Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den anhaltenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

 

 

Terroranschläge vom 24.9.2017:
Im entfernten Norden [also nahe der Grenze zur Türkei] von al-Lâḏa­qiyya verschanzte Terroristen schossen mit Raketen auf einige Dörfer im Umkreis und Wohngebiete der Provinzhauptstadt, verletzten dabei zwei Bewohner des Dorfes al-Kafraz und richteten entsprechende Schäden an öffentlichem und privatem gut an. Die in jenem Gebiet aktiven Terroristen sind überwiegend mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliiert bzw. durch die Erdogan-Regierung unterstützt.  (http://sana.sy/en/?p=114439, http://www.sana.sy/?p=631341)

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Bzgl. der US-Aktionen im Raum Dair az-Zaur teilte das russische Verteidigungsministerium am 24.9.2017 mit, aufgrund von Luftaufnahmen sei zu sehen, daß  US-Sondereinheiten an Stützpunkten stationiert seien, die zuvor von IS-Kämpfern eingerichtet worden waren. Jedoch seien keinerlei Merkma­le einer Erstürmung, von Gefechten mit den Terroristen oder Bodentrichter von Luftangriffen der US-geführten Koalition auszumachen. Daher verlautete: „Obwohl die Stützpunkte der US-Streitkräfte im Gebiet der aktuellen Stationierung von IS-Gruppie­rungen liegen, gibt es keinerlei Merkmale jeglicher Kampfsicherung. Das kann nur davon zeugen, dass sich alle dort befindenden US-Militärs auf den von IS-Terroristen besetzten Territorien völlig in Sicherheit fühlen.“­ Außerdem ist der Facebook-Mittteilung des Ministeriums zu entnehmen: „Mit Hilfe von Luftaufnahmen, die in der Periode vom 8. bis 12. September 2017 gemacht wurden,  wurde in den Stationierungsorten der IS-Gruppierungen eine große Menge von US-amerikanischen Panzerwagen des Typs Hummer gesichtet, die im Gebrauch von US-Sondereinheiten sind“.  Den Luftaufnahmen sei auch zu entnehmen, daß Einheiten der US Special Operations Forces die US-unterstützten SDF-Kämpfer durch die IS-Formationen hindurch entlang des linken (d.h. östlichen) Euphratufers von N her gen Dair az-Zaur führten.  (http://sana.sy/en/?p=114457 mit weiteren Informationen und Photos, https://sptnkne.ws/f5MW für Zitate in Deutsch) – Zu den entsprechenden Anschuldigungen gegen die US-Administration (vor allem unter Obama) seitens der syrischen Regierung und anderen, nicht nur die sog. moderate bewaffnete Opposition [MAO s. ab Teil II!], die trotz mehrfacher Aufforderungen bislang nicht von den von ihnen als Terroristen angesehenen Kämpfern zu scheiden vermochte, sondern eben über diese auch jene  zu unterstützen, siehe ebenfalls ab Teil II!

Treffen al-Mu'allim - Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Treffen al-Mu’allim – Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Beim Treffen der Außenminister Rußlands und Syriens am Rand der 72. UN-Vollversammlung am 23.9.2017 versicherte ersterer, Sergei Lawrow seinem Amtskollegen al-Muʽallim hinsichtlich der illegalen (vgl.u.) US-Aktionen im Land: Wir sprechen regelmäßig mit dem US-Außenministerium und dem Pentagon, und wir haben erklärt, wie das russische Verteidigungsministerium bereits öffentlich bekannt gegeben hat, was sich da zuträgt. Wir haben deutlich gemacht, dass aus den Gebieten, die sich in der Nähe von amerikanischen ‚Freunden‘ oder wie auch immer sie genannt werden, Versuche unternommen werden, den Schlussakt der Terrorismusbekämpfung zu bremsen. Und das bleibt nicht unbeantwortet.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i32153-lawrow_wir_erlauben_den_usa_keine_sabotageaktionen_in_syrien)

In seiner Rede vor der 72. UN-Vollversammlung in New York am 23.9.2017 hob Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim bzgl. der – völkerrechtwidrigen  (dazu vgl.u.) – Einsätze der US-geführten Koalition hervor, diese hätten keinerlei greifbare  Ergebnisse im Kampf gegen den Terrorismus auf syrischem Territorium erzielt. Es seien dabei „mehr unschuldige Syrer als Terroristen getötet“ worden. (https://sptnkne.ws/f5JZ) – Zu den seit Jahren wiederholten Protesten der syrischen Regierung gegen diese Aktionen dieser Koalition vor den UN s.u. – Die gesamte Rede des Vizepremiers und Außenministers steht demnächt zur Verfügung bei http://sana.sy/en/?p=114420

In New York am Rande der 72. UN-Vollversammlung traf Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim am 23.9.2017 weitere Amtskollegen befreundeter Staaten, den Außenminister des Iraks, Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, den von Algerien, ʽAbdulqâdir Masâhil, sowie jenen von Armenien, Edward Nalbandian. Die Herren bekundeten Interesse an weiterer Kooperation und Ausbau der freundlichen gegenseitigen Beziehungen, Unterstützung Syriens im Counterterrorismus wie beim Wiederaufbau, wie bei der Erhaltung seiner territorialen Einheit und Integrität unter Absage an jegliche fremde Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens. Letzeres sicherte Walîd al-Mu­ʽallim im Namen seiner Regierung auch Ibrâhîm al-Ğaʽfarî  zu.* An den Zusammenkünften nahmen ebenfalls wieder der ständige UN-Gesandte Syriens, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd wie der Botschafter Aḥmad ʽArnûs teil. (http://sana.sy/en/?p=114423) – *Sowohl Syrien als auch der Irak hatten die letzten Jahre am meisten den Balkanisierungs-Bestrebungen (vgl.u.) zu widerstehen, dem Irak steht zudem gerade das Sezessionsreferendum bevor.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114394 und http://www.sana.sy/?p=630852 (Rückeroberung des Dorfes Maʽdân ʽAtîq im W-Rîf von Dair az-Zaur sowie der Stadt Maʽdân (ca. 70km östlich von Dair az-Zaur), eine der größten IS-Basen auf dem Südufer des Euphrats zwischen den Provinzen Dair az-Zaur und ar-Raqqa ca. 70km östlich von Dair az-Zaur unter bedeutenden Feindverlusten, womit diese gesamte Gegend als ISfrei gelten kann; am Ost-Ufer des Euphrat Etablierung der vollkommenen Kontrolle über das Dorf Maẓlûm und etliche strategisch bedeutende Positionen im Dorf Ḫušâm nach heftigen, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten; ebenfalls schmerzliche Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung erlitt die Terrormiliz infolge der Jagd auf ihre Anhänger in Ḥuwaiğa Ṣakr durch die Armee; zudem erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe auf IS-Befestigungen und Nachschubli­nien im Bereich der Dörfer Ḫušâm und Ḥaṭla wie im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr und der Stadt­teile al-Ḥuwaiqa, Ğubaila, al-ʽArḍî  und Kanâmât mit Zerstörung von Kampfwagen durch die Bodentruppen auf der Autobahn  Aṣlâḥ – Mû Ḥassan im Ost-Rîf. – Einheimische berichteten, daß infolge des Heranrückens der Armee und ihrer Alliierten im W- und O-Rîf sich die IS-Terroristen in Auflösung, Chaos und Konfusion mit gegenseitigen Anschuldigungen  befanden und daher auch der Verantwortliche für den Adoptionssektor der Terrororganisation mit Kampfnamen Abû ʽAbdu_s-Sattâr al-Lîbî [d.i. der Libyer] im Dorf Ḥama Šâmiyya im NW-Rîf von Dair az-Zaur hingerichtet wurde. – Nochmals wurde auf die Behinderung der counterterroristischen SAA-Operationen im Raum  Dair az-Zaur durch die von den USA unterstützten, bewaffneten Gruppen hingewiesen, wozu auch die erhebliche Manipulation der Strömungsgeschwindigkeit und der Wassertiefe des Euphrats gehörte, indem die Schleusen der unter deren [d.i. der SDF, vgl.u., 19.9.2017] Kontrolle stehenden der Dämme  geöffnet wurden.)

Ost-Tor in Damaskus, Photo: SANA

Ost-Tor in Damaskus, Photo: SANA

Terroranschlag vom 23.9.2017:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen attackierten in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten das Areal von Bâb Šarqî (Ost-Tor) und der al-Mulaiḥa-Straße in Damaskus am Nachmitttag, verletzten so vier Bürger und richteten materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=114416)

Gemäß der Zwischenbilanz des russischen Militärs seit Beginn seines Militäreinsatzes in Syrien in Abstimmung mit der Regierung in Damaskus am 30.9.2017 meldet Krasnaja Swesda, offizielles Presseorgan des Moskauer Verteidigungsministeriums, am Fr., 22.9.2017, daß nahezu 90% (genau 87,4%) des Landes vom IS befreit seien. (http://sana.sy/en/?p=114355, https://sptnkne.ws/f5bd)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114360 und http://www.sana.sy/?p=630612 (In Fortführung der erfolgreichen reaktiven Operation auf den großangelegten Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten (s.u., 19.9.2017) Jagd auf die letzten verbliebenen Überreste der Terroristen im N-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung einer großen Anzahl von ihnen und Zerstörung eines Panzers in Sukaik; zudem Auslöschung von  IS-Trupps mitsamt militärischer Ausrüstung; dazu Vereitelung eines IS-Angriffs im Wâdî al-ʽAḏîb im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Vernichtung sämtlicher Angreifer, die in das von  Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierte Gebiet in der Provinz Idlib einzudringen suchten. Befreiung von Mazîn al-Baqar, al-Mušairifa aš-Šamâliyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ğaurat an-Nazâl und Musaiʽîd  im östlichen Teil von Ğab al-Ğarâḥ im O der Provinz Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher Terroristen samt Ausrüstung; dazu Vereitelung eines IS-Angriffs im Wâdî al-ʽAḏîb im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Vernichtung sämtlicher Angreifer, die in das von  Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierte Gebiet in der Provinz Idlib einzudringen suchten. Befreiung von Mazîn al-Baqar, al-Mušairifa aš-Šamâliyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ğaurat an-Nazâl und Musaiʽîd  im östlichen Teil von Ğab al-Ğarâḥ im O der Provinz Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher Terroristen samt militärischem Equipment. Rückeroberung weiterer Bereich im W von Dair az-Zaur während der Operation zur Ausrottung des IS in der Provinz; dabei Befreiung der Dörfer Ḥalabiyya, Zalbiyya und al-Qaṣabî mit seinen archäologischen Stätten nach Eliminierung der Terroristen, von denen Überlebende in die Weite der Wüste flohen,  und mit nachfolgender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengfallen und Minen durch Spezialkräfte der Armee; weiteres erfolgreiches Vordringen auf die Stadt Maʽdân zu,  ca. 70km westlich von Dair az-Zaur inmitten des Zusammenbruchs innerhalb der IS-Kommandostruktur.)

Bedeutsamer Handschlag zwischen A. Guterres und W. Mu'alllim in New York, Photo: SANA

Bedeutsamer Handschlag zwischen A. Guterres und W. Mu’alllim in New York, Photo: SANA

Am Rande der diesjährigen UN-Generalversammlung in New York traf die syrische Delegation, bestehend aus dem ständigen UN-Gesandten  Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, dem Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd,  dem Botschafter Aḥmad ʽArnûs unter Leitung von Außenminister Walîd al-Muʽallim u.a. mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres zusammen. Letzterer nahm dabei erfreut die Errungenschaften der Armee im Counterterrorismus wie diejenigen auf politischem Wege, insbesondere bzgl. der Einrichtung der De-Eskalationszonen durch die Astana-Konferenzen  zur Kenntnis. Teilnehmer dieses Treffens waren zudem noch der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura und der Vize-UN-Generalsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman. Desweiteren kam Außenminister Walîd al-Muʽallim mit den Außenministern von Rußland, Sergei Lawrow,  von China, Wang Yi, des Iran, Muḥammad  Ẓarīf, von Kasachstan, Kairat ʽAbdurraḥmânow, von Weißrußland, Wladimir Makei,  des Oman, Yûsuf bin ʽAlâwî und von Zypern, Ioannis Kasoulidis, alles befreundete Staaten, die ihre weitere Unterstützung zusagten. Minister Lawrow sprach neben gemeinsamen Erfolgen auf militärischem und politischem Gebiet (Astana) die US-Behinderungen bei der Bekämpfung des Terrorismus in Syrien an, die nicht unbeantwortet bleiben würden. Mit dem chinesischen Amtskollegen wurden u.a. die völkerrechtswidrigen Angriffe der US-geführten Koalition auf syrische Bürger und wichtige Infrastruktur thematisiert wie auch die immer wieder außer Acht gelassenen negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die humanitäre Situation im Land.  (http://sana.sy/en/?p=114373 vom 22.9.2017)

Während einer Pressekonferenz in New York vom Fr., 22.9.2017, am Rand der UN-Generalversmamlung unterstrich der russische Außenminister Lawrow, die Eliminierung der Terroristen in Syrien bedinge die militärische Koordination zwischen Rußland und den USA, doch diese werde von der letzteren Seite zurückgewiesen (zu den jüngsten Vorfällen s.u.!), indem der US-Kongreß diese Zusammenarbeit blockiere. Dabei sei die Terrorismusbekämpfung essentiell wie auch die Bewahrung der territorialen Integrität Syriens. Da dürfe es keine Zerstückelung geben (vgl.u. Balkanisierung!), auf die gewisse Seiten hinarbeiteten, indem sie Chaos in Nahost und Nordafrika säten (vgl. Aktionen unter dem Label „Arabischer Frühling“!). Hinsichtlich der ausländischen Präsenz in Syrien gebe es – auf völkerrechtlicher Basis – zwei unterschiedliche Arten, einmal die legitime auf Einladung der gewählten Landesregierung, welche Rußland praktiziere, und dann die illegitime, welche jene Staaten betreffe, die die Regierung in Damaskus nicht zu Aktionen im Land gebeten habe. Der erste Schritt zur Eliminierung des Terrorismus sei demnach die Entfernung der illegitimen Streitmächte in Syrien. Ebenso schädlich seien die durch die EU gegen Syrien einseitig verhängten (ebenfalls illegitimen) Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV], welche einen Großteil der humanitären Probleme im Land verursachten und den Zugang der Bürger zu Hilfsgütern hinderten. (http://sana.sy/en/?p=114380)

Außenminister al-Muʽallim äußerte sich am Freitag im UN-Hauptquartier seinerseits zu den problematischen US-Aktionen in Syrien im Zusammenspiel mit den Terrorguppen gegenüber Journalisten: „Sie [d.i. die USA] sind mit dem Verhandlungsprozess in Astana unzufrieden, deshalb setzten sie ihre Spezialkräfte ein, einschließlich Dschebhat an-Nusra, um die getroffenen Vereinbarungen zu verhindern.“ Er fuhr fort:  „Die Amerikaner, wie üblich, wollen nicht die Syrer sehen, die Deir ez Zor zusammen mit Russland und dem Iran befreien, aber das ist unser Territorium und wir werden alles tun, um die Terrormiliz ,Islamischer Staat‘ zu bekämpfen“. (https://sptnkne.ws/f5tF)

Angriff der Weliki Nowgorod, Photo: Sputnik

Angriff der Weliki Nowgorod, Photo: Sputnik

Am 22.9.2017 beschoß das russische Diesel-U-Boot der Warschawjanka-Klasse, die Weliki Nowgorod, mit Kalibr-Marschflugkörpern jene Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in der Provinz Idlib, von denen am 19.9.2017 (vgl.u.) die Angriffe auf die SAA ausgegangen seien wie die Einkesselung der gemäß der Astana-Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen stationierten russischen Militärpolizei. Die 21 Mann sollten lebend gefangengenommen werden, um entsprechenden Druck hinsichtlich deren Abzugs ausüben zu können (vgl.u. S. Rudskoi vom 19.9.2017). Zerstört wurden wichtige Befehlsstände, Ausbildungscamps und Panzertechnik jener Terrori­sten. (http://sana.sy/en/?p=114363, https://sptnkne.ws/f5bb)

Terroranschläge vom 22.9.2017:
Durch Beschuß mit einer ISRakete geriet ein Privatauto auf der Straße SalamiyyaTalʽadâ im Ost-Rîf  von Ḥamâ in Brand, vier Insassen wurden verletzt, eine Frau verstarb. (http://www.sana.sy/?p=630570)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114360 und http://www.sana.sy/?p=630612 sowie http://www.sana.sy/?p=630313 (Rückeroberung der letztlich zum Fluchtort des IS gewordenen Stadt at-Tabanî mit dem Dorf al-Buwaiṭiyya im W-Rîf von Dair az-Zaur unter heftigen Feindverlusten sowie Ausdehnung der Kontrolle auf dem Ost-Ufer des Euphrats nach Beseitigung der letzten IS-Reste im Dorf Marâṭ während eine weitere Armee-Einheit in Richtung Ḫušâm und Ḥuwaiğa Ṣakr fliehenden IS-Terroristen nachsetzte. – Laut Auskunft von Bewohner südlich von Dair az-Zaur hat eine neue IS-Fluchtwelle im SO-Umland der Provinzhauptstadt vom al-Buṣaira-Distrikt aus eingesetzt, auch der IS-Kommandeur Naṣr aš-Šamrî mit Kampfnamen  Ğaḥğâḥ habe sich darunter befunden. Den großangelegten und erfolgreich abgewehrten Angriff vom Di., 19.9.2017, im N und NO von Ḥamâ (s.u.) beantwortete die SAA heute mit effektiven Gegenattacken auf drei Achsen:  jeweils von Abû Sam­ra, bei aḍ-Ḍah­rat al-ʽAliyya und al-Qâhira mit Zerstörung etlicher Panzer, aufgerüsteter gepanzerter Fahrzeuge und weiterer militärischer Ausrüstung bei Eliminierung vieler dutzend Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und der türkischerseits unterstützten al-Ḥizb at-Turkistânî.)

Tomcat-Aufnahme, Photo: Southfront

Tomcat-Aufnahme, Photo: Southfront

Piloten der Strike Fighter Squadron 31, auch bekannt als Tomcatters der US-Navy luden ein selbstaufgenommenes Video ins Internet, das inzwischen von offizieller Seite gelöscht, jedoch zuvor gesichert worden war. In dem Video promoten die Filmer ihre „Erfolge“ während ihrer Einsätze in Syrien und im Irak.- Dabei filmten sie auch einen Marschflugkörperangriff auf den Militärflughafen aš-Šaʽîrât (2:35, zur internationalen Auseinandersetzung darüber s.u.!), auf die SAA während ihres counterterroristischen Einsatzes nahe at-Tanaf vor der syrisch-irakischen Grenze (5:49, zur Auseinandersetzung s. ebenfalls u.!), den Abschuß der syrischen Kampfjets Su-22 südlich von aṭ-Ṭabqa (6:12, vgl.u.) wie den einer iranischen Drohne bei at-Tanaf  (6:27, s.u.). S. https://southfront.org/strike-fighter-squadron-31-releases-video-promoting-us-navy-actions-against-syrian-government/, https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/09/21/strike-fighter-squadron-31-u-s-navy-releases-video-promoting-actions-against-syrian-government-and-syrian-military-forces/).

Terroranschläge vom 21.9.2017:
Vom IS ferngesteuerte Kampfdrohnen griffen die Stadtteile al-Quṣûr und al-Ğûra von Dair az-Zaur mit Bomben und Mörsergranaten an, töteten dabei bislang fünf Einwohner und verletzten 27 bei erheblichen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
Zum x-ten Mal beschossen bewaffnete Gruppen, dieses Mal verschanzt  auf Talat al-Ḥamriyya südlich des Ortes, in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen das landwirtschaftlich genutzte Gebiet um Ḥaḍar (s.u.) im N-Rîf von al-Qunaiṭra. Dabei wurde ein Bauer bei der Feigenernte verletzt. (http://sana.sy/en/?p=114291, http://www.sana.sy/?p=629928) – Zum Ziel dieser speziellen Angriffe im landwirtschaftlichen Bereich s.u.!

Türkischer Aufmarsch an Grenze zu Syrien, Photo: SANA

Türkischer Aufmarsch an Grenze zu Syrien, Photo: SANA

Nun hat die türkische Regierung unter Staatspräsident Erdogan zusätzlich zu den erst an die Grenze zu Syrien beorderten militärischen Kräften (vgl.u.) auch noch eine Spezialtruppeneinheit in den Provinzen Hatay und Kilis dorthin, wie Anadolu meldet. (http://parstoday.com/de/news/world-i32069-t%C3%BCrkei_entsendet_spezialeinheit_an_grenze_zu_syrien, s.a. https://sptnkne.ws/f4g9, je vom 21.9.2017)

Wie schon in anderen Städten, z.B. vor der Befreiung Aleppos (vgl. Teil V), hat die SAA in Dair az-Zaur Sicherheitskorridore für die Bevölkerung eröffnet, die aus den Stadteilen zu flüchten versuchen, in denen noch IS-Stützpunkte bestehen. Sie sollten sich zum nächstgelegenen SAA-Posten begeben. Diesen Aufruf unterstützten auch am Vortag aus den Händen des IS befreiten Bewohner (s.u.). Für ihre Basisversorgung sei wie in den anderen Fällen auch schon gesorgt, teilte der Gouverneur am 20.9.2017 mit. (http://sana.sy/en/?p=114237)

Stärkung des Zivilschutzes in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Stärkung des Zivilschutzes in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Am Mi., 20.9.2017 langen zudem acht von der Regierung bereitgestellte Fahrzeuge in Dair az-Zaur an zur Unterstützung des Zivilschutzes in der Provinzhauptstadt. Gemäß dem Vorsteher dieses Departements, General Yâsir Manûn, stehen damit u.a. je zwei weitere Ambulanzen und Feuerwehrwagen sowie ein THW-Wagen zur Verfügung. (http://sana.sy/en/?p=114261, http://www.sana.sy/?p=629580)

Inzwischen erreichte auch ein iranischer Hilfskonvoi Dair az-Zaur (http://sana.sy/en/?p=114302, http://www.sana.sy/?p=629721).

Laut dem Minister für die Stromversorgung sind 50% der Wiederherstellungsarbeiten zum Anschluß Dair az-Zaurs an das Stromnetz abgeschlossen. (http://www.sana.sy/?p=629725)

Terroranschläge vom 20.9.2017:
In Qalʽat al-Maḍîq, 50km im NW von Ḥamâ verbarrikadierte Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen mit Raketen die Stadt Salḥab, töteten damit je ein Kind und eine Frau, verletzten zwei weitere Personen und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum.
Noch in gewissen Stadteilen von Dair az-Zaur versteckte IS-Terroristen attackierten durch Einsatz von Kampfdrohnen die Bewohner der Stadteile al-Ğûra und al-Quṣûr mit Bombenabwürfen und Mörsergranatenbeschuß und verletzten damit acht Anwohner, ein Geschoß landete im Innenhof des Gouvernementsgebäudes und beschädigte es  wie auch Wohnhäuser und anderes Gut. (http://sana.sy/en/?p=114265)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114240 und http://www.sana.sy/?p=629447 (Im W-Umland von Dair az-Zaur Rückeroberung des Gebiets um at-Tabanî durch die von der SAAF gedeckten Bodentruppen mit Befreiung etlicher Dörfer und Farmen in dem Gebiet mit anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen; während der Massenflucht der überlebenden IS-Terroristen gen at-Tabanî ließen diese sogar die große Anzahl Leichen* ihrer Mitkämpfer liegen. – Zivile Quellen berichteten von der Überführung der meisten Terroristen, darunter vieler ausländischer Söldner vom westlichen Umland von Dair az-Zaur in den Ost-Rîf.) – * Hierzu vgl.u. Gefechtsbericht vom 4.9.2017!

In Fortführung der Diskussion (s.u., 17.9.2017) um die Militäraktionen der US-geführten Koalition und der von ihr unterstützten SDF um Umfeld von Dair az-Zaur bemerkte Generalmajor Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, kritisch (laut CNN-Zitierung): „Laut Berichten syri­scher Kommandeure von der Frontlinie werden die schwersten Gegenangriffe und massives Feuer aus nördlicher Richtung auf syrische Truppen verübt. Das heißt — genau von dort aus, wo sich die Ein­heiten der sogenannten ‚Syrischen Demokratischen Kräfte‘ sowie der Special Operations Forces der Vereinigten Staaten befinden, die statt Rakka zu befreien diesen Milizen ihrerseits angeblich ‚medizinische Hilfe‘ leisten würden.“ Man müsse demnach keine besonderen Kriegserfahrungen besitzen, um in all diesen ‚Zufällen‘ eine gewisse Zusammenhänge zu sehen.  Schließlich konstatierte er: „Je näher das Ende des Islamischen Staats rückt, desto offensichtlicher wird, wer tatsächlich gegen den IS kämpft und wer stattdessen seit drei Jahren dies nur vortäuscht. Und wenn die US-geleitete internationale Koalition den Terrorismus in Syrien nicht bekämpfen möchte, so sollte sie wenigstens diejenigen nicht dabei stören, die das kontinuierlich und effektiv tun“. (http://sana.sy/en/?p=114204, für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/f3QF, je vom 19.9.2017) – Ebenso bemerkenswert sei gewesen, daß der Wasserspiegel des Euphrat genau in dem Moment drastisch zu steigen begann und sich die Fließgeschwindigkeit gar verdoppelte, als die SAA die Flußüberquerung im Gefecht gegen den IS startete. Da es nicht geregnet habe, müsse der Grund dafür sein, daß an den nördlich gelegenen Dämmen, die unter Kontrolle der SDF (vgl.u.) stünden, absichtlich abgelassen worden sein, betonte Konaschenkow („Since there have been no rains, the only source of such changes in the water situ­ation is man-induced water discharge at dams upstream the Euphrates. These facilities are held by armed groups controlled by the US-led coalition”).  Zweck ist, das weitere Vorrücken der befehdeten Armee und deren Sicherung der ölreichen Gegend für den Staat zu behindern. Zuvor hatte die SAA weitere Stadtteile von Dair az-Zaur befreit und die wichtigste Nachschub-Route des IS gekappt. (http://sana.sy/en/?p=114204, s.a. https://sptnkne.ws/f3MF)
Die härtesten IS-Gegenattacken seit langem kamen ebenfalls aus dem Gebiet, welches im N der Provinzhauptstadt von der SDF und US Spe­cial Operations Forces kontrolliert werde, wie syrische Kommandeure von der Frontlinie berichteten. Damit dränge sich der Schluß auf, daß diese regierungsfeindlichen Einheiten weitere counterterroristischen Siegeszüge der SAA im Kampf gegen den IS auf dem Ost-Ufer des Euphrat wie im N von  Dair az-Zaur (vgl.u. Einnahme des strategisch bedeutenden Orts Ḫušâm) zu hindern suchen, anstatt – wie es von dieser Seite immer hieß – den IS aus ar-Raqqa zu entfernen. (https://southfront.org/syrian-war-report-september-20-2017-us-led-coalition-seeks-stop-syrian-army-advance-near-deir-ezzor/)

Befreite Kinder, Photo: SANA

Befreite Kinder, Photo: SANA

Am 19.9.2017 befreite eine Armee-Einheit 21 Bewohner von Dair az-Zaur, einschließlich Kindern und Frauen aus der Gewalt der IS-Terroristen, die sie an einem ihrer Stützpunkte im W der Provinzhauptstadt gefangengehalten hatten, damit sie ihnen als menschliche Schutzschilde dienten. Nachdem sie durch Mitglieder des  SARC (Syrian Arab Red Crescent) in Empfang genommen und mit allem Nötigen versorgt worden waren, trafen sie den Gouverneur, dem sie über ihre Situation beim IS berichteten. (http://sana.sy/en/?p=114194,  http://www.sana.sy/?p=628984)

Der russische Generalstab vermerkte, daß die jüngste Attacke von Ğabhatu_n-Nuṣra vom 19.9.2017 auf SAA-Positionen im N und NO von Ḥamâ zur Verteidigung der De-Eskalationszone (vglu.) gegen die Astana-Vereinbarungen zu diesen Zonen verstoße. In einer von Russia Today zitierten Stellungnahme bezeichnete jene Institution den Vorfall in der Idlib-De-Eskalationszone als einen vom US-Geheimdienst orchestrierten und lancierten Versuch, die im Ostteil von Dair az-Zaur im Siegeszug befindliche SAA aufzuhalten („According to our intelligence data, the offensive was instigated by the US security services to stop the successful advance of the government forces to the east of the [city of] Deir ez-Zor.”) Ein weiteres Ziel sei, die Präsenz der russischen Militärpolizei zur Sicherung und Überachung der Waffenruhe in der De-Eskalationszone zu verdrängen. Beim Vorstoß wollten die Terroristen den russischen Geheimdienstdaten nach eine Einheit der Militärpolizei gefangennehmen.
Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, bemerkte zum Vorfall, der großangelegte und weit ausgedehnte Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündeten Terrorgruppen mit Panzern und aufgerüsteten Kampfwagen gegen SAA-Militärposten im N und NO von Ḥamâ unter Einschluß der Idlib-De-Eskalationszone habe im Morgengrauen des 19.9.2017 begonnen. Jedoch vereitelte die SAA unter Deckung russischer Kampfflieger die Großoffensive. Letztlich wurden im Gefecht 850 Terroristen getötet, dutzende von Kampfwagen sowie elf Panzer der Terroristen zerstört, während drei russische Soldaten Verletzungen davontrugen. (http://www.sana.sy/?p=630004, http://sana.sy/en/?p=114284; http://sana.sy/en/?p=114363; s.a. https://on.rt.com/8nqi) – Zusätzlich meldete das russische Verteidigungsministerium für die vergangenen 24 Stunden sieben Verletzungen des Abkommens über die De-Eskalationszonen und zwar in den Provinzen al-Lâḏa­qiyya, Damaskus und Darʽâ (http://sana.sy/en/?p=114363).
In der  Folge o.e. Angriffes setzte sich der russische Generalstab um­gehend mit dem zuständigen Kommando der US-Streitkräfte in Verbindung und stellt Abwehr­maßnahmen in Aussicht: „Einem Vertreter des US-Kommandos in Al-Udeid, Katar, wurde über einen speziellen Kommunikationskanal in harter Form mitgeteilt, dass weitere Angriffe aus dem Gebiet der DMG sofort unterbunden werden. Feuerstellungen werden mit allen verfügbaren Mitteln niedergehalten werden.“ (https://sptnkne.ws/f47R) – Zudem gab es zwei Tage nach den Vorfällen [also am 21.9.2017] ein Treffen mit US-Militärs wie auch Oberst Ryan Dillon, der Sprecher der US-geführten Koalition, bestätigte. (https://sptnkne.ws/f4Np)
Bereits am 11.9.2017 hatte Rußlands Außenminister Lawrow moniert, daß die US-geführte Koalition in auffälligerweise Standorte der Ğabhatu_n-Nuṣra  bei ihren Angriffen ausspare („some members of the US-led coalition that seek to spare Al Nusra”). Das sei  nach wie vorhighly ambi­guous”  und “absolutely unacceptable.” (https://on.rt.com/8nqi)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114130 und http://www.sana.sy/?p=628703 (Vereitelung von vehementen Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten (der sog. al-Ḥizb at-Turkistânî, welche mit dem türkischen Geheimdienst zusammenarbeitet) im N-Rîf von Ḥamâ auf eine große Anzahl von Militärposten zum Schutz der Orte aṭ-Ṭulaisiyya, at-Talat as-Sawdâ´ und al-Qâhira durch die im Raum Maʽn / aṭ-Ṭulaisiyya stationierten Truppen; die sich daraus ergebenden heftigen Kämpfe mit hohen Feindverlusten dauern noch an; zugleich präzise effektive SAAF– und Artillerieangriffe auf Stellungen und motorisierte Trupps dieser Terrorgruppen mit Zerstörung von zwei Panzern, zwei Kampfwagen mit aufmontierten schweren Maschinengewehren und Konfiszierung eines weiteren Panzers sowie eines Kesselwagens; außerdem Kappung der Nachschublinien von ʽAṭšân, al-Hubaiṭ und Tal aṣ-Ṣayâd aus an der Verwaltungsgrenze Ḥamâ / Idlib durch die von der Luftwaffe gedeckten Bodentruppen.   Im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung von Rasm aṭ-Ṭawîl, Buyût an-Nazâl, al-Qanṭara, Ḍah­rat an-Nazâl und Ḍah­rat as-Saṭaḥiyya sowie etlicher strategisch bedeutsamer Anhöhen und beherrschender  Positionen im Gebiet Ğab al-Ğarâḥ nach Beseiti­gung der letzten Terroristen dort samt deren Stützpunkten, gepanzerten Fahrzeugen, Waffen und Ausrüstung. Jenseits des Euphrats im Stadtbereich Dair az-Zaur Rückeroberung wichtiger Stellungen auf dem Ost-Ufer mit weiterem Vorrücken gen aṣ-Ṣabḥa und auf das Kûnî­kû-Gasfeld unter Ausschaltung von IS-Trupps und schließlicher Befreiung der Dörfer Maẓlûm und al-Marâ; auf der Westachse Artillerieoperationen gegen IS-Befestigungen mit Etablierung der Kontrolle über die Stadt aš-Šumaiṭiyya samt unmittelbarem Umland mit  Eliminierung vieler Terroristen, ihres militärischen Equipments sowie einer Werkstatt zur Herstellung von Sprengfallen und Minen für die Wasserreservoir bei ʽIyâš beim Durchkämmen der Gegend. Einheimische aus al-Bû Kamâl berichteten von immer wieder aufflackernden beaffneten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Terroristen(gruppen) mit einigen toten und Verletzten, nachdem deren Führer zuletzt durch US-Hubschrauber  [vgl.u.] aus dem Gebiet vor dem Anrücken der SAA abtransportiert worden waren; dabei getraute sich auch eine weitere Gruppe von Anwohnern, Ihres gleichen zu verteidigen, als eine Patrouille der IS-Islampolizei sie zu verschleppen versuchte.  Lokalen Quellen war auch zu entnehmen, daß IS-Terroristen bewußt eine Schule in der Nähe des al-ʿAšâra-Gebiets in die Luft sprengten, um damit Spuren ihrer Folter- und Exekutionstätigkeit gegenüber Bürgern sowie Vorbereitungen für Giftgasangriffe auf die Umgebung auszulöschen.)

Terroranschläge vom 19.7.2017:
Nachdem sich zwei Suizidattentäter Zugang zum  al-Ğabsa-Gaswerk in der Stadt aš-Šadâdî verschafft hatten, ließen sie ihre Sprengstoff-Gürtel detonieren, töteten dabei drei Arbeiter und richteten Schäden am Gas-Werk an. (http://www.sana.sy/?p=628863)
Zur Mittagszeit feuerten bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa – wieder in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen – Mörsergranaten auf  das az-Zablaṭânî-Areal von Damaskus nahe der Verkehrsdirektion, verletzten dadurch zwei Menschen und verursachten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=628258)

Dair az-Zaur Flughafen, Photo: southfront.org

Dair az-Zaur Flughafen, Photo: southfront.org

Auf dem dank der vorhergehenden Militäroperationen (s.u.) vollkommen gesicherten Dair az-Zaur Airport landeten am Mo., 18.9.2017, erstmals seit langer Zeit wieder (Transport-)Flugzeuge und zwar mit Nachschub für die gegen den IS kämpfenden Truppen. (http://sana.sy/en/?p=114092)

Infolge der Befreiungskämpfe der SAA im Counterterrorismus wie aufgrund erfolgreich verlaufender Rekonziliierungsgespräche konnten bislang mehr als 700.000 Bürger in ihre bisherigen Wohngebiete wieder zurückkehren, wie sogar UN-Berichte bestätigten, trug der ständige UN-Repräsentant in Genf, Ḥusâm ad-Dîn Âla, während der Sitzung am Mo., 18.9.2017. (http://sana.sy/en/?p=114113)

Euphrat-Überquerung, Photo: Sputnik

Euphrat-Überquerung, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114080  und http://www.sana.sy/?p=628086 (Vordringen auf allen Kampfachsen mit Rückeroberung weiterer strategisch bedeutsamer Positionen an den SO-Ausläufern von Dair az-Zaur wie im SO der Verbindungsstraße Dair az-Zaur  – al-Mayâdîn nach präzisen, für den IS äußerst verlustreichen Militäroperationen; schließlich Überschreiten des Euphrats trotz heftiger Gefechte gegen den IS mit Vorrücken in Richtung des Dorfes al-Ğafra auf Ḥuwaiğa Ṣakr zu [wohin sich am Vortag Massen an IS-Kämpfern geflüchtet hatten, s.u.!], wo noch heftige Kämpfe stattfinden; im westlichen Umland der Provinzhauptstadt Vordringen in Richtung ʽÎn al-Bû-Ğumʽa und al-Ḫarîṭa mit Einrichtung neuer Militärposten nach Vernichtung der letzten IS-Trupps dort.  Einwohner von al-Bû Kamâl umstellten Berichten von Einheimischen nach ein IS-Fahrzeug nahe der außerhalb der Stadt gelegenen Bahnstrecke und zerstörten samt den IS-Insassen.)
Zur Militäroperation der Überquerung des Euphrats auch mittels Erstellung einer Ponton-Brücke durch Pioniereinheiten s. die Videos bei https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/09/19/saa-liberates-al-jafra-deir-ez-zor-saa-special-forces-cross-euphrates-river/.

Rekonziliierungsmaßnahmen [s. ab  Teil II] in der neuen De-Eskalationszone Idlib hätten laut Bericht aus dem russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm schon einen deutlichen Erfolg gezeitigt: „Nach Verhandlungen mit den Chefs illegaler bewaffneter Formationen in der östlichen De­eskala­tionszone Idlib haben 35 Kämpfereinheiten ihre Bereitschaft bekräftigt, auf die Seite der Regierungs­truppen überzutreten“, wurde am 18.9.2017 von dort mitgeteilt. (https://sptnkne.ws/f3pC)
In Dair az-Zaur werden bereits Straßen geöffnet, die Barrikaden darauf entfernt, um denen, die von der präsidialen Amnestie im Zusammenhang mit den Rekonziliierungsmaßnahmen der Regierung  Gebrauch machen und die Waffen niederlegen wollen, hierzu Gelegenheit zu bieten. (http://www.sana.sy/?p=628300)

Beim Durchsuchen der Stadt Abû Ḥanâyâ im Distrikt von ʽUqairbât (Ost-Umland von Salamiyya) im Osten der Provinz  Ḥamâ nach Hinterlassenschaften des IS fanden die SAA-Einheiten am 18.9.2017 gewaltige Mengen an Maschinengewehren, Munition und Raketen, dazu eine Werkstätte zur Wartung von Waffen, ein Munitionsdepot,  einen Unterstellplatz für beschädigte, reparaturbedürftige Panzer. Im erwähnten Depot fanden sich hunderte Kisten mit Explosivstoffen, weitere Maschinengewehre, Munitionskästen und dutzende Abschußvorrichtungen für Raketen. (http://sana.sy/en/?p=114057)

Protestkundgebung gegen US-geführte Koalition, Photo: SANA

Protestkundgebung gegen US-geführte Koalition, Photo: SANA

Im östlichen Umland von Aleppo formierte sich am 18.9.2017 eine Protestkundgebung gegen die immer noch durchgeführten Bombardements durch die völkerrechtswidrig im Land agierende US-geführte Koalition mit ihren fürchterlichen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur des Landes (zu den Vorfällen s.u. und frühere Teile]. Dagegen seien die in den westlichen Mainstream-Medien verbreiteten Darstellungen dieser Koalition als Kämpfer gegen den Terrorismus bloße Worte ohne reelle Effekte am Boden. Dagegen zollten die Demonstranten der SAA Respekt, die wirklich erfolgreich gegen den Terrorismus im Land vorgehe.  (http://sana.sy/en/?p=114084)

Terroranschläge vom 18.7.2017:
Terroristen ließen ein mit Sprengstoff bepacktes und in der Touristenstraße (as-Siyâḥî-Str.) von al-Qâmišlî / Provinz al-Ḥasaka bei einem Restaurantkomplex geparktes Motorrad explodieren. Dadurch wurden sechs Personen verwundet, darunter ein Kind und ein kleines Mädchen, welches später aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus verstarb.
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen von  Ost-al-Ġûṭa im Umland der Hauptstadt aus mit Raketen Wohngebiete im ad-Duwailaʽa-Areal von Damaskus, töteten einen Anwohner, verletzten mehrere andere und beschädigten öffentliches und privates Eigentum.  
Desgleichen passierte in Salamiyya im  Ost-Rîf von Ḥamâ durch Raketenbeschuß seitens IS– Anhängern mit entsprechendem Sachschaden auch an der Infrastruktur als Folge. (http://sana.sy/en/?p=114117, http://www.sana.sy/?p=628573)

Jugendforum, Photo: SANA

Syrisch-christliches Jugendforum, Photo: SANA

Ebenfalls am Sonntag präsidierte Dr.al-Assad zusammen mit Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II., Patriarch von Antiochia und dem gesamten Osten, einer Zusammenkunft der general assembly for the Syriac Youth in Syria 2017. Eines der Themen war die Rolle der jungen Generation beim Aufbau des künftigen Syrien und die Bedeutung des Dialogs untereinander, den auch solche Treffen verstärkten. Dann kam man auf die Christen in Syrien zu sprechen. Der Präsident betonte, wie notwendig die Christen ganz allgemein in Syrien und die syrischen Christen im Land insbesondere seien. Sie seien ein Basis-Element des nationalen Gefüges. Solche Foren sendeten eine klare Botschaft in die Welt, daß die Christen hier keine Gäste seien oder eine Art Zugvögel, sondern grundlegend für die Existenz der gemeinsamen Heimat, ohne die es die kennzeichnende syrische Diversität nicht gäbe.  Andererseits verlören dies Christen mit Syrien ihre eigene Heimat. Die Besonderheit und Kraft der orientalischen Christen rühre gerade von ihrem jahrhundertelangem Zusammenleben mit anderen Religionen des Landes und der Region, was Syrien zu einer homogenen Einheit machte. Manche Seiten versuchten daher, gegen die Christen der Region vorzugehen, die Harmonie zu zerstören und die Gesellschaft zu zerteilen in religiös bzw. konfessionell gebundene Staaten. Als dies nicht funktionierte, versuchten sie dasselbe mit den Muslimen durch Infektion mit dem Extremismus mit dem Ziel einer Herausbildung einer extremistischen Gesinnung, die neben sich nichts anderes mehr duldet. Doch die Syrer würden solche Zerstückelungsversuche mit Sabotage des Landes durch solch unterentwickelte, beschränkte Anschauungen niemals zulassen. Auch Patriarch Iġnâṭîûs Afrâm II, stimmte darin überein, wobei er darauf verwies, wie wichtig es sei, der Propaganda der Feinde Syriens, die sich schon darin zeige, daß sie den Krieg im Land fälschlich „Bürgerkrieg“ nennten,  zu begegnen. Und er betonte die besondere Bindung der Christen in Syrien an ihr Heimatland. (http://sana.sy/en/?p=114043)

Auf US-Kritik bezüglich der russischen Beteiligung der IS-Bekämpfung im Gebiet von Dair az-Zaur entgegnete Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, das russische Militär habe die US-Seite im voraus über die Militäroperationen in dem Gebiet informiert und greife ausschließlich IS-Ziele an. Vorrangig seien dabei solche IS-Stellungen, von denen großangelegte Attacken auf die SAA ausgingen, diesseits und jenseits des Euphrats. Wörtlich bekundete er: „To avoid unnecessary escalation, the command of the Russian forces in Syria gave the US partners an advance notice, through an existing communications channel, on the [territorial] borders within which the military operation in Deir Ezzor would be conducted. … The priority targets for destruction are the terrorists’ firing positions from which they are leading large-scale attacks on the Syrian forces. … During this operation, the military destroy manpower, armored vehicles and terrorists’ facilities both on the western and the eastern shores of Euphrates.” In den letzten Tagen hätten die Überwachungsmaßnahmen keinerlei Kämpfe zwischen dem IS und bewaffneten Vertretern einer dritten Seite ausgemacht. Es könne daher nur die US-geführte Koalition selbst erklären,  wie Personen der sog. bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.] bzw. Militärberater der Koalition  – ohne Kämpfe gegen den IS zu führen – in die Reihen dieser Terrororganisation gerieten:  „Thus, only representatives of the international coalition could explain how into the ISIS forces in Deir Ezzor without fighting could have got the ,opposition‘ or ,military advisors of the international coalition‘.“, schloß er seine Ausführungen. (http://sana.sy/en/?p=113992 vom 17.9.2017) – Gemäß The Washington Post hatte die US-geführte Koalition dem russischen Militär vorgeworfen, in der Nacht auf Samstag Stellun­gen der US-unterstützten SDF (zur Einordnung vgl.u.!) östlich des Euphrats nahe Dair az-Zaur  angegriffen zu haben. (https://sptnkne.ws/f2Sk) – Hier geht es wieder um die alte Auseinandersetzung aus den Tagen der Obama-Administration, innerhalb derer sich die US-Seite über angebliche russische Angriffe auf sog. MAO oder Militärberater der US-geführten Koalition bei Angriffen auf den IS [oder auch Ğabhatu_n-Nuṣra] beschwert, die russische Seite jedoch entgegnet, daß es Sache der USA sei, eine Vermischung zwischen den Terrorgruppen und MAO-Truppen, welche die US-Seite unterscheidet, zu verhindern bzw. für eine Separation der MAO zu sorgen. Dazu hatte sich vor vielen Monaten die US-Administration unter Obama zwar verpflichtet, jedoch bislang keinerlei Anstalten in dieser Hinsicht gemacht (vgl.u. inkl. Teil V).

Empfang der italienischen Delegation beim Präsidenten

Empfang der italienischen Delegation beim Präsidenten

Nach Besuch weiterer Orte in Syrien, u.a. mit Empfang durch den Gouverneur von und einige Kleriker in Aleppo (http://www.sana.sy/?p=626850, http://www.sana.sy/?p=626730) standen am So., 17.9.2017, für die italienischen Deputierten unter Leitung Senator Mario Romani ein Treffen mit Außenminister al-Muʽallim und schließlich dem Präsidenten Dr. al-Assad bevor. Hauptthemen waren wie bisher auch bei ähnlichen Delegationen aus dem westlichen Bereich (vgl.u.), die gegenwärtige Situation in Syrien, die die Besucher selbst kennenlernen sollten, um sich davon zu überzeugen, daß sie ganz und gar nicht der Darstellung westlicher Mainstream-Medien im Dienst der Durchsetzung der Politik ihrer politischen Führer entspreche. Beide Seiten waren sich auch dieses Mal einig darin, daß  hierauf im Heimatland der Delegation aufmerksam gemacht werden müsse, damit sich dort eine adäquate Sichtweise aufgrund eigener Anschauung verbreiten könne. Wichtig sei zudem die Verwendung für eine Aufhebung der illegal gegen Syrien zu Lasten der Bevölkerung ergangenen Sanktionen. (http://www.sana.sy/?p=627457, http://sana.sy/en/?p=113969)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113950 und http://www.sana.sy/?p=627375 (Beim Vormarsch gen Osten Befreiung der Areale von Umm Tain und an-Nubaiṭiyya  sowie einer Anzahl be­herrschender Anhöhen und stra­tegischer Positionen ca. 50km östlich von Ḥomṣ bei Vernichtung der IS-Stellungen mitsamt Waffen und Munition, anschließender Entminung des Gebiets und Stationierung von Militärposten zur Sicherung der Gegend. Verjagung der IS-Terroristen aus dem Ost-Umland von Dair az-Zaur und Beseitigung der letzten IS-Befestigungen im Umland von al-Ğafra; Sicherung des gesamten Areals des Flughafens, daraufhin Rückeroberung von Talat al-Karayya nördlich davon mit Auslösen einer Massenfluchtbewegung des IS gen Ḥuwaiğa Ṣakr in verschiedene Richtungen;  der SANA-Korrespondent begleitete die Militäroperationen, an deren Ende die Kontrolle über das Dorf ʽIyâš,  Talat al-Ḥağîf, die Lagerhäuser von ʽIyâš  und das Stoßtruppenlager stand mit Säuberung der Gegend durch die Spezialeinheiten von den vom IS hinterlassenen Minen und Sprengvorrichtungen; beim Durchkämmen und Entminen des Gebiets zwischen dem Flug­hafen von Dair az-Zaur – und dem Dorf al-Muraiʽiyya Aufspüren eines 400m-Tunnels zum Flughafen, in dem sich außer Waffen und Munition auch Bücher und Dokumente der IS-Terroristen fanden; gemäß Aussage des Kommandanten der 17. Brigade  wurde infolge der vorausgegangenen Kampfhandlungen in Richtung al-Muraiʽiyya und Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya in der Morgendämmerung das Ufer des Eu­phrat erreicht😉

Türkische Panzer, Photo: Pars Today

Türkische Panzer, Photo: Pars Today

Entgegen den verdeutlichenden Aussagen von Teilnehmern an der 6. Astana-Konferenz, des syrischen Außenministeriums  wie des russischen Außenministers Lawrow im Vorfeld (s.u.) läßt die türkische Regierung unter Präsident Erdogan ca. 80 Panzer an die Grenze zu Syrien verlegen, wie Anadolu am 17.9.2017 meldete. Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik hatte schon im Juli mit einer weiteren – völkerrechtswidrigen – Militäroperation in ʽAfrîn in Nord-Syrien gedroht, zuvor schon Erdogan selbst. (https://sptnkne.ws/f2Ke) Auch die Zeitung „Türkiye“ brachte selben Tags einen Artikel darüber, daß ca. 6.000 Soldaten in der Provinz Idlib in NW-Syrien stationiert werden sollen, stellte dies jedoch in den Zusammenhang mit der Astana-Konferenz. Allerdings wurde dort Derlei gerade nicht vereinbart (vgl.u.!). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31911-syrien_krise_t%C3%BCrkei_entsendet_6000_soldaten_nach_idlib)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113905 und http://www.sana.sy/?p=626902 (In der Morgendämmerung Eliminierung der letzten IS-Stellungen in den Dörfern in aš-Šin­dâḫiyya aš-Šamâliyya [aš-Šin­dâḫiyya-Nord; zur Bedeutung s.u.] und Abû Ğurai, ca. 70km östlich von Ḥomṣ, samt umliegenden Bauernhöfen und Anhöhen mitsamt den Kampfwagen des IS, anschließender Minenräumung und Beginn der nächsten Militäroperation. Rückgewinnung der Kontrolle über Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya und die Bauernhöfe darum  im SO von Dair az-Zaur mit Vernichtung der IS-Verstecke und -Ansammlungen einschließlich von deren  Waffen und Ausrü­stung wie Panzerfahrzeugen und Wagen mit Maschinengewehren und anschließender Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Sprengsätzen etc. – dadurch Erhöhung der Sicherheit um das Dorf al-Ğafra und den Militärflughafen;  im östlichen Umland der Provinzhauptstadt Zerstörung der  IS-Verteidigungslinie mit Einnahme von deren Positionen und Schlupfwinkeln mit erheblichen Feindverlusten.) – Russische Kampfflieger bombardierten erfolgreich drei IS-Werkstätten zur Herstellung von  Autobomben – meist in landwirtschaftlichen Betrieben –  in den Provinzen Ḥamâ (nahe ʽUqairbât, wo auch ISDrohnen entdeckt wurden), Ḥomṣ (as-Suḫna) Dair az-Zaur laut Mitteilung von Generalleutnant Alexander Lapin. Der führte desweiteren aus: „Die Terroristen benutzen alte Militärfahrzeuge, verstärkten sie mit Blechen und bestückten sie mit Sprengstoffen, um sie als Schild für Suizidoperationen zu benutzen.  Die Wirksamkeit der Detonation dieser gepanzerten Fahrzeuge decke einen Radius von 300 Metern ab und hätte im Augen­blick der Explosion eine große Zerstörung um sie herum verursacht.“ (http://www.sana.sy/?p=627012)

Kampfeinsatz der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Kampfeinsatz der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erneut bombardierten am 16.9.2017 Kampfflieger der US-geführte Koalition Wohngebiete in al-Mayâdîn und Maḥkân  – trotz wiederholter nationaler, internationaler und UN-Protesten gegen deren per se völkerrechtswidrigen Aktionen  in Syrien (dazu vgl.u.). Von Bewohnern wurden allein die Toten mit 12, vor allem Kinder und Frauen, angegeben. Die Schäden an den Häusern und der Infrastruktur war wiederum erheblich. (http://sana.sy/en/?p=113945)

Das Drogendezernat in Damaskus verhaftete am Sa., 16.7.2017, elf Dealer mit Heroin, Haschisch und Captagon (zu dessen spezieller Verwendung durch die Terroristen auch in Verbindung mit den beiden anderen Substanzen s.u., bes. Teil II) im Besitz. (http://sana.sy/en/?p=113908, http://www.sana.sy/?p=626911)

Eine Quelle aus dem Außenministerium in Damaskus unterstrich am 16.9.2017 zu den positiven, in Astana getroffenen Vereinbarungen (in Wiederholung des hier schon Mitgeteilten) nochmals, daß diese keineswegs türkischer Präsenz in Syrien Legitimität verliehen, diese gelte weiterhin als illegal. Alle Übereinkünfte seien erst nach ausführlicher Konsultation der Regierungsvertreter durch die russische wie iranische Delegation zustande gekommen. Für die türkische Regierung unter Erdogan sei dies die Gelegenheit, in Umsetzung der Astana-Vereinbarungen zu beweisen, daß sie die bewaffneten terroristischen Gruppen, welche den Terrorismus in Syrien fördern, aus dem Land abziehe, keine weiteren mehr ins Land schicke und  die Bewaffnung, Finanzierung und andere Unterstützung der Terroristen in Syrien einstelle, um damit an der Wiederherstellung von Sicherheit im Land  mitzuhelfen. Bezüglich der neuen De-Eskalationszone in Idlib bemerkte der Gewährsmann: „Syria stresses that agreement on establishing a de-escalation zone in Idleb province is temporary deal that aims at reviving the ancient Damascus-Hama-Aleppo road which will contribute to reducing the suffering of civilians and facilitate movement to Aleppo and neighboring areas.” Außerdem wiederholte auch er: „Based on the Syrian government’s commitment to positively interact with any initiative that would solve the crisis in Syria, stop the shedding of Syrian blood and alleviate the suffering of Syrian people, Syria took part in the past 6 rounds of Astana talks and it was  open in dealing with  all participating parties.” (http://www.sana.sy/?p=627050, http://sana.sy/en/?p=113929)

6. Astana-Konferenz, Plenarsitzung, Photo: SANA

6. Astana-Konferenz, Plenarsitzung, Photo: SANA

Mit der am 15.9.2017 zu Ende gegangenen  6. Astana-Konferenz wurde realisiert, was schon während des letzten Treffens anvisiert worden war: die Etablierung der 4. De-Eskalationszone in Syrien wie ein Schluß-Kommuniqué. Diese trug der kasachsiche Außenminister ʽAbdurraḥmânow am Ende der Plenarsitzung vor. Darin hieß es: „the guarantor states renewed their strong commitment to the independence, sovereignty and territorial integrity of the Syrian Arab Republic under the terms of UN Security Coun­cil Resolution No. 2254 as they reached to an agreement on de-escalation zones, including Idleb area.” Die wichtigsten Punkte, auf die man sich sich einigte sind:
die (nur) vorübergehende Einrichtung der erwähnten Zonen für sechs Monate, wobei diese Zeitspanne nach Ablauf erweitert werde könne basierend auf dem Konsens der Garantenstaaten und unter der Bedingung, daß durch diese Einrichtung keinesfalls die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens (vgl.u., Lawrow-Aussage) beeinträchtigt wird.
Die Formierung eines russisch-iranisch-türkischen Koordinierungszentrums zur Abstimmung der Überwachungsaktivitäten  der drei Garantenstaaten in jenen Zonen gemäß dem Plan, auf den man sich am 8.9.2017 in Astana geeinigt habe, und  den Details zur Stationierung der Überwachungskräfte, die die Joint Working Group zuvor für die Idlib-Zone erarbeitet habe.
Fortführung des Counterterrorismus mit allen notwendigen Mitteln bis zur Eliminierung von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und allen [weiteren] Leuten, Gruppen und Einheiten, die mit al-Qâʽida bzw. den beiden vorgenannten Terrorgruppen affiliiert sind als Ergebnis der Einrichtung der De-Eskalationszonen, jedoch innerhalb und auch außerhalb derselben. Beteiligung an vertrauensbildenden Maßnahmen durch alle Teilnehmer einschließlich der Freilassung verschleppter Personen, der Überführung Verstorbener und der Identifizierung Vermißter, um Bedingungen für den politischen Prozeß und eine permanente Waffenruhe zu schaffen. Durchführung humanitärer Hilfsmaßnahmen für die syrische Bevölkerung und Sicherung des Zugangs hierfür sowie Erleichterung von Maßnahmen zum Minenräumen, dem Schutzes archäologischer Stätten und der Rekonstruktion der Infrastruktur inklusive der ökonomischen und sozialen Einrichtungen.
Aufruf an die beteiligten Seiten und die Repräsentanten der syrischen Opposition, die Situation zur Beförderung des innersyrischen Dialogs in Unterstützung des politischen Prozesses in Genf unter Aufsicht der UN u.s.w. zu nutzen.  Schließlich erneuerten die Garantenstaaten ihre verpflichtende Bereitschaft zur Umsetzung der „provi­sions of the May 4th, 2017 Memorandum and other adopted resolutions in advance within the frame­work of the Astana meetings.” Die nächste [7.] Astana-Konferenz werde dann Ende Oktober stattfinden. (http://sana.sy/en/?p=113852)

Der UN-Gesandte und Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, kommentierte nachfolgend die positiven Ergebnisse der Konferenz, die nach Konsultation zwischen der russischen und iranischen Seite mit der syrischen Regierung erzielt worden seien; s. hierzu: http://sana.sy/en/?p=113863. Dabei müsse sich erst erweisen, ob den Zusagen der türkischen Regierung zu trauen sei. Um deren Aktionen zu überwachen, vertraue man ganz den beiden anderen Garantenstaaten. Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî trug zudem zur Klärung einiger Sachverhalte während seiner Pressekonferenz wie im nachfolgenden Interview für SANA bei:
zunächst hob er die Bedeutung der Durchbrechung der IS-Belagerung um Dair az-Zaur hervor, so daß dort die desolate humanitäre Situation mit mehreren Regierungskonvois an Lebens- und Arzneimitteln etc. deutlich gebessert werden konnte. Schließlich sei Syrien bestrebt, das Leiden der Bevölkerung zu mindern, das ganze Land vom Terrorismus zu befreien, jedoch gleichzeitig das Blutvergießen unter der Bevölkerung zu beenden und hierzu jede gebotene Initiative aufzugreifen. Dank der Beschlüsse der 6. Astana-Konferenz könne  jetzt der Glaubwürdigkeit der teilnehmenden Parteien getestet werden, die den Terrorismus als politische Waffe zur Druckausübung auf die syrische Regierung einsetzten. Ihr künftiges Verhalten bzgl. des syrischen Territoriums werde für sich sprechen.
Die Kartierung der terroristischen Stellungen insbesondere im Raum Idlib erleichtere es der Armee, dort wieder für Sicherheit zu sorgen. Leider sei ja der Aufruf seitens Rußlands, des Irans und weiterer befreundeter Staaten an die US-Administration unbeantwortet und ohne Folgen geblieben, endlich die von ihr unterstützte sog. bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.!] von den Terroristen zu separieren (vgl. Teil V). Ohne Erlaubnis der syrischen Regierung werde jeglicher fremde Militäreinsatz, sei es seitens der Türkei, der USA, Großbritanniens, Frankreichs oder anderer Staaten auf syrischem Territorium als illegitim betrachtet.   Dabei hob er nochmals hervor, daß jede Regierung wie z.B. die Türkei, welche bislang völkerrechtswidrig Truppen nach Syrien geschickt bzw. die Terroristen dort unterstützt habe, nun gemäß der getroffenen Abmachungen  die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens zu achten habe. Gegenüber dem SANA-Korrespondenten betonte er, unter all den bedeutenden, im Zusammenwirken mit der syrischen Regierungsdelegation nach Gesprächen mit allen beteiligten Parteien erstellten Vereinbarungen sei doch jene herausragend, welche alle Seiten einschließlich Jordaniens, Israels und der USA – auch wenn diese explizit nicht genannt wurden – wie der drei Garantenstaaten (darunter die Türkei!) verpflichte, Syriens Souveränität, politische Unabhängigkeit und territoriale Integrität zu respektieren.  Die Türkei wie die bewaffnete Opposition [MAO] seien nun gehalten, den Terrorismus an der Seite der SAA und ihrer Alliierten zu bekämpfen. Hinsichtlich der (gemeinsamen) Durchführung des Counterterrorismus werde es Konsultationen mit der syrischen Regierung über fragliche Punkte und die der Rechenschaftspflicht geben.
Der Leiter der russischen Delegation, Alexander Lawrentiew sah die Dinge ganz ähnlich, wiederholte Standpunkte, die zuvor schon Außenminister Lawrow (vgl.u.) auf seiner Nah-Ost-Reise mitgeteilt hatte, und fügte zum letzten Sachverhalt während seiner Pressekonferenz hinzu: „It is extremely important, as we believe, to get the armed opposition, or its constructive part, to join as soon as possible the fight against the terrorist groups operating in Syria, namely ISIS and Jabhat al-Nusra.“ Dennoch bezweifelte er, daß Versuche von MAO-Gruppen, sich dem Kampf der Armee  gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra anzuschließen, den Counterterrorismus befördern würde. Daher hätten die Garantenstaaten diese aufgerufen, ihren Standpunkt zugunsten einer konstruktiveren Position zu überdenken.
Hinsichtlich der nächsten 7. Astana-Konferenz machte er deutlich, diese werde sich mit der Effektivität der eingerichteten De-Eskalationszonen beschäftigen und nötigenfalls Anpassungen bei deren Überwachung vornehmen. Dann werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die auf die Freilassung von Gefangenen hinarbeite und sich gegebenenfalls noch anderen Initiativen widme wie der Entminung vor allem auch der kulturellen Stätten.
Der iranische Gesandtschaftsleiter Ḥussain Ğâbirî Anṣârî hob im Interview mit al-ʽÂlam TV hervor, daß noch keine offiziellen Einladungen an Länder zwecks Überwachung der De-Eskalationszonen ergangen seien. Hierzu sei die Übereinstimmung der Garantenstaaten nötig.

Dr. al-Ğa'fari in Astana, Photo: SANA

Dr. al-Ğa’fari in Astana, Photo: SANA

Am 15.9.2017 traf eine Regierungsdelegation in Dair az-Zaur ein, um sich vor Ort ein Bild der Situation und der Versorgung bzw. der Bedürfnisse der Bürger zu machen. (http://www.sana.sy/?p=626798) – Einem durch die befreiten Gebiete von Dair az-Zaur spazierenden SANA-Korrepondenten mit Kamerateam erzählen die Bewohner von dem sich langsam wieder normalisierenden Leben und bestätigen die schnellen und umfangreichen Hilfsmaßnahmen seitens der Regeirung. (http://sana.sy/en/?p=113889, http://www.sana.sy/?p=626804)

Nach Wiederherstellung der Basis-Infrastruktur konnten am 15.9.2017 mehr als 500 Familien in ihre Wohnorte im Umland von Manbiğ östlich von Aleppo zurückkehren. Es ist dies die 8. Charge von Rückkehrern seit Befreiung der Gegend. Die Bürger bekundeten ihre Freude darüber, auch wenn ihnen jetzt der Wiederaufbau bevorstünde, jedoch werde endlich auch wieder der landwirtschaftliche Betrieb beginnen können – ohne Bedrohung durch Terroristen.  (http://sana.sy/en/?p=113884)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113857 und http://www.sana.sy/?p=626686 (Befreiung der Stadt Qulaib aṯ-Ṯaur östlich von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung einer großen Anzahl an IS-Kämpfern samt deren immenser Ausrüstung an maschinengewehrbewehrten Kampfwagen, Waffen und Munition. Kontrolle über drei Dörfer in der Ebene in Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ erkämpft, nämlich über Ḍuhûr al-Ḫanzîr, Abû Ṭarâḥa und aš-Šin­dâḫiyya al-Ğanûbiyya [d.h. aš-Šin­dâḫiyya-Süd], wobei aš-Šin­dâḫiyya lange Zeit der Ausgangspunkt von IS-Anschlägen auf die Umgebung war; nach harten Gefechten Vernichtung einer großen Anzahl Terroristen samt der militärischem Equipment mit abschließender Säuberung der Gegend von den hinterlassenen Minen und Sprengsätzen; hier sollen neue Militärposten entstehen als Ausgangspunkt weiterer Operationen gegen den IS in der Region.)

Schäden infolge Terrorakten, Photo: SANA

Schäden infolge Terrorakten, Photo: SANA

Terroranschlag vom 15.9.2017:
Nachdem das Dorf Ğabûrîn, ca. 19km im N von Ḥomṣ schon kurz nach Mitternacht von Terroristen mit Mörsergranaten angegriffen worden war, kam es später am Tag zum 2. Mal innerhalb von 24 Stunden zur Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen durch Raketenattacken auf den Ort, so daß eine Person getötet und zwei weitere verletzt wurden und Sachschäden entstanden. (http://www.sana.sy/?p=626619)

Da die von den USA unterstützte SDF (vgl.u.) versucht, Kontrolle über die ölreiche Gegend um Dair az-Zaur zu erlangen und der SAA das Vorrücken auf die irakische Grenze zu zu versperren, erarbeitet derzeit die syrisch-russisch-iranische Allianz eine neue Strategie zur Befreiung von ganz Dair az-Zaur, welche auch die Kontrolle über die Autobahn Dair az-Zaur – Bagdad als essentieller Versorgungslinie zwischen Syrien, dem Irak und dem Iran beinhaltet. Nachdem die SAA-Elitetruppe Tiger Forces zusammen mit unterstützenden Streitkräften IS-Stellungen in der Provinzhauptstadt erstürmt hat, bereitet sie den Übergang über den Euphrat vor. (https://www.facebook.com/SouthFrontEN)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113789 und http://www.sana.sy/?p=625851 (In Dair az-Zaur Rückeroberung der Anlage des Ḍâman Battalion im SW des Flughafens und der ersten Wasserpumpenstation  in al-Muraiʽiyya; Artillerie und SAAF vernichteten  in präzisen Angriffen IS-Stellungen und motorisierte Trupps  in den Dörfern of ʽIyâš, al-Ğunaina, Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Muraiʽiyya und al-Ḥussainiyya; schließlich gänzliche Befreiung des ca. 10km im NW der Provinzhauptstadt gelegenen Dorfes al-Buġai­liyya, in dem der IS Schlupfnester unterhielt und einige Gebäude kontrollierte, nach Eliminierung der letzten Terroristen samt militärischer Ausrüstung darin sowie von deren Befestigungen mit anschließender Säuberung  des Areals von den durch den IS angebrachten Sprengsätzen und Minen im Ort wie Beseitigung der Autobomben an dessen Zugängen.)

Von zwei im Mittelmeer stationierten U-Booten schoß die russische Marine aus einer Entfernung von 500-650km sieben KalibrMarschflugkörper auf IS-Kommandozellen, Kommunikationszentren und -Depots im Umland von Dair az-Zaur. Dazu verlautete aus dem Verteidigungsministerium in Moskau: „On September 14, 2017, the submarines ‘Veliky Novgorod’ and ‘Kolpino’ of Project 636.3, located in the eastern part of the Mediterranean Sea, fired Kalibr cruise missiles from a submerged position on important targets of the ISIS terrorist organization in Syria.” Zudem hieß es: The targets included command centers, communication hubs, as well as ammunition depots in the ISIS-controlled areas to the east of the city of Deir Ezzor.” (http://sana.sy/en/?p=113825)

Wiederinbetriebenahme des aš-Šâʽir-Öl- und Gasfelds, Photo: SANA

Wiederinbetriebenahme des aš-Šâʽir-Öl- und Gasfelds, Photo: SANA

ʽAlî Ġânim, Minister für Öl- und mineralische Ressourcen, besichtigte die Wiederherstellungsarbeiten am aš-Šâʽir-Öl- und Gasfeld im Umland von Ḥomṣ. Demnach könnten demnächst 1 Mio. m3  Gas gefördert werden, die mit dem Fortschritt der Arbeiten bis zum Jahresende auf 75% der ursprünglichen Leistung hochgefahren werden könnten. Gemäß des Wiederaufbauplans kämen als Nächstes die Ölfelder der Zentralregion, die al-Hîl-Gasfelder, das Gaswerk und weiteren Einrichtungen von Dair az-Zaur dran, sobald die gesamte Provinzhauptstadt vom IS befreit sei. (http://sana.sy/en/?p=113805 vom 14.9.2017)

Terroranschläge vom 14.9.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen im N von Ḥomṣ griffen nachmittags terroristische Gruppen wieder einmal vom Ort Ġanṭû aus das Dorf Akrâd ad-Dâsaniyya mit Raketen an und richteten materielle Schäden an. (http://www.sana.sy/?p=626109, http://sana.sy/en/?p=113817)
Ergänzung: Ebenfalls in Verletzung der o.e. Vereinbarung griffen Terroristen aus dem Areal der in Bait Ğin-Farmen mit Mörsergranaten das Dorf  Ḥarfâ im Umland von al-Qunaiṭra an, verletzten damit vier Personen einigermaßen schwer und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum; ein Bewohner von Ḥarfâ wurde zudem durch eine auf einem landwirtschaftlich genutzten Weg zu seinen Feldern durch die Detonation eines Sprengsatz getötet.
IS-Terroristen beschossen wieder den Stadtteil al-Ğûra von Dair az-Zaur mit Mörsergranaten, töteten einen Mann, verletzten ein Frau und richteten Schäden an Wohnhäusern an.
(http://sana.sy/en/?p=113844, http://www.sana.sy/?p=626291)

6. Astana-Konferenz, Photo: SANA

6. Astana-Konferenz, Photo: SANA

In Astana begann am 14.9.2017 die 6. Gesprächsrunde der zur Beilegung der Syrienkrise. Gemäß Verlautbarung aus dem kasachischen Außenamt trafen sämtliche Delegationen rechtzeitig ein. Diejenigen der zwei von insgesamt drei Garantenstaaten werden angeführt durch Alexander Lawrentiew (vgl.u.) für Rußland und den iranischen Vize-Außenminister für arabische und afrikanische Angelegenheiten, Ḥussain Ğâbirî Anṣârî (vgl.u.). Außerdem hieß es: „UN Special Envoy for Syria Staffan De Mistura has also arrived to take part in the meeting as an  observer. The American delegation, led by acting assistant secretary of state for Near Eastern Affairs David Satterfield, representative of Jordan, representatives of the ,Syrian opposition‘ and the Turkish delegation have also arrived.” Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (vgl.u.) wurde erneut mit der Leitung der Regierungsdelegation betraut. Seine Delegation hielt je ein Treffen mit der russischen Gesandtschaft dem kasachischen Außenminister ab.
Alexander Lawrentiew teilte in einer Pressekonferenz am Do., 14.9.2017, mit, diese Konferenz sei die letzte, die sich mit der Etablierung der De-Eskalationszonen in Syrien beschäftige, doch gehe die Arbeit, der Astana-Prozeß,  insgesamt weiter. Die Astana-Gespräche seien eine wichtige Plattform für die Koordinierung unterschiedlicher Standpunkte zu verschiedenen Themen hinsichtlich der Beilegung der Syrienkrise, im politischen Sinn wie im Bereich der nationalen Rekonziliierung. Wörtlich erklärte er: „All these issues are gradually transforming into regular mee­tings. We all hope that our work that was done in Astana and before it will have a good result to­mor­row and provide a basis for further advan­cement towards peace.” Am Freitag würden Dokumente ausgefertigt, welche die Arbeit der Einheiten zur Überwachung der De-Eskalationszonen und deren Stationierung beträfen. Sie müßten präzise formuliert sein, da es eine Menge technischer Fragen und Details dabei gebe.
Die Gespräche der russischen mit iranischen und türkischen Delegation wie dem UN-Gesandten für Syrien de Mistura seien konstruktiv und produktiv verlaufen und hätten die Zuversicht widergespiegelt, daß am Ende dieser Konferenz positive Ergebnisse stünden. (http://sana.sy/en/?p=113792, http://sana.sy/en/?p=113792, http://www.sana.sy/?p=625842)

Astana beherbergt die 6. Konferenz zur Beilegung der Syrienkrise, Photo: SANA

Astana beherbergt die 6. Konferenz zur Beilegung der Syrienkrise, Photo: SANA

In Astana treffen sich am Mi., 13.9.2017, bereits die Arbeitsgruppen aus Vertretern der drei Garantenstaaten für die De-Eskalationszonen (vgl.u.) in Vorbereitung der 6. Astana-Konferenz zur politischen Lösung der Syrienkrise. Vormittags fänden bilaterale Treffen satt. Am Nachmittag stoße ein UN-Expertenteam dazu. (http://sana.sy/en/?p=113740)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113743 und http://www.sana.sy/?p=625456 (Im Bereich Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung der Orte Umm Rağm, Mazraʽa Nazâl (Farm), Šu­lailât, ʽAmûdiyya, Rasm aṣ-Ṣawâna, dem Futtermittel-Zentrum, der Städte ZaġrûtiyyaDarwîšiyya, Luwaibda, Ġunaimân und Umm Ṣâğ mit einer Ausdehnung von 12km auf 6km im N von Manûḫ sowie der Dörfer Umm at-Tabâbîn und al-Ḫân samt Rückeroberung einer Reihe beherrschender Anhöhen und sechs Bergen mit einer Gesamtfläche von 90km2   inklusive des hochgefährlichen IS-Hauptstützpunkts im Ğab al-Ğarâḥ als jahrelanger Ausgangspunkt von Angriffen auf die umgebenden, heute befreiten  Orte wie z.B. auch auf das nahegelegene Dorf aš-Šindâḫiyya nach Zerstörung der verbliebenen IS-Fortifikationen mit Waffen, Munition, Fuhrparks an Panzerfahrzeugen und maschinengewehrbewehrten Wagen und Liquidierung vieler IS-Kämpfer;  die Terrorrmiliz bleibt damit nur noch auf wenige enge Areale beschränkt. – Bewohner aus dem westlichen Umland berichteten von weiteren Fluchtbewegungen des IS, darunter des „Landwirtschaftsministers“ der Terrormiliz namens ʽAbdarraḥman ʽAkala al-ʽÂrif, des Führers der Islampolizei (s. ḥisba) mit Namen ʽAkala al-ʽÂrif wie eines höheren Sicherheits“offiziers“ aus dem Dorf Muḥaimîda, jeweils mitsamt ihren Familien.)

Sog. MAO, Photo: Sputnik News

Sog. MAO, Photo: Sputnik News

Mitglieder des Zentrums für das Studium der Korruption und des organisierten Verbrechens (Organized Crime and Corruption Reporting Projekt, OCCRP) und des Balkan Press-Untersuchungsnetzes (Balkan Investigative Reporting Network, BIRN) legen in ihrem neuesten Recherche-Bericht, den auch die Huffington Post thematisierte, dar, daß das Pentagon mehr als 2 Milliarden US-$ bis mindestens Ende 2016 [d.h. unter der Obama-Administration] für die Bewaffnung der sog. „moderaten Opposition“ (d.i. MAO, zu deren tatsächlicher Einordnung s.u., ab Teil I) in Syrien ausgab. – U.a. wurden diese über den US-Stützpunkt Ramstein in der BR Deutschland geliefert. Laut Huffington Post habe die Bundesregierung dafür keine Genehmigung erteilt. Seit September 2015 seien so aus Osteuropa stammende sowjetische Waffen und Munition im Wert von 2,2 Mrd. US-$ nach Syrien transferiert worden. Das Ausbildungs- und Bewaffnungsprogramm der CIA wurde 2013 gestartet zum Sturz der (säkularen!) Regierung  unter Präsident Dr. al-Assad; bis 2022 sollen noch noch über 900 Millionen US-$ zum geschilderten Zweck ausgegeben werden. Im Dezember 2016 hatte US-Präsident Obama die Beschränkungen für US-Waffenlieferungen nochmals gelockert, trotz der Warnungen, daß die Waf­fenlieferungen in Terroristen-Hände in Syrien gelangten (vgl. Teil V). Gemäß den Ankaufdokumenten des US-Kommandos für Spezialoperationen SOCOM wurde das militärische Equipment in Bul­garien, Bosnien und Herzegowina, Tschechien, Kasachstan, Rumänien, Serbien und der Ukraine besorgt. (http://www.sana.sy/?p=625471, https://sptnkne.ws/fyKA und https://sptnkne.ws/fyHv, original: https://www.occrp.org/en/makingakilling/the-pentagon-is-spending-2-billion-on-soviet-style-arms-for-syrian-rebels) – Die Belege dafür, daß die Waffen (z.B. die BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen) an Terroristen auch des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra gelangten, welch letztere spezielle Bataillone dafür eingerichtet hatte s. ab Teil III!

Mit Rückgriff auf eine Reuter-Meldung berichtet Syrianfreepress darüber, daß die mittels des CIA-Programms zwecks Bewaffnung, Training und weiterer Unterstützung der sog. „moderaten Opposition“ (d.i. MAO, zu deren tatsächlicher Einordnung s.u., ab Teil I), aufgestellten Einheiten nun durch ihre Förderer, den CIA wie den jordanischen und saudischen Geheimdienst aufgerufen worden seien, ihre Aktionen im SO von Syrien einzustellen und sich nach Jordanien zurückzuziehen. Zur MAO zählt auch die sog. FSA (zur Einordnung s. frühere Teile, bes.  Teil IV), welche wiederum u.a. die Gruppen Ğaiš Usûd aš-Šarqiyya und Qawât ašâhid Aḥmad al-ʽAbdû umfaßt. Die MAO-Einheiten wurden schließlich Teil von Ğaiš al-Islâm (gleichbedeutend mit Liwâ´al-Islâm), die zusammen mit Ğabhatu_n-Nuṣra, einem weiteren al-QâʽidaSproß wie auch der IS, in Syrien agieren. (By SFP/WP SyrianPatriots vom 11.9.2017) – Zum Umschwenken Saudi-Arabiens vgl.u. bzgl. Lawrows Besuch in ar-Riyâḍ vom 10.9.2017 und die Rede von US-Präsident Trump dort im Mai.

Mc Gurk, Photo: voltaire.net

Mc Gurk, Photo: voltairenet.org

 

Der von bereits Ex-US-Präsident Obama eingesetzte Sondergesandte, zuständig für die US-geführte Koalition, Brett McGurk traf sich am 18.8. 2017 mit Stammdesführern in der syrisch-saudischen Wüste, angeblich um über die Bekämpfung des IS zu besprechen. auf den Photos dieses Treffens ist jedoch McGurk zusammen mit ISMitgliedern zu sehen wie zu vor schon US-Senator McCain (s. Teil II). Näheres bei: http://www.voltairenet.org/article197873.html vom 13.9.2017 mit den beiden Beleg-Photos)

McGurk trifft IS-Mitglieder, Photo: Voltairenet.org

McGurk trifft IS-Mitglieder, Photo: Voltairenet.org

Und wieder starben bei den Bombardements der US-geführte Koalition auf zivile Wohngebiete – trotz der wiederholten nationalen, internationalen und UN-Proteste gegen deren per se völkerrechtswidrigen Aktionen  in Syrien (dazu vgl.u.) – eine Menge Bürger, viele wurden zudem verletzt, die Wohnhäuser zerstört wie auch die Infrastruktur. Nur an Toten wurden bislang (da unter den Trümmern noch Bergungen stattfinden) elf an der al-Badû-Allee in ar-Raqqa gezählt, hauptsächliche Frauen und Kinder, sowie im Dorf aš-Šahâbât weitere elf Zivilisten meldeten Zeugen vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=113754, http://www.sana.sy/?p=625521)

Erneut kamen am 13.9.2017 40 LKW mit Lebensmitteln, frischem Gemüse und Obst und weiterem dringend benötigten Zubehör dank der Regierungsbemühungen in Dair az-Zaur an. (http://www.sana.sy/?p=625763)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113715 und http://www.sana.sy/?p=625080 (Gefangennahme einer IS-Gruppe im Ost-Rîf von Ḥamâ, welche in den Süden der Provinz Idlib zu flüchten versuchte; dies geschah nach einer Umzingelung der Terroristen im Wâdî al-ʽAḏîb nahe der Stadt as-Saʽn im Umkreis von Salamiyya mit Konfiszierung von deren Waffen und Munition. – Erweiterung des befreiten Gebiets über die südöstlichen Außenbezirke von Dair az-Zaur sowie um den Militärflughafen, die anschließenden Stadtteile und um die Militärposten im Umfeld des Dorfes al-Ğafra nach Beibringung heftiger Verluste in den Gefechten mit den IS-Terroristen; dazu erfolgreiche Angriffe der Bodentruppen unter Deckung der SAAF auf motorisierte Trupps und Schlupfnester des IS im Bereich der Dörfer al-Ğunaina, ʽIyâš, al-Buġailiyya, Ḥaṭla, al-Ḥuwaiqa und Maʽbâr al-Ğafra mit Liquidierung einer Anzahl Extremisten samt deren militärischem Equipment.)

Verteidigungsminister Schoigu in Damaskus, Photo: SANA

Russischer Verteidigungsminister Schoigu in Damaskus, Photo: SANA

Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu überbrachte am Di., 12.9.2017, Präsident Dr. al-Assad persönlich ein Glückwunschschreiben seines Präsidenten Putin zum Durchbruch der SAA in Dair az-Zaur, einem bedeutenden Wendepunkt im Counterterrorismus. In Damaskus besprachen sie die weiteren Pläne zur Befreiung von ganz Dair az-Zaur und bekundeten einander die weitere enge Zusammenarbeit im Krieg gegen den Terrorismus bis zu dessen totaler Niederlage, das dies essentiell für die positive künftige Entwicklung nicht nur Syriens sondern der ganzen Region sei.  (http://sana.sy/en/?p=113733) – „Zudem sind die Themen Stabilisie­rung der Lage in Syrien, Handhabung der Deeskalationszonen und Gewährleistung von humanitärer Hilfe für die Bevölkerung erörtert worden“, hieß es in der deutschen Übersetuung von Sputnik News zur Thematik. (https://sptnkne.ws/fy7g)

Gemäß öffentlicher Mitteilung des Chefs der russischen Truppen in Syrien, Alexander Lapin, vom Di., 12.9.2017, befinden sich nur noch 15% des Landes unter Terroristenkontrolle. Der Kampf werde bis zur vollständigen Vernichtung der Terroristen weitergehen, darin seien sich die Regierungen in Damaskus und Moskau einig.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31723-russland_85_prozent_syriens_wieder_unter_kontrolle_der_armee)

Wegen der vielfachen, immer schlimmer werdenden Niederlagen des IS kurz vor dem totalen Zusammenbruch im Irak und Syrien lasse die Terrororganisation ihr Geld in großem Umfang in andere Regionen überweisen, z.B. auch in EU-Staaten, machte Dmitri Feoktistow als Vertreter des Außenministeriums in Moskau am Di., 12.9.2017, bekannt. Damit finde erstmals der Finanzfluß in umgekehrter Richtung, nämlich aus den noch IS-kontrollierten Gebiete statt. Die Finanzmittel dienten in den Zielländer „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ der Erstellung von Terrorzellen und der Vorbereitung von Anschlägen. Feoktistow ist derzeit Teilnehmer der Konferenz der Internationalen Financial Action Task Force (FATF). (https://sptnkne.ws/fy8r)

Ankunft russischer Hilfsgüter, Photo: Sputnik News

Ankunft russischer Hilfsgüter, Photo: Sputnik News

Mehr als 4.000 T an Baustoffen und Bautechnik zum Wiederaufbau der im Terrorkrieg zerstörten Infrastruktur stellt Rußland zur Verfügung. (https://sptnkne.ws/fyFx) – Das russische Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm steuerte dagegen Hilfslieferungen für die Provinzen Ḥomṣ und al-Qunaiṭra bei. (https://sptnkne.ws/fzdg)

Am Di., 12.9.2017, verkündete Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra, in den nächsten Tagen treffe in Dair az-Zaur ein weiterer Konvoi mit allen möglichen Hilfsgütern zur Deckung des täglichen notwendigen Bedarfs ein. „Upon the directives of President Bashar al-Assad, tens of trucks, loaded with food, medical, educational, petroleum and basic materials were sent to be distributed to the families who have resi­sted the terrorist organizations,”  hieß es in der Erklärung. (http://sana.sy/en/?p=113730)

Zerstörte archäologische Stätten in der Provinz Dar'â, Photo: SANA

Zerstörte archäologische Stätten in der Provinz Dar’â, Photo: SANA

Dr. Muḥmmad Naṣrullâh, Leiter der DGAM-Abteilung der Provinz Darʽâ, berichtet in einer Stellungnahme gegenüber SANA, daß ca. 80% der archäologischen Stätten in seinem Zuständigkeitsbereich durch die Terroristen mutwillig beschädigt, zerstört, verwüstet und/oder ausgeplündert worden seien. Auch hätten Raubgrabungen stattgefunden. Das Institut des Directorate-General for Antiquities and Museums erarbeite gerade  eine Aufstellung der Schäden und Verluste, da bislang hierüber in den von den Terroristen kontrollierten Gebieten keine  Informationen erhältlich gewesen seien, abegesehen von gelegentlichen Meldungen durch Büger, die sich um die historischen Standorte sorgten, Beobachtungen mitteilten und Bildmaterial zur Verfügung stellten. Auch habe man die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet, um diejenigen zur Verantwortung ziehen zu können, deren man habhaft werden können. Dafür biete eine UNSC-Resolution die notwenige Basis. Z.B. seien über Jordanien, Israel, die Türkei und die VAE Ausgrabungsgegenstände und Antiken sogar  in einige europäische Länder per Schmuggel gelangt. Systematische Plünderung hätten insbe­son­dere in den Grabungshügeln von von Ašʽarî, Umm ḤaurânʽAštara, al-Ğâbiyya und Šihâb stattgefunden. Auch seien auf der UN-Liste nationalen Kultur­erbes bislang nur 128 Stätten ein­getragen, 250 fehlten noch immer. Darum bemühe sich die Abteilung in Darʽâ, damit auch deren Rekonstruktion und Restau­rierung in der Zukunft erfolgen könne.(http://www.sana.sy/?p=624552 vom 12.9.2017)

Ehepaar Assaf in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Ehepaar Assaf in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Eine seit den 1990er Jahren mit ihrem syrischen Mann in Dair az-Zaur lebende Russin, Irina Assaf, der noch mit ihrer Familie vor der kompletten Abriegelung der Provinzhauptstadt durch den IS die Flucht gelungen ist, berichtet mit ihrem Mann Ibrâhîm nun gegenüber Sputnik News vom (Über)leben in der Stadt unter ISBelagerung. Wie schon aus den Gefechtsberichten und Meldungen von Terroranschlägen der letzten Jahre bekannt , bestätigen sie: „Wir waren ständig unter Be­schuss.“ Irina führt aus: „Menschen starben wegen des ständigen Artilleriebe­schus­ses und an Hunger, insbesondere kleine Kinder und Alte. Alle Katzen und Hunde der Stadt verschwan­den – sie wurden schlichtweg gegessen. Die Wetterbedingungen in Deir ez-Zor sind hart – im Sommer ist es trocken und heiß. Und wenn es kein Wasser gibt, ist es unmöglich.  Das Wasser wurde uns tatsächlich abgeschaltet (wegen des anhaltenden Artilleriefeuers konnten die Stadtdienste die Wasserversorgung nicht mehr aufrechterhalten – Anm. d. Sputnik-Red.), sodass Menschen wegen des Wassermangels starben.  Der Fluss [Euphrat] ist nicht weit. Wir hätten Wasser von dort holen kön­nen, aber die Terroristen beschossen die Ufer. Sie haben uns noch nicht einmal Wasser nehmen las­sen.“ In der Stadt gebe es keine Straße, in der keine Menschen gestorben seien. Einmal sei ein Mann an einer Verletzung verstorben, weil er nicht rechtzeitig hatte behandelt werden können. Um einen Arzt zu erreichen oder Medikamente zu bekommen, habe man teils mehrere Stadtviertel unter Artilleriebeschuß der Terroristen durchqueren müssen. Daher versorgten oft einigermaßen medizinkundige Bürger die Verwundeten. Auch in ihrem Umkreis seien viele Verwandte und Freunde gestor­ben. Ibrâhîm nennt Beispiele: „Die Frau unseres Cousins starb an einer Mine, die die Terroristen auf die Stadt abgeworfen haben. Die Frau meines Freundes starb, unsere Nachbarn wurden getötet, die anderen Nachbarn verloren ihren Vater. Mein Vater wurde verwundet“. Solange die Großstadt nicht komplett durch die Terroristen abgeriegelt war, habe man noch hie und da nach draußen gelangen können, je nach Laune der IS-Anhänger an den jeweiligen Kontrollposten. Dies habe das Ehepaar mit ihrer 18-jährigen Tochter genutzt: die Frauen tief verschleiert, um mit ihrer hellen Hautfarbe und europäischen Gesichtszügen nicht aufzufallen, hätten sie schließlich die Flucht geschafft.  Auch Irina bestätigt die große Anzahl von Ausländern beim IS,  über die sie sich gewundert habe wie über „ihre Augen… Als ob sie in einer anderen Welt sind. Als ob sie ständig unter Halluzinationen stehen würden“, was wiederum auf die schon mehrfach erwähnte Nutzung von Haschisch in Verbindung mit Captagon deutet – Substanzen, die erst seit der Kriegssituation in Syrien in Massen von Drogendealern geschmuggelt wurden (vgl.u. und frühere Teile, bes. Teil II!). Die Familie hofft, seit dem Durchbruch der Armee samt Volkswehr und unter russischer Luftunterstützung, bald wieder  zurückkehren zu können, auch wenn der komplette Wiederaufbau gewiß Zeit brauche. (https://sptnkne.ws/fxWP) – Weitere Einwohnereindrücke bei: http://sana.sy/en/?p=113749.  

SANA- und auch Sputnik-Korrespondenten  befragten auch Kinder in den befreiten Stadtteilen. Von letzteren Journalisten liegen Aussagen in deutscher Übersetzung vor. Allgemein herrsche bei ihnen Freude über die immer erhoffte Befreiung durch die Armee vor, doch vermißten sie getötete Familienangehörige sehr. Eine Achtjährige erzählte: „Die Armee hatte uns versprochen, dass sie uns befreien wird. Wir hatten versprochen, keine Angst zu haben und gut zu lernen“; dann fügt sie hinzu: „Hätten wir Angst gehabt, wären wir längst gestorben.“ Ein Zwölfjähriger, der seinen Vater durch einen IS-Scharfschützenangriff verloren hat, freut sich darauf, sich satt zu essen, und ergänzt:. „Wir wollen auch, dass sich das Leben wieder normalisiert, und dass wir wieder zur Schule gehen können.“ ein weiterer Junge, der jetzt zusammen mit Vater und Großmutter wohnt, bekennt: „Ich vermisse meine Mutter und meinen Bruder Ahmed sehr. … Sie wurden durch eine IS-Rakete getötet, die unser Haus getroffen hat. … Viele Kinder starben durch Bombardements und Hunger.“ (https://sptnkne.ws/fxVW). Die SANA-Aufnahmen finden sich unter: http://sana.sy/en/?p=113697, http://www.sana.sy/?p=624565.

Befragte Kinder in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Befragte Kinder in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Während der Befreiungsoperation von Dair az-Zaur wurden im Gebiet aš-Šuʿaiṭāt (al-Shaitat) östlich von Dair az-Zaur wie beim Dorf Abû Ḥamâm Massengräber entdeckt mit Übe­r­resten zum großen Teil von Frauen und Kindern, die etwas vor einem Jahr getötet worden waren. Die Regierung ließ eine unabhängige gerichtsmedizinische Kommission zur Identifi­zie­rung der Leichen erstellen. Bislang habe man 40 von 750 Opfern zuordnen können.  Ihre konkrete Todesursache werde von der Kommission noch ermittelt. Zwar war der IS 2014 im Gebiet eingefallen und hatte es nach Widerstand der Bevölkerung schließlich mit seiner Übermacht eingenommen, doch berichteten Einheimische ebenfalls, „dass die Angriffe der internationalen Koalition zu massiven Todesopfern in diesem Gebiet geführt haben„. Ca. 2000 Zivilisten seien in der Gegend Opfer der IS-Terrormiliz und der Luftangriffe geworden. Es werde daher mit der Entdeckung weiterer Massengräber  gerechnet. (https://sptnkne.ws/fxVX vom 11.9.2017)

Das kasachische Außenamt machte am  Mo., 11.9.2017, bekannt, daß die Plenarsitzung der 6. Astana-Konferenz am kommenden Fr., 15.9.2017, stattfinden werde. Dazu hieß es in der Pressemitteilung: „We invite the representatives of media to cover the plenary meeting of the talks, which will take place on September 15 in Rixos President Astana hotel.” (http://sana.sy/en/?p=113641)

Pressekonferenz in ʽAmmân, Photo: SANA

Pressekonferenz in ʽAmmân, Photo: SANA

Während einer Pressekonferenz mit seinem jordanischen Amtskollegen Ayman aṣ-Ṣafadî vom 11.9.2017 in ʽAmmân konstatierte der russische Außenminister Lawrow nochmals in aller Deutlichkeit, daß jegliche ausländische Präsenz  in Syrien, sei es am Boden oder im Luftraum, ohne Zustimmung der legitimen gewählten Regierung ein Verstoß gegen das Völkerrecht sei. Letzere bestehe dagegen hinsichtlich des Engagements Rußlands, des Irans und der Ḥizbullâh: Russia, as well as the representatives of Iran, including the representatives of the Hezbollah move­ment, is working here upon a direct invitation of Syria’s legitimate authorities.” In Bezug auf die UN-geführte Koalition kritisierte er zudem, daß sie bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra doppelte Standards verfolge, welche völlig inakzeptabel seien, da diese eine UN-gelistete Terrorgruppen wie die anderen sei und auch als solche bekämpft werden müsse. Rußland und Jordanien seien sich einig hinsichtlich der politischen Lösung der Syrienkrise, wie sie die Astana-Konferenzen anstrebten in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution hinsichtlich der Respektierung der syrischen Souveränität, territorialen Integrität und des Rechts der Syrer auf Selbstbestimmung. (http://www.sana.sy/?p=624430) – Neben Würdigung der jüngsten Siege der SAA und Einordnung von deren Bedeutung hatte auch Vizeaußenminister Dr. al-Miqdâd in seinem Interview mit al-Mayâdîn TV vom So., 10.9.2017, diesen Punkt herausgestellt. (http://sana.sy/en/?p=113627) – Gerichtet waren die Stellungnahmen beider Diplomaten auf die militärischen Aktionen der US-geführten Koalition wie der Israels und der Türkei (vgl. jeweils u.) in Syrien.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113681 und http://www.sana.sy/?p=624792 (Befreiung von Masʽûd östlich von Salamiyya  im  Ost-Rîf von amâ nach harten Gefechten mit dem im Ort verbarrikadierten IS und Zerstörung einer Autobombe, weiterer Kampfwagen, Waffen und militärischer Ausrüstung der Terroristen, die nach der Befreiung von ʽUqairbât letzte Woche (s.u.) hierher geflohen waren; anschließend Vormarsch, um weitere Dörfer der Gegend zu befreien. Jagd auf die letzten IS-Kämpfer im Ost-Rîf von Ḥomṣ unter Ausweitung des befreiten Areals nördlich und westlich der Ğibâl Balʽâs mit heftigen Feindverlusten und Beseitigung der IS-Stellungen und –Fortifikationen östlich des Ğabal Šâʽir.)

Verteilung von Lebensmitteln in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Verteilung von Lebensmitteln in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Am 11.9.2017 langten erneut 700 Tonnen von der Regeirung bereitgestellter humanitärer Hilfsgüter in Dair az-Zaur an. (http://www.sana.sy/?p=624513)

Terroranschläge vom 11.9.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen griffen Terrroristen von as-Saʽn und ʽÎn Ḥussain aus das Dorf ʽÎn ad-Danânîr  im N von Ḥomṣ mit Raketen und Mörsergranaten an, verletzten dabei ein Kind und verursachten Schäden an den Häusern. (http://sana.sy/en/?p=113652, http://www.sana.sy/?p=624362)
Infolge eines Terroristenangriffs auf das Elektrizitätswerk Ḫirba Ġazâla im O der Provinzhauptstadt Darʽâ wurde dieses so beschädigt, daß es keinen Strom mehr liefern kann. Zudem laufen damit die Pumpen für Weiterleitung des Trinkwassers in das westliche Umland nicht mehr.  Solange die Terroristen auf das Gelände unter Beschuß nähmen, seien auch keine Reparaturmaßnahmen möglich, nur eine Notversorgung über eine Alternativlinie. Jedoch sind die Angestellten wie Einwohner der Städte al-Ġâriyya and Ṣaidâ dabei, die Terroristen vom Werksgelände zu vertreiben. Auch hier liegt eine Verletzung der Vereinbarung über die einrichtung von De-Eskalationszonen vor. (http://sana.sy/en/?p=113671, http://www.sana.sy/?p=624626)

Wieder fielen den Behörden am 10.9.2017 Drogenschmuggler mit 22kg Haschisch und 3.400 Tabletten des von den Terroristen bevorzugten Captagon (zur speziellen Nutzung durch sie s. Teil II!) Rîf Dimašq in die Hände. (http://sana.sy/en/?p=113567)

Konferenzort Astana, Photo: SANA

Konferenzort Astana, Photo: SANA

In Vorbereitung der 6. Astana-Konferenz am 14./15.9.2017 reiste der russische Außenminister Lawrow nach Saudi-Arabien. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem saudischen Amtskollegen ʽÂdil al-Ğubair vom So., 10.9.2017, gab er seinem Optimismus Ausdruck, daß in der nächsten Astana-Konferenz endlich die Übereinkunft zur Einrichtung der 4. De-Eskalationszone in Idlib erreicht werde. Er erklärte: „We agree on the fact that the establishment of de-escalation zones in the country is an important step forward, which helps cement the ceasefire regime, find more efficient solutions to the humanitarian problems of the civilians, and creates conditions for taking the political process for­ward on the basis of the UN Security Council Resolution 2254.” Dazu verdeutlichte er, daß die De-Eskalationszonen nur temporär zur Erreichung des erklärten Zwecks eingerichtet würden und keine Ausgliederungen aus dem syrischen Staatsverband bedeuteten oder vorbereiteten [dies widerspräche auch der genannten Resolution], indem er konstatierte, kein Lande, welcher sein Einverständnis zu diesen Zonen gegeben habe [d.h. Rußland, der Iran, die Türkei als Garanten, die USA und die UN als Beobachter], habe die Absicht, diese auf Dauer zu zu verwalten, indem sie zu einer Art Enklave innerhalb des syrischen Territoriums umgewandelt würden (no country that has agreed to create the zones „has intentions to maintain them forever, thus creating a kind of enclaves on the Syrian territo­ry.”). Die nationalen Rekonziliierungskomitees wirkten darin in Vorbereitung direkter Gespräche zwischen den Gruppen in Genf. Sein Land wirke aktiv darauf hin, daß eine einzige Oppositionsdelegation für das nächste Treffen in Genf zum Dialog mit der Regierungsdelegation gebildet werden könne und unterstützte Saudi-Arabien darin, dasselbe zu tun. Zudem machte er nochmals klar, daß es allein Sache der Syrer sei, über ihre Zukunft zu bestimmen, und die erwähnte UNSC-Resolution keine Stellung von Vorbedingungen, einseitigen Forderungen oder Ultimaten  (wie bislang zur Unterminierung vor allem der Genfer-Gesprächsrunden durch den HNC geschehen) gestatte. (http://sana.sy/en/?p=113596) – In ar-Riyâ  wurde am 8.-10.12.2015 die gleichnamige (außersyrische) „Oppositions“gruppe, auch als HNC aufscheinend und den in Syrien aktiven Terrormilizen und der Muslimbruderschaft nahestehend, mit Sitz in Istanbul kreiert. Sie fiel bei den bisherigen Friedensbemühungen für Syrien (auch als „politischer Prozeß“ bekannt)  – sei es in Astana, aber vor allem in Genf – immer wieder durch Aktionen auf, deren Ziel die Unterminierung dieser positiven Schritte war. Die beiden Garantenstaaten Rußland und der Iran bemühten sich bislang, diesen negativen Einfluß, der mittels dieser Gruppe durch syrienfeindliche und meist gleichzeitig die Terroristen im Land unterstützenden  Regierungen ausgeübt wurde, mit zunehmendem Erfolg zu unterbinden. Wegen der Eigenart dieser Gruppe kam es bislang auch nie zur Bildung einer einheitlichen Oppositionsdelegation mit den anderen Oppositionsgruppen aus Syrien. S. hierzu besonders Teil IV, die vorhergehenden Teile sowie Teil V! Zwischen den Zeilen gelesen – und nach begleitenden wirtschaftlichen Absprachen der letzten Jahre – läßt sich dem entnehmen, daß die Regierung in Moskau der in ar-Riyâḍ verdeutlicht, was von dieser hinsichtlich Syriens erwartet werde, nämlich die Instruktionen für die ar-Riyâḍ-Gruppe umzukehren.

Zwei ägyptische Persönlichkeiten, der Medienbeauftragte des Egyptian Popular Committee for Solidarity with the Syrian people, Duʽâ´ Ṣâliḥ, und der Jurist Muḥammad Abû Zaid strengten beim ägyptischen Verwaltungsgerichtshof in Kairo zwei Verfahren an: zum einen soll die Entscheidung von Ex-Präsident Muḥammad Mursî, die diplomatischen Beziehungen mit dem [säkularen] Syrien abzubrechen, aufgehoben werden, zum anderen sollen die Elemente der nur so genannten syrischen „Opposition“ [vgl.u. zu MAO] und deren Verbündete, die Mitglieder der FSA [zur Einordnung s. frühere Teile, z.B. Teil IV] aus Ägypten verbannt werden. Gegenüber einem SANA-Korrespondenten bemerkte Abû Zaid dazu: „With the repeated attacks of the Zionist enemy and the terrorist mercenaries and as an Egyptian citizen, I can no longer remain silent whether on the decision to cut off the Egyptian-Syrian relations or the continued existence of the so-called ,Syrian opposition‘ on the Egyptian soil, particularly with their declared support for the terrorist [Muslim] Brotherhood group and their support for its actions against Syria.”. (www.sana.sy/en/?p=113593, http://www.sana.sy/?p=623990 vom 10.9.2017)

Ein weiterer Konvoi mit Hilfsgütern der Regierung erreichte die östlichen Ost-Stadtteile von Dair az-Zaur wie auch das Dorf al-Ğafra am So., 10.9.2017.(http://sana.sy/en/?p=113589)

Militäroperation um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Militäroperation um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113570 und http://www.sana.sy/?p=623787 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Orte Raḥûm, Abû Ḥawâdîd und al-Fâw Šâwîš im Areal von Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung der IS-Kämpfer samt deren Mengen an Waffen und militärischem Equipment und anschließender Entminung der Gegenden durch die Spezialtruppen; damit sei man nahe daran, die gesamte Provinz Ḥomṣ als frei von IS-Terroristen zu erklären. –  In und um Dair az-Zaur: vollständige Sicherung des Militärflughafens und der umliegenden Gebiete auch der Stadtteile aṭ-Ṭaḥtûḥ und Harâbiš mit Rückeroberung der aṯ-Ṯarda-Gebirgskette vom S her, welche als erste Verteidigungslinie des Airports anzusehen ist, so daß dieser wieder in Betrieb genommen werden kann;  nachmittags weiteres Vordringen zu und Vereinigung der SAA-Einheit im al-Bânûrâmâ-Gebiet am Stadtrand von Dair az-Zaur unter heftigen Verlusten der IS-Terroristen; Wiederherstellung der Kontrolle über das Autobahnstück as-Suḫna – Dair az-Zaur  nach Zerstörung der verbliebenen IS-Fortifikationen entlang der aṯ-Ṯarda-Gebirgskette mit nachfolgender Massenflucht der überlebenden IS-Kämpfer nach al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur; im Anschluß daran Räumung der Autobahn von darauf angebrachten Minen und Sprengsätzen samt Beseitigung der Autobomben darauf, um sie danach für den Verkehr wieder freigeben zu können; Ausdehnung des kontrollierten Gebiets um das at-Taim-Ölfeld im SW der Provinzhauptstadt; abends nach Durchbrechung des IS-Belagerungsrings darum wie um die benachbarten Stadtteile und Vereinigung mit dessen Verteidigungsmannschaft Ausweitung des eroberten Bereichs um den zivilen Flughafen mit Befreiung der Garnisonsbereich von Sariyya Ğunaid und Sariyyat al-Ḥaras al-Ğumhûrî [d.i. die Republikanischen Garde],  des Faktoreiengebiets, des Friedhofs und der Elektri­zitätsgesellschaft  nach Beseitigung der dortigen IS-Barrikaden und –Trupps. – Nach Auskunft von Bewohnern des Umlands ergriffen wieder große Gruppen von IS-Mitgliedern die Flucht einschließlich prominenter Führungspersonen wie z.B. der sog. Wâlî [d.i. Gouverneur] von al-Mayâdîn mit Kampfnamen Abû Lâdin al-ʽIrâqî [d.h. der Iraker] und der Führer (amîr) der Islampolizei (s. ḥisba) der IS-Terrormiliz im West-Umland von Dair az-Zaur namens Namen Muḥammad Ğâbir Ḥâğğ Razûq mit seiner Familie; zur Abschreckung von weiteren Desertionen aus al-Bû Kamâl, Ḥasrât, al-Ğalâ´ und aṣ-Ṣâliḥiyya wurden etliche IS-Führer ihres Postens enthoben und 27 exekutiert.)

Terroranschläge vom 10.9.2017:
Im as-Saṭaḥiyât-Areal verschanzte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen die Stadt Tal Dara im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Raketen und Mörsergranaten, verletzten damit drei Anwohner und beschädigten Häuser und weiteres Eigentum.  (http://sana.sy/en/?p=113602, http://www.sana.sy/?p=624410)

Zusammenschluß in Dair az-Zaur geglückt, Photo: SANA

Zusammenschluß in Dair az-Zaur geglückt, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113512 und http://www.sana.sy/?p=623276 (Mit Umm Ṣahrîğ Erkämpfung der Kontrolle über einen der gefähr­lichsten IS-Stützpunkte im Ost-Rîf von Ḥomṣ und Ausgangspunkt für  die zahlreichen IS-Überfälle und –Angriffe auf Dörfer und Ansiedlungen der Gegend nach heftigen für den IS äußerst verlustreichen Gefechten und anschließender Verfolgung der fliehenden Reste; zudem Befreiung auch von al-Ḥarâš, ʽAlâm Šarqî, Ḫirba Ğab Ḥabal und Ḫirbat al-Ḥaiwâniyya vom IS-Joch. – Durchbruch durch den IS-Belagerungsring um den Militärflughafen von Dair az-Zaur mit den benachbarten Stadtteilen Harâbiš  und aṭ-Ṭaḥtûḥ anschließendem Zusammenschluß mit den Flughafen schützenden Garnison auf dem Liwâ´ at-Ta´mîn-Gelände (weitere Garnison!) am Abend nach intensiven erfolgreichen Angriffen gegen IS-Stellung im Friedhofsareal ausgehend vom SW-Gebiet der Provinzhauptstadt zudem Ausweitung der Kontrolle im Friedhofsbereich und anschließend Entminung der befreiten Gegenden durch Spezialeinheiten, während wieder dutzende überlebender IS-Terroristen die Flucht ergriffen unter Zurücklassung ihrer Bewaffnung; in Harâbiš  und Ṭaḥtûḥ liefen die Bewohner auf die Straßen, begrüßten voller Freude die Armee und feierten stundenlang. Besonders bemerkenswert gewesen sei, daß unmittelbar nach dem Bruch des Belagerungsrings am SW-Rand der Stadt vor drei Tagen (s.u.) der LKW-Konvoi mit den Hilfsmitteln eintraf (s.u.), die umgehend zur Verteilung kamen. Auch gelang der Vormarsch zum al-Bânûrâmâ-Areal am SW-Zugang zur Provinzhauptstadt; außerhalb von Dair az-Zaur konnten nach Eliminierung der letzten IS-Stellungen das im SW gelegene at-Taim-Ölfeld zurückerobert sowie al-Mâliḥa befreit werden. )

Straßen-Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Straßen-Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Nach Erklärung des Gouverneurs von Dair az-Zaur, Muḥammad Ibrâhîm Samra, warte ein LKW-Konvoi beim al-Assad-Krankenhaus nur darauf, beladen mit Nahrungs- und Arzneimitteln etc. in die soeben befreiten östlich gelegenen Stadtteile [Harâbiš  und aṭ-Ṭaḥtûḥ] neben dem Flughafen abzugehen, damit die Güter an die dort lebenden ca. 2.000 Familien verteilt würden. bislang hätten sie nur von Versorgung durch SAA-Hubschrauber aus der Luft ge- und überlebt. Diese hatten die Hilfsmittel per Fallschirmen abgeworfen. Nachmittags war das Militär durch den ISBelagerungsring um die an das Militärgelände angrenzenden Wohnviertel durchgebrochen. (http://www.sana.sy/?p=623575, www.sana.sy/en/?p=113543  vom 9.9. 2017)

Terroranschläge vom 9.9.2017:
IS-Terroristen beschossen wieder einen östlichen Stadtteil von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Raketen mit heftigen Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur in der Folge. (http://sana.sy/en/?p=113510)

Gartenbau-Ausstellung, Photo: SANA

Gartenbau-Ausstellung, Photo: SANA

Nach der 59. Internationalen Handelsmesse in Damaskus (DIF, s.u.) im August findet nun auch die 29. Gartenbau-Ausstellung in al-Lâḏa­qiyya im al-Baṭranî-Park nach Jahren der Aussetzung wegen der Kriegssituation wieder statt. Gemäß dem Gouverneur  Ibrâhîm Ḫaḍar as-Sâlim  nähmen mehr als 55 Aussteller aus den Bereichen Baumschulen, (traditionellem) Handwerk, Landwirtschaft und verwandten  Zweigen wie der Honigherstellung oder Brennereien teil, es gebe Bereiche mit und für Haustiere, künstlerische Produkte u.v.a.  (http://www.sana.sy/?p=623600 vom 9.9.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113424 und http://www.sana.sy/?p=622860 (Befreiung von Abû Qâṭûr, Abû Liyya und Ğab Ḥabal im SO von Ğab al-Ğarâḥ (ca. 80km östlich von Ḥomṣ) sowie von al-Mušairifa und al-Habrâ aš-Šarqiyya nach Zerstörung der IS-Fortifikationen und –Stellungen der Gegend bei heftigen Feindverlusten mit nachfolgender Säuberung von hinterlassenen Minen und Sprengfallen der Terroristen. 22km südwestlich von Dair az-Zaur Befreiung von aš-Šûlâ (vgl.u.) zwischen as-Suḫna  – Dair az-Zaur unter Deckung der SAAF und russischer Kampfflieger zusammen mit Rückeroberung der umgebenden Anhöhen und Posten nach Vernichtung der verbliebenen IS-Positionen und Jagd auf die die Gefechte überlebenden Terroristen und Durchkämmen des zurückgewonnen Areals nach Sprengsätzen etc. wie üblich; in weiteren erfolgreichen Kämpfen gegen IS-Trupps Ausdehnung des kontrollierten Gebiets um Regiment 137 sowie Befreiung des höher gelegenen [s. Name!] und den Friedhofsbereich überblickenden Stadtteils Talat ʽAlûš  am SW-Rand der Provinzhauptstadt nach  harten, für den IS verlustreichen Gefechten; Verfolgung der fliehenden IS-Anhänger mit Vernichtung von deren Barrikaden und Stellungen im Gebiet der Dörfer ʽIyâš und al-Bu­ġa­iliyya, den Stadtteilen  al-Ğunaina und Ḥuwaiğa Ṣakr, um den Militärflughafen, den Fried­hof, das Deponiengebiet (al-Makabât), Ğabal aṯ-Ṯarda und entlang der Straße  Dair az-Zaur  – aš-Šûlâ.)

Getöteter IS-"Kriegsminister", Photo: Pars Today

Getöteter IS-„Kriegsminister“, Photo: Pars Today

Bei einem der die SAA-Bodenoperationen unterstützenden russischen Luftangriffe im Umkreis von Dair az-Zaur wurde laut Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau vom Fr., 8.9.2017, ein unterirdischer Kommandoposten des IS sowie ein Kommunikationszentrum und ca. 40 Terroristen getötet, die sich dort zu einer Besprechung trafen. Wörtlich hießes in der Verlautbarung: „Two Su-34 and Su-35 aircraft of Russia’s Aerospace Forces were scrambled from the Hmeymim air base, which made a pinpoint strike with bunker busting bombs. The air strike destroyed an under­ground terrorist command post, a communications center and about 40 militants of Daesh.” Unter den als tot Identifizierten fanden sich auch vier IS-Führungsmitglieder, darunter der  bekannte für die Finanzen der Terrorgruppe zuständige Abû Muḥammad aš-Šimâlî mit Kampfnamen sowie der aus den GUS-Staaten stammende IS-„KriegsministerGul­murod Chalimow. (http://sana.sy/en/?p=113429) – Über letzteren informiert Sputnik News er sei als ehemaliger Oberst ein topausgebildeter Berufssoldat, der bis etwa April 2015  als Kommandeur der Omon-Sonderpolizei beim Innenministerium Tadschikistans und der Präsidentengarde mehrfach ausgezeichnet gedient habe. Außerdem sei er in den USA elf Jahre lang im Anti-Terrorkampf geschult worden. Eine Reihe europäischer Geheimdienste sahen in ihm den Draht­zieher der Terroranschläge von Paris im November 2015. (https://sptnkne.ws/fwzT)

Terroranschläge vom 8.9.2017:
Sich im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verbarrikadierte Terroristen eröffneten auf Bewohner der Stadtteile al-Kâšif und aḍ-Ḍâḥiyya von Darʽâ das Feuer und verletzten dabei eine Frau und ein Kind sogar schwer. (http://sana.sy/en/?p=113418, http://www.sana.sy/?p=622877)
Ergänzung: Raketenbeschuß durch Terroristen, die in ar-Rastan im N von Ḥomṣ in Stellung gegangen waren, führte im Dorf Ġûr al-ʽAṣî in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen zur Verwundung einer Person. (http://sana.sy/en/?p=113499, http://www.sana.sy/?p=623222)

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Aller nationalen, internationalen und selbst UN-Proteste (s.u.) zum Trotz griff die in Syrien generell völkerrechtswidrig agierende (dazu vgl.u.) US-geführte Koalition erneut zivile Gebiete in ar-Raqqa an. Bei den Bombardements auf eine Schule im Stadtteil an-Nahḍa vom Fr., 8.9.2017, starben bislang  elf Anwohner, davon drei Kinder, viele andere Bürger wurden verletzt, teils so schwer, daß die Rate der Todesopfer wohl ansteigen wird. Die Schule und benachbarte Häuser wurden erheblich beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=113488, http://www.sana.sy/?p=623053)

In einem Schreiben an den Präsidenten des Human Rights Council der Vereinten Nationen (UNHRC) nahm der ständige UN-Gesandte in Genf, Ḥusâmaddîn Âlâ,  zum wiederholten Stellung zu den unzutreffenden Vorwürfen gegen die Regierung bzgl. des Einsatzes von Giftgas z.B. in Ḫân Šaiḫûn. Der Inhalt gleicht den vergangenen Darlegungen. Die Note schloß mit der Aufforderung an den UNHRC, für unabhängige, objektive Sachverständigungenuntersuchungen der diskutierten Vorgänge zu sorgen [vgl.u. 7.9.2017], um die die Regierung von Damaskus schon so oft gebeten hat, und Verfahrensrichtlinien auszugeben, welche gewisse Staaten daran hindern, die Untersuchungen zugunsten der von ihnen in der Region verfolgten Zielen zu mißbrauchen. (http://sana.sy/en/?p=113485 vom 8.9.2017) – Zum Sachverhalt mit den wichtigsten Belegen s.u.

Beim Durchkämmen des befreiten Gebiets von Rasm al-Aḥmar im Ost-Rîf von Salamiyya im Osten der Provinz Ḥamâ fanden die Militärangehörigen am 8.9.2017 ein IS-Versteck mit großen Mengen an schweren Maschinengewehren, Mörsergranaten, einem Munitionsdepot zudem ein ISKommandozentrum wie ein Werkstatt zur Munitionsfertigung wie Reparatur von Waffen vor und konfiszierten den Bestand.  (http://sana.sy/en/?p=113437)

Verteilung der in Dair az-Zaur angekommenen Lebensmittel etc., Photo: SANA

Verteilung der in Dair az-Zaur angekommenen Lebensmittel etc., Photo: SANA

Bereits am 7.8.2017 langte ein LKW-Konvoi aus 30 Fahrzeugen bei den Kasernen von Regiment 137 im SW von Dair az-Zaur an und brachte Lebensmittel, Arznei und medizinische Gerätschaften sowie allerlei Mittel für die Schulbildung zur Verteilung an die Bevölkerung. (http://www.sana.sy/?p=622338,  http://sana.sy/en/?p=113344)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113348 und http://www.sana.sy/?p=622411 (Befreiung von Rasm Ḥamîda und al-Habra al-Ġarbiyya samt Rückeroberung der umgebenden Anhöhen und des Berglands im SO von Ğab al- Ğarâḥ, ca. 80km östlich von Ḥomṣ nach Eliminierung etlicher Terroristen mit deren Waffen und weiterer militärischer Ausrüstung, deren Reste floh. Am Rand von Dair az-Zaur Ausdehnung des vom IS zurückeroberten Gebiets um den Korridor in die Provinzhauptstadt hinein bei den Kasernen von Regi­ment 137 mit Rückeroberung der strategisch bedeutsamen ar-Raqqa-Brücke auf der West-Achse mit jeweiliger Zerstörung des IS-Equipments; erfolgreiche Razzia einer Infanteriegruppe von der al-Mağbal-Position westlich vom Ta´mîn Regiment aus gegen eine IS-Fortifikation  200m tief in dem von der Terrororganisation kontrollierten Gebiet mit Liquidierung etlicher IS-Anhänger und Einziehung von deren automatischen Sturmgewehren und RPG-Raketenwerfern; dazu akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und- Nachschubrouten in Richtung auf aš-Šûlâ im SW parallel zu einem Bodentruppenvorstoß auf diese strategisch bedeutsame Kleinstadt zu. – Berichte von Einheimischen aus al-Mayâdîn bestätigten die weitere Flucht von IS-Kämpfern einschließlich des Inhabers des ḥisba–Amts mit dem Kampfnamen Abû Šimâ´ al-Maġribî  [d.h. aus Marokko] mit all seinen Untergebenen aus der Stadt in Ġarânîğ; inzwischen habe daher der IS, um die Massenflucht insbesondere von ausländischen IS-Anhängern einzudämmen, mehrere Checkpoints errichtet.)

Salamiyya, Photo: SANA

Salamiyya, Photo: SANA

Terroranschläge vom 7.9.2017:
IS-Terroristen feuerten mit Raketen auf die Stadt Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ, verletzten einen Bewohner und beschädigten Häuser und Infrastruktur.
Den Stadtteil Harâbiš von Dair az-Zaur beschossen IS-Extremisten ebenfalls mit Raketen und Mörsergranaten, töteten damit bislang sieben Einwohner und verletzten 29 und richteten entsprechende Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=113339, http://www.sana.sy/?p=622337) – Ergänzung: Im Stadtteil al-Quṣûr führten weitere ISMörsergranatenangriffe zum Tod eines Anwohners und verletzten fünf weitere anwohner und richteten zudem materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=113418)

Mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden protestierte das Außenamt in Damaskus noch am 7.9.2017 gegen die wiederholten Angriffe israelischer Kampfflieger auf SAA-Stellungen, während sich deren Soldaten im Gefecht gegen Terroristen befänden. Dies laufe auf eine Unterstützung dieser Terroristen einschließlich des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra, wie schon in der Vergangenheit zu sehen war, hinaus, während die SAA den counterterroristischen Forderungen der entsprechenden UNSC-Resolutionen nachkomme, die damit auch für den Rest der Welt von Vorteil seien. So aber hätten die Terroristen Vorteile davon, die sie noch anspornen würden angesichts der Verluste, die zunehmend durch die Armee – zuletzt in Dair az-Zaur – erlitten hätten. Konkretisiert wurde der jüngste Vorfall (vgl.u.) mit den Worten: „At 02:42 a.m. on Thursday September, 7th, 2017 , the Israeli warplanes targeted one of the Syrian military positions near Misyaf in Hama province with several missiles, killing two army personnel and causing material damage to the site.” (http://sana.sy/en/?p=113403)

Das Oberste Armeekommando gab am 7.9.2017 bekannt, daß israelische Kampfflugzeuge aus dem überflogenen libanesischen Luftraum um 2.42 Uhr des Tages eine SAA-Stellung nahe Maṣyâf in der Provinz Ḥamâ angriffen, dabei zwei Soldaten getötet und materielle Schäden verursacht  hätten. „This aggression comes in a desperate attempt to raise the collapsed morale of the ISIS terrorists after the sweeping victories achieved by the Syrian Arab Army against terrorism at more than one front, and it affirms the direct support provided by the Israeli entity to the ISIS and other terrorist organiza­tions.”, hieß es in der Verlautbarung. Dennoch werde die Armee in ihren counterterroristischen Operationen nicht nachlassen, bis der Terrorismus auf syrischem Boden eliminiert sei. (http://sana.sy/en/?p=113322, http://www.sana.sy/?p=622290)

US-Helikopter im Einsatz, Photo: SANA

US-Helikopter im Einsatz, Photo: SANA

Eine russische diplomatisch- militärische Quelle bestätigte am 7.9.2017 Berichte, wonach angesichts des Erfolge der syrischen Streitkräfte unter Aufsicht von US-Geheimdienstlern am 26. und 28. August 22 aus Europa stammende IS-Feldkommandanten  mit ihren Familien aus dem NW von Dair az-Zaur und der Stadt Bûlîl, südöstlich der genannten Provinzhauptstadt in den Norden Syriens durch Hubschrauber der US-Luftwaffe abtransportiert („evakuiert“) wurden mit dem Zweck, die Erfahrung der Kämpfer in anderen Gebieten einsetzen zu können. (http://www.sana.sy/?p=622662, s.a. https://sptnkne.ws/fwhJ)  – Während die US-geführte Koalition dies bestreitet, hält z.B. Franz Klinzewitsch dieses Berichte für 100% korrekt angesichts einer Reihe ähnlicher Fälle und Beobachtungen aus dem Afghanistanfeldzug, indem auch schon die US-Seite die Muğahidîn unterstützt und geheimdienstlich angeleitet habe. Er ist der Vize-Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidi­gungs­ausschusses des russischen Föderationsrats (Parlaments-Oberhaus). Auch der russische Politikanalytiker Igor Korutschinko ist derselben Ansicht wie Klinzewitsch und erklärte gegenüber der National Security Agency: „Wir brauchen keinen Kommentar von der CIA oder dem Pentagon zu diesem Thema. … US-Präsident Donald Trump ist derjenige, der diese Frage kommentieren und erklären muß, ob er persönlich die Befehle dafür gab, die IS-Führer zu evakuieren, und damit und die volle politische Verantwortung für diesen Schritt übernehmen muß oder ob US- Privatagenturen [vgl. früher z.B. Blackwater etc.] in dieser Angele­gen­heit ohne seine Zustimmung allein handelten. … Wenn diese Information bestätigt wird, muß Trump den US-Attorney General beauftragen, eine an­gemessene Untersuchung einzuleiten und die Beteiligten in diesem Fall vor Gericht zu bringen, um die Anklage wegen Beteiligung am internationalen Terrorismus voranzutreiben.“ Auch im Mai seien schon durch US-Helikopter terroristische Feldkommandeure und Söldner euro­pä­ischer Herkunf aus der Stadt Kasra im Raum Dair az-Zaur evakuiert worden, derlei sei auch in der Provinz ar-Raqqa im letzten Juni und Juli beobachtet worden. (http://www.sana.sy/?p=622920) – Ähnliche Vorfälle wurden auch schon im Irak beobachtet, im Parlament vorgetragen und protokolliert.

Der russische Vize-Außenminister Sergei Riabkow betonte beim Treffen mit dem Chef des OPCWUN Joint Investigative Mechanism (JIM) für Syria, Edmond Mulet, in Moskau am Do., 7.9.2017, erneut die Notwendigkeit einer hochprofessionellen, unparteiischen und nicht-politisierten Untersuchung („the need to hold a highly professional, unbiased and de-politicized investigation”) des Einsatzes von C-Waffen in Syrien wie z.B. in Ḫân Šaiḫûn im Raum  Idlib  im April 2017 und im Dorf Maʽrâta Umm Ḥauš bzw. von Giftgas im Umland von Aleppo Rîf im September 2016. Dazu bemerkte er noch: The Russian side is convinced that one of the integral elements of this effort should be a visit by JIM experts to the city of Khan Shaykhun (the site of the April 4 chemical incident) and the Shayrat air base, where sarin, used in Khan Shaykhun, was allegedly stored.” (http://sana.sy/en/?p=113431, http://www.sana.sy/?p=622843; vgl.a.  https://sptnkne.ws/fwt7)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.9.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=113288 und http://www.sana.sy/?p=621927 sowie http://www.sana.sy/?p=622411 (Gezielte effektive SAAF– und Artillerieangriffe auf eine motorisierte IS-Gruppe, welche aus dem Gebiet der kürzlich befreiten Stadt ʽUqairbât (vgl.u.) in den Osten der Provinz Ḥamâ zu fliehen suchten mit Auslöschung derselben, wie auch auf IS-Stellungen und im Areal von  Burâq Našma, al-Ğâbiriyya und Umm Tuwaina sowie östlich von Abû al-ʽAlâyâ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung des Hauptquartiers des sog. IS-Herrschers der Gegend. Befreiung der vom IS-Vandalismus der letzten Tage schwer geschädigten Stadt Kabâğib, ca. 50 km im SW von Dair az-Zaur mit den umgebenden, strategisch bedeutsamen Anhöhen und nachfolgender Säuberung der vom IS zahlreich hinterlassenen Sprengfallen und Minen sowie Ausdehnung des dem IS entrissenen kontrollierten Bereichs um das Regiment 137 ebenfalls am SW-Rand der Provinzhauptstadt nach schweren, für den IS sehr verlustreichen Kämpfen, die die inzwischen eintreffenden Hilfslieferung aus dem Westen sichern halfen; zudem weitere akkurate erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Verschanzungen und -Stellungen im Bereich al-Mâliḥa, aṯ-Ṯarda, beim at-Taim Ölfeld sowie den Dörfern aš-Šulâ, ʽIyâš und al-Bu­ġa­iliyya. – Laut Mitteilung von Einheimischen gerieten in der Stadt Ġarânîğ im westlichen Umland von Dair az-Zaur irakische und französische IS-Anhänger kämpfend aneinander, wobei etliche getötet und verwundet wurden; Einwohner des Dorfes aš-Šuḥail östlich der Provinzhauptstadt griffen zwei der IS-Hauptquartiere an und nahmen einige der Terroristen gefangen im Nachgang der kürzlich (s.u.) erfolgten IS-Attacke auf eine Bewohnerin mit ihrem Sohn.)

Raketenstart "Admiral Essen", Photo: Sputnik News

Raketenstart „Admiral Essen“, Photo: Sputnik News

Zur russischen Unterstützung der SAA-Operationen der letzten beiden Wochen machte das russische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite am 6.9.2017 bekannt, es seien 1.417 IS-Ziele in 2.687 Luftangriffen zerstört worden. In ʽUqairbât hätten vor allem die beispiellos vielen Autobomben und Suizidattentäter mit Sprenggürteln dezimiert werden müssen, wobei im ersten Fall fünf im letzteren 25 pro Tag russischerseits eliminiert worden seien. Der Kommandant des in Syrien stationierten russischen Militärs, Generaloberst Sergei Suro­wikin gab an, daß zur Unterstützung der Bodenoperationen der 2. Phase (s.u.) im Kampf gegen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  rund 100 und mehr Angriffe geflogen worden seien. Zur Verstärkung des IS-Belagerungsrings um Dair az-Zaur seien zusätzliche IS-Trupps aus dem irakischen Mossul wie aus ar-Raqqa u.a. Gegenden dazugekommen, die ebenfalls Ziele abgaben. Der SAA sei es bei der Bodenoperation vor Dair az-Zaur gelungen, die Terrorgruppen zu zersprengen und sie mit Scheinangriffen in die Irre zu führen, so daß der eigentliche Hauptangriff ein voller Erfolg wurde, trotz der vom IS eingesetzten gut 50 Autobomben, die die Syrer zum Großteil eliminieren konnten. (http://sana.sy/en/?p=113312) – Laut dem Leiter des russischen Zentrums für Militärprognose, Anatoli Zyganok, hätten sich in Dair az-Zaurdie er­fahrensten IS-Kämpfer verschanzt, die zudem noch am besten ausgerüstet sind“. Da den IS-Terroristen inzwischen jegliches Rückzugsgebiet fehle, müßten sie bis zum Letzten kämpfen [oder sich ergeben]. (https://sptnkne.ws/fvHk) – In den von ihnen noch kontrollierten Stadteilen von Dair az-Zaur habe der IS wie schon anderweitig bekannt Tunnel und unterirdische Bunker eingerichtet mit Waffen- und Munitionsdepots einschließlich Panzer- und Flugabwehr, Lebensmittellagern und medizinischer Ausrüstung sowie Werkstätten für allerlei Sprengsätze und Bomben, verlautete es ebenfalls aus dem Verteidigungsministerium in Moskau.  (http://sana.sy/en/?p=113274)

Staffan de Mistura, Photo: SANA

Staffan de Mistura, Photo: SANA

Staffan de Mistura, der UN-Gesandte für Syrien, unterstrich während einer Pressekonferenz am 6.9.2017 angesichts der neuesten Entwicklung in Dair az-Zaur nochmals, daß es schon laut UNSC-Reso­lu­tion Nr.2254 allein der syrischen Bevölkerung zustehe, über seine Zukunft zu entscheiden und zwar ohne Einmischung oder Diktate aus dem Ausland. hinsichtlich der kommenden 6. Astana-Konferenz machte er deutlich, die Teilnehmer „will discuss unifying the opposition sides, ces­sation of hostilities and launching the political process.” An die – sowohl aus echter inländischer politischer als auch aus im Ausland durch syrienfeindliche und die Terroristen im Land unterstützenden Kräfte zusammengesetzten  Gruppen [z.B. die ar-Riyâḍ-Gruppe bzw. HNC, s. ab Teil IV] der – Opposition – und dem Inhalt nach wohl eher an letztere – richtete er die Worte: „the Syrian opposition must ac­cept that it has not won the war.” und ergänzte: „The issue is; will the opposition be able to be unified and realistic enough to realize they did not win the war?”  Nach dem Astana-Treffen im September könnte eine neue Gesprächsrunde zwischen der Regierungsdelegation und einer einheitlichen der Opposition [zu den Schwierigkeiten von deren Zusammenstellung seitens der HNC-Mitglieder bzw. der ar-Riyâḍ-Gruppe s. ab Teil V!] im Oktober stattfinden.  (http://sana.sy/en/?p=113314)

Ins östliche Umland von Aleppo kommt inzwischen die 7. Gruppe an Bewohnern in Höhe von mehreren hundert Personen zurück, die vorhergehende Charge betrug ca. 850 Menschen. Nach Manbiğ kehrten bereits 2.000 Bewohner zurück. Dort wurde wie gewöhnlich für die Bereitstellung der täglichen Bedarfsgüter, von Gesundheitseinrichtungen etc. durch die Behörden gesorgt, nachdem die Armee die Gegend gesichert hatte. (http://sana.sy/en/?p=1132919  vom 6.9.2017) 

In einem Telefonat vom 6.9.2017 gratulierte auch der iranische Außenminister Ẓarīf seinem Amtskollegen Muʽallim zum Durchbruch nicht nur durch den Belagerungsring in Dair az-Zaur sondern den damit verbundenen Wendepunkt bei der Vernichtung des Terrorismus in Syrien und versicherte das Land der weiteren Unterstützung seitens des Irans. (http://sana.sy/en/?p=113317)

Gemäß Mitteilung  des Chefs der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, Sergei Rudskoi, sei im Norden des Landes im Raum der Stadt Tal Rifʽat (Tall Rifaat) eine neue Schutzzone unter Mitwirkung des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm eingerichtet worden. Der Grund sei: „Provokationen und mögliche Zusammenstoße zwischen den Formationen der Freien Syrischen Armee (FSA), die sich im Norden Syriens aufhalten, und der kurdischen Volkwehr [sic!] zu verhindern … .“ Dort hätten die kurdi­schen bewaffneten Formationen die Region verlassen, worauf die SAA eingezogen sei. Es  seien zwei Kontrollpunkte und vier Beobachtungsstellen russischer Militärs erstellt worden. Zudem erklärte der General:„Die Feuerpause in dieser Zone schaffte Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Häuser. … So kehrten bereits mehr als 400 Menschen in die Stadt Tall Rifaat zurück, weitere mehrere Hundert Familien wollen dies in absehbarer Zeit tun.“ (https://sptnkne.ws/fv9h vom 6.9.2017)

Im 14. Bericht der Unabhängigen Internationalen UN-Untersuchungskommission zu Syrien wird die Operation der US-geführten Koalition im März im Raum ar-Raqqa als Verletzung des internationalen humanitären Rechts gewertet. Zudem heißt es darin: „Die Kommission ist über den Einfluss der Luftschläge der Kräfte der internationalen Koalition auf das Leben von Zivilisten besorgt.“ Der Bericht fährt bzgl. Aleppos fort: „In Al-Dschinnah, in Aleppo haben die US-Kräfte keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten und Objekten der zivilen Infra­struk­tur bei der Attacke auf die Moschee ergriffen, was eine Verletzung des internationalen humanitären Rechts ist.“ In der Provinzhauptstadt ar-Raqqa habe das Vorgehen dieser Koalition und der von ihr unterstützten sog. Syrischen Demokratischen Kräfte dazu geführt, daß 190.000 Menschen gezwungen gewesen seien, ihre Häuser zu verlassen. Bei den Luftangriffen habe es zudem viele Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung gegeben. (https://sptnkne.ws/fvCC)  – Zu den erwähnten Vorfällen s.u. und in Teil V!

Nach Beschluß des Ministerrats vom 6.9.2017 wird umgehend eine Luftbrücke zwischen Damaskus und Dair az-Zaur eingerichtet, um die Menschen dort mit allem Nötigen zu versorgen, die Sanierung der Infrastruktur zu gewährleisten und die öffentlichen Dienstleistungen überall wiederherzustellen. Dann könnten auch die bisher aus dieser Provinzhauptstadt Geflüchteten wieder in ihr heim zurücklehren. (http://www.sana.sy/?p=621212)
Zu den Lieferungen für Dair az-Zaur gehören vor allem Ambulanzen, mobile Kliniken, medizinische Geräte und Lebensmittel. (http://www.sana.sy/?p=621857  vom 6.9.2017).

Hilfslieferungen nach Dair az-Zaur, Photos SANA

Hilfslieferungen nach Dair az-Zaur, Photos SANA

Präsident Dr. al-Assad gratulierte noch am 5.9.2017 per Telefon Generalmajor Rafîq Šahâda, dem Leiter des Sicherheitsausschusses in Dair az-Zaur, Generalmajor Ḥassan Muḥammad, Befehlshaber der 17. Division, Brigadegeneral ʽIṣâm Zahruddîn, Befehlshaber der 104. Brigade der Präsidentengarde wie den den Flughafen der Provinzhauptstadt beschützenden Soldaten zum Durchbrechen des Belagerungsrings im Kampf gegen den IS mit den Worten: „You have proved, through your steadfastness in the face of the most powerful of terrorist organiza­tions on the face of earth, that you shoulder responsibility, as you have kept the promise and have set a great role model for next generations.” Es werde in die Geschichte eingehen, daß „you, though small in number, have given up that which is most precious to you in order to keep the pledge and defend the unarmed citizens, and you have stood your ground and have been able to perform your missions to the fullest and achieved heroics, one after another, without fear or hesitation.”. Er fuhr fort in seiner Würdigung mit: „History will record that there were some of your comrades who sacrificed their lives and were mar­tyred for the homeland’s sake, and others who were injured and overcame their injuries, using primi­tive methods, and went back to the battlefield again. That pure blood yielded a resounding victory over the Takfiri terrorist thinking that is backed regionally and internationally. … Here you are now side by side with your comrades who rushed to your help and fought the most ferocious of battles to break the siege on the city and to be with you on the front attack line to liberate the whole region from terrorism and restore security and safety to all parts of the country to the last inch.”  (http://sana.sy/en/?p=113210, http://www.sana.sy/?p=621066)

Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

5.9.2017: IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur ist gebrochen! Soldaten der Entsatzatztruppenvorhut und von Teilen der in der Provinzhauptstadt stationierten Einheiten fallen sich am Nachmittag bei den Kasernen vom Regiment 137 voller Freude in die Arme wie auch die Bürger in der Stadt! Auch in anderen Teilen Syriens feiern die Menschen.
(http://sana.sy/en/?p=113142 mit Photostrecke und Videos)

Durchbruch Dair az-Zaur, Photo: SANA

Durchbruch Dair az-Zaur, Photo: SANA

Das oberste Armeekommando gibt den Abschluß der 2. Phase ihrer Operationen  tief in der syrischen Wüste [al-Bâdiyya] seitens der beteiligten SAA-Einheiten im Zusammenwirken mit alliierten Streitkräften und syrischer und russischer Luftunterstützung bekannt wie die Heldentat der Durchbrechung des seit über drei Jahre andauernden terroristischen Belagerungsrings um die Stadt Dair az-Zaur. Hunderte von Terroristen seien getötet bzw. verwundet, mehrere ihrer Befestigungen und Stützpunkte zerstört wie auch hunderte ihrer Kampfwagen. Damit könne die Bevölkerung nicht nur endlich wieder voll versorgt werden, sondern die Provinzhauptstadt werde damit zum Ausgangspunkt weiterer Operation zur vollständigen Auslöschung des IS in Syrien. Die militärische Struktur des IS gelte damit als zerstört.  (http://www.sana.sy/?p=620936)
In Ergänzung des bereits oben und unten Erwähnten hatten SAA-Einheiten, die Stellung auf Talat aṣ-Ṣanûf bezogen hatten, eine  700m lange Bresche zwischen der Anhöhe und der Gasfabrik geschlagen zur selben Zeit, als die Tête der Entsatzeinheiten an Talat aṣ-Ṣanûf heranrückte. Die SAAF zerstörte derweil in einem Luftangriff einen IS-Konvoi aus zehn Fahrzeugen aus dem SW von Dair az-Zaur kommend auf der Flucht in Richtung al-Mayâdîn sowie ein IS-Munitionsdepot im Bereich des nordwestlich gelegenen Dorfes al-Bu­ġa­iliyya. Weitere erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe galten motorisierten IS-Trupps und –Fortifikationen in al-Mâliḥa, al-Bu­ġa­iliyya, im Umkreis der al-Ğazîra-Universität der Provinzhauptstadt, den at-Taim-Ölfeldern, aš-Šulâ und um die Kasernen vom Regiment 137. (http://sana.sy/en/?p=113142, http://www.sana.sy/?p=620936)

Nicht umsonst warnt EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung, Gilles de Kercho­ve, vor mindestens  50.000 Extremisten in Europa noch ohne die erwarteten Rückkehrer aus Nahost mit eingerechnet. Sie würden in den nächsten fünf Jahren Anschläge, möglicherweise Cyber-Attacken auf Atom­kraft­werke oder Luftkontrollsysteme starten, zwar nicht vom IS aus Syrien oder dem Irak geleitet, aber inspiriert. (http://parstoday.com/de/news/world-i31354-50_tausend_extremisten_drohen_europa vom 1.9.2017, http://www.voltairenet.org/article197729.html und https://sptnkne.ws/fuJy vom 4.9.2017)  – S. dazu auch die derzeitige Situation im Irak!

Terroranschlag vom 6.9.2017:
Wieder haben die in al-Ḥûla im NW-Umland von Ḥomṣ verschanzten Terroristen in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen Raketen auf die Dörfer Maryamîn und Qurmu sowie die Stadt al-Qabû abgefeuert, dabei eine Person getötete, drei weitere verletzt und Schäden an privatem Eigentum angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=113306)

Am Di., 5.4.2017 unterrichtete das russische Verteidigungsministerium darüber, daß vom Mittelmeer aus die Fregatte Admiral Essen mit Kalibr-Marschflugkörper am frühen Morgen IS-Stellungen im Raum von Dair az-Zaur angegriffen und dabei ein Kommunikationszentrum, Waffendepots und eine Werkstatt zur Instandsetzung von Panzertechnik der Terroristen zerstört habe. (http://sana.sy/en/?p=113145)

Durchbruch in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Durchbruch in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113142  und http://www.sana.sy/?p=620936 (Zu den Ereignissen in und um Dair az-Zaur, die bereits mitgeteilt wurden,  s.o. – Im östlichen Umland (Ost-Rîf) von Salamiyya im O der Provinz Ḥamâ fanden die Kampfmittelbeseitigungseinheiten in Ṭuhmâz ISDepots mit dutzenden schweren Maschinengewehren, hundertausenden Schuß Munition, Mörsergranaten, Computern, Satelliten-Kommunikationsgeräten einschließlich 47 Raketen, die für Attacken auf Wohngebiete von Salamiyya (in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, vgl.u.) bestimmt waren. Nach Umzingelung und nachfolgender Liquidierung eines Trupps von IS-Affiliierten beim Angriffsversuch auf einen Militärposten zum Schutz der Straße as-Saʽn – Aṯriyâ fand die Einheit bei den Terroristen neben deren Pässen und Identitätsausweisen auch die BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen aus US-Beständen vor, welche nach Aussage von US-Ex-Präsident Obama – trotz damals schon entsprechend vorgebrachter Kritik – angeblich nur den sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen [engl.: moderate armed opposition, daher: MAO, s. ab Teil I] geliefert werden sollten. Auch im Ost-Rîf von Salamiyya befinden sich die IS-Terroristen in Auflösung und entfliehen in Massen den Schlachfeldern, auf denen Dutzende von ihnen getötet und verwundet wurden; ein Rest befindet sich an einem kleinen Fleck eingekesselt, so diesem nur die Wahl zwischen Kapitulation [الاستسلام] oder physischer Auslöschung bleibt.)

Der russische Präsident Putin übermittelte per Telegramm seine tiefempfundenen Glückwünsche an seinen syrischen Amtskollegen zu diesem bedeutungsvollen militärischen Durchbruch im Kampf gegen den IS und versicherte Dr. al-Assad der weiteren aktiven Unterstützung im Counterterrorismus. Zudem wünschte er weiteren Erfolg, vor allem bei der vollständigen Befreiung des Gebiets um den Flughafen von Dair az-Zaur, zu dem schon ein Korridor freigelegt worden sei. Das Erreichte sei ein bedeutender Schritt zur völligen Ausrottung terroristischer Gruppen auf syrischem Territorium. Die gemeinsamen Anstrengungen würden bestimmt zum endgültigen Sieg und der Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Syrien sorgen. (http://sana.sy/en/?p=113245)

9. BRICS-Gipfeltreffen in XIAMEN, Photo: SANAs

9. BRICS-Gipfeltreffen in XIAMEN, Photo: SANAs

Am zweiten Tag des BRICS-Gipfeltreffens (vgl.u.) ließ sich der russische Präsident Putin während einer Pressekonferenz über die sich zusehends militärische wie anderweitig radikal verbessernde Lage in Syrien aus und kündigte außerdem an, die BRICS-Staaten würden ihren Beitrag zur Verbesserung nicht nur der humanitären Lage Syrien leisten. Dabei betonte er, daß trotz des globalen Problems, das der Terrorismus darstelle, dennoch manche Seiten ihre Unterstützung für ihn noch immer nicht eingestellt hätten. Auch wiederholte er die herausragende Bedeutung eines Siegs der Regierungstruppen in Dair az-Zaur: „success in Dair az-Zaur would mean that terrorism has lost and that would lead to very important steps on the course of the peaceful political process and it would also allow the Syrian Government to rebuild the economic and social fields.“ (http://sana.sy/en/?p=113150) . Zu den Einzelheiten (in deutscher Sprache) s.a. https://sptnkne.ws/fuYx. – Auch bei der Beteiligung am Wiederaufbau des Landes dürften diese Länder demnach an vorderster Stelle stehen nach den anderen Syrien bislang tatkräftig im Counterterrorismus unterstützenden Staaten, da Präsident Dr. al-Assad schon in mehreren Interviews die Jahre über klar gemacht hatte, daß diejenigen Staaten , welche sich während dessen Syrien gegenüber feindlich gezeigt hätten, auf keine Beteiligung (und damit wirtschaftlichen Gewinn daraus) hoffen könnten.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113128 und http://www.sana.sy/?p=620534 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Vormarsch aus zwei Richtungen auf die ca. 5km westlich außerhalb der City von Dair az-Zaur liegenden Kasernen von Regiment 137 nach Liquidierung einer Anzahl IS-Kämpfer, welche einen Zusammenbruch ihrer Reihen mit vielen von der Front unter Zurücklassung ihrer Waffen und Munition sowie der Leichen* ihrer Gefallenen Fliehenden  auslöste, mit anschließendem Absuchen und Entschärfen der zahlreichen Sprengsätze der verminten Zugänge zur Stadt und Vernichtung der darauf vom IS errichteten Barrikaden und von 12 Autobomben samt Mannschaften, um sich mit den Kräften der Garnison vereinen zu können; zudem präzise, effektive Luftangriffe der SAAF im W und S der Provinzhauptstadt auch mit Hubschraubern auf IS-Verstecke, motorisierte Trupps und Nachschubrouten und IS-Stellungen in den Dörfern ʽIyâš, aš-Šumaitiyya, al-Masrab al-Ḫarîṭa und al-Tabnî sowie im Umfeld von al-Bânûrâmâ, dazu Bombardierung eines IS-Führungshauptquartiers in al-Ḥuwaiqa al-Ġarbiyya [d.h. West-Ḥuwaiqa], wobei insbesondere viele IS-Führungskräfte getötet wurden, wie z.B.  Abû Usâma az-Zubaidî, Abû ʽUmar al-Karbûlî, Abû Muḥammad aš-Šaʽîtî, Abû Maryam aṭ-Ṭayâna, Abû Muʽawiya Idlib, Abû Duğâna Bakraṣ, Abû ʽUbaida al-ʽAnî, Abû Salmân al-Aḥwâzî und Abû Yaʽqûb al-Muhâğir. – Von den nahen Entsatzkräften angespornt griffen laut Berichten Einheimischer nachts etliche Bewohner des östlich von Dair az-Zaur gelegenen Dorfes aš-Šaḥîl mit leichten Waffen eine IS-Position an, wurden in heftige Gefechte verwickelt, töteten und verwundeten jedoch viele der Terroristen;  im O- und W-Umland der Provinzhauptstadt setzte beim Herannahen der Entsatzstreitkräfte eine weitere IS-Fluchtwelle inklusive Anführern laut lokalen Quellen ein.
Das russische Verteidigungsministerium gab auf ihrer Webseite bekannt, daß russische Kampfflieger in Unterstützung der Operation im Raum Dair az-Zaur in 80 Einsätzen zwei Panzer, drei Kampfwagen, mehr als 10 SUV mit schweren aufmontierten Waffen zerstörten und mehr als 70 IS-Kämpfer töteten. (Ergänzend zur russischen Beteiligung s.a.  https://ria.ru/syria/20170904/1501729278.htmlund https://sptnkne.ws/fuCN).
Über die SAA-Operationen im Umland von ar-Raqqa wurde dort berichtet, daß die eine aus as-Suḫna 8km Länge im Vormarsch befindliche Armee-Einheit die Kontrolle über strategisch bedeutsame Anhöhen erkämpft habe, während eine andere die IS-Terroristen aus ihren Stellungen auf der Verbindungsstraße Tad­mur Dair az-Zaur verjagt und dann die Außenbereiche des Dorfes Kabâğib im W von Dair az-Zaur erreicht habe.)
*Bemerkung: Anläßlich des ersten Gefechts um Buschiris Boma vom 8.5.1889 innerhalb des Ğihâds in Ostafrika (bislang fälschlich als „indigener ostafrikanischer Aufstand“ gedeutet und verbreitet)  wurde konstatiert, daß muslimische Araber/Muğâhidûn grundsätzlich bestrebt waren, ihre Gefechtstoten und -verletzten beim Rückzug mit sich zu nehmen; nur nach äußerst katastrophal verlaufender Schlacht sei man davon abgewichen (s. Bakaschmars Fluch, S.301)

In der o.e. Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau hieß es auch, daß zwei russische Militärangehörige welche einen Militärkonvoi des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm (vgl. Teil V) begleiteten, durch einen ISMörsergranatenangriff nahe Dair az-Zaur getötet wurden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31423-kampf_gegen_terroristen_im_nordosten_syriens_geht_weiter_2_russische_soldaten_get%C3%B6tet)

Beim zweitägigen 9. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika), welcher am Montagmorgen, 4.9.2017,  in der südchinesischen Stadt Xiamen eröffnet worden ist, haben die Staatschefs dieser Länder ihre volle Unterstützung für den in Astana und Genf zur Lösung der Syrien-Krise eingeschlagenen Pfad bekundet. (http://www.sana.sy/?p=620450, http://sana.sy/en/?p=113090)

Terroranschlag vom 4.9.2017:
Im N der Provinzhaupt- und Hafenstadt al-Lâḏa­qiyya, wo sich früher die meisten Kämpfe gegen die Terroristen abgespielt haben, habenverbliebene Reste davon Raketen auf den Stadtteil Qunainiṣ abgefeuert und dort ein Haus beschädigt.  (http://sana.sy/en/?p=113122, http://www.sana.sy/?p=620587)

US-geführte Koalition - Bombardements auf ar-Raqqa, Photo: SANA

US-geführte Koalition – Bombardements auf ar-Raqqa, Photo: SANA

Trotz der wiederholten heftigen Proteste von Regierungsseite seit Beginn der (völkerrechtswidrigen) Operationen der US-geführten Koalition in Syrien, auch vor den UN (vgl.u.) führen deren Kampfflugzeuge ihre Bombardements am 4.9.2017 – unter der Behauptung gegen IS-Stellungen vorzugehen –  gegen zivile Ziele fort. So kamen laut Angaben von Bewohnern bei den Luftangriffen am an-Naʽîm-Kreisverkehr in ar-Raqqa mindestens 14 Einwohner ums Leben, viele wurden verletzt. Die Opferrate könnte noch steigen, da wie üblich auch immense Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur angerichtet wurde und unter den Trümmern noch (Leichen von) Menschen liegen könnten. (http://sana.sy/en/?p=113131, http://www.sana.sy/?p=620732)

ʽUqairbât ist befreit – IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur wird in Kürze gebrochen!

Gouverneur von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Gouverneur von Dair az-Zaur, Photo: SANA

In Dair az-Zaur selbst brach am Sonntag, als der herannahende Entsatz in Sicht kam unter der Bevölkerung trotz noch andauernder Belagerungssituation durch den IS und affiliierte Terrorruppen seit nunmehr über drei Jahren spontaner Jubel aus. Der Gouverneur der Provinz, Muḥammad Ibrâhîm, mit Sitz in Dair az-Zaur, berichtete in einer Erklärung vom Mo., 4.9.2017, am Abend hätten sich die Bewohner auf den Straßen und Plätzen zu Feiern zusammengefunden. Bislang hätten sie ungeduldig und mit Spannung die Berichte über das Herannahen der SAA-Einheiten samt Alliierten aus dem Westen und ihren Siegen mitverfolgt. Wörtlich übermittelte der Gouverneur: „The residents of the war-torn city have endured the lack of food and the daily terrorist attacks with mortar shells, not to mention the sacrifices of the martyrs from the city who died defending the ho­meland. … But today, they are filled with joy waiting to welcome the heroes of the Army, who are going to break the siege.”
In Anerkennung der Leistungen der Regierungsbehörden führte er zudem aus, daß „despite the siege, establishments of Deir Ezzor continued to work… for instan­ce, the bakeries produce some 25 tons of bread daily and about 1000 bread packages are distributed for free, water is bumped weekly and the medical center and the Military Hospital are open for 24 hours, and a pharmacy, which opened two months ago, provides medicine for free.” (trotz der Belagerung würden aufgrund der Versorgung aus der Luft täglich  z.B. 25 Tonnen Brot gebacken, 1.000 Brotpackungen gratis verteilt, Wasser werde wöchentlich ausgegeben, die medizinischen Versorgungszentren und das Militärhospital seien 24 Stunden am Tag geöffnet, die seit zwei Monaten eröffnete Pharmazie stelle kostenlos Arznei zur Verfügung). Zudem machte er deutlich: „an oxygen plant was established for distributing oxygen cylinders to the hospitals“, dazu würden 41.000 Tonnen an Weizen und an die 70.000 L Diesel monatlich allein an die Bäckereien ausgegeben, um deren Betrieb für die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.  Dazu kämen 100 Tonnen an Hilfsgütern wöchentlich zur Verteilung an die Einwohner. (http://sana.sy/en/?p=113077, http://www.sana.sy/?p=620432)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113058 und http://www.sana.sy/?p=620109 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Rückeroberung und Befreiung von ʽUqairbât, dem in der Provinz Ḥamâ verbliebenen größten IS-Stützpunkt (vgl.u.), zusammen mit Masʽada und der Rasm Qanbar Farm im Umkreis erstgenannter Stadt im Osten der Provinz nach intensiven Angriffen gegen  die vom IS errichteten Barrikaden und Stellungen mit Zerstörung derselben, angepaßt an und mit Rücksicht auf die Situation der als menschliche Schutzschilde von den Terroristen mißbrauchten Bürger; nach dem Zusammenbruch ihrer Stellungen befanden sich die noch mobilen IS-Anhänger in heillosem Chaos und flohen in Massen unter Zurücklassung ihrer Waffen und Munition, obwohl in den Gefechten mindestens 120 von ihnen getötet und noch mehr verwundet worden waren; im Anschluß durchkämmten Spezialeinheiten das Gebiet und entfernten  die vom IS auf den Straßen, Plätzen und in Häusern angebrachten Minen und Sprengsätze; danach konnte das Terrain als vollkommen gesichert gelten; im weiteren Vormarsch kam es zu einigen heftigen für den Feind verlustreichen Zusammenstößen mit versprengten IS-Trupps bei dem Dorf Masʽûd und weiteren kleinen Orten im Umkreis; die Truppe befindet sich im Vormarsch auf das Dorf Ḥamâdî  ʽUmar westlich von ʽUqairbât  und dem nächstgrößeren IS-Stützpunkt mit dem Ziel, auch diesen alsbald unter Kontrolle zu bringen.
Während sich aus dem W die Entsatztruppe heranarbeitet (vgl.u.) erfolgreicher Überfall auf eine Reihe von IS-Barrikaden am SW-Rand von Dair az-Zaur beim sog. Regiment 137 auf dem Terrain des Wasserwirtschaftsamts mit Eliminierung etlicher IS-Terroristen und Einziehung der von den Flüchtenden hinterlassenen Waffen samt Munition durch einen Teil der Provinzhauptstadt stationierten Soldaten; einer von ihnen berichtete: „We carried out at dawn a successful raid against one of ISIS terrorists’ barricades in the direc­tion of the Water Resources area through crawling and infiltrating it and throwing several bombs when we almost approached the area, killing all the terro­rists at the site.”, ein Kamerad ergänzte, unter den erbeuteten Waffen hätten sich etliche Panzerfäuste und drei Ladungen mit Trägerraketen befunden; darauf seien viele IS-Anhänger desertiert; SAAF und Hubschrauber führten zudem Luftangriffe gegen IS-Standorte, Schlupfnester und Nachschublinien im SW-Umland durch mit erheblichen Feindverlusten als Folge; daher herrsche laut lokalen Quellen im Westteil ziemliche Konfusion unter den IS-Kämpfern, wobei in den Luftangriffen mindestens 72 von ihnen getötet, noch mehr verwundet worden seien. – Unterwegs nach Dair az-Zaur erfolgreiche, wenn auch harte Gefechte der heranrückenden Entsatztruppe gegen IS-Einheiten zwischen dem erst kürzlich befreiten as-Suḫna (s.u.) und Huraibiša beim Dorf Kabâğib, ca. 50km südwestlich der Provinzhauptstadt bei erheblichen Feindverlusten; IS-Flüchtende wurden auch per Helikopterunterstützung bis weit in die Große Wüste (al-Bâdiyya) hinein verfolgt und verbliebene IS-Gruppen und letzte Befestigungsanlagen im Gebiet vernichtet; anschließend wieder Durchkämmung des Areals nach hinterlassenen Minen und Sprengfallen mit Entfernung derselben. – Derweil berichteten Einheimische, es ergriffen immer mehr IS-Leute einschließlich Führungspersonal die Flucht, wie z.B. der sog. IS-Amîr (داعش أمير) in al-Kabar namens ʽAlî Ḥağğ ar-Rağab; zur Abschreckung seien andererseits in den Städten in al-Bû Kamâl und Ġarânîğ sieben Einwohner exekutiert worden, während IS-Leute das Feuer auf eine Gruppe Einheimischer eröffnete, die den Grenzüber­gang al-Ḥawâyiğ zu passieren suchten, wovon eine Person in ʽIyâš tödlich getroffen wurde; dagegen entbrannte im Dorf al-Bû Maṭar ein heftiger Kampf zwischen Bewohnern und IS-Kämpfern, als letztere eine Frau mit Kind daran zu hindern suchten, über den Fluß vor ihnen zu fliehen.
Schließlich langte die Entsatztruppe nach schwierigem kräftezehrenden Marsch von hunderten Kilometern (mit zahlreichen Gefechten unterwegs) durch die schroffe, trocken-heiße Geröllwüstenlandschaft, deren teils hohe Berge vom IS für Führungsstände, Kommandozentren, Depots und Feldlazaretten untertunnelt sind, unmittelbar an Dair az-Zaur heran.)

vor Dair az-Zaur, Photo: SANA

vor Dair az-Zaur, Photo: SANA

Terroranschlag vom 3.9.2017:
Durch Scharfschützenfeuer auf den Stadtteil az-Zahrâ´ in Aleppo kam ein Bewohner ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=113067, http://www.sana.sy/?p=620206)

Terroranschlag vom 2.9.2017 (2. Tag des ʿĪd al-Aḍḥā):
Im östlichen Umland von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ, wo derzeit der IS herbe Niederlagen erleidet (vgl.u.), haben IS-Terroristen Raketen auf  die östlichen Teile der Stadt gerichtet und dort beträchtliche Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum angerichtet. Leider wurden zudem acht Personen, meist Kinder verletzt. (http://sana.sy/en/?p=113051, http://www.sana.sy/?p=620020)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113039 und http://www.sana.sy/?p=619291 (Wie teils schon am Vortag berichtet, startete eine SAA-Gruppe in Dair az-Zaur einen erfolgreichen Blitzangriff auf ein IS-Hauptquartier  mit Bunker des IS auf dem Tala ʽAlûš tötete die Terroristen dort, zerstörte den IS-Stützpunkt, konfiszierte eine Menge Waffen und Munition und kehrten ohne Verluste zurück; außerdem erfolgten effektive präzise Luftangriffe der SAAF zusammen mit russischen Kampffliegern auf IS-Stellungen und -Befestigungsanlagen im Wâdî  aṯ-Ṯarda, dem al-Bânûrâmâ-Areal, um den Friedhof, im Stadtteil ar-Raša­diyya und den Dörfern al-Bu­ġa­iliyya und ʽIyâš  westlich der Provinzhauptstadt.)
Das russische Verteidi­gungsministerium berichtet bereits am Sa., 2.9.2017 von der Einnahme der lokalen IS-Hochburg ʽUqairbât (Aker­bat)  in der Provinz Ḥamâ durch die SAA mit Unterstützung russischer Kampfflieger (https://sptnkne.ws/ftRE), während die Berichterstattung aus Syrien wegen des mindestens dreitägig begangenen islamischen Hochfestes dies noch nicht gebracht hat.

SAA-Einheit, Photo: SANA

SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112986 und http://www.sana.sy/?p=619291 (Befreiung von neun weiteren Orten im Ost-Umland von Sa­lamiyya /Provinz Ḥamâ von der IS-Besetzung in einer großangelegten Militäroperation von drei Achsen her, nämlich von: Ṣalbâ mit umliegenden Anhöhen, Rasm al-Mazriʽ, Zanûbâ, Tuwaina, Ḥasû, Mukaimin Šamâlî, Mukaimin Ğanûbî, Ṭayyiba Dakîğ und Ğab al-Abyaḍ unter erheblichen Feindverlusten mit nachfolgender Durchkämmung des Gebiets und Entschärfung bzw. Abbau der vorgefundenen, von den Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengfallen wie weiterer Barrikaden, um den Vormarsch der Armee auf ʽUqairbât (zu dessen Bedeutung s.u.!) zu behindern. Ebenso erfolgreiches weiteres Vorrücken gegen den IS im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Rückeroberung eines Gebiets von 12km mal 14km nördlich von Manûḫ bis hin zum Ğab al-Ğarâḥ-Gebiet unter heftigen Feindverlusten. Zerstörung von IS-Stellungen, -Fortifikationen und motorisierten Trupps  in präzisen Luftangriffen der SAAF, unterstützt von russischen Kampffliegern im Bereich von Dair az-Zaur im Wâdî aṯ-Ṯarda, um das al-Bânûrâmâ-Areal, dem Friedhof, im Stadtteil ar-Raša­diyya und den Dörfern al-Bu­ġa­iliyya und ʽIyâš westlich der Provinzhauptstadt; unter der Deckung durch Militärhubschrauber  Rückeroberung  des enormen Areals tief in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) bis zur Grenze der Provinz Dair az-Zaur von as-Suḫna, ca. 70km östlich von Ḥomṣ aus. )

Am Sa., 2.9.2017, gab das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt, daß die SAA erfolgreich auf  Dair az-Zaur vorrücke, um den seit über zwei Jahren bestehenden ISBelagerungsring um die Provinzhauptstadt zu sprengen. Mit dem in Bälde zu erwartenden Sieg über den IS in Dair az-Zaur werde auch die endgültige Eliminierung des IS in Syrien eingeläutet. Daran änderten auch die Versuche der Terrororganisation nichts, den SAA-Vormarsch mit Autobomben, Verminungen und Artillerieposten um die Stadt etc. aufhalten zu wollen. Wörtlich hieß es in der Erklärung: „Daesh militants are not giving up their efforts to halt the advance of Syrian troops by moving armo­red vehicles, off-road vehicles with mounted heavy machine guns, arms and ammunition to the Deir Ez-Zor area and by setting up new positions reinforced with artillery systems and mortars.”  Zu den Leistungen der russischen Kampfflieger der letzten beiden Tage wurde gemeldet: „Over the past two days, Russian planes have destroyed 9 pie­ces of hardware, including two tanks, 6 artillery nests, one homemade multiple rocket launchers, 3 ammunition depots, a command center, as well as 20 trucks loaded with fuel, arms and ammunition near Deir Ezzor city.” Hinsichtlich der Einkesselung des IS in seinem Stützpunkt ʽUqairbât östlich von  Ḥamâ durch die SAA mit Unterstützung russischer Kampfflieger wurde berichtet: „Due to the effective actions of the Russian Aerospace Forces, the Syrian government troops continue to encircle Daesh group near Akerbat sett­lement in Hama province.” (http://sana.sy/en/?p=113040, http://www.sana.sy/?p=619751) – Auch der UN-Gesandte für Syrien de Mistura hatte sich zuversichtlich der endgültigen Besiegung des IS in Syrien gezeigt. (http://parstoday.com/de/news/world-i31363-de_mistura_m%C3%B6glicherweise_nieder-lage_der_is_terrormiliz_in_syrien_bis_ende_oktober)

11, de Mistura zur Eliminierung des IS in Syrien, Photo: Pars Today

11, de Mistura zur Eliminierung des IS in Syrien, Photo: Pars Today

Das kasachische Außenministerium informierte am 1.9.2017 darüber, daß die 6. Runde der Astana-Konferenzen am 14./15.9.2017 stattfinden werde. Hierzu hießt es weiter: „The talks are expected to yield de-escalation zone maps in the provinces of Idleb, Homs and in Eastern Ghouta. … The parties are planned to pass a joint statement on humanitarian demining of historical monuments in Syria that are on the list of UNESCO World Heritage Sites.” (http://sana.sy/en/?p=113009)

Terroranschlag vom 1.9.2017 (1. Tag des ʿĪd al-Aḍḥā):
Selbst am Feiertag griffen Terroristen, die sich versprengt im N von Aleppo versteckt halten, das Wohngebiet Ğamʽîyya az-Zahrâ´ nahe der aš-Šâmî- Moschee in der Provinzhauptstadt mit Raketen an und verletzten dabei zwei erwachsene und ein Mädchen derselben Familie, zudem entstanden Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=113013, http://www.sana.sy/?p=619554)

Dr. al-Assad in al-Qâra nach der Zeremonie, Photo: SANA

Dr. al-Assad in Qâra nach der Zeremonie, Photo: SANA

Am 1.9.2017 n.u.Z.  – dem entspricht der 10. Ḏû_l-Ḥiğa 1438 a.h.  –  findet das (mindestens dreitägig gefeierte) islamische Hochfest ʿĪd al-Aḍḥā während der Wallfahrt von Mekka statt und wird zeitgleich mit den Pilgern vor Ort in der islamischen Welt begangen. Präsident Dr. al-Assad besuchte hierzu die religiöse Veranstaltung in der Sayyidnâ Bilâl-Moschee im Ort Qâra im Qalamûn (Provinz Damaskus Land, d.i. Rîf Dimašq), wo erst die Terroristen aus dem Westteil einschließlich des IS zusammen mit libanesischen Einheiten besiegt bzw. zur Kapitulation getrieben worden waren (vgl.u.).
Teilnahmen zudem der Großmuftî, der Auqâf-Minister, etliche Abgeordnete und höhere Beamte aus Damaskus, islamische Würdenträger und eine Unmenge an Bürgern, die vor allem außerhalb der der Moschee den Präsidenten umlagerten. In seiner Predigt kritisierte Scheich Ma´mûn al-Qâdirî auch die Haltung der saudischen Behörden, die den Syrern zum sechsten Mal in Folge die Ausübung der religiösen Pflicht des Ḥağğ unmöglich gemacht haben und sich dafür einst vor Gott (Allâh) verantworten müßten.  Andererseits würdigte er besonders den aufopferungsvollen Kampf der Armee gegen die Terroristen zum Schutz der Heimat und ihrer Bürger, der von Siegen gekrönt worden sei. an den Präsidenten gerichtet bemerkte er: „Thanks to your patience and wisdom, suppo­r­ted by the people and army, you are leading the homeland towards safety. … Today, we say the Eid came back this year accompanied with a great victory for our army in Qala­moun, and this victory is crowned with your Excellency’s presence among your people in the Qara of Qalamoun.”(http://sana.sy/en/?p=112979, http://www.sana.sy/?p=619239) – Gerade wegen der wahhâbitisch begründeten Takfîr-Einstellung des IS und der vielen anderen extremistischen Terrorgruppen, für welche sogar andere islamische Gruppierungen wie z.B. die Alawiten, Drusen, Šîʽiten als zu bekämpfende Ungläubige gelten, ist es für die Staatsführung wichtig, sich bei der Begehung islamischer Hochfeste und grundlegender Riten zu zeigen, auch wenn die Ausrichtung der Regierung streng säkular entsprechend der Prinzipien der Baʽṯ-Partei sind. (vgl. Darlegung zum 29.7. und 4.10. 2014 !).

Dr. al-Assad in Qâra, Photo: SANA

Dr. al-Assad in Qâra, Photo: SANA

Anläßlich des anstehenden islamischen Opferfestes gingen bei Präsident Dr. al-Assad schon am 31.8.2017 (da der Tag nach islamischem Mondkalender immer nach Anbruch der Nacht beginnt!) die unterschiedlichsten Glückwunschtelegramme ein, u.a. vom ersten Šarîʽa-Richter in Damaskus, Maḥmûd al-Maʽrâwî,  dem Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid, dem Justizminister und Richter Hišâm aš-Šaʽâr namens der sämtlichen Mitarbeiter im Justizwesen und dem Großmuftî der Republik Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn, die jeweils auf ihre Art die Zuversicht in die endgültige Bekämpfung des Terrorismus im Land mit dessen Wiederaufbau in Frieden und Sicherheit mit besonderem Dank an die  besonnene Führung des Landes, die tapfere Armee und den Widerstandswillen und die unverbrüchliche Heimatliebe der Bevölkerung zum Ausdruck brachten. (http://sana.sy/en/?p=112971, http://www.sana.sy/?p=619158)

Behandlung nach Giftgas-Terrorattacke, Photo: SANA

Behandlung nach Giftgas-Terrorattacke, Photo: SANA

Während der wöchentlichen Pressekonferenz vom Do., 31.8.2017, in Moskau gab Außenamtssprecherin Sacharowa bekannt, es lägen Informationen vor, wonach die in der Provinz Darʽâ sich aufhaltenden Terroristen – vor allem Mitglieder von Šabâb as-Sunna in Buṣrâ aš-Šâm – in  Verletzung des Abkommens über die De-Eskalationszonen planten, Chemiewaffenangriffe auf zivile Ziele auszuführen, um sie dann (wieder einmal) der Regierung zu unterschieben. Wörtlich erklärte sie: „There are currently several munitions filled with toxic agents at the Shabab al-Sunnah group’s warehouse located in the Bosra al-Sham town, Daraa province,” und fuhr fort:  „According to our information, militants plan to use these weapons to attack one of the areas in the Daraa province, putting the blame on the government forces”. Als Ziele seien auserkoren: arân, Nawâ, Inḫil, Ğumaila, Ṭafas und Daʽîra.  (http://sana.sy/en/?p=112961, http://www.sana.sy/?p=619070)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112941 und http://www.sana.sy/?p=618842 (Nach Beseitigung letzter IS-Verschanzungen und -Schlupfnester Befreiung von al-Wahhâbiyya, 5km westlich von Manûḫ im Ost-Rîf von Ḥomṣ bei heftigen Feindverlusten an Kämpfern, Waffen und Munition. Eliminierung von IS-Stellungen, -Fortifikationen und  mobilen Trupps durch die Bodentruppen unter SAAF-Deckung im Umkreis des Flughafens, des Friedhofs (vor allem an der S- und Westseite), bei al-Bânûrâmâ, Ḥuwaiğa Ṣakr, den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, ar-Raša­diyya und ʽIyâš von Dair az-Zaur. – Einheimische erzählten, daß Einwohner  der Provinzhauptstadt zwei IS-Leute im Stadtteil Šai Yâsîn töteten, nachdem sie deren Fahrzeug zerstört hatten;  zwei weitere (ausländische) Extremisten wurden bei einem Zusammenstoß mit Bewohnern des Dorfes al-Ğalâ´ im Landkreis al-Bû Kamâl im Ost-Rîf von Dair az-Zaur. Sie bestätigten das anhaltende Chaos innerhalb der Terroristen mit Streitigkeiten und weiteren Desertionen: zuletzt sei es in al-Bû Kamâl während des hochkarätigen Treffens der sog. „Mitglieder des Ausschusses der Beauftragten für die Administration der IS-Organisation in Syrien“ vor dem Hintergrund der Beschränkung der Befugnisse der IS-Anführer der  iraki­schen Terroristen auch bzgl. der Übernahme verschiedener IS-Führungspositionen zu heftigen Streitigkeiten gekommen; es folgten die Namen weiterer IS-Dissidenten.)

Auf dem von Terroristen seit Jahren heimgesuchten al-Lağât-Plateau im NW der Provinz as-Suwaidâ´ entdeckten Soldaten und Angehörige der Volkswehr am 31.8.2017 sechs an der Straße von ʽArîqa nach Dâmâ angebrachte Sprengsätze, die beim Passieren durch Fußgänger oder Verkehrsmittel detonieren sollten. Sie wurden entschärft und abgebaut. (http://sana.sy/en/?p=112957, http://www.sana.sy/?p=618842)

Der ehemalige Chef des Sicherheitsdienstes des syrischen Sektors der- völkerrechtswidrig auf syrischem Territorium eingerichteten – US-Militärbasis at-Tanaf (vgl.u.), Muḥammad as-Salâm  (Muhammad As-salam) berichtete von der dort geübten verdeckten Unterstützung der IS-Terroristen, die sich im Waffenverkauf an jene offenbarte. Er gab an: „Als wir davon erfahren haben, haben wir die Amerikaner darüber informiert. Doch sie haben ihre Unterstützung für den Kommandeur (Anführer der Gruppierung „Mahavir as-Saura“, Mugannat Attalia [wohl: Muhannad aṭ-Ṭalîʽa]), den sie uns vorgesetzt haben, nur weiter intensiviert.“ Jene Kämpfer-Gruppierung sei Teil der FSA [zur Einordnung s. frühere Teile, z.B. Teil IV], die im Dezember 2016 mit der finanziellen Unterstützung der USA gegründet worden war. Diese hätten an US-Waffen Panzerbüchsen, Kampffahrzeuge und M-16-Gewehre in  großem Umfang verkauft, so daß bei einer Revision allein der Fehlbestand an Gewehren bei 4700 lag. Die US-Soldaten hätten „Syrer aufgefordert, gegen die syrische Armee zu kämpfen. Aber die würdigen Menschen haben das abgelehnt mit der Begründung, dass unsere Grup­pierung für den Kampf gegen den IS und nicht gegen die Armee gegründet worden sei,“ stellte der Ex-Sicherheitschef klar. Erst kürzlich hätten daher 101 Personen die US-Militärbasis at-Tanaf freiwillig verlassen und seien auf das von den  Regierungskräften kontrollierte Territorium übergesiedelt. Zum Umgang mit der Zivilbevölkerung durch die GIs bemerkte er noch: „Es fehlt jegliche huma­nitäre oder medizinische Hilfe [erg.: durch sie], es gibt keinen Schutz der Zivilisten.“ und das, obwohl sogar ein Flüchtlingslager weniger als 20km von der US-Basis entfernt liege. (https://sptnkne.ws/fsVC vom 31.8.2017) – Am 2.8.2017 war über die Gruppierung „Mahavir as-Saura“ zu erfahren: „Everyone who surrendered said that they did not want to fight wars against the [Syrian government’s] army, they had joined Mahavir as-Saura for money given to them by the United States. And they were waiting for the moment to surrender.“ (https://sptnkne.ws/fdkv)

Start des Ḥâğğ in Mekka, Photo: SANA

Start des Ḥâğğ in Mekka (al-Mašʽar in Minâ), Photo: SANA

In Mekka beginnt am 30.8.2017 der erste Tag des Ḥâğğ. Zum 6. Jahr in Folge wird durch die saudischen Behörden den muslimischen syrischen Bürgern der Vollzug dieser religiösen Hauptpflicht (eine der sog. 5 Säulen des Islâms) verwehrt, wie schon im Juli das Auqâf-Ministerium [Ministerium für die religiösen testamentarischen Vermächtnisse (Legate) und damit zuständig für muslimische religiöse Angelegenheiten] auch für dieses Jahr bestätigt hatte (s.u.). (http://www.sana.sy/?p=618245) – Saudi-Arabien, das seit dem 19.Jh. den extremistischen Wahhâbismus zur Staatsreligion erhoben hat, der auch die Grundlage der Terrororganisationen des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra etc. pp. abgibt, ist als Unterstützer dieser Terrororganisationen in Syrien, dem Irak und darüber hinaus bekannt (zu Belegen s. Teil I ff). Die o.e. Maßnahme kann als zusätzliche Feindseligkeit (Schikane) gegenüber der säkular eingestellten Regierung Syriens unter Präsident Dr. al-Assad verstanden werden. – Daher forderte auch der iranische Staatspräsident Rûḥânî am Mittwoch die Beendigung der saudischen Unterstützungsmaßnahmen für die Terroristen der Nahost-Region, die einem Friedensprozeß nachhaltig im Weg stehe. (https://sptnkne.ws/fsrM).

Jordanien bemüht sich offenbar derzeit, die Beziehungen zu Syrien, das aus dem jahrelangen Counterterrorismus siegreich hervorzugehen scheint, wieder zu normalisieren (zu den Abkommen mit Rußland in dieser Hinsicht s.u.). Im Gegensatz zu den Erklärungen des Medien-Ministers Dr. Muḥammad al-Mumânî  (Mohamed Momani) war Jordanien währen der Jahre des Antiterrorkriegs in Syrien  leider aufgefallen als Zulieferant von Nachschub für die im Nachbarland und jenseits dessen aktiven Terrorgruppen an Söldnern und weiteren militärischen Gerätschaften  sowie nachrichtendienstlichen Daten. Darüber geben die gesammelten Belege seit Teil I Auskunft.  Der Politologe Th. Meyssan sieht hinter in dieser zwiespältigen Haltung den guten Willen des Nachbarn einerseits und dessen Verpflichtung auch aufgrund ausländischer Militärbasen (der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Saudi-Arabiens) im Land andererseits. (http://www.voltairenet.org/article197636.html vom 30.8.2017)

Captagon-Pillen als Schmuggelgut, Photo: SANA

Captagon-Pillen als Schmuggelgut, Photo: SANA

Einem Mitarbeiter des Innenministeriums zufolge haben Sicherheitskräfte allein im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 2.071 Personen wegen Drogendelikten verhaftet, im Vorjahr wurden ca. 1.000 Drogendealer ermittelt. Vor dem Krieg war das Land weitgehend drogenfrei. Im Gefolge der Terroristen kamen auch die Drogen ins Land bzw. wurden von den Extremisten selbst hergestellt, insbesondere das schon mehrfach erwähnte Captagon (zur Bedeutung vor allem für die Terroristen s. Teil II). Diese u.a. Angst-dämpfenden und Ausdauer-erhöhenden Captagon-Tabletten würden fast täglich an Orten entdeckt, die gerade aus Terroristenhand befreit worden seien. Ein Labor zur Herstellung des leicht zu fertigenden  Wirkstoffs habe man z.B. in Yabrûd (Jabrud), 80km im NO von Damaskus ausgemacht. (https://sptnkne.ws/fsFY) – SANA bringt regelmäßig Meldungen von Erfolgen der Drogenbehörden, die teilweise auch  im Thread aufscheinen (vgl.u.)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112897 und http://www.sana.sy/?p=618276 (Eliminierung von IS-Hauptquartieren, -Infiltrationspunkten und –Stellungen samt 22 Kampfwagen, etlichen gepanzerten Fahrzeugen, drei Panzern und Munitionsdepots sowie dutzenden an Kämpfern je im südlichen Umland von ar-Raqqa, im westlichen von Dair az-Zaur und im östlichen von Ḥamâ; zudem effektive präzise Luftangriffe der SAAF zusammen mit russischen Kampffliegern gegen weitere IS-Ziele in ʽAkaš, Umm Mîl, Abû Ğubailât, ʽUqairbât, al-Qaṣṭal aš-Šamâlî, al-Qaṣṭal al-Ğanûbî und al-Wisṭânî im Ost-Rîf von Ḥamâ, im Gebiet von  Maʽdân und südlich davon (etwa 70 km) südöstlich von ar-Raqqa mit Zerstörung der vom IS gegen das Vorrücken der SAA mit Alliierten errichteten Straßensperren und Barrikaden sowie im Areal von Sariyya Ğunaid, um den Flughafen, Talat al-Qariyâ und al-Maka­bât im Umfeld von Dair az-Zaur. In Fortführung der Operationen entlang der Grenze zu Jordanien Rückeroberung von sechs weiteren Polizeistationen (Nr.165 bis Nr.169) im südöstlichen Rîf Dimašq nach für den Feind verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Säuberung des Gebiets von versteckten Minen und Sprengsätzen.)

Soldaten eines Militär-Checkpoints fiel am 30.8.2017 bei as-Saʽn im Ost-Rîf von Ḥamâ ein Kühlwagen auf. Tatsächlich hatte er unter Kartoffeln versteckt große Mengen an Waffen und Munition geladen, welche er aus Idlib, wo u.a. Ğabhatu_n-Nuṣra eine große Söldnermacht konzentriert hat (vgl.u.), nach Ḥamâ bringen sollte. Die Ladung wurde konfisziert, der Fahrer verhaftet und verhört. (http://sana.sy/en/?p=112931, http://www.sana.sy/?p=618276)

Terroranschläge vom 30.8.2017:
Wie schon seit einiger Zeit aus den Gefechtsberichten des Umlands von Dair az-Zaur (s.u.) hervorgeht, versucht der IS u.a. auch, die Flucht der Bewohner aus dem Umland der Provinzhauptstadt durch Barrikaden, Straßensperren und Verminung einzudämmen, seit die vorrückende SAA nicht mehr weit entfernt ist. Bei einem Fluchtversuch von Bewohnern der Stadt al-Bû Kamâl mittels dreier Personenwagen in Richtung der Nachbarprovinz  al-Ḥasaka kam es an der Grenze beider Provinzen an der Straßengabelung beim Dorf Abû Ḫašab zur Detonation solcher ausgelegter IS-Sprengsätze, wodurch mindestens zehn Menschen getötet, weitere 28 verletzt wurden, die sich nun im al-Ḥikma-Krankenhaus in al-Ḥasaka befänden. – Der IS nutzt die Bewohner generell als menschliche Schutzschilde. (http://www.sana.sy/?p=618334)

ʿAfrîn, Photo: Sputnik News

ʿAfrîn, Photo: Sputnik News

Während der Haupteinkaufsvorbereitungen zum islamischen Hochfest des ʿĪd al-Aḍḥā [Opferfest während des Ḥâğğ] beschoß türkische Artillerie am 30.8.2017 (wieder einmal!) die Stadt  ʿAfrîn, wie der lokale Kurdenpolitiker Rezan Hedu gegenüber Sputnik News angab. „Wohnviertel der Stadt Afrin wurden heute von der Türkei aus mit Raketen angegriffen“, berichtete er und fuhr fort: „Zehn Menschen wurden dabei verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen.“ Auch wurden mehrere Wohnhäuser stark beschädigt. (https://sptnkne.ws/fssf) – ʿAfrîn wurde im Frühjahr von der SAA aus Terroristenhand befreit, am 20.2.2017 erfolgte der Aufruf an die Bevölkerung zur Rückkehr in die Stadt (s. Teil V).

Zur militärischen Situation um Dair az-Zaur führte General Haitam Hassoum [Haiṯam Ḥassûn] im Interview mit Sputnik News aus, die Truppen der SAA seien „gleich von drei Richtungen aus an Deir er-Zor herangegangen und stehen unmittel­bar vor der Stadt­grenze, einige Einheiten befinden sich bereits in der Stadt.“  Er ergänzte: „Auch haben die Regierungstruppen die Provinz Raqqa von drei Seiten blockiert und die Terrorkräfte von der Straße nach Deir er-Zor abgeschnitten.“ – Zu seinen weiteren Ausführungen bzgl. der Lage in ar-Raqqa und Idlib s. https://sptnkne.ws/frZQ vom 29.8.2017.

Terroranschläge vom 29.8.2017:
Im Dorf al-Laṭâmina verschanzte Terrorgruppen beschossen  das Wohngebiet al-Maidân von Maḥarda, 25 km im N von Ḥamâ mit Raketen, töteten so ein Kind, verletzten sechs Anwohner und richteten Schäden an privatem und öffentlichem Gut an.
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen feuerten Terrorruppen aus dem Gebiet al-Ḥûla im NW-Umland von Ḥomṣ ebenfalls Raketen auf die Dörfer Šaniyya und Maryamîn mit ähnlichen materillen Schäden als Folge.
(http://sana.sy/en/?p=112759, http://www.sana.sy/?p=617688)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112814 und http://www.sana.sy/?p=617803 (Zerstörung von IS-Stellungen in und um Dair az-Zaur im Gebiet von al-Bânûrâmâ, aṯ-Ṯarda, um den Flughafen, den Friedhof, Ḥuwaiǧa Ṣakr, ar-Ra­ša­diyya und al-Ḥuwaiqa durch gezielte Einsätze der SAAF wie der Artillerie; ebenso effektive Razzien der Bodentruppen gegen IS-Trupps in den Dörfern al-Ḥisân, al-Ğunaina, ʽIyâš, al-Ḫarîṭa, aṭ-Ṭuraif, ʽÎn Bû Ğumʽa wie im Gebiet der Provinzhauptstadt in al-Bu­ġa­iliyya, ar-Raša­diyya, beim Friedhof und um den Flughafen mit vielen liquidierten Feinden. Einheimische berichteten von der Flucht von mehr als 30 IS-Kämpfern aus  al-Bû Kamâl, worauf die verbliebenen Straßensperren und Kontrollposten errichteten für Zwangsrekrutierungen aus der Bevölkerung, um die eigenen zusehends schwindenden Reihen wieder aufzufüllen. Andererseits seien erst wieder etliche ausländischer IS-Söldner unter dem Vorwurf der Flucht vom Schlacht­feld exekutiert worden. Erst am Vortag waren in jener Gegend wieder Desertionen vorgekommen, worunter sich auch  ğid Sulaimân ʽÎd alias Abû Fâṭîma Šanân, befand,  ein IS-Anführer, zuständig für Rekrutierungen. Zudem ergreife der IS weiterhin Abschreckungs- und Einschüchterungsmaßnahmen gegen die Einwohner des noch von der Terrorgruppe kontrollierten Gebiets, z.B. in der Stadt Ḫišâm  wie im Dorf aṣ-Ṣûr [oder: aṣ-Ṣuwâr],  in al-Qûriyya im SO-Umland von Dair az-Zaur töteten sie deswegen unter verschiedenen Vorwänden einen jungen Mann; eine IS-Patrouille habe eine Geldwechselstube mit Überweisungstätigkeit in at-Tabanî  im W-Rîf überfallen, die drei jungen Mitarbeiter entführt und die Geldbeträge mit sich genommen; an drei jungen Männern aus al-Ğalâ´ vollzogen  IS-Elemente erst die Prügelstrafe, kreuzigten diese dann eine Stunde lang und steckten sie anschließend für 15 Tage ins Gefängnis unter dem Vorwand, sie hätten verbreitet, daß die SAA-Einheiten im Anrücken seien und die Bewohner damit bald von der IS-Herrschaft befreit seien.)

 Archivbild, krone.at

Abschreckung nach IS-Art. Archivbild, krone.at

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112733  und http://www.sana.sy/?p=617459 (Rückeroberung des strategisch bedeutsamen Ğabal aḍ-Ḍâḥik (von einer Fläche von 8km mal 5km)  im östlichen Landkreis von as-Suḫna, 25km östlich von Tadmur im fernen O der Provinz Ḥomṣ vom IS. Zerstörung einer IS-Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen, Autobomben und Mörsergranaten nach sorgfälti­ger Aufklärungsarbeit verkehrstechnisch günstig nahe des at-Tamwîn-Kreisverkehrs von Dair az-Zaur gelegen mit Liquidierung sämtlicher Terroristen darin einschließlich des IS-Verantwortlichen (amîr) für das Fertigen und Legen von Bomben, Abû ʽAbdullâh at-Tûnisî [d.i. der Tunesier];  dazu effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen und Angriffsachsen mit Beseitigung etlicher ihrer befestigten Stützpunkte, Kommandozentren und Kampfwagen im Bereich der al-Bânûrâmâ-Farmen, des Arbeiterviertels, des alten Flughafens, dem Stadtteil Ḫasârât und des Dorfes Maʽdân ʽAtîq im S der Provinzhauptstadt; kurz nach Mitter­nacht Eliminierung eines IS-Trupps bei Talat al-Qa­rayâ im Umkreis des Flughafens wie seiner Befestigungsanlagen mit Konfiszierung all seiner Waffen. – Einheimische berichteten, daß ausländische ISFraktionen, hauptsächlich Saudis und Afrikaner, in der Stadt aṣ-Ṣâli­ḥiyya im Landkreis von al-Bû Kamâl im Ost-Rîf von Dair az-Zaur aneinandergerieten und dabei sieben Terroristen getötet, einige weitere verletzt wurden; zudem wurden die Leichen von zwei weiteren ausländischen IS-Kämpfern beim alten Parkhaus in al-Mayâdîn abgelegt; auch hielten die Desertionen aus den IS-Reihen auch der Führungsebene (zur Flucht von Mâğid Sulaimân ʽÎd alias Abû Fâṭîma Šanân s.o.!) weiterhin an; um die Bevölkerung an der Flucht aus IS-kontrolliertem Gebiet zu hindern, würden Barrieren und Absperrungen verdichtet; es käme zudem fortlaufend zur Verschleppung junger Männer, die die zunehmenden vehementen Verluste an Kämpfern beim IS durch Kampfhandlungen wie Desertionen ausgleichen sollen.)

Russische Kampfflieger unterstützten die SAA beim schnellen Vorrücken entlang des östlichen Euphrat-Ufers mit Luftangriffen auf IS-Positionen in der Nacht auf und am Montag mit Zerstörung von vier Panzern, 16 mit Maschinengewehren ausgerüsteten Kampf­wagen, sechs LKW mit Munition und zwei befestigte Anlagen bei Dair az-Zaur. Nach den erfolgreichen Operationen der SAA in den letzten Tagen und Wochen versuche der IS nun, sich im Dorf Ġâ­nim ʽAlî im Ost-Rîf von ar-Raqqa zu regruppieren und Stützpunkte im Raum Dair az-Zaur aufzubauen, wohin derzeit schwere Militärausrüstung einschließlich Panzern, LKW mit schweren Maschinengewehren und Mörsergranaten transportiert werde. (http://sana.sy/en/?p=112803)
Anmerkung: Am So., 27.8.2017, berichtete al-Ain News davon, daß im westlichen Teil der Provinz Dair az-Zaur Fallschirmjäger der US-geführten Koalition gelandet seien, angeblich um Informationen zu sammeln etc. Dies widerspricht nicht nur dem Völkerrecht, wonach US-Truppen in dem souveränen Land – ohne gebeten worden zu sein – nichts zu suchen haben, als auch der russisch-US-amerikanischen Vereinbarung, wonach US-Truppen westlich des Euphrat nicht operieren würden. Nahe Dair az-Zaur liegen wertvolle Öl- und Gasvorkommen mitsamt Förderanlagen. (https://sptnkne.ws/fruT) – Auch ist das irakische Gebiet nicht weit entfernt, wo Masʽûd Barzânî mittels Referendums vom 25.9.2017 die reichen irakischen Ölvorkommen seiner Familie allein per Abtrennung der Kurdenregion zu sichern und dem Gesamtstaat zu entziehen versucht.

Masʽûd Barzânî , Photo: nrttv.com

Masʽûd Barzânî , Photo: nrttv.com

Während ihres Vormarsches auf Dair az-Zaur haben SAA-Soldaten aus dem Euphrat mehr als 150 Leichen von Zivilisten geborgen, die der IS wohl kurz vor seinem Abzug aus der Gegend mit Kopfschüssen exekutiert hatte. Es fanden sich auch Frau­en und Kinder darunter (https://sptnkne.ws/frRD)

Der Generalsekretär der Ḥizbullâh, Sayyid Ḥassan Naṣr­ullâh, wertete das Ergebnis der gemeinsamen Operation als vollen Erfolg und in Verwirklichung aller gesetzten Ziele: die libanesisch-syrische Grenze sei gesichert, sämtliche Terroristen aus der Gegend vertrieben. Dann setzte er hinzu: „since the beginning of the battle, the ISIS wanted a ceasefire but the battle continued on both fronts so the terrorists collapsed and surrendered in the end.” Der IS habe kontinuierlich Niederlagen erlitten: in der syrischen Bâdiyya [d.i.: die große Wüste, in welcher z.B. auch Tadmur/Palmyra liegt], unterwegs vond er Küste nach Dair az-Zaur, südlich von ar-Raqqa und in Mossul, was dessen Kampfmoral habe sinken lassen. Die mit dem IS eingegangene Vereinbarung (s.u.) habe allein ihren Grund darin, über das Schicksal der vom IS gefangengenommenen und verschleppten libanesischen Militärs Auskunft zu erhalten, erklärte er in einer TV-Ansprache am Mo., 28.8.2017.  (http://sana.sy/en/?p=112809)

IS-Ausschaffung aus dem West-Qalamûn, Photo: SANA

IS-Ausschaffung aus dem West-Qalamûn, Photo: SANA

Gemäß den am Vortag getroffenen Vereinbarungen (s.u.) wurden am 28.8.2017 die in der Region Ğarûd Qâra des West-Qalamûn im Rîf Dimašq durch die SAA und den libanesischen Widerstand [Ḥizbullâh] eingekesselten  IS-Terroristen nach deren Kapitulation samt ihren Familien in Bussen, die am Grenzübergang Šaiḫ ʽAlî – ar-Rûmiyât bereitstanden, ausgeschafft und in den Osten der Republik transportiert [ähnlich dem Verfahren z.B. nach der Befreiung von Aleppo, vgl. Teil V]. Es standen zudem 11 Ambulanzwagen des syrischen Roten Halbmonds parat. Zuvor hatten die IS-Terroristen ihre Stützpunkte und noch vorhandenen Gerätschaften etc. in Brand gesteckt, damit keine Details über ihren Zustand und ihre Verbindungen zu Geheimdiensten syrienfeindlicher Staaten eruiert werden könnten, berichtete der Korrespondenten vor Ort. (http://www.sana.sy/?p=617246)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112684  und http://www.sana.sy/?p=616608 (Beim Versuch eines IS-Trupps, den Belagerungsring im Ost-Rîf von Salamiyya/Provinz Ḥamâ durch einen Angriff auf einen Militärposten auf der Achse Ṣabûra Aṯriyâ zu durchbrechen, wurden die Angreifer unter erheblichen Verlusten zurückgeschlagen;   bei erfolgreichen Operationen gegen die üblichen IS-Infiltrationsachsen  bei Ṣalbâ im Umkreis von ʽUqairbât ebenfalls Liquidierung von IS-Terroristen samt BMP-Wagen. Rückeroberung der für die Telekommunikation der Gegend wichtigen Anhöhe etwa 30 km östlich von as-Suḫna im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung etlicher IS-Terroristen, Zerstörung ihrer Waffen und Munition und Beschlagnahme eines von ihnen genutzten Pan­zers. Abschuß einer IS-Kampfdrohne in al-Ğafra im östlichen Landkreis von Dair az-Zaur; Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten zum Schutz des Stadtteils ar-Raša­diyya mit Beifügung ziemlicher Feindverluste; zudem effektive präzise SAAF-Angriffe auf IS-Fortifikationen im Stadtteil ar-Raša­diyya, um Liwâ´ at-Ta´mîn sowie im Bereich der Städte al-Mayâdîn und Mû Ḥassan und der Dörfer aš-Šumaitiyya, at-Tabanî, al-Masrab und al-Ḫarîṭa. – Nach Aussagen von Einwohnern töteten auch Bewohner der Provinzhauptstadt etliche IS-Kämpfer und entwendeten zum anderen einige Waffen, wie Augenzeugen meldeten. Bewohner des östlichen Landkreises von Dair az-Zaur berichteten, Einwohner von al-Bû Kamâl hätten den IS-Verantwortlichen [amîr] für daʽwâ -Angelegenheiten [d.h. für die religiöse Propaganda] getötet, nämlich der Saudi Sâlim Rabâ aẓ-Ẓafîrî alias Abû Rabâ al-Ḥiğâzî [d.h. aus dem  saudischen Ḥiğâz stammend] zusammen mit den weiteren IS-Kämpfern Abû Taimâ´, einem Tunesier,  Abû Saʽd Aḥmad und Ḫaldûn al-Asʽad, bemächtigten sich desweiteren deren Waffen und setzten das Auto in Brand in dem sie jene in der Nähe des al-Maṣrî-Kreisverkehrs in al-Bû Kamâl angetroffen hatten. Außerdem komme ununterbrochen zu Desertionen aus den Reihen der IS-Terroristen, darunter ein IS-Anführer inḤassan, Abû ʽAzîz al-Ḥalabî [d.h. aus Aleppo], mit seiner Familie, und Badr Ḫalaf al-Muḥammad al-Ğâsim.)

Terroranschlag vom 27.8.2017:
Zwei Wartungsarbeiter des Elektrizitätswerks wurden verletzt durch die Detoantion einer Mine, welche die Terroristen vor ihrem Abzug im letzten Jahr im Stadtteil Ḥamdâniyya von Aleppo hatten. (http://www.sana.sy/?p=616753)

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abbildung: SANAEmblem des Obersten Armeekommandos, Abbildung: SANA

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abbildung: SANA

Wie schon angekündigt, strebten die libanesischen Streitkräfte (einschließlich der Ḥizbullâh) an, auf eine vom IS auf Vermittlung arabischer Länder erbetene Waffenruhe im Gefechtsgebeit des West-Qalamûn-Gebriges an der libanesisch-syrischen Grenze einzugehen (vgl.u.). Diese Waffenruhe wurde am Morgen des 27.8.2017 verkündet und von syrischer Seite bestätigt.  Der IS ist im erwähten Gebiet vollständig umzingelt. Die libanesische Seite erhofft sich, so Auskunft über den Verbleib irakischer Gefangener zu erhalten. Den übrigen IS-Terroristen wurde dabei gewährt, auf syrisches Gebiet überzutreten, was sie sich zuvor erbeten hatten. Die gemeinsame Operation zur Eliminierung des IS im erwähnten Gebiet begann im Juli  2016. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31150-waffenruhe_zwischen_is_terrormiliz_und_libanon, http://www.sana.sy/?p=616713)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112636 und http://www.sana.sy/?p=615806 (Bei Operationen auf der Achse von Ğab al-Ğarâḥ Rückeroberung zahlreicher bedeutsamer Postitionen westlich von Manû, 85km östlich von Ḥomṣ. Die auf Dair az-Zaur zurückenden SAA-Einheiten beseitigten unterwegs entlang der internationalen Straße im N von as-Suḫna letzte IS-Stellungen und verbliebene -Trupps an strategisch bedeutsamen Positionen, bauten ihre Stellungen weiter aus, durchkämmten das eroberte Gebiet auf hinterlassene Sprengsätze und Minen und setzten ihren Vormarsch auf die Provinzhauptstadt fort. Im (noch vom IS eingeschlossenen) Dair az-Zaur und seinem Umland fanden präzise effektive Luftschläge der SAAF und russischen Verbände gegen ein IS-Kommandozentrum, -Munitions- u.a. Depots statt, während Bodentruppen ein Munitionsdepot sowie etliche Schlupfnester des IS in jenen Gebieten zerstörten, wobei weitere IS-Affiliierte von der Front flohen; zudem erfolgreiche Gefechte gegen IS-Trupps ausgestattet mit unterschiedlichen Typen leichter und schwerer Waffen in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa und ar-Raša­diyya wie im Umkreis des Flughafens und außerhalb in den Dörfern al-Ğafra und al-Bu­ġa­iliyya mit Vernichtung dieses feindlichen Equipments; derweil Eliminierung von IS-Stellungen, Waffendepots und eines IS-Hauptkommandozentrums im Umfeld von al-Bânûrâmâ an den SW-Ausläufern der Provinzhauptstadt durch die SAAF. Laut örtlichen Quellen flohen frische affiliierte Kontingente des IS, darunter deren Anführer Samîr Daḥâm und ʽAbdul Ḥamîd al-Dairî. Auch im West-Qalamûn-Gebirge des Rîf Dimašq ging die erfolgreiche Bekämpfung des IS im Zusammenwirken mit dem libanesischen Nationalen Widerstand [Ḥizbullâh] weiter, führte  in den Ğarûd al-Qâra zur Rückeroberung etlicher weiterer Anhöhen und Grenzübergänge und drängte den IS auf eine Fläche von nur noch 30km2 zusammen – mit der Kontrolle über  die Anhöhe von  Šamîs war dieser vollständig umzingelt. – Daher sie demnächst mit guten Nachrichten aus der Region zu rechnen). – Im SO-Umland von  ʽUqairbât im Ost-Rîf von amâ bombardierten die russischen Kampfflieger erfolgreich einen IS-Konvoi und zerstörten IS-Stellungen. (loc. cit.)

Pressekonferenz Bagdad, Photo: pars today

Pressekonferenz Bagdad, Photo: pars today

Während der ge­mein­­samen Pressekonferenz zwischen dem irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî mit seiner französischen Amtskollegin Florence Parly  sowie dem französischen Verteidigungsminister Jean-Yves Le Dri­an in Bag­dad versicherte Le Dri­an auch, sein Land werde sich um die Beseitigung der Stagnation [auch: des Patts] auf dem Weg hin zu einer politischen Lösung für Syrien mit Umsetzung des De-Eskalationszonen-Memorandums bemühen.  Neu war zudem seine Erklärung, sein Land sei primär an der Bekämpfung des Terrorismus im Land interessiert, während über der Verbleib von Präsident Dr. al-Assad im Amt vom Willen des syrischen Wählers abhänge. (http://www.sana.sy/?p=615901, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31126-frankreichs_au%C3%9Fenminister_die_syrer_selbst_entscheiden_%C3%BCber_assad) – Dies scheint eine Kehrtwende (vgl. dazu bisherige Teile des Blogs!) der französischen Politik gegenüber Syrien anzudeuten, beeinflußt u.a. von der russisch-iranisch-irakischen Position.

Terroranschläge vom 26.8.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen im N von Ḥom beschossen im  al-Ḥûla-Gebiet verschanzte Terroristen die Dörfer Marîmîn und Qarmamit Raketen, töteten mindestens einen Bewohner und verletzt fünf weitere.
Ergänzung: Später wurden beim Raketenbeschuß auf die Stadtteile Ğab al-Ğandalî und Bâb Tadmur im Areal von az-Zahrâ´ noch ein Kind getötet und vier andere Personen verletzt. (http://www.sana.sy/?p=615858,  http://sana.sy/en/?p=112647)

305mm-Zwillingsmörser, IS-Eigenproduktion zum abfeuern von Gasflaschen, Ausstelleung Armija 2017 in Moskau, Photo: Sputnik News

305mm-Zwillingsmörser, IS-Eigenproduktion zum abfeuern von Gasflaschen, Ausstelleung Armija 2017 in Moskau, Photo: Sputnik News

Während der Moskauer Rüstungsmesse Armija 2017 (vgl.u.) sind auch  in Syrien von Terroristen erbeutete Waffen ausgestellt, darunter Handfeuerwaffen, Selbst­bau-Geschütze und Faßbombenwerfer des IS. Photostrecke bei: https://sptnkne.ws/fqpk – Mit sog. „Faßbomben“ (engl.: barrel bombs) die Bevölkerung anzugreifen, war – ohne Belege –  lange Zeit der syrischen Regierung durch die US-geführte Koalition der Obama-Administration unterstellt worden (vgl. Teil III, Teil IV sowie Teil V und s. Präsidenten-Interviews z.B. vom 10.2.2017,  3.11.2016, 19.10.2016)

Eine äußerst bedeutsame Meldung, die fast unterzugehen drohte:
Die von feindlicher Seite in unregelmäßigen Abständen wiederholten Vorwürfe gegen die Regierung, sobald von Giftgaseinsätzen auf syrischem Territorium die Rede ist, sind von letzterer jedes Mal mit Belegen und nachvollziehbaren Argumenten auch vor den UN zurückgewiesen worden (vgl.u., zuletzt von Dr. al-Miqdâd). Nun wurden bei der Rückeroberung von Territorium, das jahrelang unter Kontrolle von „Militanten“ („Dschihadisten“) stand, zwei Produktions- und Lagerstätten für Chemiewaffen vorgefunden, wie der Kommandeur der russischen ABC-Abwehrtruppen, Generalmajor Igor Kirillow, am Fr., 25.8.2017, während der Rüstungsmesse Armija 2017 bekannt machte. Damit sind die steten Aussagen der Regierung, auf dem von ihr kontrollierten Gebiet seien unter Aufsicht der OPCW alle derartigen Standorte vernichtet worden, während sie auf dem von Terroristen kontrollierten Gebiet wohl weiter existierten, bestätigt worden. – Unter Kontrolle der Spezialisten der russischen ABC-Abwehrtruppen wurden auch diese Anlagen jetzt zerstört und die betreffenden Informationen der OPCW überstellt. (https://sptnkne.ws/fquG)

Beim Gespräch am sog. runden Tisch während des internationalen militärtechni­schen Forums Armija 2017 in Moskau machte Generalmajor Ale­xan­der Nowikow, Chef der Ver­wal­tung für Drohnenbau und -einsatz beim Generalstab der russischen Streitkräfte, am Fr., 25.8.2017, bekannt: „Zur effektiven Bekämpfung von unbemannten Fluggeräten an Stützpunkten der russischen Streitkräfte in Syrien ist ein System aufgebaut worden, das Untersysteme zur Ortung, Frühwarnung, radioelektronischen Niederhaltung und Feuerbekämpfung von unbemannten Flug­geräten umfasst.“ Seit Beginn der russischen Militäroperation in Syrien seien mehr als 14.000 Drohnen-Flüge unternommen  worden, mittels deren Technik rund um die Uhr die Bodensituation faktisch im ganzen Land kontrolliert werde. „Die aufgestellte Gruppierung von unbemannten Fluggeräten umfasst Nahwirkungs-Drohnen sowie Fluggeräte mit geringer, mittlerer und großer Reichweite.“,  ergänzte er. (https://sptnkne.ws/fqur)

Russische Satelliten-Erdstationen, Photo: Sputnik News

Russische Satelliten-Erdstationen, Photo: Sputnik News

Laut dem Chef der Hauptverwaltung Fernmeldewesen der russischen Streitkräfte, General­leutnant Chalil Arslanow, bei der o.e. Veranstaltung haben russische Fachleute in Syrien ein zuverlässiges Netz von Satellitenfunk-Erdstationen auf­ge­baut. „Die bodengestützte Gruppierung von Satellitenfunkanlagen hat sich verdreifacht, und die Kapazität der Relaissender ist erhöht worden; die Antennensysteme für Kommunikationssatelliten militärischer und doppelter Zweckbestimmung sind umorientiert und die gemieteten Ressourcen vergrößert wor­den,“ erklärte er. Hinsichtlich der Spezifikation des Aufbaus des Satellitenfunknetzes in Syrien erwähnte er das niedrige Durchlaßvermögen und sog. tote Zonen auf dem durch die Satelliten ab­gedeckten Territorium. Unter diesen Verhältnissen seien tragbare und mobile Satellitenfunkanlagen besonders gefragt. Die Erdfunkstellen im Fernmelde­system „Tetra“ seien ebenfalls wiederhergestellt und deren Abdeckungsfläche vergrößert worden, setzte er hinzu. (https://sptnkne.ws/fquw)

Bei jenen o.e. Gesprächen informierte Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, die Allgemeinheit: „Jetzt zielen die syrischen Regierungstruppen und die russische Luftwaffe hauptsächlich auf die Zerschlagung der letzten Hochburg der IS-Kämpfer im Raum von Deir ez-Zor ab. Denn mit der Befreiung dieser Stadt wird die Zerschlagung der besonders kampffähigen Formationen der Terrorgruppierung IS in Syrien weitgehend beendet sein.“ Der IS ziehe dort gerade seine restlichen Kräfte zusammen. Extremisten aus dem irakischen Mossul und der größte Teil der besonders kampffähigen IS-Einheiten aus ar-Raqqa seien zuletzt im Raum von Dair az-Zaur verlegt worden. Der wichtige IS-Stützpunkt Akerbat [ʽUqairbât, s.u.] sei bereits eingekesselt. (https://sptnkne.ws/fqpQ)

Die zunehmende Aktivität von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet von Idlib (vgl.u.), wo eine weitere De-Eskalationszone eingerichtet werden soll, thematisierte während des Internationalen Militärtechnischen Forums Armija 2017  auch der Chef der Hauptverwaltung im russischen Generalstab, Igor Korobow. Im NW der Provinzhauptstadt zähle die Terrororganisation derzeit etwa 9.000 Kämpfer. Wie schon früher immer wieder beobachtet (vgl.u.) seien Kämpfer anderer bewaffneter Oppositionsgruppen der Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (vgl. Teil V und frühere) beigetreten, die lange um die Führerschaft mit Ğabhatu_n-Nuṣra in dem Gebiet rivalisierte und nun zu unterliegen scheint. „Man darf nicht ausschließen, dass damit die Chefs der ,Dschebhat an-Nusraʻ versuchen, in dieser Etappe die Einrichtung einer De­eskalationszone in diesem Teil Syriens zu verhindern und den Prozess der friedlichen Regelung des Konflikts zu unterbinden“, erwähnte Korobow. (https://sptnkne.ws/fqn2)

Ğabhatu_n-Nuṣra in Idlib, Photo: Sputnik News

Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Idlib, Photo: Sputnik News

Laut Angaben des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, die ebenfalls General Igor Korobow publik machte, hätten sich um Ğabhatu_n-Nuṣra  als Kern zudem 25.000 Kämpfer zusammengeschlossen als neue Terrormiliz Chejat Tahrir as-Scham [Hay´a Tarîr ašŠâm*], die in den Provinzen Aleppo, Damaskus, Idlib und Ḥamâ vertreten sei. Auch da falle auf: Mehr als 70 Banden haben sich bereits vereinigt, darunter auch jene Oppositions­grup­pen, die bisher als gemäßigt galten.“    (https://sptnkne.ws/fqrG )  – * Näheres zu  Hay´a Tarîr ašŠâm, einer Neuformierung durch al-Qâʽida unter Zusammenschluß von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğabhatu Anṣâr ad-Dîn, Ğaiš as-Sunna und bekannte Führungspersonen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya sowie ihren Verbindungen z.B. CIA und MI6 s. bei http://www.voltairenet.org/article195122.html vom 30.1.2017!

Generaloberst Igor Korobow wies auch – allgemeine Vorurteile korrigierend – auf Tatsachen  hin, die in diesem Blog regelmäßig dokumentiert worden sind: die Terroristen kämpften nicht mit minderen oder veraltetem Equipment, sondern mit modernsten Waffen einschließlich elektronischer Kampfführung und Giftstoffen. Es handle sich um „neueste Waffenarten, Aufklärungs- und Kampfführungsmittel sowie handge­fertigte Giftsubstanzen. … Es werden häufig Drohnen mit Aufklärungs- und Kampfausrüstung eingesetzt.“.  In ar-Raqqa z.B. hätten die Extremisten die sog.  Syrischen Demokratischen Kräfte mit kleinen, mit selbstgebastelten Sprengsätzen bestückten Quadrocoptern angegriffen.  Wie schon früher „nutzen sie die zivile Bevölkerung als ‚lebendigen Schild‘, und rauben somit den Regierungstruppen ihre Feuerkraft-Überlegenheit.“ Daher versuchten die Terroristen auch darauf hinzuwirken, daß Gefechte hauptsächlich in besiedelten Ortschaften ausgetragen würden.  Die Veröffentlichung der Regierung in Damaskus von Mitte August (s.u., Dr. al-Miqdâd), daß die in Waffendepots der Kämpfer entdeckten Giftstoffe, in den USA und Großbritannien hergestellt worden seien, sei keine bloße Behauptung. Alexander Schilin, russischer Militärexperte und Oberst a. D. bemerkte dazu, er habe nicht nur schon vor einem Jahr mitgeteilt, daß die Extremisten in Syrien Chemiewaffen besäßen.  Er sei selbst in den frisch dem IS entrissen Gebieten in Syrien gewesen und habe auch  die entdeckten Waffendepots der Terroristen inspiziert. „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass dort amerikanische Waffen waren, darunter auch hochtechnologische wie Panzerabwehrkomplexe.“ [d.i. z.B. BGM-71 TOW anti-tank-missiles]. niemand brauche sich daher zu wun­dern, daß die Kämpfer der Terrorgruppen  regelmäßig Chemiewaffen einsetzten und dies dann dem syrischen Präsidenten Dr. al-Assad in die Schuhe schöben. „Das sind keine bärtigen Barbaren, das sind Jungs aus briti­schen privaten Militärunternehmen, die in den IS-Einheiten sind, den IS leiten, alles planen und mo­dernste Waffenarten einsetzen.“, stellte er nochmals klar. (https://sptnkne.ws/fqrd)

Die Behörden von Ḥomṣ konnten einen Wagen, beladen mit Unmengen an Captagon-Tabletten (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) und Zündkapseln für den Bau von selbstgefertigten Sprengsätzen, im Areal von al-Quṣair im westlichen Umland der Provinzhauptstadt abfangen und aus dem Verkehr ziehen. Die Lieferung kam aus dem Libanon und war für das Umland von Ḥamâ  bestimmt. (http://sana.sy/en/?p=112599 vom 25.8.2017)

Umkämpftes Dair az-Zaur, Photo: SANA

Umkämpftes Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112617 und http://www.sana.sy/?p=615211 (Vernichtung von IS-Stellungen bzw. Infiltrationsstützpunkten durch die Bodentruppen, unterstützt durch Artillerie und SAAF, auf der S- und SW-Achse von Dair az-Zaur wie um den Flughafen und  in den Dörfern aš-Šumaitiyya, ʽIyâš, al-Ḫarîa und al-Bu­ġa­iliyya, unter den zahlreich getöteten Terroristen fand sich auch der saudische IS-Anführer  ʽIsâ Nâṣir al-Ḥiğâzî [d.h. aus dem  saudischen Ḥiğâz stammend], zuständig für die alḥisba  (vgl.u.) der Stadt al-Qaṣabî im NW-Rîf der Provinzhauptstadt. – Einheimische berichteten vom zunehmenden Aufbegehren der Bevölkerung gegen die IS-Besatzung dank des siegreichen Herannahens der SAA: so kam es zu Kämpfen zwischen Bewohnern des Dorfes al-Qûriyya im Landkreis al-Mayâdîn mit einer IS-Patrouille, welche versuchte, junge Dorfbewohner zum Kampf für die Terrorgruppe zu zwingen zur Deckung der hohen Verluste in den eigenen Reihen; dabei wurden etliche IS-Anhänger verletzt, darunter Ḫâlid al-ʽAzâwî, genannt Abû al-ʽAdiyya, der IS-Medienbeauftragte in al-ʿAšâra. Andererseits setze laut lokalen Quellen eine weitere IS-Patrouille, 23 junge Männer aus dem Gebiet von al-Buṣaira und aus Maʽdân gefangen. Dafür ergriffen weitere IS-Anführer die Flucht von ihren Posten, darunter z.B. ʽAmmâr as-Saṭṭâm, Muḥammad al-Ḥumaidân mit Kampfnamen Abû Sâğida, Muḥammad al-Fahd und Muḥammad al-ʽAkkâ, von denen alle Positionen im Sicherheitsdienst des IS innegehabt hatten.)

Das Verteidigungsministerium in Moskau gab über sein Mitteilungsblatt Krasnaya Zvezda bekannt, daß die russischen Luftstreitkräfte in der vergangenen Woche über 1.000 IS-Ziele in mehr als 360 Einsätzen vernichtet, dazu über 140 Überwachungsflüge absolviert. (http://sana.sy/en/?p=112601, s.a. http://www.sana.sy/?p=615070) – Zudem hätten die russischen Streitkräfte innerhalb von 3 Monaten gut 8.000 Terroristen eliminiert und rund 1.500 ihrer Waffen beschlagnahmt.  (http://www.sana.sy/?p=615070)

SAA im Einsatz, Photo: SANA

SAA im Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112542 und http://www.sana.sy/?p=614189 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Rückeroberung des berüchtigten IS-Stützpunkts Ǧanâ al-ʿAlbâwî, ca. 14km im N von ʿUqairbât im Ost-Rîf von Salamiyya samt den  die Stadt Salamiyya umgebenden Anhöhen im Ost-Rîf von Ḥamâ nach Beseitigung einer Reihe von IS-Terroristen und Vernichtung ihrer Waffen und Ausrüstung mit dem Ziel der Befreiung der lokalen IS-Hochburg ʿUqairbât (vgl.u.) samt dem Rest der umliegenden Dörfer. Beseitigung von IS-Trupps samt Ausrüstung in sporadischen Gefechten in und um Dair az-Zaur im Umfeld des Flughafens und von al-Bânûrâmâ; zudem Zerstörung eines befestigten Hauptquartiers und weiterer Fortifikationen und Stellungen des IS durch präzise Einätze der SAAF und der Artillerie in Ḥuwaiǧat Ṣakr, ʿÎn Bû Ǧumʿa und dem Arbeitervier­tel sowie in den Dörfern ʿIyâš, al-Ḫarîṭa und al-Buġailiyya; Anwohner aus dem Osten von Dair az-Zaur berichteten von Kämpfen zwischen IS-Anhängern, die sich die AnṣârGruppe nannten, und jenen der Muhâǧirîn-Gruppe (aus Ausländern) im Bezirk Ğarâdiq entlang der Haupt-Straße von al-Mayâdîn, wobei erstere sogar ein Fahrzeug letzterer durch eine auf einer Achse angebrachte Sprengladung in die Luft jagten; auch sei es wieder zu Desertationen von Affiliierten des IS inklusive Anführern gekommen, darunter der Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit der Terroristen, Ḥussain as-Sawâdî, Ṭâbiyya  Šâmiyya im SO-Rîf;  um die Verluste in ihrer Reihen aufzufüllen, verschleppte der IS erneut junge Männer: 17 aus Dair az-Zaur und gut 200 aus al-ʿAšâra, welche nach al-Mayâdîn verfrachtet wurden, während die SAA aus verschiedenen Richtungen vorrückt. Am 6. Tag der gemeinsamen Operationen mit dem libanesischen Widerstand [Ḥizbullâh] im West-Qalamûn-Gebirge des Rîf Dimašq (Umland von Damaskus) weiteres Vorrücken gegen den IS mit Rückeroberung von Tal Wâdî al-Maġâra al-Kabîra, Tal Wâdî al-Maġâra aṣ-Ṣaġîra, dem  illegal Grenzübergang von Ra´s Šâḥûṭ, d.h. eines Gebiets, das sich von den Ğa­rûd [unwegsames Bergland] der Stadt Qâra bis den Ğarûd der libanesischen Stadt ʿArsâl unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment; mit weiterer Einkreisung der verbliebenen IS-Reste auf der Süd-Achse des West-QalamûnGebirges; zudem wurde die Kontrolle über Tal Šaʿbit Ismâʿîl, Tal Ḍahrat ʿAlî und den Mašqata Grenzübergang in den Ǧarûd von Qâra im selben Gebiet etabliert.)

Der Generalsekretär der Ḥizbullâh, Sayyid Ḥassan Naṣr­ullâh, widmete am Do., 24.8.2017 dieser gemeinsamen Operation von SAA und Ḥizbullâh im gemeinsamen Grenzgebiet [West-Qalamûn-Gebirge, s.o. und vgl.u.!] eine Rede und würdigte die bemerkenswerten Siege gegenüber dem IS in den letzten Tagen. Ziel der Militäroperation sei es, den IS zu eliminieren, die Grenze zwischen dem Libanon und Syrien zu sichern, Informationen über den Verbleib libanesischer Gefangener des IS zu erhalten, um sie sicher wieder ihren Familien zurückzubringen. Sodann konstatierte er: The remaining ISIS terrorists are completely confused and seek an escape or any settlement to exit the area which they have occupied after being besieged in Halimet Qara Heights and its surroun­dings.”Inzwischen seien über 270 km2 von ursprünglich 310km2, die die Terroristen auf syrischer Seite unter Kontrolle gehabt hatten, durch die SAA befreit worden, 100 km2 von 140 km2 auf libanesischem Territorium durch die libanesische Armee sowie 20km2  durch die Ḥizbullâh. Gegenüber dem Sender al-Manâr erklärte er, die übriggebliebenen IS-Anhänger seien zu Verhandlungen bereit und führte dazu aus:. „Wir können Verhandlun­gen auf dem Territorium Syriens auf Bitte von Kämpfern führen … Das Feuer wird bis zur Erzielung einer Vereinbarung nicht eingestellt werden.“ Gleichzeitig sprach er jedoch eine Warnung an den IS aus, wenn dessen Kämpfer sich nicht ergäben: „Ich wende mich an die Anführer des IS: das Ergebnis der Schlacht ist vorbestimmt, es ist eine Frage von nicht langer Zeit.“ (http://sana.sy/en/?p=112592, https://english.almanar.com.lb/333386)

Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Schoigu, Photo: SANA

Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Schoigu, Photo: SANA

Während einer gemeinsamen Presseerklärung zusammen mit seinem kambodschanischen Amtskollegen bemerkte Rußlands Außenminister Lawrow hinsichtlich der De-Eskalationszone Idlib, mit der sich gegenwärtig (vgl.u.) die vorbereitenden Gespräche für die kommende 6. Astana-Konferenz befassen: „We expect that the current consultations among Astana process members will confirm the agreements concerning the fourth de-escalation zone – in Idleb, following the setup of de-escalation zones in we­stern Syria, Eastern Ghouta and in the Homs area.”  Gerade diese Gespräche verliefen äußerst schleppend. Grund sei die von der Obama-Administration immer wieder zugesagte, jedoch nicht erfolgte Trennung der von ihr unterstützten, sog. gemäßigten bewaffneten Opposition [MAO,  Näheres zur Problematik s.u.!] von den (anderen) Terroristen. Dazu äußerte er: „It is the goal that the Obama administration had vowed to achieve but failed.”Dann stellte er nochmals klar: “It is perfectly clear that such dialogue and cessation of hostilities in general cannot involve terrorists from ISIS or Jabhat al-Nusra groups, as well as other groups blacklisted by the United Nations Security Council.” (www.sana.sy/en/?p=112572) – Bei einem Treffen mit seinem libanesischen Amtskollegen Yaʽqûb aṣ-Ṣarâf während der Moskauer Rüstungsmesse (auch: Internationale Militärtechnisches Forum) Armija 2017 stellte Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu ebenfalls schon heraus: „Wir und Sie verstehen, dass die Bewegung von Terroristen von einem Land in ein anderes nicht un­endlich weitergehen kann. Ich möchte, dass dies auch unsere westlichen Partner begreifen und schließ­lich die gemäßigte Opposition von Terroristen trennen und aufhören, wahllos Hilfe an alle zu leisten.“  Um diese für die effektive Bekämpfung der Terroristen jedoch notwendige Trennung durchzuführen, seien – auch – die De-Eskalationszonen in Syrien etabliert worden. Sie hätten dazu verholfen,  sich auf die Bekämpfung des Terrorismus zu konzentrieren und den Kriegszustand faktisch zu beenden. Von dieser Praxis könnten die westlichen Kollegen nur profitieren, wenn sie sieübernähmen. Daher seien auch die Gespräche mit Vertretern des Libanon so wichtig. „Vor allem, weil eine der Deeskalationszonen in unmittelbarer Nähe der Grenze liegt und ein Teil der Einheiten, die in Ihrem Land gegen die Terroristen kämpfen, auch gegen den Terrorismus in Syrien kämpft“, erklärte er. Zudem informierte er darüber, daß die gemeinsame Beobachtungs­stelle für die De-Eskalationszonen in den Provinzen Darʽâ und alQunaiṭra an diesem Tag [23.8.2017] in ʽAmmân ihre Tätigkeit aufgenommen habe. Dies sei vor kurzem durch die zwischen Rußland, den USA und Jordanien geschlossenen Abkommen erreicht worden. (http://www.sana.sy/?p=613458, s.a. https://sptnkne.ws/fpuH für Zitate in Deutsch).

Terroranschlag vom 24.8.2917:
Bei erneuten Raketenangriffen auf  az-Zahrâ´, 20 km nördlich von Aleppo, wurden zwei Mädchen getötet, drei Erwachsene trugen Verletzungen davon; es entstanden zudem  materielle Schäden. (http://sana.sy/en/?p=112565)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Trotz fortwährender Proteste der Landesregierung (vgl.u.), verschiedener Partnerländer (vgl.u.) und sogar seitens der UNO (vgl.u.) setzte die US-geführte Koalition ihre Angriffe auf Wohngebiete auch am 24.8.2017 fort. In al-Mayâdîn kamen bislang sieben Personen, vor allem Kinder und Frauen, ums Leben. Die Zahl der zivilen Todesopfer werde wohl steigen, erklärten lokale Quellen, da sich unter den zahlreichen Trümern noch etliche Verletzte befänden. Erhebliche weitere Zerstörungen an Infrastruktur etc. waren ebenfalls wieder zu konstatieren. (http://sana.sy/en/?p=112540, http://www.sana.sy/?p=614162)

Inzwischen hat sich auch UN-Sprecher Stéphane Dujarric verurteilte erneut die Angriffe der US-geführten Koalition auf Wohngebiete mit vielen toten und verletzten Zivilisten allein bei den Bombardements vom Dienstag und Mittwoch in und um ar-Raqqa (s.u.) seien „äußerst besorgniserregend“. (http://www.sana.sy/?p=613320 vom 23.8.2017, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31042-uno_besorgt_%C3%BCber_angriffe_us_gef%C3%BChrter_allianz_aus_norden_syriens)

Inzwischen schon zum 5. Mal innerhalb kürzester Zeit (vgl.u.) protestierte das Außenministerium am 23.8.2017 in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gegen die Fortführung der widerrechtlichen Operationen der US-geführten Koalition im Land mit den immer wieder zu beklagenden Opfern unter der Zivilbevölkerung wie den ausgedehnten Zerstörungen im Land, die als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten seien. Letzteres gelte auch für den Einsatz der international geächteten Phosphorbomben. Sie verletzten fortlaufend in eklatanter Weise das Völkerrecht wie die UN-Charter. Im Schreiben heißt es weiter: „The warplanes of the US-led coalition added a new crime to their criminal record by targeting civilians and infrastructure in Syria on Tuesday 22nd of August through shelling the residential neighborhoods in Raqqa, claiming the lives of 78 civilians, injuring tens others, most of them were women and children and causing huge damage to the local and private properties.” Das Ministerium ergänzte: „The Government of the Syrian Arab Republic calls on the Security Council to implement its resolutions on the fight against terrorism, especially resolution no.2253, and to immediately stop the crimes by the coalition against innocent civilians in Syria.” Das Schreiben schloß mit der erneuten Verurteilung der von der US-geführten Koalition begangenen Verbrechen und dem wiederholten Aufruf an die Teilnehmerstaaten, aus dieser „Koalition“ auszuscheiden. (http://sana.sy/en/?p=112525)

SAA im Einsatz, Photo: SANA

SAA im Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112498 und http://www.sana.sy/?p=613342 (In Fortführung der militärischen Operationen in der Tiefe der al-Bâdiyya [Große Wüste] im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung der Orte Ḥarîf, al-ʽAṣfûriyya, Rûd al-Waḥš, Qaṭqaṭ und Rückeroberung des Ğabal al-Minšâr nach für den IS verlustreichen Gefechten mit Zerstörung von zwei Panzern und etlichen mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen und Beschlagnahme zweier weiterer Panzer und Kampffahrzeuge sowie Autobomben, dazu gedacht, den Vormarsch der Armee zu behindern. In und um Dair az-Zaur effektive präzise Luftschläge und Artillerieangriffe gegen teils motorisierte IS-Trupps in der Umgebung von Liwâ´ at-Ta´mîn, al-Bânûrâmâ, al-ʽUrfî  und dem Arbeiterviertel wie im Bereich der Dörfer al-Masrab, al-Ḫarita, aš-Šumaitiyya, ʽÎn Bû Ğumʽa, ʽIyâš und al-Bu­ġa­iliyya; gemeinsame erfolgreiche, akkurate Luftangriffe der syrischen und russischen Kampfflieger gegen IS-Ziele wie Hauptquartiere, Verstecke und mobile Einheiten in der Umgebung des Liwâ´ at-Ta´mîn, des ʽIyâš-Warendepots, der Salzmine und des Dorfes Ṣabḫa;  auch die Bodentruppen brachten dem IS bedeutende Verluste in Gefechten im Friedhofsareal, um den Flughafen, und im Dorf al-Bu­ġa­iliyya bei; einer anderen Einheit gelang die Entdeckung und Zerstörung eines 4m tiefen, 30m langen Tunnels mitsamt der darin sich aufhaltenden IS-Terroristen im Stadteil al-ʽUrfî  von Dair az-Zaur.  Laut lokalen Quellen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern der westlich der Provinzhauptstadt gelegenen Stadt aš-Šumaiṭiyya mit IS-Trupps; in der Stadt Hağin setzten Einwohner eines der Zentren der sog. „Islam-Polizei“ [zuständig für al-ḥisba] in Brand und töteten damit alle darin befindlichen IS-Kämpfer; andererseits ließ der IS zur Abschreckung einen Zivilisten in al-Mayâdîn hinrichten und verweigerte der Familie die Herausgabe seiner Leiche; aus der Stadt al-Kašma im Rîf von al-Bû Kamâl wurde zudem ein junger Mann vom IS verschleppt. Erneute Fortschritte machte auch die gemeinsam mit dem libanesischen Widerstand [Ḥizbullâh] im West-Qalamûn-Gebirge im Rîf Dimašq unternommene Militäroperation: zurückerobert wurden Tal al-Maḥâbis, Tal ʽAkû, Tal al-Baḥṣât mit Überblick über den al-MâlGrenzübergang.)

Die Sitzung der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe [HNC, vgl.u.!] hat ihr zweitägiges Treffen in der saudischen Hauptstadt in Vorbereitung der nächsten Genfer Syrien-Konferenz ergebnislos beendet. Wie zu erwarten war sogar nach den vorbereitenden Astana-Konferenzen die Gruppe, der auch Terroristenvertreter angehören, nicht zu einer Einigung über den Verbleib (!) des mit überwältigender Mehrheit wiedergewählten Präsidenten Dr. al-Assad im Amt gekommen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31020-sitzung_syrischer_opposition_in_riad_ergebnislos_beendet vom 23.8.2017)

DIF, Photo: SANA

DIF, Photo: SANA

Für Syrien stellt die Durchführung der äußerst gut besuchten 59. Damaskus International Fair [DIF, s.u.] einen bedeutenden Wendepunkt in der Krise infolge des Antiterrorkrieges dar. Zeigt sie doch nicht nur das Über- sondern sogar das Wiederaufleben auch der Wirtschaft des Landes. Darauf verwies u.a. der ständige UN-Gesandte des Landes, UN, nach einem Rundgang am Di., 22.8.2017, und dem Treffen mit mehreren Botschaftern. (http://sana.sy/en/?p=112471, s.a. http://www.sana.sy/?p=612928, http://sana.sy/en/?p=112418)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112425 und http://www.sana.sy/?p=612489 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Rückeroberung von  Talat al-Maḥṣa, der strategisch wichtigen Anhöhe nahe des unter IS-Kontrolle stehenden Dorfes Ğanâ al-ʽAlbâwî im N von ʽUqairbât [zur Bedeutung s.u.!], dem ISHauptstützpunkt im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Durchkämmen des gesamten Gebiets nach hinterlassenen Sprengfallen und Minen und Abbau bzw. Entschärfung derselben; dabei Entdeckung einer Reihe von IS-Verstecken und –Tunnels mit Konfiszierung einer Menge an Waffen und Munition des Feindes; damit steht der Weg offen zur Befreiung von Dorf und Stadt. Weiteres Vorrücken in den Tiefen der Großen Wüste (al-Bâdiyya) mit Ausdehnung der Kontrolle im fernen O von Ḥomṣ und Befreiung der Orte aṭ-Ṭay­yiba, Qalʽat aṭ-Ṭay­yiba, Ḍahar al-Ḥamrâ, Ṣaidat as-San, al-Lâṭûm aš-Šarqî, al-Lâṭûm al-Ġarbî, aš-Šaiḫ Ibrâhîm, al-Qabab al-Faransiyya, Qaṣr al-Ḥair aš-Šarqî, as-Sûq, al-Ḥuwaisîn, Qârat al-ʽArîḍa, Tulûl Qârat aṭ-Ṭaḥîn und Qabûr aš-Šaʽlân sowie Rückeroberung etlicher strategisch wichtiger Punkte östlich von Qârat al-ʽArîḍa und im SW von Ḫirbat al-Ḥaiwâniyya sowie neuer Gebiete im W des Ğabal Šâʽir unter Beibringung empfindlicher Feindverluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung und Zerstörung einiger IS-Hauptquartiere undDepots sowie einer Reihe von Autobom­ben. Vernichtung von IS-Basen, -Fortifikationen samt Kampfwagen sowie Kappung von IS-Nachschubrouten durch gezielte präzise SAAF-Angriffe unterstützt durch russische Kampfflieger  im Gebiet von Tala ʽAlûš, um den Fried­hof und an der Wâdî aṯ-Ṯarda-Straße in  Dair az-Zaur; Bodentruppen brachten nachts IS-Gruppen beim Fried­hof wie im Stadtteil ar-Raša­diyya ebenfalls Verluste bei. – Einwohner der Provinzhauptstadt berichteten vom Einsturz eines Gebäudes im Stadtteil Kanâmât, in dessen Kellergeschoß der IS eine Werkstatt zum Bau von Sprengsätzen auch für Autobomben eingerichtet hatte; dort kam es zu einer Explosion, infolge derer alle IS-Leute im Gebäude getötet wurden. Auch hätten einige Bewohner des östlichen Umlands von Dair az-Zaur 50 vom IS Verschleppte aus einem IS-Versteck in der Stadt in Ġarânîğ befreien und an einen sicheren Ort bringen können, während andere einen IS-Öl-Tanker in Buqruṣ in Brand steckten. Andererseits seien dem IS die Mitglieder von sechs Familien bei al-Kasra im W von  Dair az-Zaur während ihrer Flucht in die Hände gefallen – die Männer seien geschlagen und abgeführt, die Frauen und Kinder zur Rückkehr gezwungen worden. Andere lokale Quellen berichteten vom Tod eines Sicherheitschefs des IS im Büro des sog. wâlî minṭaqa [d.i. Gouverneur der Region], genannt Abû Muʽâḏ al-Urdunî [d.h. aus Jordanien], dessen Leiche nahe der Ma­sâkin al-Qiṭâr im  N der Provinzhauptstadt gefunden worden war. Zudem habe der IS einen Propagandisten der Terrororganisation, ʽAlî ar-Râḍî, exekutiert, den man auf der Flucht erwischt hatte)

Terroranschläge vom 22.8.2017:
Im Gebiet von al-Mašruʽa nahe des im N von Ḥomṣ gelegenen Dorfes al-Ġanṭû verbarrikadierte terroristische Gruppen feuerten in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen in der Morgendämmerung mit Raketen auf das Dorf Qunait al –ʽÂṣî und verletzten damit mindestens eine Frau.
Ebenfalls in Verletzung der o.e. Vereinbarung schossen wieder Scharfschützen der in Ğabâtâ al-Ḫašab (vgl.u.) verschanzten Terroristen auf den Ort Ḥaḍar im Umland von al-Qunaiṭra und verletzten dabei einen Bauern in seinem Obstgarten im Ortsteil Karûm al-Ḥamriyya am Kopf.
(http://sana.sy/en/?p=112412, http://www.sana.sy/?p=612451)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

In den vergangenen 24 Stunden attackierte die US-geführte Koalition wie schon in den letzten Tagen (vgl.u.) mit Marschflugkörpern Wohnviertel von ar-Raqqa, wobei 78 Bewohner in den Stadtteilen as-Saḫânî und al-Badû und at-Tawasîʽa getötet wurden (von den Verletzten erst gar nicht zu reden), wie lokale Quellen aussagten. Zerstört wurden zudem etliche Wohngebäude und Infrastruktur, auch entstanden weitere Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=112422, http://www.sana.sy/?p=612469 vom 22.8.2017)

Der kasachische Außenminister teilte am Di., 22.8.2017 Journalisten hinsichtlich der 6. Astana-Konferenz zur Lösung der Krise in Syrien mit, das Treffen werde voraussichtlich Mitte September stattfinden.  Zuvor wollten die Garantenstaaten zu einem technischen Treffen zusammenkommen, um die Agenda und das genaue Datum festzulegen. (http://www.sana.sy/?p=612408, http://sana.sy/en/?p=112410)

Außenminister Lawrow und ukrî, Photo: SANA

Außenminister Lawrow und Šukrî, Photo: SANA

Ägypten bemüht sich seit dem Sturz des der Muslimbruderschaft und damit dem islamischem Extremismus wahhâbitischer Prägung affiliierten Mursî wieder um die Wiederherstellung und Vertiefung der traditionell engen diplomatischen Beziehungen zu Syrien, die jener abgebrochen  hatte. In diesen Zusammenhang gehört auch die Unterstützung des politischen Wegs zur Beilegung der Syrienkrise, den das Land mit Unterstützung  Rußlands und auch des Iran anstrebt. Zu Besprechungen traf daher Außenminister Šukrî in Moskau Außenamtschef Lawrow. Vor allem unterstrichen beide in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 21.8.2017 die Notwendigkeit der gemeinsamen Bekämpfung des Terrorismus, aber ebenso der Austrocknung seiner finanziellen Quellen wie des Stops der ideologischen Unterstützung für jenen. Ägypten ist ebenfalls zur politischen Hilfe bei der Einrichtung der De-Eskalationszone um Idlib bereit, die gemäß dem russischen Außenminister besonders schwierig sei. Um endlich auch die  Genfer Konferenzen  voranzubringen, sei auch die Erstellung einer gemeinsamen Delegation der verschiedenen syrischen Oppositionsgruppen notwendig (zu de Misturas Forderung danach und den Problemen dabei hinsichtlich der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe/HNC s.u. bzw.  Teil V), wozu auch das 6. Astana-Treffen und das vorbereitende „technische“ Treffen der drei Garantenstaaten beitragen solle. Lawrow bemerkte hierzu: „Russia and Egypt work actively to help with formation of a collective delegation from the Syrian opposition for talks with the government.” Šukrî unterstrich nochmals die Bereitschaft seines Landes unterstützend tätig zu sein. (http://sana.sy/en/?p=112330, s.a. http://www.sana.sy/?p=611678, http://www.sana.sy/?p=611704 etc.).

Der russische Generalsstabschef Sergei Rudskoi äußerte sich anerkennend über den Vormarsch und die Siege der SAA der letzten Zeit. Mit Unterstützung der syrische Luftwaffe (SAAF) wie auch russischen Kampfflugzeugen schaffe sie in der zentralen Region ein Vorrücken von 30 – 40km pro Tag im Kampf gegen den IS. – Zur Leistung der russischen Seite gab er an, daß die Kampfflugzeuge in den letzten fünf Tagen in 316 Missionen 819 Luftschläge gegen die Terroristen durchgeführt hätten und seit August-Beginn 2518 Luftangriffe in 990 Kampfmissionen. Aus der Luft verfolgt und angegriffen würden besonders auch jene IS-Anhänger, welche aus dem eingekreisten ʽUqairbât (vgl.u.) in Richtung Dair az-Zaur zu entkommen suchten. Im Umland dieser Provinzauptstadt befänden sich die letzten starken  ISAnsammlungen auf syrischem Territorium, die sich vor allem aus Geflohenen aus den anderen syrischen, aber auch den irakischen Kampfgebieten, vor allem aus dem Großraum ar-Raqqa und Mossul zusammensetzten. Den ISBelagerungsring um Dair az-Zaur zu sprengen, bedeute den Anfang vom Ende der IS-Hauptmacht. (http://sana.sy/en/?p=112345 vom 21.8.2017)

Einsatz im West-Qalamûn, Photo: Sputnik News

Einsatz im West-Qalamûn, Photo: Sputnik News

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112304 und http://www.sana.sy/?p=611602 (Vernichtung von IS-Fortifikationen, -Stellungen und mobilen -Einheiten im Ost-Rîf von Ḥamâ wie im Süd-Rîf von ar-Raqqa in präzisen SAAF-Einsätzen im Gebiet von in Ğanâ al-ʽAlbâwî östlich von Salamiyya und Maʽdân, 70km im SO von ar-Raqqa. Beseitigung von Verschanzungen, Schlupfnestern und Positionen IS-affiliierter Trupps in Bodengefechten bei Rasm aṣ-Ṣawâna, im SO von Rasm al-Bârûd und Qaṣr al-Ḥîr aš-Šarqî im Ost-Rîf von Ḥomṣ. Erfolgreiche, für den IS verlustreiche Gefechte in Dair az-Zaur im Umfeld des Friedhofs wie den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, al-ʽUrfî und ar-Raṣâfa; gezielte effektive Luftangriffe gegen IS-Verbarrikadierungen und –Stellungen, dessen mobile Trupps und Nachschubrouten im Areal von Maʽdân ʽAtîq und at-Tabanî, Talat ʽAlûš, Mafraq aṯ-Ṯarda und um den Friedhof; dazu akkurate Artillerie- und Luftattacken gegen IS-Verstecke und –Ansammlungen  im Friedhofsareal, al-Bânû­râ­mâ, aṯ-Ṯarda, Mafraq aṯ-Ṯarda und al-ʽUrfî; Einheimischen gelang es zudem  mehr als 50 IS-Terroristen samt einigen Anführern zu töten, während jene sich in der Salzmine im W von Dair az-Zaur trafen; Bewohner berichteten, daß IS-Leute den Buqruṣ Club wie auch die Industrie-Schule der Stadt in die Luft jagten und Anwohner aus ihren Häusern vertrieben, um sich darin vor den Luftangriffen zu verstecken. Auch im damaszener Umland (Rîf Dimašq) konnte zusammen mit dem libanesischen Widerstand [Ḥizbullâh] im West-Qalamûn-Gebirge das zurückgewonnene Gebiet in erfolgreichen Gefechten gegen den IS erweitert werden: wieder erobert wurden der 2364m hohe Qurnat Šaʽbat ʽAkû sowie al-ʽAğlûn in den Ğarûd al-Ğarâğîr (vgl.u.) auf der nördlichen Achse, wodurch die gesamten Bewegungen des IS im südlichen West-Qalamûn-Bergland überwacht werden können; wieder unter Kontrolle genommen wurde auch der Ğabal Ḥalîma, einer der IS-Hauptstützpunkte der Gegend,  sowie die Zugänge zu den Grenzübergängen Šumais tam al-Mâl, al-Qaṣî­ra und Wâdî aš-Šâḥûṭ im Westen; zuvor hatte die SAAF befestigte IS-Stellungen und -Verstecke in den Ğarûd al-Qalamûn zerstört)

Rekonziliierungskundgebung des Ministers im Rîf ar-Raqqa, Photo: SANA

Rekonziliierungskundgebung des Ministers im Rîf ar-Raqqa, Photo: SANA

ʽAlî Ḥaidar, Staatsminister für die nationale Rekonziliierung fand sich in Dabsî ʽAfnân im Umland von ar-Raqqa zu einer Kundgebung ein. Dabei erklärte er, daß bereits über 100.000 frühere Kämpfer ihre Waffen niedergelegt, sich bei den zuständigen Behörden gemeldet, von der Präsidialamnestie Gebrauch gemacht und damit in ein normales bürgerliches Leben zurückgekehrt seien. Diese Türe stehe weiterhin jedem offen, der  aufrichtig diesen Weg beschreiten wolle. Ziel seines Besuches sei auch, die SAA und die Unterstützungsmannschaften zu ihren Siegen zu beglückwünschen und ihnen für ihren heldenhaften Einsatz zum Schutz der Zivilbevölkerung zu danken. Der Gouverneur der Provinz ar-Raqqa, ʽAbd Ḫâlid al-Ḥamûd, informierte zudem darüber, daß bereits 836 Familien wieder in ihre Wohnungen  hier hätten zurückkehren können. Die Regierung werde auch weiterhin alles unternehmen, damit die wichtigsten Bedarfsartikel zur Verfügung gestellt, die Infrastruktur wiederhergestellt sowie Schulen, öffentliche Dienste und staatliche Institutionen, die Wasser- und Stromversorgung und auch Kommunikationsmittel wieder zur Verfügung stünden. (http://sana.sy/en/?p=112287, http://www.sana.sy/?p=611324)

Sprengsatz der Terroristen, Photo: SANA

Sprengsatz der Terroristen, Photo: SANA

Terroranschläge vom 20.8.2017:
Bei der Detonation eines am Straßenrand von Terroristen versteckten Sprengsatzes (Tretmine, s. Photo) kam im Gebiet von al-Ḥûla, 35km im NW von Ḥomṣ ein Passant ums Leben.  (http://sana.sy/en/?p=112236)
Aufgrund der jahrelangen Terrortätigkeit der in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzten bewaffneten Gruppen auf ihre Umgebung war fast zu erwarten, daß sie auch die Internationale Messe in Damaskus (vgl.u.) nicht verschonen würden. Am Sonntag beschossen sie das gut besuchte Ausstellungsgelände mit Raketen, töteten vier Personen und verwundeten weitere vier. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30870-schie%C3%9Ferei_mit_raketenflugk%C3%B6rpern_auf_internationale_ausstellung_in_damaskus)

Trotz aller Proteste – auch vor der UNO – führt die US-geführte Koalition ihre Bombardements gegen zivile Orte fort. Dadurch kamen am 20.8.2017 im Dorf Ğazâʽ im östlichen Landkreis von aš-Šadâdî in der Provinz al-Ḥasaka mehr als 20 Bewohner ums Leben, vor allem Kinder und Frauen, etliche wurden verletzt, Wohnhäuser und weiteres Eigentum zerstört. (http://sana.sy/en/?p=112284, http://www.sana.sy/?p=611390)

 

Flaggenhissung im West-Qalamûn an der Grenze, Photo: SANA

Flaggenhissung im West-Qalamûn an der Grenze, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112215 und http://www.sana.sy/?p=610752 (Befreiung der Orte ad-Dakîla aš-Šamâliyya, ad-Dakîla al-Ğanûbiyya und Umm Ḥâ­ritain samt Rückeroberung etlicher strategisch bedeutender Anhöhen südlich von Umm Ḥâritain im Ost-Rîf von amâ nach für den IS verlustreichen Gefechten an Kämpfern und mit Maschinengewehren bestückten Pickups. Befreiung der Orte umaima, al-Kûm, ḥat al-Kûm, Ğûrat al-Ğimâl, al-ʽUṯ­mâ­niyya und Nağîrân/Nuğairân,  ʽÎn Sabḫa, Umm Qabîba im Ost-Rîf von Ḥomṣ nach Auslöschung letzter IS-Ansammlungen und anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Minen und Sprengvorrichtungen; zudem Beseitigung von mobilisierten IS-Trupps östlich von as-Suḫna, im Gebiet von al-Mušairifa al-Ğanûbiyya und Abû Qâṭûr in derselben Gegend. Unterstützt durch die SAAF Zerstörung von IS-Schlupfnestern um den Friedhof, Talat ʽAlûš und in al-Ḥuwaiqa  in Dair az-Zaur und ebenso durch russische Kampfflieger bei der Bekämpfung von IS-Fortifikationen im Gebiet von Wâdî aṯ-Ṯarda, Talat ʽAlûš, Sariyya Ğunaid und dem Friedhof mit Vernichtung von Kampfwagen, Waffen- und Munitionstransportern; sodann Eliminierung von IS-Stellungen, -Barrikaden und Waffen- und Munitionsansammlungen am Friedhof, dem Areal Ṯarda, al-Bânûrâmâ und um das Regiment 137. – Lokale Quellen berichteten von fortgesetzten Desertionen von IS-Terroristen einschließlich Führungskräften wie des Verantwortlichen der Geschäftsstelle der „Jungen Löwen des Kalifats“ [d.h. IS-Nachwuchs] namens Abû ʽIbâda aš-Šâmî samt Familie;  die Bewohner erzählten auch, daß der IS vier Bürger töten ließ und andere unterwegs auf der Straße al-Kasra – Abû Ḫa­šab, 70km im NW der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur verwundete und fünf weitere erschießen ließ, welche aus de m Dorf al-Qaṣabî im West-Umland über den Euphrat zu flüchten versuchten; zu massiven ISVerhaftungs­kam­pagnen sei es wieder in der Stadt al-ʽAšâra gekommen, um sie zum Kampf als Ersatz für die zahlreichen Verluste zu zwingen. Weiteres Vordringen zusammen mit den libanesischen Widerstandskräften [Ḥizbullâh] in den Ğarûd des West-Qalamûn im Rîf Dimašq [damaszener Umland] unter Beseitigung von IS-Fortifikationen und teils motorisierten -Trupps mit Rückeroberung von Qurnat Šaʽbat al-Qâḍî, Qurnat Mad Maḥbas, Qurnat Tam az-Zamrânî, ṭi­yât az-Zamrânî, Ḫirbat Qur ʽAlî auf der Süd-Achse und von Šaʽbat Bait Salîm und Šaʽbat az-Zuwaitîna al-Ġarbiyya auf der Nord-Achse. Vereitelung von Angriffsversuchen von Terrorgruppen im Ost-Umland von as-Suwaidâ´ auf etliche Militärposten an der Grenze zu Jordanien unter Beibringung herber Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung.)

Präsident Dr. al-Assad hielt am So., 20.8.2017 die Eröffnungsrede der Konferenz der Mitarbeiter des Außenministeriums (http://sana.sy/en/?p=112238, http://www.sana.sy/?p=610816). Einen Einblick auf einen Teils in Deutsch gibt https://sptnkne.ws/fmJY.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112164 und http://www.sana.sy/?p=609902 (Präzise effektive SAAF– und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen und –Fortifikationen in Dar az-Zaur auf der Achse Friedhofsareal,  Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Bânûrâmâ und Ḥuwaiğa al-Muraiʽiyya sowie in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila und ar-Raša­diyya mit Zerstörung der feindlichen Militärausrüstung. Bewohner von al-Mayâdîn  im Ost-Rîf der Provinzhauptstadt berichteten von weiteren Desertionen von IS-Führungskräften, darunter von Abû Asbâṭ as-Sûdânî [d.h. der Sudanese],  dem IS-Amîr des sog. „geschlossenen Buß-Instituts“ (Maʽhid  at-Tauba al-Muġlaqa), und Abû Ḥûrâ´ at-Tûnisî [d.h. Tunesier], dem Propaganda-Verantwortlichen (Mas‘ûl Iḏâʽat al-Biyân), der  300.000 US-$ mit sich nahm; infolge der erlittenen Verluste und angesichts des Vormarsches der SAA samt alliierten Kräften in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) wie im Umland von ar-Raqqa, Ḥamâ und Ḥom verschleppte wie schon zuvor der IS dutzende von flüchtenden Bewohnern im W-Rîf von ar-Raqqa, um mit diesen zwangsweise  ihre Reihen wieder aufzufüllen. Im WestQalamûn[-Gebirge] in Rîf Dimašq (damaszener Umland) weiteres Vorrücken der SAA zusammen mit dem libanesischen Wiederstand [Ḥizbullâh] gegen den IS in den Ğarûd [unwegsames Bergland] Qâra und Ğarûd al-Ğarâğîr in für den Feind äußerst verlustreichen Gefechten an Kämpfern und militärischem Equipment; damit Rückeroberung zahlreicher Höhenzüge wie Ḥarf Wâdî Fâ­ra, Ra’s Šaʽbat alMaġâra, Qurnat Šumais Dawâr Ḫanğar, Šaʽbat as-Sûqî, Wâdî Dawâr Ḫanğar, Šumais az-Zamrânî, Murtifiʽ Ṯanâyâ al-Ḥarîq, Wâdî Masʽûd, Wâdî Abû Ḫuḍair, Šaʽbat Surûr, Qabar al-ʽArsâlî und Ḫirbat al-ʽÎla  mit Vormarsch auf die Ğarûd Qâra und Ğarûd al-Ğarâğîr wie auf al-ʽArqûb und das Gebiet von Râbiyyat an-Naḥâš bei Vernichtung der vorgefundenen IS-Fortifikationen einschließlich Mannschaften; in der Folge ergaben sich etliche IS-Gruppen nahe des Grenzübergangs az-Zamrânî, den SAA und libanesischer Wiederstand unter Feuerkontrolle gebracht hatten.)
Damit wurden bereits 30% des vom IS im Libanon gehaltenen Gebiets befreit.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30888-30_prozent_der_vom_is_besetzten_gebiete_im_libanon_sind_befreit)

Einsatz im West-Qalamûn, Photo: sputnik

Einsatz im West-Qalamûn, Photo: sputnik

Bei der Einnahme mehrerer Stellungen auch von Ğabhatu_n-Nuṣra während der Militäroperation im NO des Libanons [d.h. im West-Qalamûn-Bergland von syrischer Seite aus; s.o.!] fanden die Truppen dort Flugab­wehrr­a­keten und TOW-Panzerabwehr-Raketen aus US-Produktion vor wie libanesische Sicherheitsbehörden am Samstag mitteilten. (https://sptnkne.ws/fmuR) – Während der Obama-Administration hatten die USA die sog. „gemäßigten bewaffneten Oppositionellen“ (MAO, vgl.u.) mit diesen Waffen versorgt und jegliche Warnungen ignoriert, daß diese bei den Terroristen landen würden; Ğabhatu_n-Nuṣra hatte sogar eigene Sektionen zur Bedienung derselben hierfür eingerichtet. (vgl.  Teil II, Teil III, Teil IV und Teil V).

Nach Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums zerstörte die Luftwaffeneinheit des Landes in einer Woche gut 730 terroristische Ziele in über 290 Lufteinsätzen. Die Ziele waren zuvor durch Drohnen ausgekundschaftet worden. Zudem wurde die Fluchtbewegung der Terroristen aus dem Raum ʽUqairbât  verfolgt. (http://sana.sy/en/?p=112073, http://www.sana.sy/?p=609129 vom 19.8.2017)

Terroranschläge vom 19.8.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen die in Ost-al-Ġûṭa im damaszener Umland (Rîf Dimašq) verschanzten Terroristen die Wohnviertel Bâb Tûmâ und Ḥamâdiyya von Damas­kus mit Raketen, verletzten damit drei Anwohner, beschädigten Wohnhäuser und richteten weitere Schäden an.
Ebenfalls in Verletzung der o.e. Vereinbarung beschossen bewaffnete Gruppen den Stadtteil az-Zahrâ´ von Ḥomṣ mit Raketen, töteten dabei zwei Anwohner, verletzten 20, beschädigten etliche Häuser und weiteres privates Eigentum, wobei einige Fahrzeuge in Brand gerieten.
(http://sana.sy/en/?p=112173, http://www.sana.sy/?p=610226)

Anschlag von Barcelona, Photo: sputnik news

Anschlag von Barcelona, Photo: sputnik news

Gerade schockierten die Anschläge von Barcelona und Cambrils wieder die Welt, auch in anderen Städten kam es in in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder  zu Terrorangriffen mittels zielgerichtet in Menschenmengen gesteuerter Fahrzeuge. Nun ist bekannt, daß der IS schon vor Jahren zu solchen Anschlägen wie auch Angriffen mit Messern hat aufrufen lassen. Der – am 7.1.2016 im Irak schwer verletzte – IS-Sprecher mit dem Kampfnahmen Abû Muḥammad al-ʽAdnânî aš-Šâmî [d.h. aus Syrien, er ist tatsächlich die einzige hohe syrische IS-Führungsperson!] hatte zunächst dazu aufgerufen, Ungläu­bige rund um den Erdball zu ermorden und dann in einer auch schriftlich im Internet verbreiteten  Predigt mit dem Titel „Was dir Gutes widerfährt, kommt von Allah“ speziell zu Suizidanschlägen in Euro­pa aufgerufen mit den Worten: „Tut alles, was euch möglich ist, um jene zu töten, die euren Glauben nicht teile.“ Weiter hieß es u.a. „So bindet eure Sprengstoffgürtel und bereitet euch vor, bereitet euch vor.“
Später  wurde eine knapp 42 Minuten ­dauernde Predigt als Audiobotschaft mit dem Titel „In der Tat ist Dein Herr immer wachsam“ im Internet verbreitet. Diese veröffentlichte die IS-Medienab­teilung schriftlich auch in Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch und Hebräisch. Dabei wurde darauf verwiesen, daß sich effektive Anschläge auch von Einzeltätern mit gewöhnlichen mitteln wie Autos und Messern verwirklichen ließen, zu denen es in der Folge in vielen Städten kam und noch kommt. (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.isis-terror-aufruf-sprecher-der-is-miliz-fordert-weltweite-anschlaege.03d42e17-bc20-49ae-a2fa-9566305b75d3.html vom 23.9.2014).
Kurz vor den Anschlägen in Spanien wurde in einer der drei noch vom IS gehaltenen irakischen Stützpunkte al-Ḥawîğa, 55km südwestlich von Kirkûk, Papiere mit einer Freitagspredigt gefunden, in denen  der IS EU-Staaten, aber auch den USA und Groß­britannien mit weiteren Auto-Anschlägen drohte. Laut Meldung des irakischen Fernsehsender as-Sûmariyya News habe der IS eine eigene Gruppe gebildet mit dem Ziel Menschen in Europa und Amerika zu überfahren. (http://parstoday.com/de/news/world-i30792-3.000_terroristen_kehren_bald_nach_europa_zur%C3%BCck, s.a. https://sptnkne.ws/fmkb)
Aus all dem geht klar hervor, daß das, was laut dem „Terror-Experten“ Rolf Tophoven der „neue modus operandi“ des IS sei (https://sptnkne.ws/fmeH) – leider – alles andere als neu. Vor allem hatte die syrische Regierung schon seit Jahren klargelegt (vgl.Teil ITeil VI), daß nur eine ernsthafte internationale Bekämpfung des Terrorismus einschließlich des  IS erfolgreich sein könne, was schließlich von der Regierung in Moskau unter Präsident Putin unterstützt wurde, und eindringlich –  wie auch Präsident Dr. al-Assad in seinen Interviews (z.B. vom 3.6.2017, 11.3.2017, 14.12.2016 etc.) eindringlich davor gewarnt, daß Terrorismus keine Grenzen kenne und die in Syrien aktiven IS-Anhänger einmal als Heimkehrer in ihre europäischen Heimatländer vermehrt Attentate verüben würden. Doch waren die Mainstream-Medien viel zu sehr damit beschäftigt, nicht überprüfte, die syrische Regierung diskreditierende Meldungen zu verbreiten als dieser Warnung (genügend) Gehör zu verschaffen.
Aus einem durch schweizer Nachrichtenagentur SDA am Fr., 18.8.2017, bekannt gemachten Bericht des Radicalization awareness network (RAN) der Europäischen Kommission geht über diese Heimkehrer hervor, daß in naher Zukunft knapp 3.000 europäische Terroristen, die sich zuvor dem IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra ange­schlossen hatten, in ihre europäischen Heimatländer zurück­kehren würden. Schließlich hätten sich mehr als 42.000 Extremisten aus 120 Ländern zwischen 2011 und 2016 allein dem IS die Treue geschworen. Terrorkämpfer aus Schweden, Finnland, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frank­reich, der BRD, Öster­reich, Italien und Spanien würden demnach bald zurückerwartet, umso eher als die großen Terrorgruppen in Syrien und dem Irak weiter erfolgreich bekämpft werden. (http://parstoday.com/de/news/world-i30792-3.000_terroristen_kehren_bald_nach_europa_zur%C3%BCck, s.a. https://sptnkne.ws/fmkb)
Nicht vergessen werden sollte auch, daß bis zuletzt immer noch vor allem via Türkei (aber auch über die jordanische Grenze) frischer Söldnernachschub nach Syrien geschleust wurde (vgl.u. und Teil V) und bekanntlich gerade die IS-Führungspersonen überwiegend Ausländer auch aus europäischen Ländern sind.Wie oft hatte sich schließlich die letzten Jahre über die syrische Regierung u.a. bei der UNO darüber beschwert, daß immer noch gewisse, die Terroristen (auch per Söldnernachschub) unterstützenden Staaten entgegen den Bestimmungen der UN-Resolution Nr.2171, Nr.1373, Nr.2178 und Nr.2253 ungestraft damit fortfahren könnten….

Terroristen-Heimkehrer, Photo: pars today

Terroristen-Heimkehrer, Photo: pars today

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112068 und http://www.sana.sy/?p=609170 (Erfolgreiche Beendigung der ersten Phase der Militäroperation gegen den IS in SW-Region der Provinz ar-Raqqa, sowie in den Ost-Regionen derer von Ḥamâ und Ḥom; dabei gelang es den vereinten Streitkräften die verbliebenen Reste an IS-Kämpfern samt IS-Konvois im Gebiet ihres Stützpunktes  ʽUqairbât (vgl.u.) zu völlig einzukreisen und aufzureiben, wobei hunderte IS-Terroristen den Tod fanden; allein während der Periode vom 2. – 17. August konnten 9.000 km2 der Region zurückerobert und dabei 25 Städte und kleinere Orte befreit werden einschließlich von vier Öl- bzw. Gasfeldern, einer Fabrik und der Tuwainân-Station bei Vernichtung von vier Panzern, mehr als 30 unterschiedlich ausgestatteten  Kampfwagen,  Raketenabschußanlagen, 14 Munitionsdepots und 18 Basen des IS; die Kampfformationen waren zudem  auf den Achsen Tal aṣ-Ṣawâna und al-Fâsida im Ost-Rîf von  Ḥomṣ vorgerückt und hatten in den Gefechten mit IS-Trupps jenen heftige Verluste zugefügt.)

Wie Wirtschafts- und Außenhandelsminister Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl am 18.8.2017 gegenüber SANA mitteilen konnte, ist die Messe in Damaskus ein voller Erfolg. Die Menschen Menschen – einige hunderttausend -strömten nur so zu den Ausstellern von 1.562 teilnehmenden Firmen aus 45 Ländern. Nach all dem Leid infolge Krieg und Terror sehe man nun „there’s happiness when one sees these massive crowds of visitors.” (http://sana.sy/en/?p=112125; s.a. http://www.sana.sy/?p=610195, http://www.sana.sy/?p=609676) –

Auch private deutsche Unternehmen nahmen daran teil. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30870-schie%C3%9Ferei_mit_raketenflugk%C3%B6rpern_auf_internationale_ausstellung_in_damaskus)

Emblem der 59. Internastionalen Messe in Damaskus, Abildung: SANA

Emblem der 59. Internastionalen Messe in Damaskus, Abildung: SANA

Nach langer und intensiver Vorbereitung wird ab Do., 17.8.2017, bis zum 26. August  zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder die internationale Messe in Damaskus stattfinden. (http://sana.sy/en/?p=111914) Die abendlich Eröffnungszeremonie leitete in Vertretung von Präsident Dr. al-Assad Premierminister al-Ḫamîs. (http://sana.sy/en/?p=111973)

Eröffnungsveranstaltung, Photo: SANA

Eröffnungsveranstaltung, Photo: SANA

Während der wöchentlichen Pressekonferenz teilte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau mit, Rußland  werde an seinen Anstrengungen zur Etablierung der De-Eskalationszone Idlib festhalten, gerade angesichts der steigenden Aktivität von Ğabhatu_n-Nuṣra in jener Region. Die Terrororganisation habe die Ruhe genutzt, um sich zu reorganisieren. (http://sana.sy/en/?p=111964) – Nach Idlib waren die meisten infolge der Rekonziliierungsvereinbarungen aus anderen Orten ausgeschafften Terroristen samt Familien auf deren Wunsch hin per Bussen ausgeschafft worden (vgl. Teil V). Warum dieses Projekt trotz der zu erwartenden Gefahr durchgeführt wurden, dazu gab Präsident Dr. al-Assad aufschlußreiche Antworten in seinen Interviews (z.B. vom 13.4.2017, 14.12.2016 etc.).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111943 und  http://www.sana.sy/?p=608435 (Vormarsch auf 13km Länge von Iṯriyâ über Tuwainân nach al-Karîm mit Erkämpfung der Kontrolle auch über strategischen Höhen in diesem Abschnitt des Ost-Rîf der Provinz Ḥamâ nach Beseitigung der letzten IS-Ansammlungen samt militärischem Equipment einschließlich einiger Autobomben; überlebende Terroristen flohen in die Weiten der Großen Wüste; anschließend Durchkämmen und Räumung  des Areals von durch den IS angebrachter Sprengvorrichtungen und Minen. Im südlichen Umland von ar-Raqqa Rückeroberung der Gasfabrik Tuwainân, der Ölfelder von Tuwainân, al-Akram, al-Ḥussain West und al-Ġâdir wie der ar-Ru­wainân-Station mit Zerstörung von 15 zu Kampfwagen umgerüsteten IS-LKW und Liquidierung Dutzender Terroristen; Spezialeinheiten entfernten hinterlassenen improvisierten Sprengkörper und machten Autobomben unschädlich. Erfolgreiche Abwehr sporadischer Attacken von IS-Affiliierten im Stadtteil ar-Raša­diyya, um den Friedhof und Flughafen von Dair az-Zaur mit Eliminierung etlicher Feinde; dazu effektive präzise SAAF-Luftschläge gegen IS-Stellungen mit Vernichtung von Waffen, Munition und Barrikaden der Angreifer in den Stadtteilen ar-Raša­diyya und al-Ḥuwaiqa, um das Regiment  137, bei den Wasserspeichern, um das at-Taim Ölfeld, beim al-Bânû­râ­mâ-Areal und dem Dorf al-Masrab; unter den getöteten Terroristen wurde auch der IS-Kommandeur Abû al-ʽAbbâs identifiziert. – Laut Bewohnern des Dorfes al-Harî im Landkreis von al-Bû Kamâl wagte eine Gruppe Einheimischer eine Attacke auf einen IS-Versammlungsort an der Straße al-Bû Kamâlal-Qâ´im, wobei die beiden IS-Anführer Abû ʽUmar al-Maṣrî [d.h. der Ägypter] und Abû Ṭâriq al-Maṣrî im sog. Wilâya al-Furât [IS-Provinz Euphrat] getötet, weitere Terroristen verwundet wurden; Einwohner des N-Rîf von Dair az-Zaur berichteten, daß etliche Anwohner des al-Ḫâbûr-Gebiets mit einer IS-Gruppe aneinandergerieten, welche auf erstere wahllos das Feuer eröffnet hatte – dabei kam ein Bewohner ums Leben. Wegen der zunehmenden Verluste und des immer bedrohlicher werdenden Vormarsches der SAA auf Dair az-Zaur beginne der IS in den Städten und Gemeinden des Ost-Umlands der Provinzhauptstadt mit gewaltsamen Verhaftungskampagnen, um die so gefangengenommenen Jugendlichen zum Kampf gegen die Armee zu zwingen.)

Inzwischen zum vierten Mal innerhalb weniger Monate (vgl.u.) sah sich das Außenministerium am 17.8.2017 infolge der Vorfälle vom 16.8.2017 (s.u.) genötigt, gegen die Fortführung der ungenehmigten, brutalen und kriminellen, seit deren Beginn vehement kritisierten Angriffe seitens der US-geführten Koalition gegen unschuldige Bürger des Landes in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden zu protestieren.  Bei den Angriffen wurde zudem die Kirche unserer Lieben Frau komplett in ar-Raqqa zerstört. Dazu führte das ministerium aus: „The US-led coalition also deliberately targeted the Church of Our Lady of the Annunciation in al-Thukana neighborhood in Raqqa, destroying it completely, despite the fact that there were no ISIS members inside it.”  An den bombardierten Orten hielten sich zudem keine IS-Leute auf.  Die UNO solle endlich ihrer Pflicht zur Erhaltung von Frieden und Stabilität in der Welt nachkommen und diese diese mittels Marschflugkörpern, zielgeleiteten und Phosphor-Bomben ausgeführten Verbrechen gegen internationales Recht zur Einstellung zu bringen mit den Worten: „Syria calls on UNSC to assume its responsibilities in preserving international peace and security and stopping the crimes of the international coalition against Syrian civilians.” Zusammenfassend wurde konstatiert: „the US-led coalition bombing of residential neighborhoods by using missile arsenals, guided bombs and internationally- banned white phosphorus bombs has become a systematic and deliberate behavior of this coalition in extreme disregard of the international humanitarian law and human rights rules.“ Zum Schluß erneuerte die Regierung ihre absolute Verurteilung der Aktionen der US-geführten Koalition in Syrien, die seit Anbeginn den syrischen Protesten zum Trotz und ohne jegliches UN-Mandat ausgeführt würden und sich auch aufgrund ihrer Ziele als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten. (http://sana.sy/en/?p=111961, http://www.sana.sy/?p=608641) – Auch Jan Egeland, der Assistent des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, kritisierte diese Angriffe der US-geführten Koalition (http://www.sana.sy/?p=608762)

Luftangriffe der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Luftangriffe der US-geführten Koalition, Photo: SANA

In Fortführung der Bombardements der US-geführten Koalition gegen Zivilisten trotz heftiger Proteste seitens der legitimen Landesregierung auch vor den UN, unterstützt durch die russische Regierung und unter Kritik durch den UN-Generalsekretär (vgl.u.) kamen bei den Angriffen auf die Orte al-Ğalâ´, aṭ-Ṭaiyâna, az-Zabârî, Buqru und Ṣabîḫân der Provinz Dair az-Zaur am Do., 17.8.2017, sechs Einwohner, darunter drei Kinder, ums Leben, etliche Häuser wurden beschädigt sowie weiteres private und öffentliche Eigentum und Infrastruktur. Dies berichteten Augenzeugen. (http://sana.sy/en/?p=111937, http://www.sana.sy/?p=608441)

Angesichts der wegen der zunehmenden SAA-Erfolge sich nicht recht zu rentieren scheinenden Ausgaben für die sog. Terrormilizen bzw. MAO-Truppen (vgl.u.) wie die in der Türkei mit Einrichtungen vertretene und dort wie in ar-Riyâḍ immer wieder mit ihren Unterstützern tagende ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe (d.i. HNC, vgl. Teil IV) verringert Qaṭar die für diese gedachten und bislang monatlich in die Türkei überwiesenen 300 000 US-$ auf 230 – 270 000 US-$. Laut dem neuen HNC-Vorsitzenden Riyâḍ Saif (s.u.) reichten die qaṭarischen Hilfen sie nur noch für einen Monat aus. Daher sei eine „Senkung der Mitarbeiter in Auslandsbüros … notwendig“. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30684-zeitungsbericht_katar_reduziert_hilfen_f%C3%BCr_syrische_opposition)  – Nicht nur die Regierung in Damaskus hatte über die Jahre immer wieder darauf hingewiesen, daß die ar-Riyâḍ-Gruppe keine genuin syrische und damit auch nicht als Opposition zu betrachten sei, sondern als Ansammlung von Akteuren (Marionetten) von Mächten des Auslands mit Vertretern von Terrororganisationen, die zugunsten dieser ausländischen Regierungen wie zum Schaden der syrischen Bürger tätig seien (vgl. Teil V und frühere).

Terroranschlag vom 16.8.2017:
Bei Angriffen durch Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra auf die Stadt as-Saʽn in der Provinz Ḥamâ mit Mörsergranaten und einer Kampfdrohne kam ein einwohner ums Leben, 12 weitere wurden verletzt, materielle Schäden angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=111904)

US-Bomber, Photo: SANA

US-Bomber, Photo: SANA

Auch am 16.8.2017, bombardierte die US-geführte Koalition entgegen aller Proteste (vgl.u.) und völkerrechtswidrigen Intervention (dazu s.u.)  in Syrien Wohngebiete von ar-Raqqa. Dies kostete 17 unschuldige Bürger, meist Kinder und Frauen, das Leben, etliche weitere wurden verletzt bei erheblichen Schäden wieder an privatem Eigentum und Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=111937, http://www.sana.sy/?p=608441)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111868 und http://www.sana.sy/?p=607790 (Zusammen mit den unterstützendn Streitkräften Rückeroberung etlicher strategisch bedeutsamer Anhöhen im O-Rîf von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ samt Befreiung der sieben Orte Tal al-Aṣfar, Ḍuhûr al-Mamlaḥa, Rasm al-ʽUmâlî, Rağm aš-Šaiḫ, Sauḥ ad-Dailâğ, al-Awğ und Wâdî al-Awğ, dazu  Erkämpfung der Kontrolle über die Erhebungen entlang der Straße von Aṯriyâ  der der Orte al-Fâsida und ʽAmaša Rada nach Beseitigung einer Anzahl von IS-Terrori­sten mit Zerstörung ihrer Waffen und militärischen Ausrüstung wie Panzern und Fahrzeugen mit Maschinenge­wehren, dazu Konfiszierung von zwei Auto-Bomben. Erfolgreiche Gefechte gegen IS-Trupps in den Stadtteilen  al-Ḥuwaiqa, ar-Rašadiyya und um den Airport von Dair az-Zaur mit Zerstörung einer großen Menge an Waffen und Munition; präzise effektive SAAF-Luftschläge gegen IS-Stellungen und – Nachschubrouten auf dem Gebiet von al-Bânû­râ­mâ, al-Mawârid, den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa, al-Ḫasârât und den Dörfern al-Ḥussainiyya, al-Bu­ġa­iliyya, Ḥaṭla, Ḥuwaiğa Ṣakr, ʽIyâš und al-Masrab, unter den getöteten Terroristen fanden sich auch solche aus Saudi-Arabien, Kuwait und Malaysia.  Anwohner meldeten wieder Desertionen von Terroristen einschließlich der IS-Anführer mit den Kampfnamen Ğulaibîb at-Tûnisî (d.h. aus Tunesien) und Abû Talḥa al-Balğîkî (d.h. aus Belgien) im West-Umland der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur, wobei letzterer die stattliche Summe 39 Millionen SYP (syrischen Lire) mit sich nahm.)
Vom Innenministerium zusammengestellte Spezialeinheiten erkämpften sich im gebirgigen westlichen al-Qalamûn-Gebiet des Rîf Dimašq trotz des unwegsamen Geländes, das den Einsatz militärischen Geräts enorm  erschwerte, die Kontrolle über die Bergspitzen Tal al-Kara 1 und Tal al-Kara 2  sowie Šaqa al-Qalʽa in den Ğarûd Fulaiṭa zurück und säuberte die Gegend von den letzten Resten von Ğabhatu_n-Nuṣra. Damit wurde sowohl die Feuerkontrolle über die umliegenden Anhöhen erlangt wie der Zugang  nach Šaqa al-Qalʽa mit Blick auf den Wâdî und die Tilâl ad-Dab ermöglicht, wo sich das Zentrum der lokale IS-Ansammlung befindet. Die Gefechte zur weiteren Rückeroberung allen syrischen Gebiets von den Terroristen gehen indes weiter. (http://www.sana.sy/?p=607993 vom 16.8.2017 mit etlichen Photos.)

Rückkehr der 118 Familien, Photo: SANA

Rückkehr der 118 Familien, Photo: SANA

Weitere 118 Familien konnten am 16.8.2017 nach Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur und Wiedereinrichtung der staatlichen Stellen in ihre Heimatorte Dair Ḥâfir und Manbiğ im Ost-Rîf von Aleppo zurückkehren. Am 18.7.2017 war schon der Aufruf zur Rückkehr an die Bewohner von Maskana und Umgebung ergangen. (http://sana.sy/en/?p=111874, http://www.sana.sy/?p=607979)

Pressekonferenz von Dr. al-Miqdâd, Photo: SANA

Pressekonferenz von Dr. al-Miqdâd, Photo: SANA

In einer Pressekonferenz rief Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd am Mi., 16.8.2017, die OPCW auf, eine Untersuchung über die Belieferung der in Syrien aktiven Terrororganisation durch die USA, Großbritannien und die Türkei mit international geächteten  toxischen Materialien und Waffen in jeglicher Form einzuleiten. Seit Beginn der Krise in Syrien lancierten vor allem die westlichen Medien Meldungen über die Nutzung dieser C-Waffen in verschiedenen Gebieten des Landes, die sie – ohne Beweise dafür liefern zu können – der Regierung anlasteten, während die Meldungen allein auf Behauptungen seitens der Terroristen beruhten, die ungeprüft veröffentlicht wurden. einer dieser Fälle war der von Ḫân Šaiḫûn, den die USA zu einem Angriff auf syrisches Territorium [d.i. aš-Šaʽîrât] nutzen, bevor es überhaupt eine Untersuchung dazu gab. (vgl. Teil V). Dagegen ließ die Regierung in Damaskus den Sachverhalt untersuchen, indem sie sogar auf Analysen ausländischer NGOs [d.i. Nichtregierungsorganisationen] zurückgriff, um die Wahrheit über die Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn vollkommen aufzudecken. Darauf äußerte er: „Syria has received the fact-finding committee of the OPCW and opened all doors in front of them for investigation, but they refused.” Es sei zwecklos, eine Aufklärung zu verlangen und alle Verpflichtungen auf der eigenen Seite zu erfüllen, wie erfolgt, wenn die US-Administration sich dagegen sperre. Wieder einmal sei das einzige Ziel bzgl. der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn gewesen, die syrische Regierung zu diskreditieren und des Bruchs des (humanitären) Völkerrechts zu bezichtigen. Nochmals stellte er klar, daß die syrische Regierung keinerlei C-Waffen besitze und ihre früheren Bestände unter Aufsicht der OPCW nachgewiesenermaßen habe beseitigen lassen. Zuletzt verwies er darauf, daß gewisse westliche Staaten Kriegsverbrechen begingen, indem sie große Mengen an Kriegsmaterial einschließlich in der Türkei hergestellten chemischer Stoffe den Terroristen zur Verfügung stellten, mit denen laut Experten C-Waffen hergestellt werden.(http://sana.sy/en/?p=111883)
Dennoch endete eine UNSC-Sitzung zum Sachverhalt am 16.8.2017 ergebnislos. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hingegen forderte schriftlich eine Aufklärung und wies auf die ungelösten Details im Rah­men der Untersuchungen dieses Komitees bezüglich der Giftgasangriffe in der Umgebung von Idlib und Ḫân Šaiḫûn hin. Nochmals  bezeichnete er den Einsatz von Chemiewaffen generell als unvertretbar [wie schon zuvor die syrische Regierung, vgl. Teil V].  (http://parstoday.com/de/news/world-i30740-sitzung_des_un_sicherheitsrates_zu_syrien_ergebnislos_beendet) –

Auch Th. Meyssan widmete sich der Thematik am 22.8.2017: http://www.voltairenet.org/article197551.html.

SAA im Kampfeinsatz, Photo: SANA

SAA im Kampfeinsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111731 und http://www.sana.sy/?p=607179 (Rückeroberung der den Ort Ṣalbâ überblickenden Anhöhe Tala Ğab al-Mazriʽ östlich von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ sowie der etlicher weiterer strategisch bedeutsamer Erhebungen samt der Nachschubrouten des IS der Region nach Beseitigung der letzten hinter Fortifikationen verbarrikadierten und versteckten IS-Anhänger um im Westteil des Dorfes. Vernichtung eines IS-Konvois entlang der Grenze zwischen den Provinzen Ḥom und Dair az-Zaur im NO von Ḥumaima; später Zerstörung von Kampfwagen, teils aufgerüstet mit Artillerie des IS östlich von Ğab al-Ğarâ, ca. 3km im Ost-Rîf von Ḥom. Erfolgreiche Kämpfe gegen IS-Trupps mit beträchtlichen Feindverlusten nahe des Dair az-Zaur Airport, beim westlich gelegenen Dorf al-Bu­ġa­iliyya, zudem gezielte effektive SAAF-Angriffe gegen IS-Schlupfnester und mobile Trupps im Gebiet der Dörfer ʽIyâš, Ḥaṭla, al-Ḥussainiyya, Ḥuwaiğa Ṣakr und im Friedhofsareal der Provinzhauptstadt.   – Lokale Quellen aus dem Umland von Dair az-Zaur berichteten vom weiteren Anwachsen der Unruhe unter den IS-Terroristen der Region mit Erhöhung der Zahl der Desertationen unter ihnen in den Stadtteilen von Dair az-Zaur,  aus der Stadt al-Mû Ḥaṣṣan und den Dörfern al-Bûlîl und Buqruš. Zur Einschüchterung der Bevölkerung töteten IS-Anhänger gemäß Berichten aus dem Gebiet erneut zwei junge Männer, die vor der Terrormiliz aus al-Mayâdîn und Ḥawâyiğ Bû Maṣaʽa zu fliehen suchten. – Im östlichen Umland von as-Suwaidâ´ kam es zu Absturz einer Maschine während  ihres Kampfeinsatzes, die Ursache hierfür wird derzeit untersucht.)

Landwirtschaftsminister Aḥmad al-Qâdirî machte im Interview mit Sputnik News deutlich, daß die Terroristen im Land nicht nur die landwirtschaftlichen Anbauflächen sowie die Bauern durch ihre An- und Übergriffe direkt schädigen  [vgl. hierzu und dem besonderen Zweck dahinter Teil V und frühere Teile!] sondern auch im weiteren Verlauf, während sie ihre Ernte zu den Speicherorten und Absatzmärkten transportieren, obwohl die Armee nach Kräften dagegen vorgeht. Die IS-Terroristen blockie­rten demnach die Zubringerstraßen, entwendeten den Bauern das wertvolle Ladegut und verkauften es z.B. in Nachbarländern zu ermäßigten Preisen. Durch die steten Attacken auf die Landbevölkerung sei z.B. die Weizenproduktion  von  850.000 Tonnen vor dem auf 300.000 Tonnen zurückgegangen. Infolge der kriegsbedingten Zerstörungen und Plünderungen herrsche zudem ein Mangel an moderner Landwirtschaftstechnik, so daß die Landwirte Getreide per Hand dreschen müßten, was wiederum die Selbstkosten in die Höhe treibe. (https://sptnkne.ws/fjyN vom 15.8.2017)

Bassâm Malik (Bessam Melik), früheres Führungsmitglied der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe (d.i. HNC, vgl.u. und zur Einordnung: Teil IV) hat sich von der Gruppe zurückgezogen und auch die Türkei, in der jene ihren Sitz und viele Einrichtungen hatte, verlassen und ist auf die Seite der Regierung übergetreten. Zur Begründung gab er an er, daß er: „nach sieben Jahren begriffen hat, dass die USA, die westlichen Länder und die Länder des Persischen Golfs in einem Komplott gegen Syrien zusammenstehen, dessen Ziel die Zergliederung des syrischen Territoriums ist“.  (https://sptnkne.ws/fj4B)  – Dies bestätigt die seit Jahren u.a. durch die Regierung in Damaskus geäußerte Einschätzung (vgl. Teil ITeil VI und s. die Präsidenten-Interviews); zu den Zerteilungs- bzw. Balkanisierungsplänen des Auslands für Syrien s. vor allem Teil IV!

Terroranschlag vom 15.8.2017:
Am Westrand von Aleppo verbarrikadierte Terroristen beschossen den Stadtteil Akramiyya mit Raketen, töteten dabei vier Bewohner einschließlich eines Kindes, verletzten 17 weitere Personen und zerstörten privates Eigentum. – Im S und W der Groß- und Provinzhauptstadt sind immer noch Anhänger der Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra sowie Ḥaraka Nûr ad-Dîn az-Zankî  (vgl. Teil V) aktiv.
(http://sana.sy/en/?p=111814)

Captagon-Pillen, Photo: SANA

Captagon-Pillen, Photo: SANA

Wieder ging der Drogenbehörde am 15.8.2017 Schmuggelgut in Form von 11kg Haschisch und 74.000 CaptagonPillen (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) im Rîf Dimašq  (Damaskus-Umland)  ins Netz. (http://sana.sy/en/?p=111736)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111642 und http://www.sana.sy/?p=606505 (Nach Beseitigung der letzten IS-Trupps im Ost-Rîf von Ḥamâ Vormarsch auf 10km Länge in Richtung Aṯriyâ im SO von Katafa mit Rückeroberung etlicher strategisch wichtiger Anhöhen. Befreiung von sieben Orten im Ost-Rîf von Ḥomṣ, nämlich von: al-Kûm, ḥat [Oase] al-Kûm, Ğaurat al-Ğamâl, al-ʽUṯmâ­niyya, Nağîrân, ʽÎn Sabḫa und Umm Qabâba mit Eliminierung einer großen Anzahl IS-Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung, darunter zwei Panzer, vier mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen etc. und nachfolgender Entminung des Gebiets durch Spezialkräfte. Im Umfeld des Dair az-Zaur Airport schoß die Verteidigungsmannschaft eine ferngesteuerte IS-Kampfdrohne mit Kamera ab, bevor sie ihr Ziel erreichen konnte. im Stadtteil ar-Rašadiyya wurde ein Schlupfnest ausgehoben; derweil zerstörte die SAAF IS-Fortifikationen und griff präzise mobile –Trupps in Bereich der umliegenden Dörfer aš-Šûlâ, al-Bu­ġa­iliyya und dem Areal des Friedhofs, von ʽAyâš, ʽÎn al-Bû Ğumʽa und al-Bânû­râ­mâ mit Vernichtung derselben. – Infolge der Siege und des Näherrückens der SAA animiert, tötete laut Berichten lokaler Quellen tötete eine Gruppe junger Bewohner die beiden aus Ägypten stammenden, in al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl für Rekrutierungen zuständigen IS-Führungsmitglieder Ğâdullâh ʽAbdul-Ra´ûf und Ziyâd an-Nûbî [d.h. der Nubier]; eine weitere Gruppe Einheimischer griff einen IS-Transporter an zerstörte das Fahrzeug und tötete drei Insassen auf dem Weg von al-Bû KamâlḤaṣîba [oder: Ḥuṣaiba]; eine andere Gruppe tötete im Osten der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur  sieben IS-Extremisten im al-Kataf-Areal von al-Bû Kamâl, die meisten davon Ausländer.  Wieder desertierten auch etliche IS-Terroristen, darunter der Kommandeur  Yûsuf al-Marhûn. Zur Einschüchterung der Bevölkerung ließ der IS darauf erneut einen Einwohner in at-Tabanî im NW der Provinzhauptstadt exekutieren, während ein anderer auf der Flucht vor den Terroristen in al-Kasra im N von Dair az-Zaur  zur Strafe liquidiert wurde. )

Terroranschlag vom 14.8.2017:
Im Dorf Ḥamîdiyya verschanzte terroristisch Scharfschützen beschossen in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen den Stadtteil al-Ḫadamî  mit besonderem Augenmerk auf das frequentierte Ausländer- und Paßamt in der Stadt al-Baʽṯ/Provinz al-Qunaiṭra und verletzten dabei eine Frau. (http://www.sana.sy/?p=606536)

Kampfwagen der Terroristen, Photo:, AP

Kampfwagen der Terroristen, Photo:, AP

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111603 und http://www.sana.sy/?p=605790 (Rückeroberung einer Anzahl Anhöhen um den Ort Ṣalbâ [unweit der IS-Hauptversorgungsstelle der Region in ʽUqairbât, vgl.u.] östlich von Salamiyya im NO-Rîf von Ḥamâ nach Vernichtung der letzten IS-Ansammlungen des Gebiets samt eines Tunnelnetzwerks zur schnellen unentdeckten Verbringung der Terroristen von Ort zu Ort wie deren Versorgung Waffen, Munition etc. Beseitigung von IS-Trupps auf der Achse al-Buġailiyya – al-Bânûrâmâ in zähen Gefechten; dazu präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Verstecke und -Stellungen westlich der Innenstadt von Dair az-Zaur im Areal der Wasserspeicher, Ḥuwaiğa Kâṭîʽ, beim Kreisverkehr aṯ-Ṯarda, um den Airport wie in den Stadtteilen al-Ḥu­waiqa, al-Maṭâr al-Qadîm (Alter Flughafen), dem Arbeiterviertel und auch in den Dörfern al-Buġailiyya, al-Ğunaina, aš-Šûlâ, aš-Šumaiṭiyya und at-Tabnâ mit Beibringung heftiger Feindverluste. – Lokale Quellen aus dem östlichen Umland der Provinzhauptstadt berichteten von weiteren Desertionen, darunter einer Gruppe IS-Terroristen inklusive des Anführers ʽAlâ´ al-ʽAnâd al-Muṣṭafâ aus al-Mû Ḥassan; als Gegenmaßnahme ließ die Terrororganisation wieder drei junge Männer an der Zufahrt zum Dorf ar-Ramâdî im Landkreis al-Bû Kamâl exekutieren, da sie Gegenwehr gewagt hatten.)

Das russische Verteidigungsministerium unterstrich, daß die Rückeroberung des Gebietes von as-Suḫna den Weg frei für den Vormarsch zur seit Jahren durch die IS-Belagerung vom Umland abgeschnittene Provinzhauptstadt Dair az-Zaur gemacht habe. Dort vermögen sich die lokalen SAA-Einheiten seither verbissen der steten IS-Angriffe zu erwehren, die zivile Bevölkerung zu schützen und dem Feind immer größere Verluste beizubringen (vgl.u.). Verteidigungsminister Schoigu informierte in der russischen TV-Sendung vom 13.8.2017 zudem darüber, daß das nunmehr wieder unter staatlicher Kontrolle stehende Gebiet in den letzten zwei Monaten um das Zweieinhalbfache angewachsen sei. (http://www.sana.sy/?p=605850, s.a. https://sptnkne.ws/fh4S)
Wie schon der russische Außenminister Lawrow  immer wieder erklärt hatte, war die Terroristenbekämpfung bislang durch die Vermengung der sog. gemäßigten bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.], unterstützt durch die USA etc., mit den anderen Terrorgruppen deutlich erschwert worden, da sich die genannten Unterstützer stets eine Bekämpfung unter diesen Umständen verbaten. Dennoch erfolgte die Umsetzung der Separation beider Gruppen durch Sammlung der MAO-Gruppen, welche von syrisch-russischer Seite beständig gefordert und von US-Seite zwar versprochen worden war, seither nicht (vgl. dazu Teil V). Diesem Problem sollte auch durch die Einrichtung der De-Eskalationszonen (vgl. loc. cit.) beigekommen werden. Daher forderte Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu ebenfalls in schon erwähnten TV-Sendung vom Sonntag diese MAO-Gruppen folgerichtig zur Bekämpfung der Terrorgruppen in diesen Zonen auf, da von deren wie US-Seite der Obama-Administration stets behauptet worden war, erstgenannte befänden sich im Kampf gegen die Terroristen, was sich vor Ort jedoch anders dargestellt hatte. (https://sptnkne.ws/fhzT)

Materielle Schäden nach Mörsergranatenattacke in ar-Rastan, Photo: SANA

Materielle Schäden nach Mörsergranatenattacke in ar-Rastan, Photo: SANA

Terroranschlag vom 13.8.2017:
Eine Frau wurde verwundet beim Mörsergranaten-Beschuß der Wohnhäuser des Dorfes ʽÎn adDanânîr im Landkreis ar-Rastan im N von Ḥomṣ in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen durch Terroristen, die sich im Dorf al-ʽÂmariyya verschanzt hatten. (http://sana.sy/en/?p=111633, http://www.sana.sy/?p=606276)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111578 und http://www.sana.sy/?p=605240; s.a.  https://sptnkne.ws/fhjj (In der Nacht zum Samstag sprang  eine Fallschirmspringereinheit 20km hinter den Frontlinien im IS-Hinterland südlich der Stadt al-Kadîr zwischen Ḥomṣ und ar-Raqqa ab, bereitete damit das Vorrücken der Bodentruppen auf 21km mit Befreiung von Ḫirba Makmân und al-Kadîr vor wie den Vormarsch auf 12km in den SO von  ar-Raqqa vor mit Befreiung von Bîr ar-Raḥûm nach Eliminierung einer enormen Menge an IS-Kämpfern, drei Panzern, 17 mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen und Konfiszierung von sieben Autobomben, einer Reihe Artilleriegeschosse verschiedenen Kalibers sowie weiterer Mi­litärtechnik. Auch über as-Suḫna (zur Bedeutung für den IS s.u.!), 70 km im NO von Tadmur im fernen Osten der Provinz Ḥomṣ wurde die volle Kontrolle zurückerkämpft nach Vernichtung einer ähnlichen Anzahl an IS-Kämpfern samt Bewaffnung und militärischem Equipment, anschließender Verfolgung der Flüchtenden und Säuberung der Gegend von Sprengsätzen und Minen durch Spezialeinheiten. Präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und –Fortifikationen wie teils motorisierte IS-Trupps im Bereich al-Mawârid, um Tala Barûk, aṯ-Ṯarda und das westlich von Dair az-Zaur gelegene Dorf al-Buġailiyya; zudem Vereitelung von IS-Angriffsversuchen  auf Militärposten um letztgenanntes Dorf  unter beträchtlichen Feindverlusten;  Zivile Quellen aus dem Umland von  Dair az-Zaur berichteten  erneut von weiteren Desertionen aus den IS-Reihen unter Einschluß von Führungskräften wie Aḥmad al-ʽAlî al-Ḥâğ und ʽAbd al-Muṭṭalib al-ʽAlî al-Ḥâğ aus Mû Ḥas­­san und Tamâm al-Mihwis und Râ´id al-Mihwis aus al-Bû ʽUmar zusammen mit ihren Angehörigen und großen Summen Geldes)

Kundgebungen der Bewohner der Dörfer im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya, die dank der Befreiungsoperationen der SAA demnächst wieder in ihre Heimatorte zurückkehren können, wie auch der Gouverneur von al-Lâḏa­qiyya, Ibrâhîm Ḫaḍar Sâlim, in Aussicht stellen konnte. (http://www.sana.sy/?p=605560)

Pro-SAA-Kundgebung in al-Lâḏaqiyya, Photo: SANA

Pro-SAA-Kundgebung in al-Lâḏaqiyya, Photo: SANA

Aus dem jüngsten Bericht der UN-Organisation für Emigration (IMO) geht laut Sprecherin Olivia Headon hervor, daß im ersten Halb­jahr 2017 602.759 syrische Flüchtlinge wieder in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind. Im Vorjahr 2016 waren es insgesamt 685 662. 84% seien Binnenflüchtlinge (also innerhalb Syriens in Zwischenunterkünften untergekommen), die restlichen 16%  kämen aus der Türkei, Jordanien, dem Libanon und dem Irak zurück.(http://www.sana.sy/?p=605678, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30476-vereinte_nationen_r%C3%BCck-kehr_von_mehr_als_600_000_syrischen_fl%C3%BCchtlingen_in_ihre_heimat) – Zu den Rückführaktionen der Regierung vgl. die entsprechenden Beiträge der Vergangenheit!

Während eines Treffens des nationalen Educational Youth Forum machte der russische Außenamtschef Lawrow erneut darauf aufmerksam, bei der Lösung der Krise in Syrien [und der damit verbundenen Bekämpfung des Terrorismus] könne man schon wesentlich weiter sein, wenn die USA ihr vor über einem Jahr durch den damaligen US-Außenminister John Kerry erklärtes Versprechen der Separation der von ihnen unterstützten bewaffneten  Oppposition [sog. MAO, vgl. Teil V] erfüllt hätten. Dazu führte er aus: „There are a lot of signs that some external players have been protecting Jabhat al-Nusra terror group, while the US has been silently encouraging them.” und setzte hinzu: „at least, I don’t re­member the US-led coalition, that has been conducting attacks on ISIS, carrying out any significant operations against Jabhat al-Nusra.” Es sehe daher so aus, als wollten die USA Ğabhatu_n-Nuṣra, das sich als UN-gelistete Terrororganisation und al-Qâʽida-Sproß wie der IS – trotz der gelegentlichen Führungsstreitigkeiten beider Terrororganisation in einem Gebiet-  grundsätzlich nicht von letzerem unterscheide, schonen, um es nach endgültiger Bekämpfung des IS gegen die syrische Regierung und ihre Armee einsetzen zu können.  (http://sana.sy/en/?p=111551) – Zur Problematik um die angesprochene – bislang nicht erfolgte – Separierung s. Teil V!

Terroranschläge vom 11.8.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen beschossen in ʽÎn Ḥussain al-Ğanûbî im Landkreis von ar-Rastan verschanzte bewaffnete Gruppen mit Mörsergranaten und Maschinengewehren die Wohnhäuser in ar-Rastan im N von Ḥomṣ. Dabei starb ein Bewohner, zwei weitere wurden verletzt. Die Armee ging entsprechend der Abmachung gegen die Täter vor. (http://sana.sy/en/?p=111546)

 

Verwaister Grenzposten zu Jordanien, Photo: SANA

Verwaister Grenzposten zu Jordanien, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111539 und http://www.sana.sy/?p=604883 (Im Ost-Rîf von Ḥomṣ erweiterten die Streitkräfte unter beträchtlichen Feindverlusten beim IS ihre Rückeroberung auf das Gebiet von aṭ-Ṭarfâwî bis zum NO von Abû al-ʽAlâyâ im Ğab al-Ğarâ, 73km östlich der Provinzhauptstadt mit anschließender Säuberung der Gegend von Minen und Sprengsätzen und Verfolgung fliehender IS-Anhänger  in die umliegenden Dörfer. Über die schon am Vortag (s.u.) errungenen Siege über mehr als 30km entlang der Grenze zu Jordanien im Ostteil der Provinz as-Suwaidâ´ führte in Feldkommandant aus, damit seien alle Grenzposten in jenem Gebiet wieder unter staatlicher Kontrolle und würden demnächst wieder besetzt; zum Verlauf der Operation erklärte er, dieselbe habe sich in drei Phasen abgespielt: während der ersten rückte man vom Osten von as-Suwaidâ´ bis zum Staudamm az-Zalaf vor, in der zweiten von jenem zum Tal Ğârîn, in der dritten von jenen beiden Stellungen zu den strategisch bedeutsamen Anhöhen Tal aḍ-Ḍabʽa, Tal Ḍubaiʽa, Tal ar-Riyâḥî und Tal Asada; daraus resultierte in der Endphase die Befreiung des gesamten Gebiets bis zur Grenze zu Jordanien mitsamt allen Grenz- und anderen Posten in einer Größe von mehr als 4.000 km2; diese Operation werde fortgeführt, bis die ganze Grenzregion wieder unter Kontrolle gebracht sei; dann erklärte der Kommandeut die besondere Bedeutung dieses Sieges:  sie liege im „restoring control over large geographical areas and cutting off the main supply lines for terro­rist groups from the crossings of Bir al-Sout and Abu Sharshouh, which are two of the most dangerous crossings to smuggle weapons and terrorists into the countryside of Damascus, Sweida and Daraa and towards al-Badia area. [Gerade über diese Grenze, insbesondere die Grenzübergänge Bi´r aṣ-Ṣût und Abû Šaršûḥ sei von Jordanien her bislang ungehindert Nachschub für die in den Provinzen Damaskus-Land, as-Suwaidâ‘ und Darʽâ wie in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) agierenden Terroristen an Bewaffnung und Söldnern geschmuggelt worden – diese Möglichkeit sei nun beseitigt.] Gemäß Aussage eines Grenzbeamten würden die Grenzposten umgehend wieder besetzt, die Grenze zu Jordanien geschlossen und damit die Nachschubrouten der Terroristen auf einer Länge von mehr als 30km wirksam unterbrochen.)

SAA-Einheit nach Gefechtssieg, Photo: SANA

SAA-Einheit nach Gefechtssieg, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111508 und http://www.sana.sy/?p=604446 (Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps an der Südachse von Dair az-Zaur im Umfeld des Flughafens  durch die Bodeneinheiten; gezielte effektive Artillerie– und SAAF-Schläge gegen IS-Stellungen und -Fortifikationen im Gebiet der Wasservorräte, von al-Bânûrâmâ, aṯ-Ṯarda, der Ṯarda-Abzweigung, im Umkreis des Flughafens und den Stadtbereichen ar-Rašadiyya und al-Ḥuwaiqa sowie bei den Dörfern al-Bu­ġa­iliyya, at-Tabanî und al-Qaṣabî unter Beibringung heftiger Feindverluste. Vernichtung von IS-Trupps beim az-Zalaf-Damm  in der Provinz as-Suwaidâ´, dann Rückeroberung  der strategisch bedeutenden Anhöhen Tal aṭ-Ṭabaqa, Tal ar-Riyâḥî, Tal Asada, Tal al-ʽAẓâmî, von Bi´r aṣ-Ṣût und der Abû Šaršûḥ-Abzweigung im Ost-Rîf und damit eines Gebietes von über 1300 km2 bzw. 30km entlang der Grenze zu Jordanien mit sämtlichen wichtigen Positionen dort; anschließend Säuberung der Gegend von vom Feind angebrachten und hinterlassenen Minen und Sprengsätzen.)

Trotz aller Proteste der Regierung vor den UN bombardierte die völkerrechtswidrig in Syrien aktive US-geführte Koalition weiter Wohngebiete, dieses Mal wieder in den Städten al-Mayâdîn und at-Tabanî im Umland von Dair az-Zaur, wobei 19 Einwohner starben und weitere verletzt wurden bei immensen Schäden der Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=111518, http://www.sana.sy/?p=604435)

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Dabei hatte UN-Sprecher Stephane Dujar­ric endlich am Mi., 9.8.2017,  über die prekäre Situation der geschätzt 10.000 – 25.000 Personen ausmachenden Zivil-Bevölkerung von ar-Raqqa unter Beschuß dieser US-geführten Koalition verlauten lassen, letztere in empörendem Eingriff in das humanitäre Völkerrecht („in an outrageous intervention of the international humanitarian law“)  mehrfach Phosphorbomben (s.u.) gegen die Bürger der Stadt eingesetzt, das National Hospital dort zerstört und in den letzten Monaten viele Bürger, insbesondere Frauen, Kinder und Ältere getötet. (http://sana.sy/en/?p=111489)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111473 und http://www.sana.sy/?p=603916 (Zerstörung von drei mit Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen wie einer Überwachungsdrohne des IS nahe ad-Dakîla im Ost-Rîf von  Ḥamâ durch die Bodentruppen sowie eines Munitionsdepots in ʽUqairbât und weiterer Kampfwagen des IS unterwegs zwischen ʽUqairbât und as-Suḫna durch russische Kampfflieger. Im Ost-Rîf von Ḥomṣ Vereitelung eines nachmittäglichen Angriffsversuchs von IS-Affiliierten mittels fünf Autobomben auf eine Reihe von Armeeposten im Umkreis von Ḥumaima mit Eliminierung von mehr als 80 Terroristen, beschlagnahmt wurde ein große Menge an Waffen und Munition; zuvor effektive präzise SAAF-Angriffe gegen ein IS-Munitionsdepot, drei provisorische Unterkünfte, zwei Bulldozer und sechs Kampfwagen des IS mit Auslöschung der gesamten IS-Mannschaft im Gebiet des Ğabal Ġarâb Hadla in Richtung Tadmur – Šârat al-Waʽir in al-Bâdiyya (der Großen Wüste) auf die Grenze zum Irak zu. Erfolgreiche Gefechte der Bodentruppen mit IS-Trupps in Dair az-Zaur in al-Muwaẓafîn, al-Bânûrâmâ, dem Friedhofsgebiet und aṯ-Ṯarda mit Niederbrennen einer IS-Fortifikation, zudem Beseitigung von zwei IS-Quartieren, eines davon gehörte zum ğihâz alḥisba, in den Stadtteilen al-Ḫasârât und al-Maṭâr al-Qadîm sowie weiterer IS-Basen im Industrieviertel und dem Stadtteil al-Ğubaila und dem Friedhofsgebiet; zudem Bombardierung der IS-Nester durch die SAAF im al-Bânûrâmâ-Areal, dem Stadtteil al-Ḫasârât und dem westlich gelegenen Dorf al-Buġailiyya; – Lokale Quellen aus dem Ost-Umland der Provinzhauptstadt verrieten, daß Bewohner des Dorfes al-Ğalâ´ in der Morgendämmerung mit IS-Terroristen kämpften, Stunden nachdem einige der Einwohner von al-Bû Kamâl eine IS-Stellung im Industriegebiet angegriffen und einige Terroristen getötet hatten;  ein prominenter IS-Anführer in al-Mayâdîn, Abû Bakr alQaḥṭânî, wurde exekutiert, nachdem sein Fluchtversuch entdeckt worden war; weitere IS-Extremisten, darunter ʽAlî Muḥsan al-Furaiğ, Ḫâlid Maḥmûd al-Mulâ, ʽAlî Nâṣir al-Fatḥî und Bilâl al-Ğuwaisir wurden nach ihrem Fluchtversuch ausḤassan vom IS arretiert.)

Der am 6.8.2012 zum Mini­sterpräsidenten ernannte, am 6. 8.2012 zu den Gegnern Syriens übergelaufene Riyāḍ Ḥiǧāb (Riad Hidschab), der sich darauf nach Jordanien abgesetzt hat, stellt das prominenteste, von Qaṭar unterstützte Mitglied der in Saudi-Arabien gegründeten ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe (d.i. HNC, vgl. Teil IV). Diese erhält ihre Instruktionen (vgl.u.) regelmäßig von der saudischen Regierung und blockierte bislang die Bemühungen der Regierung und anderer inländischer Oppositionsgruppen um eine friedliche politische Lösung der Krise in Syrien (vgl. ab Teil IV). Riyāḍ Ḥiǧāb war bislang der Koordinator dieser Gruppe. Beim kommenden Treffen der Gruppe im Oktober in ar-Riyāḍ wolle er seinen Rücktritt von diesem Posten bekanntgeben, meldete al-Yaum as-Sâbiʽ am Mittwochabend. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30428-hnc_koordinator_der_syrischen_opposition_will_zur%C3%BCcktreten) – Dieser Rücktritt scheint eine Einigung mit den anderen Oppositionsgruppen, welche dem UN-Syriengesandten de Mistura zufolge endlich eine einheitliche Delegation für die nächste Genf-Konferenz bilden sollen (vgl.u.), wahrscheinlicher zu machen. Nicht nur Präsident Dr. al-Assad hat in Interviews (z.B. vom 21.7.2016  wie auch schon in früheren Jahren) von Verrätern in jener „Oppositionsgruppe“ gesprochen, die im Ausland zusammengestellt worden ist und und Terroristenvertreter beinhaltet. Riyāḍ Ḥiǧāb hatte nach seiner Flucht u.a. die Führungselite des Landes zur Fahnenflucht aufgerufen.

Das Oberste Armeekommando fordert nach Wiederherstellung  der Sicherheit und Stabilität vor Ort die Bewohner der Städte Šanân, aṣ-Ṣabḫa und Ğabalî im Süd-Rîf  von ar-Raqqa am 9.8.2017 auf, ab dem 10. August wieder in ihre Heimat zurückzukehren. (http://www.sana.sy/?p=604093)

Versorgung von Dair az-Zaur aus der Luft, Photo: SANA

Versorgung von Dair az-Zaur aus der Luft, Photo: SANA

Einblicke in die Art der Versorgung der vom IS seit Jahren eingeschlossenen östlichen Stadtteile von Dair az-ZaurHarâbiš, al-Laṭab, Ṭaḥṭûḥ und des Industrieviertels – inklusive des Dorfes Ğafra aus der Luft durch die Regierung im Zusammenwirken mit dem WFD und dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond [Äquivalent des westlichen Roten Kreuzes] gibt der Bericht vom 8.8.2017: gegenüber SANA fürhte der Gouverneur der Provinz Dair az-Zaur, Muḥammad Ibrâhîm Samra, aus,  daß entweder Hubschrauber Hilfsgüter brächten oder dieselben von Flugzeugen aus per Fallschirmen abgeworfen, durch Mitarbeiter des Roten Halbmonds geborgen und anschließend verteilt würden. Z.B. sei die jetzige Lieferung im Gewicht von 21 Tonnen an Lebens­mit­teln per 26 Fallschirmen abgesetzt worden. Dieselben enthielten 433 Nahrungsmittelkörbe,  jeweils mit einem Gewicht von 24,5 kg und 549 Le­bens­mittelkörbe von 13 kg, dazu 576 Öl-Nachfüllpackungen zu je 6 Litern Fassungsvermögen.  Die verteilten Lebensmittelration bestünden aus je einem Beutel mit einem Gewicht von  24,5kg mit je 10kg Reis, 7kg Linsen und 5,7kg Bulgur sowie einem Beutel mit einem Gewicht von 13kg mit 5kg Zucker, 7kg zerkleinerten Linsen, 1kg Salz und  zusätzlich Erdöl-Gallonen zu je 6 Litern. (http://www.sana.sy/?p=603514)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111445 und http://www.sana.sy/?p=603387 (Abschuß von fünf  Kampfdrohnen der Terroristen im Umfeld von Ğûrîn im NW-Rîf von Ḥamâ mit Bombardierung einer Terroristengruppe auf dem Marsch nahe Ğûrîn. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf der Südachse von Dair az-Zaur mit Beibringung erheblicher Verluste, dazu gezielte effektive Artillerie- und Luftschläge auf IS-Trupps beim Angriff auf eine Anzahl Militärposten auf der al-Bânûrâmâ-Achse wie auf IS-Nachschubrouten und motorisierte -Einheiten bei den al-Bânûrâmâ-Farmen, im Wâdî aṯ-Ṯarda und beim Flughafen mit ebenfalls straken Feindverlusten und Zerstörung von deren militärischem Equipment samt Kampfwagen  und desweiteren von zwei IS-Stellungen im Stadtteil Ḫasârât; überlebende IS-Extremisten flohen;  – Anwohner berichteten, eine Gruppe junger Männer habe in der Morgendämme­rung einen vor dem Elektrizitäswerk geparkten Bus des IS angezündet; eine andere Gruppe attackierte ein Hauptquartier der sog. Islampolizei [zuständig für al-Ḥisba] im Dorf Ḥaṭla nahe des Gemüsemarkts und tötete dabei den Terroristen Abû Ḫâlid aš-Šâmî;  wegen der heftigen Verluste durch Kampfhandlungen und Desertionen (vgl.u.) veranstaltete der IS den lokalen Quellen nach Massenverhaftungen in den Orten al-ʽAšâra, Qûriyya, Darnağ, al-Ḥussainiyya und Ḥaṭla im Umland der Provinzhauptstadt mit dem Ziel, die Männer zum Kampf gegen die anrückende SAA zu zwingen. Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhen Tal al-Assadî, Tal Ğârîn, Tal ar-Rayâḥî wie der Quelle Bi´r aṣ-Ṣâbûnî, verteilt auf einem Gebiet von 100 kms im SO-Rîf von as-Suwaidâ´ mit Eliminieung letzter IS-Nester während der seit Freitag begonnenen Operation zusammen mit den unterstützenden Streikräften; anschließend Säuberung des Gebiets durch Spezialeinheiten von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen und Verfolgung flüchtender Terroristen in Richtung Bi´r aṣ-Ṣût [dem Namen nach mit Quelle!]; nach Auskunft eines Feldkommandeurs wurden auch im SO von as-Suwaidâ´ bedeutsame Positionen und Anhöhen erobert, Bewegungsachsen und Nachschubrouten des IS abgeschnitten, auf denen aus den Nachbarstaaten Söldner und Waffen zur Unterstützung der Extremisten eingeschleust wurden, und der Vormarsch bis in die Tiefen der Bâdiyya vorangetrieben, womit das eroberte Gelände von  Tal al-Assadî bis Bi´r aṣ-Ṣût reiche; ein weiterer Feldkommandeur bestätigte die Vernichtung letzter IS-Stützpunkte gatherings in Bi´r aṣ-Ṣâbû­nî, auf Tal Ğârîn, Tal ar-Rayâḥî und Tal al-Assadî; man rücke derweil nach Bi´r aṣ-Ṣût vor, um die vorgeschobenen Militärposten an der Grenze zu Jordanien zu schützen. )

Mörsergranatenwunden, Photo: sputnik news

Mörsergranatenwunden, Photo: sputnik news

Terroranschläge vom 8.8.2017:
Bei einem weiteren Mörsergranatenbeschuß durch die IS-Terroristen auf Wohngebiete in Dair az-Zaur kam eine Person ums Leben, drei weitere wurden unterschiedlich schwer verletzt, zudem privates Gut und Infrastruktur beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=111442)

Bei den trotz verschärfter Proteste fortgeführten Bombardements der US-geführten Koalition gegen Wohnviertel kamen auch am  8.8.2017 Dutzende an Bewohnern von ar-Raqqa ums Leben, viele weitere wurden verletzt, ihr Hab und Gut auch an Immobilien vernichtet. (http://www.sana.sy/?p=603798)

Bzgl. der nächsten, der 6. Astana-Konferenz gab der kasachische Außenminister die Information heraus, daß die Vorbereitungen hierfür liefen, wie TASS berichtete. Beim Treffen der Garantenstaaten auf Expertenebene werde derzeit wie geplant in Teheran die Agenda festgelegt („As it had been planned before, a meeting of experts from guarantor states is held these days in Tehran, and the agenda for the next round of talks in Astana will be defined based on the results of this meeting”). Das Treffen in Astana sei für Ende August ins Auge gefaßt („there are no changes regarding the timeframe and we are preparing to hold the talks in late August.”). (http://sana.sy/en/?p=111425 vom 8.8.2017)

Endlich scheint sich der OPCW-General­di­rektor Ahmet Üzümcü doch bewegen zu lassen, wie von der syrischen Regierung (vgl.u. bzw. Teil V), unterstützt durch die russische, die Vorfälle der letzten beiden Chemieattacken (z.B. in Ḫân Šaiḫûn) vor Ort zu untersuchen. UN-Generalsekretär Guterres unterstützte dies per Schreiben vom 7.8.2017. (http://sana.sy/en/?p=111447)

Anschlag bei Überlandleitung, Photo: SANA

Anschlag bei Überlandleitung, Photo: SANA

Terroranschläge vom 7.8.2017:
Während Arbeiten an der Überlandleitung im Wâdî al-ʽAḏîb östlich von aš-Šaiḫ Hilâl [im Ost-Rîf von  Salamiyya] im Osten der Provinzamâ wurden drei Arbeiter durch die Explosion einer zuvor von Terroristen dort hinterlegten Sprengfalle verletzt; zusätzlich entstand beträchtlicher Schaden. Das Ministerium für die Stromversorgung schickte ein Explorationsteam in das Gebiet zum aufspüren und Entschärfen möglicher weiterer Sprengsätze.
Wieder attackierten in Ğabâtâ al-Ḫašab [einem Wäldchen!] verschanzte Terroristen den Ort Ḥaar im Umland von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten und verletzten damit zwei Einwohner; Schäden entstanden an einer Reihe von Häusern  und weiterem privaten und öffentlichen Gut.
(http://sana.sy/en/?p=111414, http://sana.sy/en/?p=111403)

Bei einem neuerlichen Briefing der ar-Riyâḍ-Oppositionsgruppe (d.i. HNC, vgl. Teil IV) durch den saudischen Außenminister al-Ğubair soll dieser gemäß Spunik News arabisch vom 6.8.2017 der Delegation mitgeteilt haben, es sei nicht mehr möglich, auf Rücktritt des syrischen Präsidenten [Dr. al-Assad]  in einer politischen Übergangszeit zu bestehen, statt dessen müsse man ihn und seine Machtbefugnisse für eine bestimmte Zeit akzeptieren. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30284-saudi_arabiens_au%C3%9Fenminister_ba-schar_al_assad_bleibt_an_der_macht) – Zuvor waren – wie schon im Fall der Türkei oder von Qaṭar zuvor – auch  mit der saudischen Regierung profitable Wirtschaftsverträge seitens der Kreml-Regierung unter Präsident Putin geschlossen worden. Jene hatten zu  gewissen Umschwüngen hinsichtlich der bzgl. Syriens verfolgten Politik dieser Staaten geführt, was sich in diesem Fall wohl ebenfalls „ausgezahlt“ haben dürfte. – Auch hatte zuletzt der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, für die nächste Genfer Konferenz gefordert, daß die Oppositionellen eine einzige Delegation bildeten, was bislang vor allem an der Haltung der ar-Riyâḍ-Gruppe gescheitert war (vgl.u., Teil V und frühere Teile!).

Laut einem geheimen Abkommen zwischen der SAA, Rußland, den Schutz-Einheiten der kurdischen Volkskräfte und den USA werde das Vorgehen gegen den IS in ar-Raqqa koordi­niert, wie zunächst al-Madan am 23.7. 2017 gemeldet, dann zurückgenommen und letztlich auch durch The Independent veröffentlicht worden ist (http://www.voltairenet.org/article197381.html und vgl. http://www.independent.co.uk/voices/syria-isis-russia-kurdish-ypg-happening-in-secret-a7857471.html).

US-Basis bei at-Tanaf, Photo: Hammurabi justice news

US-Basis bei at-Tanaf, Photo: Hammurabi justice news

Dank der Fortschritte und Siege der syrischen Armee im Süden des Landes, der russischen politischen Unterstützung und des Willens zur Zusammenarbeit des US-Außenministeriums unter Trump (im Widerstand gegen die Gegner im eigenen Land) sind die US-Einheiten, die sich völkerrechtswidrig auf einer selbst errichteten Basis in at-Tanaf (vgl.u. und Teil V) aufhielten, nach Jordanien verlegt worden. dies teilte Brigadegeneral ʽAlî Maqṣûd (Ali Maksud) gegenüber Sputnik Arabic mit und erklärte dazu: „aufgrund der vereinten Bemühungen der syrischen und der irakischen Armee sowie der Einnah­me der strategisch wichtigen Orte Resafa und Kalat al-Resafa hat die Basis At-Tanf an Bedeutung verloren“, so. Außerdem hätten die USA genug Probleme im eigenen Land und seien in schwere Konflikte, z.B. am Persischen Golf, verwickelt. Da freue sich Präsident Trump nur über eine Ruhepause an der syrischen Front, meinte der syrische Politologe Ṭâlib Ibrâhîm dazu.  (https://sptnkne.ws/feHN)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111371 und http://www.sana.sy/?p=602766 (Starke Verlust brachten dem IS gezielte SAAF-Angriffe auf dessen Kommandozentren mit Fuhrparks und Fortifikationen im Ost-Rîf von amâ in Salamiyya,  al-Ḫašâbiyya, al-Fâsida, Abû Ḥubailât, Ğanâ al-ʽAlbâwî, Dakîla Šamâliyya und Ṣalbâ bei. Ebenfalls solche effizienten Luftangriffe gegen IS-Stellungen mit Kampfwagen fanden im südlichen Umland von ar-Raqqa auf dem Ğâbal al-Bawliyya, im Bereich von Maʽdân, al-Ḫumaisiyya, al-Ğâbar und an-Numaiṣa statt. Befreiung von Manûḫ, 15km im NO von Ğabâb Ḥamad im Ost-Rîf von Ḥomṣ nach Ausmerzung der letzten IS-Verstecke, anschließend Durchkämmen des Gebiets nach Sprengfallen und Minen und Entfernung derselben duch Bombenräumkommandos; zudem Vorgehen der Bodentruppen unter SAAF-Deckung gegen weitere IS-Ansammlungen und -Verbarrikadierungen am SO-Rand des Ğab al-Ğarâh-Areals; Vernichtung von IS-Positionen und teils motorisierten –Trupps in Ḥumaima im äußersten Osten der Provinz Ḥomṣ nahe der Verwaltungsgrenze zu Dair az-Zaur wie in Umm Ṣahrîğ in Richtung Osten von aṭ-Ṭay­yiba und Tuwainân – auch hier vermehrte Aktionen der Bevölkerung gegen die Takfîr-Terroristen. Präzise erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und –Ansammlungen am Stadtrand von Dair az-Zaur im Bereich von Sariyya Ğunaid, al-Ğafra, dem Friedhof und Tala ʽAlûš etwas außerhalb unter Auslöschung vieler Terroristen; ebenso effektive Gefechte der Bodentruppen gegen IS-Anhänger im Friedhofsareal, um Regiment 137, den Airport und im W bei al-Buġailiyya;   gemäß Mitteilung von Bewohnern waren wieder erhebliche Desertationen aus den IS-Reihen im S und W von Dair az-Zaur zu beobachten, darunter befand sich auch Abû Muḥammad al-Ḫurasânî, der für die Rekrutierung und Ausbildung der Terroristen im Raum Dair az-Zaur zuständig war . – Aus lokalen Quellen war außerdem zu erfahren, daß der IS drei Einwohner des Dorfes al-Ḥuṣṣain im N der Provinzhauptstadt exekutieren und drei jungen Männern an der Zufahrt zum Dorf aṣ-Ṣâli­ḥiyya die Münder mit Draht „zunähen“ ließ  dafür, daß sie die Verluste der Terrororganisation angesprochen hatten.) – Einen Eindruck aus dem befreiten Manû bietet ein Kurzvideo, s. http://sana.sy/en/?p=111514.

Zum Rücktritt von Carla del Ponte (s.u.) nimmt der serbische Rechtsanwalt Goran Petronijevic im Interview mit Radio Sputnik Stellung: Seiner Einschätzung nach – welche mit der vieler syrischer und Nahost-Politiker übereinstimmt, die in diesem Thread schon vorgestellt worden sind – gelang es dem Westen nicht, der Regierung unter Präsident Dr. al-Assad die Schuld an den Verbrechen des Syrien-Kon­flikts zuzuschieben. Dazu bemerkte er: „Die Menschen, die in solchen Kommissionen der Uno arbeiten, machen in der Regel alles unter Kontrolle der amerikanischen Administration. Wenn sie irgendwelche Tatsachen ermitteln müssen, erhalten sie eine ‚Entwicklungsaufgabe‘. Man schickte Menschen wie Carla del Ponte mit dem Vorurteil nach Syrien, dass die Kräfte Baschar al-Assads die ‚bösen Kerle‘ sind.“. Der erfahrenen Ermittlerin del Ponte sei während ihrer Mitgliedschaft im Internationalen Jugoslawien-Tribunal ein schwerer Fehler unterlaufen, als sie ausschließlich die Serben beschuldigte. Darauf habe sie einen Läuterungsprozeß durchlaufen, der in der Veröffentlichung ihres Buches: „Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtig­keit“. kulminierte.  „Genau damit brachte Del Ponte – wenn auch spät – die Überzeugung des bedingten Westens, dass im jugoslawischen Konflikt lediglich Serben die ‚bösen Kerle‘ waren, ins Wanken“, urteilt Petronijevic. Daraus folgert er: „Ich denke, dass sie in Syrien schnell verstanden hat, dass die Entwicklungsaufgabe, die die Kommission erteilt hatte – nämlich die Kräfte Assads zu beschuldigen und alle anderen als ‚gute Kerle‘ darzustellen –, nicht der ehrlichen Sachlage entsprachen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Name Carla del Pontes angesichts ihres Rufes im Westen jetzt dafür genutzt wird, auf die Not­wen­digkeit der Schaffung eines ad-hoc-Tribunals für Syrien nach dem Jugoslawien-Modell hinzu­wiesen [sic!] sowie darauf, dass Russland mit Sicherheit dagegen sein wird.“ (https://sptnkne.ws/ffyf)

Carla del Ponte, Photo: SANA

Carla del Ponte, Photo: SANA

Die UN-Sonderermittlerin für Syrien und frühere Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals in den Haag, Carla del Ponte (70) aus der Schweiz, hat unter Protest den Rücktritt von ihrem Posten während einer Podiumsdiskussion am Rande des Filmfestivals in Locarno erklärt. Als Grund nannte sie gemäß einem Interview mit der schweizer Zeitung „Blick“ die fehlende politische Unterstützung seitens des UN-Sicherheitsrates (UNSC), welche ihre Arbeit „unmöglich“ mache. Sie habe nach Unabhängigkeit gestrebt und daher auch brisante Erklärungen abgegeben [die nicht in das von den Mainstream-Medien über Syrien verbreitete Bild paßten]. Z.B. hatte sie darauf hingewiesen, daß von der sog. moderaten bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.] Giftgas eingesetzt werde. Wörtlich merkte sie an: „Ich verlasse diese Kommission, da ich keinen politischen Willen sehe. Ich habe keine Einflussmöglichkeiten, wenn der Sicherheitsrat nichts tut. Wir sind machtlos. Für Syrien gibt es keine Gerechtigkeit.“. (http://www.sana.sy/?p=602710, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i30304-un_son- derermittlerin_f%C3%BCr_syrien_ich_trete_zur%C3%BCck_un_si-cherheitsrat_zeigt_keinen_politischen_willen_in_syrien und https://sptnkne.ws/fexY für Zitate in Deutsch) – Zur Ermittlungstätigkeit von Carla del Ponte bzgl. Menschenrechtsverletzungen in Syrien s.a. Teil I, Teil III.

Zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit (vgl.u.) sah sich das Außenministerium am 6.8.2017 gezwungen, wegen der –  trotz vehementer Proteste seit deren Beginn – fortgeführten illegalen Angriffe seitens der US-geführten Koalition mit deren schrecklichen Folgen gerade auch für die zivile Bevölkerung und die ganze Infrastruktur des Landes zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden zu verfassen, um sich in der Angelegenheit endlich Gehör zu verschaffen.
Diese kontinuierlichen und systematischen Massaker, begangen durch die illegitime US-geführte Koalition stünden in eklatantem Widerspruch zum Völkerrecht. Daher wiederhole Syrien noch einmal seine Forderung nach unmittelbarer Auflösung dieser Allianz: „Syria renews its call to immediately dissolve that coalition which was established outside the frame­work of the UN and without requesting permission from the Syrian government.”.  Die Angriffe gegen Wohnbezirke und Häuser von Zivilisten, die Zerstörung des National Hospital von ar-Raqqa wie die Nutzung der international geächteten Phosphor-Munition durch diese Koalition verletzte schamlos das internationale Menschenrecht und schlage ein neues Kapitel an Greueln gegen unschuldige syrische Bürger in den Provinzen ar-Raqqa, al-Ḥasaka, Aleppo, Dair az-Zaur und anderen syrischen Städten auf. Die Republik erneuere ihre Verurteilung der Verbrechen dieser Koalition als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gebe. erneut wurde der UNSC aufgerufen , sich seiner Verantwortlichkeit zur Bewahrung internationalen Friedens und der Sicherheit bewußt zu sein und alles Staaten zur Respektierung der Resolutionen zur Bekämpfung des Terrorismus, insbesondere der Resolution Nr.2253 zu beachten. (http://sana.sy/en/?p=111354, http://www.sana.sy/?p=602538) – Auch die Vize-Vorsitzende der russischen Staatsduma, Irina Yarovaya, hatte angemahnt, daß der UNSC endlich die Benutzung von Phosphorbomben durch die US-geführte Koalition diskutieren müsse. Wörtlich erklärte sie: „It is time to conduct post-flight analysis both in literal and figurative meanings and work out whether it was either total incompetence and criminal negligence or a disguised intention to destroy those who are not terrorists.” Die Fortführung dieser Praxis veranlasse zu der Frage: „how long will the coalition help terrorists to bomb and destroy Syria?” und fügte hinzu: „There is too much deceit about errors behind which there are crimes.” (http://sana.sy/en/?p=111329, http://www.sana.sy/?p=602337)

Laut Aussage des Beraters des syrischen Ministerpräsidenten, Abdul Kadir [ʽAbdul-Qâdir] Azuz, am 6.8.2017, im Interview mit al-Maluma [?] wird Syrien mit der im Kampf gegen den IS sehr erfolgreichen irakischen Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî im Counterterrorismus zusammenarbeiten und die gemeinsame Grenze u.a. ­gegen Übertritte durch Bewaffnete sichern. auch begrüßte er deren Mitwirkung bei der Befreiungsoperation von Tal ʽAfar. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30298-syrische_regierung_zur_zusammenar-beit_mit_al_haschd_al_schaabi_bereit)

Kampf um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Kampf um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111320 und http://www.sana.sy/?p=602226 (Weitere Einkreisung der IS-Extremisten in as-Suḫna im NO-Rîf von Tad­mur weit im Osten der Provinz Ḥomṣ in der am Vortag geschilderten Weise (vgl.u.) mit präzisen Angriffen auf die verbliebenen IS-Stellungen nach Zerstörung von deren Zentrale, wonach eine Menge der Terroristen in die weiten der Großen Wüste (al-Bâdiyya) floh; die Moral der feindlichen Kämpfer ist weiter gesunken nach Liquidierung ihrer meisten Anführer und Vernichtung eines Großteils ihres militärischen Equipments; Rückeroberung strategisch bedeutsamer Punkte östlich von Manû im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung weiterer Dutzender IS-Terroristen nahe des Dorfes aš-Šindâḫiyya im selben Gebiet. Erfolgreiche Gefechte der seit Jahren in Dair az-Zaur eingeschlossenen Bodeneinheiten gegen IS-Affiliierte auf der Südachse der Provinzhauptstadt, besonders beim Friedhof, al-Bânûrâmâ, um den Flughafen und im westlich gelegenen Dorf al-Buġailiyya mit herben Feindverlusten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung; gemäß Mitteilung von Zivilisten aus dem Westen von Dair az-Zaur gelang es einer Gruppe Einwohner aus dem Dorf Masrab,  ein Munitionslager des IS nahe dem Wasserspeicher beim Dorf at-Tabanî in die Luft zu sprengten;  wegen des steten Vorrückens der SAA war am Vortag auch das IS-Führungsmitglied Abû Ayman Tadmûrî geflohen, welcher für die Auszahlung des Solds der sog. al-Muhâğirîn  aus dem Umland (Rîf) von Dair az-Zaur zuständig war – er nahm die Kasse mit ca. einer Million US-$ mit sich; an jenem Tag waren den zivilen Quellen zufolge viele IS-Kämpfer gefallen oder verwundet worden, z.B. in der Nähe des Dorfs aš-Šu­maiṭiyya im NW-Rîf, zudem töteten Einwohner einen IS-Anhänger am Ost-Zugang zum Dorf at-Tabanî.)

Terroranschlag vom 6.8.2017:
Durch Mörsergranatenangriffe seitens des IS auf Wohnviertel in Dair az-Zaur wurden kurz vor Mitternacht des 6.8.2017 drei Bürger verletzt, zwei davon seien in kritischem Zustand. (http://www.sana.sy/?p=602910)

Hama-Altstadt, Photo: SANA

Hama-Altstadt, Photo: SANA

Vereitelter Terroranschlag vom 6.8.2017:
Sicherheitskräfte verfolgten ein auffällig gewordenes Grüppchen von Terroristen im Vorstadtbereich von amâ und konnten rechtzeitig zwei von ihnen töten, zwei weitere verletzten und verfolgten den Rest der Fliehenden. http://sana.sy/en/?p=111314, http://www.sana.sy/?p=602188)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111261 und http://www.sana.sy/?p=601703 (Vernichtung von IS-Stellungen und teils motorisierten -Trupps in präzisen Luftangriffen im Raum Ğanâ al-ʽAlbâwî, Abû Ğanâyâ, Ṣalbâ und Abû Ḥubailât im Ost-Rîf von amâ. Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Städte al-Ḥardân, Sâlim al-Ḥamad, al-ʽAṭšâna, Muqla Kabîra, Muqla Ṣaġîra und ad-Daʽma im SO-Rîf von ar-Raqqa mit Eliminierung einer großen Anzahl IS-Kämpfern samt über 30 unterschiedlich ausgerüsteten Kampfwagen, zwei Panzern und sechs Autobomben;  zuvor schon erfolgreiche präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen und –Ansammlungen und Zerstörung eines Hauptquartiers samt mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen in der südlichen Umgebung der Provinzhauptstadt bei al-Ḫumaisiyya, Sâlim al-Ḥamad, an-Numaiṣa, al-Ġâbar und nördlich davon sowie in Maʽdân. Weit im Osten der Provinz Ḥomṣ nach weiterem Vorrücken auf as-Suḫna [zur Bedeutung s.u.] im Rîf Tadmur zu mit Beginn der Einkreisung der Stadt von S, SO und SW her Einnahme des Ğabal Ṭanṭûr und der aḍ-Ḍuwaiḥikî-Höhle, weniger als 1km vom Ortsrand entfernt nach heftigen für den IS (neben Kämpfern an Waffen, Kampfwagen und weiterer Militärausrüstung) verlustreichen Gefechten; zuvor Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten um as-Suḫna mit Liquidierung sämtlicher Extremisten samt ihrer Autobombe und Kampfwagen. Vernichtende, präzise Luftschläge gegen IS-Schlupfnester und –Stellungen Tala ʽAlûš auf der Südachse von Dair az-Zaur; Vereitelung einer Attacke von IS-Affiliierten auf einen Militärposten beim Friedhofsareal mit Eliminierung sämtlicher Angreifer; zudem effektive exakte SAAF-Angriffe auf IS-Fortifikationen mit Kampfwagen auf Tala Barûk, bei der al-Kanâmât-Kreuzung, dem Friedhofsgebiet und Tala ʽAlûš mit beträchtlichen Feindverlusten.)

Gemeinsame Operation mit libanesischer Armee, Photo: SANA

Gemeinsame Operation mit libanesischer Armee, Photo: SANA

In der libanesischen Tageszeitung al-Ğumhuriyya [d.i. „Die Republik“) fand sich am 5.8.2017 ein Bericht über die gemeinsam durch das libanesische und syrische (d.h. SAA) Militär vorbereiteten Plan der gemeinsamen Bekämpfung des IS im Grenzgebiet. Zunächst beginnt eine Operation in Ğarûd al-Qâʽ [d.h. am Fuß der Ğarûd, dazu vgl.u.] wie auf Ra´s Baʽlbik (Balbek). (http://www.sana.sy/?p=601742 ) – Nach Vernichtung des IS an der syrisch-libanesischen Grenze durch die kooperierenden Militärs beider Staaten  ein paar Tage später wurden aufgrund einer Vereinbarung alle sich noch im Libanon aufhaltenden Reste des IS in 170 Bussen nach Idlib geschafft (wie schon zuvor aufgrund von Rekonziliierungserfolgen die Terroristen aus anderen Gebieten Syriens, vgl. Teil V). (http://www.voltairenet.org/article197411.html) – Der Grund dahinter könnte sein, daß die Terroristen an einem Punkt – den sie überwiegend selbst als Wunschziel angaben (s. Teil V) – konzentriert zusammengeführt werden, bevor eine Militäraktion gegen diesen Ort gestartet wird. Diese Überlegung stellte auch  der russische Politologe Geworg Mirsajan angestellt zu haben. (https://sptnkne.ws/fgsC)

Und wieder wurden mit Photobeweisen versehene Berichte veröffentlicht über die Hilfe, welche im Kampf mit der SAA verwundete Terroristen einschließlich der al-Qâʽida verbundenen Ğabhatu_n-Nuṣra durch israelische Militärs der Israeli Defense Forces (IDF) erhalten haben, nachdem sie vom Schlachtfeld über die Region al-Ḥamidiyya und die Golanhöhen in israelische Medizinzentren gebracht worden waren, nur um anschließend wieder auf das syrische Terrain zur Weiterführung ihrer extremistisch-terroristischen Aktionen zurückgebracht zu werden. entgegen den Darstellungen in westlichen Mainstream-Medien und solchen der Golfanrainerstaaten seien diese Verwundeten nämlich keine moderaten bewaffneten Oppositionskämpfer [MAO, s.u.] sondern eben Takfîr -Terroristen wie z.B. vom IS auch. dies hat die Regierung den UN mit Beweisen schon mehrfach dargelegt [vgl. Teil II  bis Teil V]. Außer medizinischer Hilfe erhielten sie zudem umfangreiche militärische Unterstützung, wie ebenfalls schon mehrfach dokumentiert wurde. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960513000471 vom  6.8.2017)

Die drei in Hamâ verhafteten IS-Terroristen, Photo: SANA

Die drei in Ḥamâ verhafteten IS-Terroristen, Photo: SANA

Die am 17.7.2017 von den örtlichen Sicherheitskräften noch rechtzeitig vor Ausführung ihrer geplanten Attentate nahe des al-Arbaʽîn-Kreisverkehrs im Zentrum der Provinzhauptstadt Ḥamâ verhafteten drei IS-Terroristen (vgl.u.) haben in einem vom Staatsfernsehen übertragenen Geständnis von ihrem Auftrag und ihrem Leben beim IS erzählt. Am avisierten Anschlagstag waren sie mit umgeschnallten Sprengstoffgürteln auf dem Weg mitten in die Stadt zur rush hour, um so viele Zivilisten wie möglich zu töten, gestanden sie.
Der 1984 geborene Maḥmûd Ibrâhîm Ḥamad aš-Šîhânî aus dem Dorf al-Ḫa­yâla in der Provinz ar-Raqqa erzählte, er habe sich direkt in einem Rekrutierungsbüro des IS eingefunden. Dort sei er zusammen mit anderen unter Aufnahme seiner Personalien registriert worden. Es folgte ein 20-tägiger šarîʽaKurs, in dem es hauptsächlich um ğihâd-Propaganda und Indoktrinierung ging. am letzten Tag hielt noch ein Terrorist aus Aleppo eine Predigt mit Ermahnungen an sie, dann wurden sie in den Norden von Ḥamâ geschickt. Dort erhielten sie ein 25-tägiges militärisches Training durch einen Marokkaner und einer Aserbeidschaner. Dann mußten sie sich als IS-Mitglieder erneut registrieren lassen und wurden nach ar-Raqqa gebracht, wo sie den Treueschwur leisteten. Dann ging es nach Idlib, wo sie in einem weiteren Kurs den Umgang mit Sprengsätzen und speziell mit Sprengstoffgürteln erlernten. Anschließend sollten sie – nach Ḥamâ transportiert – wie schon dargestellt den Anschlag durchführen.
Der zweite, 1987 geborene Terrorist namens ʽAbdur-Raḥmân Maḥmûd al-Ḥamûd, ebenfalls aus der Provinz ar-Raqqa berichtete auch von jenem šarîʽaKurs, zu dem er sich gemeldet hatte, nachdem er bereits durch Reden und Publikationen des IS interessiert gewesen sei. Er meinte, die IS-Anführer seien an jungen Leuten nur interessiert, um sie möglichst schnell wieder los zu werden, z.B. durch Suizidattentate. Er habe festgestellt, daß die meisten IS-Angehörigen keine Syrer sondern Ausländer gewesen seien, z.B. aus der Türkei, Saudi-Arabien, Aserbeidschan, Tunesien und anderen Ländern. Für ihre Anschläge strebe die Terrororganisation belebte Orte an, wenn sich dort viele Menschen aufhielten, um eine größtmögliche Opferzahl sei es an Zivil- oder Militärpersonen zu erreichen. Ihre Attacke hätten türkische und aserbeidschanische Terroristen geplant. Demnach sollte zuerst einer der Dreiergruppe mit einem umgeschnallten Sprengstoffgürtel die Wachen der Schutzpolizei ausschalten, dann sollten die beiden anderen, ebenfalls mit Sprengstoffgürteln den eigentlichen Anschlag durchführen.
Der jüngste der drei, ʽAmmâr ʽAbdul-Ġanî Ḥamû aṣ-Ṣâliḥ, aus der Stadt al-Bâb im Norden von Aleppo im Alter von 15 Jahren (!), gab an, die Terroristen, die sie unterrichteten und trainierten, hätten ihnen das extremistische Takfîr-Gedankengut regelrecht eingeimpft, dem zufolge alle anderen als kâfir [d.h. Ungläubiger] und Terrorist (sic!) abzulehnen seien.
(http://sana.sy/en/?p=111236, http://www.sana.sy/?p=601533 vom 5.8.2017)

Terroranschläge vom 5.8.2017:
IS-Extremisten feuerten wieder einmal Raketen auf die Wohngebiete Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur, töteten damit vier Bewohner, verletzten weitere und zerstörten privates Eigentum und Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=111295)

Bana (Al)abed, Archiv-Photo: AFP

Bana (Al)abed, Archiv-Photo: AFP

Im Zusammenhang mit der den Lesern dieses Blogs durch mehrere Beiträge bekannten und in den  Mainstream-Medien breitgetretenen Geschichte um die als 7-jährige Bana (Al)abed (d.h.: Banâ al-ʽAbd) oder gleich als syrische „Anne Frank“ aus Ost-Aleppo (vor der Befreiung der Stadt durch die SAA) Beschriebene [zur Aufklärung der Hintergründe s. Teil V, 5.12.2016, 26.12.2016 und verlinkte Darlegungen] gibt es nun noch ein aufschlußreiches Gerichtsverfahren von Mitte Juli vor dem Hamburger Landgericht: verklagt wurde Jens Bernert, Betreiber des Blogs Blauer Bote, welcher ebenfalls über diese Geschichte geschrieben hatte, indem er einen von Marc Drewello verfaßten Stern-Artikel hierzu u.a. als Fake-News und Propaganda.
Dazu bemerkt Armin Siebert in seinem Artikel vom 5.8.2017:
„Im Beschluß der Pressekammer des Landgerichts Hamburg  vom 17. Juli 2017 heißt es:
,Im Wege der einstweiligen Verfügung – der Dringlichkeit wegen ohne mündliche Verhandlung – wird es dem Antragsgegner bei Meidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung fest­zusetzenden Ordnungsgeldes, ersatzweise einer Ordnungshaft für den Fall, dass dieses nicht beige­trieben werden kann, oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten (Ordnungsgeld im Einzelfall höchstens € 250.000, Ordnungshaft insgesamt höchstens zwei Jahre), verboten,
[im Verhältnis zum Antragsteller zu 1)] folgende Äußerungen zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen:
den Antragsteller zu 1) als ,Nachrichtenfälscher‘ zu bezeichnen;
und/oder
der Antragsteller zu 1) produziere ,Falschmeldungen zu Propagandazwecken‘;
und/oder
den Antragsteller zu 1) als ,Fake-News-Produzent‘ zu bezeichnen;
und/oder
ser Antragsteller zu 1) verbreite eine ,offenkundige Lügengeschichte‘;
und/oder
[im Verhältnis zu beiden Antragstellern] die Äußerung, die Antragsteller verbreiteten ,Lü­gen‘, zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen.‘
Das Gericht in Hamburg beschränkte das Verfahren ausschließlich auf die Behauptung, daß der Stern-Autor absichtlich  Unwahrheiten verbreitet habe. Es ging nicht um den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der Geschichte.“
Eingehender zum Gerichtsverfahren bei: https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170805316899084-twittermaedchen-von-aleppo-fake-und-propaganda/

Im Interview mit Sputnik macht Nizar al-Sakif, der Vorsitzende der syrischen Anwaltsver­bandes, der Damascus Bar Association, auf einen Rückgang der derart im Land praktizierenden  Juristen, daß in den letzten Jahren von 35.000 auf 20.000 aufmerksam. Dies passiere, obwohl jährlich neue Hochschulabsolventen  in dieses Berufsfeld wechselten [Letzteres ist durch die regelmäßigen Meldungen bei SANA nachzuverfolgen!].  Dies gehe vor allem auch auf die Aktivität der Terroristen im Land wie die des IS etc. zurück: „Viele Anwälte, die in den vom IS-kontrollierten Gebieten tätig waren, wurden zu Opfern der Terroristen, da diese eine Fatwa erteilt hatten, wonach der Beruf eines Anwaltes sündig ist und diejenigen, die diesen Beruf ausüben, verfolgt werden sollen„. Die Büros vieler Anwälte seien überfallen und  zerstört, den Inhabern die Lebensgrundlage genommen worden. Daher seien viele Rechtsanwälte ins Ausland geflüchtet.  (https://sptnkne.ws/fdCx)  – Ähnlich verhält es sich ja z.B. mit den steten terroristischen Angriffen auf landwirtschaftliche Gebiete mit demselben Ziel (hierzu wie zur Folge daraus vgl. die Darlegungen zu solchen Attacken in  Teil V bzw. in den Interviews mit Präsident Dr.al-Assad (z.B. vom 14.12.2016, 19.10.2016, 30./31.3.2016, 30.12.2016)!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111244 und http://www.sana.sy/?p=601666 (Im Ost-Rîf von Ḥomṣ Zerstörung einer Basis der IS-Führungskräfte in Ḫaṭamlû, welche zudem Erkundungsdrohnen und reichlich militärisches Equipment beherbergte, sowie eines weiteren IS-Hauptquartiers  in Umm Tuwaina inklusive vier Panzern, einem Raketen-Lager und einem Depot voller Artilleriegeschosse durch präzise SAAF-Einsätze; die gesamte IS-Mannschaft wurde zudem eliminiert.)

Das Außenministerium  in Moskau ließ am Fr., 4.8.2017, nochmals (vgl.u., 25.7.2017) verlauten, daß die Weigerung des UNSC, die Terroranschläge in Syrien zu verurteilen, die Terroristen im Land nur dazu veranlasse, sich unantastbar zu fühlen und weitere zu begehen, und ebenso deren Unterstützerstaaten zum Fortfahren ermutige entgegen den UNSC-Resolutionen zur Bekämpfung des Terrorismus. Dies sende ein völlig falsches Signal aus: „These barbarians should not have the conviction that someone in the Security Council is at one with them”. Zudem gehe der Angriff noch dazu auf das Konto von Ğabhatu_n-Nuṣra! Es dürfe bei Terrorattacken auf diplomatische Missionen Botschaften keine unterschiedliche Handhabung [d.h. Doppelstandards] geben. Schließlich bekundete das Außenamt in seiner Verlautbarung: „Nevertheless, for the third time this month, diplomatic representatives from the United States, the United Kingdom, France and Ukraine, in turns, changing the tune of their objections… have vetoed the Russian proposition to adopt a standard short project of the Security Council’s press statement condemning the terrorist attacks on the Russian diplomatic mission in the Syrian capital.” (http://www.sana.sy/?p=601474, http://sana.sy/en/?p=111234)

Eine weitere Terrorattacke auf Damaskus konnten russische Militärs am 4.8.2017 verhindern. Nach dem neuerlichen Angriff auf die russische Botschaft in Damaskus  (s.u., 2.8.2017) von Ost-al-Ġûṭa aus waren zwei Kontrollpunkte in dieser Region durch Luftabwehr-Einheiten verstärkt haben. Diese konnten eine Drohne der Takfîr-Terroristen mit einer Werba-Rakete abfangen. (https://sptnkne.ws/fdyU)

SAA und Bürger gegen den IS, Photo: Sputnik News

SAA und Bürger gegen den IS, Photo: Sputnik News

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111199 und http://www.sana.sy/?p=600905 (Gezielte effektive Luft- und Artillerieschläge gegen IS-Fortifikationen, deren Artillerie-Stellungen, Nachschubrouten und mobile Kampfwagen-Trupps um das al-Bânûrâmâ-Areal, den Flughafen, im Wâdî aṯ-Ṯarda, beim Friedhof, Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Muraiʽiyya, Tala ʽAlûš von Dair az-Zaur und im westlich davon gelegenen Dorf al-Buġailiyya. Von lokalen Quellen war ebenfalls wieder einiges zu erfahren; so berichteten sie, daß eine Gruppe Bewohner die Staatsflagge am al-Ḥalabiyya-Kreisverkehr an der nördlichen Zufahrt zur Provinzhauptstadt hißte; im östlichen Umland davon, im Stadtteil al-Maḥârîm von al-Mayâdîn, gerieten zwei IS-Gruppen aneinander, wobei vier davon tot zurückblieben;  bei ähnlichen Kämpfen in al-Bû Kamâl in der al-Inṭilâq-Straße wie im anNâdî-Areal wurde der berüchtigte irakische IS-Anführer  Abû Šâdî al-Ġîlânî getötet; andererseits töteten Einwohner von Dair az-Zaur im Umfeld der al-Muḥdaṯa Schule im Gebiet des alten Flughafens drei ausländische IS-Terroristen.)

Terroranschläge vom 3.8.2017:
Beim erneuten Raketenbeschuß durch den IS auf die von der Terrormiliz eingeschlossenen Stadtteile von Dair az-Zaur kamen drei Bewohner, darunter ein Kind ums Leben, 13 weitere wurden verletzt, drei Häuser gerieten deswegen in Brand, weitere wurden beschädigt wie auch die Infrastruktur etc. (http://sana.sy/en/?p=111182, http://www.sana.sy/?p=600870)

US-geführte Koalition attackiert National Hospital von ar-Raqqa u.a. mit Phosphorbomben, Photo: SANA

US-geführte Koalition attackiert National Hospital von ar-Raqqa u.a. mit Phosphorbomben, Photo: SANA

Am Abend des 3.8.2017 führte das neuerliche Bombardement der US-geführten Koalition auf Wohngebiete von ar-Raqqa wieder zum Tod von Einwohnern: Todesopfer waren in diesem Fall eine Frau und sieben Kindern sowie etliche Verwundete; ebenfalls blieben Schäden an Häusern und weiterem materiellem Gut zurück. Allein in den letzten 48 Stunden habe die Koalition 44 Luftangriffe auf die Wohnviertel  der Stadtteile Imâm an-Nûrî-Moschee, aṯ-Ṯakna und al-Badû-Platz geführt. (http://www.sana.sy/?p=601406, http://sana.sy/en/?p=111226)
Nachtrag vom 5.8.2017:   Die Vize-Direktorin des in ar-Raqqa tätigen Zweigs des Syrian Arab Red Crescent (SARC), Dînâ al-Asʽad (Dina al-Asa’ad), die sich in ar-Raqqa aufhält, berichtet darüber, daß die Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition bei dem o.e. Beschuß das National Hospital der Provinzhauptstadt mit Phosphorbomben angegriffen haben. Durch weiteren Beschuß der Klinik mit mehr als 20 Granaten, wurden die Generatoren, die Ambulanzen und einer Reihe von Einrichtungen innerhalb des Krankenhauses getroffen.– Zudem stellte sie klar, daß in jener Klinik mehr als 100.000 Einwohner [wie immer kostenlos!] versorgt würden. Dagegen hätten die IS-Terroristen ihre eigenen Einrichtungen für medizinische Zwecke. Im Klinikum hielten sich keinerlei Terroristen auf. (http://sana.sy/en/?p=111268, http://www.sana.sy/?p=601722 )

Zivile Quellen berichteten zudem, daß bei den Bombardements von Wohnbezirken am Nachmittag in ar-Raqqa 43 Bürger ums Leben kamen, weitere verletzt, zudem Häuser und weiteres Eigentum zerstört wurden.  (http://sana.sy/en/?p=111289).

Generalmajor Igor Konaschenkow, Photo: SANA

Generalmajor Igor Konaschenkow, Photo: SANA

Am 3.8.2017 teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, mit, die Umsetzung des Beschlusses der 4. Astana-Konferenz zur Einrichtung einer 3. De-Eskalationszone im nördlichen Umland (Rîf) von Ḥomṣ sei nun erfolgt. Das ganze Gebiet umfasse 84 Städte und mehr als 147.000 Einwohner. Die Vereinbarung, welche nicht für Anhänger der beiden Terrororganisationen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierte gelte, schließe die Vertreibung all dieser Terroristen aus der Zone ein wie auch die Wiedereröffnung des Autobahnstücks Ḥomṣ – Ḥamâ. Zur Überwachung werde die russische Militärpolizei zwei Checkpoints im Gebiet von Dorf Ḥur Binafsa und ad-Duwair sowie drei Observationsposten in al-Ḥumairât, Qubaibât und Tal ʽUmarî einrichten. Zu deren Aufgaben führte er – wie schon anläßlich der Astana-Konferenz hierzu beschlossen – aus: „military police was entrusted with the tasks of separating the opposing sides, monitoring the implementation of the cessation of hostilities and ensuring the unhindered delivery of humanitarian aid, as well as medical and casualty evacuation.“ und setzte hinzu: “All the sick and wounded people will be provided with an opportunity to undergo medical treatment either at the Russian military hospital or Syrian hospitals.” (http://sana.sy/en/?p=111220; s.a. https://sptnkne.ws/fdaW)

Laut lokalen Medien und Auskunft von Menschenrechtsgruppen vom Do., 3.8.2017, sind in Wohngebieten von ar-Raqqa infolge von Luftangriffen der US-geführten Koalition  (vgl.u.) allein im Juli mindestens 189 syrische Zivilisten getötet worden [und noch wesentlich mehr verletzt]. In den letzten acht Monaten waren es in ar-Raqqa und Dair az-Zaur Hunderte ziviler Todesopfer. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i30176-syrien_189_zivilisten_bei_luftan­grif- fen_der_us_gef%C3%BChrten_anti_is_koalition_in_rakka_get%C3%B6- tet) – Zur Völkerrechtswidrigkeit dieser Aktionen in Syrien s.u.!

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: pars today

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: pars today

Aufgrund der zunehmenden massiven völkerrechtwidrigen Luftangriffe der US-geführten Koalition mit ihren vielen, stetig ansteigenden Todesopfern unter der Zivilbevölkerung und Schäden der Infrastruktur etc. wiederholte das Außenamt in Damaskus am 2.8.2017 seinen erst kürzlich wieder (s.u., 30.7.2017) formulierten Protest vehement in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden mit Aufzählung der einzelnen Übergriffe und ihrer Folgen. Der Sicherheitsrat der UN müsse endlich die USA wie die anderen Staaten als Teilnehmer dieser Koalition wegen der unter dem Vorwand der IS-Bekämpfung gegen die syrische Bevölkerung begangenen Verbrechen und Angriffe auf Kliniken, Schulen und andere Einrichtungen mit gezielter Zerstörung der Witschaftsbasis des Landes zur Rechenschaft ziehen. Von den wiederholten Attacken auf die Armee während ihrer Terroristenbekämpfung  (vgl. Teil V) gar nicht erst zu reden. Auch im Counterterrorismus müsse man sich an das geltende Völkerrecht halten und die Vereinten Nationen hätten für dessen Einhaltung zu sorgen. Zudem existierten Resolutionen, die gerade die von der US-geführten Koalition begangenen Verbrechen ächteten und verböten, doch geschehe tatsächlich nichts, um dieselben zu ahnden. Daher erneuerte das Ministerium auch seine Forderung nach Auflösung dieser schädlichen Koalition. Zum genauen weiteren, im wesentlichen schon durch den letzten wie all die früheren Noten zum Sachverhalt bekannten, Inhalt s. http://sana.sy/en/?p=111150!

Das russische Außenministerium verurteilte den erneuten terroristischen Anschlag auf seine Botschaft in Damaskus vom selben Tag (s.u.) und rief die westlichen Ländern dazu auf, eine Verurteilung dieses kriminellen Aktes durch den UNSC zuzulassen [zu den bislang abgeblockten derartigen Entscheidungen vgl.u.!]. Dazu hieß es im herausgegebenen Statement: „Two shells crashed on the premises of the Russian diplomatic mission and two others, just outside the perimeter fence.” und fuhr fort: „Russia had repeatedly drawn attention to the barbaric nature of the terrorist attacks regularly carried out against residential areas in Damascus and other densely populated Syrian cities to kill civilians, including women and children. … We hope that the moral and ethical norms of our counterparts from the Western countries in the UN Security Council will allow for making a proper public evaluation of that criminal act.” (http://sana.sy/en/?p=111142)

Terroranschläge vom 2.8.2017:
In einem neuerlichen Angriff mittels Mörsergranaten seitens der in Ost-al-Ġûṭa im Umland von Damaskus verschanzten Terroristen auf die damaszener Stadtteile Bâb Tûmâ, al-Mazraʽa – ganz nahe der russischen Botschaft – und al-Muhâğirûn verletzten dieselben nicht nur wieder die Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen sondern verwundeten insgesamt 14 Personen und richteten massive Schäden an Wohnungen und öffentlichem wie privatem Eigentum an. (http://www.sana.sy/?p=600535, http://sana.sy/en/?p=111146)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111119 und http://www.sana.sy/?p=600288 (Vernichtung von IS-Nachschub-Posten, -Schlupfnestern und teils mobilisierten -Trupps einschließlich zweier Autobomben im Ost-Umland von Ḥamâ durch gezielte SAAF-Angriffe im Gebiet von Ğanâ al-ʽAlbâwî, Qulaib aṯ-Ṯaur, Ṣalbâ, ad-Dakîla aš-Šamâliyya und ad-Dakîla al-Ğanûbiyya in Salamiyya; dazu Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs aus inklusive zweier Autobomben aus der Umgebung des Mârînâ-Gebirge auf einen Militärposten östlich von Aṯriyâ durch die Bodentruppen im selben Terrain. Befreiung der neun Orte Ḥuwaiğa Šanân, ar-Raḥbî, aṣ-Ṣabḫa, al-Ğablî, ar-Râbiyya, aḏ-Ḏiyâbiyya, al-Masṭâḥa, Šumra und Islâm sowie Rückeroberung der Ölquellen von al-Ğarâyiḥ im Süd-Rîf von ar-Raqqa, ca. 30km vom Südufer des Euphrat entfernt, vom IS; während der seit dem 14. Juli andauernden Großoperation wurden eine große Anzahl IS-Terroristen getötet, hunderte verwundet,  12 Koommandozentren, drei Panzer, über 330 Kampfwagen verschiedener Typen,  drei  Depots für Munition und militärisches Equipment sowie elf Kanonen und fünf Maschinengewehre zerstört; unter den Getöteten wurden Libyer, Morokkaner,  Saudis und Tschetschenen identifiziert wie auch der tunesische Amîr ğihâz al-ḥisba von Ma’dan, Abû Isḥaq; zudem wurden etliche IS-Stellungen und mobile Einheiten sowie Waffen-und Munitionsdepots  der Terrororganisation im Gebiet von Maʽdân, 40km im SO von ar-Raqqa, wie von Ḫumaisiyya, al-Ğâbar, Muqla Kabîra und Muqla Ṣaġîra in akkuraten Luftschlägen beseitigt. Vereitelung einer von einer Autobombe begleiteten IS-Attacke auf einen Militärposten beim aš-ŠûmariyyaGebirge, 70km östlich von Ḥomṣ mit Eliminierung der meisten Angreifer einschließlich der Autobombe; außerdem präzise erfolgreiche SAAF-Angriffe gegen IS-Verstecke und –Stellungen in Ḥumaima, im SW von al-Bû Kamâl (das selbst zur Provinz Dair az-Zaur gehört). Fortführung der effektiven Luftattacken auch im Ost-Rîf von Dair az-Zaur gegen eine IS-Zentrale, Lager von Waffen und Munition, sowie gegen Befestigungsanlagen und Schlupf­nester im Gebiet des westlich der Provinzhauptstadt gelegenen Dorfes al-Buġailiyya und in Tala ʽAlûš am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur; zivile Quellen vor Ort informierten den SANA-Korrespondent darüber, daß eine Gruppe Einwohner  nahe as-Sûsa im Umkreis von al-Bû Kamâl in der Morgendämmerung den Sitz des lokalen Amîr ğihâz al-ḥisba  angriffen, denselben töten und die Zentrale zerstören konnte; die Auflösungserscheinungen im Ost-Umland von Dair az-Zaur gingen derweil weiter: die Einheimischen berichteten davon,  daß eine andere Gruppe von Bewohnern ein Auto mit etlichen IS-Terroristen, darunter zwei Anführer mit Kampfnamen Abû Ṣâfiyya al-Kandarî und  Faiṣal aš-Šamarî im gleichen Gebiet und sie mit einigen ihrer Begleiter töteten. auch meldeten die lokalen Quellen die Desertion des Abû ʽUṯmân al-Mayâdinî, des Amîr der islamischen Polizei der Wilâya [d.i. IS-„Provinz“] „Euphrat“ nur wenige Tage nach seiner Ernennung zum Nachfolger von Abû Laiṯ aṭ-Ṭawâṭiḥa, der schon  vor ein paar Tagen geflohen war.)

Weiterer Ausgrabungsfund, Photo: SANA

Weiterer Ausgrabungsfund, Photo: SANA

Einer Erfolgsmeldung von Dr. Maḥmûd Ḥamûd, dem Direktor des Departments für Altertümer der Region Damaskus, vom 1.8.2017 gegenüber SANA zufolge, wurde am selben Ausgrabungsort  im Wâdî Baradâ in der Stadt Birhaliyâ, ca. 30km  nord­westlich von Damaskus, erneut ein prachtvolles Mosaik (s. Abbildung) entdeckt, welches dem im Vormonat aufgefundenen in vielem ähnelt und damit die Thesen über den Ort (vgl.u., 5.7.2017) bestätigt.  Das Kunstwerk aus der byzantinischen Epoche des 6. Jh. mißt etwa 50m2,  die Dekorationselemente der beiden Bodenbeläge weichen jedoch etwas voneinander ab. (http://www.sana.sy/?p=599711)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.8.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111073 und http://www.sana.sy/?p=599618 (Vernichtung von IS-Positionen mitsamt aufgerüsteten Kampfwagen durch die mit alliierten Streitkräften verstärkten Bodentruppen unter SAAF-Deckung beim Abû Ḥanâyâ- und Ṣalbâ-Kreisverkehr im Ost-Rîf von Salamiyya; unter den Getöteten wurden auch vier IS-Feldkommandeure identifiziert; zudem effektive, präzise Luftschläge gegen IS-Schlupfnester mit militärischem Equipment nahe ʽUqairbât [zur Bedeutung der Stadt für den IS vgl.u.]. Vereitelung von IS-Attacken auf Militärposten zum Schutz des Areals um Regiment 137 und beim Dorf al-Buġailiyya westlich von Dair az-Zaur mit Eliminierung der meisten IS-Angreifer wie auch bei den Gefechten mit IS-Trupps auf der S- und SW-Achse der Provinzhauptstadt.  – Lokale Quellen informierten darüber, daß der IS wieder sechs Bewohner, darunter eine gelähmte Person mit Lähmung der unteren Extremitäten, in den Dörfern aṭ-Ṭayyâna und al-Ğalâ´ der Provinz Dair az-Zaur hinrichten ließ. Einwohner von al-Bû Kamâl berichteten weiter von Desertationen unter den IS-Kämpfern einschließlich beim Führungspersonal, dem wachsenden Willen in der Bevölkerung in und um Dair az-Zaur angesichts der anmarschierenden SAA gegen die Terroristenbesatzer bzw. – Umzingelung aufzubegehren; auch besetze der IS immer mehr Häuser und anderes Gut und vertreibe die Eigentümer daraus, um es zu verminen und Barrieren gegen die Armee auf den Hauptzufahrtsstraßen zu errichten.)

Der 72. Gründungstag der Armee wird in Syrien gerade angesichts des langjährigen Anti-Terrorkrieges mit zahlreichen Aktionen festlich begangen.  Präsident Dr. al-Assad würdigte als oberster Befehlshaber der Streitkräfte des Landes in einer Rede am 1.8.2017 deren wie auch der Bevölkerung Standhaftigkeit und der SAA heroischen Kampf und der Gefallen Opfer über die Jahre hinweg im Einsatz gegen den Takfîr-Terrorismus, den von regionalen und internationalen Mächten mit dem Ziel unterstützten Feind, Syrien ihre Dominanz aufzuoktroyieren. Volk und Armee stünden in bewunderungswürdiger Weise Seite an Seite bei der Verteidigung der Heimat und Bewahrung von Würde, Freiheit und Unabhängigkeit. Diese Entschlossenheit habe schon so viele wichtige Siege errungen und werde ebenfalls dazu führen, daß endlich auch in ganz Syrien wieder Sicherheit und Frieden einkehre. – Die ganze Rede ist nachzulesen bei:  http://sana.sy/en/?p=111048, http://www.sana.sy/?p=599527 (veröffentlicht im Mağla  Ğaiš aš-Šaʽb, d.i. Magazin Volksarmee)

Unterstützungsdemonstration für die SAA zu deren 72. Gründungstag, Photo: SANA

Eine der Unterstützungsdemonstrationen für die SAA zu deren 72. Gründungstag, Photo: SANA

Zum Tag der Armee am 1.8.2017 resümierte der Verteidigungsminister, General Fahd Ğâsim al-Furaiğ, in einem Telefoninterview über die jüngsten Fortschritte im Antiterrorkrieg: die meisten Gebiete seien von den Terroristen befreit, letztere auf wenige begrenzte Areale zusammengedrängt worden. Daher mache sich auch zunehmende Konfusion in ihren Reihen bemerkbar, die Errichtung des geplanten  Kalifats  auf syrischem Boden sei als gescheitert zu betrachten. Die Initiative bei den Militäroperationen liege nun bei der SAA und den sie unterstützenden Kräften, nicht mehr bei den Terroristen. In viele befreite Gebiete sei bereits wieder ein weitgehend normales Leben zurückgekehrt. Zu den größten Erfolgen der letzten Zeit rechnete er die Befreiung des Großraums von Aleppo, die Rückeroberung der Oase Tadmur mit Ausdehnung der Kontrolle bis tief in die Große Wüste hinein. Mit Entschlossenheit werde bis zur Ausrottung des Takfîr-Terrorismus weitergekämpft. Dazu bemerkte er wörtlich: „Our war against terrorism will continue, and the armed forces are called for today to give more and boost their determination to eradicate terrorism from every inch of our beloved land and to restore security and stability to the homeland.” Besondere Grüße und Wertschätzung übermittelte er neben den alllierten Kämpfern auch der so sehr in Patriotismus und Heimatliebe zu ihrer Armee stehenden syrischen Bevölkerung, sprach zum Schluß noch ein kurzes Gebet für die Gefallenen und ihre Familien und  wünschte den Verwundeten schnelle Genesung. (http://sana.sy/en/?p=111092)

Der für die Rekonziliierung zuständige Minister Dr. ʽAlî Ḥaidar würdigte am 31.7.2017 die Errungenschaften der Armee im Counterterrorismus zum 72. Jahrestag ihrer Gründung [am 1. August]. Dieselben hätten die friedliche Aussöhnung und Ausdehnung der Waffenruheregionen sehr positiv beeinflußt, indem mit den bekämpften und abziehenden Terroristen auch der Druck auf die zuvor unter ihrer Besatzung leidenden Bevölkerung immer mehr nachlasse. Im Gebiet südlich der Hauptstadt, insbesondere im Yarmûk-Flüchtlingscamp (inzwischen Stadtteil!) und  al-Ḥağar al-Aswad stehe eine umfassende Regelung bevor, die eine Wende zur Rückkehr der geflohenen Bevölkerung einleite. (http://sana.sy/en/?p=111038)

Mit 30.000 Stück Captagon-Pillen [zu deren besonderer Bedeutung für Terroristen vgl. Teil II] erwischten Mitarbeiter des Drogen-Departments in Damaskus einen Schmuggler und nahmen ihn fest. (http://sana.sy/en/?p=111090)

Sprengsätze der Terroristen, Photo: SANA

Sprengsätze der Terroristen, Photo: SANA

Als Suizidattentäter nutze der IS gerade auch Mitglieder nach schweren Verletzungen („Krüppel“) weiter, wie das russische Nachrichtenportal riafan.ru am Di., 1.8.2017, unter Beru­fung auf syrische Quel­len am Di., 1.8.2017, publik machte. (https://sptnkne.ws/fch8)

Terroranschläge vom 1.8.2017:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra, verschanzt im Dorf Tal Dahab (nahe al-Ḥûla im NW-Rîf von Ḥomṣ), beschossen mit Raketen das Dorf Qarmabei Miyâf im SW-Umland von Ḥamâ, verletzten dabei zwei Bewohner und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum.
(http://sana.sy/en/?p=111095, http://www.sana.sy/?p=599926)

Die US-geführte Koalition setzte auch am 1. August ihre völkerrechtswidrigen Bombardements auf syrische Städte und Dörfer trotz wiederholter mehrfacher Proteste auch gegenüber den UN (vgl.u.) fort. Die Opferzahl beläuft sich derzeit  nach Zeugenangaben auf mindestens 60 getötete Zivilisten, eine noch größere Anzahl Verletzter, darunter Frauen und Kinder, und ausgedehnte Zerstörungen v.a. an Wohnhäusern etc. Betroffen waren dieses Mal die Orte al-Kamša, aš-Šuwai, ad-Duwair und al-ʽAšâra im östlichen Umland von Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=111053, http://www.sana.sy/?p=599570)

SAA auf Beobachtungsposten, Photo: SANA

SAA auf Beobachtungsposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=111000 und http://www.sana.sy/?p=598962 (Präzise, effektive Luftschläge gegen IS-Zentren, -Fortifikationen und mobile Trupps in Ṣalbâ, Ğarûḥ, Qulaib aṯ-Ṯaur, Ğanâ al-ʽAlbâwî, Wâdî al-ʽAḏîb, Dakîla Šamâliyya und Dakîla Ğanûbiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ; Beseitigung des ganzen motorisierten IS-Trupps auf der Höhe as-Saṭaḥiyât im W-Umland von Salamiyya zusammen mit dem Kommandeur  von Katîba al-Fat innerhalb von Ğaiš al-ʽIzza, genannt Muṣʽab Abû Saif. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen eine IS-Zentrale, weitere IS-Fortifikationen und –Stellungen mit Kampfwagen im Bereich von ar-Râbiyya im Süd-Rîf von ar-Raqqa. Dergleichen gegen IS-Verschanzungen und Versorgungsrouten um Ḥumaima, an der Verwaltungsgrenze der Provinz Dair az-Zaur, as-Suḫna, 70km östlich von Tadmur und beim Dorf Mušairifa Qabaliyya [nahe Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf vonom. Ebenfalls konzentrierte Luftangriffe auf IS-Ansammlungen und –Fortifikationen einschließlich eines Hauptquartiers im Raum Dair az-Zaur  im Wâdî aṯ-Ṯarda, um den Friedhof, den Flughafen, das Regiment 137, den Bereich al-Bânûrâmâ und die Stadtgebiete al-ʽArḍî, ar-Ra­šadiyya und al-Ḥamîdiyya. – Die Entsatz-Armee-Einheit befindet sich nur noch ca. 50km von Dair az-Zaur  entfernt!)

Mekka zur Wallfahrtszeit, Photo: Reuter

Mekka zur Wallfahrtszeit, Photo: Reuter

Durch Politisierung der Angelegenheit und um weiteren Druck auf Syrien auszuüben, versagt die saudische Regierung auch in diesem Jahr den syrischen Muslimen, ihre religiöse Pflicht, einmal im Leben die Wallfahrt nach Mekka  (Ḥağğ als eine der sog. fünf Säulen der islamischen Glaubenslehre) zu vollführen, wie aus dem Auqâf-Ministerium am 31.7.2017 verlautete. (http://sana.sy/en/?p=111025) – Das Problem besteht seit Ausbruch der Krise in Syrien, wobei der Wahhâbismus, in Saudi-Arabien Staatsreligion, Grundlage der Takfîr-Ideologie der gegen die säkulare syrische Regierung kämpfenden Extremisten ist und zudem die saudische Regierung zur den Unterstützern derselben zählt.

Gegen die in jüngster Zeit massierten völkerrechtswidrigen Angriffe auf zivile Ziele durch die US-geführte Koalition protestierte die Regierung am 30.7.2017 zum wiederholten Male (vgl. ) mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Da die Sicherung von Frieden und Sicherheit zu den Pflichten des UNSC gehöre, müsse dieser endlich dafür sorgen, daß die Verbrechen dieser Koalition gegenüber syrischen Bürgern beendet würden, indem dieselbe aufgelöst werde. Schließlich sei sie jenseits irgendwelcher UN-Statute in die Welt gesetzt worden und agiere ohne Anforderung und Erlaubnis durch die souveräne legitime Landesregierung. Ebenso müsse der UNSC dafür Sorge tragen, daß sich alle Teilnehmer am Counterterrorismus an die UNSC-Resolutionen hierzu, insbesondere die Nr.2253 (vgl.) hielten. Die kontinuierlich und nahezu täglich gegen unschuldige Bürger verübten Massaker der Koalition in den Provinzen ar-Raqqa, al-Ḥasaka, Aleppo und Dair az-Zaur seit Beginn von deren illegitimer Einmischung am 23.9.2014 dienten zudem der Unterstützung der terroristischen Gruppen im Land. Allein für den Juli konstatierte das Außenamt solche Angriffe mit Bomben und Marschflugkörpern auf Wohnbezirke und Häuser von Bürgern in Städten und Dörfern mit Hunderten von Toten und Verletzten – vor allem unter Kindern, Frauen und Älteren – am 3. , 4., 12., 18., 27., 29. und 30. in  Kaškaš Ğabûr und Kaškaš Zayânât in al-Ḥasaka, al-Kaškiyya, al-Mayâdîn, aṭ-Ṭayyiba und al-Bû Kamâl in Dair az-Zaur [vgl.u. und s. Teil V]; bei den drei Attacken in der Stadt aṣ-Ṣûr [oder: aṣ-Ṣuwâr], dem Dorf ad-Dablân und der Innenstadt von al-Mayâdîn in der Provinz Dair az-Zaur am 27., 28. und 29. Juni 2017 wurden mehr als 90 Bewohner (hauptsächlich Kinder, Frauen und Ältere) getötet und sogar die international geächteten weißen Phosphorbomben eingesetzt [vgl. Teil V]; am 9.6.2017 wurde bei Koalitions-Bombardements auf Häuser von Bürgern in den Stadtteilen al-Mašlab, aṣ-Ṣinâʽa und as-Sabâhî in ar-Raqqa gezielt und dabei allein 18 Bewohner einschließlich Kindern, Frauen und Älteren getötet.  Ohne die fortgesetzte unbegrenzte Unterstützung für  die terrorsitischen Organisationen, insbesondere den IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra durch die US-geführte Koalition hätten sich diese gar nicht ausbreiten können. Jene Angriffe erfüllten mit dem durch das Töten und Zerstören angerichteten kreativen Chaos die Ziele der Koalition wie der Terrorgruppen nach Destabilisierung der Region, Vernichtung der syrischen Kapazitäten und Verlängerung der Krise, was wiederum den Interessen der israelischen Regierung entspreche. Bei den Koalitionsangriffen auf SAA-Stellungen und bedeutende staatliche  Infrastruktur  sei die Beziehung zwischen einigen Koalitionsmitgliedern wie Qaṭar, Saudi-Arabien oder Großbritannien auf der einen und Terrororganisationen auf der anderen klar zutage getreten, indem letztere von diesen Luftschlägen profitierten [Beispiele s. Teil V]. Daher fordere die Regierung die sofortige Einstellung dieser Koalitionsverbrechen und systematischen Verletzungen der syrischen Souveränität und territorialen Integrität. Das andauernde Schweigen der Vereinten Nationen, ihrer höheren Repräsentanten und Mitgliedsstaaten gegenüber diesem verbrecherischen Gebahren sei nicht länger hinnehmbar, vor allem da es die Koalition zur Fortführung ihrer Verbrechen gegenüber Syrien animiere. Das Ministerium erneuerte seine Verurteilung dieser Koalitionsverbrechen mit Angriffen gegen die Bevölkerung, die Infrastruktur, die Ökonomie, Dienstleistungseinrichtungen, Ölförder- und Verarbeitungsanlagen, privates und öffentliches Eigentum in stärkstem Maße, welche das Leben unschuldiger Bürger kosteten und immense Schäden anrichteten. (http://sana.sy/en/?p=110969, http://www.sana.sy/?p=598710)

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition griffen auch am 30.7.2017 wieder Zivilisten an, in al-Bû Kamâl im SO von Dair az-Zaur kamen bei den Treffern des ʽ´iša-Hos­pitals wie der Kreisverkehranlagen  an-Nâdî und aš-Šuhadâ´ laut lokalen Quellen sechs Bewohner, darunter Frauen und Kinder, ums Leben, weitere zehn wurden verletzt, Infrastruktur wurde zerstört. (http://sana.sy/en/?p=110946, http://www.sana.sy/?p=598318 vom 30.7.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110937 und http://www.sana.sy/?p=598269 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und –Ansammlungen östlich von Salamiyya im Raum  ʽAkaš, des Wâdî al-ʽAẓâm und az-Zâʽiğa in der Provinz Ḥamâ mit Zerstörung ihrer Fahrzeuge samt Bewaffnung mitsamt eines Öltransporters; unter den getöteten Terroristen fand sich auch der IS-Šarîʽa-Richter  mit Kampfnamen al-Ḥarbî.  Erfolgreiche Gefechte gegen IS-Trupps in Dair az-Zaur im al-Bânûrâmâ-Gebiet, um das Regiment 137 und den Airport; Beseitigung von IS-Schlupfnestern und Sammelpunkten durch die Luftwaffe im Areal von al-Ḥamîdiyya, al-Bânûrâmâ und dem Flughafen. – Laut lokalen Quellen aus al-Mayâdîn kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Bewohnern des östlichen Umlands der Provinzhauptstadt und IS-Terroristen, wobei zwei davon getötet wurden; es desertierten weiterhin der Amîr ğihâz al-ḥisba des IS in al-Bû Kamâl namens Râkân al-Harš, wie der IS-Verantwortliche für die Telekommunikation, Badîʽ ʽÎsâ al-Ḥamîdî, sowie Hišâm Ramaḍân, einer der IS-Kommandeure in Mû Ḥassan; zur Abschreckung der Bürger ließ der IS andererseits 11 Bewohner der Dörfer Maʽdân ʽAtîq, Suwaidân Ğazîra und in Ḥatla im Umland von Dair az-Zaur hinrichten.)

Erneut sind türkische Truppen in Nordsyrien eingefallen und haben am So., 30.7.2017, in zwei Dörfern des Distrikt ʽAin al-ʽArab [türkisch: Kobane] an der Grenze zur Türkei Stellungen bezogen; außerdem verminten sie das Gelände, berichtet kurdische Agentur ANHA. (https://sptnkne.ws/fbuN)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110916 und http://www.sana.sy/?p=597807 (Vernichtung von teils motorisierten IS-Mannschaften durch Bodentruppen unter SAAF-Deckung in ʽUqairbât, as-Sûḥa, Ğarûḥ, Qaṭal aš-Šamâlî und Qulaib aṯ-Ṯaur im NO-Umland von Ḥamâ inklusive der ISNachschublinienʽUqairbât gilt als ISHauptversorgungszentrum am Rand der Großen Wüste mit Nachschubverbindungen nach Šâʽir [Ölfelder!] und Ğab al-Ğarâḥ im Osten der Provinz Ḥomṣ und angrenzendem Gebiet. Nach Verfolgung von IS-Trupps auf der Achse des Ölfelds von al-Hîl und as-Suḫna Rückeroberung der strategisch bedeutsamen und beherr­schenden Anhöhen  – auch am Rand von as-Suḫna einschließlich von Tal Umm Ḫaṣm und des Ğabal al-Qulailât im SW von as-Suḫna, ca.70km im NO von Tadmur –  as-Suḫna ist ein wichtiges Bindeglied und Knotenpunkt der IS-Hauptver­sorgungsrouten zwischen dem Umland der Provinzhauptstädte  Ḥomṣ, Dair az-Zaur und ar-Raqqa mit der derzeit größten IS-Ansammlung, welche Zehntausende von Bürgern tyrannisiert. Beseitigung von IS-Trupps in verschiedenen Gefechten an der S- und W-Seite von Dair az-Zaur um al-Bânû­râmâ, den Flughafen und das Regiment 137; unter den zahlreich Getöteten wurde auch der IS-amîr von Ḥassan,  Muʽâwiyya al-Farağ, identifiziert. – Lokale Quellen berichteten, daß alle Mitglieder des sog. IS-Sicherheitsamts in al-Ḥussainiyya im westlichen Umland von Dair az-Zaur getötet worden seien, von dreien fand man ihre leblosen Körper nahe des Urlaubsortes al-Wâḥa;  drei weitere Leichen ausländischer IS-Terroristen wurden auf der Straße vor Einmündung ins Dorf al-Bûlail im Ost-Rîf von Dair az-Zaur abgelegt, darunter jene des IS-Zuständigen für die Bewaffnung Abû Ġaṣn al-Albânî [d.h. aus Albanien]; zudem seien zwei IS-Anführer von einer Frau im Dorf aṣ-Ṣâliḥiyya im N der Provinzhauptstadt liquidiert worden. Wie schon dargelegt, ermutigt das Herannahen der SAA die Bevölkerung zum Aufbegehren gegen die Terroristen und veranlaßt letztere immer mehr zur Flucht bzw. Desertion, wie zuletzt die beiden IS-Kommandeure Badîʽ ʽÎsâ al-Ḥamîdî und Hišâm Ramaḍân, zuständig für die Stadt Ḥassan, ebenfalls laut zivilen Quellen aus der Gegend. – Andererseits führt der IS Abschreckungsmaßnahmen durch: so wurden zwei IS-Kämpfer  in Mû Ḥassan hingerichtet und ein Einwohner von Ġuraiba im SO-Rîf von Dair az-Zaur verbrannt.)

Und wieder bombardierten am 29.7.2017 Kampfflieger der US-geführten Koalition Wohnareale und wichtige Infrastruktur statt IS-Stellungen: dieses Mal traf es das Dorf aṭ-Ṭayyiba im Landkreis al-Ma­yâ­dîn, wo sieben Mitglieder der Familie al-ʽAṭîš inklusive fünf Kindern ausgelöscht, etliche weiterer Personen verletzt und deren Häuser zerstört wurden. – Beim Bombardement eines Hauses in al-Ma­yâ­dîn wurden drei Bürger getötet, weitere verletzt, das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. (http://sana.sy/en/?p=110926, http://www.sana.sy/?p=597965)

Nach Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Nach Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Am 28.7.2017 konnten Mitarbeiter des Drogendepartments 18.000 Captagonpillen (zu deren spezieller Verwendung durch Terroristen s. Teil II), versteckt in einem Auto, konfiszieren und die Schmuggler festnehmen. (http://sana.sy/en/?p=110904)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110910 und http://www.sana.sy/?p=597552 (Präzise effiziente SAAF-Angriffe gegen IS-Fortifikationen und  -Trupps im al-Bânûrâmâ-Areal, um das Regiment 137 und den Friedhof auf der Südachse von Dair az-Zaur sowie um die ar-Raqqa-Brücke die ʽÎn Abû Ğumʽa-Polizeistation im N der Provinzhauptstadt und das Kûnîkû-Förderfeld, 20km östlich davon in der Großen Wüste mit Vernichtung von deren Bollwerken samt Hauptquartier mitsamt den Mannschaften. – Seit Wochen begehren wegen des Näherrückens der SAA auch die unter IS-Kontrolle gezwungenermaßen lebenden Bewohner im (Ost-)Umland von Dair az-Zaur gegen IS-Kämpfer  auf (vgl.u.).)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden machte das Außenministerium am 27.7.2017, auf die immer prekärer werdende Lage der Bewohner der von Terroristen seit Jahren eingeschlossenen und belagerten Kleinstädte Kafarayâ und al-Fûʽa (vgl. Teil V) wenige Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Idlib aufmerksam und forderte unmittelbare Maßnahmen zur Beendigung der inhumanen Bedingungen und des täglichen Leidens der Einwohner. Seit Jahren greifen lassen die Extremisten verschiedener Gruppen nicht nur die Bewohner in Terrorattacken an, sondern lassen auch keine humanitäre Hilfe durch die Einkesselung hindurch und dies während des ohrenbetäubenden Schweigens der Verantwortlichen von Körperschaften hinsichtlich Menschenrechten, des Human Rights Coordination Office u.s.w.. Das Ministerium führte aus: „The catastrophic situation of more than 7,000 Syrian civilians trapped in an area of no more than 10 square kilometers has become a disgrace to humanity and the Western countries that have turned their back on the suffering of those civilians, most of them are women and children, who lack the basic live­lihood needs, including food and medicine and clean drinking water.” Allein die Wasserration einer Familie dieser Orte betrage einen ½ m2 für mehrere Tage! Infolge des Treibstoffmangels komme zwangsläufig zu Engpässen bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Strom.  auch medizinische Hilfe und Hilfsmittel wie z.B. Impfstoffe gelangten nicht durch den Belagerungsring, weshalb sich auch übertragebare und nicht übertragbare Krankheiten ausgebreitet hätten. auch ermangele es den Einwohnern an geeigneter Kleidung bei Kälte, Nässe, Hitze etc.. Daher zog das Außenamt den Schluß: „the so-called international community has left the people of Ke­fraya and al-Fuaa at the mercy of armed terrorist organizations operating in the countryside of Idleb with the support of well-known regimes and governments, foremost of which is Jabhat al-Nusra.” Die UN hätten sich nicht einmal mehr um Hilfskonvois für die beiden Orte bemüht. Daher rufe man die Vereinten Nationen wie den UNSC, der heute zur humanitären Situation in Syrien tage, zu den eingangs erwähnten Maßnahmen auf.  Sonst werde die Bevölkerung durch die belagernden und sie ständig angreifenden Terroristen noch vollständig ausgelöscht, wenn nicht demnächst Hilfe komme: „it shouldn’t take a matter of days or weeks, rather there should be immediate action to deliver food and medical supplies to those towns.”, hieß es zum Schluß.   (http://sana.sy/en/?p=110865) – Wie in anderen entsprechenden Regionen auch, versucht die Regierung dennoch aus der Luft, das Notwendigste bereitzustellen. (s.a. https://sptnkne.ws/eZXS)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî bei den UN in New York, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî bei den UN in New York, Photo: SANA

Entsprechend Stellung nahm auch der permanente UN-Vertreter Syriens, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, während der o.e. Sitzung des UNSC zur Situation im Land. Dezidiert legte er klar, wie die illegal [zur Einordnung s. Teil IIITeil IV] gegen Syrien verhängen Wirtschaftssanktionen wie die terroristischen Aktionen von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten die negativen Zustände herausfbeschworen hätten und die Umsetzung der humanitären Pläne nachhaltig verhinderten. U.a. ließen die Terroristen die Hilfslieferungen nicht zu den bedürftigen Bewohnern unter ihrer Kontrolle durch. Auch daß die Rate der zugesagten Unterstützung tatsächlich bei 12% liege, sei im Bericht über die Situation ebenso übergangen worden. Ebenso müsse man als Gründe die fortgesetzte negative Einmischung regionaler und internationaler Seiten in die inneren Angelegenheiten Syriens wie deren Verhindungsmaßnahmen zur Erlangung einer friedlichen Lösung der Krise in Syrien auf dem Weg des politischen Prozesses sehen.  Leider lasse jedoch schon die Struktur und die Herangehensweise des monatlichen Berichts Reports vermissen, daß es den Verfassern um die Verwirklichung der genannten Ziele gehe: „I affirm, unfortunately, that the target of the monthly report was deliberately substituted from fo­cu­sing on the difficulties that face the humanitarian access in Syria into exploiting the report by some permanent member states and making it a means to defame the Syrian government and exert pressure on it.” Auf internationalem Parkett tätige Amtsträger hätten zudem bestätigt, daß es gewissen Mitgliedern des UN Office of Coordi­na­tion of Humanitarian Affairs (OCHA)  nur darauf ankomme, die Regierung in Damaskus zu provozieren und die notwendige Koordination mit ihr für die Hilfeleistung vor Ort zu untergraben versuchten. Dies beweise auch folgender Umstand: „In this regard, the government of Syria stresses that criticizing the national reconciliations by the report formulators is a message that politically supports terrorists and their financiers.” Außerdem  ignorierten die Verfasser des monatlichen Reports zudem die Zerstörungen und üblen Auswirkungen der Bombardements der sog. US-geführten Koalition wie deren Einsatz verbotener Waffen. Es sei schon sehr verwunderlich, daß die Verfasser jenes Reports diese Vorgänge gar nicht interessierten, obwohl die Opfer in die Tausende gingen und die Schäden in Milliardenhöhe reichten.  Vor allem müsse auch betont werden, daß die als „besieged are­as” [belagerte Areale] klassifizierten Gebiete von Terrororganisationen besetzt gehalten würden, welche die Bewohner dort als menschliche Schutzschilde mißbrauchten und verhinderten, daß zu jenen humanitäre Hilfe gelange. Z.B. lebten die Einwohner von Kafarayâ und al-Fûʽa seit mehr als drei Jahren unter Belagerung von Ğabhatu_n-Nuṣra u.a.  „in spite of that, the UN has stopped demanding to send any humanitarian convoys to the residents of these towns who reach 7 thousand.” Hierzu ergänzte er noch: „There was no professional ripeness in the UN reports about the humanitarian situation in Syria… we want a humanitarian partnership with the Syrian government, we don’t want OCHA to replace the Sy­rian government and we won’t allow this to be done.” (http://sana.sy/en/?p=110876)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110838 und http://www.sana.sy/?p=596767 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von IS-Affiliierten auf die Verbindungsstraße Aṯriyâar-Raṣâfa nahe der Kreuzung von az-Zakiyya, 20 km östlich von Aṯriyâ im Ost-Rîf von amâ mit Vernichtung aller Terroristen samt deren militärischem Equipment inklusive Kommunikationsgeräten; ebenso Vereitelung eines Angriffsversuchs eines Extremistentrupps auf die Verbindungsstraße Sala­miy­ya Ḥomṣ nahe Ḫunaifîs im SO-Rîf mit ähnlichem Ausgang; zudem Beseitigung einer IS-Anhäufung westlich von  Ğab al-Mazârîʽ im O-Rîf von Salamiyya. Erfolgreiche, für den Feind verlustreiche Gefechte mit IS-Trupps um den Dair az-Zaur Airport, beim al-Bânûrâmâ-Areal und beim Kreisverkehr von al-Buġailiyya im West-Umland der Provinzhauptstadt; dazu präzise effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und  -Fortifikationen um das al-Bânûrâmâ-Areal und das Regiment 137; gemäß Bewohnern von al-Bû Kamâl hat eine Gruppe junge Männer im Dorf al-Harî im Ost-Rîf einen IS-Kampfwagen angegriffen und die vier Insassen getötet.)

Wie schon so oft (vgl.u.) hinterließen Bombardements der US-geführten Koalition nach Meldung durch lokale Quellen 18 getötete und mehr als 20 verletzte Bewohner zusammen mit erheblichen Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur in den Dörfern aṭ-Ṭayyâna (bei al-Mayâdîn), Marâ mit Wasser-Station im nördlichen sowie aš-Ṣumaiṭiyya im westlichen Umland der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur. (http://sana.sy/en/?p=110855, http://www.sana.sy/?p=596772)

Biomedizinische Einrichtung der medizinischen universität Tartus, Photo: AU

Biomedizinische Einrichtung der medizinischen Universität Ṭarṭûs, Photo: AU

Trotz des Kriegs nahmen  Mannschaften aus Syrien immer wieder an internationalen Oympiaden  im Bereich Technik, Robotik etc. erfolgreich teil und heimsten Preise ein. Nun hat eine Studentengruppe der Universität Ṭarṭûs  einen wichtigen Beitrag zur Nachsorge für die vielen Opfer erfunden, die während des Krieges – vor allem auch durch von Terroristen ausgelegte Minen und Sprengsätze wie die früher täglichen Terrorangriffe –  Gliedmaßen verloren haben. Shadi Ali [Šâdî ʽAlî], Dozent an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, teilte gegenüber Sputnik News mit: „Heute hat eine enorme Zahl von Syrern Bedarf an Prothe­sen der oberen und unteren Gliedmaßen. Dies veranlasste unsere Studenten, solche zu entwickeln. Im Endeffekt wurden Handprothesen geschaffen. Zur Zeit wird die Steuerung durch Nervenimpulse verbessert.“ Zwar gab es solche Hilfsmittel, doch waren sie für die meisten zu teuer. Die Eigenentwicklungen besitzen relativ hohe Qualitätsstandards bei guter Funktions­tüchtigkeit, sind jedoch wesentlich günstiger als vergleichbare Produkte: eine Handprothese aus speziellem Material, das  gegen hohe Temperaturen und Feuchtigkeit beständig ist, könne zu umgerechnet 200 US-$ bezogen werden. Als Nächstes sollen Fußprothesen entwickelt werden. (https://sptnkne.ws/eZ5D)

Inländische günstige Prothesenfertigung, Photo: SANA

Inländische günstige Prothesenfertigung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110789 und http://www.sana.sy/?p=596213 (Befreiung von al-Buġailiyya, 4km im NO von Ğabâb Ḥamad (4km südlich von Ğab al-Ğarâḥ) und Rückeroberung mehrerer bedeutender Anhöhen und Positionen, 8km im SW von as-Suḫna im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Beseitigung von IS-Trupps samt gepanzerter Fahrzeuge, mit Artillerie aufgerüsteter Wagen, verschiedenen Waffen etc.; anschließend Säuberung der Gebiete von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen. Effiziente präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und –Schlupfnester um das al-Bânûrâmâ-Areal, das Liwâ´ at-Ta´mîn am Stadtrand von Dair az-Zaur inklusive Vernichtung eines Munitionsdepots sowie erfolgreiche Bodengefechte gegen den IS beim Friedhof, um den Flughafen und das Re­giment 137. – Lokale Quellen aus al-Bû Kamâl meldeten, daß eine Gruppe Bürger IS-Terrori­sten bekämpfte und dabei einige von  ihnen verletzte; wegen der aufbegehrenden Bewohner ließ der IS erneut Zivilisten hinrichten: drei Zivilisten im Dorf Suwaidân und einen in der Stadt al-Ğalâ´ im O-Rîf von Dair az-Zaur.)

Erneut konnte am 26.7.2017 im West-Qalamûn ein Waffentransporter für Ğabhatu_n-Nuṣra gestellt und konfisziert werden. (http://sana.sy/en/?p=110785)

Gewisse Mitglieder des UN-Sicherheitsrats verweigerten erneut, den kürzlich wiederholten Terrorangriff auf einen damaszener Stadtteil, der auch die russische Botschaft betraf  (vgl.u.), zu verurteilen. Daher hieß es aus der russischen Gesandtschaft dazu: We regret to say that some members of the Security Council have again refused to consider the Russian draft under a far-fetched pretext of the lack of evidence on the terrorist nature of the attacks”. (http://sana.sy/en/?p=110775, s.a. https://sptnkne.ws/eZhZ)

Im Gespräch mit RIA Novosti gab Transportminister ʽAlî Ḥamûd einen kurzen Überblick über die Verkehrssituation im Land infolge der terroristischen Zerstörungen: Demnach sind allein schon mehr als 2/3 des Eisenbahnnetz ruiniert. „Die Terroristen haben mehr als 1800 Kilometer des bis zu 2450 Kilometer langen Eisenbahnnetzes sowie 17 Eisenbahnbrücken zerstört und den Warentransport beeinträchtigt. Auch  sprengten die Extremisten Züge und Gleise, demontierten sie zum Teil mit Export ins verbündete Ausland und verursachten Unfälle. Die Türkei als unterstützende Macht sei demnach an den Verwüstung mitschuldig. Ähnlich arg sieht es beim maritimen Handel aus: „Die Anzahl der Schiffe, die die syri­schen Häfen anlaufen, ist von 4614 im Vorkriegsjahr bis auf 1554 jährlich während des Krieges gesunken,“ erklärte der Minister. (https://sptnkne.ws/eYZj)

"Gihâd-Pickups", Photo: AP

„Gihâd-Pickups“, Photo: AP

Bekannt ist seit Jahren die Vorliebe der (IS-)Terroristen, vor allem im Nahen Osten, für Pickup-Trucks, insbesondere der Marke Toyota. Diese werden als Kampfwagen mit unterschiedlich schweren Maschinengewehren ausgestattet oder als Autobomben bevorzugt und effektiv eingesetzt. Doch wie geht man am besten gegen sie vor? Gemäß dem Militärexperten Anton Lawrow seien die extrem mobilen Gefährte auf herkömmliche Weise nicht so leicht zu bekämpfen, da sie dem Feuerbereich von Kampf- und Schützenpanzern schnell ent­kom­men, an unerwarteter Steller plötzlich wieder auftauchen und dort direkt zum Nahkampf übergehen könnten. Im Interview mit Iswestija gab er zu bedenken: „Im Irak zum Beispiel haben die Dschihad-Trucks die M-1 Abrams der irakischen Truppen sehr empfindlich getroffen.“ Luftschläge seien effektiv, besonders wirkungsvoll durch Kampfhubschrauber der Typen Mi-35, Mi-28 oder Ka-52, deren Einsätze jedoch teuer seien und nicht immer rechtzeitig vor Ort beginnen könnten. Daher empfehle sich das altbekannte Sperrfeuer: dabei wir mit massiven Artilleriesalven eine „Feuerwand“ aufgebaut, die die feind­lichen Pickups abhält, vorzurücken. Beim Versuch durchzubrechen, würden sie durch die entstehenden Druckwellen und Splitter zerlegt. auf diese Art auf Distanz gehalten, könnten diese „Dschihad-Trucks“ auch wieder von Panzertruppen bekämpft werden. Daher wurde dieses Kampfprogramm in die Ausbil­dung  russischer Artilleristen aufgenommen. Erste Erfahrungen habe man mit den bewaffneten Pickups in den 1970ern und 1980ern in Zentralafrika gemacht, weshalb der so ausgetragene Konflikt zwischen dem Tschad und Libyen auch als Toyota-Krieg bekannt wurde. (https://sptnkne.ws/eYRr) – Zur Benutzung jener Fahrzeuge durch die Extremisten und zu den aufgedeckten Machenschaften bei der Lieferung derselben an jene s.a. Teil V und Teil IV!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110730 und http://www.sana.sy/?p=595566 (Vernichtung von IS-Trupps durch die Bodentruppen an der Südachse von Dair az-Zaur und rund um den Flughafen nach heftigen Gefechten; akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Stellungen und mobile Extremisten-Einheiten in im Stadtteil Kanâmât, dem al-Bânûrâmâ-Areal und dem westlich gelegenen Dorf Maʽdân ʽAtîq mit Zerstörung eines IS-Trainingscamps; unter den zahlreiche Getöteten fand sich auch der IS-Kommandeur Muḥammad Sukar al-Ḫamîs. – Gemäß lokalen Quellen legten Bewohner des östlichen Umlands der Provinzhauptstadt zwischen den Kreuzungspunkten Hağîn al-Bakʽân am  Straßenrand einen Sprengsatz aus, als sich ein kleiner IS-Konvoi näherte; dabei wurden drei der Kampfwagen samt Mannschaften eliminiert einschließlich des ISamîr zuständig für die Bewaffnung der Trupps beim Militärflughafen namens Ğahîmân Abû Ḥamza.) – Damit haben die SAA, unterstützt durch die russischen Kräfte, in den letzten beiden Monaten rund 20.000km2  an Terrain von den Terroristen zurückerobert, wie Generalleutnant Sergei Rudskoi, Chef der operativen Hauptabteilung im russischen Generalstab, am Di., 25.7.2017, bekannt gab. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29836-russland_20_000_quadratkilometer_syrischen_bodens_von_ter-roristen_befreit)

Im zurückeroberten Terrain des West-Qalamûn (s.u.) stieß eine counterterroristische Einheit des militärischen Geheimdienstes auf einen Transporter mit gewaltigen Mengen an Waffen und Munition westlicher Herstellung für Ğabhatu_n-Nuṣra aus Richtung der Großen Wüste und brachte ihn auf. Konfisziert wurden tausende Packungen verschiedenster Munitionstypen, französische panzerbrechende Raketen (C57), US-gefertigte CG-Artilleriestücke, westliche Maschinen- und Scharfschützengewehre,  Panzerabwehr-Granatwerfer u.v.a. m., was als Zeichen der unverminderten Terroristenunterstützung durch gewisse Regierungen gedeutet wurde. (http://sana.sy/en/?p=110725 vom 25.7.2017)

Am Mo., 24.7.2017, teilte der russische Vize-Generalstabchef Sergei Rudskoi mit, daß Rußland seine Militärpolizei zur Überwachung der vereinbarten De-Eskalationszonen (vgl. IV. Astana-Konferenz in Teil VI) am 21. und 22.7.2017 in SW-Syrien und am 24.7.2017 in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq (Damaskus-Land) stationiert habe. Zugleich wurden zwei Checkpoints und 10 Überwachungszentren entlang der Grenze der De-Eskalationszone SW-Syrien und ebenfalls zwei Checkpoints sowie vier Überwachungszentren in jener von Ost-al-Ġûṭa eingerichtet. Die Maßnahmen dienten der Aufrechter­hal­tung der Waffenruhe, der erleichterten Zufuhr humanitärer Gütern wie der Rückführung der durch die Terroristen vertriebenen oder vor jenen geflüchteten Bevölkerung. Die Etablierung der dritten De-Eskalationszone im Umland von Idlib schreite ebenfalls voran. Das erste Treffen der gemeinsamen Arbeitsgruppe zum Abbau der Spannungen, welche ebenfalls während der Astana-Konferenzen vereinbart worden sei, finde Anfang August statt. Schließlich resümierte Rudskoi, daß sich seit Juni-Beginn 508 Städte zur Teilnahme am von der Regierung initiierten Rekonziliierungsprogramm bereiterklärt hätten, womit die Zahl insgesamt auf 2043 angewachsen sei. Die russische Luftwaffe habe während der letzten beiden Monate mindestens 2000 terroristische Ziele bei 5850 Luftangriffen zerstört. Zum Einsatz seien dabei hochpräzise Langstreckenwaffen, Kalibr-Marschflugkörper und strategische Tu-95MC-Bomber gekommen. (http://sana.sy/en/?p=110697; in Deutsch s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29786-syrien_russische_milit%C3%A4rpolizei_in_ost_ghuta_stationiert, https://sptnkne.ws/eYx4, https://sptnkne.ws/eY5S)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110639 und http://www.sana.sy/?p=594971 (Unter Deckung der SAAF Beseitigung von IS-Stellungen und – Fortifikationen samt  Artillerie und  auf der S- und SW-Achse von Dair az-Zaur und um den Flughafen sowie in den Kanâmât, Maʽbâr Kanâmât, Ḥu­waiğa Ṣakr, dem al-Bâ­nûrâmâ-Areal bei heftigen Feindverlusten; unter den Getöteten im Dorf al-Bû ʽUmar, 5km östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur wurde der IS-Kommandeur  Ḫâlid an-Nâṣir identifiziert. – Auch russische Kampfflugzeuge führten Angriffe auf IS-Standorte undmobile Trupps durch und zerstörten dabei eine Raketenabschußanlage in Qasṭal Ġâzî im O-Rîf von amâ.)

Terroranschläge vom 24.7.2017: 
IS-Terroristen beschossen die Stadtteile al-Ğaura, al-Quṣûr und al-Muwaẓafîn von Dair az-Zaur mit Raketen und richteten damit materielle Schäden an, verfehlten aber zum Glück Personen. (http://sana.sy/en/?p=110639, http://www.sana.sy/?p=594971) 

Bombardements der nach wie vor völkerrechtswidrig in Syrien operierenden US-geführten Koalition auf das Gebiet der Kreuzung während der Hauptverkehrszeit (rush hour)  in al-Mayâdîn hinterließen neben ausgeprägten Schäden und Zerstörungen an der Infrastruktur und privatem Eigentum vor allem Dutzende toter und verletzter Zivilisten.  (http://sana.sy/en/?p=110644)

SAA im West-Qalamûn, Photo: SANA

SAA im West-Qalamûn, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110596 und http://www.sana.sy/?p=594329 (Rückeroberung strategisch bedeutsamer Anhöhen nördlich des al-Hîl-Ölfelds, ca. 4km von Tadmur entfernt im Ost-Teil der Provinz Ḥomṣ bei Eliminierung restlicher IS-Trupps samt Equipment. Effektive akkurate Luftschläge gegen IS-Schlupfnester, -Stellungen und teils mobiler Trupps an den südlichen Ausläufern von Dair az-Zaur einschließlich im Umfeld des Flughafens, teils in Deckung der Operationen der Boden-Einheiten. – Wieder exekutierten IS-Terroristen einen jungen Mann, dieses Mal auf dem Stadtplatz von al-Kaškiyya im Rîf von al-Bû Kamâl; nach lokalen Quellen besteht unter den IS-Terroristen in der ganzen Stadt Dair az-Zaur und seinen Vor­or­ten ein permanenter Zustand der Verwirrung und des Chaos infolge des Vorrückens der SAA und ihrer Verbündeten auf  al-Bû Kamâl – im Zusammenhang damit sind die häufigen Desertionen aus den Reihen der ISFührungskräfte der Region wie die Liquidierung von IS-Kämpfern in den unteren Rängen.)
In Fortführung der Operation (vgl. Gefechtsbericht vom Vortag!) der gemischten Einheiten aus SAA, Special Task Units des Innenministeriums, internen Sicherheitskräften und dem libanesischen Widerstand [Ḥizbullâh]  vollständige Rückeroberung von Ğarûd [unwegsame Gebirgsregion] Fu­laiṭa im al-Qalamûn al-Ġarbî (West-Qalamûn-Bergland an der Grenze zum Libanon] im Rîf Dimašq (Umland der Haupstadt) nach Beseitigung der letzten Reste von Ğab­hatu_n-Nuṣra. Was an Terroristen samt militärischer Ausrüstung nicht eliminiert wurde, zerstob in Auflösung auseinander. Damit gelangte ein Gebiet von 36 km2  wieder unter staatliche Kontrolle, die wegen der abgelegenen Gebirgsregion mit ihren vielen verborgenen Höhlen(systemen) ein perfektes Rückzugsareal für die Terroristen geboten hatte, die damit auch leicht bzw. kaum zu entdecken die Grenze passieren konnten. Ebenso nahmen die Streitkräfte nach Beseitigung der Ğab­hatu_n-Nuṣra  im Gebiet die Anhöhen von al-Kara, aš-Šağara, Talat al-Burkân, al-Qalʽa, Šaʽbat al-Qalʽa ein. Ein Feldkommandeur bestätigte, die Kampfmoral der Truppe sei ausgezeichnet; es werde weitergekämpft, bis der Terrorismus ausgerottet sei. (http://sana.sy/en/?p=110607, http://www.sana.sy/?p=594638 je mit Photostrecke!) – Zu den korrespondierenden Einsätzen der libanesischen Streitkräfte auf deren Seite der Grenze vgl. http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960501000805.

SAA im Jrûd-Fuleita, Photo: SANA

SAA in den Ğarûd Fu­laiṭa, Photo: SANA

 

Terroranschläge vom 23.7.2017:
In Verletzung der Bestimmung über die De-Eskalationszonen attackierten Terrorgruppen Wohnhäuser im Stadtteil as-Saḥâriyya der Provinzhauptstadt Darʽâ mit Raketen und Maschinengewehrsalven. Zurück blieben materielle Schäden. (http://sana.sy/en/?p=110612, http://www.sana.sy/?p=594704)
Zur gleichen Zeit werden 65 durch terroristische Angriffe beschädigter Häuser in jenem Gebiet wiederhergestellt. (http://www.sana.sy/?p=594478).

 

Ausplündern der Ölquellen, Photo: AFP

Ausplündern der Ölquellen, Photo: AFP

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110557, http://sana.sy/en/?p=110582 und http://www.sana.sy/?p=593858 sowie http://www.sana.sy/?p=594329 (Weiteres Vordringen auf ar-Raqqa zu mit Befreiung der Stadt ad-Daḫîla (oder: ad-Duḫaila) sowie Rückeroberung der as-Sabḫâwî-Quelle wie der Gasfelder im südlichen Umkreis der Provinzhauptstadt mit Zerstörung einer Reihe Autobomben und Artillerie-bewehrter Kampfwagen des IS samt Mannschaften; zudem effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Nachschubrouten und –Ansammlungen  in Maʽdân, Bi´r as-Sabḫâwî ebenfalls im südlichen Umfeld von ar-Raqqa mit Beseitigung etlicher IS-Fortifikationen und mobiler Einheiten. Ebenfalls erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen IS-Stellungen und – Schlupfnester  samt mit Maschinengewehren aufgerüsteter Kampfwagen westlich von Umm ar-Rîš und im Raum Šandâḫiyya Ġunaimân im Ost-Rîf von Ḥomṣ. Vernichtung von IS-Trupps in den Bereichen al-Kanâmât und um al-Bânûrâmâ von Dair az-Zaur; erfolgreiches Vorgehen der Bodentruppen gegen den IS auf der Südachse der Provinzhauptstadt beim Friedhof, al-Bânûrâmâ, um den Flughafen und in den Stadteilen ar-Ra­šadiyya und al-Ḥuwaiqa mit Zerstörung einer primitiven [umweltschädlichen] Vorrichtung zur Aufbereitung des von den nahen Ölquellen geraubten Rohstoffs durch die Luftwaffe in Buqruṣ östlich von Dair az-Zaur; dazu fackelte ein junger Mann das IS-Medienzentrum im Dorf al-Ḥaṭla im N von Dair az-Zaur ab, wie lokale Quellen meldeten; diese berichteten zudem, daß die Desertion unter den IS-Führungskräften im östlichen und westlichen Umland der Provinzhauptstadt weitergehe: so flüchteten der sog. Amîr al-Kahrabâ´  (zuständig für Elektrisches) im Wilâya al-Ḫaîr [d.h. der „IS-Provinz“ al-Ḫaîr] namens Abû Bîs al-Ḫâbûr, der Verantwortliche für die Wasserressourcen des IS in al-Buṣaira mit Namen Aḥmad al-ʽAlî, die beiden Sicherheits“offiziere“ Ḥussain al-Muḥammad und Karim al-Muḥammad ein IS-„Verwaltungsbeamter“ zuständig für al-Buġailiyya und ʽIyâš, mit dem Namen Abû Turâb, der Chef des IS-Medienzentrums in al-Qûriyya namens ʽUṯmân Sulṭân sowie der hochrangige IS-Sicherheitschef Saliḥ Muḥammad al-Ḫulaif, der eine beträchtliche Geldsumme mit sich nahm. An der syrisch-libanesischen Grenze führten die SAA zusammen mit der libanesischen Armee und dem nationalen libanesischen Widerstand eine konzertierte, überaus erfolgreiche Militäraktion gegen die dort seit Jahren verschanzten Terrorgruppen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra durch: durch: auf der syrischen Seite war das Gebiet al-Qalamûn al-Ġarbî (unwegige Gebirgsregion des West-Qalamûn) im sog. Rîf Dimašq betroffen, auf libanesischer Seite die – seit Jahren in der Presse deswegen auftauchenden Ğarûd ʽArsâl; den vereinten Kräften gelang es dabei, unter großen Feindverlusten die Haupt-Verteidigungslinie der Terroristen auf Ğarûd Fulaiṭa zu zu durchbrechen, worauf sich die  Terroristenstellungen in völliger Auflösung befanden, so daß sie schließlich die weiße Fahne zeigen und sich ergeben mußten; Flüchtende wurden noch verfolgt – es war ein bedeutsamer Sieg mit weitreichenden Folgen.) – Weiteres zur syrisch-libanesischen Militäraktion, an der auch die libanesische Ḥizbullâh (nationaler Widerstand!) beteiligt war, s. bei: http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960430000247 und http://www.sana.sy/?p=593850.

Am Sa., 22.7.2017 gab das Oberste Armeekommando die Ausweitung der in den Südprovinzen Darʽâ, as-Suwaidâ´ und al-Qunaiṭra ausgerufenen Waffenruhe (vom 2.7.2017, s. Teil V) für weite Bereiche von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq [d.i. Umland der Hauptstadt Damaskus] bekannt, beginnend am Sa., 22.7.2017 um 12.00 Uhr mittags. (http://sana.sy/en/?p=110564; s.a. https://sptnkne.ws/eXAq) – wie für die Südprovinzen wurden in Astana (Teil V) auch für Ost-al-Ġûṭa eine De-Eskalationszone bestimmt.  Gemein haben all diese, daß von dort bislang jeweils hartnäckige Terroristen-Stützpunkte befinden, von welchen auf die jeweiligen Provinzhauptstädte, aber auch andere Städte, Dörfer und landwirtschaftliche Gebiete in ihrer Umgebung stetig terroristische Angriffe ausgingen (vgl. Teil I und folgende!).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110530 und http://www.sana.sy/?p=593713 (In Verfolgung der IS-Terroristen im Ost-Umland von Ḥomṣ vernichteten die Bodentruppen beim Vorgehen gegen IS-Stellungen und mobile Einheiten auch ein Kommando- und Kommunikationszentrum der Terrororganisation zusammen mit der dort befindlichen Mannschaft inklusive einiger ISAnführer im Dorf Umm ar-Rîš.)

Wie schon bei der Befreiung anderer Großstädte (z.B. der von Aleppo, s. Teil V) richtet die SAA – im Gegensatz zur Situation im irakischen Mossul – auch für die Einwohner von ar-Raqqa humanitäre Korridore, hier vier an der Zahl, ein, um dieselben vor den bevorstehenden Kämpfen auszuschleusen. Außerdem habe der IS schon gedroht – wie auch sonst – Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen. Daher gab eine SAA-Quelle am Fr., 21.7.2017, gegenüber Sputnik an: „Dringliche Maßnahmen zum Schutz und zur Rettung unserer Landsleute waren erforderlich. Wir ha­ben den Menschen die Möglichkeit gegeben, zum friedlichen Leben zurückzukehren.“ Bereits viele Frauen, Kinder und Ältere hätten die Stadt verlassen und seien in den hierfür erstellten provisorischen Unterkünften aufgenommen und mit allem Nötigen versorgt worden. Gemäß den früheren Erfahrungen mit dieser wie anderen Terrorgruppen gälte aber auch hier: „Die IS-Kämpfer verhindern aber den Abzug der friedlichen Bewohner, verminen Autostraßen und große Kreuzwege, die zu den Stellungen der syrischen Armee führen.“ (http://sana.sy/en/?p=110582, https://sptnkne.ws/eXva)

US-Basis in N-Syrien, Photo: SANA

US-Basis in N-Syrien, Photo: veteranstoday

Hinsichtlich der bereits aufgezeigten, völkerrechtswidrig durch die USA (schon während der Obama-Ära) in Syrien errichteten Militärbasen (vgl.u.) erklärte der russische Außenminister Lawrow ebenfalls, daß jene jeglicher Rechtsgrundlage entbehrten, wobei Washington versuche, deren Präsenz zu vertuschen. (http://www.sana.sy/?p=593526) – hinsichtlich der nicht vergessenen Pläne zur Zerteilung Syriens [Stichwort: Balkanisierung, vgl. bes. Teil IV!] mithilfe der angeschobenen kurdischen Separationsbewegung s. The new partition of Syria wanted by the United States and Israel als Übersetzung des italienischen Artikels von Paolo Sensini (https://paolosensini.wordpress.com/2017/07/10/la-nuova-spartizione-della-siria-voluta-da-stati-uniti-e-israele/); s.a. USA und Frankreich besetzen den Norden von Syrien.
Selbst der Chef des Kommandos für Sonderoperationen der US-Streitkräfte, General Raymond Thomas, gestand beim Sicher­heitsforum in Aspen im US-Bundesstaat Colorado am Fr., 21.7.2017, ein, daß USA keine rechtliche Grundlage zum Aufenthalt in Syrien besitzen. sie agieren dort trotz immer wieder wiederholten Protests der Regierung wie der Bevölkerung. (https://sptnkne.ws/eX5d) – Zu deren negativen Folgen wie Angriffen gegen die im Kampf gegen die Terroristen befindliche SAA samt unterstützenden Kräften, gegen die Zivilbevölkerung wie die Infrastruktur des Landes vgl. die zahlreichen Beispiele in Teil V und davor!

Wie schon so oft startet wieder eine Umweltaktion, die in Anlehnung an den Filmtitel „Ramadama“ von  Regisseur Joseph Vilsmaier ähnliche Aktionen im süddeutschen Sprachraum beschreibt: in Zusammenarbeit mit der Direktion für Wasserressourcen  der Provinz as-Suwaidâ´  und des Stadtrates von Šahbâ säuberten Beamten und freiwillige Helfer die Gegend von Abfall. (http://www.sana.sy/?p=593468 vom 21.7.2017)

"Ramadama", Photo: SANA

„Ramadama“, Photo: SANA

Korrespondierend damit fand im Bezirk al-Bahlâliyya der Provinz al-Lâḏa­qiyya wieder eine Pflanzaktion mit Erstellung von Ruheplätzen in Freiwilligenarbeit statt. (http://www.sana.sy/?p=591402)

Terroranschläge vom 21.7.2017:
Bewaffnete Gruppen attackierten mit Raketen in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen wieder das az-Zâra Kraftwerk im S von amâ. Obwohl die Werksarbeiter dabei seien, die Schäden zu beheben, werde es zu Stunden beschränkter Stromnutzung kommen, gab das Elektrizitätsministerium bekannt.
Ein 14-Jähriger wurde verletzt bei Raketenangriffen auf das Dorf as-Sankarî, 45 km östlich von Ḥomṣ. Etliche Häuser und anderes Eigentum wurden dabei beschädigt.
Später beschossen Ğabhatu_n-NuṣraAnhänger mit Mörsergranaten Wohnhäuser in Salamiyya, ca.30km östlich von Ḥamâ, töteten dabei sechs Bewohner und verletzten 19 teils lebensgefährlich, etliche Häuser und weiteres Eigentum wurden beschädigt.
(http://sana.sy/en/?p=110511, http://www.sana.sy/?p=593520)

Hunderte Bewohner der Region Dair Ḥâfir im Ost-Rîf von Aleppo können wieder in ihr Heim zurückkehren nach Befreiung und Räumung des Gebiets von Landminen und Sprengsätzen durch die SAA und Wiederherstellung der notwendigen Infrastruktur durch die Behörden. Zuvor hatten die Repräsentanten der Direktorate Elektrizität, Wasserwirtschaft, Kommunikation, Erziehung und Ausbildung, Gesundheit und Handel die Gegend besucht und die zu behebenden Schäden und Mängel aufgenommen. Unmittelbar waren dabei auch benötigte Impfstoffe ausgegeben und verletzte bzw. kranke Personen untersucht und behandelt worden. (http://sana.sy/en/?p=110483 vom 20.7.2017)

Der russische Vize-Direktor des Informations- und Presse-Departments, Artyom Kozhin, machte darauf aufmerksam, daß  die US-Regierung den Stop der Finanzierung der sog. bewaffneten moderaten Opposition [MAO, vgl.u. und s. Teil V] nicht öffentlich und damit auch nicht dem Kreml gegenüber bestätigt habe. Er warnte daher vor den politischen und militärischen Konsequenzen einer US-„Manipulation“  dieser „Militanten“ in Syrien, um dort spezielle eigene geopolitische Interessen zu verwirklichen. Dazu bemerkte er „Our position on the US overtures with the Syrian militants has been voiced repeatedly. This can lead to unpredictable military and political consequences.” [zu den erwähnten wiederholten Aufforderungen s. Teil V]. Auch habe die Regierung in Moskau Washingtons „indiscrimination over whom they are dealing with in Syria while pursuing their own geopolitical interests” herausgestellt. Dann setzte er hinzu, es könne ja noch andere ähnliche Programme der MAO-Unterstützung in Syrien geben: „We also do not know anything about the state of similar programs that could be carried out by other US agencies. US intelligence does not report to us.” (http://sana.sy/en/?p=110497)
Auch der bekannte investigative US-Journalist Rick Sterling, der sich für Wahrheit über die Vorgänge in Syrien entgegen der Mainstream-Presse einsetzt, gab im Interview mit Russia Today an, daß das vor Jahren eingeleitete CIA-Programm zur Ausbildung und Bewaffnung der sog. „gemäßigten bewaffneten Opposition“ [MAO; s. Teil ITeil V] gegen interna­tio­nales Recht verstößt und damit völlig illegal ist. (http://www.sana.sy/?p=593845 vom 22.7.2017)

Putin, Trump beim G20-Gipfeltreffen,Photo: - russia.com

Putin, Trump beim G20-Gipfeltreffen, Photo:  russia – insider.com

Eine wirklich wichtige Nachricht ist diejenige, daß US-Präsident Trump die Dauerunterstützung der sog. bewaffneten moderaten Opposition [MAO, vgl.u.] in Syrien, welch sich in ihren Handlungen nicht von den anderen Terrorgruppen wie dem IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra unterschied, unter seinem Vorgänger Obama durch die CIA mit massiver Unterstützung von Senator McCain (s. besonders Teil III in Gang gesetzt worden war (vgl. Teil V und davor!), nun einstellen hat lassen., wie die The Washington Post meldet. Diese Entscheidung gehe jedoch nicht auf das Treffen mit dem russischen Präsidenten in Hamburg am Rande des G20-Gipfeltreffens zurück. (http://www.sana.sy/?p=592729, https://sptnkne.ws/eWzw)– Gemäß Recherche des Politologen Thierry Meyssan datiert diese Entscheidung um den 20.5.2017. (http://www.voltairenet.org/article197188.html)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110437 und http://www.sana.sy/?p=592729 (Rückeroberung einer Reihe von Ölfeldern im Gebiet von Maʽdân, ar-Râbiyya, Rasm al-Ġâ­nim und al-Ğabla im S-Rîf von ar-Raqqa nach Zer­­stö­rung einer IS-Zentrale und weiterer Stellungen mit Auslöschung der zugehörigen Mannschaften. Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen und mobile Einheiten in und um Dair az-Zaur einschließlich des Bahnhofs in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa aš-Šarqiyya, al-Ḥa­mîdiyya, al-ʽUrfî, al-ʽArḍî und im Industriegebiet wie außerhalb beim Regimentsbereich, der ar-Raqqa-Brücke, dem Flughafen, im aṯ-Ṯarda-Gebiet, al-Ğafra und beim Dorf al-Ğunaina; die Bodentruppen beseitigten derweil IS-Verbände an der S- und SW-Achse der Provinzhauptstadt; in al-Mayâdîn im Umland von Dair az-Zaur ergriff eine weitere IS-Führungsperson, der Sicherheitschef Abû Wisâm al-ʽAdnân die Flucht, wir lokale Quellen berichteten; zwei IS-Kämpfer wurden zudem hingerichtet.)

Gemäß demokratischen Prinzipien ging Parlamentspräsidentin Dr. ʽAb­bâs am Do., 20.7.2017, nach Mehrheitsvotum der Volksvertretung ihres Postens verlustig. Diesen füllt bis zur Wahl ihres Nachfolgers der Vizepräsident aus. In der zugrundeliegenden veröffentlichten Resolution heißt es: The Assembly held a session today to discuss its internal regulation, meantime, Speaker Abbas, prevented some members from submitting their interposition and she turned a blind eye to their willingness to discuss a number of articles ac­cor­ding to the constitutional rules, then suddenly she announced the end of discussions.” Dieses Verhalten wurde von Abgeordneten als „irresponsible and illegal” gewertet und zog so die geschilderte Folge nach sich. (http://sana.sy/en/?p=110480)

Terroranschläge vom 19.7.2017:
Wieder wurde das Wâfidîn-Flüchtlingscamp zusammen mit Ḥarastâ Hos­pital, dazu  das Martyrs’ Sons housing area (Wohneinheiten für Hinterbliebene von gefallenen Soldaten) im Umfeld der Hauptstadt, dem  Rîf Dimašq, zum Ziel von angegriffen mittels Mörsergranaten durch bewaffnete Gruppen, die sich nach wie vor seit Jahren in Ost-al-Ġûṭa verschanzt halten. Dabei wurde eine Person verletzt bei entsprechend großem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=110381)

Türkischer Dammbau, Photo: CC BY-SA 3.0 / Bernard Gagnon

Türkischer Dammbau, Photo: CC BY-SA 3.0 / Bernard Gagnon

Wie schon in Teil V dargelegt, spielt die „irrationale“ Dammbautätigkeit der Türkei unter Präsident Erdogan dem IS in die Hände, indem es den Wassermangel in Syrien, dem Irak und dem Iran unterstützt und über kurz oder lang in jenen Ländern zur Wasserkrise führt. Darauf machen jetzt auch vehement iranische Umweltschützer aufmerksam.  Ganze Flüsse, Seen und Sümpfe würden demnach austrocknen, Landschaften veröden, wodurch Staubstürme entstünden, werde nicht auf die Türkei diesbezüglich Druck ausgeübt. Dies war auch das Ergebnis der Internationalen Umwelt­schutz­konferenz in Teheran vom 4.7.2017 gewesen. Zu den bereits bestehenden seien allein 22 neue in Planung! Näheres hierzu bei: https://sptnkne.ws/eWnj

Die Verhandlungen über die Weiternutzung des Fliegerhorsts Ḥumaimîm bei der nördlichen Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya sind abgeschlossen: mit Zustimmung des russischen Oberhaus wurde am Mi., 19.7.2017, das Abkommen zwischen der syrischen und russischen Regierung ratifiziert. Damit kann die russische Luftwaffe den Stützpunkt 49 Jahre kostenlos nutzen. sollte die Vereinbarung nicht aufgekündigt werden, verlängert sie sich jeweils automatisch um 25 weitere Jahre. (http://sana.sy/en/?p=110404)

SAA-Kampfstellung, Photo: SANA

SAA-Kampfstellung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110360 und http://www.sana.sy/?p=592275 (Befreiung der Stadt ar-Rumailân mit Rückeroberung des zugehörigen Dammes, von 15 Ölquellen bzw. Gasfelder 10km im O von Dubaisân zusammen mit der Ölpumpenstation 1 und 2 von Dubaisân während des Vorrückens der Armee im südlichen Umfeld von ar-Raqqa mit Eliminierung von sieben Autobomben, einem Panzer und weiteren Kampfwagen samt Mannschaften des IS und Verfolgung der Flüchtigen bis tief in die Große Wüste. zudem erfolgreiche präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Position und mobile Trupps 12km südlich von az-Zamla und Maʽdân im S der Provinzhauptstadt. Dergleichen gegen IS-Konvois bei Šindâḫiyya Šamâliyya und Umm Tuwainî (nahe Ğab al-Ğarâḥ, 73km im) Osten von om. Beseitigung von  ISStellungen und mobilen Einheiten im Raum Dair az-Zaur auf den Wâdî ad-Dušam zu mit Zerstörung eines IS-Kommandozentrums, von Fortifikationen samt Waffen und Munitionsbeständen und mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen im Stadtteil al-Ḥuwaiqa auf al-Bânûrâmâ zu und in at-Tanamiyya. dazu gezielte erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Schlupfnester in den Stadtteilen al-ʽUrfî, al-Arḍî, al-Ḥuwaiqa, al-Ğubaila, al-Ḥamîdiyya, dem Industriegebiet und um den Friedhof sowie im Gebiet der Dörfer al-Ğafra und al-Ğunaina; eliminiert wurden durch die Bodentruppen auch Affilierte des IS im al-Bânûrâmâ-Areal, um den Flughafen, in den Stadtteilen ar-Ra­šadiyya, al-Ḥuwaiqa wie im westlich gelegenen Dorf al-Buġailiyya. – Gemäß lokalen Quellen aus der östlichen Umgebung der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur  haben in al-Mayâdîn weitere IS-Führungskräfte jener Stadt und aus dem Dorf Ḏaibân die Flucht ergriffen, darunter:  ʽAbdur-Razâk al-ʽUmair, Aḥmad al-ʽUmair, Fahd al-ʽUmair, Sâmir Ḫalaf an-Nâṣir al-Mašhadânî; einer Gruppe junger Männer gelang es in al-Mayâdîn zudem, das Medienzentrum des IS komplett niederzubrennen.) – Gerade die Siege im Bereich der bodenschatzreichen Gegend von ar-Rumailân entziehen den Zielen der dort während der Obama-Administration völkerrechtswidrig  in diesem Raum eingerichteten US-Militärbasen (vgl. Teil V) die wichtigste Grundlage.

Wie schon wiederholt belegt – und auch mehrfach gegenüber den UN dargelegt – leistet die israelische Armee den gegen die säkulare Regierung kämpfenden Extremisten im Süden Syriens vielfältigen Beistand; u.a. werden verletzte Kämpfer vom syrischen Schlachtfeld abgeholt und über die weiterhin völkerrechtwidrig besetzt gehaltenen (dazu vgl.u.) Golanhöhen in israelischen Kliniken transportiert und dort behandelt, dann mit neuen Waffen und Informationen ausgerüstet wieder nach Syrien zurückgebracht. Ministerpräsident Netanjahu besuchte sogar ein derartiges Lazarett und beglückwünschte die dort Behandelten  als „Helden“ (s. Teil II und folgende!). Nun ist eine weitere derartige Einrichtung direkt auf dem Golan geplant. (http://www.sana.sy/?p=592670) – S.a. den kritischen Beitrag von Th. Meyssan: Für Israel ist jede Pflege und jedes Lebensmittel „humanitär“

In Reaktion auf die tatsächlich nicht gerechtfertigte Ausdehnung der EU-Sanktionen gegen Syrien durch die EU vom Montag (vgl.u.!), erklärte das Außenamt in Damaskus am Di., 18.7.2017, diese Aktion gegen ihre Pflichten ernst nehmende Staatsbürger entspreche der bisherigen hysterischen EU-Kampagne gegen Syrien. Sie stütze sich dabei auf die unglaubwürdigen Behauptungen hinsichtlich der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn, wo Terrorgruppen Chemiewaffen gegen unschuldige Bürger einsetzten. Damit seien die vermeintlichen Gründe reine Ausreden, die Untersuchungen vor Ort vorwegnähmen. und spiegelten die Unbesonnenheit der EU-Amtsträger wider wie deren Insistieren darauf, weiterhin die Terrorgruppen unterstützen und die öffentliche Meinung irreführen zu wollen. Dabei hätten eben diese Amtsträger bis heute nicht auf die Forderung der Regierung in Damaskus reagiert, doch eine OPCW-Mission zur Untersuchung eben dieser Vorfälle nach Ḫân Šaiḫûn bzw. aš-Šaʽîrât (dazu s. Teil V) zu schicken. Zum wiederholten Mal wurde sodann die Erklärung erneuert: „Syria reaffirms that it does not have any form of chemical weapons” mit dem Zusatz, der syrische Staat habe niemals und an keinem Ort solche Waffen eingesetzt in Übereinstimmung mit seinen rechtlichen Verpflichtungen der OPCW-Konvention gegenüber. Ebenfalls unterstrich das Ministerium erneut die Zurückweisung und Verurteilung des Einsatzes von C-Waffen und entgegnete, daß mit den erwähnten Sanktionen nur die Terroristen unterstützt und deren Verbrechen verhehlt würden. Die Sanktionen zeigten zudem einen Mangel an moralisch-ethischen Standards der EU-Offizialen  beim Umgang mit heutigen Krisen und insbesondere im universalen Krieg gegen den Terrorismus. (http://sana.sy/en/?p=110342)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.7.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=110292 und http://www.sana.sy/?p=591608 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen und -Ansammlungen in Dair az-Zaur und Umgebung um den Flughafen, das Ḍâmin-Bataillon, das Dorf al-Ğunaina, die al-Kanâmât-Kreuzung, den Stadtteil al-Ḥamîdiyya, al-Bânûrâmâ und das In­dustrieviertel mit Eliminierung einer Anzahl Terroristen samt deren Barrikaden, Schanzanlagen und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen. – Lokale Quellen berichteten dem SANA-Reporter, daß infolge des Anrückens der SAA der ISFührer Barakât al-Muṭlab mit Kampfnamen Qaswara al –ʽAšarî [d.h. aus alʽAšâra stammend] aus  al-ʽAšâra im NO von al-Mayâdîn geflohen sei. Andererseits die IS-Terroristen in al-Mayâdîn, 45km im SO von Dair az-Zaur einen Sklavenmarkt zum Verkauf gekidnappter Frauen und Mädchen aus der Provinz eröffnet.)

Hunderte von Familien können im N-Rîf von Ḥamâ wieder in ihre Dörfer und Städte, z.B. Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm, Maʽrdis, Kaukab und Maʽân zurückkehren nach Befreiung, wiederherstellung von Sicherheit und Entminung durch die Armee, dem Wiederaufbau der wichtigesten Infrastruktur und Einrichtungen wie Bereitstellung des Basisbedarfs durch die Behörden. (http://sana.sy/en/?p=110302, http://www.sana.sy/?p=591559 vom 18.7.2017)

Wie immer beim Vorrücken der Armee (SAA) gegen die Terroristen, verminen die IS-Kämpfer vor ihrem Rückzug Gebäude, Straßen und Plätze eines Ortes mit allerlei Sprengsätzen. Dies geschah auch mit ar-Raṣâfa, das wieder befreit ist (vgl.u., Abb.). Ein Mitglied der Stadtverwaltung bemerkte hierzu: „Noch vor zwei Wochen stand Resafa unter Kontrolle des IS. Die Soldaten der syrischen Regierungs­armee brachten mit der Unterstützung der russischen Flugzeuge den Frieden in diese altertümliche Stadt zurück, die mehr als tausend Jahre alt ist“. Bombenräumkommandos der Armee werden die Stadt wie üblich von dieser gefährlichen „Hinterlassenschaft“ säubern. Vermint seien vor allem die Altertümer und Sehenswürdigkeiten des für Katholiken und Orthodoxe gleichermaßen wichtigen Wallfahrtsortes, nämlich das Stadttor, die Zitadelle, die Kathedrale des Hl. Sergios, die Basilika, Mauern und Türme. Die Frontlinie befinde sich derzeit ca. 25km entfernt. Im Winter würden sich dann wieder die Archäologen der Stadt widmen (können). (https://sptnkne.ws/eWbR)

Autobombenexplosion, Photo: SANA

Autobombenzerstörung, Photo: SANA

Verhinderte Terroranschläge vom 18.7.2017:
Den wachsamen Behörden war in der Morgendämmerung ein Fahrzeug, unterwegs auf der Straße omṬarṭûs, aufgefallen, das sie als Autobombe ausmachen konnten und bis westlich der Arizûna –Brücke verfolgten. Bei aṣ-Ṣifṣâfa wurde es in einem offenen menschenleeren Bereich zerstört. Der Suizidattentäter kam dabei ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=110284http://www.sana.sy/?p=591484)
Drei mit Sprengstoffgürteln ausgestattete Suizidterroristen machten sich in Ḥamâ zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt, um dort – ihrer späteren Aussage nach – so viele Menschen wie möglich zu töteten. Sie wurden jedoch verfolgt und beim al-Arbaʽîn-Kreisverkehr verhaftet. (http://sana.sy/en/?p=110286, http://www.sana.sy/?p=591464)

Wieder bombardierten Kampfjets der US-geführten Koalition Wohnhäuser, am 18.7.2017 in der Landstadt al-Kašiyya am linken Ufer des Euphrat im Ost-Umland von Dair az-Zaur. Sie töteten und verletzten dabei eine Reihe von  Zivilisten und zerstörten deren Wohnungen und weiteres Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=591617) – Da ohne Erlaubnis der legitimen souveränen Landesregierung wie entsprechendes UN-Mandat ausgestattet, agiert diese Allianz seit ihrer Gründung völkerrechtswidrig in Syrien.

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn, Photo: liveleak

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn, Verteidiger von Dair az-Zaur, Photo: liveleak

Am Mo., 17.7.2017 erweiterte die EU ihre Sanktionen gegen Syrien (zu deren Illegalität und negativen Auswirkungen auf die humanitäre Situation im Land s. insbesondere Teil IIITeil IV). Betroffen sind laut dem britischen Außenminister Boris Johnson je acht hochrangige Militärs und Wissenschaftler. (https://sptnkne.ws/eUXJ) Als Grund wurde auf den bislang ungeklärten Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn hingewiesen, dessen Untersuchung durch die OPCW die syrische und russische Regierung nach wie vor vehement fordern und dafür alle Voraussetzungen geschaffen haben, die jedoch seitens der Beschuldiger, u.a. den USA, Großbritannien, Frankreich wie bekannten Terrororganisationen vor Ort und deren Unterstützern blockiert wird (vgl. dazu Teil V). Erschwerend kommt hinzu, wenn man betrachtet, gegen welche Personen sich die neuerlichen Sanktionen richten!  Zutreffend kommentierte z.B. der WGTRK-Korrespondent Ewgeni Poddubnyy hinsichtlich der Person des Brigadegenerals ʿIṣām Zahr ad-Dīn, die EU habe somit Sanktionen gegen einen der wichtigsten IS-Gegner verhängt, da der General die seit Jahren vom IS eingeschlossenen und belagerte Provinzhauptstadt Dair az-Zaur mit ihren Bürgern verteidigt (vgl. z.B. https://www.youtube.com/watch?v=R8JPQaeJpSg oder https://www.youtube.com/watch?v=fXsx5Ev1SiU). Wörtlich notierte Poddubnyy daher auf seinem Facebook-Account:Die EU-Beamten verhängten personenbezogene Sanktionen gegen den legendären syrischen General Issam Zahreddine. Dieser Kommandeur befindet sich seit bereits dreieinhalb Jahren in der Einkreisung in Deir ez-Zor und zum großen Teil dank seiner Einheit eroberten die IS-Terroristen die Stadt immer noch nicht.“ (https://sptnkne.ws/eVF6)

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn inmitten seiner Leute, Photo: Twitter

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn inmitten seiner Leute der 104. Division der Rebublikanischen Garde, Photo: Twitter

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110223 und http://www.sana.sy/?p=591029 (Mittags Rückeroberung des ad-Dîlʽa-Ölfelds im SW-Umland von  ar-Raqqa nach Beseitigung von drei Autobomben und verbliebener IS-Kontingente in der Gegend. Zudem Rückeroberung mehrerer strategisch bedeutsamer Punkte 10km im  SW von as-Suḫna (70km östlich von Tadmur) im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Auslöschung der IS-Positionen dort. Zerstörung eines 33m-langen Tunnels wie eines vierstöckigen Kommandogebäudes des IS im Stadtteil al-Ğubaila von Dair az-Zaur; gezielte effektive SAAF- und Artillerie-Operationen gegen IS-Stellungen, -Fortifikationen und mobile Trupps im Areal der Dörfer ʽIyâš, al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, beim aṯ-Ṯarda-Abzweig, al-Bânûrâmâ, at-Taim, Ḥuwaiğa Ṣakr und the 7km entlang der Straße al-Ḥasaka – Dair az-Zaur mit Eliminierung der Mannschaften samt ihrer Bewaffnung;  für den IS vernichtende Gefechte lieferten die Bodentruppen um den Militärflughafen, al-Bânûrâmâ und den Friedhof. – Bei den unter den IS-Terroristen wegen der zunehmenden SAA-Erfolge ausgebrochenen Streitigkeiten wurden laut lokalen Quellen zwei IS-Anführer, ein Marokkaner und ein Kasache in Ġarânîğ im O-Rîf der Provinzhauptstadt getötet, weitere IS-Kämpfer verletzt;  Anwohner berichteten zudem, daß der Abû Ayman al-Ğazrâwî, sog. Amîr al-Mufağğağât [المفخخات أمير, d.h. zuständig für Angriffe mit Sprengsätzen und Bomben] im sog. Wilâyat al-Furât [Euphrat-Gouvernement] in al-Bû Kamâl getötet wurde. Leider wurde auch der Einwohner Ṣâliḥ Maʽsir an-Nağris vom IS ermordet, als er aus der Stadt zu flüchten versuchte.)

Terroranschläge vom 17.7.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen zielten bewaffnete Gruppen mit Mörsergranaten auf das Wohngebiet al-Kâšif von Darʽâ und verletzten im Bereich einer Bäckerei zwei Anwohner. (http://www.sana.sy/?p=591055)

Siegreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Siegreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110144 und http://www.sana.sy/?p=590420 (Effiziente präzise SAAF-Einsätze gegen Stellungen und mobile Trupps des IS im südöstlichen Umland von ar-Raqqa um Bair ar-Rumailân, Tal Rağûm undsüdlich az-Zamla mit erheblichen Feindverlusten u.a. an Artilleriestellungen, gepanzerten und mit Maschinengewehren bestückten Kampffahrzeugen samt Mannschaften; im Gebiet südlich von ar-Raqqa Befreiung der Ortschaft Zamla Šarqiyya und Rückeroberung der Ölpumpstation von az-Zamla, der az-Zamla-Gasfelder, des-al-Fahid-Ölfelds mit Eliminierung Dut­zender IS-Terroristen zusammen mit IS-Panzern, einer Fahrzeugbombe und von vier Autos ausgerüstet mit Maschinengewehren. Vernichtung von IS-Stellungen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten, Kampfwagen etc. im Gebiet Aṯriyâ im Ost-Rîf von Ḥamâ durch die Luftwaffe. Ebenfalls erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen Positionen und mobile Einheiten des IS samt dessen Artilleriestellungen um Ḥumaima und östlich von al-Kadîr im Ost-Rîf von Ḥom. Zerstörung von IS-Ansammlungen und –Fortifikationen um al-Bânûrâmâ und den Stadtteil al-Ḥamîdiyya in Dair az-Zaur wie im westlichen davon gelegenen Dorf al-Buġailiyya; intensive sorgfältig ausgerichtete SAAF-Bombardements mit Beseitigung von IS-Zentren, -Verschanzungen und –Trupps  um  Talat al-Mawâ­rid al-Ma´iyya (die Anhöhe beim Wasser-Reservoir), dem al-Bânûrâmâ-Areal, den Stadtteilen ar-Rašadiyya und al-Kanâmât  zudem Zerstörung des IS-Kommandozentrums im Dorf al-Ḥuṣân westlich der Provinzhauptstadt.)

Die nicht zuletzt (s.u.) vom UN-Sondergesandten de Mistura für die nächste Genfer Konferenz geplanten direkten Gespräche zwischen den einzelnen Delegationen könnten laut Rußlands ständigem UN-Repräsentanten in Genf, Alexei Borodawkin, dann möglich sein, wenn die Opposition [d.h. der HNC, also die ar-Riyâḍ-Gruppe, vgl.u. und Teil VI], auf Ultimaten und Vorbedingungen – wie sie der zugrundeliegenden UNSC-Resolution widersprechen – verzichteten und statt dessen eine konstruktive Haltung einnähmen.  Die genannten Forderungen beziehen sich v.a. auf einen Sturz der mit überwältigenden Mehrheit wiedergewählten säkularen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad. (http://parstoday.com/de/news/world-i29504-russlands_vertreter_bei_syriengespr%C3%A4chen_tritt_f%C3%BCr_direkte_gespr%C3%A4che_zwischen_konfliktparteien_ein)

Terroranschläge vom 16.7.2017:
Aufgrund der Explosion von zwei durch Terroristen am Straßenrand angebrachten Sprengsätzen beim Passieren eines Kleinbusses auf der Straße MağâdilUmm az-Zaitûn im von Terroristen durchsetzten al-Lağât-Gebiet der Provinz as-Suwaidâ´ wurden acht Insassen unterschiedlich schwer verletzt, der Bus beschädigt. auch dies geschah in  Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen. ein Bombenräumkommando entdeckte später noch zwei weitere Sprengsätze an der Straße je mit Gewicht von 20kg und deaktivierten sie.
Auch auf der Straße zum Dorf Umm Ḥâritîn aš-Šarqiyya,  ca. 80 km östlich von Ḥomṣ kamen drei Personen infolge eines ganz ähnlichen Anschlags seitens des IS ums Leben, nachdem zwei Sprengsätze am Straßenrand beim Passieren von zwei Motorrädern detonierten.
Eine Frau wurde bei einem IS-Angriff mittels Raketen auf die Stadt al-Maḫram östlich von Ḥomṣ  verletzt. Im Ost-Umland (Rîf) dieser Provinzhauptstadt haben sich IS-Trupps in Dörfern und Städten verschanzt, um von hier aus auf umliegende Orte solche Angriffe, auch mit Mörsergranaten starten zu können.
(http://sana.sy/en/?p=110152, http://www.sana.sy/?p=590425)
Ergänzung: Infolge eines Mörsergranatenangriffs seitens bewaffneter, in Ost-al-Ġûṭa im Umland der Hauptstadt (Rîf Dimašq) verschanzter Gruppen auf die damaszener Stadtteile Bâb Tûmâ und al-Maz­raʽa wurden in einer weiteren Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen sieben Anwohner verletzt, Wohnhäuser und weiteres privates und öffentliches Gut beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=110179)
Bei jener Attacke war auch die russische Botschaft wieder in Gefahr, da eins der Geschosse ganz in ihrer Nähe einschlug. Die Terroristen rekrutierten sich aus den Gruppen  Ğabhatu_n-Nuṣra und Failaq ar-Raḥmân, die den immer wieder erwähnten Bezirk Ğaubar (vgl. Teil V und früher!) nach wie vor unter Kontrolle haben und als Ausgangspunkt für Angriffe auf die Umgebung nutzen. Das russische Außenamt verurteilte am 17.7.2017 diese terroristischen Angriffe auf die Botschaft wie die Bürger der betroffenen Wohngegenden und forderte, entschlossen und kompromißlos den Kampf gegen die Terro­risten in Syrien weiterzuführen. (https://sptnkne.ws/eVbG)

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Das Oberste Armeekommando konnte am So.,16.7.2017 die Bewohner von Dair Ḥâfir und Maskana samt Umfeld, gelegen im Ost-Rîf von Aleppo, dazu auffordern, wieder in ihre Wohnungen dort zurückzukehren, da die Terroristen verjagt und die Sicherheit dort wiederhergestellt sei. Im Appell heißt es dazu wörtlich: „The General Command of the Army and the Armed Forces calls on the citizens of the area of Maskana and its surroundings and the area of Deir Hafer and its surroundings in the eastern countryside of Aleppo to return to their homes and farms after the expulsion of ISIS terrorist organization and the restoration of security and safety to those areas thanks to the efforts of the Syrian Arab Army.“ (http://sana.sy/en/?p=110172, http://www.sana.sy/?p=590613)

In 11 Städten und Dörfern des nördlichen Landstrichs von al-Lâḏa­qiyya im Bereich von Rabîʽa sind die Entminungsarbeiten der Bombenrumkommandos der SAA abgeschlossen, so daß die Bürger demnächst in ihre Heimat zurückkehren können. Sprengsätze, Antipersonenminen, Bomben etc. waren – wie auch in den anderen befreiten Gebieten – von den abziehenden Terroristen in Häusern, an öffentlichen Orten, Straßen und auch im Bereich landwirtschaftlich genutzter Flächen verborgen angebracht worden, auch, um gerade die Rückkehr der Bevölkerung und damit verbunden diejenige zu normalen friedlichen Verhältnissen mit hinreichender landwirtschaftlicher Produktion zu verhindern (zu den Absichten dahinter vgl.a. die Darlegung in Teil V). Zudem galt es Blindgänger und auch Panzer der Terroristen zu entfernen, wie ein Armee-Kommandeur gegenüber SANA mitteilte. (http://www.sana.sy/?p=590751, www.sana.sy/en/?p=110183 s.a. https://sptnkne.ws/eWjF)

Mit Berufung auf Aussagen von Premier Benjamin Netanjahu  beim Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten vom 16.7.2017 in Paris vor Journalisten schrieb die israelische Zeitung Haaretz, die israelische Regierung reagiere negativ auf die Einrichtung der De-Eskalationszone mit Waffenruhe im Süden Syriens. Hierbei sei diese auch unzufrieden damit, daß für die die SAA in ihren counterterroristischen Einsätzen unterstützenden iranischen Kräfte [dazu zählt kein iranisches reguläres Militär, von Beratern abgesehen, laut früheren Feststellungen] nur eine Sperrzone von 20km angrenzend an Israel vorgesehen sei. (https://sptnkne.ws/eUTx) – Es steht jedoch nicht fest, was mit „an Israel grenzend“ gemeint ist, da in dieser Gegend die durch israelisches Militär illegal besetzten Golanhöhen liegen, die völkerrechtlich nach wie vor zu Syrien gehören [hierzu inklusive Begründung vgl. Teil V und frühere Teile!] und nicht zu Israel.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110101 und http://www.sana.sy/?p=590011 (Befreiung von etlichen Dörfern im S-Rîf von ar-Raqqa und W-Rîf von Dair az-Zaur, nämlich von: Mašrafa Anbâ, Fâla Rağab, Ḫirbat Muhannad, ḥ al-Bû Ḫamîs,  Manṣûra Šuwaiḥân, Ḥalîma und Sumaiḥân Sowie Rückeroberung der  großen Ölfelder und Wasserquellen von al-Wahhâb, al-Fahid, Dubaisân und sowie al-Quṣair, Abû al-Qiṭa und Abû Qaṭâš bei Zufügung schwerer Verluste dem IS gegenüber, der während der Militäroperation zudem 29 Autobomben, je fünf Panzer  und Kommandozentren, ein Trainingscamp und zwei Munitionsdepots verlor; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen fanden sich auch  deren ISFührungsleute, der sog. Amîr der Großen Wüste (amîr al-bâdiyya), der Tunesier Muṣṭafâ ʽAbd al-QâdirBanʽîs, der amîr alḥisba für den Ostteil, der Saudi  ʽAbd ar-Raḥîm ʽAbd al-Qâdir Raʽîdân, der Propagandabeauftragte Abû al-Hudâ al-Bâbî, der Verantwortliche für Fortifiationen, Abû Zaid al-Ḥussainî; laut lokalen Quellen aus dem östlichen Umland von Dair az-Zaur töteten Einwohner die saudischen ISFührungsmitglieder, je zuständig für die ḥisba, den Abû Mašʽal al-Ğazrâwî hinsichtlich der Stadt al-ʽAšâra  und den Abû Ḥamad al-Ğazrâwî hinsichtlich der Stadt Dablân; lokale Quellen aus dem West-Rîf berichteten von fortgesetzter Konfusion unter den IS-Terroristen aufgrund der jüngsten SAA-Siege, so daß  es zur Desertion einiger IS-Terroristen im Dorf kam, darunter auch der Beauftragte für daʽwâ, Propaganda und Moscheen, Abû Anas al-Ḥalabî im Dorf Muḥaimîda. Vereitelung von Angriffsversuchen terroristischer Gruppen auf Militärposten zum Schutz von Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ im Westen von Aleppo von den al-Lairamûn-Hallen, dem Technik-Gebäude und der Bäckerei aus, wobei eine Reihe der Angreifer samt ihrer Bewaffnung eliminiert wurde, während der Rest flüchtete; aktiv in jenem Gebiet sind die Terrorgruppen Ğaiš al-Fatḥ, Ğabhatu_n-Nuṣra und  Ḥaraka Nûr ad-Dîn az-Zankî, die von der US-Administration euphemistisch bewaffnete moderate Opposition [MAO, vgl. Teil V) tituliert werden.]

Terroranschlag vom 15.7.2017:
Der IS attackierte die Stadtteile al-Ğaura, al-Quṣûr und al-Muwaẓafîn von Dair az-Zaur mit Raketen, Mörsergranaten und durch eine Kampfdrohne abgeworfene Bomben, wobei zum Glück keine Personen zu Schaden kamen, jedoch erhebliche Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum entstanden. (http://sana.sy/en/?p=110092, http://www.sana.sy/?p=590048)

Nach Mitteilung der russischen Außenamtssprecherin Sacharowa geht die Einrichtung der in den Astana-Konferenzen (s. Teil V) geplanten De-Eskalationszonen weiter, zunächst im Raum Idlib und dann nördlich von Ḥomṣ und in Ost-al-Ġûṭa. (https://sptnkne.ws/eUbK)  Auch US-Präsident Trump hielt diese Vorgehensweise auf der Pressekonferenz in Paris für verfolgenswert. (https://sptnkne.ws/eTPX )

In der schon von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî früher am Tag durch Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî angekündigten (s.u.) abendlichen Pressekonferenz des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, in Genf am 15.7.2017 rief dieser zur verstärkten gemeinsamen Bekämpfung des Terrorismus wie zur Umsetzung der UNSC-Resolutionen gegen die Unterstützung der Terroristen z.B. durch Geldmittel oder Bewaffnung wie zur Begrenzung von deren Mobilität [über Grenzen hinweg] auf.   Die merkliche Veränderung im  UN-Sicherheitsrat gehe auf die Anstrengungen in Astana, ʽAmmân und Hamburg zurück. Die zu Ende gegangene Genfer Konferenz beschrieb er folgendermaßen: „We have just concluded the seventh session of the intra-Syrian dialogue in Geneva and we have achieved an incremental progress and we established a technical consultative mechanism to get deeper into issues …We need to go technically into details on many subjects.” Der angesprochenen etablierte „technische“ Beratungsmechanismus habe sich als effektiv zur Vorbereitung für  Verhandlungen erwiesen. Die Regierungsdelegation habe ihre Sicht auf einige wichtige Sachverhalte hinsichtlich Verfassungsaspekten dargelegt und nochmals ihre Bereitschaft zur Diskussion der vier Hauptthemengebiete auch beim nächsten Treffen unterstrichen und erklärt, hierzu Vorschläge unterbreiten zu wollen. Der Counterterrorismus sei auf höchster Ebene besprochen worden, wobei die Definition „Terrorist“ der des UNSC entsprochen habe. Dieses Thema sei auch mit Priorität in Hamburg und Paris diskutiert worden wie in den Gesprächen zwischen Russen und US-Amerikanern untereinander. Er setzte hinzu: „Everyone focuses now on combating terrorism and they expect that the UN will set a framework for this which comes in my opinion under the seven points which I have explained.”.
Auf die Frage nach eventueller Druckausübung auf Regierungen, die nach wie vor eine Unterstützung der Terroristen in Syrien betrieben, antwortete der UN-Sondergesandte: „We are in touch with every single country related to Syria at the moment and we are constantly in touch with them and they are aware of those important resolutions of the Security Council on financing, arming and supporting terrorism.” Dem fügte er hinzu, daß er am selben Tag den UNSC ermahnt habe, wie notwendig es sei, die hierzu angenommenen Resolutionen auch durchzusetzen. Er erwarte, daß die Terrorismusbekämpfung in Syrien unter UN-Schirmherrschaft zunehme unter Einhaltung des Völkerrechts bei Schutz der Zivilbevölkerung [dieser Punkt richtete sich eindeutig gegen die dagegen verstoßenden Aktionen der US-geführten Koalition, dazu vgl.u. und Teil V]. Um den politischen Prozeß in Gang zu bringen, an dem alle Fraktionen der syrischen Bevölkerung teilhaben sollten, schlage er vor, die nächste Genfer Konferenz im September abzuhalten. In dieser Hinsicht hoffe er: „The international efforts will help push all the parties to sit together at the same hall.”  Daher erwiderte de Mistura auch auf die Frage nach seinen Prioritäten: „The priorities before the next meeting will be supporting the dialogue between the opposition platforms to reach a united delegation and to cooperate with all the parties to consolidate the de-escalation zones in Syria to enhance the credibility among the Syrians.” Dabei betonte er – insbesondere in Hinsicht auf die nützliche Einrichtung der De-Eskalationszonen – daß die Vorgänge in Astana und Genf einander befruchteten und unterstützten.
Auf eine Frage seitens eines Vertreters des syrischen Fernsehens nach Aufhebung der illegalen und für die syrische Bevölkerung so verheerenden Wirtschaftssanktionen entgegnete der UN-Gesandte: „The issue of the sanctions was not tackled at the Security Council today, and when it will be proposed, we will have our opinion.” Auch im weiteren reagierte er ausweichend,  und verwies nur auf die offenbar in Änderung begriffene Position Frankreichs wie beim Treffen mit US-Präsident Trump in Paris kürzlich zu sehen gewesen sei. (http://sana.sy/en/?p=110095)

Der ständige UN-Repräsentanten Rußlands in Genf, Alexei Borodawkin, machte erneut darauf aufmerksam, daß doch alle Teile des oppositionellen Spektrums an den Syrien-Gesprächen in Genf teilnehmen sollten, was früher schon die Regierung in Damaskus unterstrich. Mit der vom französischen Präsidenten Macorn verkündeten veränderten Position, die nicht mehr den Sturz des syrischen Präsidenten primär verfolgt (vgl.u.), habe sich auch die des HNC (s.u.) in dieser Hinsicht verändert, erklärte Borodawkin. (http://sana.sy/en/?p=110118, s.a. https://sptnkne.ws/eUuZ)  – Immer noch werden z.B. die Kurden und Mitglieder der echten, d.h. in Syrien existierenden politischen (also nicht militanten) Opposition von de Mistura nicht eingeladen (vgl. Teil IV).

Pressekonferenz vom 14.7.2017

Pressekonferenz vom 14.7.2017

Nach dem 4. Gespräch der Regierungsdelegation mit dem UN-Sondergesandten de Mistura im UN-Hauptquartier in Genf teilte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als der Leiter der ersteren in einer Pressekonferenz am 14.7.2017 mit, man habe sich über zwei Hauptthemen ausgetauscht, den Counterterrorismus und die Treffen der Experten auf Gesetzes- und Verfassungsebene. Die Experten auf „technischer“ Ebene hätten sich mit den Prinzipien des Verfassungsprozesses beschäftigt einschließlich der schon früher (vgl.u. und Teil V) erwähnten „basic principles for the political solution paper“ bekannt als das  „12-point paper”.
Im Einzelnen erwähnte er: „We talked about combating terrorism during three sessions with the Special Envoy and his team, and the closing session today was mostly dedicated to discussing counterterrorism, and we explained to the Special Envoy and his team the latest developments related to the fight against terrorism on Syrian soil and we urged him to get more involved in passing our concerns on the issue of terrorism and fighting terrorism to the Security Council and the international community.” Die eingehenden Gespräche über die Terrorismusbekämpfung seien „useful” [nutzbringend] verlaufen. In diesem Zusammenhang habe er auf die Massaker seitens der sog. US-geführten Koalition gegen den IS insbesondere um ar-Raqqa und aṭ-Ṭabqa aufmerksam gemacht, die die humanitäre Situation der Zivilisten dort drastisch verschlechtert hätten, indem er äußerte: „in this context, we drew the Special Envoy’s attention, and I draw your attention as responsible journalists to the massacres caused by the operations of the so-called ‘international coalition’ around Raqqa city and in al-Tabqa, which are operations, as you know, have led to the drastic deterioration of the humani­ta­rian situation, and when I speak about the deterioration of the humanitarian situation, I mean of course that of the civilians.” Dazu kämen die türkischen Expansionsbestrebungen auf nordsyrischem Gebiet („We add to that also the Turkish expansionist intentions in northwestern Syria”). Aber auch die Angriffe des israelischen Militärs im Raum al-Qunaiṭra seien endlich ein Thema gewesen, antwortete  der UN-Diplomat auf eine Journalistenfrage.
Erfreulich sei dagegen die Rückkehr hunderter binnenvertriebener Familien sowohl aus dem an der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt Ğarâbulus in ihre Heime im Stadtteil al-Waʽir von Ḥom [darüber hatte SANA in mehreren Artikeln der letzten Zeit berichtet] als auch aus der libanesischen Grenzstadt ʽArsâl ins syrische ʽAsâl al-Ward. Das Hauptproblem hinsichtlich der Rückkehr der im weiteren Ausland untergekommenen syrischen Flüchtlinge, welche die Regierung in Damaskus bekanntlich schon mehrfach aufgefordert habe, zurückzukommen, sei, daß manche der beherbergenden Länder politische und finanzielle Einflußnahme im Inland [also Syrien] mit dieser Frage verknüpften.
Auf eine Reporterfrage nach den Ergebnissen der bisherigen Diskussionen über den Counterterrorismus verwies der Spitzendiplomat auf die für später am Tag angesetzte Pressekonferenz des UN-Sondergesandten de Mistura und dessen nachfolgendes Briefing gegenüber dem UN-Sicherheitsrat. Darum habe man ihn auch gebeten. („This is exactly what we asked the Special Envoy for, which is to transfer the counterterrorism issue seriously from the theoretical discussion in closed-door rooms to the international public opinion and the Security Council.”).  (http://sana.sy/en/?p=110069, http://www.sana.sy/?p=589501)  – Am Freitag morgen traf de Mistura auch mit dem Leiter des HNC (sog. ar-Riyâḍ-Gruppe, vgl. Teil VI], Riyâḍ Ḥiğâb, worüber es jedoch noch keine Informationen gibt. Die Vertreter letzterer hätten sich am Vortag nach Medienmeldungen auch mit UN-Botschaftern westlicher Länder auf der Suche nach (mehr) Unterstützung getroffen. Laut einer Tass-Meldung informierte Prof. Qadrî Ğamîl (vgl. Teil VI), der Leiter der Moskau-Oppositionsgruppe darüber, daß de Mistura heute abend um 21.00 Uhr darüber sprechen werde, eine einheitliche Oppositionsgruppe zu bilden. Bis zum nächsten innersyrischen Dialog in Genf werde man in einem zu bildenden ständigen Ausschuß daran arbeiten, diese herzustellen. Dagegen erklärte ein anderes Mitglied dieser Plattform, Muhannad Dulaiqân, gegenüber Sputnik News am 13.7.2017 diesen Vorschlag von de Mistura [der schon bei früheren Treffen geäußert und abgelehnt worden war]  inakzeptabel, da man nicht bereit sei, mit der ar-Riyâḍ-Gruppe über andere als die von der UNSC-Resolution 2254 zum innersyrischen Dialog festgelegten Inhalte zu sprechen [mit solchen Forderungen hatte die ar-Riyâḍ schon frühere Genfer Konferenzen zum Scheitern gebracht, vgl. Teil VI].
Durch ein von Dr. al-Ğaʽfarî gegebenes Interview kam außerdem ein kleiner Skandal zutage: ein Ausschuß des UN-Sicher­heitsrats für das Sanktionen-Monitoring, der sich im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Terrorismus mit der Umsetzung der Resolu­tio­nen 2253 und 1267 beschäftigt,  war schon vor Jahren durch die Regierung in Damaskus aufgerufen worden, das Land zu besuchen, um vor Ort wertvolle Informationen über die aktiven Terrorgruppen wie z.B. den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu erhalten. Während in Damaskus umfangreiche Vorbereitungen liefen, wurde der Besuch seitens der UN jahrelang verschleppt. Als schließlich die Regierung definitiv einen Termin festlegte, erhielt nur wenige Stunden vor dem geplanten Abflug der Gruppe das Büro von Dr. al-Ğaʽfarî in New York einen Anruf, dem zu entnehmen war, der Besuch müsse laut des für die Finanzierung von Projekten zuständigen UN-Instituts leider wegen Fehlens von 400 US-$ für das Budget der Reise abgesagt werden.  Pikanterweise machen andererseits die Gehälter der Mitglieder dieses Ausschusses allein schon nahezu 10 Millionen US-$ pro Monat aus. (http://www.sana.sy/?p=589501).

Während der Pressekonferenz mit US-Präsident Trump in Paris am 13.7.2017 gab der französische Präsident Macron bekannt, die Entfernung des syrischen Präsidenten aus seinem Amt sei keine notwenige Bedingung mehr für Frankreich; die französische Doktrin habe bzgl. Syriens sich insofern geändert, als daß es nun vordringlich sei, die terroristischen Gruppen auszulöschen, wie auch immer sie hießen. (http://sana.sy/en/?p=110064) –  Trump äußerte hinsichtlich der Kommunikation mit der Kremlregierung und der De-Eskalationszonen in Syrien: „By having some communication and dialogue [with Russia] we were able to have a ceasefire and it’s going to go on very well. Frankly, we are working on a second ceasefire in a very rough part of Syria”. Macron erklärte,  er habe sich mit Trump dahingehend geeinigt, die Arbeit in Syrien und im Irak fortzusetzen, wozu  eine Kontaktgruppe gebildet werden solle, die sich auch mit einem Plan für die Zukunft Syriens befassen solle. Dazu bemerkte er: „Und offensichtlich wird sich ein Vertreter [erg.: von] Baschar al-Assads an diesen Verhand­lun­gen beteiligen. Dies wird uns ermöglichen, einen Leitplan für die postmilitärische Zukunft Syriens zu schaffen.“ (https://sptnkne.ws/eT88) – Demgegenüber betonte Rußlands Außenminister Lawrow während seiner Rede in der Karl Körber Stiftung in Berlin, daß es allein bei den Syrern selbst liege ihre Zukunft zu bestimmen, was auch im Einklang mit den UNSC-Resolutionen zu Syrien stehe. Hierin werde sein Land Syrien weiterhin unterstützen wie auch beim Erhalt seiner territorialen Integrität. Dem setzte er hinzu: „We do not want Syria to experience what happened in Iraq. We don’t’ want the scenario of Iraq to be repeated in Syria.” (http://sana.sy/en/?p=110043)

Terroranschlag vom 14.7.2017:
Sieben unterschiedlich Verletzte waren die Opfer der Detonation einer von Terroristen im Stadtteil in der Innenstadt von al-Ḥasaka deponierten Sprengladung am Freitagabend. (http://sana.sy/en/?p=110092)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110074 und http://www.sana.sy/?p=589555 (Gezielte effektive Luftschläge gegen teils motorisierte IS-Trupps und –Stellungen in aš-Šuğairî und Umgebung, südlich von Ḫirbat al-Ḥalûl, in und südlich von az-Zamla wie im Süd- und SW-Rîf von ar-Raqqa bei heftigen Feindverlusten; Desgleichen gegen IS-Fortifikationen und Konvoi-Bewegungen in Abû Ḥanâyâ und Ṣalbâ im Ost-Rîf von Salamiyya/Provinz Ḥamâ mit Zerstörung von Waffen, Kampfwagen, Artilleriestellungen und Fortifikationen der Terrorgruppe auch gegen IS-Bewegungen und –Nachschubrouten in der Grenzregion der Provinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur in Ḥumaima. Präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze galten ebenfalls IS-Verschanzungen und –Stellungen um die al-Kanâmât-Brücke, die Ḥuwaiğa- Brücke und den Dair az-Zaur Airport.))

Terroranschlag vom 13.7.2017:
Infolge der Detonation einer von IS-Extremisten angebrachten Landmine unterwegs auf der Straße zwischen Ṣâliḥiyya Ḥarb und Raḥiyya Sawdâ, 20km südlich von al-Qâmišlî, in der nordwestlich gelegenen Provinz wurden al-Ḥasaka drei Schulkinder auf ihrem Schulweg getötet. (http://sana.sy/en/?p=110010, http://www.sana.sy/?p=588994)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110006 und http://www.sana.sy/?p=589002 (Im Raum Dair az-Zaur konzentrierte präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Schlupfnester im aṯ-ṮardaAreal, die Dörfer al-Ḥussainiyya, al-Buġailiyya und Ḫišâm, um das Regiment 137 und im Stadtteil Ḫasârât bei schweren Feindverlusten mit Zerstörung eines Kommandozentrums im Dorf Marâṭ im Ost-Rîf der Provinzhauptstadt; Beseitigung eines Trupps IS-Affiliierter auf deren Südachse; unter SAAF-Deckung  Vernichtung eines Munitionsdepots, von zwei IS-Positionen der sog. IS-Militärverwaltung samt Kampfwagen am Kreisver­kehr al-Ḥa­labiyya in al-Ḥussainiyya und im Dorf al-Bû ʽUmar, um den Flughafen, den Friedhof und in al-Ğubaila durch die Bodentruppen.)

Am Do., 13.7.2017, fand ein weiteres Treffen zwischen der Regierungsdelegation und dem UN-Sondergesandten de Mistura in Genf statt. (http://sana.sy/en/?p=110000) – In einer Pressekonferenz vom selben Tag eröffnete letzterer, er schließe direkte Gespräche zwischen den Oppositionsdelegationen und der der Regierung aus. Wörtlich sagte er: „we are pu­shing for holding direct talks but I do not expect direct talks and we are looking for common points between the delegations.“ (http://sana.sy/en/?p=110015).

Bis Mi., 12.7.2017, hat die UN-Institution entgegen der Vorankündigungen vom Vortag noch keine Agenda für die 7. Runde des  sog. innersyrischen Dialogs in Genf bekanntgegeben.  auch war angekündigt worden, es fänden am Mittwoch Treffen zwischen dem UN-Sondergesandten de Mistura und Oppositionsdelegationen statt, ohne klarzulegen, um welche es sich handele. De Mistura habe gefordert gehabt, daß die Opposition eine einheitliche Delegation bilde, doch dazu sei es [wieder, vgl. Teil V] nicht gekommen. Laut de Mistura bei seiner Ankunft in Genf sollten außer den „technischen“ Diskussion am Mittwoch auch solche politischer Art stattfinden, doch auch dabei machte er zu den Gesprächspartnern keine Angaben. Laut einem Interview mit Sputnik Agency gab der UN-Sondergesandte an, im Jahr 2017 vier Gesprächsrunden in Genf abhalten zu wollen. Am wichtigsten sei jedoch die Bekämpfung des IS und die Wiederherstellung der Stabilität in Syrien, betonte de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=109936)

SAA-Panzer, Photo: SANA

SAA-Panzer, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109929 und http://www.sana.sy/?p=588414 (Mit der gelungenen Rückeroberung auch des al-Hîl Ölfeld, 17km südlich von as-Suḫna, im Ost-Rîf von Ḥomṣ konnten in den letzten Wochen dutzende Ölfelder wiedergewonnen werden; Überlebende IS-Terroristen wurden bis tief in die Wüste hinein verfolgt, die von ihnen hinterlassenen Minen und Sprengsätze aufgespürt und deaktiviert. Vernichtung von IS-Stellungen, -Verschanzungen,  teils motorisierten –Trupps samt eines Munitionsdepots und eines Militärkommandos im Raum Dair az-Zaur durch Bodentruppen – teils unterstützt durch die SAAF – im Industriegebiet und nahe des Dorfs al-Ğafra,  in al-Ḥa­labiyya bei der Kreuzung in al-Ḥussainiyya wie im Dorf al-Bû ʽUmar im Ost-Umland, dazu um den Airport, den Friedhof und den Stadtteil al-Ğubaila; die Verteidigungsmannschaft beim Dair az-Zaur Airport zerstörte ebenso Artillerie und Kampfwagen des auf dem Ğabal aṯ-Ṯarda in Stellung gegangenen IS; gemäß lokalen Quellen aus al-Bû Kamâl gelang es einer Gruppe Einwohner den sog. Amîr az-Zakât [Anführer, zuständig für die zakât-Steuereintreibung] des IS namens  Abû Maryam samt weiteren Mitkämpfern in al-Mayâdîn töten.)

Terroranschlag vom 12.7.2017:
Infolge des IS-Beschusses mit Mörsergranaten auf die Stadtteile Harâbiš und al-Quṣûr kamen fünf Bewohner ums Leben, sechs weitere trugen Verletzungen davon, Sachschäden wurden ebenfalls angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=109933)

Lokale Quellen informierten SANA am 12.7.2017 darüber, daß erneut (vgl. Teil V, 3.7.2017) Bombardements der US-geführten Koalition, die doch nach eigenen Angaben den IS bekämpfe, auf  das Dorfes Kaškaš, südlich von aš-Šadâdî im Süd-Umland von al-Ḥasaka gelegen, zum Tod von Einwohnern, dieses Mal sechs an der Zahl, darunter drei Frauen, sowie zur schweren Beschädigung von privaten Wohnhäusern und weiterem Eigentum geführt haben. (http://www.sana.sy/?p=588589) – S.a. The so-called “U.S.-led Coalition War on Terrorism” is a smokescreen

Die unabhängige Londoner Beobachtergruppe und Journalisteninitiative Airwars hat bekannt gegeben, daß bei den Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak im Juni mindestens 750 Zivilisten getötet worden sind. Besonders verheerend waren demnach die Angriffe im Gebiet von ar-Raqqa und Mossul. Die Todesrate sei im Vergleich zum Mai um ca. 50% gestiegen.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29388-750_zivilisten_durch_luftangriffe_der_us_gef%C3%BChrten_koalition_im_juni_get%C3%B6tet)

Dank al-Maṣdar News wurden einige seltene Aufnahmen veröffentlicht, welche eine massive US-Luftbasis im äußersten Osten der Provinz Aleppo nahe der Verwaltungsgrenze zur Provinz ar-Raqqa zeigen. Die US-Truppen befinden sich ohne Genehmigung der legitimen Landesregierung in Syrien, womit auch diese Basis völkerrechtswidrig besteht. Man sieht auf den Photos US-Kampfflugzeuge starten, eine Menge Humvees zu deren Schutz und eine gehißte US-Flagge, im Territorium agiert eine Nachhut der US-unterstützten kurdischen SDF (s.u.). Doch ist das nicht die einzige US-Basis. Im Norden Syriens, es soll noch über ein dutzend weiterer geben!(http://www.veteranstoday.com/2017/07/11/massive-us-airbase-established-in-northern-syria/; zur Ergänzung s.a. https://sptnkne.ws/eWkr)

Protest der Golan-Bevölkerung, Photo: SANA

Protest der Golan-Bevölkerung, Photo: SANA

Erneut gab es auf den durch  israelisches Militär besetzten Golanhöhen Protestkundgebungen diese völkerrechtwidrige Landnahme  und die neuesten Pläne der Regierung in Tel Aviv zur Verfestigung der Annexion des Gebiets. Zugleich bekundete die Bevölkerung ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat Syrien und der syrischen Regierung. (http://www.sana.sy/?p=588509 vom 12.7.2017)  – Vgl.u.: Protestschreiben der Regierung an die UN in der Sache vom 8.7.2017!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109860 und http://www.sana.sy/?p=587815 (Vernichtung etlicher IS-Trupps samt militärischer Ausrüstung durch Infanterieeinheiten auf der S- und W-Phalanx wie um den Militärflughafen von Dair az-Zaur; zudem intensive, akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Schlupfnester und mobile Trupps in den Gebieten al-Ḥussainiyya, al-Buġailiyya, al-Bânûrâmâ, Ḥaṭla, Marâṭ und Maẓlûm bei heftigen Feindverlusten; gemäß lokalen Quellen  herrsche wegen der schweren Verluste der letzten so große Konfusion und Chaos unter den IS-Kämpfern, daß eine Reihe von IS-Führungspersonen, darunter der stellvertretende Amîr ğihâz alḥisba [zuständig für IS-genehmes Verhalten und –Kleidung, vgl.a. Teil V] der al-ʽAšâra-Gegend  Ḥâmid an-Nûrî, auch bekannt als Abû Ḥamza al-Qarʽânî;  auch berichteten sie davon, daß IS-Extremisten eine Frau, die aus der Provinzhauptstadt ins Umland von al-Ḥasaka zu fliehen suchte, töteten, wie ebenso ein Kind in Ḥaṭla erschossen; andererseits gelang es einer Gruppe Einwohner, die sog. al-ḥisbaZentrale in Hağîn im Ost-Rîf anzugreifen und dabei einen IS-Terroristen zu töten und zwei weitere zu verletzt. Zerstörung von IS-Stellungen samt eines Munitionsdepots, einer Autobombe und eines Panzers durch präzise Luftschläge zwischen Umm Tuwaina und östlich von Ğab al-Ğarâḥ, 73km östlich von Ḥomṣ.)

IS-Kalif tot, Photo: Sputnik News

Ende des Abû Bakr al-Baġdâdî, Photo: Sputnik News

Heute, am Di., 11.7.2017 hat der IS offizielle gegenüber dem Nachrichtensender as-Sûmariyya News eingestanden, daß – wie russischerseits schon vor Wochen gemeldet  (vgl. Teil V) – ihr selbsternannter „KalifAbû Bakr al-Baġdâdî tatsächlich getötet worden ist. Einer Quelle aus der Provinz Nînawâ zufolge  hatte der IS in den Medien des noch von der Terrororganisation kontrollierten im Bezirks Tal ʽAfar, westlich von Mossul, diese kurze Meldung ohne Angabe weiterer Einzelheiten veröffentlicht. Der ausführliche SANA-Artikel referiert im weiteren die von russischer Seite gemachten Angaben zu dem Luftschlag vom 28.5.2017 (s. Teil V). Nach der russischen Ankündigung sei in Tal ʽAfar Konfusion unter den Terroristen ausgebrochen gefolgt von Gruppenrivalitäten, Massenverhaftungen und Ausgangssperren. Die äußerst aufgeladene Atmosphäre könnte zu blutigen Machtkämpfen um die Führerschaft innerhalb des IS führen. (http://www.sana.sy/?p=587808, s.a. https://sptnkne.ws/eSnA)

Terroranschläge vom 11.7.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen beschossen in Ost-al-Ġûṭa, im Umland der Hauptstadt verschanzte bewaffnete Gruppen Wohnhäuser des damaszener Stadtteils at-Tiğâra mit Raketen, töteten dabei eine Frau und richteten entsprechende Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=109878)
Nach Verkündung durch das Außenamt in Moskau vom 11.7.2017 ist der russische Militärberater Hauptmann Nikolai Afanasow, der mit der Ausbildung der syrischen Infanteriekräfte betraut war, während eines plötzlich einsetzenden Mörsergranatenbeschusses seitens bewaffneter Gruppen in der Provinz Ḥamâ getötet worden. Damit erhöht sich die Zahl der in Syrien getöteten russischen Militärberater auf 30. (http://sana.sy/en/?p=109905, s.a. https://sptnkne.ws/eS9d und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29348-russischer_milit%C3%A4rberater_in_syrien_get%C3%B6tet)

Interreligiöser Austausch in Hamâ, Photo: SANA

Interreligiöser Austausch in Hamâ, Photo: SANA

Nach einem Treffen mit islamischen Religionsgelehrten, angeführt durch den Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, und christlichen Geistlichen mit dem lokalen Bischof Niqûlâ (Nicholas) Baʽlbakî an der Spitze am 11.7.2017 in Ḥamâ anläßlich des Wiederaufbaus von den Terroristen zerstörter Gebäude etc. insbesondere der Diözese Ḥamâ bekräftigten beide Seiten, wie wichtig nicht nur der interreligiöse Diskurs ganz allgemein sei, sondern besonders nach Vertreibung der Extremisten. Da gelte es, die Lage junger Menschen, ihr Denken und ihre Wünsche zu verstehen wie auf sie einzuwirken, damit der Extremismus auch religiöser Art keinen Boden findet. Sie bildeten schließlich die Gesellschaft von morgen, die es positiv zu beeinflussen gelte im Geist von Vergebung, Liebe und Brüderlichkeit, Heimatverbundenheit und  harter Arbeit beim Wiederaufbau wie bei der endgültigen Vernichtung des Terrorismus. Hierzu müßten vor allem die Schulsysteme wie Moscheen und Kirchen tätig werden unter Einbeziehung der modernen Kom­munikationsmittel. Unter den Teilnehmern befanden sich auch der Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî, der örtliche Vertreter BaʽṯPartei, Muṣṭafâ Sukarî, wie der Provinzpo­li­zeichef Generalmajor Ašraf Ṭaha. (http://www.sana.sy/?p=587787) – Zum selben Zweck, nämlich der Gegensteuerung gegen religiös extremistisches Gedankengut, waren zuvor im Auqâf-Ministerium zusammen mit ʽulamâ´ , Imâmen und Predigern neue Lehrpläne und Vorgaben für die Freitagspredigten in den Moscheen des Landes erarbeitet worden. (http://www.sana.sy/?p=587168).

Wieder Kirchenkonzert im befreiten Aleppo, Photo: SANA

Wieder Kirchenkonzert im befreiten Aleppo, Photo: SANA

Nach fünf Jahren des Leidens unter IS-Besatzung fand am 11.7.2017 zum ersten Mal wieder ein klassisches Konzert in der maronitischen Kirche auf dem Farḥât-Platz im bis vor der Befreiung noch hart umkämpften Stadtteil ʽAzîziyya von Aleppo statt unter Schirmherrschaft des Ministeriums für Tourismus. Gegeben wurden Kompositionen von Mozart vom Damaszener Symphonieorchestra mit Chor und Solisten vor Staats- und Kirchvertretern sowie einer überwältigenden Teilnahme der Bürgerschaft, die die Kirche kaum fassen konnte. (http://www.sana.sy/?p=588283)

Nach den am Mo., 10.7.2017, veröffentlichten Angaben der Weltbank beziffern sich die Schäden an der Infrastruktur des Landes nach sechs Kriegsjahren auf  226 Milliarden US-$. In der Zeit von 2010 – 2015 seien schätzungsweise jedes Jahr 538.000 Arbeitsplätze zerstört worden wie mehr als ein Viertel der Häuser, ca. die Hälfte der Bildungs­ein­richtungen und medizinischen Einrichtungen. an solchen Folgeschäden des Kriegs starben nach dem Bericht mehr Menschen als durch direkte Kampfhandlungen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29306-weltbank_syrienkrise_verursachte_226_milliarden_dollar_wirtschaftssch%C3%A4den_im_land) – auf diesen wichtigen Umstand haben die verschiedensten Regierungsressorts die letzten Jahre über hingewiesen wie auch Präsident Dr. al-Assad in seinen Interviews. Ein wesentlicher Grund seien hierfür jedoch  auch die gegen Syrien erlassenen illegalen Wirtschaftssanktionen, die unmittelbar der Bevölkerung  geschadet hätten (vgl. hierzu die früheren Thread-Stränge zu Syrien unter dem Suchwort „Sanktion“) Daher machte auch der russische Außenminister Lawrow während einer Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am 11.7.2017 deutlich, daß diese Sanktionen aufgeboben gehörten. Darauf habe Frau Mogherini geantwortet, die EU sei bereit, „[to] support the process of having normal life back in Syria.“ (http://sana.sy/en/?p=109895)

Pressekonferenz mit Dr. al-Gafari, Photo: SANA

Pressekonferenz mit Dr. al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Auch am Morgen des zweiten Tags der 7. Genfer Syrienkonferenz trafen sich die Regierungsdelegation und der UN-Sondergesandten de Mistura im UN-Hauptquartier zu Gesprächen. Beim Treffen zwischen letzterem und den UN-Botschaftern am Vortag habe de Mistura laut dem russischen UN-Gesandten Alexei Borodawkin  seine Pläne und Ideen erläutert, wie er sich die Gesprächsführung vorstelle und mit den Parteien zusammenzuarbeiten gedenke. Die anwesenden Diplomaten erklärten ihre Unterstützung hierfür.  (http://sana.sy/en/?p=109831, http://www.sana.sy/?p=587684) – Nach dem Treffen mit der Regierungsdelegation vom 11.7.2017, informierte deren Leiter, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, die Presse darüber. Man habe über den Counterterrorismus, also das vierte Hauptthema, zweieinhalb Stunden ernsthaft diskutiert. Dieser sei für die Regierung in Damaskus von Top-Priorität und sollte das auch für die gesamte Weltgemeinschaft  sein, da der Terrorismus zu einem internationalen Phänomen geworden sei mit Anschlägen in den Großstädten der Welt. Derzeit besprächen die Expertenteams (vgl. Teil V, Astana-Konferenz(en)) der syrischen Regierung wie von de Mistura die „technischen“ und rechtlichen Aspekte des 12-Punkte-Papiers über die Grundsätze und Ziele des politischen Prozesses. (http://sana.sy/en/?p=109831)

Terroranschlag vom 10.7.2017:      
In Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen beschossen im SW-Umland von Aleppo verschanzte bewaffnete Gruppen Mörsergranaten auf die südliche Neustadt, töteten damit fünf Anwohner und verletzten viele andere, meistens Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=109800)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109758 und http://www.sana.sy/?p=587013 (Rückeroberung weiterer Gebiete im O-Rîf von Ḥomṣ unter Einschluß der al-Hîl-Tankstation, 20km südlich von as-Suḫna, nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Demontage und Entschärfung der von den Terroristen angebrachten Minen und Sprengsätze; Beginn der nächsten Militäroperation auf die al-Hîl-Ölfelder zu.  Zerstörung von IS-Verstecken in Ḥuwaiğa Ṣakr am östlichen Stadtrand von Dair az-Zaur zusammen mit einer Abschußanlage für Mörsergranaten;  dazu präzise erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Schlupfnester und mobile Trupps  auf der Straße ar-RaqqaDair az-Zaur; unter den zahlreich getöteten IS-Extremisten während Gefechten der Bodentruppen in Mû­ḥassan, 20km östlich von Dair az-Zaur befanden sich auch die beiden IS-Kommandeure Abû al-Qaʽqâʽ al- Albânî und Ṣafwân al-Yâsîn; dazu effektive Bekämpfung von IS-Trupps im SW der Provinzhauptstadt, im Dorf al-Buġailiyya sowie um das Regiment 137, al-Bânûrâmâ und das Friedhofsgebiet mit Eliminierung etlicher Terroristen.  Erfolgreiche, akkurate SAAF-Angriffe auf Stellungen der Ğabhatu_n-Nuṣra mit Vernichtung ihrer Befehlszentrale, und eines Munitionsdepots – jeweils samt Mannschaften – in den Ğarûd [unwegsames Gebiet] Fulaiṭa im West-Qalamûn im Rîf Dimašq. Nachmittags Befreiung einer Reihe von Orten und Rückeroberung strategisch wichtiger Anhöhen nach erbitterten, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten im O-Rîf von as-Suwaidâ´, nämlich:  Dair an-Naṣrânî, Rağm al-Baqar, Tulûl Salmân, Tulûl al-Fadiyîn, Tal Aṣfar, Ušaihib, Tulûl Ušaihib aš-Šamâlî und Tulûl Ušaihib al-Ğanûbî, al-Mafṭara, Tal al-Mafṭara, Šinwân, as-Sâ­qiyya, al-Qaṣr, Tal Banât Baʽîr, Ḫirba Ṣaʽd und Tal Ṣaʽd; Dutzende überlebender Terroristen flüchteten sich in die Weiten der Großen Syrischen Wüste.)

Zufahrt nach ar-Raṣâfa, Photo: SANA

Zufahrt nach ar-Raṣâfa, Photo: SANA

Bewertung und Einordnung der SAA-Erfolge im Umland von ar-Raqqa:
Mit der Rückeroberung des gesamten Gebiets von ar-Raṣâfa im S-Rîf von ar-Raqqa bis Aṯrayâ im O-Rîf von Ḥamâ mit Befreiung einer ganzen Reihe von Ortschaften, Farmen und strategisch bedeutsamer Punkte im Hochland (s. Gefechtsbericht vom 30.6.2017 in Teil V) wurde die Kontrolle über ein Gebiet von 1.500 km2 zurückerlangt. Wie ein Feldkommandeur dem SANA-Korrespondenten auseinandersetzte, wurden dem IS damit die Nachschublinien zwischen ihrem Stützpunkt ar-Raqqa und den im Umlanf von Salamiyya verstreuten IS-Gruppen, die zudem vollkommen eingekreist sind, abgeschnitten. Damit könne der IS in der Stadt ʽUqair­bât samt umgebenden Dörfern komplett eliminiert werden. Besonders auch in wirtschaftlicher Hinsicht seien diese Errungenschaften von Bedeutung, da jenes Gebiet wichtige Erdölfelder beherberge, das bedeutendste davon: aṯ-Ṯawra. Die Rückeroberung ging nach einem präzisen Plan vor sich, um Schäden zu vermeiden, damit  nach Wiedergewinnung der Kontrolle sobald als möglich wieder mit dem regulären Betrieb begonnen werden kann. Außerdem sei mit den beschriebenen Siegen der Ausgangspunkt zur Befreiung von Ğabâb Ḥamad und der Rückeroberung der Anhöhen um das Ölfeld al-Hîl im Ost-Rîf von Ḥomṣ gegeben gewesen. Davon abgesehen sei ar-Raṣâfa selbst reich an archäologischen Stätten und weiteren bedeutenden Bauwerken wie der Burg. Nach Auskunft des Korrespondenten haben die archäologischen Stätten in der Stadt sehr unter den Angriffen und dem Vandalismus durch den IS gelitten. (http://sana.sy/en/?p=109752)

Eine der o.e. archäologischen Stätten, Photo: SANA

Eine der o.e. archäologischen Stätten, Photo: SANA

Die syrische Regierung gratulierte am Mo., 10.7.2917, dem Irak, der Regierung wie dem Volk, zum großen Sieg seiner Armee und den Popular Mobiliza­tion Units (PMU) über den IS. Syrien in Mossul Syrien kämpfe an der Seite des Iraks bis zur zur vollständigen Eliminierung dieser Terrororganisation im Rahmen des universalen Counterterrorismus.  Gleichzeitig gedenke man jedoch auch der zahlreichen heldenhaften Opfer, die jener Krieg fordere, kondoliere allen mit Gefallenen in der Familie herzlich und wünsche den Verwundeten schnelle Genesung. Der Fall des sog. IS-Staats in Mossul sei nur der Beginn des Zusammenbruchs der Phantastereien der Terroristen und all ihrer Unterstützer. Nur im Zusammenwirken beider Länder bestehe die Garantie diese wie jede andere Form des Terrorismus aus beiden Ländern zu eliminieren und ein Wiederaufflackern zu verhindern. (http://sana.sy/en/?p=109744)

Um 9.30 Uhr begann am Mo., 10.7.2017, die Sitzung zwischen dem UN-Sondergesandten für Syrien, de Mistura und der Regierungsdelegation, geführt von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî während der 7. Genfer Gesprächsrunde. Später traf sich de Mistura mit einer Anzahl UN-Botschafter. (http://sana.sy/en/?p=109786, http://sana.sy/en/?p=109714)

Wieder konnten die Behörden – dieses Mal im Rîf Dimašq (also Damaskus-Land) – Drogendealer mit Haschisch und dem von Terroristen ganz speziell eingesetzten Captagon (vgl. Teil II) festnehmen und das Schmuggelgut sicherstellen. (http://sana.sy/en/?p=109746)

Am So., 9.7.2017, ist die Delegation der Arabischen Republik Syrien in Genf zur Teilnahme an der inzwischen 7. Runde des sog. innersyrischen Dialogs eingetroffen, welcher am Mo., 10.7.2017, beginnt. (http://www.sana.sy/?p=586446)

Terroranschlag vom 9.7.2017:
Raketenbeschuß auf das Dorf al-Qanğara im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya tötete einen Bewohner, verletzt zwei weitere und beschädigte Häuser und anderes Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=586682)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109667 und http://www.sana.sy/?p=586344 (Rückeroberung von strategisch wichtigen Anhöhen und Übersichtspunkten auf dem Ğabal al-Qulaîtim im NW des al-Hîl-Ölfelds in der Provinz Ḥâmâ;  in der Morgendämmerung Vereitelung eines erneuten Angriffsversuchs (vgl. Teil V) von Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Kraftwerk az-Zâra vom berüchtigten Terroristenschlupforts Ḥur Binafsa, 30km in the S-Rîf von Ḥâmâ aus nach  harten, aber für den Feind verlustreichen Gefechten; überlebende Extremisten zerstreuten sich fliehend. Ebenso Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Maksar al-Ḥaṣan zusammen mit der Volkswehr, wobei mehr als 40 Terroristen getötete, weitere verletzt wurden und die restlichen unter Zurücklassung ihrer Waffen etc. wie auch der Leichen ihrer Kameraden in Richtung  eines weiteren Terroristenschlupfnests, nämlich ʽUnq al-Hawâ, flohen;  zusammen mit unterstützenden Kräften Rückeroberung der das Dorf al-Buġailiyya im  O-Rîf von Ḥomṣ überblickenden Anhöhen nach Vertreibung der letzten IS-Reste aus dem NO von Ğabâb Ḥamad. Ausmerzung von IS-Verstecken und –Nestern  durch die Bodentruppen  in Dair az-Zaurs Stadtteilen Ḫasârât, Kanâmât, dem Arbeiter­viertel, dem Areal um den Airport, den Friedhof, al-Bânûrâmâ, die al-Ḥuwaiqa-Kreuzung und in den Dörfer al-Buġailiyya, Safîra Taḥtânî, al-Ḥussainiyya, al-Bûlîl wie in der Stadt al-Mûḥassan; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden  der saudische Anführer für den Flughafen-Operationssektor namens  Abû Duğâna al-Ġâmidî wie der IS-Amîr der Stadt al-Mûḥassan mit Namen Ḫâlid ʽÂyid al-Barğas identifiziert; Vereitelung von Angriffsversuchen Affiliierter des IS auf Militärposten zur Sicherung des Heart Hospital und des Furât aš-Šâm Hotels. – Einwohner der Stadt al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur berichteten, eine Gruppe junger Männer habe es gewagt, zwei Kampfwagen und einen bus des IS zu zerstören und einen der Terrroristen zu töten; inzwischen herrsche große Konfusion unter den IS-Extremisten, so daß es sogar zu Kämpfen derer untereinander komme, während derer die IS-Führer Abû Muṣʽab al-Filasṭînî und Abû ʽUmar al-Ustralî im Bereich aṣ-Ṣuwâr verwundet wurden.)

Ramzî, Photo: SANA

Ramzî, Photo: SANA

Ramzî ʽIzz ad-Dîn Ramzî, der syrische Sondergesandte bei den UN in Genf, informierte die anwesenden Journalisten am Sa., 8.7.2017 in Damaskus, daß bei den kommenden Genfer Gesprächen die vier Hauptthemenbereiche (vgl. Teil V), welche die letzten Male herausgearbeitet worden waren, diskutiert würden. Begleitend würden die Besprechungen „technischer“ Art über die gesetzlichen und Verfassungsfragen fortgeführt. Zuvor hatte eine ausgedehnten Unterhaltung zwischen ihm, dem Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd und dem Leiter der Regierungsdelegation in Genf wie ständigem UN-Gesandten in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî,  stattgefunden. Die Einigung hinsichtlich der De-Eskalationszonen (s. Teil V) sei ein wichtiger Schritt, auch um den Boden für die kommenden Gespräche in Genf zu bereiten. Auf eine Reporterfrage nach der Beteiligung der US-Seite, erklärte Ramzî, daß die Kreml-Regierung vor der Einigung mit Präsident Trump während des G20-Treffens in Hamburg hinsichtlich der einen südlich gelegenen De-Eskalationszone schon Wochen zuvor Gespräche dahingehend geführt habe. (http://sana.sy/en/?p=109628, http://www.sana.sy/?p=586025)

Terroranschlag vom 8.7.2017:
Drei Anwohner wurden beim Beschuß mit Raketen auf den Stadtteil al-Arman von Ḥomṣ verletzt, Häuser und anderes private und öffentliche gut wurden beschädigt. Täter waren bewaffnete Gruppen im N der Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=109608http://www.sana.sy/?p=585875)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109618 und http://www.sana.sy/?p=585880 (Verstärkte präzise SAAF-Angriffe auf mobile IS-Trupps und –Stellungen im SO der al-Fahdî-Station und südlich der Dörfer Bair Abû Kubrâ und Ḫabrat al-Ḥalûl im W-Rîf von ar-Raqqa mit Zerstörung von deren aufgerüsteten Kampfwagen und Ausrüstung; zudem Ausmerzung von IS-Resten auf der Achse des Ḫanâṣir – Aṯriyâ,  im Gebiet von Ğab al-Ğarâḥ und O-Rîf von Sa­lamiyya und NO-Gebiet von at-Tanaf tief in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) mit Ausdehnung der Kontrolle bis zum Süden der Stadt al-Bû Kamâl. Befreiung bzw. Rückeroberung des lokalen  IS-Stützpunkts Ğabâb Ḥamad im O-Rîf von Ḥomṣ nach Beseitigung  der letzten IS-Ansammlungen im Gebiet und nachfolgendem Minenräumen und Entfernen der hinterlassenen Sprengfallen; dazu Vernichtung von mobilem IS-Kriegsgerät durch die Luftwaffe im Gebiet Bâ­diyya Ḥumaima und östlich von  Ârak (im Umland von Tadmur). Im Gebiet von Dair az-Zaur gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Bewegungsachsen und –Stellungen im Wâdî  aṯ-Ṯarda, al-Ğafra, um  den Friedhof,  um  al-Bânûrâmâ, westlich des Regiment 137, der Wasserstaubecken, der Kreuzung al-Kanâmât und dem westlich gelegenen Dorf al-Buġai­liyya jeweils unter heftigen Feindverlusten bzgl. Kämpfern und militärischer Ausrüstung; dazu  Beseitigung von IS-Fortifikationen samt Waffen und Munition, durch die Artillerie beim Flughafen, der al-Ḥuwaiqa-Kreuzung, dem Wâdî  aṯ-Ṯarda und al-Buġai­liyya; eine Anzahl Bewohner von al-Kataf wagten außerhalb von al-Bû Kamâl einen Zusammenstoß mit einem IS-Trupp auf einem Wagen, mit dem letztere offenbar Leute aus aṣ-Ṣabḥa im östlichen Umland  wegzuschaffen versuchten; der Kampf endete nicht der Zerstörung des Wagens und drei getöteten IS-Terroristen, wie örtliche Quellen berichteten; diese informierten ebenfalls darüber, daß die wegen des beständigen Vorrückens der SAA aufgeschreckten Terroristen die Bewohner der Gegend zwängen, für sie Erdhügel und Bunker vor Geschäften und auf den Straßen an der Zufahrt zu al-Mayâdîn  und Sabîḥân im O von Dair az-Zaur zu erstellen) – Zur Information: Mit Regiment 137 sind die ca. 5km außerhalb der City gelegenen Kasernen jenes Regiments gemeint.

Zu den Kampfhandlungen zwischen Kurden und dem IS – vor allem im Raum ar-Raqqa – erläuterte Präsident Putin: „Was das Kurden-Problem anbelangt, ist es im Allgemeinen sehr groß und vielfältig. Wir stehen in Kontakt mit vielen kurdischen Formationen und machen kein Geheimnis daraus. Hinsichtlich der Sicherung ihrer Aktivitäten liegen hier aber unsere US-amerikanischen Kollegen wohl weit vor uns.  (https://sptnkne.ws/eRn7) Ein nicht genanntes Mitglied der durch die USA unterstützten sog. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gab hierzu gegenüber Sputnik Türkiye am Sa., 8.7.2017,  an: „Am Vortage haben uns die USA 140 Lastkraftwagen mit Waffen und Panzerfahrzeugen geschickt. Wir benötigen immer mehr Panzerfahrzeuge bei den Kampfhandlungen im Raum von Rakka, deswe­gen erstellen wir nach Bedarf eine Liste von erforderlichen Waffen und richten diese an die US-Seite. Ausgehend von dieser Liste schicken uns die Amerikaner Waffen.“ (https://sptnkne.ws/eRmQ). Die kurdische Partei der Demokra­ti­schen Union in Syrien (PYD) habe neue Kräfte nach ar-Raqqa entsandt, meldet derweil Pars Today selben Tags. (http://parstoday.com/de/news/world-i29190-treffen_zwischen_putin_und_erdogan_am_rande_des_g20_gipfels)

Bürgerprotest gegen Annexion des Golan durch Israel und für Syrien, Photo: SANA

Bürgerprotest gegen Annexion des Golan durch Israel und für Syrien, Photo: SANA

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, protestierte das Außenministerium in Damaskus gegen die Ankündigung der israelischen Regierung, auf den – auch gemäß den letztvergangenen UN-Resolutionen Nr.242, 338, 497 hierzu erneut als völkerrechtswidrig besetzt bezeichneten –  Golanhöhen im Oktober 2018 Wahlen zu sog. „local councils” abhalten zu wollen. [Schon bislang hatte die israelische Besatzung alles getan, um die dort eingesetzte widerrechtliche Verwaltung trotz vehementen Widerspruchs aus Damaskus nach und nach zu befestigen, vgl. Teil V].  Es handele sich bei den Golanhöhen schließlich um einen integralen Bestandteil des syrischen Staatsterritoriums. Die ergänze nur noch die Schritte Israels gegen Syrien, zu denen die Unterstützung der bewaffneten Terroristengruppen in Syrien gehöre (zu Beispielen hierzu s. Teil V und frühere Teile!). Im offiziellen Dokument von 25.3.1981 hätten die syrischen Bewohner des israelisch besetzten Golans jegliche Beschlüsse der israelischen Regierung zurückgewiesen, welche auf Annexion dieses Gebietes gerichtet sind, wie jene, die auf die Unterdrückung ihrer syrisch-arabischen Identität abzielten. In §5 dieses Dokuments heiße es ausdrücklich, die Bewohner würden niemals irgendwelche „local councils“ genannten Gebilde bzw. deren Mitglieder oder Führungspersonen als ihre Repräsentanten anerkennen. Unmittelbar nach Kenntnisnahme der neuen israelischen Entscheidung hätten sie ihre schon früher ausgedrückte Ablehnung der israelischen Okkupation mit all ihren Auswirkungen erneut vehement bekräftigt. Die israelische Regierung ignoriere seit Jahren völkerrechtliche Bestimmungen wie auch die gegen sie erlassenen UNSC-Resolutionen, u.a. jene, die u.a. den Aufruf zum sofortigen Rückzug von den Golanhöhen wiederholten alle erlassenen Vorschriften für null und nichtig erklärt  (i.e. Nr.497) sowie auch die Geneva Convention on the Protection of Civilian Persons in the Time of War  vom Juni 1967.  Die neue Entscheidung stelle nur eine neuerliche empörende Verletzung der UN-Char­ter, des Völkerrechts und der Genfer Konvention dar. Syrien rufe daher den UNSC dazu auf, diese neuerliche provokative Rechtsverletzung zu verurteilen und Israel dazu zu zwingen, die in israelischen Gefängnissen inhaftierten syrischen und palästinensischen Bürger freizugeben, darunter auch Ṣudqî al-Maqt, der schon seit mehr als 30 Jahren gefangengehalten werde. Die Regierung in Damaskus bekundete zum Schluß ihre Verbundenheit mit und ihre Unterstützung der Bevölkerung dieses Gebietes bei ihrer Zurückweisung der israelischen Okkupation wie des neuesten israelischen Beschlusses.  (http://sana.sy/en/?p=109633 vom 8.7.2017)

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Dem nationalen archäologischen Ausgrabungsteam der Sektion Damaskus Land (Rîf Dimašq) gelang die Entdeckung eines einzigartigen Mosaiks im noch vor kurzer Zeit hart umkämpften Wâdî Baradâ (vgl. Teil V), nämlich im Ort Birhaliyâ im Landkreis az-Zaba­dânî. Lange Zeit hatten deswegen die Ausgrabungen unterbrochen werden müssen. Das Kunstwerk, welches mehrfarbige geometrische und florale Muster sowie symbolische Dekorationen vereint, ziert den Boden eines Gebäudes, das man durch einen großen Haupt- und zwei kleinere Eingänge daneben betreten konnte. Es mißt 50m und stammt aus dem 4. Jh. n.u.Z. aus der Übergangsperiode zwischen römischer und byzantinischer Epoche. Noch nie wurde solch eine feine Dekorationsarbeit in oder um Damaskus gefunden. Dr. Maḥmûd Ḥamûd, der Direktor des Departments für Altertümer der Region Damaskus, führt dazu aus, daß an dieser Stelle früher die Hauptstadt eines Königreiches stand, die zur Seleukiden-Ära den Namen Ubailiniyya trug, während sie der römischen und byzantinischen Ära Ubailâ hieß. Die ersten Siedler seien ein arabischer Stamm aus der östlichen Liba­non-Gebirgskette gewesen mit Hauptsitz in ʽAnğar und religiösem Zentrum in Baʽlbik (Baalbek). Im Wâdî Baradâ gibt es noch drei weitere Dörfer mit reichen archäologischen Stätten: Sûq Wâdî Baradâ, Birhaliyâ und Kafar al-ʽAwâmîd. Leider verführe das zu umfangreichen Raubgrabungen. (http://sana.sy/en/?p=109395, http://www.sana.sy/?p=584123 vom 5.7.2017)

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