Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil V (Zu den anhaltenden zahlreichen Veröffent- lichungsproblemen s. hier!)

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Liebe Leser! Nunmehr seit 80 Tagen ist das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
(Die inzwischen notwendig gemachte) Fortsetzung ist zu finden auf Teil VII

Rußlands Rußlands Außenminister Lawrow in Ankara am 14.8.2018, Photo: SANA

Während in (deutschsprachigen) westlichen Massenmedien am 14.8.2018 zusammengefaßt die Rede davon ist, um Idlib hätten sich die letzten Regimekritiker zurückgezogen, welche dem Machthaber in Damaskus ein Dorn im Auge seien und daher demnächst von dessen Armee angegriffen würden, was neue Flüchtlingsströme auslösen werde, ergeben die zusammengetragenen Fakten ein anderes Bild (vgl.u.). Schließlich ist bekannt, daß die UN-gelistete und aufgrund von UNSC-Resolutionen zu bekämpfende Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra mit Untereinheiten bzw. affiliierten Terrorgruppen seit Jahren dort die Kontrolle innehat (vgl.u.) und ähnlich wie der IS die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Dorthin wurden auch zum Schutz der ansässigen Bevölkerung immer wieder Militante ausgeschafft, die vor Ort der SAA unterlegen, entsprechende Abkommen nach Ablieferung ihrer schweren und mittleren Waffen geschlossen hatten (vgl.u.).
Mit diesem Sachverhalt übereinstimmend wies Rußlands Außenminister Sergei Lawrow am 14.8.2018 in der zusammen mit dem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu veranstalteten Presseerklärung in Ankara darauf hin, daß die in Astana erarbeiteten Bestimmungen für die De-Eskalationszonen – wovon eine Idlib miteinschließt – nicht auf Terroristen anwendbar seien (dazu s.u.). *Zum anderen bestehe die Pflicht und auch das Recht des syrischen Staates zum Schutz seiner Bürger auch in diesem Gebiet die Terroristen zu eliminieren wie auf dem gesamten Staatsterritorium. Bei diesem Counterterrorismus werde Rußland weiterhin unterstützen.
Zu den gegen alle drei Garantenstaaten der Astana-Vereinbarungen, nämlich Rußland, den Iran und die Türkei verhängten US-Sanktionen, bemerkte er, daß die Stoßrichtung damit eindeutig gegen die Maßnahmen dieser Konferenzen gerichtet sei, die bisher so erfolgreich den Weg zur politischen Lösung der Krise in Syrien gebahnt hatten. Dieser Umstand könnte Einfluß insbesondere auf die [wohl künftigen] Ergebnisse der Astana-Gespräche haben.
In Syrien selbst stehe nun der Wiederaufbau und die [weitere] Rückführung der Flüchtlinge an. Das sollten die West-Regierungen unterstützen.(https://sana.sy/en/?p=144791, https://www.sana.sy/?p=798280) – *Bzgl. der Garantenmacht Türkei war mehrfach aus Damaskus die Kritik ergangen, daß sie – obwohl mit der Operation Olivenzweig (s.u.) einen aggressiven Akt vollführend, nicht gegen die Terroristen im Gebiet ihrer Verantwortung vorgehe (dazu vgl.u.).

Internationale Medienvertreter in Syrien zur Überprüfung der Situation für die Rückkehr von Flüchtlingen, Photo: SANA

Nach Rückkehr einer weiteren Gruppe von Flüchtlingen aus dem Libanon am Vortag (https://www.sana.sy/?p=797663, https://sana.sy/en/?p=144701) fand sich am Di., 14.8.2018, eine 47-köpfige, international zusammengesetzte Journalistengruppe am Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs ein, um zunächst die neuen Einrichtungen sowie das Übergangswohnzentrum mit seinen vielfältigen Dienstleistungen einschließlich medizinischer und Lebensmittelversorgung selbst in Augenschein zu nehmen. Geprüft und dokumentiert werden auch die vom Staat bereitgestellten Hilfsmöglichkeiten, die eine sichere Rückkehr garantieren. Auch befreite Gebiete standen auf dem Programm, um die Situation dort zu erkunden. Zunächst ging es in die Stadt Yaldâ in Ost-al-Ġûṭa (vgl.u.), wo die Wiederherstellungsarbeiten z.B. an Schulen und Kliniken zu sehen waren wie auch die bis zu der Fertigstellung der letzteren vor Ort tätigen Gesundheitszentren.
Der Erziehungsminister Dr. Hazwân al-Waz informierte die Reporter persönlich über getroffene Maßnahmen für die Schulen in den durch die SAA von der Terroristenherrschaft befreiten Gebieten. Alles werde bereitet, damit die schulpflichtigen Kinder ab dem kommenden Schuljahr in den normalen Bildungsprozeß eingegliedert werden können [im Einzelnen dazu s.u.!].
ʽAbdurraḥman al-Ḫaṭîb, Bürgermeister des Ortes al-Ḥarğala und damit Verantwortlicher auch für das Übergangswohnzentrum gleichen Namens erklärte den Journalisten, derzeit wohnten dort 700 Personen, doch schon am nächsten Tag kämen 1.500 weitere und noch mehr aus den evakuierten Städten Kafarayâ und al-Fûʽa (s.u.), so daß die Zahl von 7.000 Bewohnern erreicht werde. Für all diese sei vorgesorgt. (https://sana.sy/en/?p=144756, https://www.sana.sy/?p=798105 je mit Photostrecke!) – Al-Ḥarğala bot zuvor schon Evakuierten aus verschiedenen Landesteilen vorübergehende Zuflucht. Diese konnten bereits in ihre Heimatorte zurückkehren (dazu s.u.).

Auch der Abschluß aller Vorbereitungen zur Aufnahme der aus Jordanien zurückkehren Flüchtlinge am Grenzübergang Naṣîb konnte am 14.8.2018 bekanntgegeben werden. Es werden Hunderte erwartet. (https://www.sana.sy/?p=798195)

In einer Pressekonferenz des Koordinationsauschusses für die Rückkehr syrischer Vertriebener aus dem Ausland (zur Einrichtung vgl.u.) machte dessen Leiter, der Minister für lokale Verwaltung und Umwelt, Ḥussain Maḫlûf, am 13.8.2018 deutlich, die Türen der Heimat stünden offen, damit alle Vertriebenen sicher zurückkehren könnten. Dies sei eine erklärte Priorität der Regierung in Damaskus.
Deshalb habe dieselbe die Prozeduren für die Wiedereinreise vereinfacht und Programme aufgelegt, die den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben erleichtern und damit die Grundlage für ein ordentliches (Englisch: decent) Auskommen der gesamten Familie schaffen helfen.
Mit Zunahme der von der Terroristenherrschaft befreiten Gebieten seit auch der Wiederaufbau massiv vorangeschritten, was sich in der Rückkehr von bislang mehr als drei Millionen Binnenvertriebenen in ihre Heimat(orte) in Aleppo, dessen Umland (d.i. Rîf), dem Rîf von ar-Raqqa, Dair az-Zaur, dem Rîf Dimašq, Ḥomṣ und al-Lâḏa­qiyya niedergeschlagen habe. Die Rückreisewelle habe über die geföffneten Grenzübergänge bereits auch aus dem Ausland [z.B. aus dem Libanon (s.u.) und Jordanien] begonnen.
Der Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten und Expatriierte, Dr. Faiṣal-Miqdâd, hob hervor, daß die Ausreise der in Rede stehende Syrer gezwungenermaßen aufgrund des im Land um sich greifenden Terrorismus´ und der gegen Syrien verhängten Sanktionen [zu deren Einstufung s. Teil III, Teil IV] erfolgt sei, die für die Syrer die Sorge für den eigenen Lebensunterhalt massiv beeinträchtigt hätten. Er fügte hinzu, daß jegliche Hilfen für die Syrer bedingungslos erfolgen müßten. auch er betonte, daß die Regierung Maßnahmen zur Erleichterung der Rückkehr getroffen habe und mit den UN zusammenarbeite, mit denen man darüber einig sei, daß die Rückkehr freiwillig und unter Bewahrung der Würde aller Rückkehrer zu erfolgen habe.
Schließlich rief das Ausschußmitglied Generalmajor Ḥassan Ḥassan, Direktor der politischen Verwaltung der SAA, die westlichen Regierungen auf, die für die syrische Bevölkerung so schädlichen Sanktionen endlich aufzuheben, da dies der Rückführung der syrischen Flüchtlinge helfe. Einen zusätzlichen Anreiz zur Rückkehr böten viele Arbeitsstellenangebote.
(https://sana.sy/en/?p=144738, https://www.sana.sy/?p=798010)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.8.2018 informieren: (https://sana.sy/en/?p=144709, https://www.sana.sy/?p=797886 (Beim Vormarsch in die Tiefe der Bâdiyya (Geröllwüste) im NO von as-Suwaidâ´ nach für den IS verlustreichen heftigen Gefechten wurden Marqab Qabyân, Ḥuwiyya Ġuṣain, al-Kusaira und Tal Abû Ġânim im N und NW der Tulûl aṣ-Ṣafâ befreit und die verbliebenen Extremistenansammlungen weiter eingekreist und deren Versorgungsrouten gekappt. IS-Stützpunkte wurden zerstört, überlebende flüchtende IS-Kämpfer verfolgt. Die Taktik wurde den schwierigen Geländeverhältnissen angepaßt. Gleichzeitig nahmen sich Kampfmittelräumdienste der vom IS hinterlassenen Mienen und Sprengsätze an.)

Auch der Abschluß aller Vorbereitungen zur Aufnahme der aus Jordanien zurückkehren Flüchtlinge am Grenzübergang Naṣîr konnte am 14.8.2018 bekanntgegeben werden. Es werden Hunderte erwartet. (https://www.sana.sy/?p=798195)

Am Montagabend fing die Luftabwehr des russisch genutzten Fliegerhorsts Ḥumaimîm dieses Mal sogar fünf Kampfdrohnen in sicherer Entfernung ab. (https://sana.sy/en/?p=144753, https://www.sana.sy/?p=798175)

Laut Angaben des letzten UN-Beobachterberichts vom 13.8.2018 existieren noch 20 bis 30.000 IS-Terroristen in Syrien, dem Irak und Libyen. Offiziell heißt es: „The number of Daesh members in Iraq and Syria is between 20 to 30 thousands who are equally distributed in the two countries.” In Libyen wird die Zahl auf 3 bis 4.000 geschätzt. (https://sana.sy/en/?p=144747)

Terroranschlag vom 13.8.2018:
Infolge der Detonation eines von den Terroristen im landwirtschaftlichen Gebiet des Dorfes Sunaisil im Nord-Rîf von Ḥomṣ ausgelegten Sprengsatzes wurden zwei Anwohner getötet. (https://sana.sy/en/?p=144712, https://www.sana.sy/?p=797861)

Terroristen-Zerstörungen im archäologischen Gelände von Nabî Hûrî, Photo: SANA

Nach Auskunft von Dr. Maḥmûd Ḥamûd, dem Generaldirektor des DGAM (General Directorate of Antiquities and Museums), haben die von der türkischen Regierung unterstützten Terroristen im Raum ʽAfrîn erhebliche systematische Zerstörungen und zerstörerische Raubgrabungen mit Bulldozern im Bereich des Ausgrabungsgeländes von Nabî Hûrî (dem antiken Cyrrhus) im Umland von ʽAfrîn im nördlichen Teil der Provinz Aleppo angerichtet, wie übereinstimmende Berichte von dort aussagten. Etliche Monumente seien auf der Suche nach Schätzen oder Schmuggelbaren Artefakten beschädigt worden, vor allem an der westlichen Einfriedung, der pyramidale Bau über dem Schrein von Nabî Hûrî, das altrömische Haus mit seinem Bodenmosaik. Dafür standen jetzt mitten im archäologischen Gebiet Betonbauten. Daß die syrischen archäologischen Zeugnisse der türkisch besetzten Gegend so behandelt würden, könne kein Zufall sein sondern weise auf mutwillige Tilgung des syrischen Erbes hin. (https://sana.sy/en/?p=144666, https://www.sana.sy/?p=797574) – Sogar Amnesty International hatte am 2.8.2018 von der Türkei, für den Stop der im türkisch okkupierten NW-Syrien begangenen Verbrechen zu sorgen (vgl.u.).

Die von den Massenmedien am 12.8.2018 erwähnte Explosion eines Waffenlagers eines Waffenhändlers (!) in der Stadt Sarmadâ nahe der Grenze zur Türkei (!) im von Terroristen kontrollierten Gebiet der Provinz Idlib in NW-Syrien wurde nur von den Terrorgruppen nahestehenden Medien gemeldet. Seit die Extremisten, hauptsächlich Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte, dort die Kontrolle übernahmen, kam es immer wieder zu Anschlägen untereinander rivalisierender Gruppen. Dies zeigt die Gesetzlosigkeit, unter der die Bürger jener Gegenden auch zu leiden haben. Bei dem Vorfall sollen 39 Zivilisten einschließlich Frauen und Kinder ums Leben gekommen sein. (S. Ammo Depot Explosion Kills Dozens In Syria’s Northern Idlib (Photos))

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144645, https://sana.sy/en/?p=144642 und https://www.sana.sy/?p=797166, https://www.sana.sy/?p=797186 (Während des Vormarsches auf die al-Ġâb-Ebene zu zerstörten die Truppeneinheiten angetroffene Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten einschließlich einer fernzündbaren Autobombe, zurückgelassen auf der Straße zwischen Ğisr aš-Šuġûr und as-Sirmâniyya mit Vernichtung aller Terroristen, darunter ʽAbdurraḥîm al-ʽAbdû. Die Artillerie bekämpfte effektiv und akkurat die Terroristenstellungen und Basen von al-Ḥizb at-Turkistânî im Umkreis der Städte Zaizûn und Qalîdîn im NW-Rîf von Ḥamâ.
In der östlichen Bâdiyya (Geröllwüste) von as-Suwaidâ´ wurde nach Eliminierung der meisten vorgefundenen IS-Terroristen in heftigen Kämpfen die Kontrolle über die gesamte östliche Verwaltungsgrenze wiederhergestellt wie auch über Tal Manaṭ al-Ḥiṣân mit Vormarsch auf Arḍ al-Baiḍâ und ar-Raḥba zu in Richtung der Verwaltungsgrenze zum Rîf Dimašq. Nach Kappung sämtlicher Ausfall- und Nachschubrouten verengt sich die Umklammerung der im Gebiet der Tulûl aṣ-Ṣafâ verbliebenen IS-Terrortrupps immer mehr. Derweil fahren die Kampfmittelräumdienste mit ihrer Arbeit in den befreiten Arealen fort.)

Brunneninstandsetzung in al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Kaum ist das Gebiet von al-Qunaiṭra von Terroristen befreit, wurden bereits wieder 17 Trinkwasserbrunnenanlagen instandgesetzt und ins Trinkwassernetz eingespeist. (https://www.sana.sy/?p=797315 vom 12.8.2018)

Nach Beseitigung der von den Terroristen errichteten Barrieren, Erdhaufen und Trümmern konnte am 12.8.2018 die Verbindungsstraße zwischen Darʽâal-Yâdûdaal-Muzairîb wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden. (https://www.sana.sy/?p=797254)

In der Industriezone von Aleppo konnten 1300 Produktionsstätten wieder ihren Betrieb aufnehmen. (https://www.sana.sy/?p=797241 vom 12.8.2018)

Künstler aktiv in Terroristentunneln von Ğaubar/Ost-al-Ġûṭa, Photo: SANA

Eine Künstlergruppe um den Skulpteur und SAA-Soldaten Muhannad Muʽallâ (Muhannad Moualla) hat sich der Untertunnelung in Ğaubar/Ost-al-Ġûṭa durch die Terroristen angenommen und sie mit Reliefs ausgeschmückt. Eine Galerie mit eindrucksvollen Beispielen ist einzusehen auf: https://sana.sy/en/?p=144585.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144567 und https://www.sana.sy/?p=796710 (Nach heftigen Gefechten mit IS-Trupps an manchen von deren Stellungen im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ rückte die Armee mit unterstützenden Kräften am Nachmittag vor und befreite die Orte Ḫirbat al-Ambâšî, al-Hîbariyya, Šahriyya, Rasûm Marûš, Zurai­biyya, Wâdî ar-Rumailân, Wâdî Šağara, Zamlat Nâṣir, an-Nahiyân und Qabr Šaiḫ Ḥussain und Tal ʽAlam tief in der Geröllwüste (Bâdiyya) wobei der IS heftige Verluste an Kämpfern und Ausrüstung, darunter zwei Kampffahrzeuge mit aufmontierten 23mm-Maschinengewehren, erlitt und seine Fortifikationen zerstört wurden. Weiteres Vorrücken nach vorbereitendem Artilleriebeschuß der befestigten Terroristenstellungen und -Verstecke auf Tulûl aṣ-Ṣafâ (vgl. Vortag und Bi´r aš-Šaiḫ Ḥussain zu.
Am Vormittag hatten andere Einheiten und Unterstützungskräfte bei ihrer Militäroperation gegen die IS-Reste und deren letzte Fortifikationen in den Tiefen der Bâdiyya die Verwaltungsgrenzlinie zum Rîf Dimašq (sozusagen „Damaskus Land“) erreicht, dabei dem Feind heftige Verluste zugefügt und Sadd az-Zalaf, Qalʽat al-Qadîma, Tulûl al-Qanṭara, Sûḥ an-Naʽâmâ und Ar al-Karâʽ befreit. Jeweils im Anschluß begannen die Kampfmittelräumdienste ihre Arbeit.)

Terroropfer in Behandlung, Photo: SANA

Terroranschläge vom 11.8.2018:
In ʽAnadân in Stellung gegangene Terroristen beschossen die Städte Nubul and az-Zahrâ´ nördlich von Aleppo mit etlichen Raketen. Dabei starben eine Frau, fünf weitere Personen, darunter drei Kinder, wurden verletzt und Wohnhäuser beschädigt. Die SAA reagierte mit präzisen Artillerieattacken auf die Abschußpunkte und eliminierte samt Terroristen. (https://sana.sy/en/?p=144572 und https://www.sana.sy/?p=796785)

Kurz nach Mitternacht fing die Luftabwehr am 11.8.2018 ein in den Luftraum von Dair al-ʽAšâ´ir westlich von Damaskus nahe der Grenze zum Libanon eingedrungenes Luftobjekt ab. (https://sana.sy/en/?p=144531, https://www.sana.sy/?p=796624)

Am 11.8.2018 informierte Verteidigungsminister Sergei Schoigu in Moskau die Presse darüber, daß durch die Unterstützung der syrischen Armee im Counterterrorismus und dank eines Rotationssystems gut 2/3 des fliegenden und technischen Personals der russischen Luftwaffe nun reichlich unmittelbare Kampferfahrung habe sammeln können. Wörtlich erklärte er: „Speaking about aviation, I would say that a greater portion, two thirds of flying and technical staff, received in-field practice and had extensive combat practice. We now have many young pilots with one hundred and more tactical missions. We made scheduled rotations, so that as much flying staff as possible could participate in this operation, in the operation against international terrorism. However, this refers to other services as well.“ (http://tass.com/defense/1016930)

Entminen durch Spezialkräfte der SAA, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144503 und https://www.sana.sy/?p=796427, https://www.sana.sy/?p=796399 (Entlang der Verwaltungsgrenze zur Provinz Idlib Vorgehen gegen Schlupfnester und Stellungen der Terroristengruppe Ḥizb at-Turkistânî, Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, im östlichen Teil der al-Ġâb-Ebene im Bereich der Dörfer Tal Wâ­siṭ, al-Manṣûra und az-Ziyâra, wobei zahlreiche Extremisten und deren militärische Ausrüstung eliminiert wurden. Zudem gezielte effektive Artillerieangriffe auf die Frontlinie von Ğabhatu_n-Nuṣra im NW von Ḥamâ mit Zerstörung von Stützpunkten im Umfeld von Kafar Nabûda und Tal aṣ-Ṣaḫar wie auch im N-Rîf gegen Stützpunkte der Katâ´ib al-ʽIzza [d.h. Einheiten von Ğaiš al-ʽIzza] in Maʽrkaba und al-Laṭâmina.
In der Geröllwüste von as-Suwaidâ´ weiteres Vordringen im Kampf gegen den IS in Richtung Sadd az-Zalaf, Tulûl aḍ-Ḍabʽa, aḍ-Ḍabîʽa, ʽAlam, aṣ-Ṣafâ und Ar al-Karâʽ mit Etablierung der Kontrolle über ein weiteres Areal von 40 km Tiefe im Ostteil der Provinz. Eliminierung eines Großteils einer Terroristengruppe in Ar al-Karâʽ mit Verfolgung von deren Resten nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten auf Tulûl aṣ-Ṣafâ zu, wo der IS eine befestigte Stellung unterhält. Zudem Zerstörung von IS-Stellungen in der Gegend samt deren Kampfwagen und weiterer Ausrüstung durch Artillerie- und SAAF-Angriffe. Parallel erfolgte das Entminen der kürzlich befreiten Gebiete durch SAA-Spezialeinheiten, die sich auch fernzündbare Autobomben in Ar al-Karâʽ widmeten. Später konnte noch ein IS-Schlupfnest im Areal von Bi´r Ḥussain östlich von Ḫirbat al-Umbâšî vernichtet werden.)

Wie schon am Vortag (s.u.) meldete auch am 10.8.2018 Alexei Tsygankow, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, daß dessen FlaG-System einen weiteren Angriff durch zwei Geschosse abgewehrt habe. Dieser sei wieder aus Norden der Hafenstadt al-Lâḏa­qiyya erfolgt, wo sich nach wie vor Terroristen aufhalten. (https://sana.sy/en/?p=144534, https://www.sana.sy/?p=796602)

SAA-Flugblatt für die Bevölkerung in Ost-Idlib, Photo: southfront.org

In Unterstützung der lokalen Bevölkerung im Ost-Rîf von Idlib, welche durch die Bedrohung seitens Ğabhatu_n-Nuṣra von Anhänglichkeitsbekundungen zur Regierung und Armee abgehalten werden soll, haben SAAF-Hubschrauber am 9.8.2018 tausende an Flugblättern abgeworfen. Zuvor hatte Ğabhatu_n-Nuṣra in dem terroristenkontrollierten Areal mit Verhaftungswellen unter den Bürgern und der Androhung der nachfolgenden Exekution für Schrecken gesorgt. Den Terroristen nahestehende Medien hatten darüber berichtet. In den Flugblättern macht die SAA per aussagekräftigen Bildern (mit Gegenüberstellung der Situation in Syrien vor und unter Terroristeneinfluß) und Text darauf aufmerksam: „Your cooperation with the Syrian Arab Army saves you from the control of militants and protects your lives and the lives of your families.” (Ihre Kooperation mit der SAA rettet sie aus der Kontrolle der Militanten und schützt Ihr Leben und die Ihrer Familien). (S. Syrian Millitary Drops Thousands Of Leaflets Over Idlib (Photos))

Terroranschlag vom 10.8.2018:
Bei der Explosion einer durch Ğabhatu_n-Nuṣra zur Sprengstoff-Fabrik umgewandelten Teppichfaktorei in Maḥğa, ca. 45km nördlich von Darʽâ wurden vier Personen getötet und mehrere unterschiedlich schwer verletzt. (https://sana.sy/en/?p=144507 und https://www.sana.sy/?p=796414)

SAA-Panzer in Bâdiyya von as-Suwaidâ´, Photo: al-Suwaida24

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144488 und https://www.sana.sy/?p=796065 (Weiteres Vordringen in der Bâdiyya (Geröllwüste) im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ nach heftigen, für die angetroffenen IS-Terroristen recht verlustreichen Gefechten bis in eine Tiefe von 35km. Dabei wurde die Kontrolle über folgende bedeutende Örtlichkeiten und Anhöhen wiederhergestellt: Ar al-Karâʽ, Tulûl aṣ-Ṣafâ, ahrat Râšid, Bi´r an-Nuʽaima, Bi´r as-Salâsil und Bi´r aṣ-Ṣût (letztere verfügen dem Namen nach über Wasserstellen!). Während die Kampfmittelbeseitiger sich der von den Terroristen in den Dörfern, an Straßen und auf den beherrschenden Anhöhen zahlreich angebrachten Minen und in Stellung gebrachten Autobomben erfolgreich annahmen, verfolgten andere Streitkräfte die in die Tiefen der Wüste geflohenen Extremisten; vorgefundene Fortifikationen wurden zerstört.
Weitere Armeeeinheiten vereitelten einen Angriffsversuch einer Gruppe IS-Terroristen auf Bi´r anNuʽaima, töteten eine Anzahl von ihnen und verfolgten die fliehenden Überreste; SAAF und Artillerie attackierten zudem effektiv IS-Verstecke und -Bewegungsachsen.) – Laut lokalen Quellen haben sich die IS-Terroristen in den stark befestigten Ort aṣ-Ṣafâ geflüchtet und dort verschanzt. (S. Syrian Army Liberates 2,000km2 In Northern Al-Suwayda (Video))

Syrien verurteilt die schrecklichen Verbrechen, ausgeführt von der durch Saudi-Arabien angeführten Koalition infolge der Angriffe auf den Jemen, insbesondere die jüngste Attacke gegen einen Konvoi, der Kinder beförderte, auf das Strengste, hieß aus dem Auswärtigen Amt in Damaskus am 9.8.2018. Wörtlich verlautete: „The Syrian Arab Republic condemns, with the strongest terms, the heinous crime perpetrated by Al Saud regime coalition against a convoy carrying children in Yemen, claiming the lives of a big number of the children.“ Dieses Vorgehen enthülle die blutige und brutale Natur jenes wahhâbitischen Regimes, das zudem als Hauptunterstützer des Terrorismus bekannt sei. Allerdings trügen auch jene Staaten eine Mitverantwortung, welche in unterschiedlicher Hinsicht erfolge. Allen voran gingen dabei die USA, Großbritannien und Frankreich. (https://sana.sy/en/?p=144485 und https://www.sana.sy/?p=795981)
Zu aufgedeckten Abmachungen zwischen der saudisch-geführten Koalition und al-Qâʽida im Jemen wie auch der US-geführten s. Die wahre Geschichte des Falls des islamischen Emirates von al-Mukallâ und ergänzend: https://apnews.com/69aea38d9d604071a8d44efc9962ea1aDetails of deals between US-backed coalition, Yemen al-Qaida” by Maggie Michael, Associated Press, 6.8.2018.

Abwehr eines Drohnenangriffs auf die russische Luftbasis Ḥumaimîm, Photo: Pars Today

Nach Mitteilung von Alexei Tsygankow, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, wurde von dessen Luftabwehr ein weiterer Kampfdrohnenangriff erfolgreich (d.h. ohne irgendwelche Schäden oder Beeinträchtigungen für die Arbeit der Basis) abgewehrt. Die Attacke ging wieder von dem von Terroristen besetzten Gebiet im Norden der Hafenstadt al-Lâḏa­qiyya aus. (https://sana.sy/en/?p=144494 und https://www.sana.sy/?p=796101)

Während der zweitätigen Tagung in Beirut hat der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Vereinten Nationen in Westasien (UNESCWA, d.h. United Nations Economic and Social Commission for Western Asia) unter Beteiligung von 50 syrischen und internationalen Experten zum Abschluß am 8.8.2018 die rein finanziellen – Kriegsschäden in Syrien mit 388 Mrd. US-$ beziffert. Ein vollständiger Bericht soll im September fertiggestellt sein. (http://parstoday.com/de/news/world-i42839-kriegskosten_in_syrien_mehr_als_388_milliarden_dollar)

Übergangswohnzentrum für Flüchtlinge in al-Ḥarğala, Photo: SANA

Gemäß Mitteilung von Igor Sergejew (engl. Schreibung: Sergeyev), als diensthabender Offizier Chef des interministeriellen Koordinationsstabs zur Rückführung der syrischen Flüchtlinge (vgl.u.) sind seit Beginn der russischen Militäroperation in Syrien 70.580 Frauen, 119.000 Kindern und 5.978 Männer aus dem Libanon sowie 318 Flüchtlinge aus Jordanien – zusammen 235.576 Personen – in ihre Heimat zurückgekommen.
Die Regierung in Damaskus hat am 8.8.2018 den Ausbau einer Flüchtlingssammelunterkunft im ursprünglichen Sport-Komplex der Gemeinde Hirjilla [al-Ḥarğala] im Rîf Dimašq bekanntgegeben, um sie den Binnenvertriebenen zur Verfügung zu stellen, die in großen Zahlen aus dem terroristenkontrollierten Gebiet der Provinz Idlib, d.h. der De-Eskalationszone, fliehen. Sie gleicht mit ihrer Infrastruktur eher einer kleinen Stadt. Darin gibtes laut dem Leiter der Einrichtung, ʽAbdurraḥman Ḥabîb, 724 Wohneinheiten, jeweils mit einem Aufenthaltsraum, Küche und Sanitäranlagen ausgestattet; ferner eine Einkaufsgelegenheit, für alles Notwendige, eine Schule und eine medizinische Station. Schwerer Erkrankte würden in Kliniken nach Damaskus gebracht.- Während in den ersten Jahren Flüchtlinge aus verschiedenen Provinzen dort untergekommen seien, waren es zuletzt die inzwischen wieder zurückgekehrten Flüchtlinge aus al-Ġûṭa. (http://tass.com/world/1016478, http://tass.com/world/1016409)

Bei den Waffenfunden in verwaisten IS-Depots wurden NO-Rîf von as-Su­waidâ´ auffallenderweise auch etliche Rasierapparate entdeckt, was darauf hindeutet, daß die Extremisten wohl planten, sich noch rechtzeitig vor Ankunft der SAA abzusetzen, indem sie zuvor ihre langen Bärte abrasierten. (S. Syrian Army Advances In Northern And Northwestern Al-Suwayda (Video, Photos) vom 8.8.2018) – Sich zu rasieren war den Bewohnern unter Terroristenkontrolle ja oft bei harten Strafen verboten gewesen!

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144432 und https://www.sana.sy/?p=795539 (Beim 27km-tiefen, weiteren Vordringen zusammen mit unterstützenden Trupps in der Bâdiyya im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ zur Beseitigung von IS-Zellen wurden weitere strategisch bedeutsame Ort und Anhöhen gesichert, so Tal Salîm, Tulûl az-Zalâqiyât (Anhöhen), Bi´r ar-Raṣîʽî und Bi´r al-Ḥariyya (Quellen!) sowie Tala ʽAṭâf, und Nachschubrouten unterbrochen. In der Folge entminten Ingenieurseinheiten die Gegend, während SAAF und Artillerie dem Feind mit gezielten präzise ausgeführten Angriffen heftig zusetzten und dabei IS-Fortifikationen, -Verstecke und -Ansammlungen eliminierten.)

Terroranschlag vom 8.8.2018:
Infolge der Detonation eines von den IS-Terroristen vor ihrer Eliminierung im Areals der Stadt aš-Šağara im al-Yarmûk-Becken zurückgelassenen Sprengsatzes wurden zwei kleine Mädchen, eines davon lebensgefährlich, sowie ein junges Paar verletzt. (https://sana.sy/en/?p=144406)

Wiedereröffnete Verbindungsstraße, Photo: SANA

Auch die Straße zwischen al-Baʽṯ und al-Ḥamîdiyya im Rîf von al-Qunaiṭra -Rîf konnte am 8.8.2018 nach Eliminierung der Terroristen in der Region wiedereröffnet und dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. (https://www.sana.sy/?p=795400)

In die einstmalige Terroristenhochburg al-Ḥamîdiyya (vgl.u.) in der Provinz al-Qunaiṭra können nach der SAA-Befreiungs- und Entminungsoperation wieder die vor den Terroristen geflohenen Bewohner zurückkehren, was sie zu Hunderten wahrnehmen, so daß sich in den hinführenden Straßen schon alle möglichen Transportfahrzeuge stauen. (https://sana.sy/en/?p=144380, https://www.sana.sy/?p=795094)

Ehepaar al-Assad im Krankenhaus (Krebsbehandlung von Frau al-Assad), Photo: SANA

Nach dem Motto, ein Übel kommt selten allein: In einer Kurzmitteilung des präsidialen Informationsbüros vom 8.8.2018 wurde von der Krebserkrankung der Frau des Präsidenten, Frau Asmâ´ al-Assad, berichtet. Der Tumor sei allerdings in einem frühen Stadium entdeckt worden, die Behandlung werde eingeleitet. (https://sana.sy/en/?p=144392, https://www.sana.sy/?p=795379) – In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß die westlichen, ohne UN-Grundlage gegen Syrien erlassenen Wirtschaftssanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] bekanntlich (vgl.u.) die humanitär Krise im Land bedeutend verstärkt haben und auch zu Problemen im medizinischen Bereich z.B. bei der Arzneimittel, Impfstoffversorgung geführt haben, betroffen waren vor allem auch auch Krebsarzneimittel.
An dieser Stelle sei schnelle und vollständige Genesung gewünscht!

Hilfskonvoi für Dar’â-Umland, Photo: SANA

Erneut ging ein weiterer Konvoi aus 24 LKW mit Lebensmitteln in die NW-Region der Provinz Darʽâ nach Nawâ ab, um die kürzlich befreiten Orte der Gegend zu Versorgen. dies werde weitergeführt, solange der Bedarf bestehe. (https://sana.sy/en/?p=144387)

Während sich die US-geführte Koalition im Gegensatz zu den den UN übermittelten Daten (s.u.) oder jenen von Amnesty International ermittelten gerade einmal zu 77 getöteten Zivilisten bei den Flächenbombardements auf ar-Raqqa vom Sommer 2017 bekennt (https://www.sana.sy/?p=795092, https://www.sana.sy/?p=795181) und durch weltweite Schlagzeilen bekannt ist, daß die meisten Toten noch verschüttet unter den Ruinen liegen (vgl.u.), wurde im Raum der Großstadt erneut ein Massengrab gefunden. Etliche weitere gebe es laut Meldung von Einheimischen, wie die syrische (auch online verfügbare) Tageszeitung al-Waṭan berichtet. Am Mi., 8.8.2018 wurde zunächst von der SAA ein Massengrab mit über 110 Körpern getöteter SAA-Mitglieder gefunden, die 2014 in Kämpfen mit dem IS in ar-Raqqa getötet worden waren. Doch ein Bericht vom Juli informierte über Massengräber mit 1.236 Leichen von Zivilisten, die bei den genannten Bombardements wie den Angriffen der US-unterstützten SDF in der Stadt umgekommen waren. Dies Leichenwurden in den Stadtbereichen Bânûrâmâ, dem ar-Rašîd-Sportstadium und dem Zoo gefunden, dort befänden sich noch viele weitere Massengräber, die derzeit eröffnet würden. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13970517000377)

Kämpfer der syrischen Sozialnationalistischen Parteiim einsatz gegen den IS in der Wüste von as-Suwaidâ´, Quelle s. Photo

Zu den die SAA unterstützenden Kampfeinheiten gehören auch die der syrischen Sozialnationalistischen Partei. Diese hat eine Photostrecke von ihrem Kampf gegen den IS im östlichen Teil der Provinz as-Suwaidâ´ veröffentlicht)

Aus einer am 7.8.2018 von Amnesty International (AI) veröffentlichten Erklärung geht hervor, daß diese Menschenrechtsorganisation eine Untersuchung der Angriffe der US-geführten Koalition auf ar-Raqqa mit der damit einhergehenden Tötung von Hunderten an Zivil­isten fordert. Vor allem müsse geklärt werden, warum es dazu kam. Demgegenüber gibt die o.e. Koalition – nach mehrfach wiederholten Beschwerden seitens der Regierung in Damaskus bei den UN (vgl.u.) – widerwillig nur eine sehr geringe Zahl ziviler Opfer zu. AI betont, die in ar-Raqqa lebenden Zivilisten verdienten eine faire und humane Behandlung und müßten eine Entschädigung erhalten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42806-ai_fordert_untersuchungen_%C3%BCber_us_kriegsverbrechen_in_syrien)

Während des Durchkämmens des Gebiets der Stadt al-Ḥâra und ihres engeren Umlands im NW-Rîf. von Darʽâ wurden in Zusammenarbeit mit der ansässigen Bevölkerung am 8.8.2018 wieder enorme Mengen an Waffen und Munition der besiegten Terroristen in zwei 8-12m tief angelegten Depots gefunden. Darin wurden u.a. Munition für Automatik und Maschinengewehre, zur Monatage auf SUVs, Panzergranaten, Mehrfachraketenwerfer mit Munition, weitere Granaten und Minen, 23mm- Flugabwehr-Maschinengewehre sowie Panzerabwehrraketen aus US- und israelischer Produktion zutage gefördert. In einem der beiden Depots wurden zudem Ausrüstungsgestände der berüchtigten White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) entdeckt, darunter Gasmasken, entsprechende Schutzkleidung und aktuelle Kommunikationsmittel entdeckt. (https://sana.sy/en/?p=144396 mit aufschlußreicher Photostrecke, s.a. https://sana.sy/en/?p=144406)

Auch im Nord-Rîf von Ḥomṣ stießen SAA-Soldaten im Gebiet von al-Ḥûla unter ähnlichen Umständen am 8.8.2018 erneut ein von den Terroristen zurückgelassenes Waffen- und Munitionsdepot mit Mehrzweck-Maschinengewehre und solche vom Typ mit 14,5mm, westliche Scharfschützengewehre für Militärzwecke (FAL sni­per rifles), Sturmgewehre, Granaten aus israelischer Produktion und große Mengen an unterschiedlichster Munition. (https://sana.sy/en/?p=144377)

SAA in der Wüste im NO von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144332, https://sana.sy/en/?p=144346 und https://www.sana.sy/?p=794768 (Im NO-Rîf von al-Lâḏa­qiyya Vereitelung eines Angriffsversuchs von Terroristengruppen auf das Dorf al-Ḥayât nördlich von ar-Rabîʽa mit Beibringung heftiger Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung gegenüber dem Feind – Dieser setzt sich in der Gegend aus Untergruppen von Ğabhatu_n-Nuṣra wie der Fraktion al-Ḥizb at-Turkistânî zusammen, welche türkischerseits Unterstützung genießt und durch Angriffe auf Wohnorte des Gebiets und SAA-Positionen zum Schutz derselben von sich reden machte.
Im äußersten Norden der Nachbarprovinz Ḥamâ wurden per Artillerieverstärkt durch unterstützende Truppen – Terroristenfortifikationen, Nachschubrouten in Richtung Süd-Rîf von Idlib und Positionen zur Beobachtung und als Angriffsausgangspunkte attackiert und zerstört bzw. unterbrochen und zwar in der Gegend der schon berüchtigt gewordenen Dörfer Laḥâyâ und al-Laṭâmina (vgl.u., frühere Nennungen), ca. 35km nördlich von Ḥamâ. – Als Terrorgruppen besonders bekannt sind in dieser Region Ğaiš al-ʽIzza und al-Ḥizb at-Turkistânî.
Während der gegenwärtigen Operation zum Durchkämmen der N- und NO-Bâdiyya von as-Suwaidâ´ auf der Suche nach versprengten IS-Zellen Vormarsch der von befreundeten Kräften, per SAAF, Artillerie und Panzern unterstützten Bodentruppen von 15km mit Erlangung der Kontrolle über etliche Anhöhen und Orte, nämlich aṭ-Ṭamṯûna, Ḥâwîyya al-ʽAbd, Wâdî al-Laḥaf, Ar az-Zubairiyât, Rasûm al- Manâṭîr, Wâdî aš-Šâm und Ra´s al-Ğamra im Ost-, NO- und SO-Rîf der Provinz nach präzisen und konzentrierten Angriffen nachmittags auf das IS-Hauptquartier im Areal von Qabr ašŠaiḫ Ḥussain östlich von Ḫirbat al-Umbâšî, 20km tief in der Bâ­diyya (Wüste] von as-Suwaidâ´, mit Eliminierung von über 70 IS-Extremisten, deren Waffen, Munition und SUV-Kampfwagen. Zudem Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs nahe al-Ḥuṣn und Arḍ al-Karâʽ mit Eliminierung etlicher IS-Kämpfer in heftigen Gefechten, überlebende Terroristen waren gezwungen in die Tiefe der Wüste zu fliehen.)

Nach Intensivierung der Kontakte des russischen Außenamts mit kurdischen Gruppen ist eine Aussöhnung zwischen diesen und der Regierung in Damaskus einen weiteren Schritt vorangekommen. Inzwischen wurde in Moskau die International Federation of Kurdish Communities gegründet. eine Delegation davon kam zu positiv empfundenen Gesprächen mit Vizeaußenminister Michail Bogdanow zusammen. (S. Moscow Intensifies Contacts With Kurdish Groups Amid Rapprochement Between Damascus And YPG vom 7.8.2018)

Rückkehrwelle in die von der SAA befreiten Orte, Photo: SANA

Nach Befreiung ihrer Wohnorte Ğabâtâ al-Ḫašab, Taranağa, Ûfâniyya und ʽAin al-Baia durch die SAA können die vor den Terroristen geflohenen Bewohner wieder dorthin zurückkehren. Die Rückkehrwelle hat am 7.8.2018 bereits eingesetzt. (https://www.sana.sy/?p=794582)

Gemäß Erklärung des Außenministeriums vom 7.8.2018 verurteilt Syrien aufs Schärfste die Entscheidung der US-Regierung, erneut Wirtschaftssanktionen gegen den Iran– einen von Syriens wichtigen Partnern im Counterterrorismus – zu verhängen. (https://www.sana.sy/?p=794647)

SAA in der Bâdiyya von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144276 und https://www.sana.sy/?p=794328 (SAAF und Artillerie setzten ihre Angriffe auf IS-Positionen und -Bewegungen in der Wüste im NO von as-Suwaidâ´ dort und vernichteten etliche Kampffahrzeuge der Terroristen im Gebiet von al-Waʽr, Ar al-Karâʽ, Mazârîʽ al-Ḫaṭîb, Ṣunaim Ġa­raz und östlich von Diyâṯa, Ḫirbat al-Ḥuṣn und Tal Razîn, 15-30 km von den Dörfern des Ost- und NO-Rîf entfernt. Den Extremisten wurden schwere Verluste auch an Kämpfern zugefügt.)

Terroranschläge vom 6.8.2018:
Jeweils der Detonation der durch die inzwischen besiegten IS-Terroristen vor einiger Zeit ausgelegten Sprengsätze fielen im al-Yarmûk-Becken im West-Rîf von Darʽâ in der Stadt al-Kuwiya drei Passanten zum Opfer, weitere 15 wurden verletzt. Das Schicksal der ersteren teilte auch eine 30-Jährige in Saḥm al-Ğaulân in derselben Gegend.(https://sana.sy/en/?p=144270, https://www.sana.sy/?p=794251)

Attentatsopfer Dr. ʽAzîz Isbar, Chef des Center for Scientific Research, Photo: SANA

Auch The New York Times (vom 6.8.2018) schließt sich laut SANA-Bericht vom 7.8.2018 der Einschätzung der Regierung in Damaskus – und so manch anderer -an, daß Dr. ʽAzîz Isbar, Chef des Center for Scientific Research (vgl.u.) einem Attentat des Mossad zum Opfer gefallen ist. Gemäß einer nicht genannten Geheimdienstquelle der US-Zeitung sei dies mindestens die vierte „assassination mission by Israel“ (Mordmission durch Israel) auf ausländischem Boden in den letzten drei Jahren gewesen. Die NYT beschreibt Dr. Isbar als einen führenden Raketenforscher. (https://www.sana.sy/?p=794640) – Der Wissenschaftler heißt tatsächlich – laut Schreibung im arabischen SANA-Artikel – „Isbar“ und nicht „Asbar“ wie in der New York Times verbreitet.
Laut der Tageszeitung Al-Waṭan war Dr. Isbar, der zugleich den Rang eines Generals inehatte, Leiter des sog. Sector 4 des Forschungszentrums für wissenschaft­liche Studien und eine führender Forscher bngl . der Entwicklung von Raketen und Marschflugkörper n. Als solcher sei er schon lange im Visier des Mossad gestanden. Offenbar ist noch nicht geklärt, ob er zusammen mit seinem Leibwächter und Fahrer im Auto durch eine dort angebrachte Sprengladung oder einen Kampfdrohnenangriff ums Leben kam. http://alwatan.sy/archives/161996 und http://alwatan.sy/archives/161983)

SANA teilte am 6.8.2018 die Ermordung des Chefs des Center for Scientific Research (vgl.u.) im Gebiet von Maṣyâf im W-Rîf von Ḥamâ vom 4.8.2018 mit. Das Forschungszentrum war zuvor schon Ziel von Luftangriffen der israelischen Luftwaffe wie auch von Luftangriffen der US-geführten Koalition gewesen (vgl. jeweils u.). Dr. ʽAzîz Isbar als einer der führenden Wissenschaftler des Landes kam infolge Sprengstoffanschlags auf sein Auto ums Leben. Nach Einschätzung in Damaskus ist dies der (vorläufig?) letzte Versuch ausländischer Feinde – vor allem aus den USA und Israel – die Zukunft Syriens zu sabotieren, was bislang mittels des durch jene inszenierten Terroristenkrieges gescheitert sei. Die Tat zeige den typischen Fingerabdruck des Mossad bzw. von US-Geheimdiensten und solcher der Golf-Scheichtümer, eben jener Allianz, welche den Terrorkrieg gegen Syrien anzettelte, hieß es weiter.
Die Ermordung bedeutender syrischer Wissenschaftler von dieser Seite habe schon eine lange Tradition. So wurden bereits 2012 Dr. Nabîl Zuġaib zusammen mit seiner Familie und der junge Erfinder ʽIssâ ʽAbbûd ermordet, dazu viele weitere Wissenschaftler, Journalisten, Ingenieure und Experten verteilt quer über das Land. In den 1980ern habe das zionistische Regime mittels der Muslimbruderschaft, welche heutzutage das Rückgrat von al-Qâʽida und Ğabhatu_n-Nuṣra bilde, der Wissenschaftler Dr. Muḥammad al-Fâḍil, die beiden Ärzte Dr. Ḫalîl und Dr. Ibrâhîm Šaḥâda und etliche weitere bedeutende Köpfe unterschiedlicher Wissenschaftsgebiete eliminieren lassen. (https://sana.sy/en/?p=144279, https://www.sana.sy/?p=794320) – Zur Verwendung des Begriffs „zionistisch“ vgl.u.!
Im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ verbliebene restliche IS-Zellen veröffentlichten ein Video, in welchem die Exekution eines Gefangenen Zivilisten zu sehen ist, berichtet southfront.org auch Einheimische hätten die Exekution bestätigt. Beim Opfer handele es sich um „Muhanad Zuqan Abu Amar“, einen 19-jährigen Studenten des Higher Institute for Applied Sciences and Technology (HIAST). Er befand sich unter den Bewohnern des Dorfes Šubaikî, welche während der IS-Angriffe im Umland von as-Suwaidâ´ und den IS-Anschlägen in der Provinzhauptstadt vom 25.7.2018 (vgl.u.) verschleppt worden waren. Mit der Ermordung versuche die Terrororganisation die Regierung zu Verhandlungen mit ihr zu zwingen. (S. ISIS Executes Hostage Taken In Eastern Al-Suwayda Attack vom 5.8.2018)

SAAF-Einsatz gegen den IS, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=144187 und https://www.sana.sy/?p=793656 (Intensive Angriffe auch mittels Artillerie zielten auf Nachschublinien, Stellungen und Verstecke von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Areal der Dörfer Zaizûn, az-Ziyâra, az-Zakât, al-Arbaʽîn und al-Ğanâbra im Nord-Rîf von Ḥamâ. Unter den Getöteten fand sich auch der bekannte Terrorist Taisîr al-ʽÎsâ.
Tief in der Wüste im NO von as-Suwaidâ´, wo noch IS-Zellen existieren und Terroranschläge wie Angriffe gegen Dörfer und Siedlungen im Rîf von as-Suwaidâ´ von Osten und Norden her durchführen (vgl.u., jüngster: Zalâqiyât), führte die SAAF gezielte effektive Luftschläge gegen IS-Ansammlungen und -Bewegungsachsen in Richtung der Orte al-Karâʽ, Bi´r Qinyân und Ṣunaim Ġaraz, ca. 30km östlich der in as-Suwaidâ´s NO-Rîf durch. Dabei wurden viele IS-Kämpfer samt deren militärischer Ausrüstung eliminiert.)

Laut Mitteilung eines SAA-Angehörigen gegenüber southfront.org werden, wie verbreitet erwartet, nach Erledigung der counterterroristischen Militäraktion in Süd-Syrien Truppen samt Equipment verlegt. Ein Ziel sei die Beseitigung der Terroristenansammlung (vgl.u.) im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya, wird in einem Bericht von al-Masdar News gemutmaßt, wie die Rückgewinnung der Kontrolle über die strategisch bedeutsame Stadt Ğisr aš-Šuġûr im NW-Rîf von Idlib. In beiden Gebieten halten sich al-Qâʽida-Ableger wie die – türkisch unterstützte – Gruppe al-Ḥizb at-Turkistânî oder Tanẓîm Ḥarâs ad-Dîn auf. Das Verteidigungsministerium in Moskau geht davon aus, daß die Angriffe auf die Basis Ḥumaimîm von hier aus gestartet worden seien. (S. Syrian Army Prepares To Launch New Operation In Northern Lattakia)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî zur Rückführung syrischer Flüchtlinge, Photo: SANA

Am Rand einer Lesung während der 30. Internationalen Buchmesse zu Damaskus unter dem Titel „The UN and the Syrian Crisis” gab der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am So., 5.8.2018 eine Stellungnahme vor ihn bedrängenden Reportern zur Rückführung der syrischen Flüchtlinge aus dem Ausland ab. Dabei merkte er an, daß der Staat dies nach Kräften unterstütze. Doch leider betrifft die Angelegenheit nicht nur die Landesregierung, sondern erfordere die Mitarbeit der anderen Regierungen, die mit der Problematik zu tun haben. Sehr hilfreich und förderlich auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet wäre schon die Aufhebung der westlicherseits gegen Syrien verhängten Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV], welche nicht auf einer UNSC-Resolution fußten.
Zur Frage nach der Rolle Chinas erwiderte der Top-Diplomat, dieses Land spiele eine effektiv und Schlüsselrolle nicht nur für die Lösung der Krise in Syrien sondern generell als permanentes Mitglied des UN-Sicherheitsrats, in dem es ein signifikanter Teil des Mechanismus´ der Entscheidungsfindung sei. China sei prinzipiell ein Alliierter und vertrete eine diplomatische Prinzipien, die heutzutage leider selten geworden seien [zu Details vgl.u.].
In seiner Lesung behandelte Dr. al-Ğaʽfarî die ThemenGründung der UNO, die Rolle Syriens dabei und deren Auswirkungen auf die Krise in Syrien, desweiteren die Ausübung des Veto-Rechts die Geschichte hindurch, wobei es auf die erstmalige Anwendung durch die US-Regierung gegen Syrien im Februar 1946 hinwies. Während der Krisenjahre habe Rußland sein Veto-Recht gegen Resolutionsentwürfe gegen Syrien aus dem Westen wie auch von gewissen arabischen Regierungen achtmal eingesetzt, China viermal.
Bezüglich der Krise in Syrien habe der UNSC keine einzige (!) präsidiale Stellungnahme angenommen wie auch keine einzige Presseerklärung in Erwiderung westlicher Beschuldigungen [siehe: audiatur et altera pars!]. Das sei sogar der Fall gewesen, als Terroristen die russische Botschaft in Damaskus mit Granaten beschossen hatten (dazu vgl.u.). Dabei seien gut 800 im Auftrag der damaszener Regierung verfaßte Schreiben [des Außenamts] über die Vorgänge in Syrien an den UNSC geschickt worden [dazu und zum ausgebliebenen Effekt vgl.u.!] .
Zum Thema: Nutzung von C-Waffen in Syrien bemerkte er, dies [d.h. die Falschbeschuldigung, die Armee setze solche ein] sei ein weiteres Instrument (gewesen), um den Druck auf Syrien zu erhöhen und die Krise in Syrien künstlich zu internationalisieren.
Dr. al-Ğaʽfarî schloß seine Lesung mit dem Verweis, daß Syrien trotz des von einer so nicht dagewesenen internationalen Front unterstützten Terrorismus´ standgehalten habe.
(https://sana.sy/en/?p=144227, https://www.sana.sy/?p=794015) – Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî hat dank seiner langjährigen Erfahrungen als Diplomat bei der UNO viele Einsichten gewonnen, die er in lesenswerten Büchern Lesern zugänglich gemacht hat.

Während der wöchentlichen Sitzung des Ministerkabinettsunter Vorsitz von Ministerpräsident ʽImâd Ḫamîs am So., 5.8.2018, genehmigte dieser die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Rückkehr von Vertriebe­nen aus dem Ausland. (https://sana.sy/en/?p=144221, https://www.sana.sy/?p=793887)

Syrische Pharmazie im Aufwind, Abb.: SANA

Dr. Ḥabîb ʽAbûd, Vize-Gesundheitsminister und zuständig für den Pharmaziebereich, teilte am 4.8.2018 gegenüber SANA mit, daß die heimische Produktion in ca. drei Monaten in der Lage sei, die dringend gebrauchten – und wegen der rechtswidrigen westlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] bisher schlecht verfügbaren – Krebsmedikamente zu produzieren. Das Ministerium habe „massive facilitations” für Laboratorien zur Herstellung von Arzneimitteln gegen Tumore, Sklerodermie und Rheuma, für Tropfen und Salben bereitgestellt. Die Lizensierung und Registrierung der Medikamente werde vorangetrieben, wobei Qualitätsstandards und der Bedarf maßgeblich seien.
Der Pharmaziesektor erlebe gerade einen Durchbruch, so daß inzwischen 90% der benötigten Arzneien im Inland hergestellt werden könnten – mehr als vor dem Krieg. Und während man 2016 noch an die 680 Arznei-Typen habe einführen müssen, seien es 2018 noch 100gewesen und in kurzer Zeit gar keine mehr. Zum Vergleich: vor dem Krieg hatte Syrien 93% seiner Medikamente selbst hergestellt und in 59 Länder exportiert. (https://sana.sy/en/?p=144130, https://www.sana.sy/?p=793360)

Mit der Rückkehr der staatlichen Institutionen in die befreiten Dörfer und Städte des Rîf von al-Qunaiṭra geht auch die Lieferung von ebensmitteln und anderen Bedarfsgütern einher, sodaß die Versorgung der Menschen dort wieder sichergestellt ist. (https://www.sana.sy/?p=793903)

SAA-Feuerkontrolle über die Ebene, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.8.2018 informiert: https://www.sana.sy/?p=793656 (In einem Gefecht, bei dem viele Terroristen und deren militärische Ausrü­stung vernichtet wurden, schlugen SAA-Einheiten einen Angriffsversuch im Gebiet von az-Zalâqiyât im Nord-Rîf von Ḥamâ zurück. Dort sind als Affiliiert von Ğabhatu_n-Nuṣra v.a. die Terrorgruppen Ğaiš al-ʽIzza und al-Ḥizb at-Turkistânî im Einsatz, welche wiederholt die Orte der Umgebung mit Mörsergranaten- und Raketensalven attackierten: deren Söldner drangen insbesondere über die türkische Grenze in das Gebiet ein.)
Während der vor zwei Tagen begonnenen Sicherheitsoperation gegen übrige IS-Zellen im al-Lağât-Gebiet (vgl.u.) konnten die SAA-Einheiten, unterstützt durch teils zuvor zur Armee übergetretene, rekonziliierte Kämpfer am 4.8.2018 gut 300 IS-Terroristen gefangennehmen. (S. Syrian Army Arrests More Than 300 ISIS Suspects In Lajat Region)

Terroranschlag vom 4.8.2018:
Im Dorf in Ġadîr al-Bustân im Süd-Rîf von al-Qu­naiṭra explodierte eine von den Terroristen vor ihrer Niederlage am Straßenrand angebrachte Landmine beim Passieren der Stelle durch einen Anwohner. Dieser verlor dadurch sein Leben. (https://sana.sy/en/?p=144162, https://www.sana.sy/?p=793503)

Raubgrabungen druch Ğabhatu_n-Nuṣra (-Affiliierten) in der Provinz Idlib, Photo: SANA

Einem Bericht von Sputnik News vom 4.8.2018 sei zu entnehmen, daß die die Region Idlib – eine Provinz mit gut 400 Ausgrabungsstellen! – kontrollierenden Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren untergeordnete Terrorgruppen wohl daran gingen, im größeren Stil Raubgrabungen an den archäologisch bedeutsamen Stätten der Gegenddurchzuführen. Zum Ausgrabungsgelände von aš-Šaiḫ Manṣûr nahe Sarâqib seien dazu am Fr., 3.8.2018, technische Gerätschaften und 20 ausländische Sachverständige transportiert worden, wie Einheimische den Reportern mitteilten. Zuvor hätten die Terroristen schon hunderte archäologische Fundstellen ausgeraubt und die Artefakte über die Türkei ins Ausland verkauft. Z.B. hätten Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte mit einer großen Anzahl an Söldnern das Dorf al-Qunya im West-Rîf von Idlib gestürmt und wertvolle Schätze aus dem Kloster und den Kirchen des Dorfgebiets geraubt. Das Raubgut gelange gewöhnlich an die Grenze zur Türkei, wo schon darauf spezialisierte Händler darauf warteten, es in die Türkei mitnähmen und dann über Internetplattformen zum Verkauf ins Ausland anböten. Besonders die türkische Grenzstadt Sarmadâ habe sich seither zu einem Umschlagplatz für Waffen und geraubte syrische Artefakte entwickelt. (https://sana.sy/en/?p=144166, https://www.sana.sy/?p=793558)

Von Terroristen zerstörte Ausgrabungsstätte Tal al-Ašʽarî , Photo: SANA

Ein SANA-Kamera-Team besuchte die antike Stadt und Ausgrabungsstätte Tal al-Ašʽarî im Ḥaurân, welche über die letzten Jahre systematischer Zerstörung durch die Terrorgruppen ausgeliefert gewesen war, wie Dr. Muḥammad an-Naṣrullâh, der Leiter der DGAM-Abteilung der Provinz Darʽâ mitteilte. Die Stadt aus dem 3. Jt., v.u.Z. in ihrer Bedeutung der von Mârî und Îblâ nicht nachstehend, sei vom römischen Feldherrn Pompeius im Jahr 64 v.u.Z. in die Dekapolis eingegliedert worden und überblicke, 16 km westlich von Darʽâ von der Anhöhe (Tal!) aus das al-Yarmûk-Becken. Wegen seiner Bedeutung war das Gelände Terrorattacken durch Sprengsätze, Bohrungen und Ausschachtungen mit schwerem Gerät ausgesetzt mit dem Ziel, Artefakte zu erbeuten, die, ins benachbarte Ausland geschmuggelt und von dort verkauft, Geld einbringen sollten und auch taten. Bei der letzten regulären Ausgrabung im Jahr 2010 seien laut Dr. an-Naṣrullâh gut 3.000 Artefakte geborgen worden. Am West-Eck befinde sich ein Theater mit Sitzplätzen für einstmals 7.000 Zuschauer, doch durch die terroristischen Einwirkungen und den Raub von Kunstgegenständen habe sich das Freilichtmuseum von einst sehr zu seinem Nachteil verändert. Zu den Schäden durch Raubgrabungen und Schmuggel kämen noch die rein mutwilligen wie schon in Palmyra. Auch habe man auf einem Gräberfeld 16 Begräbnisstätten aus der Bronzezeit und weitere aus römischer Ära entdeckt gehabt. (https://sana.sy/en/?p=144212, https://www.sana.sy/?p=793863)

In den befreiten Orten Ḫirbat Ġazâla, Ğâsim und Nawâ der Provinz Darʽâ konnten die Brotbäckereien mit einer Gesamtkapazität von 34 Tonnen pro Tag wieder in Betrieb genommen werden. (https://www.sana.sy/?p=793296 vom 4.8.2018)

Syrien-Karte (links-oben in grün die genannte Ansammlung), Abb.: @suriakmaps

Generalmajor Alexei Tsygankow warnte am 2.8.2018 vor einer Konzentrierung an Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten aus der Region Idlib im Gebiet nördlich von al-Lâḏaqiyya, dem N-Rîf von Ḥamâ und dem SW-Rîf von Aleppo. Dazu führte er aus: „The Russian center for reconciliation calls on the field commanders of the illegal paramilitary groups to renounce armed provocations and to turn to the path of peace settlement in the districts under their control.” Die in der De-Eskalationszone von Idlib aktiven Terroristen seien in letzter Zeit besonders durch Verletzungen der Waffenruhe-Vereinbarungen durch ihre Angriffe aufgefallen [dazu vgl.u.!]. „Since Wednesday [August 1] afternoon, they shelled the populated localities of Arafit – twice – and Al-Safafa in Latakia, Sheikh Barakah in Hama, and the residential quarters of Al-Hamdaniya and Makanis al-Duwairi in Aleppo.”, merkte er an. In Sirmâniyya war es am 3.8.2018 deswegen zum Zusammenstoß zwischen Ğabhatu_n-Nuṣra-Angreifern und der SAA gekommen, die erstere zurückschlug. (S. Russian Military Warns: Militant Groups Are Concentraiting Manpower At Frontline In Latakia, Hama And Near Aleppo, eingestellt am 4.8.2018)
Schon Tage vorher hatten Bewohner der Provinz Idlib Beobachtungen dem russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm mitgeteilt, wonach wieder mit einer durch die White Helmets-Gruppe (zur Einordnung s.u. und Teil V) inszenierten Provokation mittels chemischen Kampfstoffen zu rechnen sei (vgl.u., Vorfall von Dûmâ!). Der Leiter des Zentrums, Generalmajor Alexei Tsygankow hatte darüber am 28.7.2018 berichtet: „Residents of the Syrian province of Idlib called the Russian Center for Reconciliation of Opposing Sides in Syria warning about upcoming provocation by the White Helmets organization. According to the residents, a convoy of six cars with White Helmets emblems and a truck, loaded with individual protection equipment, visual equipment and seven rockets, as well as with canisters filled with liquids, arrived in the city of Idlib on Sunday.“ Vier bislang nicht identifizierte Personen hätten dann Raketensprengköpfe mit Flüssigkeiten und Pulver gefüllt, welche mit dem LKW in Richtung der Terroristenhochburg Maʽrat an-Nuʽmân befördert worden seien, gefolgt vom Konvoi der White Helmets. (https://sptnkne.ws/hTEV)

Die Regierung in Damaskus hat in der Vergangenheit u.a. den UN mehrfach Belege für die Unterstützung seitens der israelischen Regierung der in aktiven Terrorgruppen in Syrien einschließlich des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra unterbreitet (dazu vgl.u.). Zu den Hilfsleistungen zählte auch die Evakuierung mit Behandlung und anschließendem Rücktransport im Kampf gegen die SAA verwundeter Terrorkämpfer auf das Schlachtfeld vor allem in Süd-Syrien, wie schon wiederholt mitgeteilt (vgl.u. ab Teil II). Nun war via Associated Press zu erfahren, daß die israelische Besatzungsmacht auf dem syrischen Golan nach der Niederlage der Extremisten der Betrieb des Feldhospitals Mâzûr Lâdâḫ eingestellt worden sei. Zuvor seien über 6.800 Terroristen in den hauptsächlich auf israelischem Gebiet stehenden Krankenhäusern behandelt worden. Im Nahâriyya-Krankenhaus nahe des besetzten Orts ʽAkâ hätten allein Hunderte von Verletzten der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra ihre Behandlung erhalten. Deren Trans­porte seien von Krankenwagen der israelischen Armee unter strenger Bewa­chung durchgeführt worden mit dem Ziel, die wiederhergestellten Kämpfer anschließend nach Syrien zurückzubringen. Diese Unterstützungsleistung für terroristische Organisationen, bei denen Geld, Waffen und Geheim­dienstin­formationen zur Verfügung gestellt wurden, erfolgten in klarer Zuwiderhandlung der UNSC-Resolutionen [zu Syrien bzw. zu den dort aktiven Terroristen] wie des Überein­kommens zur Truppenentflechtung auf dem Golan.. (https://www.sana.sy/?p=793094 vom 3.8.2018)

Festakt der chinesischen Botschaft zum 91. Jahrestag der Gründung der Volksarmee, Photo: SANA

Der chinesische Botschafter in Damaskus, Qi Qianjin, erklärte in einem Interview für die syrische Tageszeitung al-Waṭan [d.h. Heimat, Vaterland], das chinesische Militär sei durchaus willens, die SAA in ihrem counterterroristischen Kampf im Raum Idlib zu unterstützen. Seine Antwort auf die Frage nach einer solchen Beteiligung lautete wörtlich: „[China] is follo­wing the situation in Syria, in particular after the victory in southern [Syria], and its military is will­ling to participate in some way alongside the Syrian army that is fighting the terrorists in Idlib and in any other part of Syria.” Chinas Militärattaché Wang Rui Cheng hatte dieselbe Frage am 31.7.2018 ähnlich beantwortet mit dem Hinweis, daß dem freilich eine dahingehende politische Entscheidung vorausgehen müsse. – In den terroristenkontrollierten Gebieten der Provinz bzw. De-Eskalationszone Idlib, vor allem unter Leitung von Ğabhatu_n-Nuṣra, finden sich viele chinesische Uiguren-Terroristen, so daß es auch im chinesischen Interesse wäre, diese in Syrien zu bekämpfen. ( https://sana.sy/en/?p=143827, s.a. Chinese Millitary Is Willing To Support Syrian Army Operation Against Militants In Idlib Province: Ambassador vom 3.8.2018)

Wenn auch nicht mehr über alle Feiern in den durch die SAA befreiten Orten anläßlich Flaggenhissungen und Einzug der Sicherheitsorgane etc. berichtet werden konnte, so macht doch jene vom 3.8.2018, in Ḥaḍar im N-Rîf von al-Qunaiṭra noch insofern eine Ausnahme, als dort wegen der jahrelangen ständigen Angriffe durch die Terroristen – oft vom nahen Waldgebiet von Ğabâtâ al-Ḫašab aus (vgl.u.) – die Erleichterung über deren Eliminierung besonders ausgeprägt ausgefallen sein dürfte. (https://www.sana.sy/?p=792974)

Teile von Funden militärischer Ausrüstung des IS im Gebiet von al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Im Rîf von al-Qunaiṭra entdeckten Mitarbeiter der Kampfmittelräumdienste während ihrer Tätigkeit in den zahlreichen Dörfern weitere große Mengen an Waffen und Munition. Laut Angaben der Einheimischen hätten Ğabhatu_n-Nuṣra vor ihrem Abzug in Richtung Nord-Syrien diese an verschiedenen Orten vergraben. Unter der aufgefunden Kampfausrüstung befanden sich Gewehre, TOW-Panzerabwehrraketen aus US-Beständen (dazu vgl.u. bzw. Teil II ), Minen, Scharfschützen- und Maschinengewehre, unterschiedlichste Munition, Ausrüstungsgegenstände der sog. White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V)” und wieder abgepackte Nahrungsmittel aus Israel. (https://sana.sy/en/?p=144065, https://www.sana.sy/?p=792916)

Terroranschläge vom 3.8.2018:
Ein erneuter Granatenangriff traf am Freitag Aleppo. Im Stadtteil al-Ḥamdâniyya wurden zwei Bewohner verletzt, Sachschaden entstand an Wohngebäuden. Infolge der Detonation eines von den Terroristen vor deren Eliminierung am Straßenrand angebrachten Sprengsatz wurden in Talbîsa, 13km nördlich von Ḥomṣ, einer von drei jungen Männern bei Instandsetzungsarbeiten ihres nahegelegenen Wohnhauses getötet, die beiden anderen verletzt.
(https://sana.sy/en/?p=144084)

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau, Photo: SANA

Die Außenamtssprecherin des Kremls, Maria Sacharowa, wies am 3.8.2018 streng die Behauptung der OHCHR-Sprecherin Ravina Shamdasani zurück, wonach die Regierung in Damaskus Ausschaffungsvereinbarungen mit IS-Terroristen getroffen habe und nannte sie eine schamlose Verdrehung der Tatsachen. Wörtlich äußerte sie: „We want to note that the OHCHR’s statement intentionally and I should say shamelessly twists and distorts facts. There has been no evacuation of the IS from Yarmouk, Al-Hajar al-Aswad and al-Ta­damon to southern Syria. There are no agreements between the Syrian government and the militants on this.“
Außerdem erinnerte sie daran: „Unfortunately, this is not the first time that the temporary and anti-Syrian goals have prevailed over common sense and truth, especially given the absence of any reaction by this international body which is called for defending human rights over the deals already struck with the terrorists of Daesh in Mosul and Raqqa.”
Bezüglich der sog. White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) konstatierte Sacharowa noch, es habe sich herausgestellt, daß die „foreign agents serving anti-Syria interests for huge amounts of money“ gewesen seien. d.h. ausländische Handlanger, die für riesige Geldmengen antisyrischen Interessen dienten. Sie setzte hinzu: „this has been proved uncontestably by their evacuation and distribution to different countries.“(https://www.sana.sy/?p=792932)- Der ausführliche Kommentar findet sich auf englisch hier

Gemäß Auskunft eines Armee-Angehörigen gegenüber southfront.org führte die SAA am 2.8.2018 mit Unterstützung der Luftwaffe inklusive Hubschraubereinsatzes Sicherheitsoperationen gegen restliche IS-Zellen in der al-Lağât-Region – früher gerade wegen der Terroristen berüchtigt (vgl.u.) – im NO-Rîf von Darʽâ durch, wobei mehr 200 davon festgenommen und weitere von deren Waffendepots aufgespürt werden konnten. Lokale Beobachter mutmaßten, verbliebene IS-Zellen in der Region würden Waffen und Lebensmittel zu ihren IS-Kameraden im Ostteil der as-Suwaidâ´-Provinz wie in der Wüstenregion des Rîf Dimašq schmuggeln, was den IS-Kämpfern dort ihre „hit-and-run“-Attacken ermögliche wie etwa die zurückgeschlagene auf die SAA-Luftbasis Ḫalḫala vom Vortag oder die brutalen Angriffe auf die Dörfer östlich von as-Suwaidâ´ letzte Woche. (S. Syrian Millitary Launches Security Operation Against ISIS Cells In Northeastern Daraa)

Karte zur beendeten Militäroperation in Süd-Syrien, Quelle s. Abb.!

Bei einem Presse-Briefing am 2.8.2018 gab der rusische Vize-Generalstabschef Sergei Rudskoi Details der SAA-Operation in Süd-Syrien bekannt. Demnach befreite diese mit ihren Alliierten dabei 3.332km2 bzw. 146 Orte von den Terroristen. In 50 dieser Fälle war dies durch Verhandlungen möglich, was dem Schutz der Bevölkerung zugute kam. Kapitulierende Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten hatten 650 Stück an Militärausrüstung die SAA ausgeliefert. Darunter befanden sich 39 Gefechtspanzer, 28 Infanterie-Panzerfahrzeuge und gepanzerte Truppentransporter, 10 Schilka-Selbstfahrlafetten, 35 Flugabwehrgeschütze, 17 Mehrfachraketenträgersysteme, 60 Maschinengewehre sowie 30 Panzerabwehrraketenwerfer. Insgesamt 9.652 Personen, davon 4.297 Kämpfer militanter Gruppen wurden in das noch von den Terroristen kontrollierte Gebiet von Idlib ausgeschafft.
Die Operation gegen den IS östliche der Golanhöhen sei rapide verlaufen, wobei sich 160 IS-Extremisten der SAA ergeben hätten.
(S. Russian Military Releases Details Of Operation In Southern Syria: 3,332km2 Liberated, Thousands Of Militants Neutralized)

Am Abend des 2.8.2018 machte das Luftabwehrsystem westlich von Damaskus einen Raketenangriff von noch unbekannter Seite unschädlich. (https://sana.sy/en/?p=144033, https://www.sana.sy/?p=792793)

UNDOF-Blauhelmtruppen unterwegs zu ihren 2012 verlassenen Stellungen, Photo via southfront.org

Wie bereits am Vortag angedeutet (s.u.) konnten dank der jüngsten SAA-Erfolge in SW-Syrien die UNDOF-Truppen erstmals seit ihrer Vertreibung durch die Teroristen dort im Jahr 2012 wieder ihre Stellungen in der Truppenentflchtungszone zu israelisch besetzt gehaltenen Golan beziehen. Darüber informierte Generaloberst Sergei Rudskoi am Do., 2.8.2018, die Presse in Moskau. (http://tass.com/world/1015810) – Außerdem gab er bekannt, daß russische Militärpolizei zusätzlich entlang dieser Demarkationslinie Posten beziehe, um Provokationen zu verhindern (zu bisherigen solchen Fällen vgl.u.) bis sich die Lage konsolidiert habe. Dies sei mit der israelischen Seite abgesprochen. Dann werde diese Stellungen die SAA einnehmen. (https://sptnkne.ws/jkWw)
Die Regierung und die UN kooperieren bei dem Unternehmen und planen den Grenzübergang bei – der israelischerseits zerstörten früheren Provinzhauptstadt (Näheres dazu s.u.) – al-Qunaiṭra wiederzueröffnen. Dieser einzige Grenzübergang ermöglichte es vor dem Krieg den Bewohnern des Golan, im Mutterland zu studieren oder zu arbeiten. am 27.8.2014 kam es zu einem Überraschungsangriff durch die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und der mit ihnen verbündeten FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] auf die Blauhelmsoldaten und die der SAA, welche das Gebiet bis zur Rückeroberung okkupierten. (United Nation Forces Redeployed At Contact Line Between Israeli-occupied Golans And Syria’s Al-Quneitra (Photos)

Terroranschlag vom 2.8.2018:
Nach mehrfachem Granatenbeschuß blieben in der az-Zahrâ´-Region an den westlichen Ausläufern der Neustadt von Aleppo drei getötete und sechs verletzte Bürger as Opfer zurück bei gleichzeitigen Schänden an Wohnhäusern und Fahrzeugen. (https://sana.sy/en/?p=144030)

Lawrow, ASEAN-Konferenz in Singapur, Photo: SANA

Am Rand der 51. Außenministerkonferenz der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) in Singapur am 2.8.2018 erklärte Rußlands Außenminister gegenüber Journalisten, es gehe nicht an, daß sich einige ausländische Regierungen anmaßten, über die Köpfe der syrischen Bevölkerung hinweg die Regierungsform Syriens oder deren Verfassung bestimmen zu wollen, etc. pp. Das widerpreche jedoch u.a. der UNSC-Resolution Nr.2254. TASS zitierte den Diplomaten mit den Worten: „There are some external players who would prefer to decide everything for the Syrians but it is the Syrian people who should rule the country, determine its form of government and write a constitution. We do not support such attempts as we consider them to be counterproductive.
Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit, den Terrorismus im Raum Idlib zu eiminieren, wie die der Rückführung der syrischen Vertriebenen in ihre Heimat, doch die Haltung der US-Administration in diesem Fall sei zu beschreiben als: „approaching with reservation”. (http://tass.com/politics/1015816, https://sana.sy/en/?p=144020)
Auf die Tatsache, daß eine Reihe von Länder(regierunge)n künstliche Hindernisse für die Rückkehr der Vertriebenen nach Syrien aufstellten, hatte auch schon Generalleutnant Michail Mizintsew tags zuvor hingewiesen. Dies sei hauptsächlich auf deren Wunsch zurückzuführen, weiterhin ausländische Hilfe von internationalen Institutionen und Geberländern zu erhalten und auch, um die Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Rußland habe ein klares Bild von den Daten und Regelungen der Rückkehr der ver­trie­benen Syrer, zudem habe sein Land eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen, ins­besondere den Vereinten Nationen, zur Umsetzung des Rückkehrprozesses vereinbart. Die schnelle Arbeit der russischen Missionen in anderen Ländern habe zu einem gründlichen Verständ­nis der Positionen dieser Länder zu diesem Thema geführt. (https://www.sana.sy/?p=792103)

Generaloberst Sergei Rudskoi, Screenshot einer Übertragung aus dem Verteidigungsministerum/Moskau

Der russische Vize-Generalstabschef, Generaloberst Sergei Rudskoi, tadelte am Do., 2.8.2018 die USA und Jordanien – vor dem entschiedenen und erfolgreichen eingreifen der SAA – nichts bezüglich der sich in Süd-Syrien verschlechternden Situation getan zu haben, obwohl sie bei der Erstellung der dortigen De-Eskalationszone mitgewirkt und damit Pflichten übernommen hatten. Wörtlich monierte er: „Russia regularly briefed the guarantor nations of setting up the southern de-escalation zone, the US and Jordan, on the deterioration of the situation and the dire humanitarian situation in southwestern Syria. However, our foreign partners have failed to take measures to stabilize the situation.“ Hinsichtlich der Truppenentflechtungszone, welche vor der Eroberung durch die Terroristen zur Gänze von dort stationierten UNDOF-Blauhelmsoldaten überwacht worden war, informierte er: „Russian military police servicemen who are on duty at the posts along the line of disenga­ge­ment were facing real danger.“ (http://tass.com/defense/1015812)
Desweiteren machte der General auf eine signifikante Massierung von IS-Terroristen im Umfeld der – völkerrechtswidrig (dazu s.u.) errichteten – US-Basis at-Tanaf aufmerksam. Diese unternähmen immer wieder Angriffsversuche auf Städte in der Provinz as-Suwaidâ´, des Rîf Dimašq, auf Tadmur (mit Palmyra) und solche der Provinz Dair az-Zaur. Dabei mißbrauchten sie das nahegelegene Flüchtlingslager ar-Rukbân (s.u.) zur Deckung, wobei die Lagerbewohner, ca. 60.000, an sich schon unter schwierigsten Bedingen wegen des US-Bannbereichs zu leiden hätten (dazu s.u.!). Daher forderte der General auch die USA nochmals dazu auf, für humanitäre Lieferungen endlich den Zugang zum Lager sowie die Rückkehr der Flüchtlinge zu ermöglichen.
Besorgnis errege auch die eskalierende Situation in Idlib (unter Terrorostenkontrolle!) breit, von wo aus die dort das Gebiet kontrollierenden Terroristen SAA-Stützpunkte und Ansiedlungen in Aleppo, Ḥamâ und al-Lâḏa­qiyya unter Beschuß nähmen.(https://sana.sy/en/?p=144025)
General Rudskoi ergänzte, adressiert an die US-Regierung: „Wir halten es für notwendig, dass die US-Partner innerhalb kürzester Zeit … den Militärstützpunkt in Al-Tanf räumen.“ (https://sptnkne.ws/jkG6)

U.a. auch mit der Hinderung der Rückkehr der Syrienflüchtlinge beschäftigt sich das Interview mit Christoph Hörstel, dem Bundesvorsitzenden der Partei „Neue Mitte“. Er urteilt: „Europa will die Millionen Syrien-Flüchtlinge und Zuwanderer nicht in die Heimat zurücksen­den, obwohl schon mehr als eine halbe Million freiwillig und auf eigene Kosten dorthin zurückgekehrt ist – solange die legitime Staats- und Regierungsführung unter Bashar Al-Assad dem unterlegenen We­sten nicht gehorchen will. Für eine solche Unterwerfungsgeste hat Damaskus jedoch gar keine Veranlassung.“ ((http://parstoday.com/de/news/iran-i42712-interview_mit_christoph_h%C3%B6rstel vom 1.8.2018)

IS-Feldhospital, Yarmûk-Becken, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.8.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143927 und https://www.sana.sy/?p=791856 mit informativer Photostrecke!(Beim weiteren Vormarsch gegen letzte IS-Reste und deren verbliebene Stützpunkte im al-Yarmûk-Becken im W-Rîf von Darʽâ wurde nach heftigen für die Feinde verlustreichen Gefechten die Kontrolle über das Dorf al-Quṣair zurückgewonnen, während sich die Reihen der Extremisten auflösten und Überlebende flüchtend auseinanderstoben. Die Sturmtruppen setzten jenen nach, während die Kampfmittelbeseitiger ihre Arbeit begannen.
Beim Durchkämmen der Gegend fanden Soldaten ein beim Hauptquartier (der Untergruppe Liwâ´ bzw. Ğaiš Ḫalîd bin al-Walîd) gelegenes unterirdisches IS-Depot im Dorf ʽÂbdîn, welches mindestens vier israelische Aufklärungsdrohnen des Typs Skylark für Tag- und Nachtobservation enthielt sowie Raketen, Anti-Panzer- Granaten, große Mengen an Munition, einiges davon aus US-Bestand sowie verpackte bzw. eingedoste israelische Lebensmittel. Darüber gibt auch die informative Photostrecke (vor allem am Ende des arabischen Artikels) Auskunft. Dort ist auch ein Teil eines gut ausgestatteten Feldhospitals abgebildet).
Im Dorf Kuwiyâ wurden in einem ähnlichen IS-Lager ebenfalls Mengen an Waffen und Munition, einschließlich Raketen, darunter TOW-Panzerabwehrraketen aus US-beständen (dazu vgl.u. bzw. Teil II ), Mörser und Maschinengewehre neben Lagern voller Lebensmittel und Arzneimittel, teils saudischer Herkunft entdeckt. Während dessen bauten die technischen Dienste Dutzende improvisierter Sprengvorrich­tungen und Minen und machten eine Reihe von Autobomben in diesem und den anderen befreiten Dörfern samt Umgebung unschädlich.)- Damit ist erstmalig seit 2012 die gesamte Separationsgrenze zum israelisch besetzten Golan wieder unter SAA- bzw. staatlicher Kontrolle, sodaß die Möglichkeit bestünde, daß die durch die Terroristen von dort vertriebenen UNDOF-Truppen (vgl. Teil I) wieder ihre Stellungen beziehen.

Präsident Putins Sondergesandter für Syrien, Alexander Lawrentiew, gab gegenüber TASS zur Lage in Syrien infolge der neuesten Siege der SAA und ihrer Verbündeten im Counterterrorismus im Süden des Landes bekannt: „We have reached stability and security in most regions, from Homs to Palmyra… and other areas where terror was established with logistical and financial support over seven and a half years ago.” Zudem stellte auch er klar, zwar befänden sich iranische Militärberater bei der SAA auch nahe der Entflechtungszone zum israelisch besetzt gehaltenen Golan, doch befänden sich bis zu einer Entfernung von 85km keine schweren Waffen in dem Gebiet, welche für Israel zur Bedrohung werden könnten. (http://www.globaltimes.cn/content/1113445.shtml)

SAA-Militärparade zum Tag der Armee, Photo: SANA

Syrien begeht am 1.8.2018 einen Feiertag, den 73. Gründungstag der SAA – auch der Libanon feierten den 73. Gründungstag seiner Armee an diesem Tag – mit vielerlei Aktivitäten. Er fällt dieses Jahr mit der Ausmerzung des Terrorismus im SW des Landes zusammen, während jene im ganzen Südteil kurz bevorsteht. (https://sana.sy/en/?p=143923)
Verteidigungsminister, General ʽAlî ʽAbdal­lâh Ayûb besuchte in Vertretung des Präsidenten Frontsoldaten im Süden Syriens wie auch Verwundete. Dabei überbrachte er die Glückwünsche und die Anerkennung des Präsidenten für die geleisteten Erfolge bei der Verteidigung der Heimat gegen alle Arten von Aggressoren, insbesondere die aus dem Ausland unterstützten Terroristen, wie die Opferbereitschaft der Soldaten, dafür ihr Leben und ihre Gesundheit einzusetzen. Den Verletzten wünschte er schnelle Genesung. Dabei überzeugte er sich von der medizinischen und pflegerischen Versorgungsleistung vor Ort. Außerdem ließ er sich von den Kommandeuren über einzelne Operationen unterrichten, vor allem die zum Schutz der Bevölkerung getroffenen Maßnahmen. (https://sana.sy/en/?p=143985, https://www.sana.sy/?p=792238)
Volksstimmen zum Feiertag sowie Eindrücke von Festen und Paraden lieferte SANA via https://www.sana.sy/?p=791731; s.a. https://sana.sy/en/?p=143981) Schließlich hatten etliche Frontsoldaten dienstfrei, um bei ihren Familien sein zu können.
Eine Ansprache von Präsident Dr. al-Assad als Oberstem Befehlshaber der Armee und Streitkräfte veröffentlichte das Magazin „Volksarmee“ am 1.8.2018. (https://sana.sy/en/?p=143912, https://www.sana.sy/?p=791718)

Verlesung der Schlußerklärung in Sotschi durch Alexander Lawrentiew, Photo: SANA

Am Ende der zweitägigen Konferenz in Sotschi stand am 31.7.2018 die Schlußerklärung der drei Garantenstaaten Rußlands, des Irans und der Türkei, verlesen durch den russischen Repräsentanten, Alexander Lawrentiew:
Nach Wiederholung ihrer strengen Verpflichtung zur Wahrung der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität Syriens wie der Fortführung des Counterterrorismus bis zur Eliminierung des IS, der Ğabhatu_n-Nuṣra und aller anderen individuellen Gruppen, Unternehmungen und Entitäten, die mit ihenen bzw. al-Qâʽida assoziiert seien, wie das der UNSC vorsehe.
Die Koordinierung unter den drei Staaten bzgl. der Situation in Syrien werde fortgesetzt. Diese seien ferner entschlossen, sich gegen separatistische Agenden zu stellen, weche die Souveränität und territoriale Integrität Syriens unterminierten, wie auch die Sicherheit seiner Nachbarländer [wohl auf besodneren türkischen Wunsch eingefügt].
Mit Bezug auf die Weiterentwicklung des politischen Prozesses unter syrischer Führung verlautete: „The Parties would continue joint efforts aimed at advancing the Syrian led and Syrian-owned process of the political settlement in order to create conditions to facilitate the beginning of the Constitutional Committee`s work in Geneva as soon as possible consistent with the decisions of the Congress of the Syrian National Dialogue in Sochi and the UN Security Council resolution 2254.” Demnach sei die Aufnahme der Arbeit des Diskussionskomitees zur syrischen Verfassung zu erleichtern, damit dieses baldmöglichst in Genf beginnen könne in Übereinstimmung mit den auf dem Kongreß in Sotschi Anfang des Jahres getroffenen Entscheidungen (vgl.u.) wie der UNSC-Resolution Nr.2254.
Die Gespräche mit dem UN-Sondergesandten de Mistura seien sehr nutzbringend verlaufen und man sei mit ihm übereingekommen, die nächste Runde der Konsultationen in Genf im kommenden September abzuhalten.
Sodann richteten die Garantenstaaten einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft, vor allem die UN und seine humanitären Vertretungen, zur Sendung von mehr humanitärer Hilfe für Syrien, der Erleichterung der humanitären Entminungsaktion, der Wiederherstellung der grundlegenden Infrastruktur – einschließlich der sozialen und ökonomischen Einrichtungen – wie zur Bewahrung des historischen Erbes.
Es müßten Anstrengungen getroffen werden, um allen Syrern wieder ein normales Leben zu ermöglichen. In Absprache mit den UN, dem Büro des United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) und den spezialisierten internationalen Vertretungen seien daher Diskussionen gestartet worden mit dem Ziel, die notwendigen Bedingungen für eine sichere und freiwillige Rück­kehr der Binnen- wie ins Ausland vertriebenen Personen in ihre ursprünglichen Wohngebiete zu schaffen.
Die gemeinsamen Bemühungen zur Vertrauensbildung unter allen syrischen Parteien würden fort­geführt wie auch hinsichtlich des Schicksals der Vermißten und Verschleppten und zu deren Freilassung.
Das nächste internationale Treffen auf hoher Ebene zu Syrien finde im November 2018 statt.
(www.sana.sy/en/?p=143878)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Vor Journalisten zog Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als Leiter der Regierungsdelegation am 31.7.2018 in Sotschi sein Fazit dieser 10. Konferenz im Astana-Format:
Haupthindernis hierfür seien die einseitigen, durch die USA und die EU gegen Syrien verhängten Zwangsmaßnahmen [zur negativen Auswirkung dieser Sanktionen vgl.u.], weswegen er die Aufforderung nach deren umgehender Aufhebung wiederholte.
Erneut verwies er auf den seit Jahren von der Regierung angestoßenen Rekonziliierungsprozeß mit dem Hinweis, daß dieser freilich Terroristen ausschließe, welche auch vom UN-Sicherheitsrat als solche gelistet und sanktioniert seien. Wenn solche jedoch fehlschlügen, bleibe nur die militärische Vorgehensweise, wobei es Pflicht und Recht der Armee (d.i. SAA) sei, die Kontrolle auch über Idlib wiederherzustellen.
In der De-Eskalationszone Idlib sei die Türkei (als Garantenmacht) nicht ihren Obliegenheiten gemäß den Astana-Vereinbarungen nachgekommen, indem sie Truppen mit schweren Waffen ins Land geschickt und ʽAfrîn okkupiert und die Bewohner vertrieben habe. Daß sich dort gerade die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra aufhalte, stelle die Glaubwürdigkeit des türkischen Regimes hinsichtlich der Umsetzung der Astana- Erklärung (s.u.) und der internationalen Resolutionen auf die Probe. Die Rechtsübertretungen der Türkei, welche das Völkerrecht verletzten wie z.B. durch den Ersatz der syrischen Personalausweise durch türkische in den okkupierten Arealen, wiederholten jene durch die israelische Besatzungsmacht gegen die Bewohner des besetzten syrischen Golans begangenen Akte. Die Türkei habe in Ğarâbulus eine Industriestadt etabliert, was ihre Heuchelei in Bezug auf ihre Verpflichtungserklärungen gegenüber der syrischen Souveränität während der Astana-Konferenzen enthülle, indem sie genau das Gegenteil davon tue. Die von israelischer Seite begangenen Rechtsverletzungen in den südsyrischen Regionen unterschieden sich nicht von denen in Nord-Syrien seitens der Türkei.
Ein starker Beweise für das Sponsoring der terroristischen Gruppen in Syrien durch die israelische Entität und westliche Staaten sei überdies deren Erleichterung des Herausschmuggelns der „White Helmets“-Terroristen durch das israelisch-okkupierte Terrain nach Jordanien und dann in den Westen [dazu s.u.!]. Gerade als dieser Skandal aufkam, stellte sich zudem heraus, daß die Terroristen, welche as-Suwaidâ´ angegriffen und Massaker begangen hatten, aus dem at-Tanaf-Gebiet gekommen waren, wo die US-Streitkräfte illegal eine Basis unterhielten [vgl.u.].
Die SAA werde jedenfalls ihre Militäroperationen bis zur Ausmerzung des Terrorismus im Gefolge ihres zielbewußten Vorrückens im Süden des Landes durchführen. Bei der Wiederherstellung der Kontrolle über das gesamte syrische Territorium werde es keine Kompromisse geben. Syrien werde die Präsenz von Streitkräften irgendwelcher Aggressoren auf seinem Land nicht dulden und seine sämtlichen besetzt gehaltenen Territorien befreien.
(https://www.sana.sy/?p=791428, https://sana.sy/en/?p=143883)

Astana-Konferenz, Photo: SANA

Astana-Konferenz, Photo: SANA

Rußlands Delegationschef Alexander Lawrentiew betonte am 31.7.2018 in Sotschi die Effektivität des Astana-Prozesses, welcher zur politischen Lösung der Krise in Syrien unter Führung von Syrern beitrage. Zudem betonte er nochmals, Rußland stehe für die Souveränität, Unabhängigkeit und Sicherheit Syriens, wobei die russischen Streitkräfte [im Land] den Terrorismus bekämpften und die Terrororganisationen eliminierten. (https://www.sana.sy/?p=791520, https://sana.sy/en/?p=143896)

Am 31.7.2018 traf zunächst die Regierungsdelegation in Sotschi zur 10. Konferenz im Astana-Format (vgl.u.) mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura und seinen Leuten zusammen wie auch separat die Delegationen der drei Garantenstaaten mit demselben. (https://www.sana.sy/?p=791096)

Details aus IS-Waffen- und -Munitionsdepot östlich der Golanhöhen, Photo: SANA

Zur Ausschaffung der nicht rekonziliierungswilligen, jedoch vor Ort nicht weiter kämpfen könnenden bzw. wollenden Terroristen von Ğabâtâ al-Ḫašab und Umfeld zusammen mit ihren Familienangehörigen sammeln sich am 31.7.2018 gemäß Abkommen Busse im Korridor des Dorfes Ûfâniyya. Ziel ist es, die Orte so schnell wie möglich von den Terroristen frei zu bekommen, damit sie für die ursprüngliche, teils vertriebene oder geflohene Bevölkerung wieder bewohnbar (gemacht) werden (können). – Schließlich fuhren sechs Busse die Auszuschaffenden gen Nord-Syrien, so daß am 1.8.2018 nach Übergabe sämtlicher schweren und mittleren Waffen an die SAA unter großem und augenscheinlicher freudiger Anteilnahme der Bevölkerung die Flaggenhissung stattfinden konnten.
Ausgehändigt wurden fünf Panzer, eine Schilka-Selbstfahrlafette, ein Fusdika-Fahrzeug, ein amphibischer vierradangetriebener Spähpanzer (BRDM), ein schwimmfähiger Schützenpanzer, schwere Maschinengewehre, einen TOW-Raketen(-Werfer) aus US-Bestand (Näheres dazu s.u.!), einen Feuerwehrwagen und eine große Anzahl unterschiedlichster Munition, improvisierte Sprengsätze sowie Raketenabschußanlagen.(https://sana.sy/en/?p=143839, https://www.sana.sy/?p=791060>, https://sana.sy/en/?p=143841,www.sana.sy/en/?p=143923)
Die gleiche Flaggenhissungszeremonie fand am 31.7.2018 in der Stadt Nawâ statt. (https://www.sana.sy/?p=791228, https://sana.sy/en/?p=143862)

Beim Durchsuchen der Städte Yaldâ, Babîlâ und Bait Saḥm im Rîf Dimašq (vgl.u.) entdeckten die Behörden am 31.7.2018 weitere, von den Terroristen in Lagerstätten zurückgelassene Waffen- und Munition einschließlich Bomben aus israelischer Produktion. (https://sana.sy/en/?p=143837, https://www.sana.sy/?p=791032)

Entdeckte Tropfsteinhöhle, Photo: SANA

Nahe der Stadt Marmarîtâ im Wâdî an-Naḍâra entdeckte ein Bürger eine natürliche Tropfsteinhöhle im Kalksteinfelsen in eienr Größe von ca. 10 auf 14m. Der Generaldirektor für Altertümer und Museen, Dr. Maḥmûd Ḥamûd, läßt sie nach Rücksprache mit dem Eigentümer des Grundstücks absichern und entsprechend wissenschaftlich untersuschen, so daß sie später dem Publikumsverkehr geöffnet werden kann. (https://www.sana.sy/?p=791362 vom 31.7.2018)

SAA, Panzerkommandant, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143728 und https://www.sana.sy/?p=790441 (Schließlich wurde aš-Šağara im al-Yarmûk-Becken im NW-Rîf von Darʽâ nach weiteren Kämpfen (vgl.u., Vortag) der IS-Kontrolle vollständig entrissen; die Truppen waren dazu wieder von drei Richtungen aus, nämlich vom Dorf ʽÂbidîn im SW sowie von Tal Ġîtâr im Osten und ʽAin Ġazâla im NO angerückt, wo dem Feind jeweils ebenfalls harte Gefechte geliefert und heftige Verluste an Kämpfern, Ausrüstung und Kampfwagen beigebracht wurden – unter den getöteten Terroristen fand sich auch der für die ḥisba (sog. „Islampolizei“) zuständige. Beim Durchkämmen von aš-Šağara, dem wichtigsten IS-Stützpunkt des Beckens, stießen die Truppen auf verschiedene Terroristenfortifikationen und –Verstecke mit jeweils reich bestückten Feldhospitälern und Munitionsdepots, sowie Gefängnisanlagen – alles jeweils unterirdisch eingerichtet – dazu Werkstätten zum Bomben- und Sprengfallenbau u.a. im ehemaligen Sportclub, US-Währung, verschiedenste Granaten, Telekommunikationsgerätschaften und (Prepaid-)Karten für jordanische Telefonnetze. Die Ausstattung der Feldhospitäler ließ erneut deutlich auf die dem IS zugute gekommene Unterstützung aus dem Ausland schließen, führte die Kriegsreporterin aus, die entdeckten Medikamente stammten in großen Mengen aus Saudi-Arabien, Jordanien und Kuwait.
Nach der Befreiung von aš-Šağara kämpften sich die Truppen auf der Achse Bait Âra, Maʽriyya und al-Quṣair, den verbliebenen IS-Bastionen vorwärts. Es gelang jeweils, diese Orte einzuschließen und immer wieder zu attackieren, so daß die feindlichen Reihen schnell zusammen brachen und eine Fluchtbewegung in Richtung Wâdî Ḥaiṭṭ einsetzte.
Vor ʽÂbidîn gelang den Sturmtruppen nach heftigen Gefechten schließlich der Durchbruch, während Artillerieattacken auf die IS-Stellungen und -Befestigungen in der Umgebung durchgeführt wurden, um deren Nachschubrouten von ihren letzten Bastionen aus Kuwiyâ, Maʽriyya und Bait Âra her zu unterbrechen. Nach Einkreisung der Terroristen und auch hier erlittenen heftigen Verlusten wurden diese immer mehr am Rande der besetzten Golanhöhen in der Nähe der Grenze zu Jordanien zusammengedrängt.
In den befreiten Gebieten begannen wie üblich die Kampfmittelbeseitiger ihre Arbeit, um der Bevölkerung eine möglichst schnelle und sichere Rückkehr zu garantieren. In die wieder unter Regierungskontrolle stehenden Gebiete strömen täglich zu hunderte Bürger und nehmen wieder ihrs Arbeit auf den Feldern und Farmen auf und kehren in ihre Häuser zurück.)

In der Nacht auf Mo., 30.7.2018, vereitelte die Luftabwehr des russischen Stützpunkt in Ḥumaimîm nahe der Hafenstadt al-Lâḏa­qiyya erneut einen Angriff mittels Kampfdrohne, welche wieder aus dem terroristenkontrollierten Gebiet im Raum Idlib abgeschossen worden war. (https://sana.sy/en/?p=143824, https://www.sana.sy/?p=790920)

Bei den internationalen Militärspielen in Moskau (vgl.u.) gewann das syrische Teamam 30.7.2018 in der ersten Runde den 2. Platz im Panzer-Biathlon (https://www.sana.sy/?p=790652).

Verletzte des Terroranschlags in Aleppo, Photo: SANA

Terroranschläge vom 30.7.2018:
Vom Stadtteil ar-Râšidîn in SW-Aleppo aus attackierten Terroristen den al-Ḥamdâniyya wie das Areal des 3000 Apartments Project mit Granaten, worauf zwei Bewohner getötet und vier weitere verwundet wurden. Die Armee reagierte mit gezieltem effektivem Beschuß der Abschußanlagen. (https://sana.sy/en/?p=143718, https://www.sana.sy/?p=790386)

Mitarbeiter des Aleppo-Departements vom kürzlich eingerichteten russischen Center for the Reception, Allocation and Accommodation of Refugee (CfRAAR, vgl.u.) haben zusammen mit der SAA am 30.7.2018 einen humanitären Korridor bei Abû aḍ-Ḍuhûr eröffnet, der es den Bewohnern der unter Terroristenkontrolle stehenden Gebiete im Raum Idlib erlaubt, sich von dort in Sicherheit zu bringen, sofern die Terroristen – wie das schon bei früheren Operationen vor Befreiung von z.B. Aleppo, Dair az-Zaur, Ost-al-Ġûṭa etc. der Fall war (vgl.u.) – sie überhaupt ziehen lassen. Dies bestätigte auch eine Mutter, deren Söhne an der Begleitung gehindert worden waren. Nur Frauen, Ältere und Kinder würden weggelassen.
Den Bewohnern wird bei der Wiederbeschaffung ihrer Ausweise und Eigentumsnachweise geholfen, die entweder infolge der Kämpfe oder direkt durch Abnahme durch die Terroristen verlorengegangen sind, auch medizinische Hilfe steht parat. Um den unbemerkten Transfer von Terroristen, den Einsatz Suizidattentätern oder das Schmuggeln von Waffen, Sprengsätzen etc. zu verhindern, werden die Personen und ihr Gepäck kontrolliert. Dazu erläuterte Oleg Demyanenko, CfRAAR-Leiter in der Provinz Aleppo: „We have established cooperation with the governor of the province; we’ve created a commission that deals with the issues of the refugees’ return and identity check. There are a lot of people returning, whose identification and property documents were lost in the fires during the fighting. … „There have been cases when we found metal objects hidden in sacks. They tried to transport knives and even firearms.“ Allerdings seien die überwiegend meisten Menschen harmlose Zivilisten mit persönlichen Gegenständen Nutz- und Haustieren. Diese harrten seit Jahren der Befreiung, wie eine Evakuierte berichtete: „Our home is just a few kilometers away from here. We ended up on the militant-controlled territory by accident, we came to visit relatives, and then they occupied the region. We have been in captivity for several years.“
Die Provinz Idlib, welche seit 2017 eine insbesondere von türkischen Stationen umsäumte De-Eskalationszone bildet (vgl.u.), geriet 2015 unter Terroristenkontrolle vor allem von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Gruppen; zudem wurden aus anderen Provinzen nach entsprechenden SAA-Siegen und darauf erfolgten Ausschaffungsabkommen (s.u.) ebenfalls mit Ğabhatu_n-Nuṣra im Bund stehende Terroristen auf deren Wunsch dorthin gebracht.(http://tass.com/politics/1015293)

Während der Tagung in Sotschi am 30.7.2018 erklärte Alexander Lawrentiew als Leiter der russischen Gesandtschaft gegenüber Journalisten, die Gespräche bzgl. der geplanten Rückführung der syrischen Flüchtlinge verliefen nach (Zeit)plan. Vor allem sei es doch im Interesse der westlichen (Aufnahme-)Länder, sich an einem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen, das diese Rückführung erleichtern soll. Schließlich könne – und solle – man die Menschen nicht an einer Rückkehr hindern. (https://sana.sy/en/?p=143789, https://www.sana.sy/?p=790839)
Rußlands Außenminister Lawrow bekräftigte diesen Standpunkt am 30.7.2018 noch, der Kreml-Regierung sei sehr am Erreichen eines Abkommens mit den westlichen Ländern über die Zusammenarbeit und deren einzuhaltende Prinzipien der Rückführung dieser Flüchtlinge gelegen. Dabei erinnerte an seinen Besuch in Paris zu diesem Zweck: „Together with the Chief of the Russian General Staff Valery Gerasimov during the visit to Paris we discussed with the colleagues the Syrian refugees issue.” Dann setzte er hinzu: „We want to agree on the principles of joint work on this issue,” he added. „This is a pressing issue for both Europeans and the entire Middle East region.” (www.sana.sy/en/?p=143786)
Vize-Außenminister Bogdanow hob hervor, zur Erleichterung der Rückführung der syrischen Flüchtlinge gehöre auch die Aufhebung der von westlichen Staaten gegen Syrien verhängten Sanktionen [zur Einstufung und Auswirkung s. Teil III, Teil IV]. Diese hemmten den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung in Syrien als wesentlichen Anreizen. Denn Rückkehrern würde damit unmittelbar und am besten geholfen. ( www.sana.sy/en/?p=143798, https://www.sana.sy/?p=790860) – Diesem einleuchtenden Gesichtspunkt zum Trotz wird z.B. in der BRD statt Aufhebung der Sanktionen ab 1.8.2018 der Nachzug erleichtert und gefördert (S. www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2018/05/2018-05-09-familiennachzug.html).
Außenamtssprecherin Sacharowa monierte am 30.7.2018 in Moskau angesichts der Weigerung der USA trotz Einladung eine Beobachter-Delegation nach Sotschi zu schicken, deren mangelnde Bereitschaft, zur politischen Lösung der Syrienkrise beizutragen, die demgegenüber doch immer wieder medienwirksam erklärt werde. Dabei widmeten sich die Astana-Konferenzen gerade dieser Thematik. Der Vorbehalt, die USA zögen die Genfer Gespräche vor, griffen nicht, da diejenigen in Astana sie nicht ersetzten oder damit konkurrierten, sondern ergänzten, in dem sie für die praktische Umsetzung der Richtlinien in Übereinkunft mit der UNSC-Resolution Nr.2254 sorgten. Sogar der UN-Sonderbeauftragte de Mistura sehe das so und sei deshalb in Sotschi mit seiner Delegation ebenfalls anwesend.
Hinter dem Widerstreben der US-Regierung sei demnach das Bestreben zu erkennen, die Bedeutung des Astana-Formats herunterzuspielen und die Umsetzung der Vermittlungsbemühungen bzgl. der syrischen Belange zu diskreditieren, die Washington nicht unter seine Kontrolle habe bringen können. (https://sana.sy/en/?p=143791, https://www.sana.sy/?p=790803)

Sotschi, Regierungsdelegation unter Leitung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî kommt an, Photo: SANA

In Sotschi begann am 30.7.2018 das zweitätige Treffen (10. des Astana-Formats, vgl.u.) der drei Garantiemächte für die gemäß den Astana-Vereinbarungen in Syrien geschaffenen De-Eskalationszonen. Vor Ort befinden sind die Delegationen dieser Dreiergruppe, aus Rußland, dem Iran und der Türkei (letztere je unter Leitung der schon früher zum Einsatz gekommenen Vize-Außenminister, s.u.), eingetroffen sowie jene der Regierung von Damaskus unter Leitung des ständigen UN-Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî. Erwartet wird auch der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura mit Delegation und eine Abordnung der sog. bewaffneten syrischen Opposition, über die bislang noch nichts Näheres bekannt ist. Geladen waren als Beobachter eine US-Delegation, welche absagte, und eine zusagende aus Jordanien sowie der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi.
Während am ersten Tag Expertenkonsultationen und eher bilaterale Gespräche stattfinden wie z.B. zwischen dem russischen Gesandtschaftsleiter Alexander Lawrentiew (vgl.u.) und Staffan de Mistura, ist für den 31.7.2018 eine Plenarsitzung angesetzt.
Themen seien die Formierung des die syrische Verfassung diskutierenden Komitees, die Situation in den De-Eskalationszonen, wobei Idlib (vgl.u.) besonderes Augenmerk gelten dürfte, humanitäre Angelegenheiten, vertrauensbildende Maßnahmen und die Unterstützung der Rückkehr der ins Ausland Geflüchteten in die Heimat.
Später traf sich die Regierungsdelegation mit der russischen sowie der iranischen unter Leitung des Vizeministers für Afrika- und Nahostangelegenheiten, Ḥussain Ğâbarî Anṣârî. (https://sana.sy/en/?p=143714, https://www.sana.sy/?p=790356, http://tass.com/politics/1015288)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.7.2018 informieren: www.sana.sy/en/?p=143655, https://www.sana.sy/?p=790048 und https://www.sana.sy/?p=790155 (Beim Vorgehen gegen die restlichen IS-Stützpunkte im Yarmûk-Becken im Rîf Darʽâ kämpften sich die Einheiten in heftigen Gefechten an den Stadtrand von aš-Šağara vor; beim weiteren Vormarsch in Rich­tung Stadtzentrum versuchten die Terroristen diesen vergeblich durch Autobomben und Suizidattentäter aufzuhalten – während zur selben Zeit israelische Erkundungsdrohnen über dem Gebiet kreisten. Dennoch wurden IS-Quartiere zerstört, dazu die Nachschub– und Bewegungsrouten von den Orten Nâfiʽa, Ğamla und Ḥaiṭṭ her abgeschnitten. Unter den zahlreich getöteten Extremisten wurde auch der ISAmîr [Anführer, Kommandant] von aš-Šağara mit dem Kampfnamen Abû Walîd al-Miṣrî [demnach ein Ägypter] identifiziert.
Die Kampfmittelbeseitiger entdeckten beim Durchkämmen der rückeroberten Areale nahe der Stadt aš-Šağara im zuvor unter IS-Kontrolle stehenden Gebiet ein Hauptquartier mit einer tragbaren TOW-Lenkrakete aus US-Bestand, mehrere selbst gebaute Sprengsätze (IEDs), Ausstattungsgegenstände der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) samt einer Reihe Tellerminen und Artilleriegranaten. – BGM-71 TOW-Panzerabwehrraketen wurden von den USA während der Obama-Ära an die sog. MAO (moderate bewaffnete Opposition, s. ab Teil II) geliefert, landeten jedoch schon nach kurzer Zeit bei den Terroristen auch des IS und von Ğabhatu_n-Nuṣra gelangten, welch letztere spezielle Bataillone dafür eingerichtet (s. ab Teil III)!)

Nach Idlib ausgeschaffte Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen, Photo: al-Manâr

Nach Meldungen kursierten, die im Raum Idlib versammelten bewaffneten Terrorgruppen im Umfeld von Ğabhatu_n-Nuṣra hätten sich in Erwartung einer SAA-Operation unter einer Befehlseinheit zusammengeschlossen, war von dem diesen nahestehende Medium ʽAnab Baladî zu erfahren, Vertreter dieser Gruppen seien auf Initiative der türkischen Regierung zu Gesprächen nach Ankara gekommen, um über ihre Zukunft im Raum Idlib zu diskutieren. Sie würden zudem bei dem für den 30. und 31.7.2018 in Sotschi (s.o.) angesetzten Treffen (dem 10. im Astana-Format) vertreten sein. (S. Militant Groups’ Commanders And Turkish Officials Discuss Idlib Future In Ankara)

Der libanesische Parlamentsabgeordnete und Chef der Libanesischen Demokratischen Partei, Ṭalâl Arslân, erklärt in einem TV-Interview zu den IS-Massakern von as-Suwaidâ´ (s.u.), die angreifenden IS-Trupps seien von einer Position angerückt, die ganz nah dem US-Truppen-Stützpunkt liegt und geht daher von einer befohlenen Operation aus. Demnach benutzten die USA im Interesse der israelischen Regierung Terroristen als Handlanger bei der Bekämpfung des syrischen Staates bzw. seiner Armee. (https://www.sana.sy/?p=789857 vom 29.7.2018) – Selben Tags fand im Libanon eine Trauerfeier zu Ehren der bei den Terrorakten Getötete statt, bei der ebenfalls auf diesen Zusammenhang verwiesen wurde. (https://www.sana.sy/?p=790068)

International Army Games 2018, erstmals mit Teinahme eines syrischen Teams, Photo: gettyimages

An den diesjährigen zum 4. Mal abgehaltenen International Army Games 2018, welche am 28.7.2018 in Moskau beginnen und bis zum 12. August dauern, nimmt neben weiteren 188 Teams aus 32 Ländern auch Syrien teil. (https://www.sana.sy/?p=789534, https://sana.sy/en/?p=143582)

Terroranschlag vom 29.7.2018:
Bei einem Raketenangriff auf das Dorf Barîdîğ im NW-Rîf von Ḥa­mâ durch eine Terroristengruppe wurde ein Kind getötet sowie beträchtlicher Schaden an Wohnhäusern und weiterem privatem und öffentlichem Gut angerichtet. (https://sana.sy/en/?p=143622, https://www.sana.sy/?p=789924)

SAA auf Anhöhen über dem Yarmûq-Becken, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143598 und https://www.sana.sy/?p=789606 (In Fortsetzung der Militäroperation im al-Yarmûk-Becken im äußersten NW-Rîf von Darʽâ mit Eliminierung der vorgefundenen IS-Verstecke und -Stellungen in heftigen, für den Feind sehr verlustreichen Gefechten Befreiung der Städte und Dörfer Ṣaiṣûn, al-ʽAwâm, Ğamla, ʽAin Ḥamâṭa, Abû Riqa, Abû Ḫarğ, an-Nâfiʽa und Sadd an-Nâfiʽa. Viele Terroristen wurden getötet, große Mengen ihrer Waffen und Munition sichergestellt, die Ingenieurseinheiten begannen mit dem Absuchen der Gegend und Demontieren der vorgefundenen Sprengladungen und Minen. Die Operation wird fortgeführt bis ganz SW-Syrien den Terroristen entrissen ist.)

Über den Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs kamen am 28.7.2018 erneut hunderte Flüchtlinge aus Jordanien zurück in ihre Heimat. Sie stammen überwiegend aus dem Qalamûn-Gebiet im Rîf Di­mašq, z.B. aus az-Zabadânî und Bait Ğin. an der Grenze standen bereits Busse für sie zum Weitertransport bereit. (https://sana.sy/en/?p=143549, https://www.sana.sy/?p=789400)

Luftabwehr der russischen Ḥumaimîm-Basis, Photo: SANA

Die Luftabwehr der russischerseits genutzten Militärbasis in Ḥumaimîm vereitelte am 28.7.2018 erneut einen Kampfdrohnen-Angriff. Dieser ging wieder vom terroristenkontrolliertem Gebiet im N der Hafenstadt al-Lâḏaqiyya aus. von der Basis wurde mitgeteilt: „The aerial target was destroyed at a significant distance from the base by anti-aircraft fire in a routine manner.” Es gab keinerlei Verletzte oder Schäden. (https://sana.sy/en/?p=143601, https://www.sana.sy/?p=789807)

Gemäß der erzielten Ausschaffungsübereinkunft vom 19.7.2018, zudem nun auch infolge der schnellen Sieg der SAA die Militanten im Umfeld der Ğabhatu_n-Nuṣra aus dem bewaldeten Gebiet von Ğabâtâ al-Ḫašab im nördlichen al-Qu­nai­ṭra ihre Zuflucht genommen haben, liefern diese seit 48 Stunden auch am 28.7.2018 ihre schweren und mittleren Waffen der SAA aus. Ğabâtâ al-Ḫašab war vielen Jahre Hauptrückzugsreal der Extremisten und damit andererseits wesentlicher Angriffsausgangspunkt für die Umgebung. Nach vollständiger Auslieferung dieser Waffen werden – wie schon zuvor Terroristen aus anderen Gebieten (vgl.u.) – in das terroristenkontrollierte Gebiet von Idlib transportiert. Übergeben wurden Panzer, Raketenwerfer, gepanzerte Allradfahrzeuge, unterschiedlichste Kaliber an (auch aufmontierten) Maschinengewehren, Raketen, Granaten und Kanonen sowie die dazugehörige Munition. Besonders fortschrittliche militärische Ausrüstung darunter habe Ğabhatu_n-Nuṣra aus Israel erhalten. (https://www.sana.sy/?p=789459 vom 28.7.2018) – Laut Übermittlung von southfront.org vom 27.6.2018 hätten die hier angetroffenen FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I]-Angehörigen (vgl.u.) erkärt, sie seien ihrerseits bei Ankunft der Terroristen zum Kampf gegen Regierungsmilitär gezwungen worden und würden daher gerne das Rekonziliierungsangebot der Regierung annehmen. Dutzende Busse stehen für die Ausgeschaffung der Extremisten samt Familienangehörigen aus Barîqa, Ûfâniyya, Taranğa, Ğabâtâ al-Ḫašab and Bi´r ʽAğam in al-Qu­nai­ṭra nach Idlib bereit.

Die letzte unter den am 27.7.2018 von der SAA befreiten Städte im Gebiet des NW-Rîf von Darʽâ und des SW-Rîf von al-Qu­nai­ṭra war ar-Rafîd, das wenige hundert Meter vom Stacheldrahtzaunverhau östlich des Tal al-Faras und damit zu den israelisch besetzt gehaltenen Golanhöhen liegt. Unter den Bewohnern war daher die Ankunft der Armee besonders groß und deren Sieg über die IS-affiliierten Terroristen wurde festlich begangen.
In großen Teilen des Yarmûk-Beckens kehrt bereits langsam das normale Leben zurück. In ar-Rafîd stellten sich viele den Behördenmitarbeitern, um vom Rekonziliierungsangebot der Regierung Gebrauch zu machen. Sie gaben an, starkem Druck seitens der Terroristen unterworfen gewesen zu sein, damit sie ihre eigene Heimat bekämpften. (www.sana.sy/en/?p=143515 und https://www.sana.sy/?p=788781)

Generalleutnant Michail Mizintsew (Mikhail Mizintsev), Photo: Verteidigungsministerium Moskau

Michail Mizintsew, Chef des russischen National Defense Management Center, teilte am Fr., 27.7.2018, zum Unternehmen der Rückführung syrischer Flüchtlinge aus dem Ausland mit: „More and more foreign partners express readiness to take part in the humanitarian operation for the return of Syrian refugees to places of their permanent residence in Syria.“ Obwohl die Hoffnung dahin ging, daß sich die unmittelbaren Nachbarn Syriens, die Türkei und Jordanien, zur Zusammenarbeit bereitfinden würden, war die Freude über die Mitwirkungsbereitschaft Ägyptens groß. Mizintsew bemerkte dazu: „Thus, at a meeting with Russian Deputy Foreign Minister Mikhail Bogdanov on July 25, Egypt’s Ambassador to Moscow Ihab Nasr said that Egypt wants to join the process of refugee return. We are glad that the Egyptian side pays much attention to the humanitarian operation in Syria.“ Allerdings verwies er auch auf die besonders schlimme Situation der Bewohner des Lagers ar-Rukbân (vgl.u.), welche auf die unkooperative US-Haltung zurückzuführen sei: „Access to humanitarian assistance for refugees at this camp and their return to the pla¬ces of their permanent residence is complicated because of the position of the US side .“(http://tass.com/world/1015141)

Am 28.7.2018 schlossen sich auch Weißrußland, Spanien und Brasilien der Verurteilung der ISMassaker im Raum as-Suwaidâ´ vom 26.7.2018 (s.u.) an. (https://sana.sy/en/?p=143552, https://www.sana.sy/?p=789412, https://www.sana.sy/?p=789351)

SAA im O-Rîf von al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143540 und https://www.sana.sy/?p=789288 (Nach Säuberung der Städte Ğilîn, Saḥm al-Ğaulân und Ḥaiṭṭ im W-Rîf von Darʽâ folgten heftige Gefechte mit den IS-Terroristen in den Städten Nâfiʽa und aš-Šağara – letzterer bildete den stärksten IS-Stützpunkt im Yarmûk-Becken Ein Feldkommandeur führte zu den Kämpfen aus, die Terroristen hätten sich in Ğilîn im Gebäude der Sy­rian-Libyan Cattle Company verschanzt und dort eine starke Verteidigungslinie aufgebaut, welche jedoch die Armee am Donnerstag durchbrechen konnte mit nachfolgendem Vormarsch von verschiedenen Richtungen in die Stadt hinein innerhalb weniger Stunden, obwohl die IS-Terroristen mit Autobomben uned Suizidattentätern die SAA nach Kräften aufzuhalten versucht hatten. Diese wurden jedoch vor Erreichen ihrer Ziele unschädlich gemacht, worauf die feindlichen Reihen auch in den benachbarten Städten Saḥm al-Ğaulân und Ḥaiṭṭ schnell kollabierten. In den befreiten Orten der letzten Stunden habe sich gezeigt, daß der IS das Wohnhäuser, staatliche Gebäude und Moscheen sowie das Agrarforschungszentrum in Ğilîn zu Stützpunkten, Kommandobasen, Reparatur-Werkstätten, Feldhospitälern und Depots u.s.w. umgewandelt hatte. Eine Basis darunter, in Saḥm al-Ğaulân, nutzten die sog. „White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V)“.*
Bereits Stunden nach der Befreiung ihrer Orte kehrten viele Bewohner bereits dorthin zurück mit Dank an die SAA und schlimmen Berichten über die Zeit unter Terroristenherrschaft, die die reine Hölle gewesen sei. Jugendliche seien verhaftet und alle getötet worden, die sich nicht ihren Takfîr-Vorgaben unterworfen hätten.)
Während des Durchkämmens der soeben im IS-kontrollierten Gebiet befreiten Orte Ğilîn, Ḥaiṭṭ samt dazugehörigen Dörfern und Saḥm al-Ğaulân fanden die SAA-Soldaten in der besagten, von dem* White Helmets genutzten Basis in letzterer Stadt Anti-Panzer-Minen, Artillerie-Gerätschaften mit entsprechender unterschiedlichster Munition, was einen weiteren Beweis für die wirkliche Ausrichtung dieser Organisation beisteuerte. Ein begleitendes Kamera-Team von SANA dokumentierte dies. (https://sana.sy/en/?p=143523 und https://www.sana.sy/?p=789084)

Botschaftsrat ʽAbdallâh Ḥalâq bei den UN-New York, Photo: SANA

Anläßlich der UNSC-Sitzung vom Fr., 27.7.2018, zur humanitären Situation in Syrien äußerte der acting chargé d’affaires der ständigen UN-Vertretung des Landes, Botschaftsrat ʽAbdallâh Ḥalâq, mit der Befreiung weiterer Gebiete durch die SAA von der Terroristenherrschaft, darin unterstützt durch befreundete Kräfte, verbessere sich auch sukzessive – auf täglicher Basis – die Lage der Bürger dort. Schließlich sei die Regierung am meisten um das wohl all seiner Bürger besorgt und arbeite deswegen auch mit den UN-Organisationen und weiteren Partnern zusammen. Die Landesbewohner vor den Terroristen zu retten, die sie als lebende Schutzschilde mißbrauchten, verpflichteten die Regierung schon die Verfassung und die Gesetze. Ḥalâq forderte zu mehr Unterstützung Syriens darin auf, die jedoch mit der Regierung selbstverständlich abgesprochen werden müsse und nicht mit sog. „local councils“, künstlich generierten Entitäten, die den Terroristen bzw. Separatisten affiliiert seien und dazu da seien, deren Agenden umzusetzen.
Im Gegensatz zu so manchem Narrativ seien es nämlich die erfolgreichen Militäroperationen der SAA und ihrer Alliierten im Kampf gegen die Terroristen, welche das Leiden der Bevölkerung minderten sogar in den Arealen, welche die UN als „besieged“ (belagert) oder „difficult to reach“ (schwierig zu erreichen) zu klassifizieren pflegten, da jene Militäroperationen den Zugang zu diesen Arealen erleichterten.
Die einseitig durch die EU und die USA gegen Syrien verhängten Wirtschaftssanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] seien das Haupthindernis, die Syrer mit dem benötigten Basisbedarf auszustatten und damit die humanitäre Situation sowie Lebensgrundlage zu verbessern; das sei auch im aktuellen Bericht des UN Special Rapporteur zu den Auswirkungen der Sanktionen auf die Menschenrechte deutlich hervorgetreten und habe die Gefahr dieser Maßnahmen diesbezüglich unterstrichen.
Die Operationen in Süd-Syrien hätten gezeigt, daß sich gewisse Regierungen und Seiten keineswegs um die heimatvertriebenen Syrer in Jordanien kümmerten. Die sorgten sich nur um den Schutz der Terroristengruppen der Gegend, insbesondere der „White Helmets” (s.u.), welche ein Arm der Ğabhatu_n-NuṣraTerrororganisation seien und irreführende Inszenierungen vollführten, um die internationale öffentliche Meinung zu täuschen und falsche Behauptungen über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien in die Welt setzten als Vorwand für Angriffe auf Syrien.
Die Vereinten Nationen müßten einen anderen Kurs im Umgang mit der humanitären Lage in Syrien einschlagen, der von Objektivität, Transparenz und Neutralität geprägt sei, um wieder das Vertrauen der syrischen Regierung erhalten zu können. Doch das sei schwierig angesichts der verdreht dargestellten Sachverhalte über die Arbeit der syrischen Regierung bei der Versorgung ihrer Bürger und der von gewissen Regierungen den Terroristen gebotenen Unterstützung und Ausbeutung der humanitären Lage in Syrien im Dienste von deren eigenen politischen Agenden.
Die Aussage des Repräsentanten des UN-Generalsekretärs hinsichtlich Kindern in bewaffneten Konflikten, welche Beschuldigungen gegen die syrische Regierung enthielt, ignorierte geflissentlich alle von der syrischen Regierung bereitgestellten Informationen, welche darlegten, daß das Leiden der Kinder in Syrien auf den Praktiken der Terroristengruppen gründe.
Besagte Stellungnahme und der damit zusammenhängende Report beruhe auf fragwürdigen, mit den Terroristen verbunden Quellen; auch würden die im Report erhobenen Behauptungen durch die Aussagen der Bürger wiederlegt, die durch die SAA aus Gebieten evakuiert worden seien, die jahrelang unter Terroristenkontrolle standen.
Die syrische Regierung weise strengstens alle Bezüge auf sog. „dokumentierte Fälle“ bzgl. Kindersoldaten zurück; den, wären diese wahr, warum seien dann keine detaillierten Informationen darüber an die Regierung in Damaskus weitergeleitet worden, die sie immer wieder anforderte.
Dabei erinnerte auch an die wiederholten Forderungen der syrischen Regierung nach einer Erforschung des Verbleibs der im Gefolge der im aleppiner Stadtgebiet ar-Râšidîn ausgeführten Terrorattentate verschleppten Kinder vom 15.4.2017, als die Busse mit Bomben attackiert wurden, welche die aus Kafarayâ und al-Fûʽa evakuierten Bürger an Bord hatten. Der syrischen Regierung seien Informationen zugekommen, daß 32 dieser Kinder in Reyhanlı in der Süd-Türkei entdeckt worden seien, der Rest im Aṭma-Camp.
In Beantwortung der Frage einiger Mitgliedsstaaten erwiderte der Botschaftsrat noch, der Tag, an dem alle Militärs von Aggressoren Syrien verließen, sei nicht mehr weit entfernt. Außerdem zeigte er sich erstaunt, daß der UN-Sicherheitsrat sich zu keiner Reaktion hinsichtlich des jüngsten IS-Massakers in as-Suwaidâ´ (s.u.) vor zwei Tagen hatte bereit finden können. (https://www.sana.sy/?p=789262)

Karte zu den SAA-Einsätzen vom 26.7.2018 in der Provinz al-Qunaiṭra, Quelle: southfront.org

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143436 und https://www.sana.sy/?p=788475 (Mit der Einnahme des Terroristenstützpunkts Ḥamîdiyya, 3km nördlichen der früheren, beim Rückzug der israelischen Truppen im Juni 1974 total zerstörten Provinzhauptstadt al-Qu­nai­ṭra, geht für die Bevölkerung des Umlands eine ständige Bedrohung zu Ende, da jener Ort den Ausgangspunkt dauernder Angriffe (vgl.u.), vor allem auch auf die neue Verwaltungskapitale der Provinz al-Baʽṯ [übersetzt: Wiedergeburt] dar. Im Anschluß daran begannen die Kampfmittelbeseitiger mit ihrer Arbeit. Nachmittags nach Stellungsbeziehung in Dawâr al-ʽAlam gelang die Einnahme von al-Qu­nai­ṭra selbst, in dessen Ruinen sich ebenfalls die IS-Terroristen festgesetzt hatten, mit Flaggenhissung und Durchkämmen des Gebiets nach den von den Terroristen auf Straßen und in Gebäuden angebrachten Sprengfallen und Minen und deren Entfernung; nahe dem Kreisverkehr wurde wieder ein bestens ausgestattetes Feldhospital der Terroristen entdeckt mit einem gut gefüllten Depot an Arzneimitten, zum Teil israelischer Herkunft. Befreit wurden weiter die Orte: Sa­ḥm Ğaulân, aš-Šaiḫ Ḥussain, Kawkab, aš-Šabraq, Musairita, al-Luwaiḥaq und Salbak im NW-Rîf von Darʽâ bzw. dem SO-Rîf von al-Qu­nai­ṭra nach Eliminierung einer beträchtlichen Anzahl der Extremisten und Sicherstellung großer Mengen an Waffen und Munition und weiterem schweren Kriegsmaterial, wobei es ein weitläufiges Netzwerks an Anti-Panzer und -Personenminen zu entschärfen galt. Später wurde die Kontrolle über die letzte strategisch wichtige Anhöhe, den Tal al-Ğamûʽ (s.u.) im N-Rîf von Darʽâ, erkämpft trotz vieler ausgelegter Anti-Panzerminen; auch drangen die Truppen bereits in Tasîl und ʽAdwân ein, wo ebenfalls schwere und mittelschwere Waffen konfisziert und viele feindliche Kämpfer getötet bzw. verletzt wurden. Es folgte jeweils das übliche Absuchen nach Sprengsätzen und Entminen. Heftige Verluste brachten die syrischen und russischen Kampfjets den IS-Terroristen im Yarmûk-Becken bei. Schließlich wurde auch die volle Kontrolle über die Stadt Saḥm al-Ğaulân im NW-Rîf von Darʽâ wiederhergestellt.)

Zu Beginn des 10. BRICS-Gipfeltreffens in Johannesburg am 26.7.2018 erneuerten die Repräsentanten der Bündnisstaaten bezüglich Syriens ihr Bekenntnis zur politischen Beilegung der Syrienkrise in einem umfassenden politischen Prozeß, geführt von Syrern unter Garantie der Unabhängigkeit und territorialen Einheit Syriens gemäß der UNSC-Resolution Nr.2254. Zudem erklärten sie ihre Unterstützung des Astana- und Genfer Prozesse und riefen zu einer gemeinsamen Bekämpfung des Terrorismus in Syrien auf. (https://sana.sy/en/?p=143464, https://www.sana.sy/?p=788749)

Wiederaufbau-Diskussion mit Vertretern aus China, Photo: SANA

Eine chinesische Delegation unter Führung des Sondergesandten dieses Landes für Syrien, Xie Xiaoyan, traf am Do., 26.7.2018, in Damaskus ein und traf sich zunächst zu Gesprächen mit dem stellvertretenden Minister im Außenamt, Dr. Faiṣal al-Miqdâd, und darauf mit Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim. Dabei ging es um die Fortschritte im Counterterrorismus und gleichzeitig bei der politischen Lösung der Syrienkrise. Dabei übermittelte der Sondergesandte sein Beileid zu den schrecklichen, vom IS verübten Verbrechen im Raum as-Suwaidâ´ vom Vortag (s.u.) und verurteilte sie gleichzeitig vehement. Themen waren ferner die Bemühungen um die Rückkehr der Flüchtlinge, die weitere Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden befreundeten Staaten. Vor allem dankte al-Muʽallim besonders für die chinesische Unterstützung angesichts der terroristischen Aggression wie der ungerechten westlichen Sanktionen gegen das Land.
Xie Xiaoyan erklärte, Syrien stelle einen wichtigen Punkt auf der wiederherzustellenden Seidenstraße dar [s. Projekt: „One Belt – One Road“]. Er betonte, wie wichtig China die Rückkehr der Flüchtlinge wie von Sicherheit und Stabilität nach Syrien sei, wobei gerne Hilfe geleistet würde wie auch bei der Krisenbeilegung in Koordination mit der syrischen Seite unter Garantie der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität Syriens. (https://www.sana.sy/?p=788457, www.sana.sy/en/?p=143410)
In einer nachfolgenden Pressekonferenz hob er die positiven Gespräche hervor und erklärte: „We have reached an agreement regarding the proposed issues.” Sodann bekräftigte er, China stehe für das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren syrischen Angelegenheiten, für das Selbstbestimmungsrecht der Syrer, wobei er konstatierte: „Foreign powers have no right to intervene or impose their projects on the Syrian people,” die Ablehnung einer Teilung des Landes wie der unilateralen und damit unrechten Wirtschaftssanktionen gegen Syrien [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV], die nur der Verfolgung der eigenen Ziele der verhängenden Regierungen in Syrien dienten.
Er hoffe auf einen Fortschritt im politischen Prozeß und die Rückkehr der Flüchtlinge in die Heimat. Zuletzt rief er die Internationale Gemeinschaft zu mehr humanitärer Hilfe für die syrische Bevölkerung auf. (www.sana.sy/en/?p=143468, https://sana.sy/en/?p=143468)

#

Stromgewinnungsanlage beim Gasfeld at-Taim, Photo: SANA

Derzeit finden in Damaskus drei Großveranstatungen nebeneinander statt: einmal die dreitägige „Conference of Businessmen and Investors in Syria and the World 2018” ab dem 26.7.2018, dann die International Exhibition for Reconstruction “IPEX 2018” sowie die International Auto Fair “High Auto 2018”. An ersterer nehmen 23 ausländische Staaten, nicht nur aus dem arabischen Raum wie z.B. China, teil. Dabei geht es um Investment-Möglichkeiten in Syrien beim Wiederaufbau, vor allem in den Bereichen Produktion, Extraktion, öffentliches Bauwesen, Energieträger, Elektrizität, Betrieb von (Flug)häfen und anderen Transportmitteln und Tourismus u.v.m. (https://sana.sy/en/?p=143450, https://www.sana.sy/?p=788661)

Im Gasfeld at-Taim, über das die SAA im September 2017 wieder die Kontrolle erkämpft hatte (s.u.), konnte dank der Anstrengungen in drei Monaten und damit schneller als erwartet eine Einheit wieder repariert und so der von ihr erzeugte Strom von 30 MW in das Netz der Groß- und Provinzhauptstadt Dair az-Zaur eingespeist werden. Damit ist wieder eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet. Die Wiederherstellung schlug mit 6 Millionen SYP (laut Umrechnungskurs vom 27.6.2018: 10012,18€ ) zu Buche gegenüber den Kosten einer neuen Einheit von 25 Millionen €. Die Arbeiten an der zweiten Einheit gehen voran, sie soll bald einsatzbereit sein, mit Reparatur der dritten Einheit erreicht die Station dann wieder ihre Gesamtleistung. (www.sana.sy/en/?p=143440)

200 russische Militärpolizisten, welche nach Eliminierung der Terroristen bei der Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit – vor allem in West- und Ost-al-Ġûṭa (vgl.u.) – unterstützend tätig gewesen sind, sind am 26.7.2018 wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. (https://sana.sy/en/?p=143430)

Aus dem russischen Koordinations- und Überwachungszentrum zu Ḥumaimîm erging am 26.7.2018 die Warnung, ein Zusammenschluß terroristischer Gruppen bereite eine mehrfach verschobene Offensive auf die SAA im Raum der De-Eskalationszone von Idlib vor. Wörtlich wurde berichtet: „According to available information, the leaders of Hayyat Tahrir Ahrar al-Sham, Jabhat Tahrir Suriya (formed as merger of Nour al-Din al-Zenki Movement and Ahrar al-Sham), Suqour al-Sham and Falak al-Sham agreed to set up joint operational headquarters to conduct an attack on positions of government forces.”Das bedeutet, daß sich die Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra, Ġabhatu Tahrīri Sūriyā al-Islā­miy­ya (Zusammenschluß von Ḥaraka Nûr ad-Dîn az-Zankî und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya), Ṣuqûr aš-Šâm und Failaq aš-Šâm zu diesem Ziel zusammengefunden haben [zu den einzelnen Gruppen s.u.]. Der Chef des Zentrums, Generalmajor Alexei Tsygankow, fuhr in seinen Ausführungen fort: „Large groups have concentrated simultaneously on several directions – mountains of northern Latakia, al-Ghab valley on the border of Hama and Idlib provinces and areas west of Aleppo.” Demnach haben sich simultan bereits große Kontingente im Bergland nördlich von al-Lâḏaqiyya, in der al-Ġâb-Ebene und der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Ḥamâ und Idlib eingefunden, die an sich lange Zeit Terroristen-Rückzugsorte dargestellt haben. – Schon zu einem früheren Zeitpunkt hatte Ğabhatu_n-Nuṣra letzteres Gebiet zur Militärzone erklärt und mit einem Angriff auf die SAA in der Provinz Idlib und angrenzenden Regionen gedroht. – Nach Eliminierung der großen früheren Terroristen-Enklaven durch die SAA und ihre unterstützenden Kampfelemente steht früher oder später jene im Raum Idlib als Ziel an, in welche bislang die Terroristen aus anderen Gebieten ausgeschafft worden sind, um Mehrfronteneinsätze zu vermeiden und vor allem lokal die Bevölkerung zu entlasten wie Dr. al-Assad in Präsidenten-Interviews ausgeführt hatte. Dies bestätigte er kurze Zeit später gegenüber einem Korrespondenten von Russia Today mit den Worten: „Our goal now is Idlib, but not only Idlib. … There are territories in the east of Syria controlled by various groups. A little bit is held by IS, and some by the Al-Nusra Front and other militant formations.” (https://on.rt.com/9b5s vom 27.7.2018)

Zu den letzten verheerenden Anschlägen und Angriffen des IS in as-Suwaidâ´-Stadt samt Umland vom 25.7.2018 äußerten sich umgehend mit vehementen Verurteilungen zu Wort der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Putin für Syrien, Alexander Lawrentiew (laut pars today) sowie das russische Außenamt.
Während ersterer im Gespräch mit Präsident Dr. al-Assad auch das nächste Treffen im Astana-Format in Sotschi der nächsten Woche besprach, erklärte er, die IS-Terroranschläge vom Mittwochmorgen gegenüber Zivilisten gälten als Beweis dafür, daß Syrien mit seinem Counterterrorismus den richtigen Weg beschreite. Gemäß Dr. al-Assad versuchten die den Terrorismus im Land unterstützenden Regierungen wohl, diesen zur Erfüllung ihrer im Land verfolgten Agenden wiederzubeleben.
Das Ministerium in Moskau ließ in seiner offiziellen Stellungnahme verlauten, die Angriffe zeigten deutlich die Hoffnungslosigkeit der Terroristen angesichts ihrer drohenden Niederlage durch die SAA unterstützt von den russischen Kampfjets, die sie verzweifelt zu solcher massiven Gewalttätigkeit habe greifen lassen, gefolgt von der Aussage: „We strongly condemn these acts of atrocity. We offer condolences to the families of the dead and wish a speedy recovery to those wounded.” (https://sana.sy/en/?p=143341, https://www.sana.sy/?p=788005)
Im Gegensatz zu früher, als nicht einmal nach Aufforderung auch an die UN eine Kenntnisnahme, geschweige denn Verurteilung solcher Anschläge und Angriffe unterblieben war (vgl.u. ab Teil ?), fand sich dieses Mal sogar ein UN-Vertreter in Gestalt von ʽAlî az-Zaʽtarî, dem UN-Resident Coordinator [d.h. UN-Botschafter] in Syrien dazu bereit. Zudem versicherte er, es sei die feste Haltung und Forderung der UN, Zivilisten und die Infrastruktur zu schützen und die Zivilbevölkerung, wo immer sie sei, vor Kriegseinflüssen zu bewahren. (https://sana.sy/en/?p=143354)
Tags darauf äußerten sich mit scharfen Worten der Verurteilung auch libanesische Persönlichkeiten (https://www.sana.sy/?p=788439), die Ḥizbullâh (https://www.sana.sy/?p=788341), syrische Expatriierte (https://www.sana.sy/?p=788369), Ägypten(https://www.sana.sy/?p=788337)und der Irak (https://sana.sy/en/?p=143432)sowie China (https://sana.sy/en/?p=143410), während mit großer Volksbeteiligung die Bestattungsfeierlichkeiten in as-Suwaidâ´ vor sich gingen. Die Bürger machten dabei deutlich, daß sie sich durch solche Anschläge der Söldner-Terroristen (mercenary terrorists) nicht davon abhalten ließen, die SAA darin zu unterstützen, jene von jeder Handbreit Syriens von zu tilgen. (https://www.sana.sy/?p=788352, www.sana.sy/en/?p=143376)

Terroranschläge vom 25.7.2018:
Ein Suizidattentäter sprengte sich am Morgen nahe des Marktes der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ´ in die Luft, tötete und verletzte dabei mehrere Dutzend Bürger und richtete entsprechende Schäden an. Genaueres läßt sich noch nicht feststellen. Zuvor war es den Behörden und aufmerksamen Bürgern gelungen, solche in der Stadt zu verhindern: z.B. wurden zwei Suizidattentäter, versehen mit Sprengstoffgürteln, ausgemacht, verfolgt und noch rechtzeitig vor Erreichen der von ihnen angesteuerten Wohngebiete getötet. Kurz darauf wurde ein weiterer Suizidattentäter im Gebiet des Schlachthofs im Stadtviertel al-Ğalâ´ gestellt und rechtzeitig getötet.
Etwa gleichzeitig und damit sychronisiert unternahmen IS-Gruppen Angriffe auf Dörfer in der Umgebung von as-Suwaidâ´; einen im Norden der Provinzhauptstadt wehrte eine SAA-Einheit ab, wobei viele IS-Kämpfer eliminiert wurden. Dasselbe geschah bei der Vereitelung der IS-Angriffe gegen die Dörfer al-Matûna, Dûmâ, Tîmâ, aš-Šabkî und Râmî im NO-Rîf durch die SAA im Zusammenwirken mit den Ortsbewohnern. (https://sana.sy/en/?p=143278, https://www.sana.sy/?p=787724)

Rückkehrer in die Heimat, Photo: SANA

Laut Angaben des gemeinsamen moskauer Hauptquartiers der Ministerien für Verteidigung und Äußeres die (syrische) Flüchtlingsfrage betreffend sind am 25.7.2018 binnen 24 Stunden schon 2038 Flüchtlinge über die erst eröffneten Grenzübergänge vom Libanon und Jordanien in die Heimat zurückgekehrt. ( www.redstar.ru/nachalos-organizovannoe-i-massovoe-vozvrashhenie-sirijtsev-iz-livana/)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143327 und https://www.sana.sy/?p=788025 (Nach Vorbereitung des Vorstoßes durch intensive, dennoch akkurate Angriffe aus der Luft und per Artillerieauf IS-Fortifikationen und –Ansammlungen mit erheblichen Feindverlusten starteten die SAA-Einheiten ihren Vormarsch auf Ğalîn und sein Umfeld. Diesen versuchten die Terroristen in heftigen Gefechten mittels Scharfschützen, Einsatzes verschiedener Maschinengewehrtypen, Granaten und Raketen vergeblich zu verhindern, wobei die SAA sich an die nördliche Umgebung von al-Muzairʽa herankämpfte und in beide beide Orte einziehen konnte. Schließlich wurden nach Zerstörung etlicher IS-Stützpunkte und Eliminierung vieler IS-Kämpfer samt deren Ausrüstung im südlichen Areal folgende 14 Orte NW-Rîf von Darʽâ und SO-Rîf von al-Qunaiṭra befreit: al-Baṣâlâ, ʽAin Qâḍî, al-Makraz, Ṣaida al-Ğaulân, Ḫân Ṣaida, al-Ḥânût, Abû Ḥâritîn, ʽAin Ḏakar, Lûbîd, Sadd al-Makraz, Bakâr Ġarbî, Maʽdalî, Abû Mandâra, Razâniyya Ṣaidâ. Wie immer begannen die Kampfmittelräumdienste sofort mit ihrer Arbeit und ebenso die Räumung der von den Terroristen mit Barrikaden und Erdwällen etc. versehenen Straßen.)

Joseph Votel, Photo: wsj.com

US-General Joseph Votel, Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos im Nahen Osten hatte auf eine Anfrage der Kreml-Regierung um Hilfe bei der Rückführung syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat erklärt, dies sei unmöglich, da die Regierung in Moskau jene in Damaskus, sprich Präsident Dr. al-Assad unterstütze. Darauf erwiderte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am 24.7.2018, es gebe keinerlei Rechtsgrundlage für die Präsenz der US-Streitkräfte in Syrien. Eine Möglichkeit zum Verbleib dieser tue sich einzig auf, wenn diese zur Zusammen­ar­beit mit den Regierungen in Moskau und Damaskus bei der Rückführung der syrischen Flüchtlinge bereit sei. Desweiteren monierte er, daß es doch ein Ding der Unmöglichkeit sei, wenn der Oberbefehlshaber der US-Truppen im Nahen Osten nichts von den grundlegenden aktuellen Entwicklungen in Syrien wisse. General Votel habe damit nicht nur die of­fizielle Position des Oberbefehlshabers der US-Armee [d.i. Präsident Trump] unglaubwürdig gemacht, sondern auch deutlich gemacht, daß die Präsenz des US-Militärs in Syrien sowohl internationales Recht als auch US-Recht verletzt. (https://www.sana.sy/?p=787647)

Nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten (s.u.) über die Situation in Syrien, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur israelischen White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V)-Evakuierung (s.u.) als auch zum Abschuß der syrischen SU-22 durch israelische Patriot-Raketen (s.u.) stand, reiste Rußlands Außenminister Lawrow zu selbigen am 24.7.2018 nach Paris und Berlin weiter. In beiden europäischen Hauptstädten ging es auch um die Unterstützung der politischen Lösung der Syrienkrise als auch um die Beseitigung von Problemen bei der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihr Heimatland (wobei sich Rußland in Unterstützung der Regierung in Damaskus seit langem für eine international konzertierte Aktion einsetzt, dazu vgl.u.). (https://www.sana.sy/?p=787419) – Es ist anzunehmen, daß vor allem auch Lawrow (erfolgreich) um eine De-Eskalation der Situation zwischen Syrien und Israel bemüht ist.

Grenzübergangsöffnungen, Photo: pars today

Laut einer Meldung von Russia al-Yaum vom 24.7.2018 hat das russische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, daß zwei Grenz­übergänge für die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus dem Libanon und Jordanien geöffnet worden seien und am 27.7.2018 drei weitere Übergangsöffnungen folgen würden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42537-russland_grenz%C3%BCberg%C3%A4nge_f%C3%BCr_r%C3%BCckkehr_syrischer_fl%C3%BCchtlinge_ge%C3%B6ffnet)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143185 und https://www.sana.sy/?p=787200 (In Fortführung der Militäroperation gegen die an die besetzten Golanhöhen anschließende IS-Enklave in der Yarmûk-Ebene in der Provinz al-Qu­naiṭra ging die Artillerie mit Angriffen auf befestigte IS-Stützpunkte und IS-Angriffsrouten im Umkreis des Dorfes Tasîl und auf dem Tal al-Ğamûʽ vor, um die feindlichen Frontlinien für die Sturmtruppen aufzubrechen. Dabei wurden etliche IS-Fortifikationen und -Verstecke samt Waffen und militärischer Ausrüstung zerstört. Schließlich wurden in der Grenzregion der Provinzen al-Qu­naiṭra und Darʽâ 21 Orte der IS-Kontrolle unter erheblichen Feindverlusten entrissen. Befreit wurden: al-Muhair, ar-Rafid, Rasm al-Ḥassan, al-Ḥîrân aš-Šamâlî, al-Ḥîrân al-Ğanûbî, Rasm Ġazrânîl, Rasm al-Bunyân, Rasm Zaʽrûra, Ġadîr al-Bustân, Abû Qulaiʽa, Abû Taina, al-Maʽlaqa, al-Ğubaila, al-Madûra, Abû al-Ḫašân, Umm al-Lauqis, al-Muhaiwiba, al-Mušaida, al-Baṣa, al-Bakâr und al-Bakâr aš-Šarqî.)

UN-Sondergesandter Nikolai Mladenow, Photo: pars today

Während der UNSC-Sitzung vom 24.7.2018 mahnte der UN-Sondergesandte Nikolai Mladenow im Nachgang des Abschusses der im counterterroristischen Einsatz über SW-Syrien nahe den Golanhöhen befindlichen SU-22 durch israelische Patriot-Raketen (s.u.) zur Zurückhaltung mit den Worten: „Ich fordere alle Beteiligen auf, die Bestimmungen der Vereinbarung von 1974 einzuhalten und dabei die Aufgabe der UNDOF (United Nations Disengagement Observer Force) zu unterstützen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42556-uno_warnt_vor_konfrontation_zwischen_damaskus_und_tel_aviv)
Bei der UNSC-Sitzung zur Nahost-Situation kam auch der Acting Chargé d’affaires der permanenten UN-Vertretung, Munḏir Munḏir, auf den Abschuß der syrischen SU-22 wie die rechtliche Lage bezüglich der Golanhöhen zu sprechen.
Durch den gezielten Angriff auf die syrische Militärmaschine vom heutigen Tag, welche gerade IS-Fortifikationen am Rand der Yarmûk-Ebene in der Provinz al-Qunaiṭra bekämpfte, habe Israel erneut seine solide Beziehung zu den Terrorgruppen bekräftigt. Israel verweigere beharrlich die Umsetzung internationaler Resolutionen dank der Politik einiger [UN-]Mitgliedsstaaten, Israel weigere sich beharrlich, rechtsverbindliche internationale Resolutionen umzusetzen, dank der Politik einiger [UN-]Mitgliedsstaaten, welche dieser Regierung den nötigen politischen Schutz und die Deckung bieten, damit es arabisches Land in Palästina, Syrien und im Libanon weiterhin besetzt halten kann.
Syrien habe den UN-Sicherheitsrat wie die verschiedenen UN-Körperschaften immer wieder über die unlimitierte Unterstützung seitens Israels für die Terrrororganisationen in der Truppenentflechtungszone einschließlich der wiederholten direkten militärischen Aggressionen gegen syrisches Land in eklatanter Verletzung der Truppenentflechtungsvereinbarung wie des Völkerrechts informiert. Dies alles habe dazu beigetragen, daß sich das besetzte palästinensische Gebiet zu einem kollektiven Freiluftgefängnis verwandelt habe und Israel den Weg rassischer Apartheitspolitik gegenüber den Palästinensern beschreite. Wörtlich äußerte er dazu: „The policies of countries that support Israel have contributed to changing the occupied Palestine into a collective, open prison and paved the way for Israel to apply the policy of racial apartheid against the Palestinians.”
Syrien appelliere an die internationale Gemeinschaft, ihre Verantwortung wahrzunehmen und das Gesetz, genannt „Jüdischer Nationalstaat“ zu verwerfen, das den UN-Prinzipien widerspreche und die historischen bindenden Rechte des palästinensischen Volkes usurpiere einschließlich ihres Rechts auf Rückkehr.
Mit Blick auf die völkerrechtswidrig besetzten Golanhöhen [dazu vgl.u.] fuhr er fort: „Israel also continues its colonial settlement campaigns in the occupied Syrian Golan and the policies of repression against Golan citizens, looting their resources and arresting the Syrian people in a blatant violation of Geneva treaties.” Die Besatzungsmacht mit ihrer kolonialen Siedlungspolitik und ihrer Repressionen gegen die Bewohner auf dem Golan plündere zudem deren Ressourcen und inhaftiere Bürger in unverhohlener Verletzung der Genfer Konventionen.
Die Unwahrheit der Behauptungen Israels, es habe nichts mit der Krise in Syrien zu tun, trete durch seine direkte Unterstützung für die Terrororganisationen in und seine kontinuierlichen Aggressionen gegen Syrien wie auch durch die Evakuierung derWhite Helmets
–Terroristenorganisation (zu deren Einordnung s.u. und Teil V) seitens Israels offen zutage.
Syrien appelliere an den UN-Sicherheitsrat, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um Israel zur Beendigung seiner Rechtsverletzungen und seiner Besetzung arabischen Landes einschließlich der okkupierten Golan-Höhen zu zwingen, und sich vom arabischen Land auf die Linie vom 4.6.1967 [d.h. vor dem sog. Sechs-Tage-Krieg] zurückzuziehen wie es die UNSC-Resolutionen, insbesondere der Nr. 242, Nr.338 und Nr.497 verlangen, mit Etablierung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als dessen Hauptstadt. (https://www.sana.sy/?p=787640, https://sana.sy/en/?p=143269)

Photos der abgeschossenen SU-22 veröffentlichte das IS-Medium Aʽmâq (S. ISIS Released Photos Of Wreckage Of Syrian Su-22 Warplane Downed By Israel In Southern Syria):

Reste der israelischerseits abgeschossenen Suchoi-22 der SAAF über IS-Gebiet, Photo: southfront.org, basierend auf Aʽmâq

Während des counterterroristischen Einsatzes der SAAF gegen Terroristen-Verstecke und –Ansammlungen am Rand der Yarmûk-Ebene (s.u.) im Raum Ṣaidâ im SW-Rîf von al-Qunaiṭra – d.h. über IS-kontrolliertem Gebiet – wurde ein Kampfflugzeug der SAAF von einer israelischen Rakete im syrischen Luftraum abgeschossen, heißt in einer SAA-Meldung. Dies zeige erneut die Unterstützung des israelischen Regimes für die in Syrien aktiven Terroristen. Die Stelle verweist diesbezüglich auf frühere Vorfälle (vgl.u.) und die Evakuierungsmission für die White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V). (https://sana.sy/en/?p=143244, https://www.sana.sy/?p=787330) – Auch Aussagen wie die von Herzi HaLewi (s. Teil V unter dem 22.6.2016) können solche Einschätzungen suggerieren.
Laut Pars Today, das eine Meldung des libanesischen Nachrichtenportals al-ʽAhad, das seinerseits eine Nachricht des 7. israelischen Fernsehkanal zitiert, hat die auf den syrischen, israelisch besetzten Golanhöhen erst kürzlich aufgestellte israelische Luftabwehr ( s.u.) zwei Patriot-Raketen auf ein syrisches Kampfflugzeug des Typs Suchoi abgeschossen, da es angeblich in den israelischen Luftraum – d.h. wenn, dann in denjenigen über dem israelisch besetzten Gebiet der Golanhöhen – eingedrungen sei. (S. Israel schießt syrischen Kampfjet ab). Nach der Meldung von southfront.org sei ein Pilot tot, das Schicksal des zweiten unklar, er könnte von den [IS-]Terroristen im Raum Ṣaidâ gefangengenommen worden sein. (S. Israel Shoots Down Syrian Warplane Over Golan Heights With Patriot Missiles. One Pilot Dead (Video)). Zur Orientierung s. die Karte: https://southfront.org/wp-content/uploads/2018/07/1-226.jpg?x61338%20%20

Syriens Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn bemerkte am 23.7.2018 während eines Zusammentreffens mit Angehörigen russischer Gefallener zur israelischen Evakuierung der White Helmets (s.u.) klarstellend: „These people are not refugees. They are war criminals. I’d like to ask the governments of our two countries [d.h. Syrien und Rußland] to pursue the members of the White Helmets group. To find them any­where they might be.” Schließlich hätten sie sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Während sie sich selbst als humanitäre Gruppe und Syriens „civil defense“ (Zivilschutz) propagierten, seien sie tatsächlich Terroristen, die nur im terroristenkontrollierten Gebiet tätig gewesen und nicht einmal davor zurückgeschreckt seien, Chemiewaffen gegen die Bürger Syriens einzusetzen. Gegen die im Westen als „rescuers” (Helfer) glorifizierte Gruppe seien wiederholt Vorwürfe wegen enger Zusammenarbeit mit Terroristen und der Inszenierung angeblichen C-Waffeneinsatzes durch die SAA erhoben worden. Die kriminelle „Rettungs“operation seitens des israelischen Militärs sei nur ein weiterer Beweis für Israels Unterstützung von Terroristen; bekanntlich kümmerte sich Israel wiederholt um in Syrien verwundete Terroristen, schickte in deren Gebiete „humanitäre Hilfe“ und griff immer wieder Syrien an aufgrund falscher Vorgaben. Bedenke man, welche Regierungen an dem Coup vom Wochenende beteiligt waren, sehe man, wo die Puppenspieler hinter den White Helmets säßen.“ Dann schloß er: „We’d like to ask why they are not fleeing to Syria, why they don’t want to return to the Syrian society? There’s only one answer – they are the force, which the West counted on to destroy the Syrian society.” (https://on.rt.com/9awx) – In einer Regierungsstellungnahme aus Damaskus hieß es dazu passend: „The mere fact that those would-be humanitarian activists, pretending to work for the sake of the Sy­rian people, had to be ‘rescued’ from their own country, notably following an amnesty declared by the Syrian Government, suggests that the White Helmets had reasons to fear that their crimes might be furthermore exposed.“

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau kommentierte laut Rûsiyyâ 24 TV die israelische Evakuierung der sog. „White Helmets”-Organisation (vgl.u.), welche als selbsternannte „Hilfskräfte“ nachgewiesenermaßen tatsächlich in kriminelle Akte verstrickt waren und Lügen wegen angeblicher Nutzung von C-Waffen durch die Regierung in Damaskus fabriziert hatten, am 24.7.2018 folgendermaßen: „Those people who call themselves aid workers are clearly and publicly involved in criminal provocative activities in Syria which have been proven by conclusive evidences.” Sie ergänzte: „Russia has repeatedly published evidences and facts that reveal the reality of this group’s actions and its work field which range from the fabrication of provocations and the disse­mi­nation of misleading information on the use of chemical weapons in Syria.” Sacharowa fuhr fort: „I fully understand why the Syrians, both at the official and the grass­roots level, reject this group and see it as a criminal organization.” – Zur nur vorgeblichen Hilfsorganisation heißt es, sie sei 2013 in der Türkei gegründet worden, finanziert von den Regierungen der USA, Großbritanniens u.a. westlicher Staaten. Dabei sei schnell aufgefallen, daß sie in den von den Extremisten beherrschten Gebieten tätig waren, denen ihre Mitglieder sogar angehörten. (https://sana.sy/en/?p=143150, https://www.sana.sy/?p=787085)

Terroristenüberbleibsel auf dem Tal al-Ğâbiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=143119, https://www.sana.sy/?p=786665 (Im äußersten SW-Rîf von Darʽâ führte die SAAF weitere Luftangriffe gegen Terroristenstellungen im Gebiet des Tal al-Ğamûʽ, der Dörfer Tasîl und Ğalîn durch parallel zu Artillerieattacken auf deren Fortifikationen und Verstecke im Yarmûk-Becken [auch: Yarmûk-Tal oder -Ebene], das sich unterhalb der israelisch besetzt gehaltenen Golan-Höhen ausdehnt. Von Tal al-Ğâbiyya aus heranrückend lieferten sich die Fußtruppen gelegentliche Gefechte mit den Extremisten, die durch Scharfschützenattacken, Granaten- und Maschinengewehrbeschuß den Vormarsch vergeblich aufzuhalten suchten.)

Terroranschlag vom 23.7.2018:
Aufgrund der Detonation eines Sprengsatzes, welchen die zuvor ausgeschafften Terroristen hinterlassen hatten, kamen auf den Feldern des Dorfes Mûsâ al-Ḥûla im Süd-Rîf von Ḥamâ drei Mädchen ums Leben, ein weiteres wurde verwundet. (https://sana.sy/en/?p=143219, https://www.sana.sy/?p=787243)

Rückkehrer aus dem Libanon, empfangen von SAA, Photo: SANA

Erneut kamen hunderte, durch die Terroraktionen vertriebener und daher in den nahen Libanon geflohener Syrer am 23.7.2018 in ihre Heimatorte im al-Qalamûn-Gebiet des Rîf Dimašq über den Grenzübergang az-Zamrânî (s.u.) zurück. Wie schon die Gruppen zuvor wurden sie von einer SAA-Einheit und Mitgliedern des hierfür zuständigen Komitees (vgl.u.) empfangen, welche ihnen bei allem Weiteren behilflich sind. U.a. fanden Registrierungen der Personen- und Adreßdaten statt. Die ihrer Freude off en Ausdruck verleihenden Bürger dankten der Armee für deren tapferen Einsatz bei der Befreiung ihrer Orte von der Herrschaft der Terroristen und riefen die restlichen Flüchtlinge zur Heimkehr und Mitarbeit beim Wiederaufbau des Landes auf. (https://sana.sy/en/?p=143102, https://www.sana.sy/?p=786561)

Am Mo., 23.7.2018 empfing Präsident Dr. al-Assad zudem den Staatschef von Süd-Ossetien (vgl.u.), Anatoli Bibilow, der mit einer Delegation zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Syrien weilt. In den Gesprächen ging es um die Vertiefung der Beziehungen der befreundeten Länder in beiderseitigem Interesse. Hierzu wurden mehrere Verträge geschlossen. (https://sana.sy/en/?p=143130, https://www.sana.sy/?p=786971 jeweils mit Photostrecke)

Feld-Hospital der Terroristen, Photo: SANA

Beim Durchkämmen der kürzlich befreiten Gegend der Stadt Nabʽ aṣ-Ṣaḫr, 16km im SO der alten, 1974 bei seinem Abzug vom israelischen Militär total zerstörten Provinzhauptstadt al-Qunaiṭra (dazu vgl.u.) fanden Behördenmitarbeiter am 23.7.2018 ein bestens ausgestattetes Feld-Hospital der Terroristen, die dieses in einer früheren Schule eingerichtet hatten, Es verfügte – wie schon viele der anderen (vgl.u.) – über Operationssaal, Labors, medizinische Gerätschaften und ein Depot mit einer großen Menge an Arzneimitteln, darunter solche aus Israel und Jordanien. (https://sana.sy/en/?p=143122, https://www.sana.sy/?p=786762)

In Aleppo führten am 23.7.2018 Repräsentanten chinesischer Firmen Gespräche mit Behördenvertretern zwecks Beteiligung um Wiederaufbau. (https://www.sana.sy/?p=786898)

Burtsew Nikolai vom russischen Außenministerium informierte darüber, daß sein Amt Konsultationen mit einer Reihe von Regierungen der Region und außerhalb dieser führe zwecks Aufhebung der gegen Syrien erlassenen illegalen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] Wirtschaftssanktionen. Zudem setze Rußland seine humanitäre Hilfe für die Bürger jenes kriegsgeschundenen Landes fort wie seine Unterstützung beim Aufbau der durch Terrorakte zerstörten Infrastruktur in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen.
Im Bemühen der Rückführung der Flüchtlinge stellte er die positive Kooperation mit einigen Ländern wie dem Libanon heraus.
Zur kürzlich erfolgten israelischen Evakuierung der White Helmets (s.u.!) merkte er an: „It is symbolic that the White Helmets’ activists have opted to flee Syria with foreign support thus re­vealing their true nature and exposing their hypocrisy to the whole world.” Deren Aktivitäten hätten sich ausschließlich auf den von Extremisten kontrollierten Gebieten abgespielt; sie hätten Szenerien erstellt, die dann als Vorwand zu Falschbeschuldigungen der SAA dienten.

White Helmets- Inszenierungen, Photo: southfront.org

Eine offizielle Quelle aus dem Außenministerium in Damaskus kommentierte die unter SDF-Koordinierung durchgeführte Evakuierungsaktion der sog. „White Helmets” vom Wochenende (s.u.) am Mo., 23.7.2018, als kriminelle Operation seitens Israels und seiner Handlanger (criminal operation carried out by „Israel” and its tools) in der Region, welche damit deren wahre Natur bestätigt habe. Syrien habe vor ihnen als Gefährder der Sicherheit und Stabilität im Land und der Region aufgrund ihrer terroristischen Ausrichtung gewarnt. „Israel has always lied claiming that it doesn’t have a relation to the war waged on Syria, yet it has smuggled hundreds of members of the ,White Helmets‘ terrorist organization and of the leaders of other armed terrorist organizations in cooperation with the governments of the US, Britain, Jordan , Germany and Canada and this has uncovered the support provided by these states to the terrorist groups in their aggression against the Syrians and in destroying the infrastructure in Syria under false pretexts“ („Israel hat immer gelogen und behauptet, es keinen Bezug zu dem gegen Syrien in die Wege geleiteten Krieg; dabei hat es Hunderte Mitglieder der Terrororganisation ‚Weiß-Helme‘ (White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V)) und die Anführer weiterer bewaffneter Terroristenorganisationen geschmuggelt in Kooperation mit den Regierungen der USA, Großbritanniens, Jordaniens, der BRD und Kanadas; dies hat die Unterstützung dieser Staaten für die terroristischen Gruppen in ihrer Aggression gegen die Syrer und der Zerstörung der Infrastruktur in Syrien unter falschen Vorgaben aufgedeckt ), hieß es weiter. Diese Vorwände wurden nach dem Ausschmuggeln dieser Terroristen nach ‚Israel‘ und von dort nach Jordanien und später in die Staaten bekannt, welche sie unterstützten und ihnen alle mögliche Hilfe angedeihen ließen, um Syrien zu zerstören und seine Haltung und sein Erscheinungsbild zu untergraben. „Words are not enough no express the discontent which the Syrians feel towards these mean conspiracies and the limitless support provided by the Western states, Israel and Jordan to the ,White Helmets‘ organization and to the gangs of Daesh (ISIS) and Jabhat al-Nusra and other terrorist organizations which have worked over the past eight years with the aim of deviating Syria from its track and destroying the achievements it has attained,” („Worte sind nicht genug, um den Unmut auszudrücken, welchen die Syrer angesichts dieser schäbigen Verschwörungstätigkeiten und der grenzenlosen Unterstützung seitens der westlichen Staaten, Israels und Jordaniens für die ,White Helmets‘-Organisation und die Gangs des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra und anderen Terroristenorganisationen verspüren, die die vergangenen acht Jahren über mit dem Ziel tätig waren, Syrien von seiner Bahn abzubringen und seine erreichten Errungenschaften zu zerstören“‘) wurde die Quelle im Weiteren zitiert.
Schließlich fügte der Außenamtsvertreter hinzu: „It has become unacceptable anymore to hold any meeting or discussions at the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) or at any international organizations to discuss their false allegations on the use of chemical weapon in Syria because there are not chemical weapons in Syria which hopes that the concerned international organizations will combat terrorism and that the OPCW will correct its stances and image which have been deeply affected after disclosing the true destructive role played by the ,White Helmets‘ and others.“ („Es ist inakzeptabel geworden, noch irgendwelche Treffen oder Diskussionen bei der OPCW oder irgendwelchen internationalen Organisationen abzuhalten, welche der Diskussion von deren [d.i. der Weißhelme] vorgebrachten falschen Beschuldigungen bezüglich des Einsatzes von C-Waffen in Syrien gewidmet sind, da Syrien [d.h. der Staat] keine C-Waffen besitzt, dafür aber hofft, daß die betroffenen internationalen Organisationen Terrorismus bekämpfen werden, und daß die OPCW seine Haltung und Vorstellung korrigieren wird, die tief beeinträchtigt sind nach Enthüllung der wahren destruktiven Rolle, welche die ,White Helmets‘ und andere spielten“). (https://sana.sy/en/?p=143109, https://www.sana.sy/?p=786614) – Entgegen der Darstellung in der Bild am Sonntag scheint die Aktion gerade nicht mit Syrien abgesprochen gewesen zu sein, wogegen sowohl die Art der Durchführung als die Gesamtsituation sprächen. Wohl aber wurde Rußlands Außenminister Lawrow während eines Telefonats, das einem anderen Thema gewidmet war, über den Vorgang informiert (s.u.). Denkbar also, daß die russische Regierung schließlich jene in Damaskus in Kenntnis gesetzt hat. Nicht umsonst fuhr Lawrow ausgerechnet heute, 23.7.2018, zu einem Treffen mit der israelischen Seite.

Rußlands Außenminister Sergei Lawrow, Photo: pars today

Rußlands Außenminister Lawrow reist am 23.7.2018 in die palästinensischen besetzten Gebiete, berichtet Pars Today. Zusammen mit dem Generalstabschef der russischen Streitkräfte, General, Waleri Gerassimow, werde er mit israelischen Regierungsmitgliedern hauptsächlich die Ent­wicklungen in Syrien besprechen. TASS bestätigt die Meldung. Das Treffen sei vor ein paar Tagen zwischen Präsident Putin und Premierminister Netanjahu vereinbart worden. (http://tass.com/world/1014456)

Für Boris Dolgow, Experte und Forscher am russischen Institut für Orientalistik, ist Zweck der Nacht-und Nebel-Evakuierung der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) aus dem terroristenbesetzten Gebiet im Südwesten Syriens (vgl.u.), die Aufdeckung der genauen Rolle dieser Männer im Krieg in Syrien wie ihre Verbindungen dabei zu ausländischen Operatoren samt ihrer Giftgas-Inszenierungen zu verhindern, die dazu dienten, die SAA ihrer zu beschuldigen und damit Gründe für Angriffe westlichen Militärs gegen Syrien zu liefern. (https://www.sana.sy/?p=786822)

Israelische Luftabwehr auf dem Golan, Photo: southfront.org

Laut einem Twitter-Eintrag eines IDF-Sprechers vom 23 July 2018 habe die israelische Armee (Israeli Defense Forces, IDF) auf den besetzt gehaltenen syrischen Golanhöhen (zur völkerrechtlichen Bewertung s.u.) wohl nahe der Truppenentflechtungszone zwei Flugabwehr-Systeme des Typs David’s Sling aufstellen lassen und auch abgefeuert, nachdem es in Nord-Israel Alarm wegen Geschützfeuers innerhalb Syriens gegeben hatte. (S. Israel Employs David’s Sling Aerial Defense Systems To Intecept Rockets Near Syrian-Israeli Contact Line)

Auch in der Stadt Naṣîb im SO-Rîf von Darʽâ beim Grenzübergang nach Jordanien kam es am 23.7.2018 zur Hissung der Nationalflagge in der schon geschilderten Weise (s.u.). (https://www.sana.sy/?p=786547)

Israelischer Luftangriff auf SAA-Stützpunkt vom libanesischen Luftraum aus, Photo: SANA

Am späten Nachmittag des 22.7.2018 wurde ein erneuter Angriff der israelischen Luftwaffe auf einen SAA-Standort, dieses Mal in Maṣyâf (vgl.u.) gemeldet. Es entstand Sachschaden. (https://www.sana.sy/?p=786403, https://sana.sy/en/?p=143049)
Der libanesische al-Mayâdîn TV-Sender informierte noch darüber, daß die Luftabwehr des Landes drei von israelischen Kampfflugzeugen, die überdies – wie schon zuvor bei solchen Angriffen völkerrechtswidrig – in den libanesischen Luftraum eingedrungen waren, abgeschossene Raketen abgefangen habe, nur die vierte sei eingeschlagen. Während die beiden letzten israelischen Luftangriffe dieses Monats (vgl.u.) laut israelischem Militär angeblichen iranischen Truppenstandorten in Syrien gegolten hätten, war dieses Mal direkt einer der SAA das Ziel. Etliche Analysten sehen darin ein deutliches Zeichen gegen die SAA, welche im Counterterrorismus weiter an die israelische besetzten syrischen Golanhöhen [zur völkerrechtlichen Situation s.u.!] heranrückt. (S. https://southfront.org/israeli-warplanes-strike-syrian-position-in-hama-syrian-air-defenses-intercept-several-missiles-videos/)

white-helmets-fakes, Photo: southfront.org

Zudem berichteten syrische Medien am Sonntagabend, daß auch vier hohe, namentlich ermittelte Kommandeure der FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] samt ihren Familien am selben Tag durch die israelische Armee in das von Israel besetzte palästinensische Gebiet geholt worden waren. Dabei handelte es sich um den Anführer der Liwâ´ Fursân al-Ğaulân, Muʽâḏ Nâṣir (?), und deren Kommandeur namens Abû Râtib (?), dann Aḥmad an-Nahs (?) von der Alwiya Saif aš-Ṣâm und ʻAlāʼ al-Halakî (?) von der Liwâ´ [bzw. Ğaiš] al-Ibâbîl. Gemäß regierungsfeindlichen Quellen seien diese Kommandeure von den israelischen Geheimdiensten rekrutiert worden, um gegen die syrische Regierung unter Präsident Dr. al-Assad zu kämpfen, währenddessen der Kontakt mit israelischen Offizieren bestehen geblieben sei. Dies wurde tags darauf u.a. von presstv.com und Southfront.org weitergeleitet.

White Helmets-Evakuierung durch IDF aus SW-Syrien, Photo: pars today

Am So., 22.7.2018, machte die israelische Regierung publik, sie habe eine geheime nächtliche Operation (secret night operation) ausführen lassen, während derer 800 Mitglieder der Weiß-Helme (White Helmets [zur Einordnung s.u. und Teil V]) zusammen mit ihren Familienmitgliedern aus dem von den Terroristen kontrollierten Gebiet (!) im Süden Syriens über Israel nach Jordanien evakuiert worden seien. Armeesprecher Avîḫây Adarʽî führte dazu aus, die Operation geschehe auf Ersuchen der US-Administration und einiger europäischer Regierungen (d.h. Großbritannien und Frankreich, vgl.u.) und sei schon beim NATO-Gipfeltreffen Thema gewesen. Die in der Truppenentflechtungszone stationierten UNDOF-Truppen waren informiert. Aus Jordanien würden die Personen in Aufnahmeländer geflogen: Großbritannien, Kanada und die BRD*, welche sich schriftlich dazu innerhalb einer gewissen Frist verpflichtet hätten. Letzteres bestätigte auch Muḥammad Kâyid, der Sprecher des jordanischen Außenministeriums, und ergänzte, seine Regierung habe die sichere Passage zugesagt. Da Jordanien jedoch sonst für diese Personen keine Verantwortung übernehme, hätten sich die genannten drei Landesregierungen bereit erklärt, diesen unter der Vorgabe, ihr Leben “sei in unmittelbarer Gefahr“ maximal drei Monate lang in Jordanien Schutz zu gewähren. Der israelischen Zeitung Haaretz war noch zu entnehmen, daß die IDF die Aktion koordinierte und zusammen mit der israelischen Polizei einzelne Straßen absperrten, um die Evakuierung mittels verschiedener Fahrzeuge und über eine israelische Militärbasis ab 23.00 Ortszeit abgeschirmt ablaufen zu lassen. – Schon vor Tagen war von solchen Plänen berichtet worden (s.u.), da die Rolle der white helmets nicht nur enttarnt sondern auch publik geworden sei, was sie für ihre Operatoren überflüssig machte. (https://www.sana.sy/?p=786069, https://sana.sy/en/?p=142995) – *Bundesaußenminister Maas hatte am 22.7.2018 im Bild am Sonntag-Interview bestätigt, daß die BRD um die 50 Weiß-HelmeMitglieder aufnehme (https://sptnkne.ws/je9C).Die zu den auflagenstärksten MSM zählende Zeitung schildert den Hergang als „historische Rettungsaktion“ von „Rettern“ “ bzw. „Helden“(loc. cit.).
Rußlands Außenminister Sergei Lawrow wurde von dem Vorgang durch seinen jordanischen Amtskollegen Ayman aṣ-Ṣafadī während eines Telefonats vom 22.7.2018 unterrichtet, das die Rückführung von syrischen Flüchtlingen zum Thema hatte, die durch die jüngsten SAA-Siege im Counterterrorismus einen besonders positiven Impetus erhalten hatte. Aṣ-Ṣafadī versprach, bei der Lösung von Problemen bei der Rückführung der durch die terroristischen Aktionen außer Landes Vertriebenen aus Jordanien zu kooperieren. (https://sana.sy/en/?p=143081, https://www.sana.sy/?p=786426)

SAA-Feldkommandeur erläutert strategische Bedeutung des Tal al-Ğâbiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.7.2018 informiert: https://www.sana.sy/?p=786356 mit illustrativer Photostrecke (Nach einer erbitterten Schlacht an den Hängen des Tal al-Ğâbiyya südlich von Tal al-Ḥâra im NW-Rîf von Darʽâ, die dem Feind erhebliche Verluste an militärischer Ausrüstung und Kämpfern beibrachte, eroberte die Armee auch diese bedeutende strategische Anhöhe zurück. Ein Feldkommandeur erläuterte dazu, dieser habe den Terroristen die Jahre über als Sprungbrett für ihre stetigen Angriffe auf die umliegenden Dörfer und Landstädte samt deren Bewohnern gedient mit dem Ziel, sie ihrer extremistischen Doktrin und Terrorherrschaft zu unterwerfen. Von Tal al-Ğâbiyya aus ist eine große Anzahl von Dörfern, Landstädten zu überblicken und unter Kontrolle zu halten wie auch die Stadt Nawâ [vgl.u.], südlich von Tal al-Ḥâra und südwestlich von Tal al-Ğamûʽ gelegen. Seit alters her seien die das W-Rîf von Darʽâ beherrschenden und charakterisieren Anhöhen eine wichtige geographische, aber auch militärische Plattform auch in Auseinandersetzungen mit den israelischen Besatzungstruppen auf dem nahen Golan gewesen. Mit den letzten Siegen, welche die Verluste der Terroristen stark erhöhten und ihre Reihen zusammenbrechen ließen, seien diese gezwungen worden, mit der Regierung, die damit den Schutz der Bevölkerung im Auge hatte, in Verhandlungen zu treten und deren Bedingungen zu akzeptieren. Demnächst stehe die Rückeroberung von Tal al-Ğamûʽ, der dritten und letzten der die Landschaft beherrschenden Anhöhen im NW-Rîf von Darʽâ und dem W-Rîf von al-Qunaiṭra an, auf welchem sich noch Terroristen verschanzt hielten wie auch in den in der Ebene verstreut liegenden Dörfern seiner Umgebung. Ziel sei, die gesamte Gegend vom IS zu säubern. Daher seien im Vorhinein schon Artillerie- und Luftangriffe gegen deren Stellungen auf und um den Tal al-Ğamûʽ begonnen worden.)

Wieder unter großer Beteiligung der feiernden Bevölkerung, welche ihrer Freude über die Befreiung der im Rîf von al-Qu­naiṭra gelegenen Stadt Nabʽ aṣ-Ṣaḫr vom Vortag in der schon bekannten Weise Ausdruck verlieh (s.u.) wurde dort am 22.7.2018 die Nationalflagge über der Polizeistation gehißt. (https://www.sana.sy/?p=786307, https://sana.sy/en/?p=143038)

Siegreiche SAA, Provinz al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Am 22.7.2018 übernahm die SAA die Kontrolle über die Stadt Nawâ im W-Rîf von Darʽâ, nachdem weniger als 24 Stunden zuvor in 20 Bussen gut 250 Terroristen nach Idlib ausgeschafft worden waren. Einige Kämpfer, welche das Rekonziliierungsangebot der Regierung angenommen hatten, blieben vor Ort und wollten sich der SAA im Kampf gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra mit deren Affiliierten im Rîf von Darʽâ anschließen. Die besondere strategische Bedeutung der Stadt liegt darin, daß von ihr aus die Stellungen der IS-affiliierten Liwâ` Ḫalîd al-Walîd im Yarmûk-Becken überblicken [und damit unter Feuerkontrolle bringen] kann. (https://sana.sy/en/?p=143041, https://www.sana.sy/?p=786310)

Mit Ausschaffung der letzten Terroristen via den Umm Bâṭina-Korridor aus der Provinz al-Qunaiṭra in Richtung al-Qaḥṭâniyya im Rahmen der am Fr., 20.7.2018 getroffenen Vereinbarung (s.u.) wird die Aktion am So., 22.7.2018 beendet. Im Anschluß daran können Rekonziliierungsvereinbarungen (vgl.u.) getroffen werden.
Busse und Gepäcke der Terroristen samt deren Angehörigen werden wie gewöhnlich vor Fahrtantritt gründlich durchsucht, um z.B. Waffenschmuggel oder Entführung von Geiseln auf diese Art zu vermeiden. Dabei wurden Sprengstoffgürtel und Waffen aus israelischer Fertigung gefunden.
Zuvor wurde beobachtet, wie die Terroristen ihre Stellungen in Brand gesetzt hatten, um Beweismittel – auch ihrer Verbindungen ins Ausland – zu vernichten und ebenso den Übergabeort ihrer aus Israel bezogenen Waffen an die SAA aus demselben Grund. (https://sana.sy/en/?p=142990, https://sana.sy/en/?p=142995, https://sana.sy/en/?p=142995, https://www.sana.sy/?p=786098)
Aktualisierung: 46 Busse mit 959 Terroristen, ihrerseits begleitet von dutzenden ihrer Familienangehörigen, verließen am Sonntagabend in Fortsetzung von deren Ausschaffung aus dem Rîf al-Qu­naiṭra nach Zusammenstellung des Konvois außerhalb von Umm Bâṭina via Ğabâ-Korridor die Provinz in Richtung Idlib/Nord-Syrien, wo noch Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte Terroristen Gebiete unter Kontrolle haben. Ziel ist es, die Provinz von Terroristen freizubekommen, wenn Rekonziliierungsvereinbarungen abgelehnt bzw. hintertreiben werden und auch die Ausschaffung abgelehnt wird, bliebt nur noch der militärische Vorstoß. (https://www.sana.sy/?p=786098, https://sana.sy/en/?p=143078)

Knesset stimmt für „Gesetz des jüdischen Nationalstaates“, Photo: pars today

Neben Vertretern der arabischen Minderheit innerhalb Israels bzw. der Palästinenser in den darüber hinaus besetzten Gebieten, Amnesty International, der EU u.v.a. Regierungen und Organisationen verurteilte am 21.7.2018 auch Syrien als größtes Zufuchtsland der Palästinenser das von der Knesset am Do., 19.7.2018, angenommene sog. „Gesetz des jüdischen Nationalstaates„, welches die arabischen Bewohner zu Bürgern zweiter Klasse degradiere, ihnen wesentliche Recht vorenthalte, Grundbestimmungen des Völkerrechts und etlichen UNSC-Resolutionen zuwiderhandele. Ohne die undifferenzierte Unterstützung für die israelische Regierung seitens gewisser Staaten hätte so ein Gesetz niemals zustande kommen können. Syrien appellierte daher an die UN, ihrer Pflicht nachzukommen und jenes Gesetz, das den UN-Prinzipien widerspreche, zu verwerfen und die historischen Rechte der palästinensischen Bevölkerung inklusive ihres Rückkehrrechts in die Heimat zu schützen. (http://sana.sy/en/?p=142921, http://www.sana.sy/?p=785653) – S.a. 39 jüdische Gruppen weltweit unterstützen Boykott des zionistischen Regimes. Die Unterzeichner machen in ihrem Protestschreiben darauf aufmerksam, daß zwischen Feindseligkeit und Vorurteilen gegenüber Juden die Kritik an der Politik der Regierung Israels, einem unter­drückerischen und ungerechten Regime zu unterscheiden sei. Die Verteidigung der Palästinenserrechte könne nicht als Antisemitismus bewertet werden, da ein solcher Vergleich den palästinensischen Kampf um Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und den globalen Widerstand gegen Antisemitismus untergrabe.

Stützpunkt auf dem Tal al-Ğâbiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.7.2018 informieren: http://sana.sy/en/?p=142908 und http://www.sana.sy/?p=785618 (Im Grenzgebiet zwischen den Provinzen Darʽâ und al-Qu­naiṭra konnten weitere strategisch bedeutsame Anhöhen, Tal Aḥmar Ġarbî, Tal Aḥmar Šarqî, zurückerobert und die Orte Rasm Quṭaiš, Rasm az-Zâwiyya, ʽAin Zaiwân, ʽAin al-ʽAbd, Kûdina und al-Aṣbaḥ befreit werden, nachdem in den Gefechten viele Terroristen samt Waffen und militärischer Ausrüstung eliminiert worden waren; die Verfolgung flüchtender Überreste wurde aufgenommen.)

Kampfjets der – völkerrechtswidrig (vgl.u.) im Land operierenden – US-geführten Koalition zielten laut Aussage einheimischer Augenzeugen am 21.7.2018 auf eine Gruppe aus der Stadt as-Sûsa fliehender Bewohner. Der am Ost-Ufer des Euphrats im Umland von al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur gelegene Ort ist seit Tagen diesen – beliebigen (arbitrary), wie es heißt – Luftangriffen (vgl.u.) ausgeliefert, weswegen die Bewohner zur Flucht gezwungen würden. (https://sana.sy/en/?p=142983)

Türkische Invasionstruppen in Nord-Syrien, Photo: pars today

15 syrische und kurdische Menschenrechtsorganisationen werfen der türkischen Regierung gemäß einer am 21.7.2018 veröffentlichten Mitteilung vor, durch das Vorgehen ihrer Truppen (s.u., Operation Olivenzweig) in ʽAfrîn gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Bewohner seien im Zug der Militäraggressionen gezwungen gewesen, ihre Wohngebiete zu verlassen und zu flüchten; die Truppen hätten Zivilisten unter Beschuß und viele auch gefangengenommen (zu Belegen zu diesen Vorwürfen s.u.). Die örtlichen Menschenrechtsorganisationen fordern von der internationalen Gemeinschaft und Ländern der Region, die Türkei zu veranlassen, ʽAfrîn und samt umliegenden Orten zu ver­lassen und das Schicksal der Entführten, Vermißten und Inhaftierten aufzuklären. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42493-t%C3%BCrkei_menschenrechtsverletzungen_in_afrin_vorgeworfen)

Southfront.org zitiert regierungsfeindliche Quellen vom 21.7.2018, denen zufolge in die beiden nur wenige Kilometer von Idlib entfernt gelegenen, mehr als drei Jahre von TerroristenĞabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten der FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] – belagerten Orte Kafarayâ und al-Fûʽa, aus denen gerade die Bewohner evakuiert werden konnten (s.u.), die Belagerer dort plündernd eingedrungen seien. – Gerade die Tatsache, daß die Regierung es durch Verhandlungen erreichte, die Bevölkerung zu befreien, selbst um die Gefahr, daß dann in die verlassenen Kleinstädte die Terroristen einziehen, spricht dafür, daß nicht militärische Ziele im Vordergrund stehen, sondern die Menschen vor Ort, die es der Terroristenherrschaft zu entreißen gilt.

Evakuierungskonvoi, Photo: SANA

Eine weiterer Buskonvoi brachte am 21.7.2018 die nächste Gruppe von Bewohnern der seit Jahren von Terroristen belagerten Orte Kafarayâ und al-Fûʽa (vgl.u.) zu ihrem vorübergehenden Evakuierungsort, einem mit allem Benötigten ausgestatteten Übergangswohnzentrum in al-Lâḏaqiyya. (https://sana.sy/en/?p=142966)

Während die Ausschaffung der 2. Gruppe an Terroristen aus Umm Bâ­ṭina (vgl.u.) im Rîf von al-Qu­naiṭra (http://www.sana.sy/?p=785688, http://www.sana.sy/?p=785626) und Maḥağa aus dem N-Rîf von Darʽâ weiter ihren Lauf nimmt(http://www.sana.sy/?p=785710), liefern die bewaffneten Gruppen der Städte Muzairîb und Yâdûda im W-Rîf von Darʽâ am 21.7.2018, weiter ihre schweren und mittleren Waffen aus, darunter sieben Panzer, drei gepanzerte Kampfwagen und unterschiedlichste Munition. (http://sana.sy/en/?p=142915, http://www.sana.sy/?p=785626)

SAA siegreich gegen Terroristen im Hochland von SW-Syrien, Photo: SANA[capt

In der Nacht von Freitag zum Samstag, 21.7.2018, wurde von der Luftabwehr ein weiterer Drohnenangriff auf das russische Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm (nahe al-Lâḏaqiyya) vereitelt, hieß es von dort. Die Attacke ging wieder von dem von Terroristen besetzten Gebiet im Norden der Hafenstadt al-Lâḏaqiyya aus. (https://sana.sy/en/?p=142979, https://www.sana.sy/?p=786240)

Einer militärischen Quelle zufolge wurden am Fr., 20.7.2018, eine Reihe Dörfer und Landstädte im Rîf von Darʽâ und al-Qu­naiṭra bei den SAA-Operationen befreit, nämlich: an-Nâṣiriyya, Abû Kataf, al-Muqaibira (?), ʽAin Furaiḫa (?), Abû Ġara (?), al-Quṣaiba, Manqarat al-ʽAlam (?), Mazraʽat al-Zakzaka (?), ʽAin al-Maqâm (?), al-Muzʽaila (?), Rasm al-Bağras (?), al-Bağras (?), Rasm al-Qata (?), ʽAin at-Taina, al-Suwaiqa (?), Manšit al-Suwaiqa (?), ʽAin az-Zaitûn, Rasm al-Manbita (?), ad-Dawiyya al-Kabîra (?), al-Dawiyya aṣ-Ṣaġîra (?) und al-Hağa (?). Die Terroristenstellungen brachen schnell zusammen. (http://sana.sy/en/?p=142890) – Mit diesem Vormarsch wurden im NW-Rîf von Darʽâ wurden den Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten mindestens 660km2 entrissen, sodaß der IS-Untergruppe namens Liwâ` Ḫalîd al-Walîd nur noch 60km2 unter ihrer Kontrolle agrenzend an die Golanhöhen und an Jordanien verbleiben. (S. Only 60km2 Southern Syria Under Control Of Militants, Syrian Army Continues Advance (Maps))

Während einer Pressekonferenz vom 20.7.2018 machte Generalleutnant Michail Mizintsew, Chef des russischen National Centre for State Defense Control deutlich, daß in allernächster Zeit 1.7 Millionen vertriebener Syrer wieder in ihre Heimat zurückkehren würden. Diese Rückkehr zu bewerkstelligen, sei die erste Pflicht zur Wiederherstellung normalen Lebens im Land und für den Wiederaufbau. In den von den Terroristen befreiten Gegenden sänken die Preise für Lebens- und Arzneimittel – das hatten auch die Interviews mit Bewohnern der befreiten Gebiete durch SANA-Teams bestätigt (v.u.) – und medizinische Versorgung stehe bereit (vgl.u.). Beim Gipfeltreffen in Helsinki (s.u.) habe die russische Seite der US-amerikanischen Vorschläge zur Organisation dieser Rückkehr unterbreitet, besonders im Hinblick auf die Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien. (http://sana.sy/en/?p=142898)

Befreite Bevölkerung heißt SAA willkommen, Photo: SANA

Am Morgen des 20.7.2018 hielt die SAA in ʽÎn at-Taina und Qarqas im Rîf von al-Qu­naiṭra Einzug. (http://sana.sy/en/?p=142860, http://www.sana.sy/?p=785328) – Abends gingen dann 55 Busse von Umm Bâṭina ab, wo sich die auszuschaffenden Terroristen mit Familien aus dem Rîf von al-Qunaiṭra zusammengefunden hatten, über den Ğabâ-Kreuzungspunkt in den Norden Syriens in das von ihren Terroristen“kollegen“ noch besetzte Gebiet. (http://sana.sy/en/?p=142860)

Die restlichen 33 aus Išta­braq Entführten (vgl.u.) trafen am 20.7.2018 per Bus in Aleppo ein und wurden zur Untersuchung in die Klinik gebracht. (http://sana.sy/en/?p=142843, http://www.sana.sy/?p=785318)

Genadi Gatilow, Photo: mehrnews.com

Im Nachgang des Treffens zwischen Rußlands Präsident Putin und US-Präsident Trump in Helsinki (s.u.), wertete der russische permanente Repräsentant bei den UN und weiteren internationalen Organisationen in Genf, Genadi Gatilow, diese Zusammenkunft als äußerst positiv: „Today we have an opportunity to reach common ground on a range of issues rela­ted to the settlement of the crisis in this country.” Schließlich sei die Syrien-Thematik unter den main topics gewesen. Auch UN-Beamte hätten das Treffen so gewertet. Eine Übereinkunft zwischen Rußland und den USA zur Lösung der Krise in Syrien würde auf den Befriedungsprozeß einen positiven Einfluß ausüben. (http://sana.sy/en/?p=142809, http://www.sana.sy/?p=784939 vom 19.7.2018)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.7.2018 informieren: http://sana.sy/en/?p=142804 und http://www.sana.sy/?p=784935 (Am Nachmittag glückte die Befreiung der Orte Ḫirbat aṭ-Ṭair und aš-Šaiḫ Saʽd südlich der Stadt Nawâ im NW-Rîf von Darʽâ nach Beseitigung der letzten Terroristenansammlungen in heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten; Fliehende wurden von verfolgt.)

Terroristen-Ausschaffung, Photo: SANA

In der Provinz al-Qunaiṭra soll infolge der jüngsten Erfolge der SAA mit Einnahme strategisch bedeutsamer Anhöhen und der Befreiung weiter Landstriche und deren Ortschaften auch in der Provinz Darʽâ eine Ausschaffungsvereinbarung mit den Terroristen zustande gekommen sein, denen der weitere Kampf inzwischen aussichtlos erscheint. Lokalen Kämpfern, welche das Rekonziliierungsangebot der Regierung für sich in Anspruch nehmen wollen, steht dies zu den bekannten Bedingungen (vgl.u.) überdies frei. Die SAA bezieht damit wieder ihre Stellungen wie vor dem Jahr 2011. (http://sana.sy/en/?p=142757, http://www.sana.sy/?p=784713) – Aktualisierung: Zehn Busse sind zur Ausschaffung der Terroristen nach Nord-Syrien im Dorf Umm Bâṭina im S-Rîf von al-Qu­naiṭra eingetroffen. Später wir ein Konvoi gebildet, der dann über Nabʽ aṣ-Ṣiḫr in den Norden Syriens fährt. (http://sana.sy/en/?p=142840, http://sana.sy/en/?p=142860, http://www.sana.sy/?p=785328)

Laut Meldung des SANA-Korrespondenten aus Aleppo vom 19.7.2018 sind inzwischen dutzende Busse mit tausenden Bewohnern der Städte Kafarayâ und al-Fûʽa (vgl.u.) über den al-ʽÎs-Sicherheitskorridor im Süden von Aleppo angekommen. Die Evakuierten werden – wie üblich – in bereitgestellte Übergangswohnheime gebracht, die mit allem Benötigten (dazu s.u.) ausgestattet sind. Weitere Busse werden folgen. Zuvor waren in der Morgendämmerung durch Ambulanzen des Syrian Arab Red Crescent 13 Patienten abgeholt und in Krankenhäuser gebracht worden, die schon seit langem Therapie gebraucht, sie jedoch wegen der Terroristenbelagerung nicht hatten erhalten können. (http://sana.sy/en/?p=142740) – Noch am selben Tag wurden die in drei Gruppen Evakuierten in das Übergangswohnzentrum Ğibrîn in Aleppo transferiert, die Kranken und Verletzten in das Universitätskrankenhaus der Provinzhauptstadt. Spezialteams kümmerten sich um (die unter der jahrelangen Terroristenbelagerung nicht erhaltenen) Impfungen für die Kinder. Einem SANA-Kamerateam gegenüber bezeugten die Befreiten Freude und große Erleichterung sowie große Dankbarkeit den Leistungen der SAA und den Behörden gegenüber, verbunden mit der Hoffnung, daß bald ganz Syrien von den extremistischen Terroristen befreit werde, unter denen sie so zu leiden gehabt hätten. Allerdings konnte die Aktion noch nicht ganz abgeschlossen werden, da zuletzt doch Terroristen die Aktion zu stören versuchten und dadurch Ängste bei den noch zu Evakuierenden herorrriefen. (http://sana.sy/en/?p=142835, http://www.sana.sy/?p=785068, http://www.sana.sy/?p=785103) – Zur Störaktion seitens der Ğabhatu_n-Nuṣra s. die Meldung von al-Mayâdîn TV vom 19.7.2018: Hayat Tahrir al-Sham Once Again Sabotages Evacuation From Al-Fu’ah And Kafriya. – Aktualisierung: Kurz nach Mitternacht am Fr., 20.7.2018 trafen auch die restlichen Busse aus Kafarayâ und al-Fûʽa am Tal al-ʽÎs-Korridor südlich von Aleppo ein, um ins Übergangswohnzentrum Ğibrîn gebracht zu werden. (http://sana.sy/en/?p=142843, http://www.sana.sy/?p=785318)

Verteidigungsministerium-der-russischen-föderation, Photo: rt.com

Gemäß einer Verlautbarung des russischen Verteidigungsministeriums vom 18.7.2018, wird in Syrien ein Zentrum (Russian Centre for the Reception, Allocation and Accommodation of Refugees in Syria) aufgebaut werden, welches die Rückkehr der ins Ausland geflüchteten Personen überwacht, an der Bereitstellung humanitärer Hilfe mitwirkt und der syrischen Regierung bei der Wiederherstellung des Gesundheitssektors und der humanitären Dienstleistungen behilflich ist. Dazu hieß es wörtlich: „Acting in coordination with the Syrian authorities, Russia has set up a center for receiving, relocating, accommodating refugees as part of international efforts to assist Syrian refugees in returning to their places of residence.” sowie: „Information about Russia’s initiative aimed at resolving the issue of refugees’ return to their homes is being provided to relevant United Nations agencies, as well as to Russia’s embassies in 36 coun­tries hosting the largest numbers of Syrian refugees.” Das Außen- und Verteidigungsministerium haben dazu ein Hauptquartier beim National Defense Management Center eingerichtet, um die Tätigkeiten des Zentrums zu koordinieren. Ein Bulletin mit detaillierten Informationen sei auf der Webseite des Verteidigungsministeriums einzusehen und werde regelmäßig aktualisiert. (http://tass.com/defense/1013859) Letzterem war unter dem 21.7.2018 zu entnehmen, daß durch das Zentrum 336.000 Anlaufstellen für die rückgeführten Flüchtlingean 76 Orten in Syrien erstellt würden, die weniger vom Kriegsgeschehen in Mitleidenschaft gezogen seien und wo weitere Hilfestellung geboten würde. Nähere Details sind hier einzusehen.
Zum Passus „Wiederherstellung des Gesundheitssektors“ hatte Premierminister ʽImâd Ḫamîs bei der Besichtigung des damaszener Universitätsklinikums al-Bairûnî, einem Zentrum der Krebsbehandlung in Syrien, versichert, alles Möglich zu tun, um dem Mangel an Krebstherapeutika infolge der gegen Syrien erstellten illegalen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] abzuhelfen. (http://sana.sy/en/?p=142729, http://www.sana.sy/?p=784461) – Aktualisierung: Der Chef des neuen Zentrums, Generalmajor Alexei Tsygankow, teilte am 20.7.2018 Medien mit: „As of today, the center is in charge of activities aimed at rebuil­ding the infrastructure and vital facilities in 48 populated localities.” (S. Russian Refugee Center Rebuilding Infrastructure In 48 Syrian Settlements)

Terroranschlag vom 18.7.2018:
Je mehr sich die SAA erfolgreich gegen die Terroristen in die Provinz al-Qunaiṭra vorkämpft, wo Ğabhatu_n-Nuṣra und IS mitsamt Affiliierten ihre Stützpunkte haben, umso mehr werden auch die Angriffe derselben gegen deren neue Verwatungshauptstadt (zum Umstand vgl.u.!) al-Baʽṯ. Der Granatenbeschuß von Einrichtungen des öffentlichen Dienstes und von Wohngebäuden verursachte Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=142643, http://www.sana.sy/?p=784031)

Evakuierung aus Kafarayâ und al-Fûʽa, Photo: SANA

Wie schon am Vortag (s.u.) angekündigt werden ab dem 18.7.2018 gut 1.500 Bewohner der seit über drei Jahren von Terroristen belagerten Städte Kafarayâ und al-Fûʽa nördlich von Idlib evakuiert. Hierzu fuhren am Morgen 90 Busse und Ambulanzen vom Talat al-ʽÎs-Korridor in Alep­po kommend ein, um die Bürger abzuholen. Schließlich wurden es 121 Busse und dutzende Ambulanzen. (http://sana.sy/en/?p=142655, http://www.sana.sy/?p=784048)

Kaum wieder „zuhause“, wurde Präsident Trumps Engagement in Helsinki für Frieden und Ausgleich statt aggressiver US-Außenpolitik u.v.a.m. im Einvernehmen mit Rußlands Präsident Putin mit dem zu erwartenden Shitstorm quittiert. Gemäß der Ausrichtung des Blogs „audiatur et altera pars“ seien aus der Zahl der Gegenstimmen zwei herausgestellt: Paul Craig Roberts: “Is President Trump A Traitor Because He Wants Peace With Russia?” und Patrick Buchanan: “Trump Calls Off Cold War II”.

Stück des abgestürzten Militärjets, übernommen von southfront.org

Nach Meldungen und Videos auf Seiten sozialer Medien soll ein unbekanntes Militärflugzeug nahe des Dorfes Mašûḥ (oder: Mašawaḥ) etwa 5 km südlich der Stadt aš-Šadâdî im südlichen Teil der Provinz al-Ḥasaka abgestürzt sein. Auf den Aufnahmen ist die vom Rumpf gelöste Spitze des Kampfjets zu sehen. (http://www.sana.sy/?p=783808, http://sana.sy/en/?p=142605)

Die Bewohner der Dörfer im zentralen und südlichen Gebiet der Provinz al-Qunaiṭra forderten – wie schon zuvor jene in den damals nich nicht befreiten Gebieten – in Kundgebungen am 17.7.2018 vehement die Vertreibung der Terroristen und den Einzug der SAA. (http://www.sana.sy/?p=783823)

Tal al-Ḥâra, zerbombter ehem. SAA-Stützpunkt, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.7.2018 informieren: http://sana.sy/en/?p=142572 und http://www.sana.sy/?p=783355 (Nach präzisem Artilleriebeschuß gelang den Bodentruppen der Durchbruch durch die feindlichen Linien und weiteren heftigen, für die Terroristen verlustreichen Gefechten die Rückgewinnung der Kontrolle über den Ort al-Mâl und den Tal al-Mâl, einem wichtigen weiteren strategischen Punkt nach Rückeroberung des Tal al-Ḥâra am Vortag (s.u.); im weiteren wurden noch vorgefundene Terroristenstellungen im Grenzgebiet der Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra eliminiert. Später erfolgte das Vordringen nach und in die Stadt Ğâsim, ca. 45km im NW von Darʽâ, nachdem ein Übergabeangebot angenommen und so ein weiteres Ausschaffungsabkommen zustande gekommen war. )

Nach neuester Meldung soll eine Vereinbarung erreicht worden sein, wonach die restlichen Personen, die am 26. April 2015 von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten nach einem furchtbaren Massaker aus dem Dorf Ištabraq entführt worden waren, 85 an der Zahl befreit, und 1.500 Bewohner der seit Jahren von denselben Terroristen belagerten Städte Kafarayâ und al-Fûʽa unweit von Idlib evakuiert werden sollen. (http://www.sana.sy/?p=783803, http://sana.sy/en/?p=142603)

Hilfskonvoi, Photo: SANA

Wie schon dutzende davor in den letzten Tagen gingen auch am 17.7.2018 zwei Hilfskonvois des Gouvernements Darʽâ in die Städte Inḫil im NW-Rîf und aṣ-Ṣûra, ʽAlmâ, al-Ḥarâk, Nâḥita, Ġâriyya al-Ġarbiyya und Ġâriyya aš-Šarqiyya im NO-Rîf ab. Laut dem Leiter des Syrischen Roten Halbmondes, Dr. Aḥmad al-Musalima, bestand die Ladung einmal aus 32 T Mehl, 10.000 L Dieselkraftstoff, 5.000 L Benzin und 1.100 Gasflaschen, im zweiten Fall aus 1.950 Lebensmittelkörben und einer großen Menge an Mehl. (http://www.sana.sy/?p=783616, http://sana.sy/en/?p=142586)

Nach Befreiung der Stadt an-Nuʽaima, 4km östlich von Darʽâ, von den letzten Terroristen(hinterlassenschaften) – abgesehen von den Zerstörungen, die noch zu beheben sind – und Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung konnten am 17.7.2018 bereits wieder 7.000 Bewohner dorthin zurückkehren. Laut neuester Statistik umfaßt die Einwohnerschaft 10.700 Personen. (http://www.sana.sy/?p=783640, http://sana.sy/en/?p=142589)

SAA-Willkommen, Photo: SANA

Nach Ausschaffung der Terroristen und deren zuvor abgeschlossenen Übergabe der schweren und mittleren Waffen an die SAA konnten die Städte Buṣrâ aš-Šâm und al-Ḥarâk am 17.7.2018 offiziell als terroristenfrei und wieder unter staatlicher Kontrolle befindlich erklärt werden. wie schon in den befreiten Orten zuvor geschah die Flaggenhissung unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, die mit Nationalfahnen und Präsidentenkonterfeis wie dem Singen der Nationalhymne und Skandieren patriotischer Slogans den einziehenden Sicherheitskräften einen freudigen Empfang bereiteten. Die Festakte selbst fanden jeweils auf den Hauptplätzen statt. (http://www.sana.sy/?p=783784, http://sana.sy/en/?p=142593)

In einem weiteren unterirdischen Depot fanden Behördenmitarbeiter beim Durchkämmen des Terrains in der Stadt ʽAqrab (vgl.u.) im SW-Rîf von Ḥamâ am 17.7.2018 verschiedene von den Terroristen dort gebunkerte Waffen, darunter Bomben aus israelischer Fertigung, Militärgewehre, PKC-Maschinengewehre, Pistolen, kabellose Kommunikationsgerätschaften, Mörsergranaten, Scharfschützengewehre und zugehörige Munition. (http://sana.sy/en/?p=142581, http://www.sana.sy/?p=783415)

Aussicht vom Tal al-Ḥâra aus über Dar’â, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.7.2018 informieren: http://sana.sy/en/?p=142494 und http://www.sana.sy/?p=782959 (Nach Vormarsch in die Gegend der strategisch bedeutsamen Anhöhe Tal al-Ḥâra (1094 m.ü.M.) im NW-Rîf von Darʽâ und Eliminierung der letzten Terroristennester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in entsprechend harten, für den Feind äußerst verlustreichen Gefechten bzgl. Kämpfern und Ausrüstung konnten die Kontrolle über diesen Punkt gewonnen und die Dörfer Kafar Šams, Umm al-Awsağ, aṭ-Ṭaiḥa und Zamrîn befreit werden. Präziser Artilleriebeschuß eröffnete den Weg in die restlichen Areale im NW-Rîf im administrativen Grenzgebiet der beiden Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra; nach Auskunft eines Feldkommandeurs ist die Kontrolle über den Tal al-Ḥâra einen wichtige Durchbruch im Counterterrorismus im Süden des Landes, da man von ihm aus beide Provinzen und vor allem die nahe Großstadt Darʽâ überblicken kann; er bietet damit den perfekten Ausgangspunkt für die Befreiung der weiteren Ortschaften. )

Während seiner Tätigkeit als Kriegsberichterstatter für SAMA TV wurde Muṣṭafâ Salamah am 16.7.2018 beim zielgerichteten Beschuß des Presseteams von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen in Tal Masḥara im Ost-Rîf von al-Qunaiṭra ermordet. Informationsminister bemerkte dazu: The act is new evidence that terrorists wanted to assassinate the word and photo that uncover their crimes.” (http://sana.sy/en/?p=142562, )

White helmets - Enthüllung, Photo:, SANA

White helmets – Enthüllung, Photo:, SANA

Nachdem die wirkliche Rolle der sog. Weißhelme (White Helmets zu deren Einordnung s.u. und Teil V) in Syrien aufgedeckt worden ist, beraten nun deren Sponsoren, die Regierungen der USA, Kanadas, Großbritanniens und Frankreichs etc. über deren Abzug aus Syrien. Dabei handele es sich einem Bericht von CNN vom 15.7.2018 gemäß um 1.000 Mitglieder und deren Familien. Sie sollen nach Kana­da, Großbritannien und in die BRD gebracht werden. Offenbar habe US-Präsident Trump über diese Thematik mit seinen Amtskollegen während des NATO-Gipfeltreffens vom 13./14.7.2018 in Brüssel diskutiert. (http://www.sana.sy/?p=782886)

Neuerliche Luftangriffe der US-geführten Koalition auf das Dorf as-Sûsa (im Umland von al-Bû Kamâl/Provinz Dair az-Zaur), in dem sich gar keine Terroristen aufhalten (s.u.!), haben am 16.7.2018 zu Tod und Verwundung weiterer Bewohner geführt und wieder erheblichen Schaden (Wohnhäuser!) angerichtet, wie Einheimische SANA meldeten. (http://sana.sy/en/?p=142533, http://www.sana.sy/?p=783106) – Trotz aller Proteste der Regierung in Damaskus – auch vor den UN (vgl.u.) – gegen die völkerrechtswidrige Präsenz und Handlungsweise dieser Koalition im Land, fährt diese mit ihren Aktionen fort.

Pressekonferenz mit den Präsidenten Trump und Putin in Helsinki, Photo: vox.com

Bei der anschließenden, gemeinsam mit seinem Amtskollegen Trump bestrittenen Pressekonferenz in Helsinki am 16.7.2018 stellte Präsident Putin in Bezug auf Syrien klar: „As for Syria, reaching the goal of restoration of peace and accord in this country could be an exam­ple of successful collabo­ra­tion. Undoubtedly, Russia and the United States could become leaders in this regard and work toge­ther on resolving the humanitarian crisis, helping displaced people return home.” (Bezüglich Syriens könnten das Erreichen des Ziels der Wiederherstellung von Friedens und Übereinkunft in diesem Land ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit sein. Zweifellos könnten Rußland und die USA in dieser Hinsicht führend werden und zusammenarbeiten, um die humanitäre Krise zu lösen und den vertriebenen Menschen zu helfen, nach Hause zurückzukehren.) Nach Eliminierung der Terroristen im SW von Syrien [the situation in Golan] „must be brought in full compliance with the 1974 disengagement of forces agreement and that has been affir­med by the US president , which is also Russia’s firm stance towards establishing a just and lasting peace based on UN Security Council resolutions.“­ (… muß die Situation auf dem Golan in volle Übereinstimmung mit dem Abkommen über den Truppenabzug von 1974 gebracht werden, und das wurde vom US-Präsidenten bestätigt, was auch die feste Haltung Rußlands hinsichtlich der Herstellung eines gerechten und dauerhaften Friedens auf Grundlage der UNSC-Resolutionen ist.)
Am Rand dieses Gipfeltreffens vermerkte Alexander Lawrentiew als Sondergesandter des russischen Präsidenten, bezüglich der politischen Beilegung der Krise in Syrien seien die Ziele Rußlands und der USA identisch. Gemäß Zitierung durch Russia Today bemerkte er gegenüber Journalisten noch, für Rußland sei die Stabilität in Syrien das Wichtigste sowie die Beilegung der Feinseligkeiten und der politische Prozeß als Weg aus der Krise. Außerdem stellte er nochmals [vor allem adressiert an die israelische Regierung, vgl.u.] klar, daß es keine iranischen Truppen im Süden Syriens einschließlich der De-Eskalationszone gebe und sich die iranischen Militärberater auf Ersuchen Syriens und damit völkerrechtsgemäß im Land aufhielten. (http://sana.sy/en/?p=142557, http://www.sana.sy/?p=783181)

Treffen der Präsidenten Putin und Trump (Helsinki), Photo: SANA

Der russische Staatspräsident Putin und der der USA, Trump, treffen heute, am 16.7.2018, in Helsinki zu den lange erwarteten Gesprächen zusammen. Laut Kremlsprecher Peskow sei eines der Hauptthemen Syrien. Putin bemerkte Trump gegenüber, es sei an der Zeit, über die Beziehungen beider Länder zueinander wie die der Regionen in der Welt, welche Probleme haben, zu diskutieren. Trump äußerte seine Hoffnung auf eine „außergewöhnliche Beziehung“ mit Rußlands Präsiden­ten Putin. (http://www.sana.sy/?p=783020, s.a. http://www.sana.sy/?p=782937, href=“www.sana.sy/en/?p=142499)

Am Sonntagabend wurde wieder ein Militärstützpunkt, dieses Mal im SO-Rîf von Aleppo, durch das israelische Militär mit Raketen beschossen. Sie schlug nördlich des an-Nairab-Flughafens ein und verursachte Sachschaden. Aus Militärkreisen verlautete dazu: The Israeli enemy on Sunday evening launched a missile attack on one of the Syrian Army military positions north of al-Nairab Airport, causing only material damage.” Dies stelle wieder einen vergeblichen Versuch dar, die stark abgesunkene Moral der in Süd-Syrien im Kampf gegen die SAA eine Niederlage nach der anderen kassierenden Terrorgruppen wiederaufzurichten, auf welche die israelische Regierung gegenüber der als Feind angesehenen Regierung in Damaskus baue und sie daher unterstütze.(http://sana.sy/en/?p=142483, http://www.sana.sy/?p=782854) – Zu Letzterem vgl.u. (z.B. Herzi HaLevi-Äußerung)!
Gewissen Aktivisten zufolge hielten sich auf dem Stützpunkt Iraner auf. (S. Breaking: Israeli Warplanes Target Iranian Position In Aleppo)Iranische Militärberater in Syrien sind Grund des Anstoßes für die Regierung in Tel Aviv (dazu vgl.u.).

Pantsir S-1, Quelle: youtube.com

Der russischen Luftabwehr (Pantsir-S1-System) gelang die Vereitelung eines weiteren Kampfdrohnenangriffs auf den Stützpunkt Ḥumaimîm am 15.7.2018. Die UAVs kamen aus dem Gebiet von Idlib, das unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Alliierten, der FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I], steht. (S. Russian Air Defense Systems Foil Another Drone Attack On Hmeimim Airbase)

Präsident Dr. al-Assad empfing am So, 15.7.2018, den Berater für spezielle politische Fragen des iranischen Außenministers, Ḥussain Ğâbarî Anṣârî. Diese regelmäßigen Konsultationen dienen u.a. der Unterrichtung des syrischen Parts über die aktuellen diplomatischen Bemühungen der iranischen Regierung im Rahmen der Astana-Gespräche und andere Schritte [da ja z.B. bei Treffen der Garantenstaaten aufgrund der Astana-Vereinbarungen kein syrischer Vertreter zugegen ist!]. Davon abgesehen glichen die berichteten Inhalte dieses Treffens den vorhergehenden in diesem Format (vgl.u.). Ebenfalls zugegegen waren Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân und Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd, er zudem das Asien-Ressort im Außenministerium leitet. – Später traf sich noch Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit der iranischen Delegation. (http://sana.sy/en/?p=142430)

Detail der übergebenen Terroristenwaffen, Photo: SANA

Die Übergabe der schweren und mittleren Waffen (Spezifikationen ähnlich den schon gehabten, vgl.u.!) durch die Militanten von Darʽâ al-Balad ging auch am 15.7.2018 weiter und wird noch einige Zeit in Anspruch nahmen. Allein schon daraus ist die hervorragende zahlenmäßige Ausstattung jener Terroristen abzulesen, während die Spezifikationen zeigten, daß es sich um leistungsstarke moderne Waffentechnik oft aus westlichen Ländern (USA, GB, F, vgl.u.) handelt. Mindestens 20 Kampfpanzer und üner ein dztend gepanzerte Wagen waren auch darunter.(http://www.sana.sy/?p=782391, www.sana/en/?p=142393)
Außerdem kamen am 15.7.2018 fünf von den Terroristen verschleppte und gefangen gehaltene Männer frei. (http://sana.sy/en/?p=142444)

Gleichzeitig beginnen in Darʽâ al-Balad die Vorbereitungen zur Ausschaffung der nicht rekonziliierungswilligen Terroristen samt ihrer Familien in SARC-begleiteten Buskonvois in die terroristenbesetzten Gebiet in Idlib wie schon z.B. in Ost-al-Ġûṭa, Aleppo etc. (vgl.u.) geschehen. Zum Procedere vgl.u. (http://www.sana.sy/?p=782482)

Russischer Staatspräsident Wladimir Putin, Photo: SANA

Am Sa., 14.7.2018, besprachen der russische Staatspräsident Putin und jener der Türkei, Erdogan, während eines Telefonats u.a. die weiteren gemeinsamen Schritte zur Beilegung der Krise in Syrien gemäß den entsprechenden UNSC-Resolutionen und den Astana-Vereinbarungen, verlautete aus dem Kreml. (http://sana.sy/en/?p=142384, http://www.sana.sy/?p=782346) – Eine von Reuters zitierte Quelle aus dem türkischen Präsidentenpalast ergänzt dazu, Erdogan sei anläßlich der jüngsten Erfolge der SAA im Counterterrorismus in Südsyrien „besorgt“ und befürchtet – ohne Umschweife ausgedrückt – ein ähnliches Vorgehen in der Provinz Idlib, wo türkische Truppen und von der Regierung in Ankara unterstützte Milizen stationiert sind, welche bislang ihren Verbindlichkeiten aus den genannten Übereinkommen kaum je nachgekommen ist, nämlich Ğabhatu_n-Nuṣra (als al-Qâʽida-Ableger) mit angeschlossenen Gruppen zu bekämpfen. (S. Turkish President Voices Concerns About Expected Operation Against Militants In Syria’s Idlib)

Terroranschlag vom 14.7.2018:
Wieder wurde am 14.7.2018 die Verwaltungshauptstadt der Provinz al-Qunaiṭra, al-Baʽṯ [zum Umstand und Namen s.u.] Ziel von Granatenbeschusses seitens der im Dorf al-Ḥamîdiyya verbarrikadierten Terroristen [bekanntlich Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. Affiliierte]. Dadurch entstand weiterer Schaden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum der Bürger. Eine SAA-Einheit reagierte mit einer präzisen effektiven Artillerieattacke auf die Abschußbasen. (http://sana.sy/en/?p=142367)

Einige aufgefundene Terroristenwaffen, Photo: SANA

SAA-Einheiten zusammen mit Behördenmitarbeitern entdeckten am 14.7.2018 ein weiteres unterirdisches Depot voller Waffen, Munition und Kommunikationsmittel, einige davon aus US-Fertigung, welche IS-Terroristen in der Stadt Ḥasrât im Umland von al-Bû Kamâl im W-Rîf von Dair az-Zaur zurückgelassen hatten. Desweiteren wurden zahlreiche Minen und Sprengsätze geborgen. (http://www.sana.sy/?p=782049, www.sana.sy/en/?p=142328)

Auch beim Durchkämmen des Gebiets in den und um die Dörfer im Süd-Rîf von Ḥamâ wurden zwei von den abgezogenen Terroristen hinterlassene Waffen- und Munitionsverstecke in Ṭalaf und Ḥur Binafsa entdeckt. Mit solchem Gerät wurden die Jahre über die umliegenden Ortschaften angegriffen. Gefunden wurden u.a. Maschinen- und andere Gewehre mit großen Munitionsmengen, ein RPG (panzerabwehrender Mehrfachraketenwerfer), schultergestützte Panzerfäuste und anti-Personen-Marschflugkörper. (http://sana.sy/en/?p=142344, http://www.sana.sy/?p=782202)

Karte zur Militäroperation „Basalt“ in Süd-Syrien, Abb.: southfront.org

Seit Beginn der Militäroperation „Basalt“ im Süden Syriens mit Hauptaugenmerk auf der Provinz Darʽâ ab dem 18.6.2018 gelang es der SAA mit Unterstützung der alliierten Streitkräfte, die Kontrolle über ein Areal von 1.150km2 wiederzuerlangen und von den Terroristen zu befreien. Die Karte verdeutlicht das: https://southfront.org/wp-content/uploads/2018/07/1-126.jpg?x61338

Mitglieder der SAA-Kampf- und Pionierverbände befreiten am 14.7.2018 teils mit schwerem Gerät das Autobahnstück zwischen Darʽâ al-Balad und dem al-Ğumruk al-Qadîm-Areal (auch Straßenkreuzungspunkt) und dem von dort aus in einer Entfernung von ca. 1,5km gelegenen jordanischen Grenzübergang ar-Ramṯâ von den durch die Terroristen darauf hinterlassenen Barrikaden und Erd- sowie Sand-Barrieren, wie ein Feldkommandeur gegenüber SANA ausführte. Die Pioniere durchsuchten derweil das Gebiet entlang der Fahrbahnen nach Sprengsätzen und Minen. (http://www.sana.sy/?p=782037, http://sana.sy/en/?p=142330) – Dank dieser Barrikaden hat die Autobahn das Erscheinungsbild eines Crossroad-Parks angenommen; der Verlauf ist teils nur noch an der Beleuchtung oder dem Randgebüsch auszumachen!

Wilâyatî (Velayati), Rede vor dem Waldai-Diskussionsforum, Photo: SANA

Während seines Besuchs in Moskau und nach Gesprächen mit Staatschef Putin hielt Ex-Außenminister und Berater des iranischen Revolutionsoberhaupts in außenpolitischen Fragen,
ʽAlî Akbar Wilâyatî (Ali Akbar Velayati), am 13.7.2018 eine Rede vor dem renommierten Waldai-Diskussionsforum. Dabei unter­strich er, der Iran und Rußland würden weiterhin in Syrien von Präsenz zeigen. Diese sei völkerrechtsgemäß, da sie von der Regierung in Damaskus angefordert worden sei und werde solange dauern, bis sie nicht mehr gebraucht werde. „Wegen amerikanischer und israelischer Drohung wird Iran Syrien nicht verlassen, erklärte er und fuhr fort, würden der Iran und Rußland Syrien verlassen, würden die Terroristen wieder die Kontrolle über das Land erhalten, was unbedingt zu verhindern sei. Demnach garantiere beider Präsenz die vollständige Eliminierung der Terroristen in Syrien. Dabei würden die Maßnahmen seitens Syriens, des Irans, Rußlands und der Ḥizbullâh untereinander koordiniert. Der Iran werde Syrien zudem helfen, sich gegen die US-Aggressionen zu wehren und verhindern, daß in Syrien das „libysche Modell“ realisiert werde. Dann kam er auf das Atomabkommen und die US-Sanktionen gegen den Iran zu sprechen, welche auch dazu dienten, einen wichtigen Alliierten Syriens im Counterterrorismus unter Druck zu setzen und dem strategischen Bündnis Iran-Rußland zu schaden. (www.sana.sy/?p=781689, http://sana.sy/en/?p=142277, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i42336-irans_ex_au%C3%9Fenminister_wegen_amerikanischer_drohung_wird_iran_syrien_nicht_verlassen)

Rußlands permanenter Repräsentant bei den UN und weiteren internationalen Organisationen in Genf, Genadi Gatilow, teilte Sputnik News gegenüber am 13.7.2018 mit, er erwarte, daß ein Treffen der Vertreter der Garantenstaaten der Astana-Vereinbarungen in der ersten Augusthälfte nach jenem internationalen Meeting zu Syrien in Sotschi von Ende Juli (vgl.u.) stattfinde. Derzeit seien Konsultationen zwischen Rußland, dem Iran, der Türkei und dem UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, im Gang. (http://www.sana.sy/?p=781752, http://sana.sy/en/?p=142292)

Terroristenwaffen, Photo: SANA

Aqrab

Durch die Behörden wurden am 13.7.2018 beim Durchkämmen des Terrains auch in der Stadt ʽAqrab, 32km im SW von Ḥamâ, ein verlassenes Terroristenversteck aufgespürt, in denen sich große Mengen verschiedenster Waffen und Munitionstypen fanden. Konfisziert wurden u.a. lafettierte Universal-Maschinengewehre, verschiedene, teils automatische Gewehre mit aufmontierten Teleskopen und solche für Scharfschützen, eines aus westlicher Fertigung u.a. Die Arbeit der Kampfmittelbeseitiger dauert an. (http://www.sana.sy/?p=781693, www.sana.sy/en/?p=142280)

Mehmet Güllüoğlu, Leiter der türkischen nationalen Katastrophenschutzbehörde (AFAD),teilte am 13.7.2018 mit, daß bislang 200.000 syrische Flüchtlinge aus der Türkei in ihre Heimat, und zwar in die von den Terroristen gesäuberten Gebiete, zurückgekehrt seien. (S. 200.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei kehren nach Syrien zurück)

Der Einzug der Armee am 13.7.2018 wurde auch in Ṭafas von der Bevölkerung mit in üblicher Weise (vgl.u.) gezeigter großer Freude und Beruhigung über die neu gewonnene Sicherheit begleitet. (http://www.sana.sy/?p=781645)

Verletzte nach Sprengsatzdetonation bei Dair Mâkir, Photo: SANA

Terroranschlag vom 13.7.2018:
Nahe dem Dorf Dair Mâkir im SW-Rîf von Rîf Dimašq kamen durch die Detonation eines von den Terroristen vor ihrem Abzug am Straßenrand hinterlassenen Sprengsatzes beim Passieren eines Kleintransporters mit Feldarbeitern kamen zwei dieser Passagiere aus al-Kûm (Provinz al-Qunaiṭra) ums Leben, vier weitere wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=142297)

In zwei – neuerlichen – identischen Schreiben des Außenministeriums an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden reagierte die Regierung auf die jüngsten Luftangriffe der US-geführten Koalition auf die Städte al-Bâġûz Fawqânî und as-Sûsa im Umland (Rîf) von al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur, in welchen sich zudem ausschließlich unschuldige Bürger aufhielten, keinerlei Terroristen. Nach einer eindringlichen Schilderung des Vorfalls, welcher der schon erfolgten Meldung dazu entspricht (s.u.) wurde das an sich schon völkerrechtswidrige Handeln dieser Koalition in Syrien erneut angeprangert. Dessen neuerliche heimtückische Aggression könne durch nichts gerechtfertigt werden, die angeführten Gründe erwiesen sich regelmäßig nur als vorgegeben zur Begehung der Massaker an der syrischen Bevölkerung, welche den kriminellen Akten der Terroristen absolut gleichkämen. Denn wirkliches Ziel sei die Terrorisierung dieser Bevölkerung, die Verlängerung des Kriegs gegen Syrien und daher Unterstützung ihrer zunehmend Niederlagen durch die SAA und deren Alliierte bis zu Kollaps erleidenden Handlanger in Ost- und Süd-Syrien einschließlich des IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und der denen affiliierten Gruppen. Die Todesopferrate (hauptsächlich Kinder und Frauen!) werde sich durch die Schwerverletzten und unter den Trümmern ihrer Häuser liegenden Bewohner noch erhöhen, vor allem auch, da die Rettungskräfte wegen der fortgesetzten Angriffe nicht zum Einsatz kommen könnten.
Da der Koalition die geographischen und weiteren Verhältnisse vor Ort wohlbekannt seien, griffen keinerlei vorgebrachte Rechtfertigungen. Die Bewohner sollten so mit gewaltsamem Druck dazu gebracht werden, sich der US-unterstützten Qasad-Milizen [d.h. der SDF, s.u.] anzuschließen, was jene nachdrücklich verweigert hatten.
Syrien appeliere daher an die UN-Institutionen, ihrer Pflicht zur Wahrung von internationalem Frieden und Sicherheit nachzukommen und jene, die an der Lösung der Krise in Syrien involviert sind, ihrer Rolle unparteiisch nachzukommen, ohne sich in die US-amerikanisch, israelisch und westlich verfolgte Politik hineinziehen zu lassen, welche ihre Glaubwürdigkeit verspielt habe und in der internationalen Meinung zu einem Objekt des Spottes verkommen sei.
An die Mitglieder der verhängnisvollen Koalition, deren Regierungen sich noch ein Minimum an menschlichem Gefühl bewahrt hätten, erging nochmals (vgl.u. bzgl. der vielen früheren Male!) der Aufruf, sich unmittelbar aus dieser zurückziehen und nicht weiterhin den Regierungen in Washington, Paris und London zu ermöglichen, die intern­ationale Gemeinschaft über ihre wahren aggressiven Absichten in die Irre zu führen, welche darauf hinausliefen, die Völker der Welt ihrer Hegemonie und ihrem Machtanspruch zu unterwerfen.
Die Briefe schlossen mit der Versicherung, Syrien werde weiterhin zusammen mit den befreundeten Mächten alles tun, um eine friedliche Lösung der Krise durch die schon sehr erfolgreich durchgeführten Rekonziliierungsmaßnahmen auch weiterhin zu erreichen, und den Kampf gegen den Terrorismus bis zu seiner Eliminierung weiterzuführen zum Schutz von Syriens Bevölkerung, Territorium und Souveränität. (http://www.sana.sy/?p=781754, http://sana.sy/en/?p=142295)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Kurz nach Mitternacht am 13.7.2018 bombardierten Kampfjets der US-geführten Koalition wieder einmal zivile Wohngebiete und zwar in den Städten al-Bâġûz Fawqânî und as-Sûsa auf dem Ost-Ufer des Euphrats im Umland von al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur, wie Einheimische berichteten. Mindestens 30 Tote und dutzende Verletzte, meist Kinder und Frauen seien gezählt worden. Jedoch lägen noch viele unter den Schutthaufen ihrer Häuser begraben und könnten wegen des fortdauernden Beschusses nicht gerettet werden. Zudem seien viele sehr schwer verletzt. Damit dürfte die Todesrate noch steigen. Der angerichtete Schaden – auch an der Infrastruktur – sei immens. Die Bewohner versicherten eigens – wie schon in den Fällen zuvor – daß sich gar keine Terroristen z.B. vom IS in ihren Orten aufhielten, indem sie erklärten: The coalition’s allegations of targeting Daesh (ISIS) terrorists by the raids are false.” Für sie steht fest, die Bombardements dienten dazu, weiteren Druck auf die Bevölkerung auszuüben, da sie sich geweigert hatten, den US-unterstützten Qasad-Milizen [d.i.: Bezeichnung für die sog. Syrian Democratic Forces, die SDF; vgl.u.] anzuschließen statt der SAA und der Regierung treu zu bleiben. (http://sana.sy/en/?p=142254, http://www.sana.sy/?p=781558)

In Darʽâ al-Balad übergeben die bewaffneten Gruppen am 13.7.2018 gemäß dem Ausschaffungsabkommen (vgl.u.) ihre schweren und mittleren Waffen an die SAA. (http://www.sana.sy/?p=782072)

Flaggenhissung in Darʽâ al-Balad, Photo: SANA

Infolge des getroffenen Ausschaffungsabkommens (vgl.u.) konnte am späteren Do., 12.7.2018, die Nationalflagge über dem Hauptplatz von Darʽâ al-Balad, dem langjährigen Terroristenstützpunktim südlichen Teil der Provinzhauptstadt, gehißt und für terroristenfrei erklärt werden. Betroffen seien zudem die Gebiete der Dammstraße, dem palästinensischen Flüchtlingscamp, Sağna, al-Manšiyya und dem Areal bei den Getreidesilos Damit kehre auch dort endlich wieder Sicherheit und Ordnung ein. Die Terroristen würden nach der Waffenauslieferung ins terroristenkontrollierte Gebiet von Idlib transportiert werden, Rekonziliierungswilligen dagegen stünde das entsprechende Regierungsangebot (s.u.) offen. Damit ende für die Bewohner ein weiteres Kapitel des Terrors in Syrien nach sieben Jahren des fortlaufenden Ausgesetztseins gegenüber den Terrorangriffen, die so vielen Bürgern Leben und Gesundheit gekostet hatten. Zudem können endlich die hilfsbeürftigen Bewohner durch die Regierung versorgt werden. (http://sana.sy/en/?p=142250, http://www.sana.sy/?p=781443)

Gemäß Mitteilung von UNO-Sprecher Stephane Dujarric vom 12.7.2018, beruhend auf einem Bericht vom Vortag über die Fort­dauer der terroristischen Aktivitäten und Attacken im Großraum Darʽâ und dem Südwesten [d.i. Provinz al-Qunaiṭra] Syriens seien 10.000 Bewohner auf der Flucht. Allerdings hinderten die IS-Extremisten daran, das von ihnen kontrollierte Gebiet zu verlassen. Derzeit hielten sich 234.000 hilfsbedürftige Flüchtlinge in Darʽâ und al-Qunaiṭra auf. (http://parstoday.com/de/news/world-i42324-uno_10.000_fl%C3%BCchtlinge_durch_is_pr%C3%A4senz_im_s%C3%BCdwesten_syriens)

Besichtigung des wiederaufgebauten Ğudaidat Yâbûs-Grenzübergangs zum Libanon, Photo: SANA

Innenminister Muḥammad aš-Šaʽâr besuchte zusammen mit dem Gouverneur des Rîf Dimašq, ʽAlâ´ Ibrâhîm, den wiederaufgebauten Ğudaidat Yâbûs-Grenzübergang zum Libanon, ließ sich über den Baufortschritt und die angebotenen Dienstleistungen informieren und sprach mit Bürgern über deren Eindrücke, die jene als positiv beschrieben. Generalleutnant aš-Šaʽâr kündigte einen großen Zustrom von Flüchtlingsrückkehrern für die nächste Zeit an und rief die Mitarbeiter zu einer schnellen und unkomplizierten gesetzesgemäßen Fallbearbeitung auf. (http://sana.sy/en/?p=142176, http://www.sana.sy/?p=781066)

Rückkehr nach Dâʽil und Ibtaʽ, Photo: SANA

Hunderte von Familien kehrten am 12.7.2018 wieder in die Städte Dâʽil und Ibtaʽ im N-Rîf von Darʽâ zurück, nachdem die Zugangsstraßen geöffnet worden waren. (http://sana.sy/en/?p=142191, http://www.sana.sy/?p=781181)
Am Vortag war bereits ein Hilfskonvoi nach Dâʽil abgegangen. Ein weiterer werde folgen, hieß es aus der Provinzverwaltung. (http://sana.sy/en/?p=142179, http://www.sana.sy/?p=781059)

Terroranschläge vom 12.7.2018:
In Fortsetzung der Granatenattacken auf die neue Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra wurden im Stadtteil al-Ḫadamî, in dem sich mehrere wichtige Verwaltungsgebäude befinden, das Gebäude des Bildungs- und Erziehungs-Direktorat wie diejenigen für Transport- und Finanzen getroffen. Außer beträchtlichen Schäden wurden im ersten zudem acht Mitarbeiter verletzt. (http://sana.sy/en/?p=142199, http://www.sana.sy/?p=781257) – Derartige „Direktorate“ entsprechen in deutschsprachigen Bundesstaaten den Ministerien auf Länderebene.

1974 beim Abzug der israelischen Truppen total zerstörtes al-Qunaiṭra (Stadt, Golan-Höhen), Photo Christian Koehn

Terroranschlag vom 11.7.2018:
Wieder wurde von den im Westen von Darʽâ (d.h. östlich der 1974 zerstörten Stadt al-Qunaiṭra) verschanzten Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen al-Qunaiṭra die neue Provinzhauptstadt al-Baʽṯ von al-Qunaiṭra mit Granaten beschossen. Dadurch entstanden Schäden an Wohnhäusern im Stadtteil al-ʽUmmâlî am Stadtrand. Die SAA reagierte mit einer gezielten Attacke auf die Abschußbasen der Extremisten im Dorf al-Ḥa­mîdiyya und beim al-ʽAlam-Kreisverkehr. (https://www.sana.sy/?p=781031, https://sana.sy/en/?p=142163)

Nach Auskunft seitens der SAA beschossen israelische Kampfjets am 11.7.2018 Militärposten zum Schutz der schon oft terroristischen Angriffen ausgesetzten Orte Ḥaar, Tal Karûm und Ğabâ in der Provinz al-Qunaiṭra und verursachten so Sachschäden. Zeitgleich befanden sich die lokalen Terrorgruppen mitten in einem Angriff mittels Raketen und Mörsergranaten auf Ğabâ und richteten dort immense Schäden an Wohngebäuden an. (http://sana.sy/en/?p=142173, http://www.sana.sy/?p=781139)

Tiberias-See (See Genezareth), Photo: datafox

Das israelische Militär gab am 11.7.2018 auf dem eigenen Twitter-Account an, über den israelisch besetzten syrischen Golanhöhen [zur völkerrechtlichen Einordung s.u.] eine syrische Erkundungsdrohne abgeschossen zu haben mit der Begründung: Israel „will not allow any violation of Israeli airspace and will act against any attempt to hurt its civilians.” Die Drohne sei übrigens im Tiberias-See (bekannter als See Genezareth) versunken.(S. Israeli Air Defense Shots Down Syrian Drone Near Golan Heights). – Allerdings besitzt Syrien keine solchen Luftaufklärungsmöglichkeiten gemäß dem letzten Präsidenten-Interview . Nach Einschätzung von Beobachtern könnten solche „Vorfälle“ dem israelischen Militär als Vorwand dienen, sich in die Kämpfe in Süd-Syrien einzumischen, wo die SAA derzeit sehr erfolgreich Counterterrorismus betreibt – inzwischen ganz nahe an den Golanhöhen. (loc. cit., erste Angabe). Dies würd eine erhebliche Eskalation bedeuten!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=142149 und https://www.sana.sy/?p=780895 (Vormarsch in Richtung Tal al-Ašʽarî und Ğalîn im W-Rîf von Darʽâ nach Beibringung beträchtlicher Verluste gegenüber den angetroffenen Terroristen; zudem effektive präzise Artillerieschläge gegen die in Richtung Tal al-Ašʽarî westlich von Ṭafas verschanzten Terroristen mit Ausdehnung der Kontrolle über dieses Areal. Weiteres Vordringen in Richtung Zaizûn nahe der Grenze zu Jordanien bis nach Ğalîn – die Terroristen befinden sich derzeit wegen der hohen Verluste im Zustand des Zusammenbruchs; Überlebende flüchteten in die umliegenden Gebiete.)

Stadt-Karte Dar’â, Abb.: southfront.org

Am Abend des 11.7.2018 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Staat und Terroristengruppen in Darʽâ al-Balad (dem südlichen Stadtteil, von dem seit Jahren heftige Angriffe auf umliegende Orte ausgehen!), wie deren weiteren Stützpunkten im Areal der Dammstraße, dem palästinensischen Flüchtingscamp, Sağna, al-Manšiyya und dem Gebiet der Getreidesilos erzielt. Den ersten Anzeichen nach scheint es sich um ein Ausschaffungsabkommen wie zuvor schon z.B. in Aleppo oder Ost-al-Ġûṭa etc.(vgl.u.) zu handeln mit initialer Übergabe der schweren und mittleren Waffen an die Armee. Rekonziliierungswilligen (s.u.) wird auch dieser Weg gewährt. (http://sana.sy/en/?p=142170, http://www.sana.sy/?p=781109)

Dr. al-Miqdâd mit PLO-Delegation, Photo: SANA

Beim späteren Treffen der PLO-Delegation mit Parlamentssprecher Ḫamîs tags darauf am 11.7.2018 unterstrich dieser die schon von Dr. al-Miqdâd skizzierte Haltung Syriens zum Fall. Der gegen Syrien inszenierte Krieg habe auch darin einen Grund, daß Syrien die Palästinenser in ihren Rechten immer unterstützt hätten, wohingegen die eigentlichen Drahtzieher des Terrorkrieges Israel unterstützten. Indem Syrien durch den Terrorkrieg zumindest beschäftigt und geschwächt, wenn nicht handlungsunfähig niedergemacht würde, so der anfängliche feindliche Plan, wäre die palästinensische Sache vom Tisch gewischt gewesen, legte Ḫamîs mit Zustimmung der Delegation dar.
Im Anschluß daran versicherte Sozial- und Arbeitsministerin Rîmâ al-Qâdirî, daß der begonnene Wiederaufbau sich auch die Flüchtlingslager erstrecken werde, für die schon Pläne ausgearbeitet worden seien. (https://www.sana.sy/?p=781007, https://sana.sy/en/?p=142162)
In ähnlicher Weise verlief das Treffen mit Innenminister Muḥammad aš-Šaʽâr am Do., 12.7.2018. (http://www.sana.sy/?p=781388, http://sana.sy/en/?p=142226) – Syrien beheimatet die meisten aus ihren ursprünglichen Wohngebieten vertriebenen Palästinenser (vgl.u. bzgl. Nakba-Tag).

Bassâm aṣ-Ṣabâġ als ständiger Repräsentant seines Landes bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) in Den Haag verurteilte während der 88. Sitzung des OPCW-Exekutivrats am Mi., 11.7.2018, erneut und kategorisch nicht nur die Nutzung von C-Waffen, sondern ebenso die falschen gegen Syrien in diesem Zusammenhang erhobenen Beschuldigungen, fabriziert und in die Welt gesetzt von denselben Regierungen, nämlich denen der USA, von Großbritannien sowie deren Alliierten. Dazu führte er aus: „Syria’s commitment to an exemplary implementation of the Syrian chemical weapons’ elimination process in a short time frame and amid complex security conditions is a real success story for Syria, but it is ironic that the US, which is the only country still possessing a huge chemical arse­nal that appears to be in no hurry to end its destruction and comply with the deadline, does not stop criticizing Syria for not implementing its commitments.”
Syrien habe des öfteren davor gewarnt, daß C-Waffen und toxische Chemikalien in den Händen der Terrororganisationen in Syrien landeten, doch habe das kein Gehör gefunden. Diese Terroristen verließen nach ihren Niederlagen gegen die SAA zunehmend das Land mit entsprechenden Konsequenzen, setzte der Botschafter auseinander: „Today, the collapse of these terrorist organizations in Syria and their defeat will lead them to flee to other places or return to the countries from which they came equipped with expertise and technical capabilities to use chemical weapons, which requires the strengthening of genuine international co­operation to counter the threat of expanding terrorist chemical threats.” Sodann machte er auf die Erfolge der SAA im Counterterrorismus aufmerksam: „the Syrian delegation would like to draw attention to the victories of the Syrian Arab Army on terrorism which promise an imminent exposure of all the lies and fabrications that have been made regarding the allegations of the use of chemical weapons in Syria, and exposing all the ma­licious schemes that have been crafted by those countries and implemented through various terrorist tools.”
Zudem warnte aṣ-Ṣabâġ die Regierungen, welche hinter der kürzlich durch die Konferenz der OPCW-Mitgliedsstaaten angenommenen, inhaltlich widerrechtlichen Resolution (dazu vgl.u., z.B. unter dem 26.6.2018), stehen, diese als gesetzlichen Vorwand für weitere Aggressionen gegen Syrien mit Blutvergießen unter dessen Bevölkerung zu benutzen. Sie diene im weiteren dazu, die Arbeit der OPCW zu verkomplizieren und dieser zu erschweren, ihre Rolle auszufüllen, sowie die Spaltung zwischen ihren Mitgliedstaaten zu vergrößern und sie zu einer weiteren Polarisierung zu treiben.
(https://sana.sy/en/?p=142156, https://www.sana.sy/?p=780926)

Russischer Verteidigungsminister Sergei Schoigu, Photo: SANA

Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu gab der italienischen Zeitung Il Giornale ein Interview, das am 11.7.2018 erschien. Darin erklärte er, die Entscheidung, das S-300-Luftabwehrsystem anderen Ländern bereitzustellen, hänge [erst einmal] davon ab, daß dieses angefordert werde. Solch ein Anliegen sei noch nicht herangetragen worden. daher sei es noch zu früh, über solche Lieferungen zu sprechen. Allerdings bestehe seit der dreiseitigen Aggression der USA, Großbritanniens und Frankeichs gegen Syrien (vgl.u.) eine besondere Gefährdungssituation, so daß in Syrien für die Installation dieses modernen Systems eine Notwendigkeit bestehe. Moskau sei daher bereit, dies zu besprechen. Die US-Administration versuche, die Lage in Syrien zu destabilisieren und die Krise im Land in die Länge zu ziehen. Dagegen habe diese Regierung noch keinen Cent ausgegeben, um der syrischen Bevölkerung zu helfen, welche unter dem Krieg sehr zu leiden hatte. In ar-Raqqa stürben immer noch Bürger infolge der intensiven Bombardierung durch die US-geführte sog. „internationale Koalition“ mit Detonationen abgeworfener Munition (Blindgänger!) und Minen. (https://sana.sy/en/?p=142116, https://www.sana.sy/?p=780634)

Zum World Population Day, den Natalia Ka­nem als Exekutiv-Direktorin der United Nations Population Fund (UNFPA), dem Thema der Familienplanung widmete, nahm Akram al-Qišlî (?), Vorsitzender der Syrian Commission for Family Affairs and Population, gegenüber SANA am 11.7.2018 Stellung. Er verwies darauf, daß Syrien vor der Krise bereits erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der demographischen, sozialen und gesundheitsbezogenen Indikatoren erzielt und sich damit den Millenniumszielen in der reproduktiven Gesundheit genähert hatte. Der Krieg warf das Land im Erreichten zurück und verhinderte in manchen Regionen den Zugang der Bürger zu medizinischer Versorgung [auch] im Bereich der reproduktiven Medizin. Die Kommission arbeite jedoch mit den relevanten Behörden zusammen, um einen Plan zu erstellen, der diese Indikatoren mittels eines neuen Interventionsprogramm wieder verbessere. Dank Erhebungen in den Provinzen seien die Daten wieder auf neuesten Stand gebracht, so daß damit gearbeitet werden könne. Dabei gehe es auch darum, neue Programme und Pläne zur Unterstützung von Frauen, Kindern, Jugendlichen und Älteren zu erstellen und umzusetzen. (https://sana.sy/en/?p=142113)

TOW-Panzerabwehrsystem (US-Bestand), Photo: al-Alam

Am 11.7.2018 fanden SAA-Einheiten in mehreren Dörfern und Städten des SO- und NO-Rîf von Darʽâ in unterirdischen Depots laut Aussage eines Feldkommandeurs schwere, mittlere und leichte Waffen, welche die Terroristen bei der Flucht zurückgelassen hatten. Darunter befanden sich TOW-Raketen(-Werfer) aus US-Produktion (dazu vgl.u., bes. ab Teil II, v.a. in Teil III), gepanzerte Kampfwagen aus US-Beständen, weitere mit aufmontierten Maschinengewehren der Größen 14,5 sowie 57 und 30, Sowjet-Panzer und Flugabwehrgeschütze (FlaG), desweiteren Mörsergranaten-Abschußanlagen verschiedener Größen, Mehrfachraketenwerfer, Scharfschützengewehre und unterschiedlichste Munition sowie Baumaschinen zum Tunnelbau. (https://sana.sy/en/?p=142153, https://www.sana.sy/?p=780860)
Außer den US-Spezialwaffen wurden auch solche aus französischer Produktion entdeckt, die entweder direkt an die Kämpfer geliefert worden waren oder über den Umweg über Jordanien. Es handelt sich dabei um APILAS (hochentwickelte leistungsstarke Panzerfäuste) und MILAN-Marschflugkörper (ATGMs). (S. Syrian Forces Seize French Made Anti-Tank Weapons In Daraa)
In Buṣrâ aš-Šâm ging die Auslieferung schwerer Waffen an die SAA dem Abkommen gemäß (s.u.) weiter. Auch hierbei fanden sich TOW-Raketen aus den USA. (https://sana.sy/en/?p=142145, https://www.sana.sy/?p=780654)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=142067, https://sana.sy/en/?p=142078 und https://www.sana.sy/?p=780423 (Nach Eliminierung der letzten Terroristenansammlungen in heftigen Gefechten wurden das gesamte Ġaraz-Areal mit den Getreidesilos und dem Zentralgefängnis im SO von Darʽâ befreit und dem Feind bedeutende Verluste beigebracht; überlebende Reste flohen in die Umgebung. Pioniereinheiten begann mit den Entminungsarbeiten und entdeckten dabei Lagerstätten der Terroristen mit unterschiedlichen Waffen, darunter einem Panzer, TOW-Raketen(-Werfer) aus US-Produktion (dazu vgl.u., bes. ab Teil II, v.a. in Teil III), Mörsergranaten, Raketen, Panzergranaten, Mehrfachraketenwerfer, selbstgebaute Sprengsätze (sog. IEDs), Schutzbrillen und Kommunikationsmittel aus westlichen Beständen.)

SAA räumt Verbindungsstraße Darʽâ – al-Yâdûda frei, Photo: SANA

Am Di., 10.7.32018 begann die Armee mit schwerem Gerät auch die Verbindungsstraße Darʽâal-Yâdûda im W-Rîf von Blockaden etc. zu befreien, damit sie demnächst wieder dem Verkehr geöffnet werden können. In der Stadt Yâdûda war zuvor ein Rekonziliierungsabkommen (vgl.u.) zustande gekommen. (https://sana.sy/en/?p=142072, https://www.sana.sy/?p=780522)
Auch die Terrorgruppen in den Städten Samlîn, Kafar Šams, Kafar Nâsîğ und ʽAqrabâ im Nord-Rîf von Darʽâ haben – unter dem Druck der von ihnen kontrollierten Bevölkerung (dazu s.u.) – ein Abkommen mit der Regierung getroffen, wonach sie ab dem 10.7.2018 ihre schweren und mittleren Waffen der SAA zu übergeben haben, die rekonziliierungswilligen Kämpfer nicht länger daran hindern, solch eine Vereinbarung zu treffen, während die anderen ausgeschafft werden. Im Anschluß daran kehrt die zuvor vor den Terroristen geflüchtete bzw. von jenen vertriebene Bevölkerung zurück wie auch die staatlichen Insitutionen. (https://sana.sy/en/?p=142064, https://www.sana.sy/?p=780404)

Das Verteidigungsministerium in Moskau verwies am 10.7.2018 Medien-Meldungen ins Reich der Legende, welche von getöteten russischen Soldaten infolge eines Suizidattentats im Raum Darʽâ zum Inhalt hatten. Ursprung sind dem IS nahestehende Veröffentlichungsorgane. Explizit hieß es dazu: „There were no casualties among the ranks of Russian soldiers in Daraa or in any territory of Syria.” (https://sana.sy/en/?p=142075)

Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd empfing am Di., 10.7.2018, eine Delegation des PLO-Exekutivkomitees, angeführt von dem palästinensischen Politiker ʿAzzām al-Aḥmad. Themen waren die bilateralen Beziehungen, im besonderen aber die Situation der Palästinenser in den Flüchtlingslagern vor allem in Yarmûk/Damaskus (vgl.u.) wie der von den USA vorgelegte sog. „deal of the century“ (Deal des Jahrhunderts), welcher entgegen dem UN-Teilungsplan vom 29.11.1947 (UNGV-Resolution 181 (II)) den vollständigen Verzicht der Palästinenser auf Jerusalem und Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge beinhaltet.
Dr. al-Miqdâd versicherte, daß Syrien zu den Palästinensern und ihren Rechten stehe trotz der gegenwärtigen Herausforderungen infolge der Krise. Jegliche Projekte, die – wie auch der „deal of the century“ – darauf ausgerichtet seien, die Rechte der Palästinenser als Agenden-Thema vom Tisch zu wischen, würden nicht unterstützt. Solche Pläne könnten dann nicht realisiert werden, wenn die Palästinenser selbst sich und ihre Rechte nicht aufgäben. (https://sana.sy/en/?p=142050, https://www.sana.sy/?p=780325)

Nach ʽAlmâ im NO-Rîf Darʽâ konnten am 10.7.2018 nach Abschluß der Tätigkeit der Kampfmittelbeseitiger etc. bereits wieder die geflüchteten bzw. evakuierten Stadtbewohner wieder zurückkehren. Hilfskonvois des Gouvernements gingen nach Dâʽil (mit 4.200 Lebensmittelkörben und einer Ladung Mehl), nach Tal Šihâb, Zaizûn und Ḫarâb aš-Šaḥm (mit 15.000 L Benzin, 1.100 Gaszylindern und 20 T Mehl). Später fuhr noch ein 3. Konvoi nach Buṣrâ aš-Šâm (mit 40 T Mehl und 10.000L Benzin). Die Lieferungen erfolgten nach gemäß Anforderungen aus den einzelnen Gebieten. (https://sana.sy/en/?p=142046, https://www.sana.sy/?p=780179, https://www.sana.sy/?p=780221)

Veranstaltung: Heimat-Zelt, Photo: SANA

Nach einem ähnlichen Treffen in Kafar Lâhâ und zuvor in Aleppo (https://www.sana.sy/?p=778868) fanden sich am 10.7.2018 Vertreter von Stämmen und Clans sowie Persönlichkeiten aus der unterschiedlichsten sakralen und profanen Sparten aus über 50 Orten aus dem Süd-Rîf von Ḥamâ und dem Nord-Rîf von Ḥomṣ in Unterstützung der SAA und Regierung in ar-Rastan (im N-Rîf von Ḥomṣ) zusammen, die auch in einer öffentlichen Botschaft festgehalten wurde. Darin unterstrichen sie auch ihr Festhalten an der Einheit Syriens (daher auch der Name der Veranstaltung: Heimat-Zelt, vgl.u.). Auf die Spaltung gerichtete faktenwidrige Medien-Veröffentlichungen würden nur den Zusammenhalt der Syrer bestärken. (https://sana.sy/en/?p=142031, https://www.sana.sy/?p=779853)

Den Kampfmittelbeseitigern fiel in ad-Duwair im Umfeld von al-Bû Kamâl im SO-Rîf von Dair az-Zaur erneut ein Lager mit reichlichen Waffen- und Munitionsbeständen der abgezogenen IS-Terroristen in die Hände. Es enthielt u.a. T-72 und T-62 panzerbrechende Geschosse,
Anti-Personen-Minen und solche gegen Panzer und Kampffahrzeuge, weitere Sprengsätze, Luftabwehrgeschütze, unterschiedliche Maschinengewehre, Raketen, Mörsergranaten und Mehrfachraketenwerfer. (https://sana.sy/en/?p=142003)

Bombenexplosion, Photo: gettys images

Im Stadtteil Ḫâlidiyya von Ḥomṣ kam es am 9.7.2018 zu einer Explosion, als sich das Feuer von in Brand geratenem trockenen Gras unter Flächen mit Schutt ausbreitete, unter dem wohl noch eine Mine oder ein Sprengsatz lagen, der von den Terroristen zurückgelassen worden war. Zum Glück gab es keine Verletzten oder Schlimmeres. (https://sana.sy/en/?p=142009)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141982 und https://www.sana.sy/?p=779499 (Präzise Angriffe, unterstützt von Artillerie, gegen fortifizierte Stellungen, Schlupfnester und Infiltrationspunkte von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierte im SW-Rîf von al-Qunaiṭra [die westliche Nachbarprovinz von Darʽa], beim Dorf Nabʽ aṣ-Ṣaḫar sowie im Umfeld der alten [beim Rückzug der israelischen Truppen im Juni 1974 total zerstörten] gleichnamigen Provinzhauptstadt [und einzigem Grenzübergang zu den israelisch besetzten syrischen Golanhöhen!] al-Qunaiṭra mit Beifügung heftiger Feindverluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung sowie Beseitigung von deren Befestigungsanlagen.
Einheimischen zufolge gingen mit dem raschen Vorrücken der SAA im Umland von Darʽâ, vor allem auch im Grenzbereich viele Rekonziliierungsgesuche an die Regierung, da die Bewohner dank der nahen Armee die besetzenden Terroristen dazu bringen konnten, ihre Orte zu verlassen; die die sich der Rekonziliierung verweigerten, flohen demnach vom Ost-Rîf von Darʽâ in das benachbarte W-Rîf von al-Qunaiṭra. Hierbei hätten sie Unterstützung vom israelischen Militär erhalten, mit dem die Terroristenführer ihre Bewegungen koordiniert hätten, teilte der Reporter vor Ort mit.)

Ölquellen in Nord-Syrien, Photo: Pars Today

Gemäß einer Pars Today-Meldung vom 9.7.2018, die sich auf syrische Medienberichte desselben Tags beruft, haben die syri­schen Kurden in den vergangenen Tagen mehrfach ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der Re­gierung in Damaskus signalisiert. Demnach würde es zu einem Transfer der Öl-Anlagen in den östlichen Gebieten des Landes an die Regierung kommen, wie zuvor zwischen Kurdenführern in den Städten al-Qâmišlî, al-Ḥasaka, ar-Raqqa und aš-Šadâdî mit Regierungsvertretern vereinbart worden sei. Zudem würde demnächst eine Expertenkommission aus Damaskus die Staudämme von aṭ-Ṭabqa und Tišrîn in Augenschein nehmen und über Wiederherstellungsmaßnahmen beraten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42258-syirsche_kurden_%C3%BCbergeben_der_regierung_%C3%96l_anlagen)

Beim Empfang des irakischen Botschafters in Syrien, Saʽd Muḥammad Riḍâ, zusammen mit seiner Delegation durch den Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ am 9.7.2018 bekräftigten beide die tiefen historischen und anderweitigen Verbindungen beider Länder zueinander. Beide hätten den von westlichen und zionistischen Kräften gegen sie angestrengten [Proxy-]Krieg durchstehen und überwinden können. Ziel der Zusammenkunft war die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit auf allen Gebieten der bilateralen Politik, der Wirtschaft, des Handels und der Sicherheit. Ihr soll später eine weitere auf parlamentarischer Ebene folgen. Riḍâ bemerkte in einer anschließenden Presseerklärung zur geplanten Wiedereröffnung der syrisch-irakischen Grenzübergänge: „We are going to open these crossings, especially Al-Boukamal-al-Qaim.” Dies würd zur Wiederbelebung des Handels und der Wirtschaft führen. Er versicherte, daß irakische Geschäftsleute schon auf den syrischen Markt drängten. (https://sana.sy/en/?p=142006, https://www.sana.sy/?p=779760)

Terroristen-Kampffahrzeug, Photo: SANA

In Buṣrâ aš-Šâm geht die Übergabe der schwere und mittleren Waffen von den Terroristen an die SAA im Rahmen des Ausschaffungsabkommens (s.u.) auch am 8.7.2018 weiter. Die erhaltenen Bestände sind äußerst beeindruckend! (https://sana.sy/en/?p=141943, https://www.sana.sy/?p=779270) – Dazu vgl.u. die Anmerkungen zu den vom MOC bei ʽAmmân der FSA gelieferten Bestände!

Sonntagabend erfolgten erneut israelische Luftangriffe auf den Luftwaffenstützpunkt T-4 (vgl.u.). Der Luftabwehr gelang es, etliche der Marschflugkörper abzufangen und eines der angreifenden Kampfflugzeuge zu treffen, worauf die anderen umkehrten und den syrischen Luftraum verließen. Es entstand geringer Sachschaden. – Für syrische Stellen steht der neuerliche Angriff mit den Erfolgen der SAA der letzten beiden Wochen in Süd-Syrien im Zusammenhang, der von israelischen Stellen nicht positiv aufgenommen worden war (vgl.u.). (https://sana.sy/en/?p=141953, https://www.sana.sy/?p=779398) – Zu den jüngsten israelischen Angriffsdrohungen s.u.!

SAA räumt M5 frei, Photo: SANA

SAA-Pioniereinheiten nahmen am 8.7.2018 die Räumung des Autobahnabschnitts [der M5] zwischen dem Norden von Darʽâ über die Brücke bei Ḫirbat Ġazâla zum Grenzübergang Naṣîb von Barrieren und Blockaden, welche die Terrogruppen dort errichtet hatten, mit schwerem Gerät in Angriff. Techniker des Gouvernements Darʽâ untersuchen den Zustand der Fahrbahnen, da es in den letzten Jahren zu vielen Anschlägen mit Bomben und Minen sowie zu Angriffen mit Raketen und Granaten gekommen war, um zumindest in den nächsten Tagen eine Teilöffnung zwischen Ḫirbat Ġazâla und dem Grenzübergang Naṣîb zu ermöglichen. Zudem wird noch eine Inspektion durch Experten des Transport-Ministeriums erfolgen, bis die gesamte, so wichtige Autobahnstrecke wieder dem Verkehr übergeben werden kann. (https://sana.sy/en/?p=141937, https://www.sana.sy/?p=779230)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141910, https://sana.sy/en/?p=141988 und https://www.sana.sy/?p=779151, https://www.sana.sy/?p=77954 (Nach Beseitigung der letzten Terroristentrupps und von deren Fortifikationen wurde die Kontrolle über Umm al-Mayâḏin town, 10km östlich von Darʽâ-Stadt und nördlich des Grenzübergangs Naṣîb, unterstützt durch die alliierten Streitkräfte wiedererrlangt, dabei etliche der Extremisten getötet und deren Waffen und militärisches Equipment zerstört, deren Depots beschlagnahmt.
Am Nachmittag konnte dann die Armee im Dorf Zaizûn, und der Stadt Tal Šihâb, jeweils 20km und 17km im SW-Rîf von Darʽa gelegen, unter dem Jubel der Bevölkerung einziehen. Wie üblich wurden umgehend die Säuberungsarbeiten hinsichtlich hinterlassener Minen und Sprengsätzen begonnen. Die Militäroperationen in diesem Sektor werden fortgeführt. Laut SANA-Reporter hätten die Bewohner der befreiten Gebiete von großzügiger Unterstützung seitens der israelischen Seite für die Terroristen der Gegend berichtet.)

Am So., 8.7.2018, billigte das Kabinett die Pläne zur Wiederherstellung der vom Terrorismus zerstörten Einrichtungen und Anlagen in den von der SAA kürzlich befreiten Gebieten in Süd-Syrien –wie zuvor schon für die anderen befreiten Gebiete. Dies umfaßt z.B. die Reparatur der Straßen und Wiederherstellung der (Ab-)wasser- und Stromleitungen, der Kommunikation, der Bildungseinrichtungen und Polizeistationen wie von Einzelhandelsgeschäften. (https://sana.sy/en/?p=141946)

Durch die vor kurzem aus dem Nord-Rîf von Ḥomṣ und Süd-Rîf von Ḥamâ vertriebenen Terroristen (vgl.u.), in der Hauptsache IS und Affiliierte, erging vor Tagen ein Aufruf, den in Süd-Syrien durch die SAA arg in Bedrängnis geratenen „Kameraden“ dadurch zu helfen, indem sie im genannten Gebiet eine zweite Front zu Entlastung schüfen. Die Bürger der Gegend ergriffen jedoch sofort und präventiv die Initiative, erklärten geschlossen ihre Unterstützung für die SAA und die Regierung; die Terroristen sollten sich besser abseits halten (veröffentlichte Erklärung in: https://southfront.org/wp-content/uploads/2018/07/IFTGRxki.jpg?x61338). Zudem fand am So., 8.7.2018, in Kafar Lâhâ im Umland von Ḥomṣ eine Großversammlung mit einflußreichen Persönlichkeiten, darunter Clanchefs etc., unter dem Thema وطن خيمة (Heimat-Zelt) statt, die sich ebenfalls entsprechend artikulierte. Damit ging der Plan der Extremisten nicht auf. eine „Entlastung“ für die Terroristenkameraden im Süden fand nicht statt. (https://www.sana.sy/?p=779192

In Umm Walad und al-Kirk (auch: al-Karak) aš-Šarqî im Umland von Darʽâ versammelten sich am 7.7.2018 ebenfalls hunderte Menschen, um die Befreiung von der Terroristenherrschaft durch die SAA zu feiern, Landesfahnen schwingend und Porträts des Präsidenten hochhaltend und Hochrufe auf die SAA darbringend. (https://sana.sy/en/?p=141824, https://www.sana.sy/?p=778743)

Libanon-Heimkehrer, Photo: SANA

Hunderte Flüchtlinge kamen am Nachmittag des 7.7.2018 als dritte Gruppe (vgl.u.) über den Grenzübergang az-Zamrânî erneut aus ihrer libanesischen Zufluchtstätte, meist in der grenznahen Stadt ʽArsâl (vgl.u.) nach Syrien in ihre Wohnorte im al-Qalamûn-Gebiet im Rîf Dimašq zurück. Auch diese Rückkehrer versäumten es nicht, ihren Dank an die Armee zu richten und alle anderen Flüchtlinge aufzurufen, wieder in die Heimat zurückzukehren.
(https://sana.sy/en/?p=141788, https://www.sana.sy/?p=778582)

Grenzübergang Naṣîb, Photo: SANA

Am Grenzort Naṣîb begannen am 7.7.2018 die Kampfmittelräumdiente ihre Arbeit, während die SAA im Gefolge davon weitere Posten und Polizeistationen entlang der Grenze zu Jordanien besetzte, um die Sicherheitssituation zu konsolidieren. Bei der Suche nach den wie üblich von den Terroristen vor ihrem Rückzug ausgelegten Sprengfallen und Minen stießen die Spezialeinheiten wieder auf Depots mit stattlichen Mengen an unterschiedlichster Munition und (schweren) Waffen (darunter, Mörsergranaten, Panzerfäuste, Artilleriegerätschaften, Kampfwagen etc.), eine Werkstätte zu Bau von Sprengsätzen, ein von den Terroristen genutztes Gefängnis, um darin Verschleppte gefangenzusetzen, sowie ein wiederum hervorragend ausgestattetes Feldlazarett mit meist ausländischer Ausstattung.

Karte zur SAA-Kontrollausdehnung in Süd-Syrien mit Grenzübergang Naṣîb; Abb.: southfront.org

Ein Armeeangehöriger erklärte die sicherheitstechnische, strategische und wirtschaftliche Bedeutung der jetzt erfolgten Sicherung der Grenze durch Wachstationen vom SW-Rîf der Nachbarprovinz as-Suwaidâ´ bis nach Naṣîb und von dort weiter in die andere Richtung. Damit können erstmals die Routen für den Transfer weiterer Terroristen und deren Ausrüstung nach Syrien, aber auch die Schmuggelrouten für Raubgut aus Syrien geschlossen werden. Als nächstes werde das Gebiet seitlich der Autobahn [M5] gesäubert und etwaige Barrieren auf den Fahrbahnen entfernt. (https://sana.sy/en/?p=141782, https://sana.sy/en/?p=141748, https://sana.sy/en/?p=141871, https://www.sana.sy/?p=778544 teils mit reichem, erstaunlichem Photomaterial; zum Feldhospital außerdem noch: https://sana.sy/en/?p=141752, https://sana.sy/en/?p=141758). – Spezifika der im Terroristenstützpunkt von Naṣîb vorgefundenen und konfiszierten Kampffahrzeuge finden sich bei: https://southfront.org/syrian-army-captures-armoured-vehicles-supplied-by-u-s-military-operations-room-in-jordan-to-militants-photos/ mit Ausführungen dazu, daß es sich dabei nach Expertenansicht um solche handelt, die über den U.S. Military Operations Room (MOC) bei ʽAmmân in Jordanien der FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] geliefert worden waren. Auf die gefährichen Interventionen dieses MOC in Syrien hatte die Regierung schon vor Jahren aufmerksam gemacht. – Auch der Politologe Th. Meyssan nimmt dazu Stellung (http://www.voltairenet.org/article201880.html) unter Verweis darauf, daß die Terroristen im Raum Darʽâ, einschließlich der FSA, die Šarîʽa in den Gebieten unter ihrer Herrschaft eingeführt hatten.

ʽUmrân az-Zuʽbî, Photo: SANA

Nach ernsthafter Erkrankung ist am 6.8.2018 der 2012 in sein Amt als Informationsminister berufene Jurist ʽUmrân az-Zuʽbî im Alter von nur 59 Jahren Krankenhaus in Damaskus verstorben. Er hatte Syrien in einer seiner schwierigsten Phasen gedient und wurde wohl schon wegen seiner Erkrankung trotz seiner Verdienste 2016 nicht mehr in das neue Kabinett berufen. (https://www.sana.sy/?p=778291) Am 7.8.2018 fanden die Bestattungsfeierlichkeiten unter großer Anteilnahme von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Bevölkerung statt (https://www.sana.sy/?p=778821 mit Photostrecke). – Im Nachruf hieß es so treffend, er habe seine letzte Schlacht geschlagen. Denn auch diese werden nicht nur – in metaphorischer Hinsicht – mit dem „Schwert“ in der Hand ausgetragen und gewonnen, sondern auch und in zunehmendem Maße mit der „Feder“. Auch so kann jemand sein Herzblut für die Heimat geben.

Darʽâ, erstmals seit Jahren abends in Sicherheit draußen sitzen können, Photo: SANA

Der Eingang der Siegesnachrichten der SAA über die Takfîr-Terroristen mit Einnahme von an-Nuʽaima und weiten Teilen des östlichen Umlands der Provinzhauptstadt löste bei den Bewohnern von Darʽâ einen Freudensturm und v.a. in den – wegen ihrer Lage – besonders oft angegriffenen Stadtteilen wie al-Kâšif aus. Befreit durch die SAA von der dauernden Bedrohung durch die Terroristen, die v.a. von dort aus ihre ständigen Angriffe mit Granaten und durch Scharfschützen durchgeführt hatten, feierten die Menschen erstmals bis in die Nachtstunden im Freien. Läden und Märkte hatten geöffnet, die Straßen und Cafés waren überfüllt. (https://www.sana.sy/?p=778607)- Derweil halten sich – überwiegend umzingelte – Terroristenreste noch im Süd- und SO-Teil der Provinzhauptstadt Darʽâ auf, d.h. im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad, im Bereich der as-Sadd Straße [zum Staudamm] und dem an-Nâziḥîn-Lager auf. (www.sana.sy/en/?p=141926)

Während verschiedene z.B. bei southfront org aufgeführte Quellen in den letzten Tagen von etwaigen Verhandlungsanbahnungen und der wiederholten Weigerung der Militanten vor Ort geschrieben hatten, die Kämpfe einzustellen, ist am Freitagabend, 6.7.2018, bei einer Zusammenkunft in Buṣrâ aš-Šâm ein Ausschaffungsabkommen erzielt worden, wie es zuvor schon z.B. in Ost-al-Ġûṭa (vgl.u.) oder Aleppo etc. zum Zuge gekommen war. Demnach beginnt eine Waffenruhe, während derer die Terroristen [einschließlich der FSA (Näheres s. ab Teil I)] ihre schweren und mittleren Waffen ausliefern müssen, dann können sie zusammen mit ihren Familien in das noch unter Terroristenkontrolle (Ğabhatu_n-Nuṣra!) stehende Gebiet von Idlib transportiert werden. Bleiben können diejenigen, welche sich für das (seit Jahren vorhandene) Rekonziliierungsangebot der Regierung entscheiden. (https://sana.sy/en/?p=141739, https://www.sana.sy/?p=778394)

SAA kontrolliert wieder die Grenze nach Naṣîb, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141664, https://sana.sy/en/?p=141748 und https://www.sana.sy/?p=778136, https://www.sana.sy/?p=778444 (Nach Beseitigung der letzten Terroristen-Stützpunkte und -Ansammlungen Vordringen von Osten her in die Nachbarstadt an-Nuʽaima, welche nur 4km östlich vom Zentrum Darʽâs entfernt liegt, eliminiert wurde ein Großteil der feindlichen Kämpfer, deren Fortifikationen und Waffen bei Verfolgung der zur jordanischen Grenze fliehenden Reste; dieser Sieg bedeutet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Provinzhauptstadt wie zur weiteren Befreiung der noch von den Terroristen besetzten südöstlichen Stadtbezirke von Darʽâ. Beim weiteren Vorrücken in Richtung Grenze nach Jordanien Etablierung der Feuerkontrolle über den Autobahnabschnitt Ḫirbat Ġazâla – Naṣîb. Schließlich gelang der Vorstoß nach Naṣîb mit Hissung der Nationalflagge den Grenzübergang nach Jordanien, 15km im SSW von Darʽâ.
Zudem Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra -Terroristen auf einen Militärposten zum Schutz der neuen Provinzhauptstadt al-Baʽṯ im benachbarten südwestlichen Gouvernement al-Qunaiṭra nach harten Kämpfen, in denen die meisten Extremisten eliminiert wurden.)

Gilad Erdan, Photo: timesofisrael.com

Angesichts der Erfolge der SAA, die bislang von Terroristen beherrschten Gebiete in SW und S-Syrien wieder von diesen zu befreien reagiert die israelische Regierung zunehmend nervös. Am 6.7.2018 zitierte die Zeitung Yediot Aharonot den israelischen Minister für Öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan. Falls die SAA ihre Kräfte nahe den – immer noch völkerrechtswidrig und in Verletzung etlicher UNSC-Resolutionen israelisch besetzt gehaltenen (zum Sachverhalt vgl.u.) – syrischen Golanhöhen stationiere, werde die syrische Armee angegriffen werden. In diesen Gebieten würde die Regierung in Tel Aviv „niemals die Präsenz der syrischen Armee … dulden.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42194-israelis_drohen_syrischer_armee_mit_neuen_angriffen) – Vgl. dazu die korrespondierende Aussage von Herzi HaLewi (Teil V, 22.6.2016: Israel werde alles in seiner Möglichkeit Stehende tun, damit die syrische Armee nicht den IS besiege.) Das vom IS kontrollierte Gebiet im Süden Syriens schließt unmittelbar an die israelisch besetzten Golanhöhen (bzw. die UNDOF-Zone) an (vgl.: https://southfront.org/wp-content/uploads/2018/07/1-51.jpg?x61338).

Beschuß durch Terroristen, Photo: Sputnik

Terroranschläge vom 6.7.2018:
Infolge Granatenbeschusses seitens der im westlichen Teil der Provinz von al-Qunaiṭra verschanzten Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen wurde in der neuen Provinzhauptstadt al-Baʽṯ [zum Umstand und Namen s.u.] ein Bewohner verletzt und Schäden an Wohnhäusern etc. verursacht. Zudem beschossen die Terroristen von ihrem Stützpunkt in al-Ḥamîdiyya aus wieder die Stadt Ḫân Arnaba, wo ebenfalls Sachschäden entstanden. In beiden Fällen reagierte die SAA mit gezieltem Beschuß der Terroristenstellungen. (https://www.sana.sy/?p=778305, https://sana.sy/en/?p=141733); Bilder der Zerstörungen: https://www.sana.sy/?p=778593)

Flüchtingsunterkunft im Kurort Ğabâb, medizinische Versorgung, Photo: SANA

Ein ausführlicher Bericht beschäftigt sich mit der Situation im Zentrum für zeitweiligen Aufenthalt in Ğabâb, in dem die aus den terroristenkontrollierten Gebieten über die drei eröffneten sicheren Korridore (s.u.) geflohenen Bürger der Gegend sichere Zuflucht gefunden haben. SANA interviewte dazu etliche Bewohner. Ihr Eindruck ist durchweg positiv, sie ermuntern andere, nicht zu zögern und ihrem Beispiel zu folgen. Wie auch die anderen ähnlichen Einrichtungen verfügen sie über alle für das alltägliche Leben notwendigen Ausstattungen, Nahrungs- und Arzneimittel werden gereicht,  es gibt ein medizinische Anlaufstelle sowie psychologische Betreuung; schwerwiegendere Fälle werden in die nächstliegende Klinik transportiert. Desweiteren kümmern sich Mitarbeiter des SARC wie von karitativen Vereinen um die Flüchtlinge. Diese berichten – wie schon in früheren Fällen – davon, daß man sie als menschliche Schutzschilde mißbraucht und gewaltsam oder mit Schauergeschichten am Verlassen des von den Extremisten kontrollierten Gebiets zu hindern versucht habe. (https://www.sana.sy/?p=777865, https://sana.sy/en/?p=141694   mit aussagekräftigen Photos!)- Bei dem Übergangswohnzentrum Ğabâb handelt es sich um das vor dem Krieg vielbesuchte Kurortareal Nabiʽ al-Ḥayât im Stadtzentrum, das ca. 90km nördlich von Darʽâ liegt, und über heilsame Schwefelquellen verfügt (daher auch der Name: Gesundheitsquelle). Da jedoch das Resort für die Aufnahme tausender nicht ausgelegt war, wurde auf dem Areal noch eine Zeltstadt mit weiteren Einrichtungen erbaut. (https://www.sana.sy/?p=779067, https://sana.sy/en/?p=141899)

Kurzmeldungen vom 6.7.2018: In die Stadt al-Ğîza im Umland von Darʽâ kehrt das normale Leben wieder zurück, das die Bürger der SAA danken. (https://www.sana.sy/?p=778024), in Ṭarṭûs am Mittelmeer sind die öffentlichen Strände wieder zugänglich (https://www.sana.sy/?p=778024)

SAA im Umland von Darʽâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141573 und https://www.sana.sy/?p=777708 (Fortsetzung der Beseitigung von Terroristen-Schlupfnestern und -Ansammlungen im Ost- und SO-Teil der Provinz Darʽâ mit Focus auf die Bereiche Darʽâ al-Balad und al-Ğumruk al-Qadîm, von denen auch die meisten Angriffe auf die Zivilbevölkerung der letzten Wochen ausgingen (vgl.u.); bei den heftigen Gefechten wurden dem Feind schwere Verluste beigebracht, u.a. mehrere von dessen Raketenabschußanlagen zerstört; schließlich gelang das Vordringen nach Ṣaidâ, 10km O of Darʽâ, einem der stärksten und gefährlichsten lokalen Terroristenstützpunkte; die SAA näherte sich damit beharrlich der Grenze zu Jordanien mit dem Grenzübergang Naṣîb; die weiteren Angriffe richteten sich auf Terroristenstellungen südlich von al-Yâdûda und an-Nuʽaima, 4km östlich von Darʽâ, dabei wurden die Nachschub- und Bewegungslinien der Extremisten unterbrochen.)

Offizielle irakische Quellen haben in einer am 5.7.2018 verbreiteten Erklärung bestätigt, daß der Sohn des selbsterklärten IS-Kalifen Abû Bakr al-Baġdâdî (zu dessen Tod vgl.u.) namens Ḥuḏaifa al-Badrî bei einem russischen Luftangriff auf eine IS-Stellung am 2.7.2018 in der syrischen Provinz Ḥomṣ neben anderen getötet worden sei. Auch die IS-eigene Plattform Aʽmâq teilte dies mit. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i42179-irak_best%C3%A4tigt_den_tod_al_bagdadis_sohn)

Darʽâ, Terroristenbeschuß und Abwehr, Photo: SANA

Terroranschläge vom 5.7.2018:
Die im nahen an-Nuʽaima, dem an-Nâziḥîn-Lager und im al-Ğumruk al-Qadîm (Alter Zoll außerhalb von Darʽâ) verschanzten Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten feuerten Granaten auf Wohngebiete der Provinzhauptstadt Darʽâ, was zur Verwundung von zwei Bewohnern und Sachschäden führte. Aktualisierung: Beim späteren Beschuß, der auch den Stadtteil al-Maṭâr miteinschloß, kamen insgesamt zwei Bewohner ums Leben, weitere 14 wurden teils lebensgefährlich verletzt. – Die SAA reagierte zum Schutz der Bevölkerung mit präzisem Beschuß der Stellungen der Angreifer. (https://sana.sy/en/?p=141568 und https://www.sana.sy/?p=777596)

Nach Eliminierung der lokalen Terroristen und Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung konnten am 5.7.2018 bereits 30.000 Bewohner nach Dâʽil im N-Rîf von Darʽâ wieder zurückkehren. (https://www.sana.sy/?p=777633 mit Bilderstrecke).

Auch nach al-Ġâriyyat aš-Šarqiyya wurde vom Gouvernement Darʽâ am 5.7.2018 ein Hilfskonvoi ausgeschickt. (https://www.sana.sy/?p=777714)

Tiger-Forces, SAA-Elite-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141557 und https://www.sana.sy/?p=777513 (Nach Einkreisung der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten durch die SAA und ihre Alliierten bei al-Ğumruk al-Qadîm (Alter Zoll, im SO der Provinzhauptstadt) und der Stadt Ṣaidâ im östlichen Umland von Darʽâ zieht sich die Schlinge um diese Terroristen immer mehr zu Bei den erbitterten Gefechten wurden dem Feind schmerzliche Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung beigefügt.)

Terroranschläge vom 4.7.2018:
Mit Granaten beschossen die Terroristen des Umlands die Stadtteile as-Saḥârî, al-Bânûrâmâ, al-Kâšif und aḍ-Ḍâḥiyya von Darʽâ, wobei ein Anwohner verwundet wurde und Sachschäden entstanden. – Die Armee konterte mit präszisem Gegenbeschuß. (https://sana.sy/en/?p=141545, https://www.sana.sy/?p=777544)

Lawrow und aṣ-Ṣafadî, Photo: ANHA

Während einer gemeinsam mit seinem jordanischen Amtskollegen Ayman aṣ-Ṣafadî in Moskau am 4.7.2018 abgehaltenen Pressekonferenz berührte der russische Außenminister Lawrow die Situation in Syrien, speziell im Süden des Landes. Die Bekämpfung des Terrorismus dort sei nicht nur eine Pflicht sondern gehöre zu den herausragenden Prioritäten, die auch das Abkommen über die De-Eskalationszonen enthalte [da auch darin der Counterterrorismus gegen die UN-gelisteten Terrorgruppen wie IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und al-Qâʽida einschließlich von deren Ablegern und Affiliierten miteinbegriffen ist und ausdrücklich gefordert wird, vgl.u.!]. Dieser schaffe die Voraussetzung für die politische Beilegung der Krise in Syrien unter Bewahrung der Souveränität und Einheit des Landes. Dabei sei es absolut unrealistisch zu glauben, die regionalen Probleme ohne die Teilnahme der Schlüsselländer, wozu der Iran, Jordanien, Saudi-Arabien, Ägypten u.a. gehörten, lösen zu können.
Die Terroristen (IS und Ğabhatu_n-Nuṣra samt angeschlossenen Untergruppierungen), welche sich im Süden des Landes festgesetzt haben, hätten in letzter Zeit vehement Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die Armee unternommen, was es notwendig gemacht habe, daß die SAA in einer Militäroperation dagegen vorgeht. Diese Terroristen kontrollierten derzeit noch 40 % der Gegend. Entgegen den über Jahre wiederholten Versprechungen [vgl.u.] habe es die US-Administration nicht vermocht, die von dieser Seite so betitelten
„moderaten bewaffneten Oppositionellen“ (MAO (s.u. bzw. ab Teil II) von kämpfenden Terroristen zu separieren; vielmehr habe sich gezeigt, daß beide Fraktionen Seite an Seite kämpften.
Angesichts der Flüchtlingsfrage spielten die von westlichen Regierungen gegen Syrien verhängten, unilateralen und widerrechtlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] eine wichtige Rolle. Deren Aufhebung würde die wirtschaftliche Lage, die Wiederherstellung der Infrastruktur in Syrien verbessern, was die Rückkehr der Flüchtlinge deutlich erleichterte.
Zusammen mit den Siegen der syrischen Armee (SAA) habe das von der Regierung [vor Jahren] ins Leben gerufene Rekonziliierungsprogramm und dessen zunehmende Umsetzung auch im Süden des Landes dazu beigetragen, die geeigneten Voraussetzungen für die Rückkehr der Flüchtlinge zu schaffen.
Ayman aṣ-Ṣafadî unterstrich seinerseits die positive Rolle Rußlands bei der Schaffung von Stabilität im Nahen Osten. (https://sana.sy/en/?p=141522, https://www.sana.sy/?p=777090)

Kommunalwahlen in Syrien am 16.9.2018, Abbildung: SANA

In Syrien laufen die Vorbereitungen zur Ein- und erstmalige Durchführung von Kommunalwahlen am 16.9.2018. Ein Dekret des Ministeriums für lokale Verwaltung und Umwelt legte hierzu die Wahlbezirke und weitere Details fest. Die Aufsicht üben die Departements des Justizministeriums in den jeweiligen Provinzen aus. (https://www.sana.sy/?p=777241 vom 4.7.2018)

Nach Mitteilung des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm haben ungefähr 4.000 Bewohner der unter Terroristenkontrolle stehende Gebiete in Süd-Syrien die von der Regierung eröffnete Gelegenheit genutzt und sind von dort geflohen. Bereits 2.500 davon sind in dem dafür bereitgestellten Übergangswohnzentrum in Ğabâb (vgl.u.) in der Provinz Darʽâ untergekommen. Der zuständige Leiter erläuterte dazu: „We have prepared this camp a week ago, we knew that many people will come. Right now, it is home to 2,500 people. We installed tents and brought water. We receive assistance from international hu­manitarian organizations, but the bulk of aid comes from the Syrian government. We distribute mat­tresses and blankets, as well as medicines and food.” (http://tass.com/world/1011885 vom 4.7.2018)

Die Kampfmittelbeseitiger sind am 4.7.2018 in al-Ḥûla im N-Rîf von Ḥomṣ erneut auf – teils unterirdisch von den Terroristenangelegte – Lagerstättenvoller unterschiedlichster Waffen gestoßen. Vorgefunden wurden u.a. Sturmgewehre, bunkerbrechende und mittlere Waffen, selbstgebaute Sprengsätze und Berge an Munition. Diese dienten v.a. auch den Angriffen auf die umliegenden Orte (dazu vgl.u.). (https://sana.sy/en/?p=141501, https://www.sana.sy/?p=777064)

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA

Aus dem Außenministerium erging am 3.7.2018 der Aufruf an die vom Krieg und den terroristischen Angriffen aus dem Land getriebenen Bürger, wieder in die Heimat zurückzukehren. Dank der Erfolge der SAA mit Befreiung der meisten Landesteile Syriens vom Terrorismus wie infolge der Rekonziliierungsvereinbarungen sei dort auch die Sicherheit wiederhergestellt. Viele Bürger hätten diesen Schritt schon unternommen. Für Versorgung der Zurückgekehrten hätten die Behörden alles Notwendige bereitgestellt. Auch der Wiederaufbau habe von staatlicher wie privater Seite schon begonnen.
Zudem erging der Appell an die humanitären Organisationen wie die Internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortlichkeit gerecht zu werden und dazu beizutragen, die freiwillige Rückkehr der syrischen Bürger zu ermöglichen [vgl. hinderndes Verhalten gegenüber Rückkehrwilligen am Beispiel des Libanon!]
Überdies sei den Syrern am einfachsten gedient, indem die gegen das Land verhängten illegalen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] aufgehoben würden, da deren negative Auswirkungen ebenfalls Grund für die Flucht ins Ausland dargestellt hätten. Für die Internationale Gemeinschaft wie internationale Organisationen, die immer wieder betonten, wie sehr ihnen an den syrischen Bürgern gelegen sei, müsse das doch selbstverständlich sein. (https://sana.sy/en/?p=141468, https://www.sana.sy/?p=776755)

Wie schon zuvor bei den Befreiungsoperationen der SAA wurde auch für die Bewohner des inzwischen befreiten östlichen Umlands von Darʽâ am 3.7.2018 ein Hilfskonvoi aus 14 Fahrzeugen zusammengestellt. Bekanntlich berichteten die Einwohner, daß während der Terroristenherrschaft die von der Regierung und internationalen Organisationen geschickten Hilfsmittel von den Terroristen abgefangen und für sich beansprucht worden waren, weshalb Hunger, Not an medizinischer Versorgung und anderweitiger heftiger Mangel geherrscht hätten (vgl.u.). Geschickt wurden für die Menschen der Landstädte as-Sahwa, al-Musaifira, al-Ğîza, al-Ġâriyya aš-Šarqiyya, al-Karak und Ġaṣam mit ihren Dör­fern verschiedene Lebensmittel, darunter 400 Körbe mit zusammengestellten frischen Nahrungsmittel, 400 Körben mit Konservenprodukten, 2000 Bündel Brot und 16 Tonnen Mehl, dazu drei Tanks mit Trinkwasser, medizinische Versorgungsgüter, eine mobile Klinik mit einem Arzt und Helfern, eine Ambulanz mit Krankenschwester und Helfern sowie 3 Tanks mit Dieselkraftstoff und Benzin. Ein ähnlich zusammengestellter zweiter Konvoi, bestehend aus 11 LKW, ging wenig später in die befreiten Dörfer ab. (https://www.sana.sy/?p=776653)

SAA-Truppentransport nach Dar’â, Photo: pars today

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.7.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141454 und https://www.sana.sy/?p=776498 (Befreiung von Kaḥîl, einem Dorf 30km östlich der Provinzhauptstadt Darʽâ nach harten Gefechten unter Beseitigung der Terroristenstellungen und -Schlupfwinkel in der Gegend, überlebend Extremisten flohen in die Umgebung; anschließend Säuberung von Sprengsätzen und Minen durch die Kampfmittelräumdienste in Vorbereitung der Rückkehr der Bewohner; zudem Angriffe auf die Nachschub- und Bewegungslinien der Terroristen zwischen al-Ğîza und Ṣaidâ und der Grenze zu Jordanien bei eindrücklichen Feind-Verlusten auch während der auf das W-Rîf ausgedehnten Gefechte.)

Beim Durchkämmen der befreiten Gebiete der Orte of al-Ġâriyya al-Ġarbiyya, ʽAlmâ und Malîḥat al- al-ʽAtaš im Umland der Provinzhauptstadt Darʽâ durch die Kampfmittelräumdienste wurden am 3.7.2018 wieder große Mengen an Waffen und Munition in den von den Terroristen verlassenen Stellungen und Verstecken gefunden. (https://sana.sy/en/?p=141454)
Ebenfalls bei Säuberungsaktionen in der Gegend von as-Saʽn und Ḥawš Ḥağû, östlich von Talbîsa im nördlichen Umland von Ḥomṣ nach Beschlagnahmung der in verlassenen Terroristenfortifikationen aufgefundenen schweren Waffen zudem ein Tunnelnetzwerk aufgespürt. (https://sana.sy/en/?p=141449, https://www.sana.sy/?p=776498)

Antikes Theater von Buṣrâ aš-Šâm, Photo: Georgios

In Buṣrâ aš-Šâm im Ost-Rîf von Darʽâ, in dessen antikem Theater sich die Terroristen lange Zeit verschanzt hielten und Angriffe auf das Umland ausführten, erklärten sich angesichts des rasanten Vormarsches der SAA, des Zusammenbruchs der Reihen ihrer Kampfgenossen im nahen Umland und den vermehrten Protestbewegungen der Bewohner die verbliebenen Besatzer am 2.7.2018 ebenfalls bereit, ihre Waffen der SAA auszuliefern und vom Rekonziliierungsangebot der Regierung Gebrauch zu machen. Die Übergabe, zu der auch Panzer und große Artilleriegerätschaften gehören, findet noch bis zum nächsten Tag statt. (https://www.sana.sy/?p=776402; s.a. Government Forces Slow Down Their Operation In Southern Syria Amid Reports About Resumed Negotiations und Syrische Armee hat 58 Prozent von Daraa [Provinz!] unter ihre Kontrolle gebracht)

Terroranschläge vom 3.6.2018:
Im nahen an-Nuʽaima wie im an-Nâziḥîn-Lager verschanzte Terroristen beschossen nachmittags Wohngebiete der Provinzhauptstadt Darʽâ mit Artilleriegranaten, was erhebliche materielle Schäden verursachte.
Die aleppiner Neustadt, Ḥalab al-Ğadîda, war Ziel des Granatenbeschusses durch Terroristen, die in Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ Stellung bezogen hatten: Fünf Anwohner wurden verletzt, Schäden an Häusern Fahrzeugen etc. angerichtet.
Die SAA reagierte jeweils mit effektivem, präzisem Beschuß der Angreifer-Stellungen.
(https://www.sana.sy/?p=776800, https://www.sana.sy/?p=776752, http://www.sana.sy/en/?p=141471)

Golan-Bewohner demonstrieren gegen israelische Besatzung, Photo: SANA

Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, UN-Botschafter in Genf, machte während der 38. ordentlichen Sitzung des Menschenrechtsrats am 2.7.2018 und der Diskussion von Item 7 bezüglich des Zustands der Beachtung der Menschenrechte in den israelische besetzten palästinensischen und syrischen Gebieten (Golan!) darauf aufmerksam, daß die israelische Besatzungsmacht auch weiterhin ihre rechtlichen Verpflichtung zur Anerkennung und Umsetzung derselben nicht beachte, wobei die USA und ihre Alliierten dafür sorgten, daß die israelische Besatzungsmacht dafür nicht zur Verantwortung gezogen werde [vgl.u. Veto-Einlegungen gegenüber entsprechenden UNSC-Resolutionen]. Die Situation verschlimmere sich zusehends, da die kriminellen Verstöße gegen das Völkerrecht und die fundamentalen Menschenrechte zunähmen in Bezug auf die Rechte der Bewohner der besetzten Gebiete in bürgerlicher, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht und so manches Mal das Ausmaß von Kriegsverbrechen erreichten. Darunter fielen gewaltsame Deportationen auch und insbesondere im Gefolge der Ausdehnung der illegalen israelischen Siedlungen, der Zerstörung der Häuser der angestammten Bevölkerung, die Konfiszierung von deren Land und weiterem Eigentum, dem Raub der natürlichen Ressourcen, der Zerstörung der bäuerlichen Anbauflächen samt Feldfrüchten und damit der Lebensgrundlage der indigenen Bewohner wie der Versuch der Besatzungsmacht, mit den illegal erstellten Siedlungen fait accompli die anderen gegen die angestammte Bevölkerung getroffenen rechtswidrigen Entscheidungen durchzusetzen.
Desweiteren rief er zur Freilassung der palästinensischen und syrischen Gefangenen auf, die die willkürlicher Haft [sog. Verwaltungshaft, vgl.u.], Einzelhaft und Folter ausgesetzt waren, nachdem sie Scheinprozessen und arglistig erhobenen Beschuldigungen ausgesetzt waren.
Der Botschafter unterstrich die Verurteilung der EU-Position bei der Diskussion von Item 7, insbesondere bzgl. des ablehnenden Votums zur Resolution hinsichtlich der nicht befolgten Menschrechte auf dem israelisch besetzten syrischen Golan während der letzten Sitzung (vgl.u.). Dabei warnte er vor den negativen Konsequenzen dieses Schrittes in Unterstützung der Besatzungstätigkeit Israels und dessen Praktiken und Versuchen, die regionalen Spannungen noch zu erhöhen, durch die wiederholten Angriffe auf syrisches Territorium (vgl.u.) und die fortgesetzte direkte militärische und logistische Unterstützung für die Terrororganisationen Ğabhatu_n-Nuṣra und IS in der Truppenentflechtungszone auf dem Golan und darüber hinaus. Er wiederholte daher den Aufruf zu Israels Rückzug von den besetzten palästinensischen Territorien, einschließlich von al-Quds [zur genauen Bedeutung s.u.!] und den syrischen Golanhöhen auf die Linie vom 4.6.1967 und dem Rest des besetzten libanesischen Territoriums. (https://sana.sy/en/?p=141397, https://www.sana.sy/?p=776169) – Zur Thema besetzter palästinensischer Gebiete (mit interessanten Links!) s. https://www.zerohedge.com/news/2018-07-03/israel-poised-complete-annexation-west-bank-un-warns!

Terroropfer, Darʽâ, Photo: SANA

Terroranschläge vom 2.7.2018:
Infolge eines Raketenbeschusses des Wohnviertels al-Kâšif aš-Šarqî in Darʽâ durch Ğabhatu_n-Nuṣraaffiliierte Terroristen wurde ein Anwohner verletzt und Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum verursacht. – Eine Granatenattacke auf Dâʽil im N-Rîf von Darʽâ führte zur Verwundung von zwei Kindern. (https://sana.sy/en/?p=141409)

Beim Treffen mit Pierre Krähenbühl, dem Generalkommissar der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugee), diskutierte Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd am 2.7.2018 die Situation der seit teils Jahrzehnten im Land lebenden vertriebenen Palästinenser. Während ersterer die Bemühungen des syrischen Staates mit Bereitstellung von Wohnungen, Dienstleistungen und den Erforderlichkeiten des alltäglichen Lebens lobend hervorhob, machte Dr. al-Miqdâd auch darauf aufmerksam, daß von den terroristischen Angriffen auch die im Land lebenden Palästinenser betroffen seien. Negativ mache sich auch die Einstellung der US-Zahlungen an die UNRWA bemerkbar. Die weiteren thematisierten Probleme entsprachen den bei früheren Treffen (s.u.) schon vorgebrachten. (https://sana.sy/en/?p=141429)

Während der Pressekonferenz vom 3.7.2018 teilte Krähenbühl zudem mit, der Hauptfokus seiner derzeitigen Reise liege – nachdem die SAA die relevanten Gebiete befreit habe – im Besuch der für die Palästinenser im Land vor Jahren eingerichteten Flüchtlingslager [inzwischen teils Stadtteile wie z.B. al-Yarmûk], welche ebenfalls von den Zerstörungen durch die Terroristen betroffen sind. Davon wolle er sich ein Bild machen. Die bereits geleistete Wiederherstellung des Camps as-Subaina lade geradezu dazu ein, wieder dorthin zurückzukehren. (https://sana.sy/en/?p=141497)

Marian Kotleba, Photo: SANA

Der slowakische Parlamentsabgeordnete Marian Kotleba, Mitglied der Delegation rechter EU-Parlamentarier von Anfang Juni (s.u.), erklärte am Mo., 2.7.2018, sämtliche Delegierten hätten sich seit ihrem Besuch in Syrien für Aufhebung der rechtswidrig gegen Syrien verhängten Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] eingesetzt sowie die falsche Darstellung der Situation in Syrien durch die Mainstream-Medien ihrer Heimatländer kritisiert. Bezüglich seiner Regierung äußerte er explizit: „Instead of trying to understand the situation in Syria, the Slovak government supports the countries responsible for the crisis there,” und setzte hinzu: „The time has come for the Slovak government to stop its submission to the US administrations.” Ferner unterstrich er: „Syria is a beautiful country whose people are adhering to their dignity. „Schließlich gab er seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2019 bekannt. (https://sana.sy/en/?p=141350, https://www.sana.sy/?p=775952) – Auch die AfD (zu deren Syrien-Besuch im März s.u.) steht zu ihren Standpunkten bzgl. Syrien einschließlich der Forderung nach einer Aufhebung der Sanktionen (vgl. https://www.afd.de/bpt-augsburg-2018/ und https://www.afd.de/?s=Syrien)

Weitere Familien sind am 1.7.2018 aus ihrem libanesischen Zufluchtsort über den Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs in ihre Heimat, ins syrische al-Muʽḍamiyya, zurückgekehrt. Eine zweite Gruppe von 173 Personen werde zusammengestellt und eine dritte mit mehr als 1.000 Personen würde sodann nachfolgen, erklärte Muḥammad Usâma Ḥamra, welcher die Rückkehr zusammen mit den Behörden organisiert. (https://sana.sy/en/?p=141336, https://www.sana.sy/?p=775712)

Kampfgebiet um Darʽâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.7.2018 informieren:
https://sana.sy/en/?p=141342 und https://www.sana.sy/?p=775865 (Fortführung der konzentrierten Artillerieangriffe auf die Nachschubinien der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen im Ost- und SO-Sektor der Provinzhauptstadt Darʽâ zwischen dem terroristenbesetzten südlichen Stadtbezirk Darʽâ al-Balad, dem Ost-Rîf und der Grenze zu Jordanien sowie auf deren Bewegungsachsen im Gebiet des alten Zolls (al-Ğumruk al-Qadîm) wie in Richtung an-Nuʽaima, 4km östlich von Darʽâ mit Zerstörung einer Reihe der <Ğabhatu_n-Nuṣra– Fortifikationen und –Verstecke bei erhbelichen Feindverlusten. Dessen Reihen lösen sich immer mehr auf bei einsetzenden Massenfluchten; es kommt verbreitet zu Kapitulationen mit Auslieferung der Waffen an die SAA.) – Zu letzterem vgl.u., Trump-Aussage vom 23.6.2018.

Terroranschläge vom 1.7.2018:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen Sonntagabend wieder Wohnbereiche des Stadtteils an-Nahḍa der Provinzhauptstadt Darʽâ von deren südlichem, unter Terroristenkontrolle stehendem Stadtbezirk Darʽâ al-Balad aus mit Raketensalven. Es entstand Sachschaden an öffentlichem und privatem Eigentum. (https://sana.sy/en/?p=141340)

Britischer Typhoon-Kampfjet über Syrien, Photo: Blomberg

In der Sunday Times vom 1.7.2018 wird ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums zitiert, wie er das im letzten Monat erfolgte Bombardement eines britischen Typhoon-Kampfjets gegen die SAA unterstützende Streitkräfte im Kampf gegen den IS nahe einer von den US- und britischen Militärs genutzten Basis bei at-Tanaf (vgl.u.) als „Notwehrausübung“ rechtfertigt mit den Worten: „As an act of collective self-defence, RAF Typhoons dropped a single Paveway IV on the position, which successfully removed the threat to our coalition partners.” (S. British Military Claims It Struck Syrian Troops In Act Of “Self-Defense”) – Im Strafrecht nennt sich eine solche Konstellationprovozierte Notwehrlage“, welche besagt, daß derjenige, gegen den bereits (nach geltendem Recht) eine Notwehrlage besteht, sie nicht für sich in Anspruch nehmen kann, weil er sie durch sein unrechtmäßiges Handeln selbst verursacht und damit provoziert hat. Unrechtmäßig handeln die Mitglieder der US-geführten Koalition innerhalb Syriens allein schon durch ihre bloße Präsenz, die dem Völkerrecht zuwiderhandelt [zu Belegen s.u.].

Syria Telecom meldet am 1.7.2018 die Wiederherstellung ihres Netzes in den Städten von Ost-al-Ġûṭa. (https://www.sana.sy/?p=775735)

Abwehr eines Drohnenangriffs auf die russische Luftbasis Ḥumaimîm, Photo: Pars Today

In der Nacht zum 1.7.2018, fing laut einer Mitteilung von der russischen Luftbasis in Ḥumaimîm deren Luftabwehr Kampfdrohnenangriffe ab. „There are neither casualties nor material damage. Russia’s Hmeimim air base is operating as normal,” wurde versichert. Solche Angriffe erfolgten wiederholt aus terroristenkontrolliertem Gebiet im Norden von al-Lâḏa­qiyya bzw. dem von Idlib.(https://sana.sy/en/?p=141321, https://www.sana.sy/?p=775638)

Laut offizieller Mitteilung seitens der Generaldirektion für öffentliche Sicherheit im Libanon vom 30.6.2018 beginne am So., 1.7.2018 ab 7.30 Uhr die (freiwillige!) Rückkehr einer weiteren Charge syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland über den Grenzübergang al-Maṣnaʽ. Zur Verhinderungspolitik einiger Länder und internationaler Organisationen einschließlich der UN vgl.u. (https://www.sana.sy/?p=775511)

Syrer danken SAA-Soldaten, Photo: SANA

Seit den Morgenstunden des 30.6.2018 kehren die infolge der terroristischen Aktionen in ihren Wohnorten im Dreieck der Provinzen Aleppo, Idlib und Ḥamâ über den humanitären Korridor Abû aḍ-Ḍuhûr zurück in ihre Heimatorte. Wieder war allenthalben der besondere Dank an die SAA zu hören, deren Befreiungsoperationen dies möglich gemacht hätten. (https://sana.sy/en/?p=141300, https://www.sana.sy/?p=775331) – Dem Zusammenhang nach hatten sich die Bürger aus dem Umland wohl nach Idlib-Stadt geflüchtet, wo sie dann gezwungenermaßen ebenfalls unter Terroristenherrschaft [von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten] von leben mußten, über die sie jeweils Übles zu berichten hatten.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141285 und https://www.sana.sy/?p=775133 (Nach harten, für die Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen verlustreichen Gefechten Befreiung der Stadt al-Ġâriyyat al-Ġarbiyya im Umland (Rîf) der Provinzhauptstadt Darʽâ mit beginnendem Durchkämmen der Gegend nach hinterlassenen Minen und Sprengfallen durch die Kampfmittelbeseitiger. Ein SANA-Kamerateam dokumentierte zeitgleich die auf den Terroristen zurückgehenden Vandalismus mit Schäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur. Das Abschneiden der terroristischen Hauptversorgungslinien des Gebiets trägt zur Sicherung der Gesamtregion bei, da über jene wichtiger Nachschub auch an Kämpfern vom nahen Jordanien her eintraf. Weitere Angriffe unterstützt durch die Artillerie auf Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in der Ebene rund um al-Ğum­ruk al-Qadîm [d.i. alte Zolleinrichtung] mit Vernichtung eines Großteils der Extremisten samt militärischer Ausrüstung und ihren Fortifikationen, die teils auf landwirtschaftlich genutztem Boden installiert wurden. In gleicher Weise Fortführung der Militäroperationen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Nester im NO-Rîf von Darʽâ in al-Karak aš-Šarqî und al-Musaifira; infolge der beigebrachten Verluste befinden sich die feindlichen Stellungen in Auflösung mit Massenfluchtbewegungen.)
Da sich die Kämpfe im SW des Landes immer mehr den syrischen, israelisch besetzten Golanhöhen nähern, wurden durch die israelische Armee (IDF) zusätzliche Kampfpanzer und Artillerie an die Kontaktlinie geschafft. (S. Israeli Forces Deploy Additional Battle Tanks, Artillery Guns On Contact Line With Syria)

SAA willkommen geheißen von Bürgern im Ost-Umland von Dar’â, Photo: SANA

Auch die Bevölkerung der Orte al-Ġâriyyat aš-Šarqiyya, Tulûl Ḫulaif (oder: Ḫalîf) und Tal aš-Šaiḫ Ḥussain, welche auch unter Terroristenherrschaft ihre Einstellung nicht geändert hatten, schaffte es dank der herannahenden siegreichen SAA, die fremden Milizen dazu zu bewegen, ihre Waffen zu übergeben und sich auf Rekonziliierungsverhandlungen einzulassen. Darauf versammelten sie sich mit Nationalflaggen und Abbildungen des Präsidenten und eindeutigen Parolen zum Empfang der SAA, ihren Befreiern sie sie laut bekundeten. Die Orte aṭ-Ṭayyiba, Ṣaidâ, Umm al-Mayâḏin folgten dem Beispiel. – Die SAA kämpfe derweil weiter zur Tilgung der Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen in Darʽâ al-Balad und an-Nuʽaima. (https://sana.sy/en/?p=141267, https://www.sana.sy/?p=775066 vom 30.6.2018)– Nicht unwesentlich beigetragen zur Bereitschaft der genannten Milizen, sich den Wünschen der jahrelang unterdrückten Bevölkerung zu beugen und Rekonziliierungsabkommen mit der Regierung einzugehen hat sicher auch die Mitteilung von US-Präsident Trump, s.u., 23.6.2018.

Terroranschläge vom 30.6.2018:
Der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen feuerten von ihren Stützpunkten in Darʽâ al-Balad und an-Nuʽaima Raketen auf den Stadtteil al-Kâšif der Provinzhauptstadt Darʽâ und beschädigten damit öffentliches und privates Eigentum.  Aktualisierung: Im Weiteren führte dies zum Tod eines Kindes und der Verletzung von fünf Erwachsenen. (https://sana.sy/en/?p=141278, https://www.sana.sy/?p=775095)
Bei einem Suizidattentat nahe der al-Ġasâniyya-Schule im Zentrum der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka wurden einige zum Teil lebensgefährlich Bewohner verletzt. (https://sana.sy/en/?p=141315, https://www.sana.sy/?p=775508)

Chemical Weapons Convention, Abb.: opcw.org

Syrien verurteilt die von einer Gruppe westlicher Staaten getroffene Entscheidung während einer OPCW-Dringlichkeitskonferenz als einen Versuch der Politisierung der Arbeit der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons. In einem Kommentar dazu verlautete aus dem Außenministerium in Damaskus: „The Syrian Arab Republic expresses deep concern over the blackmail tactics and threats adopted by a group of Western states, especially the ones involved in the tripartite aggression against Syria: the US, UK and France, to pass a decision during the emergency conference of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons.” (Die Syrische Arabische Republik drückt tiefe Besorgnis über die Erpressungstaktiken und Bedrohungen aus, welche eine Gruppe westlicher Staaten sich zu eigen gemacht hat, insbesondere jene, welche in die dreiseitige Aggression gegen Syrien involviert gewesen sind: die USA, Großbritannien und Frankreich, u eine Entscheidung während der OPCW-Dringlichkeitskonferenz auf den Weg zu bringen.) Die Entscheidung erlaube eine Politisierung der OPCW seitens der westlichen Regierungen, um sie zum Aufbau von Aggressionen gegen souveräne Staaten durch die Herbeiführung von Vorfällen mit C-Waffen zu nutzen, die dann als Vorwände dafür [d.h. die Aggressionen] dienen können.
Die Entscheidung widerspreche außerdem den Bestimmungen der Chemical Weapons Convention (CWC) und erstelle einen gefährlichen Präzedenzfall im internationalen System, indem es einer technisch ausgelegten Organisation die Befugnisse einräumt, (straf)rechtliche Untersuchungen durchzuführen, die über sein Mandat hinausgehen, um in Fällen, in denen der Gebrauch von C-Waffen zur Diskussion steht, Anschuldigungen aussprechen zu können. Syrien verweise auf die eklatanten rechtlichen Unregelmäßigkeiten der Entscheidung, welche über die CWC-Vorschriften hinausgehen. Es versichert, daß sie [d.h. die Entscheidung] die Unterstützung von weniger als der Hälfte der Mitgliedstaaten erhalten habe, was ihre Legalität in Frage stelle.
Das Ministerium warne, diese Entscheidung führe nur zu weiteren Komplikationen, da es die Kompetenz der OPCW betreffe, die ihre Arbeit lähme und die interne Polarisierung verstärke, welche die Entscheidung unanwendbar gestalte.
Syrien bekräftige seine vehemente Verurteilung des Einsatzes chemischer Waffen durch jegliche Partei, überall und unter allen Umständen. Die von den USA, Frankreich, Großbritannien und Saudi-Arabien [zur Falschbeschuldigung] Syriens propagierten Lügen würden bald offenbar werden. (https://sana.sy/en/?p=141231, https://www.sana.sy/?p=774817) – Es entspricht der Gewaltenteilung als einem wichtigen Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, daß Ermittlungsbehörden ermitteln und Gerichtsbehörden Urteils aussprechen, eine Durchbrechung dieses Prinzips findet dann statt, wenn einer Ermittlungsbehörde beides zugestanden würde, insbesondere wenn es sich um eine wissenschaftlich ausgerichtete Organisation handelt, wie im Beispiel die OPCW.

Im Interview mit dem britischen Channel 4 vom 29.6.2018 (source) kritisierte Rußlands Außenminister Lawrow u.a. die Entscheidung einiger Regierungen, das Mandat der OPCW (Organization for the Prohibition of Chemical Weapons) erweitern zu wollen. Dieses Votum stelle eine Verletzung der Chemical Weapons Convention (CWC, deutsch: Chemiewaffen-Konvention) dar. Rußland werde daran arbeiten, die entstandene Situation abzustellen, sonst wären die Tage der OPCW gezählt. Bislang habe die OPCW noch Vertrauen genossen, doch durch die Manipulationen von vor zwei Tagen sei dieses dahin. (https://sana.sy/en/?p=141239, https://www.sana.sy/?p=775015) – S.a. https://sputniknews.com/world/201806281065860773-opcw-members-bribing/

UNDOF-Beobachtungsposten auf den syrischen, israelisch besetzten Golanhöhen, Photo: SANA

Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Fr., 29.6.2018, einstimmig für eine Verlängerung der UNDOF-Mission für weitere sechs Monate auf den besetzten syrischen Golan-Höhen entschieden. Nach Abzug der Militärs der United Nations Disengagement Observer Force im Jahr 2014 nach verschiedenen Angriffen seitens der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra auf sie und der Entführung einiger ihrer Mitglieder (vgl.u., Teil III), wurde die Mission 2016 wieder fortgeführt. (https://sana.sy/en/?p=141273, https://www.sana.sy/?p=775084).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141207 und https://www.sana.sy/?p=774741 (Beim Vordringen im NO-Rîf von Darʽâ mit Eliminierung etlicher Terroristenstellungen und -Ansammlungen – überlebende Extremisten flohen in benachbarte Gebiete – wurden die Städte und Dörfer al-Ḥarâk, Raḫam, aṣ-Ṣûra, ʽAlmâ, al-Mulaiḥa aš-Šarqiyya und al-Mulaiḥa al-Ġarbiyya befreit; anschließend erfolgte die Sicherung und Befestigung der neu gewonnenen Positionen und wie üblich die Entminung der Gegend. Beim Durchkämmen der Stadt ʽAlmâ wurden wieder Munitionsdepots mit hauptsächlich westlichen Beständen entdeckt , dazu BMP-Fahrzeuge, ein Bulldozer und am Stadtrand, untergebracht in einem Wohngebäude, ein Feldhospital mit Arzneimitteln von internationalen Organisationen und regionalen Ländern, die illegal Kämpfer nach Syrien geschickt hatten. Ein Feldkommandeur führte zudem aus, die Kampftaktik sei der geographischen Besonderheit und dem Umstand angepaßt worden, daß sich die Terroristen in Wohnhäusern verbarrikadiert und diese in Kommandoposten umfunktioniert hatten. Nach der 24-stündigen Schlacht zur Befreiung der Stadt seien die noch dazu fähigen Extremisten über landwirtschaftlich genutzte Straßen geflohen. Wichtig sei auch, daß die Kontrolle über die Gebäude des Air Defense Battalion 49 zurückgewonnen worden seien, da jenes von seiner erhöhten Lage aus die Autobahn DamaskusDarʽâ überblickt; von dort wie von umliegenden Orten aus hatten die Terroristen die Autobahn unter Beschuß genommen und so den Verkehr darauf zum Erliegen gebracht. – Der lokale Korrespondent informierte noch darüber, daß Informationen eingegangen seien, wonach die militanten Gruppen in den Dörfern Umm Walad, Ğubaib und al-Aṣlaḥa im äußersten Ost-Rîf von Darʽâ zur Auslieferung ihrer Waffen und damit zu Rekonziliierungsverhandlungen bereit seien.)

Terroranschläge vom 29.6.2018:
Freitagabend beschossen mit der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen von ihren Stützpunkten in Darʽâ al-Balad und der Stadt an-Nuʽaima, 3km östlich von Darʽâ aus mit Raketen Wohnhäuser im Stadtteil Darʽâ al-Maḥaṭṭa, wodurch drei Bewohner verletzt wurden und beträchtlicher Sachschaden vor allem an Häusern entstand. Die SAA reagierte mit präzisem effektivem Beschuß der Angreifer-Stellungen. (https://sana.sy/en/?p=141254)

Beim Durchkämmen der Wüstengegend bei as-Suḫna (Bâdiyya as-Suḫna) im Rîf von Ḥomṣ fanden die Spezialeinheiten in verlassenen IS-Stellungen hochentwickelte Kommunikationsgerätschaften aus US- und französischer Herkunft. (https://www.sana.sy/?p=774686, https://sana.sy/en/?p=141186)

Libanons Staatspräsident Michel ʽAûn mit Alistair Burt, Photo: SANA

In Entgegnung so mancher medial verbreiteter Gerüchte, seien die bei weitem meisten der Syrer, die auf der Flucht vor den Terroristen in ihrer Heimat Zuflucht im Libanon gefunden haben, bereit, zurückzukehren, sobald dies möglich sei, stellte Staatspräsident ʽAûn am 29.6.2018 bei einem Treffen mit Alistair Burt, dem britischen Minister für Nahost-Angelegenheiten und Internationale Entwicklung, klar. Auf sie werde in keiner Weise Druck zur Rückkehr ausgeübt. Auch sei der Libanon weiterhin bereit, diese Flüchtlinge zu versorgen, trotz der schwierigen Wirtschaftslage. Wie schon in seiner Kritik vom Di., 26.6.2018 (s.u.) an den UN und gewissen Ländern, welche diese (freiwillige) Rückkehr zu behindern suchten, rief er die Internationale Gemein­schaft dazu auf, den syrischen Flüchtlingen bei der Rückkehr in ihr Heimatland Syrien behilflich zu sein. (https://www.sana.sy/?p=774794)

Rußlands Vize-Außenminister Sergei Werschinin gab am Fr., 29.6.2018, gegenüber Presssevertretern bekannt, das nächste Treffen im Rahmen des Astana-Formats (vgl.u.) finde am 30. und 31.7.2018 in Sotschi statt. Dazu bemerkte er: „It will be held in the last two days of July, that has essentially been agreed, and in the format that we used before, that is, the three guarantor countries, the observer states and the Syrian parties. … I believe the work in the Astana format is a big achievement, and we would like to push ahead with these efforts.” Mit den Leitern der Missionen der ständigen UNSC-Mitgliedsstaaten habe Werschinin – wie aus dem Außenamt in Moskau verlautetedie Lage in Syrien eingehend diskutiert. Während dieser Gespräche hatte der Vize-Außenminister das Beharren seiner Regierung auf der vollständigen Terrorismus-Eliminierung in Syrien unterstrichen. Dann könne der politische Prozeß weiter verfolgt werden, der von den Syrern selbst unter UN-Schirmherrschaft erfolgen müsse (was einer Forderung des Völkerrechts wie der UN-Charta entspricht). (https://sana.sy/en/?p=141176, https://www.sana.sy/?p=774600)

Auch in der Stadt Ibṭaʽ, ca.20 km nördlich von Darʽâ, hat sich am 29.6.2018 die Bevölkerung versammelt, um die einziehende SAA willkommen zu heißen. Sowohl in Ibṭaʽ als auch im benachbarten Dâʽil hatten die zuvor schon gegen die besetzenden Terroristen – vom IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten wie der FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I]revoltierenden Bewoher dank des Heranrückens der SAA es gewagt, diese aus ihren Orten zu vertreiben. (https://www.sana.sy/?p=774660) – Diesem Beispiel folgend haben auch die Bürger der Orte Umm al-Mayâḏin, Naṣîb an der Grenze Jordanien, aṭ-Ṭayyiba und Ṣaidâ im West-Rîf von Darʽâ darauf gedrängt, daß Rekonziliierungsverhandlungen eingegangen werden. (https://www.sana.sy/?p=774741).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=141096 und https://www.sana.sy/?p=774045 (Nach heftigen, für die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten sehr verlustreichen Gefechten Rückeroberung der Kontrolle über die strategisch wichtige Anhöhe Tala Sukar im Ost-Rîf von Darʽâ, welche zum Ausgangspunkt der weiteren Operationen wird; andererseits wurden damit die Nachschublinien des Feindes zwischen Umm Walad und Ğubaib im Ost-Rîf von Darʽâ unterbrochen; daraufhin Ausbau der Stellung und beginnende Säuberung des Areals von den durch die Terroristen zuvor angebrachten Minen und Sprengsätzen. Gemäß Information eines Feldkommandeurs tragen die neuesten Errungenschaften auch zur Sicherung der Städte und Dörfer im NO-Rîf von Darʽâ und dem NW-Rîf von as-Suwaidâ´ bei, welche zuvor ständig Angriffen seitens der in der Nähe in Stellung gegangenen Terroristen gewesen waren, sei es durch Beschuß mit Mörsergranaten und Raketen, durch ausgelegte Personenminen, Entführungen und Scharfschützenbeschuß der Verbindungsstraßen; betroffen waren die Jahre über vor allem Orte wie ad-Dûr (oder: ad-Duwar), Samîʽ, Qarâṣa, Taʽâra, ad-Duwaira, Nağrân. – Beim Durchkämmen der erst befreiten Städte Buṣr al-Ḥarîr und Nâḥita (vgl.u.) im Ost-Rîf von Darʽâ fanden die Spezialeinheiten wieder Depots mit großen Beständen an Waffen und Munition, darunter RPG-Mehrfachraketenwerfer, BGM-71 TOW-Raketen aus US-Produktion (dazu vgl.u., bes. ab Teil II, v.a. in Teil III, Ğabhatu_n-Nuṣra hatte zur deren Einsätzen eine eigene Division gebildet), Anti-Panzergranaten, Anti-Panzer- und Anti-Personenminen, improvisierte Sprengkörper etc.; Buṣr al-Ḥarîr und Nâḥita galten als terroristische Hochburgen im Ost-Rîf von Darʽâ; ihre besondere Bedeutung resultierte auch aus der Lage zwischem dem SO-Rîf von Darʽâ, der Grenze zu Jordanien und dem al-Lağât-Gebiet im NO, wodurch sich das Kappen der Versorgungslinien der Terroristen hier besonders effektiv auswirkt; zudem kann die seit 2013 nicht mehr nutzbare Straße Izraʽ – as-Suwaidâ´ gesichert und damit wiedereröffnet werden.  – Ein SANA-Kamera-Team dokumentierte zudem die von den Terroristen verursachten Zerstörungen und Schäden.
Eliminiert wurde bei den Kämpfen eine große Anzahl Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung. Weiterführung der Militäroperation im Umfeld von Darʽâ al-Balad mit konzentrierten Artillerieschlägen auf die dortigen Terroristen-Stützpunkte dort wie beim an-Nâziḥîn-Lager und dem al-Ğumruk al-Qadîm-Gebiet.
In der südwestlich gelegenen Provinz al-Qunaiṭra Vereitelung eines Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣraaffiliierten Terroristen auf die zum Schutz des schon vielfach angegriffenen Ortes Ğabâ im Ost-Rîf erstellten Militärposten im Zusammenwirken mit unterstützenden Streitkräften; bei den Gefechten auf der Achse Ğabâ – Umm Bâṭina wurden dem Feind erhebliche Verluste beigebracht, dessen Reste sich wieder ins Dorf al-Ḥamîdiyya retteten.
Auch im Ost-Rîf von Dair az-Zaur wurde ein IS-Angriffsversuch erfolgreich zurückgeschlagen; dieser hatte dem kürzlich zurückeroberten Punkt 400 westlich von al-Bû Kamâl an der Grenze zum Irak gegolten; viele der Angreifer fanden den Tod oder wurden verwundet, ein Kampfwagen mit aufmontiertem Maschinengewehr  zerstört, weitere Waffen, Munition und eine Drohne konfisziert.)

Nach entsprechenden umfangreichen Vorbereitungen kehren Hunderte syrischer Flüchtlinge über den az-Zamrânî-Übergang am 28.6.2018 aus ʽArsâl im Libanon (vgl.u.) in ihre Orte im West-al-Qalamûn-Gebiet – al-Ğaba, ʽAsal al-Ward, Yabrûd, Ra´s al-Maʽra und Fulaiṭâ – sowie ar-Ruḥaiba und Ğairûd im Ost-al-Qalamûn zurück. Die SAA leistete erste Hilfestellungen ab der Grenze, ihr galt auch der mehrfach ausgedrückte Dank der Rückkehrer, da die SAA im Zusammenwirken mit der libanesischen Armee und der Ḥizbullâh durch die Säuberung des Grenzgebiets von den Terroristen in gemeinsamen Aktionen (s.u.) erst die Voraussetzung für die Heimkehr geschaffen hatten. (https://www.sana.sy/?p=774108, https://sana.sy/en/?p=141136)

Wie schon vor und während der Befreiungsaktionen anderer (großer) Städte zuvor haben die Behörden zusammen mit der SAA am Mi., 27.6.2018, um 7.00 Uhr auch für die Bewohner des südlichen Teils der Provinzhauptstadt Darʽâ, der seit Jahren unter Terroristenkontrolle steht und zu dem auch Darʽâ al-Balad gehört, humanitäre Sicherheitskorridore eingerichtet. Über diese drei Korridore, die rund um die Uhr offen stehen, können evakuierungswillige Bewohner das umkämpfte Gebiet verlassen. Im Osten führt einer in Richtung Ḫirbat Ġazâla, im Westen geht es nach DâʽilḪirbat Ġazâla und als drittes nach Kafar ŠamsDair al-Baḫit. Zudem wurden auch wieder Übergangswohnzentren erstellt und zwar in den Städten Izraʽ und Ğabâb. Es stehen ferner Notfall-Ärzte, Ambulanzen und sonstige medizinische Hilfseinrichtungen – auch zur psychologischen Betreuung – zur Verfügung. Die Bewohner fliehen dabei aus den von den Terroristen – Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliiertenbesetzten Gebieten und erhalten damit seit Jahren entbehrte medizinische Hilfe. (https://sana.sy/en/?p=141090, https://www.sana.sy/?p=773947) – Über die Korridore Ḫirbat Ġazâla und Dâʽ ilḪirbat Ġazâla kamen bereits hunderte Familien (außer aus Musaifira, das unter Kontrolle der Ğabhatu_n-Nuṣra steht, könnten die Bewohner nicht heraus). Sie erzählten von den schrecklichen Zuständen unter Terroristenherrschaft. Diese würden mit Waffengewalt die Bewohner am Verlassen des von ihnen kontrollierten Gebiets zu verhindern suchen, ebenso gewaltsam Protestdemonstrationen verhindern, den Bürgern die Personaldokumente abnehmen. (https://sana.sy/en/?p=141145, https://www.sana.sy/?p=774303))

Während des wöchentlichen Pressebriefings am Do., 28.6.2018, betonte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau, wie notwendig die Eliminierung der Terrororganisationen in Süd-Syrien und der entsprechenden De-Eskalationszone sei. Die USA hätten ihre Obliegenheiten aufgrund der Abmachungen zu jenen Zonen, die der Beilegung der Feindseligkeiten in SW-Syrien dient, nicht erfüllt. Daher habe die Präsenz der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen in jener De-Eskalationszone sogar zugenommen wie auch deren Über- und Angriffe auf die Dörfer und Städte in den Süd-Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´. So monierte sie: „It’s time our American partners did what the Syrian forces are doing now with the support of Rus­sia’s Aerospace Forces.”
Bzgl. der OPCW-Kompetenzen erklärte sie, die Verabschiedung der rechtswidrigen Resolution zur Erweiterung der Macht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sei aufgrund politischer Manipulationen und eindeutiger Erpressung durch britische und andere Staaten sowie direkte Bestechungen anderer Delegationen erfolgt. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es dazu noch: Es sei rechtswidrig, das technische Sekretariat der OPCW-Behörden die Verantwortlichen für den Einsatz chemischer Waffen in Syrien ermitteln zu lassen, was auf politische Manipulationen und direkte Bestechungsgelder für eine Reihe von Delegationen zurückzuführen sei. (https://sana.sy/en/?p=141161)

Gegen den Zementhersteller Lafarge-Holcim ist nun von der französischen Justiz offiziell ein Verfahren auf Betreiben von zwei NGOs eröffnet worden. Dem Unternehmen werden „Finanzierung terroristischer Aktivitäten“ [u.a. desIS!], damit „Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und „Gefährdung des Lebens anderer“ zur Last gelegt. (https://www.sana.sy/?p=7743548 vom 28.6.2018) – Näheres zum Fall s.u.

Rede von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor der UN-Generaversammlung, Photo: SANA

Die syrische Vertretung nimmt an der zweitägigen hochrangigen Konferenz der Leiter der Terrorismusbekämpfungsstellen der UN-Mitgliedstaaten teil, welche am Do., 28.6.2018, in New York unter dem Titel „Strengthening interna­tio­nal cooperation to combat the evolving threat of terrorism” (Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung der sich herausbildenden Terrorismus-Bedrohung) begonnen hat. In seiner Rede betonte UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, die Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus sei eine kollektive internationale Aufgabe, welche einen echten politischen Willen dazu [vgl.u.] seitens aller Regierungen der Welt erfordere. Der Zustrom ausländischer Terroristen nach Syrien und in den Irak stelle ein beispielloses Phänomen auf internationaler Ebene dar, was die Anzahl der Terroristen bzw. die der Länder, aus denen sie kamen, betreffe. Hierzu führte er aus: „The UN reports confirmed that tens of thousands of terrorists have flown from 101 UN member states.” Allein die Zahl der aus europäischen Staaten gekommenen Terroristen gehe über 12.000 hinaus, wobei die meisten aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, der BRD und Spanien ausgezogen seien.
Jede kollektive internationale Anstrengung, dem Phänomen ausländischer terroristischer Kämpfer wie dem Risiko ihrer Rückkehr in ihre Heimat- oder andere Länder zu begegnen, muß auf dem Eingeständnis basieren, daß  die Entstehung und Ausweitung dieses gefährlichen Phänomens das Ergebnis des Versäumnis der internationalen Gemeinschaft beruht, von Anfang an ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Spezifizierend fügte er hinzu: „We would not have been sitting here in this hall to discuss what has become known as the danger of the return of the foreign terrorist fighters if the governments of the UN member states have activated early alarm systems and exchanged data about extremists.” (Wir müßten nicht hier in dieser Halle sitzen und das diskutieren, was als Rückkehrgefahr der ausländischen Terrorkämpfer bekannt geworden ist, wenn die Regierungen der Mitgliedsstaaten ein Frühalarmsystem aktiviert und Daten über die Extremisten ausgetauscht hätten). Die syrische Regierung verfüge über Informationen und Geständnisse, die sich mit UN-Geheim- oder öffentlichen Berichten überschneiden,  welche bestätigen, daß es Regierungen und Geheimdienste gibt, welche in die Ermöglichung der Rekrutierung, Finanzierung, Bewaffnung und Ausbildung ausländischer terroristischer Kämpfer involviert sind. Die Bekämpfung von Terrorismus und ausländischen Terrorkämpfern hängt von spezifischen Maßnahmen ab, einschließlich der Einrichtung eines internationalen Exekutivmechanismus´, der sich aus Vertretern staatlicher Institutionen und auf die Bekämpfung von Terrorismus und extremistischem Gedankengut spezialisierten Institutionen zusammensetzt, deren Hauptaufgabe es ist, die künftigen gesetzlichen, rechtlichen, nachrichtendienstlichen, sozialen, bildungsmäßigen und medialen Modalitäten umfaßt, um dieses Ziel zu erreichen. Dr. al-Ğaʽfarî betonte dabei die Schlüsselrolle von Interpol und unterstrich die Notwendigkeit, in allen Ländern gemeinsame Koordinierungs- und Verbindungsstellen einzurichten, um Daten über Extremisten und ausländische terroristische Gruppen auszutauschen. Dann forderte er eine Überwachung der Bewegungsstrukturen der zurückkehrenden ausländischen Kämpfer und deren Rehabilitierung in einem Prozeß, der gewährleistet, daß sie in einem gerechten Prozeß zur Verantwortung gezogen werden, der die Souveränität des Gesetzes respektiert.
Die syrische Regierung sei bereit dazu, Daten auszutauschen und mit Staaten zu kooperieren, welche die Souveränität Syriens, seine Unabhängigkeit und territoriale Integrität respektierten. Ihre politischen und diplomatischen Beziehungen basierten insbesondere auf den Prinzipien des Völkerrechts und dabei wesentlich auf jenen, welche die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten beträfen.
Behauptungen des türkischen Vize-Außenministers kommentierend konstatierte Syriens UN-Vertreter dahingehend, daß jegliche türkische Militäraktion auf syrischem Territorium eine eklatante Aggression darstelle und sämtliche türkische Truppen in Syrien demnach als Besatzungsmacht anzusehen seien. Dabei erinnerte an die tausenden von Terroristen, welche aus Zentralasien und Europa via Türkei nach Syrien gelangt seien. Wenn die Türkei jemals ernsthaft den Terrorismus bekämpft hätte, wie es das behaupte, hätte es nicht die letzten Jahre über seine Grenzen für die Terroristen geöffnet gelassen, die zuvor auf türkischem Territorium in Camps trainiert und bewaffnet worden waren, um sie anschließend in Kooperation mit gewissen anderen Regierungen nach Syrien zu schicken.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres stellte fest: „Terrorism and violent extre¬mism undermine international peace and security. They divide communities, exacerbate conflicts, and destabilize entire regions. They hamper our efforts to promote and protect human rights and are an obstacle to sustainable development.”
(https://sana.sy/en/?p=141171, https://www.sana.sy/?p=774549)

In den befreiten Städten al-Karîm al-Ğanûbî und aš-Šarâniʽ im Rîf [Umland] von Darʽâ wurde von der Bevölkerung am 27.6.2018 die einziehende SAA willkommen geheißen. (https://www.sana.sy/?p=774141)

Der Leiter des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, Generalmajor Alexei Tsifankow (?), wiederholte am 27.6.2018 verschärfend die Warnung vom 24.6.2018 (s.u.) infolge von Beobachtungen Einheimischer aus der Provinz Idlib, daß seitens der Terroristen zusammen mit Angehörigen der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) ein Chemie-Waffeneinsatz inszeniert (verfilmt und veröffentlicht) werden soll, der dann wieder – wie schon gehabt (vgl.u.) – zur Beschuldigung der SAA bzw. der syrischen Regierung bzw. Angriffen des Auslands auf Syrien als Vorwand dienen kann. Anwohner haben bemerkt und telefonisch weitergegeben, daß inzwischen ein LKW der White Helmets in der Terroristenhochburg Stadt Maʽrat an-Nuʽmân angelangt sie, beladen mit Containern, für chemische Kampfstoffe ausgelegten Raketen, Schutzanzügen und weiteren Gerätschaften, Videogeräten etc. Diese Raketen seien inzwischen entsprechend präpariert worden. Auch russisches Militär hatte seinerseits verdächtige Aktionen der White Helmets bemerkt. (https://www.sana.sy/?p=773956)

Über 1.000 Militante haben am 27.6.2018 vom Rekonziliierungsangebot der Regierung im Rîf von Darʽâ Gebrauch gemacht, ihre Waffen abgeliefert und sich den Behörden gestellt. Sie können damit wieder in ihr bürgerliches Leben zurückkehren.(https://www.sana.sy/?p=773932)- In jener Gegend ist die FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] aktiv!

Während seiner Rede vom 27.6.2018 anläßlich einer UNSC-Sitzung in New York machte der permanente UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî darauf aufmerksam, daß Terroristen, welche von der – völkerrechtswidrig erstellten – US-Basis at-Tanaf und dem Lager ar-Rukbân [zu beidem vgl.u.!], kamen, zwei Städte in Süd-Syrien angegriffen hätten: Es sei selbstverständlich, daß die SAA in solch einem Fall das Recht und die Pflicht habe, die gefährdeten Bürger zu verteidigen. Er zeigte sich erstaunt, daß einige UNSC-Mitgliedsstaaten und Personen dies verneinten und für einen Schutz der mit der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) einträten. Wörtlich fügte er an: „We are astonished that some UNSC member states name the operations of the Syrian army against terrorism in the south as aggression when they call for protecting the group of the White Helmets af­filiated to Jabhat al-Nusra.” Die Regierungen der USA, von Frankreich und Großbritannien hätten versucht, den Bericht des UN-Generalsekretärs über die Umsetzung der UNSC-Resolution Nr.2139 zu benutzen, um Druck auf die syrische Regierung auszuüben und die Agenden dieser Staaten durchzusetzen und sich in syrische innere Angelegenheiten einzumischen. Hierzu merkte Dr. al-Ğaʽfarî zum wiederholten Mal an: „The Syrian government cooperates with the UN and other international organizations working in Syria to deliver the humanitarian aid to the people in need,” und setzte hinzu, daß bei Berichten über die Lage in Syrien ständig die durch die USA und die von ihnen angeführte Koalition verübten Verbrechen außer Acht gelassen würden: „we con­demn the report makers’ ignorance of the war crimes and crimes against humanity perpetrated by the US and its allies in al-Raqqa city and other regions under the pretext of combating terrorism.” Der Bericht des UN-Generalsekretärs habe die israelischen Verbrechen und wiederholten Angriffe auf syrisches Territorium mit Stillschweigen übergangen wie auch die Unterstützung Israels für Terrororganisationen in der Truppenentflechtungszone, mit dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra an der Spitze.
Auf einen Einwurf des französischen UN-Botschafters zur türkische n Aggression auf ʽAfrîn erwiderte Dr. al-Ğaʽfarî: „The Turkish aggression on Afrin was the main reason behind the displacement and suffering of the families in the city and the Syrian government has offered aid and support to the affected people.”
Eine Eingabe des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, beschied Dr. al-Ğaʽfarî dahingehend, daß dieser wohl vergessen habe, daß die Terrorismusbekämpfung unter den Prioritäten Syriens sei; einige UN-Mitgliedsstaaten unterbreiteten in ihren Aussagen ein verzerrtes Bild von Syrien. (https://sana.sy/en/?p=141078, https://www.sana.sy/?p=773974) – De Mistura hatte vor der UNSC- Sitzung den Stop der Terrorismusbekämpfung in Süd-Syrien gefordert.

In den Orten Ibṭaʽ, al-Ġâriyyat al-Ġarbiyya und al-Ġâriyyat aš-Šarqiyya demonstrierten die Bewohner am 27.6.2018 gegen die Terroristenherrschaft und für den Einzug der heranrückenden SAA. Die Extremisten versuchten, wie schon in anderen Regionen bei solchen Protestaktionen (vgl.u.) mit Schüssen die Demonstranten zu verjagen. (https://www.sana.sy/?p=773932)

Der Sprecher des Obersten Armeekommandos gab am 27.6.2018 bekannt, daß die gesamte al-Bâdiyya (Wüstenregion, 5.800km2) der [an den Irak grenzenden] Provinz Dair az-Zaur vollständig von IS-Terroristen gesäubert und befreit ist. In der Verlautbarung hieß es: „the Syrian Arab Army units operating in Deir Ezzor, supported by the Syrian air force, managed to expel Daesh (ISIS) terrorists from the entire desert of the province after clearing an area of 5800 square kilometers of terrorism.” In den vorausgehenden harten Gefechten seien dem Feind hohe Verluste beigefügt worden, der Rest sei geflohen. Alle feindlichen Stützpunkte und Einrichtungen wurden dabei bis an die Verwaltungsgrenze zur Provinz Ḥomṣ zerstört. Die Erklärung schloß mit der Versicherung, die Armee werde entschlossen ihrer Pflicht nachkommen, das gesamte syrische Territorium vom Terrorismus zu befreien. (https://sana.sy/en/?p=141044, https://www.sana.sy/?p=773656)

Terroranschlag vom 27.6.2018:
Ausfall der Stromversorgung in Darʽâ infolge einer Terroristenattacke auf die Leitung in al-Musaifira im Ost-Rîf der Provinzhauptstadt. (www.sana.sy/en/?p=141022, https://www.sana.sy/?p=773418)
Zwei Verletzte und Sachschäden waren am Nachmittag im aleppiner Stadtteilen al-Mûkâmbû, az-Zahrâ´ und Lairamûn zu beklagen infolge eines Granatenbeschusses durch Terroristen vom W- und SW-Umland der Provinzhauptstadt aus. (www.sana.sy/en/?p=141062, https://www.sana.sy/?p=773823)

Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, Genf, Photo: SANA

In Genf sprach der UN-Gesandte Ḥusâm ad-Dîn Âlâ während des Symposions der International Association of Democratic Lawyers (IADL, Internationale Vereinigung demokratischer Anwälte) mit dem Titel Syria Concept of Challenge, das am Rand der Sitzung des UN Human Rights Council organisiert worden war. Dabei erklärte er, das United Nations Information Center (UNIC) habe die Aggression gegen Syrien zurückgewiesen. Die USA versuchten jedoch zum einen, die UN-Berichte und Aussagen der UN-Behördenmitarbeiter dahingehend zu mißbrauchen, Militäraktionen gegen Syrien zu rechtfertigen, noch bevor irgendwelche Untersuchungen bzgl. der gemachten Anschuldigungen durchgeführt worden seien und deren Ergebnisse vorlägen. Zum anderen seien gegen Syrien Wirtschaftssanktionen [Näheres dazu s. Teil III, Teil IV] verhängt worden, die einseitig, unethisch und unrechtmäßig seien und den Menschenrechtsprinzipien widersprächen.
Schon bzgl. der Vorgänge in Dûmâ hätten westliche Regierungen – die USA, Frankreich und Großbritannien – nicht auf die Ankunft eines Untersuchungsteams warten wollen (vgl.u.), sondern hätten gleich eine dreiseitige Aggression gegen Syrien gestartet, allein basierend auf einer voreiligen – später vom Generaldirektor zurückgezogenen – WHO-Stellungnahme (vgl.u.).
In Bezug auf den letzten Bericht des Internationalen Komitees zu Ost-al-Ġûṭa widerlegte Âlâ die darin enthaltenen Vorwürfe. Der Berichtsinhalt spiegele die Rolle des Komitees wider als Ergebnis der Anweisungen seitens jener Staaten, die die Resolutionen zur Verlängerung des Mandats dieses Komitees unterstützen.
Peter Ford, der ehemalige britische Botschafter in Damaskus, machte darauf aufmerksam, daß die in Syrien aktiven Terrorgruppen C-Waffen gegen die Bevölkerung einsetzten, zur selben Zeit, als diese der Westen der SAA unterstellte und dies als Vorwand für seine Angriffe auf SAA-Stellungen benutzte. Zurückkommend auf den angesprochenen Bericht des Internationalen Komitees zu Ost-al-Ġûṭa enthüllte er, ihm lägen Informationen vor, wonach das Komitee seitens der USA intensivem Druck ausgesetzt gewesen sei, damit es der syrischen Regierung in ihrem jüngsten Bericht den angeblichen chemischen Angriff in Dûmâ vorwerfe.
Sodann kritisierte er die anderen parteiischen Seiten eben dieses Berichts bezogen auf die Übergehung der Verbrechen der sog. US-geführten Koalition insbesondere in ar-Raqqa, die Besetzung von Teilen des syrischen Territoriums durch ausländische US- und türkische Streitkräfte wie die schon angesprochene dreiseitige westliche Aggression gegen Syrien. auch verwies er darauf, daß die von der SAA errungenen Siege bei der Bekämpfung des Terrorismus nicht mehr zu leugnen und eine unbestreitbare Realität geworden seien.
Der Berichterstatter für einseitige Zwangsmaßnahmen, Idrîs Ğazâ´irî, machte geltend, daß sich die gegen Syrien verhängten Sanktionen in bedeutender Weise verschlechternd auf die Situation im Land – vor allem im Gesundheitssektor – ausgewirkt hätten, nicht nur auf die syrische Bevölkerung, sondern auch auf die 1,5 Millionen Palästinenser, welche in Syrien Zuflucht gesucht haben. Es meldeten sich noch weitere Personen kritisch in Unterstützung Syriens zu Wort, wie aus der ausführlicheren arabischen Fassung hervorgeht. (www.sana.sy/en/?p=141086, https://www.sana.sy/?p=773948)

Bei einer Sondersitzung  der Konferenz der Mitgliedsstaaten der Chemiewaffenkonvention (engl.: Chemical Weapons Convention, kurz: CWC) vom 26.6.2018 in Den Haag zur Diskussion eines britischen Resolutionsentwurfs [gegen Syrien] lenkte der ständige UN-Botschafters in Wien, Bassâm aṣ-Ṣabâġ, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zunächst auf den Sachverhalt, daß die Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) seit 2014 unter Politisierungsversuchen zu leiden habe, mit der Absicht, die Organisation von ihrem geplanten Weg abzubringen und sie als Instrument zu benutzen, das feindseliger und subversiver Politik dient. Die Chemiewaffenkonvention bilde die gesetzliche Basis, auf welcher mit jenem gefährlichen Typ der Massenvernichtungswaffen umzugehen sei.  Die OPCW habe dabei das Mandat erhalten, die Umsetzung der CWC-Vorschriften sicherzustellen. Dann kam er auf das New Middle East-Projekt der USA zu sprechen: „Since 2011, the US has started to implement the “New Middle East” scheme which provides for chan­ging regimes in the region though the adoption of subversive policy based on the so-called ‘Con­structive Chaos’ theory which succeeded in undermining the security and stability of a number of states but failed to achieve its objectives in Syria despite shedding blood of innocent Syrians, destro­ying infrastructure and spending huge amounts of money, not to mention manipulating principles of international law and the persisting use of international forums to serve the objectives of that policy.” (Seit 2011 haben die USA damit begonnen, das Projekt „Neuer Naher Osten“ umzusetzen, welches Regierungswechsel in der Region durch Anwendung umstürzlerischer politischer Maßnahmen vorsieht, die auf der Theorie des sog. „Konstruktiven Chaos“ beruhen, welches die Sicherheit und Stabilität einer Anzahl von Staaten aushöhlt, doch im Fall Syriens seine Ziele nicht erreicht hat, trotz des des vergossenen Bluts unschuldiger Syrer, der Zerstörung der Infrastruktur, und der Aufwendung enormer Geldsummen, nicht zu erwähnen die Manipulation der Grundsätze des Völkerrechts und der steten Benutzung des internationalen Forums dahingehend, daß es den Zielen jener Politik diene.)
Er bedauerte, daß sich die OPCW unter den Opfern jener heimtückischen Politik befinde. Das Scheitern der US-Verschwörung gegen Syrien führte dazu, daß das Thema Chemiewaffen dazu benutzt und Terroristen rekrutiert, trainiert, finanziert und mit allen Arten an Waffen ausgestattet wurden, um Vorfälle zu inszenieren, welche die internationale öffentliche Meinung aufheizen und gegen die syrische Regierung wenden sollten; worauf sie diese Organisation als Mittel zum Erlangen  ihrer Ziele zu benutzten.
Im September 2013 habe sich Syrien dazu entschlossen, der OPCW beizutreten, kam all seinen Verpflichtungen  durch Zerstörung des gesamten C-Waffen-Arsenals nach und kooperierte in dieser Hinsicht vollends mit dem Technischen Sekretariat der OPCW. Syrien hat den Einsatz von Chemiewaffen durch wen, wo, aus welchem Grund und unter welchen Umständen auch immer verurteilt. Unterdessen  kooperierte es mit dem Technischen Sekretariat der OPCW, um ein Faktenfindungsteam zu erstellen, damit Vorwürfe gewisser Staaten untersucht würden, welche in Syrien den Terrorismus protegieren.
Syrien habe wiederholt seine tiefe Besorgnis darüber ausgedrückt, daß einige westliche Staaten die vom  Faktenfindungsteam vorgelegten Berichte  benutzten, u ihren politischen Agenden zu dienen, als dieselben Staaten auf den UN-Sicherheitsrat zurückgriffen, um den Joint Investigative Mechanism [JIM, vgl.u.] der UN zu etablieren und die OPCW, um die für den Chemiewaffeneinsatz verantwortliche Seite auszumachen. Der Joint Investigative Mechanism habe jedoch dabei versagt, seiner Pflicht in einer profesionellen und tranpsarenter Art nachzukommen [dazu s.u.].
Der gegenwärtige britische Resolutionsentwurf biete einen weiteren Beweis der Manipulation und Ausnutzung, was auf die hysterischen Kampagnen und den  politischen und wirtschaftlichen Druck seitens der USA hinweist, seinen Standpunkt durchzusetzen, ganz abgesehen von  denTäuschungsmanövern und Drohungen, um Unterstützung für den britische Resolutionsentwurf  zu erhalten.
Staaten, die zur Abhaltung dieser Sondersitzung aufgerufen und einen Resolutionsentwurf gegen ein CWC-Mitglied vorgelegt haben, hätten sich darauf konzentrieren sollen, der ernsten und realen Bedrohung durch den wachsenden internationalen Terrorismus und dem Einsatz giftiger Chemikalien als Waffen durch terroristische Gruppen zu begegnen, wie auch auf die Umsetzung der CWC-Vorschriften, insbesondere hinsichtlich der Unterbrechung der Nachschublinien der Terroristen.
Schließlich forderte Bassâm aṣ-Ṣabâġ die OPCW-Mitgliedsstaaten auf, ihr Gewissen rein zu halten und gegen den Resolutionsentwurf zu stimmen. Außerdem rief er zur Eliminierung des israelischen Chemiewaffenarsenals auf, damit im Nahen Osten eine Chemiewaffenfreie Region entstehen könne.
(https://sana.sy/en/?p=141005, https://www.sana.sy/?p=773243)

Während der Sitzung der UN-Generalversammlung zur „UN comprehensive strategy on combating terrorism“ (umfassenden UN-Strategie zur Bekämpfung des Terrorismus) vom 26.6.2018 verwies der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in seiner Rede darauf, daß Syrien seit sieben Jahren am meisten unter dem neuen Phänomen des grenzübergreifenden Terrorismus zu leiden habe und damit mehr als andere Länder darüber besorgt und mit dessen Bekämpfung beschäftigt sei. Dabei unterstrich er: „If you have responded to our calls and complaints, during the last 7 years, of the involvement of some governments and intelligence apparatus in the flow of thousands of foreign terrorists from more than 100 countries into Syria and Iraq, we would all eliminate this phenomenon.” (Wenn Sie in den letzten sieben Jahren unseren Aufrufen und Beschwerden über die Beteiligung einiger Regierungen und [deren] Geheimdienstapparats am Zustrom tausender ausländischer Terroristen aus mehr als 100 Ländern nach Syrien und in den Irak entsprochen hätten, hätten wir alle dieses Phänomen [schon] beseitigt. Da gebe es Regierungen, welche ausländische (!) Terroristen in Syrien als „moderate bewaffnete Opposition“ (MAO (s.u. bzw. ab Teil II) titulierten oder als „Jihadisten“, jedoch zurückgekehrt in ihre Heimatländer hießen sie wieder „Terroristen“. Um gewaltsamen Extremismus zu verhindern („preventing violent extremism”) brauche es einen festen Willen dazu, den Syrien nach wie vor zeige, denn: „In conclusion, we don’t believe the crisis is related to legal texts or tools needed to combat terrorism in as much as it is related to the lack of political will at some governments in the field of fighting ter¬ro¬rism.” (Zusammenfassend glauben wir nicht, daß die Krise mit Gesetzestexten oder für die Terrorismusbekämpfung benötigten Instrumenten zusammenhängt, sondern vielmehr mit dem fehlenden politischen Willen einiger Regierungen im Bereich Terrorismusbekämpfung). Dabei sehe Syrien immer noch keine klare Linie, nach der zwischen Extremismus, verbunden mit religiösen und politischen Motiven („religious or political motives”) oder dem gewaltsamen Extremismus, der zum Terrorismus führt, unterschieden werden könne. Demnach glaubt Syrien an die Notwendigkeit, das traditionelle Muster der Überprüfung der umfassenden Strategie zur Bekämpfung des Terrorismus dahingehend zu entwickeln, daß es alle zwei Jahre durchgeführt wird, da die zunehmende Gefahr des Terrors und die Entstehung neuer Formen des Terrorismus eine kollektive und ernsthafte Antwort erfordern, unabhängig von politischen Motiven. (https://sana.sy/en/?p=140996, https://www.sana.sy/?p=773181)

Bei der Diskussion des Berichts des internationalen Faktenfindungskomitees zu Syrien innerhalbder Sitzung des Menschrechtsrats vom Di., 26.6.2018, nahm der UN-Gesandte in Genf, Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, Stellung. Dabei bezeichnete er die dem Report zugrundeliegenden Positionen als negativ, feindselig und voreingenommen, basierend auf falschen Anschuldigungen, Verdrehungen und Verfälschungen der Fakten sowie von den Terroristen nahestehenden NGOs verbreiteten Lügen, die von ganz bestimmten Staaten finanziert werden. Der Report sei voller Widersprüche und rechtlicher Mängeln und befasse sich weiterhin mit Themen, die über sein Mandat hinausgingen. Bezüglich der Situation in Ost-al-Ġûṭa unterstütze er fabrizierte Anschuldigungen wie Behauptungen über Belagerungen, Aushungern und gezielte Angriffe auf Zivilisten und deren Einrichtungen; ferner beruht er auf unzuässigen Schlußfolgerungen durchsetzt von Begriffen wie „likely” und „probably” (womöglich und wahrscheinlich), um darauf dann Folgerungen und Anschuldigungen zu gründen. Dabei stütze er sich auf zweifelhafte Zeugnisse von Quellen wie der Terrororganisation „White Helmets“, die 6,6 Millionen US-$ für ihre Rolle beim Fabrizieren und Verbreiten von Videos über angeblichen C-Waffeneinsatz bedacht wurde [s.u.].
Der Ausschuß nehme damit die Ergebnisse des technischen Teams [bei der Untersuchung] der Behauptungen, es seien C-Waffen eingesetzt worden, vorweg und mache sich selektiv die Narrative über den Vorfall in Dûmâ zu eigen, während alle dokumentierten Zeugnisse übergangen würden, welche beweisen, daß so ein Vorfall gar nicht stattgefunden hat. Schließlich geht er soweit, zu behaupten, daß er die Art der verwendeten Chemikalien spezifizieren könne, dabei alle rechtlichen und technischen Erfordernisse dazu außer Acht lassend.
Dazu versuche der Ausschuß die Verbrechen terroristischer Gruppen zu rechtfertigen und sehe ganz von der Anerkennung des vollen Rechts eines jeden Staates ab, sich und seine Bürger zu verteidigen.
Zu verurteilen seien ferner die fortgesetzten Beschuldigungen hinsichtlich erzwungener Deportationen und Inhaftierungen in Wohnzentren [Anspielung auf die Evakuierungen aus Kampfgebieten mit zwischenzeitlicher Unterbringung der Bürger in mit allem notwendigen ausgestatteten Übergangswohnzentren, dazu vgl.u.!]
Ebenfalls übergehe der Report die Verantwortlichkeiten jener regionalen und internationalen Seiten für die von den Terroristen begangenen Verbrechen, die sie finanzieren und in ihrem Sinne agieren lassen und lasse völlig die Verbrechen außer Acht, welche durch die völkerrechtswidrige US-geführte Koalition begangen worden seien, die in ar-Raqqa eine Politik der „verbrannten Erde“ anwandten. (https://sana.sy/en/?p=140984, https://www.sana.sy/?p=772924)

Karte zu SAA-Operationen in Süd-Provinzen, Quelle: southfront.org

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.6.2018 informieren:   https://sana.sy/en/?p=140956  und https://www.sana.sy/?p=772742 mit Photostrecken (Befreiung der Städte – und bisherigen wichtigen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkte – Buṣr al-Ḥarîr und Malîḥat al-ʽAṭaš im NO-Rîf von  Darʽâ im Zusammenwirken mit unterstützenden Streitkräften nach harten Gefechten mit Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen, welche für jene äußerst verlustreich ausfielen, und  Zerstörung des feindlichen militärischen Equipments einschließlich Panzer und BMP-Wagen; laut Auskunft eines Feldkommandanten stießen die Kampfmittelbeseitiger beim  Durchkämmen des zurückeroberten,  durch die Terroristen mit zahlreichen Sprengfallen versehenen Gebiets auf prall gefüllte Waffen- und Munitionslagerstätten (Herkunft überwiegend aus westlichen Beständen) sowie ein gut ausgestattetes Feldlazarett mit reichlich Arzneimitteln, was darauf schließen ließ, daß beide Orte als Einspeisepunkte des Nachschubs aus dem Ausland dienten. Pioniere befestigten die neu gewonnenen Stellungen. Anschließend Vormarsch zu den Ğab­hatu_n-Nuṣra-Positionen östlich der Stadt Izraʽ sowie auf die Städte  Nâḥita und al-Ḥirâk östlich von Ġazâla zu mit Eliminierung der angetroffenen Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupflöcher in präzisen Artillerieangriffen. Etwas außerhalb von Darʽâ im SO bei den Getreidesilos vehemente Artillerieattacken auf die dort ausgemachten Terroristenstellungen und –Ansammlungen mit beginnendem Kappen der Nachschubrouten im O des Stadtrandbezirks Darʽâ al-Balad vom nahen Jordanien her. Dabei Abwehr massiver  Angriffsversuche von Ğab­hatu_n-Nuṣra per Autobomben-Suizidattentätern von den westlichen und östlichen Ausläufern von Darʽâ aus. Bei den weiteren Konterangriffen auf Ğab­hatu_n-Nuṣra-Positionen erlitt der Feind weitere Verluste, wobei mehr als 10 zehn Vierradantriebs-Kampfwagen mit aufmontierten schweren Maschinengewehren, Luftabwehrkanonen, Abschußanagen für Mörsergranaten, Panzer und weitere Kampfwagen zerstört wurden.)

Terroranschläge vom 26.6.2018:
Ğabhatu_n-Nuṣra–Affiliierte aus dem Ost-Rîf von Darʽâ attackierten mit Mörsergranaten den Stadtteil al-Maṭâr dieser Provinzhauptstadt, wobei sie einen Anwohner verletzten und enorme Zerstörungen an richteten,  letzteres auch im Dorf al-Muğaimir im SW-Rîf von as-Suwaidâ´. Die SAA reagierte mit zielgerichteten effektiven Angriffen auf die Abschußanlagen und fortifizierten Stellungen der Aggressoren. (https://sana.sy/en/?p=140988, https://www.sana.sy/?p=772927)

Libanesischer Staatspräsident Michel ʽAûn, Photo: SANA

Nach etlichen anderen führenden Politikern des Landes (vgl.u.) unterstrich am 26.6.2018 auch der libanesische Staatspräsident, Michel ʽAûn, die Tatsache, daß zwischen seinem Land und Syrien ein Einverständnis bzgl. der Rückführung der im Libanon untergekommenen syrischen Flüchtlinge aufgrund der verbesserten Sicherheitslage bestehe, der auch mit dem Rückkehrwillen der Syrer korrespondiere. Allein gewisse Länder und inter­na­tionale Organisationen behinderten diesen Vorgang. (https://www.sana.sy/?p=773145)

Beim Durchkämmen des nördlichen Umlands von Ḥomṣ stießen die Kampfmittelbeseitiger am 26.6.2018 erneut auf einen von den Terroristen angelegten Tunnel mit darin gelagerten Mörsergranaten, Abschußanlagen und hoch explosiven Materialien. (https://sana.sy/en/?p=140965, https://www.sana.sy/?p=772750 mit Photos)

Israelischer Beschuß des damaszener Flughafens, pars today

In der Nacht auf Di., 26.6.2018, zielten zwei israelische Marschflugkörper – wie schon mehrfach in früheren Zeiten – auf den Internationalen Flughafen von Damaskus. Die Geschosse konnten jedoch rechtzeitig von der Luftabwehr abgewehrt werden. Die Regierung sieht darin eine Unterstützungsaktion für die von der SAA zunehmend in Süd-Syrien und damit im Nachbargebiet der israelisch besetzten syrischen Golanhöhen (zum völkerrechtlichen Sachverhalt vgl.u.) in Bedrängnis geratenen Terroristen. (https://sana.sy/en/?p=140934, https://www.sana.sy/?p=772663) – Daß generell UN-geleisteten Terroristen Unterstützung in mehrfacher Hinsicht geleistet wird, ist nicht nur gegenüber den UN durch die damaszener Regierung mehrfach belegt worden sondern auch seitens der UNDOF-Truppen (vgl.u.). S.a. Herzi HaLewis Statement in Teil V unter dem 22.6.2016. – Wie Präsident Dr. al-Assad in seinem neuesten Interview vom 24.6.2018 darlegt, erfolgen Unterstützungangriffe dann, wenn jene Terroristen gerade wieder empfindliche Niederlagen durch die SAA haben hinnehmen müssen.

Das russische Außenministerium kommentierte am 25.6.2018 gegenüber Russia Today kritisierend den OPCW-Bericht bezüglich eines „unconditional access to military facilities in Syria” (bedingungslosen Zugangs zu militärischen Einrichtungen in Syrien) als „adopted under the strongest pressure from the United States“ (rezipiert unter stärkstem Druck seitens der USA) wie seiner engsten Alliierten, dessen Forderungen weit über den Rahmen der Chemical Weapons Convention wie des Völkerrechts hinausgingen. Im umgekehrten Fall würden diese Staaten solche an sie herangetragenen Forderungen strengstens zurückweisen. Im Einzelnen hieß es in der Stellungnahme: „We took notice of the report by Director General of the OPCW and we have repeatedly said that the re­port’s demands to Syria are beyond the framework of the Chemical Weapons Convention. … Attempts to obtain unimpeded and unconditional access for OPCW inspector to any (meaning secret) military and civil infrastructure facilities go far beyond the framework of international law. … Obviously, such a document was passed under the strongest pressure from the United States and its closest allies. It would be interesting to see what the United States would do should anyone seek to inspect its own facilities this way.“ Mit Bezug auf den völkerrechtswidrigen Angriff auf das Forschungszentrum in Barza vom 14.4.2018 (vgl.u.) fuhr das Ministerium fort: „Targeting the Scientific Research Center in Barzeh on April 14th in a joint missile strike by the US, Britain and France is absolutely from outside the Security Council and it is an outrageous violation of the international law.” Dieser habe eine rücksichtslose Aggression gegenüber einem souveränen Staat und Mitglied der UN dargestellt. Zudem stellte das Außenamt klar: „The Syrian government has invited OPCW representatives to visit Barzeh more than once to see the damage done to it by the missile strike. … It would make it possible to make a report to the Executive Council and take a formal decision to stop inspections.” Trotz Einladung durch die syrische Regierung an die OPCW habe diese keine konstruktiven Schritte zu einer Untersuchung des Vorfalls unternommen. Die angreifenden Staaten wollten eine solche wohl aus gutem Grund nicht vollzogen wissen: „But, as we can see from the OPCW report, no constructive steps have been made. Obviously, the Western countries are seeking to dodge answering to a very sensitive que­stion: what were the grounds to deliver a missile strike on this research center once the OPCW had twice confirmed the absence of any activities prohibited by the Chemical Weapons Convention.” (https://sana.sy/en/?p=140938, https://www.sana.sy/?p=772679)

Widerstand gegen ausländische Besetzung in Manbiğ, Photo: southfront.org

Durch eine Videobotschaft (mit deutlich sichtbarer Fahne der Repubik Syrien!) hat sich der Volkswiderstand von Manbiğ, gerichtet gegen sämtliche ausländischen Besatzungsmächte, wie z.B. die USA, die US-geführte Koalition, Frankreich oder die Türkei (vgl.u. Operation Olivenzweig!), zu Wort gemeldet. Geplant sind gezielte Attacken gegen die – sich völkerrechtswidrig auf syrischem Territorium aufhaltenden Militärs dieser Regierungen. Eine ähnliche Gruppe ist im April schon in der Provinz al-Ḥasaka in NO-Syrien gegründet worden und führt entsprechende Attacken aus. (s. “Popular Resistance in Manbij” Announces Uprising Against Foreign Occupiers vom 25.6.2018) – Gemäß verschiedener Präsidenten-Interview s ist es das erklärte Ziel, ganz Syrien von nicht ins Land gebetenen ausländischen Militärs neben den Terroristen zu befreien. Die Unterstützung aus der Bevölkerung dafür scheint in starkem Maße gegeben.

Aus einer Mitteilung aus SAA-Kreisen vom 25.6.2018 geht hervor, daß im Süden Syriens die Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen nach wie vor ihre Angriffe und Überfälle auf unschuldige Bürger wie auch SAA-Stellungen fortführen und versuchen, Rekonziliierungsbemühungen zu hintertreiben wie auch Verhandlungen mit militärischen Gruppen, welche bereit sind, sich von den Terrorruppen zu distanzieren und sogar die Seite der Regierungsarmee zu wechseln. Den Ğabhatu_n-Nuṣra-Mitgliedern dort werde es jedoch ergehen wie denen in anderen Gebieten, die inzwischen von der SAA befreit worden sind. Die Armee sei fest dazu entschlossen, den Terrorismus im Land. ganz zu eliminieren. (https://sana.sy/en/?p=140900) – Zu Rekonziliierungsverhandlungen etc. in Süd-Syrien s.a.: http://www.tass.com/world/1010926 und Government Forces Take Control Of Entire Lajat District As Militants Surrender – Unconfirmed.

Nach SAA-Sieg,Photo: pars today

Die in den letzten Tagen von der Armee zusammen mit unterstützen Streitkräften im Umland der südlichen Provinzhauptstädte Darʽâ und as-Suwaidâ befreiten Gebieten in einer Fläche von 130 km2 umfaßten die Orte Sâkara Barâq, Ḥawš Ḥamâd, Alṭaf, Ḥamân, Ḫirbat Ḥamân, al-Muğadda, al-Madûra /al-Mudawara, ʽAlâlî, aš-Šayâḫ Ġarbî und aš-Šayâḫ Šarqî, Ğadal, Ṣûr, al-Maṭala, aš-Šûmara, al-Bustân und Dair Dâmâ sowie weitere Siedlungen im al-Lağât-Gebiet nach heftigen Kämpfen mit Terroristen des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren jeweiligen Affiliierten. Während die Arme ihre Operationen weiter fortsetzte rückten schon die ersten Bewohner nach, ihren Dank gegenüber der und ihre Unterstützung für die SAA deutlich unterstreichend. (https://sana.sy/en/?p=140910, https://www.sana.sy/?p=772475 vom 25.6.2018)

Terroranschläge vom 25.6.2018:
Die inzwischen in arge Bedrängnis durch die SAA geratenen Terroristen setzen – wie seit Jahren in solchen Fällen zur Stärkung der desolaten Kampfmoral in den eigenen Reihen – ihre Attacken auf die Zivilbevölkerung fort. Mit Raketen beschossen sie vom Ost-Rîf von Darʽâ aus wieder den Stadtteil an-Nahḍa wie die Umgebung des Bezirks-Stadions von as-Suwaidâ´, wobei Sachschäden entstanden.
Aktualisierung: Bei der fortgeführten Raketenattacke auf die Orte ʽUrâ and Muğaimir im SW-Rîf von as-Suwaidâ´ wurde später ein Bürger getötet, weitere sieben erlitten Verletzungen.
Ergänzung: Nachmittags steckten Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra wieder im landwirtschaftlichen Gebiet im Norden der Provinz al-Qunaiṭra südlich des seit Jahren heftig attackierten Ortes Ḥaḍar dutzende Dunum (Tagwerk, vgl.u.) ertragreicher Obstplantagen mit Apfel-, Kirsch- und Feigenbäumen in Brand. Damit gehen die Terroristen, die sich im unwegsamen im Waldgebiet von Ğabâtâ al-Ḫašab verschanzt halten gegen die Lebensgrundlage der Bewohner vor, dieses – und damit zum vierten – Mal in der Gegend von Karûm al-Ḥamriyya und al-Kaša.
(https://sana.sy/en/?p=140889, https://www.sana.sy/?p=772255)

Präsident Dr. al-Assad im Interview mit NTV-Rußland am 24.6.2018

Im Vorfeld der Internationalen Chemiewaffen-Konferenz in London am 26./27.6.2018 gab Präsident Dr. al-Assad am 24.6.2018 dem russischen Kanal NTV ein Interview (https://sana.sy/en/?p=140830, https://www.sana.sy/?p=771978), dessen Übersetzung ins Deutsche wie üblich demnächst zur Verfügung steht.

In einer offiziellen Meldung informierte das russische Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm dank Informationen aus der Bevölkerung am 24.6.2018 darüber, daß der Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terrorgruppen  eine neue Giftgasattacke inszenierten und für eine Verfilmung vorbereiteten, welche dann als angeblicher „Beweis“ für einen C-Waffenangriff der SAA in arabischen und westlichen Medien veröffentlicht werden solle, wie dies schon mehrfach bekannt geworden ist (zu den einzelnen Vorfällen s.u.). Bewohner aus Idlib hatten die Information über die Beobachtungen per Telefon durchgegeben. Wörtlich hieß es im Statement: „Terrorists affiliated to Ğabhatu_n-Nuṣra are preparing false attacks in Syria, including fake footage of the civilians’ evacuation from the inside a destroyed building said to be destroyed by Russian and Syrian air strikes.” Demnach hatten Bewohner am Fr., 22.6.2018, beobachtet, wie ein Medien-Team von einer der Nah-Ost-Agenturen im terroristenbesetzten Idlib angekommen sei und dort eine inszenierte Evakuierungsaktion zu filmen begonnen habe. Dabei wurden vorgebliche Opfer in das Hospital des Roten Kreuzes gebracht und an zerstörter Infrastruktur herumagiert, von der im Film behauptet werde, sie sei auf einen aktuellen russisch-syrischen Luftangriff zurückzuführen. Neben der Verunglimpfung der genannten Militärs trachtete Ğabhatu_n-Nuṣra danach, durch diese Aktion ihre ausländischen Sponsoren dazu zu ermutigen, die Finanzierung mittels westlicher NGOs aufzustocken.. (https://sana.sy/en/?p=140864, https://www.sana.sy/?p=772143) – Bekanntlich sind z.B. die sog. White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) enge Verbündete von Ğabhatu_n-Nuṣra (vgl.u.). Ihre Finanzierung durch die USA wurde erst wiederaufgenommen (vgl.u.).

white helmets, Photo: thefreethoughtproject.com

Am 24.6.2018 erging eine Stellungnahme des Auswärtigen Amts zur Wiederaufnahme der Finanzierung der White Helmets durch die US-Administration (dazu s.u.). Diese lege die schamlose Unterstützung für eine terroristische Organisation bloß im Gegensatz zu deren Behauptung, den Terrorismus zu bekämpfen. Wörtlich hieß es weiter: „The Syrian Arab Republic condemns the recent US decision to provide USD 6.6 million in financial aid to the White Helmets terrorist organization.” Syrien sehe in der US-Entscheidung, die nach öffentlicher Finanzierung des Terrorismus aussieht, eine krasse Verkörperung der Unterstützung, die die USA, Frankreich, Großbritannien und andere Länder den vielfältigen Formen des Terrorismus, die seit 2011 in Syrien wahrzunehmen sind, gewährt haben. Zudem hätten die USA und einige westliche Regierungen die Organisation benutzt, um Terrorismus – vor allem mit C-Waffen – zu üben, um im Anschluß daran, Syrien dessen zu beschuldigen und damit den Krieg im Land weiter in die Länge zu ziehen. Es sei schon länger kein Geheimnis mehr, daß die White Helmets
der Hauptarm der Ğabhatu_n-Nuṣra Terrororganisation seien, und damit die Schuld am Tod vieler unschuldiger syrischer Bürger trügen. (https://sana.sy/en/?p=140819, https://www.sana.sy/?p=771904)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140791, https://sana.sy/en/?p=140862 und https://www.sana.sy/?p=772122, https://www.sana.sy/?p=771686 (Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierte starteten Angriffe auf Militärposten zum Schutz von Zalîn im nördlichen Bereich (Rîf) der Provinz Ḥamâ, welche im Zusammenwirken mit Volkswehrgruppen vereitelt wurden bei Eliminierung einer Anzahl der Extremisten samt deren z. T. mit schweren Maschinengewehren bestückten Kampfwagen. – In der Bâdiyya [Geröllwüste] im SO-Teil der Provinz Dair az-Zaur wurden in Kooperation mit alliierten Streitkräften die vorgefundenen IS-Trupps in großer Zahl, deren militärische Ausrüstung und fortifizierte Verstecke nach harten Gefechten beseitigt, wobei der Posten 400 an der Grenze zum Irak, westlich von al-Bû Kamâl, erreicht und damit wieder ein Gebiet von 1.800km2 unter staatliche Kontrolle gestellt werden konnte. – Bei Fortführung der Operation im Ost-Rîf der südlichen Provinz Darʽâ mit konzentrierten effektiven Angriffen gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-affiliierte Trupps und deren Stützpunkte im al-Lağât-Gebiet und Zerstörung von deren mit schweren Maschinengewehren ausgestatteten Kampfwagen und Raketenwerfern; Einmarsch in Buṣr al-Ḥarîr im NO-Rîf, von wo bis zuletzt Angriffe der Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten auf Orte des Umlands erfolgt waren (vgl.u.); im Anschuß begannen die Kampfmittelräumeinheiten ihre Arbeit, gleichzeitig erfolgte die Befestigung der neu gewonnenen Stellungen.)

Von Terroristen ausgelegte Landmine, Photo: SANA

Terroranschläge vom 24.6.2018:
Aufgrund der Detonation einer vom IS vor seinem Abzug am Straßenrand angebrachten Landmine kam östlich von ar-Rašîda in der östlichen Wüstengegend der Provinz as-Suwaidâ´ einer der Arbeiter ums Leben, die mit der Wiederherstellung der Trinkwasserleitung beschäftigt waren. (https://sana.sy/en/?p=140803, https://www.sana.sy/?p=771747)
Durch den Beschuß aus Panzerfäusten seitens der in Buṣr al-Ḥarîr im Ost-Rîf von Darʽâ in Stellung gegangenen Terroristen auf as-Suwaidâ´ und das Dorf ad-Duwar (oder ad-Dûr) im westlichen Umland verletzten drei Erwachsene, ein sehr schwer verletztes Kind konnte trotz Notoperation nicht mehr gerettet werden und verstarb. Es entstand vehementer Schaden an Wohnhäusern, Geschäften und an weiterem Eigentum. (https://sana.sy/en/?p=140794, https://www.sana.sy/?p=771746)

Eine weitere Gruppe an Familien startete am 23.6.2018 ihre Rückkehr in die befreiten und mit allen notwendigen Basis-Ausstattungen wiederhergestellten Heimatorte jeweils im Umland der Provinzhauptstädte Aleppo und Idlib über den Abû aḍ-Ḍuhûr-Sicherheitskorridor im SO von Idlib. (https://sana.sy/en/?p=140727, https://www.sana.sy/?p=771297)

SAA in al-Bâdiyya, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140721 und https://www.sana.sy/?p=771208 (Fortsetzung der Militäroperation zur Eliminierung der teils fortifizierten Terroristen-Stellungen und -Verstecke im al-Lağât-Bereich (vgl.u.) im Gebiet der administrativen Grenze zwischen den Provinzen Darʽâ und as-Suwaidâ´ auf der Achse der Dörfer aš-Šûmara, al-Madûra und ʽAlâlî im Ost-Rîf von Darʽâ; nach Tötung vieler Feinde brachen deren Reihen bald in Konfusion zusammen. – In der Provinz as-Suwaidâ´ fügte die SAA mit Unterstützung der Artillerie und unter Deckung der Luftwaffe den IS– und affiliierten Truppen heftige Verluste ausgehend von den Ausläufern des Rîf Dimašq bis in die Tiefen der Bâdiyya (Wüste) zu. Angriffsversuche einiger Terroristengruppen von Ar al-Kirâʽ aus auf Ḫirbat al-Umbâšî und Qabr aš-Šaiḫ Ḥussain und den NO von as-Suwaidâ´ wie den SO des Rîf Dimašq in Richtung al-Bâdiyya wurden vereitelt und sämtliche Feinde samt militärischer Ausrüstung vernichtet.)

Die irakische Luftwaffe führte – in Übereinstimmung mit der syrischen Regierung – am 23.6.2018 erfolgreiche Angriffe gegen ein Treffen von IS-Führungspersonen in Hağîn am Ost-Ufer des Euphrats in der Provinz Dair az-Zaur durch. Drei durch ein Tunnelsystem verbundene Häuser wurden dabei zerstört und 45 anwesenden IS-Anführer getötet, darunter der Leiter des IS-Kriegsministeriums und sein Stellvertreter, der IS-Militärkommandeur der Region al-Ğazîra, der IS-Medien-Leiter, zwei IS-Kommandeure der Islampolizei (al-ḥisba), ein Mitglied der IS-Hauptkommission (?) und der persönliche Bote des IS-Gründers. In der offiziellen Stellungnahme des gemeinsamen Operationskommandos war außerdem zu entnehmen: „In accordance with the orders of the Commander-in-Chief of the Armed Forces, Dr. Haider Al-Abadi, and according to accurate intelligence information from the Falcons intelligence cell, and in coordination and supervision of the Joint Operations Command, Iraqi F16 warplanes carried out a successful airstrike [inside Syria].” (S. Iraqi Warplanes Kill 45 ISIS Members In New Round Of Strikes In Syria)

Terroristenattacke, Beispielbild, Photo: SANA

Terroranschläge vom 23.6.2018:
Die in Buṣr al-Ḥarîr im Ost-Rîf von Darʽâ verschanzten Terroristen attackierten mit drei 120mm-Mörsergranaten das Dorf Ḥarân im West-Rîf der Provinzhauptstadt und richteten immensen Schaden an den Häusern an. (https://sana.sy/en/?p=140724, https://www.sana.sy/?p=771221)
Infolge Raketenangriffen auf die Stadtteile al-Kâšif und al-Bânûrâmâ der Provinzhauptstadt Darʽâ durch Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen wurden am späteren Nachmittag ein Erwachsener und ein Kind getötet, weitere fünf Personen verletzt und Schäden an den Wohnhäusern verursacht.

Im Gespräch mit dem russischen TV-Sender NTV über Verhandlungsperspektiven mit den USA erwiderte Präsident Dr. al-Assad am 22.6.2018, seit Beginn der Verhandlungen zwischen den Regierungen von Syrien und der USA im Jahr 1974 sei nichts erreicht worden. Grund sei, daß die US- Präsidenten nicht unabhängig in ihren Entscheidungen seien, sondern vielmehr Geiseln ihrer Geiselnehmer, d.h. der Lobby-Gruppen vor allem aus Großmedien, Finanzinstituten, Öl- und Waffenunternehmen. Daran werde sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern, weshalb über Verhandlungsbemühungen nichts erreicht werde. Sie seien – leider – Zeitvergeudung. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41848-pr%C3%A4sident_assad_verhandlung_mit_den_usa_ist_zeitvergeudung) – Näheres zum „tiefen Staat“ in den USA s.u.!

Generalmajor Igor Kirillow, Maria Sacharowa, Photo: SANA

Sowohl das Außen- als auch das Verteidigungsministerium gaben am Fr., 22.6.2018 in Moskau ein Presse-Briefing zur Nutzung chemischer Waffen durch die Terroristen in Syrien heraus.
Außenamstssprecherin Maria Sacharowa referierte, daß diese Terroristen – wie infolge der Exminierung der von ihnen verlassenen Stützpunkte hervorgehe – ihre C-Waffen sebst herstellten, während das Equipment dazu aus West-Europa stamme. Sie konstatierte: „The equipment, the leakage of which came out a few days ago… I would like to say that some of it is equipment that was used by militants, terrorists. It was discovered in the city of Douma.”
Generalmajor Igor Kirillow, Chef der ABC-Abwehr-Streitkräfte, faßte seine Erkenntnisse so zusammen, daß der Westen die öffentliche Meinung der Welt hinsichtlich der Nutzung von C-Waffen in Syrien zu täuschen suche. Zur Untermauerung nahm er Bezug auf den angeblichen Chemie-Vorfall in Dûmâ (s.u.). Untersuchungen, auf welche sich die Regierungen in Washington, Paris und London bezogen, seien ohne einen Besuch vor Ort „ausgekommen“, ein klares Zeichen für den Mangel an Professionalität, der der Reputation der Organi­zation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) nur abträglich sein könne und allein den Zweck hatte, den Sachverhalt zu politisieren. Wörtlich äußerte er: „The United States, the United Kingdom, France and their allies are again misleading the international community and are striving for con­fron­tation. Using staged chemical attacks they accuse Syria of violating the (Chemical Weapons) Convention, and Russia of facilitating this (violation). Against this background, a campaign has been organized to turn the OPCW into a politicized structure that has the authority to issue strict guilty verdicts against individual states and their leaders.” Bezugnehmend auf die durch Frau Sacharowa präsentierte Information setzte er hinzu: „With the help of this equipment, (militants) produced high-tech and high-quality TEN explosives. During the search of the lab, (the Russian military) also found thiodiglycol and triethanolamine, which can be used for the production of sulfur and nitrogen mustard, as well as hexamine.” Man habe zudem Chloringas-Zylinder gefunden wie sie auch von den Militanten, welche in Dûmâ die Chemieattacke vortäuschten, eingesetzt worden waren. „We would like to draw your attention to the fact that certain parts of the equipment and reagents were produced in the EU and North American countries,” schloß der General.
Die vermeintlichen Beweise seien allein durch die White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) sowie andere, den sog. MAO (s.u. bzw. ab Teil II) verpflichtete soziale Mediengruppen und „monitoring centers“ geliefert worden. In gleicher Weise sei es schon 2017 in Ḫân Šaiḫûn gelaufen.
Dagegen hätten russsische Untersuschungen gezeigt, daß die angebiche Chemieattacke in Dûmâ nur inszeniert gewesen sei, was auch die in Den Haag erschienenen Zeugen (s.u.) ausgesagt hätten.
Weder medizinische Examinationen vor Ort wie an den vermeintlichen Patienten wiesen keinerlei Spuren von Giftgaseinsatz auf. Ebenso zeigten Photos und Videos, daß sie „behandelnden“ Personen unmittebar nach der angeblichen C-Attacke in Dûmâ keinerlei entsprechend Schutzkleidung trugen.
Eingehend auf die White Helmets stelte General Kirilow klar, daß sie zu Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra gehörten und fuhr fort: „While conducting investigations into chemical incidents in Syria, compliance with a strict sequence of actions to preserve evidence has been violated.” Die außer Acht gelassenen OPCW-Standards „led to contradictions, inconsistencies and falsifications of facts in the reports on the results of investigations, which are clearly anti-Syrian in nature.” (https://www.sana.sy/?p=770779, https://sana.sy/en/?p=140668)

Ḥusâm ad-Dîn Âlâ als Präsident der Abrüstungskonferenz in Genf, Photo: SANA

Im Interview mit SANA bezeichnete es Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, permanenter Repräsentant bei den UN in Genf, und derzeitiger Präsident der Abrüstungskonferenz (Conference on Disarmament) nach Schluß der End-Sitzung am Fr., 22.6.2018, als große Errungenschaft für Syrien, diesen Vorsitz – zum dritten Mal – innegehabt zu haben und dabei mit Unterstützung aktiver Mitglieder Wichtiges erreicht zu haben. Der Sprecher der NAM-Länder, Venezuelas Botschafter, habe die Professionalität und Effektivität der syrischen Präsidentschaft wie das vorgestellte Arbeitsprogramm gewürdigt. Jenes würde der Konferenz die seit Jahren brach liegende Arbeitswiederaufnahme erleichtern trotz der US-Versuche, diese Initiative zu vereiteln. Enthalten sei der Aufruf eine Diskussion zu starten mit dem Ziel eine gegen den Terrorismus unter Einsatz chemischer Substanzen (C-Waffen) gerichtete Vereinbarung zu erreichen. Eine solche hatte zuvor Rußland angeregt.
Zugleich rügte jener die Versuche der USA und ihrer Alliierten scharf, die Teilnehmer der Abrüstungskonferenz an der Verabschiedung einer Resolution zu ihrer Agenda hindern mit dem Plan, sie für die Umsetzung politischer Ziele zu mißbrauchen, die nichts mit der Jurisdiktion und dem Mandat der Konferenz zu tun haben [dazu s.u.!]
Mit dieser Tätigkeit habe Syrien bewiesen, daß es auf dem diplomatischen Parkett internationaler Organisationen wieder eine bedeutende Rolle einnehme. (https://www.sana.sy/?p=771013, https://sana.sy/en/?p=140689)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140697 und https://www.sana.sy/?p=771208 (Nach heftigen, aber für den Feind verlustreichen Gefechten und Zerstörung von dessen fortifizierten Stellungen Befreiung der Dörfer Dair Dâmâ und Mazraʽat al-Bustân wie der Gegend mitten in al-Lağât-Gebiet im äußersten NW der Provinz as-Suwaidâ´ bzw. dem Ost-Rîf von Darʽâ. Das vulkanische Hochplateau des al-Lağât-Gebiets bot den Terroristen wegen seiner felsigen, zerklüfteten und an Höhlen reichen Gestalt beste Voraussetzungen für die Einrichtung von versteckten Basen, die beständig als Ausgangspunkte für Angriffe in die Umgebung genutzt wurden. – Zudem wurde die Schüsselposition von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ erreicht und die Position für den weiteren Vormarsch gesichert.)

Terroristische Brandstiftung in der Provinz al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Terroranschläge vom 22.6.2018:
Zum dritten Mal in zwei Wochen steckten Terroristengruppen südlich des vielfach angegriffenen Dorfes Ḥaḍar (s.u.) im Umland von al-Qunaiṭra im Areal von Tal al-Ḥamriyya am Freitagabend über 25 Jahre alte, ertragreiche Obstbaumpantagen und Weingärten in Brand. Diese bilden die Lebensgrundlage der Bewohner der bäuerlich geprägten Gegend. Sämtliche Löschversuche quittieren die Extremisten mit Beschuß durch Scharfschützen oder Granaten. Gleicher immenser Schaden entstand durch die Flammen im Gebiet von Ḥirš Šaita (?). (https://sana.sy/en/?p=140694)
Mit Mörsergranaten beschossen die meist Ğabhatu_n-Nuṣra verbundenen Terroristen des al-Lağât-Gebiets im O-Rîf von Darʽâ das Dorf Dâmâ im NW-Rîf von as-Suwaidâ´, wobei zum Glück „nur“ Sachschäden an den Häusern enstanden. (https://sana.sy/en/?p=140692, https://www.sana.sy/?p=771039)

Vom 22.6.2018 liegt laut southfront.org eine offizielle Meldung des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm vor, wonach sich in Folge einer Rekonziliierungs-Übereinkunftzwischen dem Führer derOmari Brigaden“ [Alwiya al-ʽUmarî oder Katîba ʽUmar al-Fârûq oder Liwâ´ ʽUmar bin ʽAbdulʽazîz ?], Wağdî Abû Ṯulaiṯ (?), diese frühere Untergruppierung der US-unterstützten FSA [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] im NO-Rîf von Darʽâ der SAA ergeben und ihr ihre Waffen und Stellungen überlassen habe. sie würden fortan mit der SAA die Ğabhatu_n-Nuṣra -Terroristen der Gegend bekämpfen. – Vor Monaten seien Gerüchte aufgekommen, daß Wağdî Abû Ṯulaiṯ mit dem syrischen Geheimdienst in Verbindung gestanden habe. (S. Senior Free Syrian Army Commander Reconciles With Syrian Government In Southern Syria)
Zum anderen machte Sam Heller, ein Analyst der „Crisis Group“ per Twitter bekannt, daß die US-Botschaft im jordanischen ʽAmmân am 23.6.2018 der in Süd-Syrien gegen die SAA kämpfenden FSA eine Mitteilung geschickt habe, wonach sich jene nicht auf eine Unterstützung von US-Kräften oder deren Alliierten verlassen, sondern lieber Entschlüsse im Interesse ihrer Familien etc. treffen sollten. Sie autete: „you should not base your decision on the assumption or expectation of military intervention by us.” und: „You need to make your decision based on your estimation of your interests and the interests of your fami­lies. This estimation and this decision is in your hands alone”. (S. U.S. Embassy In Amman Told Militants In Southern Syria: Don’t Rely On Our Military Intervention). – Das liest sich wie eine Unterstützung der Rekonziliierungsbemühungen der syrischen Regierung im Süden des Landes (vgl.u.), die allerdings der offiziellen, Syrien wiederholt drohenden Position der US-Administration, sprich Pentagon, widerspricht (vgl.u.). Jedoch gilt zu bedenken, daß sich noch vor kurzem eine Gesandtschaft enger Mitarbeiter von Präsident Trump, angeführt von dessen Berater und Schwiegersohn Jared Kushner, der zudem dem US-State Department keine Rechenschaft schuldig ist, und dem US-Sondergesandten Jason Greenblatt in der US-Botschaft in ʽAmmân zwecks Besprechung eines Friedensplans für den Nahen Osten mit verschiedenen Parteien zu aufgehalten hatte. (vgl. MSM-Meldungen).

Beschlagnahmtes Captagon, Photo: SANA

Das Drogendezernet von Ḥomṣ verhaftete am 22.6.2018 einen Drogendealer, der in seinem Fahrzeug 60.000 Pillen Captagon (zu dessen spezieller Verwendung bei den Terroristen s.u., bes. Teil II) versteckt hatte. (https://sana.sy/en/?p=140674, https://www.sana.sy/?p=770892)

Marğ as-Sulṭân füllt sich wieder mit Rückkehrern, die Stimmung der Bewohner sei zukunftszugewandt-optimistisch, die Terrorherrschaft „nur“ noch eine schlechte Erinnerung. (https://www.sana.sy/?p=770337, https://www.sana.sy/?p=770758 vom 21. und 22.6.2018)

SAA-Stellung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140594 und https://www.sana.sy/?p=770208 (Nach Überwachung einer IS-Gruppe in der Wüstengegend (a-Bâdiyya) von as-Suḫna, 70km östlich von Tadmur im Ost-Teil der Provinz Ḥomṣ, konnte der Trupp unterwegs zusammen mit seinem militärischen Equipment vollständig eliminiert werden. – Angriffe von ihrem Stützpunkt in of al-Ḥamîdiyya  aus auf SAA-Posten zum Schutz von al-Baʽṯ, der neuen Provinzhauptstadt von al-Qunaiṭra durch  Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierte wurden im Zusammenwirken mit Volkswehrgruppen vereitelt; nach Ausschaltung eines Großteils der motorisierten Angreifer samt deren Ausrüstung floh der Rest zurück nach al-Ḥamîdiyya und sein Umland. – Mit präzisen, konzentrierten Attacken der Artillerie auf teils fortifizierte Stellungen und Verstecke von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in al-Ḥirak, 30 km nordöstlich von der Provinzhauptstadt  Darʽâ, und in Buṣr al-Ḥarîr im Südteil der al-Lağât-Anhöhe im N-Rîf von Darʽâ wurden die Terroristen-Stützpunkte samt Waffen etc. zerstört; unter den getöteten  Extremisten konnten  ʽImâd ʽIirsân Farḥân al-Ḥarîrî, Fâdî Yâsir as-Salâmât und Nâṣir Ṣu­biḥ al-Maṣrî identifiziert werden)

Am 21.6.2018 beginnt in Genf das bis zum 23. Juni dauernde Treffen der Parliamentary Assembly of the Mediterranean (PAM) und des Office of the High Commissioner for Human Rights (OHCHR) mit Teilnahme einer syrischen Delegation unter Leitung von Nağdat Anzûr. Unter der übergeordneten Thematik des Status´ der Menschenrechte in der Region und der weiterzuentwickelnden Rolle der Parlamente bei deren Behandlung und Diskussion wurden als Einzelthemen angegeben: Migration und Asyl-Politik, Sanktionen, Besetzungs- und Belagerungszustände. Anzûr führte dazu aus, die Pflicht eines Abgeordneten sei es, die Bürger seines Landes korrekt zu repräsentieren, deren soziale Probleme aufs Tapet zu bringen, insbesondere, was Immigration und Terrorismus betreffe. (https://sana.sy/en/?p=140643)

Opfer einer Terrorattacke, Photo: SANA

Terroranschläge vom 21.6.2018:
Im östlichen Umland von Darʽâ in Stellung gegangene Terroristen beschossen den Wohnbezirk an-Nahḍa von as-Suwaidâ´ mit Raketen, was drei Bewohner tötete, zwei andere verletzte und Sachschänden verursachte. (https://www.sana.sy/?p=770425, https://sana.sy/en/?p=140626)

Am Abend des 21.6.2018 erfolgte eine „Aggression“ gegen SAA-Stellung im Gebiet von al-Halba, 20km im SSO von Tadmur im O-Rîf of Ḥomṣ, wobei ein Soldat ums Leben kam, weitere verwundet wurden. Der Angriff erfolgte weniger als einen Tag nach Verkündung der spektakulären Siege der SAA gegen den IS auch in dieser Region (vgl.u.). (https://sana.sy/en/?p=140663, https://www.sana.sy/?p=770678)
Pars Today zitiert dazu Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Mehr, daß es sich bei den Angreifern um einen Verband der US-geführten Koalition gehandelt habe.
(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41834-tote_bei_luftangriff_us_gef%C3%BChrter_anti_is_milit%C3%A4rkoalition_auf_syrien)

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Wieder kamen bei – wie es aus einheimischen Quellen hieß – gezielten Luftangriffen der US-geführten Koalition auf Wohngebiete, dieses Mal im Dorf aš-Šaʽfa nördlich von al-Bû Kamâl im äußersten SO der Provinz Dair az-Zaur, am 21.6.2018 bislang mindestens acht Einwohner ums Leben, viele andere wurden verwundet bei so enormen Zerstörungen der Wohnhäuser und weiteren Infrastruktur, daß die Bewohner gezwungen sind, den Ort zu verlassen. dies war inzwischen das fünfte solche „Massaker“, wie es die örtlichen Quellen nennen, seit Beginn des Monats mit über 60 syrischen Opfern. (https://sana.sy/en/?p=140656, https://www.sana.sy/?p=770654)

Zur Rückkehr der von den terroristischen Banden aus Syrien vertriebenen Bürger, welche im Libanon Zuflucht fanden, bekräftigte Bilâl Taqî ad-Dîn, Chef der Partei al-Wifâq al-Waṭanî, im Libanon die Notwen­digkeit einer Koordinierung mit Syrien. In einer Presseerklärung vom 21.6.2018 machte er deutlich: „Jede internationale Intervention , die diese Rückkehr zu verhindern sucht, ist Teil der laufenden Verschwörung gegen Syrien und den Libanon und der Libanon soll nicht Teil dieser Verschwörung sein.“ Ferner stete er klar, wer in der Sache eine Koordinierung mit der syrischen Regierung ablehne, schade den Interessen des Libanon.
Zuvor hatte schon der libanesische Außenminister Ğibrân Bâsîl (vgl.u.) den gemeinsamen libanesisch-syrischen Willen bestätigt, die Rückkehr der vertriebenen Syrer in ihre Heimat umzusetzen, je nach geeigneten Bedingungen bzgl. Sicherheit und Stabilität in den einzelnen Regionen. Die Haltung einiger Länder und internationaler Institutionen sei zu kritisieren, da sie dem Libanon drohen, Hilfszahlungen zu stoppen, um die libanesische Regierung zu ermutigen, die vertriebenen Syrer nicht in ihr Land zurückkehren zu lassen. (https://www.sana.sy/?p=770509)

Merkel sagt Jordanien Millionenkredit bzgl. Flüchtlingen im Land zu, Photo: freenet

Anläßlich des Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Merkel in Jordanien mit Weiterreise in den Libanon am 21.6.2018 schienen die Mainstream-Medien-Medien eher die Ängste Rückkehrwilliger nach Syrien zu schüren.
Leider bestehen hier nicht die Kapazitäten, alle interessanten Artikel aus der Gegend selbst in Übersetzung bereitzustellen. Hier soll der Hinweis auf die unzähligen täglichen Artikel z.B. bei SANA genügen, die zeigen, mit welchem Einsatz von staatlichen Stellen wie in Eigenregie und Bürgerinitiativen der Wiederaufbau beeindruckend schnell voranschreitet, wichtige Infrastruktur instandgesetzt und Orte wieder bewohnbar gemacht werden.
Viel einfacher, als Nachbarländer Syriens Gelder zukommen zu lassen, wäre der kostengünstige Beitrag, die – an sich schon illegalen (zur Einordnung s.u.!) – Sanktionen gegen Syrien aufzuheben, die sich negativ auf die Bürger des Land auswirken, wie schon so oft – auch in Berichten gegenüber der UNO – gezeigt worden ist.
Finanzierungen für Flüchtlinge beherberge Regierungen scheinen – schon früheren Ermittlungen gemäß (vgl.u.) – darauf ausgerichtet, die Flüchtlinge an der Rückkher zu hindern und zum Bleiben im Ausland zu veranlassen!
Bemerkenswert war ebenfalls, daß der Aufruf des Gouverneurs von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî nicht gezeigt wurde, als jener vor über einem Jahr (! s. Teil V) tatsächlich zur Rückkehr auch in das letzte befreite Stadtviertel von Ḥomṣ einlud (zuletzt ging es um die überaus erfolgreichen Militäroperationen gegen (IS-)Terroristen-Zellen in der gleichnamigen Provinz!). Zur Frage der Finanzmittel für den Wiederaufbau sei auf das letzte Präsidenten-Interview  vom 3.6.2018 verwiesen.

Während der gemeinsam mit dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres in Moskau am 21.6.2018 abgehaltenen Pressekonferenz stellte Außenminister Sergei Lawrow heraus, daß sämtiche Informationen, einschließlich der in UN-Reporten über die Situation in Syrien enthaltenen von Komitees stammten, welche keinerlei Ermittlungen vor Ort durchgeführt hätten. Daher konstatierte er: „We do not trust any information from the UN reports on the situation in Syria because they rely on committees that have not conducted investigations on the ground.” (https://sana.sy/en/?p=140613)- Zur Rückkehr von Flüchtlingen s.u. bzgl. Fall der Libanon-Füchtlinge!

Mekka zur Wallfahrtszeit, Photo: Reuter

Mekka zur Wallfahrtszeit, Photo: Reuter

Wie das Auqâf-Ministerium am 21.6.2018 mitgeteilt hat, verweigert die saudische Regierung inzwischen zum siebten Mal infolge den syrischen Muslimen die Teilnahme an der Pilgerfahrt (hağğ) nach Mekka. (https://www.sana.sy/?p=770347)

Terroranschläge vom 20.6.2018:
Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen feuerten Granaten auf das Dorf Ğabâ in der südlichen Provinz al-Qu­naiṭra, 10 km im NO der gleichnamigen Stadt, wo ein Bürger getötet, zehn weitere verletzt wurden. Der Schaden an Häusern etc. war ebenfalls groß.
Auch die im Ost-Rîf von Darʽâ verschanzten Terroristen beschossen die südliche Zufahrt zum Dorf Ḥarân im NW-Rîf von as-Suwaidâ´ mit Mörsergranaten, wo Sachschäden entstanden. Dieser entstand ebenfalls in den Dörfern aṭ-Ṭîra und Taʽâra infolge des terroristischen Beschusses. (https://sana.sy/en/?p=140556, https://www.sana.sy/?p=769924)
Am Abend beschossen Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen wieder mit Mörsergranaten Wohnhäuser im Dorf Ğabâ im NO-Rîf von al-Qu­naiṭra, wobei jene beschädigt wurden.
Ebenfalls abends feuerten Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen Raketen auf das al-Bânûrâmâ-Areal am nördlichen Stadtrand von Darʽâ mit Sachschäden in der Folge.
Die SAA reagierte inzwischen mit Zerstörung einer Abschußanlage und brachte den Terroristen weitere Verluste bei. (https://sana.sy/en/?p=140592, https://www.sana.sy/?p=770201)

SAA gegen den IS al-Bâdiyya bei Dair az-Zaur, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140572 und https://www.sana.sy/?p=770065 (Aus den Provinzen Rîf Dimašq (Damaskus-Land), Ḥomṣ und Dair az-Zaur konnten nach mehrtägigen Militäroperationen folgende enorme Erfolge bei der Bekämpfung der Terroristen gemeldet werden, wobei insgesamt eine Fläche von 4.500 km2 in der Großen Syrischen Wüste (al-Bâdiyya) wieder unter Regierungskontrolle gelangte: Befreit wurden demnach mehr als 850km2 im Rîf Dimašq in Richtung Süden in die Bâdiyya hinein mit Tal ʽAlî, Tal Umm Ğunaibarîs, Tal aḍ-Ḍaris, Tal al-Ḫail, Tal Lâyiḫ, Tal Maʽrʽar, Tal aḍ-Ḍaḥâyâ, Tal aḍ-Ḍabâb, Ḫirbat al-Umbâšî, Ḫirbat al-Hîbariyya, Qabar Umm Marzaḥ, Tal Lailâ, Tal al-Aqʽaṣ, Tal al-Aʽğir und Tal Ḫunaifis.
In der Bâdiyya in der Provinz Ḥomṣ östlich von Tadmur arbeitete sich die SAA, unterstützt von alliierten Kräften, im Be­reich zwischen dem Sadd ʽUwairiḍ und südlich von Ḥumaima entlang einer Front von 45km Breite und 60km Tiefe bis zur Grenze zum Irak nach siegreichen Gefechten gegen IS-Trupps vor mit Befreiung dieses gesamten Ost-Gebiets, wovon ein Teil in der Provinz Dair az-Zaur liegt, in einer Größe von 2500 km2; wieder unter Regierungkontrolle kamen damit: Tal Kabad, Artuwâziyya al-ʽAkafân, Bi´r al-ʽAkafân, Tulûl al-Ḥabârî, Bi´r al-Waʽr, Bi´r aṭ-Ṭiyâriyya, Bîr al-Ward, Bi´r Zuwaid, Bi´r aṣ-Ṣamâdiyya, Bi´r al-ʽAṭšân, Artuwâziyya al-ʽAṭšân, Bi´r Sîğar; vernichtet bzw. beschlagnahmt wurden dabei große Mengen an Waffen und weiterer militärischer Ausrüstung des Feindes. Die weiteren Militäroperation in der Provinz Dair az-Zaur erstreckten sich von ad-Duwair gen Süden, von Maʽîzaliyya bis nach Maḥaṭṭa aṯ-Ṯâniyya, wobei Infanterie-Einheiten die letzte noch verbliebene IS-Enklave einkreisten und damit vollständig abschnitten, sie liegt zwischen Maḥaṭṭa aṯ-Ṯâniyya, Faiḍa bin Muwainaʽ und Mayâdîn, welches nun völlig terroristenfrei ist. Während des Durchkämmens der Gegend wurde ein Tunnel des IS entdeckt mit Depots an Lebensmitteln und Medizin saudischer Herkunft)– Bi´r bedeutet, daß sich an einem Ort mit Wasserversorgung im Lauf der Jahre eine wachsende Ansiedlung gebildet hat.

Ḥarân al-ʽAwâmîd ist eine jener vor einigen Wochen befreiten Städte von Ost-al-Ġûṭa, in denen ein Team des DGAM eine Aufnahme der durch die Terroristen verursachten Schäden an archäologischen Stätten gemacht hatte. Im [Photo-]Bericht vom 28.5.2018 (s.u.) hieß es, daß dort nach Entfernen des Schutts und weiterer Säuberungsarbeiten bald die Bewohner wieder zurückkehren könnten. Am 20.6.2018 war es für ca. 500 Familien soweit, nachdem die Behörden – wie in diesen Fällen üblich (vgl.u.) – zuvor die notwendigen Bedingungen geschaffen durch Wiederherstellung der (Ab-)Wasser- und Elektrizitätsversorgung, weiterer Infrastruktur wie Schulen, medizinischen Zentren, Behörden etc. Die Rückkehrer zeigten deutlich ihre Freude und sagten ausdrücklich nochmals der SAA Dank für ihre Befreiung von der Terrorherrschaft. (https://sana.sy/en/?p=140577, https://www.sana.sy/?p=770024)

Dr. al-Miqdâd vor dem Jugend-Diskussionsforum, Photo: SANA

Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd sprach während des 1. Jugend-Dialog-Forums in Damaskus am 19.6.2018. In diesem Forum solle die heranwachsende Generation ihre Zukunftsvisionen zur Diskussion stellen. Diese könnten einmal die Wirklichkeit in Syrien darstellen. Neben der Terrorismusbekämpfung stelle das Hinarbeiten auf eine politische Lösung der Krise seit Beginn derselben [dazu vgl. ab Teil I] das Bemühen der Regierung dar, den Krieg zu beenden unter Bewahrung von Syriens Souveränität, Unabhängigkeit und territorialer Integrität und Verhinderung jeglicher ausländischer Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens.
Die gegenwärtigen Konsultationen bezüglich des Komitees zur Diskussion der Verfassung (vgl.u.) – in Umsetzung des Beschlusses des Syrian National Dialogue Congress in Sotschi (s.u.) – beschäftigte sich mit dem 2012 angenommenen Verfassungstext, welcher modern und nach einer Synopse globaler Verfassungen erstellt worden sei.
Dann ging er auf die strategische Beziehung zu den befreundeten Staaten Rußland und dem Iran ein, welche auf wichtigen Prinzipien und Werten beruhe: der Kooperation bei der Terrorismusbekämpfung wie in wirtschaftlichen Gebieten und solchen der Forschung, dem Festhalten an der Palästina-Diskussion wie dem Recht der Völker, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden.
Forumsteilnehmer betonten die Bedeutung solch einer Diskussionsgelegenheit, in welcher die verschiedenen Ansichten und Informationen ausgetauscht werden und sie am Wiederaufbau Syriens mitwirken könnten. So werde die [politische] Achtsamkeit und Diskussionskultur in der Gesellschaft geschult und verbreitet. (https://sana.sy/en/?p=140549, https://www.sana.sy/?p=769639)

Rußlands Repräsentant als einer der drei Garantenstaaten für die bei den Astana-Verhandlungen erzielten und darauf umgesetzten De-Eskalationszonen in Syrien (vgl.u.) sprach im Anschluß an das Treffen dieser drei Fraktionen mit dem UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, in Genf am 18. und 19.6.2018 (s.u.) in einer Presseerklärung die noch bestehende Terroristenpräsenz in Süd-Syrien und in der Region Idlib an, die eine große Anzahl IS– und Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen umfasse. Wörtlich äußerte Alexander Lawrentiew am 19.6.2018 dazu: „De-escalation zones were established especially for improving the situation, putting an end to blood­shed and ensuring the ceasefire. … The situation in southern Syria was rather calm until re­cently, though some provocations took place. However, a large number of the IS and Jabhat al-Nusra terrorists remain in the southern de-escalation zone. Very few IS members remain in northern Syria, while their number is rather large in the country’s south.“
Staffan de Mistura schätzte die zweistündige Besprechung mit den Garantenstaatenvertretern als „very useful and fruitful“ ein. Tags zuvor hatten sich die Repräsentanten mit syrischen Oppositionsgruppen getroffen. (www.sana.sy/en/?p=140529, s.a. http://tass.com/politics/1010169)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in der UN-Konferenz zum Waffenhandel, Photo: SANA

UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî machte am 19.6.2018 während der 3. UN-Konferenz zum Review Progress Made in the Implementation of the Program of Action to Prevent, Combat and Eradicate the Illicit Trade in Small Arms and Light Weapons in All its Aspects auf den nach wie vor erfolgenden Transport und Schmuggel kleiner und leichter Waffen samt Munition an UN-gelistete Terrorgruppen und -Organisationen aufmerksam. Auch die in Syrien aktiven Gruppen würden so weiterhin versorgt durch gewisse Staaten, welche sie auch weiterhin finanzierten. Einige arabische Regierungen wie z.B. die von Saudi-Arabien und Qaṭar gäben immer noch Milliarden US-$ für Waffenankäufe auf, die unmittelbar darauf zu den Terroristen transportiert würden. Andre regionale Regierungen wie die der Türkei leisteten jede Art der Unterstützung an die Terrorgruppen durch Waffenlieferungen, Training und Schutz in vielerlei Hinsicht. Einige westliche Regierungen wie die der USA, Frankreichs oder Großbritanniens gaben ebenfalls Milliarden US-$ aus, um den Terroristen alle möglichen Waffentypen, Ausbildung und Finanzierung zukommen zu lassen, damit sie in Syrien aktiv blieben. Dazu gehörten auch der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra. Auch die zionistische Regierung in Israel liefere den Kämpfern von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und weiteren Terrororganisationen in der Entflechtungszone auf dem besetzt gehaltenen syrischen Golan kleine und leichte Waffen.
Daher richtete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî an die UN-Mitgliedsstaaten und insbesondere jene, welche die geschilderten Waffenlieferungen durchführen, den Aufruf, sich ihrer Verantwortung bewußt zu werden und sich an die relevanten internationalen Abmachungen wie die UN-Charta und das Völkerrecht zu halten und diese Waffenlieferungen einzustellen.
Die gegenwärtige Konferenz biete die Möglichkeit zur Bewältigung aller Defizite und aktuellen Herausforderungen bei der Durchführung des Arbeitsprogramms und Umsetzung des Interna­tional Tracing Instrument in einer ausgewogenen und effektiven Weise.
Es folgte die Anregung, daß das Abschlußdokument in klarer und scharfer Weise die Doppelmoral (double standards) der zuvor erwähnten Regierungen verurteilen und sie dazu anhalten solle, sich an ihre Verpflichtungen gemäß dem Arbeitsprogramm und dem internationalen Tracing Instrument zu halten sowie mit den anderen Staaten zu kooperieren, um den genannten Herausforderungen zu begegnen. (https://www.sana.sy/?p=769652, https://sana.sy/en/?p=140546)

Abschuß einer israelischen Drohne in Süd-Syrien, Photo: SANA

Der SAA gelang am 19.6.2018 der Abschuß einer israelischen SkylarkÜberwachungsdrohne über der südlichen – in ihrem Norden an die israelisch besetzten syrischen Golan-Höhen angrenzenden – Provinz al-Qunaiṭra, während sie sich gerade im Gefecht mit den im NO der Provinzhauptstadt  Darʽâ ihr Unwesen treibenden Terroristen (vgl.u.) befand. Das israelische Militär erhofft sich damit wohl nähere Auskunft über den Stand der Gefechte in Süd-Syrien. (s. In Photos: Syrian Forces Shoot Down Israeli Reconnaissance UAV East Of Golan Heights)

Das irakische Außenministerium verurteilte am 19.6.2018 die Aggression der US-geführten Koalition gegen Streitkräfte, welche [gerade] mit der Bekämpfung der IS-Terroristen beschäftigt seien. Sprecher Aḥmad Maḥğûb präzisierte, dies gelte für alle Streitkräfte im Counterterrorismus ob in Syrien, dem Irak oder andernorts und wie auch immer sie sich nennten. Angriffe gegen solche Antiterroreinheiten leisteten nur Unterstützung für den Takfîr-Terrorismus und trügen zu dessen Ausbreitung und Reorganisation bei. Der Irak appelliere erneut an alle Länder der Erde, bei der Terrorismusbekämpfung zusammenzuarbeiten. (https://sana.sy/en/?p=140496) – Damit nimmt der Irak dieselbe Haltung wie Syrien ein. Sowohl die SAA als auch z.B. al-Ḥašd aš-Šaʽbî -Einheiten waren schon vielfach Bombardement der US-geführten Koalition ausgesetzt gewesen, während sie sich im Gefecht mit Terroristen z.B. des IS befanden (vgl.u.).
Betroffen vom Bombardement waren auch Kämpfer von al-Ḥašd aš-Šaʽbî. Die irakische Volkswehr gab am 18.6.2018 bekannt, in der syrisch-irakischen Grenzregion nahe al-Bû Kamâl seien durch die US-geführte Koalition auch 22 ihrer Leute getötet und 12 weitere verwundet worden. Al-Ḥašd aš-Šaʽbî verurteilte wie schon die Regierung in Bagdad vehement diese völkerrechtswidrige Aggression der US-geführten Koalition, die durch ihre Angriffe schon in den vergangenen Jahren immer wieder ihre im Kampf gegen die Terroristen befindlichen Kämpfer getötet und verletzt und damit regelmäßig den IS-Terroristen Vorteile verschafft habe.  Es werde ein Komitee zur Untersuchung der genauen Umstände und Details gebildet, das dann dem Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte, Ḥaidar al-ʽAbâdî, Bericht erstatten werde. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41716-irakische_regierung_und_al_hashd_al_shaabi_verurteilen_angriffe_auf_al_bukamal)

Terroristische Artillerie, Photo: SANA

Terroranschläge vom 19.6.2018:
Mit Raketenbeschuß attackierten die in Darʽâ al-Balad und im an-Nâziḥîn Camp in Stellung gegangenen Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen von die Stadtteile as-Saḥârâ, Šamâl al-Ḫaṭ und al-Kâšif sowie den Flughafen der südlichen Provinzhauptstadt Darʽâ. Eine 7-Jährige starb dabei, eine weitere Person wurde verletzt bei erheblichen Schäden an Wohnhäusern und weiterem privaten Eigentum. Die SAA reagierte mit präziser Eliminierung der Abschußvorrichtungen und eines Teils der Extremisten.
Im Ost-Rîf von Darʽâ verschanzte Anhänger von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten beschossen mit Raketen die Stadtteile al-Ğalâ´ und al-Istiqlâl von as-Suwaidâ´, was ebenfalls zu schweren Zerstörungen führte. (https://sana.sy/en/?p=140476, https://www.sana.sy/?p=769203)

SAA-Luftabwehr, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140444 und https://www.sana.sy/?p=769001 (Eliminierung eines Terroristentransporters mitsamt Insassen unterwegs zwischen al-ʽAnkâwî und Qalîdîn im äußersten NW-Rîf von Ḥamâ; in der Gegend patrouillieren Überwachungseinheiten, um Überraschungsangriffe von noch existierenden Terroristentrupps zuvorzukommen, sie kappen zudem Nachschubrouten der Extremisten. – Vereitelung eines Angriffs terroristischer Gruppen auf mehrere militärische Stützpunkte bei Ğabâ und im Gebiet von Tal Karûm Ğabâ im östlichen Umland (Rîf) der südlichen Provinz al-Qunaiṭra ausgehend von Masḥara, Umm Bâṭina und al-ʽAğraf mit Vernichtung der meisten Feinde samt deren Ausrüstung.)

Von der irakischen Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî war am Mo., 18.6.2018, zu erfahren, daß eine ihrer Einheiten per Artillerieeinsatz IS-Stellungen auf der syrischen Seite der beiderseitigen Grenze – was grundsätzlich im Einvernehmen beider Regierungen geschieht! – attackiert. Dazu hieß es laut eine Sprecher: Bei dem Artillerieangriff der irakischen Volksmobilmachungskräfte auf IS-Stellungen nahmen Mitglieder dieser Terroristen­gruppe große Schäden davon.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41672-al_haschd_al_schaabi_greifen_is_stellungen_in_syrien_an)

Terroranschläge vom 18.6.2018:
Opfer einer von IS-Terroristen hinterlassenen Tretmine wurde ein Bewohner des Dorfes al-Masʽûdiyya im östlichen Landkreis von Salamiyya, im O-Rîf von Ḥamâ. Er starb bei der Detonation. (https://sana.sy/en/?p=140449, https://www.sana.sy/?p=769085)
Die im Stadtbezirk Darʽâ al-Ba­lad verschanzten Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten beschossen nachmittags mittels Raketen den Stadtteil aḍ-Ḍâḥiyya der Provinzhauptstadt, was zu Sachschäden führte. (https://sana.sy/en/?p=140451, https://www.sana.sy/?p=769090)

Brandstiftungen durch die Terroristen auf den Obstplantagen bei Ḥadar, Photo: SANA

Terroranschläge vom 17.6.2018:
Die Brandstiftungen der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen auf die landwirtschaftlich bebauten Flächen nahe des Dorfes Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra dauern an (vgl. Vortag!). Dabei sind durch die Brände vom Vortag schon dutzende Ar bald erntereifer Obstbäume verbrannt, die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort. Zusätzlich erschwert wird die Situation durch die schwierige Zufahrt für große Löschfahrzeuge, wie der Reporter erläutert.(https://www.sana.sy/?p=768633)
Desweiteren griffen Ğabhatu_n-Nuṣra--Terroristen auch wieder mit Raketen und Mörsergranaten die neue Hauptstadt der Provinz al-Qunaiṭra, al-Baʽṯ [d.h. Wiedergeburt, die vorhergehende mit dem Namen al-Qunaiṭra war vom israelischen Militär zerstört worden, vgl.u.] von ihrem Stützpunkt im Dorf al-Ḥa­mîdiyya aus an. Zum Glück wurde „nur“ Sachschaden angerichtet. – Die SAA reagierte mit Vernichtung der feindlichen Abschußbasen. (https://sana.sy/en/?p=140396, https://www.sana.sy/?p=768794)

US-Bomber, Quelle: Pentagon

Eine militärische Quelle informierte SANA darüber, daß erneut Bomber der US-geführten Koalition eine SAA-Stellung in der Stadt al-Harî, im SO von al-Bû Kamâl nahe der irakischen Grenze unter Beschuß genommen haben. Die SAA bekämpft in dem Gebiet restliche IS-Zellen. Der Angriff der völkerrechtswidrig im Land operierenden Koalition (dazu vgl.u.) hinterließ eine Anzahl getöteter und verletzter Soldaten. (https://sana.sy/en/?p=140399, https://www.sana.sy/?p=768837) – Zu den zahlreichen Protest-Schreiben der Regierung an die UNO wegen dieser seit Jahren andauernden Rechtsverletzungen, die zuletzt auch von Amnesty International als Kriegsverbrechen klassifiziert wurden, s.u.!

Ein weiteres Mal wurde am 17.6.2018 ein komplett ausgestattetes sog. Feldlazarett von Terroristen in der Stadt Tal Dau im N-Rîf von Ḥomṣ durch Mitglieder der Kampfmittel beseitigenden Einheiten entdeckt. Die aus Krankenhäusern geraubten Einrichtungsgegenstände umfaßten einen OP-Saal, Krankenbetten mit Überwachungsmonitoren, weitere medizinische Gerätschaften und ein ansehnliches Depot an ausländischen Arzneimitteln [welche den syrischen Bürgern aufgrund der westlichen Sanktionen oft erst gar nicht zugänglich sind!] (https://sana.sy/en/?p=140390, https://www.sana.sy/?p=768700)

Im Ost-Rîf der südlichen Provinz as-Suwaidâ´ hat die SAA, unterstützt durch die Luftwaffe (SAAF) und die Artillerie, Eine militärische Quelle informierte SANA darüber, daß erneut Bomber der US-geführten Koalition eine SAA-Stellung in der Stadt al-Harî, im SO von al-Bû Kamâl nahe der irakischen Grenze unter Beschuß genommen haben. Die SAA bekämpft in dem Gebiet restliche IS-Zellen. Der Angriff der völkerrechtswidrig im Land operierenden Koalition (dazu vgl.u.) hinterließ eine Anzahl getöteter und verletzter Soldaten. (https://sana.sy/en/?p=140399, https://www.sana.sy/?p=768837) – Zu den zahlreichen Protest-Schreiben der Regierung an die UNO wegen dieser seit Jahren andauernden Rechtsverletzungen, die zuletzt auch von Amnesty International als Kriegsverbrechen klassifiziert wurden, s.u.! im Gebiet von al-Qara´ (?), Ḥibâriyya (?), Ḫirbat al-Umbašî (?) und at-Tamṯuna (?) anzugreifen und zu eliminieren. (s. Warplanes Strike ISIS Positions In Eastern Al-Suwayda Supporting Syrian Army’s Advance) – Ebenso gelang der SAA mit unterstützenden Kämpfern die Zerschlagung einer IS-Enklave südlich der sog. T2 (Ölpump-)Station ganz nah an der Grenze zum Irak, während Kampfjets der SAAF einen IS-Konvoi vernichteten, welcher zu den IS-Einheiten nördlich von T2 enkommen versuchte. (s. Army Eliminates Small ISIS Pocket Near T2…)

Terroranschläge vom 16.6.2018:
Wieder haben Terroristengruppen [um Ğabhatu_n-Nuṣra!] weite Teile landwirtschaftlich genutzten Bodens, bepflanzt mit – teils bald erntereifen! – Apfel-, Kirsch- und Feigenbaum-Plantagen nahe des stark attackierten Dorfes Ḥaar in der südlichen Provinz al-Qunaiṭra in Brand gesteckt. Ziel ist u.a. neben Terror- und Druckausübung auf die regierungstreuen Bewohner auch die Vernichtung der Lebensgrundlage der Bewohner, die damit zum Wegzug „animiert“ werden sollen (dazu vgl.u.!). Versteckt halten sich die Extremisten nach wie vor im unwegsamen Waldgebiet von Ğabâtâ al-Ḫašab, von dem aus sie seit Jahren ihre Angriffe auf die Umgebung starten. Das Löschen der Brände ist schwierig wegen des sich ständig drehenden Winds und der weiterhin vor Ort aktiven Terroristen. (https://sana.sy/en/?p=140363) – SANA verweist darauf, daß es sich bei den Terroristen um jene handelt, die von israelischer Seite Unterstützung erhalten. Das Gebiet befindet sich nahe der israelisch besetzten syrischen Golanhöhen.

Zitadelle Aleppo wieder geöffnet, Photo: SANA

Zitadelle Aleppo wieder geöffnet, Photo: SANA

Zum ʽÎd al-Fiṭr wurde in Aleppo nach aufwendigen Restaurierungs- und Wiederherstellungsarbeiten auch die die Innenstadt auf ihrem Felsen überragende weitläufige Festungsanlage aus der Ayyubidenzeit für Besucher und Touristen wiedereröffnet. Sie war seit Mitte 2012 geschlossen, um Terroristen den Zugang zu verwehren. Photos bieten einen Eindruck davon: https://www.sana.sy/?p=768109, https://sana.sy/en/?p=140348.

Und sogar public viewing der Fußball-Weltmeisterschaftsspiele ist während der ʽÎd al-Fiṭr-Feiertage dank der neu gewonnenen Sicherheitslage wieder möglich geworden. (https://www.sana.sy/?p=768280)

Saifû-Massaker-Lichterprozession in Damaskus, Photo: SANA

Zum 103. Jahrestag des osmanischen Massakers  an den syrischen Christen  in Saifû (genauer in Mâr Dîn und Diyârbakir) 1915  wurde am Abend des 15.6.2018 ein syrisch-orthodoxer Gedächtnisgottesdienst in der St.-Georgs-Kathedrale im damaszener Stadtteil Bâb Tûmâ unter Präsidium des Patriarchen von Antiochia und des ganzen Ostens, Seiner Heiligkeit Mâr Ignatius Afrâm II., abgehalten. In seiner Ansprache gedachte er der damals Ermordeten wie aller syrischen Märtyrer [zum Begriff, s.u.!].Dann zog eine Verbindung von damals zu jetzt: wie schon die Vorväter würden auch die jetzigen syrischen Christen trotz aller Unbilden ihr Vaterland weiterhin verteidigen und es nicht ver- bzw. irgendwelchen TakfîrExtremisten überlassen. Wörtlich bemerkte er: „This is what currently motivates us to remain and stand fast in our homeland Syria and to remain committed to it, defend it, and defeat Takfiri terrorism.” Schließlich appellierte er an jene Regierungen, welche  die Krise in Syrien weiterhin befeuerten, dies endlich einzustellen, und richtete einen speziellen Dank an die Armee (SAA), die nach sieben Jahren des ungerechten Krieges gegen Syrien, den Terrorismus besiegen und die Sicherheit im größten Teil des Landes habe wiederherstellen können. Die anschließende Lichterprozession führte vom Sitz des Patriarchats zum Gedenkpark der Opfer des Saifû-Massakers. (www.sana.sy/en/?p=140337, https://www.sana.sy/?p=768240)

Rußlands Vizeaußenminister informierte am Fr., 15.6.2018, die Presse in Moskau darüber, daß sich am 18. und 19.6.2018 in Genf Vertreter der drei Garantenstaaten der Astana-Vereinbarungen, d.h. aus Rußland, dem Iran und der Türkei, treffen werden, um zusammen mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, die Umsetzung der Beschlüsse des  Syrian National Dialogue Congress in Sotschi von Ende Januar (s.u.), 30.1.2018 zu besprechen. U.a. geht es dabei um die Bestimmung der Arbeitsvorkehrungen für das Komitees zur Diskussion der  Verfassung (vgl.u.), zu dem die Regierung in Damaskus schon eine Liste von Teilnehmern übermittelt hat. Laut de Mistura fehlt jedoch immer die Liste von Oppositionsseite. Sodann soll der Termin für eine zweite Runde des Syrian National Dialogue Congress in Sotschi festgelegt werden. (https://sana.sy/en/?p=140328)

Präsident Dr. al-Assad nach dem ʽÎd al-Fiṭr-Gebet in Ṭarṭûs, Photo: SANA

Zum traditionellen islamischen Festgebet anläßlich des ʽÎd al-Fiṭr besuchte der Präsident in diesem Jahr am 15.6.2018 die Große Moschee as-Sayyida Ḫadîğa in Ṭarṭûs in Begleitung des Großmuftî Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn, des Gouverneurs der gleichnamigen Provinz, des Sekretärs des lokalen Zweigs der Baʽṯ-Partei und etlichen Parlamentsabgeordneten. Die Gebetsleitung und damit auch die Ansprache (Predigt) übernahm im Unterschied zu den Vorjahren der AuqâfMinister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid (der zudem die Titel aš-Šaiḫ und Ṣâḥib al-Faḍîla führt). Anwesend waren ferner eine Anzahl muslimischer Geistlicher und unzählige örtliche Bewohner, die sich im Anschuß um den Präsidenten drängten, um ihm möglichst die Hand zu reichen.
Nach einigen Sätzen zur Bedeutung des religiösen Festes kam der Prediger auch darauf zu sprechen, daß es in diesem Jahr mit der Freude über die kürzlich tapfer erkämpften bedeutenden SAA-Siege zur Befreiung weiterer wichtiger syrischer Gebiete vom Terrorismus bzw. der unmenschlichen und das Denken vergiftender Extremistenherrschaft zusammenfalle, für die man Gott Dank schuldig sei. Nach vielen Jahren sei in diese nun wieder Frieden, Ruhe und Sicherheit zurückgekehrt zusammen mit der Freude des gemeinsamen Feierns in Brüderlichkeit und dem Ziel der Versöhnung. Er mahnte an die vom Propheten gelehrte Mäßigung gegenüber der von Haß, Feindseligkeit gegen jegliche andere und niederen Trieben geleiteten Extremisten, deren schädliches Gedankengut es zu bekämpfen gelte. Ehrend gedacht wurde zudem derer, die im Kampf gegen die Terroristen bzw. infolge von deren Anschlägen – und damit als Blutzeugen (Märtyrer) – den Tod gefunden hatten.
Dann wandte sich as-Sayyid direkt an den Präsidenten, den er als Vorbild in vieler Hinsicht herausstellte: „You were an example of steadfastness when a hun­dred states had gathered against Syria and fought its people and an example of faith and good vision [im arabischen Original: Weitblick] in the midst of the worst storms against the country .“
Die Geschichte habe gelehrt, daß viele Eindringlinge, die Leid und Zerstörung über das Land und seine Menschen gebracht hätten wie z.B. der Mongolensturm und die Kreuzritter, die schließlich [der aus Aleppo stammende!] Ṣalāḥ ad-Dīn vertrieben habe, einmal überwunden worden seien. Diese gebe die Gewißheit, daß dies auch mit den Zionisten und ihren arabischen und fremdländischen Helfershelfern geschehe und diese aus Syrien abzögen. Garant für solche eine Entwicklung sei die weise und verantwortungsbewußte Führung von Präsident Bašâr al-Assad (https://sana.sy/en/?p=140250, https://www.sana.sy/?p=767897 mit Photostrecke) – Zu Hintergründen der Teilnahme des Präsidenten an solchen Veranstaltungen s. Teil III!
Generalalstabschef und Verteidigungsminister Generalmajor ʽAlî ʽAbdulâh Ayûb unternahm derweil im Auftrag des Präsidenten Besuche bei der Truppe an der südlichen Front und bei Verwundeten anläßlich des ʽÎd al-Fiṭr und überbrachte die Glückwünsche und Anerkennung von Dr. al-Assad. (https://www.sana.sy/?p=768110 mit Photostrecke)

Îd al-Fiṭr-Ansprache durch Auqâf-Minister, Photo: SANA

Später am Abend verkündete al-Maʽrâwî offiziell das Fastenende und den Festbeginn. (https://sana.sy/en/?p=140239) – Nach traditionellem Kalender gilt als Tagesbeginn der jeweilige Vorabend – während nach internationaler Zeitrechnung der Beginn des ʽÎd al-Fiṭr auf Fr., 15.6.2018, fällt.
Im Anschluß ergossen sich Käuferscharen auf die nächtlichen Einkaufsstraßen. Einen Einblick aus Damaskus verschafft das SANA-Kamerateam in: https://sana.sy/en/?p=140272.
Bezeichnend für die unter der Baʽṯ-Regierung herrschende Säkularität des Staates ist z.B. auch die Tatsache, daß die offizielle Ansprache zum ʽÎd al-Fiṭr am Abend des 14.6.2018, nicht wie in anderen islamischen Ländern – oder wie z.B. zu Weihnachten bzw. Neujahr in europäischen Ländern – durch den Staatschef erfolgt, sondern durch den Auqâf-Minister. (https://www.sana.sy/?p=767846)

Wie schon bei der Festlegung des Beginns des Fastenmonats Ramaḍân (s.u.) hat der erste Šarîʽa-Richter (ḍî) in Damaskus, Maḥmûd al-Maʽrâwî, dazu aufgefordert, am Donnerstagabend, 14.6.2018, bei Sonnenunter­gang nach der Sichel des aufgehenden Mondes Ausschau zu halten. Sofern dies – unter Einschluß moderner Kommunikationsmittel – dem Šarîʽa-Gericht in Damaskus gemeldet und bestätigt wird, endet ab da, dem 29. des Monats Ramaḍân 1439 a.h. das Fasten (ṣaum) und das in Syrien dreitägige ʽÎd al-Fiṭr beginnt. (https://www.sana.sy/?p=767034) – Näheres zur Bedeutung dieser Sichtung s. Teil VI!

Süßes im Ramaḍân und zu ʽÎd al-Fiṭr, Photo: SANA

Da in diesem Jahr andere Meldungen die sonst bestimmenden Kampfberichte überwogen, bot SANA mit vielen interessanten Beiträgen Eindrücke in die besonderen Lebensumstände während des Ramaḍân, der vor allem von freudiger Stimmung geprägt ist mit in dieser Zeit besonders angebotenen Speisen und Getränken, überkommenen Gebräuchen und allerlei angenehmem Zeitvertreib. Bezeichnend ist, daß in den befreiten Gebieten die Bewohner beglückt bekundeten, von der Terroristenherrschaft befreit endlich wieder diese als besonders schön empfundene Zeit in hergebrachter Manier verbringen und die nötigen Einkäufe zu gesenkten Preisen tätigen zu können. Die mitgeteilte Atmosphäre gleicht in etwa der äußerst geschäftigen Vorweihnachtszeit in westlichen Ländern, in der ebenfalls gegenseitige Freundes- und Verwandtenbesuche vorherrschen.

SAA-Attacke bei al-Mayâdîn, 14.6.2018, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140268 und https://www.sana.sy/?p=767869 (In einer raschen Militäroperation im O-Rîf von Dair az-Zaur wurden im Zusammenwirken mit den verbündete Streitkräften sämtliche verbliebenen IS-Standorte in der südwestlichen Wüstengegend (al-Bâdiyya) von al-Mayâdîn vernichtet und damit in einem Areal 2000km2 in der westlichen Bâdiyya wieder gesichert. Dieses Gebiet erstreckt sich von der Straße bei Ḥaqal al-Ward (Ölfeld!) über al-Maʽîzila und aṭ-Ṭamâḥ, bis nach Ibn Muwainʽ in einer 40km langen Achse. Im Anschluß begann das übliche Entminen des Gebiets von den durch die IS-Terroristen vor ihrem Rückzug hinterlassenen zahlreichen Sprengfallen.)

Die Kreml-Regierung begrüßte am 14.6.2018 die offizielle positive Antwort des UN-Sicherheitsrats auf die Forderung Rußlands nach Aufnahme auch der Neubenennung (dazu s.u.) von Ğabhatu_n-Nuṣra in Hayat Taḥrîr aš-Šâm in die Liste der Terrororganisationen, die mit Sanktionen belegt sind. (https://www.sana.sy/?p=767861)

Inzwischen sind die Details des Einigungsplans (roadmap, s.u., 4.6.2018) zwischen den – beiden Okkupanten nordsyrischen Territoriums (dazu vgl.u.) – USA und der Türkei über Man­biğ durch das U.S. European Command (EUCOM) am 14.6.2018 offiziell bekanntgegeben worden. Nach mehreren Besprechungen in der deutschen Großstadt Stuttgart (Sitz der U.S. Army Standortverwaltung Europa) wurde vereinbart, daß sich die Mitglieder der Kurdish People’s Protections Units (YPG) und der Kurdistan Workers’ Party (PKK) aus der Stadt zurückziehen. Näheres zum Zeitrahmen werde demnächst verkündet. Der Plan bedarf noch der „Absegnung“ durch höhere US- und türkische Amtsträger. (U.S. And Turkish Military Officials Agree On Plan For Syria’s Manbij)

Inszenierungen (fakes) der White Helmets, Quelle: SANA

Die USA nehmen laut Erklärung von Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums, vom 14.6.2018 die Finanzierung für die White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) wieder auf. Sie versicherte dabei: „the US strongly supports the White Helmets”. Die Verbindung der White Helmets zu Terrororganisation wie der Ğabhatu_n-Nuṣra ist außerdem durch zahlreiche Dokumentenfunde in den ehemaligen Stützpunkten der von den Terroristen befreiten Arealen bestätigt. (https://sana.sy/en/?p=140236).

Terroranschlag vom 14.6.2018:
Dr. med. Mûsâ Qanbas, ein Mitglied des Rekonziliierungskomitees der Provinz Darʽâ wurde am Do., 14.6.2018, aus diesem Grund von lokalen Terroristen erschossen, als er sich morgens zur Arbeit in die Klinik begab. Die aus dem Ausland finanzierten Terroristen der Region versuchen durch solche Mordaktionen – mit bislang 18 Opfern – die Erfolge der Rekonziliierungsbemühungen des Staates zu unterminieren, um damit die Krise im Land in die Länge zu ziehen. (https://sana.sy/en/?p=140223, https://www.sana.sy/?p=767531)

Quṭrî al-ʽUbaidî, ein Führer der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî berichtete gegenüber einem al-Maʽlûma-Korrespondenten, daß IS-Führer am Mi., 13.6.2018, 90 ihrer Kämpfer vor den Augen der anderen hinrichten und ihre Leichen in den Euphrat werfen ließen. Das Exempel wurde in Hazîn, ca. 40km von den irakischenGrenzstadt al-Qâ´im in der Provinz al-Anbâr statuiert. Die Terroristen hatten davor zurückgeschreckt, im Grenzbereich von Syrien und dem Irak, wo sich immer noch auf beiden Seiten IS-Zellen halten, gegen die SAA vorzugehen. Dies zeuge davon, daß die IS-Führung langsam die Kontrolle über die eigenen Kämpfer verliere, je mehr sie unter militärischen Druck der syrischen Armee (SAA), von al-Ḥašd aš-Šaʽbî wie der irakischen Luftwaffe im Grenzbereich geraten. (http://www.almaalomah.com/2018/06/13/317912/ und http://www.almaalomah.com/2018/06/12/317685/). Am Do., 14.6.2018 fanden und bargen Sicherheitskräfte mehr als 30 der Leichen aus dem Euphrat nach Meldungen aus der Bevölkerung wegen üblen Geruchs und aus Angst vor der Gewässerverschmutzung. Sämtliche Körper trugen Schußwunden. (http://www.almaalomah.com/2018/06/14/318173/)

Interview vom 13.6.2018, Photo: SANA

Eine Übersetzung des neuesten Präsidenten-Interviews vom 13.6.2018 mit einem Journalisten des iranischen al-ʽÂlam-TV (https://sana.sy/en/?p=140166, https://www.sana.sy/?p=767411) ins Deutsche steht demnächst in der gewohnten Rubrik zur Verfügung.
Darin äußerst sich Dr. al-Assad zur Situation in Süd-Syrien. Dort würden Fortschritte immer wieder und auch von den Anfängen des Kriegs in Syrien an gehemmt durch die Aktivität des US- und israelischen Militärs, auch via Unterstützung dort aktiven Terrorgruppen. Dennoch gebe es dort nur zwei Lösungswege: Rekonziliierung (zum Begriff s.u. bzw. ab ab (ab Teil II) oder Befreiung durch die SAA, die in Süd-Syrien dennoch auf dem Vormarsch sei. Die Befreiung ganz Syriens vom Terrorismus sei eine nationale [Schutz]Pflicht der Regierung gegenüber ihren Bürgern und eine genuine Sache Syriens.
Außerdem stellt der Präsident nochmals die Haltung gegenüber dem Iran klar auch bzgl. der militärischen Lage im Inland.

Ğibrân Bâsîl, der libanesische Außenminister, erklärte während einer Pressekonferenz zusammen mit dem für die syrischen Vertriebenen zuständigen Komitee in al-ʽArsâl am 13.6.2018, die syrischen Flüchtlinge würden gemäß der syrisch-libanesischen Vereinbarung sicher und in Würde in ihre Heimat zurückkehren, obwohl das ein Streitpunkt mit den UN sei. Das UNHCR (UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge) versuche, das zu verbieten, doch die Betroffenen beider Länder seien sich einig. sodann fügte er hinzu: „There are those who want to prolong the crisis in Syria and those who wish to end it.” (https://sana.sy/en/?p=140161, https://www.sana.sy/?p=767316) – Zuvor hatte der Premierminister erklärt, die UNO sei verpflichtet, eine freiwillige Rückkehr von syrischen Flüchtlingen zu organisieren. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41568-libanons_au%C3%9Fenminister_fordert_r%C3%BCckkehr_syrischer_fl%C3%BCchtlinge)

Syrischer Botschafter Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ beim irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî in Bagdad, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim schickte durch den syrischen Botschafter in Bagdad, Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ, am 13.6.2018 seinem irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî eine Botschaft zwecks Intensivierung der Bemühungen zur Wiedereröff­nung des syrisch-irakischen Grenzübergangs zwischen den Städten al-Bû Kamâl und al-Qâ´im. Bei der Übergabe führten der Botschafter und der irakische Außenminister ein positives Gespräch zum Thema und waren sich einig über eine verstärkte Zusammenarbeit der Nachbarstaaten zum Nutzen beider besonders auch im Hinblick auf die Stabilität, die Lösung arabischer Probleme und die Notwendigkeit einer friedlichen politischen Lösung der Syrienkrise sowie generell der Nichteinmischung fremder Staaten in die inneren Angelegenheiten anderer. (https://www.sana.sy/?p=767098, https://sana.sy/en/?p=140133)

Nun wurden auch italienische Soldaten in Ostsyrien stationiert als Unterstützung der SDF im Umland von Dair az-Zaur, wo die USA – völkerrechtswidrig – einen Militärstützpunkt im Bereich des Öl­felds al-ʽUmar unterhalten, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstagabend, 12.6.2018, meldete. Drei Monaten zuvor waren französischer Soldaten (s.u.) in die von den SDF kon­trollierten Gebiete verlegt worden. Keine dieser Streitkräfte wurde ins Land gebeten oder hat ein UN-Mandat hierfür vorzuweisen, bricht damit also das internationale Recht, die UN-Charta etc.

Terroranschlag Aleppo, Quelle: SANA-Archivbild

Terroranschläge vom 13.6.2018:
Zusammen mit Volkswehreinheiten verteidigten Bürger der seit über drei Jahren von Terroristentrupps belagerten Städte Kafarayâ und al-Fûʽa, unweit nördlich der Provinzhauptstadt Idlib gelegen, ihre Orte gegen einen weiteren Angriffs- und Eindringversuch durch Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierte am Morgen aus der Richtung aṣ-Ṣawâġiyya – al-Fûʽa. Die Volkswehr brachten den Angreifern, die von Barûma aus kamen, zudem heftige Verluste bei. Wie einheimische Quellen weiter berichteten, herrsche deswegen unter den Terroristen ein ziemliches Chaos. (https://sana.sy/en/?p=140123, https://www.sana.sy/?p=767016)
Drei Tote und acht Schwerverletzte, darunter Kinder sind die Opfer eines terroristischen Raketenangriffs auf den westlichen Stadtteil Tišrîn von Aleppo. eine SAA-Einheit reagierte mit zielgerichtetem effektivem Beschuß der Terroristenstellung. (https://sana.sy/en/?p=140157

UNO New York, Quelle: wikimedia

Kaum hat das Protestschreiben an die UNO aus dem Auswärtigen Amt Damaskus verlassen (s.u.), bombardiert die – an sich schon völkerrechtswidrig in Syrien agierende (zu Belegen s.u.) – US-geführte Koalition schon den 3. Tag in Folge zivile Ansiedlungen, am 13.6.2018 das Dorf al-Ḥardân im SO-Rîf von al-Ḥasaka wie lokale Quellen berichten. Dabei wurden vier Anwohner getötet, eine Frau verletzt und Schäden verursacht. (https://sana.sy/en/?p=140129, https://www.sana.sy/?p=767084)

Mit zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden reagierte die Regierung erneut via Außenamt auf die jüngsten Luftangriffe der US-geführten Koalition auf Wohnhäuser von unschuldigen Zivilisten in Tal aš-Šâyir in der al-Ḥasaka-Provinz. Das von jener illegalen Koalition verübte Verbrechen habe das Leben von 12 aus einer Familie stammenden Zivilisten gefordert, ein ähnliches Verbrechen sei an den in einem der Lager für irakische Flüchtlinge untergebrachten Menschen im Dorf Ḫuwaibîra im SO von aš-Šadâdî verübt worden, in dem 18 Personen getötet worden seien. Zudem war an diesem Tag von zehn getöteten Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, infolge der Bombardierung der „internationalen Koalition“ mit weitreichenden Zerstörungen von öf­fentlichem und privatem Eigentum, vor allem auch an Wohnhäusern,  im Dorf al-Ğazâʽ nördlich von ad-Dašîša im Süd-Rîf von aš-Šadâdî berichtet worden. Damit werde Druck auf die lokale Bevölkerung ausgeübt, sich den von den US-unterstützten SDF-Kämpfern (“قسد”) anzuschließen, was die Anwohner verweigerten, und den Einmarsch ersterer in die bombardierte Region zu erleichtern. Das beharrliche Fortfahren dieser Koalition mit ihren Massakern, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie der fortgesetzten Unterstützung der Terroristen und deren wie der separatistischen Milizen Nutzung durch sie – all das zeige, daß der UN-Sicherheitsrat die Durchsetzung des Völkerrechts wie die Beendigung  der feindseligen Handlungen der Koalition gegen Syriens Souveränität und territoriale Integrität vernachlässige, die auf die Verlängerung der Krise abzielen. Syrien appelliere an den UN-Sicherheitsrat, seiner Verantwortung gerecht zu werden, indem er solche Massaker verurteile und daran arbeite, einer Wiederholung vorzubeugen wie die feindselige und völkerrechtswidrige Präsenz der US- und anderer Streitkräfte in Syrien zu beenden. (https://sana.sy/en/?p=140098)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=140053 und https://www.sana.sy/?p=766593 (Bei einer Spezialoperation im N-Rîf von Ḥamâ griff eine SAA-Einheit, unterstützt durch Artillerie, erfolgreich Ansammlungen und Stellungen der Ğabhatu_n-Nuṣra im Umkreis von al-Laṭâmina an und eiminierte sie; unter den getöteten Terroristen wurde Zâhir al-Maḥmûd identifiziert. – Vom Gebiet von al-Laṭâmina gingen jahrelang Terroristenangriffe mittels Granaten- und Raketeneinsatzes auf umliegende Orte aus. Diese rekrutierten sich vor allem aus ausländischen Söldnern, welche über die Türkei eingeschleust wurden)

Pantsir-S1-System, Quelle: central-media.org

Infolge der vermehrten Luftangriffe aus dem Süden (s.u.) bringt die SAA laut Meldung vom 12.6.2018 zusätzlich das russische Luftabwehrsystem  Pantsir-S1 in der Provinz Darʽâ nahe den israelische besetzten syrischen Golanhöhen in Stellung. Tags zuvor geschah Dasselbe in der östlichen Provinz Dair az-Zaur, wo auch die die US-geführte Koalition agiert und damit Spannungen verursacht. (https://southfront.org/syrian-military-deploys-additional-pantsir-s1-systems-near-occupied-golan-heights-in-deir-ezzor-province/)

Terroranschlag vom 12.6.2018:
Infolge der Explosion einer von den Terroristen zwischen den Dörfern ʽAin ad-Danânîr und ʽAin Ḥussain im Nord-Rîf von Ḥomṣ ausgelegten Landmine wurde ein Kind verletzt. (https://sana.sy/en/?p=140057, https://www.sana.sy/?p=766604)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Weniger als 24 Stunden nach den Luftangriffen vom Vortag (s.u.) bombardierten Kampfjets der US-geführten Koalition auch am 12.6.2018 wieder eine zivile Ansiedlung: im Dorf Tal aš-Šâyir im SO-Rîf von al-Ḥasaka kamen sieben Bewohner ums Leben, weitere wurden verletzt, Wohnhäuser zerstört. Unter den Opfern waren wieder Frauen und Kinder. (https://www.sana.sy/?p=766688, https://sana.sy/en/?p=140076)

Um 4.00 Uhr Ortszeit des 11.6.2018 startete ein motorisierter Trupp IS-Kämpfer, kommend aus dem at-Tanaf-Gebiet, in dem die US-Armee völkerrechtswidrig Basis samt 55km Bannzone errichtete (vgl.u.), einen Angriff auf das antike Ausgrabungsgelände von Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur. Er wurde jedoch rechtzeitig bemerkt und von der SAA zurückgeschlagen.  Derlei Angriffe von Terroristengruppen aus dem at-Tanaf-Gebiet würden regelmäßig erfolgen, wurde zudem betont. (s. Russian military said in a statement on June 11, Syrian Forces Foil Militants’ Offensive On Palmyra From US-held Area Of At-Tanf und Syrische Armee wehrt IS-Angriff auf Tadmur ab basierend auf einer Meldung des TV-Senders al-Iḫbâriyya)

Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium Moskau, Photo: SANA

Generalmajor Igor Konaschenkow warnte als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums in einer Presseerklärung davor, daß eine terroristische Gruppe Kanister mit Chlorin in die Stadt Ğafra in der Provinz Dair az-Zaur gebracht habe. Gemäß mehrfach abgeglichenen Angaben aus unterschiedlichen, aber übereinstimmenden Quellen sei eine weitere Inszenierung eines Giftgasanschlags durch diese seitens der US-Streitkräfte unterstützten Milizen geplant, welche dann wieder mittels davon erstellten und ins Netz gestellten Filmmaterials der Armee angelastet werden solle, um damit wieder einen Angriff auf die Armee zu „rechtfertigen“. Zeitgleich solle auch ein Angriff der Milizen auf SAA-Stellungen erfolgen. (https://sana.sy/en/?p=139991, https://www.sana.sy/?p=766375) Das geschilderte Szenarium entspricht u.a. dem von Dûmâ (s.u.). Zu solcher Vorgehensweise s.a. die jüngsten Präsidenten-Interviews!

Terroranschläge vom 11.6.2018:
Von den befestigten Stellungen der die beiden Landstädte Kafarayâ und al-Fûʽa, wenige Kilometer nördlich von Idlib, seit mehr als drei Jahren belagernden Terroristen (vgl.u.) aus wurde wieder durch Scharfschützen geschossen. Dadurch wurden zwei junge Männer, ein blinder 28-Jähriger und ein 33-Jähriger schwer verletzt. (https://www.sana.sy/?p=766200, https://sana.sy/en/?p=139984)
Durch die Detonation  einer von den Terroristen im landwirtschaftlichen Gebiet nahe dem Dorf Kafar Nân im Nord-Rîf von Ḥomṣ ausgelegte Tretmine kam ein Anwohner ums Leben. (https://sana.sy/en/?p=139995, https://www.sana.sy/?p=766472)

US-Bomber, Photo: SANA

Bei neuerlichen Luftangriffen der US-geführten Koalition am 11.6.2018, dieses Mal auf das Dorf Ḫuwâibîr im SO von aš-Šadâdî im Süd-Rîf von al-Ḥasaka wurde auch die Schule bombardiert. Laut Einheimischen sind mindestens 18 Menschen getötet worden, die meisten davon Kinder und Frauen, meist irakische Flüchtlinge. (https://sana.sy/en/?p=139987, https://www.sana.sy/?p=766305) – Zu den unzähligen Beschwerden seitens der Regierung über diese, sich noch dazu völkerrechtswidrig in Syrien aufhaltende Koalition bei den UN-Behörden wie auch die damit konform gehende Einschätzung durch Amnesty International s.u.!

Laut einer Sputnik-Meldung vom 11.6.2018 lieferten die USA den von ihnen unterstützten SDF-Kämpfern in der Provinz Dair az-Zaur während der letzten vier Tage militärische Ausrüstung auf 250 Lastwagen. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien den SDF durch die USA insgesamt 4800 LKW an Rüstungsgütern, Waffen und gepanzerte Fahrzeuge zur Verfügung gestellt worden. Die USA seien auch dabei, ihre – völkerrechtswidrige und fortwährend kritisierte (vgl.u.) – Präsenz in Syrien auszuweiten.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41430-pro_amerikanische_kurdenquelle_usa_haben_sdf_kr%C3%A4ften_gro%C3%9Fe_menge_an_waffen_geliefert)

Offiziersanwärterinnen der SAA, Quelle: swesda-TV

Ein mit russischen Untertiteln belegtes arabisches Video, ausgestrahlt vom russischen Militärsender Swesda am 10.6.2018, zeigt die verschiedenen Ausbildungsstationen von gut 100 Offiziersanwärterinnen für die SAA in der Damascus military training school im Umland (Rîf) der Hauptstadt. Sie werden später einem weiblichen Bataillon als als Spezialistinnen für Kommunikationstechnologie und elektronische Sicherheit angehören. Derzeit dienen acht weibliche Generäle in der Armee (in der BRD, Österreich und der Schweiz, den NL und Belgien gibt es dagegen keine!). (https://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201806100926-4u07.htm) – Auch an der Terroristenbekämpfung nahmen weibliche Kampfverbände teil (s.u.). Das Video bietet genügend interessante Informationen selbst ohne Textverständnis.

In den Mainstream-Medien wurde heftig kritisiert, daß US-Präsident Trump nach seiner vorzeitigen Abreise vom G7-Gipfeltreffen in Kanada am 10.6.2018 per Twitter-Nachricht seine Zustimmung zur gemeinsamen G7-Abschlußkommuniqué zurückzog. Diese enthielt in den Punkten Nr.17f unter dem Titel Building a more peaceful and secure world zu Rußland und Syrien folgende Ausführungen: Neben der Verurteilung der vorgeblichen „Annexion“ der Krim und wie der Giftattacke im Fall Skripal durch die russische Regierung wurde dieselbe ermahnt (urge), das syrische „Regime“ nicht weiter zu unterstützen und damit ein „destabilisierendes Verhalten zur Unterminierung demokratischer Systeme“ an den Tag zu legen. Bezüglich Syrien wurde die die angebliche Verwendung von C-Waffen [zur Realität s.u.!] durch das syrische „Regime“ verurteilt. Bedauert (deplore) wurde die turnusgemäße syrische Präsidentschaft der Conference on Disarmament. Zudem erging der Aufruf, sich der [leider nur wohlklingenden] Inter­national Partnership Against Impunity for the Use of Chemical Weapons anzuschießen [dazu s.u. die Ausführungen vom 4.4.2018]. Schließlich folgte der Aufruf zur Einrichtung einer „credible, inclu­sive and non-sectarian“ Regierung mit Wahlen „free and fair … on to the highest international standards of trans­parency and accountability, with all Syrians, including members of the diaspora, eligible to participate.“ Alles Geforderte wurde jedoch bislang als sehr wohl existierend dokumentiert (s.u.)! Auch diese Aussagen hat Präsident Trump damit nicht unterstützt.

SOZ in Qingdao, Photo: SANA

Die Teilnehmer der derzeit in Qingdao (Tsingtau) tagenden 18. SZO-Konferenz (Shanghai Cooperation Organization, abgek.: SCO bzw. SZO), darunter der russische Präsident Putin, machten am 10.6.2018 ihre Unterstützung eines politischen Lösungswegs für die Krise in Syrien deutlich, für den der Syrian National Dialogue Congress (vgl.u.) Wegweisendes erarbeitet habe. In der gemeinsamen Enderklärung heißt es dazu: „The crisis in Syria might be resolved only through an inclusive political process led by the Syrians themselves, which should be conducted in compliance with the UN Security Council’s resolutions and with respect for Syria’s sovereignty, independence and territorial integrity.” Betont wurde zudem, daß Terroristen nicht an Verhandlungen beteiligt sein dürfen. (https://sana.sy/en/?p=139888, https://www.sana.sy/?p=765633). In seiner Rede verwies Putin auf die bisherigen Errungenschaften Syriens mit russischer Unterstützung bei der Bekämpfung des Terrorismus im Land und der Beförderung des politischen Prozesse. Er unterstrich dabei, daß von Seiten der Regierung in Damaskus alle Verpflichtungen vollständig erfüllt worden seien, sodaß es allein an der sog. „Opposition“ liege, den angestoßenen politischen Prozeß zu einem erfolgreichen Ende zu führen. (https://sana.sy/en/?p=139879, https://www.sana.sy/?p=765611)

Am Morgen des 10.6.2018 veröffentlichte die britische Mail on Sunday ein zuvor geführtes Interview mit Präsident Dr. al-Assad (https://sana.sy/en/?p=139864 mit Video). Eine Übersetzung ins Deutsche steht wie gewohnt  in der Rubrik Präsidenten-Interviews .

Hai´at Taḥrīr aš-Šām /Ğabhatu_n-Nuṣra erklärt Verbindnung zu türkischer regierung, Photo: pars today

In einer offiziellen, am Sa., 9.6.2018, veröffentlichten Erklärung legte die – auch als solche auf der UN-Liste geführte – Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra (Neubenennung: Hai´at Taḥrīr aš-Šām) ihre langjährige Beziehung mit der türkischen Regierung vor allem auch im Kampf in Syrien offen. Es heißt darin, die Verbindung zur Türkei basiere auf gemeinsamen Interessen, sei fest verankert und werde auch weiterhin fortgesetzt. Weiter wurde betont: „Die Beziehungen zwischen uns und der Tür­kei in den vergangenen fünf Jahren waren kontinuierlich und strategischer Natur.“ Obwohl der Astana-Vereinbarungen zu den in Syrien eingerichteten vier De-Eskalationszonen die darin befindlichen sind bewaffneten Gruppierungen dazu verpflichten, die SAA im Kampf gegen Terroristen zu unterstützen, berichten dagegen einige Quellen vom friedlichen Umgang der türkischen Armee mit den Ğabhatu_n-Nuṣra–Kämpfern. Das geht soweit, daß türkische Truppen unter dem Schutz (!) von Ğabhatu_n-Nuṣra in unterschiedliche Regionen Syriens geschickt werden. (s. Tahrir al-Sham räumt Zusammenarbeit mit Türkei ein)

Obstbaumplantage, Photo: SANA

Terroranschläge vom 10.6.2018:
Am frühen Sonntagmorgen versuchte ein mit Ğabhatu_n-Nuṣra verbundener Terroristentrupp in die seit über drei Jahren von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen und deren Affiliierten belagerten und attackierten Städte Kafarayâ und al-Fûʽa, wenige Kilometer nördlich von Idlib gelegen, einzudringen. Jedoch wurden sie von einer Bürgerwehr und weiteren Einheimischen nach erbitterten Gefechten zurückgeschlagen und erlitten heftige Einbußen. Der Angriff startete von den umliegenden Dörfern Biniš, Râm Ḥamdân und aṣ-Ṣawâġiyya aus, wohin sich die überlebenden und nicht verwundeten Terroristen nach dem verlorenen Kampf wieder zurückzogen. (https://sana.sy/en/?p=139918, https://www.sana.sy/?p=765655)

Terroranschläge vom 9.6.2018:
Samstagnacht steckten die sich im Waldgebiet Ğabâtâ al-Ḫašab im Nord-Rîf von al-Qunaiṭra verschanzt haltenden Extremisten [von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten] dutzende an Dunum (entspricht süddeutschem Tagwerk, je ca. 1km² Land, bepflanzt mit Obstbäumen, darunter Äpfel, Kirschen und Feigen, sowie Weizenfelder und Olivenbaumplantagen vom Dorf Karûm al-Ḥamriyya südlich von Ḥa­ḍar (vgl.u.) und südlich des Dorfes Ğabâ in Brand. Aufgrund der Aktionen der Terroristen und des Windes breiten sich die Brände aus und vernichten die Lebensgrundlage der Bauern, worauf es ihnen (auch) ankommt [zu dieser besonderen Zielsetzung s..u.!]. (https://sana.sy/en/?p=139927, https://www.sana.sy/?p=765688)

Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, konstatierte am 9.6.2018, Brutstätten der IS-Terrororganisation existierten in Syrien nur in den Gebieten, in denen sich die US-Truppen aufhielten, wie z.B. in ar-Raqqa und at-Tanaf, wo die Verhältnisse für die syrischen Bürger jeweils katastrophal („real disaster“) seien [Näheres dazu s.u.]. Dazu stellte er klar: „the appearance of Daesh terrorist organization was a result of the US invasion of Iraq  under the false pretext of  Chemical weapons.“ Die überwiegende Mehrheit der von den USA an die sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO, s.u. bzw. ab Teil II) in Syrien gelieferten Waffen und Ausrüstung seien bei den beiden al-Qâʽida-Ablegern, dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra gelandet, deren Ziele mit denen der US-Administration übereinstimmten. Die Ausbreitung der Terrororganisation in Syrien erfolgte erst nach „the criminal lagging by Washington and the so-called International coalition, which led to the terrorist control of the main oil areas in eastern Syria, which ensured them permanent financial resources from the illegal sale of oil.“
In den unter Regierungskontrolle stehenden Gebieten dagegen blühe das Leben nach Beseitigung des Terrorismus wieder auf und die vor den Extremisten geflohenen Bewohner könnten wieder in ihre Heimat zurückkehren. (https://www.sana.sy/?p=765295, https://sana.sy/en/?p=139827)

Aus dem IS-Munitionslager in al-Habiyya, Photo: SANA

Im Dorf al-Habiyya im Ost-Rîf von Ḥomṣ stießen die Kampfmittelbeseitiger wieder auf ein großes ISDepot mit improvisierten Sprengsätzen und mehr als einhundert Mörsergranaten. Der Fundort befindet sich im Gebiet des Ğabal Abû Rağmîn im NW von as-Suḫna. (https://www.sana.sy/?p=765372, https://sana.sy/en/?p=139840, https://www.sana.sy/?p=765372)

Am Abend des 7.6.2018 hatten die gerade für ihre Glaubwürdigkeit nicht bekannten Portale von SOHR und den White Helmets [Belege zur Einschätzung s.u.!] die russischen Kampfjets wegen folgenreicher Bombardements nahe Zardanâ in der Provinz Idlib vehement kritisiert. In einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums vom 8.6.2018 auf seiner Webseite hieß es dazu, diese Vorwürfe seien „untrue, do not correspond to reality“. Statt dessen herrschten im Gebiet harte Kämpfe zwischen Terrormilizen untereinander unter Einsatz schwerer Artillerie. Dazu erging die Information: „fierce battles took place between the large group of the terrorist organization Jebhat Al Nusra and the irreconcilable group Jaysh al-Ahrar, using heavy ar­tillery weapons, in the specified area of Idleb Province.” Derlei innere Zwistigkeiten und Kämpfe auch mit Mordaktionen werden aus Idlib und seinem Umland von Einheimischen wie Plattformen der einzelnen extremistischen Gegner schon seit Monaten gemeldet. (https://sana.sy/en/?p=139809, https://www.sana.sy/?p=765023)

SAA-Appell in der Geröllwüste bei Dair az-Zaur, Photo: s.o.

Gegen verbliebene Zellen von IS-Terroristen geht die SAA, die nach der Befreiung des Großraums Damaskus von den Terroristen (vgl.u.) nun wieder frei Kräfte zur Verfügung hat, zusammen mit den National Defense Forces (NDF) und weiteren alliierten Streitkräften derzeit in zwei Regionen nach: im Euphrattal in der Großen Wüste der Nachbarprovinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur sowie im Osten der Provinz as-Suwai­dâ´. (s. Government Forces Expand Their Operations Against ISIS In Eastern Syria vom 8.6.2018)

Terroranschläge vom 8.6.2018:
Auf die Bewohner der seit über drei Jahren von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen und deren Affiliierten belagerten und attackierten Städte Kafarayâ und al-Fûʽa, wenige Kilometer nördlich von Idlib, wurde wieder von Scharfschützen vom Râm Ḥamdân-Areal aus das Feuer eröffnet. Laut den Berichten der Einheimischen wurden dabei zwei Bewohner verwundet. (https://sana.sy/en/?p=139761, https://www.sana.sy/?p=764838)

Sicht auf Bagdad von der ISS aus, Quelle: NASA

Die Landesvertreter des im Oktober 2015 in Bagdad eingerichteten gemeinsamen Informationszentrums zum Austausch von Aufklärungsdaten zwischen den Militärs des Iraks, Syriens, Rußlands und des Irans diskutierten am Do., 7.6.2018 in der irakischen Hauptstadt regional und internationale Sicherheitsfragen insbesondere hinsichtlich des Terrorismus, Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit und deren Weiterführung zur Besserung der Sicherheitslage auch nach Zerschlagung der IS-Terrororganisation, zu deren Zweck das Bündnis ursprünglich geschlossen worden war (vgl.u.). Generalmajor Saʽd al-ʽAlâq, der irakische Direktor des Militärischen Geheimdienstes, zeigte sich erfreut von der erfolgreichen bisherigen Zusammenarbeit, die den Interessen der jeweiligen Teilnehmerstaaten diene und deren nationale Sicherheit erhöhe. Daher sollte diese Institution auch weitergeführt werden. Dem schlossen sich die Vertreter der anderen Staaten an und teilten bekundeten ihre Wertschätzung für die nützlichen, untereinander ausgetauschten Informationen bei der Bekämpfung der terroristischen Gruppen. (https://sana.sy/en/?p=139785, https://www.sana.sy/?p=764785)

Wie schon am 31.5.2018 durch den Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit im Libanon, ʽAbbâs Ibrâhîm bekanntgegeben (vgl.u.), werden demnächst 3.000 vor den Terroristen in den Libanon geflüchtete Syrer in ihre Heimat zurückkehren. Der Bürgermeister der libanesischen Grenzstadt ʽArsâl präzisierte, die Rückführung könne nächste Woche beginnen, so daß die Rückkehrer das ʽÎd al-Fiṭr zum Ramaḍân-Ende bereits wieder zuhause feiern könnten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41314-libanon_r%C3%BCckf%C3%BChrung_von_rund_3000_syrischen_fl%C3%BCchtlingen_beginnt_n%C3%A4chste_woche)

Col. Thomes Veale, Quelle: linkedin

Thomas Veale, Oberst der U.S. Army und Sprecher der US-geführten Koalition wandte sich nach der massiven Kritik von Amnesty International an den Luftangriffen dieser Koalition in Syrien (s.u.) an die Medien und bekannte bzg. der bombardierten Großstadt ar-Raqqa: „The US did not take sufficient account of civilians or take the precautions measures to minimize casualties while attacking Raqqa in 2017.” und setzte hinzu: „As far as how do we know how many civilians were killed, I am just being honest, no one will ever know,” Veale said. „Anyone who claims they will know is lying, and there’s no possible way.” (https://sana.sy/en/?p=139691)

Am 7.6.2018 entdeckten die Kampfmittelbeseitiger und Behörden-Mitarbeiter einen weitverzweigten Tunneltrakt mit angeschlossenen Schützengräben unter und um die Landstadt Tair Maʽla im N-Rîf von Ḥomṣ. Außerdem stießen dieselben auf eine Menge Waffen , eine Zentrale der Terroristen, ausgestattet mit Kommunikationsgeräten und einem Senderaum zum Kontakt unter den Mitgliedern der Terrororganisationen untereinander wie mit ihren Unterstützern im Ausland. (https://sana.sy/en/?p=139694, https://www.sana.sy/?p=764401)

Großmuftî mit dem russischen Vize-Außenminister Sablin in Damaskus, Photo: SANA

Beim Treffen mit einer russischen Parlamentsdelegation unter Leitung von Dmitry Sablin vom 6.6.2018 warnte Großmufti Dr. Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn nach Erklärung der besonderen Wertschätzung der russischen Unterstützung im Counterterrorismus vor der Ausbreitung des extremistischen Gedankenguts der bekämpften Terroristen, welches ja auf denselben Grundlagen wie die saudische Staatsdokrin des Wahhâbismus beruht, in russischen Moscheen. Dafür fließe schließlich genügend saudisches Geld. Sablin sicherte auch weitere Unterstützung für Syrien zu. (https://sana.sy/en/?p=139686, https://www.sana.sy/?p=764262) – Dr. Ḥassūn, der schon viele Auslandsreisen unternommen hat, vertritt in der Synopse seiner öffentlichen Auftritte – die Haltung, der Islam müsse zeitgemäß verstanden und gelebt werden; dies entspreche auch dieser Religion. Damit sei dem durch die Terroristen verbreiteten Extremismus am besten beizukommen. Hierzu wurden Lehrpläne zum Religionsunterricht entsprechend überarbeit, Prediger und Imâme geschult. Der im (islamischen) Ausland daher nicht unumstrittene Großmuftî geht damit ganz mit den Regierungsplänen des Präsidenten konform.

Im Anschluß an die Bewertung durch Amnesty International vom Vortag (s.u.) wiederholte auch die russische Seite in Person des russischen Vize-Außenministers Artyom Kozhin ihre Haltung zu den Luftangriffen der US-geführten Koalition vor allem auf ar-Raqqa, welche diese Großstadt komplett zerstört hätten. Die Situation der Bewohner sei nach wie vor miserabel (vgl.u.) und verschlechtere sich weiter zusehends, während es für Hilfsorganisationen unmöglich sei, darin zu arbeiten. Ungezählte Tote lägen noch unter Schutt begraben. Wörtlich äußerte er: „The results of the use of US artillery and British and French aviation are visible at almost every turn thereNo one is rebuilding the ruins – there are no authorities in the occupied city that would care for the fate of the remaining residents.” (https://sana.sy/en/?p=139681) – Das Gebiet befindet sich außerhalb der Regierungskontrolle!

SAA- Panzer im Rîf von Aleppo, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=139646 und https://www.sana.sy/?p=763978 (Nach gezielten Angriffen auf die Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten um den Ort Ḫirbat Maʽrâta im SW-Rîf und auf Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps bei Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ im W-Rîf von Aleppo Eliminierung eines Großteils der Feinde einschließlich ihrer 4 WD-Fahrzeuge im Zusammenwirken mit unterstützenden Kampfeinheiten.)

Während des Durchkämmens des al-Ḥûla-Gebiets im N-Rîf von Ḥomṣ nach den von den Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengsätzen fanden die Kampfmittelbeseitiger und verständigten Behörden aufgrund Hinweisen aus der Bevölkerung am 6.6.2018 wieder Depots der Terroristen mit großen Mengen an Waffen und Munition. Diese waren zur Unterstützung der in Idlib kämpfenden Extremisten gedacht gewesen. Identifiziert wurden Automatik- und Maschinengewehre unterschiedlichster Typen und Kaliber, panzerabwehrende Raketenwerfer mit Munition, darunter welche des Typs RPG-27, Fagot-Marschflugkörper, Cobra– Marschflugkörper, 120mm und 180mm Mörserkanonen, rückstoßfreie SPG-9-Granatwerfer mit Ladung, Panzer-Projektile, Granaten, lokal hergestellte Scharfschützengewehre und unterschiedlichste Munition. (https://www.sana.sy/?p=764024, https://sana.sy/en/?p=139657)

CIS-Mitgliedsländer, Quelle: istock

Bei der Eröffnung des Treffens der Verteidigungsminister des CIS (Commonwealth of Independent States) in Moskau bemerkte Rußlands Vertreter, General Sergei Schoigu, am 6.6.2018: „We expect to have your support, which would show our unity in the war on global terror and ensuring common security.” Zur Unterstützung des Wiederaufbaus in Syrien durch die CIS-Staaten böten sich die Minenbeseitigung, Teilnahme an der Überwachung der De-Eskalationszonen und Wiederherstellung der Infrastruktur und die Bereitstellung humanitärer Güter. Nach Zerschlagung der Pläne zur Errichtung eines Kalifats durch die SAA und ihre Alliierten stünden die Chancen für eine endgütige politische Regelung der Krise gut. (https://sana.sy/en/?p=139649, https://www.sana.sy/?p=763963)

Am 6.6.2018 wurden nun die Inhalte der sog. zwischen den USA und der Türkei vereinbarten roadmap for cooperation bzgl. der nordsyrischen Stadt Manbiğ (s.u., 4.6.2018) bekannt. Sie entsprechen den schon zuvor von türkischer Seite gemeldeten Details: Rückzug der in der Stadt verbliebenen, von den USA unterstützten YPG-Militärs – laut YPG-Angaben seien dies Militärberater. Dabei gäben sie ihre Waffen ab, wie Mevlüt Çavuşoğlu bekanntgab. Die Umsetzung beginne in zehn Tagen und solle binnen sechs Monaten abgeschlossen sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i41246-usa_kurdische_milizen_verlassen_manbidsch vom 6.6.2018)

Autobahn Ḥomṣ – Ḥamâ wiedereröffnet, Photo: SANA

Nach rasant erfolgter Sanierung der durch die Terroranschläge verursachten Schäden (vgl.u.) konnte am 6.6.2018 das in vieler Hinsicht bedeutende 47km lange Autobahnteilstück zwischen Ḥomṣ und Ḥamâ nach gut sieben Jahren für den öffentlichen Verkehr wieder freigegeben werden. (https://www.sana.sy/?p=764043)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.6.2018 informiert: https://sana.sy/en/?p=139626 (Erfolgreiche Abwehr eines IS-Angriffs während der letzten beiden Tage auf mehrere Militärposten und andere wichtige Punkte auf dem West-Ufer des Euphrat im SO-Rîf von Dair az-Zaur in Richtung der Orte al-Ğalâ´, al-Ḥasarât und as-Sayâl mit Eliminierung der meisten Terroristen samt deren Kampfwagen und weiteren militärischen Ausrüstung. – Desgleichen Vereitelung eines Angriffsversuchs seitens Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten in Richtung der Stadt Ḫân Turnân (?) im SW-Rîf von Aleppo; nach heftigen Gefechten wurden mit Unterstützung der Artillerie alle Angreifer unschädlich gemacht und deren Equipment zerstört.)

International Forum for the Development of Parliamentarianism, Abb.: facebook

Eine Parlamentsdelegation nimmt am diesjährigen International Forum for the Development of Parliamentarianism, die am 4.6.2018 in Moskau begann. Rußlands Präsident Putin schickte zu diesem Anlaß eine besondere Grußbotschaft des Wortlauts: „Parliaments around the world play a major part in the improvement of national legislation and in the search for appropriate answers to modern challenges and threats. This explains the high demand for parliamentary diplomacy. It can strengthen trust among nations and positively influence the settlement of the most painful international and regional problems.”
Im workshop zur Rolle der Parlamente bei der Stärkung der internationalen Sicherheit konstatierte der Leiter der syrischen Delegation, Ğammâl Râbiʽa, die gegenwärtige Weltordnung sei nicht mehr gültig, wenn man die Ausbreitung des Machtprinzips und das entstehen grenzüberschreitender Bedrohungen, vor allem durch Terrorismus denke. (https://sana.sy/en/?p=139563, https://www.sana.sy/?p=763483)

EU-Parlamentsdelegation beim Vize-Außenminister Dr. Sûsân, Photo: SANA

Die derzeit in Syrien weilende EU-Parlaments-Delegation (vgl.u.) wurde am Di., 5.6.2018, vom Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân empfangen. Besprochen und bewertet wurden zunächst die neuesten Entwicklungen in Syrien. Dr. Sûsân stellte die Bedeutung der Siege der SAA in der Bekämpfung des Takfîr-Terrorismus auch für die Menschen außerhalb Syriens, denn dieser mache vor keinen Grenzen und keiner Konfession Halt. Europa habe bislang am stärksten mit den Auswirkungen desselben Bekanntschaft machen müssen.
Sodann betonte er, Souveränität, Unabhängigkeit und die Einheit Syriens bzgl. der Bevölkerung und des Territoriums stellten für Syrien die roten Linien dar. Jede ausländische Präsenz ohne Zustimmung des syrischen Staates sei als Besatzungsmacht einzuordnen und völkerrechtswidrig; alles was daraus resultiere, habe damit keinerlei Gültigkeit und keine verbindlichen Folgen. Sie stelle eine eklatante Verletzung des internationalen Rechts wie der Grundsätze der UN-Charta dar.
In Europa erhöben sich immer mehr kritische Stimmen gegen die US-Politik, vor allem nach dem einseitigen Ausscheiden aus dem Atomab­kommen mit dem Iran infolge der Entscheidung der Trump-Administration, wie der, Zölle auf europäische Erzeugnisse zu erheben. Diese Kritiker forderten die Europäer auf, sich von der Abhängigkeit von den USA zu befreien, eine unabhängige Politik zu betreiben, die den Interessen der Europäer diene und zur Neuausrichtung der Weltordnung hin zur Wiedererlangung eines Gleichgewichts im globalen System beitrage.
Die der Delegationsmitglieder bekundeten ihrerseits ihre Sympathie und Unterstützung für Syrien angesichts des Terrorismus und kritisierten die europäische Politik gegenüber Syrien in blindem Gehorsam gegenüber den USA. Sie bestätigten, daß sie der Öffentlichkeit zuhause die Realität dessen, was in Syrien passiere, präsentieren würden, um sie von der Desinformation zu befreien, die die Medien der Regierungen lancierten, welche die Entscheidungsträger in der europäischen Politik seien. Sie hätten ihre Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verloren und würden die gegen Syrien geübte Aggression verschleiern suchen.
Dem Treffen wohnten zudem Biṭrus [Peter] Marğâna, Vorsitzender des Ausschusses für arabische und auswärtige Angelegen­heiten des Parlaments, und Niâl Ḥamîdî, Parlamentsmitglied und Direktor der Abteilung Europa im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Emigranten bei.
Aus bislang nicht mitgeteilten Gründen ist der zuvor als Leiter der Delegation angegebene Deutsche Udo Voigt nicht auf dem Photo dieses Treffens abgebildet, als [Ersatz?] Führer der Delegation wird zudem jetzt – im englischen Text erstmals – Roberto Fiore angegeben.
(https://www.sana.sy/?p=763617, https://sana.sy/en/?p=139623)
Die EU-Parlamentarier entstammen dem rechten Parteienspektrum, einer von den Mainstream-Medien (MSM) derzeit ähnlich wie Syrien behandelten Parteiengruppe. Mit der Baʽṯ-geführten Regierung von Präsident Dr. al-Assad haben sie etliche Haupt- Ziele gemein wie die Bewahrung der eigenen nationalen Identität und Kultur, Betonung der Souveränität und Unabhängigkeit und des Selbstbestimmungsrechts der Völker gegenüber Fremdbestimmung, Erhaltung der Einheit der angestammten Bevölkerung auf dessen ungeteilten Territorium; sie üben zudem Kritik an den MSM, die ihrem kritisch-objektiven Informationsauftrag nicht (mehr) gerecht werden, eine Dominanz der anglo-[US-]amerikanischen Vorgaben in der Politik allgemein wie einer aggressiven, nicht auf Augenhöhe mit anderen geführten Außenpolitik etc. pp. Der NPD insbesondere wird von den MSM zudem eine Nähe zur (beseitigten!) NSDAP unterstellt und im Zusammenhang mit der Nahost-Politik gern die Verbindung zwischen dem Großmuftî von Jerusalem, Muḥammad Amîn al-Ḥussainî, mit Deutschland unter NS-Herrschaft in Anschlag gebracht u.s.w.. Über die tatsächlichen Ziele von (zugelassenen) Parteien, sollte man sich jedoch u.a. als erstes über deren Parteiprogramm informieren.

Auswärtiges Amt – Damaskus, Photo: SANA

In Reaktion auf die jüngsten massierten Luftangriffe der US-geführten Koalition wandte sich die Regierung via Außenamt am 5.6.2018 erneut in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Mit diesen – trotz wiederholter Proteste (vgl.u.) – unaufhörlichen Aggressionen gegen die unschuldige Zivilbevölkerung werde zudem der syrischen Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität, dem Völkerrecht und den relevanten UNSC-Resolutionen zuwidergehandelt und die Krise verlängert. Zitiert wurden eine Reihe von Greueltaten (atrocities) der Koalition, begangen in Dörfern der Provinz al-Ḥasaka, welche eine Menge Toter und viele Verletzte hinterlassen hätten, als Strafaktion für die Bewohner, die sich geweigert hatten, den US-unterstützten separatistischen Milizen anzuschließen. Weitere Opfer aus denselben Gründen seien in Dörfern der Provinzen ar-Raqqa und Dair az-Zaur zu verzeichnen.
Die USA strukturierten ihre Beziehungen zu IS-Terroristen neu, indem sie etliche davon in diese Milizen eingliederten und andere zu Attacken gegen SAA-Stellungen nutzten mit dem Ziel, Gebiete wiederzuerlangen, welche die Armee und ihre Verbündeten vom Terrorismus befreit hatten. Die Koalition habe nicht davor zurückgeschreckt, den IS-Terroristen ganz offenkundig militärische Unterstützung im Kampf gegen die SAA bereitzustellen. Zuletzt fand die am 24.5.2018 (s.u.) statt, as die Koalitionskampfflugzeuge militärische Außenposten der Armee zwischen al-Bû Kamâl und Ḥumai­ma im Umland (Rîf) von Dair az-Zaur beschossen, nur 24 Stunden, nachdem es der SAA gelungen war, eine IS-Attacke auf diese Positionen abzuwehren.
Nach erneuter Zusammenstellung der Zuwiderhandlungen wurden die Mitglieder dieses Bündnisses dazu aufgerufen, sich von dieser entsetzlichen Koalition zurückzuziehen. Ein anderer Appell richtete sich an den UN-Sicherheitsrat, er möge seiner Verantwortung gerecht werden, internationalen Frieden und Sicherheit zu bewahren und umgehend tätig zu werden, um diese Massaker zu beenden.
Ebenso müsse die völkerrechtwidrige Militärpräsenz der USA und anderen ausländischen Streitkräfte auf syrischem Territorium beendet und den US-Plänen zur Terrorismusunterstützung Einhalt geboten werden.
Das Schreiben schloß mit der Bemerkung: „The US hostile polices in Syria, the region and the world lack ethical grounds because it has become part and parcel of the threats which endanger international peace and security.” (https://sana.sy/en/?p=139638, https://sana.sy/en/?p=139638)

EU-Parlaments-Delegation vor der Zitadelle von Aleppo, Photo: SANA

Nach einem Empfang durch den Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ am So., 3.6.2018, in Damaskus, in dem letzterer die (bekannten) Hauptprinzipien der derzeitigen Politik darlegte und die Geladenen erklärten, sich ein Bild von der Wirklichkeit vor Ort im Gegensatz zu den jahrelangen groben Verzerrungen durch die Mainstream-Medien (und der damit einhergehenden anti-syrischen Politik vieler westlicher Regierungen) machen zu wollen (s. https://sana.sy/en/?p=139515, https://www.sana.sy/?p=763073) besuchte die EU-Parlamentsdelegation unter Führung des deutschen NPD-Politikers Udo Voigt am Mo., 4.5.2018, die Stadt Aleppo. Sie folgte dabei in gewisser Weise den Spuren einer ähnlichen Erkundungsreise, welche die deutsche AFD-Delegation im Frühjahr in Syrien unternommen hatte (vgl.u.). Der jetzigen EU-Delegation gehören noch Mitglieder des Zusammenschlusses rechter Parteien auf europäischer Ebene, der Allianz für Frieden und Freiheit (engl.: Alliance For Peace And Freedom, abgek.: APF), an wie deren Vorsitzender Roberto Fiore, Hervé van Laethem (von der belgischen Partei Nation), der slowakische Parlamentsabgeordnete Marian Kotleba von der Volkspartei Unsere Slowakei und dann noch die – leider aus der arabischen Schrift nicht eindeutig transliterierbaren – Vertreter Ziyiġû Ġlâsnûfîk [Zago Glasnović ?] vom kroatischen Parlament und Ğân Mûrân [Jan Moran ?] vom slowakischen Parlament, dazu der Präsident der syrischen Gemeinschaft in Belgien, Antoine Qasîs.
In einem Kurzinterview mit dem SANA-Korrespondenten äußerte Udo Voigt, Ziel der Reise sei, die Situation im Land kennenzulernen und den Menschen in Europa zur Kenntnis zu bringen. Diese mißtrauten ihren westlichen Mainstream-Medien, die die Fakten verzerrten und verfälschten. Hinter dem brutalen Krieg mittels der Terroristen entfachten Krieg, stünden die bekannten Weltmächte USA, Frankreich und Großbritannien zusammen mit Qaṭar, Saudi-Arabien, der Türkei und Israel. Syrien sollte zerstört werden. Doch es habe tapfer standgehalten dank der Ausdauer des syrischen Volkes und der Tatkraft der schließlich den Terrorismus besiegenden Armee. Nicht alle teilten diesen Respekt für diese Widerstandskämpfer, die um ihrer Heimat willen viel Leid zu ertragen gehabt hätten und nun mit bewundernswertem Willen und Tatkraft das vom Terrorismus Zerstörte und Beschädigte wiederaufzubauen und wiederherstellten bemüht seien, wie in Aleppo zu beobachten sei.
Hervé van Laethem, bereits zum dritten Mal in Syrien, erklärte ebenfalls, für sei am Wichtigsten, einen wahren Eindruck der Verhältnisse vor Ort der Bevölkerung in seinem Land vermitteln zu können, darunter die Tatsache, daß es sich um einen Terrorkrieg handele und es notwendig sei, Syrien in diesem Kampf gegen den Terrorismus beizustehen, um jenen zu beseitigen. Syrien habe nicht nur unter den Verbrechen der terroristischen Organisationen wie z.B. des IS oder von Ğabhatu_n-Nuṣra zu leiden gehabt, sondern unter der imperialistischen und zionistischen Politik, vertreten durch die USA und ihre Ver­bündeten wie Großbritannien und Frankreich. Auch er rief dazu auf, Syrien beizustehen, es in der Terrorismusbekämpfung zu unterstützen und mit Syrien zu kommunizieren. Die westlichen Mainstream-Medien betrieben bei vielen Sachverhalten Desinformation, vor allem, was den Krieg in Syrien betreffe,  da herrsche Lug und Trug, weil sie denn Vorgaben der USA und des internationalen Zionismus folgten.
Der kroatische Abgeordnete verwies nochmals auf die Leistungen der SAA im Kampf gegen den Terrorismus zum Schutz auch der ganzen Region und des Kuturerbes, auch und ebseonders in Aleppo. Er versicherte, daß die Bemühungen, die gegen Syrien – aber zum direkten Schaden der Bevölkerung – verhängten EU-Sanktionen aufzuheben, weiter betrieben würden.
Bei dem Vorsitzenden der syrischen Gemeinschaft in Belgien, Antoine [Anṭwân] Qasîs, ist es schon der fünfte Besuch im Land, da Syrien dem Terrorkrieg ausgesetzt sei. Er versuche jedesmal mit befreundeten Europäern zu reisen, damit diese die Realität im kennenernen und weiterverbreiten könnten, damit die Bevölkerung in Europa ein möglichst unverfälschtes Bild jenseits der Medienverfälschungen erhalte. Jeder [Syrer] sei sich der Auswirkungen des Terrorkriegs gegen Syrien bewußt, und stehe in voller Solidarität zu seinem Land. Syrien verdiene es, daß es in den Bereichen Kultur, Entwicklung und Wohltätigkeit unterstützt werde.
Der Aufenthalt in Aleppo begann mit einem Besuch bei Gouverneur Ḥussain Diyâb, der den Besuchern einen historischen, wirtschaftlichen und sozialen Abriß der Stadt vermittelte wie von der systematischen Zerstörung durch die Terroristen und andererseits über die umfassenden Bemühungen zum Wiederaufbau.
Die EU-Delegation wurde zudem von Erzbischof Antoine Audû, dem Oberhaupt der chaldäischen Christen im Land empfangen. Sie besuchte die Niederlassung des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds, traf mit dem Präsidenten der Universität von Aleppo, Dr. Muṣṭafâ Afyûnî, zusammen wie mit dem Direktor der Universitätsklinik von Aleppo, Dr. Ibrâhîm Ḥadîd. Besichtigt wurden die Altstadt, die Umayyaden-Moschee und die Zitadelle. Die Teilnehmer gewannen ein Bild der umfassenden Zerstörung durch die Terroristen und wurden eingehend über die Wiederaufbau und Restaurierungsbemühungen informiert. (https://sana.sy/en/?p=139571, https://www.sana.sy/?p=763461)

Zum dritten Mal innerhalb der letzten Tage bombardierte die US-geführte Koalition zivile Ansiedlungen im SO-Rîf von aš-Šadâdî im südlichen Teil der Provinz al-Ḥasaka. Am 5.6.2018 traf es das Dorf Ğazâʽ, in dem bislang 10 Tote, darunter Frauen und Kinder gezählt wurden. Der Angriff hinterließ zudem massive Zerstörungen an den Wohnhäusern wie der Infrastruktur. (https://sana.sy/en/?p=139575, https://www.sana.sy/?p=763563)

Amnesty International bescheinigt US-geführter Koalition Kriegsverbrechen, Abb.: BaretaNews

Sogar Amnesty International (AI) stuft in ihrem neuesten, am 5.6.2018 veröffentlichten Bericht die sich über ein Jahr hinziehenden (Flächen)bombardements der US-geführten Koalition auf ar-Raqqa als klaren Bruch des Völkerrechts und Kriegsverbrechen ein. es heißt darin: „The US did not take sufficient account of civilians or take the precautions mea­sures to minimize casualties while attacking Raqqa in 2017.” Für den Report wurden vor Ort im Februar 112 Interviews mit Einwohnern, also Tatzeugen, geführt und dabei 42 Luft-, Artillerie- und Mörsergranatenangriffe genauer untersucht. Dazu wird ausgeführt: „Witnesses reported that there were no militants in the vicinity at the time of the attacks. Such attacks could be either direct attacks on civilians or civilian objects or indiscriminate attacks.” AI kommt damit zu dem Schluß: „such attacks amounted to war crimes.” Besonders schwer in diesem Zusammenhang wiegt, daß sich laut Zeugenaussagen überhaupt keine Militanten (Terroristen) in der Stadt zum Zeitpunkt der teils wahllosen Angriffe der Koalition aufhielten, nur Zivilisten! außerdem agiert die Koalition völkerrechtswidrig in Syrien, da weder eine Autorisation durch die legitime Landesregierung noch ein UNSAC-Mandat dafür vorliegt. Die Koalition solle gemäß AI-Aufruf endlich das wahre Ausmaß der Zerstörungen eingestehen, den Weg für eine unabhängige Untersuchung freigeben und Reparationen an die Opfer zahlen. (https://sana.sy/en/?p=139583, https://www.sana.sy/?p=763532)

Nach Befreiung der unmittelbaren Umgebung der Hauptstadt Damaskus von den Terroristen (s.u. bzgl. Ost-al-Ġûṭa und al-Ḥağar al-Aswad mit al-Yarmûk) und damit Eliminierung der jahrelangen Bedrohung werden die Elite-Einheiten der sog. IS-Jäger und des 5. Angriffs-Corps in die Provinz Dair az-Zaur zurückverlegt, um die IS-Zellen an der Grenze zum Irakauszumerzen, die in letzter Zeit vermehrt von sich Reden gemacht hatten. (s. 5th Assault Corps’ ISIS Hunters Redeploying From Damascus To Deir Ezzor To Combat ISIS Cells laut Twitter-Meldung vom 5.6.2018)

Syrian Arab Airlines, Photo: planespotters

Die syrische Staatsfluggesellschaft Syrian Arab Airlines erhielt laut Mitteilung vom 4.6.2018 das erneut Zertifikat der IOSA (IATA Ope­rational Safety Audit, IATA steht für International Air Transport Association) für geprüfte Qualität und Sicherheit. (https://sana.sy/en/?p=139578)

Terroranschläge vom 4.6.2018:
Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen attackierten von Umm Bâṭina aus wieder die Stadt Ḫân Arnaba in der Provinz al-Qu­naiṭra mit Granaten. Es entstanden Sachschäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum. Die Armee reagierte zum Schutz der Bevölkerung mit präzisem Beschuß der Raketenwerfer-Basis und verursachte Verluste bei den Angreifern. (https://sana.sy/en/?p=139532, https://www.sana.sy/?p=763186)
Terroristen der noch im W-  und SW-Rîf von Aleppo sich aufhaltenden Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten beschossen wieder die aleppiner Stadtteile az-Zahrâ´, Šâriʽ an-Nîl (Nil-Straße) und al-Andalus mit Panzergranaten und verursachten damit Schäden an Häusern etc. Wie schon o.e. reagierte eine SAA-Einheit entsprechend. (https://www.sana.sy/?p=763460)

Pompeo und Çavuşoğlu, Photo: hurriyetdailynews.com

Auch wenn bislang wiederholt von US-Seite durch Heather Nauert bestritten, von türkischer Seite jedoch schon avisiert, liegt nun die Bestätigung vor, daß sich beide Regierungen auf eine sog. roadmap for cooperation bzgl. der nordsyrischen Stadt Manbiğ (s.u. und bzgl. Operation Olivenzweig). Was diese Vereinbarung beinhaltet, die nach dem Treffen zwischen dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo in Washington veröffentlicht wurde, wurde nicht mitgeteilt. (s. Turkey, US Endorses Roadmap On ‘Manbij Issue’ In Northern Syria mit dem Text der Verlautbarung vom 4.6)

Laut Mitteilung aus dem russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm vom 3.6.2018 wurden in den kürzlich befreiten (s.u.) Orten ar-Rastan, Kafar Lâhâ, Talbîsa, Zaʽfarâna, Ḫarat Tukman (?) und Quṣairî Qarabasî (?) im N-Rîf von Ḥomṣ und dem S-Rîf von Ḥamâ Observationsposten der russischen Militärpolizei gemäß dem Rekonziliierungsabkommen vom 2.5.2018 eingerichtet. (s. Russian Military Police Established New Observation Posts In Homs and Hama)

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bereits 24 Stunden nach dem letzten solchen Angriff (s.u.) bombardierten die Kampfjets der US-geführten Koalition wahllos wie es in den Einheimischenberichten hieß – das Dorf Ḥassan al-ʽAlî auf dem Tal aš-Šâyir-Areal im Rîf von al-Ḥasaka am 3.6.2018. Dabei wurden ein 90-Jähriger und seine Frau getötet, sein Sohn und dessen Frau schwer verletzt, Wohnhäuser zerstört und die mit Weizen und Gerste bestellten Felder und somit die Ernten verwüstet. Aus Angst vor erneutem wahllosen Beschuß flohen die Bewohner der Orte ad-Daḥû, ad-Dašîša sowie aus Dörfern auf dem Tal aš-Šâyir. (https://sana.sy/en/?p=139435, https://www.sana.sy/?p=762730)

Beim Durchkämmen der Gegend nach Sprengsätzen stießen die Kampfmittelbeseitiger am 3.6.2018 im Dorf Ṭalaf im Süd-Rîf von Ḥamâ auf ein Feldhospital der Terroristen, geschützt durch einen Meter dicke Mauern aus Basaltstein und sehr gut ausgestattete mit zusammengeraubtem Equipment aus umliegenden Krankenhäusern wie z.B. 40 Krankenbetten , einem OP-Saal, einer reichen Auswahl an Arzneimitteln, meist türkischen Ursprungs und sonstiger medizinischer Ausstattung. (https://sana.sy/en/?p=139478, https://www.sana.sy/?p=762907, je mit illustrativer Photostrecke!)

Tunnelnetzwerk der Terroristen, Photo: SANA

Im südlichen Teil des Rîf Dimašq fanden die Kampfmitteräumdienste am 3.6.2018 in den kürzlich befreiten Städten Yaldâ und Babîlâ ein weiteres Netzwerk an Tunneln und Schützengräben, wovon eine Verlängerung vom Zentrum von Babîlâ nach Sayyidî Miqdâd führte, dazu etliche selbstgebaute Sprengsätze (sog. IEDs), verschiedene Anti-Panzer- und Anti-Personenminen mit hochexplosiven Stoffen, wie sie in Saudi-Arabien hergestellt werden, Granaten etc. (https://sana.sy/en/?p=139467, https://www.sana.sy/?p=762711)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.6.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=139475 und https://www.sana.sy/?p=762805 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von IS-Affiliierten von der Grenze zum Irak aus auf das Dorf aš-Šaʽfa und die Stadt Hağîn am Ost-Ufer des Euphrats in der Provinz Dair az-Zaur mit Eliminierung sämtlicher Angreifer. Desgleichen in Gefechten gegen Angriffen der Terroristen auf die Dörfer alḤasarât, as-Siyâl, al-Ğalâ´ und al-ʽAbbâs im N der Stadt al-Bû Kamâl mit Tötung bzw. Verwundung der meisten der Extremisten.)

Mehr als 70 Stämme gegen US- und jegliche andere ungebetene Miitärpräsenz, Photo: SANA

Am Volks-Festival in Dair Ḥâfir im O-Rîf von Aleppo nahmen gut 70 unterschiedliche Clans und Stämme teil. Die diesjährige Veranstaltung fand unter dem Motto: „Syrische Stämme gegen ausländische und US-Intervention in syrische innere Angelegenheiten“ statt. Die verschiedenen Sprecher machten ihre kategorische Ablehnung jeglicher ausländischer Militärpräsenz im Land deutlich, sofern sie nicht auf Einladung und in Koordination mit dem syrischen Staat erfolge. Aes andere sei völkerrechtswidrig und eine deutliche Aggression, die mit allen verfügbaren und erlaubten Mitteln zu bekämpfen  sei.  In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, die Stammesabkömmlinge seien eine aufrechte Reser­ve für die SAA, welche die Heimat durch Vertreibung der Eindringlinge und Besatzer sei es aus den USA, der Türkei, Frankreich u.s.w. schütze. Alle Bürger seien aufgefordert, diese aktiv zu unterstützen bzw. sich in die Armee einzugliedern. Man stehe zur Einheit des syrischen Volkes und seines Territoriums, welche beide durch fehlgeschlagene ausländische  Intrigen  hätten zerteilt werden sollen, zur Unabhängigkeit, für die die Vorfahren so teuer bezahlt hätten, zum Rechtsstaat und zu ihrer im Kampf gegen den Terrorismus und Invasoren siegreichen Armee, symbolisiert durch die am 22.2.1958 eingeführte Flagge Syriens. Einzig das in all seinen Glaubensrichtungen und anderen Spektren geeinte syrische Volk sei berechtigt, die Verfassung seines Landes zu bestimmen und zu genehmigen. Verurteilt wurde die Positionen einiger arabischer Ländern, die sich bereit erklärt hatten, den  Wunsch Washingtons zu erfüllen und ihre arabischen Truppen und Söldner nach Syrien zu senden, um die US-Besatzungsstreitkräfte zu ersetzen, sie würden die Bitterkeit der Niederlage schmecken und die hohen Kosten für ihre weitere Präsenz auf syrischem Boden zu spüren bekommen. Ebenso verurteilt wurde die Tatsache, daß einige Kurden [d.h. die US-unterstützten SDF-Kämpfer (al-Asâyiš)] eine Delegation aus der Provinz al-Ḥasaka daran gehindert hatten, an diesem Festival teilzunehmen; sie sollten sich nicht zum Werkzeug der Feinde machen und damit deren Pläne und koloniale Ambitionen bzgl. Syriens umzusetzen. (https://www.sana.sy/?p=762500, https://www.sana.sy/?p=762500 vom 2.6.2018)

Terroranschläge vom 2.6.2018:
Wieder wurden Bewohner der seit über drei Jahren von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen und deren Affiliierten belagerten und attackierten Städten Kafarayâ und al-Fûʽa, wenige Kilometer nördlich von Idlib Opfer von deren Scharfschützen. Einheimische meldeten, daß wieder von Biniš aus ein junger Mann erschossen und eine 12-Jährige verletzt worden seien. (https://sana.sy/en/?p=139336)

Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition vom 2.6.2018 auf Wohnhäuser des Dorfes Ḏîb Hadâğ im SO-Landkreis von aš-Šadâdî im S-Rîf der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka kamen nach Einheimischen-Meldungen mindestens acht Bewohner ums Leben. Weitere Details liegen noch nicht vor. (https://sana.sy/en/?p=139339, https://www.sana.sy/?p=762255)

Al-Muʽallim-Pressekonferenz, Photo: SANA

Vize-Präsident und Außenminister Walîd al-Muʽallim gab am 1.6.2018 eine Pressekonferenz zu aktuellen Fragen. Als erstes äußerte er sich zur Präsenz iranischen Militärs in Syrien und stellte heraus: Seit 2011 steht der Iran der Arabischen Republik Syrien bei im Krieg gegen den von der Türkei, Saudi-Arabien und Qaṭar unterstützten und finanzierten Terrorismus; und hier kann ich im Na­men des syrischen Volkes sagen, wir sind dankbar, daß die iranische Führung und die Menschen diese Hilfe gewähren. „Seit dem Grundstück, der Ausbruch der syrischen Brüder in der Republik Iranische islamische Organisationen sind gekommen, um Syrien angesichts des von der Türkei, Saudi-Arabien und Katar finanzierten Terrorismus zu helfen.“ Dabei vermerkte er, Syrien sei ein souveräner Staat und könne in der Terrorismusbekämpfung kooperieren, mit wem er wolle. Man werde das Land vom Terrorismus wie auch von ausländischer Präsenz befreien. Klarzustellen sei dennoch, daß der Iran keine Truppen auf syrischem Territorium unterhalte, auch keine Militärbasen, sondern Militärberater für die SAA, von denen auch schon einige im Krieg ihr Leben gelassen hätten. Anderslautende Meldungen durch israelische oder westliche Medien seien absolut faktenwidrig. Die Präsenz iransicher Militärs sei legitim, da sie auf Einladung der syrischen Regierung im Land seien, ganz im Gegenteil zu den Truppen der USA, der Türkei und von Frankreich in Syrien.
Die Überstellung einer Liste von Namen als Mitglieder des von der syrischen Regierung unterstützten Komitees zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung an die in Damaskus tätigen Botschafter Rußlands und des Irans als Garantenstaaten sei im Rahmen des Abkommens von Astana erfolgt. Dazu führte er aus: „we sent 50 names, the Syrian state should have the ma­jority in any number which will be agreed upon, and the committee’s decisions should be taken un­animously.” Die Mission des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura dabei beschränke sich auf die Erleichterung der erwähnten Diskussion.
Außerdem machte er deutlich: Artikel Nr.15 der Verfassung verbiete die Konfiszierung irgendwelchen Eigentums außer zugunsten des Allgemeinwohls. Das Gesetz Nr.10 (vgl.u.) sei eine Notwendigkeit nach Befreiung von al-Ġûṭa vom Terrorismus, da die Terroristen die Grundbücher verbrannt und Manipulationen am privaten Eigentum vorgenommen haben; es sei daher notwendig, für die Rückgabe dieses Eigentums an die rechtlichen Eigentümer Sorge zu tragen. Zugleich werde alles Mögliche getan, um die Rückkehr der Bewohner sicherzustellen. Dazu bemerkte er: „We are the most careful to return the displaced people to their homes and we will provide all facili­tations to those who want to return.”

Dann kam er nochmals auf fremde ungebetene Militärpräsenz und Süd-Syrien zu sprechen. Die US-Truppen müßten sich demnach aus dem at-Tanaf-Gebiet wie jedem anderen in Syrien zurückziehen. Hierzu stelle er klar: Do not believe any statements on an agreement about the south of Syria unless the US forces withdraw from al-Tanf area!” (Glauben Sie keinen Verlautbarungen über ein Abkommen hinsichtlich des Südens von Syrien, sofern es nicht den Abzug der US-Streitkräfte aus dem at-Tanaf –Gebiet beinhaltet!).
Die israelische Besatzungsmacht [auf dem syrischen Golan] habe das Truppenentflechtungsabkommen (disengagement agreement) von 1974 durch die Unterstützung der Terrorgruppen gebrochen, die einen „Sicherheitsgürtel“ für es bilden sollten.
Hinsichtlich der Türkei stellte er klar: „We consider Turkey [en] enemy and invader, neither Turkey, nor US have the right to negotiate regar­ding the Syrian cities; we will liberate every inch of our land.” (Wir erachten die Türkei als Feind und Invasor, weder die Türkei noch die USA haben das Recht für Syrien bezüglich der syrischen Städte zu verhandeln; wir werden jeden Inch [im Arabischen: jede Handbreit] unseres Landes befreien.
Zudem versprach er, ar-Raqqa sei in den Herzen aller Syrer und werde befreit und wiederaufgebaut werden. (https://sana.sy/en/?p=139364, https://www.sana.sy/?p=762343)

Tellermine, ausgelegt von Terroristen, Photo: SANA

Terroranschläge vom 1.6.2018:
Obwohl die Entminungsarbeiten in den kürzlich befreiten Gebieten voranschreiten, wurden am 1.6.2018 eine Frau und ihre Tochter getötet, der Vater überlebte mit schweren Verletzten, als in Babîlâ im Rîf Dimašq eine von den Terroristen angebrachte Tellermine explodierte (https://sana.sy/en/?p=139303, https://www.sana.sy/?p=762064)
Die in in Buṣrâ aš-Šâm, im östlichen Umland (Rîf) der Provinzhauptstadt Darʽâ positionierten Terroristen beschossen die beiden Städte ʽArâ und al-Quraiyâ in SW-Rîf von as-Suwaidâ´ mit Mörsergranaten. Dadurch wurden etliche Wohnhäuser beschädigt. (https://sana.sy/en/?p=139336, https://www.sana.sy/?p=762195)

Ca. 500 Heimkehrer machten sich am 1.6.2018 durch den von der SAA gesicherten Abû aḍ-Ḍuhûr-Korridor auf in ihre Dörfer Abû aḍ-Ḍuhûr und Sinğâr im Umland von Idlib wie im S- und SW-Rîf von Aleppo und wurden am Ziel durch Anwohner und Würdenträger mit Freuden empfangen. Medizinische und sonstige Hilfskräfte-Teams begleiteten sie. (https://sana.sy/en/?p=139311, https://www.sana.sy/?p=7620