Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den anhaltenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen. 

 

 

Terroristischer Beschuß von Damaskus, Photo: SANA

Terroranschläge vom 20.11.2017:
Die in Ost-al-Ġûṭa ihr Unwesen treibenden bewaffneten terroristischen Gruppen beschossen in erneutem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Wohngebiete von Damaskus mit Raketen. Diese verursachten jeweils materielle Schäden im Bereich des ʽArnûs-Platzes wie der Ḫâlid bin al-Walîd-Straße in der Stadtmitte, wo sogar zwei Bürger verletzt wurden. – Wie bei den Vereinbarungen vorgesehen (vgl.u.), reagierte die Armee zum Schutz der Zivilbevölkerung mit einem Beschuß der terroristischen Abschußanlagen, welche zerstört wurden.
Mit einem wahren Hagel an Mörsergranaten griff ein Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupp während der spätnachmittäglichen rush hour den Stadtteil al-Ḫadamî  der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ  der Provinz al-Qunaiṭra an. Die Terroristen halten sich bevorzugt in und um den Ort al-Ḥamîdiyya  im W-Rîf versteckt auf [vgl.u.!]. Drei Anwohner wurden verletzt, darunter ein Dreijähriger.
(http://sana.sy/en/?p=118702, http://www.sana.sy/?p=662961)

Den damaszener Drogenbehörden gelang nach eingehender Überwachungstätigkeit und anschließender Verfolgung am 20.11.2017 die Überwältigung und Inhaftierung einer fünfköpfigen Drogen- und Waffenschmugglerbande, welche u.a. wieder große Mengen Captagon [zu dessen spezieller Verwendung bei den Terroristen s.u., bes. Teil II) bei sich hatten.(http://www.sana.sy/?p=663083)

SAA bei al-Bû Kamâl, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118588 und http://www.sana.sy/?p=662298 (Nach harten, für den Feind verlustreichen  Gefechten mit den Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen Übernahme der Kontrolle über die zuvor von den Extremisten besetzten Dörfer Ḥarân und Ḥardâna, ca. 90km im NO-Rîf von Ḥamâ mit Zerstörung der Schlupfwinkel, Verfolgung der Fliehenden und anschließender Säuberung der Gegend ruch die Kampfmittelbeseitiger. Nach Ausmerzung der letzten IS-Schlupfnester und Verstecke in al-Bû Kamâl – vor allem im Ostteil –  wurde die Stadt als vom IS völlig befreit erklärt. Erneut wurde beobachtet, wie ca. 150 IS-Terroristen, darunter Anführer wie z.B. der Wâlî [oberste Verwaltungschef] von al-Bû Kamâl mit Kampfnamen Abû Ḥassan al-ʽIrâqî (d.h.: aus dem Irak) rechtzeitig aus der Stadt in Richtung Ostufer des Euphrats unter Deckung und Sicherung der US-geführten Koalition hätten abziehen können, während sich andere den US-unterstützten SDF-Kräften ergeben hätten.)

Während der Kampfmittelbeseitigungsarbeit in den Stadtteilen von Dair az-Zaur fanden die Zuständigen am 19.11.2017 erneut in ISDepots Unmengen an Waffen, Munition und Materialien zur Herstellung chemischer Kampfstoffe und für Sprengsätze, um dieselben zum Einsatz zu bringen. In einem Versteck befand sich ein vollausgestattetes Labor. U.a. wurden darin konzentriertes Monophosphat, Triphosphat, Silbernitrat, C4-Sprengstoff, IEDs verschiedener Größen und Formen sowie Zeitzünder für verzögertes Sprengen sichergestellt. Dazu gab es in den Verstecken große Mengen an Mörsergranaten, verschiedene Typen Maschinengewehre, schultergestützte Panzerfäuste, Sprengstoffgürtel und Zündmechanismen.  (www.sana.sy/en/?p=118637)

Türkische Panzer gen Syien, Photo: t-online.de

Entgegen den Details der Vereinbarungen der Astana-Treffen zu den De-Eskalationszonen (vgl.u.) verlegt die türkische Regierung weiterhin per Konvois Militärtechnik nicht nur an die Grenze sondern darüber hinaus in die Provinz Idlib, insbesondere ist türkisches Militär im Raum ʽAfrîn (vgl.u.) stationiert, berichtete – jedoch ohne jegliche Kritik – die Agentur Anadolu am So., 19.11.2017. Zur Sicherung der De-Eskalationszonen sind jedoch nur Polizeikräfte erlaubt. (https://sptnkne.ws/fYTf)

Terroranschlag vom 19.11.2017:
Beim Überfall bewaffneter Gruppen, die sich im Farmland nördlich von Ḥomherumtreiben, auf die al-Walîd-Mühle am Stadtrand der Provinzhauptstadt unter Einsatz von Raketen tötete sechs Arbeiter, verletzte weitere 44, einige von ihnen lebensgefährlich, und richtete erhebliche Schäden an der Mühle an. (http://www.sana.sy/?p=662307) – Zu den Zielen der Terroristen, mit dem Entzug der Lebensgrundlage zunächst der in der Landwirtschaft Tätigen und im weiteren der davon abhängigen Konsumenten die Krise zu verstärken und damit die Bemühungen der Regierung zur Beilegung der Krise mit Rückkehr zu einem normalen Leben zu unterminieren s.u.!
Ergänzung: In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten die in Ost-al-Ġûṭa verschanzten bewaffneten Terrorgruppen mit Mörsergranaten die Wohngebiete Mazza 86 in Damaskus, töteten zwei Bewohner und verursachten empfindliche Sachschäden.(http://sana.sy/en/?p=118598)

Rekonstruktion der IS-Zerstörungen von Palmyra, Photo: SANA

Während der Feierstunde zum St. Petersburg International Cultural Forum am Samstag überreichte der Direktor des Eremitage-Museums, Michail Piotrowsky, dem syrischen Botschafter in Rußland, ar-Riyâḍ Ḥadâd, ein aufwendiges 3-D-Modell der gesamten antiken Anlage von Palmyra in einer Ausdehung von 20.000m2. Es soll den Wissenschaftlern und Restauratoren vor Ort ihre Arbeit der Wiederherstellung des von den Terroristen zerstörten Weltkulturerbes erleichtern. Die Vizedirektorin des Institute for the History of Material Culture of the Russian Academy of Sciences, Natalya Solowyowa, erklärte dazu: „Russian scientists digitized every site and every stone in Palmyra as it be­came possible to see it with all of its details and measurements.” Die notwenigen Aufnahmen wurden durch Drohnen gewonnen. Voller Dankbarkeit äußerte der Botschafter seinerseits: „Russia has stood by Syria and it contributed to fully liberating Palmyra City from terrorism and to clearing mines planted by Daesh terrorists, and today it proves its huge support to us on the cultural level through this important project which will help in rebuilding the archeological city.” (http://sana.sy/en/?p=118574, http://www.sana.sy/?p=662270)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118588 und http://www.sana.sy/?p=662298 (Befreiung der Dörfer Qaṣr ʽAlî und ʽArafa samt umliegenden Farmen, ca.90km im NO von Ḥamâ nach Erstürmung der Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkte in der Gegend mit anschließender Räumung der zahlreich hinterlassenen Sprengfallen und Minen und Verfolgung der Dutzenden an flüchtigen Terroristen. Im SO-Rîf von Dair az-Zaur Ausmerzung der letzten IS-Schlupfnester in al-Bû Kamâl hauptsächlich an den Stadträndern, wobei die Terroristen in unwegsamem Gebiet ohne Fluchtmöglichkeit immer enger zusammengetrieben werden; das Vorrücken geschieht umsichtig in angepaßtem Tempo, da von den Extremisten Straßen, Häuser, Gegenstände mit Sprengsätzen bestückt sind, um der SAA damit zu schaden;  nach heftigen, für den Feind mit hohen Verlusten verbundenen Gefechten Rückeroberung der Kontrolle über die Verbindungstraße al-Mayâdîn – al-Bû Kamâl – as-Sakariyya und der Region Ḥâmdan im Umkreis von al-Bû Kamâl. Im SW-Rîf Dimašq nahe zur angrenzenden Provinz al-Qunaiṭra Rückeroberung einer Anzahl strategisch bedeutsamer Anhöhen sowie der Ḥaina-Ebene, der Orte Kafar Ḥûr und Bait Tîmâ nach heftigen Auseinandersetzungen mit Ğabhatu_n-Nuṣra in den vergangenen 24 Stunden, in denen den Terroristen auch die Nachschubrouten und Ausschwärmmöglichkeiten vom Bait Ğin-Farmland (vgl.u.)  aus abgeschnitten wurden;   nachmittags noch Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen im Umkreis von Talat Bardaʽiyâ im SW von Kafar Ḥûr mit Eliminierung etlicher der Extremisten samt Ausrüstung. )

Saʿd al-Ḥarīrī mit Macron in Paris, Photo: al-Mustaqbal

Aktualisierung zum Fall Saʿd al-Ḥarīrī (vgl.u.): Nachdem der französische Staatspräsident Macron schließlich eine offizielle Einladung an al-Ḥarīrī nach Paris ausgesprochen hatte, meldete der libanesische Sender al-Mustaqbal um 1.20 Uhr Ortszeit (d.i. 23.30 GMT), jener sei zusammen mit seiner Ehefrau und dem ältesten Sohn in einem Privatjet vom Flughafen ar-Riyāḍ  in Richtung Paris aufgebrochen (die beiden jüngsten Kinder befinden sich immer noch in ar-Riyāḍ!). Nach seiner Landung dort traf er mit Macron zusammen und sprach ihm offiziell seinen Dank aus. Er werde zur Unabhängigkeitsfeier in den nächsten beiden Tagen  wieder in Beirut sein und dann mit Staatspräsident Michel ʽÛn (Aun) die Situation besprechen. (http://www.almustaqbal.com/v4/Article.aspx?type=Misc&ArticleID=317516, http://www.almustaqbal.com/v4/Article.aspx?type=Misc&ArticleID=317526 vom 18.11.2017) – Christoph Hörstel, investigativer Journalist und  Bundesvorsitzender der Neuen Mitte, spricht über die Vorgänge in seinem jüngsten Interview:  http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33846-interview_mit_christoph_h%C3%B6rstel)

Die wichtigsten Fakten rund um den (Nicht)Rücktritt des libanesischen Ministerpräsidenten Saʿd al-Ḥarīrī und der Rolle des saudischen Kronprinzen dabei s.u.!

Terroranschlag, Photo: SANA

Terroranschlag vom 18.11.2017:
Auch an diesem Vormittag brachen in Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen, indem sie sowohl den damaszener Stadtteil ad-Dawîlʽa als auch die Vorstadt Ḥarastâ mit Raketen beschossen. Im ersten Fall wurden Schulen im zweiten Wohnhäuser beschädigt. Um die Zivilisten vor weiteren Angriffen zu schützen, attackierte eine SAA-Einheit gezielt die Aggressionen gemäß den Richtlinien der o.e. Vereinbarung [dazu vgl.u.]. (http://www.sana.sy/?p=661950)
Aktualisierung: weiterer Raketenbeschuß auf den nahe Damaskus gelegenen Wallfahrtsort as-Sayyida Zaynab hatte neun Verletzte zur Folge sowie massive Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum. Einschläge um das al-MuğtahidKrankenhaus in der Haupstadt hinterließen einen Titen, mindestens 20 Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=118492, http://www.sana.sy/?p=661950)

Der japanische Resolutionsentwurf zur 30-tägigen Verlängerung der Aktion des UN-OPCW Joint Investigative Mechanism (JIM) bzgl. des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn (s.u.!) wurde am 17.11.2016 seitens Rußland mit einem Veto belegt, Bolivien votierte dagegen, China enthielt sich. Der russische permanente UN-Gesandte Wassili Nebenzia in New York erklärte dazu, wie schon vorher  die Kritiker der bisherigen Vorgehensweise der JIM-Mitarbeiter, daß zu viele grundsätzliche Fehler gemacht worden seien, als daß man das Mandat einfach verlängern könne. Erst müßten die Fehler beseitigt und die Untersuchung auf eine einwandfreie wissenschaftliche  Basis gestellt werden. (http://sana.sy/en/?p=118476) – Zu den angesprochenen tatsächlich schwerwiegenden Kritikpunkten s.u.!

Der SAA-Gefechtsbericht vom 17.11.2017 entfällt.
Sechs russische Langstreckenbomber zerstörten am 17.11.2017  in der schon bekannten Vorgehensweise (vgl.u., z.B. vom 1.11.2017) IS-Ziele im Umfeld von al-Bû Kamâl. (http://sana.sy/en/?p=118449)

Terroranschläge vom 17.11.2017:
Drei Bürger wurden am Freitag getötet, sieben weitere verwundet und somit Opfer bewaffneter Gruppen von  Ost-al-Ġûṭa aus  in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen den Sûq al-Hâl (Gemüsemarkt im damaszener Stadteil az-Zablaṭânî mit Raketen beschossen.  (http://sana.sy/en/?p=118388, http://www.sana.sy/?p=661420)
Ergänzung: Mittels der Detonation einer Autobombe tötete der IS am Abend im N-Rîf von Dair az-Zaur an einem Versammlungsplatz von Flüchtlingen zwischen al-Ğafra und al-Kûnîkû mindestens 20 Bürger und verletzte ca. 30 weitere, darunter viele Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=118445)

UNSC, Photo: Sputnik

In der Nacht zum 17.11.2017 lagen dem UNSC zwei Resolutionsanträge zur Verlängerung des am 17.11.2017 auslaufenden Mandates von UN-OPCW Joint Investigative Mechanism (JIM) zur Untersuchung des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn vor, einmal von US-Seite, das andere Mal von russischer. Beide wurden nicht angenommen. Zum Streit bzw. Sachverhalt s.u. [bei den jeweiligen Stichpunkten] die ausführliche Darlegung. Auch der permanente UN-Gesandte Bašâr al-Ğaʽfarî in New York stellte letzteren nochmals eingehend dar und ist a.a.O. nachzulesen. (http://sana.sy/en/?p=118376, http://www.sana.sy/?p=660669, s.a. https://sptnkne.ws/fXVs)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118271 und http://www.sana.sy/?p=660633 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Zerstörung letzter Fortifikationen und Fuhrparks von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Dörfern al-Ḥâzim und Rabda im SO-Rîf von Ḥamâ mit anschießender  Aufnahme der Arbeit der Kampfmittelräumdienste.  Während der Operation zur Ausrottung der übriggebliebenen IS-Verstecke und Ansammlungen im SO-Rîf von Dair az-Zaur massive, präzise SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und deren Nachschubrouten im Umkreis von al-Bû Kamâl in Deckung der Bodeninitiativen; laut Anwohneraussagen kam dabei auch die IS-Besatzung eines Fahrzeugs ums Leben, das gerade zu einer Autobombe zurechtgemacht wurde.)

Terroropfer, Photo: SANA

Terroranschläge vom 16.11.2017:
Nachmittags attackierten in Ost-al-Ġûṭa positionierte bewaffnete Gruppen in neuerlichem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten die damaszener  Stadtteile as-Sabaʽ Baḥrât und al-ʽAbbâsiyîn, töteten so einen Menschen und verletzten weitere 13.
Aktualisierung: Infolge des fortgeführten und auf die Stadtteile as-Suwaiqa im Altstadtbereich,  ʽIš al-Warwar, ausgedehnten Raketenbeschusses erhöhte sich die Zahl der Getöteten auf 16, die der zum Teil lebensgefährlich Verletzten auf 45, dazu sind erhebliche Schäden zu verzeichnen, so daß teils in ihren getroffenen Haus ganze Familien begraben wurden. Beschädigt wurde – wie auch früher schon öfter – die Sporthalle al-Fîḥâ´  im Stadtteil Barza.
Mörsergranaten bekamen ebenfalls in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen die Bewohner des Dorfes Rafʽîn im N von Ḥomṣ seitens in Sanîsil verschanzter bewaffneter Gruppen ab, welche eine Frau tötete, einen weiteren Bewohner verletzten und beträchtliche Schäden anrichteten.
(http://sana.sy/en/?p=118287, http://www.sana.sy/?p=660728)

Sprecherin Maria Sacharowa, Photo: SANA

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenamts in Moskau vom 16.11.2017 nahm die Sprecherin Maria Sacharowa nochmals Bezug auf die befremdliche Bemerkung von US-Verteidigungsminister Mattis zur Präsenz des US-Militärs in Syrien als angeblich gerechtfertigt durch die UN (vgl.u.). Sie erinnerte daran, daß für ein Mandat allein der UN-Sicherheitsrat (UNSC) zuständig sei und der habe keines ausgestellt: „We were surprised to hear a statement made by US Defense Secretary James Mattis when talking to the US media representatives on November 13 that the US Armed Forces are in Syria ,with the per­mission of the UN‘. … I want to remind you that the Security Council is the only body under the UN Charter that is entitled to take decisions on using military force in the international community.”

Wiedergefundene Büsten aus Palmyra, Photos: SANA

In einem IS-Versteck bei aṣ-Ṣawâna, ca. 70km südlich von Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ, konnten Behördenmitarbeiter am Mi., 15.11.2017, zwei antike, von den Terroristen geraubte Büsten aus dem 2. bzw. 3. Jh. n.u.Z. bergen. Sie wurden der Ḥomṣer Abteilung der Antikenbehörde übergeben. Gemäß dem Archäologen Muḥammad Ḫâlid Asʽad vom DGAM müßten die beiden Fundstücke aus einem der vom IS beschädigten und ausgeraubten Grabanlagen von Palmyra stammen. Die eine Büste stellt einen palmyrenischen jungen Priester mit Diadem dar, die andere eine junge, anspruchsvoll gekleidete Frau, beide aus der Blütezeit des Oasen-Königtums. (http://sana.sy/en/?p=118237, http://www.sana.sy/?p=660250)

US-Ausrüstung aus IS-Depots im Raum Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über Details der immer noch vorgefundenen umfangreichen IS-Depots an Waffen und Munition, Militärtechnik und Aus­rüstung im Raum Dair az-Zaur gab ein SAA-Angehöriger Sputnik News Auskunft.  Er führte aus: „Das waren nicht nur automatische M16-Gewehre. Dort  gab es Panzerabwehrlenkraketen vom Typ TOW und US-amerikanische 155-Millimeter-Feldhaubitzen. Dort standen  Hummer-Fahrzeuge, die für den Menschentransport eingesetzt worden waren  oder gesprengt werden  sollten: Es wurden Autobomben  hineingelegt.“  Das in unterirdischen Bunkern vorgefundene Equipment sei in den USA, in Westeuropa und Israel hergestellt worden. Geborgen und konfisziert wurden auch  Aufklärungsdrohnen, Schutzausrü­stung für Pionierarbeiten israelischer  Produktion sowie Säcke mit C4-Sprengstoff und Satelliten­funkgeräte. Panzer und  Kampfwägen standen unter Tarnnetzen parat.
Aus einem Bericht von „Inside Syria media center“ ging, gestützt auf die Aussagen des Brigadegenerals ʽAlî al-ʽAlî (Ali Al-Ali), hervor, daß die USA im Zeitraum 5.6. – 15. 9.2017 den Terroristen in Syrien mindestens 1.500 Lkw mit Waffen und Militärtechnik bereitgestellt hätten. Die US-Administration gab – wie früher schon( vgl.u.) – dazu an, die Waffen seien  für ihre in Syrien gegen die Regierung kämpfenden  Verbündeten bestimmt gewesen, landeten jedoch immer wieder – wie Gegner dieser Lieferungen vorausgesagt hatten – bei den Terroristen (Näheres dazu u., 19.8.2017!).
An NATO-Waffen sei beim IS wie Ğabhatu_n-Nuṣra besonders die halbautomatische Pistole vom Typ Glock 19 beliebt gewesen, die in den 2014 veröffentlichten IS-Hinrichtungsvideos verwendet wur­de und aus Lieferungen von 2003 und 2004 in den Irak stammte. Dann das Sturmgewehr  vom Typ M16, das sich an mehreren  Fundorten in Kisten mit der Aufschrift „US-Eigentum“ fand. Von „Heckler & Koch“  bzw. dem belgischen Rüstungsunternehmen „Fabrique Nationale Herstal“ stammten  Bestände des  leichten automatischen Gewehrs FAL und der Maschinenpistole  MP5. (https://sptnkne.ws/fXpC vom 15.11.2017)

US-Equipment aus IS-Depots im Raum Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118209 und http://www.sana.sy/?p=659968 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Stadt Qaṣr Šâwî im Gebiet von al-Ḥamrâ im NO-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung der vorgefundenen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen; anschließend Verfolgung der fliehenden Terroristenreste und Säuberung der Gegend von den hinterlassenen Sprengfallen und Minen.)
Eine SAA-Einheit nahm sich der 85 Personen aus den noch vom IS kontrollierten Gebieten um die Stadt al-Bû Kamâl, ca. 140 km im SO der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur an,  die – wie schon so viele zuvor – eine Flucht zum nächstgelegenen Militärposten gewagt hatten. Die hauptsächlich aus Frauen und Kindern bestehende Gruppe wurde umgehend mit allem Nötigen versorgt und in ein Übergangsheim gebracht, bis eine Rückkehr in ihre Wohngebiete nach Befreiung und Sicherung durch die SAA wieder möglich sein wird. Auch diese Bürger, die von grausigen Terroristenausschreitungen berichteten,  machten den unter IS-Repression verbliebenen Bewohnern Mut, die Flucht zu wagen und sich so in Sicherheit zu bringen. (http://sana.sy/en/?p=118233, http://www.sana.sy/?p=659968)
Zum russischen Luftwaffeneinsatz veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Moskau:  „Six Tu-22M3 long-range bombers, which have taken off from the territory of Russia and flown over Iran and Iraq, have delivered a massive air strike against terrorists of Daesh near the city of Abu Kamal in the province of Deir Ezzor. The air strike targeted the terrorists’ strongholds and the amass­ments of their manpower and armored vehicles.“ (http://sana.sy/en/?p=118245)

Start eines russischen Bombers, Photo: SANA

Terroranschläge vom 15.11.2017:
Am Morgen feuerten in Ost-al-Ġûṭa positionierte bewaffnete Gruppen in wiederholtem Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf den al-ʽAbbâsiyîn-Platz und die damaszener  Stadtteile Bâb Tûmâ und Masâkin Barza, wodurch zwei Anwohner verletzt und Schäden an privatem und öffentlichem Gut verursacht wurden.
Mit Raketensalven beschossen  Ğabhatu_n-Nuṣra–Terroristen auch an diesem Tag die Stadt Salḥab, wobei eine Frau verletzt und etliche Häuser beschädigt wurden wie auch die Infrastruktur.
(http://sana.sy/en/?p=118205, http://www.sana.sy/?p=659966)

Posierende IS-Terroristen, Photo: Sputnik News

Inzwischen hat sogar die BBC das Thema des durch die US-geführte Koalition ermöglichtenIS-Massenexodus“ – hier noch bzgl. des Vorfalls nach der Rückeroberung von ar-Raqqa (s.u.!) Mitte Oktober unter dem Titel Raqqas dirty secret aufgegriffen und als „schmutzigen Deal“ bezeichnet. Hierzu wurden auch Busfahrer interviewt, die für die Konvois für den freien Abtransport der ca. 250 IS-Kämpfer einschließlich ihrer Kommandeure mit etwa 3500 Familien­mit­gliedern und Tonnen an Waffen, Sprengstoff und Mu­nition angeheuert worden waren. Die gesamte Kolonne  habe 50 Lkw, 13 Busse und mehr als 100 anderer Fahrzeuge umfaßt, die eine bis zu 6km lange „Schlange“ ergeben hätten. Einige Trucks seien mit Sprengstoff und Mu­nition beladen worden. Insgesamt seien, so BBC, aus ar-Raqqa geschleust worden. Auch der Sprecher der US-geführten Koalition, Ryan Dillon, habe dies schließlich einräumen müssen. (https://sptnkne.ws/fWB3, basierend auf: http://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/raqqas_dirty_secret)
Diesen „dirty deal” brachte auch der ständige UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 15.11.2017 vor der UN-Generalversammlung zur saudischen (!) Resolutionsvorlage mit dem Titel „Situation of human rights in the Syrian Arab Republic,”  zur Sprache. Zur ausführlichen Stellungnahme s. http://sana.sy/en/?p=118183.
Das türkische Außenministerium verurteilte ebenfalls den gesicherten Auszug der IS-Terroristen aus ar-Raqqa, an dem die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) als Teil der US-geführten Koalition ihren Anteil hatten als „gefährliches Szenario“.  Dies diene der „Herstellung der Anarchie und … Veränderung der demografischen Struktur der Region.“  (https://sptnkne.ws/fWVw)

UN-Gebäude, Genf, Photo: SANA

Das Special Committee to Investigate Israeli Practices Affecting the Human Rights in occupied lands der Vereinten Nationen in Genf (OHCHR) stellte in seinem am 15.11.2017 veröffentlichten Bericht fest, daß die Praktiken der israelischen Besatzungsorgane auf den besetzten syrischen Golanhöhen und in den palästinensischen Territorien auf rassischer Diskriminierung in „flagrant violation of international human rights law“ beruhten. Zu diesen Praktiken zählten die Verwaltungshaft [s. dazu Teil VI], die Kollektiv-Bestrafung, die Zerstörungen auf dem Golan einhergehend mit der Ausdehnung der israelischen Besiedelung, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen auf dem Golan zusammen mit dem Fernhalten der syrischen Bauern von ihren Ländereien und Wasserzuteilungen.
Obwohl in mehreren UNSC-Resolutionen  die israelische Golan-Annexion verurteilt und zuletzt als “null and void” und “illegal” eingeordnet worden ist,  zieht die israelische Regierung keinerlei Konsequenzen daraus sondern stellt die Bewohner vor ein fait accompli, in dem sie im Juli in vier Dörfern lokale Wahlen veranstalten ließ.
Letztes Jahr [2016] habe die israelische Regierung sogar verkündet, auf dem Golan 1.600 neue Wohneinheiten für israelische Siedler bauen zu lassen, wozu 20.000 Morgen (acres) Land in der Umgebung des Dorfes Mağdal Šams konfisziert würden, was zudem die Bauern vom Zugang zu ihrem Farmland abschneiden und die natürliche Dorferweiterung verhindern würde.
Ebenfalls weigere sich die Okkupationsmacht die Verminung in manchen Gegenden  des Golans zu beheben. Es bestünden auch Befürchtungen, den Schulen der syrischen Dörfer daß israelische Curricula vorgeschrieben würden, vor allem solche, die zur konfessionellen Spaltung der Bevölkerung führen würden.
Der Report endete mit dem Aufruf an die israelische Regierung, die Besetzung arabischer Territorien auf dem Golan und in Palästina umgehend zu beenden gemäß den UMNSC-Resolutionen Nr. 242 und 497.  (http://sana.sy/en/?p=118268, http://www.sana.sy/?p=660461)

Terroranschläge vom 14.11.2017:
Wie schon am Vortag (s.u.) beschossen Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen, die sich im N-Rîf von Ḥamâ verschanzt halten, mit Raketen die Städte Salḥab,  48km NW der Provinzhauptstadt, und das Wärmekraftwerk von Maḥarda mit Raketen. Im ersten Fall trafen sie ein Wohnhaus und verletzten darin eine Frau, im zweiten Fall kam es kam es am Morgen wegen der Terrorattacken wieder einmal zum totalen Funktionsausfall des Werks.
Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten richteten  am Nachmittag Mörsergranaten sowie Heckenschützenfeuer vom Gebiet der Bait Ğin-Farm aus auf das Dorf Bait Sâbir im SWUmland der Hauptstadt, töteten einen Bewohner und verletzt weitere fünf teils schwer. Die in Dûmâ verbarrikadierten bewaffneten Gruppen attackierten das Zentralgefängnis von  Damaskus, im Bezirk ʽAdrâ mit Mörsergranaten in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszone Ost-al-Ġûṭa und richteten materielle Schäden an.
In Dârat ʽAzza verschanzte Terrorgruppen feuerten Raketen auf Wohnhäuser der Stadt Nubul im N von Aleppo, töteten sie zwei Einwohner verletzten 16 weitere, darunter Kinder, und beschädigten eine Reihe an Häusern.
(http://sana.sy/en/?p=118095, http://www.sana.sy/?p=659333)

SAA-Angehörige, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118092 und http://www.sana.sy/?p=659322 (Nach heftigen für die Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps verlustreichen Gefechten Befreiung von Sarḥâ al-Qabaliyya im NO-Rîf von Ḥamâ mit anschließender Verfolgung flüchtender Terroristen und Durchkämmen nach samt Entfernung und Entschärfung der vorgefundenen Minen und Sprengsätze. Während des Einsatzes der Kampfmittelbeseitiger im NO der Provinz  Sprengung von Tunneln der Terroristen im Dorf al-Ḥardâna, Zerstörung von Abschußvorrichtungen für Raketen, mit denen regelmäßig auf Salamiyya gezielt wurde,  wie von Depots mit Ersatzteilen für gepanzerte und Kampf-Fahrzeuge; in ʽUqairbât zudem Beseitigung eines Kommandozentrums mit zehn Artillerieanlagen und Unmengen an Sprengsätzen. Vereitelung von Angriffsversuchen großer Scharen von Terroristen auf einen Militärposten zum Schtz von Ḥarastâ im Rîf Dimašqin jener Gegend sind immer noch Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra  und  Ğaiš al-Islâm aktiv.)

Der russische Außenminister Sergei Lawrow machte auf einer Pressekonferenz in Moskau vom Di., 14.11.2017, bekannt, was während der russisch – US-amerikanischen Gespräche beim APEC-Gipfeltreffen in Vietnam kürzlich zu Syrien thematisiert worden war. Es ging demnach um nichts Spezifisches oder Details (Russia and the US „did not discuss specifically and in detail”),  sondern – schlüssigerweise – Grundsätzliches, nämlich die völkerrechtsbasierte Präsenz russischer und iranischer Militärs in Syrien auf Einladung der legitimen Regierung hin, was auf die US-Militärs gerade nicht zutreffe; die USA unterstützten zudem die bewaffneten gegen die Regierung kämpfenden Gruppen: „We state the fact of our and Iranian legitimate presence at the invitation of the legitimate govern­ment. We also state the fact of the illegitimate presence of the coalition that has been forged by the United States and which carries out military operations, including independent ones, primarily pro­viding support for the opposition armed groups on Syrian soil and in its airspace”. Zudem sei es um die Einrichtung einer De-Eskalationszone im SW Syriens im Beisein jordanischer Repräsentanten gegangen: „In particular, we discussed with the Americans a mechanism for the de-escalation zone’s ope­ration in Syria’s southwest”. Kürzliche  Aussagen von Mitarbeitern des US Department of State kommentierend, bemerkte der Außenamtschef  noch: „If one looks at who poses the biggest threat, it is the United States’ charges, specifically, various fo­reign terrorists and militants, who ‘cling’ to those armed opposition groups backed by the US.” Um Ziele bzgl. Syriens („goals on Syria”) sei es nicht gegangen. (http://sana.sy/en/?p=118140)
Andererseits lehnte die US-Seite das am 14.11.2017 wiederholte (vgl.u.) russische Angebot, zusammen den IS zu bekämpfen, vor allem in der Region östlich des Euphrats,  erneut ab. (https://sptnkne.ws/fXnQ)

Auf die Aussage von Pentagon-Chef  James Mattis vom Mo., 13.11.2017, gegenüber Journalisten hin, er denke nicht an einen baldigen Abzug der US-Truppen aus Syrien, stellte das Auswärtige Amt in Damaskus am 14.11.2017 zum wiederholten Mal klar  und unterstrich,  daß die Anwesenheit von US-Militär im Land ohne Billigung der legitimen Regierung wie ohne UN-Mandat dem Völkerrecht widerspreche und von der Landesregierung daher als Aggression eingestuft werde. Dazu hieß es von offizieller Seite: „The presence of the U.S. forces or any foreign military presence in Syria without the consent of the Syrian government constitutes an act of aggression and an attack on the sovereignty of the Syrian Arab Republic as well as a gross violation of the Chart and principles of the United Nations.” (http://sana.sy/en/?p=118132) –  Unmittelbar vor seinem Moskau-Besuch machte der türkische Staatspräsident Erdogan am Mo., 13.11.2017, bei einer Pressekonferenz deutlich, die USA unterhielten in der Region 13 Luftwaffenstützpunkte, allein in Syrien fünf.  Sie woll­ten sogar  einen sechsten errichten. Dann stellte auch er sich auf die Seite derer, die einen Abzug der US-Truppen aus Syrien fordern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33754-erdogan_usa_haben_f%C3%BCnf_luftwaffenbasen_in_syrien_eingerichtet) – Erdogan hat angesicht seiner Kritik allerdings außer Acht gelassen, daß sich seine Truppen in gleicher Weise illegal, also völkerrechtswidrig (vgl.u.) in Syrien aufhalten.
Sergei Lawrow, Chef im russischen Außenministerium kommentierte Mattis´ Aussage dahingehend: „Erst gestern habe ich die Erklärungen des Verteidigungsministers Mattis gehört, dass die USA aus Syrien nirgendwohin gehen, bis sie feststellen, dass der politische Prozess in eine richtige Richtung läuft.“ und ergänzte: „Für die richtige Richtung halten die USA bekanntlich sowieso den Regimewechsel. Obwohl sie keinen vorläufigen Rücktritt von Baschar al-Assad fordern. Dies alles verstößt gegen die Genfer Vereinbarungen, dies alles verstößt gegen jene Erklärungen seitens der Leitung des US-Außenministeriums, die ich nun zitiert habe, laut denen es das einzige US-Ziel in Syrien ist, gegen den Terrorismus zu kämpfen.“ Daher warte man in Moskau auf  eine offene, ehrliche und verständliche Erklärung seitens der US-Administration hierzu. (https://sptnkne.ws/fW6T)

Aus al-Bû Kamâl ungehindert fliehende IS-Kolonne, Quelle: Verteidigungsministerium Rußlands

Am 14.11.2017 veröffentlichte das Verteidigungsministerium in Moskau Beweismaterial inklusive Drohnenaufnahmen, welche zeigen, daß sich kilometerlange Kolonnen von IS-Transportern ungehindert aus dem Gebiet von al-Bû Kamâl in Richtung syrisch-irakischer Grenze bewegten.  Die US-geführte Koalition, die ihre – dennoch völkerrechtswidrige – Präsenz im Land immer wieder mit dem Kampf gegen den IS zu rechtfertigen versucht, griff diese Konvois nicht nur nicht an sondern hinderte sogar die russischen Kampffliegr daran, diese zu bekämpfen. Diese Vorgehensweise zeige erneut eine „direkten Unterstüt­zung“ für die Terrororganisation anstelle des nur „vorgegaukelten Kampfes“ gegen dieselbe, denn die „Amerikaner weigerten sich strikt dagegen, Luftangriffe gegen die Terroristen des Islamischen Staates zu führen.“  Zum Vorgang ist einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums en Detail zu entnehmen: „Die in der vergangenen Woche von den syrischen Regierungskräften zur Befreiung der Stadt Abu Kemal durchgeführte Operation, die mit Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte stattfand, hat Fakten ans Licht gebracht, die von einer direkten Kooperation und Unterstützung der IS-Terroristen durch die von den USA angeführten internationalen Koalition zeugen. Unweit von al-Bû Kamâl seien jedoch „Jets der Koalition in die Luft gestiegen, hätten den Abzug der IS-Kolonne gesichert und russische Kampfjets daran gehindert, die Terroristen unter Beschuß zu nehmen“, obwohl es zuvor ein Übereinkommen gegeben habe, daß  die US-geführte Koalition diese Flugzone meiden solle. „Diese Fakten sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Vereinigten Staaten, die der Weltgemein­schaft einen unversöhnlichen Kampf gegen den internationalen Terrorismus vorgaukeln, in Wirk­lichkeit die Abschirmung kampffähiger Einheiten des IS gewährleisten, um deren Kampffähigkeit wiederherzustellen, sie neu zu formieren und für die Förderung der US-Interessen im Nahen Osten auszunutzen„, hieß es aus dem russische Außenamt zum Vorfall.
Ferner sei eine false flagOperation seitens des US-Militärs geplant gewesen, indem sich im befreiten al-Bû Kamâl pro-amerikanische“ Kräfte zeigen sollten, die jedoch nicht Mitglieder der sog. Demokratischen Kräfte Syriens wären, sondern wieder die zuvor die Stadt besetzt haltenden Terroristen selbst. Für sie hätten die zuvor ausgezogenen IS-Milizen DKS-Flaggen in der Stadt hinterlassen. (http://sana.sy/en/?p=118104; s.a.  https://sptnkne.ws/fWyE für Zitate in Deutsch und https://sptnkne.ws/fW3M  für weitere Aufnahmen)
Aktualisierung: Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums hatte die Veröffentlichung der Erklärung teils falsch bebildert (s. #RusMoD). Gegen ihn laufen bereits Ermittlungen. Das Amt hat inzwischen auf seiner offiziellen Webseite die korrekte Bebilderung eingestellt. In der neuerlichen Erklärung heißt es zudem: „Die Weigerung des US-Kommandos, Ko­lonnen der IS-Terroristen, die Abu Kamal verließen, am 9. November anzugreifen, ist eine objektive Tatsache, die von aufgezeichneten Gesprächen belegt wird.“ (https://sptnkne.ws/fWDa)

Außenminister Sergei Lawrow wies in der Folge bzgl. der größten Gefahr in Syrien darauf hin: „Wenn man sich ansieht, wer die größte Gefahr darstellt, so sind es Schützlinge der USA, ver­schie­dene ausländische Terroristen, Kämpfer, die sich den bewaffneten Oppositionsgruppen anbiedern, die die USA unterstützen.“ Die eindeutige Hilfeleistung im Raum al-Bû Kamâl sei zudem nicht die erste, sondern stehe in einer Reihe ähnlicher Vorfälle. Geschont habe die US-geführte Koalition die flüchtenden IS-Terroristen bereits z.B. nach der Rückeroberung von ar-Raqqa und Mossul im Irak, wo den IS-Kämpfern die „Pforten“ [sichere Korridore, vgl.u.!] geöffnet wurden, durch die diese flüchten konnten.  (http://sana.sy/en/?p=118140, https://sptnkne.ws/fW6g für Zitate in Deutsch)

Amerikanische Aktivisten empfangen vom Gesundheitsminister, Photo: SANA

Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî empfing am Mo., 13.11.2017, eine Delegation amerikanischer Aktivisten unter Leitung von Marcus Southworth von der Second Qum­ran Foundation in Damaskus. Sie erklärten sich mit der immer noch von der US-Administration gegen Syrien verfolgten Agenda nicht einverstanden. Um diese zu durchbrechen müsse die von den Massenmedien geschaffene, falsche, öffentlich gemachte Meinung über die wahren Zustände in Syrien propagiert werden. Die Aktivisten aus den Bereichen Medizin, Recht, dem sozialen und politischen Feld aus den USA und Mexiko wollen fünf Tage im Land bleiben.
Southworth bedauerte ausdrücklich die Fabrizierte, falsche Einstellung in seinem Heimatland gegenüber Syrien im Gespräch mit Dr. Yâziğî. dieser könne man nur mit der Wahrheit begegnen, daher habe er hierzu auch eine Webseite eingerichtet. Er und seine Begleiter sollten sich vor Ort selbst ihre Meinung bilden und diese zu Hause verbreiten wie die ungerechtfertigterweise gegen Syrien verhängten, einseitigen Zwangsmaßnahmen (Sanktionen, Näheres dazu s. Teil IIITeil IV] beseitigen zu helfen, die der Bevölkerung so sehr zusetzten.
Auch die begleitenden Aktivisten vertraten jene Standpunkte und stellten in Aussicht, durch persönliche Kontakte, die Medien, das Bildungswesen und Medizineraustausch zu einem Meinungsumschwung in den USA verhelfen zu wollen. Die Mediziner äußerten sich besonders bezüglich der medizinischen Errungenschaften in Syrien insbesondere unter den erschwerten Kriegsbedingungen sehr anerkennend [darüber war die Jahre über bei SANA ebenfalls berichtet worden, darunter aufsehenerregende Operationen und Behandlungserfolge].
Dr. Nizâr Yâziğî seinerseits wies auf die Engpässe im medizinischen Sektor infolge der erwähnten Sanktionen hin die z.B. Einrichtungen wie Computertomographen, Dialyse-Geräte, Ambulanzen und edikamente wie Impfstoffe beträfen. (http://sana.sy/en/?p=118043)

Für den Parlamentarier Muhannad al-Ḥâğ ʽAlî baut die gemeinsame Erklärung der Präsidenten Rußlands und der USA zu Syrien am Rande des APEC-Gipfeltreffens (vgl.u.) den USA eine „goldene Brücke“ für den Abzug – ihrer sich im Land völkerrechtswidrig aufhaltenden Militärs (dazu s.u.) – aus Syrien unter Wahrung des Gesichts, wie er im Sputnik-Interview vom 13.11.2017 ausführte. Er äußerte: „Russland hat den USA einen Rettungsring zugeworfen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Syrien zu verlassen, ohne dabei eine vernichtende Niederlage zu er­leiden, und zugleich das Gesicht maximal zu retten, wo sie sich doch als Großmacht positionieren“. Zur Positionierung der syrischen Kurden bemerkte er: „Man muss begreifen, dass bei Weitem nicht alle Kurden eine Abtrennung anstreben. Sie müssen von jenen unterschieden werden, die der Regierung gegenüber die Treue be­wahren.“ (https://sptnkne.ws/fWfm)

SAA, Quelle: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=118031 und http://www.sana.sy/?p=658892 (Während der Operation zur Auslöschung der verbliebenen Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten Befreiung der Dörfer Abû al-Ġar, 90km,  wie al-Ḥasnâwî im NO-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung einer großen Anzahl der Terroristen; der Rest floh unter Zurücklassung des gesamten militärischen Equipments und ihrer Gefechtstoten*; anschließend teils Verfolgung dieser Extremisten teils Säuberung  der verminten und mit Sprengsätzen versehenen Gegend durch den Kampfmittelräumdienst; zudem weiteres Vorrücken  auf ar-Rahğân im O der Provinzhauptstadt zu; unter den Dutzenden von getöteter Terroristen wurden Abû Nûfal al-Ḫâlidî, Maḫlaṯ al-Ḥamâd und ʽUmar Ğamâl al-Ğumʽa identifiziert wie auch der Vorgesetzte der sog. Elitekämpfer  von Ğabhatu_n-Nuṣra namens Abû ʽUṯmân Ašdâ´.)- *Zur Bedeutung s.u., Gefechtsbericht vom 4.9.2017!

Terroranschläge vom 13.11.2017:
Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen griffen vom Dorf Qalʽat al-Maḍîq, 50km im NW von Ḥamâ gelegen,   die Wohngebiete von  Salḥab mit Raketen an, verletzten damit zwei Kinder und zwei Erwachsene und fügten der Infrastruktur wie privatem und öffentlichem Eigentum erhebliche Schäden zu.  (http://sana.sy/en/?p=118073)

Französische Delegation in Aleppo, Photo: SANA

Eine französische Delegation aus Intellektuellen, Forschern und Medienleuten, die schon einige Zeit in Syrien zu Gast ist, besuchte am 12.11.2017 auch Aleppo. Fâḍil Nağâr, der Sekretär des aleppiner Zweigs der Baʽṯ-Partei, informierte die Gruppe über das Ausmaß der von den Terroristen verursachten Schäden an wertvoller Bausubstanz und der Infrastruktur,  die Ausplünderung der Fabriken und den Mißbrauch der Schulen für die Indoktrinierung der Kinder mit der Takfîr-Ideologie [d.h. wahhâbitischer Prägung]. Durch die ständigen Angriffe der Terroristen mittels Mörsergranaten und Raketen seien über 11.000 Bewohner getötet worden. Der Kampf gegen die Terroristen habe die Bevölkerung und die Armee, die sich sozusagen im selben Schützengraben befanden, richtiggehend zusammengeschweißt. Die Gäste erklärten ihre Bereitschaft, aufgrund eigener Erfahrungen vor Ort die Bevölkerung zu Hause über die wirkliche Situation in Syrien zu informieren, da in Frankreich die Massenmedien diese verzerrt darstellten. Auch seien sie generell gegen die kriegerische Einmischung ihres Landes in die Belange Syriens seit Beginn der aufgrund der Terroraktionen hervorgerufenen Krise gewesen. Auch würden sie sich für die Aufhebung der ungerechten gegen Syrien verhängten Sanktionen einsetzen. (http://www.sana.sy/?p=658337, www.sana.sy/en/?p=117880; s.a. http://sana.sy/en/?p=117922, http://www.sana.sy/?p=658161)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117925 und http://www.sana.sy/?p=658409 (In der Provinz Dair az-Zaur Vernichtung von etlichen IS-Fortifikationen und teils motorisierten IS-Trupps durch gezielte SAAF-Einsätze im W-Rîf von al-Bû Kamâl; unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden auch die Anführer Hânî aṯ-Ṯalğî, Abû Munḏir aš-Šîšânî und Abû Muḥammad aṣ-Ṣâfî identifiziert; weitere Verfolgung und Beseitigung von IS-Terroristen im Gebiet von Ḥuwaiğa Qâṭiʽ. Gemäß einheimischen Quellen flüchtete eine neue IS-Gruppe aus dem Dorf az-Zar.)

Auswärtiges Amt – Damaskus, Photo: SANA

Infolge des neuerlichen Bombardements der US-geführten Koalition mit zivilen Opfern vom 11.11.2017 (vgl.u.) beschwerte sich das Außenamt am 12.11.2017 zum wiederholten Mal (zuletzt erst am 24.10.2017, s.u.) mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gegen dieses völkerrechtswidrige Vorgehen dieser Koalition und deren auf diese Art begangenen Kriegsverbrechen wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der UN-Sicherheitsrat müsse endlich seiner Verpflichtung zur Friedenssicherung nachkommen und solche Angriffe stoppen bzw. weiteren verbeugen. Es sei nicht hinnehmbar, daß sich Mitgliedsstaaten sogar des UNSC angeblich für Menschenrechte und gegen Kriegsverbrechen aussprächen, sie selbst aber begängen und dies mit Stillschweigen übergingen. Syrien verurteile diese Vorgehensweisen auf das Schärfste. (http://sana.sy/en/?p=117931)

Terroranschlag vom 12.11.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten bewaffnete terroristische Gruppen am Morgen von Ost-al-Ġûṭa aus den damaszener Stadtteil az-Zablaṭânî, verletzten dadurch drei Personen und richteten materielle Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum an. (http://sana.sy/en/?p=117902, http://www.sana.sy/?p=658382)

Präsidenten Putin und Trump beim APEC-Gipfeltreffen in Da Nang, Photo: SANA

Am Rand des diesjährigen Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Da Nang/Vietnam kamen die beiden Präsidenten Wladimir Putin von Rußland und Donald Trump von den USA zusammen und gaben am 11.11.2017 gemeinsam ein Statement wie eine Erklärung zu Syrien ab, die jeweils zuvor von Experten erarbeitet und von den beiden Außenministern Sergei Lawrow und Rex Tillerson geprüft worden waren. Darin wiederholten sie ihre Verpflichtung gegenüber der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität Syriens gemäß der UNSC-Resolution Nr.2254 vom 18.12.2015 (s. Teil VI). Alle syrischen Parteien riefen sie zudem zur effektiven Teilnahme am politischen Prozeß mittels der Genfer Konferenz-Treffen auf, da für eine Lösung der Krise in Syrien nur eine politische Lösung in Frage komme. Allerdings müsse auch der Kampf gegen den Terrorismus (IS) bis zu dessen vollständiger Eliminierung fortgeführt werden.  Ebenso stellten beide die Notwendigkeit heraus, das Leiden der syrischen Bevölkerung zu lindern, hierzu sollten die UNSC-Mitglieder in den kommenden Monaten sich verstärkt für die humanitären Hilfe einsetzen. Die bereits existierenden Kommunikationskanäle sollen beibehalten werden, um gefährliche Zwischenfäll im Nahen Osten zu vermeiden. Auch wurde die Notwendigkeit des Schutzes der De-Eskalationszonen in Syrien betont und die Einrichtung einer weiteren im SW des Landes wurde diskutiert. (http://sana.sy/en/?p=117784) – Diese Position, die übrigens gänzlich mit der der syrischen Regierung übereinstimmt (vgl.u.), zeigt erneut, daß sich bzgl. der grundsätzlichen Punkte der Beilegung der Syrien-Krise die Präsidenten beider Großmächte einig sind. Hingegen wurde die Gegensätzlichkeit der Einstellungen von Präsident Trump zu denen der überkommenen Teile der US-Adminitration schon mehrfach angesprochen. Letzerer sind offenbar diejenigen Probleme geschuldet, die in Syrien aufgetaucht und von der russischen Administration kritisiert worden sind (dazu vgl.u.), wie die völkerrechtswidrig eingerichteten US-Militärbasen und die Tätigkeit der US-geführten Koalition in Syrien überhaupt, die miserable Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân etc. pp., die zwischen den Zeilen aus der Erklärung herauszulesen sind. Hinsichtlich der „effektiven Teilnahme am politischen Prozeß“ ist auf die diesen bislang unterminierende Tätigkeit der sog. ar-Riyâd-Oppositionsgruppe bzw. HNC hinzuweisen (vgl.u.).

Terroranschlag vom 11.11.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen am Nachmittag im Bereich der Bait Ğin-Farm verschanzte bewaffnete Gruppen mit Raketen das Dorf  Ḥarfâ im südlichen Rîf Dimašq, verletzten so drei Bewohner und fügten Häusern und weiterem Privateigentum Schäden zu. (http://sana.sy/en/?p=117867)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Die US-geführte Koalition bombardierte Wohnareale des Dorfes ad-Duʽaiğî auf dem Tal aš-Šâyir im Umland von Dair az-Zaur. Eine Kampfdrohne traf zudem  ein Fahrzeug, in dem Rettungssanitäter Verwundete des Bombardements zur medizinischen Versorgung zu transportieren suchten. Dadurch wurden mehr als zehn Personen getötet, viele weitere verletzt und Wohnhäuser wie weiteres Privatgut massiv beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=117871)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117810 und http://www.sana.sy/?p=657977 (Vereitelung von Angriffen der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierter Terroristen auf etliche Militärposten zum Schutz des – schon oft von Terroristen angegriffenen (s.u.) –  Elektrizitätswerks von Maḥarda, 25km im N von Ḥamâ, wobei viele der Terroristen getötet oder verletzt wurden, während der Rest die Flucht ergriff unter Zurücklassung der Bewaffnung. – Die im Grenzgebiet der Provinzen Ḥamâ und Idlib ihr Unwesen treibenden  Terroristen unter dem Oberbefehl von Ğabhatu_n-Nuṣra seien überwiegend ausländische Söldner, die über die Türkei im Lauf der Jahre hätten einsickern können.  Die Luftwaffe (SAAF) führte eine Reihe präziser erfolgreicher Angriffe auf Fortifikationen und Nachschubrouten von Ğabhatu_n-Nuṣra im SO-Rîf von Aleppo im Bereich von Ramla und Rasm al-Kabâra und im SW von Ḫanâṣir aus, was beiden Terroristen zu schweren Verlusten auch an Maschinengewehr bestückten Kampfwagen führte.)

Ğihâd-Mobil, Quelle Reuter

Auf die vermehrten Angriffe durch Suizidattentäter vor allem auch an den verschiedenen Fronten wies Rußlands Verteidigungsminister Schoigu am Fr., 10.11.2017, während einer Sitzung mit Vertretern des Verteidigungsministeriums Weißrußlands in Moskau hin. Mit sog. Ğihâd– (Dschihad)-Mobilen oder Motorrädern durchbrächen sie oftmals die Front­linie und sprengen sich in die Luft. Vor allem komme es angesichts der Siege der SAA zu Verzweiflungstaten: „je kleiner das von den Extremisten kontrollierte Territorium wird, desto größer ist die Anzahl der An­griffe von Selbstmordattentätern.“ Er versicherte: „Ihre Anzahl ist um ein Vielfaches ge­stiegen. Es gibt Tage, wo sich ihre Anzahl auf 16 bis 18 täglich erhöht. Das sind nur jene, die ohne Technik agieren. Die Anzahl jener, die mit Technik, mit Panzertechnik wirken, erreicht bis zu acht Autos täglich an verschiedenen Frontabschnitten.“ Allerdings klärte er darüber auf: „Hier sind aber speziell gebildete Gruppen im Einsatz, die effizient dagegen kämpfen.“ Zudem machte er deutlich: „Bedauerlicherweise sind beträchtliche Flächen vermint.“ (https://sptnkne.ws/fUTf) – S.a. So radiert syrische Armee Dschihad-Mobile aus – VIDEO.

Während der Sitzung der UN-Generalversammlung zum Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vom Fr., 10.11.2017,  betonte der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, die Entwicklung des Atomarsenals sei eine Herausforderung für die heutige Welt. Die Nichtverbreitung von Atomwaffen habe Priorität für sein Land Syrien, das deshalb dem Vertrag hierzu (Atomwaffensperrvertrag, Englisch: Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, kurz: NPT) schon im Gründungsjahr 1968 beigetreten sei zu einer Zeit, als die meisten EU-Staaten, die heutzutage so täten, als würden sie sich über den Sachverhalt so sehr sorgen, nicht dazu bereit waren. Dabei besäßen einige dieser Staaten, darunter NATO-Staaten wie auch die Türkei, entgegen dem Vertragsinhalt Atomwaffen.  Im Nahen Osten gehöre nur Israel zu den vier Nichtunterzeichnerstaaten. Syrien habe im Jahr 2003 dem UN-Sicherheitsrat (UNSC) einen Vorschlag dahingehend unterbreitet,  den Nahen Osten [als jahrzehntelangem Konfliktherd] zu einer atom- und massenvernichtungswaffenfreien Zone zu machen. Dies sei durch die US-Regierung verhindert worden, die drohte, ihr Veto gegen einen solchen Vorschlag zu erklären. Das zeige doch, wie wenig es westlichen Regierungenentgegen den vorgebrachten Erklärungen tatsächlich darum gehe,  Nahost frei von diesen Waffen zu bekommen. Doch nicht nur das, westliche Staaten rüsteten Israel geradezu mit Waffen, auch Atomwaffen und dem zugehörigen know how auf. Die BRD habe z.B. mehrere atomwaffenfähige U-Boote Israel fast kostenlos zur Verfügung gestellt. Immer wieder haben  westliche Regierungen versucht, Israel von der Kontrolle der Atomüberwachungsbehörde (IAEA) auszunehmen, indem dessen Waffen nicht Gegenstand der Überprüfungskonferenzen 2010, 2012 und 2015 waren.
Zudem habe der UNSC nicht den israelischen Angriff von 2007 auf Syrien verurteilt und Israel weigere sich bislang erfolgreich, mit dem IAEA zusammenzuarbeiten, um die mögliche Kontamination durch die israelischen Raketen zu untersuchen bzw. das verwendete Material, um die Angriffsziele zu zerstören. Die grundsätzliche Weigerung der israelischen  Regierung zur Kooperation mit den Inspektoren der IAEA trotz Weiterentwicklung ihres Atomwaffenarsenals jenseits irgendwelcher internationaler Überwachungstätigkeit und ihre Ablehnung jeglicher Forderung danach, den Nahen Osten frei von Atom- und Massenvernichtungswaffen zu gestalten, unterminiere die Integrität des NPT und stelle eine Bedrohung der Sicherheit und Stabilität  dieser Region dar.  (http://sana.sy/en/?p=117769)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117650 und  http://www.sana.sy/?p=657369 (Im SO-Rîf von Aleppo erkämpfte sich die Streitkräfte in heftigen, für die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra vernichtenden Gefechten Kontrolle über den Ort ar-Râšadiyya zurück und beseitigten die letzten Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen und Schlupfnester der Gegend. Gleich im Anschluß erfolgte das Durchkämmen des Areals  seitens der Kampfmittelbeseitigungsmannschaften.)

23. Weltklimakonferenz, syrische Delegation, Photo: SANA

Die 23. Weltklimakonferenz in Bonn (COP23, Englisch: 23rd Conference of States Parties to the United Nations Convention on Climate Change) fand dieses Jahr unter Beteiligung Syriens statt, dessen Regierung am 26.10.2017 bereits den Beitritt zum Pariser Klimaabkommen ratifiziert hat. Delegationsleiter war Ing. Waḍâḥ Qaṭmâwî, der Vize-Minister für lokale Verwaltung und Umwelt. Der Minister dieses Ressorts, Ing. Ḥussain Maḫlûf, unterstrich, daß Syrien in Hinsicht Umweltschutz selbst schon Projekte lanciert habe, aber durch den Beitritt von der technisch-materiellen Unterstützung und dem Know-how profitieren könne und diese Hilfe bei der Umsetzung der eigenen Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz positiv beitragen wie zur Einhaltung der Verpflichtungen aufgrund dieses Abkommens. (http://sana.sy/en/?p=117633, http://www.sana.sy/?p=657123 vom 9.11.2017) – Die Beitrittserklärung ist für Syrien ganz offensichtlich keine bloße Formsache, da die Regierung wie private Aktionsgruppen in den letzten Jahren – und zwar trotz der Kriegssituation! – schon viele Projekte bzgl. Umweltschutz verwirklicht haben. Darüber war bei SANA immer wieder zu lesen.

Erklärung zur Befreiung, Photo: SANA

Am 9.11.2017 erklärte der Sprecher des Obersten Armee-Kommandos die vollständige Befreiung  der Stadt al-Bû Kamâl am Euphrat in der Provinz Dair az-Zaur, dem letzten großen IS-Stützpunkt im Osten des Landes. Dazu äußerte der Sprecher kommentierend: „The liberation of the city is of great importance since it represents an announcement of the fall of ISIS terrorist organization project in the region, in general, and a collapse of the illusions of its sponsors and supporters to divide it.” Dieser Sieg biete die Grundlage für die endgültige Austilgung der Terrorgruppen auf syrischem Territorium, wie auch immer sie sich nennten. In den heftigen Gefechten sei eine große Anzahl an Terroristen getötet worden einschließlich deren Führern. Während die Kampfmittelbeseitiger sofort ihre Arbeit begannen hätten Armeekräfte noch die fliehenden IS-Anhänger verfolgt, die in alle Richtungen davonstoben, um in der die Auenlandschaft des Euphrats umgebenden großen Geröllwüste (al-Bâdiyya) deren Schlupflöcher zu eliminieren. Al-Bû Kamâl sei in den letzten Monaten Flächenbombardements der US-geführten Koalition ausgesetzt gewesen, die trotz der Vorgabe, gegen IS-Positionen vorzugehen, im Wesentlichen Brücken, Wohngebäude und Infrastruktur zerstört hätten. Dagegen hätten sich die Streitkräfte der beiden brüderlichen Länder, Syriens und des Iraks, an der Grenze getroffen und die jene überquerenden Straßen  unter Kontrolle gebracht. Zuvor schon habe das Zusammenwirken beider das bis dahin ungehinderte und durch die US-geführte Koalition geduldete, respektive geförderte  Überqueren dieser beendet. Zuletzt dankte der Kommandant den unterstützenden alliierten Kräften und gedachte der tapferen Kämpfer und den Gefallenen in ihren Reihen, die den ausländischen Plan der Zerstörung von Syriens territorialer Integrität und Sicherheit vereitelt hätten. (http://sana.sy/en/?p=117602, http://www.sana.sy/?p=656841) – Mit dem angesprochenen Plan wird auf den Yinon-Plan bzw. den der Balkanisierung  angespielt (vgl. u., besonders Teil IV).

Mit al-Bû Kamâl im Rîf von Dair az-Zaur an der Grenze zum Irak  ist in der Nacht vom 8. zum 9.11.2017 die letzte große Zufluchtsstätte des IS gefallen und die Stadt befreit worden. Näheres demnächst!

SAA-Siegesstimmung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.112017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117480, http://sana.sy/en/?p=117537, http://www.sana.sy/?p=656290 und http://www.sana.sy/?p=656692 (Im weiteren Vormarsch der SAA mit alliierten Streitkräften gen Grenze zum Irak erfolgte das Zusammentreffen mit den entgegenkommenden, verbündeten irakischen  Streitkontingenten; gemeinsam wurde die Gegend von verbliebenen IS-Stellungen und –Fortifikationen gesäubert in einer Ausdehnung von der 2. Station und al-Baʽâğât in Syrien bis al-ʽÂkâšât im Irak; nach Einmarsch in al-Bû Kamâl und anschließender  zunehmender Einkesselung  der IS-Nester darin folgte die Befreiung dieses letzten großen IS-Stützpunkts im Osten des Landes, ca. 140km im SO von Dair az-Zaur, nach harten, für den Feind vernichtenden Gefechten; damit wurde der Weg geebnet für die Ausmerzung sämtlicher Terroristen-Standorte und -Ansammlungen in der Gegend; sodann Verfolgung der überlebenden fliehenden IS-Extremisten und anschließender Beginn der Arbeit der Kampfmittelbeseitigungseinheiten. Im Ost-Umland von Ḥamâ Befreiung von Balîl nach Zerstörung der Schlupfwinkel und Verbarrikadierungen von Ğabhatu_n-Nuṣra zusammen mit den unterstützenden Kräften und der Artillerie; anschließend Aufspüren und Entfernen der Minen und Sprengfallen durch die Bombenräumkommandos.
Zusammenfassung der großangelegten Operation im NO-Rîf von Ḥamâ seit dem 25.10.2017 durch einen SAA-Feldkommandeur:
.Zunächst Beseitigung der befestigten Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf eine Länge von 30km entlang der Autobahn ḤamâAleppo bis einschließlich Aṯriyâ und aš-Šaiḫ Hilâl  im N; unter Deckung der SAAF Vernichtung der Kommandozentren der Extremisten samt der aus Idlib zu deren Unterstützung kommenden Konvois aus Kampfwagen, wobei einer davon von al-Buwaidar aus (60km nördlich von as-Saʽn) acht schwere Panzertransporter beinhaltete;  dann weiteres Vorrücken via dreier Stoßrichtungen: einmal vom Areal  zwischen aš-Ša­ḥâṭiyya und Ḫirba Rasm al-Aḥmar im NW von Aṯriyâ aus, den von Rasm aṣ-Ṣawân im N von aš-Šaiḫ Hilâl her und dann mittig im Bereich Ğawîʽad unter Beifügung heftiger Verluste dem Feind gegenüber; während dessen Befreiung einer Reihe von  (teils schon erwähnten) Orte, darunter: ḥâṭiyya, Ğab al-Abyaḍ, Ğab al-Ğamlân, Rasm Miyâl, Rasm aṣ-Ṣawân, Ḫirba Rasm al-Aḥmar, Rasm ar-Raḥrâḥa, al-Ḫafiyya, der al-Mašrafa-Farmen, Abû Lafa, Muraiqib al-Ğama­lâna, Wâdî az-Zar­zûb, al-Artuwâziyya, Ğawîʽad, Šam al-Hawâ und zuletzt am Abend des Vortags Sarḥa, einen der größten Stützpunkte von Ğa­bhatu_n-Nuṣra nach ar-Raḥğân;  und Sicherung der Autobahn von östlich von as-Saʽn bis Aṯriyâ nach Eliminierung von mehr als 100 Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra mitsamt deren mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen; beim Durchsuchen des Geländes und Entschärfung vieler hinterlassener Minen und Sprengsätze Entdeckung eines Feldhospitals der Terroristen.)
Ergänzend ist von southfront.org zu erfahren, daß bei der Operation auf der syrischen Seite die SAA, National Defense Forces, wie die Ḥizbullâh mit russischer Luftunterstützung kämpften, gleichzeitig auf der irakischen Seite der Grenze von al-Qâ´im her die Armee, eine Unterabteilung der Iraqi Popular Mobilization Units mit Unterstützung iranischer Militärberater. Zurückerobert wurde auch das westlich der Stadt gelegene Ölfeld. (https://southfront.org/syria-war-report-november-9-2017-government-forces-liberate-al-bukamal-isis/ mit Karte!)

Terroranschläge vom 8.11.2017:
In Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte bewaffnete Gruppen attackierten wie schon in den letzten Tagen (s.u.) erneut im Verstoß gegen die Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen  Stadtteile und Vororte von Damaskus mit Salven von Raketen und Mörsergranaten im Fall von Kaškûl. In der al-Assad-Vorstadt wurde eine Person verletzt und Sachschäden verursacht; Häuser wurden in den damaszener Stadtteilen Kaškûl, al-ʽAbbâsiyîn und der Vorstadt Ğaramânâ beschädigt, im Stadtteil aš-Šâġûr wurden zwei Kinder verletzt und die al-Aḥmar-Moschee getroffen. (http://sana.sy/en/?p=117513, http://www.sana.sy/?p=656470)

Saʿd al-Ḥarīrī, Quelle: thestar.com

Aufgrund der am Sa., 4.11.2017, durch Saʿd al-Ḥarīrī (Saad Hariri) während seines Besuchs in Saudi-Arabien nach Gesprächen mit dessen König und weiteren einflußreichen Personen, noch dazu via ausländischem (in Dubai stationierten) Sender al-ʽArabiyya, getätigten Rücktrittserklärung als Ministerpräsident des Libanon ist die Nahostregion zusätzlich in Aufregung geraten. Dies umso mehr, als sich gerade eine Stabilisierung in dem krisengeschüttelten Land abzeichnete, eine handlungsfähige Regierung zustande gekommen war und zuvor in der syrisch-libanesischen Grenzregion der IS und andere Terroristen erfolgreich durch die Armeen beider Länder mit effektiver Unterstützung der Ḥizbullâh-Kämpfer ausgemerzt worden waren. Vor diesem Hintergrund erklärte die Präsidentenberaterin, Frau Dr. Buṯaina Šaʽbân, am 8.11.2017, man könne hierin, „Bemühungen Saudi Arabiens, Angst und Schrecken zu verbreiten“ erkennen, die ebenso von israelischer Seite zu hören seien. [Etliche Angriffe seitens des israelischen Militärs der letzten Zeit waren damit „gerechtfertigt“ worden, es würden Ḥizbullâh –Stellungen auf syrischem Terrain beschossen (dazu vgl.u.)]. Mit dieser negativen Einflußnahme auf die inneren Angelegenheiten des Libanon werde die Stabilität dieses Landes untergra­ben, was auch für die ganze Region negative Auswirkungen habe.
Nach den Gesprächen in ar-Riyāḍ hatte Saʿd al-Ḥarīrī in seiner Ansprache erklärt, er „fühle“ sich bedroht. Dagegen hatten libanesischen Geheimdienste versichert, daß keine Bedrohung gegen den  Ministerpräsidenten vorliege. (http://parstoday.com/de/news/world-i33661-syrien_wird_keine_angriffe_auf_hisbollah_erlauben)
Als Doppelstaatler mit saudischer und libanesischer Staatsbürgerschaft hat Saʿd al-Ḥarīrī in Saudi-Arabien keinen Anspruch auf  diplomati­sche Immunität. Zudem ist er als uneheliches Kind mit dem saudischen ʽAbdallâh-Clan und damit dem saudischen Königshaus verbunden und schuldet der saudischen Regierung derzeit persönlich 4 Mrd. US-$! (http://www.voltairenet.org/article198662.html, http://www.voltairenet.org/article198674.html)
Zum Hintergrund bzgl. des Libanon s. http://www.voltairenet.org/article198443.html, http://www.sana.sy/?p=654013, http://www.sana.sy/?p=654600, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33608-hisbollah_generalsekret%C3%A4r_r%C3%BCcktritt_hariris_von_saudi_arabien_diktiert, https://de.rt.com/1ah5, http://parstoday.com/de/news/world-i33642-nach_hariri_r%C3%BCcktritt_israel_mit_saudi_arabien_einig_%C3%BCber_libanesische_hisbollah.
Inzwischen hat die französische Regierung interveniert und die Freistellung von Saʿd al-Ḥarīrī gefordert, da er nicht zu errreichen sei. Al-Ḥarīrī befindet sich derzeit im Ritz Hotel von ar-Riyāḍ, wo auch  viele andere während der Palastrevolution vor wenigen Tagen Verhaftete (Mitglieder der Königsfamilie) untergebracht sind. Auch die Rücktrittserklärung, die er vorlas (!), war von diesem Hotel aus im Beisein des Saudi-Kronprinzen erfolgt. (http://www.voltairenet.org/article198674.html)
Die bisherige Darlegung bekräftigend äußerte sich Dr. Robert Fisk im Artikel vom 9.10.2017 mit dem Titel  Saad Hariri’s resignation as Prime Minister of Lebanon is not all it seems (http://www.independent.co.uk/voices/lebanon-prime-minister-saad-hariri-resignation-not-all-seems-quits-resigns-surprise-saudi-arabia-a8045636.html). Darin erwähnt der Autor zudem, al-Ḥarīrī sei durch einen dringlichen Anruf nach ar-Riyāḍ gelockt worden. Außerdem befinde sich derzeit auch seine Familie dort. Flöge er demnach alleine in den Libanon zurück, wäre er über die Familie weiterhin erpreßbar.

Rückkehr nach Dair az-Zaur, Photo: SANA

Wie schon kürzlich bzgl. des IS-Attentats vom 5.11.2017 (s.u.) angeklungen, kehren die Bewohner der zuvor noch vom IS kontrollierten Stadtteile von Dair az-Zaur wie im Umland der Provinzhauptstadt wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurück, nachdem die SAA in den entsprechenden Gebieten Minen, Sprengsätze,  Barrikaden der Terroristen etc. entfernt und für Sicherheit gesorgt hat.  Transportunternahmen haben hierfür Reisebusse zur Verfügung gestellt sogar von Damaskus aus. Die Verbindungsstraßen seien gesichert durch Militär- und Polizeiposten entlang derselben. (http://sana.sy/en/?p=117418, Video in: http://sana.sy/en/?p=117479 jeweils vom 8.11.2017) – Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân hatte im Interview  mit al-Mayâdîn TV am Vortag  schon darauf hingeweisen, daß der Wiederaufbau von Aleppo und Ḥom bereits im vollen Gange sei.   Ar-Raqqa sei durch die US-geführte Koalition dagegen vollkommen zerstört worden, worüber die internationalen Mainstream-Medien jedoch schwiegen. (http://sana.sy/en/?p=117466)

Edmond Mulet, Photo: SANA

Nach Mitteilung von Edmond Mulet, dem Leiter des Gemeinsa­men Mechanismus der OPCW und der UNO (auch: OPCW-UN Joint Investigative Mechanism, kurz: JIM, vgl.u.!), gegenüber RIA Novosti wurden die Mitarbeiter hinsichtlich der Untersuchung des Giftgasvorfalls von Ḫân Šaiḫûn tatsächlich von gewisser Seite aus dem Kreis der UNSC-Mitgliedsländer  unter Druck gesetzt, dahingehend wie sie vorzugehen und welche Ergebnisse sie zu liefern hätten, was die Vorwürfe seitens der syrischen wie russischen Regierung gegen den Bericht vom 26.10.2017 (s.u.) untermauert. So äußerte Mulet: „Mit Bedauern muss ich sagen, dass dieser Fall sehr politisiert ist, obwohl es nicht so sein sollte.“ Er setzte hinzu: „We are pulled from one side and then from the other, telling us how to do our business. If you don’t do it this way you have no credibility, if you don’t follow our instructions because we are a member of the P5 [d.h. eines der fünf permanenten UNSC-Mitglieder] then we will not accept your conclusions.”  Demgegenüber erklärte Mulet: „Ich sage bereits seit langem allen: Die Wissenschaft sagt selbst alles.“  Er trete dafür ein, daß die Regierungen zusammen gegen den Einsatz von C-Waffen vorgehend sollten, statt die Thematik zur Durchsetzung der eigenen politischen Ziele zu benutzen. (http://sana.sy/en/?p=117497, s.a. https://sptnkne.ws/fT8D für Zitate in Deutsch) – Sowohl die syrische wie die russische Regierung pochen seit dem Vorfall auf einer allen wissenschaftlichen Kriterien entsprechenden, objektiven Untersuchung, die bislang noch nicht erfolgt ist. Zur Auseinandersetzung im Einzelnen s.u.!
Erneut wandten sich das Auswärtige Amt in Damaskus am 6.11.2017 mit zwei identischen an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gerichteten Schreiben (http://sana.sy/en/?p=117401, http://www.sana.sy/?p=655807) wie auch der ständige UN-Gesandte, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, in New York am 7.11.2017 (http://sana.sy/en/?p=117436) gegen die falschen, widersprüchlichen, auf unwissenschaftliche Weise gewonnenen Inhalte des JIM-Berichts vom 26.10.2017 zum Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn wie die besondere Rolle der White Helmets [zur Einordnung dieser s.u. und besonders Teil V] und von Ğabhatu_n-Nuṣra darin in jeweils umfangreichen und detaillierten Darlegungen. Ebenso kritisierte das Außenamt die auf den falschen JIM-Darstellungen beruhende, jüngst vom französischen Außenminister geäußerte, jedoch faktenwidrige, aber ostinatohaft wiederholte Beschuldigung gegen Syrien. – Beide Artikel sind sehr lesenswert. Da der Sachverhalt jedoch schon vielfach dargelegt worden ist (s..u. bzgl. der relevanten Stichworte!), muß an dieser Stelle auf eine neuerliche Übersetzung der letzten beiden Schriftstücke leider verzichtet und auf die bisherigen verwiesen werden.

Chemische Kampfstoffe, Photo: SANA

Präsident Putin zeigte sich während der Sitzung der russischen Kommission für militärische Zusammenarbeit am Di., 7.11.2017, besorgt  darüber, daß sich die Terroristen via sog. bewaffneter gemäßigter Opposition [MAO; zur Einordnung s.u. bzw. s. ab Teil II!] bewaffneten. Dagegen sei die jetzige Bekämpfung des Terrorismus [von gewisser Seite] kein realer Kampf, sondern nur ein Schau­spiel. „Wir sind Zeuge von dunklen Konzepten zu Waffenlieferungen an Länder und Regionen, die eine politisch und militärisch instabile Lage haben„, konstatierte er. (http://parstoday.com/de/news/world-i33648-putin_besorgt_%C3%BCber_waffenverkauf_an_terroristen_in_syrien) – Die Regierung in Damaskus hatte wiederholt Gleiches bzgl. der US-geführten Koalition geäußert, vielfach Belege dafür vorgebracht und auch den UN vorgelegt (s.u.).

Bei einem Treffen im Verteidigungsministerium in Moskau informierte Waleri Gerassimow, Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, darüber, daß allein schon die immensen Zerstörungen der Infrastruktur seitens der Terrororganisationen in Syrien davon zeugen, daß diese hervorragend mit modernsten Waffen und militärischer Ausrüstung ausgestattet gewesen sind. [Dies belegen auch die Funde in Depots der Terroristen durch die SAA und Volkswehr in den jeweils zuvor befreiten Gebieten, vgl.u.!]. Sie verfügten über 1500 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie mehr als 100.000 Gewehre und Mörser. Dazu kamen die kontinuierlichen Lieferungen per Schmuggel aus dem Ausland, von denen in Syrien immer wieder berichtet wurde. (http://www.sana.sy/?p=655818)

Binnenflüchtlingslager ar-Rukbân, Photo: SANA

Anknüpfend an die – auch von den UN unterstützten – Kritik vom Fr., 3.11.2017 (s.u.), unterstrichen die Verantwortlichen des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm am 7.11.2017, daß sich aus den schon geschuldeten Gründen die an sich schon arge humanitäre Situation im Lager der syrischen Binnenflüchtlinge von ar-Rukbân innerhalb der von den US-Militärs der völkerrechtswidrig eingerichteten Basis at-Tanaf  beanspruchten Zone die Situation  nochmals deutlich verschlechtert habe. Die US-Verantwortlichen gäben für die dringendst benötigten humanitären Hilfslieferungen immer noch keine Sicherheitsfreigabe, so daß die Flüchtlinge dort, hauptsächlich Kinder und Frauen, früher oder später dem Tod geweiht seien. Dabei sei ein Teil des während der 4. Astana-Konferenz am 4.5.2017 (Teil V) vereinbarten Memorandums, das auch die USA unterzeichneten, die Verpflichtung, den Flüchtlingen die Lieferung humanitärer Hilfe zu erleichtern anstatt ihr Hindernisse in den Weg zu legen. (http://sana.sy/en/?p=117321)

IS-Führungs-Evakuierung im Rîf von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Erneut äußerten sich Bewohner – Augenzeugen – welche von der mehrfachen Evakuierung hoher IS-Führungspersonen samt deren Familienmitgliedern durch spezielle US-Lufteinsätze aus syrischen Kampfgebieten berichten. Diese fanden demnach jeweils kurz vor der Einnahme einer der IS-Hochburgen durch die SAA statt und retteten damit die Führungskräfte.
So meldeten übereinstimende zuverlässige Quellen (Bewohner wie lokale Medien) aus al-Mayâdîn auch gegenüber RIA Novosti, kurz bevor die SAA sich an den Stadtrand herangekämpft habe seien US-Hubschrauber aufgetaucht und hätten die IS-Führer an Bord genommen und ausgeflogen. Näheres schildert Muḥammad ʽAwaḍ Ḥussain, ein 79-jähriger Bewohner jener Stadt (von „Hirte“ wie im stark gekürzten Sputnik-Artikel steht in den arabischen Originaltexten nichts!). Zunächst seien Hubschrauber über den nahegelegenen Farmen gekreist, dann hätten jene zu bombardieren begonnen, schließlich landeten andere Helikopter da, wo sich ausländische IS-Anfüher schon versammelt hätten, nahmen sie an Bord und flogen mit ihnen an einen unbekannten Ort. Andere Stadtbewohner erzählten, zwei IS-Kommandeure seien mit Familien mit zwei Fahrzeugen abgeholt und einen Landeplatz eines solchen US-Hubschraubers gebracht und so ausgeflogen worden. Nach Einschätzung von Ḥussain, der angab, sehr wohl US-Einsatzkräfte von anderen unterscheiden und Einsätze bewerten zu können, da er früher selbst bei den syrischen Streitkräften gedient habe, bezweckten die Bombardements [im landwirtschaftlich genutzten Umland!] der Deckung der Evakuierungsaktion.
Neben diesen Aussagen gebe es dutzende ähnlicher Berichte aus anderen Gegenden, z.B. denjenigen von der Evakuierung des IS-Finanzchefs  (amîr) vom at-Taim-Ölfeld, der neben seiner Familie zudem die gesamte IS-Finanzkasse der Region bei sich hatte. Geschildert wird dabei auch ein Fallschirmjägereinsatz der US-Koalition in dem (noch vom IS kontrollierten und daher) eigens von den Terroristen hierfür abgesperrten Gebiet.
Eine russische militärisch-diplomatische Quelle gab im September 2016 an, US-Geheimdienstmitarbeiter hätten den Transfer von IS-Feldkommandeuren europäischer Herkunft mit ihren Familienmitgliedern aus dem NW von Dair az-Zaur und der Stadt al-Bû Lîl in den Norden Sy­riens beaufsichtigt sowie weitere Evakuierungsoperationen für Terroristen in der Pro­vinz ar-Raq­qa im Juni und Juli überwacht.
Die geschilderten Berichte seien nur Beispiele aus einer langen Kette solcher Meldungen auch aus anderen syrischen Gebieten, wo die US-gefürhte Allianz dem IS Unterstützung habe zukommen lassen. Es sei zu beobachten gewesen, wie hunderte IS-Terroristen in den letzten Monaten kurz vor der bevorstehenden Kapitualtion vor der SAA von den Fronten in ar-Raqqa, aṭ-Ṭabqa und Manṣûra rechtzeitig „gerettet“ worden seien. Auch hätten jene für ihre gezielten Angriffe auf die in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) verstreut gelegenen Wohngebiete entsprechende Geheimdienstinformationen  erhalten, ohne die diese Angriffe gar nicht erst durchführbar gewesen seien. (http://www.sana.sy/?p=655738, http://sana.sy/en/?p=117386)  – Ganz ähnliche Aussagen von Bewohnern, Militärs und Parlamentsabgeordneten zu verschiedenen solcher Vorfälle, die auch den Abwurf von Nachschubgütern per Fallschirmen für die Terroristen beinhalten, sind im Kapitel (Thread) über den Irak nachzulesen. Ein neuerer Artikel vom 29.10.2017 (Titel: Jetzt auch im Irak: „Ami go home!“) beschäftigt sich dort ebenfalls mit solchen Vorkommnissen.

Alexander Fomin, Photo: SANA

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem mauretanischen Amtskollegen gab sich der russische Außenminister Lawrow zuversichtlich, daß der Counterterrorismus auf syrischem Boden sich seinem Ende zuneige. Für den projektierten „syrischen nationalen Dialog-Kongreß“ (vgl.u.) gebe es noch kein Datum, die Vorbereitungen liefen jedoch bereits. (http://sana.sy/en/?p=117372)
Auch der russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin teilte im Inter­view mit der russischen Tageszeitung Gazeta.ru die Meinung, daß die SAA im Kampf gegen den IS nur noch Operation entlang des Euphrats zu Ende bringen müsse, um damit die Niederlage jener Terroroganisation in Syrien zu vollführen. (http://www.sana.sy/?p=655092)
Andererseits gab der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow zu Bedenken, daß es mit der Bekämpfung des IS ja nicht getan sei. Ebenso gefährlich und noch aktiv ist Ğabhatu_n-Nuṣra mit Affiliierten. (https://sptnkne.ws/fTjh) – Wie schon die letzten Jahre über wurden die Siege und Erfolge der SAA mit vermehrten Terrorattacken „quittiert“, wie auch derzeit leider wieder zu beobachten ist (vgl.u.).

Terroranschläge vom 7.11.2017:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen  bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa wieder die Wohngebiete aš-Šâġûr und al-ʽAbbâsiyîn (vgl.u.) sowie die Straße des 29.Mai in Damaskus mit mehreren Raketen. Dadurch kam eine Person ums Leben, weitere 16 wurden unterschiedlich schwer verletzt. Zudem entstand erheblicher Sachschaden an öffentlichem und privatem Gut. (http://www.sana.sy/?p=655796http://sana.sy/en/?p=117387)

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117297 und  http://www.sana.sy/?p=655360 (Nach Vernichtung der letzten Ğabhatu_n-NuṣraVerschanzungen und –Trupps in der Gegend Befreiung des Ortes Sarḥâ aš-Šamâliyya westlich von Aṯriyâ im NO-Rîf von  Ḥamâ mit anschließendem Durchkämmen des Terrains nach hinterlassenen Minen und Sprengfallen und Etnschärfung bzw. Abbau derselben.)

Seit dem 4.11.2017 ist SANA bis jetzt kaum zu erreichen!

Terroranschläge vom 6.11.2017:
Im W-Rîf von Aleppo verschanzte Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen beschossen zur rush hour am Montagmorgen den Stadtteil an-Nîl von Aleppo mit Raketen. Trotzdem führte dies zum Glücke „nur“ zu Sachschäden an öffentlichem und privatem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=654971)
Ergänzungen: Während der Tätigkeit der russischerseits unterstützten Kampfmittelräumdienste in den kürzlich befreiten Stadtteilen von Dair az-Zaur unter Medienbeobachtung ließen Terroristen per Fernzünder einen Sprengsatz detonieren, der bei vier Journalisten der russischen Fernsehsender NTV und Swesda und fünf russischen Minenräumern zu Verletzungen führten. Sie wurden am Stützpunkt Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya medizinisch versorgt. (http://sana.sy/en/?p=117318)
Am Montagabend überfiel eine bewaffnete Gruppe in einem neuerlichen Bruch der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen ein auf der ʽArîqa Rân-Straße am Rand des al-Lağat-Gebiets im NW-Rîf von as-Su­waidâ´ ähnlich wie schon am Vortag (s.u.) ein vorüberfahrendes Auto. Ein Insasse wurde von ihnen getötet, zwei weitere verletzt, die übrigen drei verschleppt. als den Verletzten weitere Personen zu Hilfe kamen, zündeten die Terroristen einen zuvor angebrachten Sprengsatz, töten damit weitere zwei Personen und verwundeten noch fünf.  (http://www.sana.sy/?p=655629, http://sana.sy/en/?p=117387)

Syrisch-libanesische Grenzregion, Quelle: pinterest.uk

In einer neuerlichen Reportage aus Syrien – was für die meisten Journalisten eine große Ausnahme ist – macht die investigative Journalistin Karin Leukefeld auf einen Mißstand hinsichtlich der Flüchtlingshilfe europäischer Länder, zu denen auch die Bundesrepublik zählt, aufmerksam. Am Beispiel der Ende August nach Sicherung der libanesisch-syrischen Grenze in koordiniertem Vorgehen von syrischer und libanesischer Armee bzw. Ḥizbullâh gegen den IS aus dem Libanon zurückkehrenden syrischen Flüchtlinge zeigt sie, daß – wie üblich den Flüchtlingen durch die Regierung in Damas­kus Hilfe und sogar Unterkunft angeboten wurde, falls die Wohnungen der Rückkehrer zerstört oder unbewohnbar beschädigt sein sollten. Vom UN-Hilfswerk für Flüchtlinge (UNHCR) erhielten diese jedoch keinerlei Unterstützung. Diese gehe nur an die (Nachbar-)Länder, die syrische Flüchtlinge beherbergten. sie bekämen „Stabilisierungshilfe“ für die lokalen Gemeinden  für  „Straßen- Wohnungs- und Schulbau“. Da fragt man sich, was Flüchtlinge, deren baldmögliche Heimkehr von der syrischen Regierung nicht nur befürwortet sondern aktiv gefördert wird, von solchen Hilfen für die Nachbarländer haben sollen? Es ist vielmehr Unterstützung für die Nachbarländer – und scheint so, als ob man die Flüchtlinge dauerhaft außerhalb Syriens ansässig halten wollte. Die EU-Länder weigern sich, solche Hilfe „für in ihre Heimat zurückkehrende Familien zu leisten, solange die syrische Regierung von Präsident Bashar al-Assad geführt wird.“ (https://sptnkne.ws/fSE2). – Andererseits aber werden die Spitzenpolitiker derselben EU-Ländern nicht müde, das Flüchtlingsproblem zu thematisieren, für das es doch probate Lösungen – z.B. auch die Aufhebung der hauptsächlich für die syrische Bevölkerung sich negativ auswirkenden (dazu vgl.u.) und zudem illegalen Sanktionen – gäbe.

Beim Durchkämmen der kürzlich befreiten Stadtteile von Dair az-Zaur nach hinterlassenen Minen, Sprengsätzen etc. fanden die Patrouillen am 5.11.2017 auch große Mengen an Waffen, Munition sowie Chemikalien des IS zur Herstellung von C-Waffen, zugehörige Sprengkörper, einen damit bestückte Autobombe sowie eine Werkstatt zum Bombenbau im bis zuletzt von der Terrormiliz gehaltenen Stadtteil ar-Rašadiyya.  (http://www.sana.sy/?p=654400 mit Video)

Streik in Manbiğ, Photo: SANA

Am 5.11.2017 unternahmen die Bewohner von Manbiğ im N-Rîf von Aleppo einen Generalstreik. alle Geschäfte blieben geschlossen, das öffentliche Leben ruhte. Der Prostest richtete sich gegen die Präsenz von US-unterstützten bewaffneten Gruppen, die sich in der Gegend festzusetzen und das Leben der Bewohner zu bestimmen versuchten bzw. diese an der Wiederaufnahme eines normalen friedlichen Lebens hinderten. Die Einwohner informierten den SANA-Korrespondenten in Aleppo von der Aktion. Mehrere Aufnahmen vor Ort zeigen eine völlig „ausgestorben“ wirkende Stadt. (http://www.sana.sy/?p=654625)

Die Gefechtsberichte vom 4. und 5.11.2017 entfallen.

In der Folge wird in Dair az-Zaur eine Dependance des russischen Koordinationszentrums (auch: Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien) in Ḥumaimîm auf dem linken (also östlichen) Euphrat-Ufer eröffnet, wie durch dieses Zentrum am Sa., 4.11.2017, mitgeteilt worden ist. Weiter hieß es dazu: Die Offiziere des Zentrums führen das Monitoring der humanitären Lage in den befreiten Bezirken der Provinz Deir ez-Zor auf dem linken Euphrat-Ufer durch.“ Die russischen Militärs sind ihren syrischen Kollegen auch beim Kampfmittelräumen behilflich. „Im Laufe von 24 Stunden wurden 25,5 Hektar der Stadt und ihrer Umgebung, darunter 21 Gebäude, durchsucht, 338 gefährliche Gegenstände entdeckt und vernichtet,“ wurde dazu gemeldet. (https://sptnkne.ws/fShu)

Terroranschläge vom 5.11.2017:
Bewaffnete Gruppen aus dem Ost-Rîf von Darʽâ beschossen das Dorf Samîʽ im W-Rîf  von  as-Suwaidâ´  mit Mörsergranaten, was zum Glück „nur“ zu Sachschäden führte.
Eine Gruppe bewaffneter Männer zwang durch Steine, die sie an einer unübersichtlichen Stelle auf die westliche Autobahn zwischen Ḍakîr und aṣ-Ṣûra Ṣaġîra im N-Rîf von as-Suwaidâ´ legten, vorbeikommende Autofahrer zum Stoppen, um so gezielter auf sie schießen zu können. Dadurch wurden in zwei Autos die Insassen Opfer des Anschlags: einer wurde getötet, drei weitere verletzt. Auch dies geschah in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen. – Das Tatgebiet befindet sich am Rand des al-Lağât-Gebiets westlich vom NO-Rîf von Darʽâ, das seit Jahren für Überfälle der dort verbreiteten bewaffneten Gruppen bekannt ist. Neben der geschilderten Art des Angriffs, plazieren sie auch IEDs oder entführen Bürger. Diese Terrorakte führten in der Vergangenheit zu erheblichen Opferzahlen. (http://www.sana.sy/?p=654971)

US-Basis Ramstein, Photo: SANA

Heike Hänsel, Vize-Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im deutschen Bundestag, stellte eine  Kleine Anfrage an die Bundesregierung dahingehend, es existierten eine Reihe glaub­hafter Medienberichte darüber, daß über Ramstein, den zentralen US-Militär­flughafen in Europa, US-Waffen und -Munition nach Syrien an Kampfgruppen geliefert worden sind [die gegen die Regierung und angeblich gegen den IS kämpften, in dessen Händen dieses Equipment jedoch letztlich landete –  zu den Belegen s.u.!]. Die Antwort der Bundesregierung vom 23.10.2017 habe gelautet, die Regierung in Berlin habe keine Genehmigung für diese Lieferungen nach Syrien erteilt und zudem die US-Partner mehrfach aufgefordert, die in der BRD geltenden Ein- und Ausfuhrbedingungen für Waffen einzuhalten. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) kommentierte Hän­sel am Sa., 4.11.2017: „Die Bundesregierung verfährt nach dem Motto ,Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen‘. Das ist völlig inakzeptabel.“ (http://www.sana.sy/?p=653993; für Zitat in Deutsch: http://www.marktuebersicht.net/presseportal/noz-noz-illegale-waffentransporte-linke-fordert-us-militaerbasis-in-ramstein-zu-schliessen/)

In Dair Ḥâfir im Ost-Rîf von Aleppo fand eine Polizeistreife nach Aussagen von Bewohnern der Gegend ein Massengrab mit Leichen, die während des IS-Massakers in der Gegend vom 26.6.2014 getötet worden waren, als die Bewohner die syrischen Flaggen zu hissen gewagt hatten. Von acht Opfern konnten bislang nach forensischen Untersuchungen und Angehörigenaussagen vier identifiziert werden. Wie der Provinzpolizeichef, Generalmajor ʽIṣâm Šalî, aufgrund der Bewohneraussagen ausführte, wurden damals Einwohner vom IS erst verschleppt und einen Monat lang inhaftiert, die Leichen der später Hingerichteten sollen, erst an öffentlichen Plätzen für drei Tage zur Schau gestellt, später versteckt bzw. verschwunden sein. Nun habe man eine ihrer letzten Ruhestätten gefunden. (http://www.sana.sy/?p=654292  vom 4.11.2017)

IS-Autobombenanschlag nördlich von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Terroranschläge vom 4.11.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen  bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa das Wohngebiet al-ʽAbbâsiyîn von Damaskus mit mehreren Mörsergranaten. Dabei starben zwei Anwohner, etliche weitere wurden verletzt sowie Sachschäden angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=117216)
Wie zur Unterstreichung des unten zum Angriff vom Vortag auf Ḥaḍar Erwähnten fuhr ein IS-Suizidattentäter am 4.11.2017 abends mitten in eine Ansammlung  Vertriebener im Schnittpunkt der Bereiche von al-Ğafra und al-Kûnîkû im N-Rîf von Dair az-Zaur. Durch die Detonation wurden dutzende Menschen getötet und ebenso viele verletzt, am häufigsten Frauen und Kinder (http://www.sana.sy/?p=654276) – Laut staatlichem TV vom 5.11.2017 sollen es mindestens 100 Tote sein. (https://sptnkne.ws/fSqf)

 

Binnenflüchtlingslager ar-Rukbân, Photo: SANA

Nachdem auch das russische Verteidigungsministerium am Freitag auf die Mißstände bzgl. des Lagers syrischer Binnenflüchtlinge beim Ort ar-Rukbân nahe der Grenze zum Irak wegen seiner Lage innerhalb der Bannzone des völkerrechtswidrig errichteten US-Militärlagers at-Tanaf  aufmerksam gemacht hat (s.u.!), beschäftigt sich nun auch  der UN Higher Commission of Humanitarian Affairs,  Jens Laerke,  mit dem Faktum. Am Sa., 4.11.2017 drückte er seine tiefe Betroffenheit über die Situation dort aus und forderte: „it is necessary to provide immediate access to the camp for the provision of assistance to the displaced civilians.” (http://sana.sy/en/?p=117225)  Zu den Hintergründen s.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117134 und http://www.sana.sy/?p=653448 (Im NO-Rîf von Ḥamâ Befreiung von aš-Šâkûsiyya  mitsamt den umliegenden Farmen von Ğabhatu_n-Nuṣra bis zum Nachmittag.)

Russischer Bomber, Photo: Sputnik

Generalmajor Igor Konaschenkow informierte aus dem russischen Verteidigungsministerium die Presse, daß auch am Fr., 3.10.2017,  Kalibr-Marschflugkörper vom 650km  entfernt  im Mittelmeer stationierten U-Boot Kolpino wie auch Langstreckenbomber, im syrischen Luftraum begleitet durch Su-24 und Su-34 Kampfflieger von der Ḥumaimîm-Luftwaffenbasis sowie Jets der Typen Su-30SM, Su-35 und MiG-29 im Bereich von al-Bû Kamâl im SO-Rîf von Dair az-Zaur IS-Positionen zerstörten. Damit bereiteten sie den Weg für die Bodentruppen auf dem Weg dorthin.  (http://sana.sy/en/?p=117173)

Terroranschläge vom 3.11.2017:
Suizidattentäter von Ğabhatu_n-Nuṣra ließen am Morgen ihr Fahrzeug zwischen den Häusern am Stadtrand von Ḥaḍar (vgl.u.) im Umland von al-Qunaiṭra detonieren, töteten damit bislang neun Bürger und verletzten 23 weitere teils schwer, daß sich die Todesopferzahl erhöhen dürfte. Das Fahrzeug kam von at-Tulûl al-Ḥamr her, das dem israelisch besetzten palästinensischen Gebiet gegenüberliegt. Zudem wurden die vom Explosionsort Fliehenden noch durch weitere Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten aus Gewehren oder mit Mörsergranaten beschossen. Schließlich eröffneten die Terroristen einen regelrechten Angriff auf Ḥaḍar, der schließlich erfolgreich von SAA und Volkswehr abgewehrt wurde. (http://sana.sy/en/?p=117136, http://www.sana.sy/?p=653557, http://www.sana.sy/?p=653469) – Wie nach allen bedeutenden Siegen der SAA versäumten die Terroristen auch diese Mal nicht, mit einem größeren Anschlag ihr angeschlagenes Image „aufzupolieren“ und damit darauf hinzuweisen, daß sie noch immer aktiv seien.
Ergänzung: In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen das Gebiet al-Maḥaṭṭa (Bahnhof!) von Darʽâ mit Raketen, verletzten drei Personen, eine davon lebensgefährlich und richteten Sachschäden an. (http://sana.sy/en/?p=117171)

Syrische Siedlung auf besetztem Golan, Photo: SANA

Auf den israelisch besetzten Golanhöhen gingen die syrischen Bewohner auf die Straßen, um gegen die Besatzungsmacht und deren Unterstützung für den durch Ğabhatu_n-NuṣraTrupps nach einem Suizidanschlag mittels Autobombe ausgeführten Angriff auf den schon so oft von diesen Terroristen attackierten Ort Ḥaḍar zu protestieren. Als die Extremisten von at-Tulûl al-Ḥamr und aus der Luft Unterstützung erhielten und zudem Verstärkungstrupps eintrafen, versuchten die Bewohner zu hunderten den Einwohnern von Ḥaḍar gegen den Überfall zu Hilfe zu kommen, wurden jedoch durch israelisches Militär daran gehindert, das auch sämtliche Zufahrtsstraßen nach Ḥaḍar sperrte. So berichteten es Augenzeugen gegenüber SANA. (http://sana.sy/en/?p=117159)

Bekanntgabe des Armee-Generalkommandos, Photo: SANA

Am Fr., 3.11.2017, erklärte die Armee die gesamte Provinzhauptstadt Dair az-Zaur für befreit, nachdem am Donnerstagabend die letzten IS-Positionen in drei Stadtteilen  beseitigt worden waren. Bereits sind Kampfmittelräumdienste vor Ort, um die – wie üblich – von den Terroristen in Gebäuden, auf Straßen und Plätzen angebrachten Sprengfallen, Minen etc. regelgerecht zu beseitigen. Eine Militärquelle äußerte zum Erfolg: „Units of the Syrian Arab Army, in cooperation with the allied and supporting forces, have accom­plished the mission of fully liberating Deir Ezzor city from ISIS terrorist organization.” Eine große Anzahl an IS-Extremisten einschließlich Anführern wurde getötet, deren Kampfausrüstung zerstört, dazu IS-Waffen- und Munitionsdepots aufgespürt und beschlagnahmt.
Am 5.9.2017 war der seit dem Jahr 2014 geschlossene ISBelagerungsring um Dair az-Zaur durchbrochen worden. Die Spezialoperationen in der Stadt wurden dem Schutz der Zivilbevölkerung in den vom IS besetzt gehaltenen und noch bewohnten Stadtteilen angepaßt, weshalb sich dieselben hinzogen. (http://sana.sy/en/?p=117134) – Die Bekanntgabe seitens des Generalkommandos der Armee und Streitkräfte vom 3.11.2017 findet sich in:  http://www.sana.sy/?p=653552. Die Details enthält der Gefechtbericht des Tages:

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.11.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=117094 und http://www.sana.sy/?p=653115 (Nach Rückeroberung der Stadtteile al-Ğubailiyya, al-ʽÂbid, al-Ğamʽiyât von Dair az-Zaur weiterer Einkreisung der IS-Terroristen in den Stadtteilen al-Ḥamî­diyya, aš-Šaiḫ Yâsîn, al-Ḥu­waiqa und ar-Rašadiyya am Morgen wurden auch dort die letzten Extremisten samt ihren Fortifikationen eliminiert bzw. in heller Auflösung fliehende IS-Trupps  über die Stadtgrenzen hinaus verfolgt; al-Ḥamî­diyya war dabei der wichtigste Sitz der IS-Anführer, gewesen; mittags konnten unter gezielter Luft- und Artillerie-Deckung zudem der öffentliche Park in der Stadtmitte, das an-Nûr-Krankenhaus und das Parkhaus des alten Abflug-Terminals [al-Maṭâr al-Qadîm als Stadtteil bedeutet „Alter Flughafen“] von den Terroristen gesäubert werden; Bombenräumkommandos beschäftigten sich jeweils unmittelbar mit dem durchkämmen und unschädlichmachen der vom IS gezielt angebrachten und hinterlassenen Sprengfallen und Minen. Wegen des schon mehrfach beschriebenen, chronisch gewordenen Kämpfermangels aufgrund verlorener Gefechte und Fluchtbewegungen setze der IS vorwiegend Frauen (s.a. https://sptnkne.ws/fRme) als Suizidattentäter mittels Autobomben gegen Armeeposten ein, um den Vormarsch der SAA zu hemmen, doch wurden diese allesamt rechtzeitig eliminiert. Infanterie unter präziser Luft- und Artillerie-Deckung versetzte in der Gegend von al-Bû Kamâl dem IS heftige Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung und zerstörte dessen Verbarrikadierungen und Schlupfnester.)
Russische Bomber zerstörten auch am zweiten Tag ihres Einsatzes eine Kommandostelle sowie weitere Positionen des IS in der Region al-Bû Kamâl, wie spätere Satellitenaufnahmen bestätigen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33549-is_kommandostelle_im_osten_syriens_zerst%C3%B6rt)

IS-Terroristinnen, Photo: Sputnik

Das russische Verteidigungsministerium machte am Fr., 3.11.2017, basierend auf Meldungen vom Koordinationszentrum in Ḥumaimîm  und übereinstimmenden Aussagen von Einhemischen erneut auf die in vielfacher Hinsicht  prekäre Situation um das – an sich schon entgegen dem Völkerrecht eingerichtete (dazu vgl.u.)  – US-Militärlager bei at-Tanaf aufmerksam, innerhalb dessen beanspruchter Zone das Lager syrischer Binnenflüchtlinge namens ar-Rukbân an der Grenze zum Irak liegt. Wie bislang schon festgestellt wurde, lassen die US-Militärs keine humanitären Hilfsgüter und keine medizinische Hilfe der Regierung für die Flüchtlinge durch (s.u., 26.10.2017). Mit der Regierung arbeite die US-Basis grundsätzlich nicht zusammen, außerdem werde jedem, der sich mehr als 55km annähere, von dort mit Vernichtung gedroht. Dies führe zu einer geradezu krassen humanitären Lage im Flüchtlingslager, das nicht nur eine eklatante Verletzung des internatio­nalen Menschenrechts darstelle, sondern schon einem Kriegsverbrechen gleichkomme.
Verschlimmernd trete jetzt jedoch hinzu, daß die US-Basis eine Dependance geschaffen habe für eine Neu-Kreation der sog.moderaten bewaffneten Opposition“ [d.i. MAO; zu deren Einordnung s.u. bzw. s. ab Teil II!]. Diese setze sich aus den bisherigen Extremisten-Gruppen Ğaiš Aswad aš-Šarqiyya, Qawât Aḥmad ʽAbdû und Liwâ´ Šuhadâ´ al-Qaryatain zusammen, die sich in den letzten Jahren dutzende  Massaker u.a. Verbrechen gegen die Bevölkerung im Qalamûn-Bergland im  südöstlichen Rîf Dimašq, in der östlichen al-Bâ­diyya der Provinz as-Suwaidâ´ und mehrere Gemeinden in der Großen Syrischen Wüste haben zuschulden kommen lassen. Umwohnende wiesen darauf hin, daß die zuständigen US-Berater bzgl. des Soldes mit den jeweiligen Kommandeuren der einzelnen Dschihadistengruppen verhandelten, so daß diese recht unterscheidlich ausfielen. Das habe zuletzt am 29.10.2017 zu Kämpfen dieser untereinander in der Nähe des Flüchtlingslagers Rukbân geführt, denen auch 13 Flüchtlinge zum Opfer fielen, weitere 20 wurden verletzt; unter den Oopfern befanden sich Frauen und Kinder. Doch auch für diese wurde keine medizinische Hilfe in das Terrain hindrucgelassen, so daß die Verwundeten sich selbst überlassen blieben. „Alle Verletzten sind somit faktisch dem Untergang geweiht“, betonten Vertreter des Koordinationszentrums und konstatierten weiter: „Derartige Handlungen von US-Militärs und der so genannten internationalen Koalition sind eine gröbste Verletzung des internationalen humanitären Rechts und können als Kriegsverbrechen qualifiziert werden.“ (http://www.sana.sy/?p=653538, http://sana.sy/en/?p=117152; für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fRzQ) – Seit Jahren war mit Belegen nachgewiesen worden, daß MAO per se und basierend auf deren von den übrigen Terrorgruppen nicht zu unterscheidenden Verhalten nicht existierten, so wie es auch keine moderaten Terroristen geben könne. Seit den Rekonziliierungsmaßnahmen, die schließlich auch russischerseits unterstützt wurden, kulminierend in der Waffenruhevereinbarung vom 29.12.2016 (s.  Teil V) und der Einrichtung der vier De-Eskalationszonen, wird seither nur noch unterschieden zwischen Gruppen, die sich der Rekonziliierung mitsamt Waffenruhe anschließen und denen, die als Terroristen bekämpft werden. Damit entglitt den in Syrien völkerrechtswidrig aktiven US-Militärs der Einfluß auf jene durch die CIA während der Obama-Administration geschaffenen MAO-Einheiten (vgl.Teil II!], die sich den bekannten Terrorgruppen angegliedert hatten.)

ar-Rukbân, Grenzgebiet mit und ohne Flüchtlingslagere, Quelle blick.ch

Auf Satellitenbildern, veröffentlicht vom unabhängigen Portal Already Happened, ist zu sehen, daß die US-Militärs ebenfalls im Süden des Landes nahe der Grenze zu Jordanien, ca. 70km von ihrer illegalen Basis at-Tanaf entfernt, eine weitere – ohne Erlaubnis der legitimen Regierung des souveränen Staates Syrien wie ohne UN-Mandat und damit fortgesetzt völkerrechtswidrig – US-Basis angelegt haben.  (https://sptnkne.ws/eFVD) – Vom rechtlichen Standpunkt her ist es daher  nicht verwunderlich, daß die Landesregierung auch gegenüber den UN-Behörden die Präsenz und Aktionen der US-Militärs wie der US-geführten Koalition als die einer Okkupationsmacht betrachtet (vgl.u., z.B. Protestschreiben vom 24.10.2017; Rede des Vize-Premiers und Außenministers al-Muʽallim vor den UN vom 23.9.2017 etc. pp.).

Auch der Politologe Muhammed Kheir al-Akkam [Muḥammad Ḫair al-ʽAqam?] von der Universität Damaskus ist der Auffassung: „Die USA wollen den Syrien-Krieg nicht enden lassen, solange sie ihre eigenen Ziele nicht erreicht haben.“. Da jedoch „ihr Hauptkriegsinstrument in Syrien namens Daesh“ dank der Siege der SAA, unterstützt durch die russischen Kräfte und weitere Allierte, seine letzten Tage erlebe, habe das Pentagon „Ersatz schon parat“, um sich solange in Syrien aufhalten zu können, bis die US-Ziele dort erreicht seien. Ein Instrument bildeten da z.B. die SDF (auch: DKS genannt). „Diese sollen jetzt das vollbringen, was dem Daesh nicht gelang. Die USA wollen den Krieg möglichst lange hinauszögern, um ihre Pläne in der Region doch noch umzusetzen“, ist der Wissenschaftler überzeugt.  (https://sptnkne.ws/fRG4)

Drohne, Quelle: Reuter

Vor dem Kauf israelischer Drohnen des Typs Hermes 900 für durch das schweizer Verteidigungsministerium wurden diese in den Jahren 2012, 2013 und 2015 im Beisein von Mitarbeitern dieser Behörde auf einem israelischen Luftstützpunkt zunächst erprobt – auf den nach Völkerrecht und in mehreren UN-Resolutionen als illegal durch Israel besetzt klassifizierten syrischen Golanhöhen. Dies mußte nun laut Bericht von Swissinfo vom Do., 2.11.2017, das Ministerium in Bern eingestehen, obwohl  dies der Neutralität und Position der Schweiz als Vermittler im Nahostkonflikt zuwiderlaufe. Im Schlußbericht der internen Untersuchungskommission hieß es: „Zu dieser Zeit wurde niemandem klar, dass sich der Pik Aerodome östlich des Galiläischen Meeres im besetzten Gebiet befindet und dass offizielle Vertreter der Schweiz nicht für Aktivitäten im Zusammenhang mit der israelischen Regierung oder Firmen dorthin reisen dürfen.“ (https://de.rt.com/1acu)

Während seines Treffens mit OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger in Moskau informierte Rußlands Außenminister Lawrow am 3.11.2017 darüber, daß bereits Einladungen zu dem bei der Astana-7-Konferenz angesprochenen „syrischen nationalen Dialog-Kongreß“ in Sotschi (vgl.u.) an die Regierung in Damaskus wie alle oppositionel­len Kräfte innerhalb und außerhalb Syriens abgeschickt worden seien. (http://www.sana.sy/?p=653538)

Auswärtiges Amt, Damaskus, Photo: SANA

Mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden drückte das Außenamt in Damaskus am 2.11.2017 erneut seinen Protest über die fortgesetzten israelischen Attacken auf syrische Bürger und deren Eigentum aus wie über die Rückwirkungen der Unterstützung von Terrororganisationen durch Finanzierung und Bewaffnung durch die israelische Regierung. Anlaß war dieses Mal der Angriff auf eine Kupferfabrik für zivile Fertigungen in der Industriezone von Ḥasiyâ´ im Umland von Ḥomdurch israelische Kampfflieger vom libanesischen Luftraum aus am Mi., 1.11.2017, um 21.25 Uhr Ortszeit. Es sei wohl kein Zufall, daß dieser Angriff unmittelbar auf eine große Niederlage der Werkzeuge der israelischen Regierung, allem von Ğabhatu_n-Nuṣra und IS durch  die die SAA erfolge, wie man es von Okkupationsmächten kenne, um die angeschlagene Moral ihrer Stellvertreterkrieger aufgrund der Niederlagen in den meisten syrischen Gebieten wieder zu stärken. Die SAA werde dennoch ihren Counterterrorismus unvermindert fortsetzen. Schließlich erfolgte wieder der Aufruf: „The Government of the Syrian Arab Republic calls upon the UNSC to condemn the blatant Israeli aggressions and calls on the international organization to adopt firm and immediate measures to stop those attacks and hold Israel accountable for its support to terrorism which would inflame the situ­a­tion in the region and the world.” Es folgte noch der Zusatz, die Vertuschung der Verbrechen des israelischen Militärs gegenüber Syrern wie Palästinensern durch manch scheinheilige Äußerung seitens westlicher Regierungen, vor allem der US-Administration, diene nicht der Sicherheit und Stabilität der Region. Den Terrorismus müsse man bekämpfen, denn  es sei ein Unding, zwischen gutem und bösem Terrorismus zu unterscheiden. (http://sana.sy/en/?p=117119, http://www.sana.sy/?p=653143) – Auch die libanesische Regierung beschwerte sich am 3.11.2017 über den Angriff (http://www.sana.sy/?p=653576).

Zu der schon bei der Astana-7-Konferenz angesprochenen „syrischen nationalen Dialog-Konferenz“ (vgl.u.) in Sotschi setzte Michail Bogdanow, der russische Vize-Außenminister mit Schwerpunkt Nahost und Afrika,  den Journalisten während seines Besuches in Kazan am 2.11.2017 auseinander, hier wie überhaupt hinsichtlich der Lösung der Syrien-Krise würden alle Details mit der syrischen Regierung vorher besprochen und koordiniert. Die Liste der Teilnehmer gerade auch von der Oppositionsseite sei noch unvollständig. Hierzu bemerkte er: „Moscow hopes that all Syrian parties which care about the future of Syria and its sovereignty and territorial integrity will participate in the Syrian National Dialogue Congress to be held on No­vember 18th in Sochi” und setzte hinzu: „In this regard, I can say that some parties which were not mentioned in this list expressed their desire to participate, and of course we will complete this list.” Auch habe man an die Einrichtung einer 5. De-Eskalationszone in Syrien  schon gedacht. Darüber werde in Astana diskutiert werden,. Jetzt sei es noch zu früh dafür, darüber zu reden, erklärte er, indem er äußerte: „this issue is being done in Asta­na and through all the contacts with our American partners, therefore, it is too early to talk about the results now.” (http://sana.sy/en/?p=117099)

Martin Kinnunen (SD), Quelle: svensksvenskare.wordpress.com

Kaum von ihrer Syrienreise zurückgekehrt (s.u., 31.10.2017), mußten die Abgeordnete der rechten Partei Die Schwe­dendemokraten (SD) harte Kritik v.a. von Seiten der Regierung einstecken, wie Aftonbladet am 1.11.2017 berichtete. Eine Zusammenfassung in Deutsch ist https://sptnkne.ws/fRqK zu entnehmen. Außenministerin An­nika Söder machte ihnen zum Vorwurf, sich für syrische Popaganda mißbrauchen zu lassen, während  die Reise gerade zum Ziel hatte, sich unabhängig von solcher zu machen und sich vor Ort selbst zu informieren. Völlig falsch dargestellt wurde auch, daß die SD-Abgeordneten die Position Schwedens gegenüber Syrien bzw. dem IS als neutral vorgestellt hätten, wogegen sich Frau Söder verwahrte und Schweden [d.h. die Regierung des Landes] als überzeugtes Mitglied der US-geführten Koalition offenbarte.  Ebenfalls falsch gedeutet wurde auch die Stellungnahme zu den Sanktionen gegenüber Syrien. – Dem Leser sei empfohlen, sich die jeweiligen Darlegungen selbst anzusehen und gegeneinander abzuwägen!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.11.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=117055 und http://www.sana.sy/?p=652497 (Vernichtung der verbliebenen IS-Verbarrikadierungen und –Nestern unter Deckung gezielter, effektiver Artillerie- und Luftangriffe in den Stadtteilen al-Ḥamî­diyya, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽUrfî und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur  sowie im SO auf al-Bû Kamâl zu im Bereich von Maḥkân und südlich von al-Mayâdîn; zudem erfolgreiche akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen in al-Qûriyya im SO von  Dair az-Zaur, ca. 45km von al-Bû Kamâl entfernt – unter den zahlreich getöteten IS-Terroristen wurden auch etliche IS-Anführer identifiziert wie z.B. Abû ʽUmar Râwa, Abû Bakr at-Tikrîtî und Abû Šaimâ´ al-ʽIrâqî [die letzten beiden dem Namen nach Iraker]; wie auch Einheimische bestätigten, herrsche in den IS-Reihen helle Aufregung und Auflösung; u.a. sei aus al-Qû­riyya das hohe IS-Mitglied ṣil Dabâs al-Hârûn, ein IS-Amîr des Dîwân ar-Rakâz geflohen, viele andere seien ebenfalls von der Front  geflüchtet, so daß die IS-Kommandeure schon mit Lautsprechern die Kämpfer davon abzuhalten versuchten und dazu aufriefen, Widerstand zu leisten und sich nicht zu ergeben. Beim weiteren Minenräumen im Ost-Rîf von Ḥamâ stießen die Kampfmittelbeseitigungseinheiten im Dorf Rasm ʽAwâmîd  im Umland von Salamiyya auf ein riesiges ISLager mit allem möglichen Ausgangsmaterial zum Bau von Sprengsätzen, Minen, (Auto-)Bomben und Raketen wie auch Mengen an Mono-Phosphat, Soda,  Stickstoff, Fässer mit Alkohol,  schnell brennbaren Stoffen, DDT, TNT und C4.)

Russischer Tu-22M3-Bomber, Photo: Sputnik

Sechs Langstreckenbomber des Typs Tu-22M3 griffen am Mittwoch vom russischen Territorium aus, den Luftraum des Irans und Iraks passierend, erfolgreich und ohne Verluste IS-Stützpunkte sowie Waffen und Munitionslagerim Raum  al-Bû Kamâl an. Sie wurden von Su-30SMJagdflugzeugen von der Luftwaffenbasis Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya  im syrischen Luftraum unterstützt. (http://sana.sy/en/?p=117110 )

Vor Ort gedrehte Videos von Sputnik Arabic zeigen im Ost-Rîf von Dair az-Zaur neben diesen Lagerstätten und den kürzlich entdeckten gigantischen Getreidespeichern des IS (s.u.) auch das bekannte System an Untertunnelung. Diese unterirdischen Gänge dienten als Versteckt, Deckung, dem verborgenen Verkehr und Transport, als Depots von Waffen, Munition u.a. Equipment oder als Kommandozentren. Ein Großteil wurde auf dem West-Ufer des Euphrats zwischen Dair az-Zaur und al-Mayâdîn ausgemacht sowie in Verbindung der Siedlungen al-Mû Ḥassan, al-Bû ʽUmar und al-Bû Lîl untereinander.  (https://sptnkne.ws/fQGF)

Schweden-Demokraten in Damaskus, Photo: SANA

Eine Gruppe schwedischer Parlamentarier – gemäß einem Tage später erschienen Artikel von „Aftonbladet“ handelte es sich um Abgeordnete der rechten Partei Die Schwe­dendemokraten (SD) – besuchte am 31.10.2017 Damaskus. Ziel ihres Besuches sei, sich vor Ort von der Situation selbst zu überzeugen,  das Ausmaß der durch den Terrorismus verursachten Schäden auch an der Infrastruktur einzuschätzen, in der Heimat davon zu berichten und vor allem Möglichkeiten der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung inklusive der Begegnung der zugrundliegenden Ideologie zu erörtern, da dieser die ganze Welt bedrohe.  Die SD-Abgeordneten versicherten, daß sie die nicht Teil des US-Systems seien [d.h. die Sanktionsmaßnahmen gegen Syrien nicht mittrügen]. Auch sie zeigten sich überzeugt, daß es  westliche Regierungen gebe, die daran interessiert seien, die Region zu destabilisieren und hierfür die Massenmedien einsetzten und die Terroristen unterstützten. Auch gaben sie der Hoffnung Ausdruck, die schwedische Regierung möge eine neutrale Position demgegenüber einnehmen, was in Syrien vor sich gehe, vor allem da sich ja auch in Europa das extremistische Gedankengut akzellerierend verbreite. (http://sana.sy/en/?p=116972)

Schluß-Kommuniqué der 7. Astana-Konferenz, Photo: SANA

Zum Ende der 7. Astana-Konferenz am Di., 31.10.2017, verlas der kasachische Außenminister die Schlußerklärung. Eingangs wiederholte er die bislang erarbeiteten Grundprinzipien „The guarantor states of Russia, Iran and Turkey are committed to Syria’s territorial integrity, re­duc­tion of violence and preservation of ceasefire in de-escalation zones.” Dann referierte er die erreichten Fortschritte in der Bekämpfung von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Terroristen und rief in der Folge zu vereinten Anstrengungen des Counterterrorismus in den eingerichteten De-Eskalationszonen auf. Die Lösung der Krise in Syrien könne nur auf politischem Weg erfolgen, basierend auf der UNSC-Resolution Nr.2254, indem geeignete Bedingungen für einen nationalen politischen Dialog geschaffen würde innerhalb der Rahmenbestimmungen der Genfer Gesprächsrunden unter internationaler Überwachung und in Zusammenhang mit der russischen Initiative für eine syrische nationale Dialog-Konferenz. Es bestehe der Bedarf an vertrauensbildenden Maßnahmen wie an einer Lösung der Frage der Gefangenen und der Lieferung humanitärer Hilfsgüter und der Schaffung sicherer Korridore hierfür. Zuletzt gab er der Hoffnung Ausdruck, daß sich alle Beteiligten an die Umsetzung ihrer eingegangenen Verpflichtungen hielten. Die Garantenstaaten seien dabei, die nächste Astana-Runde im Dezember vorzubereiten. (http://sana.sy/en/?p=116911) – Bislang hatte es Kritik gegenüber der türkischen Regierung gegeben, die sich in Syrien entgegen ihrer Verpflichtungen verhalten und eine Invasion durchgeführt hatte (vgl.u.).
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Chef der Regierungsdelegation in Astana, kommentierte die zu Ende gegangenen Verhandlungen in einer nachfolgenden Pressekonferenz wie folgt: als UN-Mitglied respektiere Syrien die UN-Charter und begrüße jede Rolle der UN bei der unparteiischen Lösung der Krise in Syrien, die im Wesentlichen auf der Respektierung der Souveränität aller Staaten basiere. Denn hierbei hätten sich in letzter Zeit positive Veränderungen gezeigt: „The UN began to restore its balance as the friendly major powers started to have essential role.” Die Souveränität sei wiederum von der Verfassung abhängig, was im Fall Syriens heiße, daß diese die Syrer zu bestimmen hätten.
Die Türkei jedoch werde sich nicht an die Vereinbarungen bzgl. der De-Eskalationszonen halten, worüber die Regierungsdelegation mit denen Rußlands und des Irans diskutiert habe. Diesbezüglich erinnerte er an die beiden Hauptverstöße dieses Garantenstaates gegen die Astana-6-Vereinbarungen: einmal hätte die Überwachung der De-Eskalationszone Idlib durch eine Polizeitruppe mit leichten Waffen geschehen müssen, nicht durch eine Armee-Invasion mit Panzern und schwerer Bewaffnung, zum Zweiten, hätte die türkische Garantenmacht in dieser Zone die Terroristen bekämpfen müssen, verbündete sich jedoch statt dessen mit der dort agierenden Ğabhatu_n-Nuṣra [zu Einzelheiten s.u.!]. Daher sei diese türkische Militärpräsenz in Nord-Syrien als Besatzung und Aggression zu werten.
Ebenso verhalte es sich mit der  US-Präsenz bzw. der der US-geführten Koalition, die mehrfach an verschiedenen Orten zugunsten des IS und zum Nachteil der diese bekämpfen Armee gehandelt habe wie z.B. beim Angriff auf die SAA-Position am Ğabal aṯ-Ṯarda, die beinahe zur Einnahme von Dair az-Zaur durch den IS geführt hätte [vgl. Teil V]. Gegen die verheerenden Bombardements der US-geführten Koalition habe das Auswärtige Amt auch schon wiederholt bei den UN schriftlich protestiert [vgl.u.].
Syrien habe sich von Beginn der Krise im Jahr 2011 an um die Vermeidung von Blutvergießen und die Beendigung des Krieges bemüht und hierzu die Rekonziliierungsmaßnahmen ins Leben gerufen bzw. konstruktiv an sämtlichen Dialog-Konferenzen teilgenommen, obwohl bei manchen schon im Vorhinein klar war, daß sie zu keinen konkreten Ergebnissen führen würden. Es begrüße daher auch jegliche dahingehende Initiative. Zwar habe man nach den Erfolgen im Counterterrorismus an eine syrische nationale Dialogkonferenz in Syriens selbst gedacht, jedoch sich nach intensiven Gesprächen mit der russischen Seite überzeugen lassen, daß manche Gruppen, deren politische Entscheidung von  ausländischer Seite  abhängig sei, dies nicht akzeptieren würden. Daher sei die Abhaltung in Rußland die nächstbeste Wahl, denn Rußland habe immer Syriens Souveränität, Einheit und territoriale Integrität geachtet und das Land im Counterterrorismus aufgrund gemeinsamen Vorgehens unterstützt. (http://sana.sy/en/?p=116911http://www.sana.sy/?p=651530)

 

Dem JIM-Bericht widersprechendes Bildmaterial, Photo: AFP

Erhebliche Kritik auch an dem kürzlich veröffentlichten JIM-Bericht zum Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) brachte auch wieder Prof. em. Theodore Postol vom MIT in Massachusetts vor. Im Details s. https://sptnkne.ws/fPZK. S.a. Teil V!

Terroranschläge vom 31.10.2017:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen beschossen die Wohngebiete aš-Šâġûr und al-ʽAbbâsiyîn von Damaskus mit mehreren Mörsergranaten. Dabei wurden sechs Bewohner verletzt, Häuser und Geschäfte beschädigt. Ergänzung: Einen weiteren Verletzten zusammen mit Sachschäden hinterließ der erneutre Raketenbeschuß der Städte Maḥarda und as-Saʽn im N- und NO-Rîf von Ḥamâ. (http://sana.sy/en/?p=116958, http://www.sana.sy/?p=651689)

SAA unterwegs, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116961 und  http://www.sana.sy/?p=651627 (Erkämpfung der Kontrolle über die bislang vom IS besetzten Stadtteile al-Kanâmât, al-Maṭâr al-Qadîm und ar-Ruṣâfa von Dair az-Zaur bei heftigen Feindverlusten und anschließender Tätigkeit der Kampfmittelbeseitigungseinheiten dort.  Befreiung der Dörfer Rasm al-Aḥmar, Rasm aṣ-Ṣâwî, Rasm aṣ-Ṣâwân, Mušairifa ʽAdwân und Mušairifa Muwailivom NO-Rîf von Ḥamâ bis zum NW von aš-Šaiḫ Hilâl östlich von Salamiyya mit Beibringung heftiger Verluste gegenüber Ğabhatu_n-Nuṣra.)

Das russische U-Boot Weliki Nowgorod feuerte vom Mittelmeer aus drei Kalibr-Marschflugkörper auf IS-Positionen nahe al-Bû Kamâl im äußersten Osten der Provinz Dair az-Zaur und zerstörte damit Kommandozentren, Fortifikationen, Kampfwagen und Waffendepots der Terroristen. (http://sana.sy/en/?p=116991) – Gen al-Bû Kamâl hatten sich zuletzt die vor den irakischen Luftangriffen aus dem irakischen Grenzbereich al-Qâ´im geflohenen  IS-Teroristen abgesetzt (vgl.u.!).

IS-Depot mit Tonnen an geraubtem Getreide, Photo: SANA

In den letzten Jahren der terroristischen Übergriffe war immer wieder auch davon berichtet worden, daß die Terroristen der Bevölkerung die von Regierungsseite gelieferten Nahrungsmittel vorenthielten und bunkerten bzw. Ernten stahlen (vgl.u. bzw. die früheren Thread-Teile!). Kürzlich, wie auch am 30 und 31.10.2017 wurden in den vor kurzem von den Terroristen befreiten Gegenden in Terroristen-Verstecken Unmengen an Getreideprodukten etc. aufgestöbert:
Beim Durchkämmen der Gegend Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ entdeckten SAA und eine Volkswehrgruppe zunächst die gigantischen ISDepots mit Waffen und Munition in ʽUqairbât  (vgl.u.), dann  ein Kommunikationszentrum mit anspruchs­voller Sende- und Übertragungstechnik für  sichere Kommunikation der Terroristen untereinander über große Entfernungen im Dorf ḥa und am Montag dann an drei Standorten je mindestens 1.000 Tonnen an Getreide in IS-Verstecken im Ost-Rîf von Ḥamâ, v.a. in den Dörfern al-Barġûṯiyya und al-Qasṭal. Insgesamt wurden in dieser Woche so an die 5.500 Tonnen Weizen entdeckt und  dem General Establishment for Cereal Processing and Trade wieder zugeleitet, wie Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî verdeutlichte. (http://sana.sy/en/?p=116886, http://www.sana.sy/?p=651247)
Tags darauf, am Di., 31.10.2017, konnten auch im Ost-Teil der Provinz Dair az-Zaur solche IS-Verstecke mit Tonnen an geraubten Lebensmitteln etc. sichergestellt werden: 1.000 Tonnen Weizen(mehl) wurden in IS-Bunkern in al-Mayâdîn gefunden, inḤassan vier getarnte unterirdischen Speicher mit je 600 Tonnen Weizen, im Bereich von Ḥaṭla im NO von  Dair az-Zaur, waren es 208 Tonnen Getreide, die umgehend ins Euphrates Grain Center der Provinzhauptstadt gebracht wurden, sowie 24 Tonnen Mehl, die an die Euphrates Mill abgingen. Dazu kamen 122,360 Tonnen Weizen, gefunden in unterirdischen IS-Bunkern im Dorf al-Ḥusainiyya, die ebenfalls ans Euphrates Center transportiert wurden, wie Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra ausführte. In IS-Depots in al-Mayâdîn im SO-Rîf von  Dair az-Zaur wurden zudem dutzende Tonnen an Düngemitteln sichergestellt, aus denen die Terroristen Sprengsätze herstellten. (http://sana.sy/en/?p=116950, http://www.sana.sy/?p=651627).

Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî vor Ort, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116873 und http://www.sana.sy/?p=651282 (Fortführung der effektiven gezielten Angriffe gegen die IS-Fortifikationen, -Basen und –Trupps in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Kanâmât, aš-Šaiḫ Yâsîn und al-Ğubaila von Dair az-Zaur unter SAAF-Deckung mit Vorrücken auf al-Ḥamîdiyya zu mit Eliminierung einer Anzahl IS-Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung in verschiedenen Gebäudekomplexen, entlang der Hauptstraße bis zur Ḫadîğa al-Kubrâ-Madrasa, in der Bûr Saʽîd-Straße wie im Wohngebiet des alten Flughafenbereichs; Sschließlich Erkämpfung der Kontrolle über diesen Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm sowie eines Teils von ar-Ruṣâfa mit anschließender Räumung der Gegenden von hinterlassenen Minen etc.. Befreiung der Dörfer Mašrafat Abû Lafa, Ğab al-Ğamlân und Rasm Mayâl im NO-Rîf von Ḥamâ nach Vernichtung der vorgefundenen Terroristen samt deren mit schweren Maschinengewehren bestückten Kampfwagen; zudem rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe mittels einer Rakete nahe eines SAA-Postens zum Schutz des Dorfes Abû Dâlî.)

7. Astana-Konferenz, Photo: SANA

Nach dem Treffen zwischen der Regierungs- und der russischen Delegation äußerte Alexander Lawrentiew während einer Pressekonferenz am 30.10.2017: „We held constructive talks with the Syrian Arab Republic delegation and there was a full under­standing by its side.”  Auch konstatierte er, daß die mittels der Astana-Plattform erreichten Ergebnisse zu wesentlich mehr Stabilität in Syrien geführt hätten. Er sei zuversichtlich, daß auch diese 7. Gesprächsrunde erfolgreich enden werde, „laying the groundwork for future rounds of talks”. Derzeit habe man die Themen Gefangene und Verschleppte, Minenräumung insbesondere im Gebiet antiker Stätten und eine Reihe gesetztlicher Maßnahmen im Focus. Im Hinblick auf Teile der Opposition, die früher wiederholt den Befriedungsprozeß zu unterminieren versucht hatten (s. frühere Astana- und Genfer Konferenzen zu Syrien), machte er deutlich: „We strongly encourage the opposition to absolutely abandon, as we believe, incorrect preconditions for joining the negotiation process.” Auch sollten die Kurden mehr eingebunden werden, worauf auch die syrische Regierung schon bzgl. der vorangegangenen Genfer Gesprächsrunden  gedrängt hatte. (http://sana.sy/en/?p=116896) Später gab Lawrentiew gegenüber Journalisten bzgl. der bereits geschaffenen De-Eskalationszonen noch bekannt: „Wie Sie wissen, sind türkische und russische Beobach­ter bereits vor Ort. Wir setzen die Vereinbarung der Stationierung von iranischen und türkischen Be­obachtern fort.“ (https://sptnkne.ws/fPCX)

Am ersten Tag der 7. Astana-Konferenz am Mo., 30.10.2017, traf sich die Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî zunächst mit jener aus dem Iran unter Leitung von Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbirî Anṣârî und später mit der russischen zusammen, als deren Chef erneut Alexander Lawrentiew, der Sonder-Gesandte von Präsident Putin für Syrien, fungiert. (http://sana.sy/en/?p=116832, http://www.sana.sy/?p=651004)

Russischer Pilot, Quelle: Sputnik

Nach Mitteilung von Wladimir Schamanow, dem Chef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, vom 30.10.2017 hätten die in Syrien stationierten russischen Streitkräfte ihre Hauptpflichten erfüllt. „Wir rechnen damit, dass die Regierungstruppen bis Ende dieses Jahres die Kon­trolle über die syrische Ostgrenze wiedererlangen und der ‚Islamische Staat‘ als organisierte Militärstruktur nicht mehr existieren wird“, äußerte er in Astana während Gesprächen zwischen kasachischen und russischen Parlamentariern. (http://sana.sy/en/?p=116856, http://www.sana.sy/?p=651010; s.a. https://sptnkne.ws/fP3V für Zitat in Deutsch)

Der Sender al-Ḥada meldete am So., 29.10.2017, daß die infolge der Luftwaffenangriffe aus der irakischen Stadt al-Qâ´im fliehenden IS-Terroristen samt Kommandeuren die Grenze überquerten und sich nach Syrien in Richtung al-Bû Kamâl absetzten. (http://www.alhadath.net/alhadath/iraq/2017/10/29/%D9%85%D8%B5%D8%A7%D8%AF%D8%B1-%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D9%82%D9%8A%D8%A9-%D9%81%D8%B1%D8%A7%D8%B1-%D9%82%D9%8A%D8%A7%D8%AF%D8%A7%D8%AA-%D8%AF%D8%A7%D8%B9%D8%B4-%D9%85%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%A7%D8%A6%D9%85-%D8%A5%D9%84%D9%89-%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7.html)

IS verläß ar-Raqqa, Quelle: Swesda

Der TV-Sender Swesda veröffentlichte Bildmaterial, das nochmals (vgl.u.) belegt, daß die US-geführte Koalition den IS-Kämpfer aus ar-Raqqa  freien Abzug gewährte, bevor sie die schon fast völlig zerbombte Stadt vom IS als „befreit“ erklärten.  Dazu heißt es: Dank den USA verlassen mehr als 1000 IS-Kämpfer samt Bewaffnung Rakka mit auf Kosten der USA gemieteten Fahrzeugen.“ Die Aufnahmen zeigen die IS-Terrorristen beim Verlassen von ar-Raqqa in Richtung Dair az-Zaur in einer Kolonne aus Dut­zen­den LKW und Bussen. Vor Dair az-Zaur sollten sie den immer mehr durch die SAA in Bedrängnis geratenen und in Auflösung begriffenen  IS-„Kameraden“ Unterstützung leisten.  (https://sptnkne.ws/fP7r, https://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201710291316-ggxx.htm vom 29.10.2017)

Vom IS zerstörter Stadtteil von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116774 und http://www.sana.sy/?p=650761, http://www.sana.sy/?p=650487 (Nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten Wiedereinzug in den Stadtteilen ʽUrfî und ʽUmmâl (sog. Arbeiterviertel) von Dair az-Zaur  nach Beseitigung der letzten IS-Reste und anschließendem Minenräumen und Entfernen von hinterlassenen Sprengsätzen etc..  Im NO-Rîf von Ḥamâ Beseitigung von Ğab­hatu_n-NuṣraFortifikationen und –Trupps im Umkreis der Dörfer Ḫirba Ğawîʽad, Tum al-Hawâ und Abû Lafa inklusive einer Anzahl teils mit Maschinengewehren bestückter Kampfwagen und mehr als 30 getöteten Terroristen einschließlich der drei Anführer Anas Abû Mâlik, Abû ʽAbdullâh Taftanâz und Nûr aš-Šâmî.)
Befreiung von 19 vom IS am 11.10.2017 entführter Personen, darunter fünf Kinder und acht Frauen,  am Stadtrand von as-Saʽn im Ost-Rîf von Ḥamâ. Ein IS-Trupp hatte in der Provinz Idlib einen Bus angegriffen, zum Stehen gebracht und die Insassen verschleppt. Die Flüchtlinge wurden von der Armee nach Salamiyya gebracht und mit allem Nötigen versorgt.
26 Personen waren am 21.10.2017 vom IS aus al-Qaryatain verschleppt und während deren Absetzversuchs angesichts des schnellen SAA-Vorrückens als menschliche Schutzschilde mißbraucht worden. Während der Befreiungsinitiative der Stadt beobachtete eine SAA-Einheit zusammen mit Volkswehrangehörigen feine Gruppe, die vom Ğabal Kaḥla herunterkam, während die Armee in jenem Gebiet flüchtige IS-Mitglieder verfolgte. Als sich herausstellte, daß es sich bei der Gruppe um zuvor gekidnappte Zivilisten handelte, wurden dieselben umgehend in Sicherheit gebracht und mit Essen und Trinken versorgt Die Entführten erzählten, der IS habe sie gezwungen, das von den Terroristen aus Gouvernementsgebäuden und Läden gestohlene Gut sowie Geld für sie in die umgebenden Berge zu deren Schlupfwinkeln zu transportieren. Jeder, der sich den Terroristen widersetzt habe, sei unter der Anklage des Abfalls vom gefoltert oder getötet worden. Die toten Körper hätten die Bewohner von al-Qaryatain jeweils in die Obstplantagen schaffen müssen. (http://sana.sy/en/?p=116793, http://www.sana.sy/?p=650487, http://www.sana.sy/?p=650487, je vom 29.10.2017)

In einer Anzahl Städte und Dörfer, insbesondere in Maʽrat Miṣrîn, 9km nördlich der Provinzhauptstadt Idlib, wie auch in Ġazla befinden sich nach Aussage Einheimischer Depots der Terroristen, vor allem vom al-Qâʽida-Ableger Ğabhatu_n-Nuṣra mit Sprengkörpern (selbstgebauten Raketen) bestückt mit Giftgas. Die Bewohner warnten davor, daß die Terroristen diese wieder gegen die Bevölkerung einsetzen könnten, um die Armee (SAA) bzw. die Regierung in ein übles Licht zu rücken. (http://sana.sy/en/?p=116758,  http://www.sana.sy/?p=650427) – Zum beanstandeten JIM-Bericht über den Einsatz von Giftgas in Syrien s.u.!

Überblick über die damaszener Vororte, Quelle: Ria Novosti

Terroranschläge vom 29.10.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen im Rîf Dimašq beschossen wieder bewaffnete Gruppen von Ost-al-Ġûṭa aus die Wohngebiete Ibn ʽAsâkir, ad-Dawîlaʽa, az-Zablaṭânî von Damaskus wie die Vorstadt Ğaramânâ mit Raketen und Mörsergranaten. Dadurch kam bisher ein Bewohner ums Leben, neun Anwohner trugen Verletzungen davon, Häuser und anderes gut wurden beschädigt.  (http://www.sana.sy/?p=650481)

Wie aus dem kasachischen Außenministerium verlautete, träfen am Abend des So., 29.10.2017, die Teilnehmer der 7. Astana-Konferenz ein. Am Mo., 30.10.2017, stünden bi- und trilaterale Expertengespräche auf dem Plan, am Dienstag dann  eine Plenarsitzung am Nachmittag. (http://sana.sy/en/?p=116742; s.a. http://sana.sy/en/?p=116832, http://www.sana.sy/?p=651004)

Küstenregion, Photo: SANA

Tourismusminister Bišr Yâziğî konnte während des Empfangs einer ausländischen Abgeordneten-Delegation am 29.10.2017 feststellen, daß die Tourismusbranche sich langsam erhole. Eine Menge Investmentprojekte seien gestartet und so an die 1.000 touristischer Einrichtungen wiederhergestellt worden. Dies gebe Grund zum Optimismus. (http://sana.sy/en/?p=116723)

Ein UN-Konvoi mit Hilfsgütern für die Orte in im Ost-Rîf von Damaskus wurde bei der Stadt Yaldâ an den Südausläufern von Damaskus von einer Gruppe Bewaffneter aufgehalten. Nur gegen „Wegezoll“ von 5000 Paketen an Lebensmitteln wollten sie denselben durchlassen. Bislang kamen am 26. Oktober noch Lieferungen durch den den syrischen Roten Halbmond an den Ziel­orten an. Dagegen seien die mit Hilfe des russischen Militärs gelieferten UN-Güter am 24.9.2017 durch die Kämpfergruppen östlich von Damaskus [Ost-al-Ġûṭa, vgl.u.!] beschlagnahmt worden, die zudem den freien Verkauf von Mehl und Be­darfsartikeln in den von ihnen kontrollierten Regionen verbaten. (http://sana.sy/en/?p=116804, s.a. https://sptnkne.ws/fNW8, basierend auf https://ria.ru/syria/20171028/1507758412.html vom 28.10.2017)

Ein Hilfskonvoi des syrisch-arabischen Roten Halbmonds ging am 28.10.2017 auch für die Bewohner im westlichen Umland von ar-Raqqa ab. (http://www.sana.sy/?p=650488)

Dair az-Zaur, Staubsturm, Photo: SANA

Der Gefechtsbericht für den 28.10.2017 entfällt, da aus der Gegend von Dair az-Zaur ein heftiger Staubsturm gemeldet worden ist, der Sicht stark beeinträchtigt und die Tageshelligkeit auf eine Halbdunkel beschränkt. Auch seien das Mobilfunknetz wie das Internet in der Provinz gestört. (http://www.sana.sy/?p=650185)

Aus den SDF-Milizen nahestehenden Webseiten war zu entnehmen, daß sich die US-unterstützten sog. Syrian Democratic Forces heftige Kämpfe lieferten um die Beuteverteilung des vorgefundenen Eigentums der geflohenen Bewohner von ar-Raqqa. Dagegen eröffneten die SDF-Kämpfer auf jeden das Feuer, der sich auf den Straßen zeigte, wie ja auch rückkehrwillige Einwohner am Vortag zu spüren bekamen (vgl.u.). (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960806000907 vom 28.10.2017)

In einem ehemaligen Versteck des IS östlich von ʽUqairbât (vgl.u.) im Ost-Rîf von Ḥamâ fand die Volkswehr am 28.10.2017 2.500 Tonnen gestohlenen Weizens vor. Dieser wurde anschließend zu den vorgesehenen Lagerhallen und Silos gebracht und gesundheitstechnisch untersicht. (http://www.sana.sy/?p=650184)

Giftgas-Bedrohung, Photo: AP

Der russische Vize-Außenminister Sergei Riabkow kommentierte den JIM-Bericht zum Vorfall in Ḫân Šaiḫûn am 27.10.2017 gegenüber RIA Novosti dahingehend, daß dieser „auf fals­chen Zeugenaussagen und fehlerhaften Untersuchungsmethoden beruhe„. Nach eingehender Berichtsanalyse werde die Moskauer Regierung konkrete Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung der Untersuchungsmethoden machen mit dem Ziel, „jegliche potentielle Manipulationen mit dem Instrument und dieser ganzen Materie durch eine Gruppe von Ländern zu verhindern, denen das Geschehen gleichgültig ist, wer, wie und aus welchen Gründen Giftstoffe einsetzt. Diese nutzen das ganze Thema nur als Mittel zur Lösung ihrer eigenen, für uns unannehmbaren politischen Aufgaben.“ (http://www.sana.sy/?p=649612; s.a. https://sptnkne.ws/fN3D) – Im Weiteren dazu s.u.!

Das Außenministerium in Damaskus wies am Fr., 27.10.2017, seinerseits die auf so beanstandenswerte Weise zusammengekommenen Ergebnisse des JIM-Berichts (vgl.u.) zurück. Dieser sei auf Instruktion der Administrationen der USA und weiterer westlicher Länder zustande gekommen, die damit weiteren Druck gegen die syrische Souveränität aufbauen wollten. Wie schon mehrfach zuvor (vgl.u.) wiederholte das Amt, die Regierung sei ihrer eingegangenen Verpflichtungen zur Vernichtung all ihrer Chemiewaffenbestände unter OPCW-Überwachung in kooperativer Weise vollkommen nachgekommen, ohne sie in irgendeiner Hinsicht zu behindern, und lehne C-Waffeneinsatz als unmoralisch und verdammenswert ab, gleich wann, wo und unter welchen Umständen. Syrien verurteile die offen oder versteckt im Report untergebrachten Vorwürfe gegen sein Land wie früher geäußerten, da es sich dabei um Verdrehungen der Wahrheit  bzw. Falschdarstellungen aller vorhandenen Fakten handele. Ebenso sei die Abhängigkeit des Joint Investigative Mechanism (JIM) von Aussagen krimineller Terroristen zu verurteilen, die selbst für den unmoralischen Akt in Ḫân Šaiḫûn verantwortlich seien wie von apokryphen zwielichtigen Aussagen, die im Report als „offene Quellen“ ausgegeben werden. Seit Beginn der Arbeit von JIM habe Syrien wiederholt gefordert, dessen Tätigkeit müsse professionell und unparteiisch sein; falls jedoch dessen „Berichte“ im voraus durch westliche Geheimdienste verfaßt würden, wären diese unbrauchbar; leider sei dieser Einfluß bislang jedoch  gegeben gewesen. Ebenso habe man immer wieder Fakten dafür geliefert, daß die Terrorfraktionen C-Waffen einsetzten und darin sogar durch Parteien in der Region und darüber hinaus, insbesondere die USA, Frankreich und Großbritannien (dazu s.u.) und deren Marionetten in der Region wie Saudi-Arabien, Qaṭar, die Türkei u.a. unterstützt würden. Der Druck, den diese Länder auf JIM und das Faktenfindungskomitee ( fact-finding committee) der OPCW ausübten, habe sich in der Ablehnung des Resolutionsentwurfs gezeigt, welcher durch Rußland und den Iran eingereicht worden war, um vor Ort in Ḫân Šaiḫûn und der aš-Šaʽîrât-Luftwaffenbasis durch eine Untersuchungskommission ermitteln zu lassen (hierzu vgl. Teil V). Schließlich hätten sich beide Gremien, die JIM wie das Faktenfindungskomitee geweigert, zum Ort des Vorfalls zu reisen, um dort herauszufinden, was tatsächlich geschehen war; statt dessen seien nicht nachvollziehbare Entschuldigungsgründe für die Weigerung angeführt worden. Über all das schweige sich der JIM-Report aus. (http://www.sana.sy/?p=649781, http://sana.sy/en/?p=116695)

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116669  und http://www.sana.sy/?p=649729 (Vernichtung letzter IS-Bastionen und -Verstecke in den Stadtteilen von Miḥkân im S von al-Mayâdîn während des fortgesetzten Vormarsches auf al-Bû Kamâl im äußersten SO des Rîf von Dair az-Zaur zu samt Kampfwagen, Autobomben und Bewaffnung; zudem  Beseitigung von IS-Barrikaden und –Trupps in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî, al-Maṭâr al-Qadîm, Kanâmât, Ḫasârât und aš-Šaiḫ Yâsîn der Provinzhauptstadt unter Deckung akkurater SAAF- und Artillerieangriffe auf die IS-Stellungen, dabei Rückeroberung des Industriegebiets. Gemäß Einheimischenberichten sind die Zufahrtsstraßen von al-Bû Kamâl mit Erdwällen u.a. verbarrikadiert und IEDs auf den Hauptstraßen und Randbezirken der Stadt ausgelegt, um die SAA beim Vordringen zu behindern; infolge des schnellen Vormarsches befänden sich die Terroristen in heller Aufregung.)

Laut dem Auswärtigen Amt Kasachstans vom 27.10.2017 haben alle geladenen Parteien ihre Teilnahme an der 7. Astana-Konferenz zugesagt. Das bedeutet, daß neben den Delegationen der syrischen Regierung, der Opposition und der drei Garantenstaaten Vertreter der UNO, der USA und Jordaniens als Beobachter dabei sein werden. (http://www.sana.sy/?p=649733)

Stadtteil al-Mašlab von ar-Raqqa, Photo; SANA

Terroranschläge vom 27.10.2017:
Aufgrund von übereinstimmenden Meldungen von Einheimischen der Region und im Internet geposteten Videos von Aktivisten versuchten hunderte Bewohner, darunter Frauen und Kinder, des Stadtteils al-Mašlab von ar-Raqqa trotz der Zerstörungen durch die Bombardements der US-geführten Koalition (auch mittels Einsatzes weißen Phosphors) in den letzten Monaten (vgl.u.) in ihre Wohnstätten zurückzukehren, aus denen sie zuvor geflohen waren. Daran wurden sie jedoch durch gezielte Schüsse einer Gruppe SDF-Kämpfer (zu deren Einordnung s.u.!) gehindert, die damit neun Personen verletzten  (http://sana.sy/en/?p=116666, http://www.sana.sy/?p=649724)
Wieder wurde die Stadt Maḥarda, ca. 25km nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ, von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen aus der benachbarten Provinz Idlib mit Raketen beschossen, wodurch zwei Bewoher verletzt und mehrere Wohnhäuser beschädigt wurden.  (http://www.sana.sy/?p=649741)

Gemäß einer Verlautbarung des russischen Verteidigungsministeriums vom 27.10.2017 registrierte die Kontrollgruppe der De-Eskalationszonen neun Verstöße gegen die Waffenruhe in diesen Gebieten, darunter je vier in der Zone Idlib und  Rîf Dimašq sowie eine in der von amâ. Die meisten Fälle wahlloser Angriffe mittels kleinerer Waffen ereigneten sich in den vergangenen 24 Stunden jedoch von den vom IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  kontrollierten Terrains aus. (http://sana.sy/en/?p=116664, http://www.sana.sy/?p=649692)

SAA-Pirsch, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116612 und http://www.sana.sy/?p=649064 (Nach heftigen, für den IS verlustreichen Kämpfen weiteres Vorrücken im SO-Umfeld von Dair az-Zaur mit Etablierung der Kontrolle über diese Gebiete einschließlich des Dorfes Ḥuwaiğa Ṣakr (ca. 10km vom Dair az-Zaur-Stadtzentrum) nach Beseitigung der letzten IS-Trupps und -Fortifikationen dort samt etlichen Autobomben, mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen und unterschiedlichsten Kanonen sowie nachfolgendem Räumen der hinterlassenen Minen und Sprengsätze des IS; weiterer Vormarsch auch auf dem Ost-Ufer des Euphrats in Richtung des NO-Umlands von al-Ğadîda mit Zerstörung der IS-Stellungen dort wie um Ḫušâm; zudem präzise effektive Artillerie- und SAAF-Angriffe gegen die IS-Bastionen in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî, al-Ğubaila, Kanâmât, Ḫasârât der Provinzhauptstadt mit Vernichtung von deren Waffen und Munition. Laut Mitteilungen der Einheimischen gab es Auseinandersetzungen zwischen IS-affiliierten Gruppen mit acht Toten darunter sechs Ausländern; derweil gab es eine neue Fluchtwelle unter den IS-Kämpfern inklusive der drei Kommandeure: Muḥammad Aḥmad as-Sayyid alias Ḥamâdî Abû al-Muṯhannâ und Aḥmad as-Sayyid und Aḥmad al-Kamârî; während seines Fluchtversuch samt Familie verhaftet wurde ein weiterer tunesischer IS-Kämpfer  in der Nähe der Stadt Daranağ südöstlich von al-Mayâdîn.)

Staffan de Mistura, der UN-Sondergesandte für Syrien, gab am Do., 26.10.2017, als Termin für den Beginn der nächsten [8.] Genfer Syrien-Konferenz  den 28.11.2017 an. Die 7. Gesprächsrunde war am 14.7.2017 zu Ende gegangen (vgl. Teil V). (http://sana.sy/en/?p=116654)

Präsident Dr. al-Assad mit Delegation von Alexander Lawrentiew, Photo: SANA

In Vorbereitung der 7. Astana-Konferenz traf die von Alexander Lawrentiew, dem speziellen Gesandten von Präsident Putin für Syrien, angeführte Delegation am 26.10.2017 in Damaskus mit Präsident Dr. al-Assad und Sachverständigen zusammen. Neben den schon mit den Astana-Konferenzen verknüpften bekannten Zielen beider Länder (vgl.u. und Teil V) führte Dr. al-Assad zudem aus, daß die Operationen zur Befreiung syrischen Territoriums vom Terrorismus wie die Maßnahmen zur Beendigung des Blutvergießens mittels Rekonziliierungsbemühungen den Boden für weitere politische Lösungsstrategien der Syrienkrise unter Garantie der Einheit und Souveränität Syriens bereiteten. Dazu gehöre auch eine Konferenz des nationalen Dialogs in Syrien, um Verfassungsverbesserungen zu erreichen und neue Parlamentswahlen abzuhalten. (http://sana.sy/en/?p=116648)

C-Waffenangriff durch Terroristen, Photo: Pars Today

Zu den absolut nicht neuen Behauptungen des am 26.10.2017,  vorgelegten Berichts des OPCW-UN Joint Investigative Mechanism (kurz: JIM) über den vorgeblichen Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (s. und https://sptnkne.ws/fNkG) vgl. die früheren Stellungnahmen u.a. von Michail Uljanow u.a. zum Sachverhalt. Wie von der syrischen und der Kreml-Regierung immer wieder gefordert, fanden bislang keine entsprechenden Untersuchungen vor Ort statt. Wie sollen somit die durchgeführten JIM-„Untersuchungen“  von überzeugender Bedeutung sein? Dagegen hat die syrische und russische Seite bisher auf etliche, den Vorwürfen widersprechende Fakten hingewiesen und dazu schlüssig Sachverhalte unterbreitet, die die Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn in ganz anderem Licht erscheinen lassen. Da dieselben, immer wieder durch Fakten überzeugend zurückgewiesenen Vorwürfe  seitens der US-Administration gegenüber der syrischen Regierung bzw. dem syrischen Militär in gewissen Abständen ohne wirklich neue Ergebnisse wiederholt werden, genügt an dieser Stelle ein Verweis auf die schon vorgestellten Darlegungen zum Fall. (vgl.u. wie in Teil V mittels Suchwort: Ḫân Šaiḫûn)
Das russische Außenministerium machte zum Fall geltend, daß eine Fortsetzung des am 17. 11.2017 auslaufenden JIM-Mandats nur in Frage komme, sofern sichergestellt sei, daß deren Vorgehensweise professionell (also wissenschaftlichen Kriterien genügend) und unabhängig stattfinde. Es gehe nicht an, daß am Ort des Vorfalls nicht ermittelt werde, die von der Chemical Weapons Convention zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausgeschöpft und überhaupt sehr selektiv vorgegangen werde. Etlichen westlichen Ländern gehe es aufgrund der gemachten Erfahrungen eindeutig nicht um die Klärung des Vorfalls. Their goal is not to reach the truth, but to use specialized international bodies in order to increase the pressure on the Syrian Government” (Deren Ziel ist nicht die Wahrheit, sondern fachliche internationale Gremien zu benutzen, um vermehrten Druck auf die syrische Regierung auszuüben). Die Weigerung seitens der Administrationen der USA, Großbritanniens und Frankreichs, über die letzten Jahre hinweg die Einsätze von Chemiewaffen durch  die in Syrien agierenden Terroristen zu verurteilen, habe beinahe das Ausmaß erreicht  „covering the crimes of terrorists” (die Verbrechen der Terroristen zu verschleiern). (http://sana.sy/en/?p=116605)

ar-Rukbân-Camp, Photo CBN-News

In einer Stellungnahme vom Do., 26.10.2017, protestierte ein Sprecher des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm  dagegen, daß die – völkerrechtswidrig – in at-Tanaf (s.u.) nahe der Grenze zu Jordanien  nach wie vor eine Militärbasis unterhaltenden US-Streitkräfte keine Hilfskonvois der Regierung in das Flüchtlingslager ar-Rukbân durchlassen. Dieses liegt 18km südlich der Ortschaft at-Tanaf, aber innerhalb des von der US-Basis kontrollierten und beanspruchten Terrains. Auch ließen die US-Verantwortlichen keine Repräsentanten von Hilfsorganisationen nach ar-Rukbân und verhinderten die Einrichtung gesicherter Korridore für die Flüchtlinge durch die SAA. Die Lage im Flüchtlingslager werde nämlich zusehends gefährdet  infolge des Einschmuggelns von Drogen und der Propaganda wie der Rekrutierung von Insassen für die Terrororganisationen. (http://sana.sy/en/?p=116609)

Salman bin Sultan, Quelle: The Intercept

Die US-Seite The Intercept, betrieben von unabhängigen Journalisten, die auch Meldungen abseits der Mainstream-Medien der Öffentlichkeit zukommen lassen wollen, berichtet von einem NSA-Dokument (s. top-secret National Secu­rity Agency document), das Whistleblower Edward Snowden bekannt machte. Daraus geht eindeutig hervor, wie tief ausländische Regierungen, hier besonders die saudische in den Terrorkrieg gegen Syrien verstrickt sind. Dies wir auch an jenem Fall deutlich, als Mitglieder der saudischen Sultansfamilie, Salmân bin Sulṭân, damals hoher Geheimdienstoffizier seines Landes, den Terroristen im Umland von Damaskus 120 Tonnen Sprengstoff und Raketen  liefern ließ, damit sie zum zweijährigen „Jahrestag“ am 18.3.2013 die Raketenangriffe auf die Hauptstadt Damaskus („to ,light up Damascus‘ and ,flatten‘ the air­port“), darunter den internationalen Flughafen und den Präsidentensitz durchführten (d.h. auf Befehl von Salmân bin Sulṭân!). Der Auftraggeber wurde darauf sogar zum Vize-Verteidigungsminister von Saudi-Arabien befördert. (http://www.sana.sy/?p=648724, basierend auf: https://theintercept.com/2017/10/24/syria-rebels-nsa-saudi-prince-assad/)

Wiederanschlauß – Gasfeld, Quelle s. Abbildung!

Neben den vielen Wiederaufbauprojekten im zivilen Wohnungsbau, der Wiederherstellung von medizinischer, Wasser- und elektrischer Versorgung etc. in den verschiedenen von den Terroristen befreiten Gebeiten des Landes konnte am 26.10.2017 ebenfalls die Wiederinbetriebnahme zweier wichtiger Gasfelder in der Provinz Ḥom, Nord-al-Fayad 9 und Abû Rabâ 19, verzeichnet werden.  Damit sind insgesamt 15 Gasfelder wieder ans Netz angeschlossen. (http://sana.sy/en/?p=116657)
Laut Auskunft von ʽAlî Ġânim, dem Minister für Öl und Mineralressourcen, vom Fr., 27.10.2017, beziffern sich die Verluste des Landes durch die Kriegsfolgen, systematische Zerstörungen durch die Terroristen und vor allem durch Bombardements der US-geführten Koalition, auf dem Ölsektor in einer bloßen Erstbewertung schonauf mehr als 68 Milliarden US-$. (https://sptnkne.ws/fNwQ)

Terroranschlag vom 25.10.2017:
Mittags feuerten im Rîf Dimašq in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen erneut bewaffnete Gruppen von Ost-al-Ġûṭa aus mit Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ und verursachten Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=116561)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116557 und http://www.sana.sy/?p=648657 (Rückeroberung des Industriegebiets von Dair az-Zaur nach Beseitigung der letzten IS-Nester mit anschließender Säuberung des Gebiets durch den Kampfmittelräumdienst und der Einrichtung neuer Militärposten darin als Ausgangspunkt neuer Operationen gegen IS-Verbände; zudem effektive Angriffe auf IS-Barrikaden in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, aš-Šaiḫ Yâsîn, Kanâmât, Ḫasârât mit heftigen Feindverlusten; im östlichen Umland der Provinzhauptstadt weiteres Vordringen im Kampf gegen die fortifizierten IS-Stellungen im Dorf Ḥuwaiğa Ṣakr unter Deckung präziser SAAF- und Artillerie-Einsätze. Erfolgreicher Luftschlag im Ost-Rîf von Ḥamâ zwischen al-Buwaidar und dem N von as-Saʽn gegen einen Konvoi von Ğabhatu_n-Nuṣra  bestehend aus acht Transportern mit schweren Waffen und Panzern. – Nach wie vor greifen Trupps von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  die Militärposten zum Schutz der an der Straße Ḫanâṣir – Aṯriyâ gelegenen Orte im nördlichen Umland von as-Saʽn an.)

C4 aus der „Autobombe“, Photo: SANA

Den Behörden der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya gelang es am 24.10.2107, einen Pickup mit ca. 50kg an  hochexplosivem C4-Sprengstoff rechtzeitig vor dem al-ʽUṯmân Surgical Hospital in der Vorstadt Tišrîn aufzuhalten und den Fahrer festzunehmen, bevor es zu einem Attentat per Autobombe kommen konnte. (http://sana.sy/en/?p=116490)

Terroranschlag vom 24.10.2017:  
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen im N von Ḥomṣ bewaffnete Gruppen, die sich in einem nahegelegenen kleinen Ort verschanzt hatten, das Dorf Akrâd ad-Dâsaniyya mit Raketen, die zum Glück „nur“ zu Sachschäden führten. (http://sana.sy/en/?p=116520)

SAA-Militäroperation, Quelle: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116495 und http://www.sana.sy/?p=648090  (Unter Deckung der SAAF Rückgewinnung der Kontrolle über etliche Positionen innerhalb der Stadt Maḥkân im SO von al-Mayâdîn während des Vormarsches von Dair az-Zaur aus auf  al-Bû Kamâl zu  mit Beibringung erheblicher IS-Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung; dergleichen Fortschritte bei den Operationen am Ostufer des Euphrats im Umkreis von Ḫušâm auf aṭ-Ṭâbiyya zu mit ebensolchen Folgen für die angetroffenen Terroristentrupps; zudem gezielte effektive Luft-und Artillerieangriffe auf IS-Positionen, -Zentren und-Fortifikationen in den Stadtteilen al-ʽArḍî, Kanâmât, Ḫasârât und, al-ʽUmmâl, al-Ğubaila, al-Ḥamîdiyya und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur mit Vernichtung vieler Terroristen samt deren Equipment. Lokale Quellen berichteten vom geglückten Entkommen von 18 Gefangenen aus einem IS-Gefängnis im Dorf al-Ğarḏî aš-Šarqî, SO von al-Mayâdîn.)

Außenministerium (von der Seite), Photo: SANA

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden protestierte das Außenamt am 24.10.2017 wiederum gegen die trotz aller Beschwerde fortgeführten Luftangriffe der US-geführten Koalition. Diese kosteten erneut,  dieses Mal am 23.10.2017 in dem unter Regierungskontrolle stehenden Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur viele syrische Zivilisten Leben und Unversehrheit und führten zu den bekannten Zerstörungen. Dabei kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt, wie immer darunter Frauen und Kinder. Besonders unverständlich sei dieses Bombardement, nachdem die SAA den Stadtteil vollkommen vom IS gesäubert habe und sich dieser gerade neu wiederbelebe. Das unterstreiche zum wiederholten Mal die verdächtige und subversive Rolle dieser Koalition, deren krampfhafte („frantic) Bemühungen darin bestünden, den weiteren Vormarsch der Armee und ihrer Alliierten nach deren Siegen über den IS zum Scheitern zu bringen, insbesondere in der Provinz Dair az-Zaur.  Nochmals erinnerte das Ministerium an die von der US-geführten Koalition begangenen Massaker in ar-Raqqa, die tausende Bewohner ihr Leben kosteten und die Stadt fast ausradierten („almost wiped the city off the face of earth”), während zur gleichen Zeit den IS-Kämpfern gesicherter freier Abzug („securing … safe exit”) aus ar-Raqqa und Dair az-Zaur gewährt wurde, damit jene umgehend die SAA in Dair az-Zaur angreifen konnten.   Und dann habe dies Koalition auch noch versucht, ihr abscheuliches Verbrechen („heinous crime“) in ar-Raqqa mit der Verkündung von Wiederaufbauplänen der zerstörten Stadt zu kaschieren. Weiter hieß es in dem Schreiben:  „Will not succeed in consolidating the de facto situation it seeks to achieve in cooperation with its agents, in a gross violation of the Syrian Arab Republic’s sovereignty, unity and territorial integrity.” Ebenso kritisierte das Außenamt jene ausländischen Regierungen, die diese US-geführten Koalition mit Lob überschütteten, ihre Verbrechen jedoch ignorierten. damit machten sie sich zum Komplizen („complicit”) des Blutvergießens syrischer Bürger und der Zerstörung von Städten und Infrastruktur im Land. Die an sich schon völkerrechtwidrigen Luftangriffe dieser Koalition müßten unbedingt umgehend durch den UNSC gestoppt werden. (http://sana.sy/en/?p=116510)

Vgl.a. die Stellungnahme aus dem AA zu ar-Raqqa vom 29.10.2017, wonach gut 90% der Stadt durch die US-geführte Koalition dem Erdboden gleichgemacht worden sei. (http://sana.sy/en/?p=116827)

Giftgasrückstandsprobe, Quelle: AFP

Nachdem Nikki Haley, US-Botschafterin bei den UN, am Fr., 20.10.2017, vom UN-Sicherheitsrat (UNSC) bzgl. des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn vom 4. April [vgl. Teil V] geforderte hatte, das Mandat der OPCW-UN Joint Investigative Mechanism (kurz: JIM) in Syrien unmittelbar zu verlängern, hatte das russische Außenministerium am Mo., 23.10.2017, hierzu Bedenken geäußert. In Erinnerung an die Darlegung von Michail Uljanow, dem Leiter der Ab­teilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des Amtes, vom 20.10.2017 (s.u.!) stehe erst noch der Bericht dieser Kommission für den 26.10.2017 aus, deren Arbeit bislang sehr mängelbehaftet und unzureichend (“unprofessional and raises questions”) gewesen sei. Es sei daher unverständlich bzw. befremdlich seitens der US-Administration, vor Vorlage dieses Berichts und einer Diskussion darüber unmittelbar auf diese Verlängerung dieser Mission zu drängen.  Die US-Darstellung, Rußland  wolle die Arbeit von JIM behindern, verkehre daher vollkommen den Sachverhalt.  (http://sana.sy/en/?p=116414) Vgl. die Sputnik-Version mit den Zitaten in Deutsch: „Damit der UN-Sicherheitsrat eine ausgewogene Entscheidung in dieser Frage treffen kann, ist es nötig, zuerst einen Einblick in den Bericht zu bekommen, besonders weil keine bedeutenden Informationen über die Tätigkeit der Ge­mein­samen Ermittlungsgruppe im letzten Jahr vorgelegt wurde. Der Bericht fehlt, dennoch wird eine Mandatsverlängerung gefordert. Das geht nicht. … Dabei verdrehen sie grob Russlands Stellung, indem sie behaupten, dass Moskau die Verlängerung blockieren würde, falls die Schlussfolgerungen des Mechanismus ‚antirussisch‘ wären“. (https://sptnkne.ws/fKT9) – In der Konsequenz legte der russische UN-Gesandte am 24.10.2017 sein Veto gegen einen dahingehenden, von den USA vorgelegten UNSC-Resolutionsentwurf ein. (http://www.sana.sy/?p=648376)

 

Während einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî in Moskau forderte Rußlands Außenminister Sergei Lawrow von der US-Administration eine „ehrliche und verständliche Antwort“ zu den „seltsamen Dingen„, die russischerseits an Aktivitäten der US-geführten Koalition aufgezeichnet wurden, insbesondere hinsichtlich des ungehinderten  Auszug von IS-Terro­risten aus ar-Raqqa [nach Dair az-Zaur, vgl.u.!]. So konnten  IS-Kämpfer ar-Raqqa in dem Moment verlassen, als die Koalition die Stadt belagerte. „Es ist mehrmals vorgekommen: In der Zeit, als die syrische Armee die IS-Positionen angriff, konnten dieselben IS-Kämpfer die von der US-geführten Koalition kontrollierten Regionen ruhig verlassen und sich zu Stellungen begeben, um der syrischen Regierungsarmee zusätzlichen Widerstand zu leisten“, versicherte Lawrow. Zudem erwähnte er: „Wenn wir von einer neuen Politik der USA hören, die das Entstehen irgendwelcher lokaler Räte [vgl.u.] auf den Territorien der Arabi­schen Republik Syrien vorsieht, löst das bei uns natürlich Fragen aus.“ Schließlich hatte US-Präsident Trump vor kurzem erklärt, es beginne bzgl. der Handlungen der US-geführten Koal­i­tion im Land ein neues Stadium, das die lokale Sicherheitskräfte unterstützen, Deeskalation fördern und sachgemäße Bedingungen für einen dauerhaften Frieden schaffen werde, da­mit „die Terroristen nicht zurückkommen und unsere kollektive Sicherheit nicht bedrohen“. Dagegen kritisiert die russische Seite, daß es bislang keinerlei Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusbekämpfung mit der US-Administration gegeben habe.  (http://www.sana.sy/?p=647567, http://www.sana.sy/?p=647567, https://sptnkne.ws/fKzW für letzte Zitate in Deutsch; Datum jeweils 23.10.2017)

Salman bin Sultan, Quelle: The Intercept

Ṯâmir as-Sabhân, Photo: arab news

Auf heftige kritische Reaktionen in Syrien stieß die zu spät bekannt gewordene Tatsache, daß Brett McGurk, der  bereits von Ex-US-Präsident Obama eingesetzte Sondergesandte, zuständig für die völkerrechtswidrig und entgegen der wiederholten massiven Proteste in Syrien agierende US-geführten Koalition, ohne Erlaubnis der Regierung die Kleinstadt ʽÎn ʿĪssạ̄ besucht und dazu auch noch Ṯâmir as-Sabhân eingeladen hatte. Dieser wurde wegen staatsfeindlichen Gebahrens vor ca. einem Jahr als saudischer Botschafter aus dem Irak ausgewiesen und dann in seiner Heimat mit dem Posten des Ministers für Angelegenheiten des  Persischen Golfes betraut. Wie schon bekannt gemacht, rief zwar plötzlich und entgegen ihrem bisherigen Verhalten die US-Regieung zum Wiederaufbau des durch die US-Bombardements fast dem Erdboden gleichgem0061hten ar-Raqqa auf (vgl.u.), doch sollten Ausländer diesen fianzieren, allen voran Saudi-Arabien, wie sich nun zeigt. Dessen Regierung hat eine besondere Stiftung insLeben gerufen, die muslimische Länder bzw. muslimische Minderheiten unterstützt, d.h. in Richtung Wahhâbismus, der islamischen Strömung, die auch dem IS zugrunde liegt. Daher erklären sich Titel-Überschriften wie Saudi Money Invades Raqqa – Sowing The Seeds Of ISIS 2.0 oder vom saudischen „Stützpunkt“ in der Region. – Dagegen hatte Präsident Dr.al-Assad immer davor gewarnt, daß es mit dem sieg über die Terroristen im Land allein nicht getan sei, es gelte vor allem der wahhabistisch begründeten Extremisten-Ideologie vor allem bei der während des Kriegs aufgewachsenen Jugend zu begegnen (s.  Präsidenten-Interview).

Bild-Propaganda zum „Photo des Tages“, Quelle: AFP

Zum jüngsten Propaganda-Lehrstück der Stimmungsmache gegen die syrische Regierung unter Präsident Dr. al-Assad aus der Feder von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt vom 23.10.2017, wie auch von Gulf News, wieder einmal in völlig verfälschender Kommentierung eines für die Emotionen der Leser komponierten Photos von AFP als „Foto des Tages“ nimmt die investigative Journalistin Karin Leukefeld, die sich im Gegensatz zu ihren Berufskollegen immer wieder vor Ort informiert, in erfreulich aufklärender und kritischer Weise Stellung und stellt den fake news die Tatsachen gegenüber. Die wahren Schuldigen sind nämlich wieder alte Bekannte von FSA (zur Einordnung s. frühere Teile, bes. Teil IV, Ğabhatu_n-Nuṣra etc., gegen die die SAA so zäh und schließlich erfolgreich kämpft. Der ganze Artikel ist nachzulesen bei: https://sptnkne.ws/fK2P!

Russisches Militär in Syrien, Photo: Sputnik

In einem Resümee des zweijährigen Unterstützungseinsatzes russischer Militärs in Syrien im Einvernehmen mit der Regierung in Damaskus teilte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu am 24.10.2017 während einer Konferenz der Association of Southeast Asian Nations Verbandes Süd­ostasiatischer Nationen (kurz: ASEAN, zu Deutsch: Verbandes Süd­ostasiatischer Nationen) und ihrer Partner mit, der IS kontrolliere nur noch knapp 5% des syrischen Territoriums; insgesamt 948 Trainingslager, 666 Fabriken und Werkstätten zur Herstellung von Sprengsätzen etc. der Terroristen seien zerstört  worden wie auch rund 1500 Einheiten von deren Militärtechnik. Wichtige 998 Orte wurden befreit, Sicherheit und Stabilität wiederhergestellt, wichtige Kommunikationskanäle deblockiert. 1,2 Millionen geflüchteter Zivilisten seien wieder in ihre jeweilige Heimat zurückgekehrt, allein im laufenden Jahr 660.000. Infolge des Rekonziliierungsprozesses der Regierung, den das Koordinationszentrums in Ḥumaimîm   unterstütze,  hätten sich rund 2.5000 Regionen diesem angeschlossen.  (http://sana.sy/en/?p=116492, http://www.sana.sy/?p=648053, s.a. https://sptnkne.ws/fKKh) –  Auch die Finanzierung des IS mittels Ausbeutung der Ölfelder sei nahezu gestoppt worden: „Bis zum Jahr 2015 verdienten die IS-Terroristen aus den Ölverkäufen auf dem syrischen Territorium rund drei Milliarden US-Dollar, mitunter waren das bis zu zehn Millionen Dollar täglich“, erwähnte Schoigu und setzte hinzu: „Heute wurden die Finanzspritzen der Terrormiliz von syrischem Territorium praktisch gestoppt.“ Dies geschah, indem mehr als 200 Öl- und Gasförde­rungs­stätten, 184 Ölraffinerien, 126 Pumpstationen und rund 4000 Tanklaster der Terroristen vernichtet wurden. (https://sptnkne.ws/fKM7)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.10.2017 informieren: (http://sana.sy/en/?p=116354 und http://www.sana.sy/?p=647526 (In al-Bû Kamâl im SO-Rîf von Dair az-Zaur befindet sich der IS laut Einheimischen der Gegend in Aufruhr bzw. Auflösung infolge des Näherrückens der SAA und deren weiteren Gebietsgewinnen, mit der Schattenseite vermehrter  Drangsalierung der Bewohner, die teils zu Schanz- und Befestigungsarbeiten für IS-Fortifikationen gezwungen werden; Auslöschung der letzten IS-Bastionen, -Verstecke  und –Trupps  unter Deckung von SAAF und Artillerie in Ḥuwai­ğa Ṣakr im Umland der Provinzhauptstadt wie in deren Stadtteilen aš-Šaiḫ Yâsîn, Sûq al-Hâl, Sînamâ Fu´âd-Straße, al-Ḥu­waiqa, al-Ğubaila, ar-Rašadiyya, al-ʽUmmâl, Kanâmât, Ḫasârât und al-ʽArḍî und dem Industriegebiet unter erheblichen Feindverlusten; intensive präzise SAAF-Angriffe auf Infiltrationsrouten und Verbarrikadierungen des IS in südöstlicher Richtung um al-Bû Kamâl im Bereich von al-ʿAšâra und al-Qûriyya, 60km im SO von al-Mayâdîn – unter den zahlreich getöteten IS-Extremisten wurde auch Muḥammad Ğâsim al-Aʽrân alias aš-Šaliṣtû, einer der effizientesten IS-Offiziere identifiziert. Einheimische meldeten erneut IS-Fluchtwellen einschließlich des selbsternannten IS-Kommandeurs von Dair az-Zaur mit dem Kampfnamen Abû aṭ-Ṭayyib al-Idlibî zusammen mit fünf seiner Männer. In der zurückeroberten Ğab al-Ğarâḥ im Rîf von Ḥomṣ fiel den Kampfmittelbeseitigungseinheiten eine ISWerkstatt für IEDs, Sprengstoffgürtel mit drei Kampfdrohnen in die Hände, auch entdeckten sie ein Warenlager mit medizinischen Vorräten.)

Kasachischer Außenminister, Photo: SANA

Der kasachische Außenminister informierte am 23.10.2017 darüber, daß von der nächsten [7.] Astana-Sitzung neue Delegationen an der Teilnahme nicht ausgeschlossen seien. Alles hänge vom Umfang der Koordination der drei Garantenstaaten (dazu s.u.) ab. (http://sana.sy/en/?p=116347)

SAA-Soldaten verhalfen eine Anzahl vor dem IS aus dem Umkreis von al-Mayâdîn geflüchteten Familien sicher nach Dair az-Zaur, wo sie – wie üblich (vgl.u.) – sofort mit allem Nötigen versorgt und in ein Übergangszentrum gebracht wurden. Auch sie erklärten sich glücklich, in Sicherheit angekommen zu sein und riefen alle noch zögernden Bewohner des Umlands dazu auf, sich zur nächst gelegenen SAA-Posten durchzuschlagen. (http://sana.sy/en/?p=116383)

US-Basis at-Tanaf, Photo: Sputnik

In Reaktion auf den unlängst erneut erfolgten türkischen Einmarsch in Idlib (s.u.), der  völkerrechtswidrigen Präsenz der US-geführten Koalition (s.u.) im Land wie der US-Truppen in at-Tanaf (s.u.) und anderen Landesregionen versicherte Informationsminister Turğumân am 23.10.2017, die Regierung werde diese groben Aggressionen nicht unbeantwortet lassen. Dazu bemerkte er: „Wir betrachten diese Präsenz als grobe Aggression, die Syriens Souverä­nität, das internationale Recht und die UN-Resolutionen verletzt.“ Er ergänzte: „Wir haben das Recht, diese Aggression in entsprechender Weise und zum entsprechenden Zeitpunkt zu beantworten. Die syrische Armee wird die Kontrolle über jedes Sandkörnchen in Syrien von Nor­den bis Süden und von Osten bis Westen wiederherstellen.“  (https://sptnkne.ws/fKt7) Genauso gelte ar-Raqqa nicht als befreit, solange nicht die Landes-Streitkräfte (SAA) dort stationiert seien. Wenn auch der Auszug des IS (dazu vgl.u.!) an sich aus der Stadt positiv zu werten sei, sei die staatliche Souveränität und Integrität auch in diesem Gebiet erst wiederhergestellt, wenn dort die nationalstaatlichen  Stellen das Sagen hätten, „unabhängig davon, ob sich hier der IS oder eine andere Fraktion oder Organisation befindet“. Nochmals machte er klar: „Wir halten keine Stadt für befreit, bis die syrische arabische Armee in diese einmarschiert und die syrische Flagge gehisst wird“. …  Dies betrifft jede Stelle auf der syrischen Karte.“(https://sptnkne.ws/fKqK</a

Am 22.10.2017 resümierte Finanzminister Dr. Ma´mûn Ḥamdân, die Fortschritte der SAA wie die politischen Bemühungen hätten positive Rückwirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Diese bessere sich von Tag zu Tag trotz des Terrorismuskrieges im Land. Die Produktion finde allmählich zu ihrer früheren Leistung zurück. (http://www.sana.sy/?p=647383)

Patriarch Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî in Salt Lake City, Photo: SANA

Der maronitische Patriarch, Mâr Bišâra Buṭruṣ ar-Râʽî hielt am Sonntag eine Messe in Salt Lake City im Bundesstaat Utah/USA. Dabei machte er deutlich, daß die meisten Mitglieder der in seinem Land  (Syrien) agierenden Terroristen, z.B. der  Terrororganisationen IS und al-Qâʽida [einschließlich deren zahlreichen Ablegern] in den Nahost-Ländern Fremde, Eindringlinge seien, auch für dessen traditionelle Kultur. Zudem würden jene Extremisten vom Ausland her unterstützt und ausgebildet, um künstlich Kriege in der Region zu entzün­den [nach dem sog. Yinon-Plan, s. Teil IV]. Trotz allem würden die Christen im Land darauf beharren, in ihrer Heimat zu bleiben. Das sei deren Recht und die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, dies zu ermöglichen. Schließlich konstatierte er: „Wenn wir den Nahen Osten verließen, würde es ein Land der Terroristen werden und eine Basis, die den Weltfrieden bedroht.“ Es sei an der Zeit, „einen gerechten und dauerhaften Frieden zu schaffen.“  (http://www.sana.sy/?p=646829) 

Während der Parlamentssitzung am So., 22.10.2017, verurteilte auch die Volksversammlung auf das Strengste die jüngsten in einer langen Reihe solcher stehenden Angriffe seitens des israelischen Militärs auf eine SAA-Stellung im Abwehrkampf gegen den Terrorismus. Dies untertreiche erneut „that the Israeli aggression comes in the framework of the support provided by the Zionist entity to the terrorist organizations, particular­ly Jabhat and the groups affiliated to it.” [dazu s.  Teil IV bzgl. Balkanisierung, Yinon-Plan!].  Außerdem rief das Parlaments diejenigen der Weltgemeinschaft wie der IPU (Inter-Parliamentary Union ) dazu auf,  to „ condemn and put an end to the repeated Zionist aggressions, and to adhere to their commitments and decisions in combating systematic terrorism which is backed by the Zionist entity.” (http://sana.sy/en/?p=116336)

SAA im Vormarsch, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116275 und http://www.sana.sy/?p=646734 (Mit Unterstützung der alliierten Kämpfer Rückgewinnung von Ḫušâm im NO-Rîf von Dair az-Zaur aus der Herrschaft des IS mit Eliminierung vieler Terroristen samt Kampfwagen und Fortifikationen auf dem Ost-Ufer des Euphrats mit anschließendem Mienenräumen durch die Spezialkräfte im Ort; im Ḥuwaiğa Ṣakr-Areal weitere Jagd auf IS-Trupps und Rückeroberung etlicher bedeutsamer Punkte und von den Extremisten zu ihren Unterschlupfen umfunktionierten [von den Bewohnern] verlassenen Häuser; zudem akkurate effektive SAAF- und Artillerie-Einsätze gegen IS-Verbarrikadierungen und –Stellungen in Ḥuwaiğa Ṣakr und den Stadtteilen der Provinzhauptstadt al-Ḥamîdiyya, al-Ğubaila, al-ʽArḍî und Kanâ­mât al-ʽUmmâl und dem sog. Arbeiterviertel. von zivilen Quellen aus dem Ost-Umfeld der Provinzhauptstadt war zu erfahren, daß wieder gut 50 IS-Kämpfer zusammen mit ihren Familien IS aus der Stadt al-Bû Kamâl und ihrem Umland geflohen waren. )

Auch Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates, nahm kritisch zur Situation in ar-Raqqa (s.u.!) Stellung: „Die unverzügliche Bereitstellung von Millionen Dollar und Euro für Rakka ist ein weiteres Beispiel für die Doppelstandards der US-geführten Koalition in Syrien, ein Beispiel für die Unterscheidung in ‚Unsere und Fremde‘“, äußerte er gegenüber. Damit wolle die US-geführte Koalition „nicht nur die Spuren der barbarischen Bombardements verwischen. (…) Auf der Hand liegen die separatistischen Versuche, Rakka zum Zentrum eines anderen Syriens zu machen, das nicht unter der Kontrolle von Baschar Assad stehen wird. (…) Die Wiederherstellung des friedlichen Lebens ist lediglich ein passender Vorwand.“ (https://sptnkne.ws/fJV8 vom  22.10.2017)

Nach Rückzug des IS aus diesem Gebiet infolge der Erfolge der SAA, zuletzt in Ḫušâm (vgl.u.) haben die US-unterstützten SDF bzw. DKS-Kräfte das Ölfeld al-ʽUmar, eines der größten des Landes, besetzt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33304-syrien_kurden_erlangen_kontrolle_%C3%BCber_syrisches_%C3%96lfeld)

Terroristenstellung, Quelle: Sputnik

Terroranschläge vom 21.10.2017:
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen aus dem südlichen Bereich der Provinz Idlib die Stadt Maḥarda, ca. 25km nördlich von Ḥamâ, mit Raketen, töteten so eine Person und verursachten Sachschäden.
Im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verschanzte Terroristen feuerten Raketen auf die Wohngebiete as-Sal und al-Maḥaṭṭa von Darʽâ, verletzten damit drei Anwohner und beschädigen Häuser und weiteres Eigentum.
(http://www.sana.sy/?p=646568, http://sana.sy/en/?p=116268)

al-Qaryatain kehrt zum normalen Leben zurück, Photo: SANA

Auch in al-Qaryatain kehrt dank der Bemühungen der Regierung wieder normales Leben zurück. Ein Video gibt einen Überlick: http://www.sana.sy/?p=647185.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116249  und http://www.sana.sy/?p=646340 (Am 27.9.2017 war ein großer Trupp von 300 IS-Kämpfern in dutzenden Kampfwagen wieder in der Stadt al-Qaryatain im SO-Rîf von Ḥomṣ eingefallen, was erneut (vgl.u.) nur unter Nutzung genauer von der US-geführten Koalition besorgter Positionsdaten habe geschehen können. – Diese bekämpfte eine SAA-Einheit erfolgreich und stellte die Kontrolle über die Stadt wieder her; anschließend beseitigte der Kampfmittelräumdienst die vom IS in Häusern, Straßen, an Plätzen und in Gouvernements-Institutionen angebrachten und ausgelegten Sprengsätze und Minen.) – Wie schon früher dargelegt, umfaßt die Armee (SAA) nicht genügend Kräfte, um immer in ganz Syrien präsent zu sein, sondern kann nur für begrenzte Zeit  an einem bzw. mehreren Orten operieren, um dann gezwungenermaßen weiterzuziehen.

Von Luftangriffen zerstörtes ar-Raqqa, Photo: Sputnik

Auf Twitter verkündete US-Präsident Trump am 21.10.2017 die Rückeroberung von ar-Raqqa vom IS. (pic.twitter.com/BQYwR3bjRR) – Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung:
Generalmajor Igor Konaschenkow nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums dazu kritisch Stellung: Die Statements eines Sprechers der US-Ad­ministration über einen „hervorragenden Sieg“ in ar-Raqqa bezeichnet er als „verwunderlich“ bzw. „befremdlich„. Nicht nur, daß die syrische Armee (SAA) mit russischer Luft-Unterstützung zur selben Zeit die Provinzhauptstadt Dair az-Zaur innerhalb von zehn Tagen befreit habe, wovon kaum etwas zu vernehmen war. Ein Vergleich bringe da Klarheit: „In Washingtons Augen kontrollierte der ‚Islamische Staat‘ nur Rakka in Syrien — eine provinzielle Stadt, wo vor dem Krieg etwa 200.000 Manschen [sic!] gelebt hatten, und unmittelbar vor dem Start der fünfmonatigen Operation der Koalition zu deren Befreiung weniger als 45.000 Menschen. … In Deir ez-Zor mit seinen großen Vororten am Euphrat lebten vor dem Krieg mehr als 500.000 Einwohner. Dabei befreiten die syrischen Truppen dieses Gebiet unter Beistand der russischen Luftwaffe innerhalb von zehn Tagen.“
Verwunderlich sei vor allem, daß plötzlich die aus Washington, Paris und Berlin massiv darauf gedrängt werde, daß der Westen in den Wiederaufbau von ar-Raqqa „tens of millions dollars and euros“ investieren solle. „We welcome such generosity, but we have questions:” Die Frage sei: „Wodurch ist also diese Eile der westlichen Länder mit der gezielten Finanzierung von Hilfe aus­schließlich für Rakka bedingt?“, stellt der Generealmajor da die verständliche Frage, denn: seit mehreren Jahren fordere die russische Regierung dazu auf, alle Arten humanitärer Hilfe nach Syrien zu schicken.  „Dabei hatten wir eine Liste von Ortschaften vorbereitet, wo diese Hilfe in erster Linie nötig ist, ohne die Syrer in ‚gute‘ und ‚schlechte‘ zu teilen.“, setzte Konaschenkow auseinander. Doch jedes Mal sei  die Antwort aus Washington, Berlin, Paris und London dieselbe gewesen: „Wir können nicht und wir werden nicht.“ Woher also jetzt der komplette Sinneswandel und die Eile? Infolge der dokumentierten verheerenden Flächenbombardements der US-geführten Koalition auf ar-Raqqas (Wohngebiete! vgl.u.!) sei die Stadt jedoch fast völlig zerstört und: „Raqqa has not managed to cool down after bombings of the international coalition.“ Dagegen habe in Dair az-Zaur sofort die Regierungshilfe eingesetzt und auch Rußland, der Iran etc. hatten Hilfe geschickt, so daß die Bürger dort schon wieder ein nahezu normales Leben führten. Doch: „Rakka hat das Schicksal von Dresden 1945 übernommen, das bei englischen und US-amerikanischen Luftangriffen vom Antlitz der Erde ausgelöscht worden war„, stellte der Sprecher dar. Demnach gehe es bei der Finanzierungsaufforderung offensichtlich darum, „die Spuren der barbarischen Bombenangriffe der Luftwaffe der USA und der Koalition [zu] verwi­schen, die in ar-Raqqa Tausende vom IS ‚befreite‘ Zivilisten begraben haben„. Im Gegensatz zum durch die Flächenbombardements der US-gefürhten Koalition zerstörten ar-Raqqa, kämen tausende Rückkehrer aus dem Umland nach Dair az-Zaur zu ihrem gewohten friedlichen Leben zurück. (http://sana.sy/en/?p=116305, https://sptnkne.ws/fJT7 für Zitate in Deutsch)
Einen Einblick davon gibt Karin Leukefeld in dem Bericht: Deir Ezzor: Die Stadt im Euphrat Tal kehrt langsam ins Leben zurück
Photos des – von der US-geführten Koalition! – zerbombten ar-Raqqa sind zu sehen bei: https://sptnkne.ws/fKJz.

IDF, Quelle: Reuter

Aus dem Obersten Armee-Kommando verlautete am 21.10.2017, es sei am Morgen erneut zu israelischen Angriffen von den völkerrechtswidrig (dazu s.u.!) immer noch durch die israelische Armee besetzt gehaltenen Golanhöhen her auf ein Militärstellung der SAA im Antiterrorkampf im Umland (Rîf) von al-Qunaiṭra gekommen, wodurch Sachschäden entstanden. Dieser Angriff erfolgte, nachdem die Terroristen eine Mörsergranate ins Niemandsland auf den Golanhöhen geschossen und damit der israelischen Armee (IDF) einen Vorwand für den nachfolgenden Angriff gegeben hatten. Diese unterstreiche erneut die schon mehrfach belegten Darlegungen der Verbindung zwischen den im Süden Syriens aktiven Terrorgruppen [v.a. der Ğabhatu_n-Nuṣra, s.u.] mit der IDF. Das Oberste Kommando warnte vor den negativen Auswirkungen solcher aggressiver Akte ganz abgesehen von den nicht tragfähigen fadenscheinigen Vorwänden für dieselben. (http://sana.sy/en/?p=116224, http://www.sana.sy/?p=646309)

Mehr denn je ist die israelische Regierung daran interessiert, die völkerrechtswidrig seit 1967 besetzt gehaltenen – auch landschaftlich schönen – syrischen Golanhöhen nicht zurückzuerstatten, wie es zahlreiche UNSC-Resolutionen vo4hsehen (dazu vgl.u.). Neben der bisherigen Ausbeutung zahlreicher Naturschätze steht laut umfassender Darlegung von F. William Engdahl nun die Ausbeutung eines 2007 auf den Golanhöhen entdeckten immensen Schiefergasfelds durch Fracking mit Erwärmung und des Gesteins bis auf 300°C, um einen geologischen Prozeß von Jahrhunderten zu forcieren.(https://journal-neo.org/2015/10/26/genies-and-genocide-syria-israel-russia-and-much-oil-2/) – Auf die Naturzerstörung seitens der israelischen Okkupationsmacht auf den Golanhöhen, die auch schon Gegenstand von UNSC-Resolutionen war – siehe v.a. die frühere bestätigende UNSC-Resolution Nr. 497wurde schon früher hingewiesen (vgl.u.).

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA1

Darauf richtete die Regierung am 21.10.2017 nach Verurteilung dieses aggressiven Akt seitens der die Golanhöhen völkerrechtswidrig besetzt haltenden IDF erneut (vgl.u.) zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, um dagegen zu protestieren. Das Ministerium zeigte sich höchst erstaunt über die offensichtliche Unfähigkeit des UNSC, diese Vorfälle zu stoppen und sie klar zu verurteilen, obwohl sie in flagranter Weise die Prinzipien der UN-Charter wie des internationalen Rechts und aller relevanten UNSC-Resolutionen verletzten. Schließlich warnte das Außenamt vor den negativen Rückwirkungen solchen Tuns in Unterstützung der vor Ort agierenden Terrorgruppen. (http://sana.sy/en/?p=116255)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=116201 und http://www.sana.sy/?p=646210 (Im Nord-Umland von Dair az-Zaur nach harten, für den IS verlustreichen Gefechten auf dem Ost-Ufer des Euphrats im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr [wo General Zahruddîn am Mittwoch durch eine Mine getötet worden war, vgl.u.] parallel zum Vormarsch auf  Ḫušâm zu.)

Nach der Kundgabe vom 16.10.2017 durch den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu (s.u.) führte Wladimir Schamanow, Chef des Ver­teidigungsausschusses der Staatsduma, am Fr., 20.10.2017, zu den weiteren russischen Aktionen in Syrien aus, nach Ende des Truppeneinsatzes  im Counterterrorismus würden Sonderoperationen ein­geleitet, denn: „Viele [Terroristen bzw. Extremisten] versuchen ihre Bärte abzunehmen (…), in lokale Behörden einzudringen und so weiter. Das ist ein langwieriger Prozess.“ Und diesen Versuchen gelte es dann zu netgegnen. (https://sptnkne.ws/fJsE)

Staatsbegräbnis für General ʽIṣâm Zahruddîn, Photo: SANA

Unter immenser Beteiligung der Bevölkerung fanden am 20.10.2017 die Begräbnisfeierlichkeiten zu Ehren des verdienten, bewunderten und äußerst beliebten Generalmajors ʽIṣâm Zahruddîn statt. Den Bildern nach zu urteilen füllte die Trauergemeinde das ganze Stadion in der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ´. Der Sarg war mit der Nationalfahne, einem Bild des Gefallenen, sowie Kränzen aus Rosen und Lorbeer geschmückt. In Stellvertretung für Dr. al-Assad nahm der Staatsminister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzâm, teil und kondolierte  der Familie des Gefallenen, der als Held und Verteidiger des Vaterlands geehrt wurde. Eine Rede hielten nach dem Präsidentenvertreter der Leiter des politischen Zweigs der Republikanischen Garde im Namen der Armee und der Streitkräfte, der den Märtyrer [so werden alle – auch die zivilen – Todesopfer des Terrorkrieg genannt!] Zahruddîn als ein Beispiel an Ethik und Disziplin, höchsten Muts und Beherztheit herausstellte, geliebt von seinen Kameraden und Unterge­benen. nie säumend bei der Durchführung seiner Aufgaben, nie einen Moment zögernd beim Erfüllen seiner Pflicht, von guten Manieren, anständig, besonnen und von gutem Herzen. Im Namen des Gene­ral­komman­dos der Armee und Streitkräfte drückte er sein tiefstes Beileid, aufrichtiges Mitgefühl, herzliche Anteilnahme aus und wünschte den Hinterbliebenen und Kindern Syriens Trost und Segen durch die Märtyrertat des Kriegshelden im Kampf gegen den Terrorismus. Weiter kamen noch der Bruder des Verstorbenen, der Groß-Muftî, ein hoher Vertreter der Baʽṯ-Partei sowie Führungsmitglieder libanesischer Parteien und zuletzt ein langjähriger Kampfgefährte zu Wort. Außerdem wohnten der Ehrenzeremonie mehrere Minister, Parlamentsabgeordnete, Vertreter der Baʽṯ-Partei, religiöser Gruppen einschließlich der Drusen, weitere bekannte Persönlichkeiten aus dem sozialen Leben und hohe Militärs bei. Nach Erklingen der Nationalhymne folgte eine „majestätische“ Prozession zur letzten Ruhestätte im Dorf aṣ-Ṣûra al-Kabîra. (http://www.sana.sy/?p=646074 mit Bildergalerie)

Ehren-Begräbnis, Photo: SANA

Gegenüber Sputnik News referierte SAA-Brigadegeneral ʽAlî Maqṣûd die großen Erfolge der letzten Tage (vgl.u.)  seitens der Armee mit alliierter Unterstützung. Mit Befreiung der Stadt al-Mayâdîn, der ehemaligen IS-Hochburg der Gegend, sei die endgültige Zerschlagung des IS im Land in greifbare Nähe gerückt.  „Die syrische Armee steht kurz vor einer entscheidenden Schlacht an der syrisch-irakischen Grenze. Ist diese Schlacht gewonnen, ist die Befreiung von Deir er-Zor nur eine Frage von Stunden.“, versicherte der General. Bezüglich der Aktionen der US-geführten Koalition in der Provinz ar-Raqqa stellte er heraus: „Die USA kontrollieren zwar einige Ölfelder in dieser Provinz… . Aber einen strate­gischen Vorteil haben sie dadurch nicht, weil die syrische Armee alle Verbindungsstraßen zwischen Rakka und Deir er-Zor kontrolliert.“ Zur Situation in der Stadt ar-Raqqa bzw. der Verkündung durch die US-seits unterstützten SDF-Kräfte (auch: DKS) urteilte er, die Meldung von der Befreiung ar-Raqqas sei dagegen nichts als eine Verschleierungstaktik: „das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun“.  Die USA müßten in Syrien eine Niederlage einstecken, „tun für die Weltöffentlichkeit aber weiterhin so, als würden sie gegen den IS kämpfen“. Auch er bestätigte den schon angeführten, von mehreren Quellen übereinstimmend berichteten Vorgang (vgl.u.): „Die USA haben die IS-Anführer mit Hubschraubern aus Rakka ausgeflogen und den Demokratischen Kräften Syriens geholfen, die befreiten Gebiete zu erobern.“ Zu den SDF bzw. DKS bemerkte er: „Die syrische Armee respektiert die DKS als einen Teil des syrischen Volkes. Aber wenn sie das Gesetz brechen und gegen die syrische Verfassung verstoßen, liefern sie sich selbst einem Gegen­schlag aus. Es ist offensichtlich, dass sie eine Waffe in den Händen der Vereinigten Staaten sind.“ (https://sptnkne.ws/fHRu  vom 19.10.2017)

Bestätigend zum Vorgehen der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa veröffentlichte der US-Schriftsteller Stephen Lendman  zudem Folgendes:

St. Lendman zu ar-Raqqa, Quelle s.o.!

Michail Uljanow, Leiter der Ab­teilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, kritisierte erneut (vgl.u.) die Arbeit der OPCW und der UNO bei der (Nicht-)Aufdeckung des Giftgas-Vorfalls von Ḫân Šaiḫûn, der ohne Klärung des Sachverhalts einen umgehenden US-Angriff auf den syrischen Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât  (vgl. Teil V) zur Folge gehabt hatte. Die Regierung in Moskau warte noch den angekündigten Expertenbericht ab, werde dann aber entscheiden, ob es sich weiter an dem Mandat beteilige. Zu bemängeln sei nämlich Folgendes: „Dieser Mechanismus (erg.: der OPCW und der UNO) hat den Stützpunkt Schairat besucht. Wir haben lange darauf beharrt. Etwa vor einer Woche, vom  8. bis 9. Oktober. Dabei hatte das Team, das den Stützpunkt besuchte, aus irgendeinem Grund keine Anweisungen, Proben am Flughafen zu nehmen.“ Dies geschah, obwohl die Erfüllung dieser Aufgabe mit den Ermittlungen verbunden sei, und ohne überzeugende Erklärungen dafür. Damit sei klar, „dass man diese Ermittlung nicht als qualitativ bezeichnen kann. Das ist ein unprofessionelles Herangehen, das viele Fragen weckt“. Uljanow fügte hinzu: „Gegenwärtig dreht sich die Situation erneut um das syrische Chemie-Dossier. Der Vortrag soll unbedingt am 26. Oktober vorgestellt werden. Der Mechanismus funktioniert so seit einem Jahr. Innerhalb dieses Jahres hat der UN-Sicherheitsrat der Öffentlichkeit aber nichts präsentiert. Das Mandat läuft am 16. November ab.“ (https://sptnkne.ws/fJc9 vom  20.10. 2017)

Giftstoff für C-Waffen, Photo: Sputnik

Zum ersten Mal hat das US-Außenministerium [auf seiner Webseite!] zugegeben, daß Terroristen der Gruppe Hay´a Tarîr ašŠâm (Neuformierung durch al-Qâʽida unter Zusammenschluß von Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, Liwâ´ al-Ḥaqq, Ğabhatu Anṣâr ad-Dîn, Ğaiš as-Sunna mit bekannten Führungspersonen von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, vgl. http://www.voltairenet.org/article195122.html) in der Provinz Idlib Chemiewaffen einsetzen. Igor Konaschenkow in seiner Eigenschaft als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums setzte der Presse dazu auseinander: „Das ist das erste offizielle Geständnis des Außenamts nicht nur über die Existenz von Chemiewaffen, sondern, ich be­tone, über deren Einsatz durch Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra‘ in diesem Teil Syriens für die Verübung von Anschlägen, wovor wir mehrmals auf allen Ebenen gewarnt hatten. … Die USA haben dies aber starr den Regierungstruppen vorgeworfen. Die Kämpfer aus ‚Dschabhat an-Nusra‘, die diesen Terroranschlag, wie das Außenministerium nun herausfand, verübt hatten, bezeichneten sie als ‚gemäßigte Opposition. … Unklar bleibt nur, wozu Washington die große Attacke mit teuren Marschflugkörpern Tomahawk gegen die syrische Luftwaffenbasis Schairat brauchte. Man hätte Dutzende Millionen Dollar auch nützlich verbrennen können — mit Luftschlägen gegen Terroristen von ‚Dschabhat an-Nusra.‘“ (http://www.sana.sy/?p=646003; für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fJbq)

Terroranschläge vom 20.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen Terroristen von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq aus die damaszener Stadtteile al-Qaṣâʽ und aṭ-Ṭabâla mit Mörsergranaten, verletzten damit ein Kind und zwei Erwachsene und verursachten materielle Schäden. Später wurden von al-Ğanâ´in [Gegend in der Nähe] aus ebenfalls  Mörsergranaten  auf die damaszener Vorstadt Ğaramânâ abgefeuert, welche eine Frau verwundeten. (http://sana.sy/en/?p=116193  http://www.sana.sy/?p=646136)

Laut Bekanntgabe des kasachischen Außenministeriums vom 19.10.2017 findet die 7. Astana-Konferenz am 30. und 31.10.2017 statt. (www.sana.sy/en/?p=116073, http://www.sana.sy/?p=645478)

Aus dem vorgefundenen Waffenlager, Photo: SANA

Beim Minenräumen im Gebiet der ehemaligen IS-Hochburg al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur wurde erneut ein riesiges Depot mit Waffen und Munition auch aus israelischen bzw. NATOBeständen und aus anderen europäischen bzw. westlichen Ländern gefunden. Darunter befanden sich Artillerie-Equipment, panzerbrechende Geschosse, Mörsergranaten und sogar eine 155mm-Kanone der NATO mit einer Reichweite von 40km. (http://sana.sy/en/?p=116150 vom 19.10.2017)

General ʽIṣâm Zahruddîn, auch bekannt als: Lion of the Republican Guard und The Druze Beast, Photo: Twitter.com

Einer der gefeierten Helden von Dair az-Zaur, Brigadegeneral ʽIṣâm Zahruddîn (Variante: Zahr ad-Dîn, vglu.), der drusische Befehlshaber der 104. Brigade der Präsidentengarde und über drei Jahre tapferer Verteidiger der Provinzhauptstadt mit samt seiner Bevölkerung im steten Kampf gegen den IS, geschätzt, bewundert und geliebt vor allem auch von seinen Untergebenen, kam heute infolge der Detonation einer von den Terroristen ausgelegten Mine im aktuellen Kampfgebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr ums Leben. Durch seinen Beitrag erlitt der IS eine seiner größten und schwerwiegendsten Niederlagen. (https://sptnkne.ws/fHnH) Der Chefredakteur der russischen Militärzeitschrift Arsenal Otetschestwa, Viktor Mura­chowski, ehrte ihn mit den Worten: „Er zeichnete sich durch sein Befehlshaber-Talent aus, baute die Defensive geschickt auf und demo­n­strierte seine Militärbegabung bei der Befreiung von Deir ez-Zor sowie bei der Euphrat-Forcierung. Während des Kriegszugs, auch unter seiner gekonnten Leitung, sind neue professionelle Militärchefs herangewachsen.“ (https://sptnkne.ws/fHwz)

Der General inmitten seiner Leute, aus einem Video von Suriyya al-Mustaqbal

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=116046 und http://www.sana.sy/?p=645229 (Unter Deckung gezielter SAAF- und Artillerieangriffe Wiederherstellung der Kontrolle über Iṣlâḥ al-Ḥussainiyya und die Papier-Fabrik auf dem Ostufer des Euphrats im Umland von Dair az-Zaur während des weiteren Vorrückens auf al-Ğunaina zu und der Vernichtung der letzten IS-Nester und -Ansammlungen im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr  unter Zurücklassung einer großen Anzahl eliminierter Terroristen samt Kampffahrzeugen; im Terrain von al-Mayâdîn Fortsetzung des Aufspürens und Entschärfens der vom IS angebrachten  Minen, IEDs (d.i. selbst gebaute Sprengfallen) etc..)

 

In Dair az-Zaur ist unterdessen eine Gruppe aus 15 Medienvertretern der westlichen Welt, aus den USA und europäischen Ländern eingetroffen. Sie möchten sich ein eigenes Bild von der Realität vor Ort, insbesondere nach Zerschlagung der über 1000 Tage andauernden IS-Belagerung  und weitgehenden Vernichtung des IS mit ihren Nachwirkungen machen, die sich jedoch schon dank der umfassenden Unterstützungsmaßnahmen der Regierung (vgl.u.) wieder weitgehend dem normalen Leben anpaßt. Hierzu wurden die unabhängigen Journalisten und Mitarbeiter von Nachrichtenagenturen auch vom Gouverneur empfangen, der seine Freude über dieses Unterfangen zum Ausdruck brachte. Syrien sei bedacht darauf, möglichst viele unvoreingenommene Ausländer willkommen zu heißen, damit sie die bislang von den beherrschenden Mainstream-Medien (MSM) propagierten Vorstellungen von Syrien korrigieren könnten.  Auch erwähnte Muḥammad Samra die Auswir­kungen der unfairen westlichen, gegen Syrien verhängten Sanktionen (zu deren Einordnung s. Teil IIITeil IV), für deren Aufhebung sich die Gäste einsetzen möchten, was jene gerne zusagten. (http://www.sana.sy/?p=645279)

Auch der seit einem Jahr wegen der ständigen IS-Attacken (vgl.u.) nicht mehr in Betrieb gewesene Militärflughafen Dair az-Zaur wurde heute wieder in Betrieb genommen. (https://sptnkne.ws/fHpa)

Gemeinsame Pressekonferenz der Chefs des syrischen und iranischen Generalstabs, Photo: SANA

Am 18.10.2017 traf der iranische Chef des Generalstabs der Armee, Generalmajor Muḥammad Bâqirî, im Hauptquartier  in Damaskus seinen syrischen Amtskollegen, Generalleutnant ʽAlî Ayûb zur Bewer­tung der strategischen Erfolge im Bereich der Terrorismusbekämpfung der beiden befreundeten Ar­me­en in der vorausgegangenen Phase. General Ayûb hob dabei hervor , infolge der Koordination beider Armeen  auf verschiedenen Ebenen hätten beide erheblich an Erfahrung im Bereich Planung und Durchführung von Militäroperationen gewonnen. Diese spielten „a very important role in eliminating terro­rism and confronting all possible threats“. In Fortführung dieser Beziehung sei zu erwarten:  „decisive victory over terrorism is just around the corner.”  An die Unterstützer der Terrororganisationen gerichtet erklärte er: „We will not allow any party, regardless of the forces standing behind them, to affect the efforts ex­er­ted towards aiming terrorism and preserving the unity and sovereignty of the entire territory of the Syrian Arab Republic.” Er fügte hinzu: „if some parties believe that they can exploit the state of instability under the war, we affirm that they are mistaken” und prognostizierte: „the American support for these parties will not last, and they will be the biggest loser in the end.” Zur kürzlich beobachteten türkischen Invasion in der Provinz Idlib (s.u.) bemerkte er kritisierend: „what the Turkish aggression forces have done is contrary to what was agreed upon in Astanathe presence of these forces inside the Syrian territory is an act of aggression that violates all international laws and norms. We deal with this presence as an occupying force, whatever their pretexts are, and we have the full right to confront it using all means.”
General Bâqirî versicherte seinerseits: „We are here in Damascus to stress our coordination and cooperation in the face of our common ene­mies… .“ Zudem verurteilte er die Angriffe der israelischen Luftwaffe auf die SAA (vgl.u.) wie auch das von Masʽûd Barzânî angestoßene Sezessionsreferendum im Irak, während er die Kurden dazu aufrief, sich an die verfassungsgemäße Ordnung zu halten. (http://www.sana.sy/?p=644987, http://sana.sy/en/?p=116019) – Am 19.10.2017, wurde die militärische Delegation dann von Präsident Dr. al-Assad empfangen, wobei auch die gemeinsamen militärischen Strategien für die künftige Phase  des Counterterrorismus beprochen wurden. (http://sana.sy/en/?p=116112, http://www.sana.sy/?p=645534)

Dr. al-Ğa’fari bei den UN, Photo: SANA

Während der Mittwoch-Sitzung des UNSC zur Situation in Nahost kam Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut auf die von Israel besetzt gehaltenen Golanhöhen zu sprechen. Syrien bestehe auf seinem souveränen Recht, daß die Grenzen vom 4.6.1967 wiederhergestellt würden. Dieses Recht sein nicht verhandelbar und lasse auch keine Zugeständnisse zu. Das usurpierte Gebiet müsse an den rechtmäßigen Eigner rückerstattet werden und die israelischen Siedler hätten das Gebiet früher oder später zu verlassen. Dezidiert erklärte er: We will not give up our right of restoring our occupied land and will liberate our citizens under the Israeli occupation in the Syrian Golan by all means including the international law Charter and prin­ciples and the UNSC resolutions.” Das verdächtige Schweigen der internationalen Gemeinschaft respektive der UN zu durchgesetzten israelischen Politik ermutige die Regierung in Tel Aviv nur dazu, immer weiter die Vereinbarung über Truppen-Entflechtung und die UNSC-Resolutionen  zu verletzen, indem sie alle Formen von Unterstützung den bewaffneten terroristischen Gruppen einschließlich dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra   in der Entflechtungszone auf den besetzt gehaltenen Golanhöhen gewähre.   Die extremste Form dieser Unterstützung seitens Israels sei der wiederholte Beschuß syrischen Gebiets zum Vorteil der Terrorgruppen inklusive des IS. Außerdem sei es schon verwunderlich, daß der britische Vertreter in seiner Rede „the British go­vern­ments’ pride” [den Stolz der britischen Regierung] auf die Inkraftsetzung der Balfour Declaration äußere.  Dabei wies er darauf hin, daß die Resolution, mittels derer die Mitgliedschaft von Israel in den UN festgelegt wurde, ebenfalls die Errichtung eines Palästinenserstaates und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in ihre Heimat forderte, der sich Israel nicht füge. Darauf schloß er mit den Worten: „Syria believes that there is still a historical responsibility for the UNSC by correcting the track of the compass through adopting prompt procedures of putting an end to the Israeli occupation of the Arab territories including the occupied Syrian Golan.” (http://sana.sy/en/?p=116066)

Ruinen des Klosters Sunbul, Photo: SANA

Die Generaldirektion für Altertümer und Museen (DGAM) verurteilte mittels ihrer Webseite die Zerstörung des Klosters Sunbul auf dem Ğabal Bârîšâ in der Provinz Idlib aus dem 2. – 6. Jh. n.u.Z. durch die in der Provinz aktiven Terrororganisationen, vor allem Ğabhatu_n-Nuṣra. Das barbarische Handeln steht in einer langen Reihe der Beschädigung von Klöstern, Kirchen und Altertümern in der Provinz, gerade auch in den weithin bekannten sog. „vergessenen Städten“, die meist aus der römischen bzw. byzantinischen Ära datieren. Das Amt rief die internationale Staatengemeinschaft und Institutionen dazu auf, Druck auf die immer noch tätigen Unterstützer und Finanziers der Terrorgruppen stark zu machen, um das kulturelle Erbe der Region zu schützen. Für den Schmuggel mit den geraubten Antiken sei insbesondere die Türkei der Hauptmarkt, machte das Denkmalamt deutlich. (http://www.sana.sy/?p=645225, http://sana.sy/en/?p=116049)

Eine Delegation der Ältesten (Scheichs) der arabischen Stämme des Iraks unter Leitung von Dr. ʽAlî al-ʽAnzî besucht derzeit Syrien. Sie traf sich am 19.10.2017 mit einer Reihe von Abgeordneten (Mitgliedern der Volks­versammlung) im Parlamentsgebäude zu einer Sitzung. Die Gäste bekräftig­ten die Be­deutung der gemeinsamen Anstrengungen beider brüderlicher Völker im vereinten  koordinierten Kampf gegen den Terrorismus vor allem auch des IS im Interesse beider Länder. Beide Länder würden ebenso gemeinsam ihre Souveränität und Unab­hän­gigkeit dank der Erfolge beider Armeen im Counterterrorismus verteidigen. Damit würden die seit Jahrzehnten von gewisser Seite gehegten Pläne für die Region mit ihren negativen Auswirkungen vereitelt. Der Sekretär der Volksversammlung [in Damaskus], Râmî aṣ-Ṣâliḥ, unterstrich seinerseits diese Ausführungen.  (http://www.sana.sy/?p=645711) Mit der letzten Anspielung sind offensichtlich die schon erwähnten Balkanisierungspläne bzw.  der sog. Yinon-Plan (s. Teil IV) gemeint.

Während seines vorangekündigten Besuches in Moskau diskutierte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura,  mit dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Mi., 18.10.2017, die Situation in Syrien im Vorfeld der 7. Astana-Konferenz. (http://sana.sy/en/?p=116090)

Seit Stunden (Stand früher Nachmittag, 16.10.2017) bestehen massivste Postingprobleme

PAM-Versammlung, Quelle: pam.int

Beim Treffen zwischen der italienischen und der syrischen Parlamentsdelegation während der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am 18.10.2017, teilte der Leiter der ersteren, Senator Francesco Amoroso, Ehrenpräsident der Parlamentarischen Versammlung des Mittelmeers (Engl.: Parliamentary Assembly of the Mediterranean, PAM), mit, bei den Vorbereitungen für die PAM-Aktivitäten in Monaco sei er von französischer Seite unter Druck gesetzt worden. Diese wollte den syrischen Gästen keine Visa zur Teilnahme ausstellen, was er, Amoroso, rigoros zurückgewiesen habe und auch von ihm vertretenen PAM nicht entspreche. Die PAM sei interessiert an den Vorgängen in Syrien wie der politischen Beilegung der Krise im Land. Daher habe die Organisation auch  die europäischen Gesprächskanäle geöffnet, als Syrien durch die USA bedroht worden sei. Er zeigte sich erfreut darüber, wie schnell die Regierung in Damaskus auf das Angebot, gegenseitig  Beziehungen zu knüpfen und gemeinsam für humanitäre Hilfe vor Ort in Syrien zu sorgen, geantwortet habe. Sehr gerne werde er die von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ ausgesprochene Einladung annehmen. auch danke er Syrien für die effektive Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Ḥamûda Ṣabâġ zeigte sich hocherfreut über diese Positionierung und stolz darauf, aktives PAM-Mitglied zu sein.

Aus dem Außenministerium in Damaskus war zu vernehmen, daß die syrische Regierung die Wiederherstellung der [verfassungsgemäßen] Kontrolle über die Provinz Kirkûk durch die brüderliche Regierung im Irak  ausdrücklich begrüße. (http://sana.sy/en/?p=115977)

Terroranschlag vom 18.10.2017:
Im Waldgebiet bei der Bait Ğin-Farm verbarrikadierte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen wieder einmal Wohngebiete der neuen Verwaltungshauptstadt der Provinz al-Qunaiṭra, al-Baʽṯ, mit Raketen und verletzten damit ein Kind und einen Erwachsenen. (http://www.sana.sy/?p=645277)

Syrische Delegation bei der 137. IPU, Photo: SANA

Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ forderte die IPU-Versammlung (vgl.u.) in St Petersburg am 18.10.2017 dazu auf, die israelische Aggression gegen eine SAA-Position im Umland von Damaskus (vgl.u.) zu verurteilen [wie dies russischerseits schon geschehen ist, s.u.], welche eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region darstelle. Mit Verweis auf die Stellungnahme im Parlament dazu erklärte er: „People’s Assembly in Syria condemns and denounces the aggression on the Syrian territory by the Zionist entity.”  (http://sana.sy/en/?p=116000)  – Zur semantischen – einschränkend, nicht verallgemeinernd jüdische Menschen diffamierend gemeinten – Verwendung des Begriffs „zionistisch“ s. im Themenstrang (Thread) Irak   vom 16.6.2017!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115943 und http://www.sana.sy/?p=644360 (Im SO-Umland von Dair az-Zaur den Gegebenheiten angepaßte präzise Großoperation zur Befreiung der zwischen al-Mayâdîn und al-Muraiʽiyya auf dem West-Ufer des Euphrat gelegenen Dörfer Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, az-Zabârî, al-ʽAliyiât, Saʽlû und aṭ-Ṭûb und nachmittags dann über die Stadt Mû Ḥassan und die Dörfer al-ʽAbd, al-Bû ʽUmar und al-Bû Lîl nach heftigen Gefechten mit den IS-Trupps, die zu deren vollständigem Zusammenbruch und flucht der Überlebenden gen Osten führten – dabei Zerstörung von deren Fortifikationen, Barrikaden, Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen und Unmengen an Waffen und Munition; im Osten des Euphrats Vorrücken auf die Dörfer Šaqrâ und al-Ğunaina; heftige Gefechte mit IS-Einheiten auch im Umkreis des Industriegebiet von Dair az-Zaur mit Vernichtung etlicher davon samt deren Equipment; dazu akkurate effiziente Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen im Gebiet von Mû Ḥassan, al-Bû Lîl, al-Ğunaina sowie den Stadtteilen der Provinzhauptstadt: al-ʽArḍî, al-ʽUrfî, Ka­nâmât und Ḫasârât. Von lokalen Quellen war zu erfahren, daß im östlichen Umland von Dair az-Zaur unter den aus der Provinzhauptstadt gen Osten flüchtenden IS-Leuten auch die Führungspersonen Ṣaddâm al-ʽAdîš, verantwortlich für den sog. „nörd­li­chen Sektor“ des IS, Mâhir al-Kamârî , der prominenteste Sicherheitsbe­auf­tragte des IS, Ḫalîd al-Ḥassan al-Ḫalîl al-ʽAzâwî alias Abû al-ʽAdiyya, Medien-Verantwortli­cher und schließlich Muṣʽab ar-Rašîd, ein führender Sicherheits“offizier“.)

IS-Trainingslager an syrisch-israel.ischer Grenze, Quelle s. Bild!

Laut Mitteilung des israelischen Channel 2 hat der IS an der syrisch-israelischen Grenze ein Trainingslager für 300 Mann eröffnet. (http://www.voltairenet.org/article198406.html vom 17.10.2017)

Inzwischen hat sogar ein SDF-Vertreter die Meldung dementiert (https://sptnkne.ws/fGVu) – Laut Pars Today vom 17.10.2017 stammte die Falschmeldung – wieder einmal – von SOHR

Da sei also ar-Raqqa heute befreit worden, melden die Mainstream-Medien (MSM), die fast sämtliche Befreiungsoperationen der SAA der letzten Jahre ebenso mit Stillschweigen übergangen sind wie die meist täglichen Terroranschläge in den verschiedensten Regionen Syriens. Daß dazu hunderte IS-Terroristen, die nicht zu kämpfen aufhören wollten, freien Abzug aus ar-Raqqa nach Dair az-Zaur durch die US-geführte Koalition (inklusive der SDF) erhielten, die hierzu für Tage sogar ihre Luftangriffe einstelle (zu deren überwiegenenden Zielen s.u.!) total eingestellt hatte, davon ist ebenfalls in den MSM nicht die Rede. Jedoch s.u.!

IS aus US-kontrolliertem Gebiet ziehen gelassen, Pjoto: Sputnik

U.a. hatte auch der russische Außenminister Sergei Lawrow im Namen der Kreml-Regierung von den USA offiziell Aufklärung dafür gefordert, daß die US-geführte Koalition in verschiedenen Fällen den (IS-)Terroristen in Syrien und im Irak das Entkommen ermöglicht hatte. Hinsichtlich des letzten solchen Vorfalls aus dem Irak eindringender Terroristen (s.u.) kritisierte der Minister: „Das war eine sehr wichtige Errungenschaft“, sagte Lawrow. „In der letzten Zeit beobachten wir aber merkwürdige Vorgänge, bei denen bewaffnete Kämpfer auf ihren Pickups mit Maschinengewehren den Irak, wo die Amerikaner wohl großen Einfluss haben, und die denjenigen Gebiete Syriens, die die Amerikaner kontrollieren, ungehindert verlassen und Probleme für die syrische Regierungsarmee schaffen.“.  (https://sptnkne.ws/fGnX und s.u.!)
Wladimir Schamanow, Leiter des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, forderte aufgrund der Vorkommnisse (s.u.) die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission, um der Auffindung (darunter modernster Hochtechnologie-) Waffen westlicher Herkunft (s.u.), vor allem aus den USA, Frankreich etc. auf den Grund zu gehen, die in großen Mengen in Depots des IS bzw. von Ğabhatu_n-Nuṣra in Syrien bzw. im Irak vorgefunden wurden. Hierbei nahm Schamanow auch Bezug auf die letzte vom Verteidigungsministerium in Damaskus veröffentlichten Beweise (s.u., 9.10.2017). (http://www.sana.sy/?p=644042; s.a. http://www.voltairenet.org/article198407.html)

Im Gespräch mit dem israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman vom 16.10.2017 gab der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu bekannt, die russische Beteiligung am Antiterrorkampf in Syrien gehe bald zu Ende. (http://www.sana.sy/?p=644205) Dennoch werde Rußland seine Kräfte danach nicht re­duzieren. Ebenso verbleibe der russische Stützpunkt im Land a, an dem 34 Flugzeuge und Helikopter stationiert blieben, erklärte Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrates am Di., 17.10.2017. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33216-russische_kr%C3%A4fte_in_syrien_werden_nicht_reduziert)

SAA-Operation in der Weite der Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115864 und http://www.sana.sy/?p=643735 (Nach Vernichtung der verbliebenen IS-Trupps und –Verstecke Rückgewinnung der Kontrolle über al-Ḥussainiyya im NW von Dair az-Zaur östlich des Euphrats; dazu von W und N her Zuziehung des Rings um die letzten IS-Nester in den im NW gelegenen Stadtteilen der Provinzhauptstadt mit Eliminierung von Dutzenden der Terroristen sam deren Waffen, militärischer Ausrüstung und Kampfwagen  mit den verschiedensten Typen an Maschinengewehren und Mörsergranaten; nach Sicherung von al-Mayâdîn (vgl.u.), der letzten lokalen IS-Hochburg, Vorrücken bis nach Buqruṣ, 10km westlich davon, mit Rückeroberung strategisch wichtiger Punkte , wobei viele Extremisten ums Lebenskamen, so auch einer der IS-Führer  in al-Mayâdîn ʽAbdul-Ḥa­mîd ʽIṣam al-Ğarwân; Zerstörung weiterer IS-Fortifikationen und Unterbrechung der Infiltrationsrouten des IS durch die von der SAAF unterstützten, in Richtung al-Ḥussainiyya und al-Ğunaina operierenden Bodentruppen ; zudem gezielte effektive Luftwaffen- und Artillerieangriffe gegen IS-Schlupfnester im Bereich der Dörfer Šaqrâ, al-Ğîʽa, Ḍîbân, Miḥkân, Buqruṣ Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, Mû Ḥassan und al-Bû ʽUmar; in einer dieser Basen wurde auch der sog. Abû Muhannad al-Ḥalabî [d.h. aus Aleppo], tätig im Büro der Islampolizei (al-ḥisba) in al-Bû Kamâl mit einer Reihe weiterer Kumpane, daunter welche aus Zschetschenien, getötet)

Terroranschläge vom 16.10.2017:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen beschossen am Abend bewaffnete Gruppen, die sich in der Zitadelle al-Maḍîq verschanzt hatten, Wohnviertel der Stadt Salḥab im nördlichen Umland von Ḥamâ mit Raketen, richteten jedoch „nur“ materielle Schäden an privatem wie öffentlichem Gut an. (http://sana.sy/en/?p=115923, http://www.sana.sy/?p=644171)

Nach sieben Jahren der Absenz findet ab Mo., 16.10.2017, in Damaskus wieder Kongreß der Arab Pharmacists Union statt und zwar zum 106. Mal. (http://sana.sy/en/?p=115885)

In seiner Rede vor der 137. IPU-Versammlung in St. Petersburg am Mo., 16.10.2017, konzentrierte sich Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ auf die weltweite Bedrohung durch den TakfîrTerrorismus. Denn dieser richte sich gegen alle und jeden, die nicht seiner Ideologie über Religion, Ethnie etc. folgten. So sehr wie Syrien und der Irak diesem ausgesetzt gewesen seien, zeuge von der absoluten Notwendigkeit, gemeinsam gegen diesen vorzugehen. Daher forderte er die anderen parlamentarischen Gruppen dazu auf, eine aktive Rolle im kulturellen, ideologischen und politischen Konfrontationsprozeß zu übernehmen, um endlich einen Stop der Finanzierung und weiteren Unterstützung der Terroristen z.B., durch Waffen zu erzielen. Hierzu müßten die entsprechenden Gesetze gemäß der relevanten UNSC-Resolutionen auf den Weg gebracht werden. Hierbei befänden sich alle internationalen Vereinbarungen mit dem Ziel des Dialogs unter den Nationen und Religionen unter Testbedingungen. – Hinsichtlich der Krise in Syrien unterstrich er, daß der konstitutionelle und legislative Reformationsprozeß entsprechend den demokratischen Standards erfolgreich voranschreite. (www.sana.sy/en/?p=115881)

Die Oberste Armeeführung gab am Mo., 16.10.2017, bekannt, daß israelische Kampfflugzeuge, kommend aus dem libanesischen Luftraum, um 8.51 Uhr Ortszeit in denjenigen Syriens im Gebiet der Biqâʽ-Hochebene (Bekaa-Ebene) eingedrungen seien. Diese seien von der SAAF durch Beschuß zur Umkehr gezwungen worden („our air defenses responded and directly hit one of the jets, forcing [the enemy] to retreat.”). Später, um 11.38 Uhr, sei aus dem israelisch besetzten syrischen Gebiet mit Marschflugkörpern eine SAA-Position im Umland von Damaskus beschossen worden, was zu Sachschäden führte. Darauf warnte das Kommando die Regierung Israels vor weiteren derartigen aggressiven Akten, die zu „dangerous repercussions” führen könnten. (http://sana.sy/en/?p=115893)

Aus dem IS-Waffendepot, Photo: RT

Weitere große Bestände an Waffen, Munition und Kommunikationsgeräte des IS u.a. wieder aus israelischer Produktion wurde beim Durchkämmen einer Reihe befteiter Dörfer der Ğab al-Ğarâḥ-Ebene in der Provinz Ḥomṣ wie im südlichen Umland von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ und im N von Dair az-Zaur in Depots der Terrororganisation gefunden. Darunter befand sich: „An Israeli-made artillery piece, 800 mortar shells, a machinegun with 10 thousand bullets, in addition of an amount of bullets of 17 mm, 14,5 mm and 30 mm machineguns and an RPG, 3 RPG launchers and a number of telecommunication devices.” (http://www.sana.sy/?p=643671, http://sana.sy/en/?p=115864 vom 16.10.2017)

Nach Erstürmung der letzten lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn fanden die Truppen in mehreren großen Depots des ISzum wiederholten Mal – riesige Mengen an schweren, mittleren und leichten Waffen sowie Panzer, Mannschaftstransportwagen und andere Panzertechnik, eine Menge logistischer Einrichtung und Ausrüstung u.a. aus US- und israelischer Herkunft vor, wie Russia Today (RT) am So., 15.10.2017 meldete. SAA-Oberst Raḥmî Mawaṣ (Rahmi Mauwas) bemerkte dazu gegenüber RT: „Die Lager waren hier einfach riesig. Die Waffenmenge, die ich gesehen habe, hat mich erschüttert. Das waren Hunderte und sogar Tausende Waffen- und Munitionseinheiten verschiedener Art, amerikanischer, israelischer und östlichen (sic.!) Produktion.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33133-mehrere_is_la-ger_mit_us_amerikanischen_und_israelischen_waffen_in_syrien_entdeckt, https://on.rt.com/8ptm, s.a. https://sptnkne.ws/fFKN für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 15.10.2017:
Erneut beschossen in Ost-al-Ġûṭa im sog. Rîf Dimašq (Umland der Hauptstadt) verschanzte bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten das Areal von Bâb Šarqî (Ost-Tor, vgl.u.), wobei zwei Bürger starben, neun weitere verletzt und erhebliche Schäden angerichtet wurden, letzteres auch in den damaszener Stadtteilen al-ʽAbbâsiyîn und aš-Šâġûr.
Im bewaldeten Umfeld der Bait Ğin-Farm versteckte bewaffnete Gruppen attackierten wieder das Dorf Ḥarfâ (vgl.u.) im Umland von al-Qunaiṭra mit Mörsergranaten und Scharfschützenbeschuß und brachten so sieben Bewohnern Verletzungen bei. Ebenso trafen deren Mörsergranaten wieder den Ort Ḥaḍar (vgl.u.), verwundeten dort sechs Einwohner und beschädigten Häuser und anderes Gut.
Aufgrund sorgsamer Überwachungstätigkeit waren die Behörden von Ṭarṭûs auf Vorbereitungen eines Bombenattentats aufmerksam geworden. in der Folge hatten Sicherheitskräfte sozusagen vor den Toren der Stadt Bânyâs Stellung bezogen und onnten so rechtzeitig einen Suizidattentäter mit Sprengstoffgürtel ausmachen. diesem blieb nichts anderes mehr übrig, als sich im sonst menschenleeren Terrain selbst in die Luft zu sprengen.
(http://sana.sy/en/?p=115811http://www.sana.sy/?p=643294)

SAAF-Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115766 und http://www.sana.sy/?p=643135 (Im südlichen Umland von Dair az-Zaur effektive präzise SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen und Fortifikationen mit Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen sowie IS-Nachschubrouten in den Arealen von Mû Ḥassan, Buqruṣ Fûqânî, östlich von Buqruṣ at-Taḥtânî und al-Bû Lîl; zudem weiteres Vordringen im N der Provinzhauptstadt östlich des Euphrats mit Befreiung von aṣ-Ṣâliḥiy­ya.)

Während des 137. mehrtätigen Treffens der IPU-Versammlung (s.u.) verurteilte Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ als Leiter der syrischen Delegation in St. Petersburg am So., 15.10.2017, auf das Schärfste die türkische Aggression mittels militärischen Eindringens in die Provinz Idlib (dazu s.u.!), welches mit den Astana-Vereinbarungen zu den De-Eskalationszonen nichts zu tun habe und durch nichts gerechtfertigt sei. Wörtlich äußerte er: „The people’s Assembly condemns the Turkish flagrant aggression on the Syrian territory in Idleb province which constitutes a blatant aggression against the sovereignty and territorial integrity of the country and a flagrant violation of international law and norms.” Wie schon zuvor das Auswärtige Amt in Damaskus (s.u.) forderte auch er einen sofortigen unbedingten Rückzug der türkischen Truppen. Auch habe sich bei dieser Aktion wieder zu enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und den Terroristen gezeigt, die schon so viel Blut der syrischen Bürger vergossen hätten.Zugleich wies er die vom türkischen Delegationsführer behaupteten Zahlen syrischer Flüchtlinge in der Türkei zurück. Diese seien viel zu hoch gegriffen mit dem Ziel, sich dadurch weitere politische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen (http://sana.sy/en/?p=115835)

IS-Patrouille in ar-Raqqa, Photo: SANA

Im Vergleich der Militäroperationen zur Befreiung von al-Mayâdîn und von ar-Raqqa bemerkte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Sa., 14.10.2017, sei erstere in kontinuierlicher Bekämpfung des IS durch die SAA vollständig befreit worden (vgl.u.9), während bei der US-geführten Koalition im Raum ar-Raqqa ein völliger Stillstand (beeing „in a deadlock”) zu verzeichnen sei. Zudem  hätten die Flächenbombardements der genannten  Koalition tausende Zivilisten getötet bzw. verletzt, die Infrastruktur zerstört wie auch die Wasserversorgung in ar-Raqqa. Wörtlich äußerte er:  „Carpet bombing of residential areas accommodated by civilians, which the United States and coalition carry out, along with deliberate destruction of all natural water sources in Raqqa have brought about nothing but several thousand victims among the population and vivid examples of that military operation’s faulty planning.”  (http://sana.sy/en/?p=115761; vgl.a. https://sptnkne.ws/fF68)

Gesicherter IS-Abzug, Photo: SANA

Laut übereinstimmenden Nachrichten durch Medien und Aktivisten aus ar-Raqqa herrsche dort nach den Luftangriffen der US-geführten Koalition plötzlich Ruhe, nachdem es zu einer Einigung mit dem IS gekommen sei, Dutzende von IS-Anhängern aus ar-Raqqa ziehen und nach Dair az-Zaur gelangen zu lassen. Dies werfe erneut Fragen über die eigentlichen Ziele des Pentagon und der US-geführten Koalition auf, die gerade zu dem Zeitpunkt sozusagen IS-Nachschub nach Dair az-Zaur zuläßt, wo sich jene Terrorgruppe gerade im Rückzug vor der SAA befindet. Und leider sei das auch nicht die erste Vereinbarung dieser Art unter Bezugnahme auf die nochmals aufgeführten ähnlichen Vorgänge in  Man­ṣû­ra und al-Karâma sowie jene jüngst durch das russische Außenministerium bekanntgemachten in der US-Basis at-Tanaf und Fälle von Evakuationen von Terroristenführern aus Gebieten, in denen durch die SAA und ihre Verbündeten Gefahr für sie bestand; verwiesen wurde auch auf  die Luftangriffe der US-geführten Koalition auf die SAA während eines IS-Angriffsauf sie am Ğabal aṯ-Ṯarda nahe Dair az-Zaur u.a. (zu den gelisteten Vorfällen s.u.). Auch habe die Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton noch vor Begründung dieser Koalition bekanntlich zugegeben, daß der IS eine US-Fabrikation gewesen sei zur Teilung des Nahen Ostens nach Aufdeckung einer Reihe von Skandalen in diesem Zusammenhang. (http://www.sana.sy/?p=642864)

Auch die seitens der USA unterstützten SDF-Kämpfer (vgl.u.) vor ar-Raqqa bestätigten die Vereinbarung für den „friedlichen Abzug“ der IS-Terroristen aus der Stadt in Richtung Dair az-Zaur, in einer Erklärung eines ihrer Sprecher vom So., 15.10.2017. Dabei teilte er auch mit, es seien 90% der Stadt ero­bert, doch ca. 150 IS-Anhänger würden noch darin Widerstand leisten. „Die letzte Schlacht wird weitergehen, bis die gesamte Stadt von den Terroristen gereinigt ist, die sich nicht ergeben wollten.“, versicherte der Sprecher (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i33129-kurden_starten_letzte_offensive_auf_rakka)

Erdogan und sein Misak-ı Milli, Photo: Sputnik News

Aufgrund des bereits aufgezeigten Sachverhalts (s.u.) verurteilt die Regierung in Damaskus das Einrücken der türkischen Armee in Nordsyrien „in the strongest possible terms“ und verlangt deren sofortigen Abzug. Diese türkische durch nichts zu rechtfertigende Aggression in Begleitung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra habe nichts mit den Astana-Vereinbarungen und der Einrichtung der De-Eskalationszonen zu tun. Das Vorgehen zeige vielmehr die schon so oft herausgestellte enge Verbindung zwischen der türkischen Regierung und jener Terrorgruppe, welche von den UN endlich entsprechend zur Kenntnis genommen werden sollte. Die UN müßten umgehend demgegenüber eine starke Position einnehmen und der Terroristenunterstützung seitens der Türkei ein Ende bereiten. (http://sana.sy/en/?p=115739, zu Misak-ı Milli s.u.!)
Bereits während Sitzung des syrisch-russischen Komitees  in Sotschi am 11.10.2017 (vgl.u.) hatte  Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim konstatiert: „We still and will always consider the Turkish presence in Syria as illegal. The Turks say their pre­sence is taking place under the Astana umbrella, but I realized today that Astana has nothing to do with this Turkish act. Therefore, any measure that is not coordinated with the Syrian government is an act of aggression, and we don’t recognize its legitimacy.” (http://sana.sy/en/?p=115579)
Im Gefolge der 6. Astana-Konferenz war noch mitgeteilt worden, daß die Etablierung der De-Eskalationszone Idlib keineswegs türkischer Präsenz in Syrien Legitimität verliehen“ habe. (vgl.u., 16.9.2017) Schließlich hieß es im Schluß-Kommuniqué der 6. Astana-Konferenz ausdrücklich: „the guarantor states renewed their strong commitment to the independence, sovereignty and territorial integrity of the Syrian Arab Republic under the terms of UN Security Coun­cil Resolution No. 2254 as they reached to an agreement on de-escalation zones, including Idleb area.” (vgl.u., 15.9.2017). Achtung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität der Syrischen Arabischen Republik gemäß UNSC-Resolution Nr.2254 bedeutet, nur in Absprache und mit Erlaubnis der Regierung dieses Staates auf syrischem Territorium zu agieren. Diese Erlaubnis lag für die türkischen Truppen jedoch nicht vor.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115722 und http://www.sana.sy/?p=642712 (Nach Vorstoß in die restlichen Stadtteile von al-Mayâdîn, 45km im SO von Dair az-Zaur,  und Übernahme der Kontrolle über die ausgedehnte Region vom Bezirk ar-Rašâda zu dem von al-Ğisr wie über den den Wohnbezirk und Ğisr al-Mayâdîn nach harten für den IS verlustreichen Kämpfen Rückeroberung der letzten lokalen IS-Hochburg und Befreiung der örtlichen Bevölkerung vom IS-Joch inklusive Zerstörung der vorgefundenen IS-Befestigungen etc.; daraufhin totaler Zusammenbruch in den IS-Reihen mit Verfolgung der überlebenden Fliehenden  und nachfolgender Säuberung des Areals von hinterlassenen Minen und Sprengsätzen durch die Kampfmittelbeseitigungseinheiten; im Umland der Provinzhauptstadt Einnahme etlicher strategisch bedeutsamer Punkte in Richtung des Dorfes Ḥussainiyya mit Bildung eines Rings um die noch vom IS gehaltenen Stadtteile und Eliminierung einer beträchtlichen Anzahl der Terroristen insbesondere auch im Industriegebiet und dem Stadtteil al-ʽUrfî; die IS-Extremisten versuchen weiterhin, die noch in ihrer Gewalt verbliebenen Einwohner als menschliche Schutzschilde zu mißbrauchen und am Verlassenen der umkämpften Orte durch die eingerichteten Sicherheitskorridore zum jeweils nächstgelegenen SAA-Stützpunkt zu gelangen.) Zu Letzterem vgl. das Vorgehen bei der Befreiung von Aleppo (Teil V)!

Terroranschlag vom 14.10.2017:
Im Umland der Hauptstadt, dem Rîf Dimašq, genauer in Ost-al-Ġûṭa (vgl.u.) verschanzte bewaffnete Gruppen feuerten am Nachmittag in neuerlicher Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf den ʽAbbâsiden-Platz und seine Umgebung in Damaskus, verwundeten damit vier Personen und richteten materielle Schäden an. (http://www.sana.sy/?p=642721)

Quelle: syriagenerals.wordpress.com

Laut dem Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, Michail Uljanow, verdichteten sich die Belege dafür, daß der Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn vom April 2017 eine Inszenierung gewesen sei, um die syrische Regierung zu diskreditieren. Z.B. zeugten Größe und Form des Explosionskraters vor Ort, daß die Sprengung demnach auf dem Boden ausgeführt worden sein mußte. Am Rand der 72. Sitzung der UN-Vollversammlung führte Uljanow am 14.10.2017 während eines Briefings zu den C-Waffen-Angriffen in Syrien aus: „Höchstwahrscheinlich befand sich die unkonventionelle Sprengvorrichtung auf der Oberfläche, und im Behälter waren nicht mehr als ein oder zwei Kilogramm Giftstoff.“ Die angeblich bei der Attacke verletzten Kinder zeigten auf den Photos erweiterte Pupillen, wohingegen diese bis auf die Punktgröße hätten verengt sein sollen. „Allem Anschein nach standen die Kinder auf den Fotos in der Tat unter der Wirkung psychotroper Stoffe“, ergänzte der Außenamtsvertreter. Demnach sollten die UN wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) „alle Versionen prüfen“, da Moskau „seinen Standpunkt nicht kategorisch aufdrängen“ wolle. (http://www.sana.sy/?p=642637, für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/fFtA)

Gemäß einer Karte, welche von Krasnaja Swesda, der offiziellen Zeitung des russischen Verteidigungsministeriums, am 13.10.2017 veröffentlicht worden ist, sind inzwischen 92% des syrischen Territoriums von IS-Kämpfern befreit. (https://sptnkne.ws/fEFp)

Prof. Michael Carley, Photo: histoire.umontreal.ca

Als eine Art Zusammenfassung der bislang  in diesem Thread zur Thematik zusammengetragenen und aufgelisteten Berichte, Meldungen und Stellungnahmen kann das Kurzinterview mit  Michael Carley, Geschichtsprofessor an der Universität von Montreal,  durch Sputnik News gesehen werden. Zum Verhalten der US-geführten Koalition in Syrien bemerkte Prof. Carley Folgendes: Die USA „tun so, als würden sie gegen die Terroristen kämpfen. Aber in Wirklichkeit beachten sie den IS oftmals gar nicht. Die Amerikaner haben einfach Spaß daran, Wüstensand zu bombardieren.“. Dazu erinnerte an das Beispiel in Tadmur [an dessen Stadtrand die antike Ruinenstadt Palmyra liegt]:  „Als Palmyra vom IS angegriffen und besetzt wurde, brauchten die Terroristen drei Tage, um die Wüste zu durchqueren. Die Amerikaner wussten davon und ließen sie gewähren.“ Er fuhr fort: „Und davor hatte es Berichte gegeben, die CIA habe Terroristen aus Libyen nach der Zerstörung dieses Landes bewaffnet und nach Syrien geschickt.“. Allein eine einzige Gruppe wisse womöglich nicht von diesen Vorgängen und den  Verwicklungen zwischen den USA und dem IS: „Die amerikanische Öffentlichkeit“, bekräftigte der Historiker. Sonst seien die Ziele der US-Administration seit Jahren weithin bekannt, nämlich: „Baschar al-Assad [zu] stürzen, das Land auf[zu]teilen und – das zweite Ziel – es Russland heimzuzahlen. Die Neocons in Washington sind einfach nur rasend, weil Moskau ihnen die Einmischung in Syrien und den Sturz Assads versaut hat.“ Im Weiteren sei es schon lange kein Geheimnis mehr, daß das Pentagon die Terrorkämpfer in Syrien bewaffnet habe: „Die Waffen kommen von überallher. Die USA und Katar haben sie bis vor kurzem finanziert. Die Waffen gingen aus unterschiedlichen Richtungen in die Türkei, nach Kuweit – und wurden dann auf Last­wagen nach Syrien verfrachtet. Das geht ja schon seit Jahren so, da gibt es nichts Neues hinzuzu­fügen.“ Vor allem müsse klargestellt werden: „Der Krieg in Syrien ist kein Bürgerkrieg, sondern ein Krieg von Marionetten, der von den USA und ihren Verbündeten geführt wird.“ Hierzu führte Prof. Carley aus: „Von Anfang an war eine große Zahl von Ausländern in den Kampf gegen Assad involviert. Sie kamen über Jordanien, über die Türkei und aus dem Irak nach Syrien – als Söldner, die von Katar und den USA für den Kampf gegen die syrische Führung bezahlt werden. Sicher: Syrien hatte eigene Probleme im Inneren, aber ein Krieg wäre daraus nie geworden, hätten die Vereinigten Staaten nicht beschlossen, einen anzufangen.“ (https://sptnkne.ws/fEU7)

Sergei Rudskoi, Chef des russischen Generalstabs, konstatierte während einer Pressekonferenz am 13.10. 2017, infolge der spärlichen (tatsächlichen) Anti-Terror-Einsätze der US-geführten Koalition im Irak hätten 1.000 IS-Kämpfer dieses Land verlassen und nach Syrien gelangen können. Darauf hätten diese mit 2.000 weiteren IS-Terroristen an einem Angriff gegen die SAA teilgenommen, seien aber zurückgeschlagen worden. (http://www.voltairenet.org/article198407.html)

SAA nahe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115672 und http://www.sana.sy/?p=642396 (Nach Beseitigung der vorgefundenen IS-Fortifikationen, -Ausschwärmungspunkte und letzter -Trupps in heftigen Gefechten Erlangung der Kontrolle über das Dorf Ḥaṭla auf dem Ost-Ufer des Euphrats mitsamt der beiden Stadtteile al-Balʽûm  und al-Madîḥî von al-Mayâdîn im SO-Rîf von Dair az-Zaur mit Vordringen bis zur Straße Dair az-Zaur – al-Ḥasaka im Stadtteil aṣ-Ṣâliḥiyya am nördlichen Ende der Provinzhauptstadt und weiter in Richtung Ğisr as-Siyâsiyya; dadurch Kappung sämtlicher IS-Nachschubrouten gen SO von Dair az-Zaur; im selben Gebiet nach harten Kämpfen Eliminierung der verbliebenenIS- -Nester in der Industrie-Schule und dem Elektrizität-Kompagnie; dazu effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen IS- Fortifikationen und motorisierte Trupps wie schon am Vortag im Bereich von al-Mayâdîn, Ḍîbân, Buqruṣ at-Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, Mû Ḥassan, al-Bû Lîl, al-Ḥussainiyya, al-Ğunaina, Ḥuwaiğa Ṣakr und den Stadtteilen al-ʽUmmâl [sog. Arbeiterviertel], dem Industriegebiet, al-Ḥamîdiyya und al-Ḥuwaiqa. – Bewohner aus dem Ost-Umland Dair az-Zaur berichteten von einer weiteren Hinrichtung eines Einwohnerns des Dorfes Abû Ḥamâm durch den IS, um weitere Landbewohner von der Flucht vor den Terroristen hin zu Armeeposten abzuschrecken. – Rechtzeitiger Abschuß einer Kampfdrohne der Terroristen, die sich immer noch im bewaldeten Ğabâtâ al-Ḫašab (vgl.u.) verschanzt halten, über Tal al-Qabʽ im N von Ḫân Arnaba im nördlichen Teil der Provinz al-Qunaiṭra.)

Terroranschlag von 13.10.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen erfolgte im Stadtteil al-Kâšif  der Provinzhauptstadt Darʽâ ein Raketen-Angriff durch bewaffnete Gruppen, dem bislang drei Bewohner zum Opfer fielen und wobei vier weitere Verletzungen davon trugen. Die Täter hatten sich – wieder einmal – im -Nâziḥîn-Flüchtlingscamp und Darʽâ al-Balad verschanzt. Die Raketen schlugen in der Schule beim 1. Bahnhof ein sowie im Umfeld der Rechts-Schule [?, الشرعية المدرسة].  (http://www.sana.sy/?p=642417)

Sozialministerin empfängt Delegation europäischer NGOs, Photo: SANA

Am Fr., 13.10.2017, diskutierte Sozialministerin Rîma al-Qâdirî mit einigen Vertretern europäischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Möglichkeiten  der Zusammenarbeit, um im Dienst der Bevölkerung  vor Ort tätig zu werden. Vor allem nehme man gerne die Unterstützung bzgl. der Programme für verbesserte Dienstleistungen für Behinderte, aber auch Verwundete an, erklärte Frau al-Qâdirî. Die Delegierten sicherten der Ministerin ihre volle Unterstützung in verschiedenen Bereichen zu, sofern sie vor Ort umsetzbar seien. Frau al-Qâdirî stellte zudem heraus, wie bedeutsam und begrüßenswert es sei, daß sich die Delegierten vor Ort selbst ein unverfälschtes Bild der Wirklichkeit machen und dabei auch selbst die Bedürfnisse der kriegs- und sanktionsgeschädigten Bevölkerung wahrnehmen könnten.  (http://www.sana.sy/?p=642427, http://sana.sy/en/?p=115681) – Die Delegierten versicherten bei einem weiteren Treffen, gerne ihre Erkenntnisse von den wahren Verhältnissen vor Ort in ihren Heimatstaaten zu verbreiten, um den dort kursierenden falschen Vorstellungen entgegenzutreten. (http://www.sana.sy/?p=642770 vom 14.10.2017)

In Umsetzung der Abmachungen zu den De-Eskalationszonen in Syrien infolge der Astana-Konferenzen seien am Vortag acht türkische Panzer, 50 gepanzerte Mannschaftswagen mit ca. 200 Soldaten in die Provinz Idlib einmarschiert, hieß es im türkischen Fernsehsender NTV am 13.10.2017 mit Bezug auf eine Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim zum Sachverhalt. (https://sptnkne.ws/fEQD)  – Wie schon zuvor von syrischer Seite verlautete (vgl.u.), bestehen gegenüber den türkischen Absichten, gemäß den Astana-Vereinbarungen zu handeln, ernsthafte Zweifel (http://www.sana.sy/?p=642491). Schließlich hatte sich nur drei Monate nach dem gescheiterten Putschversuch vom Juli 2016 Staatspräsident Erdogan während einer Rede in der nach ihm benannten Universität (RTEU) zum sog. Nationalen Eid (Misak-ı Milli) bekannt. Dieser wurde am 12. 2.1920 durch das osma­nische Parlament  angenommen und schließt die Forderung nach Okkupation folgender Gebiete ein: West-Thrakien und die Dodekanes in NO-Griechenlands, ganz Zypern, den Norden von Syrien einschließlich der Provinzen Aleppo, Idlib und al-Ḥasaka sowie den Nord-Irak mit Mossul. (vgl. http://www.voltairenet.org/article198324.html mit Karte). Außerdem seien die türkischen Einheiten während der Nacht zusammen mit solchen der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra einmarschiert (http://www.sana.sy/?p=642491).
Letzteres bestätigt auch ein Bericht der Journalistein Karin Leukefeld, die das syrische Grenzdorf Kasab besucht und die Bewohner nach ihren Erfahrungen gefragt hat, nachzulesen im Beitrag:    Warum viele in Syrien der Türkei nicht trauen  [Zu Kasab vgl.a.  Teil II].

Karte mit den zu okkupierenen Territorien gemäß Misak-ı Milli, Abb. gemäß voltaire.net.org

Terroranschlag von 12.10.2017:
Bei einer Autobombenexplosion seitens des IS auf der Westseite von aš-Šadâdî im Umland von al-Ḥasaka (in NO-Syrien), die sich inmitten vieler Flüchtlinge aus dem Gebiet Dair az-Zaur zusammengefunden hatten, kamen dutzende Menschen, vor allem Kindern und Frauen ums Leben bzw. wurden verletzt. Die hohe Opferzahl erklärt sich auch dadurch, daß hunderte nach der Detonation in die [vom IS] verminte Umgebung flohen und auch dadurch etliche getötet bzw. verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=115657, http://www.sana.sy/?p=642235)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115629 und http://www.sana.sy/?p=641874 (Nach weiterem Vorrücken Ausweitung der Kontrolle über das Dorf aṭ-Ṭayyiba gegenüber der lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn im SO-Umland von Dair az-Zaur mit Einmarsch in die Stadtteile al-Balʽûm, al-Madâğin und das Industriegebiet von al-Mayâdîn von W her nach heftigen, für den Feind sehr verlustreichen Gefechten auch in Richtung Ḫušâm – Ḥaṭla östlich des Euphrats und beim Stadtteil al-ʽUrfî und dem Industrie­gebiet der Provinzhauptstadt selbst; Zerstörung der IS-Stellungen und -Fortifikationen mit aufgerüsteten Kampfwagen in akkuraten effektiven Luft- und Artillerieangriffen wie schon am Vortag im Bereich von Mû Ḥassan und al-Mayâdîn sowei Buqruṣ, al-Ğunaina, al-Ḥussainiy­ya, Ḥaṭla, Saʽlû, Ḍîbân, Ḥawâ´iğ Ḍîbân, al-Bû Lîl, aṣ-Ṣâliḥiy­ya und den Stadtteilen  Kanâ­mât, al-Ḥamî­di­yya, aš-Šaiḫ Yâsîn, Ḫasârât und al-ʽArḍî. Nach Aussage von Einheimischen  im SO-Rîf von Dair az-Zaur brachten IS-Anhänger erneut zur Abschreckung Bewohner der Gegend ums Leben, in dem sie dieses Mal dreien die Kehle durchschnitten und auf dem al-Inṭilâq-Kreisverkehrrund in al-Bû Kamâl liegenließen.)

SAA-Panzereinheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.10.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=115595 und http://www.sana.sy/?p=641288 (Im Umland von Dair az-Zaur nach Beseitigung der vorgefundenen IS-Nester mit einer Menge Terroristen, einer Autobombe und einer Reihe mit schweren Maschinengewehren ausgestatteter Wagen Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Positionen in Richtung aṭ-Ṭayyiba, das der lokalen IS-Hochburg al-Mayâdîn gegenüberliegt;  am Ost-Ufer des Euphrat ebenfalls Rückeroberung etlicher strategisch bedeutsamer Punkte im Gebiet von Ḥaṭla in Richtung Ğisr as-Siyâsiyya mit Beginn der Einkesselung der in manchen Stadtteilen der Provinzhauptstadt verbliebenen IS-Extremisten; gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und -Trupps im Bereich der Städte al-Mayâdîn und Mû Ḥassan, der Dörfer  aṭ-Ṭayyiba, Ḍîbân, Buqruṣ at-Taḥtânî, Buqruṣ Fûqânî, al-Bûlîl, Bâdiyya Ḫušâm, Ḥaṭla, aṣ-Ṣâliḥiy­ya, al-Ḥussainiyya, al-Ğunaina und Ḥuwai­ğa Ṣakr im Umland von Dair az-Zaur sowie der Stadtteile al-ʽUmmâl [sog. Arbeiterviertel], al-ʽUrfî, al-Ḥamî­di­yya und al-Ḥu­waiqa und des Industrie­gebiets der Provinzhauptstadt; besonders in al-ʽUrfî  und dem Industrie­gebiet kam es zu harten, für den Feind recht verlustreichen Gefechten, wobei in al-Quṣûr und dem Industrie­gebiet je eine Aufklärungsdrohne des IS abgeschossen wurde; aus Helikoptern der SAA wurden Flugblätter abgeworfen mit der Aufforderung an die Bewohner aller Dörfer auf der Ostseite des Euphrat, sich vom vom Hauptquartier der IS-Terrororganisation und deren Stellungen fern zu halten.  Zur Abschreckung habe der IS einen Bürger getötet und seine Leiche am Kreisverkehr des Dorfes al-Ḥisân im NW-Rîf von Dair az-Zaur aufgehängt.)

Terroranschläge von 11.10.2017:
In der Ḫâlid ibn al-Walîd-Straße in Damaskus kam es zu zwei Bombenanschlägen durch insgesamt drei Suizidattentäter. Zwei zündeten ihre Sprengstoffgürtel vor dem Polizeikommando-Gebäude, ein weiterer am Zugangsbereich zum Gebrauchtkleidungsmarkt. Dabei wurden zwei Bürger getötet, mehrere andere verletzt, wie das Innenministerium bekanntgab. – Aktualisierung: es wurden im ersten Fall zwei Polizisten getötet, sechs Zivilpersonen verletzt. Die Wachen hatten gemäß Verlautbarung des Innenministers zum Geschehen die Terroristen vor dem Eingang noch abfangen können. Der dritte Attentäter hatte darauf die Flucht ergriffen, war von den Sicherheitsleuten bis zum Eingang des Marktes verfolgt worden, wo es ihm gelang, sich selbst mittels Explosion des Sprengstoffgürtels zu töten. (http://sana.sy/en/?p=115588).

Aus dem russischen Verteidigungsministerium erging am 11.10.2017 die Warnung an die US-Administration, den Friedensprozeß in der südlichen De-Eskalationszone nicht zu gefährden. Daher bat das Amt um Aufklärung, warum US-seits versucht werde, das Areal der at-Tanaf-US-Basis in ein Sprungbrett für die ISTerroristen für Angriffe auf eine Reihe von Standorten in al-Bâdiyya [der umgebenden Großen Syrischen Wüste] zu verwandeln. Damit trügen die USA die Verantwortung für die Vereitelung des Friedensabkom­mens in der südlichen De-Eskalations-Zone. Sprecher Igor Konaschenkow nahm dabei Bezug darauf, daß sich diese Basis in ein schwarzes Loch (vgl.u.!) für ungehinderte Angriffe von Terroristen auf Antiterroreinheiten [der SAA] entwickle, was absolut illegal sei. Aktuell monierte er: „The question how about 300 ISIS militants using pick-up trucks who tried to block the strategically im­portant Damascus-Deir Ezzor highway, through which supplies for Syrian troops are brought and humanitarian aid for the population is delivered, penetrated into the US-controlled area in al-Tanf remains unanswered.” Er fügte hinzu:  „We offer the American side to clarify another instance of turning a blind eye to the activities of mili­tants operating under their very noses. It is purely for military ethics reasons that we do not publish the latest photos of the US base in al-Tanf with an abundance of pick-up trucks with heavy machine guns and recoiless guns that are not typical of the US army.” Zudem konstatierte der Generalmajor:  „600 militants stationed at the Rukban refugee camp in the US-con­trolled At Tanf area have de­parted westward in an orderly manner in off-road vehicles” und zwar vom 2. bis zu 3. Ok­to­ber 2017. Er schloß mit der Äußerung: „Considering such serious manpower reinforcements with US benevolence and the creation of the stock of medicines with food supplies, one should not be an expert to forecast an attempt to disrupt the peace agreement now in the southern de-escalation zone as well. We are warning that all the respon­sibility for the peace process sabotage will be borne by the US side.” (http://www.sana.sy/?p=641251, http://sana.sy/en/?p=115577; s.a. https://sptnkne.ws/fDMr für Zitate in Deutsch) – Dazu hieß es in der deutschen Sputnik-Version: Nach russischen Angaben sind rund 300 IS-Terroristen mit Jeeps durch das vom US-Militär kontrollierte Gelände um den Stützpunkt at-Tanaf ungehindert in eine Zivilisten-Schutzzone gefahren. Damit hätten die US-Militärs der IS-Terrormiliz in Syrien freies Geleit gewährt. (https://sptnkne.ws/fDZJ)
Daher kommentierte auch Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim während der mehrtägigen Sitzung des syrisch-russischen Komitees  in Sotschi am 11.10.2017: „the international coalition led by Washington is destroying everything in Syria except for ISIS terrorist organization.“ (http://sana.sy/en/?p=115579)  – Zu Deutsch laut Sputnik News:“ Die US-geführte Anti-Terror-Koalition vernichtet in Syrien alles, nur nicht die IS-Terrormiliz.“ (https://sptnkne.ws/fDZJ)

al-Qâ‘-Grenzübergnag zum Libanon, Photo SANA

Syrische und libanesische Vertreter der Ressorts Sicherheit, Armee und Zoll planen beim Treffen in al-Qâʽ vom 10.10.2017 nach der gemeinsamen erfolgreichen Militäroperation zur Befreiung der Grenzregion (s.u.) die [Wiederer-]Öffnung des Grenzübergangs al-Qâʽ. (http://www.sana.sy/?p=640413)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115494 und http://www.sana.sy/?p=640519 (Im S-Rîf von as-Suwaidâ´sowie im SO-Rîf Dimašq, dem Umland der Hauptstadt eroberte die Armee mit ihren unterstützenden Kämpfern die Kontrolle über sämtliche Anhöhen und Positionen bis zur syrisch-jordanischen Grenze in einer Größenordnung von 8.000 km2 (davon 4.000 km2 in der Provinz as-Suwaidâ´) vom IS zurück nach Vernichtung von dessen letzten Stellungen und Haufen; damit sind im Angegebenen Gebiet insgesamt 12.000 km2 von Terroristen befreit und sämtliche Grenzpunkte und Polizeistationen an der genannten Grenze in der Provinz as-Suwaidâ´ wieder unter staatlicher Kontrolle im Rahmen der gesamten Militäroperation dieses Gebiets; weitere eEinzelheiten über die rückeroberten Orte, Grenzposten und Höhen finden sich in der arabischen Version. In und um Dair az-Zaur bauten die Streitkräfte ihre Stellungen in Richtung Ḥaṭla aus und sicherten etliche Gebäudekomplexe im Stadtteil  al-ʽUrfî  der Provinzhauptstadt.)

Terroranschläge von 10.10.2017:
Wie zuvor schon vielen Bürgern erging es nun dem Syrian TV-Kameramann Muḥammad Mîlâd: durch die Detonation einer vom IS ausgelegten Mine wurde er im Ost-Rîf von Ḥomṣ getötet. (http://sana.sy/en/?p=115489, http://www.sana.sy/?p=640558)
Raketenbeschuß auf die Stadt az-Zahrâ´ durch Terroristen im N von Aleppo fürhte zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern und anderem privatem bzw. öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115556)

Generalmajor Igor Konaschenkow, Photo: Pars Today

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, teilte der Presse am Di., 10.10.2017, mit, die US-geführte Koalition imitiert im Irak nur den Kampf gegen die (IS-)Terroristen. Zudem wecke die Unterstützung der Terroristen aus dem Irak ernsthafte Fragen in Bezug auf die Ziele dieser Koalitionsoperationen. Seit die syrische Armee (SAA) so erfolgreich ihre Operation zur Befreiung der syrischen Provinz Dair az-Zaur (Nachbarprovinz des irakischen al-Anbâr!) habe jene ihre Luftschläge gegen Terroristen im Irak sogar wesentlich reduziert. „Die Befreiung des nun sehr tief im Hinterland bleibenden Rakka, welches die USA und die Koalition in den vergangenen sechs Monaten als zentrale Priorität ihres Kampfes gegen den IS bezeichneten, ist seit Monaten eingefroren“, betonte der Generalmajor. Dadurch habe sich das vom IS kontrollierte Gebiet im Irak sogar wieder vergrößert! (https://sptnkne.ws/fDke) Dies treffe v.a. auf den westlichen Teil des Iraks [d.h. die Provinz al-Anbâr] zu. Allein im Raum [lokalen IS-Terroristenhochburg] al-Mayâdîn führten die russischen Kampfflieger 150 Luftschläge gegen IS-Positionen pro Tag durch und zwar Tag und Nacht, um in Unterstützung der syrischen Bodentruppen in und im Umfeld der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur sowie der gesamten Provinz den Terrorismus auszurotten. Demgegenüber habe die sog. US-geführte Anti-IS-Koalition  ihre Einsätze drastisch reduziert, so daß der Generalmajor schon fragte: „Does such a shift in the US and the coalition’s priorities mean the desire to complicate the operation conducted by the Syrian army supported by Russia’s Aerospace Forces to liberate Syria’s territory east of the Euphrates? Or is it a possibility to liberate Iraq from ISIS terrorists driving them into Syria under the precise airstri­kes of the Russian Aerospace Forces?” (http://sana.sy/en/?p=115560https://sptnkne.ws/fDpr)
Ergänzend führte der Generalmajor aus: „Täglich werden Versuche zur Verlegung von neuen IS-Kräften nach al-Mayadin fixiert, unter denen es viele ausländische Söldner gibt, die aus dem Irak in das syrische Territorium eingedrungen sind.“ Die ISVerstärkung aus dem Irak rücke hierzu mit Panzertechnik und Geländewagen mit darauf installierten großkalibrigen Waffen an. Diese seien Ziel der russischen Kampfflieger. (http://www.sana.sy/?p=640484, für Zitat in Deutsch: https://sptnkne.ws/fDmw)
Außerdem verdeutlichte Konaschenkow hinsichtlich der Erfolge der russischen Einsätze bei der Bekämpfung des IS: „Die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte haben die wirtschaftliche Infrastruktur des IS in Syrien zerstört und werden jegliche Versuche zur Wiederaufnahme der Förderung und des ille­galen Verkaufs von Kohlenwasserstoffen durch Terroristen zunichtemachen. Der IS hat in Syrien keine Finanzierungsquellen mehr für den Kauf von Waffen bzw. Munition und für die Anwerbung von Söldnern.“ (http://sana.sy/en/?p=115560, für Zitat in Deutsch: https://sptnkne.ws/fDpr)

Entdeckte ausländische Waffen, Photo: SANA

Am 9.10.2017 veröffentlichte das Verteidigungsministerium neues Beweismaterial für Unterstützung seitens der US-geführten Koalition für die in Syrien aktiven Terroristen wie den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. durch Geldmittel, Ausstattung mit (modernsten Hochleistungs)waffen (darunter die schon öfters erwähnten BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen) und Munition und weitere Leistungen. … (http://sana.sy/en/?p=115452)  – Hierzu vgl.a. die Recherchen der investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva (s.u., 17.9.2017) wie die Ausführungen des deutschen Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose (https://sptnkne.ws/fDak).

Vorgeblich gemäß den Absprachen der Astana-Konferenzen über die Einrichtung von De-Eskalationszonen haben türkische Streitkräfte am Mo., 9.10.2017, begonnen,  in der neuen Zone Idlib Aufklärungsarbeiten durchzuführen und Beobachtungsposten zu errichten. Dazu bemerkte Staatspräsident Erdogan: „In Astana haben die Türkei, Russland und der Iran einen Plan ausgearbeitet. Und diese Entscheidungen setzen wir zurzeit in Idlib um.“ Er erklärte ferner: „Gemäß den in Astana erreichten Vereinbarungen zur Schaffung von Deeskalations-Zonen im Gebiet Idlib haben die Streitkräfte der Türkei als eines der Garant-Länder am 8. Oktober eine Operation zur Aufklärung für die Aufstellung von Beobachtungsposten zur Überwachung der Waffenruhe begonnen.“  – Eine kritische Betrachtung dieser Vorgehensweise ist zu lesen bei http://www.voltairenet.org/article198324.html

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115447 und http://www.sana.sy/?p=640178 (Im Raum Dair az-Zaur Rückeroberung des Dorfes Ḥaṭla aš-Šarqiyya am Ost-Ufer des Euphrats nach Eliminierung einer großen Anzahl IS-Terroristen samt deren Stützpunkten und Verbarrikadierungen und Verfolgung der Flüchtenden; Zerstörung weiterer IS-Verstecke und –Stellungen im W und S von al-Mayâdîn, 45km im SO der Provinzhauptstadt nach Beseitigung etlicher IS-Extremisten; dabei Vereitelung eines ISAutobombenanschlags, wobei die beteiligten zehn IS-Kämpfer getötet wurden; heftige IS-Verluste nach harten Gefechten  im N von Dair az-Zaur in Dörfern auf dem Ost-Ufer des Euphrats in Richtung Ḥaṭla – Ḫušâm; zudem effektive akkurate Luft- und artillerieschläge gegen IS-Fortifikationen im Raum der Städte Maḥkân, al-Bûlîl, al-Bû ʽUmar, al-ʿAšâra, al-Qûriyya, al-Ḥussainiyya, aṣ-Ṣâliḥiy­ya, al-Ğunaina, Muhaimîda, Ḥuwai­ğa Ṣakr sowie der Stadtteile al-Ḥamî­di­yya, ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽUmmâl, al-ʽArḍî und Kanâmât von Dair az-Zaur. Einheimische berichteten von der anhaltenden Flucht von IS-Anhängern von den Fronten und v.a. aus Mû Ḥassan und al-ʿAšâra.)

Terroristenequipment, Photo: South Front

SAA-Divisionsgeneral ʽAlî al-ʽAlî (Ali al-Ali), Chef der Hauptverwaltung Operatives der syrischen Armee, machte darauf aufmerksam, daß genau das passierte, wovor schon vor Jahren syrische, russische und andere ausländische Politiker und Militärs warnten: „Wir wissen, dass die USA im Zeitraum vom 5. Juni bis 15. September 2017 insgesamt 1421 Lkws mit Waffen an Terroristen in Syrien geliefert haben. Diese Waffen waren angeblich für den Kampf gegen Terroristen bestimmt, letztendlich fielen sie aber den Kämpfern der Terrormilizen Daesh (auch ,Islamischer Staatʻ, IS) und Dschabhat an-Nusra (Al-Nusra-Front) in die Hände.“ Die meisten Waffen, die radikale Streitkräfte in Syrien erhielten,würden im Rahmen des Pentagon-Hilfsprogramms für die US-Verbündeten (d.i. MAO, s.u.!) von den US-Verteidigungsun­terneh­men Chemring und Orbital ATK gekauft, per Seeweg nach Nahost geliefert und durch von den Regierungstruppen nicht kontrollierte Grenzab­schnitte nach Syrien transportiert. Dagegen hatte das Pentagon im Mai mitgeteilt, diese Waffen seien für die Kurden der SDF in ar-Raqqa bestimmt. (https://sptnkne.ws/fCYn vom 9.10.2017)
Ergänzend fügte der SAA-Angehörige Ḥâlî Walîd (Walid Hali) über die Bewaffnung genau jener Kämpfer von Ğabhatu_n-Nuṣra hinzu, welche russische Militärpolizisten der De-Eskalationszone Idlib angegriffen hatten (vgl.u.): „Das sind jene Waffen, die vor mehreren Wochen bei Kämpfern beschlagnahmt wurden. Sie wurden den Terroristen illegal aus dem Ausland geliefert. Das sind 100 Stück Schusswaffen und leichte Granatwerfer aus amerikanischer, belgischer und französischer Produktion.“ (https://sptnkne.ws/fCYk)

SAA im Einsatz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115347 und http://www.sana.sy/?p=639423 (Weiteres Vordringen aus unterschiedlichen Richtungen von Dair az-Zaur und seinem Umland mit Erlangung der Kontrolle über die Stadt Marâṭ al-Fauqâ am Ost-Ufer des Euphrat, Teile von Ḥaṭla  Taḥtânî, Einkesselung der IS-Terroristen in ihrer lokalen Hochburg al-Mayâdîn und Eindringen  in deren Stadtteile al-Maṭâr al-Mahğûr, Mâkif al-Ġanam, das Industriegebiet und etliche Viertel im W mit Vorrücken auf Ğisr as-Siyâsiyya zu nach harten Kämpfen; dabei schneller Zusammenbruch innerhalb der Reihen der IS-Terroristen, Massenflucht auch aus Stadtteilen von Dair az-Zaur und Zerstörung der letzten IS-Befestigungen; zudem akkurate Artillerie- und Luftschläge gegen IS-Stellungen in der Stadt Ḥas­san und den Dörfern al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, al-Ḥuṣân, al-Bûlîl, al-Bû ʽUmar, Ḥu­wai­ğa Ṣakr sowie den Stadtteilen der Provinzhauptstadt, nämlich ar-Rašadiyya, al-Ḥu­waiqa, al-Ḥamî­di­yya, al-ʽArḍî, al-ʽUrfî  und al-ʽUmmâl, aš-Šaiḫ Yâsîn, Kanâmât, Ḫasârât und Ğisr as-Siyâsiyya; dabei Eliminierung einer großen Zahl von IS-Extremisten einschließlich etlicher Suizidattentäter und einer Reihe von Autobomben, mit denen der SAA-Vormarsch behindert werden sollte. – Einheimische berichteten ebenfalls von einer ISMassenflucht, die auch Anführer einschloß wie  den größten IS-Amîr im Bereich der Finanzen, Ḥassan al-ʽUrwa, einer der [obersten] Führer der Stadt [al-Mayâdîn] Rayyis ar-Rafdân alias Abû ʽÂṣim ar-Rafdân und ein IS-Sicherheits“beamter“ namens  ʽAbd al-Karîm ʽAbd al-Ḥamîd ʽAsâf.)

Zum 65. Geburtstag des russischen Präsidenten Putin am Sa., 7.10.2017, haben SAA-Mitglieder an einer Hauswand in Damaskus ein Graffito angebracht, die syrische und russische Flagge darstellend mit dem Text: „Alles Gute zum Geburtstag, Verteidiger Putin!“  – Ein Photo davon stellte Jewgeni Primakow, Berater des Sprechers der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, auf seiner Facebook-Seite ein. (https://sptnkne.ws/fCba)

Straßen-Wiedereröffnung in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115338 und http://www.sana.sy/?p=639173 ()

In den letzten 24 Stunden eliminierte die russische Luftwaffe gut 180 IS-Terroristen, die meisten davon Ausländer, bei Angriffen auf deren Stellungen im Raum Dair az-Zaur, machte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am 7.10.2017 der Presse bekannt. Um al-Bû Kamâl wurde ein IS-Nachschubzentrum und eine Wagenkolonne, ausgerüstet mit aufmontierten schweren Maschinengewehren, samt den Mannschaften aus dem Irak und Tadschikistan vernichtet. 80 weitere Terroristen aus dem Nord-Kaukasus mitsamt einer ähnlich ausgestatteten Wagenkolonne von 18 Fahrzeugen  sowie drei Munitionsdepots wurden ebenfalls beseitigt. Mehr als 60 IS-Leute aus GUS-Staaten, Tunesien und Ägypten  wurden im Euphrattal südlich von  Dair az-Zaur eliminiert zusammen mit einer Wagenkolonne von 12 Fahrzeugen bekannter Ausstattung; unter den Getöteten  wurden auch ISAnführer aus dem Nord-Kaukasus identifiziert. (http://sana.sy/en/?p=115332, http://www.sana.sy/?p=639074)

Terroranschlag vom 7.10.2017:
Vier Kinder wurden im Dorf  ʽArân im Ost-Rîf von Aleppo verletzt, als ein von den Terroristen hinterlassener Sprengsatz detonierte. Sowohl Ğabhatu_n-Nuṣra als auch der IS versuchen in jener Gegend nach wie vor die Wiederaufnahme des normalen Lebens einschließlich der landwirtschaftlichen Tätigkeit als Lebensgrundlage für die in ihre Heimat zurückkehrenden (Binnen-)flüchtlinge durch solche Anschläge zu verhindern. (http://www.sana.sy/?p=639318, http://sana.sy/en/?p=115361 )

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115294 und http://www.sana.sy/?p=638760 ()

Karikatur zu at-Tanaf/ar-Rukbân, Quelle: Sputnik News

Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau war am 6.10.2017 zu vernehmen, die US-Streitkräfte, welche  illegaler Weise in at-Tanaf  [ca. 15km Luftlinie, vgl.u.!] nahe der Grenze Syriens zu Jordanien und dem Irak einen Stützpunkt unterhalten,  behinderten nicht nur die SAA-Militäroperationen der SAA in im Osten sondern ebenso die Anlieferung von Hilfsgütern für das Flüchtlingslager ar-Rukbân. Hierzu bemerkte der Sprecher, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Freitag:  „In reality, al-Tanf has turned into a 100-kilometer ‘black hole’ on the Syrian-Jordanian state border. And, instead of the Free Syrian Army, it is spewing ISIS mobile groups who make inroads to launch subversive terrorist operations against Syrian troops and civilians.” Er fuhr fort: „The illegal establishment of the US military base on the Syria-Jordanian border in April 2017 was publicly justified by the ‘need to conduct counter-ISIS operations.’ But we know of no US opera­tion that was launched against ISIS in the past six months of its existence.”  Auch kritisierte er: „Rukban refugees are de facto hostages, effec­tively a ‘human shield’ for the US base. Think about it, other than by Americans such ‘protection’ bar­riers are used in Syria only by those who they came here to fight, the terrorists.” Wiederholt hätten aus der 50km-Zone um diese US-Basis in at-Tanaf – ungehindert – Angriffe auf syrisches Militär stattgefunden, allein am 28.9.2017 [im arabischen Text am 27.!] seien 300 IS-Kämpfer mit Dutzenden an SUVs ganz aus der Nähe des Ortes ar-Rukbân gen al-Qaryatain in der Provinz Ḥomṣ losgezogen. Eine weitere große Gruppe an IS-Terroristen habe sich erfolgreich unweit allen syrischen Armeeposten zum Schutz der Orte Ḫirbat aš-Šuḫaima und al-Buṣairî vorbeibewegen können unter Nutzung exakter Positionsdaten, wie sie per Luftaufklärung zu erhalten seien. Die Terroristentruppe habe daraufhin versucht, wieder die al-Qaryatain umgebenden strategisch bedeutsamen Anhöhen zurückzuerobern. (http://sana.sy/en/?p=115267, http://www.sana.sy/?p=638542). Aus den Wiedergaben in Deutsch dazu heißt es:
Das US-Militär benutze zehntausende Zivilisten des Flücht­lingslagers ar-Rukbân als „lebenden Schutzschild“ für ihren Stützpunkt in at-Tanaf.Außer den Amerikanern werden solche Schutzschilde in Syrien nur von Terroristen genutzt, gegen die die Amerikaner eigentlich kämpfen sollen.“  Das Camp Rukbân sei das größte Lager syrischer Flüchtlinge innerhalb des sog „Hochsicherheitsbereich“ der US-Militärbasis at-Tanaf. Dort hätten mindestens 60.000 Frauen und Kinder aus den umkämpften Städten ar-Raqqa und Dair az-Zaur Zuflucht gesucht. Die GIs ließen keinerlei Hilfskonvois zu den Flüchtlingen  „weder von der syrischen Regierung noch von Jordanien noch von der Uno und anderen internationalen Organisationen“. Das gesperrte Gelände um diesen US-Stützpunkt habe sich „In Wirklichkeit …  in ein hundert Kilometer [im Durchmesser – laut arabischer Übersetzung!] langes Schwarzes Loch an der syrisch-jordanischen Grenze verwandelt“, „von dem aus die Terrormiliz Daesh ihre Attacken auf die syrische Regierungsarmee und Zivilisten ausübt.“   Pentagon-Vertreter hätten mehrfach erklärt, daß in at-Tanaf  Aus­bilder aus den USA, Großbritannien und Norwegen unter Deckung der Kampfflieger und Raketenwerfer der US-geführten Koalition befänden, um MAO-Kämpfer zu trainieren. Doch statt dieser „Neue syrische Armee“ genannten MAO übten demnach IS-Mobilgruppen von dort aus terroristische Diversionen gegen die syrischen Truppen und Zivilisten aus. Angeblich sei für die Verlegung des illegalen US-Stützpunkts im April 2017 die Durchführung eines Anti-IS-Einsatzes der Grund gewesen. „Aber im Laufe des halben Jahres, das dieser Stützpunkt existiert, sind keine US-Operationen gegen den IS bekannt geworden.“ Auf die ca. 60.000 Flüchtlinge im Lager ar-Rukbân zu sprechen kommend lautete die Kritik: „Die Flüchtlinge in Rukban sind heute tatsächlich Geiseln oder genauer: ein menschlicher Schutz­schild des amerikanischen Stützpunktes. Ich möchte darauf verweisen, dass solche ,Schutzʻ-Barrieren neben den Amerikanern nur jene nutzen, gegen die sie [d.h. die US-Amerikaner] dort kämpfen sollen – nämlich die Terroristen.“ (https://sptnkne.ws/fB9n, https://sptnkne.ws/fB64 und https://sptnkne.ws/fBQT)
Daraufhin warnte das russische Verteidigungsministerium das Pentagon, man sei bereit zur Vernichtung der IS-Kämpfer in den US-kontrollierten Zonen in Syrien. so formulierte Generalmajor Konaschenkow:„Wenn die US-Seite solche Operationen als unvorhergesehene ,Zufälle‘ betrachtet, dann sind die russischen Streit­kräfte durchaus zur Vernichtung solcher, Zufälle‘ in der von ihr kontrollierten Zone bereit.“ (https://sptnkne.ws/fBnR)

Karikatur 2 zu at-Tanaf/ar-Rukbân, Quelle: Sputnik News

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115205 und http://www.sana.sy/?p=638215 bzw.  http://www.sana.sy/?p=637783 ()

Igor Konaschenkow, Sprecher des Verteidigungsministeriums Rußlands, teilte am Do., 5.10.2017, zu einem Luftschlag in der Provinz Idlib gegen ein gigantisches unterirdische Waffenlager von Ğabhatu_n-Nuṣra der Presse mit: „Russlands Luftwaffe hat das größte unterirdische Waffenarsenal von Al-Nusra nahe Abu z-Zuhur vernichtet, in dem die Terroristen mehr als eintausend Tonnen Munition für Rohr- sowie reaktive Artillerie aufbewahrten“. (https://sptnkne.ws/fAVr) – Angesprochen ist der 10.000 Einwohnerort Abû aẓ-Ẓuhūr, der einen Militärflughafen beherbergt.

Terroranschlag vom 5.10.2017: Sechs Tote und 12 Verletzte forderte ein erneuter Raketenangriff seitens der IS-Terroristen auf den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur. Dazu kamen entsprechende Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115253)

Cooperation in humanitarian sector discussed with Norwegian and Belarusian delegations, 5.10.2017, http://sana.sy/en/?p=115214

Am 5.10.2017 konnten bereits 2.000 Familien als erste Tranche wieder in ihre Wohnungen in der Stadt Fulaiṭa zurückkehren. Der Ort liegt im West-al-Qalamûn-Gebiet im sog. Rîf Dimašq und war im August (s.u.) von den Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und IS befreit worden. (http://sana.sy/en/?p=115207)

In Syrien gibt es auch (Jugend-)Projekte  zur Unterstützung älterer Mitbürger. (http://www.sana.sy/?p=636981 vom 5.10.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115126 und http://www.sana.sy/?p=637139 () 

Putin drängt auf die Ermittlung und sofortige Neutralisierung ausländischer Terroristen, die aus Syrien und dem Irak nach Hause zurückkehren (http://www.sana.sy/?p=637200, 4.10.2017).

Als Leiter einer iranischen Delegation besuchte ʿAlāʾ ad-Dīn Barûğardî (Alaeddin Boroujerdi),  Vorsitzender des par­la­mentarischen Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des Šûrâ-Rats, Damaskus und traf sich am 4.10.2017, mit dem Parlamentspräsidenten Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ, dem Vizepremier und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim sowie später mit dem Gouverneur von Aleppo. Dann folgte der Besuch religiös und touristisch bedeutsamer Stätten. (http://sana.sy/en/?p=115120) – Am 5.10.2017 schloß sich ein Empfang bei Präsident Dr.al-Assad an. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i32685-pr%C3%A4sident_assad_empf%C3%A4ngt_iranische_parlamentsdelegation)

Terroranschlag vom 4.10.2017:   
Der IS bombardierte mit einer Raketensalve den Stadtteil al-Fîlât von Dair az-Zaur. Beim Einschlag in ein Wohnhaus wurde eine Frau getötet, deren Mann und ihre drei Kinder verwundet, weitere Schäden entstanden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=115096, http://www.sana.sy/?p=637117)

Zu den – generell schon völkerrechtswidrigen (dazu s.u.) – US-Einsätzen in Syrien äußerte sich der russische Außenminister Sergei Lawrow im Interview mit aš-Šarq al-Ausa dahingehend: „Wenn man Doppelstandards verwendet, Terroristen in Schlechte und nicht besonders Schlechte teilt, aus politischen Gründen in die Koalition treibt, wobei man die Notwendigkeit der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates bei seinen Aktivitäten vergisst, dann ist es schwierig, von der Effektivität des Anti-Terror-Kampfes zu sprechen.“ Schließlich habe sich die IS-Terror­miliz gerade wegen der Angriffe der russischen Kampfflieger und unter Druck der syrischen Armee zurückgezogen. Dagegen werfe die Tätigkeit der US-geführten Koalition in Syrien zahlreiche Fragen auf. „Da werden angeblich zufällig die syrischen Streitkräfte angegriffen, wonach der IS seinen Gegenangriff einleitet; da werden andere Terroristen auf strategisch wichtige Punkte ,gelenktʻ, wo die legitime Macht des offiziellen Damaskus bereits wiederaufgebaut ist, oder es werden lebensgefährliche Provokationen gegen unsere Militärs organisiert“, bemerkte der Diplomat. (https://sptnkne.ws/fAxT vom 4.10.2017) – S. hierzu die vielfach wiederholten Proteste der Regierung in Damaskus gegen die Tätigkeit dieser US-geführten Koalition in Syrien sogar vor den UN!
Zudem forderte Außenminister Lawrow am Mi., 4.10.2017, in Moskau in der 16. Beratung leitender Mit­arbeiter russischer Sicherheitsdienste die USA und die von ihnen geführte Koalition erneut (vgl.u.) dazu auf,  ihr Vorgehen im Land mit dessen legitimer Regierung, dessen Armee und der russischen Luftwaffe zu koordinieren und ergänzte – wie schon so oft (vgl.u.!): „Zudem ist es erforderlich, dass die Koalition nicht nur gegen Daesh (Islamischer Staat), sondern auch gegen das Terrornetzwerk Dschebhat an-Nusra kämpft, gegen das die Administration des früheren Präsidenten Barack Obama aus einem Grund nicht vorgehen wollte.“ Weiterhin bleibe die von Rußlands Präsident Putin unterbrei­tete Initiative, eine breite Antiterrorfront unter der zentralen koordinierenden Rolle der UN zu bilden (vgl. Teil V), aktuell. Dann kritisierte er: „Russland schlägt auch vor, die von Daesh besetzt gehaltenen Territorien mit einem Handels- und Wirtschaftsembargo zu belegen. Bislang wird diese Initiative von unseren westlichen Kollegen aus uns nicht bekanntem Grund abgelehnt.“ (https://sptnkne.ws/fAQp)

Als Haupthindernis für eine effektive Bekämpfung des Terrorismus mit Ausrottung des IS in Syrien bezeichnete der Sprecher des russischen Ver­teidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, die US-Unterstützung für Terrorgruppen. Wörtlich hieß es in der Erklärung vom 4.10.2017: „The main obstacle to the complete elimination of ISIS in Syria is not the military capabilities of ter­rorists, but rather the support of the Americans.” Dazu führte er aus, daß die jüngsten ISAngriffe gegen SAA-Militärposten in der Tiefe der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) vom US-Stützpunkt at-Tanaf an der syrisch-jordanischen Grenze startete. Hierzu verließen am 28.9.2017 ca. 300 IS-Kämpfer aus ar-Rukbân (auch: ar-Ruqbân) in Richtung al-Qaryatain (Provinz Ḥomṣ) und versuchten so die Kontrolle über eine Reihe strategischer Anhöhen um letztere Stadt zurückzuerobern. Selben Tags fand auch der IS-Großangriff auf die Autobahn und damit wichtige Verbindung durch al-Bâdiyya zwischen Tadmur (mit Palmyra) und Dair az-Zaur bzw. die diese schützenden SAA-Militärposten statt (vgl.u.). Hierfür bedurfte es jedoch nach Erklärung des Offiziers akkurater Koordinaten dieser Positionen, welche ausschließlich durch entsprechende Luftaufklärung zu erlangen seien. Das lasse – wiederum – nur den einen Schluß zu, daß die Fortschritte der SAA im Counterterrorismus mit Unterstützung von russischer Seite den US-Plänen widersprächen. (http://sana.sy/en/?p=115154) – Näheres zur Bedeutung von  ar-Rukbân s.o.!

Liebe Leser, vom 5. – 8.10.2017 einschließlich können voraussichtlich nur Kurznachrichten angeboten werden, die anschließend ergänzt werden.

Siegesfreude, Nähe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=115035 und http://www.sana.sy/?p=636477 (Während der Militäroperationen im östlichen Grenzgebiet der Provinzen  Ḥamâ und Ḥomṣ gegen die verbliebenen, von der Armee eingeschlossenen IS-Enklaven nach den harten Gefechten der letzten beiden Tage Etablierung der Kontrolle über die Dörfer Rasm al-ʽAbd, Rasm al-ʽAbâyika, ḥâ, ʽAkaš und Abû Dâlî Šarqî  und am heutigen Tag  auch über Abû Ḥanâyâ und Ḥamâdî ʽUmar nach Beibringung schwerer Feindverluste an Kämpfern und Equipment sowie Flucht vieler Terroristen und nachfolgendem Säubern der Gegenden von hinterlassenen minen und Sprengfallen durch Spezialeinheiten; nach Mitteilung des Feldkommandeurs  bildete Ḥamâdî ʽUmar einen der größten und bestbefestigten IS-Stützpunkte im O von Ḥamâ; die Moschee, Schule und auch Privathäuser dienten dem IS darin als Waffen- und Munitionsdepots wie Kommandostelle; wieder ließen die fliehenden Terroristen nach hartem Häuserkampf ihre Gefallenen liegen [zur Bedeutung s.u., Gefechtsbericht vom 4.9.2017]; der Operation seien sorgfältige Überwachungstätigkeiten mit entsprechender Planung vorausgegangen. In einer weiteren Operation im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung von Burâq an-Našma und al-Ğâbiriyya sowie Vorrücken von Šâʽir bis in den N von al-Fâsida mit Befreiung von mehr als 30 Städten und Dörfern in einem Areal von ca. 1000km2 mit Einkesselung der letzten Terroristengruppen; in al-Fâsida fanden sich innerhalb der Schulen, Moscheen, Silos und Häusern von Bürgern Folterzimmer und Gefängnisse des IS; nach Vernichtung der übrigen IS-Nester Etablierung der Feuerkontrolle über verbliebenen IS-Stellungen in al-Waḍîḥî und Tuwaina. Ebenso Vorrücken im SO-Umland von Dair az-Zaur auf dem Ostufer des Euphrat  mit Rückeroberung wichtiger Positionen entlang der Straße Dair az-Zaural-Mayâdîn, wobei al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl die wichtigsten IS-Hochburgen im Ost-Rîf von Dair az-Zaur darstellen; Beseitigung der IS-Verbarrikadierungen auf der Achse Ḫušâm – Ḥaṭla Fûqânî, wobei untet den zahlreich getöteten IS-Terroristen auch der bekannte Anführer mit dem Kampfnamen Abû Usama, ein Tunesier, identifiziert wurde; unter SAAF-Deckung präzise Zerstörung der IS-Positionen in den Orten al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya, Ḥaṭla, Mû Ḥassan, Saʽlû, aṭ-Ṭayyiba, al-Bûlîl und aṣ-Ṣâliḥiyya; dazu akkurate effektive Luftschläge gegen IS-Fortifikationen samt Kampfwagen in den Stadtteilen Kanâmât, al-Ḥamî­di­yya, al-ʽArḍî, Ḫasârât und aš-Šaiḫ Yâsîn von Dair az-Zaur.)

Viktor Wodolazki, Vize­-Vor­sit­zender des Duma-Ausschusses für GUS, eurasische Integration und Angelegenheiten von Lands­leuten, bestätigte am Do., 5.10.2017, in Rostow am Don die Hinrichtung zweier vom IS gefangengenommener Russen, Roman S.  und Grigori Z., am 3.10.2017.  Am Enden einer  Videoaufzeichnung der Terroristen sollten sie einen vorgehaltenen Text vor der Kamera verlesen, wonach sie sich dem IS anschlössen. „Als sie sich weigerten, wurden die beiden getötet“,  referierte der Parlamentarier. (https://sptnkne.ws/fBvn)

Schwer verletzter Ğabhatu_n-Nuṣra-Kommandeur Abû Muḥammad al-Ğaulânî, Photo: Pars Today

Die russischen Kampfflieger griffen am 3.10.2017 einen Ğabhatu_n-NuṣraStützpunkt in der Provinz Idlib an, töteten dabei gut 50 der Terroristen und 12 ihrer Anführer. Dazu führte Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Ver­teidigungsministeriums, aus: „As a result of the strike, Jabhat al-Nusra leader Abu Mohammad al-Julani received multiple heavy fragmentation wounds and, having lost his hand, is in critical condition, in addition to the injury of 9 others.” (http://www.sana.sy/?p=637060, http://sana.sy/en/?p=115097) – Kurz darauf fiel der Ğabhatu_n-NuṣraKommandeur Abû Muḥammad al-Ğaulânî ins Koma, was dem Generalmajor gemäß zu einer allgemeinen Konfusion unter den Terroristen der Gegend führte. (http://sana.sy/en/?p=115187)

Russischer Kampfflieger, Photo: Sputnik News

Laut Bericht des Sprechers des russischen Ver­teidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, töteten die russischen Kampfflieger während der letzten beiden Tage in ihren Einsätzen gegen IS-Stellungen auf dem östlichen Euphrat-Ufer 304 Terroristen, darunter einige Kommandeure, und verletzten 170. Wörtlich hieß es in der Verlautbarung: „At least 7 field commanders of various levels have been killed, including Abu Islam Al-Kazaki, a native of Kazakhstan who coordinated the actions of ISIS assault units in the Euphrates valley, in addition to about 40 militants from the North Caucasus, as well as a terrorist sniper group”. Weiter gab der Generalmajor an. „a terrorist training center, 3 command posts, 9 key localities, 8 tanks, 3 artillery units, 17 SUVs equipped with large-caliber weapons, and 4 ammunition depots have been destroyed.” (http://sana.sy/en/?p=115031, s.a. https://sptnkne.ws/f9Sb je vom 3.10.2017)

Als vorerst letzten Protest in einer langen Reihe derselben trug das Außenministerium am 3.10.2017  in zwei identischen Schreiben dem UN-Generalsekretär wie dem UN-Sicherheitsratsvorsitzenden seine erneute Beschwerde gegen die trotz allem fortgeführten und grundsätzlich schon völkerrechtwidrigen Luftangriffe der US-geführten Koalition vor. Der UNSC möge doch endlich seiner Verpflichtung zum Erhalt von internationalem Frieden und Stabilität nachkommen und die von US-geführten Koalition verübten Verbrechen gegen die syrische Bevölkerung stoppen wie alle Staaten zur Einhaltung und Umsetzung der UNSC-Resolutionen zum Counterterrorismus, insbesondere der Resolution Nr.2253 aus dem Jahr 2015 anhalten. Explizit heißt es in der jeweiligen Note: „On October 1st and 2nd, 2017, the US-led coalition warplanes committed two mas­sacres and targeted residential neighborhoods in Deir Ezzor and Raqqa provinces, killing 57 civili­ans, most of them are women and children, injuring many others and causing huge material damage to properties and houses.“ Nur wenige Tage zuvor habe die Koalition selbst zugegeben, 800 Zivilisten seit Beginn ihrer Aktionen in Syrien getötet zu haben, was deren abscheuliche Verbrechen nur unterstreiche.  Syrien sei schwer betroffen vom Stillschweigen der internationalen Gemeinschaft zu diesen Schändlichkeiten. Dies gelte vor allem, wenn man bedenke, daß Staaten und Organisationen, „which bargain in the humanitarian issues , but they remain silent when it comes to the US-led coalition crimes against the Syrian people.” Doch damit nicht genug, habe die US-Administration ihre Werkzeuge und Agenten in der Region, repräsentiert durch die sog. bewaffneten Gruppen [MAO, s.u.!] instruierte, die SAA-Fortschritte der SAA zu hemmen und jene daran zu hindern, in die noch IS-kontrollierten Areale vorzudringen, was deren wirkliche Intention der destruktiven US-Politik für Syrien offenlege und deutlich mache, daß diese beendet werden müsse [um im Counterterrorismus erfolgreich zu sein].
Ebenso erstaunlich sei das Schweigen der  UN und anderer Staaten gegenüber dem schrecklichen Bombenattentat auf die Polizeidienststelle in Damaskus – al-Maidân (s.u.). Hierzu war zu lesen:  „Syria strongly condemns crimes committed by the international coalition and the terrorist groups against Syrian civilians,  infrastructure and services and economic facilities shedding the blood of hundreds and causing huge damage and destruction.”
Zum Schluß forderte die Regierung den UNSC – wie schon früher (vgl.u.) – auf, die illegitime Koalition umgehend aufzulösen, welche ohne Anforderung bzw. Erlaubnis der syrischen Regierung und jenseits der UN-Bestimmungen etabliert worden sei.  (http://sana.sy/en/?p=115081, http://www.sana.sy/?p=636832)

Luftangriff der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erneut kam es am 3.10.2017 trotz einer langen Reihe von Protestschreiben an die UN über die – an sich schon völkerrechtswidrigen – Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen Zivilisten (zuletzt vom 28.9.2017, s.u.!) zu einem Bombardement auf zwei Wohngebäude im Stadtteil at-Tawasʽiyya in ar-Raqqa mit bislang mindestens 45 Toten (da unter den Trümmern noch Leichen etc. vermutet werden) – wie üblich hauptsächlich Kinder und Frauen –  und einer Menge Verwundeter, zudem entstanden erhebliche Schäden an Gebäuden und weiterem privatem und öffentlichen Eigentum, wie Anwohner berichteten.  (http://sana.sy/en/?p=115014, http://www.sana.sy/?p=636401)

In Video-Beiträgen von Press TV (Residents of Ein Issa camp describe US-led coalition strikes on Raqqa, Syria) und Ruptly TV (Syria: ‚We ran from death and fear‘ – Ein Issa Camp residents recall Raqqa bombardment ) berichten Bewohner des Flüchtlingslagers ʿÎn ʿĪssạ̄ (gelegen zwischen der Grenzstadt Tal Abyaḍ und ar-Raqqa) von den verheerenden Bombardements der US-geführten Koalition (vgl.o.)

Im Ostteil der Provinz Aleppo kamen 200 T humanitärer Hilfsgüter aus dem Iran an. (http://www.sana.sy/?p=636498 vom 3.10.2017)

Die Regierungen von Rußland und Venezuela erklärten durch ihre Außenministerien am Di., 3.10.2017, ihre kategorische strenge Verurteilung des Terrorakts gegen die Polizeidienststelle in Damaskus – al-Maidân. Aus dem venezolanischen Außenamt war zudem über die ausführenden Terroristen und ihre Unterstützer im Hintergrund zu vernehmen, daß sie „seek to undermine the determination of the people and government of Syria in their struggle to get rid of the threat posed by the perpetrators of such attacks.” (http://sana.sy/en/?p=115065) – Ähnlich äußerte sich die Europäische Front der Solidarität mit Syrien. (http://www.sana.sy/?p=637083)

Terroranschläge vom 2.10.2017:
Eine Terroristengruppe nahm sich nachmittags das Polizeipräsidium im damaszener Stadtteil al-Maidân zum Ziel. Nach Angabe des Innenministers, Generalleutnant Muḥammad aš-Šaʽâr, warfen zwei Terroristen zunächst eine Anzahl Bomben in die Dienststelle. Dann sprengte sich ein Dritter mithilfe eines Sprengstoffgürtels vor dem Haupteingang in die Luft. Ein weiterer ebenfalls mit einem Sprengstoffgürtel Bewaffneter drang in den ersten Stock vor, wo ihn Polizisten in einem Handgemenge töten, jedoch eine Detonation nicht mehr verhindern konnten. Bei dem Attentat kamen etliche Sicherheitskräfte wie Bürger, die sich auf dem Revier aufhielten zu Tode bzw. wurden verletzt. Das Gebäude samt Einrichtung  trug entsprechende Schäden davon.  (http://www.sana.sy/?p=636003, http://sana.sy/en/?p=114983) – Laut RIA Novosti soll es 15 Tote gegeben haben. (https://sptnkne.ws/f97T)
Mittels einer Kampfdrohne bombardierte der IS den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur, tötete dabei eine Frau, verletzte vier weitere Anwohner teils lebensgefährlich und beschädigte drei Wohnhäuser. (http://sana.sy/en/?p=115021, http://www.sana.sy/?p=636440)

Dr. al-Ğa’fari bei den UN in New York, Photo: SANA

Beim Treffen vor der 6. Sitzung des UNLegal Committee on the measures to eliminate inter­national terrorism (Agenda-Nr.109) am Mo., 2.10.2017,  erklärte der ständige UN-Vertreter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî: „What is needed a true political will to combat terrorism and punish their supporters and financiers.” Denn schließlich hätten die letzten sieben Jahre des Leidens der syrischen Bevölkerung unter dem Terrorgeschehen gezeigt, daß es in der internationalen Gemeinschaft nach wie vor einflußreiche Vertreter gebe, die den Terrorismus nicht wirklich bekämpfen wollen, da er für sie ein probates Mittel zum Erreichen ihrer Ziele in der Region darstelle. Daher nutzten sie bewaffnete Terrorgruppen nicht nur als militärische sondern auch als politische und ökonomische Waffe, um legitime Regierungen zu stürzen, Staaten und deren Kapazitäten zu zerstören und  deren Bevölkerung zu eliminieren bzw. zu als Flüchtlinge aus ihrem Heimatland zu treiben. Daher wies daraufhin: „Foreign terrorists have begun to flow to Syria through a firm and successive process in which many governments and intelligence apparatus were involved as they have issued tens of thousands of pass­ports and visas to Syria and Iraq’s neighboring countries.” In Nachbarstaaten Syriens und des Iraks standen bereits Waffen, Trainingscamps, und militärische Operationsräume [MOCs] bereit, um diese Terroristen in Empfang zu nehmen, die dann als „moderate armed opposition” [MAO, vgl.u.!] ausgegeben wurden. Jene Trainingscamps und MOCs standen unter Aufsicht von Geheimdienstlern und Führungsoffizieren jener Staaten, welche in den Transferprozeß der Terroristen samt Bewaffnung nach Syrien involviert waren. Demgegenüber unterstrich Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut die Unterstützung seiner Regierung für die Bemühungen des UN-Generalsekretärs, die Rolle der UN im Bereich Counterterrorismus zu aktivieren.  (http://sana.sy/en/?p=115006, http://www.sana.sy/?p=636357) – Erst am 17.9.2017 wurde ein Interview mit der investigativen bulgarischen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva veröffentlicht, welche die Ausführungen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî durch eigene Recherchen untermauert. Vgl. hierzu:Diplomatic Flights used as Cover for Arms Trafficking to Terrorists” in: http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960625001606!

Schwere westliche Waffen für Terroristen nach Syrien geschmuggelt, Photo: syrianfreepress

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114965 und http://www.sana.sy/?p=635817 (Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten rund um die erst kürzlich befreite Stadt as-Suḫna, ca. 70km östlich von  Tadmur im fernen O der Provinz Ḥomṣ: nach systematischer Überwachung Vorgehen der Infanterie unter SAAF-Deckung gegen einen aus der Tiefe der Großen syrischen Wüste (al-Bâdiyya) auf der Achse der 3. Ölpumpstation auf as-Suḫna zustrebenden IS-Konvoi mit Eliminierung der Terroristen samt Kampfwagen im Gebiet al-Muḥazam im SW von as-Suḫna; im Ost-Rîf von Ḥomṣ abends Befreiung der Dörfer al-Qâsimiyya  aš-Šamâliyya, Rabîʽa, Muġaizîl im NO der Ğab al-Ğarâḥ-Ebene, wo der IS nur noch ein begrenztes umstelltes Terrain unter Kontrolle hat, mit anschließender Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Minen und Sprengfallen. Im Ost-Rîf von Dair az-Zaur Beseitigung von IS-Fortifikationen und motorisierten Trupps in präzisen Luftschlägen im Raum der Städte Mû Ḥassan und al-Mayâdîn wie der Dörfer Buqruṣ at-Taḥtânî und Ṭayyiba Šâmiyya; Desgleichen mit Zerstörung der gepanzerten Fahrzeuge und Artillerie- wie Mörserstellungen im Bereich des Dorfes Faiḍa bin Muwainʽ, 85 km im SW der Provinzhauptstadt.)

Empfang der russischen Delegation, Photo: SANA

Empfang der russischen Delegation, Photo: SANA

Die seit einiger Zeit in Syrien weilende russische Delegation unter Führung von Vize-Energieminister Kirill Molodtsow, welche zuvor u.a. mit dem Transportminister ʽAlî Ḥamûd (http://sana.sy/en/?p=114857) und dem Außenminister Walîd al-Muʽallim (http://www.sana.sy/?p=635284) zusammengekommen war, wurde am Mo., 2.10.2017 von Präsident Dr. al-Assad empfangen.  Themen waren die strategische Beziehung zwischen Syrien und Rußland, die unbedingt vertieft werden solle durch Ausbau der ökonomischen und Handels-Kooperation wie der gegenseitigen Investments, vor allem auf dem Gebiet der Öl-, Gas-, Phosphor- und Wasserressourcen wie bzgl. Transport und Pharmazeutika.  Gemäß Ausführung von Dr. al-Assad habe die durch ihre Freunde, hier vor allem durch Rußland unterstützte Armee erhebliche Erfolge erzielt, welche in der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in vielen Gegenden resultierten, die jetzt den Wiederaufbau der Zerstörungen durch die Terroristen und wirtschaftlichen Neubeginn ermöglichten. Ganz selbstverständlich würde man hierbei mit den Regierungen zusammenarbeiten, die Syrien schon im Counterterrorismus unterstützten. Kirill Molodtsow bestätigte seinerseits, die Teilnahme am Wiederaufbau in Syrien werde eine der Hauptprioritäten vieler russischer Firmen zum Wohl beider Staaten sein. Seine regierung wie die russische Bevölkerung werde weiterhin in jeglicher Weise gerne die Syrer angesichts der Terroroperationen unterstützen bis diese überall im Land völlig eliminiert seien. (http://sana.sy/en/?p=114978) – Zuvor hatte bereits Premierminister al-Ḫamîs gegenüber der Delegation erklärt, daß beim Wiederaufbau im kriegszerstörten Syrien die Schlüsselrolle Rußland zukomme. Dies entspricht der bisherigen Position der Regierung, die der Präsident in verschiedenen Interviews untermauerte. Bevorzugt würden jene Länder, die Syrien auch während des Kriegs gegen seine Feinde wahrhaft beigestanden seien und nicht die Unterstützer derselben. (http://sana.sy/en/?p=114927)

Rekonstruierte al-Lât wiederaufgestellt, Photo: SANA

In einem besonderen Festakt konnte nach der Zerstörung des Kunstobjekts in Palmyra das sorgfältig rekonstruierte und restaurierte Großrelief des antiken Löwen der al-Lât mittags am So., 1.10.2017, wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Arbeiten fanden im Nationalmuseum in Ausführung des sorgfältig mit Experten erstellten strategischen Wiederaufbauplans für alle syrischen Kunstobjekte und Altertümer unter Aufsicht des Generaldirektion für Antiquitäten und Museen (DGAM) in Zusammenarbeit mit der UNESCO, weiteren internationalen Organisationen und polnischen Sachverständigen statt. Dies erklärte DGAM-Direktor Dr. Maḥmûd Ḥamûd der Presse und den Zuschauern am neuen Aufstellungsort im Park des Nationalmuseums in Damaskus. IS-Terroristen hatten das bedeutende Kunstobjekt Anfang Juli 2015 mit Bulldozern mutwillig zertrümmert (s. Teil III!). (http://sana.sy/en/?p=114930, http://www.sana.sy/?p=635219, http://www.sana.sy/?p=633161)

Al-Lât-Relief, Photo: SANA

Al-Lât-Relief, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.10.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114876 und http://www.sana.sy/?p=635187 (In dem kleinen umzingelten Gebiet, in dem sich noch der IS im östlichen Umland von Salamiyya  im Ost-Rîf  von Ḥamâ  noch aufhält Unterbrechung der IS-Nachschublinien mit Zerstörung  der IS-Positionen und –Fortifikationen samt Panzerfahrzeugen und solchen mit Maschinengewehren, Artillerie- und Mörserstellungen in den Dörfern ʽAkaš, Abû Ḥanâyâ, Rasm al-ʽAbd im SO des früheren IS-Hauptstützpunkts der Gegend, ʽUqairbât,  mit heftigen Verlusten der Terroristen an Kämpfern und Bewaffnung. – Jene Dörfer waren bislang Ausgangspunkte für die beständigen IS-Angriffe auf Salamiyya mit Raketen und Mörsergranaten. –  Akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Nachschubrouten und –Stellungen samt deren Artillerie- und Mörserstellungen, gepanzerten oder mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen östlich von as-Suḫna im Ost-Rîf  von Ḥomṣ. Ebenfalls entsprechende Luftschläge auf IS-Fortifikationen mit Kampfwagen  sowie ein IS-Hauptquartier und Artillerie- wie Mörserstellungen in den Dörfern al-Bûlîl und al-Mû Ḥassan im östlichen Umland von Dair az-Zaur; sodann Beseitigung von IS-Befestigungen, Panzerwagen und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen  nach heftigen Gefechten auf der Achse Ḫušâm -/ Ḥaṭla Fûqânî und al-Bû ʽUmar im NO- und Ost-Rîf der Provinzhauptstadt; präzise erfolgreiche SAAF- und Artillerieangriffe auf IS-Stellungen mit schweren Maschinengewehren und motorisierte –Trupps samt Kommandozentren und Fortifikationen in den Dörfern Ḫušâm, al-Ğunaina, al-Ḥussainiyya und Ḥu­wai­ğa Ṣakr und den Stadtteilen al-Ḥu­waiqa, al-Ğubaila, aš-Šaiḫ Yâsîn und Kanâmât von Dair az-Zaur.)

Terroranschläg vom 1.10.2017:
Terroristische Gruppen beschossen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen am Abend das Gebiet von as-Sal im Stadtteil Šamâl al-Ḫaṭ der Provinzhauptstadt Darʽâ mit Raketen, wodurch ein Kind schwere Brandverletzungen davontrug und erhebliche Schäden an Wohnhäusern etc. entstanden.   (http://sana.sy/en/?p=114936, http://www.sana.sy/?p=635731)
Aufgrund seiner schweren Verletzungen verstarb der russische Oberst Waleri Fedjanin, wie das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte. Er war zuständig für humanitäre Hilfslieferungen in der Provinz Ḥamâ. Von der Behörde war weiters zu erfahren: „Unter dem Fahrzeug, in dem der russische Offizier sich bewegte, sprengten Terrori­sten eine Mine. Valeri Fedjanin erhielt zahlreiche Verletzungen“. (https://sptnkne.ws/f9pa)

Luftangriffe der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erst am 28.9.2017 (s.u.) hatte sich die Landesregierung nach einer langen Reihe von Protestschreiben über die – an sich schon völkerrechtswidrigen – Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen Zivilisten zuletzt an die UN gewandt, da kommt es am 1.10.2017 zu erneuten Vorfällen:  laut übereinstimmenden Augenzeugenberichten hätten die Bomber dieser Koalition gezielt die Straße al-Katif – Getreidesilos, das Gebiet der aš-Šâfiʽî-Moschee und des al-Maṣrî-Kreisverkehrs in der Stadt al-Bû Kamâl beschossen, wobei fünf (namentlich genannte) Bürger getötet wurden, von den Verletzten erst gar nicht zu reden. Ziel war auch  die kleine Landstadt Buqru Fûqânî im Ost-Rîf von Dair az-Zaur, wo sieben (namentlich genannte) Bewohner zu Tode kamen. Verletzt wurden mindestens weitere Zivilisten. In beiden Fällen wurden Wohnhäuser zerstört und weitere erhebliche Schäden angerichtet. (http://www.sana.sy/?p=635415)

Nach einem Interfax-Bericht sollen gemäß der Astana-Vereinbarungen zu den De-Eskalationszonen (s.u.) türkische Militärpolizei zusammen mit iranischen Kontingenten zur Überwachung der De-Eskalationszone Idlib vor Ort stationiert worden sein. (http://parstoday.com/de/news/world-i32471-t%C3%BCrkei_stationiert_milit%C3%A4rkr%C3%A4fte_in_idlib vom 1.10.2017)

Kampf bei Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114836 und http://www.sana.sy/?p=634693 (Im Rîf von Dair az-Zaur Vereitelung von IS-Attacken auf die die wichtige Verbindungsstraße al-Mayâdîn – Dair az-Zaur sichernden Militärposten im Bereich aṯ-Ṯarda nach heftigen für die Terroristen verlustreichen Gefechten mit Eliminierung von drei Autobomben und der motorisierten IS-Trupps samt Waffen etc.; Ähnliches ereignete sich am Ost-Ufer des Euphrat nach Angriffsversuchen auf die Achse Marîʽiyya – al-Bû ʽUmar sichernden Militärposten mit Vernichtung von zwei Autobomben, vielen Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung; nachmittags Beseitigung etlicher der im Dorf Ḥuwaiğa Ṣakr verschanzten IS-Gruppen; zudem effektive akkurate SAAF- und Artillerieangriffe auf IS-Stellungen in den Stadtteilen ar-Rašadiyya, al-Ḥuwaiqa und Kanâmât der Provinzhauptstadt. Wie Einheimische berichteten, flohen wieder zahlreiche IS-Terroristen aus dem Kampfgebiet, darunter auch der IS-Muftî in der Stadt al-Mayâdîn, genannt Ṣâliḥ aṣ-Ṣâliḥ alias Abû Saif al-ʽIrâqî [d.h. der Iraker] mit seiner Familie.)

Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, informierte am 30.9.2017 darüber die Erfolge der Bekämpfung von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra – insbesondere der Vereitelung von deren Angriffsversuchen – durch die SAA im Zusammenwirken mit russischen Kampffliegern im Raum Idlib und Dair az-Zaur: „In the sorties of the Russian Aerospace Force between September 19 and 29, the militants confirmed losses are 2,359, and about 2,700 injured. Among them there were 16 field commanders of various levels and more than 400 extremists coming from Russia and the CIS countries”. Zerstört wurden dabei 67 Stützpunkte, 27 Panzer, 21 MLRS (d.h.  Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell), 149 SUVs mit aufmontierten Maschinengewehren, 17 Autobomben und 51 Munitionslager. Die gemeinsame Operation im Osten der Provinz Dair az-Zaur neige sich ihrem Ende zu, wobei eine große Gruppe aus dem Irak eingedrungener Terroristen von mehr als 1.5000 Mann eingekesselt und vernichtet worden sei. (http://sana.sy/en/?p=114847)

Denkmal für die im Krieg gegen die Terroristen gefallenen syrischen und russischen Kämpfer, Photo: SANA

Am 30.9.2017, einen Tag nachdem sich der russische Antiterroreinsatz in Syrien zum zweiten Mal gejährt hat, ist in Aleppo in Anwesenheit des Gouverneurs und eines Vertreters des russischen Koordinationszentrums in Ḥumaimîm  ein Denkmal für die Gefallenen der Armee (SAA) wieder russischen Streitkräfte eingeweiht worden. (http://www.sana.sy/?p=634907)

Terroranschläge vom 30.9.2017:
Wie schon am Vortag attackierte der IS sowohl die Stadt Salamiyya als auch das im Landkreis davon gelegene Dorf Barî  Šarqî mit Raketensalven, wobei in letzterem drei Anwohner verletzt wurden und ansonsten Schäden an Wohnhäusern und weiterem öffentlichem und privatem Gut entstanden. (http://www.sana.sy/?p=634844)

Kampf nahe Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114788 und http://www.sana.sy/?p=634448 (Nach Stunden harter Gefechte Abwehr des großangelegten IS-Angriffs auf SAA-Posten zur Sicherung der Autobahn Tadmur – Dair az-Zaur durch die Großes Syrische Wüste (al-Bâdiyya) und damit Hauptverbindung zur Küste im Westen: unter SAAF- und Helikopter-Deckung weitgehende Vernichtung der IS-Verbände samt Kampfwagen, Reste der Terroristen flohen in die Wüste; die Autobahn wurde ist damit vollkommen gesichert.  Im Großraum Dair az-Zaur Beseitigung von teils motorisierten IS-Ansammlungen und – Schlupfnestern unter SAAF-Deckung  im Gebiet Ḥu­wai­ğa Ṣakr und  auf der Achse Ḫušâm und Ḥaṭla Fûqânî sowie in präzisen Artillerieangriffen auf IS-Befestigungen in Ḥaṭla und den Stadteilen ar-Raša­diyya, al-Ḥu­waiqa, al-ʽArḍî, Kanâmât und Ḫasârât der Provinzhauptstadt.)

 

„Sachschaden“nach Terroranschlag, Photo: SANA

Terroranschläge vom 29.9.2017:
Infolge IS-Beschusses mit Raketen auf die Stadt Salamiy­ya, ca. 30km im SO von Ḥamâ, wurde zunächst ein Kind verletzt und Sachschaden an Wohnhäusern etc. angerichtet. Beim späteren erneuten Beschuß wurden nochmals vier Personen verwundet, und wieder Wohnhäuser beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=114797)

Am Do., 28.9.2017, äußerte sich die russische Außenamtssprecherin äußerst positiv über die Einstellung der Regierung in Damaskus zu einer multispektralen, doch einigen Gesellschaft und den syrischen Kurden im besonderen und erklärte die Unterstützung ihrer Regierung hierfür, indem sie sagte:  „The Syrian govern­ment’s readiness to discuss the issue of Syrian Kurds’ self-governance after eliminating ISIS terrorists completely, this thing drew the attention of Moscow. … We welcome the stance of the Syrian government and we support its efforts to boost the national ac­cord and pave the way for the living of different spectrums of the Syrian society in the framework of a unified Syria state.” (http://sana.sy/en/?p=114776) – Während eines Interviews mit Russia Today vom Mo., 25.9.2017, hatte Außen­minister Walîd al-Muʽallim mitgeteilt: „The Syrian Kurds want a type of self-management within the borders of the Syrian Arab Republic, and this issue is negotiable and can be discussed, and when we eradicate ISIS, we can sit with them and agree on the shape of the future.” (http://sana.sy/en/?p=114543, http://www.sana.sy/?p=632432)

Neuer Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ, Photo: SANA

Während der 5. Session der 5. Legislaturperiode wurde am 28.9.2017 unter Vorsitz des Vize- und Interimspräsidenten Nağdat Anzûr mit absoluter Mehrheit als neuer Parlamentspräsident Ḥamûda Yûsuf Ṣabâġ gewählt. (http://sana.sy/en/?p=114733)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.9.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=114753 und http://www.sana.sy/?p=633839 (Befreiung von aš-Šîḥa und Rasm al-ʽAqidât, 12km nördlich von aš-Šin­dâḫiyya in in der Ebene in Ğab al-Ğarâḥ im O-Rîf von Ḥomṣ nach Beseitigung von zwei IS-Trupps samt deren Befestigungen und Schlupfnestern mit militärischer Ausrüstung und anschließender Demontage der von jenen zuvor angebrachten IEDs und Minen. In Dair az-Zaur und seinem östlichen Umland weiteres Vordringen mit Zerstörung von IS-Fortifikationen und Überrennen von deren Stellungen auf der NO-Achse, sodann Rückeroberung wichtiger Positionen auf Ḥaṭla Fûqânî zu bei großen Feindverlusten der Terroristen, von denen Überlebende flohen; auf der Flußinsel am Stadtrand nach heftigen Gefechten Vernichtung der letzten Terroristen in Ḥu­wai­ğa Ṣakr samt deren Unterschlupfen und Verbarrikadierungen; zudem präzise effektive Luft- und Artillerieangriffe gegen IS-Stellungen und Fortifikationen in Ḥu­wai­ğa Ṣakr, Ḥaṭla, Bâdiyya Ḫušâm und den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, ar-Raša­diyya und Kanâmât. Zwei dem IS affiliierte Terrorgruppen gerieten in al-Bû Kamâl aneinander, wobei vier getötet wurden. Gemäß lokalen Quellen ließ der IS  zur Abschreckung al-Kasra, einem nordwestlich gelegenen Vorort von Dair az-Zaur, sowie in Ṣubaiḫân zwei Anwohner exekutieren)

"Bloß" ein materieller Schaden, Photo: SANA

„Bloß“ ein materieller Schaden, Photo: SANA

Terroranschlag vom 28.9.2017:
An den West-Ausläufern von Aleppo positionierte Terroristen beschossen die Wohngebiete al-Mûkâmbû und aš-Šahbâ´ mit Raketen, verletzten dabei drei Bewohner – darunter zwei Kinder – und richteten die bekannten materiellen Schäden an. – Im südlichen und westlichen Umland von Aleppo treiben immer noch vereinzelt terroristische Gruppen ihr Unwesen, die Untergruppen von Ğabhatu_n-Nuṣra  bilden wie die [auch türkischerseits unterstützte] Ḥaraka Nûraddîn az-Zankî, die schon durch etliche Angriffe auf Wohngegenden mit Raketen, Mörsergranaten und Giftgas bekannt geworden sind, dennoch aber den USA als „gemäßigte bewaffnete Opposition“ [MAO, s.u.] gelten. (http://sana.sy/en/?p=114730, http://www.sana.sy/?p=633792)

In zwei identischen Schreiben vom 28.9.2017 an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden führte das Außenamt in Damaskus Beschwerde gegen die – trotz aller vorgebrachten Proteste (vgl.u.) – ständig wiederholten, unaufhörlichen  Luftangriffe der US-geführten Koalition auf syrische Bürger und Infrastruktur, massiert in letzter Zeit, die am Mi., 27.9.2017, auch noch in der erneuten Nutzung (s.u., 3.8.2017) des international geächteten weißen Phosphors in aṣ-Ṣûr (s.u.) bei Dair az-Zaur als Kampfmittel gipfelten. Tags zuvor  sei Markadâ (s.u.) bombardiert worden, wo Syrer und irakische Flüchtlinge starben und mehr verwundet wurden. Nochmals wurden ausdrücklich diese – zudem an sich völkerrechtswidrigen – Luftattacken verurteilt als war crimes and crimes against humanity”. Es sei höchst bedauerlich, daß gerade Regierungen, die immer wieder beteuerten , wie sehr ihnen die Menschenrechte und das Völkerrecht am Herzen lägen, sich an diesen abscheulichen Angriffen beteiligten. Syrien „calls on these countries, which we got used to hearing their voices and demands for an end of all forms of aggression and for respect of human rights and the international humanitarian law, to withdraw from this coalition that has marred [these countries’] reputation and shed plenty of the Syrians’ blood in their name,” hieß es in den Mittelungen weiter. Das Ministerium erneuerte seine Forderung, der UNSC solle unmittelbar Maßnahmen ergreifen, diese „barbarous crimes” und  „gross violations” von Menschen- und Völkerrecht, welche die US-geführten Koalition wiederholt begehe, zu stoppen.  (http://sana.sy/en/?p=114761, http://www.sana.sy/?p=634020)

SAA im Gefecht, Photo: SANA

SAA im Gefecht, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114687  und http://www.sana.sy/?p=633143 (Nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten im Raum Ḥu­wai­ğa Ṣakr im SO von Dair az-Zaur u.a. Zerstörung von Kampfwagen mit aufmontierten Maschinengewehren; zudem präzise, effektive Artillerie- und Luftschläge gegen IS-Schlupfnester und –Stellungen im Areal von Ḥu­wai­ğa Ṣakr und al-Ḥussainiyya im NO der Provinzhauptstadt, Ḥu­wai­ğa Kâṭiʽ und den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, al-ʽArḍî, Ḫasâ­rât und Kanâmât. – Ein IS-Trupp vergriff sich nahe al-Kasra im NW-Rîf von Dair az-Zaur an fünf fluchtwilligen Familien, nahm sie gefangen und steckte deren Fahrzeuge und Personalausweise in Brand.)

IS-Währung, Abb.: Twitter

IS-Währung, Abb.: Twitter

Bewohner von Dair az-Zaur erzählten einem Reporter von Sputnik News von der Zeit unter IS-HerrschaftDaesh hatte die Einwohner von Rakka, Deir ez-Zor und ihrer Umgebung verpflichtet, ausschließlich Gold-, Silber- und Kupfermünzen zu verwenden, die von der Gruppierung herausgegeben wurden. Die Umrechnung dieser Münzen in jede andere Währung war verboten. Die Terroristen haben durch einen Erlass verboten, die offizielle syrische oder auch andere Währungen in Rakka und Deir ez-Zor zu verwenden.“  Nun habe sich die Situation dank der SAA zu Ungunsten der Terroristen gewandelt: „Die Gold- und Silbermünzen, die von Daesh herausgegeben wurden, und als Währung in den besetz­ten Gebieten zwingend vorgeschrieben waren, steigen nun aus dem Umlauf aus. Das passiert gleich­zei­tig mit der Niederlage der Terroristen und der Befreiung der Territorien.“ Laut Darlegung von Jewgenija Gwosdewa, der Programmleiterin des European Strategic Intelligence and Security Center, im Interview für Gazeta.ru sei der Wechselkurs der eigenen ISWährung zum US-Dollar dabei so überbewertet worden, daß sich die Terrorgruppe damit zu Lasten der Bevölkerung bereichern konnte: z.B. sei die größte Münze im Wert von 5 Dinar vor zwei Jahren gegen 694 US-$ eingewechselt worden, die billigste Münze  aus Kupfer im Wert von zehn Filsen (einer äußerst kleinen Währungseinheit in manchen arabischen Staaten) gegen 7 Ct. Eine Prägeanstalt wurde im türkischen Ga­zi­antep (zu dessen besodnerer Bedeutung für den IS s. Teil V und davor!) unweit der Grenze zu Syrien entdeckt. (https://sptnkne.ws/f7zH)

Jan Egeland, der Assistent des UN-Sondergesandten für Syrien (Staffan de Mistura) hat wegen jüngsten Vorfälle (vgl.u.) vor der zunehmenden Ausrichtung der Luftangriffe der US-geführten Koalition auf Zivilisten im Raum ar-Raqqa und Dair az-Zaur während einer Pressekonferenz in Genf gewarnt. Man sei sehr besorgt darüber, was mit den Zivilisten dort passiere. (http://www.sana.sy/?p=633988)

Im Nachgang des  Angriffs vom 18./19.9.2017 auf  russische Militärpolizisten auf deren Gelände im N-Rîf von Ḥamâ (s.u.) wurde durch verschiedene Kanäle dasjenige Kommandozentrum von Ğab­hatu_n-Nuṣra im südlichen Umland von Idlib ermittelt, von welchem jene Großattacke ausgegangen war und mittels russischer Marschflugkörpern am 27.9.2017 nach präzisen Ermittlungen der genauen Stelle völlig zerstört. Dabei wurden auch 37 hochrangige Ğab­hatu_n-NuṣraKämpfer getötet einschließlich von fünf Führungspersonen: Abû Salmân as-Saʽûdî, Kommandeur im südlichen Sektor der Provinz Idlib, Abû ʽAbbâs ʽAlâ´uddîn, der lokale Finanzbeauftragte [amîr bait al-mâl], Abû al-Ḥassan,  der Berater des IS-Kriegsministers Abû Muḥammad al-Ğaulânî, sodann Walîd al-Muṣṭafâ, der Assistent von ʽAbdullâh al-Muḥaisinî und der Šarîʽa-Richter Abû Mu­ğâhid.  (http://sana.sy/en/?p=114671, http://www.sana.sy/?p=633044)

Terroranschläge vom 27.9.2017:
Einer der Arbeiter, welche zur Reparatur der Schäden der Terrorangriffe vom Vortag zum Maḥarda-Kraftwerk gekommen war, wurde aufgrund der Detonation eines von den Terroristen ausgelegten Sprengsatzes während seiner Tätigkeit getötet. (http://www.sana.sy/?p=633292)
Am Nachmittag attackierten IS-Terroristen zudem die östlich von Ḥamâ gelegene Vorstadt as-Saʽn mit Mörsergranaten, verwundeten eine Frau und verursachten entsprechende Sachschäden.  (http://www.sana.sy/?p=633565)

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

Allen jahrelangen Protesten – auch vor den UN (vgl.u.) – und dem Völkerrecht wie der UN-Charter (s.u.) etc. zum Trotz  hören die Luftangriffe der US-geführten Koalition im Land – und dabei auf zivile Ziele! – nicht auf. Auch am 27.9.2017 bombardierten die Kampfjets zudem mit dem international geächteten weißen Phosphor ein Wohngebiet am Stadtrand von aṣ-Ṣûr im NO-Umland von Dair az-Zaur. Laut übereinstimmenden einheimischen Quellen und Meldungen regionaler Medien wurden bislang drei Tote und fünf verletzte Anwohner gemeldet neben erheblichen Schäden an Häusern und weiterem öffentlichen und privatem Gut. (http://sana.sy/en/?p=114680)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114570 und http://www.sana.sy/?p=632557 (Befreiung der Orte Umm aṣ-Ṣûṣ, al-Ḫarâfîš, Rasm al-Arnab, al-Ġuzaila, ar-Rak, Umm Ḥuwaiš und Ṣafiyya im NO-Teil der Ebene Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit anschließender Beseitigung der vom IS hinterlassenen Minen und Sprengsätze.  Im O-Umland von Dair az-Zaur Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs mittels einer Autobombe auf einen der Militärposten in Ḥuwaiğa Ṣakr während heftiger, für die IS-Terroristen verlustreicher Gefechte mit Konfiszierung einer weiteren Autobombe; zudem präzise effektive SAAF-Luftangriffe auf IS-Befestigungen und –Stellungen  in Ḥaṭla, al-Ḥussainiyya und Ḥuwaiğa Ṣakr sowie in den Stadtteilen  al-Ḥuwaiqa, Kanâmât, Ḫasâ­rât, ar-Raša­diyya, al-ʽArḍî und al-ʽUrfî. Einheimische berichteten von weiteren IS-Fluchtbewegungen einschließlich Führungspersonen.)
Generalmajor Igor Konaschenkow vom russischen Ver­teidigungsministeriums in Moskau informierte die Presse am 26.9.2017 darüber, daß von der Flugbasis Engels [benannt nach Friedrich Engels] gestartete strategische 26Tu-95-Bomber nach  Durchfliegen des iranischen und irakischen Luftraums im Raum Dair az-Zaur – in genügender Entfernung von US- oder SDF-Positionen (dazu vgl.u.) im IS-kontrollierten Gebiet – verschiedene Ziele des IS bzw. von Ğabhatu_n-Nuṣra  mittels Marschflugkörpern plangemäß vernichteten, nämlich eine Reihe von Kommando posten, Truppenkonzentrationen  und Depots mit Waffen. (http://sana.sy/en/?p=114651)

Michail Uljanow, Photo: SANA

Michail Uljanow, Photo: SANA

Während einer Pressekonferenz in Moskau  machte Michail Uljanow, Direktor der für den Atomwaffensperrvertrag zuständigen Sektion im Außenministerium, am 26.9.2017 bekannt, ihm lägen Informationen vor, nach denen der Vorfall in Ḫân Šaiḫûn vom 4. April des Jahres (s. Teil V) das Ergebnis der Detonation eines Sprengsatzes mit Saringas durch Terroristen war. Die Sicherheitslage in Syrien sei derzeit so, daß sie durchaus eine Untersuchung vor Ort durch Spezialisten der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) zulasse. Bislang habe es bezüglich solcher Anfragen seit Jahren (!) aber nur Absagen gegeben, was man nur als Verhöhnung des Völkerrechts und Bruch der fundamentalen Prinzipien für ernsthafte Untersuchungen werten könne. Es gehe nicht an, daß man nur aufgrund der zwielichtigen, keinesfalls vertrauenswürdigen sog. White Helmets  (zur Einordnung vgl.u.!) Beschuldigungen ausspreche. Mit solchen ungerechtfertigten Unterstellungen, wie der, die syrische Regierung habe ihre Verpflichtungen zur Vernichtung ihrer Chemiewaffenbestände nicht erfüllt, sei eine bewußte Täuschung der öffentlichen Meinung in  westlichen Ländern.  Leider nutzten etliche Regierungen die Krise in Syrien aus, um Druck auf die Regierung in Damaskus auszuübern mit dem Zweck, die eigenen politischen Ziele in Syrien durchzusetzen. Zum Schluß bemerkte Uljanow zu einem für den 26.10.2017 erwarteten Bericht: „A report of the OPCW-UN Joint Investigative Mechanism on Khan-Shaykhun and Shairat (air base) will come on October 26. We will study this report, will assess its quality and how serious was the investigation or this was once again a distance one. Then we will be able to draw conclusions, as the mandate expires in mid-November, and we will determine whether there is any sense in extending it. … If this is a sham as it has been the case up until now, there won’t be much motivation for extending the mandate.  … If the investigation proves to be efficient, this is a different story. So, at the moment it is premature to pass a judgment.” . (http://sana.sy/en/?p=114637)

Terroranschläge vom 26.9.2017:
Noch in der Nacht hinderte eine bewaffnete Gruppe in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen einen LKW auf der Straße aṯ-Ṯaʽlaas-Suwaidâ´ durch eine Blockade an der Weiterfahrt, töteten einen der Insassen und verschleppten den anderen.
Wiederum wurde in gleicher Verletzung der genannten Bestimmung in einer anderen De-Eskalationszone das Maḥarda-Kraftwerk  von bewaffneten Gruppe mit Raketenbeschuß angegriffen, welcher zu Schäden an den Turbinen und dem Generator führte.
Bewaffnete Gruppen in dem seit Jahren als Terroristen-Hort bekanntem Gebiet Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq, einer weiteren De-Eskalationszone, attackierten den damaszener Vorort Ḥarastâ wieder einmal mit Raketen, von denen eine eine Schule traf. Eine Schülerin wurde verletzt, entsprechender Sachschaden auch an weiteren Gebäuden etc. war zu verzeichnen.
Wie schon am Rand der letzten Astana-Konferenz (vgl.u.) angemerkt, sieht die Regierung in der Zustimmung zur Einrichtung der De-Eskalationszonen auch einen Test für die Aufrichtigkeit der bewaffneten Gruppen darin, sich an die Abmachungen diesbezüglich zu halten, sich von Terroristen zu scheiden, in dem sie gerade keine terroristischen Angriffe auf die Bevölkerung, deren Eigentum und die Infrastruktur (mehr) unternähmen, sondern mit den Regierungskräften gegen die Terroristen kämpften. (http://sana.sy/en/?p=114554, http://sana.sy/en/?p=114583, http://www.sana.sy/?p=632511)

Trotz aller jahrelangen Proteste auch vor den UN (vgl.u.) schon wegen ihrer Völkerrechtswidrigkeit und der im Land angerichteten Schäden und Massen an hinterlassenen zivilen Opfern bombardierte die US-geführte Koalition am 26.9.2017 wiederum zivile Ziele. In der Stadt Markadâ, etwa 100km südlich der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka, wurden bislang neun Tote gemeldet, darunter eine irakische Familie, die vor den IS-Angriffen und Bombardements der US-geführte Koalition aus Mossul dorthin geflohen war. Erhebliche Schäden (z.B. an den Wohnhäusern etc.) wurden aus den Dörfern Hadâğ, al-Hunaidîs und Ḥassan ʽAlî im fernen Ost-Umland von al-Ḥasaka gemeldet. (http://www.sana.sy/?p=632589) – Offene Kritik an diesen völkerrechtswidrig entgegen dem erklärten Willen der souveränen Landesregierung ausgeführten Luftangriffe mit absoluter Verurteilung derselben übte erst kürzlich wieder Außen­minister Walîd al-Muʽallim während seiner Rede vor der 72. UN-Generalversammlung in New York vom 23.9.2017 (http://sana.sy/en/?p=114420) wie auch in den beiden Interviews gegenüber Russia Today und al-Mayâdîn, je vom 25.9.2017 (http://sana.sy/en/?p=114543).

Luftbildaufnahme des russischen Verteidigungsministeriums von facebook

Luftbildaufnahme des russischen Verteidigungsministeriums von facebook

Zu den kürzlich veröffentlichten Luftbildaufnahmen (s.u., 24.9.2017), bemerkte Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des Ver­teidigungsministeriums in Moskau am 25.9.2017,  es handele sich damit um „objektive und konkrete Beweise“ dafür, daß sich Kämpfer der  Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) sowie diese unterstützende US-Spe­zialein­heiten in den vom IS kontrollierten Gebieten frei aufhalten und bewegen. Zudem wiederholte er untermauernd, daß es „keinen einzigen Explosionstrichter an diesen Stützpunkten, geschweige denn Spuren von Fliegerbomben gibt“. – Dennoch habe die US-Seite bislang keinerlei Erklärung dazu abgegeben. (http://www.sana.sy/?p=633213, https://sptnkne.ws/f64N für Zitat in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114509 und http://www.sana.sy/?p=632089 (Befreiung von Masʽada in der Ebene von Ğab al-Ğarâḥ sowie von Umm ar-Rîš, Rasm an-Nâqa, az-Zaiba samt den umgebenden Anhöhen  im Ost-Rîf von Ḥomṣ nach Vernichtung der verbliebenen IS-Schlupfwinkel und Kämpfer, während die Überlebenden unter Zurücklassung ihrer Waffen und Ausrüstung flohen; anschließend Säuberung der Gegend von den hinterlassenen IS-Minen und Sprengsätzen; gesichert wurden damit in den vergangenen Stunden weitere gut 35km2.)
Nach Mittleilung von Generalmajor Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums zerbombten russische Kampfflieger in präzisen Luftschlägen während der vergangenen 24 Stunden  zehn, weit von Wohngebieten entfernt gelegene IS-Ziele in der Provinz Idlib, darunter unterirdische Stützpunkte, Feldmunitionslager, Panzerfahrzeuge, reaktive Geschoßwerfer und Werkstätten zur Ausrüstung sog. Dschihad-Autos („targets included underground bases of terrorists, located far from residential neighborhoods, field ammu­nition depots, armored vehicles, multiple launch rocket systems and sweatshops for loading guns on cars”) nach Auswertung detaillierter Informationen von Überwachungsdrohnen wie aus weiteren unterschiedlichen Quellen. Damit wies das Ministerium Behauptungen des SOHR zurück, es seien zivile Ziele zu Schaden gekommen. Konaschenkow entgegnete darauf: „statements of the Observatory citing unnamed ‘witnesses’ and ‘volunteers’ are unsubstantiated as usual and serve as ‘information cover-up’ for actions of Jabhat al Nusra and affiliated terrorist groups“ (die Aussagen des SOHR unter Berufung auf anonyme „Augenzeugen“ oder „Freiwillige“ seien wie gewohnt substanzlos und dienten der Verschleierung von Informationen zugunsten der Aktionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Terrorgruppen). Zur Untermauerung wurden zudem Videos von den Einsätzen veröffentlicht. (http://sana.sy/en/?p=114557, https://sptnkne.ws/f6A8, https://sptnkne.ws/f6BF)

Terroranschläge vom 25.9.2017:
Wie schon am Vortag  (s.u.) feuerten im entfernten Norden [also nahe der Grenze zur Türkei] von al-Lâḏa­qiyya verschanzte Terroristen auf Wohnhäuser der Stadt al-Qardâḥa Raketen ab, töteten zwei Bewohner, verletzten weitere fünf  und beschädigten Häuser, Infrastruktur etc.
Infolge der Detonation eines an einer Brücke in Ğimrîn/Provinz as-Suwâidâ´ angebrachten Sprengsatzes durch bewaffnete Gruppen in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen kamen beim Passieren eines privaten Fahrzeugs vier Personen ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=114506, http://www.sana.sy/?p=632021)
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen attackierten Terroristen vom an-Nâziḥîn Camp und Darʽâ al-Balad [Distrikt der Provinzhauptstadt] aus den Stadtteil as-Sabîl von Darʽâ mit explosiven Werkstücken, wodurch ein Kind so schwer verletzt wurde, daß es verstarb.
Scharfschützen von Terrorgruppe, die sich im Areal von at-Tulûl alḤamr aufhalten, töteten im Umland von al-Qunaiṭra eine Person und richteten mit Mörsergranatenbeschuß im Dorf Ğabâ Schäden an.   (http://sana.sy/en/?p=114492, http://www.sana.sy/?p=631903)

Während eines weiteren Presse-Statements vom So., 24.9.2017 in New York machte Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim deutlich, daß jegliche Konferenz zu Syrien ohne Beteiligung eines Repräsentanten der syrischen Regierung und damit  Bevölkerung nur als konspirativ zu erachten sei, deren Ergebnisse nicht zähle.
Darauf würdigte er die durch Rußland und den Iran geschaffene positive Atmosphäre der Zusammenkunft in Astana, welche z.B. in der Einrichtung der De-Eskalationszonen mündete.
Bzgl. der Luftangriffe der US-geführten Koalition erinnerte er nochmals (im Einzelnen s.u.!) an deren Tötung so vieler unschuldiger Zivilisten, vor allem von Frauen und Kindern, und die Zerstörung der Infrastruktur, wohingegen keine greifbaren Ergebnisse bei der IS-Bekämpfung zu gewärtigen seien, was gewisse Fragen aufwerfe.
Hinsichtlich der gegen Syrien erklärten Sanktionen, bemerkte er, daß bei der internationalen Gemeinschaft langsam ein Prozeß dahingehend einsetze, was diese tatsächlich [an Negativem] bewirkten (dazu vgl.u.!), und  sagte: „Those sanctions are coercive and unilateral and imposed from outside the UN Security Council”. Sie gehörten aufgehoben.
Kritisch äußerte er sich zu dem von den UN weitgehend hingenommenen  israelischen Vorgehen gegen Syrien aufgrund der Unterstützung seitens der USA für jene Regierung und folgerte: „if the international community has an appropriate response, Israel wouldn’t continue its brutal aggression”.
Zum kurdischen Sezessionsreferendum im Nord-Irak äußerte er, Syrien unterstütze die Einheit des Nachbarlandes und lehne jegliche Maßnahme zu seiner Zerstückelung [Balkanisierung] ab. Wörtlich erklärte er: „this step is rejected and we don’t recognize it”, dies habe er auch dem irakischen Außenminister versichert (dazu vgl.u.!). Syrien und der Irak seien befreundete Länder und bekämpften gemeinsam denselben Feind. (http://sana.sy/en/?p=114484, http://www.sana.sy/?p=631754)

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu'allim, Photo: twitter.com

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu’allim, Photo: twitter.com

Auch am 24.9.2017 kam Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim in New York am Rande der 72. UN-Vollversammlung mit den Amtskollegen aus den befreundeten Ländern Venezuela, Jorge Arreaza,  und Kuba, Bruno Rodriguez Parrilla, zusammen. Die besprochenen Themen glichen den schon am Vortag  (s.u.) genannten. Man sprach sich für den Ausbau der Beziehungen aus und sicherte sich gegenseitig Solidarität zu vor allem im Kampf gegen den Terrorismus, jedoch auch gegen Versuche der Fremdbestimmung durch andere Regierungen wie die der USA. Arreaza bekräftigte, daß die Situation seines Landes der syriens [zu Beginn der Krise] gleiche. (http://sana.sy/en/?p=114474) – Letzeres kam schon im Präsidenten-Interview vom 27.4.2017 zum Ausdruck.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114453 und http://www.sana.sy/?p=631355 (Rückeroberung eines Terrains von gut 50km2  in der Ebene Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung des IS daraus mit weiteren erfolgreichen Operationen gegen die Terroristen im SO der Ebene, ca. 80km östlich der Provinzhauptstadt, dabei Befreiung der Orte Ṣafwâniyya, al-Makramiyya, Rasm Suwaid, Talat Rağm aš-Šâra und Ğaura Nazâl samt umliegenden Anhöhen mit Vernichtung einer großen Anzahl IS-Anhänger, Waffen und militärischem Equipment einschließlich mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen; anschließend Säuberung der Gebiete durch SAA-Spezialeinheiten von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen.)

General Assapow, Photo: Sputnik News

General Assapow, Photo: Sputnik News

Am So., 24.9.2017, wurde der russische General-Leutnant Waleri As(s)apow infolge eines IS-Granatenbeschusses auf einen SAA-Kommandoposten nahe Dair az-Zaur getötet worden. Der General  war als einer der Militärberater an der Befreiungsoperation jener Provinzhauptstadt beteiligt. Wie Ermittlungen ergaben, wußte der IS über dessen genauen Aufenthalt zum Zeitpunkt der Attacke Bescheid. Ein SAA-Sprecher teilte dazu Sputnik News am 26.9.2017 mit: „Eine vorläufige Ermittlung zum Tod von General Assapow hat ergeben, daß die Informationen über dessen Verbleib geleakt worden waren, und zwar an dieje­nigen, die dann den Beschuss vornahmen.“ (http://www.sana.sy/?p=631815, https://sptnkne.ws/f6Mt für Zitat in Deutsch)

Terroranschläge vom 24.9.2017:
Im entfernten Norden [also nahe der Grenze zur Türkei] von al-Lâḏa­qiyya verschanzte Terroristen schossen mit Raketen auf einige Dörfer im Umkreis und Wohngebiete der Provinzhauptstadt, verletzten dabei zwei Bewohner des Dorfes al-Kafraz und richteten entsprechende Schäden an öffentlichem und privatem gut an. Die in jenem Gebiet aktiven Terroristen sind überwiegend mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliiert bzw. durch die Erdogan-Regierung unterstützt.  (http://sana.sy/en/?p=114439, http://www.sana.sy/?p=631341)
Raketenangriffe durch  IS-Terroristen, die sich im östlichen Umland von Salamiyya im O von Ḥamâ  verschanzt hielten, auf Salamiyya töteten vier Bewohner, darunter zwei Kinder, und verwundeten mittels der Schrapnells drei weitere Personen schwer. (http://sana.sy/en/?p=114472)

Gegenüber Journalisten konstatierte Rußlands Vize-Außenminister Riabkow infolge der neuesten Informationslage (vgl.u.!): „This fact is evident and it is very worrisome, we were convinced yet again that the US side, declaring verbally that it is interested in eliminating Daesh and defeating terrorists in Syria, in practice demonstrates the opposite, that in the end of the day some p­o­litical and geopolitical tasks are more important for Washington than what has been declared in the counterterrorist fight.” (http://sana.sy/en/?p=114533)

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Luftaufnahmen der US-Gerätschaften im N von Dair az-Zaur, Photos: SANA

Bzgl. der US-Aktionen im Raum Dair az-Zaur teilte das russische Verteidigungsministerium am 24.9.2017 mit, aufgrund von Luftaufnahmen sei zu sehen, daß US-Sondereinheiten an Stützpunkten stationiert seien, die zuvor von IS-Kämpfern eingerichtet worden waren. Jedoch seien keinerlei Merkma­le einer Erstürmung, von Gefechten mit den Terroristen oder Bodentrichter von Luftangriffen der US-geführten Koalition auszumachen. Daher verlautete: „Obwohl die Stützpunkte der US-Streitkräfte im Gebiet der aktuellen Stationierung von IS-Gruppie­rungen liegen, gibt es keinerlei Merkmale jeglicher Kampfsicherung. Das kann nur davon zeugen, dass sich alle dort befindenden US-Militärs auf den von IS-Terroristen besetzten Territorien völlig in Sicherheit fühlen.“­ Außerdem ist der Facebook-Mittteilung des Ministeriums zu entnehmen: „Mit Hilfe von Luftaufnahmen, die in der Periode vom 8. bis 12. September 2017 gemacht wurden,  wurde in den Stationierungsorten der IS-Gruppierungen eine große Menge von US-amerikanischen Panzerwagen des Typs Hummer gesichtet, die im Gebrauch von US-Sondereinheiten sind“.  Den Luftaufnahmen sei auch zu entnehmen, daß Einheiten der US Special Operations Forces die US-unterstützten SDF-Kämpfer durch die IS-Formationen hindurch entlang des linken (d.h. östlichen) Euphratufers von N her gen Dair az-Zaur führten.  (http://sana.sy/en/?p=114457 mit weiteren Informationen und Photos, https://sptnkne.ws/f5MW für Zitate in Deutsch) – Zu den entsprechenden Anschuldigungen gegen die US-Administration (vor allem unter Obama) seitens der syrischen Regierung und anderen, nicht nur die sog. moderate bewaffnete Opposition [MAO s. ab Teil II!], die trotz mehrfacher Aufforderungen bislang nicht von den von ihnen als Terroristen angesehenen Kämpfern zu scheiden vermochte, sondern eben über diese auch jene  zu unterstützen, siehe ebenfalls ab Teil II!

Treffen al-Mu'allim - Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Treffen al-Mu’allim – Lawrow in New York, Photo: Pars Today

Beim Treffen der Außenminister Rußlands und Syriens am Rand der 72. UN-Vollversammlung am 23.9.2017 versicherte ersterer, Sergei Lawrow seinem Amtskollegen al-Muʽallim hinsichtlich der illegalen (vgl.u.) US-Aktionen im Land: Wir sprechen regelmäßig mit dem US-Außenministerium und dem Pentagon, und wir haben erklärt, wie das russische Verteidigungsministerium bereits öffentlich bekannt gegeben hat, was sich da zuträgt. Wir haben deutlich gemacht, dass aus den Gebieten, die sich in der Nähe von amerikanischen ‚Freunden‘ oder wie auch immer sie genannt werden, Versuche unternommen werden, den Schlussakt der Terrorismusbekämpfung zu bremsen. Und das bleibt nicht unbeantwortet.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i32153-lawrow_wir_erlauben_den_usa_keine_sabotageaktionen_in_syrien)

In seiner Rede vor der 72. UN-Vollversammlung in New York am 23.9.2017 hob Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim bzgl. der – völkerrechtwidrigen  (dazu vgl.u.) – Einsätze der US-geführten Koalition hervor, diese hätten keinerlei greifbare  Ergebnisse im Kampf gegen den Terrorismus auf syrischem Territorium erzielt. Es seien dabei „mehr unschuldige Syrer als Terroristen getötet“ worden. (https://sptnkne.ws/f5JZ) – Zu den seit Jahren wiederholten Protesten der syrischen Regierung gegen diese Aktionen dieser Koalition vor den UN s.u. – Die gesamte umfassende Grundsatz-Rede des Vizepremiers und Außenministers ist nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=114420.

Rede des Vize-Präsidenten al-Muʽallim vor den UN, Photo: SANA

In New York am Rande der 72. UN-Vollversammlung traf Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim am 23.9.2017 weitere Amtskollegen befreundeter Staaten, den Außenminister des Iraks, Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, den von Algerien, ʽAbdulqâdir Masâhil, sowie jenen von Armenien, Edward Nalbandian. Die Herren bekundeten Interesse an weiterer Kooperation und Ausbau der freundlichen gegenseitigen Beziehungen, Unterstützung Syriens im Counterterrorismus wie beim Wiederaufbau, wie bei der Erhaltung seiner territorialen Einheit und Integrität unter Absage an jegliche fremde Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens. Letzeres sicherte Walîd al-Mu­ʽallim im Namen seiner Regierung auch Ibrâhîm al-Ğaʽfarî  zu.* An den Zusammenkünften nahmen ebenfalls wieder der ständige UN-Gesandte Syriens, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd wie der Botschafter Aḥmad ʽArnûs teil. (http://sana.sy/en/?p=114423) – *Sowohl Syrien als auch der Irak hatten die letzten Jahre am meisten den Balkanisierungs-Bestrebungen (vgl.u.) zu widerstehen, dem Irak steht zudem gerade das Sezessionsreferendum bevor.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114394 und http://www.sana.sy/?p=630852 (Rückeroberung des Dorfes Maʽdân ʽAtîq im W-Rîf von Dair az-Zaur sowie der Stadt Maʽdân (ca. 70km östlich von Dair az-Zaur), eine der größten IS-Basen auf dem Südufer des Euphrats zwischen den Provinzen Dair az-Zaur und ar-Raqqa ca. 70km östlich von Dair az-Zaur unter bedeutenden Feindverlusten, womit diese gesamte Gegend als ISfrei gelten kann; am Ost-Ufer des Euphrat Etablierung der vollkommenen Kontrolle über das Dorf Maẓlûm und etliche strategisch bedeutende Positionen im Dorf Ḫušâm nach heftigen, für den IS äußerst verlustreichen Gefechten; ebenfalls schmerzliche Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung erlitt die Terrormiliz infolge der Jagd auf ihre Anhänger in Ḥuwaiğa Ṣakr durch die Armee; zudem erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe auf IS-Befestigungen und Nachschubli­nien im Bereich der Dörfer Ḫušâm und Ḥaṭla wie im Gebiet von Ḥuwaiğa Ṣakr und der Stadt­teile al-Ḥuwaiqa, Ğubaila, al-ʽArḍî  und Kanâmât mit Zerstörung von Kampfwagen durch die Bodentruppen auf der Autobahn  Aṣlâḥ – Mû Ḥassan im Ost-Rîf. – Einheimische berichteten, daß infolge des Heranrückens der Armee und ihrer Alliierten im W- und O-Rîf sich die IS-Terroristen in Auflösung, Chaos und Konfusion mit gegenseitigen Anschuldigungen befanden und daher auch der Verantwortliche für den Adoptionssektor der Terrororganisation mit Kampfnamen Abû ʽAbdu_s-Sattâr al-Lîbî [d.i. der Libyer] im Dorf Ḥama Šâmiyya im NW-Rîf von Dair az-Zaur hingerichtet wurde. – Nochmals wurde auf die Behinderung der counterterroristischen SAA-Operationen im Raum  Dair az-Zaur durch die von den USA unterstützten, bewaffneten Gruppen hingewiesen, wozu auch die erhebliche Manipulation der Strömungsgeschwindigkeit und der Wassertiefe des Euphrats gehörte, indem die Schleusen der unter deren [d.i. der SDF, vgl.u., 19.9.2017] Kontrolle stehenden der Dämme  geöffnet wurden.)

Ost-Tor in Damaskus, Photo: SANA

Ost-Tor in Damaskus, Photo: SANA

Terroranschlag vom 23.9.2017:
In Ost-al-Ġûṭa verschanzte bewaffnete Gruppen attackierten in Verletzung der Vereinbarung über die De-Eskalationszonen mit Mörsergranaten das Areal von Bâb Šarqî (Ost-Tor) und der al-Mulaiḥa-Straße in Damaskus am Nachmitttag, verletzten so vier Bürger und richteten materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=114416)

Gemäß der Zwischenbilanz des russischen Militärs seit Beginn seines Militäreinsatzes in Syrien in Abstimmung mit der Regierung in Damaskus am 30.9.2017 meldet Krasnaja Swesda, offizielles Presseorgan des Moskauer Verteidigungsministeriums, am Fr., 22.9.2017, daß nahezu 90% (genau 87,4%) des Landes vom IS befreit seien. (http://sana.sy/en/?p=114355, https://sptnkne.ws/f5bd)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114360 und http://www.sana.sy/?p=630612 (In Fortführung der erfolgreichen reaktiven Operation auf den großangelegten Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten (s.u., 18.9.2017) Jagd auf die letzten verbliebenen Überreste der Terroristen im N-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung einer großen Anzahl von ihnen und Zerstörung eines Panzers in Sukaik; zudem Auslöschung von  IS-Trupps mitsamt militärischer Ausrüstung; dazu Vereitelung eines IS-Angriffs im Wâdî al-ʽAḏîb im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Vernichtung sämtlicher Angreifer, die in das von  Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierte Gebiet in der Provinz Idlib einzudringen suchten. Befreiung von Mazîn al-Baqar, al-Mušairifa aš-Šamâliyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ğaurat an-Nazâl und Musaiʽîd  im östlichen Teil von Ğab al-Ğarâḥ im O der Provinz Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher Terroristen samt Ausrüstung; dazu Vereitelung eines IS-Angriffs im Wâdî al-ʽAḏîb im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Vernichtung sämtlicher Angreifer, die in das von  Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierte Gebiet in der Provinz Idlib einzudringen suchten. Befreiung von Mazîn al-Baqar, al-Mušairifa aš-Šamâliyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ğaurat an-Nazâl und Musaiʽîd  im östlichen Teil von Ğab al-Ğarâḥ im O der Provinz Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher Terroristen samt militärischem Equipment. Rückeroberung weiterer Bereich im W von Dair az-Zaur während der Operation zur Ausrottung des IS in der Provinz; dabei Befreiung der Dörfer Ḥalabiyya, Zalbiyya und al-Qaṣabî mit seinen archäologischen Stätten nach Eliminierung der Terroristen, von denen Überlebende in die Weite der Wüste flohen,  und mit nachfolgender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengfallen und Minen durch Spezialkräfte der Armee; weiteres erfolgreiches Vordringen auf die Stadt Maʽdân zu,  ca. 70km westlich von Dair az-Zaur inmitten des Zusammenbruchs innerhalb der IS-Kommandostruktur.)

Bedeutsamer Handschlag zwischen A. Guterres und W. Mu'alllim in New York, Photo: SANA

Bedeutsamer Handschlag zwischen A. Guterres und W. Mu’alllim in New York, Photo: SANA

Am Rande der diesjährigen UN-Generalversammlung in New York traf die syrische Delegation, bestehend aus dem ständigen UN-Gesandten  Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, dem Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd,  dem Botschafter Aḥmad ʽArnûs unter Leitung von Außenminister Walîd al-Muʽallim u.a. mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres zusammen. Letzterer nahm dabei erfreut die Errungenschaften der Armee im Counterterrorismus wie diejenigen auf politischem Wege, insbesondere bzgl. der Einrichtung der De-Eskalationszonen durch die Astana-Konferenzen  zur Kenntnis. Teilnehmer dieses Treffens waren zudem noch der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura und der Vize-UN-Generalsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman. Desweiteren kam Außenminister Walîd al-Muʽallim mit den Außenministern von Rußland, Sergei Lawrow,  von China, Wang Yi, des Iran, Muḥammad  Ẓarīf, von Kasachstan, Kairat ʽAbdurraḥmânow, von Weißrußland, Wladimir Makei,  des Oman, Yûsuf bin ʽAlâwî und von Zypern, Ioannis Kasoulidis, alles befreundete Staaten, die ihre weitere Unterstützung zusagten. Minister Lawrow sprach neben gemeinsamen Erfolgen auf militärischem und politischem Gebiet (Astana) die US-Behinderungen bei der Bekämpfung des Terrorismus in Syrien an, die nicht unbeantwortet bleiben würden. Mit dem chinesischen Amtskollegen wurden u.a. die völkerrechtswidrigen Angriffe der US-geführten Koalition auf syrische Bürger und wichtige Infrastruktur thematisiert wie auch die immer wieder außer Acht gelassenen negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die humanitäre Situation im Land.  (http://sana.sy/en/?p=114373 vom 22.9.2017)

Während einer Pressekonferenz in New York vom Fr., 22.9.2017, am Rand der UN-Generalversmamlung unterstrich der russische Außenminister Lawrow, die Eliminierung der Terroristen in Syrien bedinge die militärische Koordination zwischen Rußland und den USA, doch diese werde von der letzteren Seite zurückgewiesen (zu den jüngsten Vorfällen s.u.!), indem der US-Kongreß diese Zusammenarbeit blockiere. Dabei sei die Terrorismusbekämpfung essentiell wie auch die Bewahrung der territorialen Integrität Syriens. Da dürfe es keine Zerstückelung geben (vgl.u. Balkanisierung!), auf die gewisse Seiten hinarbeiteten, indem sie Chaos in Nahost und Nordafrika säten (vgl. Aktionen unter dem Label „Arabischer Frühling“!). Hinsichtlich der ausländischen Präsenz in Syrien gebe es – auf völkerrechtlicher Basis – zwei unterschiedliche Arten, einmal die legitime auf Einladung der gewählten Landesregierung, welche Rußland praktiziere, und dann die illegitime, welche jene Staaten betreffe, die die Regierung in Damaskus nicht zu Aktionen im Land gebeten habe. Der erste Schritt zur Eliminierung des Terrorismus sei demnach die Entfernung der illegitimen Streitmächte in Syrien. Ebenso schädlich seien die durch die EU gegen Syrien einseitig verhängten (ebenfalls illegitimen) Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV], welche einen Großteil der humanitären Probleme im Land verursachten und den Zugang der Bürger zu Hilfsgütern hinderten. (http://sana.sy/en/?p=114380)

Außenminister al-Muʽallim äußerte sich am Freitag im UN-Hauptquartier seinerseits zu den problematischen US-Aktionen in Syrien im Zusammenspiel mit den Terrorguppen gegenüber Journalisten: „Sie [d.i. die USA] sind mit dem Verhandlungsprozess in Astana unzufrieden, deshalb setzten sie ihre Spezialkräfte ein, einschließlich Dschebhat an-Nusra, um die getroffenen Vereinbarungen zu verhindern.“ Er fuhr fort:  „Die Amerikaner, wie üblich, wollen nicht die Syrer sehen, die Deir ez Zor zusammen mit Russland und dem Iran befreien, aber das ist unser Territorium und wir werden alles tun, um die Terrormiliz ,Islamischer Staat‘ zu bekämpfen“. (https://sptnkne.ws/f5tF)

Angriff der Weliki Nowgorod, Photo: Sputnik

Angriff der Weliki Nowgorod, Photo: Sputnik

Am 22.9.2017 beschoß das russische Diesel-U-Boot der Warschawjanka-Klasse, die Weliki Nowgorod, mit Kalibr-Marschflugkörpern jene Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in der Provinz Idlib, von denen am 18.9.2017 (vgl.u.) die Angriffe auf die SAA ausgegangen seien wie die Einkesselung der gemäß der Astana-Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen stationierten russischen Militärpolizei. Die 21 Mann sollten lebend gefangengenommen werden, um entsprechenden Druck hinsichtlich deren Abzugs ausüben zu können (vgl.u. S. Rudskoi vom 19.9.2017). Zerstört wurden wichtige Befehlsstände, Ausbildungscamps und Panzertechnik jener Terrori­sten. (http://sana.sy/en/?p=114363, https://sptnkne.ws/f5bb)

Terroranschläge vom 22.9.2017:
Durch Beschuß mit einer ISRakete geriet ein Privatauto auf der Straße SalamiyyaTalʽadâ im Ost-Rîf  von Ḥamâ in Brand, vier Insassen wurden verletzt, eine Frau verstarb. (http://www.sana.sy/?p=630570)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114360 und http://www.sana.sy/?p=630612 sowie http://www.sana.sy/?p=630313 (Rückeroberung der letztlich zum Fluchtort des IS gewordenen Stadt at-Tabanî mit dem Dorf al-Buwaiṭiyya im W-Rîf von Dair az-Zaur unter heftigen Feindverlusten sowie Ausdehnung der Kontrolle auf dem Ost-Ufer des Euphrats nach Beseitigung der letzten IS-Reste im Dorf Marâṭ während eine weitere Armee-Einheit in Richtung Ḫušâm und Ḥuwaiğa Ṣakr fliehenden IS-Terroristen nachsetzte. – Laut Auskunft von Bewohner südlich von Dair az-Zaur hat eine neue IS-Fluchtwelle im SO-Umland der Provinzhauptstadt vom al-Buṣaira-Distrikt aus eingesetzt, auch der IS-Kommandeur Naṣr aš-Šamrî mit Kampfnamen  Ğaḥğâḥ habe sich darunter befunden. Den großangelegten und erfolgreich abgewehrten Angriff vom Di., 18.9.2017, im N und NO von Ḥamâ (s.u.) beantwortete die SAA heute mit effektiven Gegenattacken auf drei Achsen:  jeweils von Abû Sam­ra, bei aḍ-Ḍah­rat al-ʽAliyya und al-Qâhira mit Zerstörung etlicher Panzer, aufgerüsteter gepanzerter Fahrzeuge und weiterer militärischer Ausrüstung bei Eliminierung vieler dutzend Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und der türkischerseits unterstützten al-Ḥizb at-Turkistânî.)

Tomcat-Aufnahme, Photo: Southfront

Tomcat-Aufnahme, Photo: Southfront

Piloten der Strike Fighter Squadron 31, auch bekannt als Tomcatters der US-Navy luden ein selbstaufgenommenes Video ins Internet, das inzwischen von offizieller Seite gelöscht, jedoch zuvor gesichert worden war. In dem Video promoten die Filmer ihre „Erfolge“ während ihrer Einsätze in Syrien und im Irak.- Dabei filmten sie auch einen Marschflugkörperangriff auf den Militärflughafen aš-Šaʽîrât (2:35, zur internationalen Auseinandersetzung darüber s.u.!), auf die SAA während ihres counterterroristischen Einsatzes nahe at-Tanaf vor der syrisch-irakischen Grenze (5:49, zur Auseinandersetzung s. ebenfalls u.!), den Abschuß der syrischen Kampfjets Su-22 südlich von aṭ-Ṭabqa (6:12, vgl.u.) wie den einer iranischen Drohne bei at-Tanaf  (6:27, s.u.). S. https://southfront.org/strike-fighter-squadron-31-releases-video-promoting-us-navy-actions-against-syrian-government/, https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/09/21/strike-fighter-squadron-31-u-s-navy-releases-video-promoting-actions-against-syrian-government-and-syrian-military-forces/).

Terroranschläge vom 21.9.2017:
Vom IS ferngesteuerte Kampfdrohnen griffen die Stadtteile al-Quṣûr und al-Ğûra von Dair az-Zaur mit Bomben und Mörsergranaten an, töteten dabei bislang fünf Einwohner und verletzten 27 bei erheblichen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.
Zum x-ten Mal beschossen bewaffnete Gruppen, dieses Mal verschanzt  auf Talat al-Ḥamriyya südlich des Ortes, in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen das landwirtschaftlich genutzte Gebiet um Ḥaḍar (s.u.) im N-Rîf von al-Qunaiṭra. Dabei wurde ein Bauer bei der Feigenernte verletzt. (http://sana.sy/en/?p=114291, http://www.sana.sy/?p=629928) – Zum Ziel dieser speziellen Angriffe im landwirtschaftlichen Bereich s.u.!

Türkischer Aufmarsch an Grenze zu Syrien, Photo: SANA

Türkischer Aufmarsch an Grenze zu Syrien, Photo: SANA

Nun hat die türkische Regierung unter Staatspräsident Erdogan zusätzlich zu den erst an die Grenze zu Syrien beorderten militärischen Kräften (vgl.u.) auch noch eine Spezialtruppeneinheit in den Provinzen Hatay und Kilis dorthin, wie Anadolu meldet. (http://parstoday.com/de/news/world-i32069-t%C3%BCrkei_entsendet_spezialeinheit_an_grenze_zu_syrien, s.a. https://sptnkne.ws/f4g9, je vom 21.9.2017)

Wie schon in anderen Städten, z.B. vor der Befreiung Aleppos (vgl. Teil V), hat die SAA in Dair az-Zaur Sicherheitskorridore für die Bevölkerung eröffnet, die aus den Stadteilen zu flüchten versuchen, in denen noch IS-Stützpunkte bestehen. Sie sollten sich zum nächstgelegenen SAA-Posten begeben. Diesen Aufruf unterstützten auch am Vortag aus den Händen des IS befreiten Bewohner (s.u.). Für ihre Basisversorgung sei wie in den anderen Fällen auch schon gesorgt, teilte der Gouverneur am 20.9.2017 mit. (http://sana.sy/en/?p=114237)

Stärkung des Zivilschutzes in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Stärkung des Zivilschutzes in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Am Mi., 20.9.2017 langen zudem acht von der Regierung bereitgestellte Fahrzeuge in Dair az-Zaur an zur Unterstützung des Zivilschutzes in der Provinzhauptstadt. Gemäß dem Vorsteher dieses Departements, General Yâsir Manûn, stehen damit u.a. je zwei weitere Ambulanzen und Feuerwehrwagen sowie ein THW-Wagen zur Verfügung. (http://sana.sy/en/?p=114261, http://www.sana.sy/?p=629580)

Inzwischen erreichte auch ein iranischer Hilfskonvoi Dair az-Zaur (http://sana.sy/en/?p=114302, http://www.sana.sy/?p=629721).

Laut dem Minister für die Stromversorgung sind 50% der Wiederherstellungsarbeiten zum Anschluß Dair az-Zaurs an das Stromnetz abgeschlossen. (http://www.sana.sy/?p=629725)

Terroranschläge vom 20.9.2017:
In Qalʽat al-Maḍîq, 50km im NW von Ḥamâ verbarrikadierte Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen mit Raketen die Stadt Salḥab, töteten damit je ein Kind und eine Frau, verletzten zwei weitere Personen und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum.
Noch in gewissen Stadteilen von Dair az-Zaur versteckte IS-Terroristen attackierten durch Einsatz von Kampfdrohnen die Bewohner der Stadteile al-Ğûra und al-Quṣûr mit Bombenabwürfen und Mörsergranatenbeschuß und verletzten damit acht Anwohner, ein Geschoß landete im Innenhof des Gouvernementsgebäudes und beschädigte es  wie auch Wohnhäuser und anderes Gut. (http://sana.sy/en/?p=114265)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114240 und http://www.sana.sy/?p=629447 (Im W-Umland von Dair az-Zaur Rückeroberung des Gebiets um at-Tabanî durch die von der SAAF gedeckten Bodentruppen mit Befreiung etlicher Dörfer und Farmen in dem Gebiet mit anschließender Säuberung der Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen; während der Massenflucht der überlebenden IS-Terroristen gen at-Tabanî ließen diese sogar die große Anzahl Leichen* ihrer Mitkämpfer liegen. – Zivile Quellen berichteten von der Überführung der meisten Terroristen, darunter vieler ausländischer Söldner vom westlichen Umland von Dair az-Zaur in den Ost-Rîf.) – * Hierzu vgl.u. Gefechtsbericht vom 4.9.2017!

In Fortführung der Diskussion (s.u., 17.9.2017) um die Militäraktionen der US-geführten Koalition und der von ihr unterstützten SDF um Umfeld von Dair az-Zaur bemerkte Generalmajor Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, kritisch (laut CNN-Zitierung): „Laut Berichten syri­scher Kommandeure von der Frontlinie werden die schwersten Gegenangriffe und massives Feuer aus nördlicher Richtung auf syrische Truppen verübt. Das heißt — genau von dort aus, wo sich die Ein­heiten der sogenannten ‚Syrischen Demokratischen Kräfte‘ sowie der Special Operations Forces der Vereinigten Staaten befinden, die statt Rakka zu befreien diesen Milizen ihrerseits angeblich ‚medizinische Hilfe‘ leisten würden.“ Man müsse demnach keine besonderen Kriegserfahrungen besitzen, um in all diesen ‚Zufällen‘ eine gewisse Zusammenhänge zu sehen.  Schließlich konstatierte er: „Je näher das Ende des Islamischen Staats rückt, desto offensichtlicher wird, wer tatsächlich gegen den IS kämpft und wer stattdessen seit drei Jahren dies nur vortäuscht. Und wenn die US-geleitete internationale Koalition den Terrorismus in Syrien nicht bekämpfen möchte, so sollte sie wenigstens diejenigen nicht dabei stören, die das kontinuierlich und effektiv tun“. (http://sana.sy/en/?p=114204, für Zitate in Deutsch: https://sptnkne.ws/f3QF, je vom 19.9.2017) – Ebenso bemerkenswert sei gewesen, daß der Wasserspiegel des Euphrat genau in dem Moment drastisch zu steigen begann und sich die Fließgeschwindigkeit gar verdoppelte, als die SAA die Flußüberquerung im Gefecht gegen den IS startete. Da es nicht geregnet habe, müsse der Grund dafür sein, daß an den nördlich gelegenen Dämmen, die unter Kontrolle der SDF (vgl.u.) stünden, absichtlich abgelassen worden sein, betonte Konaschenkow („Since there have been no rains, the only source of such changes in the water situ­ation is man-induced water discharge at dams upstream the Euphrates. These facilities are held by armed groups controlled by the US-led coalition”).  Zweck ist, das weitere Vorrücken der befehdeten Armee und deren Sicherung der ölreichen Gegend für den Staat zu behindern. Zuvor hatte die SAA weitere Stadtteile von Dair az-Zaur befreit und die wichtigste Nachschub-Route des IS gekappt. (http://sana.sy/en/?p=114204, s.a. https://sptnkne.ws/f3MF)
Die härtesten IS-Gegenattacken seit langem kamen ebenfalls aus dem Gebiet, welches im N der Provinzhauptstadt von der SDF und US Spe­cial Operations Forces kontrolliert werde, wie syrische Kommandeure von der Frontlinie berichteten. Damit dränge sich der Schluß auf, daß diese regierungsfeindlichen Einheiten weitere counterterroristischen Siegeszüge der SAA im Kampf gegen den IS auf dem Ost-Ufer des Euphrat wie im N von  Dair az-Zaur (vgl.u. Einnahme des strategisch bedeutenden Orts Ḫušâm) zu hindern suchen, anstatt – wie es von dieser Seite immer hieß – den IS aus ar-Raqqa zu entfernen. (https://southfront.org/syrian-war-report-september-20-2017-us-led-coalition-seeks-stop-syrian-army-advance-near-deir-ezzor/)

Befreite Kinder, Photo: SANA

Befreite Kinder, Photo: SANA

Am 19.9.2017 befreite eine Armee-Einheit 21 Bewohner von Dair az-Zaur, einschließlich Kindern und Frauen aus der Gewalt der IS-Terroristen, die sie an einem ihrer Stützpunkte im W der Provinzhauptstadt gefangengehalten hatten, damit sie ihnen als menschliche Schutzschilde dienten. Nachdem sie durch Mitglieder des  SARC (Syrian Arab Red Crescent) in Empfang genommen und mit allem Nötigen versorgt worden waren, trafen sie den Gouverneur, dem sie über ihre Situation beim IS berichteten. (http://sana.sy/en/?p=114194,  http://www.sana.sy/?p=628984)

Der russische Generalstab vermerkte, daß die jüngste Attacke von Ğabhatu_n-Nuṣra vom 18.9.2017 auf SAA-Positionen im N und NO von Ḥamâ zur Verteidigung der De-Eskalationszone (vglu.) gegen die Astana-Vereinbarungen zu diesen Zonen verstoße. In einer von Russia Today zitierten Stellungnahme bezeichnete jene Institution den Vorfall in der Idlib-De-Eskalationszone als einen vom US-Geheimdienst orchestrierten und lancierten Versuch, die im Ostteil von Dair az-Zaur im Siegeszug befindliche SAA aufzuhalten („According to our intelligence data, the offensive was instigated by the US security services to stop the successful advance of the government forces to the east of the [city of] Deir ez-Zor.”) Ein weiteres Ziel sei, die Präsenz der russischen Militärpolizei zur Sicherung und Überachung der Waffenruhe in der De-Eskalationszone zu verdrängen. Beim Vorstoß wollten die Terroristen den russischen Geheimdienstdaten nach eine Einheit der Militärpolizei gefangennehmen.
Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, bemerkte zum Vorfall, der großangelegte und weit ausgedehnte Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra und Verbündeten Terrorgruppen mit Panzern und aufgerüsteten Kampfwagen gegen SAA-Militärposten im N und NO von Ḥamâ unter Einschluß der Idlib-De-Eskalationszone habe im Morgengrauen des 19.9.2017 [resp. in der Nacht vom 18. zum 19.9.2017] begonnen. Jedoch vereitelte die SAA unter Deckung russischer Kampfflieger die Großoffensive. Letztlich wurden im Gefecht 850 Terroristen getötet, dutzende von Kampfwagen sowie elf Panzer der Terroristen zerstört, während drei russische Soldaten Verletzungen davontrugen. (http://www.sana.sy/?p=630004, http://sana.sy/en/?p=114284; http://sana.sy/en/?p=114363; s.a. https://on.rt.com/8nqi) – Zusätzlich meldete das russische Verteidigungsministerium für die vergangenen 24 Stunden sieben Verletzungen des Abkommens über die De-Eskalationszonen und zwar in den Provinzen al-Lâḏa­qiyya, Damaskus und Darʽâ (http://sana.sy/en/?p=114363).
In der  Folge o.e. Angriffes setzte sich der russische Generalstab um­gehend mit dem zuständigen Kommando der US-Streitkräfte in Verbindung und stellt Abwehr­maßnahmen in Aussicht: „Einem Vertreter des US-Kommandos in Al-Udeid, Katar, wurde über einen speziellen Kommunikationskanal in harter Form mitgeteilt, dass weitere Angriffe aus dem Gebiet der DMG sofort unterbunden werden. Feuerstellungen werden mit allen verfügbaren Mitteln niedergehalten werden.“ (https://sptnkne.ws/f47R) – Zudem gab es zwei Tage nach den Vorfällen [also am 21.9.2017] ein Treffen mit US-Militärs wie auch Oberst Ryan Dillon, der Sprecher der US-geführten Koalition, bestätigte. (https://sptnkne.ws/f4Np)
Eine Zusammenstellung von Videos mit Kurzbeschreibung der o.e. syrisch-russischen Militäroperation gegen die Terroristen im Raum Idlib ist zu finden bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/09/24/29-russians-kill-850-jihadists/
Bereits am 11.9.2017 hatte Rußlands Außenminister Lawrow moniert, daß die US-geführte Koalition in auffälligerweise Standorte der Ğabhatu_n-Nuṣra  bei ihren Angriffen ausspare („some members of the US-led coalition that seek to spare Al Nusra”). Das sei  nach wie vorhighly ambi­guous”  und “absolutely unacceptable.” (https://on.rt.com/8nqi)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114130 und http://www.sana.sy/?p=628703 (Vereitelung von vehementen Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten (der sog. al-Ḥizb at-Turkistânî, welche mit dem türkischen Geheimdienst zusammenarbeitet) im N-Rîf von Ḥamâ auf eine große Anzahl von Militärposten zum Schutz der Orte aṭ-Ṭulaisiyya, at-Talat as-Sawdâ´ und al-Qâhira durch die im Raum Maʽn / aṭ-Ṭulaisiyya stationierten Truppen; die sich daraus ergebenden heftigen Kämpfe mit hohen Feindverlusten dauern noch an; zugleich präzise effektive SAAF– und Artillerieangriffe auf Stellungen und motorisierte Trupps dieser Terrorgruppen mit Zerstörung von zwei Panzern, zwei Kampfwagen mit aufmontierten schweren Maschinengewehren und Konfiszierung eines weiteren Panzers sowie eines Kesselwagens; außerdem Kappung der Nachschublinien von ʽAṭšân, al-Hubaiṭ und Tal aṣ-Ṣayâd aus an der Verwaltungsgrenze Ḥamâ / Idlib durch die von der Luftwaffe gedeckten Bodentruppen.   Im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung von Rasm aṭ-Ṭawîl, Buyût an-Nazâl, al-Qanṭara, Ḍah­rat an-Nazâl und Ḍah­rat as-Saṭaḥiyya sowie etlicher strategisch bedeutsamer Anhöhen und beherrschender  Positionen im Gebiet Ğab al-Ğarâḥ nach Beseiti­gung der letzten Terroristen dort samt deren Stützpunkten, gepanzerten Fahrzeugen, Waffen und Ausrüstung. Jenseits des Euphrats im Stadtbereich Dair az-Zaur Rückeroberung wichtiger Stellungen auf dem Ost-Ufer mit weiterem Vorrücken gen aṣ-Ṣabḥa und auf das Kûnî­kû-Gasfeld unter Ausschaltung von IS-Trupps und schließlicher Befreiung der Dörfer Maẓlûm und al-Marâ; auf der Westachse Artillerieoperationen gegen IS-Befestigungen mit Etablierung der Kontrolle über die Stadt aš-Šumaiṭiyya samt unmittelbarem Umland mit  Eliminierung vieler Terroristen, ihres militärischen Equipments sowie einer Werkstatt zur Herstellung von Sprengfallen und Minen für die Wasserreservoir bei ʽIyâš beim Durchkämmen der Gegend. Einheimische aus al-Bû Kamâl berichteten von immer wieder aufflackernden beaffneten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Terroristen(gruppen) mit einigen toten und Verletzten, nachdem deren Führer zuletzt durch US-Hubschrauber  [vgl.u.] aus dem Gebiet vor dem Anrücken der SAA abtransportiert worden waren; dabei getraute sich auch eine weitere Gruppe von Anwohnern, Ihres gleichen zu verteidigen, als eine Patrouille der IS-Islampolizei sie zu verschleppen versuchte.  Lokalen Quellen war auch zu entnehmen, daß IS-Terroristen bewußt eine Schule in der Nähe des al-ʿAšâra-Gebiets in die Luft sprengten, um damit Spuren ihrer Folter- und Exekutionstätigkeit gegenüber Bürgern sowie Vorbereitungen für Giftgasangriffe auf die Umgebung auszulöschen.)

Terroranschläge vom 19.7.2017:
Nachdem sich zwei Suizidattentäter Zugang zum  al-Ğabsa-Gaswerk in der Stadt aš-Šadâdî verschafft hatten, ließen sie ihre Sprengstoff-Gürtel detonieren, töteten dabei drei Arbeiter und richteten Schäden am Gas-Werk an. (http://www.sana.sy/?p=628863)
Zur Mittagszeit feuerten bewaffnete Gruppen aus Ost-al-Ġûṭa – wieder in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen – Mörsergranaten auf  das az-Zablaṭânî-Areal von Damaskus nahe der Verkehrsdirektion, verletzten dadurch zwei Menschen und verursachten Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://www.sana.sy/?p=628258)

Dair az-Zaur Flughafen, Photo: southfront.org

Dair az-Zaur Flughafen, Photo: southfront.org

Auf dem dank der vorhergehenden Militäroperationen (s.u.) vollkommen gesicherten Dair az-Zaur Airport landeten am Mo., 18.9.2017, erstmals seit langer Zeit wieder (Transport-)Flugzeuge und zwar mit Nachschub für die gegen den IS kämpfenden Truppen. (http://sana.sy/en/?p=114092)

Infolge der Befreiungskämpfe der SAA im Counterterrorismus wie aufgrund erfolgreich verlaufender Rekonziliierungsgespräche konnten bislang mehr als 700.000 Bürger in ihre bisherigen Wohngebiete wieder zurückkehren, wie sogar UN-Berichte bestätigten, trug der ständige UN-Repräsentant in Genf, Ḥusâm ad-Dîn Âla, während der Sitzung am Mo., 18.9.2017. (http://sana.sy/en/?p=114113)

Euphrat-Überquerung, Photo: Sputnik

Euphrat-Überquerung, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=114080  und http://www.sana.sy/?p=628086 (Vordringen auf allen Kampfachsen mit Rückeroberung weiterer strategisch bedeutsamer Positionen an den SO-Ausläufern von Dair az-Zaur wie im SO der Verbindungsstraße Dair az-Zaur  – al-Mayâdîn nach präzisen, für den IS äußerst verlustreichen Militäroperationen; schließlich Überschreiten des Euphrats trotz heftiger Gefechte gegen den IS mit Vorrücken in Richtung des Dorfes al-Ğafra auf Ḥuwaiğa Ṣakr zu [wohin sich am Vortag Massen an IS-Kämpfern geflüchtet hatten, s.u.!], wo noch heftige Kämpfe stattfinden; im westlichen Umland der Provinzhauptstadt Vordringen in Richtung ʽÎn al-Bû-Ğumʽa und al-Ḫarîṭa mit Einrichtung neuer Militärposten nach Vernichtung der letzten IS-Trupps dort.  Einwohner von al-Bû Kamâl umstellten Berichten von Einheimischen nach ein IS-Fahrzeug nahe der außerhalb der Stadt gelegenen Bahnstrecke und zerstörten samt den IS-Insassen.)
Zur Militäroperation der Überquerung des Euphrats auch mittels Erstellung einer Ponton-Brücke durch Pioniereinheiten s. die Videos bei https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/09/19/saa-liberates-al-jafra-deir-ez-zor-saa-special-forces-cross-euphrates-river/. – Die vier Brücken über den Euphrat waren ja durch die Bombardements der US-geführten Koalition zerstört worden (vgl.u.!)!

Rekonziliierungsmaßnahmen [s. ab  Teil II] in der neuen De-Eskalationszone Idlib hätten laut Bericht aus dem russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm schon einen deutlichen Erfolg gezeitigt: „Nach Verhandlungen mit den Chefs illegaler bewaffneter Formationen in der östlichen De­eskala­tionszone Idlib haben 35 Kämpfereinheiten ihre Bereitschaft bekräftigt, auf die Seite der Regierungs­truppen überzutreten“, wurde am 18.9.2017 von dort mitgeteilt. (https://sptnkne.ws/f3pC)
In Dair az-Zaur werden bereits Straßen geöffnet, die Barrikaden darauf entfernt, um denen, die von der präsidialen Amnestie im Zusammenhang mit den Rekonziliierungsmaßnahmen der Regierung  Gebrauch machen und die Waffen niederlegen wollen, hierzu Gelegenheit zu bieten. (http://www.sana.sy/?p=628300)

Beim Durchsuchen der Stadt Abû Ḥanâyâ im Distrikt von ʽUqairbât (Ost-Umland von Salamiyya) im Osten der Provinz  Ḥamâ nach Hinterlassenschaften des IS fanden die SAA-Einheiten am 18.9.2017 gewaltige Mengen an Maschinengewehren, Munition und Raketen, dazu eine Werkstätte zur Wartung von Waffen, ein Munitionsdepot,  einen Unterstellplatz für beschädigte, reparaturbedürftige Panzer. Im erwähnten Depot fanden sich hunderte Kisten mit Explosivstoffen, weitere Maschinengewehre, Munitionskästen und dutzende Abschußvorrichtungen für Raketen. (http://sana.sy/en/?p=114057)

Protestkundgebung gegen US-geführte Koalition, Photo: SANA

Protestkundgebung gegen US-geführte Koalition, Photo: SANA

Im östlichen Umland von Aleppo formierte sich am 18.9.2017 eine Protestkundgebung gegen die immer noch durchgeführten Bombardements durch die völkerrechtswidrig im Land agierende US-geführte Koalition mit ihren fürchterlichen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur des Landes (zu den Vorfällen s.u. und frühere Teile]. Dagegen seien die in den westlichen Mainstream-Medien verbreiteten Darstellungen dieser Koalition als Kämpfer gegen den Terrorismus bloße Worte ohne reelle Effekte am Boden. Dagegen zollten die Demonstranten der SAA Respekt, die wirklich erfolgreich gegen den Terrorismus im Land vorgehe.  (http://sana.sy/en/?p=114084)

Terroranschläge vom 18.7.2017:
Terroristen ließen ein mit Sprengstoff bepacktes und in der Touristenstraße (as-Siyâḥî-Str.) von al-Qâmišlî / Provinz al-Ḥasaka bei einem Restaurantkomplex geparktes Motorrad explodieren. Dadurch wurden sechs Personen verwundet, darunter ein Kind und ein kleines Mädchen, welches später aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus verstarb.
In erneuter Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen beschossen bewaffnete Gruppen von  Ost-al-Ġûṭa im Umland der Hauptstadt aus mit Raketen Wohngebiete im ad-Duwailaʽa-Areal von Damaskus, töteten einen Anwohner, verletzten mehrere andere und beschädigten öffentliches und privates Eigentum.  
Desgleichen passierte in Salamiyya im  Ost-Rîf von Ḥamâ durch Raketenbeschuß seitens IS– Anhängern mit entsprechendem Sachschaden auch an der Infrastruktur als Folge. (http://sana.sy/en/?p=114117, http://www.sana.sy/?p=628573)

Jugendforum, Photo: SANA

Syrisch-christliches Jugendforum, Photo: SANA

Ebenfalls am Sonntag präsidierte Dr.al-Assad zusammen mit Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II., Patriarch von Antiochia und dem gesamten Osten, einer Zusammenkunft der General assembly for the Syriac Youth in Syria 2017. Eines der Themen war die Rolle der jungen Generation beim Aufbau des künftigen Syrien und die Bedeutung des Dialogs untereinander, den auch solche Treffen verstärkten. Dann kam man auf die Christen in Syrien zu sprechen. Der Präsident betonte, wie notwendig die Christen ganz allgemein in Syrien und die syrischen Christen im Land insbesondere seien. Sie seien ein Basis-Element des nationalen Gefüges. Solche Foren sendeten eine klare Botschaft in die Welt, daß die Christen hier keine Gäste seien oder eine Art Zugvögel, sondern grundlegend für die Existenz der gemeinsamen Heimat, ohne die es die kennzeichnende syrische Diversität nicht gäbe.  Andererseits verlören dies Christen mit Syrien ihre eigene Heimat. Die Besonderheit und Kraft der orientalischen Christen rühre gerade von ihrem jahrhundertelangem Zusammenleben mit anderen Religionen des Landes und der Region, was Syrien zu einer homogenen Einheit machte. Manche Seiten versuchten daher, gegen die Christen der Region vorzugehen, die Harmonie zu zerstören und die Gesellschaft zu zerteilen in religiös bzw. konfessionell gebundene Staaten. Als dies nicht funktionierte, versuchten sie dasselbe mit den Muslimen durch Infektion mit dem Extremismus mit dem Ziel einer Herausbildung einer extremistischen Gesinnung, die neben sich nichts anderes mehr duldet. Doch die Syrer würden solche Zerstückelungsversuche mit Sabotage des Landes durch solch unterentwickelte, beschränkte Anschauungen niemals zulassen. Auch Patriarch Iġnâṭîûs Afrâm II, stimmte darin überein, wobei er darauf verwies, wie wichtig es sei, der Propaganda der Feinde Syriens, die sich schon darin zeige, daß sie den Krieg im Land fälschlichBürgerkrieg“ nennten,  zu begegnen. Und er betonte die besondere Bindung der Christen in Syrien an ihr Heimatland. (http://sana.sy/en/?p=114043)

Auf US-Kritik bezüglich der russischen Beteiligung der IS-Bekämpfung im Gebiet von Dair az-Zaur entgegnete Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, das russische Militär habe die US-Seite im voraus über die Militäroperationen in dem Gebiet informiert und greife ausschließlich IS-Ziele an. Vorrangig seien dabei solche IS-Stellungen, von denen großangelegte Attacken auf die SAA ausgingen, diesseits und jenseits des Euphrats. Wörtlich bekundete er: „To avoid unnecessary escalation, the command of the Russian forces in Syria gave the US partners an advance notice, through an existing communications channel, on the [territorial] borders within which the military operation in Deir Ezzor would be conducted. … The priority targets for destruction are the terrorists’ firing positions from which they are leading large-scale attacks on the Syrian forces. … During this operation, the military destroy manpower, armored vehicles and terrorists’ facilities both on the western and the eastern shores of Euphrates.” In den letzten Tagen hätten die Überwachungsmaßnahmen keinerlei Kämpfe zwischen dem IS und bewaffneten Vertretern einer dritten Seite ausgemacht. Es könne daher nur die US-geführte Koalition selbst erklären,  wie Personen der sog. bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.] bzw. Militärberater der Koalition  – ohne Kämpfe gegen den IS zu führen – in die Reihen dieser Terrororganisation gerieten:  „Thus, only representatives of the international coalition could explain how into the ISIS forces in Deir Ezzor without fighting could have got the ,opposition‘ or ,military advisors of the international coalition‘.“, schloß er seine Ausführungen. (http://sana.sy/en/?p=113992 vom 17.9.2017) – Gemäß The Washington Post hatte die US-geführte Koalition dem russischen Militär vorgeworfen, in der Nacht auf Samstag Stellun­gen der US-unterstützten SDF (zur Einordnung vgl.u.!) östlich des Euphrats nahe Dair az-Zaur  angegriffen zu haben. (https://sptnkne.ws/f2Sk) – Hier geht es wieder um die alte Auseinandersetzung aus den Tagen der Obama-Administration, innerhalb derer sich die US-Seite über angebliche russische Angriffe auf sog. MAO oder Militärberater der US-geführten Koalition bei Angriffen auf den IS [oder auch Ğabhatu_n-Nuṣra] beschwert, die russische Seite jedoch entgegnet, daß es Sache der USA sei, eine Vermischung zwischen den Terrorgruppen und MAO-Truppen, welche die US-Seite unterscheidet, zu verhindern bzw. für eine Separation der MAO zu sorgen. Dazu hatte sich vor vielen Monaten die US-Administration unter Obama zwar verpflichtet, jedoch bislang keinerlei Anstalten in dieser Hinsicht gemacht (vgl.u. inkl. Teil V).

Empfang der italienischen Delegation beim Präsidenten

Empfang der italienischen Delegation beim Präsidenten

Nach Besuch weiterer Orte in Syrien, u.a. mit Empfang durch den Gouverneur von und einige Kleriker in Aleppo (http://www.sana.sy/?p=626850, http://www.sana.sy/?p=626730) standen am So., 17.9.2017, für die italienischen Deputierten unter Leitung Senator Mario Romani ein Treffen mit Außenminister al-Muʽallim und schließlich dem Präsidenten Dr. al-Assad bevor. Hauptthemen waren wie bisher auch bei ähnlichen Delegationen aus dem westlichen Bereich (vgl.u.), die gegenwärtige Situation in Syrien, die die Besucher selbst kennenlernen sollten, um sich davon zu überzeugen, daß sie ganz und gar nicht der Darstellung westlicher Mainstream-Medien im Dienst der Durchsetzung der Politik ihrer politischen Führer entspreche. Beide Seiten waren sich auch dieses Mal einig darin, daß  hierauf im Heimatland der Delegation aufmerksam gemacht werden müsse, damit sich dort eine adäquate Sichtweise aufgrund eigener Anschauung verbreiten könne. Wichtig sei zudem die Verwendung für eine Aufhebung der illegal gegen Syrien zu Lasten der Bevölkerung ergangenen Sanktionen. (http://www.sana.sy/?p=627457, http://sana.sy/en/?p=113969)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113950 und http://www.sana.sy/?p=627375 (Beim Vormarsch gen Osten Befreiung der Areale von Umm Tain und an-Nubaiṭiyya  sowie einer Anzahl be­herrschender Anhöhen und stra­tegischer Positionen ca. 50km östlich von Ḥomṣ bei Vernichtung der IS-Stellungen mitsamt Waffen und Munition, anschließender Entminung des Gebiets und Stationierung von Militärposten zur Sicherung der Gegend. Verjagung der IS-Terroristen aus dem Ost-Umland von Dair az-Zaur und Beseitigung der letzten IS-Befestigungen im Umland von al-Ğafra; Sicherung des gesamten Areals des Flughafens, daraufhin Rückeroberung von Talat al-Karayya nördlich davon mit Auslösen einer Massenfluchtbewegung des IS gen Ḥuwaiğa Ṣakr in verschiedene Richtungen;  der SANA-Korrespondent begleitete die Militäroperationen, an deren Ende die Kontrolle über das Dorf ʽIyâš,  Talat al-Ḥağîf, die Lagerhäuser von ʽIyâš  und das Stoßtruppenlager stand mit Säuberung der Gegend durch die Spezialeinheiten von den vom IS hinterlassenen Minen und Sprengvorrichtungen; beim Durchkämmen und Entminen des Gebiets zwischen dem Flug­hafen von Dair az-Zaur – und dem Dorf al-Muraiʽiyya Aufspüren eines 400m-Tunnels zum Flughafen, in dem sich außer Waffen und Munition auch Bücher und Dokumente der IS-Terroristen fanden; gemäß Aussage des Kommandanten der 17. Brigade  wurde infolge der vorausgegangenen Kampfhandlungen in Richtung al-Muraiʽiyya und Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya in der Morgendämmerung das Ufer des Eu­phrat erreicht😉

Türkische Panzer, Photo: Pars Today

Türkische Panzer, Photo: Pars Today

Entgegen den verdeutlichenden Aussagen von Teilnehmern an der 6. Astana-Konferenz, des syrischen Außenministeriums  wie des russischen Außenministers Lawrow im Vorfeld (s.u.) läßt die türkische Regierung unter Präsident Erdogan ca. 80 Panzer an die Grenze zu Syrien verlegen, wie Anadolu am 17.9.2017 meldete. Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik hatte schon im Juli mit einer weiteren – völkerrechtswidrigenMilitäroperation in ʽAfrîn in Nord-Syrien gedroht, zuvor schon Erdogan selbst. (https://sptnkne.ws/f2Ke) Auch die Zeitung „Türkiye“ brachte selben Tags einen Artikel darüber, daß ca. 6.000 Soldaten in der Provinz Idlib in NW-Syrien stationiert werden sollen, stellte dies jedoch in den Zusammenhang mit der Astana-Konferenz. Allerdings wurde dort Derlei gerade nicht vereinbart (vgl.u.!). (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31911-syrien_krise_t%C3%BCrkei_entsendet_6000_soldaten_nach_idlib)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113905 und http://www.sana.sy/?p=626902 (In der Morgendämmerung Eliminierung der letzten IS-Stellungen in den Dörfern in aš-Šin­dâḫiyya aš-Šamâliyya [aš-Šin­dâḫiyya-Nord; zur Bedeutung s.u.] und Abû Ğurai, ca. 70km östlich von Ḥomṣ, samt umliegenden Bauernhöfen und Anhöhen mitsamt den Kampfwagen des IS, anschließender Minenräumung und Beginn der nächsten Militäroperation. Rückgewinnung der Kontrolle über Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya und die Bauernhöfe darum  im SO von Dair az-Zaur mit Vernichtung der IS-Verstecke und -Ansammlungen einschließlich von deren  Waffen und Ausrü­stung wie Panzerfahrzeugen und Wagen mit Maschinengewehren und anschließender Säuberung des Gebiets von hinterlassenen Sprengsätzen etc. – dadurch Erhöhung der Sicherheit um das Dorf al-Ğafra und den Militärflughafen;  im östlichen Umland der Provinzhauptstadt Zerstörung der  IS-Verteidigungslinie mit Einnahme von deren Positionen und Schlupfwinkeln mit erheblichen Feindverlusten.) – Russische Kampfflieger bombardierten erfolgreich drei IS-Werkstätten zur Herstellung von  Autobomben – meist in landwirtschaftlichen Betrieben –  in den Provinzen Ḥamâ (nahe ʽUqairbât, wo auch ISDrohnen entdeckt wurden), Ḥomṣ (as-Suḫna) Dair az-Zaur laut Mitteilung von Generalleutnant Alexander Lapin. Der führte desweiteren aus: „Die Terroristen benutzen alte Militärfahrzeuge, verstärkten sie mit Blechen und bestückten sie mit Sprengstoffen, um sie als Schild für Suizidoperationen zu benutzen.  Die Wirksamkeit der Detonation dieser gepanzerten Fahrzeuge decke einen Radius von 300 Metern ab und hätte im Augen­blick der Explosion eine große Zerstörung um sie herum verursacht.“ (http://www.sana.sy/?p=627012)

Kampfeinsatz der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Kampfeinsatz der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Erneut bombardierten am 16.9.2017 Kampfflieger der US-geführte Koalition Wohngebiete in al-Mayâdîn und Maḥkân  – trotz wiederholter nationaler, internationaler und UN-Protesten gegen deren per se völkerrechtswidrigen Aktionen  in Syrien (dazu vgl.u.). Von Bewohnern wurden allein die Toten mit 12, vor allem Kinder und Frauen, angegeben. Die Schäden an den Häusern und der Infrastruktur war wiederum erheblich. (http://sana.sy/en/?p=113945)

Das Drogendezernat in Damaskus verhaftete am Sa., 16.7.2017, elf Dealer mit Heroin, Haschisch und Captagon (zu dessen spezieller Verwendung durch die Terroristen auch in Verbindung mit den beiden anderen Substanzen s.u., bes. Teil II) im Besitz. (http://sana.sy/en/?p=113908, http://www.sana.sy/?p=626911)

Eine Quelle aus dem Außenministerium in Damaskus unterstrich am 16.9.2017 zu den positiven, in Astana getroffenen Vereinbarungen (in Wiederholung des hier schon Mitgeteilten) nochmals, daß diese keineswegs türkischer Präsenz in Syrien Legitimität verliehen, diese gelte weiterhin als illegal. Alle Übereinkünfte seien erst nach ausführlicher Konsultation der Regierungsvertreter durch die russische wie iranische Delegation zustande gekommen. Für die türkische Regierung unter Erdogan sei dies die Gelegenheit, in Umsetzung der Astana-Vereinbarungen zu beweisen, daß sie die bewaffneten terroristischen Gruppen, welche den Terrorismus in Syrien fördern, aus dem Land abziehe, keine weiteren mehr ins Land schicke und  die Bewaffnung, Finanzierung und andere Unterstützung der Terroristen in Syrien einstelle, um damit an der Wiederherstellung von Sicherheit im Land  mitzuhelfen. Bezüglich der neuen De-Eskalationszone in Idlib bemerkte der Gewährsmann: „Syria stresses that agreement on establishing a de-escalation zone in Idleb province is temporary deal that aims at reviving the ancient Damascus-Hama-Aleppo road which will contribute to reducing the suffering of civilians and facilitate movement to Aleppo and neighboring areas.” Außerdem wiederholte auch er: „Based on the Syrian government’s commitment to positively interact with any initiative that would solve the crisis in Syria, stop the shedding of Syrian blood and alleviate the suffering of Syrian people, Syria took part in the past 6 rounds of Astana talks and it was  open in dealing with  all participating parties.” (http://www.sana.sy/?p=627050, http://sana.sy/en/?p=113929 vom 16.9.2017)

6. Astana-Konferenz, Plenarsitzung, Photo: SANA

6. Astana-Konferenz, Plenarsitzung, Photo: SANA

Mit der am 15.9.2017 zu Ende gegangenen  6. Astana-Konferenz wurde realisiert, was schon während des letzten Treffens anvisiert worden war: die Etablierung der 4. De-Eskalationszone in Syrien wie ein Schluß-Kommuniqué. Diese trug der kasachsiche Außenminister ʽAbdurraḥmânow am Ende der Plenarsitzung vor. Darin hieß es: „the guarantor states renewed their strong commitment to the independence, sovereignty and territorial integrity of the Syrian Arab Republic under the terms of UN Security Coun­cil Resolution No. 2254 as they reached to an agreement on de-escalation zones, including Idleb area.” Die wichtigsten Punkte, auf die man sich sich einigte sind:
die (nur) vorübergehende Einrichtung der erwähnten Zonen für sechs Monate, wobei diese Zeitspanne nach Ablauf erweitert werde könne basierend auf dem Konsens der Garantenstaaten und unter der Bedingung, daß durch diese Einrichtung keinesfalls die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens (vgl.u., Lawrow-Aussage) beeinträchtigt wird.
Die Formierung eines russisch-iranisch-türkischen Koordinierungszentrums zur Abstimmung der Überwachungsaktivitäten  der drei Garantenstaaten in jenen Zonen gemäß dem Plan, auf den man sich am 8.9.2017 in Astana geeinigt habe, und  den Details zur Stationierung der Überwachungskräfte, die die Joint Working Group zuvor für die Idlib-Zone erarbeitet habe.
Fortführung des Counterterrorismus mit allen notwendigen Mitteln bis zur Eliminierung von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und allen [weiteren] Leuten, Gruppen und Einheiten, die mit al-Qâʽida bzw. den beiden vorgenannten Terrorgruppen affiliiert sind als Ergebnis der Einrichtung der De-Eskalationszonen, jedoch innerhalb und auch außerhalb derselben. Beteiligung an vertrauensbildenden Maßnahmen durch alle Teilnehmer einschließlich der Freilassung verschleppter Personen, der Überführung Verstorbener und der Identifizierung Vermißter, um Bedingungen für den politischen Prozeß und eine permanente Waffenruhe zu schaffen. Durchführung humanitärer Hilfsmaßnahmen für die syrische Bevölkerung und Sicherung des Zugangs hierfür sowie Erleichterung von Maßnahmen zum Minenräumen, dem Schutzes archäologischer Stätten und der Rekonstruktion der Infrastruktur inklusive der ökonomischen und sozialen Einrichtungen.
Aufruf an die beteiligten Seiten und die Repräsentanten der syrischen Opposition, die Situation zur Beförderung des innersyrischen Dialogs in Unterstützung des politischen Prozesses in Genf unter Aufsicht der UN u.s.w. zu nutzen.  Schließlich erneuerten die Garantenstaaten ihre verpflichtende Bereitschaft zur Umsetzung der „provi­sions of the May 4th, 2017 Memorandum and other adopted resolutions in advance within the frame­work of the Astana meetings.” Die nächste [7.] Astana-Konferenz werde dann Ende Oktober stattfinden. (http://sana.sy/en/?p=113852)

Der UN-Gesandte und Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, kommentierte nachfolgend die positiven Ergebnisse der Konferenz, die nach Konsultation zwischen der russischen und iranischen Seite mit der syrischen Regierung erzielt worden seien; s. hierzu: http://sana.sy/en/?p=113863. Dabei müsse sich erst erweisen, ob den Zusagen der türkischen Regierung zu trauen sei. Um deren Aktionen zu überwachen, vertraue man ganz den beiden anderen Garantenstaaten. Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî trug zudem zur Klärung einiger Sachverhalte während seiner Pressekonferenz wie im nachfolgenden Interview für SANA bei:
zunächst hob er die Bedeutung der Durchbrechung der IS-Belagerung um Dair az-Zaur hervor, so daß dort die desolate humanitäre Situation mit mehreren Regierungskonvois an Lebens- und Arzneimitteln etc. deutlich gebessert werden konnte. Schließlich sei Syrien bestrebt, das Leiden der Bevölkerung zu mindern, das ganze Land vom Terrorismus zu befreien, jedoch gleichzeitig das Blutvergießen unter der Bevölkerung zu beenden und hierzu jede gebotene Initiative aufzugreifen. Dank der Beschlüsse der 6. Astana-Konferenz könne  jetzt der Glaubwürdigkeit der teilnehmenden Parteien getestet werden, die den Terrorismus als politische Waffe zur Druckausübung auf die syrische Regierung einsetzten. Ihr künftiges Verhalten bzgl. des syrischen Territoriums werde für sich sprechen.
Die Kartierung der terroristischen Stellungen insbesondere im Raum Idlib erleichtere es der Armee, dort wieder für Sicherheit zu sorgen. Leider sei ja der Aufruf seitens Rußlands, des Irans und weiterer befreundeter Staaten an die US-Administration unbeantwortet und ohne Folgen geblieben, endlich die von ihr unterstützte sog. bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.!] von den Terroristen zu separieren (vgl. Teil V). Ohne Erlaubnis der syrischen Regierung werde jeglicher fremde Militäreinsatz, sei es seitens der Türkei, der USA, Großbritanniens, Frankreichs oder anderer Staaten auf syrischem Territorium als illegitim betrachtet.   Dabei hob er nochmals hervor, daß jede Regierung wie z.B. die Türkei, welche bislang völkerrechtswidrig Truppen nach Syrien geschickt bzw. die Terroristen dort unterstützt habe, nun gemäß der getroffenen Abmachungen  die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens zu achten habe. Gegenüber dem SANA-Korrespondenten betonte er, unter all den bedeutenden, im Zusammenwirken mit der syrischen Regierungsdelegation nach Gesprächen mit allen beteiligten Parteien erstellten Vereinbarungen sei doch jene herausragend, welche alle Seiten einschließlich Jordaniens, Israels und der USA – auch wenn diese explizit nicht genannt wurden – wie der drei Garantenstaaten (darunter die Türkei!) verpflichte, Syriens Souveränität, politische Unabhängigkeit und territoriale Integrität zu respektieren.  Die Türkei wie die bewaffnete Opposition [MAO] seien nun gehalten, den Terrorismus an der Seite der SAA und ihrer Alliierten zu bekämpfen. Hinsichtlich der (gemeinsamen) Durchführung des Counterterrorismus werde es Konsultationen mit der syrischen Regierung über fragliche Punkte und die der Rechenschaftspflicht geben.
Der Leiter der russischen Delegation, Alexander Lawrentiew sah die Dinge ganz ähnlich, wiederholte Standpunkte, die zuvor schon Außenminister Lawrow (vgl.u.) auf seiner Nah-Ost-Reise mitgeteilt hatte, und fügte zum letzten Sachverhalt während seiner Pressekonferenz hinzu: „It is extremely important, as we believe, to get the armed opposition, or its constructive part, to join as soon as possible the fight against the terrorist groups operating in Syria, namely ISIS and Jabhat al-Nusra.“ Dennoch bezweifelte er, daß Versuche von MAO-Gruppen, sich dem Kampf der Armee  gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra anzuschließen, den Counterterrorismus befördern würde. Daher hätten die Garantenstaaten diese aufgerufen, ihren Standpunkt zugunsten einer konstruktiveren Position zu überdenken.
Hinsichtlich der nächsten 7. Astana-Konferenz machte er deutlich, diese werde sich mit der Effektivität der eingerichteten De-Eskalationszonen beschäftigen und nötigenfalls Anpassungen bei deren Überwachung vornehmen. Dann werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die auf die Freilassung von Gefangenen hinarbeite und sich gegebenenfalls noch anderen Initiativen widme wie der Entminung vor allem auch der kulturellen Stätten.
Der iranische Gesandtschaftsleiter Ḥussain Ğâbirî Anṣârî hob im Interview mit al-ʽÂlam TV hervor, daß noch keine offiziellen Einladungen an Länder zwecks Überwachung der De-Eskalationszonen ergangen seien. Hierzu sei die Übereinstimmung der Garantenstaaten nötig.

Dr. al-Ğa'fari in Astana, Photo: SANA

Dr. al-Ğa’fari in Astana, Photo: SANA

Am 15.9.2017 traf eine Regierungsdelegation in Dair az-Zaur ein, um sich vor Ort ein Bild der Situation und der Versorgung bzw. der Bedürfnisse der Bürger zu machen. (http://www.sana.sy/?p=626798) – Einem durch die befreiten Gebiete von Dair az-Zaur spazierenden SANA-Korrepondenten mit Kamerateam erzählen die Bewohner von dem sich langsam wieder normalisierenden Leben und bestätigen die schnellen und umfangreichen Hilfsmaßnahmen seitens der Regeirung. (http://sana.sy/en/?p=113889, http://www.sana.sy/?p=626804)

Nach Wiederherstellung der Basis-Infrastruktur konnten am 15.9.2017 mehr als 500 Familien in ihre Wohnorte im Umland von Manbiğ östlich von Aleppo zurückkehren. Es ist dies die 8. Charge von Rückkehrern seit Befreiung der Gegend. Die Bürger bekundeten ihre Freude darüber, auch wenn ihnen jetzt der Wiederaufbau bevorstünde, jedoch werde endlich auch wieder der landwirtschaftliche Betrieb beginnen können – ohne Bedrohung durch Terroristen.  (http://sana.sy/en/?p=113884)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113857 und http://www.sana.sy/?p=626686 (Befreiung der Stadt Qulaib aṯ-Ṯaur östlich von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung einer großen Anzahl an IS-Kämpfern samt deren immenser Ausrüstung an maschinengewehrbewehrten Kampfwagen, Waffen und Munition. Kontrolle über drei Dörfer in der Ebene in Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ erkämpft, nämlich über Ḍuhûr al-Ḫanzîr, Abû Ṭarâḥa und aš-Šin­dâḫiyya al-Ğanûbiyya [d.h. aš-Šin­dâḫiyya-Süd], wobei aš-Šin­dâḫiyya lange Zeit der Ausgangspunkt von IS-Anschlägen auf die Umgebung war; nach harten Gefechten Vernichtung einer großen Anzahl Terroristen samt der militärischem Equipment mit abschließender Säuberung der Gegend von den hinterlassenen Minen und Sprengsätzen; hier sollen neue Militärposten entstehen als Ausgangspunkt weiterer Operationen gegen den IS in der Region.)

Schäden infolge Terrorakten, Photo: SANA

Schäden infolge Terrorakten, Photo: SANA

Terroranschlag vom 15.9.2017:
Nachdem das Dorf Ğabûrîn, ca. 19km im N von Ḥomṣ schon kurz nach Mitternacht von Terroristen mit Mörsergranaten angegriffen worden war, kam es später am Tag zum 2. Mal innerhalb von 24 Stunden zur Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen durch Raketenattacken auf den Ort, so daß eine Person getötet und zwei weitere verletzt wurden und Sachschäden entstanden. (http://www.sana.sy/?p=626619)

Da die von den USA unterstützte SDF (vgl.u.) versucht, Kontrolle über die ölreiche Gegend um Dair az-Zaur zu erlangen und der SAA das Vorrücken auf die irakische Grenze zu zu versperren, erarbeitet derzeit die syrisch-russisch-iranische Allianz eine neue Strategie zur Befreiung von ganz Dair az-Zaur, welche auch die Kontrolle über die Autobahn Dair az-Zaur – Bagdad als essentieller Versorgungslinie zwischen Syrien, dem Irak und dem Iran beinhaltet. Nachdem die SAA-Elitetruppe Tiger Forces zusammen mit unterstützenden Streitkräften IS-Stellungen in der Provinzhauptstadt erstürmt hat, bereitet sie den Übergang über den Euphrat vor. (https://www.facebook.com/SouthFrontEN)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113789 und http://www.sana.sy/?p=625851 (In Dair az-Zaur Rückeroberung der Anlage des Ḍâman Battalion im SW des Flughafens und der ersten Wasserpumpenstation  in al-Muraiʽiyya; Artillerie und SAAF vernichteten  in präzisen Angriffen IS-Stellungen und motorisierte Trupps  in den Dörfern of ʽIyâš, al-Ğunaina, Ḥuwaiğa Ṣakr, al-Muraiʽiyya und al-Ḥussainiyya; schließlich gänzliche Befreiung des ca. 10km im NW der Provinzhauptstadt gelegenen Dorfes al-Buġai­liyya, in dem der IS Schlupfnester unterhielt und einige Gebäude kontrollierte, nach Eliminierung der letzten Terroristen samt militärischer Ausrüstung darin sowie von deren Befestigungen mit anschließender Säuberung  des Areals von den durch den IS angebrachten Sprengsätzen und Minen im Ort wie Beseitigung der Autobomben an dessen Zugängen.)

Von zwei im Mittelmeer stationierten U-Booten schoß die russische Marine aus einer Entfernung von 500-650km sieben KalibrMarschflugkörper auf IS-Kommandozellen, Kommunikationszentren und -Depots im Umland von Dair az-Zaur. Dazu verlautete aus dem Verteidigungsministerium in Moskau: „On September 14, 2017, the submarines ‘Veliky Novgorod’ and ‘Kolpino’ of Project 636.3, located in the eastern part of the Mediterranean Sea, fired Kalibr cruise missiles from a submerged position on important targets of the ISIS terrorist organization in Syria.” Zudem hieß es: The targets included command centers, communication hubs, as well as ammunition depots in the ISIS-controlled areas to the east of the city of Deir Ezzor.” (http://sana.sy/en/?p=113825)

Wiederinbetriebenahme des aš-Šâʽir-Öl- und Gasfelds, Photo: SANA

Wiederinbetriebnahme des aš-Šâʽir-Öl- und Gasfelds, Photo: SANA

ʽAlî Ġânim, Minister für Öl- und mineralische Ressourcen, besichtigte die Wiederherstellungsarbeiten am aš-Šâʽir-Öl- und Gasfeld im Umland von Ḥomṣ. Demnach könnten demnächst 1 Mio. m3  Gas gefördert werden, die mit dem Fortschritt der Arbeiten bis zum Jahresende auf 75% der ursprünglichen Leistung hochgefahren werden könnten. Gemäß des Wiederaufbauplans kämen als Nächstes die Ölfelder der Zentralregion, die al-Hîl-Gasfelder, das Gaswerk und weiteren Einrichtungen von Dair az-Zaur dran, sobald die gesamte Provinzhauptstadt vom IS befreit sei. (http://sana.sy/en/?p=113805 vom 14.9.2017)

Terroranschläge vom 14.9.2017:
In Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen im N von Ḥomṣ griffen nachmittags terroristische Gruppen wieder einmal vom Ort al-Ġanṭû aus das Dorf Akrâd ad-Dâsaniyya mit Raketen an und richteten materielle Schäden an. (http://www.sana.sy/?p=626109, http://sana.sy/en/?p=113817)
Ergänzung: Ebenfalls in Verletzung der o.e. Vereinbarung griffen Terroristen aus dem Areal der in Bait Ğin-Farmen mit Mörsergranaten das Dorf  Ḥarfâ im Umland von al-Qunaiṭra an, verletzten damit vier Personen einigermaßen schwer und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum; ein Bewohner von Ḥarfâ wurde zudem durch eine auf einem landwirtschaftlich genutzten Weg zu seinen Feldern durch die Detonation eines Sprengsatz getötet.
IS-Terroristen beschossen wieder den Stadtteil al-Ğûra von Dair az-Zaur mit Mörsergranaten, töteten einen Mann, verletzten ein Frau und richteten Schäden an Wohnhäusern an.
(http://sana.sy/en/?p=113844, http://www.sana.sy/?p=626291)

6. Astana-Konferenz, Photo: SANA

6. Astana-Konferenz, Photo: SANA

In Astana begann am 14.9.2017 die 6. Gesprächsrunde der zur Beilegung der Syrienkrise. Gemäß Verlautbarung aus dem kasachischen Außenamt trafen sämtliche Delegationen rechtzeitig ein. Diejenigen der zwei von insgesamt drei Garantenstaaten werden angeführt durch Alexander Lawrentiew (vgl.u.) für Rußland und den iranischen Vize-Außenminister für arabische und afrikanische Angelegenheiten, Ḥussain Ğâbirî Anṣârî (vgl.u.). Außerdem hieß es: „UN Special Envoy for Syria Staffan De Mistura has also arrived to take part in the meeting as an  observer. The American delegation, led by acting assistant secretary of state for Near Eastern Affairs David Satterfield, representative of Jordan, representatives of the ,Syrian opposition‘ and the Turkish delegation have also arrived.” Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (vgl.u.) wurde erneut mit der Leitung der Regierungsdelegation betraut. Seine Delegation hielt je ein Treffen mit der russischen Gesandtschaft dem kasachischen Außenminister ab.
Alexander Lawrentiew teilte in einer Pressekonferenz am Do., 14.9.2017, mit, diese Konferenz sei die letzte, die sich mit der Etablierung der De-Eskalationszonen in Syrien beschäftige, doch gehe die Arbeit, der Astana-Prozeß,  insgesamt weiter. Die Astana-Gespräche seien eine wichtige Plattform für die Koordinierung unterschiedlicher Standpunkte zu verschiedenen Themen hinsichtlich der Beilegung der Syrienkrise, im politischen Sinn wie im Bereich der nationalen Rekonziliierung. Wörtlich erklärte er: „All these issues are gradually transforming into regular mee­tings. We all hope that our work that was done in Astana and before it will have a good result to­mor­row and provide a basis for further advan­cement towards peace.” Am Freitag würden Dokumente ausgefertigt, welche die Arbeit der Einheiten zur Überwachung der De-Eskalationszonen und deren Stationierung beträfen. Sie müßten präzise formuliert sein, da es eine Menge technischer Fragen und Details dabei gebe.
Die Gespräche der russischen mit iranischen und türkischen Delegation wie dem UN-Gesandten für Syrien de Mistura seien konstruktiv und produktiv verlaufen und hätten die Zuversicht widergespiegelt, daß am Ende dieser Konferenz positive Ergebnisse stünden. (http://sana.sy/en/?p=113792, http://sana.sy/en/?p=113792, http://www.sana.sy/?p=625842)

Astana beherbergt die 6. Konferenz zur Beilegung der Syrienkrise, Photo: SANA

Astana beherbergt die 6. Konferenz zur Beilegung der Syrienkrise, Photo: SANA

In Astana treffen sich am Mi., 13.9.2017, bereits die Arbeitsgruppen aus Vertretern der drei Garantenstaaten für die De-Eskalationszonen (vgl.u.) in Vorbereitung der 6. Astana-Konferenz zur politischen Lösung der Syrienkrise. Vormittags fänden bilaterale Treffen satt. Am Nachmittag stoße ein UN-Expertenteam dazu. (http://sana.sy/en/?p=113740)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113743 und http://www.sana.sy/?p=625456 (Im Bereich Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ Befreiung der Orte Umm Rağm, Mazraʽa Nazâl (Farm), Šu­lailât, ʽAmûdiyya, Rasm aṣ-Ṣawâna, dem Futtermittel-Zentrum, der Städte ZaġrûtiyyaDarwîšiyya, Luwaibda, Ġunaimân und Umm Ṣâğ mit einer Ausdehnung von 12km auf 6km im N von Manûḫ sowie der Dörfer Umm at-Tabâbîn und al-Ḫân samt Rückeroberung einer Reihe beherrschender Anhöhen und sechs Bergen mit einer Gesamtfläche von 90km2   inklusive des hochgefährlichen IS-Hauptstützpunkts im Ğab al-Ğarâḥ als jahrelanger Ausgangspunkt von Angriffen auf die umgebenden, heute befreiten  Orte wie z.B. auch auf das nahegelegene Dorf aš-Šindâḫiyya nach Zerstörung der verbliebenen IS-Fortifikationen mit Waffen, Munition, Fuhrparks an Panzerfahrzeugen und maschinengewehrbewehrten Wagen und Liquidierung vieler IS-Kämpfer;  die Terrorrmiliz bleibt damit nur noch auf wenige enge Areale beschränkt. – Bewohner aus dem westlichen Umland berichteten von weiteren Fluchtbewegungen des IS, darunter des „Landwirtschaftsministers“ der Terrormiliz namens ʽAbdarraḥman ʽAkala al-ʽÂrif, des Führers der Islampolizei (s. ḥisba) mit Namen ʽAkala al-ʽÂrif wie eines höheren Sicherheits“offiziers“ aus dem Dorf Muḥaimîda, jeweils mitsamt ihren Familien.)

Sog. MAO, Photo: Sputnik News

Sog. MAO, Photo: Sputnik News

Mitglieder des Zentrums für das Studium der Korruption und des organisierten Verbrechens (Organized Crime and Corruption Reporting Projekt, OCCRP) und des Balkan Press-Untersuchungsnetzes (Balkan Investigative Reporting Network, BIRN) legen in ihrem neuesten Recherche-Bericht, den auch die Huffington Post thematisierte, dar, daß das Pentagon mehr als 2 Milliarden US-$ bis mindestens Ende 2016 [d.h. unter der Obama-Administration] für die Bewaffnung der sog. „moderaten Opposition“ (d.i. MAO, zu deren tatsächlicher Einordnung s.u., ab Teil I) in Syrien ausgab. – U.a. wurden diese über den US-Stützpunkt Ramstein in der BR Deutschland geliefert. Laut Huffington Post habe die Bundesregierung dafür keine Genehmigung erteilt. Seit September 2015 seien so aus Osteuropa stammende sowjetische Waffen und Munition im Wert von 2,2 Mrd. US-$ nach Syrien transferiert worden. Das Ausbildungs- und Bewaffnungsprogramm der CIA wurde 2013 gestartet zum Sturz der (säkularen!) Regierung  unter Präsident Dr. al-Assad; bis 2022 sollen noch noch über 900 Millionen US-$ zum geschilderten Zweck ausgegeben werden. Im Dezember 2016 hatte US-Präsident Obama die Beschränkungen für US-Waffenlieferungen nochmals gelockert, trotz der Warnungen, daß die Waf­fenlieferungen in Terroristen-Hände in Syrien gelangten (vgl. Teil V). Gemäß den Ankaufdokumenten des US-Kommandos für Spezialoperationen SOCOM wurde das militärische Equipment in Bul­garien, Bosnien und Herzegowina, Tschechien, Kasachstan, Rumänien, Serbien und der Ukraine besorgt. (http://www.sana.sy/?p=625471, https://sptnkne.ws/fyKA und https://sptnkne.ws/fyHv, original: https://www.occrp.org/en/makingakilling/the-pentagon-is-spending-2-billion-on-soviet-style-arms-for-syrian-rebels) – Die Belege dafür, daß die Waffen (z.B. die BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen) an Terroristen auch des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra gelangten, welch letztere spezielle Bataillone dafür eingerichtet hatte s. ab Teil III!

Mit Rückgriff auf eine Reuter-Meldung berichtet Syrianfreepress darüber, daß die mittels des CIA-Programms zwecks Bewaffnung, Training und weiterer Unterstützung der sog. „moderaten Opposition“ (d.i. MAO, zu deren tatsächlicher Einordnung s.u., ab Teil I), aufgestellten Einheiten nun durch ihre Förderer, den CIA wie den jordanischen und saudischen Geheimdienst aufgerufen worden seien, ihre Aktionen im SO von Syrien einzustellen und sich nach Jordanien zurückzuziehen. Zur MAO zählt auch die sog. FSA (zur Einordnung s. frühere Teile, bes.  Teil IV), welche wiederum u.a. die Gruppen Ğaiš Usûd aš-Šarqiyya und Qawât ašâhid Aḥmad al-ʽAbdû umfaßt. Die MAO-Einheiten wurden schließlich Teil von Ğaiš al-Islâm (gleichbedeutend mit Liwâ´al-Islâm), die zusammen mit Ğabhatu_n-Nuṣra, einem weiteren al-QâʽidaSproß wie auch der IS, in Syrien agieren. (By SFP/WP SyrianPatriots vom 11.9.2017) – Zum Umschwenken Saudi-Arabiens vgl.u. bzgl. Lawrows Besuch in ar-Riyâḍ vom 10.9.2017 und die Rede von US-Präsident Trump dort im Mai.

Mc Gurk, Photo: voltaire.net

Mc Gurk, Photo: voltairenet.org

 

Der von bereits Ex-US-Präsident Obama eingesetzte Sondergesandte, zuständig für die US-geführte Koalition, Brett McGurk traf sich am 18.8. 2017 mit Stammdesführern in der syrisch-saudischen Wüste, angeblich um über die Bekämpfung des IS zu besprechen. auf den Photos dieses Treffens ist jedoch McGurk zusammen mit ISMitgliedern zu sehen wie zu vor schon US-Senator McCain (s. Teil II). Näheres bei: http://www.voltairenet.org/article197873.html vom 13.9.2017 mit den beiden Beleg-Photos)

McGurk trifft IS-Mitglieder, Photo: Voltairenet.org

McGurk trifft IS-Mitglieder, Photo: Voltairenet.org

Und wieder starben bei den Bombardements der US-geführte Koalition auf zivile Wohngebiete – trotz der wiederholten nationalen, internationalen und UN-Proteste gegen deren per se völkerrechtswidrigen Aktionen  in Syrien (dazu vgl.u.) – eine Menge Bürger, viele wurden zudem verletzt, die Wohnhäuser zerstört wie auch die Infrastruktur. Nur an Toten wurden bislang (da unter den Trümmern noch Bergungen stattfinden) elf an der al-Badû-Allee in ar-Raqqa gezählt, hauptsächliche Frauen und Kinder, sowie im Dorf aš-Šahâbât weitere elf Zivilisten meldeten Zeugen vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=113754, http://www.sana.sy/?p=625521)

Erneut kamen am 13.9.2017 40 LKW mit Lebensmitteln, frischem Gemüse und Obst und weiterem dringend benötigten Zubehör dank der Regierungsbemühungen in Dair az-Zaur an. (http://www.sana.sy/?p=625763)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113715 und http://www.sana.sy/?p=625080 (Gefangennahme einer IS-Gruppe im Ost-Rîf von Ḥamâ, welche in den Süden der Provinz Idlib zu flüchten versuchte; dies geschah nach einer Umzingelung der Terroristen im Wâdî al-ʽAḏîb nahe der Stadt as-Saʽn im Umkreis von Salamiyya mit Konfiszierung von deren Waffen und Munition. – Erweiterung des befreiten Gebiets über die südöstlichen Außenbezirke von Dair az-Zaur sowie um den Militärflughafen, die anschließenden Stadtteile und um die Militärposten im Umfeld des Dorfes al-Ğafra nach Beibringung heftiger Verluste in den Gefechten mit den IS-Terroristen; dazu erfolgreiche Angriffe der Bodentruppen unter Deckung der SAAF auf motorisierte Trupps und Schlupfnester des IS im Bereich der Dörfer al-Ğunaina, ʽIyâš, al-Buġailiyya, Ḥaṭla, al-Ḥuwaiqa und Maʽbâr al-Ğafra mit Liquidierung einer Anzahl Extremisten samt deren militärischem Equipment.)

Verteidigungsminister Schoigu in Damaskus, Photo: SANA

Russischer Verteidigungsminister Schoigu in Damaskus, Photo: SANA

Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu überbrachte am Di., 12.9.2017, Präsident Dr. al-Assad persönlich ein Glückwunschschreiben seines Präsidenten Putin zum Durchbruch der SAA in Dair az-Zaur, einem bedeutenden Wendepunkt im Counterterrorismus. In Damaskus besprachen sie die weiteren Pläne zur Befreiung von ganz Dair az-Zaur und bekundeten einander die weitere enge Zusammenarbeit im Krieg gegen den Terrorismus bis zu dessen totaler Niederlage, das dies essentiell für die positive künftige Entwicklung nicht nur Syriens sondern der ganzen Region sei.  (http://sana.sy/en/?p=113733) – „Zudem sind die Themen Stabilisie­rung der Lage in Syrien, Handhabung der Deeskalationszonen und Gewährleistung von humanitärer Hilfe für die Bevölkerung erörtert worden“, hieß es in der deutschen Übersetuung von Sputnik News zur Thematik. (https://sptnkne.ws/fy7g)

Gemäß öffentlicher Mitteilung des Chefs der russischen Truppen in Syrien, Alexander Lapin, vom Di., 12.9.2017, befinden sich nur noch 15% des Landes unter Terroristenkontrolle. Der Kampf werde bis zur vollständigen Vernichtung der Terroristen weitergehen, darin seien sich die Regierungen in Damaskus und Moskau einig.  (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31723-russland_85_prozent_syriens_wieder_unter_kontrolle_der_armee)

Wegen der vielfachen, immer schlimmer werdenden Niederlagen des IS kurz vor dem totalen Zusammenbruch im Irak und Syrien lasse die Terrororganisation ihr Geld in großem Umfang in andere Regionen überweisen, z.B. auch in EU-Staaten, machte Dmitri Feoktistow als Vertreter des Außenministeriums in Moskau am Di., 12.9.2017, bekannt. Damit finde erstmals der Finanzfluß in umgekehrter Richtung, nämlich aus den noch IS-kontrollierten Gebiete statt. Die Finanzmittel dienten in den Zielländer „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ der Erstellung von Terrorzellen und der Vorbereitung von Anschlägen. Feoktistow ist derzeit Teilnehmer der Konferenz der Internationalen Financial Action Task Force (FATF). (https://sptnkne.ws/fy8r)

Ankunft russischer Hilfsgüter, Photo: Sputnik News

Ankunft russischer Hilfsgüter, Photo: Sputnik News

Mehr als 4.000 T an Baustoffen und Bautechnik zum Wiederaufbau der im Terrorkrieg zerstörten Infrastruktur stellt Rußland zur Verfügung. (https://sptnkne.ws/fyFx) – Das russische Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm steuerte dagegen Hilfslieferungen für die Provinzen Ḥomṣ und al-Qunaiṭra bei. (https://sptnkne.ws/fzdg)

Am Di., 12.9.2017, verkündete Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra, in den nächsten Tagen treffe in Dair az-Zaur ein weiterer Konvoi mit allen möglichen Hilfsgütern zur Deckung des täglichen notwendigen Bedarfs ein. „Upon the directives of President Bashar al-Assad, tens of trucks, loaded with food, medical, educational, petroleum and basic materials were sent to be distributed to the families who have resi­sted the terrorist organizations,”  hieß es in der Erklärung. (http://sana.sy/en/?p=113730)

Zerstörte archäologische Stätten in der Provinz Dar'â, Photo: SANA

Zerstörte archäologische Stätten in der Provinz Dar’â, Photo: SANA

Dr. Muḥmmad Naṣrullâh, Leiter der DGAM-Abteilung der Provinz Darʽâ, berichtet in einer Stellungnahme gegenüber SANA, daß ca. 80% der archäologischen Stätten in seinem Zuständigkeitsbereich durch die Terroristen mutwillig beschädigt, zerstört, verwüstet und/oder ausgeplündert worden seien. Auch hätten Raubgrabungen stattgefunden. Das Institut des Directorate-General for Antiquities and Museums erarbeite gerade  eine Aufstellung der Schäden und Verluste, da bislang hierüber in den von den Terroristen kontrollierten Gebieten keine  Informationen erhältlich gewesen seien, abegesehen von gelegentlichen Meldungen durch Büger, die sich um die historischen Standorte sorgten, Beobachtungen mitteilten und Bildmaterial zur Verfügung stellten. Auch habe man die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet, um diejenigen zur Verantwortung ziehen zu können, deren man habhaft werden können. Dafür biete eine UNSC-Resolution die notwenige Basis. Z.B. seien über Jordanien, Israel, die Türkei und die VAE Ausgrabungsgegenstände und Antiken sogar  in einige europäische Länder per Schmuggel gelangt. Systematische Plünderung hätten insbe­son­dere in den Grabungshügeln von von Ašʽarî, Umm ḤaurânʽAštara, al-Ğâbiyya und Šihâb stattgefunden. Auch seien auf der UN-Liste nationalen Kultur­erbes bislang nur 128 Stätten ein­getragen, 250 fehlten noch immer. Darum bemühe sich die Abteilung in Darʽâ, damit auch deren Rekonstruktion und Restau­rierung in der Zukunft erfolgen könne.(http://www.sana.sy/?p=624552 vom 12.9.2017)

Ehepaar Assaf in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Ehepaar Assaf in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Eine seit den 1990er Jahren mit ihrem syrischen Mann in Dair az-Zaur lebende Russin, Irina Assaf, der noch mit ihrer Familie vor der kompletten Abriegelung der Provinzhauptstadt durch den IS die Flucht gelungen ist, berichtet mit ihrem Mann Ibrâhîm nun gegenüber Sputnik News vom (Über)leben in der Stadt unter ISBelagerung. Wie schon aus den Gefechtsberichten und Meldungen von Terroranschlägen der letzten Jahre bekannt, bestätigen sie: „Wir waren ständig unter Be­schuss.“ Irina führt aus: „Menschen starben wegen des ständigen Artilleriebe­schus­ses und an Hunger, insbesondere kleine Kinder und Alte. Alle Katzen und Hunde der Stadt verschwan­den – sie wurden schlichtweg gegessen. Die Wetterbedingungen in Deir ez-Zor sind hart – im Sommer ist es trocken und heiß. Und wenn es kein Wasser gibt, ist es unmöglich.  Das Wasser wurde uns tatsächlich abgeschaltet (wegen des anhaltenden Artilleriefeuers konnten die Stadtdienste die Wasserversorgung nicht mehr aufrechterhalten – Anm. d. Sputnik-Red.), sodass Menschen wegen des Wassermangels starben.  Der Fluss [Euphrat] ist nicht weit. Wir hätten Wasser von dort holen kön­nen, aber die Terroristen beschossen die Ufer. Sie haben uns noch nicht einmal Wasser nehmen las­sen.“ In der Stadt gebe es keine Straße, in der keine Menschen gestorben seien. Einmal sei ein Mann an einer Verletzung verstorben, weil er nicht rechtzeitig hatte behandelt werden können. Um einen Arzt zu erreichen oder Medikamente zu bekommen, habe man teils mehrere Stadtviertel unter Artilleriebeschuß der Terroristen durchqueren müssen. Daher versorgten oft einigermaßen medizinkundige Bürger die Verwundeten. Auch in ihrem Umkreis seien viele Verwandte und Freunde gestor­ben. Ibrâhîm nennt Beispiele: „Die Frau unseres Cousins starb an einer Mine, die die Terroristen auf die Stadt abgeworfen haben. Die Frau meines Freundes starb, unsere Nachbarn wurden getötet, die anderen Nachbarn verloren ihren Vater. Mein Vater wurde verwundet“. Solange die Großstadt nicht komplett durch die Terroristen abgeriegelt war, habe man noch hie und da nach draußen gelangen können, je nach Laune der IS-Anhänger an den jeweiligen Kontrollposten. Dies habe das Ehepaar mit ihrer 18-jährigen Tochter genutzt: die Frauen tief verschleiert, um mit ihrer hellen Hautfarbe und europäischen Gesichtszügen nicht aufzufallen, hätten sie schließlich die Flucht geschafft.  Auch Irina bestätigt die große Anzahl von Ausländern beim IS,  über die sie sich gewundert habe wie über „ihre Augen… Als ob sie in einer anderen Welt sind. Als ob sie ständig unter Halluzinationen stehen würden“, was wiederum auf die schon mehrfach erwähnte Nutzung von Haschisch in Verbindung mit Captagon deutet – Substanzen, die erst seit der Kriegssituation in Syrien in Massen von Drogendealern geschmuggelt wurden (vgl.u. und frühere Teile, bes. Teil II!). Die Familie hofft, seit dem Durchbruch der Armee samt Volkswehr und unter russischer Luftunterstützung, bald wieder  zurückkehren zu können, auch wenn der komplette Wiederaufbau gewiß Zeit brauche. (https://sptnkne.ws/fxWP) – Weitere Einwohnereindrücke bei: http://sana.sy/en/?p=113749.  

SANA- und auch Sputnik-Korrespondenten  befragten auch Kinder in den befreiten Stadtteilen. Von letzteren Journalisten liegen Aussagen in deutscher Übersetzung vor. Allgemein herrsche bei ihnen Freude über die immer erhoffte Befreiung durch die Armee vor, doch vermißten sie getötete Familienangehörige sehr. Eine Achtjährige erzählte: „Die Armee hatte uns versprochen, dass sie uns befreien wird. Wir hatten versprochen, keine Angst zu haben und gut zu lernen“; dann fügt sie hinzu: „Hätten wir Angst gehabt, wären wir längst gestorben.“ Ein Zwölfjähriger, der seinen Vater durch einen IS-Scharfschützenangriff verloren hat, freut sich darauf, sich satt zu essen, und ergänzt:. „Wir wollen auch, dass sich das Leben wieder normalisiert, und dass wir wieder zur Schule gehen können.“ ein weiterer Junge, der jetzt zusammen mit Vater und Großmutter wohnt, bekennt: „Ich vermisse meine Mutter und meinen Bruder Ahmed sehr. … Sie wurden durch eine IS-Rakete getötet, die unser Haus getroffen hat. … Viele Kinder starben durch Bombardements und Hunger.“ (https://sptnkne.ws/fxVW). Die SANA-Aufnahmen finden sich unter: http://sana.sy/en/?p=113697, http://www.sana.sy/?p=624565.

Befragte Kinder in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Befragte Kinder in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Während der Befreiungsoperation von Dair az-Zaur wurden im Gebiet aš-Šuʿaiṭāt (al-Shaitat) östlich von Dair az-Zaur wie beim Dorf Abû Ḥamâm Massengräber entdeckt mit Übe­r­resten zum großen Teil von Frauen und Kindern, die etwas vor einem Jahr getötet worden waren. Die Regierung ließ eine unabhängige gerichtsmedizinische Kommission zur Identifi­zie­rung der Leichen erstellen. Bislang habe man 40 von 750 Opfern zuordnen können.  Ihre konkrete Todesursache werde von der Kommission noch ermittelt. Zwar war der IS 2014 im Gebiet eingefallen und hatte es nach Widerstand der Bevölkerung schließlich mit seiner Übermacht eingenommen, doch berichteten Einheimische ebenfalls, „dass die Angriffe der internationalen Koalition zu massiven Todesopfern in diesem Gebiet geführt haben„. Ca. 2000 Zivilisten seien in der Gegend Opfer der IS-Terrormiliz und der Luftangriffe geworden. Es werde daher mit der Entdeckung weiterer Massengräber  gerechnet. (https://sptnkne.ws/fxVX vom 11.9.2017)

Das kasachische Außenamt machte am  Mo., 11.9.2017, bekannt, daß die Plenarsitzung der 6. Astana-Konferenz am kommenden Fr., 15.9.2017, stattfinden werde. Dazu hieß es in der Pressemitteilung: „We invite the representatives of media to cover the plenary meeting of the talks, which will take place on September 15 in Rixos President Astana hotel.” (http://sana.sy/en/?p=113641)

Pressekonferenz in ʽAmmân, Photo: SANA

Pressekonferenz in ʽAmmân, Photo: SANA

Während einer Pressekonferenz mit seinem jordanischen Amtskollegen Ayman aṣ-Ṣafadî vom 11.9.2017 in ʽAmmân konstatierte der russische Außenminister Lawrow nochmals in aller Deutlichkeit, daß jegliche ausländische Präsenz  in Syrien, sei es am Boden oder im Luftraum, ohne Zustimmung der legitimen gewählten Regierung ein Verstoß gegen das Völkerrecht sei. Letzere bestehe dagegen hinsichtlich des Engagements Rußlands, des Irans und der Ḥizbullâh: Russia, as well as the representatives of Iran, including the representatives of the Hezbollah move­ment, is working here upon a direct invitation of Syria’s legitimate authorities.” In Bezug auf die UN-geführte Koalition kritisierte er zudem, daß sie bzgl. Ğabhatu_n-Nuṣra doppelte Standards verfolge, welche völlig inakzeptabel seien, da diese eine UN-gelistete Terrorgruppen wie die anderen sei und auch als solche bekämpft werden müsse. Rußland und Jordanien seien sich einig hinsichtlich der politischen Lösung der Syrienkrise, wie sie die Astana-Konferenzen anstrebten in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution hinsichtlich der Respektierung der syrischen Souveränität, territorialen Integrität und des Rechts der Syrer auf Selbstbestimmung. (http://www.sana.sy/?p=624430) – Neben Würdigung der jüngsten Siege der SAA und Einordnung von deren Bedeutung hatte auch Vizeaußenminister Dr. al-Miqdâd in seinem Interview mit al-Mayâdîn TV vom So., 10.9.2017, diesen Punkt herausgestellt. (http://sana.sy/en/?p=113627) – Gerichtet waren die Stellungnahmen beider Diplomaten auf die militärischen Aktionen der US-geführten Koalition wie der Israels und der Türkei (vgl. jeweils u.) in Syrien.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113681 und http://www.sana.sy/?p=624792 (Befreiung von Masʽûd östlich von Salamiyya  im  Ost-Rîf von amâ nach harten Gefechten mit dem im Ort verbarrikadierten IS und Zerstörung einer Autobombe, weiterer Kampfwagen, Waffen und militärischer Ausrüstung der Terroristen, die nach der Befreiung von ʽUqairbât letzte Woche (s.u.) hierher geflohen waren; anschließend Vormarsch, um weitere Dörfer der Gegend zu befreien. Jagd auf die letzten IS-Kämpfer im Ost-Rîf von Ḥomṣ unter Ausweitung des befreiten Areals nördlich und westlich der Ğibâl Balʽâs mit heftigen Feindverlusten und Beseitigung der IS-Stellungen und –Fortifikationen östlich des Ğabal Šâʽir.)

Verteilung von Lebensmitteln in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Verteilung von Lebensmitteln in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Am 11.9.2017 langten erneut 700 Tonnen von der Regeirung bereitgestellter humanitärer Hilfsgüter in Dair az-Zaur an. (http://www.sana.sy/?p=624513)

Terroranschläge vom 11.9.2017:
In weiterer Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen griffen Terrroristen von as-Saʽn und ʽÎn Ḥussain aus das Dorf ʽÎn ad-Danânîr  im N von Ḥomṣ mit Raketen und Mörsergranaten an, verletzten dabei ein Kind und verursachten Schäden an den Häusern. (http://sana.sy/en/?p=113652, http://www.sana.sy/?p=624362)
Infolge eines Terroristenangriffs auf das Elektrizitätswerk Ḫirba Ġazâla im O der Provinzhauptstadt Darʽâ wurde dieses so beschädigt, daß es keinen Strom mehr liefern kann. Zudem laufen damit die Pumpen für Weiterleitung des Trinkwassers in das westliche Umland nicht mehr.  Solange die Terroristen auf das Gelände unter Beschuß nähmen, seien auch keine Reparaturmaßnahmen möglich, nur eine Notversorgung über eine Alternativlinie. Jedoch sind die Angestellten wie Einwohner der Städte al-Ġâriyya and Ṣaidâ dabei, die Terroristen vom Werksgelände zu vertreiben. Auch hier liegt eine Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen vor. (http://sana.sy/en/?p=113671, http://www.sana.sy/?p=624626)

Wieder fielen den Behörden am 10.9.2017 Drogenschmuggler mit 22kg Haschisch und 3.400 Tabletten des von den Terroristen bevorzugten Captagon (zur speziellen Nutzung durch sie s. Teil II!) Rîf Dimašq in die Hände. (http://sana.sy/en/?p=113567)

Konferenzort Astana, Photo: SANA

Konferenzort Astana, Photo: SANA

In Vorbereitung der 6. Astana-Konferenz am 14./15.9.2017 reiste der russische Außenminister Lawrow nach Saudi-Arabien. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem saudischen Amtskollegen ʽÂdil al-Ğubair vom So., 10.9.2017, gab er seinem Optimismus Ausdruck, daß in der nächsten Astana-Konferenz endlich die Übereinkunft zur Einrichtung der 4. De-Eskalationszone in Idlib erreicht werde. Er erklärte: „We agree on the fact that the establishment of de-escalation zones in the country is an important step forward, which helps cement the ceasefire regime, find more efficient solutions to the humanitarian problems of the civilians, and creates conditions for taking the political process for­ward on the basis of the UN Security Council Resolution 2254.” Dazu verdeutlichte er, daß die De-Eskalationszonen nur temporär zur Erreichung des erklärten Zwecks eingerichtet würden und keine Ausgliederungen aus dem syrischen Staatsverband bedeuteten oder vorbereiteten [dies widerspräche auch der genannten Resolution], indem er konstatierte, kein Lande, welcher sein Einverständnis zu diesen Zonen gegeben habe [d.h. Rußland, der Iran, die Türkei als Garanten, die USA und die UN als Beobachter], habe die Absicht, diese auf Dauer zu zu verwalten, indem sie zu einer Art Enklave innerhalb des syrischen Territoriums umgewandelt würden (no country that has agreed to create the zones „has intentions to maintain them forever, thus creating a kind of enclaves on the Syrian territo­ry.”). Die nationalen Rekonziliierungskomitees wirkten darin in Vorbereitung direkter Gespräche zwischen den Gruppen in Genf. Sein Land wirke aktiv darauf hin, daß eine einzige Oppositionsdelegation für das nächste Treffen in Genf zum Dialog mit der Regierungsdelegation gebildet werden könne und unterstützte Saudi-Arabien darin, dasselbe zu tun. Zudem machte er nochmals klar, daß es allein Sache der Syrer sei, über ihre Zukunft zu bestimmen, und die erwähnte UNSC-Resolution keine Stellung von Vorbedingungen, einseitigen Forderungen oder Ultimaten  (wie bislang zur Unterminierung vor allem der Genfer-Gesprächsrunden durch den HNC geschehen) gestatte. (http://sana.sy/en/?p=113596) – In ar-Riyâ  wurde am 8.-10.12.2015 die gleichnamige (außersyrische) „Oppositions“gruppe, auch als HNC aufscheinend und den in Syrien aktiven Terrormilizen und der Muslimbruderschaft nahestehend, mit Sitz in Istanbul kreiert. Sie fiel bei den bisherigen Friedensbemühungen für Syrien (auch als „politischer Prozeß“ bekannt)  – sei es in Astana, aber vor allem in Genf – immer wieder durch Aktionen auf, deren Ziel die Unterminierung dieser positiven Schritte war. Die beiden Garantenstaaten Rußland und der Iran bemühten sich bislang, diesen negativen Einfluß, der mittels dieser Gruppe durch syrienfeindliche und meist gleichzeitig die Terroristen im Land unterstützenden  Regierungen ausgeübt wurde, mit zunehmendem Erfolg zu unterbinden. Wegen der Eigenart dieser Gruppe kam es bislang auch nie zur Bildung einer einheitlichen Oppositionsdelegation mit den anderen Oppositionsgruppen aus Syrien. S. hierzu besonders Teil IV, die vorhergehenden Teile sowie Teil V! Zwischen den Zeilen gelesen – und nach begleitenden wirtschaftlichen Absprachen der letzten Jahre – läßt sich dem entnehmen, daß die Regierung in Moskau der in ar-Riyâḍ verdeutlicht, was von dieser hinsichtlich Syriens erwartet werde, nämlich die Instruktionen für die ar-Riyâḍ-Gruppe umzukehren.

Zwei ägyptische Persönlichkeiten, der Medienbeauftragte des Egyptian Popular Committee for Solidarity with the Syrian people, Duʽâ´ Ṣâliḥ, und der Jurist Muḥammad Abû Zaid strengten beim ägyptischen Verwaltungsgerichtshof in Kairo zwei Verfahren an: zum einen soll die Entscheidung von Ex-Präsident Muḥammad Mursî, die diplomatischen Beziehungen mit dem [säkularen] Syrien abzubrechen, aufgehoben werden, zum anderen sollen die Elemente der nur so genannten syrischen „Opposition“ [vgl.u. zu MAO] und deren Verbündete, die Mitglieder der FSA [zur Einordnung s. frühere Teile, z.B. Teil IV] aus Ägypten verbannt werden. Gegenüber einem SANA-Korrespondenten bemerkte Abû Zaid dazu: „With the repeated attacks of the Zionist enemy and the terrorist mercenaries and as an Egyptian citizen, I can no longer remain silent whether on the decision to cut off the Egyptian-Syrian relations or the continued existence of the so-called ,Syrian opposition‘ on the Egyptian soil, particularly with their declared support for the terrorist [Muslim] Brotherhood group and their support for its actions against Syria.”. (www.sana.sy/en/?p=113593, http://www.sana.sy/?p=623990 vom 10.9.2017)

Ein weiterer Konvoi mit Hilfsgütern der Regierung erreichte die östlichen Ost-Stadtteile von Dair az-Zaur wie auch das Dorf al-Ğafra am So., 10.9.2017.(http://sana.sy/en/?p=113589)

Militäroperation um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Militäroperation um Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113570 und http://www.sana.sy/?p=623787 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Befreiung der Orte Raḥûm, Abû Ḥawâdîd und al-Fâw Šâwîš im Areal von Ğab al-Ğarâḥ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung der IS-Kämpfer samt deren Mengen an Waffen und militärischem Equipment und anschließender Entminung der Gegenden durch die Spezialtruppen; damit sei man nahe daran, die gesamte Provinz Ḥomṣ als frei von IS-Terroristen zu erklären. –  In und um Dair az-Zaur: vollständige Sicherung des Militärflughafens und der umliegenden Gebiete auch der Stadtteile aṭ-Ṭaḥtûḥ und Harâbiš mit Rückeroberung der aṯ-Ṯarda-Gebirgskette vom S her, welche als erste Verteidigungslinie des Airports anzusehen ist, so daß dieser wieder in Betrieb genommen werden kann;  nachmittags weiteres Vordringen zu und Vereinigung der SAA-Einheit im al-Bânûrâmâ-Gebiet am Stadtrand von Dair az-Zaur unter heftigen Verlusten der IS-Terroristen; Wiederherstellung der Kontrolle über das Autobahnstück as-Suḫna – Dair az-Zaur  nach Zerstörung der verbliebenen IS-Fortifikationen entlang der aṯ-Ṯarda-Gebirgskette mit nachfolgender Massenflucht der überlebenden IS-Kämpfer nach al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur; im Anschluß daran Räumung der Autobahn von darauf angebrachten Minen und Sprengsätzen samt Beseitigung der Autobomben darauf, um sie danach für den Verkehr wieder freigeben zu können; Ausdehnung des kontrollierten Gebiets um das at-Taim-Ölfeld im SW der Provinzhauptstadt; abends nach Durchbrechung des IS-Belagerungsrings darum wie um die benachbarten Stadtteile und Vereinigung mit dessen Verteidigungsmannschaft Ausweitung des eroberten Bereichs um den zivilen Flughafen mit Befreiung der Garnisonsbereich von Sariyya Ğunaid und Sariyyat al-Ḥaras al-Ğumhûrî [d.i. die Republikanischen Garde],  des Faktoreiengebiets, des Friedhofs und der Elektri­zitätsgesellschaft  nach Beseitigung der dortigen IS-Barrikaden und –Trupps. – Nach Auskunft von Bewohnern des Umlands ergriffen wieder große Gruppen von IS-Mitgliedern die Flucht einschließlich prominenter Führungspersonen wie z.B. der sog. Wâlî [d.i. Gouverneur] von al-Mayâdîn mit Kampfnamen Abû Lâdin al-ʽIrâqî [d.h. der Iraker] und der Führer (amîr) der Islampolizei (s. ḥisba) der IS-Terrormiliz im West-Umland von Dair az-Zaur namens Namen Muḥammad Ğâbir Ḥâğğ Razûq mit seiner Familie; zur Abschreckung von weiteren Desertionen aus al-Bû Kamâl, Ḥasrât, al-Ğalâ´ und aṣ-Ṣâliḥiyya wurden etliche IS-Führer ihres Postens enthoben und 27 exekutiert.)

Terroranschläge vom 10.9.2017:
Im as-Saṭaḥiyât-Areal verschanzte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen die Stadt Tal Dara im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Raketen und Mörsergranaten, verletzten damit drei Anwohner und beschädigten Häuser und weiteres Eigentum.  (http://sana.sy/en/?p=113602, http://www.sana.sy/?p=624410)

Zusammenschluß in Dair az-Zaur geglückt, Photo: SANA

Zusammenschluß in Dair az-Zaur geglückt, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113512 und http://www.sana.sy/?p=623276 (Mit Umm Ṣahrîğ Erkämpfung der Kontrolle über einen der gefähr­lichsten IS-Stützpunkte im Ost-Rîf von Ḥomṣ und Ausgangspunkt für  die zahlreichen IS-Überfälle und –Angriffe auf Dörfer und Ansiedlungen der Gegend nach heftigen für den IS äußerst verlustreichen Gefechten und anschließender Verfolgung der fliehenden Reste; zudem Befreiung auch von al-Ḥarâš, ʽAlâm Šarqî, Ḫirba Ğab Ḥabal und Ḫirbat al-Ḥaiwâniyya vom IS-Joch. – Durchbruch durch den IS-Belagerungsring um den Militärflughafen von Dair az-Zaur mit den benachbarten Stadtteilen Harâbiš  und aṭ-Ṭaḥtûḥ anschließendem Zusammenschluß mit den Flughafen schützenden Garnison auf dem Liwâ´ at-Ta´mîn-Gelände (weitere Garnison!) am Abend nach intensiven erfolgreichen Angriffen gegen IS-Stellung im Friedhofsareal ausgehend vom SW-Gebiet der Provinzhauptstadt zudem Ausweitung der Kontrolle im Friedhofsbereich und anschließend Entminung der befreiten Gegenden durch Spezialeinheiten, während wieder dutzende überlebender IS-Terroristen die Flucht ergriffen unter Zurücklassung ihrer Bewaffnung; in Harâbiš  und Ṭaḥtûḥ liefen die Bewohner auf die Straßen, begrüßten voller Freude die Armee und feierten stundenlang. Besonders bemerkenswert gewesen sei, daß unmittelbar nach dem Bruch des Belagerungsrings am SW-Rand der Stadt vor drei Tagen (s.u.) der LKW-Konvoi mit den Hilfsmitteln eintraf (s.u.), die umgehend zur Verteilung kamen. Auch gelang der Vormarsch zum al-Bânûrâmâ-Areal am SW-Zugang zur Provinzhauptstadt; außerhalb von Dair az-Zaur konnten nach Eliminierung der letzten IS-Stellungen das im SW gelegene at-Taim-Ölfeld zurückerobert sowie al-Mâliḥa befreit werden. )

Straßen-Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Straßen-Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Nach Erklärung des Gouverneurs von Dair az-Zaur, Muḥammad Ibrâhîm Samra, warte ein LKW-Konvoi beim al-Assad-Krankenhaus nur darauf, beladen mit Nahrungs- und Arzneimitteln etc. in die soeben befreiten östlich gelegenen Stadtteile [Harâbiš  und aṭ-Ṭaḥtûḥ] neben dem Flughafen abzugehen, damit die Güter an die dort lebenden ca. 2.000 Familien verteilt würden. bislang hätten sie nur von Versorgung durch SAA-Hubschrauber aus der Luft ge- und überlebt. Diese hatten die Hilfsmittel per Fallschirmen abgeworfen. Nachmittags war das Militär durch den ISBelagerungsring um die an das Militärgelände angrenzenden Wohnviertel durchgebrochen. (http://www.sana.sy/?p=623575, www.sana.sy/en/?p=113543  vom 9.9. 2017)

Terroranschläge vom 9.9.2017:
IS-Terroristen beschossen wieder einen östlichen Stadtteil von Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ mit Raketen mit heftigen Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur in der Folge. (http://sana.sy/en/?p=113510)

Gartenbau-Ausstellung, Photo: SANA

Gartenbau-Ausstellung, Photo: SANA

Nach der 59. Internationalen Handelsmesse in Damaskus (DIF, s.u.) im August findet nun auch die 29. Gartenbau-Ausstellung in al-Lâḏa­qiyya im al-Baṭranî-Park nach Jahren der Aussetzung wegen der Kriegssituation wieder statt. Gemäß dem Gouverneur  Ibrâhîm Ḫaḍar as-Sâlim  nähmen mehr als 55 Aussteller aus den Bereichen Baumschulen, (traditionellem) Handwerk, Landwirtschaft und verwandten  Zweigen wie der Honigherstellung oder Brennereien teil, es gebe Bereiche mit und für Haustiere, künstlerische Produkte u.v.a.  (http://www.sana.sy/?p=623600 vom 9.9.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113424 und http://www.sana.sy/?p=622860 (Befreiung von Abû Qâṭûr, Abû Liyya und Ğab Ḥabal im SO von Ğab al-Ğarâḥ (ca. 80km östlich von Ḥomṣ) sowie von al-Mušairifa und al-Habrâ aš-Šarqiyya nach Zerstörung der IS-Fortifikationen und –Stellungen der Gegend bei heftigen Feindverlusten mit nachfolgender Säuberung von hinterlassenen Minen und Sprengfallen der Terroristen. 22km südwestlich von Dair az-Zaur Befreiung von aš-Šûlâ (vgl.u.) zwischen as-Suḫna  – Dair az-Zaur unter Deckung der SAAF und russischer Kampfflieger zusammen mit Rückeroberung der umgebenden Anhöhen und Posten nach Vernichtung der verbliebenen IS-Positionen und Jagd auf die die Gefechte überlebenden Terroristen und Durchkämmen des zurückgewonnen Areals nach Sprengsätzen etc. wie üblich; in weiteren erfolgreichen Kämpfen gegen IS-Trupps Ausdehnung des kontrollierten Gebiets um Regiment 137 sowie Befreiung des höher gelegenen [s. Name!] und den Friedhofsbereich überblickenden Stadtteils Talat ʽAlûš  am SW-Rand der Provinzhauptstadt nach  harten, für den IS verlustreichen Gefechten; Verfolgung der fliehenden IS-Anhänger mit Vernichtung von deren Barrikaden und Stellungen im Gebiet der Dörfer ʽIyâš und al-Bu­ġa­iliyya, den Stadtteilen  al-Ğunaina und Ḥuwaiğa Ṣakr, um den Militärflughafen, den Fried­hof, das Deponiengebiet (al-Makabât), Ğabal aṯ-Ṯarda und entlang der Straße  Dair az-Zaur  – aš-Šûlâ.)

Getöteter IS-"Kriegsminister", Photo: Pars Today

Getöteter IS-„Kriegsminister“, Photo: Pars Today

Bei einem der die SAA-Bodenoperationen unterstützenden russischen Luftangriffe im Umkreis von Dair az-Zaur wurde laut Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau vom Fr., 8.9.2017, ein unterirdischer Kommandoposten des IS sowie ein Kommunikationszentrum und ca. 40 Terroristen getötet, die sich dort zu einer Besprechung trafen. Wörtlich hießes in der Verlautbarung: „Two Su-34 and Su-35 aircraft of Russia’s Aerospace Forces were scrambled from the Hmeymim air base, which made a pinpoint strike with bunker busting bombs. The air strike destroyed an under­ground terrorist command post, a communications center and about 40 militants of Daesh.” Unter den als tot Identifizierten fanden sich auch vier IS-Führungsmitglieder, darunter der  bekannte für die Finanzen der Terrorgruppe zuständige Abû Muḥammad aš-Šimâlî mit Kampfnamen sowie der aus den GUS-Staaten stammende IS-„KriegsministerGul­murod Chalimow. (http://sana.sy/en/?p=113429) – Über letzteren informiert Sputnik News er sei als ehemaliger Oberst ein topausgebildeter Berufssoldat, der bis etwa April 2015  als Kommandeur der Omon-Sonderpolizei beim Innenministerium Tadschikistans und der Präsidentengarde mehrfach ausgezeichnet gedient habe. Außerdem sei er in den USA elf Jahre lang im Anti-Terrorkampf geschult worden. Eine Reihe europäischer Geheimdienste sahen in ihm den Draht­zieher der Terroranschläge von Paris im November 2015. (https://sptnkne.ws/fwzT)

Terroranschläge vom 8.9.2017:
Sich im an-Nâziḥîn-Flüchtlingscamp verbarrikadierte Terroristen eröffneten auf Bewohner der Stadtteile al-Kâšif und aḍ-Ḍâḥiyya von Darʽâ das Feuer und verletzten dabei eine Frau und ein Kind sogar schwer. (http://sana.sy/en/?p=113418, http://www.sana.sy/?p=622877)
Ergänzung: Raketenbeschuß durch Terroristen, die in ar-Rastan im N von Ḥomṣ in Stellung gegangen waren, führte im Dorf Ġûr al-ʽAṣî in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen zur Verwundung einer Person. (http://sana.sy/en/?p=113499, http://www.sana.sy/?p=623222)

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Aller nationalen, internationalen und selbst UN-Proteste (s.u.) zum Trotz griff die in Syrien generell völkerrechtswidrig agierende (dazu vgl.u.) US-geführte Koalition erneut zivile Gebiete in ar-Raqqa an. Bei den Bombardements auf eine Schule im Stadtteil an-Nahḍa vom Fr., 8.9.2017, starben bislang  elf Anwohner, davon drei Kinder, viele andere Bürger wurden verletzt, teils so schwer, daß die Rate der Todesopfer wohl ansteigen wird. Die Schule und benachbarte Häuser wurden erheblich beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=113488, http://www.sana.sy/?p=623053)

In einem Schreiben an den Präsidenten des Human Rights Council der Vereinten Nationen (UNHRC) nahm der ständige UN-Gesandte in Genf, Ḥusâmaddîn Âlâ,  zum wiederholten Mal Stellung zu den unzutreffenden Vorwürfen gegen die Regierung bzgl. des Einsatzes von Giftgas z.B. in Ḫân Šaiḫûn. Der Inhalt gleicht den vergangenen Darlegungen. Die Note schloß mit der Aufforderung an den UNHRC, für unabhängige, objektive Sachverständigungenuntersuchungen der diskutierten Vorgänge zu sorgen [vgl.u. 7.9.2017], um die die Regierung von Damaskus schon so oft gebeten hat, und Verfahrensrichtlinien auszugeben, welche gewisse Staaten daran hindern, die Untersuchungen zugunsten der von ihnen in der Region verfolgten Zielen zu mißbrauchen. (http://sana.sy/en/?p=113485 vom 8.9.2017) – Zum Sachverhalt mit den wichtigsten Belegen s.u.

Beim Durchkämmen des befreiten Gebiets von Rasm al-Aḥmar im Ost-Rîf von Salamiyya im Osten der Provinz Ḥamâ fanden die Militärangehörigen am 8.9.2017 ein IS-Versteck mit großen Mengen an schweren Maschinengewehren, Mörsergranaten, einem Munitionsdepot zudem ein ISKommandozentrum wie ein Werkstatt zur Munitionsfertigung wie Reparatur von Waffen vor und konfiszierten den Bestand.  (http://sana.sy/en/?p=113437)

Verteilung der in Dair az-Zaur angekommenen Lebensmittel etc., Photo: SANA

Verteilung der in Dair az-Zaur angekommenen Lebensmittel etc., Photo: SANA

Bereits am 7.8.2017 langte ein LKW-Konvoi aus 30 Fahrzeugen bei den Kasernen von Regiment 137 im SW von Dair az-Zaur an und brachte Lebensmittel, Arznei und medizinische Gerätschaften sowie allerlei Mittel für die Schulbildung zur Verteilung an die Bevölkerung. (http://www.sana.sy/?p=622338,  http://sana.sy/en/?p=113344)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113348 und http://www.sana.sy/?p=622411 (Befreiung von Rasm Ḥamîda und al-Habra al-Ġarbiyya samt Rückeroberung der umgebenden Anhöhen und des Berglands im SO von Ğab al-Ğarâḥ, ca. 80km östlich von Ḥomṣ nach Eliminierung etlicher Terroristen mit deren Waffen und weiterer militärischer Ausrüstung, deren Reste floh. Am Rand von Dair az-Zaur Ausdehnung des vom IS zurückeroberten Gebiets um den Korridor in die Provinzhauptstadt hinein bei den Kasernen von Regi­ment 137 mit Rückeroberung der strategisch bedeutsamen ar-Raqqa-Brücke auf der West-Achse mit jeweiliger Zerstörung des IS-Equipments; erfolgreiche Razzia einer Infanteriegruppe von der al-Mağbal-Position westlich vom Ta´mîn Regiment aus gegen eine IS-Fortifikation  200m tief in dem von der Terrororganisation kontrollierten Gebiet mit Liquidierung etlicher IS-Anhänger und Einziehung von deren automatischen Sturmgewehren und RPG-Raketenwerfern; dazu akkurate effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und- Nachschubrouten in Richtung auf aš-Šûlâ im SW parallel zu einem Bodentruppenvorstoß auf diese strategisch bedeutsame Kleinstadt zu. – Berichte von Einheimischen aus al-Mayâdîn bestätigten die weitere Flucht von IS-Kämpfern einschließlich des Inhabers des ḥisba–Amts mit dem Kampfnamen Abû Šimâ´ al-Maġribî  [d.h. aus Marokko] mit all seinen Untergebenen aus der Stadt in Ġarânîğ; inzwischen habe daher der IS, um die Massenflucht insbesondere von ausländischen IS-Anhängern einzudämmen, mehrere Checkpoints errichtet.)

Salamiyya, Photo: SANA

Salamiyya, Photo: SANA

Terroranschläge vom 7.9.2017:
IS-Terroristen feuerten mit Raketen auf die Stadt Salamiyya im Ost-Rîf von Ḥamâ, verletzten einen Bewohner und beschädigten Häuser und Infrastruktur.
Den Stadtteil Harâbiš von Dair az-Zaur beschossen IS-Extremisten ebenfalls mit Raketen und Mörsergranaten, töteten damit bislang sieben Einwohner und verletzten 29 und richteten entsprechende Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=113339, http://www.sana.sy/?p=622337) – Ergänzung: Im Stadtteil al-Quṣûr führten weitere ISMörsergranatenangriffe zum Tod eines Anwohners und verletzten fünf weitere anwohner und richteten zudem materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=113418)

Mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden protestierte das Außenamt in Damaskus noch am 7.9.2017 gegen die wiederholten Angriffe israelischer Kampfflieger auf SAA-Stellungen, während sich deren Soldaten im Gefecht gegen Terroristen befänden. Dies laufe auf eine Unterstützung dieser Terroristen einschließlich des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra, wie schon in der Vergangenheit zu sehen war, hinaus, während die SAA den counterterroristischen Forderungen der entsprechenden UNSC-Resolutionen nachkomme, die damit auch für den Rest der Welt von Vorteil seien. So aber hätten die Terroristen Vorteile davon, die sie noch anspornen würden angesichts der Verluste, die zunehmend durch die Armee – zuletzt in Dair az-Zaur – erlitten hätten. Konkretisiert wurde der jüngste Vorfall (vgl.u.) mit den Worten: „At 02:42 a.m. on Thursday September, 7th, 2017 , the Israeli warplanes targeted one of the Syrian military positions near Misyaf in Hama province with several missiles, killing two army personnel and causing material damage to the site.” (http://sana.sy/en/?p=113403)

Das Oberste Armeekommando gab am 7.9.2017 bekannt, daß israelische Kampfflugzeuge aus dem überflogenen libanesischen Luftraum um 2.42 Uhr des Tages eine SAA-Stellung nahe Maṣyâf in der Provinz Ḥamâ angriffen, dabei zwei Soldaten getötet und materielle Schäden verursacht  hätten. „This aggression comes in a desperate attempt to raise the collapsed morale of the ISIS terrorists after the sweeping victories achieved by the Syrian Arab Army against terrorism at more than one front, and it affirms the direct support provided by the Israeli entity to the ISIS and other terrorist organiza­tions.”, hieß es in der Verlautbarung. Dennoch werde die Armee in ihren counterterroristischen Operationen nicht nachlassen, bis der Terrorismus auf syrischem Boden eliminiert sei. (http://sana.sy/en/?p=113322, http://www.sana.sy/?p=622290)

US-Helikopter im Einsatz, Photo: SANA

US-Helikopter im Einsatz, Photo: SANA

Eine russische diplomatisch- militärische Quelle bestätigte am 7.9.2017 Berichte, wonach angesichts des Erfolge der syrischen Streitkräfte unter Aufsicht von US-Geheimdienstlern am 26. und 28. August 22 aus Europa stammende IS-Feldkommandanten  mit ihren Familien aus dem NW von Dair az-Zaur und der Stadt Bûlîl, südöstlich der genannten Provinzhauptstadt in den Norden Syriens durch Hubschrauber der US-Luftwaffe abtransportiert („evakuiert“) wurden mit dem Zweck, die Erfahrung der Kämpfer in anderen Gebieten einsetzen zu können. (http://www.sana.sy/?p=622662, s.a. https://sptnkne.ws/fwhJ)  – Während die US-geführte Koalition dies bestreitet, hält z.B. Franz Klinzewitsch dieses Berichte für 100% korrekt angesichts einer Reihe ähnlicher Fälle und Beobachtungen aus dem Afghanistanfeldzug, indem auch schon die US-Seite die Muğahidîn unterstützt und geheimdienstlich angeleitet habe. Er ist der Vize-Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidi­gungs­ausschusses des russischen Föderationsrats (Parlaments-Oberhaus). Auch der russische Politikanalytiker Igor Korutschinko ist derselben Ansicht wie Klinzewitsch und erklärte gegenüber der National Security Agency: „Wir brauchen keinen Kommentar von der CIA oder dem Pentagon zu diesem Thema. … US-Präsident Donald Trump ist derjenige, der diese Frage kommentieren und erklären muß, ob er persönlich die Befehle dafür gab, die IS-Führer zu evakuieren, und damit und die volle politische Verantwortung für diesen Schritt übernehmen muß oder ob US- Privatagenturen [vgl. früher z.B. Blackwater etc.] in dieser Angele­gen­heit ohne seine Zustimmung allein handelten. … Wenn diese Information bestätigt wird, muß Trump den US-Attorney General beauftragen, eine an­gemessene Untersuchung einzuleiten und die Beteiligten in diesem Fall vor Gericht zu bringen, um die Anklage wegen Beteiligung am internationalen Terrorismus voranzutreiben.“ Auch im Mai seien schon durch US-Helikopter terroristische Feldkommandeure und Söldner euro­pä­ischer Herkunf aus der Stadt al-Kasra im Raum Dair az-Zaur evakuiert worden, derlei sei auch in der Provinz ar-Raqqa im letzten Juni und Juli beobachtet worden. (http://www.sana.sy/?p=622920) – Ähnliche Vorfälle wurden auch schon im Irak beobachtet, im Parlament vorgetragen und protokolliert.

Der russische Vize-Außenminister Sergei Riabkow betonte beim Treffen mit dem Chef des OPCWUN Joint Investigative Mechanism (JIM) für Syria, Edmond Mulet, in Moskau am Do., 7.9.2017, erneut die Notwendigkeit einer hochprofessionellen, unparteiischen und nicht-politisierten Untersuchung („the need to hold a highly professional, unbiased and de-politicized investigation”) des Einsatzes von C-Waffen in Syrien wie z.B. in Ḫân Šaiḫûn im Raum  Idlib  im April 2017 und im Dorf Maʽrâta Umm Ḥauš bzw. von Giftgas im Umland von Aleppo Rîf im September 2016. Dazu bemerkte er noch: The Russian side is convinced that one of the integral elements of this effort should be a visit by JIM experts to the city of Khan Shaykhun (the site of the April 4 chemical incident) and the Shayrat air base, where sarin, used in Khan Shaykhun, was allegedly stored.” (http://sana.sy/en/?p=113431, http://www.sana.sy/?p=622843; vgl.a.  https://sptnkne.ws/fwt7)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.9.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=113288 und http://www.sana.sy/?p=621927 sowie http://www.sana.sy/?p=622411 (Gezielte effektive SAAF– und Artillerieangriffe auf eine motorisierte IS-Gruppe, welche aus dem Gebiet der kürzlich befreiten Stadt ʽUqairbât (vgl.u.) in den Osten der Provinz Ḥamâ zu fliehen suchten mit Auslöschung derselben, wie auch auf IS-Stellungen und im Areal von  Burâq Našma, al-Ğâbiriyya und Umm Tuwaina sowie östlich von Abû al-ʽAlâyâ im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung des Hauptquartiers des sog. IS-Herrschers der Gegend. Befreiung der vom IS-Vandalismus der letzten Tage schwer geschädigten Stadt Kabâğib, ca. 50 km im SW von Dair az-Zaur mit den umgebenden, strategisch bedeutsamen Anhöhen und nachfolgender Säuberung der vom IS zahlreich hinterlassenen Sprengfallen und Minen sowie Ausdehnung des dem IS entrissenen kontrollierten Bereichs um das Regiment 137 ebenfalls am SW-Rand der Provinzhauptstadt nach schweren, für den IS sehr verlustreichen Kämpfen, die die inzwischen eintreffenden Hilfslieferung aus dem Westen sichern halfen; zudem weitere akkurate erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Verschanzungen und -Stellungen im Bereich al-Mâliḥa, aṯ-Ṯarda, beim at-Taim Ölfeld sowie den Dörfern aš-Šulâ, ʽIyâš und al-Bu­ġa­iliyya. – Laut Mitteilung von Einheimischen gerieten in der Stadt Ġarânîğ im westlichen Umland von Dair az-Zaur irakische und französische IS-Anhänger kämpfend aneinander, wobei etliche getötet und verwundet wurden; Einwohner des Dorfes aš-Šuḥail östlich der Provinzhauptstadt griffen zwei der IS-Hauptquartiere an und nahmen einige der Terroristen gefangen im Nachgang der kürzlich (s.u.) erfolgten IS-Attacke auf eine Bewohnerin mit ihrem Sohn.)

Raketenstart "Admiral Essen", Photo: Sputnik News

Raketenstart „Admiral Essen“, Photo: Sputnik News

Zur russischen Unterstützung der SAA-Operationen der letzten beiden Wochen machte das russische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite am 6.9.2017 bekannt, es seien 1.417 IS-Ziele in 2.687 Luftangriffen zerstört worden. In ʽUqairbât hätten vor allem die beispiellos vielen Autobomben und Suizidattentäter mit Sprenggürteln dezimiert werden müssen, wobei im ersten Fall fünf im letzteren 25 pro Tag russischerseits eliminiert worden seien. Der Kommandant des in Syrien stationierten russischen Militärs, Generaloberst Sergei Suro­wikin gab an, daß zur Unterstützung der Bodenoperationen der 2. Phase (s.u.) im Kampf gegen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  rund 100 und mehr Angriffe geflogen worden seien. Zur Verstärkung des IS-Belagerungsrings um Dair az-Zaur seien zusätzliche IS-Trupps aus dem irakischen Mossul wie aus ar-Raqqa u.a. Gegenden dazugekommen, die ebenfalls Ziele abgaben. Der SAA sei es bei der Bodenoperation vor Dair az-Zaur gelungen, die Terrorgruppen zu zersprengen und sie mit Scheinangriffen in die Irre zu führen, so daß der eigentliche Hauptangriff ein voller Erfolg wurde, trotz der vom IS eingesetzten gut 50 Autobomben, die die Syrer zum Großteil eliminieren konnten. (http://sana.sy/en/?p=113312) – Laut dem Leiter des russischen Zentrums für Militärprognose, Anatoli Zyganok, hätten sich in Dair az-Zaurdie er­fahrensten IS-Kämpfer verschanzt, die zudem noch am besten ausgerüstet sind“. Da den IS-Terroristen inzwischen jegliches Rückzugsgebiet fehle, müßten sie bis zum Letzten kämpfen [oder sich ergeben]. (https://sptnkne.ws/fvHk) – In den von ihnen noch kontrollierten Stadteilen von Dair az-Zaur habe der IS wie schon anderweitig bekannt Tunnel und unterirdische Bunker eingerichtet mit Waffen- und Munitionsdepots einschließlich Panzer- und Flugabwehr, Lebensmittellagern und medizinischer Ausrüstung sowie Werkstätten für allerlei Sprengsätze und Bomben, verlautete es ebenfalls aus dem Verteidigungsministerium in Moskau.  (http://sana.sy/en/?p=113274)

Staffan de Mistura, Photo: SANA

Staffan de Mistura, Photo: SANA

Staffan de Mistura, der UN-Gesandte für Syrien, unterstrich während einer Pressekonferenz am 6.9.2017 angesichts der neuesten Entwicklung in Dair az-Zaur nochmals, daß es schon laut UNSC-Reso­lu­tion Nr.2254 allein der syrischen Bevölkerung zustehe, über seine Zukunft zu entscheiden und zwar ohne Einmischung oder Diktate aus dem Ausland. hinsichtlich der kommenden 6. Astana-Konferenz machte er deutlich, die Teilnehmer „will discuss unifying the opposition sides, ces­sation of hostilities and launching the political process.” An die – sowohl aus echter inländischer politischer als auch aus im Ausland durch syrienfeindliche und die Terroristen im Land unterstützenden Kräfte zusammengesetzten  Gruppen [z.B. die ar-Riyâḍ-Gruppe bzw. HNC, s. ab Teil IV] der – Opposition – und dem Inhalt nach wohl eher an letztere – richtete er die Worte: „the Syrian opposition must ac­cept that it has not won the war.” und ergänzte: „The issue is; will the opposition be able to be unified and realistic enough to realize they did not win the war?”  Nach dem Astana-Treffen im September könnte eine neue Gesprächsrunde zwischen der Regierungsdelegation und einer einheitlichen der Opposition [zu den Schwierigkeiten von deren Zusammenstellung seitens der HNC-Mitglieder bzw. der ar-Riyâḍ-Gruppe s. ab Teil V!] im Oktober stattfinden.  (http://sana.sy/en/?p=113314)

Ins östliche Umland von Aleppo kommt inzwischen die 7. Gruppe an Bewohnern in Höhe von mehreren hundert Personen zurück, die vorhergehende Charge betrug ca. 850 Menschen. Nach Manbiğ kehrten bereits 2.000 Bewohner zurück. Dort wurde wie gewöhnlich für die Bereitstellung der täglichen Bedarfsgüter, von Gesundheitseinrichtungen etc. durch die Behörden gesorgt, nachdem die Armee die Gegend gesichert hatte. (http://sana.sy/en/?p=1132919  vom 6.9.2017) 

In einem Telefonat vom 6.9.2017 gratulierte auch der iranische Außenminister Ẓarīf seinem Amtskollegen Muʽallim zum Durchbruch nicht nur durch den Belagerungsring in Dair az-Zaur sondern den damit verbundenen Wendepunkt bei der Vernichtung des Terrorismus in Syrien und versicherte das Land der weiteren Unterstützung seitens des Irans. (http://sana.sy/en/?p=113317)

Gemäß Mitteilung  des Chefs der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, Sergei Rudskoi, sei im Norden des Landes im Raum der Stadt Tal Rifʽat (Tall Rifaat) eine neue Schutzzone unter Mitwirkung des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm eingerichtet worden. Der Grund sei: „Provokationen und mögliche Zusammenstoße zwischen den Formationen der Freien Syrischen Armee (FSA), die sich im Norden Syriens aufhalten, und der kurdischen Volkwehr [sic!] zu verhindern … .“ Dort hätten die kurdi­schen bewaffneten Formationen die Region verlassen, worauf die SAA eingezogen sei. Es  seien zwei Kontrollpunkte und vier Beobachtungsstellen russischer Militärs erstellt worden. Zudem erklärte der General: „Die Feuerpause in dieser Zone schaffte Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Häuser. … So kehrten bereits mehr als 400 Menschen in die Stadt Tall Rifaat zurück, weitere mehrere Hundert Familien wollen dies in absehbarer Zeit tun.“ (https://sptnkne.ws/fv9h vom 6.9.2017)

Im 14. Bericht der Unabhängigen Internationalen UN-Untersuchungskommission zu Syrien wird die Operation der US-geführten Koalition im März im Raum ar-Raqqa als Verletzung des internationalen humanitären Rechts gewertet. Zudem heißt es darin: „Die Kommission ist über den Einfluss der Luftschläge der Kräfte der internationalen Koalition auf das Leben von Zivilisten besorgt.“ Der Bericht fährt bzgl. Aleppos fort: „In Al-Dschinnah, in Aleppo haben die US-Kräfte keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten und Objekten der zivilen Infra­struk­tur bei der Attacke auf die Moschee ergriffen, was eine Verletzung des internationalen humanitären Rechts ist.“ In der Provinzhauptstadt ar-Raqqa habe das Vorgehen dieser Koalition und der von ihr unterstützten sog. Syrischen Demokratischen Kräfte dazu geführt, daß 190.000 Menschen gezwungen gewesen seien, ihre Häuser zu verlassen. Bei den Luftangriffen habe es zudem viele Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung gegeben. (https://sptnkne.ws/fvCC)  – Zu den erwähnten Vorfällen s.u. und in Teil V!

Nach Beschluß des Ministerrats vom 6.9.2017 wird umgehend eine Luftbrücke zwischen Damaskus und Dair az-Zaur eingerichtet, um die Menschen dort mit allem Nötigen zu versorgen, die Sanierung der Infrastruktur zu gewährleisten und die öffentlichen Dienstleistungen überall wiederherzustellen. Dann könnten auch die bisher aus dieser Provinzhauptstadt Geflüchteten wieder in ihr heim zurücklehren. (http://www.sana.sy/?p=621212)
Zu den Lieferungen für Dair az-Zaur gehören vor allem Ambulanzen, mobile Kliniken, medizinische Geräte und Lebensmittel. (http://www.sana.sy/?p=621857  vom 6.9.2017).

Hilfslieferungen nach Dair az-Zaur, Photos SANA

Hilfslieferungen nach Dair az-Zaur, Photos SANA

Präsident Dr. al-Assad gratulierte noch am 5.9.2017 per Telefon Generalmajor Rafîq Šahâda, dem Leiter des Sicherheitsausschusses in Dair az-Zaur, Generalmajor Ḥassan Muḥammad, Befehlshaber der 17. Division, Brigadegeneral ʽIṣâm Zahruddîn, Befehlshaber der 104. Brigade der Präsidentengarde wie den den Flughafen der Provinzhauptstadt beschützenden Soldaten zum Durchbrechen des Belagerungsrings im Kampf gegen den IS mit den Worten: „You have proved, through your steadfastness in the face of the most powerful of terrorist organiza­tions on the face of earth, that you shoulder responsibility, as you have kept the promise and have set a great role model for next generations.” Es werde in die Geschichte eingehen, daß „you, though small in number, have given up that which is most precious to you in order to keep the pledge and defend the unarmed citizens, and you have stood your ground and have been able to perform your missions to the fullest and achieved heroics, one after another, without fear or hesitation.”. Er fuhr fort in seiner Würdigung mit: „History will record that there were some of your comrades who sacrificed their lives and were mar­tyred for the homeland’s sake, and others who were injured and overcame their injuries, using primi­tive methods, and went back to the battlefield again. That pure blood yielded a resounding victory over the Takfiri terrorist thinking that is backed regionally and internationally. … Here you are now side by side with your comrades who rushed to your help and fought the most ferocious of battles to break the siege on the city and to be with you on the front attack line to liberate the whole region from terrorism and restore security and safety to all parts of the country to the last inch.”  (http://sana.sy/en/?p=113210, http://www.sana.sy/?p=621066)

Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

Jubel in Dair az-Zaur, Photo: SANA

5.9.2017: IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur ist gebrochen! Soldaten der Entsatzatztruppenvorhut und von Teilen der in der Provinzhauptstadt stationierten Einheiten fallen sich am Nachmittag bei den Kasernen vom Regiment 137 voller Freude in die Arme wie auch die Bürger in der Stadt! Auch in anderen Teilen Syriens feiern die Menschen.
(http://sana.sy/en/?p=113142 mit Photostrecke und Videos)

Durchbruch Dair az-Zaur, Photo: SANA

Durchbruch Dair az-Zaur, Photo: SANA

Das oberste Armeekommando gibt den Abschluß der 2. Phase ihrer Operationen  tief in der syrischen Wüste [al-Bâdiyya] seitens der beteiligten SAA-Einheiten im Zusammenwirken mit alliierten Streitkräften und syrischer und russischer Luftunterstützung bekannt wie die Heldentat der Durchbrechung des seit über drei Jahre andauernden terroristischen Belagerungsrings um die Stadt Dair az-Zaur. Hunderte von Terroristen seien getötet bzw. verwundet, mehrere ihrer Befestigungen und Stützpunkte zerstört wie auch hunderte ihrer Kampfwagen. Damit könne die Bevölkerung nicht nur endlich wieder voll versorgt werden, sondern die Provinzhauptstadt werde damit zum Ausgangspunkt weiterer Operation zur vollständigen Auslöschung des IS in Syrien. Die militärische Struktur des IS gelte damit als zerstört.  (http://www.sana.sy/?p=620936)
In Ergänzung des bereits oben und unten Erwähnten hatten SAA-Einheiten, die Stellung auf Talat aṣ-Ṣanûf bezogen hatten, eine  700m lange Bresche zwischen der Anhöhe und der Gasfabrik geschlagen zur selben Zeit, als die Tête der Entsatzeinheiten an Talat aṣ-Ṣanûf heranrückte. Die SAAF zerstörte derweil in einem Luftangriff einen IS-Konvoi aus zehn Fahrzeugen aus dem SW von Dair az-Zaur kommend auf der Flucht in Richtung al-Mayâdîn sowie ein IS-Munitionsdepot im Bereich des nordwestlich gelegenen Dorfes al-Bu­ġa­iliyya. Weitere erfolgreiche präzise SAAF-Angriffe galten motorisierten IS-Trupps und –Fortifikationen in al-Mâliḥa, al-Bu­ġa­iliyya, im Umkreis der al-Ğazîra-Universität der Provinzhauptstadt, den at-Taim-Ölfeldern, aš-Šulâ und um die Kasernen vom Regiment 137. (http://sana.sy/en/?p=113142, http://www.sana.sy/?p=620936)

Nicht umsonst warnt EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung, Gilles de Kercho­ve, vor mindestens  50.000 Extremisten in Europa noch ohne die erwarteten Rückkehrer aus Nahost mit eingerechnet. Sie würden in den nächsten fünf Jahren Anschläge, möglicherweise Cyber-Attacken auf Atom­kraft­werke oder Luftkontrollsysteme starten, zwar nicht vom IS aus Syrien oder dem Irak geleitet, aber inspiriert. (http://parstoday.com/de/news/world-i31354-50_tausend_extremisten_drohen_europa vom 1.9.2017, http://www.voltairenet.org/article197729.html und https://sptnkne.ws/fuJy vom 4.9.2017)  – S. dazu auch die derzeitige Situation im Irak!

Terroranschlag vom 6.9.2017:
Wieder haben die in al-Ḥûla im NW-Umland von Ḥomṣ verschanzten Terroristen in Verletzung der Vereinbarung über die Einrichtung der De-Eskalationszonen Raketen auf die Dörfer Maryamîn und Qurmu sowie die Stadt al-Qabû abgefeuert, dabei eine Person getötete, drei weitere verletzt und Schäden an privatem Eigentum angerichtet. (http://sana.sy/en/?p=113306)

Am Di., 5.4.2017 unterrichtete das russische Verteidigungsministerium darüber, daß vom Mittelmeer aus die Fregatte Admiral Essen mit Kalibr-Marschflugkörper am frühen Morgen IS-Stellungen im Raum von Dair az-Zaur angegriffen und dabei ein Kommunikationszentrum, Waffendepots und eine Werkstatt zur Instandsetzung von Panzertechnik der Terroristen zerstört habe. (http://sana.sy/en/?p=113145)

Durchbruch in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Durchbruch in Dair az-Zaur, Photo: Sputnik

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113142  und http://www.sana.sy/?p=620936 (Zu den Ereignissen in und um Dair az-Zaur, die bereits mitgeteilt wurden,  s.o. – Im östlichen Umland (Ost-Rîf) von Salamiyya im O der Provinz Ḥamâ fanden die Kampfmittelbeseitigungseinheiten in Ṭuhmâz ISDepots mit dutzenden schweren Maschinengewehren, hundertausenden Schuß Munition, Mörsergranaten, Computern, Satelliten-Kommunikationsgeräten einschließlich 47 Raketen, die für Attacken auf Wohngebiete von Salamiyya (in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, vgl.u.) bestimmt waren. Nach Umzingelung und nachfolgender Liquidierung eines Trupps von IS-Affiliierten beim Angriffsversuch auf einen Militärposten zum Schutz der Straße as-Saʽn – Aṯriyâ fand die Einheit bei den Terroristen neben deren Pässen und Identitätsausweisen auch die BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen aus US-Beständen vor, welche nach Aussage von US-Ex-Präsident Obama – trotz damals schon entsprechend vorgebrachter Kritik – angeblich nur den sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen [engl.: moderate armed opposition, daher: MAO, s. ab Teil I] geliefert werden sollten. Auch im Ost-Rîf von Salamiyya befinden sich die IS-Terroristen in Auflösung und entfliehen in Massen den Schlachfeldern, auf denen Dutzende von ihnen getötet und verwundet wurden; ein Rest befindet sich an einem kleinen Fleck eingekesselt, so diesem nur die Wahl zwischen Kapitulation [الاستسلام] oder physischer Auslöschung bleibt.)

Der russische Präsident Putin übermittelte per Telegramm seine tiefempfundenen Glückwünsche an seinen syrischen Amtskollegen zu diesem bedeutungsvollen militärischen Durchbruch im Kampf gegen den IS und versicherte Dr. al-Assad der weiteren aktiven Unterstützung im Counterterrorismus. Zudem wünschte er weiteren Erfolg, vor allem bei der vollständigen Befreiung des Gebiets um den Flughafen von Dair az-Zaur, zu dem schon ein Korridor freigelegt worden sei. Das Erreichte sei ein bedeutender Schritt zur völligen Ausrottung terroristischer Gruppen auf syrischem Territorium. Die gemeinsamen Anstrengungen würden bestimmt zum endgültigen Sieg und der Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Syrien sorgen. (http://sana.sy/en/?p=113245)

9. BRICS-Gipfeltreffen in XIAMEN, Photo: SANAs

9. BRICS-Gipfeltreffen in XIAMEN, Photo: SANAs

Am zweiten Tag des BRICS-Gipfeltreffens (vgl.u.) ließ sich der russische Präsident Putin während einer Pressekonferenz über die sich zusehends militärische wie anderweitig radikal verbessernde Lage in Syrien aus und kündigte außerdem an, die BRICS-Staaten würden ihren Beitrag zur Verbesserung nicht nur der humanitären Lage Syrien leisten. Dabei betonte er, daß trotz des globalen Problems, das der Terrorismus darstelle, dennoch manche Seiten ihre Unterstützung für ihn noch immer nicht eingestellt hätten. Auch wiederholte er die herausragende Bedeutung eines Siegs der Regierungstruppen in Dair az-Zaur: „success in Dair az-Zaur would mean that terrorism has lost and that would lead to very important steps on the course of the peaceful political process and it would also allow the Syrian Government to rebuild the economic and social fields.“ (http://sana.sy/en/?p=113150) . Zu den Einzelheiten (in deutscher Sprache) s.a. https://sptnkne.ws/fuYx. – Auch bei der Beteiligung am Wiederaufbau des Landes dürften diese Länder demnach an vorderster Stelle stehen nach den anderen Syrien bislang tatkräftig im Counterterrorismus unterstützenden Staaten, da Präsident Dr. al-Assad schon in mehreren Interviews die Jahre über klar gemacht hatte, daß diejenigen Staaten, welche sich während dessen Syrien gegenüber feindlich gezeigt hätten, auf keine Beteiligung (und damit wirtschaftlichen Gewinn daraus) hoffen könnten.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113128 und http://www.sana.sy/?p=620534 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Vormarsch aus zwei Richtungen auf die ca. 5km westlich außerhalb der City von Dair az-Zaur liegenden Kasernen von Regiment 137 nach Liquidierung einer Anzahl IS-Kämpfer, welche einen Zusammenbruch ihrer Reihen mit vielen von der Front unter Zurücklassung ihrer Waffen und Munition sowie der Leichen* ihrer Gefallenen Fliehenden  auslöste, mit anschließendem Absuchen und Entschärfen der zahlreichen Sprengsätze der verminten Zugänge zur Stadt und Vernichtung der darauf vom IS errichteten Barrikaden und von 12 Autobomben samt Mannschaften, um sich mit den Kräften der Garnison vereinen zu können; zudem präzise, effektive Luftangriffe der SAAF im W und S der Provinzhauptstadt auch mit Hubschraubern auf IS-Verstecke, motorisierte Trupps und Nachschubrouten und IS-Stellungen in den Dörfern ʽIyâš, aš-Šumaitiyya, al-Masrab al-Ḫarîṭa und al-Tabanî sowie im Umfeld von al-Bânûrâmâ, dazu Bombardierung eines IS-Führungshauptquartiers in al-Ḥuwaiqa al-Ġarbiyya [d.h. West-Ḥuwaiqa], wobei insbesondere viele IS-Führungskräfte getötet wurden, wie z.B.  Abû Usâma az-Zubaidî, Abû ʽUmar al-Karbûlî, Abû Muḥammad aš-Šaʽîtî, Abû Maryam aṭ-Ṭayâna, Abû Muʽawiya Idlib, Abû Duğâna Bakraṣ, Abû ʽUbaida al-ʽAnî, Abû Salmân al-Aḥwâzî und Abû Yaʽqûb al-Muhâğir. – Von den nahen Entsatzkräften angespornt griffen laut Berichten Einheimischer nachts etliche Bewohner des östlich von Dair az-Zaur gelegenen Dorfes aš-Šaḥîl mit leichten Waffen eine IS-Position an, wurden in heftige Gefechte verwickelt, töteten und verwundeten jedoch viele der Terroristen;  im O- und W-Umland der Provinzhauptstadt setzte beim Herannahen der Entsatzstreitkräfte eine weitere IS-Fluchtwelle inklusive Anführern laut lokalen Quellen ein.
Das russische Verteidigungsministerium gab auf ihrer Webseite bekannt, daß russische Kampfflieger in Unterstützung der Operation im Raum Dair az-Zaur in 80 Einsätzen zwei Panzer, drei Kampfwagen, mehr als 10 SUV mit schweren aufmontierten Waffen zerstörten und mehr als 70 IS-Kämpfer töteten. (Ergänzend zur russischen Beteiligung s.a.  https://ria.ru/syria/20170904/1501729278.htmlund https://sptnkne.ws/fuCN).
Über die SAA-Operationen im Umland von ar-Raqqa wurde dort berichtet, daß die eine aus as-Suḫna 8km Länge im Vormarsch befindliche Armee-Einheit die Kontrolle über strategisch bedeutsame Anhöhen erkämpft habe, während eine andere die IS-Terroristen aus ihren Stellungen auf der Verbindungsstraße Tad­mur Dair az-Zaur verjagt und dann die Außenbereiche des Dorfes Kabâğib im W von Dair az-Zaur erreicht habe.)
*Bemerkung: Anläßlich des ersten Gefechts um Buschiris Boma vom 8.5.1889 innerhalb des Ğihâds in Ostafrika (bislang fälschlich als „indigener ostafrikanischer Aufstand“ gedeutet und verbreitet)  wurde konstatiert, daß muslimische Araber/Muğâhidûn grundsätzlich bestrebt waren, ihre Gefechtstoten und -verletzten beim Rückzug mit sich zu nehmen; nur nach äußerst katastrophal verlaufender Schlacht sei man davon abgewichen (s. Bakaschmars Fluch, S.301)

In der o.e. Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau hieß es auch, daß zwei russische Militärangehörige welche einen Militärkonvoi des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm (vgl. Teil V) begleiteten, durch einen ISMörsergranatenangriff nahe Dair az-Zaur getötet wurden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i31423-kampf_gegen_terroristen_im_nordosten_syriens_geht_weiter_2_russische_soldaten_get%C3%B6tet)

Beim zweitägigen 9. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika), welcher am Montagmorgen, 4.9.2017,  in der südchinesischen Stadt Xiamen eröffnet worden ist, haben die Staatschefs dieser Länder ihre volle Unterstützung für den in Astana und Genf zur Lösung der Syrien-Krise eingeschlagenen Pfad bekundet. (http://www.sana.sy/?p=620450, http://sana.sy/en/?p=113090)

Terroranschlag vom 4.9.2017:
Im N der Provinzhaupt- und Hafenstadt al-Lâḏa­qiyya, wo sich früher die meisten Kämpfe gegen die Terroristen abgespielt haben, verbliebene Reste davon Raketen auf den Stadtteil Qunainiṣ abgefeuert und dort ein Haus beschädigt.  (http://sana.sy/en/?p=113122, http://www.sana.sy/?p=620587)

US-geführte Koalition - Bombardements auf ar-Raqqa, Photo: SANA

US-geführte Koalition – Bombardements auf ar-Raqqa, Photo: SANA

Trotz der wiederholten heftigen Proteste von Regierungsseite seit Beginn der (völkerrechtswidrigen) Operationen der US-geführten Koalition in Syrien, auch vor den UN (vgl.u.) führen deren Kampfflugzeuge ihre Bombardements am 4.9.2017 – unter der Behauptung gegen IS-Stellungen vorzugehen –  gegen zivile Ziele fort. So kamen laut Angaben von Bewohnern bei den Luftangriffen am an-Naʽîm-Kreisverkehr in ar-Raqqa mindestens 14 Einwohner ums Leben, viele wurden verletzt. Die Opferrate könnte noch steigen, da wie üblich auch immense Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur angerichtet wurde und unter den Trümmern noch (Leichen von) Menschen liegen könnten. (http://sana.sy/en/?p=113131, http://www.sana.sy/?p=620732)

ʽUqairbât ist befreit – IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur wird in Kürze gebrochen!

Gouverneur von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Gouverneur von Dair az-Zaur, Photo: SANA

In Dair az-Zaur selbst brach am Sonntag, als der herannahende Entsatz in Sicht kam unter der Bevölkerung trotz noch andauernder Belagerungssituation durch den IS und affiliierte Terrorruppen seit nunmehr über drei Jahren spontaner Jubel aus. Der Gouverneur der Provinz, Muḥammad Ibrâhîm Samra, mit Sitz in Dair az-Zaur, berichtete in einer Erklärung vom Mo., 4.9.2017, am Abend hätten sich die Bewohner auf den Straßen und Plätzen zu Feiern zusammengefunden. Bislang hätten sie ungeduldig und mit Spannung die Berichte über das Herannahen der SAA-Einheiten samt Alliierten aus dem Westen und ihren Siegen mitverfolgt. Wörtlich übermittelte der Gouverneur: „The residents of the war-torn city have endured the lack of food and the daily terrorist attacks with mortar shells, not to mention the sacrifices of the martyrs from the city who died defending the ho­meland. … But today, they are filled with joy waiting to welcome the heroes of the Army, who are going to break the siege.”
In Anerkennung der Leistungen der Regierungsbehörden führte er zudem aus, daß „despite the siege, establishments of Deir Ezzor continued to work… for instan­ce, the bakeries produce some 25 tons of bread daily and about 1000 bread packages are distributed for free, water is bumped weekly and the medical center and the Military Hospital are open for 24 hours, and a pharmacy, which opened two months ago, provides medicine for free.” (trotz der Belagerung würden aufgrund der Versorgung aus der Luft täglich  z.B. 25 Tonnen Brot gebacken, 1.000 Brotpackungen gratis verteilt, Wasser werde wöchentlich ausgegeben, die medizinischen Versorgungszentren und das Militärhospital seien 24 Stunden am Tag geöffnet, die seit zwei Monaten eröffnete Pharmazie stelle kostenlos Arznei zur Verfügung). Zudem machte er deutlich: „an oxygen plant was established for distributing oxygen cylinders to the hospitals“, dazu würden 41.000 Tonnen an Weizen und an die 70.000 L Diesel monatlich allein an die Bäckereien ausgegeben, um deren Betrieb für die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.  Dazu kämen 100 Tonnen an Hilfsgütern wöchentlich zur Verteilung an die Einwohner. (http://sana.sy/en/?p=113077, http://www.sana.sy/?p=620432)

Vor ʽUqairbât, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113058 und http://www.sana.sy/?p=620109 (Zusammen mit den unterstützenden Streitkräften Rückeroberung und Befreiung von ʽUqairbât, dem in der Provinz Ḥamâ verbliebenen größten IS-Stützpunkt (vgl.u.), zusammen mit Masʽada und der Rasm Qanbar Farm im Umkreis erstgenannter Stadt im Osten der Provinz nach intensiven Angriffen gegen  die vom IS errichteten Barrikaden und Stellungen mit Zerstörung derselben, angepaßt an und mit Rücksicht auf die Situation der als menschliche Schutzschilde von den Terroristen mißbrauchten Bürger; nach dem Zusammenbruch ihrer Stellungen befanden sich die noch mobilen IS-Anhänger in heillosem Chaos und flohen in Massen unter Zurücklassung ihrer Waffen und Munition, obwohl in den Gefechten mindestens 120 von ihnen getötet und noch mehr verwundet worden waren; im Anschluß durchkämmten Spezialeinheiten das Gebiet und entfernten  die vom IS auf den Straßen, Plätzen und in Häusern angebrachten Minen und Sprengsätze; danach konnte das Terrain als vollkommen gesichert gelten; im weiteren Vormarsch kam es zu einigen heftigen für den Feind verlustreichen Zusammenstößen mit versprengten IS-Trupps bei dem Dorf Masʽûd und weiteren kleinen Orten im Umkreis; die Truppe befindet sich im Vormarsch auf das Dorf Ḥamâdî  ʽUmar westlich von ʽUqairbât  und dem nächstgrößeren IS-Stützpunkt mit dem Ziel, auch diesen alsbald unter Kontrolle zu bringen.
Während sich aus dem W die Entsatztruppe heranarbeitet (vgl.u.) erfolgreicher Überfall auf eine Reihe von IS-Barrikaden am SW-Rand von Dair az-Zaur beim sog. Regiment 137 auf dem Terrain des Wasserwirtschaftsamts mit Eliminierung etlicher IS-Terroristen und Einziehung der von den Flüchtenden hinterlassenen Waffen samt Munition durch einen Teil der Provinzhauptstadt stationierten Soldaten; einer von ihnen berichtete: „We carried out at dawn a successful raid against one of ISIS terrorists’ barricades in the direc­tion of the Water Resources area through crawling and infiltrating it and throwing several bombs when we almost approached the area, killing all the terro­rists at the site.”, ein Kamerad ergänzte, unter den erbeuteten Waffen hätten sich etliche Panzerfäuste und drei Ladungen mit Trägerraketen befunden; darauf seien viele IS-Anhänger desertiert; SAAF und Hubschrauber führten zudem Luftangriffe gegen IS-Standorte, Schlupfnester und Nachschublinien im SW-Umland durch mit erheblichen Feindverlusten als Folge; daher herrsche laut lokalen Quellen im Westteil ziemliche Konfusion unter den IS-Kämpfern, wobei in den Luftangriffen mindestens 72 von ihnen getötet, noch mehr verwundet worden seien. – Unterwegs nach Dair az-Zaur erfolgreiche, wenn auch harte Gefechte der heranrückenden Entsatztruppe gegen IS-Einheiten zwischen dem erst kürzlich befreiten as-Suḫna (s.u.) und Huraibiša beim Dorf Kabâğib, ca. 50km südwestlich der Provinzhauptstadt bei erheblichen Feindverlusten; IS-Flüchtende wurden auch per Helikopterunterstützung bis weit in die Große Wüste (al-Bâdiyya) hinein verfolgt und verbliebene IS-Gruppen und letzte Befestigungsanlagen im Gebiet vernichtet; anschließend wieder Durchkämmung des Areals nach hinterlassenen Minen und Sprengfallen mit Entfernung derselben. – Derweil berichteten Einheimische, es ergriffen immer mehr IS-Leute einschließlich Führungspersonal die Flucht, wie z.B. der sog. IS-Amîr (داعش أمير) in al-Kabar namens ʽAlî Ḥağğ ar-Rağab; zur Abschreckung seien andererseits in den Städten in al-Bû Kamâl und Ġarânîğ sieben Einwohner exekutiert worden, während IS-Leute das Feuer auf eine Gruppe Einheimischer eröffnete, die den Grenzüber­gang al-Ḥawâyiğ zu passieren suchten, wovon eine Person in ʽIyâš tödlich getroffen wurde; dagegen entbrannte im Dorf al-Bû Maṭar ein heftiger Kampf zwischen Bewohnern und IS-Kämpfern, als letztere eine Frau mit Kind daran zu hindern suchten, über den Fluß vor ihnen zu fliehen.
Schließlich langte die Entsatztruppe nach schwierigem kräftezehrenden Marsch von hunderten Kilometern (mit zahlreichen Gefechten unterwegs) durch die schroffe, trocken-heiße Geröllwüstenlandschaft, deren teils hohe Berge vom IS für Führungsstände, Kommandozentren, Depots und Feldlazaretten untertunnelt sind, unmittelbar an Dair az-Zaur heran.)

vor Dair az-Zaur, Photo: SANA

vor Dair az-Zaur, Photo: SANA

Terroranschlag vom 3.9.2017:
Durch Scharfschützenfeuer auf den Stadtteil az-Zahrâ´ in Aleppo kam ein Bewohner ums Leben. (http://sana.sy/en/?p=113067, http://www.sana.sy/?p=620206)

Terroranschlag vom 2.9.2017 (2. Tag des ʿĪd al-Aḍḥā):
Im östlichen Umland von Salamiyya im Ostteil der Provinz Ḥamâ, wo derzeit der IS herbe Niederlagen erleidet (vgl.u.), haben IS-Terroristen Raketen auf  die östlichen Teile der Stadt gerichtet und dort beträchtliche Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum angerichtet. Leider wurden zudem acht Personen, meist Kinder verletzt. (http://sana.sy/en/?p=113051, http://www.sana.sy/?p=620020)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=113039 und http://www.sana.sy/?p=619291 (Wie teils schon am Vortag berichtet, startete eine SAA-Gruppe in Dair az-Zaur einen erfolgreichen Blitzangriff auf ein IS-Hauptquartier  mit Bunker des IS auf dem Tala ʽAlûš tötete die Terroristen dort, zerstörte den IS-Stützpunkt, konfiszierte eine Menge Waffen und Munition und kehrten ohne Verluste zurück; außerdem erfolgten effektive präzise Luftangriffe der SAAF zusammen mit russischen Kampffliegern auf IS-Stellungen und -Befestigungsanlagen im Wâdî  aṯ-Ṯarda, dem al-Bânûrâmâ-Areal, um den Friedhof, im Stadtteil ar-Raša­diyya und den Dörfern al-Bu­ġa­iliyya und ʽIyâš  westlich der Provinzhauptstadt.)
Das russische Verteidi­gungsministerium berichtet bereits am Sa., 2.9.2017 von der Einnahme der lokalen IS-Hochburg ʽUqairbât (Aker­bat)  in der Provinz Ḥamâ durch die SAA mit Unterstützung russischer Kampfflieger (https://sptnkne.ws/ftRE), während die Berichterstattung aus Syrien wegen des mindestens dreitägig begangenen islamischen Hochfestes dies noch nicht gebracht hat.

SAA-Einheit, Photo: SANA

SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.9.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=112986 und http://www.sana.sy/?p=619291 (Befreiung von neun weiteren Orten im Ost-Umland von Sa­lamiyya /Provinz Ḥamâ von der IS-Besetzung in einer großangelegten Militäroperation von drei Achsen her, nämlich von: Ṣalbâ mit umliegenden Anhöhen, Rasm al-Mazriʽ, Zanûbâ, Tuwaina, Ḥasû, Mukaimin Šamâlî, Mukaimin Ğanûbî, Ṭayyiba Dakîğ und Ğab al-Abyaḍ unter erheblichen Feindverlusten mit nachfolgender Durchkämmung des Gebiets und Entschärfung bzw. Abbau der vorgefundenen, von den Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengfallen wie weiterer Barrikaden, um den Vormarsch der Armee auf ʽUqairbât (zu dessen Bedeutung s.u.!) zu behindern. Ebenso erfolgreiches weiteres Vorrücken gegen den IS im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Rückeroberung eines Gebiets von 12km mal 14km nördlich von Manûḫ bis hin zum Ğab al-Ğarâḥ-Gebiet unter heftigen Feindverlusten. Zerstörung von IS-Stellungen, -Fortifikationen und motorisierten Trupps  in präzisen Luftangriffen der SAAF, unterstützt von russischen Kampffliegern im Bereich von Dair az-Zaur im Wâdî aṯ-Ṯarda, um das al-Bânûrâmâ-Areal, dem Friedhof, im Stadtteil ar-Raša­diyya und den Dörfern al-Bu­ġa­iliyya und ʽIyâš westlich der Provinzhauptstadt; unter der Deckung durch Militärhubschrauber  Rückeroberung  des enormen Areals tief in der Großen Wüste (al-Bâdiyya) bis zur Grenze der Provinz Dair az-Zaur von as-Suḫna, ca. 70km östlich von Ḥomṣ aus. )

Am Sa., 2.9.2017, gab das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt, daß die SAA erfolgreich auf  Dair az-Zaur vorrücke, um den seit über zwei Jahren bestehenden ISBelagerungsring um die Provinzhauptstadt zu sprengen. Mit dem in Bälde zu erwartenden Sieg über den IS in Dair az-Zaur werde auch die endgültige Eliminierung des IS in Syrien eingeläutet. Daran änderten auch die Versuche der Terrororganisation nichts, den SAA-Vormarsch mit Autobomben, Verminungen und Artillerieposten um die Stadt etc. aufhalten zu wollen. Wörtlich hieß es in der Erklärung: „Daesh militants are not giving up their efforts to halt the advance of Syrian troops by moving armo­red vehicles, off-road vehicles with mounted heavy machine guns, arms and ammunition to the Deir Ez-Zor area and by setting up new positions reinforced with artillery systems and mortars.”  Zu den Leistungen der russischen Kampfflieger der letzten beiden Tage wurde gemeldet: „Over the past two days, Russian planes have destroyed 9 pie­ces of hardware, including two tanks, 6 artillery nests, one homemade multiple r