Im Anschluß an: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen, Teil IV nun Teil V: (Vgl. zu den zahlreichen Veröffentlichungsproblemen hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Fortsetzung s. Teil VI

Rußlands Außenminister Lawrow bemerkte, die Kreml-Regierung erhoffe sich von der 7. Genfer Gesprächsrunde Fortschritte bzgl. der Agenda der vier Hauptthemenkomplexe (dazu s.u.); Rußland unterstütze die UN-Bemühungen hinsichtlich einer konstruktiven Dialogführung. Die erzielte Einigung mit der DU-Seite bzgl. der De-Eskalationszonen [Plural sic!] erlaube endlich die Separierung der Terroristen von der sog. „bewaffneten moderaten Opposition“ (MAO, vgl.u.). (http://sana.sy/en/?p=109789) – Zur monatelang von der Obama-Administration hinausgezögerten Separation beider Gruppen mit all den negativen Involvierungen s.u.! Diese Separation erleichtert wesentlich die Terrorismusbekämpfung als solche (s. dazu ebenfalls das bislang hinzu Dargelegte!).

Eine Perle der diplomatischen Ausdrucksweise darf man offensichtlich in Präsident Putins Bemerkung zur Rolle der Türkei unter Staatspräsident Erdogan  bzgl. Syrien sehen, wenn man bedenkt, daß dieser zwar in das „Boot“ der drei Garantenstaaten für die während der 4. Astana-Konferenz (s.u.) ausgehandelten De-Eskalationszonen geholt worden ist, jedoch andererseits die Türkei gleichzeitig diese Vereinbarung hintergeht in Form der erneuten, zudem völkerrechtwidrigen Invasion auf syrisches Hoheitsgebiet im Norden von Aleppo und der fortgeführten Unterstützung für Terroristen, wie vom Außenamt in Damaskus wiederholt den UN vorgetragen (s.u.). Putin „würdigte“ nämlich am Rande des G20-Gipfeltreffens am Sa., 8.7.2017, das Engagement Erdogans bei den Friedensgesprächen zu Syrien, wobei sich die Situ­a­­ti­on dort bereits zum Besseren verändert habe und den Terroristen schwere Schläge versetzt worden seien. Angesichts der tatsächlichen Verhältnisse vor Ort in Syrien kann dies nur als Warnung an Erdogan verstanden werden, sich künftig nicht mehr gegen die Ziele der Astana-Konferenzen zu sperren, wie erst jüngst wieder (vgl.u. zur türkischen Verweigerungshaltung) geschehen. (http://parstoday.com/de/news/world-i29190-tref­fen_zwischen_putin_und_erdogan_am_rande_des_g20_gipfels) – Das Weiße Haus ließ außerdem am Sa., 8.7.2017, mitteilen: „Präsident Erdogan hat Präsident Trump für ein kurzes, ungeplantes Treffen am Rande des G20-Gipfels speziell aufgesucht“, wobei es um die Situation in Syrien ging. (https://sptnkne.ws/eRue)

Putin & Trump beim G-20-Treffen, Photo: Sputnik News

Putin & Trump beim G-20-Treffen, Photo: Sputnik News

In Fortführung der Politik der De-Eskalationszonen, deren Einrichtung ein Erfolg der bisherigen Verhandlungen während der fünf Astana-Konferenzen (vgl.u.) mit großer Unterstützung durch die Kreml-Regierung und assistiert durch den Iran gewesen ist, und konkret in Fortsetzung der vom Obersten Armeekommando vor Ort ausgerufenen und mehrfach verlängerten Waffenruhe in den südlichen Provinzen Darʽâ, as-Suwaidâ´und al-Qunaiṭra (s.u.) haben sich am Rand des G-20-Gipfeltreffens in Hamburg am 7.7.2017 bei ihrem erstenTreffen Präsident Putin und sein US-Amtskollege Trump hinsichtlich dieser De-Eskalationszone verständigt. Demnach wird im Anschluß an die dann abgelaufene Waffenruhe (s.u., 6.7.2017) eine weitere in den genannten Gebieten ab So., 9.7.2017, um 12.00 Uhr mittags (Ortszeit) einsetzen. Zudem hätten sich die USA und Jordanien [von wo aus die letzten Jahre über beträchtliche Terroriristenunterstützung erfolgte, vgl.u.] zur Einheit und Integrität des syrischen Territoriums bekannt. Auch sei über die Terrorismusbekämpfung gesprochen worden. Generell müßten laut Putin persönliche Treffen Telefonate ersetzen, um die anliegenden Probleme hinreichend zu lösen. (http://sana.sy/en/?p=109580)  Außerdem informierte der russische Außenminister Lawrow darüber: „Die USA haben die Verpflichtung übernommen zu überwachen, dass alle Gruppierungen, die sich dort befinden, die Waffenruhe einhalten.“ (http://parstoday.com/de/news/germany-i29154-trump_und_putin_einigten_sich_auf_waffenruhe_in_syrien)  – Zuletzt hatte sich die russische Regierung mehr Engagement auf US-Seite – gerade in dieser Hinsicht gewünscht (vgl.u. Lawrentiew am 7.7.2017).
Daher bezeichnete Präsident Putin das Erzielen einer Vereinbarung mit der US-Seite über die De-Eskalationszonen in Syrien im persönlichen Gespräch mit US-Präsident Trump in Hamburg am Rande des G-20-Gipfeltreffens als einen großen Schritt vorwärts. Wesentlich für die Beilegung der Syrienkrise seien Parameter für das Funktionieren der De-Eskalationszonen im Hinblick auf die Erhaltung der territorialen Integrität Syriens als Hauptpunkt. Und wie schon zuvor in bzw. bezüglich der 5. Astana-Konferenz konstatiert (vgl.u.) erklärte er: „we have to agree on their concrete borders and on how security will be ensured at the zones. It is very painstaking and at first glance even tedious, but it is extremely important and responsible work.” Auf eine Bemerkung von US-Außenminister Tillerson vom Vortag bekräftigte er nochmals seinen Standpunkt, daß allein die Syrer selbst über ihre Zukunft zu entscheiden hätten.  (http://sana.sy/en/?p=109638) Letzteres  spielt auf Tillersons kurz zuvor gemachte Äußerung an, daß Washington keinerlei lange politische Karriere für Assad und seine Familie in Syrien sehe. Dies kommentierte Putin mit während seiner Pressekonferenz am Sa., 8.7.2017 in Hamburg mit den Worten: „Herr Tillerson ist eine Respektsperson und Träger eines russischen Ordens, eines Freundschaftsordens. Wir respektieren und lieben ihn. Er ist aber kein syrischer Bürger. Und die Zukunft Syriens und die Zukunft des Präsidenten Assad als Politiker muss nur das syrische Volk bestimmen“. (https://sptnkne.ws/eRkp)

Alexander Lawrentiew, Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten und ebenso Teil der Delegation in Astana, kommentierte im Gespräch mit Russia Today die Ergebnisse der 5. Syrien-Konferenz in der kasachischen Hauptstadt. Nach Erwähnung der schon bei der Presseerklärung (s.u.) bekannt gemachten Details führte er wegen der dort aufgrund der türkischen Verweigerungshaltung nicht erreichten Ziele aus, diese müßten dann eben bei der nächsten Sitzung erreicht werden: „we will count that what we have not been able to solve during this round, we will seek to solve during our next rounds of talks.” Das Konzept der De-Eskalationszonen stehe jedenfalls, nur habe keine Einigkeit über deren Begrenzung erlangt werden können. Nötig seien auch beständige Maßnahmen bzw. Mechanismen zur Überwachung der Waffenruhe in diesen Zonen. Die Überwachungsorgane seien dabei keine Kampfeinheiten sondern Militärbeobachter, als solche würde z.B. die russische Militärpolizei tätig werden. Die derzeit in Vorbereitung befindlichen Dokumente (vgl.u.) beschäftigten sich mit militärischem Druck gegenüber jenen, die die Waffenruhe verletzten, eine Frage, die mit den USA auf Experten-Ebene diskutiert werde. Die Kreml-Regierung hatte sich diesbezüglich wesentlich mehr aktive Beteiligung seitens der US-Seite hinsichtlich Druckausübung auf die „bewaffneten Gruppen“ (MAO, s.u.!) erhofft, „but this seems to be a future issue.”
Lawrentiew bestätigte, daß die russische Seite den US-Benennungsvorschlag „de-confliction zones” ablehne, da es sich um künstliche Gebilde handele und die USA die von ihnen besetzte syrische at-Tanaf-Region (s.u.) nahe der irakischen Grenze ebenfalls  als „de-confliction zone” bezeichne. Diese Vorgehensweise sei „arbitrary” [willkürlich] und „illegal”, da sich die US-Truppen völkerrechtswidrig, weil ohne Genehmigung der souveränen Landesregierung in Syrien aufhielten. auch die Angriffe der US-geführten Koalition gegen Stellungen der syrischen Armee (SAA; zu den Fällen vgl.u..) seien „com­pletely unacceptable and unjustified“ [völlig inakzeptabel und ohne rechtfertigende Grundlage]. Nach russischer Meinung sollten die US-Amerikaner der SAA den Weg zur gemeinsamen Grenze mit dem Irak freigeben [er ist durch die US-okkupierte at-Tanaf-Region versperrt; vgl.u.], um dort die volle staatliche Kontrolle wiederherzustellen. Auch hoffe man in Moskau, daß sich nach vollständiger Vernichtung des IS in Syrien dort kein US-Militär mehr aufhalten werde, sofern sie dafür nicht die Genehmigung der Regierung in Damaskus vorweisen könnten. (http://sana.sy/en/?p=109531, http://www.sana.sy/?p=585354)

Zur Provokation der schon angedrohten wiederholten US-Intervention in Syrien für den Fall eines C-Waffeneinsatzes (vgl.u.) bereiten Terroristen der Gruppen Failaq ar-Raḥmân und Ğaiš al-Islâm entsprechend geplante Zwischenfälle vor.  Maria Sacharowa, Rußlands Außenamtssprecherin, machte hierzu bei der wöchentlichen Pressekonferenz am 6.7.2017 deutlich: „According to the available information, Syrian terrorist groups are planning staged provocations with the use of chemical weapons to ground the US airstrikes on the positions of Syria’s pro-government forces.” („Wir haben Informationen über einen Versuch, die von bewaffneten terroristischen Gruppen in Syrien Provokationen mit chemischen Waffen zu tun, um einen Vorwand für Militärschläge der USA zu finden.“). Außerdem transferiere der IS Materialien und Ausrüstung einschließlich Chemikalien nach  Dair z-Zaur und al-Bû Kamâl. Auch machte sie deutlich, daß ihre Regierung weiterhin auf objektiver Untersuchung der der Regierung zur Last gelegten C-Waffen-Vorfälle wie z.B. in Ḫân Šaiḫûn bestehe: „We will continue to consistently seek the most professionally rigorous and politically impartial in­ve­stigation into the investigation of both the Khan Sheikhoun chemical incident and other persistent che­mical provocations against the legitimate Syrian government.” (http://www.sana.sy/?p=584628, http://sana.sy/en/?p=109494, https://sptnkne.ws/ePXX für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 7.7.2017:
Infolge abendlichen Mörsergranatenbeschusses auf den Stadtteil Harâbiš von Dair az-Zaur seitens des IS kam eine Frau ums Leben, elf weitere Anwohner wurden verwundet, Häuser etc. beschädigt.
Im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad verschanzte Terroristen richteten mit Raketenbeschuß im Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ Sachschäden an.  (http://sana.sy/en/?p=109572)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109534 und http://www.sana.sy/?p=585493 (Vereitelung von IS-Angriffsversuchen vom Dorf Manûḫ aus auf Militärposten auf den Tulûl aṭ-Ṭafḥa südlich Ğab al-Ğarâḥ im O-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung sämtlicher Angreifer und deren militärischer Ausrüstung; Beseitigung eines terroristischen Konvois 4km östlich von Ğabâb Ḥamad mitsamt der ganzen Mannschaft in derselben Gegend.)

Terroranschläge vom 6.7.2017:
Ein Bombenanschlag, begangen durch einen Suizidattentäter mittels Zündung seines Sprengstoffgürtels, auf die westliche Bushauptstation in der Innenstadt von Ḥamâ während der Stoßzeit hatte bislang zwei Tote und elf teils lebensgefährlich Verletzte zur Folge. Im Anschluß fanden Behördenmitarbeiter im Gebäude der Busstation zwei weitere Sprengsätze, die umgehend  demontiert und entschärft wurden, wie der Gouverneur bekanntgab. Zudem trugen die Busstation selbst, die Imâm Muslim-Moschee und die Infrastruktur der Station einschließlich dort stehender Busse teils massive Schäden davon.  – Aktualisierung: wegen Versterbens der schwerst Verletzten beträgt die Opferzahl nun vier Tote und neun – teils schwer – Vewundete. (http://sana.sy/en/?p=109480)
Im Stadtbezirk Darʽâ  al-Balad verschanzte Terrorgruppen beschossen in Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen den Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ mit Raketen und verursachten dadurch Sachschäden an Wohnhäusern etc. (http://www.sana.sy/?p=584788)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109466 und http://www.sana.sy/?p=584616 (Erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Trupps im N des Dorfes Ğanâ al-ʽAlbâwî im Landkreis Salamiyya im Rîf von Ḥamâ mit heftigen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung – Ğanâ al-ʽAlbâwî liegt unweit von ʽUqairibât (vgl.u.), dem ISHaupt­ver­sor­gungs­zentrum am Rande der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya), welche zudem als Ausgangspunkt für Angriffe auf Orte und Ölquellen im Umkreis von Tadmur dient. Ebenso effektive präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen und Fortifikationen in Bâdiyya Ḥumaima im O-Rîf von Ḥomṣ sowie im Gebiet im SW von Ḥumaima, 70km südlich von al-Bû Kamâl nahe der Verwaltungsgrenze der Provinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur sowie der Grenze zum Irak mit denselben Ergebnissen. Ebenfalls akkurate intensive Luftangriffe auf IS-Positionen südlich von Bair Abû Kubrâ, der al-Fahdî-Station undnördlich von az-Zamla im W-Rîf von ar-Raqqa mit Eliminierung vieler Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung; zusammen mit den alliierten Streitkräften Verschärfung der Kontrolle über die gesamte Region von ar-Ruṣâfa südlich von ar-Raqqa bis zur Stadt Aṯriyâ  im Rîf von Ḥamâ. Zerstörung von IS-Schlupfnestern, -Barrikaden und –Stellungen sowie mobilen Trupps in aṯ-Ṯarda, at-Taim, dem Gebiet von Ḥuwaiğa Qâṭiʽ, den Dörfern al-Buġai­liyya und al-Ğunaina im Umkreis wie in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa und al-Ḥamîdiyya von Dair az-Zaur durch gezielte SAAF-Angriffe mit beträchtlichen Feindverlusten.)

Am  6.7.2017 verkündete das Oberste Armeekommando die erneute zeitliche Ausdehnung der am 2.6.2017 bekanntgegebenen 48-stündigen Waffenruhe (vgl.u.) in den südlichen Provinzen Darʽâ, as-Suwaidâ´ und al-Qunaiṭra bis zum Ende des 8.7.2017 mit den Worten: „In order to support the peace process and the national reconciliations, the cessation of hostilities in the southern region (Daraa, Quneitra and Sweida) has been extended till the end of 8/7/2017”. (http://sana.sy/en/?p=109523, http://www.sana.sy/?p=585333)

Afrîn, Photo: Sputnik News

ʽAfrîn, Photo: Sputnik News

In ʽAfrîn gingen tausende Bürger – gemischt nach Ethnie und Religion – auf die Straßen, um gegen die neueste türkische Invasion in Nord-Syrien zu protestieren. Zur Verhinderungshaltung der Türkei während der letzten Astana-Konferenz (s.u.) bemerkte der kurdische Politiker Rejzan Hedu: „Es ist absehbar, dass die Türkei jeden Versuch Russlands, die Syrien-Krise zu lösen, zu Fall bringen wird. Wir alle sehen, dass die Türkei eine negative Rolle bei dem Treffen in Astana sowie bei allen vorherigen Treffen gespielt hat.“ (https://sptnkne.ws/eQeT vom 6.7.2017)

In zwei Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden     machte das Außenministerium am So., 6.7.2017, die erneuten Attacken seitens des türkischen Militärs gegen syrisches Territorium zum Thema.  Kürzlich sei die Türkei in verschiedene Gebiete Nord-Syriens eingefallen, vor allem in Aʽzâz, Ğibrîn und Aḫtarîn im Norden von  Aleppo. Schon in früheren ähnlichen Noten (vgl.u.) habe man deutlich gemacht, daß diese Landnahme-Operationen zusammen mit den Unterstützungsmaßnahmen für die Terrorgruppen in Syrien durch Beherbergung der Terroristen, deren Transfer über die Grenze, Bewaffnung und Training etc. untragbar seien. Dazu komme die Errichtung von Mauern im Grenzgebiet, jedoch auf syrischem Territorium, welche zahlreiche Bauern vom Zugang zu ihrem eigenen Grund und Boden abschneide. Diese Erdogansche Aggressions- und Expansionspolitik verstoße gröblich gegen das Völkerrecht, die Ziele und Prinzipien der UN-Charter und die UNSC-Resolutionen, welche allesamt auch Syrien Souveränität und territoriale Integrität zusichern. Mit seiner militärischen Aggressivität und wichtigen Rolle als Terrorismusunterstützer sei die Türkei eine Gefahr für die Sicherheit und Stabilität der Region wie international und das in einer Zeit, in der diese bekanntermaßen kein Quentchen „Mehr“ an Schwierigkeiten, Terrrorimsus und Zerstörung vertragen könne. Dennoch fühle sich Syrien verpflichtet, jeden Zentimeter seiner Heimat zu verteidigen und gegen den Takfîr-Terrorismus zu kämpfen, den Erdogans Türkei auf jede erdenkliche Weise befördere. doch das ständige Schweigen des UNSC gegenüber solchem Vorgehen und derartigen Praktiken ermutige dieses Regime nur noch, so fortzufahren und sich nicht um den Willen der internationalen Gemeinschaft zu scheren, der darauf abzielt, die Krise in Syrien schnell zu beenden und der Region wieder Sicherheit und Stabilität zu schenken(http://sana.sy/en/?p=109483)

Wie schon verschiedentlich angekündigt (vgl. z.B. https://sptnkne.ws/eHs5, https://sptnkne.ws/eKud, https://sptnkne.ws/eKZC, https://sptnkne.ws/eM3k), bereitet die türkische Regierung offenbar eine weitere Militäraktion im Norden Syriens vor bzw. seien diese Vorbereitungen mit Aufstockung des türkischen Kampfpotentials wie dessen der FSA (zur Einordnung s.u.) schon abgeschlossen. Der Befehlshaber der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) Sipan Hemo urteilt darüber: „Diese türkischen Vorberei­tungen haben das Niveau der Kriegserklärung erreicht und könnten in den kommenden Tagen zum Beginn faktischer Zusammenstöße führen. Wir werden diese potentielle Aggression nicht ohne Antwort lassen.“ Erwartet werden Angriffe auf Tal Rifʽat [ca. 30km nördlich von Aleppo] und den Luftstützpunkt Menah [?] oder auch aufʽAfrîn. (https://sptnkne.ws/ePNg vom 5.7.2017)

Astana, Außenamt, Photo: SANA

Astana, Außenamt, Photo: SANA

In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich die drei Garantenstaaten Rußland, der Iran und die Türkei in Astana am 6.7.2017 erneut zur Stabilität und territorialen Integrität Syriens, zu ihrer Überzeugung, daß es keine militärische Lösung der Syrienkrise gebe sondern nur eine politische, wie zur Stärkung und Förderung der allgemeinen Waffenruhe [vereinbart Ende Dezember 2016, s.u.], und zur Beibehaltung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen den Parteien in Syrien. Sie begrüßten den Rückgang der Waffengänge aufgrund der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen vom 4. Mai  [s.u.]. Zudem riefen sei alle Seiten zur Einhaltung dieser Abmachung an und warnten vor deren Verletzung. Ebenfalls begrüßt wurde die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zum Spannungsabbau wie die Fortschritte bei der Festlegung der Spezifika der De-Eskalationszonen. Auch betonten sie die Notwendigkeit, daß alle Parteien in Syrien Maßnahmen zur Beförderung des politischen Prozesses wie der Waffenruhe zu ergreifen und humanitären Hilfslieferungen sicheren Transfer zu allen bedürftigen Gebieten zu gewähren hätten. Betont wurde nochmals die Bedeutung der Astana-Konferenzen auch im Hinblick auf die Unterstützung der Genfer Zusammenkünfte, deren nächste am 10. Juli stattfinde. Das nächste Astana-Treffen sei auf die letzte Augustwoche angesetzt.
Die gemeinsame Arbeitsgruppe wurde beauftragt, alle technischen und operativen Voraussetzungen bzgl. dieser Gebiete zu schaffen. Ihr nächstes Treffen werde am 1. und 2.8.2017 im Iran stattfinden.
Zu der beabsichtigten Vereinbarung über weiteren Festlegungen hinsichtlich der De-Eskalationszonen kam es jedoch nicht. Hierzu bemerkte der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, am Ende der 5. Astana-Konferenz in einer Presseerklärung: dieses bloß „moderate“ Ergebnis dieser Konferenz sei zurückzuführen auf die negative türkische Haltung, die schon seit Beginn der ersten Astana-Konferenz deutlich zu bemerken gewesen sei. Ziel der Teilnahme an der Konferenzreihen in Astana und Genf sei es ja, die Anstrengungen bzgl. Beendigung der Kämpfe, Hilfe für die syrische Bevölkerung  und Wiederherstellung von Stabilität im Land zu befördern, wobei sich die syrische Seite nach Kräften bemühe, dies jedoch durch Gegenanstrengungen der türkischen Seite konterkariert werde. So habe die türkische Delegation das Ziel der endgültigen Festlegung weiterer wichtiger Details zu den De-Eskalationszonen verhindert und statt dessen auf Erpressung gesetzt. Demnach schloß er mit den Worten: „I can only say that the Turkish side did everything in its power to hinder reaching positive results that concern the interests of the Syrian people.”
Zuvor hatte sich die Regierungsdelegation ein zweites Mal mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, getroffen. Jener zeigte sich in seiner Presseansprache zuversichtlich, daß auch der kleine Erfolg sich positiv auf die nächsten  Verhandlungen in Genf auswirke. Auch rechne er damit, daß sich bei Gesprächen der internationalen Vertreter am Rande des G20-Gipfels (vgl.u. Putin-Trump-Treffen!) Fortschritte – auch bzgl. der De- Eskalationszonen erzielen ließen.
Der Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, Alexander Lawrentiew, bedauerte während seiner Presseerklärung ebenfalls: „No documents were signed, but we adopted the provision on a joint working group”, und konstatierte, auch ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sei schon begrüßenswert bei solch wichtigen Treffen wie denen von Astana und Genf hinsichtlich der Beilegung der Syrienkrise auf friedlichem Wege. Während der bilateralen und trilateralen Gespräche seien im Hinblick auf die De-Eskalationszonen bereits viele Fragen erörtert und bislang sieben Dokumente ausgearbeitet worden, wovon sich eines mit der Einrichtung eines Koordinationszentrums zur Überwachung der Bestimmungen in jenen Zonen befasse. Doch müsse hinsichtlich dieser Zonen noch eine Menge Arbeit geleistet werden, da die Parteien in diesem Punkt zu keiner Übereinstimmung gekommen seien [vgl.o. bzgl. Haltung der Türkei!]. Diese sobald als möglich zu erreichen, sei das große Ziel. Derweil plane Rußland, eigene Militärpolizeieinheiten zur Überwachung der [Grenz-]linien der Zonen zu schicken. Schließlich faßte er schon bekannte Punkte der Konferenz zusammen und fügte ihnen hinzu, es sei auch über das Problem vermißter und entführter Personen und das Minenräumen in archäologischen Stätten wie z.B. Palmyra besprochen worden.  Die für die letzte Augustwoche angesetzt nächste Astana-Konferenz könne notfalls auch früher  anberaumt werden. (http://sana.sy/en/?p=109419)

Bemerkung: Kein Wunder, daß die türkische Delegation sich generell gegen die Friedensbemühungen für das Nachbarland Syrien sperrt, da doch die AKP-Regierung unter Erdogan selbst mit ihrer umfänglichen Terroristenunterstützung in Syrien zu dessen Destabilisierung nach Kräften beigetragen hat. In wiederholten Angriffen auf syrisches Gebiet während des Kriegs wurde dort geplündert, wurden wertvolle Industrieanlagen demontiert und über die Grenze geschafft, Massaker unter syrischen Zivilisten angerichtet etc. Auch derzeit greifen türkische Truppen wieder Syrien an, in einem Gebiet, das zu einer der De-Eskalationszonen zählt. Da kann man sich logischerweise nicht gleichzeitig für die Durchsetzung und Einhaltung der Bestimmungen hierzu einsetzen.  – Daß sich die Türkei unter Erdogan überhaupt am Astana-Konzept beteiligt, ist einzig der Einflußnahme Rußlands, unterstützt durch den Iran  zuzuschreiben (hierzu vgl.u.)

Außenminister Lawrow gab am 5.7.2017 auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Aḥmad Abû al-Ġaiṭ, in Moskau bekannt, beim ersten Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem der USA, Trump, am Rande des G20-Gipfels in Hamburg würden Perspektiven der Lösung der Krise in Syrien diskutiert werden. (http://www.sana.sy/?p=584198) Das Treffen findet laut Putin-Berater Juri Uschakow am 7.7. 2017 statt. (https://sptnkne.ws/ePjE)

Am 5.7.2017 traf die Regierungsdelegation in Astana (vgl.u.) mit dem UN-Sondergesandten de Mistura zusammen. (http://sana.sy/en/?p=109419, http://www.sana.sy/?p=584206)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109382  und http://www.sana.sy/?p=584033 (Weiteres Vordringen mit Davonjagen des IS in al-Bâdiyya mit Festsetzung um das al-Hîl Ölfeld [nahe as-Suḫna, dem der größten und wichtigsten IS-Standort in der Großen Wüste], ca. 40km nordöstlich von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ bei Annäherung darauf 1km und Umzingelung der IS-Stellungen vom W, S und SO her; Rückeroberung von drei startegisch bedeutsamen Punkten 8km östlich von Ğabâb Ḥamad mit Tötung etlicher IS-Extremisten. Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps im Dorf al-Bu­ġailiyya westlich von Dair az-Zaur; gezielte präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen im Areal aṯ-Ṯarda, Bâdiyya at-Taim, den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥamîdiyya, al-Ḥuwaiqa, Ḥuwaiğa Qâṭiʽ, den Dörfern al-Ğunaina und al-Buġailiyya mit Eliminierung einer Anzahl Terroristen samt deren Artillerie.)

Auch die russische Luftwaffe flog von der Luftwaffenbasis Engels (benannt nach Friedrich Engels!) nahe Saratow aus erneut Angriffe auf IS-Stützpunkte in Syrien im Ost-Rîf von Ḥamâ. Im von IS-Terroristen besetzten Gebiet von ʽUqayribât zerstörten Tu-95MS-Langstreckenbomber mit Kh-101 (X-101) –Marschflugkörpern drei Munitionsdepots und ein Kommandozentrum der Terrororgansisation. (http://sana.sy/en/?p=109438; s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i29034-russ­land_greift_mit_neu­sten_marschflugk%C3%B6rpern_is_stellungen_in_syrien_an)

Terroranschlag vom 5.7.2017:
Vier Verletzte und entprechender Sachschaden sind die Folgen des IS-Beschusses mit Mörsergranaten auf Wohnhäuser in Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=109369)

Nach Eingang der Protest-Schreiben der Regierung an die UN-Stellen vom 2.7.2017 (s.u.), hat nun doch der Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres am 4.7.2017 in dessen Namen die letzten Terrorattacken im Raum Damaskus (s.u.) verurteilt und ebenfalls unterstrichen, daß diese ihrer gerechten Strafe zugeführt werden müßten. „We are appalled by the utter disregard for human life displayed by the perpetrators.” versicherte Stéphane Dujarric und fuhr fort: „Those responsible for the attacks must be held accountable.” Auch sprach er den Familien der Opfer Beileid aus wünschte den Betroffenen schnelle Genesung. (http://sana.sy/en/?p=109372)

Der kurzen Presseerklärung, welche Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî über den Gang der Verhandlungen am 4.7.2017, abgab, war an Neuem zu entnehmen, daß es derzeit konkret um die Festlegung der Grenzen der De-Eskalationszonen und eine Erstellung einer Karte darüber gehe. (http://sana.sy/en/?p=109313, http://www.sana.sy/?p=583407) – Dies bestätigten auch der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu wie das kasachische Außenministerium. Auch diskutiere man darüber, wer dort die Kontrolle über die Einhaltung der Abmachung garantieren soll. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i28974-moskau_teheran_und_ankara_erarbeiten_dokumente_f%C3%BCr_deeskalationszonen_in_syrien, http://sana.sy/en/?p=109373)

In Astana begann heute, am 4.7.2017, die 5. Konferenz zur friedlichen Lösung der Syrienkrise. Wie das kasachische Außenministerium  zuvor schon mitgeteilt hatte, waren alle eingeladenen Delegationen angereist, darunter neun Repräsentanten der „bewaffneten Opposition“, dazu  eine US-Delegation unter Leitung von Stuart Jones, dem Acting US Assistant Secretary of State for Near Eastern Affairs, und dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura. Am Dienstag würden bilaterale Treffen stattfinden, am Mittwoch dann eine Plenarsitzung. – Die wieder von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der ansonsten als UN-Gesandter in New York tätig ist, angeführte und schon am Vortag angereiste Regierungsdelegation traf sich demnach heute mit der russischen Delegation unter Sergei Werschinin, dem Direktor des Departements für Nahost und Nordafrika des Außenministeriums, sowie mit der iranischen Delegation, geleitet vom  Vize-Außenminister für den arabischen und afrikanischen Raum, ussain Ğâbirî Anṣârî. Die genannten Delegationen beider Garantenstaaten sprachen sich zudem untereinander. Zuvor hatte die gemeinsame Arbeitsgruppe der drei Garantenstaaten miteinander diskutiert. Sergei Werschinin informierte die Presse darüber, Ziel dieser Konferenz sei, eine detaillierte Vereinbarung über die De-Eskalationszonen zu erreichen, deren Einzelheiten besprochen werden sollten. Dreiseitige Konsultationen der Delegationen der drei Garantenstaaten fänden auf Expertenebene statt und nach dem Mittagessen Treffen auf  höherer Ebene. Man arbeite daran, Übereinstimmung über die Details und Kriterien zu den De-Eskalationszonen zu erzielen, wobei er  Standpunkte der Beteiligten als „very posi­tive” beurteilte. (http://sana.sy/en/?p=109313, http://www.sana.sy/?p=583407)

Empfang beim Präsidenten, Photo: SANA111

Empfang beim Präsidenten, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad empfing am 4.7.2017 eine Delegation melkitisch-griechisch-katholischer Patriarchen, angeführt durch Yûsuf al-ʽAbsî, der gerade als Nachfolger seines verstorbenen Vorgängers (s.u.) zum  Patriarchen von Antiochia und dem Gesamten Osten ernannt worden war. Thema des Treffens war die Situation im Land angesichts des Abwehrkampfes gegen den Terrorismus. Dabei würdigte der Staatschef die Rolle des Geistlichen bei der seelischen Unterstützung der Bürger auch im Widerstand gegen die Verbreitung von extremistischem Gedankengut und ihrer patriotischen Haltung, die sie seit fast sieben Jahren Kriegs tapferen Widerstand leisten ließ. Es gelte die seit Jahrhunderten für Syrien typische Einheit in der Vielfalt gegen die Takfîr-Propaganda der Terroristen ebenso zu verteidigen wie die Einheit des Heimatlandes  angesichts der Bestrebungen des Auslands, es zu zerteilen. Die Patriarchen erklärten sich zuversichtlich, daß Syrien im Counterterrorismus auch in dieser Hinsicht  siegreich sein werde.  (http://sana.sy/en/?p=109333, http://www.sana.sy/?p=583595)

Terroranschlag vom 4.7.2017:
In Verletzung der verkündeten Waffenruhe (s.u.) as-Suwaidâ´ blockierten Terroristen Montag nacht die Straße Bakâ – Ḏîbîn im SW der Provinz, worauf Scharfschützen unter ihnen auf einen heranfahrenden Personentransporter schossen. Dadurch wurden der Fahrer und zwei Beifahrerinnen getötet, zwei weitere Insassinnen verletzt. (http://sana.sy/en/?p=109328, http://www.sana.sy/?p=583480)

Bei einem neuerlichen Bombardement am 3.6.2017 durch Kampfjets der US-geführten Koalition auf das Dorf Kiškiš Zayânât, 15km südlich von aš-Šadâdî im Süd-Umland von al-Ḥasaka wurden zumindest neun Zivilisten getötet, deren Häuser und weiteres Eigentum stark beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=109319, http://www.sana.sy/?p=583335)

In ʽAtîl im N-Rîf (Umland) von as-Suwaidâ´ entdeckten die Behörden am Di., 4.7.2017, bei einer Razzia eine in einem Möbelherstellungsbetrieb heimlich untergebrachte Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen seitens des Terroristen A.Q. Der versteckte die fertigen IEDs in den Möbeln bzw. unter diesen im Verpackungsmaterial. Die Bauteile erhielt er durch seinen ebenfalls als Terrorist aktiven Bruder Y.Q. Die Befragung der weiteren Schreinereimitarbeiter soll ergeben, zu welcher Terrorgruppe die Brüder gehören. (http://sana.sy/en/?p=109391)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109344 und http://www.sana.sy/?p=583637 (Vernichtung von IS-Barrikaden, -Fortifikationen und  teils motorisierten Trupps durch präzise SAAF-Einsätze in der Umgebung von Regiment 137, Sariyya Ğunaid, al-Karfânât, al-ʽUrfî, dem Kreisverkehr al-Ğafra, az-Zarâʽa, dem Kreisverkehr al-Ḥalabiyya, al-Ḥussainiyya und al-Ḥuwaiqa in Dair az-Zaur; lokale Quellen berichteten, daß sechs IS-Extremisten beim Präparieren  eines Sprengsatzes in ihrem Unterschlupf in Buqru Fû­qânî im Gebiet von al-Ma­yâdîn östlich von Dair az-Zaur getötet wurden, als dieser plötzlich detonierte; ebenso meldeten sie, daß es zu ernsten Spannungen unter den IS-Terroristen in den meisten Arealen des West-Rîf von Dair az-Zaur kam –  aneinander  gerieten die „Sicherheitskräfte“ der Terrororganisation mit denen der „Religionspolizei“: nachdem einer der höheren IS-Führer, Mûsâ al-Ḥassan, unter Arrest gestellt worden war, überfielen dessen Anhänger das Hauptquartier der „Religionspolizei“, wo sie einen ihrer Gegner töteten, einen anderen gefangennahmen; infolge des Vormarsches der Armee samt Alliierten in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) mit Einnahme der strategischen Anhöhen bei Ḥumaima (vgl.u.) begann der IS seine schwere Kriegsausrüstung, Panzer und Kanonen aus diesem Gebiet abzuziehen und in den Grüngürtel um al-Bû Kamâl zu transferieren; zudem bauten die IS-Extremisten in al-Mayâdîn Barrikaden und Fortifikationen auf, gruben Tunnels und legten Sprengfallen auf den Hauptstraßen der Stadt aus, wie ebenfalls lokale Quellen mitteilten.)

Bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am Di., 4.7.2017, ging es um den Beginn der Umsetzung der geplanten, vom Präsidenten in die Wege geleiteten umfassenden Verwaltungsreform. Hierzu bemerkte Premierminister ʽImâd Ḫamîs: „The project is very important in the sense it will be the basis for the reconstruction process of the Syrian state, managing all institutions, fighting any failure or corruption… it will be the basis for the creation of human resources as well.“ Er beurteilte diese  als „the essence of building Syria and therefore it is doomed to success.” Es gelte vor allem, Bürgerwünsche umzusetzen, die Administration transparenter zu gestalten und der Korruption beizukommen.  (http://sana.sy/en/?p=109357)

Das Oberste Armeekommando verkündete am  3.7.2017 die zeitliche Ausdehnung der am Vortag (s.u.) bekanntgegebenen 48-stündigen Waffenruhe  in den südlichen Provinzen Darʽâ, as-Suwaidâ´ und al-Qunaiṭra auf  fünf Tage. dazu hieß es: „In order to support the peace process and the national reconciliations, the hostilities in the southern region (Daraa, Quneitra and Sweida) have been halted as of 2/7/2017 at 12:00 pm and till 6/7/2017 at 00:00 am.” Im Fall von Verstößen gilt das bisher Gesagte. (http://sana.sy/en/?p=109282)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109250 und http://www.sana.sy/?p=582819 (Beseitigung von IS-Fortifikationen und -Trupps auf einer Anzahl Anhöhen nördlich der 3. Ölpumpstation bis nach Talat Qâra al-Miska im Ost-Umland von Tadmur mit Verfolgung der überlebenden flüchtenden Terroristen bis tief in die Große Syrische Wüste (al-Bâdiyya) hinein in Richtung Arak – al-Hîl-Ölfeld; dadurch Rückeroberung dieser Reihe von strategisch bedeutsamen Anhöhen unter Einschluß von Talat Qâra al-Miska und weiterer solcher Anhöhen um Talat ar-Ramâmîn, 8km westlich des al-Hîl-Ölfelds im selben Gebiet nach Vernichtung einer Vielzahl der Terroristen und ihrer militärischen Ausrüstung im Zusammenwirken mit den unterstützenden Streitkräften. Intensive präzise erfolgreiche Artillerieangriffe auf IS-Stellungen und -Schlupfnester um das Areal von al-Bânûrâmâ, die al-Bânûrâmâ-Brücke, das Elektri­zi­tätswerk und Liwâ´ at-Ta´mîn auf der Süd-Achse von Dair az-Zaur wie im Arbeiterviertel und dem Stadtteil Ḥuwaiğa Ṣakr wie im westlich gelegenen Dorf al-Buġailiyya; Vereitelung von Angriffsversuchen auf Militärposten um Talat Umm ʽAbûd im SW von Dair az-Zaur bei schweren Feindverlusten.)

Terroranschläge vom 3.7.2017:
Bewaffnete Gruppen griffen die Stadt Izraʽ im NO-Rîf von Darʽâ mit Raketen an, verletzten dabei elf Anwohner und beschädigten deren Häuser etc. (http://sana.sy/en/?p=109290)

Dr. al-Miqdâd, Vize-Außenminister, Photo: SANA

Dr. al-Miqdâd, Vize-Außenminister, Photo: SANA

Am 3.7.2017 nahm dann Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd in einer Pressekonferenz die Diskussion um die Chemiewaffenfrage auf. Derzeit befinde sich Syrien in der seit Beginn der Krise erfreulichsten Situation, da die Armee im Counterterrorismus so erfolgreich sei, was auch für die Ronkonziliierungsbemühungen gelte. Vor dieser Krise waren Wirtschaft, die menschliche (human) Entwicklung etc. im Aufwind, was vielen Seiten im Ausland nicht behagt habe. Die Regime des Arabischen Golfs wie westliche Staaten hätten unter israelischer und US-Order Terrororganisationen bewaffnet, beherbergt und auf andere Weise unterstützt. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit müsse jeder Analyst zu dem Schluß kommen, daß die USA darauf hinarbeiteten, die Krise in Syrien zu verlängern. Für den US-Angriff auf die Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât  gebe es keine politische, mo­ralische oder zweckmäßige Rechtfertigung, da dort jene getroffen wurden, die den Terrorismus bekämpften. Nochmals machte Dr. Miqdâd deutlich, daß Syrien seine C-Waffen komplett habe vernichten lassen: „I affirm in the name of the Syrian Arab Republic that Syria disposed of its chemical program com­pletely. There are no longer any chemical weapons in Syria, or any toxic chemical materials or gases that could be used in military operations”. Dazu waren sie auf Bitten der Regierung außerhalb Syriens gelagert worden, so daß kein Zweifel darüber bestehen konnte, ob noch welche übrig seien oder nicht. Abgeholt wurde die Fracht dann von dänischen, US-, britischen und Schiffen anderer Staaten. Die OPCW diagnostizierte abschließend, daß Syrien vollkommen von C-Waffen-frei sei. Nach dem Vorfall in Ḫân Šaiḫûn habe sich ebenfalls Syrien beim UN-Sekretariat dafür eingesetzt, daß jener untersucht würde. (http://www.sana.sy/?p=582887, http://sana.sy/en/?p=109271) – Die Stellungnahme wurde inzwischen aktualisiert, d.h. erweitert.
Auch Rußlands Vize-Außenminister Sergei Ryabkow verurteilte im Interview mit Iswestija die Versuche der USA, eine der Konfliktparteien in Syrien zu protegieren: „In einigen ihrer Aktivitäten streben die USA nach wie vor danach, einer Konfliktpartei zuzuspielen, unter anderem auch mit Militärkraft. Wir haben unsere Ablehnung solcher Vorgehensweisen mehr­mals betont.“ Man könne „Terroristen nicht in schlimme und nicht besonders schlimme teilen.„(https://sptnkne.ws/eN2B)

Der berüchtigte kosovoalbanischee IS-Henker Lavdrim Muhaxheri, der sich für Propagandavideos der Terrorgruppe beim Köpfen von Christen, Šîʽiten (Schiiten) und Alawiten habe filmen lassen, sei vor wenigen Wochen zusammen mit seinen ca 20 Leibwächtern während einer syrisch-russischen Militäraktion im Raum Idlib getötet worden, meldet die griechische Zeitung pronews.gr ohne Nennung ihres In­for­manten.  Dafür wurde er vom Vorsteher seiner islamischen Heimat-Gemeinde Kaçanik im Südkosovo, Florim Neziraj, öffentlich als „großen Islam-Krieger gewürdigt, dessen Tod zu bedauern sei. „Als bekannt wurde, dass Muhaxheri tot ist, besuchte Lutfi Zharku, der Infrastrukturminister des kosovarischen Pseudo-Staates, die in Kaçanik lebende Familie des führenden IS-Terroristen, um persönlich sein Beileid zu äußern“, schreibt das Blatt. Vier Monate vor seinem Tod habe er sich noch besuchsweise in Albanien und dem Kosovo aufgehalten. Laut italienischen Geheimdienstermittlungen  sei er vor seinem Anschluß an die IS-Terrororganisation für die NATO-Truppen in Afghanistan und am Stützpunkt der NATO-geführten KFOR-Truppe in Bondsteel tätig gewesen. (https://sptnkne.ws/eN6U)

Russische Quellen aus Diplomatie und Militär warnen vor der Vorbereitung eines Giftgasanschlags mit Sarin durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Umland von Idlib und zwar in einem Gebäude der Stadt al-Maġâra. Hierzu seien Bürger der USA und der Türkei zusammen mit einem Anführer von Ğabhatu_n-Nuṣra in besagter Gegend bereits eingetroffen. Andererseits rechne man auch mit provokativen Giftgaseinsätzen in  Ḫân Šaiḫûn oder Kafarayâ.  (http://sana.sy/en/?p=109225, http://www.sana.sy/?p=582582 vom 2.7.2017)

Aufgrund der erneuten US-Drohung gegen Syrien hinsichtlich Giftgaseinsatzes [s.u.!] warnte Rußlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am So., 2.7.2017, nochmals vor dem Beginn einer neuen propagandistischen Anti-Damaskus-Kampagne. Diese hatten schon in der Vergangenheit verheerende Folgen für die Region gezeitigt [vgl. z.B. al-Ġûṭa-Fall mit Obamas „roter Linie“ (s. Teil I und Teil II ff) und der folgenden völkerrechtwidrigen Einmischung der US-geführten Koalition, welche statt der Eindämmung des Terrorismus zu dessen Ausweitung geführt hatte; oder auch zuvor die Behauptung der Existenz eines bedrohlichen Massenvernichtungsarsenals der Regierung unter Ṣaddām Ḥussain mit der US-Invasion 2003 und ihren Folgen]. (http://www.sana.sy/?p=582480, s.a. https://sptnkne.ws/eNn9)

In zwei identischen  Schreiben des Außenministeriums vom  2.7.2017 an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden unterbreitete die Regierung in Damaskus ihren Schluß, daß sich damit eine Verbindung zwischen den Terroranschlägen auf Wohngebiete im Raum Damaskus und Darʽâ und der jüngsten antisyrischen Kampagne der  US-Administration, deren Ausführungsorgane die Terroristen in der Region seien, enthüllt habe. Es folgt eine Kurzdarstellung des Vorfalls im Raum Damaskus:  „the armed terrorist groups on Sunday morning committed new criminal acts in Damascus city by sending 3 car bombs to inhibited neighborhoods. One of the cars exploded in al-Ghadir Square in Bab Touma, causing the death of  20 civilians and the injury of dozens of innocent women and children.” Ausführende seien die sog. „moderaten bewaffneten Gruppen“ (MAO, vgl.u.) gewesen. Auch wohnviertel von Darʽâ bekamen in den letzten Tagen dtzende Anschläge ab mit ca. 40 Toten, meist Frauen und Kinder, über 100 Verletzten und massiven materiellen Schäden. doch habe dies keinerlei Betroffenheit oder Verurteilung außerhalb Syriens hervorgerufen, nicht einmal bei den UN: „No wonder that we have not heard a single word of condemnation from states which claim keenness on the Syrians’ lives and properties, including the office of the UN special envoy for Syria.” Wieder einmal hätten derlei massive Anschläge kurz vor neuen Konferenzen zur Beilegung der Syrienkrise, nämlich derjenigen in Astana vom 4./5.7.2017 und der bald darauffolgenden in Genf, stattgefunden quasi in Vorankündigung durch die kürzlich erhobenen US-Drohungen in Verbindung mit den fabrizierten dümmlichen Anschuldigungen durch die UIS-Administration gegenüber der syrischen Regierung, sie beabsichtige, Chemiewaffen einzusetzen (vgl.u.). Vielmehr könne niemand das Factum ignorieren, daß die US-Kampagne die infolge der counterterroristischen Siege und Gebietsgewinne der SAA samt alliierten Streitkräften schwer angeschlagene Kampfmoral der terroristischen Gruppen heben helfen sollte. Aus der Drohung gegen Syrien habe sich doch ein klarer Aufruf an diese Gruppen ablesen lassen, Anschläge mit Giftgas auszuführen, damit diese der Regierung untergeschoben und so ein neuerlicher US-Angriff gerechtfertigt werden könne. Das Ministerium schloß mit einem weiteren Aufruf zu gemeinsamen internationalen Anstrengungen im Counterterrorismus verbunden mit der Feststellung, daß dieser nicht geleistet werden könne, wenn andererseits weiterhin über die Unterstützung für die Terroristen durch gewisse Regierungen hinweggesehen werde in Form von Beherbergung von Terroristen, deren Bewaffnung, Ausbildung und Finanzierung etc.. Bemühungen, die terroristische Aktionen und deren Unterstützer-Staaten  zu vertuschen, verletzten ganz offensichtlich die UN-Charter wie die UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung und bedrohten die internationale Sicherheit. Es sei nun endlich Zeit, daß der UNSC wirksame Maßnahmen gegen diese Terrorismusunterstützung ergreife. (http://sana.sy/en/?p=109230) – Strengstens verurteilt wurden die Anschläge seitens Rußlands und des Irans. (http://sana.sy/en/?p=109316, http://sana.sy/en/?p=109308)

Terroranschläge vom 2.7.2017:
Der heutige konzertierte Terroranschlag hat es im Gegensatz zu den fast täglich stattfindenden anderen (vgl.u.) – warum auch immer – sogar in die Mainstream-Medien geschafft: die Behörden wurden während ihrer Überwachungstätigkeit auf drei Fahrzeuge aufmerksam, welche zu Autobomben umfunktioniert durch ihre zu Suizidattentätern ausgebildeten Fahrer um 6:15 Uhr früh auf der Straße vom außerhalb von Damaskus gelegenen Internationalen Flughafen auf die Hauptstadt zufuhren. Zwei davon konnten beim Rondell in einer Verfolgungsjagd rechtzeitig gestellt werden. Der dritte Wagen erreichte noch den al-Ġadîr-Platz im Stadtteil Bâb Tûmâ, wo der Fahrer, um sich der drohenden Verhaftung zu entziehen, die Sprengladungen in seinem Wagen detonieren ließ. Während SANA noch keine genauen Opferzahlen nennt, gibt Sputnik News vorläufig die Toten mit acht, die Verletzten mit 12 an. Zudem entstand entsprechender Sachschaden. Der Gesundheitsminister überzeugte sich persönlich vor Ort von Bereitschaft der Notfalldienste, während das Innenministerium die Bürger aufrief, weiterhin wachsam zu sein und verdächtige Vorgänge der Polizei zu melden. (http://sana.sy/en/?p=109172, http://www.sana.sy/?p=582009; s.a. https://sptnkne.ws/eNcA)
Ergänzung:
Auch am Sonntag feuerten IS-Extremisten Raketen auf die Wohngebiete Ğaura und al-Quṣûr von  Dair az-Zaur ab, töteten damit zwei Anwohner, verletzten vier und richteten massive Zerstörungen an.
Ğabhatu_n-Nuṣra wiederholte den Angriff vom Vortag auf Ḥaḍar im N-Rîf von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten  und verwundete damit vier Kinder und einen Erwachsenen bei weiteren materiellen Schäden. – Ergänzung:  Durch Mörsergranatenbeschuß seitens Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten auf die Dörfer Ğubâ und Ḫân Arnaba wurden am Nachmittag noch zehn Bewohner, darunter fünf Kinder, verwundet und Sachwerte zerstört.
(http://sana.sy/en/?p=109192, http://www.sana.sy/?p=582213)

Das Oberste Armeekommando verkündete am 2.7.2017 zur Unterstützung der Rekonziliierungsbemühungen eine 48-stündige Waffenruhe in den Provinzen Darʽâ, as-Suwaidâ´ und al-Qunaiṭra mit den Worten:  „In order to support the peace process and the national reconciliations, the hostilities in the southern region (Daraa, Quneitra and Sweida) have been halted as of 2/7/2017 at 12:00 pm and till 6/7/2017 at 00:00 am.” Verstöße dagegen würden umgehend beantwortet. (http://sana.sy/en/?p=109282, http://www.sana.sy/?p=583035) – Dies erklärt auch das Entfallen des Gefechtsberichts vom 2.7.2017.

Zum 5. Mal in der Woche beschoß am So., 2.7.2017, das israelische Militär gezielt Stellungen der syrischen Armee, nachdem auf dem von Israel entgegen dem Völkerrecht (vgl.u.) weiterhin besetzt gehaltenen Golan zufällig – so die Einschätzung von israelischer Seite! – Geschosse eingeschlagen waren. Gemäß israelischem Militär seien in der vergangenen Woche somit von der SAA auf syrischem Terrain zwei Panzer, ein Laster mit Munition, ein schweres Maschinengewehr und Stellungen der Artilleristen und Granatwerfer zerstört worden. (https://sptnkne.ws/eNja)

Eingetreten wie (Do., 29.6.2017) vorausgesagt (q.e.d.):
Wie erwartet (vgl.u.) wurde am Samstagabend, 1.7.2017, die Meldung von einem eine US-Intervention provozierender Vorfall – angeblich Chlorgas-Einsatz durch die SAA in ʽÎn Tarmâ (Ain Tarma) in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq (Umland der Hauptstadt und nicht wie im Sputnik News-Artikel angegeben in der Provinz Darʽâ!) – von gewissen Medien unter Berufung auf die bekannte Terrorgruppe (!) Failaq al-Rahman (vgl.u.) verbreitet. 30 von diesen „Kämpfern“ sollen entsprechende Vergiftungen erlitten haben. Jedoch gibt das russische Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm dazu Gegenteiliges bekannt. Einige Offiziere der Einrichtung hielten sich zur entsprechenden Zeit in  al-Kabâs einem Nachbardorf von ʽÎn Tarmâ auf und konnten versichern, daß dort oder in einem benachbarten Areal von der Armee keinerlei Chemiewaffen eingesetzt worden waren. Dagegen wurde in jener Zeit al-Kabâs aus dem von sog. „bewaffneten Gruppen“ (MAO, s.u.) besetztem Gebiet 48 Mal mit Mörsergranaten beschossen. Zu denen gaben sie bekannt: „Es wurden Fotos von Splittern mit Seriennummern gemacht, die im Ausland hergestellt worden sind“. (http://sana.sy/en/?p=109171, http://www.sana.sy/?p=581979; s.a. https://sptnkne.ws/eMZH für Zitat in Deutsch und https://sptnkne.ws/eMZ9)

Auch das Oberste Armeekommando erklärte in einer offiziellen Stellungnahme vom Abend des 1.7.2017, die von manchen –  ihrerseits mit Terrorgruppen verbundenen – Medien verbreitete Meldung des Einsatzes von Chloringas gegen Terroristen der Gruppe Failaq ar-Raḥmân in ʽÎn Tarmâ durch die Armee (SAA) entbehre jeglicher Grundlage. Ein solcher Einsatz sei seit Beginn der Krise in Syrien nicht vorgekommen und auch in Zukunft ausgeschlossen, schon allein deshalb, weil Syrien keine derartigen Waffen mehr besitze (vgl. dazu auch die entsprechenden Präsidenten-Interviews! ), was auch die OPCW nach eingehender Überwachung der kompletten Vernichtung des Arsenals bestätigt hatte. Derlei erfundene Geschichten dienten den Terroristen als Rechtfertigung ihrer in der letzten Zeit gegenüber der counterterroristisch erfolgreich tätigen SAA erlittenen Niederlagen [vgl.u.] und Verluste. Diese Art des propagandistischen Vorgehens  sei schon aus der Vergangenheit hinreichend bekannt (vgl.u.).  (http://sana.sy/en/?p=109169, http://www.sana.sy/?p=581919)

Gegenüber RIA Novosti warnte eine Quelle aus diplomatischen Kreisen davor, daß die seit Jahren von IS-Terroristen samt Affiliierten eingeschlossene Provinzhauptstadt Dair az-Zaur, die per Luftbrücke der Regierung und mit russischer Unterstützung mit dem Nötigsten versorgt wird, demnächst einer humanitären Katastrophe entgegensteuern könnte: um den Druck auf die Bewohner zu erhöhen, haben die IS-Terroristen begonnen, den Euphrat umzuleiten und so er Großstadt die Trinkwasserquelle zu entziehen.  „Sobald die Terroristen den Bau eines improvisierten Damms beenden, droht der Stadt eine totale humanitäre Katastrophe. Die Menschen werden ohne Wasser bleiben“,  erklärte die Gewährsperson. Die UNO solle nicht nur beobachten, sondern nach Lösungen suchen. (https://sptnkne.ws/eMSt vom 1.7.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109134 und http://www.sana.sy/?p=581601 (Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Punkte Šahad 9 und Šahad 10 östlich von aš-Šaiḫ Hilâl im Ost-Umland von  Salamiyya in Ḥamâ nach Vernichtung von IS-Trupps und –Stellungen. Rückeroberung mehrerer strategisch bedeutsamer Punkte und Anhöhen, von denen das Ḥumaima-Areal in Bâdiyya/Provinz  Ḥomṣ zu überblicken ist, nach effizienten, für den IS verlustreichen  Militäroperationen im Gebiet aḍ-Ḍulaiʽiyât an der Verwaltungsgrenze zwischen Ḥomṣ und Dair az-Zaur. Vereitelung von IS-Angriffsversuche auf Militärposten auf dem  Talat aṣ-Ṣanûf an den West-Ausläufern von Dair az-Zaur mit Eliminierung der meisten IS-Kämpfer vor Ort; akkurate erfolgreiche SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen mit Zerstörung derselben in ar-Rašadiyya, al-Kanâmât, al-Ḥuwaiqa, um Friedhof, al-Bânûrâmâ, aṯ-Ṯarda, ʽIyâš und al-Buġailiyya).

Vom IS geraubtes palmyrenisches Grabrelief, Photo: SANA

Vom IS geraubtes palmyrenisches Grabrelief, Photo: SANA

Mitarbeitern der Denkmalbehörde gelang die Wiederauffindung von vier großen Büsten, Ausstattungsstücken der luxuriös mit Kunstwerken ausgeschmückten Grabanlagen des antiken Palmyra (am Rand der modernen Oasenstadt Tadmur), welche vom IS herausgebrochen und zum späteren Verkauf ins Ausland geraubt worden waren. Sie lagen in einem Versteck der Terroristen und wurden inzwischen zur Begutachtung dem Generaldirektorat für Altertümer und Museen übergeben.  (http://sana.sy/en/?p=109153, http://www.sana.sy/?p=581661)

Nachdem die libanesische Armee im gemeinsamen Grenzgebiet mit Syrien, vor allem in der unwegsamen Bergregion Ğarûd ʽArsâl, immer wieder erfolgreich Kämpfer des IS und von anderen Terrororganisationen bekämpft, treten am 1.7.2017 nun – nachdem es lange Zeit zu keiner Regierungsbildung im Libanon gekommen war – Außenminister Manṣûr ʽAdnân wie verschiedene Parteien und Kampfverbände einschließlich der Ḥizbullâh für eine Koordination des Counterterrorismus mit Syrien ein. (http://www.sana.sy/?p=5816279, http://www.sana.sy/?p=581464)

Terroranschläge vom 1.7.2017:
Infolge Raketenbeschusses der Stadt al-Muḫar­ram im O von Ḥom durch IS-Terroristen wurde eine Bewohnerin verletzt, Häuser und anderes Eigentum erlitten beträchtliche Schäden.
Beim erneuten Ğabhatu_n-NuṣraAngriff mittels Panzergranaten auf das Dorf Ḥaḍar im N-Rîf von al-Qunaiṭra am Morgen kam eine Frau ums Leben, zwei weitere Einwohner wurden verletzt und weitere materielle Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum angerichtet. Diese verschlimmerten sich noch durch Feuer aus schweren Maschinengewehren anderer Terroristen vom Tal al-Aḥmar her.
Mittags verletzten bewaffneten Gruppen wiederum die Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq, indem sie während der Besuchszeit das Zentralgefängnis in der Region ʽAdrâ mit Mörsergranaten und durch Heckenschützen beschossen. Dadurch starb eine Person, 19 weitere wurden verwundet, dazu materielle Schäden verursacht. Im Wohngebiet von Ğaramânâ kam es durch Mörsergranatenbeschuß ebenfalls zur Verletzung eines Bewohners und Sachschäden.
Infolge neuerlichen Raketenbeschusses und damit Verletzung der Vereinbarung bzgl. der De-Eskalationszonen auf den Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ kamen zwei Personen ums Leben, 12 weitere wurden verwundet, darunter ein Arzt des Klinik-Komplexes an der neuen Busstation, wo Feuer ausbrach.
(http://sana.sy/en/?p=109147, http://www.sana.sy/?p=581664)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109096  und http://www.sana.sy/?p=581332 (Rückeroberung des gesamten Gebiets von ar-Raṣâfa im S-Rîf von ar-Raqqa bis Aṯrayâ im O-Rîf von Ḥamâ mit Befreiung von 13 Ortschaften und Farmen und einer Reihe strategisch bedeutsamer Punkte im Hochland im Zusammenwirken mit den unterstützenden Streitkräften; damit gelang die Isolierung der vormals von den Terroristen besetzten Städten und Dörfern im N der Achse ar-Raṣâfa – Aṯrayâ, in die nach dem Ergreifen der Flucht durch die Terroristen einmarschiert und die Sicherheit wiederhergestelt werden kann; zerstört wurden u.a. über 100 Kampfwagen, sechs Panzer, vier Munitionsdepots und sieben Fortifikationen;  unter den zahlreich  Getöteten konnten die beiden Terroristenanführer Abû Âdam aš-Šîšânî [der Tsche­tschene] und der Tunesier Abû Turkî al-Bansaliyân identifiziert werden sowie Abû Ğâbir as-Sabʽâwî, der Kommandant des Suizidattentäter-Bataillons und  Abû Ḫabâb Ẓâhir al-ʽAlîwî, Kommandant der  Vereinigung Ḥarâs aṯ-Ṯaġûr. Nach heftigen Gefechten Beseitigung von IS-Schlupfnestern und motorisierten Trupps nahe Tabârat ad-Dîba; dazu effektive präzise SAAF-Angriff auf Nachschubtransporter nahe Abû Ḥanâyâ. Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Rückeroberung eines 3km-Areals im N und O der Tankstelle von Ârak im O-Rîf von Ḥomṣ nach Zerstörung von IS-Stellungen und –Bewegungsachsen mit Vertreibung der letzten IS-Reste auf der Achse Ârakas-Suḫna.)

Am 30.6.2017 stellte das Außenministerium in Moskau nach erster Prüfung des Reports der OPCW über Syrien fest, daß er auf sehr fragwürdigem Datenmaterial beruhe: „Unfortunately, we are forced to state on the first reading of the document that its conclusions are still based on very doubtful data”, hieß es dazu in einer Pressemitteilung. Tatsächlich stamme es von der sog. „Opposition“ (MAO, vgl.u.), d.h. von jenen ominösen NGO´s wie den Weißhelmen (White Helmets, vgl.u.), die für ihre regierungsfeindlichen Fake News und konstruierten Filme (s.u.) bekannt geworden sind wie für ihre terroristischen Aktionen, die sich in nicht s von jenen von Ğabhatu_n-Nuṣra oder IS unterscheiden (s.u.). Im Statement heißt es daher: die Daten seien „obtained from the same op­po­sition and the same no­torious NGOs of the White Helmet type, and not at the site of the tragedy but in a certain ‘neighboring country’.” Deswegen wundere es auch nicht, daß der Report größtenteils parteiisch sei und das Vorhandensein eines politischen Auftrags für die Aktivität dieser Organisation nahelege („Therefore, it is not surprising that the content of the OPCW special mission’s report is largely bia­sed, suggesting the presence of a political order in this structure’s activity.”). (http://sana.sy/en/?p=109104)

Eine entsprechende umfangreiche Stellunganhme mit Zurückweisung des o.e. Reports gab zudem das Außenministerium in Damaskus am 30.6.2017 ab. Diesem fehle hinsichtlich der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn jegliche innere Logik und Glaubwürdigkeit; demgegenüber sollte eine solche Institution den wahren Vorgänge angemessene, vom Druck durch gewisse Staaten, die nur die Wahrheit zu verschleiern gedächten, unabhängige objektive Berichte erstellen. Dazu müßten Fakten geprüft werden, anstatt daß man den Äußerungen von Terrororganisationen, die von der Türkei finanziert würden, einfach Glauben schenke, ähnlich wie in Fällen, in denen man auf bloße Angaben der White Helmets vertraute, welche nur Verbündete von Ğabhatu_n-Nuṣra etc. bzw. Ausführungsorgane syrienfeindlicher US-, britischer und anderer westlicher Geheimdienste seien. im Report sei nicht ein Minimum an Ansatz zu einer aufrichtigen, vertrauenswürdigen, transpartenten Ermittlung zu erkennen. Unmittelbar nach der Nachricht aus Ḫân Šaiḫûn habe die Regierung deutlich gemacht, daß sie keinerlei C-Waffen besitze, deren Einsatz verdamme und gleich unter welchen Umständen und wo auch immer für unmoralisch und nicht zu rechtfertigen erachte. Dem OPCW habe man volle Kooperation zur Untersuchung des Vorfalls angeboten, doch das Sekretariat habe es abgelehnt, eine Mission zu schicken, weil „bewaffnete Gruppen“ (MAO, vgl.u.) dort den Zugang verweigerten. Allein das beweise schon, welcher Seite an Aufklärung gelegen sei und welcher nicht. auch habe die Regierung der Kommission in Damaskus ein Privtaflugzeug zur Verfügung gestellt, um auf dem aš-Šaʽîrât Flugfeld (s.u.) zu ermitteln, was auch Rußland, der Iran und befürwortet hätten, doch die USA und ihre westlichen Verbündeten hätten dies abgeblockt, damit nicht die Wahrheit hinter den US-Angriffen auf diese Basis zum Kampf gegen den IS eruiert werden könne. „Now this report comes up with a fabricated and contrived narrative that has no credibility and cannot be accepted in any manner, because it is removed from logic and is concocted by a twisted imagina­tion that only thinks about weaving conspiracies and about ways to raise the collapsing morale of ter­ro­rist groups following the achievements made by the Syrian Arab Army and its allies on the Syrian ground.”, hieß es weiter zusammenfassend. Die Staaten, die sich gegen die Ermittlungen stellten, seien jene, welche zuvor schon die Terroristen im Land mannigfach unterstützt und ihnen auch Chemiewaffen hätten zukommen lassen wie die USA, Großbritannien, die Türkei, Saudi-Arabien und andere. Das dürfe jetzt nicht denen zum Schaden durch die OPCW nachgewiesen werden. Die Stellungnahme endete mit der Forderung nach einer unabhängigen, professionellen und objektiven Ermittlung vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=109165)

Während die kanadischen Behörden sich entschlossen haben, für die v.a. seitens der syrischen und russischen Regierungen geforderten transparenten und objektiven Untersuchung des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) durch die Organisa­tion für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) Geld in Höhe von 2,5 Millionen kanadischer Dollar bereitzustellen (https://sptnkne.ws/eMq6), hat das US-Außenministerium seine durch nichts belegten Vorwürfe gegen die syrische Regierung, sie würde einen Chemiewaffenangriff gegen die eigenen Bürger vorbereiten, durch eine Erklärung auf der offiziellen Seite der Behörde am 30.6.2017 wiederholt (https://sptnkne.ws/eMtG). Großbritannien und Frankreich, die wie die USA bislang die o.e. Untersuchung zu blockieren wußten (dazu s.u.), unterstützen  auch hierin die US-Position (https://sptnkne.ws/eMht). – Zur umfassenden Kritik daran, die nur als Vorwand für eine weitere US-Militärintervention in Syrien dienen solle, s.u.! – Die russische Außenamtssprecherin  Maria Sacharowa hatte schon während der wöchentlichen Pressekonferenz vom 29.6.2017 darauf hingewiesen, daß gleich an zwei syrischen Orten – Sarâqib (Sarakeb) und Arîḥa (Ariha) in der noch teils unter Terrorherrschaft stehenden Provinz IdlibChemiewaffen-Attacken vorbe­reitet würden, um si der Regierung in Damaskus dann zum Vorwurf machen zu können. Auch Franz Klinzewitsch, erster Vizevorsitzender des Komitees für Verteidigung und Sicherheit im russischen Föderationsrat, hatte gegenüber der Zeitung Wsgljad geäußert, die USA bereiteten selbst einen „unabsehbaren Schlag“ gegen Syrien vor. (https://sptnkne.ws/eMaY)
Als Ort dieser gegen die syrische Regierung gerichteten Provokation nannte eine diplomatische Quelle gegenüber RIA Novosti die Provinzhauptstadt Darʽâ, welche immer wieder heftigen Terrorangriffen ausgesetzt ist (vgl.u.). „Nach dem Plan der Terroristen sollen in nächster Zeit mehrere Munitionseinheiten gesprengt werden, die Giftsubstanzen enthalten“, eröffnete die Gewährsperson, um eine Intervention der US-geführten Koalitionskräfte zu provozieren mit darauffolgender gewaltsamer Absetzung der syrischen Regierung. Am 29.6.2017 habe die russische Seite das Militärkom­man­do der US-geführten Koalition bereits darüber informiert. (https://sptnkne.ws/eMfm)

White Helmets-Photo, Quelle: Reuters, Mahmoud Rslan

White Helmets-Photo mit ʽUmrân Daqnîš, Quelle: Reuters, Mahmoud Rslan

Nach dem der Vater von ʽUmrân Daqnîš (Omran Daqneesh, auch: Omran Daknisch; vgl.u.), dessen Photo sowohl durch Weißhelme (White Helmets) als auch die Mainstream-Medien zur faktenwidrigen Diffamierung der syrischen Regierung mißbraucht worden war, via Interview gegenüber al-Mayâdîn und SANA diese Fake News aufgedeckt und die wahre Geschichte der Familie offenbart hatte (s.u., 5.6.2017), fordert nun das Auswärtige Amt in Moskau von CNN eine Richtigstellung dieser „Manipulation des Massenbewusstseins“, die einem „schweren Betrug“ gleichkommt. (https://sptnkne.ws/eMbs)

Terroranschläge vom 30.6.2017:
Beim wiederholten Raketenbeschuß des Kraftwerks in Maḥarda (vgl.u.), 25km nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ am Abend in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen kam es wieder zu Schäden, infolge derer wieder die Stromerzeugung unmöglich gemacht wurde.
Im Dorf Qaryat östlich von Aṯrayâ im O-Rîf vonamâ wurden vier Menschen unterschiedlich schwer durch die Detonation einer Landmine verwundet.
(http://sana.sy/en/?p=109112, http://www.sana.sy/?p=581526)

Beim immer noch andauernden Durchkämmen des Stadtteile al-Waʽir von Ḥomṣ durch Bombenräumkommandos etc. stießen Behördenmitarbeiter am 30.6.2017 500m langen Tunnel der inzwischen besiegten und ausgeschafften Terroristen (vgl.u.). Dieser erstreckte sich zwischen dem Wohnblock 8 und Umm al-Qaṣab im W, diente dem unbemerkten  Verschwinden und Auftauchen der Extremisten wie dem Transport von Waffen und Munition.  (http://sana.sy/en/?p=109107)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109080 und http://www.sana.sy/?p=581004 (Auf der Südachse von Dair az-Zaur Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz der Bereiche al-Bânûrâmâ, um das Regiment 137, Talat Barûk und die Fahrschule durch Bodentruppen unter SAAF-Deckung mit schweren Feindverlusten;  Auslöschung von IS-Nestern und -Fortifikationen sowie akkurate Bombardements auf deren Nachschubrouten durch die Luftwaffe auch in den Gegenden von al-Bânûrâmâ, ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa, Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Maṭâr al-Qadîm, al-Mawârid, dem Industriegebiet, al-ʽUrfî, ʽIyâš, al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî und dem Friedhof; unter den zahlreich getöteten Extremisten befand sich auch der saudische IS-Kommandeur Nizâr ad-Damâmî; per Luftschlägen wurden auch die Anlagen der Terroristen zur illegalen [und umweltschädlichen] Ausbeutung  der Ölquellen von Buqru im Ost-Rîf von Dair az-Zaur zerstört. – Im westlichen Umland wurden erneut zwei junge männliche Einwohner von Ḥawâ­yiğ Bûmaṣʽa durch den IS exekutiert, wie Anwohner berichteten. Nach den Raketenangriffen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Dorf Ḥarfâ von den Bait Ğin–Farmen im SW-Umland von Damaskus aus erfolgten effektive Militäroperationen gegen die Trupps dieser Terrrororganisation in jenem Gebiet.)

Gemäß Erklärung des UN-Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator (UN-Nothilfekoordinator), Stephen O’Brien, vom 29.6.2017 ist die Situation in den syrischen De-Eskalationszonen (zu deren Einrichtung s.u.) stabil und hat zur Verbesserung der Lebensbedingungen der syrischen Brüger beigetragen. (http://sana.sy/en/?p=109086)

Wie das kasachische Außenministerium am Do., 29.6.2017, bekanntgab, werden die drei Garantenstaaten am 3. Juli noch vor Beginn der offiziellen zweitägigen Astana-Konferenz die Sitzung einer Arbeitsgruppe einberufen. Diese würde sich mit der Formulierung von Bestimmmungen zu den De-Eskalationszonen befassen, vor allem bezüglich deren Kartierung und Grenzen, der Aktivitäten der Kontrollkräfte und hinsichtlich eines Koordinierungszentrums. In der Stellungnahme war dazu zu lesen: „In particular, the parties will work to harmonize the borders and maps of de-escala­tion zones, docu­ments regulating the activities of de-escalation control forces, the provisions on a coordination center.”  Auch gehe es um die Entminung historischer Stätten: „The parties plan to work out a joint statement on the huma­nitarian mine-clearing of the historical sites in Syria included on the UNESCO World Heritage Site list.” (http://sana.sy/en/?p=109008)

Auch an diesem Tag führte die US-geführte Koalition Bombardierungen eines zivilen Wohnbezirks durch. Infolge dessen starben bislang acht Bewohner der Stadt aṣ-Ṣûr im N-Rîf von Dair az-Zaur, viele weitere wurden verwundet, am priaten Eigentum kam es zu massiven Schäden bzw. Zerstörungen (http://www.sana.sy/?p=581031, http://sana.sy/en/?p=109079 vom 29.6.2017)

Am Do., 29.6.2017, bombardierte das israelische Militär zum 4. Mal innerhalb von fünf Tagen syrische Streitkräfte auf den [völkerrechtlich zu Syrien gehörenden] Golanhöhen. (https://sptnkne.ws/eKS7)

Die US-Unterstellung bzgl. eines geplanten C-Waffenangriffs (vgl.u.) wies die Regierung in Damaskus am 29.6.2917 als „misleading, false and baseless” (irreführend, falsch und haltlos) vehement zurück, indem das Außenministerium in einer Stellungnahme bekannt machte, damit solle wohl unter falschen Vorgaben ein weiterer Angriff wie z.B. jener in aš-Šaʽîrât (s.u.) gerechtfertigt werden: „Syria confirms that the US allegations aim to justify a new aggression on Syria under false pretexts as happened in al-Shairat Airport, and to cover the US-led international illegal coalition’s strikes.” Weiter hieß es: Syria condemns the US threats and rejects them.” Jegliche US-Aggression gegen die Armee oder Bevölkerung komme  letztlich nur den Terroristen zu Gute, abgesehen davon, daß sie den Prinzipien und Zwecken der UN-Charter und den UNSC-Resolutionen widerspreche: „any US aggres­sion on its army and people is in the service of terrorist organizations and  contradicts with the prin­ciples and purposes of the UN Charter and Security Council resolutions on combating terrorism.” (http://sana.sy/en/?p=109011)

Rußlands Außenminister Lawrow machte am 28.6.2017 deutlich, daß die US-Drohungen (vgl.u. bzgl. Vorbereitung angeblicher unbewiesener C-Waffenattacken) und –Provokationen gegenüber Syrien in angemessener Weise beantwortet würden. Die USA forderte er auf, die Suche nach Vorwänden für Angriffe auf die syrische Streitkräfte (s.u.) zu unterlassen. Wörtlich bemerkte er in der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Bundesaußenminister Gabriel: „those accusations are not new and the Americans have claimed such things without any evidence. … We call on Washington to stop searching for pretexts to strike the Syrian forces.” Endlich müsse auch eine faire transparente Untersuchung des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn (s.u.) durchgeführt werden, die auch die syrische Regierung befürwortet. (http://sana.sy/en/?p=108995)

Terroranschläge vom 28.6.2017:
Durch einen Raketenangriff auf  die Neustadt (Ḥalab al-Ğadîda) und den Stadtteile az-Zahrâ´ von Aleppo wurde in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen eine Person verletzt, Wohnhäuser und der Justizpalast beschädigt.
Verletzungen durch Scharfschützenbeschuß der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra erlitt eine Frau im al-Ḫadamî-Stadtteil von al-Baʽṯ (vgl.u.!) in der Provinz al-Qunaiṭra.
Erneut wurde durch bewaffnete Gruppen das Kraftwerk Maḥarda, 25km nördlich von Ḥamâ, mit Raketen attackiert, wodurch es wieder zu Stromausfall kam.
(http://sana.sy/en/?p=108978, http://sana.sy/en/?p=108984)

Wieder bombardierten Kampfjets der US-geführten Koalition am 28.6.2017 ein ziviles Wohngebiet: im Dorf ad-Dablân im al-ʽAšâra-Gebiet von al-Mayâdîn im Ost-Umland von Dair az-Zaur starben infolge dessen über 40 Einwohner, hauptsächlich Frauen und Kinder, viele wurden verletzt, Wohnhäuser und anderes privates Eigentum erlitten massive Schäden. Darauf flüchteten sich eine Menge der Bewohner unter Zurücklassung ihres Hab und Guts in die Wüste aus Angst vor weiteren Angriffen. (http://sana.sy/en/?p=108924, http://www.sana.sy/?p=580477)

Während des Durchkämmens des vor einiger Zeit befreiten al-Waʽir-Bezirks von Ḥom(vgl.u.) nach Minen etc. vor Rückkehr der Bewohner in ihre Wohnungen fanden die Spezialeinheiten wieder ein enormes Waffen- und Munitionslager in einem Sumpfs beim al-Birr-Klinikum. Dort fanden sich – u.a. aus israelischer Produktion – 240mm-Mörsergranatwerfer, Panzerfäuste, Sprengsätze, Sprenggürtel für Suizidattentäter, Bomben mit Fernzünder, Munitionskisten . Am Ende der al-Ḫarâb-Straße bei der Brücke über den Orontes, über welche die Terrorgruppen bevorzugt in Ḥomṣ einfielen  stießen die Räumkommandos auf einen Tunnel. auch darin wurden Mengen an Waffen und Munition, darunter Mörsergranaten und Katjuscha-Raketen gefunden. (http://sana.sy/en/?p=108991, http://www.sana.sy/?p=580495 mit Photostrecke)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108919 und http://www.sana.sy/?p=580454 (Rückeroberung weiterer strategisch wichtiger Punkte 10km östlich von Ârak auf der Achse der öffentlichen Straße Ârakal-Hîl-Ölfeld im O von Tadmur nach Beseitigung einer Anzahl von IS-Kampfwagen samt Mannschaften. Gezielete akkurate SAAF-Einsätze gegen angreifende IS-Trupps im Gebiet von Regiment 137, al-Bânûrâmâ und Talat Barûk im S und SW von Dair az-Zaur wie gegen IS-Fortifikationen und –Konvois  in den Bezirken ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa, Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Maṭâr al-Qadîm, al-Ğafra, dem Industriegebiet, al-ʽUrfî, ʽIyâš, al-Ḥağîf, al-Bûlîl, Islâḥ al-Bûlîl und im Umkreis des Flughafens) mit Eliminierung vieler Terroristen samt deren Bewaffnung etc.. – Lokale Zeugen meldeten, daß der IS zwei junge Männer auf dem  al-Qahâwî –Platz in Ġarânîğ, 90km östlich von Dair az-Zaur hinrichten ließ. Erfolgreiche Gegenangriffe gegen Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in verschiedenen Bereichen der [bereits vom israelischen Militär 1974 zerstörten und daher aufgegebenen früheren Provinzhauptstadt] al-Qunaiṭra, wobei Dutzende der Terroristen getötet und deren militärisches Equipment vernichtet wurde.)

IS-Paß ins Paradies, Photo: daily mail

IS-Paß ins Paradies, Photo: daily mail

Wohl um die desolate Kampfmoral der IS-Extremisten aufgrund der Erfolge der syrischen wie irakischen Armee gegen sie zu stärken, geben die IS-Agitato­ren derzeit zur „Aufmunterung“ bzw. als Trost für den bevorstehenden Lebenverlust Pässe fürs Paradies aus. Kurdische Kämpfer sollen solche broschierten Büchlein mit grüner Titelseite, die echten Pässen sehr ähnlich seien, bei ihren Attacken zur Befreiung von ar-Raqqa aufgefunden haben. Deutlich steht im unteren Teil auf Arabisch und Englisch geschrieben: „Passport to Paradise“. (http://www.dailymail.co.uk/news/article-4640994/ISIS-fighters-given-passports-paradise.html; s.a. https://sptnkne.ws/eKf3)

Terroranschlag vom 27.6.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen griffen bewaffnete Gruppen mit Raketen um 14.30 Uhr den Wohnbezirk al-Kâšif von Darʽâ an, wobei 25 Personen verletzt wurden und Feuer auf dem Parkgelände vor dem Klinik-Komplex ausbrach. (http://sana.sy/en/?p=108890)

Wieder wurden zahlreiche Bewohner von al-Mayâdîn im Ost-Rîf von Dair az-Zaur am 27.6.2017 Opfer von Bombardierungen von Wohngebieten seitens der US-geführten Koalition. Laut Zeugen vor Ort wurden mindestens 42 Verletzte in Kliniken gebracht. (http://sana.sy/en/?p=108886)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108880 und http://www.sana.sy/?p=579906 (In Fortsetzung der großangelegten Militäroperation in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâ­diyya) im Ost-Rîf von Ḥomṣ eroberten die durch weitere Streitkräfte unterstützten Truppen eine Anzahl strategisch bedeutsamer Punkte in einem Gelände 4 km östlich von aḍ-Ḍulaiʽiyât und 70km östlich der 3. Ölpumpstation mit Tötung einer großen Anzahl IS-Terroristen und Zerstörung von deren militärischer Ausrüstung. Erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe auf IS-Verstecke und –Stellungen in den Stadtgebieten al-Ḥuwaiqa, al-Maṭâr al-Qadîm und al-ʽUrfî von Dair az-Zaur; Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten zum Schutz des Ortsteils ar-Rašadiyya mit getöteten und verwundeten IS-Terroristen; dazu Beseitigung von IS-Stellungen nahe des Friedhofs, im Stadtteil al-Ḥuwaiqa, beim Regiment 137 und im westlich der Provinzhauptstadt gelegenen Dorf al-Buġailiyya per Artillerie sowie von IS-Schlupfnestern und -Positionen östlich der Papierfabrik, in Ḥuwaiğat al-Mu­raiʽiyya und dem Dorf al-Bûlîl im Ost-Umfeld Dair az-Zaur durch die Luftwaffe bei erheblichen Feindverlusten.)

Am 27.6.2017 stattete Präsident Dr. al-Assad dem russischen Luftstützpunkt in Ḥumaimîm nahe der Küsten- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya einen eingehenden Besuch ab. In Begleitung von General Waleri Gerassimow, dem russischen Generalstabschef, inspizierte er die Kampfjets, Transportsysteme und weiteres militärisches Equipment sowie in den von den Terroristen verlassenen Gebieten aufgefundene Waffen, Ausrüstung und Dokumente. Beim Eintrag in das Gästebuch schrieb er anerkennende Worte für die russischen Soldaten, welche der eigenen Truppe im Abwehrkampf gegen die Terroristen und Verteidigung des syrischen Heimatlandes wie dessen territorialer Einheit und Souveränität. Im Text heißt es: „With the utmost happiness and pride, today I visit Hmeimim military base and meet the heroic figh­ters and pilots who came from the friendly Russian Federation to Syria to contribute alongside their Syrian brethren, the heroes of the Syrian Arab Army, in defending righteousness, justice, rights of peoples that are sanctioned by international law, and human morals, and to join the Syrian people in defending their homeland, unity, sovereignty, resistance, struggle, and fight against the terrorists who came from all over the world. Russia provided weapons and ammunition to support Syria in its war against terrorism, but more im­portantly it provided blood as well, which is the dearest thing a human can offer to his fellow human. The Syrian people will not forget that their Russian brethren stood alongside them in this patriotic war. Salute to all the Russian fighters and to the leadership of Hmeimim base and the Russian military leadership, and the biggest salute to President Vladimir Putin.” (http://sana.sy/en/?p=108893, http://www.sana.sy/?p=579965)

Dr. al-Assads Familie besucht Verwundete, Photo: SANA

Dr. al-Assads Familie besucht Verwundete, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad suchte am 26.6.2017 persönlich zusammen mit Frau und Kindern einige teils sehr schwer Verwundete Angehörige von Armee und unterstützenden Streitkräften bei deren Familien auf im Umland von Ḥamâ in Tal Aʽfar, Rabʽû, Matnâ und Dair Šumail auf. Dabei überzeugte er sich von der Wirksamkeit der Umsetzung des Ğarîḥ al-Waṭan-Programms, das den Betroffenen entsprechende Versorgung in Form von z.B. Operationen und Prothesen etc. zukommen läßt bzw. deren Familien ein künftiges Auskommen ermöglichen soll. http://sana.sy/en/?p=108825, http://www.sana.sy/?p=579588 mit ausführlicher Photostrecke!)

Verwundetenbesuch der Familie von Präsident Dr. al-Assad, Photo: SANA

Verwundetenbesuch der Familie von Präsident Dr. al-Assad, Photo: SANA

In Erwiderung auf die durch keinerlei veröffentlichte Beweise (http://www.sana.sy/?p=580386, https://sptnkne.ws/eKqr) untermauerte Behauptung (http://publicpool.kinja.com/subject-statement-from-the-press-secretary-1796438921) vom Pressesprecher des Weißen Hauses dahingehend, das „Assad-Regime“ bereite eine weitere (!) Chemiewaffenattacke auf Zivilisten vor, entgegnete Rekonziliierungsminister ʽAlî Ḥaidar am 27.6.2017: der Staat besitze keine C-Waffen mehr, habe sie nicht eingesetzt und werde es auch niemals tun. Mit jener Verlautbarung führten die USA eine „diplomatische Schlacht“ die in der UNO fortgeführt werde. (https://sptnkne.ws/eK2f)
Präsident Dr. al-Assad kommentierte den Vorfall gegenüber AFP folgendermaßen: „Wir haben den Eindruck, dass die westlichen Staaten, allen voran die USA, mit den Terroristen unter einer Decke stecken. … Sie haben die ganze Geschichte konstruiert, um einen Vorwand für den Angriff zu haben. .. Wir haben seit Jahren keine Chemiewaffen mehr. Wir haben 2013 unser ganzes Arsenal aufgegeben.“
(https://sptnkne.ws/edZk) – Zu weiteren Stellungnahmen des Präsidenten s. die entsprechenden Interview s!
Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, Andrei Krasow, wertete im Gespräch mit RIA Novosti die Aussage des Pressesprechers des Weißen Hauses im Zusammenhang mit den dauernden Angriffen seitens der US-geführten Koalition gegen die SAA (vgl.u.!) folgendermaßen: „Sie müssen doch irgendwie diese militärische Aggression gegen einen souveränen Staat rechtfertigen. Dem bereiten sie Boden.“ (https://sptnkne.ws/eK2V)
Laut dem Orien­talisten und Politologen Wladimir Sotnikow entsprächen die counterterroristischen Erfolge der SAA nicht den Vorstellungen bzw. For­de­rungen der maßgeblichen militär-industriellen Kreise der USA. Daher dieser Vorstoß. (https://sptnkne.ws/eKgk)
Putins Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Drohungen der USA gegenüber der syrischen Regierung, welche mit der Behauptung über den C-Waffenangriff verbunden waren, als „inakzeptabel“. „We heard about this statement. We don’t know what it’s based on. And, of course, we strongly disa­gree with the wording ‘another attack’“, erklärte er, gefolgt von: „We also consider any similar threats to the legitimate leadership of the Syrian Arab Republic unac­ceptable”. Schon für die Beschuldigung, für eine Chemie-Attacke in Ḫân Šaiḫûn verantwortlich zu sein, hätten keine Nachweise erbracht werden können (vgl. dazu die bisherigen Einträge!). Daher ergänzte er: „The Syrian government cannot be held accountable for the April 4 chemical attack in Idleb province “because, as you know, despite all Russia’s demands, an unbiased international investigation of the previous tragedy has not been carried out. … Because, as you know, despite all the demands of the Russian side, there was no independent international investigation of the previous tragedy with the use of chemical weapons. We do not believe it is possible to rest the responsibility on the Syrian armed forces.” Andererseits könne es noch zu C-Waffen-Attacken in Syrien kommen, da ja der IS solche besitze und und in der Vergangenheit schon eingesetzt habe (vgl.u.). Daher bemerkte er: „Cases of chemical toxic substances’ use by ISIS terrorists have been repeatedly recorded. There is a potential threat of the repeat of such provocations. However, I repeat that I don’t possess exact information and I believe that my colleagues from special services and the Defense Ministry will share it [information] if they possess it.” (http://sana.sy/en/?p=108883)
Der Historiker und Politaktivist Ryan Dawson spricht von einer: FALSE FLAG Chemical Attack being prepared for Syria. (https://www.youtube.com/watch?v=bSfhwBEVqTI)
Auch Außen­amtssprecherin Maria Sacharowa betonte auf der wöchentlichen Pressekonferenz in Moskau: „Die aktuelle Informationskampagne ist das Vorspiel zu einer neuen Intervention in Syrien“. Besonders zynisch klängen derlei grundlose Anschuldigungen vor dem Hintergrund wiederholter völkerrechtswidriger Angriffe der US-geführten Koalition gegen die Souveränität Syriens. Diese Art Medienkampagne solle wohl den Weg für eine neuerliche US-Intervention  bereiten. (http://sana.sy/en/?p=109021, https://sptnkne.ws/eKND)
Tatsächlich stationierten die USA eine Flugzeugträgergruppe vor der syrischen Küste. (https://sptnkne.ws/eKKJ)
Der russische Außenminister Lawrow warnte u.a. davor, daß solche Erklärungen seitens der USA Extremisten bzw. der sog. „Opposition“ (vgl.u. zu MAO) Vorschub leisteten, diese Situation für Provokationen ausnutzen. (http://sana.sy/en/?p=108922;https://sptnkne.ws/eKAG)
Derartig leichtfertig geäußerte und nicht belegte Unterstellungen seitens des Weißen Hauses torpedierten gemäß dem  russischen Vizeaußenminister Gennadi Gatilow die Friedensgespräche zu Syrien [in Astana wie Genf]. Laut Politico seien diese Unterstellung  von einem engen Personenkreis beim Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi in Washington vorbereitet worden.
(http://www.sana.sy/?p=580354, http://sana.sy/en/?p=108922; in Deutsch: http://parstoday.com/de/news/world-i28786-moskau_warnt_vor_neuen_vorw%C3%BCrfen_der_usa_gegen_syrien)

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem äthiopischen Amtskollegen in Moskau am 26.6.29017 erklärte Rußlands Außenamtschef Lawrow, er erhoffe sich von der kommenden Konferenz in Astana (vgl.u. und bzgl bisheriger Zusagen: http://sana.sy/en/?p=108811) einen Erfolg hinsichtlich Klärung bzgl. der De-Eskalationszonen. Ein deutlicher Rückgang der gewaltsamen Auseinandersetzungen sei infolge jener Einrichtung zu verzeichnen, rekapitulierte er, indem er wörtlich formulierte: „A significant decline in military activities and violence has been recorded in the relevant areas of Syria. …  hope that the next round of the Astana talks will positively affect our common efforts aimed at resolvin the Sy­rian crisis and facilitate the UN-sponsored talks that are planned to be held in Geneva after the Astana meeting, in the first half of July.” In Vorbereitung der Konferenz hätten die Experten zur Umsetzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen  alle Details zu deren Überwachung auf technischer, militärischer und theoretischer Ebene erörtert.
Hinsichtlich der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra einerlei ob unter ihrem früheren, jetzigen oder welchem Namen auch immer – konstatierte er, daß die US-geführte Koalition jene und deren Affiliierte schone: „The impression, based on the experience of fighting terrorism in Syria, is that the US-led coalition and its allied countries are sheltering the so-called Jabhat Al-Nusra, or whatever it is called now. We have seen new proofs Jabhat Al-Nusra in its new mold is being shielded from strikes.” Dieses eigenartige Spiel müsse jedoch umgehend ein Ende haben, damit der Counterterrorismus auch Erfolg habe: „We consider it a very dangerous game, which must be stopped, and whatever double standards, back thoughts or hidden plans should be put aside for the sake of uncompromised fight against terrorism.“ (http://sana.sy/en/?p=108820)

Terroraktion: verbrannte Plantagen, Photo: SANA

Terroraktion: verbrannte Plantagen, Photo: SANA

Terroranschläge vom 26.6.2017:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra [welche die Waffenruhevereinbarung nicht unterzeichnet haben]  griffen aus dem Terrain der Bait Ğin Farm Bauern des Dorfes Ḥarfâ im SW-Rîf Dimašq auf ihren Feldern mit Raketen an, töteten damit eine Person und verletzten zwei weitere. Auf den Olivenhainen brach Feuer aus, das Teile der Plantage vernichtete.
In Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte bewaffnete Gruppen verletzten durch Mörsergranatenbeschuß der damaszener Wohnviertel aš-Šaiḫ Saʽd, al-Mazza und al-ʽAbbâsiyîn in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen sieben Anwohner und beschädigten Wohnhäuser und Geschäfte. Ebenfalls von bewaffneten Gruppen abgeschossene Raketen zerstörten einen Wagen in Damar, verletzten sechs Personen und führten zu Sachschäden im Wohngebiet ad-Dawwîlʽa.
(http://sana.sy/en/?p=108817, http://www.sana.sy/?p=579295)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108805  und http://www.sana.sy/?p=579216 (Während der Weiterführung der Operationen in der Tiefe der Großen Syrischen Wüste (al-Bâ­diyya) im Gebiet zwischen der 3. und 2. Ölpumpstation Befreiung des aḍ-Ḍulaiʽiyât –Areals nahe al-Ḥumaima an der Grenze der Provinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur mit Eliminierung einer großen Anzahl an IS-Terroristen samt deren Waffen und sonstiger Ausrüstung; derweil durchkämmen Bombenräumkommandos die Gegend und entfernen bzw. entschärfen die wie üblich hinterlassenen bzw. gezielt angebrachten Minen und selbstgebauten Sprengsätze; zusammen mit unterstützenden Streitkräften Ausdehnung der Kontrolle über ein Gebiet bis 3km nördlich der 3. Ölpumpstation östlich von Ḍahr ʽAbah mit Verfolgung der in die Wüste flüchtenden IS-Extremisten im SO von Tadmur ebenfalls unter heftigen Feindverlusten; zudem effektive SAAF-Angriffe auf IS-Positionen und deren Nachschubrouten in dem Areal. Vernichtung von IS-Fortifikationen und motorisierten IS-Trupps in erfolgreichen Bodenoperationen im Terrain von Dair az-Zaur und Umgebung in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, dem Areal von al-Bânûrâmâ und des Friedhofs wie des Regiment 137; gezielte Luftschläge mit Beseitigung von IS-Stellungen und  -Ansammlungen in Wâdî aṯ-Ṯarda im Gebiet der Stadtteile al-Ḥuwaiqa und ar-Rašadiyya wie der Dörfer  al-Ḥussainiyya, aš-Šûlâ und Maʽdân sowie der Stadt al-Mû Ḥassan. Vereitelung von Angriffsversuchen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz von Bi´r al-Qaṣab und Rağm aṣ-Ṣarîḫî in der SO-Umgebung der Hauptstadt (Rîf Dimašq) durch Infanterie-, Artillerie- und SAAF-Einheiten mit Zerstörung von  mit schweren Maschinengewehren ausgerüsteten Kampfwagen, Raketen- und Mörsergranaten-Abschußanlagen, Panzerfäusten  etc. und Tötung einer Anzahl der Feinde.)

Im Telefonat vom 26.6.2017, mit seinem US-Amtskollegen Tillerson forderte Sergei Lawrow, der russische Außenminister, die US-Regierung erneut auf, die Angriffe und provokativen Maßnahmen gegen die syrischen Regie­rungsarmee und deren unterstützende ­Streitkräfte, die gegen die Terroristen im Land kämpfen, zu unterlassen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i28736-au%C3%9Fenminister_russlands_und_der_usa_sprechen_%C3%BCber_syrien, s.a. https://sptnkne.ws/eJCF)

Wohl infolge der Feiertage (s.u.) entfielen am 25.6.2017 die Gefechtsberichte. Statt dessen erfolgten Besuche von hohen Militärs bei den Truppen bzw. von zivilen Amtspersonen bei Verwundeten bzw. Festakte auf Gefallenen-Friedhöfen im Namen des Präsidenten Dr. al-Assad. (http://www.sana.sy/?p=578772, http://www.sana.syen//?p=1087861, http://www.sana.sy/?p=578901).

Auch der bekannte US-Investigativ-Journalist Seymour M. Hersh hat in seinem Beitrag für die Welt am Sonntag vom 25.6.2017 nachgewießen, daß US-Geheimdienste US-Präsident Trump vor dem Angriff vom 6.4.2017 (vgl.u.)  auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât  (al-Schairat) informiert hätten, es gebe keinerlei Beweise für einen ChemiewaffenEinsatz in Ḫân Šaiḫûn (Chan Scheichun) und von her auch keinen Anlaß für einen solchen Angriff. (https://sptnkne.ws/eJkQ)

Prof. Andrei Koschkin, Militärexperte und Leiter des Lehrstuhls für Politikwissenschaft und Soziologie der russischen Plechanow-Wirtschaftsuniversität, urteilte im Interview mit Sputnik News über die Ausweitung der US-Militärpräsenz in Süd-Syrien trotz Vernichtung des IS (vgl.u.) dort: „Wir können heute vielleicht feststellen, dass der sogenannte ‚Islamische Staat‘ eingeht. Rakka und Mosul sind noch zu befreien, und man muss jetzt die Regionen, die von den Terroristen besetzt waren, unter Kontrolle nehmen. Und im diesem wichtigen Moment ist es notwendig, wie das Pentagon offen­bar glaubt, die Militärpräsenz auszubauen.“ Einen Vergleich mit der Situation im Zweiten Weltkrieg ziehend ergänzte er: Damals verzögerten die USA die Eröffnung der zwei­ten Front. Sie eröffneten die Front erst, als es möglich wurde, das Territorium zu teilen. Und jetzt bauen die USA ihre Militärpräsenz aus, um das Territorium des souveränen Syriens für sich vorteil­haft zu teilen.“ Auch die Verlegung der HIMARS-Systeme (s.u.) nach Süd­syrien zeige, daß die USA die Landesregieung daran hindern wollten, diese Gebiete wieder unter Kon­trolle zu bekommen. „Diese Waffe ist äußerst effektiv. Ich bin mir sicher, die USA werden sie leider anwen­den, um den syrischen Regierungstruppen zu zeigen, was denjenigen passieren wird, die das Territo­rium, welches schon von den USA kontrolliert wird, besetzen wollen.“, stellte Prof. Koschkin fest. (https://sptnkne.ws/eJeN)

Terroranschläge vom 25.6.2017:
Infolge Mörsergranatenbeschusses seitens des IS in den Stadtteilen al-Quṣûr und al-Ğaura von Dair az-Zaur kam ein Bewohner ums Leben, 20 weitere wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=108800)

Erneut meldet der Armeepressedienst am 25.6.2017 abends: „Als Reaktion auf mehrere bereits zum zweiten Mal in dieser Woche aus Syrien abgefeuerte Granaten in Richtung Israel hat die Armee zwei syrische Artilleriestellungen und einen Lkw mit Munition attackiert.“ (https://sptnkne.ws/eJgT) – Andererseits gab eine militärdiplomatische Quel­le im russischen Außenministerium an, die im Süden Syriens aktiven Terroristen hätten schon mehrfach versucht, durch Schußattacken Zusammenstöße zwischen den Regierungstruppen Syriens und Israels in der Region zu provozieren. – Der Pressedienst des israelischen Militärs hatte nämlich von einer Antwort auf Beschuß der – israelisch besetzten, völkerrechtlich tatsächlich aber zu Syrien gehörenden – Golanhöhen von [anderem] syrischem Territorium aus gesprochen. (https://sptnkne.ws/eJaA, https://sptnkne.ws/eHM)

Israelische Bomber, Photo: SANA

Israelische Bomber, Photo: SANA

Wieder griff nach Armeeverlautbarung vom 25.6.2017 israelisches Militär während einer gleichzeitigen Ğabhatu_n-NuṣraAttacke Stellungen der Armee wie zivile Ziele in Syrien an. Israelische Kampfjets bombardierten demnach von den israelische besetzten Golanhöhen her Service-Einrichtungen, den Parkplatz beim Gouvernerment und Wohnbezirke im Umkreis der neuen Provinzhauptstadt al-Baʽṯ  in al-Qunaiṭra [nachdem die alte ebenfalls durch israelisches Militär zerstört worden war, vgl.u.], als gerade Ğabhatu_n-NuṣraTrupps das Areal angriffen, um jenen Extremisten gemäß Augenzeugen,  wie schon in der Vergangenheit Unterstützung zukommen zu lassen [hierzu vgl.u.; s.a. Teil IV z.B. Aussage von Herzi HaLewi etc.]. Menschen kamen zu Tode, entsprechender Sachschaden entstand. – Zum Einsatz kamen ebenso ein israelischer Kampfhubschrauber, auch zwei Panzer und Artilleriestellungen der SAA wurden angegriffen. (http://sana.sy/en/?p=108737; s.a. https://sptnkne.ws/eHQG)

Präsident beim Verlassen der Moschee in Hamâ, Photo: SANA

Präsident beim Verlassen der Moschee in Ḥamâ, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad besuchte dieses Jahr zum Vollzug der islamischen Rituale zum Beginn des ʽÎd al-Fiṭr die an-Nûrî -Moschee in Ḥamâ (wo schon zu Zeiten seines Amtsvorgängers die Muslimbruderschaft immer wieder Revolten anzettelte. Begleitet wurde er vom Provinzgouverneur, dem Auqâf-Minister, dem Sekretär der lokalen al-Baʽṯ-Partei-Niederlassung, dem Großmuftî, einer Reihe Islamgelehrter und einer großen Menge Bürger. Die Zeremonie leitete Šaiḫ Dr. Nağimaddîn al-ʽAlî, der auch die Predigt hielt. Die Gebet schlossen mit Bitten um Rückkehr von Frieden, Sicherheit und Stabilität in Syrien und solchen für den Präsident, unter dessen Führung erstere erlangt werden sollen. (http://sana.sy/en/?p=108757, http://www.sana.sy/?p=578725)

Gebet in der Moschee, Photo: SANA

ʽÎd al-Fiṭr-Gebet in der Moschee in Ḥamâ, Photo: SANA

Samstagabend verkündete der erste šarîʽa-Richter in Damaskus, Maḥmûd a-Maʽrâwî, den Beginn des ersten der drei Feiertage zum Fastenbrechenfest (ʽÎd al-Fiṭr) für den 25.6.2017, der jedoch nach islamischem Kalender bereits nach Sonnenuntergang am Vorabend beginnt.  Präsident Dr. al-Assad erhielt hierzu viele Glückwunschtelegramme aus dem In- und Ausland. (http://sana.sy/en/?p=108739, http://www.sana.sy/?p=578635)

Terroranschläge vom 24.6.2017:
In Dair az-Zaur wurden infolge Mörsergranatenbeschusses des Stadtteils al-Quṣûr und Umgebung vier Bewohner getötet, 14 verletzt, Häuser und weiteres private und öffentliche Eigentum beschädigt. Aktualisierung: Erhöhung der Opferzahl auf neun Getötete und 45 Verletzte.
Nach Mitternacht während der Feiern zum ʽÎd al-Fiṭr schlugen auf dem sehr belebten Markt im Stadtteil al-Furqân von Aleppo Raketen, abgefeurte aus dem Westteil des Umlands, ein und verletzten 20 Zivilisten, einige darunter schwer.
(http://sana.sy/en/?p=108700, http://www.sana.sy/?p=578230)

672 Insassen von Gefängnissen aus verschiedenen Provinzen des Landes wurden am 24.6.2017 laut Justizminister Hišâm Muḥammad aš-Šaʽâr gemäß der bislang sehr erfolgreich verlaufenden Rekonziliierungsprozesses entlassen. Propagandistisch [durch Terrororganisationen] Mißgeleitete könnten so zurück in ein normales Leben finden, nachdem sie wieder zur Besinnung gekommen seien und anderen damit ein Beispiel abgeben, sich ebenfalls auf die Rekonziliierungsangebote der Regierung (vgl.u.) einzulassen. (http://sana.sy/en/?p=108729, http://www.sana.sy/?p=578446)

Ein Erdbeben der Stärke 3,1 auf der Richter-Skala erschütterte am Nachmittag des 24.6.2017 um 16:52 Uhr Ortszeit die Gegend der Provinz mit Zentrum 47km östlich von al-Ḥasaka in einer Tiefe von 15km. (http://sana.sy/en/?p=108732)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108706 und http://www.sana.sy/?p=578255 (Effektive präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen und –Fortifikationen östlich der Tulûl at-Tanâhiğ wie durch die Bodentruppen in Qulaib aṯ-Ṯaur und Ta­bâ­rat ad-Dîba im O-Rîf von Ḥamâ. Erfolgreiche akkurate Luftschläge auch gegen IS-Konvois und –Trupps südlich von Ḫirbat Zaidân und westlich von Abû al-ʽUlûğ im W-Rîf von ar-Raqqa. Dergleichen gegen IS-Schlupfnester und Nachschubrouten östlich von as-Suḫ­na im Ost-Rîf von Ḥomṣ. Ebenso Beseitigung von fortifizierten IS-Positionen, -Barrikaden und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen in Muḥaimîda-Areal westlich von Dair az-Zaur wie in dessen Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽUrfî, Ḫasârât, um das Regiment 137, al-Bânûrâmâ und al-Mağbal wie den Dörfern al-Ğunain­a, ʽIyâš und al-Buġailiyya mitsamt einer Reihe Terroristen; gezielte effektive Artillerieangriffe gegen deren Fortifikationen und Bewegungsachsen um den Flughafen, Talat aṣ-Ṣa­nûf, die Wasserreservoirs, den Ğabal aṯ-Ṯarda und im Dorf al-Muraiʽiyya im Osten der Provinz; Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf al-Buġailiyya, das Friedhofsgebiet und ʽIyâš, im Umkreis von Tal Barûk, al-Ḥamîdiyya und südlich des al-Bû Sarâyâ-Parks durch Bodentruppen unter SAAF-Deckung mit Zerstörung eines IS-Hauptquartiers samt aufgerüsteter Kampfwagen. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten zum Schutz des al-Bitrâ-Gebiets im Ost-Rîf von Dimašq mit Vernichtung der meisten Angreifer samt ihrer militärischen Ausrüstung. Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd (beim Staudamm), al-ʽAbbâsiyya, dem an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt Darʽâ)

Das russische Verteidigungsministerium meldet am 23.6.2017: „Vom östlichen Teil des Mittelmeeres feuerten die Fregatten ‚Admiral Essen’ und ‚Admiral Grigorowitsch‘ zusammen mit dem U-Boot ‚Krasnodar‘ der russischen Marine sechs Marschflugkörper Kalibr auf Objekte der Terrormiliz IS in Syrien ab. … Das U-Boot ‚Krasnodar‘  feuerte Marschflugkörper aus der Tauchstellung heraus ab“. Als Folge seien Be­fehlsstellen sowie große Waffen- und Munitionslager des IS im Raum Aker­bat in der Provinz Ḥamâ völlig zerstört worden. (http://sana.sy/en/?p=108598, https://sptnkne.ws/eHh6 für Zitate in Deutsch) – Bei dem Ort handelt es sich um ʽAqârib (vgl.u.) östlich von Salamiyya.
Ergänzend hieß es später: „Die übrigen IS-Kämpfer und deren Objekte wurden durch Luftschläge von Bombern der russischen Luftstreitkräfte vernichtet.“ (https://sptnkne.ws/eHhJ)

Der kasachische Außenminister Kairat ʽAbdurraḥmânow informierte am 23.6.2017 darüber, daß die Einladungen zur 5. Astana-Konferenz (s.u.) zugestellt worden seien. Sie gälten den drei Garantenstaaten, der syrischen Regierung wie jenen Oppositionellen, die in die Waffenruhe eingewilligt hätten, dazu den Beobachter-Regierungen USA und Jemen sowie den US. (http://sana.sy/en/?p=108639)

IS-Konvoi, Photo: Sputnik News

IS-Konvoi, Photo: Sputnik News

Gemäß Bericht des russischen Verteidigungsministeriums verlegt der IS nach Verlust etlicher seiner Kommandozentren im O (vgl.u. Gefechtsberichte!) Truppen in die im W gelegene Provinz Ḥamâ. „Die Terroristen nutzen die dunkle Tageszeit und eine schwierige Geländegestaltung aus, um die Kämpfer entlang verschiedener Routen in die Provinz Hama zu verlegen, wo sie künftig Befehlsstellen, Waffen- und Munitionslager in großen Gebäuden einrichten werden.“, heißt es im Bericht infolge entsprechender Überwachungstätigkeit. (https://sptnkne.ws/eHsu vom 23.6.2017)

Nicht nur der Sprecher der libyschen Armee, Oberst Ahmad al-Masmârî,  erklärte gegenüber Sputnik News  während einer Pressekonferenz in Benghazi, daß aus einem ihm vorliegenden Schreiben des qaṭarischen Chargé d’Affaires namens Nâyif ʽAbdul­lâh al-ʽAmâdî, hervorgehe, daß das Scheichtum Qaṭar Terroristen aus dem Maghreb und weiteren Ländern Nordafrikas nach Syrien transferiert habe. (http://www.sana.sy/?p=577441 vom 22.6.2017). Auch zwei frühere Journalisten, Muḥammad Fahmî und Mu­ḥammad Fawzî, des qaṭarischen Senders und Sprachrohr der Scheichfamilie, al-Ğazîra, machten öffentlich, daß sie im Besitz von Beweisen seien, welche bestätigten, daß Qaṭar die extremistische Muslimbruderschaft und andere terroristische Organisationen in Syrien,  dem Irak und Libyen mit Geld, Waffen, Rekruten und in logistischer Hinsicht unterstützt habe. (http://www.sana.sy/?p=577810 vom 23.6.2017)

IS-Kalif tot, Photo: Sputnik News

IS-Kalif tot, Photo: Sputnik News

Nach Überprüfung mittels verschiedener Kanäle erklärt das russische Außenministerium am 22.6.2017, die Information über den Tod von IS-„Kalif“- Abû Bakr al-Baġdâdî (vgl.u.) sei mit „hoher Sicherheitzutreffend. Auch Viktor Ozerow, Vorsitzender des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses des russischen Föderations­rates, sprach von fast 100% Sicherheit.(http://www.sana.sy/?p=577849, https://sptnkne.ws/eGRZ)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108602 und http://www.sana.sy/?p=577846 (Bis abends Rückeroberung der Ârak-Treibstoffstation 6km im NO des Dorfes Ârak mit vier weiteren günstigen Stellungen, 3km im NO davon, im O-Rîf von Ḥomṣ; Vereitelung eines IS-Angriffsversuch auf einen der Militärposten östlich von Umm al-Tabâbîr nach heftigen, für den Feind total vernichtenden Gefechten; desgleichen gegenüber einer Gruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra, welche aus der Achse Ğawâlik – al-Maḥaṭṭa Sanîsil loszog, mit Beseitigung einer Anzahl Terroristen und deren Waffen samt Munition. Vereitelung eines weiteren Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Affiliierten im SW-Teil des Rîf Dimašq von der Bait Ğin-Farm aus gegen at-Tal al-Aḥmar im Umkreis des Dorfes Ḥarfâ, der sich gegen den Weizen erntende Bauern richtete; ein Großteil der Terroristen wurde beseitig wie auch deren militärisches Equipment; gleichzeitig hatten diese jedoch die Kirsch- und Olivenbaum-Plantagen in Brand gesteckt.) – Zur besonderen Absicht der Terroristen hinter dieser Art Attacken auf Landwirte etc. s.u.!

Laut Meldung von Agence France hat Brett McGurk, der US-Son­derbeauftragte für die US-geführte Allianz eingestanden, daß in den letzten Jahren  hunderte ausländischer Terroristen pro Woche über die Türkei nach Syrien geschleust worden sind. (http://www.sana.sy/?p=577462 vom 22.6.2017) – Diese bestätigt im Nachhinein die auch gegenüber den UN durch die syrische Regierung wiederholt vorgebrachte Kritik in dieser Hinsicht.

Terroranschläge vom 22.6.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen griffen bewaffnete Gruppen den Eingangsbereich des Privat-Krankenhauses aš-Šarq im Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ mit Raketen an, wobei ein Mensch starb, weitere drei teils lebensgefährlich verletzt wurden. Das Rettungsteam des Syrian Arab Red Cres­cent (SARC) barg noch zwei verkohlte Leichen aus einem getroffenen und ausgebrannten Fahrzeug. In al-Yâdûda und al-Muzairîb im W-Rîf von Darʽâ verbarrikadierte bewaffnete Gruppen feuerten ebenfalls Raketen auf Wohnhäuser  des Stadtteils aḍ-Ḍâḥiy­ya von Darʽâ, töteten dabei eine Person und verwundeten sechs weitere; jedesmal wurde entsprechender massiver Sachschaden angerichtet.  Durch Raketenangriffe auf die Stromleitungen  des Umspannwerks von an-Nuʽaima, 4km östlich von Darʽâ fiel der Strom für die ganze Stadt aus. (http://sana.sy/en/?p=108517 und http://www.sana.sy/?p=577213)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108525 und http://www.sana.sy/?p=577217 (Befreiung von Ẓahr ʽAbah, 10km östlich von Ârak im Ost-Rîf von Ḥomṣ; zudem präzise effektive Luftschläge gegen  IS-Ansammlungen  und motorisierte Trupps in Abû at-Tabâbîr, Abû Fatûr, Ğab Ḥabal und Rasm aṭ-Ṭawîl im selben Gebiet. Bodentruppen unter SAAF-Deckung führten eine Reihe erfolgreicher Angriffe gegen IS-Positionen in den Dörfern al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, ʽIyâš, al-Buġailiyya um Dair az-Zaur sowie im Indu­striegebiet, den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, Ḫasârât und al-Kanâmât wie um das  al-Bânûrâmâ-Areal der Provinzhauptstadt durch mit Beseitigung einer großen Anzahl Terroristen samt militärischem Equipment, desgleichen auch im at-Tan­miyyaSektor am Westrand der Stadt; Abschuß einer IS-Kampfdrohne über Harâbiš; Vernichtung von IS-Stellungen durch akkurate Artillerieangriffe um das al-Bânûrâmâ-Areal, beim al-Bânûrâmâ-Kreisverkehr, dem Arbeiterviertel dem Dorf al-Buġailiyya im Westen; dazu akkurate erfolgreiche Luftangriffe gegen IS-Schlupfnester und motorisierte Trupps im Raum der Dörfer ʽIyâš, al-Ğunaina, al-Hiṣân und im aṣ-Ṣawâmiʽa-Areal entlang der Straße Dair az-Zaural-Ḥasaka unter großen Feindverlusten. Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraVerstecken und –Stellungen im Stadtbezirk in Darʽâ al-Balad samt Umkreis wie im Dorfal-Mudawara im al-Lağât-Gebiet der Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´.)

Beim moskauer Treffen mit Aḥmad al-ʿĀṣī al-Ǧarbā, dem Führer des dem in ar-Riyâd Ende 2016 gegründeten HNC (vgl.u.) zuzurechnenden  Tomorrow Movement, machte dieser deutlich, daß die Repräsentanten der sog. „Opposition“ im Ausland ausländische Agenden eher als die Interessen der syrischen Bevölkerung umzusetzen suchten. Dabei bedienten sie sich stets einer Sprache der Warnungen und  der Forderung nach Vorbedingungen für deren Teilnahme an Konferenzen zur Beilegung der Krise in Syrien. Wörtlich bemerkte er: „Those representatives of the external opposition, who are accustomed to acting only based on ulti­matums and preconditions and who promoted the ideas of their foreign sponsors more than interests of the Syrian people, start gradually losing their influence.” Dagegen unterstützten diejenigen, die den innersyrischen Dialog so schnell wie möglich voranbringen wollten, die Konferenzen von Astana, Genf und die Bemühungen der UN. Erfreulicherweise zeigten auch manche Oppositionelle diesen Zug. außerdem unterstrich er nochmals: Syrians themselves should choose the fate of their country and for that they should agree with each other.” (http://sana.sy/en/?p=108554 vom 22.6.2017)

Vizeaußenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd versicherte am 22.6.2017 während eines vom Innenministerium organisierten Seminars, die Regierung pflege intensiven Kontakt zu den mit dem Mechanismus der De-Eskalationszonen Beauftragten und prüfe jedes damit zusammenhängende Schreiben. Er ergänzte: „we will not allow passing anything that could come in the interest of enemies of Syria.” Man sei bereit zur Teilnahme an den nächsten Konferenzen in Astana und Genf  vertrauend auf die Zusage der Einhaltung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität. Dann betonte er die enge Koordination zwischen Syrien und Rußland und hob ebenso diejenige zwischen dem Iran und Syrien in militärischer, ökonomischer, medialer, politischer und kultureller Ebene hervor. (http://sana.sy/en/?p=108563)

In Reaktion auf die Warnung des  russische Verteidigungsministeriums vom Mo., 19.6.2017 (vgl.u.), infolge des US-Abschusses der syrischen SU-22 über syrischem Territorium (s.u.) habe die US-geführte Allianz laut dem Kommandant der belgischen Luftwaffe, Generalmajor Frederic Vansina, am Mittwoch ihre Flüge über Syrien westlich des Euphrats gestoppt. (http://www.sana.sy/?p=577261) – Das mag nun kurzfristig die belgische Beteiligung betroffen haben, doch die US-Jets machen weiterhin syrischen Maschinen den eigenen Luftraum streitig. (https://sptnkne.ws/eHs5, s.a. https://sptnkne.ws/eGJC)

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief am 22.6.2017 zum Schutz der Zivilbevölkerung von ar-Raqqa und wo auch immer in der Folge der wiederholten desaströsen Luftschläge der US-geführten Koalition inklusive der Nutzung von Phosphorbomben (vgl.u.) dazu auf.  „I make an urgent appeal to all those conducting military operations in Syria to do everything in their power to protect civilians and civilian infrastructure.“, erklärte er in einer Verlautbarung vom Mittwoch. Ebenso machte er darauf aufmerksam, daß nicht nur jener Provinzhauptstadt sondern auch in anderen syrischen Gegenden unter Terroristenbelagerung die Zivilbevölkerung durch die terroristischen Umtriebe vom Bezug von Lebensmitteln  und medizinischer Basisversorgung abgeschnitten seien. Gleichermaßen reagierte die UN Commission of Inquiry bzgl. Syriens. Hinsichtlich des Abschusses einer syrischen Militärmaschine im heimischen Luftraum durch einen US-Kampfjet (s.u.) mahnte er, dies führe nur zu einer Verschlimmerung der Situation. (http://sana.sy/en/?p=108528)

Laut Äußerung vom 22.6.2017 rief der russische Außenamtschefs Lawrow  im Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Tillerson diesen dazu auf, sich strikt an die Vereinbarung zur Beilegung der Krise in Syrien zu halten, denn die Praxis der US-geführten Koalition in Syrien verletze die Souveränität dieses Staates.  (http://sana.sy/en/?p=108575)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108461 und http://www.sana.sy/?p=576677 (Eliminierung von IS-Fortifikationen und motorisierten Trupps im Ost-Umland von Salamiyya/Provinz Ḥamâ im Gebiet zwischen der Öl-Pipeline und Tabârat ad-Dîba mitsamt deren Bewaffnung und Munition. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Ğubaila von Dair az-Zaur wie im Bereich at-Tan­miyya und beim Friedhof nach zähen, schließlich erfolgreichen Gefechten;  gezielte effektive Artillerieschläge gegen IS-Ansammlungen um Tal aṣ-Ṣanûf, das at-Taim-Ölfeld, den Stadtteil al-Ḥuwaiqa und das Arbeiterviertel mit einer Anzahl getöteter und verletzter Terroristen; zudem Beseitigung von militärischem Equipment samt IS-Mannschaften im Bereich Ḥuwaiğa, des Industriege­biets, al-Ḥamîdiyya und um  Liwâ´ at-Ta´mîn in akkurat ausgeführten Luftschlägen. Rückeroberung der Region Bi´r al-Qaṣab, dem Hauptzentrum von Ğabhatu_n-Nuṣra im SO-Umland der Hauptstadtzusammen mit einer Reihe strategisch bedeutsamer Anhöhen, wie von Ḫir­bat al-Qaṣab, Tulûl ar-Rawâbî und aṣ-Ṣuraiḫî im Osten nach Auslöschung letzter Terroristennester in der Gegend mit Zerstörung bzw. Konfiszierung einer Unmenge an militärischer Ausrüstung; ebenso Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraSchlupfwinkeln im äußertsten SO-Rîf Dimašq; – die Gegend von Bi´r al-Qaṣab samt Anhöhen ist besonders für die Verfolgung der Reste von Ğabhatu_n-Nuṣra wie für die Rückero­be­rung der restlichen Region zwischen dem  SO-Rîf Dimašq und  dem O-Rîf von asSuwaidâ´ von großer militärischer Bedeutung; intensive Militärschläge auch gegen teils motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraTrupps im Gebiet von ar-Rawâbî, Tal Arînaba, um  al-Qaṣab und Rağm aṣ-Ṣuraiḫî im SO von Damaskus mit dutzenden getöteter und verwundeter Terroristen und Zerstörung dreier mit schweren Maschninengewhren bestückter Kampfwagen, vier Transportern, fünf Motorrädern und einem sationären Raketenwerfer. Beseitigung von Abschußanlagen für panzerbrechende Raketen  von Ğabhatu_n-Nuṣra samt Mannschaften in Mulaiḥat al-ʽAtaš und Darʽâ al-Balad von Darʽâ sowie auf den Tulûl Sal­mân im NO-Rîf von as-Suwaidâ´; laut terroristischen Webseiten befanden sich unter den zahlreich Getöteten im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad  Bilâl Yâsîn al-Mu­sâlima, der Kommandeur der Terrorgruppe Katîbat Sayûf Ḥaurân (innerhalb von Ğabhatu_n-Nuṣra) sowie der Militärführer ʽÎsâ Muḥammad Salâma al-Mu­sâlima.)

Terroranschläge vom 21.6.2017:
In kontinuierlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen feuerten Terroristen am Morgen Mörsergranaten auf die damaszener Wohnviertel al-Ba­râmaka und as-Sabʽ Baḥrât, wo es zu Schäden an privatem und öffentlichem Gut kam. (http://sana.sy/en/?p=108472, http://www.sana.sy/?p=576712)

Rußlands Chefdiplomat, Außenminister Sergei Lawrow mahnte während einer Pressekonferenz am Mi., 21.6.2017, bzgl. Syriens an: „Tatsächlich ist es sehr eng, sowohl auf dem Boden als auch im Himmel. Dort gibt es heute sehr viele Beteiligte an den Kampfhandlungen.“ Seine Regierung wolle selbstverständlich nicht nicht, daß US-Militärschläge gegen die syrischen Streitkräfte deren Bemühungen im Anti-Terror-Kampf untergraben. Er ergänzte: „Es gibt einen Mechanismus, der funktioniert, der zurzeit aber tatsächlich gebremst ist, nachdem die USA das Flugzeug abgeschossen haben. Wie Sie wissen, haben wir Erläuterungen zu dem Vorfall im Verteidigungsministerium angefragt. Wir erwarten, dass dies gemacht wird.“ (https://sptnkne.ws/eGz2)

Die Meldung der US-Armee vom 20.6.2017, sie habe nach dem Abschuß der syrischen SU-22 (vgl.u.)  im syrischen Luftraum nun auch eine Drohne der pro-syrischen Kräfte angegriffen, kommentierte Rußlands Vizeaußenminister, Sergei Ryabkow im mit Interview mit Interfax am 21.6.2017 mit scharfer Kritik: „Das ist wie ein Schulterschluß mit den Terroristen.“, äußerte er dazu. (http://parstoday.com/de/news/world-i28532-russland_wirft_usa_schulterschluss_mit_terroristen_vor)

Wie angekündigt (s.u.) baut der Iran seine counterterroristische Tätigkeit im syrischen Territorium – allerdings mit Genehmigung der Landesregierung – aus. Laut einer NBCMeldung vom Di., 20.6.2017, soll in diesem Zusammenhang ein Flugfeld für unbemannte Flug­geräte (d.i. Drohnen) vom Typ Shahed-129 in der Nähe einer – ohne Regierungsgenehmigung oder UN-Mandat und damit völkerrechtswidrigen  – US- Luftwaffenbasis bei Tadmur eingerichtet worden sein. Mit letzterem könnte at-Tanaf gemeint sein, das jedoch 80km von der Oasenstadt entfernt liegt. Eigenmächtig und ebenso völkerrechtswidrig hat das US-Militär den Luftraum über ihrer Militärbasis im Umkreis von 55km zur Sperrzone erklärt, in der sämtliche „nicht freundschaftlichen“ Flugzeuge und Drohnen abgeschossen würden. (https://sptnkne.ws/eGwk)

Wie schon am Sonntagabend (s.u.), als sechs Mittelstrecken­ra­keten nach Absprachen mit den beteiligten Regierungen über eine Entfernung von 650km genau ihre Ziele, wichtige IS-Stellungen, trafen und vernichteten, feuerten die iranischen Revolutionsgarden Di., 20.6.2017, eine Rakete auf die Stellung von IS-Anführern in al-Mûḥassan [östlich von Dair az-Zaur] ab. Unter den Getöteten befanden sich mehrere IS-Führer. (http://parstoday.com/de/news/iran-i28484-15_is_terroristen_durch_iranische_rakete_get%C3%B6tet)  – Wie vom iranischen Militär angekündigt (vgl.u.), war der Angriff auf den IS vom Sonntag erst der Beginn weiterer Aktionen.

SANA-Berichte über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.6.2017 fehlen offenbar. Nachtrag vom 21.6.2017: Gezielte effektive Artillerieschläge gegen IS-Schlupfnester und –Befestigungsanlegan in Dair az-Zaur  im Gebiet der al-Bânûrâmâ-Schule, in der Umgebung von Tal Barûk, west­lich der Radiostation im Dorf ʽIyâš, aṯ-Ṯarda, im Terrain um den Militärflughafen und des Stadtteils al-Ḥuwaiqa. (http://www.sana.sy/?p=576677)

Infolge der jüngsten Vorfälle der weder durch die Landesregierung in Damaskus noch ein UN-Mandat legalisierten Angriffe der US-geführten Koalition auf syrischem Terrain (vgl.u.) erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric am 20.6.2017, die Vereinten Nationen seien besorgt über diese Entwicklungen. Er forderte daher vereinte Bemühungen im Anti-Terrorkampf in Syrien. (http://www.sana.sy/?p=575891) Die russische Regierung reagierte prompt, begrüßte diese Stellungnahme und präsentierte als aktiven Beitrag hierzu eine Terroristen-Liste. Am 16. 6.2017 hatten die 193 UN-Mitgliedsländer sämtlich für die Bildung einer Anti-Terror-Struktur innerhalb der UN gestimmt. Generalsekretär António Guterres mahnte in den Zusammenhang, daß jedes Land, das den Terrorismus unterstütze, „früher oder später einen hohen Preis dafür zahlen muss“. Aus dem Umfeld der UN-Führung hieß es dazu: „Großenteils wird das Personal der neuen Behörde aus Mitarbeitern des Sekretariats bestehen. Es wird aber begrüßt, dass alle UN-Mitglieder ihre Kandidaten für die neue Behörden vorschlagen.“ Aus dem russischen Außen­ministerium war zu dem Projekt zu verehmen: „Moskau hat eine Liste von Personen zusammengesetzt, die sich an terroristischen Aktivitäten be­teiligten. … „Derzeit wird dieses Dokument abgesprochen. Wenn die neue UN-Verwaltung endgültig gebildet wird, werden diese Listen koordiniert werden. Die neue Verwal­tung wird unser Mann leiten.“ Weiteres ist https://sptnkne.ws/eFMU zu entnehmen.

Die vermehrten militärischen US-Aktionen auf syrischem Territorium (s.u.!) kritisierte der russische Vize-Außenminister Michail Bogdanow – gemäß völkerrechtlichen Grundsätzen zutreffend –  als illegal, indem er während der Pressekonferenz vom 20.6.2017 erklärte: „It is absolutely illegal as the move was not made in accordance with any decision, reached by the UN Security Council, nor was it made following a request by the legitimate authorities in the Syrian Arab Republic”. Syrien sei ein souveränes Land und auch UN-Mitgliedsstaat. Es habe Anspruch auf Respektierung seiner Souveränität und territorialen Integrität basierend auf dem Völkerrecht. (http://sana.sy/en/?p=108446)

Virginia State Senator Richard Black: “The establishment of U.S. military base in Syria, a sovereign country that has never taken any offensive action towards America, is an obvious violation of international law: if Syrian election were held now, 90% of votes would be for president al-Assad”

at-Tanaf (am Grenzübergang), Photo: hamurabi justice news

at-Tanaf (am Grenzübergang), Photo: hamurabi justice news

Die auch von Reuter gemeldete, durch die US-Administration jedoch dementierte Meldung, daß die USA einen weiteren Stützpunkt auf syrischem Terrain – unter Mißachtung des Völkerrechts! –  errichteten, bestätigt sich nun durch Satellitenaufnahmen desselben im Internet, die das unabhängige Portal Already Happened eingestellt hat. Er liegt 70km entfernt von jenem in at-Tanaf, der erst kürzlich mit HIMARS-Mehrfachraketenwerfern (s.u.) aufgerüstet wurde. (https://sptnkne.ws/eFVD vom 20.6.2017)

Terroranschläge vom 20.6.2017:
Beim Beschuß mit Raketen seitens des IS wurden zwei Bewohner des Stadtteils al-Quṣûr in Dair az-Zaur getötet, acht weitere verwundet.
Auch in Damaskus kam es am Morgen erneut zu einer Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen durch bewaffnete Gruppen, die sich in Ost-al-Ġûṭa/Rîf Dimašq verbarrikadiert haben, mittels Abfeuerns von Mörsergranaten auf die damaszener Wohnbezirke Kafar Sûsa und al-ʽAbbâsiyîn, wobei es drei Verletzte und Schäden an Häusern etc. gab, sowie den Gemüsemarkt von al-Kabâs mit einem Verletzten und entsprechenden Sachschäden.
Auch das az-Zâra-Wärmekraftwerk 25km nördlich der Stadt Maḥarda wurde – ebenfalls in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen – wieder durch bewaffnete Gruppen aus dem Gebiet nördlich von Ḥamâ mit Raketen beschossen, was zu elektrischen und mechanischen Schäden führte, so daß die Generatoren ausfielen. Auch brach ein Großfeuer durch eine direkten Treffer auf einem großen Treibstofftank aus.
ISRaketenbeschuß des Stadtteils al-Quṣûr von Dair az-Zaur tötete zwei Anwohner, verwundete acht weitere und führte zu Schäden an privatem und öffentlichem Gut.
Dergleichen abgefeuert von Affiliierten des IS, die sich in Talat ʽÎd al-Ḥasûn positioniert hatten,  mit Ziel auf das Dorf  al-Masʽûdiyya im im Ğab al-Ğarâḥ östlich von Ḥomṣ hinterließ einen Toten und massive materielle Schäden.
(http://www.sana.sy/?p=576017, http://sana.sy/en/?p=108415, http://sana.sy/en/?p=108417)

Zum wiederholten Mal beschossen die – völkerrechtswidrig (zur Begründung vgl.u.) – in Syrien operierenden – Kampfjets der US-geführten Koalition in der Nacht zum 20.6.2017 Wohnbezirke in Tal aš-Šâyir im SO-Umland der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka (im äußersten NO Syriens) nahe der Grenze zum Irak. Dabei kamen allein 12 Mitglieder einer Familie ums Leben, wie lokale Quellen meldeten. (http://www.sana.sy/?p=575913, http://sana.sy/en/?p=108404)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108358 und http://www.sana.sy/?p=575363 (Rückeroberung von 112km2 östlich von Tadmur /Provinz Ḥomṣ zusammen mit der 3. Öl-Pumpstation mit Verfolgung der Reste an IS-Terroristen im SO-Rîf Tadmurs bis tief in die Große Wüste hinein inklusive Vernichtung ihrer letzten Stellungen bei hohen Verlusten ihrerseits. Befreiung von ar-Raṣâfa und weiteren mehr als 20 Städten samt Farmanlagen in der südlichen Umgebung von ar-Raqqa, darunter als wichtigste: al-ʽÎsâwî, Ğaʽîdîn al-Karâdî, Ḫirbat al-Mîtâhâ, aṣ-Ṣiyân, Ḍahrat Anbâ, Ğab Abyaḍ, Bi´r Abû as-Sanâbil, Ḫirbat al-ʽAlâwî ad-Daḫîl, Ğab al-Ġânim, Abû Sûsa, Ğab ʽAzîz, Bi´r Anbâḫ, Šârat Anbâḫ, Tal Qulaib, Bi´r Qulaib, Ğab Aqâbûs, Ğab Mašrafa Anbâḫ, Tal al-ʽAfaṭa,  Rağm al-Hûra, Rağm aṣ-Ṣâfiyya, Bi´r ad-Darân, Far al-ʽAdâ, dazu das aṯ-Ṯawra-Ölfeld und die ar-Raṣâfa-Ölstation mit Zerstörung von über 200 Kampfwagen, 11 Panzern, 10 Kanonen, 9 Mörsergranaten- und Raketenwerfer; in den Gefechten wurden hunderte IS-Terroristen getötet, darunter auch:  der IS-Militärführer im Ost-Rîf, genannt Abû Muḥğin sowie der Amîr  von ʽUqairbât ,Abû Riyaḍ ar-Rayân, und der lokale IS-Amîr für die Logistik ʽAbdullâh Muḥammad Abû Rayâq at-Tûnisî (d.h.: der Tunesier). Gezielte effektive Artillerieschläge gegen IS-Fortifikationen und –Schlupfnester im Umkreis der al-Bânûrâmâ-Schule und Tal Barûk, westlich der Radio Station im Dorf ʽIyâš, in aṯ-Ṯarda, um den Militärflughafen und im Stadtteil al-Ḥuwaiqa von Dair az-Zaur mit Zerstörung der feindlichen Barrikaden; zudem akkurate erfolgreiche Angriffe durch die SAAF und Artillerie auf teils motorisierte IS-Trupps im Stadtteil al-Ḥamîdiyya, dem Bereich al-Bânûrâmâ und der Dörfer al-Buġailiyya und ʽIyâš mit Eliminierung etlicher Extremisten )

Präparierte Autobombe, Photo: SANA

Präparierte Autobombe, Photo: SANA

Eine im Ost-Rîf von Salamiyya/Provinz  Ḥamâ operierende SAA-Einheit konnte am Mo., 19.6.2017, eine Autobombe mit Kennzeichen aus der irakischen Provinz Nînawâ (Ninive) sichern und konfiszieren, die präpariert war, um in der Stadt al-Ḥasû im Wâdî al-ʽAḏîb zu detonieren. Ein Bombenräumkommando übernahm die Entschärfung der großen Menge an Sprengstoff.  (http://sana.sy/en/?p=108412, http://www.sana.sy/?p=575923)

Terroranschlag vom 19.6.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen, verteilt in ʽÎn Tarmâ und seinen Obstplantagen im Norden von Ğaramânâ in Ost-al-Ġûṭa, das Gebiet von ad-Daḫâniyya im  Rîf Dimašq mit Raketen, töteten dabei eine Person, verwundeten weitere fünf und beschädigten Häuser und anderes Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=575408)

Als Folge des Abschusses der syrischen Militärmaschine (vgl.u.) bei ar-Raṣâfa kündigte das russische Verteidigungsministerium am Mo., 19.6.2017, die Aussetzung des mit den USA unterzeichneten Memorandums zur Flugsicherheit im syrischen Luftraum (vgl.u.) an. Die russische Luftabwehr werde demnach jedes Flugobjekt, sei es ein Kampfflugzeug oder eine Drohne, der US-geführten Allianz, das  westlich des Euphrats entdeckt würde als Ziel ansehen und behandeln.  (http://sana.sy/en/?p=108378, http://www.sana.sy/?p=575378)
Untermauert wurde diese Entscheidung durch die Tatsache, daß die US-Seite die gerade zur Vermeidung von negativen Vorfällen im Luftraum eingerichteten Kommunikationskanäle zwischen den Regierungen in Moskau und Washington nicht genutzt habe, um die russische Seite über seine Aktionen nahe ar-Raqqa zu informieren. (https://sptnkne.ws/eFwQ)

Zum Glück konnte der Pilot der von einer US-F-18 Super Hornet im Luftraum von ar-Raṣâfa abgeschossenen SU-22 rechtzeitig geborgen werden, obwohl er in unmittelbarer Nähe der IS-Stellungen gelandet war und auch die Terroristen nach ihm suchten. (https://sptnkne.ws/eFwQ)

Nach dem Abschuß beschloß die australische Regierung, die Beteiligung an der US-geführten Koalition auszusetzen (http://www.sana.sy/?p=576016)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden drückte die Regierung via Außenministerium am Mo., 19.6.2017,  ihren Protest gegenüber dem vorsätzlichen Abschuß des syrischen Kampffliegers während Ausführung seiner Mission gegen den IS nahe ar-Raṣâfa – also über syrischem Territorium!durch einen Bomber der US-geführten Koalition vom Vortag (s.u.) aus. Darin offenbare sich zweifelsohne die US-Unterstützung des Terrorismus. Daraus folgend forderte die syrische Seite vom UNSC, sein Schweigen zu beenden und solch feige und unverantwortliche Militäraktionen klar zu verurteilen. Es sei schändlich, daß die USA ihre entsetzliche Aktion  durch das Verbreiten offenkundiger Lügen in ihren öffentlichen Statements zu rechtfertigen versuchten. Daß diese fern von der Wahrheit lägen, zeige an sich schon, daß die SU-22 nahe des vom IS kontrollierten Gebiets abstürzte und zu befürchten war, daß der Pilot mit seinem Fallschirm dort landen würde, im Gegensatz zu dem, was die US-Seite behauptete. Diese skandalöse US-Aggression beweise jenseits allen Zweifels die wahren Ziele der USA im Gegensatz zu den vorgegebenen, nämlich die Unterstützung des Terrorismus zusammen mit der Schwächung der SAA zusammen mit ihren alliierten Streitkräften als einziger effektiver und legitimer Macht im Kampf gegen den Terrorismus zum Schutz der eigenen Bürger im Land. Zudem stehe dieser Aggressionsakt in einer ganzen Reihe von US-Verbrechen gegen die SAA und  seine Alliierten wie z.B. jüngst in at-Tanaf (vgl.u.) oder gegen die unschuldige Zivilbevölkerung erst kürzlich im Norden und Westen von ar-Raqqa (s.u.) mit hunderten von Toten und Verletzten und mehr als 120.000 Flüchtenden aus ar-Raqqa und andernorts „dank“ der beliebig ausgeführten Bombardements  der US-geführten Koalition. Merkwürdig mute an, daß solche Aktionen genau dann einträten, wenn die SAA samt Alliierten bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus zu zeitigen hätten wie jetzt, da sie die Große Syrische Wüste (al-Bâdiyya) aus verschiedenen Richtungen vom IS gesäubert hätten. Dies decke doch die eigentlichen politischen und militärischen  Tendenzen und heimtückischen Absichten der USA und ihrer illegalen Allianz auf, dahingehend, den Terrorismus zu „managen“ und in ihn zu investieren, um so die eigenen Ziele und westlichen Pläne in der Region realisieren zu können. Man warne zudem ausdrücklich vor entsprechenden Rückwirkungen dieser kriminellen Aktionen auf die counterterroristischen Anstrengungen, obwohl solcherlei Angriffe die Syrer nicht von ihrem Kampf gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten noch von der Wiederherstellung von Sicherheit im ganzen syrischen Territorium abhalten würden. Zum Schluß verurteilte der Staat nochmals die erwähnte offenkundige US-Aggression und forderte – wie schon zu Beginn – den UNSC zu gleichem Handeln auf.  Dies sei vor allem schon von daher geboten, da sich die US-geführte Koalition in ihren Aktionen über das Völkerrecht und die UN-Charter wie die UNSC-Resolution zum Counterterrorismus hinwegsetze wie auch über die Souveränität und Unabhängigkeit der syrischen Republik. Terrorismusbekämpfung wie auch die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in Syrien bedürfe ernsthafter Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, um die Krise im Land zu beenden und jegliche Aktion mit dem Ziel, diese zu verlängern und auszudehnen, um daraus Vorteil zu ziehen, zu verhindern.(http://sana.sy/en/?p=108384)

Während einer Pressekonferenz der Außenminister der BRICS-Staaten in Peking vom Mo., 19.6.2017, mahnte anläßlich des Abschusses der syrischen Militärmaschine seitens der US-geführten Koalition (s.u.) der russische Außenminister Lawrow den völkerrechtsgemäßen Respekt gegenüber der Souveränität und territorialen Integrität Syriens im Einklang mit der UN-Resolution Nr.2254 an. Alle Aktionen innerhalb des syrischen Territoriums müßten daher mit der syrischen Regeirung abgestimmt werden. Rußland führe all seine Aktionen und Initiativen in Syrien in Koordination mit der syrischen Regierung aus und bespreche sie mit dieser vorher. Daher fuhr er fort: „We call upon our experts and partners to avoid the unilateral action and to coordinate with the Syrian Government.” Nur so seien Schlußfolgerungen auf andere Absichten hinter solchen Aktionen zu vermeiden. Gerade die Arbeitsgruppe zur Terrorismusbekämpfung mit ihrer hohen Leistungsfähigkeit würde die Effektivität des  Counterterrorismus´ deutlich verbessern. – Die Außenminister der BRICS-Staaten erklärten, sie sorgten sich um die Findung einer Lösung der Syrienkrise. Es müßten unbedingt die Aktionen der Terrorismusbekämpfung koordiniert werden und  notwendigerweise gemäß dem Völkerrecht erfolgen. Hierzu diene die bevorstehende Astana-Konferenz, bemerkte Rußlands Chef-Diplomat und erklärte: „We count on Astana talks for the final agreement on setting ceasefire zones.”.   (http://sana.sy/en/?p=108349, http://www.sana.sy/?p=575378)

Am 18.6.2017 gab das Oberste Armeekommando bekannt, daß durch die US-geführte Koalition ein syrisches Militärflugzeug während seines Kampfeinsatzes gegen IS-Terroristenstellungen in der Region ar-Raṣâfa (vgl.u.!) im Südbereich von ar-Raqqa abgeschossen worden sei. Der Pilot werde vermißt. Durch diesen unverhohlenen Aggressionsakt  zeige sich erneut, daß diese Koalition entgegen ihren Vorgaben der Terrorismusbekämpfung viel eher denselben unterstütze, indem es durch Angriffe auf die Armee, welche als einzige – zusammen mit ihren Alliierten – erfolgreich am Boden den Counterterrorismus betreibe,  deren Kampfkraft schwäche. Dennoch werde man sich nicht vom Kampf gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra wie bei der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien hindern lassen. (http://sana.sy/en/?p=108342)
Gemäß Mitteilung der US-geführten Koalition fand der besagte Abschuß der syrischen Su-22 durch ein US-Jagdflugzeug des Typs F-18 Super Hornet am 18.6.2017, gegen 16.30 Uhr Ortszeit statt. (https://sptnkne.ws/eEYu)
Laut dem Air Force Magazine hat General Jeffrey Harrigian, Befehlshaber der US-Luftstreitkräfte im Nahen Osten,  erstmalig Bilder vom Abschuß des syrischen Kampfjets vom Typ Su-22 nahe ar-Raqqa durch einen US-Kampf­jet F/A-18E Super Hornet am 18.6.2017 im Internet als Video veröffentlicht. Der US-Pilot macht deutlich, daß tatsächlich er als erstes die syrische Militärmaschine im syrischen Luftraum mit einer infrarotgelenkten Nahkampf-Rakete AIM-9 attackierte, welche jedoch  durch  Täuschkörper der Su-22 abgelenkt worden sei. Darauf habe er mit einer stärkeren radargelenkten Mittelstreckenrakete AIM-120 reagiert. (https://sptnkne.ws/f4Cn vom 21.9.2017)

In Reaktion auf die Terroranschläge von Teheran vom 7.6.2017  – wie es hieß – griffen die iranischen Revolutionsgarden am Sonntagabend, 18.6.2017, mit Boden-Boden-Mittelstrecken-Raketen Terroristenstellungen in Dair az-Zaur, ihre Unterstützungszentren sowie Produktionslager  für Sprengsätze und Autobomben und die Führungszentrale des IS an  und zerstörten die akkurat anvisierten Ziele vollständig. Eine große Anzahl Terroristen wurde dabei ebenfalls getötet. Dies war der veröffentlichten Erklärung der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Revolutionsgarden zu entnehmen. Laut dem für die Region zuständigen Vize-Außenminister Ḥussain Amîr ʽAbdullâhiyân via Twitter-Mitteilung sei dies eine „sanfte Warnung“ an die ISTakfîr  -Terroristen gewesen. Dagegen bezeichnete General-Major Muḥsan Raḍâ´î  (Rezai) auf Instagram den Militärschlag der „Beginn der Rache“ und Schlag gegen den Terrorismus. (http://parstoday.com/de/news/iran-i28390-nach_anschl%C3%A4gen_in_teheran_iran_griff_is_stel- lungen_in_syrien_mit_raketen_an, http://www.sana.sy/?p=575277) – Der Sprecher des iranischen Außenministeriums,  Bahrâm Qâsimî, informierte dazu am Mo., 19.6.2017, daß der iranische Militärschlag auf die IS-Ziele im Raum Dair az-Zaur zuvor mit der Landesregiarung in Damaskus abgesprochen worden war im Rahmen der Bekämpfung des Takfîr-Terrorismus auf wahhâbitischer Basis.  (http://sana.sy/en/?p=108380)

SAA-Panzer, Photo: voltairenet

SAA-Panzer, Photo: voltairenet

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108315 und http://www.sana.sy/?p=574838 (Rückeroberung des at-Talîla- Schutzgebiets, 13km südlich von Ârak, östlich von Tad­mur/Provinz Ḥomṣ nach Vernichtung der letzten, teils motorisierten IS-Trupps zusammen mit den unterstützenden Kräften; dies sei der Auftakt zur Niederschlagung der Terrororganisation von as-Suḫna aus auf  Dair az-Zaur zu. Effektive präzise Artillerieangriffe gegen IS-Positionen und – Fortifikationen um das al-Bânûrâmâ-Areal, Tal Barûk, den Airport, aṯ-Ṯarda, den Stadtteil al-Ḥuwaiqa und westlich der Radio-Station im Dorf ʽIyâš im Raum Dair az-Zaur; desgleichen durch die SAAF in Ḥaṭla und um den Airport; zudem beseitigten die Wachmannschaften des Flughafens ein BMP-Fahrzeug samt IS-Terroristen.)

Nun bestätigt auch ein Artikel im The Wall Street Journal vom 18.6.2017, was die syrische Regierung  den UN seit Jahren beschwerdemäßig vorgetragen hat (vgl.u. inkl. Teil IV, Teil III, Teil II, Teil I ), nämlich daß die israelische Regierung mindestens seit dem Jahr 2013 in engem Kontakt mit regierungsfeindlichen Truppen (syrisch: Terroristen; WSJ: Rebellen) einschließlich der Ğabhatu_n-Nuṣra steht. Insgeheim erhielten diese Gruppen von Israel aus Waffen, Munition, Gelder, Lebensmittel, medizinische Ausrüstung, Treibstoff­. dazu komme die Behandlung in Gefechten mit der SAA verletzter Kämpfer in israelischen Kliniken; ca. 3.000 Terroristen seien es bis lang gewesen. Eine „be­sondere militärische Einheit“, die hierfür mit einem eigenen Budget ausgestattet sei, koordiniere zudem die Angriffe jener Gruppen. Ihre Führer erhielten, wie z.B. einer dieser mit Namen Abû Ṣahîb gegenüber den Reportern berichtet, 5000 US-$ pro Monat. Muʽtaṣim Ğaulânî, der sich als Sprecher der Terrorgruppe Fursân al-Ğaulân vorstellt,  erklärt, Israel stehe in heroischer Weise auf ihrer Seite; ohne diese Hilfe hätten sie nicht erfolgreich sein können. Auch die UNDOF-Truppen auf den Golanhöhen hatten entsprechende Unterstützungsleistungen israelischen Militärs für Ğabhatu_n-Nuṣra im Süden Syriens beobachtet und gemeldet. (http://www.sana.sy/?p=575404 vom 19.6.2017, s.a. https://www.wsj.com/articles/israel-gives-secret-aid-to-syrian-rebels-1497813430)

Laut Bekanntmachung durch den russischen Vizeaußenminister Bogdanow vom 17.6.2017 ist das nächste und damit 5. Astana-Treffen für den 4. – 5.7.2017 angesetzt, dessen Organisation wie gehabt Kasachstan übernimmt. Das 7. Treffen in Genf finde dann am 10. Juli statt. (http://sana.sy/en/?p=108311) – Letzeres hatte der UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, schon früher am Tag bekanntgegeben. Es werde erwartet, daß die Delegationen sich bereits am Vortag einfänden. Dem veröffentlichten Statement war zudem zu entnehmen: „The Special Envoy for Syria wishes to announce he will convene a seventh round of the intra-Syrian talks in Geneva. The target date for arrival of invitees is 9 July, with the round beginning on 10 July. He intends to convene further rounds of talks in August and in September.” Auch würden die begleitenden Expertengespräche fortgesetzt: „The expert meetings of the consultative process on constitutional and legal issues, established at the sixth round of the Geneva talks under the UN auspices, will continue.” (http://sana.sy/en/?p=108286)

Zur Unterstützung der nationalen Rekonziliierungspolitik hat das Oberste Armeekommando am 17.6.2017 eine 48-stündige Aussetzung bewaffneter Auseinandersetzungen für das Gebiet der Provinzhauptstadt Darʽâ verkündet. Dies gilt ab 12.00 Uhr Ortszeit des 17.6.2017. (http://sana.sy/en/?p=108283)

Terroranschläge vom 17.6.2017:  
Ein Suzidattentäter sprengte sich um Mitternacht in der Stadt Ḫân Arnaba mittels eines Sprengstoffgürtels in die Luft, tötete dabei zwei Menschen und verletzte weitere fünf bei enormen Schäden an umliegenden Häusern etc. (http://www.sana.sy/?p=574304, http://sana.sy/en/?p=108277)
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen wieder den Stadtteil al-Kâšif von Darʽâ mit Raketen und verwundeten damit drei Anwohner derselben Familie bei entsprechenden Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=108281).

Gemäß Aussage des Vorsitzenden des Verteidigungs­ausschusses der russischen Staatsduma, Wladimir Schamanow, vom Sa., 17.6.2016,  sei es russisches Ziel „das Niveau und die Kampffähigkeit der syrischen Armee zu erhöhen und uns damit langsam auf unsere Stützpunkte in Syrien, den Militärflugplatz Hameimim und den Flottenstützpunkt Tartus, zurückzuziehen und gleichzeitig den syrischen Truppen zu ermöglichen, effektiv zu agieren und alle nötigen Ergebnisse zu erzielen„. Begleitend zu den Siegen der SAA bei der Rückeroberung des syrischen Staatsgebiets aus den Händen der Terroristen werde die Militärpräsenz Rußland auf die Standorte in Ḥumaimîm und Ṭarṭûs zurückgefahren werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i28344-russland_reduziert_milit%C3%A4rpr%C3%A4senz_in_syrien)

Nachdem die russischen Einsatzkräfte am 6. und 8.6.2017 per Drohnenüberwachung feststellen konnten, daß IS-Trupps einen Angriff auf SAA-Militärposten zum Schutz von Dair az-Zaur vorbereiteten, wurden Bomber losgeschickt, um diese in einem Präventivschlag zu vernichten. Bei den Luftangriffen starben ca. 180 IS-Terroristen inklusive der Top-Feldkommandeure ʽUmar al-Balğîkî und Abû Yâsîn al-Maṣrî, während 16 Kampfwagen, vier Kommando-Standorte sowie Waffen- und Munitionsdepots zerstört wurden. Dies berichtete das Verteidigungsministerium in Moskau am 17.6.2017. (http://sana.sy/en/?p=108309, http://www.sana.sy/?p=574572)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108260 und http://www.sana.sy/?p=574241 (Gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Bewegungsachsen und Nachschubrouten nachts und bei beginnender Dämmerung östlich des Ârak Ölfelds, der 3. Ölpumpstation wie im Gebiet aṭ-Ṭayyibat al-Ġarbiyya bei Tadmur im Ost-Rîf von Ḥommit schweren Feindverlusten. Zudem Zerstörung von etlichen  IS-Kommandozentren und -Konvois bei Ṣalbâ, Qulaib aṯ-Ṯawr, Abû Ḥubailât, at-Tanâhiğ, Ğanâ al-ʽAlbâwî, Mârînâ und westlich von Tabârat ad-Dîba im östlichen Umland von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ während ähnlicher Luftangriffe. Akkurate effektive SAAF-Operationen erfolgten auch gegen IS-Stellungen, -Konvois und -Schlupfnester im West- und Süd-Umland von ar-Raqqa um die Abû Kubrâ-Ölquelle, südlich von an-Našmî, in al-Karâwî und ar-Raṣâfa, dem sog. Tor zu ar-Raqqa in etwa 30km südlich dieser Provinzhauptstadt gelegen,  mit Vernichtung ihrer Ziele; damit wurden zudem die Versorgungswege des IS von ar-Raqqa aus der Großen Wüste abgeschnitten. Weitere erfolgreiche Luftschläge fanden im Umland von Dair az-Zaur statt mit Beseitigung von IS-Kommandozentren und Kampfwagen und Tötung dutzender Terroristen einschließlich von IS-Kommandeuren im Gebiet aṯ-Ṯarda, des Wâdî aṯ-Ṯarda, von Ḥuwaiğa Qâṭiʽ, dem Alten Flughafen, dem al-Mawârid-Areal und al-Ğafra; dazu Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz des Stadtteils ar-Rašadiyya und auf dem Tal Barûk im Westen von Dair az-Zaur; die hohen Verluste des IS führten zu chaotischen Zuständen innerhalb der Terrororganisation, u.a. wurde wegen Fluchtversuchs der IS-Kommandeur Abû ʽUmar at-Tûnisî hingerichtet, während dem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen IS-Verantwortlichen in al-Mayâdîn (zur Bedeutung vgl.u.!) Ḥusâm Muḥammad aš-Šalûf, zu fliehen gelang; andererseits wurde auch der für die IS-Finanzen zuständige Fa­wâz ar-Râwî in al-Mayâdîn tot aufgefunden.)

Der russische Außenminister Sergei Lawrow kritisierte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem laotischen Amtskollegen in Moskau  vom 16.6.2017, die ungerechtfertigte Stationierung der US-Mehrfachraketenwerfer [HIMARS] in at-Tanaf (vgl.u.) in Süd-Syrien nahe der Grenze zum Irak und zu Jordanien, vor allem, da seit den Erfolgen der syrischen Armee (SAA) in jenem Gebiet keine (IS-)Terroristen mehr zu finden seien. So sagte er: „As for reports that the Americans are deploying more weapons, including MLRS, to southern Syria on the border with Jordan and Iraq…Russian military are analyzing the situation in the country, including through the channel that we have with the US on preventing unintended incidents. … According to our data, there are almost no ISIS units left in this area. Some experts view the deployment there of such serious weapons as an intention to create an additional military grouping to ensure steady communication channels between the government and pro-government forces in Syria and their partners in the neighboring Iraq.” Dann warnte er die US-Seite ausdrücklich davor, die Etablierung einer gemeinsamen Front gegen den Terrorismus ersetzen zu wollen durch den erneuten Versuch geopolitischer Manöver „speculating on a sectarian factor“, denn: „the Muslim world should be united with all the other sides in the fight against terrorism threat.” Als besonders merkwürdig und schwer verständlich für die russische Seite bezeichnete er die Tatsache, daß trotz der Listung von Ğabhatu_n-Nuṣra als Terrororganisation und Ableger von al-Qâʽida diese seitens des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU diese von Operationen der  US-geführten Koalition nach wie vor ausgespart bleibe [zu Nachweisen vgl.u.]. Zu diesen beunruhigenden Vorgängen habe Rußland seitens der USA bislang keine klaren Antworten erhalten [auch dazu vgl.u.!].- Durch Reporter auf die Nachricht von der Tötung Abû Bakr al-Baġdâdîs antwortete er, auch wenn dies noch nicht zu 100% gesichert sei:  „All examples of such actions to ‘decapitate’ terror groups had always been presented with great enthusiasm and pomp, but experience shows that later these groups restored their combat capabilities. These groups, both ISIS and al-Qaeda and their numerous reincarnations are still active.” (http://sana.sy/en/?p=108244, http://www.sana.sy/?p=573797)

Wie schon früher erwähnt (vgl.u.) ist die u.a. von China und weiteren Staaten geplante Wiedereröffnung der alten Seidenstraße (vgl. https://sptnkne.ws/evQc, http://thediplomat.com/2014/05/chinas-new-silk-road-vision-revealed/) schon aus wirtschaftlichen Konkurrenzerwägungen heraus für die US-Administration u.a. Regierungen nicht wünschenswert ist und daher bekämpft wird (vgl. z.B. http://www.globalresearch.ca/the-march-to-war-fighting-isil-is-a-smokescreen-for-us-mobilization-against-syria-iran/5404375 vom 26.9.2014,
http://www.tomdispatch.com/blog/176007/ vom 7.6.2015,
By Ashraf Ezzat, Ashraf62, auf Deutsch: http://www.voltairenet.org/article192997.html vom 16.8.2016,  http://www.voltairenet.org/article193083.html vom 30.8.2016, http://www.voltairenet.org/article193366.html  vom 20.9.2016). Hierzu könnte die – völkerrechtswidrige – Stationierung von US-Truppen bei at-Tanaf, die erst kürzlich mit HIMARS ausgerüstet worden sind (vgl.u.), dienen. Diese Position trennt bislang als einzige die Verbindung und verhindert eine Vereinigung der im Counterterrorismus erfolgreichen Streitkräfte Syriens und des Iraks, die sich beide jüngst erst an die gemeinsame Grenze herangearbeitet haben. (http://www.voltairenet.org/article196874.html )

Russische Kampfflieger im einsatz gegen den IS, Photo: SANA

Russische Kampfflieger im einsatz gegen den IS, Photo: SANA

IS-„KalifAbû Bakr al-Baġdâdî mit weiteren hohen IS-Führern in Syrien getötet!
Das russische Verteidigungsministerium informiert am Fr., 16.6.2017: „Laut der Information, die durch unterschiedliche Kanäle geprüft wird, ist der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei der Sitzung, die die russische Luftwaffe angegriffen hat und an der er beteiligt gewesen ist, getötet worden.“ Es handelt sich um einen Luftangriff  der russischen Streitkräfte nahe ar-Raqqa vom 28. Mai.
Wie schon zu früheren Zeitpunkten konzentrieren sich Luftschläge der syrischen und russischen Kampfflieger infolge geheimdienstlicher Überwachungstätigkeit auch auf Treffen hochrangiger Terroristenführer. Ende Mai bestätigten Videos einer Überwachungsdrohne  Ort und die Zeit des Treffens hoher ISKommandeure in einem südlichen Vorort von ar-Raqqa. Darauf erfolgte von 00.35 bis 00.45 Uhr (Moskauer Zeit) der Angriff, von dem die USA im voraus informiert worden waren. Dazu hieß es aus dem Ministerium: „Bei einem Luftschlag der Flugzeuge vom Typ Su-35 und Su-34 wurden ranghohe Kommandeure des IS, die dem sogenannten Militärrat der Terrororganisation angehörten, sowie etwa 30 mittlere Kommandeure und rund 300 Leibwächter vernichtet.“.  Unter den Getöteten befänden sich auch der IS-Amîr von ar-Raqqa, [Abû al-Ḥâğ al-Maṣrî, demnach ein Ägypter], der Chef des IS-„Sicherheitsdienstes“, Suleiman al-Schauakh [Sulaimân aš-Šawâḫ], und der für das Gebiet ar-Raqqa – as-Suḫna zuständige Kommandeur Ibrahim an-Nayef al-Hadsch [Ibrâhîm an-Nâyif al-Ḥâğ]. (https://sptnkne.ws/eDXu, https://sptnkne.ws/eDWx, http://www.sana.sy/?p=573797, http://www.sana.sy/?p=573797)

IS-Trauer-Statement über Tod des

IS-Trauer-Statement über Tod des „Kalifen“, Abb.: Syria news

Das Zielgebiet des Luftschlags zeigen veröffentlichte Photos (vgl.u.). Das Verteidigungsministerium überprüft derzeit die Tötung von Abû Bakr al-Baġdâdî sorgfältig. (https://sptnkne.ws/eEdV)

Zielgebiet, Photos: SANA

Zielgebiet, Photos: SANA

Seit Monaten schon hatten sich IS-Kommandeure zusammen mit ihren Familien aus ar-Raqqa und dem irakischen Mossul (vgl.u. bzgl. „Fluchtkorridor“)  in die nahe der Grenze zum Irak in der Provinz Dair az-Zaur gelegene syrische Kleinstadt und lokale IS-Hochburg al-Mayâdîn (vgl.u.) geflüchtet. Dort solle sich inzwischen laut hohen US-Beamten Kommando und Kontrolle der gesamten Terror­organisation befinden. (https://sptnkne.ws/eDVU)

Im schon erwähnten Interview mit US-Regisseur Oliver Stone (s.u.) erwähnte der russische Präsident Putin auch, daß der IS über 80.000 Mitglieder verfüge, darunter 25% Söldner aus 80 Ländern. Bislang seien wichtige Teile Syriens befreit worden, die auch strategisch von großer Bedeutung seien. (http://parstoday.com/de/news/world-i28258-putin_is_terrormiliz_hat_80.000_mitglieder)

Terroranschlag vom 16.6.2017:    
Terroristen griffen mit Raketen das die Provinzhauptstadt Darʽâ versorgende Elektrizitätswerk von an-Nuʽaima an und beschädigten es so stark, daß es außer Betrieb ging.   (http://www.sana.sy/?p=573945, http://sana.sy/en/?p=108249)

Unter den jüngsten zivilen Opfern infolge der Bombardements der US-geführten Koalition auf Wohnhäuser in ar-Raqqa befindet sich auch der der bekannte syrische Sportler Ismâʽîl Muḥammad al-Ḫulaif mit seiner gesamten Familie, wie die General Sports Federation am 16.6.2017 bekannt gab. (http://sana.sy/en/?p=108226)

Das Vertei­digungsministerium in Moskau läßt mitteilen, daß Flugzeuge der US-geführten Militärkoalition regelmäßig in den geschützten Luftraum rund um die russisch genutzte Militärbasis Ḥumaimîm eindrängen. Sobald die Piloten merkten, daß ihre Maschinen vom russische Langstrecken-Luftabwehr-Raketensystem S-400 anvisiert würden, drehten sie ab. Aufgrund Vereinbarung mit der US-geführten Koalition sei die reichweite der Flugabwehr von 400km Reichweite auf 60km begrenzt worden. Viktor Gumjonny, Vizechef der russischen Luft- und Weltraumtruppen, informierte am Do.,15.6.2017, den russischen TV-Sender Swesda dahingehend: „Es kam bereits mehrmals vor, dass Kampfjets der Koalition sich dem geschützten Luftstützpunkt Hmeimim annäherten.“. (https://sptnkne.ws/eEkf)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108230 und http://www.sana.sy/?p=573841 (Vereitelung neuerlicher IS-Attacken auf Tal al-Barûk mit Beseitigung etlicher Kampfwagen samt Mannschaften bei der ar-Raqqa-Brücke im NW von Dair az-Zaur; große Verluste wurden dem IS auch durch gezielte Artillerie-Angriffe auf IS-Konvois bei der Schule und Filât al-ʽAẓam im Umfeld von al-Bânûrâmâ, den Stadtteilen al-Ḥu­waiqa, ar-Rašadiyya, beim alten Flughafen,  Tal al-Barûk und dem Dorf al-Buġailiyya im W der Provinzhauptstadt beigebracht; unter SAAF-Deckung erfolgreiche Militäroperationen gegen IS-Stellungen und –Ansammlungen in den Dörfern Ḥaṭla und Marâṭ im O von Dair az-Zaur mit Zerstörung eines großen Munitionsdepots in letzterem Ort; weitere akkurate, effektive Luftangriffe richteten sich gegen IS-Trupps im Bereich Ḥu­waiğa Ṣakr, al-Bânûrâmâ und aṯ-Ṯarda bei Dair az-Zaur.)

Der US-Starregisseur und dreifache Oscar-Preisträger Oliver Stone hat unter dem Titel „The Putin Inter­views“ einen auf ausführlichen Interviews mit dem russischen Präsidenten aus den Jahren 2015 – 2017 basierenden Film vorbereitet, der in vier Teilen vom TV-Sender Showtime derzeit ausgestrahlt wird (https://sptnkne.ws/eCDp). Während dieser Gespräche berichtete Putin auch von seinen Unterredungen mit Präsident Dr. al-Assad im Vorfeld der russischen Unterstützung der SAA im Counterterrorismus auf syrischem Terrain.  Dabei wies er darauf hin, daß Dr. al-Assad selbst die Notwendigkeit von profunden Reformen in seinem Heimatland angesprochen habe. Er habe nicht nur die Bereitschaft gezeigt, diese anzugehen und umzusetzen, sondern sich auch mit der Opposition, ja sogar mit deren bewaffneten Zweig, über eine neue Verfassung auseinanderzusetzen und hierbei zusammenzuarbeiten. Wörtlich äußerte er:  „It turned out that President al-Assad himself understands many problems, he is not only ready for dialogue with the opposition, including even with the armed opposition, but is ready to work with them on a new constitution. … He is even willing to accept that the future possible early presi­dential elections will be put under strict and tough international control.” Um die Krise in Syrien zu lösen, bedürfe man jedoch der Unterstützung auch der USA und weiterer Regierungen der Region wie z.B. die von Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabiens.  (http://sana.sy/en/?p=108179)

Terroranschläge vom 15.6.2017:
Auf einem Feld nahe des Dorfes aṭ-Ṭîra im W-Rîf von as-Suwaidâ´ hat eine Terrorgruppe versucht, Bauern zu verschleppen. Als sich diese widersetzten, eröffneten die Terroristen das Feuer auf jene. Dadurch wurden zwei Zivilpersonen lebensgefährlich verletzt.
In einer neuerlichen Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen im Gebiet der Hauptstadt beschossen bewaffnete Gruppen den damaszener Stadtteil al-ʽAbbâsiyîn mit Raketen, wodurch Schäden an Wohnhäusern etc. entstanden.
(http://sana.sy/en/?p=108186, http://www.sana.sy/?p=573313)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108162 und http://www.sana.sy/?p=573056 (Vernichtung von IS-Stellungen und –Fortifikationen in gezielten SAAF- und Artillerieangriffen im Gebiet von Dair az-Zaur im Umkreis von al-Bânûrâmâ, dem Flughafen, dem Friedhof, aṯ-Ṯarda, den Arbeiterviertelen, dem Alten Flughafen, den Stadtteilen al-Ḥu­waiqa, ar-Rašadiyya, Bâdiy­yat at-Taim, Ḥu­waiğa Ṣakr, um Talat Barûk sowie in Marâṭ westlich der Provinzhauptstadt unter hohen Feindverlusten; zudem erneute Vereitelung  fortgesetzter IS-Angriffsversuche auf  die Gebiete al-Bânûrâmâ mit Kreisverkehr, ar-Rašadiyya und al-Ḥuwaiqa trotz des am Nachmittag heraufgezogenen heftigen Staubsturms, der die Sicht stark behinderte und alles in ein Halbdunkel versetzte, was die Extremisten vergeblich auszunutzen suchten.  Lokale Quellen meldeten, daß einer der IS-Kommandeure mit Kampfnamen Abû al-Muġaira im Gebiet von Muḥaimida westlich von Dair az-Zaur die Flucht ergriffen habe.  – In al-Bû Kamâl  richteten IS-Leute erneut einen jungen Mann sowie drei weitere Personen aus dem Dorf as-Sayâl östlich von Dair az-Zaur hin.)

Ein weiterer Erfolg in der Reihe derer der letzten Tage und Wochen (vgl.u. bzgl. „Würdigung und Einordnung“) ist die Rückeroberung der Ölquelle aṯ-Ṯaura in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) mit weiterem Vorrücken im W-Umland von ar-Raqqa. (http://sana.sy/en/?p=108217, http://www.sana.sy/?p=573587)

Das Pentagon hat in Jordanien stationierte Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) zu seinem – völkerrechtswidrig in Syrien erstellten – Militärstützpunkt nahe at-Tanaf verlegen lassen, wie am 14.6.2017 durch Reuter gemeldet wurde.  (https://sptnkne.ws/eDp8). Daher erklärte auch das Verteidigungsministerium in Moskau am Do., 15.6.2017 zutreffend, eine solche Stationierung hätte mit der legitimen Landesregierung in Damaskus vorher abgesprochen und erlaubt werden müssen.  Die mobile operativ-taktische HIMARS-Anlage ist auf ein Radfahrgestell montiert, wobei jeder Komplex mit sechs Raketengeschossen bzw.  mit einer operativ-taktischen ballistischen Rakete bestückt sei. Mit deren Reichweite könne allerdings nicht den von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ im Kampf gegen den IS Hilfe geleistet werden. (https://sptnkne.ws/eDJ5) Demnach wären weitere US-Angriffe auf die SAA bzw. deren Verbündete im Kampf gegen den IS nun mit diesen Waffen nicht auszuschließen,  verlautete aus dem russischen Verteidigungsministerium am 15.6.2017. (https://sptnkne.ws/eDHh)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=108102 und http://www.sana.sy/?p=572410 (Vollständige Vernichtung von IS-Stellungen und -Konvois durch gezielte SAAF-Luftangriffe im Ost-Rîf von Aleppo und dem West-Rîf von ar-Raqqa. Fortführung der erfolgreichen Operation in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya, s.u.) mit Rückeroberung des Areals von 3 mal 6km samt des sog. Dreiecks von Ârak mit den dieses Ölfeld überblickenden Anhöhen und der 3. Ölpumpstation, ca. 40km östlich von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Vereitlung der verzweifelten Versuche seitens der IS-Truppen, diese wieder unter ihre Kontrolle zu bringen, welche mit der Flucht der wenigen die Gefechte überlebt habenden Terroristen endete; diese jagten jedoch zuvor noch die Ölquelle und die Förderanlagen in die Luft. Unter Deckung der Luftwaffe Vereitlung erneuter IS-Angriffsversuche auf die Militärposten zum Schutz der Südachse von Dair az-Zaur mit Beseitigung vieler Extremisten, deren Reste in die Wüste flohen;  Zerstörung eines IS-Waffendepots im Stadtteil al-Ḥamîdiyya sowie etlicher Schlupfnester und Fortifikationen des IS  um den Flughafen, das Areal von al-Bânûrâmâ, des Friedhofs, von aṯ-Ṯarda und at-Tanmiyya sowie des Industrie- und Arbeitervierteils und der Stadtteile Kanâmât, ar-Rašadiyya und al-Ḥuwaiqa durch die SAAF; lokale Quellen bestätigten den Tod des Saudis mit Kampfnamen Abû Ṣuhaib al-Ğazrâwî  Stellvertreters des Amîr al-Ḥisba [zuständig für šarîʽa-gemäßes Verhalten samt Kleidung] des IS im West-Umland der Provinzhauptstadt,  dessen lebloser Körper auf die Straße nach Abû Ḫašab, ca. 70km im NW von Dair az-Zaur [wohl von einer Fahrzeug-Ladefläche] abgekippt worden war.)

Terroranschläge vom 14.6.2017:     
Im aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn versteckte bewaffnete Gruppen attackierten im Verstoß gegen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen den Stadtteil al-Ḥamdâniyya der Provinzhauptstadt mit Raketen, töteten dabei zwei Bewohner, verletzten vier, zwei davon Kinder, und beschädigten Wohnhäuser etc. (http://sana.sy/en/?p=108105, http://www.sana.sy/?p=572416)

Zum Kriegseinsatz von weißem Phosphor durch die US-geführte Koalition kürzlich in ar-Raqqa (vgl.u., 10.6.2017) und vor einiger Zeit in Mossul im Irak bemerkte der für Waffenkontrolle zuständige Leiter der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch„(HRW), Steve Goss, am 14.6.2017, derartig unkontrollierbare Waffen gälten als verboten und dürften keinesfalls bei Angriffen auf Stellungen oder gegen Personen eingesetzt werden, vor allem nicht, wenn  sich dort möglicherweise Zivilisten aufhielten. Das Protokoll III der  Convention on Conventional Weapons (CCW) sei da ganz klar. Daher sei es völlig unwichtig, wie der weiße Phosphor eingesetzt werde, sondern, daß er überhaupt zum Einsatz komme; schließlich führe er zu verheerenden und langfristigen Folgen in den jetzt betroffenen Städten ar-Raqqa und Mossul. (ausführlich bei: http://sana.sy/en/?p=108119, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i28224-hrw_us_gef%C3%BChrte_anti_is_koalition_setzt_in_rakka_und_mossul_giftgas_ein, https://sptnkne.ws/eDpy)

Der Vorsitzende des Independent International Commission of Inquiry, Paulo Pinheiro, kritisierte am Mi., 14.6.2017, scharf, daß die Luftangriffe seitens der US-geführten Koalition auf ar-Raqqa intensiviert worden seien und damit zu einem gigantischen Verlust (staggering loss)von zivilen Menschenleben geführt hätten, die zudem Zehntausende an Bürgern zur Flucht aus ihrem Heim zwängen. Schon 160.000 Einwohner der Provinzhauptstadt seien dadurch zu Binnenflüchtlingen geworden. Wörtlich warnte er: „The imperative to fight terrorism must not, however, be undertaken at the expense of civilians who unwillingly find themselves living in areas where ISIS is present.” (http://sana.sy/en/?p=108124)

Terroranschläge vom 13.6.2017:
Im berüchtigten Ost-al-Ġûṭa  verschanzte bewaffnete Gruppen haben im Verstoß gegen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen den Vorort al-Mağd  von Damaskus sowie das al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp im Umland der Hauptstadt mit Mörsergranaten beschossen und Schäden verursacht. (http://sana.sy/en/?p=108084, http://www.sana.sy/?p=572031)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107999 und http://www.sana.sy/?p=571856 (Rückeroberung eines Gebietes von 100km2  im NO von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ zusammen mit den unterstützenden Streitkräften mit vollständiger Vertreibung flüchtender IS-Kämpfer aus dem Areal. Gezielte effektive SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und –Bewegungen im Bereich Dair az-Zaur mit Konzentration auf deren Kommandozentren östlich des Flughafens mit Eliminierung von dreien davon mitsamt Fuhrparks und inklusive etlicher ISKommandeure sowie eines motorisierten Trupps südlich des Friedhofs; Zerstörung von IS-Fortifikationen um Liwâ´ at-Ta´mîn am Südrand der Provinzhauptstadt. )

Alûsch, Photo: SANA

Muḥammad ʽAlûš (Ğaiš al-Islâm, HNC),  Photo: SANA

Der bekannte Führer innerhalb der Terrororganisation Ğaiš al-Islâm, Muḥammad ʽAlûš, welcher auch Mitglied der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe (auch: HNC, vgl.u.!) ist, hat eine Million US-$ monatlich von Ğamâl al-Ward, Mitglied der politischen Abteilung der sog. US-geführten Koalition, für den Beitritt zu jenem Militärbündnis gefordert. Dies wurde durch ein auf einer den Terroristen nahestehenden Webseite bekanntgemachtes Videoband deutlich. daraus geht auch hervor, daß diese „Koalition“ eine Finanzspritze von nahezu 2,5 Millionen US-$ durch die VAE erhalten hat. Ğaiš al-Islâm ist für seine vielen Massaker, Anschläge und Überfälle in Syrien berüchtigt. (http://www.sana.sy/?p=571302, http://sana.sy/en/?p=107974 vom 12.6.2017)

Neben anderen wurde der Theologe Pater Elias Zaḥlâwî für sein Wirken mit dem Staatspreis des Jahres 2017 ausgezeichnet. (http://sana.sy/en/?p=107966 vom 12.6.2017)

Die Bewohner der Städte Darûšâ, Ḫân aš-Šaiḫ und ad-Darḫabiyya im Umland der Hauptstadt (d.i. Rîf Dimašq) können bereits wieder nach Haus zurückkehren. Demnächst gilt das auch für Einwohner von as-Sabîna. (http://www.sana.sy/?p=571429, http://www.sana.sy/?p=571317)

In al-Bâdiyya, Photo: SANA6

In al-Bâdiyya, Photo: SANA

Würdigung und Einordnung der jüngsten Militärerfolge in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) mit Erreichen der Grenze zum Irak durch einen der SAA-Feldkommandeure:
In einer bislang beispiellosen Operation habe die Armee mit unterstützenden Kräften einen Schlüsselerfolg des Krieges gegen den Terrorismus und damit wichtigen Wendepunkt erzielt. Ein bedeutender Erfolg bestehe im Aufbrechen des ISBelagerungsrings um die Provinzhauptstadt Dair az-Zaur und damit zugunsten von tausenden Ein- bzw. Anwohner, deren Befreiung demit vobreitet worden sei: „The main objective of the accelerated military operations in the eastern parts of the country is to eliminate terrorists in the Syrian Badia and then heading towards Deir Ezzor to break the siege imposed on the locals in the city.” Mit der erkämpften Kontrolle über die syrisch-irakische Grenze wurden die Nachschubwege des IS im Zentrum der ausgedehnten (Geröll-)Wüste wie vom Süd-Rîf der Provinzhauptstadt Darʽâ her unterbrochen, wo als Zusammenschluß zwischen Liwâ´ Šuhadâ´ al-Yarmûk, Ḥarakat al-Muṯannā al-Islâmiyya und Ğaiš alĞihâd seit 21.5.2016 die Terrorgruppe Ğaiš Ḫâlid bin al-Walîd  (Khalid bin al-Walid Army) u.a. agieren. Damit sei auch der Plan der US-geführten Koalition, über das Vorrücken  ihrer alliierten Bodentruppen zur  Verbindungsstraße Dair az-Zaur – Tadmur der SAA den Weg nach Dair az-Zaur abzuschneiden, vereitelt worden. Binnen vier Wochen habe die SAA damit 22.000km2  beginnend von der Hauptachse  as-Sain – at-Tanaf und der zweiten Achse an-Nâṣiriyya – al-Maḥassa – al-Buṣairî – al-ʽAliyâniyya – al-Halbâ bis zur Grenze von den Terroristen gesäubert. Gleichzeitig bedeutete dies einen Vormarsch von 200km mit Hinderung der sog. internationale Koalition in ihrem Versuch, der SAA das Vordringen zur Grenze bei at-Tanaf unmöglich zu machen (zu den Luftangriffen s.u.). Das wieder unter Kontrolle gebrachte Gebiet umfaßt die weite Umgebung von Tadmur, das West-Rîf von ar-Raqqa, das Ost-Rîf von Salamiyya und das Plateau Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ. Seither stehen der Armee Nachschubwege vom Irak aus offen. Neben der strategischen und politischen Bedeutung haben die Siege auch positive wirtschaftliche Auswirkungen: mit Rückgewinnung der Phosphatminen von Ḫunaifîs [خنيفيس] und aṣ-Ṣawâna (vgl.u.) wie dutzender Öl- und Gasquellen, die unmittelbar danach wieder in den Produktionsprozeß zurückgeführt wurden, sind wichtige Rohstoffe und damit Einnahmequellen den Terroristen entrissen und dem Land wieder zugeführt. Diese Großoperation zeige, daß die SAA mit ihren Alliierten die einzige wirksame Kraft bei der Vernichtung des Terrorismus darstellen trotz dessen zahlreichen direkten und indirekten Unterstützern einerseits und den Quertreibereien der US-geführten Koalition dabei. Auch sei deutlich geworden, daß allein das Oberste Armeekommando die Leitung und Planung innehabe und die Soldaten ihre Pflicht erfüllten, bis ganz Syrien wieder befreit sei. (http://sana.sy/en/?p=108081, http://www.sana.sy/?p=571974)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.6.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=107922 und http://www.sana.sy/?p=571001 (Rückeroberung einer Anzahl strategischer bedeutsamer Punkte im  Ḍahûr al-Ġanâyim Areal, 7km nördlich des Sadd Abû Kala (Damm!), zusammen mit unterstützenden Kräften bei heftigen Verlusten des IS an motorisierten Mannschaften sowie Vorrücken in der großen Wüste (al-Bâdiyya) auf das Ârak-Ölfeld zu wie auch in NW-Richtung auf die 4. Ölpumpstation im O-Rîf von Ḥomṣ. Vereitelung von Angriffsversuchen IS-Affiliierter auf der Südachse von Dair az-Zaur nach heftigen Gefechten bei  Liwâ´ at-Ta´mîn und dem Dair az-Zaur Airport bei über 60 eliminierten Terroristen samt deren mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten SUV- und BMP-Kampfwagen; laut Anwohner-Meldungen wurde in al-Mayâdîn eine IS-Führungsperson mit Kampfnamen Abû Maryam aš-Šâmî getötet, während im Gebiet von aṣ-Ṣâliḥiyya im Umland von alBû Kamâl ein für die Šârîʽa-Gesetzgebung des IS Zuständiger zusammen mit elf weiteren Kumpanen in ihren beiden Wagen niedergebrannt wurden. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne konnte bei Ṭafas im N-Rîf von Darʽâ abgeschossen werden; zudem Vereitelung von terroristischen Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz des Stadtbezirks Darʽâ al-Balad mit erfolgreichen Angriffen auf deren Bewegungen  in und um diesen Stadtteil sowie auf der as-Sadd-Straße [zum Staudamm] und in der al-ʽAbbâsiyya-Region.)

Terroranschläge vom 12.6.2017:
Infolge Mörsergranatenbeschusses durch Terroristen, die sich im Provinzhauptstadtbezirk Darʽâ al-Balad verbarrikadiert haben, starben in den Stadtteilen al-Maṭâr [beim Flughafen] und al-Kâšif zwei Menschen, 14 wurden verletzt; unter den Opfern befanden sich auch Frauen und ein Kleinkind.
Auch das Maḥarda Kraftwerk, 25 km im N von Ḥamâ, wurde erneut durch bewaffnete Gruppen, die sich im deswegen berüchtigten Dorf al-Laṭâmina verschanzt halten, mit Raketen beschossen und wieder beschädigt.
(http://sana.sy/en/?p=107916, http://sana.sy/en/?p=107984, http://www.sana.sy/?p=571606)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107889 und http://www.sana.sy/?p=570490 (Gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen teils motorisierte IS-Trupps und –Stellungen beim al-Bânûrâmâ-Areal, der al-Îmân-Ölstation, aṯ-Ṯarda, dem aṯ-Ṯarda-Kreisverkehr, Talat ʽAlûš, dem Stadtteil al-ʽUrfî und dem Dorf al-Ğunaina außerhalb von Dair az-Zaur;  Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz des al-Bânûrâmâ-Areals; Überlebende flohen in die Wüste.)

SANA macht am 11.6.2017 auf einen aufschlußreichen Artikel über die Rolle Qaṭars als Unterstützer verschiedenster Terrororganisationen, vor allem auch in Syrien und dem Irak aufmerksam (http://www.sana.sy/?p=570637). Der Artikel stammt ursprünglich von Joshua S. Block und wurde am  9.6.2017 in der Los Angeles Times abgedruckt unter dem Titel: Qatar is a financier of terrorism. Why does the U.S. tolerate it? (http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-block-qatar-terrorism-syria-20170609-story.html)

Im Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Tillerson unterstrich der russische Außenminister Lawrow am 11.6.2017 die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich Angriffe auf die SAA durch die US-geführte Koalition (vgl.u.) nicht wiederholen. Laut Russia Today seien sich beide einig darin gewesen, wie wichtig eine Kooperation zwischen den Regierungen in Moskau und Washington sei wie die Nutzung von Kommunikationskanälen zur Beilegung der Syrienkrise mittels der Konferenzen in Astana und Genf.  (http://sana.sy/en/?p=107886)

Verlautbarung des Obersten Armeekommandos; Photo: SANA

Verlautbarung des Obersten Armeekommandos; Photo: SANA

Mit dem Erreichen der syrisch-irakischen Grenze am Abend des 9.6.2017 (vgl.u. Gefechtsbericht) vom SO von Tadmur aus sei ein wichtiger Wendepunkt des Kriegs und Kampfes gegen den Terrorismus erzielt worden und ein strategisch bedeutsames Sprungbrett für weitere Operationen gewonnen, ließ das Oberste Armeekommando durch seinen Sprecher am 10.6.2017 verlauten. Über 20km2 wurden damit auf dieser Strecke dem IS entrissen, an der sich etliche strategisch bedeutsame Punkte befanden.  Die Terroristen verloren hunderte an Kämpfern.  In der Verlautbarung hieß es: „Units of the Syrian Arab Army, in cooperation with the allied forces, completed on Friday evening the first stage of the military operations in the Syrian Badia and were able to reach the border with the friendly Iraq northeast of at-Tanaf.This achievement is a strategic turning point in the war on terrorism and a springboard to expand military operations in the Badia and along the border with the friendly Iraq.” Zugleich wurden dem IS Nachschubrouten aus verschiedenen Richtungen in der Region abgeschnitten und  der Umfassungsring enger gezogen. Dies zeige, daß die SAA die „only effective force in fighting terro­rism“ sei. An die US-geführte Koalition erging erneut die Warnung, nicht weiter durch Angriffe auf die Armee deren Kampf gegen den IS zu behindern (zu den Vorfällen vgl.u.). Man werde weiter gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und die mit beiden verbundenen Terrorgruppen kämpfen, bis jeder Zoll Syriens befreit sei. (http://sana.sy/en/?p=107861, http://www.sana.sy/?p=570132)

Terroranschläge vom 10.6.2017:
Ein Toter und 17 Verletzte sind die vorläufigen Opfer eines IS-Angriffs mit Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=107864)

Eigenbau-Sprengsätze, Photo: SANA

Eigenbau-Sprengsätze, Photo: SANA

Die SAA-Bombenräumkommandos im Stadtteil al-Waʽir (vgl.u.) von Ḥomṣ haben zusammen mit den örtlichen Behörden am 10.6.2017 erneut erstaunliche Entdeckungen gemacht. So stießen sie auf eine große Werkstätte zur Herstellung von Sprengsätzen und konfiszierten dort Unmengen an explosiven Bauelementen, selbsthergestellten Raketen verschiedener Größen und Typen, Materialien zum Bau von sog. IEDs, Mörsergranaten, Sprengstoffgürtel, dazu Acetonperoxid, einen besonders explosiven und unstabilen Stoff. Außerdem wurde ein 70m langer Tunnel aufgespürt, der zu einem Krankenhaus und dem Kriminal- und Sicherheits-Department führte. Von diesem aus führten die Terroristen Angriffe auf Anwohner und Armee-Checkpoints. Im 7. Block fanden sich zudem noch 23mm-Geschosse, eine Abschußanlage für Mörsergranaten und 14,5mm-Maschinengewehre. (http://sana.sy/en/?p=107874, http://www.sana.sy/?p=570315)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.6.2017 informieren:
http://sana.sy/en/?p=107877 und http://www.sana.sy/?p=570312 (Gen Abend Rückeroberung der das Ârak –Ölfeld überblickenden Anhöhen und strategischen Punkte im NO von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Vordringen von 4km  über die vorherige Position hinaus bei hohen Feindverlusten; Verfolgung fliehender IS-Terroristen zusammen mit den unterstützenden Kräften.)

Beim Erreichen der von der SAA kontrollierten Gebiete ergab sich Mitglieder eines mit der Euphrates Shield Opera­tions (vgl.u.) verbundenen bewaffneten Gruppe der Armee mitsamt ihrer militärischen Ausrüstung im Nord-Rîf von Aleppo, um von der Amnestie Gebrauch zu machen (vgl.u. bzgl. Rekonziliierung!). Einer Ihrer Führer mit Kampfnamen Abû l-Ḫair erklärte dazu, es sei für sie inakzeptabel zu sehen, daß die Türkei mit ihren Kampfhandlungen in Nordsyrien das Land zu okkupieren suche und schloß mit den Worten: „we won’t be slaves to the Turks.” Zudem rief ein anderer ihrer Führer, andere bewaffnete Gruppen dazu auf, es seiner gleichzutun und nicht die Heimat der Zerteilung und Sabotagehandlungen anheim zu geben. Einer der Kämpfer  erwähnte außerdem, die Türken gäben vor, Flüchtlinge aufzunehmen, dabei würden sie tatsächlich bezahlt dafür und sammelten so Reichtümer an auf Kosten Syriens und seiner Bevölkerung, deren Eigentum sie raubten.  (http://sana.sy/en/?p=107838 vom 9.6.2017)

In einer öffentlichen Erklärung räumte die US-geführte Koalition die Nutzung der international geächteten und verbotenen Phosphorbomben  in der Stadt ar-Raqqa ein, wo tags zuvor Wohngebäude bombardiert worden waren (vgl.u.). Dennoch heißt es in der Erklärung: „cautious and rational measures taken to reduce the dange­rous effects of white phosphorus on civilians and infrastructures.” (http://sana.sy/en/?p=107851 vom 10.6.2017) – Laut Sputnik News befanden sich zum Zeitpunkt des C-Waffen-Angriffs 70.000 bis 100.000 Menschen in dem betroffenen stadtteil. Eine Video des von Augenzeugen beobachteten und gemeldeten Vorfalls ist zu sehen bei: https://sptnkne.ws/eB6M.

Bombardierung ar-Raqqas mit weißem Phosphor, Photo: SANA

Bombardierung ar-Raqqas mit weißem Phosphor, Photo: SANA

Aktivisten berichten auf ihren Social Networking-Seiten mit eingestellten Photos und Videos davon, daß während der letzten 24 Stun­den Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition wieder Wohngebiete in ar-Raqqa bombardieren und zwar mit international geächteten weißen Phosphorbomben. Betroffen von den 25 Luftangriffen sind demnach die westlich gelegenen Bereiche zwischen dem Stadtteil al-Mašlab und der Industriezone sowie as-Sabâhî  und ein Internet-Café in der Nähe von al-Ğazra nahe beim Euphrat. Gezählt wurden bislang 17 Tote und viele Verletzte. (http://www.sana.sy/?p=569700 vom 9.6.2017)

Erneut haben – die völkerrechtswidrig in Syrien agierenden – Bomber der US-geführten Koalition am 8.6.2017 nach übereinstimmenden Meldungen von Anwohnern und Medien in ar-Raqqa auf ein Wohngebäude im Stadtteil Mafraq al-Ğazra gezielt und damit den Tod von 14 Bewohnern verursacht, etliche weitere Personen wurden verletzt bei entsprechenden Zerstörungen materieller Art. (http://sana.sy/en/?p=107790)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107808 und http://www.sana.sy/?p=569712 (Am Freitag nachmittag erreichten die Truppen die syrisch-irakische Grenze im NO von at-Tanaf (vgl.u.) und etablierten dort ihre Position nach Eliminierung aller restlichen IS-Nester. Vereitelung eines IS-Großangriffs durch präzise effektive SAAF-Einsätze zur Deckung der Bodentruppen seit dem Abend bis zum Morgengrauen auf der Südachse von Dair az-Zaur bei der at-Tanmiyya Barriere, den Anhöhen um  al-Bânû­râmâ und das  Regiment 137 bei heftigen Feindverlusten; jegliches IS-Vordringen konnte so verhindert werden; die Luftwaffe nahm zudem IS-Nachschubwege von al-Buġailiyya und dem Wâdî aṯ-Ṯarda aus erfolgreich unter Beschuß; zudem Beseitigung von IS-Ansammlungen und -Schlupfnestern  samt eines IS-Kommandozentrums und Kampfwagen  mitsamt Mannschaften in al-Ğu­naina, beim Friedhof, um al-Bânû­râmâ und Ğadîdat al-ʽAkidât.)

In einer Pressekonferenz am Fr., 9.6.2017, führte General Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives beim russischen Generalstab, zum Ersten aus, daß sich die Situation am Boden seit Unterzeichnung  der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen radikal [zum Positiven] verändert habe. Das Memorandum habe Kräfte zur Bekämpfung des IS freigesetzt, der Wiederaufbau der von den Terroristen zerstörten Infrastruktur laufe bzgl. hinsichtlich Straßen,  Knotenpunkten im Verkehrsnetz,  Strom- und Wasserversor­gung, land­wirtschaftlicher Betriebe etc.; viele Flüchtlinge kehrten daher wieder zurück.
Zum Zweiten machte er deutlich, daß die US-geführte Koalition, die vorgebe, den IS zu bekämpfen, dabei keine greifbaren Resultate erziele, dafür jedoch die syrischen Truppen [SAA] beim Kampf gegen die (IS-)Terroristen durch ihre Angriffe auf die behindere und zugleich die Positionen des IS bei Tadmur und Dair az-Zaur gestärkt (zu beiden Fällen vgl.u.) habe. Dort seien die IS-Trupps so der Umzingelung entkommen und hätten sich reorganisieren können.
Wörtlich konstatierte er: „Derzeit sehen wir, dass das Vorgehen der Koalition nur die Zerschlagung der IS-Gruppierungen durch Regierungstruppen behindert.“ und setzte hinzu: die Koalition, deren Ziel laut ihren Erklärungen die bekämpfung des internationalen Terrorismus sei, „fliegt Angriffe gegen syrische Truppen, befreit unbehelligt IS-Kämpfer aus Einkesselungskreisen, wobei sie die Terrorgruppierungen in Bezirken von Palmyra und Deir ez-Zor stärkt“. Er forderte daher diese Koalition auf, sich auf den Counterterrorismus auf präzise Art zu konzentrieren, indem er erklärte: „Wir erwarten von unseren Koalitionspartnern, dass sie Maßnahmen zur Vorbeugung von ähnlichen Vorfällen ergreifen und sich sachlich mit dem Kampf gegen die IS-Gruppierungen auf dem Territorium Syriens beschäftigen.“  (http://www.sana.sy/?p=569847, http://sana.sy/en/?p=107836; s.a. https://sptnkne.ws/eBdX, https://sptnkne.ws/eBgR für Zitate in Deutsch)

Auch der Kommandeur der russischen Kontingente in Syrien, Generaloberst Ser­gei Surowikin, stellte heraus, die US-geführte Koalition kungele mit IS-Anführern zu Lasten der syrischen Armee: „Die US-geführte Koalition steckt zusammen mit den von den USA kontrollierten Demokratischen Kräften Syriens in einer Verschwörung mit den IS-Anführern, die jenen die von ihnen eroberte Städte kampflos übergeben und sich in die Provinzen begeben, wo die syrischen Regierungstruppen aktiv agieren„. Damit entstehe der Eindruck, daß die USA die IS-Kämpfer zum Widerstand gegen das Vorrücken der Regierungsarmee einsetzten und dies als Bekämpfung des internationalen Terrorismus tarnten.  (https://sptnkne.ws/eBm2)        – Vgl. hierzu die auch die u.a. von irakischen Parlamentariern immer wieder erhobenen Vorwürfe gegen die US-geführte Koalition im Zusammenhang mit dem IS.

Und schon entstehen umgehend enorme Postingsprobleme!

Wie schon früher berichtet (vgl.u.) haben sich in letzter Zeit – unerwähnt von den Mainstream-Medien – die SAA mit unterstützenden Streikräften an ar-Raqqa herangekämpft. Zu den neuesten Details:
Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107706 und http://www.sana.sy/?p=568818 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Befreiung von 37 Städten und Farmgebieten im SO-Umland von Aleppo mit mehr als 500 getöteten und Hunderten an verletzten IS-Terroristen samt Zerstörung von sechs Panzern, zwei Kampfwagen und drei Kampfdrohnen; befreit wurden demnach: al-Qarâmiṭa, Misṭâḥa al-Maḫzûm, Ḫirbat al-Ḥağa,  al-Maḫzûm, al-Ğuwain, Rasm Fâli, al-Mifatâḥiyya, Ḫirba Muḥsin, Ḫirba Ḥasân, Bi´r as-Sabʽ, Ğarâbât, Tarqâwî, as-Salîḥiyya, ʽAnz Bûkardâ, die as-Sâdisa-Farm, Bûkardâ, Ğarâbât Ṣaġîr, al-Mawîlâ, al-Bûṣâ, Bi´r Ḫattâb, al-Qâdisiyya, Ramṯân, Ḫirba Ramṯân, Birmulaiḥân, Ḫarâb al-Maḫzûm, Dabsî Mudaiḥir, Dabsî ʽAfnân, Ġazâlî Šarqiyya, Mašrafat aṣ-Ṣaʽb, al-Ġamâmîr, Mašrafat al-Ġağar, Ḫirbat al-ʽÎs, al-ʽAmîrât, aṣ-Ṣaʽd, Fağîğa, Dabsî Farğ; Bombenräumkommandos haben mit der Säuberung der Gebiete von hinterlassenen Sprengfallen und Minen begonnen; Vernichtung einer motorisierten IS-Einheit wie von IS-Positionen östlich des Dorfes Wahîba Kabîra an der Verwaltungsgrenze der Provinzen Aleppo und ar-Raqqa. Erfolgreiche akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und gepanzerter Kampfwagen samt  dutzenden IS-Extremisten in Dair Mulaiḥân, Dabsî ʽAfnân und al-Qâdisiyya in den äußersten westlichen Partien der Provinz ar-Raqqa; zudem Befreiung von Ḫirba Muḥsin und Ḫirbat as-Sabʽ im W-Rîf  von ar-Raqqa nach heftigen Gefechten mit den IS-Terroristen mit Zerstörung von deren Schlupfnestern samt Waffen und militärischer Ausrüstung.  Ebensolche  Luftschläge nach intensiver Überwachungstätigkeit am Abend und in der Morgendämmerung gegen IS-Konvois unterwegs von ʽUqairbât, dem IS-Hauptzentrum im Ost-Rîf von Salamiyya, gen O of Aṯriyya, N von Abû Ğubailât sowie Ḥarmala und Tabârat al-Mu­raiʽiyya mit  Eliminierung einer großen Anzahl Terroristen samt deren mit artillerie bestückten Kampfwagen und Munitionstransportern; zudem Abschuß eine entlang der Ölleitung im SO of ʽAqârib fliegenden ISErkundungsdrohne; zudem Spezialoperationen gegen IS-Trüppchen beim al-Maṣlabî –Posten und nördlich von Ḥur Binafs. Verfolgung von IS-Extremisten in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) im SO von Tadmur mit Befreiung der al-ʽAbbâsiyya-Region wie des archäologischen Areals der sog. Bäder der Zenobia (Ḥamâmât  Zanûbiyâ), 30km im SO von Tadmur im O-Rîf von Ḥomṣ. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf etliche Militärposten zum Schutz der Südachse von Dair az-Zaur mit dem Tal Umm ʽAbûd und der Syria­tel–Anhöhe [Sendemast!] bei Ausschaltung der meisten Feinde samt militärischem Equipment in den harten Gefechten; Zerstörung einer Autobombe vor deren Erreichen eines Militärpostens ebenfalls im S der Provinzhauptstadt mitsamt dem IS-Planungsstab für den Angriff in einem präzisen Artillerieschlag; Vernichtung weiterer IS-Stellungen durch die SAAF auf  Talat Barûk und Talat ar-Raṣâd im Westteil von Dair az-Zaur. Zusammen mit den unterstützenden Kräften Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen und beherr­schenden Punkte im Umland Damaskus (Rîf Dimašq) auf dem gesamten Gebiet vom Wärmekraftwerk zum Tal Dakwa im SO von aḍ-Ḍumair im Ostteil sowie des Tal Dakwa, Tal Umm Ṣafiyya, Tal al-ʽAnṭûṭ, Tal Maḥûr Dakwa, Tal Masrağa, Rağm al-Ibal, Tal Duḫân, Tal Abû an-Nayâ, Tal al-Ḥalâq und Tal al-Maṭla mit Eliminierung einer großen Anzahl Terroristen.)

Nach Mitteilung des Sprechers des kasachischen Außenamtes, Anwar Tschainakow (Zhainakow), vom 8.6.2017, wird die für den 12. und 13.6.2017 angesetzte 5. Astana-Konferenz auf ein noch nicht bestimmtes Datum verschoben. Darauf hätten sich die drei Garantenstaaten Rußland, der Iran und die Türkei verständigt. Die Gespräche auf Expertenebene würden fortgesetzt. (http://sana.sy/en/?p=107703) – Zur negativen Auswirkung der türkischen Haltung in der Sache vgl.u.!
Nach einem Gespräch mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, de Mistura, in Moskau bestätigte auch Außenminister Lawrow diesen Sachverhalt. Vizeaußenminister Bogdanow machte dann bekannt, das neue Datum für den Beginn der nächsten Astana-Konferenz sei der 20. Juni. (http://www.sana.sy/?p=568774, http://sana.sy/en/?p=107748)

Während der wöchentlichen Pressekonferenz am Do., 8.6.2017, referierte Außenamtssprecherin Sacharowa die fortbestehende Lieferung humanitärer Güter an Bedürftige in Syrien durch die Regierung, die auch für die durch die Terroraktionen Vertriebenen entsprechend sorge und mit dem Wiederaufbau der von den Extremisten zerstörten Infrastruktur beschäftigt sei. Dadurch habe sich die humanitäre Situation in Syrien schon deutlich verbessert. – sie verurteilte erneut die aus verschiedenen Gründen völkerrechtswidrigen Einsätze der US-geführten Koalition in Syrien, die schon so vielen Bürgern das Leben gekostet habe. Vielmehr müsse man sich um Stärkung und Ausdehnung der Vereinbarung über die Waffenruhe kümmern, wozu Rußland alle Mächte einlade. – Dann nahm sie Bezug auf die Affäre des von den White Helmets propagandamäßig gegen die Regierung mißbrauchten Photos des damals fünfjährigen ʽUmrân Daqnîš (vgl.u. beim Photo), welches die Mainstream-Medien rund um den Erdball so begierig ohne vorherige Prüfung zum Schaden Syriens aufgegriffen und verbreitet hätten.  Diese sei nun endgültig als Falsifikat und Agitationspropaganda entlarvt worden. Solche gewissenlose Journalisten sollten sich eher ein realitätsgetreues Bild von der Situation in Syrien selbst verschaffen. (http://sana.sy/en/?p=107727)

Die Regierung in Damaskus verurteilte am 7.6.2017 umgehend und vehement die beiden Terrorattacken in Teheran. Neben Kondolenzbezeugungen für die Familien der Opfer konstatierte das Außenamt: „terrorist attacks backed by well-known countries and circles will not dis­cou­rage Syria and Iran from continuing their fight against terrorism that is supported by countries and parties known in the region and beyond.” Zudem erging eine Warnung an die Länder, die immer noch den Terrorismus unterstützten und zu verbreiten hülfen, auch sie würden von Bumerangeffekten nicht verschont bleiben. (http://sana.sy/en/?p=107670) – In einem persönlichen Telefonat kondolierte Präsident Dr. al-Assad dem iranischen Präsident Rûḥânî in der Sache. Jener versicherte, dieser Vorfall werde den Iran nicht davon abhalten, weiterhin an Syriens Seite den Terrorismus zu bekämpfen. (http://sana.sy/en/?p=107709).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107661 und http://www.sana.sy/?p=568231 (Rückeroberung der Region des Tal al-Farâ östlich von aṣ-Ṣawâna, 25km im südlichen Landkreis von Tadmur im O-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung einer großen Anzahl an IS-Terroristen samt deren Kampfwagen und sonstiger militärischer Ausrüstung; weiteres Vorrücken zusammen mit den verbündeten Streitkräften  im SO von Tadmur mit Befreiung des Kurorts Zanûbiyâ östlich der Steinbrüche as-Sukrî, 4km südlich der Oasenstadt Tadmur mit demselben Effekt. Erfolgreich präzise SAAF-Einsätze gegen teils motorisierte IS-Trupps im Gebiet von Dair az-Zaur bei der al-Îmân-Ölstation, dem al-Bânûrâmâ-Areal, den al-Qalʽat-Barrikaden, der ar-Raqqa-Brücke und al-Mağbal im Umkreis des Regiment 137 wie der Kraftstoffdepots im Dorf ʽIyâš mit Beseitigung etlicher IS-Extremisten samt deren Fortifikationen und Abschußanlagen für Raketen und Mörsergranaten, mit denen sie zuvor die umliegenden Wohngebiete und Militärposten beschossen. Vereitelung eines abendlichen Angriffsversuchs von IS-Trupps auf etliche militärposten zum Schutz von al-Qalʽat az-Zalaf, dem az-Zalaf-Damm, dem Maḫfar al-Faransî im NO-Rîf von as-Suwaidâ´ nahe der Bâdiyya (Große syrischen Wüste) mit entsprechenden Feindverlusten)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erneut hat die US-geführte Koalition – völkerrechtswidrig – am Di., 6.6.2017, um 17.40 Uhr ein syrisches Militärgelände entlang der at-Tanaf-Straße [zur Grenze zum Irak] im aš-Šaḥîma-Bereich des Ost-Rîf von Ḥomṣ und damit zudem in einer der in Astana vereinbarten De-Eskalationszonen (!) bombardiert. Dies kostete etliche Leben und verursachte Zerstörungen. Wie schon in dem an die UN gerichteten Protestschreiben des Außenministeriums vom  4.6.2017 (vgl.u.!) verurteilte auch das Oberste Armeekommando am 6.6.2017 diesen aggressiven Akt als Beweis dafür, daß die genannte Koalition unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung eigentlich die syrische Armee zu schwächen versuche, welche fortgesetzt und erfolgreich wirklich gegen den IS und ähnliche Gruppierungen kämpfe. Davon profitierten allein die Terroristen. Dennoch werde die SAA mit ihren Verbündeten den Counterterrorismus unvermindert fortsetzen. Das Oberste Armeekommando warnte vor weiteren derartigen Aggressionen unter welchem Vorwand auch immer, sie könnten zu Eskalationen und unvorhersehbaren Folgen führen. (http://sana.sy/en/?p=107647) – Als völkerrechtwidrigen, ungerechtfertigten aggressiven Akt verurteilte auch Rußland in Person des Außenministers Lawrow wie des Chefs des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russi­schen Föderationsrat, Viktor Oserow. (http://sana.sy/en/?p=107671, https://sptnkne.ws/e9GN) Rußland beantragte daraufhin eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats (UNSC) in der Sache. (http://www.sana.sy/?p=568100)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107587 und http://www.sana.sy/?p=567600 (Unter Deckung der SAAF Vernichtung der IS-Stellungen durch die Bodeneinheiten in den Gebieten Ğanâ al-ʽAlbâwî, Maksar aš-Šamâlî, Maksar al-Ğanûbî, Tabârat ad-Dîba, Abû al-ʽIzz, Abû Ḥubailât, Qulaib aṯ-Ṯaur, Abû al-Ḥanâyâ, at-Tanâhiğ, al-Barġûṯiyya und um den Tal Ḥuwair im Ost-Umland von Sa­la­miy­ya im Ost-Rîf von Ḥamâ zusammen mit deren Panzern und Kampfwagen samt Mannschaften; Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen, von welchen aus  im NO Tadmur zu kontrollieren ist in harten, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten an getöteten Kämpfern und Zerstörung von deren Kampfwagen; eine große Zahl fliehender, ihre Waffen und Munition zurücklassender  IS-Leute wurde bis in die Tiefen der Großen Wüste getrieben; Beseitigung von IS-Ansammlungen und –Positionen auch bei der Ârâk-Station, in Minûḫ und östlich des Ğab al-Ğa­râḥ im O-Rîf von Ḥomṣ; Vereitelung mehrer Angriffsversuche IS-Affiliierter auf Militärposten auf den Tilâl aṭ-Ṭafḥa, 70km östlich der Provinzhauptstadt, überlebende Terroristen flüchteten unter Zurücklassung ihres militärischen Equipments; beim Durchkämmen des Geländes nach vom IS ausgelegten Minen und Sprengkörpern wurden daher große Mengen an Waffen und Munition entdeckt und konfisziert; effektive akkurate SAAF-Angriffe gegen IS-Fortifikationen, Waffen- und Munitionsdepots sowie Maschinengewehr-bewehrte Kampfwagen in al-Fâsida, al-Habâ, dem Ğabal Yatîma, im SO von Tadmur und bei der  3. Ölpumpstation. Vereitelung eines ISAngriffsversuchs in Richtung auf das Kommunikationsdepartment, al-Bânûrâmâ, Talat aṣ-Ṣa­nûf und Tal Barûk mit Eliminierung von mehr als 50 IS-Terroristen durch Bodentruppen, Luftwaffe und Artillerie inklusive mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteter Kampfwagen und Abschußanlagen für Mörsergranaten im Bereich von Regiment 137, des at-Taim-Abzweigs, Kûʽ al-Mayâdîn und um den Talat aṣ-Ṣa­nûf; zudem erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen motorisierte IS-Trupps und Nachschubrouten des IS mit Vereitelung eines IS-Angriffs von der Südachse von Dair az-Zaur her.)

Was aufmerksamen Lesern von SANA-Mitteilungen, u.a. aus Regierungskreisen in Damaskus einschließlich des Präsidenten Dr.al-Assad schon seit Jahren bekannt ist, bestätigt nun auch die Plattform Wiki­Leaks unter Berufung auf die Korrespondenz der ehemaligen US-Präsidentschaftskandidatin und Ex-Präsidentenehefrau Hillary Clinton: mit Wissen der US-Administration unterstützten die Regierungen von Qaṭar und Saudi-Arabiens den IS. https://sptnkne.ws/e9m8) – Vgl. aktuell dazu das jüngste Präsidenten-Interview vom 3.6.2017!

Während die Vorbereitungen in Astana für die nächste Konferenz am 12. und 13.6.2017 zur Beilegung der Syrienkrise mit den De-Eskalationszonen im Fokus, wie der kasachische Außenminister am 5.6.2017 informierte (http://sana.sy/en/?p=107558), und der russische Präsident Putin deswegen schon entsprechend telefonsich auf den türkischen Staatspräsidenten einwirkte (http://sana.sy/en/?p=107578), behindert die türkische Seite laut einer Quelle der Vorbereitungsmannschaft – wie aufgrund der türkischen Aktionen in und gegen Syrien (vgl.u.) bislang zu erwarten war – die Verhandlungen. Bis zum 12. Juni sollten sich die drei Garantenstaaten Rußland, der Iran und die Türkei über die Grenzen der De-Eskalationszonen geeinigt haben. (http://sana.sy/en/?p=107609, http://www.sana.sy/?p=567679)

Terroranschläge vom 6.6.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen feuerten in Darʽâ al-Balad und dem Ortsteil al-Manšiyya verschanzte bewaffnete Gruppen Raketen auf den Stadtteil al-Kâšif, wodurch sieben Personen, darunter Kinder, verletzt wurden. Die Verletztenzahl erhöhte sich auf neun Personen durch den Beschuß auch des Wohnviertels al-Quṣur durch bewaffnete Gruppen von Ṭafas, 13 km im NW der Provinzhauptstadt, aus. (http://sana.sy/en/?p=107615, http://www.sana.sy/?p=567737)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107562 und http://www.sana.sy/?p=566992 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Rückeroberung von sechs strategisch bedeutsamen Punkten entlang der Ölpipeline im Gebiet Rasm at-Taima bei Salamiyya im O-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung von mehr als 60 IS-Terroristen samt deren Kampfwagen.  Nach Zerstörung etlicher IS-Fortifikationen und –Stellungen samt Fuhrparks im O-Rîf von Ḥomṣ Befreiung    der Gebiete von Ṭârât al-ʽAlab, Šârat Dahlûn und Bi´r Dahlûn (Quelle!) im NO von al-ʽAliyâniyya, 45km östlich der Provinzhauptstadt bei deutlichen Feindverlusten. Am dritten Tag der gemeinsamen Militäroperationen von Bodentruppen, Artillerie und SAAF im Raum Dair az-Zaur Unterbrechung von Nachschubrouten und Beseitigung von Positionen von IS-affiliierten Terrorgruppen im Areal al-Bânûrâmâ, um das Regiment 137 und den Friedhof, beim  Talat Syriatel und Talat Umm ʽAbûd im S von Dair az-Zaur sowie gezielte effektive Angriffe gegen IS-Fortifikationen und Nachschublinien außerhalb der Provinzhauptstadt im Bereich al-Buġai­liyya, Wâdî aṯ-Ṯarda, um Talat aṣ-Ṣa­nûf, und den Abzweig at-Taim, Kûʽ al-Mayâdîn, den al-Bânû­râmâ-Farmen, al-Maka­bât, Talat ar-Raṣâd, den Ölstationen aš-Šâm, al-ʽAẓim und al-Îmân sowie bei der at-Taim Schule und dem Tech­ni­schen Institut.)

Vater von Umrân-Daqnîsh mit Sohn, Photo: SANA

Vater von ʽUmrân Daqnîš mit Sohn, Photo: SANA

In einem Interview mit syrischen bzw. libanesischen Medien enthüllt der Vater des Fünfjährigen ʽUmrân Daqnîš (Omran Daqneesh, auch: Omran Daknisch; vgl.u.), daß sich seine Familie vergeblich gegen den Mißbrauch des Photos des Jungen durch regierungsfeindliche Gruppen (Weißhelme bzw. White Helmets zur Einordnung s.u.!) verwahrt habe. Sein Bild war 2016 durch die Mainstream-Medien der Welt gegangen, um während der Befreiungsaktion von Aleppo die Agitation gegen die SAA etc. zu verstärken. Laut dem Sender al-Mayâdîn (s. Video!) wurde dem Vater eine enorme Summe dafür geboten, falls er gesagt hätte, daß die syrische oder russische Luftwaffe verantwortlich für die Angriffe auf Zivilisten gewesen sei, als deren eines Opfer der Junge gelten sollte. Die Familie unterstützt jedoch die Regierung und wohnt auch wieder – wie tausende andere – in Aleppo, das die Regierung in den zerstörten Teilen gerade wieder aufbauen läßt. – Zum Vorfall damals im August 2016 führte er aus, daß durch eine Explosion – einer üblicherweise von den Terroristen verwendeten Mine oder Gasbombe – das Haus im aleppiner Stadtteil Karam al-Qaṭarğî, in dem sie wohnten, zusammenbrach, nur  ʽUmrân, von seinem Vater aus den Trümmern geborgen, wurde nicht verletzt. Doch die Mitglieder der Weißhelme seien herbeigeeilt, hätten ihm gewaltsam sein Kind entrissen (!) und im Ambulanzwagen entsprechend in Szene gesetzt. Als er das Geldangebot ausschlug, sei er noch lange von den Terroristen, u.a. auch von Ḥaraka Nûr ad-Dîn az-Zankî, unter Druck gesetzt worden, jedoch habe er dem der Wahrheit und vielen Entstellungen derselben wegen standgehalten.  (http://www.almayadeen.net/news/politics/58337/%D9%87%D9%84-%D8%AA%D8%AA%D8%B0%D9%83%D8%B1%D9%88%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B7%D9%81%D9%84-%D8%B9%D9%85%D8%B1%D8%A7%D9%86–%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%8A%D8%A7%D8%AF%D9%8A%D9%86-%D9%86%D8%AA-%D9%8A%D9%83%D8%B4%D9%81-%D9%84%D9%83%D9%85-%D9%82%D8%B5%D8%AA%D9%87, http://www.sana.sy/en/?p=107665, http://www.sana.sy/?p=567992 [auch mit Video!]  https://sptnkne.ws/e9dB)

Terroranschlag vom 5.6.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen wurden am Morgen Raketen auf das an-Nuʽaima-Kraftwerk, 4km östlich von Darʽâ abgefeuert. Dabei wurde das Werk beschädigt und drei Arbeiter erlitten Verletzungen, einer davon schwebt in Lebensgefahr.
Aktualisierung: Die am Nachmittag von den verschanzten Bewaffneten fortgesetzten Angriffe auf Wohnhäuser des Vorstadtbereichs der Provinzhauptstadt kostete ein Kind das Leben, weitere sechs Kinder und eine der Mütter wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=107565, http://www.sana.sy/?p=567015)

Nur einen Tag, nachdem die Regierung zum wiederholten Mal öffentlich bei den UN gegen die völkerrechtswidrigen und in ihren Auswirkungen schädlichen, dennoch aber anhaltenden Bombardements der US-geführten Koalition in Syrien protestiert hat (s.u.!), hat diese am Montagabend erneut Zivilisten angegriffen und getötet. in der von den IS-Terroristen besetzten Stadt ar-Raqqa versuchten Bürger aus dem südlichen Stadtgebiet mit Booten über den Euphrat vor den Extremisten zu flüchten und wurden so zum Ziel der Koalition. An Toten, darunter Kinder und Frauen, wurden bislang 43 gemeldet. (http://sana.sy/en/?p=107584)

Zum 50. Jahrestag des Beginns des sog. Sechstagekriegs am 5.6.2017, in dessen Gefolge die israelischen Truppen den Gazastreifen, die Sinai-Wüste, den Ostteil von Jerusalem (al-Quds), das Westjordanland und die Golanhöhen besetzten und seither besetzt halten [zur von den UN erklärten Völkerrechtswidrigkeit heirzu vgl.u.] enthüllt das Internationale Woodrow-Wilson-Forschungszentrum basierend auf einem freigegebenen Interview mit dem Brigade-General der israelischen Armee Yitzhak Yakov einen bislang geheimen Plan der israelischen Regierung zum Atombomben-Einsatz auf dem Sinai für den Fall einer Nie­derlage. (https://www.wilsoncenter.org/publication/the-1967-six-day-war, deutsch bei: https://sptnkne.ws/e9dD)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden verurteilte das Außenministerium in Damaskus am 4.6.2017 die fortgesetzten illegalen [zur Einordnung s.u.!] und gegen Zivilisten in Syrien gerichteten Luftangriffe der US-geführten Koalition. Damit habe diese Allianz am Freitag (vgl.u.) in ar-Raqqa ein weiteres verabscheuungswürdiges Verbrechen mit 43 Toten begangen, das in keiner Weise weniger schwer einzustufen sei als die durch den IS an unschuldigen Bürgern begangenen, und ebenso die Zerstörung der bedeutenden Infrastruktur des Landes inklusive Brücken, Öl- und Gasquellen, Stauanlagen, Elektrizitäts- und Wasserkraftwerke, öffentliche und private Gebäude miteinschlösse. Damit zeigten sich die wahren Ziele dieser Koalition ganz im Gegensatz zu ihrer Behauptung, den IS oder andere Terrorgruppen bekämpfen zu wollen. Diejenigen, die den IS bekämpfen wollten würden sich schließlich keine unschuldigen Bürger und  wichtige Einrichtungen der SAA zum Ziel suchen wie zuletzt z.B. bei den Luftangriffen im Ğabal aṯ-Ṯarda bei Dair az-Zaur (s.u.) oder in at-Tanaf nahe der syrisch-irakischen Grenze. Nach neuerlicher Verurteilung ließ die Regierung die UNSC-Mitglieder – wie schon zu früheren Gelegenheiten (vgl.u.) – dazu auffordern, diese Angriffe endlich zu stoppen, welche die syrische Souveränität und Unabhängigkeit verletzten. Auch müsse der UNSC solche Verletzungen des (humanitären) Völkerrechts wie der Prinzipien der UN-Charter verurteilen. Der UNSC müsse endlich damit aufhören, auf Repräsentanten dieser Koalition zu hören, die währen der UNSC-Sitzungen bewandert im Verdrehen der Fakten seien, um ihre verabscheuungswürdiges Verbrechen in Syrien zu vertuschen. (http://sana.sy/en/?p=107525)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107470 und http://www.sana.sy/?p=566559 (Befreiung des strategisch bedeutenden lokalen IS-Stützpunkts Maskana zusammen mit Samûma, al-ʽAzîziyya und Wardah Kabîra sowie Rückgewinnung der 2. und 3. Wasserpumpenstation, der großen elektrischen Generatorenanlage der  al-Ḫafsa-Wasserpumpenstation im O-Rîf von Aleppo bei empfindlichen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment und nachfolgender Säuberung der Straßenzüge in den Städten sowie in deren jeweiliger Umgebung von durch den IS hinterlassenen Sprengsätzen und Minen. Gezielte effektive Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen und –Fortifikationen in ʽAkaš, Umm Mîl, al-Ḥardâna, Abû Ḥubailât, al-ʽAršûna [sic!] und ʽUqairbât im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Zerstörung einer Raketenabschußanlage, die den Terroristen zuvor für Angriffe auf ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya im NO von Salamiyya dienten. Vereitelung von  Angriffen IS-Affiliierter auf al-Bânûrâmâ und Talat Umm ʽAbûd an den südlichen Stadträndern von Dair az-Zaur; unter Deckung von Artillerie und SAAF wurden zudem Nachschubwege der Terroristen unterbrochen und Waffen und Munitionsbestände dezimiert; Vernichtung von IS-Positionen durch die Luftwaffe auch bei den al-Bânûrâmâ-Farmen, im Gebiet von Kûʽ al-Mayâdîn, um den Ğabal aṯ-Ṯarda und beim at-Taim-Ölfeld unter heftigen Feindverlusten.)

Terroranschläge vom 4.6.2017:
Dem fortgesetzten Raketenbeschuß des Stadtteils al-Kâšif von Darʽâ in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen fielen elf Verletzte zum Opfer, dazu kamen Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur.
Auch das az-Zâra-Wärmekraftwerk wie die Stadt Maḥarda, 25 km im N von Ḥamâ, waren wieder Ziel von Raketenangriffen durch Bewaffnete aus dem Umland der Provinzhauptstadt, was zu materiellen Schäden führte, ebenfalls in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen.
(http://sana.sy/en/?p=107529, http://www.sana.sy/?p=566906)

Eine derzeit in Damaskus weilende indische Delegation unter Führung des Sekretärs des  Außenministeriums, Amar Sinha, wurde am Sa., 3.6.2017 nacheinander vom Premierminister ʽImâd Ḫamîs, der Präsidentenberaterin, Dr. Buṯaina Šaʽbân sowie dem Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd empfangen. Dabei ging es um die Vertiefung der bilateralen Beziehungen auf den verschiedensten Gebieten in gegenseitiger Wertschätzung einerseits für den unerschütterlichen Kampf der Syrer gegen den Terrorismus und um den Erhalt der souveränen Unabhängigkeit wie andererseits für die nachhaltige indische Unterstützung darin. Indien werde sich ebenso am Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes beteiligen. Als Angehöriger der BRICS-Staaten hatte sich Indien nicht an den unterschiedlichen Aktionen westlicher Länder gegen Syrien beteiligt und ist deshalb auch – im Gegensatz zu den Erstgenannten – bzgl. wirtschaftlicher Investitionen im Land weiterhin hochwillkommen. (Weitere) Einzelheiten sind nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=107439

Präsident Dr. al-Assad gab in der Folge dem indischen Team des Senders WION am selben Tag ein ausführliches Interview (http://sana.sy/en/?p=107447)

Terroranschläge vom 3.6.2017:
Ab dem Morgen beschossen bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen verschiedene Stadtteile von Darʽâ mit Raketen, angefangen in as-Saḥâra und Šamâl al-Ḫaṭ, dann dem hochfrequentierten as-Sabîl, den Gemüsemarkt in al-Maṭâr (beim Flughafen) und das Behindertenzentrum in al-Kâšif mit Zerstörung von Wohnhäusern, Infrastruktur und anderen privaten und öffentlichen Gütern, zudem brachen an verschiedenen Stellen Brände aus. Insgesamt wurde eine Person getötet, 29 weitere teils lebensgefährlich verletzt, darunter Kinder und Frauen. (http://sana.sy/en/?p=107419, http://www.sana.sy/?p=566108)

Operation in der Bâdiyya, Photo: SANAarmy

Operation in der Bâdiyya, Photo: SANAarmy

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107422  und http://www.sana.sy/?p=566120 (Befreiung von weit über zwanzig Orten mitsamt umliegender Farmgelände im O-Rîf von Aleppo bei Eliminierung von über 1.200 IS-Terroristen, nämlich in in al-ʽÎslân, al-Faḫa, Ḫirbat al-Faḫa, al-Mazza aš-Šamâliyya, al-Ġâr, Ğab al-Ḥamâm, den Getreidesilos, al-ʽAğouziyya, ar-Ramaḍâniyya, al-Masʽûdiyyaal-Maḥmû­diyya, Ğadîʽa Kabîra und Ğadîʽa Saġîra, al-Ḥamrâ, an-Nuʽaimiyya, al-Faiṣaliyya, al-Mawâ­niyya, al-Kâliṭa, Umm Rağil, Umm Ḥağra, aṭ-Ṭayyiba und Rasm al-Ġazâl mit Zerstörung von über hundert Kampffahrzeugen, vier Panzern, zwei BMBs, sieben Kanonen, Mörsergranaten und zwölf Kommandozentren;  unter den getöteten IS-Terroristen wurden an Anführern identifiziert: Abû Ḥuḏaifa al-Lîbî [d.h. der Libyer], Abû Ğihâd as-Sûrî [d.h., der Syrer], Usâma ʽIzz ad-Dîn Burġul, Muṣṭafâ ʽAbdul-Badîʽ Qanbar, Saif ad-Dîn Muhannad Ğahğâh, Muḥammad ʽAwwad al-Kildânî, Abû Sayâf Zain ad-Dîn at-Tûnisî, Qutaiba ʽAbdu_n-Nâfiʽ aṯ-Ṯaqlân, Basâm aš-Šaʽbû und Ziyâd Ḥasûn; außerdem zusammen mit unterstützenden Streitkräften Vernichtung von IS-Positionen im SO-Umland von Aleppo mit Rückeroberung der NO-Flanke und des mittleren Abschnitts  der Ğibâl aṭ-Ṭûwîḥîna östlich der Achse Ḫanâṣir – Aṯriyâ im SO der Provinzhauptstadt. Rückeroberung eines Gebiets von 1.400km2 der Großen Wüste [Bâdiyya] östlich von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ während der vergangenen 24 Stunden und Weiterführung der Operation zur Vertreibung des IS. Effektive akkurate Luft- und Artillerieschläge gegen IS-Fortifikationen und –Bewegungen auf dem Talat ʽAlûš, beim aṯ-Ṯarda-Kreisverkehr, den Mülldeponien, dem al-Bânûrâmâ-Areal und umgebenden Anhöhen, auf der Straße nach Tadmur, im Stadtteil ar-Rašadiyya von Dair az-Zaur wie in den Dörfern al-Ğunaina und ʽIyâš  außerhalb mit Vernichtung von vier mit Maschinengewheren bewehrten Kampfwagen, einem Panzer, einer Kanone und einem LKW; weitere erfolgreiche Operationen  gegen IS-Trupps beim Friedhof, dem aṯ-Ṯarda-Bergland, dem Ğunaid-Battailon, auf dem Talat Mîlâd, bei den al-Bânûrâmâ-Farmen, den Jugenheimen und um das Regiment 137.)

Beim Durchsuchen des von den Terroristen befreiten (vgl.u.) westlichen äußeren Stadtteils al-Waʽir von Ḥomṣ durch Bombenräumkommandos und Sicherheitskräfte fanden diese am 3.6.2017 in Terroristenverstecken mit einem provisorischen, mit Foltergerätschaften ausgestatteten Gefängnis, einer Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen und einer primitiven die Umwelt verschmutzenden Rohölverarbeitungsanlage zwei geraubte archäologische Schätze. (http://sana.sy/en/?p=107408, http://www.sana.sy/?p=566037)

Laut öffentlicher Erklärung des russischen Vize-Außenministers Gatilow vom 3.6.2017 findet die nächsteund damit fünfte Runde der Astana-Gespräche am 12. und 13.6.2017 statt. Die sog. moderate bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.] sei eingeladen. (http://sana.sy/en/?p=107452)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107378 und http://www.sana.sy/?p=565802 (Vernichtung von IS-Verstecken im Ost-Rîf von Ḥamâ samt Kämpfern durch gezieltes Artilleriefeuer etc. auf  Teile von al-Barġûṯiyya, 10km östlich von Salamiyya, sowie deren motorisierten Trupps in der Gegend; dazu  Zerstörung von Kampfwagen samt Mannschaften in Abû Ḥubailât und Umm Mîl im Ost-Umkreis von Salamiyya. Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Bewegungsachsen im Gebiet Ğab al-Ğarâḥ, ca. 75km östlich von Ḥomṣ, und IS-Stellungen in den Dörfern Habra al-Ġarbiyya, Habra aš-Šarqiyya, Rasm as-Sabʽa, ar-Râbiyya, aš-Šîḥa und Rasm al-Arnab im selben Gebiet. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs von al-Ḥuwaiqa aus auf Militärposten zum Schutz von Dair az-Zaur bei heftigen Gefechten in nahe des Friedhofsbereichs, bei al-Bânû­râmâ, Talat Barûk, Talat ʽAlûš und dem alten Flughafen mit hohen Feindverlusten.)

Terroranschläge vom 2.6.2017:
In Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen beschossen im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad (vgl.u.) verbarrikadierte Militante die Stadtteile al-Kâšif und al-Quṣûr von Darʽâ mit Raketen und Mörsergranaten und richteten damit Schäden an Wohnhäusern etc. an.  (http://sana.sy/en/?p=107385, http://www.sana.sy/?p=565857)

Luftangriffe der US-geführten Koalition auf Wohnhäuser in ar-Raqqa hinterließen am Abend des 2.6.2017, erneut 43 getötete Zivilisten, meist Kinder und Frauen, sowie bei viele Verwundete beim Einsturz des getroffenen sechsstöckigen Wohnblocks. (http://sana.sy/en/?p=107428, http://www.sana.sy/?p=566130)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.6.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107313 und http://www.sana.sy/?p=565211 (Fortführung der Luft- und Artillerieangriffe im östlichen Umland von Salamiyya in im Ost-Rîf von Ḥamâ gegen sämtliche noch dort befindlichen IS-Stellungen und –Bewegungen mit Vernichtung von deren Kommando- und Kommunikationszentren in al-Barġûṯiyya, ʽAršûna, Abû Ḥubaîlât, Umm Mîl, ʽAkaš und Tabârat ad-Dîba zur Verhinderung weiterer Angriffe von dort auf die Zivilbevölkerung; dabei gehe es um die Austreibung des IS aus der Stadt [Salamiyya] und die Unterbrechung sämtlicher Nachschublinien des IS von aš-Šâʽir und Ğab al-Ğarâim O-Rîf von Ḥomṣ her; zusammen mit den unterstützenden Streitkräften würden die Operationen in verschiedenen Richtungen in der Großen wüste (al-Bâdiyya) fortgesetzt. Vernichtung von IS-Positionen in den Dörfern Manûḫ, Abû Ṭarâḥa, Ḫân aṣ-Ṣura, ʽUnq al-Hawâ, Abû at-Tabâbîr, Ğab Ḥabal und Ġunaimât, östlich der Ğibâl al-Mustadîra und des Ğab al-Ğarâḥ im schon erwähnten Ost-Rîf von Ḥomṣ durch ebenfalls präzise Luft- und Artillerieangriffe unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung samt Kampfwagen; bei an ihren Ansammlungen im Dorf Arak im NO von Tadmur sowie den Dörfern Habra al-Ġarbiyya und an-Nuʽaima. Akkurate intensive Luftschläge auch gegen IS-Trupps und Nachschubrouten in Dair az-Zaur  im Stadtteil  al-Muhandsîn, bei den Mülldeponien, dem Ğabal aṯ-Ṯarda, Sâtir al-Iṣlâḥ, Tuğmiʽ al-Hâdî, Ḥu­waiğa Ṣakr und den Dörfern Ḥuwaiğat al-Mu­raiʽiyya und al-Buġai­liyya mit Zerstörung verschiedener Barrikaden und Kampfwagen;  Angriffe per SAAF, mit Maschinengewehreinheiten und artillerie auch auf IS-Positionen und -Bewegungen am Euphratübergang und beim Open Heart Hospital in Dair az-Zaur samt Umgebung mit mehr als 50 getöteten IS-Terroristen und  vernichtung von deren Boot, schweren Machinengewehren und zwei mit Kanonen bewehrten Kampfwagen. – Zudem Versorgung der von den Terroristen in der Provinzhauptstadt eingeschlossenen Bevölkerung aus der Luft durch per Fallschirmen abgeworfenen Lasten und anschließender Verteilung unter Aufsicht der zuständigen Behörden durch den lokalen Zweig des Syrian Arab Red Crescent (SARC).).

Terroranschläge vom 1.6.2017:
Bei neuerlichem Beschuß der Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur mittels Mörsergranaten durch den IS wurden ein Anwohner getötet und vier weitere Personen verletzt.
(http://sana.sy/en/?p=107329, http://www.sana.sy/?p=565408)
Bei der Inspektion der Arbeiten am Euphrat-Staudamm in ar-Raqqa wurde der Direktor des Werks Nağim al-Buniyya wie ein Arbeiter durch eine von den geflohenen IS-Terroristen hinterlassenen Sprengsatz verletzt. Die Säuberungsarbeiten durch Bombenräumkommandos im Gebiet würden fortgesetzt, wie er sagte. (http://sana.sy/en/?p=107331, http://www.sana.sy/?p=565330)

Befreite Entführungsopfer werden vom Präsidenten und seiner Frau empfangen, Photo: SANA

Am Do., 1.6.2017, konnten 34 von Terroristen entführte und zwischen sechs Monaten und drei Jahre  gefangengehaltene Personen im damaszener Stadtteil Barza befreit werden, nachdem die Ausschaffung der letzten Terroristen samt deren Familienangehörigen (vgl.u.) am Di., 30.5.2017, erfolgreich beendet worden war. Eine unmittelbar vorgenommene medizinische Untersuchung ergab, daß sie Folterungen und Mißhandlungen ausgesetzt gewesen waren. (http://sana.sy/en/?p=107365) – Sie wurden anschließend vom Präsidenten und seiner Frau empfangen. Dr. al-Assad bedauerte die schweren Zeiten der Entführungsopfer und  versicherte, daß die Befreiung von Entführungsopfern mit die oberste Prioriät für den Staat habe. „No week or month could pass unless an exchange process would be done, whether on the level of one person or a group of the abducted… actually, it was not only the effort of the state behind that reason, but the sacrifices of the army and armed forces who fight for the sake of this country… all the country for the state and for sovereignty, for future, our children and for the kidnapped”, stellte er klar und ergänzte: Such dilemmas make the citizen more stronger; he or she becomes more patrio­tic who knows the value of his homeland, knows what it means homeland to be safe.” Zudem würdigte er besonders die Standhaftigkeit der Bürger, die trotz der terroristischen Übergriffe und sogar Folter nicht von ihren Überzeugungen abgelassen hätten und für das Land kämpften. Und da sei leider noch viel zu tun: „The battle didn’t come to an end yet, there are still thousands of Syrians who pass through your same dilemma, the joy will not be complete until all are liberated and security would be restored to the coun­try”.  Die ehemaligen Entführungsopfer versicherten, sie hätten niemals die Hoffnung auf ihre Brefreiung  durch den Staat aufgegeben und würden sich,  zurückgekehrt ins normale Leben, für die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität einsetzen. (http://sana.sy/en/?p=107344, http://www.sana.sy/?p=565655 mit Photoserie)

Rußland hat seine Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer durch weitere Teile der Schwarzmeerflotte   auf derzeit 15 aufgestockt. Darunter befinden sich die neuesten Fregatten „Admiral Grigorowitsch“ und „Admiral Essen“, das Atom-U-Boot „Krasnodar“, das Wachschiff „Smet­liwy“, die großen Landungsschiffe „Zesar Kunikow“, „Asow“ und „Nikolai Filtschenkow“ sowie Min­enräumboote, Antidiversionsboote, Tanker und andere Hilfsschiffe. Gemäß dem ehemaligen Chef des Generalstabs der russischen Flotte, Admiral Wiktor Krawtschenko, sei dies eine Vorbereitung auf   neue mili­tärische Aufgaben in Reaktion auf die Situation in Syrien. „Offensichtlich erfordert die kriegsbedingte Situation die Verstärkung unserer Präsenz im Mittelmeer. Das kann mit militärischen Aufgaben verbunden sein. Die Kämpfer verlassen das syrische Rakka. Ich kann vermuten, dass wir Kräfte brauchen, um irgend­welche  kardinalere Maßnahmen zu treffen“, erklärte er. (http://www.sana.sy/?p=565474 vom 1.6.2017, s.a. https://sptnkne.ws/e79B für Zitat in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107278 und http://www.sana.sy/?p=564777 (Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Bewegungen und –Nachschubrouten sowie deren Stellungen im Stadtteil ar-Rašadiyya wie beim Flughafen von Dair az-Zaur; zudem ebensolche Artillerieangriffe auf IS-Schlupfnester und befestigte Positionen am alten Flughafen, den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, ar-Rašadiyya, al-Ḥamîdiyya und Ḥuwaiğat Ṣakr, auf den Anhöhen beim at-Taim Ölfeld, südlich von Talat aṣ-Ṣa­nûf, um al-Bânûrâmâ und beim Dorf al-Buġai­liyya westlich der Provinzhauptstadt mit heftigen Feindverlusten.)

Terroranschläge vom 31.5.2017:
IS-Raketenbeschuß führte in der Stadt Barî östlich von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern etc.
Im Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur wurden infolge des Beschusses durch Mörsergranaten seitens des IS auf Wohnhäuser, vier Anwohner getötet und sechs weitere verletzt bei Beschädigungen der Häuser und weiterem privatem Gut.
Östlich des Dorfes Ḥaḍar (vgl.u.) in der Provinz al-Qunaiṭra wurde ein Bauer getötet, als er zum Kirschpflücken in seine Obstplantage ging und dabei ein von der Ğabhatu_n-Nuṣra versteckter Sprengsatz detonierte. – Zum Hintergrund dieser Anschläge gerade auf bäuerliche Anwesen s.u.!
(www.sana.sy/en/?p=107275, http://www.sana.sy/?p=564775)

Laut Mitteilung des Gouverneurs von Aleppo vom 31.5.2017, wurden aus den von den Terroristen befreiten und gleichzeitig zerstörten Gebieten der Provinzhauptstadt über 1.000.436 m3 Schutt entfernt. Nun gehe es an den Wiederaufbau. (http://www.sana.sy/?p=564771)

Am Mi., 31.5.2017, verkündete der russische Verteidigungsminister, nach rechtzeitiger Information an die US-, türkischen und israelischen Militärkommandos seien von der Fregatte Admiral Essen und dem U-Boot Krasnodar im Mittelmeer vier Kalibr-Marschflugkörper auf IS-Stellungen im Umland von Tadmur abgeschossen worden. Es wurden alle angepeilten Ziele vernichtet(http://sana.sy/en/?p=107268, http://www.sana.sy/?p=564653) – Kurzvideo dazu bei: https://sptnkne.ws/e62w.

Probenentnahme, Photo: Sputnik

Probenentnahme, Photo: Sputnik

Im Anschluß an seine Parisreise gab der russische Staatschef Putin im Interview mit Le Figaro vom 30.5.2017 einen bedeutsamen Kommentar zum Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn (vom 4.4.2017, vgl.u.) und der internationalen Reaktion darauf ab, indem er äußerte: „Nach dem Vorfall mit Chemiewaffen haben wir unseren US-Partnern und allen, für die es sinnvoll erschien, vorgeschlagen, den Flugplatz zu inspizieren, von dem aus die Flugzeuge, die die Chemie­waffen angewendet haben sollen, angeblich starteten“. Mittels der modernen Kontrollmittel seien Spuren der Anwendung von C-Waffen feststellbar. „Alle haben sich jedoch geweigert, diese Überprüfung durchzuführen“, inklusive der Untersuchung des Orts des Vorfalls, ergänzte er. „Aus meiner Sicht wurde dies mit einem einzigen Ziel getan, um die Einführung von zusätzlichen Einflussmaßnahmen, auch militärischen Charakters, gegen Assad zu rechtfertigen. Das war’s.“. Dann setzte er noch hinzu: „Es existieren keine Beweise für den Einsatz von C-Waffen durch Assad.“ Außerdem steht für den russischen Staatspräsidenten fest: „Mehr noch, ich bin der Meinung, dass die Frage breiter gefasst werden muss. Gegen alle Personen, Struktu­ren, die Chemiewaffen in Syrien angewendet haben, muss die internationale Gemeinschaft eine gemeinsame Politik schaffen, und die Antwort muss den Einsatz solcher Waffen durch wen auch immer unmöglich machen.“ (http://sana.sy/en/?p=107261, s.a. https://sptnkne.ws/e6qQ für Zitate in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107192 und http://www.sana.sy/?p=564120 (Effektive präzise Angriffe der SAAF abends auf IS-Kampfwagen östlich von Maskana im O-Rîf von Aleppo wie im NO-Rîf von Ḥamâ im Gebiet von Umm Ṣaḥrîğ, ʽAkaš und südlich des Wâdî al-ʽAḏîb mit heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung. Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps in Rasm as-Sabʽa, Umm Ṣaḥrîğ, Abû Ṭarâḥa, Abû Ğarîṣ, ʽUnq al-Hawâ und aš-Šindâḫiyya im Ost-Rîf von Ḥomṣ mitsamt Abschußanlagen für Raketen und Mörsergranaten sowie etlicher befestigter Stellungen; zudem eliminierte die Luftwaffe weitere motorisierte IS-Trupps in Abû Ṭarâḥa, Abû Ğuraiṣ, ʽUnq al-Hawâ Šindâḫiyya Šâmaliyya (sic!),östlich von Qaṭqaṭ und Qaṣr Ibn Râkân wie des Ğabal al-Yatîmiyya und Manûḫ im selben Gebiet. Vereitelung Angriffsversuchen auf Militärposten nahe des Gaswerks westlich des sog. Regiment 137 auf der Südachse von Dair az-Zaur; unter SAAF-Deckung intensive nächtliche Gefechte in der Provinzhauptstadt gegen IS-Terrroristen beim Firedhof, um das Gebiet al-Bânûrâmâ  und des Regiment 137, zur Unterbrechung der IS-Nachschublinien  und Zerstörung ihrer Zentren in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥamîdiyya und aš-Šaiḫ Yâsîn samt einer Menge von deren militärischer Ausrüstung.)

Terroranschlag vom 30.5.2017:
Auch am Dienstag führte der IS seinen Beschuß der Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur fort, tötete damit 15 Personen und verletzte 52 – etliche davon schweben in Lebensgefahr – in den letzten 24 Stunden. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. Während der Gouverneur die Verwundeten in den Kliniken besuchte äußerten jene, daß sie sich dadurch nicht von der Unterstützung für die heldenhaft gegen die Terroristen kämpfende SAA abhalten ließen wie auch nicht  vom Wiederaufbau ihres Landes nach Wiederkehr von Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien. Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra sah in den verstärkten IS-Übergriffen auf die Zivilbevölkerung der letzten Zeit deutliche Zeichen der Kompensation eines Moralverlust der Terroristen angesichts der letzten spektakulären Siege der SAA. (http://sana.sy/en/?p=107203, http://www.sana.sy/?p=564140)

Die französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard bestätigt/gesteht endlich, was Regierungsmitglieder einschließlich des Präsidenten seit Jahren kritisiert haben: die insgeheime Präsenz französischer Kommandos in Syrien entgegen dem Völkerrecht, der Prinzipien der UN-Charta und den UN-Resolutionen und demnach vollends illegal. Es verwundert daher nicht, daß die Regierung in Damaskus hinsichtlich derer von Paris von Kolonialmachtsgehabe spricht. Der Politologe Th. Meyssan bemerkt dazu, daß die französischen Truppen seit 2011 mit einer kurzen Unterbrechung zwischen März und Juli 2012 in Syrien aktiv sind und dort verschiedene dschihadistische Gruppen gegen die Landesregierung unterstützen. U.a. hätten sie das islamische Emirat von Bâbâ ʽAmr (Baba Amr, 2012) und den Angriff auf das christliche Maʽlûlâ (vgl.u.!) organisiert. (Syrie: Sylvie Goulard confirme la présence de forces spéciales françaises vom 26.5.2017, http://www.voltairenet.org/article196501.html vom 30.5.2017).  S.a.: Das Pentagon hält Verträge zur Bewaffnung der Dschihadisten aus der Obama-Ära ein

Die illegalen [zur Einordnung als solche s.u.] Sanktionen gegen Syrien, welche seit Jahren gerade das Leiden der Zivilbevölkerung mehren und den Krieg im Land verlängern helfen [zu den Gründen vgl.u.] sind durch der EU-Rat am Mo., 29.5.2017 bis zum 1.6.2018 nochmals verlängert worden. auch wurden weitere drei Minister auf die Sanktionsliste gesetzt. https://sptnkne.ws/e57J) – Andererseits wird in Europa ständig die anwachsende Flüchtlingswelle beklagt, die auch auf solche Entscheidungen zurückgeht. S.a. Präsidenten-Interview z.B. vom 31.3.2016 u.a.

Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), Botschafter in Moskau, kritisierte diese Verlängerung: „Wir verurteilen ausdrücklich den Beschluss des Rates der Europäischen Union, die einseitigen Einschränkungen gegen Syrien zu verlängern. Dies beweist, dass die EU ihre fehlerhafte Politik ge­gen­über Syrien weiter fortsetzt“. Die EU erweise sich damit als größter Teilnehmer eines „Komplottes gegen Syrien“, wobei einige EU-Länder sogar die gegen die Regierung gerichteten Terrorgruppierungen im Land unterstützten. (https://sptnkne.ws/e59Y)

Nach der Einnahme weiter Wüstengebiete südöstlich von Tadmur rücken die SAA mit Verbündeten zur irakischen Grenze und in Richtung der verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa vor, wurde am Mo., 29.5.2016, aus dem russischen Verteidigungsministerium laut. (https://sptnkne.ws/e56w).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107093 und http://www.sana.sy/?p=563461 (Im Ost-Rîf von Aleppo weitere Befreiung von aṣ-Ṣâliḥiyya, al-Ba­ṭûšiyya, aš-Šuhadâ´, Ğabâb al-Masʽûdiyya, Ḫizrâf, al-Farʽiyya, Mustarîḥa, al-Mazza, al-Wâsiṭa, as-Sakariyya Šar­qiyya, Bandûqa, al-Ḥamîdiyya, al-Qâhira, Dûr Aḥmad Yâsîn, der Rinder-Zucht, der Zuckerfabrik, dem Bahnhof  samt einem der Tišrîn-Bauernhöfe, al-Bûmâniʽa, Ḫân aš-Ša’r, Ḫirbat as-Sûda und al-Ḥimrâwî nach heftigen Gefechtene mit Tötung bwz. Verwundung von mehr als 2.000 ISTerroristen und Zerstörung von mehr als 133 Kampfwagen, dar­unter fünf Autobomben, sieben Panzern, vier Kanonen, Operations- und Kommunikationseinrichtungen und 14 Kommandozentren; unter den Getöteten wurden an bedeutenden Personen des IS identifiziert der amîr der Dabs ʽAfnânGegend, Abû Qatâda al-Auz­bakî, der amîr der al-Mašrifa-Gegend, Maḥmûd Ismâʽîl Kûğak, der ISMuftî der Maskana-Gegend, Aḥmad al-ʽUṯmân, der ŠarîʽaZuständige der Gemeinde Ḥiṭîn, Ismâʽîl al-Ğuwaimî, die Feldkommandeure Abû Ayûb aš-Šîšânî und Abû Yaʽqûb at-Turkistânî etc.. Beseitigung von motorisierten IS-Trupps im SW von Talat aṣ-Ṣa­nûf samt 57mm-Kanone und von IS-Fortifikatonen auf den Tulûl al-Ġar in der Umgebung von Dair az-Zaur.)

Terroranschläge vom 29.5.2017:
ISRaketenangriffe auf den Stadtteil al-Qaṣûr von Dair az-Zaur töteten bislang eine Frau, verletzten vier weitere Anwohner und richteten materielle Schäden an. Aktualisierung: Nachdem der Beschuß auch auf den Stadtteil al-Ğaura ausgedehnt wurde, waren schließlich 10 Tote und 18 Verletzte zu beklagen.
Ergänzung: ISRaketenbeschuß auf die Stadt Maḥram im Ost-Rîf von Ḥomṣ hinterließ vier getötete Anwohner, darunter ein Kind, sowie zwei Verletzte und Zerstörungen.
(http://sana.sy/en/?p=107096, http://www.sana.sy/?p=563468)

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mo., 29.5.2017,  für die vergangenen 24 Stunden 11 Verstöße gegen die Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen, die vornehmlich in Aktionsgebieten von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra vorkamen und zwar sechs im Rîf Dimašq, drei in jenem von Darʽâ und je einen in dem von al-Qunaiṭra und al-Lâḏa­qiyya. (http://www.sana.sy/?p=563534, http://sana.sy/en/?p=107109)

Fortführung der Ausschaffung der Militanten samt ihrer Familienmitglieder aus dem damaszener Stadtteil Barza in Umsetzung des getroffenen Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.). (http://www.sana.sy/?p=563456)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107053 und http://www.sana.sy/?p=563006 (Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten beim Tal Barûk im NW von Dair az-Zaur mit Eliminierung der meisten Terroristen samt deren Transportmittel und militärischer Ausrüstung, während ein Rest zu ihrem Ausgangspunkt zurückflüchtete;  Vernichtung weiterer IS-Trupps beim Friedhof, dem Flughafen, dem Gas-Feld, bei Talat al-Maḥrûqât und im W von Talat aṣ-Ṣa­nûf; heftige Verluste wurden dem IS zudem durch Angriffe auf dessen Bewegungsachsen und Fortifikationen um das sog.  Regiment 137,  im Raum al-Bânûrâmâ, dem at-Taim-Feld, auf der aš-Šâm-Straße, nahe der al-ʽAẓam-Tankstelle,  im Dorf al-Buġailiyya westlich der Provinzhautstadt, auf dem Talat al-Maḥ­rûqât im Dorf ʽIyâš inklusive dessen Umgebung beigefügt.)

Terroranschlag vom 28.5.2017:
Nach wie vor in Ost-al-Ġûṭa positionierte Terroristen feuerten am Sonntag im Verstoß gegen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ und zerstörten dort öffentliches wie privates Eigentum.
Ergänzung: ISRaketenbeschuß von Tabârat ad-Dîba, östlich der Stadt ʽAqârib, aus auf die Stadt Salamiyya im Ost-Umland von Ḥamâ verletzte 10 Kinder unter sechs Jahren und richtete Schäden an öffentlichen und privaten Bauten etc. an.
(http://sana.sy/en/?p=107056, http://www.sana.sy/?p=563082, http://www.sana.sy/?p=563358)

Nach Meldung der kurdischen Agentur Firat vom Sonntagabend wurde nahe der kürzlich durch kurdische Kämpfer vom IS zurückeroberten Stadt aṭ-Ṭabqa am Assad-Stausee (vgl.u.) ein Massengrab hunderter vom IS durch Enthauptung ermordeter Bürger entdeckt. Laut einem Augenzeugen sollen von den Extremisten auch mehrere hundert syrischer Soldaten getötet worden sein. (https://sptnkne.ws/e5xa)

In der Landstadt al-Ḫafsa im Ost-Umland von Aleppo feiern die Menschen den Sieg der SAA über die Terrroristen, der ihnen nun die Rückkehr in ihre Häuser ermöglichte. (http://www.sana.sy/?p=562931)

Einweihung, Photo: SANA

Einweihung, Photo: SANA

Wiedereröffnung  des Hauptsitzes der griechisch-orthodoxen Erzdiözese von Ḥom im Stadtteil Bustân ad-Diwân nach Vertreibung der Terroristen aus der gesamten Stadt zusammen mit dem Gouverneur und dem Patriarchen Johannes X. Yazîğî (s.o.). Letzterer hob den festen Zusammenhalt der christlichen wie muslimischen Bevölkerung im Kampf gegen den Terrorismus hervor. (http://www.sana.sy/?p=562725)

Die Regierung verurteilte am 27.5.2017  auf das Schärfste das feige, barbarische Terrorattentat auf die die christlichen Pilger auf dem Weg zum St. Samuel-Kloster in der ägyptischen Minyâ-Region vom Freitag, sprach den Familien der Opfer ihr tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Man verwies darauf, vor solchen weiteren Terroranschlägen schon vor Jahren gewarnt zu haben, wenn man nicht  – wie Syrien, der Irak und Ägypten  – ernsthaft und vehement gegen den Terrorismus vorgehe. Zudem forderte die Regierung den UN-Sicherheitsrat auf, sofort entschiedene Maßnahmen zur Umsetzung der UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung zu ergreifen und die Regierungen zur Verantwortung zu ziehen, die immer noch Terroristen unterstützten, sie mit Geld, Waffen ausstatteten und ihnen Training zukommen ließen. (http://sana.sy/en/?p=107031)

Bei einem erneuten Luftangriff durch Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf Zivilisten kamen am Abend des 27.5.2017 20 Menschen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt, davon schweben zwei in Lebensgefahr. Bombardiert wurde ein Kleinbus unterwegs zwischen Raṭla und al-Kasara, 8km südlich von ar-Raqqa. (http://sana.sy/en/?p=107059, http://www.sana.sy/?p=563093)

In zwei identischen Schreiben wandte sich das Außenministerium in Damaskus am 27.5.2017 wegen der erneuten illegalen und gegen Zivilisten in Syrien gerichteten Luftangriffe der US-geführten Koalition an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Diese hatten zuletzt in al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur 35 Bewohnern, vor allem Frauen und Kindern, das Leben gekostet. Dieser neuerliche Überfall stehe in einer langen Reihe von gleichgearteten Angriffen der illegal und in Untergrabung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität agierenden US-geführten Koalition unter der Vorgabe, damit den Terrorismus zu bekämpfen, während diese Aktionen allein zur Verbreitung von Chaos und Zerstörung beitrügen, wovon nur den extremistischen Terrororganisationen, insbesondere dem IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra profitierten. Dabei stünden diese eindeutig aggressiven Aktionen in offenem Widerspruch zu den UNSC-Resolutionen, dem Völker- und den Menschenrechten, kämen aber gerade den Parteien zu gute, die unschuldige syrische Bürger töten wollten. Schon hunderte davon seien unter jenem nichtigen, schon erwähnten  Vorwand  in den letzten Monaten getötet worden, nicht zu reden von der zerstörten Infrastruktur, wichtigen Einrichtungen und privaten Immobilien. – Syrien verurteile die Angriffe dieser Allianz und rufe den UN-Sicherheitsrat dazu auf, seine Resolutionen zum Schutz des syrischen Territoriums und seiner Bevölkerung durchzusetzen und die Attacken dieser illegalen Koalition zu stoppen, die mit Angriffen seitens des IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenfielen und sich auch gegen die SAA richteten, die diese Terroristen bekämpfe. Es gebe da ja einige westliche Mitglieder des UNSC, die ihn dahingehend dominierten, die Umsetzung der Resolutionen dieses Gremiums nicht durchzusetzen, besonders wenn es um deren Anwendung auf Syrien gehe; dazu kämen  die zweckwidrigen und irregeleiteten Methoden, die Länder wie Frankreich, Großbritannien und die USA ausführten, welche die Hauptfaktoren für die Verlängerung der Krise in Syrien bildeten, wie die Praktiken regionaler Staaten wie von Saudi-Arabien, Qaṭar und der Türkei, die die Krise weiter eskalieren ließen und den Terrorismus unterstützten – denselben Terrorismus übrigens, der kürzlich den Anschlag in Manchester zu verantworten hatte. Das Schreiben endete mit der Herausstellung der Notwendigkeit, die Aktionen dieser illegalen US-geführten Koalition zu stoppen und die UNSC-Resolutionen hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung, insbesondere der Nr.2253 durchzusetzen. (http://sana.sy/en/?p=107033, http://www.sana.sy/?p=562743)

Aufgrund aus verschiedenen Quellen erhaltener übereinstimmender Informationen haben die sog. „Demo­kratischen Kräften Syriens“ (SDF) mit örtlichen IS-Anführern eine Vereinbarung getroffen, wonach letzteren ein sicherer „südlicher Korridor“ eingerichtet wird, über den sie ar-Raqqa in Richtung  Tadmur verlassen können. „Den Terroristen wird die Möglichkeit gegeben, die Stadt ungehindert zu verlassen, unter der Bedingung, dass sie sich in Richtung Palmyra bewegen“, erklärte ein Sprecher des russischen Verteidigungs­mi­nisteriums am Sa., 27.5.2017, gegenüber der Presse. Damit wäre das antike Weltkulturerbe Palmyra in der Oasenstadt (vgl.u.) zum dritten Mal in Gefahr. Im Gegenzug traf das Ministerium umgehend Maßnahmen, um die IS-Terroristen daran zu hindern, ar-Raqqa in Richtung Tadmur zu verlassen. Russische Drohnen überwa­chen rund um die Uhr die möglichen Routen. „Am 25. Mai wurde eine aus 39 mit Waffen beladenen Pickups bestehende Kolonne von Terroristen, die nach Palmyra unterwegs war, von Flugzeugen der russischen Luftwaffe geortet und vernichtet. Bei den Luftangriffen wurden 32 Pickups mit darauf angebrachten großkalibrigen Maschinenpistolen und mehr als 120 Terroristen vernichtet“, war in der Folge zu vernehmen. (http://sana.sy/en/?p=107016, https://sptnkne.ws/e4EW) – Hiermit zeigt sich erneut, daß die – von den USA unterstützten -sog. „Demo­kratischen Kräfte Syriens“ (SDF) keine uneigennützigen patriotischen Ziele verfolgen, wie schon von verschiedener Seite festgestellt wurde. Vgl. hierzu auch die Hinweise zu einer geplanten Zerstückelung Syriens im Sinn einer Balkanisierung, wie in Teil IV beschrieben und vgl.u.!
Derweil haben die SDF eine 3. Charge an US-Waffen geliefert erhalten, darunter dieses Mal Raketen mit Ultrarotlenkung. (https://sptnkne.ws/e4Km)

Sichtung der Mondsichel, Photo: SANA

Sichtung der Mondsichel, Photo: SANA

Nachdem der erste šarîʽa– Richter in Damaskus, Maḥmûd a-Maʽrâwî, am 25.5.2017 die muslimische Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, bei Sonnenuntergang  am Fr., 26.5.2017,  nach der Sichel des aufgehenden Mondes Ausschau zu halten, welche den Beginn des Ramaḍān  für das Jahr 1438 a.h. [d.h. anno hegira, also nach der hiǧra), am 27.5.2017 n.u.Z. kennzeichnet, wurde der Anfang des islamischen Fastenmonats an jenem Abend für Syrien offiziell verkündet. (http://www.sana.sy/?p=560629, http://sana.sy/en/?p=107006) – Nach islamischem Kalender beginnt ein Tag bereits mit dessen Vorabend! Vgl.a.  Teil IV!

Das Außenministerium in Moskau tadelte die Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) dafür, daß sie noch immer kein Team zur Untersuchung der Behauptung von Verwendung von Saringas in Ḫân Šaiḫûn [vgl.u.] am 4.4.2017 dorthin geschickt zu haben. In einer Erklärung vom Fr., am 26.5.2017, hieß es dazu: „It looks like no one is in a hurry to go to Khan Sheikhoun for verification of the details of a case as resounding as this one. It is really saddening that the OPCW mission does not show activity in what concerns the establishing of cases of chemical weapons utilization, as it puts off a trip to Khan Sheikhoun time and again, making references to unfavorable security conditions”. Sicherheitsbedenken könnten für das Versäumnis nicht in Anschlag gebracht werden, denn: „All the conditions have been created there in terms of security and compliance with obligations under the Convention”. Die Repräsentanten des USA, Großbritanniens und Frankreichs versuchten nachdrücklich Untersuchungen dahingehend zu verhindern,  wer tatsächlich hinter der Verwendung von Saringas in Ḫân Šaiḫûn stand. Daraus könne nur ein Schluß gezogen werden: „It once again confirmed that the ‘denouncers’ of Damascus are not interested in establishing the truth in the issue as crucial as who stood behind the possible use of sarin in the Syrian province of Idleb on April 4.” (http://sana.sy/en/?p=106973)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107019 und http://www.sana.sy/?p=562542 (Im Ost-Umland von Aleppo Befreiung von MawâliĞanûbiyya, as-Sakariyya, al-Maknana az-Zirâʽiyya, 3km westlich von Maskana, al-Karma, MawâliŠamâliyya, Ğab an-Nîna, Abû Sûsa, Ṭâʽûs, Tal al-ʽAbd, al-ʽÎs aš-Šarqî, al-ʽÎs al-Ġarbî und Umm Ṯawra nach für die IS-Terroristen verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Säuberung der Gegenden durch Bombenräumkommandos.  Beseitigung eines Waffen- und Munitionstransporters sowie von teils motorisierten IS-Trupps beim Wâdî al-ʽAḏîb im Umland von Salamiyya im NO-Rîf von Ḥamâ; konfisziert wurden B9-Granaten und PKC-Maschinengewehre; [Die SAA ist dabei, dem IS die Versorgungsadern vom türkischen Territorium über Dörfer im Umkreis von Idlib ins Wâdî al-ʽAḏîb-Gebiet abzuschneiden]. Befreiung des Gebiets von al-ʽAliyaniyya samt Dorf, 10km südlich von Ḫunafîs und 46km im SO von al-Buṣairî im SO-Rîf von Ḥomṣ mit anschließender Säuberung des Gebiets von den durch die IS-Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengkörper. Elimininierung von motorisierten IS-Trupps westlich von Talat aṣ-Ṣanûf in Dair az-Zaur. Vernichtung einer IS-Gruppe unterwegs zwischen Rağm ad-Daula und Ṣabra ʽAliyya im NO-Rîf von as-Suwaidâ´ mitsamt deren militärischer Ausrüstung.)

In Vertretung des ständigen UN-Gesandten in New York [Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî] machte der Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir den UN-Sicherheitsrat während seiner Rede zum Thema Zivilistenschutz  und medizinische Versorgung in Kampfgebieten vom 26.5.2017 darauf aufmerksam, daß erfordere, die wirklichen Ursachen des Problems, hervorgerufen durch die terroristische Bedrohung, die Besatzung und die illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien anzugehen. Leider gebe es jedoch bis dato international Parteien, welchen der Wille fehle, die diskutierten Ziele zu erreichen und ihre Wirtschaftsmacht samt  politischen internationalen Einfluß mißbrauchen, um rund um den Erdball in verschiedenen Regionen Spannungen zu entfachen, anstatt ihrer Pflicht zur Bewahrung  von Frieden und Sicherheit und Eliminierung des Terrorismus nachzukommen.
Unerhört jedoch sei, daß gerade diese Staaten – wie die USA, Großbritannien, Frankreich und Saudi-Arabien – sich herausnähmen, andere der Verletzung des Völker- bzw. der Menschenrechte zu beschuldigen.  Demgegenüber erfülle die syrische Regierung ihre Pflicht hinsichtlich Schutz der Bevölkerung und deren Versorgung mit allen Nötigen auch bzgl. Gesundheitsfürsorge,  Bildung und im Sozialwesen. Die angesprochenen Regierungen seien schon zu weit gegangen hinsichtlich der Verbreitung von Lügen und der Verfälschung von Fakten z.B. in Unterstützung der sog. White Helmets, die als humanitäre Hilfsorganisation hingestellt werde und Deckung und Unterstützung durch UNSC-Mitgliedsstaaten zum Schaden Syriens erfahre trotz des nachgewiesenen Wissens um ihre Terrorismusverflechtung.
Hinsichtlich der unter israelischer Besatzung lebenden syrischen Bürger des Golan und anderer Araber  in anderen Gebieten machte er auf deren Schutzbedürfnis  durch die internationale Gemeinschaft aufmerksam sowie auf deren Bedarf nach Gesundheitseinrichtungen, die ihnen die Besatzungsbehörden verweigerten. (www.sana.sy/en/?p=106966)  –  Vgl. Darlegungen zur  “strategy of tension” z.B. durch Daniele Ganser.

Kampf-Drohne, Photo: Pars Today

Kampf-Drohne, Photo: Pars Today

Nach Meldung von al-Mayâdîn vom 27.5.2017, hat die Luftabwehr in der südlichen nahe den Golanhöhen gelegenen Provinz al-Qunaiṭra eine israelische Drohne abgeschossen, während eine SAA-Einheit gerade gegen Terroristen vor Ort vorging.  (https://sptnkne.ws/e4Tc, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27486-drei_syrische_milit%C3%A4rs_durch_israelischen_drohnenangriff_get%C3%B6tet)

Der Politologe Th. Meyssan informiert über eine Umsetzung der veränderten US-Politik unter Präsident Trump in Nah-Ost. Demnach wurden drei Kommunikationskanäle zwischen der russischen und der US-Armeeeingerichtet:
Im gemeinsamen US Generalstab sei General Kenneth F. McKenzie dazu bestimmt worden jegliches Problem zwischen beiden Armeen in der Region mit absoluter Dringlichkeit zu behan­deln.
Eine direkte Leitung sei zwischen den Verantwortlichen der Operationen beider Länder im Irak und in Syrien eingerichtet worden mit dem Ziel, ihre Operationen in den vier durch die Verhandlungen in Astana eingerichteten De-Eskalationszonen zu koordinieren. Jene Übereinkunft war unter Schirmherrschaft Rußlands, des Iran und der Türkei zustande gekommen, von der US-Regierung jedoch nicht offiziell akzeptiert worden. Meyssan  vermutet daher diesbezüglich eine Vereinbarung geheimer Art zwischen Moskau und Washing­ton.
Zudem sei eine direkte Leitung zwischen dem Befehlshaber des CentCom, General Joseph Votel, und seinem russischen Pendant eingerichtet worden, um strate­gische, nicht taktische Probleme zu behandeln.
Der Politologe konstatiert: „Diese Maßnahme markiert eine Revolution in Bezug auf die Gewohnheiten der US-Armeen, die sich diesem bisher stets widersetzt haben. Es ist die direkte Konsequenz der neuen von Donald Trump eingehauchten Strategie“. (http://www.voltairenet.org/article196473.html vom 25.5.2017) – Vgl. hierzu auch die von den üblichen Einschätzungen differierenden Kommentare zu Trumps Mega-Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien durch den russischen Militärexperte Viktor Litowkin (https://sptnkne.ws/e4rq) und von Polit-Kommentator Hüsnü Mahalli (https://sptnkne.ws/e4qa)!

Minengelände, Photo: SANA

Minengelände, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.5.2017 informieren: und http://www.sana.sy/?p=562217 (Rückeroberung der Bergkette al-Abtar mit Befreiung der Gebiete von aṣ-Ṣawâna und Ḫunafîs mit den dort befindlichen [Phosphat-]Minen entlang der Autobahn Tadmur – Damaskus im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Beseitigung vieler Terroristen samt deren Kampfwagen und Fortifikationen.; nachfolgend begannen Spezialkräfte mit der Säuberung der Gegenden von den Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengsätzen. Zerstörung von IS-Stellungen und Verschanzungen inklusive eines Kampfwagens mit 57mm-Kanone, weiterer mit Maschinengewehren aufgerüsteter Fahrzeuge samt anderen Waffen und Munition im SW der Electronic In­surance-Brigade auf der Südachse von Dair az-Zaur sowie mittels Artillerie in den Stadtteilen al-ʽUmmal, al-Maṭâr al-Qadîm, ar-Rašadiyya, um al-Bânû­râ­mâ, an der at-Taim Straße wie Schule, im W von Talat aṣ-Ṣanûf, Ḥawîğa Ṣakar und um den Militärflughafen; gezielte effektive Luftschläge versetzte die SAAF IS-Nestern in der Wüste, nahe den Farmen von al-Bânûrâmâ und al-Ḥağîf im SW der Provinzhauptstadt; ein 60m langer Tunnel mitsamt Terroristen und Equipment wurde im Stadtteil al-Muwaẓafîn gesprengt)
Die während der Militäro­peration „Große Morgenröte“ wiedergewonnenen Phosphatlagerstätten sind die lan­des­weit größten; zurückerobert wurden auch ein Phosphatwerk südwestlich von Tadmur (Palmyra) sowie mehrere wichtige Erdförderöltürme nahe Dair az-Zaur  im Ost-Rîf von omṣ. (https://sptnkne.ws/e3WD, https://sptnkne.ws/e7qK mit Video) – Die ISTerroristen zerstörten vor ihrer Flucht die Förderanlagen etc. nachhaltig. (https://sptnkne.ws/e7TV).

Terroranschlag vom 26.5.2017:
Erneut wurde das Kraftwerk Maḥarda, 25km im N der Provinzhauptstadt Ḥamâ gelegen, abends mit Raketen beschossen, was zu  erheblichen Schäden führte. (http://www.sana.sy/?p=562112)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106925 und http://www.sana.sy/?p=561328 (Rückeroberung des al-Bârida-Gebiets, 32kmöstlich von al-Qaryatain, und den Ğabal Zaqâqiyya Ḫalîl, 6km östlich des vorgenannten Areals im O-Rîf von Ḥomṣ mit Erlangung der Feuerkontrolle über al-Buṣairî, 8km südlich von al-Bârida mit Eliminierung etlicher IS-Terroristen samt deren militärischen Equipments; danach Säuberung der Gegenden von Minen und Sprengsätzen durch Spezialeinheiten; dazu später Befreiung von al-Maḥsa mit Rückeroberung der umgebenden Anhöhen zwischen dem Ost-Umland von Ḥomṣ und al-Qalamûn. Zerstörung eines IS-Zentrums während eines Führungstreffens mitsamt Fuhrpark durch die SAAF im Stadtteil al-ʽArḍî von Dair az-Zaur sowie von IS-Stellungen und –Verschanzungen in Bodeneinsätzen in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, Ḥamîdiyya, al-Bânûrâmâ und dem Industrieviertel.)

Bei den Säuberungsaktionen in dem seit kurzem ganz von Terroristen befreiten Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ fan­den die Bombenräumkommandos und anderen Sicherheitsleute in den verlassenen Verstecken der Extremisten auch wieder Waffen und militärische Ausrüstung aus US- und israelischer Produktion wie verschiedenste  Mörsergranaten, Raketenabschußvorrichtungen, Schutzmasken und-Brillen, Scharfschützen- und Automatikgewehre, dazu Unmengen an Munition, desweiteren B10- und LAW-Marschflugkörper, einen Cobra-Marschflugkörper, Katjuscha-Raketen und RPG-Munition. (http://sana.sy/en/?p=106943 vom 25.5.2017) – Beim System Cobra dürfte es sich statt des veralteten Kampfmittels deutscher Produktion wohl eher um jenes Kobra genannte aus SU-Beständen handeln.

Einer Photoreportage von Sputnik ist zu entnehmen, wie sehr Staat und Bürger schon bisher bemüht gewesen sind, trotz Kriegs und terroristischer Zerstörungen über die Jahre hinweg die Wirtschaft und Industrieproduktion in beachtlichem Maß aufrecht zu erhalten. (https://sptnkne.ws/e32x)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106878 und http://www.sana.sy/?p=560663 (Im östlichen Umland von Aleppo Rückeroberung des al-Ğarâ-Flughafens mit Befreiung von al-Mahdûm, al-Bailûna, Ğarâ Ṣaġîr, Tal Ḥasân, Umm Nasûra, Ğab ʽAlî, Banî Zaid, Ḫirbat Ḥassan, al-Ḫâlidiyya, ʽUṭai­ra, Ğarâ Kabîr, den Rinder-Farmen, Darûbiyya, Sakariyya, Mazyûnat alĞâbirî, al-Ḥamrâ, Qawâṣ, ar-Raiḥâniyya, as-Sâmi­riyya, der 3. Station, an-Nâṣiriyya, an-Nâṣiriyya Bahnstation, al-ʽAğauziyya, Tal Faḍa, al-Maz­ran, al-Kanâwiyya, Muḥsanat al-Ḫafsa, Rasm al-Ḥamâm Ġarbî, Rasm al-Kîwân und al-Masʽûdiyya bei ca. 3.000 getöteten bzw. verwundeten IS-Terroristen mit Zerstörung von 19 Psnzern, fünf BMP-Fahrzeugen, 11 Autobomben, 6 Artilleriegerätschaften, neun Munit­ionsdepots, zwei Kommunikations- bzw. Operationzentren und 61 Feldkommandozentralen; unter den identifizierten Toten befanden sich die IS-Militärführer der Ost-Aleppo-Region: Maḥmûd ʽAbdul-Ğabâr bin Ḥassan alias Abû al-Walîd at-Tûnisî als (tunesischer) Amîr der Stadt Dabsî Farağ, der Amîr aṯ-Ṯaġûr as-Saʽudî namens ʽAbdurrraḥmân Miṭâwiʽ ad-Duḫail, die ebenfalls saudischen Terroristen-Amîre Abû Muḥammad an-Nağdî und Sulṭân ʽAbdullâh al-Ġullab alias Abû Ramḥ as-Saʽûdî und ʽIbâda Salîm ad-Daʽbûl  sowie weitere hochkarätige IS-Führungspersonen, nämlich  der IS-Kriegsminister (Wazîr al-Ḥarb) namens Abû Muṣʽab al-Maṣrî (d.h. aus Ägypten),  der Ober-Qâḍî  mit Kampfnamen Abû ʽUdai al-ʽIrâqî, der Amîr al-Ḥisba  des O-Rîf,  Abû Abdullâh Muḥammad Samî al-Kisrî sau­discher Nationalität,  einer der führenden Großen des IS,  Maḥmûd ʽAdnân al-Ağim, dann der Anführer des Ḥiṭîn-Trupps, Muḥammad al-Ḥussain al-Ğalûd, der Sicherheitschef Abû Aḥmad al-Kafîr al-Abâğî  und die beiden Militärführer ʽAlî Nazâl Qarah Baš und Sufyân Muḥammad ʽAbûš, beide von irakischer Staatsangehörigkeit. Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Gegend von Tal Marâġa östlich der Achse AṯriyâḪanâṣir (Provinz Aleppo!) mit vielen getöteten Terroristen und Konfiszierung eines Munitionstransporters. Effektive Operationen gegen IS-Stellungen und -Nachschubrouten östlich des Dair az-Zaur Airport, westlich von Talat aṣ-Ṣanûf, in den Stadtteilen al-ʽUrfî und al-Maṭâr al-Qadîm, um das Friedhofsareal, bei der al-Bânûrâmâ-Brücke und im Dorf al-Buġai­liyya mit Eliminierung etlicher Feinde samt deren Fortifikationen und großen Mengen an Waffen und Munition.) – Al-Kisrî wird in der englischen Übersetzung als zuständig für die Finanzen angegeben, doch wäre dann die arabische Bezeichnung (al-Ḥisba, zur Bedeutung vgl.u.!) falsch, die zudem zum Takfîr-Terrorismus besser paßt.

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bei einem neuerlichen abendlichen Luftangriff der US-geführten Koalition auf den Markt und ein vierstöckiges Gebäude der Stadt al-Mayâdîn im SO-Umland von Dair az-Zaur kamen 35 Bewohner, vor allem Frauen und Kinder, ums Leben, viele wurden verletzt, das Gebäude zerstört.  (http://sana.sy/en/?p=106969)

Während der 70. World Health Assembly im UN-Sitz in Genf, die sich teilweise mit der 6. Runde der Genfer Friedensgespräche überschnitt, machte Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî in seiner Rede deutlich, daß es Syrien die letzten Kriegsjahre über trotz aller Unbilden der terroristischen An- und Übergriffe geschafft habe, das Gesundheitssystem im Großen und Ganzen aufrechtzuerhalten und Epi- bzw. Pandemien zu vermeiden. Medizinische Behandlung werde allen Bürgern in den öffentlichen Kliniken und Gesundheitszentren nach wie vor kostenlos zuteil. Periodisch fänden Impfungen statt. Die Regierung sorge dafür, daß Hilfsgüter, z.B. auch der WHO in die Bedarfsgebiete gelangten. Zudem würde das teilzerstörte Gesundheitssystem wiederaufgebaut, zuletzt hätten in Aleppo viele Gesundheitszentren wiedereröffnet werden können. Durch die Terroristen seien viele im Gesundheitsbereich Tätige während ihres Dienstes ermordet worden, eine Unzahl Kliniken, hunderte Gesundheitszentren und Ambulanzen zerstört worden.
Ein wichtiger Aspekt, unter dem die Syrer zu leiden hätten, seien jedoch nach wie vor die ungerechten Sanktionen gegen Syrien [zur Einordnung vgl.u.], die vor allem auch den Gesundheitssektor beträfen hinsichtlich der Bereitstellung von Arzneien, medizinischer Ausrüstung, Impfstoffen insbesondere für Kinder etc. Um deren Aufhebung endlich zu erreichen forderte er die WHO eindringlich um Beistand auf. Auch die syrischen Bürger der weiterhin– völkerrechtswidrig und unter Zuwiderhandlung entsprechender UNSC-Resolutionen [zu den Gründen s.u.] – unter israelischer Besatzung stehenden Golan-Höhen bedürften der adäquaten medizinischen Versorgung. auch hierzu bat Dr. Yâziğî um Hilfe. (http://sana.sy/en/?p=106928, http://www.sana.sy/?p=561393) – Nähere Ausführungen zur desolaten Situation auf den Golanhöhen machte der Gesundheitsminister in: http://sana.sy/en/?p=107003. Darin macht er auch auf die inhumanen Haftbedingungen in israelischen Gefängnissen in diesem Gebiet aufmerksam, in denen auch Folter zur Erpressung von Geständnissen nicht begangener Straftaten angewandt werde und des öfteren gleich die ganze Familie eines willkürlich Gefaßten mit inhaftiert würde.Eeine weitere große Gefahr gehe für die Bevölkerung von dem mit Rissen überzogenen Atomreaktor Dîmûnâ aus, dessen  Betriebszeit ablaufe und dessen Abfälle vor Ort – ohne internationale Überwachung – an 20 Standorten einfach vergraben würden, worauf die entweichende Radioaktivität hinweise. Auch auf den Transport in Gefechten gegen die SAA verletzter Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra über die besetzten Golanhöhen zur Behandlung in israelischen Kliniken inlusive deren Rücktransfers nach Syrien wies er erneut hin.

Golan-Höhen, insightguides.com

Golan-Höhen, Photo: insightguides.com

Demnächst wird eine Abordnung Terek-Kosaken aus dem russischen Nordkaukasus in das Christen Zentrum aramäischer Christen des Landes mit etlichen Objekten von Weltkulturerberangs nach Maʽlûlâ (s. Teil I) reisen. Der Vizeleiter der städtischen Kosakengesellschaft von Stawropol, Dmitri Tarassow, bemerkt dazu: „Nachdem die Terroristen diese Stadt zerstört haben, halten wir es für nötig, dorthin zu gehen und dort schriftliche Denkmäler in aramäischer Sprache, der Sprache von Jesus, zu erforschen, die die Terroristen nicht vernichten konnten. … Darüber hinaus wollen wir Gespräche mit Einwohnern aufnehmen, die den modernen Dialekt der aramäischen Sprache sprechen, und die Aufnahmen im Internet veröffent­lichen.“ Kosakengeneral Viktor Wolodazki, zugleich Vizevorsitzender des GUS-Ausschusses in der russischen Staatsduma führte zudem aus: „Die Kosaken sind im Grunde orthodoxe Krieger. Falls die Interessen des Christentums irgendwo verletzt werden, sind sie bereit, diese zu verteidigen. Außerdem gehören For­schungsaktivitäten zu den starken Seiten der Terekkosaken. Es ist sehr gut, dass die Kosaken den Christen in Syrien helfen wollen.“  Gemäß Informationen der russisch-orthodoxen Kirche wurden in Syrien während des Terrorkrieges der letzten Jahre schätzungsweise 400 Kirchen zerstört. Dabei  ist es einer Initiative von Präsident Dr. al-Assad zu verdanken, daß die nach UNESCO-Angaben aus dem Jahr 2008 schon „vom Aussterben bedrohte“ aramäische Sprache aufrechterhalten wurde. Vor Kriegsausbruch hatte er die Einrichtung einer Akademie für diese Sprache in Maʽlûlâ verfügt. (https://sptnkne.ws/e3x6 vom 24.5.2017)

Terroranschläge vom 24.5.2017:  
Ausschließlich Kinder wurden Opfer des heutigen IS-Angriffs mit Raketen auf den Stadtteil al-Ğaura von Dair az-Zaur: davon starben zwei, drei wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=106859)

Im kürzlich ganz von Terroristen befreiten Stadtteil al-Waʽir (vgl.u.) von Ḥomṣ entdeckten die Bombenräumkommandos und Sicherheitskräfte am 24.5.2017 einen beim Wohnblock 8 abgestellten Truck mit Sprengsätzen (Autobombe!). Diese konnten alle entschärft werden. Im Block 8 fanden sich eine weitere von den Terroristen in bürgerlichen Wohnungen eingerichtete Werkstätten zum Bau von Minen etc., Folterzellen und Einrichtungen mit chemischen Substanzen.   (http://sana.sy/en/?p=106871, http://www.sana.sy/?p=560702)

Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû, Photo: SANA

Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû, Photo: SANA

Nach ihrer Festnahme in flagranti in Ḥomṣ gestand die Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû am 23.5.2017 ihre Schandtaten, denen schon viele unschuldige Mitbürgern zum Opfer gefallen waren. Gefaßt wurde die aus dem (berüchtigten, vgl.u.) Dorf al-Ġanṭû im nördlichen Umland von Ḥomṣ stammende Frau, während sie einen Anschlag auf die ʽIkrima al-Maḫzûmî-Schul im Stadtteil ʽIkrima der Provinzhauptstadt vorbereitete. Ihr Bruder, ʽAbdussalâm, hatte bereits längere Zeit Kontakt zum Führer der lokalen Terrorgruppe namens ʽUmar Kanğû aus dem nahen Dorf Habûb ar-Rîḥ und führte in dessen Auftrag und auf dessen Anweisungen hin Attentate aus. Im Falle von Šuʽaila soll es – nach deren Aussage – das Geld gewesen sein, wofür sie zur Terroristin wurde, wohingegen sie sich in ihrer schwarz verhüllenden traditionell islamischen ʿAbāya vor der Kamera eher als Anhängerin des Wahhâbismus (vgl.u. und bzgl. Takfîr) zu erkennen gibt. ʽUmar kam demnach in ihr Dorf, brachte einen Gürtel mit Sprengstoff mit und erklärte er ihr, wie sie ich  unter ihrem weiten bodenlangen Gewand anzulegen habe. Damit sollte sie in einen der öffentlichen Busse nach Wâ­dî ad-Dahab, einem Stadtteil von Ḥomṣ steigen und den Sprengstoff dort unter einem Sitz plazieren. Sie verfuhr entsprechend, verließ jedoch den Bus nach Abstellen des Sprengstoffpakets wieder. Die Detonation erfolgte später durch Fernzündung, über den „Erfolg“ berichtete sie per Telefon und kassierte für die Tat schließlich 100.000 SYP (syrische Pfund bzw. Lira). Es handelte sich um den Anschlag vom 17. März. Wenige Tage später forderte sie Kanğû auf, einen weiteren ähnlichen Anschlag für 150.000 SYP auszuführen. Den Auftrag  erledigte sie am 29. März im Stadtteil az-Zahrâ´. Außerdem chauffierte sie auch Attentäter: so sollte sie den Terroristen Ğawâhir aṣ-Ṣâliḥ asu der Gegend von Maʽbar ad-Dâr al-Kabîra zu einem Haus [wohl in Ḥomṣ] bringen und später wieder abholen. Auch dieser hatte ein Sprengstoffpaket unter seiner Kleidung verdeckt umgeschnürt. Trotzdem wurde dieser später von den Sicherheitsbehörden verhaftet. Darauf transportierte sie ein weiteres Sprengstoffpaket in die Stadt Ḥisyâ´ und legte es wieder für eine spätere Zündung in einem Bus ab. Es war das Attentat vom 8. April. Schließlich erhielt sie von Kanğû wieder ein Sprengstoffpaket, das sie dieses Mal jedoch für 200.000 SYP bei der al-Baʽṯ-Universität versteckt plazieren sollte. Als sie dort ankam, waren so viele Menschen vor Ort, daß fürchtete, während ihrer Tat entdeckt zu werden. Daher entschloß sie sich, den Sprengsatz in ʽIkrima (s.o.) auszulegen. Dabei fiel sie jedoch einem aufmerksamen Bürger auf, der die Polizei verständigte, worauf sie durch eine Patrouille vor Ort aufgegriffen wurde, so daß die Tat nicht mehr zur Ausführung kam, sondern die selbstgebaute Sprengvorrichtung rechtzeitig entfernt und entschärft werden und so weitere Leben gerettet werden konnten.  (http://sana.sy/en/?p=106814, http://www.sana.sy/?p=560258)

Vereitelter Terroranschlag vom 23.5.2017:
Am Morgen näherte sich ein mit Sprengstoff vollbepackter Pick-up (Autobombe) auf der Staatsstraße zum Flughafen einem Kontrollpunkt im Außenbezirk von Damaskus und erregte das aufsehen der Wachposten. Diese eröffneten schließlich das Feuer auf den Wagen mit zwei Suizidattentätern nahe der al-Mustaqbil-Abzweigung nach as-Sayyida Zainab. Bei der erfolgenden Detonation wurde die  Autobombe mitsamt beiden Fahrern zerstört – leider kam zudem ein Passant ums Leben und ein weiterer wurde verletzt, als sie sie sich bereits in der Nähe des Autos befanden. (http://sana.sy/en/?p=106778, http://www.sana.sy/?p=560471)

Terroranschläge vom 23.5.2017:   
Eine vor dem Elektrizitätswerk im Stadtteil im az-Zahrâ´  von Ḥomṣ detonierende Autobombe tötete – außer den beiden Suizidattentätern – einen Werksarbeiter und ein Mädchen und verletzte weitere 30 bei erheblichen Sachschäden im Umkreis. Ein auf den Wagen aufmerksam gewordener Polizist hatte noch rechtzeitig das Feuer darauf eröffnet, bevor das Auto vor der al-Ahlî Klinik bzw. auf dem menschenüberfüllten Hauptplatz explodiert wäre.
Militante, die sich im Stadtbezirk Darʽâ  al-Balad verschanzt hatten, beschossen in Verletzung der Bestimmung über die De-Eskalationszonen von morgens bis abends mit Raketen den Stadtteil  as-Saḥârî  von Darʽâ. Dadurch wurden eine Frau und ein Kind verletzt, Brände brachen aus, die weitere Schäden an Häusern etc. verursachten.
(http://sana.sy/en/?p=106771, http://www.sana.sy/?p=559969, http://www.sana.sy/?p=560471)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106791 und http://www.sana.sy/?p=560073 (Rückeroberung des Ğabal Maḥsa, der Ṣawânât al-Maḥsa, des al-Qaryatain Damm, des Ğabal al-Ḫanzîr, der Tulûl al-Ḫaḍâriyât, Tulûl al-Aʽmida und Talat Umm Ṭuwaiqiyya sowie von Saḥâbât al-Maštal, Talat al-Itiṣalât [Anhöhe mit Kommunikationsnanlage] und der Bahnstation im O-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung dutzender Terroristen samt deren Waffen und militärischer Ausrüstung; Desgleichen auch beim Vorgehen gegen deren Stellungen und Fortifikationen im O und S von al-Qaryatain im SO-Umland der Provinzhauptstadt; Vereitelung eines IS-Angriffs von Umm Ṣaḥrîğ aus auf Tulûl al-Hawâ im O-Rîf von Ḥomṣ; zudem effektive Artillerie-Schläge gegen IS-Positionen um den Ğabal al-Mustadîra und den Ğabal al-Bârida, die Dörfer Minûḫ, Habra al-Ġarbiyya, Ğabâb Ḥamad und Tilâl al-Mušairifa al-Ğanûbiyya unter heftigen Feindverlusten.)

Nach Abtransport der letzten Terroristen aus al-Waʽir in Ḥomṣ am Wochenende (vgl.u.) verteilten sich am 23.5.2017 Einheiten der Sicherheitskräfte im Stadtteil, v.a. im Justizpalast, im Polizeidepartment und weiteren staatlichen Einrichtungen sowie im Zentrum. Spezialeinheiten begannen ihn nach Sprengfallen, Minen etc. abzusuchen. Dabei entdeckten die Mannschaften auch große Mengen an schweren Waffen und Munition in Depots wie eine Werkstatt zur Anfertigung von Sprengsätzen und Granaten im Burğ aš-Šams-Gebäude an der al-Masbaḥ-Straße, desweiteren ein Feldhospital beim Burğ al-Ḫair-Gebäude sowie Abschußanlagen für Mörsergranaten, große Mengen gehamsterter Nahrungs- und Arzneimittelbestände und weiterer medizinischer Ausrüstung. Außerdem kam ein unterirdisches Gefängnis mit diversen Foltergegenstände und ebenfalls Abschußanlagen für Mörsergranaten, Panzerfäusten, Mehrfachraketenwerfern etc. zum Vorschein  (http://sana.sy/en/?p=106804, http://www.sana.sy/?p=560193 je mit Photostrecke)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106715  und http://www.sana.sy/?p=559158 (Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen teils motorisierte IS-Verbände und –Fortifikationen beim Friedhof, der aṯ-Ṯarda-Kreuzung, im Umkreis von al-Bânûrâmâ und dem sog. Regiment 137 am SW-Rand von Dair az-Zaur; zudem Zerstörung weiterer IS-Verbarrikadierungen und –Schlupfnester im Stadtteil ar-Rašadiyya, beim Friedhof, um das Regiment 137, al-Bânûrâmâ und im aṯ-Ṯarda-Bergland; weiterhin Beseitigung von IS-Standorten mitsamt Mörsergranaten-Stellung im Dorf al-Buġai­liyya westlich der Provinzhauptstadt.)

Terroranschläge vom 22.5.2017:
IS-Terroristen attackierten in Dair az-Zaur den von ihnen eingeschlossenen Stadtteil Harâbiš erneut mit Mörsergranaten, beschädigten Häuser und anderes Gut, töteten einen Anwohner und verletzten weitere 13. Die Zahl der Getöteten könnte jedoch wegen der Schwere der Verletzungen der anderen Betroffenen noch steigen, erklärte der Direktor des Gesundheitsdepartments. Schließlich erreichte die Zahl der – auch in den Stadtteilen al-Ğaura und al-Quṣûr in Dair az-Zaur – Getöteten sechs Personen, die der Verletzten 37.
In einem neuen Bruch der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen wurden in Darʽâ Wohnhäuser in den Stadtteilen as-Saḥârî und Maysalûn, im Außenbezirk und im Bereich der Soldaten-Wohnungen mit Mörsergranaten und Raketen beschossen, wodurch zwei Frauen und ein Kind verletzt sowie Häuser, Infrastruktur etc. beschädigt wurden. Wieder hatten sich die angreifenden Terroristen hierzu im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad verschanzt.
Beim Einschlag einer Rakete nahe einer Straßenunterführung im Stadtteil al-Mazraʽa von Damaskus wurden drei Personen verwundet. (http://sana.sy/en/?p=106694, http://www.sana.sy/?p=559122)

Der UN-Sondergesandte für Syrien, de Mistura berichtete dem UN-Sicherheitsrat am 22.5.2017 über das in Astana erzielte vielversprechende Abkommen zu den De-Eskalationszonen wie über die Genfer Gespräche der 6. Runde. In Astana seien auch die Themen humanitäre Hilfe, Verschleppte und Gefangene diskutiert worden  De Mistura hob die Fortschritte der syrischen Armee bei der Bekämpfung des Terrorismus hervor wie auch deren wieder hervortretende Anschläge. U.a. verurteilte er in diesem Zusammenhang die Vorfälle in ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya (vgl.u.) und Dair az-Zaur (vgl.u.). Jedoch unterließ es de Mistura, in gleicher Weise die  [völkerrechtswidrigen] Angriffe bei at-Tanaf (vgl.u.) zu verurteilten. Statt dessen erwähnte er nur: „A coalition against ISIS that targeted a convoy including Syrian government forces and their allies in al-Badiya.”
Der kasachische Repräsentant beim UNSC wiederholte, es gebe keine militärische Lösung für die Krise in Syrien, nur den Dialog, und sicherte weiterhin die Unterstützung seines Landes für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens wie für die Sicherheit der Region zu.
Boliviens Vertreter holte sozusagen de Misturas Versäumnis nach, indem er die illegalen einseitigen Unternehmungen zur Unterminierung der syrischen Souveränität und staatlichen Einheit sowie zur Terrorismusbekämpfung verurteilte. (http://sana.sy/en/?p=106762)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106623 und http://www.sana.sy/?p=558503 (Beseitigung von motorisierten IS-Trupps in Qulaib aṯ-Ṯaur und Abû Ḥanâyâ östlich von Salamiyya im  O-Rîf von Ḥamâ samt deren militärischer Ausrüstung. Eliminierung von IS-Ansammlungen und sich bewegenden IS-Einheiten in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, dem at-TalîlaReservat  auf Ârâk zu im Rîf von Ḥomṣ. Zerstörung von IS-Fortifikationen und – Stellungen mittels präziser Artillerieattacken auf der al-Mâliḥa-Straße am südlichen Stadtrand, beim Friedhof,  den Deponien, dem Fabriken-Block, um den Flughafen, westlich von Talat aṣ-Ṣanûf, im Ar­bei­ter­viertel und in al-Maṭâr al-Qadîm.)

Hunderte von Kämpfern der libanesischen Hizbullâh zusammen mit denen der ihnen zahlenmäßig noch überlegenen irakischen al-Ḥašd aš-Šaʽbî seien in den letzten zehn Tagen in den SO von Damaskus vorgestoßen, um die SAA und deren Alliierte zu unterstützen. Ersterer wie irakische Paramilitärs befänden sich seit 2013 auf syrischem Boden, nicht nur um die Damaskus-Bagdad-Autobahn gegen die Terroristen sichern zu helfen sondern ebenso die Grenzen. Kräfte von al-Ḥašd aš-Šaʽbî befänden sich erst seit 15 Monaten zum selben Zweck in Syrien, wobei sie sich zunächst im Gebiet von Sayyida Zainab (mit dem besonders für Šîʽiten bedeutsamen Wallfahrtsort) nahe Damaskus verteilt hätten sowie in den Provinzen Aleppo und Dair az-Zaur. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231001125 vom 21.5.2017)

Terroranschlag  vom 21.5.2017:
Südlich der Stadt verbarrikadierte IS-Terroristen beschossen die Stadt Salamiyya, ca. 30km östlich von Ḥamâ, mit Mörsergranaten, wobei eine in ein Wohnhaus einschlug und einen Bewohner verletzte. Aktualisierung: die Opferzahl erhöhte sich durch weiteren Raketenbeschuß auf einen Toten und drei Verletzte bei enormen materiellen Schäden. (http://www.sana.sy/?p=558721)

Terroranschläge vom 20.5.2017:
Aufgrund des Beschusses mit Raketen durch IS-Terroristen auf die Stadtteile Harâbiš und al-Ğaura von Dair az-Zaur waren 15 Tote und 63 Verletzte – überwiegend Frauen und Kinder – zu beklagen, von den materiellen Schäden gar nicht zu reden. (http://www.sana.sy/?p=558144)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.5.2017 informiert: http://www.sana.sy/?p=558186 (Präzise effektive SAAF-Angriffe gegen IS-Standpunkte und dessen Infiltrationsroute vom Vortag im Friedhofsbereich von Dair az-Zaur sowie verbliebene Schlupfnester  mit Eliminierung etlicher Terroristen samt deren Waffen und sonstiger Ausrüstung.)

Eine 3. Charge Militanter samt Familienangehörigen verließ am 20.5.2017 morgens den Stadtteil Barza im Ostteil von Damaskus in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.) in Richtung Norden. (http://sana.sy/en/?p=106562)

Laut einem Bericht der türkischen Zeitung Zaman erscheint in Istanbul ein Buch des IS mit Genehmigung (!) der tür­kischen Behörden, welches als Werbung für die Terrororganisation und ihre Verbrechen zu werten ist. (http://www.sana.sy/?p=557883)

IS-Buch auf Türkisch, Abbildung: SANA

IS-Buch auf Türkisch, Abbildung: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106515, http://www.sana.sy/?p=557934 (Beseitigung von IS-Basen und – motorisierten Trupps in präzisen und konzentrierten angriffen um das Friedhofsgebiet und das sog. Regiment 137 mit Zerstörung eines Nestes mit Abschußanlagen für Mörsergranaten und mit Artillerie bestückten Kampfwagen in Dair az-Zaur.)

Die Behörden stoppten am 19.5.2017 einen Waffen- und Munitionstransporter für die Terroristen, unterwegs auf der Straße Ḥamâ Maṣyâf, mit Konfiszierung des Frachtguts und Inhaftierung der Schmuggler. (http://sana.sy/en/?p=106508, http://www.sana.sy/?p=557815)

Nach einem erneuten vierten Gespräch mit dem UN-Gesandten de Mistura um 10.00 Uhr Ortszeit in Genf wandte sich Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als Leiter der Regierungsdelegation am 19.5.2017, in einer abschließenden Pressekonferenz nochmals an die Öffentlichkeit. Dabei nahm er die Hauptpunkte des am Vortag Mitgeteilten wieder auf. Von den während der 5. Genfer Gesprächsrunde vereinbarten vier Themenbereiche (vgl.u.) war demnach dieses Mal keiner diskutiert worden. Dafür habe das informelle Treffen der Verfassungsexperten stattgefunden. Dazu bemerkte er: „In this round, we discussed mainly one topic, which can be considered as the fruit that matured or resulted from this round. I mean expert meetings. One expert meeting was held yesterday between our experts and experts of the Special Envoy’s team and this is the only result that we came out with in this round.” Auf eine Reporterfrage hin, erwiderte der Regierungsvertreter, daß der US-Angriff nahe at-Tanaf mit de Mistura sehr wohl zur Sprache gekommen sei. Er stehe jedoch in einer Reihe solcher Angriffe gegen den syrischen Staat, wobei er frühere US-Bombardements mit den zahlreichen syrischen zivilen Opfern und der zerstörter Infrastruktur in der Folge erwähnte wie solche durch die französische und britische Luftwaffe auf syrischem Gebiet innerhalb der völlkerrechtswidrig in Syrien agierenden US-geführten Koalition. Diese zusammenfassend äußerte er: „At every meeting, we would like to remind the attendees that state terrorism is being practiced against our country.”  Als völlig falsch wies er Medienmeldungen zurück, wonach es bei dieser Runde um  „political transition“ oder die Form der Regierung gegangen sei: „I said that in this round there was only one meeting at the expert level, which was yesterday’s meeting. I mean between our experts and the experts of the Special Envoy, but the agreement is that these technical meetings take place during the rounds and not between or after them.” Näheres zur Umsetzung der Mechanismen bzgl. der De-Eskalationszonen sei ebenfalls nicht Thema gewesen. Zu den neuerlich wiederholten US-Anschuldigungen hinsichtlich des Gefängnisses in Ṣaidnāyā (vgl.u.) erklärte der Diplomat, es sei absolut nicht neu, daß derlei haltlose Behauptungen immer vor neuen Gesprächsrunden in Genf oder Astana oder wichtigen Treffen innerhalb der UN etc. wieder hervorgekramt würden, nur um Syrien verstärkt unter Druck zu setzen. Wörtlich führte er aus: „The purpose of this fabricated story by the US intelligence is to increase the pressure on us politi­cal­ly as a government and secondly to prepare for the visit of US President Donald Trump to Riyadh be­cause he talks about the establishment of a new Arab Islamic NATO, which is a funny story, funded by Saudi regime and Gulf countries who are ready to spend billions of dollars on the fabrication of wars in the region besides the existing wars.  … This story is part of the general view of the pressure exerted on the Syrian government. It is no coin­cidence that this type of allegation appeared on the first day of our arrival in Geneva because it was intended to defame and exert pressure on us politically and to help the other extremist parties who reject the political solution in the escalation during the Geneva round.” Er schloß: „only the nuclear weapon is left to hit us and they no longer have dangerous toys, but to use the nuclear and accuse us of using it.” (http://sana.sy/en/?p=106460)
Der UN-Gesandte de Mistura bestätigte später die Aussagen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî dahingehend, daß es bei den angesprochenen Expertenreffen nur um einen Beitrag zur Erleichterung des politischen Prozesses gegangen sei, während es allein Sache der syrischen Bevölkerung sei, ihre Verfassung zu bestimmen (drafting Syria’s constitution is up to the Syrian people). (http://sana.sy/en/?p=106518)

Vertreter der sog. „Freien Syri­schen Armee“ (FSA, zur Einordnung vgl.u.!) ließen am 18.5.2017 per unterzeichnetem Dokument hinsichtlich der Genfer Gespräche mitteilen: „Wir haben beschlossen, unsere Beteiligung an den Gesprächen ab morgen (dem 19. Mai) einzufrie­ren“. Man sei sich innerhalb der Delegation über den Entscheidungsprozeß nicht klar, weshalb eine Verhandlungsstrategie fehle. (https://sptnkne.ws/eyYt) – Dies bestätigt die früheren Äußerungen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî über die Zerstrittenheit der Gegner, die keine einheitliche Position einnähmen. (vgl.u.). Vgl. dazu auch die Ausführungen von Dr. al-Assad per Interview.

Laut einem Mitglied der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe (auch HNC, vgl.u.) ist auch diese zerstritten. Heftige Differenzen herrschten aufgrund der unterschiedlichen persönlichen Interessen der Operatoren der Delegierten [die als deren Ausführungsgehilfen tätig seien], von denen es drei Hauptfiguren gebe, alle anderen spielten eine vernachlässigbare Rolle. Laut Russia Today  bestehe auch Uneinigkeit darüber, mit anderen Oppositionsgruppe – der Kairo- und Moskau-Plattform (vgl. jeweils u.) – eine einheitliche zu bilden wie zwischen dem HNC (vgl.u.) und seiner Verhandlungsdelegation, die sich nicht plangemäß verhalte. (http://sana.sy/en/?p=106497)

Brett McGurk, der seit Oktober 2015 vom damaligen US-Präsidenten Obama ernannten Sonderbeauftragte für die US-geführte Allianz, schloß auf einer Pressekonferenz in Washington vom Fr., 19.5.2017 jegliche Kooperation mit Präsident Dr. al-Assad im Kampf gegen den IS aus. Dazu äußerte er im Vergleich zum Irak: „In Syrien ist die Situation komplizierter, da wir dort keinen Partner, vertreten durch die Regierung, haben, und mit dem Assad-Regime werden wir nie zusammenarbeiten“. (https://sptnkne.ws/ezqC) – Nach der Irak-Invasion von 2003 hatte die US-Besatzungsmacht eine neue Regierung mit entsprechendem System für Wahlen und Regierungsbildung geschaffen, das im Land schon lange in heftiger Kritik steht (s. Irak).

In Stellungnahme zu jener US-Aggression auf einen SAA-Posten in der Großen Wüste rief der Vize-Sprecher des UN-Generalsekretärs, Farḥân Ḥaq, während einer Presseerklärung vom 19.5.2017 gemäß einer Meldung von AFP zur Mäßigung auf. Der Angriff stelle eine Verletzung der Charta und Grundsätze der Vereinten Nationen dar. Es sei absolut notwendig, eine weitere Eskalation des Konfliktes in Syrien zu vermeiden.  Daher forderten die UN, alle Handlungen zu vermeiden, die das Leid des syrischen Volkes nur erhöhten. Außerdem ließ UN-Generalsekretärs Guterres nochmals festhalten, daß die Krise in Syrien nicht mit militärischen Mitteln zu lösen sei.(http://www.sana.sy/?p=558008)

Zum Angriff der US-geführten Koalition im Raum at-Tanaf (s.u.) vom Do., 18.5.2017, wurde von einem Mitkämpfer der die irakische Armee im Antiterrorkampf verstärkenden al-Badr-Bewegung [Teil der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî!] am Sa., 20.5.2017, ein Amateur-Video veröffentlicht, das zeigt, wie Kämpfer auf seiten der irakischen Regierung mit FlaG auf die angreifenden Kampfflieger der Koalition schießen.
Die Kämpfer von unterstützten die SAA im Antiterrorkampf entlang der Damaskus-Bagdad-Autobahn. Dazu gehörten: die Badr-Bewegung, die Syrian Social Nationalist Party (SSNP), die 313 Forces (syrische Bürgerwehr), die libanesische Hizbullâh, Ḥarakat al-Abdâl (irakische Paramilitärs), die Katâ’ib bzw. Liwâ´ Imâm ʽAlî (irakische Paramilitärs) und die Katî’ib Hizbullâh (ebenfalls irakische Paramilitärs).
Um erneute derartige Angriffe möglichst abzuwehren bzw. die vom Angriff betroffenen Kontingente aufzustocken, wurde eine große Anzahl weiterer Streitkräfte in den Süden entlang dieser Autobahn verlegt, wie es am Freitag hieß. Diese würden zum at-Tanaf-Grenzübergang vorstoßen, unterstützt durch die National Defense Forces (NDF), die libanesische Hizbullâh, Liwâ´ Imâm ʽAlî, die SSNP wie die AMN. Östlich von Damaskus müsse entsprechende FlaG installiert werden, um weiteren solchen Luftangriffen begegnen. Auch lauerten in der großen Wüste Verbände der US-trainierten FSA (zu deren Einordnung s.u.!). Gegen diese wird auch durch die SAA im Osten von as-Suwaidâ´ vorgegangen, wobei noch am Donnerstag ein Großteil ein Boden wiedergutgemacht worden sei.. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231000841)

Kampfjets der US-geführten Koalition bombardierten am Do., 18.5.2017, um 16.30 Uhr Armeeposten auf der Straße zum Grenzübergang at-Tanaf in der Großen Wüste (al-Bâdiyya). Neben entsprechenden verursachten Sachschäden wurden  dabei etliche Personen getötet. Diese unverhohlene Attacke lasse sich nicht mit dem Kampf gegen den Terrorismus rechtfertigen, kommentierte die  meldende Person, da dies allein die auf eigenem Territorium agierende SAA tue und sich ihre Operationen von keinem Ausländer vorschreiben lassen müsse. Sie äußerte: „The attempt to justify this act of aggression by saying that the targeted forces failed to respond to the warning to stop advancing is completely rejected. … The Syrian Arab Army is fighting terrorism on its territory, and no party what­so­ever has the right to determine the course and destination of the army’s operations against the terro­rist organizations, mainly ISIS and al-Qaeda.” Dem wurde hinzugefügt: „those who claim to be fighting [those two terrorist organizations] should direct strikes against them and not against the Syrian Arab Army, which is the only legitimate force that is fighting terrorism along with its allies and friends.” (http://sana.sy/en/?p=106462, http://www.sana.sy/?p=557697) –  Das russische Außenministerium verurteilte diesen US-Militärschlag als inakzeptabel und Verletzung der Souveränität Syriens. (http://www.sana.sy/?p=557717)
Rußlands Außenminister Sergei Lawrow bemerkte am Fr. 19.5.2017, zum US-Angriff innerhalb einer fest­gelegten  De-Eskalationszone: „Was auch der Grund für die Entscheidung des US-Kommandos war, solch einen Angriff zu führen, so ist er illegi­tim, verfassungswidrig und eine weitere grobe Verletzung der Souveränität der Arabischen Republik Syrien“. Das Pentagon habe den Angriff damit zu rechtfertigen, daß „diese Regierungskräfte eine Bedrohung für die Opposition schufen, die mit amerikanischen Militärs aus der Koalition zusammenarbeitet“. Das sei jedoch verfassungswidrig, illegal und eine eklatante Verletzung der syrischen Souveränität. (http://www.sana.sy/?p=557717, s.a. https://sptnkne.ws/ezgq)

In einer Pressekonferenz äußerte sich der Führer der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 18.5.2017 über die Resultate der letzten drei Konsultationen seiner Gesandtschaft mit dem UN-Gesandten de Mistura und seinem Team. Kurzgefaßt sei man übereingekommen, daß Verfassungsexperten beider Gruppen ein informelles Treffen abhielten. So erwähnte er:„During the past two days, we had extensive consultations with the Special Envoy and his team, and today we had a lengthy meeting with him in the morning. These intensive consultations resulted in an initial agreement between our delegation and the Special Envoy’s delegation, according to which an informal meeting started a few minutes ago between constitutional experts from our delegation and constitutional experts from de Mistura’s delegation.” Zur Tätigkeit dieser Gruppe später am selben und notfalls noch am morgigen Tag bemerkte er: „The purpose of this meeting is to discuss the paper of basic principles, which includes in its articles appropriate points that serve as constitutional principles, and herein we refer to the basic principles paper which consists of 12 points where the elements related to the constitutional process will be dealt with out of these 12 points.” Die Resultate dieses Treffens würden dann der gesamten Delegation zur Beschlußfassung vorgetragen werden. Das Expertentreffen auf Initiative der syrischen Regierung ersetze die Alternatividee eines „consultative mechanism“, der aus verschiedenen Gründen erfolglos geblieben war. Mit diesem Schritt verbinde er die Hoffnung, daß sich die Genfer Gespräche endlich ernsthaft entwickelten, „with the affirma­tion now and in the future that the subject of the constitution is the exclusive right of the Syrian peo­ple, and we do not accept any foreign interference.” Auf die Nachfrage eines Reporters hierzu erwiderte er, die Arbeit der Expertengruppe habe nicht zu tun mit der Verfassung als solcher, deren Inhalt zu bestimmen, allein dem syrischen Volk zustehe. Es gehe dabei vielmehr um einen Gedankenaustausch hinsichtlich technischer Vorschläge, wie der konstitutionelle Prozeß gestaltet werden könne, basierend auf den diesbezüglichen Punkten des basic principles paper (vgl.u., 5. Genfer Gesprächsrunde). Verdeutlichend fügte er hinzu, es sei „A purely unofficial technical wo[r]k that doesn’t produce a decision. This is the agreement.” Zum Ende dieser 6. Runde Genfer Gespräche werde er sich nochmals an die Presse wenden, versprach er. (http://sana.sy/en/?p=106383, http://www.sana.sy/?p=557028)

Präsident Dr. al-Assad empfing am 18.5.2017 den irakischen Nationalen Sicherheitsberater und Gesandten von Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî, Fâliḥ al-Fayâḍ,  in Damaskus. Hauptthema war die Verstärkung der gegenwärtigen Kooperation beider Länder in der Bekämpfung des Takfîr-Terrorismus an sich und des IS an der gemeinsamen Grenze in praxi auf militärischem Gebiet im Besonderen. Diese Zusammenarbeit biete einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in beiden Ländern im Kampf gegen den gemeinsamen Feind. Dieser bezwecke die Schwächung und Teilung der Länder der Region [vgl.u. bzgl. Balkanisierung!] mittels des Einsatzes von Terrorgruppen. Al-Fayâḍ hob seinerseits zudem hervor, alle Länder, ob innerhalb oder außerhalb der Region müßten sich gegen den Terrorismus einsetzen, da dieser real auch die gesamte Welt bedrohe. (http://sana.sy/en/?p=106392, http://www.sana.sy/?p=557244)

In der Abteilung für Medienentwicklung des Informationsministeriums wurde zusammen mit dem Sozialministerium, vertreten durch Ministerin Rîmâ al-Qâdirî, und in Kooperation mit dem National Committee for UNESCO in einem Festakt ein Projekt ins Leben gerufen, das sich den negativen Auswirkungen des Kriegs in Syrien speziell gegenüber Frauen widmet und Lösungen erarbeiten soll. Laut Informationsminister Muḥammad Râmiz Turğumân hätten die Medien hierbei eine spezielle Verantwortung im Aufzeigen der Probleme wie von Lösungsansätzen wie in der Darstellung der zahlreichen Kapazitäten von Frauen, die sich nicht auf die Familienfürsorge beschränkten. Hier müsse Frauen auch Mut gemacht werden, ihren Fähigkeiten entsprechende Berufe zu ergreifen. (http://sana.sy/en/?p=106398)

Das letzte Kontingent Militanter samt Familienangehörigen verließ ab Donnerstag  abend in bereitgestellten Bussen den Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ gemäß dem erzielten Rekonziliierungsabkommen (s.u.). Die Aktion werde laut Gouverneur wohl noch bis Samstag anhalten, da insgesamt ca. 600 ehemals Bewaffnete mit etwa 2500 Familienmitgliedern gen Norden ausgeschafft würden. (http://sana.sy/en/?p=106465, http://www.sana.sy/?p=557665) – Tatsächlich dauerte der Abtransport noch bis zum So., 21.5.2017 an.  (http://sana.sy/en/?p=106637, http://sana.sy/en/?p=106632)

Auch am Do., 18.5.2017, fand sich die die Regierungsdelegation zu einem Treffen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sitz der UN in Genf ein. Nach Mittag kam letzterer auch mit der der sog. ar-RiyâḍGruppe (auch HNC, vgl.u.) dort zusammen. (http://sana.sy/en/?p=106383)

Terroranschläge vom 18.5.2017:
Zwei Bürger wurden durch ISRaketenbeschuß in Salamiyya im O-Rîf von Ḥamâ verletzt, Häuser und anderes privates und öffentliches Gut beschädigt. Wieder beschossen IS-Terroristen den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur mit Raketen, töteten damit drei Anwohner, verwundeten drei weitere, wobei zwei der Kinder in Lebensgefahr schweben, und richteten entsprechende materille Schäden an.
Infolge Raketenbeschusses auf den öfffentlichen Park des Stadtteils al-Kâšif von Darʽâ kamen vier Kinder ums Leben, mehrere Bürger wurden zudem verletzt in einem neuerlichen Bruch der Vereinbarung bzgl der De-Eskalationszonen.
(http://sana.sy/en/?p=106376)

In der Morgendämmerung des 18.5.2017 überfiel eine große Gruppe IS-Terroristen das Dorf ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya, 17km östlich von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ; dort brachen sie am Südrand des Orts in die Häuser der schlafenden Bewohner ein, massakrierten sie und plünderten bis eine SAA-Einheit verstärkt durch die Volkswehr zu Hilfe kam, die Terroristen erfolgreich bekämpfte und deren Reste in die Flucht in die Tiefen der Wüste trieb. Gemäß Repräsentanten der betroffenen Krankenhäuser waren die eingelieferten 52 Leichen, darunter die von 15 Kindern zwischen drei und 13 Jahren, aufs Übelste zugerichtet und verstümmelt. Mehr als 100 Verletzte mußten behandelt werden, die meisten darunter Frauen und Kinder. Einen weiteren Angriffsversuch Affiliierter des IS vom Süden des Dorfes her vereitelten ebenfalls Armee- und Volkswehrangehörige. (http://sana.sy/en/?p=106405, http://www.sana.sy/?p=557005)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106373 und http://www.sana.sy/?p=557005 (Entgegen manchen Medienberichten seien in der Provinz Aleppo die wichtigen Verbindungsstraßen ḪanâṣirAleppo sowie ḪanâṣirAṯriyâ absolut sicher, es herrsche dort normaler Verkehr; ein IS-Angriffsversuch im Gebiet von al-Mağbal sei in den Morgenstunden erfolgreich zurückgeschlagen worden; der Feind habe dabei schwere Verluste erlitten. In der Morgendämmerung  zusammen mit der Volkswehr Eliminierung einer IS-Angriffstruppe wie einer von IS-Affiliierten am Südrand des Dorfes ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya, 17km im O-Rîf von Ḥamâ samt einer großen Menge von deren militärischer Ausrüstung. Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps und deren Schlupfnestern im Gebiet Umm ar-Rumân und beim Sadd [Staudamm] al-Qaryatain im  SO-Rîf von Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten wie auch unweit des Dorfes al-ʽAliyâniyya. Zerstörung von IS-Stellungen und -Nachschubrouten inklusive eine Nest von Maschinengewehrschützen im Umkreis des Friedhofs am Südrand von Dair az-Zaur; unter den getöteten Terroristen fanden sich auch die beiden IS-Kommandeure Ḥamza al-Ismâʽîl und Zakariyâ al-ʽArab sowie im Dorf Buqruṣ im östlichen Landkreis der Provinzhauptstadt der prominente IS-Sicherheits“offizier“ des aš-Šaḥîl-Gebiets namens ʽAbdul-Ḥay Muḥammad al-Ḫâlid mitsamt seinen Kumpanen; zudem Vernichtung einiger IS-Fortifikationen in den Gebieten aṯ-Ṯarda und ar-Rabîʽiyât im S von Dair az-Zaur.)

Ein weiteres Treffen der Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Mistura findet am 17.5.2017 um 3.00 Uhr Ortszeit am Sitz der UN in Genf statt. (http://sana.sy/en/?p=106280)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106286 und http://www.sana.sy/?p=556440 (Vereitelung von IS-Angriffen beim Friedhofsgelände und im Stadtteil al-Muwaẓafîn  von Dair az-Zaur mit Eliminierung (inkl. verwundeten) von knapp 60 IS-Terroristen samt einem Panzer, zwei BMPs, zwei weiteren mit 23mm-Maschinengewehren bestückten Kampfwagen, und zur Bombe umfunktionierten Bulldozer; weitere Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz des Flughafens und des sog. Liwâ´ at-Ta´mîn mit 20 getöteten Terroristen; präzise erfolgreiche SAAF-Nachtangriffe auf IS-Basen und motorisierte Trupps im Bereich aṯ-Ṯarda, al-Maqâbir (Friedhof), der Fabriken und Deponien, al-Ḫasârât, al-Kanâmât, al-ʽArḍî und aš-Šaiḫ Yâsîn sowie vom  Dorf al-Ğafra sowie am Morgen noch al-Ḥamîdiyya, Ḥaṭla und Safîra.)

Terroranschläge vom 17.5.2017: Die im Süden gelegene Provinzhauptstadt Darʽâ wurde im Verstoß gegen die Vereinbarung zur Einrichtung von De-Eskalationszonen erneut von Terroristen mit Raketen beschossen. Dabei wurden im Stadtteil as-Saḥârî fünf Bewohner durch Schrapnells verletzt, während infolge der Treffer auf Wohnhäuser dieselben in den Stadtgebieten as-Saḥârî, al-Maṭâr  [also beim Flughafen] und Sağna Feuer ausbrach, im Stadtteil al-Kâšif gab es ebenfalls materielle Schäden. In Dair az-Zaur bombardierte eine IS-Drohne Wohnhäuser und öffentliche Plätze im Stadtteil al-Quṣûr, wobei drei Anwohner verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=106287, http://www.sana.sy/?p=556418)

In Jerusalem äußerte der israelische Wohnungsbauminister (Minister of Construction & Housing) und frühere Verteidigungsminister, General Yoav Galant, am 16.5.2017: „Time to assassinate Assad“. Dann sei „the serpent’s head” in Teheran an der Reihe. (https://www.youtube.com/watch?v=XncWWasEqHk vom 17.5.2017;  das Video von Russia Today war  am Vormittag des 18.5.2017 bei youtube noch abrufbar, nachmittags nicht mehr).

Nach Ankündigung von Rußlands Präsident Putin vom Di., 16.5.2027, träfen sich demnächst Delegierte aus Rußland, des Iran und der Türkei in Ankara, um auf militärischer Ebene über die Umsetzung der Einrichtung der vier De-Eskalationszonen zu beraten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27092-iran_russland_und_die_t%C3%BCrkei_wollen_in_ankara_milit%C3%A4rische_beratungen_zu_syrien_f%C3%BChren)

Am 16.5.2017 traf die Regierungsdelegation zu Gesprächen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sitz der UN in Genf zusammen wie mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow. Letzter hatte zudem eine Unterhaltung mit der sog. Moskau-Plattform (vgl.u.) der Oppositionellen. (http://sana.sy/en/?p=106242, http://sana.sy/en/?p=106275)

Dr. Bišr aṣ-Ṣabân, Gouverneur des Stadtbereichs von Damaskus, besichtigte mit Fachleuten den kürzlich von Terroristen befreiten, jedoch teilzerstörten Stadtteil al-Qâbûn (vgl.u.), um sich ein Bild der Lage zu machen und den Bewohner dringend benötigte Hilfe zu bringen. Zudem entminten Spezialeinheiten das Gebiet und entdeckten dabei noch 25 Tunnel und drei Anlagen zur  Herstellung von Sprengkörpern der Terroristen. (http://sana.sy/en/?p=106277, http://www.sana.sy/?p=556029 mit Video)

Die wiederholten Opfer unter Zivilisten durch Bombardements der US-geführten Koalition im Raum Dair az-Zaur beschäftigen nun auch die UNO. So äußerte der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stéphane Dujarric: „Die Uno bekommt weiterhin beunruhigende Berichte über die andauernden Zusammenstöße und die Eskalation der Kampfhandlungen, die das Leben von Zivilisten in der Provinz Deir ez-Zor bedrohen“ und fuhr fort: „Gestern kosteten die Luftangriffe auf die Stadt Abu-Kemal in den ländlichen Gebieten von Deir ez-Zor laut Berichten Dutzende Menschen, darunter Frauen und Kinder, das Leben.“ Dies bringe die Einwohner der Provinz Dair az-Zaur nur zusätzlich [zu den Aktionen des IS, vgl.u.] in Gefahr. (https://sptnkne.ws/exFt)

Wegen der jüngsten zivilen Bombardementopfer von al-Bû Kamâl (Provinz Dair az-Zaur, vgl.u.) und al-ʽAkîr­šî östlich von ar-Raqqa (vglu.) richtete das Außenministerium am 16.5.2017 wiederum identische BeschwerdeSchreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden und wies dabei erneut auf die grundsätzlich schon völkerrechtswidrige Art jener Operationen hin, welche zudem gegen die Souveränität und territoriale Einheit Syriens gerichtet seien.  (http://www.sana.sy/?p=556019)

Wie schon am Vortag (s.u.) töteten und Verletzten Kampfjets der US-geführten Koalition am 16.5.2017 während ihres Bombardements – dieses Mal der Grenzstadt al-Bû Kamâl, ca. 140km im SO von Dair az-ZaurBewohner, zerstörten deren Häuser und sonstiges privates und öffentliches Eigentum. Bei den Opfern handelt es sich bislang um 31 Tote und viele Verletzte, hauptsächlich Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=106213)

Pünktlich zum Beginn einer neuen Runde mit dem Zweck der friedlichen Beilegung der Syrienkrise wird wie üblich von syrienfeindlicher Seite eine die Regierung in Damaskus diffamierende Geschichte lanciert: waren es bislang die ständig wiederholten, aber nicht nachweisbaren Faßbomben– oder Giftgasangriffe gegen die syrische Bevölkerung bzw. tatsächlich faktenlose Beschuldigung  hinsichtlich des Gefängnisses Ṣaidnāyā (Saidnaya) durch Amnesty International [s.u. 17.2.2017 und Präsidenten-Interviews vom 16.2.2017 und 10.2.2017 mit besonders Yahoo News] wird nun letzteres erneut thematisiert, indem seitens der US-Administration behauptet wird, zum Verbergen von Massenmorden an Häftlingen seien deren Leichen in einem Krematorium beseitigt worden. Vom Außenministerium wurde dies kategorisch als faktenwidrige Erfindung und „fundamentally untrue” zurückgewiesen. Es handele sich dabei um eine am Holocaust abgelehnte „new Hollywood story”. Derlei diene nur der Rechtfertigung völkerrechtswidriger US-amerikanischer Angriffe auf Syrien. (http://sana.sy/en/?p=106215)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106192 und http://www.sana.sy/?p=555760 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Rückeroberung der strategisch östlichen und nordwestlichen bedeutsamen Anhöhen, der Tilâl aṬafḥa, ca. 20km im NW der 4. Öltransportstation im O-Rîf von Ḥomṣ nach erfolgreichen Gefechten gegen den IS mit Zerstörung von dessen militärischer Ausrüstung inklusive dessen mit Artillerieausgerüsteter Kampfwagen.)

Laut Information durch das russische Außenministerium vom 16.5.2017 war die Situation in den vergangenen 24 Stunden in den De-Eskalationszonen stabil. Es  kam zu insgesamt 13 Verletzungen je im Umland (Rîf) von Damaskus (viermal), al-Lâḏa­qiyya (zweimal), Ḥamâ (sechsmal) und einmal in  Idlib. – Am Vortag hatte es neun Verstöße in Zonen von Damaskus, Darʽâ, Ḥamâ und Ḥomṣ gegeben. Die Fälle ereigneten sich mittels kleiner Waffen in den von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierten Gebieten. (http://sana.sy/en/?p=106202, http://www.sana.sy/?p=555805)

Zu Beginn der 6. Genfer Gesprächsrunde traf sich die Regierungsdelegation am 16.5.2017 mit dem UN-Gesandten de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=106157). – Eine Delegation aus Qaṭar soll ebenfalls angereist sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27018-genf_heute_wieder_syrien_friedensgespr%C3%A4che)

Das 10. Kontingent Militanter mitsamt Familienangehörigen (zusammen 2350 Personen) wurde ab 15.5.2017 bis Mittag des 16.5.2017 aus al-Waʽir in Ḥomṣ gemäß Rekonziliierungsabkommen (s.u.) in 50 Bussen in Richtung Idlib verbracht. (http://sana.sy/en/?p=106168)

In einer Pressekonferenz am Vorabend der nunmehr 6. Runde Genfer Gespräche zur Beilegung der Syrienkrise am 15.5.2017, ließ der UN-Gesandte de Mistura die Presse wissen, diese würden in Fortführung der erreichten Positionen mehr in die Tiefe gehen und sich auch der Praxis widmen. Auch das in Astana unterzeichnete Memo­randum zu den De-Eskalationszonen werde ein Thema sein. Das Treffen werde sich insofern von den bisherigen unterscheiden, als die Delegationen aller Parteien teilnähmen und sich bereit erklärt hätten, sich an die zuvor erarbeitete Agenda zu halten [beide Male ein Seitenhieb auf Oppositionelle, vgl.u.!]. Bei Nachfrage eines Reporters wurde jedoch deutlich, daß trotz dieser Aussage die Kurden wieder nicht vertreten seien sondern erst beim nächsten Mal [die Regierung unterstützt deren Teilnahme, vgl.u.!]. Die Regierungsdelegation, wieder unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî , sei bereits angereist. Er wie sein Stellvertreter, Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî, stellten beide das besondere Interesse der syrischen Regierung an einem ernsthaften Dialog zu allen zu diskutierenden Sachverhalten auf Basis der entsprechenden UN-Resolutionen wie einer politischen Lösung heraus. (http://www.sana.sy/?p=555168, http://sana.sy/en/?p=106080, http://sana.sy/en/?p=106114)

Das Oberste Armeekommando gab am Mo., 15.5.2017 bekannt, die Armee mit unterstützenden Streitkräften hätten ihre Pflicht zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region al-Qâbûn im NO von Damaskus samt Farmen im Umkreis davon erfüllt. Dabei habe man dem Feind, Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, heftige Verluste beigebracht. Damit  sei die Sicherheitszone um Damaskus deutlich  ausgeweitet und gestärkt worden und der Druck auf  die noch in Ost-al-Ġûṭa verbliebenen Terroristen sei gewachsen, vor allem auch dadurch, daß deren Nachschubwege nun abgeschnitten seien. Zerstört wurden während der Operation etliche Fortifikationen und Schlupfnester sowie Tunnel der Terroristen, die dem verborgenen Waffen- und Munitionstransport wie  Überraschungsangriffen dienten. Den Verantwortlichen für die Rekonziliierungsgespräche dankte er zudem für deren Engagement. (http://sana.sy/en/?p=106121, http://www.sana.sy/?p=555541)

Am Nachmittag des 15.5.2017 konnte der Gouverneur von Damaskus verkünden, nach Beendigung der 2. und letzten Phase des Rekonziliierungsabkommens mit Auschaffung weiterer Militanter und ihrer Familienangehörigen sei al-Qâbûn (s.u.) nun endlich von Terroristen frei. Bombenräumkommandos seien bereits dabei, hinterlassene Sprengsätze aufzuspüren und unschädlich zu machen. (http://www.sana.sy/?p=555335)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106050 und http://www.sana.sy/?p=555076 (Durch gezielte Angriffe der SAAF und von Panzern Zerstörung von IS-Fortifikationen auf der Anhöhe Nr.17, beim Elektrizitätswerk und dem Liwâ´ at-Ta´mîn am SW-Rand von Dair az-Zaur samt deren aufgerüsteten Kampfwagen. Vereitelung eines nächtlichen IS-Angriffsversuchs auf einen Militärposten zum Schutz von al-Mağbal östlich von as-Saʽn im Umland von Ḥamâ mit Vernichtung von deren mit Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen, Panzerfäusten, PKC-Maschinengewehren und zwei panzerbrechenden Artilleriegerätschaften.)

Terroranschläge vom 15.5.2017: Die Bewohner der Stadtteile al-Ğaura, al-Quṣûr und Harâbaš von Dair az-Zaur wurden durch die belagernden IS-Terroristen mit Mörsergranaten beschossen. dadurch wurde ein Kind getötet, 20 Anwohner wurden verletzt, zudem entstand entsprechender Sachschaden. In einer der De-Eskalationszonen, im Stadtteil as-Saḥârî von Darʽâ wurden infolge Raketenbeschusses ein Bürger verletzt und Häuser beschädigt, zudem brachen Brände aus. (http://sana.sy/en/?p=106144)

Wieder haben Kampfflieger der US-geführten Koalition einen Privatwagen, unterwegs vom Feld zum Dorf  al-ʽAkîr­šî, sowie jenes Dorf im O von ar-Raqqa bombardiert. Dabei starben die Bauern im Auto, die von der Feldarbeit zurückfuhren, wie Bewohner, bislang 22 Personen, als teils lebensgefährlich verletzt gemeldet wurden von lokalen Quellen 12 Personen. Die Opferzahl, meist Frauen und Kinder, dürfte wegen der schwer Verwundeten und den noch unter Trümmern weiter Verschütteten ansteigen. Deren Eigentum ist weitgehend zerstört wie auch die Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=106063, http://www.sana.sy/?p=555083 vom 15.5.2017)

Dura Europos, Vogelperspektive, Quelle: artifactsofalife.blogspot.com

Dura Europos, Vogelperspektive, Quelle: artifactsofalife.blogspot.com

Der IS hat sein Zerstörungswerk am Weltkulturerbe nun in der antiken Stadtanlage von Dura Europos, auf einem Plateau hoch über dem Euphrat zwischen Dair az-Zaur und al-Bû Kamâl gelegen, fortgeführt. Die über 150ha ausgedehnte Anlage aus dem 3. Jh. v.u.Z., einem bedeutenden Handelszentrum an der Seidenstraße und lokal als aṣ-Ṣâliʽiyya bekannt, beherbergte zahlreiche Sakral- und Profan-Bauten verschiedenster Jahrhunderte (auch aus späterer christlicher Zeit). Die Terroristen zerschlugen mit Vorschlaghämmern bedeutende Statuen und architektonische Dekorationselemente, nachdem sie und Kämpfer anderer Terrororganisationen zuvor schon vor Ort geplündert hatten, um verkaufbare Stücke außer Landes zu schmuggeln. (http://sana.sy/en/?p=106028, http://www.sana.sy/?p=554849 vom 14.5.2017)

Terroranschläge vom 14.5.2017:
Im N-Rîf von Ḥomṣ im Dorf al-Ġanṭû verschanzte Scharfschützen nahmen das Dorf Ğabûrîn unter Beschuß und verletzten eine Frau. Im selben Gebiet feuerten in Talbîsa verbarrikadierte Terroristen auf das Dorf al-Ašrafiyya mit Mörsergranaten, demolierten damit Wohnhäuser und anderes privates und öffentliches Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=105992)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105981 und http://www.sana.sy/?p=554779 (Zerstörung von IS-Fortifikationen und -Schlupfnestern im S von Dair az-Zaur nach heftigen Gefechten der Bodentruppen wie auch unter Einsatz der SAAF gegen IS-Stellungen beim Friedhof, den Stadtbereichen al-Ḥamîdiyya, Ḫasârât, Kanâmât, Ḥaṭla und Sufaira bei heftigen Feindverlusten. – In der Stadt al-Mayâdîn, 45km im  SO der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur kam es nach Vergiftungsfällen an ausländischen IS-Kämpfern vor Ort zu einer Verhaftungskampagne unter den Bewohnern, wie lokale Quellen SANA informierten; in der Gegend sei die Lage äußerst gespannt, nachdem ein Waffenlager des IS in die Luft geflogen sei; in al-Bû Kamâl wurden vom IS zwei junge Männer hingeschlachtet unter dem Vorwurf, sie hätten mit Dritten Kontakt gehabt.)

In israelischer Verwaltungshaft befinden sich auch Syrer – oft von den israelisch besetzten syrischen Golanhöhen [zur völkerrechtlichen Einschätzung vgl.u.]. Auch diese befinden sich unter den 1800 Gefangenen in Ğalbûʽ, welche laut Meldung der Nachrichtenagentur Wafâ vom Sa., 13.5.2017, seit 27 Tagen im Hungerstrike befinden. Sie fordern ein Ende der „Verwaltungshaft“ als solcher, die Erlaubnis, Familienmitglieder bei Besuchen im Gefängnis sehen zu können, Verbesserung der medizinischen Versorgung und weiterer Umstände, die als legitim eingestuft und in anderen Gefängnissen gewährt werden. (http://sana.sy/en/?p=105946, http://www.sana.sy/?p=554089)  – Eine grundsätzliche Kritik an der in Israel existierenden Verwaltungshaft z.B. durch Amnesty International ist nachzulesen  bei:http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/amnesty2.html und www.amnesty.org.

Das syrische Fernsehen übertrug am Samstagabend, 13.5.2017 die Geständnisse von Terroristen, welche sich den angeblichen „Hilfskräften“ der White Helmets [zur Einordnung s.u.!] angeschlossen hatten. So gab der Terrorist Walîd Hindî zu, daß sie innerhalb jener Gruppe beteiligt waren an der Anfertigung von gestellten Videos und Photos für einen türkischen TV-Kanal. Darin wurden spielfilmmäßig Chemieangriffe auf Zivilisten in aleppiner  Stadtteilen gestellt, die durch die Darstellung der Armee angelastet wurden. Bezahlt wurden die Teilnehmer dafür vom sog. „Regionalräte“ (engl.: local council, arabisch transkribiert: al-mağâlis al-maḥalliyya;  vgl.u. 8.11.2016!) der Terroristen, welcher seinerseits von den Golfstaaten finanziert wurde. Als Schauspieler erhielten sie Schutzkleidung und Tragbahren zum vemeintlichen Verletztentransport während Sirenen heulten.  Dabei bekamen sie u.a. von den Kameramännern Ibrâhîm al-Ḥâğ and Muḥammad as-Sayyid Anweisungen. Die Teilnehmer gaben zu, derlei schon des öfteren inszeniert, gefilmt und (zur Veröffentlichung) weitergegeben zu haben. Am 4.5.2017 hatte ein russischer Diplomat auf solche Sendebeiträge inszenierter angeblicher Chemieattacken der syrischen Armee  in Idlib durch den qaṭarischen Sender al-Ğazîra hingewiesen. (s.u.!). Ein anderer Terrorist, ʽImâd ʽAbdul-Ğawâd, gestand, daß er in Aleppo für die Extremisten Giftgas zu transportieren hatte.  So war ihm aufgetragen worden, toxische Chemikalien vom aleppiner Stadtteil as-Sukarî in den von al-ʽÂmiriyya per Auto zu schaffen, wobei es hieß, es handele sich um Putzmittel. Diese hätten jedoch schon während des Abladens von drei Wägen derart beunruhigend stechend gerochen, daß er nachgefragt und die unglaubwürdige Antwort erhalten habe. Auch hätten er und ein paar Kameraden beobachtet, wie Männer in einerm Kellergeschoß in einer den gesamten Körper umhüllenden Schutzkleidung die Flüssigkeit aus den Fässern in kleine Zylinder abgefüllt hätten, bis sie vor den Kellerfenstern entdeckt und vertrieben worden seien. Damit korreliert, daß im Januar 2017 Bombenräumeinheiten in der Altstadt Aleppos eine große Menge  chemischer Materialien saudischen Ursprungs entdeckt hatten, welche durch die geflohenen Terroristen zurückgelassen worden waren, einschließlich Senf- und Chlorgas u.a.m. (http://sana.sy/en/?p=105973, http://www.sana.sy/?p=554397)

Nach Auskunft der Parteien, welche die Waffenruhe überwachen, berichten, die Situation in den De-Eskalationszonen (vgl.u.) sei stabil. Gemäß einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums kam es zu elf begrenzten Verletzungen durch Schußwechsel mit traditionellen Waffen in den vom IS und Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierten Arealen der Provinzen Damaskus, Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏa­qiyya, Idlib und Darʽâ. Verhandlungen zwecks Beitritts zur Waffenruhe (vom 29.12.2016, vgl.u.) würden weiterhin geführt mit Feldkommandeuren in den Provinzen Damaskus, Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏa­qiyya, Idlib und Darʽâ. (http://www.sana.sy/?p=554176http://sana.sy/en/?p=105954)

Eine erste Gruppe nicht rekonziliierungswilliger Militanter in Höhe von 2289  (davon 1058  Bewaffnete, der Rest deren Familienangehörige) wurden laut dem Gouverneur Dr. Bišr aṣ-Ṣabân am Sa., 13.5.2017, um 12.00 Uhr mittags gemäß dem erzielten Abkommen aus al-Qâbûn am östlichen Stadtrand von Damaskus in Richtung Idlib ausgeschafft, während andere von der Amnestie Gebrauch machen wollten.  Bis dahin diente auch al-Qâbûn den Terroristen über vier Jahre lang als Ausgangspunkt für ständige Angriffe auf die Zivilbevölkerung wie das Militär (vgl.u.). Die Terroristen ergaben sich der Armee nach andauernden heftigen Gefechten, als die SAA den letztverbliebenen Verbindungstunnel (vgl.u.) entdeckte und zerstörte. 16 Stunden darauf  kam das Rekonziliierungsabkommen nach den üblichen Maßgaben (vgl.u.) zustande. (http://sana.sy/en/?p=106003)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105952 und http://www.sana.sy/?p=554143 (Vordringen in das bislang von Terroristen kontrollierte Tišrîn am Ost-Rand von Damaskus, nachdem zuletzt alle noch verbliebenen Bewaffneten samt Familienangehörigen ausgeschafft (vgl.u.) worden waren, mit Säuberung der Gegend von den durch die Terroristen hinterlassenen bzw. angebrachten Sprengsätze; Dasselbe gilt für al-Qâbûn (vgl.u.), so daß nach früheren harten Gefechten in beiden Arealen, die für über vier Jahre terroristische “hotbeds“ mit ständigen Angriffen auf benachbarte Gebiete darstellten, nun endlich Ruhe eingekehrt ist; nach stundenlangen Gefechten zudem Befriedung des Gebiets zwischen al-Qâbûn und ʽArbîn in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq (d.i. damaszener Umland)  nach Entdeckung des letzten verbliebenen Tunnels nach West-al-Ġûṭa und zur Autobahn; die Terroristen hatten ihn zu verdeckten Angriffsoperationen auf  Anwohner und die Armee benutzt. Eliminierung von teils motorisierten IS-Trupps in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Yâsîn, al-Ḥamîdiyya, Kanâmât und al-ʽUrfî von Dair az-Zaur wie um den Airport und den Friedhof mitsamt deren militärischer Ausrüstung.)

Michail Uljanow, der Direktor des Departements Nichtweitergabe und Rü­stungs­­kontrolle im russischen Außenamt, konstatierte am Fr., 12.5.2017, gegenüber Ria Novosti, westliche Staaten fürchteten eine objektive Untersuchung des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn im Umland von Idlib und täten daher alles, um eine solche zu verhindern bzw. immer weiter hinauszuzögern (vgl.u.!). Denn sie seien sich entgegen den wiederholt vehementen Anschuldigungen gegen die syrische doch nicht so sicher, daß diese mit dem Giftgaseinsatz an jenem Ort zu tun habe, sondern daß sich herausstellen können, daß eben doch Ğabhatu_n-Nuṣra oder andere Terrororganisationen die Verursacher gewesen seien.Zudem ist Sarin ein nicht sonderlich stabiler Stoff. Daher wird es bald ziemlich problematisch sein, seine Spuren nachzuweisen“, bemerkte er. (https://sptnkne.ws/evXd, https://sptnkne.ws/evXd für Zitat in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105907 und http://www.sana.sy/?p=553811 (Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz des Gebiets zwischen Ḫanâṣir in der Provinz Aleppo und Aṯriyâ in der Provinz Ḥamâ (zu früheren Attacken vgl.u.) mit Vernichtung der aufgerüsteten Kampfwagen samt Mannschaften; die wichtige Verkehrsstrecke sei vollkommen sicher, der Verkehr darauf normal, wurde klargestellt. Rückeroberung des südlichen Teils der al-Mušai­rifa-Steinbrüche im O-Rîf von  Ḥomṣ nach Beseitigung der letzten IS-Stellungen des Gebiets; zudem Errichtung der Feuerkontrolle über die Verbindungsstraße von Ğabâb Ḥamad, Rasm Ḥamîda, Ḫirbat as-Sabʽa, Habra al-Ġarbiyya und Habra aš-Šarqiyya im selben Areal nach Ausschaltung der Terroristentrupps.)

Eine Übersetzung des neuesten Präsidenten-Interviews vom 11.5.2017 mit dem weißrussischen Sender ONT ist wieder hier zu finden.

Nach Berichten von Bewohnern der grenznahen türkischen Siedlungen Okza Baglar und Demarczyk haben die syrisch-kurdischen Bewohner von ʽAfrîn auf syrischem Territorium syrische wie russische Fahnen gehißt, um sich vor eventuellen Angriffen durch türkisches Militär oder die sog. „moderate bewaffnete Opposition“ [MAO, vgl.u.] zu schützen. Dies meldete die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. (https://sptnkne.ws/evHr)

Wie schon sein Stellvertreter äußerte auch Rußlands Außenminister Lawrow auf die Journalistenfrage nach der Möglichkeit der Entsendung von US-Beobachtern in die De-Eskalationszonen, dies komme nur in Frage, wenn das für die Regierung in Damaskus akzeptabel sei. Rußland würde ein US-Engagement begrüßen, es tatsächlich US-Präsident Trump gewesen, der als erstes davon gesprochen habe: „We will welcome any contribution by the United States to the implementation of this con­cept. …  Initially, it was Donald Trump who spoke about the impor­tance of creating such safe zones where the population can breathe a sigh of relief”. Dann gab er bekannt, daß in 10 – 12 Tagen ein Treffen der drei Garantenstaaten der Waffenruhevereinbarung vom 29.12.2016  – d.i. Rußlands, des Irans und der Türkei – zustande komme. Dann würden Details zu den De-Eskalationszonen festgelegt wie die Einrichtung von Pufferzonen in ihrem Umkreis, Beobachtungsposten und Checkpoints:The experts will discuss specific parameters of these zones’ operation, including buffer zones around them, observation posts and checkpoints.”  Dann erklärte er noch, das am 4.5.2017 in Astana unterzeichnete Memorandum (vgl.u.) sehe die Beteiligung Dritter bei der Sicherung der De-Eskalationszonen vor, doch müßten sich freilich alle beteiligten Parteien, vor allem die syrische, darauf verständigen: „The memorandum signed in Astana envisages that observers from third countries could be involved in efforts to ensure the operation of the de-escalation zones. … Of course, that should be agreed with all parties concerned. Above all, this should be acceptable for the Syrian go­vern­ment.” (http://sana.sy/en/?p=105901 vom 12.5.2017)

Ein 2. Kontingent Militanter (718 Personen) samt Familienangehörigen (1246 Personen) ist am 12.5.2017 gemäß dem vorangegangenen Rekonziliierungsabkommen (s.u.) aus den damaszener Stadtteilen Barza und Tišrîn mit Bussen in Richtung Norden bis zum Nachmittag abtransportiert worden. Weitere sollen in den kommenden Tagen folgen, bis der gesamte Stadtteil von Kämpfern frei sei, informierte Gouverneur Dr. Bišr aṣ-Ṣabân die Presse.  (http://sana.sy/en/?p=105904, http://www.sana.sy/?p=553783)

Auf die Frage von Reportern, ob US-Truppen in den jüngst vereinbarten De-Eskalationszonen eingesetzt werden könnten, erwiderte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow am 11.5.2017, dies müsse zuvor mit der syrischen Regierung besprochen werden, denn:  Syria is a sovereign state, it has leadership so of course it is necessary to hold consultations with it to have its approval.” Deren Entscheidung liege bislang nicht vor, also sei es für eine Antwort noch zu früh. Die Grenzen der De-Eskalationszonen würden die während der 4. Astana-Konferenz gebildeten Arbeitsgruppen bestimmen. (http://sana.sy/en/?p=105883) – Ersteres ist eine dem Völkerrecht gemäße Einstellung.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105886 und http://www.sana.sy/?p=553655 (Eliminierung von motorisierten IS-Einheiten in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, Habra al-Ġarbiyya wie Habra aš-Šarqiyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ṭalâʽa aš-Šar­qiyya und Umm Ṣaḥrîğ im O-Rîf (-Umland) von Ḥomṣ mit Zerstörung der gegnerischen Fortifikationen unter heftigen Feindverlusten.)

Von der SDF ist zu hören, daß nun auch wieder der aṭ-Ṭabqa-Staudamm beim Assad-Stausee (vgl.u.) der Kontrolle des IS entwunden sei.  (https://sptnkne.ws/evvy)

Nach Erklärung des Innenministeriums konnten die zuständigen Behörden am 11.5.2017 einen Drogenschmuggler mit 10kg Haschisch und 7000 Captagon-Pillen (zum Verwendungszeck für Terroristen vgl. Teil II) verhaften. (http://sana.sy/en/?p=105879)

Laut Mitteilung des UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, vom Do., 11.5.2017, werde die nächste und 6. Runde der Genfer Verhandlungen zur Lösung der Krise in Syrien  am 16.5.2017 beginnen und voraussichtlich bis zum 19. Mai dauern. Es sei notwendig den Termin dicht an jenen der letzten Astana-Konferenz zu legen, um „to, hit the iron while it’s hot‘” (Das Eisen zu schmieden, solange es heiß sei). (http://sana.sy/en/?p=105880)

Treffen Lawrow - Trump vom 10.5.2017, Photo: SANA

Treffen Lawrow – Trump vom 10.5.2017, Photo: SANA

Zu seinem Treffen mit US-Präsident Trump vom 10.5.2017 in Washington bemerkte Rußlands Außenminister Lawrow, es sei sehr positiv verlaufen.  Der Focus der Gespräche lag auf dem in Astana unterzeichneten Plan zur Schaffung von De-Eskalationszonen in Syrien (vgl.u.), der Bedeutung der US-Unterstützung für die Waffenruhevereinbarung [vom 29.12.2016, s.u.]. In der darauffolgenden gemeinsamen Pressekonferenz bekräftigten beide Seite die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zur Lösung der Krise in Syrien innerhalb des Rahmens der Astana- und Genfer Konferenzen (vgl.u.). Das vereinbarte Memorandum über die De-Eskalationszonen sehe vor, daß alle interessierten Seiten sich auf eine Verfahrensweise einigen könnten, welche die Sicherheit innerhalb der und um die De-Eskalationszonen herum garantiere. Die USA könnten eine Schlüsselrolle bei der Bewahrung der Sicherheit innerhalb der De-Eskalationszonen, bei der Überwachung der Waffenruhevereinbarung wie der Handhabung humanitärer Probleme innehaben. (http://sana.sy/en/?p=105840, http://www.sana.sy/?p=553061; s.a. https://sptnkne.ws/euSk)

Zu den Astana-Gesprächen (vglu.) äußerte sich der US-Botschafter in Kasachstan, George Krol, am 10.5.2017 vor Journalisten dahingehend, daß seine Regierung nicht an Verhandlungen teilnehmen werde, jedoch als Beobachter dabei sein wolle. (http://www.sana.sy/?p=553046, s.a. https://sptnkne.ws/evmy)

Ab kommenden Mi., 10.5.2017, beginnt Fly Damas Airways mit dem erstem der wöchentlichen Flüge vom Internationalen Flughafen Damaskus nach Sulaimâniyya im Irak. (http://www.sana.sy/?p=551058)

Das inzwischen 9. Kontingent an Militanten (260 Personen) mit ihren 1,372 Familienangehörigen verließ am 10.5.2017 in Umsetzung  des Rekonziliierungsabkommens (s.u.) al-Waʽir in Ḥomṣ in Richtung NO-Rîf (d.i. Umland) von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=105805, http://www.sana.sy/?p=552752) Die Ausschaffung in 41 Bussen dauerte noch bis in die Morgenstunden des Donnerstags an. Die letzte Charge soll am 20. Mai die Provinzhauptstadt verlassen haben, wie  Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî mitteilte. Danach würden sämtliche staatlichen Institutionen dorthin zurückkehren und der Wiederaufbau der Infrastruktur und zerstörten Einrichtungen beginnen. Im Umkreis hätten Werkgruppen schon vor 10 Tagen mit der Bestandsaufnahme der Schäden durch die Terroristen begonnen. Bemerkenswert sei, daß die Zahl derer, die sich geweigert hatten, von den Rekonzillierungsvereinbarung einschließlich der Amnestie Gebrauch zu machen und sich zu den Terroristengruppen außerhalb transportieren zu lassen, deutlich im abnehmen begriffen sei. Aus den Übergangswohnheimen in Ğarâbulus und sogar  aus dem Terroristenstützpunkt Idlib, wohin die meisten auf Wunsch ausgeschafft worden seien (vgl.u.), seien drei Kontingente wieder zurückgekehrt, um nun doch in ein normales Leben zurückzukehren, da der Staat ihnen als einzige Institution ein würdiges Weiterleben garantiere könne. Andererseits kämen immer mehr, seit Jahren durch die Terroristen aus dem Stadtteil vertriebener Anwohner zurück. In den letzten beiden Monaten seien schon mehr als 7.000 angekommen, doch die Zahl werde sich schnell verdoppeln, wenn erst die letzten Militanten abtransportiert seien.  (http://sana.sy/en/?p=105845, http://www.sana.sy/?p=553277)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105819 und http://www.sana.sy/?p=552782 (Vereitelung von Angriffen Affiliierter des IS auf Militärposten  zwischen Salamiyya und Aṯriyâ im O-Rîf (Umland) von Ḥamâ nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten; zudem Zerstörung von IS-Kampfwagen samt Mannschaften im Wâdî al-ʽAḏîb östlich von Salamiyya. Rückeroberung von drei Positionen südlich und westlich von Habara al-Ġarbiyya und Rasm Ḥamîda im O-Rîf von Ḥomṣ nach vernichtenden Gefechten gegen den IS. Sprengung eines 32m-langen Tunnels des IS nahe der Büro-Gebäude des Industrieviertels von Dair az-Zaur, damit wurde zudem einem Suizidattentäter mit einer Autobombe die Zufahrt zum Ziel verlegt; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten östlich des Flughafens mit Eliminierung feindlicher Kämpfer samt aufgerüsteten Kampfwagen und sonstigem Equipment; ebenso Beseitigung von IS-Trupps im Gebiet al-Mâ­liḥa, um das Regiment 137 an den SW-Stadträndern)

Laut Mitteilung der kurdischen SDF (vgl.u.) vom 10.5.2017, sei es ihren Kämpfern gelungen, die  Stadt aṭ-Ṭabqa nahe des Assad-Stausees (vgl.u.) und ca. 30km westlich von ar-Raqqa zu befreien. (https://sptnkne.ws/evg6)

Das Kabinett befaßte sich in seiner wöchentlichen Sitzung vom Di., 9.5.2017, auch mit dem Entwurf eines Tierschutzgesetzes. (http://sana.sy/en/?p=105791, http://www.sana.sy/?p=552530)

Drohnenaufnahme zur Stationierung, Photo: Pars Today

Drohnenaufnahme zur Stationierung, Photo: Pars Today

Während das Pentagon gerade den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) schwere Waffen für die Gefechte um ar-Raqqa liefern läßt (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26800-pentagon_usa_r%C3%BCsten_syrische_kurden_mit_schwer- waffen_aus), werden britische und US-Streitkräfte unmittelbar an der Grenze zu Süd-Syrien (Provinzen Darʿā und as-Suwai­dâ´) stationiert, wie das Medienbüro ihrer gemeinsamen Operation in Syrien (!, vgl.u.: MOC) am Di., 9.5.2017, veröffentlichte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26804-britische_und_amerikanische_trup- pen_an_syrisch_jordanischer_grenze_stationiert) Laut US- Verteidigungsminister James Mattis werde die Sicherheit der Grenze zur Türkei jedoch garantiert. (https://sptnkne.ws/euFC)

Das russische Verteidigungsministerium dementierte am Di., 9.5.2017, Medien-Meldungen, wonach angeblich ein russischer Militärangehöriger vom IS gefangengenommen und exekutiert worden sein soll. In der öffentlichen Erklärung hieß es: .„All servicemen of the Russian armed force’s group in Syria are alive, well and are carrying out their duties in the fight against international terrorism.” Weiter wurde konstatiert: „We condemn the actions of certain media outlets that have been citing information hoaxes spread by international terrorist groups on a regular basis.”  (http://sana.sy/en/?p=105790, s.a. https://sptnkne.ws/eunw)

Terroranschläge vom 9.5.2017: Wieder wurde auf Bewohner von al-Fûʽa, 6km nördlich von Idlib durch Heckenschützen einer Terroristengruppe, die sich im nahen Biniš verschanzt hielt, beschossen. Ein Mann wurde verletzt, es entstand Sachschaden. In al-Qâbûn am Stadtrand von Damaskus positiuonierte Terroristen feuerten Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt  arastâ und das Tišrîn-Wärmekraftwerk im SO der Hauptstadt, wodurch jeweils materielle Schäden entstanden. (http://sana.sy/en/?p=105786)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105782 und http://www.sana.sy/?p=552420 (Unter Deckung der SAAF und Unterstützung der Artillerie Eliminierung von IS-Basen samt Panzer  und Kampfwagen an den SW-Stadträndern von Dair az-Zaur samt Mannschaften.)

Während die Bürger Syriens die Einrichtung der De-Eskalationszonen als solche begrüßen, hegen sie jedoch arge Zweifel daran, daß sich die Terroristen (als Fremde) resp. die bewaffneten Militanten daran hielten. Stimmen aus dem Volk hierzu bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/05/08/syrian-residents-praised-the-safe-zones-agreement-while-doubting-that-the-terrorist-forces-would-respect-its-implementation/

Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, gab am 8.5.2017 bekannt, daß die 6. Runde der Genfer Gespräche am 16. Mai stattfinde. Er hoffe, daß die in Astana am 4.5.2017 erreichte Vereinbarung (vgl.u.) dann bereits umgesetzt werde. (http://sana.sy/en/?p=105745)

Rußlands UN-Vertreter hat am 8.5.2017 dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zur Unterstützung des Memorandums über die Einrichtung von De-Eskalationszonen in Syrien, wie in Astana am Do., 4.5.2017 (vgl.u.) beschlossen, eingereicht. Er ruft zudem alle Seiten dazu auf, die Ende Dezember 2016 ausgerufene Waffenruhe einzuhalten. (http://sana.sy/en/?p=105685, s.a. https://sptnkne.ws/et43)

Vizepremier- und Außenminister, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim nahm am 8.5.2017 öffentlich Stellung zum Memorandum über die Einrichtung von De-Eskaltionszonen in Syrien (vgl.u.). Er verkündete während einer Pressekonferenz, die Regierung unterstütze dieses, da sie grundsätzlich daraufhin arbeite, ein Ende des Blutvergießens wie eine Besserung der Lebensbedingungen der Syrer zu erreichen.  Wörtlich äußerte al-Muʽallim dazu: „You followed up what was achieved at Astana 4, particularly with regard to signing a memorandum on establishing four de-escalation zones in Syria,” und setzte hinzu: „The Syrian Government supported what came in the memorandum based on its keenness on stopping the bloodshed and to improve the living conditions of the Syrian population and in the hope that all armed parties will be committed to the provisions of the memorandum. But if any violation takes place, the Syrian army will be prepared to respond in a decisive manner.” Damit ähnelt der syrische Standpunkt dem russischen (vgl.u.). Nochmals wiederholte er Inhalte bzw. Zweck des Memorandums: „Of course, we look forward that this memorandum will achieve its intentions which are basically separating the armed groups which signed the agreement of the cessation of host­i­lities on 30/12/2016 from Jabhat al-Nusra and the ISIS and the other groups affiliated to them.” Dann informierte er über gegenwärtige Rekonziliierungserfolge im damaszener Gebiet: „Today, a reconciliation started in Barzeh and al-Qaboun and talks are under way in order to evacuate al-Yarmouk Camp from gunmen, and I think that the Syrian people have felt the importance and the effectiveness of these reconciliations.” Weiterhin betonte er die bislang dargelegten Positionen: „We, thanks to the resilience of our people and the heroism of our army, are keen on preserving our national unity and Syria’s territorial integrity and sovereignty, and we are exerting all possible efforts to prevent the foreign interference in its affairs.” Dann erklärte er, es werde keine internationalen Streitkräfte unter UN-Aufsicht geben, sondern der Garant Rußland werde zur Überwachung Militärpolizeikräfte zusätzlich zur Tätigkeit der [bisherigen] Überwachungszentren stellen: „There will not be international forces under the supervision of the UN and the Russian guarantor clarified that military police forces will be deployed, in addition to monitoring centers.” Die Garanten sollten zudem die Fraktionen unterstützen, welche der Waffenruhe-Vereinbarung [von Ende Dezember 2016] beigetreten sind, dabei behilflich sein, Ğabhatu_n-Nuṣra  aus ihren Gebieten zu vertreiben, indem er sage: „The guarantors should help the factions which signed the cessation of hostilities agreement and desire to drive away Jabhat al-Nusra from their areas.“ Auch sei es deren Pflicht, jene Areale von ausländischer Einmischung freizuhalten und dort die Sicherheit zu erhalten und sich nicht gegen die SAA zu stellen, da diese ansonsten das Recht zu einer entsprechenden [militärischen] Reaktion hätte. In den De-Eskaltionszonen befänden sich sowohl Gruppen, die die Waffenruhe-Übereinkunft unterzeichnet hätten, als auch der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und deren Affiliierte. Beide Gruppen sollten separiert werden und die Terroristen diese Zonen verlassen, sie seien ebensowenig in jenen unter SAA-Kontrolle willkommen. Zur Rolle Jordaniens bemerkte er, sie sei von den ersten Tagen der Krise bis heute bekannt: jene Regierung unterhalte auf ihrem Gebiet ein Military Operations Command (MOC, s, dazu in: Teil III) Ein Eindringen der jordanischen Armee auf eigenes Hoheitsgebiet ohne Erlaubnis der Regierung werde als feindliche Invasion behandelt werden. Dies unterstrich er mit den Worten: „if the Jordanian forces entered without coordination with the Syrian government they will be considered as hostile forces.” Den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich kommentierte er dahingehend, daß eine Wahlentscheidung grundsätzlich zu respektieren sei, man aber an die Rolle Frankreichs auch zuvor schon keinerlei Hoffnung geknüpft habe, vielmehr im Gegenteil aufgrund der gemachten negativen Erfahrungen mit der französischen Regierung im Schlepptau der US-Administration. Daher äußerte er: „We respect the choice of the French people, and we don’t raise hopes on the European role, so how will we raise hopes on the French role? You remem­ber that in 2011, I deleted Europe from the map as we haven’t felt any role by Europe, except a de­structive role which is automatically linked to the US.” Zurückkommend auf das Memorandum versicherte er, die Landesregierung schrecke nicht vor, Verletzungen desselben zu ahnden, wobei den drei Garantenstaaten die Hauptverantwortung hierbei zukomme und man Rußland und dem Iran als solchen vertraue: „The Syrian Government is not afraid of its right to respond for any violation of the memorandum of the de-escalation zones  and it shoulders the guarantor states the first responsibility…we are confident that the Russian and the Iranian guarantors are performing their duty in implementing this memoran­dum.” Dagegen erwarte man beinahe schon  eine Verletzung des Abkommens seitens der dritten Garantiemacht, der Türkei: „I don’t exclude the possibility of violating the memorandum of the de-escalation areas by Turkey which is one of the guarantor states who signed the memorandum.” (http://sana.sy/en/?p=105711, http://www.sana.sy/?p=551650)

Entsprechend der erreichten Rekonziliierungsvereinbarung basierend auf dem Amnestie-Versprechen von Präsidialdekret Nr.15 für das Jahr 2016 verließ am Mo., 7.5.2017, eine erste Charge Militanter samt Familienmitgliedern den damaszener Stadtteil Barza in Bussen in Richtung Norden. Weitere Kontingente würden in den nächsten Tagen folgen. (http://sana.sy/en/?p=105725)

Kreuzigung durch IS in al-Bû Kamâl (aus der Vergangenheit), Abb.: Twitter

Kreuzigung durch IS in al-Bû Kamâl (aus der Vergangenheit), Abb.: Twitter

Aus dem Gefechtsbericht vom 9.5.2017 geht hervor, daß lokale Quellen am Mo., 8.5.2017 meldeten, IS-Terroristen hätten – wohl aus Rache für die Selbstbefreiungsversuche der Anwohner im Raum al-Bû Ka­mâl der letzten Tage (vgl.u.) – einen jungen Mann in al-Bû Ka­mâl gekreuzigt, einen anderen ausgepeitscht, zudem vier Bürger verschleppt und Bauern zwischen al-Kabar und al-Ğazrât in der westlich von Dair az-Zaur gelegenen Großen Wüste mehr als 500 Schafe geraubt.  (http://sana.sy/en/?p=105782 und http://www.sana.sy/?p=552420) Der irakische Ministerpräsident hatte am 7.5.2017 anläßlich der beginnenden Militäroperation im West-Irak (Provinz al-Anbâr) mitgeteilt, daß die syrisch-irakische Grenze bislang unter IS-Kontrolle stehe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26780-irak_al_abadi_ordnet_beginn_der_befreiungsoperationen_f%C3%BCr_westliche_landesgebiete_an)  – Die Stadt al-Bû Ka­mâl liegt am Euphrat ca. 6km von der Grenze zum Irak entfernt.

al-Bû Kamâl, Abb. syria.liveuamap.com

al-Bû Kamâl, Abb. syria.liveuamap.com

Am 8.5.2017 konnten die Behörden im Umkreis der Hauptstadt eine Großlieferung an Waffen und Munition für Ğabhatu_n-Nuṣra, verteilt auf vier Transporter und aus dem Süden kommend mit Ziel Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq nach intensiver Überwachungstätigkeit in einem Hinterhalt stoppen und die Fracht konfiszieren. Letztere enthielt u.a. hunderttausende an Geschoßmunition, verschiedenste Maschinengewehre, viele Mörsergranaten und Raketen aus französischer Produktion. (http://sana.sy/en/?p=105701)

Terroranschläge vom 8.5.2017: Fünf Angestellte des General-Elektrizitätswerks für Aleppo wurden bei Instandsetzungsarbeiten an den Stromleitungen zwischen amâ und Ḥomṣ im Dorf Marâġa nahe Ḫanâṣir im S-Umland der Provinzhauptstadt durch die Detonation von Sprengsätzen, welche Reste an Terroristen in der Gegend hinterlassen hatten, verletzt. (http://sana.sy/en/?p=105696) Infolge des mehrfachen Raketenbeschusses des Stadtteils al-Ğaura  von Dair az-Zaur durch IS-Terroristen kamen drei Anwohner ums Leben, weitere zehn wurden verletzt bei entsprechenden Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=105742)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105691 und http://www.sana.sy/?p=551605 (Vernichtung von motorisierten IS-Trupps unterwegs zwischen Salamiyya, aš-Šiaḫ Hilâl und Aṯriyâ im O-Rîf von amâ; zudem Beseitigung von  ebenfalls motorisierten Einheiten Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra nahe Ḥur Binafsa, um az-Zâra und westlich von al-ʽAbâra. In der Morgendämmerung Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf eine Anzahl Militärposten zum Schutz von Rağm al-ʽÂlî, Tal Šîḥa und Talat al-Madrâğ [im Ğab al-Ğarâḥ-Gebiet] im O-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung zweier mit Maschinengewehren aufgerüsteter Pickups; überlebende IS-Anhänger flohen in die Westen der Wüste; wenige Stunden danach war das gesamte Gebiet unter SAA-Kontrolle. Effiziente präzise SAAF-Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Bewegungsachsen samt aufgerüsteter Kampfwagen und einem Panzer  im Bereich aṯ-Ṯarda und al-Buġai­liyya im W-Umland von Dair az-Zaur sowie in Marâṭ und Mû Ḥassan im O-Rîf mitsamt Eliminierung  einiger Kommandozentren inklusive Fuhrparks und Dutzender Terroristen.)

Am 7.5.2017 meldete das russische Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya, daß in der vergangenen Woche (vgl.u.) spezialisierte Kameramänner vom  qaṭarischen TV-Kanal   al-Ğazîra mit der Fabrizierung inszenierter Filme im Raum Idlib beschäftigt war, welche angebliche zivile Giftgasopfer von Angriffen der SAA zeigten. Sputnik News zitierte den Sprecher, wie er ausführte: „According to information from a number of sources among local residents and opposition formations … special ‘video brigades’ car­ried out staged filming in the past week of alleged consequences of shelling and airstrikes, including with the use of ‘poisonous substances’.” Anwohner hätten [fremde] militärische Berater ausgemacht, welche den Kameramännern spezielle Anweisungen gaben: „,consultants‘ of the brigades were ,recognized by the locals as ca­meramen shooting news in the region for the Al Jazeera channel‘”. (http://sana.sy/en/?p=105621, http://www.sana.sy/?p=551105)

Laut Mitteilung des Innenministeriums gelang dem Drogendezernat am So., 7.5.2017, ein Schmugglernest in Damaskus auszuheben. dabei wurden in dem Speditions-Büro 8kg an Captagon-Pillen (zum Verwendungszeck für Terroristen vgl. Teil II), versteckt in den Stielen von Bodenwischern  beschlagnahmt. (http://sana.sy/en/?p=105669)

Terroranschlag vom 7.5.2017: Im Kûʽ Ḥadar-Bereich verschanzte Terroristen brachten an der Šahbâ-Straße nahe des al-Lağât-Gebiets im N-Umland von as-Suwaidâ´  Sprengsätze an, welche beim Passieren eines Busses detonierten und so drei Bürger verletzten sowie Sachschaden verursachten. (http://sana.sy/en/?p=105626, http://www.sana.sy/?p=551072)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105638 und http://www.sana.sy/?p=551250 (Präzise, effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen mit einer Menge an Waffen und Munition und –Trupps um den Dair az-Zaur Airport, im Stadtteil Sariyya Ğunaid sowie beim Friedhof, begleitet von ähnlichem Vorgehen der Artillerie auf dem Boden mit deutlichen Feindverlusten. Rückeroberung der Anhöhe Talat al-Madrağ und dreier Posten im O-Rîf von Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher IS-Terroristen samt militärischem Equipment.)

Während eines Telefonats mit seinem US-Amtskollegen Joseph Dun­ford  bestätigte der russische Generalstabschefs Waleri Gerassimow die Bereitschaft beider Seiten zur Fortführung des nach dem US-Angriff auf die Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât  ausgesetzten Memorandums (vgl.u.) über die Kooperation beider Staaten zur Vermeidung von Unfällen bei deren Operationen im Luftraum über Syrien. (http://sana.sy/en/?p=105615 vom 7.5.2017)

Q.e.d.: Am 6.5.2017 bestätigten alle Nahost- und russischen Medien einen Bericht eines syrischen Geheimdienstagenten bzw. die Meldung von Fort-Russ-News darüber, daß erneut (!) sog. „bewaffnete moderaten Oppositionelle” (MAO, vgl.u.) zusammen mit den White Helmets (vgl.u.) 23 Kinderleichen aus einem Krankenhaus der von den Terroristen beherrschten Stadt Idlib stahlen, um sie zusammen mit zusammengetriebenen Erwachsenen syrischen Bürgern für die Inszenierung des Opferbildes eines angeblich von der SAA verübten Chemieangriffs zu mißbrauchen. Diese Inszenesetzung filmten sie, während der für fake news berüchtigte, vom Emir von Qaṭar betriebene Sender al-Ğazîra TV dieses Machwerk als angeblichen seriösen Bericht veröffentlichte. Diese neuerliche sorgfältig fabrizierte Falschmeldung könnte zu einem erneuten unbegründeten und illegalen Angriff auf Syrien führen wie schon auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât durch die USA, warte ein Journalist des russischen First Channel. (http://www.sana.sy/?p=549934 vom 4.5.2017, s.a. http://www.fort-russ.com/2017/05/confirmed-al-jazeera-may-screen-white.html vom 6.5.2017) Der Politologe und investigative Journalist Th. Meyssan stellt dazu fest, daß der o.e. Sendebeitrag von alĞazîra TV hierzu im Namen einer auf europäischem Boden befindlichen Person ausgeführt worden sei. Eine diplomatisch-militärische Quelle gab demnach gegenüber Sputnik News an:„Die Ergebnisse der von den Weißhelmen präsentierten TV-Show eines Sarin-Angriffs, der von den syrischen Behörden in Khan Schaykhun verübt worden wäre, haben die Terroristen, inspiriert‘, die Dreharbeiten der „TV-Serie“ weiter zu machen,“ sagte der Gesprächspartner von Sputnik (vgl. https://sptnkne.ws/esVf). Weitere derartige Inszenierungen seien z.B. in Sarâqib, Erich (?) und Ğisr aš-Šuġûr gefilmt worden. Dabei wurden ca. 30 Feuerwehr- und Krankenwagen sowie etwa 70 Be­wohner mit Kindern aus einem Flüchtlingslager engagiert. „Um die Szene realistischster zu machen, wurde sie mit Mobiltelefonen aus verschiedenen Blick­winkeln gefilmt, und auch mit Hilfe eines Quadri-rotors. Am Ende der „Dreharbeiten“ erhielt jeder Teilnehmer, auch die Kinder der Gruppe, 1000 syrische Pfund und eine Ration Lebensmittel.“. Weiter machte der Informant bekannt: “Mehrere gleichzeitige Publikationen von gefälschten Videos mit schrillen Kommentaren auf so­zialen Netzwerken sollten bis Sonntag auf Geheiß des Sponsors der Dreharbeiten in einem europäi­schen Land stattfinden“. (http://www.voltairenet.org/article196251.html vom 5.5.2017)

Die Kreml-Regierung zeigte sich zufrieden mit dem Schluß der OPCW dahingehend, daß am 16.9. 2016 im Dorf Maʽrat Umm-Ḥawš in der Region Aleppo Senfgas bzw. Iprit  eingesetzt worden sei, ließ das außenministerium in Moskau am Sa., 6.5.2017, wissen. Weiter heißt es, daß „die von uns und unseren syrischen Kollegen gezogenen Schlussfolgerungen darüber, dass die Terroristen in Marat Um Haush Iprit eingesetzt haben, die absolute Bestätigung in der Organisation für das Verbot chemischer Waffen bekamen. Wir konstatieren dies mit Zufrieden­heit.“  (http://tass.com/politics/944923, s.a. https://sptnkne.ws/esSc für Zitat in Deutsch)

Terroranschlag vom 6.5.2017: Im Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur wurden ein Kind getötet und vier weitere Bewohner verletzt durch das Bombardement  seitens einer Drohne des IS. (http://sana.sy/en/?p=105601)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105609 und (Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Trupps und deren Nachschubrouten im Gebiet des Friedhofs, der Ziegelfabriken, von al-Mağbal, aṯ-Ṯarda, Wâdî aṯ-Ṯarda und dem Ar­bei­terviertel von Dair az-Zaur; desgleichen mittels Artillerie außerhalb der Provinzhauptstadt im westlichen Teil in Ḥuwaiğa Ṣakr, Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya und al-Buġai­liyya; Vernichtung der kompletten IS-Truppe beim Kraftwerk und dem Liwâ´ at-Ta´mîn am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur; zudem erfolgreiche Gefechte gegen eine motorisierte IS-Einheit mit Artillerie beim Ğabal aṯ-Ṯarda südlich der Provinzhauptstadt; ganz im O  der Provinz in al-Bû Kamâl wurde laut lokalen Quellen u.a. der Amîr al-Ḫadamât des IS mit Kampfnamen Abû ʽAmmâr al-ʽIrâqî getötet; andererseits exekutierten IS-Mitglieder im Gebiet von  sowie al-Kubar im NW-Umland von Dair az-Zaur einen 18-Jährigen.)

Am 6.5.2017 begeht Syrien feierlich den alljährlichen Helden- bzw. Gefallenengedenktag

Über die counterterroristischen Operationen vom 5.5.2017 informiert http://www.sana.sy/?p=550678 (Eine Gruppe von Bewohnern von al-Bû Kamâl griff ernuet IS-Verstecke an, tötete dabei zwei der Terroristen und zerstörten eine Reihe von deren Kampfwagen; zudem wurde in Dair az-Zaur ein ISAnführer getötet und zudem in al-Mûḥassan im O-Umland jener Provinzhauptstadt die Leiche des Terroristen Yûsuf al-ʽAlî, tot aufgefunden.)

Nachdem das russische Außenministerium am 4.5.2017 moniert hatte, daß sich das OPCW in Den Haag immer noch nicht dazu durchringen konnte, die Vorgänge bzgl. des angeblichen Giftgaseinsatzes in Ḫân Šaiḫûn wie angefordert zu untersuchen (vgl.u.), gab der Generaldirektor der Organisation Ahmet Üzümcü, am 5.5.2017 endlich bekannt, ein Expertenteam der OPCW wie der UN untersuche die gesammelten Proben. (http://www.sana.sy/?p=550484)

In 29 Bussen wurde am 5.5.2017 ein weitere Kontingent an Militanten samt Familienangehörigen aus al-Waʽir in Ḥomṣ gemäß dem Rekonziliierungsabkommen (s.u.) wurde in der vereinbarten Weise abtransportiert.(http://sana.sy/en/?p=105554)

Die Geltung des in Astana erzielten Memorandums beginnt am Sa., 6.5.2017, um 00,00 Uhr in Kraft (http://sana.sy/en/?p=105505, s.a. https://sptnkne.ws/es3x)

In Ergänzung des in Astana vereinbarten Memorandums (s.u.) erklärte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow am Fr., 5.5.2017 vor der Presse, auch die bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.] müsse sich an die darin getroffenen Abmachungen zu den De-Eskalationszonen in Syrien halten. Zudem erwarte die Kreml-Regierung, daß diejenige der Türkei auf die bewaffnete Opposition entsprechend einwirke.  Wörtlich äußerte er dazu: „Our Turkish counterparts who also are guarantors of the ceasefire so they should work effectively to ensure that the Syrian armed opposition abides by the memorandum signed by Turkey, Iran and Rus­sia.” Wie schon von tags zuvor von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, dem Leiter der Regierungsdelegation erwähnt, würden die einzelnen Punkte des Memorandums noch zwischen der russischen Seite und der syrischen Regierung erörtert (vgl. http://www.sana.sy/?p=549567): „Some issues need to be clarified. Naturally, we need to rely on the Syrian parties’ opinion, primarily that of the legitimate government, a UN member – the Syrian Arab Republic,” betonte er deshalb. Die US-Seite sei an der Überwachung der Einhaltung der Vereinbarung beteiligt, die Details hierzu würden durch die jeweiligen Militärexperten geklärt. (http://sana.sy/en/?p=105583) Alexander Lawrentiew als Leiter der russischen Delegation informierte noch darüber, daß auch die Militärflugzeuge der US-geführten Koalition die vier De-Eskalationszonen zu respektieren hätten. Dies werde auch überwacht werden. Auch wenn dieser Passus nicht Teil des Memorandums sei, gelte er als ausgemacht. So äußerte er: „actions in the de-escalation zones, starting from now those zones are closed for their flights. … As guarantors we will be tracking all actions in that direction. … Absolutely no flights, especially by the international coalition, are allowed. With or without prior notification. The issue is closed.” Die US-geführte Koalition werde jedoch Luftangriffe gegen den IS nahe ar-Raqqa und von Städten entlang des Euphrats, bei Dair az-Zaur und an der Grenze zum Irak ausführen. (http://sana.sy/en/?p=105566) Das russische Verteidigungsministerium ließ verlauten, daß Verstöße gegen die Vereinbarung sehr wohl unter Anwendung von Gewalt geahndet würden. (http://www.sana.sy/?p=550450)

Begrüßt wurde das Mermorandum auch durch die kasachische (http://sana.sy/en/?p=105569) wie ägyptische Regierung und vor allem durch den UN-Generalsekretär Guterres. Sein Sprecher hob dabei hervor: „The Secretary-General welcomes the commitments to ceasing the use of all weapons, particularly aerial assets; to rapid, safe, and unhindered humanitarian access; and to creating conditions for the delivery of medical aid and meeting civilians’ basic needs.” (http://sana.sy/en/?p=105551)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105475 und http://www.sana.sy/?p=549611 (Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Posten westlich des at-Talîla Schutzgebiets (18km östlich von Tadmur im Ğab al-Ğa­râḥ-Gebiet: d.h. von Nr.968, 2km im NW von Ḍabʽat al-Mulaiḥa,  Nr.876 und Nr.881, 2km im W von al-Mušairifa al-Ğanûbiyya (seinerseits 73 km) im O von Ḥomṣ nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten, dessen Reste flohen unter Verlust ihrer Ausrüstung in die Große Wüste (al-Bâ­diyya); zudem effektiver präziser Artillerieangriff gegen IS-Schlupfnester in Ẓahrat aṭ-Ṭawila bis östlich von Habra al-Ġarbiyya mit Eliminierung aller Terroristen. Erfolgreiche akkurate SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen und –Verstecke im Stadtteil in ar-Raṣâfa von Dair az-Zaur, um den Friedhof, bei aṯ-Ṯarda und der Ziegelfabrik sowie Auslöschung von IS-Trupps nahe des Liwâ´ at-Ta´mîn samt deren Kampfwagen etc.. – IS-Terroristen rächten sich für die Bürgerattacke gegen sie in in al-Bû Kamâl (vgl.u.) durch Exekutionen von Bürger in der nahegelegenen Stadt as-Sayyâl. Beseitigung von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Fortifikationen wie Nestern von Ma­chi­nengewehrschützen in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd und al-ʽAbbâsiyya sowie im NW des Alten Zolls und im SO von al-Ḫazân )

Treasures-Syrian-Heritage-exhibition-antiques-relics, Photo: SANA

Treasures-Syrian-Heritage-exhibition-antiques-relics, Photo: SANA

Im Nationalmuseum Damaskus eröffnete der Direktor für Altertümer und Museen, Dr. Ma´mûn ʽAbdul-Karîm am 4.5.2017 die AusstellungTreasures of the Syrian Heritage”. Diese ist 89 antiken Werken – davon zwei aus Palmyra – gewidmet, welche ursprünglich von Terroristen zerstört bzw. geplündert und geraubt worden waren und auf dem Antikmarkt  europäischer Hauptstädte verkauft werden sollten. Der Direktor führte aus: „in cooperation with Interpol and UNESCO, the sale of dozens of stolen Syrian antiquities has been stopped in European capitals.” (zu den Anstrengungen hierzu vgl.) Die Stücke wurden nach ihrer Rückkunft sorgfältig restauriert und können nun vom Publikum besichtigt werden. Gegen die beteiligten Täter sei die Strafverfolgung im Gange: „All these acts have been turned into the courts and we have every right to defend our archaeological artifacts as long as they are Syrian and went out illegally and to return them to Syria even after twenty years.” Die Bemühungen möglichst viele Stücke aufzuspüren und zurückzuerhalten gingen indes weiter. Neben Würdigungen durch den stellvertretenden Kultusminister Tawfîq al-Imâm kam auch der Leiter der Abteilung für Restaurierungen in den Museen, Firâs Dadûḫ, zu Wort Er machte Ausführungen zu den verschiedenen Wiederherstellungsarten inklusive der neuen Rekonstruktionstechnik, die zuvor schon (vgl.u., bei Abb., Febr. 2017) vorgestellt worden war. Die Restauratorin Yârâ Wafâ´î hob den Kampf gegen den internationalen Kunstraub und –Schmuggel hervor sowie die Neuausstattung  syrischer Ausstellungsorte mit modernen Überwachungs- und Abwehrmechanismen. Zudem werde eine umfangreiche Datei aller syrischen Artefakte mit eindeutiger Identifizierung erstellt, die dem Diebstahl und Verkauf vorbeugen helfe. Wie ihre Kollegin Lamîs Baqğağî ausführte, sei man derzeit in drei Sparten tätig: Restaurierung, Archivierung und der Weiterführung von Ausgrabungen, z.B. im antiken Amrīt, in Nahr al-ʽArab und Tal aš-Šâmiyya; wiederhergestellt worden seien bereits die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers, die Seitenflügel des berühmten osmanischen Qaṣr az- Zahrâwî und anderes. (http://sana.sy/en/?p=105437)

Sonderausstellung im damaszener Nationalmuseum, Photo: SANA

Sonderausstellung im damaszener Nationalmuseum, Photo: SANA

Dokumentation der Zerstörungen und Schäden in Aleppo infolge der Terroristenaktivitäten und Plan zum Wiederaufbau mit Rekonstruktion bzw. Restaurierung der archäologisch bedeutsamen Gebäude vor allem der als UNESCO-Weltkulturerbe gelisteten Alstadt durch den Generaldirektor für Altertümer und Museen, Dr. Ma´mûn ʽAbdul-Karîm. (http://www.sana.sy/?p=549787, http://sana.sy/en/?p=105511) Projekt zur Rekonstruktion und Restaurierung des teilzerstörten archäologisch bedeutsamen alten Marktes von Ḥomṣ (www.sana.sy/en/?p=105486)

4 De-Eskalationszonen in Syrien, Photo: syrianfreepress-

4 De-Eskalationszonen in Syrien, Photo: syrianfreepress-

Am Do., 4.5.2017, fanden sich die drei Garantenstaaten der syrienweiten Waffenruhe zunächst zu einem trilateralen Treffen zusammen. Der Leiter der russischen Delegation, Alexander Lawrentiew, setzte auseinander, daß das seinerseits vorgelegte Papier über die Einrichtung von De-Eskalationszonen in Syrien voraussetze, daß in jenen Gebieten die sog. moderaten Oppositionellen [MAO, vgl.u.] die Bekämpfung der Terroristen übernähmen, worin sie durch die Garantenstaaten Rußland, Iran und Türkei unterstützt würden. Wörtlich bemerkte er dazu: „We decided to go this way to create such zones in which the fight against terrorist organizations will be directly taken up by the moderate opposition themselves with the support of the guarantor coun­tries.” Der russische Plan sehe vor, vier Gefahrenherde auszuwählen, in welchen besonders heftige Kämpfe zwischen der Arme (SAA) einerseits und Ğabhatu_n-Nuṣra und der sog. bewaffneten moderaten Opposition [MAO, vgl.u.] andererseits stattfänden. Dies würde helfen, endlich die -russischerseits lang angestrebte, jedoch von US-Seite bislang blockierte – Trennung zwischen der moderaten Opposition und den Terroristen herbeizuführen [da ja die US-geführte Koalition immer auf einem Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen bestand, den die syrische Seite negierte, dazu vgl.u.]. Auch würden damit die bewaffneten Konfrontationen zwischen der SAA und der bewaffneten Opposition deutlich reduziert werden. Demnach führte er aus: „We believe that the creation of de-escalation zones in Syria can really help to move along the long-standing problem of separating the moderate Syrian opposition from terrorist organizations, primarily the ISIS and Jabhat al-Nusra, and will help significantly reduce the level of armed confrontation between the Syrian Army and the armed opposition.” (http://sana.sy/en/?p=105480) Weitere Einzelheiten über das veröffentlichte russische Dokument bzgl. der De-Eskalationszonen sind nachzulesen in: http://sana.sy/en/?p=105526. Die vier De-Eskalationszonen sollen sich in der Provinz Idlib, nördlich von Ḥomṣ, in Ost-al-Ġûṭa (Rîf Dimašq) und im Süden Syriens befinden. – In all diesen Gebieten haben gewisse Terrorgruppen noch ihre festen Rückzugspunkte. Näheres zur Unterzeichnung des russischen Memorandums über die De-Eskalationszonen in Syrien durch die Vertreter der drei Garantenstaaten während der Plenarsitzung in Astana bringt: http://sana.sy/en/?p=105505 Minimalzusammenfassung bei: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26574-einigung_auf_sicherheitszonen_in_syrien_iran_russ­land_und_t%C3%BCr­kei_unter­zeich­nen_absichtserkl%C3%A4rung

Vorgeschlagene 4 De-Eskalationszonen, Abbildung: syrianfreepress

Vorgeschlagene 4 De-Eskalationszonen, Abbildung: syrianfreepress

Aufdeckung und Verhaftung einer Terroristenzelle durch die Behörden von al-Lâḏa­qiyya (die Provinz grenzt an die Türkei bzw. das von jener Regierung angeeignete Gebiet Alexandrette vgl. Teil II). Deren Mitglieder hatten an der syrischen Mittelmeerküste und im Hinterland geplündert, Bewohner gekidnappt und getötet.  (http://sana.sy/en/?p=105532)

Ein 8. Kontingent an Militanten samt Familienmitgliedern in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens bzgl. al-Waʽir in Ḥomṣ (s.u.) wurde in der üblichen Weise mit Bussen abtransportiert. (www.sana.sy/en/?p=105531)

Während des Besuchs des türkischen Staatschefs Erdogan in Putins Sommerresidenz in Sotschi machte Rußlands Präsident bzgl. des gleichzeitig stattfindenden Astana-Treffens deutlich, daß seine Regierung weiterhin die Waffenruhe-Vereinbarung für Syrien als Basis für die politische Lösung er Syrienkrise unterstütze. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 3.5.2017 äußerte er dazu: „to let the political process go on, ceasefire must be guaranteed.” und fuhr fort: „One of the ways to consolidate the cessation of hostilities in Syria is the establishment of de-esca­lation zones.” Über die Einrichtung solcher De-Eskalationszonen in Syrien habe der Kreml zuvor mit der Regierung in Damaskus wie der in Teheran Konsultationen abgehalten und sei auf Übereinstimmung gestoßen. Dann habe er mit US-Präsident Trump darüber gesprochen, der dem Plan zustimme, ebenso wie Präsident Erdogan nach den vorangegangenen Unterhaltungen in Sotschi. Mit der syrischen wie iranischen Regierung war man übereingekommen, daß es der Mechanismen (vgl.u.) bedürfe, welche die Waffenruhe garantierten. Zudem waren sich die Vertreter dieser drei Staaten einig, daß der Kampf gegen den Terrorismus weitergehen müsse. Hierzu bemerkte Präsident Putin: „Regarding terrorists, in spite of the creation of that zone, the war on terror will be ongoing – against such organizations as the so-called ISIS, Jabhat al-Nusra and other ones that are classified on the list of terrorist organizations approved by the United Nations.” (http://sana.sy/en/?p=105452, http://sana.sy/en/?p=105456) Rußland und die Türkei befinden sich derzeit wieder auf Normalisierungskurs, nachdem sich Erdogan – infolge der gegen die Türkei verhängten empfindlichen russischen Sanktionen – dann doch für den Abschuß der russischen Militärmaschine im syrischen Luftraum im November 2015 entschuldigt hatte. (s.a. https://sptnkne.ws/ersQ und http://parstoday.com/de/news/world-i26538-putin_erdogan_treffen_in_sotschi)

In Astana hat am 3.5.2017 die 4. Gesprächsrunde zur Beilegung der Syrienkrise begonnen. Nach Mitteilung des kasachischen Außenamtssprecher Anwar Ğâyinkûf (Zhainakow) kamen die noch erwarteten teilnehmenden Delegationen am Abend des Vortags bzw. am heutigen Morgen in der Hauptstadt der russischen Teilrepublik an. Im Gegensatz zu ihrer vorhergehenden Bestätigung (vgl.u.) sagten jedoch die „representatives of terrorist organizations“, im Westen meist als „armed opposition” [MAO, vgl.u.] betitelt, kurzfristig ihr Kommen ab, wie AFP meldete. Statt dessen schickten sie ein „Memo“. Demgegenüber gab der UN-Gesandte de Mistura an, er wisse nichts von jenem Sachverhalt. – Am Mittwoch fänden hinter verschlossenen Türen bilaterale Gespräche statt, während es am Donnerstag eine Plenarsitzung gebe. Demnach trafen sich heute die russische und iranische Delegation sowie erstere mit der aus den USA unter Leitung des US Assistant Secretary of State for Middle East Affairs Stuart Jones.  Rußland schickte als Vertreter wieder Alexander Lawrentiew, der Iran erneut Ğâbirî Anṣârî. (http://sana.sy/en/?p=105387)

Der russische UN-Gesandte in Genf, Alexei Borodawkin, wies in einer Stellungnahme vom 3.5.2017 gegenüber Sputnik News darauf hin, daß sich das hohe Verantwortungsbewußtsein der Regierung in Damaskus für die notleidende Bevölkerung erneut auch dadurch erweist, daß sie dafür sorgt, daß humanitäre Konvois z.B. sogar in das von den Terroristen beherrschte Gebiet Ost-al-Ġûṭa mit ihrem Stützpunkt Dûmâ gelangen. Daher brachten 51 LKW am Di.,  2.5.2017, in Koordination mit dem Syrian Arab Red Crescent (SARC), dem International Committee of the Red Cross (ICRC) und der UN die benötigten Mittel dorthin. Die bewaffneten Gruppen der Gegend und ihre Sponsoren rief er dazu auf, den humanitären Organisationen in Syrien ihre Arbeit zu erleichtern anstatt ständig (Vor-)Bedingungen zu stellen. (http://sana.sy/en/?p=105449)

Kraftwerk az-Zâra, Photo: SANA

Kraftwerk az-Zâra, Photo: SANA

Terroranschläge vom 3.5.2017: Wieder war das Kraftwerk az-Zâra im südlichen Umland von amâ das Ziel der Terroristen. Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten feuerten darauf eine Anzahl Mörsergranaten ab. Diese schlugen in der großen Werkhalle wie im Arbeiterwohnbereich ein und verursachten dort Sachschäden. – Kraftwerke in exponierter Lage in den nördlichen Provinzen Idlib, Ḥamâ und früher auch Aleppo, welche die Strom- bzw. Wasserversorgung der Bürger sicherstellen sollen, sind einerseits ständigen Angriffen der Terrorgruppen ausgesetzt; andererseits wurden sie von den Terroristen geplündert und ganze Werkseinrichtungen abmontiert und per LKW in die Türkei transportiert und verkauft. IS-Trupps, welche sich in den Dörfern Raḥûm und Umm Ṣaḥrîğ eingenistet hatten, beschossen das Dorf as-Sankarî im O von Ḥomṣ mit Raketen. Diesen schlugen in der lokalen Grundschule ein, während die Kinder gerade ihre Examensarbeiten schrieben. Zum Glück kam es außer beträchtlichen Sachschäden zu keinen menschlichen Opfern. (http://www.sana.sy/?p=549074, http://sana.sy/en/?p=105403)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105408 und http://www.sana.sy/?p=549107 (Erfolgreiche Angriffe gegen die fortifizierten IS-Stellungen und –Schlupfnester in Umm Ṣaḥrîğ im O von  Ḥomṣ, wovon zuletzt die Terrorattacken ausgegangen waren (vgl.o.), mit Beseitigung eines mit Artillerie ausgestattetem Truck und einer Raketenabschußvorrichtung mitsamt Mannschaften; zudem Befreiung von at-Tadmuriyya, al-Ḫalîliyya und al-Muha­šim, sowie Rückeroberung der Ğibâl aš-Šûmariyya wie der Anhöhen (Tilâl) rundum nach für den IS verlustreichen Gefechten ebenfalls im Ostteil der Provinz; dazu Zerstörung von zwei Autobomben und Vernichtung einer großen Anzahl von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten in Dair Fûl. Eliminierung von IS-Trupps auf deren Infiltrationsachsen an den südlichen Stadrändern von Dair az-Zaur in von Artillerie-gedeckten intensiven Militäroperationen – unter den getöteten Terroristen fanden sich auch der IS-Verantwortliche für die Bewaffnung, Abû az-Zubair al-Maġribî [d.h. aus Marokko stammend] und dem IS-Führer des sog. Wilâya al-Furât [d.h. Euphrat-Gouvernement des IS]; Anwohner von al-Bû Kamâl nahe der irakischen Grenze wagten den Aussagen von lokalen Quellen zufolge wohl erneut einen Vorstoß gegen ein IS-Schlupfnest am Stadtrand, töteten dabei zwei Extremisten und setzten zwei von deren Kampfwagen in Brand.)

Scott Glover  macht am 2.5.2017 bei CNN Erschreckendes über die Ehefrau des zu früh totgesagten (vgl.u, 3.8.2016).  Denis Cuspert alias Rapper Deso Dogg alias IS-Führungsmitglied Abû Ṭalḥa al-Almânî (vgl. Teil IV) publik. Eine Tschechin mit vorübergehendem Wohnsitz in der BRD hatte einen US-Soldaten geheiratet und war mit diesem in die USA gegangen. Dort erhielt sie, Daniela Greene, wegen ihrer Fremdsprachenkenntnisse eine Stelle als Übersetzerin beim FBI und später sogar eine Position mit top-secret security clearance. In ihrem neuen Wirkungskreis hatte sie es in den Akten mit Cuspert zu tun, dem sie schließlich – immer noch verheiratet und ohne dies ihrer Dienststelle so bekannt zu geben – über Istanbul und Gaziantep nach Syrien folgte, um ihn dort im Jahr 2014 zu heiraten. Später kehrte sie – reuig – in die USA zurück, bekam jedoch im Vergleich zu Strafen für weit mindere Straftaten wie z.B. der nur versuchten Ausreise nach Syrien eine äußerst geringe Strafe von bloß zwei Jahren Haft und wurde bereits im Sommer 2016 entlassen. Nicht nur dem früheren Beamten des State Depart­ment und jetzigem CNN-Kommentator für nationale Sicherheitsfragen, John Kirby, ist das alles mehr als suspekt. Ohne gute Beziehungen zu IS-Top-Führungsmitgliedern sei für eine Amerikanerin mit FBI-Hintergrund eine Einreise mit Zusammentreffen mit IS-Führungsleuten nicht nur unmöglich gewesen, es wäre zuvor gescheitert. Eindringlinge in IS-Gebiet hätten nämlich „getting their heads cut off,“ riskiert.  Kirby schließt daraus: „So for her to be able to get in as an American, as a woman, as an FBI employee, and to be able to take up residence with a known ISIS leader, that all had to be coordinated.“ Ebenso merkwürdig sei die überaus glimpfliche Behandlung der Frau nach ihrer Rückkehr. (Ausführlich bei: http://edition.cnn.com/2017/05/01/politics/investigates-fbi-syria-greene/index.html, sehr stark verkürzt bei: https://sptnkne.ws/eqyT)

Nach siebenmonatigen  Stillstand als Folge der Terroranschläge (vgl.u.) beginnt nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten  die Maḥarda-Station wieder mit der Energieerzeugung und Einspeisung ins Netz. (http://www.sana.sy/?p=548355)

Terroranschläge vom 2.5.2017: Bei einem Angriff in der Morgendämmerung von IS-Terroristen auf ein Flüchtlingslager im Gebiet von Rağm aṣ-Ṣulaibî im SO von aš-Šadâdî, ca.60km südlich der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka gelegen, sind bislang mehr als 30 Flüchtlinge getötet und 34 teils lebensgefährlich verletzt worden. Bei den Opfern handelt sich hauptsächlich um Frauen und Kinder, die vor den IS-Greueln aus ar-Raqqa und Dair az-Zaur sowie aus Mossul im irakischen Gebiet geflohen sind. (http://sana.sy/en/?p=105339, http://www.sana.sy/?p=548329) – Wieder einmal findet solch eine grauenhafte Attacke unmittelbar vor Friedensverhandlungen [aktuell: Astana] statt. Zu den Gründen vgl.u.! Ergänzung: Im Ġaraz-Gebiet, bei den an-Naḫla-Farmen und dem an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp verschanzte Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra griffen  die Stadtteile al-Quṣûr und as-Sabîl  von Darʽâ mit Raketen an, was zu erheblichen Beschädigungen, jedoch zum Glück zu keinen menschlichen Opfern führte. (http://sana.sy/en/?p=105339, http://www.sana.sy/?p=548685)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105336 und http://www.sana.sy/?p=548304 (Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen, Nestern von Maschinengewehrschützen und motorisierten Trupps im Stadtgebiet von Darʽâ in den Vierteln Ṭarîq as-Sadd, al-ʽAbbâsiyya und al-Furn, beim Alten Zoll und südlich von Bi´r aš-Šayyâḥ am SO-Stadtrand in präzisen Artillerieangriffen.)

Während einer Rede zum Gedenktag der Befreiung des Süd-Libanon und der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität im Land machte der Generalsekretär der libanesischen Ḥizbullâh (vgl.u.), Sayyid Ḥassan Naṣrullâh, deutlich, daß bis auf wenige Knotenpunkte im Ğarûd ʽArsâl-Bereich die gemeinsame Grenze zwischen Syrien und dem Libanon gegen Angriffe seitens des IS und anderer Terrororganisation gesichert worden sei. Damit gebe es keine Städte, Basen, Anhöhen oder Stützpunkte der Terroristen an der Grenze mehr. (http://sana.sy/en/?p=105383) – Aus dem Libanon werden immer wieder Kämpfe gegen IS-Angriffe im Bereich Ğarûd ʽArsâl gemeldet.

Das kasachische Außenministerium informiert darüber, daß  am Di., 2.5.2017, alle Delegationen ihr Kommen zur 4. Astana-Konferenz zugesagt hätten einschließlich derer der sog. bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.]. Gegenüber der kasachischen Nachrichtenagentur äußerte der Außenamtssprecher Anwar Ğâyinkûf (Zhainakow) zudem noch: „The delegations of the UN experts and of the guarantor states ‘Russia, Turkey and Iran’ are arriving in Astana at the moment.” Auch der UN-Gesandte de Mistura wolle teilnehmen. Später am Tag werde er mit anderen Experten der Garanten-Staaten zusammentreffen. Die Gespräche auf höherer Ebene würden dann am 3. und 4.5.2017 stattfinden. (http://sana.sy/en/?p=105348)

Die Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî ist am Mo., 1.5.2017, bereits in Astana angekommen. (http://sana.sy/en/?p=105266)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105261 und http://www.sana.sy/?p=547917 (Den Verteidigungskräften von Dair az-Zaur gelang der Abschuß einer IS-Aufklärungsdrohne nahe der östlichen Barrikaden des Flughafens; zudem Zerstörung von IS-Befestigungen samt eines Bulldozers im al-Makabât- Areal (Deponie-Bereich) im Süden der Provinzhauptstadt; Vernichtung von IS-Trupps einschließlich eines IS-Kommandeurs namens Aḥmad al-Ğanîn im Friedhofsbereich samt deren militärischer Ausrüstung; gezielte effektive Artillerieangriffe gegen IS-Fortifikationen und – Bewegungsachsen im Stadtteil al-ʽUrfî wie dem Arbeiterviertel sowie außerhalb auf dem Ğabal aṯ-Ṯarda, im Wâdî aṯ-Ṯarda, bei Mafraq aṯ-Ṯarda (Abzweigung) bei heftigen Feindverlusten. Beseitigung eines Kommandozentrums samt einiger Kampfwagen und Mannschaften von Ğa­bha­tu_n-Nuṣra im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad und außerhalb im Gebiet von Baṣr al-Ḥarir, al-Ġâriyya aš-Šarqiyya und  östlich des Dorfs Ğanîn im al-Lağât-Areal im N der Provinz Darʽâ.)

Laut Mitteilung des Pressedienstes des kasachischen Außenministeriums hat der UN-Generalssekretär Antonio Guterres beim Treffen mit dem kasachischen Außenminister Kairat ʽAbdurraḥmânow in New York vom So., 30.4.2017, seine volle Unterstützung der Bemühungen der AstanaKonferenzen hinsichtlich der Beilegung der Syrienkrise in Vorbereitung der folgenden Genfer Gespräche erklärt, indem er sagte. „The minister informed the secretary general about the negotiation process on Syria in Astana. Guterres expressed his full support to the process, because, in his opinion, these negotiations pave the way for success of the Geneva talks.”  Außerdem nehme der UN-Generalssekretär am Shanghai Cooperation Organization sum­mit teil wie der Eröffnungsveranstaltung der Expo-2017 exhibition in Astana am 8. und 9. Mai.  (http://sana.sy/en/?p=105246)  – Die 4. AstanaKonferenz findet am 3. – 4.5.2017 statt.

Terroranschläge vom 30.4.2017: In Tal al-Ḥamriyya positionierte Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra nahmen am Morgen erneut die landwirtschaftlichen Nutzflächen* von in Kurûm al-Ḥamriyya und südlich des Dorfes Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra unter Maschinengewehrfeuer  und töteten dabei einen Bauern. In an-Nuʽaima verschanzte Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten beschossen mit Mörsergranaten Wohnhäuser der Stadtteile Maysalûn, al-Maṭâr und al-Quṣûr von Darʽâ, verletzten damit vier Anwohner, darunter eine Frau und einen Dreijährigen, und richteten materielle Schäden an. Desgleichen widerfuhr der Stadt Maḥarda im N-Rîf von amâ durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Raketen, wodurch zwei Anwohner verwundet und ebenfalls Sachschäden an öffentlichem und privatem Gut angerichtet wurden. (http://www.sana.sy/?p=547489) – Zur *Zielsetzung hinter den terroristischen Angriffen gerade im landwirtschaftlichen Gebiet vgl.u.!

Erneut war aṭ-Ṭabqa, westlich von ar-Raqqa, Ziel von Luftangriffen der US-geführten Koalition, wobei acht Bürger zu Tode kamen. Im staatlichen TV hieß es dazu: „Acht Menschen sind im Ergebnis des Luftangriffs der von Washington angeführten internationalen Koalition gestorben, darunter fünf Mitlieder [sic!] einer Familie.“ Der libanesische Sender al-Mayâdîn berichtete sogar unter Berufung auf einen Korrespondenten in Syrien von mindestens 14 Getöteten. (https://sptnkne.ws/epEt vom 30.4.2017)

Die Zahl der in den seit August 2014 begonnenen Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak getöteten Zivilisten ist weit höher als von der Koalition am So., 30.4.2017, zugegebene Zahl von 352, berichten die unabhängige Monitoring-Gruppe „Airwars“ wie lokale Behörden. Vielmehr liege die Zahl bei mehr als 3.000. Schon im März seien es nicht weniger als 1782 Getötete gewesen  bzw. nach Angaben der irakischen Behörden von Mossul am 17. März bei Fehlangriffen der Koalition allein Hunderte an Zivili­sten. (http://www.sana.sy/?p=547809, s.a. https://sptnkne.ws/epZs)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105217  und http://www.sana.sy/?p=547716 (Im Ostteil der Provinz Ḥomṣ Befreiung und Rückeroberung von Rağm al-Qaṣr, ar-Rağm al-ʽÂlî und Rağm Darġâm sowie der Anhöhen [Tilâl] al-Madrâğa,  al-Iʽlâm al-Ġarbiyya, at-Tar­kas einschließlich der Šâʽir-Telekom­mu­ni­kationsstation, der Šâʽir-Fabrik, von Qârat al-Bâk, Ğabal Ṯaniyyât ar-Raz und der Öl- bzw. Gasquellen Nr. 103, 108, 110, 112 mit Vormarsch zur  Hauptquelle Nr.105 des aš- Šâʽir-Förderfeld auf wenige Gehminuten nach Eliminierung einer Anzahl von IS-Terroristen samt deren mit Artillerie aufgerüsteten SUV-Kampfwagen.  – Der IS hatte zuvor Öl aus den Quellen geraubt und mit Tankern (vgl.u.) in die Türkei geschafft und verkauft, bevor er einige davon in Brand steckte.  Vereitelung von IS-Angriffsversuchen vom Euphrat-Flußbett in Dair az-Zaur her nach heftigen Gefechten: erfolgreiche Militäroperationen gegen IS-Verbarrikadierungen um das al-Bânûrâmâ-Areal am SW-Stadtrand mit Zerstörung von drei Fortifikationen mit Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen und einem 50m-Tunnel im Industriegebiet; dazu effektive präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Schlupfnester  in den Talatain 17, im Gebiet ʽAlûš, den Ğibâl aṯ-Ṯarda, bei der Elek­trizitätskom­­pagnie und im Stadtteil al-Muhandisîn an der Südachse der Provinzhauptstadt.) – Lokale Quellen meldeten zudem einem SANA-Reporter, daß  eine Reihe von Bewohnern der Stadt al-Bû­ka­mâl ganz im  Osten nahe der irakischen Grenze ein IS-Haupt­quartier angegriffen und zwei Kampfwagen zerstört hätten, worauf IS-Leute einige Bewohner verschleppten. (http://www.sana.sy/?p=547917)

Militante aus al-Waʽir ziehen ab, Photo: SANA

Militante aus al-Waʽir ziehen ab, Photo: SANA

In fortgesetzter Umsetzung  des Rekonziliierungsabkommens bzgl. al-Waʽir in Ḥomṣ (s.u.) wurde am So., 30.4.2017 ein weiteres Kontingent an Militanten [460 Personen] samt Familienmitgliedern in der üblichen Weise mit Bussen abtransportiert.  (http://sana.sy/en/?p=105209, http://www.sana.sy/?p=547420, http://www.sana.sy/?p=547722)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105187 und http://www.sana.sy/?p=546936 (Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra -Trupps zwischen Kîsîn und Burğ Qâʽî im N-Rîf von Ḥomṣ mitsamt deren Waffen und Munition. Vernichtung von IS-Gruppen im Umkreis des Friedhofs und des Fabriken-Geländes von Dair az-Zaur; Vereitelung von IS-Attacken auf etliche Militärposten in der Provinzhauptstadt nach verbissenen Gefechten im Umfeld des Stadtteils ar-Rašadiyya, des Flughafens, des 137. Regiments nach heftigen Feindverlusten. Zerstörung eines Kommandozentrums mit acht Kampfwagen und Mannschaften von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Nuʽaima östlich von Darʽâ;  später Eliminierung von zwei Nestern an Maschinengewehrschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra sowie damit aufgerüsteten Kampfwagen bzw. einem SUV in Darʽâ al-Balad und zwischen al-Ġâriyya al-Ġarbiyya und der Elektrizitätsstation.)

Terroranschlag vom 29.4.2017: In an-Nuʽaima, 4km östlich von  Darʽâ in Stellung gegangene Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten feuerten etliche Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Kâšif der genannten Provinzhauptstadt ab, verletzten damit zwei Kinder, eine Frau und einen Mann, beschädigten Häuser der Anwohner sowie die Infrastruktur. (www.sana.sy/en/?p=105198, http://www.sana.sy/?p=547194)

Die Türkei führte am Sa., 29.4.2017, die völkerrechtswidrigen Luftangriffe (vgl.u.) auf nord-syrischem wie nordirakischem Territorium gegen PKK-Kämpfer fort. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26410-t%C3%BCrkei_etwa_90_pkk_k%C3%A4mpfer_im_irak_und_in_syrien_get%C3%B6tet)

Infolge des nachhaltigen Drängens etlicher Regierungen, darunter derer von Syrien, Rußland, des Irans, von Bolivien und China u.a., will die OPCW nun doch Experten nach Syrien schicken, um die Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn zu untersuchen, wie der Generaldirektor der Organisation, Ahmet Üzümcü, am 28.4.2017 gegenüber Ria Novosti angab. Doch gab auch er zu bedenken: „This area is controlled by different armed opposition groups, so we need to strike some deals with them, we need to assure a temporary ceasefire,” (http://www.sana.sy/?p=546683) – Laut AFP-Interview mit Präsident Dr. al-Assad vom 13.4.2017steht das besagte Gebiet unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra. Da wirkt es befremdlich, daß Üzümcü hinsichtlich dieser Terrororganisation von „armed opposition groups“ [also den MAO, vgl.u.] spricht.

Die auf Seiten der US-geführten Koalition in Nord-Syrien kämpfenden und von dieser unterstützten kurdischen DKS-Streitkräfte (Militärbündnis einschließlich der YPG zur Föderalisierung Syriens!) haben sich gegenüber den USA über die wiederholten türkischen Angriffe (s.u.) auf syrischem Territorium beschwert. Diese gefährdeten auch die DKS, erklärte deren Sprecher und bemerkte weiter: „Sollte die Türkei unsere Einheiten noch einmal angreifen, werden wir den Sturm auf Rakka anhalten und unser Territorium verteidigen müssen“. Weiter führte er aus:  „Derzeit treffen wir uns mit den Kräften der Anti-IS-Koalition, um einem weiteren Angriff vonseiten der Türkei vorzubeugen. Wir haben die Koalition gewarnt, dass wir bei einem erneuten Angriff alle unseren bei Rakka konzentrierten Kräfte an die türkisch-syrische Grenze verlegen. Uns wurde zugeischert, die Lage mit der türkischen Seite zu besprechen und uns über die Ergebnisse des Treffens zu informieren.“ – In der Folge wurde beobachtet, daß die  USA den DKS schwere Waffen und Kampfpanzer lieferten. (https://sptnkne.ws/enV6)  Desgleichen von Seiten der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (YPG) ist nachzulesen bei http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26416-us_milit%C3%A4rs_an_die_syrisch_t%C3%BCrkische_grenze_entsandt. Auch US-Außenministeriumssprecher Mark Toner kritisierte am Fr., 28.4.2017, die Türkei setze bei ihren Luftangriffen die US-Soldaten in Nord-Syrien einer Gefahr aus. (https://sptnkne.ws/enSB)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105172 und http://www.sana.sy/?p=546687 (Beseitigung von IS-Einheiten nach heftigen Gefechten bei Abû Ḥassan und auf aṯ-Ṯarda und das Fabriken-Gebiet zu in Dair az-Zaur mitsamt sieben Nestern mit Maschinengewehren, drei Kampfwagen und einem Panzer sowie Konfiszierung von Maschinengewehren, automatischen Gewehren, drei und einer großen Anzahl Mörsergranaten; Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Schlupfwinkeln samt Waffen im Gebiet von al-Makabât, al-Mayâdîn, um den Friedhof, den Tala Nr.17, südlich des Regiment 137-Lagers, im aṯ-Ṯarda-Area, dem Schul- Bereich des at-Taim–Felds von Dair az-Zaur bei Dutzenden getöteter Terroristen. Eliminierung von Nestern und Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Karak, südlich der Schulen-Ansammlung im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad  von Darʽâ zusammen mit drei Kommandozentren und zwei Nestern von Maschinengewehrschützen; zudem Vernichtung von sechs Kampfwagen, teils mit schwerem Maschinengewehr ausgestattet, und einem Bulldozer während gezielter Operationen  gegen die teils motorisierten Terroristentrupps in al-Ḥarâk und ar-Rağûm südlich von al-Wardât im al-Lağât-Gebiet des nördlichen Teils der Provinz, 75km von Darʽâ entfernt.)

Eine Übersetzung des neuesten PräsidentenInterviews mit dem venezolanischen TV-Sender Telesur vom  27.4.2017 steht zur Verfügung.

Premierminister Ing. ʽImâd Ḫamîs infirmierte während seiner Inspektion von Wohnbauprojekten im Umland von Damaskus die Journalisten, daß die Regierung trotz der Kriegsprobleme und Terroranschläge [zu jenen bevorzugt auf neue Wohnbauprojekte vgl.u.!], diese unvermindert weiter betreibe und ihnen besondere Aufmerksamkeit schenke. Dann gab er zu den verschiedenen Projekten der einzelnen Provinzen mit jeweils vielen tausend Wohnungen Detail-Informationen. 50% der neuen Wohneinheiten würden den Familien der im Krieg Ermordeten zugeteilt werden, erklärte er. Näheres bei http://sana.sy/en/?p=105138 bzw. http://sana.sy/en/?p=105138.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105064 und http://www.sana.sy/?p=545976 (Eliminierung von 22 Kampfwagen und fünf Panzern samt hunderten von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen bei den Operationen im N-Rîf von Ḥamâ. Effektive Militärschlage gegen Infiltrationspunkte und Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kîsîn im Gebiet al-Ḥûla und nahe Talbîsa im N-Rîf von Ḥom mit Zerstörung von deren Kampfwagen inklusive Raketenabschußanlage. Rückeroberung von Talat Ḥassan und weiterer strategisch bedeutsamer Örtlichkeiten zusammen mit unterstützenden Streitkräften nach heftigen Gefechten mit IS-Einheiten westlich des Liwâ´ at-Ta´mîn auf der Südachse von Dair az-Zaur; zudem erfolgreiche Artillerieschläge gegen IS-Stellungen im Umkreis des Liwâ´ at-Ta´mîn sowie auf die IS-Nachschubrouten – unter den Getöteten fand sich auch der IS-Feldkommandant mit dem Kampfnamen Abû Ayham al-Maṣrî (also ein Ägypter); in Kooperation mit Volkswehreinheiten beträchtliche Ausdehnung der Kontrolle westlich des Friedhofs unter heftigen Feindverlusten; weitere erfolgreiche Gefechte gegen den IS später beim Regiment 137 und um das Friedhofsgebiet. Vernichtung von zwei Kommando- und Überwachungszentren von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil al-Karak sowie bei erfolgreichen Operationen gegen fortifizierte Stellungen Barrikaden mit Maschinengewehrschützen und Truppenbewegungen der Extremisten beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp, im Stadtteil al-ʽAbâsiyya, beim al-Maṣrî-Kreisverkehr sowie im al-Barîd-Areal; dazu Beseitigung eines Truppentransporters im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd in Darʽâ, wo eine der Hauptverkehrsadern zur Infiltration von Söldnern und Waffen von Jordanien her mündet; zudem Eliminierung einer bemerkenswerten Anzahl von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen samt vier Panzern, einem BMB-Wagen, wier Höllenkanonen, sechs mit Maschinen­ge­wehren aufgerüsteten Wagen und einem mit Sprengladungen und selbstproduzierten Raketen ausgerüstetem Fahr­zeug in Darʽâ.)

Terroranschläge vom 27.4.2017: Scharfschützen beschossen wieder von al-Qâbûn aus den damaszener Stadtteil ʽIš al-Warwar, töteten dabei einen Anwohner und verletzten zwei weitere. (http://sana.sy/en/?p=105082, http://www.sana.sy/?p=546091) Mittags wurden eine Frau und ihr Sohn im Dorf Kafar Nân  im N-Rîf von Ḥomverletzt infolge des Beschusses mit Mörser­granaten. (http://www.sana.sy/?p=545976)

Nach türkischem Luftangriff, Photo: SANA

In einem erneuten – völkerrechtswidrigen –Angriff auf syrisches Territorium zielte das türkischen Militär am 27.4.2017 auf wichtige Infrastruktur im NW der Provinz al-Ḥasaka. Der Artilleriebeschuß richtete sich gegen die Pumpstation der ʽAlûq-Quellen ca. 7km östlich von Ra´s al-ʽAin, welche das Trinkwasser für die Provinzhauptstadt samt Umgebung bereitstellt. Die massiven Zerstörungen an der Station führten zum Stop der Förderung. Der zuständige Wasserwirtschaftsdirektor gab dem Reporter zu verstehen: „Water pumping in the station which feed al-Hasaka, Ras al-Ayn, Tal Tamr and its countryside has stopped as two shells, fired by the Turkish artillery, hit the energy building which feed the pimping station.”  (http://sana.sy/en/?p=105150)

Das Oberste Armeekommando informierte am 27.4.2017 darüber, daß israelische Marschflugkörper im Morgengrauen des Donnerstags, abgeschossen von den völkerrechtswidrig [zur juristischen Beurteilung s.u.] besetzt gehaltenen syrischen [Golan-]Gebieten, einen Militärposten im SW des Internationalen Flughafens von Damaskus trafen und dort zu ein paar materiellen Schäden führten. Es sei dies ein neuer Versuch, die wegen der siege der SAA gesunkene Moral der von der israelischen Regierung unterstützten Terroristen [dazu vgl.u.]  im Süden des Landes zu steigern, hieß es weiter. (http://sana.sy/en/?p=105078) Mit Rückgriff auf eine Internet-Meldung eines syrischen Medienzentrums meldet Sputnik News, der israelische Angriff habe eine eine Gasleitung getroffen und zerstört, wodurch in der Folge ein Kraftwerk der syrischen Hauptstadt von der Gasversorgung abgeschnitten worden sei. (https://sptnkne.ws/en3Y) Der für die israelischen Geheimdienste zuständige Minister Israel Katz bestätigte im Armeeradio den Angriff. „Dieser Schritt  stimmt völlig mit der Politik Israels überein.“, bemerkte er, machte aber keinen näheren Angaben dazu.  Vorgeblich sollte damit eine Lieferung von Waffen an die Ḥizbullâh unterbunden werden, da er bemerkte: „Wenn Israel die Informationen über einige Pläne zur Lieferung der modernen Waffen an die libanesische Hisbollah erhält, greife ihre Stellungen dann an.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26362-israel_best%C3%A4tigt_angriff_auf_flughafen_von_damaskus) – Zur Einordnung der libanesischen Ḥizbullâh, welche im syrischen Grenzland zum Libanon der SAA die extremistischen Terroristen effektiv zu bekämpfen hilft, s.u.! Laut einer Militärquelle gegenüber der Agentur Sputnik gibt es zudem in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus keine Waffenlager der Ḥizbullâh. (https://sptnkne.ws/enpR)

In einer Pressekonferenz in Moskau vom 27.4.2017 verurteilte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa im Namen ihrer Regierung den israelischen Angriff auf das Gebiet von Damaskus als völkerrechtswidrige, nicht zu rechtfertigende Aggression, welche nur zur Destabilisierung der Lage führe und den Terroristen wie dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu Gute komme und der Waffenruhevereinbarung schade, die auf internationalen Resolutionen, insbesondere der Nr.2254 basiere. Darauf erfolgte der Aufruf zum generellen Respekt der Souveränität und territorialen Integrität des UN-Mitglieds Syrien: „We are urging all to respect the sovereignty and territorial integrity of Syria, a UN member-state.” Desgleichen sprach sie sich gegen die türkischen Bombardements in N-Syrien (s.u.) wie dem Irak aus, die von der US-Aggression gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât ermutigt worden seien. Vom Astana-Treffen nächste Woche sei zu hoffen, daß es positive Resultate erziele und eine Verschlechterung der Situation verhindere. die internationale Gemeinschaft sei zur Unterstützung dieser der Beilegung der Syrienkrise dienenden Bemühungen aufgerufen. Im Weiteren (u.a. nochmals zurückkommend auf die Enthüllungen zu den erwiesenermaßen den Terroristen nahestehenden und fake news samt fake videos produzierenden White Helmets [vgl.u.] wie den für die humanitäre Lage in Syrien bedrohlichen westlichen Sanktionen) s. http://sana.sy/en/?p=105130!

Die Regierung verurteilte durch ihr Außenamt in strengster Weise die eklatante Aggression des Erdogan-Regimes auf  syrisches Territorium vom 25.4.2017 (vgl.u.), ausgeführt durch Bombardements der türkischen Luftwaffe, denen viele unschuldige syrische Bürger im NO des Landes zum Opfer fielen. Diese aggressiven Zuwiderhandlungen gegen das Völkerrecht, die UN-Charter,  Souveränität und territoriale Integrität Syriens wie gut nachbarschaftlicher Beziehungen seien intolerabel  Damit sei die Türkei vor einer Wiederholung gewarnt. Die internationale Gemeinschaft wie die UN rief das Außenministerium auf, diese Aggression und Politik der Türkei zu verurteilen, die schließlich den Terrorismus unterstütze. (http://sana.sy/en/?p=105034, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26330-syrien_verurteilt_t%C3%BCrkischen_luftangriff_auf_das_sch%C3%A4rfste)

Schärfstens verurteilte die Regierung auch die krampfhafte Kampagne aus Irreführung, Lügen und fabrizierten Anschuldigungen seitens des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault bezüglich des in Ḫân Šaiḫûn verübten Verbrechens (vgl.u.). Diese stellten eine offenkundige Aggression und unverschämte Verletzung der Behörden der internationalen Organisationen dar  wie insbesondere einen Versuch der Vertuschung der Wahrheit und der hinter dem Verbrechen stehenden Verantwortlichen. Im Einzelnen wurde hervorgehoben: „The Syrian Arab Republic condemns the frantic campaign of misleading and lies and the fabricated allegations launched by French Foreign Minister Jean-Marc Ayrault regarding the crime of Khan Sheikhoun which shows without any doubt the involvement of France in preparing this crime in the framework of its full partnership in the aggression on Syria. … The French Government doesn’t have legal qualification or competence to decide what took place in Khan Sheikhoun and to jump to conclusions, and what it has circulated of lies and allegations repre­sent a blatant violation of the authorizations of the specialized international organizations in an at­tempt to hide the truth of this crime and who stands behind it, and the objection of France and its al­lies at the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) on the Russian-Iranian draft resolution on forming a neutral and professional investigation committee clearly proves that .” Weiter führte das Ministerium aus: „The Western states have become professional in the art of lying, decep­tion and misleading to implement their policies in imposing hegemony on the world and to return to the eras of colonization, mandate and guardianship.” Zudem führte die Veschwerde an: „what took place in Iraq and Libya proves this approach and the crime of Khan Sheikhoun comes in the same context of the conspiratorial project on Syria to raise the collap­sed morale of the armed terrorist groups after the successive defeats inflicted upon them by the Syrian Arab army and to undermine the efforts which aim at finding a political solution to the crisis.” Der Kommentar schloß mit dem Hinweis: „The French Government which have failed a time after time and has been strongly condemned by the French people through the overwhelming defeat of the candidate of the ruling Socialist Party in the first round of the presidential elections, will not be able to flee to the foreign policy to hide its failures because its ruling was truly a story of failure in the internal and foreign policy and a title of moral regression whose first and most important victim was the status of France and its reputation in the international arena.” (http://sana.sy/en/?p=105067)

Aus dem Kreml hieß es zur genannten Äußerung von Jean-Marc Ayrault: Der Kreml und Präsident Wladimir Putin vertreten nach wie vor die Auffassung, dass unvoreingenommene internationale Er­mitt­lungen das einzig mögliche Mittel sind, um die Wahrheit in Bezug auf die Geschehnisse in Idlib festzustellen.“. (http://www.sana.sy/?p=545278, https://sptnkne.ws/emTZ)

Im Rahmen der 6. Moskauer Konferenz für inter­nationale Sicherheit (MCIS) am Mi., 26.4.2017, machte Außenminister Lawrow in der Pressekonferenz mit dem saudischen Außenamtschef  Außenminister ʽÂdil al-Ğubair deutlich, sowohl die iranischen Militärberater als auch die Ḥizbullâh unterstützten wie das russische Militär Syrien im Kampf gegen den Terrorimus auf Bitten der Regierung in Damaskus und damit völlig rechtens. Auch sei Ḥizbullâh nicht als Terrororganisation zu werten. (http://sana.sy/en/?p=105044, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i26322-russland_gegen_die_einstu­fung_der_his­bollah_als_ei­ne_terrorganisation)

Vize-Verteidigungsminister Generalmajor Maḥmûd aš-Šawâ unterstrich in seiner MCIS-Rede vom 26.4.2017 die Notwendigkeit gemeinsamen Vorgehens aller Länder gegen den die ganze Welt bedrohenden Terrorismus und  Bekämpfung der Takfîr-Ideologie mit allen politischen, ökonomischen, kulturellen, medialen und sicherheitsspezifischen Mitteln. Es müßten dringlichst effektive Möglichkeiten gefunden werden, um den Terrorismus auszumerzen, seine Ressourcen auszutrocknen und seine katastrophalen Rückwirkungen zu mindern; dies müsse auf Basis des internationalen Rechts geschehen, um Doppelmoral (double standards) zu vermeiden. Die Ausbreitung des Terrorismus sei auf das Fehlen von Ernsthaftigkeit und die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft zurückzuführen, Verletzungen des Völkerrechts und internationaler Konventionen zu stoppen.Außerdem bekräftigte er die Bedeutung von Sicherheitsvereinbarungen zwischen Nachbarländern, um hinsichtlich des Counterterrorismus zusammenzuarbeiten und hierzu Informationen auszutauschen. Zudem müßten die Kommunikationsnetzwerke [erg.: der Terroristen] überwacht und die verantwortlichen Parteien für die [d.h.: deren] Medien-Einspeisungen ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden. Schließlich wiederholte er Syriens Aufruf an die internationale Gemeinschaft, sich ihrer moralischen und humanitären Verantwortlichkeit gegenüber der unter dem Krieg, dem Terrorismus und der Zerstörung leidenden syrischen Bevölkerung gewahr zu werden und diejenigen Mächte und Systeme, welche den Terrorismus unterstützen und die Prinzipien des Völkerrechts mißachten, zu bestrafen.   (http://sana.sy/en/?p=105055, http://www.sana.sy/?p=545826)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105017 und http://www.sana.sy/?p=545337 (Hunderte von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen wie auch von Ḥizb at-Turkistânî zusammen mit 29 Kampfwagen, drei Munitionsdepots und drei Panzern wurden im N-Rîf von Ḥamâ eliminiert und weitere verwundet beim Ausbau der Positionen der Armee. Erfolgreiches Vorgehen gegen IS-Trupps und –Angriffsachsen im Umkreis von Dair az-Zaur, dabei Beseitigung von motorisierten IS-Einheiten um den Dair az-Zaur Militär-Flughafen, das Regiment 137, den Friedhof und das aṯ-Ṯarda-Areal in heftigen Gefechten; weitere harte Kämpfe gegen den IS fanden um die Fakultät für Naturwissenschaften und in einer Reihe  von Stadtteilen der Provinzhauptstadt unter deutlichen Feind-Verlusten statt; IS-Anführer entführten einige Bewohner der Stadt Ḫašam nachdem es den Anwohnern gelungen war, auf dem Industrie-Gebiet im N von Dair az-Zaur eine angreifende IS-Gruppe zu töten. Zerstörung von drei Panzern, vier Höllenkanonen, eines BMB, einer Raketen-Abschußanlage und sechs mit artillerie versehenen Kampfwagen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Beseitigung Dutzender der Terroristen in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Baḥâr und al-ʽAbâsiyya von Darʽâ im Darʽâ al-Balad-Bezirk)

Terroranschläge vom 26.4.2017:        Infolge der Detonation eines Sprengsatzes am Rand einer landwirtschaftlich genutzten Straße kam eine Person ums Leben, zwei weitere wurden verletzt nahe des Ortes al-Qariyya, 19km südlich von  as-Suwaidâ´ gelegen. Es handelte sich dabei um die Insassen eines Autos, das die Stelle gerade passierte. Bei Ğabhatu_n-NuṣraAngriffen mit Mörsergranaten auf die Fianzdirektion in der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra wurden zwei Angestellte verletzt, das Gebäude erheblich beschädigt. Zwei Frauen wurden heute Mittag infolge von Raketenangriffen auf das Dorf Qarma, 35km  im SW-Rîf von Ḥamâ durch Ğabhatu_n-Nuṣra getötet, etliche weitere Bürger verletzt und Sachschäden an den Häusern und weiterem Eigentum verursacht. (http://sana.sy/en/?p=105010, http://www.sana.sy/?p=545255)

Rîf Dimašq-Gouverneur ʽAlâ´ Ibrâhîm nahm am 25.4.2017 am Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs zum Libanon fünf Särge mit den Leichen ursprünglich von Ğabhatu_n-Nuṣra im christlichen Maʽlûlâ beim Angriff vom 7.9. 2013 (vgl. Teil I) entführter und dann ermordeter Bewohner in Empfang. Diese wurden unter großer Beteiligung der Bevölkerung ehrenvoll als „Märtyrer“ – wie es hierbei in den syrischen Medien immer heißt! – beigesetzt. Der melkitisch griechisch-katholische Patriarch für Antiochia und den gesamten Osten, Gregorios III. Laḥâm, spendete den trauernden Familienmitgliedern Trost. Erst am vergangenen Samstag hatte er bekannt gemacht, daß die Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten ihre Geiseln getötet hatten, da deren Leichen in einem Loch verschüttet auf libanesischem Territorium der Stadt ʽArsâl aufgefunden worden waren. Das Schicksal einer weiteren damals verschleppten Person ist bislang unbekannt. (http://www.sana.sy/?p=544568, http://sana.sy/en/?p=104936) – Die libanesische Armee auf Landesterritorium sowie Ḥizbullâh beiderseits der Grenze kämpfen gegen die Terroristen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra samt deren Affiliierten, wie man den jeweiligen Landes- und überregionalen Medien seit Jahren entnehmen kann. Die investigative Journalistin Vanessa Beeley informiert darüber, daß die Familienangehörigen in der ersten Zeit noch Kontakt zu den Kidnappern von FSA [als MAO geltend, zur Einordnung s.u.!] und Ğabhatu_n-Nuṣra, bis dieser plötzlich abbrach; s. Video https://www.youtube.com/watch?v=8eD4FMbDQpM.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104911 und http://www.sana.sy/?p=544511 (Beseitigung von Fortifikationen und Schlupfnestern von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad  von Darʽâ in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Karak, al-Arbaʽain, al-ʽAbâsiyya, al-Badû, al-Bağabağa, al-Ḥamâdîn, um das Alte Zollgebäude, südlich von Ḫazân al-Karak und dem an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps; Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten gegen Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya mit Zerstörung von aufgerüsteten Kampfwagen und einem Nest von Raketenabschußanlagen.Eliminierung von IS-Trupps im Gebiet von Ğarf Umm ar-Rumân, des Ğabal ibn ʽArṣân, östlich von Tadmur, al-Bârida wie von al-Qar­yatain im SO-Rîf von Ḥomṣ. In Dair az-Zaur effektives Vorgehen gegen IS-Einheiten nahe des Friedhofs- und Industriegebiets sowie beim Regiment 137 mit Beseitigung auch von deren militärischer Ausrüstung)

Terroranschlag vom 25.4.2017: Mörsergranatenbeschuß auf den Stadtteil as-Saḥârî von Darʽâ hinterließ zwei verletzte Anwohnerinnen wie zerstörte Häuser etc. (http://sana.sy/en/?p=104939)

Nach dem türkischen Angriff, Photo: SANA

Nach dem türkischen Angriff, Photo: SANA

Nach Angaben des Führers der syrischen Kurdenpartei PYD, Ṣāliḥ Muslim, gegenüber Sputnik Türkiye hat die türkische Luftwaffe in NO-Syrien vier Kurden-Dörfer im Raum von Karaçok (im SW von al-Qâmišlî) und Umgebung angegriffen und dabei auch Zivilisten getötet. Mindestens 20 Menschen sollen umgekommen sein. Zivile Tote gab es ebenso im Irak. „Zwar nehmen die türkischen Soldaten die Siedlungen in dieser Region stets von den Panzern und Haubitzen aus unter Beschuss, den Angriff eines derartigen Ausmaßes haben wir jedoch nicht er­wartet. An der Luftattacke der türkischen Luftwaffe nahmen 26 Kampfjets teil.“, informierte Muslim die Presse. (https://sptnkne.ws/emgM)

Wiederaufnahme des Memorandums mit den USA zur Vorbeugung von Zwischenfällen im Luftraum über Syrien durch die russische Regierung. Tatsächlich sei dies schon am 13.4.2017 nach dem Besuch von US-Außenministers Rex Tillerson in Moskau umgesetzt worden. Präsident Putin hatte die Bereitschaft seines Landes hierzu bekräftigt, sobald die USA die Terrorbekämpfung als Ziel bestätigten. (https://sptnkne.ws/ekVk vom 25.4.2017) – Zur Aussetzung und dem Grund dafür (US-Angriff auf aš-Šaʽîrât) s.u.!

Der frühere Informationsminister, Mahdî Daḫlullâh, äußerte sich im Sputnik-Interview über Hintergründe des „gegen Syrien entfesselten“ Krieges. Wie schon andere Landespolitiker hebt auch er latente Kolonialisierungsbestrebungen westlicher Länder hervor: „Derzeit kann man das schrecklichste Szenarium eines zerstörerischen Kriegs beobachten, mit dem Ziel, das Land zu einer Kolonie zu machen.“ Diese Staaten hätten über die sonst gängigen Wege kaum Möglichkeit, „Ein­fluss auf Syriens Politik zu verüben, weil das Land keine Staatschulden und keine Verpflich­tungen vor dem Internationalen Währungsfonds hatte“. Zudem sei es quasi das letzte von Kriegswirren verschonte Land gewesen, das sich für die Rechte der Palästinenser in der Konfrontation mit der israelischen Regierung eingesetzt habe. Daher würden gegen Syrien alle möglichen Mittel eingesetzt: „Systematisch wird die beste Infrastruktur in der Region vernichtet, es wurden eine Wirtschafts­blockade und eine politische Isolation verhängt“. Bedeutsam für die Ausführung sei die Instrumentalisierung des Terrorismus. Darunter befänden sich nach wie vor vom Ausland, insbesondere den USA und davon abhängigen Staaten, unterstützte Gruppen [sog. MAO, vgl.u.]. Für Syrien stehe das Überleben als freies Land auf dem Spiel, daher gebe es als einzige Option, weiterhin gegen die Eroberer zu kämpfen. Nur so habe man erreicht, daß inzwischen schon die Gegner von alterna­tiven Wegen der Syrien-Regelung sprächen. Dabei dürfe man jedoch nie außer Acht lassen, daß jene letztlich immer ihre eigenen kolonialistischen Interessen verföchten. (https://sptnkne.ws/ek3u) Nach Glückwünschen befreundeter Staaten gesellte sich, wenn auch um Tage verspätet, am 23.4.2017 sogar UN-Generalsekretär Guterres zu den Gratulanten zum syrischen Unabhängigkeitstag am 17.4.2017 aus französischer Kolonialherrschaft (vgl. britisch-französisches Sykes-Picot-Abkommen vom 16.5.1916 zur Aufteilung des Nahen Ostens in koloniale Interessengebiete nach Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg). Im Glückwunsch-Telegramm übermittelte der UN-Diplomat „warmest congratulations to the Syrian people and government“. In den gegenwärtigen unsicheren Zeiten sei es wichtig, für Frieden in der Welt zu sorgen, von dem doch letztlich alles menschlich Erstrebenswerte abhänge: denn „all what we are striving for, as a human family, of dignity, justice, progress, and prosperity depends on peace“. Dies seien auch die in der UN-Charter niedergelegten Werte, die die Nationen zusammenbrächten. Er zähle auf Syriens Beitrag, die UN zu stärken wie bei der Zusammenarbeit zur Durchsetzung von Frieden, Entwicklung und Menschenrechten für alle. (http://sana.sy/en/?p=104835, http://www.sana.sy/?p=543297)

Laut Michail Uljanow, Ressortleiter für Nichtweiterver­brei­tung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, besteht die Möglichkeit, daß in nächster Zeit weitere inszenierte Giftgasangriffe in Syrien stattfänden, um sie der Regierung anzulasten. Gefährdet sei v.a. der Raum Damaskus. Bezüglich des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) bis heute nichts erwiesen. Es sei jedoch möglich, daß Chemiewaffen eingesetzt wurden. „Die Frage besteht darin, wer diese zum Ort des Geschehnisses brachte und wie.“ Zudem gebe es außer Anschuldigungen keinerlei Beweis, daß „Syrien zumindest ein Kilo von C-Waffen verheimlichte“, wie syrienfeindliche Elemente einfach behauptet hatten. (http://www.sana.sy/?p=543837, für Zitate in Deutsch: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26244-russland_bef%C3%BCrchtet_neue_giftgaseinsatz_inszenierung_in_syrien je vom 24.4.2017)

Erste Medien-Konferenz des Informationsministeriums, Photo: SANA

Erste Medien-Konferenz des Informationsministeriums, Photo: SANA

Am zweiten und Abschlußtag der ersten nationalen Konferenz des Informationsministeriums (vgl.u.) am 24.4.2017, war die „religious dimension in the media” Thema. Vor allem ging es dabei um die Begegnung der extremistischen wahhâbitischen Takfîr-Ideologie der Terroristen im Land. Hierbei falle dem Auqâf-Ministerium wie den Medienvertretern eine besondere Rolle zu hinsichtlich der Aufklärung zu. Auch war der Ersatz von Religionsunterricht an den Schulen [des säkular ausgerichteten Staates!] durch das Fach Ethik im Gespräch wie eine gewissenhafte Auswahl [muslimischer] Prediger und Imâme. Als Redner geladen waren daher auch der Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid wie der Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd, der unter der Thematik „diplomacy in Media” auch auf die Bedeutsamkeit der Aufdeckung in syrienfeindlichen Medien kursierender fake-news hinwies, was eine nur natürliche Angelegenheit sei.  (http://sana.sy/en/?p=104893)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104873 und http://www.sana.sy/?p=543917 (Eliminierung eines mit Artillerie aufgerüsteten motorisierten Terroristentrupps nahe at-Tufâḥiyya im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya – in jenem Gebiet sind aktiv: Ğabhatu_n-Nuṣra,  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥal, Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdalḥamîd. Befreiung von al-Maṣâṣina, Zaur al-Ḥaiṣa und Zaur aṭ-Ṭaiba [bzw. Zaur aṭ-Ṭayyiba] im N-Rîf von Ḥamâ, wobei über 300 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten getötet wurden – darunter ʽAlî al-ʽAbûd, der Militär-Führer von Failaq Ağnâd aš-Šâm – und eine große Anzahl verwundet bei Zerstörung von 20 Kampfwagen, zwei Depots und zwei Panzern; Vereitelung von Angriffsversuchen der Teroristengruppen von Ḥur Binafsa aus auf die Militärposten zum Schutz von az-Zâra mit dem benachbarten Wärmekraftwerk (vgl.u.) mit Vernichtung von deren motorisierten Einheiten samt Ausrüstung.) – Ergänzung: Vernichtung von IS-Trupps und deren Bewegungsachsen südlich des Ğabal al-Antar  und al-Bârida, östlich von al-Qaryatain und im Gebiet rund um den al-Qaryatain-Damm, ca. 85km im SO der Stadt Ḥomṣ sowie im Dorf Umm Ṣaḥrîğ und östlich von Ğab al-Ğarâḥ , ca. 75km östlich davon (http://www.sana.sy/?p=544511).

Terroranschläge vom 24.4.2017: In Ost-al-Ġûṭa  verschanzte Terroristen beschossen den Stadtteil al-Barâmika von Damaskus mit Raketen und verursachten so materielle Schäden.  (http://sana.sy/en/?p=104872)

Am Mo., 24.4.2017 traf die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bei ihrem ersten Moskau-Besuch mit Außenminister Lawrow zusammen. Dieser brachte sie auf den neuesten Stand hinsichtlich der russischen Anstrengungen bzgl. der Lösung der Syrienkrise durch Unterstützung der Astana-Konferenzen und des intrasyrischen Dialogs in Genf basierend auf der UNSC-Resolution Nr. 2254. Dann kam er auf den Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn und die US-Aggression gegen aš-Šaʽîrât zu sprechen. In beiden Fällen müsse die OPCW Experten zur Untersuchung an den Ort des Geschehens entsenden, wozu er bemerkte: „We will expect that after all, the OPCW will send experts to Khan Shei­khoun and to the al-Shairat airfield strictly on the basis of its mandate, which requires the widest possible geographical represen­tation of experts.” Die Untersuchungen müßten absolut transparent ohne manipulierende Einmischung von interessierten Regierungen gegen Bezahlung verlaufen, d.h. „not cloaked in any secret from member countries that pay for the work of this mechanism.” Der Vorfall in Ḫân Šaiḫûn sei in Verdrehung der Tatsachen benutzt worden, um die UNSC-Resolution zur Lösung der Krise in Syrien auf Basis innersyrischen Dialogs auszuhebeln und einen vermeintlichen Grund für eine militärische Einmischung mit dem Ziel des Regierungssturzes in Damaskus zu fabrizieren. Es sei befremdlich, wie die USA und westliche Staaten versuchten, die Entsendung von OPCW-Experten zu verhindern, wo sie – allen voran Rex Tillerson – doch unmittelbar nach dem Vorfall in Ḫân Šaiḫûn danach verlangten, nach dem Angriff auf aš-Šaʽîrât sofort damit verstummten.   Weiters müßten alle Informationen zugänglich sein. Es sei schon merkwürdig, daß  zur Verhinderung einer Untersuchung durch die OPCW vor Ort plötzlich seitens der Briten von untersuchten Proben die Rede sei, doch werde nicht mitgeteilt, woher sie stammten, wer sie wo gesammelt und übergeben habe,  welches Labor sie examiniert habe und ob dabei die wissenschaftlichen Standards eingehalten worden seien inklusive des Ausschlusses fremder Manipulationen. Falle es denn gar nicht auf, daß beide Male die Briten der OPCW Proben überstellt hätten, einmal aus Ost-Aleppo bzgl. der Benutzung von Giftgas durch die Terroristen, deren Untersuchung immer noch Zeit brauche, während jene zur Untermauerung der Aussagen ausgerechnet der sog. “White Helmets” [zu deren Einordnung s.u.!] gegen die syrische Regierung umgehend  vorgelegen habe. Frau Mogherini gab zu verstehen, daß – trotz bestehender Differenzen – Einigkeit hinsichtlich der Lösung der Syrienkrise auf Basis der erwähnten Resolution durch die Gespräche [nur!] in Genf bestehe wie bzgl. der Eliminierung [nur!] der IS-Terroristen und der Sicherung der Einheit des syrischen Territoriums. Auch solle die OPCW die Vorgänge [nur!] in Ḫân Šaiḫûn transparent untersuchen. (http://sana.sy/en/?p=104890; s.a.  https://sptnkne.ws/ektW und https://sptnkne.ws/ekz6)

Am 24.4.2017 verließ ein weiterer Teil, 115 [aktualisiert: 260] Militante sowie 475 ihrer Familienmitglieder, in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens (s.u.) und ohne Störungen mittels 41 Bussen den Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ in Richtung Ğarâbulus unter Aufsicht der Syrian internal security forces, der russischen Militärpolizei und des Syrian Arab Red Crescent (SARC), wie Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî mitteilte. Der Abschluß der Aktion ist auf den 13. Mai terminiert. Dann werden zunächst Militäreinheiten die Gegend auf Sprengsätze absuchen, Arbeitsteams die notwendige Infrastruktur für die Versorgung mit Elektrizität, Wasser und Kommunikationseinrichtungen wiederherstellen. Der Bevölkerung werde jede Art von Hilfe durch das Gouvernement bereitgestellt wie Nahrungsmittel, medizinische Versorgung einschließlich Impfvakzinen. Zu weiteren Details s. http://sana.sy/en/?p=104858, http://www.sana.sy/?p=544027.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104811 und http://www.sana.sy/?p=543233 (Im N-Rîf von Ḥamâ Befreiung von alfâyâ – der bedeutendsten unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra stehenden Stadt der Region –  samt den umliegenden Städten und Dörfern Zalîn, al-Wîbida, Buṭaiš, Zaur an-Nâṣiriyya und Zaur Abû Zaid mit Rückeroberung der Anhöhen Talat an-Nâṣiriyya und Tal al-Minṭâr nach für den Feind verlustreichen Gefechten: hunderte an Extremisten wurden darin getötet – darunter auch Terroristen von Ğaiš  an- Naṣr und Ğaiš al-ʽIzza – bzw. verwundet, Überlebende flohen unter Zurücklassung ihrer Ausrüstung: so wurden sieben Abschußanlagen für Mörsergranaten, zwei mit Artillerieaufgerüstete Kampfwagen sowie eine sehr große Menge an unterschiedlichster Munition beschlagnahmt, zerstört wurden 58 [im arabischen Artikel: 38] Kampfwagen,  drei Munitionsdepots, drei Panzer und eine Autobombe; Bombenräumkommandos durchkämmen die Gegend und deaktivieren die auf den Straßen und in (!) den Häusern angebrachten Sprengsätze und Minen. Beseitigung von teils motorisierten  IS-Trupps östlich von Ğabal al-Abtar, von al-Bârida auf al-Qaryatain zu, um den al-Qaryatain-Damm, Umm Ṣaḥrîğ und östlich von Ğab al-Ğarâḥ in der Provinz Ḥomṣ; zudem Zerstörung einer Anzahl von IS-Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-ʽÂmiriyya und im SW von Talbîsa im N-Rîf. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf den Dair az-Zaur Airport durch die in der Provinzhauptstadt stationierte Armeeeinheit mit Vernichtung von IS-Fortifikationen im Umkreis der 137. Brigade sowie von motorisierten IS-Trupps nahe der ar-Raqqa-Brücke und beim Friedhof sowie von IS-Nestern durch die Artillerie in Ḥawîğa Ṣakar und Ḥaṭla im N-Rîf. Eliminierung von  teils motorisierten Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Straße zwischen Ibṭâʽ und aš-Šaiḫ Miskîn im Umland von Darʽâ  wie in al-Wardât im al-Lağât-Gebiet im N der Provinzhauptstadt, zudem von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Verbarrikadierungen am aṭ-Ṭulâyibî–Platz, südlich von Ḫazân al-Karak, westlich des an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps und des Stadtteils Ṭarîq as-Sadd von Darʽâ.)

Terroranschläge vom 23.4.2017: Wieder beschoß der IS die Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur mit Raketen und richtete dabei Sachschäden an. (http://www.sana.sy/?p=543233)

Informationsminister Ing. Muḥammad Râmiz Turğumân setzte auf der ersten zweiteiligen nationalen Konferenz seines Ministeriums zu den Themenblöcken The Right of the Citizen to Media  und The Freedom and Media…The References and Visions in Umsetzung der Vorgaben des Präsidenten (s.u.) den anwesenden Medienvertretern am Sonntag  in der al-Assad-Nationalbibliothek in Damaskus auseinander, daß es das Ziel sei, die Medien weiterhin in Richtung auf die Bedürfnisse, Belange und Interessen der Bürger in Abbildung aller Spektren der Gesellschaft zu verbessern. Vertrauenswürdig zu sein, sei wesentlich. Die Konferenz bilde die Gelegenheit, die Umsetzung der Zielsetzungen zu besprechen wie Arbeitsbedingungen, Probleme und Möglichkeiten zu deren Überwindung. (http://sana.sy/en/?p=104827)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104796 und http://www.sana.sy/?p=542967 (Eliminierung von Fortifikationen und Truppenbewegungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya um Kabânî, Ẓahrat ad-Daġla, Fula, al-Yamḍiyya, al-Ḥam­bûšiyya und at-Tufâḥiyya mit den meisten Angreifern zusammen mit drei Nestern von Maschinengewehrschützen und sechs mit Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen. Nach heftigen Gefechten zusammen mit unterstützenden Streitkräften im Gebiet von Tal an-Nâṣiriyyya und Talat al-Minṭâr Rückeroberung eines strategisch bedeutsamen Punktes im N von Ṣûrân nahe der Mautstraße nach al-Laḥâyâ mit Befreiung  der Farmen von an-Naṣariyya zwischen den Städten Ḥalfâyâ und Ṭay­yibat al-Imâm im N-Rîf von Ḥamâ; präzise Artillerie-Salven zerschossen dabei die Frontlinien von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt deren Verbarrikadierungen und fortifizierten Stellungen; unter den zahlreiche getöteten Extremisten wurde auch der Feldkommandeur von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Šaḥûd Abû ʽAlî, identifiziert; zudem Unterbrechung der Nachschublinien der Terroristen von al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ nach  Ḥalfâyâ mit Befreiung von Qamḥâna und Überrennen weiterer feindlicher Defensivlinien mit anschließender Einkesselung der Terroristen in Ḥalfâyâ; zudem Beseitigung von motorisierten Ğabha­tu_n-Nuṣra-Trupps in al-Buwaiḍa, Ḥalfâyâ, Maʽrkaba, al-Laḥâyâ aš-Šarqiyya, al al-Laḥâyâ al-Ġarbiyya und al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ. Zerstörung von IS-Stellungen und Vernichtung von motorisierten IS-Einheiten im Umkreis von Dair az-Zaur wie im Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm (altes Flughafengebiet) inklusive eines 150m langen ISTunnels zum geheimen Waffen- und Truppentransport wie der Lagerung von Waffen und Munition.)

Russische FlaG, Photo: SANA

Russische FlaG, Photo: SANA

Wegen des Mangels an ausreichenden Flugabwehrsystemen, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch bezüglich der Effektivität (dazu vgl.u.),  der sich bei den immer wiederkehrenden Luftangriffen ausländischer Regierungen (vgl.u.) als besonders deutlich erweist, braucht Syrien dringend entsprechende Technik. Hierzu erklärte Viktor Oserow, Chef des Sicherheitsausschusses des russischen Födera­tionsr­ats, am Sa., 22.4.2017: „Die notwendigen Mengen können mit oberster Priorität geliefert werden, dies bedarf keiner zusätzlichen Belastung der Rüstungsindustrie.“ Im Blick auf völkerrechtliche Bestimmungen führte er dazu aus: „Das wird keine Normen des internationalen Rechts oder des UN-Sicherheitsrates verletzen, denn die Flugabwehrsysteme sind keine Angriffs-, sondern Verteidigungswaffen..“ (https://sptnkne.ws/ej8z)

Terroranschlag vom 22.4.2017: Im berüchtigten Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte Terroristen beschossen mittags mit Mörsergranaten das damaszener Wohngebiet Rukn ad-Dîn, verletzten damit zwei Personen und beschädigten privates Eigentum. Ergänzung: Sachschäden entstanden ebenfalls in Maḥarda im Nord-Umland von Ḥamâ infolrge Mörsergranatenbeschusses. (http://www.sana.sy/?p=542869, http://sana.sy/en/?p=104789)

Am Freitagabend (18:45) beschossen israelische Kampfflugzeuge vom Luftraum der völkerrechtswidrig besetzt gehaltenen Gebiete (zur juristischen Einordnung s.u.) aus einen Militärposten zum Schutz von Ḫân Arnaba im Umkreis von al-Qunaiṭra. Währenddessen lief ein kurz zuvor begonnener Angriff von Terroristengruppen auf diesen Militärposten; trotzdem wurden die Extremisten unter heftigen Verlusten zurückgeschlagen. (http://sana.sy/en/?p=104772, http://www.sana.sy/?p=542665)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104736 und http://www.sana.sy/?p=542363 (Beseitigung von Terroristen samt Kampfdrohne im Gebiet Nawâra, ʽAin al-Ḥûr und az-Zuwaiqât im N- und NO-Rîf von al-Lâḏa­qiyya. Zerstörung von Fortifikationen und motorisierten Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt zwei Nestern von Maschinengewehrschützen und etlichen Kampfwagen im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ. Befreiung von Ṭay­yibat al-Imâm samt Umgebung im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für die Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra  und Affiliierten – unter den Getöteten fanden sich Saudis, Tunesier, Türken und Indonesier – verlustreichen Gefechten z.B. an Munitionsdepots, sechs Panzern,  BMP- und weiteren 70 teils mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen, zudem wurden etliche Terroristen gefangengenommen, dazu ein Panzer, elf 120mm-Artilleriegerätschaften,  vier Abschußanlagen für Raketen,  zwei für Mörsergranaten, drei Werkstätten für Höllenkanonen, drei Duschkas und Unmengen verschiedenster Munition beschlagnahmt. Vernichtung eines Treffpunkts von Ğabhatu_n-NuṣraFührern  in Dair Fûl im N-Rîf von Ḥomṣ mitsamt der vorgefundenen Terroristen, darunter ein Jordanier namens Abû Ḏû _n-Nûrain; Eliminierung von Trupps und Schlupfnestern von Affiliierten von Ğab­hatu_n-Nuṣra in az-Zaʽfarâna und az-Farḥâniyya al-Ġarbiyya sowie von Ğab­hatu_n-Nuṣra im Gebiet von Ḥawš Abû Kulâb und al-Mašârîʽa im Norden wie des IS im Ostteil bei al-Katîba al-Mahğûra (dem sog. Verlassenen Bataillon), östlich von al-Qaryatain, im SO von Tadmur, Habra al-Ġarbiyya und ʽUnq al-Hawâ. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten zum Schutz des südlichen Stadtrands (Friedhofsgebiet) von Dair az-Zaur mit Zerstörung der gegnerischen Ausrüstung)

Russische Flugabwehr, Photo: SANA

Russische Flugabwehr, Photo: SANA

Den US-Angriff auf aš-Šaʽîrât konnte die syrische Luftabwehr nicht verhindern, da die Terroristen in dem seit über sechs Jahren geführten Krieg im Land als erstes diese zu vernichten suchten und tatsächlich bereits mehr als 50% zerstört seien. Darüber äußerte sich Präsident Dr. al-Assad im Interview mit RIA Novosti am 20.4.2017 [dieses wie das vom 21.4.2017 mit Sputnik gibt ansonsten bekannte Inhalte bereits anderweitig getätigter Interviews wider.]. „Nur wenige wissen, dass die Terroristen am Anfang ihre Operation mit der Zerstörung der syrischen Flugabwehrsysteme begonnen haben. Dies hat nichts mit sogenannten,Friedensdemonstrationenʻ zu tun. Die Mehrheit aller Flugabwehrobjekte befinden sich außerhalb der Städte, an deren Rand. Sie begannen diese zu attackieren. … Das Flugabwehrsystem war ihr erstes Ziel. .. Wir können keine genaue Ziffern angeben, weil das zum Militärgeheimnis gehört, wie Sie wissen, aber ich kann Ihnen sagen – mehr als 50 Prozent.“, informierte er die Presse. (https://sptnkne.ws/ejag). Im Einsatz ist etwa das Raketensystem Buk-M2, welches 6 – 24 Luftziele (Hubschrauber, Raketen sowie taktische Luft­waffe) bis zu einer Reichweite von 45km und in einer Maximalhöhe von 25km gleichzeitig treffen kann. Zwar hat das russische Militär effiziente FlaG mit größerer Reichweite auch in der Höhe in Syrien zur Verfügung, jedoch nur zum Schutz russischer Infrastruktur, z.B.  das Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-400 in Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya und vom Typ S-300 am Marinestützpunkt in Ṭarṭûs (vgl.u.), wie Wladimir Dschabarow, Vizechef des Auswärtigen Ausschusses im Födera­tions­rat, am Fr., 21.4.2017, gegenüber Ria Novosti angab. (https://sptnkne.ws/ejug) – Daher ist Syrien daran interessiert, zum Schutz vor möglichen weiteren US-Angriffen weitere Luftabwehrtechnik von Rußland zu erwerben (https://sptnkne.ws/ejdx).

Mit einer Verspätung von 48 Stunden verließen am 21.4.2017 erneut 10 Busse mit zu evakuierenden Bürger aus al-Fûʽa und Kafarayâ diese Orte in Richtung Aleppo; dort langten parallel fünf Busse mit Militanten und Familien an, wodurch die Städte az-Zabadânî  und Maḍâyâ von ihnen befreit wurden. (http://sana.sy/en/?p=104732, zum Verfahren s.u.!) – Der Endbericht über die Evakuierung von insgesamt 3.000 Bürgern aus al-Fûʽa und Kafarayâ in 45 Bussen sowie der Ausschaffung von weiteren 500 Militanten mit Familien in 18 Bussen aus az-Zabadânî am Freitag ist nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=104732

Während des Treffens mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi äußerte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Fr., 21,4.2017 in Astana, die Zurückweisung der durch Rußland und den Iran unterstützten Forderung [der Regierung von Damaskus], den Chemie-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn untersuchen zu lassen, seitens der USA und westlicher Regierungen verbunden mit dem Versuch, der damaszener Regierung einen C-Waffenangriff unterzuschieben, erscheine wie die Neuauflage des Plans, die syrische Regierung zu stürzen. Dies werde Rußland jedoch nicht zulassen. Weiter bemerkte er: „I think that this is a very serious situation, because it is evident now that the false information about the use of chemical weapons by the Syrian government is used to ditch the implementation of resolu­tion 2254 that envisages political settlement, and to switch to the long-standing idea of a regime chan­ge. I’m sure that we must prevent it.” Dazu erläuterte er seinem Gesprächspartner:  „Yesterday, our joint proposal that experts of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) should visit the scene of the purported incident with the use of chemical weapons was blocked by Western delegations without any clear explanations.” Dies zeige „a complete fallacy of the stance of our Western colleagues”, welche die OPCW daran zu hindern suchten, ihre Inspektoren zur Untersuchung des vermeintlichen Tatorts zu schicken wie auch nach aš-Šaʽîrât. Inzwischen hätten die Regierungen in London und Paris behauptet Proben von beiden Orten zu haben, blieben doch Antworten nach deren Herkunft schuldig. Hierzu bemerkte Lawrow: „I think this is very close to a situation when this organization will discredit itself. If someone wants to contribute to this, such attempts need to be stop­ped.”  China hatte, wie Wang Yi wiederholte, den russisch-persischen Antrag unterstützt und täten dies auch bzgl. der Beilegung der Krisen in Syrien und Nordkorea. Wörtlich teilte er mit: „We are ready, together with our Russian partners, to strengthen strategic cooperation, to make ef­forts to establish international stability, to regulate politically the situations in ‘hot spots’.“ (http://www.sana.sy/?p=542316)

Das russische Verteidigungsministerium kritisiert die Angabe des OPCW, wonach in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) Sarin zur Anwendung gekommen sei. Vor allem gab Igor Konaschen­kow, der Sprecher jenes Amtes, der Verwunderung Ausdruck, wie die Organisation dies ermittelt haben wolle, da sie doch keine Mitarbeiter dorthin geschickt habe [obwohl die syrische Regierung sie sogar darum gebeten hatte (vgl.u.)]. „Wer hat Proben entnommen und wo und auf welche Weise? Wer war es, der in der OPCW bio­logische Proben so schnell analysieren konnte, wenn die OPCW-Standardverfahren (…) einen dauern­den Untersuchungskomplex vorsehen?“ ,fragte er. Nicht einmal die sog. „Weißhelme“ [zur Einordnung s.u.!], von welchen die Aufnahmen stammten, hätten bei ihren Aktionen die nötige Schutzkleidung getragen, was deren Angaben völlig unglaubwürdig macht. Mit seiner voreiligen Erklärung habe der Generaldirektor der OPCW, Ahmet Üzümcü, daher das Ansehen der von ihm geleiteten Organisation „stark geschä­digt“. (https://sptnkne.ws/ehGP)  – Belege dafür, daß ein Einsatz von Sarin in Ḫân Šaiḫûn ausgeschlossen werden muß, brachte u.a. Alexander Schulgin vor (vgl.u.) wie auch Nachweise dafür, daß die veröffentlichten Aufnahmen vom Vorfall künstlich gestellt gewesen seien.

Der Staatschef russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, führte über die beiden Militärpolizei-Bataillone seines Landes (vgl.u., 11.2.2017) zur Unterstützung der syrischen Armee im Russia Today-Interview aus, diese lösten einander alle zwei bis drei Monate ab. Wegen des Terrorismus, der sein Land lange Zeit heimgesucht habe, seien jene sowohl mit den Verbrechen jener Extremisten als auch mit den Leiden der Bevölkerung darunter vertraut und seien somit bestens für ihren Einsatz vorbereitet. Sie leisteten zudem Aufklärungsarbeit unter der Zivilbevölkerung als Vorbereitung der Rekonziliierung und teilten mit den syrischen Sicherheitskräften ihre Erfahrungen, was für die Situationsanalysen von Vorteil sei. (https://sptnkne.ws/eh3a)

Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, würdigte am Do., 20.4.2017, die trilateralen Gespräche von Teheran (s.u.). Am Mo., 24.4.2017, werde er sich mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow in Genf treffen. Bedauerlicherweise hätten die USA eine Mitwirkung abgelehnt: „The trilateral meeting that as you know was a possibility is being postponed, it is not taking place on Monday. It will be a bilateral. But the trilateral is not off the table, just being postponed.” Doch setzte er hoffend hinzu: „There is a clearly an intention to maintain and resume [wiederaufnehmen, fortsetzen] these trilateral discussions, the date and cir­cumstances were not conducive for this to happen on Mon­day.” (http://sana.sy/en/?p=104700)

Anläßlich eines UNSC-Statements zur Lage in Nahost kritisierte der permanente UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 20.4.2017 das fortgesetzte Schweigen des UN-Sicherheitsrats über das feindselige Vorgehen des israelischen Staates, welcher dadurch nur zur Fortführung inklusive der Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen vor allem von Ğabhatu_n-Nuṣra in allen Formen (dazu vgl.u.) ermutigt werde: „Over the last years, we warned the UN member countries against the danger of the destructive met­hod represented by changing the context and references of the State in the Middle East in order to empty this topic from its basic issue, mainly, the Israeli occupation of the Palestinian, Syrian and Le­banese territories and its violations of the UN resolutions on its withdrawal from the occupied Arab lands into the line of June 4th, 1967.” Zudem unterstrich er, daß Syrien an seiner Position der Unterstützung der Palästinenser auf deren Recht nach Selbstbestimmung und Errichtung eines eigenen Staates mit Jerusalem als dessen Hauptstadt wie dem Recht der Rückkehr in ihre Heimat gemäß der Resolution Nr.194 aus dem Jahr 1948 festhalte. (http://sana.sy/en/?p=104721)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104680 und http://www.sana.sy/?p=541758 (Vernichtung von Positionen und Truppenbewegungen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra in  Ṭay­yibat al-Imâm, al-Maṣâṣina , al-Buwaiḍa, Maʽrkaba, Laḥâyâ, Mûrik und Ṣalbâ im Nord- wie Ost-Umland von Ḥamâ zusammen mit unterstützenden Streitkräften; akkurate, effektive Luftschläge zur Deckung von Bodenoperationen gegen affiliierte Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra an der Ost- und Südfront von Ṭay­yibat al-Imâm, südlich von Ḥalfâyâ und im Gebiet von al-Azwâr im N-Rîf mit Zerstörung von deren militärischem Equipment; unter den zahlreich Getöteten fanden sich laut einschlägigen Webseiten-Angaben die beiden Anführer Muḥammad Ğalâd und Sâhir aṣ-Ṣalâh. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen vom Ğabal ibn ʽArṣân aus auf Militärposten zum Schutz des Südteils von Ṯaniyyat al-Muzaibila, Ğabal  Ṣawânat al-Maḥasa und des al-Qaryatain-Damms, 90km im SO von Ḥomṣ nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten; später Beseitigung eines Waffendepots und von Kampfwagen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  östlich von den Tadmur Silos, bei al-Bârida, Maḥasa, östlich von al-Qaryatain, al-ʽÂmiriyya, Umm Šar­šûḥ, as-Saʽn al-Aswad, in Dair Fûl und Tal Abû Sanâsil im N- und O-Rîf von Ḥomṣ. Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten und Nachschubrouten samt mancher von deren Zentren in den Stadtteilen as-Saiba, al-Karak, al-Bağâbağa, al-Arbaʽain, al-Baḥâr, al-Badû, Ṭarîq as-Sadd, um den Buṣrâ-Platz im Stadtbezirk Dar­ʽâ al-Balad wie Dar­ʽâ al-Maḥaṭṭa von Dar­ʽâ mit Vernichtung von Barrikaden, Nestern von Maschinengewehrschützen und Kampfwagen.)

Terroranschlag vom 20.4.2017: Infolge Raketenbeschusses auf die Stadt Maḥarda (25km nördlich von Ḥamâ) wurden vier Bürger verletzt und massive Schäden an Häusern etc. angerichtet.(http://sana.sy/en/?p=104677, http://www.sana.sy/?p=541733)

Am Mi., 19.4.2017, besuchte der Gouverneur des Rîf Dimašq (Damaskus-Land), Ingenieur ʽAlâ´ Munîr Ibrâhîm, die Stadt Maḍâyâ – bekannt geworden durch die verbreiteten fake news über Syriens Mona Lisa  (vgl. Teil III) – die nun von allen Militanten befreit ist, die sich massive Greuel gegen die Bevölkerung erlaubt hatten (loc. cit.). Mitgebracht hatte er die nötigsten Versorgungsgüter für die Jahre lang durch die Extremisten von allem abgeschnittene Stadt. Dazu vermerkte der Gouverneur vor der Presse: „We came here to provide the citizens with all the services they have been deprived from as a result of the crimes of terrorist organizations.” Nach vorübergehender Ausschaffung und Unterbringung der Bewohner in Übergangswohnheimen  werde der Ort erst einmal nach angebrachten Minen und Sprengsätzen abgesucht, diese sachgemäß entschärft, die notwendigen Wiederaufbauarbeiten auch an der von den Terroristen mutwillig zerstörten Infrastruktur unternommen und die öffentlichen Dienste wieder eingerichtet, worauf die Bevölkerung dann wieder zurückkehren könne.  Im nur wenige Kilometer nördlich gelegenen az-Zabadânî seien diese Vorgänge schon so weit gediehen, daß die ersten Rückkehrer in zwei Tagen bereits wieder nach Hause könnten.  (http://sana.sy/en/?p=104651) – Die Kleinstadt Maḍâyâ (2004 noch mit 9.371 Einwohnern) war wegen seiner Lage in den Bergen nahe der Grenze zum Libanon und des im Sommer kühleren trockeneren Klimas ein beliebter, sonst von Landwirtschaft geprägter  Ferienort im Grünen.

Nach Angaben des ständigen russischen Gesandten bei der OPCW, Alexander Schulgin, übergab Michail Uljanow, der Ressortleiter für Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen bei deren Exekutivratssitzung am 20.4.2017 Beweis dafür, daß die vorgebliche Giftgasattacke von Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) eine Inszenierung gewesen sei. Einzelheiten hierzu bei: https://sptnkne.ws/ehvw.

Erneut wertete der russische Außenminister Sergei Lawrow im Telefonat mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault sowohl den Chemiewaffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn wie den US-Angriff auf  aš-Šaʽîrât (zu beiden vgl.u.) als „provokativen Schritt„. Wörtlich ließ er den Franzosen wissen: „his country’s criticism of the US aggression on Syria, adding that the hostile acts launched by the US through attacking a sovereign country have made a deep con­cern.” Im Weiteren stellte er fest:„Unmittelbar nach dem Chemiewaffeneinsatz wurde der Ruf nach Maßnahmen zum  Stürz [sic!] des Regimes in Syrien laut.“ Daraus resultiere: „Wir beobachten mit Sorge, dass es Bestre­bun­gen gibt, Anschläge wie die am 04. April in Idlib, bei denen Chemiewaffen eingesetzt wurden, zu ver­üben.“ So fuhr er fort: „Wir halten es für einen wich­tigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen„. Prinzipien der russischen Außenpolitik seien Respektierung des Völkerrechts einschließlich der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der UN-Mitgliedsstaaten. – Daher hatte auch Präsident Putin gegenüber Interfax zur Thematik bemerkt: „Wir halten es für einen wich­tigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen„. (http://sana.sy/en/?p=104667, http://parstoday.com/de/news/world-i26092-lawrow_warnt_vor_er­eignissen_wie_che­miewaffeneinsatz_in_syrien für Zitate in Deutsch)

Gemäß Meldung durch The Independent vom 19.4.2017, bekannte der britische Außenminister Boris Johnson, sein Land solle auch ohne Zustimmung des Parlaments – diese war Jahr 2003 der Regierung versagt worden – die USA bei einem neuerlichen Angriff auf Syrien unterstützen. (http://parstoday.com/de/news/world-i26074-britischer_au%C3%9Fenminister_england_soll_syrien_ohne_zustimmung_des_parlaments_angreifen) – Zuvor hatte das Parlament hat vom Innenministerium gefordert, der Ehefrau des syrischen Präsidenten, Frau Asmâ´ al-Assad (Doppelstaatlerin, da in Großbritannien geboren), die britische Staatsbürgerschaft zu entziehen, wie The Sunday Times berichtet hatte. (https://sptnkne.ws/efu4) – Frau al-Assads syrische Familie lebt in London, wo ihr Vater als Herzchirurg tätig gewesen ist.

Die Abschlußerklärung der zweitägigen trilateralen Gespräche auf Expertenebene in Teheran (vgl.u.) zur Vorbereitung der für den 3./4. Mai angesetzten 4. Astana-Konferenz. Aus dem iranischen Außenministerium hieß es dazu: „Tehran has hosted a meeting for the experts of the guarantor countries of Astana talks which brought together Iran, Russia and Turkey about Syria to discuss the cessation of hostilities and preparing for the next talks due in May.” Eine weitere Sitzung auf Experten-Ebene solle zuvor am 2. Mai stattfinden. Besprochen wurden die Terrorismusbekämpfung als gleichbedeutend und zur selben Zeit durchzuführen wie der politische Dialog unter Syrern auf der Suche nach einer Lösung der Krise in all ihren Dimensionen, die garantierte Durchführung des zu Jahresende 2016 vereinbarten syrienweiten Waffenruhe (vgl.u.) wie die Umsetzung eines Gefangenen­aus­tausches. (http://sana.sy/en/?p=104671, s.a. http://parstoday.com/de/news/iran-i26098-abschlusserkl%C3%A4rung_der_trilateralen_syrien_gespr%C3%A4che_in_teheran)

Terroranschlag vom 19.4.2017: Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte beschossen erneut die Stadtteile Sağna und as-Saḥârî von Darʽâ mit Raketen, verletzten dabei ein Kind und einen Erwachsenen und richteten materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=104654)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104621 und http://www.sana.sy/?p=541146 (Vereitelung eines erneuten Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps von Ḥur Binafsa im S-Rîf von Ḥamâ aus auf die Wohnunterkünfte der Arbeiter des Wärmekraftwerks az-Zâra und die umgebenden Militärposten zu dessen Schutz nach heftigen, für den Feind verlustreichen Kämpfen; überlebende Extremisten flohen nach Ḥur Binafsa zurück. Rückeroberung einer Anzahl von Anhöhen um den Ğabal al-Qaṭâr, ca. 25km im NO von Tad­mur zusammen mit unterstützenden Streitkräften nach erfolgreichen Gefechten gegen IS-Einheiten und Eliminierung einer großen Anzahl Feinde samt deren militärischen Equipments und anschließender Durchsuchung des Gebiets auf hinterlassene Sprengsätze sowie Entschärfung und Beseitigung derselben; zudem Beseitigung von teils motorisierten Verbänden von Ğabhatu_n-Nuṣra in as-Saʽn al-Aswad, beim Bauernhof aṭ-Ṭalâqiyât, in al-Ġanṭû und ʽÂmiriyya im N-Rîf von Ḥomṣ sowie des IS in al-Bârida und östlich von al-Qarya­tain im O-Rîf inklusive eines ISHaupt­quartiers.)

Weitere 3.000 Bewohner von al-Fûʽa und Kafarayâ (vgl.u.) wurden am Mi., 19.4.2017, in 45 Bussen in Richtung Aleppo evakuiert sowie im Gegenzug 500 Militante samt ihren Familien aus az-Zabadânî  via Aleppo (Stadtteil ar-Râmûsa)  nach Idlib transportiert. (http://www.sana.sy/?p=541173)

US-Verteidigungsminister James Mattis unterrichtete Journalisten an Bord seines Flugzeuges auf dem Weg nach Saudi-Arabien darüber, daß die USA die Kooperation mit Rußland bei der Gewährleistung der Flugsicherheit in Syrien fortsetzten. (https://sptnkne.ws/eg8Z) – Zur vorübergehenden Aussetzung s.u.!

Nach mehrfacher Aufforderung dazu entschloß sich am 18.4. 2017endlich auch der UN-Sicherheitsrat dazu, den massiven Terroranschlag in Aleppo vom Karsamstag auf die evakuierten Bürger (vgl.u.) zu verurteilen. Auch sprach man sich dafür aus, die Terrorismusunterstützer vor Gericht zu bringen, wie es auch die Regierung in Damaskus verlangt hatte. (http://sana.sy/en/?p=104606)

Beim Empfang im Moskauer Außenministerium anläßlich des orthodoxen Osterfestes versicherte dessen Chef Sergei Lawrow den Anwesenden: „Wir wollen auch künftig alles nur Mögliche tun, um Angriffe auf die Christen und eine Spaltung aus Zivilisations- bzw. religiösen Motiven zu verhindern.“ Infolge der Destabilisierung der Situation in Nahost und Nord-Afrika seien am stärksten die dort lebenden Christendem Genozid durch Extre­misten ausgesetzt.“ Denen gehe es darum, „interkonfessionelle Feindschaft aufzustacheln.“ (https://sptnkne.ws/eg7a)

Terroranschläge vom 18.4.2017: Nach dem Abwurf von Raketen und Mörsergranaten durch IS-Kampfdrohnen im Stadtteil al-Ğaura von Dair az-Zaur, kamen dort ein Mädchen und eine Frau ums Leben, weitere 26 Anwohner wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Opfer hatten sich an einer Trinkwasserausgabestelle eingefunden. (http://sana.sy/en/?p=104587)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104563 und http://www.sana.sy/?p=540600 (Ein mit großen Mengen an Sprengstoff vollgepackter IS-Bulldozer konnte rechtzeitig zerstört werden, bevor er in Wâdî al-ʽAḏîb (im NO von Salamiyya) im  O-Rîf von Ḥamâ an sein Ziel gelangte. Rückeroberung des Abû Qila-Damms im NW der 4. Ölpump-Station im Umland von Tadmur mit vielen getöteten IS-Terroristen im östlichen Teil der Provinz Ḥomṣ; zudem Vereitelung von terroristischen Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von al-Qaryatain, 85km im SO der Provinzhauptstadt; dazu Vernichtung von dem IS affiliierten Trupps mitsamt deren militärischer Ausrüstung in heftigen Gefechten nach deren Eindringen in die Gebiete von  Futḥat al-Maḥsa, Ṯaniyyat al-Muzaibila und des al-Qaryatain-Damms. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen mit Kampfwagen auf der Achse Saʽsa  – Bait Ğin im äußersten SW des Rîf Dimašq. Eliminierung von IS-Ansammlungen und deren befestigten Stellungen um Dair az-Zaur am Ğabal aṯ-Ṯarda im W der Provinzhauptstadt zusammen mit Mannschaften inklusive zwei Panzern und mit Maschinengewehren aufgerüstetem Kampfwagen sowie an der Abzweigung zum at-Taim-Ölfeld im SO von Dair az-Zaur, von wo aus der ISKampfdrohnen gegen Militärposten losschickte. Präzise effektive Artillerieangriffe gegen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und –Fortifikationen mit Scharf- und Maschinengewehrschützen auf der Straße zum Staudamm von Darʽâ, südlich von Ḫazân al-Karak, östlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs und in der Bäckerei-Allee im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad.)

In weiterer Umsetzung des Abkommens zur Ausschaffung der bewaffneten Einheiten aus dem Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ (vgl.u.) verließen am 18.4.2017 vormittag 519 Militante zusammen mit ihren Familien die Provinzhauptstadt. (http://www.sana.sy/?p=540639)

Bombardements der US-geführten Koalition auf die Stadt al-Mûḥassan im Umland von Dair az-Zaur kosteten erneut 16 Zivilisten das Leben, mehr als 40 weitere wurden verwundet, darunter auch irakische Flüchtlinge. (http://www.sana.sy/?p=540663 vom 18.4.2017)

Gemäß dem Portal International Business Times vom Di., 18.4.2017, unter Verweis auf die unabhängige Londoner Beobachtergruppe Airwars sind im März 2017 bei Luftangriffen der US-geführten Koalition eine Rekordzahl an Zivilisten ums Leben gekommen. (https://sptnkne.ws/egp9)

Der Brite Dr. Robert Fisk wundert sich öffentlich per Artikel im The Independent darüber, daß US-Präsident Trump zwar behaupte, sich für die Kinder in Syrien zu interessieren und einzusetzen, es jedoch unterläßt den terroristischen Bombenanschlag zu verurteilen, der jüngst in Aleppo (s.u.) besonders auch vielen Kindern das Leben bzw. die gesundheitliche Unversehrtheit kostete. Dies sei geschmacklos und unmoralisch. (http://www.sana.sy/?p=540442)

Der iranische Außenamtssprecher Bahrâm Qâsimî kündigte für Di., 18.4.2017, ein iranisch-russisch-türkisches Treffen in Teheran  im Kontext der Astana-Gespräche auf Experten-Ebene an. (http://sana.sy/en/?p=104512)

Terroranschläge vom 17.4.2017: 12 Personen wurden infolge Mörsergranatenbeschusses auf den damaszener Stadtteil at- Tiğaraʽa (?) verletzt, dazu entstand Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=104516)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104474 und http://sana.sy/?p=540037 (Befreiung von Ṣûrân mit Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhe Tal Bazâm und  dem al-Qabân am Ost-Zugang von Ṭayyibat al-Imâm im N-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung vieler Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, einiger von Ğaiš al-ʽIzza, darunter deren Kommandeur Abû al-Barâ´ al-Ḥamwî, wie von Ḥizb at-Turkistânî samt deren zehn Panzern, vier BMP-Fahrzeugen, 139 Kampfwagen,  23 Kommandozentren, drei Munitionsdepots, 14 Drohnen,  einer großen Anzahl von Abschußanlagen für Mörsergranaten, sechs Maschinengewehren und Unmengen individueller Waffen und Munitionstypen; Bombenräumkommandos durchkämmten die Gegend nach den gezielt hinterlassenen Sprengsätzen an allen Stadtzugängen, zwischen den Häusern und ringsum; zudem harte Gefechte mit angreifenden Ğabhatu_n-NuṣraTrupps auf Militärposten zum Schutz um as-Saṭaḥiyât westlich von Salamiyya – nach Übergang zur Gegenattacke Rückgewinnung aller Positionen mit Unterstützung von  freiwilligen Kämpfern, Artillerie und SAAF mit heftigen Verlusten des Feindes an Männern und Ausrüstung als Resultat; während der laufenden Operationen im N-Rîf von Ḥamâ wurden insgesamt 2308 Terroristen beseiti­gt und 1325 verwundet. Vernichtung eines motorisierten IS-Trupps mit Maschinengewehren von westlich und östlich von Dair az-Zaur und um das Regiment 137. Vereitelung von Terroristenangriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Ḫân Arnaba im N-Rîf von al-Qunaiṭra unter heftigen Feindverlusten.)

Der russische Präsident Putin gratulierte seinem Amtskollegen in Damaskus zum syrischen 71. Unabhängigkeitstag (von französischer Kolonialherrschaft) am 17.4.2017.  (http://www.sana.sy/?p=540667) – Zur Bedeutung dieses Tages während des über sechsjährigen counterterroristischen Kriegs in Syrien s. Präsidenten-Interview vom 13.4.2017.

AuqâfMinister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid informierte am 18.4. 2017 über den Plan seines Ministeriums in Kooperation mit dem ministerialen Arbeitsbereich für die Jugend und den Jugenddirektoraten der christlichen Kirchen unter dem Titel „Cordiality Bonds and Citizenship Ties between Muslims and Christians in Syria” die kommende Generation gegen Extremismus zu wappnen.  Hierzu besuchte er persönlich den syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia und dem gesamten Osten, Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II., sowie den patriarchalen Vikar Afrâm Maʽlûlî  und die Bischöfe Mûsâ al-Ḫûrî und Lûqâ al-Ḫûrî und besichtigte zudem die mariamitische Kathedrale von Damaskus. Seine Gesprächspartner begrüßten die Idee und sagten ihre Unterstützung und Beteiligung zu. Zugleich gratulierte ihnen der Minister zu Ostern und dem Unabhängigkeitstag. (http://www.sana.sy/?p=540524)

Gemäß der Rekonziliierungsvereinbarung für den Stadtteil al-Waʽir  von Ḥomṣ  (vgl.u.) verließ am (Oster-)Montag nachmittags eine weitere  Gruppe von gut 400 Militanten zusammen mit ihren Familien die Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=104496)

Der Gouverneur von Dair az-Zaur, Muḥammad Ibrâhîm Samra,  widersprach am 17.4.2017 fake news aus sozialen Netzwerk- und Webseiten, wonach das Wasser aus  den vom IS eingeschlossenen östlichen Teilen von Dair az-Zaur kontaminiert sei und in der Folge Krankheitsfälle aufgetreten seien. Es gebe keine bestätigten Fälle hierfür. Das Wasser werde mit den durch SAA-Helikopter regelmäßig gelieferten Mitteln behandelt. (http://sana.sy/en/?p=104493)

Infolge der Bombardements der US-geführten Koalition kamen am 17.4.2017 im Dorf as-Sukariyya nahe Bû Kamâl im äußersten SO der Provinz Dair az-Zaur mindestens acht Anwohner derselben Familie ums Leben, viele weitere wurden verletzt bei signifikaten Schäden an Häusern und weiterem Eigentum. – Auch westlich von ar-Raqqa waren deswegen fünf Tote in einem Dorf zu beklagen.   (www.sana.sy/en/?p=104490, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i25962-11_zivilisten_bei_luftangriffen_der_us_gef%C3%BChrten_koalition_in_syrien_get%C3%B6tet) Zudem wurden duch Raketenbeschuß Gebäude der Landwirtschaftsfakultät und eine Reihe Häuser im Dorf Ḥussainiyya im W-Rîf von Dair az-Zaur zerstört sowie sieben Bewohner,  darunter zwei Frauen und ein Kind, getötet und weitere 12 ver­wundet.  (http://www.sana.sy/?p=540663).

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden rief die Regierung vermittels des Außenministeriums die internationale Gemeinschaft zu gemeinsamen Anstrengungen im Counterterrorismus in Koordinierung und voller Kooperation mit der syrischen Regierung sowie zur gerichtlichen Verfolgung der Terrorismusunterstützer auf, während gleichzeitig die terroristischen Angriffe auf die Bürger von Kafarayâ und al-Fûʽa verurteilt wurden. Sodann kam der Anlaß des neuerlichen Protestes zur Sprache: „In a heinous, criminal act which was planned to kill the largest number of children and women, terrorists detonated on Saturday a car bomb in an area that gathers buses and ambulances in Al-Rashideen region in West Aleppo to transport nearly 5,000 citizens from the terror-besieged towns of Kefraya and al-Foua .” Die feige Attacke habe mehr als 120 Mitbürgern – vor allem Kindern und Frauen – das Leben gekostet, während hunderte verwundet und massive Schäden angerichtet worden seien. Zuvor hätten die Bewohner beider Städte aufgrund der mehr als vier Jahre langen Einkesselung durch die Terroristen täglich (!) Angriffe durch Raketen und Mörsergranaten erfahren und Hunger gelitten. Mit dem Verbrechen vom  15.4.2017  hätten jene Terroristen ihren  angesichts der erfolgreichen Rekonziliierungsverhandlungen enthüllt mit dem Ziel, sie letztlich doch noch zum Scheitern zu bringen. Desgleichen sei darin eine Reaktion der Terroristen und ihrer Hintermänner aus bekannten Regierungen auf die zunehmenden Fortschritte der SAA zu sehen: „this coward attack comes as a response by the terrorists and their masters to the achievements made by the Syrian Arab Army and its allies and their success in confronting the terro­rist organizations of Jabhat al-Nusra and ISIS and their affiliated entities in many Syrian areas. The Government of the Syrian Arab Republic reiterates the urgent need to unify the efforts of the international community to combat terrorism in full coordination and cooperation with the Syrian government and to stop attempts of misleading and ignoring the fact of the priority of combating terrorism to restore security and stability in Syria and the region as a whole.” Dem Terrorismus sei nicht anders als gemeinsam beizukommen mi dem Ziel der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität nicht nur für Syrien sondern die gesamte Region. . Die UN sollten die kriminelle Attacke verurteilen und deren Ausführende wie die die Terrororganisationen stützenden Regierungen, zuvorderst die Türkei, Qaṭar, Saudi-Arabien, Frankreich, die USA und Großbritannien,  vor Gericht bringen und sie zwingen, die relevanten UN-Resolutionen, vor allem die Nummern 1267, 1373, 2170, 2178, 2199 und 2253 zu beachten. (http://sana.sy/?p=539890, http://sana.sy/en/?p=104457 vom 16.4.2017).

Tausende der von den Terroristen vertriebenen bzw. vor ihnen geflohenen Familien konnten am 16.4.2017 wieder in ihre Heime nach Aleppo zurückkehren. (http://www.sana.sy/?p=539920)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104395 und http://sana.sy/?p=539448 (Zerstörung von Fortifikationen und Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra durch präzise Artillerieschläge im Stadtteil al-Manšiyya, um das Katâkît-Gebäude, den al-Maṣrî-Kreisverkehr, die Straße zum Staudamm und nördlich der Teppich-Fabrik zusammen mit Abschußanlagen für Raketen, Mörsergranaten und Kampfwagen in bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ.)

Laut dem US-Journal Intelligence Online sind dank der Terrorismusunterstützung der türkischen AKP-Regierung unter Präsident Erdogan im Jahr 2016 ca. 30.000 Terroristen nach Syrien eingeschleust worden mit dem letztlichen Ziel des Sturzes der säkularen Regierung in Damaskus.(http://sana.sy/?p=539120 vom 16.4.2017) – Im Interview vom 6.4.2017 hatte Präsident Dr. al-Assad Ähnliches dargelegt.

Das fast übersehene, doch sehr aufschlußreiche Präsidenten-Interview vom 6.4.2017 ist nun in Übersetzung erhältlich.

Osterbesuch bei den Kirchenvertretern, Photo: SANA

Osterbesuch bei den Kirchenvertretern, Photo: SANA

Der Leiter der Präsidialkanzlei, Minister Manṣûr ʽAzâm, besucht in präsidialem Auftrag am So., 16.4.2017, die Führer der christlichen Konfessionen und beglückwünscht sie im Namen von Präsident Dr. al-Assad zum Osterfest. (http://www.sana.sy/?p=539596 mit Photostrecke)

Ostern 2017, Photo: SANA

Ostern 2017, Photo: SANA

Impressionen von den Osterfeierlichkeiten bieten: http://sana.sy/?p=539416, http://sana.sy/?p=539416.

Terroranschläge vom (Ostersonntag) 16.4.2017: IS-Terroristen beschossen den Stadtteil von Dair az-Zaur mit Raketen, töteten dabei bislang drei Anwohner und verletzten elf. Harâbaš, wo ca. 1.3000 Familien leben, ist seit drei Monaten durch den IS von jeglicher Versorgung abgeschnitten und wir zweimal täglich über Hubschrauber mit allem Nötigen versorgt. Infolge von Mörsergranatenbeschuß mit Detonationen nahe dem Umayyadenplatz in Damaskus kam eine Frau ums Leben, elf weitere Passanten wurden verletzt, es entstanden ziemliche materielle Schäden. Die Terroristen hatten sich wieder in al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verschanzt. (http://sana.sy/en/?p=104416, http://www.sana.sy/?p=539505)

Es scheint so, daß immer dann, wenn US-Senator McCain eine geheimen Nahost-Reise unternommen hat, um sich mit Kämpfern (darunter dem IS-Chef, vgl.u.) zum Sturz der säkularen Regierung in Damaskus zu treffen, sich in Syrien ein Giftgasangriff ereignet, dessen dann Regierung bezichtigt wird, worauf eine US-Intervention erfolgt. Mehr dazu s. by Alex Christoforou, The Duran

Neben Regierungsstellen und Repräsentanten  regionaler befreundeter Institutionen und Mächte  verurteilte auch der UN-Generalsekretär Guterrres das Attentat in Aleppo. (www.sana/en/?p=104409, http://sana.sy/?p=539493, http://sana.sy/?p=539266, http://sana.sy/en/?p=104390, http://www.sana.sy/en/?p=104387)

Verletztes Kind des Anschlags in Aleppo, Photo: SANA

Verletztes Kind des Anschlags in Aleppo, Photo: SANA

Terroranschläge vom 15.4.2017: Durch Raketen und Bomben, abgefeuert von einer Kampfdrohne des IS wurden in den Stadtteilen al-Quṣûr und al-Ğaura von Dair az-Zaur 29 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, verletzt. (http://sana.sy/en/?p=104355) Am Sammelplatz der aus Kafarayâ und al-Fûʽa in Bussen eingetroffenen evakuierten Bevölkerungsteile – ca. 5.000 Personen – und begleitenden Ambulanzwagen im westlichen aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn detonierte eine Autobombe, welche dutzende Tote und Verletzte, darunter hauptsächlich Kinder und Frauen hinterließ. Genaue Opferzahlen werden noch ermittelt. Terroristen hatten die Bombe unter die vorbereiteten Kindernahrungsmittel geschmuggelt. Busse und Ambulanzen wurden beschädigt, drei SARC-Mitarbeiter verletzt (http://sana.sy/en/?p=104363, http://sana.sy/?p=539424,   http://sana.sy/?p=539139 mit Photostrecke und Video). Die Zahl der Toten belief sich aktualisiert schließlich auf einige Dutzend, die der Verletzten auf hunderte. (http://sana.sy/en/?p=120508) – Pars Today informiert zudem darüber, daß die ca. 20.000 Einwohner der beiden nunmehr seit drei Jahren von Terrorgruppen eingeschlossenen Kleinstädte überwiegend Šîʽiten sind. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25936-syrien_zahl_der_opfer_des_anschlags_bei_aleppo_auf_100_gestiegen). Eine ferngezündete Autobombe detonierte ebenfalls am Samstagnachmittag nahe eines Militär­postens im Dorf Salmî im NO von al-Lâḏa­qiyya, wobei nach Augenzeugenberichten mindestens zehn Personen getötet und weitere verletzt wurden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25928-syrien_bombenexplosion_in_aleppo_und_latakia_mindestens_zehn_tote).

Anschlag auf Busse in Aleppo, Photo: SANA

Anschlag auf Busse in Aleppo, Photo: SANA

Nachdem der erste Teil der Evakuierungsmaßnahmen von Kafarayâ und al-Fûʽa wie der Terroristenausschaffung aus az-Zabadânî und Maḍâyâ am Karfreitag erfolgt war (dazu vgl.u.), kamen am Samstag weitere 15 Busse aus den beiden seit nunmehr drei Jahren von Terroristen belagerten Kleinstädten im nördlichen Landkreis von Idlib im westlichen Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo an, um weiter in die Übergangswohnheime in  Ğibrîn (s.u.), ausgestattet mit allen nötigen Basisbedarfsartikeln und -Versorgung transportiert zu werden. Kurz zuvor waren hier die SARC-Ambulanzwagen mit mehr als  50 Verletzten des Suizidanschlags im ebenfalls westlichen Stadtteil ar-Râšidîn (s.u.) angekommen. (http://sana.sy/en/?p=104401)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104360  und http://sana.sy/?p=539034 (Beseitigung von motorisierten Trupps Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Gegenden von Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm,  ʽAṭšân, Tal Bazâm und Tal Sukaik im nördlichen Umland von Ḥamâ. Präzise effektive Artillerieschläge gegen IS-Basen südlich des Ğabal al-Abtar, Salâm Ġarbî, as-Sulṭâniyya und Umm ar-Rîš, ca. 70km östlich von  Ḥom  unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; Auslöschung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und -Ansammlungen in al-ʽÂmiriyya, Tal Abû as-Sanâsil und as-Saʽn al-Aswad südlich von Talbîsa im N-Rîf. Zerstörung einer IS-Zentrale am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur wie von weiteren IS-Positionen und –Nestern im Friedhofsgebiet und dem Stadtteil al-ʽUrfî; unter den zahlreich getöteten Terroristen wurde auch deren Feldkommandeur Ṣafwân ʽAbdul-Wahhâb Yâsîn identifiziert;  Augenzeugen aus Mûḥassan im  O-Rîf berichteten von erfolgreichen  Zusammenstößen der Volkswehr mit IS-Extremisten; später Rückeroberung des strategisch bedeutsamen Farağ  südlich des Dair az-Zaur Airport zusammen mit unterstützenden Kampfeinheiten. )

Am Karsamstag, 15.4.2017, rief der Nachfolger des kürzlich verstorbenen maronitischen Kirchenoberhaupts,  Patriarch Mâr Bišâra Buṭrus ar-Râʽî , die Großmächte während der Osterfest-Messe in der Auferstehungskirche in Bakarkî dazu auf, den Terrorkrieg  gegen Syrien zu beenden und Frieden in die Region zu bringen. Hierzu sei internationale Kooperation vonnöten. (http://sana.sy/?p=539508, http://sana.sy/?p=539058) – Hierzu hatten schon mehrfach die Präsidenten Syriens und Rußlands aufgerufen (vgl.u.)

Der russische Außenminister Lawrow übernahm am Fr., 14.4.2017, die schon seit Jahren seitens der Regierung in Damaskus geäußerten Beschwerden darüber, daß die OPCW bislang Hinweise beider Regierungen auf Chemiewaffeneinsatz durch die sog. „bewaffnete Opposition“ [MAO, vgl.u.] z.B. in Aleppo ignoriert habe. (https://sptnkne.ws/ee5G) – Den Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemi­scher Waffen ließ er schriftlich die Unzufriedenheit der Kreml-Regierung über die Ermitt­lungsmethoden der in Syrien tätigen Experten mit. Diese hätten schließlich zur Überprüfung umfangreiches Datenmaterial von solchen Einsätzen einschließlich Proben von vor Ort zugestellt bekommen (vgl.u.). Als Beispiel nannte er während einer Pressekonferenz vom Fr., 14.4.2017: „Bereits vor drei Monaten haben wir ein solches Päckchen abgeschickt, das mit einem Chemiewaffen-Einsatz in Ost-Aleppo verbunden war. … Bislang haben wir keine Reaktion vom Sekretariat erhalten.“, empörte sich Lawrow. (https://sptnkne.ws/eezu)

Terroranschläge vom (Karfreitag) 14.4.2017: In al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen beschossen erneut den Stadtteil al-Qaimariyya in der damaszener Altstadt mit Raketen, wobei drei Personen verletzt und materielle Schäden verursacht wurden. Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra attackierten Darʽâ al-Ma­ḥaṭṭa (das Bahnhofsviertel von Darʽâ) mit Mörsergranaten, verletzten damit ein Mädchen und richteten Schäden an Häusern und weiterem Eigentum an. In Dair az-Zaur feuerten IS-Anhänger Raketen auf den Wohnbezirk al-Ğaura, gerade nach Schluß des Freitagsgebets, dennoch kam es zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden. (http://sana.sy/en/?p=104302)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104282  und http://sana.sy/?p=538552 (Effektives Vorgehen gegen Bewegungen, Infiltrationsachsen und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra  in Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm, al-Buwaiḍa, Šamâl Maʽân, Tal Ḥuwair, Wâdî Ḥuwair, Tal Bazâm, Šarq Mûrik, Ḥalfâyâ und ad-Daḥdûḥ im N-Rîf von Ḥamâ mit Auslöschung einer großen Anzahl Terroristen samt Kampfwagen etc.. Erfolgreiche Artillerieschläge gegen teils motorisierte IS-Trupps im Gebiet der az-Zaitûn- und Râšid-Farmen, von uhûr al-Barša und dem Gipfel des Ğabal ibn ʽArṣân im SO-Rîf von Ḥom; zudem Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra  auf einen der Militärposten im Westteil des Rîf Dimašq. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra – Angriffsversuchs von der Achse Maġr al-Mîr – ahar al-Aswad her auf etliche Militärposten zum Schutz  der Achse Saʽsaʽ – Bait Ğin im Westteil dieses damaszener Umlands mit vielen getöteten und verletzten Extremisten und vollkommener Zerstörung von deren militärischem Equipment.  Vernichtung von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in den Stadtteilen Ṭarîq  as-Sadd und an-Nâziḥîn im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ  wie im Umland bei an-Nuʽaima mitsamt deren Nestern von Maschinengewehrschützen, mit unterschiedlichsten Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen.)

Patriarchen-Aufruf, Photo: SANA

Patriarchen-Aufruf, Photo: SANA

Am Karfreitag (14.4.2017) riefen die beiden Kirchenoberen, Patriarch Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II für Antiochien und den ganzen Osten für die griechisch-orthodoxen Christen und  Patriarch Yûḥanâ X. Yâziğî für Antiochien und den ganzen Osten für die syrisch-orthodoxen Christen diejenigen in der Welt auf, welche fortwährend noch die Terroristen unterstützten, dies unmittelbar einzustellen. (http://sana.sy/?p=538743)

Unter erneuter Darlegung der schon vom Vizepremier und Außenminister Walîd al-Muʽallim beim trilateralen Treffen in Moskau vorgetragenen Standpunkte machte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân am 14.4.2017 während einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Nachrichtenagentur Sputnik noch in Bezug auf die kürzlich erfolge US-Aggression aufgrund fabrizierter und nicht belegter Anschuldigungen darauf aufmerksam, daß die US-Administration nach wie vor danach strebe, mit allen Mitteln die Hegemonie über andere souveräne Staaten zu erlangen und insofern nicht nur ungerechtfertigte militärische und Medienkampagnen gegen Syrien initiiere sondern auch entsprechenden Druck auf Rußland ausübe. Obwohl die Terroristen hunderte syrischer Bürger, darunter viele Kinder durch Beschuß z.B. von Schulen, ermordet hätten, hinderten die USA beständig den UN-Sicherheitsrat daran, diese Verbrechen zu verurteilen, während die westlichen Medien damit beschäftigt seine, diese Informationen erst gar nicht an ihre Konsumenten gelangen zu lassen. Sie wiederholte zudem die Darlegungen bzgl. der anhaltenden Unterstützung für die Terroristen durch die bekannten Sponsorenstaaten, worunter das derzeitige Regime im Nachbarland Türkei besonders und in vielfacher Hinsicht (dazu vgl.u.!) hervorsteche, trotz der Tatsache, daß es als Garant für die syrienweite Waffenruhe-Vereinbarung auftrete; vielmehr sei sie ein stetes Hindernis bei den Gesprächen in Astana und Genf. Ähnlich unterstütze Israel fortdauernd die im Süden Syriens operierenden Terroristen. Die Operatoren der Terroristen wollten eben keinen Frieden in Syrien, sondern das Land zerstören. –  Auch Dr. Witali Naumkin, u.a. Rußlands Vertreter bei den Genfer Konferenzen,  stimmte darin überein, daß es keinerlei Beweise für die US-Anschuldigungen gegen Syrien bzgl. des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn gebe. Dabei sie ein C-Waffeneinsatz seitens der syrischen Regierung völlig unlogisch, während sie Erfolge auf militärischem Gebiet wie bei den Rekonziliierungen erziele und zudem bezeugtermaßen über keine solchen Kampfstoffe mehr verfüge. Er wiederholte die russische Aufforderung nach einer gewissenhaften Untersuchung des Giftgas-Vorfalls unter Herausstellung der Tatsache, daß westliche Regierungen diese zu hindern, zumindest ad infinitum zu verschieben suchten.  (http://sana.sy/en/?p=104320)

Igor Konaschenkow als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums kommentierte am 14.4.2017 einen CNN-Beitrag über angebliche CIABeweise“ für einen syrischen C-Waffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn mit den Worten: „Das Pentagon rechtfertigt traditionell jede Verletzung des Völkerrechts, insbesondere gegen souveräne Staaten verübte Militär­aggressionen mit dem Vorhandensein ‚unbestreitbarer‘ Beweise für die ÜbeltatenUnd je mehr diese an den Haaren herbeigezogen sind, desto ‚geheimer‘ sind sie.“ Man müsse daraus schließen, daß sie, wenn sie so geheim seien, gar nicht existieren. (http://sana.sy/?p=538486, https://sptnkne.ws/eewc für das Zitat in Deutsch)

Inzwischen hat der angesehene emeritierte US-Professor Theodore Postol, vormals tätig am Massachusetts Institute of Technology (MIT), die von den US-Geheimdiensten vorgelegten und ihm zugekommenen „Beweise“ für einen syrischen C-Waffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn geprüft mit dem Ergebnis, daß daraus kein Beweis für die Behauptung zu entnehmen sei, „daß die syrische Regierung die Quelle dieses Angriffs war.“ Es handele sich vielmehr um eine Show. (http://sana.sy/?p=538842). Eingehend dazu inklusive Video des Beitrags von Prof. Theodore Postol bei: http://www.veteranstoday.com/2017/04/12/busted-white-house-syria-report-obviously-false/.

Trilaterales Treffen in Moskau, Photo: SANA

Trilaterales Treffen in Moskau, Photo: SANA

Nach dem trilateralen Außenministertreffen in Moskau unter Teilnahme von Sergei Lawrow (Rußland), Walîd al-Muʽallim (Syrien) und Muḥammad Ẓarîf (Iran)kamen die Repräsentanten zu einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen. Zunächst stand eine gemeinsame Verurteilung des US-Angriffs vom 7.4.2017 (s.u.) als empörende Verletzung der Prinzipien des Völkerrechts und der UN-Charter. Zudem riefen sie zu einer unabhängigen und transparenten Untersuchung des vorgeblichen Giftgasangriffs von Ḫân Šaiḫûn (s.u.) auf. Al-Muʽallim dankte wie schon in den bilateralen Treffen mit Lawrow und Ẓarîf vom Vortag Rußland und dem Irak für die Unterstützung im Counterterrorismus auf verschiedenen Gebieten und der zugesicherten weiteren Hilfe wie für die Einberufung dieses Treffens unter Teilnahme der iranischen Seite nach der stattgehabten US-Aggression. Er versicherte, Syrien werde die Anstrengungen zur Säuberung aller syrischen Territorien vom Terrorismus weiterführen. Laut Sergei Lawrow habe das Treffen zu verholfen, die Standpunkte gegenüber den letzten Ereignissen und zur Erlangung einer Beilegung der Krise in Syrien zu koordinieren. Unter nochmaliger entsprechender Verurteilung der US-Aggression insistierte er auf der Respektierung der Unabhängigkeit Syriens und der Hauptprinzipien des Völkerrechts durch die USA. Jenes Land solle damit aufhören, die regionale und internationale Sicherheit zu bedrohen. Alle drei Seiten seien sich einig, daß in Syrien nicht noch zusätzlich Versuche angestachelt werden dürften, welche darauf abzielten, die Erfolge des Friedensprozesses zunichte zu machen. Hierzu wiederholte er dessen Grundlagen: „We stress that the crisis in Syria should be settled through a comprehensive diplomatic dialogue with the participation of representatives of all parties according to the UNSC resolutions, including resolution No. 2254 which provides for that the Syrian people alone shall determine their future. Dann unterstrich er die Bedeutung der Astana-Treffen zugunsten des Gelingens der Genfer Konferenz(en); das nächste Treffen finde in Astana im Mai statt. Zugleich gebe es eines in Teheran unter Teilnahme türkischer, iranischer und russischer Repräsentanten, auf welchem Rußland volle Unterstützung zur Wiederherstellung der Infrastruktur und Lösung der dringenden humanitären Probleme in Syrien zur Sprache bringen werde. Der Counterterrorismus sei nach wie vor wichtiges Ziel: „We have paid special attention to intensifying efforts to eliminate terrorism in Syria and unifying those exerted by the international community to establish an anti-terrorism front.” Zudem zeigte er sich erfreut über die Ergebnisse des zu Ende gegangenen trilateralen Treffens. Auch Muḥammad Ẓarîf begann mit einer neuerlichen Verurteilung des US-Angriffs mit deutlichen worten wie dem Aufruf zu einer Untersuchungskommission, wie schon zuvor geschildert. Er unterstrich die Notwendigkeit international gegen den Terrorismus und Extremismus vorzugehen, indem er erklärte: „we expect that other members in the international community will join the international efforts to achieve this goal.“ Alle Anstrengungen müßten intensiviert werden, den gegen Syrien initiierten Krieg nach sechs schlimmen Jahren zu beenden, damit die syrische Bevölkerung endlich selbst über seine Zukunft bestimmen könne. Der Iran kooperiere völlig mit rußland und hoffe, daß auch die Türkei dies ebenso tue, um den politischen Prozeß, die Waffenruhe und damit die Lösung der Syrienkrise voranzutreiben. (http://sana.sy/en/?p=104285, http://sana.sy/?p=538547)

In weiterer Ausführung  der Rekonzilierungsvereinbarung (s.u., 12.4.2017)wurden am (Kar-)Fr., 14.4.2017 in 75 Bussen und unter Begleitung von 20 Ambulanzen 5000 Bewohner der noch immer von Terroristen belagerten Städten Kafarayâ und al-Fûʽa aus dem nördlichen Landkreis von Idlib in die Übergangswohnheime in Ğibrîn bei Aleppo evakuiert, während gleichzeitig Terroristen und deren Familien az-Zabadânî und Maḍâyâ verließen. Allein aus aus az-Zabadânî kamen in West-Aleppo 60 Busse mit 2350 dieser Personen an, um weiter ins Umland von Idlib gebracht zu werden. – In der Nacht waren noch Kafarayâ und al-Fûʽa seitens der Extremisten mit Mörsergranaten und Raketen beschossen worden, wodurch eine 10- und eine 25-Jährige verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=104296)

Im Vorfeld des trilateralen Außenministertreffens in Moskau stellte Walîd al-Muʽallim, Vizepremier und Außenminister, beim Zusammentreffen mit Außenminister Lawrow am 13.4.2017 nochmals fest, daß die US-Attacke auf aš-Šaʽîrât den Bruch internationalen Rechts und der Souveränität eines UN-Mitgliedsstaats dargestellt habe mit mehreren Zielen; eines davon sei die Blockierung des Friedensprozesses, und begründete dies folgendermaßen: „We noticed that when the Trump administration came to power, the US role in the Astana and the Geneva process has been reduced to the very minimum. This means that they do not want success in the peace process.” Das russische [inzwischen 8.] Veto (s.u.) sei zur rechten Zeit erfolgt, um eine Wiederholung bzw. Ausnutzung dieser Aggression zu verhindern [dazu vgl. Darlegung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor den UN, s.u.] und fügte hinzu: „I say aggression because it was launched outside the framework of the UN Security Council and without conducting an investigation by the Organization of the Prohibition of Chemical Weapons to know who committed the chemical attack.” (Der Ausdruck „Aggression“ sei berechtigt, da der Angriff ohne UN-Mandat und ohne vorhergehende Untersuchung der Fakten durch die OPCW geschah). Dafür sei man umso mehr dankbar, als sich der UN-Sicherheitsrat immer mehr in Richtung einer Auktionsplattform zugunseten westlicher Staaten entwickele, um Syriens Einheit und politisches System zu zerstören. Schließlich sprach er sich erneut für die Formierung eines unparteiischen, redlichen, ausgewogenen Untersuchungskomitees zur Faktenfindung bzgl. der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn aus. Und dankte nochmals für die Einladung nach Moskau durch Lawrow in Vertretung des russischen Präsidenten und Volkes für die Stellungnahme gegen die US-Aggression. Lawrow begrüßte die syrische Initiative, OPCWExperten zu objektiven und redlichen Ermittlungen nach Syrien einzuladen und konstatierte wiederum: „we insist on an independent objective investigation by the OPCW with additional experts.” Der UNSC sei Zeuge einer Ausnutzung des Vorgefallenen geworden, was zur grundlosen Anklage gegen die syrische Regierung führte, Giftgas eingesetzt zu haben, um den darauffolgenden US-Angriff vom 7.4.2017 zu rechtfertigen. Der westliche Versuch eines unilateralen  Resolutionsentwurfs (s.u.) sei ein ungerechtfertigter provokativer Schritt, dessen Verwirklichung Rußland nicht zulassen werde. Provokationen dürfe man sich prinzipiell nicht beugen, schon gar nicht, um die Errungenschaften des Astana- und Genfer Prozesses  zu zerstören:  „It is principally important to not succumb to provocations, amid the hysteria unleashed in the West, and not allow destroying the efforts within the framework of the Astana process and the Geneva pro­cess.” Die Erfahrungen aus dem Treffen mit dem US-State Secretary (d.i. Tillerson) gäben aber trotz der Vorfälle der letzten Tagen Grund zur Hoffnung. (http://sana.sy/en/?p=104276)

Der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow machte am 13.4.2017 bekannt, daß die nächste Gesprächsrunde in Astana für den 4.5.2017 angesetzt sei. (http://sana.sy/en/?p=104273)

Vereitelung eines Suizidanschlag am 13.4.2017: In omkonnten den Behörden noch rechtzeitig einen Sprengstoffanschlag vor der ʽIkrîma-Schule im gleichnamigen Stadtteil vereiteln. Eine Suizidattentäterin hatte versucht, sich mittels eines Sprengstoffgürtels, der mit einem Mobiltelefon verbunden war, in die Luft zu sprengen. sie konnte überwältigt werden, worauf Sprengstoffexperten die bombe entschärften. Die Terroristin wird derweil verhört. (http://www.sana.sy/?p=538109)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104222 und http://sana.sy/?p=537989 (Vereitelung von Angriffsversuchen seitens IS-Trupps von den Achsen al-Maḥsa – Ğabal aṣṢa­wâna – al-Qaryatain Damm aus auf  etliche Militärposten zum Schutz des Areals von Ḍuhûr Ṯaniyya al-Mu­zai­bila im O-Rîf von Ḥomṣ nach für den Feind sehr verlustreichen Gefechten. Effektive präzise Artillerieschläge gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen mitsamt 120mm-Mörserkanone in Masḥara im O-Rîf von al-Qunaiṭra; Eliminierung des Terroristennests in Masḥara, von dem aus diese zuvor  mit Mörsergranaten Tal aš-Šahim al-ʽAskarî angegriffen hatten, jedoch ohne daß es zu Personenschäden gekommen wäre. Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten auf Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya von Darʽâ (al-Balad) von der al-Ḫansâ´-Schule und al-Bağâbağa aus nach für die Feinde äußerst verlustreichen Gefechten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung inklusive zweier Abschußanlagen für die [von den USA an die sog. MAO gelieferten] TOW-Marschflugkörper* sowie zweier Panzer und einem mit Maschinengewehren aufgerüsteten Wagen; Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen in an-Nuʽaima und Beseitigung ihrer Bewegungsachsen auf der Straße Mulaiḥat al-ʽAṭaš – Karîm al-Ğanûbî.) – * Aufgrund von Erfahrungsberichte erhalten die Takfîr-Terrororganisationen in Syrien ihre TOW-Anti-Panzer-Raketen aus den USA über das jordanische und türkische Gebiet, bezahlt vom wah­hâbitischen Saudi-Regime.

Wie auch die syrische Seite tritt der russische Außenminister Lawrow seitens seiner Regierung für die Formierung eines speziellen Expertenteams zur Untersuchung des Giftgasvorfalls Ḫân Šaiḫûn (s.u.). Dieses solle sich aus russischen, westlichen und regionalen sowie OPCW-Abgesandten zusammensetzen. „The situation in Syria was one of the key issues at the meeting with US Secretary of State Rex Til­lerson. We, as it seemed to me, gave him rather convincing reasons for launching a special indepen­dent investigation based on the bodies created in the UN and the OPCW.”, bemerkte er während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem bengalischen Amtskollegen.  Im Rückblick auf sein Treffen mit dem US-Außenminister Tillerson zum Thema äußerte er: „It seemed to me that Tillerson had a positive view on this idea and promised to work on it. … We even said that Russia jointly with the US should put forward this initiative. But he was not ready for this.”(Tillerson war nicht bereit zu einem gemeinsamen Vorgehen hierzu). Höchst allarmiert zeigte er sich aufgrund der vehementen Bemühungen von UNSC-Mitgliedern, eine solche faire Untersuchung zu verhindern („We are very alarmed by the desire of foreign partners in the UN Security Council to make every ef­fort to avoid a fair investigation into this incident”). Dem selben Tags in den Haag tagenden Executive Council des OPCW habe die Kreml-Regierung ihren Vorschlag zukommen lassen. („Today, the Executive Council of the OPCW is holding an emergency meeting in The Hague, and we submitted our proposal there on forming such a delegation on the basis of this organization involving extra inspectors.”). Lawrow hoffe, daß die zu formende Delegation auch die Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât besuchen werde. (http://sana.sy/en/?p=104247) – Unterstützt wird diese Position auch von iranischer Seite (http://parstoday.com/de/news/world-i25878-c_waffeneinsatz_in_syrien_iran_schl%C3%A4gt_einsetzung_eines_unparteiischen_untersuchungskomitees_vor).

Als Geladene des internationalen Diskussionsclubs Waldai in Moskau begrüßte Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs am 13.4.2017  jedes auf Fakten gerichtet, neutrale und faire Komitee zur Untersuchung der Chemieattacke von Ḫân Šaiḫûn und wiederholte nochmals die Anklage gegen die USA, Terroristen zu unterstützen. Syrien sei ebenso bereit zum Dialog mit der „Opposition“ zur Lösung der Krise im Land, doch diese agierten im Sinne ausländischer Agenden. (http://sana.sy/en/?p=104267) – Zur Unterscheidung von „Opposition“ und Opposition s. Präsidenten-Interview vom 6.4.2017.

Aus privaten e-Mails der Ex-US-Außen­mi­nisterin Hillary Clinton, welche auf der Ent­hül­lungsplattform WikiLeaks ver­öf­fentlicht wurden, geht hervor, daß ihr Berater Jake Sullivan sie informiert habe, daß die Terrororganisation al-Qâʽida an der Seite der USA in Syrien kämpfe. Damit habe Sullivan die Meldung kommentiert, daß al-Qâʽida-Chef Ayman aẓ-Ẓawāhirī die Muslime der Nahost-Länder aufgerufen habe, im Kampf gegen den die säkulare syrische Regierung zu helfen. (https://sptnkne.ws/eedd)

Das Generalkommando  der Armee informiert: Infolge eines Luftangriffs der US-geführten Koalition in der Zeit zwischen 17.30 und 17.50 Uhr am 12.4.2017  auf das Dorf Ḥaṭla östlich von Dair az-Zaur setzte bei einem Treffer einer IS-Zentrale eine große Menge toxischer Substanzen frei. Die Ausbreitung einer riesigen, zuerst weißen, dann gelben Wolke wurde gesichtet. In der Folge sollen hunderte Tote zu verzeichnen sein, darunter  eine große Zahl von Zivilisten aufgrund des Einatmens des Giftgases. Durch diesen ähnlich wie in Ḫân Šaiḫûn (s.u.) gelagerten Fall sei der Beweis erbracht, daß die Terroristen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra, wie schon früher berichtet (vgl.u.) im Besitz des Giftgases seien und nicht die Regierung.  (http://sana.sy/?p=538073) – Das russische Verteidigungsministerium hat unbemannte Luftfahrzeuge ausgeschickt, um der Meldung nachzugehen.

In einer Pressekonferenz vom 12.4.2017 informierte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau darüber, daß sich der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein syrischer Amtskollege Walîd al-Muʽallim bei ihrem Treffen (vgl.u.) über die unheilvollen Konsequenzen des völkerrechtswidrigen US-Aggression auf Syrien, das zudem seit Jahren Ziel so vieler terroristischer Angriffe sei, austauschen würden mit dem Ziel, diese für das Land wie für die Region und die Welt an sich möglichst zu begrenzen. Denn jener Angriff sei eine ernsthafte Bedrohung für die regionale und internationale Sicherheit gewesen. (http://sana.sy/en/?p=104167)

Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs vor dem russischen Föderationsrat, Photo: SANA

Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs vor dem russischen Föderationsrat, Photo: SANA

Gleichzeitig mit dem Besuch des US-Außenministers in Moskau, weilte auch Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs am Mi., 12.4.2017, in der russischen Hauptstadt, zunächst zu einer Rede vor dem Föderationsrat. Zunächst überbrachte sie Grüße und Dank des Präsidenten wie des Volkes von Syrien an den Präsidenten und die Bevölkerung Rußlands für all deren Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus, der in das Land getragen worden sei. Die gemeinsamen Leistungen gegen den internationalen Terrorismus hätten zu einem Wendepunkt geführt und damit die politischen Gespräche für eine friedliche Beilegung der Syrienkrise befördert. Alsdann kam sie auf den barbarischen US-Angriff auf den Luftstützpunkt in aš-Šaʽîrât zu sprechen,  der eine Schlüsselrolle für Angriffe gegen den IS (in der Region Tadmur/Palmyra) darstelle. dies sei ein schlüssiger Beleg für das Bestehen einer effektiven Partnerschaft zwischen der US-Regierung und den Terroristengruppen, äußerte sie. Im Weiteren drückte sie ihr tiefes Bedauern darüber aus, daß einige westliche Staaten, geführt von den USA, Frankreich und Großbritannien, sowie einige regionale Regierungen wie denen in der Türkei, Saudi-Arabien und Qaṭar weiterhin die im Land aktiven Terroristen unterstützten, ihnen Waffen und Geldmittel zukommen ließen, um den syrischen Staat zu zerstören und dort für sie günstige Bedingungen auf Kosten der syrischen Bevölkerung zu schaffen. Dagegen habe die langjährige positive Beziehung zwischen Rußland und Syrien über das bilaterale Stadium hinaus die Region wie die internationale Arena günstig hinsichtlich Gleichgewicht der Mächte mit mehr Sicherheit und Frieden in der Welt beeinflußt. Zum Counterterrorismus bemerkte sie: „We know that it is a long way to go and the sacrifices will be great, but I can assure you that whoever bet on the victory against terrorism are truly victorious, and you should be confident that we are victorious because we defend the right and the national and international legitimacy.” Darauf rief sie – wie zuvor schon mehrfach die Präsidenten Dr. al-Assad und Putin (vgl.u.) – die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich der erfolgreichen russisch-syrischen Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen bevor es zu spät sei, da sich das Feuer des Terrorismusüber alle Grenzen hinweg ausbreite, wenn man es nicht rechtzeitig stoppe. – Duma-Präsident [und damit Amtskollege] Wjatscheslaw Wolodin wertete seinerseits die erwähnte US-Aggression gegen Syrien als als Verletzung internationaler Rechtsnormen, welche dem internationalen Terrorismus diene. Während der folgenden gemeinsamen Pressekonferenz konstatierte er im Hinblick auf jene US-Aggression, bevor man ein souveränes Mitgliedsland der UN mit Marschflugkörpern angreife, müsse zuvor eine Untersuchung erfolgen, welche die zugrundeliegenden Fakten kläre. Jener aggressive Akt habe zudem die Erfolge auf dem Weg zu einer politischen Lösung der Syrienkrise unterminiert. Rußland werde weiterhin den Terrorismus bekämpfen, an einer politischen Lösung der Syrienkrise mitarbeiten und bei seiner Ablehnung der Einmischung in die inneren Angelegenheiten unabhängiger Staaten bleiben. Syrien solle nur weiterhin Mitglieder europäischer Parlamente zu sich einladen und mit ihnen wie US-Parlamentariern das Gespräch suchen.  Zum Schluß erklärte er, das syrische Parlament sei eine legitime Körperschaft, gewählt vom syrischen Volk und bereit zum Counterterrorismus. Das müßten die US-Amerikaner, die immer von „Demokratie“ sprächen, einsehen. (http://sana.sy/en/?p=104162, http://www.sana.sy/?p=537507)

Im Gespräch mit dem Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin am selben Tag erklärte Frau Dr. Hadiyya ʽAbbâs hinsichtlich Verhandlungen mit den USA: Wir sind zur Erörterung jeglicher Fragen mit allen Seiten offen, die unserem Land tatsächlich Frieden bringen wollen“. Allerdings müsse die US-Regierung jegliche Unterstützung terroristischer Gruppen im Land wie auch diejenige von anderen als Terrorismussponsoren bekannten Staaten einstellen. Zum US-Angriff auf den Luftstützpunkt in aš-Šaʽîrât äußerte sie zudem: Die Politik der USA, wie Sie sehr gut wissen, beruht auf Doppelstandards. Und das Spektakel, das sich in Syrien abspielte, ist der Beweis dafür. (https://sptnkne.ws/edv6) Hinsichtlich des Giftgasvorfalles in Ḫân Šaiḫûn (s.u.) stellte sie klar: „Damaskus ist gegen den Einsatz von derartigen Waffen, denn sie widersprechen menschlichen Werten.“ Die Parlamentspräsidentin fügte hinzu, Ihr Land sei bereit, darüber mit europäischen und amerikanischen Parlamentariern zu sprechen,  bei Aufklärung mitzuwirken und stimme Untersuchungen zu. (http://parstoday.com/de/news/world-i25816-syrien_vorwurf_%C3%BCber_chemiewaffeneinsatz_ist_absurd)

Am Mittwochabend, 12.4.2017, legte Rußland sein Veto gegen den von den USA, Frankreich und Großbritannien im UN-Sicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurf bzgl. Untersuchung des mutmaßlichen Giftgas­angriffs in Ḫân Šaiḫûn ein. Er sah vor, daß die syrische Regierung freien Zugang zu allen Militärflugplätzen, von denen C-Waffen hätten abgefeuert werden können, gewährleiste. Zwei Gegen­entwürfe Rußlands und von zehn nichtständigen Ratsmitgliedern wurden zuvor gar nicht erst berücksichtigt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25824-russland_legt_veto_gegen_un_resolutionsentwurf_zu_syrien_ein, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25806-un_sicherheitsrat_soll_resolution_zu_giftgas_angriff_in_syrien_pr%C3%BCfen, https://sptnkne.ws/edqa) Die ausführliche, sehr lesenswerte informationsreiche Entgegnung des UN-Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî wie anderer Repräsentanten auf den neuesten Resolutionsentwurf der drei Staaten USA, Großbritannien und Frankreich ist nachzulesen auf: http://sana.sy/en/?p=104169 (wegen begrenzter Kapazitäten  ist eine Übersetzung derzeit nicht möglich). Nach der neuerlichen umfassenden Verurteilung der Anwendung von Massenvernichtungswaffen aus den verschiedensten Gründe stellte er u.a. fest: „Within the framework of its continuous and transparent cooperation with the OPCW, the Syrian state extended an invitation to the Organization’s Director-General to dispatch a professional, honest and impartial technical mission to Khan Sheikhoun and al-Shairat airbase to reveal the reality of what happened.” Der Staat garantiere den sicheren Zugang zur Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât, während jener nach  Ḫân Šaiḫûn der Verantwortlichkeit von Ğabhatu_n-Nuṣra und den anderen Terrororganisation dort wie deren Sponsorenstaaten liege. Den Resolutionsentwurf der USA, von Großbritannien und Frankreich habe man abgelehnt, da er in cleverer Formulierung eine Untersuchung der Vorfälle mitsamt deren Ergebnis vorwegnahm und so auf eine Vorverurteilung der syrischen Regierung abzielte, wie es auch von den französischen und britischen UN-Repräsentanten zuvor zu hören gewesen war. Außerdem sei  Formulierung so gehalten, daß sie diesen drei Staaten als Rechtfertigung für deren spätere Einmischungen in die inneren Angelegenheiten fremder Länder bzw. für Militärschläge, wie schon gegen Libyen und andere Länder erfolgt, dienen könnte. „Anyone who thoughtfully reads today’s draft resolution can realize that its real objective is not to reveal the truth but rather to violate Syria’s sovereignty and make use of the resolution’s information, if adopted, to target the Syrian army’s cadres, capabilities and positions via the armed terrorist group which are supported by these three countries.“, konstatierte er daher. Dann stellte einige brenzlige Fragen zu beiden Vorfällen, die auch die White Helmets (vgl.u.) einschlossen, welche bekanntlich unter Aufsicht des britischen Geheimdienstes agierten und durch die Regierungen von Großbritannien und der USA finanziert würden. Deren „Hauptzeuge“, der angeblich britische, jedoch tatsächlich pakistanische „doctor Shajul Islam“ [Ğâkûl Islâm] sei zuvor in Großbritannien wegen terroristischer Tätigkeiten inhaftiert gewesen.

Hinsichtlich der seit zwei Jahren von Terroristen eingeschlossenen beiden Städte Kafarayâ und al-Fûʽa (vgl.u.) im nördlichen Landkreis von Idlib haben die Rekonziliierungsbemühungen der Regierung zum Erfolg geführt. Es kam eine Vereinbarung zustande, wonach die Einwohner ab Mi., 12.4.2017, zum Übergangslager in Ğibrîn bei Aleppo evakuiert und Terroristen mit ihren Familien aus az-Zabadânî und Maâyâ (zu beiden Städten s.u.) nach Idlib ausgeschafft werden können, wie zuvor schon in anderen Orten, z.B. Aleppo, geschehen, und zwar jeweils unter Aufsicht des Syrian Arab Red Crescent (SARC). Zudem kam es zu einem Austausch: 12 von Terroristen im Raum Idlib festgehaltene Zivilisten, vier Kinder und acht Frauen,  wurden freigelassen, dafür ließen die Popular Committees in Kafarayâ und al-Fûʽa 19 gefangene Terroristen gehen. (http://sana.sy/?p=537397, http://sana.sy/en/?p=104152)

Lawrow und Tillerson in Moskau, Photo: SANA

Lawrow und Tillerson in Moskau, Photo: SANA

Der russische Außenminister Lawrow gab nach seinem Treffen mit US-Außenminister Tillerson bekannt, Rußland sei bereit, die Zusammenarbeit mit den USA in der Syrienkrise wie­der aufzunehmen.  (http://parstoday.com/de/news/world-i25842-tillerson_russland_und_usa_bil­den_arbeitsgrup­pe_zur_stabilisierung_der_beziehungen)

Während des einleitenden Gesprächs zum Besuch des US-Außenministers Rex Tillerson in Moskau am Mi., 12.4.2017, ließ der gastgebende Außenminister Sergei Lawrow keinen Zweifel daran, daß weitere US-Angriffe auf Syrien absolut inakzeptabel seien. Auch müsse eine gemeinsame Front des Counterterrorimus formiert werden; andere ausschließende Aktionen seien nicht produktiv („We are always in favor of collective steps We do not consider any closed alliances and misalliances productive.”). Lawrow machte zudem deutlich: „It’s very important for us to understand the US position and real intentions of your administration. I hope to achieve progress on this path today” und gab der Hoffnung auf „Fortschritte auf diesem Weg“ Ausdruck. Es gebe zudem viele Fragen wegen zweideutiger und widersprüchlicher Konzepte auf bilateraler und internationaler Ebene aus Washington („I will be frank that we have a lot of questions regarding very ambiguous as well as contradictory ideas regarding a whole plethora of bilateral and international agenda coming from Washington.”), erklärte er.  (http://sana.sy/en/?p=104154, s.a. https://sptnkne.ws/edpP, https://sptnkne.ws/edqe für Übersetzung der Zitate ins Deutsche)

Terroranschlag vom 12.4.2017: Beträchtliche materielle Schäden verursachte eine Reihe von Mörsergranaten, abgefeuert von Terroristen im östlichen Umland von Darʽâ auf die Kleinstadt al-Muğaimir im SW-Rîf von as-Su­waidâ´ in der Nacht auf Mittwoch. (http://sana.sy/en/?p=104125, http://sana.sy/?p=537275)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104122 und http://sana.sy/?p=537295 (Effektive präzise Artillerieangriffe gegen Trupps und Nachschubrouten von IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra im N- und O-Umland von Ḥomṣ mit Zerstörung von etlichen IS-Nestern und Kampfwagen in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, im Gebiet von al-Bârida, südlich von Tadmur und östlich von al-Qaryatain im Ostteil sowie von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Nordteil in Burğ Qâʽî und um ar-Ra­stan.  Beseitigung von IS-Ansammlungen und motorisierten Einheiten in den Stadtteilen al-ʽUrfî und al-Ḥuwaiqa von Dair az-Zaur, um den Airport, bei Ḥawîğa Ṣakar und in al-Buġailiyya im W-Rîf. Auslöschung eines IS-Neste mit Maschinengewehrschützen in Kasârat ʽIzzaddîn im Gebiet von ad-Dumair im Umland von Damaskus.  Eliminierung eines motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in Darʽâ al-Balad.)

Am Di., 11.4.2017, bestätige das russische Verteidigungsministerium den Tod zweier Militärberater in Syrien. Beide fielen Angriffen mittels Mörsergranaten seitens sog. „moderater bewaffneter Oppositioneller“ [MAO, vgl.u.] zum Opfer. Wörtlich hieß es in der Mitteilung: „A group of militants used mortars to shell Russian contract soldiers, acting as musketry instructors in one of the Syrian military units, and a Russian military adviser. … As a result, two of the Russian contract soldiers were killed, while the wounded is being treated by military doctors.” Die Militärs seien für einen Orden vorgeschlagen. (http://sana.sy/en/?p=104080)

General Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives beim russischen Generalstab, informierte am Dienstag zudem die Presse darüber, daß bewaffnete Gruppen gerade Angriffe mit chemischen Waffen in Syrien vorbereiteten, nachdem sie toxische Chemikalien nach nach Ḫân Šaiḫûn, dem al-Ğira-Airport, nach Ost-al-Ġûṭa (im Umkreis von Damaskus!) und in den Westen von Aleppo geschafft hätten. Wörtlich hieß es: „According to our information, the armed groups have been bringing poisonous substances to the Khan Shaykhun area, the Jirah airport, Eastern Ghouta and the western outskirts of Aleppo.” Ziel sei, weitere Vorwände für Angriffe gegen Syrien zu fabrizieren. Man warne diese Gruppen ausdrücklich vor solchen Provokationen: „we would like to warn that such steps are unacceptable.” Rückstände von früheren C-Waffen-Angriffen jener bewaffneten Gruppen seien der OPCW zur Untersuchung übergeben worden, ergänzte er: „At the same time, instances were registered when armed groups used chemical weapons, including improvised munitions. The case files of investigations into some of such episodes have been trans­ferred to representatives of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW).” Das Verteidigungsministerium in Moskau unterstrich nochmals, daß Anschuldigungen gegen die syrische Regierung bzgl. C-Waffen-Einsatzes ohne jegliche Basis seien. Dazu bemerkte General Rudskoi nach eingehender Analyse: „We have carefully analyzed the materials in the media accusing the Syrian government of using che­mical weapons in the town of Khan Shaikhoun in Idleb province, their authenticity is highly questio­nable.” Hingegen seien immer mehr renommierte Experten davon überzeugt, daß die Videoaufnahmen (vgl.u. zu white helmets!) zu Lasten der Regierung in Damaskus gefälscht seien: „More and more respected experts and organizations are inclined to believe that the video footage of the alleged attack has been fabricated.” Sowohl Syrien als auch Rußland befürworteten Untersuchungen vor Ort in Ḫân Šaiḫûn und aš-Šaʽîrât, wobei die russischen Militärs die Sicherungsmaßnahmen für die anreisenden Experten übernähmen: „We demand thorough investigation of a so-called chemical attack by Syrian planes on Khan Shai­khoun. … We are ready to provide any opportunity, ensure security and let independent experts and represen­tatives of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) examine al-Shayrat airfield. Specialists know that it is impossible to hide traces of chemical weapons.”(http://sana.sy/en/?p=104090, http://www.sana.sy/?p=536943) Auch Präsident Putin verkündete, ihm liege Datenmaterial für C-Waffenangriffe seitens der Terroristen aus unterschiedlichen übereinstimmenden Quellen vor, wodurch weitere Angriffe auf Syrien provoziert werden sollten, indem man jene der Armee bzw. der Regierung anzulasten plane.  Dies machte er während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella publik. Diese Vorgänge erinnerten unangenehm an jene von 2003, als Mitglieder der US-Administration vorgaben, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen und daraufhin die Invasion in dieses Land initiierten: „This [the US strike on Syria] strongly reminds of the 2003 events when US represen­tatives in the UN Security Council showed allegedly chemical weapons found in Iraq.” Er wie der italienische Staatspräsident seien sich einig darüber, daß der Terrorismus die globale Sicherheit empfindlich gefährde und jenem nur durch gemeinsame Anstrengungen beizukommen sei. Im Weiteren äußerte er sich zur plötzlichen Unterstützung gegenüber Präsident Trump nach dem völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Syrien seitens westlicher Regierungen, die doch zuvor kein gutes Haar an ihm gelassen hätten: „supporting US strikes on Syria, European countries seek to establish relations with the administration of Donald Trump, whom they criticized during the election campaign on the advice from the then President Barack Obama. … They want to restore relations with the Western community after many European countries had taken anti-Trump position during the election campaign in the US due to the former US administration.” Ein gemeinsamer Feind konsolidiere jedoch nur Verbündete: „A very good platform for consolidating – Syria, Russia, there is a common enemy.” Man zeige sich derzeit geduldig in der Hoffnung einer doch noch zustande kommenden künftigen Zusammenarbeit, erklärte er abschließend: „Wonderful. We are ready to be patient. But we hope that this will get at a certain point to some posi­tive trend of cooperation.”.  (http://sana.sy/en/?p=104085)

General Rudskoi gab zudem bekannt, daß sich auf dem von der sog. bewaffneten Opposition kontrollierten Territorium zwei Anlagen zur Produktion und Lagerung von C-Waffen befände, während alle anderen auf dem Gebiet unter Regierungskontrolle unter Aufsicht der OPCW nachweislich „außer Betrieb gesetzt und alle Trägermittel ver­nichtet worden seien“. (https://sptnkne.ws/ecUq)

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa gab am 11.4.2017 in Moskau bekannt, daß sich die Außenminister von Rußland (Sergei Lawrow), Syrien (Walîd al-Muʽallim) und dem Iran (Muḥammad Ẓarîf) Ende der Woche in der russischen Hauptstadt zu Gesprächen über die Lage in Syrien nach dem US-Angriff auf das aš-Šaʽîrât–Gebiet (s.u.) zusammenkämen. Die auswärtigen Teilnehmer würden am 14.4.2017 in Moskau erwartet. (http://sana.sy/en/?p=104087)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104027 und http://sana.sy/?p=536718 (Beseitigung von Fortifikationen und teils motorisierten Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Achsen Maʽrdis – Ṣûrân und Maʽrdis – Ṭayyibat al-Imâm sowie im Umkreis von  Tal Sukaik im N-Rîf von Ḥamâ mitsamt Zerstörung von einer Autobombe, vier Panzern, vier Kampfwagen, zwei Artillerie-Standplätzen und einer Raketenabschußanlage. Rückeroberung weiter Bereiche südlich von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ mit Vorrücken bis 10km an die Minen von Ḫunaifîs  nach heftigen für den IS verlustreichen Gefechten, wobei sich die Überlebenden in die Wüste flüchteten; unter Kontrolle gebracht wurden zudem der Ğabal al-Abtar und eine Anzahl umgebender Anhöhen sowie über Qaṣr al-Ḥalâbât ; zudem Ausschaltung  eines motorisierten mit schweren Maschinengewehren bewehrten IS-Trupps in Salâm Ġarbî. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf das Industriegebiet von Dair az-Zaur mit Vernichtung von deren Abschußanlage für Mörsergranaten, Barrikaden, aufgerüsteten Kampfwagen und Motorrädern; zudem Beseitigung von IS-Stellungen im westlichen Teil der Provinzhauptstadt in al-Muwaẓafîn und al-Ğubaila und um das Regiment 137 am SW-Stadtrand. Heftige Niederlagen Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen beigebracht im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad westlich des Alten Zolls und des al-Maṣrî-Kreisverkehrs, in al-Karak, al-Manšiyya, al-Bağâbağa mit Zerstörung ihrer  Befestigungsanlagen einschließlich einer Abschußanlage für die [von den USA an die sog. MAO gelieferten] TOWMarschflugkörper und Kampfwagen; unter den Getöteten wurden Muḥam­mad Ğamâl Hindâwî al-Masâlima als Führer von Liwâ´ at-Tawḥîd und Râšid Abâ Zaid mit Kampfnamen Abû Muslim als Feldkommandeur von Ġurfa al-Banyân al-Marṣûṣ identifiziert.)

Während eines Telefonats am Di., 11.4.2017, waren sich Verteidigungsminister General Fahd Ğâsim al-Furaiğ und der anrufende iranische Verteidigungsminister Brigadegeneral al-ʽAmîd Ḥussain Dahqân über die Notwendigkeit einig, die militärische Kooperation verstärkt fortzusetzen. Die US-Aggression werde beider Länder Anstrengungen im Counterterrorismus nicht schwächen, erklärten sie: „The US aggression on al-Shairat airbase will not weaken our determination to continue the war against The Takfiri terrorist organizations.” Im Nachgang des US-Vorwands für den Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt, des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn,  sprachen sich beide für die Einrichtung eines unabhängigen Komitees zur Untersuchung der wahren Vorgänge in jener Stadt aus. (http://sana.sy/en/?p=104099)

Infolge der jüngsten US-Raketenangriffe auf die Region aš-Šaʽîrât (s.u.) gab der Vizechef des Duma-Verteidigungsausschusses, Juri Schwitkin, am Di., 11.4.2017, zu verstehen, daß Rußland im Falle eines US-Angriffs auf russische Einrichtungen in Syrien umgehend und zwar nicht verbal, sondern militärisch reagieren werde. Nach den inzwischen getroffenen Maßnahmen sei die syrische Luftabwehr  allein in der Lage, jeder Bedrohung zu begegnen. Zuvor hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor  Igor Konaschenkow, mitgeteilt, Maßnahmen, zur Steigerung der Wirksamkeit der syrischen Luftabwehrsysteme  zum Schutz lebenswich­tiger  Einrichtungen der Infrastruktur des Landes  zu ergreifen. (http://sana.sy/?p=536722http://sana.sy/en/?p=104043, s.a. https://sptnkne.ws/ecAm)

Im Interview mit der slowakischen Newsseite Bustuwa (بوستوي) machte Bischof Yûḥanâ ʽAbdû ʽArbaš von Ḥomṣ, Ḥamâ und Yabrûd deutlich, daß alle Terroristen dasselbe Gedankengut teilten und nicht in gute und schlechte unterschieden werden könnten, wie es gewisse westliche Regierungen unter der künstlichen Bezeichnung „moderate bewaffnete Oppositionelle [MAO, vgl.u.] getan hätten. So hätten auch die USA unter der Obama-Administration begonnen,  solche mit Geld und Waffen auszustatten und zu trainieren, die sich dann postwendend den Extremisten im Land angeschlossen hätten. So sei der ins Land getragene Krieg ein international auf syrischem Boden ausgetragener unter Nutzung  der Terroristen als Mittel. Damit werde das zuvor aufstrebende blühende Land Syrien runiniert. Es sei höchstbedauerlich, daß die USA nicht von der verkehrten Politik unter Ex-Präsident Obama abrückten. (http://sana.sy/?p=536754)

Terroranschläge vom 10.4.2017: In Ḥalfâyâ  verschanzte Terroristen feuerten wieder Raketen auf das Dorf ar-Rabîʽa, 18km westlich von Ḥamâ, verletzten damit ein Mädchen und verursachten materielle Schäden.  Maḥarda bekam ebenfalls solche Schäden durch den Raketenbeschuß ab. In der vom IS eingeschlossenen Provinzhauptstadt Dair az-Zaur wurden durch Raketensalven , die in der al-Wâdî –Straße und dem Viertel al-Ğaura einschlugen, zwei Personen getötet und weitere 19 verletzt bei erheblichen Schäden an Häusern und anderem Eigentum. Die Opfer waren meist Frauen und Kinder. Etliche der schwerer Verletzten konnten vor Ort nicht behandelt werden, sondern mußten per Hubschrauber über den Umweg al-Qâmišlî nach Damaskus ausgeflogen werden. (http://sana.sy/en/?p=103991, http://sana.sy/?p=536237) Im NW von Darʽâ sprengten Terroristen per angebrachten Sprengsätzen die Abflußsperre des Tasîl Staudamms. Nach Auskunft assistierenden Direktors für Wasserressourcen in Darʽâ, Ing. Marwân ar-Rabdâwî ergießen sich damit 3m3/sec an Wasser in das Tal Wâdî al-ʽAlân und auf den aš-Šahîd Bâsil al-Assad Damm zu, der durch Untertunnelung seitens der Terroristen mehrfach eingebrochen ist. Leider lägen sämtliche Staudämme der Provinz in den von den Terroristen kontrollierten Gebieten. Reparaturmaßnahmen verhindern diese bislang durch ihre stetigen Angriffe. (http://sana.sy/en/?p=103996, http://sana.sy/?p=536279)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103963 und http://www.sana.sy/?p=536075 (Vereitelung massiver Ğabhatu_n-Nuṣra-Attacken auf die Städte Maʽân, al-Kabâriyya und Kawkab im N-Rîf von Ḥamâ mit Beseitigung eines Panzers und Kampfwagens samt Angreifern. Eliminierung von IS-Stellungen samt Kampfwagen, Abschußanlagen für Mörsergranaten und Nestern mit Maschinengewehr-Schützen um das Regiment 137, den Flughafen, dem Stadtteil al-Ḥuwaiqa, dem Industriege­biet und auf dem Friedhofsgelände von Dair az-Zaur; Vereitelung von Angriffsversuchen durch Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und Affiliierten von der MuʽâwiyaSchule her auf etliche Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya von Darʽâ (Stadtbezirk Darʽâ al-Balad) nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten; Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra– Fortifikationen um die al-Ḫansâ´-Schule und am Nordrand von al-Karak mitsamt Maschinengewehr-Barrikaden und Abschußanlagen für Mörsergranaten; Beseitigung eines Ğabhatu_n-NuṣraTrupps unterwegs auf der Straße Ṣaidâ – al-Ġâriyya al-Ġar­biyya im Ost-Umland von Darʽâ.)

In Astana wird laut dem kasachischen Außenminister Ḫairât ʽAbdurraḥmânûf (Kheirat Abdul Rahmanov) die nächste Sitzung zur Beilegung der Syrienkrise vorbereitet. Die Presse ließ er daher wissen: „we are currently waiting for further information on planned meeting in Tehran, and then on the meeting in Astana on May 3-4, from the guarantor states of Astana process.” (http://sana.sy/en/?p=103967, http://www.sana.sy/?p=536091) Zum Treffen in Teheran informierte Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd, daß die türkische Regierung darum unter Ausschluß der Presse gebeten habe mit den Worten: „Die türkische Regierung hat die Veranstalter des Treffens gebeten, die Presse nicht zuzulassen, womöglich damit diese nichts über die Posiition der türkischen Regierung erfährt„. Die Konferenz ist für den 18. und 19. April geplant. von deren Ergebnissen hänge die nächste Gesprächsrunde in Astana wohl stark ab. (https://sptnkne.ws/eceG)

Syrien verurteilt auf das Schärfste die Attentate in Ägypten vom Palm-Sonntag, die sich vor allem gegen die Kopten in Alexandria und Ṭanṭā richteten. Sie seien ausgeführt worden durch dieselben Terroristen, unter denen die syrische Bevölkerung zu leiden habe. (http://sana.sy/en/?p=103918)

Syrische Christen begehen den Palm-Sonntag – Photostrecke (http://sana.sy/en/?p=103924)

White helmets - Enthüllung, Photo:, SANA

White helmets – Enthüllung, Photo:, SANA

Im SANA-Beitrag http://www.sana.sy/?p=535207 vom 8.4.2017 wird auf eine wichtige Enthüllungsarbeit der  Organisation Swedish Doctors for Human Rights (swedhr.org, deutsche Abk.: SWEDHR) über die White Helmets (vgl.u. zu früheren Beiträgen !) hingewiesen, den die Webseite Veterans Today  trotz vielfacher Zensurversuche doch an die Öffentlichkeit gebracht hat. Er ist hier in englischer Sprache nachzulesen:  http://www.veteranstoday.com/2017/04/06/swedish-medical-associations-says-white-helmets-murdered-kids-for-fake-gas-attack-videos/. Der Chefredakteur der kritischen US-Webseite Veterans Today, Gordon Duff, referiert in seiner Einleitung kurz,  daß der US-Angriff auf  den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und darüber hinaus zur Rechtfertigung Material benutzte, das u.a. auch von den sog. White Helmets bereit gestellt worden war.  Es handele sich dabei um eine Einrichtung des sog. „tiefen Staats“ („Deep State” organization),erstellt von der CIA [noch unter der Obama-Administration], britischen Geheimdiensten und al-Qâʽida (a melding of CIA, al Qaeda and Britain’s intelligence services). Sie erhielten  bis zu 100.000 Millionen US-$ ($100m) von der CIA und dem britischen Außenministerium als “dark project” funding. Kindermord gehöre zu ihrem üblichen Handwerk. Zudem teilten sie sich ihr Hauptquartier mit dem türkischen Geheimdienst in Gaziantep, für die Organisation als death squad gelte. Der bekannte US-Schauspieler George Clooney habe sich – in Kenntnis der Analysen von SDHR – dafür hergegeben, das Propaganda-Video für die darin als NGO und Hilfsorganisation dargestellten White Helmets zu erstellen, für welches ihnen bei der letzten Oscar-Verleihung der Preis überreicht worden war (vgl.u.). Die als renommiert und objektiv arbeitend bekannte SDHR hatte hieb- und stichfest herausgearbeitet, daß die White Helmets Photos und Videos stellten und dafür sogar Kinder töteten, um ihre Fabrikationen dann als vermeintliche Beweise für das grausame Vorgehen der Regierung gegen die eigene Bevölkerung an die Mainstream-Medien weiterzugeben, die dies ungeprüft massiert veröffentlichten. Die Suchmaschine Google habe die relevanten Links gestrichen. Für die Amerikaner seien die Hintergründe über die White Helmets daher völlig neu. Über sie sei in den MSM ebensowenig berichtet worden wie über die zahlreichen Giftgasattacken von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und FSA. Im Weiteren werden zum Beweis Videos verlinkt und die Aufklärungsarbeit der Swedish Doctors for Human Rights im Fall dargelegt. U.a. wird aus deren Analysen deutlich, daß sie vorgeblichen Rettungskräfte (i.e. White Helmets) im Umgang mit den Opfern einer vorgeblichen Giftgasattacke völlig falsch umgehen und diese anstatt wie vorgegeben Adrenalin überdosiertes Opiat ins Herz zugeführt bekommen, was zudem sehr schmerzhaft sei. Keines der Kinder – d.h. der vorgeblichen Giftgasopfer – zeigte dabei entsprechende Symptome. Die Videos sind mit Übersetzungen unterlegt, die nicht dem zu hörenden arabischen Text entsprechen. In jenem werden nämlich Regie-Anweisungen gegeben. Die von den Ärzten analysierten Videos selbst entstammen dem White Helmets-eigenen Kanal: „Syrian civil defense in idlib province” und wurden ab da im Netz und darüber hinaus weiterverbreitet. Co-Produzenten jener Videos sei die Organization “coordinating sarmin”, welche als Logo die schwarze Flagge (logo a black jihadist flag (Al Qaeda)) habe. Bereits  Anfang März 2017 habe der SWEDHR-Gründer  und -Vorsitzende, Prof. Marcello Ferrada de Noli, einen Aufsatz zum Thema veröffentlicht mit dem Titel: „Swedish Doctors for Human Rights: White Helmets video, macabre manipulation of dead children and staged chemical weapons attack to justify a” No-fly Zone “in Syria”. Was die schwedischen Experten herausgebracht hätten decke sich mit ähnlichen Ergebnissen führender deutscher und internationaler Wissenschaftler bzgl. des Syrienkriegs. Über die absolut unabhängige SWEDHR ist im Artikel von Veterans Today Näheres zu erfahren. S. dazu auch das SputnikInterview mit dem Friedensaktivisten Joachim Guilliard über die von westlichen Medien fälschlicherweise gefeierten und mit massiven Finanzmitteln ausgestatteten Weißhelme! (https://sptnkne.ws/ec8m vom 11.4.2017) sowie die online-Darlegungen des  schwedischen Konfliktforscher Jan Oberg

SAAF in aš-Šaʽîrât , Photo: SANA

SAAF in aš-Šaʽîrât , Photo: SANA

Nach Mitteilung eines hochrangigen SAA-Offiziers gegenüber RIA Novosti starten nur einen Tag nach dem massiven US-Raketenangriff auf den Militärflughafen von aš-Šaʽîrât wieder die Kampfflieger gegen den IS (zum Schutz von Tadmur/Palmyra bzw.  im Raum weiter östlich, dem Irak zu). Er verkündete: „Der Luftstützpunkt arbeitet planmäßig. Flugzeuge führen Aufgaben und Kampfeinsätze durch, fliegen Luftschläge gegen die Terroristen“. Die zugefügen Schäden am Stützpunkt würden die Arbeit dort kaum beeinflussen. (https://sptnkne.ws/ebx5) – Die wichtigen Start- und Landebahnen blieben vor Ort ja erhalten.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103893 und http://www.sana.sy/?p=535583 (Zerstörung von Zentren und Stellungen mit Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Laṭâmina, 35km im NW von Ḥamâ; zudem Auslöschung einer Terroristengruppen nach verbissenen Gefechten nahe Maʽrdis  im N der Provinzhauptstadt – unter den getöteten Extremisten fand sich auch deren Anführer Muḥammad al-Ḥamâdî. Vereitelung massiver Angriffsversuche von Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheiten auf Militärposten zum Schutz von des Stadtteils al-Manšiyya im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ mit gut 75 getöteten und noch mehr verletzten Terroristen vor allem aus Jordanien und Saudi-Arabien, darunter einigen Suizidattentätern und den Anführern Mu­ḥammad al-Abâzîd von Kanîsa Mağd al-Islâm  und Ḫâlid Muʽtaz al-Maḥâmîd von Liwâ´  Tawḥîd al-Ğanûb; zudem Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Nestern und Ansammlungen  im Stadtteil al-Baḥâr, dem al-Arbaʽain-Park und der Straße zum Staudamm in Darʽâ al-Balad mitsamt zwei Kommandozentren, drei Raketenabschußanlagen, zwei Abschußanlagen für Mörsergranaten und einem Nest mit größer-kalibrigen Maschinengewehren.)

Terroranschläge vom 9.4.2017:      Massiver Beschuß mit Raketen und Granaten auf die Stadtteile al-Quṣûr und al-Ğaura von Dair az-Zaur durch den IS hinterließ drei Verletzte und zerstärte eine Reihe Wohnhäuser etc. (http://www.sana.sy/?p=536075)

Anläßlich der Attentate in Nord-Ägypten (Alexandria, Ṭanṭā) am Palmsonntag äußerte der melkitisch griechisch-katholische Patriarch für Antiochia und den gesamten Osten, Gregorios III. Laḥâm, die kriminellen Aktionen in der Region stünden unter Kontrolle von Großmächten aus der Ferne. (http://sana.sy/en/?p=103986)

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin versicherte während seines Besuches in einem Krankenhaus in West-Galiläa in der Wohnsiedlung Nahâriyâ im Norden des israelisch besetzten Palästinensergebiets die weitere Unterstützung für die gegen die Regierung in Damaskus kämpfenden Bewaffneten in Syrien, die sich hauptsächlich aus Ğabhatu_n-NuṣraMitgliedern bzw. deren Affiliierten zusammensetzen, wie früher schon mehrfach angeführt wurde (vgl.u.; s.a. Äußerung von Herzi HaLewi in Teil IV vom 22.6.2016). Der Besuch galt auch solchen in Syrien verletzten „Kämpfern“ wie früher schon durch Ministerpräsident Netanjahu (vgl. Teil II, 18.2.2014). Es sei aus vielen Medienberichten bekannt (vgl.u.), daß die israelische Regierung diesen Gruppen im Süden Syriens unterschiedliche militärische Unterstützung zukommen lasse inklusive geheimdienstlicher Mitteilungen und Behandlung der Verletzten von Gefechten vor allem in den Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra. (http://www.sana.sy/?p=536128)

Nach Telefonaten mit dem US-Außenminister Tillersen und dem deutsche Sigmar Gabriel ähnlichen Inhalts stellte  Rußlands Außenminister Lawrow heraus, der US-Angriff auf spiele nur den Terroristen in die Hände und bedeute eine zusätzliche Gefährdung der regionalen und globalen Sicherheitslage. Die Rechtfertigungsversuche für die US-Angriffe auf das Gebiet von aš-Šaʽîrât basierten auf einem Grund, der weder wahr noch überzeugend sei. Daher müsse dieser Vorfall [bzgl. Ḫân Šaiḫûn, vgl.u.] durch eine Untersuchung aufgeklärt und Fakten hierzu eruiert werden. Über die russischerseits eingeforderte (vgl.u.) Sitzung der internationale Arbeitsgruppe des Komitees für die am 29.12.2016 vereinbarte Waffenruhe in Genf  war von russischen Delegationsmitgliedern, zitiert von TASS zu vernehmen, die US-Aggression gegen Syrien sei nicht nur als Angriff auf einen souveränen Staat zu werten, sondern wirke sich auch negativ auf die ausgerufene Waffenruhe im Land aus: sie untergrabe die bereits erzielten Fortschritte während der Gespräche in Astana und Genf, was nur den Terroristen diene bzw. denjenigen, welche den politischen Prozeß zu behindern suchten.  Während der Sitzung habe nur die russische Seite überhaupt Beweismaterial vorlegen können. Dieses erwies schlüssig, daß keine syrischen Militärs in den Vorfall in Ḫân Šaiḫûn verwickelt waren. Das wiederum lege dringend nahe, daß in westlichen Medien fake news dazu lanciert wurden, welche dem Pentagon eine Rechtfertigung für die Raketenangriffe auf  das aš-Šaʽîrât-Gebiet liefern sollten. Daher forderte die russische Delegation eine Probenentnahme vor Ort und Untersuchung von unabhängiger Seite. (http://www.sana.sy/?p=535193 vom 8.4.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103836 und http://sana.sy/?p=535107 (Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps samt ihrer Kommandanten in Buṣrâ aš-Šâm und dem Stadtbezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt sowie ein Kommandozentrum der Terroristen im östlichen Umland; zudem Beseitigung sämtlicher Extremisten auf dem Weg zum Staudamm.)

Der iranische Präsident ḥânî, welcher zudem selbst Präsident Dr. al-Assad gegenüber seine Empörung über verbunden mit seiner Verurteilung des US-Raketenangriffs auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und die Dörfer darum telefonisch mitgeteilt hatte (http://sana.sy/en/?p=103897), rief am Samstag in Teheran zur Bildung eines unparteiischen internationalen Untersuchungskomitees bzgl. des jüngsten Giftgasvorfalls auf. Es gelte „to find out where chemical weapons had come from, who had brought them in or whether there were any chemical weapons involved or not”. Nochmals verurteilte er den US-Angriff im Gebiet von aš-Šaʽîrât als völkerrechtswidrig und gegen alle internationalen Gesetze und Konvertionen gerichtet. Und das ausgerechnet von einer Nation, deren Führer behaupteten, „world leader” und „world’s gendarme” zu sein. Sie behaupteten zudem, den Terrorismus zu bekämpfen, doch gerade die Terroristen hätten den besagten US-Luftangriff frenetisch gefeiert: „This man who is now in office in America claimed that he wanted to fight terrorism but today all terrorists in Syria are celebrating the US attack.” (http://sana.sy/en/?p=103856)

Terroranschläge vom 8.4.2017: Auf der Straße Nağrân ʽArîqa im NW-Umland von as-Suwaidâ´ wurde Freitagnacht ein Wagen mit drei Insassen durch eine Steinblockade angehalten. Dann wurde auf diese Personen von Terroristen geschossen; eine davon starb, eine zweite wurden verwundet, vom Schicksal der Dritten ist nichts bekannt. (http://sana.sy/en/?p=103828, http://sana.sy/?p=535089)

Am Vormittag bombardierten Kampfflieger der sog. entgegen dem Völkerrecht in Syrien operierenden US-geführten Koalition (zu Belegen s.u.!) unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen, wieder ein Dorf mit vielen zivilen Opfern in der Folge: im Dorf Hunaida, 35km westlich von ar-Raqqa kamen deswegen 15 Anwohner zu Tode, darunter Kinder, viele wurden sehr schwer verletzt, so daß die Todesrate wohl steigen wird. Zudem wurde enormer Sachschaden an Häusern und weiterem privatem Eigentum angerichtet.  (http://sana.sy/en/?p=103845, http://www.sana.sy/?p=535210) – Belgien hat nach dem US-Angriff auf den Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât (s.u.) und die Verurteilungen desselben, seine Beteiligung an der US-geführten Koalition erst einmal ausgesetzt. (http://www.sana.sy/?p=535573) .

Am Sa., 8.4.2016, wird die vierte Gruppe in Höhe von 480 Terroristen mitsamt ihren Familienangehörigen aufgrund des Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.) aus dem Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ mit Bussen unter Aufsicht des Syrian Arab Red Crescent (SARC) ausgeschafft, gab Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî zur Kenntnis. Bis Ende des Monats würden die restlichen Gruppen folgen. (http://sana.sy/en/?p=103803)

„Westliche Werte“? Europa begrüßt Trump – erst wenn er gegen das Recht verstößt … solches kann einem schon in den Sinnkommen, wenn man z.B. an die Kommentare aus der britischen und BR-deutschen Regierung zum US-Angriff(e) auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und die umliegenden Dörfer (dazu vgl.u.!) denkt.

An alle kritisch Denkenden: lesen Sie den Beitrag von Thierry Meyssan, der Ungereimtheiten anspricht und auflöst, die Ihnen im Zusammenhang mit dem US-Angriff vielleicht auch schon aufgefallen sind:  http://www.voltairenet.org/article195899.html

UN-Generalsekretär Antonio Guterres konstatierte nach dem US-Angriff in Syrien, es gebe keine Alternative zur politischen Lösung der Syrienkrise und rief daher zur Zurückhaltung in der Reaktion darauf auf. Durch eine Eskalation  würde das auf diesem Weg bereits Erreichte nur zunichte gemacht und das Leiden der syrischen Bevölkerung verschlimmert. Die politischen Lösung der Syrienkrise sei zudem wichtige Basis für die Terrorismusbekämpfung. Der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura,  informierte darüber, daß noch am Fr., 7.4.2016 die internationale Arbeitsgruppe des Komitees für die am 29.12.2016 vereinbarte Waffenruhe auf Aufforderung Rußlands zusammenkomme, der die US-Regierung zugestimmt habe; er selbst werde den Vorsitz führen. (http://sana.sy/en/?p=103796)

In einem vom  syrischen Fernsehen noch am 7.4.2017 übertragenen Interview kritisierte Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd insbesondere auch die indezente und unhöfliche Art, wie der französische und britische UN-Repräsentant in der von Rußland und Syrien gleichermaßen geforderten Dringlichkeitssitzung des UNSC vom Freitag aufgetreten seien. Kein normaler Mensch hätte ein solches Benehmen vor so einem Gremium für möglich halten können. Diese hysterische Art sei als Enttäuschung über das effektive Vorgehen der syrischen Armee gegen die Terroristen zu erklären, [von denen einige Gruppen ja von den sog. Friends of Syria unter dem MAO-Label unterstützt werden]. Dagegen würdigte er den Vortrag des Bolivien-Gesandten Sach Llorenti in Verteidigung all der Menschen und Länder, welche gegen den Terrorismus, US-Bevormundung, Anwendung doppelter Standards [i.e. Doppelmoral] und Nutzung von Gewalt in internationalen Beziehungen kämpften. Er fügte an: „We wished that the US would use that super power against the ISIS, yet up till this moment it has not used it despite of the alleged coalition it formed three years ago which only shells the Syrian infra­structure such as the bridges, hospitals and schools and which divulges the truth of the support provided by the US to the terrorist organizations.”  Zu weiteren  Einzelheiten s. im ursprünglichen Artikel! (http://sana.sy/en/?p=103801) Einen Eindruck von der UNSC-Dringlichkeitssitzung vom 7.4.2017 vermittelt ein Video (https://sptnkne.ws/eaYj) wie der ausführliche Beitrag des in Vertretung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî agierenden Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir wie der des russischen, bolivianischen und chinesischen Repräsentanten. (http://sana.sy/en/?p=103798)

Ein vehementer Protest gegen die US-Aggression ging mittels zweier identischer Schreiben aus dem Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. (http://www.sana.sy/?p=534741, http://sana.sy/en/?p=103777)

Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât, Photo: SANA

Was davon übrigblieb, zeigt folgendes Video:https://sptnkne.ws/eaKm

Der Befehlshaber der gesamten Streitkräfte, General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb besuchte noch am Tag des Angriffs im Auftrag des Präsidenten Dr. al-Assad den Luftwaffenstützpunkt, begutachtete die Schäden und suchte die Verletzten im Krankenhaus auf. (http://sana.sy/?p=534800)

Das Präsidialbüro verurteilte am Fr., 7.4.2017, die US-Aggression auf den Stützpunkt aš-Šaʽîrât als rücksichtslosen, unverantwortlichen Akt, der von enormer Kurzsichtigkeit, ja Blindheit in politischer und militärischer Hinsicht zeuge. In der Stellungnahme hieß es desweiteren: „In an unjust and arrogant aggression, the United States targeted at down on Friday the airport of al-Shairat in the countryside of Homs.” sowie: „Targeting an airport of a sovereign state by the US is an outrageous act that clarifies in conclusive evidence once again what Syria has been saying that the succession of  administrations of this regime does not change the deep policies of its entity which is represented by  targeting states, subjugating  peoples and the attempt to dominate the world.” Falls der Anschlag dazu dienen sollte, Syrien von seinem Bestreben, in Syrien den Terrorismus zu bekämpfen, abzuhalten, so erkläre die Republik freimütig, daß solch ein Vorfall nur bestärkend in dieser Hinsicht wirke. (http://sana.sy/en/?p=103753)

In Moskau verurteilten Staatspräsident Putin, der Präsident der russischen Staatsduma wie der Außenminister Lawrow einhellig den US-Angriff auf  den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât  als einen gegen ein  souveränes Land gerichteten aggressiven Akt unter völlig abwegigem Vorwand und im Verstoß gegen das Völkerrecht. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte dazu: „President Putin regards the US attacks on Syria as an aggression against a sovereign state in violation of the norms of international law, and under a trumped-up pretext at that.” Er diene der Ablenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit von den vielen zivilen Opfern infolge der Angriffe der US-geführten Koalition im Irak: „Putin also sees the attacks on Syria by the US as an attempt to divert the international community’s attention from the numerous casualties among civilians in Iraq.”, fügte Peskow hinzu. Durch die Ignoranz gegenüber dem Besitz und Einsatz von C-Waffen durch die Terroristen verschärfe sich nach Putins Ansicht die Situation in Syrien nur: „In Putin’s opinion, total disregard for the use of chemical weapons by terrorists only drastically aggravates the situation.” Der angriff habe die Beziehungen zu Rußland jedenfalls stark geschädigt („cause big harm“). Sergei Lawrow verkündete, daß damit die Verständigung mit den USA über die Sicherheit im Luftraum über Syrien (vgl.u.) hinfällig sei mit den Worten: „Russia suspends the memorandum on the prevention of incidents and ensuring air safety during operations in Syria reached with the US.” Zudem forderte er  im Auftrag seiner Regierung den UN-Sicherheitsrat (UNSC) zu einer Dringlichkeitssitzung über den Sachverhalt auf: „We are calling for a UN Security Council emergency meeting to discuss the current situation.” Der US-Angriff sei nichts anderes als eine Demonstration von Stärke, die bereits vor dem Vorfall in der Provinz Idlib [d.i. Ḫân Šaiḫûn, vgl.u.] beschlossen worden sei: „It is clear that the decision to conduct the strike [in Syria] was made in Washington before the inci­dent in Idleb, which was used as a pretext for this demonstration of strength.”. (http://sana.sy/en/?p=103736, s.a. http://sana.sy/?p=534535) – Auch die Kommunikation über die Hotline-Kanäle (vgl.u.) wurde seitens des russischen Verteidigungsministeriums mit dem Pentagon eingestellt. (https://sptnkne.ws/ebas) Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), Botschafter in Moskau, bezeichnete später die Aussetzung des seit Oktober 2015 in Kraft befindlichen des russisch-amerikanischen Memorandums über die Verhinderung von Zwi­schenfällen im Luftraum über Syrien  als eine richtige Entscheidung: „Ich betrachte dies als richtigen Schritt, da Russland der Hauptverbündete der rechtmäßig gewählten Regierung der Arabischen Republik Syrien und ein Garant  für die Einhaltung der völkerrechtlichen Normen bleibt“, gab er im Interview mit der Zeitung Iswestija zu verstehen.  Der Verbündete Rußland leiste „einen unschätzbaren Beitrag zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus, und wenn die Kräfte der von den USA geführten Koalition einen Schlag gegen die Armee führen, die gegen die Terrorkräfte vorgeht, so ist die Verteidigung des Bündnispartners ein richtiger Schritt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“. Dagegen zeige sich mit dem US-Präsidenten „Trump das wahre Antlitz der US-Politik in den letzten Jahrzehnten – einer Politik der doppelten Standards“. US-Politiker sagten stets das Eine, täten dann aber das Gegenteil, „wobei sie für ihren Kurswechsel Provokationen und erdachte Vorwände nutzen“. (https://sptnkne.ws/ecau) – Zur letzten Aussage vgl.a. Präsidenten-Interviews von 2017.

Mit ähnlichen Worten und Argumenten ließ auch die Regierung in Teheran den US-Angriff durch ihren Außenamtssprecher Bahrâm Qâsimî veruteilten mit Betonung darauf, diese US-Aggression würde: „strengthen the dying terrorist groups and complicate the situa­tion in Syria and the region.”. Im einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=103741. Auch aus Athen und Peking und weiteren Staaten waren entsprechende Verurteilungen  zu vernehmen. (http://sana.sy/en/?p=103741, http://sana.sy/?p=534432)

Nicht erstaunlich sei für die Regierung die Gruppe jener, die den US-Angriff begrüßten: Saudi-Arabien, Israel, die Türkei wie ein Anführer der FSA [zu deren Einordnung als Terrororganisation s.u. mit Belegen!] und Muḥammad ʽAlûš, seinerseits Bruder des getöteten Führers der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm  namens Zahrân ʽAlûš, zudem führendes Mitglied der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe (auch HNC, vgl.u.) bei den Verhandlungen in Genf. Dieser hatte sogar zu mehr Angriffen der USA und der von ihr geführten Koalition auf Syrien aufgerufen. (http://sana.sy/?p=534460) Mit den Regierungen von Großbritannien, Frankreich und der BRD hinter den USA sind zudem die wichtigsten Mitglieder der so widerprüchlich benannten Gruppe der sog. Friends of Syria [zur Einordnung vgl.] im Begrüßen des US-Luftangriffs vereint. (http://parstoday.com/de/news/world-i25616-weltweite_reaktionen_auf_us_raketenangriff_in_syrien)

Der in diesem Blog schon öfters zitierte US-Senator von Virginia, Richard Black stellt sich die Frage, ob nun auch Donald Trump von Gift des Narrativs über Syrien getrunken habe. Auch weist er darauf hin, daß Trumps Handlungsweise gegenüber Syrien völlig dem widerspricht, was er während seines Wahlkampfs skizziert hatte. S. dazu den Beitrag: Virginia State Senator Richard Black: “Why would Assad attack civilians not military? It’s simply irrational” ~ Trump has ‘drunk the Kool Aid’ on Syria narrative

Terroranschläge vom 7.4.2017: Ausgehend von der Bewertung durch die SAA, der US-Angriff im Raum Ḥoms sende ein falsches Signal an die Terroristen aus (vgl.u.), bestätigte das russische Verteidigungsministerium, daß jene bereits  ihre Terrorakte im Gebiet um Ḥoms begonnen hätten. Die Regierung meldet eine Reihe von Angriffen auf Dörfer im Rîf Ḥoms mit Toten und Verletzten – selbstverständlich mit Kindern unter den Opfern –  sowie entsprechenden Sachschäden. Im Rîf Dimašq, also dem Umland der Hauptstadt  beschossen in Ost-al-Ġûṭa verbarrikadierte Terroristen die Stadt Ğaramânâ mit Raketen, töteten einen Anwohner, verletzten 20 und verursachten Sachschäden. Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra griffen ebenfalls mit Raketen Maḥarda und ar-Rabîʽa, 18km westlich von  Ḥamâ an, wodurch Schäden an Wohnhäusern etc. entstanden. (http://sana.sy/?p=534535, http://sana.sy/?p=534819) Infolge des US-Angriffs auf den Luftstützpunkt kamen im nahegelegenen Dorf aš-Šaʽîrât neun Bewohner, darunter vier Kinder, ums Leben, zudem entstand massiver Sachschaden an Häusern etc.; im Dorf al-Ḥamrât waren in der Folge vier Tote einschließlich eines Kindes zu betrauern und in al-Manzûl, ca. 4km von der Basis entfernt, sieben Verletzte. (http://sana.sy/?p=534598)

Das Oberste Armeekommando gab zum US-Angriff bekannt: Eine Anzahl steuerbarer US-Marschflugkörper schlugen auf einem Luftwaffenstützpunkt in Syriens zentraler Region ein. Im Statement heißt es wörtlich: „At 3:42 am today, the United States of America committed a blatant act of aggression targeting one of our air bases in the Central Region with a number of missiles, leaving 6 people martyred and a number of others injured and causing huge material damage.” Nach Verurteilung des Angriffs stellte der Sprecher diesen als besonderen Höhepunkt der falschen US-Strategie im Land dar, welche die counterterroristischen Operationen der SAA unterminiere. Dies mache die USA geradezu einem “partner” von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und den weiteren [ihnen angeschlossenen] Terrorgruppen. Schließlich seien seit den ersten Tagen dieses unfairen Kriegs gegen Syrien die SAA und deren Militärbasen begehrte Angriffsziele gewesen. Der US-Rechtfertigungsversuch, der Angriff sei als Revanche für den vorgeblichen Giftgasangriff der Armee auf Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) erfolgt, entbehre jeglicher Grundlage. Bislang sei nicht einmal geklärt, wie und durch wen dieser Angriff ausgeführt wurde. Schlimmer sei noch, daß damit an die Terrorgruppen in Syrien ein fatal-falsches Signal ausgesendet würde, das sie nur zu weiteren Giftgasattacken aufstachele: [it] „sends wrong messages to the terrorist organizations that would embolden them further to use chemical weapons in the future every time they suffer heavy losses in the battlefield.” Dieser Akt der Aggression unter Verletzung der internationalen Gesetze und Konventionen ziele darauf ab, die Kapazitäten der SAA im Counterterrorismus zu schwächen. Davon lasse sich die Armee jedoch nicht abhalten, ihrer Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung, der Bekämpfung des Terrorismus und der Wiedererrichtung von Sicherheit und Stabilität in Syrien wo auch immer nachzukommen.(http://sana.sy/en/?p=103733, http://sana.sy/?p=534527)

Betroffen ist  der Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât (Shayrat) im SW von Ḥomṣ, s. Karte:    http://www.maplandia.com/syria/homs-hims/shayrat/

Im staatlichen TV-Kanal äußerte Informationsminister Ing. Muḥammad Râmiz Turğumân, die US-Aggression komme infolge der massiven Verluste der Terroristen bei gleichzeitigem Vormarsch der Armee gegen sie, während auch Erfolge hinsichtlich der Rekonziliationsbemühungen der Regierung wie Fortschritte bei den Konferenzen in Astana (s.u.) und Genf (s.u.) hin zu einer politischen Lösung der Krise im Land zu verzeichnen seien. Mit der Luftwaffenbasis sei eine wichtige militärische Einrichtung im Kampf gegen den IS getroffen worden, was dieser Terrororganisation dienlich sei. (http://sana.sy/en/?p=103748)

Der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî,  informiert darüber, daß der Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât hauptsächlich dazu diene, den Verteidigungskräften von Palmyra in Tadmur und Umgebung  im Vorgehen gegen den IS Nachschub zu liefern: „The U.S. attack targeted al-Shayrat airbase that provides support to the forces of the Syrian Arab Army in their war against ISIS terrorist organization in the eastern countryside of Homs, mainly in Palmyra and its surroundings.” Trotz des auf Schwächung der Kapazitäten der SAA in ihrem Kampf gegen den IS etc. angelegen US-Angriffs werde die Armee den Counterterrorismus jedoch weiterhin fortsetzen.  (http://sana.sy/en/?p=103738, http://sana.sy/?p=534439)

Der US-Angriff wurde mit 59 Marschflugkörpern des Typs Tomahawk vermutlich von den beiden im östlichen Mittelmeer stationierten Kriegsschiffen „USS Porter“ und „USS Ross“ abgefeuert. Kurz bevor der Angriff gemeldet wurde, hatte die Regierung in Moskau jene in Washington davor gewarnt, mit dem Vorfall in Ḫân Šaiḫûn als Vorwand in Syrien militärisch einzugreifen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25612-us_marine_greift_luftwaffenbasis_der_syrischen_armee_mit_raketen_an) Etwa zeitgleich mit dem USRaketenangriff und nicht weit entfernt attackierten IS-Trupps SAA-Stellungen auf der Straße Ḥomṣ – Faraqulus – Tadmur. „Ist es ein Zufall, dass die IS-Kämpfer eine der Verteidigungspositionen der Verbindungsstraße Homs-Palmyra gleichzeitig  zu dem US-Schlag auf den Flugplatz Schairat angriffen?“, fragten Quellen der Nachrichtenagentur RIA Novosti zum Geschehen. (https://sptnkne.ws/ea9B) – Auch der syrische Botschafter in Rußland, Riyâḍ Ḥadâd, sieht hier eine auffällige Parallele. (https://sptnkne.ws/eaGR).

Zum US-Angriff auf eine Luftwaffenbasis im Morgengrauen des 7.4.2017 außerhalb der Provinzhauptstadt Ḥom informiert die Armee: „One of our air bases in the Central Region came at dawn today under a missile strike by the United States of America that causes losses.” Zuvor habe US-Präsident Trump erklärt: „Tonight, I ordered a targeted military strike on the air field in Syria,” mit der Begründung: „It is in this vital national security of the United States.” (es sei im vitalen Interesse der nationalen Sicherheit der USA). Der Angriff sei auf die feindselige Medienkampagne gegen Syrien vor allem durch die Terroristensponsorenstaaten erfolgt, die die Regierung fälschlicherweise einer C-Waffenattacke in Ḫân Šaiḫûn (alle Informationen dazu s.u.!) beschuldigte. In diesem Zusammenhang wird auf ähnliche Angriffe verwiesen, die durch gleichartige Medienkampagnen seitens jener Staaten die Regierung in negatives Licht rücken sollten (zu diesen Vorfällen vgl. Teil I ff). Schließlich verweist die Quelle auf die Angriffe der US-geführten Koalition der Vergangenheit mit Dutzenden getöteter und verletzter unschuldiger syrischer Bürger und zerstörter Infrastruktur wie notwendiger Einrichtungen für die Bürger (Elektrizitätswerk, Kraftwerke, Trinkwasserbereitung etc.). In Dair az-Zaur war damit sogar dem IS ein strategisches Vorrücken gegenüber der sie bekämpfenden SAA mitten im Gefecht ermöglicht (vgl.u.!) worden. (http://sana.sy/en/?p=103731)

US-Angriff vom 7.4.2017, Photo: Pars Today

US-Angriff vom 7.4.2017, Photo: Pars Today

Das russische Außenministerium rügte am Fr., 7.4.2017, anläßlich des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.), die Entscheidung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) keine Ermittlung des Giftgasangriffs „vor Ort“ in Syrien durchzuführen [wie z.B. beim Anschlag in Aleppo 2016], habe perfekte Bedingungen für Fälschungen geschaf­fen.  Wörtlich hieß es: „Die OVCW-Mission für die Feststellung von Fakten des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien hat nicht einmal den Ort besucht, um den Einsatz von Chlor zu prüfen. Und warum? Weil schon der erste Besuch der Experten im Frühling 2014 in Syrien nach bekanntem Szenario mit einer umfangreichen Provokation seitens der Kämpfer, mit Einsatz von Chlor in der Provinz Idlib‚ zusammenfiel.“ Nachdem die OPCW schon die Erfahrung machen mußte, daß Mitarbeiter bei der Arbeit in Syrien von Terroristen als Geiseln genom­men wurden, hätten sie die Arbeit vor Ort in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten eingestellt. beendete. So sei es zu der verhängnisvollen Praxis gekommen,  daß „Vertreter der OVCW alle von der syrischen Opposition und ihren Unterstützern fabrizierte Daten über den Einsatz von Chlor als wahr“ übernähmen. (https://sptnkne.ws/eaYK)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.4.2017 informiert nachträglich: http://sana.sy/?p=536718 (Armee-Einheiten schnitten dem IS den Nachschubweg zwischen aṣṢawâna und al-ʽAbbâsiyya und auf der al-Arâk-Straße ab und erkämpften dabei die Kontrolle über die al-Ḥa­dâdBetriebe, die as-Sukarî-Steinbrüche und das al-Hağan-Gebiet im Süden des as-SukarîElektrizitätswerkgeländes 6km südlich von Tadmur.)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103698 und http://sana.sy/?p=533904 (Rückeroberung der Anhöhen Ḥâkama westlich von Dair az-Zaur wie derer von  Hilâl, ad-Dušam und Milâd nach Ausmerzung letzter IS-Nester in Zusammenarbeit mit den Unterstützungskräften; zudem gezielte Artillerieangriffe gegen IS-Trupps im Gebiet des Friedhofs, der Laborbetriebe und des Wasserkraftwerks an den südlichen Ausläufern der Provinzhauptstadt mit Zerstörung von deren Panzer und aufgerüsteten Kampfwagen. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf der Achse Kabânî – Kansabâ im NO-Umland von al-Lâḏa­qiyya nach heftigen für den Feind verlustreichen Kämpfen; wer davon nicht getötet wurde, floh in Richtung türkischer Grenze; rechtzeitig beseitigt wurden auch etliche Autobomben. Ebenfalls Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf einen der Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad und dem al-Lağât-Gebiet im NW-Rîf von Darʽâ wie auf einen zum Schutz von Ğadiyya, 65km im NW der Provinzhauptstadt mit Eliminierung der meisten Extremisten samt deren Ausrüstung; alle Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen wurden dagegen unterwegs al-Lağât-Gebiet in den N der Provinz as-Suwaidâ´ getötet ; im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad schaltete die Armee teils motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in al-Karak und beim Alten Zollamt deren Artillerie aus.)

Terroranschläge vom 6.4.2017: Mehr als 30 Mörsergranaten gingen auf die jahrelang von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra etc. (vgl.u.) belagerte Stadt al-Fûʽa nieder, abgeschossen morgens aus den Dörfern Ṭuʽûm und aṣ-Ṣa­wâ­ġiy­ya nieder, verletzten einen Mann und ein Kind und richteten massive Schäden an Häuser und anderem Eigentum an Ergänzungen: Im N-Umland von amâ waren insgesamt ein Toter und sechs Verletzte zu beklagen, dazu immense Schäden an Wohnhäusern, Infrastruktur und weiterem privaten gut verteilt auf die Städte Maḥarda, Suqailibiyya, Salḥab und Karnâz durch massive Angriffe mit Raketen und Panzerfäusten seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten. Auch das Elektrizitätswerk az-Zâra samt Arbeiterwohnungen im südlichen Gebiet bekamen Treffer ab von Angreifern, die sich im Dorf Ḥur Binafsa verschanzt hatten, die jedoch nicht so große Schäden anrichteten. Ebenfalls vehemente Raketenattacken seitens Ğabhatu_n-Nuṣra richteten sich gegen die Stadtteile as-Saḥârî, aḍ-Ḍâḥiyya, al-Maṭâr und Šamâl al-Ḫaṭ von Darʽâ, wobei ein Kind verletzt [Kinder befanden sich auch sonst unter den Opfern!] und enormer Sachschaden angerichtet wurde, mehrere Häuser gerieten sogar in Brand. Im Stadtteil ar-Râšidîn positionierte Terroristen griffen mit 10 Raketen das Neubauareal 3000 Apartments Project im Stadtteil al-Ḥamdâniyya von Aleppo an, wodurch zwei Menschen starben, weitere sechs verletzt wurden und große Schäden an Häusern und Infrastruktur angerichtet wurden.(http://sana.sy/en/?p=103696, http://www.sana.sy/?p=533879) – Was sagt das über sog. „Rebellen“ bzw. „bewaffnete moderate Opositionelle“ [MAO, s.u.] aus, wenn sie gerade Anstrengungen der Regierung, z.B. im zerstörten Aleppo schnellstmöglich für notwendigen Wohnraum zu sorgen, mittels massiven Raketenangriffen zunichte machen und Infrastruktur zum Leidwesen der Bevölkerung zerstören zusätzlich zu all den zu beklagenden Toten und Verletzten?!

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim, Photo: SANA

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim, Photo: SANA

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim stellte sich zum Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) Reporterfragen während einer Pressekonferenz am 6.4.2017. Hierzu referierte er die letzten Statements von Regierungsstellen: „You were briefed on the statement of the Army and Armed Forces General Command and the statement made by the Foreign and Expatriates Ministry which was sent to the UN Security Council and the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) and all of these statements included the absolute rejection of that the army used in the past or uses now or will use in the future any chemical weapons and we condemn using such weapons.“ Der jüngste Giftgasvorfall stehe jedoch in einer Reihe massiver terroristischer Angriffe der letzten Wochen wie z.B. die gegen Ğaubar und im nördlichen Umland der Provinz Ḥamâ (vgl.u.). Daher sei das Timing der unfairen Kampagne gegen Syrien aufgrund der Giftgasattacke vom 4.4.2017 von Bedeutung. So ereigneten sich die letztgenannten Angriffe unmittelbar vor der 5. Gesprächsrunde in Genf, wo die ar-Riyâḍ-Gruppe nur ein Ziel verfolgte, nämlich selbst die Regierung zu übernehmen; als sie damit nicht durchkamen kamen sie mit der diffamierenden Anschuldigung daher, die Regierung setze Giftgas ein. Diese wurden bereits um 6.00 Uhr vormittags erhoben, während die SAAF ihren Angriff auf ein Munitionsdepot von Ğabhatu_n-Nuṣra, das Chemiewaffen enthielt, um 11.00 Uhr erfolgte. Hätte es zudem einen Luftschlag mit C-Waffen in Ḫân Šaiḫûn gegeben, wäre ein Loch von 1km Durchmesser am Boden verblieben. Von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra sei bekannt, daß sie ihre C-Waffenlager in Städten und Wohngebieten unterhielten. Es sei nicht verwunderlich, daß die falschen Anschuldigungen vor allem von jenen Staaten lanciert wurden, die sich seit Jahren feindlich gegenüber Syrien verhalten. Zum Schluß unterstrich er nochmals die Tatsache, daß die SAA niemals solche Waffenarten gegen die Terroristen, welche die Bevölkerung beständig angreifen, eingesetzt habe und auch nicht einsetzen wolle.(www.sana.sy/en/?p=103704)

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow versicherte, die Regierung in Moskau neige nicht wie andere zu voreiligen Bewertungen, sondern bestehe darauf, daß die Vorfälle in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) eingehend und objektiv untersucht würden.  Vor solchen Untersuchungen Schuldzuweisungen gegenüber den Regierungen von Moskau und Damaskus zu machen wie etwa durch den US-Vizepräsidenten Mike Pence geschehen, sei unverantwortlich und ohne Basis. (http://sana.sy/?p=533965 vom 6.4.2017) – Dies wird endlich auch von der OPCW – die früher vergeblich zu Untersuchungen von Giftgas-Vorfällen nach Syrien eingeladen worden war (vgl.u.) – unterstützt (http://parstoday.com/de/news/world-i25586-opcw_untersucht_einsatz_von_chemiewaffen_in_syrien).

In einem Statement vom 5.4.2017 wies der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Bahrâm Qâsimî, auf einen bedeutsamen Umstand hinsichtlich der neuesten Giftgasaffäre hin: während sich die syrische Regierung mit dem Beitritt zur Chemiewaffenkonvention sämtlicher C-Waffen unter internationaler Aufsicht in beispielloser positiver Zusammenarbeit mit der OPCW entledigt habe, gäbe es genügend Berichte über die Lieferung von Giftgaswaffen an die in Syrien und dem Irak aktiven Terroristen, deren Lagerung und Einsatz. Dies beweise, daß unbedingt eine Entwaffnung der Terroristen auch bzgl. dieser Waffen dringend geboten sei und bislang von der internationalen Gemeinschaft vernachlässigt worden sei. Die jüngsten Anschuldigungen gegen Syrien [inklusive des vorgelegten Resolutionsentwurfs] ordnete er als „based on double standards, bia­sed propaganda, hasty judgment“ (basierend auf doppelten Standards, tendenziöse Propaganda, übereilte Aburteilung) ein. Sie dienten den Regierungen, welche die Terroristen unterstützten, dazu, die Terroristenbekämpfung wie die Fortschritte hin zu einer politischen Lösung der Syrienkrise zu untergraben. (www.sana.sy/en/?p=103635)

Terroranschläge vom 5.4.2017:
Der Stadtteil al-Mazraʽa von Damaskus war am Morgen einem weiteren Mörsergranatenbeschuß durch Terroristen aus Ost-al-Ġûṭa ausgesetzt. Ein Wohnhaus wurde beschädigt, Feuer brach aus. Aktualisierung: Zwei Verletzte hinterließen Mörsergranaten, welche das Umfeld der Universität trafen. Durch Raketenbeschuß von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten von Bâtanta im W von Kafarayâ aus wurden in al-Fûʽa in der Provinz Idlib zwei Anwohner verletzt, zudem etliche Häuser beschädigt. Ergänzungen: Erneut wurden Wohngebiete von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ mit Explosivgeschossen angegriffen, wodurch ein Anwohner ums Leben kam, sowie durch Raketenbeschuß in Salḥab Wohnhäuser beschädigt. Raketenbeschuß seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf al-Mašrafa, 18km im NO von Ḥomṣ hinterließ eine Tote und drei Verletzte. Im al-Lağât-Gebiet im NW-Rîf von as-Suwaidâ´ wurde ein Autofahrer in seinem Wagen verletzt, als er unterwegs auf der Straße ʽArîqa al-Ḫarsâ an einem am Straßenrand angebrachten Sprengsatz vorbeifuhr, der daraufhin detonierte. (http://sana.sy/en/?p=103595, http://sana.sy/?p=533240)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103604 und http://sana.sy/?p=533267 (Beseitigung von IS-Trupps in der umgebung des Friedhofs auf der S-Achse von Dair az-Zaur nach heftigen, für den Feind sehr verlustreichen Gefechten  (mehr als 60 IS-Kämpfer getötet oder verletzt!) mit letztlich weiterem Vordringen auf früher feindlcih besetztes Gebiet. Befreiung von Buṭaiš mit Rückeroberung von Tal Buṭaiš westlich von Ḥalfâyâ nach für die Terroristen verlustreichen Kämpfen mit Ğabhatu_n-Nuṣra im N-Rîf vonamâ. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsveruschen vom Dorf Taldû  aus auf Militärposten zum Schutz des al-Ḥûla-Damms; unter den zahleich eliminierten Terroristen einschließlich iher militärischen Ausrüstung fand sich auch deren Kommandeur ʽAbdullâh bin al-Ḫulaif.)

Es passiert, wie erahnt bzw. vorausgesagt: US-Präsident Trump wird in der Umsetzung seiner Wahlversprechen massiv von seinen zahlreichen Gegnern blockiert und behindert, seine zunächst auserkorenen Regierungsmitarbeiter der Reihe nach durch andere ersetzt. Da wundert es kaum mehr, daß nun auch die US-Reaktion auf den Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) unangenehme Erinnerungen an jene der Obama-Administration mit ihren unheilvollen Folgeentscheidungen für die Region weckt: So äußerte US-Außenminister Tillerson, die USA hätten „keine Zweifel“ daran, daß die syrische Re­gierung für die „schreckliche Attacke“ verantwortlich sei, und forderte die russische Regierung auf, ihre Un­ter­stützung für das syrische Militär [im Counterterrorismus!] aufzugeben. Zuvor war von US-Präsident Trump zu hören:  jener „Affront gegen die Menschlichkeit durch das Assad-Regime kann nicht toleriert werden„. Seine Einstellung zum syrischen Präsidenten habe sich verändert. „Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden“ (http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-usa-trump-101.html). Letzteres  hat Ähnlichkeit mit der Wortwahl von US-Ex-Präsident Obamas bzgl. des vorgeblichen „Überschreitens der roten Linie“ durch die syrische Regierung infolge von Giftgasangriffen durch extremistische Terroristen. Die C-Waffenangriffe waren auch damals schon vor jeglicher Untersuchung durch die US-Administration und die verbündeten Mächte wie in den Mainstream-Medien faktenwidrig der Regierung angelastet worden (vgl. Teil I ff) – Präsident Dr. al-Assad, in verschiedenen Interviews zu den Aussagen von Donald Trump vor und nach der US-Wahl befragt, hatte genau diese Entwicklung vorhergesagt bzw. befürchtet. Der russische UN-Botschafter Wladimir Safronkow fühlte sich ebenfalls an die Militärschlagdrohung von Ex-US-Präsident Obama verknüpft mit dem Überschreiten einer roten Linie erinnert. Dazu bemerkte er – gemäß den damals folgenden Geschehnissen (vgl. Teil I ff) – am Mittwochabend bei einer UNSC-Sitzung zur Thematik: „Dieser Beschluss hat als Ausgangspunkt für künftige Provokationen der Terroristen und extremistischer Strukturen unter Einsatz von C-Waffen gedient. Sie haben versucht, die offizielle Regierung in Damaskus zu deskreditieren und einen Vorwand für die Gewaltanwendung gegen den souveränen Staat zu schaffen“. Maria Sacharowa die russische Außenamtssprecherin hat die Begründung des von den USA, Frankreich und Großbritannien vorgelegten UN-Resolutionsentwurfs zum jüngsten Giftgasvorfall  in Syrien (s.u.) als reine Fälschung bezeichnet bzw. auf Fake-News basierend, eindeutig tendenziös und daher nicht akzeptabel bezeichnet. Sowohl die „White Helmets” (vgl.u.!) als auch das SOHR seien alles andere als vertrauenswürdige Quellen, die schon oft falsche antisyrische Meldungen ausgestreut hätten (vgl.u.). Den Text der Vorlage kritisierte sie wie folgt: „I wanted to note that the presented text of the resolution is categorically unacceptable. Its main problem is that it anticipates the results of the probe and immediately finds those to be blamed.” (http://sana.sy/en/?p=103640, s.a. (https://sptnkne.ws/dZFu). Sein Wahrheitsgehalt sei mit dem des Röhrchens mit weißem Pulver zu vergleichen, das der damalige US-Außenminister Colin Powell 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat präsentiert habe. (https://sptnkne.ws/eacA) – Auch die Vereinten Nationen können derweil nach Aussagen des Sonderberater Kim Won-soo wie des Sprechers des UN-Generalsekretär Stephane Dujarric die Umstände der Giftgas-Attacke als Folge eines Luftangriffs nicht bestätigen. (https://sptnkne.ws/dZDZ)

Im Interview mit al-Mayâdîn TV vom Di., 4.4.2017, wies Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd – ausgehend vom Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.!) – darauf hin, daß die Regierung die letzten Wochen über sowohl der OPCW als auch dem UN-Sicherheitsrat gerade Berichte habe zukommen lassen,  aus denen der Transport toxischer Substanzen nach Syrien und deren Lagerung durch Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra dokumentiert seien. Zudem machte auch er deutlich, daß die syrische Armee überhaupt keine chemischen Kampfmittel besitze, da man alle Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Chemiewaffenkonvention gegenüber und unter Aufsicht der OPCW erfüllt habe, wie diese auch bestätigte (vgl. Teil II  und Teil III). Die SAA wolle auch keinerlei Chemiewaffen einsetzen und habe dies auch niemals  im Counterterrorismus getan. Der wiederholte Einsatz von Chemiewaffen durch die Terrororganisationen in Syrien ziele darauf, einmal ihr Versagen auf militärischem Gebiet im Gegensatz zu den Erfolgen der SAA zu rechtfertigen (dazu vgl.u.) und die Friedensbemühungen in Astana und Genf  zu unterminieren. „Sacrificing the lives of the Syrian civilians in this way to achieve political goals is a cheap policy”, bemerkte er dazu. Gerade Erdogan mit seinen Krododilstränen für syrische Opfer der von ihm unterstützten Terroristen sei ein treffliches Beispiel. Den UN-Gesandten de Mistura rief er daher  dazu auf, sich als vernünftiger und ehrenhafter Mediator zu erweisen, der sich nicht auf die Seite von Terroristen stelle. Auch deren Sponsoren in Großbritannien, Frankreich, der Türkei und Saudi-Arabien machten sich an den Opfern mitschuldig. Von der internationalen Gemeinschaft forderte er, diejenigen Parteien zur Rechenschaft zu ziehen, welche das Verbrechen verüben, wohingegen die Diskussion während der Brüsseler Konferenz am Mi., 5.4.2017, nur der Fabrikation von Anschuldigungen gegen Syrien gedient habe. Diese gründeten darauf, daß sich die Terroristen wie die sog. bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.] im Gegensatz zur Regierung gegen die Bemühungen um die Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Syrien stellten und daher diese ungerechtfertigten systematischen Kampagnen gegen die Regierung losträten: „The terrorist groups and the so-called Syrian oppositions have failed to be in line with the plans and goals of the process of restoring security and stability to Syria, and therefore all these parties are laun­ching today an unjust systematic campaign against Syria”. Nochmals konstatierte Dr. al-Miqdâd: „We strongly condemn these attacks against our people by the terrorist organizations and their backers, particularly the Turkish and Saudi regimes”. Gerade das türkische wie saudische Regime ließen keine Waffe aus in ihrem Versuch, die Widerstandskraft der Syrer zu brechen und  falsche Anschuldigungen gegen die syrische Regierung zu lancieren. (http://sana.sy/en/?p=103592)

Während der UNSC-Sitzung vom 5.4.2017 zu den vielen Toten und Verletzten in Ḫân Šaiḫûn aufgrund eingeatmeter Toxine vom Vortag (vgl.u.) machte der Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir deutlich, Syrien habe alle Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Chemiewaffenkonvention erfüllt und tue dies weiterhin. „The government of the Syrian Arab republic categorically denies the allegations and false accusations about the use of poisonous, chemical weapons by the Syrian Arab army in Khan Sheikhoun region against Syrian civilians who are besieged by the armed terrorist groups as human shields there, Syria also affirms that the Syrian army doesn’t possess any kind of chemical weapons and it has not used them and it won’t use them in the future”, setzte er hinzu.  Syrien verurteile jegliche Form des Einsatzes von Chemiewaffen, wo, wann und unter welchen Umständen auch immer, da es sich dabei um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie eine ungerechtfertigte und unmoralische Vorgehensweise handele.  Er setzte hinzu: „Launching politicized and fabricated accusations against Syria and its allies in the war against terrorism affirms that some sides in this Council, including Turkey and other countries that support terrorism will go ahead in their dangerous practices which seek to defame Syria and blackmail its government, obstruct talks of Astana and Geneva as well as destroy aspects of reaching a political solution to the crisis in the country.” Wie immer stelle sich die Frage nach dem cui bono, d.h. denen, welche von den falschen Anschuldigungen gegen Syrien profitierten und das seien ganz klar jene Regierungen, welche die im Land aktiven Terroristen in ihrem nun seit sechs Jahren andauernden Krieg unterstützten, um jene vor den counterterroristischen Fortschritten der Armee zu schützen wie vor einem Glücken der politischen Krisenlösung durch die Konferenzen in Astana und Genf. Dennoch werde sich die Syrien nicht davon abbringen lassen, diese beiden Wege zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit im Land zu beschreiten. Er schloß daher mit den Worten: „Syria, while totally rejects forging the facts or fabricating accusations, it asserts its determination to carry out its obligations it has committed to when it joined the Chemical Weapons’ Convention and to the war against terrorism which didn’t stop under any impact of any political or media blackmail.“ (http://sana.sy/en/?p=103651)

Wie angekündigt (vgl.u.) setzt die türkische AKP-Regierung ihren völkerrechtswidrigen Invasions- und Okkupationskurs in Syrien in der Provinz Idlib fort, der zudem sämtliche relevanten Resolutionen des UN-Sicherheitsrates bricht und gegen die Souveränität seines Heimatlandes und Volkes gerichtet ist, wie der syri­sche Botschafter in Rußland, Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), am 5.4.2017 ausführte. „Die Türkei hat einen Eroberungsprozess neuer Territorien gestartet, in dem sie die Gebiete Kyubat und Atme in der Provinz Idlib besetzte“,  äußerte er gegenüber RIA Novosti. Die türkischen Militärs hätten bereits  das Viertel Dikmadasch (?) im Norden der Stadt ʽAfrîn und die strategisch bedeutsamen Höhen nahe der Stadt besetzt. „Dort befinden sich bereits die schwere Technik und Panzerwagen. Dieses Viertel gehört zum Bezirk Jisr al-Shughur, der wiederum ein Teil der Provinz Idlib ist. Die türkischen Truppen bereiten sich auf den Bau einer Mauer vor, die die von ihnen bereits eroberten Gebiete von unserem Territorium trennen soll“. Außerdem informierte er darüber, daß im Gegensatz zur Verkündung des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim vom 29.3.2017 (vgl.u.) über die Beendigung der vergangenen Militäraktion die Truppen das Gebiet nicht geräumt hätten. „In Wirklichkeit zog die Türkei ihre Truppen nicht ab. Sie halten sich derzeit im Norden der Stadt al-Bab auf und versuchen mithilfe von verbündeten Gruppierungen dort eine Stadt aufzubauen. Damit verletzen sie die Souveränität Syriens“, empörte sich der Diplomat. So zeigen sich die faktenwidrigen Äußerungen von Yildirim als Teil des türkischen Informationskriegs.  „Das ist eine eklatante Verletzung der UN-Vorschriften, des internationalen Rechts und aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu Syrien und zum Kampf gegen den Terror“, fügte Ḥadâd  an. Nach eigenen Angaben der in den erwähnten Gebieten aktiven Terrorgruppierungen seien sie Verbündete der Türkei. (https://sptnkne.ws/dZyV, s.a. https://sptnkne.ws/dZqV) Riyâḍ Ḥadâd informierte auch darüber, daß die Türkei dabei sei, zwei neue Terrorgruppierungen in Syrien zu schaffen und hierfür Kämpfer anwerbe, denen 400 US-$ monatlich und  die türkische Staatsangehörigkeit angeboten werden. „Eine davon heißt ,Küstenschild‘ und die zweite heißt ,Schild Al-Asi‘“, führte er aus und setzte hinzu: „Die Namen sind neu, die Zusammensetzung ist die gleiche wie bei IS, Al-Nusra und anderen Terrorgruppierungen. Sie ändern nur den Namen, aber die Doktrin bleibt unverändert“. (https://sptnkne.ws/earr)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103496 und http://sana.sy/?p=532622 (Zerstörung von Stellungen, einem Lager mit Sprengsätzen und einigen Autobomben von Ğabhatu_n-Nuṣra in Dair Fûl im N-Rîf von Ḥom; zudem Rückeroberung des SW-Hangs des Ğabal al-Mazbad nördlich der Tadmur-Silo-Anlagen vom IS mit dutzenden getöteter IS-Terroristen und Vernichtung von deren aufgerüsteten Kampfwagen. Konzentrierte präzise Artillerieschläge am Morgen gegen IS-Trupps im Gebiet des Friedhofs, im Stadtteil al-Ğubaila und ar-Rašadiyya, im Umfeld des Regiments 137, östlich des Airports und beim Elektrizitätswerk in Dair az-Zaur bei Eliminierung dutzender Terroristen und deren Abschußanlage für Raketen wie Kampfwagen. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Darʽâ mit Beseitigung von zwei Panzern und Kampfwagen samt Mannschaften im NW des Alten Zolls bzw. südlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs.)

Volksverteidigungsgruppen gelang es am 4.4.2017 erneut, im äußersten O der Provinz as-Suwâidâ´ am Rand der Großen Wüste im Gebiet von Ḫirbat al-Ḥussainiyya Waffenlieferungen für die Terroristen aufzuspüren, die Schmuggler zu umzingeln und das Schmuggelgut zu konfiszieren. Dieses bestand aus hochexplosiven Sprengsätzen und –Materialien. (http://sana.sy/en/?p=103544)

Bekanntermaßen verfügt das russische Militär in Syrien über zahlreiche Überwachungsmechanismen (dazu vgl.u.), welche u.a. im Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm zusammengeführt und auch an das Verteidigungsministerium in Moskau weitergeleitet werden. Aufgrund dieser Daten konnte der Sprecher des letzteren, Generalmajor Igor Konaschenkow, über den Giftgas-Vorfall  in Ḫân Šaiḫûn (Chan Scheichun) im Umland von Idlib, einem Sammelreservoir der Terroristen (vgl.u.) mitteilen: „Laut objektiven Daten der russischen Luftraumkontrolle hat die syrische Armee am Dienstag zwischen 11.30 und 12.30 Uhr Ortszeit einen Schlag auf ein großes Munitionslager der Terroristen und Militärtechnik ausgeführt“.  Von diesem Depot gingen auch Giftgaslieferungen der Terroristen in den Irak für Anschläge. Zudem bestanden um das Depot Werkstätten zum Bau von C-Waffen. Solche seien auch bei den Anschlägen in Aleppo (vgl.u.) eingesetzt worden, informierte der Generalmajor. (https://sptnkne.ws/dZzq)

Das russische Verteidigungsministerium wies am Di., 4.4.2017, schärfstens alle Anschuldigungen dahingehend zurück, russische Bomber hätten Luftschläge auf Ḫân Šaiḫûn (Khan Shaikhoun) im Umland von Idlib ausgeführt. Pikanterweise gehen die Anschuldigungen auf Meldungen von Reuter zurück, welche sich ausgerechnet auf SOHR als Quelle stützt, welche die syrischen Streitkräfte beschuldigt. Im Statement des russischen Verteidigungsministeriums heißt es daher dazu: „The Defense Minister has strongly dismissed another fake by Reuters Russian planes allegedly bom­bed Khan Shaikhoun. Russian planes carried out no strikes in the area of Khan Shaikhoun.“ und setzt hinzu: „Moreover, Reuters quoted the Syrian Observatory for Human Rights in Syria, as the source,  which in reality has said nothing about Russian planes’ involvement in rumored bombing of Khan Shaikhoun with chemical ammunition.“ (http://sana.sy/en/?p=103510)   – Wegen der wiederholt gegen fremde Staaten – darunter Deutschland –  gerichteten, letztlich als falsch erwiesenen, der Londoner Politik dienenden Meldungen der Nachrichtenagentur, war ab dem 19. Jh. der Begriff Lügen-Reuter gängig (vgl. Bakaschmars Fluch).

Kategorisch verneint das syrische Außenministerium die Benutzung von Giftgas in Ḫân Šaiḫûn oder andren Orten in Syrien. Die SAA besitze überhaupt keine Form von chemischen Waffen mehr, hieß es in der offiziellen Erklärung vom Di., 4.4.2017. Nachgewiesenermaßen (vgl.u.)  habe Syrien alle seine Verpflichtungen in Zusammenarbeit mit der Chemical Weapons Con­vention (OPCW) seit seinem Beitritt zum Vertrag im Jahr 2013 erfüllt. Entgegen den Tatsachen lancieren jedoch die Terroristen in Ḫân Šaiḫûn wie deren regionale und überregionale Sponsoren-Staaten über die ihnen affiliierten Medien Falschmeldungen wie die jüngste über den angeblichen Giftgasangriff in jenem Ort seitens der SAA. „As habitually and since four years, those sides have fabricated fake accusations against the armed forces in the Syrian Arab Republic,” hieß es dazu wörtlich. Typisch sei, daß derlei Verleumdungen wieder nach spektakulären Befreiungsleistungen der SAA erfolgten [dazu s.u.!] und genau zum Zeitpunkt des Brüsseler EU-Treffens zu Syrien, um negative Stimmung gegen die Regierung zu schüren und damit entsprechenden Entschlüssen den Weg zu bereiten. Das Statement fährt daher fort: „That new campaign comes after the achievements gained by the Syrian Arab army and the backing forces in the war against terrorism during the last days and weeks, in addition, those fabrications come prior to the convening of an EU meeting tomorrow about Syria in order to launch an attack on the country and justify the hostile resolutions that will be adopted in this meeting”.  Syrien wiederhole seine Verurteilung der Verbrechen, verübt durch die terroristischen Gruppen in Ḫân Šaiḫûn auf Kosten der syrischen Bürger. Ebenso wiederhole es seine strikte Verurteilung der Benutzung von Chemiewaffen durch welche Seite wo auch immer und unter welchen Bedingungen auch immer. „The Syrian Arab republic stresses that all those fabricated allegations will not prevent it from con­tinuing its war on terrorism, their supporters and sponsors in Saudi Arabia, Turkey, Qatar and some of the EU countries, and from working for a political solution to the crisis in Syria. Die Erklärung schloß mit dem Aufruf an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen. (http://sana.sy/en/?p=103561)

Das Oberste Heereskommando wies am Di., 4.4.2017, ebenfalls kategorisch Anschuldigungen zurück, die durch die mit den terroristischen Kreisen in Syrien verbundenen Medien verbreitet würden,  wonach  die SAA in Ḫân Šaiḫûn im Rîf von Idlib giftige Substanzen eingesetzt habe.  Die SAA setze grundsätzlich keine solchen Materialien ein und werde das auch künftig niemals an keinem Ort tun. Vielmehr sei es bekannt, daß die Terroristen derartige Falschanschuldigungen lancierten, wenn sie heftige Niederlagen durch die SAA erlitten oder die von ihren Sponsoren gesteckten Ziele nicht erreicht hätten, um sich zu rechtfertigen und mehr Geld bzw. Unterstützung zu erlangen: „The armed terrorist groups used to accuse the Syrian Arab Army of using toxic gases against them or against civilians in anytime they fail to implement the targets of their sponsors and operators or when they are unable to achieve any advantages on the ground in an desperate attempt to justify their failure and to maintain the support of their masters”. Das Oberste Heereskommando machte daher die im Inland operierenden Terrorgruppen für die Giftgasanschläge gegen unschuldige Bürger verantwortlich. (http://sana.sy/en/?p=103554)

Terroranschläge vom 4.4.2017: In Aleppos Stadtteil al-Ḥamdâniyya wurde eine Frau durch Raketenbeschuß von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich im Stadtteil ar-Râšidîn versteckt hatten, getötet. Ebenso wurde das brandneue 3.000-Wohnungen-Projekt zum Ziel der Zerstörungsattacken. Maḥarda, 25km nördlich von Ḥamâ war ebenso Ziel von Raketen  seitens Ğabhatu_n-Nuṣra–Extremisten, welche Sachschäden an privatem Eigentum, dem Stromnetz und der Infrastruktur anrichteten. Aktualisierung: drei Tote und fünf Verletzte sind inzwischen zu beklagen. Auch in den Stadtteilen ʽArnûs und Abû Rumânî von Damaskus kam es durch Mörsergranatenbeschuß von Ost-al-Ġûṭa  aus zu beträchtlichen materiellen Schäden an privatem und öffentlichem Gut. Aktualisierung: Weiterer Beschuß auch auf die Stadtteile Mazza, al-Mazraʽa, aš-Šaġûr und dem al-Fayḥâ´-Sportzentrum hinterließ zudem einen Toten und 14 Verletzte. Ergänzung: Raketenbeschuß auf das Wohngebiet as-Saḥârî in Darʽâ verletzte eine 12-Jährige. (http://sana.sy/en/?p=103502, http://sana.sy/?p=532685) – Maḥarda wird überwiegend von Christen bewohnt.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103442 und http://sana.sy/?p=531999, http://sana.sy/?p=532622 (Befreiung von Maʽrdis, 15km nördlich von Ḥamâ, in der Morgendämmerung   nach Vernichtung der zuvor eingefallenen Ğabhatu_n-Nuṣra– und affiliierten Trupps zusammen mit unterstützenden Kampfeinheiten, anschließender Verfolgung fliehender und Säuberung der Gegend von Autobomben und ausgelegten Minen und Sprengsätzen durch Spezialeinheiten. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen und -Truppenbewegungen samt Lagerstätten für militärische Ausrüstung  im N-Rîf von Ḥomṣ in Dair Fûl, Taldû, Kafar Lâhâ und al-Mušağir al-Ğanûbî. Eliminierung von IS-Trupps, welche von ar-Rašadiyya aus die Militärposten zum Schutz gesicherter Wohngebiete von Dair az-Zaur anzugreifen trachteten nach heftigen, für die Feinde äußerst verlustreichen Kämpfen; dazu gezielter effektiver Artillerieeinsatz gegen IS-Fortifikationen und -Nachschubrouten in al-Ğifraʽ, um den Airport, im Bereich al-Bânûrâmâ und der Brigade 137. Zerstörung eines Kommandozentrums von Ğabhatu_n-Nuṣra mit weiteren Barrikaden und Maschinengewehrschützennestern im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ  im NO des al-Karak-Gefängnisses, im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin!] sowie Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra –Trupps samt Ausrüstung außerhalb der Provinzhauptstadt östlich von Ibṭâʽ und nördlich von an-Nuʽaima im N und O von Darʽâ.)

Anläßlich der Anschläge im St. Petersburger U-Bahnsystem unterstrich der russische Außenminister Lawrow erneut die unbedingte Notwendigkeit einer gemeinsamen Terrorismusbekämpfung auf Basis der jeweiligen UNSC-Resolutionen. (http://sana.sy/?p=532596) Eine ausführliche Zusammenfassung seiner Reaktion auf zy­nische und niederträchtige Bemerkungen in Medien und von Politikern auf den Terrorakt biete in Deutsch auch: https://sptnkne.ws/dZmh.

Die Regierung in Damaskus verurteilt im stärksten Maße die beiden feigen Terrorattentate auf zwei U-Bahnstationen in St. Petersburg, welche am Mo., 3.4.2017, bislang mindestens 10 Tote und 50 Verletzte an Opfern gefordert haben. Zudem sprach es den Betroffenen und ihren Familien ihr tiefstes Beileid aus und äußerte seine Solidarität mit der russischen Regierung und ihren Bürgern. (http://sana.sy/en/?p=103463)

Terroranschläge vom 3.4.2017: Sechs Anwohner wurden in damaszener Wohngebieten durch Mörsergranatenbeschuß – teils von Ost-al-Ġûṭa aus – verletzt und entsprechende materielle Schäden angerichtet; einige schlugen um den Umayyaden-Platz ein (4 Verletzte), weitere in al-Mazza 86 („nur“ Sachschäden) und al-Qaimariyya in der Altstadt von Damaskus  (2 Verletzte). (www.sana.sy/en/?p=103450)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103398 und http://sana.sy/?p=531348 (Rückeroberung des Ğabal Abû aḍ-Ḍuhûr nördlich der 4. Sta­tion im Ostteil der Provinz Ḥomṣ wie des Sadd Abû Qala (Damm!) und des Wâdî al-Ḥasû  im NW jener Station nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten an Kämpfern und Equipment; dazu Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra von Ġağar Amîr und Kafar Nân aus auf Militärposten zum Schutz des Areals mit vielen Unternehmen und Qaniyyat al-ʽAṣî im N-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung der aufgerüsteten Kampfwagen. Beseitigung von IS-Stellungen und –Ansammlungen mit Maschinengewehr-Nestern im Stadtteil al-ʽUrfî von Dair az-Zaur und beim Regiment 137 im SW. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und des Hauptquartiers nördlich von an-Nuʽaima (4km östlich der Provinzhauptstadt) mitsamt allen Extremisten; im N-Umland von Darʽâ ebenfalls Eliminierung von teils motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in aṭ-Ṭîḥa, den Farmen östlich von Ibṭâʽ mit einem Panzer und tragbarer Artillerie wie von -Nestern mit Waffen und Munition in al-Karak in der Provinzhauptstadt.)

Nach dem neuesten Bericht des US-Kongresses bilden die Jordanier mit ca. 4.000 Kämpfern beim IS in Syrien und dem Irak die zweitgrößte Gruppe nach denen aus Tunesien. (http://sana.sy/?p=531354)

Terroranschläge vom 2.4.2017: Mörsergranatenbeschuß durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ḥalfâyâ im N-Rîf von Ḥamâ verursachten in den Wohngebieten der Orte Maḥarda und al-Mağdal Schäden an Häusern und weiterem privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=103427, http://sana.sy/?p=531770)

Akitu-Prozession, Photo: SANA

Akitu-Prozession, Photo: SANA

In einem SANA-Interview zum 1. April führt der Di­rek­tor für Altertümer im Rîf Damaskus, Dr. Maḥmûd Ḥamûd, aus, daß in früheren Jahrhunderten an diesem Tag das Ende der Regenzeit und der Beginn der Fruchtbarkeit und des Wachs­tums von Pflanzen und Früchten für 12 Tage gefeiert wurde. Nach dem ursprünglichen assyrischen wie syrischen Kalender, der gut 500 Jahre älter sei als der pharaonische, werde das Fest als  Akîtû bezeichnet. Auch die Babylonier hätten es später gefeiert. Im Jahr 2017 sei es sogar mit dem 1.April des Jahres 6767 des alten Kalenders zusammengefallen. Den Jahresbeginn selbst hätten die Alten „Nîsânû“ genannt, ein im Aramäischen noch erhaltener Ausdruck, der in Syrien den „April“ bezeichnet wie er als solches auch in aš-Šâm (heutzutage gewöhnlich mit Levante wiedergegeben] über die Landesgrenzen hinaus und im Irak bis heute noch gängig sei, während dagegen die restlichen arabischen Länder eher abgewandelte europäische Benennungen verwendeten. Laut der Geschichte des Nahen Ostens ist es damit das älteste überlieferte Fest, welches aus der ersten babylonischen Dynastie zu Beginn des 2.Jt. christlicher Zeitrechnung stammt. Das Wort Akîtû  selbst beziehe sich auf den Zeitpunkt der Aussaat und Ernte von Gerste und laute im Sumerischen „Akîtî Sunûnum“ [Wahl der Kurzvokale nur eine Annahme!], was Fest zum Jahresbeginn bei den Akkadern, Babyloniern, Assyrern und Chaldäern bedeutet. Nach Beginn der Festzeit am 1. April waren die ersten vier Tage religiösen Zeremonien vorbehalten, dann folgten die restlichen acht Tage soziale und politische Aktivitäten einschließlich Prozessionen, Sport- und Tanzveranstaltungen; an ihrem Höhepunkt  zwischen dem 11. und der Mitte des Monats fanden rituelle Massenhochzeiten statt. Akîtû blieb bei den nachfolgenden Kulturen im heutigen Syrien bestehen, sei es in Ugarit, Ebla, Mari, Palmyra und Damaskus [allesamt berühmte Ausgrabungsstätten!]. Tatsächlich werde dieses Fest gewissermaßen immer noch gefeiert, z.B. liege das Osterfest um diesen Termin [das im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus tatsächlich das germanische Frühjahrsfest ersetzte]. Dagegen stamme das Wort „April“ vom lateinischen aprilis oder oder Ibrîr [Yprir], was auf das Erblühen im Frühjahr in diesem Monat hindeute, oder vom etruskischen Wort Airû für die Göttin der Liebe, während es in aš-Šâm mit Nisân benannt ist, was ins Alt-Aramäische einging und aus dem Akkadischen stammt. Dieses gehe zurück auf das sumerische „Nisank“, was „Erstling“ bedeute, zusammen gesetzt aus „Ni“ für „etwas“ und „sank“ für den „Beginn von etwas“. Entsprechend der landwirtschaftlichen Bedeutung heiße der „April“ im koptischen Kalender Baramûda und Yprir  im arabischen Maġrib [allg. mit „Maghreb“ wiedergegeben, bedeutet dies im Arabischen eigentlich: Westen!]. Doch unterscheide sich der Beginn des Monats „Yprir“(vgl.o.) vom Beginn des Monats April nach gregorianischen Kalen­der, da der April ursprünglich der zweite Monat im altrömischen Kalender war [vgl. „Oktober“ heißt übersetzt achter u.s.w.]. Auch die Benennungen im Japanischen (Yuzuki) und Finnischen (Huhitku) hätten mit der [beginnenden] Landwirtschaft[sarbeit] zu tun, was demnach viele Zivilisationen gemein hätten. (http://sana.sy/?p=531376) *Anmerkung: Das germanische Frühjahrsfest fiel auf die Tag-und Nachtgleiche ähnlich wie das persische Naurûz. Auch die germanischen  Monatsbezeichnungen haben eigene, mit Landwirtschaft und Naturkreislauf verknüpfte Namen, sie lauten: Hartung („viel“ an Kälte, Eis, Schnee), Hornung (von hornen: Paarungszeit des Wildes), Lenzing (von Lenz: Frühjahr), Launing (launisches Wetter; ab Kaiser Karl I. Zwangschristianisierung: Ostermond), Winnemond (Zeit des Weidens, → später falsch: Wonnemond), Brachmond, Heu­mond, Ernting, Scheiding (Abschid vom Sommer), Gilbhart (Vergilbung des Laubs, a.: Weinmond), Nebelung (nebliges Wetter), Julmond (Monat des Hauptfestes Jul zur Wintersonnenwende).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103368 und http://sana.sy/?p=531096 (Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen Militärposten zum Schutz der Dörfer Fula, aš-Šaḥra und aš-Šamâs im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya mit Eliminierung der meisten Angreifer samt ihrer militärischen Ausrüstung und unter Verfolgung der Flüchtenden. Gezielte effektive Artillerieoperation gegen teils motorisierte IS-Trupps und Barrikaden auf der Südachse von Dair az-Zaur bei Talat aṣ-Ṣanûf und der aš-Šâm-Kraftstoff-Station; von dort hatten die Terroristen zuvor Stadtteile der Provinzhauptstadt mit Raketen beschossen und reichlich Sachschäden an öffentlichem und privatem Gut jedoch ohne zivile Opfer verursacht. Beseitigung fast des ganzen Konvois von östlich der ar-Rubâʽî-Kreuzung im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd auf den Staudamm zu mit Zerstörung eines Kommandozentrums und weiterer Befestigungen beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp von Darʽâ.)

Beim Treffen mit der Delegation der Arab Popular Front for Unity mit Repräsentanten aus Ägypten, Palästinas, Libyens und des Sudans sowie Mitgliedern aus Syrien am 1.4.2017 unterstrich die Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs u.a. die Notwendigkeit der sektiererischen TakfîrIdeologie gemeinsam entgegenzuwirken wie der Fragmentierung arabischer Länder. Die Gäste bekräftigten insbesondere von der vorgefundenen Realität zu Hause zu berichten, um den falschen Meldungen syrienfeindlicher Medien, die jedoch die öffentliche Meinung bestimmten, zu begegnen. (http://sana.sy/en/?p=103376, http://sana.sy/?p=531204)

Nach dem heutigen, letzten Treffen der Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî mit dem UN-Gesandten de Mistura wird ersterer eine Pressekonferenz abhalten. De Mistura war zuvor mit der ar-Riyâḍ-Gruppe [vgl.u.!] zusammengekommen. (http://www.sana.sy/?p=530807, http://sana.sy/en/?p=103327 vom 31.3.2017)

Zum Ende der 5. Genfer Gesprächsrunde zur friedlichen Beilegung der Krise in Syrien teilte der UN-Gesandten de Mistura in einer Pressekonferenz am Fr., 31.3.2017, mit, es sei diese Mal schon mehr um Substantielles als nur um die Form bzw. die Agenda als solches gegangen. Alle teilnehmenden Seiten hätten einnon-paper“ mit Anmerkungen erhalten, auf welches diese ihrerseits mit mündlichen und schriftlichen Beiträgen eingegangen seien. Auch seien die Teilnehmer zu einer weiteren Gesprächsrunde in Genf  bereit, deren Termin er aber erst nach Rücksprache mit dem UN-Sicherheitsrat und dem UN-Generalsekretär bekanntgeben könne. Daß es mehrere solcher Zusammenkünfte gäbe, sei nur normal. Dabei würden sich die Konferenzen von Astana und Genf gegenseitig befruchten. Seine Arbeit würde jedoch wesentlich erleichtert, wenn die Opposition sich zu einer Fraktion zusammenschließen würde. Gerüchte über eine Beendigung seiner Mission seien nichts als das, fügte er am Ende hinzu. (http://sana.sy/en/?p=103353)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in Genf, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in Genf, Photo: SANA

Einen ausführlichen Überblick über die beendete 5. Genfer Gesprächsrunde zur friedlichen Beilegung der Krise in Syrien gab der Leiter der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî ebenfalls am Fr., 31.3.2017, nach der letzten zweistündigen Sitzung mit dem UN-Gesandten de Mistura. Nach einem kurzen Rückblick auf den Beginn der achttägigen Verhandlungen mit massiven, jedoch durch die SAA jeweils erfolgreich zurückgeschlagenen Terrorgroßangriffen auf Damaskus, im Umland von und  informierte er darüber, daß etliche Papiere über die vier Themenbereiche der Agenda ausgetauscht worden seien mit den Worten: „During this round of Geneva 5, we submitted through the course of eight days several papers to the Special Envoy, the first of them being a paper on fighting terrorism, and a paper of general principles for the political solutions in Syria. These papers are about finding logical and natural grounds for addressing constitution issues. Of course, during these eight days we discussed in headlines the four baskets which are governance, constitution , elections, and terrorism, in addition to the basic princi­ples paper which was part of our discussion about each of the four baskets”. Die Regierungsdelegation habe einige klärende Sachfragen zu Themenbereichen gestellt, welche de Mistura vor und während der Sitzungen angesprochen habe.  Dem UN-Gesandten habe man darauf eigenen Papiere zur Weitergabe an die anderen Gruppen überreicht. Darauf habe man jedoch keinerlei Antworten bis jetzt, d.h. dem Ende der Verhandlungen erhalten. Das sei insofern nicht verwunderlich, als jene keine Terrorismusbekämpfung bzw. gangbare politische Lösung wollten außer der Machtübertragung an sie: „Regretably, this round is voer and we haven’t received the response of the other sides or platforms to any paper of our papers. This is no longer surprising because they don’t want to fight terrorism and they don’t want a political solution unless this political solution is tailored to their delusions which the years and facts proved that they never have and never will be realized,” führte er aus und füge hinzu: „tho­se sides only had one delusion  in their minds which is handing over the keys to Syria and the power to them.“ Mit deren unablässig salbadernden, albern-unlogischen Statements  sei nichts anzufangen, man habe den Eindruck gehabt, als sei man in eine dieser TV-Shows wie Arab Idol [Äquivalent: Deutschland sucht den Superstar] oder  The Voice geraten,  in der sich Darsteller gegenseitig auszustechen suchten, als bei ernsthaften diplomatischen Verhandlungen: „They foamed and frothed, as they say in Arabic, during this round, ceaselessly making silly and tire­some statements showcasing their deviant opinions and twisted logic as if they’re contestants on one of those TV shows where competitors seek to win votes like Arab Idol or The Voice, to the point that we felt that Geneva has become hosted on satellite channels and not in the halls of Syrian-Syrian dialogue without external interference.” Dies zeige nur wieder einmal, daß man es bei diesen Leuten im politischen Bereich auf dem Boden der Tatsachen wie bzgl. der Massenmedien mit einer Art Teenager zu tun hat und andererseits um Personen, die eindeutig als bezahlte Söldner die Agenden fremder Mächte und Herren verträten und damit Verrat an der syrischen Heimat übten. Bislang hätten sie wohl keine anderen Orders erhalten, als die Terroristen zu unterstützen, Krawall zu machen, für Störungen zu sorgen und so möglichst die Friedensverhandlungen in Genf und Astana zu unterminieren:  „since they are tools and mer­cenaries in the hand of their operators and masters, it seems that they haven’t received orders yet, except orders to support terrorism, cause ruckus and disturbance, and disrupt the entire round in clear reflection of the faces of their operators who support terrorism and who want to derail the Astana and Geneva tracks.” Dennoch habe die Regierungsdelegation mit großem Maß an Ernst, Geduld und Verantwortungsgefühl diese 5. Gesprächsrunde durchgeführt, da man ja schließlich em syrischen Volk, der Beendigung des Blutvergießens und der Verteidigung des Heimatlandes verpflichtet sei. Dafür hätten die verräterischen Söldner und Operatoren in ar-Riyâḍ, Ankara und ad-Dauḥa etc. natürlich kein Verständnis („the mercenaries and traitors and those who live in Riyadh, Ankara, Doha, and other capitals cannot feel the pains and sufferings of the Sy­rian people”). Daher sei es auch notwendig die Treffen in Astana und Genf weiterzuführen und die Erfolge zu untermauern, die diesbezüglich durch die russische und iranische Seite in Astana erreicht worden seien. Anschließend beantwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî Journalistenfragen: Hinsichtlich der sich abzeichnenden neuen US-Position gegenüber Syrien und den jüngsten Auslassungen der UN-Botschafterin der USA [d.i. Nikki Haley] bemerkte der Chefdiplomat: Alle UN-botschafter müßten verstehen, daß Ziel und Grundlage der Genfer Konferenzen das Prinzip des innersyrischen Dialogs ohne ausländische Einmischung sei. Über die Zukunft Syriens entscheide allein die syrische Bevölkerung und kein UN-Botschafter. Doch sei die US-Botschafterin neu, man müsse ihr Zeit lassen, sich einzufinden, fügte er an mit den Worten: „since the US ambassador is new to the Security Council, I think we must give her some time to digest the Syrian reality related to dialogue in Geneva and Astana. Syria’s future is decided by the Syrians themselves, not by the US ambassador at the Security Council or any other ambassador.” Wegen der Festsetzung des Datums einer 6. Genfer Gesprächsrunde sei man mit de Mistura übereingekommen, auf diplomatischem Wege in Verbindung zu bleiben, bis die notwendigen Voraussetzungen gegeben seien [vgl.o., Auswertung der übereichten Noten]. Man habe sich mehr Fortschritte erhofft, doch seien zumindest die vier Hauptthemen wie die Basis-Prinzipien diskutiert worden. Zu Mediengerüchten bzgl. der vier syrischen Städte  (vgl.u.), bzgl. derer angeblich unter Ausschlußder syrischen Regierung, aber unter Einwirken von Qaṭar Vereinbarungen getroffen worden seien, entgegnete Dr. al-Ğaʽfarî:  „I advise you to rid yourself of these delusions. Nothing can happen on Syrian territory without the knowledge and consent of the Syrian government, whether it’s about the activities of the UN or international NGOs or something else, so we can never allow any Qatari ac­tivity on Syrian territory before the Syrian government agrees to this, particularly since Qatar is a sponsor of terrorism in Syria.” Zudem informierte er die Presse darüber, daß insbesondere die beiden seit Jahren von Terroristen eingeschlossenen Städte Kafarayâ und al-Fûʽa durch die Regierung über eine Luftbrücke versorgt würden, während gerade die Terroristen, welche i.A. Qaṭars in Syrien agierten, diese per Luftabwehrraketen zu unterbinden suchten. Über die Hinderungsmaßnahmen für schneller Erfolge in Genf gefragt, antwortete er, zuvorderst sei dies die Abwesenheit eines syrisch-patriotischen Verhandlungspartners, zum zweiten der fehlende Wille seitens der Gruppen, die als Agenten der Terroristensponsoren in Genf tätig seien. Bezüglich der Frage der von Terroristen Verschleppten gab der Regierungsvertreter zu verstehen, daß diese Frage nicht nur der Regierung sondern auch der syrischen Öffentlichkeit sehr am Herzen liege, weshalb man gegenüber de Mistura auch so sehr auf die Terrorismusbekämpfung gedrängt habe, welche die das Los der entführten Personen mit beinhalte. Leider hätten jedoch die anderen Gruppen nicht mit der Terrorismusbekämpfung befassen wollen, den etliche, nicht alle, beinhalteten Terroristen in ihren Reihen: „Some of them and not all of them are terrorists by nature, this is why they clapped and cheered for the campaign of terrorism that started in Damascus, Hama, and Lattakia only a few days before we came to Geneva, deluding themselves into believing that they can exert political pressure with this terrorism. The strange thing is that the shelling stopped today in Damascus as if terrorists are selec­tive in their shelling of Damascus; shelling one day and stopping on another according to the agenda in Geneva.” Auf einer letzte Frage nach der Zusammenstellung der anderen teilnehmenden Gruppen  bemerkte er: „one does not pick his enemies, so we have nothing to do with the selection of other opposing platforms. We’re not the ones who elected or picked or appointed the members of those platforms.”(http://sana.sy/en/?p=103344)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103316 und http://sana.sy/?p=530716 (Rechtzeitiger Abschuß zweier Kampfdrohnen im nördlichen Umland von al-Lâḏa­qiyya mit Beseitigung weiterer Artillerie inklusive der Bedienmannschaft von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Umgebung von Kabâna und as-Sirmâniyya. Befreiung weiterer Städte und Dörfer im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra recht und ihren Affiliierten verlustreichen Kämpfen; befreit wurden:  Ḫaṭṭâb, aš-Šair, al-Mağdal, Sûbain, Zaur Ğadîd, und Kontrolle über Talat Baiğû und Raḥba Ḫaṭṭâb, sodann Abû ʽUbaida, Šalyûṭ, Ḥiğâma, Zaur al-Masâliq, Taṣlîba und Umm Ḥasân nach Ausschaltung von mehr als 500 und mit Verfolgung restlicher, in alle Richtungen flüchtender Extremisten, Zerstörung von drei Panzern,  40 aufgerüsteten Kampfwagen und eines Munitionsdepots  und anschließender Durchkämmung des verminten Gebiets und Entschärfung der vielen Sprengsätze auch entlang der ḤamâMaḥarda-Straße; unter den getöteten Anführern fanden sich: Amîn al-Bayûr von Hay´a Taḥrîr aš-Šâm, zuständig für deren Trainingscamps, Abû al-Fahad al-ʽAnzî der Saudi ʽAbdarrraḥman ʽAbdullâh Duʽaid als Kommandeure von Hay´a  Taḥrîr aš-Šâm, Muḥammad Aṣmad Ğaulâq als deren šarîʽa-Zuständiger und Abû Riyâq at-Turkistânî als Anführer von Ḥizb at-Turkistânî. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps, welche zuvor die Bewohner von Akrad ad-Dâsinyiyya und Qaniyya al-ʽAṣî im N-Rîf von Ḥomṣ von Sunaisil, Ğawâlik, al-Mašârîʽ und al-Qudra aus anzugreifen versucht hatten, zusammen mit deren mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen. Eliminierung von Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Stadtbezirk in Darʽâ al-Balad von Darʽâ speziell im Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin], beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp bis südlich der al-ʽAbbâ­siyya-Bäckerei und nördlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs mitsamt drei von deren Kommandozentren, einem SUV, einem Bulldozer, drei Maschinengewehren und einer Reihe Motorrädern.)

Nur wenige Stunden nach der Befreiung ihrer Wohnorte durch die SAA und deren Entminung des Gebiets kehrten die ersten Familien in die Städte Ḫaṭṭâb und Arza (vgl.u.) zurück.   (http://sana.sy/?p=530966 vom 31.3.2017)

Ausschaffung der Terroristen aus al-Waír, Photo: SANA

Ausschaffung der Terroristen aus al-Waʽir, Photo: SANA

Das nunmehr 3. Kontingent von mehr als 800 Militanten, die sich weigern der Waffenruhevereinbarung beizutreten ist mit ihren Familien in 50 Bussen am Sa., 31.3.2017, aus dem Stadtteil al-Waʽir am Westrand von Ḥomṣ im Rahmen der Rekonziliierungsvereinbarung (vgl.u.) in Richtung Idlib (zum Grund vgl.u.) ausgeschafft worden. Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî  informierte darüber, daß bereits einige der von den Terroristen von dort vertriebenen Familien mit ihrer Rückkehr begonnen hätten. Für deren Kinder seien bereit vier Schulen eröffnet worden. (http://sana.sy/en/?p=103358, http://sana.sy/?p=531068)

Entgegen der offiziellen Darstellung des – völkerrechtswidrigen (dazu s.u.!) – Auftrags der US-Truppen in Syrien aus der Obama-Administrationszeit, die regierungsfeindliche DKS  (vgl.u.)„zu trainieren, zu beraten und zu unterstützen“, beteiligen sich entsprechend den Recherchen von RT-Korres­pondentin Lizzie Phelan in aṭ-Ṭabqa nahe der Talsperre am Assad-Stausee (s.u.) ganz offenbar US-Militärs an den Kämpfen vor Ort, ausführlich zu lesen bei: https://sptnkne.ws/dXtS. Zu den im Bericht zitierten Passagen s. im Ganzen das Interview mit Präsident Dr. al-Assad vom 20.3.2017.

Wie zu erwarten gibt sich die Erdogan-Regierung in Ankara mit der nun beendeten (s.u.) Invasion in Nordsyrien seit dem 24.8.2016 nicht zufrieden, sondern kündigt bereits eine neue zusammen mit den Terroristen der FSA [zur Einordnung s.u.!] an. (https://sptnkne.ws/dXwG vom 31.3.2017.)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103270 und http://www.sana.sy/?p=530032 (Befreiung der Orte Arza Šarqiyya, Arza Ġarbiyya, Quṣaiʽiyya, Balḥusain und Ḫirbat al-Ḥiğâma, mit Rückeroberung des Talat aš-Šîḥa im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für Ğabhatu_n-Nuṣra äußerst verlustreichen Gefechten; zerstört wurden u.a. eine Autobombe,  sieben Mörsergranaten, eine 23mm- Kanone, MGs vom Kaliber 14,5mm, Artilleriestellungen, drei Panzer  und eine Reihe gepanzer­ter Fahrzeuge; Bombenräumkommandos säubern die Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen, welche das militärische Vorrücken wie die Wiederherstellung der Orte behindern sollten. Gezielte effektive SAAF-Einsätze am Vormittag gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Bewegungen zwischen Dair Fûl und ar-Rastan im N-Rîf von Ḥomṣ – unter den getöteten Terroristen fand sich auch einige ihrer Kommandeure. Beseitigung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra zwischen den Dörfern Barġaša und aš-Šayâḥât im Gebiet al-Lağât im NW-Rîf von as-Suwaidâ´ mitsamt allen Kämpfern und ihrer militärischen Ausrüstung; Vernichtung zweier weiterer Trupps Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra nach deren Eindringen von den Talûl Ḫalîf und dem Dorf Umm Walad im Ost-Umland von Darʽâ  auf einen Militärposten im W-Rîf von as-Suwaidâ´ zu. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen mit Barrikaden durch intensive präzise Artillerieoperationen im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin!]  wie nördlich des al-Karak-Kreisverkehrs, im Stadtteil al-Baḥâr und südlich der al-ʽAbbâsiyya Bäckerei in Darʽâ.Nachtrag zum Vortag: Im Raum Darʽâ wurde der Panzer-Kommandant der Terroristen für das Gebiet Darʽâ namens ʽAbdullâh al-Urdunnî [d.h. aus Jordanien] mit dem Spitznamen Malik ad-Dabâbât [d.h. König der Panzer] liquidiert, dazu ein Hauptquartier von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd zerstört zusamen mit einer Reihe Kanonen, Raketen, Mörsergranaten, Bunkern und Barrikaden in den östlich gelegenen Orten Maġr al-Mîr und Kafar Nâsiğ im Hinterland von  Damaskus und Darʽâ. )

Während des vorletzten Treffens mit dem UN-Gesandten de Mistura im UN-Hauptquartier in Genf am Do., 30.3.2017, wurden eine Reihe der Fragen der syrischen Regierungsdelegation beantwortet. (http://sana.sy/en/?p=103259)

Nach Recherchen von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung haben deutsche Bundeswehr-Tornados innerhalb der US-geführten Koalition, welche völkerrechtswidrig in Syrien agiert (dazu vgl.u.), am 19.3.2017 die „Aufklärungsbilder“ des Gebäudekomplexes geliefert, welcher später in der Nacht zum 20.3.2017 von Kampffliegern der Koalition bombardiert wurde. Es handelte sich dabei um die Schule al-Bâdiyya ad-Dâḫiliyya,  südlich von al-Manṣûra (seinerseits 30 km westlich von ar-Raqqa), welche 50 vor dem IS geflohenen Familien als Flüchtlingsunterkunft diente. diese wurden bei dem Luftangriff getötet.  (http://sptnkne.ws/dWpu) – Zum Vorfall und – nicht erfolgten – Reaktionen – vgl.u.! S.a. die Ausführungen von Oberstleutnant der Bundeswehr a.D Jürgen Rose zur Tornado-Aufklärung und der Bewertung ziviler „Kollateral-„schäden durch die NATO bzw. die US-geführte Koalition bei: http://sptnkne.ws/dWNU, wie die des Ex-NATO-Luftkriegsplaners und ehemaligem Tornado-Piloten Oberstleutnant Ulrich Scholz gegenüber Sputnik. Äußerst deutliche und kritische Worte fand der Ex-Offizier ebenfalls zur Beteiligung der Bundeswehr an den Aktionen der US-geführten Koalition wie der völlig unterschiedlichen Medienhandhabung der  Rückeroberungsoperationen von Aleppo und Mossul, die er erstere als klare „Kriegspropaganda“ bezeichnete.   https://sptnkne.ws/dWN5.

Tornado in Incirlik, Photo: Sputnik310809987

Tornado in Incirlik, Photo: Sputnik

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî überreichte als Leiter der Regierungsdelegation dem UN-Gesandten de Mistura beim Treffen am 29.3.2017 eine Reihe schriftlich niedergelegter Fragen zur Klärung von Details und Ausdrücken der erhaltenen Schreiben zur ersten Themengruppe der Verhandlungen. (http://sana.sy/en/?p=103218) – Auch am Morgen des Do., 30.3.2017, wurde die Diskussion zwischen beiden Parteien im UN-Hauptquartier in Genf weitergeführt. (http://sana.sy/en/?p=103259)

Erfolgreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Erfolgreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103206 und http://sana.sy/?p=529507 (Befreiung von Dair Ḥâfir und weiterer 26 Städte und Dörfer um Umland davon im östlichen Rîf von Aleppo, zudem Rückeroberung eines Bereichs von 24km entlang der Autobahn Aleppo – ar-Raqqa unter Eliminierung hunderter IS-Terrroristen; Dair Ḥâfir ist der erste und bedeutendste IS-Stützpunkt in Syrien und  wurde von der Terrorgruppe daher auch umbenannt in Dâr al-Fat  [Gebäude/Bereich des Sieges], ausgestattet mit etlichen Kommando­zentralen, militärischen Lazaretten, komplexen Befe­stigungsbauten innerhalb und außerhalb der Stadt sowie Minenfeldern in ihrer Umgebung; befreit wurden demnach noch: Ğafîra Manṣûr Manbiğ, Ğafîra Abû Ṣalâ, Umm ʽAdasa, ʽÂkûla Dair Ḥâfir, al-Kabâriyya, al-Aḥmadiyya, al-Kâmiliyya, Tal as-Sûs, Umm Tîna, Rasm al-Falâ, Abû Maqbara Kabîr, Abû Maqbara Ṣaġîr, Rasm al-Ğîsî, Ğafîra Ġazâl, Rasm al-Ḫamîs al-Ġarbî, Rasm al-Ḫamîs aš-Šarqi, Kaiṣûma, Qaiṣûm, Ğab Mâî, die Silos südlich von Ğab Mâî, az-Za­kiyya, Tal al-Mahdûm, Šarîfa, Ḫarâ´iğ Dahâm und Tal al-Qamqûm. Rückeroberung etlicher Posten auf Ṣûrân zu  im N-Rîf von Ḥamâ mit Ausdehung der Kontrolle auf die Umgegend von Maʽrzâf und im NW von Qamḥâna bis zur Eisenbahn südlich von Ṭay­yibat al-Imâm im Zusammenwirken mit unterstützenden Kräften; unter Deckung der SAAF Vernichtung von Stellungen und Konvois von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in (den Gegenden, in welche die Extremisten mordend und plündernd Ende letzter Woche eingefallen, nämlich:) von ʽAṭṣân, Sukaik, at-Tamâniʽa, Ṣûrân, Ṭay­yibat al-Imâm, Maʽrdis, al-Mağdal, Quṭaiš und Kafr Nabûda; bei dieser Operation wurden in den letzten Tagen ca. 2200 Terroristen eliminiert zusammen mit  sieben Kommandozentren, 15 Panzern, elf Panzerwagen, 107 aufgerüsteten Fahrzeugen, 12 Munitions­depots, 17 Abschußanlagen für Mörsergranaten, einer Höllen-Kanone und sechs Raketenwerfern; unter den Getöteten fanden sich die Anführer: Muḥammad Kamâl al-Qâsim alias Abû Rabîʽ von Ğaiš  Idlib al-Ḥurr, ʽAbdul-Ḥamîd al-Qada von Ğaiš al-ʽIzza, ʽAhid Aḥsam von Hay´a Taḥrîr aš-Šâm, Muḥammad Ğihâd Qaṣâb, zuständig für die Artilleriebefehligung derselben Terrorgruppe,  Abû ʽUbaida at-Turkistânî von al-Ḥizb atTurkistânî sowie weitere Kommandeure aus den Golfstaaten, Ägypten und dem Irak. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen samt militärischem Equipment in präzisen Luftschlägen im Bereich von al-Hubaiṭ, Tal Hawâš und al-Ğâbiriyya im Umland von Idlib. Beseitigung von Fortifikationen und Ansamlungen Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tal Abû as-Sanâsil, 18km nördlich von  Ḥomṣ wie im Bereich von ad-Dabûr und in Ğawâlik samt deren Bewaffnung. Zerstörung von IS-Positionen,  –Fortifikationen und –Schlupfnestern samt aufgerüsteten Kampfwagen am SW-Stadtrand von Dair az-Zaur, beim Regiment 137, im Umkreis des Friedhofs und des Airports, bei den Faktoreien und im Gebiet al-Makabât im S verbunden mit effektiven Artillerieangriffen auf deren Basis in al-Ğunaina im W-Rîf. Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im unwegsamen Berggebiet von Fulaîṭa  im al-Qalamûn mit Unterstützung des libanesischen Widerstands nach  heftigen, für den Feind verlustreichen Kämpfen – inklusive des Todes ihres Anführers – in jenem Grenzgebiet des Rîf Dimašq zum Libanon; anderslautende Meldungen sozialer Netzwerkseiten von erfolgreichen Aktionen  der Terroristen dort wurden von den Frontberichterstattern ins Märchenland verwiesen.)

Der  türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte während seines Interviews mit dem Sender NTV am Mi., 29.3.2017, nach einer Sitzung des nationalen Sicherheits­rates die seit sieben Monaten andauernde türkische Invasion in Nord-Syrien unter der euphemistichen Bezeichnung „Militäroperation Schutzschild Euphrat“ für beendet. Ob dies allerding mit einem türkischen Truppenabzug und dem Ende der völkerrechtswidrigen türkischen Militäraktionen in Syrien verbunden sei, wurde daraus nicht deutlich. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25300-t%C3%BCrkei_beendet_operation_euphrat_schild_in_syrien, http://sptnkne.ws/dWzx)

Terroranschlag vom 29.3.2017: Mittags explodierte ein Kleinbus infolge eines rückseits angebrachten Sprengsatzes auf der 60. Straße im Stadtteil az-Zahrâ´ von Ḥom. Dadurch starben drei Insassen, weitere fünf wurden verletzt. Aktualisierung: Die Opferzahl besträgt letztlich fünf Getötete und sechs Verwundete. (http://sana.sy/?p=529552)

Durch Präsidialdekret vom 29.3.2017 wurden im Kabinett drei Umbesetzungen vorgenommen. Ernannt wurden: zum neuen Justizminister Herr Hišâm Muḥammad Mamdûḥ aš-Šaʽâr, zum neuen Minister für Wirtschaft und Außenhandel Herr Dr. Sâmir ʽAbdurraḥman [sic!] al-Ḫalîl und zur Ministerin für Verwaltungsentwicklung Frau Dr. Salâm Muḥammad as-Safâq. (http://sana.sy/en/?p=103199, http://sana.sy/?p=529512)

Terroranschläge vom 28.3.2017: Raketenbeschuß durch Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten vom nördlichen Umland der Provinzhauptstadt Ḥamâ aus verletzte in der Stadt Maḥarda drei Personen; das ebenfalls getroffene Kraftwerk von Maḥarda wie die Wohnhäuser etc. erlitt Schäden. (http://sana.sy/en/?p=103170, http://sana.sy/?p=529094)

Im Umland von Darʽâ traten 14 Städte und Dörfer im Rahmen der lokalen Rekonziliation am 28.3.2017 der Waffenruhevereinbarung bei. (www.sana.sy/en/?p=103196, http://sana.sy/?p=529136)

Auf einer Pressekonferenz vom Di., 28.3.2017, im Generalstab der russi­schen Streitkräfte bemerkte der Chef der Hauptverwaltung, Sergei Rudskoi, zu den schon erwähnten (vgl.u.) Bombardements der US-geführten Koalition an der aṭ-Ṭabqa-Talsperre des Assad-Stausees, zuletzt am So., 26.3.2017: „Es entsteht der Eindruck, dass die internationale Koalition sich zum Ziel gesetzt hatte, Objekte der kritisch wichtigen Infrastruktur auf syrischem Gebiet zu vernichten und den Wiederaufbau des Landes maximal zu erschweren„. Auch der anormale Wasserhochstand gehe darauf zurück, weshalb allein von daher schon eine Überschwemmung der Umgebung drohe, da zwei Klappen am südlichen Teil des Staudamms beschädigt seien, die den Wasserabfluß regulierten und unter normalen Umständen eine Überfüllung des Stausees verhinderten. „Diese Aktivitäten konnten [sic! statt: könnten] eine großangelegte Umweltkatastrophe, die Überschwemmung umfangreicher Gebiete und zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung zur Folge haben„, warnte der General. (http://sptnkne.ws/dVBq) – Die Landesregierung protestiert schon seit Jahren gegen die völkerrechtswidrigen, auch wertvolle syrische Infrastruktur zerstörenden Bombardements der US-geführten Koalition (seit der Obama-Administration). So wurden inklusive wichtigen Kraftwerken, Fabrik- und Trinkwasseranlagen, Fördertechnik an Öl- und Gasquellen und Brücken etc. demoliert (vgl.u.).

Generaloberst Sergei Rudskoi informierte bei derselben Gelegenheit darüber, daß aus Mossul, von dem die US-geführte Koalition behauptet, es sei vollkommen umzingelt, weiterhin nach Syrien und v.a. in Richtung der vom IS eingeschlossenen Provinzhauptstadt Dair-az-Zaur Kontingente der Extremisten kämen, so um die 800 IS-Kämpfer. Dies geschehe, obwohl die Bomber der Koalition fast täglich Luftangriffe im Gebiet Mossuls flögen. Dadurch kämen besonders viele Zivilisten ums Leben, während in der vergleichbaren Situation bei der Befreiung von Aleppo zum Schutz der Zivilbevölkerung etliche entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (vgl.u.) getroffen worden waren einschließlich gesicherter Fluchtkorridore. (http://sptnkne.ws/dVFB)

Zudem würdigte er dabei auch die Leistungen der SAA/SAAF, unterstützt durch russische Kampfflieger,  im Bereich amâ: „Mehrere Banden haben am 21. März versucht, die Stadt Hama in ihre Gewalt zu bringen. In einem von der Opposition kontrollierten Gebiet wurde eine mehr als 10.000 Mann starke Gruppierung auf­gestellt, deren Kern Dschebhat-an-Nusra-Abteilungen sowie Banden bildeten, die sich ihnen zugesellt haben. … Dank des selbstaufopfernden Einsatzes der Regierungstruppen und der Unterstützung seitens der russischen Luftwaffe ist die Situation in diesem Raum stabilisiert worden. Bei den viertägigen Käm­pfen in diesem Raum sind mehr als 2.100 Kämpfer, 55 gepanzerte Fahrzeuge, 22 ‚Dschihad-Mobile‘ und mehr als 100 mit schweren Waffen ausgerüstete Kraftwagen vernichtet worden“, teilte er mit. Die Operation im Raum Ḥamâ gehe nun als Gegenoffensive weiter. Wegen der Angriffe der Ğabhatu_n-NuṣraHorden die Tage vor ihrer erfolgreichen Bekämpfung waren ca. 40.000 Menschen aus den überfallenen Gebieten ins Umland geflohen, berichtete er zudem.  – Andererseits kritisierte auch er die Zerstörung der syrischen Infrastruktur durch Bombardements der US-geführten Koalition. (http://www.sana.sy/?p=528960, s.a. http://sptnkne.ws/dVyR)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103147 und http://www.sana.sy/?p=528969 (Nach Beseitigung einiger Fortifikationen und Infiltrationspunkte von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet der damaszener Vorstadt Ḥarastâ Entdeckung eines weiteren Tunnelsystems der Extremisten, da sich von der Chery Car Company bis zur Autobahn in Höhe von Ḥarastâ erstreckte; dieses wurde anschließend von einer Sappeur-Einheit zerstört [zur Gefährlichkeit dieser Tunnel jenseits ihrer militärischen Nutzung durch Terroristen s.u.!]; es diente zuvor dem verdeckten Transport von Waffen und Munition wie der Vorbereitung von Überraschungsangriffen auch mittels Raketen etc. auf umliegende Wohngebiete und Militärposten.  Vernichtung von Schlupfnestern und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil um die Straße zum Staudamm im Bezirk Darʽâ al-Balad mitsamt aller Terroristen.)

Am Mo., 27.3.2017, erneuerte der russische Außenminister Lawrow zum wiederholten Mal (vgl.u.) den dringenden Appell seiner Regierung zur Formierung einer gemeinsamen Front zur Terrorismusbekämpfung in Koordination mit der syrischen Regierung [gemäß dem Völkerrecht vorschreibt, das die sog. US-geführte Koalition jedoch nach wie vor ignoriert]. Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano in Moskau unterstrich er, daß die Auslöschung der vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuften Gruppen IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und anderer in Syrien, dem Irak und dem Rest der Welt im allgemeinen Interesse aller stehe. Wörtlich lautete Lawrows Aufruf: „We are calling on those who were invited to Syria by the legitimate government and those who are there without such invitation, but who declared fighting terrorists as their goal, to coordinate their actions. This includes coordination with the Syrian government as well.” Zwar habe die russische Regierung in der Vergangenheit schon versucht, zusammen mit der US-Regierung diesen Weg einzuschlagen, indem die sog. „moderaten bewaffneten Oppositionellen“ [MAO, vgl.u.] von den Terrorgruppen separiert würden, doch das hatte die damalige Obama-Administration verhindert [zu Belegen vgl.u.]. Doch sei dieser Weg durch die Astana-Konsultationen mit Unterstützung des Iran und Miteingliederung der Türkei  weiter beschritten worden. Derweil beteuerte der russische Vize- Außenminister Gatilow, Rußland komme seiner Verpflichtung als Garantiemacht der Waffenruhe für Syrien unbedingt und nicht erst auf Aufforderung des UN-Gesandten de Mistura nach, doch dieser solle entsprechende Ermahnungen an jene Staaten richten, welche immer noch die sog. bewaffnete Opposition [gegen die Waffenruhe] unterstützten. Dieser Punkt werde daher auch am Di., 28.3.2017, in Genf besprochen.  (http://sana.sy/en/?p=103095) Gatilow in Begleitung durch Sergei Werschinin, dem russischen Außenamtsdirektor für den Nahen Osten und Nord-Afrika, traf am Di., 28.3.2017, in Genf ein, um anschließend Treffen mit der Regierungsdelegation und der Moskau-Oppositions-Gruppe anzuhalten, dann folge auch eines mit der ar-Riyâḍ-Gruppe [vgl.u.!] am Mittwoch. Er will alle beteiligten Gruppen persönlich sprechen. (http://sana.sy/en/?p=103126) Auch ein Gespräch mit Staffan de Mistura stand für Di., 28.3.2017 an. (http://sana.sy/en/?p=103165)  – Nach einem Meinungsaustausch bestand Gatilow auf einer umfassenden Umsetzung der UNSC-Resolution Nr.2254 (vgl.u.): „The Russian side affirmed the necessity of full implementation of decision 2254 issued by Security Council” .  Er rief im Namen seiner Regierung zudem alle Seiten auf:  „to hold a constructive discussion to the agenda of dialogue, including counter-terrorism.” (http://sana.sy/en/?p=103180) Beim Treffen zwischen der Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî und dem russischen Vize-Außenminister Gatilow in Begleitung von Sergei Werschinin (vgl.u.) vom Di., 28.3.2017,  in Genf wurde nach einem Informationsaustausch  die Weiterführung derartiger Konsultationen vereinbart, um die Friedensverhandlungen weiter voranzubringen. Dazu informierte Dr. al-Ğaʽfarî  „We presented a number of papers and waiting for the seriousness of the other parties in interacting with those papers”.  – Anschließend traf sich die Regierungsdelegation noch mit dem iranischen permanenten UN-Repräsentanten in Genf, Mohsen Naziri Asl im Büro der syrischen UN-Gesandtschaft zum Meinungsaustausch. (http://sana.sy/en/?p=103156)

Das russische Verteidigungsministerium dementierte verbreitete Falschmeldungen über den Absturz eines im Umland von al-Lâḏa­qiyya angeblich seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya abgeschossenen russischen Helikopters. Der Terrororganisation verpflichtete arabische Sender hatten die Fake News am Mo., 27.3.2017, gebracht. Doch: „All aircraft of Russia’s Aerospace Forces in the Syrian Arab Republic are at their bases or involved in routine missions. Claims made by terrorist-controlled media sources about a Russian helicopter allegedly being shot down have nothing to do with reality,” verkündete der Sprecher des des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm. (http://sana.sy/en/?p=103081, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25220-russland_dementiert_berichte_zu_hubschrauber_absturz_in_syrien)

Erneut konnten die damaszener Behörden am 27.3.2017 geschmuggelte Drogen in Form von 40kg Haschisch und einer großen Menge an CaptagonPillen [zu deren spezieller Verwendung durch die Terroristen s. Teil II]  konfiszieren und die Dealer verhaften. (www.sana.sy/en/?p=103073)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.3.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=103064  und http://www.sana.sy/?p=528371 (Im N-Umland von amâ von Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraNestern und Bewegungsachsen  und denen ihrer Affiliierten der vom Erdogan-Regime unterstützten al-Ḥizb at-Turkistânî  im NO von Ḫirbat al-Ḥağâma mitsamt allen Terroristen; desgleichen im W von Kawkab mitsamt eines Panzers einer anderen Gruppe in Tal aṣ-Ṣaḫar und eines mit schwerer Artillerie aufgerüsteten Kampfwagens je mit Mannschaften in az-Zâra; später Befreiung der Stadt Maʽrzâf im NW der Provinzhauptstadt mit zig getöteten Extremisten Ğabhatu_n-Nuṣra und af­filiierten Gruppen. Rückeroberung der Bergrücken Ğabal al-Ḥîd und Ğabal aẓ-Ẓalîl nördlich des Hayân Öl-Felds, 14km im NO von  Tad­mur und des Ğabal Marbaṭ ʽAntar mit einer Anzahl von Militärposten um ihn herum, 12km von der Oasenstadt entfernt; anschließend Durchkämmung des Gebiets nach den von den Terroristen ausgelegten Sprengsätzen und Minen mit Entschärfung derselben; Vereitelung eines Angriffsversuchs eines motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps auf einen Militärposten im Malûk–Bereich  auf Talbîsa im N von Ḥomṣ zu; zudem Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Hauptquartier mit erheblichen Feindverlusten in ar-Rastan, 20km nördlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung von IS-Fortifikationen und –Ansammlungen in der Umgebung des Friedhofsbereichs von Dair az-Zaur wie in Talat aṣ-Ṣanûf in der Umgebung des Regiment 137 am SW-Rand Dair az-Zaurs mit Vereitelung eines Angriffsversuchs auf Qiṭâʽ at-Tanamiyya im W-Teil der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz des al-Manšiyya-Stadtteils von Darʽâ im Bezirk Darʽâ al-Balad nach verbissenen für den Feind äußerst verlustreichen Gefechten inklusive Artillerie.)

Eigenen Angaben vom Mo., 27.3.2017, zufolge haben die kurdischen sog. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) den Militärflugplatz aṭ-Ṭabqa nahe der verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa nach Kämpfen mit dem IS erobert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25224-syrien_kurdische_k%C3%A4mpfer_r%C3%BCcken_auf_rakka_vor)

Übernahme eines Artikelausschnitts von Sputnik-News mit dem Interview mit Ḥalaf al-Miftâḥ  (Halaf al Miftah), dem Co-Vorsitzenden der syrischen Baʽṯ-Partei zu der Frage, ob die pathetisch als „Befreiung“ bezeichnete und so in den westlichen Mainstream-Medien gehandelte Großoffensive der US-geführten Koalition im Gebiet von ar-Raqqa diese Benennung überhaupt verdient und worum es den USA dabei wirklich geht. Er bestätigt die schon früher dargestellten Pläne der USA etc. bzgl. der Umgestaltung des Nahen-Ostens einschließlich Syriens und des Iraks [vgl. „Balkanisierung“ Syriens, vgl.u.!] „,Die Koalition führt in Syrien keinen Krieg gegen den Terror. Ihr Ziel ist die Veränderung der Grenzen im Nahen Osten, die Zerschlagung eines einheitlichen syrischen Staates und die Gründung föderativer Einheiten. „,Die US-Amerikaner tun nur zum Schein so, als würden sie gegen den Terror kämpfen. Das wird weltweit groß in den Medien gesendet, man spricht viel darüber. Doch die Lage am östlichen Euphrat ist eine ganz andere‘, so der Experte. Denn dort bilde eine Gruppe, die die politischen US-Interessen vertritt, eine Einheit, die den Flughafen der Stadt, ein Wasserkraftwerk und Erdölfelder kontrolliert, auf denen täglich 20.000 Tonnen Rohöl gefördert werden. ,Die Ziele Syriens und Russlands unterscheiden sich grundlegend von jenen der USA, weshalb ihre Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Terror unmöglich ist, so Al Miftah weiter. Dass das Ziel der USA nicht die Befreiung Syriens ist, sieht auch der Politikwissenschaftler Ali al-Ahmed von der Akademie für geostrategische Studien so: ,Die internationale Koalition kann Rakka zwar befreien, doch ohne Abstimmung mit der syrischen Führung wird sie zwangsläufig zu einer Besatzungsmacht. Und eine Abstimmung wollen sie auch nicht, weil die USA weltweit ihre eigene Politik betreiben wollen‘, so der Experte.“ (http://sptnkne.ws/dUVp) – S.a. den Beitrag: Syrien: USA und Opposition blockieren Regierungstruppen Weg nach Rakka

Terroranschläge vom 27.3.2017: Am Morgen erhielt ein Kind im al-Bânûrâmâ im nördlichen Bereich von Darʽâ Granatsplitterverletzungen am Bein infolge Raketenbeschusses durch Affiliierte von  Ğabhatu_n-Nuṣra, wie die lokale Abteilung von Syrian Arab Red Crescent (SARC) meldete. – Zuvor schon hatten  Terroristen vom Stadbezirk Darʽâ al-Balad das Wohngebiet im Stadtteil as-Saḥârî mit Raketen beschossen und so einen Hausbrand verursacht. Abends griffen Terroristen von aus Ost-al-Ġûṭa aus den Stadtteil  al-Qaimariyya der damaszener Altstadt mit Mörsergranaten an und richteten damit entsprechende Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=103068, http://www.sana.sy/?p=528410, http://www.sana.sy/?p=528892)

Ein weiteres Kontingent von mehr als  500 Militanten mit ihren Familien wurde am Mo., 27.3.1017, aus dem Stadtteil al-Waʽir am Westrand von Ḥomṣ im Rahmen der Rekonziliierungsvereinbarung (vgl.u.) ausgeschafft. (http://sana.sy/en/?p=103046, http://sana.sy/?p=528306)

Am Mo., 27.3.2017, traf die Regierungsdelegation erneut im UN-Hauptquartier in Genf zu einem Gespräch mit dem Stellvertreter des UN-Gesandten für Syrien, Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî, zusammen. (http://sana.sy/en/?p=103059)

Kraftwerk der Talsperre am Assad-Stausee, Photo: SANA, Sputnik

Kraftwerk der Talsperre am Assad-Stausee, Photo: SANA, Sputnik

Infolge  Beschädigungen durch die früheren Bombardements der US-geführten Koalition in der Gegend (vgl.u.) und der damit gestiegenen Wasserhöhe (vgl.o.) droht der aṭ-Ṭabqa-Damm am Euphrat, der den Assad-Stausee abschließt, zu brechen. Es ist die größte derartige Anlage in Syrien und versorgt das gesamte Land mit Trinkwasser und Stromenergie. Doch durch die Kampfhandlungen – auch zwischen der sog. Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) und dem IS – können nicht wie sonst Reparaturmannschaften an die Schäden herankommen. Die Stadt aṭ-Ṭabqa ist Ziel der ca. 4km vom Staudamm entfernt stehenden DKS, die als Tor zur verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa gilt, wie al-Mayâdîn am 26.3.2017 mitteilte. (http://sptnkne.ws/dU9r, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25192-syriens_gr%C3%B6%C3%9Fter_staudamm_wegen_k%C3%A4mpfe_au%C3%9Fer_betrieb)

Laut Erklärung von Bernard Dunn, Leiter der BoeingAbteilung für Nahost, Nordafrika und die Türkei, verkauft das Unternehmen im Hinblick auf die Auseinandersetzungen in Syrien, im Irak und Jemen hochentwickelte Kampfdrohnen an einige der Länder der Region, die zu den Hauptunterstützern der bewaffneten Gruppen in den genannten Konfliktländern zählen, wie Sky News am So., 26.3.2017, berichtete. So solle deren Kampffähigkeit [und damit gegen diejenige der jeweiligen Regierungen!] erhöht werden. Diese Waffenlieferungen seit den letzten Jahren gehen noch auf eine Genehmigung der Obama-Administration bzgl. des Verkaufs von Spionage- bzw. Kampf­drohnen an jene Länder zurück. (http://parstoday.com/de/news/world-i25204-boeing_verkauft_nahost_l%C3%A4ndern_kampfdrohnen)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102964 und http://www.sana.sy/?p=527845 (Präzise effektive Luftschläge gegen motorisierte Einheiten inklusive Panzern und ausgerüsteten Kampfwagen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet von ʽUqairbât, südlich von Ṭayyibat al-Imâm, Ḥalfâyâ, al-Laṭâmina, Tal Hawâš, nördlich von Ṣû­­­rân, Tal ʽUṯmân und  Mûrik im Umland von Ḥamâ. Vernichtung ganzer IS-Ansammlungen und derer von IS-Affiliierten durch Artillerieeinheiten am Sonntagmorgen in Bi´r al-Qaṣab-Areal um SO-Rîf Di­mašq mitsamt ihrer Waffen und Munitionsbestände. Gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen Stellungen und –Fortifikationen des IS samt Affiliierten im Umfeld der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur im Bereich des Flughafens, des Friedhofsgebiets und beim Regiment 137 am SW-Stadtrand, dem Sariyya Ğunaid, der Elektrizitätsgesellschaft, des Liwâ´ at-Ta´mîn, Des Faktoreienblocks und beim Dorf al-Ğaf­ra mit Vernichtung von deren dortigen Schlupfwinkeln inklusive Mengen von deren militärischem Equipment. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen in Masḥara in der Provinz al-Qunaiṭra mitsamt deren Munitionsdepot, raketengetriebenen Granatwerfer Kaliber 107mm und etlichen aufgerüsteten Kampfwagen. Zerstörung  Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Infiltrationsachsen mit einer Kanonenbasis südlich der al-BîṭârFarm, einer Raketenabschußanlage südlich von Darʽâ, einer Barrikade auf der as-Sadd-Straße [d.i. zum Staudamm], eines Munitionsdepots westlich der Post im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad mit Eliminierung von deren Trupps im Stadtteil al-Karak sowie einer bewaffneten Einheit auf der Straße  in Ṭafas – Süd-Darʽâ. Auslöschung von IS-Fortifikationen und –Bewegungen in Tal Ušaihib aš-Šamâlî und dem Gebiet der Quellen von ad-Da­yâsa im O-Rîf von as-Suwaidâ´ mit etlichen motorisierten Trupps.)

De Mistura unterstützt den Vorschlag (vg.lu.), daß sich die drei Garantenstaaten der Vereinbarung zur Waffenruhe in ganz Syrien wegen der jüngsten Eskalation terroristischer Aktionen baldmöglichst erneut in Astana treffen sollten, um dem zu begegnen. (http://sana.sy/?p=527793 vom 26.3.2017)

Generalmajor Igor Konaschenkow widersprach als Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau der Ankündigung des franzö­sische Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian dahingehend, die Befreiung der verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa werde bald erfolgen. Diese sei nämlich von mehreren Faktoren abhängig. Daher führte er aus, der Optimismus von Le Drian habe „irgendeine besondere nationale Inspirationsquelle, die mit der Wirklichkeit und der Lage ‚auf der Erde‘ nichts zu tun haben. … Jedem Militärexperte ist klar, dass die Befreiung von Rakka kein leichter Spaziergang … wird. … Der reale Erfolg und die Fristen der Vollendung dieser Operation werden direkt von der Bereitschaft abhängen, das Vorgehen mit allen Kräften zu koordinieren, die gegen den internationalen Terror in Syrien kämpfen.“  (http://sptnkne.ws/dUdH)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102902 und http://sana.sy/?p=527517 (Während des weiteren Vorrückens im O-Umland von Aleppo Befreiung von sechs Dörfern, nämlich: Umm al-Marî, Šuraima, Ğana Salâma, Ḥâd Ḥawš, al-Quṣair und Ḫarâ´iğ Dahâm nach erbitterten Gefechten mit dem IS; was von den Terroristen nicht tot oder verletzt zurückblieb, flüchtete ostwärts; Bombenräumkommandos spürten die zuvor ausgelegten IS-Sprengsätze auf und entfernten bzw. deaktivierten sie; zudem konnte die SAA über 5.000 Dorfbewohner der vom IS kontrollierten Areale in den Weiten des O-Rîfs  via errichteter Sicherheitskorridore evakuieren. Zusammen mit unterstützenden Kräften Befreiung auch von Kawkab im N-Rîf (Umland) von Ḥamâ mit weiterem Vorrücken von dort aus in die verschiedenen Richtungen, wobei viele Ğabhatu_n-NuṣraKämpfer getötet oder verletzt und deren Kommandozentren, zwei Waffen- und Munitionslager, vier Panzer, sechs Kampfwagen und mehr als neun mit Maschinengewehren aufgerüstete Fahrzeuge  zerstört wurden. Eliminierung von mehr als 20 Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen  und Affiliierter mitsamt deren Kommandozentren, einer Barrikade, einem SUV mit Maschinengewehr und einem Bulldozer in Operationen gegen deren Trupps unterwegs auf der Straße von  Inḫil / aṯ-Ṯariyâ in den O von al-Malîḥa aš-Šarqiyya bzw. im Raum Ibṭaʽ und im Provinzhauptstadtbezirk Darʽâ al-Balad. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und –Nachschubrouten im Umkreis des Dair az-Zaur Airport wie in den Stadtteilen ar-Rašadiyya und dem al-Makabât-Areal.)

Die Behörden konnten in Zusammenarbeit mit Anwohnern und nach eingehender Überwachungstätigkeit große Mengen an Waffen- und Munitionsschmuggelgut für die Terroristen in den Provinzenamâ und al-Lâḏa­qiyya aufspüren und konfiszieren. Darunter fanden sich 14,5mm Machinengewehre, verschiedene andere Gewehre mit jeweiliger Munition, 23mm Artilleriemunition, unterschiedliche Granatentypen, Munition für  Duschkas und PKCs, Mörsergranaten verschiedener Größe, Panzerabwehr-Granatwerfer (RPGs) und verschiedene hochzerstörerische Raketen. (http://sana.sy/en/?p=102956)

Terroranschläge vom 25.3.2017: Mörsergranatenbeschuß von Ğaubar und West-al-Ġûṭa aus auf den Wohnbezirk al-Quṣûr in Damaskus verletzten vier Anwohner und richteten entsprechende Schäden an. Auf den Stadtteil as-Saḥârî  von Darʽâ abgefeuerte Raketen verletzten eine Reihe von Personen und führten zum Ausbruch von Bränden. (http://sana.sy/en/?p=102927 , http://sana.sy/?p=527579)

Ca. 2000 Familien kehren am 25.3.2017  als 3. Gruppe in die Stadt aḏ-Ḏiyâbiyya  im Rîf Dimašq zurück, nachdem staatliche Stellen dafür gesorgt haben, daß der Basisbedarf für das Leben der Bürger dort gesichert ist. U.a. wurden bereits 70% der Stromversorgung wiederhergestellt, vier Schulen eröffnet, neun Trinkwasserquellen erschlossen und ein Medizinzentrum eingerichtet, indem – wie auch sonst kostenlos für die Bürger – Versorgung in Anspruch genommen werden kann. Zuvor wurden schon etwa 15.000 Menschen wieder in die Stadt zurückgebracht. (http://sana.sy/en/?p=102935, http://sana.sy/?p=527548)

Die syrische Regierungsdelegation traf sich erneut mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sa., 25.3.2017, ab 11.00 Uhr im UN-Hauptquartier in Genf (http://sana.sy/en/?p=102920) und übergab de Mistura ein Papier zur Terrorismusbekämpfung für die Diskussion. (http://sana.sy/en/?p=102920)

Pressekonferenz des Leiters der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  vom Fr., 24.3.2017, in Genf mit anschließenden Reporterfragen. Nicht zum ersten Mal sei eine weitere Gesprächsrunde zur Beilegung der Syrienkrise – sei es in Genf oder Astana – durch eine Eskalation von Terrorattacken von Ğabhatu_n-Nuṣra  u.a. Terrorgruppen ein- bzw. begleitet worden. Bei den Angriffen auf Ğaubar [ca. 2km im O von Damaskus] seien Ğabhatu_n-Nuṣra, Failaq ar-Raḥmân und Ğaiš  al-Islâm beteiligt gewesen, die sich zuvor auch schon einmal untereinander bekämpft hätten, sich jedoch aufgrund der Instruktionen ihrer [ausländischen] Führer unter dem Kommando von Ğabhatu_n-Nuṣra zum Großangriff zusammengefunden hätten. Von großer Bedeutung dabei sei, daß Ğabhatu_n-Nuṣra eindeutig als Terrororganisation von den UN gelistet sei. Demnach seien auch alle Gruppen, die unter ihrer Führung und mit ihr zusammen kämpften, als Terroristen anzusehen. Diese würden aber von den Regierungen der Türkei, Saudi-Arabiens, Qaṭars, Jordaniens, Israels, Frankreichs und Großbritanniens unterstützt, wonach sie logischerweise als Terroristenunterstützer einzustufen seien wie Unterstützer von Ğabhatu_n-Nuṣra selbst [so daß gegen sie die relevanten UN-Resolution gelten!]. Am gegenwärtigen Großangriff im Umland von Ḥamâ  nähmen die Gruppen Ğaiš an- Naṣr, Ğaiš  al-ʽIzza, Failaq aš-Šâm und Ğaiš  Idlib al-Ḥurr, teil, geleitet von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya [zur Beziehung zur ar-Riyâḍ-Gruppe vgl.u.!] und Ğabhatu_n-Nuṣra. Vertreter dieser Terrororganisationen hätten aber an den Astana-Gesprächen der jüngsten Vergangenheit als „Opposition“ teilgenommen, was wiederum die Involvierung der zuvor genannten Regierungen in das terroristische Geschehen bedeutet: „Of course it is clear that the participants with al-Nusra in the attack on eastern Damascus and Hama countryside are factions that had participated in the Astana meetings and this is an indication of the involvement of the aforementioned regimes in the terrorist attacks in Syria.” Im Gegensatz zu wesentlich kleiner dimensionierten Terrorakten z.B. in Großbritannien, habe dies jedoch keine Konsequenzen gehabt, daher  ergänzte er: „When a terrorist attacks the British Parliament in London, the UK mobilizes all its forces and its nuc­lear, biological, chemical, and traditional weapons to kill this single attacker, and when another terro­rist named Mohamed Marrah attacked one city in France, he was killed with 300 bullets, but when a terrorist attacks the Justice Palace in Damascus, the western media, including the British and French, call him a jihadist”. Daß diese Terrorgruppen nun unter der Schirmherrschaft von Ğabhatu_n-Nuṣra agierten, zeige den – wenn auch verfehlten Versuch – die Natur dieser Leute als Terroristen und deren Verletzungen der für Syrien vereinbarten Waffenruhe vom 29.12.2016 zu kaschieren, worauf auch die ständigen Namenswechsel  hinzielten: „It has become very common these days for terrorist groups like Jabhat al-Nusra itself and terrorist groups affiliated with it to change their names every 24 hours or so, and that is to avoid being classi­fied as a terrorist organization for dealing with al-Nusra, but this is well understood by the terrorism specialists in Damascus and other cities and in the Security Council”. Angesichts der massiven Terrorakte im Gebiet von Damaskus und Ḥomṣ noch vor dieser 5. Gesprächsrunde in Genf sei es höchst befremdlich, daß die UNSC-Mitglieder USA, Frankreich und Großbritannien die von Rußland eingebrachten drei Resolutionsentwürfe zur Verurteilung der dort genannten Terroraktionen durch ihr Veto blockten: „Let’s not forget the terrorist bombings that struck Damascus before the start of this round, bombings which have resulted in the killing of many innocent civilians. In this regard, I’d like to mention a pain­ful incident at the UNSC, where the Russian delegation submitted three draft press statements, the first condemning the terrorist attacks in Homs, the second condemning the bombing in the Justice Palace in Damascus, and the third condemning the targeting of the Russian Embassy in Damascus, but the dele­gations of US, France, and the UK objected to these draft press statements, and therefore these state­ments were not adopted.” Nicht zu vergessen seien auch die Terroristenangriffe gegen die einzige Geburtshilfeklinik in Ost-Damaskus vom Vortag: „We won’t forget either the inhabitants of eastern Damascus who have been subjected to indis­crimi­nate terrorist shells and explosive bullets for years and in recent days, and they’re still steadfast in their homes. Yesterday, the terrorists shelled the only hospital in Fares al-Khoury Street which is called al-Zahrawi Maternity Hospital, which is the only hospital in east Damascus that offers medical services for pregnant women.” Daher sei auch die Terrorismusbekämpfung als einer zuletzt vereinbarten vier Themenpunkte in den Vordergrund gerückt: „For all these reasons, we focused today in our first meeting in Geneva 5 on combating terrorism, especially in light of the events that we mentioned to you in the terrorist attacks targeting Damascus and Hama, and based on the request of UN Special Envoy, we assessed the tracks of Geneva and Astana, and we commend the Astana track and the positive and constructive Russian initiatives on stabilizing the ceasefire and on combating terrorism and finding a political solution to the crisis in Syria through continued coordination between President Bashar al-Assad and Russian President Vla­dimir Putin.” Schließlich habe man den UN-Gesandten de Mistura noch zu dessen Ansichten hinsichtlich der Situation in Syrien befragt wie zu denen der anderen Teilnehmer. Zu den Journalistenfragen: Zu Statements einiger Mitglieder der ar-Riyâḍ-Gruppe gefragt, welche die Terrorattacken von Damaskus und Ḥamâ zu rechtfertigen versuchten, antwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, diesen Punkt habe er mit dem UN-Gesandten de Mistura erörtert. Dieser habe den Sachverhalt verstanden und habe daher die Terrorismusbekämpfung  als ersten der vier Themen [vgl.u. Astana-Beschluß] auf die Agenda gesetzt. Außerdem bemerkte er, daß solcherlei Äußerungen deutlich machten, daß sie nicht von heimatverbundenen Oppositionellen stammten, sondern von Terroristen(untertützern), indem er sagte: „such statements uncover the affiliation of those individuals and the agendas they work for, and this is what we have been saying for years. …  These platforms are not patriotic opposition platforms; they are destructive platforms that sponsor terrorism and are part of the terrorism. In Geneva 4 I called them ,shop owners.‘ In any way, they are not patriotic opposition, and their foolish statements benefit us.” Darauf angesprochen, was denn von Diskussionen mit einer Gruppe von Terroristenunterstützern zu erwarten sei, erwiderte der Chefunterhändler: wenn Mitglieder der ar-Riyâḍ-Gruppe Statements zur Terrorismusunterstützung herausgäben und sogar offen zu einer Allianz mit Ğabhatu_n-Nuṣra aufriefen, zeigten sie sich nur als Terroristen gemäß den UNSC-Resolutionen. Einer Mitglied der ar-Riyâḍ-Gruppe habe sogar dafür geworben, die Terrorattacken von Ḥomṣ auf ganz Syrien auszudehnen und habe sich dabei selbst als Terrorist geoutet. Ein Reporter wollte wissen, ob es aufgrund der angesprochenen Terroraktionen eine politische Reaktion wie einen Ausschluß von Teilnehmern in Genf gebe, gab Dr. al-Ğaʽfarî zurück, das Ziel aller Terrorattacken sei es ja, die Friedensgespräche mitsamt einer diplomatisch- politischen Krisenlösung in Astana und Genf zum Scheitern zu bringen, weshalb die Regierung auch niemals damit gedroht habe, sich von diesen Gesprächen zurückzuziehen. Daher rufe die [syrische] Regierung auch alle andren Regierung mit gesundem Menschenverstand dazu auf, diesen in Astana und Genf eingeschlagenen diplomatisch- politischen Weg zu unterstützen. Bezüglich der Koordination zwischen US-Truppen und der sog. Syrian Democratic Forces (SDF) im Kampf um ar-Raqqa gab der Diplomat zu Bedenken, Syrien begrüße jedes aufrichtige, sachgerechte counterterroristische Engagement in Abstimmung mit der Landesregierung, anstatt jene zu ignorieren. Doch gerade die USA unterstützten andererseits Gruppen, welche gegen die Autorität des syrischen Staates kämpften, mit Waffen,  was gerade nicht der Terrorismusbekämpfung diene. Der einzige Weg, auch den IS zu besiegen, sei, dies in Kooperation und Koordination mit der syrischen Armee (SAA) zu tun. Daher sei auch die drohende Operation seitens der Türkei bzw. der USA gegen die vom IS besetzte Stadt ar-Raqqa, nach der ebenfalls gefragt worden war, nichts anderes als eine illegale ausländische Militärpräsenz bzw. Invasion, da sie ohne Billigung der Landesregierung erfolge. Vorzugeben, dies geschehe zur Bekämpfung des IS sei nicht korrekt, da dies Aufgabe der SAA sei. Zudem bombten US-Kampfflieger wiederholt zivile Ziele in Syrien wie zuletzt die Schule und Flüchtlingsunterkunft in al-Manṣûra [s.u.] Hinsichtlich der Haltung von Frankreich und Großbritannien  äußerte Dr. al-Ğaʽfarî, die erwähnten Landesregierungen finanzierten den Terrorismus – für hunderte Milliarden US-Dollar hätten sie an die bekannten Terroristenunterstützer Saudi-Arabien, Qaṭar und die anderen Golfregime Waffen geliefert – und benutzten ihn in politischer Hinsicht. Sie hielten sich für clever genug, die Terroristen von ihren Ländern fernzuhalten, doch weit gefehlt. Dabei habe der frühere britische Premierminister David Cameron noch vor ein paar Jahren, als es Unruhen in London gab, gesagt: „When it comes to National Security don’t talk to me about human rights!” Ob die jüngsten Terrorakte einen Einfluß auf die Agenda in Genf habe, wollte ein Journalist wissen. Nur insofern, als unter den ansonsten gleichgewichteten  Themenblöcken die Terrorismusbekämpfung an den Anfang gestellt worden sei. Wer dagegen opponiere [vgl.u. bzgl. Astana!], offenbare sich nur als Terrorismusunterstützer. Auf die Ablehnung der syrischen Regierung gegenüber einem Besuch de Misturas in Damaskus  unlängst angesprochen, erwiderte der Delegationsleiter,  man habe immer mit dem UN-Gesandten zusammengearbeitet. als er seine Zuständigkeit überschritt, habe man ihn taktvoll und in diplomatischer Weise darauf hingewiesen. Manchmal rechtfertige jener auch gemachte Fehler damit, daß er von gewissen Staaten massiv unter Druck gesetzt werde. Darauf habe man ihn unterstützt, diesem Druck zu widerstehen. Bei der später am Abend stattfindenden Pressekonferenz von Staffan de Mistura stach aus erwähnten, schon bekannten Sachverhalten hervor, daß wegen der bedauerlichen Eskalation der Terrorakte in Syrien vorgeschlagen wurde, bald möglichst die Garantenstaaten der Waffenruhe zu einem weiteren Treffen in Astana zusammenkommen sollten. (http://sana.sy/en/?p=102848)

Der ständige russische UN-Repräsentant in Genf, Alexei Borodawkin, verurteilte vehement die Versößte gegen die vereinbarte Waffenruhe durch die jüngsten terroristischen Groß-Attacken auf Wohngebiete seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und angeschlossenen Gruppen im Raum Damaskus etc. Diese zeigten, laut Bericht der Tass News Agency die Notwendigkeit, solchen Verbrechen ein Ende zu setzen.  Andererseits würdigte er die konstruktiven Bemühungen der Regierung in Damaskus auf dem Weg der politischen Lösung der Syrienkrise. Nach dem Treffen russischer Diplomaten mit Repräsentanten der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) bemerkte er, diese seien nützlich, damit jene endlich die militärischen wie politischen Fakten zur Beilegung der Krise realisierten. Wenn Oppositionsgruppen nicht damit aufhörten, auf Orders von denen zu hören, welche die Genfer Gespräche zu Fall bringen wollten, bestehe keine Hoffnung für weitere Erfolge des angebahnten politischen Prozesses. Auch werde sich die russische Seite weiterhin dafür einsetzen, daß auch die Kurden zu den Gesprächen geladen würden [wie dies die Basis-bildende UNSC-Resolution Nr.2254 schließlich vorsieht!].(http://sana.sy/en/?p=102868)

Programmgemäß traf de Regierungsdelegation heute, Fr. 24.3.2017, um 11.00 Uhr in Genf den UN-Gesandten de Mistura zu einem ersten Gespräch. (http://sana.sy/en/?p=102836)

Das Oberste Heereskommando gab noch am Fr., 245.3.2017, in einer öffentlichen Erklärung bekannt, alle von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten angegriffenen Areal und Blocks im nördlichen Ğaubar seien nach Eliminierung hunderter der Extremisten wieder gesichert. Fliehende Terroristen würde weiterhin verfolgt, während Bombenräumkommandos  die hinterlassenen Sprengsätze und Minen aufspürten und entschärften. – Die nacheinander anbrandenden Wellen der genannten Terroristen hätten erneut offenbart, daß  deren Hintermänner und Finanziers diese weiterhin benutzten, um die Friedensbemühungen der Regierung zunichte zu machen und damit letztlich die Ziele ihrer ausländischen Operatoren zu erfüllen. Davon lasse sich die Armee jedoch nicht von ihrer Pflicht, die Bevölkerung zu schützen und den Terrorismus auszurotten abhalten. (http://sana.sy/en/?p=102887)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102833 und http://www.sana.sy/?p=527175 (Vereitelung eines heftigen Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten auf die Stadt Qamḥâna im Nord-Umland von Ḥamâ nach verbissenen Gefechten und rechtzeitiger Zerstörung zweier Autobomben sowie weiterer motorisierter Verbände unterwegs zwischen Tal aṣ-Ṣaḫar und Barîdîğ mit SAAF-Unterstützung; zudem  Vernichtung der letzten verbliebenen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps, welche zuvor gewaltsam in die Dörfer Šayzar und Kafar aṭ-Ṭûn eingedrungen waren zusammen mit deren zurückgelassenen militärischen Ausrüstung und anschließender Säuberung des Gebiets von den hinterlassenen Sprengkörper durch Bombenräumkommandos.  Wiederherstellung der Kontrolle über sämtliche Gebiete im nördlichen Faktoreiengebiet der damaszener Vorstadt Ğaubar und al-Qâbûn, in die vor Tagen große Kontingente von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten eingedrungen waren; zudem Vorgehen mit Artillerie gegen deren Schlupfnester und Fortifikationen im Umland mit Eliminierung großer Zahlen der Extremisten; parallel dazu effektive präzise Luftschläge auf deren Bewegungsachsen und gegen deren Nachschublinien von Ost-al-Ġûṭa her in den N von Ğaubar.)

Terroranschlag vom 24.3.2017: Durch Beschuß mit Mörsergranaten von Terroristen aus Ğaubar und al-Qâbûn wurde ein Kind in der Ḫâlid Ibn al-Walîd-Straße in Damaskus verletzt. (http://sana.sy/en/?p=102874)

In zwei neuerlichen identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vom Do., 23.3.2017, forderte das Außenministerium von den angegebenen Institutionen ihren Rollen bei der Bekämpfung des Terrorismus und krimineller Akte, ausgeführt durch bewaffnete terroristische Gruppen, gerecht zu werden. Den Anlaß gaben die jüngsten Terrorakte im nächsten Umfeld von Damaskus und in anderen Regionen Syriens. Das Amt führte dazu aus: „Damascus, the capital of the Syrian Arab Republic, comes under brutal attacks nowadays by armed terrorist groups, led by Jabhat al-Nusra which is classified on the UNSC’s lists as a terrorist organi­zation”. Die in Ğaubar und Qâbûn nahe Damaskus positionierten bewaffneten terroristischen Gruppen benutzten für ihre Angriffe auf – ansonsten sichere – Wohngebiete Autobomben, Raketen und Explosivgeschosse, welche dutzende unschuldiger Bürger töteten und noch mehr verletzten.  Über Ḥamâ und die dort aktiven Terrorgruppen enthielten die Schreiben die Information:  „Hama city also came under attacks of a number of terrorist groups, including so-called Jabhat al-Nusra, Jaish al-Ezza and Jaish al-Nassr ”. Hierbei falle auf, daß es sich bei den genannten Terrorgruppen auch um Unterzeichner des Waffenruheabkommens handele! 60% der Angriffe auf das damaszener Gebiet und auf Darʽâ erfolgten aus gebieten, kontrolliert von Ğaiš al-Islâm [zur Verbindung zur sog. ar-Riyâḍ-Gruppe vgl.u.!] „That indicates the instructions have been issued by the spon­sors of those terrorist organizations to open fronts of fight in all Syrian territories in a clear violation of the cessation of hostilities agreement of Astana reached on 29/12/2016, approved by Geneva mee­tings, welcomed by the UN Security Coun­cil and to which the Syrian Arab Republic has committed”, gab das Außenministerium zu Bedenken. Das wahre Ziel dieser Attacken sei damit, die Friedensgespräche in Astana und Genf und das dort jeweils schon Erreichte zum Scheitern zu bringen. Die zur Verfügung stehenden Informationen wiesen zudem darauf, daß in die Anschläge die Geheimdienste der Türkei, Saudi-Arabiens und Qaṭars involviert (gewesen) sind. Die Schreiben schlossen mit der Versicherung, weiterhin den Counterterrorismus zu führen und die Friedensbemühungen voranzutreiben: „As Syria believes in the need for reaching a political solution to the crisis, it partici­pates today in Geneva talks despite all attempts to have these talks a failure by the armed terrorist groups and their supporters.”(http://sana.sy/en/?p=102811)

In der wöchentlichen Pressekonferenz vom Do., 23.3.2017, kam auch die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa auf die jüngsten Attacken zu sprechen: die Weigerung westlicher Regierungen, auch die jüngsten Terrorakte im Gebiet von Damaskus zu verurteilen bzw. deren Übergehen mit Stillschweigen wie schon beim Giftgas-Einsatz durch den IS, zeige deren Unwillen, effektive Schritte gegen den Terrorismus zu unternehmen. Auch dauere der Nachschub an Waffen, Munition, Söldnern und Geldmitteln für die Terroristen nach wie vor an. Das alles zeige, daß der Counterterrorismus unbedingt Priorität bei der 5. Runde der Genfer Gespräche haben müsse neben den anderen drei zuvor schon in Astana festgelegten Themengebieten (vgl.u.). Über dazu vereinbarte Einzelheiten haben jedoch letztlich die syrische Bevölkerung zu entscheiden. Während die Regierungsdelegation vorbildlich am politischen Prozeß mitarbeite, suchten Teile der Oppositionellen, welche die Friedensbemühungen letztlich ablehnten, dieselben durch Stellung illegitimer Vorbedingungen (vgl.u.) zu verhindern. (http://sana.sy/?p=526753)

Terroranschläge vom 23.3.2017: Die damaszener Wohngebiete ar-Rawa (Kindergarten!) und al-ʽAbâssiyîn waren Ziel von Mörsergranaten- und Raketenangriffen seitens Terroristen, die sich in Ğaubar und Qâbûn (vgl.u.) verschanzt halten. Zum Glück richteten diese „nur“ materiellen Schaden an. Im aleppiner Stadtteil al-Ḥamdâniyya dagegen wurden fünf Kinder getötet und vier weitere verletzt infolge Raketenangriffen (http://sana.sy/en/?p=102764, http://sana.sy/?p=526700)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.3.2017 informieren:http://sana.sy/en/?p=102754 und http://sana.sy/?p=526581 (Konsolidierung der errichteten Verteidigungslinie für Städte im Nord-Umland von Ḥamâ, in welche zuvor kurzfristig die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten eingedrungen waren (vgl.u.); zudem Vernichtung von deren Ansammlungen und Bewegungen mitsamt einen Konvoi inklusive drei Panzern, fünf Kampfwagen und weiteren mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen und deren Mannschaften im nördlichen Umland (rîf). Beseitigung von Verstecken von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im N-Rîf von Ḥomṣ, unter den Getöteten wurden auch Anführer identifiziert; zudem gezielte effektive Artillerieangriffe gegen deren Trupps im Bereich der Dörfer Umm Šar­šûḥ, al-Ġağar, al-Bâyika und al-Talûl al-Ḥamr; Vernichtung einer motorisierten IS-Einheit mit weiteren Stellungen östlich von Ğab al-Ğarâḥ, 73 km im O der Provinzhauptstadt; rechtzeitige Zerstörung einer Ğabhatu_n-NuṣraAutobombe auf der Straße Ḥomṣ – Ost-Salamiy­ya, bevor sie die Militärposten zum Schutz von al-Mašrafa   im O-Rîf erreichte. Eliminierung von IS-Artillerie-Stellungen und -Fortifikationen im S von Dair az-Zaur sowie eines IS-Trupps unterwegs im Gebiet von at-Taim etwa 16 km südlich der Provinzhauptstadt. Desgleichen gegenüber den Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten am N-Rand der damaszener Vorstadt Ğaubar (vgl.u.) wie in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit hunderten getöteter und verwundeter Terroristen; dazu präzie effektive Artillerie-Attacken auf deren Nachschublinien in beiden Regionen.)

Genf UN-Vertretung, Photo: SANA

Genf UN-Vertretung, Photo: SANA