin so, als würden sie gegen den IS kämpfen“. Auch er bestätigte den schon angeführten, von mehreren Quellen übereinstimmend berichteten Vorgang (vgl.u.): „Die USA haben die IS-Anführer mit Hubschraubern aus Rakka ausgeflogen und den Demokratischen Kräften Syriens geholfen, die befreiten Gebiete zu erobern.“ Zu den SDF bzw. DKS bemerkte er: „Die syrische Armee respektiert die DKS als einen Teil des syrischen Volkes. Aber wenn sie das Gesetz brechen und gegen die syrische Verfassung verstoßen, liefern sie sich selbst einem Gegen­schlag aus. Es ist offensichtlich, dass sie eine Waffe in den Händen der Vereinigten Staaten sind.“ (https://sptnkne.ws/fHRu  vom 19.10.2017)

Bestätigend zum Vorgehen der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa veröffentlichte der US-Schriftsteller Stephen Lendman  zudem Folgendes:

St. Lendman zu ar-Raqqa, Quelle s.o.!

Michail Uljanow, Leiter der Ab­teilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, kritisierte erneut (vgl.u.) die Arbeit der OPCW und der UNO bei der (Nicht-)Aufdeckung des Giftgas-Vorfalls von Ḫân Šaiḫûn, der ohne Klärung des Sachverhalts einen umgehenden US-Angriff auf den syrischen Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât  (vgl. Teil V) zur Folge gehabt hatte. Die Regierung in Moskau warte noch den angekündigten Expertenbericht ab, werde dann aber entscheiden, ob es sich weiter an dem Mandat beteilige. Zu bemängeln sei nämlich Folgendes: „Dieser Mechanismus (erg.: der OPCW und der UNO) hat den Stützpunkt Schairat besucht. Wir haben lange darauf beharrt. Etwa vor einer Woche, vom  8. bis 9. Oktober. Dabei hatte das Team, das den Stützpunkt besuchte, aus irgendeinem Grund keine Anweisungen, Proben am Flughafen zu nehmen.“ Dies geschah, obwohl die Erfüllung dieser Aufgabe mit den Ermittlungen verbunden sei, und ohne überzeugende Erklärungen dafür. Damit sei klar, „dass man diese Ermittlung nicht als qualitativ bezeichnen kann. Das ist ein unprofessionelles Herangehen, das viele Fragen weckt“. Uljanow fügte hinzu: „Gegenwärtig dreht sich die Situation erneut um das syrische Chemie-Dossier. Der Vortrag soll unbedingt am 26. Oktober vorgestellt werden. Der Mechanismus funktioniert so seit einem Jahr. Innerhalb dieses Jahres hat der UN-Sicherheitsrat der Öffentlichkeit aber nichts präsentiert. Das Mandat läuft am 16. November ab.“ (https://sptnkne.ws/fJc9 vom  20.10. 2017)

Giftstoff für C-Waffen, Photo: Sputnik

Zum ersten Mal hat das US-Außenministerium [auf seiner Webseite!] zugegeben, daß Terroristen der Gruppe Hay´a Tarîr ašŠâm (Neuformierung durch al-Qâʽida unter Zusammenschluß von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğabhatu Anṣâr ad-Dîn, Ğaiš as-Sunna mit bekannten Führungspersonen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, vgl. http://www.voltairenet.org/article195122.html) in der Provinz Idlib Chemiewaffen einsetzen. Igor Konaschenkow in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums setzte der Presse dazu auseinander: „Das ist das erste offizielle Geständnis des Außenamts nicht nur über die Existenz von Chemiewaffen, sondern, ich be­tone, über deren Einsatz durch Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra‘ in diesem Teil Syriens für die Verübung von Anschlägen, wovor wir mehrmals auf allen Ebenen gewarnt hatten. … Die USA haben dies aber starr den Regierungstruppen vorgeworfen. Die Kämpfer aus ‚Dschabhat an-Nusra‘, die diesen Terroranschlag, wie das Außenministerium nun herausfand, verübt hatten, bezeichneten sie als ‚gemäßigte Opposition. … Unklar bleibt nur, wozu Washington die große Attacke mit teuren Marschflugkörpern Tomahawk gegen die syrische Luftwaffenbasis Schairat brauchte. Man hätte Dutzende Millionen Dollar auch nützlich verbrennen können — mit Luftschlägen gegen Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra.‘“ (http://www.sana.sy/?p=646003; für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fJbq)

Terroranschläge vom 20.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen Terroristen von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq aus die damaszener Stadtteile al-Qaṣâʽ und aṭ-Ṭabâla mit Mörsergranaten, verletzten damit ein Kind und zwei Erwachsene und verursachten materielle Schäden. Später wurden von al-Ğanâ´in [Gegend in der Nähe] aus ebenfalls  Mörsergranaten  auf die damaszener Vorstadt Ğaramânâ abgefeuert, welche eine Frau verwundeten. (http://sana.sy/en/?p=116193  http://www.sana.sy/?p=646136)

Laut Bekanntgabe des kasachischen Außenministeriums vom 19.10.2017 findet die 7. Astana-Konferenz am 30. und 31.10.2017 statt. (www.sana.sy/en/?p=116073, http://www.sana.sy/?p=645478)

Aus dem vorgefundenen Waffenlager, Photo: SANA

Beim Minenräumen im Gebiet der ehemaligen IS-Hochburg al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur wurde erneut ein riesiges Depot mit Waffen und Munition auch aus israelischen bzw. NATOBeständen und aus anderen europäischen bzw. westlichen Ländern gefunden. Darunter befanden sich Artillerie-Equipment, panzerbrechende Geschosse, Mörsergranaten und sogar eine 155mm-Kanone der NATO mit einer Reichweite von 40km. (http://sana.sy/en/?p=116150 vom 19.10.2017)

General ʽIṣâm Zahruddîn, auch bekannt als: Lion of the Republican Guard und The Druze Beast, Photo: Twitter.com

Einer der gefeierten Helden von Dair az-Zaur, Brigadegeneral ʽIṣâm Zahruddîn (Variante: Zahr ad-Dîn, vglu.), der drusische Befehlshaber der 104. Brigade der Präsidentengarde und über drei Jahre tapferer Verteidiger der Provinzhauptstadt mit samt seiner Bevölkerung im steten Kampf gegen den IS, geschätzt, bewundert und geliebt vor allem auch von seinen Untergebenen, kam heute infolge der Detonation einer von den Terroristen ausgelegten Mine im aktuellen Kampfgebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr ums Leben. Durch seinen Beitrag erlitt der IS eine seiner größten und schwerwiegendsten Niederlagen. (https://sptnkne.ws/fHnH) Der Chefredakteur der russischen Militärzeitschrift Arsenal Otetschestwa, Viktor Mura­chowski, ehrte ihn mit den Worten: „Er zeichnete sich durch sein Befehlshaber-Talent aus, baute die Defensive geschickt auf und demo­n­strierte seine Militärbegabung bei der Befreiung von Deir ez-Zor sowie bei der Euphrat-Forcierung. Während des Kriegszugs, auch unter seiner gekonnten Leitung, sind neue professionelle Militärchefs herangewachsen.“ (https://sptnkne.ws/fHwz)

Der General inmitten seiner Leute, aus einem Video von Suriyya al-Mustaqbal

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116046 und http://www.sana.sy/?p=645229 (Unter Deckung gezielter SAAF- und Artillerieangriffe Wiederherstellung der Kontrolle über Iṣlâḥ al-Ḥussainiyya und die Papier-Fabrik auf dem Ostufer des Euphrats im Umland von Dair az-Zaur während des weiteren Vorrückens auf al-Ğunaina zu und der Vernichtung der letzten IS-Nester und -Ansammlungen im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr  unter Zurücklassung einer großen Anzahl eliminierter Terroristen samt Kampffahrzeugen; im Terrain von al-Mayâdîn Fortsetzung des Aufspürens und Entschärfens der vom IS angebrachten  Minen, IEDs (d.i. selbst gebaute Sprengfallen) etc..)

 

In Dair az-Zaur ist unterdessen eine Gruppe aus 15 Medienvertretern der westlichen Welt, aus den USA und europäischen Ländern eingetroffen. Sie möchten sich ein eigenes Bild von der Realität vor Ort, insbesondere nach Zerschlagung der über 1000 Tage andauernden IS-Belagerung  und weitgehenden Vernichtung des IS mit ihren Nachwirkungen machen, die sich jedoch schon dank der umfassenden Unterstützungsmaßnahmen der Regierung (vgl.u.) wieder weitgehend dem normalen Leben anpaßt. Hierzu wurden die unabhängigen Journalisten und Mitarbeiter von Nachrichtenagenturen auch vom Gouverneur empfangen, der seine Freude über dieses Unterfangen zum Ausdruck brachte. Syrien sei bedacht darauf, möglichst viele unvoreingenommene Ausländer willkommen zu heißen, damit sie die bislang von den beherrschenden Mainstream-Medien (MSM) propagierten Vorstellungen von Syrien korrigieren könnten.  Auch erwähnte Muḥammad Samra die Auswir­kungen der unfairen westlichen, gegen Syrien verhängten Sanktionen (zu deren Einordnung s. Teil IIITeil IV), für deren Aufhebung sich die Gäste einsetzen möchten, was jene gerne zusagten. (http://www.sana.sy/?p=645279)

Auch der seit einem Jahr wegen der ständigen IS-Attacken (vgl.u.) nicht mehr in Betrieb gewesene Militärflughafen Dair az-Zaur wurde heute wieder in Betrieb genommen. (https://sptnkne.ws/fHpa)

Gemeinsame Pressekonferenz der Chefs des syrischen und iranischen Generalstabs, Photo: SANA

Am 18.10.2017 traf der iranische Chef des Generalstabs der Armee, Generalmajor Muḥammad Bâqirî, im Hauptquartier  in Damaskus seinen syrischen Amtskollegen, Generalleutnant ʽAlî Ayûb zur Bewer­tung der strategischen Erfolge im Bereich der Terrorismusbekämpfung der beiden befreundeten Ar­me­en in der vorausgegangenen Phase. General Ayûb hob dabei hervor , infolge der Koordination beider Armeen  auf verschiedenen Ebenen hätten beide erheblich an Erfahrung im Bereich Planung und Durchführung von Militäroperationen gewonnen. Diese spielten „a very important role in eliminating terro­rism and confronting all possible threats“. In Fortführung dieser Beziehung sei zu erwarten:  „decisive victory over terrorism is just around the corner.”  An die Unterstützer der Terrororganisationen gerichtet erklärte er: „We will not allow any party, regardless of the forces standing behind them, to affect the efforts ex­er­ted towards aiming terrorism and preserving the unity and sovereignty of the entire territory of the Syrian Arab Republic.” Er fügte hinzu: „if some parties believe that they can exploit the state of instability under the war, we affirm that they are mistaken” und prognostizierte: „the American support for these parties will not last, and they will be the biggest loser in the end.” Zur kürzlich beobachteten türkischen Invasion in der Provinz Idlib (s.u.) bemerkte er kritisierend: „what the Turkish aggression forces have done is contrary to what was agreed upon in Astanathe presence of these forces inside the Syrian territory is an act of aggression that violates all international laws and norms. We deal with this presence as an occupying force, whatever their pretexts are, and we have the full right to confront it using all means.”
General Bâqirî versicherte seinerseits: „We are here in Damascus to stress our coordination and cooperation in the face of our common ene­mies… .“ Zudem verurteilte er die Angriffe der israelischen Luftwaffe auf die SAA (vgl.u.) wie auch das von Masʽûd Barzânî angestoßene Sezessionsreferendum im Irak, während er die Kurden dazu aufrief, sich an die verfassungsgemäße Ordnung zu halten. (http://www.sana.sy/?p=644987, http://sana.sy/en/?p=116019) – Am 19.10.2017, wurde die militärische Delegation dann von Präsident Dr. al-Assad empfangen, wobei auch die gemeinsamen militärischen Strategien für die künftige Phase  des Counterterrorismus beprochen wurden. (http://sana.sy/en/?p=116112, http://www.sana.sy/?p=645534)

Dr. al-Ğa’fari bei den UN, Photo: SANA

Während der Mittwoch-Sitzung des UNSC zur Situation in Nahost kam Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut auf die von Israel besetzt gehaltenen Golanhöhen zu sprechen. Syrien bestehe auf seinem souveränen Recht, daß die Grenzen vom 4.6.1967 wiederhergestellt würden. Dieses Recht sein nicht verhandelbar und lasse auch keine Zugeständnisse zu. Das usurpierte Gebiet müsse an den rechtmäßigen Eigner rückerstattet werden und die israelischen Siedler hätten das Gebiet früher oder später zu verlassen. Dezidiert erklärte er: We will not give up our right of restoring our occupied land and will liberate our citizens under the Israeli occupation in the Syrian Golan by all means including the international law Charter and prin­ciples and the UNSC resolutions.” Das verdächtige Schweigen der internationalen Gemeinschaft respektive der UN zu durchgesetzten israelischen Politik ermutige die Regierung in Tel Aviv nur dazu, immer weiter die Vereinbarung über Truppen-Entflechtung und die UNSC-Resolutionen  zu verletzen, indem sie alle Formen von Unterstützung den bewaffneten terroristischen Gruppen einschließlich dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra   in der Entflechtungszone auf den besetzt gehaltenen Golanhöhen gewähre.   Die extremste Form dieser Unterstützung seitens Israels sei der wiederholte Beschuß syrischen Gebiets zum Vorteil der Terrorgruppen inklusive des IS. Außerdem sei es schon verwunderlich, daß der britische Vertreter in seiner Rede „the British go­vern­ments’ pride” [den Stolz der britischen Regierung] auf die Inkraftsetzung der Balfour Declaration äußere.  Dabei wies er darauf hin, daß die Resolution, mittels derer die Mitgliedschaft von Israel in den UN festgelegt wurde, ebenfalls die Errichtung eines Palästinenserstaates und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in ihre Heimat forderte, der sich Israel nicht füge. Darauf schloß er mit den Worten: „Syria believes that there is still a historical responsibility for the UNSC by correcting the track of the compass through adopting prompt procedures of putting an end to the Israeli occupation of the Arab territories including the occupied Syrian Golan.” (http://sana.sy/en/?p=116066)

Ruinen des Klosters Sunbul, Photo: SANA

Die Generaldirektion für Altertümer und Museen (DGAM) verurteilte mittels ihrer Webseite die Zerstörung des Klosters Sunbul auf dem Ğabal Bârîšâ in der Provinz Idlib aus dem 2. – 6. Jh. n.u.Z. durch die in der Provinz aktiven Terrororganisationen, vor allem Ğabhatu_n-Nuṣra. Das barbarische Handeln steht in einer langen Reihe der Beschädigung von Klöstern, Kirchen und Altertümern in der Provinz, gerade auch in den weithin bekannten sog. „vergessenen Städten“, die meist aus der römischen bzw. byzantinischen Ära datieren. Das Amt rief die internationale Staatengemeinschaft und Institutionen dazu auf, Druck auf die immer noch tätigen Unterstützer und Finanziers der Terrorgruppen stark zu machen, um das kulturelle Erbe der Region zu schützen. Für den Schmuggel mit den geraubten Antiken sei insbesondere die Türkei der Hauptmarkt, machte das Denkmalamt deutlich. (http://www.sana.sy/?p=645225, http://sana.sy/en/?p=116049)

Eine Delegation der Ältesten (Scheichs) der arabischen Stämme des Iraks unter Leitung von Dr. ʽAlî al-ʽAnzî besucht derzeit Syrien. Sie traf sich am 19.10.2017 mit einer Reihe von Abgeordneten (Mitgliedern der Volks­versammlung) im Parlamentsgebäude zu einer Sitzung. Die Gäste bekräftig­ten die Be­deutung der gemeinsamen Anstrengungen beider brüderlicher Völker im vereinten  koordinierten Kampf gegen den Terrorismus vor allem auch des IS im Interesse beider Länder. Beide Länder würden ebenso gemeinsam ihre Souveränität und Unab­hän­gigkeit dank der Erfolge beider Armeen im Counterterrorismus verteidigen. Damit würden die seit Jahrzehnten von gewisser Seite gehegten Pläne für die Region mit ihren negativen Auswirkungen vereitelt. Der Sekretär der Volksversammlung [in Damaskus], Râmî aṣ-Ṣâliḥ, unterstrich seinerseits diese Ausführungen.  (http://www.sana.sy/?p=645711) Mit der letzten Anspielung sind offensichtlich die schon erwähnten Balkanisierungspläne bzw.  der sog. Yinon-Plan (s. Teil IV) gemeint.

Während seines vorangekündigten Besuches in Moskau diskutierte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura,  mit dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Mi., 18.10.2017, die Situation in Syrien im Vorfeld der 7. Astana-Konferenz. (http://sana.sy/en/?p=116090)

Seit Stunden (Stand früher Nachmittag, 16.10.2017) bestehen massivste Postingprobleme

PAM-Versammlung, Quelle: pam.int

Beim Treffen zwischen der italienischen und der syrischen Parlamentsdelegation während der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am 18.10.2017, teilte der Leiter der ersteren, Senator Francesco Amoroso, Ehrenpräsident der Parlamentarischen Versammlung des Mittelmeers (Engl.: Parliamentary Assembly of the Mediterranean, PAM), mit, bei den Vorbereitungen für die PAM-Aktivitäten in Monaco sei er von französischer Seite unter Druck gesetzt worden. Diese wollte den syrischen Gästen keine Visa zur Teilnahme ausstellen, was er, Amoroso, rigoros zurückgewiesen habe und auch von ihm vertretenen PAM nicht entspreche. Die PAM sei interessiert an den Vorgängen in Syrien wie der politischen Beilegung der Krise im Land. Daher habe die Organisation auch  die europäischen Gesprächskanäle geöffnet, als Syrien durch die USA bedroht worden sei. Er zeigte sich erfreut darüber, wie schnell die Regierung in Damaskus auf das Angebot, gegenseitig  Beziehungen zu knüpfen und gemeinsam für humanitäre Hilfe vor Ort in Syrien zu sorgen, geantwortet habe. Sehr gerne werde er die von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ ausgesprochene Einladung annehmen. auch danke er Syrien für die effektive Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Ḥamûda Ṣabâġ zeigte sich hocherfreut über diese Positionierung und stolz darauf, aktives PAM-Mitglied zu sein.

Aus dem Außenministerium in Damaskus war zu vernehmen, daß die syrische Regierung die Wiederherstellung der [verfassungsgemäßen] Kontrolle über die Provinz Kirkûk durch die brüderliche Regierung im Irak  ausdrücklich begrüße. (http://sana.sy/en/?p=115977)

Terroranschlag vom 18.10.2017:
Im Waldgebiet bei der Bait Ğin-Farm verbarrikadierte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen wieder einmal Wohngebiete der neuen Verwaltungshauptstadt der Provinz al-Qunaiṭra, al-Baʽṯ, mit Raketen und verletzten damit ein Kind und einen Erwachsenen. (http://www.sana.sy/?p=645277)

Syrische Delegation bei der 137. IPU, Photo: SANA

Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ forderte die IPU-Versammlung (vgl.u.) in St Petersburg am 18.10.2017 dazu auf, die israelische Aggression gegen eine SAA-Position im Umland von Damaskus (vgl.u.) zu verurteilen [wie dies russischerseits schon geschehen ist, s.u.], welche eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region darstelle. Mit Verweis auf die Stellungnahme im Parlament dazu erklärte er: „People’s Assembly in Syria condemns and denounces the aggression on the Syrian territory by the Zionist entity.”  (http://sana.sy/en/?p=116000)  – Zur semantischen – einschränkend, nicht verallgemeinernd jüdische Menschen diffamierend gemeinten – Verwendung des Begriffs „zionistisch“ s. im Themenstrang (Thread) Irak   vom 16.6.2017!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115943 und http://www.sana.sy/?p=644360 (Im SO-Umland von Dair az-Zaur den Gegebenheiten angepaßte präzise Großoperation zur Befreiung der zwischen al-Mayâdîn und al-Muraiʽiyya auf dem West-Ufer des Euphrat gelegenen Dörfer Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, az-Zabârî, al-ʽAliyiât, Saʽlû und aṭ-Ṭûb und nachmittags dann über die Stadt Mû Ḥassan und die Dörfer al-ʽAbd, al-Bû ʽUmar und al-Bû Lîl nach heftigen Gefechten mit den IS-Trupps, die zu deren vollständigem Zusammenbruch und flucht der Überlebenden gen Osten führten – dabei Zerstörung von deren Fortifikationen, Barrikaden, Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen und Unmengen an Waffen und Munition; im Osten des Euphrats Vorrücken auf die Dörfer Šaqrâ und al-Ğunaina; heftige Gefechte mit IS-Einheiten auch im Umkreis des Industriegebiet von Dair az-Zaur mit Vernichtung etlicher davon samt deren Equipment; dazu akkurate effiziente Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen im Gebiet von Mû Ḥassan, al-Bû Lîl, al-Ğunaina sowie den Stadtteilen der Provinzhauptstadt: al-ʽArḍî, al-ʽUrfî, Ka­nâmât und Ḫasârât. Von lokalen Quellen war zu erfahren, daß im östlichen Umland von Dair az-Zaur unter den aus der Provinzhauptstadt gen Osten flüchtenden IS-Leuten auch die Führungspersonen Ṣaddâm al-ʽAdîš, verantwortlich für den sog. „nörd­li­chen Sektor“ des IS, Mâhir al-Kamârî , der prominenteste Sicherheitsbe­auf­tragte des IS, Ḫalîd al-Ḥassan al-Ḫalîl al-ʽAzâwî alias Abû al-ʽAdiyya, Medien-Verantwortli­cher und schließlich Muṣʽab ar-Rašîd, ein führender Sicherheits“offizier“.)

IS-Trainingslager an syrisch-israel.ischer Grenze, Quelle s. Bild!

Laut Mitteilung des israelischen Channel 2 hat der IS an der syrisch-israelischen Grenze ein Trainingslager für 300 Mann eröffnet. (http://www.voltairenet.org/article198406.html vom 17.10.2017)

Inzwischen hat sogar ein SDF-Vertreter die Meldung dementiert (https://sptnkne.ws/fGVu) – Laut Pars Today vom 17.10.2017 stammte die Falschmeldung – wieder einmal – von SOHR

Da sei also ar-Raqqa heute befreit worden, melden die Mainstream-Medien (MSM), die fast sämtliche Befreiungsoperationen der SAA der letzten Jahre ebenso mit Stillschweigen übergangen sind wie die meist täglichen Terroranschläge in den verschiedensten Regionen Syriens. Daß dazu hunderte IS-Terroristen, die nicht zu kämpfen aufhören wollten, freien Abzug aus ar-Raqqa nach Dair az-Zaur durch die US-geführte Koalition (inklusive der SDF) erhielten, die hierzu für Tage sogar ihre Luftangriffe einstelle (zu deren überwiegenenden Zielen s.u.!) total eingestellt hatte, davon ist ebenfalls in den MSM nicht die Rede. Jedoch s.u.!

IS aus US-kontrolliertem Gebiet ziehen gelassen, Pjoto: Sputnik

U.a. hatte auch der russische Außenminister Sergei Lawrow im Namen der Kreml-Regierung von den USA offiziell Aufklärung dafür gefordert, daß die US-geführte Koalition in verschiedenen Fällen den (IS-)Terroristen in Syrien und im Irak das Entkommen ermöglicht hatte. Hinsichtlich des letzten solchen Vorfalls aus dem Irak eindringender Terroristen (s.u.) kritisierte der Minister: „Das war eine sehr wichtige Errungenschaft“, sagte Lawrow. „In der letzten Zeit beobachten wir aber merkwürdige Vorgänge, bei denen bewaffnete Kämpfer auf ihren Pickups mit Maschinengewehren den Irak, wo die Amerikaner wohl großen Einfluss haben, und die denjenigen Gebiete Syriens, die die Amerikaner kontrollieren, ungehindert verlassen und Probleme für die syrische Regierungsarmee schaffen.“.  (https://sptnkne.ws/fGnX und s.u.!)
Wladimir Schamanow, Leiter des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, forderte aufgrund der Vorkommnisse (s.u.) die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission, um der Auffindung (darunter modernster Hochtechnologie-) Waffen westlicher Herkunft (s.u.), vor allem aus den USA, Frankreich etc. auf den Grund zu gehen, die in großen Mengen in Depots des IS bzw. von Ğabhatu_n-Nuṣra in Syrien bzw. im Irak vorgefunden wurden. Hierbei nahm Schamanow auch Bezug auf die letzte vom Verteidigungsministerium in Damaskus veröffentlichten Beweise (s.u., 9.10.2017). (http://www.sana.sy/?p=644042; s.a. http://www.voltairenet.org/article198407.html)

Im Gespräch mit dem israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman vom 16.10.2017 gab der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu bekannt, die russische Beteiligung am Antiterrorkampf in Syrien gehe bald zu Ende. (http://www.sana.sy/?p=644205) Dennoch werde Rußland seine Kräfte danach nicht re­duzieren. Ebenso verbleibe der russische Stützpunkt im Land a, an dem 34 Flugzeuge und Helikopter stationiert blieben, erklärte Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates am Di., 17.10.2017. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33216-russische_kr%C3%A4fte_in_syrien_werden_nicht_reduziert)

SAA-Operation in der Weite der Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115864 und http://www.sana.sy/?p=643735 (Nach Vernichtung der verbliebenen IS-Trupps und –Verstecke Rückgewinnung der Kontrolle über al-Ḥussainiyya im NW von Dair az-Zaur östlich des Euphrats; dazu von W und N her Zuziehung des Rings um die letzten IS-Nester in den im NW gelegenen Stadtteilen der Provinzhauptstadt mit Eliminierung von Dutzenden der Terroristen sam deren Waffen, militärischer Ausrüstung und Kampfwagen  mit den verschiedensten Typen an Maschinengewehren und Mörsergranaten; nach Sicherung von al-Mayâdîn (vgl.u.), der letzten lokalen IS-Hochburg, Vorrücken bis nach Buqruṣ, 10km westlich davon, mit Rückeroberung strategisch wichtiger Punkte , wobei viele Extremisten ums Lebenskamen, so auch einer der IS-Führer  in al-Mayâdîn ʽAbdul-Ḥa­mîd ʽIṣam al-Ğarwân; Zerstörung weiterer IS-Fortifikationen und Unterbrechung der Infiltrationsrouten des IS durch die von der SAAF unterstützten, in Richtung al-Ḥussainiyya und al-Ğunaina operierenden Bodentruppen ; zudem gezielte effektive Luftwaffen- und Artillerieangriffe gegen IS-Schlupfnester im Bereich der Dörfer Šaqrâ, al-Ğîʽa, Ḍîbân, Miḥkân, Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, Mû Ḥassan und al-Bû ʽUmar; in einer dieser Basen wurde auch der sog. Abû Muhannad al-Ḥalabî [d.h. aus Aleppo], tätig im Büro der Islampolizei (al-ḥisba) in al-Bû Kamâl mit einer Reihe weiterer Kumpane, daunter welche aus Zschetschenien, getötet)

Terroranschläge vom 16.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen am Abend bewaffnete Gruppen, die sich in der Zitadelle al-Maḍîq verschanzt hatten, Wohnviertel der Stadt Salḥab im nördlichen Umland von Ḥamâ mit Raketen, richteten jedoch „nur“ materielle Schäden an privatem wie öffentlichem Gut an. (http://sana.sy/en/?p=115923, http://www.sana.sy/?p=644171)

Nach sieben Jahren der Absenz findet ab Mo., 16.10.2017, in Damaskus wieder Kongreß der Arab Pharmacists Union statt und zwar zum 106. Mal. (http://sana.sy/en/?p=115885)

In seiner Rede vor der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am Mo., 16.10.2017, konzentrierte sich Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ auf die weltweite Bedrohung durch den TakfîrTerrorismus. Denn dieser richte sich gegen alle und jeden, die nicht seiner Ideologie über Religion, Ethnie etc. folgten. So sehr wie Syrien und der Irak diesem ausgesetzt gewesen seien, zeuge von der absoluten Notwendigkeit, gemeinsam gegen diesen vorzugehen. Daher forderte er die anderen parlamentarischen Gruppen dazu auf, eine aktive Rolle im kulturellen, ideologischen und politischen Konfrontationsprozeß zu übernehmen, um endlich einen Stop der Finanzierung und weiteren Unterstützung der Terroristen z.B., durch Waffen zu erzielen. Hierzu müßten die entsprechenden Gesetze gemäß der relevanten UNSC-Resolutionen auf den Weg gebracht werden. Hierbei befänden sich alle internationalen Vereinbarungen mit dem Ziel des Dialogs unter den Nationen und Religionen unter Testbedingungen. – Hinsichtlich der Krise in Syrien unterstrich er, daß der konstitutionelle und legislative Reformationsprozeß entsprechend den demokratischen Standards erfolgreich voranschreite. (www.sana.sy/en/?p=115881)

Die Oberste Armeeführung gab am Mo., 16.10.2017, bekannt, daß israelische Kampfflugzeuge, kommend aus dem libanesischen Luftraum, um 8.51 Uhr Ortszeit in denjenigen Syriens im Gebiet der Biqâʽ-Hochebene (Bekaa-Ebene) eingedrungen seien. Diese seien von der SAAF durch Beschuß zur Umkehr gezwungen worden („our air defenses responded and directly hit one of the jets, forcing [the enemy] to retreat.”). Später, um 11.38 Uhr, sei aus dem israelisch besetzten syrischen Gebiet mit Marschflugkörpern eine SAA-Position im Umland von Damaskus beschossen worden, was zu Sachschäden führte. Darauf warnte das Kommando die Regierung Israels vor weiteren derartigen aggressiven Akten, die zu „dangerous repercussions” führen könnten. (http://sana.sy/en/?p=115893)

Aus dem IS-Waffendepot, Photo: RT

Weitere große Bestände an Waffen, Munition und Kommunikationsgeräte des IS u.a. wieder aus israelischer Produktion wurde beim Durchkämmen einer Reihe befteiter Dörfer der Ğab al-Ğarâḥ-Ebene in der Provinz Ḥomṣ wie im südlichen Umland von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ und im N von Dair az-Zaur in Depots der Terrororganisation gefunden. Darunter befand sich: „An Israeli-made artillery piece, 800 mortar shells, a machinegun with 10 thousand bullets, in addition of an amount of bullets of 17 mm, 14,5 mm and 30 mm machineguns and an RPG, 3 RPG launchers and a number of telecommunication devices.” (http://www.sana.sy/?p=643671, http://sana.sy/en/?p=115864 vom 16.10.2017)

Nach Erstürmung der letzten lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn fanden die Truppen in mehreren großen Depots des IS – zum wiederholten Mal – riesige Mengen an schweren, mittleren und leichten Waffen sowie Panzer, Mannschaftstransportwagen und andere Panzertechnik, eine Menge logistischer Einrichtung und Ausrüstung u.a. aus US- und israelischer Herkunft vor, wie Russia Today (RT) am So., 15.10.2017 meldete. SAA-Oberst Raḥmî Mawaṣ (Rahmi Mauwas) bemerkte dazu gegenüber RT: „Die Lager waren hier einfach riesig. Die Waffenmenge, die ich gesehen habe, hat mich erschüttert. Das waren Hunderte und sogar Tausende Waffen- und Munitionseinheiten verschiedener Art, amerikanischer, israelischer und östlichen (sic.!) Produktion.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33133-mehrere_is_la-ger_mit_us_amerikanischen_und_israelischen_waffen_in_syrien_entdeckt, https://on.rt.com/8ptm, s.a. https://sptnkne.ws/fFKN für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 15.10.2017:
Erneut beschossen in Ost-al-Ġûṭa im sog. Rîf Dimašq (Umland der Hauptstadt) verschanzte bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten das Areal von Bâb Šarqî (Ost-Tor, vgl.u.), wobei zwei Bürger starben, neun weitere verletzt und erhebliche Schäden angerichtet wurden, letzteres auch in den damaszener Stadtteilen al-ʽAbbâsiyîn und aš-Šâġûr.
Im bewaldeten Umfeld der Bait Ğin-Farm versteckte bewaffnete Gruppen attackierten wieder das Dorf Ḥarfâ (vgl.u.) im Umland von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten und Scharfschützenbeschuß und brachten so sieben Bewohnern Verletzungen bei. Ebenso trafen deren Mörsergranaten wieder den Ort Ḥaḍar (vgl.u.), verwundeten dort sechs Einwohner und beschädigten Häuser und anderes Gut.
Aufgrund sorgsamer Überwachungstätigkeit waren die Behörden von Ṭarṭûs auf Vorbereitungen eines Bombenattentats aufmerksam geworden. in der Folge hatten Sicherheitskräfte sozusagen vor den Toren der Stadt Bânyâs Stellung bezogen und onnten so rechtzeitig einen Suizidattentäter mit Sprengstoffgürtel ausmachen. diesem blieb nichts anderes mehr übrig, als sich im sonst menschenleeren Terrain selbst in die Luft zu sprengen.
(http://sana.sy/en/?p=115811http://www.sana.sy/?p=643294)

SAAF-Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115766 und http://www.sana.sy/?p=643135 (Im südlichen Umland von Dair az-Zaur effektive präzise SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und Fortifikationen mit Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen sowie IS-Nachschubrouten in den Arealen von Mû Ḥassan, Buqruṣ Fûqânî, östlich von Buqruṣ at-Taḥtânî und al-Bû Lîl; zudem weiteres Vordringen im N der Provinzhauptstadt östlich des Euphrats mit Befreiung von aṣ-Ṣâliḥiy­ya.)

Während des 137. mehrtätigen Treffens der IPU-Versammlung (s.u.) verurteilte Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ als Leiter der syrischen Delegation in St. Petersburg am So., 15.10.2017, auf das Schärfste die türkische Aggression mittels militärischen Eindringens in die Provinz Idlib (dazu s.u.!), welches mit den Astana-Vereinbarungen zu den De-Eskalationszonen nichts zu tun habe und durch nichts gerechtfertigt sei. Wörtlich äußerte er: „The people’s Assembly condemns the Turkish flagrant aggression on the Syrian territory in Idleb province which constitutes a blatant aggression against the sovereignty and territorial integrity of the country and a flagrant violation of international law and norms.” Wie schon zuvor das Auswärtige Amt in Damaskus (s.u.) forderte auch er einen sofortigen unbedingten Rückzug der türkischen Truppen. Auch habe sich bei dieser Aktion wieder zu enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und den Terroristen gezeigt, die schon so viel Blut der syrischen Bürger vergossen hätten.Zugleich wies er die vom türkischen Delegationsführer behaupteten Zahlen syrischer Flüchtlinge in der Türkei zurück. Diese seien viel zu hoch gegriffen mit dem Ziel, sich dadurch weitere politische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen (http://sana.sy/en/?p=115835)

IS-Patrouille in ar-Raqqa, Photo: SANA

Im Vergleich der Militäroperationen zur Befreiung von al-Mayâdîn und von ar-Raqqa bemerkte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Sa., 14.10.2017, sei erstere in kontinuierlicher Bekämpfung des IS durch die SAA vollständig befreit worden (vgl.u.9), während bei der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa ein völliger Stillstand (beeing „in a deadlock”) zu verzeichnen sei. Zudem  hätten die Flächenbombardements der genannten  Koalition tausende Zivilisten getötet bzw. verletzt, die Infrastruktur zerstört wie auch die Wasserversorgung in ar-Raqqa. Wörtlich äußerte er:  „Carpet bombing of residential areas accommodated by civilians, which the United States and coalition carry out, along with deliberate destruction of all natural water sources in Raqqa have brought about nothing but several thousand victims among the population and vivid examples of that military operation’s faulty planning.”  (http://sana.sy/en/?p=115761; vgl.a. https://sptnkne.ws/fF68)

Gesicherter IS-Abzug, Photo: SANA

Laut übereinstimmenden Nachrichten durch Medien und Aktivisten aus ar-Raqqa herrsche dort nach den Luftangriffen der US-geführten Koalition plötzlich Ruhe, nachdem es zu einer Einigung mit dem IS gekommen sei, Dutzende von IS-Anhängern aus ar-Raqqa ziehen und nach Dair az-Zaur gelangen zu lassen. Dies werfe erneut Fragen über die eigentlichen Ziele des Pentagon und der US-geführten Koalition auf, die gerade zu dem Zeitpunkt sozusagen IS-Nachschub nach Dair az-Zaur zuläßt, wo sich jene Terrorgruppe gerade im Rückzug vor der SAA befindet. Und leider sei das auch nicht die erste Vereinbarung dieser Art unter Bezugnahme auf die nochmals aufgeführten ähnlichen Vorgänge in  Man­ṣû­ra und al-Karâma sowie jene jüngst durch das russische Außenministerium bekanntgemachten in der US-Basis at-Tanaf und Fälle von Evakuationen von Terroristenführern aus Gebieten, in denen durch die SAA und ihre Verbündeten Gefahr für sie bestand; verwiesen wurde auch auf  die Luftangriffe der US-geführten Koalition auf die SAA während eines IS-Angriffsauf sie am Ğabal aṯ-Ṯarda nahe Dair az-Zaur u.a. (zu den gelisteten Vorfällen s.u.). Auch habe die Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton noch vor Begründung dieser Koalition bekanntlich zugegeben, daß der IS eine US-Fabrikation gewesen sei zur Teilung des Nahen Ostens nach Aufdeckung einer Reihe von Skandalen in diesem Zusammenhang. (http://www.sana.sy/?p=642864)

Auch die seitens der USA unterstützten SDF-Kämpfer (vgl.u.) vor ar-Raqqa bestätigten die Vereinbarung für den „friedlichen Abzug“ der IS-Terroristen aus der Stadt in Richtung Dair az-Zaur, in einer Erklärung eines ihrer Sprecher vom So., 15.10.2017. Dabei teilte er auch mit, es seien 90% der Stadt ero­bert, doch ca. 150 IS-Anhänger würden noch darin Widerstand leisten. „Die letzte Schlacht wird weitergehen, bis die gesamte Stadt von den Terroristen gereinigt ist, die sich nicht ergeben wollten.“, versicherte der Sprecher (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33129-kurden_starten_letzte_offensive_auf_rakka)

Erdogan und sein Misak-ı Milli, Photo: Sputnik News

Aufgrund des bereits aufgezeigten Sachverhalts (s.u.) verurteilt die Regierung in Damaskus das Einrücken der türkischen Armee in Nordsyrien „in the strongest possible terms“ und verlangt deren sofortigen Abzug. Diese türkische durch nichts zu rechtfertigende Aggression in Begleitung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra habe nichts mit den Astana-Vereinbarungen und der Einrichtung der De-Eskalationszonen zu tun. Das Vorgehen zeige vielmehr die schon so oft herausgestellte enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und jener Terrorgruppe, welche von den UN endlich entsprechend zur Kenntnis genommen werden sollte. Die UN müßten umgehend demgegenüber eine starke Position einnehmen und der Terroristenunterstützung seitens der Türkei ein Ende bereiten. (http://sana.sy/en/?p=115739, zu Misak-ı Milli s.u.!)
Bereits während Sitzung des syrisch-russischen Komitees  in Sotschi am 11.10.2017 (vgl.u.) hatte  Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim konstatiert: „We still and will always consider the Turkish presence in Syria as illegal. The Turks say their pre­sence is taking place under the Astana umbrella, but I realized today that Astana has nothing to do with this Turkish act. Therefore, any measure that is not coordinated with the Syrian government is an act of aggression, and we don’t recognize its legitimacy.” (http://sana.sy/en/?p=115579)
Im Gefolge der 6. Astana-Konferenz war noch mitgeteilt worden, daß die Etablierung der De-Eskalationszone Idlib keineswegs türkischer Präsenz in Syrien Legitimität verliehen“ habe. (vgl.u., 16.9.2017) Schließlich hieß es im Schluß-Kommuniqué der 6. Astana-Konferenz ausdrücklich: „the guarantor states renewed their strong commitment to the independence, sovereignty and territorial integrity of the Syrian Arab Republic under the terms of UN Security Coun­cil Resolution No. 2254 as they reached to an agreement on de-escalation zones, including Idleb area.” (vgl.u., 15.9.2017). Achtung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität der Syrischen Arabischen Republik gemäß UNSC-Resolution Nr.2254 bedeutet, nur in Absprache und mit Erlaubnis der Regierung dieses Staates auf syrischem Territorium zu agieren. Diese Erlaubnis lag für die türkischen Truppen jedoch nicht vor.

Der kasachische Außenminister informierte am 23.10.2017 darüber, daß von der nächsten [7.] Astana-Sitzung neue Delegationen an der Teilnahme nicht ausgeschlossen seien. Alles hänge vom Umfang der Koordination der drei Garantenstaaten (dazu s.u.) ab. (http://sana.sy/en/?p=116347)

SAA-Soldaten verhalfen eine Anzahl vor dem IS aus dem Umkreis von al-Mayâdîn geflüchteten Familien sicher nach Dair az-Zaur, wo sie – wie üblich (vgl.u.) – sofort mit allem Nötigen versorgt und in ein Übergangszentrum gebracht wurden. Auch sie erklärten sich glücklich, in Sicherheit angekommen zu sein und riefen alle noch zögernden Bewohner des Umlands dazu auf, sich zur nächst gelegenen SAA-Posten durchzuschlagen. (http://sana.sy/en/?p=116383)

US-Basis at-Tanaf, Photo: Sputnik

In Reaktion auf den unlängst erneut erfolgten türkischen Einmarsch in Idlib (s.u.), der  völkerrechtswidrigen Präsenz der US-geführten Koalition (s.u.) im Land wie der US-Truppen in at-Tanaf (s.u.) und anderen Landesregionen versicherte Informationsminister Turğumân am 23.10.2017, die Regierung werde diese groben Aggressionen nicht unbeantwortet lassen. Dazu bemerkte er: „Wir betrachten diese Präsenz als grobe Aggression, die Syriens Souverä­nität, das internationale Recht und die UN-Resolutionen verletzt.“ Er ergänzte: „Wir haben das Recht, diese Aggression in entsprechender Weise und zum entsprechenden Zeitpunkt zu beantworten. Die syrische Armee wird die Kontrolle über jedes Sandkörnchen in Syrien von Nor­den bis Süden und von Osten bis Westen wiederherstellen.“  (https://sptnkne.ws/fKt7) Genauso gelte ar-Raqqa nicht als befreit, solange nicht die Landes-Streitkräfte (SAA) dort stationiert seien. Wenn auch der Auszug des IS (dazu vgl.u.!) an sich aus der Stadt positiv zu werten sei, sei die staatliche Souveränität und Integrität auch in diesem Gebiet erst wiederhergestellt, wenn dort die nationalstaatlichen  Stellen das Sagen hätten, „unabhängig davon, ob sich hier der IS oder eine andere Fraktion oder Organisation befindet“. Nochmals machte er klar: „Wir halten keine Stadt für befreit, bis die syrische arabische Armee in diese einmarschiert und die syrische Flagge gehisst wird“. …  Dies betrifft jede Stelle auf der syrischen Karte.“(https://sptnkne.ws/fKqK</a

Am 22.10.2017 resümierte Finanzminister Dr. Ma´mûn Ḥamdân, die Fortschritte der SAA wie die politischen Bemühungen hätten positive Rückwirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Diese bessere sich von Tag zu Tag trotz des Terrorismuskrieges im Land. Die Produktion finde allmählich zu ihrer früheren Leistung zurück. (http://www.sana.sy/?p=647383)

Patriarch Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî in Salt Lake City, Photo: SANA

Der maronitische Patriarch, Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî hielt am Sonntag eine Messe in Salt Lake City im Bundesstaat Utah/USA. Dabei machte er deutlich, daß die meisten Mitglieder der in seinem Land  (Syrien) agierenden Terroristen, z.B. der  Terrororganisationen IS und al-Qâʽida [einschließlich deren zahlreichen Ablegern] in den Nahost-Ländern Fremde, Eindringlinge seien, auch für dessen traditionelle Kultur. Zudem würden jene Extremisten vom Ausland her unterstützt und ausgebildet, um künstlich Kriege in der Region zu entzün­den [nach dem sog. Yinon-Plan, s. Teil IV]. Trotz allem würden die Christen im Land darauf beharren, in ihrer Heimat zu bleiben. Das sei deren Recht und die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, dies zu ermöglichen. Schließlich konstatierte er: „Wenn wir den Nahen Osten verließen, würde es ein Land der Terroristen werden und eine Basis, die den Weltfrieden bedroht.“ Es sei an der Zeit, „einen gerechten und dauerhaften Frieden zu schaffen.“  (http://www.sana.sy/?p=646829) 

Während der Parlamentssitzung am So., 22.10.2017, verurteilte auch die Volksversammlung auf das Strengste die jüngsten in einer langen Reihe solcher stehenden Angriffe seitens des israelischen Militärs auf eine SAA-Stellung im Abwehrkampf gegen den Terrorismus. Dies untertreiche erneut „that the Israeli aggression comes in the framework of the support provided by the Zionist entity to the terrorist organizations, particular­ly Jabhat and the groups affiliated to it.” [dazu s.  Teil IV bzgl. Balkanisierung, Yinon-Plan!].  Außerdem rief das Parlaments diejenigen der Weltgemeinschaft wie der IPU (Inter-Parliamentary Union ) dazu auf,  to „ condemn and put an end to the repeated Zionist aggressions, and to adhere to their commitments and decisions in combating systematic terrorism which is backed by the Zionist entity.” (http://sana.sy/en/?p=116336)

SAA im Vormarsch, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116275 und http://www.sana.sy/?p=646734 (Mit Unterstützung der alliierten Kämpfer Rückgewinnung von Ḫušâm im NO-Rîf von Dair az-Zaur aus der Herrschaft des IS mit Eliminierung vieler Terroristen samt Kampfwagen und Fortifikationen auf dem Ost-Ufer des Euphrats mit anschließendem Mienenräumen durch die Spezialkräfte im Ort; im Ḥuwaiğa Ṣakr-Areal weitere Jagd auf IS-Trupps und Rückeroberung etlicher bedeutsamer Punkte und von den Extremisten zu ihren Unterschlupfen umfunktionierten [von den Bewohnern] verlassenen Häuser; zudem akkurate effektive SAAF- und Artillerie-Einsätze gegen IS-Verbarrikadierungen und –Stellungen in Ḥuwaiğa Ṣakr und den Stadtteilen der Provinzhauptstadt al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila, al-ʽArḍî und Kanâ­mât al-ʽUmmâl und dem sog. Arbeiterviertel. von zivilen Quellen aus dem Ost-Umfeld der Provinzhauptstadt war zu erfahren, daß wieder gut 50 IS-Kämpfer zusammen mit ihren Familien IS aus der Stadt al-Bû Kamâl und ihrem Umland geflohen waren. )

Auch Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates, nahm kritisch zur Situation in ar-Raqqa (s.u.!) Stellung: „Die unverzügliche Bereitstellung von Millionen Dollar und Euro für Rakka ist ein weiteres Beispiel für die Doppelstandards der US-geführten Koalition in Syrien, ein Beispiel für die Unterscheidung in ‚Unsere und Fremde‘“, äußerte er gegenüber. Damit wolle die US-geführte Koalition „nicht nur die Spuren der barbarischen Bombardements verwischen. (…) Auf der Hand liegen die separatistischen Versuche, Rakka zum Zentrum eines anderen Syriens zu machen, das nicht unter der Kontrolle von Baschar Assad stehen wird. (…) Die Wiederherstellung des friedlichen Lebens ist lediglich ein passender Vorwand.“ (https://sptnkne.ws/fJV8 vom  22.10.2017)

Nach Rückzug des IS aus diesem Gebiet infolge der Erfolge der SAA, zuletzt in Ḫušâm (vgl.u.) haben die US-unterstützten SDF bzw. DKS-Kräfte das Ölfeld al-ʽUmar, eines der größten des Landes, besetzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33304-syrien_kurden_erlangen_kontrolle_%C3%BCber_syrisches_%C3%96lfeld)

Terroristenstellung, Quelle: Sputnik

Terroranschläge vom 21.10.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen aus dem südlichen Bereich der Provinz Idlib die Stadt Maḥarda, ca. 25km nördlich von Ḥamâ, mit Raketen, töteten so eine Person und verursachten Sachschäden.
Im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verschanzte Terroristen feuerten Raketen auf die Wohngebiete as-Sal und al-Maḥaṭṭa von Darʽâ, verletzten damit drei Anwohner und beschädigen Häuser und weiteres Eigentum.
(http://www.sana.sy/?p=646568, http://sana.sy/en/?p=116268)

al-Qaryatain kehrt zum normalen Leben zurück, Photo: SANA

Auch in al-Qaryatain kehrt dank der Bemühungen der Regierung wieder normales Leben zurück. Ein Video gibt einen Überlick: http://www.sana.sy/?p=647185.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116249  und http://www.sana.sy/?p=646340 (Am 27.9.2017 war ein großer Trupp von 300 IS-Kämpfern in dutzenden Kampfwagen wieder in der Stadt al-Qaryatain im SO-Rîf von Ḥomṣ eingefallen, was erneut (vgl.u.) nur unter Nutzung genauer von der US-geführten Koalition besorgter Positionsdaten habe geschehen können. – Diese bekämpfte eine SAA-Einheit erfolgreich und stellte die Kontrolle über die Stadt wieder her; anschließend beseitigte der Kampfmittelräumdienst die vom IS in Häusern, Straßen, an Plätzen und in Gouvernements-Institutionen angebrachten und ausgelegten Sprengsätze und Minen.) – Wie schon früher dargelegt, umfaßt die Armee (SAA) nicht genügend Kräfte, um immer in ganz Syrien präsent zu sein, sondern kann nur für begrenzte Zeit  an einem bzw. mehreren Orten operieren, um dann gezwungenermaßen weiterzuziehen.

Von Luftangriffen zerstörtes ar-Raqqa, Photo: Sputnik

Auf Twitter verkündete US-Präsident Trump am 21.10.2017 die Rückeroberung von ar-Raqqa vom IS. (pic.twitter.com/BQYwR3bjRR) – Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung:
Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung: Die Statements eines Sprechers der US-Ad­ministration über einen „hervorragenden Sieg“ in ar-Raqqa bezeichnet er als „verwunderlich“ bzw. „befremdlich„. Nicht nur, daß die syrische Armee (SAA) mit russischer Luft-Unterstützung zur selben Zeit die Provinzhauptstadt Dair az-Zaur innerhalb von zehn Tagen befreit habe, wovon kaum etwas zu vernehmen war. Ein Vergleich bringe da Klarheit: „In Washingtons Augen kontrollierte der ‚Islamische Staat‘ nur Rakka in Syrien — eine provinzielle Stadt, wo vor dem Krieg etwa 200.000 Manschen [sic!] gelebt hatten, und unmittelbar vor dem Start der fünfmonatigen Operation der Koalition zu deren Befreiung weniger als 45.000 Menschen. … In Deir ez-Zor mit seinen großen Vororten am Euphrat lebten vor dem Krieg mehr als 500.000 Einwohner. Dabei befreiten die syrischen Truppen dieses Gebiet unter Beistand der russischen Luftwaffe innerhalb von zehn Tagen.“
Verwunderlich sei vor allem, daß plötzlich die aus Washington, Paris und Berlin massiv darauf gedrängt werde, daß der Westen in den Wiederaufbau von ar-Raqqa „tens of millions dollars and euros“ investieren solle. „We welcome such generosity, but we have questions:” Die Frage sei: „Wodurch ist also diese Eile der westlichen Länder mit der gezielten Finanzierung von Hilfe aus­schließlich für Rakka bedingt?“, stellt der Generealmajor da die verständliche Frage, denn: seit mehreren Jahren fordere die russische Regierung dazu auf, alle Arten humanitärer Hilfe nach Syrien zu schicken.  „Dabei hatten wir eine Liste von Ortschaften vorbereitet, wo diese Hilfe in erster Linie nötig ist, ohne die Syrer in ‚gute‘ und ‚schlechte‘ zu teilen.“, setzte Konaschenkow auseinander. Doch jedes Mal sei  die Antwort aus Washington, Berlin, Paris und London dieselbe gewesen: „Wir können nicht und wir werden nicht.“ Woher also jetzt der komplette Sinneswandel und die Eile? Infolge der dokumentierten verheerenden Flächenbombardements der US-geführten Koalition auf ar-Raqqas (Wohngebiete! vgl.u.!) sei die Stadt jedoch fast völlig zerstört und: „Raqqa has not managed to cool down after bombings of the international coalition.“ Dagegen habe in Dair az-Zaur sofort die Regierungshilfe eingesetzt und auch Rußland, der Iran etc. hatten Hilfe geschickt, so daß die Bürger dort schon wieder ein nahezu normales Leben führten. Doch: „Rakka hat das Schicksal von Dresden 1945 übernommen, das bei englischen und US-amerikanischen Luftangriffen vom Antlitz der Erde ausgelöscht worden war„, stellte der Sprecher dar. Demnach gehe es bei der Finanzierungsaufforderung offensichtlich darum, „die Spuren der barbarischen Bombenangriffe der Luftwaffe der USA und der Koalition [zu] verwi­schen, die in ar-Raqqa Tausende vom IS ‚befreite‘ Zivilisten begraben haben„. Im Gegensatz zum durch die Flächenbombardements der US-gefürhten Koalition zerstörten ar-Raqqa, kämen tausende Rückkehrer aus dem Umland nach Dair az-Zaur zu ihrem gewohten friedlichen Leben zurück. (http://sana.sy/en/?p=116305, https://sptnkne.ws/fJT7 für Zitate in Deutsch)
Einen Einblick davon gibt Karin Leukefeld in dem Bericht: Deir Ezzor: Die Stadt im Euphrat Tal kehrt langsam ins Leben zurück
Photos des – von der US-geführten Koalition! – zerbombten ar-Raqqa sind zu sehen bei: https://sptnkne.ws/fKJz.

IDF, Quelle: Reuter

Aus dem Obersten Armee-Kommando verlautete am 21.10.2017, es sei am Morgen erneut zu israelischen Angriffen von den völkerrechtswidrig (dazu s.u.!) immer noch durch die israelische Armee besetzt gehaltenen Golanhöhen her auf ein Militärstellung der SAA im Antiterrorkampf im Umland (Rîf) von al-Qunaiṭra gekommen, wodurch Sachschäden entstanden. Dieser Angriff erfolgte, nachdem die Terroristen eine Mörsergranate ins Niemandsland auf den Golanhöhen geschossen und damit der israelischen Armee (IDF) einen Vorwand für den nachfolgenden Angriff gegeben hatten. Diese unterstreiche erneut die schon mehrfach belegten Darlegungen der Verbindung zwischen den im Süden Syriens aktiven Terrorgruppen [v.a. der Ğabhatu_n-Nuṣra, s.u.] mit der IDF. Das Oberste Kommando warnte vor den negativen Auswirkungen solcher aggressiver Akte ganz abgesehen von den nicht tragfähigen fadenscheinigen Vorwänden für dieselben. (http://sana.sy/en/?p=116224, http://www.sana.sy/?p=646309)

Mehr denn je ist die israelische Regierung daran interessiert, die völkerrechtswidrig seit 1967 besetzt gehaltenen – auch landschaftlich schönen – syrischen Golanhöhen nicht zurückzuerstatten, wie es zahlreiche UNSC-Resolutionen vo4hsehen (dazu vgl.u.). Neben der bisherigen Ausbeutung zahlreicher Naturschätze steht laut umfassender Darlegung von F. William Engdahl nun die Ausbeutung eines 2007 auf den Golanhöhen entdeckten immensen Schiefergasfelds durch Fracking mit Erwärmung und des Gesteins bis auf 300°C, um einen geologischen Prozeß von Jahrhunderten zu forcieren.(https://journal-neo.org/2015/10/26/genies-and-genocide-syria-israel-russia-and-much-oil-2/) – Auf die Naturzerstörung seitens der israelischen Okkupationsmacht auf den Golanhöhen, die auch schon Gegenstand von UNSC-Resolutionen war – siehe v.a. die frühere bestätigende UNSC-Resolution Nr. 497wurde schon früher hingewiesen (vgl.u.).

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA1

Darauf richtete die Regierung am 21.10.2017 nach Verurteilung dieses aggressiven Akt seitens der die Golanhöhen völkerrechtswidrig besetzt haltenden IDF erneut (vgl.u.) zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, um dagegen zu protestieren. Das Ministerium zeigte sich höchst erstaunt über die offensichtliche Unfähigkeit des UNSC, diese Vorfälle zu stoppen und sie klar zu verurteilen, obwohl sie in flagranter Weise die Prinzipien der UN-Charter wie des internationalen Rechts und aller relevanten UNSC-Resolutionen verletzten. Schließlich warnte das Außenamt vor den negativen Rückwirkungen solchen Tuns in Unterstützung der vor Ort agierenden Terrorgruppen. (http://sana.sy/en/?p=116255)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116201 und http://www.sana.sy/?p=646210 (Im Nord-Umland von Dair az-Zaur nach harten, für den IS verlustreichen Gefechten auf dem Ost-Ufer des Euphrats im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr [wo General Zahruddîn am Mittwoch durch eine Mine getötet worden war, vgl.u.] parallel zum Vormarsch auf  Ḫušâm zu.)

Nach der Kundgabe vom 16.10.2017 durch den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu (s.u.) führte Wladimir Schamanow, Chef des Ver­teidigungsausschusses der Staatsduma, am Fr., 20.10.2017, zu den weiteren russischen Aktionen in Syrien aus, nach Ende des Truppeneinsatzes  im Counterterrorismus würden Sonderoperationen ein­geleitet, denn: „Viele [Terroristen bzw. Extremisten] versuchen ihre Bärte abzunehmen (…), in lokale Behörden einzudringen und so weiter. Das ist ein langwieriger Prozess.“ Und diesen Versuchen gelte es dann zu netgegnen. (https://sptnkne.ws/fJsE)

Staatsbegräbnis für General ʽIṣâm Zahruddîn, Photo: SANA

Unter immenser Beteiligung der Bevölkerung fanden am 20.10.2017 die Begräbnisfeierlichkeiten zu Ehren des verdienten, bewunderten und äußerst beliebten Generalmajors ʽIṣâm Zahruddîn statt. Den Bildern nach zu urteilen füllte die Trauergemeinde das ganze Stadion in der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ´. Der Sarg war mit der Nationalfahne, einem Bild des Gefallenen, sowie Kränzen aus Rosen und Lorbeer geschmückt. In Stellvertretung für Dr. al-Assad nahm der Staatsminister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzâm, teil und kondolierte  der Familie des Gefallenen, der als Held und Verteidiger des Vaterlands geehrt wurde. Eine Rede hielten nach dem Präsidentenvertreter der Leiter des politischen Zweigs der Republikanischen Garde im Namen der Armee und der Streitkräfte, der den Märtyrer [so werden alle – auch die zivilen – Todesopfer des Terrorkrieg genannt!] Zahruddîn als ein Beispiel an Ethik und Disziplin, höchsten Muts und Beherztheit herausstellte, geliebt von seinen Kameraden und Unterge­benen. nie säumend bei der Durchführung seiner Aufgaben, nie einen Moment zögernd beim Erfüllen seiner Pflicht, von guten Manieren, anständig, besonnen und von gutem Herzen. Im Namen des Gene­ral­komman­dos der Armee und Streitkräfte drückte er sein tiefstes Beileid, aufrichtiges Mitgefühl, herzliche Anteilnahme aus und wünschte den Hinterbliebenen und Kindern Syriens Trost und Segen durch die Märtyrertat des Kriegshelden im Kampf gegen den Terrorismus. Weiter kamen noch der Bruder des Verstorbenen, der Groß-Muftî, ein hoher Vertreter der Baʽṯ-Partei sowie Führungsmitglieder libanesischer Parteien und zuletzt ein langjähriger Kampfgefährte zu Wort. Außerdem wohnten der Ehrenzeremonie mehrere Minister, Parlamentsabgeordnete, Vertreter der Baʽṯ-Partei, religiöser Gruppen einschließlich der Drusen, weitere bekannte Persönlichkeiten aus dem sozialen Leben und hohe Militärs bei. Nach Erklingen der Nationalhymne folgte eine „majestätische“ Prozession zur letzten Ruhestätte im Dorf aṣ-Ṣûra al-Kabîra. (http://www.sana.sy/?p=646074 mit Bildergalerie)

Ehren-Begräbnis, Photo: SANA

Gegenüber Sputnik News referierte SAA-Brigadegeneral ʽAlî Maqṣûd die großen Erfolge der letzten Tage (vgl.u.)  seitens der Armee mit alliierter Unterstützung. Mit Befreiung der Stadt al-Mayâdîn, der ehemaligen IS-Hochburg der Gegend, sei die endgültige Zerschlagung des IS im Land in greifbare Nähe gerückt.  „Die syrische Armee steht kurz vor einer entscheidenden Schlacht an der syrisch-irakischen Grenze. Ist diese Schlacht gewonnen, ist die Befreiung von Deir er-Zor nur eine Frage von Stunden.“, versicherte der General. Bezüglich der Aktionen der US-geführten Koalition in der Provinz ar-Raqqa stellte er heraus: „Die USA kontrollieren zwar einige Ölfelder in dieser Provinz… . Aber einen strate­gischen Vorteil haben sie dadurch nicht, weil die syrische Armee alle Verbindungsstraßen zwischen Rakka und Deir er-Zor kontrolliert.“ Zur Situation in der Stadt ar-Raqqa bzw. der Verkündung durch die US-seits unterstützten SDF-Kräfte (auch: DKS) urteilte er, die Meldung von der Befreiung ar-Raqqas sei dagegen nichts als eine Verschleierungstaktik: „das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun“.  Die USA müßten in Syrien eine Niederlage einstecken, „tun für die Weltöffentlichkeit aber weiterhin so, als würden sie gegen den IS kämpfen“. Auch er bestätigte den schon angeführten, von mehreren Quellen übereinstimmend berichteten Vorgang (vgl.u.): „Die USA haben die IS-Anführer mit Hubschraubern aus Rakka ausgeflogen und den Demokratischen Kräften Syriens geholfen, die befreiten Gebiete zu erobern.“ Zu den SDF bzw. DKS bemerkte er: „Die syrische Armee respektiert die DKS als einen Teil des syrischen Volkes. Aber wenn sie das Gesetz brechen und gegen die syrische Verfassung verstoßen, liefern sie sich selbst einem Gegen­schlag aus. Es ist offensichtlich, dass sie eine Waffe in den Händen der Vereinigten Staaten sind.“ (https://sptnkne.ws/fHRu  vom 19.10.2017)

Bestätigend zum Vorgehen der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa veröffentlichte der US-Schriftsteller Stephen Lendman  zudem Folgendes:

St. Lendman zu ar-Raqqa, Quelle s.o.!

Michail Uljanow, Leiter der Ab­teilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, kritisierte erneut (vgl.u.) die Arbeit der OPCW und der UNO bei der (Nicht-)Aufdeckung des Giftgas-Vorfalls von Ḫân Šaiḫûn, der ohne Klärung des Sachverhalts einen umgehenden US-Angriff auf den syrischen Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât  (vgl. Teil V) zur Folge gehabt hatte. Die Regierung in Moskau warte noch den angekündigten Expertenbericht ab, werde dann aber entscheiden, ob es sich weiter an dem Mandat beteilige. Zu bemängeln sei nämlich Folgendes: „Dieser Mechanismus (erg.: der OPCW und der UNO) hat den Stützpunkt Schairat besucht. Wir haben lange darauf beharrt. Etwa vor einer Woche, vom  8. bis 9. Oktober. Dabei hatte das Team, das den Stützpunkt besuchte, aus irgendeinem Grund keine Anweisungen, Proben am Flughafen zu nehmen.“ Dies geschah, obwohl die Erfüllung dieser Aufgabe mit den Ermittlungen verbunden sei, und ohne überzeugende Erklärungen dafür. Damit sei klar, „dass man diese Ermittlung nicht als qualitativ bezeichnen kann. Das ist ein unprofessionelles Herangehen, das viele Fragen weckt“. Uljanow fügte hinzu: „Gegenwärtig dreht sich die Situation erneut um das syrische Chemie-Dossier. Der Vortrag soll unbedingt am 26. Oktober vorgestellt werden. Der Mechanismus funktioniert so seit einem Jahr. Innerhalb dieses Jahres hat der UN-Sicherheitsrat der Öffentlichkeit aber nichts präsentiert. Das Mandat läuft am 16. November ab.“ (https://sptnkne.ws/fJc9 vom  20.10. 2017)

Giftstoff für C-Waffen, Photo: Sputnik

Zum ersten Mal hat das US-Außenministerium [auf seiner Webseite!] zugegeben, daß Terroristen der Gruppe Hay´a Tarîr ašŠâm (Neuformierung durch al-Qâʽida unter Zusammenschluß von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğabhatu Anṣâr ad-Dîn, Ğaiš as-Sunna mit bekannten Führungspersonen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, vgl. http://www.voltairenet.org/article195122.html) in der Provinz Idlib Chemiewaffen einsetzen. Igor Konaschenkow in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums setzte der Presse dazu auseinander: „Das ist das erste offizielle Geständnis des Außenamts nicht nur über die Existenz von Chemiewaffen, sondern, ich be­tone, über deren Einsatz durch Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra‘ in diesem Teil Syriens für die Verübung von Anschlägen, wovor wir mehrmals auf allen Ebenen gewarnt hatten. … Die USA haben dies aber starr den Regierungstruppen vorgeworfen. Die Kämpfer aus ‚Dschabhat an-Nusra‘, die diesen Terroranschlag, wie das Außenministerium nun herausfand, verübt hatten, bezeichneten sie als ‚gemäßigte Opposition. … Unklar bleibt nur, wozu Washington die große Attacke mit teuren Marschflugkörpern Tomahawk gegen die syrische Luftwaffenbasis Schairat brauchte. Man hätte Dutzende Millionen Dollar auch nützlich verbrennen können — mit Luftschlägen gegen Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra.‘“ (http://www.sana.sy/?p=646003; für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fJbq)

Terroranschläge vom 20.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen Terroristen von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq aus die damaszener Stadtteile al-Qaṣâʽ und aṭ-Ṭabâla mit Mörsergranaten, verletzten damit ein Kind und zwei Erwachsene und verursachten materielle Schäden. Später wurden von al-Ğanâ´in [Gegend in der Nähe] aus ebenfalls  Mörsergranaten  auf die damaszener Vorstadt Ğaramânâ abgefeuert, welche eine Frau verwundeten. (http://sana.sy/en/?p=116193  http://www.sana.sy/?p=646136)

Laut Bekanntgabe des kasachischen Außenministeriums vom 19.10.2017 findet die 7. Astana-Konferenz am 30. und 31.10.2017 statt. (www.sana.sy/en/?p=116073, http://www.sana.sy/?p=645478)

Aus dem vorgefundenen Waffenlager, Photo: SANA

Beim Minenräumen im Gebiet der ehemaligen IS-Hochburg al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur wurde erneut ein riesiges Depot mit Waffen und Munition auch aus israelischen bzw. NATOBeständen und aus anderen europäischen bzw. westlichen Ländern gefunden. Darunter befanden sich Artillerie-Equipment, panzerbrechende Geschosse, Mörsergranaten und sogar eine 155mm-Kanone der NATO mit einer Reichweite von 40km. (http://sana.sy/en/?p=116150 vom 19.10.2017)

General ʽIṣâm Zahruddîn, auch bekannt als: Lion of the Republican Guard und The Druze Beast, Photo: Twitter.com

Einer der gefeierten Helden von Dair az-Zaur, Brigadegeneral ʽIṣâm Zahruddîn (Variante: Zahr ad-Dîn, vglu.), der drusische Befehlshaber der 104. Brigade der Präsidentengarde und über drei Jahre tapferer Verteidiger der Provinzhauptstadt mit samt seiner Bevölkerung im steten Kampf gegen den IS, geschätzt, bewundert und geliebt vor allem auch von seinen Untergebenen, kam heute infolge der Detonation einer von den Terroristen ausgelegten Mine im aktuellen Kampfgebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr ums Leben. Durch seinen Beitrag erlitt der IS eine seiner größten und schwerwiegendsten Niederlagen. (https://sptnkne.ws/fHnH) Der Chefredakteur der russischen Militärzeitschrift Arsenal Otetschestwa, Viktor Mura­chowski, ehrte ihn mit den Worten: „Er zeichnete sich durch sein Befehlshaber-Talent aus, baute die Defensive geschickt auf und demo­n­strierte seine Militärbegabung bei der Befreiung von Deir ez-Zor sowie bei der Euphrat-Forcierung. Während des Kriegszugs, auch unter seiner gekonnten Leitung, sind neue professionelle Militärchefs herangewachsen.“ (https://sptnkne.ws/fHwz)

Der General inmitten seiner Leute, aus einem Video von Suriyya al-Mustaqbal

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116046 und http://www.sana.sy/?p=645229 (Unter Deckung gezielter SAAF- und Artillerieangriffe Wiederherstellung der Kontrolle über Iṣlâḥ al-Ḥussainiyya und die Papier-Fabrik auf dem Ostufer des Euphrats im Umland von Dair az-Zaur während des weiteren Vorrückens auf al-Ğunaina zu und der Vernichtung der letzten IS-Nester und -Ansammlungen im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr  unter Zurücklassung einer großen Anzahl eliminierter Terroristen samt Kampffahrzeugen; im Terrain von al-Mayâdîn Fortsetzung des Aufspürens und Entschärfens der vom IS angebrachten  Minen, IEDs (d.i. selbst gebaute Sprengfallen) etc..)

 

In Dair az-Zaur ist unterdessen eine Gruppe aus 15 Medienvertretern der westlichen Welt, aus den USA und europäischen Ländern eingetroffen. Sie möchten sich ein eigenes Bild von der Realität vor Ort, insbesondere nach Zerschlagung der über 1000 Tage andauernden IS-Belagerung  und weitgehenden Vernichtung des IS mit ihren Nachwirkungen machen, die sich jedoch schon dank der umfassenden Unterstützungsmaßnahmen der Regierung (vgl.u.) wieder weitgehend dem normalen Leben anpaßt. Hierzu wurden die unabhängigen Journalisten und Mitarbeiter von Nachrichtenagenturen auch vom Gouverneur empfangen, der seine Freude über dieses Unterfangen zum Ausdruck brachte. Syrien sei bedacht darauf, möglichst viele unvoreingenommene Ausländer willkommen zu heißen, damit sie die bislang von den beherrschenden Mainstream-Medien (MSM) propagierten Vorstellungen von Syrien korrigieren könnten.  Auch erwähnte Muḥammad Samra die Auswir­kungen der unfairen westlichen, gegen Syrien verhängten Sanktionen (zu deren Einordnung s. Teil IIITeil IV), für deren Aufhebung sich die Gäste einsetzen möchten, was jene gerne zusagten. (http://www.sana.sy/?p=645279)

Auch der seit einem Jahr wegen der ständigen IS-Attacken (vgl.u.) nicht mehr in Betrieb gewesene Militärflughafen Dair az-Zaur wurde heute wieder in Betrieb genommen. (https://sptnkne.ws/fHpa)

Gemeinsame Pressekonferenz der Chefs des syrischen und iranischen Generalstabs, Photo: SANA

Am 18.10.2017 traf der iranische Chef des Generalstabs der Armee, Generalmajor Muḥammad Bâqirî, im Hauptquartier  in Damaskus seinen syrischen Amtskollegen, Generalleutnant ʽAlî Ayûb zur Bewer­tung der strategischen Erfolge im Bereich der Terrorismusbekämpfung der beiden befreundeten Ar­me­en in der vorausgegangenen Phase. General Ayûb hob dabei hervor , infolge der Koordination beider Armeen  auf verschiedenen Ebenen hätten beide erheblich an Erfahrung im Bereich Planung und Durchführung von Militäroperationen gewonnen. Diese spielten „a very important role in eliminating terro­rism and confronting all possible threats“. In Fortführung dieser Beziehung sei zu erwarten:  „decisive victory over terrorism is just around the corner.”  An die Unterstützer der Terrororganisationen gerichtet erklärte er: „We will not allow any party, regardless of the forces standing behind them, to affect the efforts ex­er­ted towards aiming terrorism and preserving the unity and sovereignty of the entire territory of the Syrian Arab Republic.” Er fügte hinzu: „if some parties believe that they can exploit the state of instability under the war, we affirm that they are mistaken” und prognostizierte: „the American support for these parties will not last, and they will be the biggest loser in the end.” Zur kürzlich beobachteten türkischen Invasion in der Provinz Idlib (s.u.) bemerkte er kritisierend: „what the Turkish aggression forces have done is contrary to what was agreed upon in Astanathe presence of these forces inside the Syrian territory is an act of aggression that violates all international laws and norms. We deal with this presence as an occupying force, whatever their pretexts are, and we have the full right to confront it using all means.”
General Bâqirî versicherte seinerseits: „We are here in Damascus to stress our coordination and cooperation in the face of our common ene­mies… .“ Zudem verurteilte er die Angriffe der israelischen Luftwaffe auf die SAA (vgl.u.) wie auch das von Masʽûd Barzânî angestoßene Sezessionsreferendum im Irak, während er die Kurden dazu aufrief, sich an die verfassungsgemäße Ordnung zu halten. (http://www.sana.sy/?p=644987, http://sana.sy/en/?p=116019) – Am 19.10.2017, wurde die militärische Delegation dann von Präsident Dr. al-Assad empfangen, wobei auch die gemeinsamen militärischen Strategien für die künftige Phase  des Counterterrorismus beprochen wurden. (http://sana.sy/en/?p=116112, http://www.sana.sy/?p=645534)

Dr. al-Ğa’fari bei den UN, Photo: SANA

Während der Mittwoch-Sitzung des UNSC zur Situation in Nahost kam Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut auf die von Israel besetzt gehaltenen Golanhöhen zu sprechen. Syrien bestehe auf seinem souveränen Recht, daß die Grenzen vom 4.6.1967 wiederhergestellt würden. Dieses Recht sein nicht verhandelbar und lasse auch keine Zugeständnisse zu. Das usurpierte Gebiet müsse an den rechtmäßigen Eigner rückerstattet werden und die israelischen Siedler hätten das Gebiet früher oder später zu verlassen. Dezidiert erklärte er: We will not give up our right of restoring our occupied land and will liberate our citizens under the Israeli occupation in the Syrian Golan by all means including the international law Charter and prin­ciples and the UNSC resolutions.” Das verdächtige Schweigen der internationalen Gemeinschaft respektive der UN zu durchgesetzten israelischen Politik ermutige die Regierung in Tel Aviv nur dazu, immer weiter die Vereinbarung über Truppen-Entflechtung und die UNSC-Resolutionen  zu verletzen, indem sie alle Formen von Unterstützung den bewaffneten terroristischen Gruppen einschließlich dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra   in der Entflechtungszone auf den besetzt gehaltenen Golanhöhen gewähre.   Die extremste Form dieser Unterstützung seitens Israels sei der wiederholte Beschuß syrischen Gebiets zum Vorteil der Terrorgruppen inklusive des IS. Außerdem sei es schon verwunderlich, daß der britische Vertreter in seiner Rede „the British go­vern­ments’ pride” [den Stolz der britischen Regierung] auf die Inkraftsetzung der Balfour Declaration äußere.  Dabei wies er darauf hin, daß die Resolution, mittels derer die Mitgliedschaft von Israel in den UN festgelegt wurde, ebenfalls die Errichtung eines Palästinenserstaates und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in ihre Heimat forderte, der sich Israel nicht füge. Darauf schloß er mit den Worten: „Syria believes that there is still a historical responsibility for the UNSC by correcting the track of the compass through adopting prompt procedures of putting an end to the Israeli occupation of the Arab territories including the occupied Syrian Golan.” (http://sana.sy/en/?p=116066)

Ruinen des Klosters Sunbul, Photo: SANA

Die Generaldirektion für Altertümer und Museen (DGAM) verurteilte mittels ihrer Webseite die Zerstörung des Klosters Sunbul auf dem Ğabal Bârîšâ in der Provinz Idlib aus dem 2. – 6. Jh. n.u.Z. durch die in der Provinz aktiven Terrororganisationen, vor allem Ğabhatu_n-Nuṣra. Das barbarische Handeln steht in einer langen Reihe der Beschädigung von Klöstern, Kirchen und Altertümern in der Provinz, gerade auch in den weithin bekannten sog. „vergessenen Städten“, die meist aus der römischen bzw. byzantinischen Ära datieren. Das Amt rief die internationale Staatengemeinschaft und Institutionen dazu auf, Druck auf die immer noch tätigen Unterstützer und Finanziers der Terrorgruppen stark zu machen, um das kulturelle Erbe der Region zu schützen. Für den Schmuggel mit den geraubten Antiken sei insbesondere die Türkei der Hauptmarkt, machte das Denkmalamt deutlich. (http://www.sana.sy/?p=645225, http://sana.sy/en/?p=116049)

Eine Delegation der Ältesten (Scheichs) der arabischen Stämme des Iraks unter Leitung von Dr. ʽAlî al-ʽAnzî besucht derzeit Syrien. Sie traf sich am 19.10.2017 mit einer Reihe von Abgeordneten (Mitgliedern der Volks­versammlung) im Parlamentsgebäude zu einer Sitzung. Die Gäste bekräftig­ten die Be­deutung der gemeinsamen Anstrengungen beider brüderlicher Völker im vereinten  koordinierten Kampf gegen den Terrorismus vor allem auch des IS im Interesse beider Länder. Beide Länder würden ebenso gemeinsam ihre Souveränität und Unab­hän­gigkeit dank der Erfolge beider Armeen im Counterterrorismus verteidigen. Damit würden die seit Jahrzehnten von gewisser Seite gehegten Pläne für die Region mit ihren negativen Auswirkungen vereitelt. Der Sekretär der Volksversammlung [in Damaskus], Râmî aṣ-Ṣâliḥ, unterstrich seinerseits diese Ausführungen.  (http://www.sana.sy/?p=645711) Mit der letzten Anspielung sind offensichtlich die schon erwähnten Balkanisierungspläne bzw.  der sog. Yinon-Plan (s. Teil IV) gemeint.

Während seines vorangekündigten Besuches in Moskau diskutierte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura,  mit dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Mi., 18.10.2017, die Situation in Syrien im Vorfeld der 7. Astana-Konferenz. (http://sana.sy/en/?p=116090)

Seit Stunden (Stand früher Nachmittag, 16.10.2017) bestehen massivste Postingprobleme

PAM-Versammlung, Quelle: pam.int

Beim Treffen zwischen der italienischen und der syrischen Parlamentsdelegation während der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am 18.10.2017, teilte der Leiter der ersteren, Senator Francesco Amoroso, Ehrenpräsident der Parlamentarischen Versammlung des Mittelmeers (Engl.: Parliamentary Assembly of the Mediterranean, PAM), mit, bei den Vorbereitungen für die PAM-Aktivitäten in Monaco sei er von französischer Seite unter Druck gesetzt worden. Diese wollte den syrischen Gästen keine Visa zur Teilnahme ausstellen, was er, Amoroso, rigoros zurückgewiesen habe und auch von ihm vertretenen PAM nicht entspreche. Die PAM sei interessiert an den Vorgängen in Syrien wie der politischen Beilegung der Krise im Land. Daher habe die Organisation auch  die europäischen Gesprächskanäle geöffnet, als Syrien durch die USA bedroht worden sei. Er zeigte sich erfreut darüber, wie schnell die Regierung in Damaskus auf das Angebot, gegenseitig  Beziehungen zu knüpfen und gemeinsam für humanitäre Hilfe vor Ort in Syrien zu sorgen, geantwortet habe. Sehr gerne werde er die von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ ausgesprochene Einladung annehmen. auch danke er Syrien für die effektive Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Ḥamûda Ṣabâġ zeigte sich hocherfreut über diese Positionierung und stolz darauf, aktives PAM-Mitglied zu sein.

Aus dem Außenministerium in Damaskus war zu vernehmen, daß die syrische Regierung die Wiederherstellung der [verfassungsgemäßen] Kontrolle über die Provinz Kirkûk durch die brüderliche Regierung im Irak  ausdrücklich begrüße. (http://sana.sy/en/?p=115977)

Terroranschlag vom 18.10.2017:
Im Waldgebiet bei der Bait Ğin-Farm verbarrikadierte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen wieder einmal Wohngebiete der neuen Verwaltungshauptstadt der Provinz al-Qunaiṭra, al-Baʽṯ, mit Raketen und verletzten damit ein Kind und einen Erwachsenen. (http://www.sana.sy/?p=645277)

Syrische Delegation bei der 137. IPU, Photo: SANA

Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ forderte die IPU-Versammlung (vgl.u.) in St Petersburg am 18.10.2017 dazu auf, die israelische Aggression gegen eine SAA-Position im Umland von Damaskus (vgl.u.) zu verurteilen [wie dies russischerseits schon geschehen ist, s.u.], welche eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region darstelle. Mit Verweis auf die Stellungnahme im Parlament dazu erklärte er: „People’s Assembly in Syria condemns and denounces the aggression on the Syrian territory by the Zionist entity.”  (http://sana.sy/en/?p=116000)  – Zur semantischen – einschränkend, nicht verallgemeinernd jüdische Menschen diffamierend gemeinten – Verwendung des Begriffs „zionistisch“ s. im Themenstrang (Thread) Irak   vom 16.6.2017!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115943 und http://www.sana.sy/?p=644360 (Im SO-Umland von Dair az-Zaur den Gegebenheiten angepaßte präzise Großoperation zur Befreiung der zwischen al-Mayâdîn und al-Muraiʽiyya auf dem West-Ufer des Euphrat gelegenen Dörfer Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, az-Zabârî, al-ʽAliyiât, Saʽlû und aṭ-Ṭûb und nachmittags dann über die Stadt Mû Ḥassan und die Dörfer al-ʽAbd, al-Bû ʽUmar und al-Bû Lîl nach heftigen Gefechten mit den IS-Trupps, die zu deren vollständigem Zusammenbruch und flucht der Überlebenden gen Osten führten – dabei Zerstörung von deren Fortifikationen, Barrikaden, Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen und Unmengen an Waffen und Munition; im Osten des Euphrats Vorrücken auf die Dörfer Šaqrâ und al-Ğunaina; heftige Gefechte mit IS-Einheiten auch im Umkreis des Industriegebiet von Dair az-Zaur mit Vernichtung etlicher davon samt deren Equipment; dazu akkurate effiziente Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen im Gebiet von Mû Ḥassan, al-Bû Lîl, al-Ğunaina sowie den Stadtteilen der Provinzhauptstadt: al-ʽArḍî, al-ʽUrfî, Ka­nâmât und Ḫasârât. Von lokalen Quellen war zu erfahren, daß im östlichen Umland von Dair az-Zaur unter den aus der Provinzhauptstadt gen Osten flüchtenden IS-Leuten auch die Führungspersonen Ṣaddâm al-ʽAdîš, verantwortlich für den sog. „nörd­li­chen Sektor“ des IS, Mâhir al-Kamârî , der prominenteste Sicherheitsbe­auf­tragte des IS, Ḫalîd al-Ḥassan al-Ḫalîl al-ʽAzâwî alias Abû al-ʽAdiyya, Medien-Verantwortli­cher und schließlich Muṣʽab ar-Rašîd, ein führender Sicherheits“offizier“.)

IS-Trainingslager an syrisch-israel.ischer Grenze, Quelle s. Bild!

Laut Mitteilung des israelischen Channel 2 hat der IS an der syrisch-israelischen Grenze ein Trainingslager für 300 Mann eröffnet. (http://www.voltairenet.org/article198406.html vom 17.10.2017)

Inzwischen hat sogar ein SDF-Vertreter die Meldung dementiert (https://sptnkne.ws/fGVu) – Laut Pars Today vom 17.10.2017 stammte die Falschmeldung – wieder einmal – von SOHR

Da sei also ar-Raqqa heute befreit worden, melden die Mainstream-Medien (MSM), die fast sämtliche Befreiungsoperationen der SAA der letzten Jahre ebenso mit Stillschweigen übergangen sind wie die meist täglichen Terroranschläge in den verschiedensten Regionen Syriens. Daß dazu hunderte IS-Terroristen, die nicht zu kämpfen aufhören wollten, freien Abzug aus ar-Raqqa nach Dair az-Zaur durch die US-geführte Koalition (inklusive der SDF) erhielten, die hierzu für Tage sogar ihre Luftangriffe einstelle (zu deren überwiegenenden Zielen s.u.!) total eingestellt hatte, davon ist ebenfalls in den MSM nicht die Rede. Jedoch s.u.!

IS aus US-kontrolliertem Gebiet ziehen gelassen, Pjoto: Sputnik

U.a. hatte auch der russische Außenminister Sergei Lawrow im Namen der Kreml-Regierung von den USA offiziell Aufklärung dafür gefordert, daß die US-geführte Koalition in verschiedenen Fällen den (IS-)Terroristen in Syrien und im Irak das Entkommen ermöglicht hatte. Hinsichtlich des letzten solchen Vorfalls aus dem Irak eindringender Terroristen (s.u.) kritisierte der Minister: „Das war eine sehr wichtige Errungenschaft“, sagte Lawrow. „In der letzten Zeit beobachten wir aber merkwürdige Vorgänge, bei denen bewaffnete Kämpfer auf ihren Pickups mit Maschinengewehren den Irak, wo die Amerikaner wohl großen Einfluss haben, und die denjenigen Gebiete Syriens, die die Amerikaner kontrollieren, ungehindert verlassen und Probleme für die syrische Regierungsarmee schaffen.“.  (https://sptnkne.ws/fGnX und s.u.!)
Wladimir Schamanow, Leiter des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, forderte aufgrund der Vorkommnisse (s.u.) die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission, um der Auffindung (darunter modernster Hochtechnologie-) Waffen westlicher Herkunft (s.u.), vor allem aus den USA, Frankreich etc. auf den Grund zu gehen, die in großen Mengen in Depots des IS bzw. von Ğabhatu_n-Nuṣra in Syrien bzw. im Irak vorgefunden wurden. Hierbei nahm Schamanow auch Bezug auf die letzte vom Verteidigungsministerium in Damaskus veröffentlichten Beweise (s.u., 9.10.2017). (http://www.sana.sy/?p=644042; s.a. http://www.voltairenet.org/article198407.html)

Im Gespräch mit dem israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman vom 16.10.2017 gab der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu bekannt, die russische Beteiligung am Antiterrorkampf in Syrien gehe bald zu Ende. (http://www.sana.sy/?p=644205) Dennoch werde Rußland seine Kräfte danach nicht re­duzieren. Ebenso verbleibe der russische Stützpunkt im Land a, an dem 34 Flugzeuge und Helikopter stationiert blieben, erklärte Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates am Di., 17.10.2017. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33216-russische_kr%C3%A4fte_in_syrien_werden_nicht_reduziert)

SAA-Operation in der Weite der Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115864 und http://www.sana.sy/?p=643735 (Nach Vernichtung der verbliebenen IS-Trupps und –Verstecke Rückgewinnung der Kontrolle über al-Ḥussainiyya im NW von Dair az-Zaur östlich des Euphrats; dazu von W und N her Zuziehung des Rings um die letzten IS-Nester in den im NW gelegenen Stadtteilen der Provinzhauptstadt mit Eliminierung von Dutzenden der Terroristen sam deren Waffen, militärischer Ausrüstung und Kampfwagen  mit den verschiedensten Typen an Maschinengewehren und Mörsergranaten; nach Sicherung von al-Mayâdîn (vgl.u.), der letzten lokalen IS-Hochburg, Vorrücken bis nach Buqruṣ, 10km westlich davon, mit Rückeroberung strategisch wichtiger Punkte , wobei viele Extremisten ums Lebenskamen, so auch einer der IS-Führer  in al-Mayâdîn ʽAbdul-Ḥa­mîd ʽIṣam al-Ğarwân; Zerstörung weiterer IS-Fortifikationen und Unterbrechung der Infiltrationsrouten des IS durch die von der SAAF unterstützten, in Richtung al-Ḥussainiyya und al-Ğunaina operierenden Bodentruppen ; zudem gezielte effektive Luftwaffen- und Artillerieangriffe gegen IS-Schlupfnester im Bereich der Dörfer Šaqrâ, al-Ğîʽa, Ḍîbân, Miḥkân, Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, Mû Ḥassan und al-Bû ʽUmar; in einer dieser Basen wurde auch der sog. Abû Muhannad al-Ḥalabî [d.h. aus Aleppo], tätig im Büro der Islampolizei (al-ḥisba) in al-Bû Kamâl mit einer Reihe weiterer Kumpane, daunter welche aus Zschetschenien, getötet)

Terroranschläge vom 16.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen am Abend bewaffnete Gruppen, die sich in der Zitadelle al-Maḍîq verschanzt hatten, Wohnviertel der Stadt Salḥab im nördlichen Umland von Ḥamâ mit Raketen, richteten jedoch „nur“ materielle Schäden an privatem wie öffentlichem Gut an. (http://sana.sy/en/?p=115923, http://www.sana.sy/?p=644171)

Nach sieben Jahren der Absenz findet ab Mo., 16.10.2017, in Damaskus wieder Kongreß der Arab Pharmacists Union statt und zwar zum 106. Mal. (http://sana.sy/en/?p=115885)

In seiner Rede vor der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am Mo., 16.10.2017, konzentrierte sich Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ auf die weltweite Bedrohung durch den TakfîrTerrorismus. Denn dieser richte sich gegen alle und jeden, die nicht seiner Ideologie über Religion, Ethnie etc. folgten. So sehr wie Syrien und der Irak diesem ausgesetzt gewesen seien, zeuge von der absoluten Notwendigkeit, gemeinsam gegen diesen vorzugehen. Daher forderte er die anderen parlamentarischen Gruppen dazu auf, eine aktive Rolle im kulturellen, ideologischen und politischen Konfrontationsprozeß zu übernehmen, um endlich einen Stop der Finanzierung und weiteren Unterstützung der Terroristen z.B., durch Waffen zu erzielen. Hierzu müßten die entsprechenden Gesetze gemäß der relevanten UNSC-Resolutionen auf den Weg gebracht werden. Hierbei befänden sich alle internationalen Vereinbarungen mit dem Ziel des Dialogs unter den Nationen und Religionen unter Testbedingungen. – Hinsichtlich der Krise in Syrien unterstrich er, daß der konstitutionelle und legislative Reformationsprozeß entsprechend den demokratischen Standards erfolgreich voranschreite. (www.sana.sy/en/?p=115881)

Die Oberste Armeeführung gab am Mo., 16.10.2017, bekannt, daß israelische Kampfflugzeuge, kommend aus dem libanesischen Luftraum, um 8.51 Uhr Ortszeit in denjenigen Syriens im Gebiet der Biqâʽ-Hochebene (Bekaa-Ebene) eingedrungen seien. Diese seien von der SAAF durch Beschuß zur Umkehr gezwungen worden („our air defenses responded and directly hit one of the jets, forcing [the enemy] to retreat.”). Später, um 11.38 Uhr, sei aus dem israelisch besetzten syrischen Gebiet mit Marschflugkörpern eine SAA-Position im Umland von Damaskus beschossen worden, was zu Sachschäden führte. Darauf warnte das Kommando die Regierung Israels vor weiteren derartigen aggressiven Akten, die zu „dangerous repercussions” führen könnten. (http://sana.sy/en/?p=115893)

Aus dem IS-Waffendepot, Photo: RT

Weitere große Bestände an Waffen, Munition und Kommunikationsgeräte des IS u.a. wieder aus israelischer Produktion wurde beim Durchkämmen einer Reihe befteiter Dörfer der Ğab al-Ğarâḥ-Ebene in der Provinz Ḥomṣ wie im südlichen Umland von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ und im N von Dair az-Zaur in Depots der Terrororganisation gefunden. Darunter befand sich: „An Israeli-made artillery piece, 800 mortar shells, a machinegun with 10 thousand bullets, in addition of an amount of bullets of 17 mm, 14,5 mm and 30 mm machineguns and an RPG, 3 RPG launchers and a number of telecommunication devices.” (http://www.sana.sy/?p=643671, http://sana.sy/en/?p=115864 vom 16.10.2017)

Nach Erstürmung der letzten lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn fanden die Truppen in mehreren großen Depots des IS – zum wiederholten Mal – riesige Mengen an schweren, mittleren und leichten Waffen sowie Panzer, Mannschaftstransportwagen und andere Panzertechnik, eine Menge logistischer Einrichtung und Ausrüstung u.a. aus US- und israelischer Herkunft vor, wie Russia Today (RT) am So., 15.10.2017 meldete. SAA-Oberst Raḥmî Mawaṣ (Rahmi Mauwas) bemerkte dazu gegenüber RT: „Die Lager waren hier einfach riesig. Die Waffenmenge, die ich gesehen habe, hat mich erschüttert. Das waren Hunderte und sogar Tausende Waffen- und Munitionseinheiten verschiedener Art, amerikanischer, israelischer und östlichen (sic.!) Produktion.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33133-mehrere_is_la-ger_mit_us_amerikanischen_und_israelischen_waffen_in_syrien_entdeckt, https://on.rt.com/8ptm, s.a. https://sptnkne.ws/fFKN für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 15.10.2017:
Erneut beschossen in Ost-al-Ġûṭa im sog. Rîf Dimašq (Umland der Hauptstadt) verschanzte bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten das Areal von Bâb Šarqî (Ost-Tor, vgl.u.), wobei zwei Bürger starben, neun weitere verletzt und erhebliche Schäden angerichtet wurden, letzteres auch in den damaszener Stadtteilen al-ʽAbbâsiyîn und aš-Šâġûr.
Im bewaldeten Umfeld der Bait Ğin-Farm versteckte bewaffnete Gruppen attackierten wieder das Dorf Ḥarfâ (vgl.u.) im Umland von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten und Scharfschützenbeschuß und brachten so sieben Bewohnern Verletzungen bei. Ebenso trafen deren Mörsergranaten wieder den Ort Ḥaḍar (vgl.u.), verwundeten dort sechs Einwohner und beschädigten Häuser und anderes Gut.
Aufgrund sorgsamer Überwachungstätigkeit waren die Behörden von Ṭarṭûs auf Vorbereitungen eines Bombenattentats aufmerksam geworden. in der Folge hatten Sicherheitskräfte sozusagen vor den Toren der Stadt Bânyâs Stellung bezogen und onnten so rechtzeitig einen Suizidattentäter mit Sprengstoffgürtel ausmachen. diesem blieb nichts anderes mehr übrig, als sich im sonst menschenleeren Terrain selbst in die Luft zu sprengen.
(http://sana.sy/en/?p=115811http://www.sana.sy/?p=643294)

SAAF-Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115766 und http://www.sana.sy/?p=643135 (Im südlichen Umland von Dair az-Zaur effektive präzise SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und Fortifikationen mit Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen sowie IS-Nachschubrouten in den Arealen von Mû Ḥassan, Buqruṣ Fûqânî, östlich von Buqruṣ at-Taḥtânî und al-Bû Lîl; zudem weiteres Vordringen im N der Provinzhauptstadt östlich des Euphrats mit Befreiung von aṣ-Ṣâliḥiy­ya.)

Während des 137. mehrtätigen Treffens der IPU-Versammlung (s.u.) verurteilte Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ als Leiter der syrischen Delegation in St. Petersburg am So., 15.10.2017, auf das Schärfste die türkische Aggression mittels militärischen Eindringens in die Provinz Idlib (dazu s.u.!), welches mit den Astana-Vereinbarungen zu den De-Eskalationszonen nichts zu tun habe und durch nichts gerechtfertigt sei. Wörtlich äußerte er: „The people’s Assembly condemns the Turkish flagrant aggression on the Syrian territory in Idleb province which constitutes a blatant aggression against the sovereignty and territorial integrity of the country and a flagrant violation of international law and norms.” Wie schon zuvor das Auswärtige Amt in Damaskus (s.u.) forderte auch er einen sofortigen unbedingten Rückzug der türkischen Truppen. Auch habe sich bei dieser Aktion wieder zu enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und den Terroristen gezeigt, die schon so viel Blut der syrischen Bürger vergossen hätten.Zugleich wies er die vom türkischen Delegationsführer behaupteten Zahlen syrischer Flüchtlinge in der Türkei zurück. Diese seien viel zu hoch gegriffen mit dem Ziel, sich dadurch weitere politische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen (http://sana.sy/en/?p=115835)

IS-Patrouille in ar-Raqqa, Photo: SANA

Im Vergleich der Militäroperationen zur Befreiung von al-Mayâdîn und von ar-Raqqa bemerkte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Sa., 14.10.2017, sei erstere in kontinuierlicher Bekämpfung des IS durch die SAA vollständig befreit worden (vgl.u.9), während bei der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa ein völliger Stillstand (beeing „in a deadlock”) zu verzeichnen sei. Zudem  hätten die Flächenbombardements der genannten  Koalition tausende Zivilisten getötet bzw. verletzt, die Infrastruktur zerstört wie auch die Wasserversorgung in ar-Raqqa. Wörtlich äußerte er:  „Carpet bombing of residential areas accommodated by civilians, which the United States and coalition carry out, along with deliberate destruction of all natural water sources in Raqqa have brought about nothing but several thousand victims among the population and vivid examples of that military operation’s faulty planning.”  (http://sana.sy/en/?p=115761; vgl.a. https://sptnkne.ws/fF68)

Gesicherter IS-Abzug, Photo: SANA

Laut übereinstimmenden Nachrichten durch Medien und Aktivisten aus ar-Raqqa herrsche dort nach den Luftangriffen der US-geführten Koalition plötzlich Ruhe, nachdem es zu einer Einigung mit dem IS gekommen sei, Dutzende von IS-Anhängern aus ar-Raqqa ziehen und nach Dair az-Zaur gelangen zu lassen. Dies werfe erneut Fragen über die eigentlichen Ziele des Pentagon und der US-geführten Koalition auf, die gerade zu dem Zeitpunkt sozusagen IS-Nachschub nach Dair az-Zaur zuläßt, wo sich jene Terrorgruppe gerade im Rückzug vor der SAA befindet. Und leider sei das auch nicht die erste Vereinbarung dieser Art unter Bezugnahme auf die nochmals aufgeführten ähnlichen Vorgänge in  Man­ṣû­ra und al-Karâma sowie jene jüngst durch das russische Außenministerium bekanntgemachten in der US-Basis at-Tanaf und Fälle von Evakuationen von Terroristenführern aus Gebieten, in denen durch die SAA und ihre Verbündeten Gefahr für sie bestand; verwiesen wurde auch auf  die Luftangriffe der US-geführten Koalition auf die SAA während eines IS-Angriffsauf sie am Ğabal aṯ-Ṯarda nahe Dair az-Zaur u.a. (zu den gelisteten Vorfällen s.u.). Auch habe die Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton noch vor Begründung dieser Koalition bekanntlich zugegeben, daß der IS eine US-Fabrikation gewesen sei zur Teilung des Nahen Ostens nach Aufdeckung einer Reihe von Skandalen in diesem Zusammenhang. (http://www.sana.sy/?p=642864)

Auch die seitens der USA unterstützten SDF-Kämpfer (vgl.u.) vor ar-Raqqa bestätigten die Vereinbarung für den „friedlichen Abzug“ der IS-Terroristen aus der Stadt in Richtung Dair az-Zaur, in einer Erklärung eines ihrer Sprecher vom So., 15.10.2017. Dabei teilte er auch mit, es seien 90% der Stadt ero­bert, doch ca. 150 IS-Anhänger würden noch darin Widerstand leisten. „Die letzte Schlacht wird weitergehen, bis die gesamte Stadt von den Terroristen gereinigt ist, die sich nicht ergeben wollten.“, versicherte der Sprecher (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33129-kurden_starten_letzte_offensive_auf_rakka)

Erdogan und sein Misak-ı Milli, Photo: Sputnik News

Aufgrund des bereits aufgezeigten Sachverhalts (s.u.) verurteilt die Regierung in Damaskus das Einrücken der türkischen Armee in Nordsyrien „in the strongest possible terms“ und verlangt deren sofortigen Abzug. Diese türkische durch nichts zu rechtfertigende Aggression in Begleitung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra habe nichts mit den Astana-Vereinbarungen und der Einrichtung der De-Eskalationszonen zu tun. Das Vorgehen zeige vielmehr die schon so oft herausgestellte enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und jener Terrorgruppe, welche von den UN endlich entsprechend zur Kenntnis genommen werden sollte. Die UN müßten umgehend demgegenüber eine starke Position einnehmen und der Terroristenunterstützung seitens der Türkei ein Ende bereiten. (http://sana.sy/en/?p=115739, zu Misak-ı Milli s.u.!)
Bereits während Sitzung des syrisch-russischen Komitees  in Sotschi am 11.10.2017 (vgl.u.) hatte  Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim konstatiert: „We still and will always consider the Turkish presence in Syria as illegal. The Turks say their pre­sence is taking place under the Astana umbrella, but I realized today that Astana has nothing to do with this Turkish act. Therefore, any measure that is not coordinated with the Syrian government is an act of aggression, and we don’t recognize its legitimacy.” (http://sana.sy/en/?p=115579)
Im Gefolge der 6. Astana-Konferenz war noch mitgeteilt worden, daß die Etablierung der De-Eskalationszone Idlib keineswegs türkischer Präsenz in Syrien Legitimität verliehen“ habe. (vgl.u., 16.9.2017) Schließlich hieß es im Schluß-Kommuniqué der 6. Astana-Konferenz ausdrücklich: „the guarantor states renewed their strong commitment to the independence, sovereignty and territorial integrity of the Syrian Arab Republic under the terms of UN Security Coun­cil Resolution No. 2254 as they reached to an agreement on de-escalation zones, including Idleb area.” (vgl.u., 15.9.2017). Achtung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität der Syrischen Arabischen Republik gemäß UNSC-Resolution Nr.2254 bedeutet, nur in Absprache und mit Erlaubnis der Regierung dieses Staates auf syrischem Territorium zu agieren. Diese Erlaubnis lag für die türkischen Truppen jedoch nicht vor.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115722 und http://www.sana.sy/?p=642712 (Nach Vorstoß in die restlichen Stadtteile von al-Mayâdîn, 45km im SO von Dair az-Zaur,  und Übernahme der Kontrolle über die ausgedehnte Region vom Bezirk ar-Rašâda zu dem von al-Ğisr wie über den den Wohnbezirk und Ğisr al-Mayâdîn nach harten für den IS verlustreichen Kämpfen Rückeroberung der letzten lokalen IS-Hochburg und Befreiung der örtlichen Bevölkerung vom IS-Joch inklusive Zerstörung der vorgefundenen IS-Befestigungen etc.; daraufhin totaler Zusammenbruch in den IS-Reihen mit Verfolgung der überlebenden Fliehenden  und nachfolgender Säuberung des Areals von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen durch die Kampfmittelbeseitigungseinheiten; im Umland der Provinzhauptstadt Einnahme etlicher strategisch bedeutsamer Punkte in Richtung des Dorfes Ḥussainiyya mit Bildung eines Rings um die noch vom IS gehaltenen Stadtteile und Eliminierung einer beträchtlichen Anzahl der Terroristen insbesondere auch im Industriegebiet und dem Stadtteil al-ʽUrfî; die IS-Extremisten versuchen weiterhin, die noch in ihrer Gewalt verbliebenen Einwohner als menschliche Schutzschilde zu mißbrauchen und am Verlassenen der umkämpften Orte durch die eingerichteten Sicherheitskorridore zum jeweils nächstgelegenen SAA-Stützpunkt zu gelangen.) Zu Letzterem vgl. das Vorgehen bei der Befreiung von Aleppo (Teil V)!

Terroranschlag vom 14.10.2017:
Im Umland der Hauptstadt, dem Rîf Dimašq, genauer in Ost-al-Ġûṭa (vgl.u.) verschanzte bewaffnete Gruppen feuerten am Nachmittag in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf den ʽAbbâsiden-Platz und seine Umgebung in Damaskus, verwundeten damit vier Personen und richteten materielle Schäden an. (http://www.sana.sy/?p=642721)

Quelle: syriagenerals.wordpress.com

Laut dem Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, Michail Uljanow, verdichteten sich die Belege dafür, daß der Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn vom April 2017 eine Inszenierung gewesen sei, um die syrische Regierung zu diskreditieren. Z.B. zeugten Größe und Form des Explosionskraters vor Ort, daß die Sprengung demnach auf dem Boden ausgeführt worden sein mußte. Am Rand der 72. Sitzung der UN-Vollversammlung führte Uljanow am 14.10.2017 während eines Briefings zu den C-Waffen-Angriffen in Syrien aus: „Höchstwahrscheinlich befand sich die unkonventionelle Sprengvorrichtung auf der Oberfläche, und im Behälter waren nicht mehr als ein oder zwei Kilogramm Giftstoff.“ Die angeblich bei der Attacke verletzten Kinder zeigten auf den Photos erweiterte Pupillen, wohingegen diese bis auf die Punktgröße hätten verengt sein sollen. „Allem Anschein nach standen die Kinder auf den Fotos in der Tat unter der Wirkung psychotroper Stoffe“, ergänzte der Außenamtsvertreter. Demnach sollten die UN wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) „alle Versionen prüfen“, da Moskau „seinen Standpunkt nicht kategorisch aufdrängen“ wolle. (http://www.sana.sy/?p=642637, für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fFtA)

Gemäß einer Karte, welche von Krasnaja Swesda, der offiziellen Zeitung des russischen Verteidigungsministeriums, am 13.10.2017 veröffentlicht worden ist, sind inzwischen 92% des syrischen Territoriums von IS-Kämpfern befreit. (https://sptnkne.ws/fEFp)

Prof. Michael Carley, Photo: histoire.umontreal.ca

Als eine Art Zusammenfassung der bislang  in diesem Thread zur Thematik zusammengetragenen und aufgelisteten Berichte, Meldungen und Stellungnahmen kann das Kurzinterview mit  Michael Carley, Geschichtsprofessor an der Universität von Montreal,  durch Sputnik News gesehen werden. Zum Verhalten der US-geführten Koalition in Syrien bemerkte Prof. Carley Folgendes: Die USA „tun so, als würden sie gegen die Terroristen kämpfen. Aber in Wirklichkeit beachten sie den IS oftmals gar nicht. Die Amerikaner haben einfach Spaß daran, Wüstensand zu bombardieren.“. Dazu erinnerte an das Beispiel in Tadmur [an dessen Stadtrand die antike Ruinenstadt Palmyra liegt]:  „Als Palmyra vom IS angegriffen und besetzt wurde, brauchten die Terroristen drei Tage, um die Wüste zu durchqueren. Die Amerikaner wussten davon und ließen sie gewähren.“ Er fuhr fort: „Und davor hatte es Berichte gegeben, die CIA habe Terroristen aus Libyen nach der Zerstörung dieses Landes bewaffnet und nach Syrien geschickt.“. Allein eine einzige Gruppe wisse womöglich nicht von diesen Vorgängen und den  Verwicklungen zwischen den USA und dem IS: „Die amerikanische Öffentlichkeit“, bekräftigte der Historiker. Sonst seien die Ziele der US-Administration seit Jahren weithin bekannt, nämlich: „Baschar al-Assad [zu] stürzen, das Land auf[zu]teilen und – das zweite Ziel – es Russland heimzuzahlen. Die Neocons in Washington sind einfach nur rasend, weil Moskau ihnen die Einmischung in Syrien und den Sturz Assads versaut hat.“ Im Weiteren sei es schon lange kein Geheimnis mehr, daß das Pentagon die Terrorkämpfer in Syrien bewaffnet habe: „Die Waffen kommen von überallher. Die USA und Katar haben sie bis vor kurzem finanziert. Die Waffen gingen aus unterschiedlichen Richtungen in die Türkei, nach Kuweit – und wurden dann auf Last­wagen nach Syrien verfrachtet. Das geht ja schon seit Jahren so, da gibt es nichts Neues hinzuzu­fügen.“ Vor allem müsse klargestellt werden: „Der Krieg in Syrien ist kein Bürgerkrieg, sondern ein Krieg von Marionetten, der von den USA und ihren Verbündeten geführt wird.“ Hierzu führte Prof. Carley aus: „Von Anfang an war eine große Zahl von Ausländern in den Kampf gegen Assad involviert. Sie kamen über Jordanien, über die Türkei und aus dem Irak nach Syrien – als Söldner, die von Katar und den USA für den Kampf gegen die syrische Führung bezahlt werden. Sicher: Syrien hatte eigene Probleme im Inneren, aber ein Krieg wäre daraus nie geworden, hätten die Vereinigten Staaten nicht beschlossen, einen anzufangen.“ (https://sptnkne.ws/fEU7)

Sergei Rudskoi, Chef des russischen Generalstabs, konstatierte während einer Pressekonferenz am 13.10. 2017, infolge der spärlichen (tatsächlichen) Anti-Terror-Einsätze der US-geführten Koalition im Irak hätten 1.000 IS-Kämpfer dieses Land verlassen und nach Syrien gelangen können. Darauf hätten diese mit 2.000 weiteren IS-Terroristen an einem Angriff gegen die SAA teilgenommen, seien aber zurückgeschlagen worden. (http://www.voltairenet.org/article198407.html)

SAA nahe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115672 und http://www.sana.sy/?p=642396 (Nach Beseitigung der vorgefundenen IS-Fortifikationen, -Ausschwärmungspunkte und letzter -Trupps in heftigen Gefechten Erlangung der Kontrolle über das Dorf Ḥaṭla auf dem Ost-Ufer des Euphrats mitsamt der beiden Stadtteile al-Balʽûm  und al-Madîḥî von al-Mayâdîn im SO-Rîf von Dair az-Zaur mit Vordringen bis zur Straße Dair az-Zaur – al-Ḥasaka im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya am nördlichen Ende der Provinzhauptstadt und weiter in Richtung Ğisr as-Siyâsiyya; dadurch Kappung sämtlicher IS-Nachschubrouten gen SO von Dair az-Zaur; im selben Gebiet nach harten Kämpfen Eliminierung der verbliebenenIS- -Nester in der Industrie-Schule und dem Elektrizität-Kompagnie; dazu effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS- Fortifikationen und motorisierte Trupps wie schon am Vortag im Bereich von al-Mayâdîn, Ḍîbân, Buqruṣ at-Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, Mû Ḥassan, al-Bû Lîl, al-Ḥussainiyya, al-Ğunaina, Ḥuwaiğa Ṣakr und den Stadtteilen al-ʽUmmâl [sog. Arbeiterviertel], dem Industriegebiet, al-Ḥamîdiyya und al-Ḥuwaiqa. – Bewohner aus dem Ost-Umland Dair az-Zaur berichteten von einer weiteren Hinrichtung eines Einwohnerns des Dorfes Abû Ḥamâm durch den IS, um weitere Landbewohner von der Flucht vor den Terroristen hin zu Armeeposten abzuschrecken. – Rechtzeitiger Abschuß einer Kampfdrohne der Terroristen, die sich immer noch im bewaldeten Ğabâtâ al-Ḫašab (vgl.u.) verschanzt halten, über Tal al-Qabʽ im N von Ḫân Arnaba im nördlichen Teil der Provinz al-Qunaiṭra.)

Terroranschlag von 13.10.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen erfolgte im Stadtteil al-Kâšif  der Provinzhauptstadt Darʽâ ein Raketen-Angriff durch bewaffnete Gruppen, dem bislang drei Bewohner zum Opfer fielen und wobei vier weitere Verletzungen davon trugen. Die Täter hatten sich – wieder einmal – im -Nâziḥîn-Flüchtlingscamp und Darʽâ al-Balad verschanzt. Die Raketen schlugen in der Schule beim 1. Bahnhof ein sowie im Umfeld der Rechts-Schule [?, الشرعية المدرسة].  (http://www.sana.sy/?p=642417)

Sozialministerin empfängt Delegation europäischer NGOs, Photo: SANA

Am Fr., 13.10.2017, diskutierte Sozialministerin Rîma al-Qâdirî mit einigen Vertretern europäischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Möglichkeiten  der Zusammenarbeit, um im Dienst der Bevölkerung  vor Ort tätig zu werden. Vor allem nehme man gerne die Unterstützung bzgl. der Programme für verbesserte Dienstleistungen für Behinderte, aber auch Verwundete an, erklärte Frau al-Qâdirî. Die Delegierten sicherten der Ministerin ihre volle Unterstützung in verschiedenen Bereichen zu, sofern sie vor Ort umsetzbar seien. Frau al-Qâdirî stellte zudem heraus, wie bedeutsam und begrüßenswert es sei, daß sich die Delegierten vor Ort selbst ein unverfälschtes Bild der Wirklichkeit machen und dabei auch selbst die Bedürfnisse der kriegs- und sanktionsgeschädigten Bevölkerung wahrnehmen könnten.  (http://www.sana.sy/?p=642427, http://sana.sy/en/?p=115681) – Die Delegierten versicherten bei einem weiteren Treffen, gerne ihre Erkenntnisse von den wahren Verhältnissen vor Ort in ihren Heimatstaaten zu verbreiten, um den dort kursierenden falschen Vorstellungen entgegenzutreten. (http://www.sana.sy/?p=642770 vom 14.10.2017)

In Umsetzung der Abmachungen zu den De-Eskalationszonen in Syrien infolge der Astana-Konferenzen seien am Vortag acht türkische Panzer, 50 gepanzerte Mannschaftswagen mit ca. 200 Soldaten in die Provinz Idlib einmarschiert, hieß es im türkischen Fernsehsender NTV am 13.10.2017 mit Bezug auf eine Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim zum Sachverhalt. (https://sptnkne.ws/fEQD)  – Wie schon zuvor von syrischer Seite verlautete (vgl.u.), bestehen gegenüber den türkischen Absichten, gemäß den Astana-Vereinbarungen zu handeln, ernsthafte Zweifel (http://www.sana.sy/?p=642491). Schließlich hatte sich nur drei Monate nach dem gescheiterten Putschversuch vom Juli 2016 Staatspräsident Erdogan während einer Rede in der nach ihm benannten Universität (RTEU) zum sog. Nationalen Eid (Misak-ı Milli) bekannt. Dieser wurde am 12. 2.1920 durch das osma­nische Parlament  angenommen und schließt die Forderung nach Okkupation folgender Gebiete ein: West-Thrakien und die Dodekanes in NO-Griechenlands, ganz Zypern, den Norden von Syrien einschließlich der Provinzen Aleppo, Idlib und al-Ḥasaka sowie den Nord-Irak mit Mossul. (vgl. http://www.voltairenet.org/article198324.html mit Karte). Außerdem seien die türkischen Einheiten während der Nacht zusammen mit solchen der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra einmarschiert (http://www.sana.sy/?p=642491).
Letzteres bestätigt auch ein Bericht der Journalistein Karin Leukefeld, die das syrische Grenzdorf Kasab besucht und die Bewohner nach ihren Erfahrungen gefragt hat, nachzulesen im Beitrag:    Warum viele in Syrien der Türkei nicht trauen  [Zu Kasab vgl.a.  Teil II].

Karte mit den zu okkupierenen Territorien gemäß Misak-ı Milli, Abb. gemäß voltaire.net.org

Terroranschlag von 12.10.2017:
Bei einer Autobombenexplosion seitens des IS auf der Westseite von aš-Šadâdî im Umland von al-Ḥasaka (in NO-Syrien), die sich inmitten vieler Flüchtlinge aus dem Gebiet Dair az-Zaur zusammengefunden hatten, kamen dutzende Menschen, vor allem Kindern und Frauen ums Leben bzw. wurden verletzt. Die hohe Opferzahl erklärt sich auch dadurch, daß hunderte nach der Detonation in die [vom IS] verminte Umgebung flohen und auch dadurch etliche getötet bzw. verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=115657, http://www.sana.sy/?p=642235)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115629 und http://www.sana.sy/?p=641874 (Nach weiterem Vorrücken Ausweitung der Kontrolle über das Dorf aṭ-Ṭayyiba gegenüber der lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn im SO-Umland von Dair az-Zaur mit Einmarsch in die Stadtteile al-Balʽûm, al-Madâğin und das Industriegebiet von al-Mayâdîn von W her nach heftigen, für den Feind sehr verlustreichen Gefechten auch in Richtung Ḫušâm – Ḥaṭla östlich des Euphrats und beim Stadtteil al-ʽUrfî und dem Industrie­gebiet der Provinzhauptstadt selbst; Zerstörung der IS-Stellungen und -Fortifikationen mit aufgerüsteten Kampfwagen in akkuraten effektiven Luft- und Artillerieangriffen wie schon am Vortag im Bereich von Mû Ḥassan und al-Mayâdîn sowei Buqruṣ, al-Ğunaina, al-Ḥussainiy­ya, Ḥaṭla, Saʽlû, Ḍîbân, Ḥawâ´iğ Ḍîbân, al-Bû Lîl, aṣ-Ṣâliḥiy­ya und den Stadtteilen  Kanâ­mât, al-Ḥamî­di­yya, aš-Šaiḫ Yâsîn, Ḫasârât und al-ʽArḍî. Nach Aussage von Einheimischen  im SO-Rîf von Dair az-Zaur brachten IS-Anhänger erneut zur Abschreckung Bewohner der Gegend ums Leben, in dem sie dieses Mal dreien die Kehle durchschnitten und auf dem al-Inṭilâq-Kreisverkehrrund in al-Bû Kamâl liegenließen.)

SAA-Panzereinheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=115595 und http://www.sana.sy/?p=641288 (Im Umland von Dair az-Zaur nach Beseitigung der vorgefundenen IS-Nester mit einer Menge Terroristen, einer Autobombe und einer Reihe mit schweren Maschinengewehren ausgestatteter Wagen Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Positionen in Richtung aṭ-Ṭayyiba, das der lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn gegenüberliegt;  am Ost-Ufer des Euphrat ebenfalls Rückeroberung etlicher strategisch bedeutsamer Punkte im Gebiet von Ḥaṭla in Richtung Ğisr as-Siyâsiyya mit Beginn der Einkesselung der in manchen Stadtteilen der Provinzhauptstadt verbliebenen IS-Extremisten; gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und -Trupps im Bereich der Städte al-Mayâdîn und Mû Ḥassan, der Dörfer  aṭ-Ṭayyiba, Ḍîbân, Buqruṣ at-Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, al-Bûlîl, Bâdiyya Ḫušâm, Ḥaṭla, aṣ-Ṣâliḥiy­ya, al-Ḥussainiyya, al-Ğunaina und Ḥuwai­ğa Ṣakr im Umland von Dair az-Zaur sowie der Stadtteile al-ʽUmmâl [sog. Arbeiterviertel], al-ʽUrfî, al-Ḥamî­di­yya und al-Ḥu­waiqa und des Industrie­gebiets der Provinzhauptstadt; besonders in al-ʽUrfî  und dem Industrie­gebiet kam es zu harten, für den Feind recht verlustreichen Gefechten, wobei in al-Quṣûr und dem Industrie­gebiet je eine Aufklärungsdrohne des IS abgeschossen wurde; aus Helikoptern der SAA wurden Flugblätter abgeworfen mit der Aufforderung an die Bewohner aller Dörfer auf der Ostseite des Euphrat, sich vom vom Hauptquartier der IS-Terrororganisation und deren Stellungen fern zu halten.  Zur Abschreckung habe der IS einen Bürger getötet und seine Leiche am Kreisverkehr des Dorfes al-Ḥisân im NW-Rîf von Dair az-Zaur aufgehängt.)

Terroranschläge von 11.10.2017:
In der Ḫâlid ibn al-Walîd-Straße in Damaskus kam es zu zwei Bombenanschlägen durch insgesamt drei Suizidattentäter. Zwei zündeten ihre Sprengstoffgürtel vor dem Polizeikommando-Gebäude, ein weiterer am Zugangsbereich zum Gebrauchtkleidungsmarkt. Dabei wurden zwei Bürger getötet, mehrere andere verletzt, wie das Innenministerium bekanntgab. – Aktualisierung: es wurden im ersten Fall zwei Polizisten getötet, sechs Zivilpersonen verletzt. Die Wachen hatten gemäß Verlautbarung des Innenministers zum Geschehen die Terroristen vor dem Eingang noch abfangen können. Der dritte Attentäter hatte darauf die Flucht ergriffen, war von den Sicherheitsleuten bis zum Eingang des Marktes verfolgt worden, wo es ihm gelang, sich selbst mittels Explosion des Sprengstoffgürtels zu töten. (http://sana.sy/en/?p=115588).

Aus dem russischen Verteidigungsministerium erging am 11.10.2017 die Warnung an die US-Administration, den Friedensprozeß in der südlichen De-Eskalationszone nicht zu gefährden. Daher bat das Amt um Aufklärung, warum US-seits versucht werde, das Areal der at-Tanaf-US-Basis in ein Sprungbrett für die IS-Terroristen für Angriffe auf eine Reihe von Standorten in al-Bâdiyya [der umgebenden Großen Syrischen Wüste] zu verwandeln. Damit trügen die USA die Verantwortung für die Vereitelung des Friedensabkom­mens in der südlichen De-Eskalations-Zone. Sprecher Igor Konaschenkow nahm dabei Bezug darauf, daß sich diese Basis in ein schwarzes Loch (vgl.u.!) für ungehinderte Angriffe von Terroristen auf Antiterroreinheiten [der SAA] entwickle, was absolut illegal sei. Aktuell monierte er: „The question how about 300 ISIS militants using pick-up trucks who tried to block the strategically im­portant Damascus-Deir Ezzor highway, through which supplies for Syrian troops are brought and humanitarian aid for the population is delivered, penetrated into the US-controlled area in al-Tanf remains unanswered.” Er fügte hinzu:  „We offer the American side to clarify another instance of turning a blind eye to the activities of mili­tants operating under their very noses. It is purely for military ethics reasons that we do not publish the latest photos of the US base in al-Tanf with an abundance of pick-up trucks with heavy machine guns and recoiless guns that are not typical of the US army.” Zudem konstatierte der Generalmajor:  „600 militants stationed at the Rukban refugee camp in the US-con­trolled At Tanf area have de­parted westward in an orderly manner in off-road vehicles” und zwar vom 2. bis zu 3. Ok­to­ber 2017. Er schloß mit der Äußerung: „Considering such serious manpower reinforcements with US benevolence and the creation of the stock of medicines with food supplies, one should not be an expert to forecast an attempt to disrupt the peace agreement now in the southern de-escalation zone as well. We are warning that all the respon­sibility for the peace process sabotage will be borne by the US side.” (http://www.sana.sy/?p=641251, http://sana.sy/en/?p=115577; s.a. https://sptnkne.ws/fDMr für Zitate in Deutsch) – Dazu hieß es in der deutschen Sputnik-Version: Nach russischen Angaben sind rund 300 IS-Terroristen mit Jeeps durch das vom US-Militär kontrollierte Gelände um den Stützpunkt at-Tanaf ungehindert in eine Zivilisten-Schutzzone gefahren. Damit hätten die US-Militärs der IS-Terrormiliz in Syrien freies Geleit gewährt. (https://sptnkne.ws/fDZJ)
Daher kommentierte auch Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim während der mehrtägigen Sitzung des syrisch-russischen Komitees  in Sotschi am 11.10.2017: „the international coalition led by Washington is destroying everything in Syria except for ISIS terrorist organization.“ (http://sana.sy/en/?p=115579)  – Zu Deutsch laut Sputnik News:“ Die US-geführte Anti-Terror-Koalition vernichtet in Syrien alles, nur nicht die IS-Terrormiliz.“ (https://sptnkne.ws/fDZJ)

al-Qâ‘-Grenzübergnag zum Libanon, Photo SANA

Syrische und libanesische Vertreter der Ressorts Sicherheit, Armee und Zoll planen beim Treffen in al-Qâʽ vom 10.10.2017 nach der gemeinsamen erfolgreichen Militäroperation zur Befreiung der Grenzregion (s.u.) die [Wiederer-]Öffnung des Grenzübergangs al-Qâʽ. (http://www.sana.sy/?p=640413)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115494 und http://www.sana.sy/?p=640519 (Im S-Rîf von as-Suwaidâ´sowie im SO-Rîf Dimašq, dem Umland der Hauptstadt eroberte die Armee mit ihren unterstützenden Kämpfern die Kontrolle über sämtliche Anhöhen und Positionen bis zur syrisch-jordanischen Grenze in einer Größenordnung von 8.000 km2 (davon 4.000 km2 in der Provinz as-Suwaidâ´) vom IS zurück nach Vernichtung von dessen letzten Stellungen und Haufen; damit sind im Angegebenen Gebiet insgesamt 12.000 km2 von Terroristen befreit und sämtliche Grenzpunkte und Polizeistationen an der genannten Grenze in der Provinz as-Suwaidâ´ wieder unter staatlicher Kontrolle im Rahmen der gesamten Militäroperation dieses Gebiets; weitere eEinzelheiten über die rückeroberten Orte, Grenzposten und Höhen finden sich in der arabischen Version. In und um Dair az-Zaur bauten die Streitkräfte ihre Stellungen in Richtung Ḥaṭla aus und sicherten etliche Gebäudekomplexe im Stadtteil  al-ʽUrfî  der Provinzhauptstadt.)

Terroranschläge von 10.10.2017:
Wie zuvor schon vielen Bürgern erging es nun dem Syrian TV-Kameramann Muḥammad Mîlâd: durch die Detonation einer vom IS ausgelegten Mine wurde er im Ost-Rîf von Ḥomṣ getötet. (http://sana.sy/en/?p=115489, http://www.sana.sy/?p=640558)
Raketenbeschuß auf die Stadt az-Zahrâ´ durch Terroristen im N von Aleppo fürhte zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern und anderem privatem bzw. öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115556)

Generalmajor Igor Konaschenkow, Photo: Pars Today

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, teilte der Presse am Di., 10.10.2017, mit, die US-geführte Koalition imitiert im Irak nur den Kampf gegen die (IS-)Terroristen. Zudem wecke die Unterstützung der Terroristen aus dem Irak ernsthafte Fragen in Bezug auf die Ziele dieser Koalitionsoperationen. Seit die syrische Armee (SAA) so erfolgreich ihre Operation zur Befreiung der syrischen Provinz Dair az-Zaur (Nachbarprovinz des irakischen al-Anbâr!) habe jene ihre Luftschläge gegen Terroristen im Irak sogar wesentlich reduziert. „Die Befreiung des nun sehr tief im Hinterland bleibenden Rakka, welches die USA und die Koalition in den vergangenen sechs Monaten als zentrale Priorität ihres Kampfes gegen den IS bezeichneten, ist seit Monaten eingefroren“, betonte der Generalmajor. Dadurch habe sich das vom IS kontrollierte Gebiet im Irak sogar wieder vergrößert! (https://sptnkne.ws/fDke) Dies treffe v.a. auf den westlichen Teil des Iraks [d.h. die Provinz al-Anbâr] zu. Allein im Raum [lokalen IS-Terroristenhochburg] al-Mayâdîn führten die russischen Kampfflieger 150 Luftschläge gegen IS-Positionen pro Tag durch und zwar Tag und Nacht, um in Unterstützung der syrischen Bodentruppen in und im Umfeld der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur sowie der gesamten Provinz den Terrorismus auszurotten. Demgegenüber habe die sog. US-geführte Anti-IS-Koalition  ihre Einsätze drastisch reduziert, so daß der Generalmajor schon fragte: „Does such a shift in the US and the coalition’s priorities mean the desire to complicate the operation conducted by the Syrian army supported by Russia’s Aerospace Forces to liberate Syria’s territory east of the Euphrates? Or is it a possibility to liberate Iraq from ISIS terrorists driving them into Syria under the precise airstri­kes of the Russian Aerospace Forces?” (http://sana.sy/en/?p=115560https://sptnkne.ws/fDpr)
Ergänzend führte der Generalmajor aus: „Täglich werden Versuche zur Verlegung von neuen IS-Kräften nach al-Mayadin fixiert, unter denen es viele ausländische Söldner gibt, die aus dem Irak in das syrische Territorium eingedrungen sind.“ Die ISVerstärkung aus dem Irak rücke hierzu mit Panzertechnik und Geländewagen mit darauf installierten großkalibrigen Waffen an. Diese seien Ziel der russischen Kampfflieger. (http://www.sana.sy/?p=640484, für Zitat in Deutsch: https://sptnkne.ws/fDmw)
Außerdem verdeutlichte Konaschenkow hinsichtlich der Erfolge der russischen Einsätze bei der Bekämpfung des IS: „Die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte haben die wirtschaftliche Infrastruktur des IS in Syrien zerstört und werden jegliche Versuche zur Wiederaufnahme der Förderung und des ille­galen Verkaufs von Kohlenwasserstoffen durch Terroristen zunichtemachen. Der IS hat in Syrien keine Finanzierungsquellen mehr für den Kauf von Waffen bzw. Munition und für die Anwerbung von Söldnern.“ (http://sana.sy/en/?p=115560, für Zitat in Deutsch: https://sptnkne.ws/fDpr)

Entdeckte ausländische Waffen, Photo: SANA

Am 9.10.2017 veröffentlichte das Verteidigungsministerium neues Beweismaterial für Unterstützung seitens der US-geführten Koalition für die in Syrien aktiven Terroristen wie den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. durch Geldmittel, Ausstattung mit (modernsten Hochleistungs)waffen (darunter die schon öfters erwähnten BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen) und Munition und weitere Leistungen. … (http://sana.sy/en/?p=115452)  – Hierzu vgl.a. die Recherchen der investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva (s.u., 17.9.2017) wie die Ausführungen des deutschen Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose (https://sptnkne.ws/fDak).

Vorgeblich gemäß den Absprachen der Astana-Konferenzen über die Einrichtung von De-Eskalationszonen haben türkische Streitkräfte am Mo., 9.10.2017, begonnen,  in der neuen Zone Idlib Aufklärungsarbeiten durchzuführen und Beobachtungsposten zu errichten. Dazu bemerkte Staatspräsident Erdogan: „In Astana haben die Türkei, Russland und der Iran einen Plan ausgearbeitet. Und diese Entscheidungen setzen wir zurzeit in Idlib um.“ Er erklärte ferner: „Gemäß den in Astana erreichten Vereinbarungen zur Schaffung von Deeskalations-Zonen im Gebiet Idlib haben die Streitkräfte der Türkei als eines der Garant-Länder am 8. Oktober eine Operation zur Aufklärung für die Aufstellung von Beobachtungsposten zur Überwachung der Waffenruhe begonnen.“  – Eine kritische Betrachtung dieser Vorgehensweise ist zu lesen bei http://www.voltairenet.org/article198324.html

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115447 und http://www.sana.sy/?p=640178 (Im Raum Dair az-Zaur Rückeroberung des Dorfes Ḥaṭla aš-Šarqiyya am Ost-Ufer des Euphrats nach Eliminierung einer großen Anzahl IS-Terroristen samt deren Stützpunkten und Verbarrikadierungen und Verfolgung der Flüchtenden; Zerstörung weiterer IS-Verstecke und –Stellungen im W und S von al-Mayâdîn, 45km im SO der Provinzhauptstadt nach Beseitigung etlicher IS-Extremisten; dabei Vereitelung eines IS-Autobombenanschlags, wobei die beteiligten zehn IS-Kämpfer getötet wurden; heftige IS-Verluste nach harten Gefechten  im N von Dair az-Zaur in Dörfern auf dem Ost-Ufer des Euphrats in Richtung Ḥaṭla – Ḫušâm; zudem effektive akkurate Luft- und artillerieschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum der Städte Maḥkân, al-Bûlîl, al-Bû ʽUmar, al-ʿAšâra, al-Qûriyya, al-Ḥussainiyya, aṣ-Ṣâliḥiy­ya, al-Ğunaina, Muhaimîda, Ḥuwai­ğa Ṣakr sowie der Stadtteile al-Ḥamî­di­yya, ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽUmmâl, al-ʽArḍî und Kanâmât von Dair az-Zaur. Einheimische berichteten von der anhaltenden Flucht von IS-Anhängern von den Fronten und v.a. aus Mû Ḥassan und al-ʿAšâra.)

Terroristenequipment, Photo: South Front

SAA-Divisionsgeneral ʽAlî al-ʽAlî (Ali al-Ali), Chef der Hauptverwaltung Operatives der syrischen Armee, machte darauf aufmerksam, daß genau das passierte, wovor schon vor Jahren syrische, russische und andere ausländische Politiker und Militärs warnten: „Wir wissen, dass die USA im Zeitraum vom 5. Juni bis 15. September 2017 insgesamt 1421 Lkws mit Waffen an Terroristen in Syrien geliefert haben. Diese Waffen waren angeblich für den Kampf gegen Terroristen bestimmt, letztendlich fielen sie aber den Kämpfern der Terrormilizen Daesh (auch ,Islamischer Staatʻ, IS) und Dschabhat an-Nusra (Al-Nusra-Front) in die Hände.“ Die meisten Waffen, die radikale Streitkräfte in Syrien erhielten,würden im Rahmen des Pentagon-Hilfsprogramms für die US-Verbündeten (d.i. MAO, s.u.!) von den US-Verteidigungsun­terneh­men Chemring und Orbital ATK gekauft, per Seeweg nach Nahost geliefert und durch von den Regierungstruppen nicht kontrollierte Grenzab­schnitte nach Syrien transportiert. Dagegen hatte das Pentagon im Mai mitgeteilt, diese Waffen seien für die Kurden der SDF in ar-Raqqa bestimmt. (https://sptnkne.ws/fCYn vom 9.10.2017)
Ergänzend fügte der SAA-Angehörige Ḥâlî Walîd (Walid Hali) über die Bewaffnung genau jener Kämpfer von Ğabhatu_n-Nuṣra hinzu, welche russische Militärpolizisten der De-Eskalationszone Idlib angegriffen hatten (vgl.u.): „Das sind jene Waffen, die vor mehreren Wochen bei Kämpfern beschlagnahmt wurden. Sie wurden den Terroristen illegal aus dem Ausland geliefert. Das sind 100 Stück Schusswaffen und leichte Granatwerfer aus amerikanischer, belgischer und französischer Produktion.“ (https://sptnkne.ws/fCYk)

SAA im Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115347 und http://www.sana.sy/?p=639423 (Weiteres Vordringen aus unterschiedlichen Richtungen von Dair az-Zaur und seinem Umland mit Erlangung der Kontrolle über die Stadt Marâṭ al-Fauqâ am Ost-Ufer des Euphrat, Teile von Ḥaṭla  Taḥtânî, Einkesselung der IS-Terroristen in ihrer lokalen Hochburg al-Mayâdîn und Eindringen  in deren Stadtteile al-Maṭâr al-Mahğûr, Mâkif al-Ġanam, das Industriegebiet und etliche Viertel im W mit Vorrücken auf Ğisr as-Siyâsiyya zu nach harten Kämpfen; dabei schneller Zusammenbruch innerhalb der Reihen der IS-Terroristen, Massenflucht auch aus Stadtteilen von Dair az-Zaur und Zerstörung der letzten IS-Befestigungen; zudem akkurate Artillerie- und Luftschläge gegen IS-Stellungen in der Stadt Ḥas­san und den Dörfern al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, al-Ḥuṣân, al-Bûlîl, al-Bû ʽUmar, Ḥu­wai­ğa Ṣakr sowie den Stadtteilen der Provinzhauptstadt, nämlich ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-Ḥamî­di­yya, al-ʽArḍî, al-ʽUrfî  und al-ʽUmmâl, aš-Šaiḫ Yâsîn, Kanâmât, Ḫasârât und Ğisr as-Siyâsiyya; dabei Eliminierung einer großen Zahl von IS-Extremisten einschließlich etlicher Suizidattentäter und einer Reihe von Autobomben, mit denen der SAA-Vormarsch behindert werden sollte. – Einheimische berichteten ebenfalls von einer IS-Massenflucht, die auch Anführer einschloß wie  den größten IS-Amîr im Bereich der Finanzen, Ḥassan al-ʽUrwa, einer der [obersten] Führer der Stadt [al-Mayâdîn] Rayyis ar-Rafdân alias Abû ʽÂṣim ar-Rafdân und ein IS-Sicherheits“beamter“ namens  ʽAbd al-Karîm ʽAbd al-Ḥamîd ʽAsâf.)

Zum 65. Geburtstag des russischen Präsidenten Putin am Sa., 7.10.2017, haben SAA-Mitglieder an einer Hauswand in Damaskus ein Graffito angebracht, die syrische und russische Flagge darstellend mit dem Text: „Alles Gute zum Geburtstag, Verteidiger Putin!“  – Ein Photo davon stellte Jewgeni Primakow, Berater des Sprechers der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, auf seiner Facebook-Seite ein. (https://sptnkne.ws/fCba)

Straßen-Wiedereröffnung in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115338 und http://www.sana.sy/?p=639173 ()

In den letzten 24 Stunden eliminierte die russische Luftwaffe gut 180 IS-Terroristen, die meisten davon Ausländer, bei Angriffen auf deren Stellungen im Raum Dair az-Zaur, machte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am 7.10.2017 der Presse bekannt. Um al-Bû Kamâl wurde ein IS-Nachschubzentrum und eine Wagenkolonne, ausgerüstet mit aufmontierten schweren Maschinengewehren, samt den Mannschaften aus dem Irak und Tadschikistan vernichtet. 80 weitere Terroristen aus dem Nord-Kaukasus mitsamt einer ähnlich ausgestatteten Wagenkolonne von 18 Fahrzeugen  sowie drei Munitionsdepots wurden ebenfalls beseitigt. Mehr als 60 IS-Leute aus GUS-Staaten, Tunesien und Ägypten  wurden im Euphrattal südlich von  Dair az-Zaur eliminiert zusammen mit einer Wagenkolonne von 12 Fahrzeugen bekannter Ausstattung; unter den Getöteten  wurden auch IS-Anführer aus dem Nord-Kaukasus identifiziert. (http://sana.sy/en/?p=115332, http://www.sana.sy/?p=639074)

Terroranschlag vom 7.10.2017:
Vier Kinder wurden im Dorf  ʽArân im Ost-Rîf von Aleppo verletzt, als ein von den Terroristen hinterlassener Sprengsatz detonierte. Sowohl Ğabhatu_n-Nuṣra als auch der IS versuchen in jener Gegend nach wie vor die Wiederaufnahme des normalen Lebens einschließlich der landwirtschaftlichen Tätigkeit als Lebensgrundlage für die in ihre Heimat zurückkehrenden (Binnen-)flüchtlinge durch solche Anschläge zu verhindern. (http://www.sana.sy/?p=639318, http://sana.sy/en/?p=115361 )

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115294 und http://www.sana.sy/?p=638760 ()

Karikatur zu at-Tanaf/ar-Rukbân, Quelle: Sputnik News

Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau war am 6.10.2017 zu vernehmen, die US-Streitkräfte, welche  illegaler Weise in at-Tanaf  [ca. 15km Luftlinie, vgl.u.!] nahe der Grenze Syriens zu Jordanien und dem Irak einen Stützpunkt unterhalten,  behinderten nicht nur die SAA-Militäroperationen der SAA in im Osten sondern ebenso die Anlieferung von Hilfsgütern für das Flüchtlingslager ar-Rukbân. Hierzu bemerkte der Sprecher, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Freitag:  „In reality, al-Tanf has turned into a 100-kilometer ‘black hole’ on the Syrian-Jordanian state border. And, instead of the Free Syrian Army, it is spewing ISIS mobile groups who make inroads to launch subversive terrorist operations against Syrian troops and civilians.” Er fuhr fort: „The illegal establishment of the US military base on the Syria-Jordanian border in April 2017 was publicly justified by the ‘need to conduct counter-ISIS operations.’ But we know of no US opera­tion that was launched against ISIS in the past six months of its existence.”  Auch kritisierte er: „Rukban refugees are de facto hostages, effec­tively a ‘human shield’ for the US base. Think about it, other than by Americans such ‘protection’ bar­riers are used in Syria only by those who they came here to fight, the terrorists.” Wiederholt hätten aus der 50km-Zone um diese US-Basis in at-Tanaf – ungehindert – Angriffe auf syrisches Militär stattgefunden, allein am 28.9.2017 [im arabischen Text am 27.!] seien 300 IS-Kämpfer mit Dutzenden an SUVs ganz aus der Nähe des Ortes ar-Rukbân gen al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ losgezogen. Eine weitere große Gruppe an IS-Terroristen habe sich erfolgreich unweit allen syrischen Armeeposten zum Schutz der Orte Ḫirbat aš-Šuḫaima und al-Buṣairî vorbeibewegen können unter Nutzung exakter Positionsdaten, wie sie per Luftaufklärung zu erhalten seien. Die Terroristentruppe habe daraufhin versucht, wieder die al-Qaryatain umgebenden strategisch bedeutsamen Anhöhen zurückzuerobern. (http://sana.sy/en/?p=115267, http://www.sana.sy/?p=638542). Aus den Wiedergaben in Deutsch dazu heißt es:
Das US-Militär benutze zehntausende Zivilisten des Flücht­lingslagers ar-Rukbân als „lebenden Schutzschild“ für ihren Stützpunkt in at-Tanaf.Außer den Amerikanern werden solche Schutzschilde in Syrien nur von Terroristen genutzt, gegen die die Amerikaner eigentlich kämpfen sollen.“  Das Camp Rukbân sei das größte Lager syrischer Flüchtlinge innerhalb des sog „Hochsicherheitsbereich“ der US-Militärbasis at-Tanaf. Dort hätten mindestens 60.000 Frauen und Kinder aus den umkämpften Städten ar-Raqqa und Dair az-Zaur Zuflucht gesucht. Die GIs ließen keinerlei Hilfskonvois zu den Flüchtlingen  „weder von der syrischen Regierung noch von Jordanien noch von der Uno und anderen internationalen Organisationen“. Das gesperrte Gelände um diesen US-Stützpunkt habe sich „In Wirklichkeit …  in ein hundert Kilometer [im Durchmesser – laut arabischer Übersetzung!] langes Schwarzes Loch an der syrisch-jordanischen Grenze verwandelt“, „von dem aus die Terrormiliz Daesh ihre Attacken auf die syrische Regierungsarmee und Zivilisten ausübt.“   Pentagon-Vertreter hätten mehrfach erklärt, daß in at-Tanaf  Aus­bilder aus den USA, Großbritannien und Norwegen unter Deckung der Kampfflieger und Raketenwerfer der US-geführten Koalition befänden, um MAO-Kämpfer zu trainieren. Doch statt dieser „Neue syrische Armee“ genannten MAO übten demnach IS-Mobilgruppen von dort aus terroristische Diversionen gegen die syrischen Truppen und Zivilisten aus. Angeblich sei für die Verlegung des illegalen US-Stützpunkts im April 2017 die Durchführung eines Anti-IS-Einsatzes der Grund gewesen. „Aber im Laufe des halben Jahres, das dieser Stützpunkt existiert, sind keine US-Operationen gegen den IS bekannt geworden.“ Auf die ca. 60.000 Flüchtlinge im Lager ar-Rukbân zu sprechen kommend lautete die Kritik: „Die Flüchtlinge in Rukban sind heute tatsächlich Geiseln oder genauer: ein menschlicher Schutz­schild des amerikanischen Stützpunktes. Ich möchte darauf verweisen, dass solche ,Schutzʻ-Barrieren neben den Amerikanern nur jene nutzen, gegen die sie [d.h. die US-Amerikaner] dort kämpfen sollen – nämlich die Terroristen.“ (https://sptnkne.ws/fB9n, https://sptnkne.ws/fB64 und https://sptnkne.ws/fBQT)
Daraufhin warnte das russische Verteidigungsministerium das Pentagon, man sei bereit zur Vernichtung der IS-Kämpfer in den US-kontrollierten Zonen in Syrien. so formulierte Generalmajor Konaschenkow:„Wenn die US-Seite solche Operationen als unvorhergesehene ,Zufälle‘ betrachtet, dann sind die russischen Streit­kräfte durchaus zur Vernichtung solcher, Zufälle‘ in der von ihr kontrollierten Zone bereit.“ (https://sptnkne.ws/fBnR)

Karikatur 2 zu at-Tanaf/ar-Rukbân, Quelle: Sputnik News

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115205 und http://www.sana.sy/?p=638215 bzw.  http://www.sana.sy/?p=637783 ()

Igor Konaschenkow, Sprecher des Verteidigungsministeriums Rußlands, teilte am Do., 5.10.2017, zu einem Luftschlag in der Provinz Idlib gegen ein gigantisches unterirdische Waffenlager von Ğabhatu_n-Nuṣra der Presse mit: „Russlands Luftwaffe hat das größte unterirdische Waffenarsenal von Al-Nusra nahe Abu z-Zuhur vernichtet, in dem die Terroristen mehr als eintausend Tonnen Munition für Rohr- sowie reaktive Artillerie aufbewahrten“. (https://sptnkne.ws/fAVr) – Angesprochen ist der 10.000 Einwohnerort Abû aẓ-Ẓuhūr, der einen Militärflughafen beherbergt.

Terroranschlag vom 5.10.2017: Sechs Tote und 12 Verletzte forderte ein erneuter Raketenangriff seitens der IS-Terroristen auf den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur. Dazu kamen entsprechende Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115253)

Cooperation in humanitarian sector discussed with Norwegian and Belarusian delegations, 5.10.2017, http://sana.sy/en/?p=115214

Am 5.10.2017 konnten bereits 2.000 Familien als erste Tranche wieder in ihre Wohnungen in der Stadt Fulaiṭa zurückkehren. Der Ort liegt im West-al-Qalamûn-Gebiet im sog. Rîf Dimašq und war im August (s.u.) von den Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und IS befreit worden. (http://sana.sy/en/?p=115207)

In Syrien gibt es auch (Jugend-)Projekte  zur Unterstützung älterer Mitbürger. (http://www.sana.sy/?p=636981 vom 5.10.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115126 und http://www.sana.sy/?p=637139 () 

Putin drängt auf die Ermittlung und sofortige Neutralisierung ausländischer Terroristen, die aus Syrien und dem Irak nach Hause zurückkehren (http://www.sana.sy/?p=637200, 4.10.2017).

Als Leiter einer iranischen Delegation besuchte ʿAlāʾ ad-Dīn Barûğardî (Alaeddin Boroujerdi),  Vorsitzender des par­la­mentarischen Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des Šûrâ-Rats, Damaskus und traf sich am 4.10.2017, mit dem Parlamentspräsidenten Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ, dem Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim sowie später mit dem Gouverneur von Aleppo. Dann folgte der Besuch religiös und touristisch bedeutsamer Stätten. (http://sana.sy/en/?p=115120) – Am 5.10.2017 schloß sich ein Empfang bei Präsident Dr.al-Assad an. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i32685-pr%C3%A4sident_assad_empf%C3%A4ngt_iranische_parlamentsdelegation)

Terroranschlag vom 4.10.2017:   
Der IS bombardierte mit einer Raketensalve den Stadtteil al-Fîlât von Dair az-Zaur. Beim Einschlag in ein Wohnhaus wurde eine Frau getötet, deren Mann und ihre drei Kinder verwundet, weitere Schäden entstanden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115096, http://www.sana.sy/?p=637117)

Zu den – generell schon völkerrechtswidrigen (dazu s.u.) – US-Einsätzen in Syrien äußerte sich der russische Außenminister Sergei Lawrow im Interview mit aš-Šarq al-Ausa dahingehend: „Wenn man Doppelstandards verwendet, Terroristen in Schlechte und nicht besonders Schlechte teilt, aus politischen Gründen in die Koalition treibt, wobei man die Notwendigkeit der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates bei seinen Aktivitäten vergisst, dann ist es schwierig, von der Effektivität des Anti-Terror-Kampfes zu sprechen.“ Schließlich habe sich die IS-Terror­miliz gerade wegen der Angriffe der russischen Kampfflieger und unter Druck der syrischen Armee zurückgezogen. Dagegen werfe die Tätigkeit der US-geführten Koalition in Syrien zahlreiche Fragen auf. „Da werden angeblich zufällig die syrischen Streitkräfte angegriffen, wonach der IS seinen Gegenangriff einleitet; da werden andere Terroristen auf strategisch wichtige Punkte ,gelenktʻ, wo die legitime Macht des offiziellen Damaskus bereits wiederaufgebaut ist, oder es werden lebensgefährliche Provokationen gegen unsere Militärs organisiert“, bemerkte der Diplomat. (https://sptnkne.ws/fAxT vom 4.10.2017) – S. hierzu die vielfach wiederholten Proteste der Regierung in Damaskus gegen die Tätigkeit dieser US-geführten Koalition in Syrien sogar vor den UN!
Zudem forderte Außenminister Lawrow am Mi., 4.10.2017, in Moskau in der 16. Beratung leitender Mit­arbeiter russischer Sicherheitsdienste die USA und die von ihnen geführte Koalition erneut (vgl.u.) dazu auf,  ihr Vorgehen im Land mit dessen legitimer Regierung, dessen Armee und der russischen Luftwaffe zu koordinieren und ergänzte – wie schon so oft (vgl.u.!): „Zudem ist es erforderlich, dass die Koalition nicht nur gegen Daesh (Islamischer Staat), sondern auch gegen das Terrornetzwerk Dschebhat an-Nusra kämpft, gegen das die Administration des früheren Präsidenten Barack Obama aus einem Grund nicht vorgehen wollte.“ Weiterhin bleibe die von Rußlands Präsident Putin unterbrei­tete Initiative, eine breite Antiterrorfront unter der zentralen koordinierenden Rolle der UN zu bilden (vgl. Teil V), aktuell. Dann kritisierte er: „Russland schlägt auch vor, die von Daesh besetzt gehaltenen Territorien mit einem Handels- und Wirtschaftsembargo zu belegen. Bislang wird diese Initiative von unseren westlichen Kollegen aus uns nicht bekanntem Grund abgelehnt.“ (https://sptnkne.ws/fAQp)

Als Haupthindernis für eine effektive Bekämpfung des Terrorismus mit Ausrottung des IS in Syrien bezeichnete der Sprecher des russischen Ver­teidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, die US-Unterstützung für Terrorgruppen. Wörtlich hieß es in der Erklärung vom 4.10.2017: „The main obstacle to the complete elimination of ISIS in Syria is not the military capabilities of ter­rorists, but rather the support of the Americans.” Dazu führte er aus, daß die jüngsten IS-Angriffe gegen SAA-Militärposten in der Tiefe der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) vom US-Stützpunkt at-Tanaf an der syrisch-jordanischen Grenze startete. Hierzu verließen am 28.9.2017 ca. 300 IS-Kämpfer aus ar-Rukbân (auch: ar-Ruqbân) in Richtung al-Qaryatain (Provinz Ḥomṣ) und versuchten so die Kontrolle über eine Reihe strategischer Anhöhen um letztere Stadt zurückzuerobern. Selben Tags fand auch der IS-Großangriff auf die Autobahn und damit wichtige Verbindung durch al-Bâdiyya zwischen Tadmur (mit Palmyra) und Dair az-Zaur bzw. die diese schützenden SAA-Militärposten statt (vgl.u.). Hierfür bedurfte es jedoch nach Erklärung des Offiziers akkurater Koordinaten dieser Positionen, welche ausschließlich durch entsprechende Luftaufklärung zu erlangen seien. Das lasse – wiederum – nur den einen Schluß zu, daß die Fortschritte der SAA im Counterterrorismus mit Unterstützung von russischer Seite den US-Plänen widersprächen. (http://sana.sy/en/?p=115154) – Näheres zur Bedeutung von  ar-Rukbân s.o.!

Liebe Leser, vom 5. – 8.10.2017 einschließlich können voraussichtlich nur Kurznachrichten angeboten werden, die anschließend ergänzt werden.

Siegesfreude, Nähe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115035 und http://www.sana.sy/?p=636477 (Während der Militäroperationen im östlichen Grenzgebiet der Provinzen  Ḥamâ und Ḥomṣ gegen die verbliebenen, von der Armee eingeschlossenen IS-Enklaven nach den harten Gefechten der letzten beiden Tage Etablierung der Kontrolle über die Dörfer Rasm al-ʽAbd, Rasm al-ʽAbâyika, ḥâ, ʽAkaš und Abû Dâlî Šarqî  und am heutigen Tag  auch über Abû Ḥanâyâ und Ḥamâdî ʽUmar nach Beibringung schwerer Feindverluste an Kämpfern und Equipment sowie Flucht vieler Terroristen und nachfolgendem Säubern der Gegenden von hinterlassenen minen und Sprengfallen durch Spezialeinheiten; nach Mitteilung des Feldkommandeurs  bildete Ḥamâdî ʽUmar einen der größten und bestbefestigten IS-Stützpunkte im O von Ḥamâ; die Moschee, Schule und auch Privathäuser dienten dem IS darin als Waffen- und Munitionsdepots wie Kommandostelle; wieder ließen die fliehenden Terroristen nach hartem Häuserkampf ihre Gefallenen liegen [zur Bedeutung s.u., Gefechtsbericht vom 4.9.2017]; der Operation seien sorgfältige Überwachungstätigkeiten mit entsprechender Planung vorausgegangen. In einer weiteren Operation im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung von Burâq an-Našma und al-Ğâbiriyya sowie Vorrücken von Šâʽir bis in den N von al-Fâsida mit Befreiung von mehr als 30 Städten und Dörfern in einem Areal von ca. 1000km2 mit Einkesselung der letzten Terroristengruppen; in al-Fâsida fanden sich innerhalb der Schulen, Moscheen, Silos und Häusern von Bürgern Folterzimmer und Gefängnisse des IS; nach Vernichtung der übrigen IS-Nester Etablierung der Feuerkontrolle über verbliebenen IS-Stellungen in al-Waḍîḥî und Tuwaina. Ebenso Vorrücken im SO-Umland von Dair az-Zaur auf dem Ostufer des Euphrat  mit Rückeroberung wichtiger Positionen entlang der Straße Dair az-Zaural-Mayâdîn, wobei al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl die wichtigsten IS-Hochburgen im Ost-Rîf von Dair az-Zaur darstellen; Beseitigung der IS-Verbarrikadierungen auf der Achse Ḫušâm – Ḥaṭla Fûqânî, wobei untet den zahlreich getöteten IS-Terroristen auch der bekannte Anführer mit dem Kampfnamen Abû Usama, ein Tunesier, identifiziert wurde; unter SAAF-Deckung präzise Zerstörung der IS-Positionen in den Orten al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, Ḥaṭla, Mû Ḥassan, Saʽlû, aṭ-Ṭayyiba, al-Bûlîl und aṣ-Ṣâliḥiyya; dazu akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen samt Kampfwagen in den Stadtteilen Kanâmât, al-Ḥamî­di­yya, al-ʽArḍî, Ḫasârât und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur.)

Viktor Wodolazki, Vize­-Vor­sit­zender des Duma-Ausschusses für GUS, eurasische Integration und Angelegenheiten von Lands­leuten, bestätigte am Do., 5.10.2017, in Rostow am Don die Hinrichtung zweier vom IS gefangengenommener Russen, Roman S.  und Grigori Z., am 3.10.2017.  Am Enden einer  Videoaufzeichnung der Terroristen sollten sie einen vorgehaltenen Text vor der Kamera verlesen, wonach sie sich dem IS anschlössen. „Als sie sich weigerten, wurden die beiden getötet“,  referierte der Parlamentarier. (https://sptnkne.ws/fBvn)

Schwer verletzter Ğabhatu_n-Nuṣra-Kommandeur Abû Muḥammad al-Ğaulânî, Photo: Pars Today

Die russischen Kampfflieger griffen am 3.10.2017 einen Ğabhatu_n-NuṣraStützpunkt in der Provinz Idlib an, töteten dabei gut 50 der Terroristen und 12 ihrer Anführer. Dazu führte Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Ver­teidigungsministeriums, aus: „As a result of the strike, Jabhat al-Nusra leader Abu Mohammad al-Julani received multiple heavy fragmentation wounds and, having lost his hand, is in critical condition, in addition to the injury of 9 others.” (http://www.sana.sy/?p=637060, http://sana.sy/en/?p=115097) – Kurz darauf fiel der Ğabhatu_n-NuṣraKommandeur Abû Muḥammad al-Ğaulânî ins Koma, was dem Generalmajor gemäß zu einer allgemeinen Konfusion unter den Terroristen der Gegend führte. (http://sana.sy/en/?p=115187)

Russischer Kampfflieger, Photo: Sputnik News

Laut Bericht des Sprechers des russischen Ver­teidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, töteten die russischen Kampfflieger während der letzten beiden Tage in ihren Einsätzen gegen IS-Stellungen auf dem östlichen Euphrat-Ufer 304 Terroristen, darunter einige Kommandeure, und verletzten 170. Wörtlich hieß es in der Verlautbarung: „At least 7 field commanders of various levels have been killed, including Abu Islam Al-Kazaki, a native of Kazakhstan who coordinated the actions of ISIS assault units in the Euphrates valley, in addition to about 40 militants from the North Caucasus, as well as a terrorist sniper group”. Weiter gab der Generalmajor an. „a terrorist training center, 3 command posts, 9 key localities, 8 tanks, 3 artillery units, 17 SUVs equipped with large-caliber weapons, and 4 ammunition depots have been destroyed.” (http://sana.sy/en/?p=115031, s.a. https://sptnkne.ws/f9Sb je vom 3.10.2017)

Luftangriff der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erneut kam es am 3.10.2017 trotz einer langen Reihe von Protestschreiben an die UN über die – an sich schon völkerrechtswidrigen – Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen Zivilisten (zuletzt vom 28.9.2017, s.u.!) zu einem Bombardement auf zwei Wohngebäude im Stadtteil at-Tawasʽiyya in ar-Raqqa mit bislang mindestens 45 Toten (da unter den Trümmern noch Leichen etc. vermutet werden) – wie üblich hauptsächlich Kinder und Frauen –  und einer Menge Verwundeter, zudem entstanden erhebliche Schäden an Gebäuden und weiterem privatem und öffentlichen Eigentum, wie Anwohner berichteten.  (http://sana.sy/en/?p=115014, http://www.sana.sy/?p=636401)

Im Ostteil der Provinz Aleppo kamen 200 T humanitärer Hilfsgüter aus dem Iran an. (http://www.sana.sy/?p=636498 vom 3.10.2017)

Terroranschläge vom 2.10.2017:
Eine Terroristengruppe nahm sich nachmittags das Polizeipräsidium im damaszener Stadtteil al-Maidân zum Ziel. Nach Angabe des Innenministers, Generalleutnant Muḥammad aš-Šaʽâr, warfen zwei Terroristen zunächst eine Anzahl Bomben in die Dienststelle. Dann sprengte sich ein Dritter mithilfe eines Sprengstoffgürtels vor dem Haupteingang in die Luft. Ein weiterer ebenfalls mit einem Sprengstoffgürtel Bewaffneter drang in den ersten Stock vor, wo ihn Polizisten in einem Handgemenge töten, jedoch eine Detonation nicht mehr verhindern konnten. Bei dem Attentat kamen etliche Sicherheitskräfte wie Bürger, die sich auf dem Revier aufhielten zu Tode bzw. wurden verletzt. Das Gebäude samt Einrichtung  trug entsprechende Schäden davon.  (http://www.sana.sy/?p=636003, http://sana.sy/en/?p=114983) – Laut RIA Novosti soll es 15 Tote gegeben haben. (https://sptnkne.ws/f97T)
Mittels einer Kampfdrohne bombardierte der IS den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur, tötete dabei eine Frau, verletzte vier weitere Anwohner teils lebensgefährlich und beschädigte drei Wohnhäuser. (http://sana.sy/en/?p=115021, http://www.sana.sy/?p=636440)

Dr. al-Ğa’fari bei den UN in New York, Photo: SANA

Beim Treffen vor der 6. Sitzung des UNLegal Committee on the measures to eliminate inter­national terrorism (Agenda-Nr.109) am Mo., 2.10.2017,  erklärte der ständige UN-Vertreter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî: „What is needed a true political will to combat terrorism and punish their supporters and financiers.” Denn schließlich hätten die letzten sieben Jahre des Leidens der syrischen Bevölkerung unter dem Terrorgeschehen gezeigt, daß es in der internationalen Gemeinschaft nach wie vor einflußreiche Vertreter gebe, die den Terrorismus nicht wirklich bekämpfen wollen, da er für sie ein probates Mittel zum Erreichen ihrer Ziele in der Region darstelle. Daher nutzten sie bewaffnete Terrorgruppen nicht nur als militärische sondern auch als politische und ökonomische Waffe, um legitime Regierungen zu stürzen, Staaten und deren Kapazitäten zu zerstören und  deren Bevölkerung zu eliminieren bzw. zu als Flüchtlinge aus ihrem Heimatland zu treiben. Daher wies daraufhin: „Foreign terrorists have begun to flow to Syria through a firm and successive process in which many governments and intelligence apparatus were involved as they have issued tens of thousands of pass­ports and visas to Syria and Iraq’s neighboring countries.” In Nachbarstaaten Syriens und des Iraks standen bereits Waffen, Trainingscamps, und militärische Operationsräume [MOCs] bereit, um diese Terroristen in Empfang zu nehmen, die dann als „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] ausgegeben wurden. Jene Trainingscamps und MOCs standen unter Aufsicht von Geheimdienstlern und Führungsoffizieren jener Staaten, welche in den Transferprozeß der Terroristen samt Bewaffnung nach Syrien involviert waren. Demgegenüber unterstrich Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut die Unterstützung seiner Regierung für die Bemühungen des UN-Generalsekretärs, die Rolle der UN im Bereich Counterterrorismus zu aktivieren.  (http://sana.sy/en/?p=115006, http://www.sana.sy/?p=636357) – Erst am 17.9.2017 wurde ein Interview mit der investigativen bulgarischen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva veröffentlicht, welche die Ausführungen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî durch eigene Recherchen untermauert. Vgl. hierzu:Diplomatic Flights used as Cover for Arms Trafficking to Terrorists” in: http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960625001606!

Schwere westliche Waffen für Terroristen nach Syrien geschmuggelt, Photo: syrianfreepress

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114965 und http://www.sana.sy/?p=635817 (Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten rund um die erst kürzlich befreite Stadt as-Suḫna, ca. 70km östlich von  Tadmur im fernen O der Provinz Ḥomṣ: nach systematischer Überwachung Vorgehen der Infanterie unter SAAF-Deckung gegen einen aus der Tiefe der Großen syrischen Wüste (al-Bâdiyya) auf der Achse der 3. Ölpumpstation auf as-Suḫna zustrebenden IS-Konvoi mit Eliminierung der Terroristen samt Kampfwagen im Gebiet al-Muḥazam im SW von as-Suḫna; im Ost-Rîf von Ḥomṣ abends Befreiung der Dörfer al-Qâsimiyya  aš-Šamâliyya, Rabîʽa, Muġaizîl im NO der Ğab al-Ğarâḥ-Ebene, wo der IS nur noch ein begrenztes umstelltes Terrain unter Kontrolle hat, mit anschließender Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Minen und Sprengfallen. Im Ost-Rîf von Dair az-Zaur Beseitigung von IS-Fortifikationen und motorisierten Trupps in präzisen Luftschlägen im Raum der Städte Mû Ḥassan und al-Mayâdîn wie der Dörfer Buqruṣ at-Taḥtânî und Ṭayyiba Šâmiyya; Desgleichen mit Zerstörung der gepanzerten Fahrzeuge und Artillerie- wie Mörserstellungen im Bereich des Dorfes Faiḍa bin Muwainʽ, 85 km im SW der Provinzhauptstadt.)

Empfang der russischen Delegation, Photo: SANA

Empfang der russischen Delegation, Photo: SANA

Die seit einiger Zeit in Syrien weilende russische Delegation unter Führung von Vize-Energieminister Kirill Molodtsow, welche zuvor u.a. mit dem Transportminister ʽAlî Ḥamûd (http://sana.sy/en/?p=114857) und dem Außenminister Walîd al-Muʽallim (http://www.sana.sy/?p=635284) zusammengekommen war, wurde am Mo., 2.10.2017 von Präsident Dr. al-Assad empfangen.  Themen waren die strategische Beziehung zwischen Syrien und Rußland, die unbedingt vertieft werden solle durch Ausbau der ökonomischen und Handels-Kooperation wie der gegenseitigen Investments, vor allem auf dem Gebiet der Öl-, Gas-, Phosphor- und Wasserressourcen wie bzgl. Transport und Pharmazeutika.  Gemäß Ausführung von Dr. al-Assad habe die durch ihre Freunde, hier vor allem durch Rußland unterstützte Armee erhebliche Erfolge erzielt, welche in der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in vielen Gegenden resultierten, die jetzt den Wiederaufbau der Zerstörungen durch die Terroristen und wirtschaftlichen Neubeginn ermöglichten. Ganz selbstverständlich würde man hierbei mit den Regierungen zusammenarbeiten, die Syrien schon im Counterterrorismus unterstützten. Kirill Molodtsow bestätigte seinerseits, die Teilnahme am Wiederaufbau in Syrien werde eine der Hauptprioritäten vieler russischer Firmen zum Wohl beider Staaten sein. Seine regierung wie die russische Bevölkerung werde weiterhin in jeglicher Weise gerne die Syrer angesichts der Terroroperationen unterstützen bis diese überall im Land völlig eliminiert seien. (http://sana.sy/en/?p=114978) – Zuvor hatte bereits Premierminister al-Ḫamîs gegenüber der Delegation erklärt, daß beim Wiederaufbau im kriegszerstörten Syrien die Schlüsselrolle Rußland zukomme. Dies entspricht der bisherigen Position der Regierung, die der Präsident in verschiedenen Interviews untermauerte. Bevorzugt würden jene Länder, die Syrien auch während des Kriegs gegen seine Feinde wahrhaft beigestanden seien und nicht die Unterstützer derselben. (http://sana.sy/en/?p=114927)

Rekonstruierte al-Lât wiederaufgestellt, Photo: SANA

In einem besonderen Festakt konnte nach der Zerstörung des Kunstobjekts in Palmyra das sorgfältig rekonstruierte und restaurierte Großrelief des antiken Löwen der al-Lât mittags am So., 1.10.2017, wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Arbeiten fanden im Nationalmuseum in Ausführung des sorgfältig mit Experten erstellten strategischen Wiederaufbauplans für alle syrischen Kunstobjekte und Altertümer unter Aufsicht des Generaldirektion für Antiquitäten und Museen (DGAM) in Zusammenarbeit mit der UNESCO, weiteren internationalen Organisationen und polnischen Sachverständigen statt. Dies erklärte DGAM-Direktor Dr. Maḥmûd Ḥamûd der Presse und den Zuschauern am neuen Aufstellungsort im Park des Nationalmuseums in Damaskus. IS-Terroristen hatten das bedeutende Kunstobjekt Anfang Juli 2015 mit Bulldozern mutwillig zertrümmert (s. Teil III!). (http://sana.sy/en/?p=114930, http://www.sana.sy/?p=635219, http://www.sana.sy/?p=633161)

Al-Lât-Relief, Photo: SANA

Al-Lât-Relief, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114876 und http://www.sana.sy/?p=635187 (In dem kleinen umzingelten Gebiet, in dem sich noch der IS im östlichen Umland von Salamiyya  im Ost-Rîf  von Ḥamâ  noch aufhält Unterbrechung der IS-Nachschublinien mit Zerstörung  der IS-Positionen und –Fortifikationen samt Panzerfahrzeugen und solchen mit Maschinengewehren, Artillerie- und Mörserstellungen in den Dörfern ʽAkaš, Abû Ḥanâyâ, Rasm al-ʽAbd im SO des früheren IS-Hauptstützpunkts der Gegend, ʽUqairbât,  mit heftigen Verlusten der Terroristen an Kämpfern und Bewaffnung. – Jene Dörfer waren bislang Ausgangspunkte für die beständigen IS-Angriffe auf Salamiyya mit Raketen und Mörsergranaten. –  Akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Nachschubrouten und –Stellungen samt deren Artillerie- und Mörserstellungen, gepanzerten oder mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen östlich von as-Suḫna im Ost-Rîf  von Ḥomṣ. Ebenfalls entsprechende Luftschläge auf IS-Fortifikationen mit Kampfwagen  sowie ein IS-Hauptquartier und Artillerie- wie Mörserstellungen in den Dörfern al-Bûlîl und al-Mû Ḥassan im östlichen Umland von Dair az-Zaur; sodann Beseitigung von IS-Befestigungen, Panzerwagen und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen  nach heftigen Gefechten auf der Achse Ḫušâm -/ Ḥaṭla Fûqânî und al-Bû ʽUmar im NO- und Ost-Rîf der Provinzhauptstadt; präzise erfolgreiche SAAF- und Artillerieangriffe auf IS-Stellungen mit schweren Maschinengewehren und motorisierte –Trupps samt Kommandozentren und Fortifikationen in den Dörfern Ḫušâm, al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya und Ḥu­wai­ğa Ṣakr und den Stadtteilen al-Ḥu­waiqa, al-Ğubaila, aš-Šaiḫ Yâsîn und Kanâmât von Dair az-Zaur.)

Terroranschläg vom 1.10.2017:
Terroristische Gruppen beschossen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen am Abend das Gebiet von as-Sal im Stadtteil Šamâl al-Ḫaṭ der Provinzhauptstadt Darʽâ mit Raketen, wodurch ein Kind schwere Brandverletzungen davontrug und erhebliche Schäden an Wohnhäusern etc. entstanden.   (http://sana.sy/en/?p=114936, http://www.sana.sy/?p=635731)
Aufgrund seiner schweren Verletzungen verstarb der russische Oberst Waleri Fedjanin, wie das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte. Er war zuständig für humanitäre Hilfslieferungen in der Provinz Ḥamâ. Von der Behörde war weiters zu erfahren: „Unter dem Fahrzeug, in dem der russische Offizier sich bewegte, sprengten Terrori­sten eine Mine. Valeri Fedjanin erhielt zahlreiche Verletzungen“. (https://sptnkne.ws/f9pa)

Luftangriffe der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erst am 28.9.2017 (s.u.) hatte sich die Landesregierung nach einer langen Reihe von Protestschreiben über die – an sich schon völkerrechtswidrigen – Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen Zivilisten zuletzt an die UN gewandt, da kommt es am 1.10.2017 zu erneuten Vorfällen:  laut übereinstimmenden Augenzeugenberichten hätten die Bomber dieser Koalition gezielt die Straße al-Katif – Getreidesilos, das Gebiet der aš-Šâfiʽî-Moschee und des al-Maṣrî-Kreisverkehrs in der Stadt al-Bû Kamâl beschossen, wobei fünf (namentlich genannte) Bürger getötet wurden, von den Verletzten erst gar nicht zu reden. Ziel war auch  die kleine Landstadt Buqru Fûqânî im Ost-Rîf von Dair az-Zaur, wo sieben (namentlich genannte) Bewohner zu Tode kamen. Verletzt wurden mindestens weitere Zivilisten. In beiden Fällen wurden Wohnhäuser zerstört und weitere erhebliche Schäden angerichtet. (http://www.sana.sy/?p=635415)

Nach einem Interfax-Bericht sollen gemäß der Astana-Vereinbarungen zu den De-Eskalationszonen (s.u.) türkische Militärpolizei zusammen mit iranischen kontingenten zur Überwachung der De-Eskalationszone Idlib vor Ort stationiert worden sein. (http://parstoday.com/de/news/world-i32471-t%C3%BCrkei_stationiert_milit%C3%A4rkr%C3%A4fte_in_idlib vom 1.10.2017)

Kampf bei Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114836 und http://www.sana.sy/?p=634693 (Im Rîf von Dair az-Zaur Vereitelung von IS-Attacken auf die die wichtige Verbindungsstraße al-Mayâdîn – Dair az-Zaur sichernden Militärposten im Bereich aṯ-Ṯarda nach heftigen für die Terroristen verlustreichen Gefechten mit Eliminierung von drei Autobomben und der motorisierten IS-Trupps samt Waffen etc.; Ähnliches ereignete sich am Ost-Ufer des Euphrat nach Angriffsversuchen auf die Achse Marîʽiyya – al-Bû ʽUmar sichernden Militärposten mit Vernichtung von zwei Autobomben, vielen Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung; nachmittags Beseitigung etlicher der im Dorf Ḥuwaiğa Ṣakr verschanzten IS-Gruppen; zudem effektive akkurate SAAF- und Artillerieangriffe auf IS-Stellungen in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa und Kanâmât der Provinzhauptstadt. Wie Einheimische berichteten, flohen wieder zahlreiche IS-Terroristen aus dem Kampfgebiet, darunter auch der IS-Muftî in der Stadt al-Mayâdîn, genannt Ṣâliḥ aṣ-Ṣâliḥ alias Abû Saif al-ʽIrâqî [d.h. der Iraker] mit seiner Familie.)

Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, informierte am 30.9.2017 darüber die Erfolge der Bekämpfung von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra – insbesondere der Vereitelung von deren Angriffsversuchen – durch die SAA im Zusammenwirken mit russischen Kampffliegern im Raum Idlib und Dair az-Zaur: „In the sorties of the Russian Aerospace Force between September 19 and 29, the militants confirmed losses are 2,359, and about 2,700 injured. Among them there were 16 field commanders of various levels and more than 400 extremists coming from Russia and the CIS countries”. Zerstört wurden dabei 67 Stützpunkte, 27 Panzer, 21 MLRS (d.h.  Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell), 149 SUVs mit aufmontierten Maschinengewehren, 17 Autobomben und 51 Munitionslager. Die gemeinsame Operation im Osten der Provinz Dair az-Zaur neige sich ihrem Ende zu, wobei eine große Gruppe aus dem Irak eingedrungener Terroristen von mehr als 1.5000 Mann eingekesselt und vernichtet worden sei. (http://sana.sy/en/?p=114847)

Denkmal für die im Krieg gegen die Terroristen gefallenen syrischen und russischen Kämpfer, Photo: SANA

Am 30.9.2017, einen Tag nachdem sich der russische Antiterroreinsatz in Syrien zum zweiten Mal gejährt hat, ist in Aleppo in Anwesenheit des Gouverneurs und eines Vertreters des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm  ein Denkmal für die Gefallenen der Armee (SAA) wieder russischen Streitkräfte eingeweiht worden. (http://www.sana.sy/?p=634907)

Terroranschläge vom 30.9.2017:
Wie schon am Vortag attackierte der IS sowohl die Stadt Salamiyya als auch das im Landkreis davon gelegene Dorf Barî  Šarqî mit Raketensalven, wobei in letzterem drei Anwohner verletzt wurden und ansonsten Schäden an Wohnhäusern und weiterem öffentlichem und privatem Gut entstanden. (http://www.sana.sy/?p=634844)

Kampf nahe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114788 und http://www.sana.sy/?p=634448 (Nach Stunden harter Gefechte Abwehr des großangelegten IS-Angriffs auf SAA-Posten zur Sicherung der Autobahn Tadmur – Dair az-Zaur durch die Großes Syrische Wüste (al-Bâdiyya) und damit Hauptverbindung zur Küste im Westen: unter SAAF- und Helikopter-Deckung weitgehende Vernichtung der IS-Verbände samt Kampfwagen, Reste der Terroristen flohen in die Wüste; die Autobahn wurde ist damit vollkommen gesichert.  Im Großraum Dair az-Zaur Beseitigung von teils motorisierten IS-Ansammlungen und – Schlupfnestern unter SAAF-Deckung  im Gebiet Ḥu­wai­ğa Ṣakr und  auf der Achse Ḫušâm und Ḥaṭla Fûqânî sowie in präzisen Artillerieangriffen auf IS-Befestigungen in Ḥaṭla und den Stadteilen ar-Raša­diyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽArḍî, Kanâmât und Ḫasârât der Provinzhauptstadt.)

 

„Sachschaden“nach Terroranschlag, Photo: SANA

Terroranschläge vom 29.9.2017:
Infolge IS-Beschusses mit Raketen auf die Stadt Salamiy­ya, ca. 30km im SO von Ḥamâ, wurde zunächst ein Kind verletzt und Sachschaden an Wohnhäusern etc. angerichtet. Beim späteren erneuten Beschuß wurden nochmals vier Personen verwundet, und wieder Wohnhäuser beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=114797)

Am Do., 28.9.2017, äußerte sich die russische Außenamtssprecherin äußerst positiv über die Einstellung der Regierung in Damaskus zu einer multispektralen, doch einigen Gesellschaft und den syrischen Kurden im besonderen und erklärte die Unterstützung ihrer Regierung hierfür, indem sie sagte:  „The Syrian govern­ment’s readiness to discuss the issue of Syrian Kurds’ self-governance after eliminating ISIS terrorists completely, this thing drew the attention of Moscow. … We welcome the stance of the Syrian government and we support its efforts to boost the national ac­cord and pave the way for the living of different spectrums of the Syrian society in the framework of a unified Syria state.” (http://sana.sy/en/?p=114776) – Während eines Interviews mit Russia Today vom Mo., 25.9.2017, hatte Außen­minister Walîd al-Muʽallim mitgeteilt: „The Syrian Kurds want a type of self-management within the borders of the Syrian Arab Republic, and this issue is negotiable and can be discussed, and when we eradicate ISIS, we can sit with them and agree on the shape of the future.” (http://sana.sy/en/?p=114543, http://www.sana.sy/?p=632432)

Neuer Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ, Photo: SANA

Während der 5. Session der 5. Legislaturperiode wurde am 28.9.2017 unter Vorsitz des Vize- und Interimspräsidenten Nağdat Anzûr mit absoluter Mehrheit als neuer Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ gewählt. (http://sana.sy/en/?p=114733)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.9.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=114753 und http://www.sana.sy/?p=633839 (Befreiung von aš-Šîḥa und Rasm al-ʽAqidât, 12km nördlich von aš-Šin­dâḫiyya in in der Ebene in Ğab al-Ğarâḥ im O-Rîf von Ḥomṣ nach Beseitigung von zwei IS-Trupps samt deren Befestigungen und Schlupfnestern mit militärischer Ausrüstung und anschließender Demontage der von jenen zuvor angebrachten IEDs und Minen. In Dair az-Zaur und seinem östlichen Umland weiteres Vordringen mit Zerstörung von IS-Fortifikationen und Überrennen von deren Stellungen auf der NO-Achse, sodann Rückeroberung wichtiger Positionen auf Ḥaṭla Fûqânî zu bei großen Feindverlusten der Terroristen, von denen Überlebende flohen; auf der Flußinsel am Stadtrand nach heftigen Gefechten Vernichtung der letzten Terroristen in Ḥu­wai­ğa Ṣakr samt deren Unterschlupfen und Verbarrikadierungen; zudem präzise effektive Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen und Fortifikationen in Ḥu­wai­ğa Ṣakr, Ḥaṭla, Bâdiyya Ḫušâm und den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa ar-Raša­diyya und Kanâmât. Zwei dem IS affiliierte Terrorgruppen gerieten in al-Bû Kamâl aneinander, wobei vier getötet wurden. Gemäß lokalen Quellen ließ der IS  zur Abschreckung al-Kasra, einem nordwestlich gelegenen Vorort von Dair az-Zaur, sowie in Ṣubaiḫân zwei Anwohner exekutieren)

"Bloß" ein materieller Schaden, Photo: SANA

„Bloß“ ein materieller Schaden, Photo: SANA

Terroranschlag vom 28.9.2017:
An den West-Ausläufern von Aleppo positionierte Terroristen beschossen die Wohngebiete al-Mûkâmbû und aš-Šahbâ´ mit Raketen, verletzten dabei drei Bewohner – darunter zwei Kinder – und richteten die bekannten materiellen Schäden an. – Im südlichen und westlichen Umland von Aleppo treiben immer noch vereinzelt terroristische Gruppen ihr Unwesen, die Untergruppen von Ğabhatu_n-Nuṣra  bilden wie die [auch türkischerseits unterstützte] Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, die schon durch etliche Angriffe auf Wohngegenden mit Raketen, Mörsergranaten und Giftgas bekannt geworden sind, dennoch aber den USA als „gemäßigte bewaffnete Opposition“ [MAO, s.u.] gelten. (http://sana.sy/en/?p=114730, http://www.sana.sy/?p=633792)

In zwei identischen Schreiben vom 28.9.2017 an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden führte das Außenamt in Damaskus Beschwerde gegen die – trotz aller vorgebrachten Proteste (vgl.u.) – ständig wiederholten, unaufhörlichen  Luftangriffe der US-geführten Koalition auf syrische Bürger und Infrastruktur, massiert in letzter Zeit, die am Mi., 27.9.2017, auch noch in der erneuten Nutzung (s.u., 3.8.2017) des international geächteten weißen Phosphors in aṣ-Ṣûr (s.u.) bei Dair az-Zaur als Kampfmittel gipfelten. Tags zuvor  sei Markadâ (s.u.) bombardiert worden, wo Syrer und irakische Flüchtlinge starben und mehr verwundet wurden. Nochmals wurden ausdrücklich diese – zudem an sich völkerrechtswidrigen – Luftattacken verurteilt als war crimes and crimes against humanity”. Es sei höchst bedauerlich, daß gerade Regierungen, die immer wieder beteuerten , wie sehr ihnen die Menschenrechte und das Völkerrecht am Herzen lägen, sich an diesen abscheulichen Angriffen beteiligten. Syrien „calls on these countries, which we got used to hearing their voices and demands for an end of all forms of aggression and for respect of human rights and the international humanitarian law, to withdraw from this coalition that has marred [these countries’] reputation and shed plenty of the Syrians’ blood in their name,” hieß es in den Mittelungen weiter. Das Ministerium erneuerte seine Forderung, der UNSC solle unmittelbar Maßnahmen ergreifen, diese „barbarous crimes” und  „gross violations” von Menschen- und Völkerrecht, welche die US-geführten Koalition wiederholt begehe, zu stoppen.  (http://sana.sy/en/?p=114761, http://www.sana.sy/?p=634020)

SAA im Gefecht, Photo: SANA

SAA im Gefecht, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114687  und http://www.sana.sy/?p=633143 (Nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten im Raum Ḥu­wai­ğa Ṣakr im SO von Dair az-Zaur u.a. Zerstörung von Kampfwagen mit aufmontierten Maschinengewehren; zudem präzise, effektive Artillerie- und Luftschläge gegen IS-Schlupfnester und –Stellungen im Areal von Ḥu­wai­ğa Ṣakr und al-Ḥussainiyya im NO der Provinzhauptstadt, Ḥu­wai­ğa Kâṭiʽ und den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, al-ʽArḍî, Ḫasâ­rât und Kanâmât. – Ein IS-Trupp vergriff sich nahe al-Kasra im NW-Rîf von Dair az-Zaur an fünf fluchtwilligen Familien, nahm sie gefangen und steckte deren Fahrzeuge und Personalausweise in Brand.)

IS-Währung, Abb.: Twitter

IS-Währung, Abb.: Twitter

Bewohner von Dair az-Zaur erzählten einem Reporter von Sputnik News von der Zeit unter IS-HerrschaftDaesh hatte die Einwohner von Rakka, Deir ez-Zor und ihrer Umgebung verpflichtet, ausschließlich Gold-, Silber- und Kupfermünzen zu verwenden, die von der Gruppierung herausgegeben wurden. Die Umrechnung dieser Münzen in jede andere Währung war verboten. Die Terroristen haben durch einen Erlass verboten, die offizielle syrische oder auch andere Währungen in Rakka und Deir ez-Zor zu verwenden.“  Nun habe sich die Situation dank der SAA zu Ungunsten der Terroristen gewandelt: „Die Gold- und Silbermünzen, die von Daesh herausgegeben wurden, und als Währung in den besetz­ten Gebieten zwingend vorgeschrieben waren, steigen nun aus dem Umlauf aus. Das passiert gleich­zei­tig mit der Niederlage der Terroristen und der Befreiung der Territorien.“ Laut Darlegung von Jewgenija Gwosdewa, der Programmleiterin des European Strategic Intelligence and Security Center, im Interview für Gazeta.ru sei der Wechselkurs der eigenen IS-Währung zum US-Dollar dabei so überbewertet worden, daß sich die Terrorgruppe damit zu Lasten der Bevölkerung bereichern konnte: z.B. sei die größte Münze im Wert von 5 Dinar vor zwei Jahren gegen 694 US-$ eingewechselt worden, die billigste Münze  aus Kupfer im Wert von zehn Filsen (einer äußerst kleinen Währungseinheit in manchen arabischen Staaten) gegen 7 Ct. Eine Prägeanstalt wurde im türkischen Ga­zi­antep (zu dessen besodnerer Bedeutung für den IS s. Teil V und davor!) unweit der Grenze zu Syrien entdeckt. (https://sptnkne.ws/f7zH)

Jan Egeland, der Assistent des UN-Sondergesandten für Syrien (Staffan de Mistura) hat wegen jüngsten Vorfälle (vgl.u.) vor der zunehmenden Ausrichtung der Luftangriffe der US-geführten Koalition auf Zivilisten im Raum ar-Raqqa und Dair az-Zaur während einer Pressekonferenz in Genf gewarnt. Man sei sehr besorgt darüber, was mit den Zivilisten dort passiere. (http://www.sana.sy/?p=633988)

Im Nachgang des  Angriffs vom 18./19.9.2017 auf  russische Militärpolizisten auf deren Gelände im N-Rîf von Ḥamâ (s.u.) wurde durch verschiedene Kanäle dasjenige Kommandozentrum von Ğab­hatu_n-Nuṣra im südlichen Umland von Idlib ermittelt, von welchem jene Großattacke ausgegangen war und mittels russischer Marschflugkörpern am 27.9.2017 nach präzisen Ermittlungen der genauen Stelle völlig zerstört. Dabei wurden auch 37 hochrangige Ğab­hatu_n-Nuṣra-Kämpfer getötet einschließlich von fünf Führungspersonen: Abû Salmân as-Saʽûdî, Kommandeur im südlichen Sektor der Provinz Idlib, Abû ʽAbbâs ʽAlâ´uddîn, der lokale Finanzbeauftragte [amîr bait al-mâl], Abû al-Ḥassan,  der Berater des IS-Kriegsministers Abû Muḥammad al-Ğaulânî, sodann Walîd al-Muṣṭafâ, der Assistent von ʽAbdullâh al-Muḥaisinî und der Šarîʽa-Richter Abû Mu­ğâhid.  (http://sana.sy/en/?p=114671, http://www.sana.sy/?p=633044)

Terroranschläge vom 27.9.2017:
Einer der Arbeiter, welche zur Reparatur der Schäden der Terrorangriffe vom Vortag zum Maḥarda-Kraftwerk gekommen war, wurde aufgrund der Detonation eines von den Terroristen ausgelegten Sprengsatzes während seiner Tätigkeit getötet. (http://www.sana.sy/?p=633292)
Am Nachmittag attackierten IS-Terroristen zudem die östlich von Ḥamâ gelegene Vorstadt as-Saʽn mit Mörsergranaten, verwundeten eine Frau und verursachten entsprechende Sachschäden.  (http://www.sana.sy/?p=633565)

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

Allen jahrelangen Protesten – auch vor den UN (vgl.u.) – und dem Völkerrecht wie der UN-Charter (s.u.) etc. zum Trotz  hören die Luftangriffe der US-geführten Koalition im Land – und dabei auf zivile Ziele! – nicht auf. Auch am 27.9.2017 bombardierten die Kampfjets zudem mit dem international geächteten weißen Phosphor ein Wohngebiet am Stadtrand von aṣ-Ṣûr im NO-Umland von Dair az-Zaur. Laut übereinstimmenden einheimischen Quellen und Meldungen regionaler Medien wurden bislang drei Tote und fünf verletzte Anwohner gemeldet neben erheblichen Schäden an Häusern und weiterem öffentlichen und privatem Gut. (http://sana.sy/en/?p=114680)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114570 und http://www.sana.sy/?p=632557 (Befreiung der Orte Umm aṣ-Ṣûṣ, al-Ḫarâfîš, Rasm al-Arnab, al-Ġuzaila, ar-Rak, Umm Ḥuwaiš und Ṣafiyya im NO-Teil der Ebene Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit anschließender Beseitigung der vom IS hinterlassenen Minen und Sprengsätze.  Im O-Umland von Dair az-Zaur Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs mittels einer Autobombe auf einen der Militärposten in Ḥuwaiğa Ṣakr während heftiger, für die IS-Terroristen verlustreicher Gefechte mit Konfiszierung einer weiteren Autobombe; zudem präzise effektive SAAF-Luftangriffe auf IS-Befestigungen und –Stellungen  in Ḥaṭla, al-Ḥussainiyya und Ḥuwaiğa Ṣakr sowie in den Stadtteilen  al-Ḥuwaiqa, Kanâmât, Ḫasâ­rât, ar-Raša­diyya, al-ʽArḍî und al-ʽUrfî. Einheimische berichteten von weiteren IS-Fluchtbewegungen einschließlich Führungspersonen.)
Generalmajor Igor Konaschenkow vom russischen Ver­teidigungsministeriums in Moskau informierte die Presse am 26.9.2017 darüber, daß von der Flugbasis Engels [benannt nach Friedrich Engels] gestartete strategische 26Tu-95-Bomber nach  Durchfliegen des iranischen und irakischen Luftraums im Raum Dair az-Zaur – in genügender Entfernung von US- oder SDF-Positionen (dazu vgl.u.) im IS-kontrollierten Gebiet – verschiedene Ziele des IS bzw. von Ğabhatu_n-Nuṣra  mittels Marschflugkörpern plangemäß vernichteten, nämlich eine Reihe von Kommando posten, Truppenkonzentrationen  und Depots mit Waffen. (http://sana.sy/en/?p=114651)

Michail Uljanow, Photo: SANA

Michail Uljanow, Photo: SANA

Während einer Pressekonferenz in Moskau  machte Michail Uljanow, Direktor der für den Atomwaffensperrvertrag zuständigen Sektion im Außenministerium, am 26.9.2017 bekannt, ihm lägen Informationen vor, nach denen der Vorfall in Ḫân Šaiḫûn vom April des Jahres (s. Teil V) das Ergebnis der Detonation eines Sprengsatzes mit Saringas durch Terroristen war. Die Sicherheitslage in Syrien sei derzeit so, daß sie durchaus eine Untersuchung vor Ort durch Spezialisten der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) zulasse. Bislang habe es bezüglich solcher Anfragen seit Jahren (!) aber nur Absagen gegeben, was man nur als Verhöhnung des Völkerrechts und Bruch der fundamentalen Prinzipien für ernsthafte Untersuchungen werten könne. Es gehe nicht an, daß man nur aufgrund der zwielichtigen, keinesfalls vertrauenswürdigen sog. White Helmets  (zur Einordnung vgl.u.!) Beschuldigungen ausspreche. Mit solchen ungerechtfertigten Unterstellungen, wie der, die syrische Regierung habe ihre Verpflichtungen zur Vernichtung ihrer Chemiewaffenbestände nicht erfüllt, sei eine bewußte Täuschung der öffentlichen Meinung in  westlichen Ländern.  Leider nutzten etliche Regierungen die Krise in Syrien aus, um Druck auf die Regierung in Damaskus auszuübern mit dem Zweck, die eigenen politischen Ziele in Syrien durchzusetzen. Zum Schluß bemerkte Uljanow zu einem für den 26.10.2017 erwarteten Bericht: „A report of the OPCW-UN Joint Investigative Mechanism on Khan-Shaykhun and Shairat (air base) will come on October 26. We will study this report, will assess its quality and how serious was the investigation or this was once again a distance one. Then we will be able to draw conclusions, as the mandate expires in mid-November, and we will determine whether there is any sense in extending it. … If this is a sham as it has been the case up until now, there won’t be much motivation for extending the mandate.  … If the investigation proves to be efficient, this is a different story. So, at the moment it is premature to pass a judgment.” . (http://sana.sy/en/?p=114637)

Terroranschläge vom 26.9.2017:
Noch in der Nacht hinderte eine bewaffnete Gruppe in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen einen LKW auf der Straße aṯ-Ṯaʽlaas-Suwaidâ´ durch eine Blockade an der Weiterfahrt, töteten einen der Insassen und verschleppten den anderen.
Wiederum wurde in gleicher Verletzung der genannten Bestimmung in einer anderen De-Eskalationszone das Maḥarda-Kraftwerk  von bewaffneten Gruppe mit Raketenbeschuß angegriffen, welcher zu Schäden an den Turbinen und dem Generator führte.
Bewaffnete Gruppen in dem seit Jahren als Terroristen-Hort bekanntem Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, einer weiteren De-Eskalationszone,  attackierten den damaszener Vorort Ḥarastâ wieder einmal mit Raketen, von denen eine eine Schule traf. Eine Schülerin wurde verletzt, entsprechender Sachschaden auch an weiteren Gebäuden etc. war zu verzeichnen.
Wie schon am Rand der letzten Astana-Konferenz (vgl.u.) angemerkt, sieht die Regierung in der Zustimmung zur Einrichtung der De-Eskalationszonen auch einen Test für die Aufrichtigkeit der bewaffneten Gruppen darin, sich an die Abmachungen diesbezüglich zu halten, sich von Terroristen zu scheiden, in dem sie gerade keine terroristischen Angriffe auf die Bevölkerung, deren Eigentum und die Infrastruktur (mehr) unternähmen, sondern mit den Regierungskräften gegen die Terroristen kämpften. (http://sana.sy/en/?p=114554, http://sana.sy/en/?p=114583, http://www.sana.sy/?p=632511)

Trotz aller jahrelangen Proteste auch vor den UN (vgl.u.) schon wegen ihrer Völkerrechtswidrigkeit und der im Land angerichteten Schäden und Massen an hinterlassenen zivilen Opfern bombardierte die US-geführte Koalition am 26.9.2017 wiederum zivile Ziele. In der Stadt Markadâ, etwa 100km südlich der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka, wurden bislang neun Tote gemeldet, darunter eine irakische Familie, die vor den IS-Angriffen und Bombardements der US-geführte Koalition aus Mossul dorthin geflohen war. Erhebliche Schäden (z.B. an den Wohnhäusern etc.) wurden aus den Dörfern Hadâğ, al-Hunaidîs und Ḥassan ʽAlî im fernen Ost-Umland von al-Ḥasaka gemeldet. (http://www.sana.sy/?p=632589) – Offene Kritik an diesen völkerrechtswidrig entgegen dem erklärten Willen der souveränen Landesregierung ausgeführten Luftangriffe mit absoluter Verurteilung derselben übte erst kürzlich wieder Außen­minister Walîd al-Muʽallim während seiner Rede vor der 72. UN-Generalversammlung in New York vom 23.9.2017 (http://sana.sy/en/?p=114420) wie auch in den beiden Interviews gegenüber Russia Today und al-Mayâdîn, je vom 25.9.2017 (http://sana.sy/en/?p=114543).

Luftbildaufnahme des russischen Verteidigungsministeriums von facebook

Luftbildaufnahme des russischen Verteidigungsministeriums von facebook

Zu den kürzlich veröffentlichten Luftbildaufnahmen (s.u., 24.9.2017), bemerkte Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des Ver­teidigungsministeriums in Moskau am 25.9.2017,  es handele sich damit um „objektive und konkrete Beweise“ dafür, daß sich Kämpfer der  Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) sowie diese unterstützende US-Spe­zialein­heiten in den vom IS kontrollierten Gebieten frei aufhalten und bewegen. Zudem wiederholte er untermauernd, daß es „keinen einzigen Explosionstrichter an diesen Stützpunkten, geschweige denn Spuren von Fliegerbomben gibt“. – Dennoch habe die US-Seite bislang keinerlei Erklärung dazu abgegeben. (http://www.sana.sy/?p=633213, https://sptnkne.ws/f64N für Zitat in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114509 und http://www.sana.sy/?p=632089 (Befreiung von Masʽada in der Ebene von Ğab al-Ğarâḥ sowie von Umm ar-Rîš, Rasm an-Nâqa, az-Zaiba samt den umgebenden Anhöhen  im Ost-Rîf von Ḥomṣ nach Vernichtung der verbliebenen IS-Schlupfwinkel und Kämpfer, während die Überlebenden unter Zurücklassung ihrer Waffen und Ausrüstung flohen; anschließend Säuberung der Gegend von den hinterlassenen IS-Minen und Sprengsätzen; gesichert wurden damit in den vergangenen Stunden weitere gut 35km2.)
Nach Mittleilung von Generalmajor Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums zerbombten russische Kampfflieger in präzisen Luftschlägen während der vergangenen 24 Stunden  zehn, weit von Wohngebieten entfernt gelegene IS-Ziele in der Provinz Idlib, darunter unterirdische Stützpunkte, Feldmunitionslager, Panzerfahrzeuge, reaktive Geschoßwerfer und Werkstätten zur Ausrüstung sog. Dschihad-Autos („targets included underground bases of terrorists, located far from residential neighborhoods, field ammu­nition depots, armored vehicles, multiple launch rocket systems and sweatshops for loading guns on cars”) nach Auswertung detaillierter Informationen von Überwachungsdrohnen wie aus weiteren unterschiedlichen Quellen. Damit wies das Ministerium Behauptungen des SOHR zurück, es seien zivile Ziele zu Schaden gekommen. Konaschenkow entgegnete darauf: „statements of the Observatory citing unnamed ‘witnesses’ and ‘volunteers’ are unsubstantiated as usual and serve as ‘information cover-up’ for actions of Jabhat al Nusra and affiliated terrorist groups“ (die Aussagen des SOHR unter Berufung auf anonyme „Augenzeugen“ oder „Freiwillige“ seien wie gewohnt substanzlos und dienten der Verschleierung von Informationen zugunsten der Aktionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Terrorgruppen). Zur Untermauerung wurden zudem Videos von den Einsätzen veröffentlicht. (http://sana.sy/en/?p=114557, https://sptnkne.ws/f6A8, https://sptnkne.ws/f6BF)

Terroranschläge vom 25.9.2017:
Wie schon am Vortag  (s.u.) feuerten im entfernten Norden [also nahe der Grenze zur Türkei] von al-Lâḏa­qiyya verschanzte Terroristen auf Wohnhäuser der Stadt al-Qardâḥa Raketen ab, töteten zwei Bewohner, verletzten weitere fünf  und beschädigten Häuser, Infrastruktur etc.
Infolge der Detonation eines an einer Brücke in Ğimrîn/Provinz as-Suwâidâ´ angebrachten Sprengsatzes durch bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen kamen beim Passieren eines privaten Fahrzeugs vier Personen ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=114506, http://www.sana.sy/?p=632021)
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten Terroristen vom an-Nâziḥîn Camp und Darʽâ al-Balad [Distrikt der Provinzhauptstadt] aus den Stadtteil as-Sabîl von Darʽâ mit explosiven Werkstücken, wodurch ein Kind so schwer verletzt wurde, daß es verstarb.
Scharfschützen von Terrorgruppe, die sich im Areal von at-Tulûl alḤamr aufhalten, töteten im Umland von al-Qunaiṭra eine Person und richteten mit Mörsergranatenbeschuß im Dorf Ğabâ Schäden an.   (http://sana.sy/en/?p=114492, http://www.sana.sy/?p=631903)

Während eines weiteren Presse-Statements vom So., 24.9.2017 in New York machte Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim deutlich, daß jegliche Konferenz zu Syrien ohne Beteiligung eines Repräsentanten der syrischen Regierung und damit  Bevölkerung nur als konspirativ zu erachten sei, deren Ergebnisse nicht zähle.
Darauf würdigte er die durch Rußland und den Iran geschaffene positive Atmosphäre der Zusammenkunft in Astana, welche z.B. in der Einrichtung der De-Eskalationszonen mündete.
Bzgl. der Luftangriffe der US-geführten Koalition erinnerte er nochmals (im Einzelnen s.u.!) an deren Tötung so vieler unschuldiger Zivilisten, vor allem von Frauen und Kindern, und die Zerstörung der Infrastruktur, wohingegen keine greifbaren Ergebnisse bei der IS-Bekämpfung zu gewärtigen seien, was gewisse Fragen aufwerfe.
Hinsichtlich der gegen Syrien erklärten Sanktionen, bemerkte er, daß bei der internationalen Gemeinschaft langsam ein Prozeß dahingehend einsetze, was diese tatsächlich [an Negativem] bewirkten (dazu vgl.u.!), und  sagte: „Those sanctions are coercive and unilateral and imposed from outside the UN Security Council”. Sie gehörten aufgehoben.
Kritisch äußerte er sich zu dem von den UN weitgehend hingenommenen  israelischen Vorgehen gegen Syrien aufgrund der Unterstützung seitens der USA für jene Regierung und folgerte: „if the international community has an appropriate response, Israel wouldn’t continue its brutal aggression”.
Zum kurdischen Sezessionsreferendum im Nord-Irak äußerte er, Syrien unterstütze die Einheit des Nachbarlandes und lehne jegliche Maßnahme zu seiner Zerstückelung [Balkanisierung] ab. Wörtlich erklärte er: „this step is rejected and we don’t recognize it”, dies habe er auch dem irakischen Außenminister versichert (dazu vgl.u.!). Syrien und der Irak seien befreundete Länder und bekämpften gemeinsam denselben Feind. (http://sana.sy/en/?p=114484, http://www.sana.sy/?p=631754)

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu'allim, Photo: twitter.com

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu’allim, Photo: twitter.com

Auch am 24.9.2017 kam Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim in New York am Rande der 72. UN-Vollversammlung mit den Amtskollegen aus den befreundeten Ländern Venezuela, Jorge Arreaza,  und Kuba, Bruno Rodriguez Parrilla, zusammen. Die besprochenen Themen glichen den schon am Vortag  (s.u.) genannten. Man sprach sich für den Ausbau der Beziehungen aus und sicherte sich gegenseitig Solidarität zu vor allem im Kampf gegen den Terrorismus, jedoch auch gegen Versuche der Fremdbestimmung durch andere Regierungen wie die der USA. Arreaza bekräftigte, daß die Situation seines Landes der syriens [zu Beginn der Krise] gleiche. (http://sana.sy/en/?p=114474) – Letzeres kam schon im Präsidenten-Interview vom 27.4.2017 zum Ausdruck.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114453 und http://www.sana.sy/?p=631355 (Rückeroberung eines Terrains von gut 50km2  in der Ebene Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung des IS daraus mit weiteren erfolgreichen Operationen gegen die Terroristen im SO der Ebene, ca. 80km östlich der Provinzhauptstadt, dabei Befreiung der Orte Ṣafwâniyya, al-Makramiyya, Rasm Suwaid, Talat Rağm aš-Šâra und Ğaura Nazâl samt umliegenden Anhöhen mit Vernichtung einer großen Anzahl IS-Anhänger, Waffen und militärischem Equipment einschließlich mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen; anschließend Säuberung der Gebiete durch SAA-Spezialeinheiten von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen.)

General Assapow, Photo: Sputnik News

General Assapow, Photo: Sputnik News

Am So., 24.9.2017, wurde der russische General-Leutnant Waleri As(s)apow infolge eines IS-Granatenbeschusses auf einen SAA-Kommandoposten nahe Dair az-Zaur getötet worden. Der General  war als einer der Militärberater an der Befreiungsoperation jener Provinzhauptstadt beteiligt. Wie Ermittlungen ergaben, wußte der IS über dessen genauen Aufenthalt zum Zeitpunkt der Attacke Bescheid. Ein SAA-Sprecher teilte dazu Sputnik News am 26.9.2017 mit: „Eine vorläufige Ermittlung zum Tod von General Assapow hat ergeben, daß die Informationen über dessen Verbleib geleakt worden waren, und zwar an dieje­nigen, die dann den Beschuss vornahmen.“ (http://www.sana.sy/?p=631815, https://sptnkne.ws/f6Mt für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 24.9.2017:
Im entfernten Norden [also nahe der Grenze zur Türkei] von al-Lâḏa­qiyya verschanzte Terroristen schossen mit Raketen auf einige Dörfer im Umkreis und Wohngebiete der Provinzhauptstadt, verletzten dabei zwei Bewohner des Dorfes al-Kafraz und richteten entsprechende Schäden an öffentlichem und privatem gut an. Die in jenem Gebiet aktiven Terroristen sind überwiegend mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliiert bzw. durch die Erdogan-Regierung unterstützt.  (http://sana.sy/en/?p=114439, http://www.sana.sy/?p=631341)
Raketenangriffe durch  IS-Terroristen, die sich im östlichen Umland von Salamiyya im O von Ḥamâ  verschanzt hielten, auf Salamiyya töteten vier Bewohner, darunter zwei Kinder, und verwundeten mittels der Schrapnells drei weitere Personen schwer. (http://sana.sy/en/?p=114472)

Gegenüber Journalisten konstatierte Rußlands Vize-Außenminister Riabkow infolge der neuesten Informationslage (vgl.u.!): „This fact is evident and it is very worrisome, we were convinced yet again that the US side, declaring verbally that it is interested in eliminating Daesh and defeating terrorists in Syria, in practice demonstrates the opposite, that in the end of the day some p­o­litical and geopolitical tasks are more important for Washington than what has been declared in the counterterrorist fight.” (http://sana.sy/en/?p=114533)

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Bzgl. der US-Aktionen im Raum Dair az-Zaur teilte das russische Verteidigungsministerium am 24.9.2017 mit, aufgrund von Luftaufnahmen sei zu sehen, daß US-Sondereinheiten an Stützpunkten stationiert seien, die zuvor von IS-Kämpfern eingerichtet worden waren. Jedoch seien keinerlei Merkma­le einer Erstürmung, von Gefechten mit den Terroristen oder Bodentrichter von Luftangriffen der US-geführten Koalition auszumachen. Daher verlautete: „Obwohl die Stützpunkte der US-Streitkräfte im Gebiet der aktuellen Stationierung von IS-Gruppie­rungen liegen, gibt es keinerlei Merkmale jeglicher Kampfsicherung. Das kann nur davon zeugen, dass sich alle dort befindenden US-Militärs auf den von IS-Terroristen besetzten Territorien völlig in Sicherheit fühlen.“­ Außerdem ist der Facebook-Mittteilung des Ministeriums zu entnehmen: „Mit Hilfe von Luftaufnahmen, die in der Periode vom 8. bis 12. September 2017 gemacht wurden,  wurde in den Stationierungsorten der IS-Gruppierungen eine große Menge von US-amerikanischen Panzerwagen des Typs Hummer gesichtet, die im Gebrauch von US-Sondereinheiten sind“.  Den Luftaufnahmen sei auch zu entnehmen, daß Einheiten der US Special Operations Forces die US-unterstützten SDF-Kämpfer durch die IS-Formationen hindurch entlang des linken (d.h. östlichen) Euphratufers von N her gen Dair az-Zaur führten.  (http://sana.sy/en/?p=114457 mit weiteren Informationen und Photos, https://sptnkne.ws/f5MW für Zitate in Deutsch) – Zu den entsprechenden Anschuldigungen gegen die US-Administration (vor allem unter Obama) seitens der syrischen Regierung und anderen, nicht nur die sog. moderate bewaffnete Opposition [MAO s. ab Teil II!], die trotz mehrfacher Aufforderungen bislang nicht von den von ihnen als Terroristen angesehenen Kämpfern zu scheiden vermochte, sondern eben über diese auch jene  zu unterstützen, siehe ebenfalls ab Teil II!

Treffen al-Mu'allim - Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Treffen al-Mu’allim – Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Beim Treffen der Außenminister Rußlands und Syriens am Rand der 72. UN-Vollversammlung am 23.9.2017 versicherte ersterer, Sergei Lawrow seinem Amtskollegen al-Muʽallim hinsichtlich der illegalen (vgl.u.) US-Aktionen im Land: Wir sprechen regelmäßig mit dem US-Außenministerium und dem Pentagon, und wir haben erklärt, wie das russische Verteidigungsministerium bereits öffentlich bekannt gegeben hat, was sich da zuträgt. Wir haben deutlich gemacht, dass aus den Gebieten, die sich in der Nähe von amerikanischen ‚Freunden‘ oder wie auch immer sie genannt werden, Versuche unternommen werden, den Schlussakt der Terrorismusbekämpfung zu bremsen. Und das bleibt nicht unbeantwortet.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i32153-lawrow_wir_erlauben_den_usa_keine_sabotageaktionen_in_syrien)

In seiner Rede vor der 72. UN-Vollversammlung in New York am 23.9.2017 hob Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim bzgl. der – völkerrechtwidrigen  (dazu vgl.u.) – Einsätze der US-geführten Koalition hervor, diese hätten keinerlei greifbare  Ergebnisse im Kampf gegen den Terrorismus auf syrischem Territorium erzielt. Es seien dabei „mehr unschuldige Syrer als Terroristen getötet“ worden. (https://sptnkne.ws/f5JZ) – Zu den seit Jahren wiederholten Protesten der syrischen Regierung gegen diese Aktionen dieser Koalition vor den UN s.u. – Die gesamte umfassende Grundsatz-Rede des Vizepremiers und Außenministers ist nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=114420.

In New York am Rande der 72. UN-Vollversammlung traf Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim am 23.9.2017 weitere Amtskollegen befreundeter Staaten, den Außenminister des Iraks, Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, den von Algerien, ʽAbdulqâdir Masâhil, sowie jenen von Armenien, Edward Nalbandian. Die Herren bekundeten Interesse an weiterer Kooperation und Ausbau der freundlichen gegenseitigen Beziehungen, Unterstützung Syriens im Counterterrorismus wie beim Wiederaufbau, wie bei der Erhaltung seiner territorialen Einheit und Integrität unter Absage an jegliche fremde Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens. Letzeres sicherte Walîd al-Mu­ʽallim im Namen seiner Regierung auch Ibrâhîm al-Ğaʽfarî  zu.* An den Zusammenkünften nahmen ebenfalls wieder der ständige UN-Gesandte Syriens, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd wie der Botschafter Aḥmad ʽArnûs teil. (http://sana.sy/en/?p=114423) – *Sowohl Syrien als auch der Irak hatten die letzten Jahre am meisten den Balkanisierungs-Bestrebungen (vgl.u.) zu widerstehen, dem Irak steht zudem gerade das Sezessionsreferendum bevor.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114394 und http://www.sana.sy/?p=630852 (Rückeroberung des Dorfes Maʽdân ʽAtîq im W-Rîf von Dair az-Zaur sowie der Stadt Maʽdân (ca. 70km östlich von Dair az-Zaur), eine der größten IS-Basen auf dem Südufer des Euphrats zwischen den Provinzen Dair az-Zaur und ar-Raqqa ca. 70km östlich von Dair az-Zaur unter bedeutenden Feindverlusten, womit diese gesamte Gegend als IS-frei gelten kann; am Ost-Ufer des Euphrat Etablierung der vollkommenen Kontrolle über das Dorf Maẓlûm und etliche strategisch bedeutende Positionen im Dorf Ḫušâm nach heftigen, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten; ebenfalls schmerzliche Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung erlitt die Terrormiliz infolge der Jagd auf ihre Anhänger in Ḥuwaiğa Ṣakr durch die Armee; zudem erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe auf IS-Befestigungen und Nachschubli­nien im Bereich der Dörfer Ḫušâm und Ḥaṭla wie im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr und der Stadt­teile al-Ḥuwaiqa, Ğubaila, al-ʽArḍî  und Kanâmât mit Zerstörung von Kampfwagen durch die Bodentruppen auf der Autobahn  Aṣlâḥ – Mû Ḥassan im Ost-Rîf. – Einheimische berichteten, daß infolge des Heranrückens der Armee und ihrer Alliierten im W- und O-Rîf sich die IS-Terroristen in Auflösung, Chaos und Konfusion mit gegenseitigen Anschuldigungen befanden und daher auch der Verantwortliche für den Adoptionssektor der Terrororganisation mit Kampfnamen Abû ʽAbdu_s-Sattâr al-Lîbî [d.i. der Libyer] im Dorf Ḥama Šâmiyya im NW-Rîf von Dair az-Zaur hingerichtet wurde. – Nochmals wurde auf die Behinderung der counterterroristischen SAA-Operationen im Raum  Dair az-Zaur d