Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil VI

 

Liebe Leser! Wie vom vorhergehenden Teil bekannt, ist nunmehr seit 81 Tagen das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen dazu äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
Seit den letzten Meldungen zur sicheren Rückkehrmöglichkeit aller Syrienflüchtlinge aus dem Ausland und der wahren Situation in Idlib ist nun auch
Teil VI von Administratorenseite nicht mehr zugänglich (ein bislang leider nicht unbekanntes Vorkommnis!)

 

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157969 und https://www.sana.sy/?p=892323 (Die im NW von Ḥamâ stationierten Armee-Einheiten verhinderten per konzentriertem Bombardement einen Angriff  seitens al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî  auf das Dorf as-Sirmâniyya an der Verwaltungsgrenze zur Provinz Idlib, zerstörten dabei eine Reihe von Terroristenstellungen samt Abschußanlagen und töteten bzw. verletzten etliche der Terroristen, nachdem diese bei der Observierung entdeckt worden waren. In Reaktion auf  Verletzungen der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone von Idlib durch die Extremisten eliminierten weitere Armee-Einheiten Terroristennester und -Fortifikationen am Rand der al-Ġâb-Ebene im NW-Rîf von Ḥamâ.)

Terroranschlag vom 10.2.2019:
Die am Stadrand von al-Laṭâmina aktiven Terroristen beschossen Aṣîla im Rîf von Ḥamâ mit zwei Raketen. Diese beschädigten die weiterführende Schule des Dorfes. (https://www.sana.sy/en/?p=157991, https://www.sana.sy/?p=892457)

Nach jüngsten Meldungen behindert das US-Militär, im Bannkreis von dessen Basis at-Tanaf sich das Flüchtlingslager ar-Rukbân mit den schon oft beschrieben katastrophalen Bedingungen der ca. 40.000 Insassen (dazu s.u.!) befindet, schon wieder das Passieren des erneut von Damaskus ausgeschickten (s.u.) Hilfskonvois. Näheres demnächst! (https://www.sana.sy/?p=892681)

Landesweite Impfung gegen Polio, Photo: SANA

Eine landesweite Anti-Polio-Impfungkampagne des Gesundheitsministeriums beginnt am 10.2.2019 mittels 8.601 behördlichen und 128 freiwilligen Helfern in 1945 Gesundheitszentren und 2.600 mobilen Einheiten. – Die WHO hatte erst zum Ende des Vorjahres die Leistung der Regierung gewürdigt, trotz der jahrelangen Kriegssituation den Zustand vor dieser Krise und damit die Freiheit des Landes von Polioerkrankten erneut erreicht zu haben (dazu vgl.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=157960, https://www.sana.sy/?p=892302)

Das Syrian Arab Red Crescent (SARC) machte am 10.2.2019 erneut einen Hilfskonvoi mit 11.650 Lebensmittelkörben für nedürftige Familien in al-Ḥasaka und Umgebung, bereitgestellt vom WFP, fertig. Die Kampagne dauert gemäß dem SARC-Verantwortlichen Muḥammad Rasûl noch bis zum 23. Februar. Schon früher kamen auch Saatgut und Düngemittel an Bauern zur Verteilung. (https://www.sana.sy/en/?p=157974, https://www.sana.sy/?p=892331)

Antike Tempelanlage, genannt: Baitû Ḫîḫî, im Volksmund auch: „Festung Salomons“, Photo: SANA

In einem SANA-Bericht wird das umfangreiche Ruinenfeld um eine antike Tempelanlage ca. 50 km östlich der Hafen- und Provinzhauptstadt Ṭarṭûs vorgestellt. Im Volksmund heißt sie „Festung Salomons“, da sich die einfachen Bewohner der Gegend aus früherer Zeit nur vorstellen konnten, daß die gewaltigen Gebäude, bestehend teils aus 70 Tonnen schweren Einzelteilen, nur von Dämonen (Tschinn), über die König Salamon gebot (er gilt im Islam als Prophet!), hätten errichtet werden können.  Ein anderer Name lautet: Baitû Ḫîḫî. (https://www.sana.sy/?p=892353 mit reichlich illustrierendem Bildmaterial!)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157861 und https://www.sana.sy/?p=891850 (Nachdem Ğabhatu_n-Nuṣra-Scharfschützen Militärposten zum Schutz der umgebenden Orte unter Beschuß genommen hatten, reagierten die in in as-Suqailibiyya stationierten Armee-Einheiten darauf mit Artillerieschlägen und Raketenbeschuß  ihrer Stellungen in Qalʽat al-Maîq. Raketen trafen auch eine ansammlung von Kampffahrzeugen derim Dorf Bâbûlîn im az-Zâwiyya-Bergland versammelten Terroristengruppen und zerstörten sie im S-Rîf von Idlib.)

Bombardement der US-Koalition in zivilem Wohngebiet, Photo: SANA

Trotz der vielfältigen Proteste dagegen, nicht zuletzt vor den UN seitens der syrischen Regierung, bombardierte die US-geführte Koalition am 9.2.2019 zum wiederholten Mal völkerrechtswidrig (dazu vgl.u.) zivile Wohngegenden von in Bâdiyyat aṭ-Ṭayyâna, Landkreis al-Mayâdîn, etwa 45km südöstlich von Dair az-Zaur Nach vorläufigen Berichten von Bewohnern der Gegend wurden mindestens drei Personen getötet und weitere verletzt bei Verursachung enormer Zerstörungen und Sachschäden. (https://www.sana.sy/en/?p=157906, https://www.sana.sy/?p=892010)

Terroranschlag vom 9.2.2019:
Terroristengruppen mit Stellungen an den Stadtändern von Ḥaṣrâyâ und al-Laṭâmina feuerten erneut zwei Raketen auf Wohngebiete der (vornehmlich von Christen bewohnten) Stadt Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ. Zum Glück kam es „nur“ zu Schäden an Wohnhäusern etc. Armee-einheiten reagierten wieder mit gezielten Artillerieschlägen auf die Abschußanlagen des Feindes.  (https://www.sana.sy/en/?p=157916, https://www.sana.sy/?p=892123)

Diskussion des „Entwicklungsprogramm für Syrien nach dem Krieg“ unter Vorsitz von Premierminister Ḫamîs, Photo: SANA

Unter Vorsitz des Premierministers Ing. ʽImâd Ḫamîs fand am 9.2.2019 in dessen Amtsräumen ein offener Dialog zur Erörterung des „Entwicklungsprogramm für Syrien nach dem Krieg“ bei Teilnahme fast aller Minister und 140 Vertretern von Gewerkschaften, Organisationen, Kammern und Institutionen sowie Experten und wissenschaftliche Persönlichkeiten statt. (https://www.sana.sy/en/?p=157935, https://www.sana.sy/?p=892209)

Hunderte Familien- und Clan-Vertreter von ar-Raqqa, Dair az-Zaur versammelten sich am 9.2.2019 erneut zu Protestmärschen, um gegen die Präsenz der sich völkerrechtswidrig im Land aufhaltenden und operierenden Truppen der USA und Frankreichs zu demonstrieren. Sie riefen beide Regierungen auf, ihre Besatzungstruppen umgehend abzuziehen und sich nicht in die inneren Angelegenheiten Syriens einzumischen. Dabei verurteilten sie auch die ständig weiderholten Aggressionen beider Mächte in Luftschlägen der US-geführten Koalition gegen die Bürger des Landes, die schon so viele (zivile) Opfer und Schäden hinterlassen hätten.  Flaggen der USA und Frankreichs wurden öffentlich verbrannt und die Kontrolle der SAA über das gesamte Gebiet beider Provinzen als Befreiung von den Besatzungsmächten gefordert.  Bis dahin würden sie jeglicher illegalen fremden Streitmacht Widerstand leisten. (https://www.sana.sy/en/?p=157892, https://www.sana.sy/?p=891889)

SAA im Raum Idlib, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157742 und https://www.sana.sy/?p=891475 (Gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten in den Ausläufern der Landstadt Talmanas richtete die Armee erfolgreiche Artillerieangriffe in Reaktion auf deren Verletzungen der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone von Idlib im Süden dieser Provinz und fügten dem Feind deutliche Verluste zu.
Im N-Rîf von Ḥamâ zerstörten Armee-Einheiten in den Berg gegrabene Terroristenschlupfnester im Talat aṣ-Ṣayyâd mit Artillerieschlägen und eliminierten etliche der Terroristen.)

Im Stadtteil Ṭarîq al-Bâb von Aleppo versammelten sich am 8.2.2019 Würdenträger, (auch kurdischer) Clanvertreter und  solche des islamischen und christlichen Klerus unter dem Motto „Heimat-Zelt“, um zusammen ihr Bestreben zum Kampf gegen den Terrorismus wie gegen jegliche sich illegal im Land aufhaltende ausländische Streitmächte in Unterstützung der SAA zu unterstreichen. Gleichzeitig riefen sie die US– und türkische Administration dazu auf, ihre Truppen aus dem Land abzuziehen und sich nicht in die inneren Angelegenheiten Syriens zu mischen. (https://www.sana.sy/en/?p=157864, https://www.sana.sy/?p=891775)

In der Nähe der archäologischen Stätte von Qalʽat ar-Raḥba, 2km von der Stadt al-Mayâdîn entfernt wurde im Rahmen des Absuchens der Gegend von den internen Sicherheitskräften der Provinz Dair az-Zaur am 8.2.2019 ein großes, vor der Besiegung durch die SAA vom IS unterschiedlich genutztes Feld entdeckt. Es war geschützt durch einen Gürtel von Sprengfallen und minen, enthielt eine Werkstatt zur Herstellung von Raketen verschiedenen Kalibers, ein weitläufiges Tunnelnetz, ein Trainingscamp, Waffen- und Munitions­depots sowie ein Massengrab ermordeter Bürger, gab der Polizeichef, Brigadier Nizâr Ḥassan, gegenüber SANA bekannt.  (https://www.sana.sy/?p=891464, https://www.sana.sy/en/?p=157779)

Terroranschlag vom 8.2.2019:
Sieben Zivilisten wurden infolge einer Landminenexplosion auf dem Ackerland des Dorfes Rasm al-Aḥmar im O-Rîf von Salamiyya/Provinz Ḥamâ getötet, einer verletzt. (https://www.sana.sy/?p=891501) – Zu den Gründen der Anbringung von (teils raffiniert versteckten) Minen oder Sprengfallen durch abziehende Terroristen gerade im Agrarland vgl.u. z.B. unter dem 6.10.2018!

Armenische Helfer im humanitären Einsatz, Photo: panorama.am

Der Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums, Artsrun Hovhannisyan, eröffnete am Fr., 8.2.2019, daß eine Gruppe von 83 Landsmännern nach Aleppo geflogen sei, um in Syrien humanitäre Hilfe außerhalb des Kampfgebiets zu leisten. Sie umfaßt  Mediziner, Pioniere, Minenexperten, die auch das diesbezügliche Gefahrbewußtsein der Bevölkerung schärfen soll,  und  Sicherheitspersonal.  In Aleppo gibt es im Übrigen eine große Armeniergemeinde. (https://www.panorama.am/en/news/2019/02/08/Armenia-humanitarian-mission-Aleppo/2070038)

Während er nochmals die Ziele zusammenfaßte, welche Rußland zusammen mit seinen Partnern, vor allem der Regierung in Damaskus, zur Lösung der Krise im Land  anstrebe, verkündete Vize-Außenminister Sergei Werschinin am 8.2.2019, die nächste Astana-Konferenz werde im kommenden März stattfinden. (https://www.sana.sy/en/?p=157789, https://www.sana.sy/?p=891529)

Putin präsidiert dem russischen nationalen Sicherheitsrat, Photo: Sputnik News

Vor dem Gipfeltreffen im Astanaformat in Sotschi Mitte nächster Woche und den umfangreichen Konsultationen zwischen syrischen, russischen und iranischen Diplomaten (vgl.u.) besprach sich Rußlands Statspräsident Putin am Fr., 8.2.2019, mit den permanenten Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats (UNSC) zur Lage in Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=157782) – Dem war eine Sitzung des russischen Nationalen Sicherheitsrats vorangegangen  (https://www.sana.sy/en/?p=157836, https://www.sana.sy/?p=891783).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157707 und https://www.sana.sy/?p=891048 (In Erwiderung des terroristischen Raketenangriffs auf Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ vom selben Tag – im Bruch der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone von Idlib – zerstörten die Armee-Einheiten im Gebiet die Stellungen und Schlupfnester der Angreifer bei Kafar Zaitâ, aṣ-Ṣayyâd und Ḥaṣrâyâ und eliminierten etliche der Feinde.)

Terroranschlag mit Raketen auf Maḥarda in Ḥamâ, Archivbild: SANA

Terroranschlag vom 7.2.2019:
Terroristen feuerten wieder Raketen auf die Stadt Maḥarda/Provinz Ḥamâ. einen nordöstlichen Stadtteil. Glücklicherweise kam es „nur“ zu Schäden an Wohnhäusern etc. (https://www.sana.sy/en/?p=157678, https://www.sana.sy/?p=890848)

*Beim wöchentlichen Pressebriefung wies Außenamtssprecherin Sacharowa am 7.2.2019 in Moskau erneut darauf hin, gesammelte Nachrichten bestätigten, daß die Terroristen im Raum Idlib weiter Vorräte an toxischem Material für einen größeren [Giftgas-]Anschlag anlegen, den Ğab­hatu_n-Nuṣra und affiliierte Terrorgruppen nach wie vor planten. In dem Zusammenhang erklärte sie: „The Russian Foreign Ministry has drawn attention to me­dia reports that the terrorists have transported containers of chlorine gas to Idlib,.”  Gleichzeitig forderte sie die türkische Regierung auf, ihren Verpflichtungen gemäß der Übereinkunft von Sotschi vom Herbst 2018 (s.u.) in dieser Gegend nachzukommen mit den Worten: „Moscow is waiting for Ankara to activate its efforts and fully implement their obligations under the Sochi agreements reached last Sep. 17).” (https://www.sana.sy/?p=891151, https://www.sana.sy/en/?p=157716) – Zur Nichterfüllung counterterroristischen Vorgehens durch die Erdogan-Regierung bzw. viel mehr des Gegenteils s.u.!

Zerstörte Industrieanlagen, Photo: SANA

Von syrischer Seite war erneut darauf verwiesen worden, daß gerade in der jetzigen Wiederaufbauphase die illegitimen westlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] die durch den Terrorismus zugefügten Schäden nurweiter verschärften und damit äußerst negative Rückwirkungen auf die Bevölkerung hätten. Näheres bei: https://www.sana.sy/en/?p=157657 vom 7.2.2019.
Der russische Vizeaußenminister Sergei Ryabkow bemerkte gegenüber der Presse am 7.2.2019, die gegen Syrien, den Iran und Rußland seitens der USA verhängten Sanktionen dauerten schon Jahre an, seien als wirtschaftlicher Terrorismus einzuordnen und hätten bislang ihr Ziel [d.h. diese Staaten in die Knie zu zwingen] verfehlt. Man könne und müsse mit ihnen fertigwerden. Dazu äußerte er: „There are ways to minimize the consequences of US sanctions, and these ways will be improved. There are alternative partners and formats, they need to be strengthened.” Weiter erklräte er: „I am sure that in the case of Syria, Russian-Syrian relations will only continue to ascend; neither the United States nor anyone else will interfere with this. And I agree that the US sanctions are economic terrorism”. (https://www.sana.sy/?p=891073, https://www.sana.sy/en/?p=157704)

Ähnlich wie die Delegation in Teheran (s.u.) beschäftigt auch die nach Moskau unter Führung vom Minister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzzâm, entsandte mit der Vertiefungen der Beziehungen vor allem auch im wirtschaftlichen Bereich. Zu Gesprächen kamen am 7.2.2019 Botschafter Dr. Riyâd Ḥadâd, Rußlands Industrie- und Handelsminister Georgi Kalamanow, Vize-Außenminister Michael Bogdanow, Vize-Energieminister Pawel Sorokin und eine Anzahl weiterer russischer Amtsträger sowie Firmenvertreter zusammen. (https://www.sana.sy/?p=890931, https://www.sana.sy/en/?p=157698)
Es kam auch zu Kooperationsabkommen zwischen wissenschaftlichen Instituten bzw. Universitäten Syriens und Rußlands (vgl. https://www.sana.sy/?p=891137, https://www.sana.sy/en/?p=157711 und https://www.sana.sy/en/?p=157739, https://www.sana.sy/?p=891286 sowie https://www.sana.sy/en/?p=157711)

Außenminister Walîd al-Muʽallim (re.) und der iranische Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbirî Anṣârî (li.) am 7.2.2019, Photos: SANA

Desweiteren unterhielten sich Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim und der iranische Vize-Außenminister und als solches Berater für Afrika- und Nahostangelegenheiten Ḥussain Ğâbirî Anṣârî am 7.2.2019 während des Iranbesuchs der syrischen Delegation (s.u.) ausführlich über die Vorbereitungen zum kommenden Gipfeltreffen der Garantenstaaten im Astana-Format in Sotschi Mitte Februar (vgl.u.). Anṣârî informierte al-Muʽallim auch detailliert über die Gespräche der iranischen Seite mit dem UN-Gesandten Geir Pedersen (s.u.) wie anderen regionalen Parteien. Beim Treffen vretreten war auch Ḥamîd  Riḍâ Dahqânî (Reza Dehghani), der Chef des speziellen Departments für den Nahen Osten und Nordafrika im Außenamt von Teheran. (https://www.sana.sy/en/?p=157673, https://www.sana.sy/?p=890809)

Über den gesicherten Übergang von at-Tâyha kamen am 7.2.2019 weitere Binnenvertriebene aus dem Raum Manbiğ zurück in die inzwischen von der SAA befreiten und von den Behörden soweit bzgl. der notwendigen Infrastruktur wiederhergestellten Orten im O-Rîf von Aleppo. Sie erhielten die üblichen Hilfen (vgl.u.) und auch der Status der Wehrdienstflüchtlinge wurde gemäß dem Amnestiedekret Nr.18 vom Vorjahr (s.u.) geregelt. (https://www.sana.sy/en/?p=157680, https://www.sana.sy/?p=890835)

ʽAbdul-Laṭîf Šanâr (Erdogan-Kritiker), Photo: SANA

ʽAbdul-Laṭîf Šanâr, früherer türkischer Vize- Premierministers, forderte von Staatschef Erdogan im Interview mit dem türkischen Sender Til 1, seine aggressive Politik gegenüber Syrien einzustellen und sich beim syrischen Volk zu entschuldigen. Dazu stellte er fest: „Es ist klar, dass Washington, Paris und London die Krise in Syrien nicht lösen wollen.“ Gemäß zahlreichen Dokumenten und anderen Beweisen sei es eine Tatsache, daß das Erdogan-Regime sich an der Unterstützung ,Bewaffnung und Ausbildung der terroristischen Organisationen in Syrien beteiligt habe. Auch er nahm hierbei auf die vom Portal Nordic Monitor veröffentlichten Details (s.u.) Bezug. (https://www.sana.sy/?p=890874 vom 7.2.2019)

Terroristennachschub, Photo: SANA

Wie Sputnik News gestützt auf  die Aussagen von Bewohnern von Idlib meldet, wird über die Türkei weiterhin Terroristennachschub in diese noch umkämpfte Provinz geschleust vermittels der türkischen Behörden, des Geheimdienstes und der Gendarmerie vor Ort. Allein an den beiden Tagen Sonntag und Montag dieser Woche seien ca. 1500 Söldner-Terroristen per LKW ins Gebiet von Ğisr aṣ-Šuġûr geschafft worden. Diese stammten aus westlichen ostasiatischen und arabischen Ländern und verstärkten die Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥurâs ad-Dîn (d.h. Wächter der Religion), einem al-Qâʽida-Ableger noch aus Zeiten von Aiman aẓ-Ẓawāhirī in Afghanistan.
Zuvor schon seien ca.  400 al-Qâʽida zuzurechnende Terroristen in Einzelgruppen von 8 – 15 Personen über die Türkei in die Provinz Idlib geschleust worden und in den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres ausländische al-Qâʽida-Kämpfer, die zuvor im Jemen gewesen waren. Zu jener Zeit hatte die Terrorgruppe Ḥurâs ad-Dîn Verstärkung durch Terroristen der Gruppe Anṣâr at-Tawḥîd, einem IS-Ableger, erhalten, bevor sie von der SAA im Norden von Ḥamâ und im Süden von Idlib be­siegt worden waren. Die Gruppe al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî, welche direkt vom Erdogan-Regime unterstützt werde, habe sich dagegen  in einigen Gebieten im SW von Idlib und al-Lâḏa­qiyya breitgemacht.
Besonders übel stößt Syrern angesichts dieser Tatsachen auf, daß sich der türkische Präsident Erdogan als einer der Garanten der Vereinbarungen infolge der Astana-Konferenzen zur Terrorismusbekämpfung und Achtung und Wahrung u.a. der Souveränität Syriens verpflichtet hatte (vgl.u.). (https://www.sana.sy/?p=890376 vom 6.2.2019) – Wie diese Einschleusung funktioniert, gab der in türkischen Diensten stehende Terrorist mit Decknamen Abû Banât an, vgl.u. den Bericht von Nordic Monitor!

SAA-Artillerie im Bereich Ḥamâ / Idlib, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157570 und https://www.sana.sy/?p=890201 (Armee-Einheiten zerstörten mit gezieltem Raketenbeschuß Schlupfnester und eine Ansammlung von Kampffahrzeugen der Terroristen in Ğarğanâz im SO-Rîf von Idlib und fügten zum Feind zudem Verluste an Kämpfern zu. Armeeeinheiten zielten zudem erfolgreich auf Fahrzeuge von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî, mit welchen jene aus der Türkei gekommenen Terroristen Gerätschaften aus dem Kraftwerk Zaizûn im äußersten Süden von Idlib gelegen plünderten und  abzutransportieren suchten. Die Elektrizitätsstation wird seit gut zwei Jahren systematisch von den Terrororganisationen Ğabhatu_n-Nuṣra und Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya ausgeraubt; demontiert werden besonders elektronische Geräte zur Strom­erzeugung, elektrische Großgeräte und Triebwerke.
Im N-Rîf von Ḥamâ vereitelten Soldaten einen Angriffsversuch Affilierter von Katâ´ib al-ʽIzza vom Gebiet von Maʽarkaba aus auf Militärposten zum Schutz von az-Zalâqiyât und Zulain, eliminierten etliche der Angreifer wie deren Raketenabschußanlagen und sonstiges militärisches Equipment. In Tal Bazâm stationierten Ein­heiten der Armee vernichteten mit präzisen Artillerieschlägen Terroristenverstecke und -Stellungen nahe der Stadt Mûrik in Reaktion auf deren Angriffe auf Militärposten zum Schutz der Ortschaften der Gegend.)

Der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf gab am 6.2.2019 bekannt, beim  Gipfeltreffens der drei Garantenstaaten im Astana-Format in Sotschi Mitte Februar würden die Situation in Idlib und der Abzug der US-Streit­kräfte aus Syrien diskutiert. (https://www.sana.sy/?p=890452)

US-Militär in at-Tanaf, Photo: SANA

Rußlands Außenminister Lawrow hatte am selben Tag angesichts des Treffens der Teilnehmer der US-geführten Koalition in Washington den unverzüglichen US-Truppenabzug aus at-Tanaf (zur Problematik s.u.!) gefordert und auf die prekäre Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân (vgl.u.) im Banngebiet der US-Militärbasis bei at-Tanaf hingewiesen.
Michail Mezentsew, Direktor des russischen Nationalen Verteidigungsmanagementzentrums, eigte sich hoch besorgt, über sich ständig verschlimmernde Lage der in ar-Rukbân festgehaltenen (dazu s.u.!) Flüchltinge. Laut WHO-Bericht (vgl.u.) stürben Insassen infolge der schlimmen Wetterbedingungen, der Verschlimmerung der miesen medizinischen Versorgung, aufgrund derer Erkältungen, Tuberkulose, Asthma und Hauterkrankungen, aufträten, dazu fehle es an Medikamenten, Treibstoff und Elektrizität. Dafür seien seit Jahren die US-Truppen vom nahegelegenen US-Militärposten at-Tanafverantwortlich, da sie kaum je Hilfskonvois passieren ließen (dazu vgl.u.!). Schon allein deswegen sei ein Abzug der US-Truppen aus dem Gebiet umgehend geboten. Eine langfristige Lösung der humanitären Situation dort könne  erst danach erreicht werden.   (https://www.sana.sy/?p=890230) – Zur selben Zeit wird im Irak vehement am Abzug der US-Truppen gearbeitet!
Weiter monierte Außenminister Sergei Lawrow, westliche Regierungen politisierten (zum Sachverhalt s.u.) ständig die Sendung humanitärer Hilfe nach Syrien, während Moskau daran arbeite, die die Hilfslieferungen zu erleichtern. In einer Erklärung am International Relations Institute, das dem Außenamt angeschlossen ist, wies er am 6.2.2019 nochmals darauf hin: „Russia works on creating suitable circumstances for the re­turn of the displaced Syrians to their homeland, yet many of the Western states consider this appro­ach as wrong in Syria.” Wenn, gingen deren Hilfslieferungen nur an Gebiete unter Terroristenkontrolle – wo sie, wie gesehen (vgl.u.),* dann meist bei den Terroristen landeten. Der Wiederaufbau in Syrien sei dagegen nicht im Interesse jener Regierungen. Solch ein Verhalten offenbare deren Doppelmoral (double standards policy).  Dazu hatte schon UN-Repräsentant Nebensja im Dezemeber (s.u.) kritisch Stellung genommen. (https://www.sana.sy/en/?p=157660)
*Dies unterstrich auch nochmals das Außenamt in Moskau in einer Erklärung vom 7.2.2019, zitiert von Russia Today. (https://www.sana.sy/en/?p=157737)

SARC-Hilfskonvoi für ar-Rukbân, Archivbild: SANA

Ein neuer Hilfskonvoi für die Flüchtlinge im ar-Rukbân-Lager im Bannkreis der – völkerrechtswidrig errichteten US-Militärbasis at-Tanaf (s.u.) – zusammengestellt von SARC und den UN in Kooperation mit der syrischen Regierung, machte sich am 6.2.2019 auf den Weg von Damaskus aus. Die 133 LKW transportieren 8345 Nahrungsmittelpakete und in etwa ebenso viele Mehlsäcke, dazu eingedoste Nahrungsmittel, Arznei- und medizinische Hilfsmittel, Kinder- und Wöchnerinnennahrung, Kinderbekleidung, Material zu Bildungszwecken und weiteres Bedarfsgut, wie ein SARC-Mitarbeiter gegenüber SANA mitteilte. Außerdem soll unter Aufsicht eines medizinischen Teams eine Impfung gegen Polio, Masern, Hepatitis und Tuberkulose durchgeführt werden. 146 Freiwillige hätten sich zum Helfen zusammengefunden. Die Vorbereitung habe einen Monat beansprucht. (https://www.sana.sy/en/?p=157643, https://www.sana.sy/?p=890556)

Iranischer Präsident Rûḥânî und Außenminister al-Muʽallim mit Delegation, Photo: SANA

Während seines mehrtägigen Iranbesuchs (vgl.u.) wurde Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim samt Delegation am 6.2.2019 von Präsident Rûḥânî empfangen und überbrachte jenem die Grüße von Präsident Dr. al-Assad. Themen waren neben dem schon erwähnten Ausbau der gegenseitigen Beziehungen u.a. die für Syrien wichtige Unterstützung des Irans beim Wiederaufbau und der Eliminierung der restlichen Terroristen wie auch das kommende Gipfeltreffens der drei Garantenstaaten im Astana-Format in Sotschi Mitte des Monats. Rûḥânî  versicherte, der Iran werde sich weiterhin für die Wahrung der Einheit, territorialen Integrität und Souveränität Syriens einsetzen, womit grundlegende Prinzipien der Astana-Konferenzen angesprochen waren.
Später traf al-Muʽallim noch mit Dr. ʽAlî Akbar Wilâyatî  (Velayati), dem obersten außenpolitischen Berater des Revolutionsführers zusammen.
In der nachfolgenden Presseerklärung bestätigte Außenminister al-Muʽallim, daß der Besuch – auch –  im Zusammenhang mit dem bervotsehenden Gipfeltreffen in Sotschi stehe. Die Gespräche mit seinen iranischen Gastgebern bezeichnete er als „very important and constructive as they lead to dee­pe­ning our strategic cooperation in the various fields.” Beide Länder hätten „an enemy represented in terrorism, and we are together facing  an enemy represented in imperialism and hegemony, and just as we have won in combating terrorism, we will also win in the battle against imperialism.”(https://www.sana.sy/?p=890422, https://www.sana.sy/en/?p=157624)

Gemäß den vorige Woche in Damaskus getroffenen Grundsatzvereinbarungen (engl.: MoU, s.u.) wurde im Iran mit der Fertigstellung der Autobahn begonnen, welche schließlich dieses Land mit dem Irak und Syrien verbinden soll. Es handelt sich um die Etappe Kermanshah (Bîstûn). Beim Festakt erklärte der iranische Minister für Straßen- und Städtebauwesen, Muḥam­mad Islâmî: „Das Projekt hat eine Länge von 141km, die Investitionssumme beläuft sich auf 1,5 Billio­nen Tûmân. Der pri­vate Sektors ist zu  70% daran beteiligt.“ (https://www.sana.sy/?p=890188)

Rückkehrer von Manbiğ, Photo: SANA

Sowohl am 5. als auch am 6.2.2019 kamen über den Naṣîb-Ğâbir-Grenzübergang im SO-Rîf der südlichen Provinz Darʽâ weitere Kontingente syrischer Flüchtlinge aus den Lagern von Jordanien in ihre Heimat zurück. Dort erwarteten sie nach Registrierung beim Immigration and Passports Department Mitarbeiter verschiedener Behörden, um den Neuankömmlingen weiterzuhelfen. Medizinische Hilfe steht wie immer ebenfalls zur Verfügung. (https://www.sana.sy/en/?p=157541, https://www.sana.sy/?p=889791 und (https://www.sana.sy/?p=890396)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157520 und https://www.sana.sy/?p=889657 (Mit gezielten Artillerieschlägen reagierte die Armee auf die Terroristenattacken gegen vom Außenbereich der Kleinstadt Qalʽat al-Maḍîq aus auf ansonsten sicheres Gebiet, zerstörte deren fortifizierte Stellungen, tötete und verwundete etliche der Extremisten. In gleicher Weise vereitelten andere Armee-Einheiten Terroristenangriffe aus der nächsten Umgebung  von al-Ğanâbira und Tal ʽUṯmân aus.)

Die Außenminister Walîd al-Muʽallim /Syrien) und Muḥammad Ğawâd Ẓarîf (Iran), Photo: SANA

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim traf mit seiner Delegation am 5.2.2019 mit seinem iranischen Amtskollegen Muḥammad Ğawâd Ẓarîf in Teheran zusammen. Wie schon beim Besuch des iranischen Vize-Präsidenten Dr. Isḥâq Ğahânġîrî letzte Woche in Damaskus (vgl.u.) ging es um den weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen in verschiedenen Gebieten zum Nutzen beider Länder insbesondere angesichts der gegen beide Staaten verhängten westlichen Sanktionen [zu deren Einstufung s. Teil IIITeil IV], die mit der Schädigung beider Länder letztlich Israel dienen würden. Zudem besprach man die jüngsten Entwicklungen in Syrien und der Region sowie die Vorbereitungen für das für Mitte Februar in Sotschi angesetzte Gipfeltreffen (vgl.u.). Die syrische Seite dankte nochmals für die wichtige iranische Unterstützung bei der Bekämpfung des Terrorismus in Syrien, während die iranischen versicherte, diese weiterhin zu leisten.
Ähnlich verlief thematisch das Treffen mit dem iranischen Parlamentspräsident ʽAlî Lârîğânî. Einigkeit bestand hinsichtlich der Stärkung der gegenseitigen strategischen Beziehungen auf unterschiedlichen Gebieten, vor allem dem parlamentarischen Sektor.
Ebenso positiv verlief das Gespräch mit  ʽAlî Šam­ḫânî, dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans. Kooperation gegenüber der feindlichen Konspiration gegen beide Länder sei angezeigt und werde sich günstig auf die gesamte Region wie auch die Angelegenheit der Palästinenser auswirken, war zu vernehmen. Den Außenminister begleitet u.a. auch desssen Stellvertreter Dr. al-Miqdâd. (https://www.sana.sy/en/?p=157544, https://www.sana.sy/?p=889966)

Nicht nur die syrische Delegation ist derzeit zu Gast in Teheran, sondern auch der neue UN-Gesandte für Syrien, Geir Pedersen (s.u.). Der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf empfing ihn am 5.2.2019 und besprach mit ihm die letzten Entwicklungen in Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=157559) – Zweifelsohne dient auch dieses Gespräch der Vorbereitung des für Mitte Februar in Sotschi angesetzten Gipfeltreffens der drei Garantenstaaten im Astana-Format.

US-Truppen und Milizen östlich des Euphrats, Photo: geopoliticsalert.com

Zum zweiten Mal (vgl.u., 31.1.2019) schon verhindern am 5.2.2019 US-Besatzungstruppen und die von ihnen unterstützten Qasad-Milizen die Weiterfahrt eines von der Regierung, dem  Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARC) und dem russischen Koordinierungszentrum zusammengestellten Hilfskonvois für die Bewohner der umkämpften und mehrfach von der US-geführten Koalition bombardierten Stadt Hağîn (vgl.u.) auf der östlichen Flußseite am Euphratübergang bei aṣ-Ṣâliḥiyya. Um den Übergang völlig unpassierbar zu machen, wurde der Übergang her von der US-besetzten Euphratseite mit Erdwällen und Barrikaden versehen. Laut dem Medienkoordinator der SARC-Zweigniederlassung in Dair az-Zaur bestehtder Kon­voi aus zehn Lastwagenladungen mit Trinkwasser, Medikamenten, Hygieneartikeln und anderen Bedarfsgütern, die in Hağîn dringend gebraucht werden. (https://www.sana.sy/?p=889913)

Auf einem Bauernhof des Dorfes Rasm al-Aḥmar im nordöstlichen Landkreis von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ wurden bei der Detonation eines vom IS früher dort versteckten Sprengsatzes fünf Menschen getötet, weitere neun verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=157563, https://www.sana.sy/?p=890130) – Zu den Gründen der Anbringung von (teils raffiniert versteckten) Minen oder Sprengfallen durch abziehende Terroristen gerade im Agrarland vgl.u. z.B. unter dem 6.10.2018!

Erziehungsminister (li.) besichtigt wiederhergestellte Schulen der Provinz Dair az-Zaur, Photo: SANA

Bei einer Inspektionstour in Dair az-Zaur und seinem Umland überzeugte sich Erziehungsminister ʽImâd al-ʽAzib mit begleitender Delegation am 5.2.2019 von der Umsetzung des Plans für die Provinz bzgl. des Wiederaufbaus der von den Terroristen zerstörten bzw. beschädigten Schulen und der Bereitstellung von jeglicher Form benötigten Schulmaterials. Als Erfolg war zu vermelden: “The educational process in Deir Ezzor is going well as the number of the opened schools reached up to 268 spreading across the province and they accommodate 100500 students and this number is con­tinually increasing as the locals are returning to their cities and villages which have been liberated from terrorism.” Der Minister betonte beim Treffen mit Schülern und deren Eltern, daß für die Regierung der Bildungssektor zur obersten Priorität gehöre. (https://www.sana.sy/en/?p=157528, https://www.sana.sy/?p=889499)

Gemäß den kürzlichen Vereinbarungen zur Vertiefung der Beziehungen zwsichen Syrien und dem Iran (vgl.u.) besuchte Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim am Di., 5.2.2019, Teheran auf Einladung des iranischen Außenministers Muḥammad Ğawâd Ẓarîf. Die Delegierten kamen auch mit weiteren hohen Beamten zusammen und diskutierten die jüngsten Entwicklungen in Syrien und der Region. (https://www.sana.sy/en/?p=157467, https://www.sana.sy/?p=889664)

SAA im Rîf von Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157422 und https://www.sana.sy/?p=889068 (Den Angriffsversuch eines Terroristentrupps von der Umgebung von at-Taḥ im S-Rîf von Idlib auf Militärposten und Orte im ansonsten gesicherten Bereich vereitelte eine Armee-Einheit durch einen Artillerieangriff auf deren Schlupfnester und anschließendem Gefecht, in dem viele Angreifer getötet und verletzt wurden, darunter Muḫliṣ al-Aʽwâğ, Weitere Einheiten der Armee reagierten auf  die ständigen Verstöße gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit intensivem Beschuß des Haupt­quartiers von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî  in der Nähe der Dörfer Badâmâ und an-Nâğiyya im äußersten Westen von Ğisr aṣ-Šuġûr. Im N-Rîf von Ḥamâ vereitelten Soldaten terroristische Attacken von den Ortsrändern von al-Ğanâbira und Tal ʽUṯmân aus auf Militärposten unter Beibringung deutlicher Verluste dem Feind gegenüber. Gleiches leisteten die in Tal Bazâm operierenden Armeeeinheiten am Nachmittag gegenüber terroristischen Angriffsversuchen ausgehend von Laḥâyâ auf  Militärposten und Orte im sicheren Gebiet.)

Generalleutnant Wladimir Iwanovski, Chef des Hauptdirektorats für die Militärpolizei im Verteidigungsministerium zu Moskau informierte am 4.2.2019 die Presse darüber, daß die russische Militärpolizei ihr Operationsgebiet in der Provinz Aleppo bis nach Tal Rifʽat im NO von Manbiğ ausgedehnt habe, um die Überwachungsposten zur Umsetzung des Waffenruheabkommens (s.u.) und humanitäre Hilfslieferungen zu schützen. Dazu führte er aus: „We are working in Tell Rifaat today. We went through almost all observation posts and checkpoints. The main task here is the protection of these observation posts and the implementation of the ceasefire regime. A new unit just arrived and is performing the task.“  (http://tass.com/world/1043080)

Terroranschlag vom 4.2.2019:
In neuerlichem Bruch der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib beschossen Terroristen das Gebiet von al-Mašâriʽa in der al-Ġâb-Ebene in der Provinz Ḥamâ mit Raketen, wodurch zwei Bewohner verletzt wurden und Schäden an wohnhäusern etc. zurückblieben. (https://www.sana.sy/en/?p=157462, https://www.sana.sy/?p=889380)

Russischer Präsidentnsprecher Dmitri Peskow, Photo: SANA

Präsidentensprecher Peskow verkündete am 4.2.2019 in Moskau, das nächste Gipfeltreffen der Präsidenten der drei Garantenstaaten (Rußland, Iran, Türkei) im Astana-Format (dazu s.u.) finde am 14.2.2019 in Sotschi statt. (https://www.sana.sy/en/?p=157418, https://www.sana.sy/?p=888977) – auch Außenminister Lawrow bestätigte dies in einer Rede in der Kirgisisch-Russisch-Slawischen Universität in Bischkek selben Tags. wie bisher gehe es um die Fortsetzung der Bemühungen zur Beilegung der Krise in Syrien. Der Außenminister stellte zudem klar, hinsichtlich beim Syrian National Dialogue Congress (s. Teil VI) in Sotschi vor gut einem Jahr gestellten Aufgabe „to set up a committee to discuss the constitution … work on this initiative is now complete”. Bei einem bilateralen Treffen mit Erdogan werde Putin am Rande der Veranstaltung insbesondere über die Lage in Nord-Syrien, speziell zu Idlib und Manbiğ besprechen. (https://www.sana.sy/en/?p=157426, https://www.sana.sy/?p=889140, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45851)
Wie zu erwarten findet auch ein separates Gespräch zwischen den beiden Präsidenten Putin und Rûḥânî statt, wie Peskow gegenüber Sputnik News ergänzte. (https://www.sana.sy/?p=889743)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157299 und https://www.sana.sy/?p=888529 (Gezielte Artillerieschläge auf Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Su­fûhan auf dem Ğabal az-Zâwiyya [Bergland] im S-Rîf von Idlib zerstörten deren Waffendepot, Schlupfnester und Fortifikationen, die sie für Angriffe auf Ort im gesicherten gebiet nutzten; im Weiteren wurden Fahrzeuge und Panzerfahr­zeuge der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen in den Außenbezirken der Stadt Hubaiṭ (oder: Habîṭ) im selben Terrain vernichtet. Die in den nördlichen Gebieten von Mâ (ماة) operierenden Armee-Einheiten reagierten mit intensi­ven Gegenschlägen auf die Verletzungen der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone durch Katâ´ib al-ʽIzza -Terroristen in den westlichen Teilen der Stadt Ḥaṣrâyâ, wobei etliche getötet und verletzt wurden.
Desgleichen unternahmen andere Armee-Einheiten in den Außenbezirken von al-Ḥawâš und al-Ḥawîğa im N-Rîf von Ḥamâ gegenüber al-Ḥizb at-Turkistânî al-IslâmîTerroristen, deren Scharfschützen Militärposten und Orte der Gegend unter Feuer nahmen.)

SAA-Überwachungsposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.2.2019 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=157215 und https://www.sana.sy/?p=887993 (Infolge beständiger Überwachungstätigkeit gelang es einer Armee-Einheit, eine Gruppe von IS-Resten in der Bâdiyya (Geröllwüste) im äußersten NO der Provinz Ḥomṣ ausfindig zu machen, welche im Begriff war, Militärposten und Orte im ansonsten gesicherten Gebiet anzugreifen. Unter Deckung der Luftwaffe (SAAF) wurde diese im Gebiet des Wadi Suhail, südöstlich von as-Suḫna im Umkreis der Oasenstadt Tadmur, 35km von at-Tanaf entfernt, wo US-Militärs völkerrechtswidrig eine Militärbasis unterhalten, vollkommen eliminiert und  deren Verstecke samt militärischem Equipment zerstört. – Es wurde nochmals betonte, daß die erwähnte US-Militärbasis den (IS)-Terroristen einen sicheren Zufluchtsort biete und sie zur Verlängerung des Kriegs zwecks Doch-Noch-Umsetzung der damit verfolgten Ziele der US-Politik in unterschiedlicher Weise unterstützt [zu Belegen s.u.!].
In einer speziellen Operation wurden Schlupfnester und Ḥizb at-Turkistânî al-Islâm-Terroristen in as-Sarmâniyya im NW-Rîf von Ḥamâ in Reaktion auf deren Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib am Morgen eliminiert.
Eine weitere Armee-Einheit vereitelte einen terroristischen Angriffsversuch auf der Achse von al-Ḥuwaiz und Bâb aṭ-Ṭâqa auf Militärposten der al-Ġâb-Ebene im N-Rîf von Ḥamâ unter großen Feindverlusten.)

US-Bomber über dem Gebiet von Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Laut Mitteilung des Militärs bombardierte die völkerrechtswidrig in Syrien aktive US-geführte Koalition am 2.2.2019 um 23.30 Uhr wieder einmal eine SAA-Stellung im SO-Rîf von Dair az-Zaur. Betroffen war die Artilleriestellung im Dorf as-Sukkariyya, westlich von al-Bû Kamâl. Gleichzeitig erfolgte von  al-Bâġûz aus ein IS-Angriff auf Militärposten in der Gegend. Gemäß SAA-Einschätzung diente der Luftangriff erneut der Unterstützung des Terroristenangriffs  wie von früheren ähnlichen Fällen bekannt [vgl. z.B. den Vorfall vom 17.9.2016 beim Ğabal aṯ-Ṯarda, der infolge des über einstündigen Luftangriffs auf SAA-Stellungen durch die US-geführte Koalition beinahe zur Einnahme von Dair az-Zaur durch den IS geführt hätte, s. Teil V]. Dennoch gelang es der Armee, die Angriffe abzuwehren und die meisten der Terrroristen zu töten bzw. zu verwunden. (https://www.sana.sy/en/?p=157290, https://www.sana.sy/?p=888490)

Terroranschläge vom 2.2.2019:
Als ein Wagen, welcher Lehrer am Morgen zum Arbeitsplatz beförderte, einen am Rand der Straße zwischen Manbiğ und Hâğ ʽÂbidîn im Ost-Rîf von Aleppo angebrachten Sprengsatz passierte, explodierte derselbe, tötete den Fahrer und verletzte fünf der weiteren Insassen. Einen ähnlichen Vorfall in der Gegend hatte es schon tags zuvor gegeben, jedoch ohne Schäden.
Im Ost-Rîf von Ḥamâ wurde ein eineimischer verletzt, als er zwecks Verbesserung des Familieneinkommens zum Pilzesuchen beim des Dorf Qanâfid im Umkreis von Ṣabûra unterwegs aus Versehen einen Sprengsatz von der Größe eines Steins aufhob, der in seiner Hand explodierte.
(https://www.sana.sy/en/?p=157241, https://www.sana.sy/?p=888202, https://www.sana.sy/?p=888478)

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Trotz aller vielfach wiederholten Proteste der Landesregierung (auch vor den UN, s.u.) setzt die völkerrechtswidrig (dazu vgl.u.) im Land aktive US-geführte Koalition ihre Luftangriffe gegen zivile Wohnareale fort. Laut lokalen Aussagen feuerten die Kampfjets am 1.2.2019 wieder auf al-Bâġûz im SO-Rîf von Dair az-Zaur. Dabei wurden eine Einwohnerin getötet und Wohnhäuser zerstört neben weiterem Besitzgut. (https://www.sana.sy/en/?p=157156, https://sana.sy/?p=887631)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157159 und https://www.sana.sy/?p=887662 (Auf Scharfschützenbeschuß durch Terroristen auf Militärposten und Ortschaften im sonst sicheren Gebiet reagierten Armee-Einheiten mit erfolgreichen Angriffen auf deren Schlupfnester bei al-Arbaʽîn im Rîf von Ḥamâ, zerstörten sie und eliminierten etliche der Terroristen.)

Israel hatte während der Sitzung des Executive Board [Exekutivrat, Vorstand] der World Health Organization (WHO) in Genf am Fr., 1.2.2019, mit US-Unterstützung gefordert, den PunktHealth Conditions in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem and in the Occupied Syrian Golanvon der Tagesordnung der 72. Sitzung der nächsten Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) im Mai zu nehmen. Dies wurde mit 14 zu sechs Stimmen abgelehnt.
Ḥussâm ad-Dîn Âlâ als ständiger Repräsentant seines Landes bei den UN in Genf kommentierte die israelische Forderung als Versuch, den  ‚Israel‘ als Besatzungsmacht obliegenden im Rahmen des humanitären Völkerrechts rechtlichen Verpflichtungen zu entgehen und seine unmenschlichen Praktiken gegen Palästinenser und Syrer (des Golan) in den israelisch besetzten Gebieten, die in Palästina besetzt sind, und den besetzten syrischen Golan unter Verschluß zu halten und damit auch die Besatzungstätigkeit zu konsolidieren und hierfür die WHO einzuspannen. In seiner Rede wies Botschafter Âlâ darauf hin, daß allein die Tatsache der Besetzung den eingangs erwähnten Tagesordnungspunkt bedinge; mit dem – in vielen UNSC-Resolutionen geforderten – Ende dieser Besatzung entfalle auch der Tagesordnungspunkt. Das Abstimmungsergebnis sende eine klare Botschaft der internationalen Gemeinschaft, daß die israelischen Manipulation- und Falschdarstellungsversuche der Besatzungstätigkeit nicht länger toleriert würden, und die Umsetzung   der rechtlichen Verpflichtungen durch diese Besatzungsmacht nicht verhandelbar seien. (https://www.sana.sy/?p=887824, https://www.sana.sy/en/?p=157188) – Die WHA als höchstes Entscheidungs­organ der WHO tritt alljährlich im Mai in Genf zusammen. In der Zwischenzeit liegt die Führung beim Executive Board.

In den Städten Ğabâtâ al-Ḫašab, einem langjährigen Rückzugsort der Terroristen wegen seiner Deckungsmöglichkeiten (vgl.u.), im Rîf von al-Qu­naiṭra und in ar-Rafîd im SW-Teil des Rîf Dimašq entdeckten und konfiszierten Behördenmitarbeiter am 1.2.2019 Waffen und Munition verschiedenster Typen, welche die Terroristen früher hier zurückgelassen hatten. Es fanden sich u.a. Panzerabwehrraketen, Granaten, eine Reihe von TOW-Raketen (Näheres dazu s.u. bzw. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014), 23- und 14,5-mm-Maschinengewehre sowie Kommunikationsgeräte, in den USA hergestelltes technisches Gerät zur Sprengung von Minen und das Öffnen von Schlupflöchern in Minenfeldern, Arzneimittel, israelische, saudische und türkische medizinische Geräte, einschließlich zur Sterilisation und Anästhetika. (https://sana.sy/en/?p=157165, https://sana.sy/?p=887680)

Minenentschärfung, Photo: SANA

Während einer Operation zum Absuchen der Gegend um die Oasenstadt Tadmur stießen die Kampfmittelbeseitiger am 1.2.2019 auf ein vom IS früher im landwirtcshaftlich genutzten Gebiet ca. 25km westlich von Tadmur angelegtes Minenfeld, bestehend aus Land-, Anti-Panzer- und druckempfindliche sowie ferngesteuerte Minen und selbstgebauten Sprengfallen (sog. IEDs) mit international geächtetem Explosivmaterial. Gesetzt waren sie in vier je 3km langen  Reihen auf einer Breite von 800m. Armeeeinheiten begannen unmittelbar mit der Entschärfung und Demontage.  (https://www.sana.sy/en/?p=157202, https://www.sana.sy/?p=887916) – Zu den Gründen der Anbringung von (teils raffiniert versteckten) Minen oder Sprengfallen durch abziehende Terroristen gerade im Agrarland s.u. z.B. unter dem 6.10.2018!

Eine Erklärung des russischen Außenministeriums vom 1.2.2019 vermittelte,  die US-Administration benutze Terroristen in Syrien zwecks Erzielung ihrer geopolitischen Interessen in der Region. Washington  sei nicht abgeneigt, selbst diejenigen, die ohne Zweifel Terroristen sind, für seine geopolitischen Interessen einzusetzen, z.B. derzeit in Syrien. Während des achtjährigen Krieges gegen Syrien unterstützten die US-Handlungsbevollmächtigten die direkt mit al-Qâʽida verbundenen Terroristen inunmittelbarer Verletzung der US-Gesetze, nur um der eigenen Interesse und Zwecke wegen. (https://www.sana.sy/en/?p=157200, https://www.sana.sy/?p=887874)

Captagon-Fund, Photo: SANA

Auf der Autobahn zwischen Damaskus und Ḥomṣ wurde von Behördenmitarbeitern am 1.2.109 ein LKW aufgehalten, in dem sich eine Million Captagon-Pillen (zu deren Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) in einem speziell eingebauten Versteck als Schmuggelgut fanden und beschlagnahmt wurden. (https://www.sana.sy/en/?p=157195, https://www.sana.sy/?p=887842)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=157082 und https://www.sana.sy/?p=887186 (Einen Angriffsversuch eines Terroristentrupps von Qalʽat al-Maḍîq im nördlichen Umkreis von as-Su­qailibiyya aus auf Militärposten vereitelten Armee-Einheiten im Rîf  von Ḥamâ durch Artilleriebeschuß, durch den heftige Feindverluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung zugefügt wurden. Maschinengewehrsalven von Terroristen vom Gebiet von al-Ğîsât aus erwiderten Armee-Einheiten in der Region mit Zerstörung der fortifizierten Stellungen der Angreifer und Dezimierung derselben. Weitere Armee-Einheiten richteten gezielte Angriffe auf Katâ´ib al-ʽIzzaStützpunkte am Rand vonal-Arbʽain im N-Rîf von Maḥarda in Begegnung von deren fortgesetzten  Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib. Im südlichen Teil der Provinz Idlib zerstörten Armee-Einheiten eine Position von Ğabhatu_n-Nuṣra-Anführern im Randbereich von al-Hubaiṭ, wobei viele der Extremisten getötet oder verletzt wurden.)

von den US-unterstützten Qasad-Milizen aufgehaltener Hilfskonvoi der Regierung für die Hağîn-Region im Rîf von Dair az-Zaur, Photo: SANA

Für die Bevölkerung der umkämpften Region von Hağîn, welche schon so oft Ziel von Bombardements der – völkerrechtwidrig im Land agierenden – US-geführten Koalition geworden war (vgl.u.), stellte die Regierung in Kooperation mit dem Syrian Arab Red Crescent (SARC) und dem russischen Koordinierungszentrum einen Konvoi mit Hilfsgütern zusammen. Gemäß Mâzin Ḥamdî, dem Direktor der lokalen SARC-Niederlassung lägen die Zustimmung der Vereinten Nationen wie des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vor. Doch beim Überqueren des Euphrats beim Dorf al-Ḥussainiyya seien die zehn LKW, beladen mit Trinkwasser, Medikamenten, Hygieneartikeln und anderen grundlegenden Bedarfsgütern  von Qasad-Milizen (vgl.u.), welche den US-Truppen unterstünden, angehalten worden. Inzwischen stehe laut Direktor Ḥamdî im Gespräch mit dem SANA-Korrespondenten vor Ort der Konvoi am 31.1.2019 nunmehr  seit vier Tagen am Übergang aṣ-Ṣâliḥiyya am Stadtrand von aṣ-Ṣâliḥiyya, ca. 90 km süd­östlich von Dair az-Zaur und dürfe nicht weiterfahren, obwohl die Menschen in Hağîn die Hilfsgüter dringend bräuchten. Doch die US-Militär gäben keine Erlaubnis zur Weiterfahrt des Konvois ins Gebiet von Hağîn. Dies widerspreche dem Völkerrecht und demonstriere die tatsächliche Gleichgültigkeit der USA gegenüber der humanitären Lage und dem Leid der Bürger der Region entgegen der sonst so proklamativ behaupteten Sorge der US-Administration um die Bevölkerung Syriens z.B. auch vor dem UN-Sicherheitsrat, passe aber zu den völkerrechstwidrigen Luftangriffen, denen  schon hunderte Zivilisten zum Opfer gefallen seien. (https://www.sana.sy/en/?p=157149, https://www.sana.sy/?p=887355) –Die Situation scheint damit ähnlich der im Flüchtlingslager ar-Rukbân im Banngebiet der ebenfalls völkerrechstwidrig errichteten US-Militärbasis at-Tanaf, wo auch US-Militärs den Zugang für Hilfskonvois verhindern (vgl.u.)

Während eines Treffens der Botschafter jener Staaten, welche Solidarität mit Venezuela zeigen, verurteilte Ḥussâm ad-Dîn Âlâ als ständiger Repräsentant seines Landes bei den UN in Genf am 31.1.2019 in strengster Form die US-Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Venezuela als eklatante Verletzung der internationalen Rechtsprinzipien wie der UN-Charta und erklärte: „The Syrian Arab republic strongly supports the legitimate, elected government of President Nicolas Maduro, expresses solidarity with the people of Venezuela and affirms respect for its national sove­reignty and the Venezuelan people’s right to select their constitutional and political system.”  Dabei wiederholte er Syriens Zurückweisung der US-Politik, die sich in der Unterstützung von und Ermunterung zu Terroristenaktivitäten zeige, zwecks Verbreitung von Chaos zur Unterminierung der rechtmäßigen staatlichen Institutionen. „Those practices and the increasing inclination of the US to use force and resort to imposing the uni­lateral, coercive measures against sovereign countries  dangerously breach the principles on which the international system is based.”, konstatierte er. (https://www.sana.sy/en/?p=157135, https://www.sana.sy/?p=887541) – Nähere Informationen zu Hintergründen der Vorgänge in Venezuela s. bei: Die USA schaffen die Voraussetzungen für eine Invasion von Venezuela und: Der organisierte Zusammenbruch der PDVSA.

Empfang des venezolanischen Botschafters Jose Gregorio Biomorgi Muzzatiz am 31.1.2019 durch Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ, Photo: SANA

Beim Empfang des venezolanischen Botschafters in Damaskus, Jose Gregorio Biomorgi Muzzatiz, am 31.1.2019 durch Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ versicherte dieser ihn der vollen Solidarität Syriens bei der Bekämpfung hegemonieller Mächte. Die Venezolaner seien die einzigen, welche ihre Zukunft bestimmen, ihre politische Führung und das ihnen geeignet erscheinende System wählen (sollten). Auch er dankte den Venezolanern für ihre Unterstützung Syriens im Abwehrkampf gegen den Terrorismus die letzten Jahre über. Er verwies auf die tief verwurzelte Freundschaft beider Länder und die Einheit ihres Kampfes gegen den gemeinsamen Feind und gab der Hoffnung Ausdruck, die parlamentarischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten möchten sich verstärken. Botschafter Muzzatiz zeigte sich seinerseits überzeugt, Venezuela werde wie Syrien mit den ausländischen Einmischungsversuchen erfolgreich fertig. Auch er betonte das Bestreben seiner Regierung, die freundschaftlichen Beziehungen auszubauen und durch Kooperation in verschiedenen Gebieten zu verstärken. (https://sana.sy/en/?p=157124, https://www.sana.sy/?p=887438)

Terroranschlag vom 31.1.2019
Infolge der Explosion eines in al-Qâmišlî in der Provinz al-Ḥasaka ausgelegten Sprengsatzes wurden eine Frau und ein Kind verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=157119)

White Helmets- Inszenierung eines Giftgas-Anschlags, Photo: southfront.org

*Während des wöchentlichen Pressebriefings im russischen Außenministerium warnte dessen Sprecherin Maria Zacharowa am 31.1.2019 davor, daß „White Helmets terrorists are preparing a fake chemical attack in Idlib, adding that Ğabhatu_n-Nuṣra terrorists are carrying out daily shelling of the areas in vicinity of Idlib.” Sie fuhr fort: „There are also serious concerns about reports that terrorists are not abandoning attempts to fake the use of chemical weapons against civilians in Idleb.”
Demnach hätten die im Raum Idlib und darüber hinaus konzentrierten Terroristen unter Ğabhatu_n-Nuṣra-Oberbefehl in bewährten Zusammenarbeit mit den berüchtigten White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes. Teil V) nicht von ihrem Plan, einen sog. false flag-Chemiewaffenanschlag auf die Bürger der Gegend auszuüben, um diesen – wieder einmal – der SAA unterzuschieben und damit eine westliche militärische Intervention zu provozieren und gleichzeitig zu rechtfertigen. Auffällig sei, daß White HelmetsTerroristen in verschiedenen Krankenhäuser Idlibs Equipment aufgestellt hätten, um entsprechend für die Verteilung in Netzwerken geeignetes Filmmaterial dazu zu generieren (wie z.B. Fall Dûmâ in Teil VI). (https://www.sana.sy/en/?p=157087, https://www.sana.sy/?p=887213)
Außerdem forderte die Pressechefin die Regierung in Washington auf, ihre völkerrechtswidrig in Syrien agierenden Truppen in so schnell wie möglich zurückzuziehen und alles Land der Souveränität des syrischen Staates zurückzugeben. (https://www.sana.sy/en/?p=157200, https://www.sana.sy/?p=887874)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156984 und https://www.sana.sy/?p=886500 (Die an der NW-Seite von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ stationierte Armee-Einheit bebachtete eine verdächtige Terroristenbewegung von der Stadt Tal aṣ-Ṣaḫar aus auf einen Militärposten zu und vereiltete den Angriffsversuch mit Maschinengewehrsalven, worauf die Feinde nach hohen Verlusten flohen. Eine weitere Armee-Einheit begegnete weiteren Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit Artilleriebeschuß der Terroristen-Schlupfnester nahe at-Tamânaʽa  im Umland von Idlib bei ebenfalls hohen Feindverlusten.)

Dr. al-Ğaʽfarî vor dem UNSC, Photo: pars today

Der permanente UN-Gesandte seines Landes, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî (englische Schreibung: Bashar al-Jaafari), verwies eingangs seiner Darlegung innerhalb der UNSC-Sitzung zur Lage in Syrien vom 30.1.2019 darauf, daß Syrien seit Beginn des gegen sein Land initiierten terroristischen Krieges keinerlei Anstrengungen unterlassen habe, seiner Pflicht zur Versorgung bedürftiger, unter den Kriegsbedingungen leidender Syrer mit humanitären Hilfsmitteln nachzukommen.
Wie bisher sei Syrien auch künftig dazu bereit, mit den UN, ihren Organisationen und gutwilligen Mitgliedsstaaten zusammenzuarbeiten, um die humanitäre Situation und damit auch die Bedingungen für die Rückkehr der Flüchtlinge weiter zu verbessern. Ausschlaggebend sei die Beachtung der Leitlinien der UNGA-Resolution 46-182 für die Durchführung solcher Maßnahmen, die vor allem auf der Respektierung der nationalen Souveränität der betroffenen Staaten beruht, da allein dies es ermöglicht, die Hilfsmaßnahmen effektiv und sicher durchzuführen.  In diesem Zusammenhang sollten gerade gewisse Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats die Prinzipien beherzigen, Neutralität zu bewahren, nicht zu politisieren [d.h. die humanitäre Frage für politische Forderungen, die damit nicht zusammenhängen, auszunutzen, um Druck aufzubauen] und mit der syrischen Regierung als grundlegendem Partner zusammenzuarbeiten, da diese mit den Erfordernissen am meisten vertraut und begierig ist, den syrischen Bürgern zu helfen.
Erneut kritisierte der Diplomat: „Syria is surprised that UN reports about the humanitarian situation are based on incorrect and  sus­picious information coming from the so-called , open sources, or from Arab and western media which are hostile to Syria.” (Syrien ist erstaunt darüber, daß der UN-Report über die humanitäre Lage auf unrichtigen und verdachterregenden Informationen basiert, die von sog. „open sources“ oder von arabischen und westlichen Medien stammen, die gegenüber Syrien feindselig eingestellt sind.) Gerade die White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes. Teil V) seien für ihre, auf Anweisung westlicher Geheimdienste hin erfolgten Lügengeschichten und gefälschten „Berichte“ (zu Beispielen vgl.u. inklusive früherer Thread-Teile!) bekannt z.B. hinsichtlich angeblichen Chemiewaffeneinsatzes mit der Folge, daß gewisse permanente UNSC-Mitgliedsregierungen mit  militärischen Intervention auf Syrien reagier(t)en.
Nochmals faßte Dr. al-Ğaʽfarî  daher zusammen: „To end the suffering of the Syrians, this requires committing to the respect for Syria sovereignty, territorial integrity and refraining from marketing the so-called „work through borders” and through offices of hostile agendas which practice their missions in neighboring countries.”
Kooperation mit Syrien sei auch bei der Bekämpfung der letzten Terroristenreste erforderlich, wobei Dr. al-Ğaʽfarî  noch einmal an diejenigen Regierungen, welche diesen Unterstützungen zukommen ließen, appelierte, diese endlich zu beenden.
Desweiteren rief er zum Abzug der sich völkerrechtswidrig in Syrien aufhaltenden fremden US-, französischen, britischen und türkischen Streitkräfte auf. Sie seien es, welche den Terrrorimsu im Land weiter beförderten und die humanitär Hilfeleistung behinderten (vgl.u. z.B. bzgl. ar-Rukbân!)
Dr. al-Ğaʽfarî  schloß mit der Versicherung: „Syria is ready to cooperate with the UN envoy Geir Pedersen in order to reach a political solution to the crisis that leads to eliminate terrorism and end the foreign illegitimate presence on its territory.” (https://www.sana.sy/en/?p=157023, https://www.sana.sy/?p=887035)

Russischer UN-Gesandter Wassili Nebensja, Photo: SANA

Bei derselben Veranstaltung unterstrich Rußlands Repräsentant Wassili Nebensja (englische Schreibung: Vassily Nebenzya), das einzige Mittel zur Wiederherstellung der Stabilität in Syrien sei die Rückkehr aller Gebiete unter die staatliche Kontrolle. Außerdem rief er zur Aufhebung der von einigen Regierungen gegen Syrien verhängten unilateralen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil IIITeil IV] auf, die die den Syrern den Zugang zu alltäglichen Bedarfsgütern verwehrten und zudem den Wiederaufbau hemmten. Dieser brauche demgegenüber Unterstützung auch schon als Grundlage für die Rückkehr der syrischen Auslandsflüchtlinge. Nebensja versicherte daher: „Russia will exert all possible efforts to lift these measures.”
Dank der counterterroristischen Tätigkeit der SAA seien weite Gebiete in Syrien befreit, in ihnen habe das normale Leben wieder Einzug gehalten und Zehntausende seien schon wieder dorthin zurückgekehrt [dazu vgl.u.].
Dank der counterterroristischen Tätigkeit der SAA seien weite Gebiete in Syrien befreit, in ihnen habe das normale Leben wieder Einzug gehalten und Zehntausende seien schon wieder dorthin zurückgekehrt [dazu vgl.u.]. Eine Politisierung der humanitären Situation sei inakzeptabel. Daher forderte er auf: „There should be a cooperation with the Syrian Government in that domain.”
Hinsichtlich der für Februar angesetzten nächsten Astana-Konferenz rief er alle betroffenen Seiten zur Teilnahme und Mitarbeit auf, da es schließlich um die Lösung der Krise in Syrien gehe, statt diesem Bemühen Hindernisse in den Weg zu legen (dazu vgl. Belege seit Beginn der Astana-Konferenzen ab Teil V!)
Unter Hinweis auf die gehäuften Verletzungen der der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Terroristen betonte er die Notwendigkeit der Fortführung des Counterterrorismus, gerade im Bereich von Idlib.
Chinas UN-Gesandter unterstrich die besorgniserregende Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân im Banngebiet der – völkerrechtswirdrig im at-Tanaf-Bereich errichteten US-Militärbasis. (https://www.sana.sy/en/?p=157037, https://www.sana.sy/?p=887015)

Syrischer und venezolanischer Botschafter im Libanon, Photo: SANA

In Beirut trafen am 30.1.2019 der syrische und venezolanische Botschafter im Libanon zu einem Gedankenaustausch in der venezolanischen Botschaft zusammen. Syriens Repräsentant ʽAlî ʽAbdul-Karîm gab der Zuversicht Ausdruck, die bekannte US-Vorgehensweise zum Sturz einer ihr unliebsamen, jedoch gesetzmäßig gewählten Regierung per Verschwörung und  Gewaltandrohung von außen [nach dem Muster der Ukraine] werde an der Standhaftigkeit Venezuelas scheitern wie bisher auch. Venezuelas Freunde stünden bereit und an der Seite der legitimen Regierung. ʽAbdul-Karîm fügte hinzu: „We highly appreciate the Venezuelan people and legitimate authority ‘s standing by Syria in its war against terrorism.” Botschafter Jesus Gregorio Gonzalez betonte seinerseits, es gebe Staaten, welche versuchten, die Kontrolle über die Fülle der venezolanischen Ressourcen durch Verbreitung von  Falschmeldungen über die Lage im Land zu erhalten. Die Syrer dagegen hätten sich gegenüber Venezuela immer freundlich und loyal gezeigt; ihre Standhaftigkeit in dem gegen Syrien initiierten Terrorkrieg sei zu bewundern und nachahmenswert. Schließlich dankte er für die Unterstützung durch das syrische Volk und seine politische Führung angesichts der US-europäischen Verschwörung gegen sein Land.  (https://www.sana.sy/en/?p=157045, https://www.sana.sy/?p=887066) – Die langjährigen guten Beziehungen zwischen Syrien und Venezuela fanden ihre Fortsetzung in der gegenseitigen Unterstützung während des Kriegs in Syrien und der Krise in Venezuela. Dazu  s.u. (auch frühere Teile des Threads) und Präsidenten-Interviews!
Neben dem Aufmarsch von US-Truppen an den Grenzen zu Venezuela und den verstärkten Sanktionen, welche die venezolanischen Exporteinnahmen drastisch senken sollen, wurden laut einer Pressekonferenz vom Abend des 28.1.2018 gemäß dem nationalen US-Sicherheitsberater John Bolton und US-Finanzminister Steven Mnuchin Gelder des venezolanischen Staates an den selbsternannten Interimspräsidenten Guaidó transferiert; s. USA: Wir haben das venezolanische Eigentum dem Oppositionsführer zur Verfügung gestellt sowie http://parstoday.com/de/news/world-i45759!

Bei der am 30.1.2019 in Havanna eröffneten 4. International Conference for World Balance, an welcher syrische Vertreter, darunter der syrische Botschafter Dr. Idrîs Mayâ, teilnahmen,  wurde erneut die Unterstützung Kubas für Syrien im Counterterrorismus wie in der Konfrontation eines von den USA ausgehenden Versuchs des gewaltsamen regime change deutlich, während Dr. Mayâ versicherte: „Syria hasn’t and will not surrender”! – Ziel der Konferenz ist es, auf eine Welt mit ausbalacierten Mächten hinzuarbeiten. (https://www.sana.sy/en/?p=156987, https://www.sana.sy/?p=886544)

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Wie viele Proteste (auch vor den UN, s.u.) die Regierung in Damaskus auch formuliert und die Auflösung der unseligen Allianz fordert, die Bombardements der völkerrechtswidrig (dazu vgl.u.) im Land präsenten US-geführten Koalition gegen zivile Ziele gehen weiter. Laut lokalen Aussagen feuerten die Kampfjets am 30.1.2019 wieder auf al-Bâġûz im SO-Rîf von Dair az-Zaur, wobei drei Frauen und fünf Kinder getötet und viele weitere Einwohner teils so schwer verletzt wurden, das die Todesopferzahl wohl steigen wird. Zudem wurden Wohnhäuser und weiteres Eigentum zerstört bzw. schwer beschädigt. Es ist allein in diesem Monat der vierte solche Angriff! (https://www.sana.sy/en/?p=156991, https://www.sana.sy/?p=886603)

Während der Geneva Disarmament Conference (d.i. Genfer Abrüstungskonferenz) vom 29.1.2019 stellte Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ erneut heraus, Washington und seine Verbündeten verträten eine double standard-Politik (d.h. Politik der Doppelmoral) hinsichtlich der Verfahrensweise beim Einsatz chemischer Waffen, denn sie drückten immer ein Auge zu, wenn Terroristen in Syrien  Chemiewaffen gegen die Zivilisten richteten. Syrien betone die Bedeutsamkeit der Genfer Abrüstungskonferenz und ruf dazu auf, der Abrüstungsfrage in der internationalen Gemeinschaft oberste Priorität einzuräumen bei Respektierung  der Souveränität der Staaten und ihrer politischen Unabhängigkeit sowie territorialen Integrität und auf ein Eingreifen in deren innere Angelegenheiten zu verzichten. Dies führte den Botschafter wieder zurück zur Kritik an den USA und deren Vorgehen in Syrien: „The arrogance of power used by the US and its allies in our region has caused human catastrophes which are still making people pay a precious price until now and the US encouragement to its ally, Israel, to go ahead in its hostile method and aggressions represent a pattern of the irresponsible po­lices which pose threat to the stability in the Middle East and the international peace.” Es sei eine Ironie, daß die USA, die die sich selbst als „verantwortungsbewußten Staat“ bezeichneten, sich selbst das Recht zusprächen, anderen Staaten Lehren zu deren Erfüllung von Verpflichtungen zu erteilen, aber die Augen zuzudrücken, wenn es um die Liste der eigenen Verletzungen vertraglicher Verpflichtungen geht. Dieses kontinuierlich gezeigte Verhalten der USA und ihrer Verbündeten, welches deren Verpflichtung zur Einrichtung einer nuklearwaffenfreien Zone  ignoriert, ermutige dann andere Staaten wie  Israel, weiterhin nicht dem Vertrag zur Nichtverbreitung von Kernwaffen  beizutreten.   (https://www.sana.sy/en/?p=156968, https://www.sana.sy/?p=886373)

Absichtserklärung (MoU) zur Kooperation zwischen der Unterzeichnung damaszener Univeristät und der Polytechnischen Universität Teheran in Teheran am 30.1.2019, Photo: SANA

Am 30.1.2019 unterzeichneten der Rektor der damaszener Universität, Dr. Muḥammad Mâhir Qabâqîbî, sowie derjenige der (ältesten iranischen) Polytechnischen Universität Teheran (auch: Amîr kabîr-Universität genannt), Sayyid Aḥmad Muʽtamadî, ebenfalls eine Grundsatzerklärung (MoU) zwecks verstärkten wissenschaftlichen Erfahrungsaustausches im Hinblick auf die Erfüllung der modernen Anforderungen bzgl. fortschrittlicher Technologien. Die syrische Delegation traf nach einer Führung durch das Institut anschließend Dr. ʽAlî Akbar Wilâyatî  (Velayati), dem Leiter der Grün­dungs­kommission der sog. Islamic Azad University (IAU), sowie den gegenwärtigen Rektor der Universität, Dr. Muḥammad Mahdî Ṭahrânğî. (https://www.sana.sy/en/?p=156977, https://www.sana.sy/?p=886452)

Eine weitere Grundsatzerklärung (MoU) kam in Teheran zwischen Dr. Muḥammad Mâhir Qabâqîbî, dem Rektor derUniversität Damaskus, und  Muḥam­mad Ḥus­sain Muḫtârî, dem Rektor der Universität für Islamische Iranische Glaubensbekenntnisse als Teil der Inter­nationalen Akademie der Annäherung zwischen den Glaubensbekenntnisse, zur Unterschrift. Zweck dieser Absichtserklärungen wie des derzeitigen Besuchs eines wissenschaftliche Delegation von der Universität von Damaskus unter Leitung von dessen Rektor Dr. Qabâqîbî dient der Erkundung von Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation mit  Aus­tausch von Studierenden, Forschern und Dozenten, der Durchführung gemeinsamer Bildungs- und Forschungsprogramme sowie Seminare und Aufbaustudien, der Zusammenarbeit in wissenschaft­lichen Zeitschrif­ten, bei der Nutzung von Büchern und E-Büros und der verbesserten Zusammenarbeit im Bereich der Stipendien auf postgra­dualer Ebene. (www.sana.sy/?p=886980)

Rückkehrer aus jordanischen Flüchtlingslagern nach Syrien, Photo: SANA

Über den Naṣîb-Grenzübergang kam am 30.1.2019 eine weitere Gruppe syrischer Flüchtlinge aus den Lagern in Jordanien in ihre Heimat zurück. (https://www.sana.sy/en/?p=157003, https://www.sana.sy/?p=886696)

Bei ihrer Tätigkeit entdeckten Kampfmittelbeseitiger im Gebiet von Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq  erneut von den Terroristen früher hier zurückgelassener Waffen, darunter israelische Maschinengewehre, Sturmgewehreund große Mengen an unterschiedlichster Munition. (https://www.sana.sy/en/?p=156995, https://www.sana.sy/?p=886669)

Konfisziertes Terroristenschmuggelgut: Captagon in Tablettenform, Photo: SANA

Behördenmitarbeiter des Drogendezernats konnten am 30.1.2019 im Rîf Dimašq Schmuggelgut in Form von 600.000 Captagon-Pillen (zu deren Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) aus dem Verkehr ziehen. (https://www.sana.sy/en/?p=156998, https://www.sana.sy/?p=886687)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156868 und https://www.sana.sy/?p=885908 (In Reaktion auf die fortgesetzten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib führten Armee-Einheiten mit leichten und mitleren Waffen gezielte Attacken gegen Trupps von Katâ´ib al-ʽIzza aus, töteten etliche davon und zerstörten auch deren Schlupfnester und fortifizierte Stellungen am westlichen Rand von Ḥaṣrâyâ und al-Arbaʽain  im N-Rîf von Ḥamâ. Desgleichen erfolgte gegen Terroristenstellungen in Hubaiṭ, ca. 77km südwestlich von Idlib, von wo zuletzt Angriffe auf ansonsten sichere Orte im Umland von Ḥamâ ausgegangen worden waren.  Weitere Armee-Einheiten vereitelten einen Angriffsversuch von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten, ausgehend vom östlichen Rand von  al-Laṭâmina, ca.35km im NW von Ḥamâ.)

PräsidentDr. al-Assad empfängt iranische Delegation unter Leitung von Vize-Präsident Dr. Ğahânġîrî , Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad empfing am 29.1.2019 die iranische Delegation unter Leitundes irnaischen Vize-Präsidenten Dr. Isḥâq Ğahânġîrî. Hauptthema der Gespräche waren die am Vortag nach einiger Vorarbeit geschlossenen Abkommen vor allem im Wirtschaftsbereich (vgl.u.). Bereits erwähnte Details wurden dabei nochmals hervorgehoben.
Die Vereinbarungen und Projekte als Teil des Vertrags zur langfristigen strategischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit wurde als wichtige Basis zur Begegnung des gegen beide Staaten von gewissen westlichen Staaten ins Leben gerufenen Wirtschaftskriegs angesehen, nachdem der zuvor initiierte Terrorkrieg für die Feinde nicht den erwünschten Erfolg gehabt habe. Die nun vertiefte Kooperation werde dazu beitragen, standzuhalten und damit auch diese Herausforderung durchzustehen und zu überwinden. Schließlich dienten beide Arten des Kriegs der Schwächung der Sanktionsadressaten bzw. der Brechung des Willens der betroffenen Bevölkerungen, die sich gerne ihre unabhängige Entscheidungsfindung erhalten wollten. Die Kooperation werde, wie schon in der Terrorismusbekämpfung gesehen, auch die Rekonstruktionsphase erfolgreich verlaufen lassen. Das gemeinsame Vorgehen gegen die Terrororganisation in der Region habe zudem verhindert, daß sich diese weiter ausbreiten konnten, auch wenn das gewisse westliche Regierungen nicht zugeben wollten. Es sei wichtig, die schon geschichtlichen Verbindungen zwischen beiden befreundeten Ländern weiter zu pflegen und auszubauen. Am Empfang nahmen auch die beiden Botschafter  teil.
Es schlossen sich Treffen mit dem Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ und dem Vize-Premier- sowie Außenminister Walîd al-Muʽallim an, der insbesondere dem Iran für seine vielfache Unterstützung während der Kriegsjahre dankte.(https://www.sana.sy/en/?p=156928 , https://www.sana.sy/?p=886045)

In Damaskus wurde am 29.1.2019 das Syrian-Iranian Business Forum eröffnet. Insbesondere angesichts der erneut verstärkten Sanktionen [vgl.u., zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] gegen beide Länder und der bereits in Fahrt gekommenen Wiederaufbauphase (vgl.u.) sind ausländische Investoren, die nicht der Feindseite angehören, in Syrien besonders willkommen. (https://www.sana.sy/en/?p=156898, https://www.sana.sy/?p=885910)

Grundsteinlegung des Elektrizitätskraftwerks am Staudamm des 16. Oktobers, Photo: SANA

Am 29.1.2019 fand in Begleitung syrischer und iranischer Fachleute auch die Grundsteinlegung des Elektrizitätskraftwerks am Staudamm des 16. Oktobers beim Dorf ar-Rustain in der Provinz al-Lâḏaqiyya durch Elektrizitätsminister Ing. Muḥammad Zuhair Ḫarbûṭlî und seinen Gast, den iranischen Energieminister Dr. Riḍa Arda­kâni­yân statt. Es handelt sich dabei um den Teil eines Schlüssel­pro­jekts zur Energieversorgung der Küstenregion und zugleich um das erste Projekt, das von iranischer Seite in Syrien in der Wie­deraufbauphase durchgeführt wird. Minister Ḫarbûṭlî erklärte, das in drei Jahren in Dienst gehende Kraftwerk die durch den Terrorkrieg geschädigte Energieversorgung gemäß dem Plan des Ministeriums wieder soweit verbessern werde, daß – wie in Vorkriegszeiten – ohne Einschränkung Strom 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehe. (https://www.sana.sy/en/?p=156965, https://www.sana.sy/?p=886324)

Eine Kooperationsvereinbarung wurde am 29.1.2019 zudem zwischen der syrischen und iranischen Zentralbank geschlossen.  (https://www.sana.sy/en/?p=156962)

Nach Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung im Juli 2018 traf Agnès Marcaillou als Direktorin des Büros der United Nations Mine Action Service (UNMAS) am 29.1.2019 mit Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd in Damaskus zu einem Gespräch zusammen. Dies bezeichnet den Start der operativen Seite des Projekts zur Beseitigung von Minen, welche die Terroristen vor ihrem Abzug bzw. ihrer Niederlage gegenüber der SAA auf syrischem Terrain angebracht haben, um auch später noch so viele Menschenleben wie möglich in Gefahr zu bringen (vgl. die andauernden Berichte über Detonationen!). Die UNMAS wird damit Trainingsteams, Expertenempfehlungen und  technische Fachkenntnissse zur Verfügung stellen. Dr. Fayṣal al-Miqdâd dankte für die Bereitschaft und versicherte die UN-Stelle der weiteren vollen Zusammenarbeit und der Bereitstellung aller erforderlichen Mittel von Regierungsseite. Frau Marcaillou würdigte die erfahrene Kooperationsbereitschaft von syrischer Seite und teilte mit, was an Vorbereitungen von UN-Seite bereits in die Wege geleitet worden sei, damit die gemeinsame Arbeit zum Schutz der Bürger möglichst schnell beginnen könne. (https://www.sana.sy/en/?p=156945, https://www.sana.sy/?p=886153) – Das Treffen bedeutet den Start der UN-Unterstützung beim Entminen, nicht den Beginn des Entminens an sich, welches die SAA und russische Einheiten jeweils unmittelbar nach Befreiung eines syrischen Gebiets aus Terroristenbesetzung eingeleitet hatten (dazu vgl.u. inklusive früherer Thread-Teile!)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.1.2019 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=156783 und  https://www.sana.sy/?p=885272 (Den fortgeführten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Angriffe von Katâ´ib al-ʽIzza-Terroristen im N-Rîf von Ḥamâ auf begegneten Armee-Einheiten mit konzentrierten Beschuß und zerstörten damit deren befestigte Stellungen, Schlupfnester und Waffendepots im Außenbereich von  Kafar Zaitâ, Ḥaṣrâyâ und al-Arbaʽain. Vereitelt wurde auch ein Angriffsversuch von Ğabhatu_n-Nuṣra-Affiliierten auf Militärposten zum Schutz von Ṣûrân und Ṭayyiba al-Imâm; die in Tal-Bazâm aktiven Armee-Einheiten gingen mit Artilleriefeuer erfolgreich gegen die Fortifizierungen vor, während  die Extremisten sich durch die Pistazienhaine am südlichen Rand von Mûrik aufmachten).

Außenministerium in Damaskus, Photo: SANA

Die gegen Syrien gerichteten Äußerungen des französischen Staatspräsidenten Macron  während einer gemeinsam mit dem ägyptischen Staatschef as-Sîsî betstrittenen Pressekonferenz in Kairo vom 28.1.2019 stießen in Syrien erwartungsgemäß auf harsche Kritik. Macron hatte  behauptet, die Regierung in Damaskus habe bisher keinerlei Bereitschaft für poli­ti­sche Gespräche gezeigt; eine Normalisierung der Beziehungen zu Syrien sei eine unverantwortliche Entscheidung.
Ein Mitarbeiter des Außenministeriums in Damaskus kommentierte dies am Montag dahingehend: „Those who provided all sorts of support to terrorist groups, and whose foreign minister described al-Nusra terrorists as rebels, and worked to undermine political initiatives to resolve the crisis in Syria lack the minimum of credibility, because they talk about a political process with colonialist Western criteria that contradict the Syrians’ interests and aspirations.” (d.h.: Solche, die Terroristengruppen alle Arten von Unterstützung  gewähren, und deren Außenminister Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen als [bloße] „Rebellen“ beschreibt, und daran arbeitet, die politischen Initiativen zur Lösung der Krise in Syrien zum Scheitern zu bringen, entbehren des geringsten Maßes an Glaubwürdigkeit, da sie über einen politischen Prozeß  mit [eher: auf Basis von] kolonialistischen westlichen Kriterien reden, welche den Interessen und Hoffnungen der Syrer widersprechen.) Syrien sei nicht im mindesten an Beziehungen mit einem Staat interessiert, welcher zur terroristischen Aggression gegen eben dieses Land beigetragen habe und desen Hände rot vom Blut der Syrer seien. Macrons Aussagen spiegelten die Verbitterung über die Niederlage der gegen Syrien in Gang gesetzten Verschwörung wider. Der französische Staatspräsident, der keine öffentliche Legitimation besitze [da nicht vom Volk gewählt wie der syrische Staatspräsident!), täte besser daran, seine Energie in die Lösung der Krise im eigenen Land zu stecken, anstatt sich in die Angelegenheiten eines anderen Landes zu mischen. Wenn man Macron von einem politischen Prozeß spreche, sei das nur der Versuch, seine vom Blut der Syrer benetzten Hände reinzuwaschen. Sein Statement bestätige nur, daß er  die verfehlte Politik der aufeinandergefolgten kolonialistisch und auf die Versklavung von Völkern hin orientierten französischen Regierungen in Bezug auf Syrien fortsetze. (https://www.sana.sy/en/?p=156852, https://www.sana.sy/?p=885723; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45758) – Mit der innenpolitischen Krise in Frankreich ist insbesondere auf die seit Wochen andauernden massiven Gelbwesten-Proteste angespielt!

Terroranschlag vom 28.1.2019:
Die Stadt Salḥab, 48km westlich von Ḥamâ, geriet in Zuwiderhandlung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib unter terroristischen Raketenbeschuß. Betroffen war das Umfeld der Stadt. (https://www.sana.sy/en/?p=156843, https://www.sana.sy/?p=885455)

Unterzeichnung verschiedener Verträge zwischen Syrien und dem Iran zur Beförderung des Wiederaufbaus, 28.1.2019, Photo: SANA

Der erste Vize-Präsident des Iran, Dr. Isḥâq Ğahânġîrî, weilt derzeit mit einer Delegation in Damaskus, u.a. um an der 14. Sitzung des Höheren Syrisch-Iranischen Ausschusses teilzunehmen. Am Ende der Veranstaltung unterzeichneten er und Premierminister ʽImâd Ḫamîs am am Abend des 28.1.2018, elf Vereinbarungen, Absichtserklärungen (sog. MoU), und  Programme zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Infrastruktur, Dienstleistungen, Investitionen und Wohnungsbau. Sie sind im Original im Einzelnen ausgeführt! (https://www.sana.sy/en/?p=156857, https://www.sana.sy/?p=885817) – Die vermehrte strategische Zusammenarbeit mit iranischen Stellen ist unmittelbare Folge einmal der iranischen Unterstützung Syriens im Anti-Terrorkrieg der letzten Jahre, wobei die USA und deren Verbündete die  MAO [sog. moderate armed opposition, zur tatsächlichen Einordnung s.u. bzw. ab Teil II] begünstigten, wie auch der Tatsache, daß sich gegen beide Staaten massive und immer wieder –  wie erst kürzlich! – verstärkte Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] ohne Legitimation der UN richten.
Darauf  wies auch Dr. Ğahânġîrî bei einer Pressekonferenz nach Ende der o.e. 14 Ausschußsitzung hin, indem er deutlich machte, der Iran und Syrien stünden infolge des Krieges gegen den Terrorismus und die gegen beide Staaten gerichteten ein­seitigen wirtschaftspolitischen Zwangsmaßnahmen Seite an Seite. (https://www.sana.sy/?p=885841). Auch Premierminister ʽImâd Ḫamîs  strich dies in seiner Rede zu Beginn der Ausschußsitzung wie in der nachfolgenden Pressekonferenz heraus. (https://www.sana.sy/en/?p=156857, https://www.sana.sy/?p=885817)

Kooperationsabkommen der Universitäten von Damaskus (Rektor: Dr. Muḥammad Mâhir Qabâqîbî) und Teheran (Rektor: Dr. Maḥmûd Nîlî Aḥmadabâdî), Photo: SANA

Auch die Rektoren der Universitäten von Damaskus,  Dr. Muḥammad Mâhir Qabâqîbî, und Teheran, Dr. Maḥmûd Nîlî Aḥmadabâdî, unterschrieben – allerdings in der iranischen Hauptstadt –  Kooperationsabkommen zur Beförderung akademischer und kultureller Forschung, Durchführung von Symposien und wissenschaftlichen Programmen sowie Förderung von Forschungsinstituten. (https://www.sana.sy/en/?p=156854, https://www.sana.sy/?p=885541)

Southfront.org macht auf eine haarsträubende Medienkampagne seitens der türkischen staatlichen Agentur Anadolu und Medienunternehmen in russischer Sprache ab dem 28.2,2019 aufmerksam, welche – ohne konkrete Belege dafür nennen zu können! – die Mär verbreiten, in einigen Orten in NW-Ḥamâ (Shahta, Bredidg, Innab und Haydariye ?) seien pro-russische und pro-iranische Streitkräfte [der SAA!] in Gefechten aneinandergeraten, bei denen es sogar  Tote gegeben habe. Anadolu behauptet, die Kämpfe seien Teil eines Plans zur Minimierung des iranischen Einflusses. Die Angelegenheit ist aufgebaut wie eine ältere Fake-Story des Vorjahres bezüglich angeblich großer Verluste der russischen Streitkräfte, beigebracht von  der US-geführten Koalition. Die jeweiligen Links sind angegeben. Wegen begrenzter Ressourcen muß auf eine Übersetzung an dieser Stelle leider verzichtet werden. S. Fake News Attack: Clashes Between Pro-Russian & Pro-Iranian Factions In Syria! – Tatsächlich war erst kürzlich von syrischer wie iranischer Seite erneut bestätigt worden, daß die Zusammenarbeit im Counterterrorismus unvermindert fortgesetzt werde.

Captagon und Haschisch, Photo: SANA

Behördenmitarbeiter entdeckten und konfiszierten am 28.1.2019 wieder große Mengen Schmuggelguts in Form von Rauschmitteln und an Narkotika, in Beuteln und Säcken verpackt und im Ackerboden nahe der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Rîf Dimašq und Ḥomṣ vergraben. Es handelte sich um insgesamt 115.000 Captagon-Pillen (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) und 262kg Haschisch. (https://www.sana.sy/en/?p=156813, https://www.sana.sy/?p=885333)

Nach Befreiung der Gegend von der Terroristenbesatzung im vorigen Jahr konnten inzwischen wieder – für 400 Millionen syrische Lira – 145 Schulen im Norden von Ḥomṣ wiederhergestellt und in Betrieb genommen werden für 49.560 Schüler. (https://www.sana.sy/?p=885472 vom 28.1.2019)

SAA, Begegnung terroristischer Angriffe, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156701 und https://sana.sy/?p=884765 (Den fortgeführten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Angriffe von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierte Gruppen begegneten Armee-Einheiten mit konzentrierten Artillerieschlägen gegen deren Stellungen nahe at-Tamâniʽa im SO-Rîf von Idlib mit Eliminierung etlicher  der Terroristen samt deren militärischen Equipments.
Im N-Rîf von Ḥamâ wurde eine Armee-Einheit  auf einen Terroristentrupp aufmerksam, der sich vom Westrand von Ḥaṣrâyâ aus zu Überfällen auf Orte in der sicheren Zone anschickte, und vereitelte dies in einem für den Feind verlustreichen Gefecht.)

In den Provinzen Darʽâ, Damaskus und Ḥomṣ wurden am 27.1.2019 beim Durchsuchen der Gebiete durch Kampfmitttelbeseitiger wieder von den Terroristen in verborgenen Depots hinterlassene große Mengen an Waffen und Muniton entdeckt, darunter auch Raketen wie z.B. die berüchtigten panzerbrechenden TOW-Raketen aus US-Lieferungen (Näheres dazu s.u. bzw. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014) und Telekomunikationsgerätschaften.(https://www.sana.sy/en/?p=156722, https://sana.sy/?p=884841 mit eindrucksvollen Photos!)

SAA-Einsatz im Norden von Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156615 und https://www.sana.sy/?p=884400 (In Begegnung fortgesetzter  Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib im N-Rîf von Ḥamâ führten Armee-Einheiten gezielte erfolgreiche Attacken gegen  Terroristennester im östlichen Außenbereich des Dorfes Abû Raʽîda durch; weitere Einheiten vereitelten einen terroristischen Angriffsversuch vom landwirtschaftlich genutzten Flugplatz des Dorfes  aš-Šarîʽa aus auf Orte der al-Ġâb-Ebene per Granatenbeschuß, der den Angreifern entsprechende Verluste beibrachte. Desgleichen leisteten Armeeabordnungen bei Maʽrkaba, wo Militärposten das Ziel der Angreifer waren. Abkommensverstöße seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Katâ´ib al-ʽIzza im Gebiet des Wâdî ad-Dawrât östlich von al-Laṭâmina, al-Buwaia, Laḥâyâ und Maʽrkaba ahndeten Armeeteile mit Zerstörung von deren Fortifikationen und Stellungen. Weitere Angriffsversuche vom Zentrum von uwaiz in der al-Ġâb-Ebene aus verhinderte die Armee eebnfalls, wobei vie­le Terroristen getötet wurden, unter deren Verwundeten wurde ʽAbdul-Karîm al-ʽUmar idfentifiziert, der Rest wurde in die Flucht geschlagen, ihre Waffen und militärische Ausrüstung vernichtet. Am Stadtrand von al-Laṭâmina wurde einer der Anführer von Ğaiš al-ʽIzza, Manâf ʽAlîwî, getötet, unter den Verletzten waren  Maḥmûd al-Ḥâṣûd und Usâma al-ʽAlîwî sowie Safwân al-Ğunaid, der unter den Trümmern eines Hauses starb, das  von seinen Leuten mit Artillerie­ beschossen worden war.
Im südlichen Raum der Provinz Idlib überwachte eine Armee-Einheit die Bewegungen eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Trupps im Terrain von al-Ḫuwain, Sukaik, az-Zarzûr und at-Tamâniʽa und begegnete diesem durch Maschinengewehr- und Artilleriebeschuß.)

Beim Eggen seines Feldes wurde am 26.1.2019 ein Bauer vom Dorf Muġr al-Mir, ca. 45km im SW von Damaskus, getötet, als ein von Terroristen früher hier hinterlassener Sprengsatz detonierte. (https://www.sana.sy/en/?p=156680, https://www.sana.sy/?p=884685) – Zu den Gründen der Anbringung von (teils raffiniert versteckten) Minen oder Sprengfallen durch abziehende Terroristen gerade im Agrarland vgl.u. z.B. unter dem 6.10.2018!

Türkischer Staatschef Erdogan während einer Rede, Photo: SANA

Jüngste Redeninhalte des türkischen Staatspräsidenten Erdogan vom Vortag in Erzurum mit Bezug auf ein sog. Adana Agreement kommentierte eine offizielle Quelle aus dem Außenministerium am 26.1.2019 wie folgt: „Thus, Syria stresses that activation of the agreement can be done by making the situation on the bor­ders the way it used to be before between the two countries and when the Turkish regime abides by the agreement and stops supporting, financing, arming and training terrorists and when it withdraws its military forces from the Syrian territories they are occupying, so that the two countries can activate this agreement, which ensures safety and security of borders between them.” (d.h.: Syrien betont also, daß eine Aktivierung des Abkommens möglich ist durch Wiederherstellung der Situation an den Grenzen, wie sie früher zwischen beiden Ländern ist, und wenn das türkische Regime das Übereinkommen einhält und die Unterstützung, Finanzierung, Bewaffnung und das Trainieren von Terroristen einstellt, seine Streitkräfte vom syrischen Territorium, das es besetzt hält, abzieht, so daß beide Länder das Abkommen in Gang setzen können, welches die Sicherheit der Grenzen zwischen beiden gewährleistet. (https://www.sana.sy/en/?p=156626 und https://www.sana.sy/?p=884467)
Angeblich habe Rußlands Präsident Putin beim letzten Treffen mit Erdogan in Moskua (s.u.) diesem angesichts der Terroristenproblematik im Grenzbereich zu direkten Gesprächen mit der syrischen Regierung bzgl. des Adana-Abkommens geraten (s. Turkish President Vows To Establish Safe Zone In Northeastern Syria In “Few Months”).  Erdogan sprach dann von diesem Abkommen aus dem Jahr 1998 in seiner Rede vom 25.1.2019 nach Be­kanntgabe der Bürgermeisterkandidaten der AKP-Partei in Erzurum (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45712).

Während seiner Nord-Afrikareise, welche bislang Marokko, Libyen und Tunesien einschloß, erzielte Rußlands Außenminister Lawrow Einigkeit hinsichtlich der Lösung der Krise in Syrien, wie sie auch von der Regierung in Damaskus gemäß den bisher getroffenen Vereinbarungen und relevanten UN-Resolutionen vertreten wird. Die Notwendigkeit der Terrorismusbekämpfung und der humanitären Hilfe für Syrien als Beitrag zur Förderung der Rückkehr der syrischen Flüchtlinge waren ebenfalls Themen. (s. https://www.sana.sy/en/?p=156609, https://www.sana.sy/?p=884321 vom 25.1.2019 bzgl. Pressekonferenz in Rabâṭ mit Nâṣir Bûrîṭa und https://www.sana.sy/?p=884457 bzgl. Libyen und  Pressekon­ferenz mit Ḫamîs al-Ğîhnâwî in Tunis vom 26.1.2019)
Lawrow thematisierte jeweils auch die Notwendigkeit der Wiedereingliederung Syriens in die Arabische Liga. (http://parstoday.com/de/news/world-i45721)

SAA-Posten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156582 und https://www.sana.sy/?p=884289 (Mit intensivem Maschinengewehr- und Artilleriefeuer begegneten Armee-Einheiten der wiederholten Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Ğabhatu_n-Nuṣra am Stadtrand von al-Ğanâbira wie von Katâ´ib al-ʽIzza an den Ortsrändern von alLaṭâmina und Kafar Zaitâ und zerstörten deren befestigte Stellungen und Schlupfnester und fügten dem Feind erhebliche Verluste an Kämpfern und Ausrüstung zu. Eine andere Einheit vereitelte einen Terroristenangriff auf die Dörfer von Ḥaṣrâyâ und al-ʽArbaʽîn ebenfalls  bei heftigen Feindverlusten.)

Aufgrund eingehender Überwachungs- und Ermittlungstätigkeit führte eine Polizeieinheit am 25.1.2019 eine Razzia im Stadtteil al-ʽAbbâsiyya der Provinzhauptstadt  Ḥomṣ durch. Im Feuergefecht mit den Drogenhändlern wurde zwar eine Sicherheitskraft verletzt, doch konnten 10.000 Captagon-Pillen (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) aus dem Verkehr gezogen werden. Die Verhafteten wurden der zuständigen Justiz vorgeführt. (https://www.sana.sy/?p=884238)

Stammesvertreter-Versammlung in Aṯriyâ / Provinz Aleppo, Photo: SANA

Tausende Vertreter aller Stämme und Clans sowie aller Gesellschaftsschichten der Bevölkerung der Provinz von Aleppo, der nordsyrischen Provinz, welche eine lange Grenze zur Türkei hat und von der von Erdogan angekündigten neuen Militäroperation (vgl.u.) wie der von ihm gewünschten sog. „Sicherheitszone“ (s.u., 15.1.2019) betroffen wäre, versammelten sich mit weiteren landesweit bekannten Persönlichkeiten am 25.1.2019 in der Stadt Aṯriyâ zu einer Kundgebung. In einer Erklärung machten sie schließlich deutlich, Sie hielten fest an der Einheit ihres Heimatlandes, das sie gegen jegliche ausländische Bedrohung – sei es durch die Takfîr-Teroristen und ihre Unterstützer oder das US- und  türkische Militär etc. – in Unterstützung der SAA wie der Landesregierung zu verteidigen gedächten. Sie stünden mit jenen in einer Reihe zur Bewahrung der Souveränität, territorialen Einheit und Unabhängigkeit Syriens angesichts der ausländischen Bedrohung. Der von Erdogan geplanten Militäroperation wie “Sicherheitszone“ erteilten sie eine klare Absage. Die gehißten Staatsflaggen versinnbildlichten ihren entschlossenen Geist. Es sei allein an den Syrern, im Dialog miteinader die eigene Zukunft in nationaler, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht ohne jegliche ausländische Einmischung zu bestimmten, betonten die Versammelten. Am Treffen nahmen auch Repräsentanten des Iraks und des Libanons teil.
Am Treffen nahmen auch Repräsentanten des Iraks und des Libanons teil. (https://www.sana.sy/?p=884004)

Irakische Sicherheitsoperation gegen IS-Reste; Photo: SANA

Gemäß Meldung des irakischen Brigade­generals Yaḥya Rasûl az-Zubaidî, zitiert von INA vom 25.1.2019, gelang es Mitgliedern des militärischen Ge­heim­dienstes eine IS-Zelle in der Provinz Nînawâ (Ninive) im Nord-Irak ausfindig zu machen und auszuheben, welche mit den IS-Terroristen in der umkämpften syrischen Stadt Hağîn (Provinz Dair az-Zaur) in Verbindung stand.  (https://www.sana.sy/?p=884011)

Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen, Idlib, Photo: RT

Nur mit Vorstellungskraft ist den kargen Gefechtsberichten von SAA und alliierten Kräften zu entnehmen, welche Ausmaße dieselben tatsächlich haben. So meldet Russia Today unter Rückgriff auf Mitteilungen vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm illustrierend z.B. von jener  “Begegnung” oder “Vereitelung” eines Terroristenangriffs vom 24.1.2019, daß dazu hunderte an Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen auf  dutzenden Trucks mit aufmontierten Maschinengewehren größerer Kaliber angerückt waren, mit denen sie in einer koordinierten Massenattacke die SAA-Positionen in der De-Eskalationszone von Idlib zu überrennen und niederzumachen gedachten.  In einem Zangenangriff von jeweils ca. 200 motorisierten Kämpfern hatten sie sich dem SAA-Stützpunkt bei Abû aḍ-Ḍuhûr genähert, wobei Suizidattentäter per Autobombe wie so oft die Verteidigerlinie aufbrechen sollten. Dennoch ging die Armeeeinheit schließlich siegreich aus diesem Gefecht wie dem bei Abû Šarğa hervor, konnte den Extremisten noch empfindliche Verluste beibringen und den Rest in die Flucht schlagen. (https://www.rt.com/news/449468-nusra-attacks-syrian-government-idlib/, https://www.facebook.com/mod.mil.rus/photos/a.1492313031011448/2275609382681805/?type=3&theater)

SAA-Einsatz inm Nordteil Rîf) der Provinz Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156442 und https://www.sana.sy/?p=883410 (Mit konzentriertem Maschinengewehr- und Artilleriefeuer gingen Armee-Einheiten gegen Stellungen und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra am westlichen Stadtrand von al-Ğanâbira nördlich von Maḥarda und solche von Katâ´ib al-ʽIzza am östlichen Stadtrand von al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ vor, wobei viele der Terroristen samt ihrer Ausrüstung und ihrer Befestigungsanlagen eliminiert wurden. Ebenfalls in Begegnung der wiederholten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib gingen in gleicher Weise Armee-Einheiten bei Tal Bazâm  gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen am östlichen Rand von Mûrik und weitere von Maḥarda aus auf Katâ´ib al-ʽIzza-Positionen  in aṣrâyâ vor und fügten den Feinden jeweils beträchtliche Verluste zu.)

Terroranschlag vom 24.1.2019:
In der Gegend von al-ʽAdawî in Damaskus detonierte ein in einem am Straßenrand geparkten Auto untergebrachter improvisierter Sprengsatz. Diese verursachte nach ersten Angaben Sach-, keine Personenschäden. (https://www.sana.sy/?p=883619https://www.sana.sy/en/?p=156451)

Jordanisches Parlemante, Photo: yahoo.com

Unter Bezugnahme auf die jordanische Tageszeitung al-Ġad vom 24.1.2019 teilte Pars Today mit, der Präsident der jordanischen Volksvertretungskammer  im Parlament, ʽÂṭif aṭ-Ṭarâwnah (Atef Tarawneh), habe  Syriens Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ zur Teilnahme an der 29. Konferenz der arabischen Parlamente Anfang März in ʽAmmân eingeladen. an jenem Tag befand sich bereits eine Abordnung der syrischen Anwaltskammer auf Einladung ihrer Kollegen in der Hauptstadt des Nachbarlands. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45709) – Wie mehrfach erwähnt, gehörte die jordanische Regierung während der letzten Kriegsjahre zur Feindseite (vgl. ab Teil I) und hatte zuvor die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, während die Stimmung in der Bevölkerung gemäß Aussage von Volksvertretern (vgl.u.) dazu großteils differierte.

SAA und russische Militärpolizei haben am 24.1.2019 erstmals in den Kriegsjahren Posten nördlich von Manbiğ in drei Städten bezogen und zwar in Umm Ğulud (?, Umm Julud), ad-Dâdât (Dadat) und al-Ûšriyya (Oushrie). (https://en.muraselon.com/2019/01/russian-syrian-forces-deploy-north-manbij/)

regime change in Venezuela? Abbildung: southfront.org

Eine offizielle Quelle aus dem Außenamt äußerte gegenüber SANA am 24.1.2019 folgende Erklärung zur Lage in Venezuela: „The Syrian Arab Republic condemns in strongest terms going to extremes by the US and its blatant interference in the affairs of the Bolivarian Republic of Venezuela which constitutes a flagrant viola­tion of all international norms and laws and a brazen attack against the Venezuelan sovereignty.” (d.h.: Die Syrische Arabische Republik verurteilt in der strengst möglichen Form die ins Extreme ausartende, krasse Einmischung seitens der USA in die Angelegenheiten der bolivarischen Republik von Venezuela, welche eine ungeheuerliche Verletzung der internationalen Normen und Gesetzes darstellt wie auch einen dreisten Angriff gegen die venezolanische Souveränität.).
Die in verschiedenen Teilen der Welt verübte destruktive Politik der USA und ihre Mißachtung internationaler Legitimität stellten den Hauptgrund für die Spannungen und den Zustand der Instabilität in unserer Welt dar; demgegenüber bräuchte es eine neue Weltordnung, welche die Achtung vor der internationalen Legitimität wiederherstellte, Souveränität und Unabhängigkeit der Staaten wie deren nationale Entscheidungen repektierte und die feindselige US-Vorgehensweise an die Kandare nähme.
Die Syrische Arabische Republik bekräftigt seine kategorische Zurückweisung der unverfrohrenen Einmischung der USA und erneuert seine volle Solidarität mit der venezolanischen Führung und Bevölkerung im Bemühen um die Bewahrung der Souveränität des Landes und  der Vereitelung der feindseligen Pläne der US-Administration.
Die venezolanische Bevölkerung, welche der hegemoniellen und arroganten Herangehensweise widerstanden habe, sei besonders befähigt, auch dieser regenerierbaren* Verschwörung zu begegnen und zum Scheitern zu bringen, die Souveränität und Unabhängigkeit ihres Landes zu bewahren und ihm die Stabilität zurückzugeben.  (https://www.sana.sy/en/?p=156412, https://www.sana.sy/?p=883338) – *Syrische Regierungsvertreter haben in der Vergangenheit mehrfach vor Umsturzplänen bzw. einer dazu führenden Einmischung der USA vor allem in Venezuela gewarnt;auch venezolanische Repräsentanten gingen davon aus.  Man vermutete eine ähnliche Vorgehensweise wie bei der Initiierung des Terrorkriegs in Syrien, der von den syrienfeindlichen Akteuren und den Mainstream-Medien über Jahre hinweg ja als “Bürger”-krieg vermarktet worden war. Zur näheren Information vgl.u. beispielsweise Yul Jabour vom 30.10.2018, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vom 7.9.2018,  Aussagen bei der 72. UNGA-Versammlung vom 24.9.2017 in Teil VI; unter den Präsidenten-Interviews die vom  27.4.2017 und 21.7.2016; die Beiträge: Der „Meister Schlag“ der USA gegen Venezuela vom 14.5.2018 oder  Achtung: drohende Gefahr im karibischen Becken vom 24.5.2018 und  Die Vereinigten Staaten bereiten einen Krieg zwischen Lateinamerikanern vor vom 29.5.2018 sowie Die kommende entsetzliche Zerstörung des „karibischen Beckens“ vom 8.1.2019!
Auf russischer Seite warnte Kremlsprecher Peskow am 24.1.2019 die USA vor einer militärischen Intervention in Venezuela (https://www.sana.sy/?p=883341), desgleichen Außenminister Lawrow, der  während einer Pressekonferenz in Algier zudem betonte, daß Rußland Caracas weiterhin unterstützen und seine Souveränität schützen werde. (https://www.sana.sy/?p=883516, https://www.sana.sy/en/?p=156466)
Auch der Iran erklärte selben Tags seine Unterstützung für die rechtmäßige Regierung und das Volk Venezuelas (https://www.sana.sy/?p=883440).
Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying informierte in einer regulären Erklärung die Poisition der Regierung in Peking folgendermaßen: „China supports efforts made by the Venezuelan government to protect the country’s sovereignty, independence and stability.  … I want to emphasize that outside sanctions or interference usually make the situation more complicated and are not helpful to resolving the actual problems.” (https://uk.reuters.com/article/venezuela-politics-china/china-opposes-outside-interference-in-venezuelas-affairs-idUKL3N1ZO3T6)

Am 25.1.2019 meldete sich der Weltfriedensrat um Sachverhalt zu Wort und erklärte, er verurteile die Versuche der USA, die legitime Regierung des venezolani­schen Präsidenten Nicolas Maduro zu stürzen, als eindeutige Einmischung in die Angelegenheiten Ve­ne­zuelas. „Die laufenden Bemühungen um eine Koordinierung zwischen den Vereinigten Staaten, der venezola­nischen reaktionären Minderheit, der Organisation Lateinamerikanischer Staaten und der Europäischen Union in dieser Richtung stellen eine unverbllümte Einmischung in die inneren Angelegenhei­ten Venezuelas dar.“, hieß es und weiter: „Die Entwicklungen um den sogenannten Inter­imspräsidenten von Venezuela stellen eine ernsthafte Eskalation durch die Vereinigten Staaten und der NATO in der Region dar.“ Schließlich drückte der Rat seine Solidarität mit dem venezolanischen Volk und seinen friedlichen und antiimpe­rialisti­schen Kräften aus. (https://www.sana.sy/?p=884047)

Akkreditierung des syrischen Botschaftersin in Kambodscha, Photo: SANA

ʽImâd Muṣṭa­fâ (vgl.u.) wurde am 24.1.2019 zum nicht im Land lebendern (sog. non-resident-) Botschafter Syriens in Kambodscha akkreditiert und von König Norodom Sihamoni im Palast in Phnom Penh empfangen. Beim späteren Gespräch mit Außenminister  Saman Mann ging es um den Ausbau der beiderseitigen Beziehungen, v.a. auch im Wirtschafts- und Handels­bereich. (https://www.sana.sy/?p=883628)

Entsprechend dem “huma­nitarian response plan” für 2019 ging  am 24.1.2019 ein weiterer vom SARC zusammengestellter Konvoi aus 36 LKW ab in den NO der Provinz Darʽâ, um bedürftigen Familien in den Städten al-Ḥarâk, al-Malîḥa al-Ġarbiyya, al-Malîḥa aš-Šarqiyya, ʽAlma und Nâḥitadie benötigte humanitäre Hilfe in Form von 6950 Lebensmittelkörben und 6850 Mehlsäcken zu bringen. (https://www.sana.sy/en/?p=156512, https://www.sana.sy/?p=883864)

Beim abschließenden Kampfmittelaufspüren und -entfernen fiel den Behördenmitarbeiter am 24.1.2019  in einem alten Gebäude innerhalb der Stadt Dârayâ im Rîf Dimašq ein verdeckter Einstieg zu unteridischen Tunnelanlagen der Terroristen auf. Zwei ganz offensichtlich professionell von ausländischen Experten  (vgl.u.) entworfene, und mit schweren Spezialmaschinen angelegte Tunnel  maßen meherere hundert Meter in der Länge und lagen ca. 30m tief. Einer führte nach etwa 600m aus der Stadt heraus in die Nähe des Flusses ʽΚa und  zur Autobahn. Sie dienten dem unbemerkten Verlegen von Kämpfern wie der Unterbringung dieser und ihrer Waffen, Munition, weiterer Gerätschaften etc. pp. (https://www.sana.sy/en/?p=156439, https://www.sana.sy/?p=883362 mit eindrucksvolle Photos!)

Über den Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs kam am 24.1.2019 eine weitere Gruppe früher vor den Terroristen in den Libanon geflohener Syrer in ihre Heimat zurück. (https://www.sana.sy/en/?p=156431, https://www.sana.sy/?p=883352)

Tourismusmesse Fitur 2019 / Madrid, Photo: SANA

Eine Abordnung von Vertretern von Fluggesellschaften, Tourismusagenturen und Reisebüros, angeführt von Tourismusminister Ing. Muḥammad Râmî Raḍwân Martînî,  nahm auch in diesem Jahr wieder an der spanischen Tourismusmesse Fitur in Madrid teil. Im Interview mit Aurora Moreno vom lokalen Radiosender lud er – vor allem auch Medienvertreter – am 24.1.2019 dazu ein, sich vor Ort in Syrien ein Bild der wirklichen Lage zu machen und dieses dem eigenen Publikum zu vermitteln. So könne auch ein Eindruck des Ausmaßes der von den Terroristen angerichteten Schäden gewonnen werden.  Beim Treffen mit dem Vorsitzenden des Wirtschafts- und Gesellschaftsforums Malaga, Julio Andrade, wurden Investitionsmöglichkeiten in Syrien vorgestellt, die auf positive Resonanz stießen.  Patricia Rueda Berlou von einem der Privatmuseen der Stadt  kündigte an, sie wolle ein spanisches Ärzteteam zusammenstellen, welches Krankenhäuser und Gesundheitszentren in Syrien besuchen und dort kostenlos Behandlungen und Operationen durchzuführen solle. Im Weiteren traf der Minister noch Medien-, Tourismus- und Wirtschaftvertrete sowie den Präsident der World Tourism Organization der UN. (https://www.sana.sy/en/?p=156406, https://www.sana.sy/?p=883266)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.1.2019 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=156319 und https://www.sana.sy/?p=882735 (Mit präzisem Artilleriebeschuß auf Terroristenstellungen im Außenbereich von Mûrik im N-Rîf von Ḥamâ reagierten Armee-Einheiten auf deren Angriffe in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib, zerstörten sie und eliminierten etliche der Extremisten. Beseitigt wurden so auch Stützpunkte von Anführern der Katâ´ib al-ʽIzza  am Siedlungsrand von al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ, wo sich viele vor allem aus dem Ausland über die Türkei eingeschleuste Terroristen befinden.)

Eine Widersinnigkeit des angekündigten US-Truppenabzugs aus Syrien besteht darin, daß laut eines Beitrags von CNN TV vom 23.1.2019 zusätzliche US-Truppen nach Syrien verlegt werden, angeblich um den Abzug zu sichern. (s. U.S. Sends More Troops To Syria To Secure Withdrawal Process)

Detail von Waffen- und Munitionsfunden aus einem Terroristendepot im Rîf Dimašq (Umland der Hauptstadt Damaskus), Photo: SANA

Im Rîf Dimašq entdeckten Kampfmittelbeseitiger erneut ein Terroristendepot mit großen Mengen an Waffen und Munition. U.a. fanden sich  14 Panzerabwehrraketen, darunter solche der israelischen LAW-Version, Mehrfachraketenwerfer (sog. RPGs), Scharfschützengewehre westlicher Produktion wie auch Steyr-Mannlicher-Maschinengewehre mit mehr als 200.000 Schuß, Ferngläser für Maschinengewehre, verschiedene Geschütze und einen Satellitentransmitter. (https://www.sana.sy/?p=882920, https://www.sana.sy/en/?p=156368 mit erstaunlichen Photo-Belegen!)

Während des wöchentlichen Pressebriefings stellte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zacharowa, am 23.2.2019 in Moskau fest, daß trotz der Bekundungen durch US-Präsident Trump bislang keine konkreten Schritte zum Abzug der US-Truppen aus Syrien eingeleitet worden seien.
In der Re­gion Idlib nähmen die Verletzungen des Abkommens zur de-militarisierten Zone durch die Terroristen dort immer mehr zu, in der Deeskalationszone verschlechtere sich die Lage zunehmend und besorgniserregend; die Region sei inzwischen vollends unter Kontrolle der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra.
Die permanent erfolgenden israelischen Luftangriffen auf Syrien müßten gestoppt werden. (https://www.sana.sy/en/?p=156385, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i45689)

Steinrelief aus römischer Epoche, aṣ-Ṣâliḥiyya, Photo: SANA

Behördenmitarbeiter stießen am 23.1.2019 auf ein Steinrelief aus der Römerzeit, geplündert vom Ausgrabungsgelänge von aṣ-Ṣâliḥiyya im W-Rîf von al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur, das zum Schmuggel über die Grenze in den Irak fertiggemacht worden war. (https://www.sana.sy/en/?p=156379, https://www.sana.sy/?p=882928)

Nach einem Treffen mit dem türkischen Staatschef Erdogan in Moskau erklärte Statspräsident Putin am 23.1.2019 in einer gemeinsam abgehaltenen Pressekonferenz, der Kampf gegen den Terrorismus in Syrien gehe bis zu dessen völliger Ausmerzung weiter. Diskutiert worden seien weiters die Umsetzung der Vereinbarung von Sotschi zu Idlib (s.u, 17.9.2018.) wie die Perspektiven der politischen Beilegung der Krise in jenem Land. Putin stellte ferner fest: „Our stance is firm and we have to work according to UN resolution 2254, based on the respect for sovereignty and territorial integrity of Syria.” In diesem Zusammenhang unterstrich er, daß die fortgesetzte Präsenz der US-Truppen völkerrechstwirdig sei. (https://www.sana.sy/en/?p=156399)
Die Aufrechterhaltung des Waffenruhe-Mechanismus [Raum Idlib!] dürfe nicht auf Kosten der Terroristenbekämpfung gehen, konstatierte Putin zudem laut Russia Today-TV  und unterstrich „it is necessary to work together to remove tension in that region.“ (https://www.veteranstoday.com/2019/01/24/syrian-war-report-jan-24-2019-arab-protesters-clash-with-sdf-in-raqqa-province/). Desweiteren bekräftigte er, die Kreml-Regierung werde den Dialog zwischen der Regierung in Damaskus und den kurdischen Kämpfern in Nordsyrien weiter unterstützen (vgl. https://www.rt.com/on-air/449511-putin-erdogan-syria-meeting/ und https://www.rt.com/on-air/449527-putin-erdogan-media-conference/).
Zweifelsohne war ein wesentlicher Zweck des Treffens, bzgl. des Vorgehens in Syrien die Türkei „auf Spur“ zu bringen. Bislang war dies u.a. mit für die Türkei günstigen Handelsverträgen u.a. Vergünstigungen erreicht worden. Andeutend war dieses Mal von der Steigerung des Handelsvolumens und Vereinbarungen zur Visafreiheit die Rede. Erdogan sagte [dafür] zu, die  Koordinierung mit Rußland in Syrien zu verstärken. (http://parstoday.com/de/news/world-i45702)

Jordanisches Außenministerium, Photo: SANA

Das jordanische Außenministerium ließ am 22.1.2019 mitteilen, es werde einen Diplomaten im Rang eines Chargé d’affaires (Geschäftsträgers, normalerweise im Rang unter einem Botschfter, jedoch dessen Vertreter bei Abweseneit) für die jordanische Botschaft in Damaskus  ernennen.  Ministeriumssprecher Sufyân Salmân al-Quḍâh  verkündete dies laut der Agentur Petra. (https://www.sana.sy/en/?p=156349, https://www.sana.sy/?p=882613)

Eine neue Gruppe syrischer Flüchtlinge kehrte am 23.1.2019 aus den Lagern in Jordanien durch den Naṣîb-Grenzübergang zurück in die Heimat. (https://www.sana.sy/?p=882845, https://www.sana.sy/en/?p=156360)

SAA-Einsatz gegen Terroristen in Nord-Syrien, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156206, https://www.sana.sy/en/?p=156319 und https://sana.sy/?p=882138, https://www.sana.sy/?p=882735 (Armee-Einheiten vereitelten einen Angriffsversuch durch Affiliierte von Katâ´ib al-ʽIzza, verbarrikadiert in der Nähe des Dorfes Laḥâyâ, in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib, auf der Höhe von al-Buwaiḍa; Desgleichen widerfuhr einer weiteren Terroristengruppe beim Angriffsversuch von al-Ğanâbira aus auf Burai­dîğ im NW von Maḥarda, welche etliche Kämpfer dabei einbüßte. Später vereitelten Armee-Einheiten Angriffsversuche von Terrorgruppen aus verschiedenen Richtungen auf Militärposten zum Schutz der Ortschaften im N-Rîf von Ḥamâ mit herben Verlusten für die Angreifer. Im S-Rîf von Idlib führte das Militär intensive erfolgreiche Schläge gegen die Schlupfenster der Terrorgruppen at-Taḥ und Šaʽra aus, die mit ihren Übergriffen zuvor die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone verletzt hatten. Einem Angriff von Affiliierten der Ğabha­tu_n-Nuṣra auf Militärstützpunkte bei Abû aḍḌuhûr verhinderten Soldaten mit Eliminierung der meisten Terroristen, deren Reste flüchteten.)

Vor Mitternacht am 22.1.2019 führten laut örtlichen Quellen wieder Kampfjets der völkerrechtswidrig im Land operierenden (dazu vgl.u.) US-geführten Koalition trotz aller bislang auch vor den UN vorgebrachten Proteste der Regierung (dazu s.u.  ab 2014) Bombardements im SO-Rîf von Dair az-Zaur im Gebiet des Dorfes al-Bâġûz durch. Dabei richteten sich gemäß den Darstellungen die Luftangriffe aufAutos mit Zivilisten an Bord, welche vor den IS-Terroristen auf der Fluchtwaren. Die Zahl der Toten werde erheblich steigen aufgrund der vielen Schwerverletzten. (https://www.sana.sy/en/?p=156313, https://www.sana.sy/?p=882688)

Großbritannien, dessen Luftwaffe völkerrechtswidrig innerhalb Syriens und des Iraks operiert, plant laut Angabe der Daily Mail acht Tornados abzuziehen, es verblieben damit sechs Eurofighter Typhoon zusammen mit bis zu zehn MQ-9 Reaper-Drohnen stationiert. Erstere würden derart aufgerüstet, daß sie Bunker zerstörende Storm Shadow- und Brimstone-Luft-Bodenraketen einsetzen könnten. Das soll die Mehrzweckkampfflugzeug für die Durchführung von Luftangriffen im Raum Damaskus vorbereiten. Trotz gegenteiliger mehrfacher Beweisführung (vgl.u. und s. ab Teil I) behauptet die britische Regierung, dort befänden sich C-Waffen! Das „Upgrade“ solle der syrischen Regierung zudem vor Augen führen, daß Großbritannien zur Zerstörung der Militärobjekte des Landes in der Lage sei. (https://sptnkne.ws/k6MWvom 22.1.2019)

Autobombenanschlag in al-Lâḏa­qiyya vom 22.1.2019, Photo: SANA

Terroranschläge vom 22.1.2019:  
Durch die Explosion einer Autobombe auf dem Ḥammâm-Platz im Außenbezirk von al-Lâḏa­qiyya wurden ein Bürger getötet, 14 weitere verletzt. Zuvor gelang es Sicherheitskräften einen Sprengsatz zu demontieren, bevor dieser detonieren konnte. (https://www.sana.sy/?p=882407, https://www.sana.sy/en/?p=156280)
Im N-Rîf von Ḥamâ griffen terroristi­sche Gruppen in erneutem Bruch der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit raketengetriebenen Granaten die Städte Maḥarda und Salḥab an. In ersterer entstanden Sachschäden an Häusern und weiterem Eigentum. Im letzteren Fall gingen Geschosse im landwirtschaftlich genutzten Gebiet nieder. In der Gegend operierenden Armee-Einheiten reagierten mit gezieltem Beschuß der Abschußrampen, zerstörten eine Reihe davon und eliminierten etliche der Angreifer. (https://www.sana.sy/?p=882524, https://www.sana.sy/en/?p=156280)

Mancher hat sich angesichts der jüngsten israelischen Luftangriffe gefragt, warum „nur“ der Großteil der Raketen abgewehrt werden konnte – und zwar durch die alt(bewährt)en Luftabwehrsysteme Pantsir-S1 und Buk-M2E anstatt der neuinstallierten S-300 (vgl.u.). In einem Artikel der Zeitung Kommersant vom 22.1.2019 wird dazu erklärt, die syrischen Militärs hätten ihre Schulung im Gebrauch noch nicht absolviert. Einsatzfähig sei das System damit wohl erst im März 2019. (www.kommersant.ru/doc/3859941)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî im UNSC am 22.1.2019, Photo: al-Maṣdar

Während der UNSC-Sitzung vom 22.1.2019 zur Situation in Nahost wurden auch die fortgeführten israelischen Angriffe auf syrisches Territorium (vgl.u.) thematisiert.
Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als permanenter UN-Gesandter seines Landes machte dabei darauf aufmerksam, daß dieselben niemals ohne die seit Jahrzehnten aufgeschobene Umsetzung  seiner Ent­scheidungen durch den UN-Sicherheitsrat und uneingeschränkte Unterstützung durch ständige UN-Mitgliedstaaten für diese Outlaw-Entität möglich gewesen sei, die sie ermutigten, mit ihren Verbrechen fortzufahren, jenseits von  jeder – wenn auch nur formellen – Rechen­schaftspflicht. Politik und Positionen der USA, Frankreichs und Großbritanniens stünden in krassem Gegensatz zur  Verantwortlichkeit des UN-Sicherheitsrat (UNSC)  für die Wahrung  von Frieden und Sicherheit wie des Handelns im Einklangs mit dem Völkerrecht und den Bestimmungen der UN-Charta, so daß diese meineidgen drei verhinderten, daß der UNSC seiner Verantwortung gemäß, die Aggressionen gegen Syrien verurteile und stoppe; doch dies werde nicht Syriens Recht auf Selbstverteidigung und seine auf die Rückholung des besetzten syrischen Golans gerichtete Tätigkeit [zur Golan-Problematik s.u.!] beeinträchtigen, verkündete Syriens Repräsentant und machte deutlich: „Isn’t time now for the UN Security council to stop the Israeli repeated aggressions on the Syrian Arab republic territories.” (d.h.: Es ist nun Zeit für den UN-Sicherheitsrat, die wiederholten israelischen Angriffe auf die Territorien der Syrischen Arabischen Republik zu stoppen.). Müsse denn Syrien die Aufmerksamkeit der Kriegsmacher in diesem Rat auf sich ziehen, indem es sein legitimes Recht auf Begegnung der israelischen Aggression durch einen Gegenschlag auf den Flughafen Tel Aviv realisiere wie er auf den Internationalen Zivilflughafen von Damaskus [durch israelisches Militär] erfolgt sei.
Die Wiedereingliederung des Golans sei ein entschiedenes Recht Syriens [zur Rechtssituation vgl.u.], das nicht verhandelbar sei oder durch Verordnung aufgehoben werden könne. Der vollständige Rückzug der israelischen Besatzung vom Golan hinter die Linie vom 4.6.1967 sei ein Sachverhalt, welcher gemäß den Völkerrechtsprinzipien und der Legitimität der relevanten UNSC-Resolutionen wie der Nr.242, Nr.338 und Nr.497 umgesetzt werden sollte. Die Versuche der israelischen Besatzungsmacht, den Status des Golan zu ändern [dazu s.u., Dr. al-Ğaʽfarî zählt sie einzeln auf], seien zum Scheitern verurteilt und beeinträchtigten in keinster Weise das gesetzmäßige oder souveräne Recht Syriens darauf, auch wenn einige Länder der Region in den Terrorkrieg gegen Syrien investiert und damit auf Umstände gesetzt hätten, die die Umsetzung der UNSC-Resolutionen zur Beendigung der israelischen Beset­zung arabischer Gebiete illusorisch gemacht hätten.
Daß der vom UN-Gesandten für die Region, Nickolay Mladenov, präsentierte Bericht die täglichen Verbrechen und repressiven Praktiken der israelischen Besatzungsmacht gegenüber den Bürgern auf dem besetzt gehaltenen Golan ausklammerte, habe ihn schon erstaunt. Jener habe es bewußt unterlassen, die Sachverhalte beim Namen zu nennen. Er habe von einer Alpha- und Bravo-Seite erzählt anstatt eine klare Verurteilung abzugeben hinsichtlich der fast tägli­ch stattfindenden israelischen Aggressionen auf syrisches Territorium, deren jüngste der Beschuß syrischen Territoriums einschließlich des Damascus International Civil Airport  vom Libanon, den besetzten palästinensischen Gebieten und dem Tiberias-See im syrischen Golan aus war in Zuwiderhandlung gegen das Völkerrecht, die UN-Charta, die einschlägigen UNSC-Resolutionen, das Truppenentflechtungsabkommen von 1974, welches dasselbe unterminiert.  
Zur Palätinenserangelegenheit bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî, die fortgesetzte Besetzung, die ins Palästinenserland hinein ausgedehnte israelische] Siedlungspolitik wie das israelische Abwürgen der Palästinenserangelegenheit seien der Hauptgrund für die Instabilität und das Fehlen von Prosperität in der Region. Darauf wiederholte er Syriens feste Haltung hinsichtlich der Unterstützung des Rechts der Palästinenser auf  Selbstbestimmung ihres Schicksals und Gründung eines eigenen Staates mit Jerusalem als ihrer Hauptstadt mit Garantie des Rechts auf Rückkehr der Vertriebenen und Geflüchteten gemäß UN-Resolution Nr.194 des Jahres 1948. Darauf forderte der Diplomat die Staaten, welche die Okkupationspolitik Israels unterstützten dazu auf, ihre Politik und Haltung zu überdenken und daran mitzuarbeiten, daß denen ihr legitimes Recht gegeben wird, denen es zukommt.
„We tell those who try to re-draw the maps of the region that Syria, which has confronted the inter­national unprecedented terrorist war, will confront those miserable schemes and drop them as many other plots before.” (d.h.: Wir sagen denen, die die versuchen, die Karten der Region neu zu zeichnen, daß Syrien, das sich dem internationalen beispiellosen Terrorkrieg gestellt hat, sich diesen miserablen Schemata stellen und sie zerplatzen lassen wird wie viele andere Pläne zuvor). (https://www.sana.sy/en/?p=156299, https://www.sana.sy/?p=882592; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45674) – S.a. das Editorial vom 22.1.2019 mit dem Titel: The Guardian view on Israel’s democracy: killing with impunity, lying without consequence?

SAA-Artilleriestellung, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156166 und https://www.sana.sy/?p=881564 (Die im Umland von ʽAṭšân, 45km nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ stationierten Armee-Einheiten feuerten Salven von Raketen auf Stellungen und Befestigungen der mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierten terroristischer Gruppen im Umkreis von Sukaik im Süd-Rîf von Idlib in Begegnung der von jenen verübten Angriffsversuche auf ansonsten sichere Ortschaften und die sie sichernden Militärposten und fügten jenen herbe Verluste zu. Ein Angriffsversuch von Affiliierten der Katâ´ib al-ʽIzza von Maʽrkaba, Bâbaṭ-Ṭâqa und az-Ziyâra aus auf Armeeposten der Region wurde weiter nördlich – auch per  Gegenangriffen auf die Terroristenstellungen inklusive derer von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî – vereitelt. Östlich von al-Laṭâmina zerstörte eine Armee-Einheit mit geeigneten Waffen Positionen von  Katâ´ib al-ʽIzza im Wâdî ad-Dawrât samt technische Befestigungen als Antwort auf deren Verletzungen der der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib.)

Infolge einer Autobombenattacke, welche einem passierenden Konvoi von US-Truppen im Areal 47 im Süden der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka galt, wurden am 21.1.2019 zwei US-Soldaten verletzt, vier Mitglieder der kurdischen bewaffneten Einheiten getötet.  (https://www.sana.sy/en/?p=156192, https://www.sana.sy/?p=881714)
Nach den Anschlägen in Manbiğ (s.u.) und al-Ḥasaka, die die IS-Terrororganisation zumindest für sich reklamierte, drohte diese am 21.1.2019 den – sich völkerrechtswidrig im Land aufhaltenden (dazu vgl.u.!) US-Truppen – weitere an. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45653)

Die USA haben neue Sanktionen gegen Syrien verhängt. Auch der Rat der Europäischen Union veröffentlichte am 21.1.2019 eine neue Liste von Sanktionen ( s. Durchführungsverordnung (EU) 2019/85 des Rates vom 21. Januar 2019 zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 36/2012 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Syrien). Interessanterweise richten sich die Sanktionen fast ausschließlich gegen Personen, deren Firmen ausschließlich zur Wiederaufbauprojektenbeitragendes Landes beteiligt sind, der ja gerade die Lage der kriegsgeschundenen Bevölkerung verbessert! (https://www.sana.sy/?p=883378;s.a. www.voltairenet.org/article202706.html)

Dr. al-Miqdâd mit UNHWR-Delegation, Photo: SANA

Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd widmete sich am 21.1.2019 dem designierten Direktor des Büros der UN Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA), Mi­chael Ebye-Amanya, mit begleitender Delegation. Der noch bis Februar amtierende Direktor, Muḥammad ʽAbdi Adâr, nahm ebenfalls am Empfang teil. Dr. al-Miqdâd hieß den neuen Direktor willkommen und versicherte ihm, Syrien werde weiterhin mit der UNRWA kooperieren, um den palästinensischen Flüchtlingen im Land  ein auskömmliches Leben zu ermöglichen, gerade angesichts der Versuche seitens der USA und Israels, die Organisation zu unterminieren (vgl. MSM!). Außerdem verurteilte er die israelische Entscheidung, die UNRWA-Schulen in al-Quds (zur Bedeutung s.u.) zu schließen.
Ebye-Amanya dankte seinerseits dem Gastgeber für die Bemühungen Syriens, die Arbeit der UNRWA zum Erfolg zu führen, und ebenso für die Unterstützung gegenüber seinen Amtsvorgängern, von denen er sich als Stellvertreter aus erster Hand habe überzeugen können.
Dr. al-Miqdâd sprach auch Muḥammad ʽAbdi Adâr seine Anerkennung für dessen ersprießliche Tätigkeit während seiner Amtszeit aus. Demgegenüber stellte letzterer als bemerkenswert heraus, daß Syrien eines der wenigen Länder sei, welches palästinensische Flüchtlinge nicht nur aufgenommen sondern wie die eigenen Bürger behandele. (https://www.sana.sy/en/?p=156198, https://sana.sy/?p=882006)

Geir Pedersen, Michail Bogdanow und Sergei Lawrow in Moskau am 21.1.2019, Photo: SANA

Beim Treffen zwischen Rußlands Außenminister Sergei Lawrow und dem (neuen) UN-Sondergesandten für Syrien, Geir Pedersen, am Mo., 21.1.2019, in Moskau, waren sich beide einig, die Lösung der Krise in Syrien im Einklang mit der UN-Resolution 2254 wie die sichere Rückkehr der syrischen Auslandsflüchtlinge in ihr Heimatland voranzutreiben. Ersterer erklärte außerdem zu Beginn der Gespräche: „Wir schätzen unsere Zusammenarbeit sowie die Zusammenarbeit der Länder der Astana-Formel mit den Vereinten Nationen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des politischen Prozesses gemäß der Resolution 2254 und wir hoffen, dass der Dialog mit dem neuen Gesandten auf dieselbe Weise fort­gesetzt wir.“ (https://www.sana.sy/?p=881669, https://www.sana.sy/en/?p=156186)
Auch mit Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu führte Pedersen am Montag Gespräche. Schließlich faßte Lawrow in einer Erklärung über das Treffen zusammen, beide Seiten hätten Gesichtspunkte ausgetauscht hinsichtlich „prospects of pushing the political process forwards led by the Syrians themselves and with the help of the UN based on the Security Council’s resolution no. 2254 and they also discussed complete eradication of terrorism.” Wichtig seien beiden ferner die völlige Ausmerzung des Terrorismus und die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilitär in Syrien sowie die Respektierung von Syriens Souveränität, territorialer Integrität und Unabhängigkeit. Zudem solle der Ausschuß zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung mit Zustimmung aller syrischen Parteien so schnell als möglich seine Arbeit aufnehmen. (https://www.sana.sy/en/?p=156231, https://sana.sy/?p=882172)

„Auf Anfrage der irani­schen Nachrichtenagentur IRNA konstatierte Stéphane Dujarric, der Sprecher des UN-Generalsekretärs am Mo., 21.1.2019, die UNO bezeichne die israelischen Luftangriffe auf Syrien als schädlich für die Sicherheit der Region.  Diese Angriffe bedrohten die langfristige Waffenruhe zwischen beiden Seiten. Auch die infolge der antiterroristischen Erfolge der SAA wieder auf dem Golan stationierten UNDOF-Soldaten (vgl.u.) bestätigten, daß die jüngsten Luftoperationen im Missionsgebiet der UNDOF zugenommen hätten. Er stehe daher in Kontakt mit den israelischen Kräften sowie den syrischen Regierungsver­ant­wortlichen, um die Spannungen in der Region zu vermin­dern. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45661)

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA

In zwei identischen Schreiben vom 21.1.2019 richtete die Regierung via Außenministerium ihren Protest an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden infolge der in der Morgendämmerung erfolgten erneuten israelischen Angriffe auf Damaskus und sein Umland. Dieselben dienten der Verlängerung der Krise und des terroristischen Krieges, im Versuch, einerseits die Kampfmoral der in den wenigen Enklaven verbliebenen und die israelische Besatzungsmacht unterstützenden Terroristen zu heben sowie andererseits von den eskalierenden internen Problemen abzulenken. Der Protest endete mit dem wiederholten Aufruf an den UN-Sicherheitsrat, sich auf seine Verantwortung zu besinnen und unmittelbar entschlossene Schritte zu unternehmen, um die Wiederholung israelischer Angriffe zu verhindern, Israel zu zwingen, die Resolutionen zur Truppenentflechtung (s.u.) zu respektieren, und die Regierung in Tel Aviv für ihre Verbrechen gegen die syrische und palästinensische Bevölkerung zur Verantwortung zu ziehen. (https://www.sana.sy/en/?p=156195, https://www.sana.sy/?p=881930)

In einer Erklärung des Büros des Internationalen Menschenrechtskommissars für den Nahen Osten (DESI-Generalsekretär und Nahost-Koordinator des internationalen Menschenrechtskomitees), Dr. Haiṯam Abû Saʽîd, verurteilte dieser die kontinuierlichen israelischen Angriffe auf syrisches Gebiet. Diese stellten eine eklatante Verletzung der internationalen Konventionen und der Resolution Nr.2131 aus dem Jahr 1965 dar. Zudem stellte Dr. Abû Saʽîd klar: „The repetition of the aggression in this way will threaten the region and might lead to dire consequences.” In einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres vom Montagmorgen rief er diesen dazu auf, persönlich zu intervenieren und dezidiert von Israel zu fordern, die kontinuierlichen Angriffe auf syrisches Terrain zu stoppen. (https://www.sana.sy/en/?p=156175, https://www.sana.sy/?p=881634)
Verurteilungen der israelischen Angriffe ergingen auch vom  Ersten Vize-Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, An­drei Karassow, als rüde Verletzung des Völkerrechts und Aggression gegen einen souveränen Staat. Mit Bestürzung sei das Schweigen der Ver­einten Nationen und der internationalen Gemeinschaft angesichts dieser wiederholten Angriffe auf sy­risches Territorium aufzunehmen. Er fügte hinzu: „Die Geduld Russlands bei diesen Angriffen ist nicht unbegrenzt und wird Syrien weiterhin mit Waf­fen unterstützen. Weitere hohe russische Vertreter äußerten sich ähnlich.
Entsprechende verurteilende Stimmen aus Volksvertretungskreisen kamen auch von irakischer, libanesischer und ägyptischer Seite. Im Libanon wurde zudem zum wiederholten Mal das völkerrechtswidrige Eindringen der israelischen Kampfjets in den eigenen Luftraum und dessen Mißbrauch für Angriffe auf den Nachbarstaat hervorgehoben.   (https://www.sana.sy/?p=881695)
Die israelischen Angriffe kommentierend äußerte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Montagmorgen in Peking: „China has always affirmed the necessity of respecting, protecting and defending Syria’s sovereignty, independence and territorial integrity. …  The political settlement to the crisis in Syria has currently reached an important and decisive stage. … parties concerned should prevent from taking any steps that might lead to escalating the tension and to preserve the security and stability of the region and encourage the po­litical settlement to the crisis in Syria.” (https://www.sana.sy/en/?p=156181, https://www.sana.sy/?p=881647)

Israelische Angriffe auf Damaskus und sein Umland, Photo: pars today

Um 1.10 Uhr am Mo., 21.1.2019, ertönten wieder die Alarmsirenen infolge weiterer israelischer Angriffe auf syrisches Gebiet sowohl vom Boden als auch von der Luft über libanesischem und dem Gebiet von Galiläa und dem Tiberiassee aus mit unterschiedlichen Waffentypen. Die Luftabwehr fing die  aufeinanderfolgenden Wellen von feindlichen Lenkraketen ab, von denen die meisten abgelenkt ihr Ziel verfehlend zu Boden gingen. (www.sana.sy/en/?p=156130, www.sana.sy/?p=881501  mit Video! S.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45641) – Laut Nationalem Zentrum für Verteidigungsmanagement Rußlands seien bei den israelischen Luftangriffen vier syrische Soldaten getötet und sechs verwundet worden. (https://sptnkne.ws/k6my)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=156122 und https://www.sana.sy/?p=881407 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die in der Gegend aktiven Terroristen (vgl.u.) richtete sich eine Militäroperation gegen den Ausgangspunkt der Angriffe im Dorf Bait ar-Râs mit Beifügung heftiger Verluste dem Feind gegenüber. Armee-Einheiten vereitelten zudem Eindringversuche der Terroristen von Ka­far Zaitâ (etwa 38 km nördlich von) Ḥamâ aus auf ansonsten sichere Ortschaften und Militärposten zu deren Schutz.)

Premierminister ʽImâd Ḫamîs im Parlament, Photo: SANA

Bei der Parlamentssitzung am So., 20.1.2019, unter Vorsitz von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ, machte Premierminister ʽImâd Ḫamîs darauf aufmerksam, daß der Hauptgrund für die Verzögerung und Schwierigkeiten bei der Lieferung von Öl und importierten Ernährungsmitteln an den unrechtmäßig gegen Syrien verhängten Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] liege. Die Regierung sei sich des Leidens der Bevölkerung darunter und deren negativen Rückwirkungen auf das alltägliche Leben eines jeden Bürgers voll bewußt und tue ihr Möglichstes, den Lebensstandard in einer Reihe grundlegender Sektoren zu verbessern, vor allem durch vermehrte Sicherung eines stabilen Arbeitsplatz für  jeden Bürger und die Wiedereinrichtung aller Institutionen und Dienste, einschließlich Schulen, Straßen, Elektrizität, Wasser und Gesundheitseinrichtungen.
Die Regierung bemühe sich nach besten Kräften und mit allen Mitteln, den Bedarf des lokalen Marktes in Zusammenarbeit mit befreundeten und verbündeten Ländern zu decken, welche sich ebenfalls den ungerechten internationalen Sanktionen ausgesetzt sehen, die darauf abzielen, sie von ihren Positionen der Unterstützung der Souveränität und Unabhängigkeit ihrer Länder abzubringen.
Ṣabâġ unterstrich, daß sich das Bestreben der Volksvertretung mit der der Regierung im Dienst an der Heimat und des Bürgers decke. Die nächste Phase erfordere weitere Anstrengungen, um mit den Schwierigkeiten und Herausforderungen in verschiedenen Bereichen fertigzuwerden.(https://www.sana.sy/en/?p=156125, https://sana.sy/?p=881146)

Im West-Rîf von Ḥomṣ gelang Behördenmitarbeitern am 20.1.2019 wieder die Entdeckung und Konfiszierung einer großen Menge Schmuggelguts an Narkotika, darunter 100.000 Captagon-Pillen (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) und säckeweise Haschisch. (https://www.sana.sy/en/?p=156076, https://sana.sy/?p=881063)

SAA-Luftabwehr, Photo: SANA

Israelische Luftangriffe im Süden von Damaskus konnten am So., 20.1.2019, durch die Luftabwehr vollends erfolgreich bekämpft werden. (https://sana.sy/en/?p=156098, https://sana.sy/?p=881116)

Am Sonntagmorgen, 20.1.2019, waren Explosionsgeräusche im Gebiet der südlich aus der Hauptstadt Damaskus führenden Autobahn zu hören. Der detonierte Sprengsatz hinterließ keine Personenschäden. (https://www.sana.sy/en/?p=156044, https://sana.sy/?p=881022)

SAA-Panzer, unterwegs im Rîf von Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.1.2019 informieren:      https://www.sana.sy/en/?p=155999 und https://www.sana.sy/?p=880595 (Eine Armee-Einheit vereitelte einen terroristischen Angriffsversuch in der Umgebung von Maʽr­kaba, Kafar Zaitâ und Ğanâbira nördlich von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ unter Beifügung heftiger Verluste dem Feind gegenüber. Desgleichen gelang anderen Armee-Einheiten mittels gezielten Artillerieschlägen auf die Angreifer im Umkreis der Farmen von Mûrik, die sich auf  ansonsten sichere Orte und Militärposten zubewegten.)

Die Kurdenmiliz YPG (als Kern der SDF) gab am 19.1.2019 die Gefangennahme von zwei US-Mitgliedern des IS neben einem Iren und einem Pakistani in der Provinz Dair az-Zaur bekannt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45614)

Irakischer Außenminister Muḥammad ʽAlî al-Ḥakîm am 18.1.2018 im Gespräch mit dem libanesischen Außenminister Ğibrân Bâsîl, Photo: SANA

Am 19. und 20.1.2019 findet in Beirut ein Wirtschafts-Gipfeltreffen der Arabischen Liga (AL) statt. Erhofft und geplant war von Syrien befreundeten Staaten die Wiedereingliederung dieses Landes der AL schon zu diesem Termin. So betonte irakische Außenminister Muḥammad ʽAlî al-Ḥakîm am 18.1.2018 in einer Erklärung im Zusammenhang des Treffens mit dem libanesischen Außenminister, Ğibrân Bâsîl dahingehend: „Die Aussetzung der Mitgliedschaft Syriens in der Arabischen Liga war von Anfang an ein Fehler. … Das Gespräch mit der syrischen Seite ist immer wichtig.“ In einer Rede zur Eröffnungssitzung des o.e. Treffens äußerte Bâsîl: „Syrien hinterläßt heute die größtmögliche Lücke in unserer Konferenz, und wir spüren die drückende Last  des Vakuums [seines Fehlens] statt Erleichterung darüber. Syrien müsse in die AL zurückgeholt werden, „to stop our losses before we stop Syria’s losses.“ Weiter konstatierte  Ğibrân Bâsîl in seiner Eröffnungsrede: „Syria should be embraced by the Arab League, not thrown into the jaws of terrorism. … we shouldn’t wait for permission for its return, because it would be a historic shame on us to suspend its membership based on external commands and wait for external permission to return it.” (D.h.:  Syrien sollte von der Arabischen Liga umarmt und nicht in den Rachen des Terrorismus gestoßen werden. … Wir sollten nicht auf eine Erlaubnis für seine Rückkehr warten, denn es wäre eine historische Schande für uns, die Mitgliedschaft aufgrund externer Befehle zu suspendieren und auf eine Erlaubnis von außen zu warten.“ (https://www.sana.sy/?p=880503, https://www.sana.sy/en/?p=155989, https://www.sana.sy/?p=880461) – Als ein AL-Gründungsstaat war Syrien bereits Mitte November 2011 auf Druck der auch Terroristengruppen im Land unterstützenden arabischen Regierungen – vor allem Saudi-Arabiens und Qaṭars etc. – satzungswidrig von der Mitgliedschaft suspendiert worden, nachdem auch ein Treffen mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu stattgefunden hatte. Zugleich wurden die Mitgliedsländer aufgerufen, ihre Botschaften in Damaskus zu schließen. Umfassende Wirtschafts- und Handelssanktionen wurden gegen Syrien verhängt. Ziel war, einen Regime-Change zu erzwingen. (Die jeweiligen Daten sind den Mainstream-Medien zu entnehmen).
Minister al-Ḥakîm bestätigte selben Tags, daß Bemühungen im Gange seien, Syriens AL-Mitgliedschaft  wiederzubeleben (vgl. dazu auch die Einschätzung von Außenminister al-Muʽallim am Rand der UNGA in New York Mitte Oktober 2018!). Pars Today gibt zum AL-Ausschluß Syriens an, nach Ausbruch der Krise im Land vor knapp acht Jahren  habe die AL auf den saudis­chen Druck hin beschlossen, die Mitgliedschaft Syriens auszusetzen, „Riad und Co.“ hätten damit versucht, den syrischen Präsidenten diplomatisch zu isolieren. „Sie unter­stütz­ten dabei auch die Terroristen mit dem Ziel, einen Regimewechsel in Damaskus herbeizuführen.“
Minister al-Ḥakîm bedauerte auch die Abwesenheit Libyens beim AL-Wirtschaftstreffen (Näheres dazu bei www.voltairenet.org/article204707.html) Er unterstrich zudem, der Irak begrüße eine arabische Zollunion sowie den Eisenbahnbau innerhalb der arabischen Länder. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45615) – Der Irak und der Libanon gehören zu den Ländern, welche sich  seit Jahren um die Wiedereingliederung Syriens in die AL bemühen.
Auch der frühere ägyptische Außenminister Ḥussain Harîdî sieht in Syrien den Schlüssel zur nationalen Sicherheit der Araber und befürwortet Syriens Wiedereingliederung in die AL. Gegenüber dem SANA-Korrespondenten in Kairo bemerkte er am 18.1.2019: „Es ist im Interesse der arabischen Länder und der arabischen Sicher­heit insgesamt, daß Syrien eher heute als morgen zurückkehrt, um seinen natürlichen Sitz in der Arabi­schen Liga einzunehmen.“ Außerdem würdigte er die Siege der SAA gegen die Terroristen und erklärte, daß „die syrische Souveränität auf dem gesamten syrischen Boden wiederhergestellt werden muß.“ (https://www.sana.sy/?p=880289)

Akkreditierung von ʽImâd Muṣṭa­fâ als non-resident Botschafter in Vietnam, Photo: SANA

ʽImâd Muṣṭa­fâ wurde zum non-resident-Botschafter Syriens in Vietnam bestellt und überreichte seine Beglaubigungsschreiben am 18.1.2019 Präsident Nguyen Phu Trong. Dieser gab seiner Freude Ausdruck, einen offziellen Repräsentanten Syriens in seinem Land begrüßen zu können und bat ihn, Präsident Dr. al-Assad seine Grüße und Anerkennung zu übermitteln.
Beim Treffen mit Vize-Außenminister Nguyen Quoc Cuong kamen beide überein, die bilateralen Beziehungen, insbesondere im Wirtschaftsbereich, zu stärken. Muṣṭafâ dankte für die freundliche Haltung des Landes gegenüber Syrien während der Kriegsjahre und lud vietnamesische Firmen dazu ein, sein Land zu besuchen und an dessen Wiederaufbau teilzuhaben. Die Syrer bewunderten den heroischen Konterschlag der Vietnamesen gegen Franzosen und US-Amerikaner, berichtete Muṣṭa­fâ und verurteilte die gegen die Vietnamesen verübten Verbrechen durch sie. Ähnliches wie in Vietnam habe sich in Syrien ereignet. (https://www.sana.sy/en/?p=155953, https://www.sana.sy/?p=880307)

Nach Wiedereröffnung der VAE-Botschaft in Damaskus (s.u.) besuchte eine Delegation syrischer Geschäftsmänner unter Leitung von Muḥammad Ḥamšû, dem Generalsekretär der syrischen Handelskammer, am 19.1.2019 die Maṣdar city von Abū Ẓabī in den VAE und traf auf großes Interesse seitens der VAE-Geschäftsleute, in Syrien Investments zu tätigen. (https://www.sana.sy/en/?p=156064, https://sana.sy/?p=880904)

Enblem des Außenministeriums, Abb.: SANA

In zwei identischen Protest-Schreiben wandte sich die Regierung am 19.1.2019 mittels Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden wegen der am Vortag (s.u.) erneut erfolgten Luftangriffe der – völkerrechtswidrig (dazu vgl.u.) im Land agierenden – US-geführten Koalition gegen syrische Bürger und die Infrastruktur im Dorf al-Bâġûz Fauqânî und Umkreis im SO-Rîf von Dair az-Zaur und verurteilte dieselben in der strengst möglichen Form.
Das neue in einer ganzen Reihe solcher stehende, unter Vorwand ausgeführte Verbrechen zeige in seiner Kontinuität ein systematisches und täglich stattfindendes Verhalten der genannten “’Koalition” gegen das syrische Volk unter offensichtlicher Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Arabischen Republik Syrien. Durch die Tätigkeit dieser illegal, da jenseits eines UN-Mandats operierenden Koalition seien die extremistischen Gruppen, allen voran der IS und Ğabhatu_n-Nuṣra, ge- und die Kooperation und Koordination unter diesen verstärkt worden. Dies sei in dutzenden früheren Schreiben des Außenamts an den UN-Sicherheitsrat (UNSC) bewiesen worden.
Erneuert wurde die Forderung an den UNSC gerichtet, sich seiner Verpflichtung zur Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit gewahr zu werden und sofort daran zu gehen, die tägliche Serie von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu stoppen, die von Ländern dieser Schurken-Koalition gegen syrische Zivilisten und Infrastruktur (mit immensen Schäden an Wirtschafts-, Service-, Öl- und Gasanlagen sowie öffentlichen und privaten Immobilien) in Syrien begangen werde. Der UNSC müsse die erforderlichen Maßnahmen zur Einrichtung eines internationalen Mechanismus zur Bestrafung der Täter und zur Festlegung eines klaren Vorgehensplans zur Entschädigung der Opfer dieser Anschläge ergreifen. Tue der UNSC dies nicht, würde dies seiner Glaubwürdigkeit schaden und den Eindruck verstärken, er sei ein Spielball der US-Administration und deren Verbündeten, die sich nicht um die grundlegende Autorität des UNSC bei der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit kümmerten wie um alles, was mit der Terrorismusbekämpfung, den Bestimmungen des Völker- und humanitären Völkerrechts zusammenhänge. (https://www.sana.sy/en/?p=156020, https://sana.sy/?p=880842)

Die Außenminister Sergei Lawrow und Heiko Maas (BRD) in Moskau, Photo: pars today

Der deutsche Außenminister Heiko Maas war am Fr., 18.1.2019, nach Moskau gekommen. Auf einer gemeinsam bestrittenen Pressekonferenz wiederholte Außenminister Lawrow die Entschlossenheit seiner Regierung, Syriens bei der Ausmerzung des Terrorismus weiter zu unterstützen. Die ständigen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra (vgl.u.) in dieser Region, welche auf Ortschaften und Militärposten abzielten,  seien inakzeptabel. Wichtig sei zudem die Wiederherstellung der staatlichen Autorität über das gesamte syrische Territorium. Das sei der beste Weg, ein Wiederaufflammen des Terrorismus in diesem Land zu verhindern.  It was necessary to preserve the unity and sovereignty of the Syrian territories.”, fügte er hinzu. Dann richtete er einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft, konstruktiv an einer möglichst baldigen  politischen Lösung der Krise in Syrien mitzuwirken. In diesem Zusammenhang werde er mit dem UN-Sondergesandten Geir Perdersen kommenden Montag zusammentreffen. (https://www.sana.sy/?p=880265, www.sana.sy/en/?p=155942)
Heiko Maas drängte dagegen auf eine schnelle Aufnahme der Arbeit der syrischen Verfassungskommision.  Maas habe zudem  in den vorangegangenen Gesprächen besonderes Augenmerk auf den Ausstieg der USA aus dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Mittelstreckenraketen (INF) gerichtet, informieret Lawrow und  kündigte hinsichtlich der Notwendigkeit einer Zusammenarbeit aller Seiten zur Beendigung der Krise in Syrien an,  Rußland werde in den kommenden Tagen mit europäischen Ländern intensive Ver­handlungen führen. (http://parstoday.com/de/news/world-i45609)

Zur prekären Situation im schon vielfach erwähnten (s.u.) Lager ar-Rukbân für ca. 50.000 syrische Binnenflüchtlinge, dort festgehalten vom US-Militär, in dessen Bannzone um die bei at-Tanaf völkerrechtswidrig errichtete US-Basis es sich befindet, wie von dort ungestört von den US-Soldaten befindlichen Terroristen (Näheres dazu s.u.!) als menschliche Schutzschilde. Nicht nur, daß Hilfskonvois, vor allem von der Regierung aber auch von Wohlfahrts- und UN-Organisationen  fast nie durchgelassen werden bzw. die Bedürftigen, sondern die Terroristen erreichen (dazu vgl.u.), haben auch die massiven Regenfälle im Dezember und später die Kälte mit Scheefall den Insassen heftig zugesetzt. Es fehlt an Lebensmitteln, sauberem Wasser,  Arzneimitteln, medizinischer Betreuung,  Heizöl; die „Behausungen“ bestehen aus kleinen Zelten aus Nylon, Jute und Bretterresten in einer Ausdehung von ca. 7km entlang der Grenze zu Jordanien im Gebiet von ar-Rukbân. Diesen Bedingungen seien schon 15 Kinder laut UN-Berichten zum Opfer gefallen.
Über die syrischen Flüchtlinge würden zwar im Ausland Krokodilstränen vergosen, doch die von internationalen Organisationen gesammelten Gelder strichen die Regierungen von Nachbarländern, insbesondere das türkische AKP-Regime unter Erdogan, ein, indem sie die Misere der Flüchtlinge ausnutzten. Erdogan habe diese „wertvolle Ressource“ schon 3 Mrd. € eingebracht, sie diene ihm zur Erpressung weiterer Vergünstigungen durch die EU. Dabei seien die Bedingungen in den Lagern auf türkischem Gebiet ebenso miserabel. Verschlimmert habe sich auch die Lage in den Flüchtlingslagern in Nord-Syriens Kampfgebieten der Terrorgruppen untereinander in den vergangenen Tagen (vgl.u.). Obwohl schon viele Flüchtlinge aus dem Libanon hätten zurückgeholt werden können (s.u.), müsse dringend das Lager ʽArsâl evakuiert werden, das zuletzt wegen der starken regenfälle überflutet worden war. (https://www.sana.sy/?p=880329 vom 18.1.2019, https://www.sana.sy/en/?p=156060 vom 20.1.2019) – Der (in den Artikeln enthaltene) Vergleich mit NS-Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkrieges ist trotz allen Verständnisses für die schlimme Situation der Flüchtlinge in ar-Rukbân  aus verschiedenen, als bekannt vorausgesetzten Gründen nicht vertretbar.

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Trotz aller Proteste seitens der Regierung (auch vor den UN, s.u.) führten Kampfjets der  völkerrechtswidrig im Land präsenten (dazu vgl.u.) US-geführten Koalition laut lokalen Aussagen am 18.1.2019 wieder Bombardements im SO-Rîf von Dair az-Zaur  auf das Dorf al-Bâġûz Fauqânî und seine Umgebung nahe der Stadt Sûsâ im Umkreis der Großstadt al-Bû Kamâl aus. Die Luftangriffe richteten sich auf dutzende Familien auf der Flucht aus den vom IS besetzten Gebieten. Dabei wurden mindestens 20 Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, etliche mehr teils lebensgeföhrlich schwer verletzt, so daß die Todesrate steigen dürfte. (https://www.sana.sy/en/?p=155960, https://www.sana.sy/?p=880393) – Aktualisierung: die Zahl der getöteten Zivilisten stieg laut einer Angabe von al-Waṭan auf 31 (https://sptnkne.ws/k5RS).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155927 und https://www.sana.sy/?p=880186 (In der Stadt al-Ḥamâmiyât nördlich von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ operierende Armee-Einheiten vereitelten einen Angriffsversuch von Terroristengruppen auf Tal aṣ-Ṣaḫar durch Maschinengewehrfeuer. In Begegnung der Granatenangriffe auf Militärposten in Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib fügten von Talat Bazâm kommende Armee-Einheiten bedeutende Verluste zu. In der Stadt az-Zalâqiyât stationierte Armee-Einheiten nordöstlich von Maḥarda eliminierten etliche Affiliierte von Katâ´ib al-ʽIzza in der Stadt al-Laṭâmina, etwa 35km nordwestlich von Ḥamâ.)

Rußlands Vize-Außenminister Sergei Werschinin gab am Fr., 18.1.2019, bekannt, daß das nächste Astana-Treffen in der zweiten Februarhälfte stattfinden werde, wie Interfax meldete. Das genau Datum werde noch ermittelt. (https://www.sana.sy/en/?p=155930, https://www.sana.sy/?p=880189)

Terroristen aus dem at-Tanaf-Gebiet, Photo: SANA

 

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155852 und https://www.sana.sy/?p=879573 (Mit intensivem Artilleriebeschuß der Stellungen und Bewegungen von Katâ´ib al-ʽIzza im Areal von Kafar Zaitâ konterten Armee-Einheiten deren Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Scharfschützenangriffe auf Militärposten im N-Rîf von Ḥamâ; dabei erlitt der Feind herbe Verluste an Kämpfern und Ausrüstung, seine Fortifikationen, von denen die Angriffe ausgegangen waren,  wurden zerstört. Zudem vereitelten die Soldaten Angriffsversuche der Terroristen im Umkreis von Maʽrkaba, wobei letztere tot oder verletzt zurückblieben.)

Die am Vortag schon mit Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn (https://www.sana.sy/?p=879279, https://www.sana.sy/en/?p=155867) und Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ (https://www.sana.sy/en/?p=155823) zusammengetroffene russische parlamentarische Delegation unter Leitung von Duma-Mitglied Dmitri Sablin, wurde am Morgen des 17.1.2018 auch von Präsident Dr. al-Assad empfangen zur Pflege und Vertiefung („cementing the Syrian-Russian relations”) der Verbindung beider Länder. U.a. verurteile Dr. al-Assad dabei die negative westliche Politik gegenüber Rußland, welche gerade anläßlich aktueller Erfolge bei der Terrorismusbekämpfung besonders aufscheine und damit zeige, daß der gegen Syrien angezettelte Terrorkrieg sich nicht nur auf dieses Land beschränke. (www.sana.sy/en/?p=155898, https://www.sana.sy/?p=879726)

Abû Banât (Abu Banat), Photo: nordic monitor.com

Ein sehr gut belegter und lesenswerter (englisch geschriebener) Artikel des schwedischen Netzwerks Nordic Monitor, welches sich offenbar besonders mit der „Parallelwelt in Erdogans Türkei“ beschäftigt, schildert am Beipiel des IS-Terroristen Maghomed Maghomedzakirovich Abdurkhmanov alias Abû Banât (Abu Banat) die schon mehrfach in diesem Thread behandelte Zusammenarbeit zwischem dem türkischen Geheimdienst MIT und in Syrien aktiven (IS-)Terroristen.  Schließlich vor Gericht gestellt – wobei ihm die langjährige MIT- Zusammenarbeit geringere Anklagen beschert hatte – schilderte er ausführlich diese Kooperation und wie der türkische Geheimdienst ihn unterstützt, mit Waffen, Finanzmitteln und Fahrzeugen ausgestattet hatte. Abû Banât ist seit dem 2.10. 2015gelistet auf der UNSC-Terrorliste und der grausame Mörder vieler unschuldiger syrischer Bürger – beim Enthaupten abgebildet in vielen im Internet geposteten Horrovideos – und wohl auch der beiden am 22.4.2013 in Nord-Syrien [Dorf Kafar Dâʽil im Umland von Aleppo] entführten und seither vermißten orthodoxen Kleriker. Dabei handelt es sich um die beiden Aleppiner Erzbischöfe, den syrisch-orthodoxen Metropoliten Gregorius Yûḥanâ Ibrâhîm und den griechisch-orthodoxen Metropoliten Mâr Bûlus Yâziğî (s. ab Teil I!) Dennoch wurde er nur wegen Zugehörigkeit zu einer terroristischen Gemeinschaft angeklagt und zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft auf Bewährung (!) verurteilt. In der türkischen Stadt Cihanbeyli (Provinz Konya) wurde zwar am 20.6.2013 bei einer Routineverkehrskontrolle das Auto, in dem u.a.  Abû Banât saß, angehalten, dieser aber – trotz Gelistetseins in einer türkischen Einreiseverbotskartei –  nach Ausfüllen eines internationalen Asylantrags (!) wieder freigelassen.   Erst später in Istanbul fiel nach Verbreitung eines grausigen Enthauptungsvideos durch den Sender al-Ğazîra  am 28. Juni türkischen Fahndern im Internet die auffalende Ähnlichkeit des darin gezeigten Teroristen und jenes Mannes von der Straßenkontrolle auf. Darauf konnte am 4.7.2013 seine Festnahme in seinem „Heim“ in Kuşman erfolgen. (https://www.sana.sy/?p=879243 vom 16.1.2019, https://www.nordicmonitor.com/2019/01/turkish-intelligence-mit-worked-with-a-cut-throat-jihadist-in-syria/ wohl vom 15.1.2019) – Bemerkung zur eigentümlichen Namensschreibweise: die russische Sprache verfügt über kein stimmhaftes „h“ (das z.B. in der deutschen Variante auch das arabische „ḥ“ ersetzt), es wird meist durch ein „g“, hier durch „gh“ widergegeben (vgl. Lufthansa wird bei russischen Durchsagen „Luftgansa“ gesprochen)

Ṭâlibân (Taliban), Photo: Russia Today

Einem Kommentar der Abteilung Information und Presse des Außenministeriums in Moskau zur Vorbe­reitung einer Informationskampagne zur Diskreditierung der russischen Politik im afghanischen Sektor durch die USA vom 16.1.2019 wurde u.a. auf eine auffällige Begebenheit hingewiesen: einer kürzlichen Ṭâlibân (Taliban)-Mitteilung sei zu entnehmen gewesen, es habe einen  gezielten Überfall durch US-Spezialeinheiten auf eines der Ṭâlibân-Gefängnisse in der afghanischen Provinz Bâdġîs (Badghis) gegeben, in dem seit August 2018 im Norden Afghanistans gefangengenommene IS-Kämpfer einsaßen. Diese, darunter wohl  russische Staatsangehörige  und solche zentralasiatischer Staaten, wurden dabei befreit und an einen unbekannten Ort ausgeflogen. Wie schon früher bei ähnlichen Berichten über Evakuierungsaktionen  von IS-Kämpfern bzw. IS-Führungskräften, teils mit Familien, durch Kräfte der US-geführten Koalition aus Syrien (vgl.u. auch frühere Teile!) und dem Irak wurde die Frage gestellt, ob der mögliche Zweck solcher Aktionen die Verhinderung möglicher unliebsamer Mitteilungen der IS-Kräfte z.B. über ihre Sponsoren und Unterstützer sei bzw. das Ziel, mit solchen Terroristen einen  Brückenkopf an der Südgrenze der GUS zu erstellen.
Ebenfalls sei die Versorgung von IS-Terroristen, hauptsächlich im Norden des Landes,  mit Nachschub und Rüstungsgegenständen durch nicht identifizierte Hubschrauber. (www.sana.sy/?p=879362, http://www.mid.ru/de/search?p_p_id=3&p_p_lifecycle=0&p_p_state=maximized&p_p_mode=view&_3_struts_action=%2Fsearch%2Fsearch#)

Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd traf sich am 16.1.2019 zu einem Gespräch mit Philip Spoerri, welcher Marianne Gasser (s.u.) nach achtjähriger Tätigkeit in Syrien als Leiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC) im Land ablöst.  Dr. al-Miqdâd würdigte zunächst die tiefgreifende und vitale Zusammenarbeit mit Frau Gasser und versicherte, sein Land sei zu einer fruchtbaren Kooperation mit dem ICRC auch künftig bereit und wolle sie auf allen Ebenen weiter entfalten, so daß den Syrern die größtmögliche Hilfe zuteil werden könne. Schätzenswert sei besonders das Engagement des Roten Kreuzes für Neutralität und dessen noble humanitäre Ziele.
Spoerri hob ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung hervor, die sich auch in nenneswerten Erfolgen die letzten Jahre über widerspiegele. Er sei bestrebt, diese während seiner Mission in Abstimmung mit der syrischen Regierung und enger Zusammenarbeit mit den betroffenen syrischen Parteien noch zu befördern. (https://www.sana.sy/?p=879341, https://www.sana.sy/en/?p=155808)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.1.2019 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=155793 und https://www.sana.sy/?p=878984 (Nördlich von Maḥarda in der Provinz Ḥamâ stationierte Armee-Einheiten unternahmen eine erfolgreiche Operation gegen die Terroristen von Katâ´ib al-ʽIzza nahe Ḥaṣrâyâ mit herben Verlusten für den Feind. Andere Einheiten bei Zulain vereitelten einen erneutenAngriffsversuch vom Gebiet von al-Laṭâmina aus in Zuwiderhandlung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib.)

SDF-Generalstabschef Gadi Eisenkot, Photo: timesofisrael.com

SANA verweist am 16.1.2019 auf einen Artikel in The Sunday Times vom 14.1.2019, basierend auf einem Interview mit dem israelische Stabschef Gadi Eisenkot, der darin kurz vor Ende seiner Amtszeit bestätigt, daß seine Regierung den auf dem Golan gegen die SAA kämpfenden Oppositionellen [laut SANA-Gefechts- bzw. Fundberichten waren das u.a. Terroristen des IS etc., vgl.u.] während der Kriegsjahre in Syrien Waffen geliefert habe. Ebenfalls gestand er hunderte von Angrifen der israelsichen Armee auf syrisches Territorium ein mit den Worten: „We carried out thousands of attacks [in recent years] without taking responsibility and without asking for credit.” (https://www.sana.sy/?p=878857, https://www.timesofisrael.com/idf-chief-acknowledges-long-claimed-weapons-supply-to-syrian-rebels/) – Über israelische Eingriffe in den Krieg in Syrien sowie Waffenlieferungen u.a. Unterstützungleistungen, wie von General Eisenkot  nun erstmals zugegeben wurd in diesem Thread schon seit Teil I berichtet.

Juri Uschakow als Berater des russischen Präsidenten in für internationalen Angelegenheiten konstatierte am 16.1.2019, die seitens der Terroristen im Raum Idlib ausgeführten Provokationen zeigten in letzter Zeit eine bemerkenswerte Eskalation  (vgl.u.).  Die Situation dort „raise fears and concerns and the situation there is not simple.” Das mache eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der türkischen Regierung erforderlich. Präsident Putin wolle Präsident Erdogan während dessen Rußlandbesuchs am 23.1.2019 treffen, erklärte er.  Themen seien dann „the current situations in Idleb, and the latest developments in Syria including the US announ­cement of its intention to pull out its forces from the country.” (https://www.sana.sy/en/?p=155846)

Proteste gegen US-Intervention, Photo: upi.com

Lokalen Quellen informierten am 16.1.2019 darüber, daß in der Gaststätte Qaṣr al- Qaṣr Umrâ´ im Zentrum der Stadt Manbiğ im Ost-Rîf von Aleppo vier US-Soldaten bei einem Suizidattentat getötet worden seien. Verletzt wurden zudem eine Reihe von Angehörigen kurdischer bewaffneter Einheiten. Auf sozialen Netzwerken wurde ein Video verbreitet, auf dem zu sehen war, daß ein US-Militärhubschrauber auf einem Platz der Stadt landete, mehrere Leichen und Verwundete an Bord nahm und den Ort sofort wieder verließ. (https://www.sana.sy/?p=879268)

Aus den jordanischen Camps al-Azraq kam am 16.1.2019 eine weitere Gruppe über den Grenzübergang Naṣîb (Provinz Darʽâ) in die Heimat zurück. (https://www.sana.sy/?p=879076)

Außenminister Lawrow auf der jährlich Pressekonferenz in Moskau mit Rückblende auf 2018, Photo: SANA

Bei der jährlichen Pressekonferenz des russischen Außenamts in Moskau wies dessen leitender Minister Sergei Lawrow am 16.1.2019 auf die Notwendigkeit der völligen Ausmerzung des Terrorismus in Syrien – insbesondere in der Provinz Idlib – und die Wiederherstellung der staatlichen Autorität über das gesamte syrische Territorium hin. Es gebe nur noch wenige Orte mit Terroristenkonzentrationen, wovon die größte die vor allem von Ğabhatu_n-Nuṣra  in der genannten Provinz sei. Diese verletzten fortwährend die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone, griffen benachbarte Orte und [diese schützende] SAA-Stellungen wie die russisch genutzte Luftbasis Ḥumaimîm an.   Weiter unterstrich der Chef-Diplomat die Bedeutung der Bewahrung von Syriens [territorialer] Einheit, Unabhängigkeit und Souveränität. Damit verbunden sei  die Wiederherstellung der staatlichen Autorität über das Gebiet östlich des Euphrats [mit seinen reichen Öl- und Gasquellen, wo sich ausländisches Militär aufhält, vgl.u.!]. Von den US-Truppen besetzt sei auch das at-Tanaf-Gebiet, womit auf die US-Administration die gesamte Verantwortung für die dort befindlichen Flüchtlinge falle. Das US-Militär dort verhindere jedoch die Lieferung humanitärer Hilfe an die Insassen des Lagers ar-Ruk­bân. Die UN versuchten erneut einen dringend benötigten Hilfskonvoi dorthin zu entsenden. Daher müßten die US-Verantwortlichen endlich Transparenz an den Tag legen und sicherstellen, daß der Konvoi die Flüchtlinge erreiche und nicht von den Terroristen unter ihrer Protektion im at-Tanaf-Areal (vgl.u.) blockiert werde [wie die letzten Male, vgl.u.!]. (https://www.sana.sy/en/?p=155785, https://www.sana.sy/?p=878949)
Letzteren Punkt sprach auch Botschafter Ḥussâm ad-Dîn Âlâ als ständiger Repräsentant seines Landes bei den UN in Genf am 16.1.2019 an. Demnach verweigerten die USA weiterhin den Zugang zum Lager ar-Rukbân auch für humanitäre Hilfe und hinderten die Bewohner darin, in ihre von der SAA inzwischen längst befreiten Heimatorte zurückzukehren (dazu vgl.u.). (https://www.sana.sy/?p=879022)
Bestätigt wurde die als „kritisch“ und „tragisch“ bezeichnete Lage der syrischen Flüchtlinge im Lager ar-Rukbân auch durch den Sprecher des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) vom 15.1.2019.  (http://parstoday.com/de/news/world-i45575)

Türkisches Militär in Syrien, Photo: AP

Eine offizielle Quelle aus dem Außenministerium in Damaskus quittierte am 15.1.2019 die Aussage Erdogans vom Vortag (s.u.) mit den Worten, daß diese ein weiteres Mal zeige, daß dieses Regime ein Patron der Terroristen bei den Astana-Dialogen sei und nur die Sprache von Aggression und Okkupation beherrsche. Es sei ein unverantwortliches und rücksichtsloses Regime, das in seinem Verhalten den einfachsten Prinzipien der UN-Charta zuwiderhandele.  Dann wiederholte er betonend: „Syria affirms that any attempt to target its unity will be considered as a clear ag­gression and an occupation of its territories as well as  a support and protection for the international terrorism by Turkey.” Sein Land werde jeglicher Form von Aggression oder Okkupation in Verteidigung der Bevölkerung mit Bestimmtheit entgegentreten. (https://www.sana.sy/en/?p=155740, https://www.sana.sy/?p=878868)
Von einem ranghohen syrisch-kurdischen Politi­ker namens Aldar Chalil war die jüngste Ankündigung Erdogans (s.u.)  gegenüber AFP am 16.1.2019 kommentierend zu vernehmen,  die Türkei sei nicht neutral. Sie „kann kein Garant für die Sicherheit sein.“ Andere Optionen als z.B. eine von UN-Truppen überwachte Demarkationslinie zwischen der Türkei und Nord-Syrien seien „inakzeptabel, da sie die Souveränität Syriens und die Souverä­nität unserer autonomen Region verletzen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45572)

Erdogan im Telefonat mit Trump, Photo: pars today

Bei einem Treffen mit Abgeordneten seiner AKP-Partei vom 15.1.2019 verkündete der türkische Staatspräsident Erdogan gemäß Zitierung von Daily Sabah, er werde im Norden Syriens eine „Sicherheitszoneeinrichten und fügte unter Verweis auf sein Telefonat vom Vortag mit US-Präsident Trump an: „We’ve decided to go ahead with our contacts on all issues involving Syria, including the security zone Turkey will create.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45560, http://tass.com/world/1039970) – Dergleichen ist ohne Einverständnis der Landesregierung oder ein begründetes UN-Mandat ein feindseliger Akt im Widerspruch mit dem Völkerrecht und der UN-Charta wie den jeweils bei den Astana-Treffen (s.u.) vereinbarten Prinzipien. Dasselbe gilt für die bisherigen türkischen Militäroperationen auf syrischem Territorium (vgl.u. bzw. Teil VI)
Die Einrichtung von sog. Flugverbots-, Puffer- oder Sicherheitszonen durch ausländische Mächte ist Thema seit den ersten Kriegsjahren und sollte tatsächlich jeweils die Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle über ganz Syrien verhindern bzw. vom Ausland unterstützten Terrorgruppen (sog. MAO, also moderate armed opposition, zur Einordnung s.u. bzw. ab Teil II) einen vor dem Zugriff der SAA sicheren Zufluchtsort bieten, vgl.dazu ab Teil I und türkischerseits ab Teil II!
Rezan Khidu (Hido), ein kurdischer Politiker und früherer YPG-Medienberater hatte schon früher, am 11.1.2019 gegenüber der russischen Ausgabe von RIA Novosti gewarnt, daß die US-Seite massiv auf die Kurden in Nord-Syrien einwirke mit dem Ziel, Gespräche und damit eine Einigung zwischen diesen und der Regierung zu vereiteln. Zudem unternehme Washington alles, um die syrische Armee daran zu hindern, an das östliche Ufer des Euphrats und die Grenze zur Türkei zu gelangen und sich dort zu entfalten. Khidu berichtete weiter, er sei informiert worden, daß James Jeffrey, der US-Sonderbeauftragte für mit den Gesprächen mit Damaskus nicht zu beeilen, da sich Änderungen im kurdischen Interesse ergäben, insbesondere nach einem NATO-Treffen im Februar. Erwähnt worden sei auch die Einrichtung einer Flugverbotszone. Dies hielt Khidu für äußerst alarmierend und besorgniserregend und fügte hinzu, die jüngsten Versprechen Washingtons zielten vor allem darauf ab, die kurdischen in den Verhandlungen mit Damaskus zu verschärfen, da man in den USA wisse, daß mit einer Einigung die SAA ihre Stellungen an der gesamten Grenzlinie zur Türkei wie an der Ostküste des Euphrats wieder einnähme [sprich: das gesamte Gebiet wieder unter staatlicher Kontrolle wäre].  Damit würde die von Erdogan angekündigte Militäroperation (s.u.) entfallen, da dieser niemals gegen die SAA kämpfen würde, welche zudem russische und iranische Verbündete habe und die Armee eines UN-Mitglied sei.  Ein Teil der kurdischen Führung lasse sich von den USA blenden, daher müßten die Bürger das Heft in die Hand nehmen, so Khidus Rat,  und Druck auf diese ausbauen, indem sie die syrischen Flaggen hißten. (https://ria.ru/20190111/1549246996.html vom 11.1.2019)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155709 und https://www.sana.sy/?p=878414 (In Begegnung der von den nahe al-Laṭâmina ihr Unwesen treibenden Katâ´ib al-ʽIzza-Terroristen verübten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib führten Armee-Einheiten konzentrierte erfolgreiche Operationen gegen deren Stellungen und  Schlupfnester im N-Rîf von Ḥamâ durch. Zudem vereitelten andere Armee-Einheiten Angriffsversuche  von Terroristengruppen von al-Laḥâyâ aus auf  Orte im ansonsten gesicherten Gebiet.)

Chemikalienbehälter zum Bestücken von C-Waffen, Photo. SANA

*Die Agentur Interfax zitierte am 15.1.2019 eine russische Quelle, welche hinsichtlich der Terroristen in Nord-Syrien die beunruhigende Meldung machte: „Die Terroristen bereiten sich auf einen chemischen Angriff u.a. in der Gegend von Maʽrat an-Nuʽmân in der Provinz Idlib vor und arbeiten daran, giftige Chemikalien in mehreren Lagern in den Provinzen Idlib und im äußersten Norden von al-Lâḏa­qiyya zu lagern.“ Demnach träfen Terroristen der Organisationen Ağnâd al-Qauqâz, Ğaiš al-ʽIzza und al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî Vorkehrungen, eine Serie von Angriffen gleichzeitig in den Provin­zen al-Lâḏa­qiyya, Idlib, Aleppo und Ḥamâ durch den Ein­satz von Minen, Granaten und Drohnen, die mit giftigen Substanzen befüllt sind, in die Wege zu leiten. Zu dem Zweck hätten die Extremisten „500 Liter Chemikalien in die Gebiete von Abû aḍḌuhûr in Idlib und Ḥalfâyâ nördlich von Ḥamâ gebracht.“ (https://www.sana.sy/?p=878671) – Auch jetzt trifft die „immer wenn“-Formel, welche schon der Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor dem UNSC zitierte: gerade zu der Zeit, zu der die terroristischen Übergriffe in der de-militarisierten Zone von Idlib über Hand nehmenden und damit eine größere Gegenwehr der SAA geradezu provozieren, werden Vorbereitungen zu Giftgasangriffen getroffen, um sie – wieder einmal – der SAA in die Schuhe zu schieben und möglicherweise eine westliche militärische Intervention zu rechtfertigen. Das zu einem Zeitpunkt, in dem sich nur noch an ganz wenigen Punkten Terroristen befinden und das Land gerade seinen vielversprechenden Neuaufbruch erlebt (dazu vgl.u., 16.11.2018, u.v.a. Male) zur schon oft erwähnten Kriegsverlängerung.

*Die Agentur Interfax zitierte am 15.1.2019 eine russische Quelle, welche hinsichtlich der Terroristen in Nord-Syrien die beunruhigende Meldung machte: „Die Terroristen bereiten sich auf einen chemischen Angriff u.a. in der Gegend von Maʽrat an-Nuʽmân in der Provinz Idlib vor und arbeiten daran, giftige Chemikalien in mehreren Lagern in den Provinzen Idlib und im äußersten Norden von al-Lâḏa­qiyya zu lagern.“(Hhg. blogseits) Demnach träfen Terroristen der Organisationen Ağnâd al-Qauqâz, Ğaiš al-ʽIzza und al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî Vorkehrungen, eine Serie von Angriffen gleichzeitig in den Provin­zen al-Lâḏa­qiyya, Idlib, Aleppo und Ḥamâ durch den Ein­satz von Minen, Granaten und Drohnen, die mit giftigen Substanzen befüllt sind, in die Wege zu leiten. Zu dem Zweck hätten die Extremisten „500 Liter Chemikalien in die Gebiete von Abû aḍḌuhûr in Idlib und Ḥalfâyâ nördlich von Ḥamâ gebracht.“ (https://www.sana.sy/?p=878671) – Auch jetzt trifft die „immer wenn“-Formel, welche schon der Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor dem UNSC zitierte: gerade zu der Zeit, zu der die terroristischen Übergriffe in der de-militarisierten Zone von Idlib über Hand nehmenden und damit eine größere Gegenwehr der SAA geradezu provozieren, werden Vorbereitungen zu Giftgasangriffen getroffen, um sie – wieder einmal – der SAA in die Schuhe zu schieben und möglicherweise eine westliche militärische Intervention zu rechtfertigen. Das zu einem Zeitpunkt, in dem sich nur noch an ganz wenigen Punkten Terroristen befinden und das Land gerade seinen vielversprechenden Neuaufbruch erlebt (dazu vgl.u., 16.11.2018, u.v.a. Male) zur schon oft erwähnten Kriegsverlängerung.

Nikolai Patruschew, Photo: SANA

Nikolai  Patruschew (Patrushev), Sekretär des Sicherheitsrats der russischen Föderation, bemerkte er am 15.1.2019 in einem Interview gegenüber der Rossiyskaya Gazeta, die US-Seite solle einen Plan für den Abzug ihrer Truppen aus Syrien vorlegen, um glaubwürdig zu wirken. Dazu äußerte er wörtlich: „I believe that the statements of the US side would be serious if they submit a plan for their withdrawal from Syria.” (https://www.sana.sy/en/?p=155735)    

Die Bewohner des Golan wiederholten am 15.1.2019 ihren Protest gegen die fortgesetzte völkerrechtswidrige Besetzung durch Israel und gegen das neueste Projekt der Besatzungsmacht (vgl.u., 12.1.2019). (https://www.sana.sy/en/?p=155720, https://www.sana.sy/?p=878515)

Außenminister Walîd al-Muʽallim empfängt den neuen UN-Gesandten für Syrien, Geir Pederson, Photo: SANA

Der neue Gesandte des UN-Generalsekretärs für Syrien, Geir Pederson (vgl.u.), unternahm am 15.1.2019 seinen Antriffsbesuch in Damaskus und traf zunächst mit Walîd al-Muʽallim, dem Vize-Premier- und Minister für Äußeres und Ausgewanderte sowie einigen Mitgliedern seines Stabes zusammen.
Minister al-Muʽallim erklärte sich erfreut über die Ernennung Pedersens für diesen Posten und versicherte ihm Syriens Bereitschaft, mit ihm zusammenzuarbeiten, um ihm seine Aufgabe als Mediator beim innersyrischen Dialog und dem Erzielen einer politischen Lösung der Krise in Syrien zum Erfolg zu führen, so daß sie dem Interesse des Landes in einer Weise dient, die zur Ausmerzung des Terrorismus und Beendigung illegitimer ausländischer Präsenz auf dem gesamten syrischen Territorium führt unter Wahrung von Syriens [territorialer] Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit.
Pedersen brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, sein Amt mit einen Besuch in Syriens Hauptstadt beginnen zu können.  Darum habe er gebeten, damit er durch aufmerksames Zuhören den Standpunkt der Regierung ermitteln und die Erfüllung seiner Pflicht und den politischen Lösungsansatz zum Erfolg führen könne.   Der Sonderbeauftragte versicherte, alles unternehmen zu wollen, um eine politische Lösung gemäß den in der UN-Charta und auf Syrien bezüglichen UNSC-Resolutionen verankerten Grundsätzen zu erreichen, und unterstrich das Bekenntnis der Vereinten Nationen zur Souveränität, Unabhängigkeit, territorialen Integrität und territorialen Integrität Syriens.
Am Treffen nahmen außerdem die beiden Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdad und Dr. Ayman Sûsân teil sowie ʽAbdul Munʽim ʽAnân, Direktor für internationale Organisationen und Konferenzen, und Muḥammad al-ʽUmrânî, Direktor des Sonderbüros des Außenministeriums.
Diskutiert wurden sodann die bereits geleisteten Bemühungen und erzielten Fortschritte im politischen Prozeß zur Lösung der Krise sowie Ideen hierzu.(https://www.sana.sy/?p=878463, https://www.sana.sy/en/?p=155725)
Per Twitter-Nachricht bestätigte auch Geir Pedersen später das Treffen mit Außenminister Walîd al-Muʽallim als „konstruktiv“ uns  sprach sich nochmals für die politische Lösung der Krise in Syrien auf Basis der UNSC-Resolution Nr.2254 aus, welche die Souveränität und territoriale Integrität Syriens bestätige,  sowie unter Leitung Syriens, mit den UN als Mediator („faci­litated by the UN“). (https://www.sana.sy/en/?p=155854, https://www.sana.sy/?p=879564)

Antike Einfassung mit Ruinen des Heiligtums an der Quelle Afqâ in Palmyra als Ursprung der Oasenstadt, Photo: SANA

Sowohl die antike Stadt Palmyra als auch die moderne Stadt Tadmur, an deren Ortsrand sich das Ausgrabungsgelände der ersteren befindet, verdanken ihre Existenz als Oase inmitten der ausgedehnten Geröllwüste der Provinz Dair az-Zaur und damit als Handelsknotenpunkt entlang der antiken Seidenstraße einer Quelle mit dem Namen Afqâ. Sie sprudelt seit 6.000 Jahren mit einer Temperatur von 33°C aus einer Höhle hervor, wie der Archäologe Muḥammad Ḫâlid Asʽad am 14.1.2019 gegenüber SANA ausführte. Schon früh bildete der Ort mit seinen weithin sichtbaren Dattelpalmen und Obstpantagen darum einen willkommenen Rast- und Warenumschlagplatz, aus dem die großartige antike Stadt mit Karawanenstation hervorging. Der Quelle wurde zudem heilende Wirkung zugesprochen. Aus diesen Gründen wurde der Quellbezirk in der Antike zum Heiligtum des Sonnengottes Yarḥabûl erklärt und entsprechend ausgeschmückt. Überreste davon sind heute zu besichtigen, bedüften jedoch dringender Sicherungsmaßnahmen. Der Name des Quellgottes Afqâ selbst bedeutein der Sprache der alten Palmyrener so viel wie „Beginn“ oder „Aufgang“ (der Sonne). (https://www.sana.sy/en/?p=155690, https://www.sana.sy/?p=878171 mit weiteren Photos!)

Reste des antiken Jupitertempels (Vorgängerbau der Ummayadenmoschee) in Damaskus, Photo: SANA

Ein SANA-Artikel vom 14.1.2019 informiert über die Vorgängerbauten der Umayyadenmoschee in Damaskus, von denen  noch beeindruckende Überreste zu besichtigen sind. Gegenüber dem Korrespondenten erklärt Dr. Ḥammâm Saʽd, Vizedirektor  für Ausgrabung und Dokumentation beim General Directorate of Antiquities and Museums, daß zunächst im 1.Jt. v.u.Z. ein Tempel  für Ḥadad-Rû­mûn, den für Gewitter und Regen und damit für Fruchtbarkeit zuständigen Gott, durch Aramäer vor Ort errichtet worden war. Später unter römischer Ära wurde er durch den in Damaskus geborenen Architekten Apollodorus umgestaltet und ausgebaut und dem ursprünglichen Sinn gemäß dem Jupiter geweiht. Es war damals der größte römische Tempel in Syrien. Seine imposanten Überreste sind am Westteil der Moschee zu besichtigen. (www.sana.sy/?p=878058, https://www.sana.sy/en/?p=155712)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155606 und https://www.sana.sy/?p=877895 (Armee-Einheiten beschossen gezielt Bewegungen und Stellungen von Terrorbanden nahe der Stadt Ḥaṣrâyâ im N-Rîf  von Ḥamâ und fügten ihnen deutliche Verluste zu. Später begegneten andere Armee-Einheiten im Gebiet nordwestlich von Maḥarda wiederholten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Terroristen in Abû Raʽîda aš-Šarqiyya mit gezielten erfolgreichen Angriffen auf deren Stellungen.)

Russische Militärpolizei in N-Syrien, Photo: TASS

In der De-Eskala­tions­zone von Idlib und um Manbiğ werden die russischen Polizeistationen verstärkt. Dazu wurde ein neues Bataillon nach Syrien entsandt, wie Inguschetiens Präsident auf seiner  VKontakte-Seite mitteilte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45550, https://uawire.org/russia-sends-a-battalion-of-military-police-to-syria)

Präsident Dr, al-Assad empfing am Morgen des 14.1.2019 heute morgen, Ḥišmatullâh Falâḥat Bîšah (Heshmatollah Falahatpisheh), den Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments mit begleitender Delegation. Thematisiert wurden die tief reichenden historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern wie diejenigen aus dem Widerstand gegen Regierungen resultierende, zu deren akzeptierter Politik Verstöße gegen das Völkerrecht gehörten, z.B. durch die Benutzung von Terrorismus als Werk zur Erlangung ihrer Ziele, oder von unrechtmäßigen Sanktionen gegen Länder, die sich ihnen nicht unterordneten.  Beide Seiten erklärten ihr Interesse daran, die beiderseitigen strategischen Beziehungen auf verschiedenen Feldern, vor allem dem der Politik und der Wirtschaft fortzuführen und auszubauen. Erstere müsse dabei auf ethischen Prinzipien und dem Willen der Bevölkerung beruhen, ihre Zukunft selbst zu gestalten, jenseits der Einmischung ausländischer Staaten, was die jeweilige Unabhängigkeit garantiere. Es zeigte sich Konsens bei verschiedenen Sachverhalten innerhalb der regionalen und internationalen Arena und die Notwendigkeit, die gemeinsame Kooperation im Interesse beider Bevölkerungen weiterzuführen. (https://www.sana.sy/en/?p=155622, https://www.sana.sy/?p=877934)

Iranischer Generalmajor Ḥassan Fayrûz Âbâdî, Photo: SANA

Generalmajor Ḥas­san Fayrûz Âbâdî (Hassan Firouzabadi), leitender Berater des Oberbefehlshabers der iranischen Streitkräfte, wiederholte am 14.1.2019 in einer Stellungnahme, zitiert von der Nachrichtenagentur IRNA, die iranischen Militärberater seien auf Ersuchen der Regierung in Damaskus in Sy­rien und blieben dort solange, bis die Terroristen im Land bekämpft seien und die erbetene Hilfe benötigt werde. Außerdem unterstrich er: „Die Amerikaner werden auf  der Anti-Iran Konferenz in Polen kein Ergebnis erreichen, genau so, wie keine ihrer Ver­schwörungen gegen Iran zuvor zu einem Ergebnis gekommen ist.“ (www.sana.sy/en/?p=155596, https://www.sana.sy/?p=877861; s.a. http://parstoday.com/de/news/iran-i45538)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155499 und https://www.sana.sy/?p=877316 (im Umland von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ gezielte Artillerieschläge auf die Terroristenpositionen in Ḥaṣrâyâ und aṣ-Ṣaḫar und Kafar Zaitâ. Zudem Vereiteltung eines Angriffsversuchs eines Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra vom Umkreis von Mûrik aus im Gebiet ca. 30km nördlich von Ḥamâ-Stadt nahe der Verwaltungsgrenze zur Provinz Idlib durch eine Armee-Einheit mit Beibringung beträchtlicher Verluste.)

Irak-Besuch des iranischen Außenministers Ẓarîf, Photo: pars today

Während seines viertägigen in der irakischen Haupstadt Bagdad-Besuchs, der am So., 13.1.2019, begonnen hat, bespricht der iranische Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf u.a. die Unterstützung beider Länder für Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=155547, https://www.sana.sy/?p=877699; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45527)

Eine 33-köpfige Abordnung jordanischer Intellektueller, ist derzeit zu Besuch in Syrien und am So., 13.1.2019, mit der Arab Writers Union in Damaskus zusammengetroffen. Thema war u.a. die Begegnung von Bedrohungen und Risiken der Region und die Rolle arabischer Intellektueller bzw. Autoren und Künstler dabei. Syrien sei zu danken, daß es durch seine Terrorismusbekämpfung die Region vor der Ausbreitung desselben inklusive des schädlichen Takfîr-Gedankenguts wie der Erfüllung ausländischer Zerteilungspläne für die Heimatregion (zum Balkanisierungs- bzw. Yinon-Plan s. bes.Teil IV!) bewahrt und darüber hinaus dennoch die Unterstützung der Rechte der Palästinenser gegenüber der israelischen Besatzungsmacht nicht aufgegeben habe. Darin habe die Verschwörung gegen Syrien ihren Grund als Teil einer langfristigen, seit der US-Invasion des Iraks umgesetzten Strategie. Beide Seiten waren sich einig darin, daß es die führende Rolle Intellektueller sei, Angriffe aus dem Ausland auf die Heimat welcher Art auch immer anzusprechen, publik zu machen und so die Siege der Armee zu unterstützen. (https://www.sana.sy/?p=877441, http://www.sana.sy/en/?p=155588) – Vgl. hierzu auch die Aussprache zwischen Präsident Dr. al-Assad und Schiftstellern vom 15.1.2018 im Segment Präsidenten-Interviews!

Kurdenmilizen, Photo: en.zamanalwsl.net

Wie erwartet (vgl.u.) haben die am 12.12.2018 vom türkischen Präsidenten Erdogan ausgesprochene (s.u.)  und später wiederholte Androhung einer Militäroperationen in Syrien v.a. östlich des Euphrats die Gesprächsbereitschaft der dort lebenden Kurden mit der Regierung in Damskus befördert, welche letztere die Krigesjahre über immer wieder anbot (vgl.u.). Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân bemerkte zum Sachverhalt während einer Pressekonferenz in Damas­kus vom 13.1.2019: „Die Kurden sind ein untrennbarer Teil des syrischen Volkes. Wir sind sicher, dass wir einen Teil der schwierigen Probleme mithilfe des Dialogs lösen können. Dies wird garantiert, solange der Dialog auf dem Prinzip der territorialen Integrität Syriens und der Einheit der Nation basiert.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45536)
Andererseits drohte US-Präsident Trump der Türkei per Twitter-Nachricht vom selben Tag an, ihre Wirtschaftim Fall eines Angriffs auf die Kurden in Nord-Syrien zu ruinieren. Zudem erwähnte er die Einrichtung einer 20-Meilen-Sicherheitszone. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45534)

Nach Jahren der Meidung Syriens durch westliche Mainstream-Medien besuchte  Nahost-Korrespondentin Anne Allmeling vom ARD-Auslandsstudio in Kairo die Oasenstadt Tadmur, an dessen Stadtrand sich die Ausgrabungsstätte Palmyras befindet. Der deutsche Sender plant eine Dokumentation über die von der IS-Terrororganisation in Palmyra angerichteten Schäden, führt aber auch Interviews mit der Bevölkerung, welche über die durchgestandenen Greuel infolge der Terrorherrschaft auskunft gibt. Gegenüber einem SANA-Korredpondenten äußerte Allmeling, daß die in Palmyraangerichteten  terroristischen Verbrechen eine Feindseligkeit gegenüber der gesamten Menschheit darstellten, vor allem,da es sich bei Palmyra um eine mythische Stadt mit einem hohen Maß an Wohlstand und Zivilisation gehandelt habe, die über lange Perioden der Geschichte im Fokus der Aufmerksamkeit gestanden sei als Kreuzungspunkt verschiedener Handelswege in der alten Welt.  (https://www.sana.sy/?p=877112 vom 13.1.2019)

Oman Air, Photo: Oman Air

Eine Delegation der Oman Air Com­pany ließ sich laut Information durch den Direktor von Syrian Arab Airlines, Šafâ´ an-Nûrî, über die technische Situation am Damascus International Airport in Vorbereitung der Wiederaufnahme des Luftverkehrs informieren. Auch Gulf Air vom Emirat Baḥrain und Etihad Airways  von den VAE hätten bereits ähnliches Interesse gezeigt. (https://www.sana.sy/en/?p=155464, https://www.sana.sy/?p=877010)

Gemäß einer Erklärung des Transportministeriums vom 13.1.2019 ist Syrien wieder aktives Mitglied der International Union of Rail­ways und kann von den damit verbundenen Vorteilen profitieren. Mit Eintritt des gegen Syrien entfachten Terrorkrieges, wie es bei SANA hießt, und den rechtswidrig gegen Syrien verhängten Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] war das syrische Bankwesen seit 2011 nicht mehr in der Lage gewesen, die notwendigen Beiträge zu entrichten, die mit der Mirgliedschaft verbunden waren. (https://www.sana.sy/en/?p=155455, https://www.sana.sy/?p=877221)

Rückkehrer nach Dair az-Zaur, Photo: SANA

Eine weitere Gruppe vor den IS-Terrorakten Geflüchteter kehrte über den aṣ-Ṣâliḥiyya-Übergang über den Euphrat am 13.1.2019 in ihre Heimatorte in der Provinz Dair az-Zaur zurück. Durch die SAA und die Behörden erhielten sie wie üblich die notwendige Unterstützung. (https://www.sana.sy/?p=877434)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155413 und https://www.sana.sy/?p=876923 (Armee- Einheiten vereitelten mit gezieltem Artilleriebeschuß Angriffsversuche terroristischer Gruppen an der Frontlinie beim Dorf Zarzûr in Richtung der Dörfer und der sie schützenden Militärposten im ansonsten gesicherten Gebiet im SO-Rîf von Idlib. Überlebende flüchteten sich zu ihren Ausgangsfortifikationen zurück. Ebenso reagierten andere Armee-Einheiten auf beobachtete verdächtige Bewegungen und Angriffsversuche von Terroristentrupps auf die Stadt at-Tamâniʽa und ihre Umgebung im S-Rîf von Idlib Ihnen wurden empfindliche Verluste beigebracht.)

Der Verteidigungsminister und stellvertretende Oberbefehlshaber  der Armee und bewaffneten Kräfte (nach dem Präsidenten),  General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb, unternahm am 12.1.2019 auf Veranlassung von Präsident Dr. al-Assad einen Truppenbesuch bei den Kontingenten im N- und NW-Rîf von Ḥamâ. Dabei übermittelte er die Anerkennung des Oberkommandierenden für die Leistungen der Soldaten und die neuen Instruktionen für die Feldkommandeure, auf daß das neue Jahr 2019 dasjenige des vollständigen Sieges über den Terrorismus im Land werde. Anschließend ließ sich der General über die neuesten Vorkommnise von den Feldkommandeuren unterrichten, die von den ständigen Verstößen gegen die in Sotschigetroffene Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Terrorgruppen und die dagegen unternommenen Schritte berichteten. (https://www.sana.sy/en/?p=155430, https://www.sana.sy/?p=877204)
Ein SANA-Kamera-Team besuchte seinerseits die im NW von Manbiğ zum Schutz der Orte von Ğab Maḫzûm, al-Hawašriyya und Qart Saġîr stationierten Truppen und veröffentlichte Videos von Interviews mit den Soldaten. (https://www.sana.sy/?p=877185, www.sana.sy/en/?p=155458).

Protest der Bewohner des israelisch besetzten Golans, Photo: SANA

 

Erneut protestierten die Bewohner des Golan bei einer Versammlung in Mağdal Šams gegen die fortgesetzte völkerrechtswidrige Besetzung durch Israel und bekundeten ihr Festhalten an ihrer Heimat Syrien. Speziell wandten sie sich gegen ein neues – entsprechenden UNSC-Resolutionen zuwiderhandelndes – Projekt der Besatzungsmacht. Dieses sieht die Zwangsenteignung [und Zerstörung] von 6.000 Dunum (entspricht süddeutschem Tagwerk) an landwirtschaftlich genutzter bzw. von Obstplantagen bestandener Fläche um die Dörfer Mağdal Šams, Masʽada, ʽAin Qun­ya und Baqaʽâṯâ für neue (israelische) Industrieanlagen vor. Das seit Generationen vererbte Land dient jedoch den  Einwohner als unverzichtbare Lebensgrundlage. (https://www.sana.sy/en/?p=155434, https://www.sana.sy/?p=877166)

Durch das Außenministerium leitete die Regierung am 12.1.2019 zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden weiter, um damit gegen die jüngsten israelischen Angriffe auf den Raum Damaskus kurz vor Mitternacht des Vortages (zu Sachverhalt s.u.) Protest einzulegen. Diese stellten neben anderem eine Verletzung der UNSC-Resolution Nr.350 von  1974 (vgl.u.) dar und die letzten in einer langen Reihe, von denen der vorletzte am 25.12.2018 (s.u.) stattgefunden habe. Dazu wurde im Text ausgeführt: „The deliberately repeat of these grave provocations  and cowardly aggressions is a clear proof of the fact that what Israel is doing is no different from what Daesh and Jabhat al-Nusra organizations are doing in terms of terrorist methods and threatening international peace and security which unveils the reality of the joint agenda of ,Israel`and those terrorist entities. … Syria stresses that the continuation of Israel in its serious aggressive approach would not have been possible without the political, military and media cover provided by the US administration in the con­text of a state of immunity from any accountability provided by well-known states in the Security Coun­cil, which could enable Israel to continue to practice state terrorism and threat peace and secu­rity in the region and the world without any deterrent.” (Ähnliche Ausführungen wurden schon früher übersetzt, s.u.)
Das Schweigen des UN-Sicherheitsrats gegenüber diesen offensichtlichen Rechtsverletzungen sei nicht zu rechtfertigen. Es sei ein klarer Verzicht auf die Wahrnehmung der Pflichten des Rats gemäß der UN-Charta zur Vermeidung der Bestrafung des Angreifers. Sodann  forderte das Außenamt  den UN-Sicherheitsrat erneut dazu auf, seiner Verpflichtung zur Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit gerecht zu werden und sofort Maßnahmen zur Verhinderung der Wiederholung solcher Angriffe zu ergreifen und Israel dazu zu verpflichten, die UNSC-Resolutionen bzgl. der Übereinkunft zur Truppenentflechtung [i.e. Nr.350] wie seine Zurückweisung der Annexion des besetzt gehaltenen syrischen Golan zu respektieren.
Das Schreiben schloß mit der Versicherung, Syrien werde sich durch diese feigen und provokativen israelischen Versuche nicht davon abhalten lassen, gegen jeden vorzugehen, der die syrische Bevölkerung und Souveränität anzugreifen versuche oder die Entschlossenheit, die [Souveränität über] den besetzt gehaltenen Golan wiederherzustellen. (https://www.sana.sy/en/?p=155420, https://www.sana.sy/?p=877063)

Israelische Luftangriffe auf den Raum Damaskus, Photo: pars today

Israelische Kampfjets schossen um 23.11 Uhr am 11.1.2019 von Galiläa aus erneut Marschflugkörper auf den Raum Damaskus, von denen die meisten von der syrischen Luftabwehr abgewehrt wurden. Ein Waffendepot am Internationalen Flughafen erhielt einen Schaden. Der Flugbetrieb wurde laut auskunft des Transportministeriums aufrechterhalten.  Dies offenbahrte eine militärische Quelle mit der Äußerung: „at 11:15 before midnight, Israeli warplanes coming from Galilee area launched several missiles towards the surroundings of Damascus and our air defenses immediately  intercepted them and downed most of them. The aggression caused only material damage to one of the ammunition warehouses at Damascus International Airport.” (https://www.sana.sy/en/?p=155370)

SAA-Artillerie in Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.1.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=155336 und https://www.sana.sy/?p=876451 (Armee-Einheiten gingen gegen Terroristengruppen im Außenbereich der Städte Ğarğanâz, al-Ġadqa und al-Ḫuwain im S-Rîf von Idlib vor und fügten ihnen heftige Verluste zu.  Andere Armee-Gruppen vereitelten terroristische Angriffsversuche seitens Katâ´ib al-ʽIzza von al-Laṭâmina aus auf Orte und Militärposten im sonst sicheren Gebiet durch gezielten Beschuß.
Am Rande der Stadt az-Ziyâra in der al-Ġâb-Ebene im N-Rîf von  Ḥamâ wurde ein Gefährt der sog. White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes. Teil V) zerstört, als es in ein von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî angelegtes Minenfeld einfuhr.)

Wie in diesem Thread dargelegt, entsprachen frühere Meldungen des Inhalts, der US-Truppenabzug aus Syrien habe schon begonnen, nicht der Wahrheit. Tatsächlich war nur ein kleiner Teil militärischen Equipments aus Syrien transportiert worden (vgl.u., Anadolu-Meldung vom 29.12.2018). Daraufhin  korrigierte auch die New York Times am 11.1.2019 eine frühere entsprechende Meldung und die Aussagen, auf denen sie gründeten. Insbesondere seien die Aussagen von Col. Sean Ryan (s.u.) mißverstanden worden. (https://www.nytimes.com/2019/01/11/world/middleeast/us-syria-troop-withdrawal.html)
Colonel Sean Ryan, Sprecher der US-geführten Koalition, gab am 11.1.2019, an, der US-Truppenabzug habe bereits begonnen, wollte dazu aus Sicherheitsgründen keine Details nenen, indem er äußerte: „CJTF-OIR has begun the process of our deliberate withdrawal from Syria .. Opera­tion Inherent Resolve. He said: „Out of concern for operational security, we will not discuss specific timelines, locations or troops movements.” (www.thenational.ae/world/mena/us-led-coalition-american-withdrawal-from-syria-has-begun-1.811954) – Pars Today berichtet am 11.1.2019 noch Einzelheiten: in 2 – 4 Monaten sollten die US-Ausrüstungen von Syrien nach Arbîl (Erbil),  Ain al-Saad [ʽAin al-Assad ?] und at-Tanaf an der syrisch-irakischen Grenze verlegt werden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i45496) – Im letzten Fall wäre das nur eine Umstrukturierung innerhalb Syriens und kein Abzug, in den beiden anderen Fällen eine Verschiebung in den Irak, welcher dagegen opponiert und ebenfalls bemüht, ist, die US-Truppen gänzlich loszuwerden und keinesfalls diesen eine Basis für Angriffe auf Nachbarstaaten abzugeben.

Russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa, Photo: ruß. Außenamt

Während ihres wöchentlichen Pressebriefings stellte Maria Sacharowa als Sprecherin des Außenamts in Moskau hinsichtlich der vorübergehend eingerichteten entmilitarisierten Zone von Idlib am 11.1.2019 klar, daß deren Transformation in einen Hafen für Terrororganisationen nicht hingenommen werden könne. Weiter äußerte sie: „We are committed to implementing the terms of the Sochi Agreement on Idleb and preventing its failure.” Es bestehe die Notwendigkeit, diese Zone von den Terroristen zu befreien.
Bezüglich der OPCW-Untersuchung von Chloringasangriffen durch Terroristen auf verschiedene Bezirke der Provinzhauptstadt Aleppo im November 2018 (vgl.u., 1.9.2018) rief die Diplomatin Organisation dazu auf, daß sich die am 6.1.2018 angereisten Experten der Fact-Finding Mission  angesichts der schon verstrichenen Zeit mit der Untersuchung beeilten und sie vor allem direkt vor Ort  durchführten und nicht nur, wie geplant, Betroffene und Zeugen des Vorfalls befragten. Dazu bemerkte sie: „Taking into account the time which elapsed since this incident, we are calling on the OPCW Techni­cal Secretariat to galvanize the in­vestigation and present a report to the organization’s executive coun­cil based on its results.”
Sacharowa wies auch darauf hin, daß sich die vor Monaten in einer Nacht-und Nebel-Aktion durch israelisches Militär aus Syrien ausgeschleusten White Helmets (s. Teil VI; zur Einordnung s. bes. Teil V) [zum größten Teil] noch in Jordanien befänden und von dort aus provokative Aktionen gegen syrisches Territorium ausführten und mit den dort noch befindlichen Terroristen kollaborierten. (https://www.sana.sy/?p=876423, https://www.sana.sy/en/?p=155349, http://www.mid.ru/en/press_service/spokesman/briefings/-/asset_publisher/D2wHaWMCU6Od/content/id/3470895)

Detail von Terroristenwaffenfund, Pfoto: SANA

Bei ihrer Tätigkeit entdeckten Kampfmittelbeseitiger im W-Teil des Rîf Dimašq wie im Rîf von al-Qu­naiṭra große Mengen an Waffen und Munition, welche die Terroristen früher hier zurückgelassen hatten. Darunter fanden sich neben dem Erwähnten auch eine Anzahl gestohlener Wagen, ein britisches Feuerwehrauto, das von den White Helmets benutzt worden war, ein Bulldozer, zwei moderen Fahrzeuge, welche als Teil der israelischen Unterstützung für die hier operierenden Terrorgruppen (dazu vgl.u.) über den besetzten Golan hierher gebracht worden waren. (https://www.sana.sy/en/?p=155325, https://www.sana.sy/?p=876396)

 

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.11.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=150730, https://www.sana.sy/?p=841821 (Vereitelung eines Terroristen-Angriffsversuchs vom Dorf Ḥaṣrâyâ her auf Militärposten im Dorf  Tal al-Milḥ im Umland von Maḥarda in der Provinz Ḥamâ mit Tötung und der Angreifer. Eine Armee-Einheit geriet zudem mit Affiliierten der Katâ´ib al-ʽIzza aneinander, welche Armeeposten auf der Achse Zulain und azZalâqiyâ im N-Rîf of Ḥamâ anzugreifen versuchten, wobei viele der Feinde eliminiert wurden und deren Rest floh. Katâ´ib al-ʽIzza bestätigte auf sozialen Netzwerken die Verluste vom Vortag gegenüber der SAA.)

In zwei identischen Schreiben wandte sich die Regierung am 10.11.2018 via Außenministerium erneut an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden wegen der fortgesetzten ruchlosen Verbrechen der US-geführten Koalition gegen syrische Bürger, zuletzt ausgeführt am Vortag (s.u.) durch heftigeLuftangriffe auf Wohngebiete von Hağîn, 110km  östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur, unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen. Dies untermauere jedoch deren  rücksichtslose Nichtachtung der Leben unschuldiger Bürger und des Völkerrechts. Damit würden als US-Ziele bei der Fortsetzung dieser Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit die Tötung so vieler Syrer wie möglich und die weitere Zerstörung der Infrastruktur deutlich.
Die US-geführte Koalition sei es gewohnt, daß die von ihr verübten und dem UN-Sicherheitsrat angezeigten wiederholten Verbrechen bei diesem nur Stillschweigen ernteten, anstatt daß der UNSC etwas zu deren Beendigung unternommen hätte, wie jeweils im Anschluß an solche Fälle von der syrischen Regierung [seit 2014!] gefordert. So seien die barbarischen Angriffe der US-geführten Koalition gegen unschuldige syrische Bürger zu systematischen und vorsätzlichen Handlungen geworden unter Einschluß von international verbotenen Waffen von großer Zerstörungskraft wie weißer Phosphorbomben.
Zuletzt erging der Aufruf an den UNSC, sich seiner Verantwortung bewußt zu werden und ernsthafte unmittelbare Schritte zur Verhinderung einer Wiederholung solcher Angriffe und Massaker zu unternehmen. Außerdem solle ein unabhängiger internationaler Mechanismus zur Untersuchung dieser Verbrechen eingerichtet werden, der diese zudem verurteilt und die Verantwortlichen bestraft. (https://www.sana.sy/en/?p=150739, https://www.sana.sy/?p=841927)

Feier in aš-Šabkî mit Minister Man­ṣûr ʽAzzâm, Photo: SANA

Im Drusendorf aš-Šabkî begingen die Bewohner am 10.11.2018 einerseits feierlich die Bestattung der bei der IS-Entführungsaktion vom 25.7.2018 Getöteten und andererseits feierten sie die Rückkehr der vor zwei Tagen von der SAA (s.u.) aus IS-Geiselhaft Befreiten. Man­ṣûr ʽAzzâm, Minister für präsidiale Angelegenheiten, übermittelte den betroffenen Familien die Anteilnahme wie die Glückwünsche des Präsidenten. (https://www.sana.sy/en/?p=150753)

Nach einem Telefonat vom 9.11.2018 zwischen Rußlands Außenminister Lawrow und seinem türkischen Amtskollegen Cavusoglu wurde durch Vize-Außenminister Bogdanow mitgeteilt, daß die nächste Konferenz im Astana-Format Ende November stattfinden solle. (https://www.sana.sy/en/?p=150706, https://www.sana.sy/?p=841669)

US-Bombardement von Hağîn, Photo: AP-Photos

Quellen aus der Region berichteten am 9.11.2018 erneut von einem verheerenden mehrstündigen Bombardement der  US-geführten Koalition auf Wohngebiete von Hağîn, 110km  östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen. Zunächst wurden 26 Tote, vor allem Frauen und Kindern, gezählt und viele Verletzte. Die Schäden sind wieder immens. Da sich darunter lebensgefährlich Verwundete befinden und Bewohner unter dem Schutt ihrer Häuser begraben sind, muß mit einem Anstieg der Opferzahl gerechnet werden. Die Opfer können wegen der anhaltenden Luftangriffe  nicht geborgen werden. Hunderte haben durch diese ihre Wohnungen verloren und befinden sich auf der Flucht. (https://www.sana.sy/en/?p=150709, https://www.sana.sy/?p=841697)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/?p=841516 und https://www.sana.sy/en/?p=150664 (Nachdem Terroristen von Katâ´ib al-ʽIzza, welche im Farmland von ad-Daḥrûğ im SW von Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ Stellung bezogen hatten, einen Militärposten im Umfeld des Dorfes az-Zalâqiyât mit Artillerie angegriffen hatten, reagierte die Armee mit einer Attacke, während derer die Katâ´ib al-ʽIzza-Gruppe auf der Achse az-Zalâqiyât  – Zulain umstellt wurde; bei dem Gefecht wurden fünf Terroristen Ḥussain Ḥassan al-Ḥas­san, ʽAbdus-Sattâr al-ʽInâd al-Faiṣal, Usâma Muḥammad al-Waḥîd und Hišâm aṣ-Ṣâliḥ getötet, darunter auch der Anführer ḍî Rağûb, weitere verwundet, ihre militärische Ausrütung und Waffen zerstört)

IS-Langstreckenraketen, al-Mayâdîn, Photo: SANA

Während der Säuberungsaktionen zur Beseitigung der von den Terroristen hinterlassenen Minen, Sprengsätze und sonstigen Kampfmitteln entdeckte eine SAA-Einheit zusammen mit Volkswehrangehörigen  im Gebiet von al-Mayâdîn, 45km südöstlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur am 9.11.2018 mehrere Langstreckenraketen des IS in getarnten Raketensilos. Vor Begehung derselben wurde die umgebung sorgfältig untersucht, da der IS Zugänge zu Depots oder Stellungen vor Verlassen derselben zu verminen pflegt. (https://www.sana.sy/?p=841562, https://www.sana.sy/en/?p=150672) mit Photos)

Amîn ʽAwad, Chef des UNHCR-Regionalbüros für den Nahen Osten und Nord-Afrika, bekundete am 9.11.2018, die Terroristen im ar-Rukbân-Flüchtlingslager (zu diesen s.u.!) im Gebiet der völkerrechtswidrig erstellten US-Militärbasis at-Tanaf mißbrauchten die Flüchtlinge darin als menschliche Schutzschilde. Wirkliche Abhilfe sei daher nicht durch weitere Hilfslieferungen sondern durch Behebung der Ausgangssitution zu erzielen: “I think the problem of Rukban today is not to continue to give aid, it’s to really liquidate the situation and send people back to their homes”. (https://www.sana.sy/en/?p=150661, https://www.sana.sy/?p=841453) – Mehrfach wurde in der Vergangenheit (s.u.) moniert, daß US-Militärs wie Terroristen die Flüchtlinge am Verlassen des Lagers und der Rückkehr in ihre Heimatorte hinderten.

Getötete IS-Terroristen, Photo: SANA

Ein Feldkommandeur erläuterte an 9.11.2018 die Militäroperation zur Befreiung aller 19 IS-Entführungsopfer der Drusendörfer von NO-as-Suwaidâ´ bei Ḥumaima (vgl.u.): Diese sei aufgrund eingehender Informationen und Überwachung der Bewegungen der IS-Terroristen und den Verbleib der Entführten sorgsam geplant und dann durch eine SAA-Einheit in der Nähe von der Nähe Artuwâziyya durchgeführt worden. Ohne daß eigene Verluste zu beklagen seien, seien achte der Extremisten – teils ausländsicher Herkunft – getötet, die restlichen gefangengenommen worden.  Konfisziert wurden zudem drei Fahrzeuge, weitere zerstört. Die Entführten wurden schließlich per Bus nach as-Suwaida´zurückgebracht, wo sie nach Mitternacht ankamen. (https://www.sana.sy/?p=841484, https://www.sana.sy/en/?p=150664, https://www.sana.sy/en/?p=150669) – Zusammen mit den sechs kürzlich freibekommenen drusischen Entführen (s.u.) dürften nun noch ca. neun Personen fehlen.

Gefangengenommener IS-Terrorist Abû ʽAbdullâh Mayâdîn, Photo: SANA

IS-Terrorist Abû ʽAbdullâh Mayâdîn (*2001)  sagte zudem aus, seine Kameraden stammten aus dem Irak, der Türkei, Inguschetien, Usbekistan und Indien.  Er offenbarte weiter, daß der IS Ausrüstung, d.h. Munition, Maschinengewehre, Luftabwehrgeschütze, Kornet-Raketen, Fahrzeuge und Nahrungsmittel aus dem at-Tanaf-Gebiet erhielt, wo sie ihnen die US-Militärs über Mittelsmänner zukommen ließen. Diese hatten die (Deck-)Namen Abû ʽUday, Abû Saʽîd und Abu ʽAlî Badawî.
Die Entführten hätten sie von der Provinz as-Suwaidâ´ aus auf die Tulûl aṣ-Ṣafâ (vgl.u., Gefechtsberichte!) gebracht, dann –  immer dabei ungünstige Wetterbedingungen ausnutzend – jeweils von Ort zu Ort und mit getarnten Fahrzeugen und Rastpunkten nach Ḥumaima verlegt, in der Hoffnung, so eine Verfolgung zu verhindern.
Den illustrierenden Photos ist zu entnehmen, daß die Terroristen neben Mengen an Munition auch Smartphones und Laptops nutzten.
Die SANA-Korrespondenten weisen darauf hin, daß erst kürzlich die türkische Tageszeitung Yeni Shafak (vgl.u.) glaubwürdige Zeugen für die Unterstützung seitens der US-geführten Koalition an den IS durch Waffen und Geheimdienstinformationen in einem Artikel präsentiert habe.
(loc.cit.)

Von der SAA aus IS-Geiselhaft Befreite (von Drusen-Dörfern aus dem NO der Provinz as-Suwaidâ´), Photo: SANA

Counterterroristische SAA-Operation vom 8.11.2018: In einer gewagten, jedoch akkurat geplanten Operation gelang es der SAA noch am 8.11.2018, die vom IS (am 25.7.2018, s.u.) aus Drusendörfern der Provinz as-Suwaidâ´ verschleppten knapp 30 Geiseln zu befreien. diese waren von den den verbliebenen Verschanzungen des IS offenbar nach Ḥumaima nordöstlich von Tadmur (an dessen Stadtrand Palmyra liegt!) verlegt worden, wo sie nach heftigen Gefechten von der Armee freigekämpft wurden. Bei den Freigekommenen, überwiegend Frauen und Kindern, und ihren Familien herrscht immense Freude und Dankbarkeit der SAA gegenüber wie auch der Photostrecke zu entnehmen ist. Ihre Hoffnung und ihr Vertrauen auf die Armee habe sie psychisch stets aufrecht erhalten und nicht getrogen. So äußerte z.B. Frau Firyâl Abû ʽAmmârwe had spent hard times of hunger, thirst, panic and fear before the army set us free…words cannot express my gratitude to our heroes.” Der kleine Sohn Rağwân Abû ʽAmmâr spricht von schlimmen Erinnerungen in Terroristenhand mit Folter und Horror (torture and horror) und andererseits: But our brave soldiers managed to save us.”  Der Bub Akṯam Abû ʽAmmâr gab darüber Auskunft, die IS-Terroristen hätten sie ständig von Ort zu Ort verlegt und dazischen in Höhlen gefangengehalten: The terrorists used to constantly move us from a place to another and put us in underground hol­lows  …  I’m blessed to see my family and friends again.” Die glücklichen Familien nahmen am Abend ihre wochenlang vermißten Angehörigen mit Flaggen und hochgestreckten Konterfeis von Präsident Dr. al-Assad und seinem Vorgänger in Empfang. (https://www.sana.sy/en/?p=150641, https://www.sana.sy/?p=841352, https://www.sana.sy/en/?p=150608, https://www.sana.sy/?p=841208 je mit Photostrecke und Video) – Bislang hatte die SAA bei ihren Operationen auf und bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ (s.u.) gegen die Überreste der dort verschanzten IS-Kämpfer Rücksicht auf die Geiseln nehmen müssen, was den Vormarsch verzögerte, jetzt jedoch als Hindernis entfällt.

Das jordanische Außenministerium gab am 8.11.2018 eine Stellungsnahme heraus, wonach Jordanien nach entsprechenden Gesprächen die russische Pläne unterstützen werde, die Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân im Sinne der dort Untergekommenen [und Festgehaltenen!, dazu s.u.] zu lösen. Dazu hieß es nach einer Reuter-Meldung: „Jordan supports the Russia plan to find suitable conditions to dismantle the gathering [al-Rukban], Jordanian-U.S.-Russian talks also began in order to find a final solution for al-Rukban crisis by pro­viding conditions for the voluntary return of its inhabitants to their cities and towns.”

In Türkei festgehaltener SANA-Korrespondent, Ḥusnî Maḥalî, Photo: SANA

Der in der Türkei tätige  SANA-Korrespondent Ḥusnî Maḥalî, welcher bereits seit mehr als vier Jahren dort in Haft gehalten wird, ist am 8.11.2018 von einem Istanbuler Gericht zunächst zu 18 Monaten und 25 Tagen Haft verurteilt worden wegen “insulting the state and the Turkish government (‚Beleidigung des Staates und der türkischen Regierung‘), da er Erdogans Rolle bei der Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen offengelegt hatte.  Dann kamen noch zwei Jahre, fünf Monate und fünf Tage Haft wegen Beleidigung des Staatspräsidenten Erdogan dazu, da Maḥalî geschrieben hatte, daß dessen Politik zu internen und externen Problemen und Krisen in der Türkei geführt habe (was auch Oppositionspolitiker bekanntlich schon geäußert und dafür mit Strafen belegt worden waren!) (https://www.sana.sy/en/?p=150621, https://www.sana.sy/?p=841127)

Terroranschläge vom 8.11.2018:
Fünf Zivilpersonen wurden erneut Opfer einer Minenexplosion im Stadtgebiet Darʽâ al-Maḥaṭṭa, sie erlitten teils schwere Verletzungen durch von den Terroristen hinterlassenen Sprengsatz. Die Säuberung der von der SAA befreiten Gebiete durch Fachleute von Kampfmittelräumdiensten  hält weiter an. (https://www.sana.sy/?p=841109)

Flaggen der OVKS-Mitgliedsstaaten, Photo: SANA

Die Mitgliedsstaaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), welche sich derzeit in Astana treffen, machten am 8.11.2018 deutlich: „We support Russia’s efforts to reach a permanent settlement to the crisis in Syria.” (https://www.sana.sy/en/?p=150636, https://www.sana.sy/?p=841325)

Über die Grenzübergänge ad-Dabûsiyya, az-Zamrânî und Ğu­daidat Yâbûs kam am 8.11.2018 in einem Bus-Konvoi eine weitere Gruppe an Flüchtlingen aus dem Libanon zurück und wurde von den Behörden bei der Einreise mit allem Nötigen – einschießlich medizinischer Versorgung – unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=150574, https://www.sana.sy/?p=840957)

SAA im Rîf von Hama, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150543 und https://www.sana.sy/?p=840541 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî -Terroristen auf Militärposten in der Stadt al-Maṣâṣina im N-Rîf of Ḥamâ unter Beibringung heftiger Verluste dem Feind gegenüber. Zudem gezielte Artillieangriffe auf Angriffsstellungen der Terroristen mittels Raketen und Mörsergranten im Dorf Ḫirbat an-Nâqûs, von wo aus am Vortag die Angriffe au die al-Ġâb-Ebene mit Raketen und US-gefertigten „TOW Missiles“, ausgegangen waren. Diese stammen aus Pentagon-Lieferungen an die sog. „moderate bewaffnete Opposition“ (MAO; zur Einordnung s.u. bzw. ab Teil II), welche von den anderen Terroristen zu scheiden, den US-Militärs bislang nicht gelungen ist. Wie außerhalb der US-geführten Koalition befürchtet, fanden sich die tragbaren BGM-71 TOW-Raketen mit Reichweite bis zu 6km (Näheres dazu s. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014) umgehend in Terroristehand, Ğabhatu_n-Nuṣra  stellte sogar ein eigenes Bataillon für diese Waffengattung auf. Al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî ist mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliiert und in der De-Eskalationszone Idlib aktiv. )

In seiner Rede während der zweitägigen 17. Internationalen Konferenz der Geheimdienste in Moskau am 7.11.2018 machte Rußlands Außenminister Lawrow darauf aufmerksam, daß trotz der counterterroristischen Erfolge gegen die IS-Terrormiliz der Ter­ro­rismus in der Welt weiterhin eine Gefahr darstelle, denn dieser werde in Syrien und dem Irak nach wie vor vom Ausland her militärisch unterstützt. Pars Today zitierte Außenamtschef Lawrow mit den Worten: „Die Terrorgruppen sind zwar geschwächt worden, aber ihr Widerstand in der Region ist noch nicht gebrochen. Einer der Gründe dafür ist die finanzielle ausländische Unterstützung für diese Grup­pie­rungen, darunter Waffenlieferungen.“ In einer Botschaft an die Konferenz sprach sich Präsident Putin ebenfalls für eine umgehende Beendigung der Terroristenunterstützung aus. Bei der Terrorismusbekämpfung forderte Lawrow außerdem – wie schon seit Jahren – zur konstruktiven und transparenten internationalen Zusammenarbeit mit Austausch von Informationen über die Terroristen auf. (https://www.sana.sy/?p=840598, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44481)
Laut Lawrowziele das neue Kon­zept des ,Kampfes gegen den unterdrückenden Extremismus‘ darauf ab, die Aktionen der Terroristen für rechtmäßig zu erklären, wenn sie der angelsächsischen Strategie gegen Regierungen dienen, die sie als ,autoritär‘ qualifizieren.“ Jeder Staat sei gemäß seinen eigenen Gesetzen für die Art und Weise verantwortlich ist, wie er die extremistische Ideologie bekämpfe, die zwischenstaatliche Zu­sammenarbeit unterliege jedoch dem universellen Gesetz der UN. Demnach verwies er darauf, daß „die Autoren dieses Konzepts grundsätzlich bereit seien, die Extremisten zu rechtfertigen und ihnen jegliche Strafbarkeit zu erlassen.“ (http://www.voltairenet.org/article203794.html; s.a. Syrien: der Frieden braucht eine internationale Verurteilung der Ideologie der Muslimbruderschaft)

Hilfslieferung für ar-Rukbân, Photo: SANA

Der am  3.11.2018 in Richtung ar-Rukbân-Flüchtlingslager abgegangene Hilfskonvoi (s.u.) des Syrian Arab Red Crescent (SARC) in Zusammenarbeit mit den UN ist anscheinend tatsächlich am Zielort angekommen (zu den bisherigen Schwierigkeiten s.u.!). Bestätigt wird dies durch eine SARC-Erklärung vom 7.11.2018. (https://www.sana.sy/en/?p=150568, https://www.sana.sy/?p=840864)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150508 und https://www.sana.sy/?p=840143 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von Terroristen auf einen Militärstützpunkt südlich des Dorfes az-Zakât im N-Rîf von Ḥamâ durch eine Gruppe von Soldaten, welche zum Schutz des Dorfes Šîlût in der Ma­ḥarda-Gegend stationiert ist. Dabei wurden den Extremisten heftige Verluste an Kämpfern und Ausrüstung beigebracht. Mit Maschinengewehrsalven wurde eine Terroristengruppe erfolgreich bekämpft, welche im Umkreis des Dorfes Tal aṣ-Ṣaḫar auf Militärposten im selben Gebiet zuhielt. – Im N-Rîf von Ḥamâ hatte al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî zwei Tage zuvor  Wohngebiete der Städte Ğûrîn und Maʽân angegriffen.)

Israelischer Kampfjet, Photo: SANA

Entgegen den Drohungen des israelischen Verteidungsministers Avigdor Liberman vom 25.10.2018 (s.u.) oder von Israels Minister für Jerusalemangelegenheiten und Umwelt, Ze’ev Elkin vom 5.11.2018, sowie Behauptungen eines von Reuter zitierten, namentlich nicht bekanntgegebenen isralischen „Top-Offiziers“, welche syrischen Angaben widersprachen, jedoch von den Mainstream-Medien trotz Fehlens von Beweisen umgehend verbreitet wurden, sind nach neuestem Stand der Dinge seit Installation des russischen Luftabwehrsystems S-300 in Syrien (vgl.u.) keine israelischen Angriffe mehr  auf Syrien zu verzeichnen gewesen. Die Knesset-Abgeordnete Ksenia Svetlova, zugleich Mitglied des parlamentarischen  Verteidigungsausschusses, gab am 5.10.2018 gegenüber der Presse auf Nachfrage bekannt: „There hasn’t been a single mission since Syria received S-300s. The S-300 has changed the balance of power in the region.” Desweiteren konstatierte sie: „Russia is present in Syria, and this is a factit is necessary to work jointly.” (http://english.almanar.com.lb/615815, https://sptnkne.ws/jWfS jeweils vom 6.11.2018)

In Teheran kamen am Montag Alexander Law­rentiew, Sondergesandter von Präsident Putin in Sachen Syrien, und Vize-Außenminister Sergei Werschinin aus Rußland mit ʽAlî Šamḫânî (Ali Shamkhani), dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans, und dem iranischen Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbarî Anṣârî (Hossein Jaberi Ansari) zusammen, um über die Situation in Syrien mit den letzten Entwicklungen und die Resultate des Vierertreffens vom 27.10.2018 in Istanbul (s.u.) zu diskutieren, an der die iranische Seite ja nicht teilgenommen hatte.
Laut der am 6.11.2018 öffentlich gemachten Erklärung gelte es weiter eine politische Lösung der Krise unter Respektierung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität Syriens zu erreichen wie auch den Terrorismus im Land zu bekämpfen bis zu seiner kompletten Eliminierung. (https://www.sana.sy/en/?p=150505, https://www.sana.sy/?p=840135)

Impfkampagne in Flüchtlingslager, Photo: SANA

Offenbar ist es einer Gruppe aus 21 Medizinern gelungen, in das ar-Rukbân-Flüchtlingslager (vgl.u.) zu gelangen und dort eine Impfkampagne bei den Kindern durchzuführen, obwohl das Militär der nahen völkerrechtswidrig im Gebiet von at-Tanaf erstellten US-Basis das Durchkommen von Hilfslieferungen wie das Entkommen von Insassen des Camps auf das Territorium unter Regierungskontrolle verhindert (dazu vgl.u.). Laut Meldung des Syrian Arab Red Crescent (SARC) wurde gegen Polio(myelitis), Masern, Tuberkulose und Hepa­titis immunisiert.  (https://www.sana.sy/en/?p=150522, https://www.sana.sy/?p=840208)

In Fortführung der Reise der Regierungsdelegation unter Premierminister ʽImâd Ḫamîs zur Inspektion der Fortschritte beim Wiederaufbau in Aleppo besuchten die Amtsträger am 5.11.2018 das Radio and Television Center bzw. den  Radio- und Fernsehsender der Provinz, die durch die beständigen terrotistischen Angriffe stark beschädigt gewesen waren. Informationsminister ʽImâd Sâra äußerte zum Besuch Journalisten gegenüber, die Regierung seientschlosse, die wirtschaftlichen und industriellen Sektionen Aleppos wiederherzustellen und wiederaufzubauen, was die Terroristen zuvor zerstört hatten. Premierminister Ḫamîs traf sich noch mit dem Rat der Universität und besprach Entwicklungspläne. Auch die Rekonstruktion und Restaurierung der Umayyadenmoschee wie der 50-Märtyrer-Kirche der Stadt wurden eingehend besichtigt und die Wiederbelebung der berühmten  Märkte der Altstadt verfolgt. (https://www.sana.sy/en/?p=150457, https://www.sana.sy/?p=840140)

Wassili Nebensja, Photo: Pars Today

Während der UNSC-Sitzung zur Lage in Nahost wies Rußlands permanenter UN-Vertreter Wassili Nebensja am 5.11.2018 erneut darauf hin, daß die Terroristen der sog. al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî wie der White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes.  Teil V) eine weitere Giftgasanschlagsinszenierung mit dem Ziel der Beschuldigung der SAA (dazu vgl.u.) als Rechtfertigung für einen neuerlichen westlichen Militärschlag gegen Syrien im Umland von Aleppo planten und vorbereiteten. Dazu führte er aus: „We continue to receive alarming information on that terrorist organizations in Syria along with the (White Helmets) are still preparing for large-scale provocations through using toxic substances to accuse the Syrian army and to provide pretexts for launching new aggression on Syria.” Dazu seien 20 Container mit flüssigem Chlor und Kanister mit toxischen Substanzen durch die Terroristen u.a. nach Iʽzâz (vgl.u.) gebracht worden, dazu Studio- und Filmequipment für Propaganda-Aufnahmen zur Einspeisung ins Internet etc.  Er hob außerdem hervor, daß die Regierung in Damaskus nachgewiesenermaßen durch die OPCW allen ihren Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons (C-Waffenkonvention) nachgekommen (vgl. Teil I und Teil II) und besitze daher keine solchen Waffen mehr. Dennoch täten westliche Staaten fortwährend so, als sei das Gegenteil der Fall und benutzten diesen unzutreffenden Umstand, um die Regierung in Damaskus unter Druck zu setzen. Daher seien auch die früheren Aktionen zur Untersuchung von C-Waffenvorfällen in Syrien darauf gerichtet gewesen, die syrische Regierung zu beschuldigen, wobei sich das sog. Fact-Finding Committee ausschließlich auf Terrorgruppen als Quellen stützte (s. Teil VI!).   (https://www.sana.sy/en/?p=150479, https://www.sana.sy/?p=839822)

Bei der gleichen Gelegenheit bekräftigte auch Syriens permanenter UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, daß sein Land alle Verpflichtungen infolge des Beitritts zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons (C-Waffenkonvention) in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution Nr.2118 von 2013 erfüllt habe. Er unterstrich auch nochmals das Bestreben der Regierung in Damaskus, die erforderliche Kooperation zu leisten und in einer positiven, transparenten und flexiblen Weise tätig zu sein, um allen Verpflichtungen nachzukommen trotz der enormen Herausforderungen und komplizierten schwierigen Sicherheitslage infolge des feindseligen Verhaltens von einigen regionalen und internationalen Seiten. Mit der Beseitigung seines C-Waffenarsenals in Rekordzeit und unwiderruflicher Weise habe Syrien eine beispielhafte Leistung erzielt.
Die Inhalte einiger zuvor am Tag getätigter Äußerungen einiger hochrangiger Staatsbeamter und anderer Reden demonstrierten, der Einsatz chemischer Waffen sei die einzige Möglichkeit, Terroristengruppen zu bewahren. Diese Aussagen kulminierten in einer direken Herausforderung an die Terroristen, giftige Chemikalien gegen die Zivilisten in Idlib einzusetzen, Fake-Beweise herzustellen, letztlich nicht glaubwürdige Augenzeugen beizubringen und den Tatort so zu manipulieren, um wieder einmal Syriens Regierung beschuldigen zu können und zu intervenieren, um die Terroristen [als deren Handlanger] zu schützen so wie das schon beim Vorfall in Ḫân Šaiḫûn und anderen Giftgasangriffsinszenierungen durch die White Helmets in verschiedenen Regionen Syriens der Fall gewesen ist.
Die OPCW fact-finding-Mission habe in Syrien sämtliche vorschriftsmäßigen Vorgehensweisen verletzt, sei völlig unprofessionell und selektiv [also unwissenschaftlich!] an die Sache herangegangen, fern von aller Transparenz (vgl. dazu Teil VI!).
Absolut bemerkenswert sei ferner, wie manche Regierungen über mehr als 160 Schreiben der syrischen Regierung an den UN-Generalsekretär, den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, den gemäß Resolution Nr. 1540 erstellten UNSC-Ausschuß und andere Ausschüsse zum Counterterrorismus  mit Nichtachtung hinweggegangen seien, die allesamt belegte Informationen über dn Besitz und einsatz von chemischen Kampfmitteln durch die Terroristen beinhalteten, wobei er sich fragte, warum seitens des UN-Sicherhistrats nichts gegen die Regierungen unternommen worden sei, welche diese Terroristen sponserten, unterstützten und finanzierten. Als Beispiel brachte er den Vorfall vom 18. Oktober (s.u.) vor: „On October 18th, Syria informed the UN Security Council about a massive explosion within a terro­rist-held factory containing huge amounts of fertilizers, explosives and liquid chlorine barrels in Termaneen town in the countryside of Idleb, 15 km from the Turkish borders and it is operated under the supervision of foreign experts including Turkish, British and Chechen ones.” Neun der Experten sowie zwei Mitglieder der White Helmets seien dabei getötet worden.
Dann erinnerte der Diplomat an den 2003 von Syrien als UNSC-Mitgliedsstaat eingebrachten Vorschlag  zur Errichtung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone im Nahen Osten, in dem er äußerte: „At the end of 2003, Syria, through its membership of the Security Council, proposed an initiative to make the Middle East an area free from all Weapons of Mass Destruction.” Doch die USA hätten mit Veto-Einlegung gedroht: „At that time the US delegation threatened to use the veto if we submitted the propo­sal to the UNSC.” Darauf erneuerte Dr. al-Ğaʽfarî den Aufruf an die Mitgliedstaaten im Namen seiner Regierung, den Nahen Osten von Nuklearwaffen und allen Massenvernichtungswaffen freizustellen, und Druck auf Israel dahingehend auszuüben, daß es dem Atomwaffensperrvertrag (engl. Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, NPT) beitritt und all seine Einrichtungen und nuklearen Aktivitäten unter die Aufsicht der IAEA (International Atomic Energy Agency) stellt. Sodann wiederholte er die grundsätzliche Verurteilung von C-Waffen durch Syrien: „Syria has repeatedly condemned any use of chemical weapons or any other kind of weapons of mass destruction as a crime against humanity and an unacceptable, immoral act that cannot be justified under any condition, affirming that the Syrian army has never used any chemical weapon and it doesn’t possess it.”
Schließlich kam der Gesandte auf die Entdeckung weiterer Massengräber in ar-Raqqa (vgl.u.) infolge der Luftangriffe der US-geführten Koalition zu sprechen, die deren gegen syrische Bürger gerichtete, brutale und barbarische Verbrechen aufgedeckt hätten.
Zuletzt wiederholte Dr. al-Ğaʽfarî den Aufruf an den UNCR, er möge seiner Verantwortung gerecht werden, international Frieden und Sicherheit zu bewahren und unmittelbar tätig werden, um die Verbrechen der sog. internationalen Koalition gegen die syrische Bevölkerung  zu beenden. Ebenso rief er zur Durchführung einer internationalen Untersuchung dieser Verbrechen und der entdeckten Massengräber in ar-Raqqa-Stadt auf sowie zur Beendigung der Anwesenheit von US– und anderen ausländischen Truppen auf syrischem Territorium. (https://www.sana.sy/en/?p=150468, https://www.sana.sy/?p=839949.

Phosphorbombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Nur 48 Stunden seit dem letzten Bombardement von Hağîn informierten Bürger der Gegend am 5.11.2018 über weitere Luftangriffe  der  US-geführten Koalition auf Wohngebiete der Stadt aš-Šaʽfa im Umland von al-Bû Kamâl im Rîf der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur. Neben den üblichen Zerstörungen wurden viele Bürger verletzt und drei Kinder getötet. hunderte Zivilisten befinden sich wegen dieser Bombenangriffe der letzten Zeit auf der Flucht. – Die Informationsquellen gaben zudem an, bei den Angriffen auf den as-Sûq al-Ğadîd (wohl von Hağîn) seien zuletzt wieder die international geächteten Phosphorbomben  durch die US-geführte Koalition eingesetzt worden.(https://www.sana.sy/en/?p=150453, https://www.sana.sy/?p=839681)

Bei der Fortführung der Säuberung des Gebiets von al-Qunaiṭra und dem Rîf Dimašq von terroristischen Hinterlassenschaften wie Minen und Sprengsätzen fielen den Mitarbeitern der Kampfmittelräumdienste am 5.11.2018 wieder versteckte Terroristendepots mit großen Mengen und Waffen und Munition in die Hände, welche umgehend konfisziert wurden.  Gefunden wurden in Ğabâtâ al-Ḫašab und Bait Ğin eine Vielzahl an Maschinengewehren, US-gefertigte Scharfschützengewehre und  TOW-Raketen (dazu vgl.u., 29.8.2018!), Panzerabwehrgeschütze und jeweils dazu gehörige Munition. Dazu kamen elektrische Abfüllanlagen für Gaszylinder, Chirurgen-Equipment, vollständige Laborausrüstung und Operationssräume, US-Notfallausrüstung, EKG-Maschinen, zahnmedizinische Ausstattung, Krankenbetten und Rollstühle überwiegend aus den USA bzw. Großbritannien. (https://www.sana.sy/en/?p=150438, https://www.sana.sy/?p=839585)

SAA an Grenze zum Irak, Photo: SANA

Dank der Koordinierung der Operationen der SAA und der irakischen Streitkräfte an der gemeinsamen Grenze und des Informationsaustauschs werden die verbliebenen Terroristennester in diesem Gebiet immer effektiver bekämpft. Laut dem Kommando, zuständig für die al-Ğazîra-Operationen vom 4.10.2018 wurde auf irakischer Seite ein ge­panzertes Bataillon im Gebiet von al-Qâ´im stationiert, um die Überwachungstätigkeit zu Lande und in der Luft zu unterstützen und Bewegungen des IS zu verhindern, wie [der irakische Staatspräsident?] Ṣâliḥ selben Tags mitteilte. Die IS-Terroristen in ihrer Enklave um die Orte Hağîn, Sûsa und al-Bâġûz würden damit von vier Seiten belagert und die Dörfer in der Nähe der syrisch-irakischen Grenze seien damit sehr gut gesichert. (https://www.sana.sy/?p=839387)
Zudem erklärte ein Kommandeur der inzwischen in die irakische Armee integrierten Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî (engl.: Po­pular Mobilization Units, PMU), Hāšim al-Musawwî, die irakischen Kräfte seien bereit für einen Militärschlag gegen die verbliebene IS-Enklave auf syrischer Seite, falls sich beide Regierungen darauf verständigten. Dazu erläuterte er: „The PMU carried out many rocket attacks inside Syria territory … it targeted key positions of ISIS and killed a number of its comman­ders.” Bislang haben sich die sich in Syrien völkerrechtswidrig aufhaltenden US-Militärs und die von ihnen unterstützte SDF als unfähig erwiesen, den IS in dieser Enklave östlich des Euphrats zu eliminieren, im Gegensatz dazu in letzter Zeit sogar heftige Rückschläge erlitten und Gebietsverlust zu verzeichnen gehabt. Verscheidentlich wurde schon deutlich gemacht, daß das Pentagon gar nicht an einem sieg über den IS in Syrien interessiert sei, da sonst die Vorgabe für die US-Präsenz, den IS zu bekämpfen, entfiele.  (S. Iraqi PMU Vows To Eliminate ISIS In Syria’s Euphrates Valley After US-backed Forces Fail To Do This)

Syrien verurteilt am 4.11.2018 mittels Erklärung des Außenamts die Inkraftsetzung des  zweiten Pakets an US-Sanktionen gegen die IR Iran ab dem 5.11.2018. Dazu verlautete in einer Stellungnahme: die US-Entscheidung reflects the US failure to deliver on its obligations under the Joint Comprehensive Plan of Action agreed upon between Iran and the P5+1 nations.” Es sei die typische US tendency to impose unilateral coercive measures against the coun­tries which refuse to succumb to its diktats in a way that contravenes the UN Charter, international law and the multilateral trade system, and magnifies the humanitarian suffering of nations hit by these sanc­tions.” Doch diese Praktiken würden nur die Entschlossen des Iran untermauern, diesen unethical policies” zu widerstehen. (https://www.sana.sy/?p=839228, https://www.sana.sy/en/?p=150390)

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abb.: SANA

Zum zweiten Mal nach dem 26.5.2018 (als es über 10.000 Soldaten betraf) verkündete das Generalkommando der Armee am 4.10.2018 eine Vorordnung, wonach hunderte von Reserveoffizieren vom Dienst in der SAA wieder freigestellt würden, die mindestens fünf Jahre im Dienst verbracht haben. Dies unterstreicht erneut, daß die SAA keinen Mangel mehr an Soldaten zu verzeichnen hat wie noch in den ersten Kriegsjahren 2011 – 2013, nachdem im überraschenden Kriegsgeschehen [und dem Verlust der Lufthoheit! – vgl. Präsidenten-Interview vom 13.6.2018 zu Frage 11] viele Soldaten gefallen und auch desertiert waren. Auch sind nach den Siegen der SAA nicht mehr so viele terroristische Brennpunkte übriggeblieben, die es zu bekämpfen gilt. (https://www.sana.sy/?p=839145)

Terroranschlag vom 4.11.2018:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra und Mitglieder von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî in der De-Eskalationszone von Idlib griffen erneut die Gegend um die Städte Ğûrîn und Maʽân im N-Rîf von Ḥamâ mit Mörsergranaten an, was zu Sachschäden führte. (https://www.sana.sy/en/?p=150386, https://www.sana.sy/?p=839099)

Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân empfängt brasiliansiche Delegation unter Leitung von Senator Fernando de Mel­lo,Photo: SANA

Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân widmete sich am So., 4.11.2018, einer brasiliansichen Delegation unter Leitung von Senator Fernando de Mel­lo, dem Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige angelegenheiten und nationale Verteidigung im Senat seines Landes. Dr. Sûsân informierte die Gäste über die letzten Ereignisse vor Ort in militärischer und politischer Hinsicht. Auch erklärte er Syriens Entschlossenheit, den Terrorismus von der letzten Handbreit syrischen Bodens zu eliminieren und aus der Krise mit dem Respekt des Auslands vor seiner Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität ohne Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten [anders z.B. im Nachbarland Irak nach der Invasion von 2003!] hervorzugehen.
Senator de Mel­lo versicherte sein Gegenüber der bestehenden Sympathie der Brasilianer für Syrien, würdigte die syrischen Siege im Counterterrorismus und verurteilte die US-Politik, die darauf gerichtet sei, Spannungen in der Welt anzufeuern.
Beide Seiten sprachen  zudem über  die langjährige freundschaftliche Verbundenheit beider Länder, die weiter vertieft werden solle. (https://www.sana.sy/?p=839062, https://www.sana.sy/en/?p=150383)
Später fand eine Treffen der brasiliansichen Delegation mit dem Syrisch-Brasilianischen Freundschaftsausschuß des Parlements und dessen Außenausschuß statt. U.a. gings es um die engere Zusammenarbeit bei der Aufhebung der einseitig rechtswidrig gegen Syrien verhängten Sanktionen [zu deren Beurteilung s.u. und Teil IIITeil IV], und um die weitere seitens Brasiliens zugesagte Unterstützung für Syrien einschließlich der Beteiligung am Wiederaufbau. (https://www.sana.sy/en/?p=150353, https://www.sana.sy/?p=838914)
Anschließend stand der Empfang beim Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn auf dem Besuchsplan. (https://www.sana.sy/?p=839208)

19. International Scientific Conference der Dentisten in Damaskus, Photo: SANA

Am 3.11.2018 begann in Damaskus die 19. International Scientific Conference mit ca. 5.500 Dentisten aus 13 arabischen Ländern, organisiert von der Syrian Dental Association. (https://www.sana.sy/en/?p=150306, www.sana.sy/en/?p=150358, https://www.sana.sy/?p=838579, https://www.sana.sy/?p=839297)
Eine Delegation der Arab Dentists Association unter Leitung von Dr. Yâsir al-Ğundî wurde am Samstagabend noch von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ empfangen.  Letzterer betonte, daß durch den Zusammenhalt der Syrer und ihre Unterstützung der Armee und politischen Führung das Land  den gegen es inszenierten Terrorkrieg bislang überstanden habe und auch gewinnen werde unter Beibehaltung seiner Unabhängigkeit.
Dr. al-Ğundî würdigte dies gebührend. Die Mitglieder versicherten, Syrien werde nach dem zu erwartenden Sieg über den Terrorismus seine Position als schlagendes Herz der arabischen Völker beibehalten. (https://www.sana.sy/en/?p=150340, https://www.sana.sy/?p=838970)

Nachdem der letzte Versuch, eine Hilfslieferung in das Flüchtlingslager ar-Rukbân, zu schicken gescheitert war (vgl.u.: UN-Bericht von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vom 29.10.2018), da dieselbe im Bannkreis der rechtswidrig dort erstellten US-Militärbasis at-Tanaf  liegt und die US-Militärs dafür keine Sicherheitsgarantien geben andererseits aber ohne diese den Zugang verwehren, wurde am 3.11.2018 ein neuer Konvoi durch das Syrian Arab Red Crescent (SARC) bzw. den Rote Halbmond und die Vereinten Nationen mit Hilfe der syrischen Regierung zusammengestellt. Er besteht aus 78 LKW, beladen mit 10. 475 Nahrungsmittelpakete, Tüten mit Mehl, 18.000 Pakete mit Kinderkleidung, 10.075 Sets zur persönlichen Hygienevorsorge, 1.200 Pakete für Neugeborenenbedarf zusammen mit Medikamenten, medizinischer Ausrüstung, Narungsmittelergänzungen für Kinder und Frauen, wie SARC-Leiter Ḫâlid Ḥabûbâtî mitteilte. Ob dieser zum Flüchtlingslager mit über 50.000 bedürftigen Syrern durchkomme, werde sich erst in drei bis vier Tagen herausstellen, gab der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in Syrien ʽAlî az-Zaʽta­rî  zu Bedenken. Wiederholt seien ausreichende Sicherheits­garantien von den Besatzungseinheiten im Süden eingefordert worden. Es sei auch eine Impfkampagne mit 107 Freiwilligen in Vorbereitung, um im Lager ca. 10.000 Kinder gegen Masern, Poliomye­litis und andere Krankheiten zu schützen. (https://www.sana.sy/?p=838685, https://www.sana.sy/en/?p=150302)

Luftangriffe der US-geführten Koalition auf zivile Wohngegenden in Hağîn (Hajin), Photo: SANA

Wieder bombardierte die US-geführte Koalition am 3.11.2018 stundenlang unter Vorgabe, den IS zu bekämpfen, Wohngebiete nahe der Ḫâlid Ibn al-Walîd-Moschee der Stadt Hağîn, 110km östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur. Dabei wurden mindestesn 15 Zivilisten getötet, überwiegend Frauen und Kinder, und viele weitere verwundet, wie Anwohner meldeten. Es seien demnach die schwersten Luftangriffe der letzten Monate gewesen. (https://www.sana.sy/en/?p=150334, https://www.sana.sy/?p=838850)

Die Regierungsdelegation unter Leitung Premierminister ʽImâd Ḫamîs (vgl.u.) besichtigte am 3.11.2018 die Fortschritte der Wiederaufbauprojekte im Ost-Rîf von Aleppo. (https://www.sana.sy/?p=838749)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/?p=838552 und https://www.sana.sy/en/?p=150298 (Vereitelung eines Angriffsversuchs der Terror(unter)gruppe Katâ´ib al-ʽIzza vom SO des Terroristenstützpunkts al-Laṭâmina auf einen Militärposten nördlich von Ḥamâ mit Eliminierung vieler der Angreifer, deren Überlebende zurück nach al-Laṭâmina flohen. )

Waffen- und Munitionsfunde, Photo: SANA

Erneut Auffindung immenser Waffen- und Munitionsmengen in von den Terroristen zurückgelassenen unteriridischen  Depots in Dörfern im jeweiligen Umkreis von Darʽâ und al-Qunaiṭra durch die  Kampfmittelräumdienste am 3.11.2018. Darunter befanden sich: schultergestützte Raketen, Raketen aus israelischer Herstellung, lokal hergestellte Raketenwerfer, 23-mm-Maschinengewehre, 120-mm-Mörsergranatenwerfer, Anti-Panzergranaten, große Mengen an Munition, Gewehre, PKC-Maschinengewehre, 12,7-mm-Munition sowie israelische Mehrfachraketenwerfer und aus Israel stammende PKW, wie ein Feldkommandeur erläuterte. (https://www.sana.sy/?p=838671mit eindrucksvoller Photostrecke, https://www.sana.sy/en/?p=150309)

Gegenüber Sputnik News machte Rußland permanenter UN-Vertreter Wassili Nebensja am 2.11.2018 Forderung deutlich, der vom UN-Generalsekretär Guterres als Nacfolger von de Mistura zum UN-Sondergesandten für Syrien bestimmte Geir Pederson sich in seiner Arbeit auf die zuvor getroffenen Vereinba­rungen stützen müsse. Als solche zählte er auf: „Wir haben da die Resolution 2254 zu Syrien, die die Grundlage für eine politische Einigung darstellt, zusätzlich zu den Ergebnissen von Astana und Sochi, und dem, was bisher erreicht wurde, um ein Komitee zur Diskussion der Verfassung zu bilden.“ (https://www.sana.sy/?p=838405)

White Helmets-Giftgasanschlagsinszenierung, Photo: pars today

Auch am 2.11.2018 wiederholte die russische Seite, dieses Mal durch sein Außenamt, die Warnung hinsichtlich der jeder Zeit möglichen Inszenierung eines Giftgasanschlag durch die Terroristen im Umfeld von Idlib (vgl.u.), um ihn der SAA unterzuschieben, um damit einen Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern (dazu vgl.u.). Damit würden die erreichten Ergebnisse einer politischen Lösung der Syrienkrise unterminiert und dieselbe weiter verlängert.
Deutlich machte das Ministerium, daß es sich bei den sog. White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes.  Teil V) um eine Unterorganisation der UN-gelisteten Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra handele.
Aufgrund aktueller eingegangener Meldungen versuche diese mit Unterstützung westlicher Geheimdienste ins Leben gerufene Fake-Organisation mit solch einer Inszenierung auch, ihre letzte verbliebene Stellung in Syrien in der De-Eskalationszone Idlib zur Unterstützung der Terrorgruppen zu behaupten. In der offiziellen Mitteilung heißt es: „It is no secret that the White Helmets organization hasn’t avoided to make contacts with terrorists and extremists, and there are many testimonies which affirm that it represents a practi­cal branch of Jabhat al-Nusra terrorist organization blacklisted by the United Nations Security Coun­cil.” Weiter wurde mitgeteilt: „It is noteworthy in this context, that members of this organization had cho­sen to flee abroad after the Syrian Arab Army liberated areas in southern Syria.” (D.h. Es ist bemerkenswert in diesem Kontext, daß Mitglieder dieser Organisation die Flucht ins Ausland suchten, als die SAA die Gebiete in Süd-Syrien befreite).
Im Außenamt vertrat man die Überzeugung aus, das wahre Gesicht der White Helmets werde früher oder später (the true face of the White Helmets sooner or later”) allgemein ans Licht kommen. Im Außenamt vertrat man die Überzeugung, das wahre Gesicht der White Helmets werde früher oder später (the true face of the White Helmets sooner or later”) allgemein ans Licht kommen. Schließlich erging der Aufruf an deren Sponsoren, die wahre Sachlage zur Kenntnis zu nehmen und die Unterstützung für die White Helmets einzustellen.  (https://www.sana.sy/en/?p=150287, https://www.sana.sy/?p=838440)

Wie schon ab dem 23.10.2018 in der Provinz Dair az-Zaur (vgl.u.) führte auf Weisung von Präsident Dr. al-Assad das gesamte Kabinett unter Leitung von Premierminister ʽImâd Ḫamîs ab dem 2.11.2018 eine Visite in Aleppo durch, um sich über den Fortschritt des Wiederaufbauprojekts zu informieren. Gleichzeitg wird dieses Mal auch die wöchentliche Kabinettssitzung in dieser Provinzhauptstadt durchgeführt. Nach Ankunft am Aleppo International Airport am Freitagabend wurde zunächst dieser inspiziert. Sodann ging es um die Fortschritte bei der Wiederherstellung Aleppos als führendem Industriestandort. Überprüft wurden außerdem die wieder eingerichteten staatlichen Dienstleistungseinrichtungen, die Aktivität auf den Märkten und die Umsetzung der Planungen verschiedener Projekte. (https://www.sana.sy/en/?p=150277, https://www.sana.sy/?p=838369)

Gasfeld Dair ʽAṭiyya 1 wieder am Netz, Photo: SANA

Am Fr., 2.11.2018 ging in Anwesenheit des Ministers für Erdöl und Bodenschätze ʽAlî Ġânim, das Erdgasbohrfeld Dair ʽAṭiyya 1 wieder in Produktion, nachdem es während des Kriegs mit seinen terroristischen Einwirkungen stillgelegt und danach aufwendige Arbeiten unterzogen worden war, um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Dair ʽAṭiyya 1 ist Teil des Projekts zur Wiederherstellung der Gasquellen im N von Damaskus. Diese haben eine Bohrtiefe von 3741m, welche 2009 erreicht wurde. Die derzeit getestete Förderkapazität liegt bei täglich 150.000m3. Die vorhandenen Reserven dürften 4.000.000 m3 betragen, wie Ing. Maurice Ḥanûn ausführte. Dair ʽAṭiyya 1 soll zudem mit den Erdgasfeldern Qâra und al-Buraiğ im N der Hauptstadt verbunden werden. Minister Ġânim in­spizierte ebenfalls die Wiederherstellungsarbeiten an der ar-Riyân-Station und die Instandhaltungsgewerke in der südlichen Zentralregion und an den Erdgasanlagen in Îblâ. Die Re­paratur der Kompressorsteuerung der ar-Riyân-Station, welche 2.600km des syrischen Gasnetzes kontrolliert, hat zu Einsparungen von ca 1.000.000 US-$geführt. (https://www.sana.sy/en/?p=150283, https://www.sana.sy/?p=838381)

Das russische Verteidigungsministerium erneuerte am 1.11.2018 seine Warnung basierend auf Meldungen aus dem russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm vor der Inszenierung eines  Giftgasanschlag durch Terroristen im Umfeld von Idlib (vgl.u.), um ihn der SAA unterzuschieben. Verläßliche Informationen  bestünden darüber, daß die Terroristen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî am 27. 10.2018 aus der Stadt Maʽrat an-Nuʽmân in die Landstädte Kafar Nubul und al-Ḥauš die angelieferten 20-Liter-Container mit Chlorgas (vgl.u.) gebracht hätten. Ähnliche Vorbereitungen liefen in den Städ­ten Aʽzâz und Mâriʽ im NW-Rîf von Aleppo. (https://www.sana.sy/en/?p=150240, https://www.sana.sy/?p=838034)

Tauchbergung von Terroristenwaffen aus dem Ḥurriyya-See, Photo: SANA

Bewohner der Provinz al-Qunaiṭra nahe dem israelisch besetzten Golan bemerkten bei Brwässerungsarbeiten für ihre Felder, gespeist aus dem Ḥurriyya-See, daß sich darin von den Terroristen, die sich lange im Dorf Ğabâtâ al-Ḫašab verschanzt gehalten hatten, vor ihrem Abzug entsorgte Waffen und Munition befand und meldeten dies den Behörden. Ein Tauchteam förderte diese dann zu Tage, darunter Grad-Raketen, Artilleriegeschütze, Panzer- und Mörser-Granaten und RPGs mit verschiedenen Batterien, RPG-Raketenwerfern Panzerabwehrraketen, Minen u.a.m. Dies hatte den Nebeneffekt, der Wasserqualität zu schden. (https://www.sana.sy/?p=837698) – Zur Vernichtung der Lebensgrundlage der Bauern als besonderem Ziel der Terroristen s. Teil VI und vorgehende!

Während ihrer Säuberungstätigkeit fanden die Kampfmittelbeseitiger am 1.11.2018 in al-Mayâdîn im Rîf von Dair az-Zaur erneut große Mengen an US-Munition in einem Lagerversteck des IS. (https://www.sana.sy/?p=837673, https://www.sana.sy/en/?p=150191)

Russisches Verteidigungsministerium, Photo: pars today

Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau verlautete,  das US-Militär trage neben der IS-Terrormiliz die Haupt­verantwortung für die Spannungen in Syrien. In den von US-Truppen kontrollierten Gebieten in Syrien (z.B. östlich des Euphrats) hielten die IS-Aktivitäten an. Es müsse daher vor einer rapiden  Verschlechterung der Sicherheitslage gewarnt werden. Gerade auch in ar-Raqqa sei das der Fall. (http://parstoday.com/de/news/world-i44366 vom 1.11.2018)

Bei der wöchentlichen Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes in Moskau am Do., 1.11.2018, wies dessen Sprecherin Maria Sacharowa darauf hin, daß die Terroristen von  Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierte – allesamt al-Qâʽida-Abkömmlinge ­–  die Umsetzung des Übereinkommens zur demilitarisierten Zone in Idlib vom 17.9.2018 (s.u.) weiterhin zu hindern suchten und mit ihren Angriffen auf die syrische Armee (SAA) fortführen.
Die US-Militärs besetzten immer noch das at-Tanaf-Areal in Süd-Syrien, waruas sich das humanitäre Desaster für das Flüchtlingslager ar-Rukbân innerhalb deren 55km Bannmeile ergebe. Die Mortalitätsrate dort steige weiter infolge des Mangels an Nahrungs- und Arzneimitteln.
Das von den USA und ihren Alliierten in ar-Raqqa Begangene bilde einen neuen Fleck auf deren Reputation. (https://www.sana.sy/?p=837880, https://www.sana.sy/en/?p=150215) – Zu den jeweiligen Belegen s.u.!

ar-Raqqa in Trümmern (infolge der Bombardements der US-geführten Koalition), Photo: independent.co.uk

In zwei identischen Protest-Schreiben wandte sich die Regierung am 1.11.2018 via Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden hinsichtlich der durch die US-geführte Koalition gegen syrische Bürger ausgeübten Verbrechen ausgehend von neuerlichen Massengräberfunden (vgl.u.) mit tausenden Leichen von Bewohnern ar-Raqqas, welche eindeutig Opfer der US-Flächenbombardements dort geworden waren.
Kürzlich (s.u., 31.10.2018) seien wieder etliche Massengräber in der Stadt ar-Raqqa entdeckt worden mit über 4.000 Leichen, hauptsächlich von Frauen, Kindern und Älteren. Diese fanden sich unter den gigantischen Schutthalten zerbombter Gebäude in den Stadtgebieten Weißer Park (al-Ḥadîqa al-Baiḍâ´), dem ar-Rašîd-Stadium und dem Zooologischen Garten sowie auf einem Bauernhofgelände nahe dem staatlichen Kinderkrankenhaus und dem National-Krankenhaus mit Überresten von 2.500 Frauen, Kindern und Älteren. Erst gestern sei ein Massengrab im al-Bânûrâmâ-Areal gefunden worden mit über 1.500 Leichen, alles Opfer der verheerenden Luftangriffe der US-geführten Koalition auf ar-Raqqa im letzten Jahr (2017, s. Teil VI). Dazu führte das Außenamt aus: „The tragic revelation of these mass graves, knowing that only 2 percent of rubble caused by the Co­alition’s strikes have been removed so far, comes to reveal the truth about the information we repea­tedly provided about the bloody crimes of the Coalition against the Syrian people especially in Raqqa which have been flattened by the International Coalition after it moved Daesh terrorists out for fear for their safety to Deir Ezzor to fight the Syrian army and push ahead with its plan to undermine Sy­ria’s unity and sovereignty, aided by its affiliated militias.” (D.h. Die tragische Offenlegung durch diese Massengräber besteht darin, daß bekanntermaßen bislang erst [nur] 2% der durch die Luftangriffe der Koalition verursachten Trümmer entfernt worden sind; das offenbart die Wahrheit bezüglich der Informationen, die wir wiederholt über die blutigen Verbrechen der Koalition gegenüber der  syrischen Bevölkerung  vor allem in arRaqqa übermittelt haben, das durch die Internationale Koalition dem Erdboden gleichgemacht wurden ist, nachdem die IS-Terroristen daraus aus Angst um deren Sicherheit nach Dair az-Zaur transportiert hate, damit sie [dort] die syrische Armee bekämpfen, und [so] ihren Plan voranzutreiben, die Einheit und Souveränität Syriens zu untergraben mit Unterstützung  der ihnen angeschlossenen Milizen.)
Das Ministerium verurteilte die Koalitionsangriffe vehement als Kriegsverbrechen an der syrischen Bevölkerung  und den Unwillen einiger Regeirungen, deutlich von dieser Koalition und ihren Verbrechen abzustehen. Äußerst bedauerlich sei zudem das Schweigen etlicher Regierungen und internationaler Organisationen zum Mord an Tausenden Bürgern von ar-Raqqa und der vollständigen Zerstörung der Stadt.
Das Schreiben schloß mit dem Aufruf an den UN-Sciherheitsrat, er möge seiner Verantwortung gerecht werden, international Frieden und Sicherheit zu bewahren und umgehend tätig zu werden, um die Verbrechen der sog. internationalen Koalition gegen die syrische Bevölkerung  zu beenden.
Ebenso rufe Syrien zur Durchführung einer internationalen Untersuchung dieser Verbrechen auf mit Wiederholung des Appells, die rechtswidrige Präsenz der US- und anderen ausländischen Truppen auf syrischem Territorium zu beenden. (https://www.sana.sy/?p=837751, https://www.sana.sy/en/?p=150211)

Präsident Dr. al-Assad empfängt polnische Parlamentsdelegation, Photo: SANA

Eine polnische Parlamentsdelegation wurde am Do., 1.11.2018, von Präsident Dr. al-Assad in Damaskus empfangen. Die Mitglieder unter Führung von Pavel Skutitsky erklärte, Ziel ihres Besuchs sei, sich über die letzten Entwicklungen im Land zu informieren. Darauf eingehend bezeichnete der Präsident es als eine Hauptfehler vieler europäischer Regierungen, die Verbindung zur Realität [vor Ort] gekappt zu haben. Denn schließlich gelte „for any government or administration to know the things for what they are is the most important step on the road to building a correct realistic policy that helps in adop­ting positions and stances which serve the interests of their people and contribute to their pro­tection.” (D.H. Für jede Regierung oder Verwaltung ist es der wichtigste Schritt, die Vorgänge so kennen, wie sie sind, um  einer korrekte, realistische Politik einzuschlagen, die dazu beiträgt, Positionen einzunehmen, die den Interessen ihrer Bürger dienen und zu deren Schutz beitragen.). Die in dem gegen Syrien inszenierten Krieg, der nun schon seit mehr als sieben Jahren andauere, benutzten Instrumente umfaßten Terrorismus, direkte Aggression, Wirtschaftssanktionen, Einmischungsversuche in die inneren Angelegenheiten des Landes, Isolierung einerseits und Belagerungszustand andererseits.
Die Delegationsmitglieder würdigten Syriens Engagement im Counterterrorismus, welcher dazu beigetragen habe, dessen Ausbreitung – so wie man es von Syrien und dem Irak kannte – auf die Nachbarländer und schließlich nach Europa zu verhindern.  Dann drückten sie ihre Hoffnung aus, daß Syrien bald den endgültigen Sieg über die Terroristen erlange wie auch die Kontrolle über sein vollständiges Territorium.
Im Weiteren teilten sie die Ergebnisse der jüngsten Treffen in Damaskus mit wie ihre Pläne, z.B. ein syrisch-polnisches parlamentarisches Komitee zu etablieren und kulturellen austausch zu fördern, um die Verbindungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen. Präsident Dr. al-Assad zeigte sich angetan von diesen Vorschlägen, da es Syrien darauf ankomme, gute Beziehungen zu freundlich gesinnten Nationen zu unterhalten.  (https://www.sana.sy/en/?p=150201, https://www.sana.sy/?p=837764)
Bereits am Vortag  waren Mitglieder des Board of Directors der damaszener Handels- und Industriekammer mit den Vertretern einer polnischen Parlemantsdelegation unter  Leitung ds Abgeordneten Pavel Skutitsky während deren Besuchs in der syrischen Hauptstadt zusammengekommen und hatten  Möglichkeiten der Hebung der Handelsbeziehungen auch im Hinblick auf Investitionen beim Wiederaufbau besprochen. Pavel Skutitsky konnte dabei in förderlicher Weise auf die unterbrochenen Beziehungen zu Syrien während des Kriegs hinweisen mit Beibehaltung der Botschaft in Damaskus, die Sâmir ad-Dabs als Chef der Handeslkammer von Damaskus. (https://www.sana.sy/en/?p=150135)
Später am 1.11.2018 traf die polnische Delegation auch noch mit Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn zusammen. Thema war erneut die systematisch verfälschte Darstellung der Vorgänge in Syrien während der Kriegsjahre durch westliche Mainstream-Medien, denen es entgegenzutreten gelte, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. (https://www.sana.sy/?p=837886)

Hunderte von Rückkehrern aus dem Libanon, Photo: SANA

Am 1.11.2018 kamen erneut hunderte in den Libanon vor dem Terrorismus in den Libanon geflohener Syrer über die Grenzübergänge Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq), ad-Dabûsiyya (Rîf von Ḥomṣ) und az-Zamrânî (West-Rîf Dimašq) in dutzenden Bussen in die von der SAA befreiten Heimatorte in den Provinzen Rîf Dimašq [d.i. Damaskus-Land], Ḥomṣ und Ḥamâ  zurück. Vom Gesundheitsministerium geschickte medizinische Teams standen bereit, um den Kindern ihre Impfungen zu verabreichenen. Die Behörden erleichterten die Formalitäten  in der schon geschilderten (s.u.) Weise. Wie schon viele andere zuvor dankten die Rückkehrer gegenüber den Reportern von SANA der Armee (SAA) für ihre heroische Befreiungstätigkeit und die dafür gebrachten Opfer und erklärten sich entschlossen, tatkräftig am Wiederaufbau teilzunehmen. Es warteten noch viele weitere Flüchtlinge im Libanon auf deren Rückkehr in den nächsten Monaten. (https://www.sana.sy/en/?p=150152, https://www.sana.sy/?p=837488)

Am Abschlußtag der Konferenz des World Peace Council in Kooperation mit der International Young Democrat Union (IYDU) im Ria Saʽîd-Konferenz-Zentrum der damaszener Universität am 31.10.2018 wurden nochmals die wesentlichen, bereits herausgearbeiteten Punkte (vgl.u.) nochmals hervorgehoben und Syrien volle weitere Unterstützung im Kampf gegen den terroristischen Krieg, gegen Imperialismus und Ausbeutung zugesichert. Ebenfalls würdigten sie die Stabdhaftigkeit der syrischen Bürger auf dem israelisch besetzten Golan solange bis dieser wieder mit dem Heimatland vereint sei.
Streng verurteilt wurden andererseits die gegen Syrien verhängten Sanktionen [zu deren Beurteilung s.u. und Teil IIITeil IV], die unter Angabe von Vorwänden darauf abzielten, die Standhaftigkeit der Syrer im Counterterrorismus zu unterminieren;
die organisierten Provokationen, welche als Vorwand [für militärisches Einschreiten] die syrische Regierung der Nutzung von C- bzw. Massenvernichtungswaffen beschuldigen, ohne daß es Beweise dafür gäbe;
die Invasion in und Okkupation von Teilen Syriens durch türkisches militär im norden und NATO- bzw. US-Militärs östlich des Euphrats und bei at-Tanaf an der syrisch-jordanischen Grenze.
Die Mitglieder machten deutlich, wie sehr sie sich freuten, daß wieder das normale Leben in Syrien zurückkehre.
Auf Fragen aus dem Publikum anwortete Ratspräsidentin Gomes, die syrer hätten ihre Standhaftigkeit und Durchsetzungsfähigkeit gezeigt und würden auch bald endgültig den Sieg davontragen. Dann setzte sie hinzu: „President al-Assad has proven that he is a great leader who strongly struggles to preserve the sovereignty of his country, and due to his bravery, he gained a great respect.” (D.h. Präsident al-Assad hat bewiesen, daß er ein großer Führer ist, der hart um die Wahrung der Souveränität seines Landes kämpft, und aufgrund seiner Tapferkeit großen Respekt erlangte.)
Hinsichtlich des Treffens von Mitgliederdelegationen mit dem Präsidenten (s.u.) sprach Frau Gomes Dr. al-Assad ihre Anerkennung aus und machte deutlich, der Präsident habe dabei  die Bedeutung des Dialogs unter den Syrern für die Schaffung von Frieden und die Beendigung des Krieges im Land unterstrichen und ebensodie Wichtigkeit des Dialogs und  der Verständigung [auch: Wiederannäherung] mit freundlich gesinnten Nationen und Völkern betont.
Der IYDU-Vorsitzende versicherte die weitere Unterstützung der Union für Syrien auch dadurch, daß  man hierfür Berichte zu Syrien gesammelt habe und diese internationalen Organisationen vorlegen wolle.
(https://www.sana.sy/en/?p=150148, https://www.sana.sy/?p=837458)

Präsident Dr. al-Assad spricht vor dem World Peace Council, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad traf sich am Mi., 31.10.2018, mit einer Abordnung von Teilnehmern an der derzeit in Damaskus stattfindenden Konferenz des World Peace Council’s Executive Committee (vgl.u.) von der World Federation of Democratic Youth.
Dr. al-Assad dankte eingangs den Mitgliedern für deren unerschütterlich seit Beginn des Krieges gezeigte Solidarität mit und Unterstützung für Syrien. Die Gründungsprinzipien und angestrebten Ziele des World Peace Council trügen dazu bei, eine Welt mit mehr Sicherheit und Gerechtigkeit für kommende Generationen zu schaffen. Das Gewicht des World Peace Council wie der World Federation of De­mocratic Youth liege in deren Verteidigung von Wahrheit und Verkörperung der Friedensgrundlagen zu einer Zeit, in der international die Politik der Lüge und Täuschung regiert. Daher brauche die Welt solche Organisationen und Vereinigungen gerade inmitten Versuchen seitens einiger Großmächte, internationale Organisationen zu Werkzeugen umzuformen, welche die Stabilität erschüttern und ein Zerstörungswerk anstoßen anstatt sich zu bemühen, Frieden und Stabilität in der Welt zu konsolidieren. Solche Prinzipien zu verteidigen fordere einen Preis. Syrien habe einen hohen Preis für den Erhalt seiner Heimat und der eigenen Entscheidungsunabhängigkeit gezahlt.
Im Weiteren führte er aus: „When principles are realistic and based on the will and interests of nations, they constitute a solid ba­sis in the face of the narrow interests of some Western states who have never refrained from igniting wars to realize their goals by spreading the extremist ideology which was marketed by the US admini­stration in the 1980s and promulgating ignorance in a way that plunges peoples into wars and through spreading poverty in the world.”
Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes verurteilte die an der syrischen Bevölkerung begangenen Verbrechen, welche „have shown the world the stances of the imperialist states towards peace and the sovereignty of nations.” Sie versicherte, die Ratsmitglieder würden all ihre anstrengungen darauf richten, dem terroristischen Krieg gegen Syrien seine Maske herunterzureißen.
World Federation of Democratic YouthPräsident Iacovos Tofari erklärte, die Ortswahl für die Konferenz sei auf Syrien gefallen, um in die Welt eine Botschaft der Solidarität mit dem Land gegen den Krieg auszusenden, dem es ausgesetzt ist.
Schließlich versicherten die Mitglieder ihre Zuversicht, daß Syrien darin siegen werde, und ihre Unterstützung für die Menschen darin, deren Armee und politische Führung.
(https://www.sana.sy/?p=837317, https://www.sana.sy/en/?p=150132)

Nach Mitteilung des Chefs des Ärzteverbandes der Provinzhauptstadt ar-Raqqa, Dr. Ğamâl al-ʽIsa (Jamal al-Issa),  vom 31.10.2018 im Interview mit einem Reporter der syrischen Tageszeitung al-Waṭan ist am Mittwoch ein weiteres Massengrab mit 1.500 Leichen infolge der US-Flächenbombardierung der Stadt [s. Teil VI] entdeckt worden. Dazu führte der Arzt aus: „Täglich werden immer mehr Verbrechen der IS-Terrorgruppe und der von den Vereinigten Staaten geführten westlichen Koalition in der nordsyrischen Stadt Raqqa entdeckt . … Nachdem die amerikanische Koalition die IS-Terroristengruppe aus Raqqa evakuiert hatte, begann sie diese Stadt ziellos zu bombardieren, wodurch 85 Prozent von Raqqa zerstört wurden. … Bisher wurden in Massengräbern 4.000 Leichen entdeckt, zu denen auch die von den Bewohnern der Stadt in den Höfen begrabenen Leichname zählen.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i44343)

Massen an US-Munition, gefunden in einem IS-Depot, Photo: SANA

Ein umfangreicher Bericht der türkischen Zeitung Yeni Shafak vom 31.10.2018 enthülle zudem, daß erst vor kurzem die IS-Terrororganisation US-Waffen und -Munition direkt von den Vereinigten Staaten erhalten habe. Dies kontrastiert – wie schon viele ähnliche Aussagen über US-Unterstützungsleistungen für den IS (vgl.u.) – kraß mit der Vorgabe der US-geführten Koalition, den IS in Syrien bekämpfen zu wollen, was als Vorwand für deren völkerrechtswidrige Präsenz [zur Beurteilung vgl.u.] im Land dient. (https://www.sana.sy/?p=837466)

Terroranschlag vom 31.10.2018:
Durch Detonation einer von den Terroristen früher im landwirtschaftlichen Gebiet im Umkreis der Stadt Ṣûrân, 18km nördlich von Ḥamâ angebrachten Landmine kamen am Abend zwei Kinder zu Tode. (https://www.sana.sy/en/?p=150166, https://www.sana.sy/?p=837609)

SAA-Trupp, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150090 und https://www.sana.sy/?p=836984 (Vereitelung eines Angriffsversuchs einer Teroristengruppe auf Militärposten im Umfeld der Landstadt ʽAṭšân, 45km nördlich von Ḥamâ-Stadt durch konzentrierte Artillerieschläge, bei denen viele der Angreifer getötet oder verwundet wurden. Überlebende flohen zu ihrem Ausgangspunkt zurück.)

Im West-Rîf von al-Qunaiṭra entdeckten die Behördenmitarbeiter bei ihrer Säuberungsoperation ein unterirdisches Depot, hinterlassen von den eliminierten Terroristen, mit großen Mengen an Anti-Panzerminen, dergleichen passierte im Dorf Buraiqa im fernen westlichen Rîf von Ḥamâ. Die Sprengsätze wurden fachmännisch entsorgt. (https://www.sana.sy/?p=837222, https://www.sana.sy/en/?p=150124)

Entdeckter Mosaikboden in al-Ḫarâyib aus dem Jahr 412, Photo: SANA

Nach Information eines Bürgers über eine Entdeckung in seinem Garten an die Behörden, fanden die Mitarbeiter des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM) am 31.10.2018 dort im Dorf al-Ḫarâyib im Gebiet von Salḥab, 48 km westlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ ein kunstvolles Bodenmosaik aus dem Jahr 412 n.u.Z. Der örtliche Chef des DGAM-Departments, ʽAbdulqâdir Farzât, entsandte umgehend ein Ausgrabungsteam an die Stelle. Das Mosaik umfaßt 13,5m auf 2,30m und ist dekoriert mit geometrischen Mustern. Die lateinische Inschrift identifiziert es als Boden einer Kirche der byzantinischen Ära. (https://www.sana.sy/?p=837167, https://www.sana.sy/en/?p=150119)

Laut Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom 31.10.2018 haben die Terroristen 20 10-Liter-Kontainer mit Chlorgas transportiert, um einen Giftgasanschlag zu inszenieren, den sie der SAA unterzuschieben planen (s. dazu die  vom Vortag mit weiteren Details!)
Festgestellt werden müsse, daß die Türkei ihren Verpflichtungen aus der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib (vgl.u.) nicht vollständig nachgekommen sei.
Die Lieferung des S-300-Luftabwehrsystems sei abgeschlossen, russische Berater würden das SAA-Personal im Umgang damit schulen.
Zudem wurde bestätigt, daß die US-geführte Koalition bei ihren Luftangriffen im Osten der Provinz Dair az-Zaur verbotene Waffen eingesetzt habe (s.u. zu as-Sûsa).
(https://www.sana.sy/?p=837166, https://www.sana.sy/en/?p=150115)

Geir Pedersen, designierter UN-Sondergesandter für Syrien, Photo: SANA

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bestimmte am Dienstagabend, 30.10.2018, während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York den norwegischen Botschafter in China, Geir Pedersen, zum neuen UN-Son­der­gesandten für Syrien. Er wird damit ab Ende November Nachfolger von Staffan de Mistura, der auf eigenen Wunsch dann von seinem Amt zurücktritt. Aufgrund nicht genannt wollender Quellen soll die Wahl die Billigung der fünf ständigen UNSC-Mitglieder haben. (https://www.sana.sy/en/?p=150093, https://www.sana.sy/?p=836971) vom 31.10.2018)

Syriens UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte am 31.10.2018 während der UNGA-Sitzung zur Bestimmung Nr.43 mit dem Titel: „Necessity to End Eco­no­mic, Trade and Financial Embargo Imposed by US on Cuba” die volle Unterstützung seines Landes für den Gesetzesvorschlag im Dokument A /73/ L /3/, welcher die seitens der UN für die einseitgen Zwangsmaßnahmen gegen das Land ablehnt. Im Weiteren s. https://www.sana.sy/en/?p=150142  (und https://www.sana.sy/?p=837453). Schließlich erinnere er an die Aussage des Sonder-Berichterstatters zu den negativen Auswirkungen unilateraler Zwangsmaßnahmen [also rechtwidriger einseitiger Sanktionen]  auch auf die Verwirklichung der Menschenrechte in einem Land nach seinem kürzlichen Besuch in Syrien. Da hatte Idriss Jazairy [Idrîs Ğazâ´irî] kommentiert:  „I feel deep concern that the unilateral coercive measures contribute to aggravating the suffering of the Syrian people…In light of what these measures cause of economic and humanitarian suffering, it is difficult to believe the allegations that they are found for protecting the Syrians or to push for achieving the democratic transition.” (loc. cit.).

In Fortsetzung der Proteste der Bewohner der israelisch besetzten Golanhöhen gegen die neuesten rechtswidrigen Judaisierungsmaßnahmen der Besatzungsmacht (vgl.u.) führten erstere am 31.10.2018 einen Generalstreik durch. (https://www.sana.sy/?p=837037, https://www.sana.sy/en/?p=150103)

Die syrischen Repräsentanten bei der Konferenz des Standing Committee on Political Affairs bei der Asian Parliamentary Assembly (APA) in Gwa­dar in SW-Pakistan am 31.10.2018 erwähnten ebenfalls die Proteste der syrischen Bürger gegen diese Maßnahmen der israelischen Besatzungsmacht und deren gewaltsames Vorgehen gegen die firedlichen Demonstranten. (https://www.sana.sy/en/?p=150083, https://www.sana.sy/?p=837085)

Syrische Delegierte beim Global Parliamentary Summit against Hunger and Malnutrition in Madrid 2018, Photo: SANA

Die syrischen Delegierten am 30.10.2018 beim Global Parliamentary Summit against Hunger and Malnutrition in Madrid forderten zu einer einheitlichen Anstrengung hinsichtlich der Aufhebung der rechtswidrigen, westlicherseits gegen die syrischen Bürger verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] auf, die sich so schädlich auf deren Leben auswirkten. ʽAdnân Sulaimân als Leiter der Delegation berichtete von den immensen Schäden, die dem Produktionssektor in Syrien zugefügt worden seien, insbesondere in der Landwirtschaft, die die Hauptgrundlage der Nahrungsmittelversorgung darstelle. Die Regierung in Damaskus unternehme dagegen alle möglichen Anstrengungen, die Rückwirkungen dieser durch genau die westlichen Regierungen verhängten Sanktionen zu lindern, welche den Terrorismus im Land unterstützten. (https://www.sana.sy/en/?p=150078, https://www.sana.sy/?p=836765)

Bei der derzeit – seit dem 30.10.2018 – in Damaskus stattfindenden Konferenz des International Peace Council (vgl.u.) in Kooperation mit der  International Young Democrat Union and der National Union of Syrian Students (NUSS) stellten die Mitglieder fest, die gegen Syrien gerichtete massive Attacke sei darauf gerichtet, Syrien zu zerstückeln [s. Balkanisierungs- bzw. Yinon-Plan, s. Teil IV] und seine panarabische Rolle [d.h. auch in Unterstützung der Palästinenser] zu beenden. Sie riefen zur Einheit und Solidarität im Ringen um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt auf  wie der Beendigung aller Formen von Aggression und Kriegen gegen Nationen der Region, inszeniert durch den Zionismus, die USA u.a. imperialistische Kräfte.
Ratspräsidentin Gomes erinnerte daran, daß die meisten westlichen Medien im Dienste dieser imperialistischen Kräfte verfälschte Inhalte seit Beginn der Vorfälle in Syrien [d.h. seit 2011] verbreitet hätten und an prominenter Stelle bei der Anheizung der Kriegsituation gewesen seien.
Der venezolanische Vertreter Yul Jabour versicherte, sein Land werde sich den US-Einmischungsversuchen, das es ebenfalls zu gewärtigen habe, weiterhin entgegenstellen [vgl. frühere UNSC-Sitzungen!].
Aydemir Guler vom türkischen Friedenskomitee verurteilte die Aggression der türkischen AKP-geführten Regierung gegen Syrien seit Beginn des terroristischen Krieges.
ʽImâd Ḫasḫûsî aus Tunesien versicherte die Untertützung für Syrien seitens der tunesischen Bevölkerung angesichts der imperialistischen Aggression, die unter dem irreführenden Titel “Arabischer FrühlingRegierungsstürze durch Aufruhr inszeniere.
Der Vertreter aus dem Libanon Ğamîl Sadia (?) verurteilte die rechtwidrige Militäraggression seitens der USA, deren westlicher Verbündeter und der Türkei gegen Syrien und forderte den Abzug von deren Militär aus dem Land.
Robin Talbot von der britischen Young Communist League versicherte, daß der Großteil der Bevölkerung seines Landes nicht hinter der imperialistischen Politik seiner Regierung stehe.
Es waren ferner Teilnehmer aus Portugal, Italien, Ungeran, Irland, Palästina, Ägypten, Süd-Afrika, Mozambique, der West-Sahara, Indien, den USA, Venezuela, Kuba und der Dominikanischen Republik zu verzeichnen. Aydemir Guler vom türkischen Friedenskomitee verurteilte die militärische Aggression der türkischen AKP-geführten Regierung gegen Syrien.
(https://www.sana.sy/en/?p=150097)

Neuinszenierung einer Giftgasattacke zur Beschuldigung der SAA?,  Abb.: activistpost.com

Das russische Außenministerium warnte am abend des 30.10.2018 massiv vor der Möglichkeit, daß Terroristen demnächst ihren schon lange geplante Giftgasangriff durchführen. Im Detail  hieß es: „alarming reports are coming from various sources that some terrorist and extremist groups in Syria never stop attempts at staging large-scale provocations with the use of chemical weapons and toxic agent. … It is absolutely obvious that extremists’ chemical provocations are geared to furnish foreign oppo­nents of the legitimate government in Damascus with another pretext to stage aggressive actions similar to the illegal missile strikes carried out by the United States, Britain and France on Syria in April 2018, to frustrate efforts towards establishing political process, to slow down revival of the country and return of refugees and internally displaced persons to their homes. We cannot and must not let it happen.” (https://www.sana.sy/?p=836899, https://www.sana.sy/en/?p=150075) – Näheres zu den Planungen s.u.!

In der Sache protestierte die Regierung via Außenministrium in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vehement und trug die Sache den UN vor. Darin erklärte das Außenamt, der syrische Golan sei ein integraler Bestandteil des syrischen Territoriums, der früher oder später wieder in das Heimatland eingegliedert werde. Daher unterstütze es die Protestbewegung der syrischen Bürger dort gegen die israelische Besatzung und deren Ablehnung der Durchführung der von der Besatzungsmacht angeordeneten, rechtswidrigen für den 30.10.2018 angesetzten „local councils elections” in den Orten Mağdal aš-Šams, Buqʽâṯâ, Masʽada und ʽAin Qunya in Zuwiderhandlung von UNSC-Resolutionen, den Genfer Komventionen zu Territorien unter Besatzung. Den sie vehement ablehnenden Bewohnern versuche die Besatzungsmacht solche Wahlen schon seit etliche Jahren gewaltsam aufzuoktoryieren. „Throughout the past few weeks, the Syrian citizens have organized protests in rejection of these elections. They burned the election cards and they condemned the attempts of the Israeli occupation’s forces to impose the Israeli laws on them by force,” erwähnte das Schreiben die Lage unterstreichend und verurteilte dann die gewaltsame Unterdrückung der friedlichen Proteste durch das israelische Militär: As an example of the Israeli barbarism, the occupation authorities mobilized soldiers to suppress protest marches, and fired toxic gases in the town of Majdal Shams where there were cases of suff­o­cation among children, the elderly, and women during their confrontation of the Israeli occupation forces.” Die Maßnahmen der israelischen Behörden zielten darauf ab, illegitimen Institutionen, die die Besatzungsbehörden respräsentierten, Legitimität zu verleihen, was wiederum einen Versuch darstelle, ihr rassistischen Pläne der Judaisierung und Erstellung von [jüdischen]  Siedlungen [auf nichtjüdischem Gebiet] durchzuziehen.
Abschließend wurde festgestellt, die aggressive und provokative israelische Vorgehensweise führe zu mehr Spannungen und der Eskalation der Situation auf den besetzten syrischen Golanhöhen und der Region. Daher werde der UNSC aufgefordert, diese israelischen Verfehlungen gegenüber syrischen Bürgern auf dem besetzten Golan zu verurteilen, und die israelische Regierung zu zwingen, die relevanten UN- und UNSC-Resolutionen einzuhalten, die illegale Siedlungspolitik einzustellen und all deren Unterstützungsformen für die Terrororganisation in Syrien zu beenden [zu Beispielen s. Teil IV und vorhergehende!]. (https://www.sana.sy/?p=836706, https://www.sana.sy/en/?p=150067)

Golan-Proteste, Photo: SANA

Am Stichtag, dem 30.10.2018, der von der israelischen Besatzungsmacht initiierten Kommunalwahlen, welche der Zementierung der israelischen Verwaltung und Etablierung der Staatsmacht über das völkerrechtlich – und bestätigt durch etliche UNSC-Resolutionen – zu Syrien gehörige Gebiet dienen sollten, boykottierten die syrischen Bewohner dieselben, deren Abhaltung zudem der 4. Genfer Konvention zuwiderhandelt,  und hielten demonstrativ ein seit den frühen Morgenstunden durchgehaltenes Sit-in in Mağdal aš-Šams durch, in Erklärung ihrer unverbrüchlichen Zugehörigkeit zum Heimatland Syrien in Ablehnung der israelischen Judaisierungsbestrebungen.
Das israelische Militär (IDF) ging – ähnlich wie bei den seit dem 30.3.2018 jeweils am Freitag im besetzten palästinensischen Gebiet stattfindenden „Marsch der Rückkehr“ –  mit scharfer Munition, Gas-, Rauch- und Blendgranaten gegen die friedlich Protestierenden vor, mit dem Ziel sie zu zerstreuen; auch wurden Verhaftungen vorgenommen [wie früher schon z.B. gegenüber dem Langzeitinhaftierten Ṣadqî al-Maqt, vgl.u.]. Infolge des erwähnten Beschusses litten eine Anzahl Bürger, vor allem Kinder, Frauen und Ältere unter Asphyxie.  Zudem detonierte eine von der IDF ausgelegte Landmine auf einem der umgebenden Hügel. (https://www.sana.sy/en/?p=150005, s.a. https://www.sana.sy/?p=836605) – Zu Mağdal aš-Šams s.a. s.a. Teil VI und Teil III

Auch am 30.10.2018  wurden die Massenproteste auf dem israelisch besetzten Golan gegen die für Monatsende geplanten Maßnahmen der Besatzungsmacht fortgesetzt, da diese der weiteren engeren Anbindung des laut Rechtslage und UNSC-Resolutionen an Syrien zurückzugebenden Gebiets mit seinen syrischen Bewohnern an Israel  dienen soll und damit auch eine Zuwiderhandlung der 4. Genfer Konvention darstellt. Näheres dazu s.u.!  (https://www.sana.sy/en/?p=150005, https://www.sana.sy/?p=836454) Massiv unterstützt wurden die Bürger des israelisch besetzten Golan durch Solidaritätskundgebungen hunderter ihrer aus verschiedenen Provinzen angereister Landsleute jenseits der Demarkationslinie in der Provinz al-Qunaiṭra. (https://www.sana.sy/en/?p=150041, https://www.sana.sy/?p=836572)

Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ empfängt armenische Delegation, Photo: SANA

Im Gespräch mit einer armenischen Parlamentsdelegation am 30.10.2018 stellte die Bedeutung heraus, die freundschaftlichen Beziehungen zum Wohl beider Völker zu verstärken, wobei ihm der armenische Botschafter in Damaskus, Arshak Po­ladian, zustimmte. Ṣabâġ würdigte zudem die permanente unterstützende Haltung Armeniens für Syrien die Krise hindurch. (https://www.sana.sy/en/?p=150064)

Bei der derzeit – seit dem 30.10.2018 –  in Damaskus stattfindenden Konferenz des International Peace Council (vgl.u.) in Kooperation mit der International Young Democrat Union and der National Union of Syrian Students (NUSS) stellten die Mitglieder fest, die gegen Syrien gerichtete massive Attacke sei darauf gerichtet, Syrien zu zerstückeln [s. Balkanisierungs- bzw. Yinon-Plan, s. Teil IV] und seine panarabische Rolle [d.h. auch in Unterstützung der Palästinenser] zu beenden.(https://www.sana.sy/en/?p=150097)

UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Bei der Diskussion des Berichts über die humanitäre Situation in Syrien im UN-Sicherheitsrat (UNSC) am 29.10.2018 stellte der permanente Repräsentant bei den UN, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, fest, daß dafür einmal der Terorismus und andererseits die rechtswidrig unilateral westlicherseits gegen Syrien verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] dafür verantwortlich seien. Syrien werde die Bekämpfung des Terrorismus jedenfalls fortführen, bis die letzte Handbreit des Landes davon befreit sei strong>trotz der fortgesetzten Versuche mancher westlicher Regierungen, das zu verhindern und die humanitäre Aktivität in Syrien zu politisieren mit dem Ziel, deren eigene politische Agenden in der Gegend durchzusetzen. Wörtlich kommentierte er dies so: „It’s strange how some of the delegations from permanent members of the Security Council insist on confusing humanitarian and political issues, as these delegations continue to obstruct huma­nitarian efforts in Syria.” (Es ist befremdlich, wie wie einige der Delegationen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats darauf beharren, humanitäre und politische Sachverhalte miteinander zu vermischen, wobei diese Delegationen weiterhin die humanitären Bemühungen in Syrien behindern.)
In Verbindung zu dieser Sitzung sei zu erwähnen, daß die US-geführte Koalition gerade  erst Luftangriffe mit Phosphorbomben  auf den Ort Hağîn im Osten von Dair az-Zaur geflogen habe, wobei eine ganze Familie ausgelöscht worden sei. Ebenfalls in Verbindung zur jetzigen Sitzung stünden die Angriffe der in Idlib befindlichen Terroristen, welche vor drei Tagen 40 Raketen auf Aleppo abfeuerten. Der Botschafter ergänzte:„In addition, the so-called coalition warplanes’ bombarded al-Sousa and al-Bubadran towns in Deir Ezzor in coincidence with the UNSC session held on the 17th of current month.” (D.h. Zudem bombardierten die sog. Koalitions-Kampfflugzeuge die Städte as-Sûsa und al-Bû Badarân in Dair az-Zaur in Koinzidenz mit der UNSC-Sitzung vom 17. des laufenden Monats). All diese Taten seien von den Regierungen derselben Staaten übersehen worden, die sich heute mit der humanitären Situation befassen, wie auch durch die United Nations Office for the Coordination of Huma­nitarian Affairs (OCHA).
Bei dem kürzlichen Treffen zwischen dem UN-Untergeneralsekretär und einigen syrischen Amtsträgern habe sich die Notwendigkeit herausgestellt, die gemeinsamen Anstrengungen zu koordinieren, um mehr Verständnis zwischen beiden Seiten zu generieren und so viele Hindernisse als möglich zu beseitigen trotz all der Schwierigkeiten infolge des Rückgangs der Gesamtmittel für die UN-Aktivitäten in Syrien und der unilateral gegen Syrien verhängten Wirtschaftssanktionen seitens der USA und der EU, welche für das Leiden unter der syrischen Bevölkerung verantwortlich sind. Dazu bemerkte er: „We heard that they have been shedding crocodile tears over the fact that there are some 10 million Syrians require humanitarian assistance, but at the same time they continue to impose unila­teral coercive procedures against 23 million Syrians.” (D.h. Wir haben gehört, daß sie Krokodilströnen vergossen haben darüber, daß gut 10 Millionen Syrer humanitäre Hilfe benötigen, doch zur selben Zeit fahren sie mit ihren unilateralen Zwangsmaßnahmen gegen 23 Millionen Syrer fort.)
Syrien glaube an die neutrale, unabhängige, nicht-politisierte Rolle der UN bei der Hilfe für die vom Terrorismus heimgesuchten Syrer; diese Rolle müsse die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens respektieren. Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî rief demnach dazu auf, eine transparente, objektive und professionelle Diskussion zur Änderung des Mechanismus der Vorlage von Berichten zur sog. humanitären Situation in Syrien zu führen, um tatsächlich das Ziel, hilfsbedürftigen Syrern zu helfen, zu verwirklichen, anstatt diese Reporte nur als Werkzeug zu benutzen, um Syrien zu erpressen und politischen Druck auf  das Land auszuüben. Mit Blick auf die Reporte zur “humanitären Situation“ in Syrien sei es doch unlogisch für die Verfasser solcher Berichte, ihre politisierte Attitüde gegenüber Syrien beizubehalten und weiterhin ihr Mandat zu überschreiten, wo doch westlich oberste Amtsträger bereits eingestanden hätten, daß ihre Regierungen in die Finanzierung und das Sponsoring für die in Syrien aktiven Terroristen involviert seien.
Syrien habe 65 offizielle Antworten auf die OCHA-Reporte gesandt, in denen auf alle Fragen klare antworten gegeben worden seien, doch diese seien völlig übergangen worden wie auch inzwischen Augenzeugenberichte zu den behandelten Sachverhalten, dagegen hätten Mitglieder der “White Helmets”  ihren Weg in das UN-Büro (d.i. OCHA) gefunden.
Da habe etwa die syrische Regierung der Sendung eines Hilfskomvois der UN in kooperation mit dem Syrian Arab Red Crescent und dem International Committee of the Red Cross für das ar-Rukbân-Flüchtlingscamp zugestimmt, doch sei dieser umgehend wieder in Richtung Damaskus umgekehrt, aufgrund von Meldungen  über einen erwarteten IS-Angriff auf den Konvoi, obwohl die Regierung in Washington versichert hatte, für dessen Sicherheit zu sorgen [das sich das Lager in der 55km-Bannmeile der US-Basis at-Tanaf befindet und der Regierung US-seits Zutritt verweigert wird, dazu s. Teil VI!]
Desweiteren bedauerte, daß für sog. „cross-border aid“ geworben werde, da die Hilfe nicht die Hilfsbedürftigen selbst erreiche sondern vielmehr die Terroristen.
Syrien arbeite auf die Rückführung der ins Ausland geflüchteten Bürger hin, wozu nicht nur die Errungenschaften der Armee im Counterterrorismus beigetragen hätten sondern auch die aufgelegten und umgesetzten Regierungsprogramme zur erleichterten Rückkehr und Wiederansiedlung.  Syrien werde mit der Terrorismusbekämpfung fortfahren bis das gesamte Territorium davon befreit sei und das Land jegliche ausländische [Militär-]Präsenz losgeworden sei
Auf Kommentare einiger Regierungsvertreter zu Idlib hin antwortete Dr. al-Ğaʽfarî, Idlib sei eine syrische Stadt und der Regierung komme es auf den Schutz der Bürger dort an, die unter Terroristenkontrolle leben müßten und dabei als menschliche Schutzschilde mißbraucht würden. Syrien habe das Sotschi-Abkommen vom 17.9.2018 begrüßt wie jede echte Initiative, die auf eine Ende des Vergießens syrischen Blutes und die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien ausgelegt sei. (https://www.sana.sy/?p=836327, https://www.sana.sy/en/?p=149988)

Phosphorbombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Wieder erfolgte ein mehrstündiges Bombardement durch Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf Hağîn im Rîf von Dair az-Zaur mittels des international geächteten weißen Phosphors, wie Anwohner weitergaben. Photos davon wurden von Aktivisten in sozialen Netzwerken veröffentlicht. (https://www.sana.sy/?p=836301)

Fortgeführte Golan-Proteste, Photo: SANA

Diesesmal mit abendlichen Märschen protestierten Bewohner des israelisch besetzten Golan am 29.10.2018 gegen die neuesten Judaisierungsbestrebungen der Besatzungsmacht (Näheres dazu s.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=149999)

Terroranschlag vom 29.10.2018:
In Fortführung ihres Bruches der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone (von Idlib) griffen die im Westteil von Aleppo, im Stadtteil ar-Râšidîn verbarrikadierten Terroristen mit Granaten und Sprengsätzen die City (Stadtteil al-Furqân) an, wodurch eine Frau verletzt wurde und Sachschäden entstanden. (https://sana.sy/en/?p=149925, https://www.sana.sy/?p=835890)

World Peace Council-Mitglieder treffen auf Außenminister Walîd al-Muʽallim, Photo: SANA

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim traf am Mo., 29.10.2018 mit Delegationen zusammen, welche an der Sitzung des Exekutivkomitees des World Peace Council, welche derzeit in Damaskus stattfindet (vgl.u.), teilnehmen, und Vertreter der International Young Democrat Union (IYDU). Zunächst würdigte er die Auswahl des Standorts Damaskus für die diesjährige Konferenz. Dann konstatierte er: „For more than seven years, we have been in a real war against terrorism, and today we can see the signs of victory despite all Western and American attempts to prolong the crisis for many years.” (D.h. Seit mehr als sieben Jahren befinden wir uns in einem echten Krieg gegen den Terrorismus, und heute können wir die Zeichen des Sieges sehen, trotz aller westlichen und [US-]amerikanischen Versuche, die Krise auf viele Jahre hinaus zu verlängern). Trotz der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib seien auch immer Terroristen dort, was offenbare, daß die türkische Seite ihren Verplichtungen aus der Abmachung nicht ernsthaft nachkomme; Idlib-Stadt befinde sich immer noch unter Terroristenkontrolle.
Die US-geführte Koalition habe tausende unbewaffneter Syrer getötet, denn in Wirklichkeit bekämpfe diese Koalition jeden in Syrien bloß nicht den IS, der ihnen als Vorwand für ihre Präsenz dient. Daher sponsert sie diese Terrororganisation, da brauche man nut an die Vorfäll in ar-Raqqa [s. Teil VI] erinnern.
Unter dem Vorwand der Kurdenunterstützung habe das US-Militär Basen in Nord-Syrien wie in at-Tanaf im  Süden eingerichtet; in letzterer würden gegenwärtig IS-Terroristen reorganisiert, um wieder tatkräftig gegen die SAA vorzugehen [zu Beleg-Meldungen s.u. und in Teil VI].
Syrien engagiere sich geflissentlich für eine politische Lösung der Krise; deshalb habe es auch an sämtlichen Sitzungen in Genf, Astana und Sotschi teilgenommen und bereite auch aktiv das Komitee zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung vor. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, habe eine Liste der Komiteeteilnehmer alleine erstellen wollen. Das habe Syrien abgelehnt, da die Verfassunsgfrage die Souveräntität des Staaates betreffe und nicht durch ausländische Einmischung entschieden werden könne. Unterstreichend setzte er hinzu: „The decision of the political solution for the crisis is intra-Syrian, and we will not allow anyone to interfere in our natio­nal affairs.”
Die Delegationsmitglieder versicherten ihre Unterstützung für Syrien, d.h. die syrische Bevölkerung, sein Militär und seine politische Führung und ließ Grüße an den Präsidenten Dr. al-Assad ausrichten.
In Beantwortung von Fragen erwiderte der Außenamtschef, die Rückführung der durch den Terrorismus ins Ausland vertriebenen Syrer sei eine Priorität der Regierung, weshalb auch vehement am Wiederaufbau gearbeitet werde, sodaß die Rückkehrer in der Heimat wieder ein auskämmliches Leben führen könnten.
Beim Vorgehen in Idlib kooperiere Syrien vollkommen mit Rußland, ob nun die Lösung durch Rekonziliierung oder durch militärisches Vorgehen erreicht werde [dazu vgl.u.] Dabei zitierte er Präsident Putins in Ankara getätigte Aussage, in welcher er erklärte, die Vereinbarung zu Idlib sei eine zeitweilige (temporary), und betonte, daß der syrische Staat das Recht habe, seine Souveränität über das gesamte Staatsterritorium auszuüben.
Beim Wiederaufbau wolle man jedoch nichts überstürzen insofern, als man nicht zulasse, daß diejenigen darin involviert würden, die sich am Blutvergießen in Syrien beteiligt hatten.
Anschließend besuchten die Delegationen das Grab des unbekannten Soldaten, legten dort Blumen nieder und trugen sich ins Gästebuch ein. (https://www.sana.sy/?p=836261, https://www.sana.sy/en/?p=149980)

Delegierte des World Peace Council beim Empfang durch den Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ, Photo: SANA

Auch Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ traf sich am Mo., 29.10.2018 mit Teilnehmern der Sitzung des World Peace Council-Exekutivkomitees. Der Sieg über den Terrorismus zeichne sich ab, unterstrich er, inzwischen spreche auch niemand mehr über eine Teilung Syriens (vgl. v.a. Teil IV). Diejenigen, die gegen Syrien konspiriert hätten, seien dazu gezwungen worden, die Prinzipien anzuerkennen, zu denen sich Syrien bekenne und für die es so viele Opfer gebracht habe, nämlich Souveränität und territoriale Integrität. Ṣabâġ hob ebenfalls hervor, daß Damaskus als Austragungsort der Tagung des Rates eine wichtige Solidaritätskundgebung zum gegenwärtigen Zeitpunkt darstelle, welche eine überzeugende Botschaft an die Welt sende.
Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes zeigte sich glücklich darüber, in Syrien zu sein, und bekräftigte, daß die Ortswahl absichtlich auf Damaskus gefallen sei, um weltweit Solidarität mit der Bevölkerung, Armee und Führung des Landes zu zeigen angesichts des gegen Syrien entfachten terroristischen Krieges.
Iacovos Tofari als Präsident der World Federation of Democratic Youth (WFDY) würdigte, daß Syrien es geschafft habe, die schwersten Phasen der Krise zu überstehen und sich heute bereits im Wiederaufbauprozeß befinde.  Sein Gremium werde auch weiterhin Syrien unterstützen, wozu er auch sämtliche anderen internationalen Vertretungen aufrufe.
Die Leiter der teilnehmenden Delegationen erklärten ihre vehemente Verurteiltung imperialistischer Einmischungsversuche in die inneren Angelegenheiten Syrien. Sie zeigten sich überzeugt, daß Syrien auch weiterhin gegenüber Imperialismus und Zionismus Standfestigkeit zeige und bald den endgültigen Sieg über den Terrorismus und seine Unterstützer erringen werde.
(https://www.sana.sy/en/?p=150011)

MoU Syriens mit Indonesien, Photo: SANA

Syrien und Indonesien unterzeichneten am 29.10.2018 in Jakarta ein MoU (memo of under­standing) zur Belebung der Handelskooperation. (https://sana.sy/en/?p=149913)

Beim Durchsuchen des Rîf von Rîf von al-Qunaiṭra nach Hinterlassenschaften der eliminierten Terroristen wie Minen und Sprengvorrichtungen entdeckten die Räumkommandos am 29.10.2018 in der Gegend der Dörfer Bu­raiqa, Bi´r ʽAğam und Rasm Sanad wieder versteckte Waffen und Militärausrüstung, teils von israelischer, europäischer und US-Herkunft. Darunter befanden sich Kommunikationsgeräte, eine Aufklärungsdrohne, TOW-Raketen aus US-Beständen (dazu vgl.u., 29.8.2018!), verschiedene Waffen und Munition einschließlich Raketen, Panzergranaten, Mörsergranaten, Panzerabwehrgranaten, Sprengstoffdetektoren, Senderstör-Vorrichtungen und Nachtsichtferngläser. (https://sana.sy/en/?p=149954, https://www.sana.sy/?p=835947)
In gleicher Weise fanden sich im Gebiet von al-Ḥûla im N-Rîf von Ḥomṣ Universal-Maschinengewehre, diverse Munition, Mörsergranaten und selbstgebaute Raketen. (https://www.sana.sy/?p=835892, https://sana.sy/en/?p=149927)

Wiedereröffnung des Nationamuseums Damaskus am 28.10.2018, Photo: SANA

Wie am 25.10.2018 bereits angekündigt öffnete das Nationalmuseumvon Damaskus am So., 28.10.2018,  nach sieben Jahren der erzwungenen Schließung infolge des Terrorkrieges wieder seine Pforten der Öffentlichkeit. Der Publikumsandrang war dementsprechend groß.
Das im Herzen der Haupstadt gelegene Museum gilt als das älteste und bedeutendste seiner Art im Nahen Osten. Gegründet 1920 befinden sich die Sammlungen im heutigen Gebäude, welches aus dem Jahr 1936 stammt, mit Anbau der Seitenflügel in den Jahren 1956 und 1975 und einer – wieder restaurierten -Fassade beim Haupteingang, welche diejenige eines Stadtpalastes aus islamischer Zeit nachahmt. Das Gebäude beherbergt Artefakte verschiedenster Kulturen aus aus prähistorischer Zeit, der Frühgeschichte, der griechischen, hellenistischen, römischen, byzantinischen und islamischen Epoche, dazu moderne Gegenwartskunst. Zu sehen sind u.a. das bislang älteste in Schrift erhaltene Alphabet aus Ugarit, römische Fußbodenmosaike, die Fassade und Fresken des umayyadischen Wüstenschlosses“ Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî, ca. 80km südlich von Tadmur gelegen, aus der Zeit von 727 und Details aus den prächtig ausgeschmückten Grabanlagen von Palmyra.
Die Eröffnungsrede hielt Kulturminister Muḥammad Aḥmad al-Ḫalâl, gefolgt vom Chef des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM), Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd, und dem Vorsteher der Landesdirektion des United Nations Development Program (UNDP) für Syrien, David Akopyan, welcher besonders die Leistung bei der Wiederherstellung der Kulturgüter, einem Erbe der Menschheit, nach deren mutwilliger und gezielter Zerstörung durch den Takfîr-Terrorismus hervorhob.Dr. al-Ḥamûd informierte darüber, daß ab 2012 deswegen die gefährdeten Kunstwerke, d.h. gut 300.000 Stück und weitere 1.000 Manuskripte an einen geheimen sicheren Ort ausgelagert worden waren. Kultusminister al-Ḫalâl sah in der Wiedereröffnung auch ein Symbol für den Sieg von Kultur über terroristische Zerstörungwut.
(https://sana.sy/en/?p=149817, https://sana.sy/?p=835500 mit sehenswerter Photostrecke über die vorbildlich dargebotenen Exponate)

Über den Grenzübergang Naṣîb kamen am 28.10.2018 weitere Flüchtlinge zurück nach Syrien und wurden von den Behörden in allem Weiteren entsprechend unterstüzt (vgl.u.).  (https://sana.sy/en/?p=149907, https://www.sana.sy/?p=835511)

Syrische Delegation beim World Investment Forum in Genf, Photo: SANA

An dem am 26.10.2018 in Genf gestarteten World Investment Forum  nahm auch eine syrische Delegation unter Leitung von Râmî Ṣâliḥ teil. In einer auch dem IPU-Generalsekretär (s.u.) in schriftlicher Form zugesandten Rede machte dieser am 28.10.2018 deutlich, daß die von einigen westlichen Staaten gegen Syrien – rechtswidrig [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] – erlassenen wirtschaftlichen Sanktionen wie die fortgeführte Unterstützung und Finanzierung der Terroristen unbedingt gestoppt werden müßten. Sie seien Hindernisse für die Wiedererlangung voller Stabilität in Syrien und hätten negative Rückwirkungen nicht nur in ökonomischer Weise, sondern auf dem Gesundheitssektor und in psychologischer Art; außerdem wirkten sie abschreckend auf Investoren in der Wiederaufbauphase des Landes. Er appellierte daher  an das Forum, die Aufhebung dieser Maßnahmen zu empfehlen und die Sanktionen als Verletzung der Menscherechte zu klassifizieren. (https://www.sana.sy/?p=835663, https://sana.sy/en/?p=149810)

Wie erst am 20.10.2018 übereinstimmend durch zivile Quellen und Medien der Region zu erfahren war, hatten am So., 28.10.2018 Terroristen von  Ğabhatu_n-Nuṣra  und den mit dieser Organisation verbundenen Ğaiš al-ʽIzza Zylinder mit Chlorgas und Sarin  aus dem Gebiet von al-Laṭâmina, einem Terroristenstützpunkt, in die Gegend von Qalʽat al-Maṣîq im NW-Rîf von amâ gebracht. (https://www.sana.sy/?p=836329) – Bekanntlich ist von Terroristen in dieser Region und ihren Hintermännern wieder ein Anschlag mit Giftgas bzw. die Inszenierung eines solchen unter Einbindung der  White Helmets (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) geplant, der der syrischen Regierung untergeschoben werden soll, um in der Folge einem weiteren westlichen Angriff auf Syrien einen Vorwand zu liefern.  Näheres dazu s.u.!
Darauf wies dann später am Abend auch Wladimir Sewtschenko, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, hin und warnte explizit aufgrund der eingegangenen Meldungen von Anwohnern, daß gegenwärtig White Helmets-Mitglieder mit dem Filmen eines fingierten Giftgasangriffs begonnen hätten. Denkbar sei auch per Beschuß einer zivilen Ansiedlung durch die Terroristen, um eine Artilleriereaktion der SAA zu provozieren, während derer das Gftgas durch die Terroristen freigesetzt werde, um die SAA zu beschuldigen, es eingesetzt zu haben. Hierfür komme die derzeit unter Terroristenkontrolle stehende Mâriʽ in Frage, da nach Ankunft der o.e. Giftgaszylinder von Ğisr aš-Šuġûr in den Städten al-Aʽzâz, Mâriʽ und ar-Râʽî  auch dutzende White Helmets-Terroristen dorthin nachgekommen seien. Früher von den Terroristen gekidnappte (s.u.) Zivilisten, welche die „Opfer“ abgeben sollen, seien ebenfalls laut Meldungen von Anwohnern bereits vor Ort. Zudem wollten die Terroristen Tal Rifʽat unter ihre Kontrolle bringen. (https://www.sana.sy/en/?p=150018 vom 30.10.2018)

Ramzan Kadyrow, Staatschef der tschetschenischen Teilrepublik der russischen Föderation, Photo: SANA

Zitiert von Sputnik News am 28.10.2018 erinnerte der tschetschenische Staatschef Kadyrow während einer Pressekonferenz in Grozny daran, daß der Krieg in Syrien noch nicht zu Ende sei. Immer noch versuchten gewisse Staaten, vor allem die USA, Israel und einige europäische Regierungen diesen durch anhaltende Unterstützung für die im Land aktiven Terroristen in die Länge zu ziehen [zu weiteren Beleg-Aussagen s.u.].  Die Krise in Syrien werde erst enden, wenn diese ihre Unterstützung für die Terroristen aufgäben, denn „there are leaders of terrorists in Syria who are supplied of all what they need otherwise they would not survive for a single day. “ (https://www.sana.sy/en/?p=149795) – Kadyrow sagte früh Putin seine Unterstützung bei der Hilfe für Syrien zu und sandte auch  humanitäre Hilfsgüter ins Land (vgl.u.)!

Generalleutnant Wladimir Sawtschenko vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm, machte am 28.10.2018 darauf aufmerksam, daß wieder einmal der Versuch, eine Hilfslieferung von 450 Tonnen an Nahrungsmitteln und Medizin in das im 55km-Bannkreis der völkerrechtswidrig in at-Tanaf errichteten US-Basis liegende Flüchtlingslager ar-Rukbân zu bringen am US-Militär scheiterte (zu früheren fällen s.u. und Teil VI). Dazu erklärte er: „Once again as a result of actions by the US side, which has been unable to fulfill its commitments to ensure safety within the 55-km radius around its base in Al-Tanf, the convoy’s departure was disrupted.“
Zudem informierte er über die fortgesetzte Verletzung der Verinbarung zur demilitarisierten Zone von Idlib durch die Militanten mittels ständiger Angriffe auf zivile Ziele vor allem in Aleppo und Ḥamâ und Positionen der Armee.(http://tass.com/world/1028204, s.a. http://tass.com/politics/1028248)

Golan-Proteste, Photo: SANA

Auch am 28.10.2018 setzten die Bewohner des israelisch besetzten syrischen Golan ihre Massenproteste gegen die neuen Judaisierungsmaßnahmen der Besatzungsmacht (vgl.u.) fort. Dabei geht es um die sog. „,local councils’ elections” (s.u.). (https://sana.sy/en/?p=149)

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Bei weiteren Bombardements der US-geführten Koalition vom 28.10.2018 auf zivile Wohngegenden im Dorf as-Sûsa (s.u.) ca. 140 km im SO von  Dair az-Zaur wurde eine Familie, ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern, und das einer weiteren Person ausgelöscht und massiver Schaden an Gebäuden etc. angerichtet. (https://sana.sy/en/?p=149799, https://www.sana.sy/?p=835512) – Die seit August 2014 völkerrechtswidrig im Land agierende Koalition beendet dieses zerstörerische Vorgehen trotz vehementer Proteste der Syrer auch vor den UN-Behörden nicht (vgl.u.).

Entgegen der Truppenabzugsversprechen von US-Präsident Trump im Sommer und der grundsätzlichen völkerrechtswidrigen Präsenz des US-Militärs im Land (dazu vgl.u.) verstärkte das Pentagon in den letzten Wochen diese auch noch:  erst am Sa., 27.10.2018, kamen 50 neue Hummer-Militärfahrzeuge auf einem neu er­richteten  US-Militärstützpunkt nahe der Siedlung Hağîn im Osten von Dair az-Zaur an. Damit unterhalten die USA 20 Militärbasen allein in Ostsyrien. Vor 20 Tagen wurden zudem neue Streitkräfte und US-Marines dorthin verlegt.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44262) – Entgegen des Präsenzvorwands, den IS zu bekämpfen, auch in Unterstützung der dortigen sog. SDF, hat sich der IS in jener Region weiter ausgebreitet. Zuletzt hatten die SDF wieder schwere Verluste erlitten (S. im Kapitel Irak  und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44259!)

Fortsetzung der Golan-Proteste, Photo: SANA

Fortsetzung der Golanproteste (vglu.)  27.10.2018: https://www.sana.sy/?p=835318

Terroranschläge vom 27.10.2018:
Erneut beschossen Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen bzw. deren Affiliierte mit Raketen den Stadtteil Šâriʽ an-Nîl von Aleppo, wodurch eine Frau Verletzungen davontrug und Sachschäden entstanden.
Ebenfalls zu Sachschäden kam es beim Beschuß mittels Panzerfäusten auf die Stadt aṣ-Ṣafṣâfiyya im W von Maḥarda  (einem häufigen Anschlagsziel, vgl..u) vom Terroristenherd in al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ aus.
(https://www.sana.sy/en/?p=149746, https://www.sana.sy/?p=834948)

Vierertreffen in Istanbul vom 27.10.2018, Photo: TASS

Während des Vierertreffens in Istanbul vom 27.10.2018 (s.u.) stellte Rußlands Staatschef Putin überdies nochmals heraus, daß es einzig Sache der Syrer sei, ihre über eigene Zukunft zu entscheiden. Dies müsse ohne Druck und Einflußnahme von außen geschehen. Ebenfalls wiederholte er, daß die Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib (vgl.u.) nur eine zeitweilige sei. Hörten die beständigen Angriffe durch die dortigen Terroristengruppenin Zuwiderhandlung der Vereinbarung nicht auf, werde Rußland Syrien bei der notwendigen Eliminierung dieses Terroristen-Brennpunkts in der Provinz Idlib beistehen. Dann rief er die internationale Gemeinschaft zur humanitären Hilfeleistung für Syrien auf wie zur Erleichterung der Rückführung der syrischen Auslandsflüchtlinge. (https://www.sana.sy/en/?p=149780, https://www.sana.sy/?p=835264; s.a. http://tass.com/world/1028196)

Die Entfernung des mit überwältigender Mehrheit in freien und durch ausländische Beobachter als beanstandungslos gewerteten Wahlen (s. Teil I, vgl.a. Teil II) wieder zum Präsidenten bestimmten Dr. al-Assad aus dem Amt, die beständig von westlichen und regionale (nicht demokratische, fundamental-islamische) Regeirungen während der letzten Jahre geäußert worden war und einen Verfassungsbruch (!) bedeutet hätte, war in Istanbul kein Thema mehr. (http://tass.com/world/1028185) – Bundeskanzlerin Merkel betonte während des Treffens bzgl. der – bislang nicht erfolgten( und insofern  seitens Syriens, Rußlands und des Irans kritisierten) – Unterstützung  der Rückführung der syrischen Flüchtlinge wie der Präsidentschaft von Dr. al-Assad: „Syrian political process must result in elections with participation of refugees“ (http://tass.com/world/1028194), wohl in der Hoffnung, daß diese infolge der mehrjährigen Aussetzung gegenüber der westlichen Mainstream-Medien-Propraganda gegen Syrien dessen Widerwahl verhindern könnten und so daß Ziel seiner Entfernung aus dem Amt doch noch erreicht werden könne, welches auch der im Dienste der erwähnten regionalen, nicht bzw. (Schein-)demokratischen, fundamental-islamischen Regierungen, welche die Jahre über die in Syrien aktiven Terroristen unterstützten, SNC (ab Teil I) bzw. HNC (s. ab Teil IV) tätige verfolgt.

Vierertreffen zur Lösung der Krise in Syrien in Istanbul vom 27.10.2018, Photo: SANA

Das  Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) zur Beilegung der Syrienkrise in Istanbul (s.u.) endete am 27.10.2018 mit einer gemeinsamen Schlußkundgebung. Darin verpflichteten sich die teilnehmenden Regierungschefs zur Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und  territorialen Integrität Syriens [z.B. entgegen Yinon-Plan, s. z.B. Teil IV], zur allein politischen Lösung der Syrienkrise gemäß dem bislang [einzig] erfolgreichen Pfad infolge der Astana-Konferenzen, den auch die Bundesregierung und jene von Frankreich unterstützen sollten, der Erleichterung der Rückführung der ins Ausland geflüchteten Syrer [gegen Verhinderungsmaßnahmen, s.u. und Teil VI], der Unterstützung für eine Beendigung der Krise in Syrien [gegen Verlängerungsbemühungen, vgl.u.] und der Umsetzung der Schlußforderungen des Syrian National Dialogue Congress von Sotschi Ende Januar (s. Teil VI). Demnach soll die Aufstellung des Komitees zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung (s.u.) bis Ende 2018 stehen, damit dieses seine Arbeit zu Jahresanfang aufnehmen könne. (https://www.sana.sy/en/?p=149777, https://www.sana.sy/?p=835368, https://www.sana.sy/?p=835228)
Erdogan bestätigte auf eine Reporterfrage hin, daß der Iran als wichtiges Mitglied des Astana-formats über das Quadrupeltreffen ausführlich informiert werde. (http://tass.com/world/1028195) – Davon war auszugehen.

Am Sa., 27.10.2018, findet das in Istanbul angesetzte Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) zur Beilegung der Syrienkrise statt.  Alle Beteiligten hätten sich zwar hierzu bekannt, doch bestünden Differenzen bei der Umsetzung bzw. Vorgehensweise.  Daher sei gemäß Aussage von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vom Mo., 22.10.2018 (s.u., kein Durchbruch zu erwarten, es handele sich lediglich – wie die Ereignisse der letzten Zeit bestätigen – um einen Meinungsaustausch. Bei letzteren beiden Teilnehmern handelt es sich um Beteiligte der sog. „Minigruppe“ (dazu s.u.!).
Im Vorfeld des Treffens führte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ein Telefonat mit Rußlands Staatspräsident Wladimir Putin, der mit der Hauptakteur der Astana-Konferenzen (s.u. bzw. ab Teil V) ist, welche bislang allein (durchschlagende) Erfolge bei der politischen Beilegung der Syienkrise zu verzeichnen hatten, die zudem die syrischen Belange berücksichtigten. Nach deren Ankunft in Istanbul sprach Putin auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und ebenso mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan. (https://www.sana.sy/?p=835096)

World Peace Council tagt in Damaskus, Photo: SANA

In der Universität Damaskus fand am 27.10.2018 das Treffen des Exekutivkomitees des World Peace Council unter Beteiligung von 40 arabischen und anderen ausländischen Staaten statt. Die Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes bemerkte in ihrer Einführungsrede: „We are gathering today in Syria to express our solidarity with the Syrian people who have endured the worst terrorist war against a sovereign state for more than seven years.” (d.h. Wir treffen uns heute in Syrien, um unsere Solidarität mit dem syrischen Volk zum Ausdruck zu bringen, das den schlimmsten terroristischen Krieg gegen einen souveränen Staat in mehr als sieben Jahren durchgestanden hat).
Die Wahl für den Austragungsort fiel auf Damaskus als Botschaft an alle Länder, ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates zu verurteilen wie auch die terroristischen Angriffe in dem Versuch, Syrien zu zerstören, ein Land, das friedliebend sei und bekannt für sichere Geborgenheit (security and safety) die Jahrhunderte hindurch.
Generalsekretär Thanassis Pafilis betonte dazu, die Ortswahl unterstreiche die Bedeutung der Region, der mehr Aufmerksamkeit zuteil werden sollte, schon um den umablässigen Kampagnen entgegenzuwirken, welche die geschichtlichen Fakten verzerrten und verfälschten und das Denken der jungen Generation vergifteten [mit letzteren war auch die Takfîr-Propaganda gemeint].
Syriens Repräsentant Samîr Masʽad konstatierte, Syriens Standhalten in dem gegen das Land inzenierten Krieg mit Unterstützung seiner wahren Freunde sei ein Hebel für die friedliebenden Mächte in der Welt im zähen Ringen um die Schaffung einer besseren Welt, die von Gerechtigkkeit und Gleichwertigkeitgeleitet werde. Der araische Artikel führt Statements  noch weiterer Ratsmitglieder aus anderen Staaten an. (https://www.sana.sy/en/?p=149771, https://www.sana.sy/?p=835141; s.a. https://sana.sy/en/?p=149853 vom 28.10.2018)

Libanesischer Staatspräsident Michel ʽAûn, Photo: SANA

Beim Treffen mit einer französischen Parlamentsdelegation im Baʿabdā-Palast im Libanon am 26.10.2018 rief Staatschef, General Michel ʽAûn, erneut dazu auf, die infolge der terroristischen Aktivität in Syrien aus dem Land getriebenen rückkehrwilligen (! vgl.u.) Syrer bei ihrer Heimkehr zu unterstützen [anstatt dem Steine in den Weg zu legen, wie bislang geschehen, vgl.u.!]. Schließlich seien dank der Erfolge der Armee (SAA) und den Bemühungen der Behörden dort überwiegend wieder Sicherheit und Stabilität eingekehrt.
Desweiteren wies er erneut darauf hin, daß der Libanon und seine Bevölkerung Frieden und Si­cher­heit in der Region anstrebten zu einer Zeit, in der die israelischen Besatzungstruppen weiterhin die libane­sische Souveränität [z.B. für Angriffe auf syrisches Territorium, vgl.u.] und internationale Resolutionen verletzten. (https://www.sana.sy/?p=834726)

Während der UNSC-Sitzung zur Nah-Ost-Situation am 26.10.2018 hob Rußland Vertreter Wassili Nebensja hervor, westliche Regierungen versuchten nach wie vor, die Krise in Syrien neu zu entfachen und hinauszuzögern, um damit eigene [kolonialistische] Ziel in der Region zu verwirklichen. So sei es inakzeptabel, dem syrischen Komitee zur Diskussion der Verfassung (ein Ergebnis des Syrian National Dialogue Congress von Sotschi Ende Januar, vgl.u. und bes. Teil VI) Bedingungen aufzuerlegen und damit Vorschriften entgegen dem erklärten Willen der Syrer aufzuoktroyieren. Außerdem gebe es keienrlei Basis dafür, für die Formierung dieses Komitees – von unbeteiligter Seite! – willkürlich Daten festzusetzen. (https://www.sana.sy/en/?p=149743, https://www.sana.sy/?p=834908)

Der permanente UN-Gesandte Dr. al-Ğaʽfarî thematisiert zunächst den jüngsten Report des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, welcher darin die völkerrechtwidrige Präsenz der US-geführten Delegation in seinem Heimatland Syrien und deren Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung völlig übergangen hatte.  Dies ei umso ärger, als jene zwar die Terrorismusbekämpfung als Ausrede für ihre Stationierung benutze, jedoch tatsächlich alles bekämpfe  außer den Terroristen. Dazu führte er aus: „the illegal US-led international coalition targets everything in Syria except for terrorist groups. We are surprised that the UN Special Envoy’s report ignored the crimes of this coalition against the Syrians.” Darauf führte er die jüngsten Angriffe auf Zivilsiten in Bombardements, die vorgeblich dem IS galten, näher aus: „The illegal US-led international coalition continues to commit crimes in Syria, the last of which was in the villages of al-Sosa and al-Bubadran in the countryside of Deir Ezzor, which led to the martyr­dom of 62 civilians.”
Sodann stellte er klar: „Syria believes in the role of the United Nations, which is based on the force of law and not on the arrogance of power, and respects the sovereignty of states and the principles of non-interference in their internal affairs.” (d.h. Syrien glaubt an die Rolle der Vereinten Nationen, welche auf der Macht des Gesetzes und nicht auf der Arroganz der Gewalt beruht, und respektiert die Souveränität der Staaten und die Prinzipien der Nichteinmischung in deren innere Angelegenheiten.).
Zudem stellte er fest: „The Syrian state is keen to end the crisis. We are the first and last victim of this terrorist war, which was aimed at killing Syrian people and destroying Syria’s infrastructure.” (d.h. Syrien ist begierig, die Krise zu beenden. wir sind zuallererst und -letzt Opfer dieses Terrorkrieges, welcher darauf zielt, alle Syrer zu töten und Syriens Infrastruktur zu zerstören.)
Einen Weg aus dieser Krise stelle auch die Zusammenstellung des angesprochenen Komitees zur Verfassungsdiskussion dar, welches die syrisches Gesellschaft abbildet und  ihre Wünsche [Träume, Ziele] umsetzt. Syriens Regierung strebe danach, alles in die Wege zu leiten, was die syrische Bevölkerung, die ihr Land liebt und eine Welt, frei von Terrorismus, zu erstellen den Willen hat, wünscht.
.Zu Idlib bemerkte er, Syrien dürfe einer Umwandlung jener Provinz in eine Höhle des Terrorismus nicht zuschauen. „Idleb is part of Syria and it is natural that the Syrian state is fighting terrorism in order to rid its people of terrorism and establish its sovereignty over it.” (d.h. Idlib ist ein Teil Syriens und es ist selbstverständlich, daß dr syrische Staat den Terrorismus bekämpft, um sein Volk davon zu befreien und die Souveränität darüber [i.e. Idlib] herzustellen.). (https://www.sana.sy/en/?p=149733, https://www.sana.sy/?p=834731)

In Syrien beginnt am 26.10.2018 – wie an jedem letzten Freitag im Oktober seit 2011 – die Winterzeit. (https://www.sana.sy/?p=834524)

Sintfluartige Regengüsse, teils mit Hagel, begleitet von Stürmen halten auch am 26.10.2018 in Syrien  von der Küste ins Landesinnere in NO-Richtung ziehend weiter an. Dabei kam es zu weiteren materiellen und sogar auch menschlichen Verlusten. Betroffen sind in der östlichen Mittelmeerregion auch der Libanon und Jordanien. Überschwemmungen und Bäche, die sich in reißende Flüsse verwandeln,  beschädigen Pflanzungen und (geschützte) landwirtschaftliche Kulturen (bes. Gewächshäuser), menschliche Siedlungen, sorgen für umgestürzte und entwurzelte Bäume, eingedrückte Mauern  sowie Stromausfälle u.v.a. (https://www.sana.sy/?p=834609, s.a. https://www.sana.sy/?p=834632)

Terroranschläge vom 25.10.2018:
In fortgeführter Verletzung der Vereinbarung über die demilitarisierte Zone in der Provinz Idlib (s.u.) beschießen die Terroristen darin weiterhin Stadtteile von Aleppo. So entstanden Sachschäden infolge von Sprengladungen, abgeschossenen durch Bazookas von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen auf die Ränder des aleppiner Stadtteils Ğamʽiyyat az-Zahrâ´  im Umkreis des Justizpalastes. Die SAA reagierte mit gezieltem Beschuß der Terroristenstellungen. (https://www.sana.sy/en/?p=149681, https://www.sana.sy/?p=834281)

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman verkündete am 25.10.2018, sich (d.h. die SDF) – wie von der russischen Seite infolge des Abschusses der IL-20 gefordert (vgl.u.) – zur Vermeidung von weiteren Zwischenfällen nicht bzgl. Angriffen auf syrisches Territorium zurückhalten oder die russische Seite hierüber vereinbarungsgemäß (vgl. Hadashot news report) informieren zu wollen. Außerdem erklärte er, die SDF habe mehr Angriffe auf Syrien geführt, als in den (Mainstream-)Medien berichtett, indem er sagte: „Just because the media did not report on Syria strikes does not mean there were none.” (https://www.i24news.tv/en/news/international/middle-east/187129-181025-liberman-says-israel-will-not-accept-restrictions-on-operations-in-syria)

Laut Mitteilung des Vize-Kommandeurs der russischen Truppen in Syrien, Generalleutnant Sergei Kuralenko von Donnerstagabend, 25.10.2018, haben an jenem Tag erstmals russisches Militär mit den infolge der Terroristenbeseitigung durch die SAA dort (vgl.u.) wieder stationierten UNDOF-Soldaten eine gemeinsame Patrouille an der syrisch-israelischen Demarkationslinie zum israelisch besetzten syrischen Golan durchgeführt. Künftig seien weitere geplant. Dazu führte er aus: „The Russian military police have been patrolling the entire demilitarized zone for a long time, but the joint patrol [of the territory] to the south of the Quneitra crossing took place for the first time today,. … Today, the Russian mili­tary police are ensuring the safety of the UN team on the mission. … In the future, we plan to carry out a joint patrolling mission directly to the southernmost end of the demilitarized zone.“ (http://tass.com/world/1027954)

Beim wöchentlichen Pressebriefing wiederholte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau am Do., 25.10.2018, die (trotz zahlreicher Kritik Syriens und seiner Verbündeten darüber fortgesetzte) US-Militärpräsenz in Syrien stelle eine Okkupation und eine Verletzung der souvernänität Syriens, eines UN-Mitgliedsstaats dar. Gemäß Sputnik news kommentierte sie den Vorgang wie folgt: In northeastern and southern areas of Syria as well as in al-Tanf, there is a de facto unconvincing occupation by US forces of the territory of the sovereign Syrian state.” Dort hätten die Terroristen einen sicheren Hafen („safe haven in the 55-kilometer exclusive zone”) [vor den counterterroristischen aktivitäten der SAA] gefunden, von dem aus sie die Bevölkerung, welche in das Gebiet unter Staatskontrolle flüchten wollten zwängen, sich mit Geldzahlungen an sie freizukaufen. – Schon früher im Monat (s.u.) hatte Rußlands Außenminister Lawrow kritisiert, daß die US-Basis at-Tanaf mit dem nahegelegenen Lager ar-Rukbân hauptsächlich für das Training von Terroristen und als deren sicherer Hafen genutzt werde („mainly used to train and harbor terrorists”).
Hinsichtlich des Nachfolgers von Staffan de Mistura als UN-Sondergesandter für Syrien stellte sie klar, er müsse in seiner Eigenschaft als Mediator gemäß den fundamentalen UN-Prinzipien hierfür selbstredend für die Behörden der Syrisch-Arabischen Republik Syrien akzeptabel sein. Zieirt wurde er mit den Worten: „the candidacy of the new special envoy must be acceptable for the authorities of the Syrian Arab Republic as it is envisaged by the fundamental principles of UN media­tion.” (https://www.sana.sy/en/?p=149711; s.a. http://tass.com/world/1027847)

Wladimir Tschischow, der permanente russische Gesandte bei der EU, erklärte am 25.10.2018 im Interview für Rossiya-24, der Kreml könne der EU eine Liste mit Namen von Terroristen einschließlich von Anführern der White Helmets (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) liefern, welche für den Einsatz von C-Waffen in Syrien verantwortlich seien mit den Worten „Our re­levant agencies have list of the names of those terrorists  and their coordinators in Syria , including the leadership of the White Helmets who are really involved in chemical weapon incidents. We can help.” (https://www.sana.sy/en/?p=149718, https://www.sana.sy/?p=834528; s.a. http://tass.com/politics/1027921)

Kasachstans Außenminister ʽAbdaraḫmanow gab am 25.10.2018 gegenüber Journalisten bekannt, die nächste Konferenz zu Syrien im Astanaformat werde in eben dieser Landeshauptstadt gegen Ende November oder Anfang Dezember 2018 stattfinden. (https://sana.sy/en/?p=149655, https://www.sana.sy/?p=834087)

Über den Grenzübergang ad-Dabûsiyya kamen am Do., 25.10.2018, wieder eine Anzahl Busse mit hunderten vor dem Terrorismus in den Libanon geflüchteter Syrer an. Die Rückkehrer wurden in der bekannten Weise (s.u.) von den Behörden in Empfang genommen und in allem Weiteren unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=149651, https://www.sana.sy/?p=834048)

Während des 8. Xiang­shan International Security Forum in Peking machte Rußlands Vize-Verteidigungsminister, Generalleutnant Alexander Fomin, in seiner Rede vom 25.10.2018 bekannt, daß die im Januar 2018 gegen die russische Luftbasis Ḥumaimîm   gerichtete Kampfdrohnenattacke von einem US-Überwachungsflugzeug einer Poseidon 8 – gelenkt worden sei.
Darauf stellte Fomin klar, daß man mit Terroristen nicht verhandeln könne. Man könne sie nicht in gute und böse unterscheiden und müsse sie eliminieren, bevor sie erstarkten und quasi vor dereigenen Haustzüre stünden. Aus diesem Graund habe auch rußland Syrien beigestanden, den Terrorismus in diesem Land zu bekämpfen. Wörtlich äußerte er dazu: „It is impossible to reach an agreement or truce with terrorists, they should be only eliminated…There are no good and bad ter­rorists, therefore, we should eliminate them, and we shouldn’t wait them to increase and to reach our houses. … That is the reason why Russia hadn’t hesitated for a moment to help the Syr­ian Government in elimi­nating international terrorists in Syria.”
Derzeit herrsche finanzielle, wirtschaftliche und politische Stabilität in Asien und dem Pazifikraum, doch kämen heutzutage gefährliche Herausforderungen und Bedrohungen auf deren Staaten zu angesichts der zunehmenden Flucht der Terroristen aus Syrien und dem Irak infolge ihrer Niederlage gege über der jeweiligen Armeen und deren Verbündeten. (https://www.sana.sy/?p=834108, https://www.sana.sy/en/?p=149666; s.a. http://tass.com/defense/1027834)
In der Folge erklärte auch Kremlsprecher Dmitri Peskow selben Tags gegenüber der Presse, die Regierung in Moskau sei besorgt, über die Information, daß die Drohnen, welche im Januar die russische Luftbasis Ḥumaimîm in Syrien angegriffen hätten, von einem US-Flugzeug aus gesteuert worden seien.  Er bemerkte noch: „This evidence is very alarming. It goes with­out saying nobody should have any doubts that our military specialists will carry out proper ana­lysis and make the required conclusions.” (https://www.sana.sy/en/?p=149678)

Vertreter der Baʽṯ-Partei nehmen an der zweitägigen 10. General Assembly for the International Conference of Asian Political Parties in Moskau vom 25./26.10.2018 teil zusammen mit Delegationen aus weiteren 52 Ländern. Hauptgegenstand ist der Gedankenaustausch über die Möglichkeiten zur Friedensschaffung und den Beitrag der Parteien dabei, internationale Spannungen abzubauen, Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen und die Beziehungen zwischen den Ländern auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene positiv zu gestalten. (https://www.sana.sy/?p=834475, https://www.sana.sy/en/?p=149725)

In einem Festakt, veranstaltet durch das Kultur- und Tourismusministerium, wird am So., 28.10.2018 ein Teil des Nationalmuseums von Damaskus nach sieben Jahren der erzwungenen Schließung infolge des Terrorkrieges wiedereröffnet. Begleitet wird dies durch ein zweitägiges internationales Symposium unter dem Titel „the situation of museums and their role in enhancing national belonging”, zudem etliche syrische und ausländische Archäologen und Experten ihr Kommen zugesagt haben.  Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd, Chef des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM), informierte darüber, daß in vier Sektionen Artefakte aus prähistorischer, historischer, klassischer und islamischer Ära gezeigt würden. Darunter seien von der SAA sichergestellte Stücke, die zuvor noch nie zu sehen gewesen seien. Er bedankte sich für die geleisteten Mühen bei der Wiedergewinnung und Wiederherstellung bei den beteiligten lokalen Körperschaften, internationalen Initiativen, dem UN Development Program, japanischen Institutionen und westlichen Archäologen sowie der Armee (SAA). Syrien zeige damit auch, daß es den Terrorkrieg zielbewußt und  mit Beständigkeit überstanden habe und den vollständigen Sieg über den Terrorismus erringen werde. (https://www.sana.sy/en/?p=149714)

Unwetter mit enormen Regenmengen und Stürmen suchten auch am 25.10.2018 mehrere Provinzen Syriens heim und führten zu Schäden. Die Behörden hatten Vorbereitungen für Hilfsmaßnahmen  getroffen und eine Notrufnummer eingerichtet. Näheres dazu bei: https://www.sana.sy/?p=834073, https://www.sana.sy/?p=834153, https://www.sana.sy/?p=834366, https://www.sana.sy/?p=834514, https://www.sana.sy/?p=834381, https://www.sana.sy/?p=834386.

Erneut haben nach Meldung von Anwohnern Kampfflieger der US-geführten Koalition am 24.10.2018 beim Bombardement eines Wohnviertels des Dorfes as-Sûsa im Ost-Rîf von Dair az-Zaur eine Anzahl  Zivilisten getötet bzw. verwundet und damit wiederholt ein Kriegsverbrechen begangen. Gleichzeitig sei ein Angriff der QSD (vgl.u.) erfolgt und habe massive Zerstörungen an den Wohnhäusern und anderem Eigentum angerichtet (https://www.sana.sy/en/?p=149551, https://www.sana.sy/?p=833697)

Terroranschläge vom 24.10.2018:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone (von Idlib) griffen die in den  NW- und W-Ausläufern von Aleppo in Stellung gegangenen Terroristen den Stadtteil Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten an und verursachten dort Sachschäden. Bei weiterem Beschuß durch Raketen kurz vor Mitternacht vom nördlichen und westlichen Teil Aleppos, speziell von ar-Râšidîn aus auf die Stadtteile Saif ad-Daula, al-Aʽẓamiyya und Akramiyya wurden dann noch 10 Zivilisten verletzt und Wohnhäuser erheblich beschädigt. (https://www.sana.sy/en/?p=149560, https://www.sana.sy/?p=833632)

In einem Gratulationsschreiben an den UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum 73. Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen betonte der syrische UN-Verband am 24.10.2018, der Frieden, den zu etablieren die UN geschaffen worden seien, sei in weiter Ferne. Syrien habe zu einem beträchtlichen Teil die Tragödie dieses Umstands erlebt. Daher wolle der Verband die UN dazu aufrufen, ihre Rolle wahrzunehmen und Syrien aktiv dabei zu helfen, den Terrorismus aus Syrien zu tilgen, dessen Nachwirkungen bzw. Folgen zu bewältigen und jegliche widerrechtliche Präsenz aus syrischem Territorium zu entfernen. (https://www.sana.sy/en/?p=149575, https://www.sana.sy/?p=833819)

Infolge der Detonation von durch Terroristen früher ausgelegten Landminen kamen ein Vater und sein Sohn in ihrem Auto beim Passieren ums Leben, während weitere vier Personen verletzt wurden. Ein weiterer Autofahrer  wurde durch eine weitere Detonation einer Mine verwundet, als er anhielt, um vor Ort Hilfe zu leisten. (https://www.sana.sy/en/?p=14958, https://www.sana.sy/?p=833799)

Während einer Besprechung in Moskau mit den Vize-Außenministern der beiden anderen Astana-Garantenstaaten, Ḥussain Ğâbarî Anṣârî (für den Iran) und Sedat Önal (für die Türkei) am 24.10.2018 eröffnete Rußlands Außenminister  Lawrow, das nächste der periodisch erfolgenden Gipfeltreffen innerhalb des Astana-Prozesses werde in seinem Land stattfinden. Das Astana-Format sei das effektivste bei der Erzielung von Fortschritten zur politischen Lösung der Syrienkrise. Lawrow machte deutlich, die  gemeinsame Arbeit daran müsse intensiviert und beschleunigt werden. (https://www.sana.sy/en/?p=149557https://www.sana.sy/?p=833605, https://www.sana.sy/?p=833837) – Der Appell galt aufgrund der Haltung der AKP-geführten Türkei unter Staatspräsident Erdogan in der Syrienfrage (s.u., z.B. Operation Olivenzweig).

Zuvor hatten die Vertreter der drei Garantenstaaten – auf russischer Seite war wieder Alexander Lawrentiew vertreten – die jüngsten Entwicklungen in Syrien diskutiert. Dazu gab Lawrow in einer Stellungnahme am 24.10.2018 an : „The guarantor states of Astana process held consultations on Tuesday in Moscow with the participa­tion of Russian President’s Special Envoy to Syria Alexander Lavrentiev, Russian Deputy Foreign Minister Sergei Verchinen, Senior Assistant to Iranian Foreign Minister for Political Affairs Hussein Jaberi Ansari, and Turkish Assistant Foreign Minister Sadat Unal.” Großer Wert wurde darauf gelegt, daß bei allem Syriens Souveränität und territoriale Integrität zu achten sei wie auch die Tatsache, daß allein die Syrer über ihre Zukunft und damit auch den politischen Prozeß entschieden in Übereinstimmung mit der UNSC.Resolution Nr.2254.  (https://www.sana.sy/en/?p=149607; s.a. https://www.sana.sy/en/?p=149607, https://www.sana.sy/?p=833837)

Über den hierfür eingerichteten Sicherheitskorridor bei Abû aḍ-Ḍuhûr gelang am 24.10.2018, dem zweiten Tag in Folge weiteren Bewohnern die Flucht aus dem von Terroristen kontrollierten Gebiet der Provinz Idlib in das sichere Umland von Aleppo. Dort wurden die Rückkehrer wie bislang in der bekannten Weise (s.u.) von den Behörden in Empfang genommen, medizinisch und mit Lebensmitteln etc. versorgt und in allem Weiteren unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=149562, https://www.sana.sy/?p=833760)

Am Mi., 24.10.2018, empfing Außenminister Walîd al-Muʽallim den UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, mitsamt der ihn begleitenden Delegation in Damaskus zur Besprechung der Fortschritte im politischen Prozeß der Lösung der Syrienkrise. Al-Muʽallim erwähnte dabei, daß sowohl der politische Prozeß als auch das Komitee zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung seiner Unterredung mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York (s.u.) entsprechen sollten, wobei ihm de Mistura nur beipflichten konnte.
Sodann erinnerte der Außenminister daran, daß Syrien ersteres Ziel immer unterstützt habe wie auch die Umsetzung der Ergebnisse des Syrian National Dialogue Congress (s. Teil VI, Ende Januar) von Sotschi und die Formation des o.e. Komitees und darin selbstverständlich fortfahre.
Natürlich müsse die Arbeit jenes Komitees von der UN-Charta, dem Völkerrecht und den UN-Resolutionen betreffend Syriens Souveränität, Unabhängigkeit und Einheit bestimmt sein, wobei er unterstrich, daß es allein Angelegenheit der Syrer sei, über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden. Daraus resultiere, daß dieser Prozeß unter syrischer Leitung und nach syrischen Maßstäben vor sich gehen müsse. Die Verfassung wie alles, was mit ihr zusammenhänge, unterliege einer reinen souveränen Entscheidung durch Syrer ohne ausländische Einmischung, auch wenn einige Seiten bzw. Regierungen gerade den Versuch zu Letzterem unternähmen und den Syrern ihren Willen aufzuzwingen trachteten.
De Mistura informierte über seine vergangenen Treffen und Aktivitäten im Rahmen des politischen Prozesses und des erwähnten Komitees. Er versicherte zudem, während der Jahre seiner Sondergesandtentätigkeit sein Bestes für eine politische Lösung der Krise unter komplizierten Umständen gegeben zu haben.
Beide Seiten vereinbarten, weiterhin in dieser Hinsicht in Kontakt zu bleiben.
In einer anschließenden kurzen Pressekonferenz im Four Seasons-Hotel referierte de Mistura kurz die Gesprächsinhalte mit den Worten: I held an expanded meeting with Minister al-Moallem and his deputy, during which we exchanged opinions clearly regarding the con­stitutional committee and the political process in general.”(https://www.sana.sy/en/?p=149548, https://www.sana.sy/?p=833682)

Terroranschlag vom 23.10.2018:
Beim Bestellen ihres Feldes im Umland des Dorfes al-Ḥumr fand ein Bauer den Tod, als sein Traktor die Explosion einer von den IS-Terroristen früher dort ausgelegten Landmine auslöste, ein weiterer Dorfbewohner wurde dabei ernsthaft verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=149493, https://www.sana.sy/?p=833104)

Golan-Proteste, Verbrennung der Wahlzettel, Photo: SANA

Am 23.10.2018 begannen die künftig in ständiger Wiederholung geplanten Massenproteste der syrischen Bewohner des – völkerrechtswidrig [zur Bewertung s.u.!] israelisch besetzt gehaltenen Golan gegen die von der Besatzung für Ende dieses Monats geplanten Wahlen für  sog. local councils. Diese dienen der Festigung der Beherrschung dieses Gebiets seitens Israels und sollen dessen Eingliederung unter israelische Verwaltung zementieren. Daher ist dergleichen auch durch die 4. Genfer Konvention verboten (vgl.u.). Während des Sitins an jenem Tag sprach Bišr Sulaimân al-Maqt, der Vater des langzeitinternierten Ṣadqî al-Maqt, eines Freiheitsaktivisten (vgl.u.), der immer wieder Rechtsverstöße der Besatzungsmacht öffentlich gemacht hatte und dafür regelmäßig inhaftiert worden war. Die Demonstranten erklärten ihre Zugehörigkeit zum Heimatland Syrien und ihre vehemente Ablehnung jeglicher Judaisierungsbestrebungen. Die friedlichen Proteste würden solange fortgeführt, bis die Besatzungsmacht von ihren Plänen der Judaisierung abrücke. (https://www.sana.sy/?p=832837, https://www.sana.sy/?p=832837 und https://www.sana.sy/en/?p=149479, https://www.sana.sy/?p=833309)
Schon am Vortag, dem 22.10.2018, hatten sich Bürger zu ähnlichen Protesten zusammengefunden. Ihre Aktion gipfelte in der öffentlichen Verbrennung der von den israelischen Behörden herausgegebenen Wahlzettel, die Aufstellung von Kandidaten  und die Wahl selbst werde boykottiert, erklärten die Demonstranten. Sie erklärten ihr Bestehen auf ihrer nationalen Identität als Syrer, ihrer Anhänglichkeit an die syrische Heimat und ihre Verurteilung aller zionistischer Judaisierungsversuche. Der früher in israelischer Haft gesessene Aktivist Nazîh Ibrâhîm formulierte: „We as Syrians in occupied Golan can be only with our homeland, and any attempt by the Israeli occupation entity to deceive us will be divulged by the Syrians in the occupied Golan.” Die Demonstranten forderten vor allem – wie schon in früheren Protesten –  die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien, wie dies auch zahlreiche UNSC-Resolutionen entsprechend der Rechtslage fordern (s.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=149457, https://www.sana.sy/?p=832837)

Von dem am Sa., 27.10.2018, in Istanbul angesetzten Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) – Bei letzteren beiden handelt es sich um Beteiligte der sog. „Minigruppe“ (dazu s.u.!) – sei gemäß Aussage von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vom Mo., 22.10.2018, kein Durchbruch zu erwarten. Es biete jedoch eine Gelegenheit zum Austausch von Meinungen und Ansichten zur Syrienkrise und deren Lösung. Wörtlich äußerte Peskow: „We have already said that it would be probably incorrect to predict that the summit is held with the aim of reaching certain agreements. … Obviously we need to be realistic that this is not the case. … But this summit is an excellent platform for comparing the notes, exchanging opinions and searching for possible areas of cooperation.“ Er setzte hinzu: „[it] is a very interesting format, absolutely new and quite logical from the stance of the countries involved in the solution of the Syrian problem.“ (http://tass.com/politics/1027271)
Am Rand dieses Treffens werde Präsident Putin mit dem türkischen Amtskollegen Erdogan zu einem bilateralen Meeting zusammenkommen, teilte Andrei Burawow bei einer Konferenz über bilaterale Beziehungen selben Tags mit. Dabei gehe es am 27.10.2018  um Energieprojekte wie die Konstruktion des ersten Atomkraftwerke der Türkei in Kooperation mit Rußland. (http://tass.com/politics/1027315) – Letzeres bestätigt erneut  die These (vgl.u.), daß die [widerwillige – wie die Vorkommnisse der letzten Jahre erwiesen] Unterstützung der russisch-iranischen Vorgehensweise zur Lösung der Krise in Syrien durch wirtschaftliche Vorteile für die Türkei gewonnen wird.
Sozusagen in Vorbereitung des Treffens vom 27.10.2018 in Istanbul (s.o.) kam Ḥussain Ğâbarî Anṣârî, der iranische Vize-Außenminister als Berater für Afrika- und Nahostangelegenheiten, am 23.10.2018 zu Gesprächen nach Moskau. Die Türkei schickte Sedat Önal. (https://www.sana.sy/en/?p=149537; s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44160)

Am Di., 23.10.2018, begann auf Weisung von Präsident Dr. al-Assad eine Regeirungsdelegation ihre Visite in der Provinz Dair az-Zaur, um sich ein Bild vom Fortschritt der Wiederaufbau-Projekte vor allem auch in den Städten Dair az-Zaur, al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl, im Gespräch mit den jewiligen Behördenvorständen und auch den Bewohnern vor Ort zu machen und davon zu berichten. Angeführt wurde die Gruppe von Premierminister ʽImâd Ḫamîs, die auch die Wasserkraftanlagen in az-Zabârî, Saʽlû und al-ʽAbd  sowie das Palmzuchtzentrum in Saʽlû besuchten. Besprochen wurden ebenfalls öffentliche wie von den Bewohnern ausgehende Aktionen bezüglich ar-Raqqa im Parteigebäude in  as-Sabḫa. (https://www.sana.sy/en/?p=149620, https://www.sana.sy/?p=833913)
Besichtigt wurden weiterhin der Flughafen udn die Euphrat-Universität in Dair az-Zaur, die wiederhergstellte Abwasserbeseitigungskanalisation im Statteil al-Ḥamîdiyya, das Ölfeld von Nîšân, das einen täglichen Ausstoß von 1100 Barrel erreichte und weiter ausgebaut wird bis zur Vorkriegskapazität (von 4.000 Barrel). Wieder in Betrieb genommen wurden im laufenden Jahr zudem 254Schulen  im Vergleich zu 36  davor. (https://www.sana.sy/en/?p=149497, https://www.sana.sy/?p=833010)
Weitere Flüchtlinge kamen am 23.10.2018 über den Sicherheitskorridor Abû aḍ-Ḍuhûr  vom terroristenkontrollierten Gebiet der Provinz Idlib sicher an, wo sie von Hilfskräften erwartet wurden.  (https://www.sana.sy/en/?p=149498, https://www.sana.sy/?p=833082)

Syrischer Großmufti auf interreligiösem Dialogforum in Moskau, Photo: SANA

Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn nimmt am 23.10.2018 am interreligiösen Dialogforum in Moskau unter dem Titel „The Religion and the Digital Society”teil wie Vertreter von 19 weiteren Staaten, darunter Amtsträger, Technologieexperten und religiöse Repräsentanten. Dabei war auch die westliche Medienpropaganda im Krieg gegen Syrien Gesprächsgrund. Im Forum werden zudem Möglichkeiten diskutiert, dem in sozialen Medien verbreiteten Extremismus beizukommen und die Jugend von dieser Ideologie abzuhalten. Ferner geht es darum, junge Menschen für soziale Aktivitäten zu gewinnen und  weitere Wohltätigkeitsorganisationen zu schaffen. (https://www.sana.sy/?p=833885, https://sana.sy/en/?p=149615)

Syrien wurde am Di., 23.10.2018, zum Präsidium der Asia-Pacific Ocean group bei den UN für den komenden Monat November durch den palästinensischen Vorsitzinhaber im Oktober bestimmt. Dieser, Riyâḍ  Manṣûr, beglückwünschte seinen Nachfolger im Amt, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî. – Die Asien-Pazifikgruppe ist eine von fünf geographischen Vereinigungen bei den UN und umfaßt ihrerseits 65 Länder. (https://www.sana.sy/en/?p=149545, https://www.sana.sy/?p=833406)

Vom IS geraubte und zum Schmuggel vorbereitete Artefakte aus Palmyra, Photo: SANA

Während der fortgeführten Durchsuchung des Geländes nach Sprengsätzen und anderen Hinterlassenschaften der IS-Terroristen entdeckten Behördenmitarbeiter am 22.10.2018 in Tadmur aus den Grabanlagen von Palmyra geraubte und zum Schmuggel ins Ausland präparierte Artefakte aus der römischen Ära. Diese werden dem DGAM-Department der Provinz Ḥomṣ überstellt, von wo aus es wieder an seinen ursprünglichen Standort überführt wird. (https://www.sana.sy/en/?p=149418, https://www.sana.sy/?p=832583)

Terroranschläge vom 22.10.2018:
Bei der Bestellung seines Feldes wurde ein 50-Jähriger beim Dorf Maksar al-Ḥiṣân im Ost-Rîf von Ḥomṣ getötet, als eine von IS-Terroristen früher versteckte Tretmine explodierte. (https://www.sana.sy/en/?p=149420, https://www.sana.sy/?p=832635)
Infolge Raketenbeschusses eines Marktes im aleppiner Stadtteil Šâriʽ an-Nîl am Abend wurde ein Mädchen vereltzt und Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum angerichtet. (https://www.sana.sy/en/?p=149451, https://www.sana.sy/?p=832842)

Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem madagassischen Amtskollegen Eloi Maxi­me Dovo in Moskau vom Mo., 22.10.2018, stellte Rußlands Außenamtschef Lawrow hinsichtlich der Lage in Syrien klar, seine Regierung sei bereit, mit allen anderen zusammenzuarbeiten, welche eine politische Lösung für die Krise dort verwirklichen wollten. Jedoch zeige gerade die US-Administration keine Neigung für eine umfassende Kooperation mit dem Kreml in dieser Hinsicht, obwohl diese von russischer Seite absolut bestehe. (https://www.sana.sy/?p=832523, https://www.sana.sy/en/?p=149414; s.a. http://tass.com/politics/1027169)
Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß für den 22.10.2018 in Moskau auch ein Treffen Lawrows mit John Bolton, dem nationalen US-Sicherheitsberater, zu den Themen: Kooperation bei der Lösung regiuonaler Krisen und der effektiven Terrorismusbekämpfung  angesetzt gewesen und durchgeführt worden war. (https://www.sana.sy/en/?p=149454, https://www.sana.sy/?p=832870)

Im Interview mit Sputnik News  informierte Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd am 22.10.2018 darüber, daß die Regierung Experten  der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Inspektion zweier [im Zusammenhang mit vom feindlichen Ausland erhobenen Vorwürfen stehender] Militärstützpunkte erlaubt habe. Dabei versicherte er nochmals (vgl.u.), daß Syrien niemals chemische Waffen eingesetzt habe und an der  Aufrechterhaltung der internationalen Sicherheit und des internationalen Friedens festhalte. Der Beitritt zur C-Waffenkonvention sei zudem freiwil­lig und im Einklang mit der Souveränität und Unabhängigkeit Syriens erfolgt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44157)

Am Sonntagabend des 21.10.2018 stellte Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd während eines Symposiums in der al-Assad-Nationalbibliothek, das der Signierstunde folgte, das Buch des Abgeordneten Dr. Aḥmad ʽAbdus-Salâm Marʽî mit dem Titel „Syria and the Chemicals With Facts and Do­cu­ments” vor.
Dr. al-Miqdâd steht nämlich auch der Kommission zur Umsetzung von Syriens Verpflichtungen vor, die sich aus dem Beitritt zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons ergeben. Syriens Betrittsentschließung sei frei und ganz bewußt im Rahmen seiner Souveränität und Unabhängigkeit sowie in Reaktion auf die Entwicklungen in Syrien, der Region und der Welt erfolgt, führte er aus. Im Gegensatz zum rücksichtlosen Vorgehen einiger westlicher Regierungen gehe die russische daran,  mit Verantwortungsbewußsein international Frieden und Sicherheit zu bewahren bzw. zu schaffen. Die US-Luftangriffe mittels Phosphorbomben im Gebiet von Dair az-Zaur vor wenigen Tagen [s.u.] hätten wieder einmal bewiesen, daß die US-Administration nicht davor zurückschrecke, welche Waffen auch immer einzusetzen, sofern das nur ihrem Interesse dient.
Auch die Ankündigung der US-Aufkündigung des seit der SU-Zeit geltenden Vertrags über nukleare Mittelstreckenraketensysteme (INF) verursache nur ein neues Wettrüsten und bedrohe damit Freiden und Sicherheit zwischen den beiden Großmächten und werde hauptsächlich den europäischen Staaten schaden. Nach dieser Einleitung kam er auf den Inhalt der Neuveröffentlichung zu sprechen:
Darin sei es dem Verfasser gelungen, mit großer Akribie die wichtigsten Fakten im Zusammenhang mit dem Chemiewaffenüber­ein­kommen zusammenzutragen. Damit biete das Buch die Chance, sich darüber wie über die wesentlichen Bestimmungen des Völkerrechts zu informieren. Dadurch sei es dann möglich, Falschmeldungen aufzudecken und zu begegenen.
Der Autor, Dr. Aḥmad ʽAbdus-Salâm Marʽî, wies darauf hin, daß eine gut belegte Aufklärung über den Sachverhalt ein wichtiges Ziel gewesen sei (Dr. Marʽî sprach bescheiden von modest contribution!) angesichts der irreführenden Medien-Kampagne, welche den gegen Syrien ausgelösten Krieg seit 2011 begleitet habe. Die Abhandlung dikutiere die rechtliche Seite, gebe die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen wieder  und zeige die Anstrengungen auf syrischer Seite auf, die trotz widrigster Umstände geleistet wurden, um der C-Waffenkonvention zu entsprechen, wie auch diejenigen darauf gerichtet, eine von Massenvernichtungswaffen freie Zone im Nahen Osten zu schaffen.  Am Ende stehe als Schlußfolgerung aus dem Dargelegten, daß Syrien vollständig seinen Verpflichtungen nicht nur aus der Con­­vention on Prohibition of Chemical Weapons nachgekommen sei. Dies sei in dem Glauben an die Gleichwertigkeit der Souveränität der einzelnen Staaten, in Unterstützung und aus Achtung für geteilten kollektiven Werte der internationalen Gemeinschaft wie z.B. bzgl. internationalem Frieden und Sicherheit u.a.m. geschehen.
Das 272-Seiten-Werk, herausgegeben vom  libanesischen Dâr al-Abʽâd, verfügt noch über 5 An­hän­ge mit relevanten Gesetzestexten wie der Auseinandersetzung damit in Bezug auf Syrien und im Einklang mit der UNSC-Resolution Nr. 2118 von 2013. Schließlich werden die erarbeiteten Einzelergebnisse zusammengeführt, überprüft und daraus schlüsse gezogen und Vorschläge unter­breitet.
Am Symposion nahmen mehrere Abgeordnete, Mitglieder des diplomatischen Korps, Forscher und Interessierte teil. (https://www.sana.sy/en/?p=149366, https://www.sana.sy/?p=832399)

Aus dem Außenamt in Damaskus am 21.10.2018 war zu erfahren, Syrien verurteile vehement die falschen Behauptungen, enthalten in der kürzlich durch das französische Außenministerium bezüglich der Stadt ar-Raqqa veröffentlichten  Erklärung. Dieses hatte am Sonntag vom Jahrestag einer „Befreiung” gesprochen, wo es sich doch um bekanntlich um eine systematische Zerstörung der Stadt durch die US-geführte Koalition gehandelt habe mit Massen an Toten unter der Zivilbevölkerung und einer Massenflucht in der Folge, während gleichzeítig zur Evakuierung der IS-Terroristen sichere Korridore eröffnet worden seien; denn die IS-Terroristen sollten aufgespart werden, um die Krise in Syrien zu verstärken und hinauszuziehen in Umsetzung kolonialer Ziele gewisser westlicher Regierungen. Dazu wurde ausgeführt: „The entire world has witnessed the systematic destruction of Raqqa city by the so-called international coalition and the rotten bodies of innocent civilians in the streets of the city and the displacement of the rest of its inhabitants which amounts to crimes of genocide that require accountability at a time when safe corridors were opened for evacuating Daesh (ISIS) terrorists under the protection of the US-French coalition forces to use them elsewhere in order to complicate the crisis in Syria and pro­long it to serve the agendas of the colonial West.” Was ar-Raqqa widerfahren sei, sei eine Schande für Frankreich und erinnere an die koloniale Geschichte dieses Landes, welche voller Verbrechen gegen die jeweilige Bevölkerung gewesen sei. An die ehrenhaften und aufrichtigen Franzosen erging der Aufruf, diese zur Formung der öffentlichen Meinung ausgerichtete Propagandakampagne zu entlarven, welche die Reputation ihres Landes beschmutze.  (https://www.sana.sy/en/?p=149338, https://www.sana.sy/?p=832081) – Zu den Vorwürfen bzgl. ar-Raqqas s.u. und v.a. Teil VI!

US-Armeegeneral. Joseph Votel als CENTCOM -Kommandant kommentierte die Serie von Luftangriffen auf die Moschee im Dorf as-Sûsa im SO-Rîf von Dair az-Zaur  von letzter Woche, welche allein 46 Zivilisten das Leben kostete dahingehend, das Zentralkommando habe kein Problem mit der Tötung von Zivilisten in Syrien, wenn diese sich in IS-besetztem Gebiet aufhielten. Außerdem habe man die Moschee beobachtet, wann sich dort nur IS-Leute aufhielten. Jedoch sprechen die Ergebnisse der Bombardements eine genau gegenteilige Sprache. Es wurde darauf verwiesen, daß sogar Amnesty Internatonal diese nonchalante Umgangsweise mit zivilen Opfern seitens der Führung der US-geleiteten Koalition harsch kritisiert und als nicht untypisch für das US-Militär bezeichnet hatte. (US Central Command Says It Has No Problems With Killing Civilians In Syria If They Are In ISIS-Held Area, basierend auf: https://www.apnews.com/cbb03f01e196438fb372ce2f707ef8ec)

Beim syrisch-iranischen Wirtschaftsforum am Sa., 20.10.2018, in Teheran unter Vorsitz von Muḥammad Ḥamšû (für Syrien) und Masʽûd Ḫuwânsârî (Masoud Khansari, für den Iran) einigte man sich mit Unterzeichnung eines dahingehenden Abkommens auf die Gründung einer gemeinsamen Handelskammer. Dies diene auch dazu, das gegen beide Staaten [u.a. durch die USA] erlassene Embargo zu vereiteln. Außerdem wurden zwei MoU (memo of under­standing) von syrischer und iranischer Seite gegengezeichnet in Fortführung und optimaler Ergänzung des Freihandelsabkommen von 2011. Der Präsident der Iranischen Kammer für Handel, Industrie, Minen und Landwirtschaft (ICCIMA), Ġulâm Ḥussain Šâfiʽî, versicherte die Bereitschaft seines Landes, Syrien bei der Errichtung von Straßen, Brücken und Kraftwerken im Wiederaufbauprozeß zu unterstützen. Der Iran besitze genügend Erfahrung und Kapazitäten hierfür. Hingegen unterstrich Ḥamšû  nochmals, daß Syrien die Regierungen, welche das Land auch im Counterterrorismus Hilfe geleistet hätten, im wirtschaftlichen Bereich den Vorzug einräume. Näheres bei https://www.sana.sy/en/?p=149294 (und https://www.sana.sy/?p=831442)!

Zentrum zur Regelung der Situation der Bürger am Na­ṣîb-Grenzübergang, Photo: SANA

Am Na­ṣîb-Grenzübergang zwischen Jordanien und Syien wurde auf inländischer Seite ein Zentrum beim Immigration and Passports Center eingerichtet, in dem zurückkehrende Rekonziliierungswillige ihren Fall der Behörde vortragen und ihn regeln lassen können sowie für diejenigen, welche keine persönlichen Dokumente mehr besitzen. Etliche Rückkehrer äußerten sich sehr positiv über die Erleichterungen bei der Einreise und die Hilfen durch die Behörden. Nahezu 1.000 Personen nutzen den Grenzübergang an diesem Tag laut Mitteilung von Mâzin Ġan­dûr, dem Chef des einreise- und Paßzentrums. (https://www.sana.sy/en/?p=149121, https://www.sana.sy/?p=830866, https://www.sana.sy/?p=830717)

aṣ-Ṣabâg empfängt JBA-Delegation, Photo: SANA

Mâzin Rašîdât, Präsident der Jordanian Bar Association  (JBA) traf am 18.10.2018 über den Na­ṣîb-Grenzübergang in Darʽâ ein und machte in einer Presseerklärung deutlich: „we are the sons of Greater Syria and we are one people.”  Er ergänzte: „we came today to Syria to affirm the bonds of Arabism, which brings together Syria and Jordan which are always an integral whole. We are here to celebrate with Syria the sal­vation from terrorism and the reopening of this vital and important crossing.”(https://www.sana.sy/en/?p=149128, https://www.sana.sy/?p=830749)
Später empfing Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ die jordanische JBA-Delegation. (https://www.sana.sy/?p=830919, https://www.sana.sy/en/?p=149157 )

Syrien nimmt an der 139. IPU-Konferenz teil (18.10.2018) (https://www.sana.sy/en/?p=149132, https://www.sana.sy/?p=830753)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî: Israeli occupation of the Arab lands is the main reason behind destabili­zation in the region, 18 October، 2018 (https://www.sana.sy/en/?p=149151, https://www.sana.sy/?p=830922)

Rücktritt von Staffan de Mistura, Photo: Der Spiegel

Die überraschende Erklärung des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, Ende November von seinem Amt zurücktreten zu wollen, bemerkte Sprecher der russischen Präsidentensprecher Dmitri Pes­kow am 18.10.2018  gegenüber Reportern, der eingeschlagene Weg einer politischen Lösung der Krise in Syrien müsse unbedingt auch danach weitergeführt werden. De Mistura habe nicht alles umgesetzt, was er sich vorgenommen hatte. (https://www.sana.sy/?p=830742, s.a. http://tass.com/politics/1026640)

In einem Kommentar zum Abkommen über eine demilitarisierte Zone in Idlib während des Waldai Discussionsclubs am 18.10.2018 verkündete Präsident Putin, die türkische Seite habe ihre daraus sich ergebenden Verpflichtungen nicht erfüllt. (https://www.sana.sy/en/?p=149135, https://www.sana.sy/?p=830711)
Außerdem erklärte er, er werde dem Iran nicht zureden, sich aus Syrien zurückzuziehen, da dies eine Sache zwischen der Regierung in Teheran und in Damskus sei, indem er bemerkte: „As for the complete withdrawal [of Iranian forces], this is a separate topic, it should be resolved through the dialogue between Iran and Syria, Iran and the United States. And we are also ready to be participants in this discussion.“ (https://www.urdupoint.com/en/world/iran-must-resolve-issue-of-pullout-from-syria-459207.html)

 

Liebe Leser! Mephisto begibt sich näher an das Geschehen. Eingehende Nachrichten können voraussichtlich erst wieder ab dem 26.10.2018 eingestellt werden.  (Die bis dahin aufgelaufenen Beiträge werden nachgetragen)

 

Das Auswärtige Amt ließ am 17.10.2018 mitteilen, Syrien verurteile auf das Schärfste den kriminellen Angriff auf das Polytechnikum in Kertsch ganz im Osten der russischen Krim vom selben Tag mit vielen unschuldigen Toten und Verletzten in der Folge. (https://www.sana.sy/?p=830310; s.a. http://tass.com/emergencies/1026411)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Anläßlich der Generaldebatte über Abrüstung und internationale Sicherheit (Erster Ausschuß) bei den Vereinten Nationen äußerte UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in einer Stellungnahme am 17.10.2018, die Herausforderungen, mit denen die Welt konfrontiert sei, hätten zugenommen. An vorderster Stelle stehe die Entwicklung der nuklearen Arsenale und die Drohung, sie einzusetzen, dazu komme die Verbreitung des Terrorismus, welchen gewisse Staaten, von denen einige sogar ständige UNSC-Mitglieder sind, als politische Waffe von Regierungen akzeptieren.
Das Ignorieren der fortgeführten Protegierung von Israels Besitz an Nuklearwaffen seitens der [anderen] Atommächte und die Weigerung letzterer Regierung dem Atomwaffensperrvertrag (engl.:  Nuclear Non-Proliferation Treaty Review Conference, NPT) beizutreten, zu ignorieren, sei ganz klar zu einer Angelegenheit von allen geworden, seit die USA und Großbritannien 2015 die Überprüfungskonferenz (Review Conference gemäß Artikel VIII) der NPT-Mitgliedsstaaten durchkreuzten (s. Teil III).
Die seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas, der BRD und anderer gewährte Protegierung habe zur Entwicklung eines militärischen Programms Israels von atomaren, biologischen und chemischen Kampfmitteln beigetragen und jene Regierung ermutigt, ihren Widerstand gegen den internationalen Willen, dem Atomwaffensperrvertrag und anderen Vereinbarungen über Massenvernichtungswaffen beizutreten, zu verstärken.
Demgegenüber verwies Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî auf die Tatsache:  „At the end of 2003, my country, through its membership at the Security Council, proposed an initi­ative on freeing the Middle East of all WMDs, particularly the nuclear ones, yet the US delegation threatened at that time to use the veto if we submit the proposal.” (D.h.: Ende 2003 präsentierte mein Land aufgrund seiner Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat eine Initiative zur Freistellung des Nahen Ostens von  Massenvernichtungswaffen, insbesondere von Nuklearwaffen, doch die US-Delegation drohte zu jener Zeit, von seinem Vetorecht Gebrauch zu machen, wenn wir den Vorschlag unterbreiten würden).
„In this context, my country renews its call upon the member states for freeing the Middle East of nuclear weapons and all WMDs, and we call for exerting pressure on Israel to join the NPT and to put all of its facilities and nuclear activities under the supervision of the IAEA.” (D.h.: In diesem Zusammenhang erneuert mein Land seinen Aufruf an die Mitgliedstaaten, den Nahen Osten von Nuklearwaffen und allen Massenvernichtungswaffen freizustellen; außerdem rufen wir dazu auf, Druck auf Israel dahingehend auszuübern, daß es dem NPR beitritt und all seine Einrichtungen und nuklearen Aktivitäten unter die Aufsicht der IAEA stellt).
Zudem stellte Syriens UN-Gesandter nochmals heraus: The government of my country condemns in the strongest terms the crime of using chemical weapons based on its belief in the need to free the Middle East of all WMDs, on top the nuclear ones.” (D.h.: Die Regierung meines Landes verurteilt in stärkstem Maße das Verbrechen, Chemiewaffen zu benutzen, basierend auf seinem an die Notwendigkeit, den Nahen Osten von allen Massenvernichtungswaffen und zuvorderst von Atomwaffen zu befreien.)
Syrien sei dem Atomwaffensperrvertrag beigetretenund habe seine Verpflichtungendaraus erfüllt trotz der damaligen schwierigen Umstände (s. Teil I f). Mehr als 160 Schreiben habe Syrien verfaßt und an den UN-Generalsekretär,  den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, das Joint Investigative Committee, das Komitee betreffend die Resolution Nr.1540 und die Komitees zur Terrorismusbekämpfunggeschickt, in denen es die Besorgnis darüber ausdrückte, daß einige Staaten den Terrorismus unterstützten und die Terrorgruppen mit Chemiewaffen versorgten, während sie gleichzeitig dem syrischen Staat unterstellten, solche einzusetzen. Die Abrüstungskonferenz (Conference on Disarmament) sei das einzige Forum hinsichtlich Abrüstungsfragen, daher veurteile Syrien die von westlichen Staaten praktizierte Politisierung dieser Konferenz.
Schließlich warnte Dr. al-Ğaʽfarî: „terrorism, which is backed and supplied with toxic chemical weapons, will have repercussions on the governments of the states which support ter­rorism and on other states.” (Unterstützter und mit toxischen chemischen Waffen ausgestatteter Terrorismus habe Auswirkungen auf die Regierungen jener Staaten, welche ihn unterstützen, wie auf die anderen Staaten.)

Die Mitgliedsstaaten sollten daher ihrer Verantwortung gerecht werden und den Schmuggel von Waffen und Munition beenden, ob sie nun tötlich wirken oder nicht (whether they are lethal or not), wie auch das Einsickernlassen von Militanten und Terroristen durch die Grenzen von Syriens Nachbarstaaten.  (https://www.sana.sy/en/?p=149015)

Wladimir Tschabarow  (Vladimir Jabbarov), kündigte als Vizechef des Internationalen Komitees des russischen Föderationsrats am 17.10.2018 an, wenn russische Firmen von der US-Administration für ihre Beteiligung am Wiederaufbau in Syrien mit Sanktionen belegt würden, werde Rußland entsprechend verfahren. (https://www.sana.sy/en/?p=149030, https://www.sana.sy/?p=830150; vgl.: http://tass.com/world/1026284)

Kemal Kılıçdaroğlu (CHP), türkische Opposition, Photo: SANA

Der in diesem Themenstrang schon öfter zitierte Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der bedeutendsten Oppositionspartei im Parlament der AKP-geführten Türkei, der lai­zistischen Republikanischen Volkspartei (CHP), und vehementer Kritiker der Politik Erdogans, konstatierte bei der jüngsten Parteiversammlung, der türkische Staatspräsident habe durch seine Intervention in Syrien die Krise dort verschärft: Die vielfältige Unterstützung für die dort aktiven Terroristen habe zur Tötung tausender Syrer und zur Vertreibung von Millionen von ihnen geführt. Nun benutze Erdogan das Flüchtlingsproblem für eigene Interessen aus und behindere deren Rückkehr. Dem setzte er entgegen: „Es ist Zeit, daß die Vertriebenen in ihre Heimat zurückkehren und dem syrischen Staat in seinen Bemühungen helfen, das wieder aufzubauen, was durch Terroristen zerstört worden ist; das wird dazu beitragen, Sicher­heit und Stabilität in Syrien und in der Region im Allgemein zu erreichen.“
Sodann stellte er fest: „Erdogan belügt ständig das türkische Volk in allen in­ternen und externen Angelegenheiten“ und erklärte: „Wir haben eine falsche, von Erdogan initiierte  Politik; die Türkei ist gescheitert und befindet sich in einem Zustand des politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Ban­krotts.“
In Bezug auf Affäre des seit seinem Behördengang vom 2.10.2018 im saudischen Konsulat in Istanbul „verschwundenen“ regimekritischen Journalisten Ǧamāl Ḫāšuqǧī (Jamal Kashoggi), es sei klargeworden, daß Ḫāšuqǧī innerhalb des Kon­sulats ge­tötet worden sei, worüber sich die pro-Erdogan-Medien ausführlich verbreitet hätten. Die Frage sei aber, ob diese­ ganzen Angaben korrekt seien und warum dann das Erdogan-Regime keine praktischen Maßnahmen gegen das saudi­sche Regime ergreife. (https://www.sana.sy/?p=829865 vom 16.10.2018)

Der permanente Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, Bassâm aṣ-Ṣabâġ, stellte am 16.10.2018 anläßlich der 9. Konferenz der Parties to Transnational Organized Crime Conven­tion am UN-Hauptquartier nochmals die gesamte Bandbreite der in Syrien seit Beginn der Krise begangenen terroristischen Verbrechen dar unter Verweis darauf, daß Syrien  zuvor auf Platz 3 der internationalen Klassifizierung hinsichtlich des Fehlens von Fällen des Menschen- und Organhandels sowie des organisierten Verbrechens gelistet worden war. (https://www.sana.sy/?p=829776)

Am Rand der 139. Sitzung der Inter-Parlamentarischen Union (IPU, s.u.), in Genf traf Vize-Parlamentssprecher Nağdat Anzûr am Di., 16.10.2018, mit der italienischen Parlamentsdelegation unter Leitung von Senator Fernando Cassini zusammen. Dieser ist IPU-Honorarpräsident und Mitglied des Komitees für Außenangelegenheiten des italienischen Senats und traf die syrische Delegation schon 2015. Angesprochen wurden die Gesamtsituation in Syrien, die rechtwidrige Präsenz des türkischen und US-Militärs dort sowie deren Unterstützung für die im Land aktiven Terrororganisationen und die notwendige Aufhebung der ebenfalls rechtwidrigen und für die Bevölkerung so negativ sich auswirkenden, gegen Syrien erlassenen westlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV]. Senator Cassini betonte die Bedeutung der parlamentarischen Diplomatie  [to] break the free­ze” (soll heißen: beim Aufbrechen der erstarrten Beziehungen) zwischen Syrien und der EU, damit letztere eine Delegation nach Syrien entsende, um sich von den wirklichen Verhältnissen dort ein Bild zu machen. Auch betonte er die Notwendigkeit der Eliminierung des Terrorismus und würdigte die Leistungen des syrischen Staates in dieser Hinsicht.
Anschließend unterhielt sich Parlamentssprecher Anzûr mit dem Leiter der nordkoreanischen Delegation. (https://www.sana.sy/en/?p=149007https://www.sana.sy/?p=829989)

Präsident Dr. al-Assad empfängt Krim-Delegation, Photo: SANA

Später am 16.10.2018 empfing Präsident Dr. al-Assad die Krim-Delegation unter Leitung von Präsident  Aksjonow (Aksyonov) und beglückwünschte als erstes die Krim-Bevölkerung und ihre Führung zur Verwirklichung der eigenen Entscheidung hinsichtlich der Wiedereinbindung in die heimatliche Russische Föderation. Der Besuch biete eine hervorragende Chance zur Bildung einer Kooperation beider Länder in verschiedenen Bereichen, besonders da beide Staaten bemerkenswerte geographische Lagen –  einmal am Mittelmeer, das andere Mal am Schwarzen Meer – innehätten.
Präsident Aksjonow brachte seine Freude über den Besuch in Syrien und die Möglichkeit der Beziehungsanbahnung zwischen beiden Ländern zum Ausdruck, die jeweils einen Kampf auszufechten gehabt hätten, um sowohl Heimat als auch Selbstbestimmung zu verteidigen. Schließlich wurden die Schritte zur Einleitung der näheren bilateralen Beziehung zum Nutzen beider Länder, auf die man sich geeinigt hatte, besprochen; dazu gehörten die Einrichtung eines gemeinsamen Handelshauses, eines gemeinsamen Seetransportunternehmens und von direkten Flugverbindungen, die Aufnahme von Handelsbeziehungen mit gegenseitigem Warenaustausch heimischer Produkte und wechselseitiger Besuche von Geschäftsleuten sowie den Entwurf von Plänen eines intensiven Kulturaustausches, welcher die beiden Völker einander näher bringe.
Dem Empfang wohnten zudem der Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, der Generalsekretär des Kabinettpräsidiums, Qais Muḥammad Ḫuḍar, Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân und der russische Botschafter bei. (https://www.sana.sy/en/?p=148966, https://www.sana.sy/?p=829737)
Weitere Meetings fanden mit dem Premierminister ʽImâd Ḫamîs und dem Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ statt mit Initiierung einer Parlamentarische Freundschaftsassoziation. (https://www.sana.sy/en/?p=148986)

Vertragsunterzeichnung (Syria- Krim), Photo: SANA

Eine Abordnung von Ministern, Firmenchefs und Beratern von der Krim, geleitet von Präsident Sergei Walerjewitsch Aksjonow (engl.: Aksyonov), traf am 16.10.2018 zweimal mit Regierungsvertretern in Damaskus zusammen, um über die Anbahnung von Wirtschaftsbeziehungen zu sprechen. Man kam überein, „a Syrian house of trade in the Crimean Republic” und eine gemeinsame Schiffhartsgesellschaft zu etablieren sowie Zahlungs- und Bankvorgänge zu vereinfachen. Durchgesprochen wurden zudem die Möglichkeiten, Partnerschaften auf den Gebieten des Kultur, Tourismus mit Hotelerietraining, Landwirtschaft, Öl, Bau- und Bergbauwesen eisnchließlich der dabei gebrauchten Gerätschaften einzurichten und Händlern und Industriellen aus Syrien und von der Krim ihre Tätigkeit im jeweils anderen Land zu erleichtern.
In einer anschließenden Presseerklärung führte Präsident Aksjonow aus, von Krimseite habe man zudem Vorschläge unterbreitet, Syrien Produkte zur Verfügung zu stellen, wofür die Krim bekannt sei, wie Equipment für den Eisenbahn- und Hochbau, landwirtschaftliche Erzeugnisse und die Nutzung der Krim-Häfen. Die Gespräche hätten Optimismus hinsichtlich sich positiv erntwickelnder bilateraler Beziehungen genährt.
Der inländische Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, verwies darauf, daß die Häfen auf der Krim die nächstgelegenen im Schwarzen Meer seien und damit eine wesentliche Rolle im bilateralen Handelsverkehr der beiden Staaten und sogar dieser mit der russischen Förderation spielten.
Zuvor war Präsident Aksjonow und seine Delegation mit dem Gouverneur von al-Lâḏaqiyya, Ibrâhîm Ḫuḍar as-Sâlim, zusammengetroffen und hatten die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens zwischen den beiden Hafenstädten Yalta und al-Lâḏaqiyya zur Föderung des Handels und von Tourismusprojekten diskutiert.
Bei dem im damaszener Dama Rose-Hotel abgehaltenen Businessmen and Businesswomen Forum mit dem Titel „Cri­mea… A Basis for Growth of Russian-Syrian Relations”, sprach Präsident Aksjonow von der Bereitschaft seines Landes, syrischen Produkten seine Märkte zu öffnen und im Gegenzug die syrischen Märkte mit Krim-Produkten zu beliefern allen Widerständen zum Trotz, die sich eventuell ergeben könnten. Die Krim-Republik werde alles Nötige einleiten und Flüge zwischen beiden Ländern einrichten. Syrischen Kindern und Verwundeten der SAA werde man gerne medizinische Hilfe leisten. Schließlich lud er syrische Geschäftsleute zur Teilnahme am Yalta Economic Forum im April nächsten Jahres (2019) ein.
Wirtschaftsminister al-Ḫalîl unterstrich die Bedeutung dieses Treffens von Geschäftsleutne in der Überzeugung, daß die Aktivitäten auf dem Privatsektor jene auf Regeirungsebene zwischen beiden Ländern hinsichtlich Handelsaustausch und der Einrichtung einer Investmentpartnerschaft auf so mancher Ebene komplettierten. Das geplante Syrian Trade House werde eine Basis des beginnenden Handelsaustausches mit der Krim und den umliegenden Ländern sein mit der Besonderheit, daß in dieser Freihandelszone für syrische Produkte keine Zölle und Gebühren anfielen.
Gouverneur as-Sâlim  sprach die Gemeinsamkeiten der Hafenstädte al-Lâḏaqiyya und Yalta an, was es vereinfache, geeignete gemeinsame Projekte zu verwirklichen. Schließlich kamen noch Handelskammer- und weitere Vertreter beider Länder zu Wort. (https://www.sana.sy/en/?p=148953, https://www.sana.sy/?p=829583)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International äußerte am Mo., 15.10.2018, in einer Stellungnahme Bestürzung über die Weigerung der USA wie der von ihnen angeführten Koalition, die tatsächliche Zahl der vielen zivilen Opfer und das immense Ausmaß der Zerstörung infolge ihrer Bombardements in ar-Raqqa im Jahr 2017 (s. Teil VI) zuzugeben. Dies stelle eine Beleidigung der Opfer dar und sei einfach „terrible”. Untersuchungen seien nötig, um zu klären, wie es zu solchen Ausmaßen habe kommen können, welche Waffen eingesetzt wurden und ob die Luftangriffe überhaupt auf zuvor genau ermittelten Daten beruhten. (https://www.sana.sy/en/?p=148931)

Präsident Dr. al-Assad empfängt den irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Schließlich empfing Präsident Dr. al-Assad am Mo., 15.10.2018, den zu einem dreitägiggen Syrienbesuch in Damaskus weilenden irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî (vgl.u.) und dessen Delegation.
Diskutiert wurden zunächst jüngste Entwicklungen in Syrien wie dem Irak, auf regionaler und internationaler Ebene sowie die Wiedereröffnung der Grenzübergänge zum Wohl beider Staaten.
Dr. al-Assad unterstrich die Gemeinsamkeit bei der Bekämpfung und Überwindung des Terrorismus in beiden brüderlichen Ländern, bei der auf dem gleichen Schlachtfeld die jeweiligen Kämpfer ihr Blut vergossen hätten. Es sei wichtig, die bestehende historische Verbindung zwischen Syrien und dem Irak aufzuwerten und zu konsolidieren, insbesondere auf der Ebene beider Bevölkerungen. Trotz der [negativen] Sicherheitsbedingungen in beiden Ländern und der ganzen ausländischen Versuche, die Entwicklung der bilateralen Verbindungen untereinander zu verhindern, habe es immer eine Koordination auf unterschiedlichen Ebenen bei gegenseitigem Verständnis und Berücksichtung der Vorgänge in der Region und restlichen Welt gegeben.
Außenminister al-Ğaʽfarî bemerkte, die regionalen und internationalen Umstände hätten sich zum Positiven verändert, was den Irak und Syrien angehe, infolge der Legitimität der Gründe zur Verteidigung beider brüderlicher Länder; dies erfordere das Erringen von mehr Siegen, um die [Wieder-]Aufwertung beider Länder und der Region im Allgemeinen voranzubringen. Syrien mit all seinem kulturellen und geschichtlichen Erbe näher sich dem Triumph über den Terrorismus und werde künftig  in der Region eine größere Rolle spielen als zuvor.
Ferner nahmen Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, die Präsidentenberaterin für Politik und Medien, Dr. Buṯaina Šaʽbân, Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd, der stellvertretende Direktor im arabischen Department des  Außenministeriums sowie der irakische Botschafter in Damaskus am Empfang  teil. (https://www.sana.sy/en/?p=148914, https://www.sana.sy/?p=829163)

Die an der 139. IPU-Sitzung in Genf (vgl.u.) teilnehmenden syrischen Parlamentarier unterstrichen am 15.10.2018 die Bedeutung der Rolle der Parlamente bei der Konsolidierung von Frieden und Fortschritt in der Welt. Diskutiert wurden zudem Fragen der Wahl des 139. Vorsitzenden der Generalversammlung, der Finanzsituation der Union wie des Budgets für das kommende Jahr.
Während der Sitzung des Permanent Committee on Sustainable Develop­ment, Finance and Trade machte das Delegationsmitglied ʽAhad al-Kanğ deutlich, daß Handel und Investitionen eine wirkungsvolle Kraft seien, den Fortschritt in allen Ländern zu fördern. Ebenso betonte er die Rolle der Abgeordneten bei der Erstellung von Gesetzen und Regularien, die diesem Ziel dienten.
In der Sitzung des Permanent Committee on Demo­cracy and Human Rights machte Parlamentsmitglied Samîr al-Ḫaṭîb auf die fürchterlichen Folgen aufmerksam, welche der von den Terroristen und Takfîr-Kämpfern in Syrien ausgetragene Krieg wie die gegen Syrien verhängten rechtswidrigen Sanktionen auf alle Lebensbereich der Syrer gehabt hätten. Auch rief er daher zur sofortigen Aufhebung letzterer auf. (https://www.sana.sy/en/?p=148950, https://www.sana.sy/?p=829514)

Flagge über der Station al-Qunaiṭra (wiedereröffneter Übergang zum israelisch besetzten Teil der syrischen Golanhöhen), Photo: SANA

Von großer Bedeutung war am 15.10.2018 ebenfalls die Wiedereröffnung  des Übergangs bei al-Qunaiṭra, welcher nach fast fünf Jahren der Trennung infolge der Terroristenaktivität die Verbindung zu dem israelisch besetzt gehaltenen syrischen Golan wiederhergestellt wurde. Von syrischer Seite war schon seit langem und in vielfacher Weise darauf hingearbeitet worden, worauf der Vizekommandeur des russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kurilenko mit großer Wertschätzung hinwies. Zuletzt war sogar durch die Bevölkerung massiv für die Öffnung demonstriert worden (vgl.u. 24.9.2018 etc.). Nun weht wieder die syrische Flagge über dem Ort. Auch die von den Terroristen vertriebenen UNDOF-Truppen (vgl.u.) sollen wieder ihre früheren Positionen im Gebiet einnehmen, sobald diese wieder entsprechend wiederhergestellt sind, wie Provinzgouverneur Hammâm Dabayât und Brigade-General Mâzin Yûnis, Chef des Amtes die Waffenstillstandsvereinbarungen [mit Israel] betreffend, mitteilten. Diese beziehen sich auf das frühere Hauptquartier in Nabʽ al-Fawâr, vier weitere Standorte in al-Ḥarmîn, dazu noch 22 Posten und  einen Beobachtungspunkt. Die seit dem Abkommen von 1974 auf dem Golan stationierten UNDOF-Mitarbeiter bestehen aus 1250 international Militärbeobachtern sowie 100 zivilen Hilfskräften verschiedenster Nationen.
Zur enormen Bedeutung dieses Ereignisses für die bislang von der Heimat durch die israelischerseits rechtwidrig gezogene und befestigte “Grenz”linie völlig abgeschnittenen Golanbewohner s.u.!
Maḥmûd Ṣalâḥ als Feldkoordinator des International Committee of the Red Cross (ICRC) für Süd-Syrien erhofft sich von der neuen Zugangsmöglichkeit die Chance, den Bewohnern jenseits der Demarkationslinie auf israelisch besetztem Gebiet weider humanitäre Hilfe leisten und Kranke und Verletzte behandeln zu können.  (www.sana.sy/en/?p=148896, https://www.sana.sy/?p=828990)

Patrouillierenden Mitarbeitern der Antidrogenbehörde des Innenministeriums von Ḥomṣ gelang es am Mo., 15.10.2018, in Ḥamâ einen Drogendealer mit 14,5 kg Haschisch und 9.000 Captagon-Tabeletten (zu deren Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) festzunehmen.  (https://www.sana.sy/en/?p=148946)

Gemeinsame Pressekonferenz des syrischen Außenministers Walîd al-Muʽallim (rechts) und seines irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî vom 15.10.2018 in Damaskus, Photo: SANA

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Damaskus unterstrichen sowohl Walîd al-Muʽallim, Vizepremier- und Außenminister, als auch der irakische Außenminister, Ibrâhîm al-Ğaʽfarî (vgl.u.),  den greifbaren Sieg über den Terrorismus in beiden Nachbarländern dank der  Standhaftigkeit ihrer jeweiligen Bevölkerung.
Al-Ğaʽfarî  stellte heraus: „My visit to Syria is significant as I sensed the stability and secu­rity after its victory over terrorism” und ebenso: „The Syrian-Iraqi relations are historic, solid and strong and will remain likewise.” Er setzte – auch bzgl. der Sicherung der Wasserversorgung – hinzu: „Coordination is continued between Syria and Iraq in different domains, particularly in the field of water security and they have the right to make optimal investment of their water resources.” Der Großteil der Krise sei überstanden und die Syrer zum endgültigen Sieg über den Terrorismus entschlossen. Niemand  könne die Schlüsselrolle Syriens in der Region marginalisieren.
Die Schließung der Grenzen seien terrorismusbedingt gewesen, hielt er fest: „closing the crossings between the two states came due to exceptional circumstan­ces due to terrorism and they will be opened soon.” Jetzt jedoch sei die Zeit gekommen, sie wieder zu öffnen: „Iraq appreciates Syria’s support to it, and will not allow any foreign interference in its relations with Syria.” (d.h.: Der Irak schätze Syriens Unterstützung für ihn und werde keine ausländische Einmischung in seine Beziehung zu Syrien zulassen.).
Zur Lage in Idlib bemerkte er, diese Region müsse wie jede andere wieder unter staatliche Kontrolle zurückgeführt werden, was auch definitiv geschehen werde. Werde das getroffene Abkommen zu Idlib (vom 17.9.2018, s.u.)  nicht umgesetzt, blieben dem syrischen Staat noch andere Möglichkeiten.
Al-Muʽallim griff dieses Thema auf und erklärte, die Streitkräfte stünden nahe Idlib bereit, den Terrorismus [unter Bezugnahme auf Ğabhatu_n-Nuṣra] zu beseitigen, wenn die Abkommensumsetzung fehlschlage. „Jabhat al-Nusra terrorist organization is on the list of ter­rorism in the United Nations and it must be eradicated from its last stronghold in Idleb.”
Die US-geführte Koalition habe die Stadt  ar-Raqqa zerstört, tausende Bürger bei ihren Luftangriffen getötet unter dem Vorwand, den IS-Terrororganisation zu bekämpfen, doch unterstützten sie fortlaufend diese Terrororganisation und evakuierten gar deren Mitglieder in Konvois – beschützt durch die US-Luftwaffe – in Richtung Osten von Dair az-Zaur (vgl. Teil VI und davor!) an die Grenze zum Irak, um ihre aggressiven Pläne für Syrien zu verwirklichen. Außerdem konstatierte er: „Syria has its status in the Arab world and it should play its Arabic part; on this basis, we respond to any Arab or international initiative.”
In einer Neufassung des Artikels vom selben Tag wurde nach Ankündigung einer Fortsetzung dessen der Part von Außenminister al-Muʽallim dem Bericht in Gänze vorangestellt.
Zum gegenwärtigen Staatsbesuch hob er hervor: „The visit of Minister al-Jaafari comes under very important circumstances as the two countries are beginning to feel the sweetness of the victory over terrorism that targeted them, but the steadfastness of their peoples and their solidarity with their armed forces led to victory over terrorism, which will benefit the whole world.” Man solle sich nur vorstellen, was geschehen wäre bzw. würde, wenn dieser Sieg keine Realität würde bzw. wäre: „Imagine if Daesh (ISIS) and Jabhat al-Nusra terrorist organizations won in Iraq and Syria; what would happen to Europe, Arab countries and the whole world?”
Neben den schon erwähnten eigenen Aussagen zu Idlib und der Übereinstimmung mit jenen seines irakischen Amtskollegen dazu wiederholte er nochmals die Variante der Rekonziliierungsversuche auch in dieser Region wie schon in seiner Rede vor der UNGA (s.u.) und bemerkte: „Because of the presence of Syrian citizens in Idleb, and it is not their fault, we said that the libera­tion of Idleb with reconciliation is much better than the bloodshed. Syria’s support for the Sochi agreement came from its desire not to shed blood.”
Die meisten der Terroristen in jenem Gebiet stünden in Beziehung zum türkischen Geheimdienst; demnach warte der syrische Staat auf die russische Reaktion auf die Geschehnisse in Idlib, werde jedoch nicht Stillschweigen bewahren über die nach wie vor fortdauernde Situation dort hinsichtlich der UN-gelisteten Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra, sofern diese sich dem erwähnten Abkommen verschließe [wovon generell auszugehen ist].
Schließlich bekämpften die USA in Syrien alles, bloß nicht den IS, und investierten in den Terrorismus, um die Krise zu verlängern und die Interessen Syriens und des Iraks zu bedrohen.
Zur  rechtwidrigen Präsenz des US-Militärs östlich des Euphrats und dessen Aktionen im Zusammenhang mit der sog. kurdischen Selbstverwaltung („Kurdish self-administration”) machte er deutlich: „all of these actions come within the framework of psycholo­gical war and we do not recognize them, do not value them, and the same goes for what is said about US bases. I say with all sincerity: after Idlib, our goal is east of the Euphrates, and our brothers there, whether tribes or the Kurdish brothers, have to decide what they want in the future, under the slogan of the return of Syrian sovereignty to all the Syrian territory, and this is what our people fought for and will not be negligent towards its implementation. If they want dialogue, then dialogue will be on clear basis. There is a constitution, there are laws that regulate the relationship, and the Syrian state does not accept any federalism in this region be­cause this is contrary to the constitution. If the Kurdish brothers want to pursue the American pro­mises and the American delusion, this is their business and they have to pay the price. The home­land is paved for them to return, but without delusions, and they have to learn from the lessons of the past decades when they were allied with superpowers and suddenly they were abandoned by these coun­tries. I am here to state that the issue of East Euphrates is vital and cannot be waived. Syria’s decision is to extend its national sovereignty over the entire Syrian geography.” (Hhg. blogseits)
Als Nächstes wurden Fragen aus dem Auditorium beantwortet:
Zur Möglichkeit eines Übereinkommens zwischen Rußland, dem Iran und der Türkei zur Situation östlich des Euphrats gemäß der Vorgehensweise der Astana-Plattform erwiderte der syrische Außenminister: „we still con­sider Turkey a state that is occupying our territories. Therefore, our armed forces cannot par­ti­cipate with their forces in any operation east of the Euphrates.” (D.h.: wir sehen in der Türkei immer noch einen Staat, der unsere Territorien okkupiert. Deswegen können unsere Streitkräfte nicht mit denen zusammen an irgendeiner Operation östlich des Euphrats teilnehmen.)
Zur Öffnung der Grenzübergänge Naṣîb und al-Bû Kamâl antwortete al-Muʽallim, daß erstere heute stattgefunden habe (s.u.), die zweite bald folgen werde.
Zum Erhalt des russischen Luftabwehrsystems S-300 (vgl.u.) bemerkte er, Syrien habe das Recht, sich gegen Anggressionen seitens der israelischen Besatzungsmacht und anderer besser zu wappnen. Zudem stellte er nochmals klar, daß es sich bei dem System um eine Defensivwaffe handele, die die Sicherheit der Region erhöhe: „the S-300 system is a defensive weapon and when we say that we are safer with this weapon, this will lead for more security and stability in the region.”
Zur Rückkehr Syriens in die Arabische Liga wiederholte al-Muʽallim einerseits seine Stellungnahme am Rand der UNGA in New York (s.u.) unter Betonung desssen, daß Syrien eine Position in der arabischen Welt innehabe und der syrische Staat seine arabische Rolle auch ausfüllen sollte; in diesem Sinne befasse er sich mit jeglicher arabischen oder internationalen Initiative; gerade der Irak sei der erste Staat gewesen, welcher  (s. Teil III,  24.3.2015) in dieser Angelegenheit bei den AL-Treffen vorgesprochen habe; viele arabsiche Staaten unterstützten gegenwärtig, was der Irak vor Jahren angestoßen hatte.
Sodann insistierte al-Muʽallim nochmals auf Syriens Unabhängigkeit und territorialer Integrität, indem er ausführte, die syrische Bevölkerung kämpfe nun seit siebeneinhalb Jahren aufgrund des Festhaltens  Syriens an seiner eigenen unabhängigen nationalen Entscheidungsfindung. „We extend our hands to all in self-confidence. We are now living the outcomes of the victory which will not be completed without the restoration of all Syrian territory, including Idleb, North of Aleppo, and east of the Euphrates.”, fügte er hinzu.
(https://www.sana.sy/en/?p=148893, https://www.sana.sy/?p=829028) – Im Irak wurde erst vor kurzem eine neue Regierung gebildet!

Grenzübergang Naṣîb-Ğâbir am 15.10.2018 wiedereröffnet, Photo: SANA

Wie am Vortag angekündigt (s.u.) wurde am Mo., 15.10.2018, der Grenzübergang Naṣîb-Ğâbir (Nasseb – Gaber) zwischen Syrien und Jordanien in der erst vor kurzem insgesamt befreiten (s. Teil VI) Provinz Darʽâ nach dreijähriger Schließung infolge der terroristischen Aktivitäten im Gebiet dem Verkehr wieder übergeben. (https://www.sana.sy/en/?p=148881, https://www.sana.sy/?p=828959)

Wieder (vgl.u.) langten am 15.10.2018 über die Grenzübergänge Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq), ad-Dabûsiyya (Rîf von Ḥomṣ) und az-Zamrânî (West-Rîf Dimašq) in dutzenden Bussen hunderte in den Libanon vor dem Terrorismus geflohene Syrer in die von der SAA befreiten Heimatorte zurück. Wie auch die letzten Male zeigten sich die Rückkehrer euphorisch und dankten vor allem der SAA für die Befreiung ihrer wohnorte aus den händen der Terroristen. Zudem versicherten sie, daß noch hunderte rückkehrwilliger Flüchtlinge im Libanon warteten. (https://www.sana.sy/en/?p=148886, https://www.sana.sy/?p=828976)

Brandwunden durch Phosphor in der plastischen Chirurgie, Photo: solz.at

Gemäß der Beschwerde durch das Außenamt in Damaskus mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vom 14.10.2018 wegen der am 13. und 14.10.2018 durch die US-geführte Koalition ausgeführten Luftangriffe auf die Stadt Hağîn in der Provinz Dair az-Zaur (s.u.) mit Phosphorbomben waren Wohnsiedlungen deren Ziel, welche immense Schäden anrichteten, vor allem jedoch viele Bewohner das Leben kosteten bzw. entsetzliche Verletzungen hervorriefen.
Dabei sei dies nicht der erste und einzige solche Vorfall von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ausgeführt durch die erwähnte Koalition gegen Syrer. Vielmehr stehe dieser in einer ganzen Reihe solcher: The use of internationally prohibited weapons against the Syrian people has become a systematic and intentional behavior of this coalition in a blatant violation of the rules of international law, international humanitarian law and human rights. This crime is one in a series of war crimes and crimes against humanity committed against the Syrian people, including the Coalition’s continued support for terrorism and its use of terrorists and separatist militias to achieve its objectives and aggressive plans aimed at undermining the sovereignty, unity and territorial integrity of the Syrian Arab Republic.” Die Forderung darauf lautete: The Syrian Arab Republic again calls upon the UN Security Council to shoulder its responsibilities in the maintenance of international peace and security, to conduct an international investigation into these crimes and to condemn them immediately, to stop their recurrence, to end the aggressive pre­sence of US and other foreign forces illegally present on the Syrian territory and prevent them from carrying out their plans to undermine the territorial integrity of the Syrian Arab Republic.”
Im Weiteren wurde auf die früheren Schreiben in dieser Sache vom 6. und 17.8. 2017 (vgl. Teil VI) verwiesen. (https://www.sana.sy/en/?p=148852, https://www.sana.sy/?p=828775)

SAA-Stellung über der östlichen Bâdiyya (Geröllwüste) von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148855 und https://www.sana.sy/?p=828797 (Bei neuerlichen heftigen Gefechten mit den in den felsigen Abhängen bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ verschanzten IS-Resten wurden im West-Teil weitere Gebietsgewinne erzielt unter Beibringung bedeutender Verluste gegenüber dem Feind. Unter den zahlreichen getöteten IS-Kämpfern fanden sich wieder Scharfschützen. Artillerie und SAAF richteten ihre Angriffe erfolgreich auf die verbliebenen IS-Fortifikationen, Verstecke, Waffen-und Munitionslagerstätten.)

Gemäß Ankündigung durch Innenminister Muḥammad Ibrâhîm aš-Šaʽâr vom Sonntag wird am kommenden Mo., 15.10.2018, der Grenzübergang Naṣîb (s.u.) nach Jordanien offiziell wiedereröffnet. (https://www.sana.sy/en/?p=148840)

Syriens Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim trifft den irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir al-Ğaʽfarî in Damaskus, Photo: SANA

Beim Zusammentreffen mit Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim und dem am Morgen angekommenen  irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî  und dessen begleitender Delegation am Abend des 14.10.2018 war ein wesentlicher Punkt die verstärkte Zusammenarbeit der beiden befreundeten Staaten bei der Terrorismusbekämpfung wie in allen Gebieten von beiderseitigem Interesse. Die Wiedereröffnung der Grenzübergänge stehe ebenfalls oben an. Al-Muʽallim informierte seinen Amtskollegen über die jüngsten Entwicklungen im Inland mit der wiederholten Beteuerung, den Counterterrorismus bis zu dessen vollständiger Eliminierung und der Befreiung des gesamten syrischen Territoriums durchzuführen. Dabei würdigte er die Unterstützung durch den Irak dabei; schließlich teilten beide Länder gewisse Erfahrungen angesichts von außen herangetragener Krisen und Kämpfe.
Seinerseits unterstrich al-Ğaʽfarî  die festen Beziehungen beider Länder und versicherte, das irakische Volk werde niemals die syrische Unterstützung während der eigenen Krise vergessen. Der Irak strebe noch engere Koordination, Kooperation und Vertiefung der – vor allem auch wirtschaftlichen – Beziehungen mit Syrien an.  Er zeigte sich überzeugt davon, daß die Welt langsam die Position Syriens und der wirklichen Vorgänge dort begreife, wie die Tatsache, daß Syrien mit der Terrorismusbekämpfung den restlichen Staaten einen immensen Gefallen tue. Abschließend wünschte der Gast Syrien und seiner Bevölkerung baldige Wiedererlangung völliger Sicherheit und Stabilität sowie von Wohlstand. (https://www.sana.sy/?p=828837, https://www.sana.sy/en/?p=148858)

Im westlichen Distrikt von al-Qunaiṭra schreitet die Rekonziliierungsaktion hinsichtlich der Kämpfer, welche gegenüber der SAA die Waffen niedergelegt, dieselben ausgeliefert und geschworen haben, die öffentliche Sicherheit nicht mehr zu, positiv voran. Dutzende hätten sich hierzu aus Barîqa und Bi´r ʽAğâm bei den Behörden gemeldet. (https://www.sana.sy/?p=828789, https://www.sana.sy/en/?p=148863)

Irakischer Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, Photo: Pars Today

Am Sonntagmorgen traf der irakische Außenminister, Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî, zusammen mit seiner Delegation auf dem internationalen Flughafen von Damaskus zu einem dreitägigen Besuch auf Einladung seines Amtskollegen sowie Vizepremierministers Walîd al-Muʽallim in der syrischen Hauptstadt ein. Begrüßt wurden die Staatsgäste durch Letztgenannten sowie etliche Mitarbeiter aus dem Außenamt und den irakischen Botschafter. Bei den geplanten Treffen mit hohen Staatsbeamten sollen die gegenseitigen Beziehungen besprochen werden sowie regionale und internationale Fragen und Entwicklungen von beiderseitigem interesse.  (https://www.sana.sy/en/?p=148793, https://www.sana.sy/?p=828501)

Erneut gingen am 14.10.2018 vom SARC in einem Konvoi gelieferte und an bedürftige Familien verteilte Hilfslieferungen nach Ost-al-Ġûṭa (insbesondere in die Orte Kafar Baṭnâ, Šabʽa und Saqbâ). Darunter befanden sich auch Waschmaschinen, Wassertanks, Akkumulatoren, Gasherde und Gasflaschen. (https://www.sana.sy/en/?p=148830)

Parlamentsabgeordnete Ğibrâyir Rânîsiyân und Samîr al-Ḫaṭîb vertreten Syrien bei der 139. IPU-Sitzung in Genf, Photo: SANA

Mit den Parlamentsabgeordneten Ğibrâyir Rânîsiyân und Samîr al-Ḫaṭîb beteiligt sich Syrien an der 139. Sitzung der Inter-Parlamentarischen Union (IPU), welche vom 14. – 18.10.2018 unter dem Titel Parliamentary Leadership in Pro­moting Peace and Development in the Age of Innovation and Technological Change” in Genf stattfindet.
Rânîsiyân erinnerte in Reaktion auf den Beitrag des türkischen Parlamentssprechers Binali Yildirim daran, daß gerade die Türkei die Krise in Syrien seit Beginn des Krieges befeuert habe durch Erleichterung des Eindringens der Terroristen über ihre Grenze, Bewaffnung und Finanzierung derselben sowie den Raub des Inventars von hunderten Fabriken in der Provinz Aleppo mit anschließendem Abtransport über die Grenze und gewinnbringendem Verkauf desselben in der Türkei (vgl. dazu Teil I ff).
Al-Ḫaṭîb prangerte an, daß die [AKP-geführte] türkische Regierung die Frage der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihr Heimatland politisiere, indem sie Vorbedingungen gegenüber der Regierung in Damaskus daran knüpfe. Dies sei eine eklatante Einmischung in die inneren Angelegenheiten des syrischen Staates, gegen die man sich verwehre. In gleicher Weise warnte er vor den Folgen der türkischen Angriffe (vgl. Operation Olivenzweig etc.) auf die syrische Souveränität. (https://www.sana.sy/en/?p=148845, https://www.sana.sy/?p=828735)

Terroranschläge vom 13.10.2018:
Bei der Detonation einer von Terroristen früher im Gebiet der Stadt al-Ġâriyya aš-Šarqiyya, ca. 40km östlich  im Rîf von Darʽâ, hinterlassenen Landmine wurde erneut ein 10-Jähriger getötet. Später am Abend teilte ein weiterer Junge das gleiche Schicksal, während drei Erwachsene schwer verletzt wurden bei der Explosion von IS-Terroristen hinterlassenen Tretmine in der Stadt aš-Šağara. Ein weiterer Bürger starb infolge einer Minendetonation in Dâʽil, wo Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten entprechend tätig gewesen waren.  (https://www.sana.sy/?p=828076, https://www.sana.sy/en/?p=148727)

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

Die US-geführte Koalition setzte während ihrer – völkerrechtswidrigen – Militäraktion im SO-Rîf von  Deir Ezzor bei der Bombardierung der Stadt Hağîn unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen, den international verbotenen weißen Phosphor ein, wie von lokalen Quellen zu erfahren war. Aktivisten zeigten davon Photos in den internationalen Netzwerken. (https://www.sana.sy/?p=828064, https://www.sana.sy/en/?p=148721 vom 13.10.2018)

Juri Schwytkin, Vize-Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, forderte darauf noch am selben Tag im Interview mit Sputnik News eine sofortige internationale Untersuchung  der Benutzung der international verbotenen Waffen unter Vorgabe der IS-Bekämpfung durch die US-geführte Koalition. Es sei  unverzüglich ein Antrag an die Organization of Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) zu stellen, damit diese eine offizielle Untersuchung des Vorfalls durchführe und die Ergebnisse dem UN-Sicherheitsrat vorlege. Die geschilderte Vorgehensweise sei zudem ein eklatanter Bruch der Rechte der syrischen Bevölkerung, welcher unbedingt im UNSC diskutiert werden müsse.
Bombardements mit weißem Phosphor seien durch zwei US-Kampfjets bereits am 8.9.2018 gegen Hağîn eingesetzt worden und im Juni 2017 gegen ar-Raqqa. (https://www.sana.sy/en/?p=148730; s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44015

Im Rîf Dimašq  fanden Behördenmitarbeiter am 13.10.2018 im Bereich einer Farm bei der Stadt Yaldâ ein Depot mit Waffen und Munition, teils aus US-Beständen, welche die Terroristen dort vor ihrem Abtransport  nach Idlib (vgl. Teil VI) im Boden vergraben hatten. Konfisziert wurden demnach Maschinengewehr-Munition und -Dreifußständer, AK-47-Magazine, Granaten, Dragunov and NATO-Scharfschützengewehre, selbstgebaute Sprengsätze, eine M72 LAW-Abschußanlage [für panzerbrechende Raketen], Infrarot- und Nachsichtgeräte. (https://www.sana.sy/en/?p=148757)

Nicht genug mit der völkerrechtswidrigen Invasion, genannt Operation Olivenzweig, der türkischen Truppen in Nord-Syrien (s. Teil VI) und der daraus folgenden erschwerten Situation in jener Gegend, verkündete der türkische Staatspräsident Erdogan am Fr., 12.10.2018, während einer militärischen Verleihungszeremonie in Isparta, auch noch östlich des Euphrats in Syrien eine Militäroperation fortzuführen: „Nach der Entlassung der Söldner und Verräter wird die türkische Armee eine Operation gegen die Aufrührer und Oppositionsgruppen im Osten des Euphrat in Syrien beginnen.“ Er setzte hinzu: „Diejenigen, die uns an Verpflichtungen  zur Vertreibung der Kurden aus Nordsyrien bin­den und sogar Sanktionen gegen uns verhängten, werden bemerken, dass sie viele Verluste hinnehmen mussten.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i44000) – Bemerkung: Jegliche nicht von der legitimen Landesregierung erbetene oder von den UN mit Mandat versehene Operation ausländischer Streitkräfte in einem Land widerspricht dem Völkerrecht sowie der UN-Charta.

Im Interview mit Rûsiyâ al-Yaum vom 12.10.2018 wiederholte Lawrow unterstreichend die Warnungen von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vom 10.10.2018 zur Situation östlich des Euphrats (s.u.) dahingehend, daß die dort an sich schon völkerrechtswidrig stationierten US-Militärs die staatlichen Verwaltungsinstitutionen durch eigens geschaffene zu ersetzten und damit einen Staat im Staate zu kreieren suchten. Dazu bemerkte er: „Idlib is not the last problematic pla­ce in Syria, as there are large territories east of the Euphrates River where absolutely unacceptable things happen; as the United States is trying to create a quasi-state there.” Daher bekräftigte er noch: „I cannot exclude that the US are trying to keep the situation heated up in the region to ensure that everyone is on the edge. It’s easier for them to catch fish in the water they muddy. Such policies never ended well.”  (https://www.sana.sy/en/?p=148706, https://www.sana.sy/?p=827946; s.a. Russland warnt vor Komplott der USA in Nordsyrien)

Alexander Schulgin bei der OPCW, Photo: SANA

Alexander  Schulgin, Rußlands permanenter Vertreter bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons, rügte in einer Stellungnahme vom 12.10.2018 die  Arbeit der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Syrien nochmals (vgl.u.) als armselig („poor job”). Anzukreiden sei ihr, daß sie sich zwecks Beweisaufnahme und Untersuchung trotz mehrfacher Aufforderung der syrischen wie russischen Regierung (s. Teil VI!) nicht an den angeblichen Tatort begebe. Stattdessen übernehme das Team für seine Schlußfolgerungen Material aus dem sozialen Netzwerk (!) oder von bewaffneten Gruppen” [i.e. Terroristen] und sog. NGOs bzw. anrüchigen Organisationen wie den White Helmets  (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V), welche für die FFM geradezu Heiligkeitscharackter besäßen. Dagegen würden die von syrischer wie russischer Regierungsseite bereitgestellten Beweismittel und Untersuchungsergebnis (von vor Ort!) völlig mit Nichtachtung gestraft. Zudem  verstoße das Personal grob gegen das wissenschaftlich anerkannte Verfahren zum Erhalt einer physischen Beweiskette. Dazu bemerkte er noch: We have repeatedly suggested the issue of improving the work of the FFM on the basis of meeting the requirements of the Chemical Weapons agreement, and we also demand correcting the situation with regard to the FFM staff which is controlled by a number of states that call themselves the friends of Syria.” Weitere ernsthafte Zweifel an der Integrität der FFM erwecke bedauerlicherweise auch die Tatsache, daß deren beide Vorsitzende bis zuletzt Briten [und damit Kriegsgegner Syriens] waren. (https://www.sana.sy/en/?p=148711; s.a. http://tass.com/world/1025813) – Zu weiterer ausführlicher Kritik an der  Tätigkeit der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Syrien s. Teil VI!
Zugleich warnte der Diplomat davor, daß die – schon geraumer Zeit im Raum stehende (vgl.u.) – Inszenierung eines Giftgasangriffs durch die Terroristen im Raum Idlib [um diese der SAA anzulasten und einen erneuten westlichen Militärschlag gegen Syrien einen Vorwand zu liefern, dazu vgl.u.!] jederzeit („any moment”) möglich sei. Entsprechende warnende Meldungen über dahingehende Aktivitäten der Extremisten seitens der Geheimdienste kämen auf konstanter Basis („this infor­mation ,comes constantly”). Dazu bemerkte er noch: „We have held several meetings at the OPCW. I applied to the Technical Secretariat and handed them detailed information about a provocation in the Idlib province. We know surnames of the ar­med opposition leaders and the number of barrels with chlorine.” Schulgin setzte hinzu: „We were hoping that the Secretariat would raise its voice, but it had never happened.” (http://tass.com/world/1025813;  s.a. http://tass.com/world/1025813)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148690 und https://www.sana.sy/?p=827801 (Sicherung und Verstärkung weiterer Einsatzpunkte an den felsigen Abhängen bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ mit Beifügung schwerer Verluste gegenüber den dort verschanzten IS-Resten auch durch Einsätze gegen deren Fortifizierungen, Verstecke, Waffen- und Munitionsdepots durch die Artillerie und SAAF sowie erfolgreiche Vereitelung von IS-Durchbruchsversuchen durch den immer enger gezogenen Einkreisungsring.)

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA geht weiter, Photo: SANA

Terroranschlag vom 12.10.2018:
Durch die Explosion eines von Terroristen am Eingang einer Bäckerei in aš-Šadâdî im Süd-Rîf von al-Ḥasaka angebrachten Tretmine wurden am Freitag zwei Personen verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=148699)

In al-Ḥasaka [in NO-Syrien] protestierten am 12.10.2018 erneut Bewohner, insbesondere vom Stadtteil an-Našwa gegen das Vorgehen der sog. al-Asâyiš-Milizen (vgl.u.!). Diese versuchen der Bevölkerung ihren Willen mit Gewalt aufzuzwingen. Z.B. sich sie nach wie vor die Schüler an der Teilnahme am Unterricht zu hindern wie die Lehrer an ihrer Berufsausübung, welche an den staatlichen, säkular-demokratichen Lehrplan in arabischer Sprache gebunden sind.  Für diesen wiederum machen sich die Bewohner, Eltern wie Schüler, stark, um zu verhindern, daß den Kindern ihree Zukunft verbaut wird, indem ihnen die notwenidge Bildung versagt wird. Schließlich wurden auch Busse, welche Schüler und Lehrer vom Land in die städtischen Schulen bringen sollten mit Gewalt aufgehalten, doch die Fahrgäste gingen aus Protest zu Fuß weiter zu den Schulen. IIhâm Ṣûraḫân,  Leiterin des Erziehungs-Direktorats der Provinz kritisiert, daß auf diese Weise nur zwischen 40 – 60% der Schulpflichtigen regelrechten Unterricht in den Großstädten al-Ḥasaka und al-Qâmišlî erhalten.
Daneben kommt es zu zwangsweisen Rekrutierungen, indem die Jugendlichen und jungen Männer, die sich, weigern, in den Militärlagern von al-Asâyiš  ausbilden zu lassen und sich später deren Kämpfern gegen die SAA anzuschließen, inhaftiert werden. Zu deren Gefangennahme organisieren die al-Asâyiš-Milizionäre Überfälle auf Wohnhäuser oder auf Fahrzeuge per Straßensperren.
Al-Asâyiš, bekannt unter dem arabischen Kürzel QSD für die sog. massiv von US-Seite unterstützten Syrian Democratic Forces maßen sich jenseits aller Legalität Polizeihoheitsrechte an und üben Zwang auf die Bevölkerung aus, die dagegen protestiert.  (https://www.sana.sy/en/?p=148695, https://www.sana.sy/?p=827800)

Von Terroristen ausgelegte Landmine, Photo: SANA

Terroranschläge vom 11.10.2018:
Infolge der ausgelösten Detonation einer von IS-Terroristen früher am Ort hinterlassenen Tretmine wurden 12 Kinder  im Dorf Saʽlû im Ost-Rîf von Dair az-Zaur unterschiedlich schwer verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=148623, https://www.sana.sy/?p=827289)

Der permanente Botschafter bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), Bassâm aṣ-Ṣabâġ, nahm am 10.10.2018 in den Haag während der 89. Sitzung des OPCW-Exekutivrats Stellung zur Situation in Syrien jenseits der wahrheitswidrig und entgegen den Berichten der Organisation verbreiteten Gerüchten durch gewisse Staaten.   Näheres demnächst! (https://www.sana.sy/en/?p=148561, https://www.sana.sy/?p=827100)

Wiederherstellungsarbeiten in Darâyâ, Photo: SANA

Eine kleine Dokumentation gibt Einblick in die Wiederherstellungsarbeiten der Bewohner von Dârayâ im Rîf Dimašq in Eigeninitiative und Kooperation mit dem Stadtrat nachdem sie den Schutt beiseite geräumt haben, den die Zerstörungswut der Terroristen hinterlassen hat.  (https://www.sana.sy/en/?p=148597, https://www.sana.sy/?p=827167 mit illustrativen Photos)

Auch der Wiederaufbau von Yarmûk, dem ursprünglich als Lager für die seit Jahrzehnten vertriebenen und geflüchteten Palästinenser konzipierten, inzwischen eingemeindeten südlichen Stadtteil von Damaskus wurde im Beisein palästinensischer Re­gierungsverantwortlicher am 10.10.2018  begonnen. Yarmûk wurde am 21.5.2018 durch die SAA mit Hilfe palästinensischer Kämpfer aus der Hand der IS-Terrormiliz befreit (s. Teil VI). (http://parstoday.com/de/news/world-i43976)

Ṣadqî al-Maqt, israelischer langzeitgefangener Bewohner und Aktivist der israelisch ebsetzten syrischen Golanhöhen11, al-Maqt, Photo: timesofisrael.com

Unter Anrufung auch der Higher Commission for Human Rights setzte sich das Außenamt in Damaskus in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden am 10.10.2018  erneut für die Freilassung des syrischen Langzeitgefangenen Ṣudqî (a.: Ṣadqî) al-Maqt aus  Mağdal aš-Šams durch die israelischen Besatzungsbehöden auf dem Golan ein. Dieser sitze ohne wirklichen rechtlichen Grund dafür ein, daß er Dokumentationsmaterial für die vielfältige Unterstützung seitens des israelischen Militärs für die im Süden Syriens aktiven Terrorgruppen, insbesondere für Ğabhatu_n-Nuṣra beigebracht hatte. Allein schon die UNSC-Resolution Nr.497 verbiete den Besatzungsbehörden jegliche juristische Schritte gegen die nach wie vor als syrische Staatsbürger geltenden Bewohner der Golanhöhen.  Dazu wurde im Weiteren ausgeführt: „On October 9th, 2018, the so-called Israeli High Court of Justice issued a verdict which supports al-Jalil Court’s sentence of 11-years imprisonment against the dean of the Syrian and Arab detainees in the Israeli jails, Sudqi al-Maqt, from Majdal Shams town in the occupied Syrian Golan who was re-detained by the Israeli authorities on February 25th, 2015, after he had already spent 27 years in Israeli prisons without any moral or legal justification.” Sodann hieß es: „Syria calls on UN Secretary General, the UNSC, the Higher Commission for Human Rights and all international humanitarian organizations, including the international Committee of the Red Cross, to force the Israeli authorities to immediately release al-Maqt without any conditions since the unjust Israeli decision flagrantly contradicts with the rights of Syrians living under the Israeli occupation and the principle of justice which should be preserved in all places and at all times.” Weiteres s. https://www.sana.sy/?p=827098, www.sana.sy/en/148565, www.sana.sy/en/?p=148768 und zur israelischen Verwaltungshaft s. insbesondere die Angaben in Teil VI!
Vgl. auch die Vorbringung dieser Sache vor dem UN-Sicherheitsrat durch UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 26.4.2018 (https://sana.sy/en/?p=135576) und die Beiträge in Teil VI und vorhergehnden Teilen!

Mit einer zusätzlichen Hilfe von 186 Millionen € für die anstehenden Wintermonate hat die BRD gemäß Außenminister Heiko Maas vom Mi., 10.10.2018, die Zahlung an das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen für Not leidende Menschen in Syrien und den Nachbarländern auf 286 Millionen € im Jahr 2018 aufgestockt. Bereits 2017 hatte die BRD das WFP mit der Rekordsumme von insgesamt 830 Millionen € unterstützt. (http://parstoday.com/de/news/germany-i43977)

Sacharowa beim Presse-Briefing, Photo: TASS

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa machte am 10.10.2018 beim Pressebriefing  auf die allarmierende Situation östlich des Euphrats aufmerksam, wo die US-Militärs am Einrichten einer Quasi-Administration  bzw. eines Quasi-Kurden-Staates zusammen mit ihren Alliierten seien, welche der syrischen staatlichen Souveränität und Autorität zuwiderhandele:  „Regrettably, the situation in the eastern bank of the Euphrates is causing growing alarm. …. As a matter of fact the Americans rule the roost in this zone with reliance on their Kurdish allies. … The efforts they exert to form in Transeuphratia some special administration that does not agree with Syria’s current constitution yield results that are far from positive.“ Auch widerspreche diese willkürliche Vorgehensweise den Rechten der dort ansässigen nicht-kurdischen Bevölkerung und erzürne sie nachvollziehbarerweise: „Such attempts to build a quasi-state annoy the non-Kurdish population – Arabs, Assyrians and Turkomans. The locals are particularly angry over the arbitrariness of the US-sponsored local security service.“ Außerdem bestätigte die Sprecherin Meldungen türkischer Medien, wonach  „over 1,000 militants have left the demilitarized zone, and about 100 pieces of equipment have been withdrawn.” (d.h.: … über 1.000 Kämpfer die entmilitarisierte Zone verlassen und etwa 100 Ausrüstungsgegenstände abgezogen haben.). (http://tass.com/politics/1025383https://www.sana.sy/en/?p=148568, https://www.sana.sy/?p=827117) – Zu den besonderen rechtswidrigen Umständen dieser Aktion von türkischer Seite s.u.!

Am Mi., 10.10.2018 warnte Wladimir Sewtschenko, des Chefs des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, nochmals davor, daß die im Raum Idlib aktiven  terroristischen Gruppen einschließlich des IS giftige Substanzen aufgrund der unverantwortlichen Handlungen westlicher Regierungen erhalten hätten. Letztere hätten diesen terroristischen Gruppen Unterstützung geleistet für die Inszenierung eines Giftgasvorfalls, dessen dann die syrische Armee bzw. Regierung beschuldigt werden sollte, wobei sie die komplizierte Situation in der demilitarisierten Zone in Idlib ignorierten. Sewtschenko reagierte mit seinem Statement auf einen Angriff einer  (rivalisierenden?) terroristischen Gruppe auf eine Stellung von Ğabhatu_n-Nuṣra und den White Helmets  (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) in der Nähe von al-Laṭâmina (vgl.u.) im Nord-Rîf von Ḥamâ am Abend des 10.10.2018, wobei erstere giftiges Materials, das dort lagerte, mit sich nahm.  Nach bestätigten Informationen  habe es sich  bei dem gestohlenen Gut um zwei Zylinder mit Chloringas gehandelt. diese sein in das südliche Umland von Aleppo transportiert und der Terrorgruppe Tanẓîm Ḥarâs ad-Dîn, Affiliierten des IS, übergeben worden.  (https://www.sana.sy/en/?p=148616, https://www.sana.sy/?p=827266) – Zur seit Wochen bestehenden Gefahr der Inzenierung des o.e. Giftgasanschlags s.u.!

Netanjahu mit Militärs auf dem besetzten syrischen Golan, Photo: pars today

Nachdem der israelische Ministerpräsident Netanjahu am Mo., 8.10.2018, bei einer Fahrt auf die völkerrechtswidrig israelisch besetzt gehaltenen syrischen Golanhöhen (zur Rechtslage s.u.!) wieder einmal verkündet hatte, die Okkupation dieses Gebiets werde nicht aufgegeben werden, und trotz anderslautender internationaler Rechtslage und UNSC-Resolutionen dazusetzte: „Die internationale Staatengemeinschaft muss die israelische Souveränität in diesem Gebiet anerkennen“, entgegnete Rußlands Außenminister  Lawrow darauf  am 10.10.2018 gegenüber Journalisten: „Eine Änderung an der geographischen Lage der Region außer­halb des UN-Sicherheitsrats stellt einen Verstoß gegen die Resolutionen dieses Gre­mi­ums dar.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i43974, s.a. http://tass.com/world/1025362)

Terroranschläge vom 10.10.2018:
Vom  SW-Rîf von Aleppo aus attackierten wieder Terroristen die aleppiner Wohngegenden von  Šâriʽ an-Nîl und aš-Šahbâ´ al-Ğudaida im NW der Provinzhauptstadt mit Raketen und richteten damit enorme Sachschäden an Häusern etc. an. (https://www.sana.sy/en/?p=148529, https://sana.sy/?p=826931) Die Terroristen stehen mit jenen im Raum Idlib in Verbindung wie aus mwerhfachen Meldungen des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm hervorgeht.

Türkisches Militär zerstört Olivenhaine im Gebiet von ‚Afrîn, Photo: SANA

Mit dem jüngsten Abkommen zu Idlib (s.u.) verpflichtete sich der türkische Staatspräsident Erdogan auf die Terroristen in der Demilitarisierungszone positionierten Terroristen Einfluß hinsichtlich deren Abzugs zu nehmen. Gemäß vielfältiger Meldungen der Regierung in Damaskus gegenüber den UN sind jene allgemein türkische Söldner (vgl.u. al-Muʽallim bei der 73. UNGA in New York u.v.a. Gelegenheiten), die auf Befehl des türkischen Geheimdienstes auf syrischem Territorium agierten. Der abzug sei im Gange, jedoch hätten die das Gebiet von ʽAfrîn seit der Operation Olivenzweig genannten völkerrechtswidrigen Invasion (s. Teil VI) türkische Militärs hierfür einen neuen illegalen Grenzübergang eröffnet und dorthin eine provisorische Straße angelegt, wofür in den letzten Wochen tausende erntereife Olivenbäume gefällt worden seien. Den jewiligen syrischen Bauern wurde damit ihre Lebensgrundlage sowie ihr Profit entzogen.  Die Ernte der Bauern u.a. hätten sie über den neuen insgeheimen Grenzübergang in die Türkei geschafft wie früher schon die Terroristen, die im Raum Aleppo Industrieanlagen praktisch abgebaut über die Grenze geschafft hätten, dazu anderes Ruab- und Plünderungsgut, Antiquitäten aus Raubgrabungen etc.pp., wie lokale Quellen auch bestätigten. Über die offiziellen Grenzübergänge Bâb alHawâ und Aṭmadagegen wäre die Aktion aufgefallen. Zuvor hatte der von der türkischen Besatzung rechtswidrig eingesetzte Rat im nahen  Ğundairîs  per Zirkular verboten, mit der Ernte zu beginnen. (https://www.sana.sy/?p=826993 vom 10.10.2018, https://www.sana.sy/en/?p=148542)
Rußlands Außenminister Sergei Lawrow bestätigte am 10.10.2018 Reportern gegenüber, daß der Prozeß der Demilitarisierung druch die türkische Seite im Gange sei, indem er bemerkte: „These agreements on setting up a demilitarized zone in the Idlib de-escalation zone are being com­plied withOur information confirms that his process is pro­gressive.“ (http://tass.com/politics/1025353)

Die Behördenmitarbeiter in Ḥomṣ  konnten am 9.10.2018 einen Drogenschmuggler festnehmen und bei ihm 30 kg Haschisch sowie 5.000 Tabletten Captagon (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) konfiszieren. (https://www.sana.sy/?p=826455)

Dekret-Veröffentlichung, Abb.: SANA

Mit dem Präsidialdekret Nr.18 des Jahres 2018 wird allen, einerlei ob im Inland oder im Ausland befindlich, die ein „Fluchtdelikt“ gemäß  Artikel 100f Militär­strafgesetzbuch, verkündet durch Gesetzesdekret Nr. 61 von 1950 und seinen Änderungen, bzw. dem Dekret Nr.30 aus dem Jahr 2007 vor dem 9.10.2018 begangen haben, eine Generalamnestie gewährt, sofern die Angelegenheit nicht schon gerichtsmäßig ist. In jenem Fall gilt für im Inland Befindliche eine Frist von vier Monaten, um sich bei den Behörden zu melden, für im Ausland Befindliche eine Frist von sechs Monaten.  (https://www.sana.sy/en/?p=148449, https://www.sana.sy/?p=826281 enthält den gesamten Gesdetzestext) – Es dürfte sich dabei um Wehrdienstflüchtige (inklusive Desertion) handeln. Auch dieses „Rückkehrhindernis“ für syrische Flüchtlinge wäre damit beseitigt.
Dies sah auch Rußlands Außenminister Sergei Lawrow so, indem er später zum Sachverjalt äußerte: „Touching on the issue of pardoning deserters, probably, this is a step towards national reconciliation, towards creating conditions, which would suit those refugees who want to come back to Syria and internally displaced persons.“ Er ergänzte: „We actively encourage this determination of the Syrian leadership.“ (http://tass.com/politics/1025183)

Erstmals nach Wiederfußfassung der SAA auf dem rechten (d.i. westlichen) Euphrat-Ufer sind russische Soldaten und Militärausrüstung in al-Bû Kamâl (Provinz Dair az-Zaur)  nahe des Stützpunkts der US-unterstützten SDF-Truppen stationiert worden, wie syrische Medien am Montagabend (8.10.2018) meldeten. Gegen verbliebene IS-Reste führt die SAA in der Gegend Militäroperationen aus, während kurdische Verbände diese um die Stadt Hağîn bekämpfen. (Syrien: Russland hat Ausrüstungen in Abu Kamal stationiert)

Gelieferte S-300, Photo: TASS

Zur kostenlosen (!) Bereitstellung des S-300-Luftabwehrsystems (s.u.) durch die russischen Streitkräfte für die syrischen gab eine militärische diplomatische Quelle am Mo., 8.10.2018, noch bekannt: „On October 1, three battalion sets of S-300PM systems of eight launchers each were delivered to Syria.“ Demnach bestand die Lieferung aus drei drei Bataillonsätzen mit je acht Abschußrohren und mehr als 100 Boden-Luft-Marschflugkörpern für jeden Satz.  Die Quelle führte weiter aus: „These systems were previously deployed at one of the Russian aerospace forces’ regiments which now uses the S-400 Triumf systems. The S-300 systems underwent capital repairs at Russian defense enterprises, are in good condition and are capable of performing combat tasks. Die zuvor die russischen Armee auf Luft- und Raumfahrtkräften benutzten Systeme wurden umfassend überholt, befänden sich in gutem Zustand und seien voll einsatzbereit. (http://tass.com/defense/1025020)

Wie schon zuvor Franz Klinzewitsch (s.u.) machte am 8.10.2018 auch der Chef des Büros für militärpolitische Analysen, Alexander Michai­low, deutlich, daß die S-300 in der Lage sei, ein [völkerrechtswidriges] Eindringen von israelischen Militärmaschinen (Kampfjets wie Überwachungsflugzeugen) in den syrischen Luftraum zu verhindern. Schließlich hatten israelische Staatsvertreter wie z.B. der Verteidigungsminister verkündet, diese künftig nicht einstellen zu wollen. Darüber bemerkte Michai­low „The Israeli leadership’s position has been determined – Israel wants to go ahead with un­hampered flights over Syria’s border areas and press for its decisions regarding the presence of Iranian forces there, which under our agreements with Israel are now leaving these terri­tories.“ Zwischenfälle könnten durch gegenseitige Konsultationen jedoch vermieden werden, indem er weiter mitteilte: „We would like to believe that if Israel and the Israeli Defense Ministry hold consultations with the Russian group in Syria over all activities, no conflicts will ever emerge. I believe that the Israeli leadership will display common sense not to repeat such incidents and to stay out of the areas where our systems are turned on. .. We should conduct a mutually beneficial dialogue with Israel and address it with fresh reminders that combat operations are in progress away from the Russian borders, but near the Israeli ones, so it would make no sense to aggravate the already complicated situation… One would like to believe that the Is­raeli Defense Ministry will refrain from provoking the Syrian air defense into hitting Israeli air­craft.“ (http://tass.com/defense/1024991) – Letztere (Konsultationen) hatte die israelische Seite – trotz Vereinbarung –  mehrfach nicht eingehalten, wie es im Nachgang des Absturzes der IL-20 aus Moskau geheißen hatte (s.u.).

Hilfskonvoi (aid-convoy) für das Rîf von Dar’â, Photo: SANA5

In die vor wenigen Wochen befreiten Gebiete der Provinz Darʽâ ging am 8.10.2018 erneut ein Konvoi mit Lebensmitteln ab. (https://www.sana.sy/?p=826023)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.10.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=148423 und https://www.sana.sy/?p=825507 (Weitere Ausdehnung der Kontrolle auf der Westseite der Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ nach heftigen, für die IS-Terroristen verlustreichen Gefechten. SAAF- und Artillerie-Schläge richteten sich gegen feindliche Bewegungen mit Zerstörung von befestigten IS-Stellungen und -Verstecken in Felshöhlen.)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor der UN-Generalversammlung, Photo: SANA

Anläßlich der UNGA-Sitzung vom 8.10.2018  zum Bericht des UN-Generalsekretärs über die Arbeit der Vereinten Nationen machte der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut auf die völkerrechtswidrige Präsenz ausländischen, nicht ins Land gebetenen Militärs aufmerksam. Diese widerspreche zudem den Prinzipien und Konventionen der UN und müsse umgehend beendet werden.
Zu kritisieren sei, daß diese nicht im Bericht erwähnt sei Demnach führte der Diplomat aus: „Authors of the report did not mention the aggression and foreign presence on the territories of some UN member states without their approval and under unconcealed and fake pretexts like possession of weapons of mass destruction or protecting their civilians from non-existent fictitious danger or sprea­ding fake democracy.” (D.h.: Die Autoren des Berichts erwähnen die Aggression und ausländische Präsenz auf den Territorien einiger UN-Mitgliedsstaaten ohne deren Zustimmung und unter unverhohlenen und fingierten Vorwänden nicht, wie dem des Besitzes von Massenvernichtungswaffen oder dem des Schutzes ihrer Zivilisten vor einer nicht vorhandenen fiktiven Gefahr oder der Verbreitung nicht echter Demokratie.) „It would have been helpful if those who prepared the report had considered that foreign presence as illegitimate and a blatant breach of the international law and the UN’s Charter as well as an aggres­sion against states’ sovereignty and a threat to the international peace and security.” (D.h. Es wäre hilfreich gewesen, wenn diejenigen, die den Bericht vorbereiteten, in Betracht gezogen hätten, daß eine ausländische Präsenz illegitim ist und einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Charta sowie eine Aggression gegen die Souveränität von Staaten und eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit darstellt.) Dr. al-Ğaʽ­farî stellte klar, daß bezüglich Syriens die Truppen der USA, von Großbritannienund Frankreich gemeint seien.
Sodann unterstrich der UN-Diplomat, Syrien begrüße den Report des UN-Generalsekretärs zum Counterterrorismus hinsichtlich der Gewährleistung, das angestrebte Ziel zu erreichen, und der Ausweitung der Anstrengungen, um den Hauptursachen für die terroristische Rekrutierung und Verbreitung des Terrorismusphänomens entgegenzuwirken. Dabei monierte er jedoch: „We would have ho­ped that the report’s authors would have bothered themselves and referred to Syria, and not only to Iraq, when they had written about Daesh (ISIS) terrorist organization.” (D.h. Wir hätten gehofft, daß die Berichtsverfasser sich nicht zurückgehalten und sich auf Syrien und nicht nur auf den Irak bezogen hätten, als sie über die Terrororganisation Daesh (ISIS) geschrieben hatten).
Den Artikel 122 zum sog. internationalen, unparteiischen und unabhängigen Mechanismus, welcher nach einer nicht einvernehmlichen und rechtswidrigen Entscheidung eingeführt worden ist, weise Syrien allerdings strikt zurück.
Dr. al-Ğaʽfarî stellte darauf die rhetorische Frage: „Are there any one today who thinks after 101 states, which are members of the UN organization, have been exporting terrorism to Syria for eight years that the work of these states is independent, impartial and objective?” (Gibt es heute jemanden, der denkt, daß die Tätigkeit von 101 Staaten, welche Mitglieder der UNO sind und den Terrorismus für acht Jahre nach Syrien exportiert haben, unabhängig, unparteiisch und unbefangen [a.: sachgerecht] sei?)
Schließlich wiederholte der Botschafter die Verturteilung des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen durch Syrien. Dabei brachte er sein Erstaunen zum Ausdruck, daß der in Rede stehende Bericht das israelische Arsenal an A-, B- und C-Waffen übergangen habe, welches das einzige im gesammten Nahen Osten sei, und sich beharrlich weigere, dem Atomwaffensperrvertrag (Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons) beizutreten, und all seine Nuklearanlagen unter Aufsicht des des umfassenden Überwachungssystems der Internationalen Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency, IAEA) zu stellen, zurückweise.
Ebenfalls wunderte sich Dr. al-Ğaʽfarî, daß der Bericht des UN-Generalsekretärs die israelische Okkupation Palästinas und der syrischen Golanhöhen wie anderer arabischer Territorien unerwähnt lasse und ebenfalls unilaterale Zwangsmaßnahmen gegen verschiedene Staaten, darunter Syrien, durch die USA, die EU und andere.(https://www.sana.sy/?p=826156, https://www.sana.sy/?p=826144)

Treffen des Zentralkomitees der Baʽṯ-Partei am 7.10.2018, Photo: SANA

Beim Treffen des Zentralkomitees der säkularen Baʽṯ-Partei in Damaskus unter Vorsitz von Präsident Dr. al-Assad am 7.10.2018 gab dieser einen Überblick über die letzten Ereignisse auf militärischer und politscher Ebene und stellte nochmals verschiedene wichtige Punkte heraus.  Dabei betonte er, die Vorgänge in Syrien könnten nicht separat von dem betrachtet werden, was bzgl. des sog. Jahrhundertdeals (,Deal of the Century’, von US-Präsident Trumps vorgestelltes Konzept von der Lösung der israelisch-palästinensischen Auseinandersetzung) kürzlich in Umlauf gesetzt worden sei. Dieser sei „as old as the Pale­sti­nian cause, but has picked up momentum recently in order to benefit from the exit of many countries from the confrontation with the Israeli enemy.”
Zur Reaktion westlicher Mainstream-Medien auf die noch ausstehende Befreiung des Idlib-Areals von den es besetzt halzenden Terroristen kommentierte er. „What we have witnessed recently of Western hysteria ahead of Idleb battle stems from the fact that it is a fateful thing for them, because the Syrians’ victory in it will lead to the failure of their plans and to Syria’s return as yet a more serious prospect in the face of their project in the region than it was before whether through the Deal of the Century or any other, and it will be a new model for the countries of the region and the world, “
Die Position des Staates zum Idlib-Abkommen [s.u., 17.9.2018] sei klar (vgl.u.), sie bedeute, daß diese wie jede andere unter Terroristenkontrolle stehende Gegend zurück unter staatliche Kontrolle gebracht werden müsse. Das Abkommen biete eine vorübergehende Maßnahme, mittels derer der Staat den Terroristen weitere Gebiete entrissen habe (zu den Rekonziliierungsangeboten s.u.) und zuallererst das Blutvergießen habe eingedämmt werden können.
Syriens Feinde würden ihre Versuche verstärken, es militärisch, politisch, wirtschaftlich und sozial zur Ader zu lassen, solange es sich weiterhin [politisch wie militärisch] auf den Sieg zu bewege. Daß dies internationale Herausforderungen bedinge, die nicht weniger ernst seien als der Krieg, sei damit vorhersehbar.
Syrien sei auf dem Weg zur Wiederherstellung einiger Segmente „[some segments] which incubated chaos and terrorism so that these segments will not be a loophole through which Syria will be targeted in the future.”
Der Präsident unterstrich die Rolle der Baʽṯ-Partei bei der Bewältigung der Kriegsfolgen und der Durchführung eines rigorosen Studiums der Gesellschaft wie der stattgefundenen Veränderungen;  wichtig sei ebensfalls, daß diese [d.i. die Partei] mit eigenen Vorstellungen [Vorschlägen] und Charakterisierungen  zu Begrifflichkeiten aufwarte, die in der Gesellschaft vorherrschten, um die Diktion, Praxis und Konzeption so anzupassen, daß sie die unterschiedlichen Segmente der Gesellschaft erreicht.
Es bestehe die Notwendigkeit, sich auf die Arbeit des Zentralkomitees der Partei zu konzentrieren und dessen Rolle zu aktivieren. All die Vorschläge, die während dessen Sitzungen unterbreitet würden, müßten klare Umsetzungsvorgaben umfassen, wobei Verantwortlichkeiten innerhalb eines spezifischen Zeitrahmens zuzuweisen seien.
Zudem müßten Dialog- und Kummunikationsmechanismen erarbeitet werden, die das Fällen von Entscheidungen innerhalb der Parteispitze erleichterten.
Zu einem späteren Zeitpunkt beantwortete der Präsident Fragen von Teilnehmern zu Parteiangelegenheiten und den politischen und militärischen Entwicklungen. (https://www.sana.sy/?p=825610, https://www.sana.sy/en/?p=148378)

Hubschrauber der US-geführten Koalition („Terroristenrettungsmission“), Photo: SANA

Wieder haben Bewohner Samstag nacht beobachtet, wie Hubschrauber der US-geführten Koalition eine Reihe von (verletzten)  IS-Terroristen aus ihrer Enklave im SO-Rîf von Dair az-Zaur bei Landstadt aš-Šaʽfa – nahe der Grenze zum Irak, wo gerade eine Militäroperation gegen den IS läuft – evakuiert und an einen unbekannten Ort ausgeflogen haben. SANA erhielt über den Vorgang am 7.10.2018 übereinstimmende Meldungen von Zivilisten und lokalen Medien. Einige Tage zuvor waren bereits in gleicher Weise am Rande des Dorfes al-Marâšida im S-Rîf der Provinz einige IS-Anführer  bei der Landung an Bord genommen worden. Über derlei “Rettungsmissionen” für in ihren Enklaven durch Militäroperationen bedrohten Terrroristen wurde schon mehrfach berichtet wie auch über andere Unterstützungsaktionen für die IS-Terroristen in deren Kampf gegen die SAA. (https://www.sana.sy/en/?p=148347, https://www.sana.sy/?p=825422) –  Zu früheren Fällen s.u.,  Teil VI und frühere Teile sowie Irak!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148360 und https://www.sana.sy/?p=825507 (Vereitelung eines Angriffsversuchs durch Affiliierte von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî  auf Militärposten zum Schutz des landwirtschaftlichen Gebiets im Umkreis des Dorfes Manṣûra und von Tal Wâsiṭ im fernen Nordteil der al-Ġâb-Ebene im N-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung etlicher der Terroristen, deren Reste zu ihren Ausgangspunkten zurückflohen.)

Franz Klinzewitsch, Photo: SANA

Nachdem in letzter Zeit auf die Lieferung des russischen S-300-Luftabwehrsystems an Syrien (s.u.) verschiedene israelische Führungspersönlichkeiten erklärt hatten, das werde das israelische Militär nicht von künftigen Angriffen abhalten, warnte Franz Klinzewitsch, Mitglied im Ausschuß für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrats, davor, die Leistungsfähigkeiten des Luftab­wehrs­ystem S-300 testen zu wollen. In Entgegnung der Aussagen des  israelischen „Ministers für regionale Zusammenarbeit” antwortete er am 6.10.2018 gemäß Sputnik-Meldung, es sei besser, dies nicht zu versuchen.  Israel spiele mit dem Feuer und werde sich selbst [die Finger] verbrennen.  Zuvor hatte der Minister erklärt, das an Syrien gelieferte Exportsystem (S-300) werde nicht gegen die israelische Luftwaffe bestehen können, die das fünfte militärische Modell der F-35 besäßen. Klinzewitsch fuhr fort, der Glaube, daß Rußland sich in der aktuellen Situation  zurückziehe, sei nicht nur irre­führend, sondern ein großer, nicht erklärbarer Fehler. Israel müsse aus vielen historischen Gründen wissen, wie Rußland sei, seine Mentalität sei gut. Jedoch versicherte er zudem, das System S-300 sei der Lage ist, seine Arbeit zu 100 Prozent zu erfüllen. (https://www.sana.sy/?p=825138)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.10.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=148293 und https://www.sana.sy/?p=825185 (Zerstörung neuer IS-Stellungen, verborgen in den felsigen Höhlen und dem unzugänglichen vulkanischen Bergland um die  Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ durch die Artillerie unter Beibringung bedeutender Verluste. Dazu Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf einen Armeeposten in NW-Richtung durch andere Einheiten mit Eliminierung einer Anzahl Extremisten einschließlich der Sprengstoffgürtel tragenden IS-Scharfschützen mit anschließender Entschärfung der Sprengsätze durch die Kampfmittelräumer.)

Volksfest in at-Tîna zum 45. Jahrestag desOktoberbefreiungskriegs 2018, Photo: SANA

Syrien begeht am 6.10.2018 feierlich den 45. Jahrestag des Oktoberbefreiungskrieges (vom 6. – 25.10. 1973, in israelischer Diktion Yom Kippur-Krieg), bei dem es den syrischen Truppen gelang, einen Teil der von der israelischen Armee im Sechstagekrieg besetzten syrischen Golanhöhen zurückzuerobern.

In seiner seinem Gespräch mit dem Staats-TV zum Jahrestag referierte der Verteidigungsminister, General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb, am 6.10.2018 die jüngsten Erfolge der SAA, welche den Befreiungsgefechten der Kämpfer des Oktoberkriegs vor 45 Jahren alle Ehre gemacht hätten. Damit sei die gefährliche Pha­se des Kriegs in Syrien beendet, die Zerstückelungspläne für das Land [bzgl. Balkanisierung bzw. Yinon-Plan s.u. und bes. Teil II] gescheitert. Syrien halte jedoch mit Beharrlichkeit an seinen Grundprinzipien und dem Recht zur  Verteidigung seiner Souveränität und seines gesamten Territoriums fest. Wörtlich bemerkte der General: „Syrien wurde der Krieg auferlegt, und es war die Pflicht der Armee, das Land zu verteidigen, und noch immer leistet die heroische Armee den Aggressoren und Terroristen, die von den westlichen Saaten und Ihren Handlangern unterstützt werden, erbitterten Widerstand.“ (S. Syrischer Verteidigungsminister: Gefährliche Phase des Kriegs ist beendet)
Mit der Waffenstillstandsvereinbarung  vom 31.5.1974 wurde u.a. auch die frühere Provinzhauptstadt al-Qunaiṭra Anfang Juni an Syrien zurückerstattet, nachdem sie von israelischer Seite mutwillig total zerstört und geplündert worden war, wie der von den UN in Auftrag gegebene Untersuchungsbericht herausstellt (s. UN Secretary General: Report of the Special Committee to Investig­a­te Israeli Practices Affecting the Human Rights of the Population of the Occupied Territories; including Edward Gruner: Quneitra Report on Nature, Extent and Value of Dama­ge. A/31/218, 1.10.1976) Laut The Times vom 10.7.1974 (S.8) stand in hebräisch auf  einem Wandrest geschrieben: „You want Quneitra, you’ll have it destroyed“. – Die Funktion als Verwaltungszentrale der Provinz übernahm die neu erstellte Stadt al-Baʽṯ (d.h. Wiedergeburt).

Anläßlich der Feierlichkeiten zum 45. Jahrestag des Oktoberbefreiungskrieg 2018 schauen die Teilnehmer auf den noch israelisch besetzten Teil des syrische besiedelten Golans hinüber, Photo: SANA

SANA berichtet darüber am 5.10.2018 (Vorabend) in den Beiträgen: https://www.sana.sy/?p=824646 (Darstellung und Würdigung der Veteranen), https://www.sana.sy/en/?p=148247 (kurze Darstellung  in Englisch), https://www.sana.sy/?p=825121 (Aufnahmen aus dem SANA-Bild-Archiv) sowie am 6.10.2018 über die Gedenkveranstaltung im Parlament (der sog. Volksversammlung) in:  https://www.sana.sy/?p=825017, https://www.sana.sy/?p=824992 (Veteranenberichte), https://www.sana.sy/?p=824989  (Berichte von Veteranen- Angehörigen bzw. Anwohnern), https://www.sana.sy/?p=825066 (Veteranenberichte aus as-Suwaidâ´), https://www.sana.sy/?p=825204 (Ehrung von 500 Familien Gefallener) und schließlich über das Volksfest in ʽAin at-Tîna am Rande des besetzten Golan (https://www.sana.sy/?p=825159).
Im ganzen Land fanden zudem Festveranstaltungen mit Militärparaden und Vorführungen von Armeeverbänden und Sportgruppen sowie Ansprachen der Kommandeure statt, dazu Veteranentreffen, Kranzniederlegungen an Gefallenengrabstätten und -Denkmälern sowie Besuche bei (aktuell) verwundeten SAA-Soldaten. Die Reden durchzog als roter Faden, sich am soldatischen Vorbild der Veteranen zu orientieren, und dieses im Counterterrorismus, der sich dem Ende neige, bei der Eliminierung der Takfîr-Extremisten im ganzen Land zu zeigen. (https://www.sana.sy/en/?p=148312, https://www.sana.sy/?p=825255)
Bei youtube gibt es eine Film-Dokumentation zum Waffengang: https://www.youtube.com/watch?v=sotwBPlGGWI.
Die heutige Demarkationslinie auf den Golanhöhen geht darauf zurück. Zur rechtlichen Lage bzgl. der besetzt gehaltenen Golanhöhen und der Entwicklung dort seither s. die Beiträge ab Teil I.
Aufgrund der terroristischen Aktivitäten im Gebiet konnten die Feierlichkeiten in den letzten Jahren nicht durchgeführt werden. Die Bevölkerung feiert dieses Jahr daher ebenso die Befreiung des Gebiets von den Terroristen infolge der jüngsten Sieg der SAA (vgl, Teil VI). Die Bewohner des Golan kommunizierten während der Feierlichkeiten dies- und jenseits des von israelischer Seite errichteten und befestigten Grenzzauns via Lautsprechern.

Terroranschlag vom 6.10.2018:
Bei der Explosion einer von Terroristen früher am Ort hinterlassenen Tretminen im landwirtschaftlichen Umland des Dorfes Ḫafîn, östlich der Stadt Ṣûrân im Nord-Rîf von Ḥamâ gelegen, wurde eine Frau getötet, 18 weitere Personen verletzt, die sich bei der Olivenernte befanden. (https://www.sana.sy/?p=825167) – Gerade mit dem Auslegen von Minen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen versuchen die Terroristen seit Jahren die Bevölkerung von der Arbeti abzuhalten, ihnen damit die Leebnsgrundlage zu entziehen und zum Verlassen der Gegend zu veranlassen (vgl. dazu Teil VIund vorhergehende Teile!).

Terroranschlag auf Aleppo, Sachschaden, Photo: SANA

Terroranschlag vom 5.10.2018:
Wieder attackierten im aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn sich versteckende Terroristen mit Raketenbeschuß die Bewohner von Neualeppo (Ḥalab al-Ğadîda). Bei den Einschlägen nahe der al-Îmân Moschee wurde ein Bürger verletzt und Sachschäden verursacht. (https://www.sana.sy/en/?p=148251, https://www.sana.sy/?p=825006)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148226 und https://www.sana.sy/?p=824685 (Im N-Rîf von Ḥamâ gelang nach sorgfältiger Beobachtung der Terroristenbewegungen die Vereitelung eines Angriffsversuchs  von Affiliierten der Terrorgruppe Katâ´ib al-ʽIzza (einer Untergruppe von Ğaiš al-ʽIzza, ihrerseits Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra!), die in einigen Dörfern und Städten des Gebiets Stellungen unterhalten. Diese versuchten Militärposten im Umkreis der Orte (und Terroristenhorte) Maʽrkaba und Laḥâyâ zu attackieren und somit Entsatz zu leisten. Die Angreifer flohen zurück zu ihren Ausgangspunkten. SAA-Einheiten durchkämmten danach das gesamte Gebiet. )

SAA-Artillerie im Ḥamâ-Rîf, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148145 und https://www.sana.sy/?p=824097 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von Affiliierten der Terrorgruppe Katâ´ib al-ʽIzza [ihrerseits Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra] von Mûrik, 35km im N-Rîf von Ḥamâ, aus auf Militärposten im Umkreis dieser Stadt; den Extremisten wurden heftige Verluste beigebracht, überlebende Reste ergriffen die Flucht.
Bei der Militäroperation zur Eliminierung der letzten IS-Reste, die sich in den Felshöhlen und Klüften der basaltischen Region der Tulûl aṣ-Ṣafâ im Ostteil der Geröllwüste (Bâdiyya) der Provinz as-Suwaidâ´ verschanzten, erlangten die Streitkräfte die volle Kontrolle über Arḍ Qâʽ al-Banât mit Etablierung neuer Stützpunkte und Vertreibung der IS-Terroristen aus ihren dortigen Verstecken. andere Einheiten befreiten weitere Areale westlich und südwestlich von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain im selben Gebiet, während die Artillerie mit dem Beschuß von IS-Stellungen fortfuhr; infolge der Verluste desertierten einige IS-Mitglieder)

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums in Moskau machte dessen Sprecherin, Maria Sacharowa, am 4.10.2018 erneut darauf aufmerksam (vgl.u., insbes. 20.9.2018), daß seitens der im Raum Idlib konzentrierten Terroristen, hauptsächlich von Ğabhatu_n-Nuṣra [sowie deren Affiliierten] fortlaufend Provokationen ausgingen, um die jüngste Vereinbarung zu Idlib (vom 17.9.2018, s.u.) zu Fall zu bringen und per Inszenierung eines C-Waffenangriffs, der – wie schon früher geplant (s.u.) und ausgeführt – der SAA untergeschoben würde, um damit einen Vorwand für westliche Militärschläge gegen Syrien zu liefern, das sich gerade vom zu Ende gehenden Terrorkrieg zu erholen scheint. Zur Situation im Raum Idlib teilte sie daher mit: „we are still receiving information on the imitation of chemical attacks that had been prepared by terrorists at a large scale in Idleb in order to blame the government of committing them.” Die gekidnappten Bürger (vgl.u.), vor allem Frauen und Kinder seien diesbezüglich als “Opfer” ausersehen. (https://www.sana.sy/en/?p=148167, https://www.sana.sy/?p=824141)

Empfang des kuwaitischen Zeitungsherausgebers Ṣabâḥ al-Muḥammad aṣ-Ṣabâḥ durch Präsident Dr. al-Assad, Quelle: aš-Šâhid

Erst kürzlich, am 29.9.2018 in New York war offiziell vom Treffen von Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit seinem baḥrainischen Amtskollegen berichtet worden (s.u.)
Am 3.10.2018 nun veröffentlichte die kuwaitische Zeitung aš-Šâhid ein bebildertes Exklusivinterview mit Ṣabâḥ al-Muḥam­mad aṣ-Ṣabâḥ, dem Herausgeber und Vorsitzenden der Gruppe Media House Kuwait mit dem Titel „al-Assad: Syrien kehrt zu seiner zentralen arabi­schen Funktion zurück“, worüber die libanesische Zeitung al-Aḫbâr selben Tags berichtete. Aṣ-Ṣabâḥ sprach darin von seinem Besuch in Damaskus mit Empfang durch Präsident Dr. al-Assad. Der Präsident habe sich über die ausgewogenere Berichterstattung der kuwaitischen Medien positiv geäußert.
Zudem habe er mitgeteilt, daß mit etlichen arabischen Staaten ein gutes Einvernehmen herrsche und diese die Lage Syriens verstünden. Es seien auch schon westliche und arabische Delegationen nach Syrien gekommen, um über die Rückkehr von Vertretern bzw. Institutionen ihrer Staaten nach Syrien zu sprechen und diese zu arran­gieren, sei es im diploma­tischen, wirtschaftlichen oder industriellen Bereich.  Dr. al-Assad habe erklärt, daß sehr bald der Terrorkrieg sich seinem Ende nähere und sich auch die politische Lage [positiv] geändert habe. Syrien werde bald wieder seine zentrale Rolle bei der Unterstützung panara­bischer Fragen einnehmen. – Über einen der erwähnten Besuche aus arabischen Staaten der Region hatte  al-Aḫbâr bereits am 15.9.2018 einen ausführlichen Artikel gebracht. Er folgt im Anschluß!

Begrüßung von aṣ-Ṣabâḥ durch Präsident Dr. al-Assad, Quelle: al-Aḫbâr

Einem Artikel der libanesischen Zeitung al-Aḫbâr vom 15.9.2018 nach besuchte im Juli 2018 ein Mitglied des Höchsten Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), aš-Šâmsî, Damaskus. Letzteres ist die höchste Sicherheitsbehörde der VAE, geleitet vom Staatsoberhaupt. Aš-Šâmsî habe mit einem hochrangigen syrischen Offizier, wahrscheinlich Generaloberst Dîb Zaitûn, neben Sicherheitsfragen auch We­ge, die [diplomatischen] Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder zu beleben. Diese waren von VAE-Seite gleich zu Beginn der Krise in Syrien im Jahr 2011eingefroren“ worden – auf Druck der saudischen Regierung hin, wie aš-Šâmsî mitteilte.  In Abû Ẓabî (Abu Dhabi) bestehe ein starkes Interesse der Wiederbelebung der beiderseitigen diplomatischen Beziehungen, jedoch auch eine große Scheu, die Regierung in ar-Riyâḍ  nicht zu verärgern. Daher schlug aš-Šâmsî eine indirekte Vorgehensweise vor. Demnach solle an der libanesischen Botschaft der VAE in Beirut eine Abteilung für Angelegenheiten der Botschaft in Damaskus eingerichtet werden unter Leitung von Ḥamad Saʽîd aš-Šâmsî. Wie die syrische Antwort auf dieses Angebot ausfiel und ob der VAE-Gesandte zu Besuch direkt am internationalen Flughafen von Damaskus gelandet war oder  über Bei­rut in die syrische Hauptstadt gekommen war [wie z.B. die deutschen Delegation 2018, s. Teil VI] sei nicht bekannt. Man wisse jedoch, daß Syrien und die VAE auch während der letzten Jahre die Beziehungen nie gänzlich aufgegeben und „ein gewisses Maß an Wär­me“ darin  aufrechterhalten und weiterhin über Sicherheitskanäle kommuni­ziert hätten. Auch hätten in den vergangenen Monaten die VAE durch mehrfache Entsendung eines „Wartungsteams“, das ihre Bot­schaft in Damaskus inspizieren sollte, signalisiert, daß dort  wieder „einige Aktivitäten“ aufgenommen werden könnten.
Die konsularische Abteilung der syrischen Botschaft in Abû Ẓabî  habe weiterhin Dienstlei­stungen für die syrische Gemeinschaft in den VAE bereitgestellt. Beide Regierungen betrachteten zudem die Muslimbruderschaft als Feind.
Über die letzten Monate – mit Wiedererlangen der Kontrolle über den größten Teil des syrischen Territoriums – habe sich die Situation jedoch verändert und Damaskus beschränke die Kommunikation mit anderen Län­dern nur noch auf Sicherheitskanäle. Von syrischer Seite aus, erfordere die Wiederaufnahme der diplo­matischen Beziehungen die Anerkennung der neuen militärischen und politischen Situation mit ihren Implikationen und Auswirkungen.
Mit dem Auftakt zur letzten großen counterterroristischen Schlacht im Raum Idlib sei über Damaskus eine Art Kontaktversuchsgewitter seitens westlicher und arabischer Staaten hereingebrochen, die vorzufühlen versuchten, ob für sie eine [lukrative] Möglichkeit der Teilnahme am bereits in Gang gekommenen Wiederaufbauprozeß bestünde, wofür die Neubelebung diplomatischer Beziehungen nötig wären.
Nach dem fundamentalen Durchbruch der syrisch-libanesischen Verhandlung, die in der Wiedereröffnung des Naṣîb-Grenzübergangs kulminierten, habe der russische Sender Sputnik am 4.10.2018 offizielle jordanische Quellen zitiert, nach denen auch die Verhandlungen zur Wiedereröffnung der syrisch-jordanischen Grenzübergange bald positive Nachrichten bringen dürften. Im Fall des Libanon habe es Ministerbesuche in Damaskus gegeben, die jedoch nicht den Erwartungen der syrischen Regierung entsprochen hätten, der es um eine freundschaftliche Beziehung von Regierung zu Regierung ging, derer die Libanesen sich nicht schämten. Die positiven und seitens Syriens gewürdigten Versuche von Staatspräsident Michel ʽAûn, solche zu pflegen und wieder normale Beziehungen zu Damaskus aufzunehmen, kontrastierten nämlich mit dem Einwand des designierten Premier­ministers Saʽd Ḥarîrî und dessen politischer Mannschaft  [zu den engen Beziehungen von Saʽd Ḥarîrî  zu Saudi-Arabien s. Teil VI]. – Die von al-Aḫbâr veröffentlichten Informationen komplettieren die – teils angedeuteten – Aussagen von Außenminister al-Muʽallim am Rand der 73. UNGA-Versammlung in New York (s.u.) sowie frühere Meldungen zu den angesprochenen Sachverhalten.

Außenministerium/Moskau, Photo: SANA

Außenamtssprecher Nikolai Portsew in Moskau machte am 3.10.2018 nach einem Treffen des Russian-Syrian Joint Coordination Committee for the return of refugees die Notwendigkeit deutlich, bald eine internationale Konferenz einzuberufen, welche die Rückführung der syrischen Flüchtlinge unterstützt.  Dazu gehören Regierungsprogramme zur Erleichterung der Rückkehr und der Unterstützung der Rückkehrer. Gespräche würden in der Sache auch mit dem UNHCR (UN Higher Commissioner for Refugees) während seines Moskaubesuchs beim Außen- und Verteidigungsministerium geführt. Laut Mitteilung von Generalmajor Jewgeni Iljin vom Russian National Defense Management Center seien bislang 1.458 Millionen Flüchtlinge wieder in ihre syrische Heimat zurückgekehrt. (https://www.sana.sy/en/?p=148141)

Bei der fortgeführten Tätigkeit der Kampfmittelräumdienste  zur Entfernung der von den Terroristen vor ihrer Niederlage im Nord-Rîf of Ḥamâ, dem Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ und dem Ost-Rîf von  Dair az-Zaur angebrachten Sprengsätzen, fanden die Soldaten und Behördenmitarbeiter  am 3.10.2018 wieder ansehnliche Waffen- und Munitionslager der Extremisten. Diese umfaßten Sturmgewehre, mittlere und schwere Maschinengewehre mit Aufsteller (tripod), Nachtsichtgeräte, Marschflugkörper westlicher Herstellung, leichte automatische FAL-Scharfschützengewehre, Mehrfachraketenwerfer, verschiedene Raketen und Artilleriegeschosse, große Mengen an Munition unterschiedlichster Typen, sowie Raketenabschußanlagen. (https://www.sana.sy/en/?p=148073, https://www.sana.sy/?p=823557)

Ausstellung: „Syria’s Recovered Treasures“ mit 500 gerettete Artefakten, Photo: SANA

Im Dâr al-Assad for Culture and Arts zu Damaskus am Abend des 3.10.2018 die unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident ʽImâd Ḫamîs stehende Ausstellung Syria’s Recovered Treasures (d.h. Syriens wiedererlangte Schätze) eröffnet, welche in vorbildlicher Präsentation 500 Artefakte aller mögliche Sparten vom 10. Jh. v.u.Z. bis in die islamische Äre zeigt, welche den Terroristen nach deren Plünderungen und Raubgrabungen dank des Eingreifens der Armee (SAA) entrissen werden konnten.
DGAM-Direktor Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd informierte die Presse darüber, daß die Ausstellung ein Gemeinschaftsprojekt des Direktorats zusammen mit Instituten und Organisationen darstelle, welche mit dem kulturellen und archäologischen Erbe zu tun haben. Die Stücke aus Metall, Stein und Keramik sowie Glas und anderen Materialien stammten aus den von der Armee befreiten Gebieten im Gebiet von Dair az-Zaur, Ost-al-Ġûṭa, Wâdî Baradâ und aḍ-Ḍumair im NO von Damaskus. Dazu traf er die feststellung: „In total, more than 9,000 pieces have been salvaged; some of which are in good con­dition while others need to be restored.”
Kultusminister Muḥammâd al-Aḥmad führte aus, daß die Ausstellung dem Besucher vermittelt, wie umfassend die Zerstörung druch die Terroristen während des Krieges in Syrien gewesen ist. Daran sei zu erkennen, daß sie es auf die tiefen geschichtlichen Wurzeln des Landes und ihrer alten Zivilisationen abgesehen hatten. Die Präsentation gebe jedoch auch einen kleinen Einblick in die erfolgreichen Bemühungen Syriens, dieses Erbe, seine Kultur und Geschichte zu schützen und große Teile des Zerstörten wiederherzustellen. Sie würden später im Nationalmuseum ihre Heimat finden. (https://www.sana.sy/en/?p=148141, https://www.sana.sy/?p=823996 je mit eindruckvollen Photos, https://www.sana.sy/?p=824026)

SAA-Artilleriestellung in der Bâdiyya von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148125 und https://www.sana.sy/?p=823116 (Beim weiteren Vordringen in verschiedenen Richtungen in den felsigen Klippen an den Tulûl aṣ-Ṣafâ in den Tiefen der Bâdiyya (Geröllwüste) im östlichen Teil der Provinz as-Suwaidâ´ wurden den IS-Resten in erbitterten, für den Feind dennoch verlustreichen Gefechten  neue Gebiete abgerungen. Unter den getöteten IS-Kämpfern fanden sich wieder etliche Scharfschützen.  Konzentrierte erfolgreiche Angriffe richteten Artillerie und SAAF parallel dazu auf die ausgemachten IS-Verstecke und -Positionen in der felsigen Gegend von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain.)

Die Gruppe der vom IS am 25.7.2018 aus östlich der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ gelegenen Drusen-Dörfern verschleppten Bewohnern, überwiegend Frauen und Kinder, hat sich auf 28 verringert. Ein vom IS veröffentlichtes Video, das der Familie zugeschickt wurde (https://www.youtube.com/watch?v=oFTaBVFuX08)  sollte die Tötung der Geisel Ṯarwat Fâḍil Abû ʽAmmâr (Tharawat al-Fadel Abu Amar), einer jungen Frau, beweisen. Diese wurde inzwischen bestätigt (https://www.zona-militar.com/foros/posts/2476460/ vom 2.10.2018). Nach dem Fehlschlagen von Verhandlungen zur Befreiung der Geiseln, in die seit der Entführung lokale Autoritäten und russische Kräfte mit eingebunden gewesen sind, versucht der IS auf diese Art den Rückzug der SAA von den Tulûl aṣ-Ṣafâ, ihrem letzten IS-Stützpunkt im Süden Syriens, zu erpressen. Der SAA ist es bislang nicht gelungen, die Geiseln ausfindig zu machen. Die Operation zieht sich dadurch hin (vgl.u.).

 

Eine Besserung ist nicht in Sicht (4.10.2018), die Anzeige wird daher (erst einmal) vom Titel  genommen  – zugunsten der besseren Überischt über dei aktuellen Artikel

Liebe Leser! Wie vom vorhergehenden Teil bekannt, ist nunmehr seit 119 Tagen das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen dazu äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
Seit den letzten Meldungen (vom 14.8.2018) zur sicheren Rückkehrmöglichkeit aller Syrienflüchtlinge aus dem Ausland und der wahren Situation in Idlib ist nun auch Teil VI von Administratorenseite nicht mehr zugänglich (ein bislang leider nicht unbekanntes Vorkommnis!)

Nach den letzten Übersetzungen von Walîd al-Muʽallims Kommentaren und der Meldung bzgl. des Treffens in New York mit dem baḥrainischen Außenminister und der iranischen Reaktion auf das Attentat von Ahwâz ist der Kontakt zu SANA nach vereinzelten kürzeren Abbrüchen seit dem 1.10.2018 wieder gänzlich unmöglich (gemacht)

Da jedoch das Exklusiv-Interview, welches Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit dem Sender al-Mayâdîn in New York gab und das am heutigen Abend, 2.10.2018, um 19.00 Uhr von jenem in voller länge ausgestrahlt werden wird, in Zusammenfassung in Schriftform vorliegt, kann es dennoch den Lesern in Übersetzung vorab vorgestellt werden:

Außenminister al-Muʽallim im Interview mit al-Mayâdîn, Photo: al-Mayâdîn

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim teilte demnach gegenüber al-Mayâdîn mit, daß inzwischen Syrien nicht mehr im Mittelpunkt der internationalen Debatten auch in der UNO stehe. Außerdem sei das letzte Kapitel des Kriegs in Syrien, d.h. der Bekämpfung des Terrorismus aufgeschlagen. Dieses beinhalte die Befreiung [des noch unter Terrroristenkontrolle stehenden Gebiets der Provinz] von Idlib, des NO-Rîfs von Aleppo bis Manbiğ [einschließlich] und östlich des Euphrats.
Der Außenminister befürwortete den iranischen Raketenschlag gegen die Terroristen in der Gegend von  al-Bû Kamâl (s.u.); er sei Teil des Kampfes gegen den Terrorismus unter Betonung der Tatsache, daß die[se] Zusammenarbeit mit dem Iran eine legitime sei und im Einklang mit der Souveränität Syriens stehe.
Ziel der Vierer-Aggression auf al-Lâḏa­qiyya (s.u., Angriff der vier israelischen F-16 mit Absturz der IL-20 in der Folge] sei die Verlängerung der Krise in Syrien zum Vorteil Israels. [Regierung und Militär im] Nachbarstaat sollte so Zeit verschafft werden, die letzten militärischen Erfolge der syrischen Armee (SAA) und ihrer Verbündeten bei der Bekämpfung des Terrorismus zu verdauen. Erstere hätten inzwischen gut 90% des syrischen Territoriums befreit.
Schließlich brachte al-Muʽallim sein Vertrauen in die Fähigkeit Syriens zu Ausdruck, seinen Luftraum vor weiterer israelischer Aggression und der anderer zu schützen. Bezüglich der Installierung des russischen Luftabwehrsystems S-300 drückte er das Vertrauen seines Landes in die russische Zusicherung aus, daß demgemäß der Himmel Syriens geschützt und verteidigt werde.
(www.almayadeen.net/news/politics/906771/%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B9%D9%84%D9%85-%D9%84%D9%84%D9%85%D9%8A%D8%A7%D8%AF%D9%8A%D9%86–%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7-%D8%B3%D8%AA%D9%83%D8%AA%D8%A8-%D8%A7%D9%84%D9%81%D8%B5%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AE%D9%8A%D8%B1-%D9%81%D9%8A-%D9%85%D8%AD%D8%A7%D8%B1%D8%A8%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B1%D9%87%D8%A7%D8%A8/)
SANA berichtete vom Interview noch, daß Außenminister al-Muʽallim mittelte, daß dem kürzlich zustandegekommenen Idlib-Abkommen eine syrisch-russische Koordination diesbezüglich vorausgegangen sei (wie sie auch Präsident Dr. al-Assad mehrfach vor russischen Treffen mit anderen Mächten zu Syrien erwähnt hatte s. Präsidenten-Interviews). Daß die türkische Seite die Bedingungen erfüllen könne, sei allein schon dadurch gegeben, daß sie deren Nachrichtendienst  den Namen  eines  jeden Terroristen in Idlib kenne, da alle dessen Orders unterworfen seien. Wörtlich äußerte der Außenamtschef dazu: We believe that Turkey is able to implement all its obligations because it knows the name of every terrorist in Idleb and all of them are subject to the orders of the Turkish intelligence.”)
Zur völkerrechtswidrigen US-Basis bei at-Tanaf fügte der Außenminister noch hinzu, daß abgesehen von der Tatsache, daß die US-Militärs im Umkreis zwar alles bis auf die Terroristen bekämpften, sie auch den in einer an der syrisch-irakischen Grenze gelegenen IS-Enklave [d.h. östlich des Euphrats, wo – wie bereits mehrfach berichtet – ebenfalls US-Truppen stationiert sind] stillschweigenden Schutz gewährten. (https://www.sana.sy/en/?p=148060, nachgetragen) – Die Aussagen zur Türkei und den Terroristen in Nord-Syrien wie zu den US-Aktionen stimmen mit den jahrelangen Berichten von SANA (vgl.u.) überein.

Dank Datenbereitstellung durch einen Freund können fehlende Meldungen seit dem 1.10.2018 nun nachgetragen werden.

re-build syria expo, Abb.: al-bashek.com

Die 4. Ausgabe der Re-build Syria expo startete ebenfalls am 2.10.2018 auf dem neuen Messegelände in Damaskus, wo zuvor schon die 60. Damascus International Fair (s.u.) mit großem Besucherzustrom stattgefunden hatte. Die Expo dauert bis zum 6. Oktober unter Teilnahme von 270 Firmen aus 29 Ländern, darunter der Libanon, Jordanien, der Irak, Rußland, der Iran, Pakistan, China, der Oman, Weißrußland, Rumänien, Serbien, Makedonien, Griechenland, die BRD, Dänemark, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Südafrika, Tansania, Brasilien, Venezuela, Kuba, Indien und Indonesien. https://www.sana.sy/?p=823408, https://www.sana.sy/en/?p=148064, nachgezragen)

Für 17.000 nach Dair az-Zaur zurückgekehrte Familien ging am 2.10.2018 ein neuer Hilsmittel-Konvoi ab. (https://www.sana.sy/?p=823261, https://www.sana.sy/en/?p=148028, nachgetragen)

Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, Genf, Photo: SANA

Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ als permanenter Repräsentant bei den UN und weiteren internationalen Organisationen in Genf bezeichnete bei der 69. Sitzung des UNHCR-Exekutivkomitees am 2.10.2018 Besatzung, Terrorismus, Wirtschaftssanktionen und Versuche, Staaten zu destabilisieren, zu schwächen und deren Regierungen zu stürzen, als Hauptursachen für viele humanitäre Krisen und erzwungene Fluchtbewegungen, deren Zeugen manche Staaten geworden sind. Demnach teile Syrien die Bedenken des UNHigh Commissioner for Refugees (UNHCR) hinsichtlich des anhaltenden Drucks und der Versuche einiger Seiten, die Bereitstellung von zugesagten Finanzmitteln zu vermeiden, indem sie sie an politische Bedingungen knüpfen. In Stellvertretung Syriens bekräftige er dabei die Notwendigkeit, daß sich humanitäre UN-Organisationen von jeglicher Politisierung distanzieren.
Die Beschäftigung mit erzwungener Flucht erfordere die Ergründung der Wurzeln dieses Phänomens, da sie die besten Voraussetzungen schafft, das Leiden zu beenden, und  den Menschen, in ihre Heimat zurückzukommen. Versuche, Staaten zu destabilisieren, zu schwächen und deren Regierungen zu stürzen, seien gebräuchliche Faktoren und Hauptgründe für viele humanitäre Krisen sowie erzwungene Fluchtbewegungen. Das treffe gerade auf Syrien zu, indem er ausführte:„In our region, foreign occupation, terrorism, and unilateral coercive procedures are still main fac­tors causing humanitarian crises in the region.” Genauso sei die israelische Besetzung noch der Hauptgrund für  die Vertreibung von Millionen Palästinensern.
Vom Ausland unterstützter Terrorismus, seine Ausnutzung durch gewisse Seiten, um den syrischen Staat zu bekriegen neben der Bevölkerung auferlegten Sanktionen sein die Hauptfaktoren für die Flucht von Syrern. Die Aufhebung letzterer würde bessere Umstände für die Rückkehr der Flüchtlinge schaffen und damit ein grundsätzliches Erfordernis. Schließlich seien die ganzen negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die Basisrechte der Syrer zu beachten, doch die würden leider immer noch ignoriert.
Positiv habe sich dagegen das Engagement der syrischen Arme (SAA) bei der Terrorismusbekämpfung ausgewirtkt: seitdem sei die Lage in vielen Gegenden deutlich sicherer und erlaube es den Geflüchteten in ihr Heim zurückzukehren, während die Regierung weiter daran arbeite, die befreiten Gebiete zu sanieren. Das alles mache die Situation geeignet für die freiwillige Rückkehr der geflohenen Syrer. Diese sei eine Priorität für den syrischen Staat. Tausende Flüchtlinge seien bereits wieder heimgekehrt. Die Regierung in Damaskus begrüße den Dialog mit den UN-Behörden und wünsche mit ihnen zusammenzuarbeiten, um den Flüchtlingen eine sichere Rückkehr zu erleichtern.Syrien bekräftigt die Notwendigkeit, die finanziellen Mittel für die Aktivitäten des UNHCR und anderer Behörden fern von Vorbedingungen bereitzustellen. Doch leider führen manche Seiten damit fort,  Behauptungen über das Fehlen geeigneter Bedingungen für eine sichere und freiwillige Rückkehr von Syrern zu verbreiten, indem sie die syrischen Flüchtlinge zu verschrecken suchen und damit deren Heimkehr behindern. (https://www.sana.sy/en/?p=148033, https://www.sana.sy/?p=823190)

S-300, Photo: RT

Rußlands Verteidigungsminister Schoigu informierte Präsident Putin am 2.10.2018 über den Abschluß der Lieferung der S-300-Luftabwehrsysteme an Syrien mit den Worten: “We have completed the delivery of the S-300 system.” Insgesamt umfaßte sie „49 pieces of military equipment, including radars, control vehicles and four launchers.“ Ein einheitliches Luftverteidigungssystem für Syrien werde bis zum 20. Oktober fertiggestellt sein. Für die Bedienung würden die syrischen Kräfte durch russische ausgebildet und trainiert werden. (https://www.rt.com/news/440152-russia-delivers-s300-syria/, nachgetragen: https://www.sana.sy/en/?p=148070; Bildmaterial von der Ankunft der Lieferung in  Ḥumaimîm veröffentlichte veröffentlichte das Moskauer Verteidigungsministerium via Rossiya 24 und Swesda TV. (http://tass.com/world/1024058 vom 3.10.2018)

Kampfmittelräumdienste fanden am  2.10.2018 im Gebiet der Farmen in der Umgebung von al-Waʽir, einem lange von Terroristen gehaltenen Stadtteil von Ḥomṣ, weitere von den Terroristen in Verstecken hinterlassene Munition und Granaten. (https://www.sana.sy/en/?p=148019, https://www.sana.sy/?p=823065)