Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den analtenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

 

Putin, Trump beim G20-Gipfeltreffen,Photo: - russia.com

Putin, Trump beim G20-Gipfeltreffen, Photo:  russia – insider.com

Eine wirklich wichtige Nachricht ist diejenige, daß US-Präsident Trump die Dauerunterstützung der sog. bewaffneten moderaten Opposition [MAO, vgl.u.] in Syrien, welch sich in ihren Handlungen nicht von den anderen Terrorgruppen wie dem IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra unterschied, unter seinem Vorgänger Obama durch die CIA mit massiver Unterstützung von Senator McCain (s. besonders Teil III in Gang gesetzt worden war (vgl. Teil V und davor!), nun einstellen hat lassen., wie die The Washington Post meldet. Diese Entscheidung gehe auch auf das Treffen mit dem russischen Präsidenten in Hamburg am Rande des G20-Gipfeltreffens zurück. (http://www.sana.sy/?p=592729, https://sptnkne.ws/eWzw)

Terroranschläge vom 19.7.2017:
Wieder wurde das Wâfidîn-Flüchtlingscamp zusammen mit Ḥarastâ Hos­pital, dazu  das Martyrs’ Sons housing area (Wohneinheiten für Hinterbliebene von gefallenen Soldaten) im Umfeld der Hauptstadt, dem  Rîf Dimašq, zum Ziel von angegriffen mittels Mörsergranaten durch bewaffnete Gruppen, die sich nach wie vor seit Jahren in Ost-al-Ġûṭa verschanzt halten. Dabei wurde eine Person verletzt bei entsprechend großem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=110381)

Türkischer Dammbau, Photo: CC BY-SA 3.0 / Bernard Gagnon

Türkischer Dammbau, Photo: CC BY-SA 3.0 / Bernard Gagnon

Wie schon in Teil V dargelegt, spielt die „irrationale“ Dammbautätigkeit der Türkei unter Präsident Erdogan dem IS in die Hände, indem es den Wassermangel in Syrien, dem Irak und dem Iran unterstützt und über kurz oder lang in jenen Ländern zur Wasserkrise führt. Darauf machen jetzt auch vehement iranische Umweltschützer aufmerksam.  Ganze Flüsse, Seen und Sümpfe würden demnach austrocknen, Landschaften veröden, wodurch Staubstürme entstünden, werde nicht auf die Türkei diesbezüglich Druck ausgeübt. Dies war auch das Ergebnis der Internationalen Umwelt­schutz­konferenz in Teheran vom 4.7.2017 gewesen. Zu den bereits bestehenden seien allein 22 neue in Planung! Näheres hierzu bei: https://sptnkne.ws/eWnj

Die Verhandlungen über die Weiternutzung des Fliegerhorsts Ḥumaimîm bei der nördlichen Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya sind abgeschlossen: mit Zustimmung  des russischen Oberhaus wurde am Mi., 19.7.2017, das Abkommen zwischen der syrischen und russischen Regierung ratifiziert. Damit kann die russische Luftwaffe den Stützpunkt 49 Jahre kostenlos nutzen. sollte die Vereinbarung nicht aufgekündigt werden, verlängert sie sich jeweils automatisch um 25 weitere Jahre. (http://sana.sy/en/?p=110404)

SAA-Kampfstellung, Photo: SANA

SAA-Kampfstellung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110360 und http://www.sana.sy/?p=592275 (Befreiung der Stadt ar-Rumailân mit Rückeroberung des zugehörigen Dammes, von 15 Ölquellen bzw. Gasfelder 10km im O von Dubaisân zusammen mit der Ölpumpenstation 1 und 2 von Dubaisân während des Vorrückens der Armee im südlichen Umfeld von ar-Raqqa mit Eliminierung von sieben Autobomben, einem Panzer und weiteren Kampfwagen samt Mannschaften des IS und Verfolgung der Flüchtigen bis tief in die Große Wüste. zudem erfolgreiche präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Position und mobile Trupps 12km südlich von az-Zamla und Maʽdân im S der Provinzhauptstadt. Dergleichen gegen IS-Konvois bei Šindâḫiyya Šamâliyya und Umm Tuwainî (nahe Ğab al-Ğarâḥ, 73km im) Osten von om. Beseitigung von  ISStellungen und mobilen Einheiten im Raum Dair az-Zaur auf den Wâdî ad-Dušam zu mit Zerstörung eines IS-Kommandozentrums, von Fortifikationen samt Waffen und Munitionsbeständen und mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen im Stadtteil al-Ḥuwaiqa auf al-Bânûrâmâ zu und in at-Tanamiyya. dazu gezielte erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Schlupfnester in den Stadtteilen al-ʽUrfî, al-Arḍî, al-Ḥuwaiqa, al-Ğubaila, al-Ḥamîdiyya, dem Industriegebiet und um den Friedhof sowie im Gebiet der Dörfer al-Ğafra und al-Ğunaina; eliminiert wurden durch die Bodentruppen auch Affilierte des IS im al-Bânûrâmâ-Areal, um den Flughafen, in den Stadtteilen ar-Ra­šadiyya , al-Ḥuwaiqa wie im westlich gelegenen Dorf al-Buġailiyya. – Gemäß lokalen Quellen aus der östlichen Umgebung der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur  haben in al-Mayâdîn weitere IS-Führungskräfte jener Stadt und aus dem Dorf Ḏaibân die Flucht ergriffen, darunter:  ʽAbdur-Razâk al-ʽUmair, Aḥmad al-ʽUmair, Fahd al-ʽUmair, Sâmir Ḫalaf an-Nâṣir al-Mašhadânî; einer Gruppe junger Männer gelang es in al-Mayâdîn zudem, das Medienzentrum des IS komplett niederzubrennen.) – Gerade die Siege im Bereich der bodenschatzreichen Gegend von ar-Rumailân entziehen den Zielen der dort während der Obama-Administration völkerrechtswidrig  in diesem Raum eingerichteten US-Militärbasen (vgl. Teil V) die wichtigste Basis.

In Reaktion auf die tatsächlich nicht gerechtfertigte Ausdehnung der EU-Sanktionen gegen Syrien durch die EU vom Montag (vgl.u.!), erklärte das Außenamt in Damaskus am Di., 18.7.2017, diese Aktion gegen ihre Pflichten ernst nehmende Staatsbürger entspreche der bisherigen hysterischen EU-Kampagne gegen Syrien. Sie stütze sich dabei auf die unglaubwürdigen Behauptungen hinsichtlich der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn, wo Terrorgruppen Chemiewaffen gegen unschuldige Bürger einsetzten. Damit seien die vermeintlichen Gründe reine Ausreden, die Untersuchungen vor Ort vorwegnähmen. und spiegelten die Unbesonnenheit der EU-Amtsträger wider wie deren Insistieren darauf, weiterhin die Terrorgruppen unterstützen und die öffentliche Meinung irreführen zu wollen. Dabei hätten eben diese Amtsträger bis heute nicht auf die Forderung der Regierung in Damaskus reagiert, doch eine OPCW-Mission zur Untersuchung eben dieser Vorfälle nach Ḫân Šaiḫûn bzw. aš-Šaʽîrât (dazu s. Teil V) zu schicken. Zum wiederholten Mal wurde sodann die Erklärung erneuert: „Syria reaffirms that it does not have any form of chemical weapons” mit dem Zusatz, der syrische Staat habe niemals und an keinem Ort solche Waffen eingesetzt in Übereinstimmung mit seinen rechtlichen Verpflichtungen der OPCW-Konvention gegenüber. Ebenfalls unterstrich das Ministerium erneut die Zurückweisung und Verurteilung des Einsatzes von C-Waffen und entgegnete, daß mit den erwähnten Sanktionen nur die Terroristen unterstützt und deren Verbrechen verhehlt würden. Die Sanktionen zeigten zudem einen Mangel an moralisch-ethischen Standards der EU-Offizialen  beim Umgang mit heutigen Krisen und insbesondere im universalen Krieg gegen den Terrorismus. (http://sana.sy/en/?p=110342)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.7.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=110292 und http://www.sana.sy/?p=591608 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen und -Ansammlungen in Dair az-Zaur und Umgebung um den Flughafen, das Ḍâmin-Bataillon, das Dorf al-Ğunaina, die al-Kanâmât-Kreuzung, den Stadtteil al-Ḥamîdiyya, al-Bânûrâmâ und das In­dustrieviertel mit Eliminierung einer Anzahl Terroristen samt deren Barrikaden, Schanzanlagen und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen. – Lokale Quellen berichteten dem SANA-Reporter, daß infolge des Anrückens der SAA der ISFührer Barakât al-Muṭlab mit Kampfnamen Qaswara al –ʽAšarî [d.h. aus alʽAšâra stammend] aus  al-ʽAšâra im NO von al-Mayâdîn geflohen sei. Andererseits die IS-Terroristen in al-Mayâdîn, 45km im SO von Dair az-Zaur einen Sklavenmarkt zum Verkauf gekidnappter Frauen und Mädchen aus der Provinz eröffnet.)

Hunderte von Familien können im N-Rîf von Ḥamâ wieder in ihre Dörfer und Städte, z.B. Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm, Maʽrdis, Kaukab und Maʽân zurückkehren nach Befreiung, wiederherstellung von Sicherheit und Entminung durch die Armee, dem Wiederaufbau der wichtigesten Infrastruktur und Einrichtungen wie Bereitstellung des Basisbedarfs durch die Behörden. (http://sana.sy/en/?p=110302, http://www.sana.sy/?p=591559 vom 18.7.2017)

Wie immer beim Vorrücken der Armee (SAA) gegen die Terroristen, verminen die IS-Kämpfer vor ihrem Rückzug Gebäude, Straßen und Plätze eines Ortes mit allerlei Sprengsätzen. Dies geschah auch mit ar-Raṣâfa, das wieder befreit ist (vgl.u., Abb.). Ein Mitglied der Stadtverwaltung bemerkte hierzu: „Noch vor zwei Wochen stand Resafa unter Kontrolle des IS. Die Soldaten der syrischen Regierungs­armee brachten mit der Unterstützung der russischen Flugzeuge den Frieden in diese altertümliche Stadt zurück, die mehr als tausend Jahre alt ist“. Bombenräumkommandos der Armee werden die Stadt wie üblich von dieser gefährlichen „Hinterlassenschaft“ säubern. Vermint seien vor allem die Altertümer und Sehenswürdigkeiten des für Katholiken und Orthodoxe gleichermaßen wichtigen Wallfahrtsortes, nämlich das Stadttor, die Zitadelle, die Kathedrale des Hl. Sergios, die Basilika, Mauern und Türme. Die Frontlinie befinde sich derzeit ca. 25km entfernt. Im Winter würden sich dann wieder die Archäologen der Stadt widmen (können). (https://sptnkne.ws/eWbR)

Autobombenexplosion, Photo: SANA

Autobombenzerstörung, Photo: SANA

Verhinderte Terroranschläge vom 18.7.2017:
Den wachsamen Behörden war in der Morgendämmerung ein Fahrzeug, unterwegs auf der Straße omṬarṭûs, aufgefallen, das sie als Autobombe ausmachen konnten und bis westlich der Arizûna –Brücke verfolgten. Bei aṣ-Ṣifṣâfa wurde es in einem offenen menschenleeren Bereich zerstört. Der Suizidattentäter kam dabei ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=110284http://www.sana.sy/?p=591484)
Drei mit Sprengstoffgürteln ausgestattete Suizidterroristen machten sich in Ḥamâ zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt, um dort – ihrer späteren Aussage nach – so viele Menschen wie möglich zu töteten. Sie wurden jedoch verfolgt und beim al-Arbaʽîn-Kreisverkehr verhaftet. (http://sana.sy/en/?p=110286, http://www.sana.sy/?p=591464)

Wieder bombardierten Kampfjets der US-geführten Koalition Wohnhäuser, am 18.7.2017in der Landstadt al-Kašiyya am linken Ufer des Euphrat im Ost-Umland von Dair az-Zaur. Sie töteten und verletzten dabei eine Reihe von  Zivilisten und zerstörten deren Wohnungen und weiteres Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=591617) – Da ohne Erlaubnis der legitimen souveränen Landesregierung wie entsprechendes UN-Mandat ausgestattet, agiert diese Allianz seit ihrer Gründung völkerrechtswidrig in Syrien.

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn, Photo: liveleak

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn, Photo: liveleak

Am Mo., 17.7.2017 erweiterte die EU ihre Sanktionen gegen Syrien (zu deren Illegalität und negativen Auswirkungen auf die humanitäre Situation im Land s. insbesondere Teil IIITeil IV). Betroffen sind laut dem britischen Außenminister Boris Johnson je acht hochrangige Militärs und Wissenschaftler. (https://sptnkne.ws/eUXJ) Als Grund wurde auf den bislang ungeklärten Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn hingewiesen, dessen Untersuchung durch die OPCW die syrische und russische Regierung nach wie vor vehement fordern und dafür alle Voraussetzungen geschaffen haben, die jedoch seitens der Beschuldiger, u.a. den USA, Großbritannien, Frankreich wie bekannten Terrororganisationen vor Ort und deren Unterstützern blockiert wird (vgl. dazu Teil V). Erschwerend kommt hinzu, wenn man betrachtet, gegen welche Personen sich die neuerlichen Sanktionen richten!  Zutreffend kommentierte z.B. der WGTRK-Korrespondent Ewgeni Poddubnyy hinsichtlich der Person des Brigadegenerals ʿIṣām Zahr ad-Dīn, die EU habe somit Sanktionen gegen einen der wichtigsten IS-Gegner verhängt, da der General die seit Jahren vom IS eingeschlossenen und belagerte Provinzhauptstadt Dair az-Zaur mit ihren Bürgern verteidigt (vgl. z.B. https://www.youtube.com/watch?v=R8JPQaeJpSg oder https://www.youtube.com/watch?v=fXsx5Ev1SiU). Wörtlich notierte Poddubnyy daher auf seinem Facebook-Account:Die EU-Beamten verhängten personenbezogene Sanktionen gegen den legendären syrischen General Issam Zahreddine. Dieser Kommandeur befindet sich seit bereits dreieinhalb Jahren in der Einkreisung in Deir ez-Zor und zum großen Teil dank seiner Einheit eroberten die IS-Terroristen die Stadt immer noch nicht.“ (https://sptnkne.ws/eVF6)

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn inmitten seiner Leute, Photo: Twitter

Brigadegeneral ʿIṣām Zahr ad-Dīn inmitten seiner Leute der 104. Division der Rebublikanischen Garde, Photo: Twitter

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110223 und http://www.sana.sy/?p=591029 (Mittags Rückeroberung des ad-Dîlʽa-Ölfelds im SW-Umland von  ar-Raqqa nach Beseitigung von drei Autobomben und verbliebener IS-Kontingente in der Gegend. Zudem Rückeroberung mehrerer strategisch bedeutsamer Punkte 10km im  SW von as-Suḫna (70km östlich von Tadmur) im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Auslöschung der IS-Positionen dort. Zerstörung eines 33m-langen Tunnels wie eines vierstöckigen Kommandogebäudes des IS im Stadtteil al-Ğubaila von Dair az-Zaur; gezielte effektive SAAF- und Artillerie-Operationen gegen IS-Stellungen, -Fortifikationen und mobile Trupps im Areal der Dörfer ʽIyâš, al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, beim aṯ-Ṯarda-Abzweig, al-Bânûrâmâ, at-Taim, Ḥuwaiğa Ṣakr und the 7km entlang der Straße al-Ḥasaka – Dair az-Zaur mit Eliminierung der Mannschaften samt ihrer Bewaffnung;  für den IS vernichtende Gefechte lieferten die Bodentruppen um den Militärflughafen, al-Bânûrâmâ und den Friedhof. – Bei den unter den IS-Terroristen wegen der zunehmenden SAA-Erfolge ausgebrochenen Streitigkeiten wurden laut lokalen Quellen zwei IS-Anführer, ein Marokkaner und ein Kasache in Ġarânîğ im O-Rîf der Provinzhauptstadt getötet, weitere IS-Kämpfer verletzt;  Anwohner berichteten zudem, daß der Abû Ayman al-Ğazrâwî, sog. Amîr al-Mufağğağât [المفخخات أمير, d.h. zuständig für Angriffe mit Sprengsätzen und Bomben] im sog. Wilâyat al-Furât [Euphrat-Gouvernement] in al-Bû Kamâl getötet wurde. Leider wurde auch der Einwohner Ṣâliḥ Maʽsir an-Nağris vom IS ermordet, als er aus der Stadt zu flüchten versuchte.)

Terroranschläge vom 17.7.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen zielten bewaffnete Gruppen mit Mörsergranaten auf das Wohngebiet al-Kâšif von Darʽâ und verletzten im Bereich einer Bäckerei zwei Anwohner. (http://www.sana.sy/?p=591055)

Siegreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Siegreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110144 und http://www.sana.sy/?p=590420 (Effiziente präzise SAAF-Einsätze gegen Stellungen und mobile Trupps des IS im südöstlichen Umland von ar-Raqqa um Bair ar-Rumailân, Tal Rağûm undsüdlich az-Zamla mit erheblichen Feindverlusten u.a. an Artilleriestellungen, gepanzerten und mit Maschinengewehren bestückten Kampffahrzeugen samt Mannschaften; im Gebiet südlich von ar-Raqqa Befreiung der Ortschaft Zamla Šarqiyya und Rückeroberung der Ölpumpstation von az-Zamla, der az-Zamla-Gasfelder, des-al-Fahid-Ölfelds mit Eliminierung Dut­zender IS-Terroristen zusammen mit IS-Panzern, einer Fahrzeugbombe und von vier Autos ausgerüstet mit Maschinengewehren. Vernichtung von IS-Stellungen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten, Kampfwagen etc. im Gebiet Aṯriyâ im Ost-Rîf von Ḥamâ durch die Luftwaffe. Ebenfalls erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen Positionen und mobile Einheiten des IS samt dessen Artilleriestellungen um Ḥumaima und östlich von al-Kadîr im Ost-Rîf von Ḥom. Zerstörung von IS-Ansammlungen und –Fortifikationen um al-Bânûrâmâ und den Stadtteil al-Ḥamîdiyya in Dair az-Zaur wie im westlichen davon gelegenen Dorf al-Buġailiyya; intensive sorgfältig ausgerichtete SAAF-Bombardements mit Beseitigung von IS-Zentren, -Verschanzungen und –Trupps  um  Talat al-Mawâ­rid al-Ma´iyya (die Anhöhe beim Wasser-Reservoir), dem al-Bânûrâmâ-Areal, den Stadtteilen ar-Rašadiyya und al-Kanâmât  zudem Zerstörung des IS-Kommandozentrums im Dorf al-Ḥuṣân westlich der Provinzhauptstadt.)

Die nicht zuletzt (s.u.) vom UN-Sondergesandten de Mistura für die nächste Genfer Konferenz geplanten direkten Gespräche zwischen den einzelnen Delegationen könnten laut Rußlands ständigem UN-Repräsentanten in Genf, Alexei Borodawkin, dann möglich sein, wenn die Opposition [d.h. der HNC, also die ar-Riyâḍ-Gruppe, vgl.u. und Teil VI], auf Ultimaten und Vorbedingungen – wie sie der zugrundeliegenden UNSC-Resolution widersprechen – verzichteten und statt dessen eine konstruktive Haltung einnähmen.  Die genannten Forderungen beziehen sich v.a. auf einen Sturz der mit überwältigenden Mehrheit wiedergewählten säkularen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad. (http://parstoday.com/de/news/world-i29504-russlands_vertreter_bei_syriengespr%C3%A4chen_tritt_f%C3%BCr_direkte_gespr%C3%A4che_zwischen_konfliktparteien_ein)

Terroranschläge vom 16.7.2017:
Aufgrund der Explosion von zwei durch Terroristen am Straßenrand angebrachten Sprengsätzen beim Passieren eines Kleinbusses auf der Straße MağâdilUmm az-Zaitûn im von Terroristen durchsetzten al-Lağât-Gebiet der Provinz as-Suwaidâ´ wurden acht Insassen unterschiedlich schwer verletzt, der Bus beschädigt. auch dies geschah in  Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen. ein Bombenräumkommando entdeckte später noch zwei weitere Sprengsätze an der Straße je mit Gewicht von 20kg und deaktivierten sie.
Auch auf der Straße zum Dorf Umm Ḥâritîn aš-Šarqiyya,  ca. 80 km östlich von Ḥomṣ kamen drei Personen infolge eines ganz ähnlichen Anschlags seitens des IS ums Leben, nachdem zwei Sprengsätze am Straßenrand beim Passieren von zwei Motorrädern detonierten.
Eine Frau wurde bei einem IS-Angriff mittels Raketen auf die Stadt al-Maḫram östlich von Ḥomṣ  verletzt. Im Ost-Umland (Rîf) dieser Provinzhauptstadt haben sich IS-Trupps in Dörfern und Städten verschanzt, um von hier aus auf umliegende Orte solche Angriffe, auch mit Mörsergranaten starten zu können.
(http://sana.sy/en/?p=110152, http://www.sana.sy/?p=590425)
Ergänzung: Infolge eines Mörsergranatenangriffs seitens bewaffneter, in Ost-al-Ġûṭa im Umland der Hauptstadt (Rîf Dimašq) verschanzter Gruppen auf die damaszener Stadtteile Bâb Tûmâ und al-Maz­raʽa wurden in einer weiteren Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen sieben Anwohner verletzt, Wohnhäuser und weiteres privates und öffentliches Gut beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=110179)
Bei jener Attacke war auch die russische Botschaft wieder in Gefahr, da eins der Geschosse ganz in ihrer Nähe einschlug. Die Terroristen rekrutierten sich aus den Gruppen  Ğabhatu_n-Nuṣra und Failaq ar-Raḥmân, die den immer wieder erwähnten Bezirk Ğaubar (vgl. Teil V und früher!) nach wie vor unter Kontrolle haben und als Ausgangspunkt für Angriffe auf die Umgebung nutzen. Das russische Außenamt verurteilte am 17.7.2017 diese terroristischen Angriffe auf die Botschaft wie die Bürger der betroffenen Wohngegenden und forderte, entschlossen und kompromißlos den Kampf gegen die Terro­risten in Syrien weiterzuführen. (https://sptnkne.ws/eVbG)

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Das Oberste Armeekommando konnte am So.,16.7.2017 die Bewohner von Dair Ḥâfir und Maskana samt Umfeld, gelegen im Ost-Rîf von Aleppo, dazu auffordern, wieder in ihre Wohnungen dort zurückzukehren, da die Terroristen verjagt und die Sicherheit dort wiederhergestellt sei. Im Appell heißt es dazu wörtlich: „The General Command of the Army and the Armed Forces calls on the citizens of the area of Maskana and its surroundings and the area of Deir Hafer and its surroundings in the eastern countryside of Aleppo to return to their homes and farms after the expulsion of ISIS terrorist organization and the restoration of security and safety to those areas thanks to the efforts of the Syrian Arab Army.“ (http://sana.sy/en/?p=110172, http://www.sana.sy/?p=590613)

In 11 Städten und Dörfern des nördlichen Landstrichs von al-Lâḏa­qiyya im Bereich von Rabîʽa sind die Entminungsarbeiten der Bombenrumkommandos der SAA abgeschlossen, so daß die Bürger demnächst in ihre Heimat zurückkehren können. Sprengsätze, Antipersonenminen, Bomben etc. waren – wie auch in den anderen befreiten Gebieten – von den abziehenden Terroristen in Häusern, an öffentlichen Orten, Straßen und auch im Bereich landwirtschaftlich genutzter Flächen verborgen angebracht worden, auch, um gerade die Rückkehr der Bevölkerung und damit verbunden diejenige zu normalen friedlichen Verhältnissen mit hinreichender landwirtschaftlicher Produktion zu verhindern (zu den Absichten dahinter vgl.a. die Darlegung in Teil V). Zudem galt es Blindgänger und auch Panzer der Terroristen zu entfernen, wie ein Armee-Kommandeur gegenüber SANA mitteilte. (http://www.sana.sy/?p=590751, www.sana.sy/en/?p=110183 s.a. https://sptnkne.ws/eWjF)

Mit Berufung auf Aussagen von Premier Benjamin Netanjahu  beim Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten vom 16.7.2017 in Paris vor Journalisten schrieb die israelische Zeitung Haaretz, die israelische Regierung reagiere negativ auf die Einrichtung der De-Eskalationszone mit Waffenruhe im Süden Syriens. Hierbei sei diese auch unzufrieden damit, daß für die die SAA in ihren counterterroristischen Einsätzen unterstützenden iranischen Kräfte [dazu zählt kein iranisches reguläres Militär, von Beratern abgesehen, laut früheren Feststellungen] nur eine Sperrzone von 20km angrenzend an Israel vorgesehen sei. (https://sptnkne.ws/eUTx) – Es steht jedoch nicht fest, was mit „an Israel grenzend“ gemeint ist, da in dieser Gegend die durch israelisches Militär illegal besetzten Golanhöhen liegen, die völkerrechtlich nach wie vor zu Syrien gehören [hierzu inklusive Begründung vgl. Teil V und frühere Teile!] und nicht zu Israel.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110101 und http://www.sana.sy/?p=590011 (Befreiung von etlichen Dörfern im S-Rîf von ar-Raqqa und W-Rîf von Dair az-Zaur, nämlich von: Mašrafa Anbâ, Fâla Rağab, Ḫirbat Muhannad, ḥ al-Bû Ḫamîs,  Manṣûra Šuwaiḥân, Ḥalîma und Sumaiḥân Sowie Rückeroberung der  großen Ölfelder und Wasserquellen von al-Wahhâb, al-Fahid, Dubaisân und sowie al-Quṣair, Abû al-Qiṭa und Abû Qaṭâš bei Zufügung schwerer Verluste dem IS gegenüber, der während der Militäroperation zudem 29 Autobomben, je fünf Panzer  und Kommandozentren, ein Trainingscamp und zwei Munitionsdepots verlor; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen fanden sich auch  deren ISFührungsleute, der sog. Amîr der Großen Wüste (amîr al-bâdiyya), der Tunesier Muṣṭafâ ʽAbd al-QâdirBanʽîs, der amîr alḥisba für den Ostteil, der Saudi  ʽAbd ar-Raḥîm ʽAbd al-Qâdir Raʽîdân, der Propagandabeauftragte Abû al-Hudâ al-Bâbî, der Verantwortliche für Fortifiationen, Abû Zaid al-Ḥussainî; laut lokalen Quellen aus dem östlichen Umland von Dair az-Zaur töteten Einwohner die saudischen ISFührungsmitglieder, je zuständig für die ḥisba, den Abû Mašʽal al-Ğazrâwî hinsichtlich der Stadt al-ʽAšâra  und den Abû Ḥamad al-Ğazrâwî hinsichtlich der Stadt Dablân; lokale Quellen aus dem West-Rîf berichteten von fortgesetzter Konfusion unter den IS-Terroristen aufgrund der jüngsten SAA-Siege, so daß  es zur Desertion einiger IS-Terroristen im Dorf kam, darunter auch der Beauftragte für daʽwâ, Propaganda und Moscheen, Abû Anas al-Ḥalabî im Dorf Muḥaimîda. Vereitelung von Angriffsversuchen terroristischer Gruppen auf Militärposten zum Schutz von Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ im Westen von Aleppo von den al-Lairamûn-Hallen, dem Technik-Gebäude und der Bäckerei aus, wobei eine Reihe der Angreifer samt ihrer Bewaffnung eliminiert wurde, während der Rest flüchtete; aktiv in jenem Gebiet sind die Terrorgruppen Ğaiš al-Fatḥ, Ğabhatu_n-Nuṣra und  Ḥaraka Nûr ad-Dîn az-Zankî, die von der US-Administration euphemistisch bewaffnete moderate Opposition [MAO, vgl. Teil V) tituliert werden.]

Terroranschlag vom 15.7.2017:
Der IS attackierte die Stadtteile al-Ğaura, al-Quṣûr und al-Muwaẓafîn von Dair az-Zaur mit Raketen, Mörsergranaten und durch eine Kampfdrohne abgeworfene Bomben, wobei zum Glück keine Personen zu Schaden kamen, jedoch erhebliche Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum entstanden. (http://sana.sy/en/?p=110092, http://www.sana.sy/?p=590048)

Nach Mitteilung der russischen Außenamtssprecherin Sacharowa geht die Einrichtung der in den Astana-Konferenzen (s. Teil V) geplanten De-Eskalationszonen weiter, zunächst im Raum Idlib und dann nördlich von Ḥomṣ und in Ost-al-Ġûṭa. (https://sptnkne.ws/eUbK)  Auch US-Präsident Trump hielt diese Vorgehensweise auf der Pressekonferenz in Paris für verfolgenswert. (https://sptnkne.ws/eTPX )

In der schon von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî früher am Tag durch Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî angekündigten (s.u.) abendlichen Pressekonferenz des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, in Genf am 15.7.2017 rief dieser zur verstärkten gemeinsamen Bekämpfung des Terrorismus wie zur Umsetzung der UNSC-Resolutionen gegen die Unterstützung der Terroristen z.B. durch Geldmittel oder Bewaffnung wie zur Begrenzung von deren Mobilität [über Grenzen hinweg] auf.   Die merkliche Veränderung im  UN-Sicherheitsrat gehe auf die Anstrengungen in Astana, ʽAmmân und Hamburg zurück. Die zu Ende gegangene Genfer Konferenz beschrieb er folgendermaßen: „We have just concluded the seventh session of the intra-Syrian dialogue in Geneva and we have achieved an incremental progress and we established a technical consultative mechanism to get deeper into issues …We need to go technically into details on many subjects.” Der angesprochenen etablierte „technische“ Beratungsmechanismus habe sich als effektiv zur Vorbereitung für  Verhandlungen erwiesen. Die Regierungsdelegation habe ihre Sicht auf einige wichtige Sachverhalte hinsichtlich Verfassungsaspekten dargelegt und nochmals ihre Bereitschaft zur Diskussion der vier Hauptthemengebiete auch beim nächsten Treffen unterstrichen und erklärt, hierzu Vorschläge unterbreiten zu wollen. Der Counterterrorismus sei auf höchster Ebene besprochen worden, wobei die Definition „Terrorist“ der des UNSC entsprochen habe. Dieses Thema sei auch mit Priorität in Hamburg und Paris diskutiert worden wie in den Gesprächen zwischen Russen und US-Amerikanern untereinander. Er setzte hinzu: „Everyone focuses now on combating terrorism and they expect that the UN will set a framework for this which comes in my opinion under the seven points which I have explained.”.
Auf die Frage nach eventueller Druckausübung auf Regierungen, die nach wie vor eine Unterstützung der Terroristen in Syrien betrieben, antwortete der UN-Sondergesandte: „We are in touch with every single country related to Syria at the moment and we are constantly in touch with them and they are aware of those important resolutions of the Security Council on financing, arming and supporting terrorism.” Dem fügte er hinzu, daß er am selben Tag den UNSC ermahnt habe, wie notwendig es sei, die hierzu angenommenen Resolutionen auch durchzusetzen. Er erwarte, daß die Terrorismusbekämpfung in Syrien unter UN-Schirmherrschaft zunehme unter Einhaltung des Völkerrechts bei Schutz der Zivilbevölkerung [dieser Punkt richtete sich eindeutig gegen die dagegen verstoßenden Aktionen der US-geführten Koalition, dazu vgl.u. und Teil V]. Um den politischen Prozeß in Gang zu bringen, an dem alle Fraktionen der syrischen Bevölkerung teilhaben sollten, schlage er vor, die nächste Genfer Konferenz im September abzuhalten. In dieser Hinsicht hoffe er: „The international efforts will help push all the parties to sit together at the same hall.”  Daher erwiderte de Mistura auch auf die Frage nach seinen Prioritäten: „The priorities before the next meeting will be supporting the dialogue between the opposition platforms to reach a united delegation and to cooperate with all the parties to consolidate the de-escalation zones in Syria to enhance the credibility among the Syrians.” Dabei betonte er – insbesondere in Hinsicht auf die nützliche Einrichtung der De-Eskalationszonen – daß die Vorgänge in Astana und Genf einander befruchteten und unterstützten.
Auf eine Frage seitens eines Vertreters des syrischen Fernsehens nach Aufhebung der illegalen und für die syrische Bevölkerung so verheerenden Wirtschaftssanktionen entgegnete der UN-Gesandte: „The issue of the sanctions was not tackled at the Security Council today, and when it will be proposed, we will have our opinion.” Auch im weiteren reagierte er ausweichend,  und verwies nur auf die offenbar in Änderung begriffene Position Frankreichs wie beim Treffen mit US-Präsident Trump in Paris kürzlich zu sehen gewesen sei. (http://sana.sy/en/?p=110095)

Der ständige UN-Repräsentanten Rußlands in Genf, Alexei Borodawkin, machte erneut darauf aufmerksam, daß doch alle Teile des oppositionellen Spektrums an den Syrien-Gesprächen in Genf teilnehmen sollten, was früher schon die Regierung in Damaskus unterstrich. Mit der vom französischen Präsidenten Macorn verkündeten veränderten Position, die nicht mehr den Sturz des syrischen Präsidenten primär verfolgt (vgl.u.), habe sich auch die des HNC (s.u.) in dieser Hinsicht verändert, erklärte Borodawkin. (http://sana.sy/en/?p=110118, s.a. https://sptnkne.ws/eUuZ)  – Immer noch werden z.B. die Kurden und Mitglieder der echten, d.h. in Syrien existierenden politischen (also nicht militanten) Opposition von de Mistura nicht eingeladen (vgl. Teil IV).

Pressekonferenz vom 14.7.2017

Pressekonferenz vom 14.7.2017

Nach dem 4. Gespräch der Regierungsdelegation mit dem UN-Sondergesandten de Mistura im UN-Hauptquartier in Genf teilte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als der Leiter der ersteren in einer Pressekonferenz am 14.7.2017 mit, man habe sich über zwei Hauptthemen ausgetauscht, den Counterterrorismus und die Treffen der Experten auf Gesetzes- und Verfassungsebene. Die Experten auf „technischer“ Ebene hätten sich mit den Prinzipien des Verfassungsprozesses beschäftigt einschließlich der schon früher (vgl.u. und Teil V) erwähnten „basic principles for the political solution paper“ bekannt als das  „12-point paper”.
Im Einzelnen erwähnte er: „We talked about combating terrorism during three sessions with the Special Envoy and his team, and the closing session today was mostly dedicated to discussing counterterrorism, and we explained to the Special Envoy and his team the latest developments related to the fight against terrorism on Syrian soil and we urged him to get more involved in passing our concerns on the issue of terrorism and fighting terrorism to the Security Council and the international community.” Die eingehenden Gespräche über die Terrorismusbekämpfung seien „useful” [nutzbringend] verlaufen. In diesem Zusammenhang habe er auf die Massaker seitens der sog. US-geführten Koalition gegen den IS insbesondere um ar-Raqqa und aṭ-Ṭabqa aufmerksam gemacht, die die humanitäre Situation der Zivilisten dort drastisch verschlechtert hätten, indem er äußerte: „in this context, we drew the Special Envoy’s attention, and I draw your attention as responsible journalists to the massacres caused by the operations of the so-called ‘international coalition’ around Raqqa city and in al-Tabqa, which are operations, as you know, have led to the drastic deterioration of the humani­ta­rian situation, and when I speak about the deterioration of the humanitarian situation, I mean of course that of the civilians.” Dazu kämen die türkischen Expansionsbestrebungen auf nordsyrischem Gebiet („We add to that also the Turkish expansionist intentions in northwestern Syria”). Aber auch die Angriffe des israelischen Militärs im Raum al-Qunaiṭra seien endlich ein Thema gewesen, antwortete  der UN-Diplomat auf eine Journalistenfrage.
Erfreulich sei dagegen die Rückkehr hunderter binnenvertriebener Familien sowohl aus dem an der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt Ğarâbulus in ihre Heime im Stadtteil al-Waʽir von Ḥom [darüber hatte SANA in mehreren Artikeln der letzten Zeit berichtet] als auch aus der libanesischen Grenzstadt ʽArsâl ins syrische ʽAsâl al-Ward. Das Hauptproblem hinsichtlich der Rückkehr der im weiteren Ausland untergekommenen syrischen Flüchtlinge, welche die Regierung in Damaskus bekanntlich schon mehrfach aufgefordert habe, zurückzukommen, sei, daß manche der beherbergenden Länder politische und finanzielle Einflußnahme im Inland [also Syrien] mit dieser Frage verknüpften.
Auf eine Reporterfrage nach den Ergebnissen der bisherigen Diskussionen über den Counterterrorismus verwies der Spitzendiplomat auf die für später am Tag angesetzte Pressekonferenz des UN-Sondergesandten de Mistura und dessen nachfolgendes Briefing gegenüber dem UN-Sicherheitsrat. Darum habe man ihn auch gebeten. („This is exactly what we asked the Special Envoy for, which is to transfer the counterterrorism issue seriously from the theoretical discussion in closed-door rooms to the international public opinion and the Security Council.”).  (http://sana.sy/en/?p=110069, http://www.sana.sy/?p=589501)  – Am Freitag morgen traf de Mistura auch mit dem Leiter des HNC (sog. ar-Riyâḍ-Gruppe, vgl. Teil VI], Riyâḍ Ḥiğâb, worüber es jedoch noch keine Informationen gibt. Die Vertreter letzterer hätten sich am Vortag nach Medienmeldungen auch mit UN-Botschaftern westlicher Länder auf der Suche nach (mehr) Unterstützung getroffen. Laut einer Tass-Meldung informierte Prof. Qadrî Ğamîl (vgl. Teil VI), der Leiter der Moskau-Oppositionsgruppe darüber, daß de Mistura heute abend um 21.00 Uhr darüber sprechen werde, eine einheitliche Oppositionsgruppe zu bilden. Bis zum nächsten innersyrischen Dialog in Genf werde man in einem zu bildenden ständigen Ausschuß daran arbeiten, diese herzustellen. Dagegen erklärte ein anderes Mitglied dieser Plattform, Muhannad Dulaiqân, gegenüber Sputnik News am 13.7.2017 diesen Vorschlag von de Mistura [der schon bei früheren Treffen geäußert und abgelehnt worden war]  inakzeptabel, da man nicht bereit sei, mit der ar-Riyâḍ-Gruppe über andere als die von der UNSC-Resolution 2254 zum innersyrischen Dialog festgelegten Inhalte zu sprechen [mit solchen Forderungen hatte die ar-Riyâḍ schon frühere Genfer Konferenzen zum Scheitern gebracht, vgl. Teil VI].
Durch ein von Dr. al-Ğaʽfarî gegebenes Interview kam außerdem ein kleiner Skandal zutage: ein Ausschuß des UN-Sicher­heitsrats für das Sanktionen-Monitoring, der sich im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Terrorismus mit der Umsetzung der Resolu­tio­nen 2253 und 1267 beschäftigt,  war schon vor Jahren durch die Regierung in Damaskus aufgerufen worden, das Land zu besuchen, um vor Ort wertvolle Informationen über die aktiven Terrorgruppen wie z.B. den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu erhalten. Während in Damaskus umfangreiche Vorbereitungen liefen, wurde der Besuch seitens der UN jahrelang verschleppt. Als schließlich die Regierung definitiv einen Termin festlegte, erhielt nur wenige Stunden vor dem geplanten Abflug der Gruppe das Büro von Dr. al-Ğaʽfarî in New York einen Anruf, dem zu entnehmen war, der Besuch müsse laut des für die Finanzierung von Projekten zuständigen UN-Instituts leider wegen Fehlens von 400 US-$ für das Budget der Reise abgesagt werden.  Pikanterweise machen andererseits die Gehälter der Mitglieder dieses Ausschusses allein schon nahezu 10 Millionen US-$ pro Monat aus. (http://www.sana.sy/?p=589501).

Während der Pressekonferenz mit US-Präsident Trump in Paris am 13.7.2017 gab der französische Präsident Macron bekannt, die Entfernung des syrischen Präsidenten aus seinem Amt sei keine notwenige Bedingung mehr für Frankreich; die französische Doktrin habe bzgl. Syriens sich insofern geändert, als daß es nun vordringlich sei, die terroristischen Gruppen auszulöschen, wie auch immer sie hießen. (http://sana.sy/en/?p=110064) –  Trump äußerte hinsichtlich der Kommunikation mit der Kremlregierung und der De-Eskalationszonen in Syrien: „By having some communication and dialogue [with Russia] we were able to have a ceasefire and it’s going to go on very well. Frankly, we are working on a second ceasefire in a very rough part of Syria”. Macron erklärte,  er habe sich mit Trump dahingehend geeinigt, die Arbeit in Syrien und im Irak fortzusetzen, wozu  eine Kontaktgruppe gebildet werden solle, die sich auch mit einem Plan für die Zukunft Syriens befassen solle. Dazu bemerkte er: „Und offensichtlich wird sich ein Vertreter [erg.: von] Baschar al-Assads an diesen Verhand­lun­gen beteiligen. Dies wird uns ermöglichen, einen Leitplan für die postmilitärische Zukunft Syriens zu schaffen.“ (https://sptnkne.ws/eT88) – Demgegenüber betonte Rußlands Außenminister Lawrow während seiner Rede in der Karl Körber Stiftung in Berlin, daß es allein bei den Syrern selbst liege ihre Zukunft zu bestimmen, was auch im Einklang mit den UNSC-Resolutionen zu Syrien stehe. Hierin werde sein Land Syrien weiterhin unterstützen wie auch beim Erhalt seiner territorialen Integrität. Dem setzte er hinzu: „We do not want Syria to experience what happened in Iraq. We don’t’ want the scenario of Iraq to be repeated in Syria.” (http://sana.sy/en/?p=110043)

Terroranschlag vom 14.7.2017:
Sieben unterschiedlich Verletzte waren die Opfer der Detonation einer von Terroristen im Stadtteil in der Innenstadt von al-Ḥasaka deponierten Sprengladung am Freitagabend. (http://sana.sy/en/?p=110092)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110074 und http://www.sana.sy/?p=589555 (Gezielte effektive Luftschläge gegen teils motorisierte IS-Trupps und –Stellungen in aš-Šuğairî und Umgebung, südlich von Ḫirbat al-Ḥalûl, in und südlich von az-Zamla wie im Süd- und SW-Rîf von ar-Raqqa bei heftigen Feindverlusten; Desgleichen gegen IS-Fortifikationen und Konvoi-Bewegungen in Abû Ḥanâyâ und Ṣalbâ im Ost-Rîf von Salamiyya/Provinz Ḥamâ mit Zerstörung von Waffen, Kampfwagen, Artilleriestellungen und Fortifikationen der Terrorgruppe auch gegen IS-Bewegungen und –Nachschubrouten in der Grenzregion der Provinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur in Ḥumaima. Präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze galten ebenfalls IS-Verschanzungen und –Stellungen um die al-Kanâmât-Brücke, die Ḥuwaiğa- Brücke und den Dair az-Zaur Airport.))

Terroranschlag vom 13.7.2017:
Infolge der Detonation einer von IS-Extremisten angebrachten Landmine unterwegs auf der Straße zwischen Ṣâliḥiyya Ḥarb und Raḥiyya Sawdâ, 20km südlich von al-Qâmišlî, in der nordwestlich gelegenen Provinz wurden al-Ḥasaka drei Schulkinder auf ihrem Schulweg getötet. (http://sana.sy/en/?p=110010, http://www.sana.sy/?p=588994)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=110006 und http://www.sana.sy/?p=589002 (Im Raum Dair az-Zaur konzentrierte präzise Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Schlupfnester im aṯ-ṮardaAreal, die Dörfer al-Ḥussainiyya, al-Buġailiyya und Ḫišâm, um das Regiment 137 und im Stadtteil Ḫasârât bei schweren Feindverlusten mit Zerstörung eines Kommandozentrums im Dorf Marâṭ im Ost-Rîf der Provinzhauptstadt; Beseitigung eines Trupps IS-Affiliierter auf deren Südachse; unter SAAF-Deckung  Vernichtung eines Munitionsdepots, von zwei IS-Positionen der sog. IS-Militärverwaltung samt Kampfwagen am Kreisver­kehr al-Ḥa­labiyya in al-Ḥussainiyya und im Dorf al-Bû ʽUmar, um den Flughafen, den Friedhof und in al-Ğubaila durch die Bodentruppen.)

Am Do., 13.7.2017, fand ein weiteres Treffen zwischen der Regierungsdelegation und dem UN-Sondergesandten de Mistura in Genf statt. (http://sana.sy/en/?p=110000) – In einer Pressekonferenz vom selben Tag eröffnete letzterer, er schließe direkte Gespräche zwischen den Oppositionsdelegationen und der der Regierung aus. Wörtlich sagte er: „we are pu­shing for holding direct talks but I do not expect direct talks and we are looking for common points between the delegations.“ (http://sana.sy/en/?p=110015).

Bis Mi., 12.7.2017, hat die UN-Institution entgegen der Vorankündigungen vom Vortag noch keine Agenda für die 7. Runde des  sog. innersyrischen Dialogs in Genf bekanntgegeben.  auch war angekündigt worden, es fänden am Mittwoch Treffen zwischen dem UN-Sondergesandten de Mistura und Oppositionsdelegationen statt, ohne klarzulegen, um welche es sich handele. De Mistura habe gefordert gehabt, daß die Opposition eine einheitliche Delegation bilde, doch dazu sei es [wieder, vgl. Teil V] nicht gekommen. Laut de Mistura bei seiner Ankunft in Genf sollten außer den „technischen“ Diskussion am Mittwoch auch solche politischer Art stattfinden, doch auch dabei machte er zu den Gesprächspartnern keine Angaben. Laut einem Interview mit Sputnik Agency gab der UN-Sondergesandte an, im Jahr 2017 vier Gesprächsrunden in Genf abhalten zu wollen. Am wichtigsten sei jedoch die Bekämpfung des IS und die Wiederherstellung der Stabilität in Syrien, betonte de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=109936)

SAA-Panzer, Photo: SANA

SAA-Panzer, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109929 und http://www.sana.sy/?p=588414 (Mit der gelungenen Rückeroberung auch des al-Hîl Ölfeld, 17km südlich von as-Suḫna, im Ost-Rîf von Ḥomṣ konnten in den letzten Wochen dutzende Ölfelder wiedergewonnen werden; Überlebende IS-Terroristen wurden bis tief in die Wüste hinein verfolgt, die von ihnen hinterlassenen Minen und Sprengsätze aufgespürt und deaktiviert. Vernichtung von IS-Stellungen, -Verschanzungen,  teils motorisierten –Trupps samt eines Munitionsdepots und eines Militärkommandos im Raum Dair az-Zaur durch Bodentruppen – teils unterstützt durch die SAAF – im Industriegebiet und nahe des Dorfs al-Ğafra,  in al-Ḥa­labiyya bei der Kreuzung in al-Ḥussainiyya wie im Dorf al-Bû ʽUmar im Ost-Umland, dazu um den Airport, den Friedhof und den Stadtteil al-Ğubaila; die Verteidigungsmannschaft beim Dair az-Zaur Airport zerstörte ebenso Artillerie und Kampfwagen des auf dem Ğabal aṯ-Ṯarda in Stellung gegangenen IS; gemäß lokalen Quellen aus al-Bû Kamâl gelang es einer Gruppe Einwohner den sog. Amîr az-Zakât [Anführer, zuständig für die zakât-Steuereintreibung] des IS namens  Abû Maryam samt weiteren Mitkämpfern in al-Mayâdîn töten.)

Terroranschlag vom 12.7.2017:
Infolge des IS-Beschusses mit Mörsergranaten auf die Stadtteile Harâbiš und al-Quṣûr kamen fünf Bewohner ums Leben, sechs weitere trugen Verletzungen davon, Sachschäden wurden ebenfalls angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=109933)

Lokale Quellen informierten SANA am 12.7.2017 darüber, daß erneut (vgl. Teil V, 3.7.2017) Bombardements der US-geführten Koalition, die doch nach eigenen Angaben den IS bekämpfe, auf  das Dorfes Kaškaš, südlich von aš-Šadâdî im Süd-Umland von al-Ḥasaka gelegen, zum Tod von Einwohnern, dieses Mal sechs an der Zahl, darunter drei Frauen, sowie zur schweren Beschädigung von privaten Wohnhäusern und weiterem Eigentum geführt haben. (http://www.sana.sy/?p=588589) – S.a. The so-called “U.S.-led Coalition War on Terrorism” is a smokescreen

Die unabhängige Londoner Beobachtergruppe und Journalisteninitiative Airwars hat bekannt gegeben, daß bei den Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak im Juni mindestens 750 Zivilisten getötet worden sind. Besonders verheerend waren demnach die Angriffe im Gebiet von ar-Raqqa und Mossul. Die Todesrate sei im Vergleich zum Mai um ca. 50% gestiegen.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29388-750_zivilisten_durch_luftangriffe_der_us_gef%C3%BChrten_koalition_im_juni_get%C3%B6tet)

Dank al-Maṣdar News wurden einige seltene Aufnahmen veröffentlicht, welche eine massive US-Luftbasis im äußersten Osten der Provinz Aleppo nahe der Verwaltungsgrenze zur Provinz ar-Raqqa zeigen. Die US-Truppen befinden sich ohne Genehmigung der legitimen Landesregierung in Syrien, womit auch diese Basis völkerrechtswidrig besteht. Man sieht auf den Photos US-Kampfflugzeuge starten, eine Menge Humvees zu deren Schutz und eine gehißte US-Flagge, im Territorium agiert eine Nachhut der US-unterstützten kurdischen SDF (s.u.). Doch ist das nicht die einzige US-Basis. Im Norden Syriens, es soll noch über ein dutzend weiterer geben!(http://www.veteranstoday.com/2017/07/11/massive-us-airbase-established-in-northern-syria/; zur Ergänzung s.a. https://sptnkne.ws/eWkr)

Protest der Golan-Bevölkerung, Photo: SANA

Protest der Golan-Bevölkerung, Photo: SANA

Erneut gab es auf den durch  israelisches Militär besetzten Golanhöhen Protestkundgebungen diese völkerrechtwidrige Landnahme  und die neuesten Pläne der Regierung in Tel Aviv zur Verfestigung der Annexion des Gebiets. Zugleich bekundete die Bevölkerung ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat Syrien und der syrischen Regierung. (http://www.sana.sy/?p=588509 vom 12.7.2017)  – Vgl.u.: Protestschreiben der Regierung an die UN in der Sache vom 8.7.2017!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109860 und http://www.sana.sy/?p=587815 (Vernichtung etlicher IS-Trupps samt militärischer Ausrüstung durch Infanterieeinheiten auf der S- und W-Phalanx wie um den Militärflughafen von Dair az-Zaur; zudem intensive, akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Schlupfnester und mobile Trupps in den Gebieten al-Ḥussainiyya, al-Buġailiyya, al-Bânûrâmâ, Ḥaṭla, Marâṭ und Maẓlûm bei heftigen Feindverlusten; gemäß lokalen Quellen  herrsche wegen der schweren Verluste der letzten so große Konfusion und Chaos unter den IS-Kämpfern, daß eine Reihe von IS-Führungspersonen, darunter der stellvertretende Amîr ğihâz alḥisba [zuständig für IS-genehmes Verhalten und –Kleidung, vgl.a. Teil V] der al-ʽAšâra-Gegend  Ḥâmid an-Nûrî, auch bekannt als Abû Ḥamza al-Qarʽânî;  auch berichteten sie davon, daß IS-Extremisten eine Frau, die aus der Provinzhauptstadt ins Umland von al-Ḥasaka zu fliehen suchte, töteten, wie ebenso ein Kind in Ḥaṭla erschossen; andererseits gelang es einer Gruppe Einwohner, die sog. al-ḥisbaZentrale in Hağîn im Ost-Rîf anzugreifen und dabei einen IS-Terroristen zu töten und zwei weitere zu verletzt. Zerstörung von IS-Stellungen samt eines Munitionsdepots, einer Autobombe und eines Panzers durch präzise Luftschläge zwischen Umm Tuwaina und östlich von Ğab al-Ğarâḥ, 73km östlich von Ḥomṣ.)

IS-Kalif tot, Photo: Sputnik News

Ende des Abû Bakr al-Baġdâdî, Photo: Sputnik News

Heute, am Di., 11.7.2017 hat der IS offizielle gegenüber dem Nachrichtensender as-Sûmariyya News eingestanden, daß – wie russischerseits schon vor Wochen gemeldet  (vgl. Teil V) – ihr selbsternannter „KalifAbû Bakr al-Baġdâdî tatsächlich getötet worden ist. Einer Quelle aus der Provinz Nînawâ zufolge  hatte der IS in den Medien des noch von der Terrororganisation kontrollierten im Bezirks Tal ʽAfar, westlich von Mossul, diese kurze Meldung ohne Angabe weiterer Einzelheiten veröffentlicht. Der ausführliche SANA-Artikel referiert im weiteren die von russischer Seite gemachten Angaben zu dem Luftschlag vom 28.5.2017 (s. Teil V). Nach der russischen Ankündigung sei in Tal ʽAfar Konfusion unter den Terroristen ausgebrochen gefolgt von Gruppenrivalitäten, Massenverhaftungen und Ausgangssperren. Die äußerst aufgeladene Atmosphäre könnte zu blutigen Machtkämpfen um die Führerschaft innerhalb des IS führen. (http://www.sana.sy/?p=587808, s.a. https://sptnkne.ws/eSnA)

Terroranschläge vom 11.7.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen beschossen in Ost-al-Ġûṭa, im Umland der Hauptstadt verschanzte bewaffnete Gruppen Wohnhäuser des damaszener Stadtteils at-Tiğâra mit Raketen, töteten dabei eine Frau und richteten entsprechende Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=109878)
Nach Verkündung durch das Außenamt in Moskau vom 11.7.2017 ist der russische Militärberater Hauptmann Nikolai Afanasow, der mit der Ausbildung der syrischen Infanteriekräfte betraut war, während eines plötzlich einsetzenden Mörsergranatenbeschusses seitens bewaffneter Gruppen in der Provinz Ḥamâ getötet worden. Damit erhöht sich die Zahl der in Syrien getöteten russischen Militärberater auf 30. (http://sana.sy/en/?p=109905, s.a. https://sptnkne.ws/eS9d und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29348-russischer_milit%C3%A4rberater_in_syrien_get%C3%B6tet)

Interreligiöser Austausch in Hamâ, Photo: SANA

Interreligiöser Austausch in Hamâ, Photo: SANA

Nach einem Treffen mit islamischen Religionsgelehrten, angeführt durch den Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, und christlichen Geistlichen mit dem lokalen Bischof Niqûlâ (Nicholas) Baʽlbakî an der Spitze am 11.7.2017 in Ḥamâ anläßlich des Wiederaufbaus von den Terroristen zerstörter Gebäude etc. insbesondere der Diözese Ḥamâ bekräftigten beide Seiten, wie wichtig nicht nur der interreligiöse Diskurs ganz allgemein sei, sondern besonders nach Vertreibung der Extremisten. Da gelte es, die Lage junger Menschen, ihr Denken und ihre Wünsche zu verstehen wie auf sie einzuwirken, damit der Extremismus auch religiöser Art keinen Boden findet. Sie bildeten schließlich die Gesellschaft von morgen, die es positiv zu beeinflussen gelte im Geist von Vergebung, Liebe und Brüderlichkeit, Heimatverbundenheit und  harter Arbeit beim Wiederaufbau wie bei der endgültigen Vernichtung des Terrorismus. Hierzu müßten vor allem die Schulsysteme wie Moscheen und Kirchen tätig werden unter Einbeziehung der modernen Kom­munikationsmittel. Unter den Teilnehmern befanden sich auch der Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî, der örtliche Vertreter BaʽṯPartei, Muṣṭafâ Sukarî, wie der Provinzpo­li­zeichef Generalmajor Ašraf Ṭaha. (http://www.sana.sy/?p=587787) – Zum selben Zweck, nämlich der Gegensteuerung gegen religiös extremistisches Gedankengut, waren zuvor im Auqâf-Ministerium zusammen mit ʽulamâ´ , Imâmen und Predigern neue Lehrpläne und Vorgaben für die Freitagspredigten in den Moscheen des Landes erarbeitet worden. (http://www.sana.sy/?p=587168).

Wieder Kirchenkonzert im befreiten Aleppo, Photo: SANA

Wieder Kirchenkonzert im befreiten Aleppo, Photo: SANA

Nach fünf Jahren des Leidens unter IS-Besatzung fand am 11.7.2017 zum ersten Mal wieder ein klassisches Konzert in der maronitischen Kirche auf dem Farḥât-Platz im bis vor der Befreiung noch hart umkämpften Stadtteil ʽAzîziyya von Aleppo statt unter Schirmherrschaft des Ministeriums für Tourismus. Gegeben wurden Kompositionen von Mozart vom Damaszener Symphonieorchestra mit Chor und Solisten vor Staats- und Kirchvertretern sowie einer überwältigenden Teilnahme der Bürgerschaft, die die Kirche kaum fassen konnte. (http://www.sana.sy/?p=588283)

Nach den am Mo., 10.7.2017, veröffentlichten Angaben der Weltbank beziffern sich die Schäden an der Infrastruktur des Landes nach sechs Kriegsjahren auf  226 Milliarden US-$. In der Zeit von 2010 – 2015 seien schätzungsweise jedes Jahr 538.000 Arbeitsplätze zerstört worden wie mehr als ein Viertel der Häuser, ca. die Hälfte der Bildungs­ein­richtungen und medizinischen Einrichtungen. an solchen Folgeschäden des Kriegs starben nach dem Bericht mehr Menschen als durch direkte Kampfhandlungen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i29306-weltbank_syrienkrise_verursachte_226_milliarden_dollar_wirtschaftssch%C3%A4den_im_land) – auf diesen wichtigen Umstand haben die verschiedensten Regierungsressorts die letzten Jahre über hingewiesen wie auch Präsident Dr. al-Assad in seinen Interviews. Ein wesentlicher Grund seien hierfür jedoch  auch die gegen Syrien erlassenen illegalen Wirtschaftssanktionen, die unmittelbar der Bevölkerung  geschadet hätten (vgl. hierzu die früheren Thread-Stränge zu Syrien unter dem Suchwort „Sanktion“) Daher machte auch der russische Außenminister Lawrow während einer Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am 11.7.2017 deutlich, daß diese Sanktionen aufgeboben gehörten. Darauf habe Frau Mogherini geantwortet, die EU sei bereit, „[to] support the process of having normal life back in Syria.“ (http://sana.sy/en/?p=109895)

Pressekonferenz mit Dr. al-Gafari, Photo: SANA

Pressekonferenz mit Dr. al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Auch am Morgen des zweiten Tags der 7. Genfer Syrienkonferenz trafen sich die Regierungsdelegation und der UN-Sondergesandten de Mistura im UN-Hauptquartier zu Gesprächen. Beim Treffen zwischen letzterem und den UN-Botschaftern am Vortag habe de Mistura laut dem russischen UN-Gesandten Alexei Borodawkin  seine Pläne und Ideen erläutert, wie er sich die Gesprächsführung vorstelle und mit den Parteien zusammenzuarbeiten gedenke. Die anwesenden Diplomaten erklärten ihre Unterstützung hierfür.  (http://sana.sy/en/?p=109831, http://www.sana.sy/?p=587684) – Nach dem Treffen mit der Regierungsdelegation vom 11.7.2017, informierte deren Leiter, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, die Presse darüber. Man habe über den Counterterrorismus, also das vierte Hauptthema, zweieinhalb Stunden ernsthaft diskutiert. Dieser sei für die Regierung in Damaskus von Top-Priorität und sollte das auch für die gesamte Weltgemeinschaft  sein, da der Terrorismus zu einem internationalen Phänomen geworden sei mit Anschlägen in den Großstädten der Welt. Derzeit besprächen die Expertenteams (vgl. Teil V, Astana-Konferenz(en)) der syrischen Regierung wie von de Mistura die „technischen“ und rechtlichen Aspekte des 12-Punkte-Papiers über die Grundsätze und Ziele des politischen Prozesses. (http://sana.sy/en/?p=109831)

Terroranschlag vom 10.7.2017:      
In Verletzung der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen beschossen im SW-Umland von Aleppo verschanzte bewaffnete Gruppen Mörsergranaten auf die südliche Neustadt, töteten damit fünf Anwohner und verletzten viele andere, meistens Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=109800)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109758 und http://www.sana.sy/?p=587013 (Rückeroberung weiterer Gebiete im O-Rîf von Ḥomṣ unter Einschluß der al-Hîl-Tankstation, 20km südlich von as-Suḫna, nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Demontage und Entschärfung der von den Terroristen angebrachten Minen und Sprengsätze; Beginn der nächsten Militäroperation auf die al-Hîl-Ölfelder zu.  Zerstörung von IS-Verstecken in Ḥuwaiğa Ṣakr am östlichen Stadtrand von Dair az-Zaur zusammen mit einer Abschußanlage für Mörsergranaten;  dazu präzise erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Schlupfnester und mobile Trupps  auf der Straße ar-RaqqaDair az-Zaur; unter den zahlreich getöteten IS-Extremisten während Gefechten der Bodentruppen in Mû­ḥassan, 20km östlich von Dair az-Zaur befanden sich auch die beiden IS-Kommandeure Abû al-Qaʽqâʽ al- Albânî und Ṣafwân al-Yâsîn; dazu effektive Bekämpfung von IS-Trupps im SW der Provinzhauptstadt, im Dorf al-Buġailiyya sowie um das Regiment 137, al-Bânûrâmâ und das Friedhofsgebiet mit Eliminierung etlicher Terroristen.  Erfolgreiche, akkurate SAAF-Angriffe auf Stellungen der Ğabhatu_n-Nuṣra mit Vernichtung ihrer Befehlszentrale, und eines Munitionsdepots – jeweils samt Mannschaften – in den Ğarûd [unwegsames Gebiet] Fulaiṭa im West-Qalamûn im Rîf Dimašq. Nachmittags Befreiung einer Reihe von Orten und Rückeroberung strategisch wichtiger Anhöhen nach erbitterten, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten im O-Rîf von as-Suwaidâ´, nämlich:  Dair an-Naṣrânî, Rağm al-Baqar, Tulûl Salmân, Tulûl al-Fadiyîn, Tal Aṣfar, Ušaihib, Tulûl Ušaihib aš-Šamâlî und Tulûl Ušaihib al-Ğanûbî, al-Mafṭara, Tal al-Mafṭara, Šinwân, as-Sâ­qiyya, al-Qaṣr, Tal Banât Baʽîr, Ḫirba Ṣaʽd und Tal Ṣaʽd; Dutzende überlebender Terroristen flüchteten sich in die Weiten der Großen Syrischen Wüste.)

Zufahrt nach ar-Raṣâfa, Photo: SANA

Zufahrt nach ar-Raṣâfa, Photo: SANA

Bewertung und Einordnung der SAA-Erfolge im Umland von ar-Raqqa:
Mit der Rückeroberung des gesamten Gebiets von ar-Raṣâfa im S-Rîf von ar-Raqqa bis Aṯrayâ im O-Rîf von Ḥamâ mit Befreiung einer ganzen Reihe von Ortschaften, Farmen und strategisch bedeutsamer Punkte im Hochland (s. Gefechtsbericht vom 30.6.2017 in Teil V) wurde die Kontrolle über ein Gebiet von 1.500 km2 zurückerlangt. Wie ein Feldkommandeur dem SANA-Korrespondenten auseinandersetzte, wurden dem IS damit die Nachschublinien zwischen ihrem Stützpunkt ar-Raqqa und den im Umlanf von Salamiyya verstreuten IS-Gruppen, die zudem vollkommen eingekreist sind, abgeschnitten. Damit könne der IS in der Stadt ʽUqair­bât samt umgebenden Dörfern komplett eliminiert werden. Besonders auch in wirtschaftlicher Hinsicht seien diese Errungenschaften von Bedeutung, da jener Gebiet wichtige Erdölfelder beherberge, das bedeutendste davon: aṯ-Ṯawra. Die Rückeroberung ging nach einem präzisen Plan vor sich, um Schäden zu vermeiden, damit  nach Wiedergewinnung der Kontrolle sobald als möglich wieder mit dem regulären Betrieb begonnen werden kann. Außerdem sei mit den beschriebenen Siegen der Ausgangspunkt zur Befreiung von Ğabâb Ḥamad und der Rückeroberung der Anhöhen um das Ölfeld al-Hîl im Ost-Rîf von Ḥomṣ gegeben gewesen. Davon abgesehen sei ar-Raṣâfa selbst reich an archäologischen Stätten und weiteren bedeutenden Bauwerken wie der Burg. Nach Auskunft des Korrespondenten haben die archäologischen Stätten in der Stadt sehr unter den Angriffen und dem Vandalismus durch den IS gelitten. (http://sana.sy/en/?p=109752)

Eine der o.e. archäologischen Stätten, Photo: SANA

Eine der o.e. archäologischen Stätten, Photo: SANA

Die syrische Regierung gratulierte am Mo., 10.7.2917, dem Irak, der Regierung wie dem Volk, zum großen Sieg seiner Armee und den Popular Mobiliza­tion Units (PMU) über den IS. Syrien in Mossul Syrien kämpfe an der Seite des Iraks bis zur zur vollständigen Eliminierung dieser Terrororganisation im Rahmen des universalen Counterterrorismus.  Gleichzeitig gedenke man jedoch auch der zahlreichen heldenhaften Opfer, die jener Krieg fordere, kondoliere allen mit Gefallenen in der Familie herzlich und wünsche den Verwundeten schnelle Genesung. Der Fall des sog. IS-Staats in Mossul sei nur der Beginn des Zusammenbruchs der Phantastereien der Terroristen und all ihrer Unterstützer. Nur im Zusammenwirken beider Länder bestehe die Garantie diese wie jede andere Form des Terrorismus aus beiden Ländern zu eliminieren und ein Wiederaufflackern zu verhindern. (http://sana.sy/en/?p=109744)

Um 9.30 Uhr begann am Mo., 10.7.2017, die Sitzung zwischen dem UN-Sondergesandten für Syrien, de Mistura und der Regierungsdelegation, geführt von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî während der 7. Genfer Gesprächsrunde. Später traf sich de Mistura mit einer Anzahl UN-Botschafter. (http://sana.sy/en/?p=109786, http://sana.sy/en/?p=109714)

Wieder konnten die Behörden – dieses Mal im Rîf Dimašq (also Damaskus-Land) – Drogendealer mit Haschisch und dem von Terroristen ganz speziell eingesetzten Captagon (vgl. Teil II) festnehmen und das Schmuggelgut sicherstellen. (http://sana.sy/en/?p=109746)

Am So., 9.7.2017, ist die Delegation der Arabischen Republik Syrien in Genf zur Teilnahme an der inzwischen 7. Runde des sog. innersyrischen Dialogs eingetroffen, welcher am Mo., 10.7.2017, beginnt. (http://www.sana.sy/?p=586446)

Terroranschlag vom 9.7.2017:
Raketenbeschuß auf das Dorf al-Qanğara im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya tötete einen Bewohner, verletzt zwei weitere und beschädigte Häuser und anderes Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=586682)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109667 und http://www.sana.sy/?p=586344 (Rückeroberung von strategisch wichtigen Anhöhen und Übersichtspunkten auf dem Ğabal al-Qulaîtim im NW des al-Hîl-Ölfelds in der Provinz Ḥâmâ;  in der Morgendämmerung Vereitelung eines erneuten Angriffsversuchs (vgl. Teil V) von Ğabhatu_n-Nuṣra auf das Kraftwerk az-Zâra vom berüchtigten Terroristenschlupforts Ḥur Binafsa, 30km in the S-Rîf von Ḥâmâ aus nach  harten, aber für den Feind verlustreichen Gefechten; überlebende Extremisten zerstreuten sich fliehend. Ebenso Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Maksar al-Ḥaṣan zusammen mit der Volkswehr, wobei mehr als 40 Terroristen getötete, weitere verletzt wurden und die restlichen unter Zurücklassung ihrer Waffen etc. wie auch der Leichen ihrer Kameraden in Richtung  eines weiteren Terroristenschlupfnests, nämlich ʽUnq al-Hawâ, flohen;  zusammen mit unterstützenden Kräften Rückeroberung der das Dorf al-Buġailiyya im  O-Rîf von Ḥomṣ überblickenden Anhöhen nach Vertreibung der letzten IS-Reste aus dem NO von Ğabâb Ḥamad. Ausmerzung von IS-Verstecken und –Nestern  durch die Bodentruppen  in Dair az-Zaurs Stadtteilen Ḫasârât, Kanâmât, dem Arbeiter­viertel, dem Areal um den Airport, den Friedhof, al-Bânûrâmâ, die al-Ḥuwaiqa-Kreuzung und in den Dörfer al-Buġailiyya, Safîra Taḥtânî, al-Ḥussainiyya, al-Bûlîl wie in der Stadt al-Mûḥassan; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden  der saudische Anführer für den Flughafen-Operationssektor namens  Abû Duğâna al-Ġâmidî wie der IS-Amîr der Stadt al-Mûḥassan mit Namen Ḫâlid ʽÂyid al-Barğas identifiziert; Vereitelung von Angriffsversuchen Affiliierter des IS auf Militärposten zur Sicherung des Heart Hospital und des Furât aš-Šâm Hotels. – Einwohner der Stadt al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur berichteten, eine Gruppe junger Männer habe es gewagt, zwei Kampfwagen und einen bus des IS zu zerstören und einen der Terrroristen zu töten; inzwischen herrsche große Konfusion unter den IS-Extremisten, so daß es sogar zu Kämpfen derer untereinander komme, während derer die IS-Führer Abû Muṣʽab al-Filasṭînî und Abû ʽUmar al-Ustralî im Bereich aṣ-Ṣuwâr verwundet wurden.)

Ramzî, Photo: SANA

Ramzî, Photo: SANA

Ramzî ʽIzz ad-Dîn Ramzî, der syrische Sondergesandte bei den UN in Genf, informierte die anwesenden Journalisten am Sa., 8.7.2017 in Damaskus, daß bei den kommenden Genfer Gesprächen die vier Hauptthemenbereiche (vgl. Teil V), welche die letzten Male herausgearbeitet worden waren, diskutiert würden. Begleitend würden die Besprechungen „technischer“ Art über die gesetzlichen und Verfassungsfragen fortgeführt. Zuvor hatte eine ausgedehnten Unterhaltung zwischen ihm, dem Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd und dem Leiter der Regierungsdelegation in Genf wie ständigem UN-Gesandten in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî,  stattgefunden. Die Einigung hinsichtlich der De-Eskalationszonen (s. Teil V) sei ein wichtiger Schritt, auch um den Boden für die kommenden Gespräche in Genf zu bereiten. Auf eine Reporterfrage nach der Beteiligung der US-Seite, erklärte Ramzî, daß die Kreml-Regierung vor der Einigung mit Präsident Trump während des G20-Treffens in Hamburg hinsichtlich der einen südlich gelegenen De-Eskalationszone schon Wochen zuvor Gespräche dahingehend geführt habe. (http://sana.sy/en/?p=109628, http://www.sana.sy/?p=586025)

Terroranschlag vom 8.7.2017:
Drei Anwohner wurden beim Beschuß mit Raketen auf den Stadtteil al-Arman von Ḥomṣ verletzt, Häuser und anderes private und öffentliche gut wurden beschädigt. Täter waren bewaffnete Gruppen im N der Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=109608http://www.sana.sy/?p=585875)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.7.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=109618 und http://www.sana.sy/?p=585880 (Verstärkte präzise SAAF-Angriffe auf mobile IS-Trupps und –Stellungen im SO der al-Fahdî-Station und südlich der Dörfer Bair Abû Kubrâ und Ḫabrat al-Ḥalûl im W-Rîf von ar-Raqqa mit Zerstörung von deren aufgerüsteten Kampfwagen und Ausrüstung; zudem Ausmerzung von IS-Resten auf der Achse des Ḫanâṣir – Aṯriyâ,  im Gebiet von Ğab al-Ğarâḥ und O-Rîf von Sa­lamiyya und NO-Gebiet von at-Tanaf tief in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) mit Ausdehnung der Kontrolle bis zum Süden der Stadt al-Bû Kamâl. Befreiung bzw. Rückeroberung deslokalen  IS-Stützpunkts Ğabâb Ḥamad im O-Rîf von Ḥomṣ nach Beseitigung  der letzten IS-Ansammlungen im Gebiet und nachfolgendem Minenräumen und Entfernen der hinterlassenen Sprengfallen; dazu Vernichtung von mobilem IS-Kriegsgerät durch die Luftwaffe im Gebiet Bâ­diyya Ḥumaima und östlich von  Ârak (im Umland von Tadmur). Im Gebiet von Dair az-Zaur gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Bewegungsachsen und –Stellungen im Wâdî  aṯ-Ṯarda, al-Ğafra, um  den Friedhof,  um  al-Bânûrâmâ, westlich des Regiment 137, der Wasserstaubecken, der Kreuzung al-Kanâmât und dem westlich gelegenen Dorf al-Buġai­liyya jeweils unter heftigen Feindverlusten bzgl. Kämpfern und militärischer Ausrüstung; dazu  Beseitigung von IS-Fortifikationen samt Waffen und Munition, durch die Artillerie beim Flughafen, der al-Ḥuwaiqa-Kreuzung, dem Wâdî  aṯ-Ṯarda und al-Buġai­liyya; eine Anzahl Bewohner von al-Kataf wagten außerhalb von al-Bû Kamâl einen Zusammenstoß mit einem IS-Trupp auf einem Wagen, mit dem letztere offenbar Leute aus aṣ-Ṣabḥa im östlichen Umland  wegzuschaffen versuchten; der Kampf endete nicht der Zerstörung des Wagens und drei getöteten IS-Terroristen, wie örtliche Quellen berichteten; diese informierten ebenfalls darüber, daß die wegen des beständigen Vorrückens der SAA aufgeschreckten Terroristen die Bewohner der Gegend zwängen, für sie Erdhügel und Bunker vor Geschäften und auf den Straßen an der Zufahrt zu al-Mayâdîn  und Sabîḥân im O von Dair az-Zaur zu erstellen).

Zu den Kampfhandlungen zwischen Kurden und dem IS – vor allem im Raum ar-Raqqa – erläuterte Präsident Putin: „Was das Kurden-Problem anbelangt, ist es im Allgemeinen sehr groß und vielfältig. Wir stehen in Kontakt mit vielen kurdischen Formationen und machen kein Geheimnis daraus. Hinsichtlich der Sicherung ihrer Aktivitäten liegen hier aber unsere US-amerikanischen Kollegen wohl weit vor uns.  (https://sptnkne.ws/eRn7) Ein nicht genanntes Mitglied der durch die USA unterstützten sog. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gab hierzu gegenüber Sputnik Türkiye am Sa., 8.7.2017,  an: „Am Vortage haben uns die USA 140 Lastkraftwagen mit Waffen und Panzerfahrzeugen geschickt. Wir benötigen immer mehr Panzerfahrzeuge bei den Kampfhandlungen im Raum von Rakka, deswe­gen erstellen wir nach Bedarf eine Liste von erforderlichen Waffen und richten diese an die US-Seite. Ausgehend von dieser Liste schicken uns die Amerikaner Waffen.“ (https://sptnkne.ws/eRmQ). Die kurdische Partei der Demokra­ti­schen Union in Syrien (PYD) habe neue Kräfte nach ar-Raqqa entsandt, meldet derweil Pars Today selben Tags. (http://parstoday.com/de/news/world-i29190-treffen_zwischen_putin_und_erdogan_am_rande_des_g20_gipfels)

Bürgerprotest gegen Annexion des Golan durch Israel und für Syrien, Photo: SANA

Bürgerprotest gegen Annexion des Golan durch Israel und für Syrien, Photo: SANA

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, protestierte das Außenministerium in Damaskus gegen die Ankündigung der israelischen Regierung, auf den – auch gemäß den letztvergangenen UN-Resolutionen Nr.242, 338, 497 hierzu erneut als völkerrechtswidrig besetzt bezeichneten –  Golanhöhen im Oktober 2018 Wahlen zu sog. „local councils” abhalten zu wollen. [Schon bislang hatte die israelische Besatzung alles getan, um die dort eingesetzte widerrechtliche Verwaltung trotz vehementen Widerspruchs aus Damaskus nach und nach zu befestigen, vgl. Teil V].  Es handele sich bei den Golanhöhen schließlich um einen integralen Bestandteil des syrischen Staatsterritoriums. Die ergänze nur noch die Schritte Israels gegen Syrien, zu denen die Unterstützung der bewaffneten Terroristengruppen in Syrien gehöre (zu Beispielen hierzu s. Teil V und frühere Teile!). Im offiziellen Dokument von 25.3.1981 hätten die syrischen Bewohner des israelisch besetzten Golans jegliche Beschlüsse der israelischen Regierung zurückgewiesen, welche auf Annexion dieses Gebietes gerichtet sind, wie jene, die auf die Unterdrückung ihrer syrisch-arabischen Identität abzielten. In §5 dieses Dokuments heiße es ausdrücklich, die Bewohner würden niemals irgendwelche „local councils“ genannten Gebilde bzw. deren Mitglieder oder Führungspersonen als ihre Repräsentanten anerkennen. Unmittelbar nach Kenntnisnahme der neuen israelischen Entscheidung hätten sie ihre schon früher ausgedrückte Ablehnung der israelischen Okkupation mit all ihren Auswirkungen erneut vehement bekräftigt. Die israelische Regierung ignoriere seit Jahren völkerrechtliche Bestimmungen wie auch die gegen sie erlassenen UNSC-Resolutionen, u.a. jene, die u.a. den Aufruf zum sofortigen Rückzug von den Golanhöhen wiederholten alle erlassenen Vorschriften für null und nichtig erklärt  (i.e. Nr.497) sowie auch die Geneva Convention on the Protection of Civilian Persons in the Time of War  vom Juni 1967.  Die neue Entscheidung stelle nur eine neuerliche empörende Verletzung der UN-Char­ter, des Völkerrechts und der Genfer Konvention dar. Syrien rufe daher den UNSC dazu auf, diese neuerliche provokative Rechtsverletzung zu verurteilen und Israel dazu zu zwingen, die in israelischen Gefängnissen inhaftierten syrischen und palästinensischen Bürger freizugeben, darunter auch Ṣudqî al-Maqt, der schon seit mehr als 30 Jahren gefangengehalten werde. Die Regierung in Damaskus bekundete zum Schluß ihre Verbundenheit mit und ihre Unterstützung der Bevölkerung dieses Gebietes bei ihrer Zurückweisung der israelischen Okkupation wie des neuesten israelischen Beschlusses.  (http://sana.sy/en/?p=109633 vom 8.7.2017)

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Mosaik-Fund, Photo: SANA

Dem nationalen archäologischen Ausgrabungsteam der Sektion Damaskus Land (Rîf Dimašq) gelang die Entdeckung eines einzigartigen Mosaiks im noch vor kurzer Zeit hart umkämpften Wâdî Baradâ (vgl. Teil V), nämlich im Ort Birhaliyâ im Landkreis az-Zaba­dânî. Lange Zeit hatten deswegen die Ausgrabungen unterbrochen werden müssen. Das Kunstwerk, welches mehrfarbige geometrische und florale Muster sowie symbolische Dekorationen vereint, ziert den Boden eines Gebäudes, das man durch einen großen Haupt- und zwei kleinere Eingänge daneben betreten konnte. Es mißt 50m und stammt aus dem 4. Jh. n.u.Z. aus der Übergangsperiode zwischen römischer und byzantinischer Epoche. Noch nie wurde solch eine feine Dekorationsarbeit in oder um Damaskus gefunden. Dr. Maḥmûd Ḥamûd, der Direktor des Departments für Altertümer der Region Damaskus, führt dazu aus, daß an dieser Stelle früher die Hauptstadt eines Königreiches stand, die zur Seleukiden-Ära den Namen Ubailiniyya trug, während sie der römischen und byzantinischen Ära Ubailâ hieß. Die ersten Siedler seien ein arabischer Stamm aus der östlichen Liba­non-Gebirgskette gewesen mit Hauptsitz in ʽAnğar und religiösem Zentrum in Baʽlbik (Baalbek). Im Wâdî Baradâ gibt es noch drei weitere Dörfer mit reichen archäologischen Stätten: Sûq Wâdî Baradâ, Birhaliyâ und Kafar al-ʽAwâmîd. Leider verführe das zu umfangreichen Raubgrabungen. (http://sana.sy/en/?p=109395, http://www.sana.sy/?p=584123)