Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: “audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden (im Anschluß an Teil III hier neu aufgestellt)
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Es wird immer schwieriger (gemacht), hier Meldungen – und insbesondere Bilder! – zu posten (und online zu halten) – Nachdem seit dem 21.10.2015 nachmittags nicht einmal mehr die Eingabefunktion für Teil III ansteuerbar ist (permanente Lade-Fehlermeldungen!), hier nun der IV. Teil
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Fortsetzung auf Teil V!
Terroranschläge vom 23.7.2016:
Im Stadtbereich von Aleppo kamen infolge des Beschusses mit Raketen und durch Heckenschützen elf Bürger ums Leben, während 44 teils lebensgefährlich verletzt wurden bei erheblichem Sachschaden. Betroffen waren der Stadtpark und die Bezirke al-Ḫâlidiyya und aš-Šaiḫ Maqṣûd.
Die von Terroristen eingeschlossenen Orte al-Fûʽa und Kafariyya im N von Idlib wurden von Extremisten von Maʽratmaṣrîn und Biniš aus mit Raketen beschossen, wodurch laut Mitteilung aus der Region eine Anzahl Einwohner verletzt wurde und ziemliche Schäden angerichtet wurden.
Auch die damaszener Vorstadt Ḥarastâ war Ziel von Raketenangriffen, die eine Reihe Verletzte und Zerstörungen hinterließen. (http://sana.sy/en/?p=83309)
Ergänzung: Durch Raketenangriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra–Mitgliedern, verschanzt im Dorf al-Ḥamîdiyya, 2km westlich der neuen Verwaltungshauptstadt, kamen an einem Kinderspielplatzgelände in al-Baʽṯ in der Provinz al-Qunaiṭra am Samstagabend Vater, Mutter und Kleinkind einer Familie ums Leben, der Großvater und eine weiteres Kind trugen schwere Verletzungen davon. (http://sana.sy/en/?p=83360, http://www.sana.sy/?p=408290)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=83224 und http://sana.sy/?p=407793 (Befreiung von Harîra im Bereich des Wâdî Baradâ im Umland der Hauptstadt mit Sicherung der gesamten Region und Säuberung dieser von hinterlassenen Sprengsätzen duch Spezialeinheiten; zudem weiteres Vorrücken in der von Terroristen dicht durchsetzten Region Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq bis nach Ḥawš al-Fâra in heftigen für den Feind sehr verlustreichen Gefechten; Überlebende Terroristen suchten Zuflucht in den Bewässerungsgräben und nahen Obstplantagen. – Besonders Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya samt Affiliierten versuchen in der Gegend des Wâdî Baradâ die Landwirte an ihrer täglichen Arbeit zu hindern und ihnen den Zugang zu den Bewässerungseinrichtungen zu sperren, um einerseits sie um den Lebensunterhalt und andererseits den auf die erwirtschafteten Produkte angewiesenen Markt und die Käufer zu schädigen. – Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen mit Raketenabschußanlagen und anderem militärischem Equipment im Ostteil von Buṣrâ aš-Šâm, 40km im SO von Darʽâ. Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und Mannschaftstransporter östlich von Tadmur im O von Ḥomṣ. Desgleichen ebenfalls gegen IS-Positionen rund um den Ğabal aṯ-Ṯarda südlich von Dair az-Zaur.)
Durch einen am Straßenrand angebrachten Sprengsatz bei der Zufahrt einer Siedlung auf dem Weg nach Aleppo kam ein russischer Soldat ums Leben, der in einem Begleitfahrzeug einer Kolonne aus Ḥumaimîm mit Lebensmitteln und Trinkwasser für die örtliche Bevölkerung saß. Dazu hieß es in einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums: „In der Provinz Aleppo ist beim Begleiten einer Autokolonne des Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien der russische Zeitsoldat Nikita Schewtschenko ums Leben gekommen. Russische Militärärzte kämpften vor Ort um das Leben des schwerverletzten Nikita, konnten ihn jedoch nicht retten. Das Oberkommando hat den Soldaten Nikita Schewtschenko zur staatlichen Auszeichnung vorgeschlagen“ (http://sptnkne.ws/bJFV)
Am 21.7.2016 gab Präsident Dr. al-Assad der staatlichen kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina ein Interview. Der volle Text ist auf Englisch (http://sana.sy/en/?p=83170) und Arabisch (http://www.sana.sy/?p=407522) erhältlich und auch in deutscher Übersetzung.
Ein Einwohner von Manbiğ, welcher aus Angst vor der Rache des IS von der Redaktion der Zeitung Iswestija den Namen Muḥammad erhielt, berichtet über die Eingriffe der US-geführten Koalition in der Gegend (vgl.u.): „Die Luftstreitkräfte der Koalition haben das Dorf Tuhar zerbombt und 212 Menschen, darunter Frauen und Kinder, getötet. Das war ein sehr intensiver Luftangriff. Ich verstehe nicht, warum sie so brutal handeln“ und er setzte hinzu: „Die Amerikaner bombardieren uns jeden Tag. Dabei machen sie keinen Unterschied zwischen Bewohnern und Kämpfern. Ihre Koalition begeht sehr viele Fehler. Jeden Tag sterben Dutzende unschuldige Menschen. Wir haben weder Lebensmittel noch Wasser. Ich kann meine Familie nicht ernähren, kann aber auch die Stadt nicht verlassen – wegen der Extremisten.“ Dagegen lobte er die Einsätze der russischen Luftwaffe, die nie zivile Standorte angreife. Über den IS in der Region gibt er an: „Vor allem muss ich sagen, dass sich in Manbidsch sehr viele ausländische Kämpfer aufhalten. Diese Terroristen sind hauptsächlich aus Europa gekommen, aber auch aus dem Sudan, aus Libyen, der Türkei, Ägypten, Myanmar und Pakistan. Es gibt auch Terroristen aus Russland, und zwar sehr viele, vor allem aus Tschetschenien“.
Muḥammad schätzte die Anzahl der IS-Kämpfer in der Gegend auf ca. 1000 und fuhr fort: „Sie töten ständig Menschen ohne jeglichen Grund, und zwar jeden, der ihnen Widerstand leistet. (…) Männer im Alter von 18 bis 33 Jahren zwingen sie, auf ihrer Seite zu kämpfen, oder sie setzen sie als Selbstmordattentäter ein.“ Auch vom IS auferlegten hohen „Steuer“-zahlungen erzählte er. „Ihr Vorgehen begründen die IS-Kämpfer mit den islamischen Normen, obwohl ihre Gräueltaten mit dem Islam nichts zu tun haben“. (http://sptnkne.ws/bHYS)
Noch am 21.7.2016 reagierte UNICEF auf die Rechtsbrüche und äußerte tiefste Besorgnis über die Tötung von Kindern im Gebiet Manbiğ und die Enthauptung des palästinensischen Jungen (vgl.u.) durch Mitglieder der insbesondere von westlichen Unterstützer-Regierungen gehandelten als „moderat“ FSA (zur Einschätzung vgl.u.). In einer offiziellen Erklärung verurteilte das UN-Kinderhilfswerk das Köpfen des Palästinenserjungen durch die der FSA unterstehenden Gruppe Ḥarakat Nûraddîn Zankî wie die Tötung von ca. 20 Kindern während des Bombardements französischer Kampfjets auf das Dorf at-Tauḫâr nördlich von Manbiğ (vgl.u.) auf das Schärfste. Laut der syrischen Vertreterin Ḥanna Sanğar (Hannah Sanjar) sei das Töten von Kindern in ganz Syrien nicht gerechtfertigt und müsse schnellstens gestoppt werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11590-unicef_verurteilt_t%C3%B6tung_von_kindern_im_syrischen_manbij)
Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm verlautete am 21.7.2016, in den vergangenen 24 Stunden sei es zu vier Verstößen gekommen: Ğaiš al-Islâm griff wieder verschiedene Städte im Umland von Damaskus mit Mörsergranaten und Raketen an. Der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra attackierten erneut den an-Nairab-Airport bei Aleppo wie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya und Ṣalâḥuddîn davon. (http://sana.sy/en/?p=83226, http://sana.sy/?p=407707)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=83153 und http://www.sana.sy/?p=407344 (Kontrollausdehnung nach heftigen Gefechten auf Gebiete westlich der aṣ-Ṣabâġ-Fabrik nahe al-Lairamûn im Umkreis von Aleppo. Zerstörung von IS-Schlupfnestern auf der Achse Qulaib aṯ-Ṯawr, Abû Ḥubailât, Tabârat ad-Daiba, al-Ḥamra wie in im Umkreis von al-Mafkar und östlich Abû Ḥanâyâ im Ostteil der Provinz Ḥamâ bei enormen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen nördlich des Wâdî al-Abyaḍ-Staudamms, am al–Hail Gasfeld und östlich des Qaṣr al-Ḥair aš-Šarqî, ca. 40km im NO von Tadmur im Rîf Ḥomṣ mit demselben Ausgang. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Haufen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten und aufgerüstetem Fuhrpark westlich al-Bağâbağa und nahe dem Alten Zoll im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad; zudem starben Mitglieder von Alwiya al-ʽUmar, einer Untergruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra im N der Provinz Darʽâ auf der Straße zwischen den Dörfern Karîm aš-Šamâlî und Karîm al-Ğanûbî ums Leben, als sie auf eine Sprengfalle auffuhren. Eliminierung zweier IS-Kommandozentrum in al-Buġailiyya, 6km im W von Dair az-Zaur, wie im Stadtteil ar-Rašadiyya sowie von weiteren IS–Positionen in den Stzadtteilen al-Ḥuwaiqa und al-Ḥamîdiyya in akkuraten Luftschlägen.) – Zudem stiegen erneut vom russischen Territorium sechs Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 auf und bombardierten unter Geleitschutz Suchoi Su-35-Maschinen aus Ḥumaimîm IS-Stellungen in as-Suḫna, Ârâk und aṭ-Ṭaiba östlich von Tadmur. (http://sana.sy/en/?p=83206, http://sana.sy/?p=407512, s.a. http://sptnkne.ws/bJaH)
Terroranschlag vom 21.7.2016:
Infolge des Beschusses durch Ğabhatu_n-Nuṣra mit Raketen auf den Bereich des Gouvernementsgebäudes und des Saʽdallâh al-Ğâbarî -Platzes in Aleppo am Morgen wurden zwei Bürger getötet, 16 verwundet. Aktualisierung: Die Opferzahl erhöhte sich auf vier Tote und 19 Verletzte durch Einbeziehung des al-Ğâmiʽa-Platzes in die Angriffe.
Beim Beschuß der damaszener Vorstadt Ḥarastâ durch Ğaiš al-Islâm, dessen Anhänger sich wieder einmal in Ost-al-Ġûṭa verschanzt hatten, mit Raketen wurden acht Bürger verletzt. Wie in Aleppo auch kam es zu erheblichen materiellen Schäden an der Bausubstanz etc.
(http://sana.sy/en/?p=83146, http://www.sana.sy/?p=407320)
Infolge des nach Mißhandlung durch Mitglieder der Gruppe Ḥarakat Nûraddîn Zankî enthaupteten Jungen (vgl.u.) aus dem nördlich von Aleppo für palästinensische Flüchtlinge und Vertriebene errichteten Camp Ḥandarât hat die zuständige General Authority for Palestinian Arab Refugees (GAPAR) noch am 20.7.2016 eine schriftliche Beschwerde an die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) gerichtet, das abscheuliche Verbrechen verurteilt und dies auch seitens der UN, respektive des UN-Sicherheitsrats UNSC und des High Commissioner for Human Rights gefordert. (http://sana.sy/en/?p=83159 vom 21.7.2016) – Auch die Regionalvertretung der Baʽṯ-Partei schloß sich der vehementen Verurteilung eines solch brutalen Verbrechens, verübt an dem unschuldigen Jungen ʽAbdullâh ʽÎsâ, an. (http://www.sana.sy/?p=407251) – Die Regierung ließ durch das Auswärtige Amt ein weiteres Beschwerdeschreiben in zweifacher identischer Ausfertigung anläßlich der Angelegenheit an den an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden richten, indem es wie schon bisher vorgetragen an die Umsetzung der relevanten Resolutionen u.a. gegen Regierungen, die fortgesetzt im Land ihr Unwesen treibende Terroristen unter Titulierung „gemäßigte bewaffnete Oppositionelle“ unterstützen, zu denen auch die betroffene Gruppe Ḥarakat Nûraddîn Zankî gehört. Zudem forderte die Regierung die Verurteilung dieser und der anderen täglich gegen die syrische Bevölkerung und auch gegen die im Land untergebrachten palästinensischen Flüchtlinge, ausgeführt von sog. aus dem Ausland unterstützten „moderaten“ Terroristen. Es sei schon lange an der Zeit, entsprechende (Straf-)Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Zu den weiteren Ausführungen vgl. die letzten Schreiben anläßlich der völkerrechtwidrigen Bombardierungen. (http://www.sana.sy/?p=406982).
Terroranschläge vom 20.7.2016:
Bei einem Raketenangriff auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ durch Terro-risten, die sich in Ost-al-Ġûṭa verschanzt hatten, kam ein Mann ums Leben, fünf weitere Personen wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=83002)
Ergänzung: In Aleppo kam ein Kind ums Leben, weitere 20 Personen wurden teils lebensgefährlich verletzt durch Raketenbeschuß auf die Stadtteile an-Nîl, al-Ḫâlidiyya, Sulaimâniyya, al-Maidân, Mašâriqa und dem Hauptpark. Erhebliche Zerstörungen waren ebenfalls die Folge. (http://sana.sy/en/?p=83132)
Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm ermittelte am 20.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße: Ğaiš al-Islâm griff Wohngebiete von Damaskus an. Zudem attackierten der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra erneut den an-Nairab Airport wie die Aleppo-Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya und az-Zahrâ´ mit Arrtilleriefeuer, dazu die Orte al-Baḥâriyya, Dûmâ, Ğaubar und al-Qâbûn im Rîf Dimašq sowie Tair Ma’la im Rîf Ḥomṣ und al-Baʽṯ im Rîf al-Qunaiṭra. (http://sana.sy/en/?p=83142)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=83059 und http://www.sana.sy/?p=406879 (Eliminierung von mehr als 100 IS-Terrroristen samt 13 aufgerüsteten Kampfwagen durch akkurate Luftschläge im Umkreis von al-Mafkar aš-Šarqî in der Provinz Ḥamâ. Desgleichen widerfuhr IS-Stellungen von Habra Šarqiyya und Habra Ġarbiyya, 70 km östlich Ḥomṣ, sowie nahe Tadmur und um Maḥasa. Ebenfalls Auslöschung eines IS-Kommando-Zentrums und weiterer IS-Stellungen durch die SAAF in ar-Raqqa und aṭ-Ṭabqa wie auch 40 km im NW von Dair az-Zaur in at-Tibnî mitsamt IS-Munitionsdepot und Fahrpark. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Fortifikationen und –Ansammlungen bei Ḫazân al-Karak im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad, eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps beim Auspähen des an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamps und der Mühlen für einen Angriff; dazu effektive Operationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen bei der ad-Daḥdâḥ Farm und in Ost-Buṣrâ aš-Šâm unter deutlichen Feindverlusten inklusive von Abschußanlagen für Mörsergranaten und Raketen, sowie westlich Tal az-Zaʽtar auf der Straße nach al-Yâdûda im W von Darʽâ.) – Aus der Polizeikommandatur Aleppo war zu erfahren, daß syrienfeindliche Medienmeldungen über einen angeblichen Durchbruch der Terroristen an der ar-Râmûsa–Straße im S von Aleppo nicht der Wahrheit entsprächen. Der Verkehr laufe normal,. Auch sei ein terroristischer Vorstoß gegen den Stadtteil ar-Râmûsa von al-ʽÂmiriyya aus frei erfunden. Solcherlei „Meldungen“ dienten nur der Erhöhung der tief gesunkenen Kampfmoral der Terroristen, die gerade in letzter Zeit auf der Achse al-Kâstîlû und al-Malâḥ im N der Provinzhauptstadt erhebliche Niederlagen hätten einstecken müssen. (http://sana.sy/en/?p=83126, http://www.sana.sy/?p=407192)
Ein im Internet am 19.7.2016 aufgetauchtes Video gibt Einblicke darüber, wie Terroristen der seitens der Erdogan-Regierung unterstützten Gruppe Ḥarakat Nûraddîn Zankî, die den USA und ihren Verbündeten gegen Syrien als „gemäßigt“ gilt, einen 12-jährigen Jungen aus dem Flüchtlingslager Ḥandarât brutal bis zu dessen grausigen Tod mißhandeln. (http://sana.sy/?p=406805) Laut Regie-rungsschreiben an die UN (s.o.) hatte im Video der Terrorgruppe ein Mitglied behauptet, der Junge (ʽAbdullâh ʽÎsâ) sei ein Kämpfer der – auf Seite der SAA gegen die Terroristen kämpfenden – al-Quds-Brigade und als solcher gefangen genommen worden. Dem laut beigefügtem Photo schon recht malträtierten 12-Jährigen habe dann vor der jubelnden Menge der anwesenden Ḥarakat Nûraddîn Zankî–Terroristen ein Mitglied auf der Ladefläche eines Pick-ups vor weiter laufender Kamera den Kopf abgeschnitten. (http://www.sana.sy/?p=406982) – Tatsächlich war ʽAbdullâh ʽÎsâ weder ein Kämpfer noch gehörte er zur Liwâ´ al-Quds, wie diese bestätigte, sondern ein krankes Kind aus einer armen Familie, das von den Terroristen aus einer Klinik entführt worden war. (http://parstoday.com/de/news/world-i11608-steinmeier_trifft_heute_in_ber-lin_uno_sonderbeauftragten_f%C3%BCr_syrien)
In zwei identischen Schreiben wandte sich das Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden anläßlich der Bombardierung des Ortes Ṭûḫân al-Kubrâ nördlich von Manbiğ durch französische Piloten innerhalb der US-geführten Koalition. Dieser völkerrechtswidrige Angriff hinterließ ein Massaker an der Zivilbevölkerung mit Totalzerstörung ihrer Häuser und sonstigem Eigentum im Bereich der Grenze zur Türkei. Wörtlich hieß es: „The French unjust aggression claimed the lives of more than 120 civilians, most of them are children, women and elderly, in addition to tens of wounded citizens, the majority of them are also children and women as reports say that the fate of scores of other civilians who still under debris are unknown too”. Dieser aggressive Akt habe sich nur einen Tag nach einem ähnlichen blutigen Massaker von US-Bombern der Koalition am Mo., 18.7.2016, ereignet (vgl.u. bzgl. at-Tauḫâr). Hierzu bemerkte das Außenamt: “The government of Syrian Arab republic condemns, with the strongest terms, the two bloody massacres perpetrated by the French and US warplanes and those affiliated to the so-called international coalition which send their missiles and bombs to the civilians instead of directing them to the terrorist gangs… Syria also affirms that those who want to combat terrorism seriously should coordinate with the Syrian government and army”. Eine deutliche Verurteilung der UN sei für diese Aggressionen dringend erforderlich. Die US-, französische, türkische, saudische, britische und qaṭarsche Regierung unterstützten fortgesetzt als „moderate bewaffnete Gruppen“ hingestellte Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğaiš al-Fataḥ, Ğaiš al-Islâm, Liwâ´ at-Tauḥîd u.a. Affiliierte des IS bzw. Ableger von al-Qâʽida. Es gebe Beweise genug dafür, daß diese Staaten mit jenen Terrorgruppen konspirierten und kooperierten, was wiederum deren Mangel an Ernsthaftigkeit im Counterterrorismus zeige. Doch versicherte die Regierungsstelle: „The Syrian government affirms that those massacres, crimes and destruction will not deter Syria from continuing its duties in combating terrorism and working to realize a political solution to the crisis in Syria through a Syrian-Syrian dialogue, led by Syria and without any foreign intervention”.
Die Regierung mahnte eine Verurteilung der Massaker seitens der UN an, die die Verantwortung zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit in der Welt durch Einsatz von Strafmaßnahmen gegen Staaten und regime übernommen hätten, die Terroristen unterstützten und finanzierten, was die UN-Resolutionen Nr.2170, 2178, 2199 and 2253 geböten. (http://sana.sy/en/?p=83054, http://sana.sy/?p=406706)
Informanten vor Ort berichteten Sputnik, daß bei einem Bombardement der US-geführten Koalition, die im Gegensatz zur russsischen Luftwaffe völkerrechtswidrig im Luftraum des syrischen Hoheitsgebiets agiert, am Vormitttag des 19.7.2016, in at-Tauḫâr (at-Tauhar) 14km nördlich von Manbiğ gut 120 Zivilisten, mesit Frauen Kinder und Alte, getötet worden seien. (http://sana.sy/en/?p=83038, http://sptnkne.ws/bHet)
Erneut sei die israelische Luftwaffe am Mi., 20.7.2016, in den syrischen Luftraum eingedrungen und habe Stellungen der SAA während eines Gefechts gegen Terrormilzen in der Region al-Qunaiṭra (Ghanitre) nahe den Golanhöhen angegriffen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i11518-israels_luft-waffe_greift_s%C3%BCdsyrien_an) – Zu früheren ähnlichen Berichten vgl.u. S.a. die Äußerung von Herzi HaLewi zum Counterterrorimsus der SAA (vgl.u. unter dem 22.6.2016)
Erneut drei Verstöße registrierte das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 19.7.2016 für die ver gangenen 24 Stunden wieder durch Ğaiš al-Islâm-Angriffe mit Mörsergranaten auf Militärposten zum Schutz von Ğaubar und Dûmâ im Rîf Dimašq. Zudem attackierten der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra den an-Nairab-Airport sowie Orte im Umland von Aleppo wie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya und az-Zahrâ´ dieser Provinzhauptstadt und weitere Städte im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=83061)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=82967 und http://www.sana.sy/?p=406435 etc. (Kontrolle über die Ölleitung im O von Salamiyya city in Ḥamâ in heftigen für den Feind sehr verlustreichen Gefechten vom IS zurückerlangt; Zerstörung von IS-Stellungen in präzisen SAAF-Angriffen im NO von al-Mafkar aš-Šarqî, Tal Šamâr, Râsiyyat al-Ḥamra, Tabârat ad-Daiba, Abû Ḥanâyâ und Qulaib aṯ-Ṯawr; Aufreibung eines IS-Konvois in einem Hinterhalt an der al-Bitrûl-Straße in al-Mafkar östlich von Salamiyya. Erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum al-Buġailiyya, 6km westlich von Dair az-Zaur sowie westlich des al-Bânûrâmâ-Areals. Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Mannschaftstransporters im Wâdî az-Zaidî östlich von Darʽâ wie eines ihrer Trupps Ğamrîn, 43 km im O der Provinzhauptstadt.)
In einem gelegten Hinterhalt nach einem präzisen Aufklärungseinsatz überwältigten die Behörden am 19.7.2016 einen Terroristentrupp mit einer Menge an Waffen und Munition an Ğabal az-Zâwiyya im Rîf Idlib. Desgleichen passierte in der benachbarten Ḥamâ-Provinz in deren Ostteil nahe dem Wâdî al-ʽAḏîb auf der Achse Salamiyya – Iṯriyâ, wobei eine Unmenge an verschiedenster Artillerie- u.a. Munition, samt unterschiedlichen Sprengsätzen und Granaten sichergestellt werden konnte. (http://sana.sy/en/?p=83001)
Laut dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 18.7.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu drei Verstößen, begangen wieder durch Ğaiš al-Islâm durch Mörsergranatenbeschuß etlicher Militärposten zum Schutz von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra griff weiterhin mit verschiedenen Explosivgeschossen zwei Dörfer und den an-Nairab-Airport im Umkreis Aleppos wie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Anṣârî und Neu-Aleppo an, dazu vier Städte im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=82965)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82911 und http://www.sana.sy/?p=405924 (Beseitigung von IS-Ansammlungen bei der Luftwaffenakademie mistamt zwei Waffen- und Munitionstransportern östlich von Aleppo, dazu Kontrolle auf weitere Gebiete vom Areal Lairamûn ausgedehnt unter empfindlichen Feindverlusten und Verfolgung der fliehenden Reste. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Transporter und – Stellungen bei Tabârat ad-Daiba – al-Mafkar Kreisverkehr und al-Mafkar aš-Šarqî im Ostteil der Provinz Ḥamâ. Im O der Provinz Darʽâ Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Posten zwischen dem O von Buṣrâ aš-Šâm und Wâdî az-Zaidî sowie von Ğabhatu_n-Nuṣra– Waffen- und Munitionstransportern auf der Straße nach Ḫarâb aš-Šaḥm, 8km westlich von Darʽâ, eines Kleinkonvois um die Tamîm Badr-Farm und im SW des Alten Zolls inklusive einer Abschußanlage für Raketen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten auf der Straße zwischen der Meteorologiestation und dem Staudamm im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad. – Aus der als UNESCO-Weltkulturerbe gelisteten antiken Stadt Buṣrâ aš-Šâm werden laut Korrespondent durch Ğabhatu_n-Nuṣra seit Mai 2015 Denkmäler und Artefakte geplündert und über die jordanische Grenze auf ausländische Märkte geschmuggelt. – Beseitigung eines IS-Konvois in Rağm ad-Dawla im NO von as-Suwaidâ´ sowie von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten in al-Bîr unter heftigen Feindverlusten. Erfolgreiche akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Ansammlungen im Umkreis des aš-Šâʽir Ölfelds und von Ḥuwaisîs im O von Ḥomṣ sowie gegen ein Ğabhatu_n-Nuṣra–Nest nahe al-Ġağar, 30 km nördlich Ḥomṣ.)
Zum Militärputschversuch in der Türkei: anläßlich der großangelegten Säuberungsaktion Präsident Erdogans machte der Kommissar für Europäische Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik, Johannes Hahn, am Montag vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel darauf aufmerksam, daß diese nicht in dieser Schnelle und Masse geschehen hätte können, wenn nicht zuvor schon vorbereitete Listen existiert hätten, die nun die türkischen Behörden durch die in die Tausende gehenden Verhaftungen einschließlich Richtern und Staatsanwälten abarbeiteten. (http://www.sana.sy/?p=405873 vom 18.7.2016); s.a.: Türkei-Experte Dr. Bernd Liedtke: Der Militärputsch war inszeniert und Versuchter Staatsstreich: Türkischer Geheimdienst (MIT) wusste Bescheid.
Interessantes zum türkischen Militärputschversuch und seiner Niederschlagung haben auch syrianfreepress und sputniknews zusammengetragen, s. https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/07/16/thats-who-has-saved-%e2%80%aa%e2%80%8eerdogan/ sowie http://sptnkne.ws/bGfN. Ein Experte warnt: Situation der Christen in Türkei nach Putschversuch verschlechtert sich
In der Berichterstattung über die Tätigkeit der Ministerien seit Vereidigung des neuen Kabinetts mit Ansprache des Präsidenten (vgl.u.) zeigt sich, daß Zug um Zug die von letzterem ausgesprochenen Forderungen zum wohl der Bürger umgesetzt werden, wie z.B. hinsichtlich einer Webseite zum direkten Kontakt mit dem Bürger. (www.sana.sy/en/?p=82913 vom 18.7.2016) – Auch wurde erneut über die Fertigstellung eines Wohnbauprojekts mit Übergabe des Wohnkomplexes, dieses Mal im Raum al-Lâḏaqiyya, informiert. (http://sana.sy/?p=406017)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82850 und http://sana.sy/?p=405500 (Befreiung des strategisch bedeutsamen al-Kâstîlû –Areals im N von Aleppo mit weiterem Vordringen gegen die Terroristen; der Korrespondent korrigiert von syrienfeindlichen Medien verbreitete Falsch-Meldungen, das Gegenteil sei der Fall, tatsächlich befänden sich die zerstrittenen Terroristengruppen in Auflösung bei Massenflucht ihrer Anhänger. Vereitelung von Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Saʽsaʽ im SW des Rîf Dimašq durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra aus Richtung Bait Sâbir, al-Ḫazrağiyya und Ḥasnû nach harten für den Feind verlustreichen Kämpfen, Überlebende flohen sich zerstreuend; Desgleichen im Zusammenwirken mit einer Volkswehrgruppe in Ḥarfâ, wobei die Ğabhatu_n-Nuṣra–Anhänger aus Bait Ğin und at-Tulûl al-Ḥamr kamen. Nach präziser Überwachung Beschlagnahmung eines Waffentransports durch Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierte unterwegs gen Osten auf der Straße Salamiyya – Iṯriyâ nahe dem Wâdî al-ʽAḏîb im Ost-Teil der Provinz Ḥamâ mit Sicherstellung einer großen Menge an Panzerfäusten, Raketen, Granaten, Minen u.a. Waffen samt Munition; zudem Zerstörung eines IS-Hauptquartiers und weiterer IS-Stellungen in Tabârat ad-Daiba, Abû Ḥanâyâ, Abû Ḥubailât und al-Ḥardâna östlich von Salamiyya durch präzise Einsätze der SAAF. Beseitigung von Schlupfnestern von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten bei al-Ġağar, ca. 20km nördlich von Ḥomṣ sowie in al-Maḥaṭṭa mit zahlreich getöteten Feinden, darunter der lokale Ğabhatu_n-Nuṣra–Militärführer Aḥmad Ḥamza. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum al-Buġailiyya westlich von Dair az-Zaur sowie nahe al-Ğafra, al-Kasarât und beim Ğabal aṯ-Ṯarda und im SW in aš-Šûlâ. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansamlungen samt aufgerüsteter Kampfwagen in al-Ḥamîdiyya bei und beim Hauptplatz in al–Qunaiṭra während laut Reporter Terroristen das Feuer mit schweren Maschinengewehren auf das Dorf Ḥaḍar eröffneten und materielle Schäden anrichteten. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stützpunkten im SO des Buṣrâ–Platzes und um den Alten Zoll im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad mitsamt Abschußanlagen für sowie einer Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheit während einer Spionage-Aktion im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa)
Drei Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 17.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden erneut im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf Wohngebiete von Ğaubar und Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Dazu kamen Artillerieangriffe und der Beschuß mit Mörsergranaten durch Anhänger von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Städte Buraiğ ar-Rîḥ, Bâškuwî, den an-Nairab Airport wie die Anhöhe 503 im Umland von Aleppo und auf desssen Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya, az-Zahrâ´ sowie auf die Städte al-Baḥâriyya, Ḥawš al-Fâra, Ḥutaitat al-Ğaraš und al-Qâbûn im Rîf Dimašq wie eine Anzahl Städte der Provinzen Darʽâ und al-Lâḏaqiyya. (http://sana.sy/en/?p=82897, http://www.sana.sy/?p=405855)
Terroranschläge vom 17.6.2016:
IS-Terroristen beschossen das Dorf al-Mafkar im östlichen Rîf von Ḥamâ mit Raketen und richteten erhebliche materielle Schäden am Eigentum der Bewohner an.
Ergänzung: Raketenangriffe auf Stadtteile von Aleppo hinterließen neben erheblichen Schäden und einem Feuerausbruch etliche Tote und Verletzte: in der Nil- und al-Fatât al-Yatîma-Straße wie bei der Health Association gab es drei Tote (zwei Frauen, ein Kind) und sechs Verletzte, in al-Muḥâfaza fünf Verwundete und in al-ʽAzîziyya beim Universitätsplatz zwei Verletzte. (http://sana.sy/?p=405559, http://sana.sy/en/?p=82909, http://sana.sy/?p=405559)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82770 und http://sana.sy/?p=405258 (Präzise effiziente Luftschläge gegen IS-Nester mitsamt militärischem Equipment in Mûḥassan östlich von Dair az-Zaur. Erfolgreiche Operationen gegen Stellungen von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra am Rand von Darʽâ al-Maḥaṭṭa in der Provinzhauptstadt unter deutlichen Feindverlusten. Eliminierung von IS-Positionen und Truppenbewegungen durch akkurate SAAF-Einsätze nahe dem aš-Šâʽir-Ölfeld sowie im O und SO von Tadmur im östlichen Teil der Provinz Ḥomṣ und in Bodenoperationen rund um den Ğabal al-Abyaḍ mit Zerstörung von zwei vier Tanklastzügen, einem Raketenwerfer und fünf aufgerüsteten SUS, unter den zahlreich Getöteten fanden sich auch der kuwaitische IS-Amtsträger ʽÂrif as-Suwailim sowie der IS-Militärführer im Gebiet as-Suḫna namens Marwân Abû Daġmaš. Befreiung des Kansabâ-Gebiets mit Rückeroberung der Zitadellen von Šalaf und Ṭubâl und einer Anzahl strategisch bedeutsamer Anhöhen im nördlichen Umland von al-Lâḏaqiyya, dazu Vereitelung einer Reihe von Angriffen auf Militärposten zum Schutz der Gegend unter erheblichen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung.)
Für die vergangenen 24 Stunden hielt das russische Koordinierungsszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 16.7.2016 fünf Verstöße fest, begangen von Ğaiš al-Islâm–Anhängern mittels Mörsergranatenbeschusses einer Reihe von Städten im Rîf Dimašq. Dazu kamen Attacken per Raketen- und Mörsergranatenbeschuß durch IS– und Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheiten auf Städte um und Wohngebiete in Aleppo und Damaskus. Zudem vereitelte die Armee etliche Autobombenanschläge per auf Militärposten zum Schutz der Orte im N von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=82849, http://sana.sy/?p=405440)
Terroranschläge vom 16.6.2016:
Fünf Tote, darunter zwei Kinder, und neun Verwundete hinterließen Raketenangriffe rund um das Gouvernementsgebäude und den auf Saʽdallâh al-Ğâbarî-Platz sowie rund um das al-Ḥikma-Krankenhaus im Stadtteil al-Andalus und im Bezirk aš-Šahbâ´ in Aleppo bei erheblichen materiellen Schäden.
Am Abend beschossen Terroristen, die sich im Stadtteil al-Karak (Bezirk) Darʽâ al-Balad verschanzt hatten, mit automatischen Waffen wahllos die Besucher des stark frequentierten Marktes im Stadtteil as-Saḥârî von Darʽâ und verletzten dabei einen jungen Mann.
(http://sana.sy/en/?p=82784, http://sana.sy/?p=405298)
Die St. Francis Assisi –Vereinigung strengte im Juni in Nordkalifornien/USA eine Klage vor Gericht gegen die Kuveyt-Turk Participation Bank an, da das kuwaitisch-türkische Unternehmen die Finanzierung von Terroristen ermögliche und den IS zur Ermordung von assyrischen Christen im Irak und Syrien anstifte. Laut Auskunft des Anwalts der christlichen Vereinigung sei der Kuwaitî Ḥağâğ al-ʽAğmî (Hajjaj al-Ajmi) den UN bekannt als Finanzier des al-Qāʿida-Ablegers Ğabhatu_n-Nuṣra, der auch vermittels der Kuveyt-Turk Bank seit 2014für den IS Geld eintreibe. Dies berichtete die türkische Tageszeitung Daily Sabah. Demnach instruierte al-ʽAğmî seine Anhänger, Spenden auf die Konten von Sham Islamic Committee Association (SIC, türkisch: Şam İslami Heyeti Derneği) bzw. Also Sham Humanitarian Foundation (SHF, türkisch: İnsani Şam Derneği) der Kuveyt-Turk Participation Bank einzuzahlen. Die SIC unterhält Beziehungen zur Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, während auch die UN bzw. UNICEF Gelder in das SHF-Konto für humanitäre Zwecke einzahlten. Involviert sei auch die Organisation MumDer, die ebenfalls in Verbindung mit Ğabhatu_n-Nuṣra stehe, die sich wiederum neben anderen Gruppen v.a. aus Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm zusammensetzt und eine teils aus IS-Leuten bestehende Vereinigung zugunsten inhaftierter Muslime in Istanbul ebenfalls mit Verbindung zu Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://en.alalam.ir/news/1838690)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82702 und http://www.sana.sy/?p=404988 (Blitzoperationen gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im Aleppo-Stadtteil Ḫâlidiyya und auf der Achse al-Lairamûn – Banî Zaid mit Beseitigung von Abschußanlagen von Mörsergranaten, Waffen, Munition etc. und einer großen Anzahl Feinde mit anschließender Rückeroberung weiterer Areale dort. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in al-Muraiʽiyya, 10 km im SO von Dair az-Zaur. Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlungen in al-Maʽṣara südlich an-Nuʽaima im O von Darʽâ, beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt, wobei sich unter den zahlreich Getöteten einige Anführer fanden; dazu Vereitelung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffsversuchen auf zivile und militärische Standorte im westlich des Stadtteils al-Bağağa mit Zerstörung der Fortifikationen, Bewaffnung etc.. In der Provinz as-Suwaidâ´ Vereitelung der terroristischen Infiltration von Militärposten zum Schutz von Barad und al-Muğaimar (vgl.u. Terroranschläge) von Buṣrâ aš-Šâm und Ğamarîn aus über den Wâdî az-Zaidî mit Eliminierung des Großteils Eindringlinge, während der Rest nach Buṣrâ aš-Šâm floh; Ausschaltung von IS-Überwachungsposten in Tal Ušaîhib aš-Šamâlî im NO sowie eines IS-Trupps bei Mašbak al-Wadyân im NO.)
Terroranschläge vom 15.7.2016:
Im Gebiet von Buṣrâ aš-Šâm und Ğamarîn verstreute Terroristen beschossen am Morgen die Dörfer al-Muğaimar und Barad in der Provinz as-Suwaidâ´ mit Raketen, töteten damit einen Mann und eine Frau und verletzten sieben weitere Personen. An der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´ sind hauptsächlich Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündete aktiv.
(http://www.sana.sy/?p=404995, http://sana.sy/en/?p=82721).
Das am 14.7.2016 publizierte Interview, welches Präsident Dr. al-Assad NBC News gab, ist in englischer Sprache nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=82569. – Es nimmt vielerlei vom Präsidenten in Interviews bereits beantwortete Fragen von Journalisten wieder auf.
In ihrem jüngsten Artikel in The Washington Post vom 12.7.2016 weisen die Reporter Joby Warrick und Suad Mekhennet darauf hin, daß angesichts des Armeevordringens in Syrien und im Irak die IS-Führer ihre Anhänger auf einen Zusammenbruch des vor zwei Jahren ausgerufenen „Kalifats“ vorzubereiten versuchen. Dies zeige sich in Taten und Worten der IS-Verantwortlichen – letzteres z.B. im wöchentlichen Newsletter (in) an-Nabâ und der Ansprache des IS-Sprechers Abû Muḥammad al-ʽAdnânî zum Ramaḍân-Beginn. Zudem würden in verzweifelter Reaktion auf die empfindlichen Gebiets- und Einnahmenverluste im ersten Halbjahr 2016 die Anschläge im Irak und Syrien ausgeweitet. Zu diesem Schluß komme auch Will McCants, Forscher am Brookings Institut in Washington und US-Experte für Anti-Terror-Angelegenheiten. (http://sptnkne.ws/bEYP, Artikel auch von der Nesawissimaja Gaseta am 14.7.2016 aufgenommen und bei Sputniknews selben Tags zitiert; der Originalartikel ist einzusehen unter: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/inside-isis-quietly-preparing-for-the-loss-of-the-caliphate/2016/07/12/9a1a8a02-454b-11e6-8856-f26de2537a9d_story.html)
In dieser Situation schickt der französische Präsident Hollande laut Ankündigung vom 13.7.2016 und Bestätigung vom 15.7.2016 nach dem Attentat von Nizza vom Vorabend den Flugzeugträger Charles De Gaulle erneut vor die Küsten Syriens und will die französischen Aktionen innerhalb der US-geführten, entgegen der relevanten UN-Resolutionen und dem Völkerrecht im Land agierende US-geführte Koalition verstärken. (http://parstoday.com/de/news/world-i11032-frankreich_entsendet_weitere_milit%C3%A4rberater_nach_irak) – Hollande mißachtet dabei erneut den erklärten Willen der Landesregierung gegen solche nicht koordinierten und autorisierten Eingriffe, der auch in den Interviews von Präsident Dr. al-Assad regelmäßig thematisiert und begründet wird. Für die syrische Seite erweisen sich diese und andere Arten ausländischer Einmischungen ohne Koordination mit der legitimen Landesregierung nicht als Zurückdrängung des IS (vgl. dort ).
Nach Ansicht des Politologen Th. Meyssan – seiner Darlegung fehlen die genauen Belege, allerdings machte auch Präsident Dr. al-Assad in seinem SBS-Interview entsprechende Andeutungen – unterhalten entgegen den offiziell verkündeten Standpunkten und gegen sie (!) verhängten Sanktionen bereits einige Mitgliedsregierungen der US-geführten Koalition inoffiziell Beziehungen mit Syrien im Sicherheitsbereich bzgl. der Terrorismusabwehr. Meyssan nannte in dem Zusammenhang nach Aufdeckung der Vorgänge durch Gulf News und al-Mayâdîn eine Reise von General ʽAlî Mamlûk, dem Koordinator der syrischen Geheimdienste, nach Berlin, desgleichen seitens General Muḥammad Dîb Zaitûn, Chef des General Security Directorate, nach Rom und umgekehrt den Besuch von General Alberto Manenti, Direktor der Agenzia Informazioni e Sicurezza Esterna, per Spezial-Flugzeug in Damaskus. Zudem befinde sich bereits ein syrischer Offizier in einer europäischen Hauptstadt, um dort den Counterterrorismus zu koordinieren. Diese Beispiele stellten jedoch nur sozusagen die Spitze des Eisbergs dar. (http://www.voltairenet.org/article192844.html)
Wie erwartet brachte auch der Besuch von US-Außenminister Kerry in Moskau am 14.7.2016 keinen Fortschritt hinsichtlich der syrischer- und russischerseits angestrebten gemeinsamen internationalen Bekämpfung des Terrorismus auf Grundlage der UN-Resolutionen (und damit letztlich des Völkerrechts). (http://www.sana.sy/?p=404866, s.a. http://sptnkne.ws/bFxB)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82666 und http://sana.sy/404426 (Zerstörung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Sützpunkts an der Straße zwischen al-Ḥamîdiyya und al-Ḥurriyya im W der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ im N-Teil der Provinz al-Qunaiṭra mitsamt militärischem Equipment. Effektive Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Nester östlich von an-Nuʽaima, 4km im O von Darʽâ und im Bezirk Darʽâ al-Balad bei heftigen Feindverlusten an Männern, Waffen, Manschafts- und Munitionstransportern. Beseitigung von IS-Stellungen und Raketenabschußanlagen östlich Tadmurs in der Provinz Ḥomṣ durch präzise Luftschläge. Desgleichen gegen IS-Ansamlungen in al-Bûʽmar, 12 km östlich von Dair az-Zaur mit Eliminierung ihrer Fortifikationen samt Mannschaft wie in al-Muraiʽiyya und al-ʽĞafra im SO-Teil der Provinz.)
Das russische Koordinierungsszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 14.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, begangen durch die Ğaiš al-Islâm–Terrorgruppe mittels Mörser-granatenbeschusses auf die Städte Ḥarastâ, ʽArbîn, Ğaubar und Dûmâ im Rîf Dimašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra und der IS wieder Stadtteile von Aleppo, dazu den nahen an-Nairab-Airport wie andere Orte im Umland von Damaskus und Ḥomṣ mit Beschuß durch Mörsergranaten und Raketen. (http://sana.sy/en/?p=82699)
Terroranschlag vom 14.7.2016:
Ein Raketentreffer im Stadtteil Bustân az-Zahra von Aleppo verursachte ziemliche Schäden an Gebäuden etc. Ergänzung: Weiterer Beschuß mit Raketen und durch Heckenschützen in den Stadtteilen Saif al-Dawla, az-Zahrâ und aš-Šahbâ´führte zum Tod von zwei Anwohnern, Verletzungen bei sieben Bürgern und erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=82622)
In al-Ḥasaka steckten Terroristen die Baumwollernte bei den Entkernungsmühlen in Brand und vernichteten damit 8350 Tonnen, demnach fast die ganze dort gelagerte Ernte. Ein Übergreifen des Feuers auf das Sport City Center konnte die Volkswehr und die eingetroffene Feuerwehr gerade noch verhindern. (http://sana.sy/en/?p=82742, http://sana.sy/en/?p=82721). – Derzeit herrscht in Syrien für verschiedene landwirtschaftliche Produkte Erntezeit.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.7.2016 informieren http://sana.sy/?p=404075 und http://sana.sy/en/?p=82502 (Zerstörung von IS-Stellungen im Raum Ğanâ al-ʽAlbâwî und Sûḥâ, 14km östlich von Salamiyya im Umland von Ḥamâ durch präzise SAAF-Einsätze. Desgleichen gegen IS–Fortifikationen mitsamt deren militärischer Ausrüstung und Angriffstellungen im Gebiet Ğabâb Ḥamad und ʽUnq al-Hawâ, 80km östlich von Ḥomṣ, in Ḍabʽat al-Milḥiyya, nördlich Wâdî al-Abyaḍ Damm und im Umfeld des aš-Šâʽir Ölfeld in Ḫunaifîs, 7km südlich von Tadmur. Erfolgreiche akkurate Luftschläge auch gegen IS-Ansammlungen bei al-Buġailiyya, 6km westlich von Dair az-Zaur sowie im SO-Teil der Provinz im Raum al-Ğafra und al-Muraiʽiyya, dazu Razzien gegen IS-Nester im Stadtteil ar-Rašadiyya der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Infiltrationsversuchs seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Achse al-ʽAğraf – aṣ-Ṣamadâniyya aš-Šarqiyya zusammen mit Volkswehrkräften mit Eliminierung der meisten Terroristen; der Rest floh gen aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya.)
Laut Meldung des russischen Koordinierungsszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîmin vom 13.7.2016, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstößen, wieder seitens der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranatenbeschuß auf Ortschaften in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq. Zudem beschossen erneut Ğabhatu_n-Nuṣra– und IS-Extremisten die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Airport sowie die beiden Städte al-Anṣârî und Ratyân im Umfeld der Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=82575)
Terroranschläge vom 13.7.2016:
Erneut (vgl.u.) griffen die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya das Kraftwerk von az-Zâra im S von Ḥamâ mit Raketen an und richteten dort schwere Schäden an.
Beim Beschuß des Stadtteils al-Muhağirîn von Ḥomṣ mit Raketen am Morgen wurden fünf Bürger verletzt, es entstand erheblicher Sachschaden wie auch in den Stadtteilen al-Arman und az-Zahrâ´.
Aus der von Terroristen umlagerten Stadt Kafariyya nördlich Idlibs berichteten Anwohner via Telefon, daß am Nachmittag in Birûmâ verschanzte Terroristen von Ğaiš al-Fataḥ mit Mörsergranaten den Ort beschossen und so einen Einwohner töteten. (http://sana.sy/?p=404196, http://sana.sy/?p=404019, http://sana.sy/en/?p=82483, http://sana.sy/en/?p=82476)
Ergänzung: Durch den Beschuß mit Raketen und Mörsergranaten erlittt das wegen seiner Exponate bedeutende fünfgliedrige Nationalmuseum von Aleppo enorme Schäden u.a. an der tragenden Konstruktion und der Dachabdeckung. Teilweise zerstört seien auch die Ummauerung, Büros der Mitabeiter, die Infrastruktur etc. Wie aus dem DGAM (Directorate-General of Antiquities and Museums) verlautete, sei das Museum bevorzugtes Ziel der Extremisten. (http://sana.sy/en/?p=82548)
Am Mi., 13.7.2016, empfing Präsident Dr. al-Assad den irakischen National Security Adviser Falāḥ al-Fayâd (Falah al-Fayad), der ihm ein Schreiben von Ministerpräsident Ḥaidar al-ʽAbâdî bzgl. der Kooperation beider Regierungen im politischen, militärischen und Sicherheitsbereich, insbesondere hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung überreichte. Zudem informierte er Dr. al-Assad über die derzeitigen Vorbereitungen zur Rückeroberung von Mossul aus den Händen der IS-Terrororganisation und versicherte erneut die fortgesetzte Kommunikation und Abstimmung mit der syrischen Regierung dabei wie die Unterstützung seines Landes für Syrien allgemein. Derart werde man gegenüber dem Terrorismus, der die Welt bedrohe, erfolgreich sein. Dr. al-Assad gratulierte dem Brudervolk wie der Regierung des Irak zu den jüngsten Erfolgen der Armee wie der Volkswehr (al-Ḥašd aš-Šaʽbî) im Kampf gegen den IS. Beide Staaten befänden sich im ernsthaften Abwehrkrieg gegen den Terrorismus, vom Sieg im einen Land profitiere auch das andere. – Das letzte Treffen zwischen beiden Politikern hatte am 29.7.2015 stattgefunden. (http://sana.sy/en/?p=82559)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82375 und http://www.sana.sy/?p=403643 (Beseitigung von IS-Stellungen und Fortifikationen mit Waffen- und Munitionstransportern durch präzise SAAF-Angriffe im östlichen Rîf Dimašq in Ḫân al-Manqûra, 40 km im S des as-Sîn-Airport, und Bair al-Manqûra, 25 km im N desselben. Zerstörung von Verschanzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten mitsamt aufgerüsteten Kampffahrzeugen und einem Observationsposten in Darʽâ al-Balad südlich des Alten Zolls sowie einer Mörserabschußanlage und eines Bulldozers im selben Bezirk bzw. am Nordrand von Ṭafas im N der Provinzhauptstadt Darʽâ; Angriffsvereitelung auf den Militärposten zum Schutz von Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad mit Ausschaltung sämtlicher Feinde wie auch in Ğulâin im W von Darʽâ. Spezialoperation zusammen mit Vokswehrkräften in al-Baʽṯ gegen Terroristen hauptsächlich von Ğabhatu_n-Nuṣra, welche sich im Umkreis der Verwaltungshauptstadt wie am ar-Rawâbî-Standort nördlich des Hauptplatzes von al-Qunaiṭra bewegen unter Eliminierung der meisten von ihnen. Vereitelung eines IS-Infiltrationsversuchs an der NO-Seite von Buṯaina im NO von as-Suwaidâ´ mit demselben Effekt. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Stellungen mit aufgerüsteten Kampfwagen am südlichen Euphrat-Ufer im Gebiet von al-Muraiʽiyya und al-Ğafra, 10 km im SO von Dair az-Zaur sowie gegen IS-Fortifikationen am Ğabal aṯ-Ṯarda. Desgleichen im Ostteil der Provinz Ḥomṣ im Gebiet der Silos ca. 15km östlich von Tadmur, wobei auch zwei IS-Kommandozentren zerstört wurden.) – Zudem stiegen von Rußland aus sechs der modernsten Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 auf und bombardierten ebenfalls IS-Stellungen östlich von Tadmur, as-Suḫna und Ârâk in der Provinz Ḥomṣ. (http://sana.sy/en/?p=82442)
Terroranschläge vom 12.7.2016:
Durch Raketenbeschuß auf Wohngebiete von Darʽâ wurden sechs Personen verletzt. Die Opferzahl im Bezirk Darʽâ al-Balad um das Gouvernementsgebäude erhöhte sich später auf zwei Tote und 12 Verletzte.
In Aleppo wurden abends durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in die Stadtteile Suleimân al-Ḥalabî, Ṣalâḥuddîn und Sayyid ʽAlî aus Panzerfäusten beschossen, wodurch ein Bewohner starb, weitere 20 teils schwer verletzt wurden und enormer Sachschaden enstand. (http://sana.sy/en/?p=82430, http://sana.sy/?p=403809, http://sana.sy/?p=404002, http://sana.sy/?p=403716)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82249 und http://sana.sy/?p=403150 Befreiung der strategisch bedeutsamen Stadt Maydaʽâ und Umland im Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq nachmittags nach heftigen Kämpfen mit dem Liwâ´u_l-Islâm und Beseitigung der letzten Teroristennester der Gegend mit anschließender Räumung des Areals von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen; damit wurde der Ring um die Terroristen der Gegend in Ost-al-Ġûṭa geschlossen und deren Haupt-Nachschubroute für Waffen und Munition von der Großen Wüste her unterbrochen. Zerstörung eines Tanklastzugs mit gestohlenem Diesel kommend aus dem östlichen Wüstenbereich bestimmt für den IS–Trupp in al-Aṣlaḥa im W von as-Suwaidâ´. Beseitigung von IS-Kampfwagen bei Ğab al-Ğarâḥ und östlich Tadmurs im Ostteil der Provinz Ḥomṣ durch akkurate Luftschläge. Desgleichen bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra samt Mannschaften durch eine Bodeneinheit in Tal aš-Šaiḫ Ḥussain, Tulûl Ḫulaif, ca. 40km im O von Darʽâ, wie in der Provinzhauptstadt im Bezirk Darʽâ al-Balad. Aufreibung einer in einen Hinterhalt gelockten Ğabhatu_n-Nuṣra–Gruppe inklusive ihres Anführers ʽAbdullâh al-Maḫzûm bei al-Qanṭara aš-Šamâliyya in Ḥamâ.)
Laut Mitteilung des russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm kam es in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=82373)
Nochmals hat das Armeegeneralkommando am Mo., 11.7.2016, per Verlautbarung die bereits schon einmal verlängerte Waffenruhe (vgl.u.) um weitere 72 Stunden ausgedehnt. Sie dauert von 1.00 Uhr am 12.7.2016 bis 23.59 Uhr am 14.7.2016. (http://sana.sy/en/?p=82361)
Am Mo., 12.7.2016, erfolgte die Vereidigung der neuen Regierung (Zusammensetzung s.u.). Das anschließende Treffen mit dem neuen Kabinett begann der Präsident mit einer Ansprache über die Herausforderungen an dasselbe: infolge der schwierigen Umstände knüpfe die Bevölkerung große Hoffnungen an die neue Regierungsmannschaft. Die bedeute doppelte Verantwortung und Anstrengungen. Der Umgang mit dem Bürger habe transparent zu sein, so daß jener über die Bemühungen der Regierung wie deren Ergebnisse rundum informiert werde, auch dann, wenn man den Hoffnungen nicht gerecht geworden sei. Besonders wichtig sei die Kommunikation mit dem Bürger durch spezielle Büros der Ministerien bzw. durch Tätigkeit vor Ort, währen derer die Amtsträger in direkten Kontakt mit der Realität und dem Bürger und seinen Problemen, Bedürfnissen wie auch Reaktionen auf die Leistung und gefällten Entscheidungen der Ministerien kämen. Doch dürfe diese Bürgernähe zur Medienshow werden oder auf Kosten des täglichen Arbeitspensums gehen.
Auch die nationalen Medien müßten die Fragen und Themen, welche den Bürger interessierten, anpacken, und deren Belange eher in den Vordergrund stellen als bloß Stimme der Regierung zu sein. Dies habe ebenfalls mit Transparenz und Aufrichtigkeit zu geschehen, so daß sie das Vertrauen des Bürgers hätten, woraus die notwendige Unterstützung für die Arbeit der Regierung und staatlichen Einrichtungen erwachse.
Die Lebensbedingungen der Bevölkerung hätten oberste Priorität. In diesem Zusammenhang stehe als erstes die Preiskontrolle im Zusammenwirken mit der Zivilgesellschaft durch gemeinsame Mechanismen (joint mechanisms), dann die Stabilisierung des syrischen Pfunds, Vergrößerung der staatlichen Ressourcen durch gut kalkulierte Importe, Förderung der Exporte, der mittleren, und kleinen Industriezweige wie der Landwirtschaft, Erreichen der Steuergerechtigkeit bzgl. des öffentlichen und privaten Sektors, Überwachung und Rationalisierung der Staatsausgaben, angefangen mit denen für Minister und Beamte, Rationalisierung der Fördermittel für nötige Stoffe bei gleichzeitiger Sicherstellung, daß alle Bedürftigen sie auch erhielten, und Mehrung positiver Eingreifmechanismen.
Im Wirtschaftsbereich stehe der Wiederaufbau an erster Stelle, der z.B. im Damaszener Bereich schon gestartet worden sei und demnächst in Ḥomṣ und anderswo durch spezielle Projekte erfolge. Diese zeitigten einen sofortigen Effekt und seien daher besonders wichtig auch hinsichtlich der Wiederbelebung der Wirtschaft und der positiven Wahrnehmung durch den Bürger.
Ein besonderes Augenmerk gehöre den Familien der Familien der Getöteten und Verletzten der Armee und unterstützenden Streitkräfte, indem jenen all ihre rechtmäßigen Ansprüche schnell und einfach erfüllt würden. Zudem sollten Studien über nationale Projekte erstellt werden, wie man jenen darüberhinaus beistehen könne, wie es z.B. das „Injured of the Homeland” –Projekt darstellt. Jenes unterstütze die Versehrten und helfe ihnen, ihre Recht durchzusetzen, in den Genuß von konstanter Pflege bzw. Rehabilitationsmaßnehmen zu kommen sowie bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Die Büros des Premier- wie der einzelnen Minister bräuchten klare Strukturen, welche die Arbeit in und zwischen ihnen und anderen staatlichen Institutionen erleichtere einschließlich des Parlaments. So werde größere Transparenz in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Amtsinhaber erreicht und verhindert, daß jemand im Parlament aus rein persönlichen Motiven die Rechtschaffenheit der Amtsträger anzweifle.
Alles zusammen verhelfe dazu, Korruption zu bekämpfen und die juristischen und polizeilichen Kräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen, für Recht zu sorgen und die Schuldigen ohne Ausnahme zur Verantwortung zu ziehen. Auch Unproduktivität sei eine Art der Korruption und dürfe nicht beschönigt oder verschleiert werden.
Premier- und eine Anzahl der Minister versicherten, die schwierigen Umstände im Land würden sie nur anspornen, Problemlösungen zu finden und das Leben der Bürger zu erleichtern. (http://sana.sy/en/?p=82271)
Zum World Population Day am 11. Juli rief der geschäftsführende Direktor des United Nations Population Fund (UNFPA), Babatunde Osotimehin, die Staatsführer dazu auf, künftig die Rechte junger Frauen zu stärken bzw. dem Phänomen der Kinderehe und Teenager-Schwangerschaft entgegenzuwirken. Gerade in armen Verhältnissen litten Mädchen unter den traditionellen Praktiken wie der frühen Verheiratung, die ihnen zudem den Zugang zu Schulbildung verwehre. Schließlich habe jedes Mädchen das Recht, seine Zukunft selbst zu bestimmen. – In Syrien arbeitet die Syrian Commission for Family and Population Affairs daran, auf die demographischen Veränderungen infolge des jahrelangen Kriegszustands mittels Entwicklungsplänen zu reagieren und auf eine Balance zwischen Wirtschaftswachstum und Bevölkerungswachstum hinzuwirken. Vor der Krise hatte Syrien bereits die Vorgaben des Millennium Development Goals (MDG) nahezu erreicht gehabt.
Laut Artikel der türkischen regierungskritischen Tageszeitung BirGün (Bîr Ġûn) erhalten IS-Terroristen trotz gegenteiliger Verlautbarungen der AKP-Regierung, gegen Terroristen positioniert zu sein, weiterhin sogar Vorzugsbehandlung vor Einheimischen in türkischen Krankenhäusern! Hierzu wurden Betroffene interviewt. U.a. sei 2014 der IS-Führer Mâzin Abû Muḥammad im Muṣṭafâ Kamâl-Universitätsklinikum behandelt worden, wovon auch Photos existierten. (http://sana.sy/?p=403065) – Der Chefredakteur von BirGün, Barış İnce ward erst im März 2016 wegen Beleidigung des Staatsoberhaupts Recep Tayyip Erdoğan zu 21 Monaten Haft verurteilt worden, da er einen Artikel über die Korruption der Familie Erdoğan gebracht hatte. (vgl. http://taz.de/Tuerkischer-Journalist-muss-in-Haft/!5282443/)
Terroranschläge vom 10.7.2016:
Am Sonntag eröffneten Mitglieder von Ğaiš al-Islâm, die sich in den Obstplantagen verschanzt hatten, das Feuer auf das Polizeikrankenhaus der damaszener Vorstadt Ḥarastâ, worauf ein Todesopfer zu beklagen war. (http://sana.sy/en/?p=82154)
Verschiedene Wohnbezirke von Aleppo wurden auch am Sonntag in mehreren Wellen von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Raketen und anderen Explosivgeschossen beschossen. Dadurch wurden zunächst nachmittags elf Anwohner, darunter drei Kinder, in as-Siryân verletzt, später gab es 5 Tote und 61 Verletzte und schließlich kamen am Abend in al-Muḥâfaza, al-Ašrafiyya, al-Ğamîliyya acht Bürger zu Tode und mehr als 80 wurden verletzt bei entprechend hohen Schäden an Gebäuden, Infrastruktur etc. (http://sana.sy/en/?p=82239)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82160 und http://sana.sy/?p=402765 (Vereitelung von IS-Angriffen mit einer Reihe Autobomben auf Standorte beim Ğabal aṯ-Ṯarda im S von Dair az-Zaur ganz in der Tradition von al-Qâʽida; zudem Auslöschung eines IS-Konvois mitsamt Mannschaften in der Gegend durch präzise SAAF-Einsätze. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Fortifikationen bei der Elektrizitätsgesellschaft und westlich des Alten Zolls im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt. Nachmittags Vereitelung des Eindringens von Terroristen – aktiv sind vor Ort sind Liwâ´ Šuhadâ´ Badr, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Failaq aš-Šâm – in die Zitadelle von Aleppo via gegrabener Tunnel mit Eliminierung sämtlicher Extremisten samt ihrer militärischen Ausrüstung. Beseitigung von IS-Trupps und –Bewegungen in morgendlichen akkuraten Luftschlägen bei Ḫunaifîs, 40 km und um Ğab al-Ğarâḥ, 72 km östlich von Ḥomṣ; im N der Provinz fand sich unter den Getöteten einer Spezialoperation zwischen al-Ġağar und az-Zâra auch der Amîr [Kommandeur] von Ğabhatu_n-Nuṣra in ar-Rastan namens Maḥmûd ʽAbdul-Karîm Barûq. Während der Operation zur Unterbrechung der IS-Nachschublinien konnte ein voll beladener Tanklastzug aus Wâdî al-ʽAḏîb, bestimmt für den IS in ʽUqairbât, ca. 70 km im O von Ḥamâ, nach für den Fein däu0erst verlustreichen Kämpfen sichergestellt werden.)
Am 10.7.2016 abends teilte das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden zwei Verstöße mit, begangen erneut durch Ğaiš al-Islâm. Die Terroristen hatten demnach Orte in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Raketen und Mörsergranaten attackiert. Desgleichen verübten Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS gegenüber Stadtteilen in und Städten um Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=82236)
Am Sonntag, 10.7.2016, empfing Präsident Dr. al-Assad die Delegation des Europäischen Parlaments (s.u.) und diskutierte mit den Mitgliedern die wachsende terroristische Bedrohung in der Welt wie das Flüchtlingsproblem in Europa. Einige politische Führer der westlichen Welt seien mitverantwortlich für beides. Das sich Vorgänge in Syrien und der arabischen Region auf Europa auswirkten liege schon an den geographischen Nähe und den wechselseitigen geschichtlichen Beziehungen. Doch hinsichtlich der Problematik von Terrorismus, Extremismus und des Flüchtlingsstroms nach Europa hätten sich auch Politiker schuldig gemacht, die Politik wider die Interessen der eigenen Bevölkerung machten und den in Syrien wütenden Terroristen auf verschiedenem Wege Unterstützung und Schutz böten. Die europäischen Parlamentarier könnten eine wichtige Rolle bei der Korrektur dieser falsch eingeschlagenen politischen Wege bewirken, welche zur Ausbreitung des Terrorismus und der Verschlechterung der Lebensbedingungen der syrischen Bevölkerung infolge der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien führten. Beides habe dazu geführt, daß Syrer flüchtend ihre Heimat verlassen mußten, um Asyl in fremden Ländern zu suchen. Die Delegationsmitglieder drückten ihre Bereitschaft hierzu aufgrund der persönlichen Erfahrungen vor Ort aus wie sei es zuvor schon gegenüber der Parlaments-präsidentin (vgl.u.) getan hatten.
Im nachfolgenden Kurzinterview mit SANA betonte Delegationsleiter Javier Couso die gute Gelegenheit, sich über die Situation in Syrien auseinanderzusetzen und zu informieren. Er sei überzeugt, daß Dialog ohne Einmischung von außen der einzige Weg zur Lösung der Krise im Land sei. Zudem äußerte er sich bewundernd über die Koexistenz in der syrischen Gesellschaft. Tatjana Zdanoka, ebenfalls Delegationsmitglied und EU-Parlamentarierin hob die offene und freundliche Atmosphäre des Gesprächs mit dem Präsidenten hervor, der keinerlei Umschweife oder Ausflüchte zu den syrischen Gegebenheiten gemacht hätte.
Anschließend traf die Delegation noch mit Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, der die europäischen Parlamentarier zur Emanzipation von der Bevormundung der US-Administration ermunterte. (http://sana.sy/en/?p=82204)
Aus der IS-„Hochburg“ ar-Raqqa dringt die schreckliche Meldung, daß die IS-Anhänger fünf Bürger öffentlich vor den Augen auch von Kindern am Kreisverkehr ad-Dala geköpft haben. Darunter befanden sich vier Mitglieder des Jugendfußballclubs aš-Šabâb der Provinzhauptstadt, nämlich die Spieler Usâma Abû Kuwait, Nihâd al-Ḥussain, Iḥsân aš-Šawâḫ sowie deren Trainer Aḥmad aš-Šawâḫ. Der Präsident des Allgemeinen Sportverbands, Muwafak Ğumʽa, verurteilte die feige Schandtat als typisch für den IS. (http://sana.sy/en/?p=82048, http://sana.sy/?p=402430) – Daß es sich bei den meisten Ermordeten um Fußballclubmitglieder handelte, war sicher kein Zufall. Einerseits im Zusammenhang mit der derzeit in Frankreich ausgetragenen EM, andererseits wegen der fatwâ des früheren offiziellen Rechtsgutachters Saudi-Arabiens („Großmuftî“) Muḥammad bin Ibrahim vom 19.9.2005, die das Fußballspiel als unzulässige Nachahmung von Ungläubigen verbietet (vgl.: ad-Durar as-suniyya, d.h. „Die sunnitischen Perlen“, Kap.15, S.205 in: http://alsaha.fares.net/sahat?128@183.aneRs2RuAfa.0@.1dd81f67. Allerdings wäre zur Ahndung des Vergehens nach traditionellem Islamischem Recht keinesfalls die Todesstrafe akzeptabel, sondern eine im Verhältnis zu den koranischen Strafen für ḥadd-Delikte wesentlich mildere nach richterlichem Ermessen (sog. taʽsîr). Zur Überwachung der Bevölkerung greift der IS auf die islamische Einrichtung der ḥisba zurück.
Das Armeegeneralkommando verkündete am 9.7.2016 eine Verlängerung der zusätzlich für die Îd al-Fiṭr –Feiertage ausgerufenen Waffenruhe (s.u.) um weitere 72 Stunden, beginnend um 1.00 Uhr am 9.7.2016 bis Mitternacht des 12.7.2016. (http://sana.sy/en/?p=82075)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=82051 und http://www.sana.sy/?p=402462 (Erfolgreiche Operation gegen die Terroristenstellungen, von welchen am Freitag die Wohngebiete Aleppos mit verheerender Opferzahl in der Folge attackiert wurden – dazu Befreiung weiterer bewohnter Gebiete bei den aṯ-Ṯawra-und at-Tabaġ-Mühlen, Fabriken und anderen ökonomischen Einrichtungen im Areal von al-Ḫâlidiyya und Einkreisung der Terroristen im N Aleppos nach der jüngsten Kontrollausdehung dort. Aufreibung einer Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheit im NO der Provinz in Darʽâ unterwegs auf der Straße zwischen Šaʽâra und der al-Lağât -Region an der Verwaltungsgrenze zu as-Suwaidâ´ in einem nach sorgfältiger Beobachtung gelegten Hinterhalt. Zusammen mit Volkswehrkräften Beseitigung einer Gruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt deren Munitionstransporten auf der Tulûl al-Ḥamr-Straße im N von al-Qunaiṭra. Eliminierung einer großen Anzahl von dem IS verbündeten Terroristen mitsamt deren Munitionstransporter beim Ğabal aṯ-Ṯarda südlich von Dair az-Zaur)
Aufgrund des jüngsten verheerenden Anschlags auf Wohngebiete in Aleppo vom 7.7.2016 (vgl.u.) sandte das Außenamt am Sa., 9.7.2016, erneut zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden mit der Forderung, endlich die entsprechenden Resolutionen gegen die ausländische Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen umzusetzen. Das Schreiben ähnelt inhaltlich der vorhergegangenen – man möchte fast sagen „umsonst abschickten“ – Depeschen nach unzähligen anderen schrecklichen Terroranschlägen mit großer Opferzahl und fürchterlichen Zerstörungen an öffentlichem wie privatem gut bzw. der Infrastruktur. Erschwerend kam bei jenem Attentat hinzu, daß damit nicht nur die Waffenruhevereinbarung vom 27.2.2016 sondern auch die besondere (s.u.) über die Feiertage nach Ramaḍân-Ende (ʽÎd al-Fiṭr) gebrochen wurde. Zudem wurde erschreckenderweise festgestell, daß „armed terrorist groups are using new arms and ammunition, including new types of rockets and explosive shells with high precision and considerable explosive capabilities, in addition to advanced rocket launchers and cluster bombs, which indicates that specific countries such as Turkey and Saudi Arabia supply advanced arms to these groups with the blessing of Western states.“ Die größten menschlichen Verluste bei den Angriffen vom Freitag während des ʽÎd al-Fiṭr habe es im Übrigen auf dem Campus gegeben, wo ca. 3.700 Binnenflüchtlinge untergebracht seien. Dabei sei hervorzuheben, daß viele der fortlaufenden Terroranschläge gerade von den sog. bewaffneten moderaten Oppositionellen (MAO) ausgingen. Dies zeige die abgrundtiefe Scheinheiligkeit und doppelte Moral jener Staaten, die als deren Unterstützer vorgäben, den Terrorismus zu bekämpfen. Das Nachsehen gegenüber diesen Staaten seitens der UN ermutige die Terroristen im Land nur zu weiteren Schandtaten gegenüber unschuldigen Bürgern auf öffentlichen Plätzen, ihren Arbeitsplätzen und sogar ihrem Zuhause. Näheres dazu bei http://sana.sy/en/?p=82134.
Wegen der fortlaufenden terroristischen Angriffe auf die Provinzhauptstadt Aleppo, vor allem Wohngebiete, stellt sich die Frage, ob dort überhaupt noch Bausubstanz intakt ist. S. hierzu Aleppo: before and after [photos] (inklusive Kirchen!)
Beim Treffen zwischen der Delegation des EU-Parlaments unter Leitung von Javier Couso in Damaskus mit der Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya Ḫalaf ʽAbbâs (dazu vgl.u.) bekundete ersterer die Unterstützung für Syrien und pochte auf die Aufhebung der – illegalen, da u.a. ohne UN-Mandat verhängten (zu Belegen s.u.) – europäischen Sanktionen gegen das Land. Dazu kritisierte er scharf die arrogante Umgangsweise der europäischen Staaten wie der USA mit anderen Staaten. Außerdem sei jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten strikt zurückzuweisen. Syrien befinde sich seit Jahren in einer Situation, die sein Land Spanien 2004 kennengelernt habe. Er versicherte, daß die Delegationsmitglieder ihr Mögliches tun würden, um das europäische Parlament von den wirklichen Vorgängen im Land zu überzeugen. Die Besucher bekräftigten, daß allein die Syrer ihre Zukunft und ihre Staatsführung bestimmen dürften und mißbilligten ausdrücklich die Einstellung der USA, Frankreichs und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in dieser Hinsicht. Später besuchten die Delegationsmitglieder Verletzte der SAA im Ḥâmîš-Krankenhaus in Damaskus und besichtigten dessen Einrichtung zur Rehabilitation wie Prothetik. Gegenüber einem SANA-Reporter bemerkte Couso anschließend, die Gruppe habe sich ein Bild vom Leiden der syrischen Bevölkerung wie auch von der Widerstandsfähigkeit der SAA gegenüber dem Terrorismus machen können. Zudem habe man erfahren, wie schlimm die Situation aufgrund der gegen Syrien erlassenen ökonomischen Sanktionen auf den Gesundheitssektor im Land sei. Man könne sich nur wundern, warum die EU damit die syrische Bevölkerung schädige, die sich doch dem Terrorismus vehement entgegenstelle. (http://sana.sy/en/?p=82069 vom 9.7.2016 mit etlichen Photos)
Terroranschläge vom 9.7.2016:
Wieder war das Elektrizitätswerk von az-Zâra (vgl.u.) zusammen mit den Unterkünften der Werksarbeiter im Süden der Provinz Ḥamâ am Samstag Ziel von Raketenbeschuß. Zwar waren zum Glück keine menschlichen Verluste zu beklagen, doch wurde eine Übertragungseinheit beschädigt. Die Reparaturmannschaft ist bereits an der Arbeit, die vorherige Kapazität wiederherzustellen. (http://sana.sy/en/?p=82056)
Infolge Raketenbeschusses der damaszener Vorstadt Ḥarastâ starben am Samstag zudem zwei Bürger, teils lebensgefährlich verletzt wurden weitere sieben. In der Gegend (Ost-al-Ġûṭa) aktive Terroristen gehören überwiegend zu Ğaiš al-Islâm bzw. dessen Verbündeten. (http://sana.sy/en/?p=82136)
Die bereits angekündigte Delegation des EU-Parlaments unter Leitung von Javier Couso, dem Vizepräsidenten des Committee on Foreign Affairs, ist am Sa., 9.7.2016, zum Besuch in Damaskus angekommen. Im Weiteren s.u. vom 6.7.2016. (http://sana.sy/?p=401868)
Das russische Verteidigungsministerium widersprach am 8.7.2016 erfundenen (fabricated) Medienmeldungen, wonach infolge des Eingreifens von Terroristen in Syrien ein Militär-Helikopter mit russischen Militärangehörigen im Raum Tadmur vermißt werde. Hierzu bemerkte der Sprecher des russischen Koordinationszentrum in Ḥumaimîm: „All Russian helicopters in Syria returned safe to the airports without any losses after they carried out their missions”. (http://sana.sy/en/?p=82045)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=82023 und http://www.sana.sy/?p=402252 (Vereitelung von IS-Angriffen auf Armeeposten zum Schutz von Liegenschaften auf den Anhöhen um Abû al-ʽAlâyâ, ca. 70km östlich von Ḥomṣ mit deutlichen Verlusten des Feindes an Kämpfern, aufgerüsteten Fahrzeugen und Waffen Effizientes Vorgehen gegen IS-Stellungen und -Bewegungen nahe des ʽAqârib-Staudamms im Ostteil der Provinz Ḥamâ mit demselben Effekt.) – Zudem berichtete FNA, daß der bekannte und wegen seiner Schandtaten bekannte IS-Kommandeur Amer al-Ghafal al-Khalif al-Saleh [ʽÂmar al-Ġafal al-Ḫalîf aṣ-Ṣâliḥ ?] in Gefechten mit der SAA getötet worden sei und diese den IS aus seinen Posten am Ğabal aṯ-Ṯarda südlich der Provinzhauptstadt unter großen Feindverlusten vertrieben habe. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950419000548)
Terroranschläge vom 7. und 8.7.2016:
Bereits am Fr., 7.7.2016, wurden die Stadtteile al-Furqân und al-Fayiḍ von Aleppo wie zur Universität gehördenen Wohnungseinheiten mit Raketen beschossen, wodurch bislang mindestens 30 Personen zu Tode kamen und über 140 teils sehr schwer verletzt wurden. Aktualisierung: die Opferzahl stieg bei den Getöteten auf 48, vor allem Frauen und Kinder, bei den Verletzten auf 331, auch der Stadtteil a-Maidân und die Stadtrandsiedlung az-Zahrâ´war später betroffen.
Am Samstag Morgen geriet wieder einmal die Gegend um das Munizipalgebäude Aleppos unter Raketenbeschuß, was erhebliche Beschädigungen auch an umliegenden Gebäuden etc. hinterließ. (http://sana.sy/en/?p=82060, http://sana.sy/?p=402472)
Und wieder gibt es eine Meldung, daß deutsche neben kanadischen Soldaten unbestimmter Zahl während der letzten Tage in Tal Abyaḍ im Norden der Provinz ar-Raqqa stationiert worden seien. Dies habe eine Quelle von Sputnik berichtet. (http://sptnkne.ws/bC4T, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10573-deutsche_und_ka- nadische_milit%C3%A4rs_im_nor-den_syriens_stationiert) – Vor ca. einem Monat hatte der Sender al-Mayâdîn Ähnliches gemeldet, die syrische Regierung hatte protestiert und das deutsche Verteidigungsministerium dementiert (vgl.u.)
Nach Meldung des US-Magazins Veterans today hätten Ende Juni britische und US-Spezialkräfte versucht, den kleinen Flughafen von al-Bû Kamâl am Euphrat, südöstlich von Dair az-Zaur und nahe der Grenze zum Irak zu erobern. Bei der Aktion die Attacke am 30.6.2016 frühmorgens nahmen Fallschirmjäger der US Army Special Forces und der britischen Special Air Service (SAS) teil sowie die US-Luftwaffe. Am Boden tauchten jedoch überraschend aus Tunneln IS-Kämpfer auf, so daß die von der US-Koalition unterstützten „Rebellen“ samt ihren US-, britischen „Technikern“ und jordanischen Beratern wie auch die US-Rangers etc. widerstandslos ihre Waffen gestreckt hätten und gefangengenommen wären. Zudem hätten die IS-Terroristen den gesamten Konvoi, beschrieben „a two-day long, 200-plus mile convoy that moved up from the CIA training center at the Syrian-Jordanian border“ als vor Einsatzbeginn, samt Waffen, Funkgeräten etc. erbeuten können. (http://www.veteranstoday.com/2016/07/01/exclusive-american-special-forces-sas-captured-by-isis-at-al-bukamal-syria/) – Zum Bericht heißt es noch: There is a total information crackdown on this debacle a major American failure and a huge failure for President Obama. Everyone with information about this has been taken into custody or silenced, this is that serious. [Was auch für PI-news gilt]
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.7.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=81955 und http://sana.sy/?p=401957 (Befreiung des restlichen Farmlands von al-Malâḥ mit Beseitigung letzter Terroristen-Schlupfnester, Vertreibung überlebender Extremisten aus der Gegend, Unterbrechung ihrer Versorgungsroute al-Kâstîlû im N von Aleppo; die meisten Terroristen von Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî wurden getötet oder verletzt, ihre Waffen und Munition zerstört. Vereitelung von IS-Angriffen auf eine Reihe Armee-Posten beim Ğabal aṯ-Ṯarda, and in al-Ğafra und nahe des Dair az-Zaur–Militärflughafens mit Beseitigung von deren aufgerüsteten Fahrzeugen samt Mannschaften. Eliminierung eines IS-Konvois aus elf Tankwagen mit gestohlenem Öl sowie mit Sprengsätzen beladenen Transportern durch gezielte SAAF-Luftschläge im O von as-Suwaidâ´)
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm konstatierte am 7.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, wieder seitens Ğaiš al-Islâm. Die Terroristen attackierten mit selbstgefertigten Sprengsätzen die Siedlung az-Zahrâ´ am Stadtrand von Aleppo, feuerten Mörsergranaten und Raketen auf Stadtteile von Aleppo, Idlib und al-Lâḏaqiyya. Zudem führten IS– und Ğabhatu_n-Nuṣra ihre Angriffe fort. (http://www.sana.sy/?p=402120)
Für Sa., 9.7.2016, hat sich eine fünfköpfige Delegation des EU-Parlaments, angeführt von Javier Couso, Vizepräsident des Committee on Foreign Affairs, zum Besuch in Damaskus angemeldet. Auf dem Programm stehen ein Treffen mit der Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya Ḫalaf ʽAbbâs (s.u.), einer Klinik und eines Aufnahmezentrums [für Binnenflüchtlinge]. http://sana.sy/en/?p=81923) – Bislang hatten Delegationen verschiedener Länder entgegen der Haltung ihrer jeweiligen Regierung Syrien Besuche abgestattet. (vgl.u.)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81897 und http://sana.sy/?p=401763 (Trotz der erklärten Waffenruhe für die ʽÎd al-Fiṭr-Feiertage kann auf die Verteidigung der Bevölkerung vor Angriffen nicht verzichtet werden; solche Handlungen sind auch sonst trotz Waffenstillstandsabkommen legitim wie die Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Ort Manʽûğa im Umkreis von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ, was an Terroristen nicht getötet oder verletzt wurde floh, ihr militärisches Equipment wurde zerstört.)
Nach Bericht des russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 6.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden kam es zu fünf Verstößen seitens Ğaiš al-Islâm. Dessen Kämpfer attackierten erneut Stellungen der Armee im Raum Ost-al-Ġûṭa bei Damaskus. Ğabhatu_n-Nuṣra und ISIS führten ebenfalls ihre Angriffe auf drei Städte der Provinz Aleppo, vier im Rîf Dimašq und je eine in den Provinzen Idlib und al-Lâḏaqiyya mittels Artillerie und Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=81935)
Terroranschläge vom 6.7.2016:
Aus Panzerfäusten verschossene Raketen töteten beim Einschlag in der Siedlung az-Zahrâ´ am Rand von Aleppo zwei Kinder und verwundeten sechs Anwohner. Drei Verletzte wurden zudem aus dem Stadtteil al-Mašâriqa von Aleppo gemeldet. Ergänzung: Raketeneinschläge im Stadtteil Saif ad-Daula hinterließen neben erheblichen Schäden zudem noch drei Tote und 12 Verletzte.
Raketenbeschuß durch Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen, die sich im Dorf aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya verschanzt hatten, beschossen die (neue) Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra nahe des Landwirtschaftsforschungszentrums mit Raketen, richteten zum Glück jedoch „nur“ materiellen Schaden an. (http://sana.sy/en/?p=81882)
Der Präsident wohnte am 6.7.2016 Gebet und Predigt zum ʽÎd al-Fiṭr in der aṣ-Ṣafâ-Moschee in Ḥomṣ bei zusammen mit dem sog. Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, dem Gouverneur der Provinz Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, dem Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid, einer Anzahl islamischer Gelehrter sowie einer Menge Anwohner. In seiner Predigt betonte der als Imâm und Prediger (Ḫaṭīb) fungierende Šaiḫ ʽIṣâm al-Maṣrî, u.a. die Syrer hätten in den letzten Jahren viel zu erdulden gehabt wie schon der auch aus der Bibel bekannte Prophet Josef, doch mit Hilfe von Gott (Allâh) werde auch das überstanden und ganz Syrien vom Terrorismus befreit werden. Wie sich Ḥomṣ wieder aus den Trümmern erhoben habe, werde auch das alltägliche Leben hoffentlich auf den Straßen und Märkten, Moschen und Kirchen (!) ganz Syriens zurückkehren, was der weisen Regierung unter Präsident al-Assad und der heroischen Armee zu verdanken sei, für die er bete. (http://sana.sy/en/?p=81827, http://www.sana.sy/?p=401678)
Der 6.7.2016 gilt in Syrien als nach dem Ende des Fastenmonats als erster Tag des (meist dreitägig begangenen) islamischen Hochfestes ʽÎd al-Fiṭr (Fest des Fastenbrechens)
Das Armeegeneralkommando rief eine gesonderte 72-stündige Waffenruhe für ganz Syrien geltend ab 1.00 Uhr des 6.7.2016 bis Mitternacht des 8.7.2016 aus. (http://sana.sy/en/?p=81889)
Das Pentagon hat erklärt, daß sich die US-geführte Koalition daran nicht gebunden fühle. (http://sptnkne.ws/bCh6), obwohl US-Außenminister Kerry in Tblisi die von der syrischen Regierung ausgerufene Waffenruhe noch ausdrücklich begrüßt hatte. (http://sana.sy/?p=401827)
Eine US-Drohne stürzte in Nord-Syrien nahe aṭ-Ṭabqa (55km westlich von ar-Raqqa) ab, wie das U.S. Air Forces Central Command am Di., 5.7.2016, eingestand. Zuvor hatten dem IS nahestehenden Medien gemeldet, diese sei von den Terroristen abgeschossen worden, die sich in einem Video mit den Wrackteilen zeigten. Dagegen heißt es in der US-Mittteilung, Ursache des Absturzes der MQ-9 Reaper sei ein Kontrollverlust über die Drohne gewesen. (http://sana.sy/en/?p=81838 vom 6.7.2016)
Im Telefonat mit US-Präsident Obama forderte der russische Präsident Putin im Telefonat vom 6.7.2016 erneut, die vor Monaten zugesagte (vgl.u.) Trennung der von US-Seite unterstützten sog. bewaffneten Opposition (MAO) von den Terroristen endlich durchzuführen, um die Bekämpfung der letzteren effektiv gestalten zu können. (http://sana.sy/?p=401885) – Zu den positiven Konsequenzen dieser Verzögerung für die Terroristen in Syrien, dargelegt in verschiedenen Beiträgen, s.u. – Nach Unterzeichnung eines Pakets von Anti-Terror-Gesetzen hat Putin selben Tags zudem nochmals die Notwendigkeit der Schließung sämtlicher Kanäle herausgestellt, durch welche die Terroristen in Syrien umfassende Unterstützung aus dem Ausland erhalten. (http://sana.sy/?p=401935)
Erneut veranlaßten die letzten größeren Attentate die Regierung zu Protesten. In zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicher-heitsratsvorsitzenden forderte das Außenamt zur Umsetzung der UN-Reso-lutionen 2170, 2178, 2199 und 2253, vor allem gegen die weiterhin andauernde Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen aus dem Ausland auf. Deswegen gehörten die Regierungen Saudi-Arabiens, Qaṭars der Türkei wie einiger westlicher Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien und die USA zur Verantwortung gezogen. Sie machten derart sich mitschuldig an den ständigen Attentaten gegen die unschuldigen Bürger des Landes. (http://sana.sy/en/?p=81901 vom 6.7.2016)
Gemäß den Ausführungen des Experten Kevin Barrett vom 7.7.2016, hat es sich beim jüngsten Attentat in Saudi-Arabien kurz vor dem Fastenbrechen um eine false flag-Operation gehandelt, um den als Terroristen-Unterstützer bekannten Staat als Opfer des IS statt dessen Helfer dastehen zu lassen. Hierzu hielt Barrett fest: „The rulers of Saudi Arabia have actually helped foster the creation of Daesh and this whole tendency of extremist ultra-Salafist or Wahhabist kinds of terrorism. In fact Daesh was created as really a weapon against the government of Syria and the government of Iraq” unter hinzusetzung: “biggest source of funding” des wahhâbistischen Terrorismus, dargestellt durch den IS „is in fact Saudi Arabia.“ Im Weiteren s. http://www.veteranstoday.com/2016/07/07/saudi-false-flag/
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81757 und http://sana.sy/?p=401357 (Weiteres Vordringen in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Ausweitung der Kontrolle über das Terrain der Mîdaʽâ Farmen im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften bei Eliminierung terroristischer Fortifikationen samt ihrer Mannschaften etc.. Akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Bewegungen und – Verschanzungen im SW von Tadmur sowie im W von Tal ʽAmrî im NO von Ḥomṣ. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen und –Schlupfnestern mitsamt Kämpfern und Bewaffnung im Bezirk Darʽâ al-Balad und Eliminierung von affiliierten Trupps bei Schanzarbeiten südlich der Elektrizitätskompagnie in Darʽâ. Ausschalten von Ğabhatu_n-Nuṣra–Gruppen zwischen ʽÛfâniyâ und al-Ḥamîdiyya im Gebiet von Abû Šaṭa in der Provinz al-Qunaiṭra; unter den zahlreich getöteten Terroristen befand sich in Bi´r Ağam auch ein Bataillonskommandeur von Liwâ´ Abû Duğâna genannt Ġasân Abû ʽUday aš-Šarʽabî .)
Am 5.7.2016 meldete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße. Wieder beschossen Ğaiš al-Islâm–Extremisten Armeeposten zum Schutz der Städte Ğaubar, Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra mit Mörsergranaten, während Ğabhatu_n-Nuṣra– und IS-Trupps mit Artillerie die Orte Ḥandarât und al-Ḥâḍir sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya von Aleppo, dazu die Städte Ḥutaitat al-Ğaraš, Ḥarastâ al-Qanṭara und al-Baḥâriyya im Rîf Dimašq sowie Dair Tûmâ im Umland von al-Lâḏaqiyya an. (http://sana.sy/en/?p=81824)
Terroranschlag vom 5.7.2016:
Ein mit einem Sprengstoffgürtel ausgestatteter Suizidattentäter sprengte sich im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya von al-Ḥasaka in die Luft, wodurch mindestens 10 Bürger [erhöht auf 16] starben und weitere 27 teils sehr schwer verwundet wurden. Einem weiteren Suizidanschlag fielen zuvor schon vier Passanten zum Opfer, während 15 weitere verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=81803) – Erst am Vortag waren Sprengmittel für eine Reihe von Anschlägen von den Behörden aufgefunden worden (s.u.).
Nach Hinweisen aufmerksamer Bürger entdeckten die Behörden im Stadtteil az-Zuhûr im Zentrum von al-Qâmišlî in der NO-Provinz al-Ḥasaka ein Versteck mit einer Menge an Material für terroristische Anschläge. 18 Sprengstoffgürtel mit Zündern, Batterien, Tretminen und weitere Sprengsätze fanden sich im Flußbett des Ğaġğaġ verborgen, wurden entschärft und abtransportiert. Ermittlungen zum Fund und seiner Bestimmung etc. sind im Gang. (http://sana.sy/en/?p=81732)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81693 und http://www.sana.sy/?p=400929 (Befreiung des Farmengebiets von al-Malâḥ aš-Šamâliyya und eines Teils von al-Malâḥ al-Ğanûbiyya mit Siedlungen nahe al-Lairamûn am nördlichen Stadtrand von Aleppo sowie über al-Maḥâliğ, Sarḥîl, das Polizeigebäude und andere Komplexe im al-Lairamûn-Gebiet nach heftigen Kämpfen mit Trupps von Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî, denen schwere Verluste beigebracht wurden. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf al-Mabʽûğa im NO von Salamiyya, 55km östlich von Ḥamâ; dazu Zerstörung einer IS-Abschußbasis für Mörsergranaten in Abû Hanâyâ (30km östlich Salamiyya) sowie von einem Ğabhatu_n-Nuṣra-Konvoi bedeutend aufgerüsteter Fahrzeuge zusammen mit der Volkswehr auf der Achse Taldara – ar-Ramaliyya, westlich Salamiyyas.)
Wie schon die fast täglichen und meist mehrfachen Terrorakte zeigen und jeweils bei den Anschlägen mit Massenopfern durch die Regierung auch dem UN-Sicherheitsrat mehrfach vorgetragen worden ist, begehen die Anti-Regierungskämpfer in Syrien brutale Verbrechen. Nun stellt auch ein Bericht der bekannten Menschenrechtsorganisation Amnesty International klar, daß jene zuhauf Kriegsverbrechen begehen. Philip Luther, Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms von AI machte deutlich, daß auch die Zivilisten unter der Herrschaft der „Rebellen“ einer „erschreckenden Welle“ von Entführungen, Foltern und Morden ausgesetzt seien. Wörtlich bemerkte er: Viele Zivilisten leben in anhaltender Furcht vor Entführung, wenn sie das Verhalten der herrschenden bewaffneten Gruppen kritisieren oder gegen die strengen Regeln verstoßen, die manche Gruppen verhängt haben“ und fügte an: „Bewaffnete Gruppierungen können in den von ihnen kontrollierten Stadtgebieten in Aleppo und Idlib ohne Furcht vor Strafe Kriegsverbrechen verüben und unbestraft gegen die Normen des humanitären Völkerrechtes verstoßen“. Selbst Rechtsanwälte, Journalisten und Kinder würden willkürlich festgenommen und gefoltert. Die AI-Untersuchungen beschäftigten sich mit fünf in Nord-Syrien agierenden Gruppen: Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî al-Islâmiyya, al-Ğabhatu aš-Šâmiyya (Levante-Front) und Division 16. (http://sptnkne.ws/bB3c), s.a. http://sana.sy/en/?p=81759)
Laut Mitteilung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 4.7.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden vier Verstöße. Ğaiš al-Islâm führte im Rîf Dimašq die Angriffe mittels Mörsergranaten auf Armeepositionen zum Schutz der Orte Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra fort. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra griff weiterhin per Raketen- und Mörsergranatenbeschuß die Städte Ḥutaitat al-Ğaraš, Ḥarastâ al-Qanṭara und al-Baḥâriyya im Umland von Damaskus, al-Fûʽa nördlich von Idlib und den an-Nairab-Airport bei Aleppo an. (http://sana.sy/en/?p=81755)
Terroranschläge vom 4.7.2016:
Wieder wurde von Biniš aus die von Terroristen umzingelte Stadt al-Fûʽa im N von Idlib mit Raketen beschossen, wodurch eine Frau verwundet wurde. (http://sana.sy/en/?p=81719)
Raketen und andere Explosivgeschosse hinterließen in Aleppos Stadtteilen al-ʽAzîziyya, an-Niyâl und der Nil-Straße sechs verletzte Bürger. (http://sana.sy/en/?p=81741)
Mit Dekret Nr.203 des Jahres 2016 gab Präsident Dr. al-Assad die Mitglieder neuen Regierung unter Dr. ing. ʽImâd Muḥammad Dîb Ḫamîs bekannt. Die Liste dieser Mitglieder der neuen Regierung mit weiteren Details (Kurzvitae der Minister) kann eingesehen werden auf: http://sana.sy/en/?p=81673.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81649 und http://www.sana.sy/?p=400554 (Befreiung von Musaiʽîd, al-Mušairifa aš-Šamâliyya und aṣ-Ṣâlihiyya sowie von Rağm aṭ-Ṭawîl, Arḍ Kuraiz und dem Posten 802 östlich von Ğab al-Ğarâḥ in der Provinz Ḥomṣ zusammen mit der Volkswehr nach Eliminierung vieler IS-Mitglieder samt ihrer militärischen Ausrüstung; dazu Zerstörung von IS-Konzentrationen samt aufgrüsteten Fahrzeugen und deren Nachschubrouten bei Ḫunaifîs, ca. 70 km im S von Tadmur durch gezielte Luftschläge der SAAF. und Vernichtung von IS-Schlupfnestern und Konvois bei as-Suḫna, einem der Hauptknotenpunkt des IS für die Kommunikation zwischen den Provinzen Ḥomṣ, Dair az-Zaur und ar-Raqqa 70 km östlich von Tadmur. Zerstörung von zwei IS-Kommandozentren und etlicher Kampfwagen beim aṭ-Ṭabqa-Abzweig, 55 km im W von ar-Raqqa durch die SAAF wie auch bzgl. einer IS-Basis westlich des Dair az-Zaur Militärflughafens bei Ausschaltung eines Großteils des Feindes; dazu Eliminierung von Abschußanlagen für Mörsergranaten am Ğabal aṯ-Ṯarda bei Huwaiğa Ṣakar und eines IS–Trupps am al-Bânûrâmâ-Kriesverkehr im SW of Dair az-Zaur mitsamt deren Bewaffnung. Beseitigung einer IS-Position in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´. Desgleichen in der Nachbarprovinz Darʽâ gegenüber einer Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlung in an-Nuʽaima mit Unterbrechung von deren Versorgungslinie dort zwischen Ṣaida und Umm al-Mayâḏin an der Grenze zu Jordanien; Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps bei Schanzarbeiten östlich der Krankenpflegerschule samt deren Maschinengewehrstellung im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa und von Kampfwagen samt Mannschaft zwischen Buṣrâ aš-Šâm und Ṣamâd; auf sozialen Netzwerkseiten der Terroristen wurde bestätigt, daß unter den Getöteten während einer Explosion in ihrem Hauptquartier auch die sieben Anführer von Liwâ´ al-Muğâhidî Ḥaurân Qâsim as-Sumair, Fâyiz Ṭuwairis, Ḥusâm ʽAbdullaṭîf an-Nâṣir, ʽAṭif Abdullaṭîf an-Nâṣir, Niḍâl aš–Šiblî, Walîd al-ʽUqlâ, ʽAbdul-Karîm an-Nawâs und Ḫâlid Madyan ʽAbdul-Mawla an-Nâṣir waren. – Ebenso wurde auf diese Weise die Liquidierung des saudischen IS-Militärführers Ḥamad Maʽyûf al-ʽAnazî (al-Enazi) alias Abû Duʿāʾ für Ḥomṣ in der Gegend von Ğab al-Ğarâḥ eingestanden sowie via Twitter die des Militäroffiziers ʽAbdalazîz al-ʽAlî von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm im N von al-Lâḏaqiyya.)
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 3.7.2016 vier Verstöße für die vergangenen 24 Stunden. Im Rîf Dimašq griff dabei Ğaiš al-Islâm weiterhin Armeepositionen zum Schutz der Orte Ḥarastâ, ʽArbîn, Dûmâ und Ḥawš al-Fâra mit Artillerie an. Zudem beschoß Ğabhatu_n-Nuṣra wieder Ḥandarât und al-Ḥâḍir im Umfeld von Aleppo, die Siedlung az-Zahrâ´ am Stadtrand der Provinzhauptstadt und deren Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya, dazu die Städte Ḥutaîtat al-Ğaraš, al-Baḥâriyya und al-Bilâliyya im Rîf Dimašq und Rašâ in der Provinz al-Lâḏaqiyya. (http://sana.sy/en/?p=81691)
Terroranschläge vom 3.7.2016:
Die Stadtteile al-Ğamîliyya and Ḥalab al-Ğadîd [Neu-Aleppo] von Aleppo wurden mit Sprengsätzen beschossen, die drei Anwohner verletzten. (http://sana.sy/en/?p=81680)
Die syrische Regierung verurteilte am So., 3.6.2016, in schärfsten Worten das jüngste Attentat in Bagdad und sprach den Opfern (mit besten Wünschen für eine schnelle Genesung), deren Verwandten und dem gesamten irakischen Volk ihr tiefstes Beileid aus. Derlei brutale feige Verberchen zeigten erneut die Notwendigkeit einer gemeinsamen internationalen Terrorismusbekämpfung gemäß dem Völkerrecht ohne doppelte Standards. (http://sana.sy/en/?p=81675)
Am 2.7.2016 kamen Hunderte von Familien im sicheren Bereich des sog. al-Baṭma-Dreiecks östlich von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ an. Sie waren vor dem IS aus ländlichen Gebieten von ar-Raqqa, Dair az-Zaur, Aleppo, Idlib und Ḥomṣ unter Sicherung durch die SAA geflohen, bei welcher sie sich sehr bedankten. Einige sprachen mit den Medien über die Drangsal, die in Gebieten unter IS-Kontrolle herrsche, u.a. müßten die Frauen den Körper vollkommen bedeckende schwarze Kleidung tragen und dürften das Haus nicht mehr verlassen. Die Kinder würden am Schulbesuch gehindert, statt dessen würden sie mit hohen Geldbeträgen dazu verlockt, dem IS beizutreten. Auffällig seien die vielen Ausländer verschiedenster Nationalität beim IS. Besonders schrecklich seien die öffentlichen Auspeitschungen und Enthauptungen. (http://sana.sy/en/?p=81623)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81584 und http://sana.sy/?p=400320 (Vernichtung eines waffenbeladenen IS-Konvois auf der Höhe von Ḫirba Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´ samt Mannschaften; zudem Beseitigung von IS-Ansammlungen um al-Ḥaqaf nahe al-Qaṣr am Rand der Großen Wüste (al-Bâdiyya). Zerstörung einer Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellung südlich der Zanûbiyyâ-Schule und Eliminierung eines Trupps während der Anlage von Fortifikationen östlich der Krankenpflegeschule im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa von Darʽâ .).
Von zwei Verstößen berichtete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 2.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden, ausgeführt erneut durch Ğaiš al-Islâm-Attacken auf Armeeposten zum Schutz von Ğaubar und ʽArbîn im Rîf Dimašq. Außerdem griffen Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps wieder mit Mörsergranaten den an-Nairab Airport bei Aleppo sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya an sowie eine Reihe von Städten im Umkreis von Damaskus und Idlib. (http://sana.sy/en/?p=81653)
Terroranschläge vom 2.7.2016:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen erneut die Stadtteile al-Ḫâlidiyya, al-Maidân und an-Nîl von Aleppo mit Raketen und hinterließen dabei 13 Verletzte und eine Menge Sachschäden. Später brach nach Raketenbeschuß Feuer in der Kirche St. Demetrius im Stadtteil as-Sulaimâniyya aus.
Der Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen führte zu Verletzungen eines Kindes und zweier Erwachsener in al-Qutaifa und ʽAṭma im NO von Damaskus mit Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum wie der Infrastruktur. Ergänzung: Wilder Beschuß aus Maschinengewehren gerichtet auf die von Terroristen eingeschlossene Stadt Kafariyya im N Idlibs hinterließ schließlich zwei Tote und ebenso viele Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=81619)
Hinsichtlich des jüngsten Anschlags im Atatürk-Flughafen von Istanbul verwies Sputnik-News auf Twitter-Mitteilung eines wegen seiner Enthüllungen (leaks) vielgelesenen Bloggers mit dem Nicknamen Fuat Avni Mizah, welcher im Vorfeld des Anschlags mitteilte, daß sich ein solcher genau am späteren Tatort ereignen werde mit der Bemerkung, daß dort „Opfer dargebracht werden“ würden, um „die Aufmerksamkeit von der Normalisierung der Beziehungen mit Israel und Rußland abzulenken“. (http://sptnkne.ws/b962)
Auch er sieht die enge Verbindung des Anschlags mit der – nicht wie in den Mainstream-Medien (MSM) der Vergangenheit zugeordneten sondern aktuell andauernden – vielfältigen Unterstützung für die (nicht nur) in Syrien aktiven Terrorgruppen, insbesondere des IS seitens der türkischen Behörden unter Aufsicht der AKP-Regierung auf Erdogans Geheiß. Die detaillierten und im Einzelnen belegten Darlegungen macht der Blogger auf seinem Twitter-Account und nennt dabei Namen bekannter Politiker im Umfeld von Erdogan wie z.B. den des Leiters des Geheimdienstes MIT, Fidan Hakan (vgl.u.), und genaue türkische Orte (von IS-Trainingslagern, darunter in Uludağ, Tekirdağ, Edirne), in denen schon tausende IS-Terroristen im Kampf geschult wurden. Das Aufnahmezentrum der Muhâğirîn in Istanbul habe sogar schon Abû Bakr al-Baġdâdî besucht und die Behandlung seiner Leute in den dortigen Krankenhäusern bestätigt. Eines sei die Medical Park-Klinik der türkischen First Lady Emine Erdoğan. U.a. eröffnet Avni, daß der IS eine große Anzahl Zentren (gut 70!) zur Anwerbung und Ausbildung von Mitgliedern der IS-Terror-Organisation wie auch militärische Trainingslager besitze, welche unter Aufsicht (gemeint ist dem Begriff nach: tätige Einflußnahme, nicht Bespitzelung!) der türkischen Behörden und ihrer Geheimdienste stünden. AKP-Bürgermeistern seien die jeweiligen Orte der Lager bekannt, an welche sie Mittel zu deren Unterhalt schickten. Dabei dienten etliche öffentliche Einrichtungen, wie z.B. diejenige zur Unterstützung junger Drogensüchtiger im Stadtteil Fâtiḥ von Istanbul, oder private Firmen zur Tarnung. Die Gesellschaft Nachfahren der Osmanen sei z.B. eine der wichtigsten Quellen zum Schutz der Terroristen, die mit der Social Cooperation Association (zur Rekrutierung von Nachwuchsterroristen) zusammenhänge, betrieben von Khalil Ibrahim Yilmaz, einem Verwandten des Innenministers Efkan Ala. Auch von der Beschaffung von Geld, Pässen, falschen Identitäten und zeitweiligen Unterkünften und von v.a.m. ist dort die Rede. Militärische Ausrüstung und Munition mache das Verteidigungsministerium über diverse „Stroh“firmen zugänglich. (http://sana.sy/?p=399826 vom 30.6.2016) – Zu weiteren Details s.u.!
Nachdem sich nach über acht Monaten und etlichen Sanktionen russischerseits gegen die Türkei der türkische Staatspräsident Erdogan für den Abschuß der russischen Suchoi im November 2015 (s.u.) entschuldigt und der russische Präsident Putin darauf positiv reagiert hat, hofft der russische Außenminister Lawrow, es könne nun endlich die Problematik der Grenzsicherung von der Türkei aus angegangen werden, sodaß hierüber nicht ständig Nachschub für die Terroristen in Syrien geliefert wird. In einer Presse-Erklärung in Sotschi im Nachgang der BSEC-Sitzung bemerkte er: „We can specifically discuss everything in the framework of our bilateral dialogue, even the most difficult issues, including the task of preventing the terrorist infiltration into Syria from abroad, the task of preventing the use of Turkish territory in support of terrorist organizations in Syria.” Er ergänzte, daß im Gegensatz zu den USA hier kein Dissens darüber bestehe, welche Gruppe als terroristisch einzuschätzen sei, indem er hinzufügte: „For the most part we have no disagreements on what groups should be considered terrorist”. Die westlicherseits so titulierten „opposition groups” müßten sich nach Standpunkt beider Seiten schnellstmöglich von den Terroristen trennen. (http://sana.sy/en/?p=81511)
Am Freitag war gemeldet worden, daß aufgrund eines technischen Defekts während eines Ausbildungsflugs eine Maschine der SAAF im Osten von Damaskus abgestürzt sei (http://sana.sy/en/?p=81473). – Der Pilot, Oberstleutnant Nawris Ḥassan, hatte sich per Katapultsitz rechtzeitig aus dem Kampfflugzeug gerettet, war jedoch im Gebiet, das von Ğaiš al-Islâm kontrolliert wird, niedergegangen und von den Terroristen ermordet worden, wie das Generalkommando der Streitkräfte am 2.7.2016 mitteilte. Zuvor habe man durch Verhandlungen mittels der Rekonziliierungskomitees bemüht, das Leben des Piloten zu retten, doch vergeblich. Dieses feige Verbrechen zeige erneut, daß sich die Gruppe Ğaiš al-Islâm an keinerlei internationale Abmachungen wie z.B. zum Schutz von Kriegsgefangenen halte und sich als Terrorgruppe erwiesen habe. Es werde nicht ungesühnt bleiben. (http://sana.sy/en/?p=81550) – Am 26.4.2016 hatte Rußland den UN-Sicherheitsrat angerufen, Gruppierungen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf die Liste der Terror-Organisationen zu setzen. Dies wurde jedoch Anfang Juli durch Großbritannien, die USA, Frankreich und die Ukraine verhindert (vgl.u.)
Terroranschläge vom 1.7.2016:
Nach Raketenbeschuß auf die Stadtteile al-Ḫâlidiyya und as-Sabîl von Aleppo blieben ein Toter, fünf Verletzte und erhebliche Schäden zurück. (http://sana.sy/en/?p=81542)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.7.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81453 und http://sana.sy/?p=399948 (Befreiung weiterer Areale zwischen al-Baḥâriyya und al-Maidaʽa im SO von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq zusammen mit der Volkswehr nach heftigen Kämpfen und Verlusten auf Terroristenseite, dazu Zerstörung von deren Fortifikationen im Gebiet. Beseitigung dreier aufgerüsteter IS-Kampfwägen im SO of al-Qaṣr, 40km von as-Suwaidâ´.) – Zerstörung einer Autobombe mit Liquidierung der Suizidterroristen unterwegs zwischen Damaskus – as-Suwaidâ´ nach eingegangenen Information aufmerksamer Bürger aus letzterer Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=81587)
Zu zwei Verstößen kam es laut dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 1.7.2016 für die vergangenen 24 Stunden und zwar durch Ğaiš al-Islâm mit Angriffen per Mörsergranaten auf Militärposten zum Schutz von Ğaubar und ʽArbîn im Rîf Dimašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheiten weiterhin mit Mörsergranaten al-Ḥâḍir, das Ḥandarât–Flüchtlingslager und den an-Nairab Airport bei Aleppo sowie die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya sowie die Orte al-Bilâliyya, Ğaubar, Ḥutaitat al-Ğaraš und al-Baḥâriyya im Rîf Dimašq und die von Terroristen belagerte Stadt al-Fûʽa nördlich von Idlib. (http://sana.sy/en/?p=81575)
Das neueste Interview, welches Präsident Dr. al-Assad einem Journalisten des australischen Senders SBS gegeben hat und u.a. den Beginn der Syrien-Krise, die Beilegung der Flüchtlingskrise wie die Anschuldigungen gegen den Präsidenten betrifft, ist in deutscher Übersetzung nachzulesen bei: https://mephistohinterfragt.wordpress.com/interviews-mit-praesident-dr-al-assad/
Im Interview mit dem australischen Kanal SBS TV, welches am Freitag 12.30 Uhr (Canberra-Ortszeit) ausgestrahlt werden soll, äußert Präsident Dr. al-Assad, in den Verlautbarungen der australischen Staatsbeamten gegenüber Syrien zeige sich ein Verhalten doppelten Standards (vgl.u.) wie es im Westen allgemein zu beobachten sei: einerseits attackierten sie Syrien politisch, andererseits suchten deren Unterhändler im Geheimen die syrische Regierung zu kontaktieren, vor allem hinsichtlich Sicherheitsaspekten. Wörtlich kritisierte er: „They attack us politically, and then they send their officials to deal with us under the table, especially their security officials- including their government.” Er fuhr fort: „All of them do that as they don’t want to upset the US… In fact, most of the Western officials only repeat what the US wants them to say”. (All jene täten so, um nicht die USA zu verärgen … Tatsächlich wiederholten die meisten der westlichen Amtsträger nur, was sie gemäß den USA sagen sollten). (http://sana.sy/en/?p=81393 vom 30.6.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81366 und http://sana.sy/?p=399548 (Präzise effektive SAAF-Luftschläge gegen IS-Konzentrationen im S und O von Tadmur, bei der 3. Ölpumpstation sowie IS-Fortifikationen östlich Ḥuwaisîs, bei Ğabâb Ḥamad und al-Furuqlus, ca. 60km im O von Ḥomṣ. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen samt eines Kommandozentrums südöstlich des Buṣrâ-Platzes in der Provinzhauptstadt Darʽâ sowie Ausöschung von deren Trupps in den Stadtbezirken al-Manšiyya und Darʽâ al-Maḥaṭṭa, auf der Straße zum Staudamm sowie beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp; Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffs auf Militärposten zum Schutz von al-Bağâbağa im Bezirk Darʽâ al-Balad. Vernichtung eines IS-Konvois am Grenzort Abû Šaršûḥ zu Jordanien auf der Straße nach zur Bi´r ar-Ruṣaîʽî im O von as-Su-waidâ´; dazu Beseitigung eines IS-Trupps im O von al-Qaṣr mitsamt dessen militärischen Equipments. Zerstörung von zwei IS-Positionen in den Stadtteilen Ḫasârât, al-Ḥamîdiyya und al-Ḥuwaiqa in Dair az-Zaur in der Morgendämmerung; zudem Bombadierung von 13 aufgerüsteten Kampfwägen des IS mitsamt Mannschaften beim Ğabal aṯ-Ṯarda und al-Buġailiyya in akkuraten SAAF-Einsätzen sowie von drei IS-Fortifikationen in aṯ-Ṯarda und al-Ğafra.).
Gemäß Meldung des russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 30.3.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu drei Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm-Trupps mittels Mörsergranatenbeschuß auf Armeeposten zum Schutz der Orte ʽArbîn und Ğaubar. Außerdem feuerten die Terroristen auf einen UN-Konvoi mit Hilfsgütern im Ostteil des damaszener Vororts Ḥarastâ, wobei ein Fahrer lebensgefährlich verletzt wurde. Zudem beschossen Ğabhatu_n-Nuṣra–Extremisten weiterhin die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya und al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Airport, dazu sieben Städte im Rîf Dimašq und eine in der Provinz Idlib. (http://sana.sy/en/?p=81455)
Terroranschläge vom 30.6.2016:
Drei Bürger wurden am 30.6.2016 verletzt infolge des Beschusses mit Raketen auf den Stadtteil al-Mûgâmbû von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=81414)
Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Raketenbeschusses des damaszener Vororts Ḥarastâ hinterließen sechs Verletzte, darunter ein Kind) und erhebliche Schäden u.a. am getroffenen Klinikum. (http://sana.sy/?p=399723)
Für etliche türkische Oppositionspolitiker ist klar, daß aufgrund der zahlreichen Beweise und zusamengetragenen Dokumente, welche die umfangreiche Unterstützung und Förderung der Terroristen in Syrien (s.u.) durch die AKP-Regierung belegen, die Ausführenden des Attentats in Istanbul dieselben sind wie in Syrien. Ohne das Wegsehen der türkischen Behörden auf Geheiß hätte es nicht zu den gehabten Anschlägen kommen können. In dieser hinsicht äußerten sich z.B. MP Eren Erdem und Ex-MP Hüseyin Îğûn [?] von der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Okuyan vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Türkei oder Selahattin Demirtaş von der Demokratischen Volkspartei (HDP). Seiner Ansicht nach, habe die Regierung alle möglichen Verbrechen begangen und vergieße das Blut ihrer Bürger, um ihre Macht und Autorität zu stärken. (http://www.sana.sy/?p=399178 vom 29.6.2016) – Zu Eren Erdem s.a. Turkish MP Reveals Activity of 5 ISIL Cells in Istanbul (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950329000537) – Zur andauernden Hilfeleistung seitens der AKP-Regierung für den IS im Zusammenhang mit dem Anschlag in Istanbul s.a. http://www.nytimes.com/2016/06/30/world/middleeast/turkey-a-conduit-for-fighters-joining-isis-begins-to-feel-its-wrath.html?_r=0
Während einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault am 29.6.2016 konstatierte der russische Außenminister Lawrow, daß sich nach wie vor die sog. moderaten Oppositionellen unter den Mitgliedern von Ğabhatu_n-Nuṣra in deren Gebiet aufhielten. Daß die US-Regierung ihrer eingegangenen Verpflichtung, erstere von letzteren zu trennen, immer noch nicht nachgekommen sei, damit die russische Luftwaffe sie endlich bekämpfen könne (vgl.u.), erscheine als Schutz für letztere. Ğabhatu_n-Nuṣra sei dadurch in der Lage gewesen, sich mit mehr Waffen, Geldmitteln und militärischer Ausrüstung zu versorgen und ihre Position zu stärken. Daher forderte er erneut (vgl.u.) die US- und europäischen Kräfte auf, die Trennung beider Gruppen durchzuführen, ansonsten entstehe der Eindruck, man ziele gerade mit der Hinhaltetaktik auf das Erstarken von Ğabhatu_n-Nuṣra ab, was eine Verletzung der entsprechenden UN-Resolutionen bedeute.
Hinsichtlich der Weiterführung der innersyrischen Gespräche zwecks einer politischen Lösung der Syrienkrise stellte er klar, daß die syrische Opposition als solche, mit der Rußland zusammenarbeite, konstruktive, tragfähige Vorschläge vorgebracht habe und zur Kooperation bereit sei im Gegensatz zur ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe (d.i. HNC), die nur durch Provokationen auffalle, welche den innersyrischen Dialog in Genf behinderten. Daher rief er den UN-Gesandten für Syrien Staffan de Mistura dazu auf, sich nicht nach der nicht konstruktiven Positionen gewisser Oppositionsgruppen zu richten, sondern die Gespräche in Genf mit jenen Gruppen aufzunehmen, welche willens und bereit dazu seien. (http://sana.sy/en/?p=81348)
Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 29.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße – allesamt begangen von Ğaiš al-Islâm gegen Armeepositionen mittels Mörsergranatenbeschuß in Ḥutaitat al-Ğarš, Ḥarastâ, Ğaubar u.a. Arealen des Rîf Dimašq. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra wieder den an-Nairab Airport, die Stadt Ḥandarât nahe Aleppo sowie die Stadtteile al-Maidân, az-Zahrâ´ und aš-Šaiḫ Maqṣûd davon wie auch eine Anzahl von Städten in den Provinzen von Idlib, al-Lâḏaqiyya und im Rîf Dimašq. – Zudem bestätigte der Zentrumsleiter Generalleutnant Sergei Kuryalenko die Meldung (s.u.!), daß Ğabhatu_n-Nuṣra erst eine Lieferung moderner schlagkräftiger Waffensystemen wie z.B. Panzer, Panzerfäuste und zum Abschuß von Flugzeugen geeignete Marschflugkörper aus der Türkei erhalten habe neben einem ansehnlichen Söldnernachschub. (http://sana.sy/en/?p=81257 und http://sana.sy/en/?p=81364) – Daher forderte auch Vize-Außenminister Gennadi Gatilow während der ISSG-Sitzung zum wiederholten Mal (vgl.u.) im Namen der russischen Regierung, die Grenze der Türkei zu Syrien zu schließen, um diesem Nachschub für die Terroristen in Syrien zu wehren. (http://www.sana.sy/?p=399189)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81261 und http://www.sana.sy/?p=399080 (Präzise effektive Luftschläge gegen drei IS-Stellungen in aṯ-Ṯarda und östlich von al-Ğafra im O von Dair az-Zaur. Desgleichen gegen IS-Positionen südlich von Tadmur und um Maḥasa in der Provinz Ḥomṣ. Eliminierung von Waffen- und Munitionstransporten der Terroristen im SO der Zanûbiyyâ-Schule in den Außenbereichen von Darʽâ al-Maḥaṭṭa in der Provinzhauptstadt Darʽâ wie von Verschanzungen und Schützenposten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten bei der Elektrizitätsgesellschaft und Ḫazân al-Karak. Unter zahlreich getöteten Terroristen – Liwâ´ Tawḥîd al-Ğanûb und Ǧaiš al-Yarmûk. – der letzten zwei Tagen fand sich auch der Anführer von Liwâ´ Tawḥîd al-Ğanûb Saʽîd al-Musâlima)
Terroranschläge vom 29.6.2016:
Eine Autobombenexplosion im Zentrum von Tal Abyaḍ, ca. 100km im N von ar-Raqqa, forderte bislang das Leben von sieben Bürgern und verwundete – teils lebensgefährlich – 25 Personen. Dazu wurden erhebliche Schäden angerichtet, u.a. an den umliegenden Häusern wie dem Gebäude des Teachers Syndicate. (http://sana.sy/en/?p=81304)
Auch im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo wurden 12 Personen, darunter fünf Kinder durch erneuten Raketenbeschuß verletzt bei entsprechenden materiellen Schäden. (http://sana.sy/?p=399485)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81159 und http://www.sana.sy/?p=398679 (Be- freiung des Areals entlang der Achse Bâlâ – Ğisrîn in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq nach heftigen Kämpfen mit den dort (vgl.u.) aktiven Terroristen, die schwere Verluste an Kämpfern, Fortifikationen, Waffen und Ausrüstung erlitten; technische Mannschaften durchkämmten das Gebiet und demontierten die zahlreich hinterlassene Sprengfallen; dabei wurde bei den Farmen östlich von Ğisrîn ein großflächiges System aus Tunneln und Schützengräben entdeckt, das den Terroristen für Angriffe auf die umliegenden Gebiete und Orte diente. Auf der Linie Darʽâ – Ṭafas in der südlichen Provinz Darʽâ wurde eine Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheit in einen Hinterhalt gelockt und niedergemacht. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten auf Militärposten zum Schutz des Naḥšabâ-Areals im N-Umland von al-Lâḏaqiyya mit Eliminierung eines Großteils der Feinde samt Bewaffnung etc.; unter den Getöteten fanden sich nach Bestätigung durch die sozialen Netzwerke der Terroristen der Feldkommandant von Ğabhatu_n-Nuṣra genannt Abû Hâğir al-Binišî (d.h. er stammt aus dem Ort, von welchem aus die Angriffe auf al-Fûʽa etc. geführt werden, vgl.u.) und der Militäroffizier der Ağnâd al-Qawqâz (d.h. aus dem Kaukasus!) mit dem Kampfnamen Âdam aš-Šîšânî [d.h.: der Tschetschene]. Beseitigung eines IS-Trupps in al-Qaṣr, ca. 40km im NO von as-Suwaidâ´. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf SAA-Stellungen rund um den Ğabal aṯ-Ṯarda südlich von Dair az-Zaur unter bedeutenden Feindverlusten.)
Wie Anwohner berichteten, plünderten Terroristentrupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra Ausstattung und Lagerbestände des Kraftwerks in Zaizûn und schmuggelten das Erbeutete über Orte im SW von Idlib allesamt in die Türkei. Demnach hatten etliche Bewohner aus der Gegend von Ğisr aš-Šuġûr jeweils via Telefon mitgeteilt, sie hätten die Extremisten beobachtet und auch Aufnahmen davon gemacht, wie sie mit schwerem Gerät, Kränen und LKW beladen mit Maschinen und anderem Equipment angerückt seien, das sie zum Abbau der Ausstattung des Kraftwerks wie z.B. des riesigen Dampfkessels und dessen Abtransport gen Türkei nutzten. Den Beobachtern gemäß mußten die Terroristen für die regelgerechte Demontage Spezialisten geordert haben. Ein Angestellter des Kraftwerks informierte darüber, die Beschäftigten seien nach heftigen Angriffen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten allesamt von dort sicherheitshalber evakuiert worden. (http://sana.sy/en/?p=81210 vom 28.6.2016)
Alexander Zorin, der russische Repräsentant der Ceasefire Task Force innerhalb der International Syria Support Group (ISSG) eröffnete die Tatsache, daß – wie russischerseits schon zuvor gewarnt (vgl.u.) – Ğabhatu_n-Nuṣra die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe u.a. dazu nutze, sich mit modernen schlag-kräftigen Waffensystemen wie z.B. Panzern, Panzerfäusten und zum Abschuß von Flugzeugen geeigneten Marschflugkörpern auszustatten. Derzeit erwarte die Terrrorgruppe eine bestellte Lieferung von „a state on the N-Syria border” mit Bezug auf die Türkei. Schließlich erinnerte Zorin an die UNSC-Resolutionen, welche die Unterstützung wie Finanzierung von Terroristen untersagen und daß die Türkei dies ignoriere. Daher rief er die ISSG-Teilnehmer auf, Druck auf Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auszuüben, einen geplanten Angriff auf einen dem russischen Geheimdienst bekannten Ort in Nord-Syrien zu unternehmen. (http://sana.sy/en/?p=81163 vom 28.6.2016)
Terroranschläge vom 28.6.2016:
Eine Attacke mit Raketen auf die Nil-Straße wie die Stadtteile al-Ḫâlidiyya und al-Ḥamadâniyya in Aleppo, wobei ein Bürger zu Tode kam und weitere vier verwundet wurden. Die Sachschäden insbesondere an Wohnhäusern sind beträchtlich.
Ergänzung: Der erneute Beschuß der Verwaltungskapitale al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra mit Raketen durch Ğabhatu_n-Nuṣra führte zum Glück zu keinen Personenbeeinträchtugungen, jedoch zu beträchtlichen Schäden, u.a. beim Gouvernementgebäude, dem Elektrizitätskonverter etc. (http://sana.sy/en/?p=81180)
Nach Auskunft des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka vom 27.6.2016, wird die Tschechische Republik Syrien an humanitärer Hilfe und Unterstützung für die weitere Entwicklung im Jahr 2016 und die kommenden drei Jahre 195 Millionen Kronen, umgerechnet 7,8 Millionen US-$ bereitstellen. Dazu bemerkte er noch: „The Czech Republic will enhance diplomatic and economic relations with Syria during the coming years”. (http://sana.sy/en/?p=81119)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=81092 und http://sana.sy/?p=398278 (Be- seitigung von IS-Ansammlungen durch effektive akkurate Luftschläge im Umkreis des Šâʽir–Ölfelds ca. 52 km im NW von Tadmur im Osteil der Provinz Ḥomṣ wie auch in Ḥuwaisîs ca. 73km im O von Ḥomṣ mitsamt deren Fortifikationen, Waffen und Munition. Desgleichen gegen IS-Positionen östlich von Iṯriyâ in der Provinz Ḥamâ. Eliminierung von Affiliierten von Ğabha- tu_n-Nuṣra im Umfeld des al-Baḥâr-Friedhofs im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ wie auch im SO der Ṣaidâ-Teppichfabrik im al-Muḫayam-Stadtteil, wo die terroristen gerade dabei waren, Fortifikationen zu erstellen.)
Laut Mitteilung des russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 27.3.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu drei Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm-Angriffe mit Mörsergranaten auf Armee-Stellungen. – Anwohner informierten das Zentrum zudem darüber, daß zusätzlich zu Söldner-Nachschub für Ğabhatu_n-Nuṣra eine Menge schwerer Waffen aus der Türkei bei der Terrororganisation angekommen sei. (http://sana.sy/en/?p=81128)
Terroranschläge vom 27.6.2016:
Erneut beschossen Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich am Montag in aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya und al-Ḥamîdiyya verschanzt hatten, mit Raketen al-Baʽṯ und Ḫân Arnaba im Umland von al-Qunaiṭra, verfehlten zum Glück jedoch Menschen, richteten aber beträchtliche Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=81085)
In einem Interview vom So., 26.6.2016, informierte Ayhan Bilgen, Sprecher der türkischen Demokratischen Volkspartei (HDP) im syrischen Fernsehen, darüber, daß die AKP-Regierung schon seit Beginn der Syrienkrise Waffen mittels Ambulanzwägen an die Terroristen nach Syrien geliefert habe. Auch würden Terroristen in türkischen Camps ausgebildet, um dann in Syrien gegen die regieurng zu kämpfen und unschuldige Bürger niederzumetzeln, verletzt kehrten sie dann wieder in die Türkei zur Behandlung zurück. Damit stelle die türkische Regierung eine Hauptursache für die Kriegszustände in Syrien dar. – Ferner sei damit die AKP-Regierung für die Instabilität im eigenen Land verantwortlich und versuche, die HDP aus dem Parlament zu drängen und zu liquidieren. Im SO der Türkei lasse die Regierung durch Artilleriebeschuß Städte zerstören unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung, was angesichts der Tatsachen völlig unglaubwürdig sei. Die Politik der Destabilisierung der Region seitens der AKP-Regierung sei völlig verfehlt. Sie habe sich grenzenlos in syrische innere Belange eingemischt, die Terroristen dort unterstützt und sie ungehindert nach Syrien einströmen lassen. Schließlich rief er die AKP-Regierung dazu auf, endlich mit der Unterstützung von Terrororganisationen wie des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdul-Ḥamîd aufzuhören und stattdessen den innersyrischen Dialog zu unterstützen. (http://sana.sy/en/?p=81071)
Einem Artikel der The New York Times gemäß sei das Ziel der Syriengegner, nämlich der Sturz von Präsident Dr. al-Assad, zumindest was die Waffenlieferungen durch die CIA und Saudi Arabien an die hierfür aus Jordanien nach Syrien eingeschleusten Söldner und syrischen Extremisten angehe, verfehlt worden. Massiert verhökerten jordanische Militärs die US-Waffen auf Schwarzmärkten, wo sie im Wert von mehreren Millionen US-Dollar aufgetaucht seien. Dies hatten schon von Zuhause gekidnappte SAA-Offiziere nach ihrer geglückten Flucht aus jordanischer Gefangenschaft im Interview mitgeteilt hatten (vgl. Teil III, Eintrag zum 26.6.2015). (http://sptnkne.ws/b8wn)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80932 und http://sana.sy/?p=397784 (Befreiung von ar-Ramaliyya im S von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ samt sämtlicher umgebender Anhöhen im Zusammenwirken mit den Volkswehrkräften nach Beseitigung der letzten terroristischen Gruppierungen Ğabhatu_n-Nuṣra, die gut 60 Mann verloren. Zuvor hatten Armee- und Volkswehrkräfte einen Angriffsversuch der Terrorgruppen Ǧaiš at-Tauḥîd, Ğund Badr 313, Anṣâr aš-Šarîʽa und Failaq Ḥimṣ auf das Dorf vereitelt und dabei dem feind hohe Verluste beigebracht: unter den Getöteten befand sich auch der sog. Amîr al-Anġamâsiyîn von Failaq Ḥimṣ, auch bekannt als Asmar al-Wazîr [der – von der Hautfarbe her – schwarze Minister]. Eliminierung von IS-Ansammlungen samt aufgerüsteten Kampfwägen im Gebiet um das Šâʽir-Ölfeld, ca. 52 km im NW von Tadmur sowie von Mörsern und Artilleriestellungen nahe Ḥuwaisîs und östlich Ğab al-Ğarâḥ, ca. 73 km im O der Stadt Ḥomṣ. Erfolgreiche Operation gegen Ğabhatu_n-Nuṣra auch östlich von Darʽâ auf deren Konvoi zwischen Umm al-Mayâḏin und an-Nuʽaima, 10km östlich der Provinzhauptstadt. – Umm al-Mayâḏin nahe der syrisch-jordanischen Grenze gilt als Sammelpunkt des von Jordanien her eingedrungenen Söldner-Nachschubs für die Terroristen. Zerstörung einer Raketenabschußanlage in Masḥara, 12km im O von al-Qunaiṭra sowie eines Bulldozers für Fortifikationen mit Tötung der Bedienmannschaften in al-Ḥamîdiyya im N von al-Qunaiṭra. – Masḥara sei ein Terroristen-Versorgungspunkt zwischen den Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra. Präzise effektive Luftschläge am Morgen gegen zwei IS-Hauptquartiere im O und SO von Dair az-Zaur und IS-Konvois im Umkreis des Ğabal aṯ-Ṯarda, von al-Muraiʽiyya und im Gebiet von aṭ-Ṭâbiyya und aš-Šâmiyya.)

Präsident Dr. al-Assad beim Ifṭar zusammen mit Soldaten hinter der Front in Ost-al-Ġûṭa am 26.6.2015
Wie vor einigen Wochen zugesagt, schickte der tschetschenische Präsident Kadyrow 10.000 Esssenspakete unter dem Motto „Mit Liebe aus Tschetschenien für Syrien“ zur Verteilung während des Ramaḍân nach Syrien., wo sie die zuständige am Sonntag auslieferte. (http://sana.sy/en/?p=80997) – Nicht nur während des Ramaḍân werden in Syrien ständig Essensausgaben für Bedürftige organisiert.
Trotz der ständigen IS-Attacken vermochten es die Reparaturtrupps, die von den Terroristen im Januar 2015 zerstörten Überlandleitungen an optischen Faserkabeln im schwer umkämpften Osten der Provinz Dair az-Zaur und damit die Kommunikations- und Internetverbindung wiederherzustellen, nachdem der Mobilfunkverkehr bereits wieder ab März 2015 funktionierte. „National and international communications are now back in service in Deir Ezzor city“ konnte der Telekom-Chef der Provinzhauptstadt vermelden sowie: „equipment necessary for operating the services has been installed at the Communications Center in the city and the network has been connected with the provinces.“ (http://sana.sy/en/?p=80969)
Anläßlich des International Day against Drug Abuse and Illicit Trafficking am So., 26.6.2016, konstatierte Generalmajor Muḥammad aš-Šaʽâr, Innenminister der amtierenden Übergangsregierung und Präsident des Nationalen Komitees für Drogenangelegenheiten in seiner Rede: „Syria is clean of drugs planting, manufacturing and marketing and is still at the forefront of drugs-free countries that do not have an alarming problem with drugs.“ Allerdings sei Syrien geographisch gesehen als klassisches Transitland dennoch betroffen vom Drogenhandel, dem es als Unterzeichner sämtlicher internationaler Verein-barungen zur Bekämpfung desselben, mit allen Kräften entgegenarbeite. Außerdem verwies er darauf, daß die in Syrien ihr Unwesen treibenden Terroristen die Drogen zur Gehirnwäsche ihrer Anhänger und als Anreiz zum Kämpfen [vgl. Captagon, Haschisch!] nutzten. Zum Jahresbericht s. http://sana.sy/en/?p=80982
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm beobachtete laut Bekanntgabe vom 26.3.2016 für die letzten 24 Stunden vier Verstöße im Rîf Dimašq durch Ğaiš al-Islâm mit selbstgebauten Mörsergranaten und Artillerie. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra beschoß wieder die Stadt Ḥandarât und den an-Nairab-Airport im Umland von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=81075)
Ein interessanter Beitrag zur Situation in Syrien: Luftschutzkeller statt Klassen-zimmer: heutige Schulen in Syrien.
Terroranschläge vom 26.6.2016:
Raketenbeschuß auf den Stadtteil Saif ad-Dawla und die Nil-Straße in Aleppo führten zum Tod eines Anwohners und zwei Verletzten (http://sana.sy/?p=397832) – Ergänzung: Der weitere Beschuß, in den auch der Stadtteil al-Mûgâmbû einbezogen wurde, ließ die Opferzahl schließlich auf vier Tote und sechs Verletzte bei erheblichen Sachschäden ansteigen. (http://sana.sy/en/?p=80941)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80869 und http://www.sana.sy/?p=397558 (Zerstörung von von zwei Hauptquartieren des IS mit Mannschaften, Waffen und militärischer Ausrüstung durch präzise Luftschläge um den Ğabal aṯ-Ṯarda im S von Dair az-Zaur. Desgleichen bzgl. gepanzerter aufgerüsteter IS-Fahrzeuge südlich aṭ-Ṭabqa, 55km westlich von ar-Raqqa. Eliminierung von IS-Schlupfnestern mitsamt etlicher Terroristen in Talat ar-Râsiyya al-Ḥamrâ in der Provinz Ḥamâ sowie eines Munitionsdepots bei Madâğin al-Fârûq im O von al-Mufakir. Kontrolle ausgedehnt über die Farmen von az-Zahriyya und Ambûrî im O von Salamiyya nach Beseitigung letzter Verstecke der IS-Terroristen mitsamt deren militärischem Equipment. – Nach eingehender Überwachung zudem Aushebung einer in einen Hinterhalt gelockten Terrorzelle, verantwortlich für Überfälle mit Raub und Kidnapping, unterwegs von Maḥarda und Dair Šumail.)
Terroranschläge vom 25.6.2016:
Ein kleines Mädchen kam durch den Beschuß mit Raketen auf die von Terroristen umstellte Stadt al-Fûʽa nördlich von Idlib ums Leben. Weitere zwei Kinder und drei Erwachsene wurden verletzt durch die im benachbarten Biniš verschanzten Terroristen, die zudem schwere Schäden an der Infrastruktur, an wohngebäuden etc. anrichteten. (http://sana.sy/en/?p=80885)
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 24.3.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=80879)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80858 und http://www.sana.sy/?p=397501 (Eliminierung eines IS-Konvois im O von as-Suwaidâ´ bestehend aus neun Tankern mit gestohlenem Öl von den Fördergebieten in der Großen syrischen Wüste (al-Bâdiyya) und drei aufgerüsteten Allradfahrzeugen samt Mannschaften. Beseitigung von Terroristentrupps im Ostteil der Ḥamâ-Provinz in al-Malûlaḥ im Gebiet von al-Ḥamrâ´; unter den zahlreich Getöteten befanden sich auch Muḍar al-Qâdirî and Ayman ʽAbdalkarîm)
Terroranschlag vom 24.6.2016:
Beim vorbeifahren explodierte ein am Rand der Hauptstraße nach Rumailân angebrachter Sprengsatz in der Stadt Ğawâdiyya im nördlichen Rîf al-Ḥasaka. Zum Glück kam es zu keiner Beeinträchtigung von Menschen, jedoch zu erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/?p=397393)
Ergänzungen:
Der Beschuß des Areals der ar-Raḥmân-Moschee im Stadtteil as-Sabîl von Aleppo mit Raketen während die Gläubigen nach dem Freitagsgebet aus dem Gebäude strömten, führte zu einem Toten, sechs Verletzten und materiellen Schäden. Nachmittags war der Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd Ziel von Raketen, die sieben Bewohner verletzten und Schäden verursachten.
In Burkat al-Dam im Saʽsaʽ-Gebiet südwestlich von Damaskus wurden vier Kinder Opfer von Raketenangriffen, sieben Frauen und Ältere wurden verwundet.
Im Ostteil der Provinz Darʽâ verschanzte Terroristen beschossen die Dörfer Bard, al-Muğaimar und Tal al-Kalma im SW von as-Suwaidâ´ mit Mörsergranaten und verwundeten so am Abend acht Menschen. (http://sana.sy/en/?p=80841)
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 24.3.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=80879)
Das russische Verteidigungsministerium hat nach Mitteilung von Pressesprecher Generalmajor Igor Konaschenkow vom Do., 23.6.2016, erneut gefälschte Meldungen zugunsten des IS ausgemacht. Die die vom IS kontrollierte (!) Nachrichtenagentur ʽAmâq wie eine Anzahl ukrainischer Webseiten und wieder einmal SOHR hatten Photos angeblich in der Provinz ar-Raqqa ums Leben gekommener russischer Soldaten veröffentlicht. Dazu kommentierte Konaschenkow: „Alle Soldaten, deren Fotos durch die Terrormiliz ,Islamischer Staat‘, ihre ukrainischen ,Freunde‘ sowie die Londoner ,Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ veröffentlicht worden sind, sind gesund und munter. Sie halten sich in ihren Garnisonen auf“ und setzte hinzu: „Es entsteht die einzige Frage: Auf welche Weise wurden die Fotos beinahe gleichzeitig auf der Webseite des ,Islamischen Staates‘ und denen der Gruppen ukrainischer Propagandisten veröffentlicht, die gegenüber Russland geifern?“ (http://sptnkne.ws/b7n6 ,http://sana.sy/en/?p=80823)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80785 und http://sana.sy/?p=396975 (Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Ansammlungen und Infiltrationsversuche südlich von aṭ-Ṭabqa im W von ar-Raqqa mit Zerstörung von deren aufgerüsteten Panzerwagen sammt Mannschaften. Bei den Gefechten in Zaitân südlich Aleppos fand sich unter den zahlreich Getöteten – bestätigt durch Webseiten der Terroristen – auch der Militärführer Samîr Šartaḥ genannt Abû Muḥammad Kafarûmâ von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, einem der vielen al-Qāʿida-Ableger.).
Drei Verstöße meldete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 23.3.2016 für die letzten 24 Stunden, durchgeführt von Ğaiš al-Islâm mit Mörsergranaten gegen eine Anzahl von Militärposten zum Schutz von Ḥutaita al-Ğaraš, Ḥarastâ und al-Qaisâ im Rîf Dimašq. Dazu kamen wieder Angriffe seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport im Umland wie die Stadtteile al-Ḫâlidiyya, az-Zahrâ´, aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo. – Humanitäre Hilfe wurde geliefert an Städte im Rîf von Aleppo und Ḥamâ wie per Abwurf aus der Luft nach Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=80828, http://sana.sy/?p=397286)
In Maṣyâf im N der Provinz Ḥamâ gelang einer Patrouille der Behörden das Aufspüren mit Verhaftung der Mitglieder einer terroristischen Zelle samt ihres Depots an Waffen und Munition, die für Terrorgruppen der Gegend geschmuggelt wurden. Unter dem konfiszierten Gut befanden sich ein Transporter mit thermal gesteuerten Raketen, Automatikschußwaffen, Panzerfäusten und verschiedenartiger Munition. (http://sana.sy/en/?p=80782 vom 23.6.2016)
Am Do., 23.6.2016, wiederholte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa während eines Kurzbriefings, wie notwendig die Schließung der türkisch-syrischen Grenze sei, um ein weiteres Einströmen von Waffen, Munition, Söldnern etc. von der Türkei her zu unterbinden. Dazu bemerkte sie: The situation on the border between Syria and Turkey is not just complicated, but extremely unfavorable. That situation remains a source of continued tensions due to continued infiltrations by militants from Turkey and the delivery of weapons and ammunition for terrorist groups operating in Syria.” und fügte an: „It is important to ensure the Syrian-Turkish border should be tightly sealed to stop all illegal weapons deliveries and the traffic of militants, who join terrorist forces, just as it is stated in the UN Security Council resolutions”. (http://sana.sy/en/?p=80821)
Terroranschläge vom 23.6.2016:
Einem neuerlichen Beschuß mit Raketen fielen im Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie in der Nilstraße in Aleppo vier Bewohner zum Opfer, vier weitere wurden verwundet bei entsprechendem Sachschaden an öffentlichem und privatem Gut. (http://sana.sy/en/?p=80772)
Die Behörden von Ḥamâ konnten am 23.6.2016 erneut einen immensen Waffen-und Munitionstransport aus dem Verkehr ziehen und sicherstellen. (http://sana.sy/en/?p=80782)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80696 und http://sana.sy/?p=396643 (Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Bewegungen auf den Verbindungsstraßen aṭ-Ṭabqa – Anbâğ und Anbâğ – Abû al-ʽAlâğ sowie im SW von az-Zakiyya im W-Umland von ar-Raqqa mit Beseitigung einer Reihe Kämpfer samt Kampfwägen und militärischer Ausrüstung. Eliminierung von Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Darʽâ al-Balad-Bezirk von Darʽâ.).
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm verzeichnete am 22.3.2016 für die letzten 24 Stunden sieben Verstöße, ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm, desen Anhänger mit unterschiedlichster Artilleriemunition eine Anzahl von Militärposten zum Schutz von sieben Städten im Rîf Dimašq angriffen. Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra setzten ihre Attacken auf Städte im Umland von Damaskus, Aleppo, Idlib, Ḥamâ und Darʽâ fort. (http://sana.sy/en/?p=80755)
Während des traditionellen Treffens des Präsidenten mit islamischen Gelehrten im Ramaḍân am 22.6.2016, dem auch der Minister für religiöse Stiftungen [auqâf] wie der Großmuftî beiwohnten, fokussierte Dr. al-Assad seine Ansprache auf die Notwendigkeit, die Gesellschaft vor Gefahr (islamischen) Extremismusses und Fanatismusses zu schützen. Hierzu bedürfe es einer ständigen Wachsamkeit der Gesitlichkeit wie in der Bevölkerung, insbesondere was die jüngere Generation betreffe. Intellektualität und Analyse statt Indoktrination zeigten dabei den Weg. Die Gelehrten erkannten ihrerseits die Bedeutung des Kampfes gegen terroristisches und extremistisches Gedankengut an wie die von Offenheit und Moderatheit in der Religion. (http://sana.sy/en/?p=80744)
Am Mi., 22.6.2016, beauftragte Präsident Dr. al-Assad dem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Procedere gemäß Energie-Minister Ing. ʽImâd Muḥammad Dîb Ḫamîs (Imad Khamis) nach den letzten Parlamentswahlen (vgl.u.) mit der Regierungsbildung per Dekret Nr.187 für das Jahr 2016. (http://sana.sy/en/?p=80720). Minister ʽAlî Ḥaidar erläuterte dazu im Interview mit Sputnik News: „Der Auftrag zur Regierungsbildung eröffnet Parteien, politischen Kräften und einzelne Personen, die ihre Programme vorstellen können“. (http://sptnkne.ws/b6GG) Je eine Kurzvita des o.e. Ministers in Englisch und Arabisch findet sich bei den SANA-Artikeln.
Während der diesjährigen Herzliya Konferenz erklärte der Leiter des israelischen Militärischen Nachrichtendienstes Aman, Herzi HaLewi, Israel werde alles in seiner Möglichkeit stehende tun, damit die syrische Armee nicht den IS besiege.
Über die Verbindungen israelischen Militärs zu Ğabhatu_n-Nuṣra im Süden des Landes hatte die Regierung dem UN-Sicherheitsrat schon wiederholt Belege zukommen lassen (vgl.u.), ebenso wie über die Hospitalisierung in Syrien verwundeter Terroristen in israelischen Kliniken „zur gesicherten Fortsetzung des Krieges gegen die syrische arabische Armee“ und über wiederholte Funde von Waffen und militärischer Ausrüstung aus israelischer Produktion in von der SAA zurückeroberten Terroristenrückzugsorten, z.B. an den Fronten von al-Quṣair, Dârayâ, in den Gebieten Ost-al-Ġûṭas im Rîf [Umland] von Damaskus und Aleppo. Zudem bestünden engere Beziehungen zur sog. FSA (zu jener vgl.u.). (http://www.sana.sy/?p=396881 vom 22.6.2016)
Seit Beginn der Kriegssituation in Syrien sind gemäß Recherchen der Menschenrechtsgrupe Aktivitäten für palästinensische Flüchtlinge in Syrien 3263 nach Syrien geflüchteter Palästinenser [durch die terroristischen Aktivitäten] getötet worden vor allem im Flüchtlingslager Yarmûk (Stadtteil von Damaskus unter Terrroristenkontrolle!), und denen von Aleppo und Darʽâ. Aufgeschlüsselt ergab sich folgendes Bild: 1081 Palästinenser kamen durch Beschuß ihrer Häuser um, 719 bei Kämpfen, 447 durch Folter, 293 durch Scharfschützen, 187 durch Umzingelung des Yarmuk-Flüchtlingslagers, die restlichen bei Entführungen und Anschlägen. Desweiteren teilte die Menschenrechtsgrupe mit, es seien rund 71 000 palästinensischer Flüchtlinge nach Europa unterwegs, v.a. nach Schweden, der BRD, den Niederlanden, Österreich, Norwegen und Dänemark. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9661-3263_pal%C3%A4stinensische_fl%C3%BCchtlinge_wur-den_seit_beginn_der_syrienkrise_get%C3%B6tet)
Unter Wiederholung schon früher geäußerter Details würdigte der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Di., 21.6.2016, ganz besonders den Einsatz der wie die Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung bei der Versorgung Bedürftiger in Syrien mit humanitären Hilfsgütern. Im einzenen s. http://sana.sy/en/?p=80659 . – Zur jahrelangen Politisierung der humanitären Situation in Syrien duch Syrien-feindliche und die verantwortlichen Terroristen unterstützenden Staaten äußerten sich selben Tags beide UN-Botschafter des Landes, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in New York (http://sana.sy/en/?p=80659) und Ḥusâmaddîn Âlâ in Genf (http://sana.sy/en/?p=80655)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80630 und http://www.sana.sy/?p=396283 (Befreiung von al-Baḥâriyya mitsamt der umgebenden Farmen im Bereich Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq nach Kämpfen mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. Zerstörung eines Kommandozentrums und zweier Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra nördlich Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´. Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps östlich von an-Nuʽaima, 4km von Darʽâ. – Die Berichterstatter verweisen dabei darauf , daß an-Nuʽaima die Verbindung zwischen Ğabhatu_n-Nuṣra und anderen Terrorgruppen herstelle, unter deren Führung in den Dörfern Ṣaidâ und Umm al-Miyâḏin nahe der Grenze zu Jordanien vielfach die Infiltration von Söldnern in Koordination mit dem israelischen Mossad, westlichen und regionalen Geheimdiensten vermittelt wird, nachdem jene ihr militärisches Training in Lagern innerhalb Jordaniens absolviert haben).
Laut Meldung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 21.6.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu fünf Verstößen, ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm–Anhänger gegen Militärposten zum Schutz von fünf Städten im Rîf Dimašq. Affiliierte der Ğabhatu_n-Nuṣra griffen wieder die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd und al-Ḫâlidiyya von Aleppo an, während die al-Fûʽa nördlich von Idlib belagernden Terroristen diese Stadt wie auch Arḍ al-Waṭâ in der Provinz al-Lâḏaqiyya. (http://sana.sy/en/?p=80668)
Terroranschläge vom 20. und 21.6.2016:
Bereits am Sonntag wurden fünf Anwohner des Stadtteils al-Ḫâlidiyya wie der Nil-Straße in Aleppo durch Mörsergranatenbeschuß verletzt. Am Montag darauf starb in al-Ḫâlidiyya ein Mann aus demselben Grund. Beide Male kam es zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=396385, s.a. http://sana.sy/en/?p=80645 vom 21.6.2016)
Nach einem Anschlag auf jordanischem Territorium nahe der Grenze zu Syrien – die klassischerweise der Einschleusung extremistischer Söldner mitsamt Waffen u.a. militärischer Ausrüstung nach Syrien dient (zu Belegen vgl.u.) – hat die jordanische Armee das Gebiet zur gesperrten militärischen Zone erklärt. (http://sana.sy/?p=396263 vom 21.6) Würde dies ernsthaft gehandhabt, hätte dies, wie ausgeführt, positive Auswirkungen auf Syrien.
Der negative Aspekt dieser Reaktion ist allerdings nach Aussage z.B. von Human Right Watch-Mitglied Gerry Simpson, daß im Flüchtlingslager ar-Ruqbân, das in dieser Zone liegt, auf Regierungsgeheiß damit keine Nahrungsmitteln und Medikamente an die meist aus Frauen und Kindern bestehenden ca. 70.000 Insassen geliefert werden dürfen, denen damit der Hungertod droht. Im Interview mit al-Ğazîra vom Fr., 1.7.2016, konstatierte er daher: „Wir haben mehrere Berichte über die Entscheidung von Flüchtlingen zur Rückkehr nach Syrien erhalten. Der Hauptgrund dafür ist deren fürchtbare Lage in dem abgesperrten Lager inmitten der Wüste.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i10204-jordanische_regierung_verhindert_lieferung_von_nahrungsmitteln_an_syrische_fl%C3%Bcchtlinge)
Vom Inhalt her ähnlich wie General Walerî Gerasimow am Vortag (s.u.) jedoch in diplomatischer Formulierung äußerte sich am Di., 21.6.2016, der russische Außenminister Lawrow gegenüber seinem US-Amtskollegen Kerry per Telefonat. Zu den Details s. http://sana.sy/en/?p=80662 und http://sptnkne.ws/b6t2. – Zur Thematik ein kommentierender Artikel von Moon of Alabama: http://www.moonofalabama.org/2016/06/syria-another-russian-surprise-ends-kerrys-delaying-tactic.html
General Walerî Gerasimow, Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, erklärte am Mo., 20.6.2016, während einer Pressekonferenz in Moskau in Erwiderung der vorhergegangenen Äußerungen des US-Außenministers Kerry: „We are fed up with the situation in Syria, not the Americans” Dabei kritisierte die Verzögerungshaltung der US-Regierung hinsichtlich der Trennung der Positionen der Terrorgruppen und der von US-Seite unterstützten sog. moderaten Operation, die es den Terroristen in Syrien ermögliche, derweil ihre alte Stärke wiederherzustellen. Schließlich habe die russische Seite hierfür der amerkanischen alle Daten der Stellungen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra übermittelt, doch darauf sei bislang nichts geschehen (Washington didn’t meet its obligations regarding separation between the armed opposition groups affiliated to it and Jabhat al-Nusra terrorist organization). Darauf setzte er indigniert hinzu: „The Americans want to consider the shelling operations of the opposition gunmen against the Syrian army’s positions as mere intangible violations of the cessation of hostilities agreement, in turn, they describe the military responding operations of the Syrian army against the gunmen as nonequivalent strikes.” (http://sana.sy/en/?p=80597, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9586-moskau_terroristen_in_syrien_nutzen_verz%C3%B6gerun-gen_durch_usa_aus)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80528 und http://www.sana.sy/?p=395867 (Vereitelung von Angriffen auf Militärposten zum Schutz von Anbâğ und dem az-Zakiyya/Dair Ḥâfir–Abzweig auf der Verbindungsstraße Aṯriyâ / aṭ-Ṭabqa im W von ar-Raqqa ausgeführt durch IS-Affiliierte unter großen Feindverlusten an Kämpfern, Kampfwägen, Waffen und Munition im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Desgleichen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra gegen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad; zudem Beseitigung von Terroristentrupps im S von Darʽâ, im SO des Buṣrâ-Platzes, im Stadtteil al-Arbaʽîn und im N des Schulenareals im an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp mit Zerstörung eines Kommandozentrums und einer Abschußanlage für Mörsergranaten; unter den zahlreich Getöteten dand sich auch der Anführer Ḥassan Aḥmad al-Aḥmad. ) – Eine Militärquelle berichtete außerdem FNA über einen erfolgreich zurückgeschlagenen Großangriff seitens Ğabhatu_n-Nuṣra in der Grenzregion zur Türkei: „The al-Qaeda-affiliated al-Nusra terrorists stormed defense lines of the pro-government forces near border with Turkey, but the strong defense of the Syrian soldiers did not allow them to advance and caused them to pull forces back from the battlefield”. Die SAA brachte auch dem IS im SO von Aleppo und an der Straße Aṯriyâ – Ḫanâṣir herbe Verluste bei. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950331000178 und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950331001015)
Auf ihren sozialen Netzwerkseiten gestanden Terrororganisationen den Tod von Dutzenden ihrer Mitglieder, die meisten von Ğabhatu_n-Nuṣra im S von Aleppo an. Demnach seien in den vergangenen drei Tagen 167 Terroristen einschließlich 24 Feldkommandanten von Ğaiš al-Fataḥ und Ğabhatu_n-Nuṣra liquidiert worden. Genannt wurden namentlich: ʽAmmâr al-Ḫâlid, Abû Yaḥyâ Taqâd, Abû ʽAbdurraḥmaâ Sayyâf, Bilâl al-Waw mit dem Kampfnamen Abû Aḥmad als Feldkommandeur von Failaq aš-Ṣâm, Abû Sayyâf al-Ḥumṣî, Muḥammad aš-Šaqrân, Muḥammad Muṣṭafâ aš-Šubaib als Verantwortlicher für die Koordination von Suizidanschlägen wie die Saudis Abû Islâm al-Ğazrâwî und ʽAbdullâh Maḥmûd Ḫašân, letzterer verantwortlich für Autobom-benanschläge und Ähnliches. Auch wurden empfindliche Totalverluste an militärischem Gerät wie ganze Fuhrparks an gepanzerte mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen, BMB-Panzerwägen, Transporter etc. eingestanden wie die Zerstörung von Haupt-Operationszentren, vor allem des Failaq aš-Ṣâm in Kafar Ğûm und eines anderen in Qubatân al-Ğabal. (http://www.sana.sy/?p=395716 vom 19.6.2016)
Fünf Verstöße registrierte das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 20.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden erneut im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Posten. Zudem attackierten Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra wieder die Stadt Ḥandarât, den an-Nairab-Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, az-Zahrâ´ und al-Ḫâlidiyya von Aleppo und andere Terrorgruppen die Städte ʽAin al-Qanṭara, ʽAkû und Talat Rašâ im Rîf al-Lâḏaqiyya wie Marğ as-Sulṭân und al-Bilâliyya im Rîf Dimašq und ein Militärposten im Rîf Qunaiṭra. – Russische Hilfslieferungen gingen in den Umkreis von Ḥamâ (Tal Salḥab) wie per Abwurf aus der Luft nach Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=80603)
Terroranschläge vom 19.6.2016:
In al-Qâmišlî im Stadtteil al-Wasṭânî beim al-Kindî-Park in der Quwatlî-Straße sprengte sich am Nachmittag ein Suizidattentäter per Zündung seines Sprengstoffgürtels in die Luft, tötete dabei drei Bürger und verletzte fünf weitere. In der Provinz al-Ḥasaka treibt bekanntermaßen der IS mit solchen Attentaten sein Unwesen. (http://sana.sy/?p=395585) – Genau an diesem Tag und ebenfalls in der Quwatlî-Straße weihte der syrisch-orthodoxe Patriarch Mar Ignatius Ephraim II. ein Mahnmal zum Gedenken an den osmanischen Genozid von 1915 ein, dem auch Syrer zum Opfer fielen. (http://sana.sy/en/?p=80507)
In az-Zakât im N der Provinz Ḥamâ verschanzte Terroristen beschossen einen Trinkwassertankwagen mit Raketen, während den Einwohnern von Tal Malaḥ gerade Wasser bereitgestellt wurde. Dabei starb eine Person, eine weitere wurde schwer verletzt. (http://sana.sy/en/?p=80526)
Die letzte Giftgasattacke auf Soldaten der SAA durch Terroristen aufgreifend forderte der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am Mo., 20.6.2016, den UN-Sicherheitsrat wie die Kommission, zuständig für die Umsetzung der Resolution Nr.1540, dazu auf, sich ihrer Pflichten bewußt zu werden und zu verhindern, daß weiterhin Massenvernichtungswaffen oder Bestandteile zu deren Herstellung in die hände von Terroristen gerieten. „There are still significant gaps utilized by terrorists for obtaining weapons of mass destruction as to use them in their criminal targets”, stellte er fest. Zudem verwies er auf Dutzende an Schreiben der syrischen Regeirung voller Belege für die Anwendung solcher Waffen durch die Terrorgruppen in Syrien, welche ihrerseits durch die ebenfalls schon mehrfach genannten Unterstützerstaaten jerner Terrororganisationen ermöglicht werde. Dies wiederum widerspreche der Resolution Nr. 2118 und es obliege dem UNSC, dies zu unterbinden. Im einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=80619 vom 21.6.2016.
Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm konstatierte am 19.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden drei Verstöße, wobei wieder Ğaiš al-Islâm eine Reihe von Militärposten mit Mörsergranaten angriff. Auch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra setzten ihre Attacken auf die Städte Arḍ al-Waṭâ im Rîf al-Lâḏaqiyya, Salamiyya im Rîf Ḥamâ, Marğ as-Sulṭân und al-Bilâliyya im Rîf Dimašq wie die Stadtteile von Aleppo aš-Šaiḫ Maqṣûd, Ṣalâḥaddîn, az-Zahrâ´ und den an-Nairab-Airport fort. (http://sana.sy/en/?p=80519)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80455 und http://sana.sy/?p=395525 (Zer- störung einer Abschußanlage für Mörsergranaten von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil al-Arba’în von Darʽâ; dazu Zerstörung einer Abschußanlage für Mörsergranaten mit Bedienmannschaft von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Nuʽaima 4km östlich der Provinzhauptstadt. Beseitigung eines IS-Konvois im Gebiet von Rağm ad-Dawla und Tal Aṣfar im NO von as-Suwaidâ´, dazu einer Raketen-abschußanlage in Mašbak al-Widiyân im Ostteil der Provinz. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğaiš al-ʽIzza auf eine Reihe von Militärposten zum Schutz von az-Zalâqiyât, ca. 30km im NW von Ḥamâ unter harschen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Zerstörung eines IS-Munitionsdepots nahe des al-Bânûrâmâ Areals im SW von Dair az-Zaur.)
Der wegen seiner kritischen Erörterungen durch die Erdogan-Behörden gerichtlich verfolgte und für Hürriyet in den USA tätige türkische Journalist Tolga Tanış bestätigte aufgrund von Informationen der der US-Justizbehörden, daß sechs türkische Banken und weitere aus der Golf-Region, darunter aus Kuwait und Saudi-Arabien, ansässig in Istanbul an der Finanzierung des IS und anderer Terrorgruppen in Syrien beteiligt sind. (http://sana.sy/?p=395621vom 19.6.2016)
Daneben berichtet Le Figaro, daß aufgrund der Tätigkeit der breit angelegten Operation der europäischen Sicherheitsdienste im Mittelmeer Fakten vorlägen, wonach sechs Schiffe mit einer Ladekapazität von mehr als 10.000 Tonnen Waffen an die IS-Terroristen in Libyen von einem türkischen Hafen aus lieferten. Die Transporter waren mit ausgeschaltetem Navigationssystem unterwegs, um auf diese Weise nicht aufgespürt werden zu können. Geplant sei, dieselben abzufangen, bevor sie an einem libyschen Hafen anlanden könnten. Dabei hatten schon etliche Oppositionspolitiker wie z.B. Kemal Kılıçdaroğlu, der Chef der türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP), wiederholt auf die hochgefährliche Beziehung von Staatspräsident Erdogan zum IS und anderen Terrororganisationen in Syrien hingewiesen (vgl.u.), worauf hin letzterer eine Strafverfolgung gegen den Oppositionsparlamentarier eingeleitet hatte (http://www.sana.sy/?p=395495)
Verteidigungsministeriumsprecher Generalmajor Konaschenkow wies Medienberichte als falsch zurück, wonach am Do., 16.6.2016, russische Kampfflieger Stellungen von Oppositionellen nahe Tanif im Süden des Landes angriffen hätten, welche die Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten vom 27.2.2016 eingegangen sind. Nochmals stellte er klar, daß weder die syrische noch russische Luftwaffe derlei tue. Zum betreffenden Zeitpunkt hätten sich die Bomber nachweislich ca. 300km von der genannten Stelle entfernt befunden. Zudem habe die US-Seite immer noch nicht, wie russischerseits vorgeschlagen, Stellungskoordinaten der sog. moderaten Opposition übermittelt; auch zur Erstellung einer einheitlichen Karte der zur Zeit in Syrien aktiven Kampfgruppen sei es wegen der Weigerung des Pentagon nicht gekommen. (http://sana.sy/?p=395619 vom 19.6.2016; s.a. http://sptnkne.ws/b5y9)
Terroranschlag vom 18.6.2016:
Bei Raketenangriffen auf den nördlich gelegenen Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo kamen als Bruch des zusätzlich vereinbarten Waffenstillstands für diese Region (vgl.u.) sechs Zivilisten ums Leben, weitere vier wurden verletzt bei Beschädigung öffentlichen und privaten Eigentums. (http://sana.sy/en/?p=80427)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=80409 und http://sana.sy/?p=395277 (Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen Nester und Versorgungswege des IS am Morgen bei ar-Rayân, at-Tulaila und Ârk im Umkreis von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ in Unterstützung der Bodentruppen mit Zerstörung von drei IS-Zentren und einer Autobombe, bevor es sein Ziel in ar-Rayân, ca. 20 km im SO von Ḥomṣ erreichte. Desgleichen gegen IS-Schlupflöcher und –Stellungen im Umkreis von Dair az-Zaur mit Fokus auf den Süden und westen des Flughafengeländes. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf den Militärposten zum Schutz von al-Mafkar östlich von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ mit Vernichtung eines Großteils der Angreifer und eines Waffentransporters nach heftigen Kämpfen. Zerstörung einer Abschußvorrischtung für Mörsergranaten der Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Straße zum Staudamm im Stadtteil al-Karak des Bezirks Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt sowie zweier Panzerfahrzeuge von Ğabhatu_n-Nuṣra ebenda beim alten Zoll.)
Eine terroristische Einheit, welche am Nachmittag des 18.6.2016 durch einen Militärcheckpoint im Gebiet von al-Quṭaifa auf der Autobahn Damaskus-Ḥomṣ zu brechen versuchte, konnte gestellt und verhaftet werden. Die vorübergehend notwendige Straßensperrung wurde bereits wieder aufgehoben. (http://sana.sy/en/?p=80430, http://www.sana.sy/?p=395358)
Nach Informationen des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 18.6.2016 kam in den vergangenen 24 Stunden zu vier Verstößen und zwar durch Mörsergranatenangriffe seitens des Ğaiš al-Islâm auf Militärposten zum Schutz dreier Städte im Rîf Dimašq. Zudem attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya wieder auf Orte in den Provinzen al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ und Aleppo zur Unterminierung der Waffenruhe vom 27.2.2016. Die SAA verteidigte den Süden von Aleppo in einer großangelegten Operation gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffe. (http://sana.sy/en/?p=80450)
Die syrische Regierung gratulierte dem irakischen Brudervolk, seiner Armee und Regierung zum Sieg über den IS bei der Befreiung von Falûğa, einem weiteren Schritt zur Ausrottung der Greuel des IS im Irak wie in Syrien bzw. der gesamten Region. Syrien sei davon überzeugt, daß man durch die gemeinsamen Anstrengung beiderseits der gemeinsamen Grenze in dieser Hinsicht wie im Kampf gegen alle sektiererischen Takfîr-Ideologien erfolgreich sein werde. (http://www.sana.sy/?p=395355 vom 18.6.2016)
Am Rand des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg wiederholte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa Rußlands Standpunkt, der einen politischen Weg zur Beilegung der Syrienkrise vorsieht. Mit Adresse an die USA erklärte sie am 17.6.2016: „Moscow hopes that the US and partners will not repeat the old mistakes regarding solving the crises by force.” In den USA gebe es politische Kräfte, welche – nach wie vor – einem Militäreinsatz das Wort reden. Das widerspreche der bekannten Auffassung des Kreml. Nur der politische Dialog, wie ihn die UN-Resolution vorsieht mit all ihren Implementierungen sei der richtige Weg. (http://sana.sy/en/?p=80361) – Dem Bericht des Wall Street Journal vom 16.6.2016 zufolge hatten 51 Mitarbeiter des US-Außenministeriums eine Protestnote formuliert und unterzeichnet, welche einen US-Militäreinsatz gegen die legitime syrische Regierung mittels Raketen, Drohnen und der US-Luftwaffe unter Ausschluß von Bodentruppen gefordert. Dabei wurde behauptet, daß die syrische Armee die Waffenruhe-Vereinbarung vom 27.2.2016 breche, was nach mehrfacher Bestätigung seitens des in Syrien stationierten russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm nicht der Wahrheit entspricht (zu Belegen s.u.!), vielmehr seien SAA-Stellungen fortgesetzt Ziel von Terroristenangriffen (vgl.u.). Darüber werde ständig mit dem US-Partner kommuniziert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9388-us_diplomaten_fordern_milit%C3%A4risches_vor-gehen_in_syrien) – Rußlands Armeesprecher Igor Konaschenkow äußerte zum „sehr besorgniserregenden“ Vorgang am Freitag gegenüber Journalisten: „Wenn in diesen Meldungen auch noch ein Körnchen Wahrheit steckt, und solche wichtige Fragen im US-Außenministerium wirklich per Abstimmung des „Personals“ geregelt werden, kann das bei jedem Vernünftigen nur Besorgnis erregen“. (http://sptnkne.ws/b4Mz, http://sana.sy/en/?p=80379)
Terroranschläge vom 17.6.2016:
Raketenbeschuß des Stadtteils al-Ḫâlidiyya in Aleppo hinterließ sieben Verletzte und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
In Biniš verschanzte Heckenschützen beschossen erneut die von Terroristen umzingelte Stadt al-Fûʽa in der Provinz Idlib, wobei ein Kind starb.
(http://sana.sy/en/?p=80389)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=80357 und http://www.sana.sy/?p=394777 (Im Dreieck von ar-Ruṣâfa westlich von ar-Raqqa wurde eine IS-Einheit niedergemacht).
Fünf Verstöße meldet das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 17.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden, welche im Rîf Dimašq stattfanden. Dort beschossen Anhänger von Ğaiš al-Islâm wieder Militärposten zum Schutz von Zamalkâ, Ğaubar, Ḥûš al–Ḫayâṭ und Ğûr al-Bâšâ.
Ğabhatu_n-Nuṣra fuhr mit seine Angriffen zur Unterminierung der Waffenruhe fort, indem die Aleppo-Stadtteile al-Ḫâlidiyya, aš-Šaiḫ Maqṣûd und Ṣalâḥaddîn wie etliche Städte in den Provinzen Ḥamâ, Rîf Dimašq, Qunaiṭra mit Mörsergranaten und Artillerie beschoß. (http://sana.sy/en/?p=80400)
Nach den vielen Meldungen über die Behandlung von IS-Terroristen, welche in Kampfhandlungen gegen die legitime Landesregeirung verletzt worden sind, in türkischen Kliniken (vgl.u.), bestätigt diesen Sachverhalt nun auch der Chef des lokalen Ärzteverbands in Gaziantep, Hamza Agca, im Interview mit der RT-Korrespondentin Lizzie Phelan: „Wir behandelten diese Kämpfer. Als sie genesen waren, sind sie wieder in ihre Reihen zurückgekehrt. Einige wurden zwei bis drei Mal bei uns eingeliefert. Die Regierung hat uns zur Behandlung der Milizen keine Anweisungen gegeben. Zugleich werden die Kämpfer aber nicht daran gehindert, die Grenzen zu überqueren“. (http://sptnkne.ws/b4zR)
Selbst CIA-Chef John Brennan hat inzwischen während einer Senatsanhörung eingestanden, daß die Bedrohung durch den und Schlagkraft des IS trotz des US-Militäreinsatzes nicht geringer geworden sei. (http://parstoday.com/de/news/world-i9349-cia_us_ma%C3%9Fnahmen_haben_is_be-drohung_nicht_gemindert vom 16.6.2016)
Die Russia Today-Korrespondentin Lizzie Phelan erkundete die syrisch-türkische Grenzgegend bei der türkischen Stadt Karkamış und sprach mit türkischen Grenzbewohnern. Diese wunderten sich, daß sogar in unmittelbarer Sichtweite des türkischen Militärs der IS Fortifikationen um die von ihm kontrollierte syrische Stadt Ğarâbulus wie auch Schanzarbeiten ausführen, Minen auslegen und Schützengräben ausheben kann, dazu noch alle möglichen Hilfsmittel per LKW-Lieferungen erhält, welche ungehindert von der Türkei nach Syrien fahren, wobei auch die türkischen Grenzbeamten wegsehen wie auch bei Übertritten von Mannschaften zur Verstärkung der IS-Kräfte. Bulent Polat, ein Geschäftsbesitzer in Karkamış erzählte der Journalistin, er habe etliche Video-Aufnahmen von diesem Treiben gemacht, das von der türkischen Armee völlig ignoriert werde. Allerdings hinderten die um Ğarâbulus ausgelegten Sprengfallen die Bewohner daran, aus der vom IS besetzten Stadt zu fliehen. Dazu erklärte Bulent: „Once when ISIS fired a rocket, when some top army officials came here we asked: ‘Why are you not taking action?’ They said the order from the top is only to take security measures for the soldiers”. Andererseits ist Bulent der festen Ansicht: „if the army gets the order it will take only 24 hours for them to finish IS” in der Region. Doch nicht nur das türkische Militär lasse den IS frei gewähren, auch die Bomber der US-geführten Koalition blieben tatenlos gegenüber dem IS: „Whenever we saw a [coalition] plane in the sky, we would say: ‘Hey there is the faker’”, schloß Bulent seinen Bericht. (https://www.rt.com/news/346567-turkey-syria-border-isis-trenches/) – Vgl.a. Tony Cartalucci in: http://journal-neo.org/2016/06/14/nato-exposed-as-isis-springboard-into-syria/
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80287 und http://sana.sy/?p=394591 (Vereitelung eines Angriffs eines fast nur aus Ausländern bestehenden IS-Trupps auf einen Militärposten im Dreieck von ar-Ruṣâfa im W ar-Raqqas mit erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung; Zerstörung von IS-Panzerwägen beim az-Zakiyya-Abzweig und südlich von aṭ-Ṭabqa wie einer Ansammlung Affiliierter des IS, ebenfalls fast nur Ausländer, mitsamt einer Autobombe an der Zufahrt zum Ṣafiyya–Ölfeld. Beseitigung eines Späh- und Überwachungstrupps von Ğabhatu_n-Nuṣra östlich Tal al-Ḫuḍar, 7km im O von Darʽâ-Stadt mit völliger Eliminierung der Stellung samt Munition und den meisten Kämpfern; dazu Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Schlupflöchern in Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad sowieim Gebiet an-Nuʽaima im O der Provinzhauptstadt mit Zerstörung ihrer Manufaktur für Sprengsätze. Befreiung von Šîr an-Nimar, an-Nimar und Burğ al-Ḥayât samt Anhöhen sowie von Nawâra samt Anhöhe und Ebene, von Abû ʽAlî, al-Ḥayât, ʽAin ʽÎsâ, aš-Šaḥrûra und ar-Ruwaisa im N von al-Lâḏaqiyya nach heftigen Gefechten unter hohen Feindverlusten von Ğabhatu_n-Nuṣra.).
Ein Militärposten im Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq ist am Mi., 16.6.2016 durch Terroristen mit Giftgas angriffen worden. Etliche Soldaten erlitten Erstickungsanfälle, Schäden am Respirationstrakt, zudem wurde das Nervensystem dadurch angriffen. Zu einem früheren Zeitpunkt war gemeldet worden vgl.u.), daß Substanzen zur Produktion von Sarin etc. an die Terroristen aus der Türkei geliefert worden waren. (http://sana.sy/en/?p=80313, http://sana.sy/en/?p=80355)
Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm verzeichnete am 16.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße, allesamt im Rîf Dimašq ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranatenbeschuß auf Militärposten in den Arealen Ğaubar, Ḥûš al–Ḫayâṭ und Ḥarastâ. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra setzte seine Attacken auf verschiedene Städte in den Provinzen Ḥamâ, Rîf Dimašq, Qunaiṭra und Aleppo fort. – Hilfslieferungen ergingen an Städte im Umkreis von Ḥamâ in Höhe von 10 Tonnen sowie für die vom IS eingeschlossene Stadt Dair az-Zaur in Höhe von 18 Tonnen. (http://sana.sy/en/?p=80344)
Die gen ar-Raqqa vorrückende SAA steht bereits 5km vor aṯ-Ṯaura. Sowohl über dieser Stadt wie über ar-Raqqa wirft die Luftwaffe Flugblätter für die IS-Terroristen ab, indem diese ultimativ aufgerufen werden, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Im beidseitig bedruckten Flugblatt für die IS-Hochburg ar-Raqqa heißt es über Photos getöteter Terroristen: „Ein solches Ende erwartet einen jeden Terroristen, der mit der Waffe gegen die Armee und das Volk vorgeht.“ Darunter steht in Fettdruck: „Wir kommen bereits…“ Die Rückseite enthält den Aufruf: „Kämpfer! Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen. Die Welt wandelt sich schnell. Die Armee ist in der Offensive. Überlege es dir selbst… Zögern kann dich dein Leben kosten. Habe keine Zweifel, beeile dich, lege deine Waffe nieder, um dein Leben und deine Zukunft zu bewahren.“ Unterzeichnet sind die Aufforderungen vom Hauptkommando der syrischen Streitkräfte. (http://sptnkne.ws/b3ZM)
Im Artikel vom 15.6.2016 mit dem Titel „Why the Obama Administration Is Favoring al-Qaeda’s Main Syrian Ally“ beschäftigt sich der investigative US-Journalist und Historiker Gareth Porter bei Global Research mit der Unterstützung nicht nur der als moderate bewaffnete Opposition (MAO, vgl.u.) erklärten Truppen sondern mit dem darüber weit hinausreichenden Schutz der eindeutig mit der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya vor der Verfolgung als solche durch Aufnahme auf die UN-Terrorliste (s.u., 10.5.2016) und in ihrer Funktion als vorsätzliche ständige Störer und Unterminierer des Waffenstill-standsabkommens vom 27.2.2016, welches der friedlichen politischen Lösung der Syrienkrise durch innersyrischen Dialog in Genf den Boden bereiten soll. Ausführlich dazu in: http://www.globalresearch.ca/why-the-obama-administration-is-favoring-al-qaedas-main-syrian-ally/5530895, s.a. http://sana.sy/?p=394602 vom 15.6.2016.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=80216 und http://sana.sy/?p=394246 (Auf der Achse al-Mabʽûğa – ʽAqârib östlich Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ geriet eine Armee-Einheit mit IS–Trupps aneinander, von welchen etliche getötet oder verwundet wurden und deren Waffen zerstört wurden; bei Qulaib zudem Beseitigung einer IS-Abschußvorrichtung für Mörsergranaten. Zusammen mit Volkswehrkräften wurden IS–Einheiten unter heftigen Feindverlusten auf der Achse Tadmur– Silos –Ârk im O von Ḥomṣ zurückgeworfen mit Vorrücken auf 2km westlich von Ârk [Ölfeld!], dabei etliche aufgerüstete IS-Panzerfahrzeuge zerstört.)
Fünf Verstöße registrierte das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 15.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden, davon vier im Rîf Dimašq und einen in al-Qunaiṭra. (http://sana.sy/en/?p=80273)
Auf Betreiben Rußlands ist für den Raum Aleppo eine zusätzliche 48-stündige Waffenruhe, beginnend Do., 0.00 Uhr, ausgerufen worden, um dort die Situation zu stabilisieren. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium am Mi., 15.6.2016, mit. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9307-russland_k%C3%BCndigt_48_st%C3%BCndigen_waffenstillstand_f%C3%BCr_alep-po_in_syrien_an)
Aufgrund in den Medien zirkulierender Meldungen verurteilte das Außenamt am 15.6.2016 in einer Verlautbarung die Anwesenheit französischer (vgl.u.) und deutscher Truppen im Gebiet von ʽAin al-ʽArab und Manbiğ in Nordsyrien als krasse Einmischung in die innerern syrischen Angelegenheiten, eklatante Verletzung der Prinzipien der UN-Charter wie unverhohlene und ungerechtfertigte Aggression gegen die Souveränität und Unabhängigkeit Syriens. „Commenting on news circulated regarding the presence of groups of French and German special forces in Ain al-Arab and Manbij areas on the Syrian territories, the Syrian Arab Republic vehemently condemns this blatant interference that constitutes a flagrant violation of UN Charter’s principles and an overt unjustified aggression on the sovereignty and independence of Syria”, hieß es dazu gemäß einer Quelle aus dem Außenministerium. Derlei Aktionen könnten nicht mit der Bekämpfung des Terrorismus gerechtfertigt werden, da eine effektive Bekämpfung desselben auf rechtlicher Basis eine Kooperation mit der durch Wahl legitimierten Landesregierung erfordere. Die an militärischen Aktionen gegen Syrien beteiligten Staaten unterstützten die seit Beginn der Syrienkrise aktiven Terroristen im Land und verhinderten seither eine gemeinsame internationale wirkungsvolle Bekämpfung derselben auch dadurch, daß man sie als moderate Oppositionelle umetikettiere, obwohl sie dieselben Verbrechen aufgrund derselben Ideologie begingen wie etwa der IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra, und sie so von der Bekämpfung ausschließe. Syrien werde auch weiterhin die Terroristenbekämpfen, die Bürger schützen wie seine Unabhängigkeit und territoriale Integrität. Mit Adresse insbesondere an die früheren Kolonialmächte der Region rief die Regierung die Aggressorstatten auf, „to wake up from daydreams and abandon their illusions and colonialist mentality as the eras of Mandate and Guardianship have irretrievably gone.“(http://sana.sy/en/?p=80201) – Das deutsche Verteidigungsministerium rekurrierte umgehend, daß diese Meldungen bzgl. einer deutschen Beteiligung an solchen Operationen auf syrischem Territorium nicht der Wahrheit entsprächen. (http://sana.sy/?p=394288) – Laut Sputniknews hatte al-Mayâdîn zuvor einen TV-Bericht gebracht, wonach – unter Berufung auf eigene Quellen – Dutzende deutscher Sonderkräfte in Syrien zur Unterstützung der französischen und US-Kontingente in Manbiğ/Provinz Aleppo angekommen seien. (http://sptnkne.ws/b3WD)
Die Anwaltskanzlei Milberg Weiss in Kalifornien hat Anklage erhoben gegen eine Bank, die mit Kapital aus Kuwait in der Türkei aktiv ist. Damit würde Geld an Terrorgruppen wie z.B. den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra weitergeleitet. Der kuwaitische Geschäftsmann Ḥağâğ al-ʽAğmî (Hajjaj al-Ajmi) arrangierte finanzielle und Waffen-Transaktionen an die genannten Terrororganisationen über die erwähnte Bank. Zudem ist er als Unterstützer der Terrorgruppen seit 2012, also seit Beginn der syrischen Unruhen wie auch als Unterstützer von al-Qāʿida bekannt. Mittels der Firma ‚Mobilization of the People of Qatar – Campaign for the Levant‚ in Qaṭar habe er außerdem eine Kampagne zur Anwerbung von Muğâhidin (Dschihadisten) für den Kampf gegen die Regierung in Syrien gestartet lanciert und in Istanbul für finanzielle Hilfen für den IS geworben und diese dann via der o.e. Bank zukommen lassen. (http://parstoday.com/de/news/world-i9238-usa_klagen_gegen_t%C3%BCrki-sche_bank_wegen_finanzhilfe_an_terroristen)
Terroranschläge vom 15.6.2016:
Bei morgendlichen Raketenangriffen auf die Stadtteile al-Maidân und al-Furqân von Aleppo kamen zwei Anwohner ums Leben, drei wurden verwundet, erhebliche materielle Schäden angerichtet.
Ebenfalls in der Morgendämmerung beschossen Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Failaq aš-Ṣâm, Katâ´ib Nûraddîn az-Zankî al-Islamiyya und Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm den Ort Ğalma im NW von Aleppo, wobei es zu beträchtlichen Schäden – jedoch keinen verletzten oder Toten – kam. Im Gebiet ʽAfrîn um Ğalma belagern diese türkischerseits unterstützten Terroristen die Orte und Bauernhöfe und hindern die Bewohner daran, ihrer Arbeit nachzugehen, die ihnen ihren Lebensunterhalt sichern sollte, zugleich schneiden sie sie von Medikamenten- und Nahrungszufuhr ab.
In aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen feuerten wieder mit Mörsergranaten auf das Verwaltungszentrum der Provinz al-Qunaiṭra, die Stadt al-Baʽṯ, hinterließen damit einen Verwundeten und erhebliche Schäden an öffentlichem und privatem Gut. (http://sana.sy/en/?p=80199, http://sana.sy/?p=394211)
Später am Tag beschädigten Terroristen mit eienr Sprengladung die Öl-Pipeline Nr.36 in Ğairûd im Umland von Damaskus, welche die Energie für die Stadt samt Umgebung liefert und infolge eine Menge Öl verliert. Zudem brach Feuer aus. Die Reparaturmannschaft ist bereits unterwegs. (http://sana.sy/en/?p=80221, http://sana.sy/?p=394351)
Witali Tschurkin, ständiger russischer Botschafter bei den UN, kritisierte am Di., 14.6.2016, im Interview mit Rossiya-24 das Hinauszögern seitens des UN-Gesandten de Mistura hinsichtlich der Einberufung einer neuen Runde innersyrischer Gespräche in Genf (vgl. dessen Verlautbarung von vergangener woche!), indem jener behaupte, die Beteiligten seien noch nicht bereit hierfür. Grund sei jedoch, daß sich de Mistura und die UN dabei zu sehr auf die ar-Riyaḍ-Oppositionsgruppe (HNC) konzentrierten, währen sowohl die Regie-rungsdelegation und die anderen oppositionellen Gruppen sehr wohl bereit seien. (http://sana.sy/en/?p=80185)
Erneut hat die türkische Oppositionszeitung Cumhuriyet am 14.6.2016 Beweis- material dafür zitiert hat, daß die AKP-Regierung unter dem Vorwand und der Deckung, humanitäte Hilfe zu leisten, Waffen und Munition an die Terroristen in Syrien liefert. (http://sana.sy/?p=394071)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80116 und http://sana.sy/?p=393839 (Eliminierung von IS-Trupps um al-Bânûrâmâ im SW von Dair az-Zaur mitsamt Ausrüstung und einer Autobombe wie von IS-Ansammlungen in al-Muraiʽiyya, den umgebenden Farmen und Huwaiğat al-Muraiʽiyya unweit des Militärflughafens. Bzgl. der Entdeckung des Waffen- und Munitionstransports in as-Suwaidâ´ mit Konfiszierung des Schmuggelguts s.u. Effektive Operationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen in Stadtgebieten Darʽâ al-Balad, al-Manšiyya und as-Sîba wie dem alten Zoll von Darʽâ unter erheblichen Feindverlusten an Männern und Bewaffnung etc.)
In der Morgendämmerung des 14.6.2016 tötete eine Einheit der Volksverteidigungskräfte in einem heftigen Gefecht die darin verwickelten Terroristen und beschlagnahmten eine große Menge an Waffen und Munition, darunter Granaten aus israelischer Produktion im Bereich Kuʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ. Beobachtungen ergaben, daß dieses Equipment über den Bereich von al-Lağât im Ostteil der Großen Wüste zu den Terroristen geschmuggelt worden war. (http://sana.sy/?p=393853, s.a. http://sana.sy/en/?p=80116)
Nach Meldung des russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 14.6.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu fünf Verstößen – vier davon im Rîf Dimašq und einen in der Provinz Idlib. Ğaiš al-Islâm-Gruppen griffen im Bereich Ost-al-Ġûṭa Armeestellungen zum Schutz von ʽArbîn und Ḥarastâ an.
Anwohner von Kabânî, der bevölkerungsreichste Stadt in der Provinz al-Lâḏaqiyya berichteten, daß sich gut 100 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit schweren Waffen an der türkisch-syrischen Grenze sammelten. (http://sana.sy/en/?p=80130, http://sana.sy/?p=394152)
Auch am 14.6.2016, konnten die zuständigen Behörden von Ḥomṣ eine große Lieferung Captagon (zu deren Einsatz durch Terroristen s.u.), versteckt auf einem Lastwagen unterwegs auf der Autobahn Damaskus – Ḥomṣ aus dem Verkehr ziehen. Näheres s. http://sana.sy/en/?p=80166.
Laut Meldung von The Mirror soll wieder einmal der IS-Chef Abû Bakr al-Baġdâdî ums Leben gekommen sein, obwohl es schon hier widersprüchliche Varianten gibt: einmal heißt es: „Die irakische Luftwaffe attackierte Baghdadis Begleitkommando auf dem Weg nach Karabla, wo er ein Treffen von Daesh-Anführern besuchen sollte“, das andere Mal: „Abu Bakr al-Baghdadi wurde bei einem Luftangriff der Koalition auf Rakka am fünften Ramadan-Tag ermordet“. (http://sptnkne.ws/b3yx) – Hierzu teilte wenige Tage später der syrische Botschafter in Moskau, Riyâḍ Ḥadâd (Riad Haddad), am Fr., 17.6.2016, mit, Abû Bakr al-Baġdâdî sei verletzt und werde „in der nächsten Zeit liquidiert“ werden. (http://sptnkne.ws/b4BA)
Die Autoren der Seite syrianfreepress (Syrian Air Force kills CIA-puppet Abu Bakr Al-Baghdaadi [confirmed by Ziad Fadel, SyrPer]) verweisen im Zusammenhang auf Folgendes: ISIS is run by Simon Elliot, a Mossad Agent, original image from Globalresearch – VR.Zone –Stopmensonges – lucien.pons – sleuthjournal – charlesfrith– sachtimes … and from 1000 other websites spreading the truth…
Wiederholt mahnte Rußlands Außenminister Lawrow im Telefongespräch mit seinem US-Amtskollegen Kerry am 13.6.2016 an, wie schon lange versprochen schnellstmöglich dafür zu sorgen, daß für eines effektive Terroristenbekämpfung die Stellungen der auch seitens der USA unterstützten sog. moderaten Opposition von denen von Ğabhatu_n-Nuṣra getrennt würden (zum Hintergrund vgl.u). Desweiteren wurde die Unzulässigkeit der Versorgung von Terroristen über die offene Grenze mit der Türkei erneut betont. (http://sana.sy/en/?p=80099, s.a. http://sptnkne.ws/b3de)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=80075 und http://www.sana.sy/?p=393505 (Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen Armeeposten auf Tal al-Ḥamîriyya südlich Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra unter deutlichen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung. Eliminierung von IS-Stützpunkten und Ansammlungen samt aufgerüsteter Kampfwägen und Waffentransporter misamt Mannschaft nahe ʽUqairbât und ar-Ruwaiḍa im Umkreis von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ. Erfogreiches Operation gegen befestigte IS-Nester im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur wie in der Umgebung vom Ğabal aṯ-Ṯarda im S; Zerstörung von IS-Zentren in Ost-Huwaiğa Ṣakar. Beseitigung einer Raketenabschußanlage in Ḍahra ʽAbd Rabbihi mitsamt Betreibern im Umkreis von Aleppo. Vereitelung einer IS-Attacke auf einen Militärcheckpoint auf der Strecke Aṯriyâ – aṭ-Ṭabqa beim az-Zakiyya-Abzweig im W von ar-Raqqa)
Vier Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 13.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden erneut im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Posten. (http://sana.sy/en/?p=80108)
Der Drogenbehörde gelang es am 13.6.2016 erneut Schmuggler von Heroin und des für die Terroristen wichtigen Captagons (vgl.u.) zu verhaften. (http://sana.sy/en/?p=80079)
Terroranschläge vom 13.6.2016:
In der südlichen Provinz al-Qunaiṭra attackierten in aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen das Dorf Ḥaḍar und den Stadtteil al-Ḫadamî der (neuen Provinzhaupt-)Stadt al-Baʽṯ mit Artillerie- und Mörsergranatenbeschuß, verletzten damit ein Kind und zerstörten privates und öffentliches Gut, u.a. wurden das Gesundheitsamt, das Personenstandsamt sowie das Finanzamt schwer beschädigt. Zudem wurden die Bauern im Gebiet Ḥaḍar von Ğabhatu_n-Nuṣra–Anhängern in Ğabâtâ al-Ḫašab (kleines Wald- gebiet!) angegriffen, wodurch ein Erwachsener schwer verletzt wurde.
Mörsergranatensalven trafen die Bahnstrecke sowie einen Markt im Stadtteil Darʽa al-Maḥaṭṭa der Provinzhauptstadt und richteten beträchtliche Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=80077)
Anläßlich des Blutbads in einer Homosexuellen-Bar in Orlando hat der Politologe Th. Meassan einen hochinteressanten Artikel über die Haltung der säkularen Republik Syrien gegenüber Homosexuellen auch im Vergleich zu anderen (arabischen) Staaten beleuchtet: http://www.voltairenet.org/article192422.html (vom 20.6.2016)
Das Medienbüro der Präsidentschaft dementierte die Übergabe einer „kill list” mit den Namen von 25 britischen Bürgern, von denen bereits 14 quasi abgearbeitet (also getötet) seien, wie sie in einem Artikel von Robert Verkaik und Robert Mendick für die Online-Webseite von The Telegraf (s.u.) publiziert worden ist. Der Bericht sei „completely untrue”, die Informationen „completely baseless“. Daher forderte man im Präsidentschaftsbüro in zwei Schreiben an die Verantwortlichen für diese Publikation, sich für die nicht verifizierten Nachrichten zu entschuldigen und sie sofort zu entfernen. Während keines Treffens mit britischen Delegierten sei solche ein Thema auch nur erörtert worden. „Any terrorist of any nationality on the Syrian land will be fought by the Syrian security forces and military,” verlautete es aus dem Präsidentschaftsbüro. (http://sana.sy/en/?p=80054 vom 12.6.2016) – Wie es scheint, mußte es sich demnach bei der Liste laut The Telegraf –Artikel sozusagen um ein Hilfsersuchen an Großbritannien handeln, diese abzuarbeiten, dem die syrische Regeirung vehement widersprach.
Wie The Telegraf am 12.6.2016 meldet, hat die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad den beiden konservativen, britischen Abgeordneten, David Davis und Adam Halloway, die im Frühling nach Syrien gereist waren, eine Liste mit 25 britischen IS-Mitgliedern zukommen lassen. Auch die Namen des als Jihadi-John bekannten IS-Henkers und des 21-jährige Terrorist aus Cardiff, Riad-Khan, befinden sich darauf wie der der Konvertitin Sally Jones und weiteren vier Frauen. Beim Besuch in Damaskus erhielten die beiden Abgeordneten weitere Informationen über britische Terroristen in Syrien. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i9109-assad_%C3%BCbergibt_london_li-ste_mit_25_englischen_is_mitgliedern)
Laut Mitteilung des Präsidenten der libanesischen Zentralbank, Riad Salamé, hat die Anwendung des US-Gesetzes gegen die Ḥizbullâh auch dazu geführt, daß deren Konten für ihre soziale und medizinische Tätigkeit, insbesondere die in der gesamten Levante für ihre Dienstleistungen berühmten Krankenhäuser Bahman und ar-Rasul al-Aʽẓam, geschlossen worden seien, was gegen die Grundsätze, wenn auch nicht gegen die Buchstaben der Genfer Konvention verstoße. (http://www.voltairenet.org/article192261.html vom 12.6.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.6.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=79978 und http://www.sana.sy/?p=393100 (Eliminierung von IS-Ansammlungen und -Positionen nahe ar-Ruṣâfa und beim Abzweig im SW der Provinzhauptstadt im Gouvernement ar-Raqqa mit Zerstörung von Panzerkolonnen und aufgerüsteten Kampfwägen in präzisen Luftschlägen. In der Morgendämmerung Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten im SO von Tal Arînaba am Rand der Großen Wüste im östlichen Rîf Dimašq mit Beseitigung von zwei Autobomben, weiteren aufgerüsteten Fahrzeugen, einer großen Anzahl von IS-Terroristen, wobei der Rest in die Flucht getrieben wurde. Erfolgreiches Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps in Mûrik im N von Ḥamâ mit Eliminierung der Kämpfer und ihrer militärischen Ausrüstung, dazu Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra -Angriffs auf eine Reihe Militärposten der Gegend unter bedeutenden Feindverlusten. )
Das russische Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm meldete am 12.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße im Rîf Dimašq durch Angriffe seitens Ğaiš al-Islâm mittels Mörsergranaten auf SAA-Positionen. (http://sana.sy/en/?p=80047)
Terroranschläge vom 12.6.2016:
Die beide Städte seit Jahren belagernden Terroristen beschossen al-Fûʽa und Kafariyya im N von Idlib erneut mit Raketen unter Verstoß gegen die zusätzlich ausgerufene Waffenruhe für dieses Gebiet (vgl.u.). Dabei starben drei Anwohner, zehn weitere trugen Verletzungen davon.
Beim Beschuß durch Heckenschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil Saif al-Dawla von Aleppo wurde ein Bewohner getötet. (http://sana.sy/en/?p=80050)
In einer Erklärung vom So., 12.6.2016 drückte das russische Außenministerium seine strengste Veruteilung des Doppelattentats von as-Sayyida Zainab südlich Damaskus aus mit den Worten: „Moscow strongly condemns yet another violent action of terrorists on Syrian soil. We express our condolence and compassion to family members and close ones of the victims and we wish a speedy recovery to all injured”. Gleichzeitig versicherte das Außenamt erneut seine weitere Unterstützung im Counterterrorismus: „We reiterate our support for Syria’s nation and government in their struggle against the terrorist threat.“ – Verurteilungen gingen auch seitens der International Confederation of Arab Trade Unions (ITUC) und der Alliance of Palestinian Forces ein. (http://sana.sy/en/?p=80009)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79885 und http://www.sana.sy/?p=392860 (Unterstützt durch Volkswehreinheiten stieß die Armee im Gebiet ar-Raqqa weiter vor: den gestrigen Eroberungen (vgl.u.) folgten noch zwei Ölfelder westlich von ar-Raqqa wie die bislang vom IS kontrollierten Areale von Ḥarbiyât und Anbâğ; damit steht die Armee nur noch 6km von ar-Ruṣâfa entfernt; die Armee hat damit ein Gebiet von 57km Länge zwischen Iṯriyâ nahe Ḥamâ und ar-Ruṣâfa im östlichen Teil der Großen Wüste unter ihre Kontrolle gebracht wie auch das sog. aṣ-Ṣafîḥ-Dreieck beim al-Ḥabârî-Ölfeld; bei den heftigen Kämpfen wurden eine große Anzahl IS-Anhänger getötet bzw. verletzt, während der Rest in die Weiten der Wüste floh; zudem wurde eine IS-Drohne, die dem ausspionieren der SAA-Bewegungen und –Stellungen diente, im Ostteil der Großen Wüste abgeschossen. Eliminierung von IS-Ansammlungen im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur und ʽAyâš mitsamt einer Waffen- und Munitionslieferung per LKW u.a. aufgerüsteten IS-Fahrzeugen beim Ğabal aṯ-Ṯarda. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Fortifikationen im Bahnhofsgebiet von Darʽâ (Darʽâ al-Maḥaṭṭa) sowie südlich vom Stadtviertel al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt; Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Maḥaṭṭa mit.)
Im Gespräch mit Sputniknews berichtete ein SAA-Angehöriger, der IS versuche den Vormarsch der Armee in der Provinz ar-Raqqa wie schon gehabt auch mit Suizidanschlägen aufzuhalten. Vier von fünf jugendlichen Attentätern hätten sich vier in die Luft gesprengt: „Der fünfte Selbstmordattentäter, der erst 13 Jahre alt ist, konnte noch lebend gefasst werden. Die restlichen IS-Terroristen waren nicht älter als 16 Jahre“ erzählte er. (http://sptnkne.ws/b24g ) – Zur Rekrutierung und Ausbildung gerade von Kindern und Jugendlichen für IS-Suizidattentate u.a. Einsätze s. im Themenstrang Irak.
Auch der Vertreter von GAPAR (General Authority for Palestinian Arab Refugees) wandte sich aufgrund der massierten Terroristenangriffe auf Wohngebiete am 11.6.2016, mit einem Schreiben an den General-bevollmächtigten der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East), Peter Krahenbuhl. Darin führte er aus, daß ebenfalls das den palästinensischen Vertriebenen und Flüchtlingen seit Jahrzehnten als Wohnstätte dienende sog. Yarmûk-Camp – tatsächlich ein Stadtteil von Damaskus – wie die Vertriebenen- und Flüchtlingszentren in bzw. um Aleppo beständig Ziel terroristischer Attacken mittels Raketen, Mörsergranaten und Heckenschützenbeschuß sind. Es müßten endlich die UNSC-Resolutionen gegen die Unterstützerregime dieser Terroristen durchgesetzt werden, damit diese Verbrechen endlich ein Ende hätten. Auch die illegalen (zu Belegen s.u.) Sanktionen gegen Syrien schadeten nicht nur den syrischen Bürgern und ihrer Lebenssituation sondern genauso den in Syrien untergebrachten Flüchtlingen und müßten schnellstens aufgehoben werden. (http://sana.sy/en/?p=79957)
Terroranschläge vom 11.6.2016:
Einer vom IS ausgelegten Landmine fiel der Fahrer eines Tankwagens mit Trinkwasser für die Bevölkerung im NW der Provinz al-Ḥasaka zum Opfer: als er auf der Straße zwischen Ra´s al-ʽAin und Mabrûka fuhr, explodierte der Sprengsatz und verletzte ihn. Er wurde umgehend in das nächst gelegene Krankenhaus gebracht. (http://sana.s/en/?p=79897)
Aufgrund des Beschusses mit Raketen seitens Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Wohngebiete al-Ḥamadâniyya und aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo wurden mittags ein Mann und eine Frau verletzt und erhebliche materielle Schäden verursacht. (http://www.sana.sy/?p=392921) Ergänzend fiel den Ğabhatu_n-Nuṣra –Attacken auf die Stadtteile Ṣalâḥaddîn und Šiḥân jeweils ein weiterer Anwohner zum Opfer, wobei der erste infolge der Raketendetonationen starb, der letztere von Heckenschützen angeschossen wurde. (http://sana.sy/en/?p=79897)
Im Rîf Dimašq hinterließen ein Suizidattentat mittels Sprengstoffgürtel am Zugang zum Wallfahrtsort as-Sayyida Zainab sowie eine Sprengfalle innerhalb der Stadt in Richtung aḏ-Ḏiyâbiyya sowie eine Sprengfalle innerhalb der Stadt as-Sayyida Zainab in der at-Tîn-Straße 12 (zuvor acht) Tote und 55 (zuvor 13) teils sehr schwer Verletzte, zudem brach infolge dessen ein Feuer am nahen Markt aus. Die Schäden an Gebäuden etc. sind beträchtlich. Kabinett und Premierminister verurteilten die Attacken auf das Heftigste und wünschten den Betroffenen schnelle Genesung und sprachen den Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. Zudem machte Dr. al-Ḥalaqî die als Unterstützer der in Syrien aktiven Terroristen bekannten Regierungen der Türkei, Qaṭars und Saudi-Arabiens mitverantwortlich für die brutalen, menschverachtenden feigen Anschläge auf unschuldige syrische Bürger. (http://sana.sy/en/?p=79876, Photostrecke und Kurzvideos bei: http://www.sana.sy/?p=392836)
In der Folge richtete das Außenministerium wieder einmal wegen der fortgesetzten Terrroranschläge gegen unschuldige Zivilisten, welche ohne die schon so oft genannten Unterstützerstaaten der in Syrien aktiven Terroristen nicht möglich wären und unterbunden gehörten, zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden (http://www.sana.sy/?p=392966), die inhaltlich den bisher nach solchen Anschlägen eingereichten Schreiben gleichen (vgl.u., z.B. vom 5.6., 23.5. 2016 etc.).
Gemäß Meldung von al-Mayâdîn gelang es russischen Kampffliegern, zwei Telekommunikationsanlagen an der syrische-türkischen Grenze zu zerstören, welche den dort aktiven Terroristen, vor allem dem IS, zur Nachrichtenübermittelung und –Gewinnung, dem Informationsaustausch mit dem türkischen Geheimdienst MIT (vgl.u.) wie zur Verbreitung ihrer Propaganda dienten. – 2015 hatte bereits Der Spiegel (am 4.12.) darüber berichtet, daß der IS europäische Satellitenbetreiber wie Avanti Communications (mit Sitz in Großbritannien) oder Eutelsat (mit Sitz in Frankreich) als Zugang nutze. In Syrien und dem Irak bestünden demnach tausende an Einrichtungen, die es dem IS ermöglichten, das Internet für seine Zwecke zu benutzen. Zwar könne so jedermann Zugriff auf das Internet haben, doch verbiete der IS dies der Bevölkerung in den von der Terrororganisation besetzten Gebieten bei schweren Strafen und überwachten dies auch strengstens. Zudem könnten die Bewohner dort die nötigen Zugangsvorrichtungen gar nicht erwerben, die via Türkei geliefert würden, während die Telekommunikationsmöglichkeiten zerstört seien. Somit hätten nur die Terrormilizen Zugang. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950320000628)
Sputnik berichtet basierend auf einer kurdischen Quelle, da0 nun auch französische Truppen – nach türkischem und US-Militär (vgl.u.) – im Norden Syriens und südöstlich von der Stadt ʽAin al-ʽArab (Kobane) in der Provinz Aleppo einen Stützpunkt errichten. Wörtlich hieß es: „Frankreich hat den Bau einer Basis nach US-Vorbild begonnen. Die französische Basis wird auf dem Mishtenur-Hügel errichtet, der sich südöstlich über der Stadt Kobane befindet“. Zudem befänden sich in dem Gebiet in der Umgebung von Manbiğ auch britische und US-Spezialisten. Sie berieten die bewaffnete Opposition (MAO, vgl.u.), hier die SDF. (http://sptnkne.ws/b2qu) – Diese Aktionen erinnern erneut an den Balkanisierungsplan für Syrien wie den Irak (vgl.u.). Darauf nimmt auch folgender Artikel Bezug: Surprise Syrian Drive on Raqqah Blocks Secret US Plan – US Deal to „Balkanize“ Northern Syria Part of Deal with ISIS, al Nusra by Gordon Duff (http://www.veteranstoday.com/2016/06/02/breaking-surprise-syrian-drive-on-raqqah-blocks-secret-us-plan/ vom 2.6.2016) – Dazu der Hintergrundbeitrag: Ausgemacht!?: Keine IS-Attentate während der Euro-2016 (Frankreich einigt sich mit Erdogan) s. http://www.voltairenet.org/article192260.html.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79858, http://sana.sy/en/?p=79841 und http://www.sana.sy/?p=392647 (Beseitigung von IS-Ansammlungen im ar-Rašadiyya-Stadtteil von Dair az-Zaur, beim Ğabal aṯ-Ṯarda am südlichen Stadtrand wie in ʽAyâš im westlichen Umland der Provinzhauptstadt mit heftigen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung. Desgleichen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps nahe ʽAin Ḥussain im N von Ḥomṣ. Desgleichen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps nahe ʽAin Ḥussain im N von Ḥomṣ. Rückeroberung der Gegend beim ar-Ruṣâfa-Abzweig der Verbindungsstraße Aṯriyâ – ar-Raqqa, der Ölpumpenstation wie des Elektrizitätswerks von aṭ-Ṭabqa nach heftigen für den IS äußerst verlustreichen Kämpfen und Zerstörung von dessen aufgerüsteten Fahrzeugen und Unterbrechung der strategisch bedeutsamen Nachschublinie in der Provinz ar-Raqqa.).
Erneut berichtet die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa , daß russischerseits ein LKW-Konvoi von der Türkei her mit Waffen und Munition sowie ca. 200 Terroristen die Grenze von der Türkei her nach Syrien überquert habe, um sich im Raum Idlib mit Ğabhatu_n-Nuṣra zu verbinden. (http://sana.sy/?p=392696 vom 10.6.2016) – Zu den weiteren massiven Unterstützungsleistungen seitens der Türkei für die in Syrien aktive Terroristen einschließlich des IS besonders auch in jüngster Zeit vgl.u. (u.a. Kinderarbeit syrischer Flüchtlinge für den IS in der Türkei)
Terroranschläge vom 10.6.2016:
Bei neuerlichen Angriffen auf die Stadtteile Maysalûn, al-Ğamîliyya, al-Ašrafiyya, Ṣalâḥaddîn, az-Zahrâ´ und al-Maidân von Aleppo kamen mit Mörsergranaten und durch Heckenschützenbeschuß gemäß SANA bislang fünf Menschen (darunter zwei Kinder) ums Leben, 29 weitere wurden verletzt. Gemäß Meldung des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden früher am Tage ein Kind bei Attacken seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Ḥandarât-Flüchtlingslager wie den Aleppo-Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd getötet und acht Anwohner verletzt. Zudem griffen die Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Stellungen der Armee zum Schutz von aš-Šaiḫ Maqṣûd und der Stadt Ḥandarât an.
Im Dorf Ġandûra im N von Aleppo richteten IS-Terroristen ein Massaker an 40 Bewohners, hauptsächlich Kindern, Frauen und Älteren an.
Für die von Terroristen umstellten und ständig von ihnen attackierten Städte al-Fûʽa und Kafariyya wurde eine zusätzliche Waffenruhe von 72 Stunden, beginnend am Fr., 10.6.2016, um 0.00 Uhr, festgesetzt wie auch für die Städte az-Zabadânî und Maḍâyâ im Rîf Dimašq. (http://sana.sy/en/?p=79784, http://www.sana.sy/?p=392627, s.a. http://www.sana.sy/?p=392921 vom 11.6.2016)
Im Rahmen des Treffens des Committee for Protecting Christian Values in der russischen Duma unterstrich der syrische Botschafter in Moskau, Riyâḍ Ḥadâd, erneut die Notwendigkeit einer gemeinsamen weltweiten Bekämpfung des Terrorismus. Die zuständigen internationalen Organisationen sollten ihrer Aufgabe, für Frieden und Sicherheit in der Welt zu sorgen, nachkommen und demnach eine starke Position gegenüber Unterstützern des Terrorismus in Syrien einnehmen. Die Türkei sei ein wichtiges Beispiel dieser Unterstützerstaaten und zudem verantwortlich für die Entführung der beiden hohen christlichen Würdenträger – der syrisch-orthodoxe Metropolit Mâr Gregorios Yûḥanâ (Johannes) Ibrâhîm und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Bûlus (Paul) Yâziğî – in der Nähe von Aleppo am 22.4.2013. Schließlich würdigte der Diplomat die russische Unterstützung bei den Erfolgen der syrischen Armee im Counterterrorismus. (http://sana.sy/en/?p=79769 vom 9.6.2016 – Als Ausführende des Verbrechens wurde eine Untergruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra, die Katîbat al-Muhâğirîn ausgemacht sowie von der Beteiligung des türkischen Geheimdienstes MIT gesprochen. (https://www.worldwatchmonitor.org/2014/_05/article_3145121.html/)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.6.2016 informiert http://www.sana.sy/?p=392485 (Im Zusammenwirken mit den Volkswehrkräften Beseitigung von IS-Nestern und –Ansammlungen im NO des Ğazal-Ölfeldes und im SO des Dorfes von Abû al-Ḥawâdîd ca. 75 km östlich von Ḥomṣ mit Zerstörung von Raketenwerfern und aufgerüsteten Fahrzeugen und Tötung und Verwundung einer Reihe der Terroristen.).
Laut Aussage eines französischen Regierungsvertreters, der anonym bleiben wollte, sind französische Militärberater im Norden Syriens – ohne Erlaubnis und Koordination mit der Landesregierung und damit völkerrechtswidrig – stationiert zur Unterstützung der sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen. Weitere Informationen wollte der Regierungsvertreter nicht preisgeben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8983-franz%C3%B6sische_milit%C3%A4rberater_in_syrien)
Auch der russische Außenminister Lawrow unterstrich erneut die Notwendigkeit, den Zustrom von Terroristen und Waffen von der Türkei her nach Syrien zu stoppen wie auch der schon lange anstehenden und seitens der USA zugesagten (vgl.u.) Trennung der Terroristen von den moderaten Oppositionellen. Während einer Pressekonferenz in Moskau machte er nochmals äußerte er: „It is a very important issue to dissociate the Syrian opposition from terrorists to prevent the triumph of terrorists in Syria and to promote intra-Syrian political dialogue. … Many months have passed since the UN Security Council approved decisions of the Syria Support Group, this is more than enough time for any armed formation to make its choice: join the regime of cessation of fire or not.” Auch gehörten alle diejenigen zur Verantwortung gezogen, die sich nicht an die vereinbarte Waffenruhe hielten bzw. ihr wie auch der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra nicht beigetreten seien: „Along with the Islamic State and Jabhat al-Nusra, all those armed formations that have not joined the regime of cessation of hostilities, or joined it but do not observe it, should bear all responsibility.” Von der jetzigen Situation profitierten nur die Terroristen (zur Erklärung vgl.u.), daher hoffe er, die USA würden endlich ihre bereits erwähnten Zusagen wahr machen: „I hope that the United States, which agreed with that logic, will join us in practical actions to prevent the current situation from being used to strengthen the positions of terrorists on the ground.” (http://sana.sy/en/?p=79761) – Zusammen mit seinem in Moskau zu Gast weilenden jordanischen Amtskollegen Nâṣir Ğûda (Nasser Judeh) diskutierte er darüber, daß sämtliche auf Syrien bezogenen UN-Resolutionen umgesetzt werden müßten und wie dies zu bewerkstelligen sei. (http://sana.sy/en/?p=79740)
Terroranschläge vom 9.6.2016:
Wieder feuerten Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra Raketen auf Wohnviertel von Aleppo mit bislang insgesamt 5 Toten und 54 Verletzten und erheblichen Schäden in al-Maidân, al-Akramiyya, al-Aʽẓamiyya und Saif ad-Dawla. (http://sana.sy/?p=392351) – Dies wurde auch durch das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm bestätigt, welches noch ergänzte, daß in den letzten 24 Stunden Ğabhatu_n-Nuṣra auch die von Terroristen eingeschlossene Stadt al-Fûʽa nahe Idlib bombardierten wie Arḍ al-Waṭâ und Rašâ im Umland von al-Lâḏaqiyya, Militärposten im Umland von Ḥamâ, Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq und den Stadtteil al-Manšiyya in Darʽa. Aktualisierung nach Angaben des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm: in Aleppo stieg die Zahl der Todesopfer auf 25 bei Dutzenden an Verletzten. Zusätzlich angegriffen wurden durch die Ğabhatu_n-Nuṣra–Extremisten noch die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Furqân, as-Sulaimâniyya und ar-Râmûsa, as-Saryân al-Qadîma, Iskandarûn und der Bagdad-Bahnhof sowie die Stadt Ḥandarât im N der Provinzhauptstadt. Dabei kamen verschiedene Arten von Geschossen sowie Scharfschützen zum Einsatz. (http://sana.sy/en/?p=79701).
Während der UNSC-Sitzung letzte Nacht forderte der ständige russische UN-Bot-schafters Witali Tschurkin im Namen seiner Regierung die Vereinten Nationen dazu auf, Berichte über die durch die Türkei auf syrischem Territorium erstellten [und damit völkerrechtswidrigen!] Befestigungsanlagen zu erstellen, um diese zu überprüfen. Zudem monierte er, daß die tatsächlich effizienten und erfolgreichen antiterroristischen Leistungen der russischen Kräfte wie der SAA in Syrien nicht vom UNSC gewürdigt würden ganz im Gegensatz zur sog. US-geführten Koalition. (http://sana.sy/?p=392247 vom 9.6.2016)
Einwohner der Grenzregion der Provinz al-Qunaiṭra, welche an die Golanhöhen und an Israel grenzt, berichteten wie auch der Gemeinderat, daß nicht nur da, wo die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra in der Gegend ihr Unwesen treibe, alle möglkichen Waren aus israelischer Produktion auftauchten, sondern von der israelischen seite an die Familien von Ğabhatu_n-Nuṣra Nahrungsmittel geliefert würden, und zwar nicht in einem Einzelfall sondern regelmäßig jeden Monat. Dies komme zu den anderen seitens der israelischen Regierung gebotenen Hilfeleistungen noch hinzu, wie z.B. die medizinische Versorgung verletzter Ğabhatu_n-Nuṣra-Kämpfer in israelischen Kliniken. Dort hatte vor einiger Zeit sogar schon Premiermenister Netanjahu diese besucht (vgl. Teil II, 18.2.2014) und „Helden“ genannt. Auch der Kommentator der israelischen Zeitung Yediot Aharonot bestätigte kürzlich die guten Beziehungen zwischen Israel und den als oppositionell beschriebenen Kampfverbänden im Grenzgebiet, denen man auch medizinische Hilfe zu Teil werden lasse. (http://sana.sy/?p=392222)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79609 und http://www.sana.sy/?p=391949 (Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Trupps samt dren Fuhrpark an aufgerüsteten Panzerwagen nahe ar-Ruṣâfa, ca. 50km im NO von ar-Raqqa in akkuraten Luftschlägen, welche eine Menge toter Terroristen hinterließen. Vereitelung eines Ğaiš al-Islâm-Angriffs auf einen Militärcheckpoint in Ḥarastâ im Gebiet Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq, der durch einen in 15m Tiefe gegrabenen 500m langen Tunnel mit 1,8m Höhe und 1,6m Breite im Arḍ al-Ḫams-Areal erfolgen sollte; dieser war angefüllt mit einer Unzahl an Sprengsätzen, welche anschließend entschärft wurden; zudem Beseitigung eines Truppentransporters mitsamt Mannschaft Ğabhatu_n-Nuṣra in Tal aḍ-Ḍabʽa nördlich der Bait Ğan-Farm in SW von Damaskus. Die Autoren verweisen hierbei erneut auf die umfängliche Unterstützung, welche Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet seitens des israelischen Nachbarn erhalte. Vereitelung eines Angriffs von IS-Affiliierten auch am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur nahe des Ğabal aṯ-Ṯarda unter heftigen Einbußen des Feindes an Kämpfern – vor allem Saudis! – und Zerstörung von Panzerfahrzeugen, eines Tankers und eines BMB-Schützenpanzers.)
Laut Bericht dess russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 8.6.2016 wurden in den vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße registriert: neben den schon erwähnten Terroranschlägen von Ğaiš al-Islâm auf Stadtteile von Aleppo und von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz derselben wurden auch die Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffe auf Orte im Umkreis von Idlib, al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ und Damaskus erwähnt. Außerdem habe eine 160 Mann starke Truppe zur Auffüllung der Bestände von Ğabhatu_n-Nuṣra im Raum Idlib die Grenze von der Türkei her überquert. (http://sana.sy/en/?p=79669, http://sana.sy/?p=392259)
Pentagon-Sprecher Peter Cook betonte während einer Pressekonferenz vom Di., 7.6.2016, die USA stimmten ihre Militäroperationen in Syrien nicht mit der russischen Seite ab, die sich ja seit Monaten vergeblich gerade darum zur Herstellung einer größeren Effektivität im Kampf gegen den Terrorismus bemüht (vgl.u.). Demnach gebe es keine direkte Zusammenarbeit und Koordination. Besonders bei bei Befreiung von ar-Raqqa könnte dies zu Schwierigkeiten führen. Auf Reporterfragen hierzu antwortete der Pentagon-Sprecher jedoch nicht. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8917-pentagon_usa_arbei-ten_in_syrien_nicht_mit_russland_zusammen vom 8.6.2016)
Terroranschläge vom 8.6.2016:
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf Wohngebiete von Aleppo forderten in den letzten 24 Stunden gut 20 Todesopfer, während weitere 40 Anwohner verletzt wurden, hieß es aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am Mi., 8.6.2016. Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya hatten hierzu die Stadtteile al-Maidân und al-Muḥâfaza angegriffen, wobei es außerdem zu Schäden an einem Einkaufszentrum, an Verwaltungs- und Wohngebäuden kam.
In den Dörfern al-ʽAdnâniyya und aṣ-Ṣamadâniyya verschanzte Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen zudem die Stadt al-Baʽṯ in al-Qunaiṭra mittels Artillerie und Mörsergranaten. Dabei wurde auch eine Sekundarschule und privates Eigentum schwer beschädigt.
Unterschiedliche eingegangene Berichte hatten zudem übereinstimmend zum Inhalt, daß die türkische Regierung unter Präsident Erdogan die im N von Aleppo aktiven Terroristen via LKW-Konvoi mit Waffen und Munition, der im IS-kontrollierten Gebiet abgeladen worden sei, unterstütze.
(http://www.sana.sy/?p=391941)
Aufgrund eigener Ermittlungen hat The Daily Mail offenbart, daß eine Fabrik in der Türkei Militäruniformen für den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere in Syrien aktive Terrororganisationen nähen läßt. Der interviewte Eigentümer Abu Zakour bemerkte dazu nur: „ … für mich spielt es keine Rolle, woher meine Kunden kommen. Das ist nicht mein Problem.“ und setzte hinzu: „Unsere Kunden sagen nicht, dass sie aus Rakka sind (Hochburg der IS), weil sie denken, dass keiner ihnen etwas verkaufen wird, wenn bekannt wird, dass sie von dort kommen. Ich werde diese Kleidung aber verkaufen.“ Die Militärkleidung wird dann – wie üblich! – über die Grenze nach Syrien eingeschmuggelt. Nicht genug dieser Tatsache, beschäftigt der Besitzer zudem syrische Flüchtlingskinder in der Produktion. Sie seien teils sogar unter neun Jahre alt und müßten zwölf Stunden pro Tag in der Fabrik arbeiten. (http://sptnkne.ws/byG8) – Zu anderen bekannten Produktionsstätten in der Türkei für Terroristen in Syrien vgl.u.
Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, berichtete am 7.8.2016 zudem von einem LKW-Konvoi, beladen mit Waffen und Munition, welcher von der Türkei kommend die Grenze nach Syrien passierte und in ein vom IS kontrolliertes lieferte. Der IS wie auch Ğabhatu_n-Nuṣra setzten ihre Angriffe gegen Militärposten und Wohngebiete von Aleppo trotz Beginns des als heilig geltenden Monats Ramaḍân fort und zögen ihre Kräfte um Aleppo zusammen. Von Kafar Ḥamra [im N Aleppos] aus traktierten sie Areale der Provinzhauptstadt mit Mörsergranaten-, Raketen- und Artilleriebeschuß. Ganz intensiv hätten in den letzten 24 Stunden die Stadt Ḥandarât, die Umgebung des an-Nairab Airports, die Aleppo-Stadtteile al-Muḥâfaza, al-Maidân, aš-Šaiḫ Maqṣûd und az-Zahrâ´ darunter zu leiden gehabt. (http://sana.sy/en/?p=79588) – Schon im Koran (9, 36) heißt es, daß in den heiligen Monaten, wozu der Ramaḍân zählt, der Kampf verboten sei.
Wieder wurden Drogenhändler, die vor allem Mengen der bei den Terroristen beliebten Captagon-Pillen (vgl.u.) bei sich führten, von den Behörden festgesetzt. Näheres bei: http://www.sana.sy/en/?p=79502 vom 7.6.2016.
Laut Bericht des Nachrichtenportals life.ru wurde der Leibwächter von Präsi-dentengattin Asmâ´ al-Assad (geb. Aḫras) namens Alğâ Maḫlūf (Alja Machluf), ein Alawit wie die Präsidentenfamilie, Opfer eines gezielten Terroranschlags in Damaskus, indem ein Sprengsatz an seinem Auto detonierte. (http://sptnkne.ws/byys) – Die Familie Maḫlūf ist mit der des Präsidenten verwandtschaftlich verbunden (z.B. trug die im Frühjahr verstorbene Mutter des Präsidenten diesen Nachnamen als Mädchennamen: Anîsa Maḫlūf).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79498 und http://www.sana.sy/?p=391637 (Effektive präszise Luftschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum Dair az-Zaur mit Zerstörung einer Fabrikationsanlage für Sprengfallen in aš-Šûlâ, 30km im SW der Provinzhauptstadt, sowie von etlichen aufgerüsteten Panzerfahrzeugen samt Mannschaften südlich des Militärflughafens, in al-Buġailiyya und ʽIyâš im W; dazu erfolgreiche Razzien gegen IS-Positionen im Industrieviertel und dem Stadtteil al-Ḥamîdiyya von Dair az-Zaur. Desgleichen gegen IS-Schlupfwinkel und Bewegungen bei ar-Ruṣâfa im SW von ar-Raqqa mit Beseitigung von IS-Waffendepots und Mannschaften innerhalb der am vergangenen Donnerstag gestarteten Operation zur Befreiung dieser Provinzhauptstadt. Eliminierung von Ansammlungen und Verschanzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in der Umgebung von Aṭšân, 45km nördlich von Ḥamâ nahe der Verwaltungsgrenze zu Idlib mitsamt eines Kommandozentrums und den zugehörigen aufgerüsteten Fahrzeugen. Erfolgreiche Operationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Bewegungen zwischen al-Ḥamîdiyya – al-Ḥurriyya im Gebiet von Abû Šabṭa im N von al-Qunaiṭra mit Beseitigung von Muntionstransportern.).
Gemäß Meldung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 7.6.2016 wurden in den vergangenen 24 Stunden drei Verstöße festgestellt: Trupps von Ğaiš al-Islâm griffen weiterhin Militärposten und Wohngebiete im Raum Ğaubar, al-Maidân und ʽArbîn im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten an. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra fährt mit den Attacken mittels Raketen-, Mörsergranaten- und Artilleriebeschuß gegen Wohngebiete in und Dörfern in der Umgebung von al-Lâḏaqiyya, Idlib, Ḥamâ, Damaskus und Aleppo fort. (http://sana.sy/en/?p=79600)
Terroranschläge vom 7.6.2016:
Heckenschützen hinterließen in al-Ḥamadâniyya in Aleppo einen Toten und zwei Verletzte.
In al-Baʽṯ / Provinz al-Qunaiṭra führte Artilleriebeschuß seitens Anhängern von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich im 3km südlich gelegenen Dorf al-ʽAdnâniyya (Adnaniyeh) verschanzt hatten, zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden. (http://sana.sy/en/?p=79565)
Bei der ersten regulären Parlamentssitzung der zweiten Legislaturperiode am Mo., 6.6.2016, wurde mit Dr. Hadiyya Ḫalaf ʽAbbâs zum ersten Mal eine Frau zur Parlamentssprecherin gewählt. Mit der Verfassung von 1953 waren die syrischen Frauen unter den ersten der arabischen Welt, welche sowohl das aktive wie passive Wahlrecht erhielten. (http://sana.sy/en/?p=79434, http://www.sana.sy/?p=391260) – Zum Vgl.: In der Schweiz zog sich die Suffrage für Frauen von 1971 bis 1991 hin. Das Rechtsgutachtergremium des kuwaitischen Religionsministeriums dagegen entschied 2009 gar, daß Frauen überhaupt kein Abgeordnetenamt innehaben könne bzw. dürfe. (www.msn.com/de-de/?ocid=mailsignoutmd&AR=1&pfr=1).
Witali Tschurkin, der ständige russische UN-Botschafter in New York rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, Druck auf die Staaten auszuüben, welche nach wie vor die Terroristen in Syrien, darunter Ğabhatu_n-Nuṣra, unterstützten (vgl.u. syrisches Beschwerdeschreiben an die UN vom 5.6.2016), anstatt Druck auf die syrische Regierung auszuüben. Wörtlich äußerte er laut Wiedergabe durch Russia Today während eines speziellen Treffens zwischen UN- und EU-Vertretern am Mo., 6.6.2016: „It is necessary to understand that pressures on Damascus will not lead to achieving the aspired-for result, but those who support terrorists should be pressed, including al-Qaeda-linked Jabhat al-Nusra.” Außerdem wies er darauf hin, daß die „al-Riyadh opposition delegation” ein grundsätzliches Hindernis bei der Erlangung einer politischen Lösung der Syrienkrise darstelle. Daher müßten die Kommunikationskanäle – mit der hierzu bereitwilligen (zu Belegen s.u.) – syrischen Behörden offengehalten werden. Sehr erfreut habe sich der Kreml über das Treffen zwischen dem Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, mit der UN-Außenbeauftragten Federica Mogherini letzten März in Genf gezeigt. (http://sana.sy/en/?p=79483, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8827-tschurkin_syrienkrise_l%C3%A4sst_sich_durch_druck_nicht_l%C3%B6- sen)
Laut Mitteilung des russischen Koordinationszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 6.6.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu fünf Verstößen. Dabei griffen Anhänger von Ğaiš al-Islâm im Umland von Damaskus Militärposten zu dessen Sicherung mit Mörser-granaten- und Raketenbeschuß an. Zudem attackierten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra die Aleppo-Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḥamadâniyya, al-Maidân, al-ʽÂmariyya und den an-Nairab-Airport mit Mörsergranaten- und Raketenbeschuß wie auch eine Anzahl von Städten in den Provinzen Idlib und Ḥamâ. – Die russischen Kampfflieger vernichteten zudem vier illegale Ölföderanlagen des IS im Umland von ar-Raqqa und in der Provinz Ḥomṣ. (http://sana.sy/en/?p=79495)
Ebenfalls am Mo., 6.6.2016, verwies das russische Verteidigungsministerium seitens seines Sprechers Generalmajor Igor Konaschenkow erneut eine Reuter- Meldung ins Land der Märchen und Gerüchte: Jene hatte besagt, russische Kampfflugzeuge hätten einen Markt in al-ʽAšâra im Umland von Dair-az-Zaur angegriffen. Hierzu erklärte er: „The aircraft from the Russian air group in Syria did not carry out combat missions in the vicinity of Ashara in the Deir Ezzor province.” und ergänzte: „It is simply another round of rumors whose dissemination may only harm the business reputation of the British news agency.” (http://sana.sy/en/?p=79479)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79395 und http://www.sana.sy/?p=391307 (Rückeroberung dreier strategischer Orte auf der Achse Tadmur – Ark im O der Provinz Ḥomṣ nach harten Gefechten mit dem IS, der erhebliche Verluste erlitt. Effektive Operationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlungen im al-Ba-ğâbağa-Viertel von Darʽâ al-Balad mit Zerstörung von deren Ausrüstung. Vereitelung von IS-Attacken auf den al-Bânûrâmâ-Checkpoint am SW-Rand von Dair az-Zaur mit Beseitigung einer Anzahl der Terroristen wie auch bei der Operation auf der Achse Ğabal aṯ-Ṯarda – Ḥuwaiğa Ṣaqir.).
Terroranschlag vom 6.6.2016:
Bei Granatenbeschuß auf die von Terroristen umstellte Stadt al-Fûʽa nördlich Idlibs wurden drei Personen verletzt. (http://www.sana.sy/?p=391263)
Ğabhatu_n-Nuṣra–Anhänger feuerten Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Ḫadamî von al-Baʽṯ, wo zum Glück „nur“ materielle Schäden zu beklagen waren. (http://sana.sy/en/?p=79430)
Nach Verlautbarung des ersten Šarîʽa-Richters in Damaskus, Muḥammad al-Maʽrâwî gilt in Syrien Mo., der 6.6.2016, als erster Tag des Fastenmonats Ramaḍân im islamischen Jahr 1437 a.h. (d.i.: anno hegira), der mit der vorhergehenden Nacht und der Sichtung der Sichel des Neumonds begonnen hat. (http://www.sana.sy/?p=391164 vom 5.6.2016)
Medienmeldungen, beruhend wieder auf einer Mitteilung von SOHR, wonach ein russisches Kampfflugzeug von Terroristen im Süden der Stadt Aleppo abgeschossen worden sei, entsprechen nicht der Wahrheit, erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Kona- schenkow nach Information durch das Koordinationszentrum zur Über- wachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm. (http://www.sana.sy/?p=391208)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=79259 und http://sana.sy/?p=390873 (Befreiung von Abû al-ʽAlâğ mit allen umgebenden Anhöhen im O der Provinz Ḥamâ im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Was an IS-Kämpfer nicht getötet oder verletzt wurde, wurde in die Flucht getrieben; vernichtet wurde zudem ein IS-Kommadozentrum, Raketenabschußanlagen und der aufgerüstete Fuhrpark. Im NO von as-Suwaidâ´ in Tal Ušaihib wurde in der Morgendämmerung in IS-Trupp ausgemacht und beseitigt sowie bei der Operation gegen IS-Positionen in al-Mafṭara, 75km im NO von as-Suwaidâ´ dem Feind heftige verlsute an Männern und Ausrüstung beigebracht.). – Abû al-ʽAlâğ befindet sich auf der Verbindungsstraße Aṯariyâ – ar-Raqqa nahe der Stadt aṭ-Ṭabqa mit ihrem 25km entfernten Militärflughafen. Der Armee ist während der am Do., 2.6.2016, im Raum Aṯariyâ begonnenen Offensive zur Rückeroberung der vom IS als verbliebener Hauptstützpunkt in Syrien genutzten Provinzhauptstadt ar-Raqqa ein großer, strategisch bedeutsamer Erfolg gelungen. Seit Sa., 4.6.2016, geht die Armee mit Deckung durch syrische und russische Kampfflieger gen ar-Raqqa vor, die Operation begann mit Artilleriebeschuß, der v.a. dem Osten der Provinzhauptstadt galt, wo sich die Hauptstützpunkte befinden, wie al-Aḫbar news mitteilte. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950315000608).
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm registrierte am 5.6.2016, neun Verstöße für die vergangenen 24 Stunden, fünf davon im Rîf Dimašq, vier im Raum Aleppo. Im ersteren Fall waren wieder das Wohngebiet Barza und etliche Farmen im Umland betroffen, im letzten Fall die Wohngebiete al-Maidân, al-Ḫâlidiyya, die Altstadt, al-Assad-Vorstadt durch Mörsergranaten- und Raketenbeschuß. (http://sana.sy/en/?p=79368, http://www.sana.sy/?p=391218)
Terroranschläge vom 5.6.2016:
Raketenbeschuß aus der Gegend von ʽAfrîn auf das Dorf Bâšimara im Umland von Aleppo hinterließ drei Verletzte.
Aktualisierung: Weitere Attacken mit Raketensalven und Beschuß durch Heckenschützen (im Stadtteil ar-Râmûsa) hinterließen später am Tag in verschiedenen Stadtteilen von Aleppo insgesamt fünf Tote und 77 Verletzte und zwar in as-Sulaimâniyya, al-Hazâra, dem Bagdad-Bahnhof, in Saif ad-Daula, al-Aḏâʽa (Radiostation!), Bâb al-Farağ, al-ʽAzîziyya, die Barûn-Straße sowie as-Saryân. In al-Maidân kam es besonders an der Kirche Faraḥ (als sonntägliches Ziel!), zudem am Munizipalpalast, dem öffentlichen Park und der Elektrizitätsgesellschaft zu teils massiven Schäden wie grundsätzlich an öffentlichem und privatem Eigentum und der Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=79274, http://sana.sy/?p=390927)
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicher-heitsratsvorsitzenden beklagte sich die Regierung via Außenministerium noch am So., 5.6.2016, über die fortgesetzten Angriffe auf Wohngebiete von Aleppo, welche durch die entsprechende, schon in früheren Schreiben mehrfach dargelegte Unterstützung der in Syrien agierenden Terrorgruppen durch ausländische Regierungen nicht möglich wäre. Im vorliegenden Fall hinterließ der willkürliche Beschuß mit hunderten von Raketen und Mörsergranaten sowie Gaszy-linderbombenauf zivile Areale der Provinzstadt Aleppo seit Freitag 110 Tote, darunter 40 Kinder, und hunderte an Verletzten. Ausführende waren neben Terroristen der international gelisteten Ğabhatu_n-Nuṣra ebenso Mitglieder der von einigen westlichen Staaten so titulierten moderaten bewaffneten Opposition. Die Attacken seien „part of the series of the systematic terrorist acts plotted and prepared by the Turkish regime and perpetrated by the ‘moderate opposition’ groups in cooperation and coordination with Jabhat al-Nusra and its affiliates such as Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham and Jaish al-Fatah among others.” Die Terrorakte offenbarten „blatant attempts by the regime of Erdogan and the other regimes supporting and sponsoring terrorism in Riyadh and Doha to undermine the efforts seeking to stop the bloodshed and to foil the Geneva talks and the truce arrangements.”. Die Weigerung seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Ukraine, Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf die UN-Liste der Terrororganisationen zu setzen, zeige nur, daß jene und andere Staaten bzgl. des Terrorismus und seiner Bekämpfung weiterhin mit doppelten Standards arbeiteten, aber nicht ernsthaft dagegen vorgingen. Der wahre Grund für die Fortführung solcher Attentate liege darin, daß man bzgl. der türkischen Regierung die Augen zudrücke, um nicht wahrnehmen zu müssen, daß über die Grenze tausende von Terroristen, alle Arten von Waffen und sogar türkisches Militär in den ins Land komme, letzteres in den Norden von Aleppo (vgl.u.). Es werde demnach nicht nur eine umgehende vehemente Verurteilung dieser Terrorakte vom UNSC gefordert, sondern vielmehr, daß jener seiner Verantwortung, international für Frieden und Sicherheit zu sorgen, gerecht werde und sofort abschreckende Strafmaßnahmen gegen die den Terrorismus unterstützenden Regierungen ergreife, insbesondere gegen Saudi-Arabien, die Türkei und Qaṭar. Dies müßten gezwungen werden, die UNSC-Resolutionen 2170, 2178, 2199 und 2253 einzuhalten. Die Regierung werde sich jedenfalls nicht davon abschrecken lassen, weiterhin seine Pflicht zur Verteidigung der Bevölkerung gegen die Terroristen zu erfüllen wie seine Bemühungen um eine politische Lösung der Krise durch allumfassenden Dialog fortzuführen. (http://sana.sy/en/?p=79307, s.a. http://sptnkne.ws/byvH)
Zehn Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 4.6.2016, für die vergangenen 24 Stunden, davon acht Vorfälle in Aleppo und Umgebung sowie zwei im Rîf Dimašq. Demnach attackierten die Extremisten von Ğaiš al-Islâm die Stadtteile al-Maidân, al-Ḫâlidiyya, die Altstadt wie die al-Assad-Vorstadt von Aleppo city mit Mördergranaten und Raketen wie ebenso das Wohngebiet Barza und eine Anzahl Farmen im Umland von Damaskus. Zuvor waren die Stadtteile al-Maidân, al-Faiḍ, al-Ḥamadâniyya, ar-Râmûsa, Saif al-Dawla und as-Su-laimâniyya von Aleppo mit Raketensalven beschossen worden, worauf 17 Bürger starben, 124 verletzt wurden (vgl.u.). (http://sana.sy/en/?p=79250, http://sana.sy/?p=390192) – Außerdem meldete Zentrumsleiter Genera-leutnant Sergei Kuryalenko, daß die schon am Vortag erwähnten (vgl.u.) ca 1.000 Terroristen, unter welchen sich laut Bewohnern vor Ort türkisches Militär befand (!), Armeeposten zum Schutz der Provinzhauptstadt im SW von Aleppo bei al-Buraiğ angriffen. Bemerkenswerterweise kamen die Attacken aus dem Gebiet al-Anṣârî, das von den sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO) kontrolliert wird. Der Feind versuchte zur Autobahn vorzudringen, wobei es zu harten Kämpfen mit der SAA ca. 800m vom Flüchtlingscamp im Stadtteil an-Naṣr kam.
Infolge der Angriffe mittels Mörsergranaten auf das Stadtviertel aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo seien 40 Bewohner getötet und an die 100 verletzt worden. Die Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra nutzten Raketenwerfer, Artillerie- und Fla-Geschütze für ihre Attacken auf die Viertel aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´, den an-Nairab Airport sowie Armeeposten zum Schutz des Ḥandarât-Flüchtlingscamps im N von Aleppo. Zudem unterstrich der Zentrumsleiter nochmals die Tatsache, daß Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra die seit dem 27.2.2016 geltende Waffenruhe wie die Anwesenheit der sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO) zu ihrem Vorteil ausnutzten, um ihre Kämpfer repositionieren, mit Waffen- und Munitionsnachschub ausstatten und die umgebenden zivilen) Gebiete nördlich von Aleppo angreifen zu können. Dabei führten z.B. im Gebiet Mâriʽ FSA– wie IS-Führer gemeinsam Terroraktionen durch. Erstere hätten durch Abwurf von US-Hubschraubern dort Lieferungen an Waffen, Munition erhalten, welche aber den IS-Leuten in die Hände fielen. (http://sana.sy/en/?p=79215, http://sana.sy/?p=390192; s.a. http://sptnkne.ws/bxWx, http://sptnkne.ws/bxNC)
Terroranschlag vom 4.6.2015:
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf den Stadtteil al-Maidân von Aleppo wurden bislang zwei Menschen getötet und 20 verletzt. (http://sana.sy/?p=390113)
Aktualisierung: wie auch das russische Koordinationszentrum in Ḥumaimîm bestätigte (http://sptnkne.ws/bxNC, http://sptnkne.ws/bxWx), kamen bei Raketenangriffen auf die Stadtteile al-Maidân, al-Faiḍ, al-Ḥamdâniyya, ar-Râmûsa, Saif al-Dawla und as-Sulaimâniyya von Aleppo insgesamt 17 Bürger ums Leben, 124 wurden teils schwer verletzt bei erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=79192).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79184 und http://www.sana.sy/?p=390101 (Eliminierung von IS-Positionen mitsamt Artillerie in al-Qaṣr, ca. 60km im NO von as-Suwaidâ´ am Morgen. Dem IS am Abend zusammen mit der Volkswehr nach zähem Kampf die Kontrolle über eine Reihe von Anhöhen wie die Getreidesilos im O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ abgerungen mit anschließender Säuberung und Entsorgung der vom IS hinterlassenen Sprengfallen und Minen. Vereitelung von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya–Angriffen auf Militärposten zum Schutz von Maʽân, ca. 35km im N von Ḥamâ, wobei mindestens 40 Terroristen getötet, viele verletzt wurden, der Rest sich gen Süden von Idlib flüchtete und ihre aufgerüsteter Kampfwägen vernichtet wurden. Vereitelung von IS-Attacken auf Gebiete beim Ğabal aṯ-Ṯarda und im al-Bânûrâmâ-Areal im S und SW von Dair az-Zaur wie auf SAA-Posten in der Gegend unter deutlichen Feindverlusten an Männern und Bewaffnung ).
Ähnlich wie zuvor am Do., 2.6.2016, Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân (vgl.u.) machte auch der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in New York entgegen den fortdauernden anderrs lautenden Behauptungen der Mainstream-Medien hinsichtlich der humanitären Hilfslieferungen deutlich, daß die Regierung allen bedürftigen Syrern humanitäre Hilfe zukommen lasse – ausgenommen Terroristen – und hierbei mit den UN und anderen internationalen Hilfsorganisationen belegtermaßen (s.u.) erfolgreich zusammenarbeite. Natürlich sei es dabei auch Aufgabe der Regierung, die Sicherheit der ausländischen Mitarbeiter zu gewährleisten und für sie Sorge zu tragen. Hingegen verschlechterten diejenigen Staaten, darunter Mitglieder des UNSC, dort die humanitäre Situation, wo sie für den Nachschub für die Terroristen in Syrien aus dem Nachbarausland sorgten. Syrien fälschlich zu beschuldigen, es (ver)hindere humanitäre Hilfsleistungen, sei – faktengestützt – eine die Syrienkrise begleitende Kriegspropaganda, um Syrien zu diskreditieren und vor einer nächsten Gesprächsrunde in Genf die Regierungsposition zu schwächen. Auffälligerweise seien diese Unterstützerstaaten des Terrorismus dieselben, die die falschen Beschuldigungen gegen Syrien im humanitären Bereich aufbrächten und unterhielten, darunter vor allem die Türkei und Saudi-Arabien wie auch Jordanien. „If it were up to some Security Council members, they would have liked to airdrop weapons, not food or humanitarian aid”, setzte er verdeutlichend hinzu und ergänzte: „Some members of the Security Council want to violate Syrian sovereignty and deny the role the Syrian government plays in order to accuse it and politicize the humanitarian situation in Syria, instead of stopping the terrorist tide.” Außerdem versuchten gerade jene auch den Prozeß einer politischen Lösung der Syrienkrise zu unterminieren, wie am Verhalten der ar-Riyaḍ-Oppositionsgruppe (HNC) deutllich geworden ist (vgl.u.).
Auf entsprechende Reporterfragen antwortete er, wer Syrien helfen wolle, müsse hierfür selbstverständlich die Regierung kontaktieren. Niemand könne anstelle der syrischen Regierung und Bevölkerung den Terrorismus bekämpfen oder humanitäre Hilfe per Luft- oder Schiffsfracht oder über Land ohne Zusammenarbeit mit der Regirung sicherstellen. Außerdem sei die Aufhebung der illegalen (zu Belegen s.u.!) Sanktionen gegen Syrien schon eine große Hilfe. Diese hätten vom ersten Tag der Krise an dafür gesorgt, daß Arbeitsplätze vernichtet, das Banksystem paralysiert und wurden Tausende in die Flucht und Emigration getrieben worden sind.
Wende man sich dem Counterterrorismus anderer Länder zu, so seien bzgl. der selbsterklärten Anti-IS-Koalition unter US-Führung keine echten Erfolge zu verzeichnen. Zudem müsse man sich fragen, wie es denn möglich sei, daß die zwischen 80.000 und (eher) 100.000 in Syrien aktiven Terroristen aus Australien, Kanada, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Libyen Tunesien etc. die oft tausende an Kilometern mit Einreise über die Türkei überhaupt bewerkstelligen konnten? Wer habe ihnen hierzu die Visa erteilt, das Geld für die Flüge gegeben, das Training in Camps in der Türkei zukommen lassen? (http://sana.sy/en/?p=79165, vom 3.6.16)
In einem Statement vom Fr., 3.6.2016, machte der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin klar, daß Versuche von Oppositionsseite, die syrischen Gespräche in Genf zu komplizieren, indem sie Vorbedingungen stellten – was früher schon im Widerspruch der Vereinbarungen im Vorfeld der Genfer Dialoge seitens des HNC unternommen worden war (vgl.u.) – nicht geduldet werden dürften. Alle Seiten müßten sich statt dessen ernsthaft um eine Lösung bemühen. Zu humanitären Hilfen aus der Luft bemerkte er auf Journalistennachfrage hin, daß deren Sicherheit nur durch Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung erreicht werden könne. Wollten UNSC-Mitgliedsländer wirklich dem Land und seiner Bevölkerung helfen, könnten sie dies durch Aufhebung der Anti-Syrien-Sanktionen leicht tun. (http://sana.sy/en/?p=79170)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.6.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=79163 und http://www.sana.sy/?p=389955 (Im O der Provinz Aleppo zusammen mit der Volkswehr Zerstörung von IS-Positionen und -Fortifikationen im Bereich Aṯriyâ mit Unterbrechung der IS-Nachschubroute am az-Zakiyya–Abzweig, Dair Ḥâfir unter heftigen Feindverlusten an Männern und militärischem Equipment; rückerobert wurden zudem Dair Ḥâfir nahe dem Zakiyya-Abzweig die Bergzüge des Abû az-Zain Mountains und die Gegend von al-Masbaḥ laut http://sana.sy/en/?p=79259, http://sana.sy/?p=390873)
Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffen- ruhe in Ḥumaimîm wurden am 3.6.2016, vier Verstöße in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Dabei attackierte Ğaiš al-Islâm wieder SAA-Standorte zum Schutz der damaszener Vororte Ḥarastâ, ʽArbîn und Ğaubar mit Mörsergranaten.
Zudem führte Ğabhatu_n-Nuṣra seine Angriffe gegen die Stadtteile al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´ und aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo mittels Mörsergranaten for auch gegen eine Reihe von Städten in den Provinzen Idlib, Ḥomṣ, Ḥamâ, al-Lâḏaqiyya und dem Rîf Dimašq.
Außerdem überschritten erneut an die 200 Kämpfer zur Unterstützung von Ğabhatu_n-Nuṣra bei Bîsûn die Grenze von der Türkei aus in Richtung Biniš /Idlib, wo sich derzeit ca. 1.000 Ğabhatu_n-Nuṣra mit schweren Maschinengewehren und 35 Raketenabschußanlagen sammeln. Die Terroristen nähmen in Biniš den Einwohnern die Nahrungs-mittellieferungen weg und brächten sie in ihren Stützpunkt in Ḫân Ṭûmân/Provinz Aleppo.
Einwohner von Marâyâ im Umkreis von Aleppo berichteten noch, daß FSA-Kämpfer sich frei und ungestört im vom IS besetzten Gebiet begen könnten, was wieder einmal beweise, daß beide Gruppen nicht gegen- sondern miteinander agierten.
Russische Kampfflieger zerstörten in der Zeit einige illegale Ölförderanlagen nahe der Provinzhauptstadt ar-Raqqa. (http://sana.sy/en/?p=79177, http://www.sana.sy/?p=390056)
Terroranschläge vom 3.6.2016:
Bei Angriffen auf die Stadtteile al-Ḥamadâniyya, Saif ad-Daula und nachmittags noch auf al-Maidân von Aleppo mittels Raketen, Panzerfäusten und Mörsergranaten kamen zwei Kinder ums Leben, 27 weitere Bewohner wurden verletzt bei erheblichen Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum wie an der Infrastruktur.
Wieder einmal beschossen im nahen Biniš verschanzte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra die von Terroristen eingekesselte Stadt al-Fûʽa im N von Idlib mit einer Salve Raketen, wobei laut telefonischer Mitteilung aus der Stadt viele Bewohner getötet und verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=79152, http://sana.sy/?p=389920)
Per Videointerview mit Sputnik news während einer Konferenz zur Terrorbekämpfung in Washington am Do., 2.6.2016, teilte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân mit, die Regierung in Damaskus arbeite mit den UN zusammen, um die jeweils beste Möglichtkeit zu ergünden, allen bedürftigen Syrern humanitäre Hilfslieferungen zukommen zu lasssen. Um solche aus der Luft per Abwurf zur Verfügung zu stellen, seien Absprachen zwichen den UN und der Regierung unumgänglich. Zudem bemerkte sie: „We are in need to eliminate terrorism and I wish the western countries think more about combating terrorism.” Dank der russischen Unterstützung sei die SAA in der Lage (gewesen), große Gebiete von den Terroristen zu befreien. (http://sana.sy/en/?p=79113 )
Michail Bogdanow, der russische Vize-Außenminister und Sonderbeauftragte für den Nahen Osten und Afrika, gab während einer Pressekonferenz in Moskau bekannt, der Regierung liege daran, in Syrien eine über den bald beginnenden Ramaḍân hinaus dauerhafte Waffenruhe ausgedehnt auf ganz Syrien zur Geltung zu bringen. Hierfür rief er die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf und erklärte: „We’re saying it’s important to impose peace once and for all and to create more suitable conditions for a resumption and conduct of negotiations and for tapping a political solution. … More than that, we speak in favor of starting earlier than Ramadan and never stopping (the truce).” (http://sana.sy/en/?p=79122 vom 3.6.2016)
Gemäß den religiösen Gelehrten soll am So., 5.6.2016, bei bei Sonnenuntergang nach der Sichel des Neumonds Ausschau gehalten werden [zur Bestimmung des Beginns des Fastenmonats Ramaḍân] (http://www.sana.sy/?p=389793 von 2.6.2016).
Ein besonders brutales IS-Mitglied, bekannt als blutrünstiger Henker, „Fleischer“ und „Bulldozer von Fallujah“ (wegen seines Übergewichts und brutalen Erscheinungsbildes) ist von der SAA gefaßt worden, wie ein ins Netz gestelltes Video zeige, auf dem im Hintergrund Jubelschreie zu hören seien. Laut Daily Mail köpfte er die ihm überlassenen Delinquenten nicht nur sondern hackte Jugendlichen auch Gliedmaßen ab, folterte und entstellte seine Opfer. Gern habe er mit knienden Opfer und über ihnen erhobenem Schwert posiert. (http://sptnkne.ws/bwUb)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=79037 und http://sana.sy/?p=389422 (Nach einer geglückten Militäroperation unter Deckung der SAAF wie russischen Kampffliegern im Gebiet Iṯriyâ im O von Ḥamâ erfolgte die Rückeroberung von Ğibâl Abû az-Zain und al-Masbaḥ unter heftigen Verlusten des IS, dessen Rest floh. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheiten und Affiliierten im SW Rîf Dimašq nahe al-Maqrûṣa und Ḥarfâ zusammen mit Volkswehrgruppen ebenfalls nach harten Kämpfen und deutlichen Feindverlusten, dessen Überlebende die Flucht ergriffen. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen im S von Darʽâ sowie im Viertel al-Manšiyya von Darʽâ al-Balad. Bei morgendlichen gezielten erfolgreichen Luftschlägen der SAAF auf IS-Ansammlungen und -Befestigungen Beseitigung von IS-Panzerfahrzeugen samt Mannschaften östlich der Lagerhäuser von Tadmur wie bei Ğabâb Ḥamad und Ḍabʽat al-Milla, 50km im O von Ḥomṣ).
Im russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm wurden am 2.6.2016, drei Verstöße für die vergangenen 24 Stunden registriert, begangen durch Ğaiš al-Islâm–Trupps mittels Mörsergranaten gegen die damaszener Vorstädte Ğaubar, Dûmâ, Ğûr al-Bâšâ und weitere Orte im Rîf Dimašq. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra–Extremisten attackierten die Stadtteile al-Maidân, al-ʽÂmariyya, al-Muḥâfaza, az-Zahrâ´ von Aleppo mit dem an-Nairab-Flughafen und dem Ḥandarât-Flüchtlingscamp, zudem eine Anzahl von Städten in den Provinzen Idlib, Ḥomṣ, Ḥamâ und al-Lâḏaqiyya. Zunehmend kämen Trucks mit Nachschub für die Terroristen von der Türkei her nach Syrien im Bereich der Städte ʽAzâz und Dâra ʽIzza. Große Kontingente an Fahrzeugen mit Mannschaften und verschiedenen Typen an Waffen und Munition sowie Panzern kämen zudem im N und SW von Aleppo zu deren Verstärkung an. (http://sana.sy/en/?p=79030)
Terroranschläge vom 2.6.2016:
Im Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo kam eine Studentin ums Leben, fünf weitere Bürger wurden verwundet infolge des Beschusses mit Raketen und durch Heckenschützen, die sich im Stadtteil al-ʽÂmariyya verschanzt hielten.
Ğabhatu_n-Nuṣra–Anhänger feuerten Mörsergranaten auf Wohngebiete der Stadt al-Baʽṯ in al-Qunaiṭra, wo gerade die Baccalaureats-Prüfungen stattfinden, was zum Glück „nur“ zu erheblichen Schäden führte. (http://sana.sy/en/?p=79032, http://sana.sy/?p=389079)
Ergänzung: Nachfolgender Beschuß mit Raketen hinterließ in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Maidân und as-Sulṭân al-Ḥalabî von Aleppo einen Toten und 15 Verletzte, später nochmals in letzteren beiden Vierteln vier Tote und 16 Verwundte.
In al-Lâḏaqiyya sprengte sich ein Suizidattentäter mittels eines mit Sprengstoff präparierten Motorrads vor der al-Ḫulafâ´ ar-Râšidîn-Moschee in die Luft, als gerade die Gläubigen das Gebäude verließen. Dabei kamen zwei Bürger ums Leben, vier weitere wurdn verletzt. (http://sana.sy/en/?p=79102)
Auch die von Terroristen seit zwei Jahren eingeschlossene Stadt al-Fûʽa wurde wieder mit Raketen beschossen, worauf eie 10-Jährige starb, zwei weitere Kinder teils lebensgefährlich verletzt wurden. Die verursachten materiellen Schäden sind ebenfalls hoch. (http://sana.sy/en/?p=79120)
Fünf Verstöße verzeichnete das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 1.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden im Rîf Dimašq, ausgeführt von Ğaiš al-Islâm durch Mörser-granatenangriffe gegen Militärposten zum Schutz der Orte Dûmâ, Ğûr al-Bâšâ, Ğaubar, ʽArbîn. (http://sana.sy/en/?p=79030)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.6.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=78981 und http://www.sana.sy/?p=389087 (Vereitelung von Angriffen der Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf Militärposten zum Schutz der Achse az-Zakât, Ḥaṣariyya und al-Laṭâmina im N von Ḥamâ mit Eliminierung von mindestens 20 Terroristen, Verwundung weiterer unter Ausschaltung von deren militärischer Ausrüstung. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und -Schlupfnester im O von Ḥomṣ bei Ğabâb Ḥamad, Talat ʽÂbid und östlich von Ğab al-Ğarâḥ sowie Beseitigung eines IS-Truppen- und Waffentransports in Ḍabʽat al-Milla. Zusammen mit Volkswehrkräften Vereitelung von Angriffen der Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im SW des Rîf Dimašq, flüchtende Terroristen beschossen das Dorf Ḥarfâ, verursachten aber „nur“ Sachschaden. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze auf IS-Panzerfahrzeuge mit Mannschaften im SO von al-Bânûrâmâ am SW-Rand von Dair az-Zaur.).
Oleg Syromolotow, Rußlands Vizeaußenminister, forderte am Di., 31.5.2016, auf der OSZE-Anti-Terror-Konferenz in Berlin dazu auf, mit der UNO als Koordinatorin ein internationales Bündnis gegen den Terrorismus zu begründen, welche – z.B. im Gegensatz zur US-geführten Koalition! – entsprechend den internationalen Gesetzen unter Berücksichtigung der territorialen Integrität sowie ohne Intervention in interne Angelegenheiten der Regierungen der betroffenen Länder durchgeführt werde. (http://parstoday.com/de/news/world-i8488-russland_fordert_bildung_einer_koalition_gegen_terro- rismus vom 1.6.2016)
Am Mi., 1.6.2016, beantwortete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Reporterfragen: Wir stellen mit Bedauern fest, dass eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Terroristen in Syrien nach wie vor ausbleibt“ (http://sptnkne.ws/bwyN). Beide Länder tauschten nur regelmäßig zweimal täglich Informationen aus. Ein Geheimabkommen zu Syrien existiere nicht. (http://sana.sy/en/?p=78999)
Terroranschläge vom 1.6.2016:
Raketensalven – abgeschossen von IS-Extremisten – fielen in den Wohnvierteln al-Quṣûr and al-Ğûra in Dair az-Zaur in der Morgendämmerung zwei Bürger zum Opfer, weitere drei Personen wurden verletzt, Gebäude etc. beschädigt; Desgleichen in den Stadtteilen al-Ašrafiyya, al-Mûgâmbû, aš-Šaiḫ Maqṣûd, ar-Râmûsa und al-Ḥamadâniyya von Aleppo, wo insgesamt 35 (zuvor 22) Menschen verletzt wurden und eine Frau starb zusätzlich zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum wie der Infrastruktur. Im Stadtteil al-Mûgâmbû beschossen die Extremisten eine Klinik des Wohlfahrtsverbandes der al-Iḥsân association mit Raketen, verwundeten dadurch drei Personen des medizinischen Personals sowie fünf Patienten, eine Frau erlitt dabei einen Abort.
Infolge Raketenbeschusses auf al-Fûʽa und Kafariyya, den beiden im N Idlibs von Terroristen belagerten Orten, wurden acht Personen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=78982, http://sana.sy/en/?p=78982)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.5.2016 infor- mieren http://sana.sy/en/?p=78919 und http://www.sana.sy/?p=388758 (Zerstörung von IS-Schlupfnestern und –Konvois östlich von Tadmur sowie Beseitigung von IS-Trupps in Ğabâb Ḥamad, westlich Ḫunaifîs, al-Mušairifa al-Ğanûbiyya und Rasm Ḥumaira durch präzise SAAF-Angriffe in der Provinz Ḥomṣ; Desgleichen gegen IS-Ansammlungen samt Panzerfahrzeugen bei Salamiyya in Ḥamâ nahe der Verwaltungsgrenze zur Provinz und bei Tulûl al-Ḥamar. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps, welche gerade bestellte landwirtschaftliche Flächen im SO des aṯ-Ṯaʽla Militärflughafens im SW von as-Suwaidâ´ in Brand setzten; Beibringen heftiger Verluste an Kämpfern und Ausrüstung gegenüber zwei IS-Gruppen bei al-Qaṣr im NO der Provinz.).
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm stellte am 31.5.2016 für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße fest. Alle fanden im Rîf Dimašq statt: Mörsergranatensalven wurden von Ğaiš al-Islâm–Extremisten auf das Ibn al-Walîd-Gesundheitszentrum im Bezirk Ḥarastâ wie Militärposten zum Schutz von Dûmâ und Ğûr al-Bâšâ abgefeuert. (http://sana.sy/en/?p=78965)
Im Interview mit Komsomolskaya Pravda vom 31.5.2016, machte der russische Außenminister Sergei Lawrow darauf aufmerksam, die den bewaffneten Gruppen gewährte Frist (vgl.u.), sich von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Gebiet zu distanzieren, Ende dieser Woche. Dann würden die Luftangriffe gegen die Terroristen wieder fortgeführt, auch wenn sich dort noch Kämpfer befänden, die für sich in Anspruch nähmen, keine Terroristen zu sein. Zudem erneuerte er seine – zu einem früheren Zeitpunkt (s.u.) bereits abgeschlagene – Einladung an die USA, gemeinsam gegen jene Gruppen vorzugehen, welche die am 27.2.2016 geschlossenen Waffenruhe verletzten. Zudem machte Lawrow die für das Scheitern der dritten Gesprächsrunde in Genf die ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, Näheres dazu s.u.) verantwortlich. (http://sana.sy/en/?p=78935).
Terroranschlag vom 31.5.2016:
Bei Raketenangriffen auf die belagerte Stadt al-Fûʽa (vgl.u.) im N von Idlib wurden eine Frau und ein Baby verletzt.
Raketenbeschuß auf Wohnviertel von Aleppo hinterließ sieben Tote und 13 Verletzte in der Nil-Straße, ar-Râmûsa, Neu-Aleppo, Bâb al-Farağ und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum, dazu kam Heckenschützenfeuer vom Gebiet der Bilâl-Moschee her. (http://sana.sy/en/?p=78928)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.5.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=78801 und http://www.sana.sy/?p=388265 (Beseitigung eines IS-Trupps mit Panzerwagen in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´; am Vortag war im S der Provinz im Dorf al-ʽAfîna ein großer Waffen-und Munitionstransport in einen Hinterhalt der Volkswekrkräften gelangt und anschließend konfisziert worden. Zerstörung von zwei IS-Autobomben in der Umgebung des Ğabal aṯ-Ṯarda im SO von Dair az-Zaur; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten zum Schutz des Bereichs von al-Bânûrâmâ unter Ausschaltung des Trupps. Im O der Provinz Ḥomṣ zusammen mit Volkswehrkräften Befreiung von Ḥuwaisîs, gelegen im NW des Šâʽir Ölfelds, bei heftigen Verlusten des IS an Kämpfern und militärischer Ausrüstung und anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen, dabei eine endeckte Anlage zur Herstellung solcher Sprengsätze zerstört.)
“American-Kurdish-SDF ‘offensive’ on Raqqa is an information war bluff”
Seit geraumer Zeit beherrschen Meldungen die Mainstream-Medien (MSM), daß sich eine Streitmacht der “Syrian Democratic Forces” (SDF), unterstützt durch das US-Militär unter Deckung der Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf zur Rückeroberung von ar-Raqqa mache. Um dies zu planen, habe sich der Chef des Central Command of the Armed Forces of the USA, General Joseph Votel, am 21.5.2016 geheim in Syrien aufgehalten. Den Medien der Region dagegen war nur zu entnehmen, daß die syrischen Kurdenkämpfer gerade einmal die Kontrolle über drei Dörfer erkämpft hatten (vgl.u.). Eine Quelle aus dem syrischen Generalstab bestätigt dies gegenüber dem Kriegskorrespondenten von Russian Spring’s: die durch die Geheimdienste und Drohen etc. gesammelten Daten hätten gezeigt, daß es sich bei den o.e. „Meldungen“ um nichts als „a big bluff“ handele. Für die behauptete „huge force” an einer imaginären Front vor ar-Raqqa gebe es tatsächlich keine Hinweise. Wörtlich bemerkte der SAA-Offizier: „Despite the loud PR campaign, there is no such large-scale offensive on Raqqa. The SDF’s groupings have indeed grown and fighting has intensified, but there is nothing unusual in this. For months already, the Kurds have been fighting with ISIS in Raqqa province, slowly trying to move forward. But there is no indication that they are now, or will soon be, nearing the administrative center of the Muhafazah. At this rate, this could go on for years”.
Zudem verfüge die SDF gar nicht über genügend Kämpfer für so eine groß angelegte Operation auf die IS-Hochburg ar-Raqqa. Außerdem würde die US-Regeirung – entgegen den erwähnten Medien-Meldungen niemals hunderte von US-Soldaten vor einer dermaßen gut befestigten Stadt opfern, wörtlich äußerte er dazu: „it is obvious that US is never going to leave hundreds of its soldiers to die in an assault on such a well fortified city.“
Interessanterweise hatte auch Pentagon–Sprecher Peter Cook gegenüber Reportern am 27.5.2016, wiederholt und nachhaltig dementiert, daß US-Kräfte zusammen mit örtlichen Milizen an einer Front vor ar-Raqqa im Einsatz seien. Zudem verwies er auf die Fülle an falschem Zeug, das in den (Internet-)Medien kursiere und nur selten Bestätigung finde. (Vgl. http://www.veteranstoday.com/2016/05/27/caught-on-camera-us-special-forces-on-isis-frontline-in-syria/ vom 27.5.2016)
Warum dann solche „Berichte“ kursierten, konnte der Offizier nicht beantworten, möglicherweise könne es einen Zusammenhang mit den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen geben oder es solle von einer anderen Operation abgelenkt werden oder einfach von Untätigkeit gegenüber dem IS.
Der Autor des Artikels, Rus Vesna, macht schließlich nochmals auf den schon erwähnten „information war“ (Informationskrieg, vgl.u.) als wirksames Propaganda- und Kriegsmittel aufmerksam. (http://www.fort-russ.com/2016/05/syrian-general-staff-officer-american.html)
Der Chefunterhändler der ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, vgl.u.) bei den Genfer Gesprächen hat seinen Rücktritt erklärt. „Die Völkergemeinschaft wäre imstande, den Leiden des syrischen Volks Einhalt zu gebieten, hat aber keinen ernsten Wunsch, dies zu tun“, ließ Muḥammad ʽAlûš, der Bruder des in Gefechten von der SAA getöteten Zahrân ʽAlûš (vgl.u.), Führer der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm, welche durch den HNC vertreten wird. (http://sptnkne.ws/bv3z u.v.a.) – Es hat angesichts der Ereignisse in und um die Genfer Gespräche (vgl.u.) jedoch eher den Anschein, daß Muḥammad ʽAlûš gerade wegen seiner verwandtschaftlichen Verbindung den Unterhändlerposten aufgibt, um das zu Recht sehr angeschlagene Image des HNC als Terroristenvertreter nicht ganz so auffällig zu gestalten. Der HNC hatte die letzte Runde des innersyrischen Dialogs in Genf sabotiert und Mitglieder zu denjenigen terroristischen Anschlägen aufgerufen, welche seit Wochen gehäuft Syrien heimsuchen (zu Informationen und Belegen s.u.).
Terroranschläge vom 30.5.2016:
Raketenbeschuß im Stadtteil as-Sabîl von Ḥomṣ verursachte am Morgen Schäden im Wohngebiet.
Glücklicherweise „nur“ zu Beschädigungen kam es infolge Raketenbeschusses im von Terroristen umzingelten Ort Kafariyya (vgl.u.) / Provinz Idlib, wobei eine Schule das Ziel war. (http://sana.sy/en/?p=78790)
Ergänzung: Raketenbeschuß der damaszener Vorstadt Ḥarastâ hinterließ zwei Tote, zwei Verletzte und erheblichen Sachschaden.
In Aleppo ereignete sich Dasselbe im Stadtteil al-Ḥamadâniyya, wobei fünf Bürger – einer lebensgefährlich – verletzt wurden. Aktualisierung: die Opferzahl wuchs auf zwei getötete und 20 verletzte Bewohner aufgrund von Raketeneinschlägen auch in den Wohngegenden von Sulaimân al-Ḥalabî, Saryân al-Ğadîda, der Nil-Straße und in al-Arqûb. (http://sana.sy/en/?p=78863)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78695 und http://sana.sy/?p=387862 (Vernichtung von IS-Konzentrationen und Waffentransportern sowie gepanzerten Fahrzeugen samt Mannschaften durch gezielte Luftschläge im Gebiet as-Suḫna, aṭ-Ṭayyiba, ʽUnq al-Hawâ, Abû al-Ḥawâdîd im O der Provinz Ḥomṣ sowie in Raḥûm, 85km östlich der Provinzhauptstadt, einer IS-Plattform für Attacken ziviler Ziele im Umland wie auf die Verbindungsstraßen Aṯriyâ -ar-Raqqa und Ḥamâ – Ḫanâṣir mit Unterbrechung der IS-Nachschublinienzusammen mit der Volkswehr erfolgreiche Razzien gegen IS-Schlupfwinkel im Areal von al-Bârida im SO der Provinz. Im äußersten N der Provinz Ḥamâ Vereitelung von Angriffen der Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu auf Militärposten zum Schutz von Tal Bazâm, Tal Ḥuwair und östlich Mûrik mit mindestens 35 getöteten Extremisten und Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung einschließlich verschiedener Artillerie, Panzerwägen und Abschußanlagen für Raketen; ebenso gegenüber IS-Attacken auf Armeeposten zum Schutz der Verbindungsstraße as-Saʽn – Iṯriyâ. Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen und -Schlupfnester im Umkreis von nahe Dair az-Zaur, beim Militärflughafen, im S und O des al-Bânûrâmâ-Areals am SW-Stadtrand und beim Ğabal aṯ-Ṯarda mit bedeutenden Feindverlusten an Kämpfern und Austrüstung.).
Terroranschläge vom 29.5.2016:
In as-Suqailbiyya, 48km im SW von Ḥamâ beschossen Terroristen der von Saudi-Arabien finanzierten Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya morgens das National Hospital mit Raketen, welche das Gebäude beschädigten.
Ğabhatu_n-Nuṣra –Anhänger attackierten am Morgen den Stadtteil al-Ḫadamî in al-Baʽṯ/Provinz al-Qunaiṭra, wo gerade die Baccalaureatsprüfungen stattfanden. Im Dorf aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya verschanzte Terroristen griffen die Gesundheitsdirektion von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten an.
Abends wurden Raketen auf den Stadtteil al-Arman von Ḥomṣ abgefeuert. In den drei letzten Fällen kam es zum Glück „nur“ zu erheblichen materiellen Schäden.
Auch verschiedene Stadtteile Aleppos waren wieder Ziele von Anschlägen: beim Raketenbeschuß von al-Maidân wurden vier Personen verletzt, ein Gebäude zum Einsturz gebracht; in ar-Râmûsa fielen zwei Einwohner Raketen- bzw. Heckenschützenbeschuß zum Opfer, zehn weitere wurden dadurch verwundet; Ersteres verwundete drei Anwohner der Nilstraße, Maschinengewehrfeuer traf eine Frau in Adûnîs; Raketenbeschuß in as-Sariyân hinterließ zwei Tote, zwei Verletzte und materielle Schäden, Desgleichen führte in Bustân az-Zahra zur Verwundung eines Kindes und einem Gebäudebrand.
Im Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Kerry insistierte der russische Außenminister Sergei Lawrow auf der Schließung der türkisch-syrischen Grenze, über welche noch ständig Kämpfer- und anderer Nachschub für die Terroristen in Syrien eingeführt werde. Zudem müsse die US-Regierung endlich ihr Versprechen umsetzen und die mit den USA verbundenen Gruppierungen der sog. moderaten bewaffneten Opposition (MAO, s.u.) von den Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten zu scheiden, da sich die Waffenruhe auf letztere nicht erstrecke und dieselbe solange nicht effizient ausgeweitet werden könne. (http://www.sana.sy/?p=388109, s.a. http://sptnkne.ws/bvvs)
Eine Ladung mit ca. 6.000 Dosen an Vakzin aus der Türkei wurden ins von Terroristen besetzte Gebiet im NW der Provinz Aleppo geliefert. (http://sana.sy/en/?p=78731, 29.5.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78612 und http://www.sana.sy/?p=387595 (Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Gegend al-Bânûrâmâ an den SW-Ausläufern von Dair az-Zaur in 24-stündigem Kampf mit enormen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung samt gepanzerten Wägen; zudem effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Konzentrationen um den Ğabal aṯ-Ṯarda und westlich des Dair az-Zaur Militärflughafens mit Zerstörung des IS-Hauptquartiers, Waffen- und Munitionsdepots und einem aufgerüsteten Fuhrpark. Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfnestes mitsamt Mannschaft, Waffen und Muniton in ʽIzzaddîn im Gebiet von Talbîsa im N von Ḥomṣ).
Terroranschläge vom 28.5.2016:
Infolge Mörsergranatenbeschusses auf das Dorf ʽAin ad-Danânîr im NO-Umland von Ḥomṣ durch der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen, verschanzt in Izzaddîn, wurde eine Frau getötet, eine Anzahl Bürger verletzt und Schäden und Zerstörungen angerichtet.
Der Raketenbeschuß auf den Stadtteil al-Maidân von Aleppo am Morgen hinterließ einen Verwundeten und beschädigte Häuser, Autos etc. (http://sana.sy/en/?p=78617)
Ergänzung: Später forderte die Beschießung weiterer Stadtteile Aleppos mit Raketen ihre Opfer: in aš-Šaiḫ Maqṣûd starben vier Bewohner, 18 wurden verwundet; in al-Maidân wurde ein Bürger verletzt, später am Nachmittag wurden eine Reihe Anwohner in Neu-Aleppo und al-Ašrafiyya verwundet. Die materiellen Schäden waren jeweils beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=78648)
Auf der offiziellen Facebook-Seite des Präsidialamts waren in den letzten Tagen von besorgten Bürgern eine Menge Fragen zu in gewissen Medien kursierenden Behauptungen eingegangen. Diese besagten, im Zusammenhang mit den weiterzuführenden Genfer Gesprächen sei Syrien der Entwurf einer neuen Verfassung zugekommen, wozu die Regierung Anmerkungen gemacht habe. Dies konnte jedoch als absolut unwahr zurückgewiesen werden. Wörtlich hieß es in der Antwort des Präsidialamts: „In this context and to avoid any confusion, we are concerned to affirm that no draft of a new constitution has been proposed to the Syrian Arab Republic and all what has been circulated by media outlets on this issue is completely untrue.” Zudem wurde versichert: „any new constitution to Syria in the future will not be proposed by outside the country but rather it will be absolutely a Syrian, with only the Syrian people discussing and agreeing on it as to be put to referendum and any other talk is ,useless and meaningless.‘“ (zu Deutsch: „Jede neue künftige Verfassung von Syrien werde nicht von außerhalb des Landes beantragt, sondern vielmehr eine absolut syrische sein, welche allein die syrische Bevölkerung diskutieren und auf die sie sich per Referendum einigen werde. Jegliches andere Gerede sei ,nutz- und bedeutungslos‘“). (http://sana.sy/en/?p=78539)
Wie schon früher mehrfach dargestellt (vgl.u.) sind u.a. die gegen Syrien illegal [da nicht von der UN autorisiert!] verhängten Sanktionen mit Schuld an den teils katastrophalen Verhältnissen im Land, welche die Flüchtlingsströme anwachsen ließen. Eine der kostengünstigsten Soforthilfen für die leidende syrische Bevölkerung wäre demnach die Aufhebung derselben. In der am Fr., 27.5.2016, veröffentlichten Pressemitteilung des EU-Rates heißt es jedoch: Der Rat der Europäischen Union wird die Sanktionen gegen das syrische „Regime“ (!) bis zum 1. Juni 2017 verlängern. „Dieser Beschluss steht im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Rates vom Dezember 2014, in denen er bekräftigt hat, dass sich die EU für die Umsetzung der Sanktionen gegen das Regime und seine Unterstützer einsetzen wird, solange die Unterdrückung andauert„. Der seit Jahren beibehaltene Propaganda-Passus widerspricht dabei der Realität, die sich nicht nur in sämtlichen Wahlen der letzten Jahre (vgl.u.) unter überwältigender Teilnahme der Bevölkerung als Unterstützung gerade für diese Regierung gezeigt haben. (http://sptnkne.ws/buRM)
Dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge, welche derzeit ihre 69. Zusammenkunft im UN-Hauptquartier in Genf abhält (zum syrischen Beitrag vgl.u.), sind im Jahr 2015 bei Angriffen auf rund 135 Gesundheits-einrichtungen in Syrien, von denen zwei Drittel gezielt gewesen seien, 173 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i8200-who_registrierte_im_letzten_jahr_135_an-griffe_auf_gesundheitseinrichtungen_in_syrien)
Nach Meldungen des TV-Senders al-Mayâdîn drangen wie schon vor einer Woche (vgl.u.) türkische Soldaten in der Provinz Aleppo im NW des Landes ca. 700m tief auf syrisches Staatsgebiet vor und errichteten in eklatanter Verletzung des Völkerrechts im Raum der mehrheitlich von Kurden bewohnten [syrischen] Stadt ʽAfrîn einen Checkpoint. (http://sptnkne.ws/buFX)
Vom syrischen Botschafter Riyâḍ Ḥadâd in Moskau verlautet die Mitteilung: „Ich kann hiermit erklären, dass die russischen Luft- und Raumfahrtkräfte den Schmuggel von syrischem Öl in die Türkei praktisch vollständig unterbunden und sämtliche Öllager der Terroristen vernichtet haben.“ Förderstätten in Syrien habe der IS jedoch noch unter seiner Kontrolle [vgl. bei ar-Raqqa, Dair az-Zaur!]. (http://sptnkne.ws/buG6)
Am Fr., 27.5.2016, teilte der russische Generalstabschef Sergei Rudskoi während eines bei Rossija 24 ausgestrahlten Briefings mit, daß tagtäglich Lastwagen mit Waffen und Munition für die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei nach Syrien kämen, mithilfe deren die Angriffe und Provokationen fortgesetzt werden können. Wörtlich bemerkte er: „Diese ständige Versorgung mit Kräften und Waffen ermöglichte es den Terroristen von Dschebhat an-Nusra den provokativen Beschuss sowie den Vormarsch gegen die syrischen Regierungstruppen fortzusetzen. Somit fesseln sie deren Vorgehen gegen IS-Terroristen in anderen Richtungen“. Diese seien das Haupthindernis auf dem Weg zur Ausbreitung der Waffenruhe auf die Provinzen Aleppo und Idlib im Norden Syriens. „Dschebhat an-Nusra nutzte die Waffenruhe und den Umstand, dass sich Einheiten dieser terroristischen Organisation in den gleichen Gebieten befinden, wie auch Formationen der gemäßigten Opposition, gegen die die russische und die syrische Luftwaffe keine Angriffe fliegen, und stellte teilweise ihre Einsatzfähigkeit wieder her, füllte ihre Waffenreserven auf und ging zu aktiven Kampfhandlungen über“, setzte er hinzu. Dennoch hätten sich bereits weitere 60 Gruppen der Waffenruhe angeschlossen, die diesbezüglichen Bemühungen gingen weiter. (http://sptnkne.ws/buJY)
Dutzende Familien können wieder in ihre Heimat, Städte, Dörfer und Farmen im südlichen Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, zurückkehren, welche kürzlich durch die Armee von Terroristen befreit und wo Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt seien. Elektriker, Techniker und Verwaltungsbeamte seien gleich nach Beseitigung der Schuttberge an die Arbeit gegangen, um die notwendigen Dienstleitungen anbieten zu können, die wichtigsten Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten erfolgt, der Rest intensiviert im Gange, informierte der Vizegouverneur die Presse vor Ort. Verschiedene Hilfs(unter)komitees unterstützten die Bewohner vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=78549)
Wieder gelang es einer Volkswehreinheit einen Waffen- und Munitionstransport von Terroristen in al-ʽUfaina im S von as-Suwaidâ´ ausfindig zu machen und zu umstellen. Die Ladung aus Panzerfäusten, Kanonen, verschiedener Munition und 70kg TNT wurde beschlagnahmt. (http://sana.sy/?p=387680)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78509 und http://sana.sy/?p=387350 (Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffs in der Morgendämmerung von ʽAṭšân, Tal Sukaik und Umm Ḥâritain im N von Ḥamâ aus auf Militärposten zum Schutz von Maʽân, ca. 35km nördlich der Provinzhauptstadt; bei den heftigen Gefechte wurden mehr 50 Terroristen getötet und neun stark aufgerüstete Kampfwägen zerstört; im Zusammenwirken mit der Volkswehr Eliminierung eines IS-Waffen- und Munitionstransporters mitsamt Mannschaften auf der Straße Aṯriyâ – ar-Raqqa nach stürmischen Kämpfen. Vernichtung von IS-Trupps samt Transportern um Ğibab Ḥamad durch akkurate SAAF-Einsätze in der Provinz Ḥomṣ. Beseitigung einer IS-Ansammlung in Dorf Qaṣr im NO-Umland von as-Suwaidâ´ am Rande der Syrischen Wüste. – In jener arbeiteten Armeeeinheiten und Volksverteidigungsräfte zusammen, um die Infiltrationsversuche des IS und zu vereiteln die Terrororgansation daran zu hindern, Waffen und Munition über das weite offene Gebiet der jordanisch-irakischen Seite der Grenze her zu schmuggeln.)
Mit heftiger Kritik reagierte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu auf Photos, auf denen Angehörige einer – sich illegal und völkerrechtswidrig in Syrien aufhaltenden – US-Sondereinheit mit Abzeichen der Volksverteidigungskräfte der syrischen Kurden abgebildet sind, berichtete Hürriyet Daily News am 27.5.2016. Das seien „Doppelstandards und Heuchelei“ warf er der US-Administration vor. Tags zuvor hatte Pentagon-Sprecher Peter Cook mitgeteilt, die US-Sondereinsatzkräfte verwendeten dies zur Tarnung. (http://sptnkne.ws/buNP) – Zu sehen ist das „Tarnungsemblem“ hier: https://www.rt.com/usa/344641-us-kurdish-patches-turkey-complains/ ; bei den Photos handelt es sich um Aufnahmen des AFP-Journalisten Delil Souleiman aus dem nordsyrischen Dorf Fatisa vom 25.5.2016 und den Aufnäher (Emblem) der Kurdish People’s Protection Units (YPG).
Terroranschläge vom 27.5.2016:
In Banî Zaid des nachts verschanzte Terroristen beschossen den Stadtteil al-Maidân von Aleppo mit einer Raketensalve, töteten eine ältere Frau, verwundeten neun weitere Personen, zerstörten Gebäude, darunter ein Seniorenheim und richteten weitere enorme Schäden an. (http://sana.sy/?p=387383)
In al-Laṭâmina verschanzte Terroristen griffen das Kraftwerk von Maḥarda im nördlichen Umland von Ḥamâ mit Raketen an, welche beträchtliche Schäden anrichteten und eine Reihe der dortigen Arbeiter verletzten. Ein ausgebrochener Brand eines Tanks konnte von der Werksfeuerwehr gelöscht werden. (http://sana.sy/en/?p=78556)
In dieser Woche gelang es der SAA, hauptsächlich der 137. Artilleriebrigade zusammen mit der 17. Division, hunderte von IS-Terroristen in Raum Dair az-Zaur zu vernichten, wie das Internet-Portal Rusvesna berichtet. Darunter befinde sich auch ein IS-Feldkommandeur wie ein Chef der IS-Abteilung von Ägypten. Zudem eliminierte die Luftwaffe eine IS-Kommandostelle im SW des Flughafens. (http://sptnkne.ws/buwp mit Video) – In der seit eineinhalb Jahren belagerten Provinzhauptstadt versuchen die IS-Terroristen weiterhin, die zu ihrer Versorgung angelieferten [bzw. als Luftfracht abgeworfenen] Nahrungs- und Arzneimittel wie Benzin u.a. der Bevölkerung vorzuenthalten. (http://sana.sy/en/?p=78454)
20 der in az-Zâra (vgl.u.) nach dem Massaker vom IS entführten Bewohner, darunter 13 Frauen und fünf Kinder, wurden von den Behörden befreit. (http://sana.sy/en/?p=78503)
Mehr als 100 von dort vertriebene Familien konnten am Do., 26.5.2016, wieder ins östliche Umland des strategisch bedeutsamen as-Sufaira im SO von Aleppo zurückkehren. Diese bedankten sich herzlich bei der Armee, die aus der Stadt die Terroristen hinausgetrieben, Sicherheit und Ordnung wiederhergestellt und Sprengladungen entfernt hatten. Das Gouvernement hieß die Rückkehrer willkommen und stattete sie mit dem Nötigsten für die ersten Tage aus. (http://sana.sy/en/?p=78473)
Am Nachmittag des 26.5.2016 teilte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, während einer Pressekonferenz in Genf mit, er werde am Abend den UN-Sicherheitsrat über die neuesten Entwicklungen informieren, danach wolle er bekanntgeben, wann die nächste Gesprächsrunde stattfinden werde. (http://www.sana.sy/?p=387059) – Anschließend machte er deutlich, daß er in den nächsten zwei bis drei Wochen wohl keine Einladungen hierzu verschicken werden, u.a. beginne ja demnächst der Ramaḍân. (http://sana.sy/en/?p=78475, http://www.sana.sy/?p=387059)
Laut Mitteilung des russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 26.5.2016 kam es in den vergangenen 24 Stunden zu drei Verstößen, allesamt in der Provinz Aleppo. Ğabhatu_n-Nuṣra attackierte viel Areale in Aleppo einschließlich des an-Nairab-Flughafens mit Mörsergranaten und Raketen. (http://sana.sy/en/?p=78491)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78416 und http://sana.sy/?p=386985 (Effektive präzie Luftschläge gegen IS-Verschanzungen und Konvois im Umkreis der Ölfelder von Ğazal und aš-Šâʽir wie gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt Abschußanlagen für Mörsergranaten in al-Ġağar in der Provinz Ḥomṣ. Beseitigung von IS-Positionen und aufgrüsteten Kampfwägen mit sämtlichen Mannschaften im SW des Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´; Zerstörung eines IS-Waffen- und Munitionstransports in Rağm ad-Dawla, ca. 70 km im NW der Provinzhauptstadt. Akkurate SAAF-Angriffe gegen IS-Positionen, -Fortifikationen und –Bewegungen bei al-Bânûrâmâ, Tal Barûk und westlich des Dair az-Zaur Airports und um den Ğabal aṯ-Ṯarda.).
Terroranschläge vom 26.5.2016:
Gen Mitternacht beschossen Terroristen von Banî Zaid aus den Stadtteil al-Maidân von Aleppo mit Raketen und beschädigten Gebäude etc. wie auch am Morgen im Stadtteil Ṣalâḥaddîn; zudem wurde ein Bewohner von Heckenschützen angeschossen, dieser verstarb später. Da Feuer ausbrach, waren die Zerstörungen enorm. Bei weiteren Raketeneinschlägen im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd wurden noch fünf Personen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=78404)
Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî sprach während seiner Rede vor 69. Zusammenkunft der WHO-Versammlung im UN-Hauptquartier in Genf am Do., 26.5.2016, die sich ständig verschlimmernden Gesundheitsverhältnisse der Bevölkerung der von Israel widerrechtlich besetzten Golanhöhen an. Dies geschehe, obwohl die syrische Regierung schon wiederholt dagegen protestiert und die Vereinten Nationen gebeten habe, auf die Verantwortlichen entsprechenden Druck auszuüben. Thema des Treffens waren gerade die Gesundheitsverhältnisse in Palästina und auf den Golanhöhen. Daher stellte Dr. Yâziğî heraus, die israelische Besatzung sei zu weit darin gegangen die Bevölkerung dort ihres Rechts auf Gesundheitsdienstleistungen zu berauben, da es keine Gesundheitszentren auf dem besetzten Golan gebe. Zudem hinderten die Besatzungsbehörden die syrischen Bürger, in der Hauptsache Patienten, daran, medizinische Versorgung und Pflege zu erhalten. (http://sana.sy/en/?p=78465)
In einem Schreiben an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vom 25.5.2016 teilte der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin mit, aus der Türkei würden der IS-Terrormiliz die Materialien zum Bau von Straßenbomben zur Verfügung gestellt, welche bei Terroranschlägen Verwendung fänden. Dazu zählte er fünf türkische Unternehmen auf, welche Aluminiumpulver, Ammoniumnitrat, Wasser-stoffperoxid und andere Materialien zum Bombenbau für den IS-Terroristen produzierten. (http://sana.sy/?p=386808, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i8104-russland_t%C3%BCrkei_stellt_dem_is_materia-lien_zum_bau_von_stra%C3%9Fenbomben_zur_verf%C3%BCgung)
Ca. ein Dutzend bewaffneter Gruppen in Syrien, vor allem aus dem Raum Aleppo und Damaskus, hat das russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm kontaktiert und darum gebeten, die Luftangriffe dort auszusetzen, damit jene sich aus den von der Ğabhatu_n-Nuṣra besetzten Gebieten zurückziehen und von der Ğabhatu_n-Nuṣra separieren könnten. Um den Beitritt dieser Gruppen zur Waffenruhe zu befördern, sei man auf diese Bitte eingegangen, erklärte Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidi-gungsministeriums, am Mi., 25.5.2016. Die betroffenen Gruppen hätten sich bereiterklärt, auf provokativen Angriffe aus diese Regionen bzw. zivile Zentren und Positionen der syrischen Armee zu verzichten und ihre Aktionsgebiete deutlich von denen der Ğabhatu_n-Nuṣra abgrenzen zu helfen. (http://www.sana.sy/?p=386626 vom 25.5.2016)
Erneut ist in der Nähe von al-Ḥasaka eine US-Militäreinheit gelandet – ohne Absprache bzw. Einverständnis der Landesregierung, also demnach völkerrechtswidrig und entgegen den Protesten der Bevölkerung vor Ort (vgl.u.). Die 250 Mann Marineinfanteristen landeten zusammen mit schwerer Militärtechnik, transportiert durch private Frachtflugzeuge, berichtete al- ʽArabiyya. Zuvor hatte sich schon Joseph Votel, US-Oberbefehlshaber des Regionalkommandos für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien geheim in der Gegend aufgehalten. (http://sptnkne.ws/btTw, 25.5.2016) – S.a. U.S. Boots on Ground in Northern Syria ~ [Photo Gallery]
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78296 und http://www.sana.sy/?p=386553 (Vereitelung eines IS-Angriffs von Mušairifa im O aus auf Ḫaṭṭâb und das Ğazal-Ölfeld im O von Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten; akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Positionen bei ʽUnq al-Hawâ, aš-Šandâḫiyya aš-Šamâliyya, Ğibab Ḥamad, al-Habra al-Ġarbiyya und Rasm Ḥamîda sowie auf Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra bei Talʽamrî; dazu IS-Trupp ausgelöscht im Dorf al-Bârida beim Ğabal Ḫanzîr im Umland von Tadmur. Beseitigung von IS-Stellungen im Bereich Ḥuwaiğat Ṣaqar von Dair az-Zaur mitsamt den Abschußanlagen für Mörsergranaten und Raketen, mit welchen in jenem IS-Aufmarschgebiet Angriffe auf den Militärflughafen und Wohnviertel der Provinzhauptstadt ausgeführt werden. Erfolgreiche Spezialoperationen gegen IS-Nester im westlichen Qalamûn-Bergland des Rîf Dimašq zusammen mit der libanesischen Ḥizbullâh im Ödland von al-Ğarağir; dazu Vertreibung von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, die einen Angriff gegen einen Militärposten zum Schutz von Fulaiṭa im West-Qalamûn zu stürmen versuchten, bei erheblichen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung; zudem Zerstörung eines Ğabhatu_n-Nuṣra –Waffentransporters von Israel her in Talat aẓ-Ẓalîl al-Aswad im syrisch-libanesischen Grenzbereich.)
Für die vergangenen 24 Stunden registrierte das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 25.5.2016 fünf Verstöße im Raum Aleppo: Ğaiš al-Islâm beschoß den Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie die Gemeinde az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra mit Raketen und Mörsergranaten das Ḥandarât-Flücht-lingscamp, den an-Nayrab Airport, die Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, Ṣalâḥaddîn von Aleppo wie die Stadt al-Fûʽa in der Provinz Idlib, dazu eine Reihe Städte im N von al-Lâḏaqiyya. Das Zentrum versicherte erneut, daß weder die russische noch die syrische Luftwaffe die vereinbarte Waffenruhe vom 27.2.2016 gebrochen haben. (http://sana.sy/en/?p=78380, http://sana.sy/?p=386844)
Nach strengster Verurteilung der jüngsten Attentate in Syrien sprach der UNSC in einer von der russischen Delegation vorbereiteten Erklärung sprach der UNSC zudem den Familien der Opfer wie dem syrischen Volk sein Beileid aus und wünschte schnelle Genesung. Auch zeigte er Betroffenheit über die Fortdauer der terroristischen Attacken, ausgeführt durch den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Verbündete als weiteren Abspaltungen von al-Qāʿida und deren Negativeinfluß mittels ihrer extremistischen Ideologie auf die Stabilität von Syrien, die Nachbarstaaten und die gesamte Region wie auf die humanitäre Situation der unter ihnen leidenden Bevölkerung.
Demnach bestehe die Notwendigkeit, diejenigen, welche solche abscheulichen terroristischen Verbrechen ausführen, organisieren, finanzieren oder sonstwie unterstützen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Terroristische Akte seien gleichermaßen kriminell und nicht zu rechtfertigen, einerlei was das Motiv, den Ort, die Zeit oder die Ausführenden betreffe. Auch müßten alle Staaten mit allen Mitteln in Übereinstimmung mit der UN-Charter und dem Völkerrecht zusammen den Terrorismus bekämpfen und Schritte zur Verhinderung weiterer Terroristenunterstützung zu unternehmen.
Schließlich bekannten sich die Mitglieder darin zur Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität des syrischen Staates. (http://sana.sy/en/?p=78318 vom 25.5.2016). – Bemerkung: Auch wenn es bislang nur Worte sind, durch die seitens der russischen Delegation vorformulierten Erklärung bewegt sich der UNSC erstmals in Richtung der Sichtweise der Vorgänge, für deren Richtigkeit die syrische (seit Jahren) und später die russische Regierung schon so viele Nachweise erbracht haben. Die Erklärung zur Gleichsetzung aller terroristischen Akte macht deutlich, daß es es diesbezüglich keine Doppelstandard-Politik (vgl.u.) geben dürfe, wie sie die syrische Regierung ebenfalls schon so oft angeprangert hatte.
Terroranschläge vom 25.5.2016:
In al-Ḫâlidiyya am nördlichen Stadtrand of Aleppo starb eine Frau infolge Heckenschützenbeschusses von al-Lairamûn her. Dazu kamen durch Beschuß mit Raketen und von Heckenschützen in den Stadtteilen al-Ašrafiyya, Ṣalâḥaddîn und der Nil-Straße sieben Getötete und fünf teils sehr schwer Verletzte zu erheblichen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum. Auch die nördlich gelegenen Städte Nubul und die Gemeinde az-Zahrâ´ am Stadtrand von Aleppo kamen in einer Salve von 30 Raketeneinschlägen zwei Kinder ums Leben, drei weitere wurden verletzt.
In Talʽamrî und ʽIzzaddîn verschanzte Terrorgruppen attackierten das Dorf al-Mašrafa, 18km im N von Ḥomṣ mit fünf Raketen und verletzten damit etliche Einwohner. (http://sana.sy/en/?p=78300, http://sana.sy/?p=386740)
Eine zusätzliche Waffenruhe wurde für Ost-al-Ġûṭa und Dârayâ im Rîf Dimašq ausgerufen, beginnend um 00.00 Uhr des 25.5.2016 für 72 Stunden. Laut Mitteilung von Sergei Kuryalenko, dem Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm vom Vortag ist dort ein Großangriff seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündeten geplant (vgl.u.) (http://sana.sy/en/?p=78270)
Die sog. „Syrian Democratic Forces” verkündeten am Di., 24.5.2016, Angriffe zur Wiedergewinnung des nördlichen Teils der Provinz ar-Raqqa einleiten zu wollen. Sie starteten die Attacke von ʽAin ʽÎsâ (Ain Issa), 65 km nördlich von ar-Raqqa aus, wie es aus Medienkreisen hieß mit Luftunterstützung der US-geführten Allianz. Tags darauf konnten nach heftigen Bodenkämpfen mit IS-Einheiten diese aus zwei Bauernhöfen 5km im SO von ʽAin ʽÎsâ vertrieben werden, gegen Abend auch aus der Farm Qartâğa. (http://sana.sy/en/?p=78236 vom 24.5.2016, http://sana.sy/en/?p=78305 und http://www.sana.sy/?p=386223 vom 25.5.2016)
Zu Aktionen ausländischer Staaten bzw. denen ihrer Geheimdienste etc. im Gebiet ar-Raqqa s. http://www.veteranstoday.com/2016/05/26/isis-evacuating-raqqa-at-us-order/
Gemäß Mitteilung von Generalleutnant Sergei Kuryalenko, dem Leiter des russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, vom 24.5.2016 drohen die von der US-Administration gestützte „moderate armed opposition“ (MAO, s.u.) wie auch die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra – deren Verflechtung mit der MAO schon des öfteren thematisiert worden ist – damit, die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe zu brechen, zu welcher sich allerdings nur MAO-Gruppierungen verpflichtet hatten. „Verblüffend ist besonders die Tatsache, dass unter den Einheiten, die diese Erklärung (mit der Drohung, die Waffenruhe zu beenden – Anm. d. Red.) unterschrieben haben, sowohl Gruppierungen der von den USA kontrollierten gemäßigten Opposition, als auch mit der Al-Nusra-Front eng verbundene Gruppen sind“, machte der Leiter deutlich. (http://sptnkne.ws/btxR) Für Kuryalenko steht fest, daß die Führer von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit denen der ihnen verbundenen Gruppierungen auf eine Torpedierung des Friedensprozesses in Syrien abzielen. „Dies beweist die Serie von Terroranschlägen in den syrischen Städten Dschabla, Provinz Latakia, und Tartus, bei denen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sind“, setzte er hinzu. Zudem stehe die Bildung einer Angriffsgruppierung dieser Terrororganisation mit mehr als 6.000 Kämpfern im Raum Aleppo kurz von Abschluß. Damit solle die SAA von Süden her blockiert werden, während ihr im Norden der Zugang nach Nubul abgeschnitten werden solle. (http://sptnkne.ws/btz7)
Terroranschläge vom 24.5.2016:
Ein an einem geparkten Auto unbemerkt angebrachter Sprengsatz detonierte während der späteren Fahrt an einem Kreisverkehr der Stadt al-Kiswa im Süden des Rîf Dimašq und tötete [wohl] den Fahrer. (http://sana.sy/en/?p=78213)
Raketenbeschuß vom Dorf Bayânûn aus hinterließ im Stadtteil az-Zahrâ´ von Aleppo eine Tote und drei Verletzte bei entprechendem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=78300)
Am Abend verursachte der IS-Beschuß mit einer Anzahl Raketen und Mörsergranaten im Stadtteil al-Ğûra von Dair az-Zaur zum Glück „nur“ Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=386553)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78204 und http://www.sana.sy/?p=386117 Beseitigung von IS-Ansammlungen in akkuraten Luftschlägen beim aš-Šâʽir-Ölfeld wie von IS-Affiliierten in Bodenoperationen beim aš-Šâʽir-Ölfeld und Hayân-Gasfeld in der Provinz Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz von Umm at-Tabâbîr mit rechtzeitiger Zerstörung einer Autobombe. Eliminierung von Ğaiš al-Fataḥ–Trupps – Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra – Ġîlâ und ʽAdwân in der ar-Rûğ-Ebene im W von Idlib; dazu Unterbrechung von deren Nachschubrouten und Zerstörung von Öltankern von Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündeten auf der Straße von Talʽâda nach Tarmânîn, 45 km im N der Provinz. Beseitigung von Terroristen beim Aufbau von Barrikaden in Tal al-Qabû am Fuß des Ğabal Šaḥšabû in der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ.).
Sechs Verstöße meldete das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm am 24.5.2016 für die vergangenen 24 Stunden, davon fünf im Rîf Dimašq, wobei Ğaiš al-Islâm Militärposten mit Mörsergranaten beschossen und einen im Rîf al-Lâḏaqiyya, wo Gleiches gegenüber der Stadt Karâmîl passierte. Ğabhatu_n-Nuṣra führte ihre Angriffe auf Militärposten zum Schutz von Aleppo wie auf die Wohnviertel aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Ḫâlidiyya, Ṣalâḥaddîn und das Ḥandarât-Flüchtlingscamp ebenfalls mit Mörsergranaten fort. Zudem attackierte Ğabhatu_n-Nuṣra die Städte Ḥâkûr at-Taḥtânî und Kinsabâ im N von al-Lâḏaqiyya und Marğ as-Sulṭân im Umland von Damaskus.
Der SAA sei es gelungen, im O der Provinz Ḥomṣ den IS weiter zurückzuschlagen. (http://sana.sy/en/?p=78270)
Hannah Allam, Washington, McClatchyDC.com, berichtet im Zusammenhang mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, daß sich Labib al Nahhas [Labîb an-Naḥâs] mit Kampfnamen Abû ʽIzzaddîn, nach eigener Darstellung: „Chief of Foreign Political Relations @ Ahrar Al Sham“ (https://twitter.com/labibalnahhas), mit Kenntnis der US-Nachrichtendienste ungehindert für einige Tage in Washington/USA aufgehalten habe, um Kontakte zu knüpfen – dies, obwohl Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ein bekannter Zweig von al-Qāʿida sei. Auch Faysal Itani, ein syrischer Spezialist beim Atlantic Council’s Rafik Hariri Center for the Middle East, der ebenfalls von dem Aufenthalt wußte, bemerkte, jener gelte in den USA nicht als persona non grata. Dagegen war durch die US-Behörden dem bekannten Chef der syrischen Selbstverteidigungseinheiten, dessen Besuch in den US zur Entgegennahme eines Preises für sein humanitäres Engagement eigens avisiert worden war, die Einreise versagt worden. Zeitgleich mit an-Naḥâs´ USA-Trip im Dezember 2015 wurde in Saudi-Arabien die ar-Riyâḍ-Gruppe (HNC, s.u.) als „syrische Oppositionellen“-Repräsentanz für die Genfer Gespräche zusammengestellt, welche ja in Vertretung der Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya agiert. Im Weiteren s. http://www.mcclatchydc.com/news/nation-world/national/national-security/article78962527.html.
Im Telefonat vom 23.5.2016 mit seinem US-Amtskollegen Kerry erinnerte der russische Außenminister Lawrow jenen an die Erfüllung der Verpflichtung, die US-seits unterstützten sog. „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] von Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra zu trennen, um letztere effektiv bekämpfen zu können. (http://sana.sy/en/?p=78159)
Aus Anlaß der letzten verheerenden Anschläge in Ṭarṭūs – durch vier Autobomben und drei von Suizidattentätern gezündete Sprenggürtel [vgl.u.] – zu denen sich Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya bekannte, und in Ğabla – ausgeführt durch drei Autobomben und einen Suizidattentäter mit Sprengstoffgürtel – wie dem kurz zuvor in az-Zâra [s.u., ausgeführt durch Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Verbündete] stattgefundenen Massaker mit Entführung etlicher Frauen und Kinder wandte sich das Außenministerium am Mo., 23.5.2016, erneut in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheits-ratsvorsitzenden. Die dabei gemachten Erläuterungen und gestellten Forderungen entsprachen den bislang in solchen Fällen, die dennoch bislang immer noch nicht umgesetzt worden sind. Die jüngsten Attentate stünden nur an der Spitze einer ununterbrochenen, jedoch seit einiger Zeit deutlich eskalierenden Anzahl an Aggressionen gegen die Zivilbevölkerung durch die bekannten Terrorgruppen, welche nach wie vor ihre Unterstützung durch die ebenfalls hinlänglich bekannten Regierungen erheilten, ohne die jene Terroraktionen nicht möglich wären. Im Zusammenhang gesehen dienten sie eindeutig der Destabilizierung von bislang verwirklichten befriedeten sicheren Gebieten, damit der Unterminierung der immer weiter in Ausdehnung befindlichen Waffenruhe-Vereinbarung und den erzielten Rekonziliationserfolgen. Letzere seien Basis der politischen Lösung der Syrienkrise, welche durch den innersyrischen Dialog in Genf hergestellt, jedoch durch die Terrorgruppen und ihre Hintermänner sabotiert werden sollen. Zudem würde damit von den zunehmenden counterterroristischen Erfolgen der SAA abgelenkt. Genannt wurden in dieser Hinsicht Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm sowie die damit verbundenen Terrorgruppen bzw. vor allem die Regierungen von Saudi-Arabien, der Türkei und von Qaṭar neben anderen. Das ständige Schweigen und die praktische Untätigkeit seitens des UNSC hierzu sende für die Terrorruppen nur anspornende Signale aus. Daher hieß es im Schreiben: „certain states’ persistence in imposing a policy of silence on the Security Council regarding the heinous crimes committed by terrorist groups across Syria, and the refusal of those same states to have the Security Council take deterring, immediate, and punitive measures against the states and regimes and that support terrorism – particularly the regimes in Riyadh, Ankara, and Doha – inspires these regimes to continue directing their terrorist pawns in Syria to commit massacres against the Syrian people.“ Verstärkt wurde der Eindruck noch durch die Weigerung seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Ukraine, die zitierten Terrorgruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf Vorschlag der russischen Regierung konsequenterweise auf die UN-Terrorliste setzen zu lassen (vgl.u.). Statt dessen bestünden diese Staaten darauf, diese Terrorgruppen als „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] zu bezeichnen und zu behandeln, wobei sie die von jenen begangenen endlosen Verbrechen ignorierten. Das wiederum mache deren Fehlen an ernsthafter Bekämpfung des Terrorismus deutlich.
Syrien werde sich jedoch nicht davon abhalten lassen, der Verpflichtung zum Counterterrorismus den eigenen Bürgern und der internationalen Gesellschaft gegenüber wie der zur Verwirklichung einer politischen Lösung der Syrienkrise durch umfassenden innersyrischen Dialog nach dem Willen der syrischen Bevölkerung nachzukommen.
Die Schreiben schlossen – wie schon so oft (vgl.u.) – mit der Aufforderung an den USCR: „[to] take deterring, immediate, and punitive measures against the states and regimes and that support terrorism, particularly the regimes in Riyadh, Ankara, and Doha, stop said states from supporting terrorism and tampering with international peace and security, and force them to comply with relevant Security Council resolutions.“ (http://sana.sy/en/?p=78149 vom 23.5.2016)
Auch der syrische UN-Gesandte in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, machte im Nachgang der erwähnten Attentate seinerseits gegenüber beiden Gremi-umsmitgliedern klar: „Dieses blutige Abschlachten ist die Fortsetzung einer ganzen Reihe von Terrorangriffen, die auf direkte Anweisung der extremistischen und fundamentalistischen Regime in Riad, Ankara und Doha systematisch gegen einige syrische Städte ausgeführt wurden“. Zu den Verbrechen in az-Zâra merkte er an, obwohl sich Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Verbündete auf ihren sozialen Netzwerkseiten dazu bekannt hätten, sei dies von jenen Staaten übergangen worden, die diese Terroristen als bewaffnete Gruppierungen einstuften und sich dagegen stark machten, daß jene auf die UN-Terrorliste gesetzt würden. (http://sptnkne.ws/btt3)
Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm forderte in einer Erklärung vom 23.5.2016 alle Konfliktparteien, die sich der Waffenruhe in Syrien angeschlossen haben, dazu auf, die übernommenen Verpflichtungen ernsthaft umzusetzen. Wörtlich hieß es in der übersetzten Fassung: „Wir fordern von allen Seiten, die das Abkommen über die Feuereinstellung unterzeichnet haben, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Wir fordern Washington erneut dazu auf, die Arbeit mit den durch die USA kontrollierten Formationen der sogenannten ‚gemäßigten‘ syrischen Opposition weiter fortzusetzen, damit sich diese auch der Waffenruhe anschließen können“.
Zudem fordere die russische Regierung die US-Administration auf, die ihrer Einflußnahme unterstehenden Kampftruppen, die sich der Waffenruhe angeschlossen hätten, aus Gebieten der Ğabhatu_n-Nuṣra und ihrer Verbündeten bzw. der anderen international anerkannten Terrorgruppen abzuziehen. (http://sptnkne.ws/btuf, http://www.sana.sy/?p=385985)
Am Di., 24.5.2016, kam das Kabinett zusammen, um Unterstützung für die in den Terroranschlägen Geschädigten bereitzustellen. Einzelheiten hierzu bei: http://sana.sy/en/?p=78208. Im Auftrag des Präsidenten besuchte der Vize-Regionalsekretär der Baʽṯ-Partei, al-Hilâl, die Verletzten in den Kliniken und erkundigte sich nach deren Versorgung. (http://sana.sy/en/?p=78208)
Beim Treffen mit WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf konnte Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî mitteilen, die gesundheitliche Situation in Syrien sei stabil. Zudem habe die Belieferung sämtlicher Provinzen mit 1100 Arzneimittelsendungen habe in den letzten fünf Monaten funktioniert. (http://sana.sy/?p=385770)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=78075 und http://www.sana.sy/?p=385236 (Rückeroberung von Posten am Ğabal Ḫanzîr, ca. 100km im SO von Ḥomṣ] nahe al-Qaryatain nach Erledigung der IS-Trupps dort; dazu effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Positionen beim aš-Šâʽir-Ölfeld. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen im SW vom Dair az-Zaur Airport. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Verschanzungen in al-Manšiyya, al-Karak, dem alten Zollgebäude un d dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingslager im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ.)
Die Außenministerien Rußlands und der Tschechischen Republik haben die jüngsten Attentate in Syrien schärfstens verurteilt. Auch Spanien gesellte sich dazu, später UN-Generalsekretär Ban-ki Moon und sogar kurz der deutsche Außenminister (http://sana.sy/?p=385820) sowie Weißrußland (http://www.sana.sy/?p=386128) und der Generalsekretär der Europäischen Organisation für Sicherheit und Information (http://www.sana.sy/?p=386097). Hinzu kamen der Iran und der Irak (http://sana.sy/en/?p=78295), China und Südafrika (http://sana.sy/?p=386913), Argentinien (http://sana.sy/en/?p=78494), die WHO (http://sana.sy/en/?p=78321) und schließlich am 25.5.2016 auch der UN-Sicherheitsrat (http://sana.sy/en/?p=78318) und am 29.5.2016 Somalia (http://sana.sy/en/?p=78718.
In einer von der russischen Delegation vorbereiteten Erklärung sprach der UNSC zudem den Familien der Opfer wie dem syrischen Volk sein Beileid aus und wünschte schnelle Genesung. Auch zeigte er Betroffenheit über die Fortdauer der terroristischen Attacken, ausgeführt durch den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Verbündete als weiteren Abspaltungen von al-Qāʿidaund deren Negativeinfluß mittels ihrer extremistischen Ideologie auf die Stabilität von Syrien, die Nachbarstaaten und die gesamte Region wie auf die humanitäre Situation der unter ihnen leidenden Bevölkerung.
Demnach bestehe die Notwendigkeit, diejenigen, welche solche abscheulichen terroristischen Verbrechen ausführen, organisieren, finanzieren oder sonstwie unterstützen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Terroristische Akte seien gleichermaßen kriminell und nicht zu rechtfertigen, einerlei was das Motiv, den Ort, die Zeit oder die Ausführenden betreffe. Auch müßten alle Staaten mit allen Mitteln in Übereinstimmung mit der UN-Charter und dem Völkerrecht zusammen den Terrorismus bekämpfen und Schritte zur Verhinderung weiterer Terro-ristenunterstützung zu unternehmen.
Schließlich bekannten sich die Mitglieder darin zur Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität des syrischen Staates. (http://sana.sy/en/?p=78318). – Bemerkung: Auch wenn es bislang nur Worte sind, durch die seitens der russischen Delegation vorformulierten Erklärung bewegt sich der UNSC erstmals in Richtung der Sichtweise der Vorgänge, für deren Richtigkeit die syrische (seit Jahren) und später die russische Regierung schon so viele Nachweise erbracht haben. Die Erklärung zur Gleichsetzung aller terroristischen Akte macht deutlich, daß es es diesbezüglich keine Doppelstandard-Politik (vgl.u.) geben dürfe, wie sie die syrische Regierung ebenfalls schon so oft angeprangert hatte.
Terroranschläge vom 23.5.2016:
Am Montagmorgen, 23.5.2016, waren die Küstenstädte Ṭarṭūs (Tartus) und Ğabla (Jableh, Provinz al-Lâḏaqiyya) heftigen Explosionen ausgesetzt. Dabei kamen nach ersten Angaben 78 Menschen ums Leben, zudem gib es eine große Anzahl teils sehr schwer verletzter Personen, vorwiegend Frauen und Kinder. Wegen der erheblichen Beschädigungen wird mit steigenden Opferzahlen gerechnet.
Im Einzelnen: in Ğabla detonierten zwei Sprengsätze am Hauptzugang zur Zentralen Busstation, ein weiterer beim Direktorat der Elektrizitätswerke am Rand eines Wohngebiets. Zudem sprengte sich ein Suizidattentäter vor dem Eingang der Notaufnahme des National Hospital der Stadt in die Luft.
In der Hafenstadt Ṭarṭūs wurden bislang 33 getötete und 47 verletzte Bürger gezählt. Dort ließen drei Suizidattentäter ihre Sprengsätze detonieren, eine Autobombe am Hauptzugang zur Busstation, der andere innerhalb derselben, ein dritter im angrenzenden Wohnviertel im Westen der Provinzhauptstadt.
(http://sana.sy/en/?p=78020)
Desweiteren starben in den Stadtteilen Bustân az-Zahra und al-Mâritînî von Aleppo, wo hauptsächlich Palästinenser untergekommen sind, zwei Frauen, ein Baby wurde infolge des Raketenbeschusses verletzt bei erheblichen Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=78073, http://www.sana.sy/?p=386537).
In Maʽratmaṣrîn positionierte Terroristen beschossen gegen 11.00 Uhr die belagerte Stadt Kafariyya, 8km nördlich von Idlib erneut mit Raketensalven, töteten zwei Bewohner und verletzten sechs weitere. (http://www.sana.sy/?p=385670) – Photostrecke der Verheerungen: http://sana.sy/en/?p=78037, Video-Kurzberichte: http://sana.sy/en/?p=78118
Das Kabinett verurteilte auf das Strengste die letzten Attentate in Ṭarṭūs, Ğabla, al-Qâmišlî, Aleppo, Nubul und Darʽâ und machte die ausländischen Unterstützer der in Syrien wütenden Terrorgruppen mitverantwortlich für die begangenen Verbrechen an unschuldigen Zivilisten. Den Familien der Betroffenen sprach die Regierung ihr tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. Die Behörden wurden angewiesen, die Opfer und ihre Familien nach Kräften zu unterstützen. – Ganz offenbar scheuten die Terroristen die Auseinandersetzung mit der Armee, stellte Infor-mationsminister az-Zuʽbî im Telefon-Interview mit al-Aḫbariyya-TV heraus. Zudem hätten die ausführenden Terroristen – in den Gegenden aktiv seien besonders Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğabhatu_n-Nuṣra und der IS – mit den Übergriffen wieder einmal ihre wahre Natur gezeigt. (http://sana.sy/en/?p=78020)
Gegenüber einem Sputniknews-Reporter gab ein Sprecher aus syrischen Sicherheitskreisen zudem bekannt, daß eine weitere Suizidbomberattacke auf die Klinik in Ğabla rechtzeitig habe verhindert werden können, indem er bemerkte: „Sicherheitsdienste haben einen Selbstmordattentäter festgenommen, der der Terrorgruppierung Ahrar ash-Sham angehört. Er wollte sich in der Nähe eines Krankenhauses in Dschabla in die Luft sprengen.“ Die Zahl der Todesopfer ist über 100 angestiegen. (http://sptnkne.ws/bsVU)
Terroranschläge vom 22.5.2016:
In der Nacht zum Sonntag sprengten sich mit dem IS affiliierte Suizidattentäter in einem Restaurant im Stadtzentrum von al-Qâmišlî in die Luft, töteten damit fünf Menschen und verwundeten ca. 20 weitere bei erheblichen Zerstörungen im Umkreis. Später stellte sich heraus, daß zwei weitere Attentäter rechtzeitig hatten aus dem Verkehr gezogen werden. (http://sana.sy/en/?p=77928)
Sonntagnachmittag führte der Beschuß mit Raketen und Panzerfäusten seitens Terroristen, verschanzt beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp u.a. Stadtbezirken, in den Stadtteilen as-Saḥârî und al-Kâšaf von Darʽâ zur Verwundung von drei Bewohnern und zu erheblichen Beschädigungen an öffentlichem und privatem Eigentum. Gleiche Anschläge gab es am Abend in Nubul im N von Aleppo, wo zudem ein Kind verletzt wurde. (http://sana.sy/en/?p=77991)
In Aleppo wurde erneut az-Zahrâ´ mit Raketen beschossen – eine Frau starb, drei Personen wurden verwundet; im Stadtteil al-Ḥamdâniyya wurden drei Bürger durch Explosivgeschosse verwundet. Aktiv im Gebiet sind Ğabhatu-n-Nuṣra, Liwâ´ Falûğa Ḥaurân und deren Verbündete. (http://sana.sy/en/?p=78073, http://www.sana.sy/?p=385439)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77937 und http://www.sana.sy/?p=385236 (Zerstörung von IS-Fortifikationen und aufgerüsteten Kampfwägen nahe dem Flughafen von Dair-az-Zaur durch akkurate SAAF-Attacken und von IS-Positionen beim Ğabal aṯ-Ṯarda in Bodenoperationen; Vereitelung eines IS–Angriffs von Ḥuwaiğat Ṣaqar her auf das Industriegebiet der Provinz-hauptstadt unter heftigen Feindverlusten. Vereitelung einer Attacke von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten auf eine Reihe von Militärposten 30 km südlich von Ḥamâ mit Ausschaltung eines Großteils des Trupps, der Rest floh aufs Umland. Eliminierung eines Hauptquartiers und mehrerer Befestigungen von Ğabhat_n-Nuṣra samt Mannschaften am östlichen Ende des Stadtteils Manšiyya von Darʽâ wie westlich und östlich der alten Zoll–Station, beim Kreisverkehr Karak und dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingslager. Beseitigung von IS-Trupps in al-Qaṣr am Rand der Großen Wüste in der Provinz as-Suwaidâ´ mitsamt deren militärischer Ausrüstung. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Stellungen nahe des aš-Šâʽir Ölfelds, bei Abû Ğuraîṣ, ʽUnq al-Hawâ, Umm Ṣuḥaîrîğ, Umm ar-Rîš und Umm Tabâbîr in der Provinz Ḥomṣ; Ausmerzung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Schlupfnestern in al-Qu-naiṭrât; Rückeroberung der Posten Qalʽat al-Harî, Nr.619 und 711 unter Eliminierung der bis dahin verbliebenen IS-Schlupfwinkel.)
Am So., 22.5.2016, berichtete das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden von acht Verstößen, allesamt ausgeführt von Terroristen im Bündnis mit Ğaiš al-Islâm im Rîf Dimašq gegen Militärposten zum Schutz von Ost-al-Ġûṭa und Maḍâyâ. Zudem hieß es in der Verlautbarung: „Terrorist organization of Jabhat al-Nusra continued attempts to foil the cessation of hostilities agreement by targeting military posts and residential neighborhoods with mortar rounds and rocket shells at Handarat refugees camp, al-Nayrab airport, and neighborhoods of al-Sheikh Maqsoud, al-Khalediya, and al-Ramousa in Aleppo as well as a number of towns in the northern countryside of Lattakia.” Die SAA habe zudem einige Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im Umland von Damaskus vereitelt und den Feind unter großen Verlusten zurückgeschlagen. (http://sana.sy/en/?p=78005)
Nach eingehenden Recherchen und Beobachtungen im Gebiet konnten die Behörden am 21.5.2016, 25 Tonnen an medizinischen Hilfsgütern für den IS und affiliierte Gruppen im Wert von über 100.000 US-$, welche unter Aufsicht der Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya aus der Türkei über den Grenzübergang Bâb al-Hawâ eingeschmuggelt wurden, konfiszieren und Terrormitglieder festnehmen. (http://sana.sy/en/?p=77893). Einer die- ser, ʽAbdurraḥmân Kanğû von der Terrorgruppe Liwâ´ Šuhadâ´al-Ḥaqq, tätig im Raum Aleppo auch im Waffen- und Drogenhandel, legte im Abendprogramm des staatlichen Fernsehens ein umfassendes Geständnis hierzu mit interessanten Details ab, u.a. stellte er klar: „Liwâ´ Šuhadâ´al-Ḥaqq [Fehler, im Original steht: Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya] monitors all movements in the area, and they claimed to be fighting ISIS while they were actually supporting it”. Lieferungen wie die erwähnte stammten von einem türkischen Unternehmen genannt al-Yamân in Istanbul, die Waren aus Amerika und China beziehe. Das Unternehmen sei dafür bekannt, daß es Medikamente, medizinische Geräte etc. zur Versorgung von Feldlazaretten des IS und UN-gelisteten anderen Terrororganisationen in Manbiğ, aber auch im irakischen Mossul organisiere. (http://sana.sy/en/?p=77893).
Nach Auskunft des russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 21.5.2016 wurden für die vergangenen 24 Stunden neun Verstöße festgestellt. Terroristen von Ğaiš al-Islâm attackierten mit Mörsergranaten und Kanonenbeschuß eine Reihe von Militärposten im Rîf Dimašq und von Aleppo. Zudem konnte die SAA Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Orte in den ländlichen Gebieten von Ḥomṣ, Damaskus und Qunaiṭra, Aleppo und Idlib vereiteln. (http://sana.sy/?p=384483)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.5.2016 infor-mieren http://sana.sy/en/?p=77863 und http://www.sana.sy/?p=384269 (Durchbrechung der Blockade von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beim Elektrizitätswerk von az-Zâra in der zentralen Provinz Ḥamâ mit Rückzug der Feind-Überlebenden nach Ḥur Binafsa im S; dazu Rückeroberung sämtlicher Anhöhen um die Stadt unter heftigen Feindverlusten – es starben gut 100 Terroristen – bei Zerstörung von 10 aufgerüsteten Kampfwägen; zudem Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğabhatu-n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya dank präziser Operationen der SAAF und der Artillerie auf Militärposten auf der Achse Maʽân – Tal Bazâm – unter den gut 25 getöteten Terroristen befand sich auch der Feldkommandeur von Ğabhatu_n-Nuṣra, Samîr al-Asmar; neben vielen Verletzten blieben sechs mit Duschka-Maschinengewehren aufgerüstete Wägen und anderes Kriegsgerät zurück. Akkurate effiziente Luftschläge gegen IS-Positionen bei den Ölfeldern von aš-Šâʽir und Ğazal sowie bei Umm at-Tabâbîr im O von Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten; Desgleichen bei al-Qaryatain 85km südöstlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung eines Kommandozentrums von Ğabhatu-n-Nuṣra im Stadtteil al-Arbaʽîn des Bezirks Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ mitsamt den Mannschaften. Intensive präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen im SW von Dair az-Zaur mit Beseitigung einer Anzahl Terroristen mitsamt militärischer Ausrüstung; dazu rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe im al-Bânûrâmâ-Bereich im SW-Teil Dair az-Zaurs; im SO der Provinzhauptstadt beim Ğabal aṯ-Ṯarda wurde laut sozialen Netzwerkseiten des IS während der Gefechte mit der Armee auch Abû Ḫadîğa al-Maṣrî getötet, der IS-Verantwortliche für Dair az-Zaur)
Terroranschläge vom 21.5.2016:
Infolge Raketenangriffen auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo wurde ein Baby verletzt und Häuser erlitten beträchtliche Schäden. Später hinterließen solche Attacken noch eine Tote und sieben Verletzte (darunter drei Kinder) im Stadtteil al-Furqân sowie fünf Verwundete (darunter zwei Kinder) in Bâb al-Farağ.
In Darʽâ wurden auf dieselbe Weise vier Personen verwundet in den Stadtteilen as-Sabîl, al-Maṭar (also Flughafengebiet) und as-Saḥârî.
(http://sana.sy/en/?p=77880)
Die bekannte libanesische Journalistin Mâğida al-Ḥâğ enthüllt in ihrem Artikel für „al-Sabat news“ (?) vom 21.5.21016 Grund und Umstände der Tötung von Kommandant Muṣṭafā Badraddîn (Ḏû_l-Fiqâr): die in Syrien die SAA im Counterterrorismus unterstützende Ḥizbullâh hatte in der Umgebung von Aleppo einen US- wie einen französischen Spion gefangengenommen: „Hezbollah special forces took captive a senior field commander of the terrorists affiliated to Riyadh and two US and French intelligence officers working in the newly-founded joint operations room of Jeish al-Fatah (a coalition of several terrorist groups) in Aleppo in one of the regions controlled by al-Nusra Front in Aleppo.“ Beide Länder hätten dort einen joint operations room für ihre Geheim-dienstagenten eingerichtet und würden so direkt mit dem Kommando von Ğaiš al-Fataḥ im Raum Aleppo und darüber hinaus kommunizieren. Die Ermordung von Kommandant Muṣṭafā Badraddîn (Ḏû_l-Fiqâr) gehe demnach auf Informationen von US-, israelischen und saudischen Geheimdienstlern für die den Anschlag ausübende Ğabhatu_n-Nuṣra zurück: „US, Israeli and Saudi spy agents in Syria later helped a special team of Al-Nusra terrorists – who received their trainings from Israel’s Mossad secret service in 2012 – to find the place of Hezbollah Commander Badreddin in retaliation for the capture of these officers.“ Mâğida al-Ḥâğ ergänzte: „the Al-Nusra team is tasked with finding senior Hezbollah commanders in Syria to assassinate them.“ In ähnlicher Weise seien auch schon hochrangige iranische Militärausbilder in Ḫân Ṭûmân umgebracht worden: sie fielen nicht in Gefechten mit Ğabhatu_n-Nuṣra, sondern wurden durch US-Bomber auf ihren Operationsraum im Süden von Aleppo getötet, welche von der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik (İncirlik Hava Üssü) aufgestiegen waren. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950301000881)
Laut Mitteilung von Sputnik-News vom Fr., 20.5.2016, bereitet die kurdische Miliz YPG nach einer Mobilmachung einen Sturm auf die IS-Hochburg ar-Raqqa vor und habe die Bevölkerung via Flugblättern, welche durch Flugzeuge der US-geführten Koalition abgeworfen wurden, aufrufen lassen, hierfür die Stadt zu verlassen. Große YPG-Einheiten stünden bereits 37km im N vor ar-Raqqa. Der IS reagierte mit Verfrachtung der eigenen Familienangehörigen weiter gen Osten nach Dair az-Zaur. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7825-is_miliz_verhindert_bewohnern_von_rakka_die_stadt_zu_verlassen vom 21.5.2016)
Zur Beseitigung des wiederholt mehrfach besprochenen Hauptproblems [s.u.] einer effektiven Terroristenbekämpfung und einer damit verbunden schnellen politischen Lösung für die Syrienkrise schlugen Rußlands Außenminister Sergei Lawrow und Verteidigungsminister Sergei Shoigu am Fr., 20.5.2016, in Moskau vor, die russische Luftwaffe und US-geführte Koalition könnten in Syrien ab dem 25.5.2016 gemeinsam Luftschläge gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und andere bewaffnete Gruppen ausführen, die gegen die Feuerpause verstießen, sowie gegen Konvois mit Nachschub-Lieferungen für die Terroristen über die türkische Grenze nach Syrien. Diese Aktionen würden [gemäß Völkerrecht!] mit der syrischen Regierung abgestimmt. Damit werde der Boden bereitet für die Beilegung der Syrien-Krise mit Ausdehung der Waffenruhe auf das gesamte syrische Staatsgebiet.
Wie bislang auch lehnte das Pentagon solcherlei gemeinsames Vorgehen laut Sprecher Matthew Allen ab. Die USA würden gegen den IS vorgehen wollen, die ablehnenden Position gegenüber dem syrischen Präsidenten stellte sich dabei als weiterhin andauernd heraus. (http://sana.sy/en/?p=77837, s.a. http://sptnkne.ws/bsnF)
Beim Treffen von 30 europäischen Nachrichtendiensten in Berlin warnte der Präsident des NL-Geheimdienstes wie CTG-Vorsitzender Rob Bertholee vor Anschlägen in Europa durch in IS-Camps für Suizidattentate gut trainierte Dutzende, vielleicht sogar Hunderte an Kindern und jüngeren Erwachsenen. Schon bei den letzten anschlägen von Paris, Brüssel habe sich gezeigt, daß die Täter den Flüchtlingszustrom nach Europa zur getarnten Einreise genutzt hätten. (http://sana.sy/?p=384212) – Die Counter Terrorism Group (CTG) wurde 2002 als informeller Zusammenschluß der 28 Nachrichtendienste der EU-Staaten zusätzlich derer aus Norwegen und der Schweiz in Reaktion auf die Anschläge vom 11.9. 2001 in den USA gegründet und dient dem schnellen Austausch von Informationen über Terroraktionen islamischer Dschihadisten. – Mehr zu den IS-Aktivitäten, welche auf frühe Anwerbung von Minderjährigen und deren Ausbildung zu IS-Attentätern ausgerichtet sind, s. hier (u.a. IS-ABC, IS-„Waisenhaus“, „Kindergärten“, Jihadi Junior, Jihadi Jane, Kinder als IS-Henker (s.a. „Zufallshenker“ etc.).
Anmerkung:
Vgl.a. die Meldung vom 11.4.2016: Mehr als 5.800 minderjährige Flüchtlinge im Jahr 2015 in Deutschland verschwunden. (http://www.sana.sy/?p=367199, s.a. http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingskrise-minderjaehrige-fluechtlinge-verschwunden-14171745.html)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77813 und http://www.sana.sy/?p=384036 (Zerstörung von IS-Zentren aufgerüsteten -Kleinkonvois samt Mannschaften in präzisen Luftschläge beim al-Bânûrâmâ-Gebiet im SW Dair az-Zaurs und in al-Muraiʽiyya, 10km südlich davon. Beseitigung von IS-Ansammlungen bei den aš-Šâʽir und Ğazal Ölfeldern in akkuraten SAAF-Einsätzen; dazu Kontrolle über Tulûl al-Ḫaḍâriyâ in Richtung Qaṣr al-Ḥair al-Ġarbî und über al-Bârida im SO von Ḥomṣ erkämpft mit anschließender Räumung der Gebiete vom IS hinterlassenen Sprengfallen und Minen durch Spezialeinheiten. Eliminierung eines Truppentransporters von Ğaiš al-Fataḥ samt Bewaffnung in Ḫirbat an-Nâqûs, 90km westlich von Ḥama; zudem Beseitigung von al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu–Trupps und -Schlupfwinkeln bei ʽAidûn wie in ʽAqrab zusammen mit Volkswehrkräften; Niederschlagung einer Ansammlung Terroristen bei az-Zâra (zum Massaker dort s.u.), unter den Getöteten auch die Feldkommandanten Muṣṭafā al-Ḥussain, Aḥmad Ḥamza und Ğaʽfar Walîd ʽAfâra. Vereitelung eines Angriffs von IS-Affiliierten von den Außengebieten von al-Lağât auf die Nordseite von ʽArîka westlich von as-Suwaidâ´ wie eines Waffen- und Munitionstransports durch IS-Einheiten bei Tal Ušaihib im NO der Provinz mit Vernichtung sämtlicher Ausrüstung und Mannschaften.).
Terroranschläge vom 20.5.2016:
Raketenbeschuß des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo tötete ein Mädchen, verletzte fünf Erwachsene, beschädigte Gebäude und Infrastruktur.
In der von Terroristen belagerten Stadt al-Fûʽa (vgl.u.) nördlich Idlib durch Panzerbeschuß von der Umgebung von Biniš tötete eine Frau. – Zur Belieferung der in Syrien aktiven Terroristen seitens ausländischer Unterstützer mit Panzern s.u.!
Wohngebiete von Darʽâ City in al-Kašaf sowie die Umgebung des National Hospital in Darʽâ al-Maḥaṭṭa wurden mit Raketen attackiert, wobei eine Person verletzt und privates wie öffentliches Eigentum beschädigt wurden.
(http://sana.sy/en/?p=77827)
Acht Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am Fr., 20.5.2016, für die vergangenen 24 Stunden. Zudem verlautete: “Terrorists of Ğabhatu-n-Nuṣra continue their provocative action which aim at breaking down the agreement by targeting areas in Aleppo, Damascus and Lattakia with rocket launchers, tanks, mortar rounds and anti-aircrafts artillery systems.“ (http://sana.sy/en/?p=77856) – Auch hieraus wird wieder deutlich, daß den in Syrien aktiven Terrorgruppen von ihren ausländsuchen Unterstützern auch Panzer und Boden-Luft-Artillerie gegen Flugzeuge geliefert wurde (vgl.u., Mitteilung Lawrows beim ISSG-Treffen am 17.5.2016).
Volkswehrkräften gelang die Einkreisung eines Waffentransports in Kûʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ. Die verschiedenen Munitions- und Waffentypen einschließlich 60mm-Mörsergranaten, B9- und anderen Granaten, Panzerfäusten sowie tragbaren Raketensystemen waren für Terroristen im Gebiet al-Lağât im Ostteil der Wüste bestimmt. Die Ladung wurde konfisziert. (http://sana.sy/en/?p=77818)
Erneut wurde – diese Mal durch den russischen Vize-Außenminister Gennadi Gatilow – bestätigt, daß es nicht die Armee (SAA) ist, welche gegen die Waffenruhe verstößt. Zudem sei sie einzig im Counterterrorismus aktiv. In seinem Statement vom Do., 19.5.2016, wies er nochmals darauf hin, daß die Terroristenbekämpfung, die sich gegen Ğabhatu-n-Nuṣra und die anderen durch UN gelisteten Terrororganisationen [wie deren Affiliierte] wende, nicht Teil der Waffenruhevereinbarung sei, was auch jedesmal das Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm in seinen Verlautbarungen hervorhebt. Alle SAA-Operationen seien demnach einzig gegen Terroristen gerichtet.(http://sana.sy/en/?p=77739)
Angesichts dieser Vorstöße Rußlands ist es nachvollziehbar, daß die noch in Nord-Syrien – vor allem im Raum Aleppo – agierenden Terrorgruppen laut Auskunft von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa während der Pressekonferenz vom 19.5.2016 erneut den Versuch machen, sich umzubenennen: z.B. in Nordfront (al–Ğabhat al-Šamâliyya) und Nordarmee (al-Ğaiš al-Šamâliyya), was schon wesentlich neutraler klingt als die deutlich auf salafitisch-wahhâbitischen Takfîr-Terrorismus schließen lassenden Bezeichnungen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî (zur Bedeutung vgl.u., 6.5.2016) u.a.! (http://sana.sy/en/?p=77755)
Am Do., 19.5.2016, veröffentlichte ein Team von Russia Today Filmbeweismaterial von der türkisch-syrischen Grenze. Es zeigt, wie das türkische Militär die überwiegend von Kurden bewohnte [heute auf türkischer Seite der Grenze liegende] Stadt Nusaybîn bombardiert. Zudem unternimmt jenes – völkerrechtswidrig – auf syrischer Seite der Grenze Schanzarbeiten mit Bulldozern etc. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/05/20/turkey-military-coup/)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77710 und http://www.sana.sy/?p=383634 (Vereitelung eines Überfalls von IS-Affiliierten auf den SW-Stadtrand von Dair az-Zaur und die dortigen Militärposten, Zerstörung eines IS-Muni- tionstransporters und Beseitigung von IS-Trupps bei al-Muraiʽiyya östlich des Dair az-Zaur Militärflughafens, dazu rechtzeitige Eliminierung von zwei IS-Au-tobomben vor den Militärposten zum Schutz von Ğabal aṯ-Ṯarda im SO; bei Razzien in der Provinzhauptstadt dem IS in den Stadtteilen al-ʽUrfî wie dem Industriegebiet heftige Verluste beigebracht u.a. mit Zerstörung von Schanz-arbeiten und des zugehörigen Bulldozers. Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğabhatu-n-Nuṣra und Liwâ` al-Furqân auf Militärposten zum Schutz von Tal Qarîn im NO von Kafar Nâsiğ in der Provinz Darʽa unter heftigen Feindverlusten. Erfolgreiche Abwehr eines IS-Angriffsversuchs auf das Gebiet al-Lağât nahe Kûʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ´ durch Volkswehrkräfte). – Laut Ziad Fadel wurden zudem Dair al-ʽAṣâfîr mit weiteren neun Dörfern (Ḥawš ad-Duwair, Ḥawš al-Ḥumṣî, Ḥarasta al-Qanṭara, Bâlâ, ar-Rukâbiyya, al-Bayâḏ, Zabdîn, Nawla und Bazîna) sowie Ḫân aš-Šîḫ befreit im Zusammenwirken mit der Yarmûk-Brigade, der Ḥizbullâh, der PDC und den Milizen der Baʽṯ–Partei. (http://syrianperspective.com/2016/05/khaan-al-shaykh-liberated-dayr-al-asaafeer-liberated-palestine-liberation-army-backs-syrian-special-operations-jaysh-al-islam-and-nusra-destroyed-day-of-judgment-is-at-hand.html, s.a. http://sptnkne.ws/brQq)
Gemäß Mitteilung des russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom Do., 19.5.2016, wurden in den letzten 24 Stunden sieben Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnet, allesamt im Umkreis von Damaskus. So griffen Trupps von Ğaiš al-Islâm wieder Militärposten zum Schutz der Orte Dûmâ, Ğaubar und Zabdîn an und beschossen die Wohngebiete Abû Ğarâš und Barza. Ğabhatu-n-Nuṣra–Einheiten attackierten wieder das Ḥandarât Flücht-lingscamp, die Städte Bâškuwî, Ḥailân und az-Zandîk sowie die Stadtteile Ṣalâḥaddîn und aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo und weitere sechs Städte im Raum al-Lâḏaqiyya. (http://sana.sy/en/?p=77783, http://www.sana.sy/?p=383974)
Dr. Aḥmad Dîb, Direktor für Museumsangelegenheiten am DGAM (Directorate-General of Antiquities and Museums) in Damaskus teilte mit, daß angesicht der terroristischen Bedrohung im Land die archäologischen Gegenstände rechtzeitig aus den meisten Ausstellungsräumen der Museen genommen und an sichere Orte verfrachtet worden seien, um sie vor Raub und Vandalismus zu schützen. Daher hätten 99% tatsächlich vor dem Zugriff der Terroristen geschützt werden können. Geplündert worden seien von den insgesamt 41 Museen die beiden in ar-Raqqa und Dair ʽAṭiyya. (http://sana.sy/en/?p=77656)
Zum angesprochenen, nach wie vor ungelösten „Hauptproblem“ (s.u.) bemerkt nun auch der ehemalige CIA-Mitarbeiter Steven Kelley, daß an den Genfer Friedensgesprächen bislang Massenmörder teilgenommen hätten. Schließlich seien Vertreter von Ğaiš al-Islâm Teil der „Oppositionellengruppe“ – des von Saudi-Arabien erstellten und unterstützten HNC. Diese verletzen nicht nur ständig die Waffenruhe in Syrien, sondern hätten Massenmorde unter Einsatz von Chemiewaffen begangen. Die Initiative der russischen Regierung, diese Gruppe konsequenterweise auf die UN-Terrorliste zu setzen, wurde ja unlängst am 11. Mai geblockt durch Einspruch der USA, Großbritannien, Frankreich und der Ukraine (vgl.u.). Für Kelley steht laut Interview mit Russia Today fest, daß wegen dieser Weigerung des Westens, diese Kämpfer als Terroristen anzuerkennen, der gesamte Friedensprozeß in Syrien auf der Kippe stehe. Nur einen Tag später erfolgte dann das az-Zâra-Massaker (s.u.). „Das sind richtige Mörder, die die friedliche Bevölkerung nicht vertreten dürfen. Sie begehen immerhin Völkermord“, betonte Kelley. (http://sptnkne.ws/brtP)
Im Bestreben, dem als verbliebenes Hauptproblem für eine erfolgreiche politische Lösung der Syrienkrise nach dem ISSG-Treffen vom 17.5.2016 beschriebene Phänomen (s.u.) zu begegnen führte der russische Außenminister Lawrow am 19.5.2016 ein Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Kerry. Ziel war, konkrete Maßnahmen zur effektiveren Abgrenzung der Befürworter und Gegner [d.i. Terrorgruppen] der Waffenruhe in Syrien ausarbeiten. Der Webseite des russischen Außenministeriums war dazu zu entnehmen: „Es wurde abgestimmt, dass die russischen und amerikanischen Militärs über die zwischen ihnen geschaffenen Koordinierungsmechanismen konkrete Maßnahmen zur effektiveren Abgrenzung der Anhänger und Gegner der Waffenruhe ausarbeiten und ebenso Schritte zur Unterbindung einer Unterstützung der auf syrischem Boden agierenden Terroristen aus dem Ausland unternehmen“. Zudem sollte nach Lawrows Meinung der Zustrom ausländischer Unterstützung für die in Syrien agierenden Terroristen geblockt werden. (http://www.sana.sy/?p=383665, s.a. http://sptnkne.ws/brEr)
Terroranschlag vom 19.5.2016:
Eine vom IS platzierte Landmine im Dorf Sulaimâniyya im SW von aš-Šadâdî im Südteil der Provinz al-Ḥasaka zerfetzte zwei Passanten. (http://sana.sy/?p=383771)
Kurdische Einheiten haben im Dorf Suluk [?] bei ar-Raqqa eines der größten Massengräber mit tausenden an Leichen vom IS getöteter Zivilisten gefunden. Die Opfer wiesen Folterspuren auf. (http://espanol.almayadeen.net/news/pol%C3%ADtica/6171/hallan-en-siria-fosa-com%C3%BAn-de-daesh-con-miles-de-v%C3%ADctimas-ci vom 18.5.2016)
Unter irakischen Flüchtlingen aus dem Gebiet östlich von ar-Ramâdî versteckt, kam auch der irakische IS-Kommandant Muṣṭafā Aḥmad Muršid (Mustafa Ahmed Murshid) in Begleitung einiger seiner Kameraden aus dem Kaukasus, Tunesien und der Türkei auf syrisches Territorium, wurde aufgrund eines Hinweises eines Stammesführers von Armeemitgliedern enttarnt und verhaftet. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950229000598 vom 18.5.2016)
Unter Wiederholung des bereits nach der ISSG-Sitzung Mitgeteilten (vgl.u.) präzisierte der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Mi., 18.5.2016, Reportern gegenüber als Datum zur Fortführung der innersyrischen Gespräche in Genf komme ein Datum nach dem 6.6.2016, dem theoretischen* Beginn des Fastenmonats Ramaḍân in Frage. (http://sana.sy/en/?p=77662, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7696-de_mistura_n%C3%A4chste_syrien_gespr%C3%A4che_in_genf_m%C3%B6glicherwei- se_nach_dem_6._juni) – *Die Festlegung des Ramaḍân-Beginns geschieht nach klassischem Islam, d.h. gemäß einem Ḥadîṯ (ṣaḥîḥ al-Buḫârî, Buch 31, Nr. 130f) durch bezeugte Sichtung der Mondsichel – ru´yatu_l-hilāl – in der letzten Nacht des Vormonats Šaʽbân im jeweiligen muslimischen Land. Die rein rechnerische Festlegung gemäß Astronomie, welche auf den 6.6.2016 fiele, gilt dagegen nicht. Ist die Mondsichel – z.B. wegen Bewölkung an jener Nacht nicht zu sehen, beginnt der Ramaḍân automatisch einen Tag später in dem Land, indem die Sichtung fehlgeschlagen ist.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77620 und http://www.sana.sy/?p=383211 (Beseitigung von IS-Kleinkonvois und –Ansammlungen durch präsize SAAF-Einsätze in der Nähe der Ğazal und aš-Šâʽir Ölfelder im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfnestern bei an-Nuʽaima, 40km im O von Darʽâ, sowie von deren Fortifikationen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten in Darʽâ al-Balad. Eliminierung einer Reihe IS-Terroristen samt militärischem Equipment und aufgerüsteten Fahrzeugen bei Ḫirbat Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´. Desgleichen gegen IS-Trupps am Ğabal aṯ-Ṯarda und der Straße nach al-Mayâdîn, unter den Getöteten auch der IS-Sicherheitschef Ğamal ʽUṯmân.)
Für die letzten 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 18.5.2016 zehn Verstöße gegen die Waffenruhe, acht davon in der Provinz Damaskus, zwei in der Provinz Aleppo. Im ersteren Fall attackierten Trupps von Ğaiš al-Islâm Militärposten zum Schutz von Ğaubar, Ḥatîta al-Ğaraš und Dûmâ, Teile der Vorstadt Ḥarastâ und Wohngebiete von Barza und aṣ-Ṣâliḥiyya im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten, im letzteren Fall beschossen die Anhänger von Ğaiš al-Islâm einige Stadtteilen von Aleppo inklusive az-Zahrâ´ mit Raketen. – Russische Flugzeuge haben erneut 38 Tonnen an humanitären Hilfsgütern über den vom IS abgeriegelten Stadtteilen von Dair az-Zaur abgeworfen. (http://sana.sy/en/?p=77684)
Terroranschläge vom 18.5.2016:
Anhänger des IS und seiner affiliierten Gruppen griffen die Stadt Ğandîris im Gebiet von ʽAfrîn N von Aleppo mit Raketen an, welche eine Reihe Bürger verletzten und Sachschäden anrichteten. Desgleichen gingen die Terroristen gegen das Dorf Tal al-ʽAbir westlich von ʽAin al-ʽArab (Kobane) vor, töteten damit einen Menschen und verletzten einen anderen.
Raketenbeschuß einzelner Stadtteile von Aleppo hinterließ neben entspre-chendem Sachschaden in al-Ḥamdâniyya drei Tote und vier Verwundete, in al-Maidân einen Toten und fünf Verletzte sowie in aš-Šaiḫ Maqṣûd drei Verletzte.
Im von Terroristen belagerten Kafariyya im N Idlibs wurden zwei Einwohner von Geschossen aus Maschinengewehren getroffen. (http://sana.sy/en/?p=77633)
Am vergangenen Wochenende sind erneut IS-Propaganda-Videos im Inter veröffentlicht worden, welche Kinder als IS-Henker (vgl. im Themenstrang Irak) zeigen, wie die belgische Tageszeitung La Libre Belgique jetzt meldet. Es soll sich bei dem im Film agierenden Brüderpaar von 13 und 14 Jahren um die Söhne des in Syrien im April 2014 im Gefecht mit der SAA getöteten Terroristen Abû Duğâna al-Faransî (Abu Dujana al-Faransi, vgl. Teil III) handeln. Bei den gezeigten Schießübungen zielt der jüngere Bruder auf Konterfeis der Präsidenten Dr. al-Assad, Putin und Hollande. Im zweiten Video, ausgerichtet auf asiatische Jugendliche aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen etc., verbrennen solche Kinder in einer Schauaktion ihre Pässe. (http://sptnkne.ws/bqSu)
Im Anschluß an das ISSG-Treffen informierte der russische Außenminister Sergei Lawrow darüber, daß inzwischen bereits Panzer in großen Mengen an die Terroristen in Syrien durch deren Unterstützer geliefert würden. „Es hat bereits Fälle gegeben, da Suizidterroristen Panzer für Terroranschläge benutzten“, führte er am Di., 17.5.2016, an. (http://sptnkne.ws/bqYt)
Nach gut sechs Stunden ging am Di., 17.5.2016 die Sitzung der International Syria Support Group (ISSG) in Wien über die Bühne. Als wichtige Punkte wurden festgehalten, daß die politische Lösung der Syrienkrise auf Erhaltung eines einheitlichen [also ungeteilten] syrischen Staates basiere, daß die Syrer ihre eigene Zukunft bestimmen können müßten innerhalb des Rahmenwerks eines „transitional government”, auf das man sich während der Genfer Gespräche einigen werde. Im Anschluß daran stellten sich die Co-Vorsitzenden, der russische wie US-Außenminister zusammen mit dem UN-Abgesandten für Syrien, de Mistura, in einer Pressekonferenz den Reportern. In einer Erklärung riefen jene die „armed opposition groups“ dazu auf, sich selbst [!] geographisch wie ideologisch von den Terrorgruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu trennen, wobei das Bedrohungspotential durch letztere beide Gruppen nochmals herausgestrichen wurde. – Die ISSG sprach sich für ein Bemühen um die Überleitung der erreichten Feuerpause in eine dauerhafte umfassende Waffenruhe aus, wobei internationaler Einfluß auf alle Seiten ausgeübt werden solle, diesen auf dauerhafter Basis einzugehen und wachsender Druck denen zu Teil werden solle, die nicht gewillt seien, die erzielte Waffenruhe einzuhalten. – Außenminister Kerry würdigte es, daß sich nun auch Japan, Australien, Spanien und Kanada zur Gruppe gesellt hätten, um den IS zu bekämpfen und die Syrienkrise zu beenden. Die Lieferung humanitärer Hilfsgüter per Abwurf aus der Luft werde ausgedehnt werden. Die Kommunikation zwischen den USA und Rußland laufe rund um die Uhr, insbesondere hinsichtlich der Überwachung und Gewährleistung der Waffenruhe. Das Datum 1. August solle zudem nicht als Deadline für die Erstellung der Rahmenbedingungen des politischen Prozesses in Syrien sondern als ein anzustrebendes Ziel aufgefaßt werden [Vgl.u. Einzelheiten der Münchener Deklaration in der Darlegung durch Lawrow vom 12.2.2016]. – Außenminister Lawrow betonte, seine Regierung unterstütze vollends den Counterterrorismus; in diesem Kontext habe sich die syrische Armee [SAA] als die effektivste und wichtigste Boden-Streitmacht erwiesen. Daher wiederholte er die Unterstützung Rußlands für Syrien als UN-Mitglied und unterstrich dessen Souveränität und territoriale Integrität. Am wichtigsten sei es festzuhalten, daß die ISSG-Tätigkeit auf der UNSC-Resolutionen zur Syrienkrise und den zuvor in diesem Zusammenhang getroffenen Vereinbarungen basiere, die an diesem Tage nochmals bekräftigt worden seien. Ebenso wichtig sei, daß die Teilnehmer eine einheitliche gemeinsame Position zur Waffenruhe gefunden hätten auch dazu, daß er auf Gesamtsyrien ausgedehnt werden solle, was wiederum zum politischen Prozeß führen werde. Auf allen Gebieten seien Fortschritte erzielt worden, die Gewalttaten hätten seit dem 27.2.2016 abgenommen und somit seien die humanitären Hilfslieferungen erleichtert worden. Auch die Weiterführung der innersyrischen Gespräche in Genf werde einen positiven Effekt haben. Allerdings könnten die Kurden nicht weiterhin davon ausgeschlossen werden. Bezüglich der Ahndung von Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe seien zwei Dokumente erstellt worden; hierüber werde täglich zwischen dem Zentrum in Genf, den russischen und US-Militärs kommuniziert werden. Auch würden die beiden co-vorsitzenden Parteien der ISSG täglich Kontakt zu allen Aspekten der Krisenlösung halten. Nach wie vor stelle Ğabhatu_n-Nuṣra ein großes Problem dar, da sie Allianzen auch mit bewaffneten Gruppen bildeten, die sich eigentlich zur Waffenruhe verpflichtet hatten. Demnach müßten die Verpflichtungen, eine klare Trennung zwischen Ğabhatu_n-Nuṣra und der „moderate opposition“ herzustellen, auch erfüllt werden. Zudem müsse Einfluß auf jene Länder ausgeübt werden, welche nach wie vor verdeckt mit Ğabhatu_n-Nuṣra kollaborierten. – Staffan de Mistura erklärte, daß die Festlegung eines Termins zur Fortführung der Genfer Gespräche von verschiedenen Faktoren abhänge, u.a. dem im nächsten Monat beginnenden Ramaḍân, den Impuls für den politischen Prozeß beizubehalten sei jedoch wichtig.
An dem Treffen nahmen Vertreter von Rußland, den USA, China, dem Iran und Irak, Frankreich, Großbritannien, der BRD, Italien, der Türkei, Ägypten, Jordanien, dem Libanon, dem Oman, Qaṭar, Saudi-Arabien, den VAE, Repräsentanten der UN, der EU, der Arabischen Liga (AL) und den neu hinzugekommenen Staaten Japan, Australien, Kanada und Spanien teil.
Zuvor hatte der chinesische Abgesandte, Xie Xiaoyan, seinem Optimismus Ausdruck verliehen „expecting advance regarding boosting the cessation of hostilities and broadening the humanitarian access“. Außerdem rief er dazu auf, Geduld zu haben, „as to achieve a sustainable advance of these international efforts for helping solve crisis in Syria.“. (http://sana.sy/en/?p=77478)
Anmerkung: Wie schon aus der Darlegung von Minister Lawrow hervorgeht, besteht das Hauptproblem weiter, daß die eigentliche Voraussetzung für effektive innersyrische Gespräche und damit eine politische Lösung der Krise eine getrennte Aufstellung der in den Konflikt involvierten Terrorgruppen und der von ihren Unterstützern so titulierten „moderate armed opposition“ (MAO, s.u.) immer noch nicht erfolgt ist, was die schon mehrfach diskutierten Hindernisse – u.a. eine effektive Bekämpfung der Terroristen durch Stop von deren Unterstützung durch das Ausland – zur Folge hat (vgl.u.).
Dem ebenfalls anwesenden deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier schien es gegenüber den Reportern offenbar wichtig, als Ziel des Treffens u..a. hervorzuheben: „encouraging “opposition” to return to the negotiation table in Geneva“. Das letzte Treffen durch vorzeitige Abreise boykottiert hatte jedoch einzig das HNC, d.h. die in ar-Riyâḍ gegründete und vom wahhâbitischen Haus Âl-Saʽûd unterstützte Gruppe, welche entgegen den andern syrischen Oppositionsgruppen diese Bezeichnung im Grunde nicht verdient und zudem Terroristenvertreter in ihren Reihen hat (vgl.u.). Wie schon die letztens in Genf verbliebenen Diskussionspartner erklärt hatten, kämen die innersyrischen Gespräche ohne diese Gruppe besser und schneller zu den gesteckten und erhofften Zielen, insbesondere wenn endlich alle syrischen Oppositionsgruppen durch de Mistura nach Genf geladen würden, wofür sich die syrische Regierung und diese Oppositionellen schon mehrfach ausgesprochen haben. (vgl.u.).
Fünf Verstöße wurden vom russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden am Di., 17.5.2016, registriert, davon einer im Rîf von Aleppo, die restlichen vier im Rîf von Damaskus; dabei attackierten Kämpfer von Ğaiš al-Islâm Militärposten an zwei Stellen im Umkreis der Hauptstadt und beschossen Wohngebiete der damaszener Vorstadt Ḥarastâ und des damaszener Stadtteils Barza mit Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=77611)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77487 und http://www.sana.sy/?p=382213 (In Spezialoperationen gegen Einheiten und Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten wie z.B. Liwâ´ al-Fâtiḥîn im Rîf Dimašq Eliminierung einer Anzahl Terroristen samt deren Ausrüstung nach heftigen Gefechten in Ḫân aš-Šîḫ im SW der Hauptstadt sowie zwischen al-Ḫamâra, Fîla Salûm und der Arzneimittelfabrik im W von Ḫân aš-Šîḫ – in letzterem Ort hält die Terrororganisation Waffen etc. in Lagern bereit und versucht den Verkehrt auf der Autobahn zwischen Damaskus und al-Qunaiṭra lahmzulegen mittels Artilleriefeuers und Scharf-schützen-Beschusses der Vorbeifahrenden. Zerstörung eines IS-Hauptquartiers und weiterer befestigter IS-Positionen samt aufgerüstetem Fuhrpark, Ab- schußanlagen für Mörsergranaten und Artillerie in akkuraten SAAF-Einsätzen im Industriegebiet von Dair az-Zaur und westlich des Airports. Vereitelung eines Überfalls durch Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps auf einen Militärposten im S von Ḥamâ mit erheblichen Feindverlusten an Männern, Waffen und sonstiger Ausrüstung. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen in der Nähe des aš-Šâʽir Ölfeld im N von Tadmur/Provinz Ḥomṣ; zusammen mit Volkswehreinheiten Rückeroberung des Tal aṣ-Ṣawân, von welchem man die Verbindung von der al-ʽUqairbât-Abzweigung zum aš-Šâʽir Ölfeld überblickt und kontrolliert; nach heftigen Zusammenstößen mit Einheiten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra unter bedeutenden Feindverlusten, fanden sich unter den Getöteten auch die beiden Anführer Abû Sanad und Abû Aṣîl.).
Terroranschläge vom 17.5.2016:
Als in Uwaiğa im SO von al-Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka ein Traktor auf eine von Terroristen angebrachte Landmine auffuhr, wurde der Fahrer bei der Detonation getötet. (http://sana.sy/en/?p=77484)
Im Stadtteil al-Ḥamdâniyya von Aleppo niedergehende Raketen töteten eine Frau und verletzten sechs weitere Personen. (http://sana.sy/en/?p=77582)
Erneut wurde an der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen as-Suwaidâ´ und Darʽâ noch in as-Suwaidâ´ ein Transporter umstellt und konfisziert, der aus Ṣamad, dem Ostteil von Darʽâ kommend zu den Terroristen-Stellungen in der östlichen Wüstengegend Waffen und Munition bringen sollte. An Bord fanden sich ca. 200kg Sprengstoff, 32 Minen aus israelischer und US-Produktion, dazu eine BGM-71 TOW-Panzerfaust aus US-Produktion (dazu vgl.u.) zusammen mit verschiedenen Arten von Munition, Granaten etc. (http://sana.sy/en/?p=77475, http://sana.sy/?p=382813 vom 17.5.2016)
Der türkische Oppositionspolitiker Eren Erdem von der Republikanischen Volkspartei (CHP, vgl.u.) kritisierte im Parlament vehement die Tatsache, daß der türkischen Polizei umfangreiches Datenmaterial von 422 Seiten zum IS und seinen jeweiligen Aufenthaltsorten vorliege, dieses aber auf Druck der AKP-Regierung nicht bekannt gemacht werde, um gegen die Terrorgruppe effektiv vorgehen zu können. Hierzu lägen die notwendigen Beweise vor, z.B. via abgehörten Telefonaten. Die erwähnten Leute „are currently training with weapons in Raqqa [an IS stronghold in Syria]“. Dazu führte er aus: „These phone conversations include terrorists’ locations, which hotel they were staying in, which petrol station they would fill their cars at, in which mosque they would gather, how many people would come and go – all of it. Even though this information was known, there wasn’t any operation against them”, und stellte dann die Frage: “I am asking a simple question: Why didn’t you arrest these terrorists”. Dabei betonte er: „There is no negligence here, there is intent. Everything is in AKP’s hands, but they did not interfere. It means (President Recep Tayyip Erdogan Erdogan’s ruling) AKP Party makes a distinction between terrorist organizations and turns a blind eye to IS”. In den abgehörten Telefonaten seien u.a. der dem IS nahestehende Ilhami Bali zu hören, der verdächtigt ist, die Bombenattentate in Ankara und Suruç inszeniert zu haben, sowie der Ğihâd-Prediger Ebu Hanzala, der auf seiner Webseite zum Mord an religiösen bzw. ethnischen Minderheiten aufruft und „who was arrested [in 2015] and then released by the court.”. In der Türkei könnten sich die IS-Mitgliederin Kilis und Gaziantep ungehindert organisieren und so auch die Grenze nach Syrien passieren. So sei in einem Telefonattranskript zu lesen: „1,128 ISIS militants came to Turkey (from Syria) and the government didn’t carry out any operation to them… The security of the country turned a blind eye to IS militants because of government pressure. The militants can easily cross the border, receive weapons and ideological training and return to the country with the purpose of massacre.”. Außerdem erhielten die verwundeten IS-Kämpfer in der Türkei medizinische Behandlung ; so auch der Terrorist Muhammed Abu Turki auf Steuerzahlerkosten in Höhe von $18.000, obwohl er sogar Türken bedroht hatte. Daß diese Daten vorlägen und nichts gegen den IS unternommen werde, sei: „just a scandal and in a democratic country, all of the members of cabinet would normally resign from government. However, in Turkey they don’t even make any explanations. This is so tragicomical,” schloß er seine Rede. – Gegen den Oppositionspolitiker Eren Erdem wird derzeit ermittelt, nachdem er in einem RT-Interview Präsident Erdogan dafür verantwortlich gemacht hatte, wohlwissend nichts gegen den Nachschub an Chemie-Waffen von der Türkei nach Syrien zu unternehmen. Erdogan hatte ihn daraufhin einen Verräter genannt und strebt seine strafrechtliche Verfolgung an. Denn obwohl Erdem als Parlamentarier theoretisch Immunität genießt, soll ihm dieser Schutz derzeit entzogen werden. (https://www.rt.com/news/342929-mp-accuse-turkey-isis/)
Terroranschläge vom 16.5.2016:
Erneut wurden Wohngebiete der Stadt ʽAfrîn im NW von Aleppo mit Raketen beschossen, die zum Glück „nur“ zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur führten. (http://www.sana.sy/?p=382359)
Aktualisierung: In Aleppo führte der Beschuß mit Raketen auf das aḍ-Ḍubaiṭ Hospital im Stadtteil al-Muḥâfaza zur Verwundung dreier Personen und Schäden am Gebäude. Gleiche Angriffe hinterließen im Stadtteilen as-Sulaimâniyya zwei Verletzte und in jenem von aš-Šaiḫ Maqṣûd neun Verletzte und entsprechende Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=77425).
Im Ortsteil Ṭai von al-Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka kam ein Mädchen infolge Mörsergranatenbeschusses ums Leben, während die anderen Fami- lienmitglieder Verletzungen davon trugen. Auch in Ra´s al-ʽAin wurde ein Mädchen im Umfeld ihres Wohnhauses durch einen türkischen Grenzsoldaten angeschossen. (http://sana.sy/en/?p=77484, http://sana.sy/?p=382451)
Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf die Stadt al-Bû Kamâl am Euphrat im O von Dair az-Zaur wurden am Mo., 16.5.2016, drei Kinder und eine Frau getötet, und etliche Wohnhäuser zerstört. (http://sana.sy/en/?p=77430, http://sana.sy/?p=382451)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77367 und http://www.sana.sy/?p=382213 (Zerstörung einer bedeutenden Position von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil al-Manšiyya wie einer von deren Abschußvorrichtung für Raketen im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp im Bezirk Darʽâ al-Balad in der Provinz Darʽâ. Befreiung von Zamlat al-Mahr im W des aš-Šâʽir Ölfelds im Ostteil der Provinz Ḥomṣ in Kooperation mit Volkswehrkräften; dazu effektive präzise Luftschläge am Morgen gegen IS-Schupfnester und -Stellungen sowie Eliminierung von Munitionstransportern samt Mannschaft nahe des aš-Šâʽir Ölfeld. Beseitigung eines IS-Hauptquartier samt -Ansammlungen in Dair az-Zaur; SAAF-Razzien gegen befestigte IS-Positionen im Industriegebiet und westlich des Dair az-Zaur Airport mit Eliminierung von Mörserabschuß- und Artilleriestellungen, militärischen Gerätschaften, Maschinengewehren und einigen Terroristen).
Nach Auskunft des russischen Vize-Außenministers Sergei Ryabkow arbeite seine Regierung Vorschläge für ein abschließendes Kommuniqué der Internal Syria Support Group’s (ISSG) aus, welche sich am 17.5.2016 in Wien treffe. Allerdings habe er Zweifel, daß es angenommen werde. Wörtlich äußerte er am 16.5.2016 in einer Stellungnahme: „The Russian side is working on setting ideas for the final document of the ISSG meeting, but there are no guarantees yet that it will be adopted”. Zudem machte er deutlich, daß die Ausdehnung der Waffenruhe in Aleppo davon abhänge, daß endlich die US-Seite die Terrorruppen wie z.B. Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten von den von ihnen so betitelten bewaffneten moderaten Oppositionellen (MAO, vgl.u.) trenne, indem es diese klar benenne. [Dies war bereits als Voraussetzung (!) der Genfer Gespräche abgemacht worden, vgl.u.] Daher bemerkte er: „We continue calling on the Americans to take all measures to define these organizations, but unfortunately this has not been successful”. – Schon am Sa., 14.5.2016, hatte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt: „Western states obstruct mechanism of defining terrorists in Syria“. (http://sana.sy/en/?p=77372)
Zwei dieser echten syrischen Oppositionsgruppen, die Vertreter der Oppositionsgruppe „Moskau-Kairo“ und der demokratischen Union Kurdistans traf der russische Außenminister Sergei Lawrow am Mo., 16.5.2016, am Vorabend des Treffens der ISSG in Wien. Es ging darum, einheitliche Standpunkte zur Lösung der Syrienkrise herauszuarbeiten. Hinterher bemerkte Lawrow gegenüber Pressevertretern: „Unsere Position ist klar: wir sind für die Einhaltung der bei den inner-syrischen Gesprächen eingegangenen Verpflichtungen, sowie für umfassende Gespräche unter Beteiligung von Verterten der syrischen Regierung und aller Oppositionsgruppen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7564-lawrow_trifft_vertreter_der_syrischen_opposition)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77308 und http://www.sana.sy/?p=381846 (Nach Razzien Zerstörung von IS-Transportkonvois im Raum Dair az-Zaur in akkuraten Luftschlägen bei al-Buġailiyya und dem Flughafen der Provinz-hauptstadt, unterstützt durch Bodenopperationen in Dair az-Zaur mit Ver- eitelung des Eindringens von IS-Affiliierten vom Friedhofsbereich her auf das Flughafen-Areal; die heftigen Gefechte fügten dem Feind erhebliche Verluste an Männern und Ausrüstung zu. Beseitigung eines Kleinkonvois an Truppen- und Waffentransportern von Ğabhatu_n-Nuṣra im südlichen Darʽâ al-Balad-Distrikt der Provinzhauptstadt Darʽâ. Am Morgen präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Ansammlungen und –Schlupfnester beim aš-Šâʽir Ölfeld, dazu Vormarsch der Bodentruppen gegen die IS-Terroristen in jenem Gebiet unter erheblichen Feindverlusten; Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf einen Militärposten beim al-Hayâl-Gebirgszug im Umkreis von Tadmur im O der Provinz Ḥomṣ. Zusammen mit Volksverteidigungskräften Vereitelung eines Terroranschlags von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil al-Ḥadamî in der Stadt Baʽṯ, Gouvernement al–Qunaiṭra, am Nachmittag mit Beseitigung einer Reihe Terroristen; zuvor hatten jene die Dörfer al-Ḥamîdiyya und aṣ-Ṣamadâniyya al-Ġarbiyya wie Wohngebiete von Baʽṯ und Ḫân Arnaba mit Artilleriefeuer bestrichen, was zu erheblichen materiellen Schaden an einer Reihe von Häusern und Infrastruktur geführt hatte).
Terroranschläge vom 15.5.2016:
Bei einem Raktenangriff auf den Stadtteil Bustân az-Zahra von Aleppo wurde eine Frau verletzt, dazu entstand Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=77306)
Am Abend wurden alle Stadtteile von Dair az-Zaur mit Salven an Raketen- und Mörsergranaten beschossen, was zu erheblichen Schäden an Gebäuden, öffentlichem und privatem Eigentum führte. (http://sana.sy/en/?p=77308 und http://www.sana.sy/?p=381846)
Nachtrag: die Beschießung der Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr in Dair az-Zaur durch IS-Anhänger tötete drei Personen und verwundete 14 weitere teils sehr schwer und hierließ beträchtliche Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=77367 und http://sana.sy/?p=382451)
In verschiedenen Stadtteilen von Istanbul sammelten sich am [Pfingst-]So., 15.5.2016, Demonstranten, welche von der Erdogan-Regierung unterstützte Terroristen als Ausführende des Massakers in az-Zâra identifizierten und dafür verurteilten. Damit sei das türkische Regime unter Erdogan verantwortlich für die dort begangenen Verbrechen an syrischen Bürgern, mit denen man sich solidarisch erklärte. In ihrem Statement klagten sie die türkische AKP-Regierung neben anderen, wie Saudi-Arabien und Golfstaaten der fortdauernden Terrori-stenunterstützung in Syrien an, um den Konflikt dort zugunsten ihrer Zwecke nicht erlöschen zu lassen. (http://sana.sy/en/?p=77295) – Aktualisierung: die Demonstrationen wurden auch am Mo., 16.5.2016, in weiteren Städten fortgeführt (http://sana.sy/en/?p=77353).
Zum wiederholten Mal nahm angesichts der letzten Anschläge und Massaker die Regierung am Sa., 14.5.2016, Kontakt zu den Vereinten Nationen mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden auf, forderte die Verurteilung dieser durch terroristischen Verbrechen, begangen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und angeschlossenen Terrorgruppen,welche immer noch von einigen westlichen und anderen Staaten als „moderate armed groups” [oder: moderate armed opposition, MAO, vgl.u.] betitelt und als solche unterstützt würden. Vor Beginn des eigentlichen Massakers in az-Zâra, sei der Ort mit Mörsergranaten, Raketen und selbstgebauten sog. „hell canons“ attackiert worden, was allein schon viele Tote, Verletzte und enorme Schäden an Wohnäusern, anderen Gebäuden und Infrastruktur zur Folge gehabt habe. Darauf exekutierten die Extemisten bei einer Brücke im Gebiet ar-Rastan eine Anzahl Zivilisten, wobei ebenfalls viele verletzt wurden. Unter den affiliierten Terrorgruppen, welche sich neben Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf ihren sozialen Netzwerkseiten der Verbrechen rühmten, seien Failaq ar-Raḥmân, Katâ´ib Ahl as-Sunna und Ağnâd Ḥumṣ gewesen. Diese gestanden dort auch ein, die Verbrechen im voraus geplant und gemeinsam ausgeführt zu haben. Das „appalling massacre goes in line with the series of the systematic terrorist attacks targeting many Syrian cities that are being carried out under direct orders from the regimes of extremism in Riyadh, Ankara and Doha,” hieß es in den Schreiben weiter. Den Terrorgruppen gehe es um die Unterminierung der Waffenruhe wie der Friedensgespräche für eine politische Lösung der Syrienkrise in Genf, welche jeweils auf ein Ende des Blutvergießens im Land abzielten. Die Tatsache, daß diese Verbrechen unmittelbar nach Blockierung der Aufnahme der Extremistengruppen Ǧaiš ul-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf die UN-Liste der Terrorgruppen durch die Regierungen der USA, Frankreichs, Großbritanniens und der Ukraine erfolgte (vgl.u.), beweise, daß diese Staaten die Terrorgruppen damit zu ihren Untaten geradezu ermutigten. Diese Staaten übergingen diese Verbrechen gleichzeitig stillschweigend, was dafür spreche, daß sie nicht ernsthaft Counterterrorismus betrieben bzw. die Waffenruhe unterstützten. Sowohl der UN-Generalsekretär wie der UN-Sicher-heitsratsvorsitzende hätten bislang zu diesen abscheulichen Terrorakten geschwiegen. Daher forderte die Regierung zum Schluß [und zum wiederholten Male] „immediate deterrent and punitive measures” gegen die Regierungen, welche in die Unterstützung und Finanzierung von Terroristen involviert seien, insbesondere gegen Saudi-Arabien, Qaṭar und die Türkei. (http://sana.sy/en/?p=77259).
Überlebende des Massakers vom 12.5.2016 in az-Zâra (vgl.u.), einem überwiegend von Alawiten bewohnten Ort im Süden der Provinz Ḥamâ, berichteten, die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten seien zur Schlafenszeit ganz früh am Morgen in den Ort eingedrungen, brachen in die Wohnhäuser ein, plünderten und töteten deren Bewohner, vor allem Ältere, Frauen und Kinder in brutalster Weise. Bewaffnet gewesen seien sie mit PKC-Maschinengewehren, mit Lasertechnik ausgerüsteten Scharfschüt-zengewehren und Panzerfäusten, mit denen sie sich auch gewaltsam Zugang verschafft hatten. Außerdem zerstörten sie damit andere Häuser. Etliche seien Personen entführt worden. Stadtbewohner hätten schließlich Kontakt zu Armeemitgliedern aufgenommen, welche sich bei Eintreffen um die Verletzten kümmerten und die Übrigen in sichere Gegenden evakuierte. (http://sana.sy/en/?p=77182) – S.a. das Video: Eyewitnesses from al-Zara, an Alawite Syrian village, have revealed brutal killings and kidnappings at the hands of Ahrar al-Sham and Al-Nusra terrorists….which Western powers didn’t want to include on the UN terrorist list. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/05/17/eyewitness-evidence-brutal-killings-kidnappings-by-militant-group-spared-from-un-terror-blacklist/)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77223 und http://www.sana.sy/?p=381538 (Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen mit artilleriebestückten Barrikaden und aufgerüstetem Fuhrpark südlich von al-Manšiyya und dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp nahe der Grenze zu Jordanien in Darʽâ, Bezirk Darʽâ al-Balad. Eliminierung eines Nachschubtransports für Affiliierte Ğabhatu_n-Nuṣra misamt allen Kämfern und Konfiszierung der Waffen und medizinischen Prodikte aus türkischer Produktion auf der Straße beim Dorf al-Qanṭara im S von Ḥamâ. In Dair az-Zaur kam die Armee den Angestellten und Patienten der al-Assad-Klinik zu Hilfe, welche von einer IS-Einheit überfallen worden war (s.u.) und tötete die angetroffenen Terrroristen).
Aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm wurden am Sa., 13.5.2016 sechs Verstöße für die vergangenen 24 Stunden protokolliert. Extremisten von Ğaiš al-Islâm griffen dabei Militärposten in im Rîf Dimašq wie die al-Assad-Vorstadt von Aleppo mit Mörsergranaten und Raketen an. (http://sana.sy/en/?p=77293)
Terroranschläge vom 14.5.2016:
Durch Raketenbeschuß des Wohngebiets al-Ḥamdâniyya von Aleppo kam ein Bürger ums Leben bei enormem Schaden an umliegenden Gebäuden etc.. (http://sana.sy/en/?p=77227)
Infolge einer nachmittags an einem Kreisverkehr in der Innenstadt zur Explosion gebrachten Autobombe kamen in al-Qâmišlî im NO von al-Ḥasaka bislang fünf Personen ums Leben, etliche wurden teils sehr schwer verletzt. (http://sana.sy/en/?p=77256)
Aktualisierung: Am Nachmittag hinterließ in Aleppo die Beschießung des Stadtteils al-Ḥamdâniyya mit Raketen einen Toten und enorme Schäden, im Stadtteil al-Faiḍ einen Verletzten und ähnliche Schäden. Außerdem wurde ein Korrepondent des Syrian Satellite Channel während seines Einsatzes im Stadtteil Šâdî Ḥulwa von Aleppo bei einem Raketenangriff auf das Radio and TV Center der Provinzhauptstadt verletzt.
Bewohner der Stadt ʽAfrîn im NW von Aleppo meldeten telefonisch ebenfalls Raketenbeschuß, der zu erheblichen materiellen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum führte. (loc.cit.)
Das Gesundheitsministerium informierte am 15.5.2016 darüber, daß ein IS-Trupp am 14.5.2016 das al-Assad-Krankenhaus in Dair az-Zaur überfiel, ein Massaker an Ärzten und anderem Krankenhauspersonal anrichteten, einige davon auch gefangennahmen und verschleppten. Das Ministerium sprach den betroffenen Familien aufrichtiges Beileid aus und würdigte die Opfer für deren tapferes Weiterführen ihrer Arbeit unter den schwierigen Belagerungsumständen durch den IS. (http://www.sana.sy/?p=381988)
Zeugen vor Ort informierten über den Entsatz des al-Assad Hospital in einer westlich gelegenen Vorstadt von Dair az-Zaur: nachdem ein IS-Trupp gewaltsam in die Klinik eingedrungen, einen Teil davon besetzt und ein Massaker angerichtet hatte etc. (vgl.u.), befreite eine schnell eingreifende Armee-Einheit zusammen mit sie unterstützenden Stammeskämpfern denselben wieder, tötete alle IS-Kämpfer, befreiten die noch vor Ort befindlichen Geiseln und sicherten die Klinik. Wörtlich wurde mitgeteilt: „The ISIL terrorists, who stormed the hospital on Saturday and captured part of it, were attacked by the Syrian soldiers and their tribal allies . … The entire ISIL members were killed right on the spot. … The hospital is under the full control of the Syrian government forces … A number of physicians and medical staff, taken hostages by the ISIL, were freed in the army attack … The ISIL terrorists executed brutally some of the hostages before the army’s attack”.(http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950226000362)
Laut der kurdischen Nachrichtenagentur ANHA gelangten in der Nacht zum Sa., 14.5.2016, erneut 400 Kämpfer als Terroristennachschub von türkischem Territorium in den Norden Syriens: „300 Kämpfer von ‚Nureddin Zengi‘ und rund 100 von ‚Dschaisch al-Muhadschirin‘ haben die Kontrollstelle Bab al-Salam nördlich von Aleppo passiert, aus Richtung der türkischen Stadt Kilis Richtung über die Stadt Azaz in Nordsyrien kommend“. Die Türken hätten die dem IS nahestehenden Kämpfer einfach durchgelassen, berichtete die Agentur. (http://sptnkne.ws/bpPD) – Zur besonderen Bedeutung der Benennung der Terrorgruppe Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî, vgl.u. (6.5.2016)!
Über die teils fürchterlichen Zustände, unter welchen syrische Flüchtlinge in der Türkei in den Camps leben müssen, erläuert am Beispiel von Gaziantep der in Englisch gehaltene Bericht „Refugees in Turkey: Cases of Slavery, Rape ‘Go Unnoticed by Officials’“ (deutsch: Flüchtlinge in der Türkei: Fälle von Sklaverei, Vergewaltung übergangen von den Behörden) bei: http://sputniknews.com/europe/20160504/1039090158/refugees-rape-victims-turkey.html. Darin ist auch von andauernden Geschäftsverbindungen der türkischen Beamten mit Terroristen die Rede. Es äußert sich der Vorsitzende der Anwaltskammer von Gaziantep, Bektaş Şarklı, im Interview mit Sputnik, da auch die Medien das Thema übergingen. So schloß Şarklı mit den Worten: „Borders of Gaziantep have become logistics center for Daesh jihadists. Currently, that is the main threat and problem for the region. Public organizations are trying to attract attention to this problem, but it is carefully hushed by political forces who are not interested in its resolution.”. – S.a. „„Es tat sehr weh“: Syrische Kinder erzählen über ihren Vergewaltiger in der Türkei“ aus dem türkischen Vorzeige-Flüchtlingscamp Nizip (http://sptnkne.ws/bp8e). – Zur medizinischen Behandlung von IS-Kämpfern z.B. in der Ersin-Aslan-Klinik in der Gaziantep s. http://sptnkne.ws/bp7v.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77168 und http://www.sana.sy/?p=381345 Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps nahe Tal Sukaik, 48km im N von Ḥamâ. Effektive präszise Luftschläge gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen bei Umm Rağîm und Rasm aṭ-Ṭûl östlich der Landstadt at-Tamânaʽa in der Provinz Idlib mit zahlreich getöteten Terroristen, darunter der Saudi Abû Yûsuf al-Ğâbarî und Zerstörung von deren Hauptquartier. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen um die Ölfelder von aš-Šâʽir und Ğazal, bei Hindâwî im O und al-Bârida im SO der Provinz Ḥomṣ; dazu Beseitigung von Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im N bei al-Ġağar und Burğ Qâʽî im Gebiet von al-Ḥûla. Konzentrierte Operationen gegen den IS samt Affiliierten auch im NO von as-Suwaidâ´ bei al-Qaṣr, Ṣaʽd und Tal Ušaihib unter deutlichen Feindverlusten. Vereitelung von IS-Attacken auf Militärposten zum Schutz des Industriegebiets von Dair az-Zaur mit rechtzeitiger Eliminierung einer Autobombe – unter den zahlreich getöteten Terroristen befanden sich auch Abû Hâğir al-Ḫair, der Führer der sog. „Sturm-Kompanie“ [Sariyya al-Iqtiḥâm] im Stadtteil, und der IS-Kommandeur Abû Anas al-Maṣrî.).
Acht Verstöße wurden vom russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden am Fr., 13.5.2016, festgestellt, davon drei in Aleppo und fünf in Damaskus. (http://sana.sy/en/?p=77197)
Terroranschlag vom 13.5.2016:
Die Beschießung des Stadtteils Ṣalâḥaddîn von Aleppo mit Raketen hinterließ eine Tote und zwei Verletzte bei erheblichem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=77188)
Nach vielfachen Berichten der fortdauernden Nachschubslieferung (s.a. vom 12.5.2016) und anderer Unterstützung seitens der türkischen u.a. Regierungen für die in Syrien agierenden Terroristen, welche am 11.5.2016 auch wieder der syrische UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (s.u.) vor dem UN-Sicherheitsrat deutlich zur Sprache gebracht hatte, erklärte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow am 13.5.2016 vor Reportern in Moskau, die russische Regierung werde auf der nächsten Sitzung der International Syria Support Group (ISSG) am 17.5.2016 in Wien die Notwendigkeit der Schließung der Grenze zwischen der Türkei und Syrien unterstreichen und auf eine angemessene Lösung des Problems drängen. (http://www.sana.sy/?p=381366)
Insbesondere in den Grenzgebieten kämpft bekanntlich die libanesischen Ḥizbullâh auf Seiten der SAA bzgl. der Bürgerwehren im Abwehrkampf gegen den IS und andere Terrorgruppen. Der sich zu diesem Zweck auf dem Militärflughafen von Damaskus aufhaltende hochrangige Kommandant, Sayyid Muṣṭafā Badraddîn (Seyed Mostafa Badreddin), genannt Ḏû_l-Fiqâr (Zulfiqar), wurde gemäß libanesischen Medienberichten [z.B. al-Manâr-TV, al-Mayâdîn] und einer Bestätigung durch die Ḥizbullâh am Fr., 13.5.2016, bei einem [die Souveränität des syrischen Staates verletztenden] israelischen Luftangriff auf die Militärbasis zusammen mit seinen Begleitern getötet, wie es zunächst hieß. Dann war überwiegend von „Israeli attack“ und „explosion“ die Rede. (http://sana.sy/en/?p=77164, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7321-hisbol-lah_kommandant_bei_einem_israelischen_luftangriff_get%C3%B6tet, s.a. http://sptnkne.ws/bpuG) – Aktualisierung: am Sa., 14.5.2016, teilte die libanesische Ḥizbullâh mit: nach Abschluß der Ermittlungen stehe fest, daß Muṣṭafā Badraddîn infolge eines Artillerieangriffs durch terroristische Takfîr-Gruppen getötet worden sei. Im Statement hieß es weiter, diese Tat „will only increase our determination and will continue the fight against those criminal gangs and defeat them as it was the hope of the late Badreddine and his will to his resistant companions .“ (http://sana.sy/en/?p=77210 vom 14.5.2016)
In diesem Zusammenhang interessiert eine Enthüllungsstory von The Guardian von Ende März 2016, in welcher der bekannte Autor Brandon Turbeville ein Memo des derzeitigen Königs von Jordanien bekannt macht des Inhalts: Leaked Memo: King Abdullah of Jordan reveals UK SAS Forces on the ground in Syria, Israel supports al-Nusra. (http://www.activistpost.com/2016/05/leaked-memo-jor-dans-king-reveals-uk-sas-forces-on-the-ground-in-syria-israel-supports-nusra.html) Darin heißt es auch laut König ʽAbdullâh, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, „believes in a radical Islamic solution to the problems in the region” und “fact that terrorists are going to Europe is part of Turkish polic … .“ (loc. cit.)
Auch für den US-Historiker Noam Chomsky ist laut seinem jüngsten Artikel in The Guardian vom 9.5.2016 eindeutig, daß die Einmischung ausländischer Regierungen wie der USA in die inneren Angelegenheiten von Syrien und anderer Länder zur Ausbreitung des Terrorismus und der Behinderung der politischen Lösung der Krisen dieser Länder geführt hat. Dies erläutert er – wie schon in seinem Buch ‚Wer regiert die Welt‘ – am Beispiel von Libyen, Afghanistan, der sog. „Befreiung des Iraks“ und Syrien. (http://www.sana.sy/?p=380944 vom 12.5.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=77098 und http://sana.sy/?p=381061 (Beseitigung von Ğaiš al-Fataḥ–Trupps samt aufgerüsteten Kampffahrzeugen und einem Munitionstranpsporter nach Vereitelung von deren Versuch, Militärposten bei Ḫirbat an-Nâqûs, ca. 90 km im NW von Ḥamâ zu überfallen; der Feind erlitt nach harten Gefechten dabei heftige Verluste. Meldung der Nachschublieferung für Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei bzgl. 100 Söldnern samt Wafffentransportern mit Chloringas-Munition nach Kafar Ḥamra (vgl.u.). Eliminierung von IS-Ansammlungen und -Rückzugsorten im Ostteil der Provinz Ḥomṣ in Habra al-Ġarbiyya und Umm ar-Rîš und dem NO des Orts Ğazal.) – Nachtrag vom 13.5.2016: Bei erfolgreichen präzise ausgeführten SAAF-Einsätzen gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥizb al-Islâmî at-Turkistânî im Gebiet von Abû aḍ-Ḍuhûr in der Provinz Idlib starben auch der sog. „Heerführer des Wüsten-Sektors“ [Amîr Qaṭâʽ al-Bâdiyya] namens Abû Turâb al-Ḥamwî wie ein anderer Kommandeur von Ğabhatu_n-Nuṣra, bekannt als Abû an-Naṣr Talmanas (http://sana.sy/en/?p=77168).
Laut Information aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm vom 12.5.2016 kam es in den letzten 24 Stunden zu sieben Verstößen. Wieder attackierte Ǧaiš ul-Islâm az-Zahrâ´ im Stadtkreis Aleppo mit Mörsergranaten, Raketen und Maschinengewehrbeschuß wie auch Militärposten zum Schutz der Orte Mîdʽâ, Zabdin, Ğaubar, ʽArbîn und Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Ğabhatu_n-Nuṣra griff erneut den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo wie den nahen an-Nairab Militärflughafen an, dazu die Landstädte Ḥandarât und Ḥailân. Zudem wurde die Ankunft von 100 frischen Kämpfern für Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei in Ḫân Ṭûmân im S von Aleppo bestätigt. (http://sana.sy/en/?p=77150, http://www.sana.sy/?p=381278)
Terroranschläge vom 12.5.2016:
Glücklicherweise „lediglich“ zu Sachschäden kam es durch Raketenbeschuß des Dorfes al-Ğalma im NW von Aleppo.
Ergänzung: Scharfschützen beschossen vorbeifahrende Autos im Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo, wobei zwei Bürger starben, zwei weitere verletzt wurden. Auch die Bewohner von al-Fûʽa waren wieder Scharfschützenfeuer ausgesetzt; die Terroristen waren in Maʽratmaṣrîn positioniert, ein Bewohner kam ums Leben.(http://sana.sy/en/?p=77054)
In der Stadt az-Zâra im S von Ḥamâ richteten Terroristen [von Ğabhatu_n-Nuṣra], nachdem sie gewaltsam in den Ort eingedrungen waren, ein Massaker unter den Bewohnern an, raubten und zerstörten deren Eigentum und entführten einige Frauen und Kinder. Wörtlich verlautete es aus der zuständigen Polizeikommandatur: „terrorist groups infiltrated into al-Zara town and committed a massacre against its locals, as they abducted a number of children and women.” – Kabinett und Premierminister verurteilten erneut mit scharfen Worten diese ruchlosen Verbrechen an Zivilisten und rief die Weltgemeinschaft zum vereinten Kampf gegen den Terrorismus auf und dazu, ernsthafte Schritte zur Beendigung der Terroristenunterstützung aus dem Ausland – vor allem aus der Türkei, Qaṭar und Saudi-Arabien – zu unternehmen. Premier al-Ḥalaqî versicherte zudem „terrorist acts will not prevent the Syrians from continuing the process of reconstruction”. Den betroffenen Familien sprach er aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aus. (http://sana.sy/en/?p=77063)
Amnesty International macht die Terroristen in Syrien für die als „Kriegsverbrechen“ einzuordnenden Untaten, teils mittels chemischer Kampfstoffe, in der Stadt Aleppo verantwortlich. Laut AI-Mitteilung vom Fr., 13.5.2016, beschössen sie wahllos zivile Ziele wie Moscheen, Märkte oder Straßen. (http://sana.sy/en/?p=77170, https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/05/syria-armed-opposition-groups-committing-war-crimes-in-aleppo-city/, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7345-syrien_mindestens_19_to-te_bei_angriff_der_terrormiliz_al_nusra_front)
Am gleichen Tag verurteilte die iranische Regierung wiederholt die ausländische Unterstützung von Terrorgruppen in Syrien und unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamen Vorgehens im Counterterrorismus. (http://sana.sy/en/?p=77032)
Der syrische UN-Gesandte, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, kritisierte am Mittwochabend in New York den UN-Sicherheitsrat für seine Versagen, die Zufuhr von Waffen und Söldnern für die in Syrien aktiven Terrorgruppen wie die Kontrolle der Grenzen und Aufrufe in gewissen TV-Kanälen mit Sitz in Qaṭar, Saudi-Arabien, der Türkei und in London zu noch mehr Blutvergießen in Syrien wirksam zu verhindern, wozu er sich per Resolution verpflichtet hatte. In fünf Jahren seit Beginn dessen, was der UNSC „Syrien-Krise“ nenne, habe es hierzu hunderte Sitzungen, dutzende angenommener Resolutionen und Statements sowie ins Leben gerufener Komitees gegeben, jedoch ohne den erhofften Effekt, ohne durchgreifende Schritte eingeleitet zu haben. Referierend bemerkte er: „Five years and more of the assassination of the Charter provisions, the international law principles and the good neighboring relations and after exhausting all possibilities to destroy Syria’s people and infrastructure starting with terrorism and media misleading, sending mercenaries from all over the world to the country, facilitating the use of chemical weapons and trading in the pains and expectations of displaced Syrians and forming foreign opposition groups that are allied with thieves and those who support and sponsor terrorism, ” und fuhr fort: „After all that, it is legal to say to those who are involved in fueling the crisis and prolonging it, get your hands off Syria…Stop meddling in our internal affairs under false pretexts that are proved to be null and void in Iraq, Syria, Libya and many other states.”
Zudem prangerte er erneut die angenommene Doppelstandard-Haltung einiger Staaten Terroristen gegenüber an, indem er verdeutlichte: „It doesn’t make sense that the terrorist is considered a terrorist in France, Belgium, Spain, the US, Britain, Australia and Tunisia, while others like to name as a Jihadist and armed groups in other countries and a moderate armed Syrian opposition in Syria which they provide with money and weaponry, entry visas, intelligent protection and facilitate their entrance to Syria across borders.“
Auch die sog. US-geführte Anti-IS-Koalition habe entgegen deren Ankündigung und Vorgabe, den Terrorismus zu bekämpfen, syrische Infrastruktur zerstört, dafür aber z.B. die IS-Transportrouten für den Öl- und Antikenschmuggel übersehen. Demnach fehle es den Teilnehmern an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit im Counterterrorismus, den Syrien dagegen seit Jahren unter Beweis gestellt habe. Daher forderte er: „No more lies or shedding crocodile tears over the suffering of the Syrian people caused by the same governments which claim to fight terrorism.” Mit Hinweis auf etliche von WikiLeaks öffentlich gemachte Dokumente äußerte er: „the Lords of terrorism are those who created the ISIS, Jabhat al-Nusra, al-Qaeda, Jaish al-Fateh, Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham, Jund al-Aqsa, Liwa al-Sultan Murad, the Turkistan Liberation Party, Boko Haram, al-Shabab, Jabhat al-Inqaz and other dozens of terrorist organizations affiliated to al-Qaeda, and those who supply them with money, weapons, training, fatwas, media and political protection, and those who called them as political violence and Jihadists to drop all charges of terrorism.“
Der gefährlichen (toxic) Ideologie jener Terroristen und ihrer Sponsoren zu wehren sei ähnlich bedeutsam wie die Bekämpfung der Verwendung von biologischen und chemischen Waffen durch dieselben. Syrien verteidige dagegen die Werte von Friedfertigkeit, Dialog, Respekt gegenüber unterschiedlichen religiösen, intellektuellen und kulturellen Anschauungen in einem säkularen Staatswesen gegen den von den Terroristen verbreiteten wahhâbitischen Takfîr-Extremismus.
Als bedauerlich und schandbar (regretful and shameful) kommentierte er die Vereinbarung zwischen der EU und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan, indem jener unter Ausnutzung der Situation der syrischen Flüchtlinge die europäischen Länder zu Zugeständnissen (to exempt Turkish citizens from visa requirements to enter the EU countries, achieving cheap material gains) erpresse.
Zu weiteren Punkten und Details der ausführlichen Darlegung des Diplomaten s.: http://sana.sy/en/?p=77027.
Als Teil der – kürzlich auch von The Guardian am 3.5.2016 beschriebenen (vgl.u.) – medialen psychologischen Kriegsführung ist die Falschnachricht einiger syrienfeindlicher Medien einzuordnen, der IS habe die Verbindungsstraße von Ḥomṣ nach Tadmur (Palmyra!) unter seine Kontrolle gebracht. Tatsächlich handelte es sich lediglich um einen schnell und gründlich durch die Armee zurückgeschlagenen und damit gescheiterten Angriffsversuch des IS. (http://sana.sy/en/?p=77006, s.a. http://sptnkne.ws/bnFx)
Erneut ist im Internet ein Video aufgetaucht, das den Beschuß syrischen Militärgeräts durch Terroristen mittels in den USA produzierter TOW– Panzerabwehrraketen zeigt, die den sog. „gemäßigten Oppositionellen“ (MAO, vgl.u.) durch die US-Regierung zur Verfügung gestellt wurden (vgl. Teil II und Teil III). Ziel war dieses Mal ein syrischer Panzer wie das Nachrichtenportal Life.ru berichtete. Näheres bei http://sptnkne.ws/bnX2. S.a. Video zeigt, wie IS-Terroristen per US-Panzerabwehrrakete die Soldaten der syrischen Regierungsarmee angreifen. (http://sptnkne.ws/bp3b).
Derzeit befindet sich eine gemischte spanische Delegation aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei Spaniens und der Vereinigten Sozialistischen Partei Kataloniens in Damaskus und ist u.a. von Vizeaußenminister Dr. al-Miqdâd empfangen worden. (http://sana.sy/en/?p=77107)
Der UN-Gesandte für Syrien Staffan de Mistura gab am 11.5.2016 bekannt, der Termin für die Fortsetzung der innersyrischen Gespräche werde nach dem Treffen (vgl.u.) der International Syria Support Group (ISSG) bekannt gegeben. (http://sana.sy/?p=380688)
Der Staatsminister für nationale Aussöhnung ʽAlî Ḥaider teilte am 11.5.2016, mit, daß dank der Rekonziliationsbemühungen demnächst 35.000 Familien in die Regionen as-Sabîna, Ḥuğaira, al-Buwaiḍa und aḏ-Ḏiyâbiyya im Rîf Dimašq zurückkehren können. (http://sana.sy/?p=380667)
ʽUmar Ġalâwunğî,Vize-Premierminister für Dienstleistungen und Minister für die Lokalverwaltung konnte am 11.5.2016 bekanntgeben, daß seit Jahresbeginn mehr als einer Million Menschen humanitäre Hilfe seitens der Regierung zuteilgeworden sei. (http://sana.sy/?p=380665)
Wie The Daily Mirror meldet, hat Ḥamza bin Ladin (Hamza bin Laden), der ca.23-jährige Sohn von Ex-al-Qāʿida-Führer Usâma bin Ladin (Osama bin Laden) zum Ğihâd gegen die säkulare Regierung in Syrien aufgerufen. Hierfür sollten die beiden größten von al-Qāʿida ausgegangenen Terrorgruppierungen, der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra aufhören zu konkurrieren und sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Am selben Tag soll al-Qāʿida die Ausrufung ihres eigenen Kalifats in Syrien angekündigt haben. (http://sptnkne.ws/bnpR)
Im Artikel Syrien: der Krieg kann eingegrenzt werden präsentiert der Politologe Thierry Meyssan wieder eine lesenswerte Darlegung (http://www.voltairenet.org/article191713.html vom 11.5.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76950 und http://sana.sy/?p=380492 (Präzise Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und –Konvois im Ostteil der Provinz Ḥomṣ im Umfeld der Ölfelder aš-Šâʽir und al-Mahr sowie östlich von Tadmur und Ğazal mit heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung in der Folge. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen durch die Armee mit SAAF-Deckung in Umm Ḥâritain, ʽAṭšân und Sukaik in der Provinz Ḥamâ wie in at-Tamânaʽa im Umkreis von Idlib mitsamt deren aufgerüsteten Kampffahrzeugen. Beseitigung von Fortifikationenen von Ğabhatu_n-Nuṣra und der ihr angeschlossenen Terrorgruppe Liwâ´ Tawḥîd al–Ğanûb in al-Arbaʽîn im Distrikt Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ; unter den zahlreich getöteten Terroristen befand sich auch der Kommandeur von Liwâ´ Tawḥîd al–Ğanûb namens Aḥmad Quṭaifân.).
Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm wurden am Mi., 11.5.2016, für die letzten 24 Stunden neun Verstöße gemeldet. Drei Vorfälle gingen [erneut, vgl.u.] auf das Konto von Liwâ´ as-Sulṭân Murâd im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo, wo durch die Raketeneinschläge und Maschinengewehrbeschuß acht Bewohner starben. Ǧaiš ul-Islâm–Anhänger beschossen az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten. Im N von al-Lâḏaqiyya attackierten Mitglieder der Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya auf dieselbe Weise Militärposten zum Schutz des Ortes Abû Rîša wie auch wiederum Ǧaiš ul-Islâm–Terroristen Militärposten in der Umgebung von Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Die anderen fünf Vorfälle bezogen sich auf Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffe auf das Ḥandarât-Flüchtlingscamp im N Aleppos mit Mörsergranaten und Artillerie.
Basierend auf lokalen Quellen informierte das Zentrum zudem über die Ankunft von ca. 100 Söldnern als Nachschub für Ğabhatu_n-Nuṣra aus der Türkei kommend in Kafar Ḥamra im N Aleppos; zudem gelangten eine Anzahl LKW beladen mit handgefertigter, Chloringas enthaltender Militärmunition von Idlib kommend in dem Gebiet an. (http://sana.sy/en/?p=77036) – Bei Sputnik heißt es hierzu laut Veröffentlichung durch das russische Verteidigungsministerium: „Laut Informationen einheimischer Bürger, die dem Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien übermittelt wurden, sind in der nordsyrischen Ortschaft Kafr Hamrah mehr als 100 Terroristen der Al-Nusra-Front aus der Türkei eingetroffen. Außerdem sind aus der Provinz Idlib auf dem von der Al-Nusra-Front kontrollierten Territorium nördlich von Aleppo mehrere Lkws mit Munition, speziell mit Giftstoffen auf Chlorbasis befüllt, eingetroffen“. (http://sptnkne.ws/bnY4)
Terroranschläge vom 11.5.2016:
In Aleppo wurden erneut Stadtteile von Terroristen beschossen: Saif ad-Daula, al-Ḥamdâniyya, Maisalûn und Bustân az-Zahrâ´bekamen Raketentreffer ab, wodurch zwei Menschen zu Tode kamen und drei weitere verletzt wurden bei enomem entstandenen Schaden an Gebäuden etc. In al-Ḥamdâniyya und ar-Râmûsa trieben sich zudem Scharfschützen herum und töteten ebenfalls zwei Bürger. (http://sana.sy/en/?p=77014)
Rußlands Vizeaußenminister Gennadi Gatilow bemerkte gegenüber der Zeitung Iswestija hinsichtlich der Haltung der US-Administration zu Präsident Dr. al-Assad, Washington bestehe immer noch auf dem Rücktritt Assads nach Ende der Friedensverhandlungen. „Die Amerikaner versuchen tuns unter Druck zu setzen, damit wir die Notwendigkeit eines Rücktritts von Assad und einer Übergansfrist in Syrien am Ende der Verhandlungen bekannt geben können.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7177-russland_hal-tung_der_usa_gegen%C3%BCber_assad_hat_sich_ge%C3%A4ndert vom 10.5.2016, s.a. http://sptnkne.ws/bnmz)
Der russische Staatspräsident Putin machte am Di., 10.5.2016, in Sotschi vor den Kommandeuren der russischen Armee und des Verteidigungsministeriums bekannt: „Seit Beginn der Operationen in Syrien am 30. September 2015 haben die russischen Kampfjets mehr als 10 000 offizielle Flüge durchgeführt und dabei 500 Gebiete von den Terroristen befreit.“ und setzte hinzu: „Die russischen Interkontinental-Bomber haben außerdem 178 Flüge zur Zerstörung von terroristischen Stellungen und Zentren in Syrien geflogen und sind nach Russland zurückgekehrt.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7207-putin_russ-land_hat_30_000_stellungen_der_terroristen_in_syrien_zerst%C3%B6rt, s.a. http://sptnkne.ws/bnk3)
Der Rebellenkommandeur Alparslan Çelik (vglu.), dem russischerseits die Ermordung des am 24.11.2015 abgeschossenen Su-24-Piloten zur Last gelegt wird (s.u.), ist laut einer Quelle aus der türkischen Staatsanwaltschaft vom Di., 10.5.2016, wegen unzureichenden Schuldnachweises von allen Vorwürfen zum Schaden des Piloten Oleg Peschkow freigesprochen worden. Dies bestätigte auch der Anwalt des Angeklagten. Hingegen dauere das Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen illegalen Waffenbesitzes noch an. (http://sptnkne.ws/bnme)
Aḥmad Fauzî, Sprecher des UN-Gesandten für Syrien de Mistura, hat am Di., 10.5.2016, bekannt gegeben, der innersyrische Dialog werde im Mai in Genf fortgesetzt werden. Am 17.5.2016 träfen sich die Mitglieder der International Syria Support Group (ISSG). Das russische Außenministerium bestätigte letzteren Termin und als Treffpunkt Wien. Die Teilnehmer kämen aus 17 Staaten, u.a. wolle der russische Außenminister Lawrow hinzukommen. Eine weitere Bestätigung gab US-Außenminister Kerry vor Reportern in London ab. der innersyrische Dialog werde demnach „some days after that” fortgeführt werden.(http://sana.sy/en/?p=76903)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76869 und http://www.sana.sy/?p=380168 (Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Positionen und aufgerüstete -Kleinkonvois in der Umgebung der Ölfelder von al-Mahr und Ğazal und Ḫunaifîs im Umkreis von Tadmur wie auch gegen IS-Fortifikationen und –Schlupfnester im Umfeld von Ḥuwaisîs, 77km im O von Ḥomṣ; am Abend folgten durchgreifende Angriffe auf ein IS–Hauptquartier und IS-Nester in der Umgebung von ʽUnq al-Hawâ, al-Bâdara und al-Mahr ebenfalls im Ostteil der Provinz. Zerstörung von IS-Kampffahrzeugen an der Zufahrt zur Stadt ʽUqairbât durch einen akkuraten SAAF-Angriff in der Provinz Ḥamâ. Nach eingehender Beobachtung eines Konvois der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra wurde dieser durch einen Artillerieangriff auf der Straße zwischen al-Ğumruk al-Qadîm [dem alten Zoll] im Bezirk Darʽâ al-Balad und der Stadt Naṣîb vernichtet; zudem Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen, darunter Ḥussain Hânî Šihâb, in al-Yâdûda im im NW der Provinz Darʽâ. Beseitigung eines IS-Transports in Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´.).
Zwei Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe meldete das russische Koordinationszentrum in Ḥumaimîm stellte am Di., 10.5.2016, für die vergangenen 24 Stunden, der eine in der Gemeinde az-Zahrâ im Stadtkreis von Aleppo, der andere im Dorf Abû Rîša im Umland von al-Lâḏaqiyya. Beide Male wurden Militärposten mittels Mörsergranaten attackiert: im ersteren Fall seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, im letzteren Fall durch Ğaiš al-Islâm. Zudem griff Ğabhatu_n-Nuṣra Militärposten zum Schutz der Stadtteile aš-Šaiḫ Maqṣûd, al-Maidân von Aleppo sowie den an-Nairab-Militärflughafen und das Ḥandarât-Flüchtlingscamp ebenfalls mit Mörsergranaten an. (http://sana.sy/en/?p=76941)
Die USA, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine stellten sich am Di., 10.5.2016, im UN-Sicherheitsrat gegen den Antrag Rußlands, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm auf die UN-Liste der Terrororganisationen zu setzen. (http://sana.sy/?p=380414 vom 11.5.2016; s.a. http://sptnkne.ws/bnUd). Zuvor hatte der Sprecher der ar-Riyâḍ -Gruppe (HNC), Bruder des inzwischen in Syrien getöteten Führers der Terrororganisation Ğaiš al-Islâm (vgl.u.), namens Muḥammad ʽAlûš, gegen die Listung dieser beiden Terrorgruppen Stimmung gemacht. (http://sptnkne.ws/bnUd)
Terroranschläge vom 10.5.2016:
Wieder haben im nahen Biniš verschanzte Scharfschützen von Ğab- hatu_n-Nuṣra wahllos auf Einwohner der von den Terroristen belagerten Stadt al-Fûʽa im NO von Idlib geschossen. Dabei starb eine Frau, ein Kind wurde verwundet. (http://sana.sy/en/?p=76860)
Ergänzung:
Bewohner der Stadt al-Fûʽa informierten später per Telefon darüber, daß der Ort mit gut 40 Raketen beschossen worden sei, wobei zudem fünf Personen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Hierzu hatten sich Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten von Ğaiš al-Fataḥ in Biniš und Maʽratmaṣrîn verschanzt. (http://sana.sy/en/?p=76928; a href=“http://sana.sy/en/?p=76860)
Am Abend beschossen Scharfschützen Wohnhäuser, öffentliche und private Einrichtungen beim Kreisverkehr im Stadtteil ar-Râmûsa in Aleppo vom angrenzenden Stadtteil al-ʽÂmariyya aus. Tödlich getroffen wurde dabei ein Fahrer. (http://sana.sy/en/?p=76944
Am Morgen des 10.5.2016 gab das Oberste Heereskommando bekannt: „The truce in Aleppo and its countryside and the countryside of Lattakia will be extended for 48 hours starting from 01:00 on Tuesday 10,05, 2016 till 24:00 on Wednesday 11,05,2016.” (http://sana.sy/en/?p=76849)
In einer gemeinsamen Stellungnahme haben am Mo., 9.5.2016, die russischen und US-Regierung alle Staaten dazu aufgerufen, Unterstützung für in Syrien kämpfende Terroristen in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution Nr.2253 (vgl.u.) zu beenden. Zudem sollen durch beide Mächte die Gebiete unter Kontrolle von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra genau lokalisiert werden. Ebenso erklärten beide Seiten ihre Unterstützung für die vereinbarte Waffenruhe in Syrien und den politischen Prozeß zur Lösung der Krise via innersyrischem Dialog in Genf. Bzgl. der Waffenruhe wie der Versorgung der Bevölkerung mit humanitären Hilfsmitteln seien klar Erfolge festzustellen. Außerdem habe dadurch die Gewalttätigkeit im Umland von Damaskus und dem N von al-Lâḏaqiyya deutlich abgenommen. (http://sana.sy/en/?p=76810)
Das russische Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm stellte am Mo., 9.5.2016, für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße fest, drei in Damaskus und zwei in Ḥamâ. Dabei wurden jeweils die zum Schutz der Anwohner installierten Militärposten angriffen, im ersten Fall seitens Ğaiš al-Islâm, im letzten Fall seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya.
Zudem wurde eine Verstärkung für die Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra in Höhe von 70 Kämpfern, die mitsamt drei waffenbeladenen Transportern über die Grenze von der Türkei aus kamen gemeldet, die in ʽAnadân anlangte. (http://sana.sy/en/?p=76855)
Pentagon-Sprecher Peter Cook gab am Mo., 9.5.2016, laut APTN bekannt, daß in der zweiten Phase der – illegalen, da Richtlinien des Völkerrechts widersprechenden – US-Truppenentsendung nach Syrien Kommandeure der sog. „gemäßigten bewaffneten Opposition“ (MAO, zu deren Einordnung vgl.u.!), zu denen die US-Administration schon die Ğabhatu_n-Nuṣra bzgl. der Waffenruhe-Vereinbarung gezählt wissen wollte (vgl.u.), geschult werden sollen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7126-pentagon_us_infanteri- sten_sollen_milit%C3%A4rkommandeure_in_syrien_ausbilden)
Terroranschläge vom 9.5.2016:
Artilleriebeschuß mit Raketen auf Wohneinheiten in Aleppo, Stadtteil Sulaimân al-Ḥalabî, und das Zentrum von Ḥomṣ verursachten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. Im letzteren Fall stellt der Angriff einen Bruch der Waffenruhe von Anfang Dezember 2015 innerhalb der Rekon-ziliierungsmaßnahmen dar, der der Evakuierung des Stadtteils al-Waʽir (al-Waer, vgl.u.) dienen sollte. Gerade dort hatten sich die Terroristen diese Mal verschanzt. (http://sana.sy/en/?p=76832, http://sana.sy/en/?p=76801)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76785 und http://www.sana.sy/?p=379673 (Vereitelung von Terroristenattacken auf Militärposten, welche im Raum Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, welche terroristische Fortifikationen in Schach halten sollen, von denen ständig Angriffe ausgehen; dabei Zerstörung eines 700m langen Tunnels im Umfeld von der Kleinstadt Balâ; aktiv mit Übergriffen auf die Einwohner der Umgebung ist die von Saudi-Arabien unterstützte Ğaiš al-Islâm. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen und -Konvois im Umfeld der al-Mahr Ölstation, des aš-Šâʽir- und Ğazal-Ölfeldes und östlich von Tadmur wie bei Umm at-Tabâbîr und Wâdî al-Musk im O von Ḥomṣ; dazu Eliminierung von fortifizierten Stellungen und Konvois des Ğabhatu_n-Nuṣra in Dair Fûl, 13km nördlich der Provinzhauptstadt.).
In der Umgebung von Ḫân Ṭûmân (vgl.u.), ca. 15km im SW von Aleppo eröffnete die Armee eine Gegenoffensive gegen Ğabhatu_n-Nuṣra. Von türkischer Seite wurde wieder granznahes syrisches Areal beschossen laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i7033-syrische_armee_beginnt_gegenoffensive_bei_aleppo vom 9.5.2016)
Terroranschläge vom 8.5.2016:
Infolge des Beschusses mit Raketen und Mörsergranaten kamen in Stadtteilen und im Umrkeis von Aleppo wieder etiche Menschen ums Leben bzw. wurden verwundet und zwar in al-Maidân (je zwei getötete Kinder und Frauen, zehn Verletzte, Zerstörungen von Häusern etc.), al-Ğamîlyyia (vier Verletzte samt Sachschäden), weitere enorme Schäden in ar-Râmûsa, aḍ-Ḍâḥiya al-Assad (al-Assad-Vorstadt), Karam al-Ğabal un der Gemeinde az-Zahrâ, dazu in den Städten des Umlands Nubul und az-Zahrâ´.
In dem von Terroristen eingeschlossenen Ort al-Fûʽa im N von Idlib starb infolge Raketenbeschusses seitens Ğaiš al-Fataḥ ein 17-Jähriger, zwei weitere wurden verletzt bei erheblichen Sachschäden. (http://sana.sy/?p=379311, http://sana.sy/en/?p=76719)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm registrierte am 8.5.2016 für die vergangenen 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe. Anhänger von Ğaiš al-Islâm attackierten Militärposten in Damaskus mit Mörsergranaten und den Stadtteil al-Ḫâlidiyya wie die Gemeinde az-Zahrâ´ im Stadtkreis von Aleppo mit Raketen. Ğabhatu_n-Nuṣra beschoß Militärposten nahe Aleppos, den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd sowie den an-Nairab Militärflughafen ebenfalls mit Raketen. – Andererseits machen Rekonziliationen und Anschlüsse an die Waffenruhe weiter Fortschritte. (http://sana.sy/en/?p=76765)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76687 und http://www.sana.sy/?p=379245 (Präzise effetive Luftschläge gegen IS-Trupps im Gebiet von al-Kasârât und al-Muraiʽiyya im O von Dair-az-Zaur, wobei dutzende Terroristen umkamen. Desgleichen gegen IS-Positionen im O des Ğazal Ölfelds, im N und W des al-Mahr Ölfelds und im W der al-Mahr-Bahnstation im O von Ḥomṣ wie auch bei den Steinbrüchen von al-Waḍîḥî nahe ʽUqairibât, einem Dorf, ca. 40km im O von Ḥamâ, als IS-Hauptsammelpunkt am Rande der großen syrischen Wüste und damit „Sprungbrett“ für Angriffe auf Wohngebiete und Ölquellen im Umkreis von Tadmur. In der Provinz Darʽâ beseitigte die Armee morgens Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Stadtteil al-ʽAbbâsiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad, eliminierte eine Manufaktur für Raketen, Mörsergranaten sowie eine Anzahl Terroristen von ´Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt deren Feldkommandeur Aḥmad Fu´âd al-Masâlima, dazu aufgerüstete Tranporter mitsamt Mannschaften von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tulûl Ḫalîf und Tal aš-Šaiḫ Ḥussain im NO.)
SANA-Presseschau (http://www.sana.sy/?p=378955):
Im Artikel „White Helmets Are White Knights for Desperate Syrians“ von Sam Dagher vom 1.5.2016 im The Wall Street Journal geht hervor, daß die von der US-Administration u.a. „gemäßigte bewaffnete Opposition“ (MAO) betitelte Gruppen mit der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten koordinieren. (http://www.wsj.com/articles/white-helmets-are-white-knights-for-desperate-syrians-1462146569) – Vgl. dazu unten die Beiträge zu Jim Jatras und aus The Guardian vom 3./4.5.2016.
Für die letzten 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 7.5.2016 fünf Verstöße gegen die Waffenruhe, davon drei in Aleppo und zwei in al-Lâḏaqiyya. Wörtlich hieß es: „terrorists of the so called ,Ahrar al-Sham‘ shelled three times Al-Zahra’a neighborhood in Aleppo with mortar rounds, and two towns in Lattakia province twice.“ und: „Terrorists of Jabhat Al-Nusra continued aggression against military positions in Aleppo vicinity, targeted Al-Sheikh Maqsoud neighborhood, and Al-Nayrab airport in Aleppo city twice”. Die SAA habe die Ğabhatu_n-Nuṣra-Angriffe vom Stadtteil al-Ašrafiyya aus auf den von aš-Šaiḫ Maqṣûd erfolgreich abgewehrt, zum Rückzug gezwungen und dem Feind dabei erhebliche Verluste beibegracht. (http://sana.sy/en/?p=76680)
Terroranschläge vom 7.5.2016:
Die von Terroristen umzingelten Städte al-Fûʽa und Kafariyya in der Provinz Idlib wurden erneut von Anhängern von Ğaiš al-Fataḥ, die sich wieder in Biniš verschanzt hatten, mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Dabei entstanden erhebliche Sachschäden, doch kamen zum Glück keine Menschen zu Schaden. (http://sana.sy/en/?p=76659, http://www.sana.sy/?p=378984).
Ergänzung:
In Aleppo wurden am Nachmittag die Stadtteile Maysalûn, ar-Râmûsa, al-Iḏâʽa, Banyâmîn und die Gemeinde az-Zahrâ´ mit Raketen beschossen, wobei ein Bürger Verletzungen davon trug, aber enorme Schäden verursacht wurden.
Mit Raketen wurden auch die Orte ʽAin al-Karûm und Nahr al-Bârid in der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ beschossen. Enorme Sachschäden waren die Folge.
Im südlichen Teil der Provinz al-Ḥasaka wurden wieder Passanten Opfer vom IS am Straßenrand angebrachter Landminen: al-Hadağa kam dabei ein Mann ums Leben, in al-Ḥamra wurden drei Geschwister verwundet.
(http://sana.sy/en/?p=76670)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76639 und http://www.sana.sy/?p=378960 (IS-Trupps schwere Verluste beigebracht im Umfeld der aš-Šâʽir und Ġazal Ölfelder, südlich von Qaṣr al-Ḥayr und der 3. Ölpumpenstation im Umkreis von Tadmur/Provinz Ḥomṣ. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und –Positionen im O von Dair az-Zaur in Muraiʽiyya und al-Ġafra unter heftigen Feindverlusten samt selbsgebauten Raketen und gepanzerten Bulldozern; Beseitigung von IS-Trupps samt Equiment in den Stadtteilen al-Maṭar al-Qadîm [alter Flughafen], al-Kanâmât, dem Arbeiterviertel und Industriegebiet, dazu Zerstörung von deren selbstgebauten Raketenabschußanlagen in al-ʽUrfî wie von einer Abschußanlage für Mörsergranaten in Huwaiğa Ṣakar am Ostrand der Provinzhauptstadt. Im NO von as-Swâidâ´ Eliminierung von aufgerüsteten IS-Transportern mit Mannschaften unterwegs von Rağm ad-Dawla nach al-Qaṣr.). – Im Interview mit Fars machte Mohammed Kamal al-Jifa [Muḥammad Kamâl al-Ğifâ ?], Mitglied des militärischen Operationsbasis von Aleppo, bekannt, daß entgegen lancierten negativen Meldungen in syrien- bzw. regierungsfeindlichen Medien die Armee nicht nur die Region Ḫân Ṭûmân im Süden von Aleppo unter Kontrolle habe. Die Terrormilizen hätten eingestanden, 50 ihrer Panzerfahrzeuge in den Gefechten dort verloren zu haben, dazu mindestens 95 Kämpfer (neben noch mehr Verwundeten). Doch trotz dieser Tatsachen behaupteten die erwähten Medien, die Kämpfer der extremistischen Terrorgruppen hätten die Ortschaft Ḫân Ṭûmân und umliegende Dörfer erobert. Diese Art der psychologischen Kriegsführung diene der Verunsicherung und Entmutigung der Bevölkerung, der Armee und freiwilligen Kämpfer. „Aber Tatsache ist, dass die strategischen Standpunkte unter Kontrolle der syrischen Armee stehen“ versicherte der Militäroffizier. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6925-syrisches_milit%C3%A4r_bringt_strategisch_wichtige_standorte_von_aleppo_unter_kontrolle) – Zur medialen psychologischen Kriegsführung – bekannt als psy op – gegen Syrien vgl.u. z.b. den Beitrag zum The Guardian-Artikel vom 3./4.5.2016.
Laut Mitteilung aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom Fr., 6.5.2016, wurde die zusätzliche Fauerpause in der Stadt Aleppo, welche auch die Provinz al-Lâḏaqiyya einschließt, um 72 Stunden verlängert und beginnt um 1.00 Uhr des 7.5.2016. Zudem habe man für die letzten 24 Stunden sechs Verstöße gegen am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe verzeichnet. Dazu bemerkte der Leiter der Einrichtung, Generalleutnant Sergei Kuryalenko: „Jabhat al-Nusra terrorists keep conducting provocative actions aiming at breaking down truce in Aleppo, by firing local-made artillery systems randomly at a number of city neighborhoods, as well as shelling the two towns of Handarat and Hilan with artillery”. Demnach wurden seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra Stadtteile von Aleppo wie die beiden Städte Ḥandarât und Ḥîlân willkürlich mit selbsthergestellten Geschützladungen angegriffen, um die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen. Im Versuch, Aleppo einzukreisen, attackierten Ğabhatu_n-Nuṣra-Anhänger zudem die südlich der Provinz- hauptstadt gelegenen Städte Ḫân Ṭûmân (Khan Touman), al-Ḫâlidiyya (al-Khalediya) und al-Ḥamrâ (al-Hamra). – Andererseits nähmen die Teilnehmer an der Waffernuhe zu. Zur humanitären Hilfe hieß es: „five tons of food and medical aids were delivered to locals of Aleppo”, auch in der Provinz Ḥomṣ laufe die Versorgung weiter. (http://sana.sy/en/?p=76632, http://www.sana.sy/?p=378916)
Die Nachrichtenagentur Tass informierte am 6.5.2016 über eine Meldung aus dem russischen Verteidigungsministerium, welche besagte, daß eine Untersuchung der Schäden und Rückstände der Raketen, welche auf das Flüchtlingslager Sarmadâ in der Provinz Idlib (vgl.u.) abgefeuert worden waren, darauf hinweise, daß diese von der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra stammten. Generalmajor Igor Konaschenkow äußerte hierzu in einer Pressekonferenz: „Judging by the nature of destruction seen on photos and videos, the camp in Idleb could have been either intentionally or by mistake struck from multiple rocket launchers, which are now often used by al-Nusra Front terrorists in the area.”. Über dem Gebiet in der Provinz Idlib habe es keine russischen oder anderen Flugbewegungen gegeben. „We have carefully analyzed the information from the flight control area in that region on May 4 and May 5 2016. There were no flights by Russian or any other aircraft over the area”, setzte er hinzu. (http://www.sana.sy/?p=378789, http://sana.sy/en/?p=76603)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.5.2016 geben Auskunft http://sana.sy/en/?p=76607 und http://www.sana.sy/?p=378837 (Eliminierung von IS-Fortifikationen mitsamt Mannschaften, Waffen und Munition bei akkuraten SAAF-Einsätzen im Umkreis von Tadmur wie östlich und südlich des Ğazal-Areas im NO Tadmurs in der Provinz Ḥomṣ). – Die Angreifer der Terrororganisation Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî, welche das Areals des sog. ‘Family House’ an der Grenze zur Gemeinde az-Zahrâ´angegriffen hatten, wurden von der SAA zurückgeschlagen, wobei 74 Terroristen getötet und gut 180 verwundet wurden. Wie der Autor Ziad Fadl ausführt, wurde die Terrorgruppe nach Nûr ad-Dîn az-Zankî benannt. Dieser war 1146 – 1174 Atabeg von Aleppo, während einer Zeit als die türkischen Seldschuken zweitweise über die Stadt herrschten. Damit sei der Zusammenhang zu Bestrebungen der AKP-Regierung des nördlichen Nachbarstaates in Bezug auf das Gebiet klar: letztlich unterstehe die hauptsächlich aus Türken bestehende Terrorgruppe nämlich dem Leiter des türkischen Geheimdienstes (MIT) Fidan Hakan. (http://syrianperspective.com/2016/05/syrian-army-regains-more-areas-around-aleppo-terrorist-rodents-reeling-from-massive-defeat-74-vermin-killed-by-syrian-army-at-family-house.html#SJjxU3Bh5HybTiFq.99)
Das Oberste Heereskommando erklärt in einer Verlautbarung vom 6.5.2016, daß Medienberichte, welche die syrische Luftwaffe eines Angriffs auf ein Flüchtlingslager in Sarmadâ nahe der Grenze zur Türkei in der Provinz Idlib bezichtigen jeglicher Grundlage entbehren. Derlei lancierte „News“ der von gewissen ausländischen Staaten als „Oppositon“ betitelten Terroristen dienten einerseits der Verschleierung ihrer zunehmenden Verluste auf dem Schlachtfeld der letzten Zeit wie der vielen zivilen Opfer ihrer massiven Attentate und schließlich der Untergrabung ener friedlichen Lösung der Syrienkrise durch den innersyrischen Dialog in Genf. (http://sana.sy/?p=378715) – Einen Eindruck davon, wie solche „Meldungen“ zustande kommen (können), vermittelt der Artikel dvon The Guardian vom 3./4.5.2016 (s.u.!) Auch diese Meldung über den Luftangriff in den Mainstream Medien stammt letztlich wieder von SOHR (vgl. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6838-mindestens_28_to-te_bei_luftangriff_auf_fl%C3%BCchtlingslager_in_syrien).
Zum Vorfall in Sarmadâ erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Rußland und seine Luftwaffe handelten in Syrien äußerst verantwortungsbewußt, um der brüchigen Waffenruhe nicht zu schaden. „Russland hat dies (das verant-wortungsbewusste Vorgehen – Anm. d. Red.) mehrmals demonstriert.“ Dem russischen Verteidigungsministerium lägen sämtliche Informationen darüber vor, wann russische [dasselbe gilt für syrische] Jets wo ihre Aufgaben im Rahmen des Syrien-Einsatzes ausführten. Demnach schloß Peskow: „Wenn russische Flugzeuge nicht dort agierten, wenn sie doch gar nicht dort waren, dann handelt es sich also (bei den Medienberichten – Anm. d. Red.) um noch eine Desin-formationswelle“. (http://sptnkne.ws/bkXu, Hhg. blogseits).
Bei einem Briefing in Moskau erklärte die russische Außenamtssprecherin Sacharowa am Fr., 6.5.2016, an den Eskalationen in Aleppo seien vor allem die Provokationen seitens der Terroristen schuld. „Die Regierungstruppen sind bei weitem kein Grund für Eskalationen, wie man es darzustellen und uns aufzuzwingen versucht. Der wahre Grund liegt in den provokativen Handlungen der Terroristen, die sich sehr darum bemühen, die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen.“, stellte sie klar. Dabei versuche die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra frühere Verluste zu kompensieren, indem sie neue Kämpfer und Waffen über die türkisch-syrische Grenze heranschaffen lasse. (http://sptnkne.ws/bkUq)
Am 6.5.2016 gab das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden 14 Verstöße gegen die am 27.2.2016 vereinbarte Waffenruhe an: „Ahrar al-Sham and the Turkistani Islam breached the truce 10 times in Aleppo and 4 times in Lattakia.” Als be- bzw. getroffene Stadtteile von Aleppo wurden gelistet: al-Ḥamdâniyya, al-Ašrafiyya, al-Maidân, as-Sulaimâniyya, [die Gemeinde] az-Zahrâ´, das Areal des sog. Family House und die Dâr al-Faraḥ-Schule. (http://www.sana.sy/?p=378685)
Bemerkung in eigener Sache: die Probleme SANA zu erreichen wie hier Postings zu veröffentlichen waren schon seit langem nicht mehr so ausgeprägt wie am 4. und 5.5.2016
Während das westliche Christentum Christi Himmelfahrt feiert, begeht man am 5. und 6.5.2016 in Syrien eine Doppelfeier: einmal am 5.5.2016 den russischen „Sieg im Großen vaterländischen Krieg“ und am 6.5.2016 den Blutzeugen- (Märtyrer)-Gedenktag, der den Gefallenen, aber auch den Opfern von Terrorangriffen (Gewalttaten) auf die Zivilbevölkerung gewidmet ist. Hierzu tritt am ersten Tag das St. Petersburger Mariinsky Orchester im römischen Theater [laut Abbildung, ein Amphitheater exitiert nicht vor Ort] der antiken Stadt Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur auf. Unter dem Dirigat von Waleri Gergijew wird ein Konzert unter dem Titel: „Gebet für Palmyra. Musik erfüllt Ruinen mit neuem Leben“ (Pray for Palmyra. Music revives ancient remains) aufgeführt. Auf dem Programm standen: Chaconne aus der 2. Partita d-moll für Violine von Johann Sebastian Bach (Interpret Pawel Miljukow), Rodion Schtschedrins Kadril für Cello und Orchester (Solist Sergej Roldugin) und Sergei Prokofjews Klassische Symphonie D-Dur, op. 25. Der russische Präsident Putin war via Bildschirm „gegenwärtig“, überbrachte Grußworte und würdigte alle, die sich dem Kampf gegen den Terrorismus verschrieben haben. Ein weiteres Konzert unter Patronage von Präsident Dr. al-Assad folgt am Freitagabend. Dann werden das nationale syrische Symphonieorchester neben anderen Orchestern und einem Chor auftreten. Dann werden neben traditioneller und moderner arabischer Musik zum Abschluß vor der syrischen Nationalhymne auch der Triumphmarsch aus Guiseppe Verdis Oper Aida gespielt. (http://sana.sy/en/?p=76535, http://sptnkne.ws/bk9R, s.a. https://www.rt.com/news/341896-gergiev-palmyra-concert-prokhorenko/ und http://sptnkne.ws/bmaY, dazu http://sana.sy/en/?p=76623, http://sptnkne.ws/bmaY, http://www.sana.sy/?p=378927, http://sptnkne.ws/bmaY) – Zur Unterscheidung: ein Amphitheater hat Zuschauerränge rundum (griechisch: ἀμφι) eine runde (teils auch ovalgeformte) Arena (z.B. Kolosseum in Rom). Ein antikes Theater besteht zur einen Seite aus einem Bühnengebäude und zur anderen Seite aus dem Halbrund der Zuschauerränge (z.B. antikes Theater in Taormina)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76440 und http://sana.sy/?p=378202 (Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Konzentration und –Bewegungen im Umkreis des aš-Šâʽir Ölfelds im NW von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ.).
Wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Do., 5.5.2016, bekanntgab, sind in den beiden vergangenen Monaten mehr als 50 Einheiten mit ca. 7.000 Kämpfern der Vereinbarung zur Waffenruhe beigetreten und haben gemäß der Rekonziliierungsregelung ihre Waffen niedergelegt. (http://sana.sy/?p=378225, http://sptnkne.ws/bk2q) – Im russischen Verteidigungsministerium wurde dieser Erfolg der Bemühungen der syrischen Regierung entsprechend gewürdigt. (http://sana.sy/en/?p=76486).
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden machte die Regierung bzgl. des Bruchs der Waffenruhe in Aleppo durch Terroristen deutlich: „Armed terrorist groups breached a truce in Aleppo that culminated tough efforts to which the Syrian Arab Army has fully committed since Thursday morning May 5 2016 as agreed.” Im folgenden wurden die Einzelheiten der Anschläge vom Morgen des 5.5.2016 auf Wohngebiete der Provinzhauptstadt und deren Umgebung mittels Mörsergranaten, Raketen und sog. hell cannons beschrieben, denen drei Bürger zum Opfer fielen und wobei mehrere verletzt wurden und ernormer Sachschaden entstand. Diese Untaten erwiesen das wahre Gesicht jener von gewissen Staaten als „moderate armed opposition“ (MAO, vgl.u.) titulierten Terrorgruppen, die sie gleichzeitig unterstützten wie z.B. die Türkei, Saudi-Arabien, Qaṭar u.a.. Zudem wurde der Doppelanschlag in Maḫram al-Fawqânî in der Provinz Ḥomṣ (s.u.) thematisiert, der in einer langen Reihe solcher Anschläge gegen die Zivilbevölkerung in Ausführung der Orders der Regime von ar-Riyâḍ, Ankara und ad-Dauḥa stehe mit dem Ziel, die Genfer Gespräche zu sabotieren. Dennoch werde die Regierung am Counterterrorismus und der Lösung der Krise auf friedlichem politischem Weg unbeirrt festhalten. Erneut erging dann der Aufruf an die internationale Gemeinschaft, derlei Terrorakte zu verurteilen und geeignete Strafmaßnahmen gegen die Unterstützerstaaten der Terroristen in die Wege zu leiten. (http://sana.sy/en/?p=76542 vom 5.5.2016.)
Terroranschläge vom 5.5.2016:
Bei einem Doppelanschlag durch eine Autobombe und ein mit Sprengstoff bepacktes Motorrad in Maḫram al-Fawqânî im Osten der Provinz Ḥomṣ starben 12 Menschen, 40 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt, was die Zahl der Getöteten noch steigen lassen könnte. Tatort war ein von Schülern und Angestellten stark frequentierter Platz. Die Schäden an öffentlichem und privatem Gut sidn enstprechend hoch. Im Umkreis der Stadt befinden sich Verschanzungen von Affiliierten der Terrorgruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. (www.sana.sy/en/?p=76422)
Wieder wurde ein Einwohner von al-Fûʽa Opfer eines Scharfschützen der die Stadt belagernden Terrorgruppen. (http://sana.sy/en/?p=76496)
Ein Anschlag auf die Hochspannungsleitung in der Stadt al-Ḫazrağiyya, welche als einzige Damaskus mit Qunaiṭra verbindet, führte letzte Nacht zu einem kompletten Ausfall der Stromversorgung in der Provinz Qunaiṭra. Eine Reparaturmannschaft ist bereits mit Wiederherstellungsarbeiten vor Ort beschäftigt. (http://sana.sy/en/?p=76416)
Gegenüber Sputnik äußerte ein Angehöriger der Volkswehr aus Aleppo am 5.5.2016: „Die Terroristen haben gleich nach Beginn der ‚Waffenruhe‘ sieben Minen auf Midan abgefeuert. Zwei Wohnhäuser wurden beschädigt. Es gibt Verletzte unter den Zivilisten“. (http://sptnkne.ws/bkzy) – Der Stadtteil Maidân wird überwiegend von Christen bewohnt.
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm informierte am Abend des 5.5.2016 für die darüber, daß es in den vergangenen 24 Stunden zu 14 Verstößen gegen die Waffenruhe gekommen sei, davon zehn in Aleppo und vier al-Lâḏaqiyya. In Aleppo beschossen Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Terrorgruppen (Aḥrâr aš-Šâm wa_l-Islām at-Turkistânî) Wohngebiete (al-Ḥamdâniyya, al-Ašrafiyya, al-Maidân, as-Sulaimâniyya, al-ʽAzîziyya, die Gemeinde az-Zahrâ´, Family House und Dâr al-Faraḥ-Schule) von Aleppo mit 21 Raketen. Dabei wurden enorme Schäden an Bausubstanz etc. verursacht. (http://sana.sy/en/?p=76518, http://www.sana.sy/?p=378685, s.a. http://sana.sy/en/?p=76542).
In al-Ḥasaka haben Bürger am 5.5.2016 die eigenmächtige Stationierung von 150 US-Militärs in ar–Rumailân (vgl.u.) im Umkreis von al-Qâmišlî heftig verurteilt und dagegen demonstriert. Die Teilnehmer hielten syrische Flaggen und Plakate hoch, in denen sie sich gegen diese illegale Landnahme aussprachen und deutlich machten: „the existence of such troops does not differentiate from the existence of any terrorist groups which should be expelled out of the country.“ Auch der Gouverneur der Provinz erklärte: „Syrian people … refuse to let those who supported terrorism against their country to have their troops on Syrian soil .“ (http://sana.sy/en/?p=76425)
In einem Exklusivinterview mit Sputnik äußerte der russische Außenminister Lawrow bzgl. der Anregung zu direkten Gesprächen (vgl.u.) bei der Genf-III-Konferenz seitens [tatsächlichen] syrischen Oppositionellen: dem stünden die Kapriolen des HNC (ar-Riyâḍ–Gruppe, vgl.u.) unter dem Einfluß ausländischer Sponsoren – vor allem der Türkei – im Wege. Wörtlich sagte er: „Die Oppositionellen, die sich das Hohe Verhandlungskomitee nennen, sollen mit der Sabotage aufhören und das, was in der Resolution steht, befolgen, dass die Syrer sich selbst an den Verhandlungstisch setzen und das Schicksaal ihres Landes bestimmen sollen“ und fügte hinzu: „Wenn jemand beginnt, seine Launen zu zeigen und zu sagen ‚Ich werde nichts besprechen, bevor Assad nicht weg ist‘, dann müssen diejenigen, die diese Oppositionellen finanzieren und decken sie entweder zur Erfüllung der Vereinbarungen zwingen oder selbst zu Objekten scharfer Kritik werden“. (http://sana.sy/?p=377972, http://sptnkne.ws/bkp5)
In einem am 4.5.2016 überarbeitet veröffentlichten Artikel mit leicht irreführendem Titel informiert eine Autorengruppe im The Guardian darüber, wie die britische Regierung via Verteidigungsministerium (Ministry of Defence) über Vertragsnehmer die öffentliche Meinung im In- wie Ausland für die sog. „gemäßigte Opposition“ – darunter Ḥarakat Ḥazm, welche in Ğabhatu_n-Nuṣra aufging, und Ğaiš al-Islâm! (vgl.u.) – und gegen die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad in Syrien lenken läßt. Dabei gehe man zwar davon aus, daß es eine Scheidung zwischen einer „gemäßigten Opposition“ (moderate armed opposition, MAO) und Terrorgruppen im Kampfgebiet Syriens gebe, sei sich aber tatsächlich im klaren darüber, daß eine solche Scheidung praktisch nicht vollziehbar ist wegen der schon wiederholt genannten Gründe, daß diese wie jene dieselben Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung begehen, gegenseitiger anhaltender Mitgliederautausch stattfindet etc. pp. „Much of the material produced under these contracts is day-to-day wartime propaganda, aimed at Syrian civilian and military audiences. It includes bulletins of successful military engagements, or videos of opposition fighters handing out food.“ heißt es weiter. Die wahre Herkunft der lancierten Meldungen werde dabei verschleiert und anderen Institutionen wie Einzelpersonen zugeschoben, darunter sei auch das Free Syrian army press office. Hierzu führen die Autoren aus: „Contractors hired by the Foreign Office but overseen by the Ministry of Defence (MoD) produce videos, photos, military reports, radio broadcasts, print products and social media posts branded with the logos of fighting groups, and effectively run a press office for opposition fighters. Materials are circulated in the Arabic broadcast media and posted online with no indication of British government involvement.“ Finanziert werde das Projekt aus dem Conflict and Stability Fund. Es diene nach Ablehnung einer britischen Militäraktion in Syrien durch das Parlament dazu, „to maintain a foothold in the country until there can be greater British military involvement.“ Zudem würden dezidiert Leute als „Gesprächspartner“ ausgesucht und trainiert, damit sie in den „Berichten“ den Medienkonsumenten die zu vermittelnde Botschaft möglichst authentisch und sympathisch vermittelten. All dies gehe aus Dokumenten hervor, welche den Autoren vorgelegen seien. (http://www.theguardian.com/world/2016/may/03/how-britain-funds-the-propaganda-war-against-isis-in-syria, s.a. http://www.sana.sy/?p=377797) – Vgl. auch die Auführungen zu SOHR, an dessen Output laut Kopp-Verlag auch der britische MI6 beteiligt sei!
Jim Jatras, für die Republikaner im US-Kongreß und ehemaliger US-Diplomat im Interview mit Sputnik bestätigt die Aussage des russischen Außenministers Lawrow, die US-Administration habe bei der Vereinbarung einer Waffenruhe in Aleppo versucht, die Terrormiliz Ğabhatu_n-Nuṣra in Schutz zu nehmen. Wörtlich bemerkte er: „Es ist eigentlich keine große Überraschung, dass die USA die al-Nusra-Front in das Regime der ,Stille hineinzuzwängen versuchten, wie Lawrow beklagte“. Lawrow hatte zuvor mitgeteilt, die US-Seite habe Ğabhatu_n-Nuṣra in die Verhandlungen über einen Waffenstillstand in Aleppo mit einbeziehen wollen [womit sie als Terrorgruppe nicht mehr hätte bekämpft werden können]. Da die russische Regierung dies für völlig inakzeptabel hielt, habe man den USA dies ausreden können. Außerdem versicherte Jatras: „Tatsache ist, dass die Obama-Administration immer zu den von ihnen unterstützten Dschihadisten halten wird, selbst wenn das die Bewahrung jener Gruppierungen bedeutet, die sie als Amerikas Erzfeinde ausgeben“. Grund dafür sei, daß Präsident Obama nach wie vor den Sturz von Präsident Dr. al-Assad zum Ziel habe. Hierzu dienten der US-Regierung weiterhin die sog. „gemäßigten Oppositionellen“ [zu deren wahrer Charakterisierung s.u.] als Instrument zum Umsturz in Syrien. Dies sei besonders kurzsichtig, da Syrien ohne Dr. al-Assad in ein Chaos und Anarchie versinken werde wie Libyen vor Jahren. „Die amerikanischen Politiker beharren immer noch darauf, Assad sei der wahre Grund für Instabilität und Radikalismus in Syrien, und sobald er weg sei, werde eine demokratische und stabile Staatsordnung folgen – ungeachtet des gescheiterten Staates, den die NATO in Libyen geschaffen hat, und den Obama und Hilary Clinton verblüffenderweise immer noch als einen Erfolg betrachten“, setzte Jatras hinzu wie auch abschließend: „Was Lawrows Vermutung angeht, die USA würden manipuliert – dabei fallen einem sofort die Türkei und die Saudis ein – so besteht daran kein Zweifel“. (http://sptnkne.ws/bkAE)
Der verbreitet als investigativer Journalist hoch geachtete Seymour Hersh hat sich in zwei Artikeln in „London Review of Books“ mit den Titeln «Whose Sarin?» und «The Red Line and the Rat Line» mit falschen Anschuldigungen gegenüber der syrischen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad seitens der US-Administration unter Präsident Obama auseinandergesetzt. U.a. erklärt er: „a secret agreement in 2012 was reached between the Obama Administration and the leaders of Turkey, Saudi Arabia, and Qatar, to set up a sarin gas attack and blame it on Assad so that the US could invade and overthrow Assad.“. Außerdem informiert er darüber: «By the terms of the agreement, funding came from Turkey, as well as Saudi Arabia and Qatar; the CIA, with the support of MI6, was responsible for getting arms from Gaddafi’s arsenals into Syria». Aufgrund anderer Quellen hatte 2013 schon der ebenfalls als investigativer Journalist geschätzte Christoph Lehmann in der Sache mitgeteilt: «Evidence leads directly to the White House, the Chairman of the Joint Chiefs of Staff Martin Dempsey, CIA Director John Brennan, Saudi Intelligence Chief Prince Bandar, and Saudi Arabia´s Interior Ministry». Wiederum Hersh belegt die direkte Involvierung der jetzigen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton in „the Benghazi Libya US consulate’s operation to collect weapons from Libyan stockpiles and send them through Turkey into Syria for a set-up sarin-gas attack, to be blamed on Assad in order to ‘justify’ the US invading Syria“ im Interview mit Alternet.org. Auch bestätigt dieser Journalist: „Obama is obsessed with overthrowing Assad and his Ba’ath Party. … Obama wanted to fill Syria with foreign jihadists to serve as the necessary ground forces for his planned aerial bombardment there“. Finanziert hätten diese „the Sauds and of their friends, the other Arab royals, and their friends“. Qaṭar und Saudi-Arabien hatten sich zum Coup bereit erklärt, da sie starkes und anhaltendes (!) Interesse an Pipelines durch das syrische Territorium zum Mittelmeer hatten. „And“, fährt Hersh fort: „Erdogan in Turkey mainly gives their jihadists just safe passage into Syria, and he takes part of the proceeds from the jihadists’ sales of stolen Syrian and Iraqi oil. But, they all work together as a team.“. Alles Weitere bei: http://www.strategic-culture.org/news/2016/04/28/seymour-hersh-hillary-approved-sending-libya-sarin-syrian-rebels.html (mit weiteren Quellen bzw. Belegen)
Das Oberste Heereskommando gab am Abend des 4.5.2016 bekannt, daß in Aleppo eine besondere Waffenruhe für 48 Stunden ausgerufen sei mit dem Wortlaut: „A truce will be applied in Aleppo for 48 hours as of 1 a.m. on Thursday May 5th, 2016”. (http://www.sana.sy/en//?p=76409)
Der russische ständige UN-Gesandte in Genf, Alexei Borodawkin, teilte am Mi., 4.5.2016 mit, daß das russisch-US-amerikanische „center in Geneva for rapid response to violations of the cessation of hostilities agreement in Syria“ seine Arbeit aufgenommen habe. (http://www.sana.sy/en//?p=76374)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.5.2016 informieren http://www.sana.sy/en//?p=76367 und http://www.sana.sy/?p=377830 (In Darʽâ Zerstörung von Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt Mannschaften, Raketenabschußanlagen und aufgerüstetem Fuhrpark in der Umgebung des Sûq Suwaidân und in den Stadtteilen as-Sîba, al-Ğumruk al-Qadîm, al-Karak und im S und O von al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad; unter den Getöteten auch der Anführer von Liwâ´ Tawḥîd al–Ğanûb, namens Ibrâhîm Fawzî al-Masâlama).
Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Monsignore Antoine Audo SJ, konstatiert im Interview mit Il Giornale vom 4.5.2016: „Dietro i jihadisti in Siria ci sono turchi e sauditi: ma i veri mandanti di questa guerra sono USA e Israele” (deutsch: Hinter den Dschihadisten in Syrien stehen Türken und Saudis, aber die wahren Auftraggeber sind die USA und Israel). Im Weiteren s. https://syrianfreepress.files.wordpress.com/2016/05/intervista-pdf.pdf.
Seit Anfang Mai ist ein mit versteckten Kameras aufgenommenes Video in sozialen Netzwerken im Umlauf, welches ein Treffen zwischen Extremisten von Failaq ar-Raḥmân, der mit der FSA affiliierten Terrorgruppe Liwâ´ al-Umma und dem – inwzischen von der SAA getöteten (vgl.u.) – Terroristenführer Zahrân ʽAlûš von Ğaiš al-Islâm zeigt. Die Teilnehmer stritten sich dabei um die Verteilung von 12 Millionen US-$, die von regionalen Unterstützern stammten. ʽAlûš beanspruchte die Verfügung darüber für sich mit der Begründung: „since five years ago until now, I have supporters who backed Jaysh al-Islam and I received this amount of money in the meetings with them.” Außerdem sei er es, der die Ost-al-Ġûṭa-Region von Damaskus beherrsche.
Dies sei eine weiterer Beleg dafür, daß die Darstellung der Krise in Syrien als „Bürgerkrieg“ bzw. „popular revolution“ eine Lüge ist und statt dessen von ausländischen Kräften, insbesondere von Saudi-Arabien und Qaṭar, ins Leben gerufen und seit fünf Jahren verschärfend unterhalten wird.
Der qaṭarische Ex-Außenminister Ḥamad bin Ğâsim Âl-Ṯânî hatte in einem Interview mit der Financial Times eingeräumt, Qaṭar und das saudische Königreich (KSA) hätten nach ergangenem „grünen Licht“ aus Washington den Krieg in Syrien zur Eskalation gebracht, wörtlich bekannte er noch: „what happened in Syria was not a revolution but an international game.” (i.e.: was sich in Syrien abspielte, war keine Revolution sondern ein internationales Spiel). (http://www.veteranstoday.com/2016/05/02/the-slain-commander-of-terrorist-jaysh-al-islam-militia-admits-receiving-financial-support-from-saudi-arabia-video/)
Terroranschläge vom 4.5.2016:
Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten beschossen am frühen Morgen die Stadtteile Ṣalâḥaddîn und al-Ḫâlidiyya von Aleppo mit Raketen, töteten damit drei Anwohner und verletzten fünf (zuvor: eine) Personen bei hohen Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum.
Im Dorf Ḫuwain im S von Idlib – 23km östlich von Ḫân Šaiḫûn – verübten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Nacht auf Mittwoch ein Massaker, dem 15 Einwohner, darunter vier Kinder, zum Opfer fielen. Ihre Häuser wurden zum großen Teil dem Erdboden gleichgemacht. Von Überlebenden war zu erfahren, daß Volkswehrkräfte anschließend in harten Gefechten die Eindringlinge vertreiben konnten: „Popular defense groups clashed with the terrorists, driving them outside the village after killing at least 25 of them, seizing 3 of their vehicles, 2 heavy machineguns and a number of rifles”. (http://www.sana.sy/en//?p=76356)
Die auch in Syrien tätige Organisation Ärzte ohne Grenzen hat nach dem Beschuß etlicher Krankenhäuser durch terroristische Gruppen dort den UN-Sicherheitsrat durch ihre Präsidentin Joanne Liu am Di., 3.5.2016, dafür kritisiert, daß einige ständige Mitglieder dieses Rats verantwortlich für diese Angriffe seien. Während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York bemerkte sie: „Der UN-Sicherheitsrat ist verantwortlich für die Friedenssicherung auf internationaler Ebene, aber trotzdem waren die ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat im Rahmen von Koalitionen verantwortlich für Angriffe auf Infrastrukturen von Krankenhäusern in Kriegsgebieten im vergangenen Jahr.“ Was in Syrien passiere gleiche den Vorfällen in Afghanistan und denen, die von der durch Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen ausgeführt würden. Frau Joanne Liu schloß ihren Beitrag mit dem Aufruf: „Sie müssen Ihrer außerordentlichen Verantwortung gerecht werden und für alle Staaten ein Beispiel setzen. Ich wiederhole: ,Beenden Sie diese Angriffe!‘“(http://parstoday.com/de/news/world-i6709-organisation_%C3%84rzte_ohne_grenzen_kritisiert_un_sicherheitsrat)
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verlautete am Mi., 4.5.2016, für die letzten Tage, keinerlei Verstöße gegen Waffenruhe in Ost-al-Ġûṭa. Die Zahl derer, die sich der Waffenruhe anschließen wollen hat sich erneut erhöht. Der Leiter der Einrichtung, Generalleutnant Sergei Kuryalenko informierte zugleich darüber, daß nicht nur sein Zentrum mit jenem der USA in ʽAmmân [MOC] sich gegenseitig ständig austauschten, sondern man in Ḥumaimîm stets auch Informationen von Einzelpersonen und 15 zivilen Organisationen in Syrien erhalte, welche die Informationen überprüfbar machten und damit deren Glaubwürdigkeit sicherten. (http://sana.sy/en/?p=76370, http://www.sana.sy/?p=377861)
Die russische Luftwaffe absolvierte in den letzten vier Tagen 87 Einsätze gegen die IS-Terrormiliz in den syrischen Provinzen ar-Raqqa und Dair az-Zaur, meldete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow. (http://sptnkne.ws/bkgf vom 4.5.2016)
Am Mi., 4.5.2016 eröffnete der Sprecher des russischen Verteidigungs-ministeriums, Igor Konaschenkow, den Reportern hinsichtlich der Leistung der SAA im Verbund mit der Volkswehr: „Die Provinz Latakia ist nahezu völlig befreit. Die Provinzen Hama, Homs, Damaskus und die Region von Palmyra sind größtenteils befreit worden“ und erklärte: „Das sind Gebiete von Tausenden Quadratkilometern“ bzw. „über 500 Ortschaften“. Die Befreiung Tadmurs [mit dem antiken Palmyra] steche dabei als Meilenstein heraus, da damit die südöstlichen Gruppierungen der Terroristen von den nördlichen [und die wenigen im Westen von jenen im Osten] abgeschnitten worden seien. (http://sptnkne.ws/bkng)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76257 und http://www.sana.sy/?p=377306 (In der Provinz Ḥomṣ präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und –Transfers sowie deren Affiliierte mit Eliminierung eines Konvois, etlicher Kanonen und Abschußanlagen für Mörsergranaten etc. mitsamt der Mannschaften im N von Tadmur, im Bereich des aš-Šâʽir Ölfelds, der Felder Nr.106 und Nr.110 wie bei Furât; Desgleichen gegen IS-Verschanzungen in –Angriffsachsen bei Ḥuwaisîs und südlich von Ğab al-Ğarâḥ; Beseitigung von IS-Trupps beim Ölfeld Arak und der Gasgesellschaft Ḥayân, 15km im O von Tadmur im Zusammenwirken mit der Volkswehr. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze auch gegen IS–Schlupfwinkel und –Bewegungen im NO von Ḥamâ bei al-ʽAliya und östlich der strategisch bedeutsamen Ḫanâṣir-Aṯriyâ-Verbindungsstraße; laut Medien wurde an der Verwaltungsgrenze zwischen Ḥamâ und Idlib in den Wäldern um die Stadt Ğûzif auch der Terroristenkommandant Ġadîr al-Ḥalabî mit Kampfnamen Abû an-Naṣr, zuständig für die Qaṭâʽ Ḥamâ innerhalb der Terrorgruppe Failaq aš-Šâm getroffen, welche Unterstützung seitens des saudischen und der türkischen Muslimbruderschaft erhalte. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Dorf Ḫuwîn im südlichen Umland von Idlib mit großen Verlusten für die Angreifer, deren kleiner überlebender Rest floh. Beseitigung eines IS-Stützpunkts in al-Mafṭra im NO von as-Suwaidâ´ mit Kämpfern und Equipment. Zerstörung von Abschußanlagen für Mörsergranaten des IS im Ostteil von Dair az-Zaur und Eliminierung von IS-Trupps im Industrieviertel und den Stadtteilen al-Kanâmât, al-Ḫasârât und in al-Ğamîliyya, unter den zahlreich Getöteten und Verletzten befand sich auch der sog. Abû Ayûb al-Ḥalabî, IS-Verantwortlich für die Waffensysteme.)
In einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem UN-Gesandten für Syrien de Mistura äußerte der russische Außenminister Lawrow, seine Regierung sei besorgt über den Beschuß syrischen Territoriums durch die Türkei und deren wiederholte Aufrufe zu Bodenoperationen in Syrien. Dies müsse unterbunden werden. „Wir sind davon überzeugt, dass mit solchen Aufrufen diejenigen hervortreten, die an einer echten politischen Regelung nicht interessiert sind, diejenigen, die auf eine militärische Lösung setzen“ erklärte er und fügte hinzu: „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Weg zu einer katastrophalen Lage führen wird und dass solche Aufrufe unterbunden werden müssen“. (http://sptnkne.ws/bjTm)
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden wandte sich Regierung via Außenamt erneut an die Vereinten Nationen wegen der fortwährenden Übergriffe gegen die Zivilibevölkerung durch vom Ausland – insbesondere seitens saudischer Drahtzieher – unterstützte Terrororganisationen, vor allem zuletzt in Aleppo, das vor Stunden in einem Großangriff von fünf Seiten her arttackiert worden sei. Im weiteren wurden die Einzelheiten der Attentate auch auf Kliniken mit unzähligen Toten, Verletzten und weitreichenden Zerstörungen referiert (vgl.u.). Betroffen seien inzwischen alle Stadtteil Aleppos „with indiscriminate shelling, killing and injuring many civilians and damaging homes„. Klar sei daher, daß die Terroristen und ihre saudischen und türkischen Alliierten Verbrechen gegen die Menschlichkeit begingen. Die UN wie die internationale Gemeinschaft müsse dem Einhalt gebieten und die Täter zur Verantwortung ziehen. Diese hätten zudem die am 2.5..2016 vereinbarte Waffenruhe (s.u.) zum Schutz der zivilen Bevölkerung gebrochen. Die Fortsetzung dieser terroristischen Verbrechen wäre nicht möglich gewesen, wären sich die UN ihrer Verantwortung bewußt gewesen und hätten die Regierungen verurteilt, welche Sponsoren und Unterstützer jener Terrorgruppen seien. Die Schreiben endeten mit dem wiederholten Aufruf, dies nachzuholen und alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um diese Unterstützung umgehend zu stoppen. (http://www.sana.sy/?p=377535, http://sana.sy/en/?p=76337)
Wie vom Obersten Heereskommando angekündigt (vgl.u.), hat die Armee zusammen mit Volkswehreinheiten den Großangriff von Ğabhatu-n-Nuṣra etc. auf Aleppo am 3.5.2016 erfolgreich abgewehrt. (http://sptnkne.ws/bjPr)
Während einer konstituierenden Konferenz in Damaskus am Montag abend haben sich Gruppen und Personen der nationalen Opposition zusammengefunden, um – wie kürzlich in Genf angestoßen – ein einheitliches Format zu bilden, das den Dialog mit der Regierungsdelegation in Genf erleichtern und die Erlangung einer friedlichen Lösung der Syrienkrise beschleunigen werde. Der neue “National Opposition Bloc“ wende sich nicht gegen irgendjemanden in Syrien sondern sein Hauptziel sei realstische Visionen einer friedlichen Neugestaltung zu erarbeiten. National Democratic Bloc-Koordinator ʽAbdullaṭîf al-Bunî (Abdullatif al-Bouni) meinte hierzu: „our doors are open to all people who share our vision, goals and principles” und erklärte: „a committee was formed to contact with all sides inside the country and some of opposition figures abroad to form a real opposition bloc in Syria.“ Das konstituierende Dokument enthält als Prinzipien den Erhalt der staatlichen Institutionen, insbesondere den der SAA, und die Ablehnung jeglicher ausländischer Einmischungsversuche oder Agenden wie den Versuch, einen Teil des syrischen Territoriums abzutrennen. Eine klare Absage wurde zudem jeglicher Form von Terrorismus erteilt, der ausgerottet und dessen Unterstützungsquellen ausgetrocknet werden müßten. Zudem gehöre die Korruptionsbekämpfung dazu. Zu den Unterzeichnenden gehören die National Youth party of Justice and Development, die Solidarity Party, die Syria Homeland Party, die Democratic Arab Solidarity Party, die National Democratic Bloc, die Syrian Secular League, die Syrian Woman Forum, die Layan Association, die Palmyra Association to Defend Women and Children’s Rights und die Democratic Civil Alliance wie einige Einzelpersonen. (http://www.sana.sy/en/?p=76272, http://www.sana.sy/?p=377137 vom 3.5.2016)
Syrien verurteilt in scharfer Form die Äußerungen der norwegischen Premierministerin Erna Solberg vom Vortag, Entsendung von 60 Soldaten – ohne Kontaktierung der Regierung! – nach Syrien entsenden zu wollen, vorgeblich um Kämpfer gegen den IS ausbilden zu wollen. Dies sei eine eklatante Einmischung in die inneren Angelegenheiten und ein Angriff auf die Souveränität, Sicherheit und Stabilität Syriens. (http://sana.sy/?p=377362, vom 3.5.2016)
Auf Anordnung von Präsident Dr. al-Assad verschafft sich der Vize-Regionalsekretär der Baʽṯ-Partei, Ingenieur Hilâl al-Hilâl al-Ğarḥî, am 3.5.2016 einen Überblick über die Verwundeten der letzten Terroranschläge in Aleppo durch persönliche Besuche und Gespräche in den Kliniken. (http://sana.sy/?p=377380)
In Aleppo war am Montag eine Inspektionsgruppe, angeführt durch den Gouverneur von Aleppo, in der Provinzhauptstdat unterwegs, um die neuesten Terrorschäden einzuschätzen, Pläne zur Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur, öffentlichen Dienstleistungen etc. zu erstellen und umzusetzen. Dabei sprach er auch mit den Bewohnern, die ihre Zuversicht ausdrückten, die SAA werde die Terroristen endgültig eliminieren. (http://sana.sy/en/?p=76210, http://www.sana.sy/?p=377028). Apotheken aus dem Umkreis stellen die wichtigsten Medikamente für die von den Anschlägen Betroffenen zur Verfügung (http://www.sana.sy/?p=376941). Fachleute zur psychosozialen Unterstützung besonders für die Kinder sind an der Arbeit (http://www.sana.sy/?p=377123).
Terroranschläge vom 3.5.2016:
Erneut wurden am frühen Morgen des Dienstags Wohnviertel (Nil-Straße, as-Siryân, al-Ḫâlidiyya, al-Mûkâmbû, as-Sabîl, al-Maidân, al-ʽÂmariyya, ar-Râmûsa, al-Mašarqa, al-Muḥâfaza, al-Marîdiyân, al-Ğamîliyya und um die ar-Raḥman-Moschee) von Aleppo durch Terroristen mit Raketen beschossen. Nach derzeitigem Stand liegt die Opferzahl der Getöteten bei sechs (erhöht auf 16), die der teils sehr schwer Verletzten bei 68 und wird wohl ansteigen. Es handelt sich dabei wegen Ort und Zeit der Anschläge meist um Frauen und Kinder. Häuser und Infrastruktur erlitten erhebliche Schäden. Aktiv mit Übergrifffen auf die Zivilbevölkerung im Areal sind Ğabhatu_n-Nuṣra und Liwâ´ Šuhadâ´ Badr [Brigade der Blutzeugen von Badr, dem legendären Schlachtort zu Zeiten Muḥammads].
Im N Aleppos kamen um Mittag Wohngebiete der Stadt az-Zahrâ´ unter Raketenbeschuß durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğaiš al-Islâm – jeweils unterstützt durch das saudische und Erdogan-Regime – wodurch bislang drei Menschen verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=76237, http://www.sana.sy/?p=377284)
Ergänzung: Im NO der Provinz al-Ḥasaka kam es an der Ost-Zufahrt zur Stadt al-Qaḥṭâniyya zur Detonation eines von Terroristen platzierten Sprengsatzes, welcher drei Bürger teils sehr schwer verletzte. (http://www.sana.sy/en//?p=76353)
Das Oberste Heereskommando informierte in einer Verlautbarung vom 3.5.2016 darüber, daß infolge eines massiven Angriffs durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğaiš al-Islâm u.a. aus verschiedenen Richtungen auf Wohngebiete Aleppos und insbesondere gezielt auf die aḍ-Ḍabîṭ-Klinik im Stadtteil al-Muḥâfaza, welche die Opferzahlen nochmals ansteigen ließ [10 Tote, Dutzende Verletzter] und zu schwere Sachschäden am Krankenhaus führte. Das alles in einer Zeit, in der per Waffenruhe und politischem Dialog andere als die Terroristen ernsthaft um eine friedliche Lösung der Krise bemüht seien. Die Armee sei derweil mit der Abwehr der Angreifer befaßt. (http://sana.sy/?p=377353, http://www.sana/en/?p=76288)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76164 und http://www.sana.sy/?p=376897 (Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Trupps beim aš-Šâʽir Ölfeld und der 3. Ölpumpenstation, 40km östlich von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ unter hohen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Beseitigung von IS-Fortifikationen u.a. in den Stadtteilen al-ʽArfî und aḍ-Ḍaman wie dem Arbeiterviertel in Dair az-Zaur wie auch durch die SAAF bei al-Buġailiyya 4km westlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung von IS-Ansammlungen in Ḫirbat Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´ mit heftigen Feindverlusten, desgleichen gegenüber Affiliierten des IS, die sich gen Wâdî al-Ġabîb bewegten. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu-n-Nuṣra auf einen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad, wobei die meisten Terroristen beseitigt wurden, ein kleiner Rest floh.).
Terroranschläge vom 2.5.2016:
Bei dem Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen auf Darʽâ al-Maḥaṭṭa (Bahnhofsgebiet der Provinzhauptstadt) durch Terroristen, wobei zum Glück „nur“ Sachschaden entstand wie schon am Vortag. (http://sana.sy/en/?p=76194)
Ergänzung: Im Dorf Ṭâbân im S der Provinz al-Ḥasaka wurde eine fünf-köpfige Familie durch eine von IS-Terroristen am Straßenrand angebrachte Mine verletzt.
In Tal Hawâš im O der al-Ġâb-Ebene positionierte Terroristen beschossen das Dorf ʽAin al-Karûm ca. 45km im NW von Ḥamâ mit Raketen und verletzten damit eine noch nicht genau bezifferte Anzahl an Personen. Aktiv in diesen Gegenden sind die Terrorgruppen Ğabhatu-n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. (http://sana.sy/en/?p=76220, http://www.sana.sy/?p=377170)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.5.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76061 und http://sana.sy/?p=376517 (Eliminierung eines IS-Trupps samt aufgerüsteten Fahrzeugen in al-Qaṣr im Umland von as-Suwaidâ´. Präzises Vorgehen gegen Ğabhatu-n-Nuṣra–Einheiten in Darʽâ al-Balad und Darʽâ al-Maḥaṭṭa mit Zerstörung deren Hauptquartiers in letzterem Stadtteil und erheblichen Feindverlusten an Kämpfern auch im Bezirk al-Karak, dazu Beseitigung sämtlicher Ğabhatu-n-Nuṣra–Mitglieder samt militärischer Ausrüstung zwischen Buṣrâ aš-Šâm und Ṣamâd im O von Darʽâ. Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Stellungen bei Ḫanâṣir im S von Aleppo mit Eliminierung von deren militärischen Equipment. Erfolgreiche Operation gegen Ğabhatu-n-Nuṣra–Ansammlung mit Zerstörung von deren Abschußanlagen für Mörsergranaten und Geschützen sowie aufgerüsteten Kampfwägen in Richtung Maʽân und beim Dorf al-Mağâwara im N von Ḥamâ, sowie bei ʽAṭšân; neben den zahlreich Verwundeten unter den gut 20 Getöteten auch der Ğabhatu-n-Nuṣra-Anführer Abû Marʽî. Präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Konvois im Umland von Tadmur und IS-Ansammlungen im N und O davon sowie beim Ğabal al-Ḫanzîr und Ḫunaifîs im O von Ḥomṣ; zudem erfolgreiche Razzien gegen IS-Fortifikationen mit Bulldozer und -Verstecke im Areal Ğab al-Ğarâḥ 73 km östlich von Ḥomṣ und den Dörfern al-Mušairifa und Raḥûm; Rückeroberung des Südhangs des Ğabal al-Muqaiṭaʽa wie des West-Hangs des Ğabal-ʽAntar nach Gefechten mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften und bei anschließender Räumung der Gebiete von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen).
Am So., 1.5.2016, registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße gegen Waffenruhe, wobei Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya die Wohngebiete al-Muḥâfaza und az-Zahrâ´ von Aleppo mit Mörsergranaten angriff, Ğaiš al-Islâm das Wohngebiet al-Ḫâlidiyya mit Raketen und Ğabhatu-n-Nuṣra die Stadt Manaġ im N der Provinzhauptstadt zu erobern suchte, was die Armee verhindern und die Terroristen zurückschlagen lonnte. (http://sana.sy/en/?p=76139, http://www.sana.sy/?p=376830)
Terroranschläge vom 1.5.2016:
Erneut wurden in Aleppo die Wohngebiete al-Maidân, as-Sulaimâniyya und as-Sayyid ʽAlî von Terroristen mit Raketen beschossen, wodurch sechs Bürger starben und gut 40 andere verletzt wurden, unter den Opfern Frauen und Kinder. Die Sachschäden sind entsprechend hoch. (http://sana.sy/en/?p=76134)
Am Sonntag morgen wurde auch das Wohngebiet as-Sabîl in Darʽâ von Terroristen, die sich in Darʽâ al-Balad und beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verschanzt hatten, mit Mörsergranaten beschossen, sowie der Ḥiǧāz–Bahnhof und das Wasserwerk, was zum Glück „nur“ zu Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum führte. (http://sana.sy/en/?p=76075, http://sana.sy/en/?p=76134)
Das Oberste Heereskommando informierte am 1.5.2016 über den Beschluß des Verteidigungsministeriums, daß die [erweiterte] Waffenruhe in Damaskus und im Umland [Rîf] im Bereich Ost-al-Ġûṭa um 24 Stunden ausgeweitet worden sei. Zum Grund hieß es wie schon zuvor (vgl.u., 29.4.2016): „in order to not give any pretexts that terrorist groups and their backers can exploit to target civilians.“ Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, bemerkte dazu in einer Pressekonferenz: „that the positive results achieved by the truce made it possible to extend it for an extra day in the Eastern Ghouta“ und erläuterte, daß derzeit Verhandlungen für eine Waffenruhe in Aleppo im Gange seien. (http://sana.sy/en/?p=76071)
Auch in Syrien und Rußland feiert die Ostkirche heute und morgen, am 1. und 2 Mai 2016, Ostern
US-Außenminister Kerry hat am 1.5.2016 im Telefonat mit dem Generalkoordinator der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [aka HNC] diesem zu verstehen gegeben: „ending the violence in Aleppo and returning ultimately to a durable, nationwide cessation is a top priority.” (http://sana.sy/en/?p=76058)
Terroranschläge vom 30.4.2016:
Der am Vortag vom Obersten Heereskommando gesondert ausgerufenen Waffenruhe (s.u.) zum Trotz haben Mitglieder von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten wie schon die Tage zuvor erneut Wohnbezirke (Nil-Straße, Ḥamadâniyya, Munizipal-Gebäude, Saʽdullâh al-Ğâbirî-Platz) von Aleppo mit Raketen beschossen und damit in den letzten 24 Stunden 23 Menschen getötet. Das Health Directorate dert Provinzhauptstadt meldete mehr als 80 Verletzte. Dazu kommen massive Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
IS-Mitglieder beschossen den Stadtteil al-Quṣûr in Dair az-Zaur mit Mörsergranaten, töteten damit zwei Bewohner, verletzten weitere neun und richteten entsprechende Schäden an.(http://sana.sy/en/?p=76021, http://sana.sy/en/?p=76035, http://sana.sy/?p=376299)
Nach den zahlreichen Veröffentlichungen über die Verstrickung des Erdogan-Regimes in die Unterstützung von Terroristen inklusive des IS auf vielfache Art durch kritische türkische Medien, oppositionelle Politiker und das russische Verteidigungsministerium (vgl. jeweils u.!) scheint ein Vorfall das US-Militär mehr und direkter in die Kampfhandlungen in Syrien einzubinden zu suchen. Nicht nur daß Präsident Obama letztens in Hannover die – dem Völkerrecht zuwiderlaufende – Entsendung weiterer Truppen nach Syrien angekündigt hat (vgl.u.). Die türkische Regierung hatte – auch als NATO-Partner – nach der Beschießung des grenznahen Ortes Kilis durch IS-Terroristen auf der syrischen Seite der Grenze nicht nur mit Artilleriebeschuß auf SAA-Stellungen geantwortet (s.u.), sondern auch mehr Unterstützung angefordert. Diese solle durch Lieferung und Stationierung des High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) an der Grenze erfolgen, welches im Gegensatz zur türkischen Artillerie (40km) eine Reichweite bis 300km besitzt. Das von den Terroristen so sehr attackierte Aleppo, welches sie unbedingt wieder in ihre Gewalt zu bringen versuchen, liegt jedoch nur 60km entfernt. Ausgehend von der schon bisher erfolgten auch militärischen Rückendeckung für die in diesem Gebiet agierenden Terrorgruppen kann diese Stationierung gravierende Folgen nicht nur für die Kämpfe um diese bedeutende zweitgrößte Stadt Syriens sondern für das Halten der am 27.2.2016 verkündeten Waffenruhe mitsamt der friedlichen Lösung der Syrienkrise überhaupt haben. Nicht nur der Analyst Finian Cunningham vermutet hinter den Aktionen bzgl. Kilis eine false flag operation, wie sie an der syrische-türkischen Grenze schon des öfteren aufgedeckt und belegt worden sind (vgl.u.), um den türkischen Militärs einen Vorwand zum Vorgehen gegen Syrien zu verschaffen. Auch der von US-Außenminister Kerry angesprochene Plan B (vgl.u.) muß vor diesem Szenarium bewertet werden. Näheres dazu bei: http://sptnkne.ws/bgS9 vom 27.4.2016. – Zum zwielichtigen Handeln der Erdogan-Politik bzgl. Syrien und insbesondere vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage s.u.: Bericht der „Union ‚Recht auf das Leben gegen Krieg‘“ und Aussage von Ümit Yardim etc..
Anmerkung: Kilis gehörte wie so viele Städte entlang der heutigen türkisch-syrischen Grenze auf türkischem Areal ursprünglich zu Syrien, wurde aber nach dem ersten Weltkrieg im Zug der Verhandlungen der Mandatsmächte [re.: Kolonialmächte] im Gebiet der Türkei zugeschlagen.
Gemäß Mitteilung von General James R. Clapper, dem Direktor des US-Geheimdienstes DIA während einer Frühstücks-Debatte im Christian Science Monitor vom 25.4. 2016 habe der IS nicht nur „Schläferzellen“ in Frankreich und Belgien, sondern auch in Italien, in GB und der BRD. (http://www.voltairenet.org/article191542.html)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=76018 und http://sana.sy/?p=376228 (Mehrere erfoglreiche Operationen gegen hoch gerüstete IS-Konvois und – Ansammlungen im NO von Tal Aṣfar am Rand der Wüste von as-Suwaidâ´ mit Beseitigung etlicher Terroristen.).
Für die vergangenen 24 Stunden meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 30.6.2016 drei Verstöße gegen die Waffenruhe, allesamt im Raum Aleppo und ausgeführt durch Terroristen der Gruppen Liwâ´ al-Fataḥ, Liwâ´ Aḥrâr Ḥalfâyâ und Liwâ´ Fursân al-Ḥaq, welche mit Mörsergranaten auf Wohngebiete schossen. (http://sana.sy/en/?p=76053, http://sana.sy/?p=376418)
Die zuständige russische Untersuchungskommission hat nach Auswertung der beiden black boxes bestätigt, daß der Absturz einer russischen Kampfhubschraubers vom Typ MI-28N während eines Nachtflugs am 12.4.2016 in der Provinz Ḥomṣ auf menschliches Versagen zurückzuführen gewesen ist. Beide Bestzungsmitglieder starben beim Aufschlag. (http://sana.sy/?p=376334)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75969 und http://sana.sy/?p=375980 (Vereitelung eines terroristeischen Angriffs auf einen Militärposten in Richtung Kansabâ im N von al-Lâḏaqiyya unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen bzw. –Stellungen im NO von Tadmur/Rîf Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Positionen in al-Ğafra und östlich des Dair az-Zaur Military Airport sowie in al-Buġailiyya, 6km westlich der Provinzhauptstadt mit Eliminierung der meisten Terroristen samt ihrer Ausrüstung. Beseitigung eines Trupps von Affiliierten der Ğabhatu_n-Nuṣra südlich von Buṣrâ aš-Šâm im O von Darʽâ samt deren Waffen und Munition. Erfolgreicher Angriff auf einen aufgerüsteten Klein-Konvoi des IS im NO von Tal Aṣfar im N von as-Suwaidâ´.).
Das russische Außenministerium informierte am Abend des 29.4.2016 darüber, daß von den Angriffen auf Wohngebiete Aleppos durch Terroristen auch das russische Konsultat im Stadtteil al-Muḥâfaza getroffen wurde: „On April 28, the building of the Russian Consulate General in Aleppo came under mortar fire. One mine fell in the territory of the consulate, three more exploded near the fence outside of the building. No one was killed or injured.” Als Ausführende der gezielten Attacke wurden – wie schon von der syrischen Regierung angegeben Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte: „According to reports, the attack on the Consulate General was intentional and carried out by al-Nusra Front militants and allied groups, who have become significantly more active recently in Aleppo province”. Das russische Ministerium verurteilte die Terrorangriffe verbunden mit einer Warnung an die Terroristen und ihre ausländischen Unterstützer, die damit versuchten, die Waffenruhe zu sabotieren. Neben dem Aufruf an die International Syria Support Group (ISSG), alles Mögliche zum Erhalt der Waffenruhe zu unternehmen, machte das Ministerium auch die Notwendigkeit einer entsprechenden Antwort auf diese Sabotageversuche wie einer verbesserten Zusammenarbeit mit den USA für ein gemeinsames Monitoring der Waffenruhe deutlich. (http://sana.sy/en/?p=75994) – Zur widerspenstigen Haltung der Türkei s.u. bzgl. Ümit Yardim.
Zur Unterstützung der am 27.2.2016 vereinbahrten Waffenruhe in Reaktion auf die letzten massiven Terrorakte auf Wohngebiet verkündete das Oberste Heereskommando: „a truce will come into force at 1 o’clock on April 30, 2016.“ Die Erklärung erstrecke sich auch auf das Gebiet Ost-al-Ġûṭa und Damaskus für 24 Stunden und die Areale nördlich von al-Lâḏaqiyya für 72 Stunden. Diese zusätzliche Waffenruhe solle weiteren Terroristen-Angriffen auf Zivilisten vorbeugen und Versuche der Terrorgruppen und ihrer Unterstützer vereiteln helfen, die eine Verschärfung der angespannten instabilen Lage (state of tension and instability) anstreben, um einen Vorwand für ihre Übergriffe auf syrische Bürger finden. – Seit dem 27.2.2016 seien über 340 solcher Verstöße gegen die Waffenruhe seitens der Terrorgruppen verzeichnet worden. (http://sana.sy/en/?p=75981 vom 29.4.2016) – Bekannt ist das angesprochene Vorgehen der Terrorgruppen und ihrer Unterstützer als strategy of tension.
Terroranschläge vom 29.4.2016:
Auch am Freitag wurden durch Raketenbeschuß seitens Ğabhatu_n-Nuṣra-Mitgliedern auf die Dörfer Qasṭal Ğandû, Bâfalûna und Qaṭma im Gebiet ʽAfrîn im NW von Aleppo neun Zivilpersonen verletzt, darunter fünf Kinder. Der entstandene Sachschaden fiel beträchtlich aus. Aktualisierung: Die Opferzahl siteg auf 16 Getötete und 41 Verletzte, nachdem Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen nach dem Freitagsgebet mit Panzerfäusten wieder Wohnviertel von Aleppo angegriffen hatten, darunter Bâb al-Farağ, al-Maidân, al-Muḥâfaza, Saif ad-Daula, al-Aḏâʽa, al-Mâritînî und die Nil-Straße. Infolge der Verwendung von Sprenggranaten und des Ausbruchs von Bränden sind die Sachschäden ebenfalls hoch. (http://sana.sy/en/?p=75966, http://sana.sy/?p=375974) – Reaktionen auf die massiven Terrorakte der letzten Tage s.u., 28.4.2016.
Die türkische Gesellschaftsorganisation „Union ‚Recht auf das Leben gegen Krieg‘“ informiert in ihrem jüngsten Bericht darüber, daß der türkische Geheimdienst [MIT] – wie schon früher von syrischer und russischer Seite angegeben (vgl.u.) – Ğihâd-willigen Extremisten bzw. Terroristen aus anderen Ländern eine ungehinderte Überschreitung der türkisch-syrischen Grenze garantiert. Die Informationen stammten aus dem Innenministerium. Ausländische Terroristen einschließlich IS-Mitglieder genössen demnach faktisch juristische Immunität in der Türkei. Sollte umgekehrt die Rückführung „ausländischer Terroristen“ in ihr Herkunftsland riskant sein, würden sie in andere Länder hinausbegleitet, z.B. Terroristen aus Rußland oder Tschetschenien meist in die Ukraine, andere nach Jordanien und Malaysia geschickt. „Dschihadisten“ aus Ost-Turkestan erhielten türkische Pässe und würden in die Provinz Kayseri gebracht. „Die Deportation der Extremisten über die Grenze wird von der Nationalen Aufklärungsbehörde der Türkei koordiniert“, heißt es im Bericht. Im Interview mit Sputnik äußerte der Hauptverfasser des Berichts, Ali Ergin Demirhan, außerdem: „Laut den uns vorliegenden Informationen sind in der Aufklärungsbehörde Mitarbeiter tätig, die Aufträge zum Verbringen von Dschihadisten und illegalen Flüchtlingen über die Grenze erfüllen.“
Auch hinsichtlich der syrischen Flüchtling(slager) auf türkischem Territorium gibt es Erschreckendes zu berichten: seit Februar verweigere die türkische Regierung die Aufnahme einiger syrischer Flüchtlingen unter dem Vorwand, sie hätten nicht die nötigen Papiere bei sich. Dazu gibt der Bericht Auskunft: „Die türkischen Behörden vermindern dadurch die Belastung zur Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen auf ihrem Staatsgebiet und benutzen gleichzeitig die syrischen Zivilisten als einen lebenden Schutzschild für die Dschihadisten, deren Stellungen von der syrischen Armee und der russischen Luftwaffe angegriffen werden.“ Zudem stünden die vorgeblich zur Unterstützung der Flüchtlinge eingerichteten Camps wie in Atme und Yamadi an der türkisch-syrischen Grenze unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und dem IS und dienten auch als Ausbildungslager der Takfîr-Terroristen. (http://sptnkne.ws/bgRw) – Zum Besuch der deutschen Kanzlerin Merkel im türkischen Vorzeige- und damit keineswegs repräsentativen Flüchtlingslager Nizip-2 s. http://www.voltairenet.org/article191551.html.
Da verwundert es kaum, daß der türkische Botschafter Ümit Yardim in einer Pressekonferenz im Moskauer Journalistenverband die Forderung nach internationalen Beobachtern an der türkisch-syrischen Grenze ablehnte mit den Worten: „Diese Frage steht nicht auf der Tagesordnung der Türkei. Mehr noch, wir sehen keine Notwendigkeit dafür“. (http://sptnkne.ws/bgTd)
Nach nach Ermittlung des russischen militärischen Abschirmdiensts verfüge der IS in Syrien ca. über 14.000 und im Irak über etwa 19.000 Mitglieder, hieß es im Bericht, der am 27.4.2016 veröffentlicht wurde. Die Terrorgruppe verfüge zudem über leichte und schwere Waffen wie Panzer, Artillerie, Panzer- und Luftabwehrraketen. In Zentralasien könne sich der IS auf rund 4.500 Anhänger stützte, die dort ethnische und religiöse Differenzen auszunutzen, um sich festzusetzen und ihre Position zu festigen. Für Afrika bestehe beim IS ein Langzeitprogramm; in Libyen habe die Terrorgruppe ca. 4.500 Mann aus dem Inland, Tunesien und Ägypten rekrutiert. Etwa 4.000 Terroristen sollen in den letzten drei Jahren in die BRD (zurück)gereist sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6304-russland_der_is_hat_im_irak_und_in_sy-rien_33.000_mitglieder)
Im Interview mit Russia Today bestätigte der UN-Vizegeneralsekretär für Bewachung und Sicherheit, Thomas Drennan, was vor Jahren schon die syrische Regierung eruiert und bekannt gemacht hatte, jedoch in westlichen Medien regelmäßig übergangen bzw. ganz anders dargestellt worden war (vgl. ab Teil I): er gab an, daß ca. 20 – 30.000 Söldner aus mehr als 100 Ländern als Terroristen in Syrien gegen die Regierung kämpften. (http://sptnkne.ws/bhwh vom 28.4.2016)
Unterwegs auf der Straße Ḫanâṣir – Aṯriyâ, der einzigen IS–Nachschubroute, die Aleppo mit den anderen Provinzen verbindet, wurde an der Grenze zwischen den Provinzen Aleppo und Ḥamâ ein Truck beladen mit 3,5 Tonnen Ammoniumnitrat zur Sprengstoffherstellung und Maschinengewehren verschiedener Kaliber konfisziert. Bestimmt war der Nachschub für Affiliierte des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet Tabârat as-Saḫâba und Tal Marâġa. (http://sana.sy/en/?p=75907, http://sana.sy/?p=375643)
Dem aufmerksamen Zollbeamten Fâdî ʽIsâ glückte an einem Grenzübergang zum Libanon der Fund von 141 archäologischen Artefakten, versteckt unter anderer Ladung. Die Stücke wurden dem archäologischen Amt in Ṭarṭus zur Prüfung übergeben. Demnach handelte es sich u.a. um Teile eines Fußbodens aus byzantinischer Zeit, die aus den sog. Toten Städten [ein großes archäologisches Gelände] im Umland von Idlib vom IS geraubt worden waren. Fahrer und Beifahrer wurden verhaftet und an die Justizbehörden übergeben. (http://sana.sy/?p=375818 vom 28.4.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75840 und http://sana.sy/?p=375468 (Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Angriffs auf Maʽân, 35km im N von Ḥamâ mit Zerstörung von deren Hauptquartier samt Waffen, Munition und militärische Ausrüstung und Hinterlassung etlicher Toter und Verletzter; früh morgens Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Schlupfwinkel in den Dörfern al-Manṣûra, Ḫirbat an-Nâqûs, Tal Wâsiṭ, al-ʽAnkâwî, Qasṭûn, al-Qarqûr und Zaizûn im äußersten NW der Provinz mit Unterbrechung ihrer Nachschubrouten. Vereitelung von IS-Attacken auf einige Militärposten zum schutz von Tal Ḍalfaʽ und Abû Ḥârât im N von as-Suwaidâ´ unter heftigen Feindverlusten, dazu Beseitigung von IS-Artillerie-Stellungen in Tal Ušaihib).
Wegen der anhaltenden terroristischen Angriffe auf Wohngebiete von Aleppo und anderen Städte, die ohne die fortdauernde Unterstützung dieser Terrorgruppen durch ausländische Regierungen wie die von Qaṭar, der Türkei u.a. nicht möglich wären, wandte sich das Außenministerium am 28.4.2016 erneut mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Das andauernde Übergehen dieser Vorfälle durch den UN-Sicherheitsrat sende falsche Signale an die Terroristen und ihre Unterstützer aus, mit diesen Terrorattacken – teils sogar mittels „Hell cannons“ und Gas-Zylindern – fortzufahren, die Sicherheit und Frieden in Syrien, ja der ganzen Welt gefährden. Die enormen Unterstützungsleistungen seitens der türkischen, saudischen, qaṭarischen u.a. Regierungen für Ğabhatu_n-Nuṣr, Ğaiš al-Islâm, die sog. FSA und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya sowie die diesen angeschlossenen Gruppen begründeten diese verbrecherischen Übergriffe auf sonst sichere Wohngebiete und Zivilisten. Ziel sei die Unterminierung der vereinbarten Waffenruhe. Alles zusammen beweise, daß die sog. „syrische moderate Opposition“ mit den genannten Terrororganisationen im Verbund ist. Erneut stellte die syrische Regierung daher die Forderung nach Verurteilung dieser Angriffe durch die UN wie die Ergreifung abschreckender Maßnahmen, um die Unterstützerstaaten von ihrem tun abzuhalten, wie es die entsprechenden UN—Resolutionen vorsähen. (http://sana.sy/en/?p=75918)
Auch Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî geißelte die andauernden terroristischen Attacken auf Aleppo mit heftigen Worten: „What has happened in Aleppo over the past days of terrorist rocket and sniper shooting attacks is considered a real war crime that needs no further proof or evidence.” Im syrischen Fernsehen äußerte er sich zu den Vorfällen ähnlich wie das Außenministerium in den offeziellen Schreiben an die Vereinten Nationen in der Sache (z.B. bzgl. der ausländischen Terrorgruppenunterstützung und Benutzung international geächteter Waffen). Zur falschen Beschuldigung, die eigene Armee habe ein Krankenhaus im Stadtteil as-Sukarî angegriffen, erklärte er: „that neither the Syrian army nor the forces supporting it hit any hospital in the mentioned neighborhood because there is no hospital there.“ Zum anderen sei es die Pflicht eines Staates seinen Bürgern gegenüber, gegen terroritische Attacken vorzugehen: „There can no longer be room for patience or silence on these crimes that are targeting the Syrians indiscriminately.” (http://sana.sy/en/?p=75940)
Entgegen der syrischen Regierung und denen, die jene unterstützen, sind die USA nach wie vor nicht an einer gemeinsamen koordinierten Bekämpfung des IS in der Region interessiert. Dies machte erneut Pentagon-Chef Ashton Carter vor dem US-Senatskomitee für die Streitkräfte deutlich. (http://sptnkne.ws/bhxm vom 28.4.2016). Statt dessen soll die „syrische Opposition“ – zu deren Scheidung von den in Syrien agierenden Terrorgruppen die US-Administration immer noch nicht fähig war (vgl.u. Lawrow-Interview vom 25.4.2016) – mit weiteren 350 Millionen US-$ unterstützt werden. US-Verteidigungsminister Ashton Carter bat am Do., 28.4.2016, den Kongreß um die Bewilligung dieser Summe. (http://sptnkne.ws/bhxj)
Terroranschläge vom 28.4.2016:
Der Beschuß von Stadtteilen Aleppos mittels Scharfschützen und Raketen durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, die sich in Bustân al-Qaṣr verschanzte haben, hält an. Betroffen waren dieses Mal die Stadtteile al-Marîdiyân (getötetes Ehepaar in zerstörtem Wohnhaus, vier weitere Verletzte) und al-Mašâriqa (zwei Tote). Aktualisierung: die Opferzahl stieg auf 33 Tote und mehr als 165 Verletzte, zumeist Frauen und Kinder. Die Sachschäden am Krankenhaus wie den anderen von Raketen, bestückt mit hochexplosiven Materialien, getroffenen Gebäuden in privatem oder öffentlichem Besitz sind enorm. Mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen, verschanzt vor allem im Stadtteil Bustân al-Qaṣr beschossen mit panzerbrechenden Raketen und Mörsergranaten außerdem die Stadtteile al-Maidân, al-Ašrafiyya, den Saʽdullâh al-Ğâbirî-Platz mit dem Munizipal-Palast (al-Qaṣr al-Baladî), al-Ğamîliyya, al-Muḥâfaza, al-Marîdiyân, Bustân al-Qaṣr, al-Mašâriqa und den Eingangsbereich zum ar-Râzî Hospital, in das die meisten Verletzten eingeliefert worden waren. Infolge der zusammenstürzenden Gebäude und andauernden Bergungsarbeiten sind noch weitere Opfer zu erwarten. (http://sana.sy/en/?p=75835, http://sana.sy/?p=375455)
Nachdem in manchen syrienfeindlichen Medien Meldungen kursierten, in denen die Angriffe in Aleppo, vor allem auf das Hospital, [wieder einmal] der SAA bzw. russischen Kampfjets zugeschrieben wurden, dementierten und verurteilten dies noch am 28.4.2016 als substanzlos und unwahr sowohl die Oberste Heeresleitung wie auch das russische Verteidigungsministerium auf das Schärfste. Dies sei ein neuerlicher Versuch, die von Terroristen ausgeübten Kriegsverbrechen zu kaschieren. Allein in den letzten Tagen hätten diese Wohngebiete und Zivilisten mit über 1.300 Geschossen angegriffen. Zudem informierte der russische Sprecher Generalleutnant Konaschenkow darüber: „The Russian defense Ministry had data saying that a warplane for one country of the International coalition flew yesterday in Aleppo skies for the first time”. (http://sana.sy/en/?p=75910, http://sana.sy/en/?p=75925)
Die weitere – nicht erbetene noch genehmigte – Truppenentsendung durch die US-Regierung nach Syrien wies die Regierung strikt als illegitim zurück: „We received with deep concern the news that 150 US troops have entered the Syrian territory into Rmeilan area.” [tatsächlich hatte Obama in Hannover von 250 Mann gesprochen, vgl.u., 25.4.2016] und verurteilte sie gleichzeitig auf das Schärfste als „blatant act of aggression that constitutes a dangerous intervention and a gross violation of the Syrian sovereignty.” Nochmals wurde deutlich gemacht: „This intervention is rejected and illegitimate, and it happened without the Syrian government’s approval.“ Die Aktion sei ein „direct attack” bzw. Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Konventionen, die die syrische Souveränität mißachteten. Zudem rief Syrien die internationale Gemeinschaft dazu auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung dieses Ansinnens zu stoppen. (http://sana.sy/en/?p=75873) – Die Beurteilung des Sachverhalts seitens der russischen Regierung, vorgebracht u.a. durch den russischen Vizeaußenminister Sergei Ryabkow fiel ganz ähnlich aus. So äußerte der Diplomat „If we are talking from the position of the foreign ministry, we, of course, cannot not be concerned over the fact that US carries out such actions without coordination with the legitimate government of the Syrian Arab Republic, this is a violation of sovereignty.” Er fügte hinzu: „I stress that official Damascus already gave similar political assessment, and we fully agree with it.“ (http://sana.sy/en/?p=75977)
Zum Schutz vor Drohnen läßt der IS in ar-Raqqa die Bewohner Stoffplanen zwischen den Häusern über die Straßen spannen, meldet The Daily Telegraph. Dies entnehmen die Reporter einem Schreiben eines IS-Feldkommandeurs an die Einwohner mit dem Wortlaut: „Wir sind Partner. Das heißt, dass jedes Haus 2.000 syrische Pfund (rund sechs britische Pfund) zu zahlen hat, um das Anbringen der Planen über den wichtigsten Straßen von Rakka zu finanzieren.“ (http://sptnkne.ws/bhxr vom 28.4.2016)
Nach dem der UN-Gesandte de Mistura den UN-Sicherheitsrat auf den neuesten Stand der zu Ende gegangenen dritten Runde des innersyrischen Dialogs in Genf gebracht hatte, informierte er darüber die Presse. Dabei hob er positiv hervor: „the Syrian dialogue which had a positive encouragement particularly what is related to the Cessation of Hostilities“ (den Dialog habe ein positives Unterstützung insbesondere hinsichtlich der Waffenruhe [ausgemacht]). Gemeinsame Punkte seien gefunden worden. Es brauche aber noch die eine oder andere Gesprächsrunde vor Juli. Das nächste Treffen finde im Mai statt. Die Waffenruhe sei gut gestartet und sollte zu einem erfolgreichen Ende geführt werden, wofür er um Unterstützung seitens der US- und russischen Seite gebeten habe („cessation of hostilities which started well and should be succeeded at the end …“). Wann sich die International Syria Support Group wieder treffe, könne er nicht beantworten, da dies dem Ministerrat obliege. (http://sana.sy/en/?p=75838)
Der russische Vize-Außenminister und Sonderbeauftragte für Nahost- und Afrika, Michail Bogdanow, rechnet mit einer baldigen Fortsetzung der Gespräche in Genf, indem er gegenüber Sputnik am 27.4.2016 erklärte: „We are for uninterrupted talks, maybe, of course, the sides need to take a rest, reconsider certain results,” Bogdanov said. „The sooner they resume, the better. The negotiations will resume tentatively on May 10.”. Die russische Regierung halte ständigen Kontakt mit dem UN-Gesandten de Mistura und trete weiterhin für die Beteiligung aller betroffenen [echten, d.h. nicht Terroristen zuzurechnenden] oppositionellen Gruppen [z.B. Kurden] ein, um möglcihst bald eine politische Lösung der Krise in Syrien zu finden. (http://sana.sy/en/?p=75766)
Zur Verstärkung der US-Militärs, welche – eigenmächtig, d.h. ohne Genehmigung der Landesregierung und daher völkerrechtswidrig – nahe ʽAin al-ʽArab (Kobane) einen Militärstützpunkt errichtet haben, sind per Hubschrauber weitere 150 US-Soldaten und Offiziere zum Militärflughafen Rumailân in der Provinz al-Ḥasaka geflogen worden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6253-us_soldaten_in_syrien_stationiert vom 27.4.2016)
Während der 5. Moskauer Sicherheitskonferenz informierte Generalleutnant Sergei Rudskoi vom Generalstab der russischen Streitkräfte am Mi., 27.4.2016, die Presse über die russische Überwachungstätigkeit in Syrien: „Für die Überwachung der Lage in der Konfliktzone werden etwa 70 Drohnen, eine Weltraumgruppierung und andere Aufklärungsmittel eingesetzt. Die Kontrolle des Luftraums erfolgt durch funktechnische Mittel der Flugabwehrsysteme, die russische Luftwaffe und Suchradare für Kleinziele“. Zudem wurden zur Ortung der Stellungen von Mehrfachraketenwerfer-, Artilleriesystemen und Granat-werfern der Kämpfer artilleristische Instrumentalaufklärungsmittel stationiert. (http://sptnkne.ws/bgSy)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verzeichnete am 27.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe, zwei davon im Rîf Dimašq, drei im Umland von al-Lâḏaqiyya und einer in Aleppo. Ğaiš al-Islâm feuerte dabei auf etliche Wohngebiete am Rand von Damaskus und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschoß eine Reihe Städte im Umland von al-Lâḏaqiyya und Aleppo. Dagegen erlitt Ğabhatu_n-Nuṣra erhebliche Verluste durch die SAA in Aleppos Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd und mußte sich von dort zurückziehen. Andererseits wurden per Fallschirmen 24 Tonnen humanitärer Hilsmittel von der syrischen Regierung über den terroristisch besetzten Stadtteilen von Dair az-Zaur abgeworfen. Auch wachse die Zahl der an der Waffenruhe Teilnehmenden weiter an. (http://sana.sy/en/?p=75827, http://sana.sy/?p=375405)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75740 und http://www.sana.sy/?p=374985 (Eliminierung einer IS-Zentrale mit Artillerie, Abschußbasen für Mörsergranaten etc. und etlichen IS-Terroristen an der Straße nach al-Bâb im NO von Aleppo; zudem erfolgreiche Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra -Verstecke in den Provinzhauptstadt-Bezirken al-Marğa, al-Ğazmâtî, al-Halk, al-Ğandûl, Abû Ṭalṭal, Bustân al-Qaṣr, aš-Šaiḫ Maqṣûd, as-Sukarî, al-Kalâsa, Qasṭal Ḥarâmî, al-Anṣârî, Banî Zaid, al-Manṣûra, wobei viele Terroristen getöten und verletzt wurden. Effektive akkurate Luftschläge gegen eine Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellung im Dorf Kafar Sağna im Umkreis von Idlib, zudem verlor der Führer Saʽûd ʽAsâf Abû Mâzin von Liwâ´ Anṣâr al-Haqq (affiliiert mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya!) sein Leben bei einer Explosion nahe dem Dorf Maʽṣrân im S der Provinzhauptstadt. Zerstörung eines IS-Konvois bei der Ölstation 3, ca. 40km östlich von Tadmur in dr Provinz Ḥomṣ. Vernichtung eines Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt einer Waffenladung bei Arbaʽîn im NW von Ḥamâ; zusammen mit der Volkswehr Sieg über Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra bei den Dörfern as-Saṭaḥiyât und Ḫunaifis im O; u.a. kam auch der bekannte Terrorist Mûsâ aṣ-Ṣawân an der Kreuzung von al-ʽAmiyya östlich von Saʽn durch eine Detonation ums Leben. Erfolgreicher Schlag gegen IS-Einheit in al-Qaṣr im NO von as-Suwaidâ´. Vernichtung von zwei Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra mit deren Führer unter den Getöteten in den Stadtteilen al-Ḥamâdîn und al-ʽAbbâsiyya des Darʽâ al-Balad-Bezirks von Darʽâ, dazu erflogreiche Operation im südlichen al-Manšiyya-Stadtteil unter hohen Feindverlusten.).
Während des Empfangs des algerischen Ministers ʽAbdulqâdir Masâhil durch Präsident Dr. al-Assad hatte letzterer (am Mo., 25.4.2016) hinsichtlich der Bedrohung durch terroristische Organisationen bemerkt, „terrorism is no longer a local issue as it has become part of a political game aimed at debilitating the countries that are committed to their independent decision.“ (d.h.: der Terrorismus sei nicht länger eine lokale Angelegenheit sondern sei zu einem Teil des politischen Spiels zur Schwächung von Ländern geworden, die unabhängige Entscheidungen träfen.) (http://sptnkne.ws/bfX2) – Auch der russische Topdiplomat Sergei Lawrow sprach auf der Internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau am Mi., 27.4.2016, davon: „Es muss schnell damit aufgehört werden, Terrorgruppierungen als Instrument im Kampf gegen die Opposition in der neuen regionalen Kräftebilanz oder zu einer Abrechnung mit unbequemen Regimen zu benutzen“. Hierzu seien Fehlerkorrekturen vonnöten, man solle sich zudem von Vorgängen fernhalten, die zu einem Verfall der Region führen könnten. Zum Kurdenthema im innersyrischen Dialog befragt, antwortete er: „Wir treten nach wie vor für eine Einschaltung der Kurden in die Verhandlungen über die Zukunft deren Landes ein, und zwar in voller Übereinstimmung mit der Resolution 2254 des UN-Sicherheits-rates.“ (http://sptnkne.ws/bgHt)
Auch die von Prof. Qadrî Ğamîl geleitete, in Moskau und Kairo formierte Oppositionsgruppe unterstützt – wie schon bei den Moskauer Gesprächen 2015 – den Regierungsplan, den innersyrischen Dialog in Genf mit allen, die daran teilnehmen wollen weiterzuführen. Zudem regte Prof. Ğamîl die Bildung einer einheitlichen Oppositionsgruppe an wie beim UN-Gesandten de Mistura direkte Treffen mit der Regierungsdelegation. Demnach äußerte er gegenüberder Presse: „We asked for direct talks. Direct talks can accelerate progress. We asked for the participation of all the opposition delegations. The current situation is not normal. We should have a single opposition delegation.“ Hierzu genügten „minimum standards of convergence.“ Zum Abgang der ar-Riyâḍ-Gruppe bemerkte er ähnlich wie schon Dr. al-Ğaʽfarî zuvor: „if anybody wants to exclude themselves, that is their choice.“ und ergänzte: „They should not have, by their own exclusion, veto over the talks. Nobody should force the talks to be stopped.“ Damit nahm er die Ankündigung von de Mistura voraus, daß der Dialog am Mi., 27.4.2016, fortgeführt werde. (http://sptnkne.ws/bg5j)
Terroranschläge vom 27.4.2016:
In Bustân al-Qaṣr und Bustân al-Bâšâ verschanzte Scharfschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten zielten wahllos auf Bürger in den Wohngebieten al-Mušâriqa und as-Sulaimaniyya Aleppo. Dabei starben zwei Passanten, ein weiterer wurde verletzt. – Aktualisierung: die Opferzahl stieg auf zehn Tote und 37 Verletzte in teils ernstem Zustand, nachdem die genannten Terrorgruppen ihre verbrecherische Aktivität durch Scharfschützen und Raketenbeschuß auch auf die Stadtteile al-ʽAẓamiyya, al-Mušârifa, as-Sulaimâniyya, al-Muḥâfaza, al-Ğamîliyya, al-ʽAzîziyya, Bâb al-Farağ und Sulaimân al-Ḥalabî ausgedehnt hatten. (http://sana.sy/en/?p=75732, http://www.sana.sy/?p=374995)
Am Morgen stellten die Behörden nach Meldung von Anwohnern ein verdächtiges Fahrzeug im westlichen Umland von as-Suwaidâ´, das aus dem östlichen Teil der Provinz Darʽâ kam. Es enthielt für den IS im Osten der Großen wüste bestimmte Waffen und Munition, welche konfisziert wurden. Diese bestanden aus Panzerfäusten (RPGs), verschiedenen Typen von Mörsergranaten, Landminen u.a. aus israelischer Produktion. – Ähnliche Lieferungen waren schon in den letzten Wochen sichergestellt worden. (http://sana.sy/en/?p=75727 vom 27.4.2016)
Wie angekündigt hat Rußland nun ein formelles Ersuchen an die UN gestellt, die Organisationen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm in die Sanktionsliste für Terrorgruppen aufzunehmen, wie der UN-Gesandte Witali Tschurkin am Di., 26.4.2016, bekannt gab. Wörtlich sagte er: „On April 26, the Russian delegation lodged with the Counter-Terrorism Committee of the United Nations Security Council (1267/1989/2253) on sanctions against ISIS and al-Qaeda a request on putting two organizations – Ahrar al-Sham and Jaish al-Islam – on the sanction list of this auxiliary body of the United Nations”. Begründet wurde der schritt mit zahllosen Berichten über deren enge Verbindung zum IS wie zu al-Qāʿida. Sie böten und bekämen wechselseitig Finanzierung, logistische und militärische Hilfe. Zudem brächen diese Gruppen regelmäßig das Waffenruheabkommen vom 27.2.2016, welches den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra nicht miteinschließe. (http://sana.sy/en/?p=75715)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75633 und http://sana.sy/?p=374489 (Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Trupps und deren militärische Ausrüstung im O und N von Tadmur wie im Gebiet Ḥuwaisîs im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Ansammlungen mitsamt Equipment westlich und östlich des Dair az-Zaur Military Airport. Eliminierung von drei Artilleriestellungen, Abschußanlagen für Mörsergranaten und Verschanzungen mitsamt deren Besatzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen al-Arbaʽîn und al-Karak wie im an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ mit Zerstörung eines Kommandozentrums im Stadtteil al-Baḥḥâr, wobei sich etliche Anführer unter den Getöteten fanden, dazu Beseitigung von aufgerüsteten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra im S des Stadtteils al-Manšiyya).
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am 27.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden 11 Verstöße gegen die Waffenruhe mitgeteilt. Die Terrorgruppe Faîlaq ar-Raḥmân [Legion des Erbarmers – als Beiname Allâhs] beschoß eine Medizinzentrum sowie Wohngebiete im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten, ein Trupp von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya verfuhr in gleicher Weise mit drei Städten im Umland von al-Lâḏaqiyya sowie dem Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo, während Gruppen der sog. Freien Syrischen Armee (FSA) Raketen auf zwei Städte in der Provinz Ḥomṣ richteten. Zudem sei erneut Söldnernachschub für Ğabhatu_n-Nuṣra von der Türkei her in die Provinz al-Lâḏaqiyya gelangt. (http://sana.sy/en/?p=75713)
Terroranschläge vom 26.4.2016:
Ein neuerlicher Angriff (vgl. Vortag) seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierter mittels Raketenbeschusses hinterließ zwei Todesopfer und sechs verletzte Personen im Stadtteil az-Zahrâ´von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=75693) – In der von Terroristen u.a. von Ğabhatu_n-Nuṣra belagerten Stadt al-Fûʽa wurden die Bewohner erneut zum Ziel von Scharfschützen, die in Biniš in Stellung gegangen waren. Drei Personen erlitten Verwundungen. (http://sana.sy/en/?p=75663)
Zum Ende der sog. dritten Runde der innersyrischen Gespräche bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî nach dem Treffen der von ihm geleiteten Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandte de Mistura und seinem Team im UN HQ Genf am Di., 26.4.2016, vor den Reportern: „We, for our part, raised again plenty of important points, especially regarding terrorism, and we sensed an understanding on the part of the Special Envoy and his team with regard to our concern about the attempts by terrorism-sponsoring countries and the terrorist groups that belong to them which seek to undermine the political solution efforts through breaching the cessation of hostilities agreement and carrying out terrorist acts that claimed dozens of innocent lives in many Syrian areas.” Die vorangegangenen Verhandlungen beurteilte er als „useful and constructive“ und erklärte, die Regierungsdelegation sei bemüht um eine verantwortliche und objektive Art jeglicher Diskussion, die Syrien und seiner Bevölkerung diene. Auch würden alle Fragen seitens des UN-Teams darin beantwortet. (http://sana.sy/en/?p=75641)
Liu Jieyi, der chinesische Botschafter bei den UN, und derzeitige Präsident des UN-Sicherheitsrat (UNSC) informierte am Di., 26.4.2016, darüber, daß die 15 Mitgliedsstaaten ihre Besorgnis über die jüngsten Aussagen des israelischen Premierministers bzgl. der Golanhöhen zum Ausdruck gebracht hätten, wonach das Gebiet – trotz der entgegenstehenden rechtlichen Lage und anderslautenden UN-Resolutionen – unverändert unter israelischer Herrschaft bleiben werde und sich die Welt daran gewöhnen solle (vgl.u., 17.4.2016). Zudem besage die am 17.12. 1981 einstimmig angenommene UNSC-Resolution 497 „the Israeli Golan Heights Law, which annexed the Golan Heights, is null and void and without international legal effect” und fordere weiterhin Israel auf „to rescind its action“. Daher erging nun erneut die Zurückweisung einer Anerkennung der israelischen Okkupation der Golanhöhen seitens des UNSC. (http://sana.sy/en/?p=75705)
In der dem zweiten Zusammentreffen der Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Misutra in Genf folgenden Pressekonferenz teilte deren Leiter Dr. al-Ğaʽfarî mit: „we began our morning meeting with de Mistura by talking about the terrorist escalation perpetrated by the terrorist organizations in Aleppo and As-Sayydah Zainab in Damascus countryside.“ Die vor ihrem Abzug ausgestoßenen Drohungen der ar-Riyâḍ-Gruppe (d.i. HNC, vgl.u.) hätten sich nun in den Anschlägen von Damaskus und Aleppo manifestiert (s.u.). Hierzu führte er aus: „The main aim of uttering such statements was the failure of the Syrian-Syrian dialogue and involving it in more foreign intervention and carrying out the orders of the masters of Saudi group to escalate situation, yet it is not strange that escalation in Aleppo came by the terrorist group of so-called Ahrar al-Cham, run by Turkish intelligence, and escalation in Damascus came by the so-called Jaish al-Islam run by Saudi intelligence.” Es sei also kein Wunder, daß die gegen die friedliche Beilegung der Krise ausgelegten Eskalationen terroristischer Gewalt in Aleppo durch die vom türkischen Geheimdienst geleitete Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya-Gruppe und in Damaskus durch die Saudi-gesteuerte Ğaiš al-Islâm-Organsiation ausgeführt worden seien.
Die erwähnte Botschaft der ar-Riyâḍ-Gruppe habe sich klar als Aufruf zum Bruch der Waffenruhe mit Angriffen gegen die syrische Armee gezeigt. Dann kam er auf die offiziellen beiden Anzeigen der Regierung gegenüber dem UN-Sicherheitsrat in der Sache zu sprechen: „The Syrian government has sent two identical letters to UN Secretary General and President of Security Council, calling on the Security Council to take immediate and urgent procedures to help the Syrian government fight terrorism according to relevant resolutions and hold states and governments which support terrorism responsible for such a bloody escalation which claimed the lives of tens of Syrian people.”.
Es habe sich deutlich gezeigt, daß die Terroreskalation in Syrien einen politischen Hintergrund via ausländischer Instruktionen dazu habe. Resümierend bemerkte er hinsichtlich der immer noch nicht aufgelegten Listen, welche die terroristischen Gruppen von den nicht-terroristischen scheiden sollten, mit dem Ergebnis, daß Teroristenvertreter [im HNC!] in Genf an den Verhandlungstisch kommen konnten: „the story has begun when the Saudis have played with the authorization they were asked for at Vienna meeting to prepare a list of those who are opposition and not, as well as Jordan was asked to prepare a list on the terrorist organizations and the non-terrorist organizations… yet, the result was, of course, that both governments failed to do so which led to bringing the problem to Geneva and the participation of terrorists in a team, delegation or Saudi Arabia group.” (http://sana.sy/en/?p=75606, http://sana.sy/?p=374266)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75544 und http://www.sana.sy/?p=373914 (Präzise effektive Luftschläge gegen einen IS-Konvoi und –Verschanzungen im NO von Tadmur im O der Provinz Ḥomṣ unter erheblichen Feindverlusten; dazu Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Ḍahrat al-Quṣaiba im SO von Tadmur wie auf einige Militärposten in Richtung al-Filât im Gebiet von Talbîsa im N von Ḥomṣ. Beseitigung von IS-Ansammlungen in Tulûl al-Fadiyîn im NO von as-Suwaidâ´ während der Operation zur Kappung der IS-Nachschublinien über die Syrische Wüste vom Irak und Jordanien her. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen in Darʽâ al-Balad im S von al-Manšiyya und östlich der al-ʽAbbâsiyya-Bäckerei ).
Wie das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 25.4.2016 bekannt gab, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu neun Verstöße gegen die Waffenruhe. Dabei attackierte Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya vier Städte in der Provinz al-Lâḏaqiyya mit Mörsergranaten und Ğaiš al-Islâm Militärposten zum Schutz von drei Städten sowie das Militärhospital in Ḥarastâ im Rîf Dimašq. Trupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya versuchten zudem SAA-Stellungen im S von Aleppo zu überrenen, wurden jedoch zurückgeschlagen. Türkische Artillerie beschoß vom Umfeld eines grenznahen türkischen Dorfes (Aluichak, s.a. http://sptnkne.ws/bguQ) aus SAA-Stellungen in Syrien. – Allerdings hätten sich auch die Beitritte zur Waffenruhe wieder erhöht. (http://sana.sy/en/?p=75620)
Am Mo., 25.4.2016, kommt die Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Misutra zur Fortführung der innersyrischen Gespräche am UN-Hauptsitz in Genf zusammen. Delegationsleiter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî äußerte dazu vor der Presse: „Today’s session will focus on the Syrian amendments on de Mistura’s paper”. Kurz vor dem zweiten Treffen mit de Mistura selben Tags erklärte er: Die heutige Terrorattacke im Rîf Dimašq nahe as-Sayyida Zainab beweise, daß jene [i.e.: HNC], die vorgäben mit der Regierungsdelegation in diplomatischen Dialog zu treten, jedoch entschieden, sich dem zu entziehen, zu den Terroristen bzw. deren Sponsoren gehörten und die Nähe ihrer Administratoren suchten. (http://sana.sy/en/?p=75534) – Diesen Schritt unterstützt auch die russische Regierung, wie Außenminister Lawrow am 25.4.2016 deutlich machte. Klar zeige sich auch der ausländische Einfluß auf das Verhalten des HNC, z.B. seitens der Türkei. Zudem stellte er heraus, daß alle mit dem IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen bewaffneten Gruppen Terrorgruppen seien und damit nicht teilhätten an der vereinbarten Waffenruhe. Rußland habe die US-Regierung gebeten, eine klare Trennung zwischen Terrorgruppen wie Ğabhatu_n-Nuṣra und der von ihnen so bezeichneten „gemäßigten Opposition“ zu vollziehen bzw. mitzuteilen, was aber bislang leider immer noch nicht geschehen sei, wovon die Terroristen dort profitierten. Auch habe die US-Seite versprochen, die von ihr so bezeichnete „good opposition” aus dem Raum Aleppo zum Abziehen zu bewegen, was ebenfalls bislang nicht passiert sei. Solange könne aber dort die Ğabhatu_n-Nuṣra nicht effektiv bekämpft werden. Daher sammle Rußland Informationen, mit welchen Gruppen, die die Waffenruhe einhalten zu wollen angaben, Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenarbeite, um sie dem UN-Sicherheitsrat vorzulegen, damit diese endlich die Liste der Terrororganisationen entsprechend ergänzen könne. Außerdem versicherte er, alle bewaffneten Fraktionen, die mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenarbeiteten, seien ebenso Terrorgruppen und könnten damit nicht teil der Waffenruhe-Vereinbarung für Syrien sein. Hinischtlich des Vorschlags von seinem US-Amtskollegen Kerry von letzter Woche, Syrien in eine US- und eine russische Einflußzone aufzuteilen, sei vordergründig: Ziel sei schließlich die Bekämpfung des Terrorismus und nicht die Aufteilung des Landes [zur Balkanisierung Syriens vgl.u.]. (http://sana.sy/en/?p=75548, http://www.sana.sy/?p=373932)
Unverhohlen hatte der Vizevorsitzende des Auswärtigen-Ausschusses der Duma, Leonid Kalaschnikow, die von Kerry angeregte Aufteilung Syriens mit der Besatzung und Aufteilung von Nachkriegsdeutschland verglichen, wobei [auch] die syrischen Behörden die USA nicht zum Kampf auf ihren Gebieten „eingeladen“ hätten. Eine derartige Teilung werde unverzüglich zum Zerfall des Landes führen. (http://sptnkne.ws/bguM)
Massive Terroranschläge vom 25.4.2016:
Die Detonation einer Autobombe am Kontrollpunkt der Zufahrt zur Stadt aḏ-Ḏiyâbiyya (ad-Diabiyya) im Umland von Damaskus forderte morgens fünf Tote und 20 Verletzte. Es entstanden zudem erhebliche Schäden auch an den nahegelegenen Notunterkünften. (http://sana.sy/en/?p=75538, http://www.sana.sy/?p=373891)
Ebenfalls am Morgen wurden eine Frau (später: drei Personen) getötet und fünf weitere Personen verletzt infolge des Beschusses mit Raketen auf Wohngebiete Aleppos (al-Ğamîiliyya, al-Mûkâmbû, al-Ašrafiyya) seitens in Banî Zaid verschanzter Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra. Es kam zudem zu erheblichen Sachschäden. Aktualisierung: Treffer bekamen auch die Stadtteile as-Sulaimaniyya (drei getötete Kinder und 17, später 19 teils schwer Verletzte), al-Iḏâʽa (19 Verletzte, später: 5 Tote, 41 Verletzte), Bâb al-Farağ, der Qurṭuba-Kreisverkehr in al-Ğamîʽat az-Zahrâ´ (zwei Verletzte, Verletzte – später verstorben, dazu ein Verwundeter) ab. Schließlich erreichte die Gesamtzahl der Opfer in Aleppo 16 Getötete und 86 Verletzte.
Dazu kam ein Angriff mittels Raketen auf den Finanzdistrikt in Darʽâ-Stadt, der einen Verletzten und ziemliche Sachschäden hinterließ.
(http://www.sana.sy/?p=373940, http://sana.sy/en/?p=75552).
Wie zuvor vom Wall Street Journal angekündigt, schickt das Pentagon – völkerrechtswidrig – weitere 250 US-Soldaten nach Syrien. Im Gegensatz zu den russischen Militärs hat die legitime Landesregierung diese nicht angefordert, sich dagegen sogar mehrfach verwehrt (vgl.u.). Auch liegt kein UN-Mandat dafür vor, wodurch hiermit die Souveränität Syriens in grober Weise mißachtet wird auch entgegen den UN-Prinzipien inklusive der UN-Charta. Pentagon-Sprecher Peter Cook bestätigte die von Präsident Obama in Hannover verkündete Entsendung, die damit die US-Stationierung in Syrien versechsfacht, am Montagabend, 25.4.2016. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i6151-pentagon_us_soldaten_werden_in_sy-rien_nicht_in_die_frontlinie_gehen). – Demgegenüber hatten die syrische wie russische Regierung u.a. immer für eine gemeinsame koordinierte (und damit mit der Landesregierung abgesprochene) Terrorismusbekämpfung auf Basis des Völkerrechts, der UN-Bestimmungen und Resolutionen zu Syrien etc. geworben. Diese erscheint auch vom logischen Standpunkt als einzige sinnvoll.
Auch der Iran hatte durch seien Außenamtsprecher noch am Montagabend auf die o.e. Ankündigung Obamas erwidern lassen: „Iran hat seit Beginn der Krise in Syrien ankündigt, dass jede ausländische Intervention in Syrien ohne Zustimmung der syrischen Regierung nur zu einer Eskalation der Krise führen wird.“ Alle internationalen Bemühungen sollten in Abstimmung mit der syrischen Regierung erfolgen, um somit die aktuelle Krise entschärfen zu können. (http://parstoday.com/de/news/iran-i6121-iran_warnt_vor_entsendung_von_us_bodentruppen_nach_syrien)
US-Senator Richard Black gab nach seinem Treffen mit dem libanesischen Abgeordneten und Parteichef Michel Aoun [Mîšâl ʽÛn] der Presse gegenüber bekannt, er habe lange auf eine Änderung der US-Politik gegenüber Syrien gehofft. Doch was er in der Region sehe, nähre diese Hoffnung nicht. Es sei Fehler gewesen, daß sich die US-Administration auf Seiten der Terroristen gegen den syrischen Staat gestellt habe. Die letzten Wahlen im Land hätten erneut gezeigt, wem die Bevölkerung ihr Vertrauen und ihre Unterstützung ausspreche. (http://sana.sy/?p=374311, 25.4.2016)
Weitere Stationen der Reise von US-Senator Black in Syrien:
Treffen mit dem Parlamentspräsidenten Muḥammad Ğihâd al-Laḥâm: http://sana.sy/en/?p=75654 vom 26.4.2016.
Treffen mit der Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân: http://sana.sy/en/?p=75654 vom 26.4.2016.
Treffen mit dem Großmuftî und Besuch eines Flüchtlingszentrums: www.sana.sy/en/?p=75717 vom 27.4.2016.
Besuch von Palmyra: www.sana.sy/en/?p=75813
Empfang bei Präsident Dr. al-Assad: http://www.sana.sy/en/?p=75880 vom 28.4.2016.
Black gedenkt in einer Pressekonferenz des Empfangs durch den Präsidenten udn seine Frau: www.sana.sy/en/?p=75921 vom 29.4.2016; u.a. bemerkte Black hierzu: „I had the honor to meet President Bashar al-Assad and his wife, the impression was excellent.” – „When I started to make a study about Syria, I was very interested in President al-Assad and his wife and I was very delighted when I found them completely as I have seen them in media, both are gentle and love their home sincerely”. (loc. cit.). Er hoffe auf eine Änderung der US-Syrienpolitik durch den neuen US-Präsidenten in Richtung einer dezidierten Bekämpfung des Terrorirmus. Bzgl. der negativen Rolle der syrischen Nachbarstaaten bemerkte er: „I was afraid when Jordan participated in the events in Syria, particularly in 2012 when it allowed the UN intelligence to train hundreds of gunmen and send them to attack Damascus, it seems that some neighboring countries imagined that they could inject poison in part of the body without moving into another part of it.”
Treffen mit den Patriarchen Yâziğî und Ephraim II mit Besuch eines Hospitals für verwundete Soldaten: www.sana.sy/en/?p=75930 vom 29.4.2016.
Ein Kurzvideo belegt, wie schnell die Regierung die Anlagen zur Ölförderung in Ġabîsa in der Provinz al-Ḥasaka nach Rückeroberung der Gegend aus den Händen des IS wiederhergestellt hat. Langsam laufe somit die Förderung wieder an. (http://sptnkne.ws/bfRA) – Beispiele ähnlicher Effektivität zur Wiederherstellung der durch die Terroristen mutwillig zerstörten Infrastruktur wurden schon vielfach beschriebenen (vgl.u.).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75455 und http://sana.sy/?p=373438 (Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten von den Anhöhen aš-Šaiḫ Ḥussain und Ḫulaif her auf Militärposten an der Verwaltungsgrenze zwischen Darʽâ und as-Suwaidâ´ unter deutlichen Feindverlusten; Zerstörung von Artilleriestellungen und Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bahnhofsgebiet von Darʽâ, bei der Elektrizitätsgesellschaft und dem Buṣrâ-Platz und Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten, die Militärposten im Stadtteil al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad attackierten. Präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen östlich von al-Qaryatain wie auf Nachschubrouten in Richtung Arâk, dem O von Tadmur die nördlichen umgebenden Bergrücken im SO und O von Ḥomṣ. Vorgehen gegen Terroristen-Stellungen im Umland von Ḥamâ mit Beseitigung von deren Raketen- und Mörsergranatenabschußanlagen in und um Kafar Nabûda und al-Ğâbariyya, womit Angriffe auch auf as-Suqailibiyya ausgeführt wurden; zusammen mit Volkswehreinheiten wurde eine IS-Einheit in einen Hinterhalt im S of ʽAqârib gelockt und samt militärischem Equipment nahezu aufgerieben).
Am So., 24.4.2016, informierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden über 13 Verstöße gegen die Waffenruhe. Dabei beschossen Trupps von Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya eine Reihe von Städten im Umland von Damaskus und al-Lâḏaqiyya mit Mörsergranaten. Die (vom Westen als angeblich gemäßigt unterstützte) sog. FSA attackierte mit Raketen und Mörsergranaten Militärposten im Umland von Ḥomṣ. Zudem mobilisiere Ğabhatu_n-Nuṣra weiterhin ihre Leute im NW von Aleppo und NO von al-Lâḏaqiyya. (http://sana.sy/en/?p=75516)
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden forderte das Auswärtige Amt am 24.4.2016 die Vereinten Nationen erneut auf, umgehend und eindringlich die jüngsten Terrorattacken inklusive des Einsatzes von Giftgas, dieses Mal auf (im einzelnen aufgeführte) Wohngebiete in Damaskus, dessen Umland wie in und um Aleppo zu verurteilen. Opfer seien im überwiegenden Maß Frauen, Kinder und Ältere, dazu kämen enorme Schäden an Bausubstanz, Infrastruktur, Schulen und Hospitälern. Die wieder vermehrt geführten Attacken kämen auf Geheiß der türkischen und saudischen Regime in einer Reihe von Angriffen auf andere Orte, um die geschlossene Waffenruhe wie die innersyrischen Gespräche in Genf zu unterminieren, wie dies beim Rückzug der ar-Riyâḍ-Gruppe (d.i. HNC, vgl.u.) von der Konferenz auch deutlich zur Sprache kam im Aufruf, syrische Städte und Bürger anzugreifen. Diese Attacken seien Teil der Verstöße gegen die Waffenruhe, ausgeführt durch Terrorgruppen, welche sich als „Opposition“ maskierten wie Ğaiš al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und die sog. Freie Armee (FSA) und andere, welche die Selbstverpflichtung der syrischen Armee zur Waffenruhe mit äußerstem Verzicht auf entsprechende Reaktionen auf diese Weise perfide ausnützten. Erstgenannte Gruppen seien bewiesenermaßen durch die angeprochenen Vorfälle mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra verbunden trotz der Versuche gewisser Staaten, diese als nicht-terroristische sondern als „moderate bewaffnete Opposition“ auszugeben.
Diese Vorfälle würden jedoch die Republik nicht entmutigen, weiter an der Bekämpfung des Terrorismus und der Erlangung einer politischen Lösung für die Krise mittels innersyrischer Gespräche festzuhalten, welche letztlich zur Eliminierung des Terrorismus und Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität im Land führen müßten.
Schließlich wurde die eingangs erwähnte Forderung wiederholt und ergänzt durch jene, der Sicherheitsrat müsse seine Verantwortung zur Bewahrung von internationalem Frieden und Sicherheit wahrnehmen und abschreckende sowie strafende Schritte gegen Regime und Staaten unternehmen, die Terroristen unterstützten und finanzierten in Zuwiderhandlung der UNSC-Resolutionen 2170, 2178, 219 und 2253. Die beiden Schreiben sollten zudem als offizielle UNSC-Dokumente auflegen. (http://sana.sy/en/?p=75507)
Terroranschläge vom 24.4.2016:
Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Fataḥ beschossen Wohngebiete des Stadtzentrums von as-Suqailabiyya wie deren Umgebung einschließlich des Dorfes Ğâbariyya im NW von Ḥamâ mit Mörsergranaten und Raketen, wodurch ein Mensch starb, weitere vier sehr schwer verletzt wurden und beträchtliche Sachschäden entstanden. Beide Terrorgruppen verfolgen die wahhâbitische Takfîr-Ideologie und erhalten finanzielle Unterstützung wie Bewaffnung durch die saudische Regierung, heißt es im Bericht.
Im Stadtteil Banî Zaid von Aleppo verschanzte Mitglieder von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen ebenfalls am Morgen Wohnsiedlungen in der Nilstraße und im Bezirk al-Ḥamdâniyya mit Mörsergranaten und Raketen, was im ersten Fall ein Todesopfer und sechs Verletzte hinterließ, im zweiten Fall zum Glück „nur“ Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=373468)
Wie der TV-Sender al-Mayâdîn am Sa., 23.4.2016, berichtete, habe General Qâsim Sulaimânî, Kommandeur der al-Quds-Einheit des Corps der Iranischen Revolutionsgarde, Präsident Dr. al-Assad angeboten, seine Familie im Iran unterzubringen mit der Begründung, daß er sich so ohne Sorge um seine Angehörigen den Regierungsgeschäften widmen könne. Wie schon früher (vgl. Interviews) hat Dr. al-Assad auch dieses Mal ein solches Angebot abgelehnt. Seine Familie sei wie „andere syrische Familien, und sie bleibt in Damaskus“. (http://sptnkne.ws/bfyD) – Aktualisierung bzw. Richtigstellung: Die Meldung vom 23.4.2016 (s.u.) bezieht sich laut offizieller Quelle aus Teheran auf eine Situation aus dem Jahr 2012, als die Lage in Syrien noch eine ganz andere war. Der außenpolitische Berater des iranischen Parlamentssprechers, Ḥussain Šaiḫulislâm (Hossein Sheikholeslam), bemerkte dazu: „President Assad has never asked us for political asylum nor has he ever wished to leave his country„. Andererseits hätten sich der Emir von Qaṭar und etliche andere Regierungen Dr. al-Assad Millionen im Austausch dafür geboten, wenn er das Land verlasse, doch jedesmal habe er strikt abgelehnt und geantwortet, er werde nirgendwohin gehen, bei seinen Leuten (people) bleiben und mit ihnen bis zum bitteren Ende kämpfen. „This means that Bashar Assad will not go anywhere, will not abandon his people, and this only adds to his popularity in the country“ stellte Ḥussain Šaiḫulislâm nochmals klar. (http://sptnkne.ws/bgn7)
Terroranschläge vom 23.4.2016:
Wieder einmal wurde das al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp nahe Damaskus mit Mörsergranaten beschossen, wodurch ein Kind getötet und eine Frau verletzt wurde. Zudem enstand entsprechender Sachschaden.
Aktualisierung: Auch mehrere Wohnviertel (aṣ-Ṣâliḥiyya, al-ʽAdawî, Wohnhäuser am Georg [Ğûrğ] Ḫûrî-Platz und am at-Tiğâra Park) in Damaskus wurden mit Mörsergranaten, Raketen und Duschkas [Art russischer Flag] beschossen, verursachten zum Glück jedoch keine Personenschäden.
In Aleppo kam es am späten Nachmittag durch den Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten zu insgesamt vier Todesopfern und 56 Verletzten. Im Einzelnen wurden Wohnhäuser in der Nil-Straße, dem al-Mûkâmbû-Viertel, den Wohngebieten in al-Iḏâʽa, al-Ašrafiyya, al-Ḫâlidiyya, al-Ḥamdâniyya, al-Mušârifa, az-Zahrâ´, as-Sabîl und al-Assad-Vorstadt getroffen.
(http://sana.sy/en/?p=75388, http://www.sana.sy/?p=373130)
Für die vergangenen 24 Stunden registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 23.6.2016 neun Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe. Die Angriffe mit Mörsergranaten seitens Ğaiš al-Islâm richteten sich auf fünf Städte im Rîf Dimašq, seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Mörsern und Raketen auf vier Städte der Provinz al-Lâḏaqiyya. Zudem führte Ğabhatu_n-Nuṣra die Übergriffe auf Zivilisten im Umland von Aleppo und al-Lâḏaqiyya fort. Auch wurde beobachtet, wie 80 Bewaffnete aus der Türkei in die Provinz Idlib eindrangen. – Die Rekonziliierungsmaßnahmen wie Beitritte zur Waffenruhe machten weiter Fortschritte. (http://sana.sy/?p=373355, http://www.sana.sy/?p=373355)
Während seines Besuches in Eriwan (Gedenktag des osmanischen Genozids an den Armeniern, der auch in Syrien begangen wird, vgl. http://www.sana.sy/en/?p=75348) konstatierte der russische Außenminister Lawrow auf einer Pressekonferenz vom Fr., 22.4.2016, daß sich Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya weder dem Gedankengut nach noch in der brutalen Praxis vom IS oder der Ğabhatu_n-Nuṣra unterschieden. Wörtlich wurde er zitiert: „These organizations like Ahrar ash-Sham in fact actively prove that they fully share anti-human approaches of the Islamic State and Jabhat al-Nusra groups”. – Zur Suspendierung des innersyrischen Dialogs durch die ar-Riyâḍ-Gruppe [die hohe Vertreter von Ğaiš al-Islâm beinhaltet! Vgl.u.!] bemerkte er, damit erklärten diese sich selbst zu Verlieren, indem er noch ausführte: „I believe this is the process of revitalizing the Syrian talks. If those who rudely refuse to acknowledge the basis of concept approved by the UN Security Council leave the negotiations platform, then no one loses except for them.” Dann setzte er hinzu: „If they want to ensure their participation only through ultimatums which everyone should accept, then these are their problems.” (http://sana.sy/en/?p=75319, http://sana.sy/?p=372748, http://sana.sy/?p=372748)
Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin gab daher am selben Tag bekannt, daß die russische Regierung daraufhin arbeite, daß diese beiden Terrorgruppen endlich auch auf die internationale Liste derselben gesetzt würden. (http://www.sana.sy/?p=372968)
Der UN-Gesandte de Mistura verkündete wie erwartet (vgl.u.) die Fortsetzung der Genfer Gespräche in der nächsten Woche. Daß die erzielte Waffenruhe schon 48 Tage anhalte, erwähnte er mit Bewunderung. (http://sptnkne.ws/beUY) – Auch Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte in der dem Treffen mit dem UN-Gesandten folgenden Pressekonferenz vom 22.4.2016: „We agreed that the next round of talks on Monday would be for discussing our amendments to de Mistura’s paper.” Während der Besprechung habe man sich besonders auf die humanitäre Frage konzentriert, wobei er einen detaillierten Bericht über die bisherigen Hilfsleistungen der syrischen Regierung seit Jahresbeginn übergeben habe. Ein spezieller Punkt beschäftige sich darin mit Lieferungen in „unstable or restive areas”. Hierzu führte er aus: „219 trucks have entered the restive areas, not to mention 65 trucks that entered al-Rastan area yesterday”. Die Zahl der Syrer in „unstable or restive areas”, die dennoch Hilfe erhielten, belaufe sich auf ca. 1.170.000 Menschen. „We have 6.5 million internally-displaced people who have been displaced from the areas where terrorists and armed gangs exist, 90 per cent of them are living in government-controlled areas and all of them benefit from humanitarian assistance”. Zudem würden weiterhin 1.700.000 Menschen versorgt, die wiede in ihre Heimatorte hätten zurückkehren können. Außerdem habe die Regierung 504 Übergangswohnheime erstellt, in denen die Vertriebenen versorgt würden, neben Nahrungsmitteln, auch mit medizinischer Versorgung, ebenso erhielten sie Ausbildungsmöglichkeiten gemäß dem Notfallplan des Higher Relief Committee in Syria sowie diejenigen, die alles verloren hätten, Kompensationszahlungen durch die Regierung.
Diese ganzen Anstrengungen habe die Regierung unternommen trotz der Krisensituation mit Beschädigung der Infrastruktur, der Ressourcen und der seitens der USA und der EU auferlegten [illegalen, vgl.u.!] Wirtschaftssanktionen. Was helfe es da, daß von gewisser Seite Krokodilstränen ob der humanitären Situation in Syrien vergossen würden, wenn dieselben Organe verantwortlich für diese Situation seien. “It has become known to all, including the UN Security Council members in New York, that there are organized networks of international terrorism supervised by certain intelligence services which are sending terrorists inside Syria across Syria’s borders with neighboring countries”, kritisierte er und setzte empörte hinzu: „The countries supporting terrorism in Syria have killed the essence of the United Nations and sabotaged the rules of international law”. (http://sana.sy/en/?p=75314)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75294 und http://www.sana.sy/?p=372729 (Vereitelung von Angriffen durch Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğund al-Aqṣâ (Qaṭar-Gründung!) aus at-Tamânaʽa, Sukaik und ʽAṭšân auf Wohngebiete von Maʽân, 30 km im N von Ḥamâ durch gezielte präzise SAAF-Einsätze, unter den zahlreich getöteten Terroristen fand sich auch der Ğabhatu_n-Nuṣra–Anführer genannt Abû Mûsâ; zerstört wurden auch deren Kampfmittel inklusive aufgerüsteter Fahrzeuge und Kanonen. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen samt militärischem Equipment in aš-Šaîḫ Ḥussain und den Ḫulaif-Anhöhen im Umland von as-Suwaidâ´. Eliminierung eines kleinen Konvois von Ğabhatu_n-Nuṣra unterwegs nach Tal aš-Šaîḫ Ḥussain und Tulûl Ḫalîf im fernen NO von Darʽâ, dazu Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten auf Militär-Checkpoints bei Ḫazân al-Karak und dem al-ʽAbâssiyya-Stadtteil im Bezirk Darʽâ al-Balad mit Beseitigung etlicher Abschußanlagen für Mörsergranaten. Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Konzentrationen im N von Tadmur wie bei den Lagerhallen in der Umgebung, in Bodenoperationen zusammen mit der Volkswehr Vereitelung von Attacken IS-affiliierter Terrroristen kommend aus Umm Ṣuḥaîrîğ auf Maksar al-Ḥasân, Tulûl al-Hawâ aš-Šarqiyya und Tulûl al-Hawâ al-Ġarbiyya im Gebiet von Ğab al-Ğarâḥ, 73 km im O von Ḥomṣ mit Auslöschung der Angreifer samt Ausrüstung bis auf jene, die zurück in ihre Verstecke in Umm Ṣuḥaîrîğ und anderen Dörfern fliehen konnten. Sturm auf IS-Positionen im Industriegebiet und Arbeiterviertel von Dair az-Zaur mit Zerstörung von deren Waffen etc.; präzise erolgreiche Luftschläge gegen IS-Fortifikationen bei al-Kasârât und der Baqğağî Farm nahe dem Südrand der Provinzhauptstadt. – In verschiedenen Stadtteilen Dair az-Zaurs sind seit mehr als zwei Jahren Zehntausende an Bewohnern vom IS belagert; diese werden durch die SAAF wie russische Maschinen aus der Luft mit Hilfsgütern versorgt, welche nach Abwurf durch Mitarbeiter des syrischen Zweigs des Arabischen Roten Halbmonds verteilt werden).
Am Stadtrand von Tadmur entdeckten – nach vollständiger Räumung des gesamten Gebiets von Palmyra von hinterlassenen Sprengfallen des IS – russische Militärangehörige ein großes Waffendepot der Terrororganisation. Generalmajor Igor Konaschenkow informierte als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums hierzu am Freitag: „Russian sappers removed over 12,000 explosive devices from a hidden terrorist arms depot with large-caliber shells, artillery, as well as anti-tank and anti-personnel mines” . (http://sana.sy/en/?p=75341)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 22.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden sieben Verstöße gegen die am 27.2.2016 in Kraft getretene Waffenruhe, welche Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya zuzuschreiben sind. Drei entfielen auf die Provinz al-Lâḏaqiyya, einer auf den Stadtteil Ṣalâḥuddîn von Aleppo. Schützen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya nahmen Posten der SAA im Rîf Dimašq ins Visier. – Andererseits stiegen die Anfragen und Beitritte zur Waffenruhe an. Zudem wurde bzgl. Hilfslieferungen bekanntgemacht: „The center, in cooperation with Homs province, delivered 6 tons of humanitarian aid to a number of areas in the province”. (http://sana.sy/en/?p=75358)
Terroranschläge vom 22.4.2016:
In Šaṭḥa und an-Nabûʽa wurden ein Mann und zwei Frauen verletzt durch die Beschießung mit Raketen seitens Gruppen unter Ğabhatu_n-Nuṣra–Leitung in der Provinz Ḥamâ, die damit die Waffenruhe verletzten. Zudem kam es zu beträchtlichen Gebäudeschäden. (http://sana.sy/en/?p=75274, http://sana.sy/?p=372743)
Aktualisierung: Scharfschützen der belagernden Terroristen erschossen in Kafariyya wieder zwei Bewohner und verletzten einen davon. (http://www.sana.sy/?p=372999).
Ein lesenswerter Beitrag von Finnian Cunningham zu Strategic-Culture mit dem Titel Western Media Spin Cover for U.S. Plan “B” in Syria bestätigt die Wahrnehmung auch infolge der Meldungen der deutsch-sprachigen Massenmedien, daß ein Scheitern der Genfer Friedensinitiative für Syrien – mit den schon angesprochenen Folgen – herbeigeredet wird, obwohl nach hinreichend bekannter Methode nur die von Saudi-Arabien kreierte ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe – auch sog. HNC – mit dem Terroristenführer Muḥammad ʽAlûš (vgl.u., Abbildung) die Gespräche nach wie vor und aus hinlänglich bekannten Gründen sabotiert (vgl.u.). Alle anderen, die Bezeichnung „syrische Opposition“ wesentlich eher verdienenden Gruppen – ob zur Zeit nach Genf geladen oder nicht – sind nach wie vor an einer Fortsetzung der Gespräche an interessiert (vgl.u.).
Dasselbe gilt für die von denselben Medien angeblich als so „brüchig“ hingestellte Waffenruhe, die sich nach den Vort-Ort-Berichten ganz anders darstellt, jedoch die Forderung der syrischen wie anderer Regierungen untermauert, daß die UN endlich für eine ernsthafte Umsetzung der UNSC-Resolutionen gegen die Terroristenunterstützung sorgen sollten.
Wie Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in einer live übertragen Pressekonferenz mitteilte, verfüge die Kreml-Regierung über Beweise, daß die türkische Regierung nach wie vor massiv die in Syrien aktiven Terroristen inklusive des IS unterstütze. Dies geschehe, um zusammen mit ihren Verbündeten die Lage in Syrien möglichst zu destabilisieren. Die Unterlagen seien bei den UN vorgelegt und registriert worden. Im Einzelnen handelt es sich um die ungehinderte Einreise von Söldnernachschub über die türkische Grenze nach Syrien und den Schmuggel von in Syrien geraubtem Öl und antiken Kunstschätzen aus Syrien. Dazu kommen von Waffen- und Munitionslieferungen an den IS. Das Schweigen der Regierung in Ankara hierzu zeige, wie sehr sie damit einverstanden sei. (http://parstoday.com/de/news/world-i5857-russische_au%C3%9Fen-amtsprecherin_wirft_t%C3%BCrkei_%C3%9Cnterst%C3%BCtzung_des_is_vor) – Tatsächlich muß man sich fragen, warum die UN nicht schon lange entsprechend dagegen vorzugehen begonnen haben.
Premierminister al-Ḥalaqî bestätigte im Interview mit Sputniknews vom Do., 21.4.2016,, daß allein in der vergangenen Woche mehr als 5.000 Terroristen über die Türkei nach Aleppo und Idlib gekommen seien. Über diese Terroristenunterstützung – auch mit Waffen etc. – würden Staaten wie Saudi-Arabien, die Türkei, Qaṭar und Frankreich neben dem vielen Blutvergießen die Infrastruktur und Wirtschaft Syriens ruinieren wollen. Damit liege auf der Hand, daß jene Regierungen nicht wirklich eine politische Beilegung der Krise in Syrien anstrebten, sondern zur Eskalation derselben beitrügen.
Anschließend stellte der Premierminister nochmals die künftige Agenda (vgl. hierzu Präsidenten-Interview vom 31.3.2016 etc.) vor: Nach Bildung einer erweiterten Regierung solle ein Referendum über eine neue Verfassung stattfinden, bis dahin bleibe die jetzige in Kraft. Einzelne Artikel daraus würden abgeändert oder ein neues Grundgesetz verabschiedet werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5887-syrischer_regierungschef_vergangene_woche_rei-sten_5.000_terroristen_%C3%BCber_die_t%C3%BCrkei_nach_syrien_ein)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75167 und http://www.sana.sy/?p=372334 (Vernichtung eines IS-Konvois mit Söldner- und Waffennachschub durch gezielte SAAF-Luftschläge im N und O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ. Auslöschung eines IS-Trupps vom NO von as-Suwaidâ´ kommend in Richtung auf deren Fortifikationen bei Bi´r al-Qaṣab im Rîf Dimašq mitsamt ihrer Ausrüstung nach sorgfältiger Erkundung der Ziele durch Beobachtungsposten. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra –Angriffs auf einen Militärposten an der Straße Darʽâ – Ḫirbat Ġazâla im N von Darʽâ wie bei Darʽâ al-Balad. Eliminierung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich Tal Ḥadiyya, al-Barqûm, Abû Šulaim, al-Haḍaba al-Ḫaḍrâ´, Ḫân Ṭûmân und al-Ḥâḍar im S von Aleppo wie im Gebiet von al-Manṣûra, Ḥazmar und Kafar Ḥamra im W und erfolgreiche Abwehr von IS-Terroristen in Fâfîn im NO jeweils mit beträchtlichen Feindverlusten; dazu Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Schlupfnester im Stadtteil ar-Râšidîn 5 am Westrand der Provinzhauptstadt.).
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am Do., 21.4.2016, für die vergangenen 24 Stunden fünf Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet, für die jedesmal die Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya verantwortlich und zwar durch Beschuß mit selbstgebauten Raketenwerfern und Mörsergranaten auf drei Dörfer in der Provinz al-Lâḏaqiyya und eines in der von Ḥomṣ mit einem weiteren Vorfall in dieser Provinz. Immer noch versuchten Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra Militärposten anzugreifen und feuerten Mörsergranaten auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo. Andererseits machten auch die Rekonziliierungen Fortschritte. (http://sana.sy/en/?p=75271)
Gut 200 Familien kehren bereits nach al-Qaryatain zurück. (http://sana.sy/en/?p=75249 vom 21.4.2016)
Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa setzte die Supendierung der Teilnahme an den Genfer Gesprächen seitens der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [d.i. HNC] gleich mit einer Solidaritätskundgebung für die in Syrien aktiven Terroristen. (http://sana.sy/?p=372428)
Nach Berichten nicht näher genannter „arabischer“ Medien hätten die illegalen bewaffneten Gruppierungen Liwâ´ al-Ḥaqq, Ağnâd aš-Šâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Failaq ar-Raḥmân und die 13. Division der Freien Syrischen Armee (FSA), welche unter der westlichen Bezeichnung „gemäßigte Opposition“ firmierten, jedoch u.a. nach syrischen Angaben wegen ihrer gleichen Verbrechen und häufigen wiederholten Mitgliederwechsel zur bzw. von der Ğabhatu_n-Nuṣra und zurück (vgl.u.) unter die Terroristen fielen, die Waffenruhe aufgekündigt, der sie sich zuvor angeschlossen hätten. Zusammen mit der Ğabhatu_n-Nuṣra hätten sie aufgrund neuerlicher Waffenlieferungen und Söldnernachschubs via sowie Artilleriedeckung von der Türkei aus – wie auch „Hürriyet“ berichtete – Offensiven im Norden der Provinzen al-Lâḏaqiyya, Idlib, Aleppo wie auch im Umland von Ḥomṣ und im Rîf Dimašq gestartet (s. dazu Gefechtsberichte, insbesondere vom 18.4.2016). Diese würden von massiven Desinformationskampagnen begleitet, um die Friedensanstrengungen der Regierung zu diskreditieren. (http://sptnkne.ws/beXT)
Aus der Presseschau bei SANA vom 21.4.2016:
Lydia Willgress legt im Daily Mail vom 20.4.2016 (aktualisiert am 21.4.2016) neue Informationen über die Beteiligung von Saudi-Arabien an den Terroranschlägen auf die Twin Towers des World Trade Centers in New York vom 11.9.2001 vor. Ein von US-Beamten im Jahr 2003 hierzu vorbereitetes Memorandum blieb unter Verschluß und wurde nicht veröffentlicht, bis der Aktivist Brian McGlinchey darauf stieß und es diese Woche auf seiner Webseite ins Netz stellte. (http://www.sana.sy/?p=370110, vgl. dazu: http://www.dailymail.co.uk/news/article-3543702/Saudi-Arabia-threatens-pull-750-billion-U-S-assets-Congress-passes-bill-making-government-liable-9-11-related-lawsuits.htm) – Zuvor hatte die saudische Regierung laut New York Times gedroht, sein Vermögen in Höhe von 750 Milliarden US-$ aus den USA im Falle einer Strafverfolgung wegen Beteiligung an den Anschlägen zu verkaufen. (http://www.sana.sy/?p=370110). S.a. http://parstoday.com/de/news/world-i5701-obama_ich_lege_veto_gegen_gesetzesentwurf_ge-gen_saudi_arabien_ein.
Demonstranten veranstalteten am Do., 21.4.2016, vor dem Sitz des International Committee of the Red Cross (ICRC) in Damaskus ein sit in mit Transparenten, um auf die Lage der sich in Israel in Verwaltungshaft befindlichen gefangenen syrischen Aktivisten von den Golanhöhen aufmerksam zu machen. Im Einzelnen dazu bei: http://sana.sy/en/?p=75180. – Nähere Informationen zum Einsatz der Verwaltungshaft seitens Israels gibt AI unter „Hinterrundinformationen“ in: https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-012-2016-1/berufungsverfahren-gegen-verwaltungshaft, s.a. http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/amnesty2.html.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75100 und http://www.sana.sy/?p=371916 (Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Trupps östlich des Dair az-Zaur-Militärflughafens, bei al-Buġailiyya und in Razzien in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa und al-Ğubaila mit Zerstörung deren militärischen Equipments einschließlich einer Raketenabschußanlage; dazu Aufreibung einer in einen Hinterhalt gelockten IS-Einheit im Industiriegebiet der Provinzhauptstadt mit über 75 getöteten und vielen verletzten Terroristen – darunter einer der bedeutendsten IS-Führer namens ʽAbdalqâdir ʽUkla al-ʽÂrif, deren fliehende Reste verfolgt wurden, zusammen mit leichterer und schwerer Artillerie. Beseitigung von IS-Fortifikationen in intensiven Bodenoperationen im N und O von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffsversuchs auf einen Militärposten am südlichen Rand von al-Manšiyya im Bezirk von Darʽâ al-Balad in Darʽâ unter deutlichen Feindverlusten. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen in Auram as-Suġrâ, Kafar ʽAma und Zaitân, ca. 16km südlich von Aleppo, 18km westlich, von IS-Positionen in Abû Ğabâr nahe Kuwairis und in Aleppo von Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlungen im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥîn. – Die Heeresführung bemerkt, daß die jeweilige Taktik dem Ort angepaßt werde, um z.B. innerhalb von Ortschaften zivile Opfer wie eine Schädigung von Häusern, Wohnanlagen und Infrastruktur zu vermeiden.).
Zudem stellt die Heeresführung klar, daß den Anschuldigungen in gewissen Medien, die SAAF habe am Mi., 20.4.2016, Wohngebiete in Maʽrat an-Nuʽmân im Umkreis von Idlib gebombt jeder Grundlage entbehrten. Solcherlei Angriffe verbäten sich außerdem für die SAA von selbst. (http://www.sana.sy/?p=372005) – Die Meldungen, denen hier widersprochen wurden, basierten erneut auf SOHR! Ziel der Desinformationskampagne sei „die Rechtfertigung eines Verzichts der Riad-Gruppe auf die weitere Teilnahme an den Genfer Verhandlungen unter dem Vorwand, dass syrische Streitkräfte Angriffe gegen die friedliche Bevölkerung flögen.“ (http://sptnkne.ws/beXT)
Im Interview mit mehrern syrischen Medienformaten sowie mit Reuter äußerte der Leiter der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, seine Mannschaft sei jederzeit bereit, den Dialog fortzusetzen, schließlich gebe es in Genf Oppositionsgruppen, die ebenfalls extra dazu angereist seien: „There are several [opposition] groups that are present and support having the dialogue continue. However, those who want to walk away upon instructions they receive from the outside will have to take responsibility for their actions”. Dabei kritisierte er erneut, daß trotz der Vorgaben der entsprechenden Resolution Nr. 2254 nicht alle syrischen Oppositiongruppen durch den UN-Gesandten de Mistura nach Genf geladen worden seien. Störend wirke sich auch das Fehlen eines Zeitplans seitens de Misturas aus. Nochmals machte er Delegationsleiter deutlich: „our mandate here in Geneva stops at reaching the point of forming an expanded national unity government” denn eine Diskussion darüber sei “substantially in contradiction with the resolution itself.” Hinsichtlich der Bildung einer erweiterten nationalen Regierung der Einheit machte er nochmals klar, daß darin selbstredend kein Platz für Terroristen sei oder solche, die ausländische Agenden verträten Auch sollten sie in Syrien leben. Dagegen sei die ar-Riyâḍ-Gruppe verbunden mit Saudi-Arabien, der Türkei und Qaṭar. Zudem wiederholte er einige schon früher angesprochene Punkte. – gegenüber Reuter hatte er sich ähnlich ausgedrückt: „The opposition is not only restricted to the higher Commission for negotiations formed in Saudi Arabia“ unter dem Zusatz: „if they wanted to boycott talks, they could do so, it is not a big problem for us because they are not the only representatives of the Syrian opposition.” (http://sana.sy/en/?p=75074 vom 20.4.2016)
Terroranschläge vom 20.4.2016:
In der Provinz al-Ḥasaka wurden zwei Brüder auf einem Motorrad durch eine von IS-Terroristen gesetzte Landmine im südlich gelegenen Dorf al-Ḥadâğa verletzt.
Scharfschützen von Terroristen, die sich in Bustân al-Qaṣr verbarrikadiert hatten, töteten eine Frau auf ihrem Balkon im Wohngebiet Bustân az-Zahrâ´ in Aleppo und verwundeten zwei weitere Anwohner von Ṣalâḥaddîn und al-ʽIzza.
(http://sana.sy/en/?p=75080, http://sana.sy/?p=371980, http://www.sana.sy/?p=372100, http://sana.sy/en/?p=75130)
Am Rande der Genfer Konferenz traf der Leiter der Regierungsdelegation auch mit anderen Diplomaten zusammen, so mit dem kürzlich ernannten speziellen Gesandten für Syrien aus China, Botschafter Xie Xiaoyan – ein Akt, den die syrische Regierung ausdrücklich begrüßte. Hauptthema waren die Schwierigkeiten bei der Beilegung der Krise: Zum einen hätten sich die kriegerischen Auseinandersetzungen ohne die weiterhin andauernde ausländische Hilfe für die Terroristen im Land nicht auf fünf Jahre ausgedehnt. Dabei sei der Counterterrorismus im Interesse der gesamten Welt. Auch China habe sein spezifisches Problem mit den Uiguren, die Seite an Seite mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra aktiv seien. Zum anderen handele die ar-Riyâḍ–Gruppe in Ausführung der Direktiven aus Saudi-Arabien, um die politische Beilegung der Krise scheitern zu lassen: „they always resort to threats of postponement or walking out at the start of each round of indirect talks because they’re not serious and don’t want to become part of the political process, nor do they want the peaceful solution to succeed.“ führte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî aus und setzte hinzu: „The Riyadh group includes extremists and Takfiris who embrace the Wahabi ideology which forms a fertile soil for international terrorism, and they don’t believe in the secularism of the Syrian state”. Zudem vergifteten Terroristen durch wiederholte Verletzungen der Waffenruhe die allgemeine Athmosphäre bei den Verhandlungen, wobei sich ebenfalls wieder der Bezug des HNC hierzu gezeigt habe im Aufruf ihres aus der Terroristenszene stammenden Verhandlungsführers zu weiteren solchen Taten (vgl.u.).
Xie Xiaoyan lobte das syrische Engagement bei den Verhandlungen wie das der Armee im Counterterrorismus, bezeugte die Beibehaltung der chinesischen Sicht der Dinge wie der Unterstützung für Syrien.
Anschließend traf Dr. al-Ğaʽfarî noch mit dem (nicht vor Ort abgestellten) japanischen Beauftragten Futoshi Matsumoto und dem iranischen Gesandten Hamid Reza Dahqani zusammen. (http://sana.sy/en/?p=75047).
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte auf der Pressekonferenz zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault in Moskau betont: „Some countries in the region are trying to derail intra-Syria dialogue in Geneva.“. So seien die HNC-Mitglieder „spoiled by foreign backers, such as Turkey“ und als ,capricious‘ zu beschreiben. „Western partners understand that they should not be hostages to capricious participants. The moves to frustrate talks and the return to the military scenario should be stopped in a tough manner”. Man könne nur hoffen, daß de Mistura noch entsprechenden Druck auf die ar-Riyâḍ-Gruppe ausüben werde. Immer noch existiere keine Liste der Terrorgruppen, die mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra lange nicht erschöpft sei. So gehörten auch Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya dazu bzw. die, die die Waffenruhe brächen. Bis dahin bestehe fortgesetzt die Gefahr, daß die nicht an der Waffenruhe beteiligten Terroristen sich als solche ausgäben, um von counterterroristischen Operationen verschont zu bleiben: „There is much evidence that Jabhat al-Nusra is mimicking and trying to disguise itself under new names, uniting with small groups not included in terrorist lists, hence, trying to escape retribution”. (http://sana.sy/en/?p=75094)
Zur neuerlichen Behinderung der Genfer Gespräche durch die ar-Riyâḍ-Gruppe bemerkte der ständige russische UN-Abgesandte für Genf, Alexei Borodawkin, im Interview mit TASS am Di., 19.4.2016: „the majority of al-Riaydh opposition delegation to the intra-Syrian dialogue are extremists who have no intentions to conduct any dialogue and keep putting forward conditions.“ Durch die erneute Aufkündigung der Dialogteilnahme sei der Nachweis erbracht, daß beim HNC die Extremisten die Führung hätten. „In fact they didn’t want any negotiations at all from the very beginning and they kept putting forward conditions and ultimatums.” Zeigte er sich überzeugt. Tatsächlich vollführten sie die Agenda anderer, die nicht an einem Ende des Kriegs in Syrien interessiert seien. „We can see quite clearly they draw on support from some of the regional countries.”, fügte er hinzu. Die Regierungsdelegation charakterisierte er folgendermaßen: They did a good job in the run-up to the talks and now they are conducting them earnestly and in a bid to get fair results.” Das habe man sowohl bei den UN als auch auf der Bobachterseite gemerkt.
Die syrische Armee unterstützt von der russischen Luftwaffe werde den Antiterrorkampf gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra [mitsamt deren Affiliierten], die ja nicht an der Waffenruhe teilnähmen, weiterführen. Im Gegensatz zu Behauptungen der ar-Riyâḍ-Gruppe würden auch die Hilfslieferungen in Syrien erfolgreich weitergeführt. (http://sana.sy/en/?p=75019, s.a. https://www.rt.com/news/340130-syria-opposition-suspends-geneva-talks/) – Ein Charakteri- stikum des HNC seien Erpressung, Drohungen und das Vorbringen von Vorbedingungen, die mehrfach im Vorfeld (vgl.u.) der Genf-III-Konferenz ausgeschlossen worden waren. (http://sana.sy/?p=371983)
Ausgehend von den jüngsten falschen Beschuldigungen seitens der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) gegen die syrische Armee, durch ihre counterterroristischen Operationen im Raum Aleppo die vereinbarte Waffenruhe zu brechen, benannte der russische Vizeaußenminister Sergei Ryabkow am Di., 19.4.2016, ein fortbestehendes Problem: „the US refuses to work to identify and sort terrorists in Aleppo … unwilling to actually work on distinguishing between the terrorists and the opposition in the areas where terrorist groups are operating.“ D.h., die US-Administration bestehe weiterhin auf einer [theoretischen] Unterscheidung zwischen – der von ihr unterstützten sog. „moderaten Opposition“ – und Terroristen, praktisch wurde diese Einteilung jedoch nie gemacht, obwohl sie zu den Voraussetzungen (!) der Genf-III-Konferenz gehört hätte (vgl.u.). Als Folge zeigte sich: „the US and Syrian opposition had used the situation in Aleppo to hinder the talks in Geneva, and instead of dealing seriously with the information that Russia provided about the violations of the cessation of hostilities, they presented politicized demands that threaten to abort the talks.”
Kurz zuvor hatte Außenminister Sergei Lawrow ebenfalls die Falsch-beschuldigung aufgegriffen [und zurückgewiesen, vgl.u.], „dass die Regierungstruppen in der Umgebung von Aleppo angeblich gegen die Bedingungen der Waffenruhe verstoßen.“. Dort existierten sehr starke Stellungen der Terrorgruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. Zudem machte er darauf aufmerksam: „Die USA haben ihr Versprechen, auf die syrische gemäßigte Opposition mit dem Ziel eines Abzuges aus den Kampfgebieten Einfluss auszuüben und keine Schwierigkeiten für den kollektiven Kampf gegen Dschabhat an-Nusra zu schaffen, bis dato nicht erfüllt“. Andererseits habe die US-Regierung schon lange wahrgenommen, daß die Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit den „Stellungen der gemäßigten und am Waffenstillstand teilnehmenden Opposition vermischt sind“ und eingeräumt: „wenn diese Gruppen die Bedingungen für die Waffenruhe einhalten und nicht wie Unterstützer der Terroristen aussehen wollen, muss zu einer sehr einfachen Sache gegriffen werden: sich physisch von den Terrorstellungen entfernen“. (http://sptnkne.ws/bd2b).
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm berichtete am 19.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden von sieben Verstößen gegen die Waffenruhe im Raum al-Lâḏaqiyya und Rîf Dimašq. Dabei beschossen im ersteren Fall Trupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Armeeposten mit Mörsergranaten, im letzteren Fall geschah Dasselbe durch Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheiten bzgl. Militärposten im Gebiet Basâtîn Abû Ġaraš. Die Rekonziliierungsmaßnahmen wie die Beitritte zum Waffenruheabkommen machten Fortschritte. In Tadmur (Palmyra) seien gut vier Tonnen an Hilfsmitteln verteilt worden. (http://sana.sy/en/?p=75082)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=75001 und http://www.sana.sy/?p=371478 (Beseitigung von IS-Positionen in al-Maḥdûm, Aʽbad, Dair Qâq, al-Madiyûna, Abû Ṭalṭal hin nach al-Bâb sowie in Dair Ḥâfir im O von Aleppo, Razzien gegen befestigte Schlupfnester von Ğabhatu-n-Nuṣra–Affiliierten in al-ʽÎs wie in den Stadtteil en ar-Râšidîn 4, al-ʽÂmariyya und Ṣalâḥaddîn der Provinzhauptstadt selbst. Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und Konvois bei aš-Šandâḫiya al-Ğanûbiyya, aš-Šandâḫiya aš-Šamâliyya und aṣ-Ṣawâna aš-Šarqiyya wie im N und O von Tadmur im O der Provinz Ḥomṣ mit Rückeroberung des Areals samt dem Posten 806.5 bis zum SW des Ğabal al-Mazâr nördlich der Oasenstadt. Auslöschung von IS-Trupps samt Waffen und Munition im Industriegebiet von Dair az-Zaur mit präzisen erfolgreichen SAAF-Einsätzen gegen IS-Einheiten bei Ḥuwaiğat Ṣaqar und al-Buġailiyya im Umland. Ausmerzung weiterer Ğabhatu-n-Nuṣra–Verstecke im Bezirk al-Manšiyya im südlichen Darʽâ al-Balad. Eliminierung einer IS-affiliierten Gruppe samt militärischem Equipment in Tal Ušaihib im O von as-Suwaidâ´.).
Terroranschläge vom 19.4.2016:
Mörsergranaten, abgeschossen von den Kafariyya in der Provinz Idlib belagernden Terrorgruppen töteten drei Kinder und verletzten weiter fünf. Infolge Raketenbeschusses kamen in as-Suqailabiyya im NW von Ḥamâ zwei Bürger ums Leben, mehrer andere wurden teils schwer verletzt, die Schäden an Gebäuden etc. sind beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=74998, http://www.sana.sy/?p=371463)
Aktualisierung: Bei einem Raketenangriff auf Nahr al-Bârid in der al-Ġâb-Ebene im SW von Hama wurden eine Frau und ihr Kind verletzt sowie beträchtliche Schäden an Gebäuden etc. verursacht. Auch al-ʽAbir bekam Treffer ab, die glücklicherweise „nur“ zu Sachschäden führten. Aktiv in der Gegend sind Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra.
In Aleppo im Wohngebiet al-ʽAzîziyya wurden drei Anwohner verwundet bei weiteren materiellen Schäden.
Auf die kürzliche Ankündigung der ar-Riyâḍ-Gruppe (s.u.), hin, ihre Teilnahme auszusetzen, klagte Dr. al-Ğaʽfarî als Leiter der Regierungsdelegation alle Unterstützer dieser Gruppe in Saudi-Arabien, der Türkei und Qaṭar des Versuchs an, den intrasyrischen Dialog in Genf zum Scheitern zu bringen. Im Interview mit dem Sender al-Mayâdîn äußerte er am Montagabend dazu: „There has been a decision in Saudi Arabia, Turkey and in Qatar to derail inter-Syrian dialogues.” und setzte hinzu: „They do not want there to be a dialogue between Syrians, they want to make the Geneva negotiations fail.“ Dies vor allem vor dem Hintergrund der militärischen Erfolge der Armee im Counterterrorismus. Auch er kritisierte den neuerlichen Kampfaufruf (vgl.u.) seitens der ar-Riyâḍ-Gruppe: „Members of al-Riyadh opposition delegation yesterday called their terrorists inside Syria to bombard cities, attack the Syrian army and break the cessation of hostilities.“ Nochmals verwies er auf die mit der Resolution Nr. 2254 übereinstimmende Forderung nach einer breiten Teilnahme von Oppositiongruppen an den Genfer Gesprächen, da die ar-Riyâḍ-Gruppe nicht für die syrische Bevölkerung spreche und die an sich breit gestreute Vertretung* der Opposition auf sich allein zu monopolisieren suche.
Einige Verteter der ar-Riyâḍ-Gruppe hätten gar die Auflösung der Armee vorgebracht, wodurch Syrien [angesichts des Counterterrorismus] in ein Chaos mit konstitutionellem Vakuum ähnlich dessen Libyens, Somalias oder des Iraks falle: „Some al-Riyad delegation members irresponsibly proposed the idea of disbanding the Syrian army similar to what happened in Libya, Iraq and Somalia since they lack political expertise and their leaders want to turn Syria into a failed state, a point we are aware of and therefore we tried to preserve all state institution not only the army. … When we say that we will not allow a constitutional vacuum it means that the army and all other state institutions should remain present and continue to perform their works till we reach an agreement with other opposition groups supposed to be national towards forming an expanded national government.“
Hinsichtlich der syrischen Präsidentschaft stellte er fest: „the issue of Syrian Presidency is an internal Syrian affair and that neither the UN Security Council nor anybody else has relation to it. … We are here in Geneva for one sake that is to reach a national government through Syrian-Syrian accord without any Saudi, Turkish, Qatari, French, American or British interference. … We will form a national unity government including representatives of the current government and the opposition as well as independent opposition members, welcoming the national opposition’s joining the expanded national government which is the main objective of Geneva dialogue.”
Das verfolgte Ziel sei: „We seek a strong, sovereign Syrian State respected by all people. We are not to distribute awards here and there. The powers of the President, the government and all institutions are still there. We don’t want a failed state, rather we want a state which preserves its institutions and upgrades them when necessary.“ Die Ergebnissse der Genfer Gespräche sollten für Syrien positiv, nützlich und verantwortungsvoll sein. (http://sana.sy/en/?p=74990)
*Derzeit agieren in Genf neben der ar-Riyâḍ-Gruppe, deren Verhandlungsführer Repräsentant der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm (!) ist, noch zwei weitere, zudem dialogbereite Delegationen, mit denen der HNC jedoch jeglichen Kontakt ablehnt, nämlich die sog. „Moskau-Kairo-Astana“- Gruppe unter Vorsitz von Prof. Qadrî Ğamîl (vgl.u.) wie die innersyrische Opposition (zum Begriff vgl.u.), die sich auf der Luftwaffenbasis Ḥumaimîm zusammengeschlossen hatte. (http://sptnkne.ws/bdKv)
Muḥammad ʽAlûš ist der Bruder des getöteten Terroristenführers Zahrân ʽAlûš (vgl.u.)
Im Interview mit Sputnik bedauerte Dr. al-Ğaʽfarî auch das mangelnde Verständnis des HNC (d.i. ar-Riyâḍ-Gruppe) für den Zweck der Genfer-Gespräche: „Jedes Mal, wenn wir mit konkreten Handlungen und Initiativen anreisen, lenken sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes.“ Z.B. hat der HNC die Regierungsarmee beschuldigt, in Aleppo und Umgebung Angriffe gegen Oppositionelle zu führen, die sich an der Waffenruhe beteiligten, und damit die Feuerpause zu verletzen. Nicht nur der syrische Topdiplomat hatte dies als absurd und pure Provokation bezeichnet, auch der russische Außenminister Lawrow hatte es verneint und statt dessen erklärt: „Jedoch agieren die Regierungstruppen mit der Unterstützung der Luftstreitkräfte Russlands in Syrien nicht gegen den Teil der Opposition, der die Bedingungen für die Waffenruhe angenommen hat. Die syrische Armee agiert mit der Unterstützung unserer Luftwaffe gegen die Terroristen“ und zwar vom IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://sptnkne.ws/bdQt, http://sptnkne.ws/bd2b)
Während der UN-Sitzung zum Thema „the situation in the Middle East” wiederholte der derzeitige Stellvertreter des UN-Gesandten [Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der ja sein Land bei der Genf-III-Konferenz vertritt], Botschaftsrat Munḏir Munḏir, am 19.4.2016 die Forderung nach umgehender Verurteilung der israelischen Okkupation der syrischen Golanhöhen (zum aktuellen Vorfall s.u.). Begründend setzte er hinzu: „We are expecting the secretariat general be consistent with the principles and objectives of the UN and consequently issue a clear condemnation in this regard, since not condemning it (this step) would send a wrong message to Israel that the UN turns a blind eye or support its illegal acts in the occupied Syrian Golan.”. Die Aktionen der israelischen Regierung auf dem Golan reflektierten „the reality of its disobedience of the International Law and disrespect of the UN resolutions ahead of them the Security Council’s resolution 497 which considers Israeli decision of imposing its laws, authorities and management over the occupied Syrian Golan as null, void and contradicts the international law.“ Zudem kündigte er an, die israelische Regierung werde sich wegen ihrer verschiedenen Rechtsbrüche noch verantworten müssen: „Israel would be accountable and legally charged for all the violations it commits in the occupied Syrian Golan whether regarding its settlement, racist policies, stealing Golan’s natural resources including oil and water, its support for the armed terrorist groups in the disengagement area or for the arbitrary detention of Syrians under occupation ahead of them freedom fighter Sedqqi al-Maqet, Bashira Mahmoud, Amal Abu Saleh and Iyad al-Jawhry together with other sound violations of the international law, Geneva accords and UN resolutions.“ Die Vereinten Nationen hätten eine historische, moralische und gesetzliche Verpflichtung gemäß früheren Resolutionen, die unrechtmäßigen israelischen Besetzungen arabischen Landes zu beenden wie einen unabhängigen souveränen palästinensischen Staat mit der gemeinsamen (!) Hauptstadt Jerusalem zu etablieren. (www.sana.sy/en/?p=74994) – Bemerkung: Letzteres sieht die Umsetzung des UN-Teilungsplans für Palästina vom 29.11.1947, der von der UN-Generalversammlung als Resolution 181 (II) angenommen wurde, auch hinsichtlich der arabischen Bevölkerung vor. Al-Quds (wörtlich: die Heilige, Verehrte, Geweihte) ist dabei die Bezeichnung allein für Ost-Jerusalem als geplanter palästinensischer Hauptstadt.
Auch die Arabische Liga (AL) verurteilte die Aussage des israelischen Ministerpräsidenten hinsichtlich der Beanspruchung der Golanhöhen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini wiederholte am Dienstag während einer Sitzung in Brüssel die EU-Position, wonach die Behauptungen Netanjahus im Gegensatz zu den rechtlichen Realitäten stehen. – Seit dem Ende des sog. Sechstagekrieges im Juni 1967 hält Israel 1200km2 auf den Golanhöhen besetzt, Syrien hält derzeit nur 510km2 unter staatlicher Kontrolle. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5734-eu_erkennt_golanh%C3%B6hen_offiziell_nicht_als_israelisches_gebiet_an) – Am Di., 19.4.2016, hatte das Kabinett während seiner wöchentlichen Sitzung unter Vorsitz von Premierminister al-Ḥalaqî das „provocative and illegal meeting in the occupied Syrian Golan by the Israeli occupation government“ verurteilt. (http://sana.sy/en/?p=75035)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74871 und http://www.sana.sy/?p=370856 (Beseitigung von IS-Konzentrationen in Ḥazwân, Bazâʽa, Qabâsîn und Ḥusâmiyya im NO wie von IS-Fortifikationen in ʽÂkûla und al-Barîğ im Umland von Aleppo; im Stadtteil Saif ad-Dawla der Provinzhauptstadt Razzien gegen Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Beseitigung einer Munitionslieferung bei Bayânûn und weiterer militärischer Ausrüstung. Eliminierung von Ğaiš al-Fataḥ-Trupps samt Equipment nach harten Gefechten in der Morgendämmerung am Rand der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ; Vereitelung von Angriffen auf die Militärposten bei Ḫirbat an-Nâqûs mit deutlichen Feindverlusten – dabei rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe mit immenser Sprengladung, am Steuer der Turkistani Abû Musʽab al-Ğazrawî, vor Erreichen des Ziels; hunderte an Söldnern für Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ṣuqûr aš-Šâm, Ğund al-Aqṣâ, Failaq aš-Šâm, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğaiš as-Sunna und Ağnâd aš-Šâm seien zuletzt ungehindert über die türkische Grenze nach Syrien eingedrungen. Im Zusammenwriken mit Volkswehreinheiten Vereitelung von Angriffen auf Militärposten im N von al-Lâḏaqiyya mit Beibringung erheblicher Verluste für die auch von der Muslimbruderschaft geförderten Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥil, Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdul-Ḥamîd. Erfolgreiche Abwehr von Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffsversuchen auf den Militärposten zur Sicherung von al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad. Eliminierung von IS-Trupps mitsamt vier hochgerüsteten Kampfwägen, einem Panzer, Schützenpanzer, Bulldozer und Artillerie im Gebiet von al-Ğafra im O von Dair az-Zaur).
Erneut kam es zur Konfiszierung einer großen Ladung Artillerie-Waffen, bestimmt für Terrorgruppen, im Umland von as-Suwaidâ´. (http://www.sana.sy/?p=370885)
Nach seinem Treffen mit der von Saudi-Arabien unterstützten ar-Riyâḍ-Gruppe in Genf vom Mo., 18.4.2016, teilte der UN-Gesandte für Syrien und Leiter der Gespräche Staffan de Mistura auf einer Pressekonferenz deren Beschluß mit, „to suspend and postpone the official participation in the dialogue at the UN HQ“. Auch bestätigte er den neuerlichen Kampfaufruf durch eines der Mitglieder dieser Gruppe entgegen den Bestimmungen der syrischen Waffenruhe, die im Übrigen – von vorkommenden Verstößen abgesehen – sicher halte. Zur Provokation der Abhaltung einer israelischen Kabinettssitzung auf den völkerrechtswidrig von Israel besetzt gehaltenen Golanhöhen bemerkte er noch: „the two international resolutions No.242 and 497 are clear which consider annexing the Golan by “Israel” as null and void.“ (http://sana.sy/en/?p=74972)
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden verurteilte das Außenministerium am 18.4.2016, auf das Strengste die Tatsache, daß die israelische Regierung unter Benjamin Netanyahu in provokativer Weise am syrischen Unabhängigkeitstag auf den von ihr seit 1967 entgegen den völkerrechtlichen Bestimmungen besetzt gehaltenen Golanhöhen eine Kabinettssitzung abhielt, und rief die UN wie den UN-Sicherheitsrat dazu auf, umgehend mit einer Verurteilung dieser unverantwortlichen Sitzung seinerseits zu intervenieren und forderte, daß sich ein solcher rücksichtsloser Akt niemals wiederholen dürfe. Die Vereinten Nationen hätten die Pflicht, die gegen diese Besetzung gerichteten Resolutionen der Generalversammlung wie des Sicherheitsrats der UN, insbesondere der Nr. 497 von 1981, durchzusetzen. In Zuwiderhandlung der UN-Resolutionen Nr. 242 und 338 (zu den jeweiligen Inhalten s. im Artikel selbst) zeige ein solches Verhalten, daß die israelische Politik keinerlei Respekt vor internationalen Gemeinschaft und deren Resolutionen habe. Zudem gälten laut erstgenannter Resolution die Vorschriften der Genfer Konventionen vom 12.8.1949 zum Schutz der Zivilbevölkerung im Kriegsfall, gegen die ebenfalls verstoßen werde.
Syrien nehme weiterhin seine Pflicht zum Counterterrorismus auch angesichts der Unterstützung der Terrorgruppen durch ausländische Staaten – insbesondere Israel, die Türkei und Saudi-Arabien – sehr ernst und werde nicht nachlassen, sich mit allen rechtlichen Mitteln für die Befreiung der von Israel besetzten Gebiete einzusetzen. In diesem Zusammenhang erging eine Grußadresse an die syrische Bevölkerung der Golanhöhen (die ihren Protest gegen die israelische Sitzung dort am 17.4.2016 deutlich zum Ausdruck gebracht hatte; vgl.u.!). – Benjamin Netanyahu hatte während der o.e. Sitzung verkündet, Israel werde die Besetzung der Golanhöhen nie aufgeben. (http://sana.sy/en/?p=74828). Wörtlich sagte er: „After 50 years, the time has come for the international community to finally recognize that the Golan Heights will remain under Israel’s sovereignty permanently”. (http://www.presstv.ir/Detail/2016/04/17/461278/syria-golan-heights-mekdad-bibi/) – Zu den friedlichen Protesten der syrischen Bevölkerung auf dem Golan gegen die israelische Besatzung angesichts der israelischen Kabinettssitzung unter Benjamin Netanjahu samt Verlautbarungen s. http://sana.sy/en/?p=74828 (die Demonstranten führten syrische Flaggen und Konterfeis des Präsidenten mit sich).
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Leiter der Regierungsdelegation bei den gegenwärtigen Genfer Gesprächen, teilte in einer Stellungnahme mit, er habe gegenüber dem UN-Gesandten de Mistura das Thema angeschnitten, das Syrien auch durch die UN-Resolutionen zugesprochene Recht auf die israelisch besetzt gehaltenen Golanhöhen hervorgehoben und deren Umsetzung mit Beendigung der israelischen Besatzung gefordert. Dabei habe er auch auf das dokumentierte Zusammenwirken israelischer Streitkräfte mit Gruppen des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet der Entflechtungszone auf den Golanhöhen und die Vorfälle gegen die UNDOF-Truppe hingewiesen, die den UN seitens der Regierung unterbreitet worden seien. Empört zeigte sich der Delegationsleiter während der dem Treffen mit de Mistura folgenden Pressekonferenz über die wohl nicht zufällige Koinzidenz von Äußerungen einiger Mitglieder der von Saudi-Arabien unterstützten ar-Riyâḍ-Gruppe in Genf, welche während der Waffenruhe zu Angriffen auf Positionen der Armee in Syrien aufriefen (bestätigt durch de Mistura in: http://sana.sy/en/?p=74972). Offensichtlich würden die Grundsätze der Vereinten Nationen in Genf nicht umgesetzt, wenn sich in der besagten Gruppe ein Vertreter der mit al-Qāʿida-affiliierten Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya befinde, deren Muftî sich namentlich als Terrorist auf der entsprechenden UN-Liste wiederfinde, nämlich der Saudî ʽAbdullâh Muḥaisnî. In einer seiner fatâwa habe er dazu ermuntert, Menschen zu köpfen, deren Lebern zu essen und damit in Zeiten des Kannibalismus zurückzufallen.
Die Verhandlungen würden am Mittwoch um 11 Uhr weitergeführt. (http://sana.sy/?p=371016 vom 18.4.2016, s.a. http://sana.sy/?p=371016)
Wahlergebnis:
Eine Liste der ins Parlament gewählten Abgeordneten offeriert der langjährige RA und Journalist Ziad Fadel, aufgeschlüsselt nach Provinz, Religions- und Geschlechtszugehörigkeit (etliche Frauen und Christen vertreten). Daraus wird ersichtlich, daß sich im Parlament die gewachsene mosaikartige Struktur der syrischen Gesellschaft recht anschaulich widerspiegelt und die Mär, Syrien werde von einer sektiererischen Minorität regiert, ad absurdum geführt wird. Darauf weist auch der Autor des Artikels hin mit den Worten, die Wahl demonstriere „again the fact that Syria is a multifaceted, mosaic society whose government reflects the character, texture, fabric and make-up of her population.“ (http://syrianperspective.com/2016/04/syrian-parliamentary-elections-complete-success-sunnis-dominate-seats-in-peoples-assembly-women-achieve-new-levels.html)
Laut Wahlkommission erangen alle 200 Kandidaten der Nationalen Einheitsliste, die sich aus der Baʽṯ-Partei (Dr. al-Assad) u.a. zusammensetzt, einen Sitz im Parlament. Damit kann sich der Präsident erneut auf eine satte Mehrheit in der Volksvertretung stützen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5584-syrien_assads_partei_gewinnt_parlamentswahlen)
Telegraphisch übermittelte der russische Präsident Putin Dr. al-Assad die besten Glückwünsche anläßlich des syrischen Unabhängigkeits- bzw. Nationalfeiertages wie seine besten Wünsche für den syrischen Präsidenten und die syrische Bevölkerung und versicherte nochmals die weitere Unterstützung seines Landes für Syrien im Counterterrorismus wie beim Erlangen einer politischen Lösung der Krise, die Syriens Souveränität, territoriale Integrität und Sicherheit gewährleiste. (http://sana.sy/en/?p=74941)
Syrien begeht am 17. April 2016 festlich den 70. Unabhängigkeitstag mit Befreiung von der französichen Kolonialherrschaft
Terroranschläge vom 17.4.2016:
In Aleppo töteten Scharfschützen im Stadtteil Ṣalâḥaddîn sechs Bürger, davon drei Kinder, und verletzten sechs weitere teils sehr schwer; in den Stadtteilen al-Ḥamdâniyya, Saif ad-Dawla und al-Akramiyya streckten sie zwei Personen nieder und verwundeten drei; im Stadtteil al-Iḏâʽa erlag eine Frau ihren Schußverletzungen, während im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd Raketen einen Menschen töteten und massive Sachschäden anrichteten. Im südlich gelegenen Dorf al-Waḍîḥî zerriß eine Landmine einen 15-Jährigen. Weitere Raketen trafen Passanten in den von Terroristen belagerten Städten Kafariyya und al-Fûʽa, ca. 10km nördlich von Idlib, und hinterließen einen Toten und vier Verwundete. (http://sana.sy/en/?p=74838) – Das Kabinett verurteilte die neuerlichen kriminellen terroristischen Attacken auf die Zivilbevölkerung im äußersten Maß in einer eigenen Erkärung. Schuldig machten sich daran ebenso die ausländischen Regierungen, welche jene Terrorgruppen nach wie vor unterstützten. Jeder am Blutvergießen Beteiligte sollte dafür zur Verantwortung gezogen werden. Den Angehörigen sprach die Regierung ihr tief empfundenes Beileid aus. (http://sana.sy/en/?p=74921)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74780 und http://www.sana.sy/?p=370466 (Eliminierung von befestigen Stellungen der Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich Ṣûrân, al-‘Uwaiğa, aš-Šuqaif und Ḍahra ʽAbd Rabbihi im N von Aleppo u.a. mit Zerstörung eines Bulldozer für Schanzarbeiten und beträchlichen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; immer noch strömten viele Söldner von der Türkei her in das Gebiet, in dem die vom Erdogan-Regime und Saudi-Arabien unterstützte Terrorgruppe auch moderne hochentwickelte Waffensysteme erhält; Unterbrechung der IS-Versorgungsrouten bei Ḫanâṣir, ʽAṭšâna und Ğab al-ʽAlî im S der Provinz. Im äußersten NO des Rîf Dimašq trieben Armee- und Volkswehreinheiten IS-Trupps vom aṣ-Ṣafâ-Rastplatz im N von Abû aš-Šamât und verfolgten sie weiter; ein anderer Verband vernichtete IS-Trupps, die gen große syrische Wüste in Richtung Irak und Jordanien unterwegs waren, mitsamt ihrer Waffen etc.).
Nach einem fünftägigen Kampf zwischen Einheiten des IS und der Ğabhatu_n-Nuṣra haben letztere die Kontrolle über das zum großen Teil von ihren Bewohnern verlassene bzw. evakuierte stadtteilähnliche „Lager“ palästinensischer Vertriebener in Yarmûk im SW von Damaskus an erstere am So., 17.4.2016, verloren. Darauf begann eine Militäroperation durch die palästinensischen Widerstandskräfte, unterstützt durch die Armee zur Vertreibung der Terroristen aus dem Stadtteil, von welchem aus sie ihre Angriffe auf andere Stadtbezirke und die Umgebung planen und starten. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950129000972)
Die – auch aus Vertretern von Terrorgruppen bestehende – ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe, genannt HNC (High Negotiations Committee, vgl.u.!), hat den jüngsten Plan des UN-Gesandten de Mistura, welcher den Verbleib des – allerdings weitgehende entmachteten – Dr. al-Assad im Präsidentenamt der Übergangsregierung vorgesehen hat, rundweg abgelehnt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5521-syrische_opposition_lehnt_un_plant_ab, s.a. http://sptnkne.ws/bdKv)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74678 und http://sana.sy/?p=370192 (Gezielte effektive Luftschläge auf die IS-Ausgangspunkte für die Angriffe auf die umliegenden Orte im NO von Damaskus bei Tal Dakwa und Bi´r al-Qaṣab mit heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. Desgleichen gegen IS-Stellungen in der Provinz Dair az-Zaur beim Tal Karûm nahe des Dair az-Zaur Militärflughafens, im Dorf al-Muraiʽiyya; dazu Razzien gegen IS-Schlupfnester in der Provinzhauptstadt in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-ʽArfî, al-Muraiʽiyya, Sûq al-Ḥubb und al-Kanâmât sowie im Industrieviertel mit Zerstörung derselben. Präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen auch in der Provinz Ḥomṣ im S- und O-Umland der Stadt Tadmur, bei der Straße zum Wâdî Abyaḍ-Damm, in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, im Bereich Ğab al-Ğarâḥ und Rasm al-Arnab. Beseitigung von Fortifikationen der Ğabhatu_n-Nuṣra in Dâra ʽIzza ca. 30km im W Aleppos wie gegen IS-Transporter und -Ansammlungen bei Ḥumaima Kabîra, Rasm al-Kamâ, as-Sarbas und Šuwaîliḫ im O; in Aleppo Razzien gegen Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Luṭfî und aš-Šaiḫ Saʽîd wie im Bereich aš-Šuqaif. Eliminierung von IS-Trupps in al-Qaṣr wie Tal Ušaîhib im NO von as-Suwaidâ´).
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden am 17.6.2016 für die vergangenen 24 Stunden acht Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnet, sechs davon im Umland von al-Lâḏaqiyya und zwei im Rîf Dimašq. Weiterhin würden etliche Militärposten in den Provinzen Aleppo, Idlib und Ḥamâ von Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen angegriffen. Andererseits gingen die Rekonziliierungen erfolgreich weiter. (http://sana.sy/en/?p=74773)
Am Abend des 16.4.2016 hat Das Higher Judicial Committee for Elections nach endgültiger Auszählung und Prüfung der abgegebenen Stimmzettel die Namen der 250 gewählten Abgeordneten bekanntgegeben. Zur Wahl berufen waren 8.834.994 Syrer, gewählt haben davon 5.085.444. (http://sana.sy/en/?p=74769)
Das Higher Judicial Committee for Elections informierte am 16.4.2016 in einer Erklärung darüber, daß der Prozeß der Zählung und Prüfung der gesammelten Wählerstimmen noch nicht abgeschlossen sei, jedoch akkurat und objektiv erfolge. Die Ergebnisse der Auszählung würden demnächst auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. (http://www.sana.sy/?p=370223)
Die ersten 115 vertrieben Familien der kürzlich aus der Besetzung der Terroristen befreiten Stadt Ḥur Binafsa (vgl.u.) im Umland von Ḥamâ können bereits wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. (http://www.sana.sy/?p=370209 vom 16.4.2016)
Terroranschlag vom 16.4.2016:
Infolge eines neuerlichen Raketenbeschusses auf das Wohngebiet al-Maîdân in Aleppo durch Terroristen, die sich im Stadtteil Bustân al-Bâšâ verschanzt hielten, kamen fünf Mitglieder einer Familie ums Leben, dazu entstanden große Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum, außerdem brach Feuer aus.
Von Scharfschützen mit Position in al-Lairamûn, welche wild auf Personen am aš-Šîḥân-Kreisverkehr feuerten, wurde eine Frau regelrecht durchlöchert. (http://sana.sy/en/?p=74684) – Aktualisierung: Zwei Tote und zwei Verletzte kamen noch hinzu im Stadtteil al-Ḫâlidiyya sowie zwei Verletzte im Stadtteil al-Aʽẓamaniyya – ein jedes Mal infolge Raketenbeschusses, wahrscheinlich seitens Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierten. (http://sana.sy/en/?p=74753)
Im Interview mit Russia Today legt ein Vater dar, wie er durch die – durch westliche Medien als „moderat“ gehandelte – FSA durch Kidnapping und schließlich den Mord an seinem erst vor kurzem geborenen Kind – das er wegen seiner Weigerung geköpft und zerstückelt in einer Plastiktüte zurückerhielt – gezwungen werden sollte, sich dieser Terrorgruppe (Belege s.u. bzw. ab Teil II) anzuschließen und mit ihr gegen die Armee zu kämpfen, deren Wehrpflichtiger er war. Zuvor waren Photos an ihn geschickt worden, die sein Baby und ein daneben liegendes Schwert bzw. eine geköpfte Puppe zeigten, um den psychischen Druck auf den Vater zu erhöhen. Als dann telefonisch eine weitere Drohung der FSA einging, sie werde sich seine älteren Kinder holen und mit ihnen in gleicher Weise verfahren, habe der Betroffene seine Familie früh morgens in ein Flüchlingslager in der Türkei geschickt und seither nicht wieder gesehen. Dies sei keineswegs ein Einzelfall, viele Betroffene hätten ähnliches berichtet. Besonders bemerkenswert an der Aussage sei, daß der bezeugte Vorfall aus dem Jahr 2012 stamme, also lange vor der Zeit, als sich die FSA offiziell (!) anderen Terrorgruppen angeschlossen habe – bzw. der IS in seiner heute bekannten Form aufgetreten sei – und von westlicher Seite als gemäßigte Opposition tituliert und als solche unterstützt wurde. Dies sollte auch hinsichtlich des von den USA wieder ins Spiel gebrachten „Plan B“ anstelle der politischen Lösung der Krise im Land bedacht werden, welche die Sendung von Spezialkräften zur Ausbildung „gemäßigter Oppositioneller“ für den Kampf gegen die Regierung vorsehe. (http://sana.sy/en/?p=74669, http://www.sana.sy/?p=370018) – Zu dem erwähnten, von der russischen Regierung abgelehnten, aber laut Wall Street Journal von der CIA ausgearbeiteten “Plan B“ vgl. http://sptnkne.ws/bb3h und http://sptnkne.ws/bb6a sowie https://www.rt.com/news/339433-us-arm-syria-rebels/.
Beim Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Teheran kritisierte ʽAlî Šamḫânî, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, die weiterhin bestehende Unterstützung einiger europäischer Länder gegenüber den in Syrien aktiven Terrororganisationen als eine falsche Politik, welche die vielen Krisen in der Region verursacht habe. Dagegen sei sein Land aus auf Sicherheit und Stabilität in der Region. Zudem verurteilte er die willkürliche und völkerrechtswidrige israelische Besatzungspolitik u.a. in den palästinensischen Gebieten, die trotz etlicher entgegenstehender UN-Resolutionen nicht nur aufrechterhalten sondern mit weiterem Siedlungsbau noch ausgedehnt werde. Zudem rügte er den israelischen Besitz an Atom- und Massenvernichtungswaffen als Bedrohung der gesamten Region. (http://www.sana.sy/?p=370277, 16.4.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74643, http://sana.sy/?p=369799, http://www.sana.sy/?p=369993 (Kontrolle über die al-Bâdiyya Zement AG (vgl.u., 7.4.2016) wie das Scientific Research Center im Gebiet Abû aš-Šamât im Rîf Dimašq im Zusammenwirken mit der Volkswehr wiederhergestellt, überlebende Terroristen fliegen vor der Verfolgung in Richtung der Wüste; anschließend Säuberung des Areals von angebrachten Sprengsätzen etc.. Erfolgreiche Razzia im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur gegen IS-Schlupfnester, dazu gezielte präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen im Bereich al-Ğafra im O der Provinzhauptstadt).
Die griechischen Streitkräfte sind in den Kampfmodus versetzt worden, nachdem seit Tagen türkische Kampfflieger griechische Inseln im NO der Ägäis überfolgen, was eine potentielle Bedrohung darstelle, gab der griechische Verteidigungsminister am 14.4.2016 bekannt. Gegenüber RIA Novosti bemerkte er: „We are holding large exercises in order to be ready. Turkey has historically always tried to export problems when it has domestic ones. We must be ready for that”. (http://sptnkne.ws/bbRf; s.a. http://www.veteranstoday.com/2016/04/14/greek-armed-forces-on-combat-alert-in-response-to-turkish-provocations/)
Der Leiter der Regierungsdelegstion bei der Genf-III-Konferenz, Dr. al-Ğaʽfarî äußerte auf einer Pressekonferenz nach dem Zusammentreffen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Freitagnachmittag über dasselbe, die Gespräche seien „constructive and useful” verlaufen. Zum Inhalt bemerkte er: „The delegation discussed with de Mistura the paper of basic principles on the political solution in Syria that he submitted on the last day of the previous round of talks” und ergänzte: „Today we submitted to de Mistura our amendments to his paper and requested that he study them and put them forth for other parties to review”. Demnach hatte die Regierungskoalition die Änderungsvorschläge der Regierung an den von de Mistura zum Ende der zweiten Runde übergebenen „basic principles on the political solution in Syria“ übermittelt. Diese würden über das Wochenende von de Misturas Stab eingesehen und auch den anderen involvierten Parteien weitergegeben. Am kommenden Mo., 18.4.2016, um 11 Uhr werde die Diskussion darüber geführt werden. (http://sana.sy/en/?p=74651, http://www.sana.sy/?p=369823 & http://www.sana.sy/?p=369932)
Inzwischen ist die Regierungsdelegation am Freitag-Nachmittag zur dritten Runden der innersyrischen Gespräche in Genf eingetroffen. (http://sana.sy/en/?p=74612) – Am Mi., 13.4.2016, war der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, bereits erneut mit der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe, genannt Hohes Verhandlungskomitee (HNC), das eben auch Terroristenvertreter beinhaltet (vgl.u.), zusammengekommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5326-syrien_friedensgespr%C3%A4che_in_genf_fortgesetzt)
In einer Erklärung vom 15.4.2016 bestätigte das russische Außenministerium, daß die Parlamentswahlen vom 13.4.2016 entsprechend der geltenden Verfassung ohne Mängel und Gefahr für die Wähler von der Landesregierung durchgeführt worden seien. Tags zuvor hatte schon Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt, die [turnusgemäße] Durchführung der Parlamentswahlen in Syrien sei ein wichtiger Schritt gewesen, um die Situation im Land zu stabilisieren. (http://www.sana.sy/?p=369980)
Die Stimmenauszählung zur Parlamentswahl dauert noch an!
Angesichts der vermehrten Fälle des Einsatzes von Giftgas durch Terrorgruppierungen gegen Zivilisten wie Armeeposten und der Nachweise, daß dieselben solche sogar herstellen, wies der russische Außenminister Sergei Lawrow während einer Pressekonferenz in Tokio wieder darauf hin, daß bislang – von reinen Beschuldigungen aus früherer Zeit abgesehen – niemand jemals Beweise für die Anwendung von Giftgas durch die Regierung habe vorlegen können.* (http://sptnkne.ws/bcwx) – *Zu den gegenteiligen Beweisen vgl.u. ab Teil I !
Gemäß Einschätzung von Weltbank-Chef Dr. Jim Yong Kim betragen die Kosten für den Wiederaufbau Syriens günstigstensfalls 150 und schlimmstenfalls 180 Milliarden US-$. Als Negativum komme noch der in letzter Zeit stark gefallene Ölpreis hinzu. Daher meinte der Präsident: „Ich bin darüber besorgt, dass es keine solche Hilfe geben wird, wie sie möglich gewesen wäre, als der Ölpreis noch 100 US-Dollar pro Barrel betragen hatte.“ (http://sptnkne.ws/bcqZ)
Terroranschlag vom 15.4.2016:
Immer noch beschießen Scharfschützen der besetzenden Terrorgruppen die Bewohner von al-Fûʽa (vgl.u.) im N von Idlib. Opfer der in Biniš verschanzte Schützen wurde diese Mal eine drei Monate altes Baby, das sehr schwere Verletzungen davon trug. Die betroffene Familie hat bereit ihr älteres Kind auf diese Weise verloren. (http://sana.sy/en/?p=74620)
Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin setzte sich am Do., 145.4.2016, im UN-Sicherheitsrat für die Schließung der türkisch-syrischen Grenze ein, um die weitere Einschleusung von Nachschub für die Terroristen aus der Türkei nach Syrien und umgekehrt die illegale Ausfuhr des in Syrien durch die Terroristen geraubten Öls und von Artefakten wirksam zu verhindern. Zudem riet er zu einem totalen Wirtschaftsembargo gegen den IS. (http://sana.sy/en/?p=74603) – Überdies plädierte der russische Außenminister Lawrow bei seinem Besuch in Tokio am Freitag in einer Pressekonferenz für die Abstellung von internationalen Beobachtern an dieser Grenze, „[to] stop the flow of terrorists and weapons from Turkey to Syria“. Auch er führte im Einzelnen aus: „There are ‘holes’ on the Turkish borders through which gunmen and weapons get into Syria,“ und umgekehrt bestehe „a flow of different contraband”. Zwar weise man schon geraumer Zeit auf dieses Problem hin, vor allem, da die Türkei ein NATO-Mitglied sei und sich die USA auch „betroffen“ (concerned) von den Fakten zeigten. Bis jetzt habe man noch auf die Einbringung einer entsprechenden Resolution verzichtet. Jedoch passiere nichts zur Verhinderung. Daher fügte er an: „we are pinpointing the issue, including in the United Nations, in the hope that Western allies will put pressure on Ankara and will get a concrete answer from it”. (http://sana.sy/en/?p=74631).
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm verlautete am Do., 14.4.2016, daß gut 150 Terroristen beobachtet wurden wie sie an einem türkischen Armee-Checkpoint die Grenze nach Syrien überquerten und ins NO-Umland von al-Lâḏaqiyya gebracht wurden. Zuletzt hatte Generalleutnant Rudskoi am 11.4.2016 (vgl.u.) auf die fortdauernde Unterstützung von Ğabhatu_n-Nuṣra seitens des türkischen AKP-Regimes hingewiesen. (http://sana.sy/en/?p=74606 vom 15.4.2016) – S.a. Zweiter Bericht des russischen Geheimdienstes über die aktuelle türkische Unterstützung für Daesh vom 14.4.2016 bei http://www.voltairenet.org/article191261.html .
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74551 und http://www.sana.sy/?p=369442 (Kontrolle über weite Gebiete im Areal Abû aš-Šamât mitsamt aller Anhöhen und der Steinbrüche [IS zuvor dort verschanzt!] im NO des Rîf Dimašq nach heftigen Gefechten mit IS-Trupps zurückerkämpft mit Beseitigung der IS-Fortifikationen und aufgerüsteten Kampfwägen und erheblichen Feindverlusten, anschließend Durchsuchen des Gebiets nach angebrachten Minen und Sprengfallen mit deren Entfernung und Entschärfung; Vollendung der Säuberung des Areals von befestigten IS-Schlupfwinkeln und – Ansammlungen durch gezielte SAAF-Einsätze im Bereich aḍ-Ḍumair [vgl.u. entführte Arbeiter] und beim Wärmekraftwerk Tišrîn, dazu Zerstörung des IS–Hauptquartier der Region Ḫân Abû aš-Šamât und al-Kasârât im NO von Damaskus. Eliminierung von IS-Stellungen im N und O von Tadmur im Rîf Ḥomṣ. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra im O-Umland von Dair az-Zaur mit eklatanten Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Beseitigung von IS-Trupps in Rağm ad-Dawla im NO von as-Suwaidâ´. Im Stadtbereich von Aleppo Razzien gegen Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet al-Lairamûn; im Umland effektives Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen bei al-ʽÎs und Kafar Nâhâ und IS-Verschanzungen bei Abû Ṭalṭal und al-Madiyûna und Ṣûrân im NO sowie in Rasm al-ʽAlam im O; Vereitelung eines IS-Angriffs auf Ḫanâṣir.).
Terroranschlag vom 14.4.2016:
Wieder gab es Opfer, hauptsächlich Frauen und Kinder, durch Raketenbeschuß in Aleppos Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd zu beklagen, nämlich einen Toten und vier Verletzte, dazu erhebliche Beschädigungen. Bei den Tätern dürfte es sich wieder um Affiliierte von Ğabhatu-n-Nuṣra oder deren Anhänger selbst handeln. (http://sana.sy/en/?p=74563)
Gemäß Verlautbarung des Higher Judicial Committee for Elections endete die Wahl um Mitternacht in allen Wahllokalen. Unter Überwachung der Subkomitees des HJCE fänden nun die Stimm-Auszählungen statt. (http://sana.sy/en/?p=74517) – Allein in Aleppo kam es zu in vier Wahllokalen (Nr.70, 79, 251 und 254) zu Unregelmäßigkeiten, die geahndet würden; die entsprechenden abgebrochenen Vorgänge [Wahlwiederholung] würden am Donnerstag vormittag ab 7 Uhr wiederholt werden. (http://sana.sy/en/?p=74517) – Im Sheraton Hotel in Damaskus war zuvor ein Medienzentrum für internationale Wahlberichterstatter eingerichtet worden. (http://sana.sy/?p=367735, http://www.sana.sy/?p=368334)
Wegen übergroßen Wählerandrangs (vgl. Präsidentschaftswahlen 2012!) muß nach Entscheidung und Ankündigung des Higher Judicial Committee for Elections die vorgegebene Öffnungszeit der über 7.300 Wahllokale, die von 7 Uhr morgens bis abends dauern sollte, um weitere 5 Stunden bis Mitternacht verlängert werden. Wie der Vorsitzende Richter aš-Šaʽâr mitteilte, liefen die Wahlen bislang ohne Probleme, Beschwerden oder Störungen ab. (http://sana.sy/en/?p=74263)
(Turnusmäßige) Parlamentswahl am 13.4.2016
mit mehr Partei-Kandidaten denn je (über 3.500 aus jeder Provinz bewerben sich für 250 Sitze, s. http://sana.sy/en/?p=74253)
Großer Wählerandrang (http://sana.sy/en/?p=74263)
Haltung von Präsident Dr. al-Assad dazu im jüngsten Interview,Teil II, wie zur notwendigen Unterstützung aus der Bevölkerung in Teil III.
Bemerkung: Daß Wahlen nur in einem von einer Regierung kontrollierten Gebiet – aufgrund ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Bürger – überhaupt durchführbar sind, sollte evident sein und nicht durch die Mainstreammedien in bewußt (?) pejorativer „Bericht“erstattung vor der Fortführung der Genfer Gespäche zum Vorwurf gemacht werden. Außerdem gibt SputnikNews die Information: „An der Abstimmung sollen unter anderem Vertreter der vom IS (Daesh) und von der Front an-Nusra kontrollierten Territorien des Landes teilnehmen. Diese Politiker werden die Interessen der Zivilisten vertreten, die in den okkupierten Gebieten verblieben sind bzw. ihre Häuser dort verlassen mussten.“ (http://sptnkne.ws/bbhU). Ähnlich verhält es sich mit der süffisanten Bemerkung, gewinnen werde sowieso al-Assad bzw. dessen Baʽṯ-Partei: daß über lange Zeiträume gewisse Parteien in gewissen Ländern bevorzugt gewählt werden, ist eine Binsenwahrheit, z.B. in Bayern die CSU (besonders unter F. J. Strauß) oder in bestimmten US-Bundesstaaten entweder die Republikaner (z.B. Texas) oder die Demokraten (im NO der USA).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74435 und http://www.sana.sy/?p=368317 (Eliminierung eines Kommandozentrums für Führer von Ğabhatu-n-Nuṣra im Bereich al-Ḥamâdîn im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa im Südteil der Provinzhauptstadt Darʽâ mit allen darin befindlichen Terroristen sowie von weiteren Stellungen durch direkte Treffer, unter den Getöteten die Anführer Sufyân Muʽawiya al-ʽAbisî, Aḥmad Muʽawiya al-ʽAbisî und Sâmir Aḥmad aṭ-Ṭaʽâna. Beseitigung von Schlupfnestern und Ansammlungen von IS und Ğabhatu-n-Nuṣra – welche weiterhin vom Erdogan-Regime Söldner- und Waffennachschub erhielten – in akkuraten SAAF-Einsätzen im Umland von Aleppo bei Bânaṣ, Tala Ḥadiya, Talat al-ʽÎs und dem ICARDA-Areal, bei Ṣûrân N nahe der Grenze zur Türkei, bei der Luftwaffenakademie (IS), al-ʽArîma und Aʽbad, Dair Ḥâfir und al-Bâb im O und einer Menge getöteter Terroristen der genannten Organisation im S; erfolgreiche Razzien auch in Aleppo in den Stadtteilen: ar-Râšidîn 1 und 4 sowie Banî Zaid mit Zerstörung der Ausrüstung. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Positionen bei al-Bârada nahe al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ. Desgleichen im N und NW von Ḥamâ gegen die saudisch und türkischerseits unterstützten Ğaiš al-Fataḥ–Trupps wie die von Affiliierten von Ğabhatu-n-Nuṣra in Kafar Nabûda und ʽAṭšân mit schweren Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung).
Die Restaurierung des Nationalmuseums in Palmyra (Stadt Tadmur) startet bereits mit Hilfe syrischer und polnischer Experten. (http://sana.sy/en/?p=74230)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74164 und http://sana.sy/?p=367680 (Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Trupps samt aufgerüsteten Kampfwägen im Bereich Dair Ḥâfir, ʽUraima und al-Bâb im O, Maskana im SO, Tal Šaʽîr und ʽUwaiğal im fernsten NO von Aleppo; in der Provinzhauptstadt selbst erfolgreiche Razzien gegen Schlupfnester von Affiliierten von Ğabhatu-n-Nuṣra in den Stadtteilen al-Marğa, Karm aṭ-Ṭaḥân, Qâḍî ʽAskar, Buʽaidîn und Karm al-Qâṭarğî mit Zerstörung von Artillerie und etlichen Abschußanlagen für Mörsergranaten. Vergleichbare SAAF-Einsätze auch gegen befestigte Stellungen von Ğund al-Aqṣâ beim Taftanâz Airport und Sarâqib, 33km in SO von Idlib mit hohen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Desgleichen in der Provinz Ḥamâ gegen Ansammlungen und Konvois von Affiliierten von Ğaiš al-Fataḥ im Bereich al-ʽAnkâwî, Kafar Nabûda, Qulaîdîn, ʽÂbdîn, Tal Wâṣit, Tal Ğazûm, al-Qâhira, al-Manṣûra und al-Mušaik im NW, gegen Ğaiš an-Naṣr und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Kafar Nabûda wie zwischen al-Ğîsât und Kafar Zaitâ, dazu gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, Failaq aš-Šâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in der Umgebung von Kafar Zaitâ; Eliminierung von IS-Mannschaften mitsamt Bulldozer und Schützenpanzer (BMP) in al-Manṣûra und eines IS–Öltankers im Ost-Umland im Wâdî al-ʽUzaîb. Beseitigung von befestigten Positionen von IS und Ğabhatu-n-Nuṣra durch gezielte Luftschläge im O von Ḥomṣ bei Tair Maʽla, Talbîsa, Dair Fûl, ʽIzzaddîn, Umm Šaršûḥ und dem Ğazal Ölfeld wie im N und O von Tadmur und nahe Umm Qubaiba und al-Bârada. Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra gegen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Maḥaṭṭa (Bahnhofsviertel!) und des Stadtteils al-Ḥamâdîn mit Zerstörung von deren Positionen samt Equipment und Beseitigung von Ğabhatu-n-Nuṣra-Trupps in Tal aš-Šaiḫ Ḥussain und Tulûl Ḫulaif in der Provinz Darʽâ).
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 12.4.2016 für die vergangenen 24 Stunden vier Verstöße gegen die Waffenruhe im N von al-Lâḏaqiyya. „Groups of the so-called Ahrar al-Cham continued their attacks on 4 towns through rocket and mortar shells, leaving three civilians killed and injuring 2 others”, hieß es in der Verlautbarung. (http://sana.sy/en/?p=74257)
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa verurteilte am Di., 12.4.2016, auf das Schärfste die Verwendung von Chlorgas durch die Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm gegen Zivilisten in Aleppo (vgl.u.). Zudem bedaure Rußland sehr, daß der sog. Westen im UN-Sicherheitsrat darauf nicht reagiere. Sie äußerte: „Actually, militants from various radical groups only in 2016 used toxic substances several times as chemical weapons in Syria and Iraq. Now the Jaish al-Islam group has used chlorine in Aleppo, and it seems they aren’t even hiding this. Obviously we strongly condemn the use of chemical substances for military purposes whoever it is, including non-government subjects”. Auch bewiesen diese Vorfälle im Nachhinein erneut, daß nicht die syrische Regierung Giftgas verwende, wie sie früher vielfach – zu Unrecht – beschuldigt worden war. Daher setzte sie hinzu: „The use of chlorine by Jaish al-Islam militants in Aleppo once again confirms what we’ve said numerous times that the blaming of Damascus and publications in the Western media of cases of using chlorine for military purposes, including against civilians, is actually the work of terrorist groups”. Im Anschluß daran erging ein Aufruf an den UN-Sicherheitsrat, sich der Sache entsprechend anzunehmen: „We regularly bring attention to this and put the question forward on the need for the UN Security Council to react to cases of chemical attacks by terrorists, in particular through amendments in the anti-terrorist goals mandate of the Joint Mechanism of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons in the investigations of incidents using chemical weapons in Syria that was specially created in accordance with UN Security Council Resolution 2235”. Rußland bestürze der Widerstand westlicher Länder, welche „obviously don’t want to attract attention to this mechanism against Damascus’s alleged guilt in such instances by the official Syrian authorities.” (http://sana.sy/?p=367553)
Der Vizepremierminister für soziale Angelegenheiten, Umar Ġalâwanğî, gab beim Treffen mit der Delegation unter IOM-Generaldirektor William Lacy Swing am 11.4.2016 neben anderem bekannt, daß es der Regierung durch Wiederherstellung der Infrastruktur und sozialen Serviceeinrichtungen bereits gelungen sei, 1,7 Millionen Syrer nach Befreiung der entsprechenden Orte in Syrien durch die Armee wieder in ihre Heimat zurückzuführen. Näheres dazu wie auch über die vielen Übergangsunterbringungen für die syrischen Flüchtlinge mit Grundversorgung im Inland, die Wiederaufbauprojekte und massiven Geldleistungen der Regierung für die bedrüftig Gewordenen bei: http://sana.sy/en/?p=74121 bzw. http://sana.sy/?p=367272. – Bemerkung: IOM = International Organization for Migration.
Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, versicherte am Mo., 11.4.2016, Reportern gegenüber, daß die syrische Armee, Luftwaffe wie Artillerie gegen die Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten und Orte im im SW von Aleppo wie die Wohngebiet dieser Provinzhauptstadt präzise unter Schonung der Bürger und Vermeidung der Beschädigung der Infrastruktur und Wohngebäude vorgehe. Dabei habe sie mehr als 250 Terroristen dieser Organisation getötet, viele verletzt und zwei ihrer Panzer wie anderes militärisches Equipment im Gefecht mit dem Feind zerstört. Die Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Aleppo hätten in den letzten Wochen schon 82 Bürger getötet und 266 weitere verletzt.
Andererseits wachse aber die Zahl derer, die sich dem Rekonziliierungsprozeß unterzögen, weiter an wie auch die jener, die sich der Vereinbarung zur Waffenruhe anschlössen. (http://sana.sy/en/?p=74146)
Am Mo., 11.4.2016, machte der Chefs der Operativen Hauptabteilung des Generalstabs der russischen Armee Generalleutnant Sergei Rudskoi folgende Ankündigung: „Nach den uns vorliegenden Informationen, haben etwa 8.000 Terroristen der al-Nusra-Front südwestlich und noch etwa 1.000 Terroristen nördlich von Aleppo Stellung bezogen“ und ergänzte: „Sie planen eine groß angelegte Offensive, um eine Verkehrsstraße zwischen Aleppo und Damaskus zu kappen.“ Die syrische Regierung plane keinen Angriff, versuche jedoch, eine Besetzung Nordsyriens durch die Terroristen zu verhindern. Dazu bemerkte der Generalleutnant: „Etwa 8.000 Mann bezogen Stellung südwestlich und noch etwa 1.000 Terroristen nördlich von Aleppo. Jetzt kommt es darauf an, die Offensive von Dschebhat an-Nusra zum Scheitern zu bringen. Sollte die Terrormiliz die Straße Aleppo-Damaskus abschneiden, könnten nördliche Gebiete Syriens wieder blockiert werden. Deshalb wird (noch) keine Operation der syrischen Regierungstruppen und der russischen Luftwaffe zur Befreiung Aleppos geplant.“. Derweil gingen die provokativen terroristischen Aktionen gegen Orte im Umland Aleppos weiter. Der Kreml habe zu dem die US-Administration aufgefordert, eine Ansammlung von Terroristen nahe Aleppo zu verhindern. (http://sptnkne.ws/baRh, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i5173-russland_10.000_terroristen_planen_angriff_auf_aleppo) – Bei SANA hieß es dazu aus dem Mund von s. Rudskoi noch, das türkische Regime unterstütze weiterhin Ğabhatu_n-Nuṣra und seine Affiliierten und statte sie mit Waffen und Terroristennachschub aus. Wörtlich wurde zitiert: „Although an advance has been achieved in the cessation of hostilities, the Turkish side still sends weapons and gunmen to groups affiliated to Jabhat al-Nusra” und setzte hinzu: „Two armed groups including more than 100 members arrived in Handarat camp, north of Aleppo, along with a tank and 22 Four-wheel cars loaded with machine guns, while nearly 200 gunmen have arrived in Tal Hadyah town in Aleppo northern countryside”.
Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow bemerkte noch in einem Interview mit Russia Today TV, trotz Teilabzugs des russischen Militärs verbleibe die Verpflichtung, den Terrorismus in Syrien auszulöschen zu helfen. Wörtlich sagte er: „The Russian military operation has given a lot of outcomes, mainly dealing a blow to terrorism, eliminating a large number of terrorists and removing much of the caches”. Die Befreiung von Tadmur mit der antiken Stadt Palmyra bezeichnete er als „an important turning point” im Kampf gegen den Terrorismus. (http://sana.sy/en/?p=74142)
Wie schon von Präsident Dr. al-Assad in seinem jüngsten Interview (gegenüber Ria Novosti, Teil II) mitgeteilt hat, kommt die Meldung türkischen Artilleriebeschusses syrischen Territoriums im Norden durch das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm zeitgleich mit den Operationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in diesem Gebiet (vgl.o.) nicht unerwartet. (http://sptnkne.ws/baW7) – S.a. Extremisten-Miliz an-Nusra holt Hilfe von Türkei.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74077 und http://www.sana.sy/?p=367050 (Eliminierung von IS-Trupps in Ḫân Abû aš-Šamât und al-Kasârât im O von Rîf Dimašq mitsamt deren militärischer Ausrüstung, in effektiven akkuraten Luftschlägen. Desgleichen in der Provinz Ḥomṣ mit Zerstörung einer Kommandozentrale von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla, 7km im N der Provinzhauptstadt, wo auch die vom wahhâbitischen Saudi-Arabien unterstützte Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihr Unwesen treibt. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, 55km im NO von al-Lâḏaqiyya auf die Militärcheckpoints im Gebiet Kansabâ in Richtung auf Abû ʽAlî und die Bergkette von al-Qâmûʽ im Zusammenwirken mit der Volkswehr mit Beseitigung der meisten Kämpfer samt deren aufgerüsteten Fahrzeugen und Waffen, überlebende Feinde wurden bis zur Grenze mit der Türkei verfolgt.)
Terroranschläge vom 11.4.2016:
Bei der Detonation von Sprengsätzen, den Terroristen an einem Strommasten angebracht hatten, wurden zwei Bürger in Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka verletzt, wobei geringerer Sachschaden entstand. (http://sana.sy/en/?p=74085)
Weiteren Anschlägen via Mörsergranaten auf Wohngebiete von Darʽâ-Stadt (beim Flughafen Stadtteil as-Saḥârî) fielen weiter sechs Personen teils schwer verletzt verletzt zum Opfer.
Ergänzung: Enorme Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum richtete der Raketenbeschuß gegen Stadtteile von an-Nizha, Karm al-Lûz and al-Arman in Ḥomṣ an. Die Einschläge trafen die Hauptstraße zwischen Karm al-Louz und al-ʽAdawiyya, die Umgebung der al-Buḥturî-Schule (in an-Nizha, vgl.u.) wie der Šahîd Muḥsan ʽAbbâs-Schule und den alten Kreisverkehr in al-Arman. Später trafen noch Mörsergranaten die Mädchenschule im az-Zahrâ-Stadtteil und verletzten acht schülerinnen bei entsprechenden Sachschäden. (http://www.sana.sy/?p=367110)
Der Abgeordnete der oppositionellen türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP, vgl.u.), Ilhan Jehankir, legte heute ein Memorandum vor, wonach sich der türkische Innenminister Efkan Ala vor dem Parlament zu verantworten habe wegen der vom IS in Syrien geraubten und in Gaziantep (vgl.u.) wie in anderen türkischen Städten, z.B. Izmir, Mersin und Antalya verkauften Artefakte. (http://www.sana.sy/?p=367207 vom 11.4.2016)
Terroranschläge vom 10.4.2016:
Und wieder kam es zu Anschlägen mittels Raketen und Mörsergranaten auf Stadtteile von Aleppo. Die Treffer im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd hinterließen am Sonntag einen toten und vier Verletzte. Attackiert wurden ebenfalls mit erheblichen Sachschäden das Gebäude der Kommunalverwaltung (Municipal Palace, al-Qaṣr al-Baladî), eine Privatschule Iskanderûn und mehrere Häuser im Gebiet von al-Ğamîliyya mit einem verletzten Kind, die ar-Raḥmân-Moschee im Stadtteil as-Sabîl und die Wohngebiete von al-Maîdân, al-Farânsîkân und Mûġâmbû, nahe der Schulen Raḥmû al-Ḥaṭṭâb und Aḥmad as-Saʽîd. (http://sana.sy/en/?p=74036, http://www.sana.sy/?p=366752)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=74016 und http://sana.sy/?p=366778 (Beseitigung von Schlupfnestern von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen von Aleppo namens Karm al-Ğazmâtî, as-Sakan aš-Šabâbî und Banî Zaid wie von Affiliierten dieser Terrorgruppe samt Unterbrechung von deren Nachschubrouten beim Ḥandarât Camp und den Šuqaif -Farmen in the N der Provinzhauptstadt, dazu Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen zusammen mit unterstützenden Kampfgruppen bei Ḫân Ṭûmân, al-ʽÎs und al-Bawâbiyya im S und Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten mit Panzer, gepanzerten aufgerüsteten Fahrzeugen und Bulldozer auf Zaitân und az-Zarba sowie eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps mit Panzer, Schützenpanzer, einer Menge Explosivstoffen auf SAA-Stellungen beim Dorf Barna; desweiteren dem IS heftige Verluste beigebracht bei ʽArân und Barâhîn im Ost-Umland. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Ansammlungen im SW von Tadmur bei Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî in der Provinz Ḥomṣ mit Zerstörung von deren Waffendepots samt Entdeckung des IS-Depots mit geraubten Artefakten aus Palmyra. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten auf Militärposten zum Schutz des Stadtrands von Darʽâ beim Stadtteil al-Manšiyya im Bezirk Darʽâ al-Balad unter heftigen Feindverlusten inklusive eines als Schutzschild und zu Fortifikationszwecken dienenden Bulldozers. Weitere Vereitelung eines Terroristenangriffs auf Militärposten zum Schutz des Gebiets von al-Ğâkûra in der al-Ġâb-Ebene im Rîf Ḥamâ mit Eliminierung von deren Maschinengewehren, aufgerüsteten Fahrzeugen, Raketenwerfern und zwei Autobomben; einem Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupp eine heftige Niederlage beigebracht bei az-Zaġba und Qaṣr Abû Samra im NO.).
Für die vergangenen 24 Stunden machte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am So., 10.4.2016, fünf Verstöße gegen die Waffenruhe aus im Hinterland von al-Lâḏaqiyya und Ḥamâ, Für die vergangenen 24 Stunden machte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am So., 10.4.2016, fünf Verstöße gegen die Waffenruhe aus im Hinterland von al-Lâḏaqiyya und Ḥamâ, wobei Affiliierte von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya weiterhin Armeeposten zum Schutz der Orte Sandrân, al-Karmal und ʽAin al-Qanṭara (Rîf al-Lâḏaqiyya, infolge des Beschusses mit Maschinengewehren und Mörsergranaten zwei verletzte Bürger) angriffen sowie die sog. FSA (!) das Dorf Ḫirbat al-ʽArûs überfiel (Rîf Ḥamâ mit einem Toten und einer schwer Verletzten). Mehr als 350 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra hätten sich derweil im NW von Aleppo beim Ḥandarât Camp und al-Lairamûn angesammelt mit Schützenpanzern, 13 schwer bewaffneten SUVs mit aufmontierten Geschätzen. Zudem seien an humanitären Hilfsgütern vier Tonnen nach an-Nâṣiriyya im Rîf Dimašq und 2,5 Tonnen Nahrungsmittel nach Turaidam und Rayân im Rîf Aleppo geliefert worden. (http://sana.sy/en/?p=74066, http://www.sana.sy/?p=366881)
Vom IS geraubte Reliefstele aus dem Nationalmuseum von Tadmur wurde unter einem Haus im al-Maʽâlif Areal der Oasenstadt verbuddelt wiedergefunden und dem DGAM (Directorate-General for Antiquities and Museums) übergeben. (http://sana.sy/en/?p=74000 vom 9.4.2016)
Der DGAM Generaldirektor Dr. Ma´mûn ʽAbdulkarîm unternahm mit weiteren 30 Archäologen und Architekten eine Inspektionsbegehung des antiken Terrains in Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur. Ihnen lagen neue Aufnahmen der vom IS angerichteten Schäden durch Drohnen vor. Dadurch konnte festgestellt werden, daß genügend Material vor Ort sei, um die Wiederherstellungs- und Restaurierungsarbeiten der mutwillig beschädigten Baudenkmäler und Statuen ohne Neukonstruktionen durchführen zu können. Das DGAM sei bestrebt, die Kulturstätte wieder in alter Pracht erstehen zu lassen. (http://sana.sy/en/?p=73997 vom 9.4.2016)
Terroranschläge vom 9.4.2016:
Die Detonation einer Landmine, ausgelegt von einer mit dem IS verbundenen Gruppe im Dorf Darb Ḥassan an der Verwaltungsgrenze der Provinzen Aleppo und ar-Raqqa, hinterliße sechs getötete Kinder und mehrere Verletzte.
In Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq ihr Unwesen treibende Terroristen beschossen wieder einmal das Polizei-Hospital in Ḥarastâ, erzielten damit jedoch zum Glück „nur“ Gebäudeschäden.(http://sana.sy/en/?p=73965)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73959 und http://www.sana.sy/?p=366217 (Fortführung der Razzien auf die bewaffneten Gruppen, die nach Beteiligung an der Waffenruhe als „gemäßigte Opposition“ zur Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten übergewechselt sind und ständig Provokationen zur Unterminierung der Waffenruhe begehen in und um Aleppo gegen deren Schlupfwinkel nahe Ḫân Ṭûmân, al-ʽÎs und Muwailiḥ mit Zerstörung von befestigten Sammelpunkten mitsamt Waffen und Munition; Desgleichen beim Ḥandarât Camp, Ḍahrat ʽAbd Rabbihi im N der Provinzhauptstadt sowie in derselben im Stadtteil Banî Zaid und dem Areal des Youth Housing Project mit Beseitigung etlicher Abschußanlagen für Mörsergranaten; im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd warfen Kurdish Protection Units einen Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten zurück; zudem Eliminierung von IS-Stellungen samt aufgerüsteten Kampffahrzeugen in ʽArân und Rasm al-Ḫamîs Ġarbî im O von Aleppo.).
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am Sa., 9.4.2016, vier Verstöße gegen die Waffenruhe für die vergangenen 24 Stunden,zwar in den Provinzen al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ und Ḥomṣ. Zudem bestätigt Generalmajor Igor Konaschenkow den verheerenden Anschlag auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo vom 7.4.2016 (vgl.u.).
Sergei Koschelew, Chef des Foreign Military Cooperation Directorate des Verteidigungsministeriums, daß sich seine Regierung mit der der USA auf ein Dokument geeinigt habe, welches den Umgang mit bewaffneten Gruppen festlege, die die Vereinbarung zur Waffenruhe verletzten.
http://sana.sy/en/?p=74012)
Die besondere Perfidie des IS, der bekanntermaßen auf der Flucht noch vor dem Vordringen der Armee flächig Mengen an Minen und Sprengsätzen auf Straßen und an bzw. in privaten wie öffentlichen Gebäuden anbringt, zeigt sich im Bericht eines russischen Pioniers gegenüber LifeNews bei der unterstützenden Minenräumung in Tadmur: „In Wohnhäusern, die wir nach Sprengstoffen untersucht haben, wurden gefährliche Funde gemacht. Die lebensgefährlichen Anlagen wurden in Stromzählern aufgespürt. Beim Anschalten eines Lichtschalters sollte es zur Explosion kommen. Wir haben diese Anlagen weggeräumt und werden sie vernichten“.
Derweil äußerten sich die vor Ort diese Tätigkeit beobachtenden Journalisten aus vielen Ländern positiv über die russische Haltung gegenüber den Medien: „Alles läuft sehr vernünftig. Es werden immer unterschiedliche Routen angeboten, damit sich die Journalisten ein vollständiges Bild … machen können.“ N24-Korrespondent Christoph Wanner bemerkte: „Keiner zwingt uns, das zu sagen, was jemand zu hören kriegen will. Wir zeigen alles, wie wir es sehen.“ Ein italienischer Kollege äußerte: „Das stört wahrscheinlich einige Regierungen. Das ist ein starker Schlag gegen ihre Propaganda über den Krieg in Syrien. Und die Tatsache, dass wir zeigen, wie ihre Pioniere hier arbeiten und Palmyra retten, ist ein gutes Beispiel dafür, was hätte zusammen gemacht werden können, aber nicht getan wurde“. (http://sptnkne.ws/aZPz vom 8.4.2016)
Entgegen einer Reuters–Meldung, die angeblich auf Informationen durch die Syrische Armee basieren sollen und wonach der IS 175 der entführten Arbeiter der Zementfabrik (vgl.u.) liquidiert haben soll (vgl. http://sptnkne.ws/aZD3), versicherte das Oberste Heereskommando, daß keine derartige Information von der Armee gegeben wurde. Bislang sei noch kein Kontakt zu den Kidnappern hergestellt, verlautete aus dem Industrieministerium. (http://www.sana.sy/?p=365900)
Nach Aussage eines behandelnden Arztes der Roter Halbmond-Klinik in Aleppo sowie eines Sprechers der syrischen Kurden und Angehöriger der die Armee unterstützenden Ḥizbullâh litten mehrere Bewohner und YPG-Kämpfer nach den Beschüssen des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd (vgl.u.) an Vergiftungserscheinungen und seien teils in kritischem Zustand. „Die Opfer, die ins Krankenhaus gebracht wurden, leiden an Krämpfen und Konvulsionen infolge von Vergiftungen durch Gase wie Chlor, die überall auf der Welt verboten sind“, so der Arzt. In einer Mitteilung hatte die Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm früher bereits den Einsatz von verbotenen Chemiewaffen in Aleppo zugegeben. (http://sptnkne.ws/aZBa vom 8.4.2016) – Zur Rolle der AKP-geführten Türkei bei den Giftgas-Agriffen s.a. Aleppo district shelled with chemical gas by Saudi-Turkey supported gangs of Jaysh al-Islam, FSA und The paradox of the terrorist gangs [supported by Saudi-Turkish regimes…supported by USA] that used chem. weapons in Syria, but have delegates at UN peace talks ~ [Reports and Videos] sowie http://www.voltairenet.org/article191188.html vom 11.4.2016.
Ein Angehöriger der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) teilte Sputnik gegenüber einen neuen völkerrechtswidrigen militärischen Akt seitens der Türkei gegenüber Syrien mit: Die Türkei hat 100 Soldaten einer Spezialeinheit über den Grenzübergang Bab al-Hawa in der Provinz Idlib in syrisches Gebiet eindringen lassen“.
Die russische Regierung hatte schon früher (vgl.u.) die von Erdoğan AKP geführte türkische Regierung der Beihilfe zum Terrorismus angeklagt und Belege dazu vor den UN-Sicherheitsrat gebracht. Präsident Dr. al-Assad hatte seinerseits im Interview mit Ria Novosti erklärt, Staatschef Erdoğan unterstütze die Terroristen direkt, erlaube ihnen, auf türkisches Territorium hinüberzuwechseln und auch Manöver unter Einsatz von Panzern durchzuführen. Demnach verlaufe der politische Prozeß in Syrien „vor dem Hintergrund eines Bodeneinsatzes im Land, eines möglicherweise nicht erklärten“. (http://sptnkne.ws/aZJE) – Zur türksichen Stadt Gaziantep als Handelszentrum für vom IS in Syrien und dem Irak erbeutete Artefakte vgl.u.
Am Fr., 8.4.2016 meldete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 24 Stunden verzeichnete vier Verstöße gegen die Waffenruhe. Auf einer Pressekonferenz im kürzlich befreiten al-Qaryatain (s.u.) gab Generalmajor Konaschenkow zwei Verstöße im Umland von al-Lâḏaqiyya sowie je einen in den Provinzen Ḥomṣ und Ḥamâ bekannt und fügte hinzu: „More than 1200 terrorists from ,Jabhat al-Nusr’” are in the north side of Aleppo city and have 10 tanks and about 30 four-wheel drive vehicles equipped with heavy machineguns which indicate their preparation to conduct terrorist attacks in Aleppo.” [vgl.u.] Dem trotzdem nach wie vor bestehenden Abkommen zur Einstellung der Kämpfe seien bislang 50 bewaffnete Gruppen beigetreten. Auch die von russischer Seite unterstützten Rekonziliationsbemühungen schritten weiter voran. (http://sana.sy/en/?p=73947)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73857 und http://www.sana.sy/?p=365861 (Razzien gegen Terroristennester im S der Provinzhauptstadt Aleppo in Reaktion auf die jüngsten Vergehen gegen die Waffenruhe mit Zerstörung derselben in Ḫân Ṭûmân und al-ʽÎs unter heftigen Feindverlusten wie auch in ʽArân und Rasm al-Ḫamîs Ġarbî im Ostumland; in Aleppo-Stadt Beseitigung von Verstecken von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. im Stadtteil ar-Râšidîn 5 und eines Truppentransporters mit sämtlichen Insassen in Ḍahrat ʽAbd Rabbihi. Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen den Bahnhofsbezirk sichernden Militärposten im gleichnamigen Areal Darʽa al-Maḥaṭṭa. Erfolgreicher Angriff gegen einen IS-Konvoi in al-Qaṣr im NO as-Suwaidâ´ wie gegen IS-Trupps im N von Tal Ušaihib aš-Šamâlî unter erheblichen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung wie sieben Fahrzeugen. Akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und –Fortifikationen in Dair az-Zaurs Stadtteil al-Kasârât wie außerhalb in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra. Desgleichen im O der Provinz Ḥomṣ in Ğabâb Ḥamad, Umm ar-Rîš, Rasm aṭ-Ṭawil und bei Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî. Ebenfalls präzise effektive SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen und – Konvois im Rîf Dimašq in Tal Dakwa und bei einer Reihe von Anhöhen in Ost-al-Ġûṭa in Erwiderung der letzten IS-Übergriffe dort.).
Da die Wiederherstellungsarbeiten an der Infrastruktur (bzgl. Elektrizität, Wasser, Kommunikation) weiter fortschreiten, kehren seit Do., 7.4.2016, die ersten Familien – einige hundert – wieder nach Tadmur zurück, ausgestattet mit Nahrungsmitteln und medizinischer Grundversorgung. Eine provisorische Ambulanzstation mit werde eingerichtet mit Labor, Operationsraum und Röntgeneinrichtung, bis die örtlichen medizinischen Einrichtungen wieder benutzbar sind. Unterdessen ist die SAA mit russischer Unterstützung noch mit dem Aufsprüren und Entschärfen von Minen beschäftigt. Sogar für Wahllokale für die Parlamentswahl am 13.4.2016 sei sowohl in Tadmur wie in al-Qaryatain gesorgt, teilte der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî mit. (http://sana.sy/en/?p=73877 vom 8.4.2016)
Auch in al-Qaryatain schreiten die Wiederherstellungsarbeiten der Infrastruktur vielversprechend voran, wovon sich der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, vor Ort überzeugen konnte. (http://sana.sy/en/?p=73925 vom 8.4.2016)
Nach der am 3. April erfolgten Befreiung von al-Qaryatain (vgl.u.) und der Kurzmeldung, daß der IS auch die Krypta des berühmten aramäischen Kloster St. Elian mitsamt des Grabes des Heiligen geplündert hat (s.u.), gibt ein Russia Today–Bericht einen tiefer gehenden Eindruck der Situation dort: kein Gebäude der Stadt blieb durch das Wüten des IS unbeschädigt. Die Einwohner sind fort. Ohne Wiederaufbauarbeiten kann hier auch niemand demnächst wieder „heimisch“ werden. Die ehemals große Christengemeinde existiert nicht mehr. Die vor der Eroberung in der Stadt verbliebenen aramäischen Christen hatte der IS nach ar-Raqqa deportiert. Sie werden in einem Gefängnis unter dem Baʽṯ-Staudamm, 22km den Euphrat aufwärts von der Provinzhauptstadt, gefangengehalten., informiert Ahmad Albuhamad [Aḥmad Âl-Bû-Ḥamad], Erster Leutnant der Volkswehr seines Stammes die Reporterin Lizzie Phelan. Das Kloster aus dem 5. Jh. selbst wurde vom IS teils mit Bulldozern weitgehend beschädigt, die Klosterkirche überstand noch einen Brand, die dorthin gebrachten altchristlichen Texte nicht. Verwüstet und mit sorgsam entfernten christlichen Sinnbildern (Kreuzen!) stehen die Ruinen über Trümmerhaufen, auf denen auch die Gebeine des Friedhofs entsorgt wurden, einschließlich derer des dort verehrten Heiligen. (Nachrichtenvideo in Englisch: https://www.rt.com/news/338453-syria-christian-al-qaryatain-retaken/; Text in Englisch: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/04/06/al-qaryatayn-reports/)
Der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, De Mistura, gab am 7.4.2016 während einer Pressekonferenz in Genf bekannt, die nächste Runde des syrischen Dialogs in Genf werde am 13. April dieses Jahres beginnen (http://sana.sy/?p=365579 – Die Regierungsdelegation kann erst am 14. und 15. Des Monats nach Genf reisen, da am 13.4.2016 in Syrien die turnusgemäßen Parlamentswahlen stattfinden und sich unter den Delegationsmitglieder fünf Kandidaten befinden. (http://sana.sy/en/?p=73836, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4882-de_mistura_syrische_friedensverhandlungen_verschoben).
Terroranschläge vom 7.4.2016:
Zum wiederholten Mal beschossen Terroristen den anderen Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo mit Mörsergranaten und Raketen, wobei zwei Bürger starben und neun weitere Verletzungen davon trugen. Die Sachschäden fielen entsprechend hoch aus. Später am Tag feuerten in Banî Zaid positionierte Extremisten noch mit Raketen auf den Stadtteil as-Saryân al-Ğadîda mit sieben verletzten Personen. (http://sana.sy/en/?p=73826) – Aktualisierung: die Opferzahl in der Stadt stieg auf 18 Tote und 61 teils schwer Verletzte.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.4.2016 informiert http://sana.sy/en/?p=73811 (Zerstörung von zwei IS-Positionen in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra im O von Dair az-Zaur durch präzise Luftschläge wie Beseitigung von IS-Ansammlungen beim aṭ-Ṭabqa Airport und im S von ar-Raqqa; Desgleichen gegen IS-Verstecke im N und O von Tadmur wie im S von as-Suḫna.).
In den vergangenen 24 Stunden verzeichnete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vier Verstöße gegen die Waffenruhe am 7.4.2016. „Four breaches were monitored during the past 24 hours, 2 in Lattakia countryside and one in each of Homs and Hama countryside”, besagte das Statement. Die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS setzten ihre provokativen Angriffe gegen SAA-Positionen und syrische Bürger fort. (http://sana.sy/en/?p=73845)
Die fortdauernden, ja sogar zunehmenden provokativen Angriffe von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS gegen SAA-Positionen und syrische Bürger, denen einige Gruppen von „Oppositionellen“ angehören, zum Ausgangspunkt nehmend bemerkte Generalmajor Konaschenkow am Do., 7.4.2016, in Tadmur gegenüber Reportern: „armed groups operating in the southern and western parts of Aleppo that had previously announced their affiliation to the opposition have put themselves under the command of Jabhat al-Nusra and have been taking part in provocations.“ Täglich gingen im Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm Meldungen ein darüber, daß neue Nachschubkämpfer anlangten, was auf die Vorbereitung von „large-scale combat activities“ in der Provinz hindeute. (http://sana.sy/en/?p=73854)
Das Industrieministerium wurde am 7.4.2016 darüber informiert, daß ca. 300 Arbeiter und Dienstleister der al-Bâdiyya Zement AG im NO von Abû aš-Šamât im Rîf Dimašq von IS-Affiliierten gekidnappt und ca. 125 Arbeitnehmer mit IS-Fahrzeugen in Richtung Tal Dakwa am Rand von Ost-al-Ġûṭa abtransportiert worden seien, wo mit dem IS verbundene Terrorgruppen aktiv seien. Dies hatten Umwohnende der Fabrik mitgeteilt. Das Ministerium wolle den Kontakt mit dem Management des Unternehmens beibehalten, um den Verbleib der Entführten herauszubekommen wie Möglichkeiten zu deren Befreiung zu eruieren.
Zudem gab Nadîm Kraîzân, der Provinz-Verantwortliche für das Rekonziliierungskomitee, in Ğaîrûd bekannt, daß die Stadt am 6.4.2016 106 Arbeiter der chinesischen Fabrik bei aḍ-Ḍumair aufgenommen habe, die sich auf der Flucht vor dem IS befunden hatten. (http://sana.sy/?p=365594, s.a. http://sptnkne.ws/aZkn und http://sptnkne.ws/aYW4)
Der russische UN-Gesandte Witali Tschurkin übersandte den Vereinten Nationen (UN) ein Schreiben, indem er die – schon öfters im Zusammenhang mit dem IS erwähnte (vgl.u.) – türkische Stadt Gaziantep als das größte Zentrum für die vom IS im Irak und in Syrien geraubten und zum illegalen Verkauf bestimmten Altertümer und Artefakte bezeichete. Jährlich erziele die Terrororganisation damit an die 200 Millionen US-$. „Those pieces of antiques are sold through auctions illegally on websites and through local markets”, setzte er auseinander. Ca. 100.000 archäologische Stätten seien derzeit in der Hand des IS, davon stünden neun auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. (http://sana.sy/en/?p=73790 vom 6.4.2016)
Terroranschlag vom 6.4.2016:
Eine neuerlicher Angriff mittels Mörsergranaten und Rakten auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo hinterließ – vorerst – einen Toten und 17 Verletzte. Da noch Opfer unter Trümmer begraben liegen, könnten die Zahlen nach oben korrigiert werden müssen. (http://sana.sy/en/?p=73780)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73763 und http://sana.sy/?p=364711 (Zerstörung von IS-Schlupfnestern und –Nachschubrouten durch präzise SAAF-Einsätze entlang der Route as-Suḫna – Tadmur in der Provinz Ḥomṣ. Desgleichen in der Nachbarprovinz Ḥamâ in Abû Ḥubailât und beim Wâdî al-ʽUzaîb mit hohen Verlusten des IS an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffs auf einen Militärposten im Stadtteil al-Manšiyya, Bezirk Darʽâ al-Balad, von Darʽâ-City, wobei deren sämtliche Milizionäre getötet und der Waffen vernichtet wurden. Eliminierung von IS-Ansammlungen in al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur wie einer IS-Kleinkolonne, unterwegs von al-Ḥussainiyya nach al-Buġailiyya. Letzteres gelang auch bei Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´.).
In der Provinz al-Lâḏaqiyya in einen Hinterhalt geraten wurde während eines Schußwechsels der berüchtigte, derzeit der Ğabhatu_n-Nuṣra angehörige Terrorist mit Kampfnamen Abû Sakkar [bürgerlich Khalid Hamad] von der Armee (?) getötet, meldet The Daily Mail. (http://sptnkne.ws/aYPf) Dieser hatte sich den meisten ins Gedächtnis gebrannt durch sein Kriegsverbrechen an syrischen Soldaten. U.a. hatte er als Angehöriger von Katâ´ib al-Fârûq (vgl. Gefechtsberichte des Threads), einer Unterabteilung der „moderaten“ FSA, die im Umfeld von Ḥomṣ ihre Greueltaten vollführte, im Mai 2013 einem getöteten SAA-Soldaten die Brust geöffnet, vor laufender Kamera dessen Herz und Leber herausgerissen und aufgegessen. Das Video davon kursierte in der Folge bei YouTube. Heute sind nur noch Versionen allgemein zugänglich, welche diesen kannibalischen Akt nicht mehr genau zeigen. Abû Sakkâr entsprach mit seiner Greueltat dem Inhalt einer Predigt eines IS-„Geistlichen“, der dieses Verfahren den Feinden Allâhs und abtrünnigen Ketzern androhte. (www.youtube.com/watch?v=-FclXQ1xskE). Zum Vorfall s.a. Thierry Meyssan: Wie und wer manipuliert die Dschihadisten? vom 24.11.2014 in: http://www.voltairenet.org/article186024.html; Thierry Meyssan: Warum Frankreich die Arabische Republik Syrien stürzen will vom 14.10.2015 in: http://www.voltairenet.org/article189025.html.
Vier Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 6.4.2016 für die vergangenen 24 Stunden, drei davon in der Provinz al-Lâḏaqiyya und eine in der von Ḥomṣ. Zudem hieß es in der Verlautbarung: „1500 terrorists from Jabhat al-Nusra, equipped with 3 tanks and 20 cars loaded with heavy machine guns, tried to attack Sheikh Maqsoud neighborhood in Aleppo, killing 29 civilians, among them children and wounding 36 others”. Darauf habe die russische Luftwaffe Einsätze gegen diese Terroristen im Umkreis von Aleppo geflogen und zum Rückzug gezwungen. (http://sana.sy/en/?p=73796)
Das Massaker von Aleppo vom Vortag (vgl.u.) nahm das Außenministerium am 6.4.2016 zum Anlaß, zum wiederholten Male in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden darauf hinzuweisen, wie notwendig es sei, endlich für eine kraftvolle Durchsetzung der Resolutionen Nr. 2170, 2178, 2199 und 2253 gegenüber jenen Staaten zu sorgen, welche immer noch die in Syrien aktiven Terrorgruppen unterstützen. Letztere dienten gewissen Regierungen als Marionetten, sichere syrische Wohngebiete in den verschiedenen Provinzen anzugreifen und somit die vereinbarte Waffenruhe und darüber hinaus eine politische Lösung der Syrienkrise scheitern zu lassen. Wörtlich war zu lesen: „Jabhat al-Nusra and other affiliated terrorist organizations, run by operation rooms in Turkey, which are positioned in the surrounding regions of Aleppo, randomly targeted Sheikh Maqsoud neighborhood in Aleppo and the near safe neighborhoods with tens of rocket and mortar shells, killing 15 citizens and injuring more than 100 others, among them women and children” und weiter: „Terrorists of Jabhat al-Nusra and other armed terrorist groups targeted on Monday al-Foua and Kafrya towns in Idlib countryside and Sheikh Maqsoud neighborhood in Aleppo, killing 8 citizens and injuring more than 20 others… and terrorists of the Islamic State, ISIS, also shelled civilians in Deir Ezzor neighborhoods, killing 5 civilians and wounding tens of innocents… they also targeted Deir Ezzor airport with mustard gas, causing cases of suffocation among the defenders of the airport.” Am Ende stand nochmals der Aufruf zur Umsetzung der genannten und von Syrien respektierten Resolutionen gegen die wohlbekannten Länderregierungen. (http://sana.sy/en/?p=73740, http://sana.sy/?p=364576, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4762-syrien_un_sicherheits-rat_soll_ma%C3%9Fnahmen_gegen_unterst%C3%BCtzer_der_terro-risten_ergreifen)
Erneut sollen die syrischen Kurden als wichtige Gruppe innerhalb der syrischen Gesellschaft entgegen dem Wortlaut der zugrundeliegenden UN-Resolution zur Fortführung der Genfer Gespräche, die eine möglichst breite Repräsentanz der syrischen Fraktionen dabei fordert (vgl.u.), ab dem 11.4.2016 nicht eingeladen werden. Um die Forderung der u.a. von der Regierung hierin unterstützten Kurden zu befördern hatte die russische Regierung im UN-Sicherheitsrat einen „Appellentwurf für einen möglichst repräsentativen Charakter des innersyrischen Dialogs bei der bevorstehenden Genfer Gesprächsrunde“ eingebracht. Dieser wurde jedoch von einigen westlichen UN-Sicherheitsratsmitgliedern blockiert. Der der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin äußerte dazu: „Uns verwundert, dass der Entwurf von mehreren westlichen Ländern blockiert wurde. Einen destruktiven Beitrag leistete auch die ukrainische Delegation.“ – „Wie gern wiederholen unsere westlichen Partner, dass die Resolutionen des Sicherheitsrates in vollem Umfang erfüllt werden müssen. Das sind goldene Worte, und man muss sie unter beliebigen Umständen befolgen.“ (http://sana.sy/en/?p=73758 vom 6.4.2016, ins Deutsche übersetzte Zitate aus: http://sptnkne.ws/aYH9)
Syrische Kurden, die als Delegation nach Moskau reisen wollten, wurden an der Grenze zum Irak durch irakische (kurdische) Pîšmarga an der Weiterreise gehindert: „Die Delegation des syrischen Kurdistans, der unter anderem der Co-Vorsitzende der Regierung von Kobane, Biriban Osman Hassan, sowie die Vertreterin der einflussreichen Frauenorganisation Star: Union of Women, Norin Akvar, angehören, haben irakische Peschmerga-Vertreter nicht die syrisch-irakische Grenze passieren lassen“, lautete die Mitteilung der syrischen Kurdenvertretung in Moskau. Erstere wollten hinsichtlich des Föderalisierungsthemas mit Politikern in der russischen Hauptstadt Gespräche führen und auch am Rundtisch-Gespräch zum Thema „Frauen gegen den religiösen Extremismus in Nahost“ in der Staatsduma am 8.4.2016 teilnehmen. „Unsere Delegationsteilnehmer haben einige Tage an der Grenze verbracht, wir haben Verhandlungen geführt. Allerdings wurden sie ohne jede Angabe von Gründen vom Grenzübergang abgehalten worden. Sie mussten nach Hause zurückkehren“, hieß es aus weiter der Kurdenvertretung. Deren Chef, Aso Talabani, teilte zudem mit: „Sie (die irakisch-syrische Grenze – Anm. der Red.) wird von Einheiten der Demokratischen Partei Kurdistans kontrolliert, wir können die Situation nicht beeinflussen, obwohl wir mehrere Tage mit Verhandlungen verbracht haben“. Nach Talabanis Ansicht könnte die Delegation auf Geheiß der türkischen Regierung gestoppt worden sein, die die Gründung einer autonomen Kurdenregion jenseits ihrer Grenze befürchtet. (http://sptnkne.ws/aYsv)
Der Co-Vorsitzende der oppositionellen Halkların Demokratik Partisi (HDP, Demokratische Volkspartei), Selahattin Demirtaş, bezeichnete die Politik von Staatschef Erdogan Syrien gegenüber während eines Treffens des parlamentarischen Blocks seiner Partei am Di., 5.4.2016, als gefährlich und verfehlt. Er unterstütze alle terroristischen Organisationen in Syrien inklusive des IS, der Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, um seinen osmanischen Herrschaftstraum zu realisieren. Er habe nicht gezögert, die nötigen Verbindungen zu knüpfen, um Syrien zu zerstören und seine Bevölkerung ins Ausland zu treiben. Erdogan und sein Premier Ahmet Davutoğlu seien gleichermaßen Feinde der Humanität wie des Islams, ihre Hände seien befleckt mit syrischem Blut.
Bereits im März hatte Demirtaş ein Treffen von Terrorgruppenführern in Ankara unter Deckung der AKP-Regierung öffentlich gemacht, welche in Urfa Terroristen trainiere und bewaffne und Milizen zu terroristischen Aktionen über die Grenzen des Landes schleuse und sogar gegen die Kurden im eigenen Land einsetze. Dabei erinnerte er an die schon offengelegten Beweise über die Waffenlieferungen nach Syrien u.a..
In der Türkei etabliere Erdogan eine Diktatur und bringe Kritiker zum Schweigen, um so seine Verstrickung in den Terrorismus zu verdecken. (http://sana.sy/en/?p=73755)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73678 und http://www.sana.sy/?p=364217 (Gezielte effiziente SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen in der Provinz Ḥomṣ mit Eliminierung eines IS-Hauptquartier und militärischer Ausrüstung zwischen as-Suḥna und Tadmur, bei Ḥûsîs und Ğabâb Ḥamad, al-Qaryatain und al-Bârida sowie in ʽUnq al-Hawâ, aš-Šindâḫiyya, Umm ar-Rîš, Umm Ṣaḥîrîğ und gegen Stellungen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyyat nahe Dair Fûl. Desgleichen gegen IS-Trupps in Umm Ḥubailât und in der Gegend des Wâdî al-ʽUzaîb, 110km im O von Ḥamâ. Razzien gegen IS-Ansammlungen in Tal Ušaihib aš-Šamâlî und Ẓalfaʽ im NO von as-Suwaidâ´ mit Zerstörung auch der militärischen Ausrüstung der zahlreich getöteten bzw. verletzten Terroristen inklusive ausgerüsteter Kampfwagen, einer Kanone und eines Granatenwerfers. Akkurate effektive SAAF-Luftschläge gegen IS-Trupps auch bei al-Muraiʽiyya, al-Ğafra, al-Buġailiyya und nahe des Airport von Dair az-Zaur wie gegen IS-Fortifikationen mit Beseitigug derselben und weiteren Verlusten des Feindes an männern und Bewaffnung beim aṭ-Ṭabqa Airport, ca. 55 km im SW von ar-Raqqa.).
Laut russischem Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom 5.4.2016 fanden in den letzten 24 Stunden fünf Verletzungen der Waffenruhe statt. Im Detail beschossen in Hazarma und Dûmâ (Ost-al-Ġûṭa) positionierte Ğaiš al-Islâm–Anhänger Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq mit Mörsergranaten und hinterließen dort eine verletzte Person. Eine umbekannte Terrroristengruppe griff ebenfalls mit Mörsergranaten Militärposten beim beim Dorf Sânadrâ und der Farm ʽAmrû und zivile Siedlungen im Umkreis von al-Lâḏaqiyya an, während Mitglieder der sog. (also „moderaten“ und der Waffenruhe beigetretenen!) FSA heftiges Feuer auf Armeeposten im Gebiet von Darʽâ al-Maḥaṭṭa eröffneten. Eine weitere Terroristengruppe nahm die Straße von Ḥamâ nach Ḥomṣ auf der Höhe von ad-Dâr al-Kabîra unter Beschuß. Zudem wurde der verheerende Anschlag auf aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo (vgl.u.) erwähnt. (http://sana.sy/en/?p=73746)
Die jüngsten Siege der Armee, insbesondere in Tadmur und al-Qaryatain, geben auch den Bewohnern der vom IS und anderen Terrororganisationen besetzten Orte Mut und Auftrieb, gegen ihre Unterdrücker vorzugehen. In mehreren IS-kontrollierten Gebieten kam es zu Revolten mit Kämpfen der Bevölkerung gegen die Terroristen. „The unique operations in Palmyra changed the balance of power in Syria’s battlefronts to the extent that the Syrian people in other parts of Syria have been encouraged to revolt against the ISIL and other terrorist groups“, schrieb hierzu al-Manâr. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950115000980; vgl.a. Aufstandsbericht von ar-Raqqa: s.u. vom 7.3.2016)
Terroranschläge vom 5.4.2016:
Der Beschuß des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, die sich in anderen Vierteln versteckt halten, hält an: durch Mörsergranaten und Raketen wurden 15 (zuvor hieß es zehn, dann 14) Menschen getötet und gut 100 (zuvor: mehr als 50) verletzt, die Beschädigungen von Häusern u.a. privatem Eigentum sind enorm.
Aktualisierung: die Zahl der Getöteten erhöht sich kontinuierlich wegen der vielen noch unter Trümmern verschütteten Menschen. (http://sana.sy/en/?p=73675, http://sana.sy/en/?p=73740)
In der Nacht vom Montag auf Dienstag beschossen in der Nähe positionierte IS-Terroristen gezielt einen Armeeposten beim Militärflughafen von Dair az-Zaur mittels mit Senfgas bestückten Raketen. Mehrere Soldaten mußten in der Folge wegen Luftnot und Erstickungssymtomen dringend behandelt werden. Tags zuvor hatte der IS mit 17 (!) Autobomben versucht, den Flughafen in die Gewalt zu bekommen (vgl.u.). Die Attacken wurden erfolgreich zurückgeschlagen, sämtliche Autobomben rechtzeitig zerstört und dem Feind empfindliche Verluste beigebracht. (http://sana.sy/en/?p=73686, http://www.sana.sy/?p=363661)
Auch RIA Nowosti meldet basierend auf einer syrischen Militärquelle am Di., 5.4.2016, diesen Beschuß. Mehrere Soldaten seien dadurch ums Leben gekommen. Offizielle Bestätigungen lägen dafür jedoch nicht vor. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4714-syrien_is_giftgasangrif_auf_milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkt_in_deir_ez_zor)
Bekanntlich macht der IS vor nichts Halt, auch nicht vor Reliquien: die vom IS befreiten Orte weisen weitgehende Zerstörungen von Architektur und Infrastruktur wie Kulturgütern und religiösen Gegenständen auf. Das außerhalb von al-Qaryatain an der Straße nach Tadmur gelegene Kloster Mâr Ilyân [d.i. St. Elian] aus dem 5.Jh. wurde kurz nach Einnahme der Stadt am 21.8. 2015 vom IS zerstört (vgl. Teil III). Aufnahmen zeigen nun, daß auch das Grab des Heiligen in der Krypta aufgebrochen und die Gebeine von den Takfîr-Terroristen auf einem Müllplatz „entsorgt“ wurden. (http://sptnkne.ws/aYwH mit Kurzvideo)
Nach Mitteilung von Dr. Witali Naumkin, Direktor des russischen Instituts für Orientalische Studien und russischer Vertreter bei den Genfer Gesprächen im Interview mit Rossiya-24 vom Mo., 4.4.2016, werde die nächste Runde am 11.4.2016 beginnen. Die Regierungsdelegation solle jedoch erst am 14.4.2016 dazustoßen. Auf die Frage der Beteiligung der Kurden antwortete der Diplomat: „Die Kurden müssen an den Verhandlungen beteiligt sein.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4702-syrien_gespr%C3%A4che_werden_am_11._april_wieder_aufgenommen)
Der Ex-CIA-Mann Doug Locks, dessen Memoiren von Regierungsseite strengstens zensiert wurden, machte jedoch im Interview mit dem US-Fernsehsender NBC öffentlich, daß der Plan der US-Administration zum Sturz des syrischen Präsidenten Dr. al-Assad aus dem Jahr 2012, den auch die damalige Außenministerin Hillary Clinton wie der damals in Syrien als US-Botschafter tätige Robert Ford, zudem der ehemalige Verteidigungsminister Leon Panetta wie der CIA-Chef David Petraeus aus jener Zeit mittrugen, zwei Hauptkomponenten beinhaltete: neben der Erpressung und Bestechung leitender Beamter der syrischen Regierung die massive Unterstützung der sog. „moderaten Opposition“. Zugleich gestand er ein: „Eine gemäßigte Opposition gab es dort jedoch nicht“. (http://sptnkne.ws/aYbw vom 4.4.2016) – Dennoch wurden gegen die syrische Regierung wie Bevölkerung kämpfende Einheiten mit Geld, Ausbildung und hochmodernen Waffen unter dieser Vorgabe, daß sie zur „moderaten Opposition“ gehörten, über Jahre bis zur Gegenwart unterstützt (vgl. Teil I – IV). Bestätigung für Letzteres durch Eingeständnis hier: http://sptnkne.ws/aXKJ.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73616 und http://www.sana.sy/?p=363661 sowie http://sana.sy/en/?p=73664 (Erfolgreiche Abwehr eines IS-Angriffs mit u.a. 17 Autobomben und Senfgas bestückten Granaten auf einen SAA-Posten beim Militärflughafen von Dair az-Zaur von den östlich gelegenen Dörfern al-Ğafra und al-Muraiʽiyya her; in heftigen Gefechten wurden alle Autobomben rechtzeitig unschädlich gemacht, die meisten Terroristen getötet, der Rest verletzt oder in die Flucht geschlagen; weitere Verluste erlitten IS-Trupps in al-Ğafra, Ḥuwaiğat aṣ-Ṣaqir am Stadtrand von Dair az-Zaur wie im Industriegebiet der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Großangriffs von mehr als 400 Mann der Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten, ausgerüstet mit Artillerie, Mörsergranaten und bewaffneten Kampfwagen auf Militärposten im Umland von Aleppo wie der von den Terroristen angestrebten Unterbrechung der Verbindungstraße Aleppo-ʽAfrîn unter Beibringung heftiger Feindverluste. Beseitigung verbliebener IS-Ansammlungen im weiteren Umkreis von Tadmur und al-Qaryatain durch akkurate Luftschläge in der Provinz Ḥomṣ wie gegen IS-Fortifikationen in aṣ-Ṣawâna aš-Šarqiyya und Ḫunaifîs, ca. 70km südlich Tadmur City; Eliminierung eines Trupps von Affiliierten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Dair Fûl (13km im N von Ḥomṣ), Vereitelung eines Terroristenangriffs vom Dorf ʽÂmiriyya aus gegen einer Reihe von Militärposten beim Dorf ʽAin ad-Danânir ebenfalls im N.).
Terroranschläge vom 3. und 4.4.2016:
In der Nähe von Aleppo positionierte Terroristen beschossen den Sûq [Markt] Manyân in Neu-Aleppo mit raketengetriebenen Granaten zur Mittagszeit, töteten damit zwei Bürger und verletzten drei. Es entstanden zudem Sachschäden an Geschäften und Fahrzeugen.
Am Vortag (3.4.2016) war ein Kind (Todes-)Opfer des Mörsergranatenbeschusses des Stadtteils aš-Šaiḫ Maqṣûd geworden. (http://www.sana.sy/?p=363777)
Aktualisierung: Der Anschlag auf dem Markt forderte zwei Menschenleben, drei Bürger wurden verletzt. – Später am Tag wurden auch der Stadtteil Ṣâlâḥuddîn und die Nilstraße mit Raketen beschossen, weswegen zwei weitere Personen sterben mußten und fünf verwundet wurden.
>Weitere erhebliche Sachschäden richteten raketengetriebene Granaten an, die in den Stadtvierteln as-Sayyid ʽAlî, Saif ad-Daula und der sog. Neustadt und niedergingen. (http://sana.sy/en/?p=73627, http://sana.sy/?p=363777)
Am 4.4.2015 teilte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm mit, daß für die letzten 24 Stunden vier neue Verletzungen der Waffenruhe im Umland von al-Lâḏaqiyya durch terroristische Gruppen beobachtet worden seien. „The armed groups targeted with mortar shells some military posts and residential centers in Lattakia countryside while other groups fired mortars on Ayn Salimo village in Lattakia countryside, killing two persons and injuring four others”, hieß es auf der Webseite. Zudem seien insgesamt acht Personen durch Raketenbeschuß in Wohngebieten Aleppos getötet worden. (http://sana.sy/en/?p=73668)
Eine aserbaidschanische Einheit von 50 bis 70 Kämpfern der IS-Terrormiliz hat ar-Raqqa verlassen, um in die Heimat zurückzukehren und sich dort an den Gefechten in Berg-Karabach zu beteiligen. Den Weg nahmen sie hierzu wieder einmal – ungestört – durch die Türkei wie LifeNews unter Berufung auf eine militärische Quelle meldet. (http://sptnkne.ws/aY66 vom 4.4.2016). – Trotz Meinungsbeitrags bietet folgender aus dem Französischen ins Englische übersetzte Artikel interessante Fakten zum Berg-Karabach-Konflikt: http://www.fort-russ.com/2016/04/encirclement-of-russia-war-for-ngorno.html?m=1.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73559 und http://www.sana.sy/?p=363176 (Die Befreiung von al-Qaryatain im SO der Provinz Ḥomṣ erfolgte am nachmittag nach heftigen Kämpfen mit den IS-Trupps unter heftigen Feindverlusten und zeitraubender, aufreibender Säuberung der verminten Zugänge zur wie Straßen und Häuser in der Stadt; erfolgreich zeige sich auch hier die Strategie der Annäherung von verschiedenen Seiten mit Sicherung der umliegenden Ortschaften und Einnahme der umgebenden Anhöhen und anschließendem Zuziehen des Belagerungsrings, der nur noch einen Ausfluchtweg läßt; unterstützend wirkt dabei die Luftwaffe, im Anschluß erfolgte das Aufspüren mit Demontage der von den überlebenden in die Wüste flüchtenden IS-Anhängern angebrachten Sprengfallen; desweiteren präzise effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und -Stellungen und IS-Nachschubrouten im S und O von al-Qaryatain und bei Marmalat al-Qaryatain sowie im O und N von Tadmur, dem N und S von al-Buṣairî, bei aš-Šindâḫiyya aš-Šamâliyya, Manûḫ und Ḥûsîs; später am Tag Eliminierung von Trupps von Affiliierten der Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Halâliyya im N von Ḥomṣ und von IS-Positionen im O davon bei den Förderquellen 101, 105 und Šâʽir wie Tulûl Niẓâm. Vereitelung von Ğabhatu_n-Nuṣr-Attacken auf Militärposten bei al-Ḥuwaiğa im NW und Qaṣr Abû Samra im NO von Ḥamâ zusammen mit der Volkswehr nach heftigen Gefechten mit mindestens 50 getöteten und vielen verletzten Terroristen und einer Menge an zerstörtem Equipment inklusive mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen, einem Panzer, einem Raketenwerfer, Mengen an Mörsergranaten etc.. Vereitelung eines Überfalls von Ğabhatu_n-Nuṣra –Affiliierten im weitgehend von Terroristen befreiten N von al-Lâḏaqiyya auf Naḥšaba, Talat Rašâ und Ruwaisat al-Malik nahe Kansabâ unter Mithilfe der Volkswehr in für den Feind verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Entfernung der von ihm hinterlassenen Sprengfallen. Beseitigung von IS-Ansammlungen auf Tal Išahîb al-Ğanûbî im NO von as-Suwâidâ´ am Rand der Wüste. Effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und -Schlupfwinkel in al-Ğafra, dazu erfolgreiche Bodenoperationen zusammen mit der Volkswehr gegen tunesische IS-Anhänger im Grüngürtel von al-Bûkamâl im äußersten SO der Provinz Dair az-Zaur und in al-Ġabrâ.).
Oberstes Heereskommando teilt die Befreiung der – nun – ehemaligen IS-Hochburg al-Qaryatain (mit langer christlicher Sieldungstradition!) in der Provinz Ḥomṣ mit (http://sana.sy/en/?p=73579 vom 3.4.2016)
Die Operation zur Befreiung der IS-Hochburg al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ (vgl.u.) ist bereits zu 80% erfolgreich durchgeführt. Im Stadtzentrum ist bereits mit dem Minenräumen begonnen worden, gekämpft wird noch im W. (http://www.sana.sy/?p=363176, http://sptnkne.ws/aX98).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73483 und http://www.sana.sy/?p=362748 (Im Lauf der Operation gegen die IS–Hochburg al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ im Zusammenwirken mit der Volkswehr wurde frühmorgens die Kontrolle über Talat Ṯaniyya Ḥumṣ erlangt nach Besiegung der IS-Trupps, welche Angriffe beim Ğabal al-Ğubail und Posten 861 im Umkreis von al-Qaryatain gewagt hatten un dzwar unter heftigen Verlusten des Feindes – mit anschließender Säuberung des gesicherten Gebiets von hinterlassenen Sprengfallen; der IS in al-Qaryatain ist damit eingekesselt; zur Mittagszeit im N und NW von al-Qaryatain Befreiung von Sin al-Ḫarûbî al-Kabîr und al-Ḥazm al-Baiḍ und des Farmen-Bereich von Maqtal al-Wasâdî mit Eroberung des Gebiets vom Ğabal ar-Rumaila; dazu Zerstörung von IS-Stellungen in akkuraten SAAF-Einsätzen bei as-Suḫna und der Ârak-Ölstation im Landkreis Tadmur wie bei aš-Šindâḫiyya aš-Šamâliyya ca. 73km im O von Ḥomṣ. Desgleichen gegen IS-Positionen bei Ğanâ al-ʽAlbâwî, ʽUqairbât und ar-Rahğan im O Ḥamâ; in Bodeneinsätzen zusammen mit der Volkswehr Eliminierung von Dutzende an IS-Kämpfern mitsamt deren militärischen Equipments im Umkreis von al-ʽAmiyya und al-ʽAliyya, desgleichen im Umfeld von Abû Ḥubailat, Abû Ḥanâyâ und Qulaib aṯ-Ṯawr; zudem Vereitelung eines IS-Angriffs auf Militärposten bei aš-Šaiḫ Hilâl. Effektive präzise Luftschläge basierenden auf vorhergehenden Geheimdienstermittlungen gegen IS-Ansamlungen in al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur wie gegen IS-Verstecke am N-Rand der Provinzhauptstadt bei al-Ḥussainiyya; eine Volkswehreinheit tötete etliche IS-Milizionäre bei al-ʽAšâra, 65km im SO von Dair az-Zaur, wo der Feinde in einen Hinterhalt gersten war, darunter den Saudi Muḥsin an-Nağdî, verantwortlich für die IS-Rekrutierung im Gebiet; neben der Beseitigung von deren Hauptquartier wurden von der SAA gut 40 IS-Anhänger getötet, dazu 18 Mitglieder von Ašbâl al-Ḫilâfa – dies ist bereits eine aus IS-Trainingslagern für Jugendliche ab 16 Jahren hervorgegangene Nachwuchseinheit. Beseitigung von IS-Stellungen samt Zentrale durch die SAAF beim aṭ-Ṭabqa Airport 55km im W von ar-Raqqa). – Zur Operation al-Qaryatain s.a. http://sptnkne.ws/aXnj. – Die SAAF bomte nach Geheimdienstermittlungen zudem zielgenau das Gouvernementsgebäude in ar-Raqqa währen einer Geheimsitzung von hohen IS-Kommandeuren, wodurch etliche davon, darunter der sog. Amîr von ar-Raqqa, genannt Abû Muğâhid al-Libî [also ein Libyer], getötet wurden. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950114000730).
Der Leiter des Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, machte am Abend des 2.4.2016 in einer Erklärung auf gravierende Verstöße gegen die Waffenruhe während der letzten Tage aufmerksam, begangen gerade auch von Gruppen, die sich einerseits als „moderate opposition” ausgaben und sich andererseits zur Waffenruhe verpflichtet hatten. Ausgerechnet diese griffen Stellungen der SAA an. Zudem hätten sich als „moderate opposition” titulierte Gruppen im S und W von Aleppo der Ğabhatu_n-Nuṣra angeschlossen. Diese habe SAA-Positionen bei al-ʽÎs, Abû Ruwail und Ḫân Ṭûmân im Umkreis von Aleppo über eine halbe Stunde lang unter Artilleriefeuer genommen, so daß die SAA, die sich gemäß den Bestimmungen der am 27.2.2016 vereinbarten Waffenruhe zu keinen Gegenmaßnahmen verpflichtet hatte, ihren Standort von al-ʽÎs [gut 50km im N von ar-Raqqa!] gen N verlegen mußte. Darüber habe man dem US-Partner umgehend Meldung gemacht. – Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschoß zudem den aš-Šaiḫ Maqṣûd-Stadtteil in Aleppo mit Raketen, wobei ein Mitglied der kurdischen YPG umkam und zwei Bürger verletzt wurden, und ebenfalls Ḥandarât mit weiteren zwei Verwundeten. (http://sana.sy/en/?p=73528, http://www.sana.sy/?p=362992)
Terroranschläge vom 2.4.2016:
Wieder Opfer einer vom IS ausgelegten Landmine wurden zwei Passanten im Dorf an-Nûfaliyya im SW der Provinz al-Ḥasaka, wobei der eine starb, der andere lebensgefährliche Verletzungen davontrug. (http://sana.sy/en/?p=73488)
Terrorgruppen, welche der Vereinbarung zur Waffenruhe beigetreten (!) waren, beschossen den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo von umliegenden Stadtvierteln aus mit Raketen und Mörsergranaten. Dadurch starb ein Kind und etliche Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden verletzt. Zudem entstanden große Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=73523)
Der türkische Ex-Verteidigungsminister Barlas Doglu machte während einer am Fr., 1.4.2016, im syrischen TV ausgestrahlten Sendung deutlich, daß zur Lösung des Konflikts in Syrien unbedingt die Schließung der türkisch-syrischen Grenze gehöre zur Unterbindung von weiterem Nachschub für die in Syrien aktiven Terroristen, dann die Beendigung dieser Terroristenunterstützung aus dem Ausland wie die internationale Unterstützung der syrischen Regierung im Counterterrorismus. Dabei konstatierte er hinsichtlich der AKP-Regierung: „the Turkish Justice and Development Party (AKP) made a grave mistake in its policy towards Syria, by opening its borders for terrorists and supporting them by accommodation and weapons, and to correct these mistakes Turkey has to support central governments to enable them eliminate terrorism which started to be reversed to Turkey itself.” Der Türkei bleibe nichts anderes als die bisherige falsche Politik gegenüber Syrien zu ändern, deren Rückwirkungen sich bereits in den Bombenattentaten von Istanbul und Ankara gezeigt hätten. Das Volk habe demnach gegen die AKP-Regierung zusammenzustehen und in Protesten über das ganze Land seine Kritik sichtbar zu machen. (http://sana.sy/?p=362656, http://sana.sy/en/?p=73465)
Am selben Tag äußerte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin in einem dem UN-Sicherheitsrat vorgelegten Schreiben ebenfalls, die Türkei sei weiterhin ein wichtiger Lieferant von Waffen und militärischer Ausrüstung für die IS-Terrororganisation unter Ausnutzung von Nichtregierungsorganisationen (sog. NGO). (http://sana.sy/en/?p=73456, s.a. http://sptnkne.ws/aXfc)
Der russische Verteidigungsminster Lawrow machte sich erneut im Telefonat vom 1.4.2016 mit seinem US-Counterpart Kerry für die Schließung der tükisch-syrichen Grenze aus den bekannten Gründen stark. (http://sana.sy/?p=362436, s.a. http://sptnkne.ws/aXqg)
Dem Team von Russia today wurden erneut bei der Flucht in aš-Šadâdî zurückgelassene IS-Dokumente zugänglich gemacht, welche nicht nur den Schmuggel in Syrien geraubten Öls vermittels türkischer Stellen offenlegen sondern ebenso den aus Plünderungen und Raubgrabungen stammender Antiken und Kunstwerke aus Syrien. Für diese „Geschäftszweige“ hatte die sich als „Staat“ gerierende Terrorgruppe ein sog. „Ministry of Natural Resources“ eingerichtet mit einem untergeordneten „Department of Artifacts.” Die Schmuggelrouten erwiesen sich abei als dieselben, die für die Einfuhr von Waffen und Einschleusung an Söldnernachschub benutzt wurden. Dank der IS-Bürokratie liegen alle Details offen. Im Einzelnen zu sehen bei: https://www.rt.com/news/337829-isis-artifacts-trade-turkey/.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.4.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73453 und http://sana.sy/?p=362510 (Beim Durchkämmen des ca. 180ha großen Gebiets von Tadmur einschließlich des antiken Palmyra in der Provinz Ḥomṣ auf Minen und Sprengsätze, welche IS-Terroristen vor ihrer Flucht zu Tausenden angebracht hatten, fanden Spezialeinheiten der Armee und Volkswehrgruppen ein Massengrab. Zunächst wurden 25 Körper, darunter drei Kinder und fünf Frauen ausgegraben, danach noch etliche Leichen von Frauen und Kindern, so daß die vorläufige Gesamtzahl 40 erreicht hat. Einigen Körpern war der Kopf abgetrennt worden, andere wiesen Folterspuren auf. – Man erinnere sich: im Mai 2015 hatte der IS in Tadmur eine Massaker an 400 [nicht rechtzeitig geflohenen] Einwohnern angerichtet. – Das Aufspüren und Entschärfen der Sprengfallen im Gebiet geht derweil weiter. In einem eklatanten Bruch der Waffenruhe griffen nachmittags bewaffnete Trupps im Süden von Aleppo mehrere Armee-Posten an, welche allerdings erfolgreich zurückgeschlagen wurden – unter den Getöteten fanden sich Saudis. In Großraum Dair az-Zaur führten SAA-Operationen gegen IS-Positionen und –Schlupfwinkel zu großen Einbrüchen der Moral der Terroristen und erheblichen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Untergruppen; in Mûḥassan wurden bei Gefechten ca. 30 IS-Anhänger getötet. Zerstörung von Nestern und Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra und dem IS– bzw. al-Qāʿida–Ableger al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm zwischen den Städten aṣ-Ṣiyâd und Kafar Zaitâ, ca. 40km im N von Ḥamâ. Eliminierung von zwei Anlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kafar Sağna und südlich Rakâyâ, ca. 50km im S von Idlib; zudem Ausmerzung einer Ğabhatu_n-Nuṣra-Position um al-Hubaiṭ wie von Stellungen von al-Ḥazm al-Islâmî at-Turkistânî im Gebiet des Abû aḍ–Ḍuhûr Airport etwa 50km im SO der Provinzhauptstadt. – Der Militärberichterstatter weist darauf hin, daß es sich bei der Terrorgruppe al-Ḥazm al-Islâmî at-Turkistânî um ist eine der gefährlichsten Takfîr-Vereinigungen im Verbund mit Ğabhatu_n-Nuṣra handelt, die gemäß vielen Berichten die Unterstützung der Muslimbruderschaft und des türkischen AKP-Regimes genieße; ihre Kämpfer stammten aus Ost-Turkestan und hätten sich schon an Dutzenden von Massakern u.a. Verbrechen im Umland von Ḥamâ und Idlib beteiligt.).
Am 1.4.2016 registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm sieben Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden, davon fünf im Raum al-Lâḏaqiyya, ausgeführt durch Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mittels Mörsergranatenbeschusses auf Wohngebiete, und je einer im Umland von Aleppo, durch Liwâ´ as-Sulṭân Murâd gegen den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd, und in Damaskus, ausgeführt durch Ğaiš al-Islâm per Mörsergranatenbeschuß auf den Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya. Auch Ğabhatu_n-Nuṣra beschieße vom Stadtteil Bustân al-Bâšâ aus weiterhin den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo, wodurch zwei Todesfälle zu verzeichnen gewesen seien. Zudem gingen die Rekonziliierungsaktionen weiter wie der Abbau der vom IS ausgelegten Minen in Tadmur. Auch habe es wieder russische humanitäre Hilfslieferungen in Höhe von für Orte in den Provinzen al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ, Ḥomṣ und Damaskus gegeben. (http://sana.sy/?p=362626)
Terroranschlag vom 1.4.2016:
Bei simultan detonierenden Sprengsätzen in Ḥomṣ im Stadtteil ʽAkramain einem Abfallkorb vor der al-Buḥturî-Schule (!) und in der al-Ḥaḍâra Straße wurden sechs Menschen verletzt. Der Sachschaden fiel entsprechend aus. Aktualisierung: sechs Personen wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=73435)
Am Do., 31.3.2016, unternahm der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, zusammen mit Experten der verschiedensten Sparten eine Begehung von Tadmur und des Ausgrabungsterrains von Palmyra mitsamt des zugehörigen Museums zur Einschätzung der durch den IS mutwillig angerichteten Schäden.
Für die baldige Rückkehr der Bevölkerung in ihre Wohnungen sei die Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur vordringlich. Daher gaben auch Vertreter von Telekommunikation, Elektrizitäts- und Wasserversorgung ihre Statements ab. Die Wiederherstellungesarbeiten begännen nächste Woche und würden einige Wochen in Anspruch nehmen. Zunächst müsse noch das Aufspüren der Massen vom IS hinterlassenen Sprengsätzen und Minen und deren sachgemäße Entfernung abgewartet werden. Ḥusâm Ḥâmîš (Hussam Hamish) vom Direktorat der Antikenabteilung Ḥomṣ erklärte, die beschädigten Artefakte der Ausstellung seien restaurierbar. Sogar die publikumswirksam vom IS in die Luft gejagten und damit in ihrer Gesamtstruktur total zerstörten antiken Baudenkmäler des Bal-Tempels, des Triumphbogens und der al-Lât-Stele mit dem Löwen (vgl. Abbildungen in Teil III (neu)) könnten wiederaufgebaut und dem Publikum zugänglich gemacht werden wie der Rest an erhaltenen Denkmälern des Ausgrabungsgebiets. Wie der Gouverneur mitteilte hätten 60 Organisationen aus aller Welt ihre Hilfe beim Wiederaufbau in Palmyra angeboten. (http://sana.sy/en/?p=73414, http://sana.sy/?p=362321 mit Photos) – Vorläufiger, die bisherigen Einschätzungen bestätigender Abschlußbericht bei: http://sana.sy/en/?p=74789 bzw. http://www.sana.sy/?p=370253.
Nach Auskunft von Generalstabschef Sergei Rudskoi zur Situation vor der Befreiung von Tadmur hätten sich Anfang März im Areal noch mehr als 4.000 IS-Leute ausgerüstet mit mindestens 25 Panzern und Schützenpanzerwagen, mehr als 20 Artillerieanlagen, über 40 Minenwerfer, rund 100 Anti-Panzer-Raketen und über 50 Fahrzeugen mit schweren Waffen aufgehalten, wie Rossijskaja Gaseta am Fr., 1.4.2016, mitteilt. Zudem sei ein ganzes System von Befestigungsanlagen geschaffen worden. (http://sptnkne.ws/aXac)
Wie die türkische Zeitung Hurriyet am Do., 31.3.2016, meldete, wurde am Vorabend – mehr als vier Monate nach dem Abschuß des Kampfjets Su-24 über Syrien seitens der Türkei (vgl.u.) – der Mörder des Piloten Oleg Peschkow, namens Çelik (vgl.u.), in einem Restaurant in Izmir verhaftet. (http://sptnkne.ws/aW9p)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73364 und http://www.sana.sy/?p=361877 (Volkswehrgruppen unterstützt von Bewohnern von Saʽlû, aš-Šuḥail im SO von Dair az-Zaur brachten IS-Trupps Verluste bei wie auch in al-Bûkamâl, dazu Beseitigung der Terrorgruppe al-Ḥisba in al-Ġabrâ, 130km im O der Provinzhauptstadt sowie von IS-Anhängern im Industireviertel von Dair az-Zaur. Eliminierung von IS-Stellungen auf Tal Ušaihib al-Ğanûbî in NO-Umland von as-Suwaidâ´. Vereitelung von IS-Angriffen auf eine Reihe von Militärposten bei aš-Šaiḫ Hilâl im Raum Salamiyya im O von Ḥamâ im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten; Zerstörung eines IS-Kommandozentrums und eines Muntions- und Waffendepots bei Angriffen auf IS-Positionen bei ar-Rahğân, Umm al-Mayâl und Abû Ḥanâyâ im O von Salamiyya; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärkontrollposten um Wâdî al-ʽUzaîb in derselben Gegend in der Nacht auf den 31. März; Etablierung von Posten um den Tal Tabarat ad-Dîba und die umgebenden Anhöhen mit Angriffen auf die IS-Front entlang Abû Ḥubailât, Abû Ḥanâyâ, Ṣalba u.a. vor deren Hauptsitz ʽUqairbât in der Provinz Ḥamâ-Ost.)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm informierte am 31.3.2016 über 10 Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden. „Jaish al-Islam terrorists targeted residential buildings in Damascus suburbs with mortars three times and Ahrar al-Cham terrorists shelled 3 positions for the Syrian army in Lattakia countryside” stand auf der Webseite. außerdem: „terrorists targeted positions for the Kurdish Protection units in al-Sheikh Maksoud neighborhood in Aleppo“ und: „one breach of the cessation of hostilities by unknown armed group was observed in a town in Idleb countryside„. (http://sana.sy/en/?p=73406)
Terroranschläge vom 31.3.2016:
Der Beschuß mit Mörsergranaten von Ost-al-Ġûṭa (Rîf Dimašq) aus verursachte am Donnerstag nachmittag im damaszener Wohngebiet Barza erheblichen Sachschaden. (http://sana.sy/?p=362008)
Ebenfalls am Nachmittag beschossen IS-Terroristen den Stadtteil Harâbiš im SO von Dair az-Zaur mit Raketen und hinterließen damit eine Tote und Sachschaden an Häusern u.a. privatem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=73382)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73287 und http://sana.sy/?p=361184 (Eroberung des Tala Tabâra Dîba im Areal von Salamiyya im O von Ḥamâ nach für den IS verlustreichen Kämpfen im Zusammenwirken mit Vokswehrkräften und Zerstörung von IS-Fortifikationen etc.; Eliminierung von IS-Stellungen und –Ansammlungen bei Bi´r at-Tanmiyya im O von as-Suwaidâ´; Desgleichen im Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm von Dair az-Zaur, wo auch ein 20m-langer Tunnel des IS gesprengt wurde. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps im O von Darʽâ nördlich Tulûl Ḫalîf nahe Umm Walad an der Verwaltungsgrenze zu as-Suwaidâ´.)
Terroranschlag vom 30.3.2016:
Erneut wurde Aleppo nahe des zentralen Parks mit Raketen beschossen, wodurch etliche Passanten verletzt wurden und entsprechender Sachschaden entstand. Auch im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd hinterließen Salven von Mörsergranaten fünf Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=73342)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm berichtete für die vergangenen 24 Stunden von sechs Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe am 30.3.2016 und spezifizierte „5 breaches were observed in Aleppo countryside and one in Lattakia countryside”. Die russischen Kampfflieger hätten zudem in 23 Einsätzen 54 Terroristenpositionen angegriffen. Allein am Mo., 28.3.2016, hätten die Terrororgansiationen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Liwâ´ al-Ḥaqq und Ğaiš al-Islâm elf Mal die Waffenruhe durch Angriffe gebrochen. (http://sana.sy/en/?p=73336)
Nach der Befreiung von Tadmur durch die SAA und die sie unterstützenden Einheiten der Volkswehr etc. kehren die zuvor durch die Armee noch rechtzeitig aus Tadmur evakuierten Bewohner in Scharen zurück. Sputniknews-Reporter begleiteten einige und interviewten sie. Manche können sogar in ihre relativ unbeschädigten Häuser heimkehren, andere haben nicht so viel Glück nach den mutwilligen Zerstörungen seitens der IS-Terroristen. Laut dem Einwohner Muḥammad habe man nun jedoch das Schlimmste hinter sich. Über die IS-Invasion erzählt er: „Das war ein schreckliches Verbrechen, das Hunderte friedliche Zivilisten das Leben gekostet hat. Die Terroreinheiten haben die Bewohner gezwungen, das zu tun, was sie von ihnen verlangten. Ich danke unseren Truppen und Russland. Dank ihren gemeinsamen Anstrengungen konnte Palmyra [tatsächlich gemeint und in arabischen Berichten auch so bezeichnet ist: Tadmur!] befreit werden. Jetzt warten wir alle, bis die Minenräumung abgeschlossen ist, um in unsere Häuser zurückzukehren“. Als die Terroristen in die Stadt einrückten, habe er sich mit der Familie gerade noch zu den Soldaten flüchten können, die einen Korridor von Tadmur nach Ḥomṣ freihielten, um noch so viele Einwohner wie möglich zu evakuieren. In Ḥomṣ hätten sie eine neue Bleibe gefunden. „Wir haben die Stadt nur wenige Stunden, bevor der Daesh die volle Kontrolle übernommen hatte, verlassen. Die Terroristen hatten Dutzende Sprengsatzfahrzeuge in der Stadt stationiert. Über das Schicksal einiger meiner Verwandten weiß ich bis heute nichts“, setzte er hinzu. Jasem (Ğâsim, Yâsim ?), zuvor Hirte in Tadmur, der mit Familie nach Dair az-Zaur flüchtete, berichtete: „Als der Daesh in die Stadt einmarschierte, hatten sie mir gleich meine ganze Herde, alle Schafe und Ziegen, weggenommen. Nachdem sie erfahren hatten, dass unser Nachbar bei der staatlichen Post arbeitet, brannten sie sein Haus nieder“. Der aus Tadmur stammende und an der Befreiungsschlacht seiner Heimatstadt beteiligte Soldat Ayham äußert strahlend: „Für mich war es eine Ehre, für meine Heimatstadt zu kämpfen, wo ich geboren bin. Ich wollte unbedingt in die Liste der Stadtverteidiger aufgenommen werden. Und jetzt rufe ich allen Menschen aus Palmyra zu: Kommt zurück, unsere Stadt ist frei!“ Der IS hatte die „Festung Tadmur“ bis zuletzt verbissen zu halten versucht, da die Oasenstadt in der großen syrischen Wüste ein bedeutsamer strategischer Punkt zur Kontrolle der Verkehrswege von der Küste ins Landesinnere bis z.B. Dair az-Zaur an der Grenze ist. (http://sptnkne.ws/aVFD)
Die Sprecherin der russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte während der Pressekonferenz am Mi., 30.3.2016, übermittelte das Befremden der russischen Regierung über die Haltung westlicher Staaten hinsichtlich der Befreiung Tadmurs inklusive der antiken Stadt Palmyra durch die syrische Armee von der IS-Terrororganisation. „They have blocked a statement welcoming the liberation of Palmyra from ISIS at the UN Security Council drafted by the Russian side.“ Hierauf bemerkte sie: „We are not so much surprised and disappointed by the position of Western colleagues as puzzled by their true intentions in regard to peaceful settlement in Syria” und fuhr fort: „We thought that the delay of reaction from the Western capitals on Palmyra’s liberation was a coincidence. Now it is evident that this is part of a systematic approach”. (In der deutschen Version: in Moskau sei man „nicht so sehr über die Position der westlichen Kollegen verwundert und enttäuscht, sondern vielmehr hinsichtlich der Wahrhaftigkeit ihrer Absichten in Bezug auf die friedliche Regelung in Syrien besorgt. Wir hatten vermutet, dass die Verzögerung bei der Reaktion auf die Befreiung von Palmyra aus den Hauptstädten eine zufällige Erscheinung ist. Nun ist offensichtlich, dass das Teil einer systematischen Herangehensweise ist“.) Jedoch zeige sich nun, daß diese westlichen Staaten weder Interesse an der Befreiung Syriens vom Terrorismus hätten noch daran, an der friedlichen Beilegung der Differenzen mitzuwirken noch an kulturellen Werten an sich. Statt dessen stelle sich heraus, „geopolitical interests are behind all this.” Demgegenüber stehe die russische Position: „The Russian side plans to submit to the Executive Board of the UN cultural watchdog UNESCO a draft statement on Palmyra calling to restore this monument of global civilization”. (In der deutschen Version: „Dies (die Entscheidung, die Erklärung zu blockieren) zeigt, dass sie in Wirklichkeit weder der Prozess der Befreiung Syriens von den Terroristen noch die Förderung des Friedensprozesses durch eine Aussöhnung im Land und schon gar nicht die kulturellen Werte und vieles, was sie regelmäßig deklarieren, interessiert. Hinter allem steht ausschließlich ein geopolitisches Interesse. Die russische Seite hatte sich entschlossen, den Entwurf einer entsprechenden Entscheidung zu Palmyra dem Exekutivkomitee der UNESCO zur Erörterung vorzulegen. Dieses Dokument enthält unter anderem einen Appell an die Organisation zum Wiederaufbau dieses Denkmals der Weltzivilisation“.) (http://sana.sy/en/?p=73300 vom 30.3.2016; s..a. http://sptnkne.ws/aWgF) – Vgl.a. den thematisch ähnlichen Beitrag: Palmyra: the Most Resounding Defeat of International Terrorism … But The Western Media Are Silent About It… Why??? (https://www.facebook.com/filodefero)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=73174 und http://sana.sy/?p=360809 (Zerstörung von IS-Stellungen und Ansammlungen samt militärischem Equipment durch präzise SAAF-Einsätze im weiteren Umkreis von Tadmur bei aṭ-Ṭafḥa nahe Ğab al-Ğarâḥ wie bei al-Buṣaîrî nahe al-Qaryatain im O der Provinz Ḥomṣ, nachmittags im Zusammenwirken mit der Volkswehr Befreiung der südlichen Plantagen und des Postens 861 in der Umgebung von al-Qaryatain).
11 Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe verzeichnete das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 29.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden. „11 breaches were observed during the last 24 hours… 5 in Aleppo, 3 in Idleb, 2 in Lattakia, 1 in Damascus”. Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschossen erneut kurdische Positionen und Wohngebiete mit Mörsergranaten, wobei eine Person ums Leben kam und zwei weitere verwundet wurden. Desgleichen wurden durch eben jene Extremisten wieder die Bewohner von al–Fûʽa mit Mörsergranaten beschossen, weswegen vier Menschen Verletzungen davontrugen. (http://sana.sy/en/?p=73246)
Bei der Eliminierung der IS-Terroristen aus Tadmur blieb ein Dokument der Terrororganisation zurück, das schnell auf Twitter verbreitet und auch der britischen Zeitung The Mirror zugespielt wurde. Es beschäftigt sich mit dem Bezug von Sexsklav(inn)en. Darin heißt es: Brüder, die Sexsklaven erwerben wollen, sollten ihre Namen beim Anführer ihres Zuges registrieren. … Jedem, der seinen Namen nicht registriert, wird der Zugang zum Markt der Sexsklaven verboten. Die Bezahlung für die Sklavin muss in einem geschlossenen Briefumschlag erfolgen. Der Höchstbietende wird verpflichtet, einen Vertrag abzuschließen.“ Sonderregeln für im Kampf Befindliche besagen: „Was Kämpfer im Dienst betrifft, sollten sie ihren Anführer kontaktieren, und wir werden alles binnen zehn Tagen organisieren.“ (http://sptnkne.ws/aVwV)
Dr. ʽAbdul Karîm Ma´mûn, der Generaldirektor für Altertümer und Museen in Syrien (DGAM) bekannte nach der Befreiung von Tadmur mit der antiken Metropole Palmyra am SW-Stadtrand, man habe infolge der IS-Besetzung mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch Tadmur sei in einem besseren Zustand als befürchtet und könne laut den syrischen Behörden wiederaufgebaut werden. Dasselbe gelte für das Ausgrabungsgelände. Wir hatten befürchtet, dass das Amphitheater auf der Hauptstraße und der Tempel beschädigt sind. Aber Gott sei Dank ist alles in bestem Zustand“. Viele der wichtigsten Ruinen seien nur leicht beschädigt und könnten restauriert werden. Sorgen bereite jedoch das Museum: „Die IS-Terroristen nutzten das Museum als Gefängnis, und wir können die Schäden noch nicht einschätzen.“ Dennoch erklärte der Chef-Archäologe: „Heute ist für uns der glücklichste Tag, denn die Stadt ist vom Terrorismus befreit, und die Denkmäler der Zivilisation können wiederhergestellt werden“. Während der Abwehrkämpfe gegen den IS im Frühjahr 2015 waren die (abzugswilligen) Einwohner evakuiert und hunderte an Exponaten in Sicherheit gebracht worden (vgl.u.). Derzeit seien Experten dabei, von allen Objekten Aufnahmen zu erstellen, und die Beschädigungen zu dokumentieren. In Syrien habe man die nötigen Kenntnisse und Kräfte für die Restaurierung. (http://sptnkne.ws/aVhR vom 28.3.2016; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i4189-syrien_wieder-aufbau_palmyras_dauert_5_jahre)
Auch der für historisch wie archäologische Gebäude zuständige Direktor im DGAM, Naẓîr ʽAwaḍ (Nazir Awad) gab im Gespräch mit SANA am 28.3.2016 an, ein Team von Spezialisten (s.o.) sei nach Tadmur unterwegs. Die Restaurierungen würden, wenn auch mit den Materiallieferungen etc. alles in Ordnung ginge, etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen. Eine besondere Gefahr für das hiesige Kulturgut liege noch in den zerstörerischen Raubgrabungen des IS, die ebenfalls erst erforscht werden müßten. (http://sana.sy/en/?p=73151)
Prof. Dr. Michail Piotrowski, Direktor der staatlichen Sammlungen der Eremitage in St. Petersburg hat sich zur Unterstützung beim Wiederherrichten der antiken Weltkulturerbe-Stadt Palmyra bereit erklärt. Hierzu bemerkte er: „While the ISIS terrorist organization began their attack on Palmyra, vandalizing its archaeological ruins and exploding its monuments, our specialists started to think about means of preserving this ancient city and cooperated with all museum experts around the world to collect what is necessary for launching an international campaign to revive and rebuild the city once it is recaptured.” Dann setzte er hinzu: „It is early to talk about definite dates for restoration works. First of all, mines must be dismantled, detailed and accurate maps have to be drawn and work responsibilities should be divided”. Zudem gab er sich zuversichtlich, die geraubten und von den Terroristen außer Landes geschmuggelten Kunstgegenstände wiederbeschaffen zu können.
Der außerordentliche Repräsentant des russischen Präsidenten Putin für internationale kulturelle Kooperation, der Kunstwissenschaftler Dr. Michail Schwydkoi, versicherte, nach Eruierung des Gesamtschadens würde es einfacher sein, einen Restaurierungsplan zu erstellen und zeitliche Angaben hierzu zu machen. (http://sana.sy/en/?p=73160, 28.3.2016)
Selbst beim Aufspüren, Räumen und Entschärfen der vom IS – wie üblich – ausgelegten bzw. versteckt angebrachten Minen und Sprengfallen werden russische Spezialeinheiten die syrischen Kräfte unterstützen und sind bereits unterwegs, meldete Zvezda TV am 29.3.2016. Roboter und Spürhunde sollen bei der gefährlichen Arbeit helfen. (http://sana.sy/en/?p=73186) Tags zuvor hatte Waleri Gerassimow, Chef des russischen Generalstabs, diese Unterstützung angekündigt. (http://sana.sy/en/?p=73133)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.3.2016 – mit teilweiser Rückschau auf den 27.3.2016 – informieren http://sana.sy/en/?p=73100 und http://sana.sy/?p=360130 (Befreiung von al-Ḥazm al-Ġarbiyya und des strategisch bedeutsamen Postens ar-Râqama wie von Talat Ḍahr Ḫarnûbî ca. 85km südöstlich von Ḥomṣ nach heftigen Gefechten gegen den IS; ebenfalls große Fortschritte gegen Nester und Ansammlungen des IS im Raum al-Qaryatain wie im Bereich Minṭâr ar-Rumailî mit Zerstörung der Nachschublinien; – am Vortag: Etablierung der Kontrolle über die Posten 850 und 849 auf al-Ḥazm aṯ-Ṯânî zu und des Postens 876 auf den Ġabal ar-Rumaila zu. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps samt Abschußanlage für Mörsergranaten in al-Manṣûra in der al-Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ wie in Abû Ḥubailat im O, unter Getöteten auch der lokale IS-Anführer Ḥussain al-Ḫalaf; – am Vortag: Beseitigung von IS-Ansammlungen westlich des ʽAqârib-Damms und bei Tabârat ad-Dîba (etwa 31 km im O der Stadt Ḥamâ) mitsamt ihren aufgerüsteten Fahrzeugen. Im N Idlibs kamen am Sonntag durch eine Autobombe laut anwohnern von Sarmadâ (nahe des Grenzübergangs Bâb al-Hawâ zur Türkei) Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ums Leben. Am Sonntagabend brachte die lokale Volkswehr bei al-Mayâdîn (45km im SO Dair-az-Zaur) und al-ʽAšâra (65km im SO der Provinzauptstadt) IS-Ansammlungen Verluste bei.).
Wie Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 28.3.2016 meldete, kam es in den vergangenen 24 Stunden zu neun Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe und zwar in den Provinzen Aleppo, Idlib und al-Lâḏaqiyya. Dazu bemerkte er: „Operations of eliminating separate groups of the Islamic State, ISIS, are still continuous in the southern suburbs of Palmyra”. Zudem hätten Bewohner im Umland von Aleppo gemeldet, daß in ʽAnadân im N der Provinzhauptstadt mehr als 50 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit drei LKW-Ladungen an Waffen aus der Türkei angekommen seien. (http://sana.sy/en/?p=73154)
Frohe Osterfeiertage allen Lesern!
(währenddessen Kurzmeldungen)
Die Regierung verurteilte den Terroranschlag von Lahore strengstens und bekräftigt erneut die Notwendigkeit einer international abgestimmten Bemühung zur aufrichtigen Terrorismusbekämpfung. (http://sana.sy/?p=360100)
Das erhoffte Ostergeschenk ist da, vielfach schon fälschlich gemeldet, jetzt aber bestätigt: ganz Tadmur (einschließlich der antiken Stadt Palmyra) ist durch die Armee mit ihren Unterstützungskräften (vgl.u.) am Sonntag vom IS befreit worden. Sämtliche letzten IS-Trupps (ca. 450 getötete IS-Terroristen!) mitsamt ihren Schlupfwinkeln sind eliminiert, wer den Verfolgern entkommen konnte, flüchtete sich in die umgebende Wüste. Spezialeinheiten durchkämmen das Gebiet nach in Mengen hinterlassenen, an antiken Relikten und Häusern angebrachten Sprengsätzen und an Straßen ausgelegten Minen entschärfen sie.
Das antike Palmyra ist vom Militär umstellt und gesichert.
Die SAAF begleitet von russischen Kampffliegern bestrichen die Achsen Tadmur – as-Suḫna(ebenfalls Rückzugsort des IS), Tadmur – Tadmur-Dreieck (vgl.u.), Tadmur – Tuwainân und ar-Ruṣâfa – aṭ-Ṭabqa (ar-Raqqa-Provinz) und brachten so dem Feind weitere beträchtliche Verluste bei.(SAA-Gefechtsbericht vom 27.3.2016: http://sana.sy/en/?p=72949, http://sana.sy/?p=359471 vom 27.3.2016, Bestätigung durch Generalstab: http://www.sana.sy/?p=359509 bzw. http://sana.sy/en/?p=72985)
Der russische Präsident Putin gratulierte Präsident Dr. al-Assad per Telefon zu dem spektakulären Sieg in Tadmur. Letzerer bedankte sich für die bisherige Unterstützung seitens Rußlands und versicherte hinzu: „Palmyra had been reduced to ruins several times throughout history… As it was previously restored, so it will be restored again so as to remain a cultural heritage and treasure for the entire world”. (http://sana.sy/en/?p=73049, 27.3.2016) – Zugleich sicherte Putin am Telefon weiterhin russische Unterstützung zu auch im Nachgang des Sieges in Tadmur: „Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation wurde beauftragt, die syrische Seite bei der Minenräumung auf dem befreiten Territorium angesichts dessen Bedeutung für die Weltkultur maximal zu unterstützen“. Dies machte er auch gegenüber der UNESCO–Generaldirektorin Irina Bokowa in einem weiteren Telefonat deutlich. Außerdem hätten sich er und Frau Bokowa darauf geeinigt, daß „die Unesco, Russland und Syrien in nächster Zukunft alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werden, um den Schaden, den die Terroristen Palmyra zugefügt haben, zu begutachten sowie einen Plan zur Widerherstellung dessen, was noch gerettet werden kann, auszuarbeiten“. (http://sana.sy/en/?p=73078 vom 28.3.2016, s.a. http://sptnkne.ws/aVde)
Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon begrüßte während einer Pressekonferenz in Amman am So., 27.3.2016, die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in Tadmur durch die syrische Armee, welche die IS-Terroristen auch aus der antiken Stadt Palmyra vertrieb. „We were happy with the announcement of the Syrian army the restoration of security and stability to Palmyra… the Syrian army will protect and preserve this human heritage”, verkündete er. (http://sana.sy/en/?p=73073)
Im russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm stellte man am 27.3.2016für die vergangenen 24 Stunden zahn Verstöße gegen die Waffenruhe fest, darunter vier im Umland von Aleppo und drei in jenem von al-Lâḏaqiyya. In 40 Lufteinsätzen seien zudem 117 IS-Positionen angegriffen worden mit Eliminierung von 80 Terroristen, acht Kommandozentren, zwei Panzern, drei Kanonen, acht Fahrzeugen und sechs Depots. (http://sana.sy/en/?p=73057)
Beim Treffen von Großmuftî Scheich Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn und dem Vize-Patriarch von Antiochia des ganzen Osten der römisch-orthodoxen Kirche, Lûqâ al-Ḫûrî (Luka al-Khouri) mit der französischen Parlamentsdelegation (vgl.u.) am So., 27.3.2016, erinnerte ersterer daran, Syrien habe Europa vor der Landplage des Terrorismus und Extremismus gewarnt gehabt. Syrien kämpfe gegen beide, weil es ein säkularer Staat sei und fügte hinzu: „Syria has defended Europe and combated extremism and terrorism on behalf of it”. Daneben betreibe es die Reconciliation bis zu deren natürlischem Ende. Regime wie in Qaṭar, Saudi-Arabien und der Türkei rief er dazu auf, die Terrorismusunterstützung wie auch die Einmischung in die internen Angelegenheiten Syriens zu beenden.
Lûqâ al-Ḫûrî rief die Gäste dazu auf, zuhause das reelle Bild Syriens zu verbreiten. Dafür seien sie da, versicherte Delegationschef Mariani. (http://sana.sy/en/?p=73066)
Seit dem 25.3.2016, befindet sich erneut (vgl.u., 14.11.2015) eine französische Parlamentsdelegation, deren politische Mitglieder hauptsächlich der oppositionellen Partei „Die Republikaner“ entstammen, mit politischen Analysten und Aktivisten, 25 Journalisten, Intelektuellen und Forschern unter der Führung von Thierry Mariani in Syrien zu Treffen mit hohen Politikern und Besichtigungen vor Ort. U.a. fand auch ein Gespräch mit Präsident Dr. al-Assad statt. Auch Mariani machte deutlich, daß die bisherige Politik ihrer Regierung wie die anderer EU-Länder und der USA etc. gegenüber Syrien falsch gewesen sei wie auch die westliche „Bericht“erstattung über die Vorgänge in Syrien, von denen man sich hier vergewissern könne. Zudem verurteilte die Delegation die Terroristenunterstützung durch die Türkei, Saudi-Arabien und Qaṭar Nicolas Dhuicq berichtete später über die Unterredung, der Präsident habe festgestellt, „dass vor dem Hintergrund der US-amerikanischen und russischen Operationen die Außenpolitik der EU im Nahen Osten eigentlich keine Rolle spielt“. Zur Föderalisierungsdiskussion habe jener bemerkt: Syrien sei ein kleines Land. Es sei eigentlich zu klein, um dort eine Föderation auszurufen … insbesondere in Bezug auf die arabische Bevölkerung in der Region. In den Kurden-Gebieten Syriens belaufe sich deren Anteil Assad zufolge auf nur 30 Prozent, deswegen würde sie auch auf eigenem Territorium nur eine Minderheit vertreten“. Zudem sehe der Präsident positiv in die Zukunft.
Zur Frage des religiösen Hintergrunds des syrischen Präsidenten, sprach sich Dr. al-Assad klar dafür aus, daß diese keine Rolle für die Besetzung des Amtes spielen dürfe. Dies würde allerdings einer Verfassungsänderung bedürfen. Daß man zu einer solchen bereit sein solle, hatte er bereits in früheren Intervews deutlich gemacht und dazu aufgerufen. (http://www.sana.sy/en/?p=72914, http://www.sana.sy/en/?p=72922, s.a. http://sptnkne.ws/aUUT und http://sptnkne.ws/aUTb)
Wiederholt tauchen Meldungen – dieses Mal von SputnikNews – auf, das antike Palmyra am Ortsrand der Oasenstadt Tadmur sei unter Kontrolle der SAA und damit aus der seit Mai 2015 bestehnden Besetzung durch den IS befreit. http://sptnkne.ws/aTBA vom 23.3.2016) – Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldet noch keine Bestätigung (Gefechtsbericht in Englisch auf http://sana.sy/en/?p=72659), sondern die Eroberung des in den Gefechtsberichten schon mehrfach genannten sog. Tadmur-Dreiecks (vgl.u.) außerhalb der Stadt. Pars today dagegen meldet, Armee und unterstützende Einheiten von Volkswehr und Ḥizbullâh seien bis zum Stadtrand vorgedrungen, wie auch eine Quelle im Kommandostab gegenüber RIA Novosti berichtet habe. (http://parstoday.com/de/news/world-i3784-syrische_armee_und_aufst%C3%A4ndische_r%C3%BCcken_in_palmyra_vor)
Auch am 24.3.2016 spielen sich Kämpfe gegen den IS am Westrand von Tadmur ab nicht in der Stadt! (http://sana.sy/en/?p=72754)
Bei allen SAA-Einsätzen ist der Schutz der antiken Ruinen beim Waffeneinsatz wie bei der Taktik ausschlaggebend.
Noch am 25. und noch am 26.3.2016 finden die Gefechte nahe bei (Palmyra) und nicht in einem Teil von Tadmur statt wie die Gefechtsberichte und Veröffentlichungen bei SANA erweisen: http://sana.sy/en/?p=72841 und http://sana.sy/en/?p=72828
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72896 und http://www.sana.sy/?p=359120 (Nach erbitterten für den Feind äußerst verlustreichen Kämpfen erlangte die Armee mit ihren Unterstützungskräften am späten Nachmittag die Kontrolle über einige am Stadtrand gelegene Bezirke Tadmurs, die Stadtteile al-Mutaqâʽ’idîn, al-ʽÂmiriyya und al-Ğamʽiyât al-Ġarbiyya, wobei al-ʽÂmiriyya die letzte Verteidigungslinie des IS mit Dutzenden gegen das Fortschreiten der Armee angebrachten Minen und Sprengkörpern darstellte. Heftige Kämpfe finden derweil noch statt in nördlich und westlich gelegenen Stadtteilen wie beim im Osten gelegenen Flughafen und noch in der Morgendämmerung bei den Obstplantagen im S. Schwere Verluste hatte der IS auch bei ʽAqârib 31km im O von Ḥamâ hinzunehmen, wobei von der Armee das Gebiet im W des ʽAqârib-Damms zurückeroberte und Tabârat al-Daiba befreite, anschließend Räumung der vom IS angebrachten Sprengsätze im Areal.).
Das russische Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm meldet am 26.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden neun Verstöße gegen die Waffenruhe, drei in der Provinz Aleppo, je zwei in den Provinzen Damaskus-Land, Ḥomṣ und al-Lâḏaqiyya. Die russische Luftwaffe griff in 40 Einsätzen 158 terroristische Ziele an, im Einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=72928.
Im Sputniknews-Interview erzählte der Ex-Außenminister und -Vizepremier (2002!) der Türkei, der DSP-Politiker Şükrü Sina Gürel von seinem privat unternommenen Besuch in Damaskus vor einiger Zeit, seinem Treffen mit Präsident Dr. al-Assad und dessen Botschaft an die türkische Bevölkerung. In dieser habe sein syrischer Gastgeber zur „Aufrechterhaltung und dem Ausbau der gutnachbarlichen und freundschaftlichen Beziehungen und Kontakte“ aufgerufen. Dies trifft mit dem Bestreben der türkischen Oppositionspolitiker und vieler Türken zusammen (vgl.u.). Der Präsident, der den Eindruck eines ruhigen und sicheren Mannes vermittele, habe die Botschaft mit Respekt und ohne jegliche Beleidigung oder Aggression vorgebracht. Für Gürel sei es sehr wichtig, die außenpolitischen Kontakte der Türkei wieder zu beleben. Daher bemerkte er auch: „Mir scheint, ähnliche Schritte wären in Bezug auf Russland und den Iran notwendig. Die regionalen Mächte sollten ihre Zusammenarbeit aufrechterhalten. Und Russlands Rolle in der Region ist sehr groß.“ Hinsichtlich separatistischer Bewegungen in Nahost meinte er: „Die Staaten der Region sollten sich zusammenschließen und eine gemeinsame Politik durchführen, die auf die Erhaltung der Integrität ihrer Länder gerichtet sein muss. Das ist der Schlüssel für die Problemlösung.“ (http://sptnkne.ws/aU4H 26.3.2016),
Terroranschläge vom 25.3.2016:
Erneuter Beschuß mit Raketen auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo hinterläßt vier Tote, 20 Verletzte und erhebliche Gebäude- etc. Schäden. Auch im Stadtteil Ṣâlâḥuddîn verschanzte Terroristen beschossen denjenigen von al-Ḥamdâniyya in der Provinzhauptstadt mit Mörsergranaten, töteten einen Anwohner und verletzten zwei weitere bei entsprechenden Sachschäden.(http://sana.sy/en/?p=72870, http://sana.sy/?p=359027)
Am 25.3.2016 registrierte das russische Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm sieben Verstöße gegen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden. Laut der zugehörigen Webseite kamen in der Provinz Idlib durch Artilleriebescbuß seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra drei Menschen ums Leben. Aus der Provinz Ḥamâ wurde die Entführung von 12 Personen durch dieselbe Terrororganisation gemeldet. In der letzten Woche habe die Ğabhatu_n-Nuṣra ihre Provokationen deutlich erhöht, wozu am Vortag auch das US- Koordinierungszentrum in Amman kontaktiert worden war. (http://sana.sy/en/?p=72878)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72828 sowie http://www.sana.sy/?p=358847 (Die Armee samt unterstützenden Kämpfern (vgl.u.) erlangten nach heftigen Gefechten mit IS-Trupps die Kontrolle über den Burgberg von Tadmur wie den Syriatel-Hügel daneben und damit alle Anhöhen um Tadmur herum mit Ausmerzung aller noch verbliebenen IS-Schlupfwinkel dort und Durchkämmung der Areale nach angebrachten Sprengfallen und Beseitigung und Entschärfung dieser. Der Feind erlitt heftige Verluste und zog seine Reste in die Innenstadt zurück. Bestätigt wurden mutwillige Beschädigungen an der Burgruine durch den IS, vgl. Photos und Videos bei http://www.sana.sy/?p=359120)
Pläne zur Behebung der durch den IS mutwillig verursachten teilweisen Zerstörungen und Beschädigungen und Restaurierung des Bauwerks werden nach Aufnahme durch Experten des syrischen Direktorats für Altertümer erstellt. (http://sana.sy/en/?p=72903 vom 26.3.2016)
Ein Video präsentiert terroristische Söldner und gleichzeitig „operators“ für die aus US-gefertigten und von den USA den vorgeblich „moderaten“ Terroristen gelieferten BGM-71 TOW anti-tank-missiles, welche von der SAA gefangengenommen und anschließend vom Geheimdienst vernommen wurden. Zwei davon stellten sich dadurch als Mitglieder der Gruppe heraus, welche den russischen Rettungshubschrauber, der nach dem abgeschossenen russischen SU-24 Piloten suchte, abschossen und letzteren töteten. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/25/syrian-patriotic-special-forces-captured-mercenaries-tows-operators-which-destroyed-russian-helicopter/)
Dr. Saʽîd aš-Šahâbî (Saeed el-Shahabi), politischer Aktivist und Journalist, zudem Leiter der baḥrainischen regierungskritischen Freiheitsbewegung Bahrain Freedom Movement“ rief laut Mitteilung von al-ʽÂlam vom Fr., 25.3.2016, die internationale Gemeinschaft dazu auf, ernsthafte Maßnahmen gegen die Unterstützer des Terrorismus, insbesondere von Seiten der Regime Âl-Saʽûd und Âl-Ḫalîfa (Baḥrain), zu ergreifen. Der Terrorismus müsse an der Wurzel ausgerottet werden, wozu einerseits die finanzielle und anderweitige Unterstützung wie die extremistische Ideologie als Ausgangspunkt [s. den in verwirklichten Wahhâbismus] zähle. Den Diktatoren dieser Regime müsse zudem ein Ende gesetzt werden, um in jenen Ländern den Weg frei für demokratische Systeme zu machen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3919-bahrainische_bewegung_fordert_weltgemeinschaft_zur_reaktion_gegen_riad_auf)
Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums informierte am 24.3.2016 darüber, daß Nachforschungen durch Russia Today erneut Beweismaterial zutage gefördert habe, das die immer noch andauernden Handelsbeziehungen zwischen dem IS und der türkischen AKP-Regierung, welche zuvor schon die russische Regierung belegt hatte, zudem untermauerten wie auch die Terrorismusunterstützung in Syrien. Zu konstatieren sei laut Igor Konaschenkow demnach: „Turkish regime is directly involved in funding and training international terrorists who are active in Syria“. (http://sana.sy/en/?p=72819). Siehe hierzu auch: ISIS, Oil & Turkey: What ‘Russia Today’ found in Syrian town liberated from jihadists by Kurds (https://www.rt.com/news/336967-isis-files-oil-turkey-exclusive/ vom 24.3.2016)
Die UNESCO–Generaldirektorin Irina Bokowa hat sich begeistert über die Befreiungsaktion der SAA bzgl. der antiken Stadt Palmyra geäußert: „I welcome the liberation of the Palmyra archeological site, martyr city inscribed on the UNESCO world heritage list, which carries the memory of the Syrian people, and the values of cultural diversity, tolerance and openness that have made this region a cradle of civilization.” versicherte sie am Do., 24.3.2016, und fuhr fort: „For one year, Palmyra has been a symbol of the cultural cleansing plaguing the Middle East.”. Für die nähere Zukunft kündigte sie an: „As soon as security conditions allow, UNESCO is ready to go to Palmyra with those responsible for Syrian antiquities on a mission to evaluate damage and protect the priceless heritage of the city.“ Zudem konstatierte sie: The deliberate destruction of heritage is a war crime”. (http://sana.sy/en/?p=72833 vom 25.3.2016) – Schon der vielseitig interessierte Ethologe Konrad Lorenz hatte für die Einführung eines Straftatbestandes „Kulturverbrechen“ votiert.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72754 und http://www.sana.sy/?p=358306 (In der Provinz Ḥomṣ erkämpfte die Armee mit unterstützenden Kräften nach harten für den IS verlustreichten Gefechten die Kontrolle über den Wâdî al-Qubûr, den Ğabal al-Quṣûr und Qaṣr al-Qaṭarî im W von Tadmur wie später über den gesamten die Oasenstadt übverblickenden Gebirgszug Ğabal aṭ-Ṭâr, ca. 3km von dieser entfernt; weiteres Vorrücken auf das – außerhalb gelegene – Dîdîmân Tadmur Hotel und den az-Zirâʽa-Kreisverkehr an der SW-Zufahrt nach Tadmur; heftige Kämpfe am Nachmittags gegen IS-Konzentrationen beim Burgberg, dessen Ruine von den Terroristen ebenfalls arg beschädigt worden war, wie beim Syriatel-Hügel und um Tadmur herum – der IS erlitt jeweils deutliche Einbußen an Kämpfern und Ausrüstung, ließ diese oft bei der Flucht – u.a. gen Târkîn – zurück; ebenfalls nachmittags erhielt der IS Verstärkungen aus as-Suḫna (vgl.u., ca. 70 km im NO von Tadmur) und Ansammlungen von IS-Terroristen in aṭ-Ṭaiba auf der Straße nach ar-Raqqa, welche durch die SAAF effektiv bekämpft wurde. Beseitigung von IS-Trupps samt militärischem Equipment im NO von as-Suwaidâ´ auf Tal Ušaihib al-Ğanûbî wie bei al-Qaṣr.); s.a. Bildergallerie in: http://www.sana.sy/?p=358698.
Sieben Verstöße gegen die Waffenruhe verzeichnete das russische Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîmam am 24.3.2016, davon fünf im Umland von Aleppo und zwei in jenem von al-Lâḏaqiyya. Im ersten Fall beschossen erneut Terroristen von Liwâ´ as-Sulṭân Murâd kurdische Stellungen im mit Raketen, im zweiten richteten Extremisten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihre Mörsergranaten auf zwei Städte im Umkreis. – Zudem meldeten Einwohner, daß sich IS-Trupps um die Orte Ḫân Ḥâfira, Marân, Umm ʽAdasa und Šâmir sammelten, wohl um SAA-Positionen anzugreifen. – Mit den die SAA unterstützenden Lufteinsätzen gegen den IS hätten die russischen Kampfflieger zwischen dem 20. und 23.3.2016 insgesamt 146 Einsätze im Umkreis von Tadmur, wobei mehr 320 Terroristen, sechs Kommandozentren, fünf Panzer, sechs Artilleriestellungen, zwei Waffendepots und 15 aufgerüstete Fahrzeuge eliminiert wurden. (http://sana.sy/en/?p=72810)
Zum Ende der zweiten Gesprächsrunde in Genf präsentierte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, während einer Pressekonferenz am Do., 24.3.2016, ein paper of principles mit 12 Punkten, über die Einigkeit zwischen den Teilnehmern bestehe. „The paper I have prepared represents my conception as a mediator for the Syrian-Syrian dialogue, it includes guiding principles that help in the next stage, but don’t enter in the details”, verkündete er, die erwähnten Details sollten möglichst in der nächsten Runde angepackt werden. Enthalten seien jedenfalls die Bewahrung von Syriens territorialer Integrität und Souveränität, die Zurückweisung auswärtiger Einmischung (intervention) und des Terrorismus´ wie der Schaffung geeigneter Bedingungen zur Rückkehr der Flüchtlinge in die Heimat [wie sie schon in den Moskauer Prinzipien enthalten waren].
Hinsichtlich der Regierungsdelegation hob er hervor, daß diese geholfen habe, das bereits Vorgestellte auf den Weg zu bringen. „We will start the next round of talks on the time that we have fixed which couldn’t be postponed after the 9th or 10th of April as the participating delegations can arrive successively”. Dann sprache er sich aus für: „priority is for preserving the cessation of hostilities agreement and the continuation of the humanitarian aid.” Zudem hoffe auch er auf eine Teilnahmemöglichkeit der Kurden an den Gesprächen und informierte hierzu: „I discussed this issue at the Security Council”. Außerdem setzte er – die syrische Regierungsposition damit unterstreichend – hinzu: „he Kurds are Syrians and I will seek to have them in the dialogue and representation would include all Syrians.” (http://sana.sy/en/?p=72807)
Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der russischen Duma [Unterhaus], Alexei Puschkow, wies hinsichtlich der Brüsseler Anschläge auf seinem Twitter-Account auf den wichtigen Umstand hin, daß die in der belgischen Hauptstadt aktiven Terroristen Gegner der Regierung unter Präsident Dr. al-Assad seien. Wörtlich schrieb er: „Die Terrorakte in Brüssel wurden von denselben Dschihadisten begangen, die in Libyen gegen Gaddafi und in Syrien gegen Assad gekämpft haben. Europa zieht es aber vor, darüber zu schweigen“. (http://sptnkne.ws/aTP4 vom 24.3.2016)
Terroranschläge vom 24.3.2016:
Erneut wurden Einwohner der von Terroristen seit zwei Jahren belagerten und ständig Angriffen ausgesetzten Stadt al-Fûʽa im Landkreis Idlib Opfer einer neuerlicher Attacke: zwei Personen starben drei weitere wurden verletzt durch Scharfschützenfeuer von Seiten der Terrorgruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Liwâ` al-Farûq, einer Unterabteilung der sog. von der Gruppe Freunde Syriens (vgl.u.) unterstützten FSA (vgl.u.)! (http://sana.sy/en/?p=72712)
Eine von IS-Terroristen an der Landstraße zwischen Sawdâ und ʽAbad einerseits und Rağm al-Fayâḍ andererseits angbrachte Landmine tötete einen Passanten und verletzte einen weiteren in der Provinz al-Ḥasaka. (http://sana.sy/?p=358477).
Nach drei Jahren des Ausfalls durch Terroristeneinwirkung ist das Thermalkraftwerk Tišrîn im Umland von Damaskus ab dem 24.3.2016 endlich wieder am Netz (http://sana.sy/en/?p=72724).
Dr. al-Ğaʽfarî traf am 23.3.2016 auch auf die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. „We held an objective meeting with Mogherini at the residence of the Syrian Arab Republic’s delegation in Geneva and I can say it was a promising and constructive meeting to a certain degree”, urteilte er nach dem gemeinsamen Gespräch. Sie sei mit einer Botschaft der EU gekommen zur Bestärkung von „our delegation, other sides including the UN Special Envoy for Syria de Mistura to get involved positively in the indirect talks.” Bezüglich der Attentate in Brüssel, wozu der Diplomat sich schon wiederholt geäußert hatte (vgl.u.) bemerkte er dieses Mal, die Anschläge „opened the eyes of the Europeans on the need for reading the map more accurately and give priority to combat terrorism.” Er habe die EU-Außenbeauftragte darum gebeten, die Europäer auf die Notwendigkeit der Aufhebung der ökonomischen unilateralen [und damit illegalen] Zwangssanktionen gegen Syrien und der Wiedereröffnung der Botschaften im Land hinzuweisen. Hinsichtlich des Beginns der nächsten Runde für die weiteren Verhandlungen in Genf äußerte er: „we didn’t agree yet on the deadline, and we will agree with de Mistura on a fixed time through diplomatic channels.” (http://sana.sy/en/?p=72705)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72659 und http://www.sana.sy/?p=357684 (Kontrolle über das sog. Tadmur-Dreieck, ca. 2km von der Oasenstadt entfernt, und den N-und W-Hang des aṭ-Ṭâr-Gebirges, 3km im NW des Burgbergs (mit Ruine) von Tadmur gelegen, nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten gegen den IS erkämpft; mit Eroberung der Höhenzüge um Tadmur mit Vernichtung der IS-Nester und –Ansammlungen mitsamt deren militärischem Equipment rund um die Oasenstadt ist die erste Etappe zu deren Befreiung abgeschlossen; zudem Eliminierung von IS-Konvois auf der Strecke Tadmur – as-Suḫna und von IS-Konzentrationen beim Wâdî Abyaḍ-Damm, dem Šâʽir Ölfeld und Umm Ṣuhaîrîğ im O sowie bei al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ durch SAAF-Angriffe. Beseitigung einer Autobombe während eines vereitelten IS-Angriffsversuchs auf das Industrie-Viertel von Dair az-Zaur unter heftigen Feindverlusten an Männern und Ausrüstung. In der Provinz Ḥamâ im Ost-Umland von Salamiyya Auslöschung von IS-Befestigungen und-Ansammlungen durch effektive akkurate Luftschläge bei Abû Ḥubailât, al-ʽUqairbât, ʽAkiš, al-Qasṭal al-Waṭânî, Ğab ar-Riyân, Ğurûḥ, ar-Rawḍa, Rasm al-ʽAwâbid, Umm Ğab und Rasm at-Taîna) – Beteiligt an der Operation zur Befreiung von Tadmur sind auch die ca. 5.000 Mann (generisches Maskulinum!) starken sog. „Wüstenfalken“, oder englisch die Desert Falcons self-defense unit, also eine – gemischt geschlechtliche – Selbstverteidigungseinheit, welche der pensionierte SAA-Oberst Muḥammad Ğabir bereits in den ersten Tagen des Krieges zusammenstellte, welche sehr effektiv kämpft. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/23/palmyra-desert-falcons/ mit Photogallerie! Zudem kämpfen Einheiten der Volkswehr und der Ḥizbullâh auf Seiten der SAA gegen den IS. Zu weiteren Beteiligten s.a. Leith Fadel in: https://www.almasdarnews.com/article/irgc-soldiers-arrive-palmyra-help-liberate-city/.
Am 23.3.2016 werden aus dem russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm für die letzten 24 Stunden fünf Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet: „4 breaches took place in Lattakia and 1 in Homs”. Weitere Rekonziliierungsgespräche mit Beitritten zur Waffenruhe wurden geführt. Der kommandierende Generaloberst der russischen Militärs in Syrien, Alexander Dwornikow, bemerkte noch, mit der Befreiung von Tadmur werde der Weg frei nach ar-Raqqa und Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=72697) – Generaloberst Dwornikow hob zudem im Interview mit der Rossijskaja Gaseta vom 23.3.2016 hervor, daß die SAA seit Beginn der russischen Operation in Syrien rund 400 Orte befreit habe und setzte hinzu: „In dieser Zeit verlor das Terrornetzwerk Daesh (IS/Islamischer Staat) 10.000 Quadratkilometer des syrischen Territoriums. Das Potential der Terrorgruppierungen verringerte sich um die Hälfte, die Terroristen büßten die Initiative ein“. (http://sptnkne.ws/aTDT, Hhg. blogseits).
Der russische Außenminister Sergei Lawrow machte am Mi., 23.3.2016, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier hinsichtlich der anhaltenden Terrorismusunterstützung von der Türkei aus deutlich: „Wir beobachten einen anhaltenden Strom über sie (die türkische Grenze – d. Red.) in beiden Richtungen, obwohl dieser Strom, nachdem unsere Luftwaffe Operationen zur Unterbindung des illegalen Schmuggels, insbesondere von Erdöl und Erdölprodukten aus Syrien, aus den vom IS (in Russland verboten) kontrollierten Territorien in die Türkei initiiert hatte, ernsthaft abgenommen hat. … Dennoch bleibt er bestehen und wird aktiv an der Grenze zwischen den beiden kurdischen Enklaven im Norden Syriens genutzt. Und gerade wo die Kurden versuchen, dem IS diese Territorien abzuringen, erfolgt von türkischer Seite her ein Artilleriebeschuss gegen Stellungen der Kurden, durch den ihr Kampf gegen diese terroristische Organisation behindert wird“. (http://sptnkne.ws/aT9e)
Im NO der Provinz Ḥamâ konnte nun – wie schon früher angekündigt – die zweite Gruppe Bürger (nach der ersten am 15.3., vgl.u.) in ihre Heimatorte al-Bîra, al-Ḥuwaiğa, Qaṣr al–Muḫarram und Ğunaina Ġarbiyya zurückkehren, wie der Gouverneur Dr. Ġasân Ḫalaf gegenüber SANA am 23.3.2016 mitteilte. (http://sana.sy/en/?p=72650)
Am Vormittag des 23.3.2016 beurteilte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Leiter der syrischen Regierungsdelegation, die Atmosphäre das vorangegangenen Gesprächs mit dem UN-Gesandten de Mistura als positiv. Man habe von de Mistura nun ein Dokument ausgehändigt bekommen [wurde bislang vergeblich erwartet, vgl.u.], das nach der Rückkehr nach Damaskus [von der Regierung] studiert werde. Die Antwort darauf werde dann in der dritten Gesprächsrunde mitgeteilt. Dabei wies er daraufhin, die Regierungsdelegation sei die „only delegation who has submitted an official work paper for these indirect talks brokered by de Mistura since the very first session, whereas we were handed a document only at the end of the second round, our position on which will be put forward at the start of the next round.” Begonnen hatte der Chefdiplomat die Presseerklärung allerdings mit einem nochmals ausgesprochenen Verurteilung der Anschläge von Brüssel vom Dienstag und der wiederholten Beurteilung dieser als „an inevitable consequence of the wrong policies and of tolerance for terrorism to realize certain agendas and attempts to legitimize it through trying to classify as “moderate” terrorist groups that are actually but offshoots of the Takfiri Wahhabi doctrine.” (http://sana.sy/en/?p=72656 21)
Terroranschlag vom 23.3.2016:
Im Stadtteil Bustân al-Qaṣr positionierte Terroristen feuerten in der Nacht auf den Mittwoch Raketen auf den al-Mašâriqa-Stadtteil in Aleppo, wo fünf Menschen verletzt wurden, ziemlicher Sachschaden entstand und in der Folge ein Feuer ausbrach. (http://sana.sy/en/?p=72646)
Im russischen Koordinierungszentrum zu Ḥumaimîm wurden für die letzten 24 Stunden sechs Verstöße gegen die Waffenruhe registriert, fünf in der Provinz al-Lâḏaqiyya und einen in der Provinz Ḥamâ. Dazu wurde ein russischer Konvoi mit humanitären Hilfsgütern für die Städte Ḥarastâ im Rîf Dimašq und Kafarnân im Rîf Ḥomṣ von Terroristen beschossen (vgl.a. http://sana.sy/en/?p=72614), ohne daß es zum Glück zu Verletzten auf Seiten der russischen oder syrischen Helfer kam. (http://www.sana.sy/?p=357354 vom 22.3.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72595 und http://www.sana.sy/?p=357137 (Beseitigung von Stellungen der mit dem IS verbundenen Liwâ´ Šuhadâ` al-Yarmûk bei Ḫarâb aš-Šaḥm im NW von Darʽâ zusammen mit ihrem militärischen Equipment – Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Šuhadâ` al-Yarmûk u.a. Terrorgruppen üben vielfach Angriffe auf die im Umland von Darʽâ wie an der Verwaltungsgrenze zur Provinz Qunaiṭra verstreut gelegenen Dörfer und Städte aus; unter den Getöteten um den Tal al-Ğamûʽ im W von Darʽâ auch der sog. „Militärkommandant von Süd-Syrien” mit Namen Ṭâriq Mazʽal al-Masâlama alias Abû Ṣalâḥ al-ʽAskarî. In der Provinz Ḥomṣ gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Trupps mit Zerstörung von deren Fortifikationen in al-Qaryatain wie um die Oasenstadt Tadmur herum wie bei der Šâʽir-Abzweigung [zum Ölfeld!] mit hohen Feindverlusten an Kämpfern, Waffen etc.; Rückeroberung des strategisch bedeutsamen, weil Tadmur überragenden Gebirgszugs Ğabal al-Hayâl zusammen mit Volkswehreinheiten mit anschließender Räumung der hinterlassenen bzw. eigens bei der Flucht angebrachten IS-Minen und –Sprengsätze)
Endlich konnten sich auch die – weil wegen der erhobenen Proteste von verschiedener Seite (vgl.u.) verspätet doch noch durch de Mistura zu den Verhandlungen nach Genf eingeladen – syrischen Damen der Delegation genannt Women Consultative Council zu Wort melden. Ihre Abordnung setzt sich aus 12 Mitgliedern verschiedenster politischer und geographischer Herkunft zusammen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem UN-Gesandten für Syrien machten sie deutlich: „Formation of the Council came in response to the Syrian women’s demands to play an active role in the political process and draw the features of Syria’s future.“ Die Delegierte Diyânâ Ğabûr (Diana Jabbour) setzte noch hinzu: „We believe women can form a harmonious state through which all may ignore political considerations in order to reach a Syrian interest as we hope and aspire for a secure, independent and unified Syria”. Gemeinsam riefen sie alle beteiligten Seiten dazu auf, sich ernsthaft dafür einzusetzen, daß die politische Lösung der Syrienkrise von Erfolg gekrönt werde. Vor allem aber forderten sie eine sofortige Aufhebung der unfairen Wirtschaftssanktionen gegen die syrische Bevölkerung, welche die Lieferung von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und medizinischer Ausrüstung verhinderten. (http://sana.sy/en/?p=72628, http://www.sana.sy/?p=357461 vom 22.3.2016)
Während einer Pressekonferenz vom di., 22.3.2016, erklärte der UN-Gesandte de Mistura u.a., er werde mit der Regierungsdelegation und anderen oppositionellen Repräsentanten am nächsten Tag zusammentreffen. Diese Runde der Genfer Gespräche ende dann am Donnerstag, dann werde er auch bekannt geben, wann es weitergehe. Angesprochen auf sein Treffen mit der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [d.i. HNC, s.u.] meinte de Mistura, diese sei in einer wesentlich besseren Athmosphäre als bisher verlaufen ohne “slamming the doors”, plötzliches Verlassen des Verhandlungstischs etc. (http://sana.sy/en/?p=72621)
Die syrische Regierung läßt durch sein Außenministerium verkünden, daß es die Terroranschläge von Brüssel strengstens verurteile und sein Beileid wie seine Solidarität mit den Familien der Opfer ausspreche. Leider sei dies „an inevitable consequence of wrong policies and of tolerance for terrorism to realize certain agendas and attempts to legitimize it through trying to classify as “moderate” terrorist groups that are actually but offshoots of the Takfiri Wahhabi doctrine”. Im weiteren entsprach die Verlautbarung der unten stehenden Mitteilung. (http://sana.sy/en/?p=72593 und http://sana.sy/en/?p=72588 vom 22.3.2016)
Dr. al-Assad hatte in seinen Interviews und Ansprachen schon seit Jahren davor gewarnt, daß Unterstützung für Terroristen, worunter eben auch die sog. FSA fällt, irgendwann wie ein Bumerang auf die Unterstützerstaaten zurückkomme und die eigene Bevölkerung gefährde, da Terrorismus keine Grenzen respektiere. Die von der Staatengruppe mit dem widersprüchlichen namen Freunde Syriens (engl.: Syria’s friends, vgl. Teil II und auch Teil III) u.a. unterstützte FSA (vgl.u. und den Link zu Teil II bzw. Teil III) fiel nicht nur früher schon durch ähnliche Massaker und Greueltaten auf wie der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere Terrorgruppen, mit denen enge Verbindungen (!) bestehen, sondern erst kürzlich wieder durch Terroranschläge in Syrien während der – auch von der FSA eingegangenen! – Waffenruhe (s.u.). Dringend nötig sei daher eine gemeinsame internationale Bekämpfung des Terrorismus auf der Basis des Völkerrechts und damit zusammen mit den Regierungen der meist betroffenen Länder Syrien und Irak, welche rechtzeitig eingeleitet ein weiteres Umsichgreifen des IS und anderer Terrorgruppen hätte eindämmen können. Auch müßten dringend die UN-Resolutionen gegen die Unterstützung der Terroristen ernsthaft umgesetzt werden. Tags zuvor hatte sich noch der syrische UN-Gesandte und Führer der Regierungsdelegation, Dr. al-Ğaʽfarî, in Genf für beides beim Treffen mit de Mistura vehement eingesetzt (vgl.u.). – S.a. ‚Firends of Syria more like enemies of Syria‘.
Wie schon vom Irak bekannt (s. die Einträge zum IS-„Waisenhaus“ bzw. zu Jidadi Jane und Jihadi Junior, bei den Abbildungen) sollten auch in Syrien IS-Trainingslager zur Heranziehung des Terroristennachwuchses im Land Minderjährige möglichst früh indoktriniert und zu IS-Kämpfern ausgebildet werden. In der kürzlich befreiten ehemaligen IS-Hochburg der Gegend in aš-Šadâdî stieß ein TV-Team des russischen Senders LifeNews auf einen entkommenen Jungen in einer völlig zerstörten Siedlung. Betreut wurde das ehemalige Lager vom sog. lokalen IS-„Kriegsminister“ Abû ʽUmar aš-Šišânî (Abu Omar Ash-Shishani), dessen Tötungsmeldungen seitens des Petangon sich im übrigen alle als unzutreffend herausgestellt hatten (vgl. http://sptnkne.ws/aRcp vom 16.3.2016). Wie Muḥammad berichtete, wurden er und die anderen Kinder und Jugendlichen direkt von der Straße weg in die Trainingslager gelockt. In jedem eroberten „Verwaltungsbezirk“ sollte mindestens eines dieser Zentren für die „Jungen Löwen des Kalifats“ entstehen. Auch ins Internet werden vom IS Clips gestellt, in welchen IS-Leute scheinbar harmlos eine große Kinderschar anführen und sich gebärden wie bei einem sorglosen Kinderfest. Übergangslos nach dem Spielen, Liedern und Tänzen folge das militärische Training. Nach der „Anwerbung“, würden die Kinder zunächst in eine Moschee gebracht, erzählte Muḥammad, wo sie intensiv ideologisch bearbeitet wurden. „Man hatte mich zu einem Scharia-Lehrgang hierher gerufen. Da ich nicht beten ging, wurde ich zum ‚Husba‘, dem Untersuchungsrichter, bestellt. Auf diese Weise haben sie uns umerzogen, mit dem Jüngsten Gericht gedroht, sie haben von Hölle und vom Paradies erzählt. Sie haben ihre eigenen Lehrbücher, alles begründen sie mit dem Koran. Meinen Cousin haben sie überzeugt, er ist mit ihnen in den Kampf gezogen“, führte der Kleine aus, dessen Gewohnheit, nicht zu beten, als ein Kennzeichen der säkularen syrischen Gesellschaft gesehen werden kann. Ein anderer Junge, ʽAlî, ein Kamerad von Muḥammad führt aus: „Man hat uns erklärt, was der Dschihad ist – das heißt nicht nur, mit der Kalaschnikow in den Händen zu kämpfen. Dschihad ist auch, wenn man einen Liter Treibstoff nimmt und die Häuser von Ungläubigen in Brand steckt. Die Leute, deren Kind etwa sechs Jahre alt ist, haben sie auf der Straße aufgefordert, die Nachkommen zur Ausbildung zu bringen“. Gerade diese Kinder bilden den Großteil der Suizidattentäter des IS. Wie viele es davon gibt, ist schwer abzuschätzen. Diejenigen, die bei der Befreiung der Stadt aš-Šadâdî (vgl.u. Gefechtsbericht) durch die Armee nicht fliehen konnten, wurden von den älteren IS-Terroristen auf ihrer Flucht mit in die Gegend von Dair-az-Zaur verschleppt. (http://sptnkne.ws/aSFF vom 21.3.2016) – Zur Bedeutung des Nicht-Betens im Islâm vergleiche die entsprechenden Ḥadîṯe in https://mephistohinterfragt.wordpress.com/%E1%B8%A5adi%E1%B9%AF-kompilation/.
Nach dem Treffen mit dem UN-Gesandten de Mistura informierte der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. al-Ğaʽfarî, in der Pressekonferenz vom Mo., 21.3.2016, über das geführte Gespräch und beantwortete Journalistenfragen. Thema seien in einer tiefgehenden Diskussion Fragen gewesen, welche für Syrien wie die ganze Welt gleichermaßen Priorität hätten, wie z.B. die Terrorismusbekämpfung. Gefahr gehe vor allem von gewissen Staaten aus, Staaten, die auch im UN-Sicherheitsrat vertreten seien, die Terroristen unter den verschiedensten [kreiierten] Namensbezeichnungen unterstützten, trainierten und nach Syrien schleusten. Doch diese neu kreierten Benennungen änderten nichts an dem Faktum, daß es sich bei jenen um Terroristen handele. So frage er sich: „how come there aren’t armed moderate opposition groups active on French, British, and US soil that are sponsored by other states? Why this discrimination against the Syrian people? When terrorism is active in Syria against Syrians, they call it moderate opposition or jihadists and so on, and they don’t call them terrorists, but when they return to the states from which they came, they become terrorists. ” Auch habe er auf die Bedrohung durch den Wahhâbismus hingewiesen, auf dem die extremistische Takfîr-Ideologie von al-Qāʿida aufbaue.
Bislang habe man noch keine Erwiderung von der Gegenseite auf das eigene Dokument “political solution for the crisis” erhalten, das man de Mistura seitens der Regierung überreicht habe, der eine Antwort darauf für Mittwoch oder Donnerstag versprach. Keinerlei offizielles Dokument oder Papier habe man mittels des UN-Gesandten von irgendeiner anderen am innersyrischen Dialog beteiligten Seite bisher erhalten. Was man statt dessen von der saudischen Delegation zu hören bekommen habe, habe nichts mit den in Genf zu diskutierenden Inhalten zu tun: „What the Saudi delegation says in statements or leaks about the presidency position isn’t worthy of a response, because this matter is not up for discussion and wasn’t included in any paper or the documents related to this dialogue.”
Erstaunen errege auch der unverantwortliche Diskurs einiger Seiten über die turnusmäßig anstehenden Parlamentswahlen in Syrien, dabei wisse man bis dato nicht, wer die Oppositions-Delegation repräsentiere, wer der Experte oder Gutachter sei, was ein großes Hindernis für den Dialog darstelle („We don’t know until now how is representing the opposition delegation and who is the expert and who is the consultant, and this is a big obstacle for dialogue”). Daher erhoffe man sich für die Zukunft ein ernsthaftes Vorgehen, weswegen die Regierungsdelegation auch gleich „a group of basic elements for resolving the crisis“ präsentiert habe.
Auf die Anwesenheit von Terroristen in einer der Oppositions-Delegationen und die zu erstellende Liste der Terrorgruppen angesprochen, entgegnete der Chefdiplomat: „It is not our problem, nor is it De Mistura’s that the Riyadh opposition delegation has terrorists in it…It is the problem of the International Syria Support Group that claims to be a group for supporting Syria, but in fact it isn’t.”. Und er setzte hinzu: “Preparing a unified list of the terrorist organizations is a highly important matter that was assigned to Jordan by the participants in Vienna conference, but Jordan failed to do it.”
Für eine Einschätzung der Gespräche, um die Dr. al-Ğaʽfarî dann gebeten wurde, sei es noch zu früh, am Ende werde er jedoch eine solche abgeben, versprach er. Die Treffen mit de Mistura charakterisierte er als weitestgehend in „good atmosphere” geführt, während er das Fehlen eines aufrichtigen (genuine) Engagements bei anderen Seiten monierte.
Der syrische Staat verteidige seine Souveränität, sein Volk und seine Verfassung und darauf aus, eine Wiederholung der Szenarien von Libyen, des Iraks und Somalia im eigenen Land zu verhindern. Dazu bemerkte er hinsichtlich der Mitkämpfer gegen den Terrorismus: „Based on the concept of sovereignty, it is any government’s right to enlist the help of its allies, which is a constitutional right, to confront international terrorism. The state and terrorist organizations cannot be placed on an equal footing. Had it not been for Hezbullah’s defense of Lebanon’s borders with Syria, Qaeda and takfiris would have permeated Lebanon.”.
Auf das geplante Treffen zwischen dem russischen und US-Außenminister angesprochen, erklärte der Delegationsleiter: „It is undoubtedly an important meeting, but this is supposed to be a Syrian-Syrian dialogue without foreign interference…If the Saudi delegation is waiting to take orders after the meeting, it is up to them anyway but this is deemed a violation of the Geneva meeting references that reject any form of foreign interference.”.
Die Regierungsdelegation habe eine moralische wie politische Verpflichtung zur Beendigung des Blutvergießens im Land. Doch dieser Verwirklichung stünden den Terrorismus unterstützende Länder entgegen, zu denen er ausführte: „But we cannot do this alone…There are countries involved in supporting terrorism…All of you know what is happening on the Syrian-Turkish borders and in Golan, and the way Israel is tending to the injured Jabhat al-Nusra terrorists and treating them in its hospitals, with Qatar paying the bill.”.
Staffan de Mistura teilte seinerseits in einer Pressekonferenz mit: „We exchanged ideas on finding “a common ground” among sides … the frame work is what we discuss now and we talked about terrorism and defining the terrorist organizations. … What we need today is a common understanding, and this is the principle of dialogue” und weiter: „We talked to the civil society even though it had no political role, but we want to listen to the Syrian people… we met today 25 persons and there was a very strong message about how to improve the situation and reach a solution to the crisis.” Von dem [schon erwähnten] Außenministertreffen in Moskau erhoffe er sich positive Impulse. http://sana.sy/en/?p=72557)
Die Bundeswehr-Luftwaffe habe seit ihrem – nicht mit der syrischen Regierung abgesprochenen und damit völkerrechtwidrigen – Auftragsbeginn am 8.1.2016 innerhalb der US-geführten Koalition bislang 134 Aufklärungsflüge in Syrien und dem Irak ausgeführt, 60% davon über irakischem Territorium. Dies war die Antwort, welche auf eine Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag erfolge. Unbekannt bleibt, ob die Daten für Luftangriffe genutzt oder gar zu Verlusten unter der Zivilbevölkerung geführt haben. „Die Regierung hat keine eigenen Informationen dazu“, hieß es aus dem deutschen Verteidigungsministerium. (http://sptnkne.ws/aSJF)
Viktor Oserow, Chef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des russischen Föderationsrates, erklärte, auch nach der Truppenreduzierung würden Luftschläge gegen Terrorgruppen geführt werden, welche gegen die Waffenruhe in Syrien verstoßen. „Wenn die Terroristen sich für gemäßigte Opposition ausgeben und ihre Unterstützung des Waffenruheregimes erklären, obwohl sie dieses nur dafür ausnutzen, um günstigere Bedingungen für neue Attacken zu schaffen, wird Russland bei solchen Gruppierungen kein Auge zudrücken“, versicherte er. (http://sptnkne.ws/aSJH vom 21.3.2016) – Zuvor hatte Generalleutnant Sergei Rudskoi vom Generalstab der russischen Streitkräfte am Mo., 21.3.2016, mitgeteilt, ab dem 22. März notfalls auch einseitig, d.h. ohne Einbindung des hierzu zuvor kontaktierten US-Militärs, die am 22.2.2016 vereinbarten Kontrollmechanismen der Waffenruhe in Syrien, auszuführen. (http://www.sana.sy/en/?p=72487, s.a. http://sptnkne.ws/aSGg und http://sptnkne.ws/aSRg) – Zur abschlägigen Antwort der US-Adminstration s. http://parstoday.com/de/news/world-i3721-usa_lehnen_russischen_vorschlag_zur_sofortigen_sitzung_%C3%BCber_feuerpause_in_syrien_ab.
Generalleutnant Kuralenko vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm gab am Mo., 21.3.2016, sechs Verstöße gegen die Waffenruhe an: „Three breaches in Lattakia, 2 in Hama and one in Aleppo were observed during the last 24 hours”. Rekonziliationsverhandlungen fanden mit Gruppen aus den Provinzen Damaskus und Darʽâ statt. (http://sana.sy/en/?p=72565)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72509 und http://sana.sy/?p=356510 (In Gefechten gegen den ISin der Provinz Ḥomṣ beim weiteren Vorrücken in Richtung Mahîn – al-Qaryatain Kontrolle über die Militärposten 875 nahe at-Tulûl as-Sûd, 908,8, 901, 893,6 beim Ğabal ar-Rumailî und 856 sowie 866 nahe dem Wâdî aṭ-Ṭaba erlangt; Luftschläge zerstörten IS-Fortifikationen mit aufgerüsteten Kampfwägen und Munitionstranporter nahe Tadmur und al-Qaryatain. Eliminierung von IS-Ansammlungen mit deren Equipment inklusive Abschußanlagen für Mörsergranaten und Bulldozer sowie deren Bedienmannschaften im Zusamenwirken mit Volkswehreinheiten auf Tal Ušaihib im NO von as-Suwaidâ´; in jenem Gebiet sind die genannten Streitkräfte ständig dabei, im NO-Rîf von as-Suwaidâ´ IS-Versuche zu vereiteln, in die am Rande der Wüste verstreuten Gemeinden einzufallen wie den Schmuggel von Waffen und Munition über das weite Gebiet der offenen syrischen Wüste an der jordanisch-irakischen Grenze zu verhindern.)
Auch das National Kurdish Movement for Peaceful Change von al-Ḥasaka sprach sich strikt und vehement gegen die Erklärung einer „federal region in northern Syria” beim Treffen von Rumailân (s.u.) aus und urteilte darüber ganz ähnlich wie die Versammlung der syrischen Stämme und Clans (s.u.) ebenfalls vom Samstag. Angesichts des schweren Kampfes gegen den Terrorismus sei dazu zu sagen: „such a declaration strengthens enemies and weakens those who are fighting these enemies“. (http://sana.sy/en/?p=72483 vom 20.3.2016) – In gleicher Weise meldeten sich am Sonntag Prominente wie Bürger aus der Gesellschaft bei einer Zusammenkunft im Ġuwairân-Stadtteil der Provinzhauptstadt am Sonntag zu Wort und stellten sich jeglicher Zerstückelung Syriens, die nur ausländischen Interessen zu Gute komme, generell und brüsk zurück mit dem [übersetzten] Slogan: „No bargaining on the unity and sovereignty of Syria”. Die Provinz al-Ḥasaka sei „an integral part of the Syrian geography. We will not accept any attempt to separate it from the Syrian body”, äußerten die versammelten Bürger. Dasselbe gelte für die Kurden innerhalb der syrischen Gesellschaft. Näheres in den jeweiligen Artikeln. (http://sana.sy/en/?p=72463, s.a. http://sana.sy/?p=356078)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72443 und http://sana.sy/?p=356034 (Rückeroberung der Posten 287, 397 und 409 im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten und anschließender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen und Minen, dazu Vereitelung von Terroristenangriffen auf as-Saûda im N von al-Lâḏaqiyya wie auf Militärposten beim Ğabal al-Qalʽa und den Ort ʽAin al–Baîḍâ unter beträchtlichen Feindverlusten an Kämpfern und Bewaffnung; zusammen mit Volkswehreinheiten zudem Befreiung von Ruwaisat Rašû, Ğûrat an–Naḥla undRückgewinnung der Posten 550, 592, 540.5, 605 und 511.5 im N von al-Lâḏaqiyya jeweils mit Aufspüren und Räumen der vom Feind angebrachten Sprengsätzen. Vereitelung von IS-Attacken auf Kafar Sa ġîr und Bâbnis, 22km im N von Aleppo unter deutlichen Verlusten des IS an Männern und Ausrüstung, dazu Beseitigung von IS-Nestern und –Ansammlungen mit Waffen und Munition in in Dair Ḥâfir und Maskana im O der Provinz durch akkurate effektive SAAF-Luftschläge. Dergleichen gegen IS-Stellungen in al-Qaryatain, 80km im SO von Ḥomṣ wie um Tadmur, im Gebiet von Ḫunaifîs und aṣ-Ṣawânaim SW der Oasenstadt. Dergleichen gegen Stellungendes IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Ḥamâ mit Zerstörung von deren Hauptquartieren wie von IS-Ansammlungen in Qasṭal Šamâlî, Qasṭal Ğanûbî und ʽUqairbât sowie Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps in al-ʽAnkâwî und am Rand der Ġâb-Ebene, 79km im NW von Ḥamâ-Stadt. Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Dair az-Zaur Airport mit erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung, Beseitigung von IS-Schlupfwinkel im Industrieviertel, im Ḥuwaiğa Ṣakar-Stadtteil in Dair az-Zaur und dem nahen Dorf al-Ğafra; erfolgreiche Bekämpfung des IS-Trupps um die beiden Suizidattentäter, die sich vor dem Furât aš-Šâm Hotel in al-Buġailiyya per Detonation Sprengstoffgürteln in die Luft gesprengt hatten, der überlebende Rest der Terroristen floh. Effiziente präzise Luftwaffenangriffe auch auf IS-Standorte im NO von ar-Raqqa mit Eliminierung der jeweiligen Hauptquartiere der lokalen IS-Kommandanten im S der Provinzhauptstadt – unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen auch der wâlî (IS-Gouverneur) von ar-Raqqa namens ʽAlî Mûsâ aš-Šawaḫ mitsamt seinem Trupp und dem IS-Verantwortlichen für Fortifikationen, Barrierebau etc., genannt Abû Faraḥ); s.a. http://russia-insider.com/en/russia-steps-airstrikes-syrian-army-cuts-isis-supply-lines-palmyra/ri13456 und https://www.almasdarnews.com/article/irgc-soldiers-arrive-palmyra-help-liberate-city/.
Insgesamt fünf Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm laut Presseerklärung vom 20.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden. Im einzelnen waren je zwei Vorfälle in den Provinzen Aleppo und al-Lâḏaqiyya zu verzeichnen sowie einer im Umland von Ḥamâ.
In Aleppo bombten Anhänger von Liwâ´as–Sulṭân Murâd, aktiv in den Stadtteilen al-Ašrafiyya und al-Ḥaidariyya Artillerie-Stellungen der of Kurdish Protection Units im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd (vgl. Terroranschlag).
Die sog. Freie Armee (FSA, zu deren Charakterisierung s.u. und ab Teil II, bei NevaehWest-Abbildung) beschoß zwei Städte im Umland von al-Lâḏaqiyya sowie eine Stadt im Umkreis von Ḥamâ mit Mörsergranaten und schweren Maschinengewehren. Deswegen kontaktierte das Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm jenes der USA in Amman. Dort drückte man seine Besorgnis aus.
(http://sana.sy/en/?p=72473)
Terroranschläge vom 20.3.2016:
Am Sonntag standen auch die Bewohner des Stadtteils Bâb al-Farağ von Aleppo unter Raketenbeschuß durch Terroristen, die schon wie in der Nacht zuvor von Schlupfwinkeln in der Altstadt aus gefeuert hatten. Dabei wurden fünf Personen, darunter ein Kind, verletzt, wie Anwohner berichteten.
Auch die Einwohner der seit zwei Jahren von Terroristen u.a. von Ğaiš al-Fataḥ belagerten Landstadt al-Fûʽa (vgl.u.), 10km im N von Idlib, wurden von deren Scharfschützen, die sich in Biniš verschanzt hatten, ins Visier genommen. Zwei Anwohner kamen ums Leben, ein Dritter wurde lebensgefährlich verletzt. Nachtrag zum Samstag: schon am 18.3.2016 war auf diese Weise ein Frau getötet worden. (http://sana.sy/en/?p=72446, http://sana.sy/?p=356008)
Bei der Versammlung der syrischen Stämme und Clans der Provinz al-Ḥasaka in al-Qâmišlî machten diese ihre strikte Zurückweisung der Erklärung einer sog. föderalen Region Nord-Syriens deutlich, wie sie kürzlich im Alleingang einige Aktivisten in ar-Rumailân von sich gegeben hatten. Vertreten waren sämtliche Vertreter aller Gruppen und Gesellschaftskomponenten der Provinz. In der Abschlußkundgebung resümierten die Repräsentanten, das ar-Rumailân-Treffen spiegele nur die persönlichen Anschauungen der Teilnehmer des Treffens dar, die keinesfalls diejenigen der Bürgerschaft seien, und kreiere einen Präzedenzfall, der eine Verletzung der syrischen Verfassung und eine Gefahr für das historisch und geographisch zusammengewachsene Ganze darstelle. Der Zeitpunkt (timing) jenes Schrittes zeige, daß darin ein Protest gegen die Nichteinladung der Kurden zu den innersyrischen Gesprächen in Genf durch de Mistura zu sehen sei, obwohl die Kurden integraler Bestandteil des syrischen Volkes seien und ein Mitspracherecht haben müßten. Über die Zukunft Syriens inklusive seiner Struktur und damit Verfassung etc. zu entscheiden, stehe jedoch nur der gesamten Bevölkerung Syriens basierend auf den geltenden Gesetzen zu und nicht einer Teilgruppe bzw. den Kaprizen und kurzsichtigen Kalkulationen Einzelner. Die syrische Bevölkerung stehe hinter dem Kampf der Armee gegen den Terrorismus zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität. Schließlich erklärten die Deputierten nochmals ihre Zurückweisung jeglichen Komplotts zur Untergrabung der syrischen Einheit auch durch Föderalisierung. Auch die Bevölkerung der Provinz al-Ḥasaka stelle eine Einheit dar, die sie nicht durch fremde Einmischung zerstören lasse, sie stehe für die nationale Einheit ganz Syriens, seiner territorialen Integrität und zum Counterterrorismus wie zur Gegenwehr jeglicher ausländischer Intervention im Land. (http://sana.sy/en/?p=72431 und http://sana.sy/?p=355809 vom 19.3.2016, s.a. http://sana.sy/?p=356078 vom 20.3.2016) – Wie schon früher dargelegt, ist weder der N noch der NO Syriens z.B. in Gestalt der Provinz al-Ḥasaka Kurdengebiet, sondern beheimatet verschiedene Ethnien, darunter auch Kurden (vgl.u. und s. http://www.voltairenet.org/article189158.html).
Terroranschläge vom 19.3.2016:
Vier Menschen kamen zu Tode, weitere sieben wurden verletzt beim Beschuß ihres Wohngebiets aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo mit Raketen und Mörsergranaten am Abend. Die Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum sind dementsprechend. (http://sana.sy/?p=356008 vom 20.3.2016) – Zur Ğaiš al-Fataḥ –Attacke auf al-Fûʽa nördlich von Idlib s.o. unter dem 20.3.2016.
Generalleutnant Kuralenko dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am 19.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden zwei Verstöße gegen die Waffenruhe seitens der Terrorgruppen Assad al-Ḥaqq und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Angriffen auf Positionen der SAA, wobei ein Soldat ums Leben kam. Die Offiziere des Zentrums, welche in den Provinzen diese Vorfälle dokumentieren, versicherten, daß die SAA jeweils zur Vereinbarung stand und nicht auf die Angriffe antwortete. Rekonziliierungsverhandlungen bestünden mit Würdenträgern aus dem Umland von Damaskus und aus dem von Idlib und Ḥomṣ. (http://sana.sy/en/?p=72427)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72372 und http://www.sana.sy/?p=355670 (Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen von Ḥaiṭ, Râšid und Kurdî, der Berge Rawâsî aṭ-Ṭawâl, Rawâbî aṭ-Ṭaḥîn, Ṣûlâ und Ğubail, von welchem man die Stadt al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ überblickt, nach heftigen Gefechten mit dem IS, der viele Kämpfer auf dem Schlachtfeld ließ, während sich die überlebenden gen Osten in die Wüste flüchteten; anschließend Säuberung der Areale von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen; laut dem kommandierenden General der 3. Division war es wichtig, diese Positionen zur Unterbrechung der Nachschublinien des IS in al-Qaryatein einzunehmen undals Ausgangspunkt für die Befreiung von al-Qaryatain und Tadmur unter Kontrolle zu bringen; dabei wurden etliche hochgerüstete Fahrzeuge, Panzer, Bulldozer, panzerbrechende Waffen, Artillerie sowie eine solarbetriebene Statellitenradiostation des IS zerstört. nach heftigen Kämpfen mit dem IS zudem Eliminierung eines Trupps bei den Bergen Rawâbî aṭ-Ṭaḥîn und Ṣûlâ und dem Ort Maḥasa samt Panzer und anderer militärischer Ausrüstung wie des prominenten libanesischen IS-Angehörigen Ṭaha ad-Dandašî, genannt Abû Muḥammad in der Umgebung von Tadmur. Beseitigung von IS-Mannschaften beim at-Taim Ölfeld, 16km im S von Dair az-Zaur mitsamt einem Bulldozer zur Erstellung von Barrieren und Fortifikationen beim Elektrizitätswerk sowie von IS-Ansammlungen auf einem Hügel bei al-Buġailiyya 7km im NW der Provinzhauptstadt. Eliminierung eines ISIS-Trupps samt Fahrzeugen im NO von al-Qaṣr im Umland von as-Suwaidâ´.)
Dr. Maḥmûd Ḥamûd, Direktor der Antikenabteilung Damaskus-Land, konnte am 18.3.2016, die Entdeckung einer unterirdischen Grabanlage aus der Römerzeit in der an archäologischen Ausgrabungen reichen Stadt Raḫla im Gebiet von Qaṭanâ im SW von Damaskus verkünden. „Ten days ago, we had information that a farmer found a cemetery while he was working at his farm. An excavation team went to the site and uncovered a collective Roman cemetery dating back to the 2nd and 3rd centuries A.D.”, erklärte er gegenüber der Presse. U.a. fanden sich in der Grabanlage Wandmalereien, Kerzenleuchter, Laternen, Blumengebinde, Prägungen in Bronze, Schmuckgegenstände und ein einzigartiger behauener Kalksteinquader (2m x 1,2m) mit dem Abbild eines Priesters, wie er bislang noch nicht in Syrien gefunden worden war. An ihm zeige sich die Entwicklung der Kunst in jener römischen Epoche. (http://sana.sy/en/?p=72285, http://www.sana.sy/?p=354645)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72272 und http://www.sana.sy/?p=355245 (Ausmerzung von IS-Schlupfwinkeln im Gebiet des Wâdî al-ʽAzîb ca. 110km im O von Ḥamâ; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einen Militärposten im NO von al-Mufakkir aš-Šarqî im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten mit Eliminierung einer Reihe der IS-Kämpfer und deren aufgerüstete Fahrzeuge inklusive eines Waffentransporters. Vorgehen gegen von IS-Trupps im Gebiet al-Ğafra im W von Dair az-Zaur mit Zerstörung von Abschußanlagen für Mörsergranaten, die zu Angriffen auf den Militärflughafen und die westlichen Wohngebiete der Provinzhauptstadt dienten unter Feindverlusten an Männern und weiterer militärischer Ausrüstung; Desgleichen im S von Dair az-Zaur im Umfeld der Autobahn in Richtung Tadmur. Beseitigung der noch verbliebenen IS-Terroristen im Umkreis von Tadmur auf Talat ʽArîn nahe der Stadt Tamṯîl und den umgebenden Anhöhen um den Talat al 900 im al-Hayâl-Gebirgszug im O von Ḥomṣ)
Terroranschlag vom 18.3.2016:
Infolge eines Raketenbeschusses auf den Stadtteil al-Midân in Aleppo kam eine Frau zu Tode, weitere sechs wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=72318)
Durchbruch für die nationale, also im Land wie Parlament vertretene und damit eigentliche syrische Opposition: endlich erhielt auch sie eine Einladung durch den UN-Gesandten de Mistura nach Genf, worauf insbesondere die syrische wie die russische Regierung gedrängt hatten (UN-Resolution 2254, Münchener Deklaration etc., vgl.u.), da ansonsten die Grundlagen (vgl.u.) für die Genf-III-Konferenz mißachtet würden. Am Vormittag fand das erste Treffen der 15-köpfigen Delegation (Bild, vgl.u., 4.2.2016) mit dem Leiter der Konferenz statt. Die Delegationsmitglieder Nawâf al-Milḥam wie Frau Suhair Sarmînî begrüßten diesen Wendung als „wichtigen Schritt“. Letztere betonte zudem: „We are the ones living inside Syria and are aware of what is happening. Hence, we should come to the table as interlocutors rather than advisers, and this is what was put forward to de Mistura.” Der ebenfalls zur Delegation gehörende Generalsekretär der Syrischen Demokratischen Partei Aḥmad Kûsâ (Koussa) nahm seinerseits Bezug auf die kürzlich durch die Kurden ausgesprochenen Föderalisierungsgedanken, indem er erklärte: „the Syrian people will not accept federalism or partition.“ Irgendwelche Erklärungen in diese Richtung seien null und nichtig, denn allein das [gesamte] syrische Volk habe das Recht, über seine Zukunft zu entscheiden. (http://sana.sy/en/?p=72307, Hhg. blogseits) – Am Freitagmorgen hatte de Mistura zudem eine nicht näher benannte women advisory delegation getroffen. (http://sana.sy/en/?p=72324)
Die libanesische Zeitung ad-Diyâr meldet, daß das kontinierliche Vorrücken der SAA nach jeweils erfolgreichen Kämpfen mit IS-Trupps die Terrororganisation zum Abzug aus Tadmur mit der antiken Stadt Palmyra genötigt habe. Unterstützt worden sei die Armee durch die Elitetruppe Raḍwān der Ḥizbullâh. Die Streitkräfte rückten bereits in die Stadt ein. (http://sptnkne.ws/aRD4) – Von offizieller syrischer Seite gibt es hierzu am Nachmittag des 18.3.2016 noch keine Meldung (vgl. aber Gefehtsberichte der letzten Tage, die auf einen baldigen Sieg der SAA hindeuten!).
Der von verschiedenen Seiten der SAAF wie den russischen Kampffliegern unterstellte Angriff auf das Hospital der Ärzte ohne Grenzen (MSF, Médecins Sans Frontières) vom 15.2.2016 mit Zerstörung der Klinik und 42 Todesopfern (vgl.u.) wurde laut Pentagon–Bestätigung doch von US-Bombern ausgeführt. Pentagon-Sprecher Christopher Sherwood teilte hierzu gegenüber Sputniknews mit: „Ich kann sagen, dass die Personen, die die Hauptverantwortung für den Vorfall tragen, von ihren Aufgaben entbunden und mit einer Verwaltungsstrafe belegt wurden. Einige wurden vom Kriegsschauplatz abgezogen“. Er fügte hierzu: „Der Ermittlungsprozess wurde abgeschlossen, der Bericht ist fertig“, letzterer werde demnächst er veröffentlicht. (http://sptnkne.ws/aRJH)
Auch der Politologe Th. Meyssan legt in seiner Analyse vom 17.3.2016 dar, daß die russische Truppenreduzierung im Einvernehmen mit der syrischen Regierung geschehen (vgl.u.) und schon lange im voraus geplant gewesen ist. U.a. hatten der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu und sein syrischer Amtskollegen General Fahd Ğâsim al-Farîğ (Fahd Jassem Al-Freij) den jordanischen Stabschef bereits im Januar darüber informiert. S. http://www.voltairenet.org/article190784.html.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72221 und http://www.sana.sy/?p=354677 sowie https://southfront.org/international-military-review-syria-iraq-mar-17-2016/ (Umstellung eines IS-Trupps im O von Ḥamâ mit Unterbindung einer Waffenlieferung an deren Mitkämpfer in aš-Šaiḫ Hilâl und weitgehender Eliminierung der Kämpfer vor Ort. Vereitelung einer Ğabhatu_n-Nuṣra-Attacke auf die Nachschubroute as-Suwaidâ´ – Damaskus wie eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Vorstoßes auf den Ḫalḫala-Militärflughafen östlich des al-Lağât–Plateaus in der Provinz Darʽâ. Beseitigung von IS-Fortifikationen und -Schlupfnestern in den Bergen von aṭ-Ṭâr und al-Hayâl im W von Tadmur, im sog. Tadmur-Dreieck, dem Wâdî aḏ-Ḏakârî, rundum Tadmur und in Richtung der ca. 10km entfernt gelegenen Obstplantagen im O-Umland von Ḥomṣ mit Eliminierung vieler IS-Milizionäre samt deren militärischer Ausrüstung; somit hat sich die Armee auf 6km an Tadmur herangekämpft. Räumung des kürzlich befreiten Areals bei at-Taim, der Gas Company und dem Technischen Institut, 6km südlich von Dair az-Zaur von durch den IS angebrachten Anti-Panzer-Minen und Sprengfallen. Akkurate effektive SAAF-Luftschläge gegen den IS im Umland von Aleppo bei Ḫanâṣir – unter den getöteten IS-Terroristen auch der sog. Wâlî (IS-„Gouverneur!) von Ḥomṣ namens Ḥasân ʽAbûd mit seinen Leibwächtern; jener war u.a. verantwortlich für den IS-Angriff auf Ḫanâṣir vor einigen Wochen, vor seiner „Karriere“ beim IS war er Anführer der Terrorgruppe Liwâ´ Dawûd gewesen, die dann in der al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu im Rif von Idlib auf, welche sich schließlich dem IS anschloß.) – Dimitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, widersprach Meldungen, die russische Luftwaffe sei an der SAA-Operation gegen den IS im Raum Tadmur beteiligt. (http://www.sana.sy/?p=355302).
Terroranschlag vom 17.3.2016:
Der Beschuß mit einer Reihe von Raketen und Mörsergranaten auf den im Westen Aleppos gelegenen Stadtteil az-Zahrâ´ hinterließ zwei Todesopfer im Kindesalter und etliche Verletzte sowie erhebliche Schäden. (http://sana.sy/en/?p=72255)
Neun Verstöße gegen die Waffenruhe registrierte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 17.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden und zwar im Umland von Damaskus, Aleppo und Idlib. Bestätigt wurde eine Meldung von Bewohnern, daß Ğabhatu_n-Nuṣra ca. 30 Personen im Gefängnis von Ḥaram im Umland von Idlib zur Erpressung von Lösegeld festhielten. Ein weiterer Gruppenführer aus dem Umland von Ḥomṣ signalisierte, sich mit seinen Leuten der Waffenruhe anschließen zu wollen.(http://sana.sy/en/?p=72260)
In einer Pressekonferenz am Rande der Genfer-Friedensgespräche teilte der UN-Gesandte de Mistura am Do., 17.3.2016, in Reaktion auf die Kurden-Erklärung aus der Provinz al-Ḥasaka hinsichtlich eines Kurdengebiets innerhalb eines föderativ gegliederten Syriens mit, daß sich alle beteiligten Parteien der Genf-III-Konferenz über die (zu erhaltende) Einheit und Unteilbarkeit Syriens einig seien. Auch die Regierung, sei es durch den Delegationsleiter Dr. al-Ğaʽfarî oder das Außenministerum (http://sana.sy/en/?p=72217), daß dies von keinerlei Bedeutung sei indem es u.a. der geltenden syrischen Verfassung widerspreche. Über solche Änderungen habe das ganze Volk zu entscheiden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3508-de_mistura_alle_konfliktparteien_in_syrien_sind_sich_%C3%BCber_die_einheit_ihres_landes_einig)
Aktualisierung der Mitteilung von Dr. al-Ğaʽfarî (s.u.) über die laufenden Genfer Gespräche: „We moved today [d.i. 16.3.2016] into deeper discussion with di Mistura regarding the ideas and points that we have, he needs some clarifications and we will return to him on Friday with the answers regarding the issue.” Problematisch sei immer noch die mehrfach erwähnte fehlende Vorbereitung der Genf-III-Konferenz (d.i. das Fehlen der Listen der einzuladenden Teilnehmer wie der nicht zu beteiligenden Repräsentanten von Terrorgruppen). Daher bemerkte er: „We need to work out together with the Special Envoy a solid ground with regard to who are other delegations. We still do not know how many delegations will be at the talks. We still don’t know who are these ghosts with whom we are supposed to engage into indirect talks. Something is lacking in the complete picture.” Nötig sei daher „to draw a line between terrorism and the political participation“. Die Vereinten Nationen sollten deswegen „create a special mechanism to monitor and prevent irresponsible behavior or statements from the opposition delegations because some of these statements could undermine the progress achieved in the talks.“ (zu den erwähnten statements s.u. Teil I von Dr. al-Ğaʽfarîs Presseerklärung vom 16.3.2016). Solange dies nicht der Fall sei, könne man nicht zu konstruktiven direkten Gesprächen übergehen: „moving from the indirect talks into the direct ones is not possible as irresponsible persons in the opposition delegations continue uttering statements that contradict the UN Security Council resolutions regarding the crisis in Syria.“ In einem Interview Russia Today stellte er nochmals bzgl. der geladenen HNC-Oppositionsgruppe unter Führung von Muḥammad ʽAlûš (s.u. zum Bezug zur Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm) in Verbindung mit den verschiedenen counterterroristischen UNSC-Resolutionen und der Pflicht eines Staates, seine bürger gegen Terroristen zu verteidigen, die rhetorische Frage: „how could we make peace with a person -supposed to be “a chief negotiator” of the different side while he threatens of terrorist acts and is known for his past rich with acts like encaging women in iron cages and marching with the cages in the streets of Douma town in Damascus Countryside? … Constitutionally, it is the duty of the Syrian government to eliminate terrorism from all the Syrian territories and that is why there is no contradiction between the political and military tracks and the government’s engagement in dialogue in Geneva came for gathering all the Syrians around one agenda”.
Ein wichtiger anzusprechender Punkt sei auch die Aufhebung der nicht durch ein UN-Mandat verhängten und damit illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien gewesen, die so sehr zum Leid der Bevölkerung und damit zu deren Fluchtgründen beigetragen haben. (http://sana.sy/en/?p=72104, http://sana.sy/en/?p=72186, Hhg. blogseits)
Während einer Auszeichnungsveranstaltung der russischen Luftwaffe für besondere Leistungen im Syrien-Einsatz, hob Präsident Putin hinsichtlich der Bemühungen um eine friedliche Beilegung der Syrienkrise zur Person des syrischen Präsidenten hervor: In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Haltung von Präsident Baschar al-Assad betonen. Wir sehen seine Zurückhaltung, sein aufrichtiges Streben nach Frieden, seine Bereitschaft zu Kompromiss und Dialog“. Zudem unterstrich er nochmals die gemeinsam mit Dr. al-Assad getroffene Entscheidung zur Reduzierung der russischen Streitkräfte in Syrien, da die wesentlichen Ziele („Schlag gegen die Terroristen“, Unterstützung der Rekoziliierungsprogramms der syrischen Regierung) erfüllt und damit die Voraussetzungen für den weiteren Friedensprozeß geschaffen worden seien. Die Weiterführung des Counterterrorismus im Zusammenwirken mit der SAA könnten die verbliebenen Militärs erledigen. (http://sptnkne.ws/aR4k vom 17.3.2016) Andernfalls: „wenn nötig, ist Russland bereit, buchstäblich in wenigen Stunden seine Truppen in der Region wieder auf die Größe aufzustocken, die der entstandenen Lage entspricht, und das ganze Arsenal der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzusetzen“, versicherte Putin. (http://sptnkne.ws/aRzQ). Die Kosten für den bisherigen Einsatz – 33 Mrd. Rubel, d.i. ca. 425.800.000 € – seien zudem von vornherein im Haushalt des Verteidigungsministeriums für Manöver und Gefechtsausbildung mit eingeplant gewesen. (http://sptnkne.ws/aR4d, http://sptnkne.ws/aRzB)
Terroristen im West-Umland von Darʽâ beschossen das al-ʽAğâmî –Kraftwerk, welches den benötigten Strom für den Betrieb der Trinkwasserpumpen liefert und setzten es damit außer Betrieb. Durch das infolge des Angriffs entstandene Leck liefen zudem Unmengen an Öl aus. Ein Reparaturteam sei bereits vor Ort. Aktiv in der Gegend ist Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://sana.sy/en/?p=72165, http://sana.sy/?p=354300 vom 16.3.2016)
Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî in Vertretung von de Mistura informierte die Presse darüber, daß die getrennten Treffen des UN-Gesandten für Syrien weitergingen. Die Oppositionsgruppen wurden bereits um Vertreter der sog. Moskau- und Kairo-Gruppe erweitert. Die nächsten Gespräche fänden am Mittwoch Abend, am Donnerstag und wieder mit der Regierungsdelegation am Freitag statt. Dabei versuche Staffan de Mistura Gemeinsamkeiten herauszufinden, auf die aufgebaut werden könne, und unterschiedliche Standpunkte herauszuarbeiten. Man werde dann sehen, wie man damit umgehe. Zudem wiederholte er: „UN position is clear on the unity and territorial integrity of Syria“ und setzte hinzu: „this matter is absolute and bears no discussion“ und konstatierte erneut, daß es Sache der syrischen Bevölkerung sei, über ihre Zukunft zu entscheiden. (http://sana.sy/en/?p=72104, Hhg. blogseits)
Nachdem nach Auskunft des UN-Syrien-Gesandten Staffan de Mistura die „Opposition“, vertreten allein durch das von Saudi-Arabien erstellte sog. Hohe Verhandlungskomitee (HNC), wieder den „politischen Übergangsprozeß“ (vgl.u.) – also im Klartext den Sturz der gegenwärtigen [mit enormer Mehrheit wiedergewählten] Regierung in Vorwegnahme des Wählerwillens – beim Treffen vom Vortag aufs Tapet gebracht hatte (http://sana.sy/en/?p=72093), ging es im erneuten Gespräch mit der Regierungsdelegation am 16.3.2016 im UN-Hauptquartier um “practical steps” zur Eröffnung eines tatsächlichen innersyrischen Dialogs ohne Vorbedingungen. Letzteres geben auch die den Treffen in Genf zugrundeliegende UN-Resolution 2254 wie die Münchener Deklaration vor. De Mistura beurteilte das Treffen als “constructive” und „useful” und teilte mit, die separaten Treffen weiterführen zu wollen, um die jeweiligen Standpunkte, Übereinstimmungen und Gegensätze kennenlernen zu können. Laut Presseerklärung von Dr. al-Ğaʽfarî, dem Leiter der Regierungsdelegation, vom 16.3.2016 ging es bei der Unterredung um the importance and need for good preparation in terms of form [of the Syrian-Syrian dialogue], which would allow us to begin on solid basis in order to discuss the substance and essence.” Zudem habe man schon de Mistura schon gewisse Ideen unterbreitet: „We agreed to follow up on the important ideas and views we presented to the Special Envoy before yesterday and to have in-depth discussions of these ideas so that they can be the main basis of discussion in the next session of talks, which would allow the Special Envoy to move on solid and firm bases from the form stage to the substance stage”, und setzte hinzu: „the next session should be useful and promising if all the notes presented by the Syrian Arab Republic to de Mistura and his assistants during Wednesday session were to be taken into consideration.“
Hinsichtlich der von russischer Seite geforderten UN-Beobachtung der syrisch-türkischen Grenze (vgl.u.) äußerte der UN-Diplomat: „We didn’t discuss only the continuing flow of terrorists through borders from Turkey; we also discussed the terrorists sponsored by Israel and the terrorists who come from Jordan, and we asked de Mistura to work with the other sides that claim to want the shedding of Syrian blood to end in order to stop this blatant violation of resolution no. 2254 and the Vienna communiqués.“ Außerdem sollten alle auf Syrien bezüglichen UN-Resolutionen umgesetzt werden [d.h. auch die Rückgabe der von Israel besetzten Golanhöhen].
Auf die Frage nach einer breiteren Teilnahme von Oppostionsgruppen an den Genfer Gesprächen machte Dr. al-Ğaʽfarî deutlich, daß dies nicht nur den Standpunkt der syrischen Regierung widerspiegele, sondern so auch in den beiden Wiener Kommuniqué´wie in der UN-Resolution 2254 niedergelegt sei. Dabei verwies er nochmals – vor allem im Hinblick auf das Gebahren des HNC – auf die Tatsache, daß „no single party has the right to claim to be the only representative of the opposition groups.“ (Keine Oppositionsgruppe könne „das Recht monopolisieren, die Opposition zu vertreten“).
In Bezug auf den vom Sprecher der kurdischen Partei der Demokratischen Union, Nawaf Halil (http://sptnkne.ws/aRz8 und s. http://sana.sy/en/?p=72217) verkündeten Plan einer Umgestaltung Syriens in ein föderales System mit einer eigenen Kurdenregion in Nordsyrien erwiderte Dr. al-Ğaʽfarî, diese Frage stehe nicht auf der Agenda, da die grundlegenden Prinzipien der Genfer Gespräche aufgrund der schon genannten internationalen Normen den Erhalt von „Syria’s unity, independence, and integrity“ zum Ziel haben. Zudem versicherte er: „any attempts to create discord among Syrians are going to fail.”.
Auf direkte Gespräche insbesondere mit der von Saudi-Arabien zusammengestellten Oppositionsgruppe des sog. Hohen Verhandlungskomitees (HNC) angesprochen, antwortete der Delegationschef neben dem Hinweis auf die festgelegte Struktur der Genfer Treffen, die der hierfür zuständige UN-Gesandte de Mistura festlege, man führe keine Gespräche mit Terroristen. Die Gruppe, die der Leiter des HNC vertrete, seien Terroristen, die zu einer terroristischen Fraktion gehöre, die friedliche Bürger getötet habe. U.a. sei sie [die radikal-islamische Gruppe Ğaiš al-Islâm] verantwortlich für die ständigen, auch während der vereinbarten Waffenruhe anhaltenden Angriffe im Raum Ost-al-Ġûṭa, auf die Hauptstadt selbst, darunter Attacken auf die Ingenieursfakultät und die russische Botschaft (vgl. diesbezüglich die Gefechtsberichte!). Der im letzten Dezember getötete Führer von Ğaiš al-Islâm, Zahrân ʽAlûš, Bruder des obersten HNC-Repräsentanten Muḥammad ʽAlûš (Mohammed Allush), hatte zudem Präsident Dr. al-Assad mit dem Tod gedroht. Dafür habe man noch keinerlei Entschuldigung gehört. Statt dessen hatte Muḥammad ʽAlûš die Drohung am Di., 15.3.2016, wiederholt. „Das ist nichts anderes als ein Aufruf zu einem Terroranschlag“ (http://sptnkne.ws/aRqs), konstatierte Dr. al-Ğaʽfarî.
(http://sana.sy/en/?p=72104, http://sana.sy/en/?p=72186 und http://sptnkne.ws/aRx8 vom 16.3.2016, http://sptnkne.ws/aRx8 vom 17.3.2016)
Gemäß Verlautbarung aus dem russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm vom 16.3.2016 gab es in den vergangenen 24 Stunden zehn Verstöße gegen die Waffenruhe. „The breaches were monitored in the countryside of Aleppo, Lattakia, Idleb, Homs and Hama”, substantiierte der Leiter Generalleutnant Sergei Kuryalenko. (http://sana.sy/en/?p=72176)
Terroranschlag vom 16.3.2016:
Zwei Elektriker wurden durch eine vom IS an der Verbindungsstraße Aleppo – Ḫanâṣir angebrachte Landmine während der Arbeit schwer verletzt. Die Handwerker gehörten dem Reparaturteam an, das als Ersatz für die vom IS zerstörte Stromleitung Aleppo – Ḫanâṣir – Aṯriyâ (vgl.u.) eine Alterna-tivverbindung herstellen sollte. (http://sana.sy/en/?p=72119)
Russische Aufklärer hatten einen Nachschub-Konvoi von Söldnern – hauptsächlich Turkmenen – aus der Türkei zur Unterstützung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš at-Turkmân in Syrien an der türkisch-syrischen Grenze beim ungehinderten Grenzübergang nahe Yayladağı ausgemacht. Anschließend bekämpften russische Bomber und SAAF-Kampfjets im Furniluk-Waldgebiet auf syrischem Territorium die Terroristen bekämpft. Danach durchkämmte die Armee im Zusammenwirken mit dem syrischen Widerstand, den National Defense Forces (NDF) und der Syrian Social Nationalist Party (SSNP) das Gebiet an der Grenze rund um den Grenzübergang zum türkischen Gebiet. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941225000390, 15.3.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=72113 und http://www.sana.sy/?p=353935 (Vereitelung eines IS-Angriffs aus der Wüste heraus auf al-Lağât im Areal von Kûʽ Ḥadar im N von as-Suwaidâ´ im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten. Vernichtung von IS-Fortifikationen im südlichen Teil der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur mit Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Umgebung des internationalen Flughafens, das Industriegebiet und den Ğabal al-Maqâbir unter deutlichen Feindverlusten an Männern und Equipment; und Zerstörung einer IS-Kanone im Stadtteil al-Ḥuwaiqa; Eliminierung eines vom IS geraubten Öltankers zwischen at-Taîm und aš-Šûlâ, von IS-Trupps beim Technischen Institut wie der al-Ğazîra Universität bei al-Buġailiyya im W der Provinz, von Artillerie und einer Mörsergranaten-Abschußablage mit IS-Bedienmannschaft in Ḥuwaiğa Ṣakar im O. Vereitelung einer IS-Attacke auf eine der Anhöhen von al-Ḥâkama im W von Tadmur östlich von Ḥomṣ im Zusammenwirken mit Volksverteidigungsgruppen, heftige für den IS verlustreiche Kämpfe im al-Hayâl–Gebirge, von dem aus Tadmur mit dem zugehörigen umkämpften Dreieck überschaubar ist).
Hinsichtlich der Reduzierung der russischen Streitkräfte in Syrien (vgl.u.), teilte Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses desderationsrates der Russischen Föderation Viktor Ozerow am Di., 15.3.2016, mit, daß in Syrien mindestens 2 Bataillone mit 800 Kräften an zwei Standorten verblieben, dazu kämen Militärberater (insgesamt ca. 1.000 Mann). Der Counterterrorismus zusammenmmen mit der syrischen Armee geht demnach – wie auch schon von Präsident Putin u.a. bekräftigt – bis zu dessen natürlichem Ende weiter. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3322-moskau_rund_1000_kr%C3%A4fte_bleiben_in_syrien)
Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) haben sowohl Rußland als auch die USA über eine [erneute] Verletzung der Waffenruhe durch die Türkei informiert. Ein Vertreter des Moskauer Büros der syrischen Kurden erklärte gegenüber Ria Novosti: „Das YPG-Kommando hat an das russische und das US-amerikanische Koordinierungszentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien ein diesbezügliches Schreiben gerichtet. In dem Dokument wird über den Beschuss der kurdischen Stellungen nahe dem Dorf Hereze im Norden der Provinz Haseke durch die türkische Armee berichtet“. Dort sind türkische Militärs auch mit größeren Bauarbeiten auf syrischem (!) Territorium (vgl.u.) beschäftigt. (http://sptnkne.ws/aQNp vom 15.3.2016)
Infolge der Reconciliierungsbemühungen der Regierung konnten am Di., 15.3.2016, Bewohner wieder in den Ort al-Fân aš-Šamâlî im NO der Provinz Ḥamâ zurückkehren. „This is a step towards implementing the remaining stages of the reconciliation agreement reached recently”, kommentierte Aḥmad ad-Daîrî (Ahmad al-Deiri) als Mitglied des Vermittlungsausschusses (Reconciliation Committee) von Ḥamâ den Erfolg. Demnächst würden auch die Einwohner von Ğunaina, Ğunaina Ġarbiyya, Samâqiyya, Ḥuwaiğa, al-Bîra und Qaṣr al-Muḫarram im Ostteil der Provinz folgen. Umfaßt von der am 7.3.2016 erreichten Vereinbarung seien zudem die Gegend von Ṣûrân, Qalʽat al-Maḍîq und über 100 kleinere Orte, dazu Farmen im al-Ḥamrâ´ Areal im NO-Umland von Ḥamâ. (http://sana.sy/en/?p=72043vom 15.3.2016, http://www.sana.sy/?p=353384)
De Mistura erhofft sich von der Reduzierung des russischen Militärs in Syrien (s.u.) laut einer vom UN-Sprecher Aḥmad Fawzî in Genf verlesenen Erklärung positive Auswirkungen auf den innersyrischen Dialog in Genf. (http://www.sana.sy/?p=353391 vom 15.3.2016)
Die einvernehmliche Reduzierung der in Syrien aktiven russischen Streitkräfte rief aufgrund von Meldungen syrienfeindlicher Medien und derart ausgerichteter sozialer Netzwerkseiten – wie es auf der Facebook-Seite der syrischen Präsidentschaft hieß – Bestürzung über ein mögliches Zerwürfnis beider Regierungen und eine Menge Anfragen nach sich. Tatsächlich handelte es sich um eine nach reiflichen Überlegungen getroffene und schließlich telefonisch zwischen Präsident Dr. al-Assad und Präsident Putin vereinbarte Übereinkunft, angesichts der in den letzten Monaten erzielten militärischen Erfolge wie der trotz einzelner Verletzungen anhaltenden Waffenruhe und der erfolgreichen Reconciliationsbemühungen die in Syrien aktiven russischen Militärkräfte zu reduzieren. Der gemeinsame Counterterrorismus gehe – wie schon mehrfach auch von russischer Seite erklärt – weiter bis zur Vernichtung des Terrorismus im Land. Darüber informierte die Präsidentschaft via Nachrichtenagentur SANA, auf der eigenen Facebook-Seite infolge der dort geposteten Anfragen wie auch der Informationsminister az-Zuʽbî jeweils am 14.3.2016. Weitere Einzelheiten sind in den jeweiligen Beiträgen nachzulesen. (http://sana.sy/en/?p=72005, http://sana.sy/en/?p=72000, http://sana.sy/en/?p=71987) – Mit den syrischen Verlautbarungen stimmen auch jene aus dem Kreml vom selben Tag überein. (http://sptnkne.ws/aQy3) – Bestätigend ebenso die Verlautbarung des Präsidentensprechers Peskow vom 15.3.2016 (http://sana.sy/en/?p=72014) wie die Erklärung der Vorsitzenden des russischen Föderationsrats Valentina Matwijenko (http://sana.sy/en/?p=72019), die die Mitteilungen der syrischen (http://sana.sy/en/?p=72009) und russischen (http://www.sana.sy/?p=353359) Generalität und andere.
Terroranschläge vom 15.3.2016:
In der Provinz al-Ḥasaka im NO des Landes wurde eine Gruppe Journalisten von Russia Today nahe der Stadt aš-Šadâdî während der Aufnahmen für einen Dokumentarfilm durch IS-Anhänger mit Mörsergranaten beschossen. Einige der filmcrew wurden dabei verletzt.
Ebenfalls in der Gegend, aber südlich von aš-Šadâdî wurde ein Passant im Dorf Saʽîd Opfer einer vom IS plazierten Landmine.
(http://sana.sy/en/?p=72016, http://www.sana.sy/?p=353421)
In Banî Zaid-Bezirk verschanzte Terroristen beschossen erneut das Wohngebiet aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo mit Raketen und Mörsergranaten, wodurch 12 Personen verletzt und Gebäude etc. beschädigt wurden. (http://sana.sy/en/?p=72119)
Das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm meldete am Di., 15.3.2016, für die vergangenen 24 Stunden 15 Verstöße gegen die Waffenruhe, im Einzelnen: „6 breaches were monitored in Damascus Countryside, two in each of Aleppo, Idleb, Hama and Homs countryside and one breach in Lattakia countryside”. Zudem griffen die Terrorgruppen Liwâ` as-Sulṭân Murâd und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya zweimal Positionen der Kurdish Protection Units im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo an und Terroristen von Ǧaiš al-Islâm beschossen im Gebiet al-Marğ in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq Stellungen der Armee mit Mörsergranaten. (http://sana.sy/en/?p=72082)
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71935 und http://www.sana.sy/?p=352755 sowie http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941225000390 (Vereitelung eines Angriffs durch Trupps von Liwâ’ al-Îmân (Glaubensbrigade) auf der Linie der Orte Umm Ḥâratîn – Tal az-Zaʽtar – Maʽn im N von Ḥamâ mit Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; Affiliierte von Liwâ’ al-Îmân wurden ebenfalls bei einer Attacke auf Militärcheckpoints im Umkreis von Maʽn erfolgreich zurückgeschlagen. Rückeroberung der Punkte 853 und 600 beim Wâdî al-Qadâḥât in Richtung Ğabal al-Hayâl und Ğabal aṭ-Ṭâr im Umkreis von Tadmur in Gefechten gegen den IS, welcher auch in ʽUnq al-Hawâ, etwa 72 km östlich von Ḥomṣ, wie Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheiten in al-Halâliyya und Tair Maʽla im N eliminiert wurden Vorrücken im NO von al-Lâḏaqiyya mit Einnahme der strategisch bedeutsamen Anhöhe 1154 innerhalb des Ğabal al-Akrad (Gebirge) nach harten Gefechten mit den Terrorruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, der sog. 1. Küstenbrigade der FSA und Liwâ´ Ṣuqûr al-Ġâb). – Russische Kampfjets unterstützten die syrischen Bodentruppen bei ihren Gefechten gegen den IS im Umkreis von Tadmur. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3364-syrien_russische_kampfflugzeuge_bombardieren_is_stellungen_bei_palmyra)
Aus dem russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm wurden für die vergangenen 24 Stunden 14 Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet, darunter je fünf im Rîf al-Lâḏaqiyya und Darʽâ, zwei bzgl. Aleppo und je ein Vorfall im Rîf Dimašq bzw. Ḥamâ. (http://sana.sy/?p=352957 vom 14.3.2016)
Wegen der kürzlich gemeldeten Verstöße durch Angriffe im Umfeld von Kafar Nabûda im Rîf Ḥamâ seitens Gruppen, die von den USA als Teilnehmer der Vereinbarung zur Einstellung der Kampfhandlungen klassifiziert waren, kontaktierte die russische Seite das US-Koordinierungszentrum in ʽAmmân [MOC] und drückte Besorgnis darüber aus. (http://sana.sy/?p=352957 vom 14.3.2016)
Nach dem Treffen mit dem UN-Gesandten Staffan de Mistura erklärte der Leiter der syrischen Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, das Gespräch sei positiv und konstruktiv gewesen. Dr. al-Ğaʽfarî unterstrich nochmals die Notwendigkeit eines möglichst breiten Spektrums der Opposition – wie auch in der zugrundliegenden UN-Resolution 2254, den Wiener Abmachungen und der Münchener Deklaration vorgesehen – als Dialogpartner, die alle wichtigen Fraktionen miteinschließen müsse. Als Ziel formulierte er: „We want to hold dialogue as Syrians and under Syrian leadership without any foreign interference and without any preconditions” und versicherte: „We are motivated by our sense of responsibility toward our people and homeland, and this responsibility is one of the forms of strength granted to us by the Syrian people to represent them in this round of Syrian-Syrian dialogue”. (http://sana.sy/en/?p=71940 vom 14.3.2016) – Als „preconditions“ waren zuvor dem Wählerwillen zuvorkommende und diesen damit vorwegnehmende und fremdbestimmende Forderungen des HNC nach Absetzung des Präsidenten, Änderungen bzgl. der Verfassung etc. genannt worden.
De Mistura beurteilte in seinem Statement das Treffen ebenfalls als nutzbringend. Das nächste Treffen am Mittwoch solle einige Punkte klären, auch bzgl. der zu verfahrenden Agenda. Abends wolle er dem UN-Sicherheitsrat von den heutigen Fortschritten berichten. (loc. cit.)
Eine Stunde vor dem Treffen mit der Regierungsdelegation unterstrich der UN-Gesandte für Syrien und Leiter der sog. Genf-III-Konferenz, de Mistura nochmals, daß jegliche Vorbedingungen [wie die des HNC, welche schon den ersten Anlauf zum Konferenzstart im Januar bzw. Februar hatten scheitern lassen, vgl.u.] nicht akzeptabel seien. auch ein sog. Plan B bzgl. der Lösung der Syrienkrise bedeute einen Schritt zurück und sei in jeder Hinsicht schädlich. Zur erreichten Waffenruhe führte er aus, manche Seiten mühten sich zwar, dieselbe zum Scheitern zu bringen, doch denen werde man mit allen [sinnvollen] Mitteln begegnen. Er werde sich zudem dafür einsetzen, daß alle betroffenen Seiten an den innersyrischen Gesprächen teilnehmen könnten [d.h. inklusive der syrischen Kurden und syrischen Opposition im Land]. Insofern bekräftigte auch er: „The Syrian people are the ones who determine their future and we should help them achieve that.” Nach einer ersten Gesprächsrunde werde ein Pause von zehn Tagen eintreten, um dann mit einer zweiten Runde fortzufahren. (http://sana.sy/en/?p=71904 vom 14.3.2016)
Noch eine Bemerkung zur „Flüchtlingskrise“ an jenem Sonntag, in dem in drei Bundesländern der BRD Landtagswahlen stattfinden und jeweils Gewinne der regirungskritischen AfD erwartet werden, vom russischen Außenminister Sergei Lawrow: Alle Flüchtlinge in der EU als Syrer präsentieren zu wollen, ist eine Verdrehung der Tatsachen und reine Volksverdummung. (http://sptnkne.ws/aPYW)
Im Vorfeld der Fortführung der Genf-III-Konferenz bemerkte der Leiter der Regierungsdelegation Dr. B. al-Ğaʽfarî, am So., 13.3.2016, es sei bis dato noch völlig unklar, auf wen man eigentlich als Dialogpartner treffe. – Tatsächlich wäre es Aufgabe (vgl.u.) des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura gewesen, dafür zu sorgen, daß vor Beginn einer weiteren Konferenz sowohl eine Liste der zu bekämpfenden und damit von dem Treffen asuzuschließenden Terrorgruppen vorliege wie eine der oppositionellen Dialogpartner. – Tatsächlich wäre es Aufgabe (vgl.u.) des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura gewesen, dafür zu sorgen, daß vor Beginn einer weiteren Konferenz sowohl eine Liste der zu bekämpfenden und damit von dem Treffen asuzuschließenden Terrorgruppen vorliege wie eine der oppositionellen Dialogpartner. – Zum Kommentar von Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim auf Äußerungen von de Mistura (s.u.) hinsichtlich Syriens Zukunft, die inhaltlich einer Fremdbestimmung gleichkamen, bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî: „We repeated al-Moallem’s speech and we noticed an understanding by Di Mistura of the notability of the Syrian official stance and the context of al-Moallem’s speech on this issue.” Außerdem verdeutlichte er: „we didn’t hear such speech in our talks that were held between us, on the contrary, we said our point of view and he [d.i. de Mistura] didn’t contradict this point of view.” Hinsichtlich der Vermittlerrolle von de Mistura teilte er mit: „We affirmed the necessity for a good preparation to the indirect dialogue in order to avoid the gaps and problems that occurred in the first round.”
Zu den vom russischen Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm getätigten Reconciliierungsmaßnahmen erklärte er, diese geschähen in Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Daher stellte er fest: „we are full partners in these reconciliations which are done on the Syrian lands through our friends of the Russians.” (http://sana.sy/en/?p=71891)
Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim teilte der versammelten Presse am Sa., 12.3.2016 mit, die Regierungsdelegation habe die Einladung zur Genf-III-Konferenz erhalten. Wie schon vom UN-Delegierten de Mistura am Vortag mitgeteilt, finde am 14.3.2016 traditionsgemäß das erste Treffen mit der Regierungsdelegation statt. Al-Muʽallim erklärte dazu: „We are looking forward to having dialogue with the broadest spectrum of opposition groups in implementation of de Mistura’s mandate by the UN Security Council and the two Vienna communiques, particularly the national opposition that is not linked to any foreign agendas.” Allerdings werde man nicht mehr die Fehler vom Februar wiederholen und tagelang auf die von de Mistura geladene (!) Opposition [d.i. der HNC] warten: die Regierungsdelegation „will not repeat the same mistake that happened in the previous round. They are going to wait for 24 hours only.”
Hinsichtlich der gleichzeitig bezüglich Syriens politischer Zukunft gemachten Äußerungen von de Mistura wandte jedoch der Vizepremier ein, daß diese immer noch von den Syrern und gemäß der Verfassung zu bestimmen sei. Wörtlich äußerte er dazu: „de Mistura doesn’t have the right to talk about presidential elections as this issue is an exclusive right of the Syrian people”, die Ankündigungen seitens de Misturas seien „a deviation from all the UN documents, and we do not accept that de Mistura would give up objectivity to please this or that party.” Demgegenüber stünden die kommenden Parlamentswahlen turnusmäßig an. Zudem machte er deutlich: „We will no longer accept that [de Mistura] gives up objectivity to please this or that party.“
Zu den Kurden befragt, anwortete der Minister: „Our brothers, the Kurds, are Syrian citizens, and they are with us in the same trench against ISIS.” Wie schon zum verschobenen Beginn der Syrien-III-Konferenz im Februar erwähnt (vgl.u.) unterstützt die Regierung die Teilnahme der Kurden als Teil der Bevölkerung an den innersyrischen Gesprächen, gerade auch, da sie bislang keine (!) Einladung von de Mistura zu den Verhandlungen erhalten haben wie auch die eigentliche syrische Landes-Opposition nicht.
Hinsichtlich der verschiedentlich aufgetretenen Verletzungen der Waffenruhe bemerkte er, daß sich die Regierung nach wie vor dafür ausspreche. Je nach Gefährdung der Bevölkerung müsse man seitens der Armee darauf reagieren oder könne darauf verzichten. Gleichzeitig erneuerte er den Aufruf der Regierung zur Waffenniederlegung und Beteiligung am Reconciliierungsprogramm. Davon abgesehen seien alle diejenigen im counterterroristischen Abwehrkampf der syrischen Streitkräfte gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und damit verbundene Gruppen willkommen, die sich daran beteiligen wollten.
Zurückkommend auf den innersyrischen Dialog zeigte er sich hoffnungsvoll. Ziel der Regierungsdelegation sei „to made the dialogue a success“, doch dazu bedürfe es des dahingehenden Engagements beider Seiten. Zudem machte er bezüglich des oft in den Medien auftauchenden Begriffs der „Übergangsregierung“ darauf aufmerksam: „nowhere in the UN documents there is something that talks about a transition period of presidency, which is why there should be agreement on the definition of transition period. … As far as we understand it, transition is to move from a standing constitution to a new one and from a standing government to another that involves the other party.” (http://sana.sy/en/?p=71758 vom 12.3.2016 bzw. http://sana.sy/en/?p=71841 vom 13.3.2016) – Die Regierungsdelegation ist bereits am So., 13.3.2016, in Genf angekommen. (http://sana.sy/en/?p=71849)
Auch Prof. Qadrî Ğamîl, Parlamentsabgeordneter der oppositionellen Partei Volksfront für Wandel und Befreiung, machte deutlich, daß ohne die Kurden keine sinnvollen innersyrischen Gespräche zu führen seien. Sie auszuschließen diene gewissen Seiten nur dazu, einen Nährboden für Extremismus zu schaffen und eine Teilung Syriens einzuleiten. (http://sptnkne.ws/aQaz) – Auch der russische Außenminister Lawrow hatte im russischen TV (REN-TV channel) am So., 13.3.2016, klar gemacht: „how can you count on the Kurds remaining part of the Syrian state if we left them out of the talks?”. Die Moskauer Regierung werde jedenfalls auf einer Teilnahme der syrischen Kurden an den innersyrischen Gesprächen insistieren auch wenn die Türkei, die sich zudem [völkerrechtswidrig] in den Krieg in Syrien einmische, dies verhindern wolle. (http://sana.sy/en/?p=71886)
Sergei Lawrow machte zudem bekannt, daß dem russischen Außenministerium Belege für Präsenz türkischer Militäreinheiten in Syrien vorlägen. Die türkischen Aktivitäten an der Grenze deuteten auf einen allmählichen [regelrechten] Vormarsch auf syrisches Gebiet. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3202-russland_t%C3%BCrkische_truppen_sind_in_syrien_pr%C3%A4sent) – Ohne Einladung bzw. Einverständnis der jeweiligen Landesregierung oder entsprechendes UN-Mandat ist das Eindringen fremder Mächte in das Territorium anderer Staaten als völkerrechtswidrig zu werten, widerspricht der UN-Charta u.a..
29 Vertöße gegen die Waffenruhe meldet das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm am 13.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden, begangen von terroristischen Organisationen. Darunter seien 18 Vorfälle in [der Provinz] al-Lâḏaqiyya, fünf in Damaskus-Land, zwei in Idlib und einer in Ḥamâ. Der Beschießung mit Artillerie und Mörsergranaten seitens Ğabhatu_n-Nuṣra kostete im Umland von Damaskus und Idlib 10 Bürger das Leben, weitere 30 wurden verletzt. Zudem meldete der Leiter: „unknown armed groups shelled with mortars and heavy machine-guns sites for the Syrian Army in Lattakia countryside while the so-called Ahrar al-Sham fired with shells two towns in eastern Ghouta in Damascus countryside. (http://sana.sy/en/?p=71888, http://www.sana.sy/?p=352333)
Nähere Untersuchungen zum Crash einer SAAF–MiG-21 in der Nähe eines Militärflugplatzes im Westen der Provinz Ḥamâ (vgl.u., Meldung zu Verstößen gegen die Waffenruhe vom 12.3.2016) ergaben laut Aussagen von Beobachtern: „A Syrian warplane MiG-21 was shot down near the Hama military airfield”, hieß es und: „After the Syrian Air Force plane was hit, one pilot ejected and landed at the al-Magir village, which is controlled by the army. The second pilot attempted an emergency landing at the Hama military airfield. The landing failed and the pilot died”. Absturzursache war demnach eindeutig der Beschuß mit einer dafür tauglichen Waffe (d.i. SAM, für: surface-to-air-missiles), die sich bislang nicht in Händen der Terroristen befand, nun aber offensichtlich doch. (http://sptnkne.ws/aPPN vom 13.3.2016) – Vgl.a. die kritische Auseinandersetzung mit anderen Berichten hierzu bei: http://sptnkne.ws/aPXr vom 13.3.2016. Der Vorfall bringt die Ankündigung des saudi-arabischen Außenministers ʽAdl al-Ğubair Im Spiegel-Interview vom 19.2.2016in Erinnerung, in dem er erklärte, seine Regierung sei bereit, die Kämpfer gegen die Regierung in Syrien mit tragbaren Boden-Luft-Raketen, sog. MANPADS (Man-portable air-defense systems) oder SAM (surface-to-air-missile) auszustatten. (http://www.spiegel.de/international/world/interview-with-saudi-foreign-minister-adel-al-jubeir-on-syrian-war-a-1078337.html und vgl.u.).
Terroranschläge vom 13.3.2016:
Die seit fast zwei Jahren von Terroristen (v.a. Ğaiš al-Fataḥ) umzingelten Landstädte al-Fûʽa und Kafariyyâ im Umland von Idlib sehen sich, wie schon oft berichtet, ständigem Artillerie-Beschuß ausgesetzt. Nun beschossen Scharfschützen der Extremisten von Biniš aus wahllos Bewohner von al-Fûʽa ca. 10km nördlich der Provinzhauptstadt. Ein Toter wurde durch lokale Zeugen bestätigt.
Auch Dair az-Zaur beschossen IS-Anhänger erneut die Stadtteile al-Ğawra und al-Quṣûr mit Raketen, töteten bislang zwei Frauen und verletzten weitere13 Bürger und hinterließen beträchtlichen Schaden an privatem und öffentlichem Eigentum.
Raketenangriffe auf den Stadtteil as-Saḥârâ von Darʽâ führten zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden. Das gilt auch für das gerade vor Ort befindliche Team von Russia Today. (http://sana.sy/en/?p=71862, http://sana.sy/?p=352102)
Wie Ra´î al-Yaum meldet, droht der jordanische König ʽAbdullâh II. mit einer Militärintervention ähnlich derer seitens der Türkei, wenn die syrische Armee ihre Offensive [d.h. gegen Terroristen vor allem von Ğabhatu_n-Nuṣra!] im Süden Syriens (!) fortsetze. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3187-jordanischer_k%C3%B6nig_droht_syrien_mit_milit%C3%A4rangriff vom 13.3.2016)
Wegen der fortdauernden Intervention an der Grenze zu Syrien durch die Türkei zum Vorteil der in Syrien aktiven Terroristen sowie Behinderung notwendiger Hilfslieferungen (vgl.u.) fordert die russische Regierung laut Außenamtsprecherin Maria Sacharowa die Anwesenheit internationaler Beobachter an Grenzwegen Syriens zur Türkei. Sacharowa erklärte, türkische Verantwortliche behaupten permanent, dass die Anschuldigungen gegen Ankara haltlos seien und keine Waffen, keine Terroristen und keine Extremisten über türkische Grenzen nach Syrien kämen. Daher schlage man Ankara vor, internationale Beobachter an seinen Grenzen zu Syrien stationieren zu lassen, um Lieferungen in dieses Land zu kontrollieren und gleichzeitig die Sorgen und Anschuldigungen aus der Welt zu schaffen. Was würde noch leichter sein als das. (http://parstoday.com/de/news/world-i3175-russland_fordert_internationale_beobachter_an_grenzen_syriens_zur_tr%C3%Bckei vom 13.3.2016) – Zudem verlangte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow ein Ende der Waffenlieferungen an die Terroristen aus der Türkei nach Syrien unter dem Deckmantel der humanitären Hilfsleistung. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3133-russland_fordert_stopp_der_waffenlieferung_aus_t%C3%BCrkei_nach_syrien)
Terroranschlag vom 12.3.2016:
In Kafar Nabûda und Ğabal Šaḥšabû in Stellung gegangene Terroristen beschossen die Stadt as-Suqailbiyya, 48km im NW von Ḥamâ, mit Raketen, verletzten dort drei Bürger und richteten beträchtliche Schäden an. Aktiv in der Gegend sind vor allem Anhänger von Ğaiš al-Fataḥ (http://sana.sy/en/?p=71782, http://sana.sy/?p=351674)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71792 und http://www.sana.sy/?p=351489 (Kontrolle über den Militärposten 753 samt Umgebung bis 1km von den Obstplantagen von Tadmur (mit Palmyra!) und dem Ğabal Haiyâl entfernt gegen den IS erkämpftmit Zerstörung der IS-Fortifikationen und Räumung der vom IS ausgelegten Minen und Sprengsätze [das bedeutet, die Armee hat sich durch die weiten der syrischen Wüste bis 11km an Palmyra herangekämpft]; Beseitigung von IS-Ansammlungen bei den Bohrlöchern 101 und 105; dem IS heftige Verluste beigebracht auch bei seinen Positionen in Maḥasa und nördlich von al-Qaryatain mit kompletter Zerstörung. Vereitelung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Angriffen auf Militärposten bei al-Maġîr/al-Muġaîr, Barîdağ, Tal aṣ-Ṣaḫar, al-Ḥamâmiyât im NW von Ḥamâ; zudem Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Munitionsdepots in Kafar Nabûda und al-Hubaiṭ sowie von mit Artillerie aufgerüsteten Fahrzeugen und Abschußanlagen für Mörsergranaten im Zusammenwirken mit der Volkswehr.).
Über die insgesamt 10 zu verzeichnenden Verletzungen der Waffenruhe der vergangenen 24 Stunden berichtet Generalleutnant Sergei Kuryalenko, Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm, am Sa., 12.3.2016: verschiedene Gegenden im N von al-Lâḏaqiyya wurden erneut von türkischem Territorium aus beschossen. Außerdem konstatierte er: „breaches were monitored in Damascus, Aleppo and Hama”[womit das jeweilige Umland gemeint ist]. Z.B. führt er aus: „sites of the Syrian army were bombed five times from areas where the so-called free army is active”. Doch nicht nur die SAA wurde von der FSA angegriffen sondern auch die Kurden (von der YPK) im Umland von Aleppo bei Ğibrîn, ʽAzâz und Kafar Ḫâšir. Bestätigt wurden auch die Beschießungen von as-Suqailbiyya (vgl. Terroranschlagsmeldung) wie das Vorgehen der SAAF gegen den IS bei Maḥasa und al-Qaryatain (vgl. Gefechtsbericht), wobei festgehalten wurde, daß die russischen wie syrischen Kampfverbände strikt außerhalb der Zonen der vereinbarten Waffenruhe tätig würden und auch nur gegen die, die der Vereinbarung nicht beigetreten seien. Die Rekon-ziliationsbemühungen würden zudem fortgesetzt.
Schließlich zielten Terroristen nahe eines Militärflughafens in der Provinz Ḥamâ auf ein Militärflugzeug während des Landeanflugs und verursachten einen Crash. (http://sana.sy/en/?p=71786, http://sana.sy/?p=351711)
Auch die Fortführung der bereits durch vereinbarungswidriges Verhalten der saudi-arabisch gestützten ausländischen „Opposition“, genannt Hohes Verhandlungskomitee (HNC), vorzeitig abgebrochenen Genf-III-Konferenz (vgl.u.) wird von eben derselben Gruppe im Vorfeld erneut torpediert. Während einer Pressekonferenz informierte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Fr., 11.3.2016, die Zuhörer: „the members of the Riyadh opposition continue to employ their favorite tactic of make preconditions in a bid to abort the dialogue … . the Riyadh opposition’s exclusionary tendencies and their rejection of middle-ground solutions show their desire to undermine the agreement for cessation of hostilities and to thwart any stable and productive political process.“ Demgegenüber sei die Regierungsdelegation wie schon zuvor ohne Vorbedingungen zu den anstehenden Gesprächen bereit. (http://sana.sy/en/?p=71724)
Im Gespräch mit der Parlamentsabgeordneten Randa Qasîs (Randa Kassis) vom (säkular ausgerichteten) Movement of the Pluralistic Society betonte der russische Außenminister Sergei Lawrow die Position Moskaus, welche sich mit der der Regierung in Damaskus deckt, daß das Teilnehmerspektrum hinsichtlich der Genf-III-Konferenz möglichst breit aufgestellt sein sollte. Darin stimmte auch Frau Qasîs überein. Demgegenüber hatte der UN-Gesandte und Leiter der Konferenz de Mistura jedoch schon früher erklärt, daß die Teilnehmer auf jene beschränkt bleiben, die schon im Februar nach Genf geladen gewesen seien. Darüber hatten sich vor allem die ausgeschlossenen Kurden und Vertreter der Inlands- und damit tatsächlichen syrischen Opposition empört (vgl.u.) gezeigt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i3058-lawrow_spricht_sich_f%C3%BCr_die_teilnahme_der_kurden_an_syrien_friedensgespr%C3%A4chen_aus)
Alexei Borodawkin, russischer UN-Botschafter in Genf, bekräftigte im Interview mit der Nachrichtenagentur Sputnik, die illegalen EU-Sanktionen gegen Syrien beträfen zuvorderst und vor allem die syrischen Bürger. Wolle man demnach etwas gegen die Flüchtlingsflut gen Europa unternehmen, wäre es am einfachsten, günstigsten und effektivsten, den Syrern das Überleben im eigenen Land zu sichern und hierfür die erwähnten Sanktionen aufzuheben. (http://sana.sy/en/?p=71745 vom 11.3.2016) – Zur Illegalität der angesprochenen Sanktionen s. Teil III, Expertenurteil vom 29.5.2015; zu deren Auswirkungen z.B. in Teil I, Prof. Qadrî Ğamîl; Präsident Dr. al-Assad im Interview mit Izvestia vom 26.8.2013; Teil II, Arbeitsminister Ḥassan Ḥiğâzî vom 10.6.2014.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71733 und http://sana.sy/?p=351362 (Befreiung von Ḥâra Mazʽala, Ḥârat aṭ-Ṭâḥûn, al-Qasṭal und Ḥîr Dabîn wie Rückeroberung der Militärposten 394, 445.5, 438.5, 417.5, 400, 500, 656.6, 499.5, 409.5 und 529.5 samt dem Ğabal al-Qalʽa im N von al-Lâḏaqiyya mit Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen. Beseitigung von Schlupfwinkeln des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt der gebunkerten militärischen Ausrüstung und 57 Terroristen im O und NW von Ḥamâ; Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Angriffs im NW der Provinz von Kafar Nabûda, al-Hubaṭ und al-Bâna aus auf Tal aṣ-Ṣaḫar, al-Ḥamâmiyât, al-Maġîr/al-Muġaîr und Barîdağ mit Eliminierung von 37 Terroristen wie von vier ihrer mit Maschinengewehren und Mörsergranaten bestückten Fahrzeuge; dazu effektive präzise SAAF-Luftschläge auf IS-Positionen den Bereichen Abû Dâlî, Sûḥa, ʽUqairibât, Ğanâ al-ʽUlbâwî, Qasṭal al-Wasṭânî und Ğab ar-Riyân im O-Umland).
Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm hatte am 11.3.2016 für die vergangenen 24 Stunden acht Brüche der Waffenruhe zu verzeichnen. Dabei war u.a. die Stadt Kansabâ, 60 km im NO von al-Lâḏaqiyya gelegen, von terroristischen Gruppen mit Raketen beschossen worden. – Andererseits schlössen sich zwei Gruppen aus Ḥamâ demnächst der Waffenruhe an, die Anführer von drei weiteren aus Aleppo hätten Interesse daran signalisiert. (http://sana.sy/en/?p=71718, http://www.sana.sy/?p=351246)
Terroranschlag vom 11.3.2016:
Opfer einer von IS-Terroristen am Straßenrand angebrachten Landmine wurden Passanten im Dorf al-Ğamba im O von al-Ḥasaka: eine Person starb, zwei weitere wurden verwundet. (www.sana,sy/en/?p=71727)
Erneut wurde am Fr., 11.3.2016, eine Waffenlieferung durch die Behörden sichergestellt, dieses Mal jedoch mitten in Ḥomṣ City in der 60. Straße. Der Wagen enthielt militärische Sturmgewehre, Maschinenpistolen und eine Menge Munition. (http://sana.sy/en/?p=71720)
Am Fr., 11.3.2016, gab die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bekannt, daß die türkische Regierung die UN-Hilfslieferungen an den beiden hierfür ausgesuchten Grenzübergängen behindert ganz im Gegensatz zur syrischen Regierung. Wörtlich äußerte sie: „In accordance with UN Security Council resolution 2165, UN and its partners can send relief aid via two checkpoints. The Syrian side has given its consent to the transits. Turkey gives its consent on and off, often with great delays“ und sie merkte an: „UN representatives are not physically present at these checkpoints, so there is no one to exercise control„. (http://tass.ru/en/politics/861713, s.a. http://sana.sy/en/?p=71724)
In Dair az-Zaur haben IS-Terroristen den bekannten Lyriker Muḥammad Bašîr al-ʽÂnî (56) und seinen Sohn Ayâs, die beide vor zwei Monaten in ihrem Haus überfallen und dann verschleppt worden waren, ermordet, wie lokale Quellen angaben. (http://sana.sy/en/?p=71675 vom 11.3.2016)
Video-Beleg zum Schmuggel von Waffen u.a. Hilfsmitteln an die in Syrien aktiven Terroristen durch den türkischen Geheimdienst (MIT) über Ğarâbulus und Tal Abyaḍ mit englischen Untertiteln einzusehen bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/10/daesh-mercenary-captured-and-questioned-by-kurdish-militias-%EF%BB%BF%EF%BB%BFturkish-intelligence-mit-smudged-us-via-jarabulus-and-til-abyad-into-syria-and-supplied-us-with-weapons-and-food/ – Zur gerichtlichen Klage gegen den MIT-Leiter seitens der Oppositionspartei CHP s.u.
Zu Anschuldigungen wegen Giftgaslieferungen von der Türkei an die in Syrien aktiven und dort u.a. auch gegen die syrischen Kurden kämpfenden Terroristen z.B. vom IS s.a. Syrian Kurds: Turkey Providing ‘Clear Transit Route’ for Sarin Gas Deliveries to ISIS in: http://21stcenturywire.com/2016/03/10/kurds-turkey-providing-clear-transit-route-for-sarin-gas-deliveries-to-isis/ und Syrian Kurds accuse Turkey of aiding sarin gas delivery to rebels after fresh chemical attacks bei https://www.rt.com/news/335069-kurds-turkey-syria-rebels-sarin/ sowie Turkey Helps Terrorist Take Chemical Weapons to Syria in: http://alwaght.com/en/News/46127/Turkey-Helps-Terrorist-Take-Chemical-Weapons-to-Syria-YPG, alle Beiträge jeweils vom 10.3.2016.
Laut dem Leiter des russischen Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm kam es in den vergangenen 24 Stunden zu acht Brüchen der Waffenruhe: fünf davon im Umland von Aleppo [Rîf Ḥalab] und je einer in dem von Darʽâ, Idlib und Damaskus. Im Rîf Ḥalab, dem Gebiet mit “the most tension” gemäß Generalleutnant Sergei Kuryalenko trieben die Terrorgruppen Liwâ´ as-Sulṭân Murâd, Fariqa 16 (Brigade 16) und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ihr Unwesen; u.a. hätten sie den Aleppo-Bezirk aš-Šaiḫ Maqṣûd vom Umland aus wiederholt mit Mörsergranaten beschossen. Laut Aktualisierung vom 11.3.2016 wurde zudem ʽAin Daqna mit selbstgebauten Kanonen angegriffen. Auch der von Ğabhatu_n-Nuṣra–Kämpfern [seit Jahren zusammen mit Kafariyya, vgl.u.] eingeschlossene Ort al-Fûʽa im Umland von Idlib werde ständig beschossen, die Bewohner seien dadurch von Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen abgeschnitten [wie schon früher von Regierung gegenüber den UN angeführt, vgl.u.!]. Auch Kuralenko unterstrich die Bedeutung einer baldigen Evakuierung zumindest von Älteren, Frauen und Kindern aus dem Ort. (http://sana.sy/en/?p=71668, http://sana.sy/?p=350889 vom 10.3.2016) – Zu Liwâ´ as-Sulṭân Murâd: schon die Wahl des Titels weist auf die Ausrichtung und Affinität zum osmanischen Sultanat und die Unterstützung seitens der AKP-Regierung etc. hin (s.a. http://www.maurizioblondet.it/tregua-in-siria-limpero-incastrato-nelle-sue-doppiezze/).
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71605 und http://sana.sy/?p=350558 (Befreiung von Ḥaiyât Kabîra, Ḥaiyât Saġîra, Zabad aṭ-Ṭawîla, al-Qulaiʽa, Ḫala, Ḥakîl, Ḫirbat al-Mûsa mit Rückeroberung des Duraîhim-Areals wie von Talat al-Baḥûṯ östlich von Ḫanâṣir im N von Aleppo nach harten Kämpfen gegen den IS, was vom Feind überlebte, floh unter Zurücklassung der militärischen Ausrüstung in Richtung ar-Raqqa; Pioniereinheiten durchkämmten die Gebiete nach vom IS angebrachten Sprengfallen und Minen und entschärften sie; die Sicherheitszone wurde damit ausgedehnt in einer Tiefe von 12km und einer Breite von 9km gen Osten zur Ḫanâṣir – as-Sufaira-Verbindungsstraße und im SO Aleppos gen Sabḫat al-Ğabûl. Im N der Provinz Ḥamâ wurden gut 70 Ğabhatu_n-Nuṣra –Terrroristen getötet, weitere verletzt und in die Flucht geschlagen beim Versuch, Maʽân, Ṭayyibat al-Ism, aš-Šaʽta, Karâḥ und die Gegend um den Ğabal ar-Rây in Ṣûrân zu überfallen, dazu Vernichtung von deren hocherüstetem Fuhrpark) – Ergänzend meldet Ria Novosti die Einnahme von zwei IS-Beobachtungsstellen wie von zwei strategisch bedeutsamen Anhöhen im SW von al-Qaryatain (IS-Stützpunkt) in der Provinz Ḥomṣ auf dem Vormarsch nach Tadmur; ein SAA-Offizier bemerkte dazu: „Die Einnahme dieser Höhen hat eine große Bedeutung für die Gewährleistung der Sicherheit der führenden Streitkräfte an der Westfront von Karjatain. In den letzten drei Tagen haben wir Dutzende Terroristen vernichtet. Unsere Späher teilen mit, dass der Feind sich nach Karjatain zurückgezogen hat. Es sind noch sieben Kilometer von der befreiten Höhe bis zur Stadt“. (http://sptnkne.ws/aPaq).
Nach den SAA-Erfolgen konnten in der Provinz al-Ḥasaka im Raum aš-Šadâdî und al-ʽArîša wieder 118 Schulen neu eröffnet werden. (www.sana.sy/en/?p=71617) – Erneut haben ca. 60.000 Bewohner in ihre ursprünglichen Wohngebiete, dieses Mal nahe Damaskus, zurückkehren können, nach entsprechenden SAA-Erfolgen und unterstützt durch die ausgerufene Waffenruhe. Einen Video-Eindruck davon bietet: http://sptnkne.ws/aNW3.
Auch am 10.3.2016 entdeckten Volksverteidigungsgruppen im N von as-Suwaidâ´ einen Transport von Waffen, Munition und verschiedenen Artilleriegeschossen, welche für die in der östlichen Wüste im Gebiet al-Lağât aktiven Terroristen bestimmt waren. Die Waffen, teils aus israelischer Produktion, wurden von den Behörden beschlagnahmt.
Nach Meldung des Gouvernements al-Ḥasaka hatte eine Volkswehrgruppe am Abend des Vortags ebenfalls einen Waffentransport bei Kûʽ Ḥadar umstellen und etliche der Terroristen eliminieren bzw. in die Flucht schlagen können. Dabei wurden Mörsergranaten, Landminen, Maschienengewehrmunition und LAU-Raketenabschußgeräte aus israelischer Produktion für die Behörden konfisziert. (http://sana.sy/?p=350615, http://sana.sy/en/?p=71614)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71529 und http://sana.sy/?p=349974 (Befreiung von sieben Orten im SO der strategisch bedeutsamen (kürzlich befreiten, vgl.u.) Stadt Ḫanâṣir im N von Aleppo mit Unterstützung von Volkswehrgruppen im Kampf gegen den IS, betroffen sind al-ʽAṭšâna, Umm Mayâl, Ğab ʽAlî, al-Ḫuraiba, aš-Šuraima, Rasm ʽAskar, Sariyâḥ und die Anhöhe Talat Sîratîl, wobei Dutzende IS-Kämpfer getötet, verletzt bzw. unter Zurücklassung von deren militärischem Equipment in die Flucht geschlagen wurden; anschließend Räumung der vom IS angebrachten Sprengsätze und Minen in den betroffenen Arealen. Vereitelung eines IS-Angriffs auf Militär-Checkpoints um den Ğabal al-Hayâl, ca.10km im W von Tadmur im O von Ḥomṣ; Beseitigung von IS-Trupps beim Ğabal Šâʽir, im Gebiet von Tulûl as-Sûd und Ṭâr-Ḫarûba; Rückeroberung der Anhöhen um Ṯaniyat al-Haiṭ im NW von Maḥasa, ca. 80km im SO von Ḥomṣ, mit Eliminierung der letzten IS-Trupps im Gebiet und Konfiszierung einer Menge an Waffen und Munition.)
Aus dem russischen Koordinationszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm war am 9.3.2016 zu erfahren, daß sich weitere fünf Kampfgruppen mit etwa 450 Mann am Rand von Maḥağa im N von Darʽâ der Waffenruhe angeschlossen hätten. Wörtlich hieß es auf der Webseite: „During the last 24 hours, an agreement has been reached with leaders of 5 armed groups to join the cessation of hostilities”. Entsprechende Kontakte mit weiteren sechs Gruppen in den ländlichen Gebieten von Damaskus, Aleppo und Qunaiṭra seien aufgenommen. (http://sana.sy/en/?p=71588, http://sana.sy/?p=350423)
Am Mi., 9.3.2016, verkündete Staffan de Mistura, UN-Gesandter für Syrien, gegenüber Reportern, daß der sog. innersyrische Dialog in Genf nun doch erst am Mo., 14.3.2016, fortgeführt werde und bis zum 24. Des Monats dauern solle, wenn alle Teilnehmer angekommen seien (vgl.u.). Dann erst würde die Agenda mitgeteilt. – Zudem stellte er fest, daß die gegenwärtige Waffenruhe unbefristet sei und viele Orte dadurch zusätzlich humanitäre Hilfe erlangt hätten. (http://sana.sy/en/?p=71570)
Zum wiederholten Mal in kürzester Zeit (vgl.u.) haben Mitglieder der Volkswehr zusammen mit den Behörden am 9.3.2016 eine Waffenlieferung auf der Straße zwischen den Orten Bakâ und Ṣamâd im S von as-Suwaidâ´ ausfindig gemacht und konfisziert. Sie umfaßte Raketen, Mörsergranaten, Artilleriemunition und ein halbe Tonne an TNT. (http://sana.sy/en/?p=71523)
Jessie Šâhîn, Sprecherin des UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, teilte mit, daß am Mi., dem 9.3.2016, formell die innersyrischen Gespräche in Genf wiederaufgenommen würden. Die Einladungen seien verschickt worden und an dieselben Beteiligten ergangen wie schon Anfang Februar. Da aber einige Teilnehmer erst am 12., 13. und 14. März in Genf einträfen, plane de Mistura, die wichtigsten Gespräche am 14. März zu starten. (http://www.sana.sy/?p=349354)
Über counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71458 und http://www.sana.sy/?p=349324 (Vereitelung eines Angriffs von Terroriste auf einen Militärposten in Talat al-ʽÎs, 30km im S von Aleppo, welcher als Bruch der Waffenruhe zählt; Befreiung des SW-Teils von Maḥasa im Umland von Ḥomṣ im Zusammenwirken von Volkswehrkräften in erfolgreichen Gefechten gegen den IS mit hohen Feindverlusten, dazu Wiederherstellung der Gas-Pipeline; zuvor konzentrierte SAAF-Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und Fortifikationen bei Maḥasa, of al-Qaryatain und Tadmur, dazu Vereitelung von IS-Angriffen im Gebiet der Steinbrüche von Tadmur, Ṯanyat ar-Rağma und Ḍuhûr al-Hayâl im Umkreis der Oasenstadt wie auf der SO-Seite des Ğazal-Ölfelds; IS- Munitionslager, Bulldozer etc. zerstört in Talat al-Ḥağîf bzw. Tal Barûk westlich Dair az-Zaur, effektives Vorgehen gegen IS-Nester in al-Ḫarîṭa, an der Autobahn Dair az-Zaur – ar-Raqqa – Aleppo wie aš-Šûlâ, ca. 30 km im S von Dair az-Zaur, mit gut 40 getöteten und 32 verletzten IS-Kämpfern; in der Provinzhauptstadt Auslöschung eines IS-Kom-mandozentrums im Bezirk al-Ğabîliyya samt Abschußbasis für Raketen, Granaten)
Inzwischen habe am Di., 8.3.2016, die Offensive auf al-Qaryatain auf dem Weg nach Tadmur (mit der Antikenstadt Palmyra!) begonnen, teilte ein Armeesprecher RIA Novosti mit. Die Truppen hätten sich 4km an die Stadt herangekämpft, die Vorhut stehe nur noch 3km von Palmyra entfernt.(http://sptnkne.ws/aNrx)
Aus dem russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe berichteten dessen Leiter Sergei Kuryalenko am 8.3.2016 von sieben Verstößen in den letzten 24 Stunden. Im Einzelnen führte er aus: „4 breaches were monitored in Aleppo, 2 others in Idleb in addition to one breach in Lattakia.’’ und setzte hinzu: „al-Sheikh Maqsoud residential neighborhood in Aleppo was targeted with artillery shelling in addition to the towns of al-Fouaa and Kefraya in Idleb, leaving injuries among civilians.” (http://sana.sy/en/?p=71507) – Hinsichtlich der Attacke auf den Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo informierte der YPG-Sprecher Rêdûr Xelîl auf seinem Twitter-Account, daß Kämpfer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya den Angriff mit Chemiewaffen durchgeführt hätten, indem er schrieb: „Heute, am 8. März 2016, erfolgte um 13.00 Uhr ein Beschuss des Bezirks Scheich Maksud mit Waffen, die chemische Stoffe, vermutlich gelben Phosphor, enthalten“.
Die oppositionelle türkische Republikanische Volkspartei (CHP, vgl.u.) strengt eine gerichtliche Klage gegen Staatspräsident Erdogan, Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, den Leiter des türkischen Geheimdienstes (MIT), Hecan Fidan, und eine Reihe weiterer türkischer Beamter wegen deren Engagements bei der Unterstützung des Terrorismus an, wie die türkische Zeitung Sözcü berichtet. – Der Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu hatte schon zuvor wiederholt mit Belegen untermauerte Kritk (vgl.u.) gegen die AKP-Staatsführung geübt. (http://sana.sy/?p=349415 vom 8.3.2016)
In Syrien sei man nicht besorgt über die weitere Entwicklung des innersyrischen Dialogs in Genf, erklärte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân am Abend des 7.3.2016 im Interview mit al-Manâr TV. Denn: „our criteria is our country, people, territorial integrity and the independence of our decision, and this criteria will not and nobody would be able to change it.” Ganz wichtig für Syrien sei die Terrorismuseliminierung, die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität wie die territoriale Einheit, da die Syrer nach all den erbrachten Opfern anderes nicht akzeptieren würden. Nochmals unterstrich sie, „Syrian Government respects the cessation of hostilities agreement” und drückte die Hoffnung aus, daß durch die Waffenniederlegung Militanter im Rahmen der landesweiten Reconciliierungsbemühungen deren Rückkehr ins bürgerliche Leben glücken möge.
Auf Medienkolportationen über angebliche Differenzen zwischen der russischen und syrischen Seite entgegnete sie: „there is no contradiction between Syrian policy and that of the Russian ally “ und setzte hinzu: „Russia deals with Syria with full respect and everything between the two sides is discussed, agreed upon and the relations between them is excellent.” Weiteres (überwiegend Wiederholungen) im Artikel. (http://sana.sy/en/?p=71449)
Eine neue Welle von Aufständen gegen die IS-Besatzer hat ar-Raqqa erfaßt, die gleichzeitig ihre Sympathie für den Präsidenten, die Regierung und die Armee zum Ausdruck bringen. Aus der Gegend meldeten Anwohner: „Civilians hoisted the Syrian Government flag across the squares of al-Sawameh, al-Dariyeh, al-Moshleb, Bab al-Baghdad and al-Barazi across city of Raqqa to show their loyalty to the Syrian army and government„, und setzten hinzu: „Some civilians, meantime, chanted pro-government, pro-army and anti-ISIL slogans loudly across the city„. Zunehmende gewaltsame Zusammenstöße konnten da nicht ausbleiben. Im Stadtteil ar-Ramliyya dauerten die Kampfhandlungen ganze drei Tage an und dehnten sich auf die Stadtteile Firdaus und ad-Dariyya aus. Andererseits desertieren immer mehr IS-Kämpfer. Allein in den letzten beiden Tagen hätten sich gut 200 Mann von der Truppe abgesetzt. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941217000900 vom 7.3.2016)
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71366 und http://www.sana.sy/?p=348606 (Rückeroberung der Posten 946, 949 und 1201 mit Befreiung von Ṯaniyya Ḥîṭ im SO-Umland von Ḥoms im erfolgreichen Kampf gegen IS-Trupps unter Beseitigung von deren letzten Schlupfwinkeln und hinterlassner sprengfallen; Vereitelung eines IS-Angriffs auf einer Anhöhe im at-Tulûl Areal nahe al-Qaryatain mit rechtzeitiger Zerstörung der IS-Autobombe; dazu konzentrierte SAAF-Luftschläge gegen IS-Positionen nahe al-Qaryatain, den Ğazal-Ölfeldern, Maḥasa, aṣ-Ṣawâna und der Wüste im SO von Tadmur im Rîf Ḥoms); die russischen Kampfjets flogen Einsätze gegen Objekte des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Nähe von Tadmur, im Umland von ar-Raqqa und Dair az-Zaur. In Bezug auf die humanitäre Hilfsleistung erklärte Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungs-ministeriums, daß den internationalen Organisationen jegliche Unterstützung gewährt werde. Mehr als 620 Tonnen an Bedarfsartikeln und Medizin seien bereits in die Umgebungen von Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏaqiyya, Darʽâ, Aleppo und Damaskus geliefert worden; 30 Tonnen habe man über Dair az-Zaur abgeworfen, der Provinzhauptstadt, die seit über zwei Jahren durch den IS abgeschnitten sei. Dies geschehe im Zusammenwirken mit Syrian Arab Red Crescent. Verteilt würden die Güter in der Stadt durch lokale Stellen. (http://www.sana.sy/?p=348577, http://sana.sy/en/?p=71370).
Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe, gab am 7.3.2016 an, daß es in den letzten 24 Stunden zu acht Verstößen gekommen sei, je drei in den Provinzen Aleppo und Idlib sowie zwei in Ḥamâ. Zudem wies er nochmals auf die Provokationen durch Terroristengruppen (vgl.u.) hin, die damit die Waffenruhe zum Scheitern bringen wollten. Im Umfeld von Damaskus hätten sich dafür fünf weitere Anführer von bewaffneten Gruppen gemeldet, um sich der Waffenruhe anzuschließen. (http://sana.sy/en/?p=71436)
Terroranschläge vom 7.3.2016:
Eine weitere von IS-Anhängern angebrachte Landmine (vgl.u.) tötete beim Vorübergehen am Montag eine Frau und verwundete drei weitere Passanten, zwei Jugendliche und eine Frau, in an-Nûfaliyya im NW von al-Ḥasaka.
Im Zentrum von al-Qâmišlî, einem Grenzort zur Türkei (vgl.u. Bericht über Bruch der Waffenruhe durch Provokationen von Ğabhatu_n-Nuṣra) im NNO von al-Ḥasaka, wurde durch einen Bombentreffer ein Person verletzt.
http://sana.sy/en/?p=71373)
Terroristen vom IS beschossen in Dair az-Zaur die Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr mit Mörsergranaten, töteten so acht Bürger und verletzten weitere fünf. (http://www.sana.sy/?p=349324)
Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums zur Überwachung der Waffenruhe, Generalleutnant Sergei Kuryalenko, informierte am So., 6.3.2016, über einen weiteren Versuch, die Waffenruhe zum Scheitern zu bringen, dieses Mal wieder seitens des IS: „Terroristen haben im Raum der Ortschaft Narb-Nafsa in der Provinz Hama einen ‚gestellten‘ Kampf zwischen zwei bewaffneten Formationen aufgenommen … Die Videoaufzeichnung des so genannten Zusammenstoßes soll dazu dienen, die syrische Armee wegen Verstößen gegen den Waffenstillstand zu beschuldigen“. (http://sptnkne.ws/aMEn)
Die Aufrufe von ʽAlî Ḥaidar (vgl.u.), Minister für die National Reconciliations Affairs, scheinen sogar in ar-Raqqa auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Um ein Zeichen gegen den IS zu setzen, haben die Bewohner in fünf verschiedenen Stadtteilen der IS-Hochburg die syrische Flagge gehißt. Außerdem fanden in zwei Vierteln und mehreren Straßenzügen Massenproteste zur Unterstützung der syrischen Armee statt. Anschließende kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Bürgern und den IS-Anhängern. Das alles berichteten Augenzeugen, wobei sich die Demonstranten überraschend gut schlugen und dem IS deutliche Verluste beibrachten. (http://syrianperspective.com/2016/03/baath-party-militias-open-offensive-on-isis-in-al-raqqa-fly-syrian-flags-and-kill-isis-rodents.html, http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941216000387, s.a. http://sptnkne.ws/aM8P) – Wie schon gemeldet und auch vom Präsidenten im Interview kommentiert, rückt die Armee stetig zum Entsatz von ar-Raqqa vor.
Nachtrag: Bei den Aktivisten handelt es sich zumeist um Mitglieder der streng säkularen Baʽṯ-Partei (welche auch die Regierung stellt), die seit Beginn der IS-Besetzung unter Lebensgefahr versuchen, diese von innen heraus zu unterminieren. In ar-Raqqa existiere so ein Netzwerk aus hunderten von Männern und Frauen, die auch Nachrichten über die Vorgänge in der Stadt und insbesondere über den IS sammeln und an die Regierung bzw. die Medien weiterleiten. (http://syrianperspective.com/2016/03/baath-party-militias-open-offensive-on-isis-in-al-raqqa-fly-syrian-flags-and-kill-isis-rodents.html)
Wie die kurdische Nachrichtenagentur Baznews am So., 6.3.2016,berichtete, sei der – ohne Erlaubnis der syrischen Regierung und damit völkerrechtswidrig – in NO-Syrien von den USA erstellte Luftstützpunkt nahe der Öl-Stadt ar-Rumaîlân in der Provinz al-Ḥasaka fast vollendet. Derzeit sei der Bau eines weiteren US-Luftlandeplatzes bei ʽAin al-ʽArab (Kobane) geplant. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/297574- vom 7.3.2016; s.a. https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/03/07/rmeilan-airstrip/ mit Karten!) – Zur Souveränitätsfrage s.a. Antwort zu Frage 26 von Präsident Dr. al-Assad im ARD-Interview.
Laut Artikel des Independent vom 6.3.2016, basierend auf Ermittlungen der unabhängige Organisation Airwars, ist die Zahl der während der (völkerrechtswidrigen, da weder von der Landesregierung noch durch ein UN-Mandat autorisierten) US-geführten Luftangriffe getöteten Zivlisten auf fast Tausend (967) gestiegen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297561-independent-zahl-der-todesopfer-bei-luftangriffen-der-us-gef%C3%BChrten-anti-is-koalition-auf-1000-gestiegen) – Näheres zur (verschleiernden) Angabe der Kollateralschäden durch das Pentagon s. den Bericht der Organisation Airwars.
Aus dem russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm meldete Generalleutnant Sergei Kuryalenko am So., 6.3.2016, 15 Verstöße für die letzten 24 Stunden im Rîf Dimašq, den Provinzen Aleppo, Ḥamâ, Darʽâ und Idlib.
Zudem berichtete er darüber, daß der IS-Terroristen von der Türkei aus einen Angriff auf die syrische Stadt al-Qâmišlî an der syrischen-türkischen Grenze vorbereiteten. Die zugehörigen IS-Trupps stünden seien derzeit nahe der türkischen – ursprünglich syrischen – Stadt Nusaibîn etwa 1,5km von der Grenze entfernt stationiert.
Außerdem zielte eine Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheit auf grenznahes türkisches Gebiet, um eine Antwort mit Waffengewalt und einen Einmarsch zu provozieren. Das russische Koordinierungszentrum warnte davor, daß dies den Prozeß der Einstellung der Feindseligkeiten unterminieren würde.
In Darʽâ errichteten Terrorgruppen Straßenblockaden und hielten Fahrzeuge auf, wobei sie die Insassen mit dem Tod drohten, wenn sie sich nicht an den Kampfhandlungen gegen die Armee beteiligten. (http://sana.sy/en/?p=71304)
Terroranschläge vom 6.3.2016:
Zwei Kinder wurden am Sonntag Opfer von IS-Minen, die auch und gerade von Terroristen, vor allem des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra (mit Affiliierten), auf dem Land angebracht werden, um die Landbevölkerung in die Flucht zu treiben, wie schon mehrfach erörtert wurde (vgl.u.).
Im Dorf Ḥamar im O von al-Ḥasaka verletzte eine Landminenexplosion eine 10-Jährige.
Durch eine Granate wurden einem weiteren auch sonst verwundeten Kind die Finger einer Hand in aš-Šadâdî abgerissen.
(http://www.sana.sy/?p=347886, http://sana.sy/en/?p=71257)
Dutzende von Raketen und Mörsergranaten feuerten Terroristen auf das Wohngebiet aš-Šaiḫ Maqṣûd von Aleppo, töteten damit – bislang – 13 [schließlich 18] Bürger und verletzten mehr als 40 und beschädigten bzw. zerstörten Gebäude und anderes privates Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=71284; Aktualisierung: http://www.sana.sy/?p=349324)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71255 und http://www.sana.sy/?p=347880 (Rückeroberung der Posten 912 und 861 in Richtung at-Tulûl as-Sûd im O von Ḥomṣ, präzise Luftschläge gegen IS-Zentren nahe Muhain und Razzien gegen IS-Positonen bei ʽUnq al-Hawâ und al-Mušairifa je östlich von Ḥomṣ mit dem Hinweis, daß die (IS-)Terroristen gerade die Weite der syrischen Wüste in jenem Terrain nutzten, Angriffe auf die verstreut darin liegenden Ortschaften wie Öl- und Gasquellen zu starten und letztere zu plündern. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen in Abû aḍ–Ḍuhûr im SO Idlibs wie bei Ğarğanâz; Kleintrupp von Failaq aš-Ṣâm ausgelöscht in Aṭma (einem bevorzugten Ort für terroristischen Nachschub aus der Türkei) infolge einer Explosion. In der Nachbarprovinz Ḥamâ Zerstörung von IS–Truppen- und Waffen-transportern in Ḥamâdî ʽUmar, aš-Šaiḫ Hilâl und bei aš-Šaiḫ Hilâl. Gezielte SAAF-Luftschläge gegen IS-Konzentrationen und –Fortifikationen in al-Muraiʽiyya, östlich al-Ğafra am Südufer des Euphrat in der Provinz Dair az-Zaur wie in al-Buġailiyya (7km westlich der Provinzauptstadt), nahe der Ausläufer des ar-Rašadiyya-Stadtteils von Dair az-Zaur mit vielen getöteten bzw. verletzten IS-Anhängern; Desgleichen auch bei der Verteitelung eines IS-Angriffs über den West-Friedhof, die al-Bûr Saʽîd- und al-ʽUrfî-Straße auf die Provinzhauptstadt, unter den vielen Getöteten auch IS-Gruppenführer.).
Erneut (vgl.u.) wurde am 6.3.2016 ein Waffentransporter mit Nachschub für Terroristen im Umland von as-Suwaidâ´ ausgemacht und konfisziert. (http://sana.sy/en/?p=71269)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71210 und http://sana.sy/?p=347401 (Eliminierung von IS-Trupps mit Waffentransporter, Mörsergranaten-Abschußanlage u.a. Ausrüstung bei der Landwirtschaftlichen Fakultät in al-Muraiʽiyya bzw. um den Ğabal aṯ-Ṯarda östlich von Dair az-Zaur wie eines Truppen- und Waffen transportierenden IS-Konvois nahe der al-Ğazîra-Universität in al-Buġailiyya im W der Provinzhauptstadt, Vereitelung eines Versuch des IS, in das Industriegebiet von Dair az-Zaur einzudringen, mit Zerstörung von deren Raketenabschußanlage, effektiven Razzien in den Stadtteilen al-Hamîdiyya und ar-Rašadiyya; dazu konzentriete SAAF-Luftschläge gegen IS-Befestigungen bei al-Katif und al-Masmaka nahe al-Bûkamâl (am Euphrat an der Grenze zum Irak) mit Eliminierung von deren Zentrale, Satellitenübertragungsstation und Kraftstofftank im Dorf Safîrat al-Fawqânî.. Ebenso Vereitelung von zwei IS-Angriffen auf der Achse al-Mufakir – Barî Šarqi – Rasm at-Taîna im Umfeld von Salamiyya östlich von Ḥamâ mit ansehnlichen Feindverlusten an Männern, Artillerie, Waffen und Munition. Vereitelung von Angriffen des IS und Affiliierten von der ar-Raqqa-Autobahn und den at-Tanâhiğ–Bergen her auf die kürzlich gesicherte wichtige Zufahrtsstraße Ḫanâṣir – Aṯriyâ im SO von Aleppo wie auf Talat al-ʽAlam bei der Pumpenstation von Aṯriyâ wie von den as-Saʽn-Anhöhen auf aš-Šaiḫ Hilâl im erfolgreichen Zusammenwirken mit Volkswehrgruppen, wobei eine Anzahl des Feindes ausgeschaltet wurde oder unter Zurücklassung des militräsichen Equipments floh. Damit ist die Versorgungsroute für die Großstadt Aleppo über die Ḫanâṣir – Aṯriyâ-Route komplett gesichert und wieder dem Verkehr insbesondere von Hilfslieferungen und Reparaturteams offen.).
Premierminister al-Ḥalaqî gab in einem Telefoninterview mit dem syrischen Fernsehen am Sa., 5.3.2016, bekannt, daß durch die Erfolge der Armee hinsichtlich Sicherung der Strecke Ḫanâṣir – Aṯriyâ bereits Reparaturteams unterwegs waren, um sie dem Verkehr wieder freigeben zu können. Damit könne man in den nächsten Tagen damit rechnen, daß in den Bereichen Wasser- und Stromversorgung, Kommunikation, Transport etc. die Versorgung möglichst deckend wiederhergestellt werde. In den letzten beiden Tagen seien bereits tonnenweise wesentliche Versorgungsgüter nach Aleppo geliefert worden, dazu Kraftstoff und Gas zum Kochen. Auch die elektrische Versorgung würde nach und nach bis Sa., 5.3.2016, wiederhergestellt und demnächst erhöht werden können.
Hinsichtlich des Stromnetzes teilte er mit, daß es immer Ziel der Terrorgruppen um Aleppo war, die Großstadt von der elektrischen Versorgung abzuschneiden. Derzeit sei auch ein Team mit der Reparatur des beschädigten Wärmekraftwerks (vgl.u., Gefechtsberichte) befaßt.
Bzgl. der Wasserversorgung habe die Pumpenstation Sulaimân al-Ḥalabî nach ihrer Wiederherstellung bereits wieder ihre Arbeit aufnehmen können: 140.000 m3 sollten dann ab Sonntag spätestens Montag zur Verfügung stehen, was den Bedarf decken sollte. Das – von den Terroristen schwer traktierte – Industriegebiet aš-Šaiḫ Nağâr werde ebenfalls bald wieder notwendige Petroleumprodukte herstellen können, da die Stromversorgung wieder gewährleistet ist. (http://sana.sy/en/?p=71240) – Aleppo war vor der Krise auch ein wichtiger Industriestandort. Industrie- und Forschungsanlagen wurden von Terrorgruppen teils zerstört, teils abgebaut und gen Türkei geschmuggelt (vgl. frühere Berichte hierzu!)
Ähnlich hinsichtlich der Stromversorgung äußerte sich auch der Generaldirektor der Aleppo Power Company, ʽAbdullâh at-Talâlinî. Nach vier Monaten ohne Elektrizität– vom 25.10.2015 an – infolge der von Terroristen angerichteten Zerstörungen an sämtlichen nach Aleppo führenden Stromleitungen und umliegenden -Produktionsstätten sei von Sa., 5.3.2016, die Versorgung wiederhergestellt und werde laufend ihre Kapazität steigern. Zwischendurch hatte durch intensive Instandsetzungsarbeiten im Januar Strom für 15 Stunden zugeleitet werden können, bevor eine neuerliche Terroristenattacke diese abschnitt. (http://sana.sy/en/?p=71238, http://www.sana.sy/?p=347637)
Generalleutnant Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm meldete am Sa., 5.3.2016, für die vergangenen 24 Stunden neun Verstöße mit, davon sechs in der Provinz Aleppo, wo Ğabhatu_n-Nuṣra-Anhänger die Wohngebiete al-Kâstîlû, aš-Šaiḫ Maqṣûd, aš-Šaiḫ ʽAqîl und al-Marğ bombardierten, und je einen in den Provinzen Damaskus, al-Lâḏaqiyya und Darʽâ. – In weiteren 23 Meetings hätten sich andererseits weitere Führer oppositioneller Gruppen gemeldet und sich zur Waffenruhe bereit erklärt, sofern sie russischen Schutz vor den sie bedrohenden Terroristen erhielten. (http://sana.sy/en/?p=71233, http://www.sana.sy/?p=347577)
Terroranschlag vom 5.3.2016:
Eine am Straßenrand angebrachte Landmine zerriß einen vorüberfahrenden Motorradfahrer unterwegs von al-Karama in Richtung aš-Šadâdî im Süden der Provinz al-Ḥasaka. (http://sana.sy/en/?p=71220)
Auch am Sa., 5.3.2016, wurden im SW-Umland von as-Suwaidâ´ Mitglieder der Volkswehr und Behördenmitarbeiter zwischen den Orten ʽArâ und Rasâs auf ein Fahrzeug (Hyundai) von aufmerksam, das mit großen Mengen an (panzerbrechenden und Personen-)Minen, Panzerfäusten, Mörsergranaten und Kisten voller unterschiedlicher Munition für Maschinengewehre und Artillerie beladen war. Es war vom östlichen Teil der Provinz Darʽâ gekommen und sollte die Terroristen im östlichen Bereich der großen syrischen Wüste mit Nachschub versorgen. Das Fahrzeug mit Ladung wurde darauf sichergestellt. (http://sana.sy/en/?p=71204)
Wie schon Dr. al-Assad wiederholt (zuletzt im ARD-Interview vom 1.3.2016) dargelegt hatte und eigentlich jeder Demokrat befürworten müßte, stellte auch der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, im Interview mit France 24 vom 4.3.2016 fest, daß es doch allein Sache des syrischen Volkes und nicht von Ausländern sein müsse, über das Schicksal ihres Landes einschließlich die Besetzung des Präsidentenamts zu entscheiden. Die politische Lösung für Syrien sollte Sache der Syrer, geleitet von Syrern sein.
Hinsichtlich der seit dem 27.2.2016 ausgerufenen Waffenruhe erklärte er sich optimistisch, oran die Verstöße dagegen nichts änderten. Die Regierung halte sich streng daran, indem die Armee [SAA] nicht einmal auf die Verstöße mit Waffengewalt reagiere. (http://sana.sy/en/?p=71199)
Ersteren Darlegungen von de Mistura widerprach John Kirby, Pressesprecher des US-Außenministeriums, am Fr., 4.3.2016, bei einer Pressekonferenz in Washington und erklärte: „Wir sind immer noch der Meinung, dass Assad nicht in der Zukunft Syriens mitmischen darf. Wir brauchen eine Regierung in diesem Land, bei der Assad nicht an der Spitze steht.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297501-washington-triit-der-auffassung-de-misturas-%C3%BCber-die-rolle-bashar-assads-entgegen)
Am Fr., 4.3.2016, stellte das russische Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm für die vergangenen 48 Stunden 41 Verstöße gegen die ausgerufene Waffenruhe durch terroristische Organisationen fest. Dabei konstatierte das Verteidigungsministerium aufgrund der vorliegenden Berichte: „Turkey bears full responsibility for the continued fighting in Idleb and Aleppo”. Täglich erreichten Schiffsladungen an Waffennachschub von der Türkei her die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. (http://sana.sy/en/?p=71187; s.a. http://sptnkne.ws/aMew)
Das russische Verteidigungsminister hat Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie Terroristen ungehindert die Grenze von der Türkei nach Syrien überqueren (http://www.sana.sy/?p=347261), dazu Aufnahmen von Konvois mit Waffenlieferungen für Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, die täglich aus der Türkei über die Grenze kommen (http://www.sana.sy/?p=347141). Außerdem zeigte der Kanal Russia Today einen Bericht über die anhaltende Unterstützung der türkischen AKP-Regierung auf Geheiß von Ministerpräsident Recep Erdogan für die genannten al-Qāʿida -Ableger. Eine Filmcrew hatte hierzu nahe der türkisch-syrischen Grenze in ʽAfrîn Belegaufnahmen gemacht. Die anhaltenden Lieferungen würden dadurch erleichtert, daß die Terroristen direkt an der Grenze zur Türkei ihre Lager aufgeschlagen hätten, erläuterte Korrespondentin Lizzie Fillon. (http://www.sana.sy/?p=347244)
Zeitgleich mit diesen ununterbrochenen Lieferungen der Türkei an die in Syrien aktiven Terroristen und der zunehmenden gewaltsamen Auseinandersetzung mit der PKK hat das Pentagon per Vertragsunterzeichnung der Lieferung von sog. intelligenten Bomben (bunkerbrechende BLU-109-Bomben) an das Land im Wert von 700.000.000,- US-$ zugestimmt. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/297488-pentagon-bewilligt-den-verkauf-von-intelligenten-bomben-an-die-t%C3%Bcrkei, s.a. http://sptnkne.ws/aKse)
Terroranschläge vom 4.3.2016:
Wieder beschossen IS-Terroristen die Wohnviertel al-Quṣûr und al-Ğawra in Dair az-Zaur mit Raketen, töteten so zwei Anwohner und verletzten fünf weitere bei beträchtlichen Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum am Ort der Einschläge.
Auch der Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo war abends erneut Ziel von Raketen- und Mörsergranatenbeschuß. Dabei kam eine Person ums Leben, acht andere wurden verletzt. Die Schäden sind beträchtlich.
http://sana.sy/en/?p=71182)
Wie schon in den letzten Tagen (vgl.u.) konfiszierten die Behörden im Dorf Mağâl im NW-Umland von as-Suqaidâ´ ein mit Panzergranaten und B9-Granaten beladenes Fahrzeug. (http://sana.sy/en/?p=71179, 4.3.2016)
Rekurrierend auf einen Bericht, wonach die USA dem russischen Militär Koordinaten zu Terrorgruppen in Syrien übergeben hätten (vgl.u.), erklärte Pentagon-Sprecherin Michelle Baldanza am Fr., 4.3.2016, kategorisch: „Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten teilt mit den Russen keine Informationen“[Hhg. blogseits]. Allerdings könne es sein, daß solche Informationen über andere Kanäle an die russische Seite gelangt sein wie durch die ISSG (International Syria Support Group). (http://sptnkne.ws/aKWU)
Der IS hatte für 48 Tage die Wasserversorgung für Aleppo unterbrochen. Um dort wieder Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, gelang es, Kontingente von der al-Ḫafsa-Station im O in die Provinzhauptstadt umzuleiten. (http://sana.sy/en/?p=71169 vom 4.3.2016)
Zur ausgerufenen Waffenruhe in Syrien von Reportern befragt, urteilte der UN-Gesandte de Mistura: „The situation therefore could be summarized as fragile, success is not guaranteed but progress has been visible,” (d.h.: Die Situation könnte zusammenfassen so beschrieben werden: Die Lage ist fragil, ein Erfolg nicht garantiert, aber Fortschritte sind sichtbar.). Wichtig sei, daß erst einmal der Anfang gemacht sei. Stabilisierung erfolge erst mit dem angestrebten politischen Prozeß. Die Weiterführung der sog. Genf-III-Konferenz ist für den 9.3.2016 geplant, auch wenn dann nicht alle Teilnehmer schon vor Ort wären. (http://sana.sy/en/?p=71155, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297475-strom-in-ganz-syrien-ausgefallen)
Laut russischem Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm ist bzgl. der ausgerufenen Waffenruhe zu konstatieren: „14 breaches were observed, 3 in Damascus, 2 in Quneitra and Lattakia, 1 in each of Hama and Daraa and 5 breaches in Aleppo“. Publiziert wurde das Ergebnis wie üblich auf der Webseite des sog. Russian Center for Coordinating and Observing the cessation of fighting acts. (http://sana.sy/en/?p=71162)
Die spanische Zeitung El Pais berichtete am 3.3.2016 von einer Polizeiaktion im Rahmen der Terrorismusbekämpfung in Valencia und im Umkreis von Cadiz. Dabei wurden von der Nationalpolizei wie schon am 7.2.2016 in Containern geschmuggelte Militäruniformen entdeckt, dieses Mal 20.000 davon in drei Containern, bestimmt für den Einsatz durch IS-Kämpfer in Syrien und dem Irak. Nach Berichten, die den Behörden vorliegen, haben die Terroristen ein internationales Netzwerk von Lieferanten eingerichtet, das ihnen auch die Zufuhr von elektronischen und technischen Geräten, Waffen und militärischer Ausrüstung sichert. (http://sana.sy/?p=346981)
Der Waffen- und Söldnernachschub für die Terroristen in Syrien geht ungehindert weiter:
Selbst seit Beginn der Waffenruhe sind tausende Söldner von der Türkei aus nach Syrien geschleust worden. Am 1.3. 2016 wurde das Frachtschiff Trader von griechischen Behörden zur Landung gezwungen (derzeit auf Reede in Chania auf Kreta). An Bord befanden sich aus der Türkei kommend Container voller Waffen für die Anti-Regierungsmilizen. (http://www.voltairenet.org/article190568.html vom 3.3.2016)
Die slowakische Zeitung (Name bedeute übersetzt: „Daß“ oder „wenn“) berichtet von Waffengeschäften der saudischen Regierung mit Lizeninhabern des slowakischen Wirtschaftsministeriums, die dann zur Unterstützung der Terroristen in Syrien weitergegeben würden. Es handele sich dabei um große Mengen an Raketen, Maschinengewehren, Sturmgewehren, panzerbrechenden Waffen, das Anti-Raketen-System grad und Munition vor allem in der Periode 2013-2016. Etliches davon stamme noch aus Sowjetzeiten. (http://www.sana.sy/?p=346306)
Terroranschläge vom 3.3.2016:
Infolge des Beschusses mit Raketen wurden im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqṣûd in Aleppo zwei Bürger getötet und 25 verletzt. (http://sana.sy/en/?p=71122)
Der Sprecher des Energieministeriums teilte mit: „Die Militanten haben das Kraftwerk al-Zara in der Provinz Hama mit Raketen beschossen und mehrere Generatoren außer Betrieb gesetzt“. (http://sptnkne.ws/aKDS) – Zudem wurde in mehreren Provinzen am 3.3.2016 ein totaler Stromausfall gemeldet. (http://sptnkne.ws/aKAD)
Gleichzeitig fiel in allen Provinzen kurzfristig das Internet aus. Nachdem sofort Facharbeiterteams losgeschickt worden waren, um den Ausfall wieder zu beheben, stehe Strom bereits graduell zunehmend ab Nachmittag wieder zur Verfügung und ab Mitternacht wie zuvor, hieß es aus dem Energieministerium. (http://sana.sy/en/?p=71136 vom 3.3.2016)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.3.2016 infomieren http://sana.sy/en/?p=71125 und http://sana.sy/?p=346527 (Akkurate Luftschläge gegen Ansammlungen und Sammelpunkte des IS östlich und westlich von Tadmur, bei Rasm al-Arnab, Wâdî Abyaḍ und Mahîn im O von Ḥomṣ mit Zerstörung von IS-Kommandozentren. Desgleichen bei al-Bâb, Sarğa Kabîra und den Farmen von al-Madyûna im Umland von Aleppo)
Endlich haben die US-Vertreter dem russischen Überwachungszentrum in Ḥumaimîm Koordinaten von Terroristen übermittelt, die trotz Waffenruhe den Kampf fortsetzen, syrische Städte und Positionen der Regierungstruppen weiterhin unter Beschuß nähmen. Die meisten der 14 Angriffe der letzten 24 Stunden hatten sich demnach im Großraum Aleppo ereignet. (http://sptnkne.ws/aKHG)
Auch die Türkei setzte den Beschuß syrischen Territoriums fort. (http://sptnkne.ws/aKvt)
Sogar russische Offiziere vom Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm setzen die Reconciliierungsbemühungen des Regierungsprogramms auf dem Land fort, wo die Bewohner von Ortschaften teils noch von Terroristenseite ziemlich eingeschüchtert sind. Chef der „Versöhnungsgruppe“ in der Provinz Ḥamâ ist z.B. Oberstleutnant German Rudenko. (http://sptnkne.ws/aKCh vom 3.3.2016). Zu den Reaktionen s.a. http://sptnkne.ws/aMvd.
ʽAlî Ḥaidar, Minister für die National Reconciliations Affairs rief in einer am Mi., 2.3.2016, veröffentlichten Stellungnahme die Bürger dazu auf, auf die in ihrem Umfeld tätigen extremistischen und terroristischen Gruppen Druck auszuüben, die Waffen niederzulegen und sich bei den Behörden für Rekonziliation zu melden und die für die Rückkehr in ein bürgerliches Leben durch den Präsidenten garantierte Amnestie in Anspruch zu nehmen. Auch sollten sie ihre von Terroristen verführten waffentragenden Kinder entsprechend einwirken, indem man ihnen auch erkläre, daß sie ansonsten nur den vom Ausland unterstützten Terroristen hülfen, den syrischen Staat zu zerstören und den Friedens- und Versöhnungsprozeß zu unterminieren. Auch wer die Behörden mit welchen Aktivitäten auch immer bei der Rekonziliation unterstützen wolle, könne sich dort melden und werde auf offene Ohren treffen. (http://sana.sy/en/?p=71080)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=71060 und http://www.sana.sy/?p=345857 (Befreiung von Fâḥ, 20km im O von Aleppo nach Eliminierung der letzten IS-Trupps und nachfolgender Säuberung des Gebiets von angebrachten Minen und Sprengladungen; präziser SAAF-Luftangriff auf die vom IS kontrollierte Stadt al-Bâb, in der viel vom IS geraubtes Öl gebunkert ist. Akkurate effektive Luftschläge auch gegen IS-Positionen um al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ wie auf IS-Fortifikationen direkt in Tadmur im O und gegen IS-Schlupfwinkel bei Umm Ṣaḥîrîğ, aš-Šandâḫiyya al-Ğanûbiyya, aš-Šandâḫiyya aš-Šamâliyya, al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, ʽUnq al-Hawâ und Ğab al-Ğarâḥ; Bodentruppen vernichteten IS-Militärausrüstung samt gepanzerten Fahrzeugen und waffenbeladenen Pickups und IS-Ansammlungen im Areal des Wâdî aḏ-Ḏakârî und um Tadmur. Beseitigung von IS-Positionen auch in Tal Ḍalfaʽ, 50km im N von as-Suwaidâ´ sowie im NO-Umland und auf Tal Ušaihib im NW mitsamt eines Bulldozers unter dem sonstigen Equipment)
Das russische Koordinierungszentrum zur Überwachung der Waffenruhe in Ḥumaimîm stellte am 2.3.2016 für die letzten 24 Stunden 21 Verstöße fest. “The majority of breaches were observed in Daraa, Damascus, Aleppo and Hama provinces,” hieß es auf der Webseite des Zentrums. Zudem informierte der Leiter Generalleutnant Sergei Kuryalenko darüber, daß infolge heftigen Artilleriebeschusses von Orten nahe der syrisch-türkischen Grenze im Landkreis Kansabâ im N von al-Lâḏaqiyya drei Bürger getötet und acht weitere verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=71113)
Terroranschlag vom 2.3.2016:
Bei einem Terroristenüberfall auf Kafarayya (Idlib-Umland), einem der beiden seit über zwei Jahren durch Anhänger von Ğaiš al-Fataḥ belagerten und wiederholt mit Raketen und Mörsergranaten beschossenen Orte, wurden ein Einwohner ermordet und drei weitere teils sehr schwer verletzt. Die Extremisten waren mit Maschinengewehren eingedrungen und wild auf die Bewohner geschossen, worauf Panik ausbrach. (http://sana.sy/en/?p=71103)
In einem Pressebriefing in Moskau stellte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hinsichtlich einer in den Medien kolportierten Befristung der Waffenruhe auf zwei Wochen mit: „We noticed that a number of media outlets claimed in their reports that the cessation of hostilities will last for two weeks, and then it should end. This is untrue. We draw your attention to the fact that we’re not talking about a two-week timeframe for the cessation of hostilities, but it will not be limited in time.” An die US-Administration richtete sie den Aufruf: „It is necessary to be careful, conscientious and responsible in regard to the implementation of the Russian-US agreement on the cessation of hostilities in Syria.” Sie fügte auf eine kürzlich von US-Außenminister Kerry gemachte entsprechende Bemerkung hinzu, man hoffe, daß „all statements by senior officials in Washington on some sort of a ‘plan B’ or any other alternative for Syria should hostilities resume ,remain just words'“. Der Standpunkt Rußlands in Hinsicht auf Syrien sei unverändert, nämlich daß „Syria is a democratic, free, sovereign and independent country.“ (http://sana.sy/en/?p=71092 vom 2.3.2016) – Die falsche Behauptung von der Befristung hatte [u.a.?] das in Saudi-Arabien zusammengestellte (vgl.u.) sog. Hohe Verhandlungskomitee (HNC) in die Welt gesetzt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297491-lawrow-fuerpause-in-syrien-ist-nicht-befristet)
Zollbeamte legten offen, daß an Tank- u.a. Geschäftstellen in Bulgarien Öl verkauft werde, das vom IS in Syrien geraubt, über den Irak in die Türkei gebracht und von dort über die Mittelmeerhäfen verschifft werde. Dieselöl und Benzin seien auf Tankern in den Häfen von Burgas und Varna gelandet, wie die bulgarische Zeitung Trud weiter meldete. Die Begleitpapiere machten deutlich, daß die Ladungen, die für den EU-Markt bestimmt seien, in griechischen Lagern aufbewahrt würden. (http://www.sana.sy/?p=345475, s.a. http://sptnkne.ws/aJNB)
Christine Giuliano, Zeugin des Beschusses von Journalisten bei Kansabâ, etwa 60 km im NO von al-Lâḏaqiyya (vgl.u.), und selbst Reporterin der italienischen Agentur Askanews, übermittelt mit ihren Eindrücken vom Vorfall auch ihren Dank an die russischen Militärs: „Es ist klar, dass das Geschehene nicht nur für mich, sondern auch für die anderen Journalisten völlig unerwartet war. Offen gesagt, war ich überrascht, wie schnell die Militärs reagiert haben. Natürlich sind nicht alle ohne Verletzung davon gekommen. Aber alles hätte noch viel schlimmer sein können“. Die wenigen leichten Verletzungen ihrer Kollegen erklärt sie mit den durch den Beschuß ausgelösten Panikreaktionen wie der luftigen Bekleidung wegen der relativ hohen Temperaturen. In der Attacke sieht Giuliano eine provokative Unterminierung der Friedensbemühungen in Syrien und erklärte hierzu: „Als wir in der Nacht zum Mittwoch (in Latakia- Anm. d. R.) gelandet sind, war sofort klar, dass sich die Situation geändert hat. Auf dem Flugplatz war kein Flugzeug-Lärm zu hören. Russland hat Erfolge erzielen können: Die Feuerpause wirkt. Nicht alle sind damit zufrieden, auch Terroristen“. (http://sptnkne.ws/aKef)
Nach Einschätzung von Selahattin Soro, Repräsentant des Nationalkongresses Kurdistans (NKK) in Rußland, agieren der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra koordiniert in Syrien, wie er im Interview mit Ria Novosti am 1.3.2016 mitteilte. „Soweit wir wissen, gibt es zurzeit keine Zusammenstöße zwischen diesen Gruppierungen, obwohl es früher auch dazu gekommen ist. Außerdem koordinieren sie in einigen Gebieten ihre Handlungen und führen gemeinsame Operationen durch. Zum Beispiel gehen sie in den Städten Aleppo und Azaz, in der Kurdenenklave Afrin gemeinsam gegen die Kurden, die syrische Armee und unabhängige Gruppierungen vor“. Ideologische Widersprüche gebe es nicht, allein Unterschiede bzgl. der Herangehensweise zu deren Verwirklichung: „Daesh verfolgt das Ziel, im Irak und in Syrien ein Kalifat auszurufen. Der Al-Kaida-Ableger in Syrien — die al-Nusra-Front — verkündet die Vereinigung aller Muslime in einem Staat und das Konvertieren der restlichen Bewohner des Planeten zum Islam. Diese haben dieselben Ziele. Die Mittel, mit denen sie agieren — Terrorismus, Hinrichtungen, Folter — sind auch gleich. Dies erleichtert ihr Zusammenwirken“. Auch ein Wechsel der „Flagge“ von einer in die andere Gruppe und zurück sei möglich, was auch für die sog. moderate Opposition gelte, konstatiert Soro: „Genauso können IS-Kämpfer als ‚gemäßigte Opposition‘ auftreten und von der ‚gemäßigten‘ zum IS zurückkehren“, sagte er. (http://sptnkne.ws/aJTn) – Letzere Feststellung stimmt mit jenen Recherchen von NevaehWest überein, welche zu demselben Ergebnis im Verhältnis zwischen den auch UN-gelisteten Terrorgruppen und der sog „gemäßigten bzw. moderaten Opposition“ bzw. der FSA (sog. Freien Syrischen Armee) kam und in Teil II dargelegt ist (vgl. Abbildung dort!). Daß die (wahhâbitische) Ideologie und terroristische Vorgehensweise aller (in Syrien aktiven) „al-Qāʿida-Ableger“ vergleichbar bzw. dieselbe ist, haben u.a. auch schon Dr. al-Assad und der Politologe Thierry Meyssan immer wieder dargelegt.
Wie schon früher wiederholt geschehen (vgl.u.) setzten Terroristen auch am 2.3.2016 Wohnviertel von Aleppo unter Granatwerfer- und Raketenbeschuß (vgl.u.). Die Angriffe von Anhängern der Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya richteten sich gegen von Kurden bewohnte Stadtteile, von denen auch die Benachrichtung stammt. (http://sptnkne.ws/aKmG)
Wegen Auseinandersetzungen und Spannungen zwischen niederländischen und irakischen IS-Anhängern, die sogar in Kämpfe ausarteten, und aufgrund der Anschuldigung, einen Rebellions- bzw. Fluchtversuch unternommen zu haben sind am 1.3.2016 in der IS-Hochburg ar-Raqqa acht niederländische IS-Milizionäre hingerichtet worden, wie Bewohner der Stadt mitgeteilt haben. Bereits am Mo., 29.1.2016, hatte dieses Schicksal 24 Personen in Mossul getroffen, darunter auch den IS-Finanzleiter der Stadt. – Laut niederländischem Geheimdienst hätten sich rund 200 Bürger und 50 Bürgerinnen des europäischen Landes dem IS im Irak und in Syrien anschlossen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297411-)
Wie schon am Vortag im Umland von as-Suwaidâ´ zwei mit großen Mengen an Waffen beladene Lastkraftwagen aus dem Verkehr gezogen wurden (http://sana.sy/?p=345049), passierte dies am 2.3.2016 erneut in as-Suwaidâ´, als ein von der syrischen Wüste in Ost-Darʽâ kommender Wagen, beladen mit einer enormen Menge mit Panzer- und Mörsergranaten von den Behörden konfisziert wurden. Auf den LKW befanden sich u.a. noch 90 panzerbrechende Minen aus US- und israelischer Produktion, Panzerfäuste (RPGs), Maschinengewehre und verschiedenste Typen an Munition. (http://www.sana.sy/?p=345955)
Staffan de Mistura, UN-Sondergesandter für Syrien, hat in einer Erklärung vom Di., 1.3.2016, den 9.3.2016 zum Termin der Wiederaufnahme des innersyrischen Dialogs bestimmt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297412-)
Bericht des Leiters des russischen Koordinierungszentrums (u.a. zur Überwachung der Waffenruhe), Generalleutnant Sergei Kuryalenko, vom Di., 1.3.2016 über 15 Verstöße gegen die Waffenruhe:
Solche wurden gemeldet aus dem Raum Damaskus und dem Umland von Aleppo, Ḥomṣ [richtig: Ḥamâ], Idlib und al-Lâḏaqiyya.
In Damaskus und Umland wurden von Ğabhatu_n-Nuṣra–Afiliierten das Industriegebiet ʽAdrâ, die Gegend des al-Wâfidîn-Flüchtlingszentrums und das Umfeld des Zentralgefängnises beschossen, die schon früher wiederholt Ziel von Terrorattacken waren (vgl.u. entsprechende Berichte). Dabei starb eine Person, drei weitere wurden verletzt. Terroristengruppen griffen einen Militärposten bei Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq an.
Wohngebiete sowie Stellungen der SAA wie der YPG wurden mit Mörsergranaten und leichten Waffen beschossen im NW von Aleppo.
Ebenfalls Ğabhatu_n-Nuṣra–Afiliierte griffen mehrere Positionen in Kubâna im Raum al-Lâḏaqiyya und Badâma im Hinterland von Idlib an.
Im Umland von Ḥomṣ [richtig: Ḥamâ] führten Terroristen Attacken gegen Stellungen der SAA wie von Volkswehrgruppen nahe Ḥur Binafsa aus.
In Darʽâ beschossen gegen Mittag Terroristen die Stadtteile as-Sabîl und al-Maṭar (Flughafen!) mit Raketen und Mörsergranaten. Obwohl Feuer ausbrach, kamen außer Gebäuden etc. keine Menschen zu Schaden. (s.a. http://sana.sy/en/?p=70995)
Das russische Verteidigungsministerium kündigte an, noch mehr Drohnen und Radarstationen auf dem Stützpunkt Ḥumaimîm in Betrieb zu nehmen, um die Überwachung noch zu verbessern.
Das russische Verteidigungsministerium kündigte an, noch mehr Drohnen und Radarstationen auf dem Stützpunkt Ḥumaimîm in Betrieb zu nehmen, um die Überwachung noch zu verbessern.
Zur Unterzeichnung der Waffenruhe hätten sich vor Inkrafttreten in Ḥumaimîm 130 Gruppen gemeldet, die US-Seite habe den Betrit von 61 Gruppen mitgeteilt. Der IS wie Ğabhatu_n-Nuṣra, deren Affiliierte bzw. weiteren al-Qāʿida-Abkömmlinge haben sich nicht dazu bereiterklärt.
Alexei Borodawkin, russischer UN-Botschafter in Genf, würdigte gemäß TASS-Meldung, die Kontrolle der Waffenruhe durch die russischen und US-Streitkräfte gehe ruhig und besonnen vor sich auch bzw. besonders in Hinsicht auf die Zwischenfälle „mainly provocations carried out by Jabhat al-Nusra and other terrorists.”. Zudem bemerkte er: „We are satisfied by the level of cooperation and work between Russia and US” und konstatierte: „those who are seriously interested in establishing peace in Syria work calmly and professionally, while those who are not interested in this make unfounded and blatant accusations“.(http://sana.sy/en/?p=71009, http://sana.sy/?p=345446)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.3.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70978 und http://www.sana.sy/?p=345241 (präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen an der Straßenkreuzung zwischen al-Qaryatain und Maḥasa, ca. 85km im SO von Ḥomṣ; Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Angriffs aus mehreren Richtungen auf Ḥur Binafsa, 40km im S von Ḥamâ mit Eliminierung von gut 28 Terroristen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten, Artillerie und aufgerüsteten Kampffahrzeugen; akkurater SAAF-Einsatz gegen ein IS-Hauptquartier und Kämpferansammlungen bei Bait Duġaim und al-Ğafra im O von Dair-az-Zaur wie Razzien gegen IS-Verschanzungen in den Provinzhauptstadt-Bezirken al-Ḥamîdiyya und ar-Rašadiyya mit Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung).
Als Konsequenz der anhaltenden türkischen militärischen Interventionen auf syrischem Gebiet und der Einschleusung von Söldnern und militärischer Ausrüstung für in Syrien aktive Terrorgruppen (vgl.u.) sprach sich der russische Außenminister Lawrow während der 31. Tagung des UN-Menschenrechtsrates für die die Schließung der türkisch-syrischen Grenze aus. „Es ist eine besondere Aufgabe, die Versorgung der Terroristen von außen zu unterbinden. Dafür muss die Grenze Syriens zur Türkei, über die Waffen für die Banditen, darunter mit humanitären Hilfskonvois, transportiert werden, gesperrt werden. Die Journalisten, die darüber berichtet haben, sind vor Gericht gestellt und zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden“, führte der Diplomat hierzu aus. (http://sptnkne.ws/aJJs)- Zudem bezeichnete Sergei Kuryalenko vom russischen Koordinierungszentrum die Konzentration türkischer Panzertechnik (vgl.u.) an der Grenze zu Syrien wie den Ausbau von Armeepositionen im grenznahen Raum als Provokation, die die Waffenruhe gefährden könnte. Wörtlich äußerte er: „Wir wurden gestern auf Aufzeichnungen eines russischen TV-Senders im Raum der syrischen Grenzstadt Tell Abjad aufmerksam. Zu sehen waren der Ausbau der Positionen der türkischen Armee und eine Konzentration von Panzertechnik im grenznahen Raum, die auch beim Beschuss syrischer Siedlungen eingesetzt wurde“ (http://sptnkne.ws/aJ5V)
Im Norden von al-Lâḏaqiyya vom Gebiet an der türkischen Grenze aus sind durch Ğabhatu_n-Nuṣra-Anhänger zudem Journalisten mit Granaten beschossen worden. Die 33 Reporter aus Bulgarien, der BRD, Griechenland, den USA, China, Kanada, vom russischen Sender RT Arabia und RT Espanol befanden sich auf einer Presserundfahrt durch Gebiete, in welche die Bevölkerung nach ihrer Befreiung bereits wied zurückkehren konnte. Der Vorfall ereignete sich im Raum Kansabâ, ca. 60 km im NO von al-Lâḏaqiyya, wo die SAA mit Volkswehrkräften erst am 18. Februar die Terroristen aus den Ortschaften vertrieben hatten. Dabei erlitten die Presseleute aus Bulgarien, Kanada, China und Rußland leichte Verletztungen. Generalmajor Igor Konashenkow (Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau) erklärte später, der Beschuß sei von türkischem Territorium aus erfolgt. (http://sana.sy/en/?p=70997, http://sptnkne.ws/aJHQ vom 1.3.2016) – Diese Angriffe sind Teil der insgesamt 15 festgestellten Verstöße gegen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden. (http://sptnkne.ws/aJH8, 1.3.2016)
Mit der Feststellung der Verstöße gegen die Waffenruhe sind die beiden Koordinierungszentren in Ḥumaimîm und Amman betraut. Die Kontrolle erfolgt durch Drohnen, Radar und Überwachungsflugzeuge. Näheres ist den schon veröffentlichten Beiträgen hierzu zu entnehmen wie http://sana.sy/?p=345446.
Zudem würden Generalmajor Igor Konaschenkow zufolge „Daten … alle zwei Stunden ausgetauscht“. (http://sptnkne.ws/aJWm, s.a. http://sptnkne.ws/aJWq)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70887 und http://www.sana.sy/?p=344424 (im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften Eroberung von Talat al-Ḥamâm südlich Ḫanâṣir mit Eroberung der benachbarten Berge und der Gegend um die Straße Aleppo – Ḥamâ, dazu Erlangung voller Kontrolle über die Verbindungsstraße Aleppo – Ḫanâṣir mit Aufspüren und Entschärfung vom IS ausgelegter Sprengsätze und Minen und Vernichtung der letzten Trupps und Verstecke des IS in diesen Gegenden der Provinz Aleppo Aleppo – um das wichtige Autobahnstück Aleppo – Ḫanâṣir baldmöglichst dem Verker wieder freigeben zukönnen, arbeiten bereits Inspektions- und Bauteams vor Ort, um die von IS-Artillerie u.a. verursachten Schäden (darunter einige Bombenkrater) zu beheben; Zerstörung von IS-Verstecken im Zusammenwirken mit der SAAF bei al-Ğafra im O von Dair az-Zaur, dazu Razzien in den Provinzhauptstadtbezirken al-Ḥamîdiyya, al-Ḥuwaiqa und al-Arḍa wie im Industriegebiet gegen Ansammlungen und Brennpunkte des IS; Eliminierung eines Unterschlupfs von IS-Anführern in Tadmur im O von Ḥomṣ).
Vor dem Hintergrund der angesammelten Daten (s.u.) zur Situation in Syrien und den in den Konflikt verwickelten Seiten erscheint die neueste Analyse des Politologen Th. Meyssan folgerichtig: http://www.voltairenet.org/article190507.html vom 29.2.206.
Auch am Mo., 29.2.2016, hat die türkische Armee völkerrechtswidrig 50 bis 60 mal syrisches Terrain der Provinz Aleppo mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Über Tote bzw. Verletzte liegen noch keine Berichte vor. Nach Meldung der Nachrichtenagentur Dogan sei die entsprechende Artillerieeinheitender in Kilis (Süd-Türkei) stationiert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297390-) – Ebenfalls am Mo., 29.2.2016, gab der Leiter der russischen Koordinierungszentrums (u.a. für die Überwachung der Waffenruhe), Generalleutnant Sergei Kuryalenko, bekannt, mehr als 100 Terroristen seien mit Unterstützung der türkischen Armee in Syrien eingedrungen und hätten zusammen mit diesen und unter türkischer Artilleriedeckung – während der vereinbarten Waffenruhe! – erst von der Terroristenkontrolle befreite (!) Gebiete in Syrien erobert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297369-russland-dutzende-terroristen-mit-unterst%C3%BCtzung-der-t%C3%BCrkischen-armee-in-syrien-eingetroffen)
Am Mo., 29.2.2016, informierte der Leiter des russischen Koordinierungszentrums (u.a. zur Überwachung der Waffenruhe), Generalleutnant Sergei Kuryalenko, darüber, daß in den vergangenen 24 Stunden sieben Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe zu verzeichnen gewesen seien: „7 breaches were recorded, including an attack by terrorists of Jabhat al-Nusra through using artillery against units of popular protection Units in the surroundings of al-Ashrafiyah town in Aleppo countryside”. Zudem hätten IS-Trupps die Verbindungsstraße zwischen den Provinzhauptstädten Ḥamâ und Aleppo in der Region Ḫanâṣir–Rasm an-Nafl angegriffen und bemerkte dazu, daß dadurch die Auslieferung von Hilfsgütern unterbunden wurde: „this obstructs the delivering of humanitarian aid to the residents of Aleppo and neighboring cities.”
Daraufhin bemerkte der UN-Gesandte de Mistura in einem Interview für Repubblica daß Terroristengruppen wie der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra die größte Gefahr für die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien darstellten. Zudem machte er deutlich, daß die Waffenruhe nicht zum Vorteil einer bestimmten Seite in Syrien eingerichtet worden sei und dies zu behaupten völlig inakzeptabel sei. Völlig falsch sei daher zu unterstellen, die SAA profitiere davon. Wenn er auch Schwierigkeiten beinhalte, sei jedoch ein guter Anfang gemacht. (http://sana.sy/en/?p=70925)
Am Vortag war es zu neun Verstößen gekommen, wozu auch die Invasion von gut 100 Mann Nachschub an Kämpfern für die Terroristen von der Türkei her gehörte, die anschließend die an der Grenze gelegene Region von Tal Abyaḍ im Norden von ar-Raqqa angriffen bzw. wurde die Gegend von Kabâna im Umland von al-Lâḏaqiyya bombardiert. In Ğaubar stationierte Terroristen hatten sichere Wohngebiete von Damaskus mit raketengetriebenen Granaten angegriffen. (http://sana.sy/en/?p=70933, http://sana.sy/?p=344995).
Ein für WikiLeaks jüngst übersetztes und publiziertes Dokument der saudischen Botschaft belegt, daß die Landesregierung schon seit 2011 [d.i. der Beginn der Syrienkrise!] eine Militärintervention in Syrien mit dem Ziel des Regierungssturzes geplant, jedoch aus Scheu vor einem Konflikt mit Rußland darauf verzichtet habe, teilt Global Research mit. (http://sptnkne.ws/aJrA) – Zur Ansammlung saudischen Militärs im Süden der Türkei und den Angriffen von türkischem Gebiet auf syrisches Territorium s.u.
Neueste beunruhigende Meldungen besagen, der IS sei an See-Minen gelangt: „Es gibt Angaben, dass IS-Kämpfer ein Lager mit Grundminen erbeutet haben. Obwohl es zweifelhaft ist, dass der IS den Zugang zu den Seestützpunkten ohne Schiffe verminen wird, ist eine regelmäßige Räumung an der syrischen Küste geplant“. Daher wird das Minenräumschiff „Kowrowets“ der russischen Schwarzmeerflotte regelmäßig an der syrischen Küste – vorsichtshalber – nach Minen suchen. (http://sptnkne.ws/aJuD)
Rußland bestätigt die generelle Einhaltung der Waffenruhe in Syrien. (http://www.sana.sy/?p=344444 vom 29.2.2016) – In einem Telefonat hatten sich zuvor der russische und US-Außenminister darauf geeinigt, daß provokative Medienmeldungen zur Nichteinhaltung des Waffenstillstands keine Unterstützung erhalten sollten, um die Chancen des letzteren zu erhöhen. Zudem teilte Vize-Außenminister Bogdanow im Interview mit Interfax am So., 28.2.2016, hinsichtlich des erwähnten Telefonats zwischen Lawrow und Kerry mit, „We agreed upon a mechanism for acting in case any violations are registered“. Hierzu hielten russische und US-Militärs engen Kontakt und hielten täglich Pressekonferenzen ab. (http://www.sana.sy/?p=344444) – Die Waffenruhe in Syrien wird von russischer Seite durch 70 Drohnen überwacht, wie Sergei Kuryalenko mitteilte (http://german.irib.ir/nachrichten/item/297358-)
Auch die russische Agentur Sputnik berichtet: „Während die von Baschar al-Assad [d.i. die SAA!] und die russische Luftwaffe am Samstag in vielen Gebieten Syriens ihre Kämpfe eingestellt haben, versuchen die Mudschaheddin weiterhin die Stellungen der Regierungsarmee in einigen militärisch wichtigen Regionen anzugreifen. Beunruhigung ruft hervor, daß sich diesem Prozess auch die Türkei angeschlossen hat“. Demnach kamen in den letzten beiden Tagen seit Beginn der Waffenruhe (zu den Angriffen auf Tal Abyaḍ und in den „Aktionen“ der Terroristen in den anderen Provinzens.u.) gut „50 syrische Soldaten und fast ebenso viele Zivilisten ums Leben“. (http://sptnkne.ws/aJw3)
Nach Aussage von Qadrî Ğamîl (Kadri Dschamil, vgl.u.), Parlamentsabgeordneter der oppositionellen Partei Volksfront für Wandel und Befreiung auf einer Pressekonferenz von Rossiya Segodnya stecken einzelne ausländische Staaten hinter den Attacken gegen die Waffenruhe seitens der Terrorgruppen, um die Bemühungen zur politischen Lösung der Syrienkrise zu torpedieren. Wörtlich äußerte er dazu: „Die Verstöße, die wir gesehen haben, wurden von den Staaten aus der Region verübt. Die Vereinbarung über die Waffenruhe gefällt vielen Regionalmächten nicht. Sie wollen nicht, dass sie umgesetzt wird“. (http://sptnkne.ws/aJtr)
Wie Präsident Dr. al-Assad in Interviews wie seiner letzten Anspracheschon deutlich gemacht hat, unterscheidet sich ganz offenbar die echte, am politischen Prozeß in Syrien teilnehmende Opposition von der im Ausland erstellten nur so geheißenen, welche zuletzt die in ar-Riyâḍ gegründete Gruppe Gruppe HNC (vgl.u.) nach Genf schickte, hinsichtlich ihres Engagements für ein friedliche, d.h. politische Lösung der Syrienkrise ganz erheblich. Im Gegensatz zur Haltung von Qadrî Ğamîl bzgl. der Genf-III-Konferenz (s.u.!) und seinen o.e. Aussagen ist die HNC mit ihrem Sprecher Asʽad az-Zûʽbî nicht einmal an der Einhaltung der Waffenruhe interessiert, indem er sie bereits als gescheitert erklärt und den Ausstieg erwägt. (http://sptnkne.ws/aJzd)
Ein für WikiLeaks jüngst übersetztes und publiziertes Dokument der saudischen Botschaft belegt, daß die Landesregierung schon seit 2011 [d.i. der Beginn der Syrienkrise!] eine Militärintervention in Syrien mit dem Ziel des Regierungssturzes geplant, jedoch aus Scheu vor einem Konflikt mit Rußland darauf verzichtet habe, teilt Global Research mit. (http://sptnkne.ws/aJrA) – Zur Ansammlung saudischen Militärs im Süden der Türkei und den Angriffen von türkischem Gebiet auf syrisches Territorium s.u.
Terroranschläge vom 28.2.2016:
IS–Anhänger, verschanzt in al-Buġailiyya (vgl.u.) beschossen am Sontag mit einer Raketensalve den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur, töteten einen Bewohner und verletzten acht weitere.
Ortschaften entlang der Grenze zur Türkei nördlich von al-Lâḏaqiyya lagen Sonntag-Mittag unter Beschuß dutzender Raketen- und Mörsergranatensalven von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, die sich in den Hügeln nahe der Grenze in Stellung gegangen waren. Viele tote und verletzte syrische Bürger waren die Folge. (http://sana.sy/en/?p=70827)
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70803, http://www.sana.sy/?p=342899 (Im SO von Dair-az-Zaur in der Gegend von al-Katif und al-Masmaka bei Bûkamâl IS–Trupps eliminiert, ebenso bei as-Sufaira al-Fawqânî im NW mit Zerstörung einer IS-Radiostation und eines Kraftstofftanks wie einer IS-Raketenstellung im Stadtteil al-Ğubaila, eines Tunnels im Areal des alten Flughafens (al-Maṭar al-Qadîm) und eines IS-Militärtransporters bei der as-Sayâsiyya-Brücke in der Provinzhauptstadt. Abwehr einer Ğabhatu_n-Nuṣra–Attacke auf einen Militärposten im Gebiet von Ḥur Binafsa ca. 40km südlich von Ḥamâ mit erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und Material)
Nachtrag zum Beschuß von Tal Abyaḍ (vgl.u., 27.2.2016) im N-Umland der Provinz ar-Raqqa:
Der Leiter des russischen Koordinierungszentrums (u.a. für die Überwachung der Waffenruhe) in Ḥumaimîm (vgl.u.), Generalleutnant Sergei Kuryalenko, informierte aufgrund unterschiedlicher übereinstimmender Quellen am So., 28.2.2016, darüber, daß die Stadt durch Artillerie aus der Türkei angegriffen worden ist. Eine Bestätigung des US-Koordinierungszentrums in Amman werde erwartet, wie der Generalleutnant hinzufügte: „Russia has requested clarification from the US-run counterpart center based in Amman, since Turkey is a member of the US-led coalition for fighting ISIS”. Zudem spezifizierte er: „In den letzten 24 Stunden wurden neun Fälle von Verletzung der Waffenruhe festgestellt — einschließlich … der Verletzung der Grenze zu Syrien durch eine etwa 100-köpfige Kämpfergruppe aus Richtung Türkei …“. (http://sana.sy/en/?p=70807, http://www.sana.sy/?p=344026 vom 28.2.2016, s.a. http://sptnkne.ws/aJa8 und: Russland veröffentlicht Videobeweis: Beschuss Syriens von Türkei aus)
Außerdem wurde bekannt, daß von der türkischen AKP-Regierung unterstützte Terrorgruppen letzte Nacht im N von Aleppo die Stadt Nubul mit einer Anzahl von raketengetriebenen Granaten gezielt beschossen, wie Bewohner der Stadt angaben (SANA, loc. cit.).
Falls sich aufmerksame Beobachter der Ereignisse der letzten Woche angesichts der angesammelten ausländischen Militärmacht im Süden der Türkei und anderer auffälliger Details (vgl.u.) trotz (!) der ausgerufenen Waffenruhe in Syrien schon Ähnliches gefragt haben sollten, ist folgende Lektüre sicher aufschlußreich: „Is the truce in Syria a deceitful Neocon strategy to launch a pro-terrorist Arab Coalition invasion?“ von Joachim Hagopian in http://empireexposed.blogspot.de/2016/02/is-truce-in-syria-deceitful-neocon.html vom 26.2.2016.
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70745 und http://sana.sy/?p=342546 (Zerstörung einer IS–Autobombe mit einer großen Menge an Sprengstoff im Umfeld von al-Mafakir, Landkreis Salamiyya, 30km östlich von Ḥamâ, bevor das Fahrzeug die Militärposten dort erreichte, dazu Vereitelung eines IS-Angriffs auf Militärposten benfalls im Umrkeis von Salamiyya entlang der Strecke Barî Šarqî – ʽAqârib – Wald von al-Bâsil – Tal Abyaḍ mit heftigen feindlichen Verlusten, u.a. 35 getöteten IS–Kämpfern, noch mehr verletzten zusammen mit einem Bulldozer, einer Abschußanlage für Mörsergranaten und anderer Artillerie; präzise konzentriete Luftschläge gegen IS-Posten bei as-Sufaira al-Fawqânî, 12km im NW von Dair az-Zaur mit einigen IS-Anführern unter den Getöteten und Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung wie auch gegen IS-Ansammlungen bei al-Ğafra im Osten)
Das Oberste Heereskommando gab am Sa., 27.2.2016, bekannt, daß in Ğaubar und Dûmâ [d.i. im Umkreis von Damaskus] verschanzte terroristische Gruppen [d.i. Ǧaiš al-Islâm, affiliiert mit Ğabhatu_n-Nuṣra] [ansonsten] sichere Stadtteile von Damaskus mit Raketen beschießen. Gleichzeitig warnte der Sprecher vor solchen Aktionen und erneuerte den Aufruf an alle Bürger, sich an der Reconcilierung (vgl.u.) zu beteiligen und hierzu die eingerichteten lokalen Stellen aufzusuchen. Gleichzeitig verlieh er seiner Zuversicht Ausdruck, daß die überwiegende Mehrheit der Syrer daran interessiert sei. Zudem rief er die Bewohner der Gegenden, in denen Terroristen, die von jenem Tun profitieren und daher immer noch aktiv seien, auf, auf jene Druck auszuüben, die Bemühungen zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität nicht zu unterminieren. (http://sana.sy/?p=342596, http://sana.sy/en/?p=70749, s.a. http://sptnkne.ws/aHPg)
Terroranschläge vom 27.2.2016:
Im Ost-Umland von Ḥamâ kam es zu drei Bombenanschlägen, einen weiteren per Autobombe nahe Salamiyya konnten Armeeangehörige rechtzeitig verhindern.
Ca. 6.00 Uhr ließ ein Suizidattentäter eine Autobombe mit einer Tonne Sprengstoff ungefähr 1km vor der Zufahrt zu Salamiyya detonieren. Dabei starben zwei Bürger, vier wurden teils sehr schwer verletzt. Der Platz, die Häuser etc. wurden schwer beschädigt.
Ein weiterer Suizidattentäter benutzte ein mit Sprengstoff bepacktes Motorrad für den Anschlag vor dem Ort aṭ-Ṭayyiba (al-Tayba), östlich von Salamiyya, mit vier Toten und etlichen Verletzten in der Folge.
Schließlich wurde ein Passant durch eine Sprengladung an der Straße Salamiyya-Ḫunaifis getötet.
In Dair az-Zaur beschossen IS-Angehörige die Wohngegenden al-Ğawra und al-Quṣûr mit Raketen und Mörsergranaten. Dadurch wurden bislang drei Kinder getötet, weitere12 Menschen verletzt.
(http://sana.sy/en/?p=70726, http://sana.sy/?p=342475, http://sana.sy/en/?p=70745, http://sana.sy/?p=342605)
Gemeldet wurden zudem Angriffe von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, der Gruppe Liwâ` as-Sulṭân Murâd (vgl. Gefechtsberichte), auf Stadtteile von Aleppo und auf Armee-Stellungen von Ḥomṣ (Homs): „The militants opened mortar fire in the Sheikh, Ashrafiyeh and Kurdish neighbourhoods of Aleppo. The shelling was conducted from the Bin Ziyad area, which is where groups that do not agree with the truce are located. Shelling from their side started right after midnight”. Die Quelle fügte bzgl. Ḥomṣ hinzu: „militants opened fire on [Syrian] army positions.” (http://sptnkne.ws/aHCv)
Laut dem Sprecher der syrisch-kurdischen Volksmiliz YPG haben IS-Milizinäre zudem die Stadt Tal Abyaḍ (Tell Abjad) nahe der Grenze zur Türkei angegriffen, die SAA reagierte darauf. Meldungen über Opfer oder Zerstörungen lagen nicht vor. (http://sptnkne.ws/aHJd und http://sptnkne.ws/aJwx; Karte zur Orientierung: http://wikimapia.org/#lang=en&lat=36.698154&lon=38.875122&z=10&m=m&search=Tell%20Abyad%2C%20Syria)
Auch der Ğabal at-Turkumân im Ğabhatu_n-Nuṣra-kontrollierten Abschnitt der Provinz al-Lâḏaqiyya nahe der syrisch-türkischen Grenze kam unter Beschuß. Trotzdem beschuldigte die FSA die Armee der Tat. Quellen vor Ort klärten jedoch den Sachverhalt zugunsten der SAA auf. (http://sptnkne.ws/aHGB) – Zuvor hatte der US Special Envoy for Syria, Michael Ratney, die in Saudi-Arabien Anfang Dezember 2015 in ar-Riyâḍ zusammengestellte Gruppe HNC (High Negotiations Committee, deutsch: Hohes Verhandlungskomitee, vgl.u.) ermuntert, Verletzungen der Waffenruhe umgehend nach Washington zu melden. (http://sptnkne.ws/aHRc)
Karte zum Zeitpunkt des Eintritts der Waffenruhe (https://www.almasdarnews.com/article/complete-battlefield-map-of-syria-and-implemented-ceasefire-zones/). Kurze Ausführung dazu durch Leith Fadel bei: https://www.almasdarnews.com/article/complete-battlefield-map-of-syria-and-implemented-ceasefire-zones/
General Rudskoi, der Chef der Operativen Hauptabteilung im russischen Generalstab, gab am Sa., 27.2.2016, in Moskau bekannt, daß Rußland seine Raketen- und Bombenangriffe auch auf Terroristenziele am Samstag vorübergehend eingestellt habe, um Fehlmeldungen bzgl. der Einhaltung der Waffenruhe zu vermeiden. Im Koordinationszentrum hatten auf dem Luftwaffenstützpunkt Ḥumaimîm hatten sich zuvor Vertreter von 17 bewaffneten Formationen gemeldet, von denen die meisten zusammen mit der SAA, einige davon unabhängig, den IS bekämpften, um ihr Einverständnis mit der Waffenruhe zu signalisieren.
Noch früher am Fr., 25.2.2016, hatten sich russische und US-Militärs in Amman getroffen und operative Karten mit Positionen bewaffneter Gruppierungen ausgetauscht, weitere Daten wurden über diplomatische Kanäle übermittelt. Auf der russischen Karte sind Territorien aufgezeichnet, die das Regime der Feuereinstellung akzeptieren, sowie Positionen der syrischen Regierungstruppen, kurdische Gebiete sowie die vom Daesh (Islamischer Staat), Dschebhat an-Nusra und anderen Terrormilizen kontrollierten Territorien“, erklärte der General und setzte hinzu: „Der US-Seite wurden auch eine Liste bewaffneter Gruppierungen, die die Waffenruhe akzeptieren – insgesamt 6.111 Mann – sowie eine Liste von 74 Ortschaften mit genauen Koordinaten übergeben, gegen die keine Angriffe geflogen werden dürfen.“ Nun werte man gegenseitig die Daten aus und vergleiche sie. (http://sana.sy/en/?p=70762, http://sptnkne.ws/aHGt, http://sptnkne.ws/aHGY)
Mit der einstimmig angenommenen UN-Resolution Nr.2268 wird die Waffenruhe in Syrien international unterstützt. Ganzer Text bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/02/27/unsc-resolution-2268-on-syria-ceasefire/
Zum Beweis der engen Zusammenarbeit zwischen türkischen Militärs und der IS-Terrororganisation hat die türkische Oppositionszeitung Cumhuriyet nun Telefonaufzeichnungen veröffentlicht. Diese wurden im Laufe eines Prozesses vorgelegt (vgl.u. zum Strafverfahren gegen den Chefredakteur des Blattes, Can Dündar, und den Korrespondent Erdem Gül wegen Publizierung der Berichte über Waffenlieferungen durch die türkischen Behörden an die IS-Kämpfer in Syrien)
Die Aufzeichnungen belegen den engen Kontakt mit dem IS-Verbindungsmann Mustafa Demir, zuständig für den möglichst reibungslosen Schmuggel an der türkisch-syrischen Grenze. Demnach hatte „Demir von Schmugglern Geld in Form von Glaubensabgabe an der Grenze bekommen und mit Offizieren zusammengearbeitet, um die Grenze passieren zu können“.
Beschwert hatten sich zunehmend türkische Bürger, deren Verwandte von Terroristen angeworben worden waren. Daraufhin wurde ein Untersuchungsverfahren eingeleitet. Auf der Anklagebank sitzen außer dem Genannten weitere 26 Personen, darunter Ilhami Bali, dem der Auftrag zum Terroranschlag vom 10.10. 2015 in Ankara zur Last gelegt wird. Zuvor hatte schon der Oppositionsabgeordnete der CHP, Eren Erdem, während der Parlamentssitzung vom 10.12.2015 Beweise für Telefonate vorgelegt, daß die türkischen Verdächtigen die in Syrien aktiven IS-Terroristen mit Giftgas Sarin versorgten. (http://sptnkne.ws/aH9a)
Während die russischen Konvois und Hubschrauber mit Hilfsgütern für die unter dem IS im Ostteils Syriens leidende Bevölkerung ihre Ziele erreichen (s. entsprechende SANA-Artikel) mußte ein Verwaltungsbeamter von Dair az-Zaur bzgl. der Lieferungen des UN World Food Program (WFP) per Abwurf aus Flugzeugen ganz anderes melden. Fast die gesamte Ladung in Höhe von 21 Tonnen landete im IS-kontrollierten Gebiet. Gegenüber Ria Novosti gab er am Do., 26.2.2016, bekannt: „Planes dropped the humanitarian help sent by the United Nations into the territory controlled by Daesh. Just two containers ended up in the areas where the Syrian army [is located]”. Zudem kam letzere Ladung nur stark beschädigt am Boden an.
Solche Erfahrungen – daß Hilfsgüter im IS-Gebiet landeten – hatte man leider schon mehrfach im Irak sammeln müssen. (http://en.alalam.ir/news/1793109, s.a. http://www.globalresearch.ca/syria-un-humanitarian-aid-accidentally-lands-in-isis-controlled-territory-in-deir-ezzor/5510443)
Terroranschlag vom 26.2.2016:
Bei einem Raketenangriff durch Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Wohngebiet az-Zahrâ´ in Aleppo am Abend starb ein Kind, Häuser und anderes privates Eigentum wurden beschädigt bzw. zerstört.
(http://sana.sy/en/?p=70707)
Über Einzelheiten russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70656 und http://www.sana.sy/?p=342217 (u.a. Befreiung mehrerer Orte im SO von Aleppo wie entlang der nun gesicherten Verbindung Ḫanâṣir – Aleppo, nämlich Maʽnâyâ, Šalâla Saġîra und Tulûl az-Zaʽrûr im für den IS verlustreichen Kampf mit nachfolgender Räumung des Gebiets von angerbachten Sprengsätzen und Minen; unter den Gefechtstoten in Dârayâ im Rîf Dimašq fanden sich auch der Anführer von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm namens Fayṣal aš-Ṣâmî mit Kampfnamen Abû Mâlik al-Miqdâd und der Kommandant Liwâ´ Šuhadâ` al-Islâm mit Namen ʽImâd Abû Muḥammad; unterstützt durch die NDF Befreiung von Rasm at-Taîna und Minṭâr al-Hağâna im O von Ḥama sowie Kontrolle über die Strecke Salamiyya-Iṯriyâ im Kampf gegen den IS, der heftige Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung hinnehmen mußte, dazu präzise effktive Luftschläge gegen IS-Positionen bei den Farmen von ar-Raḥîl, bei Râsiyyat al-Ḥamra, Abû Ḥubailât, Wâdî al-ʽAzîb, Ḥaramla, Ğab al-Mazârîʽ und al-Quṭaifiyya sowie gegen befestigte Verstecke von Ǧaiš al-Fatâḥ in az-Zakât und Laṭâmina im N und erfolgreiche Razzien der Bodentruppen auf der Achse Tal Ḥawîr, Ḍahrat ʽAliya, Tal al-Bazâq, Mûrik, Ṣûrân, Zalîn und Laṭâmina im N; Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra eliminiert in Darʽâ südlich des Buṣrâ-Platzes in Darʽâ al-Maḥaṭṭa wie in Darʽâ al-Balad; Beseitigung von Ansammlungen Ğabhatu_n-Nuṣra im N der Provinz Ḥomṣ um Dair Fûl östlich von ar-Rastan mit Zerstörung ihres Hauptquartiers mitsamt der Waffen, Munition etc. sowie für Ğabhatu_n-Nuṣra verlustreiche Operationen im Gebiet von Tal al-Qaṭarî und Wâdî al-Ğiḥâš nahe Talbîsa sowie nahe der Verwaltungsgrenze zu Ḥamâ gegen deren Basen mit militärischem Equipment im Wâdî al-Maidân östlich von ʽIzzaddîn; Befreiung von ʽAin al-Baîḍâ an der Verwaltungsgrenze zu Idlib nach harten Gefechten gegen Ğabhatu_n-Nuṣra, die 1. Küstenbrigade der FSA und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya)
Die Überschrift zum Bild lautet: Remember the guy that was threatening Rome?
Bemerkenswerterweise am Freitag, 26.2.2016, also wenige Stunden vor dem Beginn der geplanten Waffenruhe in Syrien, verlegt Saudi-Arabien vier Jagdbomber vom Typ F-15E Strike Eagle auf den türkischen Luftstützpunkt Incirlik laut Mitteilung durch den TV-Sender CNN Turk. Das zugehörige technische Personal befinde sich schon dort. Hinzukommen Militärausrüstung und Truppen auch aus den VAE, wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavuzoglu am Do., 25.2.2016, angab.(http://sptnkne.ws/aGYM, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297276-saudische-und-emiratische-milit%C3%A4rausr%C3%BCstung-und-truppen-in-der-t%C3%BCrkei-eingetroffen) – Dies könnte auf eine bevorstehende Bodeninvasion in Syrien hindeuten.
Die staatliche Behörde für Rekonziliation (oder: Reconciliierung bzw. für Nationale Versöhnungsangelegenheiten, vgl. Teil II-IV) begrüßt die geplante Waffenruhe außerordentlich. Seine jahrelange Arbeit habe schon deutliche Erfolge erzielt, informierte der Berater des Ministerpräsidenten in Sachen Rekonziliation namens Aḥmad Muḥammad russische Medien. „In einigen Fällen haben die Verbände der bewaffneten Opposition nicht nur der Waffenruhe zugestimmt, sondern sich auch dem Kampf der Regierungsarmee gegen die Terrorgruppierungen angeschlossen, die als solche vom UN-Sicherheitsrat anerkannt worden waren und mit denen Damaskus keine Verhandlungen führen wird“, erklärte er den Journalisten und fuhr fort: „Obwohl die Waffenruhe formell auf dem ganzen Gebiet Syriens gültig ist, wird eine Reihe von Regionen von Gruppierungen kontrolliert, die die Einwohner auf unterschiedliche Arten davon abhalten, ihren Wunsch nach Unterstützung der Feuerpause auszusprechen. Allerdings rechnen wir damit, dass die lokalen Waffenruhen zu einem gesamtnationalen, innenstaatlichen Dialog in Syrien führen werden“. Schließlich faßte er zusammen: Ich möchte daran erinnern, dass unsere Behörde gerade dafür geschaffen wurde, um das syrische Volk zu vereinen und denjenigen, die sich geirrt haben, eine Chance zu geben, unter den Schutz des Staates zurückzukehren“. Eine weitere Aufgabe der Behörde sei die Rückführung der Flüchtlinge in die Heimat. Gerade durch die Befreiung so vieler Orte in den letzten Monaten mit umgehender Wiedererrichtung der Infrastruktur (vgl. Gefechts – u.a. -Berichte) sei die Voraussetzung zur Rückkehr zehntausender Bürger in ihre Heimatorte gelungen. (http://sptnkne.ws/aHzT)
Bis 12 Uhr syrischer Ortszeit [d.i. 13 Uhr deutscher] haben Rußland und die USA noch Anträge zur Teilnahme an der Waffenruhe angenommen. Einzelheiten wurden – bis auf die schon genannten Angaben hierzu (vgl.u.) – (noch) nicht mitgeteilt. (http://sptnkne.ws/aHup)
Während einer Sitzung mit Mitgliedern des russischen Federal Security Service (FSB) machte Präsident Putin am Fr., 26.2.2016, nochmals hinsichtlich der in wenigen Stunden in Syrien in Kraft tretenden Waffenruhe deutlich: „I would like to emphasize once again that the groups of ISIS, al-Nusra Front, and other terrorist organizations recognized as such by the UN Security Council are not included in the agreement).. the decisive fight against them will obviously continue”. (http://sana.sy/en/?p=70678) – Dies geschieht – wie schon früher angekündigt (vgl.u.) – im Zusammenwirken mit der syrischen Armee, die ihrerseits durch Volkswehreinheiten wie z.B. die NFD (Zusammenschluß einiger davon) unterstützt wird.
Der russische Außenminister S. Lawrow bemerkte am Rand des Treffens des russisch-arabischen Kooperationsforums in Moskau während einer Pressekonferenz, die Regierung freue sich über die Wiederaufnahme des innersyrischen Dialogs in Genf am 7.3.2016. Präsident Putin sei weiterhin bemüht, eine globale Front gegen den Terrorismus im Einklang mit dem Völkerrecht [d.h. im Gegensatz zur US-geführten Koalition] zu bilden. Im Hinblick auf das vorangegangene Treffen informierte er die Journalisten, es seien die Krisen der Region diskutiert worden mit Betonung, daß ausländische Intervention ablehnt wird, um eine politische Lösung sicherzustellen. (http://sana.sy/?p=342237 vom 26.2.2016)
Entsprechend der von Rußland und den USA verkündeten Waffenruhe, zu der sich die syrische Regierung unmittelbar und als erstes verpflichtete (vgl.u.), rief Präsident Dr. al-Assad alle kämpfenden Gruppen im Land auf, diese ebenfalls – abgesehen von counterterroristischen Einsätzen – ab 27.2.2016 0.00 Uhr einzuhalten. Scheich Ahmad Mubarak [Šaiḫ Aḥmad Mubârak], Führer einer jener militanten Gruppen im Raum Idlib, welche dem Präsident gemäß (s. Interview vom 20.2.2016, Antworten ab Frage 13) für einen innersyrischen Dialog in Frage kämen, erklärte sich darauf unter den ersten damit einverstanden und unterzeichnete ein entsprechendes Abkommen. Jedoch benannte auch er als Hindernisse hinsichtlich des Erfolgs jener Waffenruhe – wie schon zuvor Regierungsmitglieder – die ausländische Einmischung in Syrien. Daher äußerte er am Do., 25.2.2016, gegenüber russischen Journalisten: „Wenn alle Ausländer, die in Syrien interveniert sind, das Land verlassen, könnte die Situation schnell verbessert werden“. Seiner Meinung nach sei die lokale Versöhnung – s. Reconciliierungsbemühungen der Regierung! – der Schlüssel zur Beilegung der Syrien-Krise. Hinsichtlich des russischen Beitrags hierzu erklärte er: „Wir danken unseren russischen Freunden, die alles Mögliche tun, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden und wieder Frieden einkehren zu lassen.
Aufgrund russischer Vermittlung, auch dank des erst eingerichteten Koordinierungszentrums (s.u.) auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Ḥumaimîm, hätten sich auch andere Milizenführer zur Waffenruhe verpflichtet.(http://sptnkne.ws/aGTD)
Auf der Konferenz „Naher Osten: Von der Gewalt zur Sicherheit im Rahmen des Valdai International Discussion Club teilte Michail Bogdanow, Nahost- und Afrika-Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Putin, am Do., 25.2.2016, zu den Umständen in Aussicht genommenen Waffenruhe in Syrien mit: „Bis zum Mittag des 26. Februars müssen alle in Syrien kämpfenden Seiten uns und den amerikanischen Partnern ihr Festhalten an der Waffenruhe bestätigen. Das russische und amerikanische Militär wird dann gemeinsam auf Karten jene Territorien fixieren, in denen solche Gruppierungen agieren. Gegen sie werden die Streitkräfte Syriens, die russische Luftwaffe und die von den US-geführte Koalition keine Kampfhandlungen führen“. Außerdem setzte er hinzu: „jetzt müssen alle Bemühungen auf die gewissenhafte Umsetzung der russisch-amerikanischen Initiative zur Einstellung der feindlichen Handlungen konzentriert werden, die wir gern sofort in einer entsprechenden Entscheidung des UN-Sicherheitsrates verankern wollen“. (http://sptnkne.ws/aHdd). – Zum Beitrag der syrischen Regierung s. Angabe des UN-Gesandten Dr. al-Ğaʽfarî: http://www.sana.sy/?p=341452.
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.2.2016 führen auf http://sana.sy/en/?p=70586 und http://www.sana.sy/?p=341711 (u.a. Befreiung der strategisch bedeutsamen Stadt Ḫanâṣir, in die vor zwei Tagen der IS eingedrugen war, sowie von Muġairât und Šalâla im SO von Aleppo nach Eliminierung der letzten IS-Stellungen und nachfolgender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen, Zerstörung von Barrikaden und Abschußanlagen für Mörsergranaten in den Aleppo-Stadtteilen Ḫân al-ʽAsal und Banî Zaid, effiziente präzise SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte bei az-Zarba, den Farmen von Ruwaihib, bei Qalîʽa und al-Harbakiyya mit erheblichen Verlusten der Terroristen an Kämpfern und Equipment; Desgleichen in der Provinz Ḥomṣ gegen IS–Ansammlungen und -Schlupfwinkel bei Tadmur, besonders beim Wasserreservoire, bei Bi´r al-Afâʽî und al-Maḥs, im Ğabal al-Hiyâl und bei aš-Šâʽir (nahe Ölfeld!), Ğabhatu_n-Nuṣra heftige Verluste beigebracht bei Talbîsa, dazu effektive Militärschläge bei Barġuṯiyya, auf Talat Nağma, westlich der Eisenbahnbrücke von ar-Rastan, im NO von Tal Abû as-Sanâsil, den Bauernhöfen von al-ʽAntabala im Gebiet von al-Barâd mit Zerstörung von deren Rückzugsorten mitsamt Kriegsmaterial; akkurate effiziente Luftschläge auch im Umland von Idlib gegen Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra in ʽArab Saʽîd in der ar-Rûğ-Ebene im W, gegen Ansammlungen von Ǧaiš al-Fatâḥ im Gebiet Arîḥâ und Sarâqib, ergänzt durch schon geschilderte SAAF-Operationen im Umfeld von Ḥamâ gegen IS-Fortifikationen im Wâdî al-ʽAzîb-Areal; Eliminierung von IS-Trupps mitsamt militärischem Equipment im Umfeld des internationalen Flughafens von Dair-az-Zaur und Bait Duġaim wie in al-Muraiʽiyya mitsamt eines Kraftstofftanks des IS, dazu im W Vernichtung von IS-Raketenabschußanlagen in ʽIyâš ,unter den zahlreich getötetetn auch der Wâlî aš-Šadâdî des IS (d.h. der Gouverneur der erst kürzlich verlorenen ehemaligen IS-Hochburg aš-Šadâdî) mit Kampfnamen Abû Usâma al-ʽIrâqî (d.h. aus dem Irak) wie des IS-Verantwortlicher für die Munitionsdepots der östlichen Region mit Kampfnamen Abû Sayâf al-Lîbî (d.h. der Libyer), in Dair-az-Zaur Zerstörung eines IS-Konvois bei der as-Siyâsiyya-Brücke und von Verstecken in den Stadtteilen al-ʽArfî und al-Ğubaila; in der Provinz Darʽâ Ğabhatu_n-Nuṣra heftige Verluste beigebracht in Umm Walad und al-Yâdûda bei Kappung einiger Nachschubrouten z.B. von Jordanien her wie in einem Hinterhalt im Westteil und beim an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp sowie in den Bezirken al-Baḥâr, al-Bağâbağa der Provinzhauptstadt; Befreiung von ʽAin al-Baiḍa, Šîr aḍ-Ḍabʽa und Ruwaisat Rašû im N von al-Lâḏaqiyya mit nachfolgender Räumung aufgespürter Minen etc. ).
In einem Interview während des alljährlich stattfindenden Internationalen Diskussionsklubs Valdai in Moskau kritisierte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân die Darstellung der turnusgemäß demnächst stattfindenden Parlamentswahlen in Syrien (vgl.u.) in den meisten Medien, so als ob die Regierung dazu habe gezwungen werden müssen im Rahmen der Konferenzen um eine politische Lösung der Syrienkrise mitsamt einer Waffenruhe, zu der man die Regierung ebenso erst durch das Ausland habe bewegen müssen. Das sei ein typischer Teil der üblichen anti-syrischen Propaganda, daß man jeden Schritt der syrischen Regierung gegen diese auslege [und jeden positiven als vom Ausland aufoktroyiert]. Die Tatsachen lägen klar anders: die Wahlen stünden gemäß der Verfassung an und auch den politischen Prozeß habe seit Jahren die Regierung gefordert und angestoßen. Zudem bemerkte sie: „I have made it distinctly clear to Russian media that this constitutional step does not impede the Syrian government’s political efforts as the Syrian government has been the first to welcome the US-Russian agreement for a cessation of hostilities over which others continue to bicker”. Die ausländische Kritik am syrischen Legislativprozeß mache deutlich, daß sie gewissen Seiten als Rechtfertigung für deren Inaktivität bzw. eigenen Unfähigkeit am politischen Prozeß teilzunehmen diene.
Die arabischen Staaten, auf die in den letzten Jahren gezielt wurde, waren säkulare gewesen. Dagegen hätten die Staaten, auf die sich westliche Länder beim Erstellen ihrer „syrischen Opposition“ verließen, Regierungen, die weder Demokratie noch Freiheitsrechten kennten.
In der als „fraternal and friendly” hervorgehobenen Beziehung zu Rußland hob sie besonders hervor, daß jene Regierung keine kolonialen Bestrebungen zeige.
Zum Schluß betonte sie nochmals das Bestreben der syrischen Regierung nach Beendigung des Blutvergießens und Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität von Beginn der Krise an. (http://www.sana.sy/?p=341580, http://sana.sy/en/?p=70556, s.a. http://sana.sy/en/?p=70612)
Wie zuvor schon mehrfach – ungehört! – die syrische Regierung hat nun auch Rußland am Mi., 24.2.2016, durch Igor Konaschenkow, den Sprecher des Verteidigungsministeriums, die Weltgemeinschaft aufgerufen, die fortdauernde Beschießung syrischen Territoriums samt seiner Bewohner seitens der Türkei (vgl.u.) nicht gleichgültig hinzunehmen. Letzeres sei inakzeptabel. Zudem kritisierte er nochmals die völkerrechtswidrige Handlung durch die türkische Regierung. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297259-russland-ruft-zu-reaktionen-auf-mili%C3%A4roperationen-in-den-syrischen-grenzgebieten-auf) – Zur Bestätigung der fortgesetzten Aggression s. Aussage des Staatschefs Erdogan: http://sptnkne.ws/aHd9. – Demgegenüber behalten sich die syrischen Kurden, die gemäß der Landesregierung der Waffenruhe ab Freitag-Mitternacht zugestimmt haben, ihr Selbstverteidigungsrecht vor. (http://sptnkne.ws/aGVv).
Terroranschläge vom 24.2.2016:
Acht Bürger verloren ihr Leben, weitere 10 wurden verletzt infolge eines Raketenbeschusses auf den Stadtteil al-Ğamîliyya in Aleppo u.a. neben einer Poststation. Dazu entstanden Schäden an persönlichem Eigentum und Infrastruktur.
Im NW von Ḥamâ in ʽAin al-Kurûm hinterließ ebenfalls eine Raketensalve einen Toten und viele Verwundete. (http://sana.sy/en/?p=70498)
Inzwischen hat die von Saudi-Arabien ab dem 8.12.2015 in ar-Riyâḍ kreierte „Oppositions“-Vertretung genannt Hohes Verhandlungskomitee (HNC, vgl.u.) entgegen seiner vorhergehenden Weigerung (s.u.) seine Zustimmung zur vereinbarten Waffenruhe doch noch am Abend des Mi., 24.2.2016, signalisiert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297261-syrische-regierungsgegner-stimmen-dem-waffenstillstand-zu)
Eingehend über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70489 und http://www.sana.sy/?p=341146 (u.a. dem IS erhebliche Verluste beigebracht bei al-Bârda und den Obstplantagen (al-Bayârât) im Umkreis von Tadmur im O von Ḥomṣ; Eliminierung von Trupps von Ğund al-Aqṣâ inklusive ihres Anführers ʽAbdullâh Ḫâlid ʽAbbâs mitsamt dem militärischen Equipment nahe der Stadt Arîḥâ im Umland von Idlib; in der Nachbarprovinz Ḥamâ Desgleichen bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra in Qaṣr bin Wardân, von Ğund al-Aqṣâ in Sarâqib einschließlich von deren Fachmann für Sprengfallen für Auots, Minen und Autobomben, Ḥussain Razûq al-Ḥâmid wie von Katâ´ib al-ʽIzza mit Anführer samt deren Verstecken in al-Laṭâmina im N; zusammen mit Volkswehreinheiten Beseitigung von Ansammlungen und Fortifikationen des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich Ḫanâṣir und einigen Stadtteilen in Aleppo wie ar-Râšidîn 4 und 5, Bustân al-Qaṣr und aš-Šaʽâr, dazu von IS-Positionen in Rasm an-Nafil und Burğ az-Zaʽrûr im SO; Befreiung von Barza at-Taḥtânî mit einer Reihe umliegender Anhöhen, von Katif az-Zaitûna, Ḍahar Sandû, Tal Ġuwairât und Rückeroberung des Ğabal Abû ʽAlî im NO von al-Lâḏaqiyya im Zusammenwirken mit den NDF mcit nachfolgender Räumung der Gebiete von hinterlassenen Minen, überlebende Terroristen flohen gen Türkei. Im Rîf Dimašq, Bereich West-al-Ġûṭa Befreiung eines großen Teils von 2km auf 800m im Süden von Dârayâ im zähen Häusserkampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra; wie der verantwortliche Kommandant der Operation mitteilte, dies ermöglichte zudem die Befreiung von Ṣaḥnâyâ und Ašrafiyya Ṣaḥnâyâ mit dem Vorteil des Entzugs dieses Areals für die Beschießung umliegender Ortschaften durch die Terroristen mittels Mörsergranaten und durch Scharfschützen von hier aus; damit verbleibt den Extremisten nur noch etwa ein Drittel der Stadt Dârayâ; zudem wurden die Nachschubrouten von al-Muʽḍamiyya aus her gekappt und die Terroristenstellungen von Dârayâ durchbrochen für weiteres Vordringen dort; im Kampfgebiet, das von Sprengfallen gesäubert wurde traf man auf ein ausgedehntes Tunnelsystem von mehreren hundert Metern und ausgestattet mit Belüftung und Licht; überlebende Reste von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten flüchteten in umliegende Orte) sowie über die russischen Lufteinsätze http://sana.sy/en/?p=70516 und http://sana.sy/en/?p=70547 (Seit 16.2.2016 wurden zusammen mit der SAAF in 459 Einsätzen 1589 terroristische Ziele zerstört in den Provinzen Aleppo, al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ, al-Ḥasaka, Darʽâ und Ḥomṣ).
Gemäß Dokumenten, welche die oppositionelle türkische Zeitung Cumhuriyet veröffentlichte, kooperieren türkische Offiziere mit dem IS (auch: Daesh) insbesondere hinsichtlich der Grenzsituation Türkei – Syrien in einer Weise, wie sie die syrische Regierung schon seit langem öffentlich und auch in Schreiben an den UN-Sicherheitsrat – jedoch ohne entsprechende Reaktion – moniert hat. Näheres dazu bei: http://sptnkne.ws/aG3S.
Nach den Vorwürfen in den beiden durch das Außenministerium am Mo., 22.2.2016, an den UN-Generalsekretär und den UNSC-Vorsitzenden gesendeten Schreiben (vgl.u.), mit dem Ausbleiben einer deutlichen Verurteilung der letzten verheerenden Terrorattentate von Ḥomṣ und Sayyida Zainab bei Damaskus (s.u.) würden Terroristen im In- wie Ausland nur zu weiterem derartigen tun ermutigt, hat nun auch der UN-Sicherheitsrat sich zu diesem Akt entschlossen (http://www.sana.sy/?p=340986, http://sana.sy/en/?p=70245.
Auch Brigaden der sog. Freien Syrischen Armee (FSA) haben laut al-Mayâdîn-Meldung erklärt, den am 22.2.2016 für das Wochenende angekündigten Waffenruhe nicht einhalten zu wollen, sofern nicht die Ğabhatu_n-Nuṣra aus der UN-Liste der Terrorgruppen gestrichen werde und damit nicht weiter (von keinerlei Seite!) bekämpft würde. Damit bleibt logischerweise nur die Konsequenz, die die syrische Regierung daraus zog und durch einen Außenamtssprecher darlegen ließ: „Bewaffnete Gruppierungen, die die Entscheidung über die Einstellung der Kampfhandlungen abgelehnt haben, werden als terroristische betrachtet“. (http://sptnkne.ws/aG5s) – Die FSA wird oft fälschlicherweise als „moderat“ betitelt, zeigt sich jedoch tatsächlich in ihren Aktionen wie Verbindungen ebenso als al-Qāʿida affiliiert wie die bekannteren Abkömmlinge IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra (Im Einzelnen mit Belegen dazu s.u., besonders aber die Einträge in Teil III, teils mit „sprechendem“ Photomaterial).
Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, teile am Mi., 24.2.2016, mit, daß in den Gebieten Syriens, in denen sich die Behörden und bewaffnete Gruppen bereits auf eine Waffenruhe und Verhandlungen geeinigt hätten „fliegen die russischen Flugzeuge keine Angriffe“. In den letzten beiden Tagen seien durch die Luftschläge 187 terroristische Ziele in den Provinzen Ḥamâ, ar-Raqqa, Dair az-Zaur, Aleppo und Ḥomṣ und mehr als 50 Terroristen eliminiert worden. (http://sptnkne.ws/aGCB)
Auf dem den russischen Luftstreitkräften zeitweilig überlassenen Luftwaffenstützpunkt Ḥumaimîm wurde im Gefolge des russisch-amerikanischen Abkommens vom 22.2.2016 (s.u.) ein Koordinierungszentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien und die Implementierung eines Überwachungsmechanismus für den Waffenstillstand installiert, das bereits aktiv ist, d.h. zu Friedensgesprächen bereite Vertreter oppositionellen Gruppierungen – unter Ausschluß der Terrororganisationen (zur Definition s.u.) – könnten jetzt jederzeit telefonischen Kontakt mit dem Koordinierungszentrum aufnehmen. Diese erhielten „maximale Unterstützung“, auch würden ihnen Kontakte zu anderen Konfliktparteien vermittelt. (http://www.sana.sy/?p=340919, s.a. http://sptnkne.ws/aGqH)
Am Mi., 24.2.2016, erhielt Präsident Dr. al-Assad vom russischen Präsidenten Putin einen Anruf zwecks Besprechung der gegenwärtigen Situation in Syrien, wobei auch die in Aussicht genommene Waffenruhe (vgl.u.) zur Sprache kam. Während Dr. al-Assad nochmals die Bereitschaft zur Teilnahme wiederholte, stellte Präsident Putin nochmals klar, wie wichtig die Fortsetzung der counterterroristischen Operationen wie gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere Terrororganisationen in Syrien sei. Dem pflichtete Dr. al-Assad bei. (http://sana.sy/en/?p=70481)
Bekanntlich sind von der ab Mitternacht des 27.2.2016 (oder 24.00 des 26.2.2016) gelten sollenden Waffenruhe – falls die Gegenseite noch zustimmen sollte (vgl.u.) – countertterroristische Operationen durch die Armee und die russischen Luftstreitkräfte gegen den IS, Ğabhat an-Nuṣra und Affiliierte dieser Gruppen bzw. von al-Qāʿida ausgenommen. Darunter fallen bei genauer Analyse jedoch die meisten gegen die säkulare Regierung kämpfenden Gruppen, die durch gleiche terroristische Übergriffe gegen die Bevölkerung bekannt geworden sind.
Dezidiert als Affiliierte bzw. im Englischen “related groups” wurden genannt Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ǧaiš al-Islâm; davon abgesehen gibt es zig Gruppen, deren Benennung allein schon deren islamisch-extremistische, antidemokratische Ausrichtung klarstellt.
Um nun der weiteren Bekämpfung zu entgehen, haben laut dem Politologen Thierry Meyssan ca. 15 dieser Gruppen, die im NO von Aleppo agieren, angekündigt, sich in eine neue Koalition mit dem Namen Ǧaiš al-Ḥalab (Heer von Aleppo) zusammenzufinden, d.h. sich umzubenennen.
Salafitischer Führer der neuen Gruppe ist derjenige von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, genannt Hashem el-Sheikh [Hâšim aš-Šaiḫ], der seine ursprüngliche Gruppe vor Beginn der Krise in Syrien 2011 gründete mit dem erklärten Ziel, die säkulare, demokratisch orientierte syrische Regierung zu stürzen, um dafür einen šarîʽa-basierten islamischen Staat auf dem Territorium Syriens zu errichten.
Ein Verbindungsmann zwischen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und al-Qāʿida war im Übrigen jener Abu Khaled al-Souri [Abû Ḫâlid as-Sûrî], der die Freilassung des deutschen Mohammed Haydar Zammar forderte und erreichte. Er war der Gründer der sog. Hamburger Zelle, der u.a. Personen angehörten, die der Entführung der Flugzeuge am 11. September 2001 beschuldigt wurden.
Weitere Belege für die Verbindung zwischen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und al-Qāʿida sind bei Th. Meyssan nachzulesen. (http://www.voltairenet.org/article190430.html) – Preisfrage nun: wer geht darauf ein (besser: wer fällt darauf herein)?
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.2.2016 verschaffen http://sana.sy/en/?p=70388 und http://sana.sy/?p=340650 (u.a. Beseitigung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra–Kämpfern samt aufgerüsteten Kampfwägen an der südseite von as-Sumâqiyât im SO von Darʽâ sowie am Westrand von Buṣrâ aš-Šâm und Eliminierung eines Terroristenzentrums mitsamt Waffen, Munition und einer Reihe von Kämpfern in Ṣaidâ, 10km im O der Provinzhauptstadt, dort erfolgreiche Razzien gegen befestigte Stellungen von Ḥarakat al-Muṯannā al-Islâmiyya (IS-affiliiert!) im Stadtteil al-Balad wie al-ʽAbâsiyya; Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps mittels einer Umklammerungsoperation in al-Qanṭara im Umkreis von Salamiyya, 30km östlich von Ḥamâ mit etlichen getöteten bzw. verletzten Extremisten, deren Reste in die Weite der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) flohen; Beseitigung eines Waffendepots von Ǧaiš al-Fataḥ in Maʽrat Ḥarma im Umland von Idlib mitsamt Kämpfern vor Ort, dazu Zerstörung einer Zentrale von Ğabhatu_n-Nuṣra am Stadtrand von Idlib; Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten heftige Verluste beigebracht im N von Ḥomṣ in Tair Ma’la, al-Mašğar al-Ğanûbî und Talbîsa wie IS-Trupps um das aš-Šâʽir-Ölfeld im O der Provinz und Zerstörung einer Mörsergranatenstelllung im Dorf ʽAin Ḥussain; Befreiung von ʽAin al-Ġazâl und Mazaʽala samt strategisch bedeutsamen Anhöhen im NO von al-Lâḏaqiyya nach Beseitigung der letzten – türkischerseits unterstützten – Extremistenpositionen mit anschließender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengsätzen).
Vizeaußenminister Dr. al-Miqdâd traf sich am Di., 23.2.2016, mit Peter Maurer, dem Präsidenten des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC) und seiner Delegation zur Besprechung des Fortgangs beiderseitigen Zusammenwirkens wie der Möglichkeiten zur noch besseren Kooperation und Koordination, um alle Teile Syriens mit humanitären Hilfsgütern versorgen zu können. Während Dr. al-Miqdâd betonte, daß es sich dabei um eine selbstverständliche Verpflichtung und Verantwortlichkeit der Regierung ihren Bürgern gegenüber handele und die Anstrengungen des Syrian Arab Red Crescent (SARC) positiv hervorhob, würdigte Maurer die gute Zusammenarbeit mit der Regierung und versicherte, daß sich das ICRC weiterhin um humanitäre Hilfeleistung bemühen werde.
/http://sana.sy/en/?p=70419)
Terroranschlag vom 23.2.2016:
In Dair az-Zaur hat am Morgen ein Mörsergranatenbeschuß, ausgeführt von in den Bezirken ar-Rašadiyya und al-Ḥuwaiqa (vgl. Gefechtsberichte) verschanzten IS-Anhängern, kostete zwei Anwohnern in den betroffenen Stadtteilen al-Ğawra und al-Quṣûr das Leben, weitere 14 wurden verletzt, zudem privates Eigentum beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=70384, http://www.sana.sy/?p=340725)
Die in ar-Riyâḍ erstellte „Oppositions“gruppe, genannt der Hohe Verhandlungsrat (HNC, vgl.u., 8.12.2015) hat mittels Erklärung bekannt gegeben, die vom russischen wie US-Präsidenten bekannt gegebene Waffenruhe nicht bedingungslos akzeptieren zu wollen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297206-syrische-opposition-stellt-bedingungen-f%C3%BCr-feuerpause) – Durch ein ganz ähnliches Vorgehen hatte diese Gruppe schon das Zustandekommen der Genf-III-Konferenz noch vor ihrem Beginn zum Scheitern gebracht (vgl.u.).
Gemäß einer Quelle aus dem Außenministerium vom 22.2.2016 wird eine Waffenruhe (zur Definition s. hier) entsprechend der Erklärung durch das russisch-US-amerikanische Statement vom Vortag stattfinden, welche counterterroristische Aktionen ausschließt. Diese seien gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und andere damit bzw. mit ´al-Qāʿida verbundene Terrorgruppen gerichtet. Weiteres werde demnächst mitgeteilt. (http://sana.sy/en/?p=70364 vom 23.2.2016). Laut der inzwischen auch ins Englische übersetzten arabischen Mitteilung ist Sa., 27.2.2016, ab Mitternacht als Datum bestimmt, sofern und nachdem sich beide Seiten dazu bereit erklärt hätten. Es gehe dabei darum, der gemäß den Vereinbarungen der Syrienkontaktgruppe (ISSG) während der Münchener Sicherheitskonferenz zu erstellenden task force (s.u., 12.2.2016, Pressekonferenz) die Bestimung der Demarkationslinien zu ermöglichen, welche die unter Terroristenkontrolle stehenden Gebiete abgrenzen und die Zuführung humanitärer Hilfen an die Bevölkerung zu erleichtern. Die Regierung gab zu bedenken, daß diese Waffenruhe dazu dienen könnte, daß die Terroristen ihre Positionen verbesserten bzw. [insgeheim] Stellungen änderten und die jene unterstützenden Länder weiterhin [und somit ungestört] Kriegsmaterial und Söldnernachschub lieferten, was den Sinn dieser Vereinbarung untergrabe und zudem den conterteroristischen UN-Resolutionen widerspreche. Die Regierung behalte sich zudem in seiner Verantwortung für die Bürger des Landes vor, auf eine Verletzung der Vereinbarung durch die Gegenseite, welche sich gegen die Bürger oder die Armee richtet, entsprechend zu reagieren. Schließlich erklärte die Regierung nochmals ihr Bestreben, das Vergießen des Blutes syrischer Bürger beenden und Stabilität und Sicherheit im Land wiederherstellen zu wollen gemäß dem Bürgerwillen zum Erhalt der territorialen Integrität Syriens, wofür schon so viele Syrer, Zivilisten wie Armeeangehörige, ihren Blutzoll erbracht hätten.(http://www.sana.sy/?p=340630, s.a. http://tass.ru/en/politics/858416)
Zuvor hatte der russische Präsident Putin am Mo., 22.2.2016, im russischen Fernsehen mitgeteilt, es sei ein Übereinkommen zwischen Rußland und den USA erzielt worden, welches im Rahmen der jüngsten Abmachungen der International Syria Support Group (vgl.u., 12.2.2016) einen Stop der militärischen Operationen beinhalte. Wörtlich äußerte er: „We reached the agreement after long discussions between the Russian-US sides and through talks between foreign ministers of the two states as agreement has been made to stop the military acts between the Syrian armed forces and the armed organizations of the Syrian opposition”. Ausgenommen von dieser Vereinbarung sei die Bekämpfung terroristischer Gruppen wie des IS, Ğabhatu_n-Nuṣra. In einer Verlautbarung des US Department of State war der 27.2.2016 als möglicher Zeitpunkt für die Waffenruhe genannt worden. Bei Russia Today hieß es dazu: „Sides of conflict may announce their agreement to stop military operations which could come into effect at the midnight of Friday/Saturday of February 27th”. – Laut der Tass-Mitteilung vom 23.2.2016, sind gemäß Putin die genannten Terrorgruppen nur Beispiele, gemeint seien auch andere, die mit ihnen bzw. al-Qāʿida in Verbindung stünden bzw. affiliiert seien. Präsident Putin teilte noch mit hinsichtlich der telefonischen Übereinkunft mit US-Präsident Obama mit: „The Russian side initiated the talk but the interest was mutual without doubt.“ Zudem präzisierte Putin, in den Gebieten, für welche die Waffenruhe gelte und welche durch russische und US-Kräfte bestimmt werde, würden weder das syrische Militär, noch die russische Luftwaffe als auch die US-geführte Koalition militärische Operationen durchführen. (http://sana.sy/en/?p=70302 vom 22.2.2016; s.a. http://tass.ru/en/politics/858416)
Mit Präsidialdekret Nr.63 von 2016, herausgegeben am Mo., 22.2.2016, wird Mi., 13.4.2016, zur Wahl von Parlamentsmitgliedern für die anstehende (!) zweite Legislativperiode bestimmt. Deren Gesamtzahl beläuft sich auf 250 mit folgender Stimmverteilung gemäß Bevölkerungsgröße: Damaskus (Stadt und unmittelbares Umland): 29, Rîf Dimašq (Provinz Damaskus): 19, Aleppo (Stadt und unmittelbares Umland): 20, Rîf Aleppo (Aleppo-Provinz): 32, Ḥomṣ-Provinz: 23, Ḥamâ-Provinz: 22, al-Lâḏaqiyya-Provinz:17, Idlib-Provinz: 18, Ṭarṭus-Provinz: 13, ar-Raqqa-Provinz: 8, Dair az-Zaur-Provinz: 14, al-Ḥasaka-Provinz: 14, Darʽâ –Provinz: 10, as-Suwaidâ´-Provinz: 6 und Qunaiṭra-Provinz: 5. (http://sana.sy/en/?p=70310, Lokalnachrichten!) – In Syrien finden die Parlamentswahlen gemäß Verfassung im 4-jährigen Turnus statt, letzter Wahltermin war der 7. 5.2012. Normalerweise gehen in den Mainstream-Medien solcherlei Lokalnachrichten bzw. jene über Präsidialdekrete, welche auch Bau-/Umweltrecht, Versicherungen, Universitäten (eben alle Sparten des normalen Lebens ) betreffen, völlig unter.
Das Higher Judicial Committee for Elections erstellt hierzu bestimmungsgemäß ein Nominationskomitee wie die nötigen Subkomitees. (http://sana.sy/en/?p=70396 vom 23.2.2016)
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=70250 und http://www.sana.sy/?p=340086 (u.a. nach heftigen Gefechten mit dem IS in al-Ḥamîdiyya gut 65 Terroristen getötet, dazu Zerstörungdes Sitzes des IS-Militärrats in Ḥaṭla und mehrerer IS-Schlupfwinkel wie eines 40m langen Tunnels mit großen Mengen darin verstauter Waffen, Munition und militärischer Aausrüstung im Industriegebiet am östlichen Stadtrand von Dair az-Zaur; präzise effektive SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra mit Beseitigung von deren Zentrale in Tair Maʽla (7km nördlich von Ḥomṣ) wie von befestigten IS-Positionen und –Ansamlungen bei Tulûl as-Sûd und im Umkreis von Tadmur am Rand von al-Qaryatain; Desgleichen gegen Ǧaiš al-Fataḥ gegen deren Stellungen im NW von Ḥamâ in al-Laṭâmina, Kafar Zaitâ und Ḥur Binafsa mit erheblichen Verlusten des Feindes an Männern und Equipment; zusammen mit der Volkswehr (NDF) nach heftigen Gefechten Vereitelung des IS-Versuchs, die Kontrolle über die Achse Aṯriyâ – Ḫanâṣir nahe der Verwaltungsgrenze Aleppo – Ḥamâ zu erlangen einhergehend mit der Vernichtung eines mit Artillerie hochgerüsteten 14-Wagen-Konvois und sorgsam versteckter Minen; Befreiung von Karûm Ḫasâr, 55km im NO von al-Lâḏaqiyya und Rückeroberung von Ğabal al-Qâmûʽ und Ğabal Kafar Sanad samt etlicher strategischer Punkte im Zusammenwirken mit Volkswehrgruppen nach Beseitigung der letzten terroristischen Gruppierungen dort und nachfolgender Säuberung des Gebiets von durch diese hinterlassenen Sprengsätzen. Überlebende Terroristen flohen gen Türkei.).
In einem Beitrag für den Boston Globe beschäftigt Stephen Kinzer vom Watson-Institut für Internationale Studien an der Brown University das Thema: Medien „lügen raffiniert“ über Russlands Syrien-Einsatz. (im Original: https://www.bostonglobe.com/1969/12/08/skinzer/GmSISOgNKp6Gm6YDwRx6eJ/story.html)
Auf die Anschläge vom Sonntag hin (s.u.) verurteilte der Sprecher des iranischen Außenamts diese vehement während einer Pressekonferenz am Mo., 22.2.2016. Damit versuchten die Terroristen den politischen Prozeß zur Lösung der Syrienkrise zu unterminieren. Ein Ende des kriegerischen Zustandes entspreche nicht deren Vorstellungen. Daher täten sie alles, um diesen immer neu anzufachen. Ein Erfolg für den politischen Prozeß erfordere daher eine starke und ernsthafte Konfrontation des Terrorismus mit Eliminierung der Terroristen.
Ähnlich verlautete es am selben Tag aus dem russischen Außenministerium: „Moscow strongly condemns the inhumane attacks of terrorists. We are offering our sincere condolences to the families of the dead and are wishing the soonest recovery to the injured. We are confident that such disgusting and criminal acts require an appropriate principled reaction of the international community”. Und an die Äußerungen der syrischen Regierung erinnernd hieß es im Weiteren: „The cruel crimes of the extremists aim at intimidating the civilian population and undermining attempts to achieve lasting political settlement of the Syria crisis in the interests of all Syrians and efforts to stop violence and bloodshed”. Gefolgert wurde daraus: „It is important to thwart attempts of the attempts of ISIS, Jabhat al-Nusra and other terrorist groups to escalate tensions inside and around Syria by further instigation of inter-confessional feud”.
Auch der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, ließ durch seine Sprecherin, die Attentate verurteilen. (http://sana.sy/en/?p=70245) Desgleichen taten Ägypten, die tschechische Republik, der Irak, das US-State Department und dann auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie Chile, Argentinien und Spanien. (http://sana.sy/en/?p=70245)
Derweil meldete Russia Today: „Agreement has been made on criterion about the system of cease-fire in Syria during two phone calls made between Lavrov and Kerry”. Berichte über diese vereinbarten Kriterien zur Einstellung der Kämpfe in Syrien würden den Präsidenten Rußlands und der USA zugeleitet. Dieser schließe jedoch nicht den Counterterrorismus ein. (http://sana.sy/en/?p=70198)
Terroranschläge vom 21.2.2016:
Nach vorläufigen Erkenntnissen forderte am Sonntagmorgen ein Attentat des IS mittels zweier Autobomben mit großer Sprengkraft in das Leben von 46 Menschen (zuvor gemeldet: 32), 110 (zuvor gemeldet: Dutzende, mindestens 39) wurden teils sehr schwer verletzt, die Schäden an Gebäuden etc. sind erheblich. Es ist davon auszugehen, daß sich die Opferzahl noch erhöht. Die Detonationen ereigneten sich in der Nähe der armenischen Viertels in der 60. Straße im Stadtzentrum von Ḥomṣ. Erneut verurteilte das Kabinett diese wiederholten brutalen terroristischen Übergriffe gegen die Bevölkerung und forderte erneut von den Vereinten Nationen geeignete Maßnahmen zu ergreifen gegen die fortdauernde Unterstützung von Terroristen aus dem Ausland in Form von Söldnerzustrom, Lieferung von Waffen, Munition und anderem militärischen Equipment etc. wie durch deren Finanzierung. Denn damit machten sich die Unterstützer ebenfalls schuldig an den von den Terroristen ausgeführten Schandtaten. (http://sana.sy/en/?p=70061 mit Photostrecke) – Zum abgelehnten Resolutionsentwurf gegen Angriffe auf Syrien und deren Bevölkerung durch die Türkei wie die forcierte Zufuhr von Kämpfern und Kampfmitteln durch jenes Land s.u.
Der Aufruf der Regierung an die Vereinten Nationen wurde nochmals unterstrichen, nachdem es im damaszener Vorort Sayyida Zainab ebenfalls zu mehreren Suizidanschlägen gekommen war, zu denen sich der IS bekannte. Die Opferzahl beläuft sich laut Bergungsteam auf 83 (zuvor: etwa 70), die Verletztenzahl geht in die Dutzende [schließlich: 178]. Da die Detonation der Autobombe (Toyota) und die des Spengstoffgürtels wie eines umgebauten Gaszylinders der IS-Suizidattentäter inmitten der herbeigeeilten Helfer am Nachmittag in der Schulstraße stattfand, waren die meisten Opfer Frauen, Kinder und Ältere. (http://sana.sy/?p=339710, http://sana.sy/en/?p=70151 mit Photostrecke und Video! S.a. http://sana.sy/?p=340341). Zu diesem Zweck wurden erneut durch das Auswärtige Amt identische Beschwerde-Schreiben über die die Terroristen unterstützenden Staaten, die sich zudem noch Übergriffe auf syrisches Territorium leisten bzw. damit drohen – d.i. die Türkei und Saudi-Arabien – an den den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichtet. Das Schweigen des UN-Sicherheitsrats dazu bzw. das Fehlen einer Verurteilung solcher Schandtaten ermutige die Terroristen und jene Staaten, welche diese unterstützten, zur Fortführung ihrer verbrecherischen Aktionen nicht nur in Syrien sondern auch anderswo. Der UNSC müsse endlich abschreckende durchgreifende Maßnahmen gegen die Terrrorismusunterstützung, vor allem seitens der Türkei und Saudi-Arabiens, ergreifen und dafür Sorge tragen, daß die entsprechenden counterterroristischen UN-Resolutionen eingehalten würden. Schließlich wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß diese Schreiben als offizielle UNSC-Dokumente ausgefertigt würden. (http://sana.sy/?p=329007)
Der Beschuß mit Mörsergranaten im Stadtteil aš-Šaiḫ Maqsûd in Aleppo hinterließ sechs Tote, darunter ein Kind, und erheblichen Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=70201).
Eingehend über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.2.2016 berichten http://sana.sy/en/?p=70068 und http://sana.sy/?p=339527 (u.a. Befreiung von ad-Dikwâna, al-Mifilsa, al-Ğâbariyya, Ğab aṣ-Ṣafâ, Umm al-ʽAmad, Kabâra, Turaidam, ʽAin Sâbil, Tal Isṭabal, Quṣair al-Ward, Baidûra und Sâliḥiyya im O und Ḥuwaiğina, Ṣubaiḥiyya, ar-Raḍwâniyya, Rayân, al-Qârûṭiyya, Rûfiyya und ʽAin Ṯabat im NO sowie Eroberung der Anhöhen Tal Faʽûrî und Tal Rîmân im O von Aleppo nach heftigen für den IS verlustreichen Gefechten mit anschließender Säuberung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen; Desgleichen mit Unterstützung der Volkswehr nach Befreiung von Bait al-Aûs, Arḍ al-Waṭâ, Ḥâkûra at-Taḥtâniyya, Ruwaisat al-Malik, Ruwaisat al-Maqnaṣ, Ḍahr Abû Asʽad im NO-Umland von al-Lâḏaqiyya, überlebenden Terroristen flohen gen Türkei; präzise effektive Luftschläge gegen einen Ǧaiš al-Fataḥ-Konvoi und – Stellungen bei Maʽân, in ʽAṭšân und Sukaik im N von Ḥamâ; Dergleichen gegen Teroristenansammlungen bei Sinğâr im Umland von Idlib wie gegen IS-Positionen in al-Qaryatain und solche von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla im N von Ḥomṣ; Eliminierung des Hauptquartiers mit einigen Anführen von Ğabhatu_n-Nuṣra nahe der Zitadelle von Buṣrâ aš-Šâm im O von Darʽâ wie von Trupps in al-Ġâriyya al-Ġarbiyya inklussive Abschußanlage für Mörsergranaten, Razzien gegen Schlupfnester in Darʽâ al-Balad mit Zerstörung eines Komandozentrums u.a. im S des an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamps)
Präsident Dr. al-Assad hat am Sa., 20.2.2016, einem Journalisten der spanischen Zeitung El Pais ein ausführliches Interview (Beantwortung von 37 Fragen) gegeben. Der ganze Text ist in der englischen Originalsprache nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=70035, die arabische Version ist zu finden unter http://www.sana.sy/?p=339402. So bald als möglich wird eine deutsche Übersetzung hier bereitgestellt.
U.a. nimmt der Staatschef zu den Problemen und Voraussetzungen der Einstellung von Kampfhandlungen – der Begriff „Waffenstillstand“ treffe nur auf die Begegnung zweier Armeen zu – Stellung: die Beendigung von militärischen Operationen erfordere, daß die Terroristen dies nicht ausnutzten, um ihre Positionen zu verbessern bzw. Länder wie die Türkei dies benutzten, um noch mehr Rekrutennachschub, militärische Ausrüstung, logistische Hilfen u.s.w. für die in Syrien aktiven Terroristen bereitzustellen.
Zur erst kürzlichen wieder ausgesprochenen Amnestie s.u.; die Wiedereingliederung ins bürgerliche Leben nach Abgabe der Waffen und Registrierung bei den Behörden sehen die seit Jahren laufenden Reconciliierungsprogramme (s. bisherige Einträge unter dem Stichwort) für zuvor gegen die Armee Kämpfende vor und werden seither zu hunderten in den verschiedenen Provinzen reichlich wahrgenommen (vgl. jeweilige Angaben bei SANA).
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.2.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=69947 und http://www.sana.sy/?p=339188 (u.a. Befreiung von al-Ḥamrât, ad-Dairûna, Talat ar-Râqam, ʽAin al-Qanṭara und Maḥšaba im Umkreis von Kinsabâ im NO von al-Lâḏaqiyya wie Befreiung von Ruwaisat al-Kataf, Ruwaisat Talûkašî, Ruwaisat Waṭâ as-Sindiyâna und Eroberung einer Anzahl strategische wichtiger Posten ebenfalls in dieser Provinz mit nachfolgender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengkörpern, die SAAF zerstörte zudem Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen um Kabâna; Rückeroberung des Wärmekraftwerks mit Befreiung der umgebenden Ortschaften Turaikiyya, az-Zaʽlâna, Balâṭ und Tal ʽAlam ca. 30km im O von Aleppo und des Dorfes Mîr Ḥaṣan mit anschließender Räumung der von den fliehenden Terroristen angebrachten Minen etc., die Wiederaufbauarbeiten am Kraftwerk beginnen bereits, präzise effektive Luftschläge zudem gegen IS-Positionen in Maskana, aš-Šamâwiyya, al-Madiyûna und al-Bâb im O und NO sowie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps in Fâḥ und Ṣûrân im N, Razzien gegen Schlupfwinkel in al-Bawâbiyya, Šuwaiḥina und Abû Šailam, al-Lairamûn und den Bezirken der Provinzhauptstadt: ar-Râšidîn 1, 3 und 4 mit Vernichtung einiger Abschußanlagen für Mörsergranaten, unter den Getöteten auch der Kommandeur von Katîba Maʽârat al-Artîq (affiliiert mit Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî), mit dem Kampfnamen Badr ʽAbdulqâdir al-Muṣṭafâ sowie Anhänger von Ǧaiš an-Naṣr; akkurate effiziente Luftangriffe gegen IS-Transporte und Stellungen um al-Qaryatain und bei al-Maḥasa im SO von Ḥomṣ mit Zerstörung des Hauptquartiers in letzerem Ort, wie bei al-Buṣairî nahe der Tadmur-Autobahn, Desgleichen gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte bei Tair Maʽla und Talbîsa wie in al-Ğâsamiyya village in ʽAin an-Nasar area 25km to the NO; effektive gezielte Luftschläge auch bei al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur gegen IS–Bewegungen und -Positionen; unter den Getöteten bei Manövern im Umland von Qunaiṭra und Darʽâ laut terroristischen sozialen Netzwerkseiten auch etliche Anführer wie derjenige von Katîba Ṭalḥa az-Zubair namens Muḥammad Ḫaḍr Sulṭân al-Wâdî, der Kommandant von Ğabhatu Ṯuwâr Suriyyatu namens Aḥmad ʽAlî al-ʽAfâš, einige Kämpfer von Alwiya al-Furqân und Farqa Ḥamza; konzentrierte erfolgreiche Angriffe gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Fortifikationen in der Provinzhauptstadt Darʽâ im Stadtteil al-Balad mit Vernichtung von Artillerie; akkurate SAAF-Angriffe gegen Positionen von Ğund al-Aqṣâ (eingeschworen auf den IS!) in at-Tamânaʽa im S von Idlib wie bei Kafar Saḥna und Abû aḍ–Ḍuhûr im SO; Desgleichen im Rîf Ḥamâ mit Eliminierung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im N in Kafar Zaitâ mit Vernichtung einer Kommandozentrale und eines Trupps von Ǧaiš al-Fataḥ mit Schlupfwinkeln in al-Laṭâmina, ʽAṭšân, ar-Rawḍa, Ṭalaf und Ḥur Binafsa im S, unter den zahlreich Getöteten auch der Kommandant der zentralen Einheit von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya genannt Sulaimân ʽÂdil Šanât u.a.).
Den weltweit ersten Spielfilm über die berüchtigte Terrorgruppe betitelt „DAESH“ – d.i. das transkribierte arabische Buchstabenkürzel für den IS – brachte der in der arabischsprachigen Welt bekannte Regisseur Najdat Anzour [Nağdat Anzûr] derzeit in die syrischen Kinos. Er selbst ist der Sohn des „Pioniers des arabischen Kinos“ Ismail Anzour, der 1932 den ersten syrischen Stummfilm drehte. Aufgrund seines letzten Films King of the sands (Trailer bei: https://www.youtube.com/watch?v=DVBmNaKuT28), erließ ein salafitischer [wahhâbitischer] Muftî 2013 eine Fatwâ mit Todesurteil gegen den Sohn. Der Muftî sah in dem Werk, das die Machtergreifung der Âl-Saʽûd im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Terrorismus im Nahen Osten schildert, Kritik an der saudischen Regierung verwirklicht. Der 62-jährige Filmemacher macht von seiner Meinungsfreiheit dessenungeachtet weiterhin Gebrauch auch hinsichtlich des IS, obwohl er dafür schon Morddrohungen erhalten hat. So bemerkte er im Interview mit SputnikNews: „Um Daesh komplett zu vernichten, reicht ein militärischer Sieg allein nicht aus. Es ist die Ideologie der Terrororganisation, welche die Dschihadisten unterstützt und nährt und deshalb muss sie vorderhand ausgemerzt werden. Mit diesem Film haben wir versucht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken“. Er fuhr fort, das Grauen des IS bestehe nicht nur in den unzähligen, markerschütternden Hinrichtungen und grausamen Anschlägen sondern auch in dem Ausmaß seiner Präsenz im Alltag, den Gedanken und Ängsten sehr vieler Menschen. (http://sptnkne.ws/aEvu)
Der saudische Außenminister al-Ğubair hat gegenüber dem SPIEGEL angekündigt, den gegen die Regierung in Syrien Kämpfenden Boden-Luft-Raketen zur Verfügung stellen zu wollen, damit sie Hubschrauber und Flugzeuge [des counterterroristischen Bündnisses Syrien/Rußland] abschießen könnten. Zweck sei, dadurch die Machtverhältnisse in Syrien „so verändern, wie sie sie seinerzeit in Afghanistan verändert haben“, trotz der derzeitigen russischen Luftunterstützung. Desweiteren machte er deutlich, daß es Saudi-Arabien weiterhin um den Sturz der Regierung in Syrien gehe. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297116-saudischer-au%C3%9Fenminister-wir-wollen-syrische-oppositionelle-mit-boden-luft-raketen-ausstatten; s.a. http://www.spiegel.de/international/world/interview-with-saudi-foreign-minister-adel-al-jubeir-on-syrian-war-a-1078337.html )
Nachdem Rußland den Entwurf einer Resolution gegen die kontinuierlichen Angriffe der Türkei auf Syrien eingebracht hatte, sollte diese am Fr., 19.2.2016, während einer geschlossenen Sitzung des UN-Sicherheitsrats besprochen werden. In einer nachfolgenden Pressekonferenz drückte Rafael Ramirez, derzeitiger Vorsitzender des Rats und ständiger venezolanischer Gesandter beim Gremium sein Bedauern darüber aus, daß es diesbezüglich zu keiner Einigung gekommen sei und setzte hinzu: „From my national perspective, Venezuela is concerned over the situation on the Syrian-Turkish borders and we have received information that there are warnings related to the escalations in the crisis in Syria.” Dann erinnerte er alle Beteiligten daran, „to adhere to Munich Agreement.” Die einzelnen Äußerungen der jeweiligen Staaten zum Thema würden am Mo., 22.2.2016, veröffentlicht, kündigte er an. Für den Fall einer Invasion Syriens durch Bodentruppen seitens der Türkei und Saudi-Arabiens werde er eine Dringlichkeitssitzung des UNSC einberufen. (http://sana.sy/en/?p=69917) – Moskau bedauert ebenfalls die Ablehnung des Resolutionsentwurfs zum Schutz der syrischen Souveränität und territorialen Integrität durch den Sicherheitsrat und konstatierte nochmals, daß der fortgesetzte türkische Beschuß syrischen Territoriums inakzeptabel sei. (http://sana.sy/?p=339179)
Auch am Fr., 19.2.2016, ging der heftige völkerrechtswidrige Artilleriebeschuß syrischen Siedlungsgebiets seitens des türkischen Militärs weiter. Treffer bekamen nach Auskunft von Anwohnern die Ortschaften Tal Rifʽat, Marʽanâz, al-ʽAlqamiyya und al-Malâkiyya ab. Diese führten zu Verwundungen etlicher Bewohner und richteten entsprechende Zerstörungen an. (http://sana.sy/en/?p=69937, http://sptnkne.ws/aFa6) – S.a. Dozens of Turkish military vehicles cross into Rojava/Efrîn, north-west Aleppo’s Province.
Terroranschlag vom 20.2.2016:
Am Sa., hinterließ der Raketenbeschuß des Dorfes Ğurâin/Ğarîn (Joureen) im äußersten NW der Provinz Ḥamâ drei verletzte Bürger und erhebliche Zerstörungen. Gleiches widerfuhr der Stadt Tal Ğadîd (Tal Jadeed) im Umkreis von Salamiyya, wo glücklicherweise keine Personen zu Schaden kamen. (http://sana.sy/en/?p=70029)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=69907 und http://www.sana.sy/?p=338904 (u.a. Eliminierung zweier Autobomben des IS bevor sie al-Buġailiyya (vgl.u.) im W von Dair az-Zaur erreichten, wie eines IS-Konvois hochaufgrüsteter Fahrzeuge unterwegs zwischen al-Ğunaina und Muḥaimîda und von IS-Stellungen bei al-Buġailiyya, ʽIyâš, al-Ḥussainiyya und al-Ğunaina mitsamt Kämpfern, Waffen und Munition; Befreiung der lokalen IS-Hochburg aš-Šadâdî (60 km im S von al-Ḥasaka und nahe der irakischen Grenze) nach harten Gefechten durch Kämpfer der umwohnenen Clans und der Volkswehr, viele IS-Anhänger getötet, der Rest floh; Zerstörung von befestigten IS-Positionen im sog. Dreieck um Tadmur bei Šâʽir, Tulûl as-Sûd, östlich Ṯaniyya, Rağma und des Ğabal al-Hayâl im O der Provinz Ḥomṣ, dazu Vernichtung von zwei Terroristentrupps und deren Verschanzungen samt militärischem Equipment auf der Achse Ğabûrîn – Sâqiyyat al-ʽÂṣî im Tal Bait Manṣûr). – S.a. Airstrikes of the US-led coalition kill 38 Syrian civilians in Shadadi, Hasakah
Terroranschlag vom 19.2.2016:
Der Beschuß mit Raketen und Mörsergranaten hinterließ in den Wohngebieten von al-Mašârika, Neu-Aleppo und al-Mîridiyân in Aleppo drei Tote und 10 Verletzte, dazu erhebliche Zerstörungen. (http://sana.sy/en/?p=69915)
Näheres zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.2.2016 ist zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=69809 und http://www.sana.sy/?p=338353 (u.a. im NO-Umland von al-Lâḏaqiyya unterstützt durch die NDF (Volkswehr) Befreiung von Kinsabâ, des letzten größeren Stützpunkts der seitens der Türkei und Saudi-Arabiens unterstützten Terroristen, wie von Qalʽat Šalaf, Qalʽat Ṭûbâl, Arḍ al-Bayâḍât, Ruwaisat al-Qašmar, Ruwaisat al-Kanîsa, Ruwaisat aš-Šumais und Eroberung der Posten 844 und 722 sowie Befreiung von Bait Binğârû und Eroberung des Ğabal al-Qâmûʽ im N, unter den zahlreich Getöteten auch der saudische Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Kampfnamen Abû Qatâda al-Ğazrâwî, Reste flüchteten gen Türkei unter Zurücklassung großer Mengen an Waffen und Munition, nachfolgende Räumung der Gebiete von angebrachten Sprengsätzen; Befreiung von al-Makâsir, al-Maṭâḥin auf dem Weg nach Maḥasa aš-Šarqî und al-Qaryatain aus der Besatzung des IS im SO von Ḥomṣ mit der üblichen Nachsorge gegen Minen und Sprengsätze, Zerstörung von IS-Stellungen in Buṣairî im SW von Tadmur wie von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla; Vereitelung eines Angriffs auf Tal Qurain im Umland von Darʽâ mit Vernichtung von terroristischen Schlupfwinkeln in al-Ġâriyya al-Ġarbiyya, entlang der Verbindung Ibṭâʽ – aš-Šaiḫ Saʽn und Kafar Nâsiğ – ʽAqrabâ sowie Razzien in den Vierteln der Provinzhauptstadt Darʽâ al-Balad, al-Bağâbağa, al-Karak, al-ʽAbâsiyya mit Zerstörung einer Abschußanlagen für Mörsergranaten und anderer Artillerie; Vereitelung eines Angriffs auf al-Qarqûr und mehrere Militärposten in der Ġâb-Ebene im NW von Ḥamâ unter erheblichen Verlusten des Feindes; mehr als 74 IS-Kämpfer getötet und etliche verletzt bei Einsätzen im Umland von Dair az-Zaur bei der Verteidigung des Militärflughafens, bei al-Ḥaṣân, al-Ğafra, unter den Getöteten auch der lokale tschetschenische IS-Anführer, erfolgreiche Kämpfe auch in der Provinzhauptstadt in al-Ḥuwaiqa, dem Industriegebiet u.a.; im Ost-Umland von Aleppo Eliminierung von IS-Fortifikationen in Tal ʽArbaš, Qabâsîn, im N von al-Bâb al-Qârûṭiyya, az-Zaʽlâna und Turaidam wie in al-Barqûm im SW und al-Halak, aš-Šuqaif, Maʽrat al-Artîq, Yaqid al-ʽAdas im N- und NW, nach verlustreichen Gefechten für den IS Befreiung der lange umkämpften Orte as-Sîn und Ğab Ġabša im O mit Vernichtung aller befestigten IS-Verstecke und entprechender Nachsorge im Gebiet gegen hinterlassene Minen etc.)
Aus dem Schreiben des russischen UN-Botschafters Witali Tschurkin an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates: „Nach vorliegenden Angaben haben IS-Vertreter mithilfe der türkischen Geheimdienste in Ankara ein breites Netz für die Anwerbung von Personen angelegt, die aus den GUS-Staaten in die Türkei kommen, um deren Beteiligung an dem Syrien-Konflikt zu sichern und sie möglicherweise nach Russland zu schicken“. Die Angeworbenen stammten aus Kirgisien, Aserbaidschan und anderen GUS-Regionen wie Adygea, Tatarstan und Karatschai-Tscherkessien. Allein im September 2015 seien über 1000 aus Europa und Zentralasien angeworbene IS-Kämpfer aus der Türkei über den Grenzübergangspunkt Gaziantep nach Syrien geschleust worden. „Weiteren Informationen zufolge werden die Waffenlieferungen an Terrorgruppen in Syrien fortgesetzt, den Gewinn bekommen Organisationen mit Sitz in der Türkei“, informierte der Diplomat das Gremium im Weiteren. (http://sptnkne.ws/aEhV)
Auch am Do., 18.2.2016, feuerte die türkische Artillerie weiter völkerrechtswidrig auf nordsyrisches Gebiet. Dies bestätigten auch türkische Medien. Gezielt wurde speziell auf Aʽzâz (vgl.u.) und ʽAin Daqna (Ein Daqneh), wo Armee und NDF (d.i. Volkswehrgruppen, zu denen auch die syrischen Kurden gehören) zunehmend Fortschritte gegen die Terroristen der Gegend inklusive des IS machen. (http://sana.sy/en/?p=69896 vom 19.2.2016) – Zur Thematik s.a. „Casus Belli’: Terrorist Attack in Ankara a ‘chances of war’ for the Erdogan’s regime, a pretext to launch a military intervention?“ (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/02/19/casus-belli/) – S.a. Anschlag in Ankara Vorwand für Bodenoperation in Syrien – Verband kurdischer NGOs.
Wieder einmal versucht der türkische Staatspräsident Erdogan in Syrien eine Flugverbotszone durchzusetzen, sekundiert durch Bundeskanzlerin Merkel im Interview mit der Stuttgarter Zeitung vom 17.2.2016. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297070-erdogan-uno-soll-flugverbots-und-pufferzone-in-syrien-einrichten) Die Diskussion darüber existiert schon Juli, vermehrt im August und Oktober 2015. Die hinter den türkischerseits vorgegebenen humanitären Gründen stehenden tatsächlichen Beweggründe, wurden bereits mehrfach in Teil III angesprochen (s. dort unter dem Stichwort: Flugverbot und Erdogans Wunschtraum: „Aleppo als 82. türkische Provinz“). Sie käme angesichts der Situation offensichtlich den unter dem Vormarsch von SAA, unterstützt durch Volkswehr, syrisch-kurdischen Gruppen (vgl. Gefechtsberichte) und den Einsätzen russisch-syrischen Luftwaffe leidenden Terroristen zu Gute. Die syrische Regierung wies dieses Ansinnen aus den erwähnten Gründen zurück und auch, weil eine derartige Einrichtung eine Verletzung von Syriens Souveränität und territorialer Integrität darstellen würde, welche dem Völkerrecht, der UN-Charta und auch den in den vorangegangenen Konferenzen zur friedlichen Beilegung der Syrienkrise aufgestellten Prinzipien widersprächen (u.a. Erhaltung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität!). Aus dem Außenministerium verlautete zudem, wie schon die anderweitige unmittelbare Unterstützung für die Terroristen im Norden Syriens durch die Türkei (vgl.u.) würde auch eine solche Flugverbotszone nur diese schützen und damit zu einer Verlängerung der Kriegsverhältnisse führen. (http://sana.sy/en/?p=69829) – Auch die russische Regierung machte u.a. durch Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Mi., 17.2.2016, im Interview mit Interfax deutlich, eine Flugverbotszone ohne Zustimmung der syrischen Regierung oder des UN-Sicherheitsrats komme nicht in Frage. (http://www.sana.sy/?p=338394, http://sptnkne.ws/aEj4, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297077-russland-gegen-flugverbotszone-ohne-zustimmung-der-syrischen-regierung)
Im Zusammenhang mit der erneuten Forderung nach einer Flugverbotszone über syrischem Territorium meldete der London Evening Standard in seiner Druckausgabe vom Mo., 15.2.2016, der russische Botschafter Alexander Yakowenko habe eröffnet: „Last summer we were told by our Western partners that in October Damascus would fall to IS. What they were planning to do next we don’t know. Probably, they would have ended up painting the extremists white and accepting them as a Sunni state straddling Iraq and Syria”. Alexander Mercouris untersuchte diese „Mitteilungsbombe“ näher in seinem Artikel http://russia-insider.com/en/politics/russias-ambassador-uk-drops-bombshell-us-expected-isis-seize-damascus-october/ri12860 vom 16.2.2016. Allbekannt ist jedoch, daß die russische Luftunterstützung in Syrien am 30.9.2015 begann, also kurz vor dem o.e. Zeitpunkt.
Terroranschläge vom 18.2.2016:
Der Beschuß mit Raketen und Mörsergranaten auf den Stadtteil Ṣâlâḥuddîn von Aleppo von im Viertel Banî Zaid verbarrikadierten Terroristen fordete das Leben von drei Bewohnern, verwundete weitere drei und hinterließ entsprechende Schäden.
In Azraʽ (Izraa) im NW von Darʽâ wurde nachmittags ein Bürger Opfer eines Beschusses mit Mörsergranaten durch Terroristen, die sich in Buṣr al-Ḥarîr verschanzt hatten. – Die Stadt ist schon lange Ziel derartiger Angriffe seitens Ğabhatu_n-Nuṣra aus dem Umland, um die Bevölkerung zu zermürben und den Ort sozusagen „sturmreif“ zu schießen. Ein Schicksal, das viele Orte in Syrien teilen. (http://sana.sy/en/?p=69834, http://sana.sy/?p=338500, http://sana.sy/?p=338470).
Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit hat die türkische AKP-Regierung unter Bruch des Völkerrechts und entgegen den counterterroristischen UN-Resolutionen ein großes Kontingent an Söldnern als Kämpfernachschub für die im Nordwesten Syriens agierenden Terrorgruppen, als da wären Ğabhat an-Nuṣra, al-Ğabhat aš-Šâmiyya und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, über die Grenze nach Syrien geschleust. Über den Grenzübergang Bâb as-Salâm kamen am Mi., 17.2.2016 mindestens 500 Mann zur Unterstützung der Terroristen um die Stadt Aʿzāz (ca. 50km nördlich von Aleppo) – to „violate the city and torture its residents“, wie es hieß. Erst am 14.2.2016 waren mindestens 350 Mann mit schwerer Kampfausrüstung bei Aṭma über die Grenze aus der Türkei einmarschiert. (http://sana.sy/en/?p=69789 vom 17.2.2016) – Vgl.u. die Berichte von Konaschenkow u.a. hierzu. Am Mo., 15.2.2016, hatte der türkische Ministerpräsident Ahmed Davutoglu noch erklärt, sein Land werde nicht zulassen, dass die [syrischen!] kurdischen Verteidigungseinheiten [YPG] die Kontrolle sich der Stadt Azaz [Aʿzāz] unweit der türkischen Grenze näherten oder sie gar übernähmen. (http://www.sana.sy/?p=338394, http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-turkey-davutoglu-idUSKCN0VO0ZZ) – S.a. „Turkish forces have escorted at least 2,000 mercenaries back to Syria over the last week in a covert operation to reverse the loss of terrorist groups, local sources reported.“ bei: http://www.presstv.ir/Detail/2016/02/18/450990/Turkey-Syria-militant-Aleppo-Azaz.
Mit dem Dekret Nr.8 von 2016 erläßt Präsident Dr. al-Assad eine Amnestie für alle Militärangehörigen, die bis zum 17.2.2016 während ihres Wehrdienstes (sowohl im In- als auch im Ausland) Fahnenflucht und mit dem Wehrdienstgesetz verbundene Straftaten begangen haben nach Art. 100f des Military Penalties Law issued by Legislative Decree No. 61 for 1950 and its amendments. Für andere Straftaten gilt die Amnestie ebensowenig wie bzgl. jener, gegen die schon Ermittlungen laufen oder die deswegen bereits inhaftiert waren und aus der Haft flüchteten, außer sie stellen sich im Inland innerhalb von 30 Tagen freiwillig oder im Ausland innerhalb von 60 TagenEs tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft. (http://sana.sy/en/?p=69730)
Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân kritisierte am Handeln des UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, der Damaskus am Di., 16.2.2016, überraschend einen Besuch abstattete, es sei dessen Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die beiden Listen über die als Terroristen einzustufenden Gruppen und jene als Opposition anzusehenden erstellt würden. Diese sollten ja einem innersyrischen Dialog vorausgehen, weshalb letztlich auch die Genf-III-Konferenz vor ihrem eigentlich Beginn hatte abgebrochen werden müssen (vgl.u.). Statt dessen habe er die syrische Regierung aufgefordert, ihren humanitären Pflichten nachzukommen, was den Eindruck erwecken mußte, als sei das bislang nicht der Fall gewesen. Jedoch hätten die jeweiligen Hilfsorganisationen noch immer eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Regierung bescheinigt. Zudem sei die Regierung seit jeher zu ihrer Verantwortung den Bürgern gegenüber gestanden und habe auch auf dem humanitären Sektor – selbst für Einwohner in terroristenkontrollierten Orten – für diese vorgesorgt und sich kontinuierlich um Hilfskonvois gekümmert. „The Syrian government always cooperates with the UN in many regions and doesn’t hesitate to guarantee the delivering of the aids to all Syrians”, äußerte Frau Dr. Šaʽbân Dies hatte auch schon Außenminister al-Muʽallim bei seinem Treffen mit de Mistura vom Dienstag unterstrichen. Unglücklicherweise habe sich de Mistura so benommen wie die in ar-Riyâḍ zusammengestellte Delegation, die vorgab, die syrische Opposition zu sein, indem er sie als solche empfangen habe, was keineswegs der Fall war. Erschwerend komme hinzu: „he negotiates with specific persons selected by Riyadh and get the orders from the Saudi capital not from the Syrian people.“ (http://sana.sy/en/?p=69765; zum Dienstagstreffen s. http://sana.sy/en/?p=69602)
Detaillierte Einblicke in die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.2.2016 gewähren http://sana.sy/en/?p=69697 und http://sana.sy/?p=337811 (Befreiung von der Südseite des Qalʽat Šalaf, von Šair al-Qabûʽ, Marğ az-Zâwiyya bei Kinsabâ wie von al-ʽAidû und al-Qasṭal und Eroberung des Ğabal al-ʽAmûlî und des Postens 422 im N von al-Lâḏaqiyya im Zusammenwirken mit Volkswehrkräften, mit anschließender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengsätzen; mindestens 70 IS-Kämpfer getötet und ebensoviele verletzt bei präzisen Luftschlägen gegen IS-Stellungen in al-Bâb city, Ğab Ġabša, Aʽbad, Ṣûrân, Tal ʽAlam, Dair Qâq, Sarğa und az-Zaʽlâna ca. 30km im NO von Aleppo, Razzien gegen Schlupfwinkel von Liwâ´ Šuhadâ` Badr u.a. in den Stadtteilen ar-Râšidîn, ar-Râmûsa und aṣ-Ṣâḫûr von Aleppo; Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Militärflughafen von Dair az-Zaur bei großen Feindverlusten, dazu Eliminierung einer mit Raketenabschußbasen und anderer Artillerie aufgerüsteten Fahrzeugkolonne des IS bei al-Ğafra und al-Buġailiyya; gezielte Zerstörung von Stellungen von Liwâ´al-Islâm und Ğaiš al-Islâm bei Kafar Baṭnâ in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq durch die SAAF; Verhinderung des weiteren Waffenschmuggels durch Sicherstellung eines mit schwerer Artillerie beladenen Fahrzeugs im S von as-Suwaidâ´ kommend aus dem Ostteil der Nachbarprovinz Darʽâ und bestimmt für die in der syrischen Wüste verschanzten Terroristen; effektive Einsätze und Fortschritte auch in den Provinzen Ḥamâ, Idlib, Ḥomṣ, Darʽâ und as-Suwaidâ´).
Terroranschlag vom 17.2.2016:
Während der morgendlichen Stoßzeit wurde bei einem Raketenbeschuß auf dern Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ ein Kind schwer verletzt, Infrastruktur, eine Reihe von Häusern etc. beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=69695)
Eine Exklusiv-Reportage des US-TV-Sender CNN widmete sich dem Vorgehen der SAA an der Frontlinie im Osten Syriens und zeigte dabei, daß eindeutig gegen IS-Terroristen vorgegangen wurde und nicht gegen Kämpfer der sog. „gemäßigten Opposition“. Dies wies auch ein (nicht genannter) syrischer General im Interview streng zurück und berichtete über die täglichen Operationen gegen den IS. Aufgrund der Fortschritte seit drei Monaten ziehe sich diese Terrororganisation immer mehr zurück, während die Armee auf die IS-Hochburg ar-Raqqa zu marschiere. Diese werde in absehbarer Zeit erobert, wenn nicht [völkerrechtswidrige] Interventionen seitens Saudi-Arabiens, der Türkei o.a. auf syrischem Territorium dazwischenkämen. Hinsichtlich des mit der Regierung koordinierten russischen Eingreifens bemerkte er: „Russlands Beteiligung war ein Segen. Es hat uns viel geholfen, vor allem mit den Luftangriffen und der Luftaufklärung, sodass wir präventive Schläge ausführen konnten“. Hinsichtlich der US-geführten Koalition urteilte er dagegen: Amerika? Machen die etwas? Ich habe nicht bemerkt, dass es irgendeinen Beitrag geleistet hat. Im Gegenteil, es hat den IS stärker gemacht“. (http://sptnkne.ws/aDE3)
Die türkischen Übergriffe auf syrisches Territorium kommentierend äußerte der ehemalige Befehlshaber der NATO-Ausbildungsmission im Irak, General Michael Barbero, gegenüber SputnikNews: „Wir sind mit ihnen (der Türkei- Anm. d. R.) nicht hart umgegangen“. Die USA hätten schon seit mehreren Jahren eine deutlich „härtere Position“ gegenüber Ankara einnehmen müssen. (http://sptnkne.ws/aDFm, 17.2.2016)
Nachdem die russische Regierung die Thematik des türkischen Beschusses syrischen Gebiets vor den UN-Sicherheitsrat gebracht hatte, erklärte Syriens ständiger UN-Vertreter in New-York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in einem Pressestatement vom Di., 16.2.2016: „Turkey tries to push all sides to escalate the situation in Syria.” Der seit Tagen andauernde Artilleriebeschuß manifestiere nicht nur einen Völkerrechtsbruch, sondern widerspreche zudem den erst kürzlich ausgehandelten Bestimmungen der Münchener Sicherheitskonferenz, an die er nochmals erinnerte: „All member countries of the Security Council asserted during the meeting their commitment to the agreements reached by the International Syria Support Group (ISSG) in Munich last week.” Allerdings zeige „the complicity of Turkey with Qatar and Saudi Arabia against Syria and its al-lies”, daß „terrorism-supporting countries are suffering from hysterical bout due to the Syrian Army’s progress on all fronts.” Zudem gab er bekannt: „Turkey has allowed terrorists to transfer the deadly Sarin gas to the Syrian territories“ und bemerkte: „terrorism-supporting countries don’t hesitate in using any means to defame the Syrian government and its allies“, wie zuletzt wieder beim Beschuß des MSF-Hospitals zu sehen war, das allerdings ohne Konsultation der syrischen Regierung dort erstellt worden war. Daher setzte er hinzu: the cadres of the organization realized after the shelling the consequences of the acts practiced without of Damascus permission.“ (http://sana.sy/en/?p=69680 vom 17.2.2016, s.a. http://sptnkne.ws/aDHv) – Nachdem sich die syrische Regierung schon am vergangenen Sonntag bei den UN über die türkischen Angriffe schriftlich beschwert hatte (vgl.u.), hatte Dr. al-Ğaʽfarî tags darauf Rafael Ramirez konsultiert, wie er im telefonischen Sputnik-Interview erwähnte: „Ich habe mich mit dem Vorsitzenden des Sicherheitsrates in diesem Monat – mit dem UN-Botschafter Venezuelas – getroffen und ihn gebeten, der türkischen Aggression auf syrischem Territorium Aufmerksamkeit zu schenken und zu dieser Frage Konsultationen mit den Mitgliedsländern des UN-Sicherheitsrates zu führen, um ihr Einhalt zu gebieten und die Türkei für das Geschehen verantwortlich zu machen. Davon war in zwei Schreiben die Rede“. (http://sptnkne.ws/aDwb) – Am Mo., 15.2.2016, wertete auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini das türkische Vorgehen als Verletzung des Beschlusses vom 12. 2.2016 wie der im Verlauf der Münchener Sicherheitskonferenz zur Beendigung der Auseinandersetzungen in Syrien getroffenen Vereinbarungen. „Erst vor ein paar Tagen haben wir alle zusammen mit der Türkei, für erste Schritte zu einem Waffenstillstand und einer Entspannung in Syrien gestimmt. Das Ankara in der entgegengesetzten Richtung vorgeht, haben wir nicht erwartet.“ (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297040-eu-fordert-stopp-t%C3%BCrkischer-angriffe-auf-syrien).
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.2.2016 verschaffen http://sana.sy/en/?p=69565 und http://sana.sy/?p=337332 (Befreiung von Balalah and Šalaf (52km im NO sowie Sicherung des Wâdî Baṣûr und Ğabal ʽAin al-Ġazâl im N von al-Lâḏaqiyya, was an Terroristen überlebte, flüchtete wie bislang gen Türkei, anschließend Säuberung der Areale von hinterlassenen Minen und Sprengfallen; präzise effektive Luftschläge gegen IS-Stellungen auf der Achse al-Ğunaina – al-Ḥusainiyya im W von Dair az-Zaur, dazu Vereitelung von IS-Angriffen auf das Gebiet um den Ğabal aṯ-Ṯarda im O nach für den Feind verlustreichen Bodengefechten; Angriffe in der Morgendämmerung von Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Orte Kurûm Ğabâ, al-ʽAğraf und aṣ-Ṣamadâniyya aš-Šarqiyya verhindert im Umland von Qunaiṭra; Befreiung von Farmen und Posten auf Tal Farzât bis zum W von Našâbiyya sowie um al-Balâliyya und Ḥûš Ḫarâbû in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq nach harten verlustreichen Kämpfen für Ğaiš al-Islâm und Ğabhatu_n-Nuṣra und nachfolgender Räumung von angebrachten Sprengsätzen; weitere erfolgreiche Operationen zudem in den Provinzen Idlib, Ḥamâ und Ḥomṣ auch nahe Tadmur) sowie http://sana.sy/en/?p=69629 (Verteidigungsministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow informierte darüber, daß in 444 Einsätzen im Zeitraum vom 10. – 16.2.2016 insgesamt 1.593 terroristische Ziele in Dair az-Zaur, Darʽâ, Ḥamâ, al-Lâḏaqiyya, Ḥomṣ und Aleppo zerstört. Die im Raum Aleppo und Idlib aktiven Terrorgruppen erhielten immer noch über Nacht Nachschub aus der Türkei trotz der letzten Abmachungen der Münchener Sicherheitskonferenz, auch hätten deren Aktivitäten zugenommen. Zudem flöhen weiterhin Terroristen, insbesonder die verletzten, samt Familien über die Grenze in die Türkei. Andererseits habe es die SAA geschafft, 73 Orte zu befreien und ein Gebiet von weiteren 800m2 gesichert)
Der gesamte Text der Ansprache von Präsident Dr. al-Assad während des Treffens mit der zentralen Anwaltskammer und affiliierten Gremien vom Mo., 15.2.2016, ist nachzulesen in Englisch (http://sana.sy/en/?p=69527) und Arabisch (http://www.sana.sy/?p=337099).
Zunächst würdigte der Präsident die fundamantale Rolle von Verbänden, Interessensgemeinschaften und Bürgervertretungen als Brücke zwischen Volk und Regierung in den verschiedensten Sparten des öffentlichen Lebens bis hin zur politischen Mitbestimmung auf nationaler Ebene. Unter den herschenden Umständen werde es besonders deutlich, wie sehr die themen Recht und Gestze mit den Fragen der allgemeinen Sicherheit zusammenhingen. Stehe es daher gut um erstgenannten Sektor, gelte das auch für die notwendige Verteidigung der Unterdrückten. Dies bedürfe der Mitarbeit aller, die im Gesetzgebungsprozeß und Rechtssystem beruflich vertreten sind.
Hinsichtlich der Kriegssituation, der Syrien nun seit fünf Jahren ausgesetzt sei, verwies er zudem auf die Bedeutung der Medien, insbesondere des Internts hinsichtlich der Darstellung der jeweiligen Sachverhalte und der dafür verwendeten Begrifflichkeiten [Präsident Putin hatte dies bisweilen als „Informationskrieg“ bezeichnet]. Diesbezüglich hätten arabische Länder eine Menge aufzuholen und man habe das in Syrien inzwischen endlich auch begriffen und umzusetzen versucht. Als Beispiel brachte er: „when we talk about the crisis and the division would be in the political and media discourse on the patriotism and non-patriotism, in other words, at the beginning of the crisis, when one of them said we are against violence of the two sides, simply he/ she didn’t differentiate between the concept of the state and the terrorist, he/she doesn’t know the duties of the state and the duties of the others, who bears weapon and who doesn’t, who has the right to shoot fire and who has not, a lot of people had no distinction between the concept of the government and the state… the government is part of the state, but it is not the whole state… so, we were unable to distinct between opposing the state or opposing the government. … Any person has the right to oppose the government and its policies, call for changing the government or changing its policies, but, no one can change the State… the State is a need for all”. Dr. al-Assad fährt mit weiteren Beispielen an Begriffen fort, mit deren Deutungshoheit Manipulation von Mediennutzern in der ganzen Welt hinsichtlich des Syrienkrise seit ihrem Beginn bis jetzt möglich macht (wie dem angeblichen „Bürgerkrieg“ – in Syrien herrsche jedoch ein von außen aufgezwungener Krieg unter Mitwirkung einer Reihe syrischer Helfershelfer, wie er zwischendurch im Einzelnen ausführt).
Desweiteren pocht er auf die absolute Notwendigkeit eines säkularen Staates, der es allen Bürgern ermöglicht, in Ruhe und Frieden darin zu leben. Es sei auch von daher Priorität des Staates, seine Bürger durch die Bekämpfung des (religiösen Extremismus und) Terrorismus zu schützen. Für die politische Ebene gelte: „There might be a Syrian-Syrian dialogue to reach a specified thing, but if this will target or harm the constitution and exceeds the capacity of the government, there should be a referendum, and in this case each Syrian citizen will be a contributor to this issue”. Klar sei auch: „we are in need for a reform on the political, economic and social level, and, at the same time, we are in need for stability, what is more important is that any transitional process whatsoever, it should be subjected to the current constitution.“ (nötig sei eine Reform auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene sowie das Erreichen von Stabilität, doch jeglicher dieser Prozesse müsse mit der Verfassung vereinbar sein bzw. auf ihr basieren).
Bezüglich des während der Münchener Sicherheitkonferenz geforderten Waffenstillstands bemerkte der Präsident, von einem „Waffenstillstand“ spreche man hinsichtlich der Konfrontation von Armeen verschiedener Staaten jedoch nicht bzgl. gegen einen Staat und seine Bürger zerstörerisch vorgehende Terroristen. Daher führte er aus: „I believe the answer is very clear; when gunmen suffer, when they are defeated, the term cease-fore happens between armies and states, but it doesn’t go between a state and terrorists, so this term is wrong, it might be a halt for operations, a halt for combatant acts… cease-fire means actually the stop of terrorists’ boosting of their positions, it is not allowed to transport their weapons or munitions, it is not allowed to boost their positions, all of these things are unacceptable.” Die Definition, wer Terrorist sei und wer nicht, sei dabei recht einfach und klar: „As a state, anyone who bears weapon against the State and against the Syrian people is terrorist, and this is indisputable.”
Beim politischen Dialog gehe es darum, wer ein (echter) Gesprächspartner sein wolle. Denn hinsichtlich der in ar-Riyâḍ zusammengestellten „Delegation“ [vgl.u., 8.1.2016] gelte das Sprichwort: „gleich und gleich gesellt sich gern“, es sei eine Mixtur aus Terroristen und Verrätern. Über einen innersyrischen Dialog zu sprechen bedeute jedoch: „that we will negotiate Syrians that belong to the Syrian people, their roots are in Syria, not in the other states, if we negotiated al-Riyadh delegation, so we negotiate Saudi Arabia and we will not discuss with them the Syrian constitution, we can discuss the Saudi constitution, like the human rights in Saudi Arabia.”
Wegbereitend müßten auch die bislang so erfolgreichen Reconciliationen weitergefürht werden.
Zu den anstehenden Herausforderungen gehöre auch die Bekämpfung von Korruption, in staatlichen wie anderen stellen. Doch sei der anspruch Reformen umzusetzen recht hoch gegriffen in einer zeit, in der die Bevölkerung ausgezehrt werde und diese Auszehrung noch durch diejenigen verschärft werde, die die Flucht ergreifen, wobei sich unter Flüchtende oft genug noch Terroristen mischten.
Die Flucht zu ergreifen heiße auch, die Heimat im Stich zu lassen und bedeute eine Weigerung, diese und seine Landsleute zu verteidigen – auch wenn man nicht alle in einen Topf werfen dürfe (zuvor hatte Dr. al-Assad wie zu Beginn seines Interview vom 12.2.2016 die verschiedenen Fluchtgründe angesprochen).
Der Präsident schloß mit den Worten: “We must win anyway and we have got no other choices because we are right owners but the right does not win rather the right owners are those who win and the right does not come back on its own but it must be restored. If there is anyone who is waiting for this right to come back it won’t, and if we have to restore it we should realize that the cost is so expensive and those who think that they will restore the right without paying the cost they should put in mind that this right is lost…the first defender of this right is the Syrian Arab Army and they pay the cost with their blood.”.
Selma Irmak, Abgeordnete für die oppositionelle HDP im türkischen Parlament, erklärte gegenüber RIA Novosti hinsichtlich der türkischen Intervention im Norden von Syrien: „Erdogan benutzt den IS gegen Kurden. Er kann seine Armee nicht direkt in das syrische Kurdistan schicken, allerdings kann er den IS als Instrument gegen die Kurden nutzen (…).Erdogans Traum ist ein Osmanisches Großreich, und der IS ist eines seiner Werkzeuge dafür“. Auffällig sei ja, daß der IS nie türkische Stellungen angegriffen oder sich zu Anschlägen in türkischen Städten bekannt habe. Auch seien bei den Anschlägen in Diyarbakir, Suruc und Ankara größtenteils nur Kurden und kurdenfreundliche Oppositionäre ums Leben gekommen. Dazu kämen weitere Hinweise dafür, daß die Türkei gute Beziehungen zur IS-Terrororganisation pflege: „Verwundete Milizen werden in der Türkei behandelt. Für den IS ist die Türkei Rückendeckung und ein sehr wichtiger Versorgungskanal. Sie dürfen die türkische Grenze passieren und bekommen hier auch ihre Papiere. Der IS hat Trainingslager in der Türkei. (…) Alle Terrormilizen fahren durch die Türkei in den Islamischen Staat und wieder hinaus“, unterstrich die Politikerin und fügte hinzu: „Durch die Türkei verkauft der IS gefangene Jesidinnen und christliche Assyrerinnen. In Gaziantep fanden wir Frauen und Feministinnen ein Lager mit solchen Gefangenen. Von dort aus werden sie in verschiedene türkische Städte verkauft“. (http://sptnkne.ws/aCYe)
Berichte alternativer Presse zum Bombardement auf das Krankenhaus von Medecins Sans Frontieres (MSF) in der von Ğabhat an-Nuṣra (einem syrischen al-Qaʽida-Ableger) kontrollierten Stadt Maʽrat an-Nuʽmân (Ma’arat Al-Nu’man) in der Provinz Idlib mit sieben Toten und acht Vermißten sowie das Women’s and Children’s Hospital in Aʽzâz (Azaz, vgl.u.) in der Provinz Aleppo vom Mo., 15.2.2016, z.B. bei https://www.almasdarnews.com/article/airstrike-destroys-mfs-in-maarat-al-numan/, http://www.presstv.ir/Detail/2016/02/15/450536/Doctors-Without-Borders und http://sptnkne.ws/aDdW. MSF aus Maʽrat Nuʽmân teilten mit, am Montagmorgen hätten vier Raketen das Gebäude getroffen. Über die verantwortlichen wurden keine Angaben gemacht. Später am Tag beschuldigte der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu Rußland, während das US State Department wie üblich den Regierungstruppen die Schuld gab. Der syrische Botschafter in Moskau, Riyâḍ Ḥadâd (Riad Haddad), versicherte dagegen am Montag im Fernsehkanal von Rossiya 24 basierend auf Geheimdienstberichten: “It was destroyed by the American Air Force. The Russian Air Force has nothing to do it with.“ bzw.: „Actually, US Air Force have destroyed it, and Russia Aerospace Forces have no connection to it. Intelligence information proves it.“ Auch Igor Morosow, Mitglied des russischen Föderationsrates, gab an, aufgrund von Satelliten- und Drohnenaufklärung sei dokumentiert, daß die Kampfflugzeuge, die die Kliniken attackierten, von der US-Basis im türkischen Incirlik gestartet sind. (http://sptnkne.ws/aDsh, http://sana.sy/en/?p=69523) – Tatsächlich haben Bomber der US-geführten Koalition, die ohne UN-Mandat bzw. Erlaubnis der Landesregierung und damit völkerrechtwidrig innerhalb der syrischen Grenzen aktiv sind, schon etliche Infrastruktur, insbesondere im Raum Aleppo (vgl. Haupt-Wasserpumpenstation) zerstört und auch in Kunduz am 3.10.2015 eine MSF-Klinik (s. z.B. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/291080-%C3%A4rzte-ohne-grenzen-usa-hat-in-kundus-kriegsverbrechen-begehen, http://sptnkne.ws/apRm, http://sptnkne.ws/Rq7, http://sptnkne.ws/ah6t).
Terroranschlag vom 15.2.2106:
Erneut richteten Terroristen einen Angriff via Rakete mit Wärmesensoren auf eine buntgemischte Gruppe aus Journalisten und Medienvertreter einschließlich eines SANA-Korrespondenten, welche von der Frontlinie beim kürzlich befreiten Dorf Âra, 55km im NO von al-Lâḏaqiyya (Latakia) gelegen, berichteten. Zum Glück kam es zwar zu Sach- aber nicht zu Personenschäden. (http://sana.sy/en/?p=69498). – Über die Zerstörungen, welche die Terroristen in der Gegend von Âra angerichtet hatten, geben eine Photostrecke und ein Video Auskunft: http://sana.sy/?p=337035, Text in Englisch dazu bei http://sana.sy/en/?p=69594.
Erneut (vgl. Teil III) haben Terroristen am Mo., 15.2.2016, die russische Botschaft in Damaskus unter Beschuß genommen und teils beschädigt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297004-russische-botschaft-in-damaskus-unter-artilleriebeschuss-genommen)
Nach Angabe der griechischen Agentur ANA haben am Mo., 15.2.2016, sechs türkische Militärflugzeuge – erneut (vgl.u.) – und zwar mehr als zwanzig Mal den griechischen Luftraum verletzt. Zwei Kampfjets mit Waffen an Bord seien von den griechischen Luftstreitkräften abgefangen worden (http://sptnkne.ws/aDuR)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.2.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=69481 und http://www.sana.sy/?p=336679 (Befreiung von Masqân, Ahraṣ und Kafar Nâyâ im N wie von aṭ-Ṭaiyyiba und den Farmen in Kuwairis-Ost im O von Aleppo nach harten für den IS verlustreichen Gefechten und anschließender Räumung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen, Razzien gegen Schlupfwinkel der Extremisten in den Vierteln der Provinzhauptstadt Bâb an-Nayrab, Karm al-Qaṭarğî, aš-Šaiḫ Ḫaḍr und al-Anṣârî; Befreiung von Ruwaisat al-Ğalṭa, Arḍ al-Qarm, Ḍahrat al-Kurûm und Eroberung des Postens 665 im N von al-Lâḏaqiyya mit entsprechender Nachsorge durch die Räumungseinheiten bzgl. der vorgefundenen Minen etc., überlebenden Feinde flohen erneut über die Grenze gen Türkei, präzise effektive SAAF-Operationen bei Kinsabâ, ʽAin al-Qantara, Qalʽat aṭ-Ṭuwiyâl, aš-Šaiḫ Yûsuf und Ruwaisat al-Maqnaṣ; weitere erfolgreiche Einsätze in den Provinzen Ḥomṣ (sogar in Tadmur), Ḥamâ, Idlib und Dair az-Zaur …)/p>
Am Mo., 15.2.2016, gab der russische Vizeaußenminister und Sondergesandte von Präsident Putin für den Nahen Osten und Nordafrika, Michail Bogdanow, bekannt, die Sonderarbeitsgruppe zur Umsetzung einer Feuerpause in Syrien beginne in den nächsten Tagen mit ihrer Aufgabe in Genf. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297024-)
Aufgrund der IS-Massaker an Mitgliedern des Stammes der aš-Šaʽîṭât (vgl.u., Massengrabfund u.a.) hatte sich in der Gegend von al-Bûkamâl unweit der Grenze zum Irakeine Gruppe Kämpfer der arabischen Zulfiqar-Beduinen – Name abgeleitet von dem des Schwertes von ʽAlî ibn Abî Ṭâlib, des Cousins, Schwiegersohns und Nachfolgers Muḥammad als vierter Kalif Ḏū-l-Fiqār – zusammengefunden, die dem erstgenannten Stamm angehören, um gegen die IS-Terroristen vorzugehen. Dabei gelang es ihnen, verkleidet in ein IS-Hauptquartier einzudringen, darin alle IS-Anhänger zu töten, später jagten sie zudem ein Fahrzeug mit dem lokalen IS-Anführer in die Luft. Als „Krönung“ des Ganzen hinterließen sie im IS-Lager bei den Leichen eine syrische Fahne und hängten ein Bild mit dem Porträt von Präsident Dr. al-Assad darüber auf. (http://www.pravdareport.com/news/world/12-02-2016/133321-Syria-0/)
Infolge des weiteren Vormarsches der von Volkswehreinheiten unterstützten SAA-Einheiten wie der syrisch-kurdischen Kämpfer in Nord-Syrien scheint die türkische AKP-Führung einen Durchbruch beider counterterroristisch engagierter Gruppen mit nachfolgender Vereinigung zu befürchten. Gemeldet wurde in diesem Zusammenhang durch arabische Medien am So., 14.2.2016, die Verlegung von mindestens 400 Kämpfern von Terrororganisationen aus der Provinz Idlib via türkisches Gebiet zur Verstärkung der im Norden von Aleppo im Raum ʿAfrīn bei den Orten Maryamain und Anâb in Bedrängnis geratenen Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. Einwohner von Maryamain und Anâb berichteten von dauerhaftem immensem Artilleriebeschuß durch türkisches Militär und Terroristen am Sonntag. In gleicher Weise beschoß türkische Artillerie am Sa., 13.2.2016, Kämpfer der Kurdish People’s Protection Units (YPG) bei Aʽzâz in NW-Syrien nahe der Grenze zur Türkei wie das kürzlich zurückeroberte Manaġ-Übungsflugfeld der SAAF, um den weiteren Vormarsch der syrischen Kurden gegen die Terroristen zu stoppen, berichtete ein YPG-Sprecher im Interview mit al-Mayâdîn News. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941125001429)
Im westlichen Umland von as-Suwaidâ´ beschlagnahmten die zuständigen Behörden eine ungeheure Menge an Waffen und Munition inklusive Raketen, Raketenwerfer aus israelischer Produktion, Mörsergranaten etc.. Bereits am 20.1.2016 war der Schmuggel solchen militärischen Equipments für die Terroristen von Osten her über die syrische Wüste aufgedeckt worden. (http://sana.sy/en/?p=69360)
Näheres über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.2.2016 wird berichtet auf http://sana.sy/en/?p=69364 und http://www.sana.sy/?p=336150 ( u.a. Befreiung von Barûmâ, Mazîn/Muzain, Ruwaisat Ḥumairûš, Mağdal Kîḫiyâ, Muṣṭafâ, aš-Šaiḫ Ayûb und ʽAin al-Ġazâl mit Eroberung des Ğabal aš -Šaiḫ und der strategisch bedeutsamen Posten 679- 466 – 448,5 – 429,5 – 425,5 – 956,9 – 529,5 im N von al-Lâḏaqiyya und anschließender Räumung der hinterlassenen Sprengkörper, überlebende Terroristen flohen wieder in Richtung Türkei; unterstützt durch die Volkswehr Eroberung der strategisch wichtigen Anhöhen um Maḥasa mit Zerstörung von IS-Barrikaden in Richtung al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ mit Aufspüren und Abbau der hinterlassenen Sprengsätze; effektive akkzrate Luftschläge gegen Stellungen und Fortifikationen von Ğabhat an-Nuṣra u.a. in der Provinz Ḥomṣ in Tair Maʽla, Talbîsa und ar-Rastan, Vernichtung von Abschußanlagen und Trupps sowie sonstigen militärischen Equipments des IS in ʽAin Ḥussain und ʽUnq al-Hawâ; Desgleichen im Gouvernement Ḥamâ gegen den IS in ar-Rahğân wie Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Nabûda und al-Laṭâmina; mehr als 100 IS-Terroristen eliminiert samt militärischer Ausrüstung und Basen in der Provinz Dair az-Zaur teils mit SAAF-Unterstützung, in al-Ḥussainiyya, al-Muraiʽiyya, bei al-Ḥâwî und Marâṭ, der Wasser-Station in Muḥaimîda, in Sufaira Taḥtânî, beim Militärflughafen Dair az-Zaur und bei Razzien in den Provinzhauptstadtvierteln al-Ḥamîdiyya, al-ʽAraḍî und al-Rašadiyya, unter den Getöteten auch der libysche Anführer Abû Islâm al-Baġdâdî von Ğabhat Minṭâr Dair az-Zaur, dazu Zerstörung von Flugabwehrgeschützen, eines Munitionsdepots etc. des IS in den Arealen al-Kataf, al-Bâġûz, al-Masmaka und dem Industrieviertel von al-Bûkamâl, 130km im SO von Dair az-Zaur; Eliminierung von Ğabhat an-Nuṣra-Trupps samt militärischem Equipment in Buṣrâ aš-Šâm, dem an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp sowie in den Bezirken al-Karak, al-Abbâsiyya, al-Maḥaṭṭa von Darʽâ inklusive einer Abschußanlage für Mörsergranaten; Befreiung von Barlahîn, as-Sîn und al-Ğudaida im O von Aleppo mit Säuberung der Areale von zurückgelassene bzw. versteckten Minen und Sprengsätzen, zuvor effiziente präzise Luftschläge gegen IS-Befestigungen und Basen in Burğ ʽAzâwî, as-Sîn, aṭ-Ṭanbar und Ğab al-ʽAlî in as-Sufaira und al-ʽÂmiriyya, dem IS heftige Verluste beigebracht durch die Bodentruppen auf Talat aš-Šawâyâ, aṭ-Ṭayyiba, Barlahîn, as-Sîn und Ṣûrân sowie Ğabhat an-Nuṣra und Verbündeten mitsamt Artillerie in den Stadtteilen ar-Râšidîn 4, Banî Zaid, Karm aṭ-Ṭarâb und al-Maysir von Aleppo).
Nahe der Stadt Marâṭ (Mrat) im östlichen Umland von Dair a-Zaur haben Anwohner ein grabenartig angelegtes Massengrab mit über 100 Leichen, auch von Kindern, entdeckt, die einem IS-Massaker zum Opfer gefallen sind. (http://sana.sy/en/?p=69393)
Terroranschlag vom 14.2.2106:
Aufgrund einer von einem IS-Suizidattentäter zur Detonation gebrachten Autobombe kamen am Abend des So., 14.2.2016, in as-Saʽn, ca. 80km im O von Ḥamâ zwei Menschen ums Leben, acht wurden verwundet. (http://sana.sy/en/?p=69383)
Die angekündigte Verlegung saudischer Kampfflugzeuge in die türkische Basis Incirlik für den Einsatz in Syrien ist durchgeführt worden, verkündete Brigadegeneral Ahmed Assiri in der Nacht auf den 14.2.2016 im TV-Sender al-ʽArabiyya. Zugleich bemerkte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz gegenüber Reportern der türkischen Zeitungen Yeni Safak und Haber: „Wenn es eine Strategie gibt, könnten die Türkei und Saudi-Arabien einen Einsatz am Boden starten„. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/296972-)
Wie Augenzeugen berichteten, beschossen Militärs von der türkischen Seite in Verletzung des Völkerrechts am Sa., 13.2.2016, der Grenze her Anhöhen auf syrischem Territorium im NO von al-Lâḏaqiyya, wo die Armee erst kürzlich einige Ortschaften befreit hatte (vgl.u.). Dasselbe ereignete sich bzgl. der Anhöhen im N von Aleppo durch schwere türkische Artillerie. Auch dort waren erst Orte befreit worden. (vgl.u.). (http://sana.sy/en/?p=69314). Zu den zivilen Opfern der Angriffe von der der Türkei aus auf syrisches Territorium s. https://www.rt.com/news/332444-turkey-syria-civilians-killed/ und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296995-syrien-100-t%C3%BCrkische-soldaten-ins-syrische-territorium-eingedrungen. – In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden kritisierte das Außenministerium den Beschuß syrischen Teritoriums durch das türkische Militär schärfstens und wertete diesen als unmittelbare Unterstützung der dort aktiven Terrorgruppen. Wörtlich heißt es: „Der Schwerartilleriebeschuss der syrischen Gebiete durch die Türkei ist eine direkte Unterstützung der Terrorgruppierungen und ein Versuch, deren Kampfgeist zu stärken“. Zudem wurde den UN angezeigt, daß 100 türkische Soldaten mit einer großen Menge an Waffen zur Unterstützung der Terroristen, geladen auf 12 Pickups, bei Bâb as-Salâma über die Grenze ins syrische Territorium eingedrangen. Schließlich wurden die UN dazu aufgerufen, geeignete Maßnahmen gegen diesen Akt der Völkerrechtsverletung zu unternehmen, um „den Verbrechen des türkischen Regimes ein Ende zu setzen.“ (http://sptnkne.ws/aC97, vgl. http://sana.sy/en/?p=69390) – Auch Selahattin Demirtaş, Co-Vorsitzender der oppositionellen Halkların Demokratik Partisi (HDP, Demokratische Volkspartei) ist der Ansicht, die Koalition von Saudi-Arabien, der Türkei und Qaṭar ziele auf eine Bewahrung der Terrororganisationen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra vor ihrer unausweichlichen Niederlage auf syrischem und irakischem Territorium ab. Gegenüber Journalisten äußerte er am So., 14.2.2016: „Saudi Arabia, Turkey and Qatar play important role in establishing these terrorist organizations and providing them with all kinds of support from the beginning of the crisis in Syria”. Zur counterterroristischen Situation in Syrien bemerkte er: „the participation of the Russian air force in Syria tightened the noose on these terrorist organizations that can no longer carry out terrorist acts which they had done in Syria with a full freedom.” Devlet Bahçeli, Vorsitzender der (ebenfalls oppositionellen) Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) klagte zudem die Regierung unter Erdogan-Einfluß an, die Türkei in einen gefährlichen Krieg zu treiben, um den Bestrebungen der herrschenden Häuser von Saudi-Arabien und Qaṭar zu nachzukommen. (http://sana.sy/en/?p=69318).
Am Rande der noch bis Sonntag dauernden Münchener Sicherheitskonferenz äußerte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Sa., 13.2.2016, seine Bedenken bzgl. der Erfolgschancen der in München von der Syrienkontaktgruppe beschlossenen Waffenruhe in Syrien. Schließlich müßten jetzt Seiten, die keine Tagungsteilnehmer waren, zur Umsetzung gezwungen werden. Gegenüber Associated Press äußerte er: „Obwohl wir unserem praktischen Ziel mit der Vereinbarung einer Feuerpause näher rücken, wird dies zu nichts führen, solange es keine militärischen Kooperationen gibt.“. An die US-Administration adressiert bemerkte zudem, jegliche Vernachlässigung der von der Syrien-Kontaktgruppe erzielten Vereinbarung seitens der USA würden große Folgen haben und ergänzte: „Die Debatten über eine Waffenruhe gehen in die Irre, da das eigentliche Hauptziel darin besteht, Russland von Luftangriffen [erg.: auf die Terroristen] abzuhalten, was sehr bedauerlich ist.“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nah-ost/item/296965-lawrow-waffenruhe-in-syrien-hat-wenig-chancen)
Terroranschläge vom 13.2.2106:
Im Dorf aṣ-Ṣubaiḥiyya im Umkreis von Aleppo verschanzte IS-Anhänger feuerten Raketen auf den Wohnbezirk as-Sulaimaniyya der Provinzhauptstadt, töteten damit zwei Kinder und verletzten fünf weitere und richteten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum an. Später am abend wurden in ähnlicher Weise az-Zahrâ’a nördlich von Aleppo noch ein Frau getötet und drei Kinder verwundet durch IS-Leute, die sich in der Landstadt Bayânûn eingenistet hatten.
Im Raum West-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq feuerten dort aktive Teroristen Mörsergranaten auf die Landstadt Ṣaḥnâyâ, töteten damit zwei Bürger und verletzten zwölf andere und zerstörten Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge.
In den Stadtteilen aḍ-Ḍaḥiyya und al-Saḥârî von Darʽâ wurden zunächst drei Bewohner durch Raketen- und Mörsergranatenbeschuß seitens der Terroristen verletzt, worauf Feuer ausbrach und weitere Schäden verursachte. (http://sana.sy/en/?p=69292, http://sana.sy/?p=335963)
Zu Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.2.2016 siehe: http://sana.sy/en/?p=69248 und http://sana.sy/?p=335844 (u.a. Befreiung von aṭ-Ṭâmûra im N von Aleppo im Kampf gegen Ğabhat an-Nuṣra u.a. Terrorgruppen, die Anhöhe überblickt zudem die Orte Ḥayân und die NW-Teile von ʽAndân, anschließende Räumung von angebrachten Sprengsätzen im Gebiet, dem IS schwere Verluste beigebracht bei Ğab al-Kalb und bei Manbiğ sowie nach Kämpfen auf Talat ʽAbd-Rabbihi (al-Lairamûn-Areal) und Tal Ḥaddiyya, unter den Getöteten auch der Militärführer von Ḥarakat Fağr aš-Šâm al-Islâmiyya namens Nimr aš-Šukrî und sein Beigeordneter Zakarayâ Ûrfalî; Befreiung von Kinsabâ und Umgebung samt Anhöhen im NO sowie von Âra und dem Posten 515 im N von al-Lâḏaqiyya mit Eliminierung der verbliebenen Terroristen-Ansammlungen und –Verstecke in Ruwaisat Ḫandaq al-Balâṭ, Ruwaisat Ğard aš-Šûk, Ruwaisat Ḥuraîqat Sulaimân, Ğabal as-Suwaidiyya, Ruwaisat Quṭailba Ḥûka, Kafarta, der Anhöhe 454 und des Postens 846 und nachfolgender Säuberung der Gebiete von ausgelegten Minen etc., überlebende Extremisten flohen in Richtung Türkei; Befreiung des Ostteils von al-Bağâbağa in Darʽâ-Stadt im Kampf gegen Affiliierte von Ğabhat an-Nuṣra, dazu Razzien gegen deren Schlupfwinkel in den Stadtteilen al-Manšiyya, al-Karak, al-Balad wie beim Wâdî az-Zaidî und in an-Nuʽaima – unter den Getöteten auch Aḥmad Fawzî al-Ḥamîdî, Anführer von Ǧaiš ul-Islâm, Muḥammad ʽAbdulġanî al-Hağğî al-Miqdâd, Kommandeur von Liwâ´ Taḥrîr Buṣrâ aš-Šâm, Mâğid Muṣṭafâ al-Mulaiḥân Führer von Liwâ´ Maġâwîr al-Lağât und Muḥammad ʽAbdullâh al-Kasûr al-Ḥarîrî von Farqa ʽÂmûd Ḥaurân; Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Umgebung von ar-Rumaila, dem IS weitere Verluste beigebracht in Richtung as-Saṭḥiyât in der Provinz Ḥamâ; Desgleichen im Umland von as-Suwaidâ´ in erfolgreichen Kämpfen gegen IS-Trupps in Rağm ad-Dawla, al-Qaṣr u am Rand der syrischen Wüste und ebenso verlustreiche Gefechte für den IS geliefert im O von Dair az-Zaur in al-Muraiʽiya wie in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa, al-Ḥamîdiyya, ar-Raṣâfa und dem alten Flughfaen; u.v.a ).
Inzwischen meldet sogar die Agentur Reuters, daß die Terrorgruppen im Bereich Aleppo [hier „Opposition“ bzw. „Rebellen“ tituliert] in letzter Zeit laut Auskunft ihrer Kommandeure vermehrt von ihren ausländischen Unterstützern Boden-Boden-Raketen für Mehrfachraketenwerfer vom Typ „Grad“ erhalten hätten. Früher sei dies auch schon der Fall gewesen, jedoch nicht in dieser Menge. Als Unterstützer werden Saudi-Arabien und die Türkei genannt. Die Versorgung mit Waffen geschehe über einen in der Türkei befindlichen operativen Punkt, wo auch einige Gruppen eine militärische Ausbildung unter Aufsicht der CIA absolvierten. (http://sptnkne.ws/aCqS) – Damit wird bestätigt, was SANA und andere regionale Nachrichtenagenturen schon seit Jahren gemeldet und Politiker Syriens, des Iran etc. publik gemacht haben, jedoch von westlichen Medien stets als Kriegspropaganda abgetan und zurückgewiesen worden ist.
Zu den im Raum Aleppo aktiven Terrorgruppen gehören: IS, Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Šuhadâ` Badr, Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî, Ǧaiš al-Muğâhidîn, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Failaq aš-Ṣâm, Ǧaiš al-Islâm, al-Ğabhatu al-Šâmiyyatu, Liwâ` at-Tauḥîd, Liwâ´ al-Islâm etc..
Was Präsident Dr. al-Assad wirklich sagte … Das ganze Interview mit AFP News Agency vom 12.2.2016 zur Lage in Syrien und der Region in Englisch bei http://www.sana.sy/?p=335714; kurze Abschnitte daraus in Deutsch auch bei http://de.sputniknews.com/archive/ – Übersetzung ins Deutsche hier!
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.2.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=69190 und http://www.sana.sy/?p=335616 (im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten Eroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen Ḍahrat al-Qarʽa, Ḍahrat al-Qandila und derer von aṭ-Ṭâmûra im SW von az-Zahrâ´ im N-Umland von Aleppo mit Zerstörung aller befestigten Terroristenstellungen dort und anschließendem Absuchen und Befreien der Gebiete von hinterlassenen Sprengkörpern etc., was von den Extremisten nicht getötet oder verletzt wurde, floh in Richtung türkischer Grenze – dank dieser Erfolge werden immer mehr Nachschublinien von der Türkei her gekappt, dazu präzise effektive Luftschläge gegen Terroristentrupps und -Stellungen im Bereich as-Sîn, bei Rasm al-ʽAlam, Sarğa, Ğab al-Kalb Ğab und Ġabša; Vernichtung von Posten und Fortifikationen von Ğabhat an-Nuṣra in der Provinz Darʽâ in al-Yâdûda, unterwegs von Darʽâ nach Ṭafas und in Ṭîsiyâ an der Grenze zu Jordanien, wo jene Massaker verübten und die archäologische Ausgrabungsstätte aus byzantinischer Zeit plünderten), in der Provinzhauptstadt Zerstörung befestigter terroristischer Posten am W- und SW-Rand des Bezirk Manšiyya; Razzien gegen IS-Positionen in al-Qaṣr, 53km im NO der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ´ zusammen mit Volksverteidigungsgruppen, da der Ort Ausgangspunkt für Beschießungen umliegender Orte wie Tal Buṯaina und Ḥuqf ist; Befreiung von Ğab as-Saʽd und Rasm Amûn mit Eroberung der umgebenden Anhöhen entlang der Straße Salamiyya – Iṯriyâ vom IS im O von Ḥamâ unter erheblichen IS-Verlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung, anschließend Räumung der Areale von hinterlassenen Minen etc. – damit werden Lieferungen von Hilfs- und medizinischen Versorgungsgütern samt Treibstoff nach Aleppo wesentlich erleichtert; in der Provinz Ḥomṣ Vernichtung von Ğabhat an-Nuṣra-Positionen in Tal Abû as-Sanâsil, ad-Darwîš und um Kîsîn im N sowie vom IS im Umfeld von al-Qaryatain, in aṣ-Ṣawâna und den Obstplantagen (Bayârât) nahe Tadmur, dazu effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Verschanzungen in Tair Maʽla und Talbîsa, Vereitelung von IS-Angriffen auf einen Mlitärposten in den Steinbrüchen an der Straße at-Taifûr – Tadmur – Obstplantagen wie von ʽUnq al-Hawâ aus auf Ğab al-Ğarâḥ unter deutlichen Feindverlusten an Männern, Waffen etc.; effektive präzise Luftschläge auch gegen Fortifikationen im NO von al-Lâḏaqiyya beim Ğabal Abû ʽAlî, al-Qâmûʽ, al-Baiḍa, ʽAin al-Ġazâl und al-ʽÂliyya; Abwehr eines IS-Angriffs auf den Dair az-Zaur Militärflughafen mit Dutzenden getöteter Extremisten verschiedenster ausländischer Nationalitäten, ebenfalls etliche Terroristen eliminiert zusammen mit deren militärischem Equipment enschließlich einer Raketenabschußanlage in al-Ğafra im Umland).
Terroranschlag vom 12.2.2106:
In der Stadt Nuʽaima verschanzte Terroristen (dort aktiv sind: Ğabhat an-Nuṣra und Liwâ´ Falûğa Ḥaurân) beschossen den Stadtteil al-Kâšif-Ost in der Provinzhauptstadt Darʽâ mit Mörsergranaten und verletzten dadurch zwei Anwohner bei entprechendem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=69197)
In einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen der sog. internationalen Unterstützergruppe für Syrien, International Syria Support Group (ISSG), unter der Leitung des UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, und den Außenministern von Rußland und den USA, Lawrow und Kerry, in München faßte Sergei Lawrow die Ergebnissse zusammen. Daraus folgen die wichtigsten Details:
die ISSG-Mitglieder hätten sich Umsetzung der UN-Resolution Nr. 2254 [d.i. die Basis für die sog. Genf-III-Konferenz] verpflichtet inklusive der humanitätren Hilfe, des zu verfolgenden politischen Prozesses für die Lösung der Syrienkrise wie eines zu erreicehnden Waffenstillstands, der allerdings nicht für Terrositen nach den Bestimmungen des UN-Sicherheitsrats gilt.
Da hinsichtlich des ersten Punktes die syrische Regierung nach Bestätigung der jeweiligen internationalen Hilfsorganisationen immer vorbildlich kooperierte, andererseits jedoch Hilfsgüter wegen der einzelne Orte oder deren Umfeld okkupierende Terrorgruppen (wie in Kafariyyâ und al-Fûʽa im Umland von Idlib) diese nicht an die bedürftige Bevölkerung gelangen lassen (s.u. bzgl. Beispielen), sei ein darauf bezügliches denunciation statement formuliert worden. Zudem sei deswegen eine task force [Arbeitsgruppe] unter Vorsitz Rußlands und der USA gegründet worden, um die Hilfsorganisationen bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Hierzu sei am 13.2.2016 in Genf ein Treffen angesetzt. Lawrow bemerkte dazu: “We will work with the Syrian government and the opposition that is communicating with us [for humanitarian access], hoping that the US and the ISSG members will exercise influence on the opposition to fully cooperate with the UN.“
Eine weitere task force [Arbeitsgruppe] wurde zur Waffenstillstandsherstellung* erstellt. Dies sei ein heikles Problem wegen der vielen Teilnehmer an den Kriegshandlungen. „We are trying to unify our efforts to exercise influence on the groups on the ground through these countries”, stellte der Diplomat klar.
*Dieser gehören auch deutsche Diplomaten an (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/297351-deutschland-beteiligt-sich-an-%C3%BCberwachung-von-waffenruhe-in-syrien)
Während der einwöchigen Einleitungsphase werde die task force – ebenfalls unter Vorsitz Rußlands und der USA und mit Teilnahme von Diplomaten und Militärs – die Demarkationslinien und damit die Abgrenzung der Gebiete unter Kontrolle von ISIS, Ğabhat an-Nuṣra und anderen laut den UN als Terrorgruppen geltenden Kampfverbänden am Boden feststellen, „which is a special step in the right direction.” nach Lawrows Einschätzung. Die ISSG habe ein Dokument erstellt, welche die Notwendigkeit der Koordination nicht nur in politischer sondern auch militärischer Hinsicht unterstreiche. „This is a qualitative shift in approach and we welcome that.”, urteilte der russische Außenminister. Persönlich stellte er das Erfordernis der vollen Umsetzung der UN-Resolutionen zu Syrien, insbesondere jener zur Beendigung der Terroristenunterstützung durch ausländische Mächte wie des Schmuggels von Öl und anderen Gütern über die Grenzen ins Ausland heraus.
Hinsichtlich des politischen Prozesses betonte er nochmals den möglichst bald durchzuführenden innersyrischen Dialog als einzig erfolgversprechend wie die Tatsache, daß nur die Syrer selbst über ihre Zukunft bestimmen sollten. Eine tragfähige Eingung sei jedoch nur unter Einschluß aller Beteiligten der Opposition aussichtsreich [und aus Evidenzgründen: ohne Terroristenrepräsentanten]. Ein sog. „Plan B“ dagegen, der invasive Bodentruppen miteinschließe, würde nur den Konflikt verschärfen inklusive aller negativen Auswirkungen.
Auf Kerrys Bemerkung zu den syrischen Operationen im Raum Aleppo entgegnete Lawrow: „You have the right to defend yourself and attack back those who held your territory.” Zudem erinnerte er daran, daß die die östlichen Areale von Aleppo in Scharen verlassenden Gruppen Terroristen vom IS, Ğabhat an-Nuṣra und anderen als Terrororganisationen eingestuften Einheiten [u.a. die Affiliierten der zuvor Genannten] auf dem Rückzug bzw. der Flucht seien. (http://sana.sy/en/?p=69185 vom 12.2.2016)
Der an der Sitzung ebenfalls neben seinem Chef M. Ǧ. Ẓarīf teilnehmende iranische Vizeaußenminister für den arabischen und afrikanischen Raum, Ḥ. A. ʽAbdullâhîân stellte nochmals heraus, daß der angestrebte Waffenstillstand selbstverständlich nicht für die von den Terrorgruppen kontrollierten Gebiete gelte. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/296898-irans-vizeau%C3%9Fenminister-innerhalb-einer-woche-wird-in-syrien-waffenstillstand-hergestellt; s.a. http://sptnkne.ws/aBMU)
Zu der einwöchigen Frist bzgl. des geplanten Waffenstillstands präzisierte Außenminister Lawrow noch während der o.e. Pressekonferenz: „Wir haben die Absprache getroffen, binnen einer Woche die Modalitäten auszuarbeiten, die die Waffenruhe bestimmen werden. Wir gehen davon aus, dass in dieser Zeit sowohl die syrische Regierung als auch die Oppositionsgruppen die notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung der Waffenruhe treffen werden können. Die Modalitäten werden von einer zusätzlichen Arbeitsgruppe erstellt, die unter gemeinsamem Vorsitz Russlands und der USA arbeiten wird“. – Mit letzterem ist die o. e. task force gemeint.
Nach Beendigung der der Sitzung der internationalen Syrien-Unterstützergruppe in München am Abend des 11.2.2016 erklärte der russische Außenminister Lawrow, entgegen den Bestimmungen verschiedener UN-Resolutionen würden die Terrormilizen, welche immer noch einige Vorstädte im Umkreis Aleppos kontrollierten, Ğabhat an-Nuṣra und Ğaiš al-Islâm, durch die türkische Regierung unterstützt. „Diese Kämpfer befinden sich jetzt westlich und östlich von Aleppo – die Regierungstruppen haben mit unserer Hilfe die Blockade der Stadt durchbrochen“, informierte er zur Lage dort und fuhr fort: „Nach unseren Angaben handelt es sich bei denen, die die Stadt verlassen, um Kämpfer auf der Flucht. Und vergessen wir nicht, dass all jene, die sich noch in der Nähe Aleppos befinden – die Al-Nusra-Front, Dschaisch al-Islam und Ahrar asch-Scham sowie einige mehr gemäßigte Milizen – über nur eine Route von einem Punkt auf türkischem Territorium aus versorgt werden“. (http://sptnkne.ws/aBKN)
Wegen des derzeitigen Fokus auf die humanitäre Situation in Verbindung mit Aleppo sei einmal eine der ständigen [SANA-]Meldungen über Hilfslieferungen herausgegriffen: Ein Hilfskonvoi bestehend aus einer Ambulanz, eines mobilen Hospitals und 13 LKW-Ladungen an Hilfsmitteln und Bedarfsartikeln kam am Do., 11.2.2016, Aleppo. Ähnliche Konvois gingen seit Beginn der Krise auch in andere Provinzen ab, zuletzt nach Darʽâ und Ḥomṣ (Homs). Im Weiteren s. http://sana.sy/en/?p=69164 – Auch Rußland liefert beständig (medizinische) Hilfsgüter, zuletzt an die Bevölkerung an der Grenze zur Türkei in der Provinz al-Lâḏaqiyya, bei der Stadt Kassab (s. z.B.: http://sana.sy/en/?p=69149).
Ein weiteres Freiwilligen-Batallion entsteht in al-Ḥasaka zur Unterstützung der SAA (http://sana.sy/?p=335474).
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.2.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=69144 und http://sana.sy/?p=335246 (Razzien gegen Terroristen-Nester in den Darʽâ-Stadtteilen al-Balad und al-Karak mit Eliminierung etlicher Fortifikationen, enthaltenen militärischem Gerät, darunter ein Bulldozer für Schanzarbeiten und anwesenden Kämpfern, ähnliche Operationen mit gleichen Erfolgen im Umland bei Ṣaidâ, an-Nuʽaima, Ṭafas und al-Yâdûda; in Kooperation mit Volkswehreinheiten Vorgehen gegen den IS in der Nachbarprovinz as-Suwaidâ´ zwischen Talat Ušaihib al-Ğanûbî und Talat Ušaihib aš-Šamâlî im NO mit Zerstörung u.a. von deren Kraftstofftank; Vernichtung von IS-Stellungen bei Tadmur, dem Ğabal aṭ-Ṭâr auf dem Weg zu den al-Bayârât, bei al-Qaryatain und Ğab al-Ğarâḥ in der Provinz Ḥomṣ; Ausmerzung von Schlußfwinkeln und Ansammlungen von Ğaiš al-Fataḥ in al-Laṭâmina, Kafar Zaitâ, Mûrik und Kafar Nabûda im N und NW von Ḥamâ; in Kooperation mit der Volkswehr Vereitelung eines IS-Angriffs auf mehrere Militärposten am Ğabal aṯ- Ṯarda südlich des internationalen Flughafens von Dair az-Zaur mit Eliminierung von mindestens 25 IS-Anhängern (der Rest floh), deren Waffen und Ausrüstung inklusive auf einem LKW aufmontierter Artillerie, Verluste erlitt der Feind ebenso nahe der Universität beim Dorf al-Buġailiyya, ein Volkswehrtrupp tötete an die 22 IS-Terroristen beim alten Paßamt in al-Bûkamâl, während des versuchten IS-Angriffs auf das Stromversorgungsunternehmen. Unter den Getöteten fans sich auch der Anführer mit Kampfnamen Abû Yâsir, ebenfalls zusammen mit seinen Kämpfern getötet wurde Abû al-Walîd al-Muhâğir, der IS-Gefängnisaufseher von al-Bûkamâl auf der Straße von Dair az-Zaur nach al-Ḥasaka).
Terroranschlag vom 11.2.2106:
Terroristen beschossen den Stadtbezirk al-Ḥamadiyya von Aleppo mit Raketen, töteten damit zwei Bürger und verletzten drei. Der angerichtete Sachschaden ist entsprechend.
(http://sana.sy/en/?p=69178)
Wie schon Anfang Februar durch die Repräsentantin Amîna ʽUssa (Amineh Ousseh) gegenüber France Press angekündigt, haben die syrischen Kurden – politisch organisiert in der, nicht zur Genf-III-Konferenz geladenen (!), Demokratischen Unionspartei (PYD) – ein ständiges (Vertretungs-)Büro in Moskau eröffnet, das laut Agentur Tass als NGO (Nicht-Regierungsorganisation) gewertet wird. Jedoch äußerte der Kurdenvertreter Farchat Patijew dazu: „De facto ist das aber wie eine Botschaft“. Weitere solcher Einrichtungen seien in Berlin, Paris, Washington und arabischen Staaten geplant. Laut Rodi Ahman, dem Vorstand der moskauer Vertretung, ist vorderstes Ziel, zusammen mit Rußland eine Lösung der Syrienkrise zu erarbeiten. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/296875-, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296764-syrische-kurden-fordern-vertretungsb%C3%BCros-in-wichtigen-l%C3%A4ndern, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296868-syrische-kurden-er%C3%B6ffnen-b%C3%BCro-in-moskau und http://sptnkne.ws/aBn5) – Die in Nordsyrien lebenden Kurden hatten zuvor einen Besuch von Brett McGurk, dem Sondergesandten des US-Präsidenten für die US-geführte Koalition erhalten (vgl.u.). Solche und ähnliche Ereignisse nähren Befürchtungen wie zuletzt von Dr. Buṯaina Šaʽbân (s.u.) ausgesprochen, die hinter manchen zu den Genf-III-Gesprächen geladenen Gruppen stehenden bzw. dieselben unterstützenden ausländischen Mächte verfolgten deren eigene Ziele in der Region und seien auf eine Spaltung bzw. Aufteilung des Landes ausgerichtet (vgl.u. Stichwort: „Balkanisierung“).
In einem Statement stellte das russische Verteidigungsministerium durch seinen Sprecher klar, daß weder die russischen Kampfjets noch die syrische Armee gegen Zivilisten vorgingen bzw. zum Ziel nähmen, sondern immer nur Terroristenstellungen, das gelte auch für den Einsatz vom Vortag, 20km von Aleppo entfernt. Dabei machte er deutlich, daß einmal die Angriffe dieser Terroristen Anwohner zur Flucht zur türkischen Grenze trieben und sich andererseits darunter eine große Anzahl fliehender Terroristen (vgl.u.) befinde („,blending into civilians… as they know Russian warplanes don’t attack peaceful population. Mass desertion is fixed among gunmen groups operating in the area of Aleppo. Terrorists intimidate local population and use force to drive people to the Turkish border“). Anderslautende Vorwürfe seien blanker Unsinn. Das Pentagon habe dafür auch keinerlei Belege angeben können. Zudem sei z.B. SOHR alles andere als eine wirkliche „Quelle“. Wörtlich konstatierte Igor Konaschenkow bzgl. der Situation in der Provinzhauptstadt: „No Russian warplanes carried out airstrikes in Aleppo city area yesterday. The nearest target engaged was over 20 kilometers away from the city,” und ergänzte: „on the contrary, airplanes from the US-led anti-ISIS coalition were active over Aleppo. On Wednesday, at 13:55 Moscow time, two American A-10 assault aircraft entered Syrian airspace from Turkey, flew right to the city of Aleppo and bombed targets there”. (http://sana.sy/?p=335190, 11.2.2016, http://sana.sy/en/?p=69132; s.a. http://sptnkne.ws/aBye). Auch exisitiere im Bestand der russischen Kaspischen Flottille kein Schiff, von dem aus eine ballistische Rakete auf das MSF-Krankenhaus in Maʽrat Nuʽmân hätte abgefeuert werden können. „Die beiden Meldungen über angeblich zerstörte Krankenhäuser und Schulen in Asas vom 10. Februar und in Idlib vom 15. Februar stammen aus ein und derselben Quelle – ‚Gaziantep. Türkei‘. Die Information darüber, wo diese Falschmeldungen geschrieben worden waren, wurde wahrscheinlich aus Versehen von Autoren und Redakteuren der Internet-Seite veröffentlicht“, ergänzte Konaschenkow. (http://sptnkne.ws/aD4u)
Zudem monierte Konaschenkow am Do., 11.2.2016, daß westliche TV-Sender völlig veraltete Aufnahmen aus Aleppo, ausgegeben als angebliche Zerstörungen dort durch die russischen Kampfflieger zeigen. (http://sptnkne.ws/aBx6)
Ebenso bestätigte der ständige russische Repräsentant bei den UN in New York, Witali Tschurkin, am Mi., 10.2.2016, daß die äußerst effektiven counterterroristischen Luftschläge der russischen Kampfjets in Syrien absolut nach geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen durchgeführt würden. Hierzu gehört auch, daß die Aktion auf Bitten der legitimen gewählten Landesregierung erfolgt – ganz im Gegensatz zu den Aktionen der US-geführten Koalition, die bislang zudem ihre selbst gesteckten Ziele nicht erreichen konnte. (http://sana.sy/en/?p=69115)
Seit einigen Tagen sind die Mainstream-Medien voll von Meldungen zur türkischen Grenze strömender Menschenmengen, die allerdings als vor der Armee fliehende Zivilisten ausgegeben werden (zu den die siegreichen Armee-Einheiten feiernden (!) Bewohnern der aus den Fängen der unterschiedlichen Terrororganisationen befreiten Gegenden s.u.). Im Verfolg der Gefechtsberichte der letzten Tage ist jedoch infolge der SAA-Fortschritte in Nord-Syrien zu ersehen, daß überlebende Terroristen in Scharen immer in Richtung Grenze zur Türkei flohen (vgl.u. zu den inzwischen in genügender Anzahl vorliegenden Belegen für die vielfältige Terrorismusunterstützung der türkischen AKP-Regierung). Finian Cunningham bestätigt nun in seinem Beitrag: „Losing the War, Blame Russia“: „Video footage and images show that among the throng of those fleeing Aleppo for the Turkish border are men donning combat-style uniforms.“(http://sptnkne.ws/aADu vom 9.2.2016)
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.2.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=69052 und http://www.sana.sy/?p=334736 (Zerstörung von befestigten Basen der lokalen Terrorgruppen in Dâriyâ in West-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mitsamt deren militärischer Ausrüstung, unter den 37 Getöteten auch der Anführer von Katîba Muwaḥḥada fî Liwâ´ Sahad mit Kampfnamen Abû Salmû; Vernichtung etlicher Barrikaden und eines Kommandozentrums von Ğabhat an-Nuṣra und Affiliierten in den heimgesuchten Stadtbezirken von Darʽâ sowie von deren Fortifikationen außerhalb der Provinzhauptstadt bei Tal aẓ-Ẓumaiṭiyya und al-Yarmûk, an-Nuʽaima, al-Yâdûda sowie entlang der Verbindungsstraße Darʽâ-Ṭafas mit eliminierter Funkstation; effiziente präzise SAAF-Einsätze gegen befestigte IS-Positionen in der Provinz Aleppo bei Tâdif, Ṭaiyyiba al-Asm und al-Bâb im O und NO, bei Ṣûrân und Aʽzâz im N wie gegen Ğabhat an-Nuṣra-Stellungen bei al-Bawâbiyya, Kamârîn, az-Zarba und Ḫân al-ʽAsal im S und SW; intensive Bodenoperationen gegen Trupps von Ğaiš al-Fataḥ in as-Sarmâniyya, al-Qarqûr, al-Laṭâmina, al-Hubaiṭ m N und NW von Ḥamâ wie in al-Fuṭaîra im S von Idlib, dazu akkurate effektive Luftschläge gegen Ğaiš al-Fataḥ-Ansammlungen und befestigte -Basen im Raum Kafar Zaitâ und Kafar Nabûda im NW von Ḥamâ wie im Bereich aṣ-Ṣahriyya, Ḥarbanûš, Maʽratmaṣrîn im N, Âfas an der Aleppo-Damaskus-Autobahn im O, Abû aḍ–Ḍuhûr im SO Idlibs unter deutlichen Feindverlusten an Männern und Waffen samt Munition; Desgleichen im O von Ḥomṣ gegen IS-Stellungen bei den Obstplantagen unweit Tadmur, bei Rasm Ḥumaida, Aliya, Ġunaimân, Burâq an-Našmî und Ğab al-Ğarâḥ u.a. mit Zerstörung von Abschußanlagen für Mörsergranaten u.a. Equipment, ebenso gegen Ansammlungen von Ğabhat an-Nuṣra und Affiliierten in Tair Maʽla, Ġağar und bei Kîsîn; ebenfalls konzentrierte SAAF-Luftschläge gegen Teroristenbewegungen im Raum al-Ḥamad in Dair az-Zaur) sowie http://sptnkne.ws/aBay bzw. http://sptnkne.ws/aB4d mit Video (letzte Woche in 510 russisch-syrischen Lufteinsätzen rund 1900 terroristische Ziele zerstört) sowie http://sptnkne.ws/aBay bzw. http://sptnkne.ws/aB4d mit Video (letzte Woche in 510 russisch-syrischen Lufteinsätzen rund 1900 terroristische Ziele zerstört).
Zur US-Kaschierung ziviler „Kollateralschäden“ nach dem Motto: „Nicht glaubwürdig. Keine weitere Untersuchung erforderlich“ bei http://sptnkne.ws/a8T7 vom 4.2.2016; s.a. bzgl. Irak. – Die Durchsicht der russischen Berichte über counterterroristische Lufteinsätze zeigen – auch im Abgleich mit den syrischen Gefechtsberichten – die genaue Bezeichnung der Angriffsorte (inklusive Dörfern) .
Am Vortag der sog. Münchener Sicherheitskonferenz, an deren Rand wieder Gespräche über die Lösung der Syrienkrise und die unterbrochenen Verhandlungen in Genf dazu besprochen werden sollen, die Gründe für den negativen Start jener Genf-III-Konferenz, verdeutlichte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, ständiger UN-Gesandter in New York, nochmals die Situation im Interview mit al-Manâr TV am 9.2.2016. So habe der UN-Gesandte für die Syrienfrage, Staffan de Mistura, nicht von einem Scheitern der Verhandlungen, sondern von einer Verschiebung des angestrebten Dialogs gesprochen, „which did not start in the first place. We didn’t actually engage in dialogue neither in substance nor in terms of form. We were all the time busy handling the dangerous formality and procedural gaps, without which being tackled we couldn’t go on to the substantial part of dialogue”. Diese „gaps“ – Hindernisse (wörtlich „Abgründe“, in die man stürzen kann) – faßte er nochmals wie folgt zusammen: „which the opposition groups are, which the terrorist groups are, where the other delegations are and why the delegations are not being treated on an equal footing”, d.h. bislang seien als notwendige Voraussetzungen (vgl. Wiener Erklärungen und UN-Resolution 2254) nicht geklärt gewesen, welche als Vertreter der Oppositions- bzw. der Terrorgruppen abzusehen seien, wo sich die anderen [nicht geladenen, vgl.u.] Delegationen aufhielten, warum die verschiedenen Delegationen nicht gleich behandelt wurden. Vor allem habe die “Riyadh group” schon vor ihrer Ankunft in Genf kategorisch erklärt, sie würden am Do., 4.2.2016, die Konferenz verlassen, wenn die Regierungsdelegation nicht ihre Vorbedingungen akzeptiere, die aufgrund UN-Resolution 2254 etc. ausgeschlossen waren. Daraus schloß er: „They didn’t go for the sake of dialogue, but rather to foil it by setting preconditions. They knew in advance that things would go into a stalemate”. So kam es dann auch (vgl.u.), weshalb de Mistura der Wortwahl „Verschiebung“ statt „Scheitern“ den Vorzug gab, um sein Gesicht zu wahren, wie Dr. al-Ğaʽfarî sein Vorgehen einschätzte. Daher setzte er hinzu: „Such a move could lead to final and complete failure of the dialogue, which what [de Mistura] didn’t want as he said, and therefore, he knows exactly that it was the ‘Riyadh group’ and their Saudi, Turkish and Qatari operators who caused the dialogue to fail before it even started.” (http://sana.sy/en/?p=69034) – Präsidentenberaterin, Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, ging im Interview mit Reuters zunächst auf die Frage der humanitären Hilfe ein und wie sie sicherzustellen sei. Im Hinblick auf die türkische Regierung urteilte sie: „Turkey exploits the issue of immigrants and blackmails the European countries to get money and have a membership in the EU when it claims that it is part of the solution“. Doch, so setzte sie hinzu: „the solution to the issue of refugees lies in the restoration of security and stability to Syria.“ Die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in Syrien sei jedoch nicht möglich solange wie ausländische Regierungen terroristische Organisationen im Land unterstützten, so daß diese weiter ihr Unwesen treiben könnten. Daher kritisierte sie: „If there was a real international will to put an end to terrorism in Syria, we could see that happened many years ago, but the countries which support terrorism didn’t take a decision to stop their support, so we don’t see a success in the diplomatic efforts.” Dagegen sei es Ziel der Armee [SAA] „liberating cities and village seized by terrorists for nearly three years and controlling our borders with Turkey because it is the main source of terrorists, so controlling borders with Turkey in light of resolution 2253 is important to defeat terrorism in the country“. Im Hinblick auf die “Riyadh group” und deren „preconditions“, welche zum Abbruch der Genf-III-Konferenz geführt hatten, führte sie im Interview mit al-ʽÂlam TV am 9.2.2016 aus: „Geneva has proven that the states and oppositions affiliated to them couldn’t be one team work, and they don’t want a political solution, on the contrary, they bet on the success of their schemes.” Es sei jedoch unverständlich, wieso die internationale Gemeinschaft, welche doch die UN-Resolution 2254 angenommen habe, dann nicht Druck ausübe auf die im Hintergrund wirkenden Operatoren der “Riyadh group” [Saudi-Arabien und die Türkei], diese Resolution umzusetzen [d.h. ohne Vorbedingungen für die Verhandlungen zu stellen bzw. stellen zu lassen]. Zurückkommend auf die humanitäre Situation stellte sie nochmals klar: „The sides which talk about cease-fire and humanitarian aid don’t want to combat terrorism or realize stability in the Middle East, but they want to divide the states.” (www.sana.sy/en/?p=69026).
Zu den Diskussionsthemen der Münchener Sicherheitskonferenz am 11.2.2016 s.a. Zakharova: International support group for Syria to discuss tomorrow coordinating efforts to resolve crisis
Der russische Außenminister gab am 10.2.2016 gegenüber Moskovskij Komsomolets über geheime Kontakte zwischen der IS-Führung und der türkischen AKP-Administration bzgl. neuer Schmuggelwege über die syrisch-türkische Grenze. (http://sana.sy/?p=334694, 10.2.2016, s.a. http://sana.sy/en/?p=69078) – Zudem bekannte er im Interview mit der Zeitung Moskowskij Komsomolez: „Was die Türkei betrifft, so wundert uns die bedingungslose Unterstützung für Ankara in der ganzen Syrien-Geschichte, die beim Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in diesem Land anklang. Es war – zumindest in der Öffentlichkeit – kein einziges Wort über die offenkundigen Tatsachen gesagt worden, dass die terroristische Bedrohung in Syrien durch Schmuggel über die türkische Grenze in beiden Richtungen genährt wird“, bemerkte Lawrow und setzte hinzu: „Dorthin werden Kämpfer, Waffen, Geld und andere notwendige Dinge zur Fortsetzung der terroristischen Tätigkeit geliefert. Von dort kommen Erdöl und andere im Handel mit Banditen verbotene Waren“. (http://sptnkne.ws/aAWX vom 10.2.2016) – Vgl.a.: Merkel in Ankara, EU im Dilemma: „Türkei nutzt Flüchtlinge als Druckmittel“
Außerdem habe die russische Regierung der in Washington einen Vorschlag zur Lösung der Syrienkrise übermittelt, informierte der Außenminister die Presse, nachdem „Washington has asked Moscow to help solve the crises in Syria and Ukraine after the US became desperate due to its polices”. Es geschah in der Hoffnung, daß bald darauf eine Antwort darauf mit nachfolgender Diskussion erfolge. (http://sana.sy/en/?p=69019)
Am Abend des Di., 9.2.2016, feuerten Terroristen auf Fahrzeuge des ICRC (International Committee of the Red Cross) und des SARC (Syrian Arab Red Crescent), welche nach Maḍâyâ (Madaya, vgl.u.) hineinfuhren, um drei Anwohner außerhalb behandeln zu lassen. Glücklicherweise wurden „nur“ die Fahrzeuge beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=69038) – Derartige Übergriffe auf humanitäre Hilfe Leistende bzw. Lieferungen mit humanitären Hilfsgütern durch die jeweils in einer Gegend aktiven Terrorgruppen sind im Land an der Tagesordnung und erschweren seit Jahren die Versorgung auch der Zivilisten, die sich Terroristenbesatzung befinden (vgl. Teil I– IV bzw. die entsprechenden SANA-Berichte)
Zu Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.2.2016 berichten http://sana.sy/en/?p=68962 und http://www.sana.sy/?p=334290 (4km im O von Darʽâ bei an-Nuʽaima Eliminierung von kämpfern von Ğabhat an-Nuṣra u.a. mit einer abschußanlage für Mörsergranaten wie eines Trupps von Liwâ´ al-Muʽtaṣim bi-llâh (verbunden mit Ḥarakat al-Muṯannā al-Islâmiyya, deren Führer im März 2015 dem IS Treue schworen) in Ṭafas, 13 km im N der Provinzhauptstadt, in Darʽâ Razzien gegen Terroristen-Verschanzungen in al-ʽAbâsiyya, al-Manšiyya und al-Balad mit Vernichtung des Equipments wie eines Kommandozentrums; mindestens 33 IS-Anhänger getötetund etliche verletzt in Gefechten in aṭ-Ṭâbiyya im Areal von Mûḥasan area, ca. 20km östlich Dair az-Zaur)

Das Leben besiegt den Tod, Hochzeitsphoto aus dem zerstörten Ḥomṣ vom 5.2.2016, Photo von Jafar Meray und Joseph Eid, AFP
Terroranschläge vom 9.2.2016:
Aufgrund einer detonierenden Autobombe beim Obst-und Gemüsemarkt und dem Polizei-Club im Wohngebiet Barza von Damaskus wurden bislang acht Bürger als verletzt gemeldet. Die Sachschäden sind entsprechend. – Aktualisierung: die Opferzahl hat sich auf drei Tote und 14 Verletzte erhöht und kann noch steigen, wie der Innenminister vor Ort, Generalmajor Muḥammad aš-Šaʽâr Journalisten mitteilte. Der IS hat sich zum Attentat bekannt
Ein Beschuß mit Raketen und Mörsergranaten, welche bei der Hauptbäckerei im Stadtteil Darʽâ al-Maḥaṭṭa einschlugen, hinterließen einen Toten und zwei Verletzte.
Einige Bezirke von Darʽâ, die Städte Nuʽaima, Yâdûda und Ṭafas terrorisieren Angehörige der Terrorgruppen Ğabhat an-Nuṣra und Katîba Muğâhidî Ḥaurân u.a. regelmäßig mit Anschlägen dieser Art. (http://sana.sy/en/?p=68973)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.2.2016 bereiten http://sana.sy/en/?p=68848 und http://www.sana.sy/?p=333811 (Befreiung von Kafîn, 23km von der türkischen Grenze entfernt aus den Händen von Ğabhat an-Nuṣra im Umland von Aleppo nach heftigen, für den Feind verlustreichen Kämpfen undanschließender Räumung der Gegend von hinterlassenen Sprengkörpern, überlebende Terroristen flohen in Richtung Türkei; effektives Vorgehen gegen IS-Stellungen bei Talat aš-Šuwâyâ, Rasm al-ʽAlam, aṭ-Ṭayyiba und Sarğat al-Kabîra im NO, Razzien in der Provinzhauptstadt gegen Terroristenverschanzungen in den Stadtteilen ar-Râšidîn 4, al-Layramûn und Banî Zaid; Desgleichen in den betroffenen Bezirken der Provinzhauptstadt Darʽâ in al-Balad, al-Karak, al-ʽAbâsiyya, Manšiyya, as-Saiba und in Richtung auf den Staudamm zu mit Eliminierung von fünf Stützpunkten und einer bedeutenden Anzahl Terroristen von Ğabhat an-Nuṣra, dazu Zerstörung von deren Positionen und eines Munitionsdepots in Ṭafas im N-Umland, Ḫarbat Ġazâla im NO und an-Nuʽaima im O; präzise effektive SAAF-Einsätze gegen Ğaiš al-Fataḥ-Verschanzungen in Ḥaiš und at-Tamânaʽa im Raum Idlib und im N von Ḥamâ bei al-Laṭâmina, Ṣalba, Ğab al-Marâbiʽa, Kafar Zaitâ, ʽAṭšân und Ṣayyâd; gesichertes Vorrücken bis Muhain und al-Qaryatain und Befreiung von Ṭâr al-Ḫarûba samt Umgebung und Rückeroberung des Gebiets südlich von Posten 903.4 und westlich der Posten 901 und 912 im Rîf Ḥomṣ, Ğabhat an-Nuṣra-Trupps ausgeschaltet rund um al-Muḫarram und im zusammenwirken mit der Volkswehr Vereitelung eines Angriffs von Ğabhat an-Nuṣra –Affiliierten von ʽIzzaddîn an der Verwaltungsgrenze zu Ḥamâ aus auf Talʽamrî; im N von al-Lâḏaqiyya Befreiung zusammen mit Volkswehreinheiten von al-Ḥûr, ar-Ruwaisât, as-Suwaidiyya und al-Wâdî al-Azrak, überlebende Terroristen flohen auch da zur türkischen Grenze, anschließend Auspüren und Abbau hinterlassener Minen etc., später noch Befreiung von Ẓahrat al-Baidar al-Maḥrûq, Arḍ al-Aktâf, Ḫandaq aš-Šâḥûr, Talat Ziyâra al-Baiḍâ mit Rückeroberung der strategischen Anhöhen samt der Posten 1112, 932, 816, 466, 529.5, 425.5 und anschließender weitreichender Minenräumung) auf.
Über die US- wie britischen „psychologischen Operationen“ (kurz: Psy-Ops) der Vergangenheit während der Syrien-Krise und den sog. „Farbrevolutionen“ informiert der Politologe Thierry Meyssan mit seinem Artikel vom 8.2.2016: http://www.voltairenet.org/article190188.html.
Über die tatsächlichen Vorgänge in und um Aleppo s.u. (Terroranschläge, Gefechtsberichte) unter dem Stichwort vgl.a. http://sptnkne.ws/a9rM. Lesenswert ist auch der Beitrag von Uli Gellermann vom 8.2.2016: Massaker und Flucht in Syrien vom Westen gewollt (http://sptnkne.ws/aAjC)
Immer mehr Zivilisten lassen sich an Waffen ausbilden und zu Freiwilligenbataillonen ausbilden, s. z.B. http://www.sana.sy/en/?p=68182 (Darʽâ), http://www.sana.sy/en/?p=68744 (al-Lâḏaqiyya), http://sana.sy/en/?p=68938 (Ṭarṭûs) und s.u. zum Frauenbataillon in Ṭarṭûs (Tartus). Auch SputnikNews berichtet darüber (http://sptnkne.ws/aAmq).
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=68763 und http://www.sana.sy/?p=333464 (Eroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhe Talat Barlahîn im O Aleppos nach heftigen für den Feind verlustreichen Kämpfen mit IS-Truppen, Zerstörung eines IS-Kommandozentrums und weiterer Stellungen in Rasm al-ʽAlam, as-Sîn, aṭ-Ṭayyiba, Ğab aṣ-Ṣafâ und Manbiğ; Befreiung von Bâšûra im N von al-Lâḏaqiyya im Zusammenwirken mit Volkswehreinheiten, anschließend Räumung des Areals von hinterlassenen Sprengfallen; Vernichtung von IS-Positionen und Fortifikationen auch in der Provinz Ḥomṣ bei den Obstplantagen und westlich des Ğabal aṭ-Ṭâr im Umkreis von Tadmur, in Minṭâr al-Ḫarûba und Minṭâr ar-Rumaila, Rağma, um das Hayâl-Bergland, bei Ṯaniyya ar-Rağma, aṭ-Ṭafḥa, ʽUnq al-Hawâ wie in Tair Maʽla und Talbîsa; heftige Verluste ebenso al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Kafar Zaitâ beigebracht wie Kämpfern von Tuğmiʽ al-ʽIzza in az-Zakât und Ğaiš al-Fataḥ in al-Qarqûr, az-Ziyâra, Tal Wâsiṭ und al-Manṣûra im NW-Umland von Ḥamâ; Eliminierung eines Munitionsdepots wie von Anhängern von Liwâ´ Fursân al-Ḥaqq in at-Taḥ und Kafarûmâ wie von Kämpfern von Ğabhat an-Nuṣra in al-Hubaiṭ und von Ğund al-Aqṣâ in at-Tamânaʽa im Umkreis von Idlib; effektive Razzien gegen die von Terroristen-Verstecken durchsetzten Stadtbezirke von Darʽâ in al-ʽAbâsiyya, al-Karak, al-Bağâbağa in al-Balad und al-Maḥaṭṭa; unter den getöteten Terroristen in in Marğ as-Sulṭân im Areal von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq auch der Anführer von Katîba Ḫaṭṭâb – verbunden mit al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm – namens Abû ʽAbdû Ḥâzim).
In seiner Entgegnung jeglichen unautorisierten und nicht mit der Regierung abgesprochenen Einsatzes ausländischer Bodentruppen auf syrischem Territorium insbesondere gerichtet gegen Saudi-Arabien (vgl.u., 6.2.2016) verwies Außenminister al-Muʽallim explizit darauf, die Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî habe in Genf jene, von Saudi-Arabien unterstützte, HNC genannte Delegation gefragt, ob sie – wie z.B. auch durch die UN geschehen – den verheerenden Terroranschlag vom 3.2.2016 in Darʽâ verurteile. Die Verurteilung blieb aus. Zudem übte al-Muʽallim harsche Kritik an der selektiven Auswahl der syrischen Oppositionsvertretung bislang entgegen den Bestimmungen der UN-Resolution Nr.2254, die – wie die syrische Regierung – eine breitestmögliche Repräsentanz fordert; insbesondere seien die inländische Opposition wie die Kurden am Dialog zu beteiligen. Im Weiteren zu der sehr ausführlichen Erklärung von Vize-Premier- und Außenminister al-Muʽallim s. http://sana.sy/en/?p=68617 sowie kurz in Deutsch: Damaskus über geplante Bodenoperation: „Interventen kehren in Särgen zurück“.
Zum Thema s.a. Saudi invasion of Syria: The bluff that could ignite World War III von Finian Cunningham vom 8.2.2016
Terroranschlag vom 6.2.2016:
Mörsergranaten, abgeschossen auf ein Wohnviertel in der Provinzhauptstadt Darʽâ vom Areal des an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamps aus, verletzten drei Anwohner. (http://sana.sy/en/?p=68661)
Zum Tod von Anîsa Maḫlûf – al-Assad, Mutter des Präsidenten Dr. Bašâr al-Assad und Witwe des vormaligen Präsidenten Ḥāfiẓ al-Assad am 6.2.2016: http://sana.sy/en/?p=68689 und http://www.sana.sy/?p=333320.
Näheres über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.2.2016 ist zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=68609 und http://www.sana.sy/?p=333058 (Sicherung des Gebiets zwischen Dâriyâ und al-Muʽḍamiyya (al-Moadamiya) in West-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Kappung der Nachschubwege der Terrororganisationen der Gegend, v.a. Ğabhat an-Nuṣra und al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm; Vernichtung eines Trupps von Liwâ´ Fursân al-Ḥaqq im S-Umland von Idlib samt deren militärischem Equipment wie eines Munitionsdepots in at-Taḥ; Eliminierung der in in az-Zakât verschanzten Terroristen von Tuğmiʽa al-ʽIzza – deren Söldner laut SANA in türkischen Camps ausgebildet, fianziert und bewaffnet von Saudi-Arabien – im N-Umland von Ḥamâ an der Verwaltungsgrenze zu Idlib; Zerstörung von Abschußablagen für Raketen und Mörsergranaten rund um Tal al-Ḫuḍr (nördlich des gestern befreiten ʽAtmân!) und Ṣaidâ – laut SANA einem Zentrum für Anlieferungen an Söldnern und Waffen aus Jordanien! – Ğabhat an-Nuṣra und Affiliierten deutliche Verluste beigebracht in Tulûl Ḫalîf nahe Umm Walad an der Verwaltungsgrenze zu as-Suwaidâ´ wie in Ṭafas im NW-Umland von Darʽâ, in der Provinzhauptstadt Vorgehen gegen Terroristen-Schlupfwinkel in Darʽâ al-Maḥaṭṭa, beim National Hospital, Bağâbağa und hin zum Staudamm; Auslöschung von IS-Positionen im Umland von Aleppo bei aṭ-Ṭaiyiba und Ğab aṣ-Ṣafâ sowie in Manbiğ im NO und Ṣûrân mit Kappung der Nachschubrouten von der Türkei her, unter den Getöteten auch der Militärführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Abû Muʽtaṣim al-Anṣârî, Ğabhat an-Nuṣra eine Niederlage bereitet in al-ʽÂmiriyya im SO, in Aleppo Razzien gegen Terroristen-Brutstätten in den Stadtteilen as-Sukarî, Karm al-Qaṭarğî, al-Mašhad, Karm al-Ğazmâtî und Ṣalâḥaddîn; Eliminierung etlicher IS-Anhänger in al-Mûḥasan, 20km östlich Dair az-Zaur, unter den Getöteten auch der lokale Anführer Ḫalaf al-Ḥamâd, laut sozialen Netzwerkseiten der Terroristen wurde auch das hohe IS-Führungsmitglied Maḥmûd al-Maṭar im O von Dair az-Zaur getötet, der mitverantwortlich für das Massaker am Šaʽîṭât-Clan von 2014, bei dem Hunderte abgeschlachtet wurden; Befreiung von al-ʽÂliyya mit umgebenden Anhöhen im NO von al-Lâḏaqiyya mit Säuberung des Areals von hinterlassenen Sprengkörpern und Minen, was an Terroristen noch fliehen konnte machte sich auf zur 8km entfernten Grenze zur Türkei.)
Auf die Ankündigung Saudi-Arabiens vom Do., 4.2.2016, mit Bodentruppen in Syrien zusammen mit der US-geführten Koalition aus der Luft agieren zu wollen, erklärte Außenminister al-Muʽallim am Sa., 6.2.2016, kategorisch, daß jede Bodenoperation auf syrischem Territorium, welche nicht mit der Regierung in Damaskus abgestimmt sei, als Aggression eingestuft werde. Wörtlich äußerte er: „Any ground intervention in the Syrian territories without the government’s approval would be an act of aggression that has to be confronted, and in that case confrontation will be every Syrian’s duty” und fügte hinzu: „Any aggressor will be sent back to their country in wooden boxes.” Zudem fragte er rhetorisch nach dem Effekt der saudischen Invasion im Jemen, den seither eine totale Zerstörung kennzeichne. (http://sana.sy/en/?p=68617, http://sptnkne.ws/a9Kg) – In der Zwischenzeit hat auch die Regierung von Baḥrain in Aussicht gestellt, sich Saudi-Arabien anzuschließen. (http://sptnkne.ws/a9JU)
Auch die im Irak mit den Regierungstruppen gegen den IS kämpfende Ḥizbullâh hat Saudi-Arabien und die VAE davor gewarnt, Bodentruppen nach Syrien zu schicken. Sollten die Regierungen jener Länder diesen Schritt wagen, werde er ihnen die Tür zur Hölle öffnen. Zudem sei klar, daß die arabischen Machthaber nur versuchten, mit Hilfe der IS-Terroristen ihre eigenen Pläne zu realisieren. Die o.e. Ankündigung stieß auf heftige Reaktionen auch anderer Länder der Region. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296793-irakische-hisbollah-warnt-saudi-arabien)
Das Außenministerium erneuerte seine Aufforderung und Beschwerde in zwei weiteren identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden hinsichtlich der fortgeführten gewaltsamen Übergriffe der verschiedenen, von ausländischen Regierungen unterstützten Terrorgruppen gegen die Zivilbevölkerung. Wie erst wieder bei dem Anschlag in Darʽâ vom 3.2.2016 (vgl.u.) zu sehen war, wurde dieser zur morgendlichen Stoßzeit, wenn die Erwachsenen zur Arbeit, Schulkinder zur Schule unterwegs sind, verübt, um möglichst viele zu Opfern werden zu lassen. Nahezu täglich würden mit Mörser- und Raketenbeschuß wahllos sichere Wohngebiete und wichtige Infrastruktur beschossen, stark beschädigt oder zerstört. Demnach müßten endlich die UN-Resolutionen gegen die Terroristenunterstützung durchgesetzt werden. Ziel dieser Anschläge sei neben dem unmittelbaren Terror nicht nur die Hebung der Moral der Terroristen sondern auch das Sabotieren der innersyrischen Gespräche in Genf. (http://sana.sy/?p=332840)
Terroranschlag vom 5.2.2016:
12 teils schwer verletzte Anwohner hinterließ ein Raketenbeschuß zweier Wohnviertel – al-Mašâriqa und al-Ḥamdâniyya – in Aleppo, dazu erhebliche Schäden an Gebäuden und anderem privaten Eigentum. Erst am Vortag waren zehn Personen durch Raketenbeschuß im Stadtteil al-Ğamîliyya und beim Saʽdullâh al-Ğâbrî-Platz in der Altstadt und nahe der Universität verletzt worden bei ähnlichem Sachschaden. In etlichen Bezirken Aleppos sind die laut SANA von Saudi-Arabien und der türkischen AKP-Regierung unterstützten Terrorgruppen Ǧaiš al-Muğâhidîn, Liwâ´ Šuhadâ` Badr, Liwâ´ al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya u.a. mit derartigen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung aktiv. (http://sana.sy/?p=332888, http://sana.sy/en/?p=68578) -Zu den Schäden an historischen Gebäuden in Aleppo vgl.u. Bericht des DGAM.
Erneut hat die US-Regierung einen russischen Vorschlag zum gemeinsamen Vorgehen gegen die im Nahen Osten agierenden Terroristen abgelehnt. Konkret ging es um die Anregung eines gemeinsam z.B. in Amman betriebenen Beratungszentrums mit den USA und den westlichen Kollegen zur Koordinierung der Aktionen in Syrien durch das russische Verteidigungsministerium. „Wir haben aber eine Absage bekommen“, informierte der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Fr., 5.2.2016, die Presse. (http://sptnkne.ws/a9tP)
Qadrî Ğamîl von der [nationalen!] oppositionellen Partei Volksfront für Wandel und Befreiung, der auch schon an den Moskauer Gesprächen 2015 mit der Regierungsdelegation teilnahm, stellte klar, daß innersyrische Gespräche, wie die Genf-III-Konferenz auch beschrieben wird, durch Einmischung von Drittländern nur gestört würden. Wörtlich gab er zu bedenken: „Das sind Syrien-Gespräche. Warum mischen sich Riad und die Türkei dort ein? Die Syrer müssen unabhängig sein. Sie [die nach Genf geladene Opposition] sind alle abhängig“. Als gravierendes Beispiel nannte er Saudi-Arabien und die Ankündigung der saudischen Regierung, Bodentruppen nach Syrien schicken zu wollen. (http://sptnkne.ws/a9zP)
Wie der russische Vize-Außenminister Gatilow am Fr., 5.2.2016, mitteilte, könnten sich die Vertreter der syrischen Regierung wie der Opposition demnächst in Moskau treffen, um eine baldige Wiederaufnahme der Genf-III-Konferenz zu ermöglichen. (http://sana.sy/en/?p=68566)
Die tatsächliche, d.h. inländische syrische Opposition, welche keine (!) Einladung zu den Genfer innersyrischen Gesprächen erhalten hatte (vgl.u.), jedoch angereist war, erklärte nachwievor ihre Bereitschaft zur Teilnahme und konstruktiven Mitarbeit an einer politischen Lösung des Syrienkonflikts zusammen mit der Regierungsdelegation auf der Basis dessen, was schon bei den Treffen in Moskau im Jahr 2015 als Moskauer Prinzipien zusammengefaßt worden war. Dies bekräftigte auch der russische Vize-Außenminister Gatilow, der sich ja mit dieser Gruppe von Repräsentanten am Mi., 3.2.2016, getroffen hatte (s.u.). Schließlich vertrete diese Gruppe die wahre Opposition, da sie Syrien niemals den Rücken gekehrt habe und somit mit den wahren Verhältnissen im Land vertraut sei. Personen, die diese Kriterien nicht erfüllten, könnten die syrischen Bürger nicht ernsthaft vertreten. (http://sana.sy/en/?p=68441)
Während einer Presseerklärung am Do., 4.2.2016, machten die Repräsentanten der nationalen Opposition deutlich, die „al-Riyadh opposition“ [HNC] sei verantwortlich für das Scheitern des Dialogs in Genf, da jene nicht die Syrer, sondern tatsächlich die Belange von Qaṭar, der Türkei und Saudi-Arabiens verträten. Daher konstatierten sie: „Members of al-Riyadh opposition didn’t want to complete the dialogue” und fügten hinzu: „solutions would be available from Damascus as the Syrian people are the only ones who protect the political solution“. Man werde gerne mit jedem zusammenarbeiten, der tatsächlich an einer friedlichen Lösung der Krise interessiert sei. Wörtlich hieß es: „we are searching for a partnership with anyone who has an interest in realizing security and stability in Syria… we have a group of principles to which all Syrians agree, mainly believing in the state of law and the national army.” Man sei – trotz fehlender Einladung – nach Genf gekommen, um gegen diese Entscheidung zu protestieren und dem syrischen Volk seine [oppositionelle] Stimme zu geben, wie es die Resolution Nr. 2254 eigentlich vorsieht. Daraus folgerte man: „if some international sides were determined to invite one opposition, represented by al-Riyadh group, in contrary to resolution No. 2254, the result of dialogue is doomed to failure“. (http://sana.sy/en/?p=68537 mit Photo)
Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konashenkow, warnte laut Russia Today-Webseite davor, daß das türkische AKP-Regime im Verborgenen eine Invasion Syriens plane. Hierfür gebe es ernsthafte Hinweise. Zudem habe die russische Regierung erst kürzlich Beweise für den Artilleriebeschuß ziviler Ortschaften im Norden von al-Lâḏaqiyya von der Türkei her (vgl.u.) veröffentlicht. Wörtlich äußerte der Generalmajor daher: „We have serious grounds to suspect intensive preparations by Turkey for a military invasion on the territory of the Syrian Arab Republic” und setzte hinzu: „We are recording more and more signs of concealed preparations by the Turkish military”. Überrascht und besorgt sei man über das Schweigen der internationalen Gemeinschaft hierzu. So bemerkte er: „We are surprised that the talkative representatives of the Pentagon, NATO and numerous organizations allegedly protecting human rights in Syria, despite our call to respond to these actions, still remain silent after publishing these videos”. Alarmierend sei zudem der Bruch des internationalen Abkommens über die Kontrolle des freien Himmels (Treaty on Open Skies vom 24.3.1992, in Kraft seit 1.1.2002) seitens der Türkei am 3.2.2016, in dem den russischen Flugzeugen der routinemäßig anstehende Überflug über türkisches Gebiet verwehrt wurde. Damit sollten nur die türkischen militärischen Aktivitäten dies- und jenseits (!) an der Grenze zu Syrien (vgl.u.) verheimlicht werden. (http://sana.sy/en/?p=68528)
Damit zusammenhängend schrieb Alexei Puschkow, Leiter des Ausschusses für internationale Beziehungen der russischen Staatsduma, auf seinem Twitter-Account, die wahrscheinliche Ursache für den Abzug der „Riyadh Opposition“ [HNC, vgl.u.] aus Genf und damit den Boykott an der Genf-III-Konferenz könnte in einer erhofften Änderung der Machtverhältnisse auf dem Boden aufgrund einer türkischen militärischen Operation auf syrischem Territorium sein. (http://sana.sy/?p=332720)
Einen kritischen Beitrag zur sog. Londoner „Geber-Konferenz“ vom 4.2.2016 mit dem Titel „Destroy Syria… Get Others to Pay“ bietet Finian Cunningham, s. http://sputniknews.com/columnists/20160205/1034268152/syria-russia-politics-games.html vom 5.6.2016.
Zudem informierte der russische Verteidigungsminister darüber, daß die Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren zum Einsatz als Suizidattentäter gegen Zivilisten in den Provinzen in Damaskus, Ḥomṣ und al-Lâḏaqiyya trainierten. Dies hätten Quellen aus Idlib ergeben, teilte Generalmajor Konaschenkow am 4.2.2016 in Moskau Journalisten mit. (http://sana.sy/en/?p=68557)
Einen Überlick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.2.2016 gewähren http://sana.sy/en/?p=68547 und http://www.sana.sy/?p=332732 (Befreiung von ʽAtmân, 4km nördlich von Darʽâ, im zähen Kampf gegen die dort aktiven Terroristen (vgl.u.) mit anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengfallen; ebenso Befreiung von Ratyân und und Mâyir im N von Aleppo in gleicher Weise auch hinsichtlich der nachfolgenden Sprengstoffräumung, der Rest der nicht getöteten terroristen floh über die Grenze zur Türkei; akkurate effektive Luftschläge im N von Ḥamâ mit Vernichtung befestigter Positionen von Ğabhat an-Nuṣra, al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und Ğaiš an-Naṣr bei at-Tamânaʽa, al-Laṭâmina, Maʽrat Ḥarma, at-Taḥ, al-Hubaiṭ, Sukaik und Kafar Zaitâ, dazu Zerstörung eines Munitionsdepots von Ğaiš al-Fataḥ, nachdem über 70 von deren Anhängern getötet wurden; Razzien gegen Schlupfwinkel von Ğund al–Aqṣâ in Sarâqib im SO von Idlib wie von Ğaiš as-Sunna, Ağnâd aš-Šâm; konzentrierte erfolgreiche Operationen in der Provinz Ḥomṣ gegen IS–Trupps bei Tulûl as-Sûd, Ṭâr al-Ḫarûba und Rumaila im SO wie bei Tadmur nahe den aš-Šâʽir-Ölfeldern und den Steinbrüchen mit deutlichen Feindverlusten an kämpfern und militärischem Material, Vernichtung von Fortifikationen von Ğabhat an-Nuṣra und Affiliierten im Raum Talbîsa; Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Militärflughafen von Dair az-Zaur nach heftigen Kämpfen und rechtzeitiger Vernichtung zweier Autobomben, unter den zahleich Getöteten befand sich auch der IS-Amîr Manṣûr at-Turkî [d.h. … der Türke] alias Abû al-Watîn, beim alten Flugfeld, dem Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm wurden zudem viele IS-Anhänger bei der Zerstörung ihres Tunnels samt gebunkerter Ausrüstung eliminiert).
Terroranschläge vom 4.2.2016:
Infolge des Beschusses mit Mörsergranaten seitens Anhängern von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu von ihrem Aktionskreis in Dârayâ aus wurde im Stadtteil al-Ğamʽiyât in Ašrafiyya Ṣaḥnâyâ im Rîf Dimašq eine Vierjährige verletzt und beträchtlicher Sachschaden an Häusern, Geschäften und Autos etc. angerichtet, dazu wurden beim Treffer der Zaid bin Badrân–Sekundarschule zwei Schulkinder getötet und vier weitere verletzt, der Sachschaden war entsprechend hoch. (http://sana.sy/en/?p=68532)
Mörsergranatenbeschuß führte am Nachmittag in der damaszener Vorstadt Ğaramânâ in zwei Stadtteilen zu erheblichen Sachschäden, während glücklicherweise keine Anwohner zu Schaden kamen. (http://sana.sy/en/?p=65737)
Ein Bus mit Journalisten, welche sich auf der Rückfahrt von den Dankfeiern zugunsten der sie befreienden Armeeeinheiten in Nubul und az-Zahrâ´ waren, wurde bei einer Bushaltestelle nahe der Ortschaft al-Ḫân (Alkhan) im N von Aleppo mit Mörsergranaten beschossen. Unter den Verletzten befand sich auch der SANA-Korrespondent Quṣay Razûq. (http://sana.sy/?p=332596)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.2.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=68415 und http://sana.sy/?p=332348 (u.a. effektive präzise Luftschläge im N von Ḥamâ gegen Positionen von Ğaiš al-Fataḥ, Ğabhat an-Nuṣra, Fursân al-Ḥaqq, Ğund al–Aqṣâ, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu in den Arealen von Kafar Nabûda, Mûrik, Maʽrkaba, Laḥâyâ, al-Laṭâmina, ʽAṭšân und Kafar Zaitâ mit zahleichen getöteten und verletzten Terroristen, Zerstörung eines Depots mit BGM-71 TOW-Panzerabwehrraketen aus den USA [finanziert von Saudi-Arabien, eingeschmuggelt über die Türkei, angeblich nur für „moderate Opposition“ bestimmt, zu Belegen s. Teil III] und GRAD-Raketen, eines aufgerüsteten Fuhrparks etc., Razzien der Bodentruppen auch in auch in Ğab al-Murâbiʽ, Kulaib aṯ-Ṯawar, al-Bâna, Kafar Nabûda, Kafar Zaitâ, al-Laṭâmina, ar-Rahğân sowie im Raum Idlib gegen Terroristen-Schlupfwinkel in Kafar Taḫârîm, Arîḥâ, Maʽrat an-Nuʽmân und ʽÂbidîn jeweils mit Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment; im NO des aṭ-Ṭâr-Gebirges Vernichtung eines IS-Depots im Umkreis von Tadmur sowie von IS-Trupps in aš-Šandâḫiyya, Habra, um at-Tulûl as-Sûd, bei al-Qaryatain und Talbîsa im Osten von Ḥomṣ; im SO des Rîf Dimašq Vereitelung eines Ğabhat an-Nuṣra-Einfalls in Ḥarfâ von Bait Ğin aus zusammen mit der Volkswehr; Verhinderung eines IS-Überfalls auf den Flughafen von Dair az-Zaur von Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya aus mitttels zweier Autobomben sowie gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen weitere IS-Stellungen bei al-Buġailiyya, al-Muraiʽiyya samt umgebenden Farmen, Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya und al-Ğafra südlich des Flughafens im Ost-Umland mit Zerstörung einer IS-Zentrale und heftigen Feindverlusten; Befreiung eines Großteils von ʽAtmân, 4km im N von Darʽâ im Kampf gegen Ğaiš al -Fataḥ, dazu Razzien gegen fortifikationen in den Hauptstadt-Bezirken Darʽâ al Balad wie al-Maḥaṭṭa, al-ʽAbâsiyya und al-Manšiyya mit zahlreichen getöteten und verletzten Terroristen und zerstörter Feindausrüstung, Desgleichen im Umland zwischen Ṣamâ al-Hunaidât und al-Mulaiḥa an der Verwaltungsgrenze von Darʽâ und as-Suwaidâ´, Zusammenziehung des Rings um ʽAtmân – al-Yâdûda – Ṭafas nach Beseitigung einer großen Zahl Terroristen, unter den Getöteten auch der Kommandant von Katîba Šuhadâ´ Nâḥita namens Aḥmad Šukrî al-Mufʽalânâ und Aḥmad Nayifa, Anführer von Alwiya Saif aš-Šâm) sowie http://sana.sy/en/?p=68519 (Die russischen Kampfjets im Verein mit denen der SAAF vernichteten in 237 Einsätzen 875 Ziele terroristischer Vereinigungen in den Provinzen Aleppo, al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ, Ḥomṣ und Dair az-Zaur seit Anfang Februar.
In Moskau trafen sich am Mi., 3.2.2016, die Leiter der Ermittlungsbehörden im Finanzsektor von Rußland, Syrien, des Iraks und Irans. Dabei ging es um Möglichkeiten der gegenseitigen Zusammenarbeit, um der Finanzierung von Terrororganisationen beizukommen. Angesichts der Masse an fremdfinanzierten Söldnern der verschiedenen Terrororganisationen im Land, wie z.B. dem IS, bemerkte Dr. Adîb Mayyâla, der Chef der syrischen Zentralbank (CBS) und Leiter der Kommission gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, nach Danksagung an den einladenden Leiter des russischen Rosfinmonitoring, wie wichtig so ein Treffen sei, und setzte hinzu: „There is plenty of evidence on that as these countries are working hard to prevent any real international effort to fight against financing of terrorism”. Am Ende stand eine bilaterale Vereinbarung zwischen der erwähnten syrischen Kommission und Rosfinmonitoring dahingehend, gemeinsam Informationen und Analysen auszutauschen über zwielichtige Geldgeschäfte und damit zusammenhängende Operationen, die mit Geldwäsche und Terroristenfinanzierung und den darin verstrickten Institutionen oder Einzelpersonen wie anderen kriminellen Aktivitäten zusammenhängen. (http://www.sana.sy/?p=332468, http://sana.sy/en/?p=68459) – Die geladenen vier Parteien bilden auch derzeit das auf Erweiterung ausgelegte (militärische) Informationszentrum in Bagdad.
Anläßlich der sog. Syrien-„Geber“konferenz heute, 4.2.2016, in London: zu den tatsächlichen Verhältnissen in Maḍâyâ (Madaya) und andernorts s.u. unter „Maḍâyâ“!
Am 3.2.2016 bemerkte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî während der Pressekonferenz in Genf zur humanitären Situation der in den Mainstream-Medien angesprochenen und übergangenen Orte: „As far as the humanitarian situation is concerned, the government approved delivering aid to Madaya, al-Moadamya, al-Tal and al-Foua’a, not as a response to anybody, but rather this is a routine work of our government delivering aid to our besieged people by terrorists inside these towns and cities”. Dies läßt sich auch durch die ständigen entsprechenden Meldungen bei SANA seit Jahren verifizieren. http://sana.sy/en/?p=68390.
Eine weitere gut belegte Analyse zu „sprechenden“, emotional hoch aufgeladenen, jedoch nicht die wahre Situation in Syrien abbildenden kursierenden Photos bietet:
https://friedemannwo.wordpress.com/2016/01/24/the-story-behind-an-image/
Einzelheiten zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.2.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=68319 und http://www.sana.sy/?p=331825 (spektakulärer Erfolg im N von Aleppo: u.a. nach mehr als drei Jahren der Belagerung durch die Terroristen hauptsächlich von Ğabhatu_n-Nuṣra mit ständigem Beschuß durch Mörsergranaten und Dutzenden von Einfallversuchen, welche die Bürgerwehren tapfer abwehrten, endlich Befreiung der Städte Nubul und az-Zahrâ´ im N wie des Dorfs ʽUwaînât aus den Händen des IS im O von Aleppo mit Durchtrennung sämtlicher Nachschubrouten von der Türkei her für die Terroristen bei deren Fortifikation in Mâyir wie zwischen Mâyir und Maʽrasta al-Ḫân jeweils unter gewaltigen Feindverlusten an Männern und teils auf der Flucht Richtung türkischer Grenze zurückgelassener militärischer Ausrüstung und anschließendem Durchkämmen des Gebiets und Räumung der hinterlassenen Sprengfallen – unter den zahlreich Getöteten fanden sich auch folgende Militärführer ʽUmar Quṭaiš mit seinem Stellvertreter Abû Ḥamza al-Ḥalabî von Katâ´ib Riğâl Allâh fî Failaq aš-Šâm, Abû Ṣâliḥ ad-Dairî (Alias-Kampfname!) von Ğaiš aš-Šâm, Qutaiba Ibrâhîm Ḥiğâzî und ʽUmar Muḥammad Ğaʽlûk von Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî und Ibrâhîm Salûm von Ğabhatu_n-Nuṣra – dazu effektive präzise Luftschläge gegen terroristische Schlupfnester bei Sîn, Madiyûna, nahe Ḥuraitân, Ġab Ġabša, im N und Ġab al-Kalb, Abû Ḍana im O mit mindestens 74 getöteten Terroristen, Zerstörung einer Kommandozentrale samt hochgerüsteten Fuhrparks; Razzien gegen Trupps und Verstecke von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm (mit al-Qāʿida bzw. dem IS verbunden) in Kafar Zaitâ im N von Ḥamâ mit deren Anführer Abû ʽUmar an-Nâṣîf unter den Getöteten wie entsprechenden SAAF-Einsätzen in ʽAṭšân, Kafar Nabûda im N, al-Ğâkûsiyya, al-Muṣairifa, al-Minṭâr, Dorf Ṭûṭaḥ im O und Ṭalaf, 40km im O bzw. gegen Ansammlungen von Ǧaiš al-Fataḥ in al-Laṭâmina, Laṭmîn, Maʽrkaba, al-Manṣûra und der Ġâb-Ebene; Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen im NW von Ḥomṣ in Kîsîn, Umm Šaršûḥ, Talbîsa, ar-Rastan und Burğ wie im O unweit Tadmur gegen den IS bei Šâʽir (Ölquelle!) und östlich der Obstplantagen (al-Bayârât); akkurate effektive Luftschläge auch gegen drei Kommandozentren mit Ausschaltung aller darin befindlichen Terroristen samt Bulldozer von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in ʽAtmân im Umland von Darʽâ wie bei al-Ġariyât und Umm Walad, deren Konzentrationen auf den Anhöhen von aš-Šaiḫ Ḥussain und Ḫalîf im O wie in al-Yâdûda im NW der Provinzauptstadt) sowie der Bericht des SAA-Generalkommandos dazu (http://sana.sy/en/?p=68383), dazu mit informativem Kartenmaterial ausgestattet: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/02/03/saaf-aleppo-north/ und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941114001558 sowie Kurzdarstellungen in Deutsch bei SputnikNews: http://sptnkne.ws/a8Hk und http://sptnkne.ws/a8Gg.
Massenfeiern in den befreiten Städten Nubul und az-Zahrâ´ zum Empfang der beteiligten Armee-Einheiten wie auch im kürzlich vom Terroranschlag heimgesuchten Sayyida Zainab mit Video. (http://sana.sy/?p=332249, s.a. http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941114001558).
Wie schon der Chef der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî mitgeteilt hatte (vgl.u.), ist zwar die eigene Delegation zu den geplante Gesprächen bereit, jedoch fehlt es aus verschiedenen Gründen (vgl.u. zum HNC und den nicht geladenen nationalen Oppositionellen) am Gesprächspartner. Infolgedessen hat nun auch der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, die Fortführung der Genf-III-Konferenz verschoben. Dazu bemerkte er: „we will call for a UN Security Council session and meet on February 25th.” (http://sana.sy/en/?p=68387 vom 3.2.2016)
Vgl. zu den Ursachen der momentanen Aussetzung der innersyrischen Gespräche in Genf und damit implizit zur HNC-Delegation (vgl.u.) auch die Stellungnahme des russischen Außenministers Sergei Lawrow, derzeit im Omân, gegenüber der Presse: „In ihr (der syrischen Oppositions-Delegation – Anm. d. Red.) sind auch launische Leute aufgetaucht, die anfangen, Vorbedingungen zu stellen, die mit den grundlegenden Prinzipien, dem Genfer Kommuniqué, den Dokumenten von Wien sowie der Resolution des UN-Sicherheitsrates nichts gemein haben“. Diese „grundlegenden Prinzipien“ bilden die Basis der Gespräche, welche die UN-Resolution 2254 festgelegt hat. Zudem bemerkte er hinsichtlich der von Saudi-Arabien unterstützten HNC-Delegation: „Man hat immer an uns appelliert, auf die Regierung der Arabischen Republik Syrien positiv einzuwirken. Diesbezüglich haben wir all unsere Verpflichtungen erfüllt, die Delegation ist ohne jegliche Probleme nach Genf gekommen, sie war dort die erste. Und wir rechnen nun damit, dass jene, die einen entscheidenden Einfluss auf die oppositionellen Kreise besitzen, ebenso verantwortungsvoll an ihre Funktion als internationale Akteure, an ihre Funktion zur Gewährleistung eines vorbedingungslosen Starts des innersyrischen Dialogs herangehen werden“. (http://sptnkne.ws/a8BE vom 3.2.2016) – Zudem erklärte Lawrow, eine der wichtigsten Voraussetzungen für für einen Waffenstillstand in Syrien sei ein Stop des Schmuggels von Waffen, Söldnern etc. von der Türkei her über die Grenze nach Syrien. (http://sptnkne.ws/a8BN)
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Führungsmitglied der Regierungsdelegation bei der Genf-III-Konferenz, erklärte, die „Vorbereitungsphase“ der geplanten innersyrischen Gespräche werde sich wohl noch hinziehen. Bzgl. der Gegenseite wisse man nach Rücksprache mit dem UN-Gesandten de Mistura vom Vortag weder die Anzahl der einzelnen Gruppen, noch deren Namen oder Mitglieder oder auch nur wann jene zu Gesprächen bereit seien. Offenbar warte de Mistura noch auf Teilnehmer. (http://www.sana.sy/?p=331995, 3.2.2016). – Die von Saudi-Arabien unterstützte HNC-Delegation (vgl.u.) hatte das Treffen mit dem UN-Gesandten de Mistura am 2.2.2016 abgesagt mit der Entgegnung, es gebe keinen Grund, die Forderungen an de Mistura noch einmal zu wiederholen! (http://www.presstv.ir/Detail/2016/02/02/448431/Syria-HNC-UN-Staffan-Mistura-Farah-Atassi)
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî fügte noch hinzu: „the masters of al-Riyadh delegation; Saudi Arabia, Turkey and Qatar issued their orders, from the first moment, to make Geneva meeting a failure, as they did in Geneva 2 meeting,” und konstatierte: „there was a problem in the absence of a list about who were the opposition and who were the terrorists.” In Bestätigung der diesbezüglichen Aussage von de Mistura äußerte der syrische UN-Diplomat: „yes there are procedural problems since the first moment and even before sending the invitations to the sides concerned, the problems were who was the opposition and which was terrorism”. Im Weiteren s. http://sana.sy/en/?p=68390, http://www.sana.sy/?p=332114.
Eine Untersuchung der Tätigkeit von Dr. Kerem Kınık, Vize-Präsident des türkischen Roten Kreuzes, in sozialen Netzwerken offenbart dessen Tätigkeit im Sinne des türkischen AKP-Regimes zugunsten von Terrorgruppierungen, die u.a. die Lieferung von Hilfsgütern an die leidende Bevölkerung verhindern, wie zu ungunsten der im Counterterrorismus aktiven SAA und russischen Luftwaffe und bzgl. der Entstellung von Berichten über die tatsächliche humanitäre Situation vor Ort in Syrien. Näheres mit Belegen bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/02/03/kerem-kinik-fake-aid/.
Israel hat die Aufnahmen veröffentlicht, welche von der israelischen Raumsonde „Eros“ am 26.1.2016 von der derzeit von der russischen Luftwaffe im Counterterrorismus genutzten syrischen Basis Ḥumaimîm nahe al-Lâḏaqiyya inklusive der Positionen der Abwehrsysteme etc. aufgenommen und dem Fisher Institut für strategische Luft- und Raumfahrtstudien ausgewertet worden sind. (http://sptnkne.ws/a8kd)
Muḥammad-Ǧawād Ẓarīf, der iranische Außenminister, bemerkte am 3.2.2016 während der gemeinsam mit seinem Gast, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, in Teheran abgehaltenen Pressekonferenz, zu erlauben, daß eindeutige Terrororganisationen (vgl.u.!) an der Genf-III-Konferenz teilnähmen, diskreditiere die Vereinten Nationen [unter deren Schirmherrschaft die Konferenz stattfindet]. Zudem bekräftigte er nochmals die Haltung seiner Regierung, daß einzig eine politische Lösung des syrischen Konflikts anzustreben sei, wobei allein die Syrer ihre Zukunft zu bestimmen hätten. Wörtlich äußerte er: „Tehran asserted from the beginning of the crisis in Syria that the solution for it is not military and the Syrian people are the ones who determine their own fate.” Zudem warnte Ẓarīf vor den gefährlichen Rückwirkungen, die eine Unterstützung der in der Region aktiven Terrorgruppen fast zwangsläufig mit sich bringe, und bemerkte hierzu: „countries which support terrorism will be the first affected from its results in the region.“ Außerdem gab er bekannt, daß er an der in London für den 4.2.2016 anberaumten Flüchtlings-Konferenz beteiligen wolle. Der Iran leiste schließlich schon humanitärer Hilfe für die syrische Bevölkerung (vgl.u.). – Steinmeier betonte die wichtige Rolle des Iran dabei, die innersyrischen Gespräche zu einem Erfolg werden zu lassen. (http://sana.sy/en/?p=68316)
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Führungsmitglied der Regierungsdelegation bei der Genf-III-Konferenz, erklärte, die „Vorbereitungsphase“ der geplanten innersyrischen Gespräche werde sich wohl noch hinziehen. Bzgl. der Gegenseite wisse man nach Rücksprache mit dem UN-Gesandten de Mistura vom Vortag weder die Anzahl der einzelnen Gruppen, noch deren Namen oder Mitglieder oder auch nur wann jene zu Gesprächen bereit seien. Offenbar warte de Mistura noch auf Teilnehmer. (http://www.sana.sy/?p=331995, 3.2.2016)
Terroranschläge vom 3.2.2016:
Terroristen feuerten auf mehrere Stadtteile von Darʽâ Raketen ab, töteten damit 1o Anwohner, Hauptsächlich Frauen und Kinder, verletzten bislang 41 weitere und hinterließen beträchtliche Schäden an Gebäuden etc. In Bezirken der Provinzhauptstadt Darʽâ wie den Landstädten Nuʽaima, al-Yâdûda und ʽAtmân treiben die Terrorgruppen: Ğabhatu_n-Nuṣra und Liwâ´ Falûğa Ḥaurân u.a. ihr Unwesen. – Aktualisierung: Die Opferzahl stieg auf 17 Getötete und 101 teils sehr schwer Verletzte.
Sowohl mit Raketen als auch mit Mörsergranaten traktierten Anhänger von Ğaiš al-Islâm erneut die damaszener Vorstadt Ḥarastâ. Getroffen wurde eine High-School, wodurch drei Angestellte verletzt wurden und die Schule teilweise zerstört. (http://sana.sy/en/?p=68333, http://sana.sy/?p=331905)
Nach dem heutigen Treffen am UN-Hauptsitz in Genf mit dem UN-Gesandten de Mistura faßte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als führendes Mitglied der Regierungsdelegation für die Reporter an Wissenswertem zusammen, man sei kaum einen Schritt weiter gekommen: „We are still at the stage of preparations for the indirect talks between our delegation and that of the opposition groups …We don’t know until this moment who is going to represent these groups.“ Bei de Mistura habe man sich nach den Gespächspartnern bislang erfolglos erkundigt, Bedenklich sei zudem: „Our delegation is committed to the text of the invitation letter addressed by de Mistura and that of the resolution no. 2254, whereas the other party is dealing with this matter like amateurs and not professional politicians”. Thema sei auch die Teilnahme von Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (vgl.u.) an den Gesprächen in Genf gewesen. (http://sana.sy/en/?p=68201)..
Details zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.2.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=68173 und http://www.sana.sy/?p=331388 (u.v.a. Befreiung von Ḥardatnîn und Ratyân im N von Aleppo aus den Händen von Ğabhatu_n-Nuṣra; … Zerstörung von 10 Ğaiš al-Fataḥ-Zentren und Raketenabschußanlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Laṭâmina, Laṭmîn und Mûrik im N von Ḥamâ; beim Vorgehen gegen Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Abû aḍ–Ḍuhûr, Sarâqib und at-Tamânaʽa wie gegen Fursân al-Ḥaqq in Kafar Nubul im Umland von Idlib zudem Vernichtung von fünf Abschußanlagen für die von den USA gelieferten Panzerabwehrkomplex BGM-71 TOW; erfolgreiche Einsätze auch in den Provinzen Ḥomṣ, Darʽâ und Dair az-Zaur in as-Sawîʽiyya und Vertreibung von IS-Anhängern aus Bezierken der Provinzhauptstadt.)
Terroranschlag vom 2.2.2016:
Ein Raketenbeschuß von Terroristen, die sich in den Stadtteilen Banî Zaid und verschanzt haben Ṣâlâḥuddîn hat auf dem Markt in der Nilstraße im Stadtteil al-Aʽẓamiyya von Aleppo eine Frau getötet und weiter drei Bürger verletzt. Als Terrorgruppierungen agieren in den besagten Gebieten: Ǧaiš al-Muğâhidîn, Liwâ´ Šuhadâ` Badr, Liwâ´al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (http://sana.sy/en/?p=68249, http://sana.sy/?p=331598)
Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates haben den Terroranschlag in Sayyida Zainab (vgl.u.) am 2.2.2016 verurteilt, die Teilnehmer der Genf-III-Konferenz zu konstruktiven Gesprächen aufgefordert wie dazu, den humanitären Organisationen Zugang zu den Gebieten zu ermöglichen, in denen die Hilfe gebraucht wird. (http://sptnkne.ws/a8pH, http://sana.sy/en/?p=68209) – Wie schon früher wiederholt angemerkt, haben die UN- und anderen internationalen Hilfsorganisationen immer die hervorragende Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung positiv herausgestellt wie bestätigt, daß die Hilfsgüter die eingeschlossenen deshalb nicht erreichen, weil die jeweiligen Terrorgruppen dies nicht zulassen. Im Einzelnen vgl.u. Teil I – Teil IV.
Nach Zurückweisungen neuerlicher Behauptungen türkischerseits, es habe eine Grenzverletzung durch die im syrischen Luftraum agierende türkische Luftwaffe gegeben, gab der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, bekannt, es lägen Beweise für massive Artillerieangriffe seitens der Türkei auf syrisches Territorium vor. Daher rief er die Repräsentanten von NATO und Pentagon dazu auf, auf die türkische Regierung einzuwirken, diese Angriffe sofort einzustellen. (http://sana.sy/en/?p=68120, http://sana.sy/?p=331150 vom 1.2.2016) – Schon vor Tagen gab es immer wieder Meldungen von türkischen Truppenkonzentrationen an der Grenze zu Nord-Syrien, vgl. z.B. http://sptnkne.ws/a5Zt vom 27.1.2016. In der Nesawissimaja Gaseta vom selben Tag hieß es dazu: „Experten schließen nicht aus, dass die Türkei einen Militärstützpunkt in Syrien einrichten will. Bei seinem Besuch in Ankara soll US-Vizepräsident John Biden mit der türkischen Regierung über dieses Thema gesprochen haben.“ Im Internet-Portal Russkaja Wesna wurde dazu mit Berufung auf einen im Donezbecken geborenen Vertreter der kurdischen Bürgerwehr mit Decknamen „Timur“ mitgeteilt, daß „die Türkei Boden-Luft-Flugabwehrraketensysteme nach Darkusch geschickt haben soll, um die Kampfkraft der Terroristen zu stärken“. Die Woche zuvor seien Lastwagen mit Waffen und Munition aus der Türkei nach Hayan [Hayân, vgl. Gefechtsberichte] geschickt worden, um die Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra damit zu versorgen. Die Terroristen planten eine Offensive im Raum Dair az-Zaur, wo sich große Erdöllagerstätten befänden. Der russische Militärexperte Juri Netkatschew rechnet sogar mit einer Invasion türkischer Truppen in Syrien unter dem Deckmantel des Anti-Terror-Kampfes. (loc. cit.). S.a. Artillerieangriffe auf Nord-Syrien: Türkei sichert offenbar IS-Rückzug.
Bekräftigend klagte auch das syrische Außen- und Expatriierten-Ministerium diese neuerlichen Verletzungen der syrischen Souveränität und des Völkerrechts durch die Türkei an. Am Mo., 1.2.2016, seien dem türkischen Artillerieangriff auf das Dorf Atira [al-ʽAṭîra mit nahem Flüchtlingscamp] im N von al-Lâḏaqiyya etliche Einwohner zum Opfer gefallen. Dies sei ein „blatant breach of international law and a crime against the Syrian civilians”. An die türkische Regierung erging die Aufforderung, derlei Angriffe sofort einzustellen, eine Reaktion auf dieses abscheuliche Verbrechen behalte man sich vor. (http://sana.sy/en/?p=68137, 1.2.2016)
Aufgrund der Befragung von 28 Modeunternehmen, welche in der Türkei produzieren lassen, durchgeführt von der britischen NGO-Menschenrechtsorganisation Business & Human Rights Resource Center, kam heraus, daß in der Türkei syrische Flüchtlingskinder in der Textilindustrie ausgebeutet werden. Unter den wenigen Unternehmen, die überhaupt antworteten und sich der Angelegenheit anzunehmen versprachen, waren H&M und NEXT. Im Dezember 2015 hatte die Internationale Arbeitsorganisation mitgeteilt, daß die syrischen Flüchtlinge in der Türkei kaum je Arbeit bekämen außer auf dem Schwarzmarkt und dann unterbezahlt und unter Umgehung auch anderer Rechtsvorschriften wie z.B. des Verbots von Kinderarbeit. (http://www.sana.sy/?p=331373)
Auch das russische Außenamt sieht in dem Bombenattentat von as-Sayyida Zainab (s.u.) den Versuch, der Terroristen, eine politische Lösung der Syrienkrise scheitern zu lassen und bemerkte zudem: „We are certain that a quick elimination of a terrorism hotbed on the Syrian soil is a priority task in the process of the normalization of the situation both in Syria and in the Middle East in general“. (http://sana.sy/en/?p=68130)
Näheres über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.2.2016 ist zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=68075 und http://www.sana.sy/?p=330958 (u.v.a. Befreiung von Duwair az-Zaitûn und Tal Ğubaîn aus den Händen von Ğabhatu_n-Nuṣra im N von Aleppo mit Durchkämmen den Gebiets nach hinterlassenen Sprengsätzen und Entschärfung dieser, Ausräumnug von IS-Unterschlupfen in as-Sîn, Rasm, den Farmen von aṭ-Ṭayiba im O und Razzien gegen die Terroristenverstecke in den Vierteln der Provinzhauptstadt aš-Šaiḫ Luṭfî, Afrîkânû und ar-Râšidîn mit Auslöschung eines kleinen Trupps von al-Farqa aš-Šamâliyya (Nord-Division); zudem erfolgreiche Operationen in Ḥomṣ, Ḥamâ und Idlib).
Aus dem Büro des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, verlautete hinsichtlich der Planung für Mo, 1.2.2016: „De Mistura will meet the delegation of Syrian Arab Republic at 12:00, then he will meet the opposition delegation at 18:00”. Mit der irreführend als „Oppositions-Delegation“ beschriebenen Gruppe ist die „al-Riyadh opposition” (vgl.u., 8.12.2015) gemeint, heißt es in einer Erklärung hierzu. Dann teilte die Sprecherin Ḫawla Maṭar der Presse mit, das Treffen de Misturas mit der Regierungsdelegation müsse verschoben werden, da der UN-Gesandte zuvor die „al-Riyadh opposition” – aber wie geplant um 18.00 Uhr – treffen wolle. Einen informellen Besuch hatte er jener Gruppe schon am So., 31.1.2016, in deren Genfer Hotel abgestattet. (http://sana.sy/en/?p=68068, http://www.sana.sy/?p=330956).
Die Direktorin des World Heritage Sites department beim DGAM (Directorate-General for Antiquities and Museums), Lînâ Quṭaifân (Lina Qtaifan), informierte auf der Webseite des Departments während der letzten Januarwoche über die immensen Zerstörungen in der Altstadt von Aleppo wie um die Zitadelle in Damaskus aufgrund der terroristischen Aktivitäten der letzten Jahre dort, z.B. durch Untertunnelung mit nachfolgender Sprengung oder Angriffe per Raketen- oder Mörsergranatenbeschuß etc. Einen kleinen Überblick mittels einer Photoserie bieten die Seiten: http://sana.sy/en/?p=68254, http://sana.sy/?p=331623.
Am vergangenen Wochenende hatte Brett McGurk, Sondergesandter des US-Präsidenten für die US-geführte Koalition laut Washington Post Vertreter der kurdisch-arabischen Allianz in ʽAin al-ʽArab – als Kobanê (!) bezeichnet – in Nord-Syrien besucht. Die „militärische Delegation der internationalen Koalition“ sei auch mit den Spitzen des Militärbündnisses Demokratische Kräfte Syriens (SDF) zusammengekommen. Beides geschah, wie aus den Umständen abzuleiten ist, entgegen den diplomatischen Gepflogenheiten unter Umgehung der Regierung des Landes. (http://sptnkne.ws/a7Jm) – S. hierzu auch den ausführlichen Beitrag: „U.S. Envoy provoking Syrian Kurds to declare autonomy“ in: http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941112001563 vom 1.2.2016. – Vgl. zur „Balkanisierung“ (d.i. Aufteilung) des Landes: Teil III.
Informationen zu Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67949 und http://www.sana.sy/?p=330588 (u.v.a. Befreiung von Tal Maksûr aus der Hand des IS im NO von Aleppo mit Säuberung aller hinterlassener Sprengsätze und Zerstörung verbliebener IS-Fortifikationen in ʽAfaš, Abû Ḍana und Rasm al-ʽAlam im O, al-Kabîra, al-ʽÂmiriyya und Tal aḍ-Ḍamân im SO sowie Razzien gegen die Terroristenverstecke von Ğabhatu_n-Nuṣra-verbundenen Gruppen wie Ğaiš al-Islâm und al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu in den betroffenen Stadtteilen ar-Râšidîn 4, Baʽîdîn, al-Ašrafiyya, al-Anṣârî und al-Kalâsa und außerhalb bei aš-Šuqaif; Vernichtung eines IS-Konvoys aus Öl-Tanklastwagen durch die SAAF im O von Šaʽaf im Umland von as-Suwaidâ´; Befreiung von Ṭaʽûmâ mit Räumung der hinterlassenen Minen und Sprengfallen auch im Gebiet at-Tabîʽa nahe Kinsabâ im NO von al-Lâḏaqiyya, dazu erfolgreiche Operationen auch in den Provinzen Darʽâ, Ḥomṣ, Dair az-Zaur und in der Ḫarâbû-Region in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq) sowie http://sana.sy/en/?p=68090 (russischerseits wurden im Zusammenwirken mit der SAAF in der letzten Woche bei 468 Einsätzen 1.354 terroristische Ziele getroffen, darunter Munitions- und Kraftstoffdepots, Gefechtsbunker, Fortifikationen, Artilleriestellungen in den Provinzen Aleppo, ar-Raqqa, al-Lâḏaqiyya, Ḥomṣ, Ḥamâ und Dair az-Zaur).
Syriens UN-Botschafter und führendes Mitglied der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte am So., 31,1,2016, in einer Pressekonferenz, nur das Interesse des syrischen Volkes dürfe als Kompaß für die zu führenden Gespräche sein. Zudem machte er deutlich: „Our delegation believes that any political solution to the crisis in Syria can’t be achieved without the presence of a serious party to the dialogue process.” Schon die hinausgegezögerte Ankunft zur Genf-III-Konferenz durch das HNC-Oppositionsbündnis [vgl.u.!] sei ein Zeichen des „lack of seriousness and responsibility” (zu deutsch: Fehlens von Ernsthaftigkeit und Verantwortlichkeit). Um nicht noch mehr unnötige Zeit zu verlieren, solle man mit den Verhandlungen dort weitermachen, wo man aufgehört habe – alles andere ginge zu Lasten des unter den Kriegsbedingungen leidenden syrischen Volkes. Die Regierungsseite sei zu jeglichem Dialog bereit, sofern er ernsthaft auf die Beendigung der Krise ausgelegt sei. Wörtlich äußerte er: „We have proved our good intentions and the government’s positive attitude towards any international UN effort to find a solution, but the problem has always been with the other party”. Darauf erging erneut die Einladung an Oppositionelle, sich mit der Regierung aufgrund einer von jenen erstellten Agenda auf Basis der UN-Resolution 2245 und der Wiener Erklärungen auseinanderzusetzen. Es sei der Regierung bis heute ja nicht einmal bekannt, wer der Dialogpartner denn sei. Dazu bemerkte er: „No one up till the present moment knows who the other party is, and there hasn’t been a final list of the participants so far”. Eine Liste der teilnehmenden Oppositionellen existiere ebenfalls noch nicht, obwohl diese hätte erstellt sein müssen zu Beginn der Konferenz. Es gehe zudem nicht an, daß auswärtige Parteien zu bestimmen suchten, wer auf dieser Liste vertreten sein solle. Damit sei erneut eine Situation eingeleitet, die die beiden anderen Genfer Konferenzen zum Scheitern gebracht habe [und die anders angelegten, nämlich tatsächlich innersyrischen Moskauer Gespräche zum Erfolg geführt hat, vgl. Teil III]. Fortsetzung: Daß beide Listen, die der Oppositionsteilnehmer und die der Terrororganisationen, noch nicht vorlägen, liege daran, daß zwei Staaten damit betraut worden seien, die nicht neutral seien, Terroristen unterstützten und daher nicht objektiv urteilten: Saudi-Arabien und Jordanien. Schließlich müsse der Counterterrorismus Priorität haben, die Problematik sei nicht dadurch zu umgehen, indem man Terroristen einfach umbenenne. Auch sei der Terrorismus Grund für die prekäre humanitäre Lage in Teilen des Landes. So kommt er zum Schluß: „We will not hold dialogue with terrorists or deal with them, and this is why de Mistura insisted on indirect talks, because we don’t know the names of the opposing delegations.” Auch die russische Regierung sei der Ansicht, daß man mit Terroristen nicht verhandele, daher seien indirekte Gespräche eher eine Möglichkeit, vorausgesetzt, daß von den Terroristen keine Vorbedingungen gestellt oder ausländische Mächte zu deren Gunsten sich einmischten, was andernfalls zudem der UN-Resolution 2254 und den Wiener Erklärungen widerspreche. Über die Regierungsdelegation als solcher und in bezug auf die Gespräche im vorhinein zum Scheitern verurteilende Vorbedingungen der Gegenseite bemerkte er: „As a government delegation, we have no preconditions to propose to anyone, and we don’t have taboos. We are here to hold dialogue over any issue raised via de Mistura. Meanwhile, those who talk about preconditions are amateurs in politics and it means that they are coming to the Geneva meeting to undermine it, and that they aren’t keen on the success of the Syrian-Syrian dialogue. It is also a sign of a fragile mentality, a lack of political experience, and lack of understanding of the resolution no. 2254 and the Vienna statements”. Hinsichtlich der humanitären Frage wie auch bzgl. der vielen Verschleppten und Vermißten gehe es im Sinne der Betroffenen nicht an, herumzuschachern oder Tauschhandel zu treiben wie es die Gegenseite versuche. Wörtlich äußerte er dazu: „we’re not bargaining over the fate of Syrians, and when we talk about the humanitarian issue, we don’t base our judgment on the bartering principle as the other side does. All the abductees and missing people and those whose families are inquiring about are an issue for all Syrians. … If the other side controls land in Syria, then they should tell us where are the abductees from Lattakia countryside, Adra al-Umaliya, Deir Ezzor, and other areas”. Auf die Frage hinsichtlich des bisweilen gefallenen Begriffs des transitional governing antwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî , daß sich dieser Ausdruck ebensowenig wie der einer erweiterten nationalen Regierung in der UN-Resolution 2254 finde. Thema des innersyrischen Dialogs sei eine glaubhafte, zuverlässige Regierung (credible rule). Das Bestreben der syrischen Regierung sei es, die Gesetzmäßigkeit voranzutreiben und die Terroristen zurückzudrängen, eine Pflicht jeder Regierung. Dabei könne man nicht darauf warten, bis sich andere dazu entschlössen. Für den Erfolg einer politischen Lösung des gegenwärtigen Konflikts sei es essentiell, daß sich jene Staaten, die bislang die Terroristen im Land unterstützten, vor allem die Türkei, Saudi-Arabien, Qaṭar und Israel, endlich die internationalen Resolutionen zum Counterterrorismus befolgten. Zum Schluß widmete sich der Diplomat nochmals dem vielfach ins Feld geführten Begriff der „moderaten Opposition“ und führte aus: „How can a terrorist from Australia or Chechnya or any other country become moderate opposition?” und rief in Erinnerung, daß der türkische Präsident Erdogan etliche Beamte, Leute vom Sicherheitspersonal, Staatsanwälte und Journalisten wegen Hochverrats hat anklagen lassen, welche Waffenlieferungen auf Lastwagen aus der Türkei für Terroristen in Syrienoffengelegt hatten. Auch diese hatte Erdogan mit dem Label „moderate opposition” versehen. (http://sana.sy/en/?p=67960, 31.1.2016).
Terroranschläge vom 31.1.2016:
Im Rîf Dimašq (Umland von Damaskus als eigener Provinz) detonierte zunächst an der Bushaltestelle im Bereich Kûʽ Sûdân der südlich Damaskus´ gelegenen Vorstadt as-Sayyida Zainab (Wallfahrtsort) eine Autobombe. Als dann Umstehende, Sicherheits- und Hilfskräfte herzuströmten, um Hilfe zu leisten, sprengten sich in dieser Menge zwei Suizidattentäter mittels Sprengstoffgürtels in die Luft. Da die Verwundeten teils lebensgefährlich verletzt sind, kann die Zahl der Todesopfer von bislang 45 noch steigen, die der Verletzten beläuft sich auf derzeit auf 40 Personen. Die Anschläge verursachten zudem erhebliche Schäden. Unter den Trümmern könnten noch Opfer verborgen liegen. – wie schon zuvor anläßlich solcher barbarischen Anschläge verurteilte das Kabinett dies feigen Taten und der Premierminister sprach den Betroffenen sein tief empfundenes Beileid aus. Solche brutalen Terrorakte dienten den Täterorganisationen zur Anhebung der durch die Fortschritte der Armee auf einen Tiefpunkt gesunkenen Kampfmoral wie der Unterminierung der innersyrischen Reconciliationsbemühungen. Dieses Ziel dürften sie nicht erreichen. Zudem rief er erneut die Weltgemeinschaft dazu auf, geeignete Schritte gegen jene Staaten und Seiten zu unternehmen, welche die Terrorgruppen in Syrien weiterhin unterstützen. – Aktualisierung: inzwischen stieg die Verletztenzahl auf 110, die der Getöteten auf mindestens 50; der IS bekannte sich auf seiner Webseite zum Attentat. (http://sana.sy/en/?p=67937)
– Leider vergeht in Syrien ja kaum ein einziger Tag ohne Terroranschläge – und wenn einmal, dann folgen gleich mehrere anderntags – wie die Eintragungen (s.u.) zeigen, diese werden jedoch normalerweise von den Mainstream-Medien ignoriert.
Wie schon so oft in solch einem Fall (vgl.u.) richtete das Außenministerium erneut identische Schreiben an den UN–Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden mit dem Aufruf, endlich geeignete Schritte gegen die die Terroristen im Land unterstützenden Seiten, u.a. Saudi-Arabien, die Türkei und Qaṭar zu unternehmen. Mit solchen barbarischen Taten werde nur versucht, den angestrebten innersyrischen Dialog zu unterminieren, was nicht geschehen dürfe. (http://sana.sy/?p=330720).
Am Rande des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba versicherte der saudische Außenminister ʽÂdl al-Ğubair im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anatoli am Sa., 30.1.2016, Saudi-Arabien werde nicht darauf verzichten, die in Syrien aktive „bewaffnete Opposition“ [d.i. Terrorgruppen wie z.B. Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm] weiterhin zu unterstützen, da Präsident al-Assad keinen Platz mehr in der Zukunft seines Landes habe. – Zuvor hatte schon der UN-Gesandte de Mistura beklagt, daß die saudische Regierung das Zustandekommen der Genf-III-Konferenz über die entsprechende Beeinflussung der Teilnehmer des ar-Riyâḍ–Treffens vom 8.-10.12.2015 (s.u.), jetzt genannt Hohe Verhandlungskomitee (HNC) zu sabotieren suche. Insbesondere würden in der Folge von jenem schon vor den Verhandlungen unannehmbare Vorbedingungen gestellt (vgl.u.), z.B. die Kampfhandlungen, auch seitens der russischen Luftwaffe, gegen ihre Kämpfer einzustellen. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/296534-)
Passend hierzu hatte der tschechische Militäranalytiker Martin Köhler noch am am 30.1.2016 in einem Interview für die Webseite der Parlamentsdokumente betont, Saudi-Arabien unter der aktuellen Regierung stehe fern jeder Demokratie und damit zusammenhängender Zivilisation und gewähre den islamische orientierten Terrororganisationen jegliche benötigte Unterstützung. Selbst der IS wäre kein Problem, wenn die ausländische Hilfeleistung unterbliebe wie sie z.B. seitens des Ibn Saʽûd-Regimes und des türkischen unter Erdogan, das zudem noch als NATO-Mitglied Rückhalt genieße, geleistet werde. (http://www.sana.sy/?p=330220) – Zu Beispielen vgl.u.! Die in Syrien aktiven, eindeutig islamisch-extremistisch orientierten Terrororganisationen führen schon entsprechende Namen wie z.B. Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al-Islâm, die an der Genf-III-Konferenz innerhalb des in Saudi-Arabien während des Treffens in ar-Riyâḍ vom 8.-10.12.2015 (s.u.) geschmiedeten Bündnisses Hohes Verhandlungskomitee (HNC) teilnehmen (!), aber auch solche Gruppen wie al-Qāʿida, der IS, Ğabhat an-Nuṣra, Liwâ` al-Islâm, al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, al-Ğabhatu_l-Islâmiyyatu etc. Die Namen sind jeweils schon „sprechend“ gewählt, wenn nicht schon „Islâm“ im Titel vorkommt, dann Begriffe, die damit zusammenhängen wie Ahl as-Sunna wa_l-Ğamâʽa (Leute der Sunna und der [Glaubens-]-Gemeinschaft), Liwâ´ Ğund al-Ḥaramain (Brigade des Heeres der beiden heiligen Stätten, d.i. Mekka und Medina), Katîba Muğâhidî Ḥaurân (Schwadron der Glaubenskämpfer aus dem Hauran), Ğaiš al-Muhâğirîn wa_l-Anṣâr (Armee der Auswanderer und Helfer – also die beiden Gründungsbestandteil der ersten muslimischen Gemeinde in Medina), Siyûfu_l-Islâm (Schwerter des Islam), Liwâ´ Šuhadâ´ Badr (Bataillon der Blutzeugen von Badr) oder auch andere, z.B. al-Ġabhatu al-Ğanûbiyyatu (Südfront).
Der russische Vizeaußenminister Gatilow bemerkte, humanitäre Fragen zu klären stehe laut der zugrundeliegenden UN-Resolution wie den Wiener Unterlagen nicht am Beginn sondern am Ende des Dialogs. (http://www.sana.sy/?p=330364, 30.1.2016) – Der in Genf vertretene HNC hatte auch die Lieferung von Hilfsgütern [für die von den Terroristen gehaltenen Gebiete] als Vorbedingung eines Dialogs verlangt. Was Terroristen jedoch mit diesen anstellen bzw. daß sie gerade nicht der Bevölkerung wie geplant zugute kommen, zeigte u.a. das Beispiel des Ortes Maḍâyâ (Madaya, s.u.). Zudem liefert die Regierung grundsätzlich an alle Gebiete Hilfslieferungen, die jedoch von den Terroristen blockiert werden (ebenfalls am Beispiel von Maḍâyâ zu sehen und von Einwohnern zu hören, wie auch an der den Mainstream-Medien-Berichten folgenden Hilfslieferungen der UNO dorthin zu verfolgen).
Details zuden russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67848 und http://www.sana.sy/?p=330239 (u.v.a. Befreiung von Ṭanûza im NW der vom IS umkämpften Luftwaffenakademie im Umland von Aleppo wie von ʽAfaš im O mit Räumung der Gebiete von den nicht getöteten fliehenden IS-Mitgliedern angebrachten Sprengfallen, dazu Ausmerzung mehrerer befestigter IS-Zentren in Ğab aṣ-Ṣafâ, as-Sîn, Ğab Ġabša und Tal Maskûr und von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra bei Manṣûra etc.; Befreiung von Kabâsîn und az-Zankaḥiyya im NO von Ḥamâ mit gleichem anschließenden Vorgehen, dazu Vereitelung von Angriffen von Ğaiš al-Fataḥ auf Militärposten bei al-Buwaiḍa, al-Maṣâṣana, az-Zalâqiyât und Ğubain im N samt Beseitgung von Terroristenschlupfwinkel mit militärischer Ausrüstung inklusive Bulldozer und der angetroffenen Mannschaften auch von Ğabhatu_n-Nuṣra; erfolgreiche Abwehr einer in die Umgebung des Stadtteils ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur vorgedrungenen IS-Einheit und Zerstörung von IS-Verstecken in al-Ḥuwaiqa mit Auslöschung der meist ausländischen Kämpfer wie auch im Umfeld des Flughafens; Befreiung von ar-Ruwaisat aš-Šarqiyya und Nawâra im N von al-Lâḏaqiyya mit Wiederherstellugn der Ordnung nach Räumung der Areale von den hinterlassenen Minen etc.).
Die russische Regierung hat Gespräche über die Lage in Syrien unter Beteiligung wichtiger westlicher und nahöstlicher Länder im Februar in München am Rande der Sicherheitskonferenz vorgeschlagen. Vizeaußenminister Michail Bogdanow erklärte dazu gemäß der Nachrichtenagentur Tass am Do., 28.1.2016: „Eine entsprechende Vereinbarung ist zwischen Außenministern Russlands und der USA erzielt worden und wir werden den Teilnehmern den Termin und Ort noch mitteilen“. Der genaue Termin könnte der 11.2.2016 sein. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296456-syrien-verhandlungen-neuer-vorschlag-russlands) – Dann könnten auch schon vorläufige Ergebnisse der Genfer Syrien-Gespräche bekanntgegeben werden, teilte der russische UN-Botschafter in Genf, Alexei Borodawkin, am Fr., 29.1.2016, mit. (http://sptnkne.ws/a7aU).
Am Eröffnungstag der Genf-III-Konferenz erklärte der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, daß man noch auf Rückantwort auf die am Di., 26.1.2016, ergangenen Einladung zu den Gesprächen von mancher Seite (vgl.u.) warte. An die syrische Regierungsdelegation gewandt bemerkte er: „today we started talking with you, and until Monday we will work on what we can do. We can meet on Sunday to discuss other issues.” Der Leiter der Regierungsdelegation und syrische UN-Gesandte für New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, machte deutlich, Syrer seien verpflichtet die staatliche wie gesellschaftliche Einheit, die Unabhängigkeit und, Souveränität ihrer syrischen Heimat zu bewahren. Demgegenüber gebe es Seiten, die im Land aktive Terroristengruppen unterstützten und sich dem widersetzten, daß jene Terrororganisationen auch als solche auf der entsprechenden Liste eingetragen würden. Das bekannte Label „moderate opposition” werde von jenen ausländischen Unterstützern benutzt, um ihr tun zu kaschieren und in Syrien einen proxy war zu führen. Auf der UN-Terrorliste stünden der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra sowie die mit ihnen affiliierten Gruppen. Wegen dieses Zusammenhangs sei es klar, daß auch z.B. Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya – deren Vertreter innerhalb der Gruppe „Das Höhere Verhandlungskomitee“ (engl. High Negotiations Committee, HNC) im Gegensatz zur innersyrischen Opposition (vgl.u.) nach Genf eingeladen worden sind – als solche gelten. Zudem bekräftigte der Regierungsvertreter nochmals die Ernsthaftigkeit, via Dialog und politischem Prozeß durch die Syrer selbst ohne ausländische Interferenz eine Lösung für die Krise zu finden. (http://sana.sy/en/?p=67831 vom 29.1.2016)
Zu dem Zeitpunkt, als bereits die Genf-III-Konferenz begann, traf sich eine Gruppe der nationalen, also inländischen und damit tatsächlich so zu bezeichnenden Opposition in Moskau mit dem russischen Vize-Außenminister Bogdanow. Sie hatten keine Einladung für die Genf-Gespräche vom UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, erhalten – entgegen den Bestimmungen der UN-Resolution Nr. 2254. Gegenüber dem russischen Diplomaten beschwerten sich die syrischen Oppositionsvertreter über diese völlig unverständliche Behandlung, wenn es darum gehen solle, eine friedliche Lösung für den Kriegszustand in Syrien zu finden. U.a. befanden sich bei diesem Treffen: Ilyān Masʽad (Elian Masaad, dem Vornamen nach Christ)/Sekretär der säkularen National Conference Party, der offizielle Sprecher des Syrian National Work Committee, Barwîn Ibrâhîm (Barwin Ibrahim)/Führer der Syrian Youth for Development Party, Scheich Nawâf al-Malḥam (Nawaf al-Milhem, vgl.u.)/Generalsekretär der People’s Party sowie Repräsentanten der – auch in Syrien immer noch eine wichtige Rolle spielenden – Stämme sowie Ṭāriq al-Aḥmad (Tariq al-Ahmad)/Führungsmitglied der Syrian Social Nationalist Party. Der Generalsekretär der Volkspartei, Scheich al-Malḥam, verdeutlichte den grundsätzlichen Unterschied zwischen der tatsächlichen, nämlich in Syrien ansässigen und sich am politischen Prozeß wie an Wahlen beteiligenden Opposition und einer solchen bloß dem Namen nach, die von ausländischen Mächten zusammengestellt und unterstützt wird, um deren Interessen zu vertreten. U.a. erklärte er: „We stress that those who were imposed by the outside don’t represent the vision of the Syrians or their aspirations to be the decision maker in determining Syria’s destiny” und fügte hinzu: „We hope to see them in the local and parliamentary elections where they will know who has the largest representation inside Syria”. Frau Barwin bemerkte zum Grund ihres Besuches in Moskau, er diente dazu, „to convoy a message of protest by those from inside Syria for not being fairly represented in the forthcoming Geneva conference.” Schließlich fügte sie noch einen wesentlichen Punkt an: „The main representatives at the table must be of those inside Syria who stayed there and defended it.” (zu deutsch: Die Hauptvertreter [erg. der Opposition] am Verhandlungstisch müssen jene sein, die sich in Syrien geblieben sind, um es zu verteidigen). Zudem erklärte sie, ein förmliches Protestschreiben an Vize-Außenminister Bogdanow wie an den UN-Gesandten für Syrien, de Mistura sei ausgefertigt worden. (http://sana.sy/en/?p=67784 vom 29.1.2016) – In den Mainstream-Medien wurde statt dessen der Beginn der Genfer Gespräche weitgehend wie die notwendigen Informationen dazu gänzlich übergangen und am 30.1.2016 die Teilnahme der Mitglieder vom sog. „Das Höhere Verhandlungskomitee“ (nach ihrem erneuten Treffen in ar-Riyâḍ, vgl.u. 8.12.2015) so dargestellt, als handele es sich dabei um „die“ Opposition schlechthin.
Eingehend über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.1.2016 berichten http://sana.sy/en/?p=67791 und http://sana.sy/?p=329965 (u.a. konzentrierte erfolgreiche SAAF-Einsätze im Umland von Ḥomṣ gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte in ar-Rastan, Umm Šaršûḥ, ʽIzz ad-Dîn, al-Ġanṭû, Talbîsa, al-Ġağar und Tair Maʽla im N wie gegen den IS in der Umgebung von Tadmur, al-Kasârât, al-Qaryatain, Tal Kurdî, al-ʽAsîla, al-Maḥsa, Ğabâb Ḥamad mit begleitenden Bodenangriffen bei den Steinbrüchen, al-Muṯallaṯ, ʽUnq al-Hawâ, Ğâb al-Ğarâḥim O sowie in Tulûl as-Sûd, Ṭâr al-Ḫarûba, Minṭâr ar-Rumaila, Mahîn-al-Qaryatain im NO mit vielen getöteten IS-Terroristen und zerstörtem militärischem Equipment; derartige Luftschläge auch im Aleppo-Umland bei Umm Ḍimna, Ğab Ġabša, Ğab al-Kalb, al-Bâb sowie Baʽîdîn, Bâb an-Nairab und aš-Šuqaif und Tal Abû Ḥina as-Sîn, Ẓanûra, Tal Maksûr, ʽAin al-Ğaḥš, Tal al-Ḥaṭâbât und Ğab aṣ-Ṣafâ mit Vernichtung von mehreren IS-Basen, etlichen IS-Befestigungsanlagen, aufgerüsteten Kampffahrzeugen etc.; Eliminierung von drei Ğaiš al-Fataḥ -Zentren, befestigten Anlagen und Truppenansammlungen im Umland von Idlib durch die Luftwaffe bei Naḥliyâ und at-Tamânaʽa; Zerstörung von zwei Ğabhatu_n-Nuṣra in Mûrik im N wie von weiteren Fortifikationen durch die SAAF bei Laḥâyâ, ʽAṭšân, Maʽrkaba und Kafar Nabûda in Ḥamâ; effiziente präzise Luftschläge im Raum Dair az-Zaur gegen IS-Verstecke und –Zentren bei al-Buġailiyya und al-Ğunaina; Bodeneinsätze im Raum Darʽâ gegen Terroristen-Schlupfwinkel in al-Yadûda, 5km im NW, vorgehen gegen wie in der Provinzhauptstadt in al-Bağağa, Darʽâ al-Balad und beim Flüchtlingscamp an-Nâziḥîn; Vereitelung von Angriffen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im O-Bereich von Qunaiṭra gegen die Checkpoints bei Tal al-Karûm und Tal al-Bazâq sowie auslöschung von Ğabhatu_n-Nuṣra samt hochgerüsteten Fahzeugen bei Masḥara, Umm Bâṭina und Nabʽ aṣ-Ṣaḫar, unter den Getöteten auch einige lokale Kommandanten; Befreiung von Muzain, Ruwaisat Karm al-Burğ mit Eroberung des Ğabal ar-Rûs und später Befreiung von al-Qalâiyaʽ, Kârûra, al-Qasṭal, Bâšûra und Bait Dadû mit Eroberung der Bergmassive von Barâdûn, Baradûn, al-Qalaʽa und al-Ḫuḍr im N von al-Lâḏaqiyya, danach Säuberung der Areale von angebrachten Minen und Sprengladungen durch Spezialeinheiten).
Terroranschlag vom 29.1.2016:
Ein Raketenbeschuß durch IS-Anhänger auf das Wohngebiet al-Qaṣûr in Dair az-Zaur im Umkreis der der Ḥassan ʽAṭra-Schule am Nachmittag kostete drei Kinder das Leben, drei Erwachsene wurden verwundet. Die Sachschäden sind beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=67814)
Wie die Sprecherin des UN-Gesandten de Mistura, Ḫawla Maṭar (Hawla Matar), mitteilte, beginnt die Genf-III-Konferenz mit einem Treffen zwischen de Mistura und der syrischen Regierungsdelegation unter Führung des syrischen UN-Gesandten in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, wird fortgesetzt mit Gesprächen anderer Repräsentanten und schließlich Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft. (http://sana.sy/en/?p=67804 vom 29.1.2016) – Ersteres wurde auch durch die syrische Regierungsdelegation bestätigt. Um 18.00 Uhr Damaskus-Zeit sei das Treffen mit Staffan de Mistura angesetzt. Zur Delegation gehören ferner Syriens ständiger UN-Vertreter in Genf, Ḥusâmaddîn Âlâ (Hussameddin Ala), dem Berater des Außen- und Expatriiertenministers Aḥmad ʽArnûs (Ahmad Arnous) und weiteren 13 Mitgliedern beiderlei Geschlechts. (http://sana.sy/en/?p=67817 vom 29.1.2016).
Von den Oppositionsvertretern seien nach Information durch die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa jene von den Treffen in Moskau und Kairo bereit zu vorbedingungslosen konstruktiven Gesprächen, um eine politische Lösung der Syrien-Krise zu erreichen, nicht jedoch jene, die sich vom 8.-10.12.2015 in ar-Riyâḍ – unter den Teilnehmern waren Repräsentanten von Terrorgruppen (vgl.u) – getroffen hatten. (http://sana.sy/en/?p=67808, 29.1.2016) – Diese Gruppe, die sich übersetzt „Das Höhere Verhandlungskomitee“ nennt, ist stattdessen erneut in ar-Riyâḍ zusammengekommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296456-syrien-verhandlungen-neuer-vorschlag-russlands)
Am 28.1.2016 wies der russische Vize-Außenminister Bogdanow im Interview mit SANA in Moskau nochmals darauf hin, daß entsprechender UN-Resolution Nr.2254 (vgl.u.) die Vertretung der syrischen Opposition möglichst breit aufgestellt sein solle. Zugleich machte sein Amtskollege, Vizeaußenminister Gatilow deutlich, daß sich die russische Regierung nach wie vor einer Teilnahme von Repräsentanten von Ğaiš al-Islâm (Armee des Islam, salafitisch, vgl.u.) und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (Islamische Bewegung der Unverfälschten [im Glauben] von aš-Šâm, salafitisch, vgl.u.) an den Genfer Gesprächen widersetze, weil jene eben Terroristen seien. Andererseits seien Verhandlungen ohne eine wichtige Gruppe, nämlich die der syrischen Kurden, völlig aussichtlslos. (http://sana.sy/?p=329857) – Gatilow stellte nochmals bzgl. der Forderung, daß die beteiligten Delegationen „höchst repräsentativ sein und alle Schichten der Opposition vertreten“ sein sollen, klar: „Damit meinen wir natürlich die Kurden, ohne deren Teilnahme kaum Vorschritte erreicht oder Entscheidungen getroffen werden können. Wir sind der Ansicht, dass die Kurden teilnehmen müssen“ … „Unserem Kenntnisstand nach hat Mistura einstweilen von einem Einladungsschreiben an die Kurden abgesehen, dabei jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie sich später anschließen könnten. Wann dies geschieht, kann ich ihnen nicht sagen, das entscheidet Mistura“. Allerdings stehe man bzgl. dieser Fragen mit den US-Vertretern in Kontakt. (http://sptnkne.ws/a6NW, 29.1.2016). – Auch der iranische Vize-Außenminister ʽAbdullâhîân machte deutlich, daß Terroristen hinter „neuen Masken“ nicht an den Genfer Gesprächen nicht teilnehmen sollten. (http://sana.sy/?p=329703, 28.1.2016).
Ein weiteres Video über die zunehmende Beteiligung von Frauen-Bataillons an den counterterroristischen Kämpfen und bei der Verteidigung ihrer Wohnorte ist bei http://sptnkne.ws/a6N5 zu sehen. Ein Basistraining u.a. in der Handhabung von Waffen wie einer Kalaschnikow dauert derzeit drei Wochen. Zu sehen ist das 145. Frauenbataillon, zuständig für die Sicherheit von Bāniyās (Banyas) in der Provinz Ṭarṭūs (Tartus).
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67701 und http://www.sana.sy/?p=329678 (u.v.a. Befreiung von Balûza im O von Aleppo mit Eliminierung sämtlicher IS-Positionen der Gegend und anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Minen etc.; intensive Operationen gegen die Hauptsitze von Ğaiš al-Fataḥ in den Provinzen Idlib und Ḥamâ, unter den Getöteten nahe Sarâqib im Idlim-Umland auch der Anführer von Katîbat al-Furqân, einer Unterabteilung von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya; auch im Umland von Darʽâ befand sich unter den Getöteten der lokale Amîr von Ğaiš al-Islâm namens Muḥammad Ḫair ʽAṭâ Allâh an-Naʽsân mit Kampfnamen Abû Ḥadîd, wohingegen laut sozialen Netzwerkseiten die Terroristen namens Ḥassan Mağd al-Maṣrî und Bâsil Yûnis al-Ğaqâl ihren Verletzungen in einer Klinik in Jordanien erlagen).
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.1.2016 berichten http://sana.sy/en/?p=67631 und http://www.sana.sy/?p=329270. (u.a. Befreiung von al-Muzaîraʽa, al-ʽAwînât, Ruwaisat al-Maʽlaqa, Rückeroberung des Ğabal al-Malaqâ und des Postens 361 3km im NW von Salmâ im N von al-Lâḏaqiyya mit Säuberung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen; akkurate präzise Luftschläge zerstören IS-Positionen in aṭ-Ṭayiba, as-Sîn, Barlahîn im O von Aleppo, sowie nördlich des Wärmekraftwerks, bei Ğab al-Kalb, Ğab Ġabša und Rasm al-ʽAlam mit heftigen Feindverlusten, nahe al-Bâb sogar ein IS-Munitionsdepot wie ein Trainingslager, dazu Befreiung von Wadîʽa nahe Dair Ḥafir mit Räumung aller angebrachten Minen im Areal; Luftangriffe mit ähnlichem Effekt auch gegen IS-Ansammlungen und -Befestigungen im Umland von Ḥomṣ in Tair Maʽla und gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und im O der Obstplantagen unweit Tadmur; Desgleichen in der Provinz Ḥamâ gegen IS–Lager in Ğab al-Mazârîʽ und Ḥur Binafsa wie gegen Schlupfwinkel von Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Zaitâ, ʽAṭšân, Mûrik, Umm Ṣaḥarîğ, Ğab ar-Riyân, al-Laḥâyâ und Sukaik – in Kafar Zaitâ fand sich unter zahlreich Getöteten auch einer Anführer von Liwâ´ Šuhadâ` Kafar Zaitâ namens Muḥammad al-Aʽrağ; erfolgreiche SAAF-Einsätze auch im Umland von Idlib gegen Ğaiš al-Fataḥ in Sarâqib, Tal Mardîḫ, Ğarğanâz, Arîḥâ und at-Tamânaʽa im Süden wie gegen Ğund al-Aqṣâ ebenfalls in letzterer Stadt, unter den Getöteten auch Sulṭân Abû az-Zubair, der Kommandeur von Liwâ´ al-Ḫaṭṭâb; Eliminierung von IS-Trupps samt mehreren hochgerüsteten Fahrzeugen und einem Trainingscamp durch die SAAF nahe der Wüste, bei al-Mayâdîn, aṣ-Ṣubḥ al-Bûlîl, aṣ-Ṣaḥaba, Abû Ḥammâm und aš-Šaḥîl im Ost-Umland von Dair az-Zaur; Desgleichen Zerstörung eines Waffen- und Munitionsdepots von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt Mannschaft durch akkurate Luftschläge im Umland von Darʽâ in aṣ-Ṣûra, Buṣrâ aš-Šâm und al-Karak, Boden-Einheiten räumten Straßensperren, Befestigungen und Schlupfnester in der Provinzhauptstadt in den Bezirken al-Balad, al-Maḥaṭṭa und in SW-al-Manšiyya).
Terroranschläge vom 27.1.2016:
Ein Raketenbeschuß, welcher in Aleppo die Wohnhäuser in der Ugarit-Straße wie im Stadtteil al-ʽAzîziyya traf, verletzte sieben Anwohner und verursachte heftige Gebäude- u.a. Schäden. Die in der Gegend auch mit solchen Attentaten aktiven Terrorguppen sind: Ğaiš al-Muğâhdîn, Liwâ´ Šuhadâ´ Badr, Liwâ´ al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya.
Am Vormittag war bereits ein Sprengsatz an der Knaben-Schule im Stadtteil al-Ḥamrâ von Ḥomṣ detoniert, hatte glücklicherweise jedoch „nur“ zu Sach-, nicht zu Personenschäden geführt. (http://sana.sy/en/?p=67654)
Nach Saudi-Arabien hat sich nun auch die türkische AKP-Regierung durchgesetzt, was die Teilnehmerliste hinsichtlich der nun ab Fr., 29.1.2016, angesetzten Genf-III-Konferenz betrifft:
Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hatte dem Co-Vorsitzenden der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD), den Syrer Ṣāliḥ Muslim (Salih Muslim) nahegelegt, auf eine Teilnahme zu verzichten, da die türkische Regierung drohte, sonst die Konferenz zu boykottieren (s.u.). Mit einem Verzicht seitens der PYD „könnten alle Schwierigkeiten beseitigt werden“, meinte de Mistura, traf damit jedoch auf Unverständnis auf Seite der betroffenen syrischen (!) Kurden. Im Telefonat mit dem UN-Gesandten erkärte der Parteivorsitzende daher: „Ich habe meine Teilnahme an den Verhandlungen nicht zur notwendigen Bedingung gemacht. Möge derjenige, der auf seiner Teilnahme bestanden hat, die eigene Kandidatur zurückziehen.“ Schließlich erklärte sich de Mistura damit einverstanden, daß sich der PYD-Repräsentant seine schriftliche Einladung persönlich abhole. Eine von der Agentur SputnikNews zitierte Quelle meinte dazu: „Für die Türken wird es selbstverständlich nicht leicht sein, ihr Ziel zu erreichen, nachdem der Kurdenführer nach Genf eingeladen worden ist. Aber die Situation kann sich noch verändern, bis Muslim die schriftliche Einladung ausgehändigt wird.“ (http://sptnkne.ws/a6bu) – Schon tags darauf machte de Mistura im Gespräch mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius bekannt, daß die PYD nun doch keine Einladung zu den Syrien-Gesprächen in Genf erhalte. (http://sptnkne.ws/a5Xe) – Der russische Außenminister Lawrow hatte am Di., 26.1.2016, deutlich gemacht, daß die Syrien-Gespräche ohne eine Teilnahme von Kurden, insbesonders die syrischen, nicht effektiv seien. (loc. cit).
– Zur Rolle des deutschen Politologen Volker Perthes beim Kampf der sog. „Freunde Syriens“ (vhl.u.) gegen Syrien s. http://www.voltairenet.org/article190087.html.
Hinsichtlich der Verbindung der türkischen AKP-Regierung zum IS-ÖL-Schmuggel aus Syrien und dem Irak teilte der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos am Di., 26.1.2016, nach dem Treffen mit seinem israelischen Amtskollegen mit: „Es ist wahr, dass das meiste von Daesh gelieferte Öl durch die Türkei fließt und durch die Türkei wiederum auch die Finanzierung der Terroristen erfolgt“. Dan meinte er: „Wir hoffen, dass die Erdogan-Regierung den Kurs auf die europäischen Grundwerten nehmen wird, anstatt die Türkei in den Fundamentalismus zu steuern“. (http://sptnkne.ws/a5Qp) – Auch der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon hatte vor Journalisten erklärt, die IS-Terrorgruppierung seit langer Zeit Erdöl an die Türkei verkaufe. (http://sptnkne.ws/a5ND)
Bezüglich der Bestimmung der Teilnehmer der als innersyrisch deklarierten Gespräche der Genf-III-Konferenz bemerkte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow kritisch: „Moscow doesn’t understand how Turkey could announce its boycott to the Syrian-Syrian talks while it won’t participate, neither Russia, nor the US or Saudi Arabia.” (http://sana.sy/en/?p=67628 vom 26.1.2016) – Doch genau diese Befürchtung scheint sich angesichts der anderen Meldungen (s.o. und vgl.u.) leider bewahrheitet zu haben.
Auch Außenminister Lawrow wies den Versuch, gewisse Parteien (der syrischen Opposition) zu marginalisieren, als „flagrant violation of the UN Security council’s resolution No. 2254“ zurück. (http://sana.sy/en/?p=67548) – Die syrischen Opposition hat gemäß UN-Resolution Nr. 2254 „umfassend“ vertreten zu sein. Ebenso sollten Terrorgruppen von der Konferenz ausgeschlossen sein (vgl.u.).
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67552 und http://www.sana.sy/?p=328621 (u.a. 22km im N von Darʽâ Befreiung der südsyrischen IS-Hochburg aš-Šaiḫ Miskîn aus den Händen der Terroristen, die beträchtliche Verluste an Kämpfern und vom Rest der Fliehenden zurückgelassenen militärischen Ausrüstung erlitten, anschließende Räumung des Gebiets von angebrachten Sprengfallen – mit diesem Sieg sind in verschiedenen Richtungen die Nachschublinien des IS durchtrennt und die Kontrolle über die Autobahn Damaskus – Darʽâ wiederhergestellt – desweiteren Razzien in der letztgenannten Provinzhauptstadt in den Bezierken al-Manšiyya und al-ʽAbbâssiyya in Darʽâ al-Balad wie in Darʽâ al-Maḥaṭṭa mit Zerstörung von Befestigungsanlagen wie einer Raketenabschußanlage zwischen Raḫm und al-Karak im NO; Vernichtung von Terroristenansammlungen mitsamt militärischem Equipment in den Stadtteilen ar-Râšidîn 4, al-Ğâbariyya, Banî Zaid von Aleppo wie in Ṭayiba und ʽAin al–Ğamâğama, as-Sîn, Fâḥ, al-Qabâsîn im Ost-Umland und in ʽAndân, Ḥayâ und Tal Ğunain im Nord-Umland, Befreiung von ʽAin al-Ḥanaš im O von Aleppo nach Eliminierung aller verblieben IS-Trupps und -Verstecke und nachfolgender Räumung des Areals von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen) sowie http://sana.sy/en/?p=67597 (Zusammenfassung durch den Sprecher des Generalstabes). – Mit Photoserie und Videos im syrischen Text.
Während ihrer Inspektion entdeckte eine counterterroristische Spezialeinheit zum Aufspüren von Sprengsätzen an einem Armee-Checkpoint in Ḥamâ zwei verdächtige Fahrzeuge. Sie hatten große Mengen an Munition für Panzerfäuste (RPGs) und Sturmgewehre, Sprengstoff, Sprengkapseln, Zündern und Granaten geladen. Die beiden Fahrer wurden festgenommen und den Behörden überstellt. (http://sana.sy/en/?p=67590 )
Hinsichtlich der Zusammensetzung der Oppositionsvertretung bei der – auf Freitag verschobenen – Genf-III-Konferenz erklärte Qadrî Ğamîl, Parlamentsabgeordneter der Volksfront für Wandel und Befreiung und damit einer der insgesamt 15 Repräsentanten des gesamten oppositionellen Spektrums während einer Pressekonferenz u.a. gegenüber Rossija Segodnja: „Wir sind bereit, eine mögliche Änderung der Zusammensetzung (der Delegation der Opposition- Anm. d. R.) mit allen zu besprechen. Wir haben diese Liste an (den UN-Sondergesandten für Syrien) Staffan de Mistura sowie an alle interessierten Länder übergeben, darunter auch an die USA und Russland“. Außerdem fügte er hinzu: „Wir ziehen diejenigen in Betracht, die dem Treffen ‚Moskau-2‘ beigewohnt haben, einige waren auch in Kairo präsent.“ (http://sptnkne.ws/a5Er) – Mit ‚Moskau-2‘ wird auf die sog. Moskauer Gespräche von 2015 verwiesen. – Nach Meldung von SputnikNews soll sich Saudia-Arabien zudem schon durchgesetzt haben, daß auch die Terrrorgruppen (vgl. Gefechtsberichte und Anschlagsmeldungen ab Teil I) Ğaiš al-Islâm (vgl.u. Tötung des Terroristenführers Zahrân ʽAlûš) und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Genf am Verhandlungstisch sitzen dürfen (s.a. Artikel: Merkels Mission: Ein Herz für Islamisten).
Ein inzwischen gefangengenommener Terrorist namens Islambek informierte den Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) Rußlands über andere Kämpfer im Dienst der in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden Terrorgruppen. Außerdem gab er bekannt, er selbst habe sich 2013 anderen Interessierten in Istanbul (!) in einem Lager angeschlossen, in dem sich bereits ca. 1.500 Personen russischer Herkunft befunden hätten. Ausgerüstet waren sie bereits neben Schützenwaffen auch mit Granatwerfer und Fliegerabwehrsystemen und schultergestützten Boden-Luft-Lenkwaffensystemen des Typs „Igla“ und „Strela. Eine zusätzliche Ausbildung erhielten sie durch einen Chefinstrukteur für Minen- und Sprengarbeiten.(http://sptnkne.ws/a57v)
Doppelter IS-Terroranschlag in Ḥomṣ vom 26.1.2016:
Nach Information durch den Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî (Talal al-Barazi) detonierte zunächst im Stadtteil az-Zahrâ´ in der Nähe eines Sicherheits-Checkpoints in der 60. Straße eine Autobombe. Kurz darauf zündete ein Suizidattentäter seinen Sprenggürtel in der Menge. Wie schon bei früheren Fällen warten die Terroristen, bis erste Hilfskräfte eingetroffen sind, um noch mehr Personen Schaden zuzufügen. Bislang geht man von 19 Todesopfern, Sicherheitskräften wie Zivilisten, aus und mehr als 100 Verletzten. Da sich letztere teils in sehr schlimmer Verfassung befinden, kann die Todesopferzahl noch steigen. Auch die Gebäude- und anderen Schäden sind sehr hoch. Das Kabinett verurteilte diese Schandtat auf´s Schärfste. Premierminister Wāʾil Nādir al-Ḥalqī (Wael al-Halki) sprach den Betroffenen und Angehörigen sein tiefstes Beileid aus. Der Terrorakt, zu dem sich der IS bekannte, soll wohl über die zunehmenden Niederlagen des IS wie anderer Terrorgruppen in Syrien in der letzten Zeit (s. Gefechtsberichte!) hinwegtäuschen. (http://sana.sy/en/?p=67523 mit Photoserie) – Aktualisierung: Zahl der Todesopfer momentan bei 24 (http://sana.sy/en/?p=67654).
Wie schon bzgl. der letzten größeren Terroranschläge richtete auch dieses Mal wieder das Außenministerium zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, unmittelbar einzuleiten, um die Unterstützung solcher in Syrien ihr barbarisches Unwesen treibenden Terrorgruppen durch inzwischen hinreichend bekannte Regierungen zu unterbinden. Ohne deren Finanzierung, Lieferung von Waffen, Munition, anderem militärischem Equipment etc. wären diese Attentate von Terrorgruppen wie dem IS, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğaiš al-Islâm, al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu, Ğaiš al-Fataḥ, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und der sog. „Freien Armee“ nicht möglich gewesen. Diese ständigen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung dienten zudem der Hebung der Moral der Terroristen, die in den letzten Wochen erhebliche Niederlagen und Verluste hätten hinnehmen müssen. Unzählige solcher Schreiben habe man schon an beide Adressen geschickt, leider ohne jemals darauf eine Reaktion erhalten zu haben. – Im Einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=67623.
Die IS-Leitung scheint nun selbst der Ansicht zu sein, im Westen des Landes die Initiative verloren zu haben (vgl.u. Beurteilung durch Generalstabschef W. Gerassimow vom Fr., 22.1.2016, s.a. http://sptnkne.ws/a4BU). Nach Auskunft von General Rudskoi, Chef der Operativen Hauptverwaltung im russischen Generalstab, vom Mo., 25.1.2016, plane die IS-Führung ihre Kämpfer im Raum Dair az-Zaur zu konzentrieren und habe hierzu letzte Woche bis zu 2000 Terrorkämpfer sowie gepanzerte Fahrzeuge und großkalibrige Maschinengewehre in die Region verlegt. U.a. habe man diese wichtigen Nachrichten durch das gemeinsam von Syrien, dem Irak, Rußland und dem Iran betriebene militärische Informationszentrum in Bagdad erhalten. Die Provinzhauptstadt nahe weiterer Öllagerstätten ist seit einiger Zeit zunehmend umkämpft (http://sptnkne.ws/a5zp)
Wie der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura heute, 25.1.2016, während einer Pressekonferenz in Genf bekanntgab, verschiebe sich der Termin des Beginns der Genf-III-Konferenz voraussichtlich auf den 29.1.2016. Die Verhandlungen seien auf sechs Monate konzipiert. Morgen würden die Einladungen dazu verschickt. (http://sana.sy/?p=328343, http://sana.sy/?p=328872)
Einen Überblick über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67473 und http://sana.sy/?p=328275 (u.a. weiteres Vorrücken in al-Lairamûn im N von Aleppo nach harten für den IS verlustreichen Kämpfen an Männern und Ausrüstung, den Terroristen Niederlagen beigebracht auch in Bâškuwî, den Farmen von al-Malâḥ, Mâyir, ʽAin al-Ğamâğama, al-Laṭîfa und Ḫân al-ʽAsal, dazu Razzien gegen Schlupfwinkel in den Bezirken ar-Râšidîn 4, ar-Râšidîn 5, Ṣalâḥaddîn und Banî Zaid in der Provinzhauptstadt; Zerstörung von Nestern vom IS, Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. in Tulûl as-Sûd im SO von Ḥomṣ, heftige Gefechte mit dem IS in al-Buġailiyya (vgl.u.) mit Vereitelung eines Autobombenanschlags und späterer Auslöschung eines IS-Trupps mittels Sprengfallen; weiteres Vordringen in allen Richtungen bzgl. aš-Šaiḫ Miskîn, 22km im N von Darʽâ sowie Eroberung der Verbindung zwischen aš-Šaiḫ Miskîn und Ibṭaʽ sowie nach Nawâ infolge harter Gefechte gegen die dort aktiven Terrorgruppen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und der IS-affiliierten Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya mit Vernichtung von deren leichterer Artillerie, Raketenabschußanlagen und Sicherstellung eines großen Feldlazaretts sowie Räumung des Gebiets von hinterlassenen Minen und angebrachten Sprengvorrichtungen, weitere Razzien in den Bezirken der Provinzhuaptstadt Darʽâ al-Maḥaṭṭa, Darʽâ al-Balad, al-ʽAbbâsiyya, al-Bağâbağa um Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlungen im Umkreis von Umm ad-Darağ) sowie die Zusammenfassung des russischen Generalstabs über die in 169 Lufteinsätze zerstörten 484 terroristischen Ziele in den letzten drei Tagen (http://www.sana.sy/?p=328253, s.a. http://sptnkne.ws/a5wX)
Wie schon wegen der Differenzen um die Erstellung der Liste der einzuladenden Oppositionellen- wie ausgeschlossenen Terroristengruppen (vgl.u.) gemutmaßt, gab heute die Sprecherin des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, Ğîsâ Šâhîn, bekannt, daß sich der Beginn der innersyrischen Gespräche, der für den 25.1.2016 in Genf angesetzt war, wahrscheinlich um ein paar Tage verzögern werde. – Der neue iranische Außenamtssprecher, Ḥussain Ğâbrî Anṣârî, versicherte erneut die Unterstützung seines Landes für eine Lösung der Syrienkrise auf politischem Wege. (http://www.sana.sy/?p=328158)
Terroranschläge vom 24. und 25.1.2016:
Von IS-Mitgliedern auf die Stadtteile al-Ğûra und al-Quṣûr in Dair az-Zaur abgefeuerte Mörsergranaten hinterließen fünf Tote und sechs Verletzte.
Am Sonntag hatte ein an einem abgestellten Fahrrad angebrachtes Sprengstoffpaket bei der Detonation im Zentraldistrikt von al-Qâmišlî in der al-Ḥasaka-Provinz drei Menschen in den Tod gerissen, neun weitere teils schwer verwundet. Die Sachschäden waren je entsprechend.
(http://sana.sy/en/?p=67464)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.1.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=67301 und http://sana.sy/?p=327727 (Befreiung von ar-Rabîʽa und ar-Rawḍa im N von al-Lâḏaqiyya nach harten Kämpfen mit IS-Trupps Befreiung von Qaṭar und Tal Ḥaṭâbât im O von Aleppo mit Zerstörung vieler IS-Bunker und -Befestigungsanlagen und weitreichender Säuberung des Areals von versteckten Minen etc., im regionalen IS-Hauptsitz al-Bâb trieb der IS-Anführer Familien vor die Stadt, um sie als menschliche Schutzschilde zu mißbrauchen, wie umwohnende Zivilisten berichteten – dort bestünden zudem Waffen- und Munitionsdepots von sowie Lagerstellen für geraubtes Öl zum Schmuggel in die Türkei; Zerstörung von IS-Waffen, -Munition, und -Equipment samt einem Bulldozer, der der Vernichtung der Obstplantagen diente, im O von Ḥomṣ nahe Tadmur wie auch in Ruwaisat Abûal-Fawâri, von IS-Schlupfwinkeln in Raḥûm, at-Tulûl as-Sûd und Posten von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. in Talbîsa und al-Ġanṭû; Vernichtung des Hauptquartiers von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im Bereich Sabʽ Baḥrât und der Verschanzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Sulqain im Umland von Idlib; Eliminierung von Terroristen-Nestern in Darʽâ beim an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp, den Stadteilen al-Maḥaṭṭa, al-Balad und al-Manšiyya sowie in ʽAtmân und aš-Šaiḫ Miskîn mit einer Menge an kämpfern und deren militärischer Ausstattung, unter den Getöteten auch der Militärführer von Alwiya Saif aš-Šâm mit Kampfnamen Abû al-Ġaiṯ); die Eroberungen mitsamt Befreiung von 18 Ortschaften und ca. 120km2 der letzten Tage faßt der Sprecher des syrischen Generalkommandos zusammen (http://sana.sy/en/?p=67376, s.a. http://sptnkne.ws/a5ry).
Näheres zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.1.2016 ist zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=67252 und http://www.sana.sy/?p=327506 (Befreiung weiterer Teile der zuvor schon zu 60% zurückeroberten Stadt aš-Šâiḫ Miskîn im N von Darʽâ von Süden, Osten und Norden her unter Eliminierung einer großen Anzahl Terroristen wie etlicher ihrer Bunker, Barrikaden und Befestigungsanlagen in der Gegend und Säuberung von deren hinterlassene Sprengfallen und Minen, ein Rest – vertreten sind Ğabhatu_n-Nuṣra, der IS, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya – floh in die Wälder; Auslöschung eines Trupps von Liwâ´ Šuhadâ` Ḥaurân in einem Hinterhalt auf der Straße zwischen Ġabâġib und al-Ğâmʽâ, in den betroffenen Stadtteilen Darʽâ al-Maḥaṭṭa und Darʽâ al-Balad wie beim an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp Fortführung der Razzien gegen die Terroristenschlupfwinkel; Zerstörung von Ansammlungen und Fortifikationen des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt Affiliierten im Umland von Aleppo in Ḥuraitân, Tal Ḥaṭâbât, Qaṭar, al-Mafalsa und al-Bâb mit heftigen Feindverlusten, dazu erffektive Razzien in den betroffenen Stadtteilen Aleppos: ar-Râšidîn, al-Lairamûn, Bustân al-Qaṣr, Banî Zaid, Karm al-Maysir und aš-Šâiḫ Saʽîd; Ansammlungen von Tuğmiʽ al-ʽIzza empfindliche Verluste beigebracht in al-Laṭâmina im N von Ḥamâ, unter den Getöteten auch der stellvertretende Kommandeur ʽAbd un-Nâṣir Yûnis Ḫaṭṭâb (Abd al-Nasser Younes Hattab); effektive, akkurate Luftschläge gegen den IS bei al-Qaryatain an den Ausläufern der Wüste wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und andere Terrorgruppen in Tair Maʽla im O von Ḥomṣ; Bombardierung von IS-Stellungen in Tal aṣ-Ṣaḥn im SO von as-Suwaidâ´; Befreiung von al-Tafâḥiyya, Ḥulwa al-Ġarbiyya, Ḥulwa aš-Šarqiyya, al-Amlîk, Bait ʽArab, Bait Ablaq und Tal Ašwalan mit den umgebenden Anhöhen im N von al-Lâḏaqiyya mit anschließender Säuberung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen).
Pentagon-Chef Ashton Carter kündigte im Interview mit CNBC am Fr., 22.1.2016, an, weitere Bodentruppen und in den Irak und auch nach Syrien zu verlegen, wo schon die US-geführte Koalition entgegen dem Völkerrecht, da ohne Zu- bzw. Abstimmung (mit) der gewählten Regierung oder UN-Mandat, seit August 2014 Bombardements unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen, ausführt (zu deren Ineffektivität im Gegensatz zu den Erfolgen der russischerseits unterstützten SAA s.u.!). – Schon 2014 hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow davor gewarnt, jede ausländische Bodenoperation in Syrien gälte als Aggression werde, sofern sie nicht mit dem UN-Sicherheitsrat und der syrischen Regierung abgestimmt sei. (http://sptnkne.ws/a42b). – Auch Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd hatte das Vorgehen des US-Militärs in Syrien im Interview mit RIA Novosti als „eine zum Himmel schreiende Verletzung der territorialen Integrität Syriens“ gewertet und erklärt: „Wir glauben nicht, dass sie aufrichtig gegen den Terrorismus kämpfen.“ Denn wäre das so, müßten die US-Militärs ihr Vorgehen mit den syrischen Streitkräften koordinieren, andernfalls sei ihre Präsenz völkerrechtswidrig. (http://sptnkne.ws/arPm) – Darin übereinstimmend urteilte Riyâḍ Ḥadâd (Raid Haddad), Botschafter in Moskau, hierüber: „Jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens ohne die Zustimmung der Regierung gilt als Aggression gegen das syrische Volk“. (http://sptnkne.ws/a4Je vom 23.1.2016) – Inzwischen teilte das US-Analysezentrum Stratfor aufgrund von Satellitenbildern mit, die Aktivität des US-Militärs auf einem zuvor landwirtschaftlich genutzten Flugfeld in der NO-syrischen Provinz al-Ḥasaka (Näheres vgl.u. 5.12.2015 bzgl. Abû Ḥağar) hätten Start- und Landepisten zu einer Luftwaffenbasis erweitert, auf der auch US-Militärtransporter vom Typ Lockheed C-130 Hercules landen und starten könnten. Auch dies fand ohne Erlaubnis der oder auch nur Kontakt mit der Landesregierung statt. (http://sptnkne.ws/a4He; s.a. http://www.thetimes.co.uk/tto/news/world/middleeast/article4672220.ece)
Terroranschlag vom 23.1.2016:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte Anhänger von Ğaiš al-Islâm beschossen die Bewohner des al-Wâfidîn-Flüchtlings– bzw. Vertriebenen-Camps auch im neuen Jahr mit Mörsergranaten. Infolgedessen kamen dort im damaszener Umland drei Menschen ums Leben, sieben weitere wurden verwundet, die meisten davon wieder Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=67260).
Ein erneuter Schlag gegen den Schmuggel des von den Terrorgruppen so begehrten Captagon (vgl.u.) ist im Süden von Ḥomṣ gelungen. (http://sana.sy/en/?p=67258)
Wegen der Unstimmigkeiten über die Zusammensetzung der Listen der Terrorgruppen (die von einer Teilnahme an der Genf-III-Konferenz ausgeschlossen sind) und der Oppositionellenvertreter (vgl.u., ar-Riyâḍ, 8.-10.12.2015) werden die sog. innersyrischen Gespräche in Genf nicht wie geplant am 25.1.2016 anfangen können, gab der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow gegenüber Russia Today bekannt. Es gebe noch keine definite Entscheidung über über deren Beginn. Zu rechnen sei womöglich am 27. oder 28. Januar damit. (http://sana.sy/en/?p=67194 vom 22.1.2016, ähnlich hatte sich bereits der UN-Gesandte de Mistura ausgedrückt, vgl.u., 21.1.2016)
Nachdem der Sprecher des US Department of State Mark Toner erklärt hatte, die US-Regierung teile und unterstütze die Einstellung von Saudi-Arabien hinsichtlich der Konfiguration der Liste der Oppositionsteilnehmer (s.u.! ) an der Genf-III-Konferenz, erwiderte die Sprecherin des russischen Außenamts Maria Sacharowa, dies widerspreche in eklatanter Weise der UN-Resolution NR.2254, welche die Basis für die ursprünglich ab dem 25.1.2016 angesetzten Gespräche bilden. (http://sana.sy/en/?p=67221) – Näheres dazu s.u.
Auch die türkische AKP-Regierung opponiert gegen eine Teilnahme von (syrischen) Kurden an der Genf-III-Konferenz, obwohl die zugehörige UN-Resolution NR.2254 gerade eine umfassende Abbildung der syrischen Opposition – mit Ausnahme von Terroristen! – hinsichtlich der Delegation für die Genfer innersyrischen Gespräche vorsieht. Gemäß dem US-Magazin Foreign Policy habe die türkische Delegation unter Leitung von Ahmet Davutoğlu Anfang der Woche Staffan de Mistura, dem UN-Sondergesandten für Syrien, eine Protestnote zugesandt. In Übereinstimmung mit der erwähnten Resolution hatte der Co-Vorsitzende der Kurdenpartei PYD, Ṣaliḥ Muslim (Salih Muslim), am Fr., 22.1.2016, mitgeteilt, daß die Syrien-Gespräche ohne Teilnahme der syrischen Kurden nicht durchführbar seien. (http://sptnkne.ws/a4G2) – Wie die syrische Seite, unterstützt durch Rußland, China, den Iran u.a. Staaten seit Jahren erklärt, ist die Beilegung der Syrienkrise wie die Bestimmung über die Zukunft der Syrer allein die Sache der Syrer in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Völkerrecht, der UN-Charta und entsprechenden UN-Resolutionen.
Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, übt Kritik an der Regierung von Saudi-Arabien, welche gerade dabei sei, die Lösung der Krise in Syrien auf politischem Weg mittels innersyrischer Gespräche zu unterminieren. In seinem vertraulichen Bericht an die Vereinten Nationen vom 18.1.2016, infomierte er den UN-Sicherheitsrat darüber, die von Saudi-Arabien unterstützte Koalition und deren „sponsors insist on the primacy and exclusivity of their role as ‘THE’ opposition delegation.” Das Foreign Policy Magazine zitierte bezüglich seiner daher: „Riyadh is complicating his efforts to find a diplomatic solution to the Syrian conflict by trying to tightly control which opposition groups will be allowed to participate in the negotiations”. De Mistura bat daher die USA, Rußland und alles anderen Schlüsselmächte, seine von gewisser Seite gestörten Vermittlungsanstrengungen zu unterstützen. Er werde keine Einladungen zu den bereits angesetzten Genfer Gesprächen verschicken, solange nicht die wichtigsten außersyrischen aber am Syrienkonflikt beteiligten Mächte die von ihm zu erstellende Liste der Teilnehmer absegneten. Das Magazin sieht in diesem Aufruf de Misturas dessen Versuch, die US-Regierung zu drängen, auf Saudi-Arabien einzuwirken, seine Aktionen nicht weiter zu torpedieren. (http://sana.sy/en/?p=67186 vom 22.1.2016)
Der Abgesandte des russischen Präsidenten für Nahost und gleichzeitige Vize-Außenminister Michail Bogdanow bemerkte hinsichtlich des wohl verspäteten Beginns der ursprünglich für den 25.1.2016 angesetzten Konferenz in Genf – sozusagen Genf-III – zur friedlichen Beilegung der Syrienkrise, es gehe nicht an, daß die Opposition Vorbedingungen für ihre Teilnahme stelle. Diese würden das Zustandekommen der Konferenz be- bzw. verhindern und seien damit inakzeptabel. Wörtlich äußerte er in Moskau: „The Syrian opposition will bear a historic responsibility if it hinders the talks.” Wichtige Themen seien auch die Vertrauensbildung wie die humanitäre Situation im Land und deren Besserung. (http://sana.sy/en/?p=67174 vom 21.1.2016) – Saudi-Arabien fordert, die Liste der Mitglieder der Oppositionsdelegation müsse genau mit der Teilnehmerliste des Treffens in ar-Riyâḍ vom 8.-10.12.2015 übereinstimmen. Damals fehlten einerseits wichtige Oppositionsfraktionen, z.B. waren keinerlei Kurdenabgesandte geladen, andererseits kamen Vertreter bekannter Terroristengruppierungen (vgl.u., Suchwort: ar-Riyâḍ ).
Über Art der Durchführung der Genf-III-Gespräche äußerte sich US-Außenminister Kerry am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten dahingehend, daß es zunächst keine direkten Verhandlungen geben werde. „Das erste Treffen verläuft als nicht direkte Verhandlungen (…) es darf keine Situation entstehen, wo sie sich an den Tisch setzen und einander anschreien. Der Prozess muss aufgebaut werden“, wurde er zitiert. (http://sptnkne.ws/a4vM)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.1.2016 fassen zusammen die Seiten http://sana.sy/en/?p=67189 und http://www.sana.sy/?p=327141 (u.a. Befreiung von Kataf al-Qâmû, al-Ġunaimiyya, al-Qalâiyaʽ, Bait Sukar, al-ʽUwainât, Ḫân al-Ğawz, Bait Rîḥa und Barâdûn im N von al-Lâḏaqiyya mit Eroberung des Ğabal al-Kâlûkasî, der Rest der mindestens 150 eliminierten Terroristen floh in Richtung Grenze zur Türkei, dazu Befreiung von as-Suwaida, Bait ʽAwân, Baladar und Raif Maḫtârû mitsamt Eroberung der Bergmassive von as-Suwaida und Sarqal wie des Postens 465, was sich vom Feind retten konnte, floh in die Waldgebiete, am Nachmittag noch Befreiung von as-Sarâyâ, al-Ğâmûsiyya, ar-Rayâna und al-Ġašmaliyya und Eroberung der Berge Barğasliyya und al-Marân mit Zerstörung der feindlichen Befestigungen, Waffen und Ausrüstung – darunter Mengen an Panzer-durchdringenden TOW-BGM-71-Raketen und Munition aus US-Produktion, die laut Geheimdienstermittlungen über die Türkei eingeschleust wurden – Räumung der hinterlassenen Minen und Sprengfallen; Auslöschung eines Trupps von Alwiyat al-Furqân in einem Hinterhalt im Hinterland von Darʽâ während dessen Versuchs, von al-Lağât aus ins nördlich gelegene Gebiet einzufallen, unter den zahlreich Getöteten und Verletzten wr auch Ḥamdî Ġassân al-Kûr, der den Netzwerkmeldungen zufolge seiner Verwundung im Krankenhaus in Jordanien (!) erlag; im Kampf gegen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya u.a. im Umkreis von Idlib in Ğabal Šaḥšabû, at-Tamânaʽa, al-Ḫazânât auch ein Depot von Mörsergranaten wie hochgerüsteten Fahrzeugen vernichtet; IS-Ansammlungen im W von Tadmur undnd Ruwaisat Abû al-Fawâris im von Ḥomṣ ausgeschaltet wie deren bereitgemachte Autobomben; weitere erfolgreiche Operationen auch in den Provinzen Ḥamâ und Dair az-Zaur) sowie die besondere Anerkennung für die Leistungen der syrischen Luftwaffe im Counterterrorismus, welche teils mit museumsreifem Gerät aus der Sowjetzeit Dienst taten und tun. (http://sptnkne.ws/a4dE); dazu Fazit der bisherigen russischen Lufteinsätze gegen mehr als 6.000 terroristischer Ziele (http://sana.sy/en/?p=67199, http://sptnkne.ws/a488) und Beurteilung der allgemeinen Lage durch den russischen Generalstab in: http://sptnkne.ws/a4BU (Wie Generalstabschef Waleri Gerassimow am Fr., 22.1.2016, gegenüber Russia 24 zusammenfaßte sei die SAA derzeit in 10 von 15 Einsatzgebieten gegen den IS im Vorrücken, in weiteren drei werde er vorbereitet. Damit liege die strategische Initiative jetzt eindeutig in den Händen der syrischen Regierungstruppen. „Früher oder später wird der Widerstand des Daesh gebrochen“, konstatierte er daher zuversichtlich.).
Am Di., 19.1.2016, hatte der saudische Außenminister ʽAdl al-Ğubair sich über die Zurückweisung der Ausübung jeglichen ausländischen Drucks (any external pressure) auf die Zusammensetzung der syrischen Oppositionsdelegation für die innersyrischen „Genf III“-Gespräche echauffiert. Infolgedessen erklärte der iranische Außenminister Muḥammad Ẓarîf am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in einer Pressekonferenz, die Bestimmung der Mitglieder der Oppositionsdelegation obliege einzig dem UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, und nicht dem saudischen Außenminister. Es sei undenkbar, daß zum Verhandlungstisch in Genf Terroristen Zugang hätten. Schließlich hätten am Treffen im Dezember in ar-Riyâḍ (vgl.u., 8.12.2016) allein Repräsentanten von zehn mit al-Qāʿida–verbundenen Terrorgruppen teilgenommen. Es sei zudem unvernünftig schon Bedingungen zu stellen, bevor die Syrien-Konferenz noch überhaupt angefangen habe. (http://sana.sy/en/?p=67126 vom 21.1.2016)
Laut AP-Meldung geht aus Geheimdokumenten Saudi-Arabiens, welche kürzlich durch Wikileaks offengelegt wurden, hervor, daß die saudische Monarchie gegen die Regierung in Syrien kämpfende Gruppierungen [d.i. Terrororganisationen] ebenso unterstütze wie zuvor schon das ägyptische Regime unter Mursî wie die Gegner des Atomabkommens mit dem Iran. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296014-wikileaks-vier-arabische-l%C3%A4nder-haben-usa-zur-bombardierung-irans-aufgefordert) – Zur Terroristenunterstützung in Syrien seitens der saudischen Regierung s.a. André Chamys Artikel vom 14.1.2016 bei http://www.voltairenet.org/article189893.html.
Terroranschläge vom 22.1.2016:
Ein unter einem am Straßenrand abgestellten Auto angebrachter Sprengsatz verletzte bei der Detonation 15 Passsanten im Stadtteil Wâdî aḏ-Ḏahab in Ḥomṣ und verursachte enormen Sachschaden. Ein weiterer Sprengsatz detonierte etwas entfernt davon in einem Müllcontainer, führte aber glücklicherweise zu keinen Personenschäden. (http://sana.sy/en/?p=67215)
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=67109 bzw. http://www.sana.sy/?p=326733 und http://sana.sy/en/?p=67102 (Zerstörung von 579 terroristischen Ziele durch gemeinsam ausgeführte Luftschläge der russischen und syrischen Kampfjets, mit Video).
Entgegen der nach ihrem Treffen vom Mi., 20.1.2016 (vgl.u.) ausgedrückten Hoffnung des russischen wie US-Außenministers erklärte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, am 21.1.2016 in Davos: „peace talks might not start as planned in Geneva on Jan. 25th.” (Hhg. blogseits). Womöglich könne er kommenden Sonntag (24.1.) dazu mehr sagen. (http://sana.sy/en/?p=67092, http://www.sana.sy/?p=326794 und http://www.sana.sy/?p=326641) – Zu den Gründen s.u.
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.1.2016 gewähren http://sana.sy/en/?p=67041 und http://www.sana.sy/?p=326359 (u.a. Eroberung von etlichen strategisch bedeutsamen Anhöhen mit Befreiung von Ṯaniyyat Râšid im SO von Ḥomṣ vom IS samt Kappung der IS-Nachschubrouten zwischen al-Maḥsa und al-Qaryatain, dazu Räumung sämtlicher hinterlassener Sprengsätze bis in eine Entfernung von 3 km; verlustreiche Kämpfe für Ğaiš al-Fataḥ in Kâmab al-Almân im äußersten NW der al-Ġâb-Ebene an der Verwaltungsgrenze der Provinzen Ḥamâ, Idlib und al-Lâḏaqiyya mit Zerstörung von deren gepanzerten Fahrzeugen samt Munition und militärischer Ausrüstung; im Rîf Dimašq Ausräumung von Schlupfnestern von Ğaiš al-Islâm in Ḥarastâ/Ostal–Ġûṭa; Eliminierung u.a. eines Zentrums von Ğabhatu_n-Nuṣra in Darʽâ wie eines Trupps in aš-Šâiḫ Miskîn; konzentrierte Angrifffe gegen IS-Positionen in aṣ-Ṣubaiḥiyya wie gegen Ansammlungen von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra bei aš-Šâiḫ Luṭfî und in den Stadtteilen ar-Râšidîn und Bustân al-Bâšâ von Aleppo mit Vernichtung von Waffen- und Munitionsdepots; beim energischen Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Idlib wurden zudem der Führer – genannt Abû ʽAtîq – namens Iyâd al-ʽAdl laut sozialen Netzwerkseiten der Terrororganisation getötet wie dessen Assistent Muḥammad ʽAbdulwahâb, alias Abû Ḥâzim, in Arîḥâ (http://sana.sy/?p=326651)) sowie http://sptnkne.ws/a3Dv bzw. http://www.sana.sy/?p=326551 (Gemäß Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Mi., 20.1.2016, wurden in den letzten 24 Stunden „16 Einsätze gegen 57 Objekte der terroristischen Infrastruktur“ geflogen, begrenzt auf die Provinzen al-Lâḏaqiyya und Dair az-Zaur „wegen schlechter Wetterbedingungen und um Risiken für die Zivilbevölkerung zu vermeiden“.) sowie sowie über die syrischen Erfolge seit dem 27.12.2015 die Seiten: http://sana.sy/en/?p=67086 bzw. http://www.sana.sy/?p=326536 und auf Deutsch: http://sptnkne.ws/a3NF (In 481 SAAF-Einsätzen Zerstörung von 1.662 Objekten terroristischer Infrastruktur, zum Großteil in den Provinzen Damaskus-Land, Ḥomṣ, Ḥamâ, Idlib, Aleppo und Dair az-Zaur, wie der Sprecher des Generalstabes bekanntgab. Zudem erklärte er: „Vernichtet wurden unter anderem ein Kommandostab der Terroristen, wo Raketenstarts gelenkt wurden, sowie vier Kommandozentralen und eine Fabrik zur Produktion von Munition.“). – Die Einsätze zu jener Zeit waren wegen schweren Sturms, dessentwegen sogar die Mittelmeerhäfen geschlossen werden mußten, verringert.
Terroranschlag vom 20.1.2016:
Im Dorf Balâṭ verschanzte Terroristen beschossen die Stadt as-Safîra im SO von Aleppo mit Raketen, verursachten dort entsprechende Schäden und hinterließen vier Tote und fünf Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=67070)
Im Interview mit Kanal (arab.: Ḫalq) T erklärte der frühere Außenminister der Türkei, Murat Karayalçın, auf türkisch, die Politik von Staatspräsident Erdogan und seinem Ministerpräsident Ahmed Davutoglu gegenüber Syrien und der Region sei verfehlt und gefährlich. Von Beginn an sei sie auf Ausbreitung der sektiererischen [wahhâbitischen] Ideologie über die Landesgrenzen, Einmischung in die Politik anderer Staaten und den Traum der Wiedererrichtung eines osmanischen Sultanats mit Erdogan an der Spitze ausgerichtet gewesen, was zwangsläufig zu nachhaltigen Spannungen in den Beziehungen zu Syrien, dem Irak, Libanon und Iran wie zu Ägypten und Rußland geführt habe. (http://sana.sy/?p=326416)
Wie der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow in einer Erklärung vom Mi., 20.1.2016, in Moskau verlauten ließ, träfen sich die Außenminister Lawrow und Kerry (USA) selben Tags in Zürich zu einem bilateralen Gespräch. Schließlich existierten noch erhebliche Unterschiede zwischen der Auffassung der russischen und US-Seite darüber, welche Organisationen auf die Liste der Terrorgruppierungen bzw. die der syrischen Opposition gesetzt werden sollten in Vorbereitung der für den 25.1.2016 in Genf angesetzten Konferenz zur Beilegung der Syrienkrise, welche sich wegen dieser Differenzen verspäten könne. Einig sei man sich nach wie vor nur bzgl. der Einordnung von al-Qāʿida, des IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. (http://sana.sy/?p=326363)
Selbst der britischer Verteidigungsminister Michael Fallon räumte jetzt im Interview mit Le Figaro vom 20.1.2016 implizit ein, daß es keine sog. „gemäßigte Opposition“ auf syrischem Territorium gebe, die sich dem Kampf gegen den IS verschrieben habe. Zur Bekämpfung des IS seien erfahrene und starke Bodentruppen unbedingt erforderlich. Man könne hierzu wie schon die Kurden oder die irakische Armee auch in Syrien Oppositionsgruppen im Kampf gegen den IS ausbilden, wenn nur solche zu identifizieren seien. (http://sana.sy/?p=326369) – Die counterterroristischen Leistungen der SAA seit nunmehr fünf Jahren ließ er jedoch – wie zu erwarten – völlig außer Acht.
Einzelheiten zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.1.2016 sind zu rfahren bei: http://sana.sy/en/?p=66988 und http://www.sana.sy/?p=326061 (u.a. präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in ʽAyâš und SAA-Angriffe IS-Bewegungen beim Flughafen Dair az-Zaur mit über 70 getöteten Terroristen und deren weiteren Verlusten an militärischem Equipment einschließlich verschiedener Artillerie; effektive akkurate SAAF-Einsätze auch in Ḥamâ gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierten und Zentren von Ğabhatu_n-Nuṣra im Raum Ḥur Binafsa und Ṭalaf, unter den Getöteten auch deren Anführer ʽAbdullâh Fiṭrâwî, Desgleichen gegen Ğaiš al-Fataḥ-Trupps in Kafar Nabûda und al-Laṭâmina im NW, dazu Artillerieangriffe gegen Ğaiš al-Fataḥ -Fortifikationen in Mûrik, ʽAṭšân und Sukaik; im Umkreis von Idlib Razzia im Areal von Sarâqib gegen Terroristennester und wie auch in al-Ḥâmidiyya gegen jene von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya; Eliminierung von Verstecken und Trupps des IS durch die Luftwaffe auch in der Provinz Ḥomṣ östlich von Muhain (Mahîn), in al-Qaryatain wie durch die Bodentruppen im Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla, westlich Talbîsa und in Umm Šaršûḥ; Zerstörung von IS-Befestigungen im O von Aleppo in ʽArân, Abû Ṭaṭal, al-Madiyûna, Tal Maksûr und dem Areal des IS-Sitzes al-Bâb wie deren Nachschublinien von ar-Raqqa her bei al-Ğâbariyya, ʽAfaš und Abû Ḍana; Razzien gegen Terroristennester in Darʽâ al-Maḥaṭṭa und Darʽâ al-Balad sowie im N von Darʽâ in Dâʽil) sowie http://sana.sy/en/?p=67016 (russische Zusammenfassung über die in den letzten fünf Tagen ausgeführten 567 Lufteinsätze, u.a. gegen Tanklastzugkonvois und Einrichtungen zur Ölausbeutung).
Terroranschläge vom 18.1.2016:
Der Beschuß des Stadtteils ar-Râmûsa-Stadtteil in Aleppo mit Raketen hinterließ drei Tote, darunter zwei Kinder und 11 Verletzte, darunter fünf im Kindesalter, dazu erhebliche Gebäudeschäden etc. (http://sana.sy/en/?p=66923)
Detailierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.1.2016 sehen http://sana.sy/en/?p=66879 und http://www.sana.sy/?p=325626 (u.a. im W von Dair az-Zaur Ausräumung letzter Reste von IS-Trupps im Bereich al-Buġailiyya (al-Baġîliyya) mit Rückeroberung der strategisch wichtigen Anhöhe dort und Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Sprengladungen und Minen, zudem Eliminierung anderer IS-Positionen in al-Ḥassan, al-Ğunaina und um ʽAyâš sowie Vertreibung von IS-Anhängern aus dem Stadtteil ar-Rašadiyya der Provinzauptstadt nach harten, für den Feind verlustreichen Kämpfen; weiteres Vorrücken in Ost-al-Ġûṭa mit weiteren befreiten Örtlichkeiten und Geländegewinnen bis östlich der Autobahn in Höhe Ḥarastâ im Rîf Dimašq mit Entdeckung und Zerstörung eines ganzen Netzwerks an Tunneln und Schützengräben; in Aleppo-Ṣalâḥaddîn ebenfalls Zerstörung eines Tunnels zur unentdeckten Infiltration des Stadtteil mit Terroristen und Waffen etc., sowie Ausräumung von Terroristennestern in den Stadteilen al-Lairamûn, Bustân al-Bâšâ, the Old City, al-Ğâbariyya und aš-Šaiḫ Saʽîd, außerhalb Vernichtung von Terrorgruppen samt militärischer Ausrüstung in al-Manṣûra, dazu eines Panzers durch die Volkswehr von Nubul und az-Zahrâ´ auf der Straße zwischen Mâyir und Kafîn; in einem Hinterhalt eine Anzahl Terroristen niedergemacht in Ṭalaf im SW von Ḥamâ, unter Getöteten auch die Anführer von Katîba al-Murâbiṭîn mit Namen ʽAbdarraḥmân al-Muṣṭafâ und von Liwâ´ Ṣuqûr Quraiš mit Kampfnamen Abû Šakîb und Vernichtung einer Vielzahl an Waffen und Equipment; in der Provinz Darʽâ Eliminierung von aufgerüsteten Fahrzeugen, Bulldozer und Abschußablagen für Mörsergranaten in an-Nuʽaima, laut terroristischen Netzwerkseiten unter Getöteten dabei die beiden Kommandeure, einmal von Katâ´ib Qabbat aṣ-Ṣaḫra namens Suwailim ar-Rakab sowie von Alwiya al-ʽUmarî namens Râmî ar-Rakab sowie in aš-Šaiḫ Miskîn der lokale Anführer von Ğaiš al-Islâm namens Yûsuf Šaḥâda alias Abû Ğaulân) vor.
Aufgrund des jüngsten barbarischen IS-Massakers in al-Buġailiyya (al-Baġîliyya) wandte sich das Außenministerium erneut in zwei identischen an den UN–Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichteten Schreiben an die internationale Gemeinschaft und verurteilte die kontinuierlich und methodisch gegen die unschuldigen syrischen Bürger verübten Verbrechen der Terroristen im Land. Das IS-Verbrechen von al-Buġailiyya wurde wie folgt zusammengefaßt: „ISIS hordes attacked al-Bghailiye suburb on Saturday January 16th, breaking into houses and homes and murdering, slaughtering, and shooting innocent civilians, claiming the lives of more than 280 civilians, most of them women, children, and elderly people. In addition, the terrorist organizations abducted around 400 peaceful civilians from al-Bghailiye and transported them to other areas.”. Jedoch ohne die nach wie vor fortdauernde Unterstützung der verschiedenen in Syrien aktiven Terrorgruppen wären solche beständigen Grausamkeiten nicht möglich. Finanzierung, Bewaffnung, geheimdienstliche und logistische Hilfen böten vor allem Saudi-Arabien, Qaṭar und die Türkei. Zudem unterstrich das Ministerium mit Blick auf Frankreich: „in this regard, we underline the destructive role played by France whose diplomacy has become proficient in firing off nonsense which encourages the committing of terrorist acts by demonizing the forces that are actually fighting terrorism.” An Terrorgruppen wurden als Beispiele genannt der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğaiš al-Islâm, al-Ğabhatu al-Islamiyyatu, Ğaiš al-Fataḥ, al-Ǧaiš al-Ḥurr, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und andere damit affiliierte Organisationen. Die erwähnten Unterstützerstaaten trügen damit eine Mitverantwortung auch für das IS-Massaker in al-Buġailiyya. Zudem wurde die Forderung, den Counterterrorismus ohne doppelte Standards anzulegen, gestellt: „that the international community commit to fighting terrorism away from politicization and double-standards and by direct cooperation and coordination with the Syrian government, calling for providing support to the Syrian government which is fighting terrorism on behalf of the world.“ Die von den Terroristen verübten Verbrechen geschähen vor den Augen der Welt wie der sog. US-geführten Koalition, deren Unvermögen und Scheinheiligkeit im Vorgehen gegenüber jenen Terrororhanisationen deutlich geworden sei im Gegensatz zu dem effektiven, von russischer Seite unterstützten Counterterrorismus der syrischen Armee. Zusammenfassend forderte das Ministerium die internationalen Gremien nochmals auf, die den Terror zu verurteilen sowie: taking all deterrent measures against the states, individuals, associations, and establishments that violate those resolutions, specifically the regimes of Turkey, Qatar, and Saudi Arabia, and a number of Western states that continue to conspire against Syria..“ (http://sana.sy/en/?p=66913 vom 18.1.2016)
Nachtrag zur Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei unter Staatspräsident Erdogan und seiner AKP-Regierung:
Der türkische Präsident Erdogan ließ als Vorsitzender der türkischen Justiz zwei Journalisten zu Gefängnis verurteilen, welche die Übergriffe der Polizei und Sicherheitskräfte beim Vorgehen gegen die Proteste gegen die Unterdrückung der Medien in Adana am 14. 12.2015 dokumentieren wollten. (http://www.sana.sy/?p=325633 vom 18.1.2016)
Auch Kemal Kılıçdaroğlu, der Chef der türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP), welcher erst kürzlich Kritik am politischen Handeln des Staatspräsidenten geübt hatte (vgl.u.), droht laut der Zeitung Hürriyet vom 18.1.2016 eine Anklage wegen Beleidigung des Staatsoberhaupts. Erdogan hat hierzu den Generalstaatsanwalt Kürşat Kayral angewiesen, eine Untersuchung einzuleiten. (http://www.sana.sy/?p=325652 vom 18.1.2016) – Aktualisierung: am 19.1.2016 gab Kemal Kılıçdaroğlu bekannt, er werde sich auch nicht durch Repressalien davon abringen lassen, die Wahrheit über Präsident Erdogan und seine Politik zu sagen. Was er gesagt habe, sei zutreffend gewesen. Außerdem sei es seine Pflicht als Oppositionsführer, Erdogan zu kritisieren, wenn schon die Medien unter Regierungsbevormundung es nicht täten. Jemand habe den Präsidenten daran erinnenr müssen, daßauch er an die Verfassung gebunden sei. Er sei über die Folgen seiner Aussagen nicht überrascht, vielmehr habe er sie erwartet. Solange diese Unterdrückung der freien Rede anhalte, werde er sie jedoch ausüben. (http://sana.sy/?p=326056, 19.1.2016, s.a. http://www.hurriyetdailynews.com/change-in-chp-driven-by-party-organization-itself-kilicdaroglu-.aspx?pageID=238&nID=94001&NewsCatID=338).
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.1.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=66816 und http://www.sana.sy/?p=325285 (u.a. Befreiung von al-Kundaisiyya, as-Sukariyya, – al-Qanqaliyya – mit den umgebenden Anhöhen und den Bergmassiven al-Ḫanâdiq, al-Kundaisiyya, Kazbar und as-Sindiyân, dazu Eroberung von Tal Ra´s al-Ġazâl und Tal Ra´s al-Kabîr im N von al-Lâḏaqiyya mit anschließender Säuberung der Areale von hinterlassenen Sprengfallen; im S von Idlib Eliminierung von Ansammlungen von Ğaiš al-Fataḥ bei Kafar Sağna und dem al-Arbaʽain-Gebirge unter erheblichen Feindverlusten wie auch Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Basen in Kafar Sağna und in akkuraten Luftschlägen bei Maʽrdabsa im Sarâqib-Areal, unter den Getöteten auch der Anführer ʽAbdul Qâdir aṣ-Ṣubaiḥ; effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen in Tal Ḥaṭâbât, Qaṭar, ʽAin al-Ğaḥš und Rasm as-Sarḥân im O von Aleppo; Desgleichen in der Provinz Ḥamâ in Kafar Nabûda, Kafar Zaitâ und Ṭalaf mit Unterbrechung der jeweiligen Nachschublinien des Gebiets; Vernichtung von IS-Verstecken und –Konzentrationen westlich von Tadmur im Gouvernement Ḥomṣ im al-Hayâl-Bergland, den Steinbrüchen und den Obstplantagen sowie im SO in at-Tulûl as-Sûd; Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps in Gefechten geschlagen in Darʽâ auf dem Weg zum Staudamm, beim an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp und östlich von an-Nuʽaima, wobei wieder – gemäß terroristischen Netzwerkseiten – der Terrorist Muḥammad Ṭuʽma Qâsim seinen Verletzungen im Krankenhaus in Jordanien erlag.).
Bewohner im Umfeld informierten SANA darüber, daß IS-Milizen im Dorf al-Baġîliyya (auch: al-Buġailiyya) im Westen der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur ein Massaker an ca. 300 Personen angerichtet haben. Bei den Opfern handelte es sich in der Hauptsache um Frauen, Kinder und Alte. Das Kabinett verurteilte dieses feige, hinterhältige Verbrechen aufs Schärfste. Anlaß dafür sei das Kaschieren der großen Verluste an Mannschaften und Gebieten durch das Vorrücken der SAA in letzter Zeit. Damit sollen zudem die von der Regierung angebotenen, bislang sehr erfolgreichen Reconciliierungsprogramme (vgl.u.) unterminiert werden, die jedoch dennoch weiter fortgeführt würden. Den Angehörigen der Opfer sprach der Premierminister sein tiefstes Beileid aus. (http://sana.sy/en/?p=66770, http://www.sana.sy/?p=325106 mit Photo) – Aktualisierung: Noch am Samstagabend konnte eine Armee-Einheit die IS-Kämpfer, welche zuvor das am Euphrat gelegene Dorf al-Buġailiyya überfallen hatten, unterstützt durch die lokale Volkswehr aus jenem vertreiben, bestätigte der Provinzgouverneur gegenüber Sputniknews. Die SAA brachte dem IS dabei erhebliche Verluste bei, ein Rest der IS-Anhänger floh in die noch von ihm kontrollierten Nachbarregionen. Das Eindringen der IS-Milizionäre hatten wie üblich Suizidattentäter eingeleitet, dieses Mal sogar 30 Mann. (http://sptnkne.ws/a26M, s.a. Gefechtsbericht vom 16.1.2016) – Der Angriff erfolgte Stephen Lendman von Global Research zufolge, kurz nachdem die russischen Jets damit begonnen hatten, in dem Gebiet humanitäre Hilfsgüter für die Bevölkerung abzuwerfen. (http://www.globalresearch.ca/latest-isis-atrocity-trained-by-the-cia/5501889).
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.1.2016 geben http://sana.sy/en/?p=66728 und http://www.sana.sy/?p=324906 Auskunft (Eroberung der aṣ-Ṣarâf beherrschenden Anhöhen mit den Posten 489, 465 and 547, welche die Achse ad-Dara und aṣ-Ṣarâf überblicken, dazu Befreiung von al-Muraiğ, Kataf al-Ḥâbâ, des al-Ḥamrâ-Areals, al-Kart al-Faûqânî, al-Kart at-Taḥtânî mit Eroberung einiger strategisch bedeutsamer Anhöhen wie z.B. Talat aṭ-Ṭârûʽ und Talat al-Muraiğ im N von al-Lâḏaqiyya mit nachfolgender Säuberung; im SW von Ḥamâ Eliminierung von Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra in ʽAqrab am Rand der al-Ḥûla-Ebene, unter den Getöteten auch der Anführer mit Kampfnamen Abû Mišʽal sowie im N in Kafar Nabûda nach Vernichtung von Trupps von Ǧaiš an-Naṣr unter den Getöteten auch deren Anführer namens Muḥammad Ṣûfân – Ǧaiš an-Naṣr gehört zu Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, finanziert durch Suadi-Arabien und verübte schon Dutzende an Massakern im Umland von Idlib und Ḥamâ; Ansammlungen und ein Hauptquartier von Ǧaiš an-Naṣr auch ausgeschaltet in Tal Hawâš und al-Hubaiṭ im S von Idlib, im Umfeld von Ğisr aš-Šuġûr ebenso der Kommandeur (amîr) von Liwâ´ al-Anṣâr, Sâmir Hâğ Nağîb, unter den zahlreich Getöteten – er war laut den Netzwerkseiten der Terroristen verantwortlich für die Plünderung der dortigen Zuckeranlagentechnik und Schmuggel des Geraubten über die Grenze in die Türkei; Verhinderung der Detonation einer IS-Autobombe vor Militärposten im Umkreis von ʽAyâš im W von Dair az-Zaur mit Zerstörung des IS-Hauptquartiers dort mit allen Waffen, Munition etc., Bekämpfung und Vertreibung der in das Dorf al-Baġîliyya eingedrungenen IS–Trupps nach Eliminierung vieler von deren Kämpfern – das Dorf nahe der Landwirtschaftshochschule im W-Umland der Provinzhauptstadt war erst am 3. Januar durch die SAA befreit worden, in Dair az-Zaur in den Vierteln Ğubaila, ar-Rašadiyya und al-Ḥuwaiqa Vernichtung von IS-Verschanzungen mitsamt deren Waffen und Munition; Zerstörung von verbliebenen Ğabhatu_n-Nuṣra–Nestern in Darʽâ al-Maḥaṭṭa und Darʽâ al-Balad sowie deren Konzentrierung in Nuʽîma, einem Schlüsselversorgungspunkt der Terroristen zwischen den Dörfern des Ost-Umlands von Darʽâ, der in Yâdûda verletzte Ğabhatu_n-Nuṣra–Angehörige Muhannad Ğamal al-Ḥussain verstarb laut terroristischen Netzwerkseiten im Krankenhaus in Jordanien; im N von Ḥomṣ in Tulûl as-Sahla, Tal Abû as-Sanâsil und Tair Maʽla Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Trupps ausgeschaltet wie auch in Kafarlâhâ mehr westlich und bei ʽAsîla und Ṭalaf an der Verwaltungsgrenze zu Ḥamâ, dazu IS-Einheiten eliminiert mitsamt ihres militärischen Equipments im NO des aṭ-Ṭâr-Gebirges; im NO der as-Suwaidâ´-Provinz in Ušaîhib am Wüstenrand IS-Zentrum und Depots für Waffen und Munition vernichtet, wo viel Schmuggel über die irakisch-jordanische Grenze im Wüstengebiet getrieben wird.).
In zwei identischen an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichteten Schreiben beschwerte sich das Außenministerium über die permanente Verletzung der syrischen Grenze und damit die Angriffe gegen die Souveränität, Integrität und Sicherheit der syrischen Gebiete durch die türkische Regierung. Wörtlich heißt es darin: „Repeated Turkish regime’s assaults and violations of the Syrian territorial integrity is a blatant attack against all bases of the international law, good-neighboring policies and UN charter and principles”. Die in Syrien aktiven Terrorgruppierungen könnten ihre Verbrechen im Land jedoch ohne finanzielle und militärische Unterstützung seitens mancher Länder wie der Türkei, Saudi-Arabiens und Qaṭars nicht weiterführen. Daher forderte das Außenministerium die UNO erneut dazu auf, durchgreifende Maßnahmen zu ergreifen, diese Terror-Unterstützung zu stoppen. (http://sana.sy/en/?p=66808, http://www.sana.sy/?p=325234 vom 17.1.2016) – Zu den einzelnen Vorwürfen, welche auch die Unterstützung von Terrorgruppen auf syrischem Boden betreffen s. https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/01/19/syria-un-turkey-stop/ und http://www.sana.sy/en/?p=66814.
Hinsichtlich der jüngsten Belegen für die mangelnde Presse- und Meinungsfreiheit (vgl.u.) unter der türkischen AKP-Regierung erklärte der Chef der türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP) Kemal Kılıçdaroğlu in seiner Rede beim Kongreß seiner Partei am 16.1.2016 den türkischen Präsidenten Erdogan zum unmoralischen Parodie eines Diktators, der im Widerspruch zur Verfassung handele und danach strebe, die volle persönliche Kontrolle über alle Institutionen und Einrichtungen des türkischen Staates zu erlangen. Jener habe alle ehemals guten Beziehungen zu Syrien, dem Irak, Ägypten, Libyen und anderen Ländern der Region teils in Dolchstoßaktionen zerstört. In den türkischen Provinzen exisitierten 70 IS-Zellen zur Rekrutierung von Terroristen, um sie anschließend nach Syrien in den Kampf gegen die Regierung zu schicken. Angesichts dessen frage er sich, wofür der Staat Sicherheits- und Nachrichtendienste beschäftige, wenn diese ihre Arbeit nicht täten. Weder der Staats- noch der Ministerpräsident noch die AKP-Regierung wie das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten [Diyanet] nehme eine klare Position gegen den IS ein. Zum Schluß betonte er, seine Partei sei bereit, jeden Preis, egal wie teuer, zu zahlen um die Errichtung eines freien, demokratischen Systems mit unabhängiger Justiz, Meinungs- und Informationsfreiheit zu gewährleisten. (http://www.sana.sy/?p=324922 vom 16.1.2016)
Terroranschläge vom 16.1.2016:
Bei einem Suizidattentat, ausgelöst durch die Detonation eines Sprengstoffgürtels eiens IS-Anhängers, der sich unter die Leute im Dorf Ṭûq al-Milḥ to the W von al-Ḥasaka mischte, wurden zwei Personen getötet, mehtere verletzt. (http://sana.sy/en/?p=66715)
Auch der ehemalige US-Verteidigungsminister Chuck Hagel räumte nun während einer Sitzung des Atlantik-Rates in Washington ein, daß der syrische Präsident al-Assad kein Feind sei und US-Präsident Obama habe mit der Forderung nach dessen Rücktritt einen politischen Fehler begangen habe, berichtete Barbara Salvin, Forscherin beim Atlantik-Rat und Al-Monitor-Reporterin laut dem Nachrichtenmagazin al-ʽAhad. Zudem müsse gemäß Hagel die US-Regierung Lehren aus dem Chaos nach dem herbeigeführten Umsturz im Irak und in Libyen ziehen. Um in Syrien wieder Stabilität zu erlangen, sei die Zusammenarbeit mit Rußland und dem Iran nötig, schreibt Salvin. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/296057-ehemaliger-pentagon-chef-assad-ist-kein-feind,-obama-hat-sich-geirrt)
Als 100 Tage-Fazit der russischerseits unterstützten Gefechte der SAA gegen die Terroristen in Syrien verkündet der russischeVerteidigungsminister die Ausführung von 5662 erfolgreichen Kampfeinsätzen wie die Befreiung von 217 Städten und Dörfern durch die syrischen Bodentruppen. (http://www.sana.sy/?p=324675 vom 15.1.2016) – In nur 100 Tagen der von den russischen Luftfahrtkräften in Syrien absolvierten Operation wurden hunderte Siedlungen zurückerobert und mehr als tausend Quadratkilometer Gebiet befreit“ informierte General Rudskoi. Zudem kehre die Bevölkerung der befreiten syrischen Städte zurück, das friedliche Leben werde allmählich wiederhergestellt. (http://sptnkne.ws/a2ah).
Einen detailreichen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.1.2016 gewähren http://sana.sy/en/?p=66686 und http://www.sana.sy/?p=324651 (u.a. Befreiung von al-ʽAbûdiyya bis zum SO von ʽAin al-Baiḍâ und al-Ağûziyya (ca. 60km) östlich von Aleppo nach harten, für den Feind verlustreichen Gefechten mit dem IS mit nachfolgender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengfallen und Minen, Ausräumung von IS-Verschanzungen in al-Bâb, ʽArân, Tal Bîğân, Qaṭar, al-Mifilsa und Wadîʽa sowie in al-ʽÂmiriyya und ebenso in den Stadtteilen der Provinzhauptstadt ar-Râšidîn, al-ʽÂmiriyya, al-Ḫâlidiyya, al-Lairamûn, al-Kâstîlû and Banî Zaid; Eroberung aller die Verbindung zwischen al-Maḥsa und al-Qaryatain überblickenden Anhöhen im SO von Ḥomṣ mit Abbruch der Hauptnachschubrouten des IS in der Gegend, dazu siegreiche Gefechte gegen den IS bei al-Manqûra, al-Maḥsa, al-Qaryatain, Salâm Ġarbî und Ğab al-Ğarâḥ mit heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment wie auch in Kisîn im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra, jeweils mit Zerstörung von deren Abschußanlagen für Mörsergranaten; Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps und –Schlupfwinkeln in Teilen von Darʽâ al-Balad in sbesondere auch auf dem Weg zum Staudamm; Befreiung von Duwairika und Ruuwaisat an-Nimr im NO von al-Lâḏaqiyya unter bedeutenden Feindverlusten mit Beschlagnahme von dessen Waffen, militärischer Ausrüstung inklusive einer solarbetriebenen Satellitenradiostation und Zerstörung eines Tunnels zwischen Ruwaisat an-Nimr to al-Ruwaisat al-Ğadîda und Säuberung der Region von hinterlassenen Minen und angebrachten Sprengsätzen).
Hinsichtlich der Situation in Maḍâyâ, die im Vergleich zu den von Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra, al-Ḥizb al-Islâmî at-Turkistânî und Ğund al-Aqṣâ belagerten und immer wieder mit Raketen, Mörsergranaten und Autobomben attackierten Orten Kafariyyâ und al-Fûʽa (vgl.u.) den ständigen lokalen Berichten nach weniger schlimm zu sein scheint, bestätigte sogar der UN Resident Representative in Syrien Yaʽqûb al-Ḥilû (Yaqoub al-Hilo), daß erst letzten Montag [11.1.2016] wieder ein Konvoi mit 44 LKW voller Hilfsgüter eingetroffen sei. Jedoch bemächtigten sich deren grundsätzlich die die Stadt okkupierenden Terrroristen (Ğaiš al-Fataḥ) und finanzierten sich zudem über deren Verkauf, wie Stadtbewohner übereinstimmend bestätigten (vgl.u.). Zudem unterstütze die UN Bemühungen der Regierung im Zusammenspiel mit der WHO und medizinischen Unterstützungskräften, Personen in besonders kritischem Zustand aus der Stadt zu evakuieren und in Kliniken zu bringen, erklärte al-Ḥilû. Derzeit ist ein weiterer Konvoi unterwegs. (http://sana.sy/en/?p=66554)
In einer Pressekonferenz vom 15.1.2016 informierte der russische Verteidigungsminister außerdem darüber, daß immer noch Lieferung an Munition und Waffen an Terroristen in Syrien häufig unter dem Deckmantel humanitärer Hilfsaktionen vorgenommen würden. (http://sana.sy/?p=324675)
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=66568 und http://www.sana.sy/?p=324307. (u.a. Befreiung von as-Suraib mit umgebenden Farmen wie Sicherung der Straße von ʽAiša, ʽAin al-Baiḍâ, as-Suraib und Naṣrallâh hin zur Autobahn Aleppo – ar-Raqqa nach harten und für den Feind verlustreichen Kämpfen gegen den IS, dessen Überlebende flohen, danach Säuberung der Gegend von hinterlassenen Minen und Sprengfallen, Razzien gegen Terroristennester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in der Provinzhauptstadt in den Stadtteilen aš-Šaʽâr, al-Lairamûn, Banî Zaid, as-Sukarî, Karm al-Maysir, al-Anṣârî, Bâb al-Ḥadîd, ar-Râšidîn, aš-Šaiḫ Saʽîd und der Altstadt unter Sicherung der geschützten Denkmäler, dazu Vorgehen gegen Terroristenpositionen im W bei al-ʽAbawiyya, Ḫirbat Ḥazmar, al-Manṣûra und Tal Rifʽat; Befreiung von Dair al-Fardîs südlich von of Ḥamâ nach Eliminierung der verbliebenen Terroristennester u.a. von Ğaiš al-Fataḥ im Zusammenwirken mit lokalen, Desgleichen in Kafar Zaitâ gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und in al-Laṭâmina gegen Tuğmiʽ al-ʽIzza; Eliminierung von Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya im Gebiet von aš-Šaiḫ Miskîn im N von Darʽâ wie auf der Verbindungsstraße von aš-Šaiḫ Miskîn – Ibṭaʽ mit Unterbrechung von der Nachschubroute).
Unter der Vorgabe PKK-Stellungen anzugreifen, bombardieren türkische F-16-Kampfflugzeuge den Nordirak mit etlichen Ortschaften sowie Gebiete jenseits der Grenze zu Syrien mit 14 Maschinen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295947-t%C3%BCrkische-kampfflugzeuge-bombardieren-nordirak vom 14.1.2016)
Zur Meinungsfreiheit, wie sie der türkische Präsident gewährt:
Wegen des gewaltmäßigen Vorgehens der AKP-Regierung im In- wie Ausland haben bis zum 10.1.2016 1128 türkische Akademiker aus 89 türkischen Universitäten die Erklärung „Akademiker für den Frieden“ unterschrieben und veröffentlicht. Sie wurde ebenfalls von international bekannten Intellektuellen wie Noam Chomsky, Slavoj Žižek, Etienne Balibar und Judith Butler unterzeichnet, wie Agentur Anadolu meldet Darin heißt es: „Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, auf Freiheit und Sicherheit vor Übergriffen, insbesondere das Verbot von Folter und Misshandlung, praktisch alle Freiheitsrechte, die durch die Verfassung und durch die Türkei unterzeichnete internationale Abkommen unter Schutz stehen, werden verletzt und außer Kraft gesetzt“. Die Akademiker forderten ein Ende der Gewalt. In Reaktion darauf bezichtigte Erdogan während eines Auftritts als „erbärmliche Parodie auf Aufklärungs-Professoren“, „Banausen“, „Terrorunterstützer“ u.a.m. Zudem bezichtigte er sie der „öffentlichen Herabwürdigung des Staates, des türkischen Volkes, der Regierung, des Parlaments und Gerichts“ wie der „Propaganda für eine Terrororganisation“ und drohte ihnen mit Disziplinarverfahren und Entlassungen. 21 Menschen werden der Verunglimpfung des Staates beschuldigt, 12 Personen wurden bereits verhaftet. (http://sptnkne.ws/azVP) – Aktualisierung: Laut lokalen Medien wurden mindestens 18 Wissenschaftler verhaftet (http://german.irib.ir/nachrichten/item/296074- ).
Der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow traf sich am Mi., 13.1.2016, in Genf mit zwei Vertretern der syrischen Opposition: Saleh Musallam [Ṣāliḥ Musallam] und Haitham Manna’a [Haiṯam Manâʽ ?, zuvor beim Treffen in ar-Riyâḍ vom 8.-10.12.2015, s.u.]. Ziel seiner Reise war die Besprechung mit dem UN-Gesandten für Syrien De Mistura, um für die für den 25.1.2015 angesetzte Konferenz zur politischen Lösung der Syrienkrise eine Liste der Terrorgruppen und eine möglichst umfassende Delegation der syrischen Opposition zusammenzustellen. (http://sana.sy/en/?p=66512). – Gatilows Einschätzung nach gehören die Gruppierungen Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya unbedingt auf erstere Liste und nicht auf letztere. Dies bekundete er gegenüber Russia Today mit den Worten: „We think that the opposition delegations mustn’t be represented by terrorists, rather by the powers which call for a political settlement.” (http://sana.sy/en/?p=66548). – Darüber, welche Gruppen auf der Liste der Terrororganisationen aufgeführt sein sollen, gebe es bei den Teilnehmerstaaten der Wiener Treffen vom 14.11. und 18.12. 2015 noch ziemliche Differenzen, erklärte der russische Vizeaußenminister noch. (http://sana.sy/en/?p=66530).
Weitere Details und entlarvte Manipulationen bzgl. der gefälschten, u.a. auch von The Telegraph, The Independent, BBC, CNN and Fox news ungeprüft übernommenen und verbreiteten „Belege“ hinsichtlich der Situation in Maḍâyâ (vgl.u.) bei: http://www.activistpost.com/2016/01/syrians-have-no-food-natomsm-have-no-shame-madaya-starvation-photos-faked-for-propaganda.html und SyrianGirlPartisan YouTube channel.
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.1.2016 berichten http://sana.sy/en/?p=66448 und http://www.sana.sy/?p=323824 (Befreiung von al-Mârûniyât, Bait Mîrû, Šaiḫ Ḫâlîl und Marğ al-Ḫuḫa nahe der gestrigen Eroberungen im N von al-Lâḏaqiyya mit Räumung der hinterlassenen Minen und Sprengfallen, was an Terroristen nicht eliminiert wurde, floh nach den heftigen Kämpfen in die Wälder; Ausweitung der kontrollierten Gebiete im O Aleppos, effektive SAAF-Einsätze im W gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen und -Nachschubrouten bei al-Manṣûra, neben den weitergeführten Razzien in den Stadtteilen Banî Zaid, dem al-Anṣârî-Bahnhof, aš-Šaiḫ Saʽîd, Old Aleppo und Karm al-Ğazmâtî außerhalb bei Ḫân Ṭûmân Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps ausgelöscht, darunter deren Anführer mit Kampfnamen Abû ʽUbaida Atârib und Amhängern von Katîba an-Nâṣir ad-Dînallâh, dazu Befreiung von ʽAin al-Baiḍâ, den umgebenden Farmen und des Gebiets zwischen Aiša und ʽAin al-Baiḍâ inklusive der wichtigen Wasserpumpenstation der nahe Großstadt Aleppo nach harten Kämpfen mit dem IS; in der Provinz Idlib Trupps von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in al–Hubaiṭ und Ğabhatu_n-Nuṣra an den Stadträndern von Ğisr aš-Šuġûr ausgeschaltet, unter den Getöteten auch der deren pakistanischer Kommandeur ʽAlî al-Bâkistân; dem IS heftige Verluste an Männern und militärischem Material beigebracht am Berg al-Hiyâl, bei al-ʽAntabli, Šâʽir und Tulûl Sûd, effiziente präzise Luftschläge gegen IS-Zentren und –Positionen östlich der Obstplantagen von Tadmur, westlich Talbîsa, al-ʽAsîla, ar-Rastan, im N von Ġağar und Tair Maʽla im N von Ḥomṣ; Ğabhatu_n-Nuṣra–Ansammlungen zersprengt im al-Manšiyya-Bezirk und Darʽâ al-Maḥaṭṭa-Stadtteil, dazu im O bei Raḫam und al-Karak aš-Šarqî bei weiterem Vordringen in aš-Šaiḫ Miskîn mit Befreiung von 35 Gebäudekomplexen bis südlich Tal al-Haš).
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.1.2016 informieren detailliert http://sana.sy/en/?p=66384 und http://sana.sy/?p=323413 (u.a. Befreiung der Ğabhatu_n-Nuṣra–Hochburg resp. des regionalen Terroristen-Kommandozentrums Salmâ und von Tirtiyâḥ mit den umgebenden Höhen und beherrschenden Punkten wie dem Berg Qarâqfî, den Anhöhen von Ğirn al-Qalʽa, von Ruwaisat al-Qalʽa, Šîš al–Qâḍî, Ḍahrat al-ʽAdra und Ruwaisat aṭ-Ṭuyûr im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥil unter heftigen Verlusten derselben, der Rest floh in die Waldregion im N von al-Lâḏaqiyya – damit ist eine wichtige Versorgungslinie unterbrochen; in Aleppo Razzien gegen Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in den Stadtteilen Banî Zaid, al-Lairamûn, Bâb al-Ḥadîd und ar-Râšidîn sowie außerhalb in al-Manṣûra, al-Bâb und Tâdif bei Eliminierung von Positionen des IS wie von Katâ´íb Ṯuwâr aš-Šâm; in Darʽâ im Bezirk Darʽâ al-Maḥaṭṭa Zerstörung eines Kom- mandozentrums wie von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Manšiyya und außerhalb in ʽAtmân und aš-Šaiḫ Miskîn, unter den Getöteten auch einer der lokalen Anführer Abû Raġad alias al-Bâšû im Ḥawrân-Gebiet in Umm al-Mayâṯin; in einem Hinterhalt in al-Ğalmûz im N von Ḥomṣ Auslöschung eines IS-Trupps, Eliminierung von IS-Positionen in Umm Šaršûḥ und Kaisîn sowie bei den Obstplantagen nahe Tadmur; auch in der Provinz Idlib den Terroristen von Ğund al-Aqṣâ, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Liwâ´ Nâṣir al-Mandîl bedeutende Verluste beigebracht in an-Nabî Ayûb, at-Tamânaʽa, Maʽrat al-Nuʽmân und Sarâqib, Unterbrechung einer der Hauptversorgungslinien von der Türkei her in Sarmadâ im siegreichen Kampf gegen Terroristen von Ğaiš al-Fataḥ und Ğabhatu_n-Nuṣra; Ğund al-Aqṣâ–Ansammlungen ausgelöscht in ʽAṭšân und zwischen al-Laṭâmina und Laḥâyâ im N von Ḥamâ sowie Befreiung von Ğarğîsa und des Gebiets nördlich des ar-Rastan-Sees) sowie der Bericht des Sprechers des Generalkommandos der Armee (http://sana.sy/en/?p=66436).
Der ständige syrische UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî gab im Interview mit al-Mayâdîn-TV am Mo., 11.1.2016, zu den Vorwürfen u.a. bzgl. der Situation in der Stadt Maḍâyâ (vgl.u.) an: „There is humanitarian crisis that doesn’t reach the limit of starving people in some areas, and the terrorist organizations, that burgle the humanitarian aid convoys presented by the Syrian government in cooperation with the United Nations, are responsible for it”. Dazu machte er deutlich: die Regierungen der Türkei, Saudi-Arabiens und Qaṭars unterminierten eine politische Lösung der Krise in Syrien. Wörtlich bemerkte er dazu: „those regimes are not enthusiastic to go to Geneva meeting”. Jene Regierungen „found that it is appropriate time to open new fallacious front in the Security Council that aims to evade the application of the resolutions no/2253/ and /2254/ to undermine the success of Geneva meeting between the Syrian government and the opposition.” setzte er hinzu. (http://sana.sy/en/?p=66333 vom 12.1.2016) – S.a.: Interviews mit Bewohnern von Maḍâyâ auch über die Gräuel der Terroristen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra dort: (http://sana.sy/en/?p=66443)
Zur Pressefreiheit in der Türkei unter der AKP-/Erdogan-Führung:
Nach Angaben von Sezgin Tanrikulu, des Vize-Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP, vgl.u.) und damit größten Oppositionspartei des Landes, vom Mo., 11.1.2016, wurden 2015 744 [kritische] Journalisten entlassen, weitere 156 festgenommen, gegen 238 Mitarbeiter von Medien wurden unter Vorwänden Gerichtsverfahren eröffnet. Seiner Einschätzung nach gehe die Demokratie in der Türkei in Richtung Konkurs. Auslöser waren die Berichte kritischer Medien über die vielfältige Terroristenunterstützung seitens der AKP-Regierung im Nachbarland Syrien (vgl.u. und Teil III). (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/295895-t%C3%BCrkei-744-journalisten-wurden-2015-entlassen vom 12.1.2016)
Terroranschläge vom 12.1.2016:
In der Nacht auf den 13.1.2016 fuerten Terroristen auf die von ihnen belagerte Stadt Nubul im Norden von Aleppo mehrere Mörsergranaten ab, welche dort Wohnhäuser zerstörten, einen Bewohner töteten und weitere verletzten.
Im NO-Landkreis von Ḥasakâ kamen zwei Kinder durch eine von Affiliierten des IS ausgelegter Landmine ums Leben.
Eine Explosion in ad-Dawûdiyya im SW von Ḥasakâ hinterließ laut Polizeiangaben zehn Verletzte.
(http://sana.sy/en/?p=66453)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.1.2016 informieren http://sana.sy/en/?p=66201 und http://www.sana.sy/?p=322876 (u.a. Ausdehnung der Kontrolle bei Ḫân al-ʽAsal unter Zurückdrängung von Ğabhatu_n-Nuṣra um gute 20km im W von Aleppo, IS-Nester zerstört in ʽAîn al-Ġaḥš und al-Bâb wie al-Manṣûra, Zerstörung eines 15km langen Tunnels zur Verbindung von ʽAiša, ʽAîn al-Baiḍâ und al-Miltafa im O, Befreiung von ʽAiša und Tulûl Ḥazmar und Eroberung der Zaitûn-Anhöhe jeweils mit Umgebung, Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Sprengfallen; dazu Zufügung erhebliche Verluste beim an-Nâziḥîn Flüchtlingscamp, im Umfeld von Darʽâ al-Balad sowie in Ğamrîn und bei Buṣrâ aš-Šâm in der Provinz Darʽâ; Eliminierung des Hauptquartiers von Katîba al-Mahâm al-Ḫâṣ sowie von Positionen und Fortifikationen von Ğund al-Aqṣâ in Kafar Rûmâ wie von Ğaiš al-Fataḥ in ʽUram al-Ğawz sowie Ğund al-Aqṣâ und Ğabhatu_n-Nuṣra in Tal ar-Rumân im Großraum Idlib; Desgleichen in ʽAṭšân in Gefechten gegen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im N von Ḥamâ wie gegen Tuğmiʽ al-ʽIzza in az-Zakât und al-Laṭâmina), bestätigend, wenn auch sehr knapp zusammenfassend General Sergej Rudskoi am Mo., 11.1.2016 (http://sptnkne.ws/ay7F bzw. http://sana.sy/en/?p=66294); s.a. seine Aussage: „Im Dezember 2015 wurden die Kämpfer aus 134 Städten und Siedlungen vertrieben, und in den ersten Tagen des neuen Jahres aus weiteren 19. Die größten Erfolge wurden in den Provinzen Aleppo, Hama, Homs und Ar-Raqqa erreicht“. (http://sptnkne.ws/ay52) mit seiner Zusammenfassung der Leistungen der russischen Kampfjets, die seit Dezember 2015 bereits 1097 IS-Objekte in den Provinzen Aleppo, Idlib, al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ, Ḥomṣ, im Umland von Damaskus (Rîf Dimašq) zerstörten. – Dem arabischen Gefechtsbericht ist ebenfalls zu entnehmen, daß Kamerateams von 30 Medienanstalten aus Syrien, dem Irak, Libanon Jemen, Iran und der Turkei zur Dokumentation der realen Situation wie zum Interview mit den nach Jahren der Vertreibung durch die Terroristen zurückgekehrten Bevölkerung des kürzlich befreiten al-Ḥaḍar besuchen konnten.
General Sergej Rudskoi teilte am Mo., 11.1.2016, hinsichtlich der Türkei mit: „Trotz der ganzen Anstrengungen der Weltgemeinschaft, die Hilfe für die Terroristen zu unterbinden, kommt im Nordosten der Provinz Latakia vom türkischen Territorium regelmäßig Verstärkung für die Terroristen an“ (http://sptnkne.ws/ay7g)
Aufgedecktes zur Maḍâyâ-Propaganda-Kampagne:
Die erschreckenden, von al-ʽArabiyya, al-Ğazîra und weiteren Saudi-affiliierten Medien lancierten Photo“beweise“ für die im Ort Maḍâyâ angeblich wegen der Belagerung durch SAA und Ḥizbullâh dem Hungertod ausgesetzten Zivilbevölkerung, die sehr schnell auch Verbreitung durch westliche Medien fanden und zur weiteren Propaganda gegen die syrische Regierung unter Präsident Dr. al-Assad genutzt worden sind, stammen nach sorgfältigen Recherchen von ganz anderen Orten, aus anderen Zeiten und unter völlig anderen Umständen. Aufschlußreiche Beispiele dazu sind zu finden in dem Artikel: http://el-akhbar.com/en/Fake-Images-Starvation-Madaya-53082/ vom 9.1.2016; übernommen von: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/01/11/more-faked-news-and-images-of-starvation-in-madaya-surfing-the-web/. Ein Beispiel – ist nach den üblichen Ladeproblemen des Photos – unten zu sehen (Bild: „Syrian Mona Lisa“).
In einem Sonderbeitrag vom So., 10.1.2016, widmete sich der Nachrichtensender Al-Manar TV der Situation in Maḍâyâ (vgl.u.) und interviewte dort verschiedene Einwohner. Daraus ging hervor, daß die von der Regierung in Zusammenarbeit mit dem syrischen Roten Halbmond in die Stadt gelieferten Hilfsgüter von den Terroristen abgefangen und zu von ihnen bewachten Depots gebracht worden seien. Die gelieferten Waren hätten sie dann anderweitig zu Geld gemacht, teils zu horrenden Preisen an die Bevölkerung verkauft und denen später wieder geraubt. Die Bürger würden von den – seitens Saudi-Arabiens unterstützten – Terroristen als Schutzschilde mißbraucht wie zur Erpressung weiterer Güter zu ihrer eigenen Finanzierung. (http://sana.sy/en/?p=66191 und wesentlich ausführlicher mit den Belegaussagen im Video: http://www.sana.sy/?p=322764)
Terroranschlag vom 11.1.2016:
Im Stadtteil Banî Zaid verschanzte Terrroristen haben erneut den Stadtteil al-Ašrafiyya von Aleppo mit Raketen beschossen, damit drei Kinder getötet, zwei weitere Bürger verletzt und erheblichen Sachschaden angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=66257)
Das von manchen Medien, ausgehend von einer Petro-Dollar-Medien-Kampagne des von Kuwait und Saudi-Arabien finanzierten „Sprachrohrs“ dieser Regierungen namens al-Ğazîra benutzte Photo eines Mädchens, das sie “Syria’s Mona Lisa” nannten und als ein „‚emaciated‘, ,starving‘ and ,homeless‘ girl of the ,besieged‘ Madaya city“ darstellten, entdeckte zuhause im Libanon im Kreis ihrer Familie schockiert diese Story, die dem schon öfter zitierten Hollywood-Streifen Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt„ hätte entsprungen sein können. Die Familie beschwerte sich empört über diese Entstellung des wahren Sachverhalts (vgl. Beitrag u.) öffentlich. Das Mädchen heißt im realen Leben Mâryânâ Yûsuf Mâziḥ (Maryana Youssef Mazeh). (http://sana.sy/en/?p=66153 vom 10.1.2016 mit Photo) – Zur wahren Situation in Maḍâyâ (Madaya) s.u.!
Kulturverbrechen: Der Generaldirektor für Altertümer und Museen in Syrien (Directorate-General for Antiquities and Museums, DGAM), Dr. ʽAbdul Karîm Ma´mûn, informierte am So., 10.1.2016, über die Plünderung wichtiger archäologischer Örtlichkeiten (Details im Artikel) im Umkreis von Qunaiṭra mit Schmuggel und Verkauf der geraubten Artefakte. Zur Auffindung und Wiederbeschaffung arbeite das Direktorat eng mit internationalen Organisationen und Interpol zusammen. Inzwischen sei es schon gelungen, 6.500 geraubter archäologischer Kunstgegenstände verschiedenster Art und Größe wiederzubeschaffen. Zudem habe man ca. 100 solcher Stücke als Schmuggelgut im Libanon aufgespürt. (http://sana.sy/en/?p=66188)
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.1.2016 sehen http://sana.sy/en/?p=66129 und http://www.sana.sy/?p=322581 vor (Eroberung der Anhöhe 867 und des Wâdî Nabʽ Mirû im NO von al-Lâḏaqiyya mit Durchkämmung des Gebiets und Abbau der hinterlassenen Sprengfallen und Minen; Zerstörung eines Konvois aus 20 Tank-LKW des IS zum Schmuggel des geraubten Öls in al-Mayâdîn nahe der Grenze zum Irak (zur neuen Route s.u.) in der Provinz Dair az-Zaur durch die SAAF; dazu Eliminierung von IS-Befestigungen in al-Ğafra und al-Muraiʽiyya sowie der Bodentruppen bei Ğabal aṯ-Ṯarda, unter den Getöteten auch die beiden lokalen Kommandeure Ramaḍ ân ʽIzât al-Ğawâd und Ḥassan al-ʽAwâğî; gezielte effektive Luftschläge im Umkreis von Idlib gegen Terroristenverschanzungen in Ḫân Šaiḫûn, Sarâqib, Maʽrkaba, Laḥâyâ und al-Laṭâmina sowie in Mûrik im N von Ḥamâ, als getötet gemeldet von sozialen Netzwerken wurde auch der Militärführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Kampfnamen Abdû Faṭîn al-Ğazâr unterwegs zwischen Iblîn – Ibdîtâ (Idlib); erfolgreiches Vorgehen gegen Terrroristen-Stellungen in aṭ-Ṭâmûra und ʽAnadân im N von Aleppo, gegen den IS in ʽAiša und gegen Liwâ´ Šuhadâ` Badr u.a. in den Provinzhauptstadtteilen al-Maysar und Banî Zaid; IS-Trupps und –Verschanzungen eliminiert in der Provinz Ḥomṣ beim Damm des Wâdî Abyaḍ, dem al-Bayârât –Areal und Šâʽir nahe Tadmur seitens der SAAF wie auch bei Muhaîn, al-Qaryatain und Tair Maʽla betreffend Ğabhatu_n-Nuṣra; von den verletzten Terroristen aus den Kampfgebieten in Darʽâ – Ḥamâdîn in Darʽâ al-Maḥaṭṭa – verstarb Muḥammad Nasîm al-Ḥaurânî im Krankenhaus in Jordanien an seinen Verletzungen; im Rîf Dimašq Zerstörung von Raketen- und Mörsergranatenabschußanlagen, weiterer Artillerie und eines Munitionsdepots von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Našâbiyya bzw. Tal Farzât im Areal Ost-al-Ġûṭa, Eliminierung von Ğaiš al-Islâm–Nestern bei al-Balâliyya, Misrâbâ, Tal aṣ-Ṣawwân und Ḥawš al-Fâr mitsamt militärischem Equipment; SAAF-Bombardement eines IS-Konvois aus 16 Tanklastzügen zum Ölschmuggel bei Šaʽaf im SO-von as-Suwaidâ´.).
In den Mainstream-Medien nicht nur im deutschsprachigen Raum sondern auch in europäischen und amerikanischen Medien, z.B. The Times und Daily Star je vom 8.1.2016 versucht man die Konsumenten davon zu überzeigen, die an sich schon als in so ziemlich jeder Hinsicht als verbrecherisch hingestellte syrische Regierung unter Präsident Dr. al-Assad habe eine neue Schandtat der bisherigen Liste hinzugefügt. Wie jedoch schon bei den angeblichen Giftgas-Übergriffen gegen die Zivilbevölkerung, den Faßbomben u.v.a. zeigen die Fakten hinter den Beschuldigungen, die noch vor deren Verbreitung offenkundig wurden, ein ganz anderes Bild: Wie schon Präsident Dr. al-Assad in den verschiedenen Interviews mitteilte, durch zahlreiche Berichte darüber bei SANA vor Ort belegt und auch für die mehr als ausreichenden Regierungslieferungen nach Maḍâyâ belegt (!) ist, werden sämtliche Gebiete, in denen sich noch syrische Bevölkerung befindet, selbst wenn sie unter Herrschaft der verschiedenen Terroristen steht, mit Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und anderen Hilfsmitteln ausgestattet wie auch den internationalen Hilfsorganisationen nach Kräften Dasselbe ermöglicht. Daß diese Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung beispielhaft sie, haben die Verantwortlichen noch regelmäßig erklärt. Für Maḍâyâ bestätigten die o.e. letzte Regeirungslieferung ebenfalls die UN (http://uk.reuters.com/article/uk-mideast-crisis-syria-aid-idUKKBN0UL1QI20160107 vom 7.1.2016).
Was jedoch vor Ort passiert ist, daß die jeweiligen Terrororganisationen verhindern, daß die angelieferten Mittel der Bevölkerung zukommen. Statt dessen sammeln sie sie zusammen und machen sie wie schon das geraubte ÖL und die Artefakte wie die abgebauten Industrieanlagen aus Syrien jenseits der Grenze, vor allem in der Türkei zu Geld, das der Terrororganisation zu Gute kommt.
Erst kürzlich hatten die Behörden von Ḥamâ ein von Terroristen eingerichtetes Depot entdeckt, welche Tonnen (!) an Nahrungsmitteln, Mehl, Tomaten, fertig verpackt zum Schmuggel über die Grenze enthielten. Dazu äußerte ein syrischer Bürger: „The jihadist mercenary-terrorists, backed by the alliance of American-led coalition, which are defined as “moderate opposition”, are robbing foodstuffs intended for the Syrian people, smuggling it (mostly in Turkey) for a handful of dollars stained with blood: the blood of the Syrian people, which they pretend to “free”, but instead they oppress and let starve in the areas they occupied. Definetly these “moderate terrorists” are not Syrians, maybe they are not even human beings, because starve the people is an inhuman crime. Thanks God we have the Syrian Arab Army.“. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/01/07/smuggled-food/ mit Photos; s. sonst: https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/01/09/propaganda-war-madaya/). – Wenn also die bedauernswerten Bewohner von Maḍâyâ (Madaya, 2004 noch mit 9.371 Einw., beliebt als Ferienort) Gras zum Überleben ausrupfen und essen müssen, liegt das nicht an der fälschlich beschuldigten Regierung, sondern an den Terroristen, die bislang auch sonst nichts unterließen der syrischen Bevölkerung direkt oder indirekt möglichst viel Schaden zuzufügen. Diesem Terrorismus gehört schnellst möglich ein Ende bereitet. Es ist zudem unverständlich wie man Unterstützerregierungen der in der Region tätigen Terrororganisationen weiterhin trotz entgegengesetzter UN-Resolutionen weiter damit gewähren lassen kann.
Terroranschlag vom 9.1.2016:
Im NW-Umland von Aleppo ca. 20km davon entfernt beschossen Terroristen die Orte Nubul und az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten und zerstörten bzw. beschädigten damit Häuser und anderes privates Gut, auch etliche Personen wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=66089, http://sana.sy/?p=322430)
Trotz der wiederholten Äußerungen von US-Präsident Obama bezogen auf Syrien und auch den Irak in der Formulierung: „no boots on the ground” oder abgewandelt, sind US-Soldaten im NO von Aleppo am Tišrîn-Damm, welcher den Euphrat zum Assad-Stausee zwecks Stromgenerierung aufstaut, stationiert worden, was sogar die Deutsche Welle am Fr., 8.1.2016, meldete. Zuvor hatten die syrischen teils arabischen, teils kurdischen Kampfverbände der SDF (Syrian Democratic Forces) die Talsperre am am 26.12.2015 dem IS abgerungen und zudem ein Dutzend Dörfer dieser Gegend befreit. – Andererseits hatten sich US-Offiziere und Soldaten- selbstredend wie bisher ohne Absprache mit bzw. Erlaubnis der zuständigen Landesregierung – am 25.11.2015 nach ʽAin al-ʽArab (Kobane) begeben, wie das Syrian Local Coordinating Committees Auskunft gab und am 22.12.2016 einen Operationsraum in „Mesrin in the northern part of Aleppo province“ eingerichtet als Vorbereitung darauf, die Talsperre zu okkupieren. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941018000488 vom 8.1.2016) – Dazu vgl.u. „Projekt eines Pseudo-Kurdistans“ .
In einer Mitteilung vom Fr., 8.1.2016, kritisierte das griechische Verteidigungsministerium erneut Luftraumverletzungen seitens türkischer Kampfjets. Diese provokativen Maßnahmen zeigten, daß jenes Land die Luft- und Meeresgrenzen im Osten des Mittelmeeres nicht anerkenne und das, obwohl die Türkei einen russischen Kampfjet (Suchoi-24) aus diesem vorgegebenen Grund am 24.11.2015 über syrischem Territorium abschießen ließ (vgl.u.). (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/295814-)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.1.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=66071 und http://www.sana.sy/?p=322362 (u.a. Befreiung von etlichen Orten wie z.B. Ruwaisat al-Qâmûʽ mit umgebenden Anhöhen, al-Muġairiyya, Ḥawš al-Muġairiyya, Ruwaisat Banî bin Ğâzî, Kadîn und des Postens 1014 im N von al-Lâḏaqiyya mit Räumung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen; im Großraum Idlib Eliminierung von Terroristen-Verschanzungen und – Trupps von Ğaiš al-Fataḥ in Sarâqib und Maʽrdabsa durch die SAAF und Zerstörung einer Werkstatt für Sprengsätze und sog. Höllenkanonenvon Ğaiš al-Fataḥ und Ğabhatu_n-Nuṣra in Maʽrat an-Nuʽmân; Desgleichen in der Provinz Ḥamâ bzgl. Ğund al-Aqṣâ und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Tal Wâsiṭ , Qarqûr und al-Manṣûraim N, Tuğmiʽ al-ʽIzza in Kafar Zaitâ, Ğund al-Aqṣâ in Mûrik und Ğaiš al-Fataḥ im NW-Teil der al-Ġâb-Ebene und as-Sirmâniyya, dazu Auslöschung eines IS-Konvois bei ar-Rahğân; Razzien in Aleppo gegen Terroristenverstecke in den Stadtteilen ar-Râšidîn, al-Lairamûn, Banî Zaid, Karm al-Ğazmâtî und az-Zahrâ´ mit Zerstörung einer Anzahl von Mörserstellungen; Desgleichen in den Stadtteilen Darʽâ al-Maḥaṭṭa und Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ u.a. in für den Feind verlustreichen Kämpfen gegen Ğamâʽa Bait al-Muqaddis al-Islmâmiyya u.a.; Eliminierung von IS-Stellungen bei al-Qaṣr im NO as-Suwaidâ´; im Rîf Dimašq Razzien gegen Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al–Islâm mit Zerstörung einer Mörserstellung in al-Bilâliyya wie im Großraum Dûmâ in Zabdîn, Karm ar-Raṣâṣ, al-Ḥağâriyya und ʽAbdara´ûf und Madîrâ, dazu Vereitelung von Ğaiš al–Islâm– Überfällen auf die Farmen von Tal aṣ-Ṣawwân und Ḥawš al-Fâra NO von Dûmâ und weiteres Vorrücken an der NW-Seite von Marğ as-Sulṭân im Areal von Ost-al-Ġûṭa mit Befreiung etlicher Weiler und Ansiedlungen in Richtung Ḥawš Ḫarâbû).
Vizepremier- und Außenminister al-Muʽallim machte im Gespräch mit dem UN-Gesandten de Mistura in Damaskus deutlich, die Regierung sei bereit, sich an den Sitzungen in Genf zum vorgeschlagenen Zeitpunkt [25.1.] zu beteiligen (http://sana.sy/?p=322384, 9.1.2016)
Da für die Geschichte des seine Mutter hinrichtenden IS-Anhängers in ar-Raqqa bislang als „Quelle“ nur SOHR
von allen übernehmenden Medien genannt wird, entfällt an dieser Stelle hierzu eine Berichterstattung.
Detailiierte Informationen russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.1.2016 bieten http://sana.sy/en/?p=66037 und http://sana.sy/?p=322178 (u.a. Eroberung von Tal Ḫirbat al-Ğûba, des Posten 1023 mit Befreiung der Gegend von at-Taḫân im NO von al-Lâḏaqiyya mit Aufspüren und Entschärfen der hinterlassenen Sprengfallen; Vernichtung von IS-affiliierten Trupps im Umkreis von al-Qaryatain wie im Umfeld von Šâʽir und bei Marhaṭân im Landkreis Tadmur sowie bei Rağm al-Qaṣr, Ğab al-Ğarâḥ, Talat al-Mušaîrifa al-Ğanûbiyya, Tulûl as-Sûd in Richtung der Achse Mahîn / al-Qaryatain und in Ḥûš Hağû und as-Saʽn al-Aswad in der Provinz Ḥomṣ auch in der auseinandersetzung mit den Terrorgruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, al-Ğabhatu al-Islâmiyyatu, Failaq Ḥomṣ, Ğabhatu_n-Nuṣra; Eliminierung von Verbarrikadierungen und Positionen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ṣuqûr aš-Šâm, Ğund al-Aqṣâ, Failaq aš-Šâm, Liwâ´al-Ḥaqq, Ğaišas-Sunna, Ağnâd aš-Šâm in Tal Wâsiṭ, al-Manṣûra, az-Ziyâra und al-Qâhira im äußersten NW von Ḥamâ, unter den Getöteten auch der Anführer von Ğaiš al-Fataḥ, genannt Abû Bakr al-Assadî; im Stadtteil Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt, insbesondere im Bezirk al-Manšiyya Zerstörung von etlichen 23mm-Flugabwehrkanonen, anderer Artillerie, Abschußrampen für Mörsergranaten, militärisch aufgerüstete Fahrzeuge unter erheblichen Verlusten der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Tawḥîd al-Ğanûb, Katâ´ib Muğâhidî Ḥaurân, Kâtiba Mudfaʽiyya Sağîl u.a., Gebietsgewinne in den Bezirken al-Bağâbağa, al-Ğamrak, al-Badû, al-Baḥâr und beim alten Zollgebäude in Darʽâ al-Balad).
Erfolg des Rekonziliierungsprogramms der Regierung:
Im Jahr 2015 nahmen 11.057 Personen vom Angebot der Regierung Gebrauch, die bewaffnete Bekämpfung des Staates und seiner Bürger zu beenden und ihr normales bürgerliches Leben wiederaufzunehmen gegen Abgabe ihrer Waffen und dem Versprechen gegenüber den zuständigen Behörden, künftig keinerlei Aktionen gegen die innere Sicherheit mehr zu unternehmen. Dies machte das Justizministerium am Do., 7.1.2016, bekannt. (http://sana.sy/en/?p=65998)
Hinweis: Die „Ostkirche“ begeht am 6.1.2016 Heiligabend bzw. am 7./.8. 2016 Weihnachten (noch nach julianischem Kalender)!
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.1.2016 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=65973 und http://sana.sy/en/?p=65973 (u.a. im N von al-Lâḏaqiyya Befreiung von ad-Daġdaġân mit Umgebung, Ruwaisat Abû Ġanâm, Ruwaisat aš-Šaiḫ Salmân, Bait Fâris und aṣ-Ṣarâf samt den umgebenden Posten mit Eroberung der Berge al-Ḥâra und Bait Fâris, der Posten 292, 296, 387, 465, 342 und 489 – ad-Daġdaġân war bislang ein Hauptsammelpunkt der dort aktiven Terrorgruppen mit Depots für Nachschubgüter aus der Türkei an Waffen, Munition, Equipment zur Herstellung chemischer Kampfstoffe! Dazu Unterbrechung der Nachschublinien von der Türkei aus auf der Achse Ğisr aš-Šuġûr in der Provinz Idlib und Rabîʽa in der Provinz al-Lâḏaqiyya; Vorgehen gegen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in ʽAṭšân im N von Ḥamâ mit Zerstörung von deren Kommandozentrum, unter den zahlreichen Getöteten auch deren Anführer Muḥammad Abû Faiṣal; Desgleichen gegenüber Ğund al-Aqṣâ in der Umgebung von Mûrik; im Umkreis von Idlib in Arîḥâ in Gefechten den Trupps und Positionen von Ğaiš al-Fataḥ deutliche Verluste beigebracht mit Zerstörung von deren Hauptquartier; Befreiung von an-Nağâra und der nahen strategisch bedeutsamen Anhöhe nördlich des Kuwairis Airports im O von Aleppo mit Unterbrechung der Versorgungslinie von ar-Raqqa her und Zerstörung von IS-Befestigungen und Terroristenverschanzungen in den Aleppo-Stadtteilen al-Lairamûn, al-Ğazmâtâ, ar-Râšidîn sowie auf Talat aš-Šuwâyâ; Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen östlich Masḥara im O von al-Qunaiṭra; Vereitelung von IS-Überfällen von al-Ğafra, Huwaiğa Ṣakar, den al-Muraiʽiyya-Farmen und ad-Daġîm aus auf den Dair az-Zaur Militärflughafen).
Terroranschläge vom 7.1.2016:
Im Stadtteil al-Ḥuwaîqa in Dair az-Zaur verschanzte Terroristen des IS beschossen die Wohngegend al-Ğûra am frühen Nachmittag mit Mörsergranaten und hinterließen dort zwei Tote, drei Verletzte und erheblichen Sachschaden.
Aktualisierung:
Wie schon so oft in Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen von Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschossen einerseits mittels Mörsergranaten ein Wohngebiet der damaszener Vorstadt Ḥarastâ mit einem Toten und sechs Verletzten in der Folge, andererseits mit Raketen ein Stadtviertel von Damaskus, wo eine Frau verwundet wurde und großer Sachschaden entstand.
(http://sana.sy/?p=321831)
Bei der Inspektion der Erstsemesterprüflinge im Raum Damaskus betonte Bildungsminister Dr. Hazwân Alûz zum wiederholten Mal die besondere Bedeutung von Wissen und Wissenschaft als mächtigster Waffe gegen den Takfîr-Terrorismus wahhâbitischer Prägung. (http://sana.sy/?p=321277, 6.1.2016) – Wie man an den Photos erkennen kann, müssen selbst junge Schüler mit vollständiger Winter-„Outdoor“-Bekleidung inklusive Handschuhen in den Klassenzimmern lernen, da durch die ständigen terroristischen Anschläge und die unilateral auferlegten Sanktionen (zu deren Illegalität s. Teil III, Expertenurteil vom 29.5.2015) die Ressourcen knapp sind.
Terroranschläge vom 6.1.2016:
Mörsergranatattacken von in Ost-al-Ġûṭa verschanzten Terroristen (Ğaiš al-Islâm) töteten in einer Wohngegend von Damaskus neun Bürger und verletzten 36, etwas früher hatten Treffer in einem anderen Stadtteil acht Tote und 25 Verletzte gefordert bei jeweils starken Schäden an privatem Eigentum.
In al-Muʽḍamiyya verwundeten die Mörsergranaten, abeschossen aus der damaszener Vorstadt Dârayâ vier weitere Personen.
In Aleppo beschossen im Stadtteil Banî Zaid, einem Rückzugsort der Terrororganisation Liwâ´ Šuhadâ` Badr, verschanzte Extremistenmit Raketen einen Wohnbezirk und verletzten dort vier Anwohner bei Hinterlassung entsprechender Sachschäden.
(http://sana.sy/en/?p=65826, http://sana.sy/?p=321340)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.1.2016 unterbreiten http://sana.sy/en/?p=65819 und http://www.sana.sy/?p=321328 (u.a. in der Provinz Aleppo bei Razzia in Hayân nahe der Autobahn zur türkischen Grenze Nachschublinie für Ğabhatu_n-Nuṣra und ISIS unterbrochen und den Extremisten wie bei al-Barqûm und Tal al-Ḥaṭâbât erhebliche Verluste beigebracht, Desgleichen in den heimgesuchten Stadtteilen der Provinzhauptstadt ar-Râšidîn 4, Banî Zaid, al-Lairamûn, al-Ašrafiyya und beim an-Naʽnâʽî-Platz; Erstürmung von IS-Verschanzungen im O von Ḥomṣ in Tal al-Ḫarûb al-Kabîr nahe al-Qaryatain, in ad-Dûwa und den al-Bayârât unweit Tadmur mit Zerstörung auch von Abschußanlagen für Mörsergranaten, Vereitelung eines IS-Überfalls auf Ğab al-Ğarâḥ, terroristische Netzwerkseiten bestätigten die Tötung des Amîr von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im Dorf al-Farḥâniyya westlich von Talbîsa namens Muḥammad Ḥassân Râtib as-Sayyid alias Abû Râtib al–Ḥumṣî (schon am So., 3.1.2016); erfolgreiche Gefechte gegen Ğabhatu_n-Nuṣra im NO von Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq mit Befreiung der umliegenden Gebiete, Örtlichkeiten von an-Našâbiyya unter heftigten Feindverlusten, Zerstörung zweier Tunnels von Ğaiš al-Islâm, welche die Ḥarastâ Farmen mit dem al-Ḥiğâriyya-Stadtteil in Dûmâ verbanden wie von Abschußanlagen für Mörsergranaten und Terroristenverstecken mit militärischem Equipment in Misrâbâ, östlich der Zamalkâ- Brücke.).
Terroranschlag vom 5.1.2016:
Am Dienstag trafen Mörsergranaten zwei Stadtteile der damaszener Vorstadt Ğaramânâ und beschädigten Häuser, Geschäfte, Autos etc., Personenschäden gab es zum Glück diesmal nicht. (http://sana.sy/en/?p=65737)
Anmerkung:
In Syrien agierende Terroristen titulieren ausländische Regierungen zur Opposition um.
In Saudi-Arabien tituliert die Regierung die Opposition zu Terroristen um und läßt sie hinrichten. Beispiel für letzteres: der šîʽitische Scheich Nimr Bâqir an-Nimr, seit 2012 inhaftiert, kämpfte seit Jahren für mehr Freiheiten und Menschenrechte und zarte Ansätze demokratischer Strukturen in Saudi-Arabien. Er wurde am 2.1.2015, geköpft. Die Menschenrechtsorganisation HWR stufte den vorangegangenen Prozeß als unfair ein. (http://www.sana.sy/?p=320397, 3.1.2015)
Näheres über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.1.2016 ist zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=65693 und http://www.sana.sy/?p=320929 (u.a. Vereitelung des IS-Überfalls auf den O von Salamiyya wie al-Mabʽûğa, 55km im O von Ḥamâ in der Morgendämmerung mit erheblichen Feindverlusten an Männern und militärischer Ausrüstung, IS-Überlebende flohen in die Wüste; zusammen mit den NDF erfolgreiches Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps in den Außenbereichen von Qunaiṭra; Verhinderung von Angriffen seitens Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya gegen Militär-Checkpoint im Umfeld von aš-Šaiḫ Miskîn in der Provinz Darʽâ, unter den Getöteten auch der Führer von Ḥarakat al-Muṯannâ al-Islâmiyya mit Kampfnamen Abû Bakr al-Muhâğir; ebenso empfindlicher Rückschlag für den IS beim Dair az-Zaur Militärflughafen und der Achse Ğabal aṯ-Ṯarda – Tal Karûm im O davon mit Zerstörung der feindlichen IS-Befestigungsanlagen, Waffen etc., unter den Getöteten auch deren Führer namens ʽAbdû Ğazra, weiteres Vorrücken gegen den IS).
Terroranschlag vom 4.1.2016:
Im von Terroristen heimgesuchten Stadtteil Banî Zaid (vgl. Gefechtsberichte!) von Aleppo verschanzte Attentäter beschossen andere Wohnbezirke der Provinzhauptstadt mit Raketen, wobei bei einem Treffer eines Wohnhauses hinter einer Kirche im Viertel as-Saryân al-Ğadîd vier Bürger verletzt wurden, ansonsten teils erheblicher Sachschaden entstand. (http://sana.sy/en/?p=65656, http://sana.sy/?p=320713).
Mit den Drogen– (z.B. Captagon) und Waffenlieferungen des EU- und NATO-Mitglieds Bulgarien an al-Qāʿida und den IS (Daesh) auch in Syrien beschäftigt sich eine neuer Artikel des Politologen Thierry Meyssan, s. http://www.voltairenet.org/article189814.html vom 4.1. 2016; s.a. Neue Drehscheibe zum Waffenschmuggel für die Djihadisten von Valentin Vasilescu in: http://www.voltairenet.org/article189783.html vom 30.12.2015.
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.1.2016 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=65528 und http://www.sana.sy/?p=320203 (u.a. Eliminierung von Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Furqân wa_l-Ḥaqq in Busaidâ, Maʽrat an-Nuʽmân, al-Ḥâmidyya, Ḫarš Ḥâs und Kafar Rûmâ im Umland von Idlib; Vereitelung von Suizidanschlägen mittels fünf Fahrzeugen mit 10 Tonnen Sprengstoff (Autobomben!) auf Militärposten östlich Aleppos, Razzien gegen Terroristenschlupfwinkel in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Luṭfî, Banî Zaid, Karm aṭ-Ṭarâb, aṣ-Ṣâḫûr, aš-Šaiḫ Ḫaḍar, al-Ašrafiyya und az-Zabdiyya der Provinzhauptstadt wie außerhalb gegen IS-Verschanzungen in Nağâra, Tal Muṣaibîn und Tal al-Ḥaṭâbât mit Vorrücken in Nağâra von Befreiung der umliegenden Örtlichkeiten mit Unterbrechung der IS-Nachschubrouten; erfolgreiches Vorgehen gegen Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und ISIS in al-Qaryatain und Tulûl as-Sûd im SO von Ḥomṣ wie gegen den IS am Zugang zum Wâdî az-Zakâra nahe Tadmur und Ğabhatu_n-Nuṣra östlich ʽIzzaddîn unter hohen Feindverlusten an Militärtechnik und Waffen etc.; Desgleichen in Darʽâ, v.a. in Darʽâ al-Maḥaṭṭa gegen Ğabhatu_n-Nuṣra mit Zerstörung von Mösergranatenabschußanlagen; Befreiung des strategsich bedeutsamen Orts Ruwaisat Qabîb im N von al-Lâḏaqiyya mit Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengfallen und Minen, von Ruwaisat Qabîb sind die Straßen im Gebiet Ḫân al-Ğauz bei der Autobahn al-Lâḏaqiyya – Aleppo zu überwachen; im Rîf Dimašq Ausmerzung von Terroristennestern von (Liwâ´) Fağr al-Umma im Bereich Dûmâ und Ḥarastâ, Vorstoß im Gebiet Ost-al-Ġûṭa mit Befreiung der Umgebung von al-Bilâliyya zusammen mit etlichen Wohngebieten und Farmen und Zerstörung einer Mösergranatenabschußanlage unter Eliminierung etlicher Kämpfer von Failaq ar-Raḥmân, Ğaiš al-Islâm, al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und Failaq ʽUmar, unter den Getöteten auch einer der Führer von Ğaiš al-Islâm namens ʽAbduasitâr an-Nasrîn).
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.1.2016 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=65528 und http://www.sana.sy/?p=320203 (u.a. bei Angriffen gegen IS– und Ğabhatu_n-Nuṣra–Verschanzungen und -Positionen in der Provinz Ḥomṣ bei der al-ʽAntablî-Famr der Umgebung der aš-Šâʽir-Ölquelle im Tadmur-Dreieck (vgl.u.) wie in Raḥûm (nahe der Provinz ar-Raqqa), ʽIzzaddîn und der ʽAlwân Farm unter heftigen Verlsuten des Feindes befand sich unter den Getöteten auch der Verantwortliche Planer des verheerenden Anschlags gegen die Zivilisten im az-Zahrâ´-Stadtteil von Ḥomṣ namens Abû Bilâl al-Ḥumṣî von Ğabhatu_n-Nuṣra, dazu effektive präzise Luftschläge gegen den IS bei al-Qaryatain, dem Bergmassiv ar-Rumaila, Tulûl as-Sûd und Ṭâr al-Ḫarûba; IS-Ansammlungen und Fortifikationen zerstört in akkuraten SAAF-Einsätzen auch in Nağâra im O von Aleppo; Vereitelung eines Überfalls auf Barad im S von as-Suwaidâ´; unter den Getöteten bei Razzien gegen Brutstätten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in ʽAṭšân im Umland von Ḥamâ auch deren Anführer Muḥammad Manṣûr; im Großraum Idlib Eliminierung von Schlupfwinkeln von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Furqân wa_l-Ḥaqq und Ğaiš al-Fataḥ in Maʽrat an-Nuʽmân, al-Ḥâmidyya, Ḥâs und Busaidâ; 60% der strategisch bedeutsamen Stadt aš-Šaiḫ Miskîn, 22km im N der Provinzhauptstadt Darʽâ befreit unter hohen Verlusten von Ğabhatu_n-Nuṣra, was nicht getötet (mindestens 50) oder verletzt (mindestens 250, davon 50 in Lebensgefahr) zurückblieb, floh gen Ibṭâʽ und Nawâ – unter den Getöteten fanden sich gemäß der Terroristen-Webseiten auch der Kommandeur von Liwâ´ Ğund ar-Raḥmân (Unterabteilung von Ğabhatu_n-Nuṣra), der militärische Führer von Furqa Šuhadâ´ Ḥaurân wie führende Persönlichkeiten von Liwâ´ Muhâğirîn wa_l-Anṣâr; bei Kämpfen im Westteil von Darʽâ al-Balad fielen zudem Terroristen von Ğund al-Fârûq.).
Zur Situation der syrischen Flüchtlinge in der Türkei:
Die Organisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte die türkische Regierung wegen Mißhandlung in dieser Hinsicht. Der Verantwortliche Wenzel Michalski erklärte dazu: Kriegsflüchtlinge und Vertriebene haben in der Türkei keine Rechte. Über 80% der Kinder dieser Flüchtinge haben keine Möglichkeit zur Ausbildung. Die Flüchtlinge dürfen zudem in der Türkei nicht arbeiten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295590-hrw-kritisiert-misshandlung-der-syrischen-fl%C3%BCchtlinge-durch-t%C3%BCrkei)
Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî verurteilte die jüngsten Hinrichtungen in Saudi-Arabien, darunter die des politischen und Menschenrechtsaktivisten Scheich an-Nimr auch als Symbol für den „Mord“ der Menschen- und Freiheitsrechte durch das oppressive Âl-Saʽûd-Regime, dessen wahhâbitische Ideologie zugleich Nährboden der extremistischen (Takfîr)-Terrorgruppen in der Region wie z.B. des IS ist. (http://sana.sy/en/?p=65467 vom 2.1.2016)
Terroranschlag vom 2.1.2016:
Infolge eines Beschusses mit Mörsergranaten durch Anhänger von Ğaiš al-Islâm auf ein Wohngebiet der damaszener Vorstadt Ḥarastâ wurde eine Frau getötet und entsprechender Sachschaden angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=65451)
Zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.1.2016 bieten Detailinformationen: http://sana.sy/en/?p=65378 und http://www.sana.sy/?p=319680 .
Nach Einschätzung von Dr. Andreas Schmidt-Colinet, Professor am Institut für Klassische Archäologe der Universität Wien, im Interview mit SputnikNews steht der illegale Kunsthandel an dritter Stelle krimineller internationaler Geschäfte nach dem Drogen- und Waffenhandel gemäß den maßgeblichen Statistiken. Damit bildet er eine enorme Einkunftsquelle auch für die darin agierenden Terrorgruppen wie den IS. (http://sptnkne.ws/avBc)
Über die neuerlichen Erfolge der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.12.2015 berichten http://sana.sy/en/?p=65331 und http://www.sana.sy/?p=319408 (u.a. gezielte effektive Luftschläge gegen den IS in der Provinz Aleppo in Afaš, Dair Qâq, ʽΚa, al-Ḥaḍar, Tal al-Ḥaṭâbât und al-Bâb im O sowie bei Talat aš-Šawâyâ im N, SAA-Razzien in den betroffenen Stadtteilen der Provinzhauptstadt gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte, unter den Getöteten auch der Militärkommandant von Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm namens Ibrâhîm Muḥammad ʽAdnân und deren Verantwortlicher für die Durchführung der Šarîʽa namens ʽAbdul-Qâdir Aḥmad ʽAbdul-Ğalîl; Befreiung von 11 Orten – Ġarîmiš, Zûr as-Sûs, az-Ziyâdiyya, aš-Šâiḫ ʽAbdullâh, Zûr Sarîḥîn, al-Maktût, Ğanân, aṣ-Ṣâramiyya, Raʽbûn, al-Maḫraz und al-Murâdiyya – mit erheblichen Verlusten des Feindes an Kämpfern und militärischer Ausrüstung in der Provinz Ḥamâ mit Aufspüren und Räumen der hinterlassenen Sprengfallen und Minen des IS, akkurate SAAF-Einsätze gegen IS in Kafar Zaitâ, Mûrik und al-Laṭâmina mit Zerstörung auch eines Trainingszentrums von Ğabhatu_n-Nuṣra, SAA-Razzien in ʽÂbdîn, unter den Getöteten auch der Führer von Liwâ´ad-Dabâbât namens ʽUmar al-Ḫaṭîb alias Abû Bakr; o.e. Luftschläge auch im Gouvernement Ḥomṣ gegen den IS-Stützpunkte al-Qaryatain und Marmalat al-Qaryatain und gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Positionen in Tair Maʽla und ʽAîn Ḥussain al-Ğanûbî, ebenso erfolgreiches Vorgehen der Bodentruppen gegen den IS in Tair Maʽla, Tulûl Sûd, bei Muhîn wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Umm Šaršûḥ, Ḥalamûz, al-Ġantû, al-Ġağar, Bayût Râbiʽ und ad-Dârat al-Kabîra nahe Ğanûrîn, Vereitelung von IS-Angriffen Ğabal am Hiyâl nahe Tulûl as-Sahala, in Richtung Tadmur – al-Bayârât (Obstplantagen) sowie bei der Šâʽir-Ölquelle unter deutlichen Feindverlusten; im Rîf Dimašq Zerstörung u.a. von Abschußanlagen für Mörsergranaten und eines Treibstoffdepots von Failaq ar-Raḥmân in Ost-al-Ġûṭa und Zamalkâ, desgleichen von Ğaiš al-Islâm bei den Dûmâ-Farmen, beim Sieg über Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps in ʽAîn Tarmâ, weiteres Vorrücken in Ost-al-Ġûṭa mit Befreiung etlicher Siedlungen im Umfeld von Marğ as-Sulṭân hin nach an-Našâbiyya town und Ḥarastâ al-Qanṭara mit Aufspüren und Räumen der hinterlassenen Sprengfallen und Minen, unter den Getöteten auch der lokale Anführer von Ğaiš al-Islâm Muṣṭafâ Ḥamûd aš-Šamarî. ).
Terroranschläge vom 31.12.2015:
Zwei in zwei Restaurants in der Innenstadt von al-Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka an- und zur Detonation gebrachte Sprengsätze töteten 16 Menschen und verletzten 35, zwei davon schweben in Lebensgefahr. Die Schäden sind ebenfalls hoch.
Mitglieder der Terrororganisation Ğaiš al-Islâm beschossen den damaszener Vorort Ḥarastâ mit Mörsergranaten und Raketen und hinterließen dadurch zwei Tote, zwei Verletzte und erhebliche Sachschäden.
Weitere derartige Angriffe gegenüber in verschiedenen, schon früher von solchen Attacken betroffenen Stadtteilen von Damaskus hinterließen zehn Verwundete und entsprechende Sachschäden.
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.12.2015 informieren im Detail: http://sana.sy/en/?p=65247 und http://www.sana.sy/?p=319007 (u.a. Befreiung von großen Teilen von aš-Šâiḫ Miskîn in der Darʽâ-Provinz mit Zerstörung der Abschußrampen für Mörsergranaten und anderer Artillerie auch in anderen Orten, unter den zahlreichen Verlsuten der Terroristen sind auch die Anführer, Yûsuf ʽAbdullâh al-ʽAmmâr von Liwâ´ Ğund ar-Raḥmân und ein weiterer Kommandant mit dem Kampfnamen Abû al-Mağd, dazu der Ğabhatu_n-Nuṣra –Leiter der Operation im Gebiet namens Abû Muḥammad al-Qinyâwi und der Feldkommandant von Liwâ´ al-Muhâğirîn wa_l-Anṣâr mit Namen Abû Muḥammad al-Qinyâwi – überlebende Terroristen flohen in Massen; Eroberung von Ost- und West- Rawâbî aṭ-Ṭaḥîn im SO von Maḥasa vom IS mit Unterbrechung von dessen wichtigsten Nachschublinien im O von Ḥomṣ bei al-Qaryatain mit Eliminierung der verbliebenen IS-Nester im Gebiet, vereitelte IS-Überfälle auf Wâdî az-Zakâra und deren Eindringversuche in die Steinbrüche nahe Tadmur wie auf Abû al-ʽAlâyâ; im Umkreis von Idlib im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Ḥâmidiyya deren Amîr Ḥussain al-Aswaḍ eliminiert wie auch deren Anführer bei Maʽrat Nuʽmân namens Bahâ´ aṣ-Ṣabûḥ u.v.a. Erfolge).
Die russische Luftwaffe führte in den letzten 48 Stunden 121 Einsätze gegen 424 terroristische Ziele aus. (http://sana.sy/en/?p=65295)
Die syrische Regierung hat der irakischen, welche mit denselben Problemen durch die Terroristen zu kämpfen hat, zur Rückeroberung von ar-Ramâdî gratuliert. (http://sana.sy/en/?p=65258, 30.12.2015)
Einen Überblick über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=65148 und http://www.sana.sy/?p=318644 (u.a. Befreiung von Tal al–Haš und aš-Šâiḫ Miskîn sowie Rückeroberung des Camps der 82. Brigade mit der jeweiligen Umgebung in der Provinz Darʽâ im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, die jeweils heftige Verluste an Kämpfern und miliätrischer Ausrüstung erlitten; Befreiung einer Reihe von Farmkomplexen und strategisch wichtigen Punkten entlang der Straße Marğ as-Sulṭân – an-Našâbiyya in Ost-al-Ġûṭa in Richtung Ḥarastâ al-Qanṭara im Rîf Dimašq; gezielte effektive Luftscgläge gegen den IS bei al-Ğafra und al-Marîʽiyya im Großraum Dair az-Zaur wie von Aleppo bei Tal Ḥaṭâbât, Nağâra, Dair Ḥâfir,ʽΚa und al-Bâb; Ğabhatu_n-Nuṣra–Position eliminiert in ad-Dânâ im Umkreis von Idlib; Befreiung von Burğ al-Qaṣab und des Posten 1044 im N von al-Lâḏaqiyya; in Boden- und Luftoperationen in der Provinz Ḥamâ Ğabhatu_n-Nuṣra-, Ğaiš al-Fataḥ- und Tuğmiʽ al-ʽIzza–Ansammlungen ausgelöscht in al-Laṭâmina, sowie solche des IS in Tulûl al-Ḥamar und von Ğabhatu_n-Nuṣra in Mûrik, Ğabal Šaḥšabû, al-Laṭâmina und Maʽrkaba, wobei sich unter den Getöteten auch der lokale Anführer ʽAbdarrazâq al-ʽAlîwî; zusammen mit den Volksverteidigungskräften Eroberung der Berge bei Muhaîn al-Kabîr, Muhaîn aṣ-Ṣaġîr, Mahîn, al-Ḥadaṯ und Ḥawârîn im SO von Ḥomṣ in verlustreichen Gefechten für den IS wie auch beim Ölfeld aš-Šâʽir und den Obstplantagen von Tadmur, in Mahîn und Tair Maʽla); dazu eine Zusammenfassung durch den Militärsprecher vom 29.12.2015 bei http://sana.sy/en/?p=65205.
Nachtrag zur Tötung des Führers der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm, Zahrân ʽAlûš (Zahran Allush), durch einen präzisen Luftschlag der SAAF:
Wie schon einige Male zuvor, war der Aktion ein „Insidejob“ eines Mitarbeiters des Luftwaffengeheimdienstes vorausgegangen, der in die Terrorgruppe eingeschleust worden war. Dieser hatte dann den genauen Treffpunkt für die Zusammenkunft einiger Terrorgruppenführer im Raum Ost-al-Ġûṭa mit Zeitangabe an die SAAF-Einsatzzentrale übermittelt, worauf der Militärschlag so erfolgreich durchgeführt werden konnte. Gegenüber FNA machte die Quelle deutlich: „this is not the first time that the Syrian Air Force Intelligence Unit has carried out a spying operation; however, this is by far one of their largest operations during this war”.
ʽAlûš selbst sei der respekteinflößendste eingeschworene Feind von Präsident Dr. al-Assad im Süden gewesen. Seine von Saudi-Arabien unterstützte Terrorgruppe (Ğaiš al-Islâm = Armee des Islam) war eine der größten im Süden und die bedeutendste in Ost-al-Ġûṭa. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941005001039 vom 26.12.2015) – In Syrien galt die SAAF-Aktion als ~ A Christmas gift to the entire world ~
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.12.2015 gibt es bei http://sana.sy/en/?p=65080 und http://www.sana.sy/?p=318091 (u.a. Befreiung wichtiger Punkte von aš-Šâiḫ Miskîn und in der Umgebung der 22km im N von Darʽâ gelegenen Stadt im erfolgreichen Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya) – Generalleutnant Rudskoi informierte am Mo., 28.12.2015, über die letzten russischen Lufteinsätze, welche die SAA und patriotische Kräfte am Boden unterstützten: „… Seit dem 25. Dezember sind 164 Kampfeinsätze geflogen worden, bei denen 556 Objekte der Terroristen in den Provinzen Aleppo, Idlib, Lataka, Hama, Homs, Damaskus, Deir ez-Zor und Rakka zerstört wurden„. (http://sptnkne.ws/auTZ) – Zudem begleite die russische Luftwaffe die SAA–Offensive gegen die IS-Hochburg ar-Raqqa und berichtete weiter: „Eine Offensive wurde auch in andere Richtungen eingeleitet. Das linke Ufer des Flusses al-Kabir von der türkisch-syrischen Grenze bis zur Siedlung Soraf wurde unter Kontrolle genommen. Außerdem wurde die Kontrolle über wichtige Höhen in Richtung Kbana und Sirmania übernommen“. Während des SAA-Vormarsches mit Unterstützung russischer Bomber seien 20 Siedlungen von den Terroristen befreit worden. Die Offensiven gingen inzwischen in alle Richtungen. Als weitereren Erfolg präsentierte er: „Das strategisch wichtige Objekt, der Staudamm über den Fluss Euphrat in Jerf-el-Ahmar, wurde unter Kontrolle genommen“. (http://sptnkne.ws/auUh).
Terroranschläge vom 28.12.2015:
Im az-Zahrâ´-Distrikt in Ḥomṣ wurde ein mit ca. 200kg Sprengstoff beladener Toyota als Autobombe zur Explosion gebracht. Als die Hilfskräfte eintrafen und sich Passanten um die Unglücksstelle scharten sprengte sich inmitten der Menge ein Suizidattentäter mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft, so daß der Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî zunächst gegenüber SANA bekannt geben mußte: „Six civilians were killed and 37 injured in the two terrorist attacks”. Schließlich stieg die Opferzahl jedoch auf 19 Tote und 43 Verletzte, da auch die Schäden an den Gebäuden erheblich sind. – Das Kabinett verurteilte das Attentat, der Premierminister sprach den Betroffenen sein Beileid aus (http://sana.sy/en/?p=65059, http://sana.sy/?p=318135), das Außenministerium beschwerte sich erneut in zwei identischen, an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsrat gerichteten Schreiben über die Fortdauer dieser wahllos die zivile Bevölkerung terrorisierenden Anschläge und forderte daher wieder einmal, gegen die bekannten Unterstützer dieser Terrororganisationen vorzugehen. (http://sana.sy/en/?p=65124). Zudem verwiesen die Schreiben auf die ständigen Souveränitätsverletzungen und Verbrechen der türkischen Regierung gegenüber Syrien und syrischen Flüchtlingen, die eindeutig auf dem Bestreben des türkischen Staatspräsidenten Erdogan gründeten, „das koloniale Erbe des Osmanischen Reichs wiederzubeleben“. Daher folgte der Aufruf an die Weltgemeinschaft, „diesen Verletzungen und Verbrechen durch Ankara ein Ende zu setzen, eine entschlossene Position einzunehmen“. (http://sptnkne.ws/av23 mit weiteren Ausführungen und Einzelheiten in Deutsch!)
Im Stadtteil Banî Zaid (vgl. Gefechtsberichte) in Aleppo verschanzte Terroristen beschossen die drei Wohngebiete al-Ašrafiyya, aš-Šaîḫ Maqsûd Ġarbî und as-Sabîl mit Raketen und verursachten damit bislang den Tod von neun Zivilisten, darunter ein Kind bzw. verwundeten 35 weitere Personen. Die Ärzte nehmen an, daß die Opferzahl noch steigen wird, da auch hier die gebäudeschäden erheblich sind. (http://sana.sy/en/?p=65096).
Aktualisierung:
Auch im Dorf Tal ad-Dura im Landkreis Salamiyya in der Provinz Ḥamâ kam ein Anwohner durch Mörsergranatenbeschuß ums Leben (http://www.sana.sy/?p=318401).
Das russische Verteidigungsministerium plant, Kampfroboter der Typen „Paltform-M“ und „Argo“ in Syrien einsetzen. Syrische Soldaten wurden bereits bzgl. deren Einsatzes geschult, berichteten russische Medien am 27.12.2015. Zunächst sollen sie, ferngelenkt von einem Moskauer Kontrollzentrum im Gebiet al-Lâḏaqiyya Verwendung finden. Gemäß Stabschef General Waleri Gerassimow sollen sie dann den Kampfgebieten eingesetzt werden, wo sie feste und bewegliche Ziele identifizieren und zerstören und so strategisch bedeutsamen Infrastrukturen Schutz bieten können. (http://german.irib.ir/nach-richten/nahost/item/295406-russland-will-kampf-roboter-in-syrien-einsetzen)
Caleb Maupin, US-Politikanalyst und Journalist, führt aus, in den USA existierten einflußreiche Finanz-Eliten, die im Irak wie in Syrien eigene Interessen verfolgten und somit auch die IS-Terrororganisation unterstützten. „Die Terrororganisation Daesh sowie andere Anti-Regierungs-Gruppierungen in Syrien bekommen Waffen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Bahrain und Katar. Diese Länder gelten als absolute Monarchien, die von Exxon Mobile und anderen einflussreichen US-Ölkonzernen unterstützt werden“, schreibt er. An hochmoderne US-Waffenbestände kämen die Terroristen leicht via Waffenlieferungen über Saudi-Arabien. Das Land habe den viertgrößten Militäretat der Welt und erwerbe seine Waffen in den USA. Der größte Waffendeal zwischen Washington und ar-Riyâḍ habe 60,5 Milliarden US-$ betragen.
Auch die IS-Propaganda-Medienformate entstünden zum Großteil in Saudi-Arabien und Qaṭar.
Auffällig sei zudem, daß das NATO-Mitglied Türkei bekanntermaßen IS-Schmuggelöl ein- und weiter verkaufe sowie ihre Grenzen für den Terroristenzustrom nach Syrien offenalte, ohne daß die US-Regierung dagegen irgenetwas dagegen unternähmen.
Maupin zieht sogar Parallelen zwischen den genannten Wall-Street-Mogulen und jenen US-Finanz-Eliten, die Mitte des 20. Jahrhunderts Hitler unterstützten. Entgegen der vollmundigen Erklärungen, den Terrorismus zu bekämpfen, schürten sie ihn nur noch und behinderten den ernsthaften Kampf anderer Staaten dagegen. So erklärt er: „Die Zerschlagung des Islamischen Staates ist das, worin sich die Menschen in den USA, Russland, China, im Iran, Venezuela und fast allen Ländern einig sind. Trotzdem hindert die USA weiter diejenigen Kräfte, die gegen den Terror kämpfen. Eine solche Politik wird von der Finanzoligarchie diktiert, die weder den USA noch den US-Bürgern oder der Weltordnung treu ist “. (http://sptnkne.ws/au9j) – Präsident Dr. al-Assad hatte sich in seinen Interviews (s.u.) schon ähnlich geäußert.
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.12.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=65004 und http://www.sana.sy/?p=317649.(u.a. Ğabhatu_n-Nuṣra– Führer Muḥammad Ḫâlid aš-Šaîḫ alias Abû al-Barâ´ getötet in akkuraten Einsätzen der SAAF in Ğarğanâz, desgleichen Muḥammad ʽAbdulkarîm Kuḫlalânî, Anführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in al-Hubaît im äußersten SW der Provinz Idlib; Befreiung auch von Ḥûš al-ʽAdmal und den Farmen südlich von al-Balâliyya im Rîf Dimašq; Zerschlagung der Basis der Ṣuqûr al-Ġâb im Hinterland von Ḥamâ durch präzise SAAF-Luftschläge; nach Eliminierung letzter IS-Nester Befreiung von Šarbaʽ mit umgebenden Farmen im O von Aleppo mit nachfolgender Säuberung des Areals von hinterlassenen IS–Sprengsätzen, im Norden Unterbrechung der Nachschublinien in Tal Ğabîn, Tal Muṣaîbîn, Šuwaîḥina, Maʽârat Arîq und Šimâwiyya mit Eliminierung des Ğabhatu_n-Nuṣra–Kommandeurs Abû al-Muṯanna alias Tawâq; Vereitelung eines Angriffs von Ḥarakat al-Muṯanna al-Islâmiyya und Alwiya al-Furqân auf Militärposten bei Kafar Šams im NW von Darʽâ durch die Ingenieurseinheit via am Terroristentreffpunkt angebrachter Sprengsätze; Gruppe von Tanklastzügen des IS zerstört bei Šaʽaf im SO von as-Suwaidâ´; Verhinderung von IS-Überfällen auf Umm Kadûm und Ḥûš Abû Farağ im SO von Ḥomṣ wie beim aš-Šâʽir-Ölfeld und den Obstplantagen bei Tadmur). – Zur Eliminierung weiterer fünf Terroristenführer neben einer großen Anzahl von Terroristen im Umland von Damaskus s.a. http://sptnkne.ws/au66 .
Terroranschlag vom 27.12.2015:
Der Stadtteil Kaškûl der damaszener Vorstadt Ğaramâna im Raum Ost-al-Ġûṭa bekam am Sonntag einiuge Treffer von Mörsergranaten ab, wodurch ein Bürger verstarb, sechs weitere verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=65050)
Ḥamâs–Sprecher Sâmî Abû Zuhri dementierte nachdrücklich die Präsenz von Ḥamâs-Einheiten in Syrien im al-Quds-TV. Wer das behaupte, wolle nur Zweitracht säen. „Die Organisation hat keine Soldaten in Syrien und sie mischt sich nicht in Angelgenheiten anderer Länder ein.“ Verkündete er wörtlich. – Auch Ḫâlid Ġadûmî, der Vertreter der palästinensischen Organisation in Teheran wies auf den Abzug der Ḥamâs-Einheiten 2012 aus Syrien hin. Dem widersprechende Meldungen seien falsch. Ziel der Ḥamâs sei einzig die Befreiung Palästinas vom Besatzerregime. (http://german.irib.ir/nachrichten/item/295373- vom 27.12.2015)
Erneut (vgl.u.) hat das Pentagon durch seinen Sprecher die am 25.12.2015 durch Generalstabschef Sergej Rudskoi wiederholt vorgebrachte Offerte der russischen Regierung zur Zusammenarbeit im Kampf gegen die IS-Terrororganisation verbunden mit dem gegenseitigen Informationsaustausch eine Abfuhr erteilt. Rudskoi hatte erklärt: „Die russische Luftwaffe verfügt über nützliche Informationen und könnte diese im Kampf gegen den IS mit der Allianz austauschen“ und: „Wir erwarten im Gegenzug eine ähnliche Maßnahme von der anderen Seite“. Doch das US-Verteidigungsministerium insistierte, solange Moskau mit einem Verbleiben von Assad in der syrischen Regierung einverstanden sei, sei dies ausgeschlossen. (http://sana.sy/?p=317295, 26.12.2015, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295339-)
Näheres zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.12.2015 wird berichtet auf den Seiten http://sana.sy/en/?p=64938 und http://www.sana.sy/?p=317281 mit Videos (u.a. bei den Dûmâ-Farmen im Rîf Dimašq zwischen Ḥûš al-Fâra und Ḥûš Naṣrî einen 200m langen 4m tiefen mit Beleuchtung ausgestatteten Versorgungstunnel der Terroristen entdeckt und kontrolliert gesprengt, aktiv ist dort besonders Ğaiš al-Islâm; in ʽAṭšân im nördlichen Umland von Ḥamâdie Kommandoeinrichtung von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya zerstört; Bombardierung eines IS-Tanker-Konvois mit gerabtem Öl im N von Tadmur (Palmyra) in der Provinz Ḥomṣ; in und um Dair az-Zaur eliminierte die Luftwaffe befestigte IS-Lager; für den Raum Aleppo bestätigten von den Terroristen genutzte soziale Netzwerkseiten die Tötung des Militärbefehlshabers von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Namen Aḥmad Abû Barâ´ wie des Kommandanten von Katâ´ib Fağr al-Ḫilâfa namens Muḥammad Muṣṭafâ al-Aʽûr mit deren Anhängern, dazu Befreiung des strategisch gelegenen Tal Šarbaʽ im Umfeld des Kuwairis-Flughafens mit Durchkämmen der Gegend nach hinterlassenen Sprengsätzen, die kontrolliert gesprengt bzw. entschärft wurden, und Zerstörung der letzten IS-Befestigungsanlagen und des IS-Hauptsitzes der Gegend).
Am 26.12.2015 informierte der Armeesprecher über die wichtigsten Leistungen der letzten Tage: Die Anzahl der über die Grenze in die Türkei fliehenden Terroristen habe sich nach den letzten erkämpften Erfolgen verdoppelt. Auch gebe es zunehmend differnezen zwischen den Anführern der verschiedenen Terrorgruppen. Zusammen mit den Volksverteidigungskräften seien letztens über 65 Landstädte und Farmen allein im SW-Umland von Aleppo befreit worden. Deutliche Gebietsgewinne seien nach empfindlichen Verlusten der Terroristen zu verzeichnen in den Provinzen Damaskus, Darʽâ, as-Suwaidâ, al-Lâḏaqiyya, Aleppo, Ḥamâ und Ḥomṣ (es folgen zusammengefaßte Details aus den jeweiligen Gefechtsberichten dazu); auch die Luftwaffe führte zwischen dem 17. und 26. 12.2015 168 Angriffe auf 590 terroristische Objekte in den Provinzen Damaskus, Ḥomṣ, Ḥamâ, Idlib und Aleppo aus, die einzeln in den Gefechtsberichten aufgeführt sind. (http://sana.sy/en/?p=64951, http://sana.sy/?p=317410 und http://www.sana.sy/?p=317455 mit Video)
Terroranschläge vom 26.12.2015:
Der Raketenbeschuß von Freitagnacht auf Wohngebiete von az-Zahrâ´ im Norden von Aleppo tötete fünf Bürger und verletzte weitere. Häuser und anderes privates Eigentum wurden dabei teils erheblich beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=64881 und http://sana.sy/?p=317244) – Aktualisierung:
Im Rîf Dimašq führte der Beschuß seitens Ğaiš al-Islâm–Anhängern mit Mörserraketen auf das al-Wâfidîn Flüchtlingscamp am Rand der damaszener Vorstadt Dûmâ, tötete neun Zivilisten und verletzte 16 weitere. In Damaskus selbst im Stadtteil al-ʽAbbâsiyîn wurden auf dieselbe Art zwei Anwohner verletzt, während es in Ḥarastâ zum Glück „nur“ zu Gebäude- etc. Schäden kam.
Im Umland von Qunaiṭra in Tal al–Qabʽ im NO von Ḫân Arnaba wurden durch eine von Ğabhatu_n-Nuṣra angebrachte Landmine beim Vorübergehen ein Kind getötet, zwei verletzt, eines davon so schwer, daß es in Todesgefahr schwebt.
Ein Raketenangriff von Ğabhatu_n-Nuṣra auf eine Einwohnerversamlung während eines Begräbnisses im Dorf Qamḥâna, 8km im N von Ḥamâ hinterließ ein totes Mädchen und zwei Verwundete, dazu beschädigte Wohnhäuser. Weitere Terroristen, verschanzt im Dorf al-ʽAnz, westlich von Kafar Zaitâ, feuerten auf as-Suqailbiyya, 48km im W von Ḥamâ, und hinterließen Gebäudeschäden etc. Ebenfalls Ğabhatu_n-Nuṣra-Anhänger beschossen von ʽAidûn aus das Dorf Ḫunaîfis, töteten drei Bürger und verletzten 14, darunter Kinder, teils lebensgefährlich.
Einer der bedeutendsten Führer von in Syrien aktiven Terrorgruppen, Zahrân ʽAlûš (Sahran Allush), Kommandeur der Untergruppe Ğaiš al-Islâm und damit des übergeordneten Bündnisses Al-Ğabhatu al-islāmiyyatu, d.i. Islamische Front, welches zur Zeit seiner Gründung am 22.11.2013 das größte dieser Art mit ca. 45.000 Kämpfern gewesen ist (vgl. http://www.reuters.com/article/us-syria-crisis-rebels-factbox-idUSBREA080SW20140109 vom 9.1.2014), ist während eines Führungstreffens der Gruppe in ihrem Hauptquartier bei einem gezielten speziellen SAAF-Einsatz in Ost-al-Ġûṭa im Umkreis von Damaskus (vgl. Gefechtsberichte!) im Alter von 44 Jahren getötet worden. Dies bestätigte das Generalkommando der syrischen Armee in einem Statement vom Freitagabend, 25.12.2015. Getötet wurden zudem weitere Führungsmitglieder der Terrorgruppen Ğaiš al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Faîlaq ar-Raḥmân. Anhänger dieser Gruppen hatten die Jahre über die Zivilbevölkerung im Großraum Damaskus mit Raketen und Mörsergranaten beschossen, auch sie teilten die wahhâbitische Ideologie. Die Gruppe Ğaiš al-Islâm sei dabei sogar von Saudi-Arabien gegründet und finanziert und halte noch tausende Entführter als Geiseln im Raum Ost-al-Ġûṭa gefangen. (http://sana.sy/en/?p=64888, und http://sana.sy/?p=317173, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/295320-)
Nachdem Armeeeinheiten beobachten konnten, wie Terroristen im Gebiet des Zâhiyya-Bergmassivs und der Orte ʽUṭaira und al-Kabîr im Norden von al-Lâḏaqiyya ihre Verletzten in Richtung der Daġdaġân-Farm im Areal von Rabîʽa abtransportierten, führte eine Spezialoperationen eine Abteilung zu einem Feldlazarett, das neben medizinischem Gerät auch Mittel zur Herstellung biologischer und chemischer Waffen aus Saudi-Arabien, Qaṭar, der Türkei und den USA befand. Zudem fanden sich Anzeichen dafür, daß Anschläge geplant waren, die dann sicher wieder der Regierung untergeschoben werden sollten. (http://sana.sy/en/?p=64860, http://sana.sy/?p=316948 vom 25.12.2015)
Generalleutnant Sergej Rudskoi, Chef der Operativen Hauptabteilung im Generalstab der russischen Streitkräfte, informierte während einer Pressekonferenz am Abend des Fr., 25.12.2015, darüber, daß russische Kampfflieger seit Beginn der Unterstützungsoperation in Syrien ca. 2000 Öltanker, 17 Öl-Transportkonvois aus Syrien in die Türkei und rund 5240 Terroristenobjekte zerstört haben. Hauptziel seien zunehmend die IS-Einrichtungen zum Extrahieren, Verarbeiten Lagern und Transportieren von Erdöl gewesen. „One must understand that the profits from the smuggling of any products are used to finance ISIS, and any country participating in this illegal business is involved in international terrorism,” erkärte er dazu. Zudem wurde ein Videoband gezeigt, das Tankwagen-Kolonnen zeigte, welche von Syrien aus mit geraubtem Erdöl die Grenze zur Türkei im offenbaren Einverständnis der türkischen Regierung ohne Hindernisse überquerten. (http://sana.sy/en/?p=64853 vom 25.12.2015)
Zu Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.12.2015 s. http://sana.sy/en/?p=64837 und http://www.sana.sy/?p=316988 (u.a. Befreiung von Ruwaîsat al-Auḍa und Ruwaîsat al-Ḥarâmî im NO sowie Eroberung von Punkt 5,458 im N von al-Lâḏaqiyya).
Infolge der erfolgreichen russischen Bombardierung von IS-Ölschmuggeltrecks durch Syrien Richtung Türkei wird jetzt eine Umweg-Route getarnter Tanker über den Irak bevorzugt. General Sergej Rudskoj vom Moskauer Generalstab erklärte hierzu am Fr., 25.12.2015, die neue Trasse führte asu der Provinz Dair az-Zaur über die Poststation Tal Ṣufûk (Tell Sfuk) an der Grenze Richtung Mossul und Zaḫû (Zakho) im Irak. Zudem führte er aus: „Zum Zeitpunkt der Aufnahme befanden sich im Raum Zakho beiderseits der Grenze 11.775 Tank- und Lastwagen: 4.530 davon auf türkischem Territorium, 7.245 auf irakischem.“ „Rund 3.850 Tankwagen und schwere Laster befinden sich im Sektor ‚А‘ auf dem türkischen Territorium. 200 von ihnen fahren Richtung Irak, die anderen stehen auf Parkplätzen.“ Zudem träfen im türkischen Mittelmeerhafen Dörtyol ständig weitere Tankwagen ein. Derzeit befänden sich dort bereits 920 Tankwagen und Laster, vermutlich mit IS-Öl beladen. (http://sptnkne.ws/audv s.a. http://sana.sy/en/?p=64853 und http://sana.sy/?p=316999)

Weihnachten 2015 in Syrien (http://www.sana.sy/?p=316406)
Das obige Bild vom Weihnachtsbaum in an-Nabk (http://www.sana.sy/?p=316406) im Rîf Dimašq mit einem berühmten Kloster oberhalb des Ortes, ist nur eines von mehreren, weitere weihnachtliche Bilder aus Syrien bei: http://sana.sy/en/?p=64782.
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.12.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=64780 und http://sana.sy/?p=316487, Photostrecke dazu: http://sana.sy/?p=316627 – Video über die Kämpfe der SAA im IS-Tunnelsystem: http://sptnkne.ws/atKq; YāsirʽAlî (Yasser Ali), syrischer Feldkommandant einer Panzerdivision, informierte hinsichtlich dieser Art unterirdischen Krieges am Beispiel des damaszener Vororts Ğaubar (Jobar): „Das Besondere an dieser Gegend ist, dass sie in direkter Nähe zur syrischen Hauptstadt Damaskus liegt. Die Terroristen dringen hier in die Tunnel ein, um durch unsere Positionen zu schleichen. Wir befinden uns in einem ständigen Kampf mit ihnen: Sie graben neue Gänge Richtung Damaskus und wir versuchen sie daran zu hindern, in die Hauptstadt zu kommen“. – Hinsichtlich der russischen Luftwaffeneinsätze vom 24.12.2015 führte General Sergej Rudskoj vom Moskauer Generalstab aus: „Allein am gestrigen Tag wurden 189 Bombenschläge gegen Objekte terroristischer Banditengruppierungen ausgeführt“. (http://sptnkne.ws/aua7).
Ausgehend von einer durch die ARD ausgestrahlten Sendung berichtet Russia Today davon, daß der IS in der türkischen Stadt Gaziantep, 40km von der syrischen Grenze, ein Büro zwecks Sklavenverkaufs, d.h. Menschenhandels mit ihnen während ihres Ğihâds in Syrien in die Hände gefallenen kurdisch-jazidischen Frauen und Kindern, betreibt. Laut Auskunft eines türkischen Abgeordneten der Opposition habe sich jene Stadt zu einem wichtigen Unterstützungspunkt für den IS entwickelt. Eine türkische Anwaltskanzlei hat auf die ARD-Dokumentation hin Strafanzeige gegen die Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste des eigenen Landes eingereicht. Das Kurzvideo in englischer Sprache kann angesehen werden via: https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/12/24/daesh-reportedly-conducts-slave-trade-via-office-in-turkey/.
Terroranschläge vom 23.12.2015:
Insgesamt vier Kinder wurden in den damaszener Vorstadt Ḥarastâ und im Hauptstadtviertel al-ʽAbbâsiyîn durch Schrapnels verletzt, eines sogar getötet, als Mörsergranaten auf sie aufgefeuert wurden. (http://sana.sy/en/?p=64765)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.12.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=64759 und http://sana.sy/?p=316155 (u.a. weitere befreite Gebiete und verhinderte Angriffe und Überfälle auf Orte z.B. durch den IS).
Der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow gab am Mi., 23.12.2015, über die Einsätze der Kampfjets in Syrien bekannt: „Russische Kampfflugzeuge in Syrien haben vom 18. bis 23. Dezember 302 Einsätze geflogen und 1093 Objekte in den Provinzen Idlib, Aleppo, Deir ez-Zor, Hama und Homs angegriffen“. (http://sptnkne.ws/at6n)– Desweiteren informierte Konaschenkow darüber, daß eine Suchoi-34 ein großes Ausbildungslager des IS in der Provinz Idlib bombardiert haben. Dort hätten sich „zahlreiche Instrukteure aus Syriens Nachbarstaaten“ aufgehalten, dazu Terroristen, die via Türkei nach Syrien gelangt waren. (http://sptnkne.ws/at37)
Nun hat auch noch ein von den syrischen Kurden gefangengenommenes Mitglied der IS-Terrorgruppe über die tagtäglich in aus Syrien und dem Irak kommenden und dort geraubtes Erdöl über die Grenze zu Unternehmern in der Türkei schmuggelnden Tankwagen gegenüber einem Korrespondenten von Sputnik Türkiye Auskunft gegeben. Es handelt sich um den 24-jährigen Türken Maḥmûd Ġâzî Tâtâr (Mahmut Gazi Tatar), der in seiner Heimatstadt Adıyaman im Südosten der Türkei vom IS vor einem Jahr angeworben worden war zusammen mit anderen Rekruten im Alter von 17 bis 50 Jahren. Ein Hintermann habe sie gegen 10 Uhr vormittags über die Grenze nach Syrien geschafft, wobei weit und breit keinerlei türkische Grenzposten zu sehen gewesen seien. Im Mai habe ier von einem Betreuer Näheres erfahren: „Während unseres Trainings erzählte uns Abu Talkha, dass die Gruppe Erdöl an die Türkei verkaufe und mit türkischem Geld all ihre finanziellen Schwierigkeiten gelöst habe.“ Alles Notwendige bekomme die Organisation im Austausch gegen das Schmuggelgut durch die Türkei und einige arabische Staaten. (http://sana.sy/?p=316313, in Deutsch bei: http://sptnkne.ws/atmg) – Mitteilungen über noch nicht bekannte Details dieses Schmuggels, auch jenseits der syrischen Grenzen, geben die in Fortsetzung befindlichen Artikel des Sozialwissenschaftlers M. D. Nazemroaya, am 19.12.2015 ist Teil III mit dem Titel: Turkish-ISIL Oil Trade: The Roles of the Kurdistan Regional Government, Britain, and Israel, erschienen in: http://www.strategic-culture.org/news/2015/12/19/turkish-isil-oil-trade-did-turkish-military-enter-mosul-protect-oil-trade-iii.html.
Nicht nur bzgl. Kafariyyâ und al-Fûʽa (vgl.u.) oder das Flüchtlings“lager“ Yarmûk (vgl. Teil III) verhindern die Terrororganisationen zielgerichtet andauernd, daß Hilfsgüter der Regierung, von befreundeten Staaten oder internationalen Organisationen bei der Zivilbevölkerung in den Gebieten, die von den Terrorgruppen kontrolliert werden, ankommen. Sogar am Di., 22.12.2015, verabschiedete UN-Resolution zu Syrien nimmt darauf Bezug. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/295179-)
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.12.2015 geben http://sana.sy/en/?p=64708 und http://www.sana.sy/?p=315651.
Die türkische Zeitung Cumhuriyet hat von Belege für bestehende Kontakte zwischen Staatschef Erdogan unterstehenden Beamten und Vertretern des IS berichtet. Dabei handelt es sich um Tonaufnahmen von Telefonaten, wobei ausgemacht wird, wann und an welchem Kämpfe und Waffen übergeben werden sollen, so daß dies sicher geschehen könne. (http://sana.sy/?p=315716) – Auch Behlül Özkan, Experte für internationale Beziehungen und Dozent der Marmara-Universität zu Istanbul, schreibt in einem Artikel für die Zeitschrift Politico: „Die Türkei ist mit einem ganzen Netzwerk von radikalen islamistischen Gruppierungen verbunden und hat im Grunde dieselben Feinde wie die Terrormiliz ,Islamischer Staat‘“. Näheres dazu bei: http://sptnkne.ws/asWd. – Zum ebenfalls sehr aufschlußreichen Treffen einer türkischen Oppositions-Delegation mit Regierungsvertretern vom Wochenende in Damaskus s.u.. – Vgl. auch den „ Brückenschlag“ durch den irakischen Politiker Nûrî al-Mâlikî zwischen der Terroristenunterstützung durch Staatschef Erdogan in Syrien und dem Irak mit dem Armenier-Genozid vor hundert Jahren (zum Gedenken daran vgl.u.).
Terroranschläge vom 22.12.2015:
IS-Terroristen beschossen eine Schule im Stadtteil Harâbiš von Dair az-Zaur mit Raketen, so daß neun der darin befindlichen Schülerinnen starben, weitere 15 verletzt wurden. Während das Kabinett den Anschlag verurteilte, unterstrich der Premierminister, daß durch derlei verbrecherische Terrorakte auf Schulen und Universitäten (vgl.u.) deren Betrieb unvermindert gemäß dem Bildungsauftrag fortbestehen werde. (http://sana.sy/en/?p=64701, http://sana.sy/?p=315637) – Aktualisierung: Gemäß einem Interview des Schuldirektors gegenüber Russia TV wurden etwa gegen 8.20 Mädchen der 7. und 10. Klasse beim Sportunterricht auf dem Sportplatz unter Granatwerferbeschuß genommen. Von den Verletzten schwebten drei in Lebensgefahr. In dem Stadtviertel lägen eine Knaben- und eine Mädchenschule nebeneinander, wovon jedoch nur auf die letztere gezielt worden sei. (http://sptnkne.ws/atkH) – Die Takfîr-Ideologie (zum Begriff s. Teil III) verschließt – ähnlich derer der Ṭâlibân in Afghanistan – weiblichen Wesen (höhere) Bildung.
2. Aktualisierung:
Im SO der Provinz al-Ḥasaka brachte die Detonation eines von IS-Terroristen in einem Wohnhaus in Marân al-Bûsa angebrachten Sprengsatzes einem jungen Mann den Tod und verletzte seine Familienmitglieder: seine Eltern und sechs Geschwister. (loc. cit.)
Den šîʽitischen Einwohnern der von den Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya-Terroristen eingeschlossenen Städte Kafariyyâ und al-Fûʽa im NO von Idlib droht kurz vor Weihnachten der Hunger- bzw. Kältetod. Zwar hat die Armee im Verein mit den NDF und der Ḥizbullâh beide Orte immer wieder gegen Angriffe erfolgreich verteidigt und ein Eindringen der Terroristen auch von Ğaiš al-Fataḥ verhindert (vgl. frühere Gefechtsberichte) sowie Mitte November einen Waffenstillstand erreicht, um den 40.000 eingeschlossenen humanitäre Hilfsgüter zukommen zu lassen. Doch hat der Feind das Abkommen gebrochen. Ein Einwohner gab gegenüber FNA Auskunft über die Situation: „The people have no money; we cannot buy drinking water or flour, … . People do not have access to essential goods and foodstuff such as eggs, they do not even have fuel for their cars and homes.“ Die Regierung versucht über das Abkommen nach Einnahme von az-Zabadânî im Austausch gegen dort gefangengenommene Terroristen Bewohner beider Orte freizubekommen. Außerdem haben sich die Entsatzeinheiten bis auf 17km bzw. 11km herangekämpft. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940928000934)
Eine Zusammenfassung der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=64616 und http://www.sana.sy/?p=315125. (z.B.. wurden an Terroristenführern getötet: Yâsir al-Ḥalâq von Liwâ´ al-Islâm im Bereich Marğ as-Sulṭân und an-Našâbiyya in Ost-al-Ġûṭa, ebenfalls dort in Dârayâ ein Terrorgruppenführer namens Bašâr mit dem Kampfnamen Abû Usâma sowie in ʽArbîn bei Zerstörung von Leitstellen von Ğaiš al-Islam die Kommandeure ʽAbdurraḥmân al-Yasqî und Zâhir Quraiʽa und Ḥassan Kaswânî, dazu im Rîf Dimašq; im Umland von Ḥamâ in Laḥâyâ aš-Šarqiyya wurde erneut eine Abschußanlage für die aus den USA stammenden TOW-Missiles zerstört; erfolgreicheakkurate Einsätze der SAAF gegen den IS wie Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz in al-Ḥadaṯ, Ḥawârîn, westlich von Muhîn und Tair Maʽla, in aš-Šarîfa im Landkreis Tadmur wie in Ġunaimân, Ṭafḥa und Ġuzaila mit Eliminierung von deren Fortifikationen und Stützpunkten samt militärischem Equipment; u.v.a).
Terroranschläge vom 21.12.2015:
Wieder bekamen die Wohnhäuser der Nil-Straße in Aleppo Raketen ab, die im Stadtteil Banî Zaid verschanzte Terroristen auf sie abschossen. Dabei wurden drei Mädchen getötet, zwei weitere verwundet, privates und öffentliches Eigentum beschädigt.
In der Provinz Ḥamâ hinterließen Raketenangriffe der im Wâdî al-ʽAnz (westlich von Kafar Zaitâ) positionierten Terroristen zwei Tote und acht Verletzte auf einem Parkplatz bei einem stark besuchten Supermarkt (city market) in Suqailibiyya sowie zwei verwundete Bürger in Salḥab. Weitere Raketensalven richteten „nur“ Sachschaden im Dorf Ğûrîn an, die in erheblichem Ausmaß auch an den anderen Orten zu verzeichnen waren.
In Damaskus verursachten Mörsergranaten, abgeschossen von Anhängern von Ğaiš al-Islâm auf das Wohngebiet Barza den Tod eines Anwohners, fügten neun anderen Verletzungen zu, der Sachschaden war entsprechend. (http://sana.sy/en/?p=64597http://sana.sy/?p=315116).
Die bereits hinlänglich bekannten Finanzierungsquellen des IS sind nicht alle genutzten Möglichkeiten. Die russische Orientalistin Nadeschda Glebowa, tätig am International Independent University of Environmental and Political Sciences in Moskau, gab darüber im Radiosender Kommersant FM Auskunft. Noch einmal die schon genannten Quellen (vgl.u.) referierend erklärt sie:
„Da der IS glücklicherweise keinen Zugang zum Meer hat, macht er Handelsgeschäfte offenbar mit Küstenstaaten oder mit jenen Ländern, die ihre eigenen Interessen in Sachen Ölverbrauch haben … Alle sprechen von Öl, das Thema macht Schlagzeilen, doch ich möchte darauf aufmerksam machen, dass der IS wohl die erste Organisation solcher Art im Nahen Osten ist, die alle Ressourcen nutzt. Nicht zu vergessen sind etwa Gas, Phosphate, Säuren. Der IS vernachlässigt keinen Bereich, um Existenzmittel zu finden.“ Auch im Bestreben, sich als „Staat“ islamischer Prägung zu präsentieren, haben die IS-Anführer in den von ihnen kontrollierten Gebieten Steuern eingeführt. Am ehesten dürfte einem hier die für Angehörige der Buchreligionen schon aus der Frühzeit der islamischen Geschichte bekannte ğizya in den Sinn kommen, die auch wirklich eingetrieben wird. Sie stellt eine Gegenleistung für die Duldung der Angehörigen dieser nicht-islamischen sog. „Buchreligionen (Christen, Juden, Parsen) dar, die sich den muslimischen Eroberern rechtzeitig ergeben haben. Zurecht weist die Fachfrau darauf hin: „Selbst wenn man nicht bereit ist, am Krieg teilzunehmen, und sich über diesen Krieg empört, muss man irgendwie überleben.“ Weitere Steuern gibt es hinsichtlich des Warenhandels, der Sicherheit verschiedener Einrichtungen (z.B. auch von Banken), so daß Glebowa zutreffend bemerkt: „Es geht also um Schutzgeld“. „Darüber hinaus gibt es noch die vom IS eingeführten Zollgebühren für Gütertransporte im irakischen Grenzgebiet zu Syrien und Jordanien. Es gibt auch eine Art Steuer für die Ausplünderung historischer Denkmäler und archäologischer Ausgrabungen. Verschiedene nichtmuslimische Gemeinden müssen außerdem zahlen, um geschützt zu werden. Mit einem Wort sind die Steuern vielfältig und werden akribisch eingetrieben. Dies wird laut verschiedenen Informationen nicht einmal durch die Luftangriffe gestört“, obwohl jene dem IS durchaus schon enorme Schäden zugefügt hätten.
Andererseits machten IS-Affiliierte – wie schon von der Muslimbruderschaft bekannt – Werbung für sich auch per „Sozialarbeit“, indem für Bedürftige „Nahrungsmittel und Bedarfsartikel kostenlos“ verteilt würden. Das „halbruinierte Land“ brauche daher „einen sehr aktionsfähigen Menschen“, der es auch nach Beilegung des bewaffneten Konflikts wieder aufbaue. (http://sptnkne.ws/anez)
Vizeaußenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd empfing am So., 20.12.2015, eine Delegation der türkischen Vaterlandspartei (Vatan Partisi) unter Führung von İsmail Hakkı Pekin. Man war sich einig darüber, daß beide Völker eine historisch gewachsene und damit unverbrüchliche brüderliche Verbindung hätten trotz der Tatsache, daß Staatschef Erdogan die abscheulichsten Verbrechen gegen die syrische wie türkische Bevölkerung begehe, indem er in Syrien agierende Terrorgruppen unterstütze und die Freiheitsrechte der Türken beschneide. Syrien habe nie darauf gesetzt, daß sich Erdogan einer Koalition gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra wie die anderen al-Qāʿida verbundenen Organisationen anschlösse. Nochmals verurteilte Dr. al-Miqdâd er den Abschuß der Suchoi-24 (vgl.u.) über syrischem Territorium durch Erdogans Regime, der nur den Raub syrischen Öls und von antiken Kunstgegenständen kaschieren helfen sollte, die in der Türkei weiterveräußert würden. Dann bekräftigte der Vizeaußenminister erneut Syriens Streben nach einer politischen Lösung der Krise basierend auf innersyrischem Dialog, geführt von syrischer Seite ohne Einmischung fremder Mächte, wobei grundsätzlich nicht mit Terroristen verhandelt würde.
Pekin machte deutlich, daß die meisten Türken Erdogans Politik und die der AKP-Regierung nicht unterstützten. Im Gegenteil sei den Türken an freundlichen Beziehungen zu Syrien gelegen. Dann drückte er sein Bedauern dafür aus, daß die Syrer so sehr unter dem Terrorismus zu leiden hätten. Es sei im beiderseitigen Interesse, die Kommunikation untereinander aufrechtzuerhalten. (http://sana.sy/en/?p=64547, http://sana.sy/?p=314808) – Zum Zusammentreffen der Delegation mit Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî am selben Tag s.a. http://sana.sy/en/?p=64538. Darin unterstreicht Pekin, Staatspräsident Erdogan – der die Ideologie der Muslimbruderschaft über alles stelle, wie az-Zuʽbî es zuvor bezeichnet hatte – und sich zum Handlanger (project of partitioning the region’s countries, s. Yinon-Plan) wider die Interessen des eigenen Landes und der Völker der Region mache, zerstöre damit deren territoriale Einheit und Identität. Auch habe er nachhaltig die früher guten Beziehungen zu den Nachbarstaaten fast zerstört. Seine Folgerung daraus: „We have to fight Erdogan’s policy”. Ziel des Syrienbesuches seiner Delegation sei, sich auszusprechen, dabei die wahre Sicht auf die Dinge seitens der syrischen Regierung jenseits von Erdogans Propaganda kennenzulernen und diese der türkischen Bevölkerung mitzuteilen. Zusammarbeit im Medienbereich im Interesse beider Länder wurde vereinbart.
Feierliches Entzünden des Christbaumes im Dama Rose Hotel [in dem traditionellerweise etliche Events durch die Regierung begangen werden] in Anwesenheit des Tourismusministers Bišr Yâziğî und des orthodoxen Patriarchen Lûqâ al-Ḫûrî (Luca al-Khoury). Beide unterstrichen, dieses Fest trage die Botschaft des Friedens und der Freude wie der Koexistenz in Harmonie an alle Syrer in sich, was dieses Jahr schon dadurch versinnbildlicht werde, daß der Geburtstag von Jesus Christ und des Propheten Muḥammad auf einen Tag falle. Anschließend verteile der Weihnachtsmann Geschenke. (http://sana.sy/en/?p=64467 mit Photostrecke) – Anmerkung zum Datum: Das neue Kirchenjahr beginnt jeweils mit dem 1. Advent, wobei die Feierlichkeiten darin bei den orthodoxen Christen etwa zwei Wochen nach jenen der römisch-katholischen wie evangelischen Kirche begangen werden.
Mit einer Messe in der St. Georgs-Kathedrale im Stadtteil Bâb Tûmâ in Damaskus ging am So., 20.12.2015, das Gedenkjahr des armenischen Genozids vor hundert Jahren durch die Osmanen (vgl. Teil III) zu Ende. (http://sana.sy/en/?p=64565) – Wegen des Datums s.o.!
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.12.2015 informieren: http://sana.sy/en/?p=64486 und http://www.sana.sy/?p=314654 (u.a. Befreiung von Ḫân Ṭûmân und Qarâṣî wie der Umgebung mit allen Farmen im Süden von Aleppo, dem Areal mit der größten Konzentration an Ğabhatu_n-Nuṣra-Kämpfern mit Säuberung von hinterlassenen Sprengfallen etc., deren Trupps auch in az-Zarba sowie in den bekannten Stadtteilen der Provinzhauptstadt erfolreich bekämpft, Eliminierung von IS-Fortifikationen Tal aš-Šuwâyâ, Bîğân und Rasm aṣ-Ṣahrîğ; Desgleichen Vorgehen in den betroffenen Stadtvierteln von Darʽâ; Befreiung von al-Kabîr und Eroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen 453.5, 535.5 und 539.5 im Areal zwischen dem Bergland von al-Kûz und al-Aswaḍ al-Kabîr im N von al-Lâḏaqiyya mit Aufspüren und Entschärfen der hinterlassenen Minen etc.; weitere erfolgreiche Einsätze unter heftigen Feindverlusten auch gegenüber dem IS in der Provinz Ḥomṣ westlich des aṭ-Ṭâr-Masssivs, auf Tal az-Zakâra im W von Tadmur, Abwehr der IS-Angriffsversuche von ʽUnq al-Hawâ auf Ğab al-Ğarâḥ und von Raḥûm und Umm Ṣuhaîrîğ auf Maksar al-Ḥasân, Rückschläge für Ğabhatu_n-Nuṣra zudem in Umm Šaršûḥ und al-Mašğar al-Ğanûbî im N und präzise SAAF-Luftschläge bei Tair Maʽla, ar-Rastan und Muhaîn; an die 60 Terroristen getötet und noch mehr verletzt bei Kämpfen in den Provinzen Idlib und Ḥamâ: z.B. in letzterer in ʽAṭšân gegen Positionen von Ğund al-Aqṣâ, auf Tal as-Sayad gegen Ğaiš al-Fataḥ mit Zerstörung eines Nachschubdepots in Kafar Nabûda; in Idlib waren unter den 43 Getöteten auch der Anführer von Katîba al-Muġâwîr innerhalb Ğabhatu_n-Nuṣra namens Abû Muḥammad as-Sarâqibî wie der lokale Führer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Namen Abû Muḥammad aš–Šaiḥâwî, in Ğisr aš-Šuġûr kamen zudem Anhänger des letzteren durch eine Sprengfalle um).
Terroranschlag vom 20.12.2015:
Neun Menschen wurden verletzt infolge eines Raketenangriffs auf auf die Autobahn in Höhe des al-Mazza-Viertels in Damaskus. Die Raketen trafen einen vorüberfahrenden Omnibus, dessen Passagiere teils lebensgefährlich verwundet wurden. (http://sana.sy/en/?p=64545)
Am Abend des 19.12.2015 kam bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus am südlichen Stadtrand von Ğaramâna im Rif Dimašq Samîr al-Qunṭâr (a.: Samir al-Kantar oder Samir Kuntar), einer der prominentesten Kämpfer der libanesischen Widerstandsgruppe Ḥizbullâh und weitere Personen ums Leben. Es waren allesamt Zivilisten, wie Informationsminister a-Zuʽbî in einer Stellungnahme gegenüber al-Aḫbariyya TV hervorhob. Zudem versprach er eine eingehende Untersuchung dieses Terrorakts. Das mehrstöckige Haus erlitt einen Totalschaden, meldete SANA [wie schob berichtet, unterstützen Ḥizbullâh-Mitglieder die SAA und syrische Volkskräfte beim Kampf gegen den IS u.a. Terrorgruppen]. Der Angriff soll von Israel ausgegangen sein, wo al-Qunṭâr 30 Jahre lang inhaftiert war und 2008 durch einen Gefangenenaustausch freikam. Eine Bestätigung von israelischer Seite gab es bislang noch nicht. Auch ist noch nicht geklärt, warum sich der Libanese zu jener Zeit in dem Privathaus in Ğaramâna aufgehalten hat. (http://www.sana.sy/?p=314651 und http://www.sana.sy/en/?p=64500, s.a. http://sptnkne.ws/asuC und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/295036-hisbollah-funktion%C3%A4r-bei-israelischem-luftangriff-get%C3%B6tet)
In einem Interview für Liberty Report macht der texanische US-Kongreßangeordnete Ron Paul hinsichtlich der Bewertung der Politik Saudi-Arabiens deutlich: „As in Syria, Saudi Arabia has the same goals in Yemen as ISIS does. The brutal Saudi-led attacks have killed thousands of civilians in Yemen. Millions more face starvation.“ (Video bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/12/20/saudi-regime-and-daesh-have-the-same-goals-in-syria-as-in-yemen-ron-paul-liberty-report/)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.12.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=64433 und http://sana.sy/?p=314313 (u.a. Vereiteilung terroristischer Angriffe unter heftigen Verlusten des Feindes an Kämpfern und militärischer Ausrüstung im Rîf Dimašq während der Nacht auf die Stadt aḍ–Ḍumair mit dem lokalen Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Abû Muḥammad Šâm unter den Getöteten, dazu Auslöschung von Stellungen von Ǧaiš al–Islâm auf der Achse Ḥarastâ – al-Qanṭara in Ost-al-Ġûṭa und zwischen Maid’â und aḍ–Ḍumair; im Umland von Darʽâ auf einen Militärposten bei al-Ġâriyya al-Ġarbiyya, dazu Terroristeneliminierung im Areal Darʽâ al-Balad, um die Umm ad-Darağ-Quelle im Viertel al-Bağâbağa im N der Bîṭâr-Farm um ʽAtmân; Desgleichen in an-Nuʽaimaund Dair Dâmâ bei al-Lağât in der Provinz as-Suwaidâ´ mit dem Terroristenkommandeur ʽÂyid az-Zuʽbî unter den Getöteten; ebenso Verhinderung des Angriffs eines Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra östlich von az-Zahrâ´ im Raum Aleppo sowie erfolgreiche Kämpfe der Volkswehr in Nabul und az-Zahrâ; im Gouvernement Ḥomṣ Abwehr von IS-Überfallversuchen auf einen Militärposten im Hayâl-Gebirge wie diejenigen in Muhain und Ḥawârîn mit Eliminierung von IS-Positionen und –Basen beim Berg aṭ-Ṭâr, südlich der ʽAlûn-Farm, am West-Zugang zu Tadmur, beim nahen Wâdî Abyaḍ-Damm wie von Ğabhatu_n-Nuṣra um Ğabûrîn, Abû as-Sanâsil und Umm Šaršûḥ, konzentrierte effektive Luftschläge gegen IS-Nester in al-Ḥadaṯ, Ḥawârîn, al-Qariyatain und Muhain; erfolgreiches vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Kanṣâfira und nahe Ğisr aš-Šuġûr mit dem Anführer Faiṣal al-Ġâzî unter den Getöteten im Großraum Idlib wie gegen Ğund al-Aqṣâ in Ḫân Šaiḫûn und at-Tamânaʽa; im Umland von Ḥamâ energische Bekämpfung von Schlupfnestern von Ğaiš al-Fataḥ im Bereich ʽAṭšân sowie gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Sukaik mit den Kommandeuren auch von Tuğmiʽ Alwiya wa Katâ´ib al-ʽIzza namens Muḥammad al-ʽAbdullâh und Mʽarûf al-Fauzî unter den Getöteten).
In einem Beitrag des Kanals Russia 1 zum Thema „Global Positioning System“ machte Präsident Putin deutlich, die Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung im allgemeinen wie mit Präsident Dr. al-Assad im besonderen sei problemlos und geschehe zur vollen Zufriedenheit. (http://www.sana.sy/?p=314428, 19.12.2015)
Europäisch-türkische Unterstützung im Counterterrorismus? Russische Fernbomber im Einsatz gegen den IS mußten gemäß Mitteilung von Generalmajor Anatoli Konowalow in Moskau vom Sa., 19.12.2015, den europäischen und türkischen Luftraum umgehen und daher in der Luft aufgetankt werden, da ein diesbezügliches Überflugverbot gilt. (http://sana.sy/en/?p=64444, http://sptnkne.ws/asj6) – Bislang nahmen diese Bomber bereits in 145 Einsätzen IS-Positionen mit ca. 1.500 Bomben und 20 Marschflugkörpern unter Beschuß. (http://sptnkne.ws/asfN).
Die Regierung in Moskau hat zur „strengen und strikten Erfüllung der Bestimmungen der Resolution 2253 durch alle Mitglieder der Weltgemeinschaft“ aufgerufen. Diese setze „in vielem die von Russland im Sicherheitsrat initiierte Tätigkeit zur Unterbindung des illegalen Handels, vor allem des Ölhandels, mit dem IS, der Jebhat al-Nusra und anderen terroristischen Gruppierungen fort“. Zudem akzentuiere sie „die Aufgaben zur Erfüllung der UN-Resolution 2199“. Allerdings konstatierte man im Außenministerium: „Leider verhalten sich bislang nicht alle Staaten gewissenhaft zu ihren Verpflichtungen, die Finanzierungskanäle des IS zu unterbinden, insbesondere wird der größere Teil des vom IS realisierten Erdölexports nach wie vor über die Türkei abgewickelt“. (http://sptnkne.ws/arVA) – Dieser Aufruf entspricht ganz der Sichtweise der syrischen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad. Dieser hatte im Interview vom 17.12.2015 (s.u.) in Beantwortung der Frage Nr. 48 bekräftigt: „If the responsible countries take actions against the flood and the flowing of terrorists and the logistic support, I can guarantee that it will take less than one year.“ (http://sana.sy/en/?p=64343) – Angespielt ist auf das Ende des bewaffneten Konflikts in Syrien. Aus den vorhergehenden Antworten ist zu schließen, daß unter „logistic support“ hier im weiteren Sinne auch der finanzielle Aspekt angesprochen ist, der zuvor wie in früheren Interviews schon diskutiert worden ist. Auch welche Länder unter die „responsible countries“ zu rechnen sind, ist im Gespräch zuvor herausgestellt worden.
Gerade angesichts der 3. Runde der Syrien-Verhandlungen in New York mit Verabschiedung der Resolution am Fr., 18.12.2015, ist es von besonderer Bedeutung, was die zum großen Teil – vor allem in den Mainstream-Medien – übergangene syrische Seite zur Situation zu sagen hat. Ein wieder einmal sehr lesenswertes Interview gab Präsident Dr. al-Assad am 17.12.2015 dem niederländischen Sender DUTCH NPO2 TV und stellte sich darin 50 Fragen, die er ohne Umschweife beantwortete. Stellung nahm er auch zu den Anfängen der Krise, zu den verschiedenen Lösungsansätzen, den Beteiligten an der Krise und dem Szenario, das am schnellsten und einfachsten den Frieden bringen würde. (http://sana.sy/en/?p=64343, http://www.sana.sy/?p=313821)
Der Kommentar des UN-Gesandten Dr. al-Ğaʽfarî zu den beiden verabschiedeten Resolutionen Nr. 2253 und 2254 des UN-Sicherheitsrats ist nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=64422.
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.12.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=64356 und http://sana.sy/?p=314019 (u.a. Eroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen Nr. 652, 687.5, 526, 662.8, 427, 754, des Bergmassivs Ğabal al-Aswad al-Kabîr nahe der türkischen Grenze, des Syriatel Towers mit Befreiung der Orte ʽAṭîra, Bait Mulk, Qanṭara, Bait Šarûq, al-Ḫaḍrâ´, Zâhiyya, al-Kabîr, aṣ-Ṣawâf und Qalʽa Bûğâk im N von al-Lâḏaqiyya in Anknüpfung an die gestrigen Erfolge; weiteres Vordringen um die eroberten Gebiete in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq; bei Eliminierung von Terroristen-Rückzugspunkten im Areal Darʽâ al-Balad fand sich unter den Getöteten auch der Anführer von Katîba Ğabhati Ṯawâr Suriyya, namens Riḍâ Muhannad al-Musâlima; im NO von as-Suwaidâ´ Überfall auf aṯ-Ṯaʽla vereitelt; Desgleichen beim Vorgehen u.a. gegen Stellungen von Ğund al-Aqṣâ südlich von at-Tamânaʽa im Raum Idlib unter den Getöteten der „Gouverneur“ und lokale Anführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya namens ʽAbdussalâm Ḥamdûn; u.v.m.).
Der UN-Sicherheitsrat nahm am 17.12.2015 den gemeinsam von Rußland und den USA ausgearbeiteten Resolutionsentwurf zur Austrocknung der Finanzquellen der IS-Terrormiliz an. Der neuen Resolution gemäß soll die internationale Gemeinschaft, „energisch und entschlossen“ die Finanzströme an den IS zu unterbinden. Vor allem solle der illegale Handel mit Öl, Waffen und antiken Kulturgütern unterbrochen werden. Individuen und Unternehmen, die den IS unterstützten, können hinfort mit UN-Sanktionen belegt werden. (http://sana.sy/?p=313897, http://sptnkne.ws/arMF) – Damit entsprach der UN-Sicherheitsrat einer seit vielen Jahren von der syrischen Regierung ausgesprochenen Forderung (vgl.u.).
Zudem legte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin dem Gremium die Schmuggelrouten der IS-Öltransporte über die Türkei vor und führte dazu aus: „Öl wird meistens in Tankwagen über die Grenzübergänge in Karkamış, Akçakale, Cilvegözü und Öncüpinar transportiert. Es gibt Tausende von diesen Tankwagen. Diese werden von türkischen Unternehmen wie ‚Serii‘ in Konya oder ‚Sam Otomotiv‘ in Antalya, an Terroristen geliefert“. Damit nehme der IS täglich nur durch den Öl-Schmuggel bis zu 1,5 Millionen US-$ ein. Tschurkin erläuterte: „Das Übel kann nur durch gemeinsames Vorgehen, ohne Doppelmoral an der Wurzel gepackt werden. Dies betrifft auch in vollem Außmaße die Austrocknung der Finanzquellen von Terroristen”. Deshalb richtete er die Weltgemeinschaft die Forderung: „entschlossenen und koordinierten Widerstand zu leisten”. (http://sptnkne.ws/arMF)
Alternativ zum schon erwähnten illegalen Handel betreibe der IS jedoch noch ähnliche andere Geschäfte. So machte Vitali Tschurkin deutlich: „Dank den russischen Luftangriffen ist es gelungen, die illegalen Ölexporte drastisch zu minimieren. Andererseits haben dadurch alternative Finanzquellen an Bedeutung für die Terroristen gewonnen, wie Naturschätze sowie landwirtschaftliche und industrielle Produktion“. Durch den Verkauf geraubter Phosphate würden bis zu 250 Millionen US-$ erzielt, durch den von Gerste und Roggen 200 Millionen und durch die Handel Veräußerung von Zement 100 Millionen US-$ und auch „ausländische Spenden wollen nicht enden”. Auf diese Weise kämen jährlich ca. 700 Millionen US-$ an Nebeneinnahmen des IS zusammen. (http://sptnkne.ws/arRE)
Terroranschlag vom 18.12.2015:
Im Bereich Ğaubar im Umkreis von Damaskus verschanzte Terroristen von Ğaiš al-Islâm beschossen das damaszener Wohngebiet al-ʽAbbâsiyya mit Mörsergranaten, wobei ein 16-Jähriger verwundet und etliche Schäden verursacht wurden. (http://sana.sy/?p=314062)
Wie zu erwarten bewertet die Regierung in Damaskus den nicht Einsatz von US-Bodentruppen in Form der zunächst durch US-Präsident Obama in Stärke von 50 Mann in die Region von ar-Raqqa beorderten Spezialtruppe als „eine zum Himmel schreiende Verletzung der territorialen Integrität Syriens“, wie es Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd im Interview mit RIA Novosti vom 18.12.2015 ausdrückte. Schließlich war die Landesregierung in der Angelegenheit wieder einmal völlig übergangen worden, was einen Bruch der internationalen Richtlinien (Völkerrecht und UN-Charta) darstellt. Diesem ersten Trupp sollen zudem noch weitere folgen. Für die Syrer steht demnach fest, daß die US-Regierung den Kampf gegen den Terrorismus nur vorzutäuschen, um unter diesem Deckmantel die territoriale Einheit Syriens zu zerstören. Schließlich sei auch durch das gegen den IS völlig ineffektive US-Bombardement die zivile Infrastruktur des Landes sehr geschädigt worden. (http://sptnkne.ws/arPm)
Syrien lehne die Teilnahme an irgendwelchen religiös, besser noch sektiererisch begründeten Koalitionen unter der Vorgabe, den Terrorismus bekämpfen zu wollen, ab. Damit bezog sich Vizeaußenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd im schon erwähnten Interview mit Ria Novosti auf die vom saudischen Außenminister kürzlich vorgestellte Koalition islamischer Staaten (s.u.). Die Handlungen der saudischen Regierung wie die des IS seien untrennbar miteinander verbunden, so daß die saudi-arabische Monarchie niemals Teil einer counterterroristischen Aktion sein könne. Auch an der kürzlich in ar-Riyâḍ stattgehabten Konferenz hätten terroristische Gruppierungen und Personen teilgenommen [vgl.u., 8.12.2016], die keinesfalls die syrische Opposition repräsentierten. „Those terrorist groups can only be faced in combat not in meetings. We support holding dialogue with genuine opposition forces that exist on the ground and have influence. We think that the KSA is not qualified to hold such meeting as it explicitly supports these armed terrorist groups.”, stellte Dr. al-Miqdâd daher kategorisch fest. Auch die Beschuldigung seitens der Türkei und Saudi-Arabiens angesprochen, die syrische Regierung kaufe [in Syrien geraubtes!] Öl vom IS, entgegnete der Vizeaußenminister, dies sei nur eine lächerliche verleumderische Retourkutsche für die mit belegen untermauerten Vorwürfe z.B. gegen die Türkei, denn, führte er aus: „We import petroleum from our friendly countries, especially Iran. We never buy from the ISIS because such thing would be an insult for all the Syrians. These allegations are sheer cheap Turkish and Saudi propaganda”. Wirkliche Verbündete im Counterterrorismus seien dagegen Rußland mit seiner direkten militärischen Unterstützung, welche die jüngsten Erfolge der SAA am Boden mitbewirkt habe (vgl. Gefechtsberichte!), wie die des Iran durch militärische Berater. Mit den USA bestünden keinerlei Kontakte. Die US-geführte Koalition sei zudem äußerst ineffektiv. Daß die Obama-Administration unter der Vorgabe, es seien „moderate Oppositionelle“ weiterhin in Syrien aktive Terroristen unterstütze, untergrabe jegliches Vertrauen in sie und ihre Ernsthaftigkeit darin, den Terrorismus des IS wie anderer Terrorgruppierungen zu bekämpfen. Schließlich seien die Ziele der USA dieselben geblieben: „meddling in countries’ internal affairs, toppling regimes, investing in terrorism and supporting the armed terrorist groups“, schloß er. (http://sana.sy/en/?p=64369, http://sana.sy/?p=314030 vom 18.12.2015)
Zum neuen sog. „Anti-Terror-Bündnis“ unter Führung Saudi-Arabiens, welches nach Angabe des saudischen Verteidigungsministers Muḥammad bin Salmân (Mohammad bin Salman) vom Di., 15.12.2015, 34 islamische Staaten umfassen soll, ordnet der russische Politikwissenschaftler Grigori Kossatsch folgendermaßen ein: „Die Bildung der Koalition, angeführt von Riad, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Mobilisierung der sunnitischen Staaten für den Kampf gegen den Iran und gegen die mit ihm agierenden Gruppen im Nahen Osten“. Nicht umsonst habe Saudi-Arabien während der Konferenz in ar-Riyâḍ (s.u., 8.12.2016) eine Liste von „Terrorgruppen“ vorgelegt, „die mit der Liste der in der Region agierenden schiitischen Organisationen fast vollständig übereinstimmt.“ setzt er hinzu und folgert: „Bis jetzt sieht das wie ein von Saudi-Arabien initiiertes politisches Projekt innerhalb der islamischen Welt aus, das die Tätigkeit der Organisation der islamischen Staaten fördern und sie gezielter gegen Teheran ausrichten soll“. Nicht nur für ihn steht daher fest: das Bündnis werde Rußlands Kampf gegen den IS erschweren. (http://sptnkne.ws/argy)
Eine weitere Merkwürdigkeit: es meldeten sich immer mehr Staatsvertreter zu Wort und äußerten Befremden darüber, als Mitglieder dieses „Bündnisses“ durch Saudi-Arabien gelistet zu sein, wie z.B. Pakistans Außenminister Aizaz Chaudhry laut der Tageszeitung Dawn. Die „Aufklärung“ kam überraschend durch Pressemeldungen nach Ende der Konferenz. Ebenso bemerkte der indonesische Sicherheitsminister Luhut Pandjaitan: „Wir wollen keiner Militärallianz beitreten.“ Ein Sprecher des Außenministeriums setzte später hinzu, die Regierung in Jakarta sei lediglich gebeten worden, bei einem Koordinierungszentrum gegen Extremismus und Terrorismus mitzuarbeiten. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294923-angebliche-mitglieder-der-saudischen-anti-terror-allianz-wissen-von-nichts) Desgleichen bestätigte der libanesische Minister Ḥussain al-Ḥāğ Ḥassan, sein Land sei keinesfalls an einer von den Âl-Saʽûd geleiteten Allianz interessiert, die vorgebe, den Terrorismus zu bekämpfen. (http://www.sana.sy/?p=314330)
Unpassend erscheint auch die Bennnung als Koaltion „islamischer Staaten“, da einerseits die Hauptakteure im Counterterrorismus wie Syrien, der Irak und der Iran mit mehrheitlicher muslimischer Bevölkerung nicht erwähnt sind, andererseits aber Länder mit bloßer muslimischer Minorität wie Benin, Togo, Gabun und die Elfenbeinküste.
Eine kritische Auseinandersetzung mit diesem neuesten saudischen Vorstoß bietet Tony Cartalucci in: http://journal-neo.org/2015/12/16/islamic-state-or-wahhabi-colony/, s.a. http://blogs.rediff.com/mkbhadrakumar/2015/12/16/saudi-led-islamic-military-alliance-is-a-non-starter/.
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=64292 und http://www.sana.sy/?p=313554 (u.a. Eroberung der strategisch bedeutsamen Bergregion as-Sayyid im N von al-Lâḏaqiyya unter schweren Verlusten des Feindes, beim Durchkämmen des Gebiets hinterlassene Sprengfallen demontiert, dabei ebenso bestückten 50m-Tunnel entdeckt; unter den getöteten Terroristen im Stadtgebiet von Aleppo auch der Anführer von Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm namens Muḥammad Šaiḫ al-Ğab wie Anhänger von Liwâ´ Ṣuqûr al-Ğabal und Firâs Šaʽlân; u.v.a).
Nach Auskunft des Kollegiums syrischer Anwälte betreiben die IS-Anführer im von ihnen kontrollierten Gebiet eine geheime Falschgeld-Druckerei für Auslandswährungen. „Experten auf dem Gebiet dieses Untergrund-Geschäftes bestätigen, dass in die Hände der Terroristen Ausrüstungen von hoher Qualität gelangt sind“ äußerte ein Kollegiumsmitglied. Einen Beleg des Unternehmens habe man in der Provinz Dair az-Zaur vorgefunden. Das Falschgeld werde in großen Mengen in den syrischen Nachbarstaaten eingesetzt, wie der Sprecher des Gerichtshofs jener Provinz mitteilte. (http://sptnkne.ws/armV)
Ein weiteres Beispiel der „Pressefreiheit“, wie sie in der Türkei unter Staatschef Erdogan praktiziert wird, liefert das weitere Schicksal des türkischen oppositionellen Abgeordneten Eren Erdem (vgl.u.), der im Interview mit RT über die Unterstützung des IS in Syrien durch Komponenten zur Giftgasherstellung aus der Türkei berichtete. Ihm droht nun nach Immunitätsentzug die Anklage wegen Landesverrats. (http://sptnkne.ws/arq6)
Eine Zusammenfassung der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.12.2015 bieten im Detail die Seiten
http://sana.sy/en/?p=64215 und http://www.sana.sy/?p=312961 (u.a. Eroberung der bedeutenden strategischen Punkte des an-Nûba-Berglands im N von al-Lâḏaqiyya wie über Punkt 793, welcher den Ort as-Sarmâniyya im NW von Ḥamâ überblickt, dazu Befreiung von Šaîr aṣ-Ṣaḥâb u.v.a.); zudem informierte der Sprecher der syrischen Armee über die SAAF-Einsätze: „The Syrian Air Force carried out 193 sorties on 563 targets in the countryside of Damascus, Homs, Hama, Idleb, Lattakia and Deir Ezzor during the last week” (ausführlich in: http://sana.sy/en/?p=64247, einiges davon in Deutsch auf: http://sptnkne.ws/arwV mit Video). – In den letzten 24 Stunden wurden durch syrische und russische Kampfflieger in 59 gemeinsamen Einsätzen 212 terroristische Ziele in den Provinzen Aleppo, Idlib, al-Lâḏaqiyya Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Ḥasaka und ar-Raqqa angegriffen, darunter 109 Öltanker des IS zerstört, 320 Terroristen getötet; im Weiteren s. http://sana.sy/en/?p=64235. – Die russischen Kampfjets zerstörten 6 Ölraffinerien und 7 Erdöltransportkonvois des IS, wovon diese Terrororganisation täglich 80.000 Barrel über die Grenze in den Norden (Türkei!) schmuggele und damit vier Millionen US-$ am Tag verdiene. Laut Sergey Rudskoy, dem Einsatzleiter der russischen Armee, habe man sich daher in den vergangenen Wochen auf die Eliminierung der Einnahmequellen des IS konzentriert. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294880-%C3%B6lraffinerien-des-is-in-syrien-zerst%C3%B6rt) – Gemäß dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow vom 16.12.2015 seien an nur einem Tag ein aus 15 Tanklastern bestehender Konvoi in der Provinz al-Ḥasaka wie 100 Benzinspeicher des IS im Raum Dair az-Zaur zerbomt worden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294898-tanklaster-und-100-benzinspeicher-in-latakia-durch-die-russische-luftwaffe-zerst%C3%B6rt).
Zur dritten Runde der Syrienkonferenz, welche am Fr., 18.12.2015, in New York stattfinden soll, bemerkte der iranische Außenminister Ẓarîf, die Vorbedingungen einiger Großmächte verhinderten den Frieden in Syrien, z.B. die wichtigste, d.h. die Entmachtung des syrischen Präsidenten Dr. al-Assad (vgl. dazu z.B. die Anmerkungen von Robert Parry!). Demgegenüber vertrete der Iran [wie auch Rußland, der Irak u.a.] den – demokratischen – Grundsatz, nur das syrische Volk habe über sein Schicksal und damit die Zukunft des Staates Syrien zu entscheiden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294928-hinweis-au%C3%9Fenminister-zarif-vorbedingungen-einiger-gro%C3%9Fm%C3%A4chte-verhindern-den-frieden-in-syrien)
In einem vorgeblich vom IS stammenden, auf dem Portal Lifenews veröffentlichten Video bedanken sich die Terroristen bei US-Präsident Obama dafür, sie von Muʽammar al-Qaḏḏafî (Muammar Gaddafi), dem gestürzten und ermordeten früheren Staatspräsidenten Libyens, befreit und ihnen Waffen gegeben zu haben. Daher bezeichnen sie ihn als großartigen Anführer und ihren Kalif. Schließlich habe er die Wurzeln des IS-Kalifats geschaffen und den Ğihâd auf ein neues Niveau gehoben. (http://sptnkne.ws/arrT)
In einem von SputnikNews übernommenen Artikel seines Online-Magazins Consortiumnews.com beschäftigt sich der investigative US-Journalist Robert Parry mit dem Thema: Der wahre Grund, warum Washington Assad stürzen will. Das Auffällige seines Fazits, wenn man es mit den Antworten von Präsident Dr. al-Assad auf jene Fragen der Journalisten in den Interviews mit ihm (vgl.u.) vergleicht: Parry kommt zu dem selben Schluß! Dieser ist schon aus folgenden Aussagen des Autors zu entnehmen: Der US-Präsident verweigere Syrien das Recht auf Demokratie, weil das nicht Washingtons Bedürfnissen entspreche, denn: „Die US-Position ist, Assad von den Wahlen fernzuhalten, um damit einen „Regimewechsel“ in Syrien sicherzustellen – ein lang gehegtes Ziel von Washingtons Neokonservativen“ und: „Demokratie – eines der angeblichen Ziele der US-Regierung für die Länder des Nahen Ostens – kann die Antwort auf das Problem sein. Seit sie allerdings zu einem unberechenbaren Prozess geworden ist, kann ein Regimewechsel nicht garantiert werden, was die Demokratie offensichtlich zu einer ungeeigneten Lösung für Syrien macht.“ Im Einzelnen ist dies in deutscher Übersetzung nachzulesen bei: http://sptnkne.ws/aqQk, im englischen Original vom 12.12.2015: https://consortiumnews.com/2015/12/12/blocking-democracy-as-syrias-solution/. – Schließlich wurde Dr. al-Assad bei einer immensen Wahlbeteiligung in international überwachten Wahlen mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt (vgl.u.). Auch wurde Syrien bislang von Experten als das Land mit den am weitesten entwickelten demokratischen Strukturen der arabisch-muslimischen Welt herausgestellt (vgl.u.).
Am Di., 15.12.2015, gab der russische Generalstab eine Mitteilung heraus, derzufolge durch die russischen Einsätze in Syrien bislang die Gruppen Qanem [Ġânim?], Aswad as-Saḩrā‘ (Asvad al-Sahra), al-Qalamûn und die Demokratischen Kräfte unterstützt würden. Zur besseren Einordnung: über 150 Gruppen unterstützen die SAA im Abwehrkampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Diese sollen möglichst zu einem einheitlichen Verband zusammengeführt werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294883-russland-gibt-liste-der-von-moskau-unterst%C3%BCtzten-syrischen-opposition-bekannt) – In den Gefechtsberichten der Frontreporter ist immer wieder von den Volkskräften, lokalen Verteidigergruppen, der NDF etc. die Rede, die mit der SAA vor Ort kämpfen.
Nach den vielen Erfolgen der SAA-Einheiten im Bodenkampf der letzten Wochen, gekrönt durch die Befreiung von Marğ as-Sulṭân mit Rückeroberung des nahegelegenen Militärflughafens im Umkreis von Damaskus (vgl.u.), haben sich die Terrorgruppen der Region, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğaiš al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya u.a. zusammengeschlossen zur Formation „Neuer Operativpunkt“ unter der Leitung von Abû Ḫâlid Islâm (Abu Halid Islam) und seinem Berater Abu Busam al-Barra wie SputnikNews meldet (http://sptnkne.ws/aqT9)
Detaillierte Informationenn zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.12.2015 http://sana.sy/en/?p=64164 und http://www.sana.sy/?p=312609 (u.a. konnte der Militärflughafen Kuwairis ca. 40km östlich von Aleppo erstmals nach drei Jahren wieder seinen Betrieb unter dem Kommando von Generalmajor Munḏir Zamâm (vgl.u.) wieder aufnehmen und steht damit der weiteren Ausdehnung der counterterroristischen Operationen zur Verfügung, in der Nähe befindet sich die früher stark vom IS umkämpfte Luftwaffenakademie, die ebenfalls wieder Studenten ausbildet; im Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq befand sich unter den getöteten Terroristen auch der Anführer Muwaffaq al-Laban während in Darʽâ al-Maḥaṭṭa erfolgreich gegen die Terrorgruppen von Liwâ´ Tauḥîd al-Ğanûb, Katâ´ib Muğâhidî Ḥaurân, Katîba Mudafiʽiyya Siğîl, je unter der Leitung von Ğabhatu_n-Nuṣra unter heftigen Feindverlusten vorgegangen wurde, wobei sich unter den Getöteten auch der Chef des sog. „Justizgerichts“ der Terroristen von Ḥarakat al-Muṯanna al-Islamiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra für die Region Ḥaurân und al-Qunaiṭra, der Ra´îs Maḥkama Dâr al-ʽAdl fî Ḥaurân wa_l-Qunaiṭra namens Usâma al-Yatîm befand; u.v.m.). – Seit Operationsbeginn in Syrien (am 30.9.2015) haben nach Mitteilung von Generalleutnant Sergej Rudskoi vom 15.12.2015 die russischen Kampfjets ca. 1.200 zu Öl-Schmuggel in die Türkei benutzte IS-Tankwagen zerstört (http://sptnkne.ws/aqSt). Zugleich wurden mehr als 4200 Luftangriffe ausgeführt (http://sptnkne.ws/aqSa, http://www.sana.sy/?p=312926).
Wie schon früher berichtet (vgl.u.), werden auch jetzt noch aus Mangel an Informationen über die Ergebnisse der Einsätze der US-geführten Koalition durch die letztere Medienmeldungen veröffentlicht, welche Angriffe der russischen Luftwaffe gegen IS-Objekte in Syrien als Schläge der Koalition ausgegeben, informierte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. „Über die Ergebnisse der Luftwaffenangriffe der Anti-IS-Koalition (mit den USA an der Spitze – d. Red.) erfahren wir bestenfalls aus den Aussagen weniger offiziellen Vertreter. Von Presse-Reisen zu Stützpunkten der Koalition hat gar keiner gehört. Infolge dessen geben selbst maßgebliche westliche TV-Sender – sicherlich unabsichtlich – Bilder der Angriffe russischer Kampfjets immer öfter als Schläge der Anti-IS-Koalition aus“. Es existierten „einfach keine Aufnahmen von Stützpunkten, ganz zu schweigen von Zielen, auf die Schläge mit angeblich ‚chirurgischer Präzision‘ versetzt werden“.
Demgegenüber habe das russische Verteidigungsministerium seit Beginn des Syrien-Einsatzes „nicht nur regelmäßig von den Ergebnissen der Luftanschläge auf Stellungen der Terroristen berichtet, sondern auch stets Aufnahmen gezeigt“ ergänzte Konaschenkow und fügte hinzu: „Heute stellen wir die einzige Armee der Welt dar, die in Details gezeigt hat, wie und mit welchen Präzisionswaffen von Kampfjets und Schiffen wir Objekte der Terroristen treffen“. (http://sptnkne.ws/arjs)
Im Interview mit RIA Novosti vom Mi., 16.12.2015, bedauerte der russische Vizeaußenminister Alexej Meschkow, daß trotz der schließlich signalisierten Bereitschaft von NATO-Seite, zusammen mit der russischen Seite ein Dokument zur Vermeidung militärischer Zwischenfälle im syrischen Raum zu erarbeiten, bislang kein einziger klar formulierter Vorschlag eingegangen sei. Es sei ebenfalls unklar, wie derlei Signale mit dem einseitigen Beschluß der NATO, jeglichen militärischen Dialog mit Rußland auszusetzen, in Einklang zu bringen seien. (http://sptnkne.ws/arhJ)
In der Türkei wurden zwei Journalisten unter Vorwand verhaftet und zu 45 Jahren Haft verurteilt, weil sie Beiträge zur Bewaffnung von Terroristen seitens der türkischen Regierung veröffentlicht hatten. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/12/14/turkish-journalists-face-45yrs-in-jail-over-claims-ankara-supplied-arms-to-jihadists/ vom 14.12.2015) – Zuvor waren russische Journalisten von türkischen Beamten festgenommen worden, die an der Grenze zu Syrien den IS-ÖL-Schmuggel in die Türkei per LKW-Kolonnen filmen wollten (https://www.rt.com/news/325169-russian-journalists-turkey-isis-oil/ vom 9.12.2015). – Auch der ehemalige Präsident des türkischen militärischen Abschirmdienstes kritisierte den IS-Schmuggel unter Obhut des MIT (http://sana.sy/?p=312352 vom 14.12.2015). – Die beiden Abgeordneten der oppositionellen CHP, Eren Erdem und Ali Şeker, machten in einer Pressekonferenz in Istanbul und Erdem zudem im Interview mit Russia Today (RT) bekannt, sie hätten Beweise vorliegen zur Belieferung der in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden Terroristen mit Grundmaterialien, aus denen leicht Sarin-Gas herzustellen sei. Zudem seien Schiffslieferungen, deren Ladung per LKW weitertransportiert werde, von Offiziellen vor Ort verschleiert bzw. schon Verhaftete ohne Untersuchung freigesetzt worden. Auch der Giftgasanschlag im August 2013, der seitens des Westens dazu benutzt wurde, die Regierung unter Präsident Dr. al-Assad zu beschuldigen und eine Intervention in Syrien zu rechtfertigen (vgl. Teil I), gehe den ihm vorliegenden Belegen nach klar auf das Konto des IS. (Näheres bei https://www.rt.com/news/325825-sarin-gas-syria-turkey/ vom 14.12.15 und als Kurzvideo bei https://www.youtube.com/watch?v=MoQPtub9eLs, s.a. http://sptnkne.ws/aq3d).
Zur „Pressefreiheit“ in der Türkei bemerkte daraufhin der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, in seinem Twitter-Account trefflich: „Die türkischen Behörden rechnen weiter grausam mit (dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Anm. d. R.) unbequemen Journalisten ab. So funktioniert Meinungsfreiheit auf Türkisch“. (http://sptnkne.ws/ar5c)
Eine detaillierte Zusammenfassung der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.12.2015 geben http://sana.sy/en/?p=64075 und http://www.sana.sy/?p=312103 (u.a. Befreiung von Marğ as-Sulṭân und dem nahegelegenen Militärflughafen (bis dahin Hochburg der Terrormiliz Ğaiš al–Islâm) wie der Farmen darum und südlich von al-Balâliyya im Raum Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Durchkämmung des Gebiets und Demontage der hinterlassenen Sprengfallen und Eliminierung der militärischen wie zu Terrorangriffen auf die benachbarten Orte verwendeten Artillerie samt Bulldozer von Ğabhatu_n-Nuṣra, al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und Ğaiš al–Islâm, Kontrolle über die Terroristen-Nachschubroute zwischen Marğ as-Sulṭân und Ḥarastâ al–Qanṭara erlangt; weitere erfolgreiche Schläge gegen Terroristen in Zabdîn, den Farmen von Dair al-ʽAṣâfîr, ʽArbîn, Zamalkâ, Ḥamûriyya und Kafar Baṭnâ sowie im Raum Dûmâ in Ğisr al-ʽAb, den Farmen von ʽÂliyya und Ḥağâriyya mit Zerstörung von abschußanlagen für Mösergranaten und Raketen; Angriffe von Ğaiš al-Fataḥ-Trupps auf Militärposten im N wie auf die Orte al-Buwaiḍa, al-Maṣâṣana, Zilîn, al-Maḥrûqa, Zawr und az-Zalâqiyât von Ḥamâ vereitelt bei mehr als 100 getöteten Terrroristen auch von Ğaiš al-ʽIzza unter Eliminierung eines Fuhrparks, von sog. Höllenkanonen, 23 Abschußrampen für Mörsergranaten und weiterer schwerer Artillerie, dazu gezielte effektive Luftschläge gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen in al-Laṭâmina, az-Zakât, Laḥâyâ und Maʽrkaba in Ḥamâ und Sarâqib im SO von Idlib, wo Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğabhatu Ṯuwwâr Sûriyyâ, Ḥarakat Ḥazm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğund al-Aqṣâ aktiv sind; unter den Getöteten auch der lokale Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Abû Bakr at-Tûnisî beim Dorf Ğarğanâz nahe Maʽrat an-Nuʽmân; akkurate SAAF-einsätze auch im Raum Aleppo mit Unterbrechung der Nachschubrouten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten von der Türkei, gegen deren Verstecke in manchen Statteilen von Aleppo und einen Konvoi im Umland, Desgleichen im NO bei ʽAin al-Baiḍâ wie in Qarâṣî und Tal Bâğir, Zerstörung von IS-Basen und -Fortifikationen in Šuwailiḫ, Ğarûf, ʽAin al-Ḥanaš, im N von al-Ḥamra nahe Maskana und al-Bâb und per SAAF in Ġab Ġabša, Nağâra, Rasm al-Kabîr; Auslöschung eines hochgerüsteten Konvois zwischen Waqam und Dâmâ im NW von as-Suwaidâ´ wie von Abschußrampen von Mörsergranaten, einer Höllenkanone etc. in den Vierteln Abâ Zaid und al-Manšiyya im Stadtteil Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt; präzise Luftschläge gegen IS-Fortifikationen im O von al-Baiḍâ aš-Šarqiyya, al-Ḥadaṯ im SO von Ḥomṣ, eines IS-Konvois von ar-Raqqa her östlich von Tadmur und von IS-Stellungen in den Dörfern al-Maḥaṭṭa und Sanîsil im N mit getöteten Terroristen auch von Katâ´ib Aḥbâb ar-Rasûl [Bataillone der vom Propheten Geliebten]).
Terroranschläge vom 14.12.2015:
Infolge des Beschusses mit Mörsergranaten wurde im Wohnviertel in der Nähe des Flughafens von Darʽâ eine Frau getötet, weitere drei Menschen wurden verletzt, privates Eigentum beshädigt.
Auch im al-Kiswa-Areal traf eine Mörsergranate auf ein Haus und verletzte eine 15-Jährige darin. Die Terroristen hatten sich dazu in der damaszener Vorstadt Dârayâ verschanzt. (http://www.sana.sy/?p=312260).
Zur Einschätzung der Rolle der türkischen Regierung, welche völkerrechtswidrig Militär sowohl in den Norden Syriens wie des Irak geschickt hat und zudem in den IS-Ölschmuggel verwickelt ist (zu Belegen s.u.), trägt auch bei, was die russische Drogenkontrollbehörde (FSKN) herausgefunden hat. Ihrem Chef Viktor Iwanow zufolge, der sich am Mo., 14.12.2015 dazu äußerte, werden große Mengen Heroins aus Afghanistan via Türkei auf den Balkan und anschließend in die EU geschmuggelt. „In diesem Fall fällt die Route von geschmuggeltem Öl mit der von Drogen zusammen. Afghanisches Heroin wird über die Türkei weiter in die EU-Länder transportiert, Öl fließt auch in Richtung Türkei“ und zwar „gerade deswegen“ erklärte er. Dadurch verdiene „Ankara“ jährlich bis zu 150 Milliarden US-$. (http://sptnkne.ws/aqwj)
Von der Verwicklung der Kurden in den IS-ÖL-Schmuggel via Türkei handelt der neue Artikel der Editionsmitglieder des UN-Online-Magazins „Veteranstoday“, Gordon Duff und Jim W. Dean, ausgestattet mit auschlußreichem Kartenmaterial unter dem Titel: Map Study: Daesh Oil Smuggling Impossible Without Kurds. (http://www.veteranstoday.com/2015/12/12/map-study-isis-oil-smuggling-impossible-without-kurds/) – Zu den Fraktionen der Kurden, wobei vor allem die in Syrien lebenden von den anderen zu scheiden sind, vgl.a. http://www.voltairenet.org/article189633.html.
Terroranschläge vom 13.12.2015:
Durch den Beschuß verschiedener Viertel in Damaskus am Sonntag mit Mörsergranaten wurden bislang zwei Menschen getötet und über 30 (meist Gymnasiasten) verletzt. Die Schäden an privatem Eigentum sind beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=63993)
Weiterer Erfolg der syrischen Rekonziliierungsmaßnahmen:
Nach Mitteilung des militärischen Abschirmdientes haben sich gut 5.000 Mann der Gruppe Ǧaiš al-Ḥurr [Freiheitsarmee], die zuvor im Raum der Provinzhauptstädte Darʽâ und as-Suwaidâ´ gegen die Regierungstruppe gekämpft hatten, ergeben. Der Erfolg infolge dreimonatiger Verhandlungen unter Vermittlung der Stammesoberhäupter von Darʽâ und Dair az-Zaur, worauf vor etwa einem monat eine Einigung erzielt wurde. Demnach erhalten die betroffenen Kämpfer Amnestie, werden in das Gebiet um Ḥomṣ und Umm as-Salamiyya bei Ḥamâ verlegt, wo sie mit russischer Luftwaffenunterstützung neben der SAA gegen IS-Stellungen eingesetzt werden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294720-5000-bewaffnete-k%C3%A4mpfer-ergeben-sich-der-syrischen-armee)
In einer Mitteilung vom Sa., 12.12.2015, kritisierte das russische Außenministerium die in ar-Riyâḍ (vgl.u., 8.12.2015) angehaltene „Oppositionellen“konferenz als nicht repräsentativ für die syrischen Oppositionskräfte. Das Gleiche gelte für die dort herausgegebene Erklärung gegen die Regierung von Präsident Dr. al-Assad. Zudem stehe die Entscheidung über die politische Zukunft des Präsidenten – wie dieser in seinen Interviews auch regelmäßig unterstrich – allein beim syrischen Volk. – Hinsichtlich der für Mo., 14.12.2015, in Paris angesetzten Sitzung der sog. „Freunde Syriens“ hieß es in der Verlautbarung, diese sei eine weitere Bemühung zur Auferlegung einseitiger Rahmenbedingungen für syrische Friedensgespräche, welche dem Friedensprozeß eher schadeten. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294724-russland-kritisiert-erkl%C3%A4rung-der-syrischen-opposition-auf-der-riad-konferenz) – Näheres zur Konferenz in ar-Riyâḍ s.u. (8.12.2015)!
Schon aus logischen Erwägungen sollte klar sein, daß am syrischen Friedensprozeß seitens der Opposition nur solche Gruppen beteiligt sein sollten, die sich als Syrer für Syrien bzw. seine Menschen einsetzen und nicht wie bisher als Bewaffnete Greueltaten gegen sie verübt und die (zivile) Infrastruktur wie die Lebensgrundlagen der Menschen zerstört haben, also tatsächlich per definitionem Terroristen sind. Dies ist nicht nur die Position der syrischen Regierung. Neben der russischen vertritt auch die iranische diese Einstellung:
Der Vizeaußenminister für den arabischen und afrikanischen Raum, Ḥussain Amîr ʽAbdullâhîân, machte daher auch im Telefonat mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan De Mistura vom Sa., 12.12.2015, deutlich, die Lösung der Krise in Syrien in politischen Verhandlungen unter syrischen Gruppen und jener Opposition, die an politische Gespräche und die syrischen Regierung glaube. Dann forderte er die Erstellung einer Liste von [echten] Oppositionsgruppen wie eine der Terroristengruppen. Da die Liste, welche bei der Konferenz in ar-Riyâḍ (vgl.u., 8.12.2015) ausgearbeitet worden sei, dem und damit dem Einvernehmung der Wiener Konferenz(en) nicht entspreche, könne sie auch nicht vom Iran akzeptiert werden. De Mistura betonte seinerseits die Bedeutung einer politischen Lösung für Syrien wie die des Irans hierfür. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/294714-syriens-friedensgespr%C3%A4che-teheran-akzeptiert-von-riad-vorgelegte-liste-syrischer-opposition-nicht)
Wie der Pressedienst des Ölministeriums mitteilt, haben Terrorgruppen wie der IS seit Beginn des bewaffneten Konflikts in Syrien 48 Millionen Barrel syrischen Öls geraubt. Der finanzielle Verluste des Staates belaufe sich demnach seither auf ca. 46 Milliarden US-$, darunter 6,5 Milliarden US-$ infolge der durch die Bombardements der US-geführten Koalition zerstörten Öl- und Gasförder- und -verarbeitungsinfrastruktur. Durch die eingestellte staatliche Ölförderung in den von den Terroristen besetzten Gebieten erlitt das Land einen indirekten finanziellen Verlust in Höhe von geschätzten 42,5 Milliarden US-$. Unter Terroristenkontrolle befinden sich – nach Provinzen geordnet – bislang noch drei Ölfelder in al-Ḥasaka, Lagerstätten in ar-Raqqa und Dair az-Zaur sowie einige Vorkommen in Ḥomṣ. (http://sptnkne.ws/apNU)
Sogar FSA-Brigadegeneral Husam al-Awak (Ḥussâmaddîn al-ʽAwâk), stimmte in der Bewertung der „Oppositionellen“konferenz in ar-Riyâḍ (s.u., 8.12.2015) durch den iranischen Vizeaußenminister Ḥussain Amîr ʽAbdullâhîân (vgl.u.) zu, daß deren Teilnehmer bekannte Terroristen waren. Zudem empörte er sich: „Und die Delegationsmitglieder der ‚Opposition‘ in Riad wurden von einer Kommission gewählt, die mit den Muslimbrüdern eng verbunden ist“! (Hhg. blogseits) Diese Delegierten sind – nach Vorstellung der Konferenzteilnehmer in ar-Riyâḍ – bestimmt, nach den Beschlüssen der Wiener Konferenzen (s.u.) über die Zukunft Syriens zu entscheiden, weshalb Vertreter des Irans wie Rußlands umgehend ihre Kritik äußerten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294641-kritik-an-ergebnissen-der-konferenz-der-syrischen-opposition-in-riad, s.a. http://sptnkne.ws/apCq vom 11.12.2015)
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.12.2015 geben detailliert Auskunft: http://sana.sy/en/?p=63997 und http://www.sana.sy/?p=311574, s.a. http://sptnkne.ws/aqcd (mit den befreiten Orten wurden auch sämtliche Versorgungswege der Terroristen zur Türkei gekappt).
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.12.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=63906 und http://www.sana.sy/?p=311139 (u.a. weitere Orte in befreit im Raum Aleppo und al-Lâḏaqiyya!); s.a. https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/12/13/lattakias-border-freed/ und https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/12/13/jayshalfatah-to-turkey/.
In seinem neuesten Interview (vom 11.12.2015) mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE machte Präsident Dr. al-Assad erneut deutlich [ab Antwort auf Frage Nr.4], daß einige Länder die in Syrien agierenden Terrororganisationen am Leben erhalten und ihr weiteres Wirken sicherstellen, indem sie Handel mit ihnen, z.B. dem IS trieben, etwa mit Öl. Daher seien zu den Hauptunterstützern auch des IS Saudi-Arabien, die Türkei und Qaṭar zu rechnen. Der erste Schritt zur Eliminierung dieser Terrorgruppen sei demnach, daß die Türkei keine Terroristen samt Waffen etc. mehr nach Syrien und in den Irak lasse, wie dafür zu sorgen, daß die Unterstützung per Geldzufluß, Waffen u.a. für die Terroristen aufhöre. Wesentlich sei auch der Wahhâbismus, eine Denkweise, aus der der Terrorismus erwachse. Er bilde daher auch den Grundstock der IS-Ideologie – wie von al-Qāʿida – und werde in Saudi-Arabien als Staatsdoktrin praktiziert. Diese sei damit eine Gefahr nicht nur für den Frieden in Region, sondern überhaupt in der ganzen Welt. Solange diese Ideologie in den Köpfen gewisser Menschen sitze und saudische Gelder flössen, sei die Ausrottung von Terrororganisationen wie des IS oder der Nuṣra-Front – allesamt Ableger von al-Qāʿida – unmöglich. Der Konflikt könne in weniger als einem Jahr beendet sein, wenn man nach diesen logischen Prämissen handele. Auch das russische Außenministerium vertritt diese Position (vgl. Aussagen von S. Lawrow in: http://sana.sy/?p=310929, vom 11.12.2015)
Wieder einmal zur US-geführten Koalition befragt, bemerkte Dr. al-Assad erneut, daß deren Teilnahme, angeführt durch die Obama-Administration, seit Anbeginn – also seit 2011 – Terroristen im Land unterstützt hätten, indem sie sie zu „moderaten Oppositionellen“ umtituliert hätten. Demnach sei auf eine ernsthafte Bekämpfung der Terroristen durch jene Mitgliedsstaaten nicht zu rechnen und habe sich seither auch entsprechend gezeigt. Und eine Änderung dieser „Politik“ sei bislang leider nicht auszumachen.
Kurz explizit zum türkischen Statspräsidenten Erdogan befragt, erwiderte Dr. al-Assad, dieser sei ein Verfechter der Ideologie der Muslimbruderschaft, er erwarte nicht, daß jener sich ändere.
Das gesamte Gespräch ist in Englisch nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=63857 (Kleiner Auszug bei http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294633-assad-t%C3%BCrkei-fungiert-als-is-lebensader).
Zur Bekämpfung des IS durch die US-geführte Koalition, die zwar vollmundig die Medien beherrscht jedoch durch mangelnde tatsächliche Erfolge am Boden kontrastiert wird – u.a. werden IS-Stellungen rechtzeitig zuvor per Flugblattabwürfen vor den Bombardierungen gewarnt (zu Belegen vgl.u.) – nahm auch der tschechische Analyst Martin Berger in einem Artikel für New Eastern Outlook Stellung: „The White House is using terrorist attacks around the globe that were supposedly carried out by Is¬lamist groups to carry on its own wars in the Middle East, subjecting the countries it doesn’t like to bombings and devastation.” Die Ergebnisse dieser Aktionen zeigten, daß es sich nicht um einen ernsthaften Kampf gegen den IS handele. Dagegen konstatiert er: „US military’s only contribution to the situation was ,arms supplies to Islamists‘.” Und setzt nicht ohne eine spur Sarkasmus hinzu: „Of course they didn’t do this on purpose; they just can’t seem to properly drop crates anymore, missing time and time again… After all, back in May, US Senator John McCain openly admitted that three out of four bombers involved in the operation in Syria return to their bases without ever dropping a single ordnance.” (http://geopolitics.co/2015/12/11/pentagon-claims-isis-finance-officer-dead-was-he-silenced-on-purpose/)
Der tschechische Politiker und Politikwissenschaftler Josef Skala machte in einem Artikel vom 12.12.2015 für die Webseite mit Parlamentsdokumenten bekannt, daß in der Türkei bislang tausende jenseits der türkischen Grenzen verwundeter Terroristen in die Türkei gebracht, dort medizinisch versorgt und wieder zurückgeschicht worden seien für den weiteren Kampfeinsatz. (SANA-Presseschau: http://sana.sy/?p=311132) – Zu den bisherigen Belegen hierzu vgl.u.!
Terroranschläge vom 12.12.2015:
Am Vormittag detonierten in Ḥomṣ ca. 150kg Sprengstoff, Die in einem Auto untergebracht waren, das von Terroristen in einer Seitenstraße des al-Ahlî-Krankenhauses im derzeit stark bevölkerten Stadtteil az-Zahrâ´ abgestellt worden war. Die Zahl der Opfer steigt immer noch, zwischenzeitlich wurden 16 getötete und 54 verletzte Personen gemeldet, inzwischen jedoch schon 22 Tote und über 70 Verletzte (http://sptnkne.ws/apPn basierend auf Twitter-Nachricht). Dies ist darauf zurückzuführen, daß einerseits etliche Verletzte in Lebensgefahr schweben, andererseits kurz nach dem ersten Anschlag noch ein Gaszylinder zur Explosion gebracht wurde, gerade als die Rettungsmannschaften (!) anrückten. Auch Häuser, Geschäfte, Strom- und Telefonleitungen sind beschädigt und die Wasserversorgung unterbrochen. (http://sana.sy/?p=311167, http://sana.sy/en/?p=63910)
Wie schon am Vortag verurteilte das Kabinett das feige Attentat auf das Schärfste und drückte den betroffenen Familien sein tief empfundenes Beileid aus. Trotzdem würden die Reconciliierungsbemühungen (vgl.u.) nicht eingestellt, die dadurch torpediert werden sollten. (http://sana.sy/en/?p=63973.
Auch in Damaskus wurden fünf Personen durch Mörsergranaten verletzte, die vermutlich von Mitgliedern von Ǧaiš al-Islâm auf das Wohnviertel aṣ-Ṣâliḥiyya abgefeuert wurden, da jene im näheren Umfeld aktiv sind. (http://sana.sy/?p=311189) – Aktualisierung: die Opferzahl stieg im Rîf Dimašq auch infolge eines weiteren Mörsergranatenanschlags auf die Vorstadt Ġaramâna und das Wâfidîn-Flüchtlingscamp auf sechs Tote und 43 Verletzte. (http://www.sana.sy/?p=311540).
Zusammenfassung der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.12.2015 im Detail bei http://sana.sy/en/?p=63859 und http://www.sana.sy/?p=310779 (u.a. Befreiung der Orte Nord- und Süd-Zanûba sowie Ḫirba Zanûba und al-Qaṭšiyya im Umlanf von Ḥamâ mit Durchkämmen des Areals und Demontage der hinterlassenen Sprengfallen; einige Angriffe auf Orte vereitelt und Anführer lokaler Terroristengruppen getötet neben Eliminierung einer Anzahl terroristischer Stützpunkte und Ansammlungen)
Neuigkeiten zum türkischen Abschuß der Suchoi-24 im syrischen Luftraum (vgl.u.) vom 24.11.2015:
Im Gespräch mit der Agentur Regnum informierte der Experte Alexei Leonkov darüber, daß an dem Abschuß zwei AWACS-Maschinen beteiligt gewesen seien, welche den russischen Bomber geleitet hätten. Die eine davon entstammte der saudischen Luftwaffe. (http://www.voltairenet.org/article189600.html basierend auf: http://regnum.ru/news/polit/2021108.html)
Auch der iranische Vizeaußenminister für den arabischen und afrikanischen Raum, Ḥussain Amîr ʽAbdullâhîân, äußerte zur Oppositionellenkonferenz in ar-Riyâḍ (s.u., 8.12.2015), sie stehe im Widerspruch zur Erklärung auf der zweiten Wiener Konferenz. Wie schon erwähnt nahmen daran Vertreter von in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden extremistischen Terrorgruppen (vgl.u.) teil, die sich auch noch selbst als „gemäßigte Oppositionelle“ bezeichneten und womöglich über die Zukunft Syriens und der Region entscheiden könnten. Damit könne der Iran nicht einverstanden sein. Die UNO sei verpflichtet, bei den Beratungen über die Krise in Syrien zwischen Oppositionellen und Terroristen zu unterscheiden, unterstrich er die iranische Position nochmals. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294621-iranischer-vizeau%C3%9Fenminister-die-sitzung-der-syrischen-oppositionellen-im-widerspruch-zu-der-erkl%C3%A4rung-der-der-2-wiener-konferenz)
Terroranschläge vom 10.12.2015:
Bei Angriffen durch drei Suizidattentäter mittels zweier mit Unmengen an Sprengkörpern beladener Öltanker und eines ebensolchen LKW in drei unterschiedlichen Orten der Stadt Tal Tamar in der im NO von Syrien gelegenen Provinz al-Ḥasaka kamen gut 60 Zivilisten ums Leben. Zunächst hatte es geheiußen, es habe 15 Todesopfer gegeben, während über 90 Menschen teils sehr schwer verwundet worden seien, doch nach einiger Zeit mußte gemeldet werden, daß inzwischen 45 von letzteren ihren Verletzungen erlegen waren. Die Schäden an Wohnhäusern, Geschäften, ja selbst an einem Gesundheitszentrum sind massiv. (http://sana.sy/en/?p=63876, s.a. http://sana.sy/en/?p=63846)
Zu den Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.12.2015 s. http://sana.sy/en/?p=63814 und http://sana.sy/?p=310284, http://sana.sy/en/?p=63842 (detaillierter Überblick über den Zeitraum 27.11. – 10.12.2015 mit 1375 zerstörten terroristische Ziele in 363 SAAF-Einsätzen in den Provinzen Damaskus, Ḥomṣ, Ḥamâ, Aleppo, Idlib, Dair az-Zaur, Darʽâ und al-Lâḏaqiyya) und http://sptnkne.ws/ap5k.
Eine Photostrecke visualisiert die Zustände in jenen mehr als 30 einst blühenden christlichen Dörfern in der Provinz al-Ḥasaka im NO Syriens, welche im Februar 2015 von IS-Trupps überfallen und deren Einwohner teils ermordet, teils deportiert oder vertrieben wurden und schließlich in zähen Gefechten, buchstäblich im Kampf um jedes einzelne Gebäude von der SAA zurückerobert wurden (vgl.u. Gefechtsberichte!). Zuvor leben dort etwa 30.000 assyrische Christen. Wie diese ihre von den Terroristen zurückgelassene Heimat wieder vorgefunden haben illustrieren die Aufnahmen in: http://sptnkne.ws/anVj.
Im Interview mit italienischen Medien am Mi., 9.12.2015, kritisierte der russische Außenminister Sergej Lawrow das offenkundig doppelte Spiel der türkischen Regierung: Zum einen sei der Abschuß der Suchoi-24 gerechtfertigt worden unter dem Vorwand des eigenen Grenzschutzes, dann sei der Einmarsch türkischen Militärs [also unter Nichtachtung der irakischen Grenze] in den Irak erfolgt unter dem Vorwand, dort Kurden auszubilden. Doch die Soldaten wurden nicht in kurdisches Gebiet geschickt. Schließlich kämpften auf syrischem Territorium auch Kurden gegen den IS, z.B. das kurdische Volksheer, mit dem „die Amerikaner zusammenarbeiten und das sie bewaffnen und ausbilden“. Demgegenüber stellte er klar: „Gleichzeitig sind diese kurdischen Volksmilizen, darunter die Partei ‚Demokratische Union‘, von türkischem Standpunkt aus in Syrien Feinde. Deswegen muss man dies nun erklären. Außerdem, wie die Türkei als Mitglied der US-geführten Koalition die der Koalition gestellten Ziele erfüllt. Warum die Türkei nicht so sehr die Terroristen bombardiert, sondern Kurden, die von den Amerikanern mindestens als potentielle, vielleicht auch schon als echte Verbündete im Anti-Terror-Kampf betrachtet werden“. (http://sptnkne.ws/anSt, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294496-au%C3%9Fenminister-lawrow-wirft-der-t%C3%BCrkei-doppeltes-spiel-vor)
Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, informierte am Mi., 9.12.2015, Journalisten darüber, daß nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten immer mehr Zivilisten Opfer der ungenauen Bombardierungen der US-geführten Koalition würden: „Die fehlerhaften Luftschläge der Koalition fordern immer mehr Menschenleben. Wie der syrische Kontrollrat für Menschenrechte berichtet, wurden in den letzten Tagen Dutzende syrische Zivilisten bei einem Angriff der Koalition auf das Dorf Al-Khan getötet“. Zudem machte er deutlich: „Während des gesamten Syrien-Einsatzes berichten wir regelmäßig über objektive Daten unserer militärischen Tätigkeit, darunter auch über die vernichteten Ziele. Unsere Kollegen aus der Anti-Daesh-Koalition reden in Gegenteil nur über ihre Erfolge, wobei die Einzelheiten und Fakten fehlen“. Darauf füge er an: „Das ist zweifellos ihr Recht (…). Aber wir sind empört, dass sie diese Herangehensweise auch dann anwenden, wenn sie versuchen, unseren Einsatz gegen die Daesh-Miliz in Syrien einzuschätzen“ . Denn: „Je stärker und präziser wir die Terroristen angreifen, desto heftiger kritisieren uns unsere Kollegen und versuchen mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit der Gesellschaft davon abzulenken“. Diesbezüglich erinnerte der Generalmajor daran, daß letzte Woche Meldungen über den angeblichen Aufbau einer neuen Luftbasis nahe der Ortschaft aš-Šaʽîrât (Shairat, 35 km im SO von Ḥomṣ) lanciert wurden, darauf Berichte mit Verweis auf eine anonyme Quelle im Pentagon über eine vermutliche Beteiligung russischer Jets an einem Luftangriff auf syrische Regierungskräfte bei Dair az-Zaur [die jedoch auf das Konto von Mitgliedern der US-geführten Koalition gingen – vgl.u.!]. (http://sptnkne.ws/anUA) – Näheres zu den zuletzt angesprochenen Themen bei: https://www.rt.com/news/325179-coalition-jets-syrian-army-attack/, http://www.sana.sy/?p=309720, http://sptnkne.ws/anSS, jeweils vom 9.12.2015.
Gegen die am 8.12.2015 in ar-Riyâḍ in Saudi-Arabien (!) begonnene dreitägige Konferenz Oppositioneller wandte sich die Konferenz der Nationalen Opposition vom 9.12.201, welche in Damaskus stattfand. Erstere, welche US-Außenminister Kerry als „sehr wichtig‘“ bezeichnete, setzt sich z.B. zusammen aus Vertretern von in Syrien gegen die säkulare Regierung kämpfenden *Terroristen wie von Ǧaiš al-Islâm („Armee des Islam“) oder Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya („Islamische Bewegung der Unverfälschten [im Glauben] von aš-Šâm“), die sich sowohl durch ihre Benennungen wie ihre Greueltaten gegen die Zivilbevölkerung charakterisierten (vgl.u.), Abgesandten des im Ausland kreierten und mit der Muslimbruderschaft verbundenen SNC (vgl. Teil III!) etc. Bei letzterer trafen dagegen Mitglieder der inländischen Opposition, wie sie jede Demokratie aufweist, zusammen (Näheres dazu im SANA-Artikel). Diese stellten klar, wie beispielsweise der Generalsekretär der Volkspartei, Scheich Nawâf al-Malḥam es ausdrückte, daß die in ar-Riyâḍ Tagenden keinesfalls als syrische Opposition und damit Vertreter der Syrer angesehen werden könnten, sondern ausländische Interessen verträten, nicht die des syrischen Volkes, die sie vertreten sollten. Als solche seien anzusehen die Wiederherstellung geordneter sicherer Verhältnisse auf politischem Weg nach Bekämpfung und Eliminierung der Terroristen im Land, damit verbunden sei die Rückkehr zu einem ungeteilten unabhängig-souveränen säkularen, demokratischen nationalen Rechtsstaat. (http://www.sana.sy/?p=309804, http://sana.sy/en/?p=63777, s.a. http://sptnkne.ws/anJP) – *Vgl. hierzu den Beitrag von Th. Meyssan vom 14.12.2015 in: http://www.voltairenet.org/article189633.html.
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.12.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=63751 und http://www.sana.sy/?p=309798 (Rückeroberung der Berge Barandî und ar-Rabîʽa im N von al-Lâḏaqiyya, was von den dort aktiven Terroristen nicht getötet wurde, floh, Durchkämmung des Gebiets mit Demontage der hinterlassenen Sprengfallen; in der Provinz Ḥomṣ erfolgreiche Angriffe gegen den IS im NO von Saniyya ar-Rağma und in Karağ ad-Darwîš Areal mit Eliminierung der Terroristen und Zerstörung des militärischen Equipments inklusive eines Bulldozers, desgleichen im Gebiet ad-Dabûr und zwischen den Dörfern Ḥawâdîd und ʽUnq al-Hawâ; Ausmerzung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen bei Ğamrîn im NO von Buṣrâ aš-Šâm im Darʽâ-Umland), http://sana.sy/en/?p=63774 und http://sptnkne.ws/anQ9 (Zerstörung von 204 IS-Objekten in 82 Einsätzen, davon 32 nachts durch die russischen Kampfjets in den Provinzen Aleppo, Ḥamâ, Ḥomṣ, Idlib und al-Lâḏaqiyya), s.a. http://sptnkne.ws/anG5 (seit dem 5.12.2015 wurden ca. 2.000 Fliegerbomben gegen den IS wie die anderen Terrororganisationen eingesetzt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit: „In diesem Zeitraum wurden 70 Kommandostellen, 21 Ausbildungsbasen der Terroristen, sechs Werkstätten zur Herstellung von Munition und Sprengstoff, 43 Depots von Waffen und materiellen Mitteln, sechs Ölförder- und Verarbeitungsanlagen sowie andere Objekte zerbombt.“).
Terroranschläge vom 9.12.2015:
Infolge eines Angriffs mit Mörsergranaten auf die Wohngebiete der Nil-Straße, von al-Ḫâlidiyya, Mûkâmbû und al-Farqân von Aleppo starben vier Anwohner, weitere 21 wurden verletzt. Auch die Sachschäden an Häusern, Geschäften etc. sind dementsprechend hoch und zahlreich.(http://sana.sy/en/?p=63756,http://www.sana.sy/?p=309810)
Nach stattgehabter UN-Sicherheitsratssitzung am Di., 8.12.2015, auf russische Initiative hin (s.u.) merkte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin angesichts des völkerrechtswidrigen Einmarsches türkischer Truppen im Nordirak am 4.12.2015 an: „Wir hoffen, dass die Besorgnis, die der UNO-Generalsekretär und eine Reihe von Mitgliedern des Weltsicherheitsrats während der von uns (Russland) initiierten Diskussion geäußert haben, so manche heiße Köpfe in Ankara kühlen wird“. Seine Regierung erwarte desweiteren, daß die Türkei „keine neuen unvernünftigen Schritte unternehmen wird – darunter auch in Syrien“. (http://sptnkne.ws/anFn)
Nach einer Meldung der „Tribune de Genève“ macht der IS nicht nur mit dem Verkauf des in Syrien und im Irak geraubten Erdöls florierende Geschäfte, sondern auch mit in Syrien [hier: Provinz al-Ḥasaka] erzeugter Baumwolle. Auch dieses Geschäft werde in der Türkei abgewickelt. Diese Baumwolle werde sogar für die Kleidungsfertigung westlicher Marken verwendet, da deren Hersteller nicht immer die genaue Herkunft der Ware bestimmen könnten. (http://sptnkne.ws/anvE) – S. hierzu auch den Bericht vom 16.9.2015: https://fashionunited.de/nachrichten/business/conflict-cotton-aus-syrien-beunruhigt-modeha-user-und-baumwollproduzenten/2015091618835. Allgemeine Informationen bietet: http://www.made-in-syria.com/de/textilien.html.
Nach den seitens des russischen Verteidigungsministeriums vorgelegten Belegen bietet nun auch die iranische Regierung an, „unwiderlegbare Beweise“ für türkische Ölgeschäfte mit der IS-Terrororganisation vorlegen. „Wir haben Dokumente, die beweisen, dass die Türkei von Daesh Erdöl kauft“, verkündete der Sekretär des iranischen Schlichtungsrats Mohsen Rezaei. Z.B. hätten iranische Militärberater Richtung Türkei fahrende Ölkonvois in Syrien fotografiert und gefilmt.
Auch der iranischer Diplomat und Politikwissenschaftler Seyed Hadi Afghahi meinte gegenüber Sputniknews zum Sachverhalt: „Der türkische Präsident Erdogan kann sein Volk nicht ewig irreführen und sich gegen die von Russland veröffentlichten Materialien stemmen, die die direkten Beziehungen der Türkei mit Daesh beweisen“. Die russische Suchoi-24 sei abgeschossen worden, weil er die IS-Öltransporte bombardierte, fügrte er hinzu. „Das ist der beste Beweis dafür, dass die Türkei mit dem Islamischen Staat bei Schmuggel und Weiterverkauf des gestohlenen syrischen Erdöls kooperiert.“ Seine generelle Einschätzung beschloß er mit den Worten: „Mit seinen maßlosen Ambitionen hat Präsident Erdogan die türkischen Beziehungen zu vielen Staaten ruiniert: Angefangen beim Abschuss des russischen Jets über respektlose Äußerungen gegenüber der iranischen Führung bis hin zum Einmarsch türkischer Panzer im Irak.“ (http://sptnkne.ws/anhP) – S. außerdem die bereits stattgehabte Twitter–Umfrage zur (mangelnden) Glaubwürdigkeit Erdogans selbst in der Türkei (vgl.u.).
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.12.2015 bieten: http://sana.sy/en/?p=63664 und http://www.sana.sy/?p=309234 (u.a. im Rîf Dimašq Befreiung des Gebiets östlich der Damaskus-Ḥomṣ-Autobahn im Raum Ḥarastâ und der Farmen zwischen der Nûr aš-Šâm Schule und Dûmâ mit Eroberung eines Geflechts an Tunneln und Schützengräben; weiteres Vorrücken bis tief ins Gebeit von Ost-al-Ġûṭa im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ǧaiš al–Islâm unter den Getöteten in Dârayâ auch der Anführer von Liwâ´ Šuhadâ´ al-Islâm, namens Abû Mâzin; heftige Niederlagen für Liwâ´ al-Fâtiḥîn, in Qarqûr, Tuğmiʽ Alwiya wa_l-Katâ ´ib al-ʽIzza und Ğund al-Aqṣâ in al-Laṭâmina und Laḥâyâ aš-Šarqiyya mit Zerstörung von deren militärischem Equipment einschließlich auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzten Artillerie, unter den Getöteten auch der Kommandant Aḥmad Ibrâhîm al-Mûsâ in der Provinz Ḥamâ; erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen den IS in den Gouvernements Ḥomṣ, Ḥamâ – auch gegen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra – Aleppo u.v.a.) – Zu den russischen Luftschlägen s. http://sptnkne.ws/anvS, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294454-russische-kampfflugzeuge-greifen-die-stellungen-der-terroristen-in-den-grenzgebieten-zwischen-syrien-und-libanon-an.
Im Verfolg des Plans, aus eigenen strategischen Erwägungen ein Kurdistan künstlich – und unter ethnischen Säuberungsaktionen (vgl.u.) – auf teils syrischem und irakischem Staatsgebiet zu erstellen, um jene beiden Staaten mit dem kontrollierten neuen Land im Norden in die Zange zu bekommen, wird berichtet, daß US-Militärs im NO-„Eck“ Syriens in al-Ḥasaka den bislang nur regional und landwirtschaftlich genutzten Flugplatz Abû Ḥağar (Abu Hajar) zu einer Militärbasis auszubauen suchten. So berichtete die Zeitung al-Aḫbar am 5.12.2015, seit etwa 50 Tagen arbeiteten dort US-Amerikaner – ohne je um Erlaubnis der syrischen Regierung auch nur nachgesucht zu haben – daran, die Start-/Landebahn zur Benutzung für Militärjets umzubauen. Bereits seien US-Hubschrauber zur Erkundung über dem Gebiet gekreist. Der Nutzen für die USA liege im Folgenden: „The airport will help enable Washington to add an additional safe place to land its forces, commando units for instance, and bring in military support to its allies who are working to finalize control over Southern Hasaka countryside.“ Weiter heißt es: „American experts are directly supervising the airbase with a Kurdish workforce”. Die YPG, mit der die US-Leute kooperierten, besitze zudem im nahen Ort ar-Rimîlân einen ihrer Hauptstützpunkte und ihre „largest arms and ammunition depots”. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940914000257) – Nähere Ausführungen zum US-Plan macht Th. Meyssan in seinem Beitrag vom 8.12.2015, betitelt: Das Projekt eines Pseudo-Kurdistans (http://www.voltairenet.org/article189569.html)
Die Reconciliierungsbemühungen der Regierung haben einen weiteren wichtigen Erfolg in Ḥomṣ erbracht: die noch im Stadtteil al-Waʽir (al-Waer) befindlichen Kämpfer haben das Angebot der Regierung angenommen, Waffen innerhalb der nächsten 15 Tage in drei Phasen nach Abgabe ihrer schweren und mittleren Waffen und nach amtlicher Registrierung wieder in ihr früheres bürgerliches Leben zu wechseln. Wie der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, weiter ausführte, wird mit Ende der dritten Phase dann endlich in der ganzen Provinzhauptstadt ein geordnetes normales Leben möglich sein wie schon 2014 nach dem Abzug der letzten Terroristen aus der Altstadt. (http://sana.sy/en/?p=63675, http://www.sana.sy/?p=309280; s.a. Vorankündigung bei http://sptnkne.ws/akqj und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294168-bewaffnete-syrische-opposition-zieht-aus-homs-ab und http://sptnkne.ws/anN8 vom 9.12.2015) – Abgesehen von dieser größeren Verständigungsmaßnahme, melden sich seit Jahren ständig Gruppen von unter bis einigen hundert ehemaliger Kämpfer bei den Behörden in derselben Weise (s. SANA-Meldungen)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.12.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=63633 und http://www.sana.sy/?p=308679 (u.a. Befreiung der Orte Ḫalṣa, al-Qalʽağiyya, al-Ḥamrâ und Zaitân im SW von Aleppo sowie der Dörfer und Farmen um den Kuwairis Airport im Kampf gegen den IS; Angriff vom Banî Zaid-Stadtteil aus auf den von al-Ḫâlidiyya via zerstörtem Tunnelsystem vereitelt, Zerstörung von IS-Nachschubrouten und Sammelpunkten in Šuwailiḫ, Ğarûf, Rasm al-Mašrafa und Tîğân im Gebiet Dair Ḥâfir; Befreiung von Bûz al-Ḫirba, ʽAkkû im NO von al-Lâḏaqiyya, beim Durchkämmen des Gebiets nach Sprengfallen auch FlaGs verschiedene anderer Waffen, ein Feldhospital und militärisches Equipment aus Saudi-Arabien und den VAE konfisziert; bei al-Laṭâmina im Großraum Ḥamâ unter den Getöteten auch die Anführer von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, namens Muḥammad Ḫair al-Bašîr und von Liwâ´Aḥrâr Karnâz mit Namen Faiṣal al-Manâwir; u.v.a.).
Nach Auskunft eines UN-Diplomaten vom 7.12.2015 gegenüber Reuters hat die russische Regierung den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen die militärischen Aktionen der Türkei in Syrien und im Irak zu untersuchen. Wie auch ein Kollege im Statement gegenüber Itar-Tass tags darauf, vertreten beide die Ansicht, daß die initiierten Beratungen nach einem Treffen des 15-köpfigen Rats am Di., 8.12.2015, stattfänden. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294428-russland-fordert-sondersitzung-des-un-sicherheitsrats-zur-milit%C3%A4rischen-pr%C3%A4senz-der-t%C3%BCrkei-im-irak). -– Aktualisierung: die o.e. von der russischen Regierung initiierte UN-Sicherheitsratssitzung hat am Dienstag stattgefunden. (http://sptnkne.ws/anwg).
Terroranschläge vom 8.12.2015:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte Ǧaiš al-Islâm-Anhänger zielten erneut mit Mörsergranaten auf Wohnviertel von Damaskus, darunter in aṣ-Ṣûfâniyya und aš-Šaiḫ Raslân im Bâb Tûmâ–Stadtteil der Altstadt, verletzten so fünf Personen und richteten Sachschäden an, zu Gebäudeschäden kam es auch durch Treffer der ʽUmar al-Abrâš-Schule, nahe der al-Ḥâšibiyya-Moschee und der Fayḫâ´-Sport-Halle. (http://sana.sy/en/?p=63702, http://www.sana.sy/?p=309362)
Terroranschlag vom 7.12.2015:
Ein Angriff mit Mörsergranaten durch Terroristen, die sich im Stadtteil Banî Zaid von Aleppo verschanzt hatten, hatte als Ziel das russische Konsulat im Stadtteil al-Ḫâlidiyya und den Tod von vier Personen, wovon eine erst später ihren Verletzungen erlag, und die Verwundung weiterer sechs Menschen zur Folge. Aktiv sind in jener Gegend Terroristen der Gruppen Ǧaiš al-Muğâhdî, Liwâ´ Šuhadâ´ Badr, Liwâ´ al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. (http://www.sana.sy/?p=308797)
In zwei identischen an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichteten Schreiben beklagte und verurteilte das Außenministerium ´am Mo., 7.12.2015, aufs Schärfste den Angriff mit neun Raketen auf einen Posten der syrischen Armee im Westen der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur [nahe ʽAyyâš (Ayyash)]. Dabei kamen drei Soldaten ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Zerstört wurden zudem bewaffnete Militärfahrzeuge, Artillerie und ein Waffen- und Munitionsdepot der SAA seitens der US-geführten Koalition. Dies sei ein Akt verabscheuungswürdiger Aggression, welcher den Zielen und der Absicht der UN-Charta widerspreche. Das Außenministerium forderte den UN-Sicherheitsrat auf, unmittelbar derlei Aggressionen zu stoppen und geeignete Schritte zu unternehmen, damit sie sich derlei nicht wiederhole. Gerade solcherlei Übergriffe behinderten die im counterterorismus so erfolgreiche syrische Armee bei ihrem Tun. Dieser Vorfall erschüttere ein weiteres Mal die Glaubwürdigkeit der US-geführten Koalition dahingehend, ernsthaft den Kampf gegen den Terrorismus führen zu wollen. (http://sana.sy/en/?p=63630, s.a. http://sptnkne.ws/amWW) – Aktualisierung der Opferzahl: verletzt wurden 30 Personen (http://sptnkne.ws/apzv).
Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat ein Gerichtsverfahren gegen Bilal Erdogan, den Sohn des türkischen Staatspräsidenten, wegen Geldwäsche in die Wege geleitet. Einander widersprechende Medienmeldungen besagten zuvor, Bilal Erdoğan habe sich zusammen mit seiner Familie in Italien niedergelassen oder er wolle dort ein Studium aufnehmen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294353-italien-ermittlungsantrag-gegen-erdo%C4%9Fans-sohn) – Jedenfalls inspirierten die jüngsten Vorfälle rund um den vom russischen Verteidungsministerium belegten IS-ÖL-Schmuggel aus Syrien und dem Irak in Verbindung zur Familie Erdogan den Politologen Th. Meyssan zu folgendem Artikel: Bereitet die Familie Erdoğan ihre Flucht vor? vom 5.12.2016 (http://www.voltairenet.org/article189550.html) – S.a. http://www.zerohedge.com/news/2015-11-30/are-these-tankers-bilal-erdogan-uses-transport-isis-oil. Weitere Details zum Fall s.u.
WikiLeaks veröffentlichte – basierend auf der Mitteilung eines türkischen „Insiders“ mit dem Pseudonym Fuat Avni – am So., 6.12.2015, Informationen, die von einer bekannten einflußreichen Person aus den Führungskreisen der Türkei zum Abschuß eines russischen Jets stammen soll. In der Twitter-Mitteilung heißt es: „Am 10. Oktober, sechs Wochen vor dem Abschuss des russischen Kampfjets, hatte eine türkische Quelle bei Twitter von einem künftigen Plan des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan zum Abschuss eines Flugzeuges berichtet“. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/294364-wikileaks-erdogan-plante-im-oktober-attacke-auf-russisches-kampfflugzeug, http://sptnkne.ws/amQP)
Eine sehr lesenswerte Erörterung, deren Inhalt dem juristischen Laien – insbesondere im Bezug auf das Völkerrecht – die Einschätzung der von der Bundesregierung beschlossenen Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen in Syrien wesentlich erleichtert, ist der Beitrag von Nicolas Boeglin mit dem Titel: „Resolution 2249 berechtigt nicht zur Bombardierung in Syrien“ bei http://www.voltairenet.org/article189558.html vom 6. 12. 2015.
Zum selben Thema liegt eine Strafanzeige wegen „Vorbereitung eines Angriffskrieges“ gegen „Frau Dr. Angela Merkel unter Bezugnahme auf deren Richtlinienkompetenz als Bundeskanzlerin sowie gegen die gesamte Bundesregierung“ vor, der man sich per E-Mail noch bis zum 9.12.2015 anschließen kann. Der Text und alles weitere hierzu ist einzusehen bei: Delmenhorster Stimme für Frieden http://www.delfrieden.de/#%5B2%5D.
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=63576 und http://sana.sy/?p=308192 (weitere Erfolge gegen verschiedene Terrorgruppierungen).
Im Interview mit „The Sunday Times“ sprach Präsident Dr. al-Assad seine Wertschätzung gegenüber der vorbildlichen Art des counterterroistischen russischen Engagements in Syrien aus: „Die (russischen) Behörden haben auch mit anderen Regierungen Diskussionen zu diesem Problem eingeleitet. Dann kamen sie nach Syrien. Das ist eine legale Methode der Kampfhandlungen gegen den Terrorismus weltweit“. Zudem sei es bei weitem effektiver als jegliche Schritte der US-geführten Koalition in dieser Hinsicht. Seit Beginn der Operation jener Koalition vor knapp einem Jahr seien seien Terrororganisationen wie der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra etc. immer mehr „ausgewuchert“, während sie sei der kurzen Zeit des russischen Einsatzes umgehend zu „schrumpfen“ begannen. Schließlich konstatierte er, bei der russischen Unterstützung handele es sich nicht um einen verdeckten Akt des Neokolonialismus (vgl. Interview mit Czech TV vom 30.11.2015 u.a.), sondern Rußland „will Syrien, den Irak und sich selbst schützen… Damit nimmt es auch Europa in Schutz. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Russland heute Europa schützt“. (http://sptnkne.ws/amKa) – Demgegenüber fehlten den französischen und britischen Beteiligten der US-geführten Koalition wie dieser selbst die völkerrechtliche Legitimation. In der Folge dieses Handels ohne Zustimmung der und Koordination mit der legitimen Regierung und ihrer Armee am Boden könnten auch nach Einschätzung der verschiedensten Militärstrategen keine sinnvollen effektiven Schläge gegen Terroristen ausgeführt werden. Zudem zeige das bisherige Verhalten der französischen und briischen Regierung, daß sie die Terroristen im syrischen Inland seit Beginn der Krise 2011 unterstützt hatten. Die Terroristen erhielten weiterhin ihre Unterstützung. Terroristenunterstützung und –bekämpfung widerspreche sich jedoch vollends und lasse an der Ernsthaftigkeit der Bekämpfung berechtigt zweifeln. Und auch auf die Aufrufe des russischen Militärs, wo denn die sog. „Moderaten“, auf die auch Cameron neulich wieder Bezug nahm, seien, habe sich niemand gemeldet. Die sog. „Moderaten“ wie die anderen Extremisten haben dieselben Grausamkeiten gegen unschuldige Menschen begangen und sie veröffentlicht. (Aus dem Beginn des Interviews vom 6.12.2015, http://sana.sy/en/?p=63558, http://www.sana.sy/?p=308127) Der ganze Text des Interviews vom 6.12.2015 überschrieben mit der Aussage „Britain and France have neither the will nor the vision on how to defeat terrorism and their airstrikes against ISIS will yield no results, but will rather be illegal and harmful in that they will help in spreading terrorism“ ist in englischer Sprache nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=63558.
Hinsichtlich der jüngsten Aussage von Briten-Premierminister Cameron kommentierte Präsident Dr. al-Assad: „Die Aussage des britischen Premiers David Cameron über die Präsenz von 70.000 „gemäßigten“ Kämpfern in Syrien ist eine neue Serie in einer Komödie, in der falsche Informationen statt die Wahrheit gezeigt werden. Russland hatte die westlichen Länder zuvor darum gebeten, Informationen zu dem Aufenthaltsort der Kämpfer und deren Kommando offenzulegen, doch die Staaten antworteten nicht“. (http://sptnkne.ws/amMq) – Zu den Belegen für letztere Aussage vgl.u.
Zu den kürzlich gestarteten Luftschlägen auch seitens Großbritanniens auf syrischem Territorium äußerte sich Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî (Omran al-Zoubi) im Interview mit BBC kritisierend, Syrien begrüße generell counterterrroristisches Engagement. „But it should follow the example of Russia and work with the Syrian government if it is serious in the fight against ISIS.” Ohne Kooperation mit der syrischen Regierung und der SAA jedoch – wie auch im Fall Großbritanniens – erwiesen sich derartige Aktionen nur als fälschliche Vorgabe, sich im Counterterrorismus zu engagieren, um eigenes Parlament und Volk milde zu stimmen. Denn am Boden richteten diese Luftschläge tatsächlich nichts aus: „They might bomb and they might carry out air strikes, but it won’t win the fight against terrorism. It’s all noise and bombing and propaganda, with no results on the ground.” Tatsächlich hatte das britische Verteidigungsministerium am Do., 3.12.2015, britische Lufteinsätze gemeldet, jedoch ohne irgendwelche Erfolgsberichte. (http://sana.sy/en/?p=63462 vom 4.12.2015)
Terroranschlag vom 6.12.2015:
Bei einem Angriff mit Mörsergranaten durch Anhänger von Ǧaiš al-Islâm – wieder einmal – auf das Viertel Bâb Tûmâ in der Altstadt von Damaskus wurden eine 15-Jährige verletzt, ein Restaurant und ein Auto beschädigt. Ein weiterer Einschlag traf und beschädigte das Basketballstadion in der al-Fayḫâ´ Sport City. (http://sana.sy/en/?p=63605)
Die wichtigsten Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.12.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=63484 und http://www.sana.sy/?p=307830 (Eroberung der Waldgebiete von al-Furluluq und al-ʽAzar, der Umgebung von ʽUṭaira, dem Bergland von al-Qazġadâr und Befreiung der Orte al-Mušairifa Fawqâ, al-Mušairifa Taḥtâ, Ruwaisa Miṣlâna und Kataf al-ʽAlâna im NO-von al-Lâḏaqiyya [in Ergänzung der gestern befreiten Orte von Ruwaisa Ḥamîḍa und Kataf az-Ziyâra bei Kansabâ] mit Zusammenbruch der vorherrschenden Terrorgruppen dort und mit Durchsuchung hinsichtlich hinterlassender Minen und Sprengsätze und deren Demontage; gezielte effektive Luftschläge im Raum Aleppo gegen IS-Stellungen in Šarbaʽ, Nağara, Rasm al-Kamâ, südlich Šuwailiḫ, in al-Qaryatain und aš-Šindâḫiyya al-Ğanûbiyya mit Zerstörung der IS-Zentrale samt Befestigungsanlagen, Artillerie etc. [nach der gestrigen Befreiung von Naṣrullâh im NO des Kuwairis Airports im Dair Ḥâfir-Areal] mit Durchsuchung hinsichtlich vom IS hinterlassender Minen und Sprengsätze und deren Demontage, unter den Getöteten auch der IS-Führer Ḫâlid ʽAṭiya Allâh alias Abû Qiṭâda al–Filasṭinî (d.i.: Palästinenser); im Raum Darʽâ auf der Straße Ṣaidâ – Kaḥîl kam der vom al-Qāʿida-Chef Aiman aẓ-Ẓawāhirī persönlich zum „Amîr der Südregion“ ernannte Ğabhatu_n-Nuṣra–Anführer Abû Ğulaibib al-Urdûnî, einer der dienstältesten Koordinatoren der Anti-Regierungs-Terroroperationen seit 2011 durch eine Mine ums Leben; Befreiung von Marhaṭân bei den Obstplantagen (al-Baiyârât) 10km im W von Tadmur in der Provinz Ḥomṣ mit Zerstörung der IS-Befestigungsanlagen – was vom Feind nicht fiel, floh in die nahe Wüste – und Demontage hinterlassender Sprengfallen, akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Leitstellen und -Zentren rund um al-Qaryatain unter heftigen Feindverlusten auch in aš-Šindâḫiyya al-Ğanûbiyya, im Dreieck: Tadmur – aš-Šâʽir-Ölfeld – Dörfer Raḥûm, Abû Ḥuwâdîd und ʽUnq al-Hawâ im Ḥomṣer Ost-Umland und den Dörfern Salîm und ʽIzzaddîn im Umland von as-Salamiyya at-Tâbiʽ in der Provinz Ḥamâ, die ja an die von Ḥomṣ grenzt; Desgleichen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen und –Zentren wie von Tuğmiʽ wa-Alwiya Katâ´ib al-ʽIzza im N von Ḥamâ in al-Laṭâmina und solche von Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Kafar Zaitâ; im S von Idlib Eliminierung von Schlupfwinkeln von Ğaiš al-Fataḥ in at-Tamânaʽa at-Tâbiʽ im Raum Maʽrat an-Nuʽmân).
Terroranschläge vom 5.12.2015:
Eine in der Provinz al-Ḥasaka von IS-Anhängern an einer Straße zwischen den Dörfern al-Falâḥa und al-Fîlât al-Ḥamr versteckte Landmine tötete einen der beiden Fahrer auf einem Motorrad und verletzte den anderen, als sie morgens die Stelle passierten.
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen feuerten eine Salve Mörsergranaten auf die Bildungseinrichtung der aš-Šaiḫ Aḥmad Kaftârû-Stiftung im damaszener Stadtteil Ruknaddîn, beschädigten damit das Gebäude und verletzten zwei Personen darin.
Weitere Mörsergranaten verletzten im Stadtteil aṣ-Ṣaliḥiyya eine Frau und drei Kinder und beschädigten wie auch im Stadtteil Bâb Tûmâ Wohnhäuser.
Gegen das Viertel al-Ğûra im O von Dair az-Zaur feuerten IS-Anhänger ebenfalls Mörsergranaten ab auf ein Gebäude, in dem gerade Lehrer ihr Gehalt ausgezahlt bekamen. In der Folge starben sechs Personen, fünf wurden verletzt, die Sachschäden sind beträchtlich. (http://sana.sy/en/?p=63502, http://www.sana.sy/?p=307834)
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=63420 und http://www.sana.sy/?p=307437 (weitere befreite Orte, zerstörte IS-Tanker, getötete Terroristenanführer), s.a. http://sptnkne.ws/amuS (russische Kampfjets vernichteten unter dem Schutz begleitender Jagdflugzeuge vom 26.11. – 4.12.2015 etliche IS-Kommandozentralen, -Ausbildungslager und -Munitionsdepots), http://sptnkne.ws/amtJ (in 24 Stunden 40 IS-Tankwagen im Raum Aleppo und ar-Raqqa zerstört und in der ganzen Woche 12 IS-Ölterminals, 8 IS-Ölförderanlagen, ca. 170 IS-Tanklaster), http://sptnkne.ws/amtC und http://sptnkne.ws/amum (in 431 Einsätzen in der Woche 1.458 IS-Objekte eliminiert in den Provinzen Aleppo, Idlib, al-Lâḏaqiyya, Ḥamâ, Ḥomṣ, Dair az-Zaur und ar-Raqqa).
Terroranschlag vom 4.12.2015:
Terroristen von Ǧaiš al-Islâm feuerten Mörsergranaten auf die Wohngebiete von Ruknaddîn und al-Qaṣâʽ (al-Qassaa) von Damaskus ab und töteten damit zwei Anwohner und beschädigten Wohngebäude. (http://sana.sy/en/?p=63477)
Wie Lifenews am Fr., 4.12.2015, berichtete, sind – wieder ohne vorherige Abstimmung mit der syischen Regierung (!) und damit völkerrechtswidrig – türkische Kampfverbände mit Baggern über die Grenze auf syrisches Territorium vorgedrungen, haben dort die ca. 50m hohe Anhöhe Tal Ziyâb besetzt und sind dabei, dort eine befestigte Anlage zu erstellen. Drei Panzer, zwei Schützenpanzer und mehrere gepanzerte Geländewagen wurden ebenfalls dorthin verlegt. Ziel sei nach Einschätzung dort lebender Syrer, das Territorium, auf dem auch Kurden leben, in zwei Teile zu trennen und mit der Anlage jegliche Angriffe auf die Öl schmuggelnden Trucks des IS aus ar-Raqqa abzuwehren und diese Trecks somit zu sichern. (http://sptnkne.ws/amvS) – Andererseits hat die türkische Regierung verlauten lassen, eine Absperrung der Grenze sei zu kostspielig und als NATO-Grenze auch von der EU und den USA zu finanzieren. (http://sptnkne.ws/amuK) – Dieses Vorgehen korrespondiert mit dem ebenfalls illegalen Eindringen türkischer Militärverbände in den Irak!
Nach Vorlage der russischen Beweise über die Verwicklung der Familie Erdogan bzw. der türkischen Regierung in den illegalen IS-Ölschmuggel startete Abdurrahman Dilipak, Journalist der Zeitung Yeni Akit auf Twitter am 2.12.2015 eine Umfrage zum Thema „Wer kauft das IS-Öl?“. Als sich binnen nur einer Stunde 78% von rund 18. 000 von den drei Alternativen „Erdogans Türkei“, „Putins Rußland“ und „Assads Syrien“ für die erste entschieden, wurde die Umfrage gelöscht. Mitarbeiter der russischen Botschaft hatten die Umfrageergebnisse jedoch schon auf der Twitter-Seite der eigenen diplomatischen Mission veröffentlicht mit der Unterschrift „Eine interessante Umfrage! Die Ergebnisse nach nur einer Stunde“.
Viktor Oserow, Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im Föderationsrat, versicherte später, die Militärbehörde habe noch etliche weitere Beweise in petto. (http://sptnkne.ws/akX2)
Während US-Außenministeriumssprecher Mark Toner nach den vorgelegten Beweisen des russischen Außenamts bzgl. der Verwicklung der türkischen Regierung in den illegalen IS-Ölhandel noch betonte, die US-Administration wolle (!) nicht daran glauben, daß die Behörden der Türkei dahinter stecken (http://sptnkne.ws/amcY), erklärte Monica Crowley, Redakteurin der Washington Times, im Interview mit Fox News: „Meines Erachtens ist die von Russland gezeigte Videoaufnahme der erste Beweis. Und ich wundere mich gar nicht, dass das Weiße Haus und die US-Administration diese Behauptungen dementieren und sagen, das alles sei nicht wahr.“ Zur Begründung erwähnte sie: „Man sollte nicht vergessen, dass die US-Administration mit Erdogan und der Türkei verbunden ist. Zudem ist die Türkei Nato-Mitglied“. Zudem könnte Washington vom illegalen Ölhandel profitiert haben, setzte sie hinzu. Wieso hätten US-Angriffe auf IS-Öltankwagen schließlich erst jetzt [also nach Einsetzen der überaus erfolgreichen russischen Unterstützung Syriens im Counterterrorismus] eingesetzt. (http://sptnkne.ws/akYk)
Laut Experten könnte die Verwicklung der türkischen Führung ins illegale IS-Ölgeschäft nur die Spitze eines Eisbergs darstellen. So bemerkte Gordon Duff, der schon öfter zitierte Mitarbeiter von Veterans Today (vgl.u., Teil III und Teil II) im Interview mit Sputnik: „Daesh ist in vollem Maße eine organisierte Verbrecherbande — gemeinsam mit der Erdogan-Familie“ und spezifizierte: „Die Erdogan-Familie und ihre Freunde betreiben organisiertes Verbrechen in Österreich, in Deutschland, in den Niederlanden – darunter Menschenhandel in massivem Umfang, Drogenhandel und Kreditkartenbetrug“. Einzelheiten dazu habe er schon vor einem Jahr während einer Konferenz in Damaskus syrischen Beamten vorgetragen (vgl. bzgl. Veterans Today, Teil III) und dabei das Spektrum krimineller Unternehmen von Erdogan und der IS-Mafia auseinandergesetzt. Bzgl. des illegalen Ölgeschäfts führte er aus, daß die IS-Terroristen mit einem LKW- und Schifffahrtsunternehmen im Besitz von Erdogans Sohn Bilal zusammenarbeiteten, welches es ins Ausland exportiere. „Jetzt gibt es zahlreiche Pipelines, die quer durch die Türkei gehen, mehr als uns bekannt ist. Und einige davon befinden sich nahe an der irakisch-syrischen Grenze, näher als Zeichnungen es zeigen. Und da wird das Öl ins Mittelmeer entladen und zum weiteren Verkauf in Länder wie die USA gebracht“, fügte er noch an. (http://sptnkne.ws/akV4)
Während der der 8. „Galiläa Konferenz“ in Akko gab der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanahu erstmals zu, daß die schon wiederholt von arabischen Medien [inklusive SANA] gemeldeten Luftangriffe der eigenen Armee auf syrisches Territorium den Tatsachen entsprachen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294264-netanjahu-bestaetigt-erstmals-militaerische-aktivitaeten-israels-in-syrien)
Einen Überblick über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.12.2015 verschaffen http://sana.sy/en/?p=63385 und http://www.sana.sy/?p=306862 (weitere Erfolge, Gebietsgewinne und getötete Terroristenchefs).
Klare Worte zur effektiven Bekämpfung des weltweiten Terrorismus insbesondere seitens des IS auch durch Austrocknung seiner (finanziellen) Quellen, ohne welche jener handlungsunfäig wäre, äußerte auch der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoly Antonow während seines Briefings mit dem Titel „Russian Federation Armed Forces fighting against international terrorist. New data”. Darin wird auch die direkte Verbindung zur obersten politischen Führung in der Türkei bzw. zur Familie Erdogan genommen. Belegmaterial wurde beigefügt und wird nach angaben des Ministeriums in den nächsten Tagen auf dessen offizieller Webseite veröffentlicht. Der volle Text in englischer Übersetzung u.a. ist einzusehen bei: http://eng.syria.mil.ru/en/index/syria/brief.htm.
Jenes Briefing fand am Mi., 2.12.2015, im Nationalen Verteidigungszentrum vor 90 geladenen Militärattachés und mehr als 300 Journalisten statt, wobei Vize-Verteidigungsminister Antonow die Bilanz des bisherigen zweimonatigen russischen Einsatzes im Counterterrorismus an der Seite der SAA in Syrien zog. Während dessen seien 32 Ölverarbeitungsanlagen, 11 Ölverarbeitungsfabriken, 23 Ölpumpanlagen und 1080 Tankwagen zerstört worden, wodurch sich der Verdienst des IS aus dem illegalen Ölgeschäft bereits halbiert habe. Zu den vorgelegten Beweisen für die Verwicklung der Türkei in die illegalen Ölgeschäfte mit dem IS führte Generalleutnant Sergej Rudskoi aus, es bestünden drei in die Türkei führende Öllieferrouten aus den vom IS besetzten Gebieten in Syrien und dem Irak: die nördliche ende in einem türkischen Ölverarbeitungswerk, die östliche in der großen Drehscheibe von Cizre, die westliche in den türkischen Mittelmeerhäfen.
Laut Generalleutnant Michail Mesintsew hätten z.B. in der vergangenen Woche rund 2000 Rebellen, mehr als 120 Tonnen Munition und rund 250 Transportfahrzeuge die türkische Grenze zur Unterstützung der Terrororganisationen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra (http://sptnkne.ws/akRN) in Richtung Syrien passiert (vgl.u., Beobachtung der SAA-Grenzwache) und zwar ungehindert durch die türkischen Grenzbeamten, wie eine russische Militärdrohne gefilmt habe. (http://sptnkne.ws/ak8c, s.a. http://sana.sy/en/?p=63310)
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.12.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=63292 und http://sana.sy/?p=306350 (Weitere Gebietsgewinne und Terroristen-Kommandeure unter den Getöteten).
Am Mo., 30.11.2015, hatte Präsident Putin am Rande der Weltlklimakonferenz nahe Paris hinsichtlich der Verbindung der türkischen Regierung zum illegalen Öl-Handel mit der IS-Terrororganisation bemerkt: „At the moment we have received additional information confirming that that oil from the deposits controlled by Islamic State militants enters Turkish territory on industrial scale” und hinzugefügt: „We have every reason to believe that the decision to down our plane was guided by a desire to ensure security of this oil’s delivery routes to ports where they are shipped in tankers”. Darauf hatte der türkische Staatspräsident Erdogan erwidert, er trete von seinem Amt zurück, falls es Beweise für die Anschuldigungen existierten. Putin warf Erdogan zudem vor, daß Terroristen unter Mißbrauch der bisherigen Visafreiheit über die Türkei nach Syrien einreisten, dort an den Kämpfen gegen die Regierung teilnähmen und unbehelligt über die Türkei wieder zurück in GUS-Mitgliedsstaaten kehren könnten, und erinnerte ihn daran: „We have been asking [Ankara] for a long time to pay attention”. Daher forderte er: „stop this practice”! Zudem machte Putin bzgl. der Erstellung einer breiten Koalition gegen den Terrorismus klar: „but this cannot be done while someone continues to use several terrorist organizations to reach their immediate goals.” (https://www.rt.com/news/324045-putin-erdogan-su-downing/) vom Mo., 30.11.2015.
Von Erdogans Antwort auf Putins Anschuldigungen angeregt, präsentiert Sputnik-news einen Artikel überschrieben mit „Warum Erdogan besser keine Beweise für Öl-Geschäfte mit IS fordern sollte“ und bringt nachfolgend Einzelheiten, die dies untermauern (http://sptnkne.ws/akpu). Darunter werden auch Luftaufnahmen und Anklagen von Seiten der türkischen Opposition (vgl.u.) erwähnt. Auf letzteres, d.h. explizit auf das Zusammenwirken zwischen Erdogan-Regierung und dem IS-Handel mit dem in Syrien und dem Irak geraubten Öl verweist erneut ein türkischer Abgeordneter in einem SANA-Artikel. (http://sana.sy/?p=306243).
Sogar ein FSA-Kommandant gab im Interview mit Sputnik Arabic bekannt: „Wir haben Fotos von Erdöl-Verträgen, die die türkische Seite mit Daesh unterzeichnete. Wir haben auch Fotos von [erg.: Kaufverträgen] der Fahrzeuge Toyota. Durch Katar gekaufte Toyota-Wagen unter dem Namen ‘al-ghanem’ sind in Syrien zusammen mit Panzern angekommen, die von Daesh-Kämpfern für den Transport ihrer Führer verwendet werden“, bemerkte Hussam Alawak. Seiner Aussage nach habe die Türkei seit Beginn der Syrienkrise 2011 Islamisten und Terroristen in Syrien mit allen Mitteln unterstützt. „Der Nachrichtendienst der Türkei nutzte diese Verträge [erg.: mit extremistischen Gruppierungen], um die Möglichkeit zu bekommen, Betriebe und Laboratorien in Aleppo zugunsten türkischer Unternehmen zu übernehmen“ fuhr er fort und setzte hinzu: „Das sind die Fakten. Damals hielten wir den Chef des türkischen Nachrichtendienstes Hakan Baydan für verantwortlich. Wir haben diese Beweise unseren Freunden in der Region und weltweit vorgelegt. Trotzdem besteht Erdogan auf die Unterstützung von Extremismus, islamistischen Gruppierungen und Terrororganisationen“. (http://sptnkne.ws/ak3k) – Wie schon von syrischen Regierungsvertretern mehrfach (auch gegenüber dem UN-Sicherheitsrat) ausgeführt, haben von der türkischen Regierung unterstützte Terroristen in Aleppo und Umgebung massenweise Fabriken, Fertigungsanlagen etc. geplündert, teils abgebaut und in die Türkei verfrachtet (vgl.u.).
Selbst die US-Kongreßabgeordnete Tulsi Gabbard bemerkte im CNN-Interview: „Die offene Grenze zwischen der Türkei und Syrien, direkte oder indirekte Hilfe an den Daesh und andere Extremisten beweisen nur, dass die Türkei nicht für uns ist“. Denn, stellte sie heraus: „Die höchste Priorität für sie (die Türkei) ist es, Kurden zu unterdrücken“, während gleich an zweiter Position der Sturz der gegenwärtigen Regierung mit Präsident al-Assad. Hierfür sei die türkische Regierung bereit, alle möglichen Bemühungen zu unternehmen, um Waffen und Munition an diejenigen zu liefern, die dasselbe anstrebten – einschließlich der extremistischen Gruppierungen al-Qāʿida sowie an-Nuṣra-Front. (http://sptnkne.ws/ak5d).
Im neuesten Interview von Präsident Dr. al-Assad mit einem tschechischen Fernsehsender vom 30.11.2015, das im Ganzen auf Englisch bei http://sana.sy/en/?p=63209 einzusehen ist, beschäftigte auch die Frage nach einer Koalition gegen den Terrorismus die Konversationspartner. Hinsichtlich der türkischen Regierung erwiderte der Präsident, daß die Terroristen im Land hauptsächlich durch diese unter Mitwirkung Saudi-Arabiens und Qaṭars finanziert und mit Waffen versorgt würden. Wenn die türkische Regierung jedoch tatsächlich Terroristen bekämpfen und besiegen wolle, müsse sie ihre Versorgung mit Waffen, Finanzen und Rekruten doch verhindern. Dies sei der erste zu unternehmende Schritt für den Beginn des Anti-Terror-Kampfes, betonte der Staatschef. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294176-assad-macht-erneut-die-t%C3%BCrkei-f%C3%BCr-die-anhaltende-krise-in-seinem-land-verantwortlich, http://sptnkne.ws/ak2q).
Als weiterer Abnehmer des vom IS in Syrien und dem Irak geraubten Öls war schon früher Israel benannt worden (vgl.u.). U.a. deckten Journalisten des israelischen Wirtschaftsportals The Globes auf, daß die Schmuggler und damit Partner des IS im illegalen Ölhandel Kurden und Türken seien. Jenes werde von Ölfelder nahe der syrischen Großstadt Dair az-Zaur sowie an zwei Stätten im Irak gefördert, weiter durch syrisches und irakisches Territorium transportiert und z.B. in die kurdisch-türkische Stadt Zaxo [arab.: Zāḫū] gebracht. Dort komme man mit den israelischen und türkischen Zwischenhändlern in Kontakt. Laut Recherchen der Zeitung al-ʽArabî al-Ğadîd verkauften die IS-Terroristen dort das Rohöl zu 15 – 18 US-$ je Barrel, während es auf dem regulären Weltmarkt etwa 41 – 45 US-$ koste. Über ein gut funktionierendes Schmuggelnetz auf türkischem Gebiet komme die Ware in türkische Häfen und werde von dort weiter verschifft. Die Journalisten von The Globes unterstrichen, daß einer der wichtigsten Abnehmer des „blutigen Erdöls“ Israel sei. Im August berichtete die Financial Times, Israel zuletzt etwa 75% seines Erdölbedarfs aus dem irakischen Kurdistan gedeckt habe (vgl. Irak), wobei mehr als 30% über Ceyhan (vgl.u.) verschifft wurden. Daher gelte dieser Hafen „potentielle Schleuse für den Schmuggelrohstoff der IS-Kämpfer“. (http://sptnkne.ws/akhV) – Weitere Details zur Thematik: http://www.alaraby.co.uk/english/features/2015/11/26/raqqas-rockefellers-how-islamic-state-oil-flows-to-israel/ vom 26.11.2015, http://russia-insider.com/en/politics/israel-main-buyer-isis-oil-report/ri11633 vom 3.12.2015 und http://www.globes.co.il/en/article.aspx?did=1001084873 vom 30.11.2015.
Terroranschläge vom 2.12.2015:
Bislang wurden zwei Frauen getötet und 26 weitere Personen verletzt, darunter 16 Student(inn)en infolge von Angriffen mittels Mörsergranaten auf Wohngebiete und Lehranstalten in Damaskus.
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen beschossen den damaszener Stadtteil Ruknaddîn, wobei 14 Studentinnen der Fakultäten Sprach- und Kulturwissenschaften der Universität verwundet wurden, vier davon schwer.
Weitere Mörsergranaten schlugen im Stadtteil Bâb Tûmâ ein, wodurch zwei Frauen starben, neun weitere Personen in unterschiedlichen Schweregraden verwundet wurden.In der Fakultät für Bauingenieurwesen erlitten drei Menschen, ein Professor und zwei Studenten, Verletzungen.
Weitere Einschläge in der Bagdadstraße führten zu Gebäude- u.a. Schäden.
In Ğaubar und den Höfen und Dörfern von Ost-al-Ġûṭa sind die Takfîr-Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Islâm aktiv.
(http://sana.sy/en/?p=63284, http://sana.sy/?p=306413)
Nach nur kurzer Pause hat die türkische Luftwaffe die ständigen Verletzungen des griechischen Luftraums wieder aufgenommen: so drangen am Di., 1.12.2015, zugleich sechs türkische F-16-Kampfjets in den Luftraum zwischen den Inseln Lesbos und Chios für rund 30 Minuten ein. (http://sptnkne.ws/akq2)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.12.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=63146 und http://sana.sy/?p=305726.
Terroranschläge vom 1.12.2015:
Durch die Detonation eines von auf dem Rückzug befindlichen IS-Anhängern hinterlassenen Sprengsatz in einem Haus im Dorf Nuʽmâniyya im Süden von al-Ḥasaka kam ein Mann ums Leben.
Das gleiche Schicksal ereilte im Dorf Mazûka, ca. 42 km östlich von al-Ḥasaka, einen Einwohner, ein weiterer Bürger wurde dabei verletzt.
Ebenfalls infolge der Detonation einer IS-Landmine wurde ein Mann in der Bergregion von ʽAbdalʽazîz, etwa 35 km südwestlich von al-Ḥasaka verletzt.
Eine Mörsergranate verletzte einen Büger des Wohnbezirks Bâb Muṣalâ in Damaskus. (http://sana.sy/en/?p=63284, http://sana.sy/en/?p=63284)
Der Sprecher des Generalkommandos der Streitkräfte teilte in einer Erklärung vom 30.11.2015 mit, am späten Abend des 28.11.2015 hätten sich zwei Konvois an zwei verschiedenen Stellen zum Transport von Massen bewaffneter Terroristen von der Türkei aus der Grenze nach Syrien genähert und dann Stromleitungen und Kommunikationsmöglichkeiten gekappt. Am frühen Morgen des 29.11.2015 hätten diese dann die Grenze überquert, wie die Grenzwache der SAA wie schon am Vorabend beobachtete. Ab da sei dann die Armee eingeschritten und habe den Kampf aufgenommen, einen Konvoi habe zur Umkehr zwingen können, der andere habe sich im Gebiet zerstreut. Der Sprecher konstatierte: „Erdogan’s government continues to escalate tension on the Syrian-Turkish border.” Zudem zeige der Vorfall erneut, den hohen Grad an Koordinierung zwischen den Terroristen, den türkischen Grenzwachen wie der Regierung in Ankara überhaupt, da ohne Unterstützung der Erdogan-Regierung derlei Manöver gar nicht umsetzbar wären. (http://sana.sy/?p=305337, http://sana.sy/en/?p=63074 vom 30.11.2015)
Einige Tage nach den Pariser Anschlägen seien laut Mitteilung der libanesischen Tageszeitung al-Ğumhûriyya vom 30.11.2015 die Chefs der deutschen, französischen und tschechischen Geheimdienste nach Damaskus zu einem Geheimtreffen mit dem syrischen Geheimdienst gereist. Die französische Seite habe um Informationen über diejenigen Terroristen gebeten, welche aus ihren Länder nach Syrien zur Teilnahme am „Ğihâd“ gegen die säkulare Landesregierung eingereist seien und insbesondere in den Reihen des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra kämpften. Der deutsche Vertreter erkundigte sich nach Terroristen, die eventuell als Flüchtlinge getarnt, wieder zurückkehren könnten. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/294090-geheimtreffen-der-chefs-der-deutschen,-franz%C3%B6sischen-und-tschechischen-geheimdienste-in-syrien) – Präsident Dr. al-Assad hatte solche Gespräche schon vor Jahren angeregt, wie aus mehrern Interview mit ihm hervorgeht, und auch der Pariser regierung die Informationen angeboten, die die Anschläge Mitte Novermber nach Ansicht von Fachleuten hätten verhindern können (vgl.u. bzgl. Bernard Squarcini).
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=63012 und http://www.sana.sy/?p=305044.
In weiterer Konsequenz des türkischen Abschusses einer Suchoi-24 im counterterroristischen Einsatz vor knapp einer Woche (vgl.u.), werden die russischen Kampfjets in Syrien nun erstmals mit Luft-Luft-Raketen zur Selbstverteidigung bestückt. Dies teilte Igor Klimov, Kommandant der russischen Luftwaffeneinheit in Syrien, gegenüber RT wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Mo., 30.1.2015, in einem Statement mit. Die Raketen sind Klimov zufolge mit einem Sucher ausgestattet und „capable of hitting air targets within a 60km radius“. (http://sana.sy/en/?p=63064)
Die türkische Zeitung Aydınlık Gazetesi zitiert Quellen, wonach weiterhin unter Aufsicht des türkischen Geheimdienstes und der „Direktion für Sicherheit“ Waffen und anderes militärisches Gerät über die Grenze an Terrorgruppen in Syrien geliefert würden. Zu den Abnehmern im syrischen Grenzgebiet gehörten demnach: Ğabhatu_n-Nuṣra, tschetschenische Gruppen, Liwâ` Iskenderûn u.a. Diese seien getarnt als „humanitäre Hilfskonvois“. (http://sana.sy/?p=305207 vom 30.11.2015) – Über jene hatte schon Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am 26.11.2015 gespottet: „Die in den ausländischen Medien erschienenen Mitteilungen über die angebliche Zerstörung eines LKW-„Hilfskonvois“ durch russische Flugzeuge in der Nähe des Grenzübergangs von Bab al-Salam sind Fakes“ . Er fuhr fort: „Wir empfehlen daher das nächste Mal, einen in Brand geratenen LKW-Konvoi mit Waffen für die nördlich von Aleppo agierenden Terroristen nicht als „humanitäre Hilfe“ auszugeben“ und setzte hinzu: „Übrigens hat die türkische Seite zuvor niemanden über die Entsendung irgendeines humanitären Konvois in diese Region benachrichtigt. Ganz zu schweigen davon, dass jeder Konvoi mit humanitärer Hilfe speziell markiert wird“. (http://sptnkne.ws/ajxj)
Weitere türkische Aggression:
Nach Meldung des Sprechers des SAA-Generalkommandos seien SAA-Einheiten im counterterroristischen Einsatz auf syrischem Territorium von der Türkei her in der Nacht zum Sa., 28.11.2015, unter massiven Granaten-Beschuß geraten. Ausgangspunkt sei der Berg Keldag gewesen. (http://sana.sy/en/?p=62873, http://sptnkne.ws/aj3m)
Hinweise zur Involvierung der türkischen Regierung bzw. der Familie Erdogan in den IS-Öl-Handel (via den türkischen Ausfuhrhafen Ceyhan) bei: „How Turkey Exports ISIS Oil to the World: the Scientific Evidence“ von
http://www.zerohedge.com/news/2015-11-27/how-turkey-exports-isis-oil-world-scientific-evidencevo vom 28.11.2015.
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.11.2015 bieten: http://sana.sy/en/?p=62918 und http://www.sana.sy/?p=304558 (weitere wichtige Erfolge!).
Terroranschläge vom 29.11.2015:
In Inğil (Enkhil, vgl. Gefechtsberichte) verschanzte Terroristen beschossen Stadtteile von aṣ-Ṣanamain im N von Darʽâ mit Salven von Mörsergranaten, die erhebliche Sachschäden anrichteten, jedoch zum Glück keine Menschen trafen. (http://sana.sy/en/?p=62916)
Ein Toter und elf verletzte Personen sind das ergebnis eines heftigen Raketenbeschusses des Wohngebiets al-Mûkâmbû in Aleppo durch Terrroristen, die sich im Banî Zaid-Viertel (vgl Begechtsberichte!) verschanzt hatten. Die Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum sind zudem erheblich. Zu den im Raum Aleppo aktiven Terrorgruppen gehören: Ğaiš al-Muğâhidîn, Liwâ´ Šuhadâ´ Badr, Liwâ´ al-Islâm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-islāmiyya.
Auch das Stadtgebiet von Damaskus wurde am Sonntag mehrfach durch Anschläge heimgesucht:
Abgeschossen von in Ğaubar verschanzten Terroristen schlugen Mörser- und Raketengeschosse im Wohngebiet al-ʽAmâra ein und verletzten vier Anwohner bei entsprechendem Sachschaden; Granatsplitter verwundeten ein Paar schwer im Viertel ʽAdawî und ebenso einen weiteren Bürger in Bâb Tûma; beim Einschlag in der Architektur-Fakultät der Universität wurden zwei Studenten verletzt, das Gebäude erlitt ebenfalls Schäden; Gebäudeschäden an einem Wohnhaus und einer Metzgerei gabe es zudem im Stadtteil Rukn ad-Dîn und desweiteren in al-ʽAbbâsiyîn und az-Zablaṭânî. (http://sana.sy/en/?p=62959, http://www.sana.sy/?p=304605).
Einzelheiten zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.11.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=62820 und http://www.sana.sy/?p=304095 (u.a. Eroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen ar-Raḥmaliyya und al-Ḫuḍar im NO von al-Lâḏaqiyya;
u.a. Eroberung des Bergmassivs Kaškâr im N von al-Lâḏaqiyya mit Entfernung der hinterlassenen Sprengsätze und Minen der restlichen geflohenen Terroristen; präzise effektive Luftschläge gegen Ğaiš al-Fataḥ-Stellungen und -Zentren in al-Laṭâmina und Sukaik im N von Ḥamâ, Eliminierung von Schlupfwinkeln in Tal Tarʽâ in ʽAṭšân; Vorgehen gegen den IS am W-Hang des al-Ḥayâl-Bergs, bei den Bayârât (Obstplantagen) und dem Šâʽir-Ölfeld im Umfeld von Tadmur im O von Ḥomṣ mit Zerstörung von Panzerfahrzeugen, militärischer Ausrüstung samt schwerer Artillerie auch von Ğabhatu_n-Nuṣra bei al-Farḥâniyya und gegen SAAF-Razzien IS-Leitstellen mit Waffen- und Munitionsdepots etc. in al-Qaryatain, südlich al-Baiḍâ, im N des Bergs aṭ-Ṭâr, in ar-Rumailiyya, Minṭâr ar-Ramîla, Tal Daʽâkana, Talat al-Mušairifa, as-Saʽn al-Aswad, Ḥûš Ḥağû, al-Halâliyya, ad-Dabûr und bei der Bergkette Ḥazm al-Abyaḍ unter heftigen Verlusten des Feindes; Eliminierung von IS-Leistellen und Verschanzungen in al-Muraiʽiyya im O von Dair az-Zaur; Befreiung weiterer Areale in Marğ as-Sulṭân und um den Ausweichflughafen im Rîf Dimašq nach Ausschaltung der Ğaiš al-Islâm – und Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps mit Eliminierung ihrer Kämpfer und militärischen Ausrüstung auch in Dair al-ʽAṣâfîr und an-Nağâbiyya sowie von Ğaiš al-Islâm bei den Âliyya-, ar-Rayḥân- und al-Ḥağâriyya- Farmen im Umkreis von Dûmâ, Entdeckung und Zerstörung eines Tunnelsytems von Ğaiš al-Islâm in Ğaubar und Ḥarastâ in Ost-al-Ġûṭa, ersterer mit einer Länge von 350m 1,75m/h, 1m/b, bis zu 17m/tief liegend mit Beleuchtungs- und Belüftungssystem und segmentweise angebrachten Sprengfallen), der zweite verband das Gebiet bei der Autobahn mit Schützengräben, Kellern und Bunkern bei den Farmen um Dûmâ, bei der Herstellung wurden auch Abwasserleitungen verwendet und verbarrikadiert (!), unter den getöteten Terroristen in West-al-Ġûṭawar auch der Anführer von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm namens Aḥmad Maḥmûd in seinem Versteck in al-Fuṣûl al-Arbaʽa –Viertel von Dârayâ; in Aleppos Stadtteilen: ar-Râmûsa, Banî Zaid, Bustân al-Bâšâ und aš-Šaiḫ Ḫaḍar erfolgreiche Razzien gegen Terroristen-Verstecke wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen in Zatyân, Bâškuwî und Ḥuraitân und gegen einen IS-Konvoi zum Waffentransport etc. in Dair Ḥâfir zusammen mit den NDF, Vereitelung des Angriffs von Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Fataḥ auf einen Militärposten in al-ʽAzîziyya, Befreiung weiterer Gebiete um die Luftwaffenakademie mit Eliminierung von IS-Zellen im O mit mehr als 50 getöteten IS-Leuten, unter den Verwundeten auch deren Kommandeur Abû Muʽtaz), s.a. http://sptnkne.ws/aj35 und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293995-syrische-armee-dringt-richtung-aleppo-vor.
Fünf Tage nach Abschuß der Suchoi-24 soll die in die Türkei (!) verbrachte Leiche des ermordeten (vgl.u.) russischen Kampfpiloten Oleg Peschkow nach Aussage des türkischen Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu vom So., 29.11.2015, gegenüber Journalisten an Rußland übergeben werden. In Hatay im S des Landes habe bereits ein russisch-orthodoxer Geistlicher eine „entsprechende Zeremonie abgehalten“. (http://sptnkne.ws/ajwz)
Eine erfreuliche Auswirkung hat die russische Reaktion auf den Abschuß ihres Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im syrischen Luftraum für Griechenland gehabt, wie ein Diplomat in Athen gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti mitteilte. Demnach „stellte die türkische Luftwaffe ihre Aktivitäten im griechischen Fluginformationsgebiet (FIR) über dem Ägäischen Meer aus verständlichen Gründen ein“ . Zuvor hätten türkische Kampfjets laut Aussage des griechischen Generalstabs Dutzende Male am Tag [d.h. ohne Erlaubnis!] durch den griechischen Luftraum geflogen. (http://sptnkne.ws/ajxW)
Der irakische Abgeordnete und prominente Bürgerrechtler Dr. Muwaffaq ar-Rubaîʽî (Mowaffak al-Rubaie) von der šîʽitischen Koalition „Gesetzesstaat“ schrieb auf seinem Facebook-Account zur Türkei: „Die Türkei unterstützt die Terroristen vor allem dadurch, dass sie den Verkauf von geschmuggeltem Öl auf dem Schwarzmarkt erlaubt. Dabei beträgt der Preis bis zu lediglich 20 US-Dollar pro Barrel, was fast zweimal weniger ist, als auf dem Weltölmarkt.“ Zudem sei das Land ein Umschlagsplatz für weitere vom IS rekrutierte künftige Kämpfer: „IS- Rekrutierer empfangen Immigranten in Istanbul und organisieren ihren Transport über die türkische Grenze in das irakische Mossul oder die IS-Hochburg Rakka im Norden Syriens“. Hunderte an Radikale, die in den Reihen der Terroristen zu kämpfen beabsichtigten, passierten [weiterhin] jeden Monat die türkische Grenze. Zudem ignoriere die türkische Regierung, daß verletzte IS-Kämpfer in einheimischen Krankenhäusern behandelt würden. (http://sptnkne.ws/ajpc vom 28.11.2015) – Näheres zu diesen von der Erdogan-Tochter Sumeyye besonders im SO der türkischen Provinz Şanlıurfa betriebenen „geheimen“ Militärkliniken vgl.u, in Teil III. Tägliche türkische Militärtransporter brächten die verletzten Terroristen in die Kliniken und wieder zurück zum Schlachtfeld. S.a. http://sptnkne.ws/ahAk.
Auch das Generalkommando der Armee informierte durch seinen Sprecher darüber, daß die türkische Regierung die Einnahmen aus dem illegalen Öl- und Antikenhandel mit dem IS, der die Ressourcen bzw. Grabungsstätten in Syrien und im Irak ausbeutet, nutzt, um im Austausch dafür den Terroristen Waffen bereitzustellen. In einer Stellungnahme vom 28.11.2015, hieß es daher: „We have certain information that the Turkish government recently increased support for terrorists and the level of supplying them with arms, ammunition and munitions to continue their criminal acts in exchange for oil and antiquities stolen from Syria and Iraq at low prices, taking advantage of the presence of terrorists whom it enabled to control border areas”. Die Konvois mit dem Schmuggelgut passierten dabei die Grenze zur Türkei ohne jegliche Inspektion oder Kontrolle. Die kürzliche Beschwerde seitens der Türkei, russische Kampfjets hätten einen humanitären Konvoi angegriffen, die schon Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums als „fake“ und Vertuschung eben solcher illegaler Schmuggelaktionen bezeichnet hatte (http://sptnkne.ws/ajxj), verwies auch der SAA-Sprecher ins Land der Mythen und Märchen, da es sich dabei tatsächlich um Waffenlieferungen für die grenznahen Terroristen und auf dem umgekehrten Weg auch um Evakuierungen verletzter Terroristen zur Behandlung in türkischen Kliniken handele. (http://sana.sy/en/?p=62873 vom 28.11.2015; vgl.a. http://tass.ru/en/defense/839669 und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940905000392).
Nach Einschätzung des Generalstabschefs der russischen Luftwaffe, Viktor Bondarew, deuten alle Beweise darauf hin, daß der Abschuß der Suchoi-24 seitens der türkischen Luftwaffe geplant war als Vergeltung für die russische Bombardierung der Terroristenstellungen in Nordsyrien [also an der Grenze zur Türkei]. Hierzu führte er aus: „gemäß vorliegenden Informationen des Beobachtungszentrums der syrischen Luftabwehr sind die türkischen Jets innerhalb von 40 Sekunden in den syrischen Luftraum eingedrungen und circa zwei Kilometer in der syrischen Lufthoheit geflogen, während der russische Bomber den türkischen Luftraum nicht verletzt haben.“ Nur so hätten die türkischen Kampfjets die Luft-Luft-Kurzstreckenraketen einsetzen können. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/293987-russischer-generalstabschef-angriff-auf-russischen-bomber-war-absichtlich) – Zur „geplanten Provokation“ durch die Türkei vgl.u. (ebenfalls Bondarew!) und weitere Details dazu (Karten, Graphik) von Valentin Vasilescu bei http://www.voltairenet.org/article189472.html vom 30.11.2015.
Weitere russische Sanktionen gegen die Türkei laut Kreml-Internetseite: http://sptnkne.ws/ajvQ, http://sana.sy/en/?p=62886, s.a. http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/293992-putin-macht-mit-sanktionen-gegen-die-t%C3%BCrkei-ernst. Am Sa., 28.11.2015, hatte Präsident Putin den entsprechenden „Erlass über die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und besondere Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei“ unterzeichnet.
RT-Reporter Roman Kossarew, der sich bei einem Team von Journalisten befand, das nahe der Grenze zur Türkei trotz deutlicher Kennzeichnung (!) heftig beschossen worden war (vgl.u.), berichtet, daß die Angehörigen der sog. „gemäßigte Opposition“ mit dem schweren US-Panzerabwehrkomplex BGM-71 TOW auf sie zielten, den die USA seit 2014 an eben solche Gruppen geliefert hatten. „In meinen Twitter-Account ist eine Videoaufnahme unter dem Titel ‚Dschichadisten feuern TOW auf Journalisten ab‘ gelangt. Das Video enthält das Logo einer syrischen Oppositionsgruppierung“ , informiert Kossarew. Nach Auswertung der Aufnahmen durch den Verteidigungsexperten und ehemaligen Offizier der britischen Armee, Charles Shoebridge, erklärte dieser: „Das sind sicher US-Waffen, weil diese nach der Beschreibung dem TOW-System entsprechen. Mit diesen Waffen haben offensichtlich die USA und ihre Alliierten in der Region, darunter Saudi-Arabien, Rebellen versorgt. Somit ist es kein Wunder, dass diese Waffen in die Hände der Aufständischen gelangt sind.“ Zudem fand eine Abteilung der SAA nach dem Angriff auf die Journalisten ein Starttriebwerk der entsprechenden Rakete, die eindeutig dem TOW-Komplex zuzuordnen war.
Desweiteren macht der ehemalige Analytiker für Pentagon-Sicherheit Michael Maloof bekannt: „Ausgehend von einem zuvor erschienenen Video wurde der russische Hubschrauber, der bei der Rettung des Piloten des abgestürzten russischen Frontbombers Su-24 eingesetzt worden war, auch mit demselben Modell der TOW-Rakete beschossen“ , und fügte hinzu: „Die TOW-Komplexe werden an so genannte gemäßigte Gruppen in Syrien geliefert … . Die Zahl der für diese Gruppen bestimmten TOW-Raketen wächst immer weiter. Sie wurden unter anderem im Rahmen von CIA-Einsätzen über die Türkei an gemäßigte Rebellen geliefert, die aber in der Regel in den Reihen der Freien syrischen Armee kämpfen, wobei sich die meisten von denen bereits dem IS oder der Al-Nusra-Front angeschlossen haben“ .
Zum Beschuß präzisiert nochmals Kossarew, die Autokolonne sei aus der von den Terroristen kontrollierten Ortschaft Salmâ (vgl. Gefechtsberichte) angegriffen worden. Kossarew selbst erlitt dabei eine Quetschung, ein weiterer Reporter mehrere Splitterverletzungen. (http://sptnkne.ws/ajgn vom 28.11.2015)
Terroranschläge vom 28.11. 2015:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen töteten mittels auf den damaszener Stadtteil Bâb Tûmâ abgeschossener Mörsergranaten einen Bürger, verletzten drei weitere und verursachten entsprechende Sachschäden.
Eine von einem Terroristen auf die Corniche –Straße geworfene Blendgranate in al-Qâmišlî verletzte ein Kleinkind. (http://sana.sy/en/?p=62859)
Präsident Putins Formulierung vom Dolchstoß in den Rücken durch die Türkei anläßlich des Abschusses der Suchoi-24 vor kurzem, nahm der syrische Außenminister al-Muʽallim – zu Gast in Moskau – wieder auf, als er mit Blick auf den nördlichen Nachbarn und die durch ihn geleistete Terrorismusunterstützung „aus ideologischen Gründen“ äußerte, die Türkei „schlägt uns somit bereits fünf Jahre lang jeden Tag in den Rücken“. (http://sptnkne.ws/ahUd)
Entgegen den ersten Verlautbarungen türkischer Medien kam der Mörder des russischen Piloten nicht aus den Reihen einer turkmenischen „Rebellen“gruppe. Statt dessen handelt es sich um den etwa 33-jährigen Türken Alparslan Çelik, Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Keban (Türkei), welcher zudem der türkischen extremen Partei MHP („Graue Wölfe“) angehört, was schließlich „Serihaber“und „Hürriyet“ meldeten. Çelik hatte sich nämlich vor der Kamera des Mordes gerühmt und als Beweis Stücke des Fallschirms in die Kamera gehalten. Vor einiger Zeit hatte er sich im Irak den von den USA unterstützten turkmenischen „Rebellen“truppen angeschlossen, was dessen Vater in der türkischen Presse (http://www.cnnturk.com/fotogaleri/turkiye/mhpli-eski-baskanin-oglu-savasmak-icin-iraka-gitti?page=1) besonders stolz herausgestellt hatte. (http://sptnkne.ws/ahYc) – Vgl.a. Th. Meyssan vom 30.11.2015 in: http://www.voltairenet.org/article189479.html.
Luftwaffenchef Generaloberst Viktor Bondarew bedankte sich ausdrücklich bei den Unterstützern des russischen Bergungsteams für den abgeschossenen Co-Pilot: „Ich möchte allen Teilnehmern der Rettungsoperation, die den Co-Piloten Konstantin Murachtin unter komplizierten Bedingungen, nachts, durch Extremisten bedroht, gefunden und zum Stützpunkt ausgeflogen hatten, für präzises Handeln, Ausdauer und Mut danken“. Dabei befand sich das Rettungsteam im Wettlauf mit den ebenfalls nach Muraschtin suchenden Terroristentrupps. Schließlich sind im Absturzgebiet laut Mitteilung von Generalmajor Igor Konaschenkow vom Tag davor „Terroristen und einige andere nicht identifizierte Gruppen“ aktiv. Der Pilot selbst war noch am Fallschirm hängend in der Luft erschossen worden.
Auffallend hinsichtlich des Abschusses und Absturzes der Suchoi-24 war zudem gewesen, daß der Kameramann, der letzteren aufgenommen hatte, so schnell an der richtigen Stelle gewesen und das aufgenommene Video kaum 90 Minuten nach dem Vorfall schon bei YouTube ins Netz gestellt worden war. Hierzu führte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums aus: „Der Winkel der Aufnahme gestattet es, ihren möglichen Ort zu identifizieren. Er lag auf dem Territorium, das von radikalen Terrorgruppierungen aus Nordkaukasus und einigen ehemaligen Unionsrepubliken kontrolliert wird. Der Kameramann wusste ganz genau die Zeit und den Ort, wo er diese exklusiven Aufnahmen machen konnte“. Bondarew setzte hinzu: „Der operative Einsatz von Extremistenbanden am Absturzort und die schnelle Veröffentlichung des Videos im Internet zeugen davon, dass die Terroristen von der geplanten Provokation im Voraus informiert wurden“. (http://sptnkne.ws/ajaT)
Vgl. auch die Einschätzung Putins „US Knew in Advance SU-24 Location Near Turkey” bei http://tass.ru/en/defense/840016 .
Als weitere Konsequenz des türkischen Abschusses des russischen Kampfjets hat Rußland den visafreien Reiseverkehr mit Türkei eingestellt. (http://sptnkne.ws/ahVE)
Auch der russische Präsidentensprecher Peskow verweist auf spezifische Informationen hinsichtlich der Verbindung des Sohnes (Bilal) des türkischen Staatschefs Erdogan mit dem IS-Ölhandel. (http://www.sana.sy/?p=304122 vom 28.11.2015; vgl.u. hinsichtlich der syrischen Auskünfte hierzu) – Bezeichnenderweise sei zudem Erdogans Schwiegersohn der neue Energieminister des Landes, erinnerte Peskow. (http://sptnkne.ws/ajgM)
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=62791 und http://www.sana.sy/?p=303752>/a> (u.a.: nach der Befreiung einiger Orte im Rîf Dimašq, nach Säuberung von letzten Terroristenverstecken Durchsuchung des Gebiets nach in den Häusern und unterwegs hinterlassenen Sprengladungen und Minen und deren Entschärfung; Desgleichen in den befreiten Blocks von Darʽâ al-Maḥaṭṭa; Verhinderung eines IS-Angriffs vom aṭ-Ṭawîl-Berg in al-Bayârât bei Tadmur her östlich von Ḥomṣ u.v.a.).
Nach Verlegung des äußerst effektiven neuesten russischen Langstrecken-Flugabwehrsystems S-400 hat die US-geführte Koalition ihre illegalen Flüge im syrischen Luftraum eingestellt. Der Stab bestreitet jedoch einen Zusammenhang mit dieser Stationierung (http://sptnkne.ws/ajbj vom 27.11.2015)
Nun schon zum dritten Mal hat die US-geführte Koalition die Wasserpumpenanlage der Großstadt Aleppo (in al-Ḫafsa) getroffen, welche seither außer Funktion ist (zu den verheerenden Folgen vgl.u.). Die Reparaturmannschaften sind bereits vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=62788)
Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen Francois Hollande machte Präsident Putin am Do., 26.11.2015, deutlich, der syrische Staatspräsident Dr. al-Assad sei der Hauptalliierte im Counterterrorismus. Dies begründete er u.a. wie folgt: „We all believe that it’s impossible to successfully fight the terrorists in Syria without ground operations”. Jedoch: „there’s no other force to conduct ground operations against ISIS … except the government army of Syria. In this regard, I think that the army of President Assad and he himself are our natural allies in the fight against terrorism.” Inzwischen sei man mit der französischen Regierung übereingekommen, Geheimdienstdaten über den IS wie andere Terrorgruppen auszutauschen. (http://sana.sy/en/?p=62785, s.a. http://www.sana.sy/?p=303771)
Nach einem Bericht von al-Mayâdîn sind 50 US-Soldaten aus der Türkei nach Ain al-ʽArab dicht an der Grenze in Nord-Syrien verlegt. Das Pentagon gibt an, diese würden die kurdischen Kämpfer ausbilden. Vor kurzem seien schon US-Soldaten nach Qâmišlî (falsch: Ghameschli) geschickt worden, wo Gruppen der PKK kämpfen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293882-50-us-soldaten-im-syrischen-kubani, http://sptnkne.ws/ahVn)
Hurriyet meldet am Fr., 27.11.2015, mit Rückgriff auf diplomatische Quellen, die Türkei habe nach dem Abschuß der Suchoi-24 Flüge der eigenen Luftwaffe im syrischen Luftraum (!) eingestellt. (http://sptnkne.ws/ahNg) – Diese Grenzverletzungen sind ohne die Erlaubnis der syrischen Regierung völkerrechtswidrig und würden die SAAF zum Abschuß berechtigen in der Art, die die Türkei kürzlich gegenüber dem russischen Jet für sich geltend machte.
Rußlands Außenminister Sergej Lawrow zur Türkei: „Wir reden derzeit davon, dass Terroristen das türkische Territorium nutzen, um dort Operationen in Syrien und anderen Ländern vorzubereiten. Das darf für niemanden ein Geheimnis sein“. (http://sptnkne.ws/ahfN)
Rußlands Außenminister Lawrow zum Abschuß der Suchoi-24:
„We have serious doubts that this act was unintentional. It looks very much like a preplanned provocation” und setzt hinzu, etliche Partnerstaaten hätten klarstellen lassen, der Vorfall sei „an obvious ambush”, schon wegen des reichlichen Belegmaterials. Unmittelbar vorher habe der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu die russischen Kampfjets wegen „attacks on Turkmen” beschuldigt. Doch lebten Turkmenen gar nicht in der besagten Gegend Syriens, statt dessen sei festzustellen: „There are also hundreds of foreign fighters affiliated with known terrorist groups and elements of their infrastructure such as weapons depots and command points there.“ Lawrow fährt fort: „I asked [Turkish FM Çavuşoğlu] whether Turkey’s close attention to this region, including the calls to create a buffer zone there, was motivated by a desire to protect this infrastructure from destruction. I didn’t receive any reply to this question”. Dem Vorfall waren russische Luftschläge gegen Terroristenkonvois vorangegangen, welche geraubtes Öl über die Grenze transportierten, wie auf terroristische Förderanlagen. Dies werfe ein ganz besonderes Licht auf den darauffolgenden Abschuß.
Zudem wunderte er sich über die Reaktion der NATO und der EU, die nicht einmal ihr Beileid zum Abschuß auszudrücken vermochten: „Very strange statements were voiced after a NATO meeting called by the Turks, which didn’t express any regret or condolences and in effect were aimed at covering up what the Turkish Air Force did yesterday, … . A similar reaction came from the European Union.“
Selbst wenn die Suchoi-24 für wenige Sekunden die Grenze überflogen haben sollte, widerspreche der Abschuß dennoch der erklärten türkischen Position von 2012, als seitens der Syrer ein türkischer Jet abgeschossen wurde, der die Grenze passiert hatte. Damals habe Premierminister Erdogan selbst im Parlament konstatiert: „a short incursion into another nation’s airspace cannot justify an attack on it“.
Es stelle sich zudem die Frage nach der Verwicklung der US-Regierung in den Sachverhalt. Schließlich verlange das Pentagon von allen Mitgliedern der US-geführten Koalition die Abstimmung aller Aktionen mit dem US-Militär, vor allem wenn sie US-Kampfjets benutzen. Und so stellt Lawrow die Frage: „I wonder if this demand of the Americans covers… Turkey. If it does, I wonder whether Turkey asked permission from the US to fly its US-made planes and take down – let’s say ‘an unidentified’ – plane over Syrian territory”.
Dennoch stellte Lawrow klar, daß die russische Regierung nicht auf Vergeltung aus sei, wenn auch gewisse Reaktionen nicht ausbleiben könnten: „Moscow will measure its response to limit the harm done to Turkish and Russian businessmen, who had nothing to do with the incident, and would decide on a proper action“ und ergänzte: „We cannot fail to react to what happened. Not because we must retaliate. It’s just that there are too many issues in Turkey that pose a direct terrorist threat to our citizens. And not only ours.” (https://www.rt.com/news/323404-lavrov-syria-s24-turkey/ bzw.
https://www.youtube.com/watch?v=NCv3mRQLk1U, zur Rolle des Pentagon s.a. http://www.moonofalabama.org/2015/11/the-context-of-yesterdays-turkish-attack-against-the-russian-jet.html und http://www.zerohedge.com/news/2015-11-24/17-seconds-changed-world-leaked-letter-exposes-turkeys-hair-trigger-reality sowie http://www.paulcraigroberts.org/2015/11/25/turkey-is-lying-paul-craig-roberts/)
Auch Informationsminister az-Zuʽbî sieht im Zerbomben hunderter IS-Tanklastwagen (vgl.u.) durch die russischen Kamfpfjets den Anlaß für den Abschuß der Suchoi-24 seitens der Türkei, wie er im Interview mit RIA Novosti mitteilte. Das ganze Öl habe das Unternehmen von Bilal Erdogan, dem Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, gekauft. „All dies hat Erdogan und seinem Unternehmen stark auf die Nerven geschlagen, denn sie führen nicht nur Öl, sondern auch Weizen und historische Werte hinaus“, ergänzte der Minister. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151127/305977340/russland-tuerkei-kampfjet-abschuss.html)
Zu den Hintergründen, d.h. der Verbindung der Familie des türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit dem IS vgl. die Artikel:
Russia: Erdogan’s Son Real ISIS Oil Minister, Behind Su24 Shoot Down vom 25.11.2015
(http://www.veteranstoday.com/2015/11/25/russia-erdogans-son-real-isis-oil-minister-behind-s24-shoot-down/), Meet The Man Who Funds ISIS: Bilal Erdogan, The Son Of Turkey’s President vom 26.11.2015 (http://www.zerohedge.com/news/2015-11-25/meet-man-who-funds-isis-bilal-erdogan-son-turkeys-president) und Erdogan’s Dirty Dangerous ISIS Games von F. William Engdahl vom 24.11.2015 (http://journal-neo.org/2015/08/24/erdogan-s-dirty-dangerous-isis-games/) sowie Ölschmuggel: Türkei zahlt IS bis zu 40 Millionen Dollar pro Monat – Medien und Putin: IS-Öl aus besetzten Regionen fließt in die Türkei.
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.11.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=62714 und http://www.sana.sy/?p=303213 (), zu den von der russischen undt syrische Luftwaffe gemeinsam ausgeführten 134 Kampfeinsätzen in den vergangenen drei Tagen s. http://sptnkne.ws/ahD5 und http://www.sana.sy/?p=303213 (449 terroristische Objekte zerstört in den Provinzen Damaskus, Aleppo, Idlib, al-Lâḏaqiyya (Latakia), Ḥamâ (Hama), Ḥomṣ (Homs), ar-Raqqa und Dair az-Zaur), noch detaillierter bei: http://sana.sy/en/?p=62777, zudem wurde auch die Terrorgruppe am Absturzort der Suchoi-24 eliminiert (http://sptnkne.ws/ahHh).
Im Interview Valeurs actuelles machte der ehemalige Direktor der französischen Spionageabwehr (DST, DCRI), Bernard Squarcini, bekannt, die kürzlich erfolgten Pariser Anschläge (vgl.u.) hätten wahrscheinlich verhindert werden können. 2012 sei die französische seitens der syrischen Regierung kontaktiert worden. Letztere bot die Übergabe einer Liste der vom einheimischen Geheimdienst ermittelten französischen, in Syrien kämpfenden Terroristen (Dschihadisten) an. Zugleich betonte man eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den Geheimdiensten beider Länder anzustreben. Beides wurde jedoch vom damaligen Innenminister Manuel Valls aus ideologischen Gründen abgelehnt.[1] Die Weisung kam von Premierminister Jean-Marc Ayrault und mit Einverständnis vom damaligen wie gegenwärtigen Außenminister Laurent Fabius. Olivier Marleix, Parlaments-Abgeordneter und Ex-Berater von Präsident Nicolas Sarkozy fordert daher Aufklärung hierüber durch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß.[2] (http://www.voltairenet.org/article189415.html mit Belegen).
Nach der kürzlich erfolgten teils schweren Verwundung (auch) dreier russischer Reporter auf dem Weg zur Front im Raum ad-Daġmašliyya (Dagmashliya, s. Gefechtsberichte!), 20km von der türkischen Grenze entfernt, äußerte einer ihrer am Morgen des Do., 26.11.2015 nach Moskau zurückgekehrten Kollegen, Roman Kossarew, Kämpfer der Terrorgruppierungen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra nähmen Journalisten in Syrien gezielt unter Beschuß. „Wir hatten entsprechend der Genfer Konvention blaue Panzerwesten und dunkelblaue Helmen mit der Aufschrift ‘Presse’ an. Man konnte deutlich sehen, wo wir sind und wen wir vertreten. Trotzdem wurden wir beschossen“, präzisierte er. Die syrischen Kämpfer hätten sie zuvor ausdrücklich davor gewarnt, weshalb die Reporter auch ihre Helme abgenommen hätten, weil auf diese bevorzugt gezielt würde. Zudem berichtete er, die syrischen Soldaten seien russischen Journalisten gegenüber generell aufgeschlossen. „Wir waren mehrmals auf verschiedenen Demonstrationen und Protestkundgebungen, wir wurden überall begrüßt und umarmt. Menschen sagten uns gegenüber ‘Danke, Russland!’“, erzählte Kossarew (vgl.u. SANA-Berichte hierzu).
Sein arabisch-sprachiger RT-Kollege Sargon Hadaya bestätigte und ergänzte noch: „We were wearing blue helmets, blue jackets …and were clearly visible from the opposite side when they were shooting at us.” Ihre Photos seien zuvor von den vor Ort agierenden Terroristengruppen im Internet veröffentlicht worden mit, um sie als Ziele zu kennzeichnen. Hadaya schloß mit den Worten, er danke der SAA für “saving our lives.” – Immer wieder hat die syrische Regierung darauf hingewiesen, daß die an der syrisch-türkischen Grenze agierenden Terrorgruppen von der türkischen Regierung vielfältige Unterstützung und Rückhalt erhielten (zu Belegen vglu.). (http://sptnkne.ws/ahzZ)
Nach Auskunft von Außenminister al-Muʽallim haben Angehörige der sog. „bewaffneten moderaten syrischen Opposition“ den einen russischen Piloten der türkischerseits abgeschossenen Suchoi-24, der sich per Schleudersitz gerettet hatte (vgl.u.) nachträglich erschossen. „Wie kann man die bewaffnete Opposition für moderat halten, wenn sie auf einen Piloten schießt, der an einem Fallschirm hängt? Das ist ein Militärverbrechen“, äußerte al-Muʽallim. (http://sptnkne.ws/ahhN) – Die Einschätzung von Außenminister al-Muʽallim es handele sich hiermit um einen Akt gegen das Humanitäre Völkerrecht, also ein Kriegsverbrechen, entspricht internationalem (Kriegs)Völkerrecht.
Hinsichtlich des Abschusses der Suchoi-24 im syrischen Luftraum äußerte der Minister beim Treffen mit Duma-Chef Sergej Naryschkin zudem: „Leider haben die Bemühungen, die auf die Vernichtung der IS- und Al-Nusra-Stellungen gerichtet waren, die türkische Regierung beleidigt. Deshalb hat sie mit dem Abschuss des russischen Flugzeugs auf syrischem Territorium auf eine aggressive Weise die Souveränität Syriens verletzt„. Solch ein Verhalten sei für Ankara jedoch „nicht ungewöhnlich“, denn dier Regierung des Nachbarlandes habe langjährige Beziehungen zu den Muslimbrüdern und einigen anderen radikalen Gruppierungen. „Die russische Luftwaffe hat das vernichtet, womit sich die terroristischen Gruppierungen finanzieren“, setzte al-Muʽallim auseinander. Anschließend sprach der Minister sein Beileid zur Ermordung des russischen Piloten aus und ordnete den Akt als verbrecherisch ein: „Wir bedauern, dass sie den Piloten an seinem Fallschirm erschossen haben. Das ist ohne Übertreibung ein Militärverbrechen“. (http://sptnkne.ws/ahht).
Hingegen bezeichnete Mark Toner, Sprecher des US-Außenministeriums, den Mord an dem am Fallschirm gen Boden schwebenden russischen Piloten durch die „moderate Opposition“ entgegen den Bestimmungen der Genfer Konvention als „gutes Recht, sich zu verteidigen“. (http://sptnkne.ws/ah7h vom 26.11.2015).
In seinem ersten Interview mit Reportern auf dem syrischen Luftwaffenstützpunkt Ḥumaimîm wies der gerettete Co-Pilot der türkischerseits abgeschossenen Suchoi-24 (vgl.u.), Konstantin Muraschtin, am 25.11.2015 die türkischen Vorwürfe, deren Luftraum verletzt zu haben, energisch zurück. Auch bestritt er vehement, Vorwarnungen seitens der Türkei hinsichtlich des Abschusses erhalten zu haben. Wörtlich äußerte er: „Ich habe unseren ganzen Flug bis zur Explosion der Rakete kontrolliert. Ich habe sehr gut gesehen — sowohl auf der Karte als auch im Gelände — wo die Grenze war und wo wir waren. Es hat nicht einmal die Gefahr des Eindringens in die Türkei gegeben.“. Im weiteren führte er aus: „Es hat keine Vorwarnungen gegeben, weder per Funk noch visuell. Es hat überhaupt keinen Kontakt gegeben“. Die türkische Rakete habe den russischen Jet „völlig unerwartet“ am Heck getroffen. „Wir haben sie nicht einmal gesehen und deshalb kein Ausweichmanöver eingeleitet.“, ergänzte der Co-Pilot und fügte hinzu: „Hätte der türkische Jet uns vorwarnen wollen, hätte er sich zeigen oder parallel fliegen können„. (http://sptnkne.ws/ah9r mit Video) – Der Co-Pilot, bei der deutschen Luftwaffe auch als „Franz“ bekannt, ist u.a. für die Ansteuerung des Zielgebiets verantwortlich. Daher auch die deutsche Redewendung vom „ sich verfranzen“, wenn man sich verirrt hat.
Nach Aussage des Co-Vorsitzenden der kurdischen „Partei der Demokratischen Union“, Ṣāliḥ Muslim (Salih Muslim) im Interview mit Sputnik, seien die syrischen Kurden zur Kooperation mit der russischen Seite im Counterterrorismus bereit. „Russland hat sich unserer Region noch nicht angenähert, es ist im Westen engagiert. Wie ich glaube, können wir in Zukunft mit der russischen Seite einen Dialog über das militärische Zusammenwirken aufnehmen“, teilte er mit. (http://sptnkne.ws/ahma)
Kommentar des russischen EU-Botschafters Wladimir Tschischow zum Abschuß der Suchoi-24 im Interview mit Euronews: „Es handelt sich nicht um eine – gewollte oder ungewollte — Verletzung des türkischen Luftraums“ , bemerkte er. „Bei der Geschwindigkeit, die diese Maschinen haben, hätte ein Flug über dem Territorium des Nachbarlandes wenige Sekunden gedauert. Dies hätte wesentlich weniger Zeit gedauert als die Zeit, die türkische Kampfjets brauchen wür¬den, um nach einem entsprechenden Befehl sich vorzubereiten, zu starten und das russische Flugzeug abzuschießen.“ Seine Folgerung: „Dies spricht klar dafür, dass der gesamte Vorfall im Voraus geplant war … Natürlich haben wir nicht vor, der Türkei einen Krieg zu erklären, weitere Operationen russischer Fliegerkräfte in Syrien werden aber stärker geschützt“, so der ruß. Diplomat. „Natürlich wird sich aber dieser Vorfall, diese Provokation der türkischen Seite negativ auf unsere bilateralen Beziehungen auswirken.“ , stellte er dennoch klar. (http://sptnkne.ws/ahyw)
Über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.11.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=62542 und http://sana.sy/?p=302393 ().
Terroranschläge vom 26.11.2015:
Sechs Bewohner, darunter vier Kinder wurden im Dorf Tal ʽArân (Aran) im SO von Aleppo infolge eines Raketenbeschusses getötet.
Bei der Reparatur des Stromnetzes in Höhe der Station az-Zarba wurde einer der Arbeiter schwer verletzt durch eine der von den fliehenden Terroristen während der SAA-Befreiungsaktion hinterlassenen Sprengfallen. Die Wiederherstellungsarbeiten gehen dennoch weiter.
Der Fahrer eines Autos wurde 23km östlich von al-Ḥasaka in der Nacht auf Donnerstag getötet, als sein Wagen eine vom IS hinterlassene Landmine passierte.
(http://sana.sy/en/?p=62711, http://sana.sy/?p=303293)
Weitere Konsequenzen der russischen Regierung auf den Abschuß der Suchoi-24:
Der in St. Petersburg für den 15.12.2015 geplante russisch-türkische Tagung wurde abgesagt. (http://sptnkne.ws/ahxJ)
Bisher flogen die russischen Bomber im syrischen Luftraum ohne Geleitschutz, da keine potentielle Bedrohung gegeben war. Dies soll nun geändert werden: Weitere 10-12 Kampfflugzeuge werden zur Deckung jeglicher Maschinen im Einsatz nach Syrien verlegt. (http://sptnkne.ws/ahxt)
Terroranschlag vom 25.11.2015:
Eine Frau und ihre Tochter wurden in Aleppo beim Beschuß ihres Stadtteils (al-Muḥâfaẓa) mit selbst gebauten Raketen verletzt. Außerdem entstand entsprechender Sachschaden an Privateigentum. (http://sana.sy/en/?p=62581)
Syrische und russische Spezialkräfte suchten Dienstagnacht nach den beiden russischen Piloten der abgeschossenen Suchoi-24. Dabei wagten sie sich 4,5km über die Frontlinie hinaus in das von den Terroristen belagerte Gebiet, fanden und bargen den Überlebenden der beiden Piloten (vgl.u.). Alle zusammen kehrten wohlbehalten zum syrischen Stützpunkt zurück. (http://sana.sy/en/?p=62533 vom 25.11.2015)
Am Mi., 25.11.2015, teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu als weitere Konsequenz des Abschusses der Suchoi-24 seitens der Türkei im Kollegiums des Verteidigungsministeriums mit: „Auf Beschluss des Obersten Befehlshabers werden Fla-Raketensysteme S-400 auf den Stützpunkt Hmeimim in Syrien verlegt, damit die Luftabwehr in allen Richtungen gesichert wird.“ (http://sptnkne.ws/ahaK, http://sana.sy/en/?p=62536)
Derweil erklärte der Chef der oppositionellen türkischen Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, anläßlich des Zwischenfalls im syrischen Luftraum hinsichlich der Gesamtsituation, das Regime von Recep Erdogan sei für die ernsten Entwicklungen in Syrien und der Region verantwortlich. Erdogan habe seine Hände mit dem Blut des syrischen Volkes befleckt und müsse zur Rechenschaft gezogen werden. … (http://www.sana.sy/?p=302472)
Einen Tag nach dem Abschuß der Suchoi-Maschine (s.u.) habe der russische Außenminister Lawrow nach eigener Aussage einen Anruf vom seinem – am Vortag ernannten – türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu erhalten, der ihm „sein aufrichtiges Beileid zum Tod von russischen Soldaten“ ausgesprochen und „sein Bedauern zu dem Vorfall“ geäußert habe. Lawrow kommentierte dies lakonisch mit: „Besser später als nie.“ (http://sptnkne.ws/aheT)
Staatspräsident Erdogan habe inzwischen erklärt, keine keine Eskalation mit Rußland nach dem Vorfall mit SU-24 zu wollen. (http://sptnkne.ws/ahaM) – Wohl als eine Art Entschuldigung brachte er vor, das türkische Militär habe nicht gewußt, daß es sich um eine russische Maschine gehandelt habe. (http://sptnkne.ws/ahbb).
Schon mehrfach wurde berichtet und von der syrischen Regierung auch der UNO vorgelegt, daß regelmäßig in Syrien in Kämpfen mit der SAA und deren Verbündeten verwundete Dschihadisten durch Kräfte der israelischen Armee (IDF) über die Grenze transportiert, in israelischen Kliniken gesund gepflegt und danach wieder in den Kampf gegen die säkulare gewählte Regierung zurückgeschickt werden (vgl. entsprechende Beiträge in Teil III, Teil II). Nun liegen Dokumentationen der renommierten australischen Journalistin Sharri Markson von News Corp vor, die dem persönlich im Ziv Medical Center, in Zefat (im Norden Israels) nachgehen und dies belegen konnte. Zum Zeitpunkt ihrer kurzen, schnell durch israelische Sicherheitskräfte abgebrochenen Nachforschung konnte sie in einer speziellen mit der IDF unter Vertrag stehenden Abteilung für Kriegsverletzte. mehr als 500 al-Qāʿida-Mitglieder feststellen. (http://www.voltairenet.org/article189416.html) – Sowohl der IS als auch Ğabhatu_n-Nuṣra sind bekanntermaßen al-Qāʿida-Ableger.
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.11.2015 wird berichtet in http://sana.sy/en/?p=62456 und http://www.sana.sy/?p=301808 (u.a. weitere Eroberungen im NO von al-Lâḏaqiyya, darunter der strategisch bedeutsamen Anhöhen Tal aš-Šaiḫ Muhammad, Tal Kataf al-Ġadar, Kataf al-Ḥarîk, Kataf al-Safaḥ, der Höhen Nr.5. und Nr.6 sowie des Höhenzugs 1281.5 mit Befreiung der Orte al-Markašiliyya und der Bûr ʽAbdullâh-Region; präzise effektive Luftschläge gegen IS-Positionen im SW von Tadmur und westlich von al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ wie im NO von Ğab al-Ğarâḥ, im N gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Ğawâlak und al-ʽÂmiriyya, laut sozialer Netzwerkseiten befand sich unter den Getöteten auch der Anführer von Ḥarakat Taḥrîr Ḥomṣ namens Mu´îd al-ʽUbaid alias Abû Šîrfû; Aushebung von Terroristenverschanzungen im Bereich Stadtteil Darʽâ al-Maḥaṭta im Bezirk al-ʽAbbâsiyya etc. in Darʽâ sowie gegen einen Trupp unterwegs nördlich der al-Ġazlân Farm im NW; im Raum Aleppo Befreiung der Gebiete um die Luftwaffenakademie wie den Kuwairis-Militärflughafen mit allen dort liegenden Ortschaften und Farmen und Wiederherstellung der Sicherheit und kompletter Unterbrechung der Nachschubroute des IS via Autobahn Aleppo – ar-Raqqa, Eliminierung von IS-Ansammlungen und –Positionen auf Tal Ayûb, Tal Aḥmar und in Dair Ḥâfir, desgleichen in Aleppo (Stadtteile: Banî Zaid und al-Layramûn) mit Zerstörung eines Depots westlich des an-Nairab Airports, erfolgreiche akkurate SAAF-Angriffe auf Stützpunkte und Leitstellen von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. al-Barqûm, Zaitân, Kafar Ḥamra und Hayân, unter den Getöteten fand sich auch der Anführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Namen Ṭâhir al-ʽUmar alias Abû ʽAmr alias Abû Ḥamza al-Biyânûnî; Bekämpfung von Ğaiš al-Fataḥ-Trupps und –Schlupfwinkeln im Umland von Bînîn beim Ğabal az-Zâwiyya und in at-Tamânaʽa im S von Idlib an der Grenze zu Ḥamâ; dort Auslöschung von IS-Stützpunkten in Ḥasû al-ʽAlbâwî und ar-Rahğân mit aller militärischer Ausrüstung durch die SAAF wie von Ğaiš al-Fataḥ-Verstecken in Mûrik und Sukaik mit Zerstörung des Equipments inklusive einer Abschußanlage für Mörsergranaten etc., unter den Getöteten auch deren Kommandeur Aḥmad Ḫâlid ʽAbd al-Ğalîl).
Nach Zerstörung von gut 1.000 IS-Öllastkraftwagen zum Transport des Geraubten außer Landes (mit anschließendem gewinnträchtigem Verkauf in der Türkei) durch russische Luftschläge in Syrien erklärte Präsident Putin am Di., 24.11.2015: „Wir haben vor langer Zeit die Tatsache registriert, dass große Mengen von Öl und Ölprodukten von den eroberten Territorien in die Türkei kommen. Aus dieser Quelle werden denn auch die Banditen-Formationen finanziert“. (http://sptnkne.ws/agKe) – Dies deckt sich mit den Angaben der syrischen Regierung seit langer Zeit.
Auch Präsident Dr. al-Assad hatte im Interview mit dem chinesischen News-Portal Phoenix in Beantwortung der Frage Nr.10 mitgeteilt: „ISIS and al-Nusra, they are offshoots of Al Qaeda in Afghanistan, … . Now, their ideology is … the Wahabi-Saudi ideology. Who supported them? The Saudi family supported the Wahabi institution publically and formally, and of course we have so many figures, Wahabi figures, who can send money to them. Logistically, all kinds of supports to ISIS, whether it’s human resources, money, and selling their oil, and so on, passes through Turkey, in cooperation with the Saudis and Qataris, …. But without this logistical space, or let’s say backyard, to ISIS, ISIS cannot survive … .“ (Kurzgefaßt: die umfassende Unterstützung, welche die al-Qāʿida-Sprosse IS und Ğabhatu_n-Nuṣra von Saudi-Arabien und Qaṭar erhielten, laufe über die Türkei. Nur ein Stop dieser Unterstützungstätigkeit könne den Terrorismus austrocknen). Spezifizierend antwortete er auf die genauere Nachfrage (Nr.11): „… their force is coming from Turkey with the personal support of Erdogan and Davutoglu … .“ Auf die Erkundigung nach dem Verkauf des aus syrischen Quellen und Raffinerien geraubten Öls und der Art der Transaktionen antwortete der Präsident (auf Frage Nr.12): „Mainly through Turkey, both money and oil selling, money coming through Qatar and Saudi Arabia. And of course, the Turkish government itself, and the oil goes from Syria to Turkey because anyway most of the oil fields are closer to Turkey and closer to Iraq. They cannot sell through Iraq, because the Iraqi government has been fighting ISIS, while the Turkish government has been supporting ISIS. So, this is the only lifeline to ISIS, through Turkey.“ In Beantwortung der Frage Nr.13 begründet er das Verhalten insbesondere des türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit dessen tatsächlicher Verbundenheit zur Muslimbruderschaft und seiem Wunsch, das Osmanische Reich als wahhâbitisch-islamischen [Gottes-]Staat wieder aufleben zu lassen. Da sei das säkulare Syrien für ihn das Hindernis par exellance. Daher schließt Dr. al-Assad: „So, for him, the Muslim Brotherhood should take over in Syria and he will be the “Imam” of the Muslim Brotherhood in this region.“ Im Weiteren s. http://sana.sy/en/?p=62206 vom 22.11.2015 (vgl.a. http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293783-assad-alle-hilfen-saudi-arabiens-und-katars-an-den-is-laufen-%C3%BCber-die-t%C3%Bcrkei)
Präsident Putin bemerkte im Hinblick auf die Türkei unter Führung von Staatspräsident Erdogan (AKP): „Die jetzige Führung der Türkei betreibt seit Jahren gezielt eine Innenpolitik, die die Islamisierung ihres Landes unterstützt.“, wobei es sich „es sich um die Unterstützung einer radikaleren Richtung“ handele. „Das schafft eine sehr ungünstige Atmosphäre.“, schloß er. (http://sptnkne.ws/ahb7).
Außerdem verwies Premierminister Medwedew bezüglich der Türkei darauf hin, das Land demonstriere mit seinen Handlungen im Grunde genommen Unterstützung für die IS-Kämpfer und setzte hinzu: „Angesichts der vorhandenen Information über ein direktes finanzielles Interesse einiger türkischer Beamter an Lieferungen von Ölprodukten aus den vom IS kontrollierten Raffinerien verwundert das gar nicht“.(http://sptnkne.ws/agYH).
Der Politologe Th. Meyssan weist darauf hin, daß Ende September 2015, also kurz vor Beginn der russischen Luftunterstützung der SAA im Anti-Terrorkampf, Qaṭar im IS-Auftrag von der Ukraine „Flugabwehr-Militärtechnik von sehr hohem technologischen Stand“ gekauft habe. Das Rüstungsmaterial sei via Bulgarien und die Türkei nach Syrien gebracht worden (zum Gebrauch solcher Luftabwehr durch verschiedene Terrorgruppen s. in den jeweiligen Abschlags- und Gefechtsberichten). Die russische Luftunterstützung habe dem IS zusätzlich erhebliche Einbußen eingebracht, weshalb seine Sponsoren erklärlicherweise versuchten, die Dschihadisten mittels Flugabwehrtechnologie zu schützen bzw. die syrischen und russischen Luftaktivitäten zu stören. (http://www.voltairenet.org/article189390.htm).
Terroranschlag vom 24.11.2015:
Ein detonierender Sprengsatz – wieder einmal – in der Nähe einer Bäckerei tötete in der Stadt al-Kiswa im Umkreis von Damaskus einen 15-jährigen Anwohner und verletzte teils sehr schwer weitere sechs Bürger. (http://sana.sy/en/?p=62446, http://www.sana.sy/?p=301752)
Zum Abschuß eines russischen Kampfjets des Typs SU-24 im syrisch-türkischen Grenzgebiet seitens der Türkei am 24.11.2015:
Während sich in den westlichen Mainstream-Medien (MSM) die „Meldungen“ und Mutmaßungen geradezu überschlagen, heißt es aus dem Kreml laut Präsidentensprecher Dmitri Peskow: der Vorfall sei sehr ernsthaft, gerade deshalb seien jedoch sämtliche Einschätzungen verfrüht, solange kein umfassendes Bild vorliege. Hierzu seien erst nähere Informationen abzuwarten. (http://sptnkne.ws/agDd)
Bislang sicher eruierbar:
Die Suchoi-24 wurde in 6.000m/Höhe (http://sptnkne.ws/agBr) zum Absturz gebracht, beide Piloten konnten sich per Schleudersitz retten (http://sptnkne.ws/agBk).
Wie Präsidentensprecher Peskow gegenüber Reportern mitteilte, werde Präsident Putin später am Tag noch eine Stellungnahme abgeben. Jedenfalls hätten die üblichen Überwachungsmaßnahmen der russischen Kampfflugzeuge gezeigt, daß sich die betreffende Suchoi-Maschine ihren ganzen Einsatz über innerhalb der syrischen Grenzen befunden habe. Über das Schicksal der beiden Piloten sei laut russischem Verteidigungsministerium derzeit nichts bekannt. Ansonsten wurden die schon erwähnten Angaben wiederholt. (http://sana.sy/en/?p=62449, s.a. http://sana.sy/en/?p=62488)
Nach Mitteilung des Generalleutnants Sergej Rudskoi, des Chefs der Operativen Hauptabteilung im Generalstab der russischen Streitkräfte, wurde einer der russischen Piloten, der sich per Schleudersitz gerettet hatte, vom Boden aus beschossen und ist nach vorläufigem Stand tot. (http://sptnkne.ws/agSC)
Auch Pentagon hat nach Aussage seines Sprechers Steve Warren keine Anhaltspunkte dafür, daß sich der russische Kampfjet zum Zeitpunkt des „Zwischenfalles“ im türkischen Luftraum befand. (http://sptnkne.ws/agQ7)
Generalleutnant Sergej Rudskoi informierte desweiteren darüber, daß nach diesem Vorfall jegliche militärischen Kontakte zur Türkei seitens Rußlands eingestellt würden (http://sptnkne.ws/agTt)
Aus dem russischen Verteidigungsministerium verlautete, der im östlichen Mittelmeer stationierte Raketenkreuzer „Moskwa“ werde sämtliche Ziele vernichten, die die russische Luftwaffe in Syrien potentiell gefährdeten. Der Kreuzer ist mit dem Luftabwehrsystem „Fort“ – mit vergleichbaren Kampfeigenschaften wie S-300 – ausgestattet. (http://sptnkne.ws/agSH)
Das Verteidigungsministerium in Moskau bezeichete den Abschuß als „unfreundlichen Akt„, bestellte den türkischen Militärattaché ein und protestierte offiziell dagegen. Nach dem Vorfall hätten Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums versucht, über den extra dafür eingerichteten „heißen Draht“ ihre türkischen Kollegen zu erreichen, doch dieser Versuch sei gescheitert. (http://sptnkne.ws/agQe)
Präsident Putin zum Abschuß:
Präsident Putin verurteilte die türkische Attacke als einen „Stoß in den Rücken, den uns Helfershelfer der Terroristen“ versetzt haben. (http://www.sana.sy/?p=301773, http://sptnkne.ws/agJa).
Die Suchoi wurde demnach einen Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt mit einer Luft-Luft-Rakete angegriffen und stürzte an einem Ort rund 4km von der Grenze ab. (http://sptnkne.ws/agJj). Dieser Akt werde die Beziehungen Moskaus mit Ankara schwer belasten. „Dieses tragische Ereignis wird ernsthafte Folgen für die russisch-türkischen Beziehungen haben“, äußerte Putin in Sotschi beim Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. „Dieses Ereignis geht über den Rahmen der gewöhnlichen Terrorismusbekämpfung hinaus.“ Der russische Präsident kritisierte zudem, daß die türkische Regierung den Vorfall zuerst mit ihren NATO-Partnern und nicht sofort mit Rußland besprochen habe. Die russische Maschine befand sich zu jener Zeit gerade im Einsatz gegen IS-Stellungen in der Provinz al-Lâḏaqiyya. (http://sptnkne.ws/agHY).
Als erste Konsequenz hat Außenminister Lawrow seinen für Mittwoch geplanten Türkeibesuch abgesagt (http://sptnkne.ws/agMK).
Die US-Regierung, der u.a. seitens Syriens, Rußlands, des Irak und des Iran (http://german.irib.ir/nachrichten/revolutionsoberhaupt/item/293712-das-geehrte-revolutionsoberhaupt-die-angeblichen-internationalen-anti-terror-koalitionen-sind-nicht-glaubensw%C3%BCrdig) mangelnde Effektivität und Ernsthaftigkeit im Kampf gegen den IS vorgeworfen wird, warnt laut Informationen von Infowars via Pentagon den IS mit Vorlauf von 45 Minuten über geplante Luftangriffe auf seine Positionen. Die Begründung lautet, so womöglich beteiligte Zivilisten retten zu wollen. Dem entgegnen jedoch z.B. J. E. Dyer, Autor für „Liberty Unyielding“: „Diese Fahrer sind keine unschuldigen, nicht beteiligten „Zivilisten“. Sie führen den Krieg des IS, genauso wie die anderen nicht-uniformierten Teilnehmer, die zu 100 Prozent der IS-Front unterstehen. So weit will die Administration von Obama gehen, um „Kollateralschaden“ zu vermeiden – und wer weiß; es kann noch schlimmer werden“. Auch Daniel Greenfield vom FrontPageMag kritisiert: „Nach all dieser Zeit haben sie sich also einen großartigen Plan ausgedacht: Flyer auf IS-Transporter zu werfen, damit die Fahrer, ob IS-Mitglieder oder auch nicht, rechtzeitig weglaufen können. Damit erhält der IS einen 45-Minuten-Vorsprung.“ Weiter merkt er an, man sollte das Vorgehen des Weißen Hauses gegen den IS mit dem Vorgehen Rußlands vergleichen. Fünfzehn Monate habe es gedauert, bis die USA endlich begonnen hätten, Ölraffinerien und -Transporter des Islamischen Staates anzugreifen. … Moskau hatte schon mehr als 1.000 solcher Transporter in einem Zeitraum von nur fünf Tagen vernichtet. Die US-Luftangriffe auf Objekte der IS-Ölinfrastruktur seien so selten, daß der Sender PBS in einer Sendung sogar Videoaufnahmen von russischen Attacken in Syrien als amerikanische ausgegeben habe, heißt es dort weiter (zum Vorfall s.a.: http://sptnkne.ws/agup). Einige Analytiker bei Infowars gehen davon aus, daß Obama die 15 Monate abgewartet habe, die Haupteinnahmequelle des IS zu vernichten, um dem IS zu ermöglichen, Syriens Präsident Dr. al-Assad zu stürzen. (http://sptnkne.ws/agxU)
Im Zuge des langjährigen Rekonziliierungsprogramms hält die Regierung inzwischen Kontakt zu einzelnen bewaffneten Gruppen mit dem Ziel der Entschärfung der Situation und der nationalen Aussöhnung (Rekonziliation), wie Präsident Dr. al-Assad im Interview (vgl.u.) mit dem chinesischen Sender Phoenix [in seiner Antwort auf Frage Nr.9] mitteilte. Rußland verfahre ähnlich, was von syrischer Seite unterstützt werde, und erhalte so z.B. zuverlässige Informationen für den Lufteinsatz gegen IS-Ziele (vgl.u.) http://sptnkne.ws/ageh. – Schon in seiner Antwort auf Frage Nr.9 im Interview vom 18.11.2015 mit dem italienischen Sender RAI 1 (vgl.u.) hatte Dr. al-Assad bzgl. des Terminus „Opposition“ klargestellt: „What does it mean, how do you translate it? Through the elections, and the seat that they can get in the parliament will tell how much they can have in the coming government.“ und führte in Beantwortung der Frage Nr.15 weiter aus: „Whoever holds a machinegun and terrorizes people and destroys private or public properties or kills innocents and whoever is a terro¬rist, he’s not opposition. Opposition is a political term. Opposition could be defined not through your own opinion; it could be defined only through the elections, through the ballot box.“ (http://www.sana/sy/en/?p=61860) – Diese Opposition existiert selbstverständlich im syrischen Parlament.
Im Umfeld des kürzlich durch die SAA befreiten Ortes Daġmašiliyya (vgl. Gefechtsbericht vom 16.11.2015) sind russische Reporter von RT und Tass am Mo., 23.11.2015, in ihrem Wagen unterwegs zur Frontlinie von Terroristen aus dem von ihnen besetzten Ort Salmâ (vgl. Gefechtsberichte) mit einer Panzerabwehrrakete beschossen und verletzt worden. Sie werden im Stützpunkt Ḥumaimîm medizinisch versorgt. (http://sptnkne.ws/agBD).
Informationsminister ʽUmrân az-Zuʽbî verurteilte diesen Angriff auf die Presse am Di., 24.11.2015 als „new crime”, welches die Terroristen und deren Unterstützer ihrer Liste bisheriger Verbrechen hinzugefügt hätten. Es sei ein „desperate attempt” [verzweifelter Versuch], die Wahrheit zu verbergen und zu verhindern, daß sie die öffentliche Meinung erreiche, „who nevertheless has become aware of the nature of the terrorist groups and the role of the parties supporting them.” [zu Deutsch: die schon lange die Natur der Terrorgruppen und die Rolle von deren Unterstützerparteien mitbekommen habe]. (http://sana.sy/en/?p=62462)
Reiche Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=62339 und http://www.sana.sy/?p=301090 (weitere Gebietsgewinne, befreite (Christen-)Orte und getötete Terrorgruppen-Anführer), s.a. http://sptnkne.ws/agpJ.
Das Nachrichtenportal Emirates 24 berichtete am So., 22.11.2015, basierend auf al-Qabas, daß die IS-Terrormiliz infolge der russischen und syrischen Erfolge ihre Stellungen in Syrien verlasse und nun fortgesetzt ihre Kämpfer über die Türkei in den Jemen ausfliege. Der IS sei in Syrien militärisch am Zerfallen und gerate auch zunehmend in eine finanzielle Notlage. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293685-is-terroristen-fliehen-aus-syrien-in-den-jemen, bzgl. einer früheren ähnlichen Meldung vgl.u.)
Terroranschläge vom 23.11.2015:
Im Stadtteil Darʽâ al-Balad (der Provinzhauptstadt Darʽâ) positionierte Terroristen beschossen am Mo., 23.11.2015 das Gebiet beim Flughafen mit Mörsergranaten, wobei eine Frau ihr Leben ließ und Sachschäden angerichtet wurden.
Im Umkreis der Hauptstadt Damaskus beschossen Anhänger von Ǧaiš al-Islâm mit Salven von Mörsergranaten wieder einmal das al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp, verletzten dabei 10 Personen, darunter eine Dreijährige und richteten erhebliche Schäden an Häusern, Geschäften etc. an. (http://sana.sy/en/?p=62385, http://sana.sy/?p=301186)
Am 22.11.2015 gab Präsident Dr. al-Assad dem chinesischen Fernsehsender PHOENIX ein umfangreiches Interview, in dem er sich 32 Fragen stellte. Dieses ist in der englischen Originalsprache einzusehen bei: http://sana.sy/en/?p=62206.
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.11.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=62257 und http://sana.sy/?p=300623 (u.a. im Raum Aleppo in Ḫân Ṭûmân erfolgreiches Nachtgefecht gegen Ǧaiš al-Muhâğirîn mit Eliminierung der meisten Kämpfer samt deren Equipments – die Gruppe gehört zu den Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra neben Tuğmiʽ Fâsitiqam, Katâ´ib Nûraddîn az-Zankî al-Islâmiyya, Liwâ´ al-Anṣâr, Liwâ´ al-Ḥurriyya al-Islâmî, Liwâ´ Anṣâr al-Ḫulafâ´, Ḥarakat an-Nûr al-Islâmiyya, Liwâ´ Ğund al-Ḥaramain, alle finanziert und bewaffnet durch die Regierungen der Türkei und von Saudi-Arabien – desgleichen bei Abû Ra´îl, dazu präzise effektive Luftschläge gegen IS-Verbände und -Fortifikationen in Ḥumaîma, ʽÂkûla, Tal Aḥmar und Kiṣkîṣ, Rasm al-ʽAbd und Dair Ḥâfir; Desgleichen in der Provinz Ḥomṣ ebenfalls gegen IS-Stellungen in Ḥalâbât westlich Tadmur, al-Ḥafar, Mahîn, Ḥawârîn im SO und Tair Maʽla im N; im Gouvernement Idlib Auslöschung von Trupps von Ǧaiš al–Fataḥ-Affiliierten, von drei Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Nâğiyya und Kanṣafira im SW, unter den Getöteten auch der Anführer Muḥammad Dalhûb, Aushebung von Schlupfwinkeln von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islâmiyya in al-Ḥâmidiyya, mehrere Ğabhatu_n-Nuṣra-Kommandeure wurden getötet: Yûnis al-Anṣârî und Aḥmad an-Nâbû in at-Tamânaʽa durch Luftschläge, Abû ʽUmar al-Anṣârî im Umkreis von Basanqûl durch einen Scharfschützen; Aushebung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Nestern in Darʽâ al-Balad, laut sozialen Netzwerkseiten als getötet bestätigt der Terrorist Rakân Tamâm an-Nîfâwî mit Spitznamen Rakân al-Ḥumṣî in einem Krankenhaus in Jordanien; Zerstörung eines IS-Hauptquartiers mit allen Waffen, Munition etc. in al-Bûlîl im SO von Dair az-Zaur in präzisen SAAF-Einsätzen wie auch von IS-Stützpunkten im Ort Ğanîna, im Bereich al-Ğunaîn und den Provinzhauptstadt-Bezirken Ḥuwaiqa und al-Ğubaîliyya), über die russischen Luftschläge der letzten 48 Stunden informiert: http://sana.sy/en/?p=62364 vom 23.11.2015 (In 141 Einsätzen in den Provinzen Aleppo, Damaskus, Idlib, al-Lâḏaqiyya (Lattakia), Ḥamâ, Ḥomṣ, ar-Raqqa und Dair az-Zaur zerstörten 472 IS-Ziele laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow, dazu eliminierten die russischen und syrischen Luftkampfverbände in den letzten fünf Tagen ca. 1000 IS-Öltanklaster und viele Öltanks südlich ar-Raqqa und südlich Dair az-Zaur), s.a. http://sptnkne.ws/agjZ.
Terroranschlag vom 22.11.2015:
Sonntagabend verletzte eine Raketensalve, die den al-Mašârqa-Stadtteil von Aleppo traf, sechs Anwohner und richtete enorme Schäden an Gebäuden, Geschäften u.s.w. an. (http://sana.sy/en/?p=62311)
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.11.2015 wird berichtet in: http://sana.sy/en/?p=62172 und http://sana.sy/?p=300306 (u.a. Befreiung etlicher Farmen mit Rückeroberung einiger Kontrollposten im Kampf gegen Ğabhatu_n-Nuṣra von in der Region Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Zerstörung ihrer Leitstelle, unter den Getöteten auch deren Bombenexperte Aḥmad ʽAbdurabbihi in Aûtâyâ, ebenso Befreiung etlicher Farmen und Gebäude im O der Autobahn in Höhe Ḥarastâ im Kampf gegen Ğaiš al-Islâm mit Durchkämmen des Gebiets nach hinterlassenen Sprengfallen und Entschärfung dieser, erfolgreiche Gefechte auch gegen Ğaiš al-Islâm bei den ʽÂliyya- und Karm ar-Raṣaṣ-Farmen im N von Dûmâ sowie im Areal Ğaubar gegen Failaq ar-Raḥman, unter den Getöteten auch deren Kommandeur Abû Ṣayyâḥ Fâṣuliyya; Eroberung der Bergzüge Mahîn al-Kabîr und Mahîn aṣ-Ṣaġîr im SO von Ḥomṣ, welche die Stadt Mahîn beherrschen, im Kampf gegen den IS, effektive präzise Luftschläge gegen IS-Stützpunkte und –Ansammlungen in Tadmur, Ġabal aṭ-Ṭâr, Ḥawârîn, Ḫân al-Ḥalâbât, al-Abtar und aṣ-Ṣawâna, SAA-Abwehr eines IS-Angriffs und Vereitelung IS-Terroranschlags im N von aṯ- Ṯamṯîliyya und im SO von Talat as-Sahla im Umkreis von Tadmur, erfolgreiches Vorgehen gegen IS-Truppe auch in ad-Dawa und beim aš-Šâʽir-Ölfeld, um Mahîn und Ḥawârîn mit Zerstörung von deren Artillerie und Abschußanlagen für Mörsergranaten wie eines Ğabhatu_n-Nuṣra –Kommandozentrums im Umkreis von Ḥûš Ḥağû nahe Talbîsa; Eliminierung von Anhängern von Ğaiš al-Fataḥ in at-Tamânaʽa, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya östlich al-Hubaiṭ und in Šanân, unter den Getöteten auch deren Kommandeur Alî al-Farḥân im S Idlibs; in der Provinz Ḥamâ gezielte effektive SAAF-Angriffe in aš-Šâkûsiyya, Rahğân und al-Bana, Zerstörung einer Abschußanlage für Mörsergranaten und anderer Artillerie al-Laṭâmina in verlustreichen Gefechten für Ğund al-Aqṣâ, unter den Getöteten auch deren Anführer Adnân al-Ḫâlid alias Abû Ḥâzim, Trupps von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya besiegt in ʽAṭšân, in Kafar Zaitâ befanden sich unter den Getöteten der Anführer von Tuğmiʽ Katâ´ib al-ʽIzza wie der Muftî verschiedener örtlicher Terrorgruppen namens Bassâm al-Qabalân; IS–Kommandozentrum zerstört in al-Ğafra im SO von Dair az-Zaur, intensive Angriffe gegen IS-Ansammlungen beim Militärflughafen und um aṯ-Ṯarda und at-Taîm mit Eliminierung eines Kleinkonvois inklusive Tanklastzug, Aushebung von geschützbewehrten IS-Schlupfnestern in der Provinzhauptstadt im Stadtteil al-ʽUrfî; Desgleichen in Aleppo in den Stadtteilen Banî Zaid, Karm al-Qâṭarğî und al-Maîsir, Bekämpfung von des IS unter heftigen Feindverlusten in der Umgebung des Nairab-Camps, in Rasm al-ʽAbd, Tal Isṭabal, Tal Aḥmar, Ğab aṣ-Ṣafâ, ʽArân, aṣ-Ṣubaiḥhiyya, Maskana, Umm Arkîla, ar-Ruḍwâniyya und Dair Ḥâfir im O wie der Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Ḫân Ṭûmân, al-Ḥuwaiğîna, Dakwâna, al-Qanâṭir und Auram al-Kubrâ, gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und den IS auch in Ḥaiyân, ʽAnadân, al-Manṣûra und Ḍahrat ʽAbd Rabihi; Spezialoperationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra nahe des Nâziḥîn-Flüchtlingscamps, im al-ʽAbâra-Areal in Darʽâ al-Maḥaṭta und im al-Arbaʽaîn-Viertel im Darʽâ al-Balad-Bezirk von Darʽâ; konzentrierte effektive Luftschläge gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Duwair al-Akrâd, Ġabal az-Zuwaitân und Kabâna im Raum al-Lâḏaqiyya, laut sozialen Netzwerkseiten war auch die Anführer von Liwâ´ as–Sulṭân ʽAbd al-Ḥamîd und Katîba ʽUṯmân Ġâzî (Zakarayâ ʽAbdullâh) unter den Getöteten)
Zum wiederholten Male ist der russische Botschafter Andrej Karlow in das türkische Außenministerium einbestellt worden, um Beschwerden die schon gewohnten entgegenzunehmen. Davutoğlu äußerte demnach Besorgnis über russischen Bombardierung im Grenzgebiet [erg. zur Türkei] und ließ verlauten: „Wenn Rußland mit seiner Militärpräsenz in Syrien den IS bekämpfen wolle, müsse es auch nur diesen bekämpfen“ [erg.: und nicht die von der Türkei unterstützten anderen Terroristen]. Auch sorge man sich um die Zivilbevölkerung [zu den diesbezüglichen russischen Gegenbeweisen vgl.u.]. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/293603-russischer-botschafter-in-ankara-erneut-ins-au%C3%9Fenministerium-bestellt)
Terroranschlag vom 21.11.2015:
Infolge des Beschusses mit einer Salve von Mörsergranaten entstanden in einem Wohnviertel von Darʽâ Gebäude- und andere Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=62158)
Erneut haben Drogenfahnder in Ḥomṣ Dealer gestellt und inhaftiert, die 100.000 Captagon-Pillen (zum Gebrauch durch die Terroristen s.u.) und 102 kg Haschisch schmggelten. (http://sana.sy/en/?p=62154)
Auch die Kreml-Regierung hat den französischen Luftangriffen auf syrische Infrastruktur (im konkreten Fall Erdölraffinerien, vgl.u.) die Rechtfertigung via Inanspruchnahme der Selbstverteidigung abgesprochen. Nicht nur erfolgten die Bombardements völkerrechtswidrig ohne Einholung des Einverstädnnisses der syrischen Regierung, wie der Direktor vom Departement zur Analyse neuer Herausforderungen und Gefahren beim russischen Außenmini¬sterium, Ilja Rogatschjow, erklärte, auch ein UN-Mandat hierfür lag nicht vor. Daher äußerte Rogatschjow: „Erste Angriffe sollten auf syrische Ausbildungslager der Terroristen geführt werden, in denen Franzosen zu ‚Terroristen‘ ausgebildet werden sollen. Das könnte man ja dem Selbstverteidigungskonzept zurechnen. Wenn diese dann nach der Ausbildung zurückkehren würden, könnten sie eine Gefahr für die Sicherheit darstellen – die Anschlagsserie vom 13.November in Paris hat diese Motive der Herangehensweise bestätigt“. Die Bombenangriffe auf syrische Erdölraffinerien seien demnach auf ganz andere Gründe zurückzuführen und vom Standpunkt der Selbstverteidigung aus nicht gerechtfertigt. Er fuhr fort: „Da Baschar al-Assad und der IS für Frankreich gleichrangige Gegner sind, greift Paris sie auch gleichzeitig an. Die Franzosen bombardieren im Irak keine derartigen Ziele“. Auch westliche Experten betonten ihm zufolge die Zweideutigkeit dieser Situation. (http://de.sputniknews.com/politik/20151120/305806987/syrien-russland-frankreich-islamischer-staat.html)
Einzelheiten über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.11.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=62045 und http://www.sana.sy/?p=299985 (u.a. präzise effektive Luftschläge gegen IS-Konzentrationen in Ḥaṭla, al-Muraîʽiyya und im Umfeld des Militärflughafens im Raum Dair a-Zaur, Zerstörung eines IS-Konvois inklusive Tanklastzug in al-Ḥussainiyya, unter den Getöteten auch der „Zahlmeister“ Mašʽal al-Mûsâ; u.a. präzise effektive Luftschläge gegen IS-Konzentrationen in Ḥaṭla, al-Muraîʽiyya und im Umfeld des Militärflughafens im Raum Dair az-Zaur, Zerstörung eines IS-Konvois inklusive Tanklastzug in al-Ḥussainiyya, unter den Getöteten auch der „Zahlmeister“ Mašʽal al-Mûsâ; Desgleichen gegen Leitstellen von Ǧaiš al-Fataḥ in at-Tamânaʽa und ʽAṭšân in der Idlib– sowie in al-Laṭâmina in der Ḥamâ-Provinz, Spezialoperationen in Maʽrat an-Nuʽmân und Dair Sanbal mit dem Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Muḥammad Šîrûṭ unter den Getöteten wie im Umkreis von Sarâqib der Kommandeur von Ğabhatu Ṯawar Sarâqib mit Namen Râfat ʽAbdurrazzâq Ḥamûd, Zerstörung von vier Ğabhatu_n-Nuṣra–Leitstellen in Iḥsam und im Umkreis von Maʽrat an-Nuʽmân jeweils im Raum Idlib; nach Umzingelung Auslöschung einer IS-Einheit im N von Darʽâ, erfolgreiche Bekämpfung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps beim Passieren auf der Straße aš-Šaiḫ Miskîn – Inğil wie deren Nestern im Viertel al-ʽAbâsiyya [vgl. Anschläge!] im Stadtteil Darʽâ al-Balad, Tötung des Anführers von Katîba al-Ḫulafâ´ ar-Râšidîn mit Namen ʽÂhid Muhammad al-Ḥawâmada mitgeteilt auf sozialen Netzwerkseiten; effektive Angriffe zusammen mit den NDF gegen IS-Anhänger in Tal Ušaîhib im NO-Umland von as-Suwaidâ´; Aushebung von IS-Schlupfwinkeln in Šâmir und al-Bâb im N von Aleppo, Trupp von al-Ittiḥâd al-ʽÂlamî li-Ağnâd aš-Šâm getötet bei Unfall mit geladenen Sprengladung auf der Straße Idlib – Aleppo, gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen Rasm al-ʽAbd, Nağâra und Dair Ḥâfir im O des Kuwairis Airport und durch Bodentruppen in Abû Ğalûl, Ğab al-Kâf und Ṭîba sowie im Stadtteil Banî Zaid von Aleppo; akkurate erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Verschanzungen auch bei Mahîn, im Umkreis von Ḥawârîn und in al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ, Bodenangriffe gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten östlich al-ʽÂmiriyya, bei Tal ar-Rastan und in Ḥûš al-Ḥazrûrî unter Eliminierung einer Reihe Kämpfer und ihrer Ausrüstung; Eroberung der Bergzüge az-Zuwaqât und Zâhiyya mit Umgebung im N von al-Lâḏaqqiyya, Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra -Fortifikationen per SAAF in Duwair al-Akrâd, aš-Šaiḫ Yûsuf, Ğabal al-Kataf und Ğabal Abû Ḥidû) – Laut dem militärischen Sprecher des Generalstabes absolvierten die syrischen Luft- streitkräfte [d.i. SAAF] 114 Kampfeinsätze seit dem 15.11.2015 und zerstörten dabei 447 Ziele des IS in den Gouvernements Damaskus, Ḥomṣ, Ḥamâ, Idlib, Aleppo, Dair az-Zaur und al-Lâḏaqqiyya. Im Raum Aleppo wurde dabei die Terrorgruppierung „Islamische Freiheits-Brigade“ komplett aufgerieben. Weitere Details bei http://sana.sy/en/?p=62097 vom 20.11.15 und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293605-syrischer-general-bewertet-angriffe-der-russischen-luftwaffe-als-%E2%80%9E%C3%A4u%C3%9Ferst-effektiv%E2%80%9C. – Zu den russischen Militäreinsätzen, darunter Abschüssen von Marschflugkörper vom Typ ‚Kalibr‘ von Schiffen der Kaspisee- Flottille und vom Verband im Mittelmeer u.a., s. http://sptnkne.ws/afQN, http://sptnkne.ws/af9r und http://sptnkne.ws/afDb.
Mit den Worten: „Mit unseren Partnern müssen wir die Schaffung eines internationalen Tribunals durchsetzen, um Terroristen und ihre Handlanger, die ungeheuerliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben, hart zu bestrafen“, wandte sich Valentina Matwijenko, Präsidentin des russischen Oberhauses, am Fr., 20.11.2015 (70. Jahrestag des Beginns der sog. Nürnberger Prozesse) in einer gemeinsamen Sitzung an beide Parlamentskammern in Moskau. (http://de.sputniknews.com/politik/20151120/305804064/terrorismus-Tribunal-matwijenko.html) – Dies entspricht einem ähnlichen Plan der syrischen Regierung, die von den Terroristen und ihren Unterstützern in Syrien begangenen Greultaten und Verbrechen nach Wiedererlangung friedlicher Zustände vor ein internationales Gerichtsforum zu bringen. (vgl.u. frühere Beiträge im Thread)
Um die großen Verluste infolge der russischerseits unterstützten counterterroristischen Angriffe in Syrien nicht zu sehr publik werden zu lassen, lassen IS-Feldkommandeure Leichen ihrer gefallenen Kämpfer nachts in Kanalisationsgräben verschwinden, teilte Generaloberst Andrej Kartapolow am Do., 19.11.2015, mit. Beobachtet wurde derlei bzgl. Aleppos in Ḫân al-ʽAsal (vgl. Gefechtsberichte). (http://de.sputniknews.com/panorama/20151119/305789652/verluste-is-leichen-kanalisationsgraeben.html)
Terroranschläge vom 20.11.2015:
Mit Raketen von dem von Terroristen-Schlupfwinkeln durchsetzten Stadteil Banî Zaid in Aleppo aus wurde der Stadtteil al-Ğamîliyya beschossen, worauf zwei Menschen starben, drei verletzt wurden. Ergänzung: Raketen- und Mörsergranatenbeschuß damaszener Wohnviertel in aṣ-Ṣâliḥiyya, Bâb Tûmâ und ad-Duwaila von Ost-al-Ġûṭa aus durch Anhänger von Ğaiš al-Islâm forderte auch dort zwei Todesopfer, verwundete zwei Bürger und richtete eklatante Sachschäden an.. (http://sana.sy/en/?p=62043)
Über die Hintergründe des kriegerischen Konflikts in Syrien äußerte sich US-Senator Richard Black im Interview mit al-Mayâdîn am 18.11.2015 recht freimütig: der Kriegszustand dauere nun schon Jahre an, da die Terroristen nach wie vor umfängliche Unterstützung aus dem Ausland erhielten. Darunter befänden sich unrühmlicherweise auch die USA, in dem die belieferten Terroristen zu „bewaffneten Gruppen“ umtituliert würden. So erhalte sogar der al-Qāʿida-Ableger Ğabhatu_n-Nuṣra Waffen von der US-Regierung auf direktem oder indirektem Weg, sogar 500 modernste TOW- Flugabwehr-Raketen auf dem Umwag über Saudi-Arabien seien darunter. Das sei eine grundfalsche Vorgehendsweise, ausgehend von den Geheimdiensten, allein um in Syrien die nicht genehme Regierung zu stürzen.
Dies sei ebsonders besorgniserregend, daß gerade Syrien der demokratisch und rechtsstaatlich am weitesten entwickelte arabische Staat sei mit größtmöglicher Religionsfreiheit, Frauenrechten und freien Wahlen.
Der Umsturzplan für Syrien rühre bereits aus dem Jahr 2001.
Heute, zehn Jahre später und nach fast fünf Jahren kriegsähnlichen Zuständen stehe jedoch die syrische Bevölkerung immer noch fest zu ihrer Regierung unter dem erst wiedergewählten Präsidenten Dr. al-Assad. Nicht dieser sei Verursacher dieses Krieges, sondern ausländische Regierungen bzw. Geheimdienste und Parteien wie die Muslimbruderschaft setzten ihn in Szene, um die Identifikationsfigur al-Assad zu stürzen. Seither beherrschten die Terroristen mit ihren unvorstellbaren Greueln an der Zivilbevölkerung die Schlagzeilen. Was dort geschehe verkörpere alles andere als die Werte, für die die USA angeblich und die Menschen dort stehen. Die fortgesetzte illegale, illegitime und höchst unmoralische Unterstützung extremistischer Gruppen dort verlängere nur das Leid der Syrer mit allen Konsequenzen und müsse daher umgehend beendet werden.
Darunter fallen seitens der US-Regierung wie durch die Türkei, Qaṭar und Saudi-Arabien Waffenlieferungen, Finanzmittel, offen gehaltene Grenzen für den Nachschub auch an Söldnern, logistische und medizinische Hilfen. Wie auch immer die belieferten Gruppen etikettiert würden, tatsächlich handele es sich doch um „radikale Terrorgruppen unter dem Banner von al-Qaida“. Den meisten Menschen der westlichen Welt und auch einigen in den Rängen der US-Regierung dürfte jedoch inzwischen klargeworden sein, daß die Alternative für al-Assad eine Diktatur radikaler Gruppen wie von al-Qāʿida oder des IS sei, was niemand wollen könne. So sehe man von Tag zu Tag leichte Veränderungen etwa in den US-, britischen und französischen Positionen gegenüber al-Assad, wenn sich auch leider immer noch kein klares gemeinsames westliches Statement für den syrischen Präsident abzeichne.
Am 19.11.2015 faßte Senator Black seinen Standpunkt nochmals in einem Brief an Präsident Dr. al-Assad zusammen und erklärte darin die Ungerechtfertigtheit des Krieges gegen Syrien als aggressiven Akt, installiert durch äußere Kräfte, um in Syrien mit Gewalt eine bequeme Marionettenregierung durchzusetzen. (http://sana.sy/?p=299419 vom 19.11.15)
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.11.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=61951 und http://www.sana.sy/?p=299420 (u.a. in der Provinz al-Lâḏaqiyya Eroberung des Posten 1112 im NO des al-Kârûra-Bergmassivs, des az-Zuwaik-Berglands, von Talat Wâdî (Anhöhe) mit Befreiung von Arḍ Qarṭab, ar-Raqraqiyya, al-Daġmašiliyya, az-Zuwaik, Mûsâ, Ṣaqr, as-Sandiyân und Ğulaila im NO sowie von aš-Šamîsa, den Streckenposten 482 und 803 im SO im az-Zuwaik-Bergland mit über 60 getöteten Terroristen, Zerstörung von deren Fortifikationen mit militärischem Equipment samt Planierraupe, Waffen- und Munitionsdepots, weiteres Vorrücken bis zu den die Hafenstadt umgebenden Anhöhen, dazu erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen terroristische Zentren und Ansammlungen im N in Flughöhen von 1112 und 1154m [! zur Präzisierung und Vermeidung ziviler Kollateralschäden, vgl.u. 9.11.2015] in ar–Raqraqiyya, Ruwaisat Šaiḫû, ʽArâfît at-Taḥtâ und ʽArâfît al-Fûqâ; nach Befreiung von aš-Šaiḫ Aḥmad Eroberung von dessen (außerhalb gelegenem) Bahnhof im N von Aleppo, IS-Position im NO in al-Bâb und im S in al-ʽÂmiriyya eliminiert, Ausschaltung des gesamten Trupps inklusive des Anführers von Liwâ´ al-Ḥurriyya al-Islâmî im SW, in der Provinzhauptstadt in den Stadtteilen Karm Maisir, aš-Šaiḫ Aḥmad und Banî Zaid Nester von Ğabhatu_n-Nuṣra ausgehoben und deren Abschußanlagen für Mörsergranaten zerstört, dazu präzise effektive Luftschläge gegen IS-Positionen im O in Tal Aḥmar, Kabâra, Dair Ḥâfir, an-Nağâra, Qaṭar, Kabâra, Tal Aḥmar aṣ-Ṣawâmiʽ und bei Balâṭ; Spezialoperationen im Umland von Idlib gegen Ğund al-Aqṣâ, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra in Ḥarağ Basnaqûl, Basâmis und Sarâqib, unter den zahlreich Getöteten auch der Führer der letzteren Terrorgruppe namens Abû Muḥammad al-Maslamânî, erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen Ğaiš al-Fataḥ in at-Tamânaʽa und ʽUram al-Ğauz mit Zerstörung einiger ihrer Stützpunkte; Desgleichen bzgl. Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Zaitâ und Mûrik im NW von Ḥamâ, dazu Eliminierung einer Ğund al-Aqṣâ-Einheit im N von Ṣûrân mit beiden Anführern unter den Getöteten: Mûsâ Ḫâlid as-Salûm und Kâsim as-Samâʽ sowie – laut sozialen Netzwerken auch Kämpfer von Failaq aš-Šâm; derartige SAAF-Einsätze auch in der Provinz Ḥomṣ gegen IS-Nester und –Ansammlungen nahe Tadmur bei den Obstplantagen, in ʽUnq al-Hawâ, Mahîn und Ḥawârîn wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Talbîsa; Zerstörung von Verschanzungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Darʽâ al-Balad (auch bei dem letzten anschlagsziel der al-ʽAbbâsiyya-Brotbäckerei), sowie im NW von al-Ġâriyya al-Ġarbiyya; siegreiche Attacken im NO von as-Suwaidâ´ gegen IS-Trupps auf der Anhöhe von Ḫirbat Ṣaʽd wie im Ort unter großen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung, Vereitelung der IS-Angriffsversuche auf al-Ḥaqaf von al-Qaṣr her mit Aufdeckung und Entschärfung der zuvor angebrachten IS–Sprengsätze auf der Straße al-Buṯaina – al-Ḥaqaf; im Rîf Dimašq Eliminierung von zwei Kommandozentren, zwei Waffen- und Munitionsdepots, zweier schwerer Artillerie-Posten von Ğaiš al-Islâm (vgl. Anschläge!) in Dûmâ und Ḫân aš-Šîḫ in 23 SAAF-Einsätzen sowie von Ğabhatu_n-Nuṣra nahe Saʽsaʽ; erfolgreiche Bekämpfung des IS auch im Raum Dair az-Zaur beim Militärflughafen, in al-Muraiʽiyya, Ḥawîğa al-Muraiʽiyya, Ḫaṭ al-Ġâz und Ḥaqal at-Taîm, dazu Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf al-Ğafra und Aushebung von IS-Nestern im Arbeiterviertel wie im Stadtteil al-Ḥuwâiqa. – In den 160 gemeinsam durch die russischen und syrischen Kampfflieger absolvierten Einsätzen wurden während der letzten 24 Stunden.laut russischem Verteidigungsministerium in den Provinzen Aleppo, Idlib, Dair az-Zaur und ar-Raqqa 344 IS-Ziele zerstört, darunter 59 Zentren, 41 Munitionsdepots, 17 befestigte Leitstellen, 74 Trainingslager, 3 Brennstoffdepots, eine Anlagen zur Herstellung von Sprengfallen, eine Werkstatt zur Herstellung von Mörsergranaten und 3 Ölverarbeitungsanlagen.).
Erneut haben die Behörden in Ğabla im Landkreis der Hafenstadt al-Lâḏaqiyya am Mittwochabend 8.000 Captagonpillen (zu ihrer Bedeutung für die Terrorgruppen s.u.) nach einer Polizeiaktion gegen die Schmuggler sichergestellt. (http://sana.sy/en/?p=62004)
Terroranschläge vom 19.11.2015:
Ein an einem abgestellten Fahrrad in einer Wohnsiedlung von Damaskus im Stadtteil al-Mazaraʽa angebrachter Sprengsatz verletzte bei seiner Detonation drei Anwohner und richtete Gebäudeschäden etc. an.
Die Beschießung durch Anhänger von Ğaiš al-Islâm von Ost-al–Ġûṭa aus auf die damaszener Wohngebiete al-Mazaraʽa, aṭ-Ṭabâla und az-Zablaṭânî verletzte eine ganze Anzahl von Personen – einige davon schweben in Lebensgefahr – und richtete beträchtliche Sachschäden an.
Aktualisierung: in weiteren Wohngebieten von Damaskus und in Städten im Umkreis schlugen im Lauf des Tages aus derselben Quelle noch etliche Mörsergranaten und Raketen ein. In den damaszener Stadtteilen al-ʽAdawî, al-ʽAmâra, aš-Šâġûr, aṭ-Ṭabâla, al-Mazraʽa, az-Zablaṭânî, al-Barâmaka, al-ʽAbbâsiyîn, al-Mazza und ʽIš al-Warwar wurden daraufhin zwei Anwohner getötet und 31 teils sehr schwer verletzt, die Sachschäden sind dementsprechend hoch. In al-ʽAdawî brach in der Folge noch Feuer aus, was zusätzliche Schäden verursachte. In der Vorstadt Ğaramânâ kamen drei weitere Bürger ums Leben, neun wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=61956, http://sana.sy/?p=299444)
Infolge der russischen gezielten Bombardements gegen IS-Positionen in den Provinzen ar-Raqqa, Ḥomṣ und Aleppo mittels Langstreckenbombern des Typs Tu-95MS und strategischen Überschallbombern vom Typ Tu-160 in den letzten Tagen verlassen IS-Anhänger fluchtartig ihre Stellungen, teils unter Beschuß ihrer Mitkämpfer gegen die Eidbrüchigen, und retten sich über die Grenze in die Türkei. Ein Stadtbewohner von ar-Raqqa äußerte hierzu gegenüber einem Reporter von RIA Novosti: Nach den gestrigen Luftschlägen haben sich die Terrormilizen auf den Straßen eine Schießerei geliefert. Dies geschah zwischen einer Gruppe, die fliehen wollte, und denen, die sie daran hindern wollten. Die meisten Kämpfer, die sich auf den Kontrollpunkten in der Stadt befanden, verschanzten sich in Häusern der Zivilbevölkerung ohne Zustimmung der Eigentümer. Ein Teil der Militanten ausländischer Herkunft begab sich in Jeeps zur türkischen Grenze“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293493-moskau-is-terroristen-fliehen-aus-ihrer-hochburg-in-syrien vom 18.11.2015)
Schon einige Zeit vor dem letzten großen Anschlag in Paris war ein weiteres Mal eine nicht von der Regierung autorisierte französische Delegation aus Parlamentariern, Intellektuellen und Medienvertretern unter Leitung des Abgeordneten der Nationalversammlung Thierry Mariani nach Syrien gekommen und hatte wichtige Regierungsvertreter getroffen. Auch Besichtigungen standen auf dem Programm. Am Sa., 14.11.2015, kam es zum Treffen mit Präsident Dr. al-Assad. Hinsichtlich des Themas „Attentate“ konstatierte der Präsident, daß auch jenes vom Vortag in Paris nicht von jenem in Beirut oder denen in Syrien seit fast fünf Jahren zu trennen sei und fügte – in Wiederholung früherer Äußerungen und Warnungen – hinzu: „terrorism is one field in the world and terrorist organizations don’t recognize borders. … Wrong polices adopted by western states, particularly France, towards events in the region, and its ignorance of the support of a number of its allies to terrorists are reasons behind the expansion of terrorism”. Die französische Regierung müsse endlich ernsthaft gegen den Terrorismus kämpfen, was auch miteinschließe, die finanzielle, logistische und politische Unterstützung für in Syrien agierende Terroristen aufzugeben. Die Delegierten bekundeten, darin übereinzustimmen und dem Wahlvolk zuhause von den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort entgegen der Propaganda der Mainstream-Medien zu berichten, um einen Umschwung herbeizuführen, der allein dem Terrorismus ein Ende setzen könne. Zudem bekundeten die Gäste ihre tiefempfundene Sympathie für das syrische Volk. Im nachfolgenden Interview äußerte Dr. al-Assad gegenüber Reportern noch: „First of all, we offer our condolences to the French families that lost dear members yesterday, and we are the closest people to this situation to understand what happened yesterday in France, because we have been suffering from this kind of terrorism for the last five years in Syria.“
Bezüglich der Terroranschläge in Paris wiederholte er das bereits Gesagte ergänze dadurch, daß seine wiederholten Warnungen über Rückwirkungen von Terroristenunterstützung auch seitens der französischen Regierung bislang ungehört verhallt seien. Auf die Frage, was jetzt zu tun sei, antwortet er: „Just giving statements that you are against terrorism means nothing. You have to go and fight terrorism, you have to pursue the correct and right policies, that’s what they have to do.” Hinsichtlich einer möglichen Zusammenarbeit mit der französischen Regierung im Counterterrorismus erwiderte er: „They don’t have to ask; they only have to be serious. This is where we are ready to fight terrorism with them. We are ready to fight terrorism with whoever wants to really fight terrorism, and the French government is not serious yet”. Verdeutlichend fügte er hinzu: „You cannot talk about intelligence cooperation without political cooperation. You cannot talk about intelligence cooperation in order to fight terrorism while at the same time your policies, the policies of the same government, are going in the direction of supporting terrorism. That’s what I meant by being serious.” Um eine Botschaft an den französischen Präsidenten gebeten, erklärte Dr. al-Assad: „Work for the sake and the interest of your people. [Dies hatte er – gemünzt auf Syrien – als Ziel seiner Politik schon in früheren Interviews bekannt]. And the question that any Frenchman would ask today: did the French policy during the last five years do any good to the French people? Actually, no. So, the first thing I’ll ask is to work for the interest of the French people, and if he wants to do that, he has to change his policy.” (http://sana.sy/en/?p=61231).
Ähnliches äußerte der syrische Präsident auch im Interview mit dem konservativen französischen Wochenmagazin Valeurs Actuelles am Di., 17.11.2015: „Wenn die französische Regierung beim Kampf gegen den Terrorismus nicht ernsthaft vorgeht, werden wir unsere Zeit nicht vergeuden, einer Regierung und ihren Institutionen die den Terrorismus unterstützen, zu helfen.“ Mehrfach habe er schon die Notwendigkeit der Bildung einer internationalen auf den Grundsätzen des Völkerrechts und der UN-Charta basierenden counterterroristischen Gemeinschaft hingewiesen. Zu den ausländischen Einmischungen in die syrische Innenpolitik gefragt, erwiderte er, Wahlen seien der einzige Weg, den Willen des syrischen Volkes festzustellen, durch ausländischen Druck [dagegen] sei es nicht möglich festzustellen, was die syrischen Bürger wollen. (http://sana.sy/en/?p=61879, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293474-baschar-assad-wir-geben-frankreich-sicherheitshilfen,-wenn-es-seine-politik-%C3%A4ndert). Das ganze Interview mit Valeurs Actuelles ist einzusehen bei: http://sana.sy/en/?p=61879 vom 19.11.2015.
Ausführliches Interview von RAI 1 mit Präsident Dr. al-Assad der englischen Originalsprache bei http://www.sana/sy/en/?p=61860.
Details zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.11.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=61776 und http://www.sana.sy/?p=298902 (Eroberung der bedeutsamen Anhöhe Talat al-Rašwân im N von al-Lâḏaqiyya zusammen mit den NDF unter Anpassung der Taktik an die waldreiche Bergregion, in der Forstwirtschaft betrieben wird, unter großen Verlusten der Terrorgruppen von Ğabhatu_n-Nuṣra, Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥal, Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdalḥamîd; gezielte erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Ansammlungen in Ḥumaîma, Tal Aḥmar, ʽÂkûla, Rasm al-ʽAbd im O und gegen IS–Leitstellen in Ḫân al-ʽAsal, Kafar Ḥamra im S von Aleppo, in der Provinzhauptstadt präzise Razzien gegen Terroristen-Schlupfwinkel in den Stadtteilen Banî Zaid und al-Firdaus; in und um Dair az-Zaur effektive akkurate SAAF-Einsätze zusammen mit Bodentruppen gegen IS-Nester in den Stadtteilen aṣ-Ṣinâʽa, ʽArfî und in al-Ḥuwaîka; Desgleichen in Sarâqib und aš-Šaiḫ Yûsuf gegen Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Idlib wie in Maʽrkaba im Umland von Ḥamâ; im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Aushebung eines Führungstreffens südlich der al-Arbaʽain –Schule sowie von Schlupfnestern von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtviertel al-Manšiyya und südlich des Buṣrâ-Platzes und außerhalb im NW der Brücke von al-Ġâriyya al-Ġarbiyya jeweils mit vielen getöteten und verletzten Terroristen samt zerstörtem Equipment, laut sozialen Netzwerkseiten der Terroristen traf dies auch für Mitglieder von Ḥarakat al-Muṯannā al-Islâmiyya zu; im SO der Provinz Ḥomṣ Eroberung der strategisch wichtigen Anhöhe Talat Ḍahar ad-Dukân mit Ausdehnung der Kontrolle über die Straße zwischen al-Ḥadaṯ und Ḥawârîn in Ḥomṣ unter großen Verlusten des IS an Kämpfern und Ausrüstung, dazu Eliminierung von IS-Ansammlungen in Ğab al-Ğarâḥ, Talat Umm Kadûm, nahe Mahîn, östlich von al-Ḥadaṯ im O-Umland , dazu Vereitelung eine IS-Angriffs auf Umm Šaršûḥ nahe Tasnîn, wobei alle IS-Anhänger getötet oder verletzt wurden) wie auch zu den gemeinsam von russischer und syrischer Luftwaffe ausgeführten Einsätzen (Zerstörung von 355 IS-Zielen im Umland von Idlib, Aleppo, ar-Raqqa und Dair az-Zaur in 186 Einsätzen der während der letzten 48 Stunden, darunter wurden eliminiert: 26 Zentren, 35 Waffen- und Munitionsdepots, 28 befestigte Positionen, 3 Trainingslager, 8 Werkstätten zur Herstellung von Sprengkörpern etc. und 86 Waffenlager. Seit dem 30.9.2015 wurden damit während der 2289 Kampfeinsätze 4111 IS-Objekte zerstört, darunter die 562 Kommandozentralen,64 Trainingslager, 54 Werkstätten u.v.a.); zu letzteren s.a. http://sana.sy/en/?p=61770, http://sana.sy/en/?p=61820 und http://sana.sy/en/?p=61857. – Nach weitgehender Zerstörung der militärischen IS-Infrastruktur haben die russischen Kampfjets nun „freie Jagd“ auf Ölkonvois der Terroristen begonnen, wie General Andrej Kartapolow am Mittwoch in Moskau mittteilte, und dabei bereits mindestens 500 Tankwagen des IS zerbombt. (http://de.sputniknews.com/militar/20151118/305753438/syrien-is-oel-bomber.html).
Terroranschlag vom 18.11.2015:
Durch den erneuten Beschuß des Flüchtlingszentrums al-Wâfidîn im Außenbereich von Dûmâ (Kreis Damaskus) mit Mörsergranaten seitens Anhängern von Ğaiš al-Islâm wurden zwei Personen verletzt. Es entstand auch entsprechender Sachschaden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=61846)
Nach der Erklärung aus dem Kreml, die über dem Sinai abgestürzte russische Passagiermaschine sei einem Terroranschlag zum Opfer gefallen, verurteilte die syrische Regierung diese feige schändliche Tat am Mittwoch auf das Schärfste. Gleichzeitig erklärte das Auswärtige Amt deren äußerstes Mitgefühl und tiefempfundene Solidarität mit dem Volk und der Regierung der GUS. Ebenso wurde nochmals absolute Kooperation in jeder Hinsicht bezüglich der Bekämpfung der Terroristen als gemeinsamem Feind versichert. (http://sana.sy/en/?p=61751)
Zu den Luftschlägen der US-geführten Koalition bemerkte der russische Außenminister Lawrow am Di., 17.11.2015, im Interview mit Vesti.doc auf dem TV-Kanal Rossiya-1, diese träfen ausgesuchte Ziele, so daß sie empfindliche IS-Ziele, insbesondere solche, die für die vorrückende SAA im Kampf gegen den IS von großer Bedeutung wären, überwiegend aussparten: „The problem around the U.S.-led coalition is that despite the fact that they declared its goal in fighting exclusively ISIS and other terrorists and pledged not to take any action against the Syrian army, analysis of the strikes delivered by the United States and its coalition at terrorist positions over the past year drives us to a conclusion that these were selective, I would say sparing, strikes and in the majority of cases spared those ISIS groups that were capable of pressing the Syrian army”. Klar stellte er heraus, der IS diene den US-Interessen, Syrien zu schwächen, obwohl man nicht riskieren wolle, daß der IS zustark, also unbeherrschar werde. So bemerkte Lawrow: „the coalition wants ISIS’ assistance to weaken the Syrian government, but at the same time it does not want to see ISISI strong enough to take power.“ Jedenfalls sei das Ergebnis dieser Luftangriffe wenig effektiv gegen den IS gewesen, vielmehr habe der sich während jener Zeit sogar ausgebreitet: „Our opinion of the developments after the anti-terrorist operation was launched in August 2014 is based on what we see and we see next to no concrete results but for the expansion of the ISIS over this time”, äußerte er hierzu. Demgegenüber bekämpfe die russische Seite auf Ersuchen der syrischen Regierung alle Terroristen effektiv und ohne die untragbare Unterscheidung von Terroristen dahingehend, ob sie mit ihrem Vorgehen eigenen Interessen dienen könnten: „We are doing this consistently and we are not dividing terrorists into those who could help solve some tactical tasks in the hope to end with them later, but are striking out at all who one way or another practice and preach terrorist ideology.” So seien auch die falschen Anschuldigungen zu erklären, die russischen Verbände bekämpften die falschen Ziele: „I think ‘laments’ that we heard about ‘Russia striking at wrong targets and causing damage to moderate opposition’ stem from that ambiguity that underlies the activity of the [US-led] coalition: there is a wish not to let terrorists go on the loose, but not to prevent this in the cases when they can weaken the regime.“ schloß der Außenminister (http://sana.sy/en/?p=61729, s.a. http://sptnkne.ws/ae5g)
Auch Präsidentensprecher Dmitri Peskow bemerkte gegenüber Journalisten, die US-Regierung unterstütze Rußland im Kampf gegen IS meist nur verbal. „Nur ein wirkungsvoller Kampf gegen den IS könnte jetzt zweifellos den Weg für die Schaffung einer gemeinsamen internationalen Koalition bereiten – davon hat Wladimir Putin vor der UN-Vollversammlung gesprochen“, setzte Peskow hinzu (http://sptnkne.ws/aeMy) – Zudem verweigerten die US-Behörden weiterhin eine Kooperation mit Rußland beim Militäreinsatz in Syrien, während umgekehrt Kontakte erwünscht seien, bemerkte der Präsidentensprecher. (http://sptnkne.ws/ae8u)
Auch aus diesem Grund habe die russische Regierung den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, über den russischen Entwurf einer Resolution zur Bildung einer Anti-Terror-Koalition, basierend auf den Normen und Prinzipien des Völkerrechts und der UN-Charta, ohne Verzug endgültig abzustimmen. (http://sptnkne.ws/ae9w)
Gemäß Verteidigungsminister Sergej Schoigu wurde die Anzahl der russischen Luftangriffe in Syrien gegen die Terroristen verdoppelt, „was es ermöglicht, starke präzise Angriffe gegen IS-Kämpfer auf dem gesamten syrischen Territorium auszuführen“. (http://sptnkne.ws/ae4k)
Einzelheiten über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.11.2015 sind zu erfahren bei: http://sana.sy/en/?p=61679 und http://www.sana.sy/?p=298366 (Befreiung von al-Ḥadaṯ 82km im SO von Ḥomṣ unter heftigen Verlusten des IS, Säuberung des Orts mit Umgebung von hinterlassenen Minen und Sprengfallen, Vorrücken über Ḥawârîn, Muhain und al-Qaryatain heran an Tadmur (Palmyra); zusammen mit den NDF Aushebung von Verstecken von Ğund al-Aqṣâ im Grenzbereich der Provinzen Ḥamâ und Idlib mit gut 50 getöteten Terroristen, weiteren 35 in Tamânaʽa im NW von Idlib, darunter der Vizekommandeur ʽImâdaddîn al-Bakrî mit Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung wie auch in der Provinz Ḥamâ in Mûrik, wo sich unter den Getöteten auch der verantwortliche Planer von Ğund al-Aqṣâ für Suizidanschläge mit Spitznamen „die Manguste“ fand , in ʽAṭšân im N Eliminierung von Vertretern von Ḥarakat – Aḥrâr aš-Šâm – al-Islāmiyya samt (auch fahrbarem) Equipment; erfolgreiches Vorgehen gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im SW von as-Suwaidâ´ in Ḫirbat Samar an der Verwaltungsgrenze zur Provinz Darʽâ, dort Ausschaltung einer Reihe Terroristen im W-Umland, z.B. in Ṭafas von Ḥarakat al-Muṯannā al-Islâmiyya, Liwâ´ Šuhadâ´ al-Yarmûk und Ğabhatu_n-Nuṣra; im Umland von Aleppo fielen bei den Kämpfen etliche Terroristen, darunter die militärischeren Anführer von Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî, namens Ḥassan Maʽîka und von Liwâ´ al-Ḥurriyya al-Islâmî mit Namen Aḥmad Muḥîaddîn ʽAmrû und etliche Kämpfer von Liwâ´ al-Ḥurriyya al-Islâmî, auf terroristischen Netzwerkseiten wurden zudem seit November die Tode von 11 Anführern der Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, al–Ğabhatu aš-Šâmiyyatu, Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Liwâ´ al-Hiğra ilâ_Allâhi und Katîba al-Muhâğirîn gemeldet) – Mit Luftunterstützung startete die SAA Angriffe an der gesamten Frontlinie und kämpfte im N in der Provinz Aleppo 40 Ortschaften frei, wie Valeri Gerassimow, Chef des russischen Generalstabes, mitteilte. Beim Vorrücken in Richtung Tadmur habe die Armee die „Terroristen im Norden blockiert“, die Abteilungen „kämpfen jetzt um beherrschende Höhen an den Zufahrtswegen zur Stadt„. (http://sptnkne.ws/ae36) – Auch die Bodenoffensive im Umkreis von Damaskus gegen den IS und Verbündete im Vorort Ğaubar (Jobar) schreitet fort. (http://sptnkne.ws/aeyG) – Russische Kampfjets flogen laut Armeegeneral Waleri Gerassimow am Dienstag 65 Angriffe gegen IS-Infrastrukturobjekte. „Dabei wurden mehrere Objekte des IS zerstört, darunter sechs Kommandozentralen, acht Munitionsdepots, vier Werke zur Herstellung von Bomben und Raketen sowie sechs Brennstoffdepots“ eröffnete er den Journalisten. In Mosdok im Nordkaukasus abgehobene Langstreckenbomber der Typen Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 schossen 34 Marschflugkörper auf IS-Positionen in den Provinzen ar-Raqqa und Dair az-Zaur ab. (http://sana.sy/en/?p=61736, http://sptnkne.ws/ae5X, http://sptnkne.ws/ae4x).
Le Monde berichtete am 17.11.2015, Rußland habe erstmals von einem dieselbetriebenen U-Boot, der Rostov-on-Don, Marschflugkörper des Typs Kalibr erstmals auf reale Ziele, nämlich des IS bei ar-Raqqa, abgeschossen. Getroffen worden seien Trainingsbasen, Leitstellen, Waffen- und Munitionsdepots sowie Ansammlungen von IS-Kämpfern. (http://sptnkne.ws/aeyH, http://fortruss.blogspot.ie/2015/11/russia-strikes-isis-with-cruise.html) dies wurde jedoch von russischer Seite zunächst ausweichend kommentiert: „In dem Präsident Wladimir Putin am Dienstag vorgelegten Bericht war keine Rede von U-Booten“, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. (http://sptnkne.ws/ae9p) – Aktualisierung: ein Sputniknews-Artikel vom 23.11.2015 informiert, darüber, daß doch am 17.11.2015 dieser Angriff auf IS-Ziele vom russischen U-Boot Rostow am Don aus im Mittelmeer mittels Kalibr-Raketen durchgeführt wurde. Näheres dort: http://sptnkne.ws/agnh.
Anläßlich der russischen Unterstützung und des jüngsten durchschlagenden Erfolgs bei der Entsetzung des Militärflughafens von Kuwairis richtete Richard Black, US-Senator von Virginia, erneut einen Brief an Präsident Dr. al-Assad (Zugang 17.11.2015), in dem er ihn zum Erfolg beglückwünschte und seiner Freude über die russische Initiative Ausdruck gab: „I was pleased by the Russians’ intervention against the armies invading Syria. With their support, the Syrian Army has made dramatic strides against the terrorists.” und fügte an: „I was delighted by Syria’s resounding victory over ISIS at the Kuwairis Airfield. My compliments to those who heroically rescued 1,000 brave Syrian soldiers from certain death. I am convinced that many such victories lie ahead”. Ihm sei klar, daß die kriegerischen Zustände in Syrien nicht auf einen „Volksaufstand“ zurückgingen: „It was an unlawful war of aggression by foreign powers determined to force a puppet regime on Syria. General Wesley Clark, former Supreme Allied Commander Europe, revealed that by 2001, Western powers had developed plans to overthrow Syria. Yet after fifteen years, of military subversion, NATO, Saudi Arabia and Qatar still cannot identify a single leader who enjoys popular support among the Syrian people.” Ausländische Akteure hätten keinerlei Recht, sich in die inneren Angelegenheiten der Syrer zu mischen, denen es allein vorbehalten sei, über ihre Geschicke zu bestimmen, wie es das demokratische Modell und das Völkerrecht vorsehe. So fügte er an: „Foreign powers have no right to overturn legitimate elections and impose their will on the Syrian people. Syrians alone must determine their destiny, free of foreign intervention. I am disappointed that the UN has turned a blind eye to the unlawful interference in Syria’s internal affairs“. Darauf erinnerte er an die vorbildlichen modernen säkularen Zustände in Syrien im krassen Gegensatz zu den Staaten der Region, die Syrien nun bekämpfen: „Before the war began, Syria had the greatest religious freedom and women’s equality of any Arab people. Many Americans are surprised to learn that the Syrian Constitution provides for free elections, religious freedom, women’s rights, and the Rule of Law. Before criticizing Syria, the U.S. might first insist that our allies – Jordan, Saudi Arabia, Qatar, UAE and Kuwait – grant similar freedoms to their own people.” Besonders betroffen mache ihn die Art, wie die US-Regierung auf die russische Unterstützung für Syrien im Counterterrorismus reagiert habe, und daraufhin moderne Flak-Waffen an Terroristen geliefert habe, die damit sogar in der Lage seien, Passagiermaschinen abzuschießen. Es sei unverantwortlich zwischen „good terrorists” und “bad terrorists“ zu unterscheiden.
Zudem habe Ğaiš al-Fataḥ, übersetzt die „Eroberungsarmee“, US-Militärhilfe erhalten, diese sei Teil der [auch in die UN-Terrorliste aufgenommenen] Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra, einer al-Qāʿida–Untergruppe, dieser immer noch eng verbunden. Damit unterstütze die US-Regierung genau diejenigen Leute militärisch, die für 9/11 und den Tod von 3.000 Amerikanern verantwortlich sei. Dies sei ein Hohn für die Opfer. Inzwischen sei doch allen aufgeklärten Menschen klar, daß diese Terroristen Unterstützung seitens der Türkei, Saudi-Arabiens und Qaṭars erhielten, allesamt Verbündete der USA! Die Türkei [NATO-Mitglied!] sei sogar der loyalste Unterstützer des IS, der die Grenze offen halte für die nach Syrien einströmenden Dschihadisten, Waffenlieferungen und den Handel [mit in Syrien geraubtem Öl und antiken Kunstgegenständen]. Demgegenüber habe die türkische Regierung nichts Signifikantes gegen den IS unternommen trotz der Mitgliedschaft in der sog. Anti-IS-Koalition. Die Türkei und Saudi-Arabien versuchten dem säkularen Syrien mit ihrer wahhâbitischen Ideologie [die auch der IS verficht] eine religiöse Diktatur überzustülpen, die, falls erfolgreich, die nicht nur die Christen und anderen religiösen Minderheiten im Land gefährde und mit dem Tod bedrohe sondern auch alle sunnitischen und š^sʽitischen Menschen guten Herzens.
Doch scheine sich endlich die Weltmeinung gegen die Terrroristen und ihre Unterstützer zu kehren. Zu den ihrer künstlichen Titulierung als „moderate Rebellen“ keinesfalls gerecht werdenden Tätern und ihren Greueltaten bemerkte er: „The cruel treatment of captured Syrian soldiers by armed groups is appalling. Many Americans find the behavior of these so-called ‘moderates’ morally abhorrent.” Seinen Brief schloß er mit dem Bekenntnis: „I bled, fighting to defend this nation’s honor. I will oppose American support for terrorists, like the Army of Conquest and ISIS that threaten Syria. Many Virginians join in praying that the Syrian Arab Army and its allies will triumph over the forces of evil, and that peace will soon return to Syria”. Schließlich dankte er noch Präsident Dr. al-Assad persönlich mit den Worten: „Thank you for protecting the lives of Christians and of all good people of Syria.” (http://sana.sy/en/?p=61732)
Terroranschläge vom 17.11.2015:
Mehrere Beschießungen von Wohngebieten in Damaskus mit Mörsergranaten von Terroristenverstecken von Ğaiš al-Islâm in Ost-al-Ġûṭa aus richteten zum Glück keine Personen- sondern jeweils „nur“ erhebliche Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=61740)
Während nach den Pariser Anschlägen die Diskussion der westlichen Staatschefs neu entfacht ist, wie man nur den Terrorismus in der Nahost-Region und auch weltweit am besten bekämpfen könne, ist die naheliegendste und am leichtesten umzusetzende Antwort überwiegend ausgespart worden. Diese liegt seit Jahren auf der Hand und ist Dauergegenstand der zahlreichen Bitten und Forderungen der syrischen Regierung an die Weltgemeinschaft bzw. den UN-Sicherheitsrat: sofortige, ernsthafte und tatkräftige Umsetzung der counterterroristischen UN-Resolutionen auch und gerade im Hinblick auf die nach wie vor bestehende Unterstützung der v.a. in Syrien aktiven Terrororganisationen (neben Aufhebung der illegalen Sanktionen gegen das Land, welche die Flüchtlingsproblematik zusätzlich verstärken, vgl. dazu in Teil III). Jedoch machte Präsident Putin in einer Pressekonferenz am Rand des G-20-Gipfeltreffens in Antalya deutlich, daß aufgrund der russischen geheimdienstlichen Ermittlungen die in Rede stehenden Terrorgruppen aus 40 Staaten (nicht nur) finanzielle Unterstützung erhielten, darunter auch G-20-Staaten [bzw. Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, wie es die syrische Regierung schon des öfteren formuliert hatte]. Dazu präsentierte einige Beispiele wie auch Satellitenaufnahmen von Tankerkolonnen des IS, welche kilometerlange Schlangen bildeten, um Tonnen des geraubtem Öls ins (befreundete) Ausland zu schaffen und zu verkaufen.
(http://sana.sy/en/?p=61578, http://de.sputniknews.com/politik/20151116/305675319/putin-terrorismus-finanzierung.html, s.a. https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/11/16/putin-g20-daesh/) – Unter diesen Umständen ist es verständlich, warum gerade mit die wichtigsten UN-Resolutionen bislang nicht umgesetzt worden sind. – Zur Verwicklung Frankreichs in dieser Hinsicht s. den neuesten Artikel des Politologen Th. Meyssan dazu: http://www.voltairenet.org/article189298.html.
In Syrien ist derzeit eine ungewöhnliche Kampagne im Gange: Ziel ist es, mit einem kilometerlangen Brief mit der syrischen Flagge im Briefkopf, in den Bürger ihre Unterschrift setzen können, deutlich zu machen, was der syrischen Bevölkerung am Herzen liegt. Diese stellt darin einmal ihre Loyalität zur Heimat und Präsident Dr. al-Assad heraus. Zum anderen ist das Schreiben gleichzeitig eine Petition an die internationale Gerichtsbarkeit, die ungerechten Sanktionen, unter denen sie seit Jahren zu leiden hat (vgl. Teil III) aufzuheben. Er enthält zudem die Forderung nach einem sofortigen Stop ausländischer Einmischung in innerstaatliche Angelegenheiten der Syrer, die auch das viele Blutvergießen im Land seit Jahren zu verantworten habe. Deren Aburteilung ist ebenfalls Teil des Appells. Šâdî Ṭâlib (Shadi Talab), Initiator der freiwilligen Aktion von „National Unity Gathering”, welche hinter der Unterschriftensammlung steht, teilt mit, daß man in alle Provinzen reisen werde. Derzeit sei Station in Damaskus, wo gerade der 6. Kilometer mit Unterschriften gefüllt werde. Der Andrang ist groß. (http://sana.sy/en/?p=61692 vom 17.11.2015)
Präsident Putin informierte in der schon erwähnten Pressekonferenz in Antalya am Mo., 16.11.2015, auch darüber, daß es direkt auf den syrischen Kriegsschauplätzen gelungen sei, mit bewaffneten Oppositionellen in Kontakt zu treten. Diese machten das Angebot gegen Verschonung von Bombardements künftig den IS bekämpfen zu wollen und hierzu auch erkundschaftete Daten über dessen Stellungen herauszugeben. Die Zusage erfolgte. Putin weiter: „Wenn syrische Oppositionelle auf der einen Seite und die Armee von Präsident Baschar al-Assad auf der anderen Seite gegen den gemeinsamen Feind kämpfen, könnte dies zu einer guten Grundlage für die weitere Arbeit an einer politischen Regelung des Syrien-Problems werden“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293412-putin-russland-unterst%C3%BCtz-syrische-opposition-im-kampf-gegen-is, http://de.sputniknews.com/politik/20151116/305683528/gemeinsam-mit-assads-armee-gegen-terror.html)
In der Zeit vom 30.10. bis 13.11.2015 hat die Allianz aus arabischen und türkischen [die SAA unterstützenden] Streitkräften ihrem Sprecher Talal Ali Sello gegenüber Reportern zufolge eine Fläche von etwa 1.400km2 in der Provinz al-Ḥasaka in NO-Syrien von den Terroristen gesäubert, dabei an die 200 Ortschaften befreit und 493 IS-Terroristen getötet. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293421-syrien-is-aus-einigen-regionen-in-hasaka-vertrieben)
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.11.2015 gewähren http://sana.sy/en/?p=61511 und http://sana.sy/?p=297633 (u.a. weiteres Vordringen im Rîf Dimašq, Befreiung von ar-Raḥba und umgebenden Farmen im Gebiet Ost-al–Ġûṭa im Kampf gegen Ğaiš al-Islâm [und Ğabhatu_n-Nuṣra; Nachschublinien von Jordanien her und Transportfahrzeuge von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra im NO von Darʽâ unterbrochen, Kommandant von Liwâ´ Šuhadâ´ al-Yarmûk namens Abû ʽAlî al-Barîdî unter Getöteten beim Angriff auf sein Hauptquartier; IS-Tanklaster zerstört in Mašbak al-Wadiyân im NO-countryside of as-Suwaidâ´; Befreiung von Dair Ḥanâ, al-Daġmašiliyya, Bait ʽIyâš und des Maḍḫât Ġamam-Areals mit Zerstörung etlicher Leitstellen etc. im N von al-Lâḏaqiyya mit weiterem Vordringen; Erfolge gegen den IS in der Provinz Ḥomṣ u.a. mit Bekämpfung des IS unter erheblichen Feindverlusten in al-Ḥadaṯ, Fortschritte gegenüber dem IS nach Beseitigung anderer terroristischer Gruppierungen am Osthang des Berges aṭ-Ṭâr wie in Tamṯiliyya (8km im W von Tadmur), im N Zerstörung eines IS-Tunnels in Talbîsa; etliche Terroristen Ğaiš al-Fataḥ, Ğund al-Aqṣâ, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra eliminiert in der Provinz Ḥamâ, unter den Getöteten auch der letzteren Anführer Firâs aṣ-Ṣâlih in ʽAṭšân, Zerstörung hochgerüsteter Stellungen auch von Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, Ṣuqûr aš-Šâm, Failaq aš-Šâm, Liwâ´ al-Ḥaq, Ğaiš as-sunna in Kafar Zaitâ) – Im südlichen ländlichen Umland von Aleppo kämpft sich die SAA weiter erfolgreich gegen IS vor, viele Orte wurden befreit. (http://sptnkne.ws/aeKH).
Nach einem erfolgreichen SAA-Raketenangriff auf den Wagen des saudischen Feldkommandeurs von Ğaiš al-Fataḥ (Dschaisch al-Fatah) nahe Aleppos konnte jener Terrorist namens ʽAbdullâh al-Muḥaisinî (Abdullah al-Mheisni) festgenommen werden. Er hatte zuvor auch Drohungen gegen Rußland ausgestoßen. (http://de.sputniknews.com/militar/20151116/305661956/syrien-terrorgruppierung-kommandant-festnahme.html)
Terroranschlag vom 16.11.2015:
Beidseits der alten Pilgerstraße zwischen den Orten ʽUraiqa und Rîmat al-Laḥaf im Gebiet al-Lağât in der Provinz as-Suwaidâ´ angebrachte Sprengsätze von je ca. 15kg detonierten, als ein Auto vorbeifuhr. Dabei wurden zwei Insassen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=61507, http://sana.sy/?p=297590.
Am Vortag der Anschläge in Paris erhielten die Regierungen der sog. US-geführten Anti-IS-Koalition, darunter auch die französische durch die irakische eine Mitteilung, daß Attentate bevorstünden. Demnach informierte der irakische Geheimdienst, die IS-Führung habe Attacken in jene Länder wie in Rußland und em Iran beschlossen und Befehl dazu erteilt. In Bagdad bestehtja seit einigen Wochen das von Rußland, dem Irak, Syrien und dem Iran gemeinsam betriebene, hoch effiziente Informationszentrum (vgl.u.). In der syrischen IS-Hochburg ar-Raqqa seien die Anschläge vorbereitet worden, Mitglieder einer IS-Zelle in Frankreich hätten die ausländischen Mitstreiter empfangen und mit ihnen die Ausführung übernommen, hieß es aus geheimdienstkreisen, wie AP berichtete. Beteiligt gewesen seien demnach 24 Personen, darunter fünf Helfer und Organisatoren. (http://de.sputniknews.com/militar/20151116/305663105/irakische-aufklrung-anschlaegen-paris.html)
Zu Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.11.2015 s. http://sana.sy/en/?p=61407 und http://sana.sy/?p=297126 (
u.a. Eroberung der waldigen Berglandschaft um Ruwaisat Iskandar und Martafʽain (bis ca. 1150m/h) mit Befreiung von Bait Abû Rîša und Kataf as-Sâʽûr im NO von al-Lâḏaqiyya nach Zerstörung einer Flak, darauf durchsuchen des Gebiets nach hinterlassenen Sprengsätzen, Minen etc. und Verfolgung der flüchtigen Terroristen; im N von Aleppo Eliminierung eines 20 Wagen langen Konvoys mit Kappen der Nachschubrouten von der Türkei her sowie von Terroristen-Schlupfwinkeln nahe Bâškuwî, Tal Muṣaibîn, in Sîfât Duwair az-Zaitûn und Kafar Ḥamra, unter Getöteten auch der Militärbefehlshaber von Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm namens Muṣṭafâ al-ʽUmar, Aushebung der verschanzten Zentren von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Barqûm, Ḫân Ṭûmân, Tal Ḥadiyya und az-Zarba im S und SW unter heftigen Verlusten des Feindes wie auch im Kampf gegen IS-Ansammlungen Dair Ḥâfir, Šuwailiḫ, Rasm al-ʽAbd, Šarbaʽ, Kiṣkîṣ und Ḥumaimiyya im O und in den Stadtteilen ar-Râmûsa, aš-Šaiḫ Saʽîd, Bustân al-Bâšâ, Maisalûn, Banî Zaid, al-Lairamûn, ar-Râsidîn 4 und der Altstadt der Provinzhauptstadt; präzise effektive Luftschläge gegen Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra – die in der Gegend zusammen mit Ğabhatu Ṯawâr Sûriyyatu, Ḥarakat Ḥazm, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğund al-Aqṣâ, kämpfen – in Sarâqib, at-Tamâna’a und Maʽrat an-Nuʽmân in der Provinz Idlib; im Umland von Ḥamâ Aushebung von Terroristennestern in al-Laṭâmina, Maʽrkaba und al-Laḥâyâ vor allem in Auseinandersetzung mit Ğaiš al-Fataḥ, unter den Getöteten auch Aḥmad Ḥussain al-Ḫârûf mit Spitznamen „Der Heckenschütze“, verantwortlich für die TOW-Missile-Batterie aus US-Beständen, die ihnen durch Finanzierung durch die wahhâbitischen Âl-Saʽûd über die Türkei geliefert wurden; präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Verstecke und Stützpunkte im Qalamûn-Areal im Rîf Dimašq wie ebenfalls gegen den IS in Muhain im SO von Ḥomṣ, in aš-Šindâḫiyya al-Ğanûbiyya und um Ğab al-Ğarâḥ im O und per Bodentruppen in der Provinz Darʽâ bei den al-Ġazlân-Farmen und in al-Ġâriyya aš-Šarqiyya sowie im Darʽâ al-Balad-Stadtteil der Provinzhauptstadt unter erheblichen Feindverlusten an Männern und Equipment; Angriff gegen einen IS-Konvoy östlich Tal Šaʽaf im SO von as-Suwaidâ´ unter Ausschaltung der meisten davon; Ausmerzung von IS-Trupps auf Tal al-Karûma im O des Dair az-Zaur-Militärflughafens unter Zerstörung von deren Artillerie, mit großen Mengen an Waffen und militärischer Ausrüstung, Entdeckung und Zerstörung eines von IS-Anhängern gegrabenen Versorgungstunnels im Stadtteil aṣ-Ṣinâʽa der Provinzhauptstadt mit allen Terroristen darin und Sicherstellung einer großen Menge darin gehorteter Waffen, Munition etc.).
Beim Treffen zur Syrienkrise in Wien am Sa., 14.11.2015, kamen die Teilnehmer – unter Ausschluß Syriens! – im Wesentlichen darüber überein, Vertreter von Regierung und Oppositionellen würden in Syrien bis Anfang Januar zu Gesprächen zusammenkommen, damit in sechs Monaten eine Übergangsregierung gebildet werden könne. In 18 Monaten sollen in Syrien Wahlen stattfinden, in denen das syrische Volk über seine Zukunft – und damit auch die von Präsident Dr. al-Assad – bestimmen können. Syrien habe den UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, bereits informiert, man sei zur Erstellung einer Delegation hierfür bereit. Nun werden von den Oppositionellen entsprechende Schritte erwartet. Zudem werde auf eine Waffenruhe hingewirkt. Man war auch übereingekommen, daß die Terroristen bekämpft werden müßten, jedoch nicht darüber, welche Gruppen darunter zu rechnen seien [einige werden ja von Länderregierungen der Region, in Europa und Übersee gegen die säkulare Regierung im Kampf immer noch unterstützt, vgl.u.]. Für die Einstufung oppositioneller syrischer Gruppen sei laut Mitteilung des russischen Außenministers Lawrow Staffan De Mistura zuständig. Jordanien solle die Zusammenstellung einer Liste hiervon koordinieren, die anschließend vom Weltsicherheitsrat bestätigt werden würde.
Nach der Konferenz fanden sich noch die Vizeaußenminister von Rußland, dem Iran und de Mistura zu einer Besprechung der letzten Entwicklungen in Syrien zusammen. Ḥussain Amîr ʽAbdullâhîân machte darauf aufmerksam, daß eine Unterteilung von Terroristen in „gute“ und „böse“ nicht weiter führe. Derlei Doppelstandards würden auf jene zurückfallen, die sie sich zunutze machten [um die vorgeblich „guten Terroristen“, die „Rebellen“ bzw. Die „gemäßigte Opposition“ weiterhin im Verfolg eigener Interessen unterstützen zu können]. Daß dies zu bittersten Rückwirkungen für jene Staaten führe, die dies täten, habe man erst kürzlich bei den Terroranschlägen z.B. in Paris wieder erleben können. auch setzte er sich nochmals dafür ein, daß die Syrer selbst das letzte Wort bzgl. ihrer Zukunft haben müßten. Hierfür seien jedoch klare Schritte erforderlich, die die ernsthafte Entschlossenheit dazu zeigten, nicht bloße Lippenbekenntnisse.
Der libanesische Außenminister Ğibrân Bâsîl (Gebran Bassil) hatte zuvor schon in einer Rede während der Konferenz bemerkt, die Lösung der Krise in Syrien sei eine dringende Notwendigkeit und Vorbedingung der Ausrottung des IS. die Terrorakte in Paris und Beirut seien keine Zufälle, sondern zeugten davon, daß jene Terroristen jederzeit überall zuschlagen könnten.
Lawrow als russischer Außenminister machte zudem auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem US-Amtskollegen und dem UN-Gesandten deutlich, auch die humanitäre Hilfe für Syrien müsse verstärkt werden. auch erinnerte er an die Initiative Präsident Putins zum gemeinsamen Counterterrorismus aller Länder.
Teilnehmer in Wien waren Außenminister und Vertreter aus 17 Staaten, u.a. von den fünf UN-Vetomächten, der BRD, des Irans, Saudi-Arabiens und der Türkei, von der EU und den UN, der AL (Arabischen Liga) und der Islamischen Kooperationsorganisation. (http://sana.sy/?p=296939 und http://sana.sy/en/?p=61251, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293294-wiener-konferenz-einigt-sich-auf-einen-politischen-neuanfang-in-syrien, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293294-wiener-konferenz-einigt-sich-auf-einen-politischen-neuanfang-in-syrien, http://de.sputniknews.com/politik/20151114/305640458/verhandlungen-syrien-regelung.html, http://de.sputniknews.com/politik/20151114/305640458/verhandlungen-syrien-regelung.html)
Wie zuvor schon wiederholt und meist ungehört Präsident Dr. al-Assad (vgl. diesbezügliche Einträge in diesem Thread) rief auch der russische Präsident Putin – wohl und hoffentlich mit mehr Wiederhall – nach den Terroranschlägen von Paris nochmals zu einer einheitlichen Front gegen den weltweiten Terrorismus auf. Denn diese Bedrohung lasse sich nur mit vereinten Kräften der ganzen Weltgemeinschaft bekämpfen, erklärte er am So., 15.11.2015, beim BRICS-Gipfel in Antalya. (http://de.sputniknews.com/politik/20151115/305644346/putin-terror-kampf-appell.html)
Wegen der effektiven Terrorismusbekämpfung in Syrien mit russischer Unterstützung und der fortschreitenden Rückgewinnung von Orten und weitreichenden Gebieten gehen die Terroristen vor Ort dazu über, ihre Wertsachen und modernen Waffen eiligst ins Innere der noch von ihnen besetzten Areal zu schaffen, wie durch das gemeinsam von Rußland, dem Iran, Irak und Syrien in Bagdad betriebene Informationszentrum (vgl.u.) bekannt wurde. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151113/305602256/syrien-terroristen-wertsachen-evakuierung.html) Zum anderen informierte der libyscher Außenminister Muḥammad ad-Dâîrî darüber, daß der IS zunehmend den Transfer seiner Kämpfer aus Syrien nach Libyen via Aden im Jemen organisiere. So seine z.B. am 16.10.2015 hunderte an IS-Terroristen mit Maschinen von Turkish Airlines, Qatar Airways und der VAE angekommen. Die Sicherheitsstufe sei daher erhöht worden. (http://sana.sy/?p=297116 vom 15.11.2015)
Terroranschlag vom 15.11.2015:
Infolge eines Raketenbeschusses auf das Wohngebiet az-Zahrâ´ in Aleppo wurden drei Menschen getötet, drei weitere verletzt bei erheblichem Sachschaden. Im Stadtteil ar-Râšidîn haben sich seit langem Anhänger der Terrorgruppen Ğaiš al-Muhâğdîn, Liwâ´Šuhadâ´ Badr, Liwâ´ al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit engen Beziehungen zum türkischen Staatschef Erdogan und der wahhâbitischen Familie Âl-Saʽûd verschanzt, um die Bewohner der sicheren Stadtteile derart zu terrorisieren, vor allem Frauen und Kinder. (http://sana.sy/?p=297290)
Ein weiteres Attentat konnte am Morgen im Bereich der südlichen Einfahrt nach Ḥomṣ rechtzeitig verhindert werden, da Behördenangehörige und Freiwillige den an einem öffentlichen Gebäude beim Kreisverkehr angebrachten Sprensatz mit Fernzünder entdeckten und sicherstellten. (http://sana.sy/?p=297186) – In Syrien vergeht seit fast fünf Jahren kaum ein Tag ohne mehrfache Terroranschläge, wie die Auflistungen erweisen!
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.11.2015 verschaffen http://sana.sy/en/?p=61239 sowie http://www.sana.sy/?p=296696 (u.a. Befreiung von Rasm al-ʽAbûd im O von Aleppo mit etlichen Farmen unter beträchtlichen Verlusten für den Feind (IS!), Zerstörung von befestigten Stellungen des IS in al-Bâb, Maskana, al-ʽAfaš und ʽÂkûla wie von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Manṣûra und deren Affiliierten in al-Barqûm, Qarâṣî, al-Ḥuwaiz und aš-Šuwaiḥina sowie deren Zentren in den Stadtteilen Karm Maisir, as-Sukarî und beim aṣ-Ṣâḫûr- Kreisverkehr in der Provinzhauptstadt; weiteres Vordringen in aš-Šâiḫ Miskîn im N von Darʽâ mit Befreiung wichtiger Areale u.a. Sicherstellung der Wasserversorgung unter heftigen Kämpfen, der Rest der Terroristen floh, Zerstörung von Festungsanlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra in ʽAtmân sowie einer Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen mit Waffen- und Munitionslager im Stadtteil Darʽâ al-Balad, Aushebung von Terroristennestern bei den al-Ġazlân Farmen und in al-Ġâriyya aš-Šarqiyya; Desgleichen im SO von as-Suwaidâ´ im erfolgreichen Abwehrkampf gegen IS-Einheiten östlich Tal Šaʽaf und al-Qaṣr; im Rîf Dimašq präzise effektive Luftschläge gegen einen IS-Konvoy im Gebiet B´ir al-Qaṣab, Zerstörung eines Flak-Standes von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al–Islâm in Marğ as-Sulṭân in Ost-al–Ġûṭa sowie einer Abschußanlage für Mörsergranaten samt einigen Fortifikationen letzterer bei den Farmen von Ḥarastâ; signifikante Gebietsgewinne um Mahîn (oder Muhain) im SO von Ḥomṣ mit Zerstörung einer IS-Autobombe, bevor sie zum Einsatz kam, Eroberung der Bergkette Talâl al–Ḥazm und Eliminierung von IS-Positionen in al-Qaryatain, Ḥawârîn, südlich Mahîn, um Hawarîn, al-Mušairifa und Umm Ṣuhaîrîğ, um das aš-Šâʽir-Ölfeld unter Verlusten an Männern und militärischer Ausrüstung des IS wie auch im N in Ğawâlak, Talbîsa, Tair Maʽla und um Kafar Nân mit Zerstörung einer gegen andere Dörfer gerichteten Abschußanlage für Mörsergranaten; gezielte schlägkräftige SAAF-Einsätze in der Provinz Ḥamâ gegen Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Zaitâ, Laṭmîn und in Mûrik wie gegen Ğund al-Aqṣâ in al-Laṭâmina im N, während unter den Getöteten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Kafar Zaitâ auch deren Amîr (Kommandeur) Abû ʽAbdussalâm aṣ-Ṣâliḥ war, mit Zerstörung eines Panzers und seiner (Terroristen-)Mannschaft; dazu spezielle Operationen in Abû aḍ-Ḍuhûr im SO von Idlib und präzise erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Zentren und Festungsbauten im O von Dair az-Zaur, in Ḥaṭla, al-Muraiʽiyya und al-Ğafra), http://sana.sy/?p=297041 und http://sana.sy/en/?p=61303 (Bericht der Obersten Heeresleitung: bei den 151 gemeinsamen ausgeführten russischen und syrischen Luftschlägen der letzten 48 Stunden wurden 323 IS-Stellungen zerstört, darunter sieben Kommandozentren östlich von Ḥomṣ, IS-Stellungen mit zwei Werkstätten zum Bombenbau nahe Idlib, zwei Munitionslager nördlich von Ḥamâ), s.a. http://de.sputniknews.com/militar/20151114/305639181/luftwaffe-russland-syrien-is.html.
Nach den Pariser Anschlägen vom 13.11.2015 erklärte der französische Premierminister Manuel Valls dem Fernsehsender TF1 gegenüber: „Wir werden in den kommenden Tagen Schläge gegen Syrien führen, um dem Islamischen Staat einen Stich zu versetzen“. (http://de.sputniknews.com/militar/20151115/305645673/frankreich-syrien-islamischer-staat-luftangriffe.html) – Die Formulierung „Schläge gegen Syrien“ läßt aufhorchen. Wird bzw. soll so noch weitere für die syrische Bevölkerung überlebenswichtige Infrastruktur zerstört werden? (zu den gehabten Vorfällen vgl.u.!)
Auch die syrische Regierung verurteilte durch sein Außenamt die Terroranschläge in Paris vom Abend des 13.11.2015 aufs Schärfste, bekundete den Franzosen und insbesondere den Familien der Opfer seine Sympathie und sein Beileid und wünschte den Verwundeten eine baldige Genesung. Dadurch daß die syrische Bevölkerung schon seit fast fünf Jahren unter den Greueln des Takfîr–Terrorismus zu leiden habe, können sie besonders den Horror nachempfinden, den die Terroristen in Paris anrichteten. Leider bestätige sich mit diesen jüngsten fürchterlichen Anschlägen erneut die Warnung der syrischen Regierung davor, daß der Terrorismus keine Grenzen kenne und Terrorismusunterstützung die entsprechenden Rückwirkungen nach sich ziehe, bestätigt. (http://sana.sy/?p=296754)
Rußland verlegt hochspezialisierte Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 V auf die syrische Luftwaffenbasis Tiyas-T4, ca.50 km östlich von Ḥomṣ und 60 km westlich von Tadmur, um zu verhindern, daß IS-Terroristen auf dem langen Weg von der Küste zur Oasenstadt Tadmur die Verbindung und damit die Kommunikationsmöglichkeiten abschneiden könnten. Es gab schon einen IS-Angriffsplan, wie Generalmajor Igor Konaschenkow auf einer Pressekonferenz mitteilte, dieser sei jedoch durch die heftigen Bombardements der
letzten beiden Tage mit Su-24M und Su-25 Jets und Mi-24 Kampfhubschraubern in der Region Ḥamâ und Ḥomṣ vereitelt worden. Zur Verteidigung besitzt die Basis Raketen-Batterien vom Typ S-75 und S-125 sowie eine Radarüber- wachungsanlage russischen Ursprungs (Typ P-12/18, P-35/37), die auch unter schwierigen Wetterbedingungen und nachts präzise Daten liefert.
Zu den besonderen Fähigkeiten der Mi-24 V-Hubschraubervariante zählen die Waffen an Bord, die Möglichkeit zum Überraschungsangriff, Fliegen in sehr geringer Höhe aber bei hoher Geschwindigkeit, einer Panzerung, die einen Abschuß nahezu ausschließt, und einer Gegenwehr von tragba¬ren Boden-Luft-Raketen (sog. MANPADS). (http://reseauinternational.net/les-russes-ont-deploye-des-helicopteres-dattaque-a-la-base-aerienne-syrienne-de-tiyas-t4/ mit Landkarte!)
Detailinformationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 13.11.2015 sind zu erhalten bei http://sana.sy/en/?p=61058 und http://www.sana.sy/?p=296217 (im Zusammenwirken mit den NDF Eroberung der Anhöhen Tal Bâğir und Tal Ḥadiyya wie Befreiung der Orte Tulailât, Maryûda, Ḫirbat al-Kûsâ, al-ʽIs, Bâniṣ und Rasm Ṣuhaîrîğ im SW von Aleppo mit Unterbrechung der jeweiligen IS-Nachschublinien, dazu Ausdehnung der Kontrolle auch im Umkreis des Kuwairis-Militärflughafen mit Befreiung von Arbîd und aṭ-Ṭâmât unter Eliminierung zahlreicher Feinde und deren Ausrüstung; deren Überreste auf der Flucht werden verfolgt, zudem Aushebung von Schlupfnestern des IS in Tal Isṭabal und aṣ-Ṣâliḥiyya sowie im Gebiet von Šarbaʽ, al-ʽAfaš und ʽAin al-Ğamâğama und derer von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. türkischerseits unterstützten Terrorgruppen in den Stadtteilen al-ʽÂmiriyya und aš-Šaiḫ Saʽîd in Aleppo wie im O- und NO-Umland im erfolgreichen Kampf gegen IS-Trupps in ʽAin al-Ğâğa, Ğarûf, Dair Ḥâfir, ʽAin al-Ğaḥaš, Maskana, Ğab Ġabša, al-Bâb und Tal Aḥmar jeweils unter deutlichen Feindverlusten; im Rîf Dimašq effektive Bekämpfung von Verstecken und Fortifikationen des IS im Wâdî az-Zamrânî nahe Qâra im N des Qalamûn im Bereich Ost-al-Ġûṭa durch präzise Luftschläge, Befreiung etlicher Areale im Süden Ḥarastâ mit zahlreichen Farmen unter Zerstörung von IS-Barrikaden, Verschanzungen, Tunnels und Schützengräben; nach gründlicher Auskundschaftung konzentrierte Angriffe auf ein IS-Treffen in Ḥuwaîğa Ṣakar im Umland (10km SO) von Dair az-Zaur mit Eliminierung der gesamten IS-Einrichtung samt gut 60 Getöteten, meist Ausländer, bei Kämpfen im am Außenrand gelegenen Stadtteil ar-Raṣâfa der Provinzhauptstadt fiel die IS–Anführer Iyâd al-Mulaîḥân; erfolgreicher Angriff auf einen Waffen- und Munitionstransport von Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Straße zwischen Ḥamîdat aṭ-Ṭâhir und dem Nâziḥîn-Vertriebenen-Camp in der Provinz Darʽâ und einen Trupp davon in ʽAtmân, ca. 5km außerhalb von Darʽâ; effektive akkurate Luftschläge gegen Ansammlungen von Terroristengruppen unter Kommando von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla im N Ḥomṣ, dergleichen Vorstöße gegen Bewegungen des IS nahe Ğazal, dem Šâʽir-Bergmassiv und Manûḫ im Umkreis von Tadmur, Zerstörung von IS-Basen bei Ḥawârîn sowie am Rand von Mahîn, zusammen mit NDF-Einheiten Bekämpfung und Vertreibung von Terroristen, die Umm as-Sarğ und Abû al-ʽAlâyâ anzugreifen suchten; Eroberung des Gebiets vom Berg al-Kârûra und Talat Ḥassûna im Umland zwischen al-Lâḏaqiyya und Ḥamâ, präzise vernichtende SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra, deren Affiliierte und Ğaiš al-Fataḥ in Mûrik, Laḥâyâ, al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ im N von Ḥamâ), http://sana.sy/en/?p=61081, http://de.sputniknews.com/militar/20151113/305601101/russiche-luftwaffe-is-ziele-syrien.html (Bericht über die 107 auf acht Provinzen (hinzugekommen: Darʽâ und Dair az-Zaur) ausgeweiteten Einsätze der letzten beiden Tage, wobei 289 Terroristenobjekte zerstört wurden).
Auch in der Hafenstadt Ṭarṭūs mit altem russischem Militärstützpunkt kam es zu Freudenkundgebungen von hunderten Menschen mit Putin- und Assad-Bannern, syrischen und russischen Flaggen etc. (http://de.sputniknews.com/politik/20151113/305615599/kundgebung-syrien-assad-putin.html)
Wohl infolge des immer weiteren Vorrückens der SAA auch im von Terroristen durchsetzten Bereich Ost-al-Ġûṭa (al-Ghouta) im Rîf Dimašq (in etwa: Damasksus-Land) haben sich hunderte an Bewohnern der Hauptstadt als Freiwillige gemeldet, um nach einer militärischen Schulung die Armee beim Vertreiben der Terroristen auch aus dem Umland von Damaskus zu unterstützen. (http://sana.sy/?p=296156) – Wie schon ein Blick auf die Landkarte erahnen läßt, bildeten beide heutige Staaten, Syrien und der Libanon, und einige Randgebiete zusammen das historische, über Jahrhunderte bis ins 19. Jh. exisitierende Verwaltungsgebiet aš-Šâm.
Nach dem verheerenden Attentat in Burğ al-Barağana (Bourj al-Barajneh) nahe Beirut vom 12.11.2015, das auch von der syrischen Regierung auf Strengste verurteilt und zum Ausgangspunkt einer neuen Aufforderung an den UN-Sicherheitsrat wurde, der fortgesetzten Terroristenunterstützung durch die bekannten Länder endlich ein Ende durch tatkräftige Umsetzung der entsprechenden erlassenen Resolutionen zu setzen (http://sana.sy/en/?p=61051), erklärte sich Präsident Putin bereit, mit den libanesischen Behörden bei der Bekämpfung des Terrorismus zusammenarbeiten. (http://sana.sy/?p=296270)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.11.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=60936 und http://sana.sy/?p=295619 (u.a. Eroberung von al-Ḥâḍir, 34km südlich von Aleppo mit Befreiung einer Anzahl Ortschaften im SW der Provinzhauptstadt, wie z.B. Talat al-Arbaʽaîn, Ḫirbat al-Mazâriʽ, Ḫirbat Nizha und Ḫirbat al-Mašawaḥ, dazu Befreiung von Ğadîda ʽArbaîd und ʽArbaîd Saġîr im W, unter den zahlreich getöteten Terroristen auch Getöteten auch der sog. Scheich Hânî; )
Mit der Eroberung der Stadt al-Ḥâḍir (al-Hadir, s. Gefechtsbericht) im Umkreis von Aleppo ist der SAA ein weiterer bedeutsamer Sieg gelungen, da jener Ort ebenfalls als Terroristenhochburg bekannt war. Die Meldung an sich ist dem öffentlichen syrischen Fernsehen entnommen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293221-syrische-armee-erobert-strategische-stadt-al-hadir-in-aleppo-zur%C3%BCck)
Terroranschläge vom 12.11.2015:
In Samlîn verschanzte Terroristen beschossen mit Mörsergranaten den Vorplatz einer Brotbäckerei in Ṣanamain, ca. 50km nördlich von Darʽâ, zur Zeit, als dort gerade viele Menschen in der Warteschlange standen. Bei dem Terrorakt wurden zwei Anwohner getötet und sieben, darunter sechs Kinder, verletzt.
Eine von Ğaiš al-Islâm ausgeführte Mörsergranatenattacke auf al-Kabâs im Umland von Damaskus verwundete drei Bürger.
Aktualisierung: In Damaskus in Bâb Tûmâ zielten Terroristen mit Mörsergranaten auf einen Kindergartenbus und verletzten so sechs Kinder, deren Aufsichtsperson und einen weiteren Fahrgast. (http://sana.sy/?p=295650)
Nach Mitteilung des russischen Vize-Außenministers Alexej Meschkow am Mi., 11.11.2015, auf Basis von UN-Angaben konnten seit der russischen Luftwaffenunterstützung im Counterterrorismus mehr als eine Million Syrer wieder in ihre Wohnorte und Häuser zurückkehren. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151111/305558286/syrien-fluechtlinge.html, s.u. Mitteilung des Großmuftî vom 24.10.2015)
Eine detaillierte Übersicht über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=60827 und http://sana.sy/?p=295101 (Akkurate vernichtende Luftschläge gegen IS-Positionen im O von Dair az-Zaur in al-Muraîʽiyya (aus dem Dorf hatte der IS die Bewohner deportiert, in deren Häusern Waffen- und Munitionsdepots etc. eingerichtet und Wohngebiete der nahe Provinzhauptstadt wie den Militärflughafen beschossen), unter den getöteten Terroristen (Rest verwundet oder geflohen) war auch der IS-Kommandant für den Großraum Dair az-Zaur mit Luftwaffenstützpunkt Abû Dawûd aṭ-Ṭâğîkî, der IS-Chef-Henker und Scharfrichter Abû Ḥamza at-Tûnisî sowie der bekannte IS-Scharfschütze Abû Muḥammad al-Ḥamwî, eine Armeeeinheit eliminierte eine IS-Ansammlung und das IS-Hauptquartier beim Dorf al-Ğafra mit ca. 60 IS-Kämpfern samt teils schwerer Artillerie, die Militärgarnison des internationalen Flughafens Dair az-Zaur wehrte erfolgreich einen IS-Angriff mit gepanzerten hochgerüsteten Fahrzeugen und Autobombe ab, bevor diese detonieren konnte; gezielte erfolgreiche Luftschläge auch im Umkreis von Aleppo gegen IS-Stützpunkte in ʽArbîd, Dair Ḥâfir, ʽAin al-Ğamâğama, as-Sîn, Ğab Ġabša, Wadîʽa und al-Bâb im O; Dergleichen in der Zentralprovinz Ḥomṣ gegenüber IS-Stellungen und Verschanzungen in al-Qaryatain, Mahîn, Umm Ṣuhaîrîğ und aš-Šandâḫiyya al-Ğanûbiyya, dazu Aushebung von IS-Nestern durch Bodentruppen in Ğabâb Ḥamad und ʽUnq al-Hawâ unter heftigen Feindverlusten auch von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im Dorf al-ʽÂmiriyya; Eliminierung von Verstecken von Ğaiš al-Fataḥ in al–Ḥubaiṭ in der Provinz Idlib; konzentrierte Operationen in Darʽâ al-Balad wie im Umkreis von Darʽâ auf Tal aš-Šaiḫ Ḥussain und in Tulûl Ḫulaif bei Umm Walad an der Verwaltungsgrenze zu as-Suwaidâ´, wodurch die Hauptversorgungswege von Ğabhatu_n-Nuṣra von Jordanien her für den Nachschub an Söldnern und Waffen unterbrochen wurde; in der Provinz Ḥamâ wurden bei Gefechten mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya im N von Maʽân etliche Terroristen getötet, verwundet und Abschußanlagen für Raketen und Mörsergranaten wie teils schwerere Artillerie zerstört, unter den Getöteten war auch deren Amîr (Kommandeur) Asʽad al-ʽAriyân, ähnliches widerfuhr Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Zaitâ und von Ğund al-Aqṣâ in al-Laṭâmina und bei Mûrik, wo auch der Amîr der letztgenannten Terrorgruppe, Abû al-Waʽqâʽ fiel, dazu Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkten samt gepanzerten Fahrzeugen in Aṭšân, al-Laḥâyâ, Kafar Nabûda und Mûrik durch die SAAF) sowie http://sana.sy/en/?p=60867 (Bericht der obersten Heeresleitung), dazu http://sana.sy/en/?p=60844, http://www.sana.sy/?p=295101 und http://de.sputniknews.com/militar/20151111/305546189/syrien-russland-bomben.html (Berichte über die russischen Luftschläge: 277 terroristische Objekte in 85 Lufteinsätzen in den vergangenen 48 Stunden eliminiert in den Provinzen Aleppo, Damaskus-Land [d.i. Rîf Dimašq], Lattakia, Ḥamâ, Ḥomṣ und Idlib, darunter 23 Kommandozentren, 17 Munitions- bzw. Waffendepots, 90 hochgerüstete Stützpunkte, 147 logistische Stätten) sowie http://de.sputniknews.com/politik/20151111/305556226/syrien-attacken.html (Bericht über die syrischen Luftschläge in Deutsch: ca. 150 Einsätze im N, S und Zentrum des Landes)
Während Journalisten den von russischen Piloten genutzten Luftwaffenstütpunkt Ḥumaimîm (Hmeimem) nahe der Hafenstadt al-Lâḏaqiyya (Lattakia) auf Einladung seitens der russischen Regierung hin besuchen konnten, versammelten sich spontan Bewohner des nahegelegenen Flüchtlingszentrums und skandierten: „Wir danken dir, Putin“. Im Interview äußerte einer der Flüchtlinge: „Ich hoffe, dass mit Hilfe russischer Piloten unser Militär voranschreiten und die Terroristen besiegen wird, sodass wir in unsere Häuser zurückkehren können“. (http://de.sputniknews.com/militar/20151024/305167812/syrer-danken-putin.html)
Terroranschläge vom 11.11.2015:
Beim Mörsergranatenangriff seitens Ğaiš al-Islâm auf eine Wohneinheit beim al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp im N von Damaskus wurde ein Bürger getötet, 13 weitere trugen Verletzungen davon.
Ergänzung per Eilmeldung: Im Stadtteil al-Ašrafiyya von Aleppo wurden durch Raketenbeschuß neun Personen, darunter ein Mädchen getötet. (http://sana.sy/en/?p=60841)
Spektakulärer Erfolg der SAA!
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=60718 und http://sana.sy/?p=294609 (Nach gut zwei Jahren des Abgeschnittenseins aufgrund des IS-Belagerungsrings um den Militärflughafen von Kuwairis im O von Aleppo erreichten die Verteidigungsmannschaft und eine sich in die Umgebung durchgekämpfte SAA-Einheit heute, den Belagerungsring zu durchbrechen und weite Gebiete – insgesamt mehr als 300 km2 – wieder unter staatliche Kontrolle zu bringen, nachdem in harten zähen Kämpfen hunderte der IS-Terroristen getötet, deren Zellen mitsamt Waffen und militärischem Equipment zerstört worden waren. Die Verteidigungsmannschaft des Flughafens hatte zuvor allein in den letzten Monaten hunderten von IS-Angriffen nicht nur standgehalten sondern sie unter deutlichen Feindverlusten zurückgeschlagen. Befreit vom IS wurden zudem etliche strategisch wichtige Anhöhen in der Umgebung des Luftwaffenstützpunkts, die Orte Tal Naʽam, Nuʽaima, an-Naṣariyya, Ğudaida, al-Ğabûul, Tal Sabʽain, Kuwairis Šamâlî und Kuwairis Ğanûbî und schließlich aš-Šaiḫ Aḥmad.
Dazu: im S Aleppos Eliminierung von Schlupfwinkeln von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya fî_l-Kamârî in at-Tulailât und im Umfeld von al-Ḥâḍir, desgleichen bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen aš-Šaʽâr, aš-Šaiḫ Saʽîd, al-Ğâbariyya, as-Sukarî, al-Ašrafiyya, al-Ḫâlidiyya und al-Anṣârî, unter den Getöteten u.a. zwei Kommandanten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya nämlich Aḥmad Abû Ḫamîs und Nawâr aš-Šahûd mit Kampfnamen Abû al-Walîd; desgleichen bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen aš-Šaʽâr, aš-Šaiḫ Saʽîd, al-Ğâbariyya, as-Sukarî, al-Ašrafiyya, al-Ḫâlidiyya und al-Anṣârî, unter den Getöteten u.a. zwei Kommandanten von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya nämlich Aḥmad Abû Ḫamîs und Nawâr aš-Šahûd mit Kampfnamen Abû al-Walîd; IS-Ansammlung beim Flughafen Dair az-Zaur wie al-Muraîʽiyya, in Ḥuwaîğat al-Muraîʽiyya, al-Ğafra und im Gebiet at-Taîm eliminiert bei 25 getöteten und Dutzenden verletzter IS-Leute samt deren militärischer Ausstattung; weiteres Vordringen im Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit Befreiung von al-Maḥâliğ samt Umkreis sowie des Areals beim Marğ as-Sulṭân Airport und weiterer Sektoren entlang der Autobahn nahe Ḥarastâ unter großen Verlusten bei den Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Islâm; desgleichen erfuhren Abteilungen von Ğaiš al–Fataḥ in der Provinz Ḥamâ bei Qalʽat al-Mudaiq im NW, von Ğabhatu_n-Nuṣra und der damit afiliierten Terrorgruppe Tuğmiʽ Katâ´ib al-ʽIzza, deren Anführer Aḥmad ʽAbdul-Karîm as-Suḥ alias Aḥmad al-Karmû ebenfalls getötet wurde, in al-Laṭâmina und von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in ʽAṭšan, dazu präzise, effektive Luftschläge Nester von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ğund al-Aqṣâ und Liwâ´ al-ʽIzz in Laḥâyâ, Mûrik und beim al-ʽAbûd Checkpoint im N, dazu gegen Positionen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš al–Fataḥ an der Verwaltungsgrenze zu Idlib in Kafar Nabûda und al-Hubaiṭ; Dergleichen auch gegenüber IS-Stellungen und Schlupfwinkeln in der Provinz Ḥomṣ in Muhain (Mahîn), Vereitelung des Eindringens einer IS-Truppe von Sanîsil und Umm Ṣuhaîrîğ aus nach Ğabûrîn und Maksar Ḥiṣân unter Vernichtung etlicher feindlicher Kämpfer und deren Waffen, Munition etc., Ausmerzung von IS-Stützpunkten in den Bergen von aš-Šûmariyya wie von IS, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Hilâliyya, Maḥras ad-Dîk, Ḥûš az-Zabâdî, al-ʽÂmiriyya und ʽAin Ḥussain al-Ğanûbî; in Darʽâ im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad u.a. Zerstörung zweier Kommandozentren von Ğabhatu_n-Nuṣra; Gruppen der NDF schlugen erfolgreich einen Angriffsversuch von Takfîr-Terroristen auf einen ihrer Posten zurück, worauf der Feind floh), http://www.sana.sy/?p=294980 und http://sana.sy/en/?p=60813 (Bericht des Generalkommandos über den Erfolg am Kuwairis-Airport); s.a. http://de.sputniknews.com/militar/20151110/305534106/syrische-armee-durchbricht-is-blockade.html.
Reaktionen:
Präsident Dr. al-Assad gratulierte darauf persönlich per Telefon dem Kommandanten der Verteidiger des Kuwairis-Militärflughafens, Generalmajor Munḏir Zamâm, wie dem Kommandanten der Streitkräfte, Oberst Suhail al-Ḥassan, dankte für und würdigte deren und ihrer Truppen heldenhaften Einsatz und sprach gleichzeitig den Familien der Gefallenen und Verwundeten sein tiefes Mitgefühl aus. Im Einzelnen dazu s. http://sana.sy/en/?p=60810, http://www.sana.sy/?p=294974.
Der Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn erklärte, jener Sieg sei u.a. eine klare Botschaft der tapferen zum Schutz der Bevölkerung kämpfenden Soldaten an die Terroristen im Land, wie in der ganzen Welt, daß Syrien auch weiterhin standhalte und den Counterterrorismus unvermindert fortsetze. (http://www.sana.sy/?p=294990) – Im nahen Aleppo versammelten sich noch nachts feiernde Menschenmassen anläßlich der jüngsten Erfolge ihrer Armee im Counterterrorismus. (http://www.sana.sy/?p=294987).
Aufgrund der russischen Militärunterstützung im Counterterrorismus stieg auch die Anzahl derjenigen Schüler und Studenten, die Russisch lernen wollen, sprunghaft an. Seit einiger Zeit besteht nach Erlernen der ersten Pflicht-Fremdsprache Englisch an Grund- und Mittelschulen ab der 8. Klasse die Wahl, als zweite Fremdsprache zwischen Französisch (frühere Kolonialmacht!) und Russisch wählen zu können. Doch berichten auch Schul- und Hochschullehrer davon, daß viele ihrer Zöglinge auf sie zukommen, um zu erfragen, wie man auf russisch „Danke“ sage oder einem der russischen Soldaten, denen man im Raum al-Lâḏaqiyya (Stützpunkt Ḥumainmim liegt im Landkreis!) vielleicht einmal begegne, zurufen zu können: „Wir freuen uns, daß Sie hier sind!“. Dies berichtet auch die seit 20 Jahren in Syrien lebende Sprachlehrerin Jelena aus Irkutsk oder der Dekan des Instituts für Fremdsprachen an der Tišrîn-Universität, auch wenn sich die Sprachschüler zunächst mit der Aussprache teilweise schwer tun. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151109/305499347/russische-sprache-boomt-syrien.html)
Terroranschläge vom 10.11.2015:
Der Raketenbeschuß eines Wohngebiets der nördlich gelegenen Hafenstadt al-Lâḏaqiyya (Lattakia) forderte bislang 16 Tote und 53 Verletzte und verursachte erheblichen Sachschaden. – In Damaskus hinterließ der Beschuß mit Mörsergranaten ein Todesopfer und fünf verletzte Bürger in verschiedenen Wohngebieten. (http://sana.sy/en/?p=60725, http://www.sana.sy/?p=294750, s.a. http://de.sputniknews.com/panorama/20151110/305525984/syrien-beschuss-opfer.html) – Aktualisierung: Opferzahl in al-Lâḏaqiyya (auch infolge) verstorbener Schwerverletzter gestiegen auf bislang 23 Tote und 65 teils sehr schwer Verletzte. Als verantwortlich für die Terrorakte gelten Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya. Aus dem Beschwerdeschreiben des Außenministeriums an den UN-Sicherheitsrat wie den UN-Generalsekretär (wegen fortgesetzter Terroristenunterstützung durch gewisse Staaten und der bisherigen Untätigkeit des UN-Sicherheitsrats in dieser Hinsicht) geht hervor, daß die beiden Katjuscha-Raketen im Wohngebiet al-Auqâf und vor der Universität gerade zur „Rush hour“ einschlugen. (http://sana.sy/en/?p=60771.
In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsrat verwehrte sich die Landesregierung gegen die Zerstörung der (notwendigen) Infrastruktur des Landes durch die zudem völkerrechtswidrigen Aktionen der US-geführten Koalition im Land. Zuletzt hatten französische Kampfjets eine wichtige syrische Ölförderungsanlage nahe Dair az-Zaur zerbomt, wo sich auch IS-Trupps aufhalten. In der Ankündigung von Jean-Yves Le Drian vom Mo., 9.11.15, hatte es geheißen, man habe am Vortag IS-Objekte zerstört, was somit nicht den Fakten entspricht. (s. http://de.sputniknews.com/mi-litar/20151109/305510569/frankreich-luftoperation-syrien.html, http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i9170-les_infrastructures_syriennes_cibles_des_raids_de_la_coalition_us, http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i9137-syrie_la_coalition_internationale_attaque_les_infrastructures_du_pays und http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293088-syrien-verurteilt-angriffe-der-anti-is-koalition-auf-infrastrukturen) – Zu den völkerrechtswidrigen Lufteinsätzen der US-geführten Koalition und insbesondere der französischen Beteiligung in Syrien kommentierte einer der SAA-Topkommandeure, General Muḥammad ʽIzza (Mohammad Issa) im Interview mit Sputnik: “These strikes target Syrian oil wells and all this is done without the approval of Damascus govern-ment, which for us means the violation of our sovereignty” und er fuhr fort: “The Western coalition has targeted so far no position or camp of Daech or other terrorist groups. Through its strikes France seeks to bomb our oil wells as revenge against Damascus who did not give to France any oil concessions”. (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i9222-le_porte_avions_fran%C3%A7ais_sera_directement_vis%C3%A9_s’il_s’approche!_%28g%C3%A9n%C3%A9ral_syrien%29).
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.11.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=60610 und http://sana.sy/?p=294119 (Weiterer Vorstoß im Rîf Dimašq im Gebiet Ost-al-Ġûṭa in den S-, SO- und W-Teilen vom Marğ as–Sulṭân Militärflughafen unter heftigen Verlusten von Ğabhatu_n-Nuṣra an Kämpfern und Equipment, Rückschläge auch für Anhänger von Ğaiš al-Islâm in Dûmâ wie entlang der Straße von Saqbâ nach Ḥamûriyya, in Ḥaza östlich von ʽAin Tarmâ; in der Provinz Darʽâ erfolgreiche Operationen gegen Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra im O von Buṣrâ aš-Šâm, in ʽAtmân sowie einigen Teilen von Darʽâ al-Balad in der Provinzhauptstadt, Ausmerzung von Stellungen von Liwâ´ Ḥaurân in Ğisr al-Ġâriyât, Abwehr von Terroristen, die von al-Karak und Umm Walad nach al-Aṣlaḥa eingefallen waren; Befreiung von aš-Šaiḫ Aḥmad im O von Aleppo zusammen mit den NDF nach Zerstörung des Hauptquartiers und verschiedener Verschanzungen und Entfernung der hinterlassenen Sprengsätze und Bomben, laut sozialen Netzwerkseiten fand sich unter den Getöteten auch der Experte für Minen und improvisierte Sprengsätze von Katîba Abû Ğamîl Qaṭab (alliiert mit Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya) namens Nawâr al-Ḥamwî alias Abû Zubayda; Abwehr eines verlustreichen IS-Angriffs auf das Areal des Dair az-Zaur Airport; im N von Ḥomṣ Aushebung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Nestern in Tair Maʽla und Mahîn und solchen des IS in ʽUnq al-Hawâ, Vorstoß in Angriffen gegen den IS auf der Straße al-Bayârât nach Tadmur; konzentrierte Schläge gegen Ğund al-Aqṣâ im Raum Kafar Zaitâ im N-Umland von Ḥamâ wie gegen den IS in ʽUqairbât sowie gegen Ğaiš al-Fataḥ an der Verwaltungsgrenze zu Idlib; dort Spezialoperationen gegen Ğund al-Aqṣâ in Sarâqib im SO wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra im S, wobei auch deren lokaler Anführer Muṣṭafâ al-Mandîl getötet wurde.), Informationen zu den russischerseits gemeinsam mit der SAAF ausgeführten Luftschlägen der letzten drei Tage bei: http://sana.sy/en/?p=60644 (Zerstörung von über 448 terroristischen Objekten in 137 ausgeführten Luftschlägen in den Provinzen Aleppo, al-Lâḏaqiyya, Damaskus-Land, Idlib, Ḥamâ, Ḥomṣ und ar-Raqqa) und http://de.sputniknews.com/politik/20151109/305502219/syrien-russland-bombardements.html (auf Deutsch) mit http://de.sputniknews.com/militar/20151109/305505755/Videos-Luftschlaegen-gegen-is-syrien.html sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse der vergangenen 78 Stunden durch die oberste syrische Heeresleitung vom Mo., 9.11.2015: http://sana.sy/en/?p=60648 und http://de.sputniknews.com/militar/20151109/305507286/kommandostellen-technik-zerstoert.html (Auszug auf Deutsch), dazu http://sana.sy/en/?p=60608 (Nennung weiterer durch die SAA getöteter Terroristenanführer laut sozialen Netzwerkseiten) – Sonderbericht über die Erfolge der Bodenperationen auf Deutsch auch bei http://de.sputniknews.com/politik/20151110/305523798/syrische-armee-gewinnt-doerfer-zurueck.html.
Terroranschläge vom 9.11.2015:
Durch den Beschuß mit Mörsergranaten wurde in Ḥarastâ am Montag erneut ein Mädchen verletzt, Häuser und anderes Privateigentum wurde beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=60602)
Den gegen die säkulare und legitime Regierung kämpfenden Terroristen und Extremisten verfügen laut Auskunft des Sprechers des ziemlich zentral gelegenen Luftwaffenstützpunktes Ḥamâ gegenüber SputnikNews auch über Fla-Raketensysteme (sog. Stinger-Raketen, vgl.u.), mit denen Ziele bis in eine Höhe von 4.500m abgeschossen werden könnten. Gefährdet seien die eigenen Piloten während ihrer Missionen gerade wegen der besonderen Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung zur Vermeidung von Kollateralschäden. So führte er aus: „Recht oft steigen unsere Piloten tiefer herunter, um präzisere Schläge auszuführen und zivile Objekte dabei nicht zu gefährden“. Dadurch habe man – wegen der feindlichen Beschießung mit Stinger-Raketen – schon viele Kampfjets verloren. (http://de.sputniknews.com/militar/20151109/305484293/syrien-extremisten-fla-raketensysteme-stinger.html vom 9.11.2015)
Gerade in dieser Angelegenheit des Zivilschutzes verwehrte sich das Außenministerium erneut energisch gegen die von feindlichen Mächten in den Medien verbreiteten Behauptungen dahingehend, die syrische Luftwaffe würde während ihrer Einsätze wahllos zuschlagen, als faktenwidrig und gezielte Verleumdungspropaganda. (http://sana.sy/en/?p=60623)
Bald soll im Rahmen der russischen Counterterrorismusunterstützung für die SAA die sog. 2. Phase von Militäroperationen beginnen. Hierzu werden weitere Schiffe – womöglich mit Militärhubschraubern – an syrische Küste entsandt. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292981-neue-russische-schiffe-an-syrische-k%C3%BCste-entsendet)
Erneut konnte der Zoll am Hafen von Ṭarṭūs große Menge des von den Terroristen genutzten Amphetamins Captagon (vgl.u.) sicherstellen, wie Zolldirektor Lu´ay an-Nabalsî (Louay al-Nabelsi) gegenüber SANA äußerte. Die im Land befindlichen Terroristen suchten auch, dieses Aufputschmittel selbst herzustellen, u.a. im Gebiet von al-Bâb im N von Aleppo. Die für die Verschiffung zuständige Person wurde den Behörden überstellt. (http://sana.sy/en/?p=60522)
Die das palästinensische Flüchtlingslager al-Yarmûk – inzwischen ein südlicher Stadtteil von Damaskus! – belagernden Takfîr-Terroristen verhindern die Überstellung der darin wohnenden Studenten zur Registrierung für das beginnende Wintersemester an den Universitäten, teilte ein Vertreter von GAPAR (General Authority for Palestine Arab Refugees) am So., 8.11.2015, mit. Demgegenüber sprach er der Regierung seine Wertschätzung für die andauernde Unterstützung der Flüchtlinge aus. Seiner Aussage zufolge zielten die Terroristen darauf, alle Lebensgrundlagen inklusive der gebotenen Bildungsmöglichkeiten der Palästinenser zu unterminieren. (http://sana.sy/en/?p=60509)
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 8.11.2015 verschaffen http://sana.sy/en/?p=60492 und http://www.sana.sy/?p=293746 (im Zusammenwirken mit den NDF Befreiung von Barâwî und ʽAzîziyya Simʽân mit Eroberung der Anhöhe Tal Mamû im S von Aleppo nach Eliminierung der letzten Terroristenansammlungen auch in Ḫalṣa und Qarâṣî, unter den Getöteten auch der Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Faiṣal Šarîf mit dem Kampfnamen Abû ʽUmair al-Anṣârî, Zerstörung von IS-Schlupfwinkeln mit militärischem Equipment in Rasm al-ʽAbûd, al-Ğâbariyya, Ḥumaimiyya und Abû Ḍana wie um die Luftwaffenakademie im O, gezielte Luftschläge im Gebiet von Tal Isṭabal, Tal Faʽûrî, al-Madiyûna, aš-Šaiḫ Aḥmad und al-Bâb, mit Razzien im Provinzhauptstadtgebiet in al-Lairamûn, al-Ašrafiyya, ad-Dakuwâna aš-Šaiḫ Saʽîd, as-Sukarî, al-Anṣârî und aṣ-Ṣâḫûr; akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze im N von Ḥamâ in Kafar Zaitâ, ʽAṭšân, Tal ʽÂs und Maʽkraba gegen al-Ğabhatu aš-Šâmiyyatu-Positionen mit Zerstörung auch von Abschußanlagen, mittels derer die Terroristen das Areal von Maḥarda beschossen, unter den Getöteten auch der Anführer Muḥammad Raḍwan al-Ḥasâwî, Kappen der Nachschubrouten von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Ausmerzung von deren Stellungen bei Mûrik, in Kafar Nabûda, Tal Sukaik, Tal ʽUṯmân und Qalʽat al-Maḍîq; in Sarâqib in der Provinz Idlib Zerstörung des Hauptquartiers von Ğund al-Aqṣâ (mit dem IS affiliiert), dazu Spezialoperationen in Ḫân Šaiḫûn, al-Hubaiṭ und al-Bâra; präzise Luftschläge gegen den IS im O von Ḥomṣ in der Umgebung von Mahîn und Ḥawârîn mit Zerstörung von IS-Stützpunkten östlich von Tadmur, Ârâk und Ḫunaifîs, in ʽUnq al-Hawâ und Ṣuhaîrîğ; Verhinderung des Eindringens der Extremisten nach Darʽâ von al-Manšiyya aus, überlebende Feinde flohen, Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfwinkel in Darʽâ al-Balad, nördlich von ʽAtmân und Muzairîb; akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen al-Muraîʽiyya und al-Ğafra im Umland von Dair az-Zaur, Bodentruppen bekämpfen IS-Trupps in Naṣîb Duġaîm, az-Zarâʽa und Ḥuwaîğat al-Muraîʽiyya mit ca. 60 getöteten Terroristen, dutzenden Verletzten und Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung samt einer Vielzahl von Kommunikationseinrichtungen, Raketenabschußanlage, gepanzerten Fahrzeugen etc. ).
Terroranschläge vom 8.11.2015:
In Ğaubar am Stadtrand von Ost-al-Ġûṭa positionierte Terroristen beschossen am Sonntag das al-ʽAdawî-Gebiet in Damaskus beim Dâr aš-Šifâ´-Krankenhaus und verletzten damit fünf Bürger, einen davon lebensgefährlich.
Im Zentrum von Ḥomṣ detonierte ein an einem abgestellten Fahrrad befestigter Sprengsatz und verwundete einen Passanten.
Ergänzung:
Aufgrund zweier zusätzlich detonierter Sprengfallen Ḥomṣ stieg die Anzahl der Verletzten auf 14, die Sachschäden sind ebenfalls beträchtlich.
Raketeneinschläge (Ausgangspunkt Banî Zaid!) in der Nîl-Straße in einem Wohngebeit von Aleppo töteten eine dreiköpfige Familie und verletzten vier weitere.
Zusatzmeldung: am Samstag beschossen Mitglieder der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm Wohngebiete von Damaskus und der Vorstadt Ḥarastâ mit insgesamt elf Verletzten und einem Toten. (http://sana.sy/en/?p=60463, http://www.sana.sy/?p=293715)
Zur Detailübersicht der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.11.2015 s. http://sana.sy/en/?p=60403 und http://www.sana.sy/?p=293413 (Eliminierung von Terroristennestern mitsamt eines Munitionsdepots und einer Werkstatt zum Bomben- und Sprengfallenbau von Ğaiš al-Islâm bei den al-ʽAb –Farmen und westlich der al-Anṣâr-Moschee in Dûmâ im Gebiet in Ost-al–Ġûṭa im Rîf Dimašq sowie in Ğisraîn und an-Našâbiyya , dazu Zerstörung von militärisch aufgerüsteten Pickups und eines Bulldozers zwischen Ğisraîn und an-Našâbiyya ʽArbîn und Ḥarastâ, Gebietsgewinne in Richtung Nûla und Marğ as-Sulṭân mit heftigen Feindverlusten von Ğabhatu_n-Nuṣra Ğaiš al-Islâm auch in Manšiyyat Ḫân aš-Šîḫ; erfolgreiche Spezialoperation gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte in Darʽâ-Stadt (Stadtteil Darʽâ al-Balad mit Terroristennest am Sûq al-Hiyâl) sowie in ʽAtmân im N, unter den zahlreich Getöteten auch der Feldkommandant von Liwâ´ al-Karâma namens Zuhair Ḥussain az-Zuʽbî; präzise erfolgreiche Luftschläge in der Provinz Idlib gegen Ğaiš al-Fataḥ in Ḫân Šaiḫûn und at-Tamânaʽa im S wie gegen Ğund al–Aqṣâ, zusätzlich auch im O von al-Maʽṣara; Ausweitung der Militäroperationen auf den NO von al-Lâḏaqiyya auf das Gebiet beim Bergmassiv und der Stadt Ġamâm, beim Vorgehen gegen Terroristen-Stützpunkte und –Ansammlungen in Ğabal al-Kârûra, ʽArâfît, ʽAkûbir, ad-Daġmašiliyya, az-Zuwaik/az-Zawîk, Dair Ḥanâ, Katif al-Ġadar und Katif al-Ġanama u.a. Zerstörung vieler Bunker und des Hauptquartiers, was von den Terroristen – meist Saudis und Türken – fliehen konnte, flüchtete sich wieder über die Grenze in die Türkei; akkurate SAAF-Einsätze im O von Aleppo gegen Terroristen-Fortifikationen in aš-Šaiḫ Aḥmad, Umm Arkîla, Tal Aḥmar und Rasm al-ʽAbd; gezielte Luftschläge auch in der Provinz Ḥamâ gegen Terroristennester von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierte in al-Qaṣâbiyya und Sukaik, beim Durchkämmen des kürzlich eroberten Gebiets im bergigen Land um Ğab az-Zaʽrûr große Mengen an Waffen, Munition, selbstgefertigten Sprengfallen (IEDs) und Gaszylindern zum Bombenbau aufgestöbert und konfisziert, Zerstörung von einem Panzer, einer Raketenabschußrampe, aufgerüsteten gepanzerten Fahrzeugen mit Waffen im O von al-Laṭâmina wie in ʽAṭšân, Maʽrkaba und Mûrik, unter den Getöteten auch der lokale Anführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya namens ʽAbdalmağîd ad-Darbâs; präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen den IS auch in der Provinz Ḥomṣ in aṣ-Ṣawâna aš-Šarqiyya, im SW von Tadmur, im O von Ğab al-Ğarâḥ und Ḥawârîn sowie um Mahîn, Bodenattacken gegen den IS unter dessen erheblichen Verlusten an Männern und Ausrüstung in Maksar al-Ḥaṣân, Tulûl al-Hawâ, Umm Ṣuhaîrîğ und ʽUnq al-Hawâ sowie im O von Ğabal al-Hiyâl in Richtung der Obstplantagen (al-Bayârât) von Tadmur unter den Getöteten auch der IS-Führer Hağ Ḥassan Dair Baʽlbawî).
In Aleppo haben Terroristen einen weiteren Tunnel in Richtung eines Militärpostens gegraben, um unbemerkt in diesen gelangen zu können. dies wurde laut einer Quelle vor Ort entdeckt, worauf die Terroristen den Tunnel sprengten und damit einen Teil der Mauer der alten Festung auf dem Festungsberg mitsamt des Westtors am Sa., 7.11.2015 zum Einsturz brachten. Der Terroristenangriff wurde durch die SAA abgewehrt, jedoch wurde die Einheit Zeuge eines weiteren Kulturverbrechens an der historischen Stätte. Die Festung aus dem 10. Jh. steht ebenfalls auf der Weltkulurerbe-Liste der UNESCO. (http://www.sana.sy/?p=293547, http://de.sputniknews.com/panorama/20151107/305473137/angriff-auf-regierungsarmee.html)
Terroranschlag vom 7.11.2015:
Anwohner des Stadtteils von al-Ašrafiyya in Aleppo wurden in der Nacht auf Samstag wieder Zeugen eines Raketenbeschusses durch Terroristen, die sich im Stadtteil Banî Zaid verschanzt hatten. Fünf Personen trugen Verletzungen davon, private wie öffentliche Gebäude etc. wurden beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=60400)
Obwohl die in Ḥumaimîm stationierten russischen Piloten um ein vielfaches mehr [und tatsächlich effektive!] Einsätze gegen Einrichtungen und Positionen der Terroristen in Syrien in nur wenigen Wochen geflogen sind im Vergleich zu den Einsätzen der US-geführten Koalition seit über einem Jahr, kosten diese nur einen Bruchteil davon, wie die im US-Außenamt für den Nahen Osten zuständige Staatssekretärin Anne Patterson vor Kongreßabgeordneten einräumen mußte. Die täglichen diesbezüglichen US-Kosten betrügen ungefähr 8 Millionen US-$. Auf die Frage eines Kongreßabgeordneten, warum das so sei, entgegnete Patterson lapidar: „Nun, wir sind auch keine Russen und haben andere Standards.“ (http://de.sputniknews.com/militar/20151105/305433501/russland-usa-mehr-luftschlaege-kleinere-kosten.html)
Nachdem die US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland kürzlich erneut vor dem US-Kongreß behauptet hatte, die meisten russischen Angriffe in Syrien seien nicht gegen Terroristen gerichtet, sondern „gegen Gebiete, über die das Assad-Regime die Kontrolle verloren hat“, entgegnete Generalmajor Igor Konaschenkow vom russischen Verteidigungsministerium, dies strikt zurückweisend, mit den Worten: „Ich möchte ein weiteres Mal betonen: Die russische Luftwaffe in Syrien fliegt ihre Bombenangriffe nicht auf Gebiete, sondern auf Objekte der Terror-Infrastruktur.“ und fügte in dieser Hinsicht hinzu: „Unsere Angaben wurden weder vom US-Außenministerium noch vom Pentagon zurückgewiesen.“ . – Bei dieser Gelegenheit machte der Generalmajor nochmals darauf aufmerksam, daß der Standort von Objekten der Terroristen in Syrien wohl das am stärksten zu hütende Staatsgeheimnis der USA sei, denn „Vertreter des Pentagon erwähnen diese Objekte immer wieder, wollen aber nicht mitteilen, wo sie sich befinden.“ Demgegenüber habe die russische Seite alle ihre ermittelten Daten zu den Terroristen-Positionen inklusive Kartenmaterial mit den Militärattachés der zur US-geführten Anti-IS-Koalition gehörenden Ländern geteilt.
(http://de.sputniknews.com/militar/20151105/305434905/is-objekte-staatsgeheimnis-der-usa.html; s.a. http://de.sputniknews.com/politik/20151105/305422323/opposition-in-syrien-terroristisch.html)
Detaillierte Informationen zu den russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 6.11.2015 geben http://sana.sy/en/?p=60352 und http://www.sana.sy/?p=293201 (Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Positionen und –Verschanzungen in Mahîn und al-Qaryatain im SO von Ḥomṣ sowie unweit von Tadmur; Aushebung der Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in den Stadtteilen ar-Râšidîn 4 und Banî Zaid in Aleppo wie durch die SAAF in al-Ğâbariyya, Ḫân Ṭûmân, al-Mafalsa, Umm Arkîla, al-ʽAmiriyya, Rasm al-ʽAbd, östlich des Wärmekraftwerks wie im O von as-Sufaira, dazu Eliminierung von IS-Ansammlungen und -Fortifikationen in aš-Šaiḫ Aḥmad, Tal Abû Ḥina, Tal Aḥmar, um die Luftwaffenakademie und Kuwairis Ğanûbî im O-Umland; Befreiung von Ṣifṣâfa und Umgebung im äußersten NW von Ḥamâ nahe der Verwaltungsgrenze zu Idlib unter erheblichen Verlusten des Feindes an Männern und Ausrüstung mit Räumung letzter Schlupfwinkel von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Fataḥ; erfolgreiche Bekämpfung von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Nuʽaima im O von Darʽâ sowie im W bei Ğalîn und ʽAtmân, Räumung von Straßenblockaden im an-Nâziḥîn-Vertriebenen-Camp im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt, Eliminierung einer Terroristengruppe mitsamt Equipment auf der Straße vom meteorologischen Institut zum Staudamm; nach den letzten Eroberungen im gefährdeten Norden von al-Lâḏaqiyya Durchkämmen des Gebiets in den Höhenlagen von Ğab az–Zaʽrûr und dem al-Fark-Bergmassiv mit Entdeckung, Sicherstellung und Beschlagnahme von drei Feldhospitälern, Dutzenden von Bunkern mit selbstgefertigten sog. „hell canons”, einem Duška-Maschinengewehr, Mörsergranaten, etlichen Gaszylindern zum Bombenbau, unterschiedlichster Munition und Explosivstoffen in großer Menge gestohlenen Medikamenten und einem ziemlichen Quantum an Kokain)
In einem Geheimbericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) vom 29.10.2015, welcher Ende November UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vorgelegt werden soll, wird von der Organisation nach Untersuchungen bestätigt, daß der IS am 21.8.2015 Senfgas gegen die syrische Bevölkerung in der Stadt Mariʽ (vgl. Teil III) eingesetzte hat. (http://sana.sy/?p=293412, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292838-opcw-der-is-setzt-senfgas-in-syrien-ein)
Beim Treffen mit dem Vorsitzenden der russischen kommunistischen Partei, Gennady Zyuganow, am Do., 5.11.2015, in Moskau bekräftigte der syrische Groß-Muftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn den streng säkularen, demokratischen Charakter Syriens hervor, in dem bislang Christen und Muslime friedlich un din gegenseitiger Toleranz hätten miteinander zusammenleben können. Dafür zahle das Land bzw. die Bevölkerung nun einen hohen Preis im Abwehrkampf gegen den Takfîr-Terrorismus [der an die Stelle des säkularen Staates einen religiösen per Gewalt installieren wolle]. Zudem dankte er der russischen Regierung für ihre Unterstützung in diesem Kampf. (http://sana.sy/en/?p=60295) – Zur Erklärung des Begriffes Takfîr s. hier.
Zu den Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.11.2015 s. http://sana.sy/en/?p=60226 und http://www.sana.sy/?p=292596 (Vereitelung eines weiteren IS-Ein-dringversuchs auf das Areal des Dair az-Zaur Military Airports mittels einer Bombe in einem Tankfahrzeug unter erheblichen Feindverlusten, dazu Eliminierung von IS-Schlupfwinkeln im Umkreis wie auch in al-Ğubaila; Ver- hinderung der Detonation einer IS-Autobombe auf der Straße al-Ḥasaka – al–Hûl; erfolgreiches Vorgehen gegen den IS im Raum Aleppo um die Luftwaffenakademie, wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte in den Stadtteilen ar-Râšidîn 4, aš-Šaiḫ Ḫaḍar, Ṣâlâḥuddîn, aš-Šaiḫ Saʽîd, Bustân al-Qaṣr, dazu in Barna, Tal Ḥadiyya, Dalâma und Ḫân Ṭûmân im SW mit präzisen Luftschlägen in al-ʽAmiriyya im SO; Desgleichen in der Provinz Ḥamâ in al-Laḥâyâ mit Zerstörung einer Werkstatt für Sprengkörper und Artillerieanlagen und anderem militärischen Equipment in al-Laṭâmina, Laṭmîn und aṭ-Ṭamânaʽa mit Eliminierung vieler Kämpfer von Ğabhatu_n-Nuṣra sowie per Razzien in Ğâbariyya, Kafar Nabûda und Tal Hawâš im NW und al-Bâna im N gegenüber Ğaiš al-Fataḥ; Befreiung von al-Ḥazm al-Wasṭânî im SO von Ḥomṣ im Kampf gegen den IS mit effektiven akkuraten Luftschlägen gegen dessen Positionen und Schlupfnester in al-Qaryatain und Zerstörung eines IS-Hauptquartiers in Mahîn; im Raum as-Suwaidâ´ zusammen mit den NDF erfolgreiche Razzien gegen den IS in Tal Ṣaʽd; Vereitlung von Angriffen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps und Affiliierten auf einige Militärposten rund um Syriatel –Areal in Darʽâ, dazu Ausmerzung von deren Schlupfwinkeln mit Equipment in ʽAtmân, unter den Getöteten auch der Anführer von Katîba ʽUmar bin al-Ḫaṭṭâb namens ʽUmar Saʽîd an-Nağâr; mit Eroberung weiterer Gebiete wie aṣ-Ṣamâdî und al-Makâsir wie im N davon entlang der Autobahn im Rîf Dimašq wurde Ḥarasta befreit, nach Durchsuchung und Unschädlichmachung hinterlassener Sprengsätze und notwendiger Reparaturarbeiten steht die Autobahn auch im Areal Ost-al-Ġûṭa demnächst dem Verkehr wieder offen, einzelne Terroristen werden noch auf Bauernhöfen verstreut verhaftet, mehr als 80 Anhänger von Ğaiš al-Islâm wurden getötet, Razzien auch in Ğaubar und Zamalkâ) und http://sana.sy/en/?p=60284 (Bericht über die russischen Luftwaffeneinsätze) mit http://de.sputniknews.com/militar/20151105/305433906/munitionsdepot-trainingslager-stuetzpunkte-der-terroristen-zerbombt.html (Das Gleiche in Deutsch) und http://de.sputniknews.com/militar/20151105/305430729/syrien-is-objekte-attackiert.html (Rückblick über letzte 48 Stunden) sowie http://sana.sy/en/?p=60302 (Bericht des syrischen Armeesprechers über die Erfolge der letzten 48 Stunden)
Zum Schutz vor Anschlägen wie wie auch zur Vorbeugung eventueller Entführungen von Kampfflugzeugen auf dem Territorium benachbarter Staaten wie auch zur generellen Verteidigung hat die russische Regierung Fla-Raketen-Systeme nach Syrien geliefert, teilte Generaloberst Viktor Bondarew, Befehlshaber der russischen Luft- und Weltraumtruppen gegenüber der Zeitung Komsomolskaja Prawda mit. Es sei besser, auf alle möglichen Gefahren vorbereitet zu sein. (http://sana.sy/?p=292595, s.a. http://www.presstv.ir/Detail/2015/11/05/436370/Russia-Syria-missile-systems-Viktor-Bondarev) – Der US-Journalist Don DeBar interpretierte diese Aktion im Interview mit Press TV vom Do., 5.11.2015, für eine „message ,directed at the US‘”, also eine Art „Schuß vor den Bug“ gegenüber den illegal im syrischen Territorium sich aufhaltenden US-(Luft)Streitkräfte. Dies zeige, „how close the US is to war with Russia.” Darüber hinaus stellt er fest: „Clearly, the only other players in the sky… who… admit to have force there are the US, Turkey, Israel and perhaps some other NATO players like the UK and France.” (loc. cit.).
Terroranschläge vom 5.11.2015:
Mörsergranaten, abgeschossen von Terroristen in Ost-al-Ġûṭa, landeten nahe einer Schule in Damaskus im Bezirk al-Qaṣâʽ richteten zum Glück jedich „nur“ Sachschaden an geparkten Autos an.
In Ḥarastâ, um unmittelbaren Umland der Hauptstadt, wurden auf diese Weise ein Mann und ein Kind verletzt, etliche Gebäude, Wägen etc. nahmen Schäden.
Es dürfte sich bei den Schuldigen wegen ihrer fortdauernden Präsenz und derartiger Terrorakte in diesem Gebiet um Anhänger von Ğaiš al-Islâm gehandelt haben. (http://sana.sy/en/?p=60218, http://www.sana.sy/?p=292640)
Aktualisierung:
Im Stadtteil Ṣâlâḥuddîn von Aleppo wurden vier Bürger im Umkreis der Bilâl Ḥabašî-Moschee Opfer eines terroristischen Beschusses mit Mörsergranaten, die ebenso Sachschaden verursachten.
In der Vorstadt al-Yarmûk in der Provinz Darʽâ kamen infolge des Beschusses mit Mörsergranaten und Raketen ein Mann und eine Frau ums Leben, eine dritte Person wurde verletzt, der sachschaden ist entsprechend. Gefeuert wurde von Darʽâ al-Balad aus, einem von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Faraqa Falûğa Ḥaurân stark heimgesuchten Stadtteil der Provinzhauptstadt Darʽâ.
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.11.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=60122 und http://www.sana.sy/?p=292156, ergänzt durch http://www.sana.sy/?p=292596 (Der Armee gelang, die volle Kontrolle über das Gebiet entlang der Straßenführung Aleppo-Ḫanâṣir-Aṯriyâ-as-Salamiyya im Kampf gegen den IS zu erringen und das Areal von hinterlassenen Sprengfallen und Bomben zu säubern. Anschließend wurden Reparaturarbeiten an mutwilligen Beschädigungen ausgeführt, damit die Straße bereits am Do, 5.11.2015 dem öffentlichen Verkehr wieder übergeben werden konnte. Desweiteren Eliminierung von Terroristenstellungen und Schlupfnestern durch gezielte Luftschläge in aš-Šaiḫ Aḥmad, Tal Aḥmar und Kuwairis wie von IS-Hauptquartieren und -Fortifikationen in Rasm al-ʽAbd, Kuwairis Ġarbî and Kaṣkîṣ im O Aleppos; an der Autobahn in Höhe Ḥarastâ im Rîf Dimašq wichtige Areale erobert und Gebäudezüge befreit in Auseinandersetzung mit Ğaiš al-Fataḥ-Trupps unter Eliminierung der meisten Terroristen – auch von Liwâ´ ʽUmar al-Fârûq und Ğaiš al-Islâm – samt ihrer Ausrüstung wie einer Raketenbasis, eines Munitionslager und eines Kommunikationszentrums, dazu eines Feldlazaretts in aṣ-Ṣamâdî mit Unmengen aus umliegenden Kliniken gestohlener Medikamente; zusammen mit NDF-Kämpfern Eroberung der Anhöhen von al-Ḥazm aṯ-Ṯanâ und Tal aṯ-Ṯanâ im Umland von Ḥomṣ mit gezielten SAAF-Einsätzen gegen den IS in Mahîn and al-Qaryatain, um das aš-Šâʽir-Ölfeld bei Tadmur, östlich von Ğab al-Ğarâḥ, in al-Ḥazm al-Awsaṭ wie am Militärflughafen von Kuwairis, im O von al-Ḥafar, um Bait ʽAṭullâh und al-Ḥazm aš-Šârqî; Desgleichen in der Provinz Ḥamâ gegen Schlupfwinkel und Positionen von Ğaiš al-Fataḥ und Ğabhatu_n-Nuṣra in Laṭmîn, al-Laṭâmina, Ṣiyâd, al-Laḥâyâ bei Mûrik, Maʽrkaba und al-Bâna wie in Talâ ʽUṯmân, Kafar Nabûda, Rasm al-Yatîma und den Anhöhen von at-Tabâhî, unter Getöteten auch der Anführer von Ğabhatu aš-Šâm namens Aḥmad Muḥammad Naṣrullâh; erfolgreiche Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Nester im Stadtteil Darʽâ al-Balad, am an-Nâziḥîn–Flüchtlingslager, in al-Ašʽarî und ʽAtmân; akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Stützpunkte in al-Ğafra, Ḥuwaiğa, al-Marîʽiyya und aṭ-Ṭâbiyya im SO von Dair az-Zaur; im N von al-Lâḏaqiyya Eroberung des al-Fark–Bergzugs mit Befreiung von Bait Abû Rîša und Ḫirbat Ğab az-Zaʽrûr nahe Verwaltungsgrenze zu Ḥamâ mit Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Sprengkörpern).
Auch mit der Kommandoführung der israelischen Luftstreitkräfte hat das Fliegerzentrum der russischen Luftwaffenbasis im syrischen Ḥumaimîm (Hmeimim) nahe al-Lâḏaqiyya einen rund um die Uhr aktive sog. „heißen Draht“ eingerichtet, um Zwischenfäll bei Lufteinsätzen im Luftraum über dem syrischen Territorium zu verhindern. (http://de.sputniknews.com/militar/20151103/305391098/russland-israel-syrien-hmeimim-luftraum.html) – Bevor die russischen Lufteinsätze in Syrien begannen, hatte Putin ja auch das israelische Staatsoberhaupt konsultiert (vgl.u.). Daraus geht hervor, daß sich – wie von der syrischen Regierung – auch vor dem UN-Sicherheitsrat – mehrfach kritisierend vorgebracht, israelische Streitkräfte nach wie vor völkerrechtswidrig auf syrischem Hoheitsgebiet befinden.
Gewissermaßen in Fortsetzung der seit Jahren betriebenen syrischen Reconciliationsanstrengungen im zivilen Bereich hat die russische Luftwaffe nach den letzten spektakulären Erfolgen gegen die Terrroristen Kontakt zu führenden Repräsentanten der syrischen Opposition bzw. zu Feldkommandeuren einiger Formationen davon aufgenommen. Generaloberst Andrej Kartapolow vom russischen Generalstab erklärte dazu am Di., 3.11.2015, in Moskau: „Wir haben bereits mehrmals unsere Bereitschaft bekundet, mit allen patriotischen Kräften in Syrien zusammenzuwirken, die gegen die Terroristen des Islamischen Staates (IS) und von Dschebhat an-Nusra kämpfen.“. Ziel sei die Bildung einer umfassenden internationalen Koalition zur Bekämpfung des Terrorismus im Nahen Osten. Eine derart enge Zusammenarbeit würde es gestatten, Anstrengungen aller Regierungstruppen und anderer patriotischer Kräfte in Syrien, die bislang oppositionell eingestellt waren, zu vereinigen und in einer geschlossenen Front gegen den gemeinsamen Feind, d.h. den internationalen Terrorismus, vorzugehen. (http://de.sputniknews.com/militar/20151103/305392118/gemeinsamer-kampf-gegen-terror.html)
Nachtrag:
Unter den ersten Gratulanten der AKP und Präsident Erdogans zum jüngsten Wahlerfolg waren auch die Ḥamâs wie größere und kleinere Terrorgruppierungen, die in Syrien gegen die säkulare Regierung des unter immenser Beteiligung und mit weit größerer Mehrheit in einer freien offenen demokratischen Wahl wiedergewählten Präsidenten Dr. al-Assad kämpfen. Zu den Gratulanten zählten z.B. ebenfalls die Dachorganisation Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Ğaiš al-Islâm und die von ihren Geldgebern und Waffenlieferanten immer als so „moderat“ titulierte FSA (Näheres dazu in Teil III des Threads)! Schließlich zählt auch die AKP-Regierung zu den vielfältigen Unterstützern zahlreicher in Syrien ihr Unwesen treibenden Terrorgruppen (zu den zahlreichen Belegen s. frühere Einträge in Teil III des Threads). Hervorgehoben wurde daher im Gratulationsschreiben von Sonntagabend die Rolle der Türkei [unter Herrschaft von Erdogan, Davutoglu und der AKP] als Verteigerin der moralischen und politischen Werte mit der „Hauptstadt des islamischen Kalifats“! (http://francophone.sahartv.ir/infos/moyen_orient-i8473-le_hamas_appelle_an-kara_%C3%A0_soutenir_le_peuple_palestinien_et_sa_cause, http://www.dpa-international.com/news/international/sidebarsyrian-rebelshamas-welcome-erdogan-win-in-turkey-a-47170465.html)
Auch die terroristischen Kukturverbrechen nehmen kein Ende:
Der Generaldirektor für Altertümer und Museen in Syrien, Dr. ʽAbdul Karîm Ma´mûn, mußte darüber informieren, daß weitere wichtige archäologische Monumente, die ebenfalls auf der Liste des Weltkulturerbes verzeichnet sind, der Zerstörungswut zum Opfer gefallen sind. Betroffen sind in der nordsyrischen Provinz Idlib die Grabanlagen, teils in Pyramidenform ausgeführt und mit verzierten Fassaden geschmückt und kunstvollen Steinsarkophagen ausgestattet, aus der byzantinischen Ära im Gebiet von al-Bâra am Bergmasiv az-Zâwiyyawie in al-Mazûqa und Dair Sûbâṭ (Deir Soubat). Die Terroristen gingen mit schwerem Gerät oder gleich mit Sprengmitteln vor und raubten auch transportables Gut zum Schmuggeln. (http://sana.sy/en/?p=60095, http://sana.sy/?p=292068 vom 4.11.2015 mit Bilddokumentation)
Terroranschläge vom Mi., 4.11.2015:
Ein neuerlicher Beschuß mit Mörsergranaten auf Wohngebiete von Ḥarastâ von Ost-al-Ġûṭa aus verletzte fünf Bürger bei Verursachung entsprechenden Sachschadens. (http://sana.sy/en/?p=60096)
Aktualisierung:
Im Stadtteil Ṣâlâḥuddîn von Aleppo wurden vier Bürger im Umkreis der Bilâl Ḥabašî-Moschee Opfer eines terroristischen Beschusses mit Mörsergranaten, die ebenso Sachschaden verursachten.
In der Vorstadt al-Yarmûk in der Provinz Darʽâ kamen infolge des Beschusses mit Mörsergranaten und Raketen ein Mann und eine Frau ums Leben, eine dritte Person wurde verletzt, der sachschaden ist entsprechend. Gefeuert wurde von Darʽâ al-Balad aus, einem von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Faraqa Falûğa Ḥaurân stark heimgesuchten Stadtteil der Provinzhauptstadt Darʽâ.
Zu Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationenvom 3.11.2015 s. http://sana.sy/en/?p=59981 und http://www.sana.sy/?p=291759 (Weiteres Fortschreiten der Befreiungsaktion in und um Ḥarastâ seit gestern im Rîf Dimašq mit Beseitigung letzter Terroristennester in aṣ-Ṣamâdî; in Darʽâ (im Bahnhofsareal), bei Ḫirbat Ġazâla und in ʽAtmân Bekämpfung von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. unter beträchtlichen Feindverlusten; in der Zentralprovinz Ḥomṣ Vorgehen in erfolgreichen Spezialoperationen mit präziser SAAF-Deckung gegen den IS bei den Christendörfern Mahîn und Ṣadad wie auch in al-Qaryatain, Habra aš-Šarqiyya, al-Ġarbiyya, al-Ḥadaṯ, al-Ḥafar wie um Tadmur in Rağm al-Qaṣr und bei den Obstplantagen im W, al-Ḥazm al-Awsaṭ und gegen Schlupfwinkel von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Talbîsa, aš-Šûmariyya al-Qunaiṭrât und al-Mašrafa; akkurate Luftschläge im Raum Ḥamâ gegen Ğaiš al-Fataḥ in Laṭmîn, aṣ-Ṣiyâd u.a. Orten im Kafar Zaitâ-Areal und nahe Iṯriyâ und in Ṣalba; gemeinsame Angriffe zusammen mit der SAAF gegen den IS u.a. Terrorgruppen in und um Aleppo, z.B. in Manbiğ, al-Mafalsa, Umm Arkîla, Kuwairis Ğanûbî, al-Ḥalabiyya, aš-Šaiḫ Aḥmad, Rasm al-ʽAbd und Suwaisân, Ğabhatu_n-Nuṣra erhebliche Verluste an Kämpfern und militärischem Equipment beigebracht in al-Ḥâḍir und az-Zarba im S, sowie im W und N in Šâmir, al-ʽAmâra, Ḥuraitân, um Ḥandarât, Kafar Dâʽil und al-Manṣûra mit Unterbrechung wichtiger Nachschubrouten, unter den zahlreich getöteten Terroristen befanden sich auch vier Anführer, nämlich der Militärführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya mit Kampfnamen Abû ʽAlî an-Nuʽaimî, der Kommandeur der mit ersterer Gruppe affiliierten von Liwâ´ ʽUmar al-Fârûq, ʽUqba Abû Aḥmad geheißen, der Militärführer von Liwâ´ Ḥalab namens Ṣâliḥ Sanda wie der Feldkommandant von al-Ğabhatu aš-Šâmiyyatu mit Kampfnamen ʽAbdullâh ar- Ramla, dazu weitere Führungspersonen von Ğaiš al-Islâm und Ḥarakat Nûraddîn az-Zankî; Eliminierung von Ansammlungen und Verschanzungen des IS im Gebiet Dair az-Zaur im Verbund mit der SAAF in al-Ğafra (mit dem stellvertretenden Kommandeur unter den Toten), al-Muraiʽiyya und Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya, in al-Ḥaṣân zudem Zerstörung des IS-Kommunikationszentrums wie einer IS-Sprengstoff-Werkstatt in Ḥaṭla, Vereitelung des Eindringversuchs nach Dair az-Zaur-Stadt) sowie http://sana.sy/en/?p=60015 bzw. http://de.sputniknews.com/militar/20151103/305388910/russische-luftwaffe-zerstoert-2000-terror-objekte.html (über die Resultate der ruß. Lufteinsätze: „Seit Beginn der Operation haben unsere Flugzeuge 2084 Objekte der militärischen Infrastruktur der Terroristen zerbombt“, teilte Armeesprecher Andrej Kartapolow am Dienstag mit. Im Ergebnis der Attacken seien 287 verschiedene Führungs- und Kommandostellen, 52 Ausbildungslager, 40 Bomben- und Raketenfabriken sowie 155 Munitions- und Kraftstofflager vernichtet worden.“, teilte Armeesprecher Generaloberst Andrej Kartapolow am Di., 3.11.2015, mit. )
Rußland leistet nicht nur Militärhilfe sondern auch weiterhin solche der humanitären Art. So brachten bislang insgesamt vier Schiffe verteilt auf Mai, Juni, August und September gut 100.000 Weizen nach Syrien, wie Agrarminister Alexander Tkatschjow informierte. Nach Experteneinschätzung fehlen dem Land derzeit Nahrungsmittel für 9,8 Millionen Menschen, von denen 6,8 Millionen dringend Unterstützung aus dem Ausland bräuchten. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151103/305381250/russland-syrien-hilfe-getreide.html) – Wie man aus dokumentierten SANA-Beiträgen erführt, verteilt die Regierung gezielt Nahrungsmittel an Bedürftige im Land – auch in Regionen in Terrroristenhand, sofern sie erreichbar sind.
Hinsichtlich des überraschenden Frontwechsels der kurdischen YPG im NO Syriens (vgl.u.) hat sich bestätigt, daß dieser von den USA initiiert worden ist (Versprechen der Einrichtung von Kurdistan), wozu ein „heimliche Vereinbarung“ existiere. Darüber informiert Sputnik News unter Rückgriff auf eine Meldung von The Washington Times. Schließlich schwächt dies die Position des syrischen Staates und der SAA, welche bislang als YPG-Verbündete im Counterterrorismus kämpften. (http://de.sputniknews.com/politik/20151103/305385227/usa-verlieren-verbuendete-in-syrien.html). Schließlich bestehe für die Kurden in Syrien keine praktische Veranlassung, den syrischen Staatsverband zugunbsten eines erst zu schaffenden Kurdistan zu verlassen, da im Gegensatz zur Türkei die Kurden Syriens wie alle anderen Bürger des Staates die absolut gleichen Rechte genießen. Zudem stellen in den betroffenen Gebieten nicht einmal die Kurden sondern die Araber „seit mehreren Jahrtausenden“ die Bevölkerungsmehrheit, in der auch andere ethnische Minderheiten wie z.B die assyrischen Christen leben. Darauf verweist auch der Politologe Th. Meyssan, der in seinem jüngsten Artikel zum Thema erneut auf den bereits im September 2013 im Pentagon durch Robin Wright vorgestellten Plan mit Karte zur Umgestaltung des Mittleren Ostens verweist (s. http://www.nytimes.com/2013/09/29/opinion/sunday/imagining-a-remapped-middle-east.html?_r=0 und vgl. http://www.voltairenet.org/article187533.html). Der erwähnte Plan wie die Karte berücksichtigen auf dem Weg zum geplanten Kurdistan bereits auch die später durch den IS eroberten (!) Areale im Irak als Teil des IS-Emirats. (http://www.voltairenet.org/article189158.html)
Human rights Watch (HRW) verurteilte den Mißbrauch von den in Käfige gesperrten Menschen als Schutzschilde durch die („gemäßigten“!) Terroristen (vgl.u.) am 3.11.2015 als Kriegsverbrechen (http://www.sana.sy/?p=291856)
Terroranschlag vom Di., 3.11.2015:
Splitter von Mörsergranaten, die in Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen auf ein Wohngebiet von Ḥarastâ im Rîf Dimašq abschossen, trafen und töteten auch die bekannte Morgenmoderatorin Batûl Muḫlis al-Warâr von Nûr aš-Šâm TV und Damaskus Radio,die sich gerade auf dem Weg zum Studio befand, und verletzten andere Bürger.
Im Stadtteil al-Ğûra (al-Joura) von Dair az-Zaur wurde ebenfalls eine Frau durch Mörsergranaten, die IS-Anhänger abschossen, getötet, der Sachschaden an öffentlichem und privatem Eigentum ist entsprechend. (http://sana.sy/en/?p=59964, http://www.sana.sy/?p=291765)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.11.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=59851 und http://www.sana.sy/?p=291352 wie eine Zusammenfassung der letzten Befreiungs- und Eroberungsaktionen durch die syrische oberste Heeresleitung in englischer Übersetzung (http://sana.sy/en/?p=59922), s.a. http://de.sputniknews.com/militar/20151102/305362373.html und http://de.sputniknews.com/politik/20151102/305357698/russland-syrien-angriffe.html auf deutsch.
Aus Photos und Kurzfilmen, die von lokalen Aktivisten unter dem Suchbegriff (Hashtag) Cages of Protection ins Internet bzw. bei YouTube eingestellt worden sind, geht hervor, daß die zu den so titulierten „moderaten Rebellen“ zählenden Ğaiš al-Islâm-Mitglieder (Dschaisch al-Islam, d.i.: Armee des Islam; vgl. Gefechtsberichte!) die Familienangehörige, auch Frauen und Kinder, der regierungstreuen freiwilligen Kämpfer bzw. von Offizieren der SAA kidnappen und in Käfige sperren, um sie als menschliche Schutzschilde auf Straßen und Häuserdächern gegen Luftangriffe der russischen Luftwaffe und SAAF in den von ihnen kontrollierten Gebieten in Dûmâ in Ost-al-Ġûṭa einzusetzen. Zuvor hatte die IS-Terrorgruppe zu einer ähnlichen „Taktik“ (im Irak) gegriffen. Andererseits terrorisierten eben diese „moderaten Rebellen“ von Ğaiš al-Islâm die sicheren Wohngebiete ringsum mit Raketen- und Mörserbeschuß, berichteten die Aktivisten. Ğaiš al-Islâm bestehe zum Großteil aus saudischen und libyschen Söldnern, finanziert und militärische ausgestattet von der wahhâbitischen saudi-arabischen Regierung. (https://www.youtube.com/watch?time_continue=47&v=krjTdY4YrY8, http://sana.sy/en/?p=59817, s.a. http://de.sputniknews.com/panorama/20151102/305350941/menschen-kaefige-schutzschild-syrien.html)
Terroranschlag vom Mo., 2.11.2015:
Eine Autobombendetonation auf der Straße von aṣ-Ṣalâliyya zur Ostseite der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka verletzte am sieben Bürger. (http://sana.sy/en/?p=59897, http://sana.sy/?p=291474)
Die Erfolge der letzten Wochen (auch und besonders der SAA auf dem Boden) resümierend hielt es der russische Generalleutnant Andrej Kartapolow für verfrüht, von einem absoluten Sieg zu sprechen. Trotz der hohen feindlichen Verluste und Massendesertation seien die Terroristen noch „schlagkräftig genug“, da sie weiterhin „finanziell unterstützt“ würden. (http://de.sputniknews.com/zeitungen/20151102/305346904/anti-is-offensive-syrie.html basierend auf Nesawissimaja Gaseta vom 2.11.2015) – Im NO Syriens hat die kurdische YPG die Fronten gewechselt. Bislang auf Seiten des syrischen Staates kämpfend hätten sich die überwiegend kurdischen Kämpfer gegen diesen und den USA zugeneigt, wobei sogar Amnesty International die von der YPG seither im Gebiet betriebene radikale Kurdisierung mit Vertreibung arabisch oder assyrisch christlicher, alawitischer etc. Bevölkerungsteile scharf kritisiert. In den Schulen würden nicht-kurdische Lehrer entlassen und verfolgt, eine andere Sprache als Kurdisch sei nicht mehr erlaubt etc. So seien die syrischen und assyrischen Milizen (welche die SAA unterstützen) gezwungen, ihre Familien und Schulen mit Waffen gegen ihre kurdischen Landsleute zu verteidigen. (Vgl. https://www.amnesty.org/en/latest/news/2015/10/syria-us-allys-razing-of-villages-amounts-to-war-crimes/ und http://www.bbc.com/news/world-middle-east-34511134). Dem Politologen Th. Meysssan zufolge habe die gegen die syrische Regierung eingestellte US-Regierung den Kurden einen eigenen Staat (Kurdistan) in Aussicht gestellt, was das Umschwenken bewirkt habe. (http://www.voltairenet.org/article189149.html und http://www.voltairenet.org/article189138.html).
Einen detaillierten Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=59715 und http://www.sana.sy/?p=290940 (Vereitelung des Eindringens einer IS-Einheit von al-ʽUmâl aus nach Dair az-Zaur, IS-Stellung am alten Flughafen eliminiert wie Schlupfwinkel in al-Muraiʽiyya und via Luftwaffe in Ḥamîdiyya, Ḥuwaiqa, im Dorf Ğafra und nördlich der Stadt Mûḥassan mit heftigen Verlusten des Feindes, so daß dieser in den letzten Tagen in der Gegend von al-Hûta im Umkreis von ar-Raqqa an die 200 IS-Leute töten und deren Körper unbestattet liegenließ, die hatten desertieren wollen; in at-Tamânaʽa im Raum Idlib einige Affiliierte von Ğaiš al-Fataḥ bzw. al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm getötet bzw. vertrieben; Verhinderung des Beschusses von Wohngebieten in as-Suqaibiliyya im NW von Ḥamâ durch Angehörige von Ğaiš al-Fataḥ wie des Angriffs auf Tal Hawâš, al-Qabû, al-Bana Tal aṣ-Ṣaḫr im N von Kafar Nabûda unter großen Feind-Verlusten an Männern und Equipment, dazu erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen Terroristenkonzentrationen in ʽUtaîq al-Bâğira, al-Ğadîda, Dahaš, Umm Ummayya, Ğabâlâ, Kafar Mûda, Tal ʽÂs, Šamâla und Kafar Zaitâ im NW wie in Kabâsin, Umm Mayâl, ar-Rahğân in der Gegend von as-Salamiyya im O; siegreiches Vorgehen gegen den IS von Tadmur bis al-Bayârât bzw. ʽAin Ḥussain unter Eliminierung der Kämpfer und ihrer Waffen etc., desgleichen gegen Zerstörung der Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Affiliierte in Talbîsa, ʽAliyaniyya, Muhain und Ḥawârîn at-Tabiʽa in der Provinz Ḥomṣ; Befreiung von Ġamâm, von wo aus umliegende Orte von den Terroristen beschossen worden waren, samt Bergmassiv mit weiterem Vorrücken unter Ausschaltung aller Terroristen dort im N von al-Lâḏaqiyya; Zerstörung von IS-Nestern und –Stellungen bei Ḫirbat al-Ġûṯa im SW von as-Suwaidâ´, bei ar-Rašîda im O und in Ḫirbat Ṣaʽd und al-Qaṣr; Eliminierung von Ğabhatu-n-Nuṣra-Ansammlungen in Sahwat al-Qamaḥ, eines Konvois in Darʽa al-Maḥaṭṭa, beim Nâziḥîn Flüchtlingscamp, unter den Getöteten auch der Kommandeur von Katîba Suqûr al-Islâm mit Namen Nâğî Muḥammad Abû as-Sil; IS-Einheit in einen Hinterhalt gelockt zwischen ar-Raḥmâniyya und aṭ-Ṭaʽâna im NO von Aleppo unter heftigen Verlusten des Feindes und Unterbrechung der Nachschubroute mit Beschlagnahme einer Menge an Sprengkörpern, C4 und fortschrittlicher Kommunikationstechnik, Zerstörung von IS-Schlupfnestern bei as-Sufaira im O, in Ḥuraitân, aš-Šâmir und Talat aš-Šawâyâ im N und NO, in Ḫân Ṭûmân, al-Ḥâḍir, Kafar Ḥalab, Ḫalṣa, aš-Šaiḫ Aḥmad, al-Muqbila, Dakuwâna at-Tâbiʽa, al-Muflisa, Dair Ḥâfir und Talat at-Tarîkis sowie den Stadtteilen Karm Maisir, Qâḍî ʽAskar und al-Malâḥ der Provinzhauptstadt und um die Luftwaffenakademie).
In den letzten 48 Stunden führten die russische zusammen mit der syrischen Luftwaffe in den Provinzen Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏaqiyya (Latakia), Aleppo und ar-Raqqa 131 Feindflüge gegen 237 terroristische Ziele durch und zerstörten dabei 17 Kommadozentren, 7 Munitionsdepots, 22 Artillerieposten und Trainingscamps sowie 189 besonders befestigte Stütz- und Rückzugspunkte. (http://sana.sy/?p=291597 und http://sana.sy/en/?p=59909 vom 2.11.2015)
In einem Beileidstelegramm an Präsident Putin drückte Präsident Dr. al-Assad in seinem wie des syrischen Volkes Namen tiefes Mitgefühl für das russische befreundete und Brudervolk anläßlich des kürzlichen Flugzeugunglückes aus. Wörtlich hieß es in englischer Übersetzung u.a.: „Your Excellency President and friend Vladimir Putin of Russia… with deep sorrow, we have learned the news of the Russian plane crash which was flying from Sharm el-Sheikh to St. Petersburg and we offer you the deepest feelings of condolences.” (http://www.sana.sy/?p=290931, http://sana.sy/en/?p=59699)
Im Nachgang der Konferenz von Wien, in der es um Friedensbemühungen für Syrien gehen sollte, bestätigte US-Vizeaußenminister für den Nahen und Mittleren Osten Anthony Linken am Rande der Sicherheitskonferenz in Manâma /Baḥrain, sein Land werde die gegen die [säkulare] Regierung kämpfenden „Rebellen“ (zum Phantom der „gemäßigten Opposition“ s.u.) weiterhin mit gut 100 Millionen US-$ unterstützen (http://german.irib.ir/nachrichten/item/292595-usa-unterst%C3%BCtzen-die-syrischen-rebellen-mit-100-millionen-dollar). Zuvor hatte US-Außenminister Kerry versichert, dazu noch Spezialkräfte nach Syrien entsenden zu wollen. (http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/292561-kerry-berichtet-von-der-entsendung-der-us-spezialkr%C3%A4fte-nach-syrien) – Kein Wunder also, daß der russische Außenminister Lawrow die US-Administration vor der Initiierung eines Stellvertreterkrieges in Syrienwarnte. Die o.e. Entscheidungen hätten die USA – trotz der beiderseitigen Absprachen über Zusammenarbeit in Syrien – unilateral und ohne einen Hinweis auf die syrische Staatsführung getroffen, monierte Lawrow. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292520-russland-warnt-die-usa-vor-stellvertreterkrieg-in-syrien)
Details der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.10.2015 halten bereit http://sana.sy/en/?p=59651 und http://sana.sy/?p=290608 (Befreiung von weiteren ca. 50km2 und sechs Dörfern im Umland von Aleppo, nämlich Marʽain, Ḥamîmiyya, Ḥamîda, Ḥamîdî, al-Mašrafa und aṣ-Ṣabîḥiyya im SW unter Verfolgung des fliehenden Rests der Terroristen, dazu erfolgreiche präzise Luftschläge gegen den IS in Maskana, Ḥumaîma, aš-Šaiḫ Aḥmad, Umm Arkîla, Abû Ḍana, Kaṣkîṣ und Ḫafsa, unter den Getöteten auch der gesuchte IS-Anführer Qutaiba aṯ-Ṯalaḫa bin ʽAbdalʽazîz al-Malqab alias Abû Muṯanna sowie der Kommandeur von Liwâ´ ar-Rayât namens Muḥammad Šabîb bei präzisen Luftangriffen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra–Nester in den Stadtbezirken Ğazmâtâ, Marğa und ar-Râšidîn; gezielte Luftschläge auch gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Ḥomṣ in Ḫunaifîs im Landkreis von Tadmur wie in Rasm as-Sabʽa und Ġuzaila im O und al-Ġanṭû, Tal Abû al-Sanâsil, al-Farḥâniyya, Talbîsa und Tair Maʽla im N, wobei auch ein Ğabhatu_n-Nuṣra–Hauptquartier zerstört wurde; akkurate SAAF-Einsätze auch in der Provinz Ḥamâ gegen Ğaiš al-Fataḥ in al-Laṭâmina, Sukaik, al-Mastarîḥa, Tal Hawâs, Wâdî Ğafâr, dabei auch viele Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra ausgeschaltet, Eliminierung von IS-Positionen in Rasm Amûn, Rasm at-Taîna, al-Ḥamdâniyya und Ğab az-Zaʽrûr, in einem Versteckt in einem in Ḥamâ-Stadt im Bezirk al-Farây fanden und konfiszierten die Behörden ein Waffen- und Munitionslager u.a. mit Scharfschützengewehr, RPG-Abschußgerätschaften, Sturmgewehren israelischer Herkunft, einsatzbereiten Sprengfallen, einem Sprenggürtel, dazu große Mengen an C4 und Silbernitrat zum Bombenbau etc.; Zerstörung von Schlupfwinkeln von Ğaiš al-Fataḥ in Maʽrat an-Nuʽmân im Umkreis von Idlib; im Rîf Dimašq Vorrücken in Ost-al-Ġûṭa mit Eliminierung etlicher Terroristen von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Dârayâ, Ḥûš ʽAdmal und den Farmen in an-Našâbiyya sowie in erfolgreicher Auseinandersetzung mit Einheiten von Ğaiš al-Islâm im Raum Ḥarastâ; Befreiung weitere 22 Blocks im Bahnhofsviertel von Darʽâ (al-Maḥaṭa) im Kampf gegen Ğabhatu_n- Nuṣra und Affiliierte mit Eroberung von deren Kommandozentrum in Darʽâ al-Balad und Eliminierung einer Fortifikation an der al-Ġâriyât-Straße im NO der Provinzhauptstadt).
Terroranschlag vom 31.10.2015:
Mörsergranatenbeschuß seitens Anhängern von Ğaiš al-Islâm auf das Wohngebiet al-Quṣûr in Damaskus kostete ein junges Mädchen das Leben, ein anderes trug Verletzungen davon. (http://sana.sy/en/?p=59669)
Der desolate Zustand der Terrorgruppen infolge der letzten militärischen Großoperationen in Syrien zeigt sich wie folgt: Generaloberst Andrej Kartapolow vom russischen Generalstab informierte am Fr., 30.10.2015, von Moskau aus: „Die Terroristen unternehmen derzeit Versuche, frische Kräfte für ihre Banden zu mobilisieren. Besonders aktiv läuft dieser Prozess im Gouvernement Aleppo, wo die Terroristen ihre Reserven vom Territorium des Iraks und anderer Nachbarländer schmuggeln wollen. Aber die Ausbildung und der moralische Zustand dieser Kräfte lassen zu wünschen übrig … Eben deshalb versuchen die eingekesselten Banditen, sich zu retten, und stellen sich als Angehörige der ‚moderaten Opposition‘ hin … . Sie verzichteten auf ihre Symbole und laufen auf die Seite der Organisation Harakat Ahrar ash-Sham, die der Westen als gemäßigt eingestuft hatte“. In der Provinz Ḥamâ (Hama, falsch: Haba) haben sich der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra (Dschebhat an-Nusra) – wie angekündigt (vgl.u.) – zusammengeschlossen. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151030/305315357/kaempfe-in-syrien.html) – Die von der Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya gegenüber der Zivilbevölkerung verübten Attentate und Gräuel sind den jeweiligen Nachrichten des Threads zu entnehmen.
Einen detaillierten Eindruck von den russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.10.2015 vermitteln http://sana.sy/en/?p=59602 und http://www.sana.sy/?p=290451 (u.a. Razzien gegen Unterschlupfe und Fortifikationen von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Dârayâ wie von Ğaiš al-Islâm im Raum Dûmâ, von letzterer Terrorgruppe und von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ost-al-Ġûṭa, dazu Rückeroberung etlicher Gebäudeblocks in Nûla und Marğ as-Sulṭân im Rîf Dimašq unter erheblichen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung inklusive eines Bulldozers beim Flughafen von Marğ as-Sulṭân; nach der Flucht hunderter von Anhängern von ʽÂṣifa al-Ğanûb über die jordanische Grenze, nachdem mehr als 1.000 ihrer Mitkämpfer im Raum Darʽâ gefallen waren, konzentrierte Schläge gegen die verbliebenen Terroristen im W von Muzairîb, beim an-Nâziḥîn-Vertriebenen-Camp am Stadtrand von Darʽâ wie in den Stadtteilen al-Balad und um den Bahnhof; Eliminierung aller IS-Terroristen mitsamt Anführer in deren Stützpunkt Tal Ušhai[hi]b al-Ğanûbî mit Unterstützung der NDF, dazu Zerstörung von militärischer IS-Ausrüstung in al-Qaṣr) sowie http://de.sputniknews.com/militar/20151030/305316933/350-quadratkilometer-unter-kontrolle.html, http://de.sputniknews.com/militar/20151030/305309998/kommandozentralen-munitionsdepots-kommunikationsstellen-zerstoert.html bzw. http://sana.sy/en/?p=59641 (Laut Mitteilung des Generalobersten Andrej Kartapolow vom russischen Generalstab vom Fr., 30.10.2015, konnten in den letzten drei Wochen insgesamt ca. 50 Orte (Städte und Siedlungen) bzw. 350 km 2 befreit werden. In etlichen Orten kehrten die Einwohner bereits zurück. Wörtlich gab der General bekannt: „Dank dem Einsatz der russischen Luftstreitkräfte konnte die syrische Armee eine Offensive in den Gouvernements Aleppo, Latakia, Idlib, Homs und Damaskus starten und beachtliche Territorien unter ihre Kontrolle bringen.“ Bis zum Stichtag wurden bei 1.391 Bombenangriffen 1.623 Objekte der IS-Terrormiliz zerstört, darunter 249 Kommandozentralen und Kommunikationsstellen, 51 Ausbildungslager, 35 Betriebe und Werkstätten, 131 Munitions- und Treibstoffdepots sowie 786 Feldlager).
Nach einem Pentagon-Bericht soll der frühere Rapper („Deso Dogg“) und seit Jahren als IS-Mitglied und -Werber bekannte Dennis Cuspert alias Abû Ṭalḥa al-Almânî (vgl. hier) bereits am 16.10.2015 bei einem Luftangriff auf die IS-Hochburg ar-Raqqa getötet worden sein. (http://de.sputniknews.com/militar/20151030/305308460/syrien-deutschland-rapper-getoetet.html) – Das Pentagon mußte diese Meldung kurz darauf dementieren. (http://www.nytimes.com/2016/08/04/world/pentagon-says-isis-recruiter-survived-airstrike-in-2015-after-all.html?mtrref=undefined&gwh=79F0360D669CDC00744B84ED6E5F3B9D&gwt=pay&_r=0) – Zur Meldung von seinem Tod am 17.1.2018 durch ein dem IS nahestehendes Veröffentlichungsorgan s. Teil VI
Da der IS auch die muslimische Frauensegregation besonders ernst nimmt, werden die von männlichen Ärzten geleiteten und mit männlichen Gynäkologen arbeitenden Frauenkliniken in der vom IS besetzten Großstadt ar-Raqqa geschlossen, informiert The Independent in einem Artikel vom Fr., 30.10.2015. „Viele Ärzte, insbesondere Gynäkologen, sind bereits aus der Stadt geflohen, weil ihre Arbeitsstellen geschlossen und sie selber mit Tod bedroht wurden“, berichtet ein örtlicher Aktivist. Diese Vorgehensweise verstärkt jedoch zusätzlich das Problem des Mangels an frauenärztlicher Versorgung, da seit der IS-Invasion Geschlechtskrankheiten und Fehlgeburten bei jungen Frauen eklatant zugenommen hätten, wie libysche Ärzte aus ar-Raqqa mitteilten. Das liege vor allem daran, daß diese zum Geschlechtsverkehr mit IS-Kämpfern gezwungen würden. Zudem dürfe und solle laut IS-Manifest über die „Frauenrolle im Islamischen Staat” eine „Frau“ bereits mit neun Jahren nach Vorbild von Fāṭima, der jüngsten und Lieblingsfrau von („Prophet“) Muḥammad, heiraten und Kinder zeugen. Die sei nicht nur ihre in der Gesellschaft vorgesehene Rolle sondern auch Pflicht, da Kämpfernachwuchs für den Ğihâd gebraucht werde. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151030/305304529/is-schliesst-frauenkliniken.html)
Wesentliche neue Schritte oder Erkenntnisse brachte das Wiener Treffen im Gegensatz zu den echten Ergebnissen, welche die tatsächlich unmittelbar beteiligten Parteien, der syrischen Regierung wie den Oppositionellengruppen, jeweils bei den Moskauer Gesprächen (vgl.u.) dieses Jahres erzielten, nicht. Nicht wirklich neu ist die wiederholte US-Ankündigung, weiterhin und vermehrt die bewaffneten, aber als „gemäßigte Opposition“ titulierten Terroristen (zu den Belegen s. Teil III) unterstützen zu wollen. (http://sana.sy/en/?p=59636, http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292508-grosse-syrien-konferenz-in-wien-ohne-konkrete-ergeb¬nisse-usa-weiten-ihre-eins%C3%A4tze-aus)
In Wien haben nach bedeutender Fundamentsetzung durch die sog. Moskauer Gespräche (vgl. hier) sich die Vertreter einiger Staaten zusammengefunden, um über die Krise in Syrien zu beraten – ohne einen Vertreter aus Syrien. Teilnehmer sind die Außenminister von Rußland, den USA, auf wesentliches Engagement Rußlands hin auch derjenige des Iran, aus China, Saudi-Arabien, der Türkei, den VAE, Qaṭar, Jordanien, Ägypten, dem Irak und Libanon, aus Frankreich, Großbritannien, der BRD, und Italien sowie der UN-Gesandte für Syrien Staffan de Mistura und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Kreml-Sprecher Dmitry Peskow machte deutlich, daß die Präsidentschaft von Dr. al-Assad nicht das Thema sei, da über seine eigene Zukunft nur das syrische Volk selbst zu entscheiden habe. Der russische Vize-Außenminister Bogdanow erklärte gegenüber Reportern, es würden Listen mit möglichen Gesprächspartnern von der Oppositionsseite unter den Teilnehmern ausgetauscht. Rußland habe eine mit 38 Gruppen und Organisationen vorgelegt, die noch erweiterbar sei. Saudi-Arabien habe eine eigene Liste vorgelegt, die USA hätten eine angekündigt. (http://sana.sy/en/?p=59609, http://sana.sy/?p=290413)
Terroranschläge vom 30.10.2015:
Der Beschuß mit Mörsergranaten seitens der Terrorgruppen Ğaiš al-Islâm und Failaq ar-Raḥmân hinterließ im damaszener Stadtteil al-Qaṣâʽ (al-Qasaa) nahe der Kirche St. Kyril drei Verletzte, darunter ein kleines Mädchen. In den damaszener Vorstädten az-Zablaṭânî und Ḥarastâ kam es zum Glück „nur“ zu Gebäude- und Fahrzeugschäden. – Aktualisierung: in Ḥarastâ sind zudem ein Toter und ein verletztes Kind zu beklagen. – Weitere Aktualisierung: spätere Mörsergranateneinschläge im damaszener Stadtteil aṣ-Ṣâliḫiyya töteten eine weitere Person und verletzten noch vier Menschen sowie zwei Passanten im Stadtteil al-ʽAbâssiyîn, wo zudem beträchlicher Sachschaden entstand. Auch die Fayḫâ´-Sportanlage bekam in az-Zablaṭânî bekam weitere Treffer und damit Beschädigungen ab, während am Mawâsim-Platz noch drei Personen verwundet wurden. (http://sana.sy/en/?p=59619 und http://sana.sy/?p=290475)
Der türkische Staatspräsident Erdogan hat, sich in die internen Angelegenheiten des Nachbarstaates Syrien einmischend, erklärt, eine autonome kurdische Region im Norden Syriens nicht dulden zu wollen. Daher schließe er auf syrischem Territorium auch Luftschläge nicht aus, was einen neuerlichen eklatanten Völkerrechtsbruch darstellen würde. (http://de.sputniknews.com/politik/20151029/305265972/tuerkei-kurden-autonomie-luftschlaege.html vom 29.10.2015)
Detailtaillierte Informationen zu den counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.10.2015 geben http://sana.sy/en/?p=59529 und http://www.sana.sy/?p=290013 (u.a. Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra, die im S von Qunaiṭra in die Umgegend von al-Baʽṯ, Ḫân Arnaba, Ḍahrat al-Kasâra und Tal Aḥmar einzudringen versuchten, vertrieben und unter Zurücklassung ihrer militärischen Ausrüstung auch aus al-Ḥamîdiyya, Aufâniyya und Ğabâtâ al-Ḫašab zur Flucht gezwungen, Befreiung von Ḍahrat al-Kasâra, Tal Aḥmar und Tal Qabʽ bageschlossen, Terroristentransport auf der Straße al-Ḥamîdiyya – al-Ḥurriyya eliminiert; im N von Darʽâ Terroristen schwere Verluste inklusive deren schwerer Kanonen bei Ḫirba Ġazâla und in ʽAtmân beigebracht, Ğabhatu_n-Nuṣra-Nester in Stadtteilen der Provinzhauptstadt wie z.B. in Darʽâ al-Balad ausgehoben; erfolgreiche Kämpfe an im N von Ḥamâ gegen Ğaiš al-Fataḥ in Sukaik, an der Verwaltungsgrenze Ḥamâ – Idlib wie auf der Achse Ḫanâṣir-Aṯriyâ mit SAAF-Luftunterstützung, unter den Getöteten auch der Anführer von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya namnes Ismâʽîl Ḥanûra; Rückzugsorte und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. in der Region Idlib in Kansâfira, Kafar Siḫna und Maʽra Ḥarma zerstört; siegreiche Angriffe gegen den IS in Ḫirba Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´, durch Beobachtung der Grenze nach Jordanien IS-Infiltrationen verhindert; Luftschläge gegen den IS in aš-Šaiḫ Aḥmad, Kuwairis, Dair Ḥâfir und um die Luftwaffen-Akademie im O und N von Aleppo wie in as-Safîra, aṭ-Ṭaiba, Umm Arkîla und beim an-Nairab-Flughafen ausgeführt, dazu Zellen von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen aṣ-Ṣâḫûr, Râmûsa, Karm Ḥûmid, Karm Mîsar und Karm aṭ-Ṭarâb sowie außerhalb in den Dörfern aš-Šaiḫ Luṭfî, ʽÂmiriyya und Maʽârat al-Artîq eliminiert; erfolgreiche abwehr eines IS-Angriffs injlusive von Autobomben und Lenkwaffen auf den Militärflughafen von Dair az-Zaur unter heftigen Verlusten der Angreifer). – Inzwischen hat die Bodenoffensive auf Idlib mit Artillerie-Stellungen (u.a. mit Grad-Mehrfachraketenwerfern) im kürzlich befreiten Mûrik und Kampfjets vom Typ MiG-21 und MiG-23 vom Flughafen Ḥamâ aus hat begonnen. Das Zentrum ist wegen seiner Lage, einmal unweit der syrisch-türkischen Grenze und andererseits ca. 40 km von Aleppo, der „Finanzhauptstadt des Landes, entfernt, strategisch bedeutsam. (http://de.sputniknews.com/politik/20151029/305285128.html) – Nach Auskunft eines Mitglieds der syrischen Militäraufklärung gegenüber RIA Novosti hat sich am Donnerstag eine IS-Spezialeinheit im Raum von Qunaiṭra ergeben, nachdem ca. 50 ihrer Kämpfer eingekesselt und ihr Anführer getötet worden war. Es stellte sich heraus, daß die meisten gefangengenommenen Terroristen zuvor in US-Trainingslagern im Osten und Westen Syriens ausgebildet worden waren. (http://de.sputniknews.com/militar/20151029/305287401/islamischer-staat-streckt-waffen.html).
Terroranschlag vom 29.10.2015:
Bei einem Beschuß mit Mörsergranaten durch Anhänger von Ğaiš al-Islâm in Ḥarastâ kam ein Mann ums Leben, ein kleines Mädchen wurde verletzt. Der Sachschaden an Häusern und sonstigem Privateigentum war entsprechend. (http://sana.sy/en/?p=59551)
Terroranschlag vom 29.10.2015:
Anhänger von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya beschossen ein Flüchtlingsaufnahmezentrum in Tair Maʽla nahe Ḥomṣ mit selbstgefertigten Mörsergranaten. Der Generalstabschef ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb (Ali Abdullah Ayyoub) informierte RIA Novosti hierzu: „Durch einen intensiven Mörserbeschuss des Bezirks Teir Maalah bei Homs haben die Milizen der terroristischen Gruppierung Ahrar al-Sham ein Zentrum für die Unterbringung von Flüchtlingen zerstört. Es gibt Opfer, ihre Zahl wird ermittelt.“ (http://de.sputniknews.com/militar/20151028/305261707/extremisten-zerbomben-fluechtlingszentrum-homs.html)
Über Details der russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 28.10.2015 informieren: http://sana.sy/en/?p=59383 und http://sana.sy/?p=289577 sowie http://sana.sy/en/?p=59424 (Mittagsbericht über die vergangenen 24 Stunden: in 70 Einsätzen der russischen Luftwaffe wurden 130 terroristische Ziele in den Provinzen Idlib, Ḥomṣ, Aleppo, Damaskus-Land [Rîf Dimašq] und im Norden von al-Lâḏaqiyya angegriffen und zerstört, darunter 11 Kommandozentren wie z.B. bei Masrâbâ im Rîf Dimašq, im Dorf aš-Šaiḫ Aḥmad im O Aleppos wie eines von Ğabhatu_n-Nuṣra in Talbîsa im Gouvernement Ḥomṣ, dazu 13 Raketen-Abschußanlagen u.a. Artillerieposten, teils versteckt im Bergland im SO von Damaskus; eliminiert wurden auch zwie Werkstättenfür den Bau von Bomben, 70 Fortifikationen und Versorgungseinheiten, 21 Trainingszentren – eine davon in Salmâ im N von al-Lâḏaqiyya, drei Munitionsdepots sowie Gruppen von Transportfahrzeugen im Raum Idlib).
Einem Bericht von al-Aḫbar vom 27.10.2015 zufolge stocken die türkische und saudische Regierung ihre seit über vier Jahren erfolgende Teroristenunterstüzung im Norden Syriens durch die Lieferung von Boden-Luftraketen, d.h. Lenk-Raketen, welche Flugzeuge abzuschießen ermögen, aus. Es handele sich dabei um die Systeme SAM-8 und SAM-9 aus der Ukraine, für die immensen Summen aufgewendet würden, da die betreffende Landesregierung ja [nach dem Putsch] anti-russisch eingestellt sei. Als Konsequenz habe die russische Regierung ihre Notstandspläne (contingency plans) geändert und für ihre Helikopter größere Flughöhen angeordnet. (http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940805000633)
Am Montag wurde der Saudi-Prinz ʽAbd al-Muḥsan bin Walid bin ʽAbd al-ʽAzîz Âl-Saʽûd (Abd al-Muhsen bin Walid bin Abd al-Aziz) kurz vor dem Abflug seines Privatjets vom internationalen Flughafen Beirut im Libanon festgenommen unter der Anklage des Schmuggels von Rauschgift, berichtete die Tageszeitung ad-Diyâr am 26.10.2015. Tatsächlich wurde im Jet in 24 Pakete verpackt eine Menge von zwei Tonnen (!) an Captagon–Pillen gefunden, dazu noch 2kg Kokain für den Privatgebrauch. Die Captagon-Pillen sind ein beim IS beliebtes Psychotropikum (Amphetamin), um die eigenen Anhänger furchtlos, einsatzfreudig, kampfbereit und vor allem aggressiv-rücksichtslos zu machen (vgl. Teil III. Auch ist das saudische Königshaus als Unterstützer der diversen in Syrien ihr Unwesen treibenden Terrrorgruppen bekannt und jener Sachverhalt durch die syrische Regierung wiederholt vor den UN-Sicherheitsrat gebracht worden (zu Belegen s. loc. cit.). Unmittelbar darauf bemühten sich Saʿd ad-Dīn Rafīq al-Ḥarīrī (Saad Hariri, Sohn und politischer Nachfolger des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafīq al-Ḥarīrī), mit saudischer Staatsangehörigkeit und einem Milliardenvermögen ausgestattet, wie der saudische Botschafter im Libanon um einen Diplomatenpaß für den Verhafteten, um ihn aus der Haft zu befreien und vor gerichtlicher Verfolgung zu schützen.(http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292258-saudischer-k%C3%B6nig-mit-zwei-tonnen-drogen-pillen-inle-beirut-festgenommen, s.a. http://de.sputniknews.com/panorama/20151026/305200709/saudi-arabischer-prinz-mit-zwei-tonnen-drogen-in-libanon-festgenommen.html) – Saʿd al-Ḥarīrī gilt als eine Schlüsselfiguren bei der Organisation des Waffennachschubs für die gegen die säkulare Regierung kämpfenden Takfîr-Terroristen in Syrien (http://www.nytimes.com/2012/10/07/world/middleeast/citing-us-fears-arab-allies-limit-aid-to-syrian-rebels.html?pagewanted=2&adxnnl=1&adxnnlx=1363878170-lr0s2a9C60StU7HsoI4wxQ&_r=0).
Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.10.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=59263 und http://www.sana.sy/?p=289095 (u.a. Eliminierung eines Fuhrparks von Ğaiš al-Fataḥ und Affiliierten mitsamt über 60 Kämpfern – meist Ausländern sowie dem lokalen Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğund al-Aqṣâ – in Maʽrâtâ un beim Ğabal az-Zâwiyya in der Provinz Idlib, dazu Zerstörung von Ğaiš al-Fataḥ-Stellungen in Sanğâr und Kafar Nubul; Ausschaltung einer IS-Position mit Flugabwehrgeschützen im Stadtteil al-Ḥuwaiqa in Dair az-Zaur; gezielte Luftschläge gegen den IS im Osten von Ḥomṣ im Umkreis von Tadmur im al-Baiyârât-Areal und al-Qaryatain, dazu erfolgreiche Bodeneinsätze gegen den IS in Ġazîla und Umm Ṣahîrîğ sowie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla, Ğawâlik, al-Ġanṭû, al-Farḥâniyya, Umm Šaršûḥ und Talbîsa; präzise SAAF-Angriffe auf den IS bei der Luftwaffenakademie 40km von Aleppo entfernt, dazu in aš-Šaiḫ Aḥmad, Tabârat as-Saḫâna und entlang der Achse Ḫanâṣir-Aṯriyâ; akkurate Luftschläge gegen den IS auch im Großraum Ḥamâ in aš-Šaiḫ Hilâl, Rasm at-Taîna, Rasm Amûn, Ğabâb und Tanâhiğ, Panzerfahrzeuge und gepanzerte Wägen mit aufmontierter Artillerie auf der Straße westlich Ğabal al-Fark nach Ğab al-Aḥmar zerstört; Vorgehen gegen den IS zusammen mit den NDF auch in Tal Ušaîhib aš-Šamâlî im Hinterland von as-Suwaidâ´; im Rîf Dimašq Rsazzien gegen Verstecke und Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ğaiš al-Islâm im Gebiet Ost- wie West-al–Ġûṭa, südlich von ʽArbîn mit Zerstörung eines Munitionsdepots, bei den Farmen von Masrâbâ sowie in Stadtteilen von Ḥarastâ, etliche Kämpfer von al-ittiḥâd al-islâmî li-ağnâd aš-šâm in Dârayâ getötet bzw. verletzt; im Norden von Darʽâ wie im Stadtteil al-Balad Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupfwinkel eliminiert, Abschuß von sieben Quadrocopter-Drohnen über Azraʽ, wahrscheinlich kommend von Buṣr al-Ḥarîr oder al-Lâğât und, bestückt mit ziemlichen Mengen an C4 zum Angriff auf umliegende Dörfer – im selben Gebiet waren bereits am 11. des Monats neun solcher Killerdrohnen heruntergeholt worden). – Die russische Luftwaffe führte ihre härtesten Angriffe seit Operationsbeginn durch, in dem laut Erklärung des russischen Außenministeriums am Di., 27.10.2015, in den vergangenen 24 Stunden bei 59 Einsätzen 94 Terroristen-Positionen in den Provinzen Ḥama, Idlib, al-Lâḏaqiyya, Damaskus (u.a. ein Munitionslager von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ost-al-Ġûṭa), Aleppo und Dair az-Zaur angegriffen worden waren. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292328-bisher-schwerste-russische-angriffe-in-syrien) – Ziel war es, die wichtigen Routen zur Versorgung der IS-Kämpfer mit Munition, Nahrungsmitteln und Medikamenten abzuschneiden, erläuterte ein ranghoher Sprecher des militärischen Aufklärungsdienstes gegenüber RIA Novosti. Den IS-Kämpfern mangele es durch das Vordringen der syrischen Bodentruppen auch an Trinkwasser insbesondere in Idlib, Aleppo, Ḥomṣ und im Norden von al-Lâḏaqiyya sowie an Lebensmitteln. Gefangene IS-Terroristen hätten auch eingestanden, daß sie inzwischen Medikamente zur Behandlung der verletzten Kämpfern bitter nötig hätten. „Außerdem müssen die Terroristen ihre mit Kriegsmaterial beladenen großen Lastkraftwagen zurücklassen, da diese den Rückzug der Kämpfer erschwerten“, erklärte der Sprecher und ergänzte: „Mit aktiver russischer Luftunterstützung wird in nächster Zeit eine weitere Spaltung von IS-Einheiten in kleinere Gruppen mit einer zahlenmäßigen Stärke bis zu zehn Mann erwartet“. (http://de.sputniknews.com/militar/20151027/305212528/syrien-russland-luftwaffeneinsatz.html).
Ein Armee-Sprecher machte am Di., 27.10.2015, bekannt, man sei aufgrund von Geheimdienstberichten darüber informiert, daß am 16.10.2015, vier Flugzeuge, zwei von Turkish Airlines, eines von Qatar Airways und eines von den VAE gut 500 IS-Angehörige aus Syrien in den Jemen ausgeflogen hätten. Dort würden sie – nach den in Syrien erlittenen Niederlagen nun – die Saudis unterstützen. Gleich nach ihrer Ankunft in Aden seien sie auf die Einsatzorte Bâb-al-Mandab, Ma´rib und die beiden saudischen Provinzen of Ğâzân (Jizan) and ʽAsîr (Asir) verteilt worden. Diese Transporte würden fortgesetzt werden. (http://sana.sy/en/?p=59341, http://sana.sy/?p=289430 vom 27.10.2015)
Im Interview mit SANA machte Dr. ʽAbdul Karîm Ma´mûn, Generaldirektor für Altertümer und Museen in Syrien, darauf aufmerksam, daß laut übereinstimmenden Meldungen von Anwohnern und den betroffenen Gemeinden Terroristen auch im Süden der Provinz Qunaiṭra wie im angrenzenden Darʽâ heimlich Ausgrabungsstätten plündern, dabei die Fundorte mit wichtigen Informationen für die Archäologen zerstören und die Funde ins Ausland schmuggeln bzw. verkaufen. Bei ihrer wenig zimperlichen Vorgehensweise setzten sie sogar schweres Baugerät ein. Betroffen seien archäologische Stätten ab dem 3. Jahrtausend v.u.Z. u.a. in at-Tal al-Aḥmar al-Ġarbî und aš-Šarqî, Tal al-Kûm, Tal ʽUkâša, Tal Abû Qubais, dazu alte Gebäude und Kirchen im Dorf Kûdna. (http://sana.sy/en/?p=59154, http://sana.sy/?p=288306)
Fast unmittelbar, nachdem von Terroristen befreite Orte, die auch Zeuge mutwilliger Zerstörungen an archäologisch wertvollen Bauten und Kunstwerken durch diese gewalttätigen Banausen gewesen sind, wieder gefahrlos betretbar sind, wird auch die Antikenbehörde tätig mit Schadensaufnahme und Organisation der notwendigen Rekonstruktionen und Restaurierungen wie z.B. bereits mehrfach hat gezeigt werden können (vgl. Teil III und Teil II). Derzeit infomiert die Behörde über die umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten an den christlichen Bauwerken im aramäischen Wallfahrtsort Maʽlûlâ (Maalula) seit der Befreiung April 2014. Näheres hierzu bei http://sana.sy/en/?p=59094 und http://sana.sy/?p=288411.
Beim Zusammentreffen mit der russischen Delegation in Damaskus konnte Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn versichern, wie dankbar die syrischen Flüchtlinge für die russische Unterstützung in der Bekämpfung der Terroristen seien. Dies bestätigte sich auch durch Interviews, welche AP im Raum Aleppo zum Thema unternahm. Zudem hätten die militärischen Erfolge der letzten Wochen den Bürgern wieder neue Hoffnung auf möglichst baldigen Frieden gegeben. Vor allem aber hätten bereits 800.000 geflohene Syrer schon wieder in ihr Zuhause zurückkehren können. (http://sputniknews.com/middleeast/20151024/1029058632/syria-refugees-airstrikes.html, 24.10.2015)
Terroranschläge vom 27.10.2015:
Ein Raketenbeschuß vom Terroristen durchsetzten Stadtteil Ṣalâḥaddîn aus auf das Wohngebiet al-Aʽẓamiyya nahe der Bilâl-Moschee hinterließ in Aleppo vier Tote und 26 unterschiedlich schwer verwundete Bürger sowie erheblichen Sachschaden.
In Damaskus feuerten Terroristen von Ğaiš al-Islâm von Ost-al-Ġûṭa aus Mörsergranaten auf den aṣ-Ṣûfâniyya-Park im Bezirk Bâb Tûmâ, verletzten acht Passanten und richteten entsprechende Schäden an privatem Eigentum an.
In as-Salamiyya im O von Ḥamâ hatten IS-Angehörige einen Sprengsatz an der Straße as-Saʽn – Ğab Ḫasara, drei Insassen eines vorbeifahrenden Minibusses erlitten dadurch Verletzungen. (http://sana.sy/en/?p=59260, http://www.sana.sy/?p=289081)
Bericht der obersten Heeresleitung vom Mo., 26.10.2015:
Die Fortführung der Operationen im Rîf Dimašq führte zur Befreiung der Gebiete von Ḥarastâ und den Nûla-Farmen in Ost-al–Ġûṭa; Ausweitung der Kontrolle über etliche strategisch bedeutsame Anhöhen und Areale im N von al-Lâḏaqiyya in Richtung Ğab al-Aḥmar und Salmâ, Befreiung von al-Kasâra im N von Qunaiṭra, von Sanîsil, dem zugehörigen Bahnhof, der Arbeitersiedlung mit Bahnhof Ğawâlik und mehreren Gebäuden in Tair Maʽla in der Provinz Darʽâ; im S Aleppos wurden über 50 Orte mit Farmen befreit und strategisch wichtige Höhenlagen einschließlich der Orte al-Waḍîḥî und al-Ḥadâdîn erobert, damit insgesamt ein Gebiet von gut 120km2 wieder unter Kontrolle gebracht und gesäubert, so daß die Bevölkerung unbesorgt dorthin zurückkehren kann; in al-Ğafra in Dair az-Zaur verhinderte die Armee zudem drei Autobombenanschläge auf Militärposten. (http://sana.sy/en/?p=59200, http://sana.sy/?p=288857, s.a. http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940804001047)
Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.10.2015 sind zu erfahren bei http://sana.sy/en/?p=59166 und http://www.sana.sy/?p=288647 (u.a. Eliminierung von Schlupfwinkeln von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Bahnhofsgebiet wie dem Stadtteil al-Balad von Darʽâ; präzise Luftschläge gegen Stellungen von Ğaiš al-Fataḥ und dem IS bei Iṯriyâ, Ğanâ al-ʽAlbâwî, Rasm at-Taîna, Rasm Amûn, ar-Raḥrâḥa, Tanâhiğ, erfolgreiches Gefecht gegen eine Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya-Ansammlung nahe ʽAṭšân im Umland von Ḥamâ; akkurate SAAF-Angriffe gegen Positionen von Ğaiš al-Fataḥ in Ḫân Šaiḫûn im S von Idlib mit Bodenoperation gegen Ğabhatu_n-Nuṣra –Verstecke in Sanğâr und Šaiḫ Baraka, unter den Getöteten in at-Tamânaʽa auch der lokale Kommandeur von Ğabhatu_n-Nuṣra, Muḥammad al-Ğawbâsî; Zerstörung von Schlupfwinkeln und Barrikaden des IS wie von Ğabhatu_n-Nuṣra im O der Provinz Ḥomṣ südlich des Damms von ar-Rastan, um Zaʽfarâna, al-Ġanṭû, Umm Šaršûḥ, al-Waʽra und Halâliyya, in Ğawâlik und bei Sanîsil im N wie auch in der Nähe von Umm Ṣahîrîğ, dazu heftige Verluste des IS an der Verwaltungsgrenze ar-Raqqa in Raḥûm).
Mehmet Seker, Abgeordneter der türkischen Oppositionspartei CHP (vgl. Teil III), teilte dem türkischen Blatt Side am Sa., 24.10.2015, mit, der IS habe über die ganze Türkei verteilt seine Filialen. Insbesondere die im SO gelegene Provinz Gaziantep sei ein logistisches Zentrum des IS hinsichtlich der Bereitstellung von militärischer Ausrüstung mitsamt Waffen, Arzneimitteln, medizinischer Ausrüstung und Nahrungsmitteln. Zudem würden Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren ausgebildet, um dann in Orten der Provinz Aleppo Attentate auszuführen. Auch warnte er davor, daß der türkische und verschiedene Geheimdienste aus dem Ausland die IS-Kämpfer für ihre Zwecke benutzten. Die Türkei sei inzwischen zu dem Land geworden, das neben anderen am meisten Terroristen nach Syrien entsende, um dort für Destabilisierung zu sorgen.
Bereits am Mi., 21.10.2015, hatten CHP-Abgeordnete im türkischen Parlament darauf hingewiesen, daß die Erdogan-Regierung Terrrorgruppen in Syrien auch mit Giftgas versorge, diejenigen schütze, die solches produzierten und den aus Syrien fliehenden Terroristen eine Zuflucht biete.
Der CHP-Vorsitzende Kemal Kilicdaroglu wunderte sich nicht über die schlechten Beziehungen zu Syrien, dem Irak, Ägypten und Libyen, nachdem sich die türkische AKP-Regierungdermaßen negativ in die internen Belange dieser Länder eingemischt habe. Im Interview gegenüber Fox News versprach er, sollte seine Partei bei den am 1.11.2015 anstehenden Wahlen gewinnen, werde er umgehend für die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Syrien und Ägypten sorgen. Auch werde man die Grenzen zu Syrien schließen, so daß den Terroristen der Weg versperrt sei. Die Unterstützung der AKP-Regierung für die Terroristen in Syrien sei auch der Hauptgrund für die Anschläge in der Tükei der jüngeren Vergangenheit. Dabei eröffnete er, daß die Gespräche zu einer Regierungsbildung mit der AKP deshalb gescheitert waren, weil sich Erdogan strikt geweigert hatte, die verfehlte Außenpolitik zu ändern.
Am vergangenen Di., 20.10.2015, hatte auch die Co-Vorsitzende der HDP, Figen Yuksekdag, hervorgehoben, daß Erdogans Politik verantwortlich für den Terrorismus in Syrien, im Irak bzw. in der Region sei. (http://sana.sy/en/?p=59004 vom 25.10.2015)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.10.2015 geben Auskunft http://sana.sy/en/?p=59015 und http://www.sana.sy/?p=288148 (u.a. in der Provinz Ḥamâ Zerstörung von Terroristen-Schlupfwinkeln in al-Laṭâmina, unter den Getöteten der Kommandeur von Tuğmiʽ Katâ´ib al-ʽIzza namens Aḥmad Bilâl wie der von Ğund al-Aqṣâ mit bürgerlichem Namen Muḥammad Râšid alias Abû al-ʽAtir, dazu Eliminierung eines Terroristen-Konvois bei al-Ḥamâmiyât und präzise Luftschläge gegen IS-Positionen in ʽArafa, al-Laṭâmina und Laṭmîn; Konvoi von Ğaiš al-Fataḥ zwischen Kafar Zaitâ und Ḫân Šaiḫûn in Höhe Ṣulayya ausgeschaltet im Hinterland von Idlib; akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen im Umland von Aleppo in Umm Arkîla, Zaitân, Karm Ḥawmad, Tal Fâʽûrî, Qalʽğiyya und as-Safîra wie gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Nester in den bekannten bezierken der Provinzhauptstadt; Vorgehen gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Dârayâ und gegen Ğabhatu_n-Nuṣra um die Anhöhe von Ḥarbûn und westlich ʽArna im Rîf Dimašq; IS-Fortifikationen niedergemacht in Ḫirba Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´; Eliminierung von Terroristen-Ansammlungen in und um Tair Maʽla im N von Ḥomṣ mit Auschaltung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Einheiten um al-ʽÂmariyya und ʽAin Ḥussain al-Ğanûbî.
Laut sozialen Netzwerkseiten der Terrorruppen als getötet anerkannt der Feldkommandeur von Tuğmiʽ Ṣuqûr al-Ġâb namens Abû ʽUmar TAW in NW-Ḥamâ, der Militärbefehlshaber von Ḥarakat Nüraddîn az-Zankî, genannt Maḥmûd Abû ʽUraib, eingegliedert in die Terrorgruppe Ğabhatu Šaiḫ Saʽîd im Umland von Aleppo, dazu der Feldkommandeur von Liwâ´ Ṣuqûr al-Ğabal, namens Aḥmad Ṣâliḥ al-Biyûr im S Aleppos) sowie http://de.sputniknews.com/militar/20151026/305182734/syrien-autostrasse-befreiung.html (ein wichtiges Ziel der derzeitigen Großoffensive ist fast erreicht: Autobahnverbindung in Küstennähe zwischen Ḥomṣ und Damaskus bis auf einen kleinen Abschnitt bei Ḥarastâ wiederhergestellt; die Offensive am Rande von Ḥarastâ und in Ğaubar wird fortgesetzt), Nachtrag vom 26.10.2015 über die gemeinsam ausgeführten Luftschläge der letzten 24 Stunden wie vom vergangenen Sonntag und Samstag: Insgesamt wurden in dieser Zeit 285 terroristische Ziele in den Provinzen Ḥama, Idlib, al-Lâḏaqiyya, Damaskus, Aleppo und Dair az-Zaur teils auch in Nachtflügen eliminiert. Aufklärungsflüge hätten gezeigt, daß die terroristischen Strukturen weiter in Auflösung, wichtige Depots und Nachschublinien der Terroristen zerbombt seien und aufgrund von Erkundungen sich die Ğihâd–Kämpfer zunehmend die Befehle ihrer Führer verweigerten. Im Einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=59196, http://sana.sy/?p=288647. Weitere Meldungen folgen.
Sputnik gegenüber wurde am Sa., 24.10.2015, durch einen Informanten bestätigt, daß die SAA während der Kämpfe im Süden von Aleppo den obersten Führer von Ğabhatu_n-Nuṣra, Abû Sulaimân al-Maṣrî (d.h. … der Ägypter), getötet hat. (http://de.sputniknews.com/militar/20151024/305168204/al-nusra-chef-tot.html)
Nach dem Besuch von Präsident Dr. al-Assad in Moskau auf Einladung des russischen Präsidenten Putin war auch eine russische Parlamentsgruppe nach Syrien gereist, um sich vor Ort zu informieren und über den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zu sprechen. Zudem hatten sie zahlreiche humanitäre Hilfsgüter mitgebracht Der Duma-Abgeordnete Alexander Juschtschenko bemerkte am 25.10.15 gegenüber ItarTass nach seinem Treffen mit Dr. al-Assad in Damaskus, dieser sei sogar bereit, vorgezogene „Wahlen unter der Teilnahme aller politischen Kräfte zu organisieren, die wollen, dass Syrien gedeiht.“ Er würde daran teilnehmen, „wenn das Volk nicht dagegen ist“. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/292181-assad-f%C3%BCr-vorgezogene-parlaments-und-pr%C3%A4sidentschaftswahlen; s.a. http://de.sputniknews.com/politik/20151025/305172739/syrien-praesidentschaftswahlen.html)
Die von ihren westlichen Unterstützern so titulierte „gemäßigte Opposition“ – welches sich im Vorgehen in Syrien (und teils auch personell) tatsächlich in nichts von den anderen Terrorgruppen unterscheidet, zu Belegen vgl. hier (an mehreren Stellen!) – verweigert wie zuvor schon ihr Hauptunterstützer, die US-Regierung, ein gemeinsames Vorgehen zusammen den russischen Kräften, welche die SAA im Counterterrorismus unterstützen.
(http://de.sputniknews.com/politik/20151025/305171810/freie-syrische-armee.html)
Terroranschläge vom 25.10.2015:
Terroristen der Gruppe Liwâ´ Šuhadâ` Badr beschossen in der Nacht ein Wohnviertel am NW-Stadtrand von Aleppo von Banî Zaid (vgl. Gefechtsberichte!) aus mit Raketen. Drei Frauen wurden getötet, drei weitere Anwohner unterschiedlich schwer verletzt. Der Schaden an Gebäuden und anderem Privatgut ist hoch.
Auch das Flüchtlingscamp al-Wâfidîn, angrenzend an die Farmen von Dûmâ im Umland von Damaskus wurde erneut zum Ziel von Mösergranatenbeschuß der Anhänger der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm. Unter den drei Toten befand sich auch ein Kind, unter den Verwundeten waren ebenfalls vier Kleinkinder. (http://sana.sy/en/?p=59017)
Behördenmitarbeiter unterstützt von wachsamen Bürgern entdeckten und konfiszierten einmal in einem Bus, unterwegs auf der Autobahn in Höhe Darʽâ, das andere Mal bei einer Razzia in einem Keller eines Hauses in Ḥamâ große Mengen an Waffen und Munition von Terrorgruppen, im letzteren Fall auch spezielle Pharmaka. Näheres dazu bei: http://sana.sy/en/?p=59047 und http://sana.sy/?p=288318.
Über Einzelheiten der counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.10.2015 berichten http://sana.sy/en/?p=58894 und http://www.sana.sy/?p=287804 (u.a. Befreiung von al-Ğabûl östlich Aleppos mit Eliminierung der letzten IS-Unterschlupfe, Vorgehen gegen IS-Positionen um die Luftwaffenakademie, in stadtteilen der Provinzhauptstadt, sowie IS- und Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen beim an-Nayrab Airport, Šarbaʽ und Rasm al-Ġazâl, unter den Getöteten der Militärführer von Katâ´ib Ṯawâr aš-Šâm namens Muḥammad al-Ḫaṭîb, der sog. „Leiter des Gemeinderats“ im Dorf Tal Ḥudaiyâ mit Namen Faḍl ʽUlaiwî al-Ḫalaf und der Gruppenführer in Ḥuraitân,ʽUmar Šamṭa; Befreiung von Ḍahrat al-Kasâr im N von Qunaiṭra von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Razzien gegen die Terrorgruppe in Ḥarfâ, Ḥaḍar und Ḫân Arnaba, den Waldgebieten von Ṭaranağa, Ğabâtâ al-Ḫašab und ʽAin al-Baîḍâ; im Rîf Dimašq Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Nûla, Balâ, Marğ as-Sulṭân und Bazîna mit Zerstörung eines Waffentransports und eines Bulldozers, gegen Ğaiš al-Islâm in Ḥarastâ und Dûmâ sowie dazwischen in Karm ar-Raṣaṣ und in Masrâbâ, und gegen al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm in Dârayâ jeweils mit erheblichen feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; gezielte Luftschläge gegen Ğaiš al-Fataḥ in at-Tamânaʽa und Ḫân Šaîḫûn wie gegen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya bei Bînîn im Umland von Idlib, Ğabhatu_n-Nuṣra–Kommandant Abû Duğâna al-Maṣrî umgekommen durch eine explodierende Sprengladung beim Berg az-Zâwiyya (Mountain), unter den im Gefecht durch die SAA Getöteten auch drei Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra mit den Kampfnamen Abû az-Zubair aš-Šâmî, Abû Duğâna al-Anṣârî und Abû an-Naṣr al-Ğazrâwî; akkurate SAAF-Angriffe in der Provinz Ḥamâ um Maʽrkaba, Eliminierung des Hauptquartiers von Ğund al-Aqṣâ in al-Laṭâmina mitsamt allen darin befindlichen Teroristen inklusive ihres Amîr namens Muḥammad as-Salâm sowie des Kommandanten von Tuğmiʽ Katâ´ib al-ʽIzza namens Muṣʽab al-Ašqar, unter den Getöteten am Ortsrand von al-Manṣûra (Dorf!) auch einer der berüchtigsten und gefährlichsten Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra, ʽAlî at-Turkî alias al-Muhâğir, verantwortlich für die Planung der durch türkische Söldner ausgeführten Terrorakte in der Umgebung, Zerstörung der Abschußanlagen inTal Ḏahab, mit denen Qarmaṣ und Muraîamîn mit Mörsergranaten beschossen wurden; Vorgehen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Darʽâ al-Balad, al-Maḥaṭṭa und dem Kraftwerk im NO von Darʽâ wie um Maqaṣ al-Ḥağar im NW wie gegen Ğaiš al-Yarmûk; Verhinderung des Angriffs auf einen Militärpostens in al-Mašrafa in der Provinz Ḥomṣ mit Ausschaltung aller feindlichen Kräfte, wie auch bei Ğawâlak, in Umm Šaršûḥ, al-Waʽra und al-Halâliyya; IS–Großangriff auf al-Ğafra und Bait Duġaim in Dair az-Zaur zurückgeschlagen, dabei rechtzeitig Suizidattacke verhindert; NDF-Angehörige bei Kanâkir in as-Suwaidâ´ verfolgten, umstellten brachten einen Pick up mit vier Tonnen an Waffen und Munition inklusive schwerer Artillerie auf; gut 110 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra im N von al-Lâḏaqiyya ausgeschaltet in präzisen Luftschlägen mit Unterbrechung der Nachschubrouten mit Zerstörung der Waffen- und Munitionsdepots im Gebiet Salmâ und bei Bašrafa, Tartiyâḥ, ʽAkû und al-Muġairiyya inklusive des Anführers von Katîba Ḏû an-Nûrain namens Kamâl Samû wie der Ğabhatu_n-Nuṣra-Kommandanten ʽÂmir ʽUmar, Ḫâlid Umar, Muṣṭafâ Salû und Muḥammad Ḫâlid.
Terroranschlag vom 24.10.2015 in Aleppo:
Wieder wurden Wohnhäuser in der Nîl-Straße in Aleppovon Terroristen mit Raketen beschossen, wobei drei Personen starben, weitere drei verletzt wurden. Der angerichtete Sachschaden ist entsprechend hoch. (http://sana.sy/en/?p=58918)
Gegen die bekanntermaßen gegen die syrische Regierung manipulierend lancierten, aber von den MSM ungeprüft übernommenen Falschmeldungen von SOHR wandte sich erneut das russische Außenministerium. (https://www.rt.com/news/319444-russia-hospital-media-ministry/)
Drei weitere iranische Militärberater, hohe Offiziere der iranischen Armee, sind in Syrien gefallen, berichtete der zweite Brigadekommandant Ramezan Sharif als Vertreter des Öffentlichkeitsdienstes der Revolutionsgarde. Gleichzeitig dementierte er eine Meldung, wonach 15 iranische Bürger in Syrien zu Tode gekommen sein sollen. (http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/292121-drei-weitere-iranische-milit%C3%A4rs-in-syrien-ums-leben-gekommen).
Einen Überblick über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.10.2015 bieten im Detail: http://sana.sy/en/?p=58825 und http://www.sana.sy/?p=287539 (weitere Gebietsgewinne und befreite Orte, z.B. al-ʽAmâra und Talat al-Mahdiyya sowie al-Ḥuwaiz und al-Qarâṣî im SW von Aleppo nach Säuberung von hinterlassenen Sprengsätzen; dazu erfolgreiche Luftschläge gegen den IS in Tal Marâġa, Umm Arkîla, Ḍaharat aš-Šamâlî, Tal Aḥmar, Ḥazânû, aš-Šaiḫ Aḥmad, Maskana, Dair Ḥâfîr, Rasm al-Ġazâl; Desgleichen im Raum Ḥomṣ gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Tair Maʽla, Ğawâlik, al-Ġanṭû und Talbîsa mit Zerstörung von Mörsergranatenabschußanlagen und Vereitelung eines Angriffs auf einen Militärposten wie den Ort ʽAin ad-Danânîr; erfolgreiche gezielte SAAF-Einsätze gegen den IS in Tal Maḥṣar, bei al-Ḥamrâ´ im NO von Ḥamâ, Rasm at-Taîna, Dabârat ad-Dîba, östlich aš-Šaiḫ Hilâl, südlich Iṯriyâ (Ethria), in ʽUqairbât und gegen Ğaiš al-Fataḥ in Kafar Zaitâ; dazu Vorgehen gegen den IS in Tal Ṣaʽd, Ḫirba Ṣaʽd im NO von as-Suwaidâ´ und gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte in ʽAtmân im N von Darʽâ) – Da die terroristische Infrastruktur im Einsatzgebiet der russischen Luftwaffe im wesentlichen zerschlagen ist und Auflösung herrscht, ersetzen zur Zeit wohl die angekündigten Aufklärungsflüge die Bombardements.
Terroranschläge vom 23.10.2015 in Damaskus:
Bei einem Beschuß mit Mörsergranaten durch Terroristen von Ğaubar (Jobar) und den Farmen in Ost-al-Ġûṭa (al-Ghouta) aus kamen fünf Bürger im Gebiet az-Zablaṭâni (al-Zablatani) mit unterschiedlichen Verletzungen davon, daneben entstand Sachschaden. Einge Zeit später wurden ein belebter Markt in Damaskus sowie ein Wohnhaus nördlich der Großen Umayyaden-Moschee beschossen, wobei ein knapp einjähriges Mädchen durch Schrapnels verletzt wurde. (http://sana.sy/en/?p=58852)
Die fortlaufenden Geländegewinne der SAA und ihre Befreiungsaktionen von Orten, die bislang unter Terroristenbesatzung zu leiden gehabt hatten, auch in den südlichen Provinzen Qunaiṭra und Darʽâ, angrenzend an Jordanien und die teils – völkerrechtswidrig (vgl. hier) – israelisch besetzten Golan-Höhen, führten auch hier zur Flucht der Terroristen – u.a. von Ğabhatu_n-Nuṣra – über die Grenzen. Doch auch innerhalb derselben unterhalten die südlichen Nachbarn im Süden Syriens Auffangzentren z.B. in Sheeta [?], in denen etwa Ğabhatu_n-Nuṣra– und affiliierte Kämpfer nicht nur Aufnahme sondern auch vielfältige Unterstützung bis zum speziellen Artillerie-Training und Versorgung mit umfangreichem Datenmaterial durch Geheimdienst-Offiziere über die syrischen Truppen erhalten, bis sie wieder zurück nach Syrien in den Kampf geschickt werden, führt Hussein Mortada im Artikel vom 23.10.2015 für al-ʽAhad News aus. Weiteres daher bei: http://www.english.alahednews.com.lb/essaydetails.php?eid=30805&cid=269.
Die Regierung in Moskau hat zum wiederholten Mal dazu aufgerufen, sich dem [völkerrechtsgemäßen!] counterterroristischen Viererbündnis (vgl. hier) anzuschließen und die Bewaffnung und sonstige Unterstützung der Terroristen einzustellen. (http://sana.sy/?p=287352, 22.10.2015)
Ausführliche Zusammenfassung der russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 22.10.2015 bei: http://sana.sy/en/?p=58767 und http://sana.sy/?p=287140 (u.a. Befreiung von Kafar al-ʽUbaid, Ğûra al-Ğaḥâs, Balâs mit Umgebung und Ğabal ad-Duwâs im SW von Aleppo mit Säuberung von hinterlassenen Sprengfallen etc. und weiterem Fortschreiten, im O Eliminierung von Befestigungsanlagen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra in akkuraten Luftschlägen in al-Mafalsa, Umm Arkîla, Tal Aḥmar, aš-Šaiḫ Aḥmad, um den Flughafen von Kuwairis, im NO in Qabâsîn und al-Bâb, im S in Zaitân sowie in al-Ḥalabiyya, al-Ḥamra al-Maṣnaʽ, bei der Syrian Saudi Chemical Company (SYSACCO) und Talat aš-Šawâyâ – unter den Getöteten auch der Militärkommandant vom Imâra al-Qauqâz (Kaukasus-Emirats) namens Awîs al-Qauqâzî; Vereitelung eines Angriffs bei al-Ḥamrâ´ mit mindestens 30 getöteten (meist ausländischen!) Terroristen mitsamt deren Panzern und schwerer auf Fahrzeuge montierter Artillerie in der Provinz Ḥamâ, dazu präzise Luftschläge gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und den IS in Buwaiḍ al-Qiblî, Tal Maḥḍar, Ra´s al-ʽAyn, ʽArfa, ʽUqairbât und bei al-Laṭâmina (Bulldozer!); Befreiung Sanîsil, Rückeroberung der Bahnhöfe von Masâkin und Ğawâlak mitsamt des Ortes; akkurate SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-Nuṣra und den IS im N von Ḥomṣ in ar-Rastan, al-Qaryatain und Abû Ḥawâdît; Vorrücken nach al-Maštal im Rîf Dimašq, siegreiche Operationen gegen Ğaiš al-Islâm in aṣ-Ṣamâdî und den Ḥarastâ Farmen im Gebiet Ost-al-Ġûṭa, Dûmâ, an-Nûla und Qâsimiyya; fokussierte Razzien gegen Ğabhatu_n-Nuṣra in Darʽâ al-Maḥaṭṭa, beim Bahnhof von Darʽâ, dem Camp an-Nâziḥîn, in al-Ġâriyya al-Ġarbiyya, um ʽAtmân und Buṣrâ aš-Šâm; Vereitelung eines IS-Angriffs auf den Dair az-Zaur Airport mit weiterem Vorrücken und Ausdehnung der Kontrolle bis al-Muraiʽiyya mit gezielten Luftschlägen und Artillerieangriffen gegen IS-Stellungen bei der Brücke von as-Sayâsiyya (verschafft Zugang zur Provinzhauptstadt!), in al-Muraiʽ, al-Ğafra und Ḥawîğa Ṣakar.) sowie http://www.sana.sy/?p=287342 (Bericht der Obersten Heeresleitung: zudem Kontrollausdehung vom S- Izaʽa (Iza’aa), Ġarbal (Gherbal), al-Qanatri, der südlichen Hälfte von Tair Maʽla (Teir ma’ala) mit Vorrücken gegen Sunaisil bzw. Sanîsil (Sneisel), Ğawâlak (Jawalak) und al-Ġanṭû (al-Ghantou) wie im N von al-Lâḏaqiyya (Lattakia) gen Ğab al-Aḥmar (Jub al-Ahmar), das Gebiet um Salmâ und die umgebenden Berge mit über 300 getöteten Terroristen; Befreiung im Umland von Aleppo von Balâs, Tal az-Zahmûl, ad-Dabâġat (al-Dabaghat), Tal aš-Šahîd (al-Shaheed), al-Waḏîḥî (al-Wadeehi) mit Umgebung, al-Qadara, al-Ḥuwaiğa (al-Hweijeh), Kafar ʽUbaid (Obeid), as-Subaiḥiyya (al-Sbeihiyeh), as-Sabqiyya (al-Sabqiyeh), al-Ğabariyya (al-Jaberiyeh), Tal as-Sabʽîn (al-Sabe ´en) mit Umgebung unter erheblichen Verlusten Richtung Türkei flohen), http://de.sputniknews.com/politik/20151022/305129030/syrien-terroristen-angriffe.html (Andrej Kartapolow, Chef der Operativen Hauptverwaltung des russischen Generalstabs, am Do., 22.10.2015: Die Hauptkräfte der terroristischen Gruppierungen sind durch die russischen Luftangriffe kampfunfähig geworden“ und: „Den Terroristen mangelt es akut an Munition, Waffen und Kraftstoff.“, Führung und Versorgung seien weitgehend lahmgelegt) und http://de.sputniknews.com/militar/20151022/305124095/russische-luftwaffe-greift-72-is-ziele-in-syrien-an.html (819 Objekte der Terroristen-Infrastruktur vom IS und anderen Terrorgruppen zerbomt in insgesamt 934 Angriffen)).
Nach Mitteilung aus syrischen Militärkreisen werden in einem IS-Militärlager sogar mindestens 20 Kinder unter zwölf Jahren aus der russischen Kaukasus-Region Dagestan indoktriniert und zu terroristischen Einsatzzwecken ausgebildet. „Die Kinder werden ideologisch bearbeitet und antirussisch eingestimmt. Ihnen werden Ideen des radikalen Islams aufgezwungen“, hieß es im Bericht des Nachrichtensenders LifeNews. Erst vorige woche war ein ähnliches IS-Trainingslager in der Türkei aufgedeckt worden. (http://de.sputniknews.com/panorama/20151021/305103813/is-kinder-syrien.html)
Terroranschläge vom 22.10.2015:
Raketenbeschuß durch Terroristen auf Wohngebäude in der Nîl-Straße von Aleppo töteten in der Morgendämmerung vier Anwohner. Vier weitere wurden durch in der Folge zum Teil eingestürzte Gebäude teils schwer verletzt. – Aktualisierung zum gestrigen Attentat in Aleppo: verantwortlich waren Terroristen von Ğaiš al-Muğâhidîn, Liwâ´ Šuhadâ´ Badr, Liwâ´al-Islâm und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya.
Ebenfalls von Raketen wurden vier Wohnbezirke von Ḥomṣ getroffen. Die Einschläge in al-Arman, az-Zahrâ´ und al-ʽAbâssiyya kosteten ein dreijähriges Kind das Leben, 14 weitere Bewohner, darunter zehn Kinder, wurden verletzt, Gebäude und anderes privates Eigentum massiv beschädigt.
Ein späterer Beschuß des Wohnviertels al-Muhâğirîn hinterließ sieben Verletzte und erhebliche Sachschäden.
Ergänzung: Enorme Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum richtete der Raketenbeschuß gegen Stadtteile von an-Nizha, Karm al-Lûz and al-Arman in Ḥomṣ an. Die Einschläge trafen die hauptstraße zwischen Karm al-Louz und al-ʽAdawiyya, die Umgebung der al-Buḥturî-Schule (in an-Nizha, vgl.u.) wie der Šahîd Muḥsan ʽAbbâs Schule und den alten Kreisverkehr in al-Arman.
(http://sana.sy/en/?p=58726, http://www.sana.sy/?p=287102)
Über Einzelheiten der russischerseits unterstützten counterterroristische SAA-Operationen vom 21.10.2015 informieren http://sana.sy/en/?p=58650 und http://sana.sy/?p=287342 (u.a. hervorzuheben: Befreiung von al-Mağbal im Rîf Dimašq mit Zerstörung von Terroristen-Hauptquartieren und Ver- schanzungen mitsamt Waffen und Munition im Qalamûn und westlich des Marğ aṣ-Ṣulṭân Airport; in Aleppo Zerstörung von Mörsergranaten-Abschuß-anlagen wie einer „Höllenkanone“, gezielte Luftschläge gegen Hauptquartier und Ansammlungen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra in ad-Dakwâna, al-Mafalsa, Šaiḫ Aḥmad, al-Bâb und Umm Arkîla, unter den Getöteten auch Ismâʽîl Nâsif, Militärkommandant von Ḥarakat Nûr ad-Dîn az-Zankî und Bašâr alias Ḫaṭâb, Militärkommandeur von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (ash-Sham); Eliminierung von IS-Hauptquartieren und Sammelpunkten durch die SAAF in al-Muraiʽiyya und al-Ğafra im O von Dair az-Zaur u.v.a.) sowie http://de.sputniknews.com/politik/20151021/305093516/russland-is-luftangriffe.html (Mittagsbericht über die vergangenen 24 Stunden: 83 IS-Anlagen attackiert, darunter in der Provinz Idlib eine Kommando- und Beobachtungsstelle und ein Treffpunkt von IS-Kommandeuren, im Raum Aleppo ein Sprengstofflager der al-Nusra-Front mit Werkstatt zum Bau ferngesteuerter Bomben, dazu Luftschläge gegen Terroristen-Infrastruktur in den Provinzen Dair az-Zaur (Deir ez-Zor), Damaskus und Ḥamâ (Hama)) und http://www.sana.sy/?p=286761 (Die Kooperation aus russischen un syrischen Kampfjets bombardierte 83 Terroristen-Standorte in den Provinzen Dair az-Zaur (Deir ez-Zor), Aleppo [arab.: Ḥalab], Ḥamâ (Hama), Idlib sowie im Umland von Damaskus [Rîf Dimašq] und dem von al-Lâḏaqiyya (Latakia)).
Aufgrund der enormen Verluste seit Einsetzen der koordinierten Angriffe von SAA und russischen Kampfjets versuche der IS mit anderen Terrrogruppen zu verhandeln, um künftig fusioniert den Ğihâd gegen die säkulare Regierung fortzusetzen. Laut Igor Konaschenkow, dem Sprecher des Verteidigungs-ministeriums in Moskau, hätten die Warlords der beiden al-Qāʿida-Ableger IS und Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. über die Bildung einer Koalition gesprochen. (http://de.sputniknews.com/politik/20151021/305093691/is-syrien-koalition.html, http://www.sana.sy/?p=287037) – Zudem erhält der IS weiterhin ungeschmälerten Zulauf aus dem Ausland. Das russische Verteidigungsministerium meldete hierzu: „Die Bandenanführer arbeiten jetzt darauf hin, die Verluste im Kampf gegen die syrischen Truppen und infolge der Flucht von Extremisten vom Schlachtfeld auszugleichen. Der syrischen Aufklärung zufolge wird im Gouvernement Idlib eine große Zahl angekommener ausländischer Söldner registriert“. (http://de.sputniknews.com/militar/20151020/305077171/verluste-deserteure-offensive-syrischer-armee.html)
Während sich Bundeskanzlerin Merkel mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan wegen des Asylantenzustroms gut zu stellen versucht, spricht sich Hakan Fidan, Vertrauter von Recep Erdoğan und Leiter des türkischen Geheimdienstes (MIT, zu dessen Hilfestellungen für den IS vgl. Teil III) im Interview mit Anadolu (vom 18.10.2015) für die Terrororganisation IS aus. Wörtlich äußerte er: “The Islamic Emirate is a reality and we must accept that we can not eradicate a well organized and popular institution as the Islamic State is. Therefore, I urge my colleagues in the West to revise their mindset on Islamic political currents, to put aside their cynical mentality and thwart Putin plans to crush the Islamist Syrian revolutionaries”. Es sei daher unumgänglich, daß dem IS die Eröffnung eines Konsulats oder zumindest eines politischen Büros in Istanbul gestattet werden müsse, damit diejenigen, die in die Türkei kämen und sich dem Ğihâd (!) des IS in Syrien anschließend wollten, dort einen Ansprechpartner fänden. Schließlich versicherte er, daß man selbstverständlich auch den Anti-Regierungskämpfern aus Syrien medizinische Hilfe zukommen lasse und verurteilte gleichzeitig die counterterroristischen, gemäß dem Völkerrecht erfolgenden russischen Militäreinsätze in jenem Land als „ruthless“. (https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/10/21/turkey-consulate-daesh/ in Übersetzung von: http://www.voltairenet.org/article189059.html vom 21.10.2015)
































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