Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil VI

 

Liebe Leser! Wie vom vorhergehenden Teil bekannt, ist nunmehr seit 81 Tagen das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen dazu äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
Seit den letzten Meldungen zur sicheren Rückkehrmöglichkeit aller Syrienflüchtlinge aus dem Ausland und der wahren Situation in Idlib ist nun auch
Teil VI von Administratorenseite nicht mehr zugänglich (ein bislang leider nicht unbekanntes Vorkommnis!)

 

Mit einer öffentlichen Feier in al-Ğalâ´ im R1if von al-Bû Kamâl wurde am 6.5.2019 die Rückführung von 3.800 Bürgern in ihre soweit wiederhergestellten Heimatorte as-Sayâl, Ḥasarât, aṣ-Ṣâliḥiyya, ar-Ramâdî, al-Ğalâ´, Qiṭaʽat al-Bû Kamâl, al-ʽAbbâs, aṭ-Ṭawâṭiḥa im Umland (Rîf) von Dair az-Zaur am 6.5.2019 begleitet. Gouverneur ʽAbdul-Mağîd al-Kawâkibî äußerte dazu: „In framework of benefiting from the amnesty decree and with the aim of achieving the return of all citizens who have been displa­ced from their houses and villages, 3800 citizens on Sunday returned to the villages and towns of (al-Say­yal, Hasrat, al-Salihyia, al-Ramadi, al-Jalaa, Qita’at al-Bokmal, al-Abbas and al-Tawatiha in Deir Ezzor countryside. … All basic services have been provided for the returnees and the governmental facilities were activated in the villages and towns.”
Die Rückkehrer zeigten deutlich ihre Freude, dankten jedoch auch der in der Eliminierung der Terroristen so erfolgreichen SAA, die die Grundlage hierfür geschaffen habe wie den Behörden für die Wiederherstellung der von den Terroristen angerichteten Schäden, so daß die Wiederbesiedelung ermöglicht wurde. Teilnehmer des Festakts kommentierten: „terrorist attacks which have targeted many of the sectors and all walks of life in the province and other areas which have been liberated from terrorism entail uniting efforts and cooperation between the locals and different bodies concerned.” (https://www.sana.sy/en/?p=165032, https://www.sana.sy/?p=941907)

TV-Ansprache des Auqâf-Ministers Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid zum Beginn des Ramaḍân am (Vor-)Abend des 5.5.2019, Photo: SANA

Gemäß der säkularen Ausrichtung des syrischen Staates hielt am Abend des 5.5.2019 die TV-Ansprache zum Ramaḍân-Beginn Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid.
Immer noch dauere der Kampf gegen die Terroristen an. Darin zeigten sich Werte, die auch zu den Konnotationen des richtig verstandenen islamischen Fastenmonats gehörten: Entschlossenheit, Wille, Geduld [auch: Ausdauer, Leidensfähigkeit] und Altruismus. Demnach werde das heimatliebende und zu seiner politischen Führung stehende Volk Syriens auch weiterhin seinen Feinden [d.h. den Terroristen und ihren Operatoren bzw. Unterstützern] widerstehen, die danach strebten, die Unversehrtheit der nationalen Einheit der Einwohner des Vaterlands zu unterminieren.
Ausführlicher ging Dr. as-Sayyid dann auf das ein, was den Ramaḍân als Monat des Segens und der guten Taten ausmache, u.a. den Fastenden mit dem Einüben einer von sittlichen Werten bestimmten Haltung zu befassen, Almosen zu geben und sich sozial zu engagieren.
Zum Abschluß richtete er ein Bittgebet an Allâh um einen Monat der Sicherheit, der Ruhe und des Sieges über den Terrorismus und seine Förderer, auf daß er Präsident Bašâr al-Assad bewahren und den in Verteidigung der syri­schen umma [hier nicht im islamischen Sinn, sondern in der Bedeutung einer geeinten „Nation“] Gefallenen barmherzig sein möge. (https://www.sana.sy/?p=941927)

Mondsichelsichtung zur Bestimmung des Ramaḍân-Beginns, Photo: SANA

In Damaskus gab der oberste Šarîʽa-Richter Maḥmûd al-Maʽrâwî am Abend des 5.5.2019 u.Z. den Beginn des Fastenmonats Ramaḍân an. Er beginnt damit am 6.5.2019, wobei gemäß traditioneller Mondkalenderrechnung der aus dem Orient stammenden drei monotheistischen Religionen der Vorabend jeweils zum nächsten Tag gehört bzw. ein Tag mit dem jeweiligen Vorabend beginnt. (https://www.sana.sy/en/?p=165022) – Vgl. im Christentum z.B. Nikolausfeier schon am Abend des 5. Dezember, wobei St. Nikolaus am 6. Dezember im Kalender steht, desgleichen Hl. Abend am 24. Dezember als Vorabend zum christlichen Weihnachtsfest, der Silvesterabend vor Neujahr oder die Messe mit Osterfeuerentzündung bereits am Abend des Karsamstags etc. pp.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.5.2019 informieren: (https://www.sana.sy/en/?p=164998, https://www.sana.sy/?p=941549 (In Reaktion auf die andauernden Verstöße der Extremisten gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib ging die Armee gegen Nester mit Raketenabschußanlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Laṭâmina und az-Zakât im N-Rîf von Ḥamâ vor und zerstörte sie. andere Einheiten schalteten mit gezieltem Beschuß Verstecke und Stellungen von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Dörfern aṣṢahriyya, al-ʽAmîqa, al-Ḥawâš und al-Qarqûr in NW-Rîf von Ḥamâ zusammen mit den Terroristen dort aus.
Konzentrierter Beschuß richtete sich auch auf Schlupfnester, Nachschub- und Bewegungsrouten von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Städten al-Faṭîra und Aḥsam im S-Rîf von Idlib mit Eliminierung etlicher feindlicher Kämpfer.)

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abb.: SANA

Ein Armeesprecher informierte am 5.5.2019 darüber, daß die in der Provinz Idlib und darum aktiven Terroristen sich für größere Angriffe auf Orte in dem von der SAA gesicherten Bereich wie auf Armee-Stützposten im jeweiligen Rîf von Ḥamâ und al-Lâḏa­qiyya vorbereiteten in Umsetzung der Vorgaben, die sie von ihren Operatoren aus dem Ausland erhielten. Hierzu würden große Mengen an Waffen und Kämpfer in die erwähnten Gegenden verlegt, da auch reichlich Nachschub daran eingetroffen sei. Im Einzelnen warnte er: „The armed terrorist groups positioned in Idleb province and its surroundings are seeking to transport more arms and to mobilize large numbers of terrorists to start an attack in the directions of Hama and Lattakia.” Er ergänzte: „[The terrorist groups]had brought large reinforcements of terrorists to the area of Mourek in Hama northern countryside to target positions of the Syrian Arab Army and the civilian locals in the surrounding areas in implementation of foreign agendas which target the safety of all the Syrians.”
Der SAA-Vertreter versicherte, die Extremisten-Bewegungen würden sorgsam überwacht: „All the movements of the terrorists are tracked moment by moment.” Die Beobachtungen der letzten Tage wiesen jedoch darauf hin und bestätigtenthat they are about to escalate their hostile acts which will be the beginning of their inevitable and near end.” (https://www.sana.sy/en/?p=164937, https://www.sana.sy/?p=941450)

Terrorangriff, Photo: SANA

Terroranschlag vom 5.5.2019:
Bereits am Morgen wurden die Städte as-Suqailibiyya und Ğab Ramla im N-Rîf von Ḥamâ mit Raketen attackiert, wodurch ein Bewohner starb, Schäden an Wohnäusern und weiterem Eigentum verursacht wurden. (https://www.sana.sy/en/?p=164942, https://www.sana.sy/?p=941482)

Wie schon in den Vorjahren rief der oberste Šarîʽa-Richter in Damaskus, Maḥmûd al-Maʽrâwî, gemäß dem Reglement des Islamischen Rechts die Bürger des Landes dazu auf, am Abend des 29. Šaʽbân 1440 a.h. – d.h. dem 5.5.2019 u.Z. – Ausschau nach der Mondsichel zu halten, welche den Beginn des diesjährigen Ramaân kennzeichnet. (https://www.sana.sy/?p=941058) ) – Näheres zu dieser Sichtung s. Teil VI!

SAA reagiert auf Terroristenangriffe, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.5.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=941109 und https://www.sana.sy/en/?p=164928 (Mit gezieltem Artillerie- und Raketenbeschuß zerstörte die Armee Verstecke mit Waffen und Fahrzeugen von Ğabhatu_n-Nuṣra nahe Kafar Nabûda, ca. 50km nordwestlich von Ḥamâ, und dem Dorf al-ʽAmîqa an der Verwaltungsgrenze zum SW-Rîf von Idlib.)

Mitglieder der Volksverteidigungsfront, welche sich am Durchkämmen der Landschaft nach Kampfmittelrückständen beteiligten, stießen im Gebiet von al-Waʽr östlich von ad-Diyâṯa in der Geröllwüste (Bâdiyya) der Provinz as-Suwaidâ´ am 4.5.2019 auf ein vom IS verlassenes Feldhospital, dazu Mörsergranaten und selbstgebaute Sprengfallen und Minen. (https://www.sana.sy/en/?p=164931, https://www.sana.sy/?p=941265)

Darʽâ – Clan-Forum, 5.5.2019, Photo: SANA

Auch in Darʽâ kam am 4.5.2019 spontan ein Clan-Forum zustande, an dem außer Teilnehmern aus der Provinz, d.h. Stammesältesten und Clan-Repräsentanten sowie sonstigen Persönlichkeiten und Würdenträgern, auch solche aus dem Libanon, Palästina und Jordanien zusammenkamen. In ihrer Schlußerklärung verkündeten sie „[their] standing by President Bashar al-Assad and the Syrian Arab Army to complete the battel of defending the homeland and the dignity. … The honorable people of Daraa declare that they support the Syrian national choice which is repre­sen­ted in the dialogue and the language of the logic.” Sie riefen auf „[to] work for achieving the higher interest of the Syrians and to contribute to the reconstruction and activation of the affected institutions.”
Die versammelten Syrer bekräftigten ihr Festhalten an der Einheit des syrischen Territoriums wie dem nationalen Zusammenhalt, der Ablehnung der US-Besatzung und ihrer Söldner von der Qasad-Miliz (d.h. der SDF) und ihrer Pläne zur Untergrabung der Souveränität, Einheit und Unabhängigkeit Syriens. (https://www.sana.sy/en/?p=164981, https://www.sana.sy/?p=941406)

Gebiet östlich des Euphrats in NO-Syrien (nördliche Teile der Provinzen Aleppo, ar-Raqqa und al-Ḥasaka), größtenteils besetzt durch die US-kontrollierten SDF / Qasad-Milizen, in dem die meisten syrischen Kurden wohnen, Karte: reddit.com

Eine offizielle Quelle aus dem Außenministerium [andere Medien bezeichnen die Stelle als „Sprecher“], nahm am 4.5.2019 zur sog. „Syrian clans confe­rence” in der Stadt ʽAin ʽIsâ (Ayn Issa) vom 3.5.2019 (vgl.u.) Stellung. Das betroffene Gebiet befinde sich unter Kontrolle von Milizen, welche den US-Streitkräften affiliiert seien. Das Treffen sei daher auch von den meisten Stämmen und Clans gemieden bzw. boykottiert worden. Aus diesen Gründen mußten die Veranstalter [d.h. die dem US-Militär affiliierten Milizen] die Bezeichnung des Treffens ändern von „conference“ in „mee­ting.”) – Anstelle dessen hatten die Clan- und Stammesvertreter ein eigenes Forum in Ğarmaz in Unterstützung der Regierung und der SAA selben Tags abgehalten (s.u.!). – Klar sei damit, daß die Organisatoren keine wirklichen national-syrischen Stellen gewesen, und die spärlichen Teilnehmer keine Repräsentanten irgendwelcher Syrer (außer der eigenen Person) sein konnten. Der Außenamtsmitarbeiter hielt fest: „the least that could be said about it is that it is a meeting of trea­son, treachery, and subjugation.”
Wer an einer solchen Farce von „Konferenz“ teilnehme, diskreditiere sich selbst als Syrer, er nehme teil an einem Spiel von Fremdmächten, seien es nun die US-Amerikaner oder andere. Solche Organisatoren täuschten mit Trugbildern, die sich in der Geschichte und insbesondere während der letzten Jahre des Terrorkrieges als unrealisierbar erwiesen hätten, wieviel ausländische Unterstützung sie dabei auch immer erhalten haben mochten und wie sehr sie sich auch den fremden Zielen und Plänen der US- oder einer anderen ausländischen Administration unterworfen hätten.
Solches Verhalten in Annahme der Diktate der wahren Organisatoren solcher Possen, der Amerikaner oder anderer, bringe ihnen [den o.e. Milizen] schließlich nur Entwürdigung und Schande ein.
Wer solche Treffen abhalte, denn kümmerten die Bedeutung, die Interessen, die Gegenwart und Zukunft der [syrischen] Heimat nicht.
Es erging daher ein Appell an die westlichen Staaaten, welche daran offen oder im Verborgenen daran Teil hätten, sich dessen gewahr zu werden, wozu sie sich verpflichtet hätten, nämlich zu den UNSC-Resolutionen, welche die territoriale Einheit Syriens und seiner Bevölkerung wie dessen bzw. deren Souveränität und Unabhängigkeit forderten und garantierten.
Ein Aufruf erging ebenfalls an die ehrbaren Syrer, vorallem im Norden und Osten des Landes, sich klar gegen solche linken Versuche wie gegen die, die sie organisieren und unterstützen, zu positionieren.
Wer außerdem wirklich für die Heimat gegen fremde Invasoren kämpfen wolle, brauche nur der im Counterterrorismus so erfolgreichen SAA betreten. (https://www.sana.sy/en/?p=164873, https://www.sana.sy/?p=940949) – Wie schon früher in Berichten erwähnt, planten die US-Streitkräfte, sich die an Öl- und Gasquellen reichen Gebiete östlich des Euphrats anzueignen, indem Milizen angestachelt würden, sich für eine Abtrennung dieses Gebiets vom syrischen Territorium einzusetzen, damit die USA den Zugriff darauf per dauerhafter Präsenz der US-Kräfte dort behielten – dazu vgl.u.! Darauf nimmt die obige Stellungnahme wohl Bezug.
Die Kleinstadt ʽAin ʽIsâ in der Provinz ar-Raqqa befindet sich nahezu mittig auf der Strecke zwischen Tal Abyaḍ, Grenzstadt zur Türkei, im Norden und ar-Raqqa-Stadt im Süden.

SAA bei at-Tanaf, RT

SAA-Panzereinsatz, Photo: RT

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.5.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=940705 und https://www.sana.sy/en/?p=164867 (Gegen Ansammlungen und Verstecke von Ğabhatu_n-Nuṣra in Bâb aṭ-Ṭâqa und as-Sarmâniyya im NW-Rîf von Ḥamâ ging das Militär in seiner heutigen Operation vor und eliminierte viele der Terroristen samt ihrer Kampfausrüstung. Gezielter Artilleriebeschuß richtete sich zudem erfolgreich auf die Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Hubaiṭ im SO-Rîf von Idlib.)

Terroranschlag vom 3.5.2019:
Wieder wurden spielende Kinder Opfer der von Terroristen früher ausgelegten bzw. in Wohnhäusern geflüchteter Bewohner [vor deren Rückkehr] angebrachten Sprengsätze. In einem solchen verlassenen Haus in ʽAin Tarmâ in Ost-al-Ġûṭa / Rîf Dimašq wurde die Detonation einer Sprengfalle durch drei Kinder ausgelöst. Eine 6-Jährige starb dabei, ihre Zwillingsschwester und ein weiteres 7-jähriges Kind wurden verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=164862)

Luftbasis Ḥumaimîm, Photo: sputnik news

Generaloberst Viktor Kuptschischin (Kupchishin) vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm informierte am 3.5.2019 darüber, daß die im Gebiet von Qalʽat al-Maḍîq und Bâb ʽAtîq verschanzten Terroristen erneut die Luftbasis beschossen hätten, sämtlich Angriffe jedoch ohne Schäden abgewehrt worden seien. (https://www.sana.sy/en/?p=164864, https://www.sana.sy/?p=940624)

Vertreter der Stämme und Clans der Provinz Aleppo fanden sich am 3.5.2019 zu einem Treffen in Ğarmaz zusammen und gaben eine gemeinsamer Erklärung heraus, die besagt: „Members of the clans and tribes in Aleppo province and its countryside condemn and denounce the presence of the US and Tur­kish for­ces and their mercenaries and terrorist organizations in Syria.” Das sog. ʽAin ʽIsâ Forum sei kein wirkliches [unabhängiges] Forum der ansässigen Bevölkerung, sondern von der US-Besatzungsmacht inszeniert, um ihre Präsenz zu zementieren. Wer sich dafür hergebe, sei nichts anderes als ein Verräter der arabischen Heimat; wer daran teilgenommen habe, habe niemand anderen als sich selbst repräsentiert. Darauf wiesen die Clan- und Stämmevertreter erneut jegliche fremdländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens strikt zurück.
Die Selbstwahrnehmung [als Syrer und Araber] wie der Patriotismus und Nationalismus der syrischen Clans und Stämme der al-Ğazîra-Region [d.h. des Zweistromlands, als syrisches Territorium damit östlich des Euphrats] werde die Ziele des [sog. ʽAin ʽIsâ-]Forums scheitern lassen, die allein darauf ausgerichtet seien, die US-Präsenz in der Region durch Einbleuen von Begriffen zu bewerben, die von allen Syrern abgelehnt würden, nämlich die auf Teilung Syriens ausgerichteten mit Einführung von Termini wie “West of the Euphrates and East of the Euphrates”. Nochmals wurde am Ende der Verlautbarung hervorgehoben: „We consider that whoever attended the forum as a traitor to the homeland who participates in this dirty game, and we reject any foreign interference in Syria’s affairs, and the Syrian land people will remain free and dignified.” (https://www.sana.sy/en/?p=164877, https://www.sana.sy/?p=940961, https://www.sana.sy/?p=940713) – Details zum sog. Yinon-Plan mit dem Ziel der Fragmentierung bzw. Balkanisierung Syriens und der Region s. bes. in Teil IV!
Die Veranstaltung in ʽAin ʽIsâ vom 3.5.2019 wurde organisiert von der US-unterstützten SDF– bzw. QasadMiliz (vgl.u.), deren Commander-in-Chief, Ferhat Abdi Şahin (Kampfname: MaẓlūmʽAbdî oder Maẓlūm Şahin), laut türkischer wikipedia PKK-Führer (https://tr.wikipedia.org/wiki/Ferhat_Abdi_%C5%9Eahin) auch als Redner hervortrat.

SAA-Überwachungsposten (Detail-Ausschnitt), Photo: southfront.org

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.5.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164826 und https://www.sana.sy/?p=940386 (Die Armee eliminierte im N-Rîf von Ḥamâ Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in al-Ḥuwaiz, Tal Hawâš, Kafar Nabûda und aš-Šarîʽa samt militärischer Ausrüstung.)

Terroranschlag vom 2.5.2019:
Infolge eines Raketenangriffs in der Morgendämmerung durch die in Aleppo und ganz im N der Provinz al-Lâḏaqiyya an der Grenze zur Türkei in Stellung gegangenen Terroristen auf das Dorf Baḫaramû im Landkreis von Ğabla wurden ein Bewohner getötet, vier weitere verletzt und Schäden an den Wohnhäusern verursacht. Die Armee reagierte umgehend mit Zerstörung einer Reihe der Abschußanlagen der Extremisten und eliminierte eine Anzahl von ihnen. (https://www.sana.sy/en/?p=164772, https://www.sana.sy/?p=940235)
Am Nachmittag war erneut die Stadt Maḥarda mit dem Kraftwerk Ziel der Raketenangriffe der an der Verwaltungsgrenze zwischen N-Ḥamâ und S-Idlib aktiven Terrorgruppen. Letzteres wurde wiederum stark beschädigt. Die zum Schutz der Bevölkerung im Gebiet stationierten SAA-Einheiten vernichteten etliche der feindlichen Abschußanlagen und fügten den Extremisten auch personelle Verlust zu. (https://www.sana.sy/?p=940522)

Das Verteidigungsministerium in Moskau widersprach am 2.5.2019 Medienmeldungen, wonach in der Provinz Ḥamâ bei einem Terroristenangriff vier Soldaten ums Leben gekommen seien. Sputnik veröffentlichte darauf die folgende Stellungnahme: „Not a single Russian military serviceman was killed recently on the territory of Syria. … All representatives of the Russian Armed Forces currently deployed in Syria are well and alive and fulfilling their duties.” (https://www.sana.sy/en/?p=164779, https://www.sana.sy/?p=940251)

al-Ḥasaka, National Forum against US Separatist Plots, 2.5.2019, Photo: SANA

Zum National Forum against US Separatist Plots in al-Ḥasaka strömten am 2.5.2019 tausende Bürger sowie Stammesälteste und religiöse wie profane Würdenträgern zusammen, um erneut gegen die Anwesenheit ausländischen, vor allem US-amerikanischen und türkischen Militärs zu protestieren, ihre Zugehörigkeit zur syrischen Heimat und ihre Unterstützung der SAA in ihrem Kampf gegen die Terroristen zu bekunden. Zudem lehnten sie jegliche separatistischen Pläne, welche die USA zur Unterstützung zionistischer Hegemonie-Bestrebungen verfolgten, strikt ab. Dazu verlautete in einer veröffentlichten Stellungnahme: „the popular mobilization [is] to face the separatist plots under the names of Federalism or self-administration.” Eine Lösung [der Krise] könne es nur mit dem syrischen Staat geben; daher hieß es weiter: „Any violation of the constitution means a violation of the Syrian people’s will.” (https://www.sana.sy/en/?p=164805, https://www.sana.sy/?p=940293)

Südafrikanische Delegation bei Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd, Photo: SANA

Am 2.5.2019 empfing Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd den National Secretary der Ex-political prisoners Association von Süd-Afrika, Mpho Masemola, mit begleitender Delegation. Der Besuch in Damaskus solle Beistand für Syriens entschiedene Haltung im Counterterrorismus wie im Widerstand gegen den Zionismus und die israelische Okkupation deutlich machen.
Die Delegation drückte ihren Wunsch nach einer gemeinsamen Unterstützung des Widerstands aus, beidem alle freien Kräfte der Welt aufgefordert werden, zwecks Befreiung aller politischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen zusammenzuarbeiten. Zudem verurteilten sie US-Präsident Trumps dem Völkerrecht spottende Proklamation zum syrischen, israelisch besetzten Golan (dazu s.u.).
Dr. al-Miqdâd erwiderte, dank der counterterroristischen Siege der SAA hätten alle wieder an Zuversicht gewonnen, welche den Widerstand gegen israelisch-US-amerikanische Pläne für die Region unterstützten, die hauptsächlich darauf abzielten, die Sache der Palästinenser und die Rolle der Staaten, welche sich einer Hegemonie der USA und ihrer westlichen Vasallen entgegenstellten, zu untergraben. Es sei daher wichtig, Kooperation und Koordination unter den freiheitlichen Bewegungen in der Welt herzustellen, um die erwähnten imperialistischen Pläne zum Scheitern zu bringen. Syrien sehe sich als Teil der Front, welche den Kampf in Afrika gegen die Apartheid unterstützte.
In einer späteren Presseerklärung äußerte Dr. al-Miqdâd, die Delegation habe ihre Solidarität mit den syrischen Gefangenen vom israelisch besetzten Golan gezeigt, vor allem mit dem langjährigen Aktivisten Ṣidqî Sulaimân al-Maqt, der die Allianz zwischen der israelischen Besatzungsmacht und den in Syrien aktiven Terrorgruppen aufgedeckt hatte.
Er setzte hinzu: „Turkey should recognize that its support to terrorism and its occupation of the Syrian territories will not bring peace or security to it.“ Die kurdischen Organisationen (vgl.u.) rief Dr. al-Miqdâd auf, sich vor Augen zu führen, daß sie von der US-Administration bloß als Werkzeug benutzt würden, und sich loyal ihrer Heimat gegenüber zeigen sollten. (https://www.sana.sy/en/?p=164836, https://www.sana.sy/?p=940443)

Flüchtlinge aus dem Lager auf dem Korridor von Ğulaiġam, Photo: SANA

Hunderte Bürger, bis dahin zwangsweise Insassen des Lager ar-Rukbân infolge der Hinderungsmaßnahmen des US-Militärs vom völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten Basis, innerhalb deren Bannzone das Camp an der Grenze zu Jordanien liegt (Näheres dazu s.u.!), wie durch die unter US-Kontrolle stehenden Milizen. Über den von der Regierung mit russischer Unterstützung eingerichteten Sicherheitskorridor von Ğulaiġam gelangten sie zu Armeeposten, die sie mit allem Nötigen versorgten, registrierten und in Bussen weiter zu Übergangswohnheimen brachten. (https://www.sana.sy/en/?p=164823, https://www.sana.sy/?p=940329)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.5.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164718 und https://www.sana.sy/?p=939763 (In Begegnung der terroristischen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib eliminierte die Armee per gezieltem Raketenbeschuß Fahrzeuge mit Ğabhatu_n-NuṣraMannschaften unterwegs im Umfeld von Taramlâ im S-Rîf von Idlib.
Weitere Einheiten zerstörten fortifizierte Stellungen und Schlupfnester von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî in al-Min­ṭâr und Talat Ḫaṭâb in der Umgebung von Ğisr aṣ-Šuġûr im SW-Rîf von Idlib und vernichtete etliche der Terroristen.
Mit Raketen- und Artilleriebeschuß gingen andere Armee-Einheit gegen motorisierte Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra und Katâ´ib al-ʽIzza im Umfeld von Qalʽat al-Maḍîq, az-Zakât, in al-ʽAnkâwî, Ğaʽâṭa und im Umkreis von al-Qaṣâbiyya beim Bergland von Šaḥšabû vor und zerstörten deren Verstecke und Raketenabschußanlagen.)

Terror, al-Lâḏaqiyya, 13.3.2019, material-damage-terrorist-attack-Lattakia2

„Nur“ Sachschaden?! Photo: SANA

Terroranschlag vom 1.5.2019:
Wie schon am Vortag beschossen Terroristen, dieses Mal von al-Laṭâmina aus, wieder Maḥarda nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ mit fünf Raketen und richteten enorme Sachschäden an Wohnhäusern und Infrastruktur an.
Die Armee reagierte auf diese neuerliche Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib umgehend mit Zerstörung der meisten Abschußvorrichtungen der Terroristen und tötete dabei etliche von ihnen. (https://www.sana.sy/en/?p=164721, https://www.sana.sy/?p=939763)

9K11 Malyutka aus Sowjet-Zeit

Malyutka, Photo: weaponsystems.net

Südlich von Damaskus fand eine SAA-Antiterroreinheit dank Informationen aus der Bevölkerung unterirdische Lager voll mit Waffen und Munition, welche die Terroristen früher dort versteckt und zurückgelassen hatten. Zutage gefördert wurden TOW-Raketen aus US-Lieferungen, die generell an andere Armeen gingen (Näheres dazu s.u. bzw. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014), Panzerfäuste aus israelischer Produktion (sog. schultergestützte LAW-missiles), Malyutka-Panzerfäuste, GPS- und visuelle Zielgeräte, Visiere, TNT-Blöcke, Mörserwerfer, RPG-Granaten, Angriffs- und Verteidigungsgranaten, dazu gewaltige Mengen an unterschiedlicher Munition für Maschinen-, Sturm- und Scharfschützengewehre, sowie Mörsergranaten und andere Artilleriemunition. (https://www.sana.sy/?p=939865, https://www.sana.sy/en/?p=164747)

Ḥumaimîm-Luftbasis, genutzt auch vom russischen Militär, Photo: SANA

Vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm war zu erfahren, daß es seit Anfang April zwölf Angriffe von Terroristen mittels Drohnen und Mehrfachraketenwerfern von der De-Eskalationszone Idlib aus auf die Basis Ḥumaimîm wie SAA-Standorte in der Provinz al-Lâḏa­qiyya gegeben habe, die jedoch allesamt abgewehrt worden seien. Darüber informierte der Chef der Einrichtung, Generaloberst Viktor Kuptschischin (Kupchishin) am 1.5.2019 in einem Briefing. Wörtlich bemerkte er: „There are ongoing attempts to attack the Hmeimim airbase and positions of the Syrian army in the Lattakia province by the terrorist groups staying in the Idleb de-escalation zone with multiple-launch rocket systems and unmanned aerial vehicles. … „All the attacks were repelled; the base’s facilities were not damaged. Twelve unmanned aerial vehicles were destroyed when repel­ling the attacks.“ Der General wies darauf hin, daß das Zentrum früher schon vielfach über derartige Angriffsversuche der Terroristen berichtet habe, die im Raum Idlib und im nördlichen Teil der Provinz al-Lâḏa­qiyya Stellung bezogen hätten. (https://www.sana.sy/en/?p=164785, https://www.sana.sy/?p=940220)

Zentralbank von Syrien (CBS) in Damaskus, Photo: SANA

Die Zentralbank von Syrien (CBS) gibt am 1.5.2019 bekannt, daß infolge der Entscheidung Nr.13 an Grenzübergängen zu Syrien besondere Schalter eingerichtet worden sind, an denen Geld in Fremdwährung zu Investmentzwecken für den Wiederaufbau Syriens sicher eingezahlt und wieder abgehoben werden kann, da die gegen Syrien westlicherseits erlassenen einseitigen und damit rechtswidrigen Wirtschaftssanktionen Investments und damit den Wiederaufbau behindern. Für den Geldtransfer gelten selbstverständlich die einschlägigen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. (https://www.sana.sy/en/?p=164757)

Am Mi., 1.5.2019, wurde in der Handels-, Industrie- und Minenkammer von Teheran das Industrial, Trade and Economic Forum zwischen Syrien und dem Iran eröffnet zwecks Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit und Vergrößerung des Handelsvolumens in Entgegnung der wirtschaftlichen Hindernisse infolge der einseitigen und damit unrechtmäßigen gegen Syrien wie den Iran verkündeten Sanktionen. Die syrische Seite vertrat wieder, wie schon tags zuvor (s.u.) Dr. Sâmir ad-Dabs mit begleitender Delegation.
Bei der Eröffnungszeremonie waren außerdem zugegen der syrische Botschafter in Teheran, Dr. ʽAdnân Maḥmûd, der Berater des iranischen Vizepräsidenten und Sekretär des Ausschusses zur Entwicklung der Wirt­schaftsbeziehungen mit Syrien und dem Irak, Dânâ´î Far, der Vorsitzende der gemein­sa­men iranisch-syrischen Handelskammer, Fahd Darwîš, der Vorsitzende des Obersten Komitees für In­vestoren in freien Zonen sowie syrische und ira­ni­sche Geschäftsleute und Industrielle.
(https://www.sana.sy/en/?p=164724, https://www.sana.sy/?p=939770)

Telefonat der Außenminister von Rußland, Swergei Lawrow (re.) und der USA, Mike Pompeo, (li.) zur Situation der Lager ar-Rukbân und al-Hûl vom 1.5.2019, Abbildung: SANA

Telefonat der Außenminister von Rußland, Swergei Lawrow (re.) und der USA, Mike Pompeo, (li.) zur Situation der Lager ar-Rukbân und al-Hûl, Abbildung: SANA

Rußlands Außenminister Lawrow führte mit seinem US-Amtskollegen Pompeo am 1.5.2019 ein Telefonat, in dem er auf die notwendige umgehende Entlassung der syrischen Flüchtlinge aus den im US-kontrollierten syrischen Gebiet gelegenen Lagern ar-Rukbân und al-Hûl mit ihrer bekannt katastrophalen Lage (vgl.u.) pochte. Einer Verlautbarung dazu war zu entnehmen: „During a phone call, the two sides tackled the humanitarian issues of the situation in Syria, particularly in al-Rukban and al-Hawl camps.” (https://www.sana.sy/en/?p=164768, https://www.sana.sy/?p=940134)

Wie schon tags zuvor der Außenminister (s.u.) traf am 1.5.2019 auch Vize- Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd mit der DPRK-Delegation zusammen. Die besprochenen Themen ähnelten sich. Ein Ausbau der historisch-guten Beziehung und Kooperation zwischen beiden Ländern auf wirtschaftlichem, militärischem und politischem Gebiet bedinge sich angesichts der unilateralen und damit illegalen westlichen Sanktionen gegen beide Staaten. Beide Seiten würdigten desweiteren die gegenseitige Unterstützung auf internationalen Foren. Pak Myong Guk zeigte sich für Nord-Korea interessiert, sich am Wiederaufbau in Syrien zu beteiligen. Beide Seiten unterstrichen die Bedeutung der Aktivierung eines Joint Economic Committee und der Koordinierung des Vorgehens auf internationalen Foren. (https://www.sana.sy/en/?p=164741, https://www.sana.sy/?p=939840)

Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen Nusra, Photo: al-jazeera.com

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=939185 und https://www.sana.sy/en/?p=164678 (Die Armee eliminierte etliche Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten, die sich in den Dörfern al-Ḥawâš und Qalʽat al-Maîq im NW-Rîf von Ḥamâ festgesetzt und zuvor Maḥarda und Salḥab (s.u.) beschossen hatten.
In konzentrierten präzisen Operationen wurde zudem gegen of Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und – Bewegungen in al-Hubaiṭ, Taramlâ, al-Qaṣâbiyya, al-Arînaba und ʽÂbidîn im S-Rîf von Idlib vorgegangen und eine Anzahl der Terroristen getötet.)

Terroranschläge vom 30.4.2019:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib beschossen Terroristen am Morgen Stadtteile der Städte von Maḥarda und Salḥab im NW-Rîf von Ḥamâ mit Raketen, verursachten so immensen Sachschaden und verletzten zudem einen Bewohner in Maḥarda. Die Armee reagierte umgehend mit Gegenmaßnahmen und zerstörte die fortifizierten Stellungen der Extremisten, von denen die Angriffe ausgegangen waren. (https://www.sana.sy/en/?p=164667, https://www.sana.sy/?p=939142)

Iranisch-syrische Handelgespräche in Teheran, Photo: SANA

In Teheran kamen am 30.4.2019 der Präsident der Industriekammer für Damaskus und sein Umland, Dr. Sâmir ad-Dabs, und der Generaldirektor der iranischen Zollverwaltung und Vizeminister für Wirtschaft und Finanzen, Dr. Mahdî Mîrašrafî zusammen, um Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit im gewerblichen und kommerziellen Privatsektor in Syrien und dem Iran, beim Warentransport, der Erhöhung des Handelsvolumens, im Bereich des Investments und des Finanztransfers zu erörtern und dabei störende Elemente zu beseitigen angesichts der illegalen unilateralen, gegen beide Länder verhängten Wirtschaftssanktionen.
Dr. ad-Dabs ermunterte dazu, sämtliche syrische Waren auf iranischen Märkten zuzulassen und der Freigabe der syrischen Waren bei ihrer Ankunft in den iranischen Häfen und Flughäfen zu beschleunigen. In einer Presseerklärung nach dem Treffen erläuterte Dr. ad-Dabs zu dessen Zielen: „We discussed the way of facilitating the flow of the Syrian exports to Iran and the Iranian exports to Syria. … We must upgrade the economic rela­tions to be up to the solid political relations between the two countries.”
Ḥassan Dânâ´î Far vom iranischer Ausschuß zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zu Syrien und dem Irak versicherte, es bestehe von iranischer Seite volle Bereitschaft zur Erleichterung des Warenflusses zwischen beiden Ländern.
Dr. Mahdî Mîrašrafî schlug die Ausbildung einer Zollunion zwischen dem Iran, dem Irak und Syrien vor, welche das Handelsvolumen zwischen den drei Ländern verstärken und erleichtern.
Ein weiteres Treffen fand zwischen Dr. ad-Dabs und begleitender Delegation mit dem iranischen Vize-Minister für Industrie, Minen und Handel, Faršâd Muqâimî (Farshad Moghimi), zu Gesprächen ganz ähnlichen Inhalts zusammen. Letzterer votierte für die Bildung eines gemeinsamen Ausschusses der Industriekammern beider Länder, da man sich über die Grundprinzipien der Zusammenarbeit einig war. Dr. ad-Dabs befürwortete die Einrichtung gemeinsamer Ausschüsse und Gesellschaften.
Auch Dr. ʽAdnân Maḥmûd, Syriens Botschafter in Teheran, bekräftigte die Bereitschaft seines Landes zu einer Industriepartnerschaft mit und der Vertiefung der Handelsbeziehungen mit dem Iran, welche hülfen, derzeit bestehende Hindernisse (vgl. US-Sanktionen!) zu beseitigen. (https://www.sana.sy/en/?p=164707, https://www.sana.sy/?p=939620)

Walîd al-Muʽallim empfängt nordkoreanische Delegation unter Leitung von Pak Myong Guk am 30.4.2019, Photo: SANA

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim empfing am 30.4.2019 Pak Myong Guk, den nordkoreanischen Vize-Außenminister, mit begleitender Delegation und erörterte mit ihm den Stand der historisch freundschaftlichen Beziehungen, die angesichts der Versuche der USA und ihrer Alliierten zur Unterminierung des Völkerrecht und der Bestimmungen der UN-Charta in internationalen Zirkeln und Organisationen verstärkt und die Koordination untereinander verbessert werden solle. Al-Muʽallim dankte für die Unterstützung der DPRK für sein im Counterterrorismus befindliche Land auf internationalem Parkett. Ebenso unterstütze Syrien die DPRK im Hinblick auf die gegen dieses Land gerichtete US-Politik verbunden mit deren Wirtschaftsembargo, das dazu dienen solle, daß die nordkoreanische Regierung akzeptiere gegen die Interessen des eigenen Volkes zu handeln. Der Gast versicherte, die Unterstützung für Syrien im Anti-Terrorkrieg wie gegenüber den einseitigen Wirtschaftssanktionen gegen dieses Land fortzuführen und würdigte seinerseits den Beistand durch Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=164690, https://www.sana.sy/?p=939222)

ar-Rukbân-Lager bei der US-Militärbasis at-Tanaf, Photo: SANA

Die syrisch-russische Koordinierungsstelle für die Rückführung der Flüchtlinge gab am 30.4.2019 wieder eine gemeinsam formulierte Erklärung zur Situation der Insassen des Lagers ar-Rukbân innerhalb der Bannzone der völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten US-Militärbasis ab. Die Evakuierung des Camps gehe sehr schleppend voran, denn das US-Militär halte die Insassen unter dem Vorwand, in Sorge um dieselben zu sein, im Lager zurück und benutze sie als menschliche Schutzschilde zur Fortführung ihrer Besatzung der [strategisch so bedeutsamen, vgl.u.!] at-Tanaf-Region. Dabei verstärke die Weigerung der USA, das Lager aufzulösen, nur das Leiden der Flüchtlinge, die darin gegen ihren Willen festgehalten würden[dazu vgl.u.]. Die von der Regierung mit russischer Unterstützung unter UN-Aufsicht geschickten ersten beiden Hilfskonvois durften nicht passieren (s.u.), die transportierten Lebensmittel gelangten so größtenteils an die unter Kontrolle der US-Streitkräfte sich dort aufhaltenden Terroristengruppen.
Es sollte berücksichtigt werden, daß die nach Syrien geschickte humanitäre Hilfe zum Teil davon an die Menschen im Lager ar-Rukbân gehen müsse und diese auch erreiche. Bislang sei es gelungen, 7434 der Insassen herauszuholen.
Auch die Lage im Camp al-Hûl in der Provinz al-Ḥasaka, in dem über 73.000 Syrer, 90% davon Frauen und Kinder unter sehr schwierigen Bedingungen (s.u.) ausharren. Die Situation verschlimmere dort sich ständig infolge der Aktionen des US-Militärs und der von ihnen unterstützten Milizen, wurde herausgestrichen. (https://www.sana.sy/en/?p=164687, https://www.sana.sy/?p=939252)

Nachdem erst am Vortag Grigoriew in Washington über White Helmets berichtet hatte (s.u.), wurde am 30.4.2019 bekannt, daß sich führende Beamte des US-Außenministeriums in der vorhergehenden Woche mit deren mit Anführern getroffen habe, um deren „Bedürfnisse“ zu besprechen. Das Amt bestätigte dies auf Twitter. U.a. hieß es dort: „Wir sind stolz darauf, die White Helmets zu unterstützen.“ (https://www.sana.sy/?p=939172, https://www.sana.sy/en/?p=164681)

SAA beim Munitionsnachladen, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164552 und https://www.sana.sy/?p=938507 (Eine Armee-Einheit vernichtete mit konzentriertem Beschuß einige der Schlupfnester und Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Umkreis der Stadt al-Bašîriyya östlich von Ğisr aṣ-Šuġûr im NW-Rîf von Idlib.
Andere Einheiten verhinderten Angriffsversuche von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps von al-Laṭâmina und Ḥaṣrâyâ aus auf Orte im sicheren nördlichen Bereich der Provinz Ḥamâ und eliminierten Ğabhatu_n-Nuṣra unterwegs in ihren Fahrzeugen auf der Straße zwischen al-Karakât und Qalʽat al-Maḍîq im NW-Rîf von Ḥamâ.)

Terroranschläge vom 29.4.2019:
Die im Dorf Qalʽat al-Maḍîq im N-Rîf von Ḥamâ verschanzten feuerten wieder Raketen auf die Städte as-Suqailibiyya und Šaṭḥa und richteten damit Schäden an. Die Armee reagierte umgehend auf diese Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit Beschuß der Abschußanlagen der Angreifer. (https://www.sana.sy/en/?p=164619)

White Helmets, Photo: SANA

Maxim Grigoriew, Direktor der Russischen Stiftung für Demokratieforschung, machte in Washington am 29.4.2019 während einer Pressekonferenz gegenüber TASS im Hinblick auf die White Helmets als Affiliierte der Terroristen in Syrien [zur Einordnung s.u. und bes. Teil V] und ihre US-Unterstützer deutlich, daß letztere sehr wohl über die wahre Natur dieser angeblichen „Hilfsorganisation“ Bescheid wüßten. Er erklärte: „The US authorities are informed about the criminal activities of the White Helmets as well as about the fact that terrorists who were trained by US military instructors several years ago joined Daesh (ISIS).”
Nachdem er einen Bericht über diese Gruppe präsentiert hatte, faßte er zusammen, die White Helmets seien in Syrien schon an den verschiedensten kriminellen Aktivitäten beteiligt gewesen. Ihre Unterstützung aus dem Syrien feindlich gesinnten Ausland geschähe systematisch auch mittels der US-geführten Koalition mit dem Ziel die Krise im Land zu verlängern und die Souveränität, Einheit und territoriale Integrität dieser arabischen Republik zu schwächen. (https://www.sana.sy/en/?p=164622, https://www.sana.sy/?p=938993)

Expo Peking 2019 mit Beteiligung Syriens, Photo: SANA

Syrien nimmt an der Beijing International Horticultural Exhibition 2019 teil, welche Präsident Xi Jinping am 29.4.2019 eröffnete. Mehr als 110 Länder und Organisationen sind vertreten.
Laut Mitteilung durch den Generaldirektor der Agentur für lokale Produktion, Exportunterstützung und Entwicklung, Dr. Ibrâhîm Mîdah, werden auf 200m2 in traditionellem Ambiente zu 80% Gartenbauprodukte und zu 20% Industrie- und Lebensmittelprodukte mit dem Focus auf die Damaszener Rose und Öle präsentiert. (https://www.sana.sy/en/?p=164601, https://www.sana.sy/?p=938730)

Am Nachmittag des 29.4.2019 konnte dank der staatlichen Bemühungen eine neue Gruppe von hunderten Flüchtlingen über den in der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) eingerichteten Ğulaiġam-Korridor die katastrophalen Zustände im Lager ar-Rukbân (s.u.) hinter sich lassen, wo immer noch Tausende vom US-Militär und deren Söldnern als Geiseln zurückgehalten würden (dazu vgl.u.), wurde berichtet. (https://www.sana.sy/en/?p=164593, https://www.sana.sy/?p=938682)

Syrien inklusive Cham Wings Airlines ist unter Leitung des Vize-Tourismusministers Ġiyâṯ al-Farâḥ auf dem Arabian Travel Market, der Touristikmesse in Dubai/VAE, vertreten. (https://www.sana.sy/en/?p=164534 vom 29.4.2019) – Zur Wiederannäherung der VAE an Syrien vgl.u.!

Patriarch Yûḥanâ X. Yâziğî leitet die Messe am (orthodoxen) Ostermontag 2019, Photo: SANA

Am Ostermontag der orthodoxen Ostkirche, dem 29.4.2019, hielt griechisch-orthodoxe Patriarch von Antiochia und dem gesamten Osten, Yûḥanâ X. Yâziğî, eine Hl. Messe in der Kathedrale von Damaskus, an der auch die Bischöfe des maronitischen Patriarchats, Mûsâ al-Ḫûrî, Lûqâ [Lukas] al-Ḫûrî, Yûḥanâ Baṭaš und eine Reihe von Priestern teilnahmen. In seiner Predigt erwähnte Yûḥanâ X.: „Wir beten für die [Wiederherstellung der] Einheit einer jeden Handbreit des syrischen Landes einschließlich des in unseren Herzen verbliebenen syrisch-arabischen Golans, wie lange es auch dauert und wie intensiv die Verschwörung dagegen auch sein mag.“ Niemand auf der Welt könne einer Besatzungsmacht Legitimität über den einer anderen Souveränität unterstehenden Boden verleihen. Mit dem Wasser vom syrisch-arabsichen Golan sei Jesus Christus getauft worden; er war und er werde syrisch-arabisch bleiben als „Teil unserer Einheit und unserer östlichen christlichen Identität.“
Dann rief er die internationale Gemeinschaft dazu auf, der „ungerechten und erstickenden wirtschaftli­che Blockade gegen das syrische Volk als stillem Krieg“ entgegenzuwirken (Hhg. blogseits). Die Stimme des Kriegs müsse im Land des Friedens.
Auch erinnerte er an die Entführung der beiden aleppiner Metropoliten Gregorius Yûḥanâ Ibrâhîm und Mâr Bûlus Yâziğî durch terroristische Gruppen vor nunmehr sechs Jahren (vgl.u. und ab Teil I) als einen Schlag ins Gesicht des menschlichen Wertesystems.
Der Patriarch beendete seine Predigt mit der Bitte, Gott möge Syrien, sein Volk, seine ta­pfere Armee und seinen Führer, Präsident Bašâr al-Assad, schützen und dem Land wie der Welt Frieden und Ruhe bringen. (https://www.sana.sy/?p=938589 mit Bilderstrecke!).

Raubgrabungen im archäologischen Gebiet von Barâd, das sich unter türkischer Besatzung befindet, Photo: SANA

Nicht nur, daß die AKP-geführte türkische Regierung das seit der sog. Operation Olivenzweig vor gut einem Jahr (s. Teil VI) völkerrechtswidrig besetzte Gebiet um ʽAfrîn mit einer Mauer vom restlichen syrischen Territorium abtrennen läßt (vgl.u.), es gehen auch die Raubgrabungen mit schwerem Gerät wie Bulldozern (!) in diesem Gebiet weiter, um die gestohlenen Artefakte, in die Türkei geschmuggelt, gewinnbringend verkaufen zu können. Dies berichteten lokale Quellen aus der Region. Betroffen sind derzeit archäologische Stätten der Region ʽAfrîn wie der ʽAin Dâra-Tempel, an-Nabî Hûrî [d.i. Siedlung Cyrrhus, gegründet von Seleukos I. Nicator], Tal Ğundairis, Barâd und al-Masḫal, gelistet als UNESCO-Weltkulturerbe seit 2011. (https://www.sana.sy/?p=938767, https://www.sana.sy/en/?p=164606 vom 29.4.2019)

Hafen von Ṭarṭûs, Aufnahme: Tourismusministerium, youtube.com

Wie schon in einem Artikel der syrischen Tageszeitung al-Waṭan vom 25.4.2019 (?) und nochmals am 29.4.2019 von Syrian TV je nach einem Interview mit dem Transportminister ʽAlî Ḥamûd mitgeteilt, wird infolge eines für 49 Jahre geltenden Vertrags zwischen Syrien und Rußland das Management und der Ausbau des Hafens von Ṭarṭûs russischer Regie überlassen, obwohl der Hafen nach wie vor syrischer Autorität untersteht. Durch das beachtliche Investment wird der Hafen eine Größe erreichen, die seiner geographischen Bedeutung wie der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung entspricht. Zudem werden damit Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen.
Syrien erhalte 25% des Umsatzes ohne Rücksicht auf die entstehenden Kosten, wobei dieser Prozentsatz schrittweise auf 35% erhöht werde, bis die Hafenerweiterung abgeschlossen sei.
Derzeit erwirtschafte der Hafen pro 24 Million US-$, dank des geschlossenen Vertrags würden es künftig 84 Million US-$ sein. (https://www.sana.sy/en/?p=164567, https://www.sana.sy/?p=938626) – Rußland nutzt bereits einen Teil des Hafens Ṭarṭûs für die eigene Marine aufgrund eines Übereinkommens schon aus Sowjetzeiten.

Während eines Treffens der russischen UNESCO-Kommission anläßlich des 65. Jahrestags der russischen Mitgliedschaft bei der UN-Abteilung am 29.4.2019 äußerte Außenminister Lawrow hinsichtlich des Wiederaufbaus in Syrien: „I hope that the UN­ESCO will participate effectively in the reconstruction of the World Heritage Sites which had been destroyed at the hands of terrorists similar to it is doing in Iraq.”
Außerdem verkündete er, Rußland bewerbe sich für die Mitgliedschaft beim World Heritage Committee, dessen Zusammensetzung per Wahl dieses Jahr neu entschieden wird.
(https://www.sana.sy/en/?p=164658, https://www.sana.sy/?p=939008)

Munḏir Munḏir, Rede voir dem UNSC vom 29.4.2019, Photo: SANA

In Vertretung des mit der 12. Astana-Konferenz (s.u.) beschäftigten Chefs der ständigen syrischen Mission bei den UN in New York nahm Munḏir Munḏir als acting charge d’affaires bei der UNSC-Sitzung vom 29.4.2019 zur Lage in Nahost Stellung und wiederholte die strikte Zurückweisung und Verurteilung der unrechtmäßigen und skrupellosen Trumpschen Proklamation zum israelisch besetzten syrischen Golan, der sich die weiteren Ratsmitglieder überwiegend angeschlossen hatten (vgl.u.). Damit hätten sich die USA sogar gegenüber ihren engsten Verbündeten isoliert. Er konstatierte: „The US proclamation on Golan has revealed the reality and dimension of the criminal scheme which aims to consolidate the occupation, spread chaos and divide our region.” Dann verwies er darauf, daß die UNSC-Resolution Nr.497 den Golan als besetzt einstufe und erkläre, daß damit sämtliche von israelischer Seite unternommenen Schritte nicht und ohne rechtlichen Effekt seien. Er ergänzte „The Israeli occupation authorities continue perpetrating war crimes and crimes against humanity and terrorism against citizens of Golan through racial discrimination, arbitrary detention and gras­ping the lands of others.”
Munḏir unterstrich, wenn die US-Administration auf Piratenart die Vereinten Nationen daran hindere, ihrer Aufgabe gerecht zu werden und international für Friedens- und Sicherheitserhalt zu sorgen, indem es die eigenen im Zusammenhang mit der Beilegung des arabisch-israelischen Konflikts erlassenen Resolutionen durchzusetzen unterläßt, ermutige dies die israelischen Besatzungsbehörden, mit ihren aggressiven Praktiken (Beispiele vgl.u.!) und Verstößen gegen das Völkerrecht und UNSC-Resolutionen fortzufahren. Hierzu flocht er ein: „The Israeli occupation authorities continue perpetrating war crimes and crimes against humanity and terrorism against citizens of Golan through racial discrimination, arbitrary detention and gras­ping the lands of others.” Die Verbrechen gegen die syrische Bevölkerung des Golans zeige sich auch durch israelische Beschlagnahme von Land und anderem Eigentum, die Ausdehnung israelischer Siedlungen dort, die Plünderung von Bodenschätzen und anderen Reichtümern des Landes, Judaisierungsmaßnahmen, das Auslegen von Minen und die Unterbindung der Kommuni­kation mit ihren Angehörigen in der Heimat. In Scheinverfahren würden Aktivisten, die auf die zahlreichen Ungerechtigkeiten aufmerksam machten, in Verwaltungshaft (dazu s.u.!) genommen wie z.B. der syrische Mandela Ṣidqî Sulaimân al-Maqt, der die Verbindung zwischen dem israelischen Militär und Ğabhatu_n-Nuṣra und anderen Terrorgruppen in der Truppenentflechtungszone aufgedeckt und publik gemacht hatte und dafür nach 27 Jahre willkürlichen Gefängnisaufenthalts unter unwürdigen Bedingungen gleich wieder für 14 Jahre inhaftiert wurde.
Munḏir forderte diesbezüglich die UN auf, sich für dessen Freilassung wie die der anderen willkürlich inhaftierten Syrer einzusetzen.
Schließlich wiederholte er, der Golan war, sei und bleibe ein Teil des syrischen Territoriums. Dieses Anrecht sei nicht verhandelbar, nicht verwirkbar und nicht verjährbar. Für Syrien sei es eine Priorität der natio­nalen, die Autorität über dieses Stück Land mit allen völkerrechtlich vorgesehenen Mitteln wiederherzustellen.
Schließlich versicherte er, sein Land unterstütze weiterhin auch die palästinensische Bevölkerung in ihren durch Israel verweigerten Rechten: „Syria’s stance is firm in support of the Palestinian people’s right of self-determination and estab­li­shing their independent state“ mit al-Quds als Hauptstadt (zur Bedeutung vgl.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=164612, https://www.sana.sy/?p=938942)

SAA-Reaktion auf Terroristenbeschuß, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164393 und https://www.sana.sy/?p=937977 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra zerstörte die Armee Schlupfnester mitsamt Fahrzeugen der Extremisten in al-Hubaiṭ im Rîf von Idlib sowie in aṣṢahriyya nahe dem Ğabal Šaḥ­šabû im N-Rîf von Ḥamâ und fügte dem Feind auch erhebliche personelle Verluste zu.
Eine Armee-Einheit konnte einen Angriffsversuch eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps auf Häuser am westlichen Stadtrand von Aleppo vereiteln, wobei drei der Terroristen getötet wurden.)

Terroranschlag vom 28.4.2019:
Am Rand von Qalʽat al-Maḍîq verschanzte Terroristen feuerten Raketen auf Wohngebiete von as-Suqaylibiyya, ca. 48km im NW von Ḥamâ und richteten damit Schäden an den Wohnhäusern und weiterem Eigentum an. (https://www.sana.sy/en/?p=164411, https://www.sana.sy/?p=938016)

Aus israelischer Verwaltungshaft freigekommene Golan-Bewohner, Photo: SANA

Alexander Lawrentiew, Sonderbeauftragter von Rußlands Präsident Putin für hatte bereits am 26.4.2019 im Interview mit Russia Today bekanntgegeben, daß die israelische Regierung nach Übergabe der sterblichen Überreste israelischer Soldaten (vgl.u., Zachary Baumel etc.) bereit sei, bislang in [Verwaltungs-]haft (zur Bedeutung s.u.!) befindliche Bewohner des syrischen, israelisch besetzten Golans freizulassen (vgl. https://www.timesofisrael.com/russian-envoy-israel-to-release-syrian-prisoners-as-part-of-deal-for-baumel/).
Am 28.4.2019 trafen dann die aus jahrelanger israelischer Verwaltungshaft entlassenen syrischen Bürger Zîdân aṭ-Ṭawîl und Aḥmad Ḫamîs am Übergang bei al-Qunaiṭra ein und wurden u.a. von ihren Verwandten in Empfang genommen.
Der ebenfalls anwesende Gouverneur der Provinz al-Qunaiṭra, Ing. Humâm Dibyât, versicherte, es sei Priorität der Regierung, alle in israelischer [Verwaltungs]haft befindlichen Bürger freizubekommen, vor allem Ṣidqî Sulaimân al-Maqt (vgl.u.) und Amal Abû Ṣâliḥ. (https://www.sana.sy/en/?p=164454, https://www.sana.sy/en/?p=164470, https://www.sana.sy/?p=938114)

Russische Militärpolizei, Photo: SANA

Ayman al-ʽAsamî, der Sprecher der Oppositionsdelegation, welche an der 12. Astana-Konferenz (s.u.) teilgenommen hatte, hatte im Interview mit ʽAnab Baladî , einem den Terrorgruppen nahestehenden Medium, am 27.4.2019 mitgeteilt, die früher im Kommersant-Artikel vom 12.4.2019 (s.u.) erwähnte gemeinsame Patrouille von russischen und türkischen Streitkräften werde an der Kontaktlinie zwischen dem von der Regierung und dem von den Terrorgruppen (im Text: „Opposition“ genannt, obwohl z.B. von Ğaiš al-ʽIzza als Untergruppe des al-QâʽidaAblegers Ğabhatu_n-Nuṣra die Rede ist!) kontrollierten Gebiet Anfang Mai aufgenommen.
Demgegenüber meldete ein ʽAnab Baladî-Vertreter am So., 28.4.2019, daß Ğaiš al-ʽIzza beginne, die Autobahn zwischen Ḥamâ und Idlib durch Erdbarrieren zu sperren, um diese Militärpatrouillen zu ver­hindern. Dazu habe der interviewte Sprecher von Ğaiš al-ʽIzza, Muṣṭafâ Maʽratî, verkündet: „Jedes russische Element, das المحرر [das von der Terrorgruppe kontrollierte Gebiet] betritt, ist ein Ziel für Ğaiš al-ʽIzza.“ (https://www.enabbaladi.net/archives/297290 vom 28.4.2019)

Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân traf in Peking am 28.4.2019 Rand des 2. Forums one belt one road noch mit dem bolivianischen Außenminister Diego Pary Rodriguez zusammen und besprach mit ihm die beiderseitigen Beziehungen. Rodriguez betonte den gemeinsamen Kampf der freundschaftlich verbundenen Länder gegen hegemoniale und koloniale Bestrebungen gewisser Regierungen. Dabei stellte er das chinesische Seidenstraßenprojekt als positiven Gegenentwurf dar, der den Bevölkerungen vieler Länder eine bessere Zukunft in Aussicht stelle.
Beim Treffen mit dem iranischen Energieminister Riḍâ Ardkâniyân (Reza Ardakanian) würdigte letzterer den syrischen Vortrag (s.u.) mit Herausstellung der US-Politik als auf dem Gesetz des Dschungels basierend mit ihren einseitigen – und damit völkerrechtswidrigen – wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen gegen beide Länder. (https://www.sana.sy/en/?p=164490, https://www.sana.sy/?p=938174)

Orthodoxes Osterfest in Syrien 2019, Photo: SANA

Die sich nach julianischem Kalender richtenden christlichen Konfessionen feiern am 28.4.2019 das Osterfest in den Kathedralen und Kirchen von Damaskus und den Provinzen Rîf Dimašq, Aleppo, Ḥomṣ, Ḥamâ, al-Ḥasaka, as-Suwaidâ´, Ṭarṭûs, Darʽâ und al-Lâḏa­qiyya. (https://www.sana.sy/en/?p=164353, https://www.sana.sy/?p=937943, https://www.sana.sy/?p=937939)

Wie schon eine Woche zuvor besuchte der Minister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzâm, im Auftrag und Namen von Präsident Dr. al-Assad die Oberhäupter der einzelnen nach julianischem Kalender Ostern feiernden christlichen Konfessionen an deren Amtssitz und überbrachte ihnen hierzu die besten Glückwünsche wie etwa Yûḥanâ X. Yâziğî, dem griechisch-orthodoxen Patriarch von Antiochia und dem gesamten Osten, und Mâr Ignatius Afrâm II., dem syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia und dem gesamten Osten. (https://www.sana.sy/?p=938189, https://www.sana.sy/en/?p=164481)

Gratulation zum Osterfest 2019 durch den Auqâf-Minister und begleitende islamische Theologen im griechisch-orthodoxen Patriarchat, Photo: SANA

Auch Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid, suchte wie schon die Woche zuvor (vgl.u.) am 28.4.2019 mit einer Reihe islamischer Theologen die beiden Patriarchen Yûḥanâ (Johannes) X. Yâziğî und Mâr Ignatius Afrâm II. auf, um ihnen bzw. den durch sie repräsentierten Christen zum Osterfest zu gratulieren. Minister as-Sayyid bezeichnete Syrien als eine Wiege des Christentums, von der auch eine weitere Offenbarungsreligion, der Islam sich in die Welt verbreitet habe. Der Besuch sei gedacht als Botschaft an die ganze Welt ist, daß Syrien eine Einheit sei, in der Solidarität unter all den Mitgliedern der Bevölkerung herrsche. Diese habe die Entschlossenheit, den Sieg über den Terrorismus und gegen Syrien inszenierte Verschwörung davonzutragen.
Die beiden Patriarchen bestätigten den Kern dieser Aussage:
Patriarch Johannes X. erklärte seinerseits, der Besuch und die Glückwünsche der islamischen Gelehrten in der Kathedrale zeigten die Ver­traut­heit und [brüderliche] Liebe unter den Mitgliedern der syrischen Familie. Dies sei eine Botschaft an die ganze Welt, daß Muslime und Christen in Syrien [gut] zusammen leben. Die Beziehungen untereinander seien stark, niemand könne sie destabilisieren. Den Terrorismus werde man besiegen und den Frieden in Liebe zur gemeinsamen Heimat wiederherstellen.
Auch Patriarch Afrâm II. betonte die nationale Einheit des syrischen Volkes als beispielhaft.
Der Krieg entwickle sich nun in eine neue Richtung hin zum Wirtschaftskrieg. Es sei an den islamischen wie christ­li­chen Kleriker, das Bewußtsein hierfür zu schärfen und dieser neuen Variante zu begegnen.(https://www.sana.sy/?p=938406)

Die massiven Bürgerproteste gegen die Präsenz wie das Vorgehen der US-unterstützten QasadMilizen (d.h. die SDF, vgl.u.) weiten sich weiter aus. Am 28.4.2019 erreichten die Massendemonstrationen von al-Buṣaira auch die Orte Mâšiḫ, aḍ-Ḍamân, an-Namaliyya, Ṭayyib al-Fâl und aṭ-Ṭayyâna im Ost- und SO-Rîf von Dair az-Zaur, wie Anwohner berichteten. Zu den Vorwürfen der Bevölkerung gegen die Milizionäre s.u.! Wieder versuchten die Qasad-Milizen, die Demonstranten mit wilden Schüssen zu zerstreuen wie etwa in aṭ-Ṭayyâna. (https://www.sana.sy/en/?p=164420, https://www.sana.sy/?p=938073)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164326 und https://www.sana.sy/?p=937638 (In Reaktion auf die Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Ğabhatu_n-Nuṣra im zerstörte die Armee mit gezieltem Raketen- und Granatenbeschuß die Abschußanlagen der Extremisten im Außenbereich von Ḥaṣrâyâ und Kafar Zaitâ im N-Rîf von Ḥamâ.
Eliminiert wurden ebenfalls die fortifizierten Stellungen und Schlupfnester samt Fahrzeugen der Takfîr-Terroristen in der unmittelbaren Umgebung von ʽÂbdîn bei Ḫân Šaiḫûn.)

Terroranschläge vom 27.4.2019:
In neuerlicher Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib beschossen die im Terroristen die nahe der Verwaltungsgrenze zu Idlib im N-Rîf von Ḥamâ gelegene Umgebung von Miṣyâf mit Raketen, wodurch ein Einwohner verletzt und Sachschaden angerichtet wurde. (https://www.sana.sy/en/?p=164323, https://www.sana.sy/?p=937495)
Am Nachmittag feuerten die im Dorf Ḫalṣa westlich von Aleppo in Stellung gegangenen Terroristen Raketen auf die Stadt al-Ḥâir im S-Rîf von Aleppo, denen zwei Bewohner zum Opfer fallen, weitere werden verletzt, Wohnhäuser und anderes Eigentum beschädigt. Die Terroristen im W- und SW-Rîf von Aleppo gehören überwiegend zur Ğabhatu_n-Nuṣra. (https://www.sana.sy/en/?p=164344, https://www.sana.sy/?p=937760)

Prosteste mit Straßensperren gegen die Qasad, d.h. SDF-Milizen in der Provinz Dair az-Zaur, Photo: SANA

Die Proteste gegen die Präsenz wie Vorgehensweisen der US-unterstützten Qasad-Milizen (d.i.: SDF) durch die Bevölkerung (s.u.) dehnten sich am 27.4.2019 auf die Orte aš-Šaḥîl, aṣ-Ṣûr und Muwailiḥ im NO-Rîf und al-Ḥiṣân im NW-Rîf von Dair az-Zaur aus. In letzterem Ort schossen die SDF-Milizen ziellos auf die Demonstranten und verletzten so eine Anzahl derselben. (https://www.sana.sy/en/?p=164330, https://www.sana.sy/?p=937656)

Palmyra, 27.4.2019, Photo: SANA

In der Oasenstadt Tadmur haben die Arbeiten zur Wiederherstellung der öffentlichen nächtlichen Beleuchtung mittels LEDs in den verschiedenen Stadtteilen einschließlich der Hauptstraße durch den archäologischen Bereich des Ausgrabungsgeländes von Palmyra begonnen. Das Projekt als Teil des Plans für eine nachhaltige Entwicklung werde vier Monate betragen und ermöglichen, daß Touristen auch nachts Palmyra besuchen können, erklärte Stadtratsvorstand Ing. Hâns Daʽâs. Es wird umgesetzt durch die General Company of Electrical and Telecommunication Works.
Die Zweigniederlassung der Gesellschaft für Elektrik und Kommunikation in der Zentralregion nimmt sich dagegen die Be­leuchtung der Autobahn ḤomṣḤamâ und die Sanierung des Beleuchtung im Stadtteil al-Waʽr von Ḥomṣ vor. (https://www.sana.sy/?p=937532 vom 27.4.2019)

SAA-Überwachungsposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164299 und https://www.sana.sy/?p=937271 (Nach Entdeckung verdächtiger Bewegungen seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî in den Orten ʽAnkâwî al-Ḥuwaiz, aš-Šarîʽa, al-Maḍîq und Ḥawîğa in der al-Ġâb-Ebene von im NW von Ḥamâ ging die Armee mit geeigneten Waffen gegen diese vor und zerstörte deren Fahrzeuge samt Ausrüstung und hinterließ eine Reihe von Toten und Verwundeten in ihren Reihen. Andere Einheiten bekämpften Bewegungen von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps im Gebiet von Šahranâz und Saḥâb im N-Rîf von Ḥamâ, eliminierte deren Hauptquartier samt militärischer Ausrüstung und etliche ihrer Kämpfer. Bei Militäroperationen in Reaktion auf die Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib vernichteten die Streitkräfte die Schlupfnester samt Abschußanlagen von Katâ´ib al-ʽIzza in den Außenbereichen von al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ, wobei dem Feind ebenfalls personelle Verluste entstanden.)

Protest gegen SDF-Milizen (qasad), Rîf Dair az-Zaur, Photo: SANA

Die Proteste gegen die Präsenz wie Vorgehensweisen der US-unterstützten Qasad-Milizen (d.i.: SDF) durch die Bevölkerung (s.u.) halten in al-Baṣîra im Rîf von Dair az-Zaur weiter an. Gefordert wird deren umgehender Abzug aus Syrien. Ein Generalstreik begleitete die Demonstrationen. (https://www.sana.sy/en/?p=164311, https://www.sana.sy/?p=937399 vom 26.4.2019)

Wladimir Putin in Peking beim 2. one belt one Road-Forum, Photo: SANA

Auch Rußlands Präsident Putin nahm am 2. Forum one belt one road in Peking teil und hielt während der Eröffnungsveranstaltung eine Ansprache. Darin machte er deutlich: „Diese Infrastruktur-Initiative Chinas spielt eine wesentli­che Rolle bei der Stärkung der Wirtschaft der euroasiatischen Länder. Nur durch die Zusammenarbeit können wir ernsthafte Probleme wie die Verringerung des Wirtschaftswachstums und technologische Rückständigkeiten verhindern.“ Andererseits warnte er, daß die einseitige Sanktionspolitik bestimmter Länder, die zudem dem Völkerrecht widerspreche und damit illegal sei, nur „einen fruchtbaren Boden für Terrorismus, Extremismus und illegale Einwanderung, wodurch alte Konflikte geweckt, neue Kriege und erneute regionale Konflikte geschaf­fen werden.“
Außerdem gab Putin bei einem Treffen mit Aserbeidschans Präsident Ilham Alijew (Aliyev) am Rand des Forums bekannt, man habe sich zusammen mit dem iranischen Präsidenten Rûḥânî „darauf geeinigt, im nächsten August einen russisch-iranischen Gipfel in Russland abzuhalten.“ (https://www.sana.sy/?p=937025, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i47003)

Dr. Buṯaina Šaʽbân in Peking, April 2019, Photo: SANA

Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân wies in ihrem Vortrag vom 26.4.2019 vor einem Subforum der 2. One Belt one Road-Veranstaltung in Peking, Syrien sei nun schon acht Jahre einem Terrorismuskrieg unterworfen, einer Ausprägung der Vorgehensweise der US– und weiterer alliierter Regierungen, die versucht, jegliche Verbindung zwischen Syrien, dem Irak und dem Iran zu unterbinden, da solche eine Verbindung von vitaler Bedeutung für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Region wäre. Die One Belt one Road-Initiative Chinas zur Verbindung dieser und weiter Länder miteinander sei daher so begrüßenswert und positiv für den Nahen Osten, Westasien und die arabische Welt. Sie sei ein Gegenpol zur westlichen Hegemonialpolitik mit dem Versuch, die Völker der Region von einander zu trennen [im Sinne des altrömischen Spruchs: divide et impera!].
Mit ihren unilateralen Wirtschaftssanktionen hielten Syriens Feinde die Bevölkerung von Nahrungs- und Arzneimitteln und Energieversorgung fern. Daß diese Regierungen dächten, „the West is above humanity”, mache das Fundament der Probleme in der Welt aus. Demgegenüber stehe die Bemühung Chinas, denn:„The vision on which the Belt and Road initiative is based is that humanity is one, which is why Syria views it as a radical solution for humanity’s problem, creating a single humanity with equal respect.” Dafür dankte Dr. Šaʽbân ausdrücklich. China zeige damit eine respektvolle Sicht auf Völker und Staaten, die Syrien teile. (https://www.sana.sy/en/?p=164316, https://www.sana.sy/?p=937433)

Patriarch Kardinal Mâr Bašârah Baṭrûs ar-Râʽî in Beirut, Photo: bkerki.org

Beim Empfang einer deutschen Delegation unter Leitung von Prof. Stefan Vemur (?) in Bakarkî im Libanon am 26.4.2019 bestätigte der maronitische Patriarch, Kardinal Mâr Bašârah Baṭrûs ar-Râʽî, seinen Gästen, daß einige Länder die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat nicht wünschen [und daher behinderten]. Diese schürten Kon­flikte und heizten Kriege im Nahen Osten an als Teil ihrer Auslandspolitik. Dies müsse ein Ende haben. Die erwähnten Regierungen müßten aufhören, über diese Region Kontrolle auszuüben zu wollen. (https://www.sana.sy/?p=937360, s.a. http://www.bkerki.org/PatriarchNews.html?New=2635)

Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Putin in Syrien und Chef der russischen Delegation bei den Gesprächen von Astana, Alexander Lawrentiew, betonte am 26.4.2019 auf einer Pressekonferenz am Rand der 12. Konferenz, die Tragödie der syrischen Flüchtlinge im Lager ar-Rukbân (vgl.u.) müsse so bald als möglich beendet werden wie auch die illegalen einseitigen wirt­schaftlichen Zwangsmaßnahmen gegen. Auch erklärte er: „Die Lage in Idlib ist besorgniserregend. … Die Terrororganisa­tion Ğabhatu_n-Nuṣra kontrolliert den Großteil des Territoriums; der Terrorismus muß so­lange bekämpft werden, bis er endgültig ausgerottet ist.“
Außerdem verhinderten die USA, daß Syrien – schließlich Gründungsmitglied! – seinen Sitz in der Arabischen Liga (AL) wiedererlange. (https://www.sana.sy/?p=937246, https://www.sana.sy/en/?p=164286, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i47006)

12. Astana-Konferenz (2019)- Schlußerklärung, Photo: SANA

In der Schlußerklärung der 12. Astana-Konferenz vom 26.4.2019 bekräftigten die Vertreter der Garantenstaaten (Rußland, Iran, Türkei) wiederum ihre starke Verpflichtung zur [Wahrung der] Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität Syriens und die Notwendigkeit der Fortführung der Terrorismusbekämpfung bis zur völligen Eliminierung desselben.
Sie bestätigten das Festhalten an den UN-Prinzipien wie der UN-Charta und verurteilten demnach die Proklamation von US-Präsident Trump zum syrischen, israelisch besetzten Golan (vgl.u.), welche zudem der UNSC-Resolution Nr.497 widerspreche.
Als unumgänglich wurde die Umsetzung der Inhalte des Sotschi-Abkommens zur Lage in Idlib (vgl.u.) mit Eliminierung des Terrorismus dort erklärt.
Die Lieferung humanitärer Hilfsgüter an bedürftige Syrer in allen syrischen Gebieten müsse ohne jegliche Politisierung (dazu s.u.) fortgeführt werden.
Ein Aufruf erging an die internationale Gemeinschaft, speziell an die UN, die Rückführung der geflüchteten Syrer in ihre Heimat zu erleichtern [zu den Behinderungen s.u.!], nachdem die Regierung in Damaskus die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.
Der kommende Juli wurde für das nächste Treffen auf hoher Ebene zwischen den drei Garantenstaaten festgehalten.(https://www.sana.sy/en/?p=164273, https://www.sana.sy/?p=937130)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî zur 12. Astana-Konferenz, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als Chef der syrischen Delegation bei der 12. Runde der Astana-Konferenzen berichtete am 26.4.2019 während einer Pressekonferenz am Ende derselben über deren Verlauf und kommentierte die Ergebnisse.
Die sei reichhaltig gewesen und habe positive Punkte umfaßt, die teils schon ab der ersten Gesprächsrunde kontinuierlich diskutiert worden seien wie die Antiterrorismusklausel. Selbst von Seiten, die jahrelang die terroristiche Aktivität in Syrien bestritten und die Terroristen mit falschen Ausdrücken wie moderate Opposition oder gemäßigte bewaffnete Opposition[sog. MAO, s. ab Teil II) bedacht hätten, hätten den wahren Sachverhalt inzwischen zugegeben, was der Beharrlichkeit [der mit Belegen versehenen syrischen Berichterstattung] geschuldet sei. Heute wurde sogar anerkannt, daß der Terrorismus in Syrien von staatlichen Seiten subventioniert ist, was auch in Berichten der Unterausschüsse des UN-Sicherheitsrats zur Terrorismusbekämpfung aufscheint. Selbst UNSC-Mitglieder wie die USA, Frank¬reich, Großbritanniens u.a. hätten die Terrorismusaktivität während der sog. Krise in Syrien schließlich eingestehen müssen, die tatsächlich einen Terrorismuskrieg darstellt. Daß sich schließlich mehr als sieben UNSC-Resolutionen mit der Terrorismusbekämpfung beschäftigten – sieben direkt mit Bezug zu Syrien, zwei weitere allgemeiner Art – beweise die Richtigkeit der Darstellung seitens Syriens von Beginn an, denn diese Fülle an solchen UNSC-Resolutionen komme nicht von ungefähr.
Es gebe jedoch unterschiedliche Formen des Terrorismus, als Erstes den bewaffneten Terrorismus, der noch in etlichen Gebieten Syriens vor allem durch den IS vertreten sei trotz der Behauptung der US- und anderer Regierungen, er sein besiegt; tatsächlich bekämpften ihn noch die SAA und ihre alliierten Streitkräfte.
Ein Ausfluß der soeben genannten Art sei die Weigerung von Regierungen, ihre Staatsangehörigen, die in Syrien in den Reihen des IS gekämpft haben, mitsamt deren Frauen und Kindern zurückzunehmen. Damit machten sie Syrien gleich zweimal zum Opfer.
Bewaffneter Terrorismus ist noch in der Provinz Idlib verbreitet, wo Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte 85% des Territoriums besetzt halten. Das gebe sogar die türkische Delegation zu. Damit kam Dr. al-Ğaʽfarî zu einem großen Problem der Astana-Konferenzen zu sprechen. Bei deren 4. Runde [s. ] sei ein Aktionsplan aufgestellt worden, demzufolge sich die türki­schen Seite [gegen Aufschub einer Militäraktion] verpflichtete, sog. gemäßigte bewaffnete Gruppendort von den terroristischen Gruppen zu trennen und sicherzustellen, daß sich letztere aus Idlib entfernten. Nachdem dies türkischerseits nicht umgesetzt wurde, kam es zum Sotschi-Abkommen (vgl.u.) mit Verpflichtung der Türkei, die Terrorgruppen in einer Tiefe von 15 – 20km gen Westen abzuziehen, um die Autobahnstrecke Aleppo – Idlib – Damaskus wieder öffnen zu können. Doch auch das sei nicht geschehen. Auch bei der 11. Astana-Konferenz stimmte die Regierung in Ankara der Entfernung der Terroristen aus Idlib zu, tat aber nichts zur Umsetzung der Vereinbarung. Dabei sei inzwischen doch jedem bekannt, daß das türkische Regime Ğabhatu_n-Nuṣra in vielfacher Weise unter­stüt­zt.
Eine weitere Art sei der wirtschaftliche Terrorismus, praktiziert durch die USA und die EU in Form der gegen Syrien verhängten unilateralen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen in eskalierender Weise. Das Wort „Sanktionen“ benutze er dafür nicht, da solche zu verhängen, dem UN-Sicherheitsrat zustehe. Doch auf dessen Liste seien die genannten Zwangsmaßnahmen nicht verzeichnet, weshalb sie auch völkerrechtswidrig und illegal seien, jedoch ebenso großen Schaden anrichteten wie der bewaffnete Terrorismus, und das, obwohl das Völkerrecht und die UN-Charta den Gedanken, anderen Ländern mit wirtschaftlichem Terrorismus zu begegnen, absolut ablehnen….
(https://www.sana.sy/en/?p=164277, https://www.sana.sy/?p=937174)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164204 und www.sana.sy/?p=936476 (Am Morgen zerstörte die Armee mit gezieltem Raketen- und Artilleriebeschuß Unterschlupfe und fortifizierte Stellungen der Terroristen in den Dörfern Qasṭûn, az-Zaqûm und Qulai­dîn im N-Rîf von Ḥamâ und tötete bzw. verletzte viele der Extremisten. Nachmittags bemerkten Einheiten das Heranziehen terroristischer Gruppen aus den Dörfern Ḥuwaiz, awîğa und Ğisr Bait ar-Râs samt Um­gebung in der al-Ġâb-Ebene im NW-Rîf von Ḥamâ und wehrten deren Angriffsversuch mit Gegenfeuer ab, so daß die Terroristen Verluste an Kämpfern und Ausrüstung erlitten, während der Rest die Flucht ergriff.)

Terroranschlag vom 25.4.2019:
Die im N-Rîf der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya nahe der Grenze zur Türkei verschanzten Terroristen feuerten am Nachmittag Raketen auf den Stadtteil al-Ġarâf von ar-Ramil aš-Šamâlî, wodurch vier Personen, darunter ein Kind verletzt wurden, und Schäden an den Wohnhäusern entstanden.
Die Armee reagierte mit gezielten Artillerieschlägen gegen die Abschußanlagen, zerstörte sie und fügte den Angreifern weitere personelle Verluste zu. (https://www.sana.sy/?p=936660, https://www.sana.sy/en/?p=164230)

Bei der Fortsetzung der friedlichen Massendemonstrationen gegen das Vorgehen der US-unterstützten Qasad-Milizen (d.i.: SDF) im Umland von Dair az-Zaur (s.u.) mit Forderung nach deren Abzug schossen letztere am 25.4.2019 in die Menge und töteten dabei drei der protestierenden Zivilisten im Dorf aḍ-Ḍamân im N-Rîf von Dair az-Zaur(https://www.sana.sy/?p=936445)

In einer Presseerklärung während einer Verhandlungspause der 12. Astana-Konferenz teilte Alexander Lawrentiew, der Leiter der russischen Delegation am 25.4.2019 mit, es zeichne sich eine klare Entschlossenheit ab, mit der Bekämpfung des Terrorismus bis zu dessen Eliminierung fortzufahren. Wörtlich äußerte er: „Talks dealt with the situation in Syria in general, and in Idleb in particular where the terrorist organization of Jabhat al-Nusra controls the majority of the area.”
Weitere Themen seien die Bildung des die Verfassung diskutierenden Ausschusses, die Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat und die Maßnahmen zur Unterstützung des Wiederaufbaus von all dem, was durch die Terroristen in Syrien zerstört worden ist. Allgemein urteilte er: „The talks were held within a practical atmosphere. … Talks will give fruit to lead to stabilizing the situation in Syria and continuing the political process in the country.”
Schließlich gab er noch bekannt: „we will meet the UN special envoy for Syria Geir Pedersen who attends the talks as an observer.” (https://www.sana.sy/en/?p=164256, https://www.sana.sy/?p=936811)

Astana-Konferenz, Besprechung zwischen der syrischen und russischen Delegation, angeführt von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî und Alexander Lawrentiew, Photo: SANA

In der kasachischen Hauptstadt, welche in diesem Frühjahr von Astana in Nûr Sulṭân umbenannt wurde, begann am Vormittag des 25.4.2019 die inzwischen 12. Runde der Astana-Konferenzen mit dem Ziel der politischen Beilegung der Krise in Syrien. Teilnehmer sind außer den Gesandtschaften der drei Garantenstaaten (Rußland, Iran, Türkei) diejenige auf Syrien und als Beobachter, der UN-Gesandte für Syrien, Geir Pedersen, mit Begleitmannschaft.
Bislang haben sich die Teilnehmer zur Wahrung der Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens wie der Fortführung der Terrorismusbekämpfung bis zu völligen Eliminierung desselben verpflichtet (vgl.u. und in früheren Thread-Teilen!). (https://www.sana.sy/en/?p=164180)
Später am Tag war ein Meeting zwischen der russischen Delegation, wieder angeführt von Alexander Lawrentiew, dem Sonderbotschafter des russischen Präsidenten Putin für Syrien, und dem leitenden Assistent des iranischen Außenministers für besondere politische Angelegenheiten, ʽAlî Aṣġar Ḫâğî (Ali Asghar Khaji) anberaumt. Lawrentiew bemerkte zu Beginn, die bisherige Vorgehenseise zusammenfassend: „The joint work over long years will continue bet­ween our two delegations and we are coordinating our stances and we pay a great attention to the meeting with the Syrian delegation headed by Dr. Bashar al-Jaafari ahead of the trilateral meeting with the Turkish delegation.”
Aṣġar Ḫâğî zeigte sich hoffnungserfüllt, daß der Astana-Prozeß erfolgsgekrönt sein werde, und daß dies durch die verstärkten russisch-iranische Beziehungen erreicht werde. Gemeinsames Ziel sei jedenfalls die Gewährleistung von Sicherheit, Frieden und Stabilität in Syrien.(https://www.sana.sy/en/?p=164180, https://www.sana.sy/?p=936318)
Die syrische Delegation unter erfahrener Leitung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî traf dann mit der russischen zusammen, wobei es um die Koordination der Ansichten und Positionen im Hinblick auf die zur Diskussion stehenden Sachfragen ging. Dergleichen war zuvor schon mit der iranischen Delegation erfolgt. (https://www.sana.sy/en/?p=164180, https://www.sana.sy/?p=936318)

Dr. Šaʽbân in Peking mit Chinas Vize-Außenminister, 25.4.2019, Photo: SANA

Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân nahm am 25.4.2019 an der drei tägigen 2. Pekinger Konferenz Belt and Road Forum unter dem diesjährigen Titel: „Policies Consisten­cy” teil neben 37 Präsidenten und Ministerpräsidenten sowie 150 Ministern aus Ländern von allen Teilen der Welt.
Syrien war schon wichtiger Teil der antiken Seidenstraße und ist daher von Bedeutung bei deren Wiederbelebung, welche der chinesische Präsident Xi Jinping in 2013 proklamierte. Nach den Krigesjahren mit Bekämpfung der Terrorgruppen würde dieses Wirtschaftsprojekt den Aufschwung im Land wie der Region befördern. (https://www.sana.sy/?p=936355, https://www.sana.sy/?p=936355)
Am Rand der Konferenz kam Frau Dr. Šaʽbân mit dem chinesischen Vize-Außenminister Chen Xiaodong zu Gesprächen zusammen, in dem sie die wertebasierten und historisch-verbindenden Elemente beider Staaten und die auf Ausbau gerichteten derzeitigen Beziehungen erörterten. Der Gastgeber versicherte, die [unterstützende] Haltung seines Landes gegenüber Syrien habe sich nicht geändert, die Dr. Šaʽbân auch für die Vergangenheit entsprechend würdigte. Xiaodong sagte Chinas Hilfe auch beim Wiederaufbau zu und versicherte, die Regierung in Peking ermuntere zu Investments in Syrien. (https://www.sana.sy/?p=936606, https://www.sana.sy/en/?p=164222)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.4.2019 informieren:
https://www.sana.sy/?p=935949 und https://www.sana.sy/en/?p=164158 (Mit gezieltem Beschuß ging die Armee gegen Ansammlungen von Ğab­hatu_n-Nuṣra und deren Stellungen samt Raketenwerfern im Bereich von Qalʽat al-Maîq, Tal Hawâš, Šahranâz und al-Ḥuwaiz im NW-Rîf von Ḥamâ vor und zerstörte sie, wobei viele der Terroristen getötet bzw. verletzt wurden.
Im SO-Rîf von Idlib eliminierten Armee-Einheiten Ğabhatu_n-NuṣraKonzentrationen samt deren militärischem Equipment in den Dörfern Ḫân as-Subul, al-Ḫuwain, al-Buraiṣa, Umm al-Ḫalâḫîl und al-Mušairifa.)

UNMAS Warnung vor Minen, Abbildung: FB5-UNMAS-website bzw. SANA

Terroranschläge vom 24.4.2019:
Die unmittelbare im Umfeld von Qalʽat al-Maîq mit Fortifizierungen in Stellung gegangenen Terrorgruppen beschossen die nördlichen Stadtteile von as-Suqailbiyya im NW-Rîf von Ḥamâ mit zehn Raketen, wodurch Schäden an Wohnhäusern, der Elektrizitätsversorgung und die Kanalisation entstanden. – Die Armee reagierte umgehend mit konzentrierten Schlägen gegen die Abschußpositionen, zerstörte dort die entsprechenden Vorrichtungen und fügte den Extremisten heftige Verluste zu. (https://www.sana.sy/en/?p=164155, https://www.sana.sy/?p=935893)
Als ein Fahrzeug auf der Straße zwischen den Städten Ḫirbat Ġazâla und al-Ġâriyya aš-Šarqiyya im Ost-Rîf von Darʽâ eine früher von Terroristen mit einer Sprengfalle versehene Stelle passierten, starben bei der Detonation zwei mitfahrende Kinder, während der Vater und ein weiteres Kind verletzt wurden. (https://www.sana.sy/?p=936165) – Zu den Gründen der Auslegung von Tretminen durch Terroristen gerade auch im landwirtschaftlichen Gebiet vgl.u. und s. Aussage von Präsident Dr.al-Assad dazu vom 15.11.2018.

Erneut gab es Massendemonstrationen von Bürgern gegen das Verhalten und die Machenschaften der sog. Qasad-Milizen (d.i.: SDF) unter Protektion der US-Besat­zungstruppen. Dieses Mal kamen die Bewohner von Muḥaimîda, al-Ḥuṣân, Safîra Taḥtânî, Safîra Fauqânî, al-Wasîʽa, al-Muwâiliḥ, al-Ḥaṣîn und Ġarîba im NW-Rîf von Dair az-Zaur hierfür zusammen. Die Qasad-Milizen führten nicht zur Sicherung der Region, sondern störten sie vielmehr, vertrieben Ansässige, entführten und ermordeten Bewohner und rissen die Ölvorkommen an sich. Aus Protest sperrten die Bewohner die Verbindungsstraße zwischen Dair az-Zaur und ar-Raqqa durch in Brand gesetzte, aufeinander geschichtete Reifen. (https://www.sana.sy/?p=936149 vom 24.4.2019)

Munḏir Munḏir, Acting charge d’affaires beim UNSC am 24.4.2019, Photo: SANA

In New York vertrat als Acting charge d’affaires Munḏir Munḏir von der permanenten syrischen Mission bei den UN den bereits nach Nûr Sulṭân (früher: Astana) abgereisten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in der UNSC-Sitzung vom 24.4.2019 zur humanitären Situation in Syrien. Hierbei machte Munḏir nochmals anschaulich die wirklichen Ursachen geltend wie die von den Terroristen, die immer noch von gewissen bekannten Regierungen ihre Unterstützung erhielten, wie auch der US-geführten Koalition angerichteten Schäden und Verbrechen und die einseitigen – und damit illegalen (dazu s.u. und in Teil III, Teil IV) – Sanktionen gegen Syrien. Dagegen stelle die Regierung alles ihr unter diesen Umständen Mögliche an humanitärer Hilfe zur Linderung der Verhältnisse in bewährt guter Zusammenarbeit mit den UN-Behörden und internationalen Organisationen gemäß der Resolution 182/46 bereit. Desgleichen leiste die Regierung bei der Erleichterung der Rückführung der syrischen Flüchtlinge, wobei jedoch z.B. hinsichtlich des in einer katastrophalen Lage befindlichen Camps ar-Rukbân die dennoch eine ordentliche Evakuierung verhindernden US-Militärs (vgl.u.) nicht vergessen werden dürften, welche die Bannzone ihrer völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten Militärbasis auf dieses Lager ausgedehnt hätten.
Wirklich hilfreiche Maßnahmen seien demnach die Beendigung der Terroristenunterstützung, die umgehende bedingungslose Aufhebung der illegalen Sanktionen mit ihren so verheerenden Auswirkungen gerade auf die Bevölkerung, mit Beendigung der ständigen Politisierung des Themas und dessen Ausnutzung für ganz andere Ziele, welche die Syrien feindlich gesinnten Regierungen zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen in der Region ausnutzten, die Beendigung der Massen an Schäden und Toten, Verletzten und Vertriebenen verursachenden Angriffe der sog. US-geführten Koalition, und statt dessen Unterstützung der Regierung in Damaskus bei ihrer Bekämpfung der Terroristen – insbesondere der verbliebenen Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten-Konzentration mit ihren ständigen Angriffen auf die Bevölkerung, der Rückführung der Flüchtlinge. Doch an Stelle dessen stellte Munḏir fest:Some of the Security Council’s member states are still practicing hypocrisy towards the Syrian people as they don’t want to put an end to the crisis in Syria, but they want to continue to support terrorists and to impose economic embargo on the Syrian people.”
Näheres s. direkt im Artikel: https://www.sana.sy/?p=936256, https://www.sana.sy/en/?p=164183, bzw. in früheren Darlegungen desselben Sachverhalts vor den UN (dazu vgl.u.)!

MCIS 2019, Lawrow-Rede, Photo: SANA

Zu Beginn MCIS (Moscow Conference on International Security) am Mi., 24.4.2019, sprach Verteidigungsminister Sergei Schoigu die Problematik um das Flüchtlingslager ar-Rukbân (dazu s.u.!) innerhalb der Bannzone um die völkerrechtswidrig errichtete US-Militärbasis at-Tanaf an der Grenze zu Jordanien an und erklärte: „We have repeatedly asked Washington to evacuate and dismantle al-Rukban Camp, but it rejects that. … The sources of financing terrorists should be dried up to prevent the spread of terrorists.”
Außenminister Sergei Lawrow verwies darauf, daß die USA wie die EU in Verletzung des Völkerrechts [s.a. UN-Charta!] immer mehr die Politik des Sicheinmischens in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten praktizierten. Die beiden Genannten versuchten damit, daß Völkerrecht nach ihrem Gusto zu verbiegen und sorgten damit für Spannungen auf internationaler Ebene. Dabei verhängten die USA [einseitige*] Sanktionen gegen Regierungen, die sich diesem Vorgehen widersetzten, das allein auf die Durchsetzung der Ziele und Interessen der Genannten zu Lasten der anderen Staaten gerichtet sei.
Zudem sei der internationale Terrorismus auf Expansionskurs, weshalb eine Front unter internationalem Schirm geformt werden müsse, um diesem zu begegnen.(https://www.sana.sy/en/?p=164115, https://www.sana.sy/?p=935574) – Letzteres ist die Forderung Rußlands seit vielen Jahre (vgl.u.).
*Einseitige, also nicht von der UNO beschlossene Sanktionen sind rechtswidrig. Siehe dazu auch: UN-Generalversammlung gegen einseitige Sanktionen (mit Zitierung der UNGA-Präsidentin María Fernanda Espinosa vom 23.4.2019)

MCIS 2019, offizielles Logo

Die diesjährige Moscow Conference on International Security (MCIS) beschäftigt sich wesentlich mit der regionalen und internationalen Stabilität, der notwendigen Zusammenarbeit vor allem auch in Asien, Afrika und Latein-Amerika mit dem Ziel der Friedensbeibehaltung sowie mit dem Wiederaufbau in Syrien und dem Irak, wie auch der Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums zu entnehmen war, die festhielt: „This year’s edition of the conference will be mainly devoted to discussing issues related to the international and regional stability, and the reconstruction in Syria and Iraq, in addition to issues related to peacekeeping and the military cooperation.” … Moreover, the conference will focus on the expansion of security cooperation in Asia, Africa and Latin America.” Die Teilnehmerzahl 2019 gehe über 1.000 hinaus und setzte sich aus Verteidigungsministern, deren Stellvertretern oder anderen Vertretern von Verteidigungsministerien und Militärexperten aus 111 Ländern, dazu Delegierten von internationalen Organisationen und NGOs zusammen. Nochmals wurde darauf hingewiesen , daß die dreitägige Konferenz sich mit den jüngsten Entwicklungen in Nahost und Maßnahmen zur Wahrung von Frieden und Sicherheit in der Welt beschäftige. (https://www.sana.sy/en/?p=164093, https://www.sana.sy/?p=935279) – Auch Syrien ist auf der MCIS 2019 vertreten!

Imkerei-Wiederbelebung in Ḥomṣ, Photo: SANA

Die Imkerei wird dagegen in Ḥomṣ wiederbelebt. Dazu wurden 1500 Bienenstöcke verteilt. (https://www.sana.sy/?p=935860)

In der Provinz Darʽâ nimmt die Baustoffindustrie wieder Fahrt auf, etliche Baustoffproduktionsstätten sind erneut in Betrieb. (https://www.sana.sy/?p=935783)

Über den Grenzübergang Naṣîb in der südlichen Provinz Darʽâ kam am 24.4.2019 eine neue Gruppe syrischer Flüchtlinge aus den jordanischen Flüchtlingslagern in die Heimat zurück. Tum weiteren Vorgehen s.u.! (https://www.sana.sy/?p=935726)

SAA – Geschütz, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=164076 und https://www.sana.sy/?p=935352 (Mit Raketen- und Artilleriebeschuß bestrich die Armee Infiltrationsachsen und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Bereich der Orte Ğarğanâz, Ḫân Šaiḫûn, Taḥtâyâ und Abû Ḥaba im S-Rîf von Idlib und zerstörte dabei deren Stellungen samt Fahrzeugen und tötete bzw. verwundete viele der Terroristen. – Die Aktionen erfolgten jeweils in Reaktion auf Verstöße der Extremisten gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib.)

Terroranschlag vom 23.4.2019:
Opfer eines Autobombenanschlags wurden auf der Autobahn südlich um Damaskus einige Bürger. Nach Detonation des am Wagen angebrachten Spengstoffs starb der Fahrer, weitere fünf Personen wurden verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=164119, https://www.sana.sy/?p=935593)

Türkei trennt per Mauer das von ihr besetzte syrische Gebiet von ‚Afrîn vom restlichen syrischen Territorium ab, Photo: SANA

Nach Invasion des Gebiets um durch türkisches Militär im Frühjahr 2018 und folgender Okkupation desselben (s. Teil VI), haben türkische Regimetruppen in einem neuen Verstoß gegen das Völkerrecht begonnen, nahe der Stadt ʽAfrîn im N-Rîf von Aleppo eine Beton­mauer zu errichten, welche das Gebiet von ʽAfrîn vom Rest der aleppiner Provinz und damit vom syrischen Territorium abtrennt. Sie bildet damit einen Teil der Mauer, welche die Türkei an der Grenze zu Syrien auf syrischem Gebiet (!) bauen ließ und hierzu die dort ansässige Bevölkerung von ihrem Land vertreiben, Häuser abreißen, Olivenplantagen und Waldstücke abholzen ließ und beschlagnahmte (dazu vgl.u.!).
Den lokalen Quellen nach war zu erfahren: „Die türkischen Besatzungstruppen haben in den letzten Wochen im Dorf Ğalabal umfangreiche Zer­störungen von Häusern und zivilen Grundstücken durch Bulldozer vorgenommen, um den Bau einer abtrennenden Betonmauer von den Dörfern Maryamîn im Norden bis Kîmâr im Süden und Ğalabal im SW der Stadt ʽAfrîn im Nord-Rîf von Aleppo fertigzustellen.“ (https://www.sana.sy/?p=935315 vom 23.4.2019)

Bulgarische Handesldelegation in Damaskus, Photo: SANA

Nach Eintreffen der bulgarischen Handelsdelegation besprachen der Vorsitzende des gastgebenden Parts, Muḥam­mad Ġasân al-Qalâʽ, und seine Gäste am 23.4.2019 im Rahmen der Tätigkeit der bulgarisch-syrischen Handelskammer Möglichkeiten zur Aktivierung der beiderseitigen Wirtschaftskooperation. Dabei ermunterte al-Qalâʽ die Bulgaren, sich an der Damas­cus International Fair zu beteiligen. Die bulgarische Seite sah in der Einrichtung eines Business Councils vielversprechende Entwicklungs- und Austauschmöglichkeiten. (https://www.sana.sy/en/?p=164087, https://www.sana.sy/?p=935119)

*Lokalen Quellen aus dem Raum Idlib war am 23.4.2019 nach deren Beobachtungen erneut zu entnehmen, die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra gehe zusammen mit ihren Verbündeten, den White Helmets [zur Einordnung s.u. und bes. Teil V], wieder daran, einen false flagChemieangriff zu inszenieren, um ihn der SAA bzw. der Regierung in Damaskus anzulasten und damit einen erneuten westlichen Militärschlag gegen Syrien zu rechtfertigen, und zwar im Raum Idlib bzw. Ḥamâ. Zu diesem Zweck hätten beide Teilgruppen die Stadt Ğarğanâz evakuiert, der vermeintliche oder – zur besseren „Überzeugung“ in Teilen vielleicht sogar echte – Angriff mittels C-Waffen finde unter Verwendung von Chlorgas statt. Als „Opfer“ hätten die Terroristen Kinder ausersehen, welche sie in den letzten beiden Jahren gekidnappt hätten. (https://www.sana.sy/?p=935029, https://www.sana.sy/en/?p=164066)

Feierliche Wiedereröffnung der nach Terroranschlägen stark zerstörten, nun wiederhergestellten Marien-Kathedrale in Aleppo, Photo: SANA

Mit einer feierlichen Messe wurde am 23.4.2019 die Wieder-Eröffnung der nach den massiven Schäden infolge Terroranschlägen wiederhergestellte römisch-katholische Marien-Kathedrale in der Altstadt von Aleppo begangen. An ihr nahmen auch die Oberhäupter einer Reihe weiterer christlicher Konfessionen teil, wie z.B. Patriarch Yûsuf al-ʽAbsî. Besonderer Gast des „Hausherrn“, Bischof Yûḥanâ Ğunbart, war der päpstliche Nuntius in Damaskus, Kardinal Mario Zinare, der Glück­­wünsche zur Wiedereröffnung aus dem Vatikan überbrachte e und seine Wertschätzung für die hierzu unternommenen Anstrengungen ausdrückte.
Ein Glückwunschschreiben steuerte auch der Präsident der Kongregation für die Ost-Kir­chen, Kardi­nal Leonardo Sandri, bei.
Die Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten an der Kirche leitete als Supervisor Ing. Nağrân Ṭaḥânîs. Dabei mußte auch die große Kuppel neu erstellt werden, da durch Terroranschläge die gesamte Decke eingestürzt war.
Wiedereröffnet wurde zudem das Dâr-Bâsîl-Institut für Tourismus und Wissenschaft nach seiner Wiederherstellung in Gegenwart von Gouverneur, Ḥussain Diyâb, und dem Sekretär des aleppiner Zweigs der Baʽṯ-Partei, Fâḍil Nağâr. (https://www.sana.sy/?p=935334)

Grundsatzerklärung (MoU) zwischen Leipziger Krankenhaus und Ärzte-Vereinigung in Homs, Photo: SANA

Der Leiter des Leipziger Krankenhauses für Plastische, Rekonstruktive und Laserchirurgie (BRD), Dr. Ziad aš-Šuraiqî, unterzeichneteam 23.4.2019 in Ḥomṣ eine Grundsatzerklärung (MoU) mit Dr. Bašâr al-Muṣṭafâ vom Ärzteverband (Medical Syndicate) der Provinzhauptstadt, die der Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Zusam¬menarbeit zwischen beiden Seiten dienen sol. Bereits würden eine Reihe von Ärzten nach Leipzig geschickt, um an prakti¬schen Schulungsworkshops teilzunehmen. Zusätzlich sollen gemeinsam geforscht, technische Anwendungen erprobt, Ärzte ausgetauscht und die Teilnahme an Konferenzen ermöglicht werden. (https://www.sana.sy/?p=934954) – Nach den beiden Weltkriegen entwickelten v.a. auch deutsche Ärzte Verfahren, um Betroffene in den Stand zu versetzen, mit schweren Verletzungen – auch im Gesicht – und dem Verlust von Gliedmaßen besser zurecht zu kommen und wurden zu Vorreitern der plastischen Chirurgie.

Drei Messen gleichzeitig in Damaskus im Frühjahr 2019, Photo: SANA

Am Di., 23.4.2019, beginnt die Dreifach-Ausstellung Syria’s Specialized Exhibitions in construction, industry, electricity and renewable energy auf dem Messegelände von Damaskus. Bis zum 27.4.2019 können dort die Syrian International Exhibition for Building, Construction and Infrastructures unter dem Titel MEBuild SHOW, veranstaltet zusammen mit dem Ministerium für Öffentliche Arbeit und Wohnen, die Syrian International Exhibition for Machines, Industrial equipment and raw material industrial electricity, automation and energy unter dem Titel SINEX, organisiert in Kooperation mit dem Industrieministerium, und die Syrian International Exhibition for Electron Mechanic unter dem Titel SYRIA MEP, veranstaltet im Zusammenwirken mit dem Elektrizitätsministerium besucht werden. Den Veranstaltern gemäß soll diese Plattform dazu beitragen, international Erfahrungen auszutauschen, Informationen über die neuesten globalen Bautechniken und modernen Technologien im Bereich Bau und erneuerbare Energien zu vermitteln, die Produkte von Unternehmen zu bewerben und zu vermarkten sowie Handelsgeschäfte abzuschließen.
Unter den Teilnehmerländer sind der Iran, der Libanon, Ägypten, der Oman, Jordanien, Indien, China, Italien, Ungarn, Kuwait und die VAE. (https://www.sana.sy/en/?p=163907)

Den Kampfmittelräumdiensten fiel in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden am 23.4.2019 im Rîf al-Qunaiṭra erneut ein früher von den Terroristen zurückgelassenes umfangreiches Waffen- und Munitionsdepot in die Hände. Konfisziert wurden daraus Maschinengewehre vom Kaliber 37mm, 23mm und 14,5 mm, Munition für Panzerfäuste u.a., ein westlicher Minen- und Sprengstoffdetektor, Ferngläser, Satelli­tenkommunikationsgeräte, ein Sa­telliteninternettransmitter westlicher Fertigung, medizinische Ausrüstung, Medikamente aus Jordanien, Saudi-Arabien und Kuwait sowie etliche gestohlene Fahrzeuge, die bei den Angriffen eingesetzt wurden. (https://www.sana.sy/?p=934933, https://www.sana.sy/en/?p=164047)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=934526 und https://www.sana.sy/?p=934526 (Zur Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen richtete die Armee gezielte Artillerie- und Raketenschläge gegen deren Ansammlungen im Außenbereich von at-Tamâniʽa wie den Dörfern Tarʽî und Umm Ğalâl im Gebiet von Maʽ­rat an-Nuʽmân im S-Rîf von Idlib. Im N-Rîf von Ḥamâ führte der intensive Artilleriebeschuß auf die Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen in den Dörfern al-Manṣûra, Tal Wâsiṭ und Ḫirbat an-Nâqûs zur Zerstörung von deren Fortifikationen und versteckten Munitionsdepots wie zu schweren Mannschaftsverlusten.)

Arbeitsschutz-Kongreß, Photo: SANA

Anläßlich des Internationalen Tages für Arbeitssicherheit fand in Damaskus am ein Kongreß 22.4.2019 rund um dieses Thema statt. Dabei ging es darum, Unternehmen zu helfen, die durch die Art der Arbeit bedingten Risiken zu reduzieren, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und Arbeitsschutzkonzepte bei öffent­lichen und privaten Arbeiten zu etablieren. In Zusammenarbeit mit allen betroffenen Ministerien solle die Ausbildung und das Bewußtsein der Arbeitnehmer im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz weiter verbessert werden. Verschiedene Umsetzungen und Anwendungen wurden vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht. (https://www.sana.sy/?p=934586)

In Sachen nachhaltiger Ent­wicklung nimmt am 22.4.2019 eine parlamentarische Delegation im russischen Naryan Mar an der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung teil. (https://www.sana.sy/?p=934695)

Telefonat Ẓarîf – Lawrow, Photo: SANA

Im Vorfeld der am 25.4.2019 beginnenden zweitägigen Astana-Konferenz stimmten sich Rußlands Außenminister Lawrow und sein iranischer Amtskollege Ẓarîf am 22.4.2019 nochmals telefonisch ab. (https://www.sana.sy/en/?p=164000, https://www.sana.sy/?p=934735) – Beide Seiten hatten bislang für die politische Lösung der Syrien Krise in enger Zusammenarbeit mit der Regierung in Damaskus schon viel erreicht (vgl.u.).

Das Syrian and Russian coordination committees for returning dis­placed Syrians informierte am 22.4.2019 darüber, daß seit dem 23. März trotz der Verhinderungsmaßnahmen des US-Militärs und der ihnen unterstehenden Milizen vom völkerrechtswidrig errichteten Stützpunkt at-Tanaf (dazu vgl.u.) 4345 Flüchtlinge aus dem Lager ar-Rukbân hätten evakuiert werden können. Zu den Regierungsvorbereitungen hierfür wie den Schwierigkeiten s.u.! An das US-Militär erfolgte ein neuer Aufruf, die Evakuierungsmaßnahmen nicht weiter zu behindern, sondern zuzulassen, um den elenden Zuständen in diesem Lager abzuhelfen und die Insassen in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, da dazu von syrisch-russischer Seite alles in die Wege geleitet sei. (https://www.sana.sy/en/?p=163993, https://www.sana.sy/?p=934656)

Landesweite Impfkampagne, Frühjahr 2019, Photo: SANA

Wie vor Tagen angekündigt, läßt das Gesundheitsministerium ab dem 22. bis zum 30.4.2019 eine landesweite Impfkampagne mit elf Vakzinen gemäß dem National Vaccine Program und parallel zur World Immunization Week durchführen. Sie betrifft Kinder unter fünf Jahren bzw. auch ältere Kinder, die bislang die entsprechenden Impfungen [da unter Terroristenherrschaft lebend] nicht erhalten konnten. Geimpft wird in den ständigen und zusätzlich vorübergehend eingerichteten Gesundheitszentren. (https://www.sana.sy/en/?p=163915, https://www.sana.sy/?p=934356)

Eine neue Gruppe Flüchtlinge konnte am 22.4.2019 über den in der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) eingerichteten Ğalîġam-Korridor das vom US-Militär und diesen ergebenen Militanten eingeschlossene Lager ar-Rukbân verlassen. An der Abholstelle am Korridor kümmern sich medizinische Teams und Mitarbeiter des SARC um die Ankömmlinge, die auch Wasser und Lebensmittel erhalten und schließlich mit bereitgestellten Transportmitteln in Übergangswohnstätten befördert werden. (https://www.sana.sy/en/?p=163973, https://www.sana.sy/?p=934453)

Vietnamesischer Botschafter stellt sich vor, Photo: SANA

Der vietnamesische Botschafter im Iran, Nguyen Manh Hien, hat sich am 22.4.2019 Außenminister Walîd al-Muʽallim vorgestellt und seine Urkunden überreicht. Er wird damit nicht im Land residierender Botschafter auch für Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=163964, https://www.sana.sy/?p=934420)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163817 und https://www.sana.sy/?p=933841 (Auf die kontinuierlichen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die dort aktiven Terrorgruppen reagierte die Armee mit gezielten Artillerieschlägen gegen Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Dörfern Šahranâz, Šûrlîn, al-Karakât und aṣṢahriyya beim Berg Šaḥšabû im NW-Rîf von Ḥamâ; dabei wurden viele der Extremisten getötet bzw. verletzt – die meisten davon stammten aus dem Ausland – und deren Unterschlupfe samt militärischer Ausrüstung zerstört.)

Osterfeiern christlicher Konfessionen in Syrien, 21.4.2019, Photo: SANA

Die christlichen Konfessionen, welche die Liturgie nach gregorianischem Kalender ausrichten, begehen in Syrien am 21.4.2019 feierlich in den – teils wiederaufgebauten (!) – Kirchen das Osterfest; darunter befinden sich z.B. die protestantischen und armenisch-katholischen Gemeinden. In Aleppo fällt die Feier mit dem des 2. Jahrestags der Befreiung der Stadt vom Terrorismus (nahezu) zusammen. (https://www.sana.sy/en/?p=163783, https://www.sana.sy/?p=933570) – Eine Photostrecke ergänzt den Bericht. (https://www.sana.sy/en/?p=163838)

Im Auftrag und Namen von Präsident Dr. al-Assad besuchte dessen Minister für präsidiale Angelegenheiten, Manṣûr ʽAzâm, die Oberhäupter der einzelnen [derzeit feiernden] christlichen Konfessionen an deren Amtssitz und überbrachte ihnen zum Osterfest die besten Glückwünsche. Dies wird ebenfalls mit einer Photostrecke illustriert. Adressaten waren demnach: Patriarch Yûsuf ʽAbsî von der melkitisch-griechisch-katholischen Kirche, Erzbischof Ilyâs Ṭabî von der römisch-katholi­schen Kirche, den armenisch-orthodoxen Erzbischof Armâš Nâlbandiyân von Damaskus, den armenisch-katholischen Erzbischof Yûsuf Arma´ûṭî je in der Kirche St. Sarkîs, Pastor der Buṭrus Zâʽûr von der evangelischen Nationalkirche, Erzbischof Samîr Naṣâr und Pater Bahğat Qarqaš vom Lateinischen Kloster sowie Pater Malik Malûs von der chaldäischen Kirche. (https://www.sana.sy/en/?p=163825, https://www.sana.sy/?p=934290)

Sogar Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid, suchte mit einer Reihe islamischer Theologen die melkitisch-griechisch-katholische Kathedrale Unserer Lieben Frau an-Nayâḥ im damaszener Stadtteil az-Zaitûn auf, um Glückwünsche zum Osterfest zu überbringen. Beim Treffen mit Patriarch Yûsuf al-ʽAbsî mit äußerte Dr. as-Sayyid: „Heute treffen wir uns auf das herrliche Ostern unter einer Überschrift. Syrien ist für alle und jeden. Der Glaube an Gott [allâh*] bringt uns zusammen, anstatt uns zu scheiden, dies gilt für Syrien durch seine Geschichte hindurch.“ Patriarch al-ʽAbsî bekräftigte seinerseits, Syrien sei in seiner langen Geschichte eine Familie gewesen, und ergänzte: „Unser Fest ist nicht voll­vommen ohne die Gegenwart unserer muslimischen Brüder. Ostern ist ein Fest für alle … Wir sind im­mer stolz darauf und freuen uns darüber.“(https://www.sana.sy/?p=934290) – Zum reformiert gelebten Islam in Syrien vgl.u.!
Den Ausdruck *„Allâh“ benutzen auch Christen mit arabischer Muttersprache für „Gott“. Wenn auf konfessionelle Unterschiede zwischen Christentum, Islam oder Judentum abgehoben wird, wird Allâh mit einem Zusatz wie z.B. „der dreieinige“ benutzt.

In Damaskus empfing Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd am 21.4.2019 den Vorsitzenden der iranisch-palästinensischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe, Amîr Ḫuğastah (Amir Khojasteh). Einig war man sich über die positiven Auswirkung der syrisch-iranischen Beziehungen – gerade auch auf parlamentarischer Ebene – für die Region und insbesondere für Palästinenser hinsichtlich der Geltendmachung ihrer Rechte um einen eigenen unabhängigen Staat mit al-Quds als Hauptstadt (hierzu vgl.u.!).
Beide Seiten verurteilten die kürzlichen Entscheidungen der US-Administration im Bezug auf den Iran – die Setzung der Revolutionsgarde auf die US-Terrorliste – wie im Hinblick auf den syrischen, israelisch besetzten Golan (s.u.). Ḫuğastah gratulierte zudem zu den Erfolgen der SAA bei der Terrorismusbekämpfung. (https://www.sana.sy/en/?p=163835, https://www.sana.sy/?p=934045)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163723 und https://www.sana.sy/?p=933361 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Übergriffe seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten reagierte die Armee mit konzentrierten Schlägen gegen deren Ansammlungen und Bewegungen in aš-Šaʽra und aṣ-Ṣayâdî im SO-Rîf von Idlib mit Zerstörung einer Anzahl von deren Unterschlupfen.)

Zu den einzelnen Treffen von Parlamentspräsident Ḥamûda aṣ-Ṣabâġ, die er am Rand der Konferenz in Bagdad vom 20.4.2019 mit weiteren Teilnehmern geführt hat, wie seine Rede auf der Konferenz s. Irak!

Der Berater des libanesischen Präsidenten in russischen Angelegenheiten, Amal Abû Zaid, machte in einer Presseerklärung vom 20.4.2019 bekannt, der Libanon werde als Beobachter an der nächsten Astana-Konferenz (vgl.u.) teilnehmen, und konstatierte: „Die politische Lösung der Krise in Syrien befindet sich im fort­geschrittenen Stadium.“
Außerdem verwies er auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Nachbarländern bei der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat, die beschleunigt werden solle. (https://www.sana.sy/?p=933545)

Wie schon angekündigt (s.u.) traf Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, Minister für Wirtschaft und Außenhandel mit Gesandtschaft am Rande der 5. Wirtschaftskonferenz in Jalta am 20.4.2019 auch mit dem Präsidenten der Krim, Sergei Aksjonow, zusammen. Letzterer teilte seinen Gästen mit, zur Umsetzung der beidseitigen Vereinbarungen seien in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen Aktionsgruppen gebildet worden; ein gemeinsam betriebenes Handelshaus sei bereits eingetragen worden; nächster Schritt sei demnach die Gründung der Reederei (vgl.u.).
Im Sommer und Herbst könnten syrische Studenten auf die Krim kommen, die hiesigen Universitäten und Institute richteten sich gerade darauf ein. Auch Kinder und Verletzte könnten hier erholsame Zeit verbringen, stellte Aksjonow in Aussicht.
Einer gemeinsamen abschließenden Presseerklärung war zu entnehmen, wie früher schon vereinbart, werde die Kooperation im Handel und Wirtschaftsbereich verstärkt und dazu ein Zahlungsmechanismus geschaffen, was auch den beiden Staaten auferlegten illegalen, da unilateralen Sanktionen zu begegnen helfe. Zu gemeinsamen Interessensgebieten würden von beiden Seiten Expertenrunden gebildet. Die ins Auge gefaßte gemeinsam betriebene Reederei werde den direkten Warentransport erleichtern. Dazu würde eine Vereinbarung zwischen den Betreibern der Krim-Häfen und dem von al-Lâḏaqiyya getroffen werden.
Der gegenseitige Austausch solle sich auch auf den Wissenschaftsbereich und den der Hochschulbildung erstrecken; die kulturellen Bande würden durch Kulturveranstaltungen in beiden Ländern schon ab diesem Jahr verstärkt.
Auch auf dem Gebiet des Tourismus würden Krim-Fachleute nach erfolgversprechenden Möglichkeiten der Kooperation Ausschau halten.
Im Nachgang beurteilte Minister Dr. al-Ḫalîl die Gespräche mit der russischen Seite in Jalta als „constructive and beneficial to both sides.” und die Wirtschaftskonferenz als „an important experiment [which] achieved good achievements.” (https://www.sana.sy/en/?p=163737)
Vize-Ministerpräsident Georgi Muradow, zugleich Ständiger Vertreter der Republik beim russischen Ratsvorsitz, ergänzte einem SANA-Korrespondenten gegenüber in Moskau noch, die stattgehabten Gespräche seien „wichtig, nützlich und konstruktiv“ gewesen und seien in einer Atmosphäre echter Freundschaft und Freundlichkeit“ geführt worden. Die Zusammenarbeit solle sich auch auf humanitäre Projekte und archäologische Ausgrabungen erstrecken. (https://www.sana.sy/?p=933579, https://www.sana.sy/en/?p=163795)

In einer Rede anläßlich der Eröffnung einer Photo-Ausstellung unterstrich auch der libanesische Außenminister Ḥassan Murâd am 20.4.2019 die besonderen Bezie­hun­gen zu Sy­rien, die gestärkt werden sollten. Die libanesische Wirtschaft könne durch die Öffnung einer Passage druch das syrische Territorium und damit den direkten Zugang zu arabischen Märkte nur profitieren. (https://www.sana.sy/?p=933733, https://www.sana.sy/?p=933733)

Präsident Dr. al-Assad empfing am 20.4.2019 noch Juri Borisow, den russischen Vorsitzenden des gemeinsamen syrisch-russischen Ausschusses für Handel, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologiekooperation und erörtert mit ihm die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Licht der unterzeichneten bilateralen Abkommen wie noch im Weg stehende Probleme bei der Umsetzung, seien sie verwaltungstechnischer Art oder den gegen beide Länder völkerrechtswidrig verhängten Sanktionen [zur Einstufung s. Teil III, Teil IV] geschuldet.
Borisow versicherte, Rußland werde Syrien auch weiterhin bei der Terrorismusbekämpfung wie im Wiederaufbau unterstützen; diese Position sei fest und unumstößlich.
Zusammen mit Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim ging Borisow in Begleitung seiner Delegation die Möglichkeiten der Kooperationsstärkung in allen, besonders aber dem wirtschaftlichen Bereich durch. Diese solle das Niveau und die Qualität der politischen und militärischen Beziehung beider Länder zueinander erreichen bis zur Verwirklichung einer strategischen Partnerschaft, die den Bewohnern beider Länder dienlich sei. (https://www.sana.sy/?p=933364, https://www.sana.sy/en/?p=163726)

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abb.: SANA

Ein Armeesprecher erklärte am 20.4.2019 Meldungen über angebliche Kämpfe zwischen russischen und iranischen Truppen in Dair az-Zaur und Aleppo, welche eine Reihe von Websites und Printmedien verbreitet hatten, für unwahr und ohne jegliche Faktenbasis. In der Verlautbarung hieß es dazu: „General Command of the army and armed forces categorically refutes those reports circulated on the websites and newspapers and it asserts that the news are baseless and untrue.”
An die Massenmedien erging daher die Aufforderung, sich um Genauigkeit zu bemühen und Verantwortlichkeit bei der Verbreitung von Nachrichten zu zeigen und nicht einfach irgendwelche Meldungen über militärisches Geschehen zu übernehmen, es sei denn, sie stammten aus verifizierter militärischer Quelle. (https://www.sana.sy/en/?p=163714, https://www.sana.sy/?p=933304)

Ḥamûda aṣ-Ṣabâġ (re.) und ʽAlâ´ Barûğardî (li.) in Bagdad am 20.4.2019, Photo: SANA

Am Rand der Konferenz der Parlamente der Nachbarländer des Irak, welche am Sa., 20.4.2019, in Bagdad stattfindet, trafen Parlamentspräsident Ḥamûda aṣ-Ṣabâġ und das Mitglied des iranischen parlamentarischen Ausschusses für Außenpolitik und nationale Sicherheit, ʽAlâ´ Barûğardî (Alaeddin Boroujerdi), zusammen und besprachen die Vertiefung der bestehenden guten Beziehungen zwischen beiden Ländern wie eine fortgesetzte Koordinierung des Vorgehens insbesondere hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung.
In einer besonderen Stellungnahme verurteilte Barûğardî erneut US-Präsident Trumps Proklamation zum syrischen, israelische besetzten Golan und bezeichnete sie als „illegitimate” und ohne Bedeutung. [für die Fakten].
Zuvor hatten Ḥamûda aṣ-Ṣabâġ und der irakische Planungsminister Nûrî ad-Dulaimî eine Sitzung zum gegenwärtigen Stand der Beziehungen und deren Stärkung zum Nutzen beider brüderlich verbundenen Länder abgehalten. Der Austausch von Fachwissen und Investitionen würden den Wiederaufbau in beiden Staaten befördern, war man sich einig. Ad-Dulaimî erklärte: „Iraq is keen on developing the bilateral relations with brotherly Syria in all spheres for handling the challenges that are facing the region and in pursuit for reaching an economic integration.”(https://www.sana.sy/en/?p=163706, https://www.sana.sy/?p=933260)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163703 und https://www.sana.sy/?p=933175 (Nach sorgfältigen Aufklärungsvorgängen attackierte die Armee Verstecke und fortifizierte Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Artillerie- und Raketenbeschuß in Ğar­ğanâz, Talmanas, Taḥtâyâ und Umm Ğalâl im SO-Rîf von Idlib in Reaktion auf die terroristischen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone dieser Provinz. Die Ziele samt Fahrzeugen wurden zerstört und dem Feind personelle Verluste beigebracht.)

Präsident Dr. al-Assad hier mit dem russischen Vize-Ministerpräsident Borisow und begleitender Delegation, Photo: SANA

Eine hochrangige russische Delegation, geleitet vom speziellen Gesandten für Syrien, Alexander Lawrentiew und Vize-Außenminister Sergei Werschinin empfing Präsident Dr. al-Assad am 19.4.2019 in Damaskus, um gemeinsam die Agenda der kommenden Astana-Konferenz (vgl.u.) zu besprechen. Beide betonten die Bedeutung fortwährender Abstimmung zwischen den beiden Seiten in Bezug auf die anstehenden Sachthemen, um positive Resultate zu erzielen, welche den Hoffnungen der syrischen Bevölkerung entsprächen. Dazu gehöre die Beseitigung des Terrorismus und die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in allen Gebieten Syriens.
Dr. al-Assad stellte die Notwendigkeit heraus, beim kommenden Treffen die Beseitigung dessen ins Auge zu fassen, was die Umsetzung der zuvor getroffenen Vereinbarungen hinsichtlich der Lage in Idlib behindere. Hauptpunkt dabei war die Beseitigung der Terroristen, welche sich dort konzentrierten und fortgesetzt Bürger in den angrenzenden Gebieten attackierten.
Lawrentiew zeigte sich zuversichtlich, daß die nächste Astana-Konferenz mehr Erfolg zeitigen werde, ob es nun die Terrorismusbekämpfung, den politischen Prozeß, das die Verfassung diskutierende Komitee oder Informationen über den Aufenthalt von vermißten oder vertriebenen Personen betreffe, um der Beendigung des Kriegs im Land, der Rückführung der Flüchtlinge und dem Weideraufbau des von den Terroristen Zerstörten näher zu kommen.
Diskutiert wurden ferner Initiativen bzgl. Gefangenenaustauschs und des Schicksals Vermißten und die in diesem Rahmen unternommenen Anstrengungen. Man war sich einig, in dieser Hinsicht die Bemühungen noch zu verstärken.
Am Empfang nahmen außerdem der Chef des nationalen Sicherheitsbüros, Generalmajor ʽAlî Mamlûk, Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân und Rußlands Botschafter in Damaskus teil. (https://www.sana.sy/en/?p=163680)

Am Karfreitag, 19.4.2019, empfing Frankreichs Präsident Macron im Elyséepalast eine Abordnung der US-unterstützten SDF und gratulierte ihr zum von SDF-„Einsatz“ gegen die IS-Terrormiliz.
Keine positive Aufnahme fand diese Episode beim türkischen Staatschef Erdogan, der dazu äußerte: „Nach diesem Verhalten hat Frankreich kein Recht mehr, sich über eine einzige Terrororganisation, einen einzigen Terroristen oder einen einzigen Terroranschlag zu beschweren.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i46908)

2. Aleppo International Fair, Abbildung: SANA

Auf dem Areal von al-Ḥamadâniyya öffnet ab dem 20.4.2019 die 2. Ausgabe der Aleppo International Fair ihre Tore mit Teilnahme von Firmen aus dem arabischen und weiteren Ausland wie z.B. China, Indonesien, Venezuela, Süd-Afrika, den Philippi­nen, Serbien, Armenien, Palästina und dem Jemen. Die Messe ist eine weitere Gelegenheit der Darstellung von Syriens industrieller Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich. (https://www.sana.sy/?p=932988, https://www.sana.sy/en/?p=163688 vom 19.4.2019)

Am Rand der 5. Wirtschaftskonferenz in Jalta traf Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, Minister für Wirtschaft und Außenhandel, mit seiner begleitenden Delegation am 19.4.2019 mit Anatoli Bibilow, dem Präsidenten der GUS-Republik Süd-Ossetien (vgl.u.), und dessen Delegation zusammen und diskutierte mit ihm die bestehenden Handelsbeziehungen und deren Ausbau wie auch mit dem Außen- und Handelsminister von Abchasien (vgl.u.).
Ein weiteres Treffen wurde mit Repräsentanten der tschechischen Handelskammer und Geschäftsleuten anderer Länder abgehalten. Geplant ist eine Besprechung mit dem Präsidenten der Krim. (https://www.sana.sy/en/?p=163697)

Krim, Photo: globosapiens.net

Am zweiten Tag der Jalta-Konferenz (vgl.u.), dem 19.4.2019, gab Krim-Präsident Aksjonow gegenüber Sputnik News die Absicht bekannt, u.a. Exporte von der Krim nach Syrien aufzunehmen. Wie er sagte, „ist geplant, Weizen, Mineralölerzeugnisse, Energiewerkzeuge und Kertsch-Fabrikprodukte zu liefern und das Eisenbahnnetz in der Arabischen Republik Syrien wiederaufzubauen.“ Er ergänzte: „Die Ge­spräche bewegen sich in alle Richtungen.“ Eine Teillieferung sei bereits aus dem Inland zu den Häfen unterwegs, um von dort verschifft zu werden. Im Gegenzug würden „Zitrusfrüchte, Gemüse, Oliven und Olivenöl aus der Arabischen Republik Syrien nach Rußland exportiert werden.“ Auch der vereinbarte Aufbau der gemeinsamen Reederei (vgl.u.) begänne demnächst (https://www.sana.sy/?p=932840)

Angeführt vom Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalî, nahm eine syrische Delegation als eine von 89 Ländern an der 5. Internationalen Wirtschaftskonferenz in Jalta auf der Krim teil.
Deren Präsident, Sergei Aksjonow, gab in seiner Eröffnungsrede am 18.4.2019 einen kurzen Abriß der Erfolge der letzten fünf Jahre und wies darauf hin, daß der Termin der erwähnten, noch bis zum 20. April dauernden Konferenz mit dem 5. Jahrestag der Wiederangliederung der Krim an das Mutterland Rußland.
Während einer Sondersitzung über Möglichkeiten zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Krim, Rußland und arabischen Staaten, kam Dr. al-Ḫalîl auf die Wirtschaftslage in seinem Land und die dagegen verhängten westlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] zu sprechen, welche die enormen, durch die terroristischen Angriffe verschuldeten Verluste mit ihren negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung noch verstärkten. Es bedürfe daher wirtschaftlicher Maßnahmen, um letzteren gegenzusteuern, und den Wiederaufbau zu fördern. In diesem Zusammenhang wolle Syrien die wirtschaftlichen Beziehungen mit freundlichen Ländern stärken. Vielmehr sollten alle Länder, die unter US-Wirtschaftssanktionen betroffen seien, zusammenarbeiten, um diesen zu begegnen. Dann verwies er auf die guten Wirtschaftsbeziehungen zur Krim und Abchasien, die vertieft werden sollten. Außerdem hätten Treffen am Rande der Konferenz schon etliche positive Ergebnisse gezeitigt. (https://www.sana.sy/en/?p=163642, https://www.sana.sy/?p=932670)

Terroranschlag vom 18.4.2019:
In Fortführung der Sabotageakte an der öffentlichen Infrastruktur sprengten Terroristen die at-Tawîn-Brücke, 2km westlich von Qalʽat al-Maîq im NW-Rîf von Ḥamâ in die Luft, indem sie zuvor große Mengen hochexplosiven Materials am Bauwerk verteilt hatten. Der Übergang wurde völlig zerstört.
Es ist der 3. Sabotageakt dieser Art in der Region, nachdem am 14.9.2018 die Extremisten von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî die beiden Brücken aš-Šarîʽa und Bait arRa´s in ähnlicher Weise zerstört hatten.
Neben der Schädigung der staatlichen Infrastruktur an sich ist das Ziel dieser Aktionen, die Verbindung in der al-Ġâb-Ebene zu kappen. Damit gehen die Terroristen der Region – im Allgemeinen Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. Affiliierte – ganz ähnlich vor wie die US-geführte Koalition, die in den letzten beiden zwei Jahren gezielt alle Brücken über den Euphrat – meist in Luftangriffen – zerstörte, um zu verhindern, daß die SAA ihre Terrorismusbekämpfungsaktionen östlich des Flusses vorantreiben konnte, wo sich US-Truppen im an Öl- und Gasquellen reichen Gebiet aufhalten. (https://www.sana.sy/en/?p=163594, https://www.sana.sy/?p=932505)

Syrische Delegation unter Leitung von Frau Sanâ´ Abû Zaid bei der St. Petersburger Anti-Terrorismuskonferenz vom 18.4.2019, Photo: SANA

Unter Teilnahme einer syrischen Parlamentsdelegation fand am Do., 18.4.2019, in St. Petersburg die Konferenz zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus statt. Die jeweiligen Volksvertreter betonten die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur Beseitigung des Terrorismus und zur Eindämmung seiner Ausbreitung in der Welt zu vereinheitlichen. Hierzu erörterten die die Rolle interna­tionaler Organisationen bei der Bekämpfung des Terrorismus, Mechanismen zur Verhinderung des Einsatzes von Internet-Technologien zur Verbreitung extremistischer Ideologien sowie Wege zur Entwick­lung von Rechtsvorschriften bei der Jagd auf Terroristen und zur Beseitigung terroristischer Finanzierungstätigkeiten.
In einer Konferenzpause referierte Frau Sanâ´ Abû Zaid, Leiterin der syrischen Delegation, über den gegen Syrien in Szene gesetzten massiven Terrorismuskrieg und unterstrich ihrerseits die Bedeutung der erwähnten Konferenzthemen unter Verweis auf die illegale Nutzung moderner Technologien für terroristische Belange und die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur Bekämpfung des Terrorismus und der Rekrutierung ausländischer Terroristen zu verdoppeln.
Der Abgeordnete und Delegierte Dr. Ḥussain ʽAbbâs stellte heraus, die Einladung zur Teilnahme an Syrien an dieser Konferenz stelle eine internationale Anerkennung von Syriens Leistung in der Terrorismusbekämpfung dar, von der die gesamte Welt profitiere, und würdigte: „The con­ference formed a window through which the Syrian delegation managed to convey the con­cerns and sufferings of the Syrian people due to terrorism, its backers and financers.”
MP Dr. Ḫair ad-Dîn as-Sayyid, erinnerte beim Stichpunkt „internationaler Terrorismus” an die verheerende Deklaration von US-Präsident Trump zum syrischen, israelisch besetzten Golan (vgl.u.), unter die Verstrickung der US-Administration in denselben.
Organisatoren der Konferenz waren, die Inter-parliamentary Assembly of the Commonwealth of Inde­pendent States, die Organization for Security and Co-operation in Europe Parliamentary Assembly (OSCE), die Parliamentary Assembly of the Mediterranean, die Parliamentary Assembly of the Collective Security Treaty Organization, die Inter-Parliamentary Union (IPU) sowie die United Nations Office of Counter-Terrorism. (https://www.sana.sy/en/?p=163669, https://www.sana.sy/?p=932867)

Ḥasiyâ´-Industriezone, Photo: SANA

Gemäß einem Bericht des Industrieministeriums konnten im Jahr 2018 in den drei Industriezonen Ḥasiyâ´, aš-Šaiḫ Nağâr und ʽAdrâ 78 Firmen wieder in Produktion gehen. Für das Jahr 2019 wir ein Vielfaches erwartet. (https://www.sana.sy/?p=932093, https://www.sana.sy/en/?p=163597 vom 18.4.2019)

Terroranschlag vom 17.4.2019:
Die im Dorf Qalʽat al-Maîq im NW-Rîf von Ḥamâ in Stellung gegangenen Terroristen beschossen die Stadt as-Suqailibiyya wieder mit Granaten. (https://www.sana.sy/en/?p=163547, https://www.sana.sy/?p=931897) – Die im N-Rîf von Ḥamâ aktiven Terroristen gehören zu Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierten aus dem S-Rîf von Idlib.

Syrien feiert am 17.4.2019 seinen 73. Unabhängigkeitstag und damit den Abzug der französischen Mandats-/Kolonialmacht im Jahr 1946 [s.a. Teil V]. Hierzu versammeln sich in verschiedenen Städten die Einwohner zu Kundgebungen und Feiern (z.B. https://www.sana.sy/?p=931408, https://www.sana.sy/?p=931990). Dieser Sieg wird mit den aufeinanderfolgenden Errungenschaften der SAA im Kampf gegen die Terroristen im Land in Zusammenhang gesetzt in Nachfolge der Befreiungskämpfer von damals.
Auch auf dem Golan kamen in den Orten Mağdal aš-Šams und ʽAin at-Tîna die Menschen zusammen, um mit ihren Mitbürgern in der Heimat zusammen des wichtigen Umstands zu gedenken. Zudem be­kräftigten sie erneut ihr Engagement für ihre syrisch-arabische Identität in Protest gegen die israelische Besatzungsmacht. (https://www.sana.sy/en/?p=163544, https://www.sana.sy/?p=931905)
Eine zentrale Zeremonie fand unter der Schirmherrschaft von Präsident Dr. al-Assad in der neuen Verwaltungshauptstadt der an den israelisch besetzten syrischen Golan grenzenden Provinz al-Qunaiṭra, in al-Baʽṯ statt – auch, um diesseits der derzeitigen Demarkationslinie die Solidarität mit den Mitbürgern im besetzten Golangebiet zu demonstrieren.
Der stellvertretende Generalse­kretär der arabisch-sozialistischen al-Baʽṯ-Partei, Ing. Hilâl al-Hilâl, übermittelte in seiner Ansprache zunächst die Grüße und die Wertschätzung des Präsidenten an die Teilnehmer der Feier wie alle Bürger der Nation. Die Erinnerung an den Patriotismus und die Opferbereitschaft der Freiheitskämpfer sei nach den acht Kriegsjahren besonders präsent, eines Kriegs, der auf mehreren Ebenen gegen Syrien eingeleitet worden sei, auf der militärischen, terroristisch-guerillahaften, wirtschaftlichen, medialen, psychologischen, Abschottungs- und Boykott-Ebene, indem sich die nach Hegemonie strebenden Kräfte des Neokolonialismus und Zionismus zusammengefunden hätten. Doch Syrien werde jede Handbreit seines Bodens befreien, sei es in Idlib, von den Terroristen, auf dem Golan von den israelischen Besatzern und in anderen Landesteilen von den US– und türkischen Besatzungstruppen.
Schließlich würdigte er explizit die Leistung der Studenten, die sich zur Verteidigung der Heimat in den letzten acht Kriegsjahren nicht gescheut hätten, das Buch mit der Waffe zu tauschen und mit der SAA die Terroristen zu bekämpfen.
Dr. Bassâm Ibrâhîm, der Minister für Hochschulbildung, verwies auf die wichtigen weiteren Etappensiege seit der Befreiung von der französischen Kolonialherrschaft, die Rückgewinnung eines Teils der Provinz al-Qunaiṭra mit der [israelischerseits total zerstörten] ehemaligen Provinzhauptstadt auf dem Golan mit erneuter Flaggenhissung dort am 26.6.1974 sowie am 27. 7.2018 (s. Teil VI), nach Befreiung von den Terroristen.(https://www.sana.sy/?p=931988, https://www.sana.sy/en/?p=163549) – Die Stadt al-Baʽṯ ersetzte die durch die israelische Armee zerstörte frühere Provinz Hauptstadt al-Qunaiṭra; Näheres zu den Umständen s.u., 6.10.2018!

Begleitet werden die Feierlichkeiten zum 73. Jahrestag der Unabhängigkeit von der französischen Kolonialmacht vom Internationalen aš-Šâm-Pferde-Festivalvom 17. – 20.4.2019, dessen Eröffnungsveranstaltung bereits am 16.4.2019 stattfand. (https://www.sana.sy/en/?p=163539, https://www.sana.sy/?p=931785) Von besonderer Bedeutung dabei ist, daß als Gast Jean-Louis Gouraud mit einer Delegation teilnahm; er ist einerseits Schriftsteller und Pferdesport-Experte, andererseits aber Enkel des französischen Generals Henri Gouraud, der Anfang des 20. Jh. die französische Besetzung Syriens einleitete, welche durch etliche Grausamkeiten – u.a. durch ein Massaker in Damaskus – und die Abtrennung wichtiger Gebiete vom ursprünglichen syrischen Territorium (aš-Šâm, s. Sykes-Picot-Abkommen!) gekennzeichnet war.
Daher begann Gouraud seinen Aufenthalt zusammen mit der französischen Delegation am 15.4.2019 mit dem Besuch des Denkmals der Märtyrer der Großen Syri­schen Revolution und dem Grab ihres Anführers, dem Muğâhid (!) Sultan Bâšâ (Pascha) al-Aṭraš. In seiner Rede entschuldigte er sich u.a. für die von der französischen Kolonialmacht in Syrien begangenen Verbrechen wie die Wiederaufnahme kolonialistischer Politik gegenüber Syrien durch die Regierung in Paris in neuerer Zeit, welche vom französischen Volk jedoch nicht mitgetragen, sondern abgelehnt werde. (https://www.sana.sy/?p=930967)

Über den Grenzübergang Naṣîb kamen am Nachmittag des 17.4.2019 wieder eine Anzahl Familien, hauptsächlich Kinder und Frauen, aus den jordanischen Flüchtlingslagern in die Heimat zurück und wurden von den betroffenen Behördenmitarbeitern vor Ort entsprechend betreut (vgl.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=163563, https://www.sana.sy/?p=932017)

SAA im Rîf von Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163444 und https://www.sana.sy/?p=931222 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen bombardierten Armee-Einheiten nach Ausfindigmachung von Stellungen und Fortifikationen der Extremisten Qalʽat al-Maḍîq im N-Rîf von Ḥamâ dieselben und zerstörten dabei auch ein Munitionsdepot mit Eliminierung einer Anzahl Feinde. Weitere Militärschläge galten Ansammlungen und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ğarğanâz, östlich von Maʽrat an-Nuʽmân im S-Rîf von Idlib S-Rîf; dabei wurden ebenfalls etliche Extremisten getötete bzw. verletzt und ihre für ihre Angriffe auf zivile Orte verwendeten Abschußvorrichtungen zerstört.)

In Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung wurden während der Tätigkeit des Kampfmittelräumdienstes wieder von den Terroristen früher zurückgelassene, unterschiedliche Waffen und Munitionstypen, teisöl aus US- oder israelischer Produktion, im W-Rîf von Darʽâ gefunden und von den Behörden konfisziert. Darunter wurden sichergestellt: Gewehre, PKC-Maschinengewehre, Mörser- und andere Granaten, Mehrfachgranatenwerfer (sog. RPGs) und Abschußvorrichtungen für Mörsergranaten, dazu Kommunikationsgeräte und Ausstattung für Feldlazarette. (https://www.sana.sy/en/?p=163487, https://www.sana.sy/?p=931335)

Prasident Dr. al-Assad empfängt den iranischen Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf am 16.4.2019, Photo: SANA

An der Spitze einer iranischen Delegation besuchte Außenminister Muḥam­mad Ğawâd Ẓarîf am 16.4.2019 Damaskus, um mit dem Präsidenten, dem Außen- und Premierminister in gesonderten Treffen Gespräche zu führen.
Präsident Dr. al-Assad prangerte einleitend nochmals die US-Aktion gegen die iranische Revolutionsgarde (vgl.u.) als unverantwortlich an, sie sei im Rahmen der irrigen US-Politik erfolgt, welche der Hauptfaktor der Instabilität der Region sei. Dann drückte er dem Volk und den Familien der Opfer der kürzlich zu beklagenden Überflutungen im Iran (vgl.u. http://parstoday.com/de/news/world-i46813) sein tief empfundenes Beileid aus.
Ẓarîf verurteilte seinerseits die Proklamation der US-Administration hinsichtlich des Status des syrischen, israelisch besetzten Golans, welche im Zusammenhang mit deren Entscheidung bzgl. al-Quds´ [s. Botschaftsverlegung nach Jerusalem etc.] und der Revolutionsgarde stehe als Zeichen des Versagens der US-Politik in der Region.
Hinsichtlich der regionalen Entwicklungen bemerkte Dr. al-Assad, die Priorität der Beachtung der nationalen Prinzipien und Positionen sowie des politischen Handelns im Interesse der eigenen Bevölkerung reichten zum Schutz eines jeden Landes und zur Bewahrung von dessen Einheit aus in der Auseinandersetzung mit jeglicher ausländischen Verschwörung [gegen dasselbe]. Ẓarîf ergänzte, die Vorkommnisse in der Region lehrten, daß Zusammenhalt über Ländergrenzen hinaus notwendig sei. Demnach nütze Koordination zwischen Syrien und dem Iran beiden Ländern und befördere die Sicherheit und Stabilität der Region. Beide Politiker bekräftigten, daß die Vorgehenswese der US- wie einiger westlicher Regierungen weder Syrien noch den Iran davon abhalten würden, die Rechte und Interessen ihrer jeweiligen Bevölkerung wahrzunehmen.
Beide waren sich darüber einig, daß diese Regierungen besser auf Diplomatie zurückgreifen sollten, denn sich auf kriegerisches Vorgehen und wirtschaftlichen Terrorismus gegen jene zu verlegen, die eigene andere Vorstellungen vertreten.
Im Hinblick auf die nächste Astana-Konferenz wurde ebenfalls die Koordination zwischen beiden Ländern als bedeutend herausgestellt.
Weitere Gesprächsthemen waren die zwischen den beiden Seiten getroffenen Vereinbarungen, die gemeinsamen Projekte, ihre Umsetzungsstadien sowie die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert seien und die Ausweitung der Zusammenarbeit in der Zukunft.
An diesem Empfang nahmen auch Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim, Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân, Vize- Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd, und der Direktor der Asien-Abteilung im Ministerium für Äußeres und Expatriierte, Šafîq Dayûb, teil.
Mit seinem iranischen Amtskollegen besprach Außenminister Walîd al-Mu­ʽallim die Entwicklungen in Syrien und der Region, wobei beide Seiten übereinstimmende Ansichten zu allen behandelten Fragen zum Ausdruck brachten. Einigkeit herrschte auch hinsichtlich der wichtigen Verbesserung der beiderseitigen strategischen in allen Bereichen.
Mit Premierminister ʽImâd Ḫamîs diskutierte Ẓarîf die Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Investitionen, Tourismus, Kultur und Infrastruktur sowie die Bedeutung kontinuierlicher Koordination beider Staaten angesichts der unrechtmäßigen westlichen Sanktionen gegen die syrische wie iranische Bevölkerung. Er informierte seine Gäste darüber, daß die syrische Regierung einen Fahrplan und einen Exekutivmechanismus zur Umsetzung der kürzlich unterzeichneten Vereinbarungen und MoU (vgl.u.) festgelegt habe. Ẓarîf dagegen versicherte, daß auch seine Regierung die nötigen Schritte zur Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen auf eine Weise unternommen habe, die dem gemeinsamen Interesse entspreche.
Vor diesem Treffen bekräftigte der iranische Außenminister Journalisten gegenüber die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Syrien in Begegnung der gegen beide Länder verhängten kohärenten Wirtschaftsmaßnahmen. Es bestehe hierzu eine kontinuierliche Kommunikation im ökonomischen Bereich zwischen beiden Regierungen. Er versicherte, der Iran stehe weiterhin zu Syrien. Desweiteren erwähnte Ẓarîf die kürzlich geführten positiven Gespräche zur Errichtung einer mehrschichtigen Verkehrsverbindung zwischen dem Iran, dem Irak und Syrien (vgl.u.).
In Bezug auf die Lage in Idlib bezeichnete der iranische Außenamtschef die Bedrohung der Bevölkerung durch die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra als gefährlich, er werde diesen Punkt daher mit der türkischen Seite bei seinem anstehenden Besuch im nördlichen Nachbarland diskutieren und betonte, bei der nächsten Astana-Konferenz müßten sich die Teilnehmer ebenfalls der Sache annehmen. Dabei verwies er auf die von den Garantenstaaten Rußland, dem Iran und der Türkei abgegebenen Erklärungen, die insbesondere zur Entwaffnung der Terroristen und deren Entfernung aus der Provinz verpflichten.(https://www.sana.sy/?p=931447, https://www.sana.sy/en/?p=163509)

Medizinische und Lebensmittel-Versorgung ehemaliger Insassen des Lagers ar-Rukbân schon beim Transport im Bus, Photo: SANA

Weitere Familien konnten am 16.4.2019 aus dem von US-Militärs und den ihnen verbundenen Militanten eingeschlossenen Flüchtlingslager Lager ar-Rukbân über den Ğalîġam-Korridor mit ihren Habseligkeiten entkommen. Wie gehabt (vgl.u.) wurden sie registriert und vor allem umgehend mit Lebensmitteln und medizinische versorgt sowie in die Übergangswohnzentrum in Ḥomṣ gebracht. (https://www.sana.sy/en/?p=163496, https://www.sana.sy/?p=931329)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163394 und https://www.sana.sy/?p=930610 (In Reaktion auf die terroristischen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib führten Artillerieschläge der Armee auf Terroristenstellungen und -Bewegungen im Außenbereich der Stadt at-Tamâniʽa nahe Maʽrat an-Nûʽmân im S-Rîf von Idlib zu deren Zerstörung samt Waffen und Munition und Tötung zw. Verwundung etlicher Extremisten. Später gingen Armee-Einheiten gegen die Infiltrationsrouten von Katâ´ib al-ʽIzza im Umfeld von al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ vor, wo der Feind im Gefecht die Flucht ergriff.)

Terroranschlag vom 15.4.2019:
Raketenbeschuß durch Terroristen, die im westlichen aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn in Stellung gegangen waren, führte nahe der Sporthallevon Aleppo im Stadtteil al-Ğamîliyya zu Sachschäden. (https://www.sana.sy/en/?p=163421, https://www.sana.sy/?p=931057)

Ost-al-Ġûṭa gedeiht wieder, Photo: SANA

In Ost-al-Ġûṭa konnten 94 Brunenanlagen und mehr als 434 Trinkwasserspeicher in ihrer Funktion wiederhergestellt werden. https://www.sana.sy/?p=930671, https://www.sana.sy/?p=930671 vom 15.4.2019)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=930110 und https://www.sana.sy/?p=930110 (In Reaktion auf Verstöße der Extremisten gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib nahmen die in der al-Ġâb-Ebene im N-Rîf von Ḥamâ agierenden Armee-Einheiten Ansammlungen und Fahrzeuge von Ğabhatu_n-Nuṣra im Außenbereich der Stadt al-Manṣûra unter Artilleriefeuer und eliminierten etliche Terroristen samt deren militärischer Ausrüstung.)

Terroristensprengsatz im Versteck, Photo: SANA

Terroranschläge vom 14.4.2019:
Bei der Detonation eines früher von Terroristen im Stadtteil as-Sukarî von Aleppo angebrachten Sprengsatzes starb ein Kind, zwei weitere Personen wurden verletzt.
Ergänzung: Infolge Raketenbeschusses durch Terroristen vom N-Rîf aus starben in den aleppiner Stadtteilen Šâriʽ an-Nîl (Nil-Straße) und al-Ḫâlidiyya 11 Personen, genau so viele wurden verletzt, Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum verursacht. Beim Pflanzen neuer Alleebäume an der Straße zwischen aš-Šaiḫ Miskîn und Nawâ in der Provinz Darʽâ wurden außerdem zwei Arbeiter des Landwirtschaftsamts durch die Explosion einer Mine verletzt. (https://www.sana.sy/?p=929994, https://www.sana.sy/?p=930059, https://www.sana.sy/en/?p=163310, https://www.sana.sy/?p=930169, https://www.sana.sy/en/?p=163317)

Rußlands Vize-Außenminister Oleg Siromolotow (Syromolotov) äußerte laut Meldung der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya vom 15.4.2019 zur anhaltenden Präsenz der Terroristen in der Provinz Idlib, die von Rußland gezeigte Geduld sei nicht unendlich. Die Situation dort sei zu lösen gemäß der Vereinbarung mit der Türkei (s. September 2018 in Sotschi!) mit dem Ziel der Beendigung eben dieser Präsenz. Bislang führe die SAA [beinahe allein] die großangelegte Militäroperation zur Bekämpfung des Terrorismus in der Region durch. Idlib dürfe nicht länger Zentrum der Überreste von Ğabhatu_n-Nuṣra sein, welche beständig Angriffe auf zivile Orte im gesicherten Bereich wie Armeeposten durchführten. (https://www.sana.sy/en/?p=163414, https://www.sana.sy/?p=930846) – Zur Kritik an der Nichterfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen durch die Türkei in Syrien vgl.u.!

Nachdem sich die Delegation des Höheren Kirchenrats in Palästina unter Leitung von dessen Präsidenten Ramzî Ḫûrî am Vortag bereits mit AuqâfMinister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Sattâr as-Sayyid und dem Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn in Damaskus getroffen hatte (s. https://www.sana.sy/en/?p=163334), wurde sie am 15.4.2019 von Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd empfangen. Dieser versicherte, Syrien unterstütze die Palästinenser nach wie vor in ihrem Kampf zur Umsetzung ihrer unveräußerlichen historischen Rechte auf Rückkehr in ihre Heimat, Selbstbestimmung und Etablierung eines eigenen Staates mit al-Quds als Hauptstadt (dazu vgl.u.!). Er bekräftigte, daß eine geschlossenen Einheit der verschiedenen Fraktionen die beste Möglichkeit sei, gegen Herausforderungen vorzugehen, innerhalb derer ihnen ihre Rechte und ihre Existenz streitig gemacht würden.
Ḫûrî unterstrich, die Palästinenser würden das Mögliche tun, um dem sog. „deal of the century“ [sog. Jahrhundertdeal, vorgeschlagen von US-Präsident Trump, welcher erstere der erwähnten Rechte zum Großteil beraubt] entgegenzuarbeiten. Ziel des derzeitigen Besuches sei, die syrisch-palästinensischen Anstrengungen zu vereinen, um die Umsetzung dieses Deals bezüglich al-Quds [seit 1967 israelisch besetzter palästinensischer Teil von Jerusalem] und des Golans (vgl.u.) zu verhindern. (https://www.sana.sy/en/?p=163417, https://www.sana.sy/?p=930957)

Vor genau einem Jahr, am 14.4.2018, konnte al-Ġûṭa, der landwirtschaftliche Versorgungsgürtel mit seinen Vorstädten und Dörfern um Damaskus, in dem sich die Jahre über verschiedene Terrorgruppen festgesetzt und fortwährend nicht nur die Bevölkerung des Umlands der Hauptstadt, des Rîf Dimašq, sondern vor allem auch diese selbst fast täglich mit Raketen, Granaten u.a. unter Beschuß nahmen, für vom Terrorismus befreit erklärt werden.
SANA widmet dem einen Abriß der einige Wochen dauernden Befreiungsaktionen der SAA unter Anwendung besonderer, die Bewohner und Wirtschaftsbereiche schützenden Taktiken mitsamt den zusätzlichen Sicherungs- und Evakuierungsmaßnahmen für die Bevölkerung, ihrer Bedeutung und dem unmittelbar anschließenden Wiederaufbau der Infrastruktur etc..
Der 14.4.2018 markiert damit einen weiteren Meilenstein in der Terrorismusbekämpfung durch die SAA, da die Hauptstädter seit den Kriegsjahren erstmals wieder in relativer Ruhe und Sicherheit auch jenseits der Arbeitsverpflichtungen vor das Haus auf die Straßen und ins Umland gehen konnten, welches sich dank der Regierungsprogramme und -Maßnahmen erstaunlich schnell erholte und erneut landwirtschaftliche und handwerkliche Produkte zu liefern beginnen konnte.
Einen detaillierten Überblick über die Zeitspanne gibt Teil VI.
Vor allem sollten die Schüler die unter Terroristenherrschaft erzwungenen Ausbildungsdefizite schnell überwinden und mit anderen Schülern aufschließen können, auch um der Gehirnwäsche durch extremistischen Takfîr-Terroristen entgegenzuwirken. Das Erziehungsministerium entwickelte zusammen mit den lokalen Verwaltungsbehörden, NGOs Pläne für den Wiederaufbau bzw. die Reparatur von Schulen, ließ Einrichtung, Lehr- und Übungsmaterialien etc. bereitstellen, so daß rasch der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.
Gemäß dem Investmentplans wurden demnach 55 Schulen erstellt und gemäß dem Notplan 76, dazu weitere 80 Schulen in Kooperation mit internationalen Organisationen. Dafür wurden allein bzgl. al-Ġûṭa 32,5 Mrd. SYP ausgegeben. (https://www.sana.sy/?p=929877, https://www.sana.sy/en/?p=163360, https://www.sana.sy/en/?p=163380)

Bauer in Obstplantage von al-Ġûṭa im Frühling 2019, Photo: SANA

Unmittelbar nach Befreiung al-Ġûṭas aus Terroristenhand im April 2018 kümmerte man sich von Staats wegen um das gesundheitliche Befinden der Bewohner: Das zuständige Gesundheits-Department des Rîf Dimašq ließ kritische Fälle in Krankenhäuser zur Behandlung transportieren; zudem wurden 13 Ambulanzen, 5 mobile Kliniken und 16 rund um die Uhr tätige medizinische Teams mit 250 Mitarbeitern ausgeschickt und die beschädigten Gesundheitszentren wiederhergestellt und mit der benötigten Ausstattung sowie Hilfskräften versorgt. Gemäß Notfallplan wurden alle benötigten medizinischen Hilfsmaßnahmen und Arzneimittel in den Übergangswohnzentren bereitgestellt, in welche die Bewohner vorübergehend ausquartiert wurden [d.h. bis die Gegenden von den Kampfmittelräumdiensten und Statikern etc. wieder freigegeben waren]. Näheres zu diesen Vorgängen s. in Teil VI!
Seither wurden laut Mitteilung von Dr. Yâsîn Naʽnûs, dem Chef des Departments, allein in Ost-al-Ġûṭa 14 Gesundheitszentren wiedererrichtet, drei Krankenhäuser können in Bälde wieder ihren Dienst aufnehmen, nämlich in al-Mulaiḥa (zu Jahresende 2019), Kafar Baṭnâ (im September) und in Ḥarastâ. Weitere Details im Artikel selbst. (https://www.sana.sy/?p=931065, https://www.sana.sy/en/?p=163441)

Ebenfalls als Folge dieses wichtigen Schritts in der Terrorismusbekämpfung konnte nach sechs Jahren Zwangsschließung wegen der ständigen terroristischen Angriffe am 14.4.2019 das im der damaszener Altstadt gelegene Al-Bîmâristân an-Nûrî als Museum für Medizin und Wissenschaft bei den Arabern mit einem Festakt durch den Kulturminister im Rahmen des Damascus Cultural Festival wiedereröffnet werden Dies ist Teil des Plans zur Wiederherstellung und Wiederzugänglichmachung der verschiedenen nationalen Museen für die Öffentlichkeit.
Der Ausstellungsort befindet sich in einem ehemaligen Hospital mit Lehrbetrieb, einem von drei, gestiftet vom Herrscher Nûr ad-Dîn Zankî im Jahr 1154 und befindet sich südwestlich der Umayyaden-Moschee. 1979 wurde die schöne weitläufige Anlage nach Restaurierung in ein Museum mit zugehöriger Bibliothek umgewandelt. (https://www.sana.sy/?p=930203) Über diese mit all ihren Sehenswürdigkeiten informieren die früheren, reich bebilderten Artikel: http://www.sana.sy/en/?p=159500, https://www.sana.sy/?p=900690)

Dr. al-Assad, rechts daneben Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ, empfängt Fâliḥ al-Fayâḍ in Damaskus am 14.4.2019, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad empfing am Vormittags des 14.4.2019 den irakischen nationalen Sicherheitsberater Fâliḥ al-Fayâḍ in Damaskus; mit anwesend war auch Syriens Botschafter im Irak, Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ. Nach Besprechung des derzeitigen Stands der beiderseitigen Beziehungen und der Bekräftigung, diese in den verschiedenen Bereichen zum Wohl beider brüderlich verbundener Völker weiter zu entwickeln und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, sowie die Terroristen bis zu deren vollständiger Eliminierung zu bekämpfen, betonte der Gastgeber, die derzeitigen regionalen und internationalen Vorgänge machten es erforderlich, daß beide Nachbarländer zusammenarbeiteten, um sich ihre Souveränität und Unabhängigkeit zu bewahren angesichts der ausländischen Versuche, die Kontrolle über sie mittels Schürens von Chaos und dem Lancierungen von Spannungen, welche zur Zerteilung der Staaten führen sollten [nach dem altrömischen Motto: divide et impera!], zu übernehmen.* Das Schicksal der Menschen der Region sollte schließlich nur von diesen selbst bestimmt werden.
Al-Fayâḍ unterstrich seinerseits nochmals, daß ein starkes Syrien auch für den Irak positiv sei und umgekehrt; Dasselbe gelte für die Besiegung des Terrorismus im jeweiligen Nachbarland. (https://www.sana.sy/?p=929990, https://www.sana.sy/en/?p=163296) – *Vgl. in diesem Zusammenhang Planungen zur „Balkanisierung“ via Yinon-Plan (s. Teil IV) und die u.a. von Dr. Daniele Ganser thematisierte „strategy of tension“, deutsch: „Strategie der Spannung“!

Treffen zwischen Minister al-Muʽallim und dem UN-Gesandten Geir Pedersen in Damaskus vom 14.4.2019, Photo: SANA

Geir Pedersen, der spezielle UN-Gesandte für Syrien, traf mit begleitender Delegation am 14.4.2019 erneut mit Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim zusammen. Die beiden gingen die Bemühungen um die Fortschritte auf dem politischen Weg zur Lösung der Krise in Syrien durch und in diesem Zusammenhang die Vervollständigung der hierfür notwendigen Konsultationen einschließlich derer um das Komitee zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung. Pedersen informierte zudem seinen Gesprächspartner über seine Aktivitäten zur Lösung der Syrien-Krise in der Zeit seit seinem letzten Besuch (vgl.u.) in Damaskus. (https://www.sana.sy/?p=930023, https://www.sana.sy/en/?p=163304)

Dutzende weiterer Familien, vor allem Frauen, Kinder und Ältere verließen am 13.4.2019 über den Ğalîġam-Korridor auf LKW und anderen Transportwagen das von US-Militärs und den ihnen verbundenen Militanten eingeschlossene Flüchtlingslager Lager ar-Rukbân [Näheres dazu s.u.!]. Dort kümmerten sich zunächst der Syrian Arab Red Crescent und das provisorische medizinische Zentrum um die Flüchtlinge und versorgten sie mit Lebens- und Arzneimitteln. Ihre Personalien wurden registriert und sie dann in die Übergangswohnzentrum in Ḥomṣ, gebracht, von wo aus sie in ihre Heimatorte transportiert werden. (https://www.sana.sy/?p=929608, https://www.sana.sy/en/?p=163205)

ISI-Satellitenaufnahme eines angeblichen Standorts von S-300-Luftabwehrsystemen, Quelle: ISI

In den frühen Morgenstunden des 13.4.2019, etwa um 2.30 Uhr erfolgte einer weiterer Angriff israelischer Kampfflugzeuge auf einen SAA-Posten bei der Stadt Maṣyâf im N-Rîf von Ḥamâ, wobei sie wiederum den libanesischen Luftraum benutzten und damit verletzten. Die syrische Luftabwehr fing die meisten Geschosse ab. Einige der feindlichen Marschflugkörper richteten jedoch Gebäudeschäden an und verletzten drei Soldaten. (https://www.sana.sy/en/?p=163155, https://www.sana.sy/?p=929373)Laut israelischen Satellitenaufnahmen sollen sich in der Nähe S-300-Systeme befinden (vgl. Near Positions Of Russia-delivered S-300 Launchers). Dann hätten die Angriffe ein Test sein können, ob dieses moderne russische Luftabwehrsystem schon aktionsbereit ist.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163119 und https://www.sana.sy/?p=929053 (Mit Raketen- und Artilleriebeschuß konterte die Armee terroristische Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib und zerstörte damit fortifizierte Stellungen und Abschußanlagen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Umfeld der Städte al-Ḥuwaiz, Tal aṣ-Ṣaḫar und Kafar Nabûda im N-Rîf von Ḥamâ und unterbrach deren Nachschubrouten.)

Warnhinweis vor (terroristischen) Kampfmittelrückständen bzw. Minen, Photo: SANA

Terroranschlag vom 12.4.2019:
Kinder entdeckten im Gebiet des Wohnbauprojekts 1070 Apartments im Westteil der Provinzhauptstadt Aleppo eine früher von den Terroristen hier zurückgelassene Landmine. Entgegen den ständigen Warnungen von Militär und Regierung (vgl.u.) hoben sie diese auf und transportierten sie in den Stadtteil al-Ḥamdâniyya, wo sie schließlich detonierte. Dabei starben zwei der Kinder, weitere fünf wurden verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=163153, https://www.sana.sy/?p=929295)

SAA im Feld, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=163060 und https://www.sana.sy/?p=928642 (Mit präzisem konzentriertem Beschuß zerstörte die Armee fortifizierte Stellungen und Unterschlupfe mit Waffen von Ğabhatu_n-Nuṣra und tötete etliche der Terroristen im Umfeld der Stadt Mûrik im N-Rîf von Ḥamâ.)

Terroranschlag vom 11.4.2019:
In der Nähe der Häuser von Ḫân Arnaba im Umland von al-Qunaiṭra spielende Kinder wurden Opfer einer weiteren Minenexplosion. Der von den Terroristen dort früher hinterlassene Sprengkörper tötete bei seiner Detonation drei der Kinder, ein weiteres erlitt Verletzungen. (https://www.sana.sy/en/?p=163068, https://www.sana.sy/?p=928692)

Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz am Do., 11.4.2019, wies Außenamtssprecherin Maria Sacharowa, neben anderem auf die fortdauernden Attacken gegen SAA-Posten und zivile Orte seitens der Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra samt Affiliierten in den Provinzen Ḥamâ und Idlib hin mit den Worten: „these attacks, which were carried out in the de-escalation zone in Idleb, resulted in many civilian and military casualties.” (https://www.sana.sy/en/?p=163071)

Von den schrecklichen Zuständen in den von den US-unterstützten SDF-Kräften unterhaltenen Flüchtlingscamps, z.B. dem von Lager al-Hûl (vgl.u.), in der im NO gelegenen syrischen Provinz al-Ḥasaka war schon mehrfach berichtet worden. Nun informierte die kurdische Seite am 11.4.2019 über AFP darüber, daß sie mit einer Irakische Regierungsdelegation das Problem besprochen und sich auf die Rückführung von ca. 31.000 irakischen Flüchtlingen geeinigt habe. Ein Kurdensprecher namens Mah­mud Kero habe erklärt: „A delegation from the Iraqi cabinet visited the autonomous administration to discuss the return to Iraq of displaced Iraqis, estimated to number 31,000, and an agreement was reached.“ Bislang hätten 4.000 Personen dafür angemeldet und warteten auf die Grenzöffnung durch die irakische Regierung: „So far 4,000 people have signed up and we are waiting for the Iraqi government to open up the Iraqi border.“ Ein Problem sei, daß viele der infolge des Terrorismus Heimatvertriebenen , darunter erst in Syrien geborener Kinder, keine Ausweispapiere besäßen. Man habe deswegen die irakische Seite um Lösung gebeten: „We have asked the Iraqi government to find a solution.“
Nicht betroffen von der Vereinbarung seien Leute, die unter dem Verdacht stehen, dem IS angehört zu haben, vielleicht im Gefecht desertiert sind oder die Waffen niedergelegt haben (vgl. dazu u. bzgl. 40 Tonnen Gold-Deal!) und sich daher in Gefängnissen der SDF befänden. Die kurdische Seite möchte auch diese in den Irak abgegeben, damit sie dort verurteilt würden. Kero führte dazu aus: „We have asked for the return of all Iraqis including those accused of belonging to ISIS … [calling for] the trial of those accused of belonging to ISIS on Iraqi soil.“ Laut Aussage eines irakischen Regierungsbeamten vom 9.4.2019 bereite man alles zur Aufnahme der Flüchtlinge, meist Frauen und Kinder, die hauptsächlich aus den Provinzen Nînawâ und Ṣalâḥuddîn nördlich von Bagdad stammten, wo einst der IS seine wichtigsten Bastionen gehabt habe. Innerhalb von zwei Monaten sollten Auffanglager im Sinğâr-Gebiet fertig sein. Um eventuelle IS-Krieger aus der Masse der Flüchtlinge herauszufiltern würden von irakischer Seite Sicherheitschecks bei den Neuankömmlingen durchgeführt werden, sobald „there are signs that some could be ISIS families,“ bemerkte ʽAlî ʽAbbâs vom Ministerium für Vertreibung und Migration und setzte hinzu: „We can’t just let them melt back into society.“ Für solche, von denen auszugehen sei, daß sie beim IS einer Gehirnwäsche unterzogen worden seien, würden spezielle Betreuung und „cultural and religious courses“ zu ihrer Rehabilitation erhalten.
(http://www.rudaw.net/english/middleeast/syria/11042019)
Tags zuvor hatte Generalmajor Viktor Kuptschischin, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, über die neueste Situation in den o.e. Lagern mitgeteilt, daß im größten davon, nahe der syrischen Stadt al-Hûl (a.: al-Haul) täglich 10 – 20 Insassen stürben. Die Todesrate der Kinder sei inzwischen auf 235 gestiegen. „In the past week, due to the lack of medicines, food and unbearable living conditions, seven children died in the camp,” führte der General aus. Die Übereinkunft mit der irakischen Regierung werde große Erleichterung schaffen, wenn auch eine generelle Lösung her müsse. Die Regierung in Damaskus biete für Flüchtlinge mit allem Notwenigen ausgestattete Übergangswohnheime und Transportmöglichkeiten dorthin an, doch die USA– und SDF-Streitkräfte verweigerten die Kooperation. (http://parstoday.com/de/news/world-i46797)

Cella-Decke des Baʽl-Tempels (nachgearbeitet), Palmyra, Photo: SANA

Eine akkurate Nachbildung des kunstvoll verzierten Steinreliefs an der CellaDecke des vom IS Ende August 2015 in Palmyra zerstörten Baʽl-Tempels (s. Teil III) wurde am Do., 11.4.2019, dem Nationalmuseum in Damaskus übergeben. Es wurde durch italienische Künstler unter Supervision der cultural civilizations society und der an der Ausgrabungsstätte Ebla [Îblâ] tätigen Archäologengruppe mittels dreidimensionaler Drucktechnologie und unter Einsatz traditioneller Farben und Materialien mit großer Genauigkeit dem Vorbild nachgestaltet, wie Dr. Maḥmûd Ḥamûd vom Generaldirektorat für Altertümer und Museen [DGAM] ausführte. Das Modell mißt 4m in der Länge, 1,5m in der Höhe, 0,8m in der Tief und wiegt 190kg.
Zuvor war es im Kolosseum und dem UN-Gebäude in Rom ausgestellt worden, dann im Gebäude des EU-Parlaments in Brüssel, dem UNESCO-Hauptquartier in Paris bis es Damaskus erreichte. Dem Publikum vor Ort wird es in einer besonderen Veranstaltung am 23.4.2019 präsentiert werden. (https://www.sana.sy/?p=928562, https://www.sana.sy/en/?p=163063)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=927713 und https://www.sana.sy/en/?p=162994 (Mit Artilleriefeuer begegnete die Armee den Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen und eliminierte eine Anzahl von deren Kämpfern samt Waffen und Munition im nahen Umfeld des Dorfes al-Ğanâbira im N-Rîf von Ḥamâ. Gleiches, verstärkt durch Raketenbeschuß, galt Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra in at-Tamânaʽa mit Vernichtung des Feindes.)

Die Kampfmittelbeseitiger stießen während ihrer Arbeit am 10.4.2019 wieder auf ein verlassenes Terroristenversteck mit reichlich Waffen und Munition in der Stadt ʽArbîn und im aḍ-Ḍumair-Gebiet in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq. Hervorgeholt und von der Behörde konfisziert wurden große Mengen an Raketen, Panzerfäusten, darunter solche vom liechtensteinisch-belgischen ENERGA-Typ und der israelischen LAW-Version, RPG-Raketenwerfer, Maschinen- und Sturmgewehre je mit Munition und Handgranaten aus westlicher Produktion. (https://www.sana.sy/en/?p=162981, https://www.sana.sy/?p=927634 mit eindrucksvollen Aufnahmen)

Erneut kam eine weitere Gruppe ehemaliger Flüchtlinge am 10.4.2019 aus Jordanien zurück in ihre Heimat. Zum Procedere vgl.u.! Auch aus dem von US-Militärs und von diesen kontrollierten Militanten eingeschlossenen Flüchtlingslager Lager ar-Rukbân [Näheres dazu s.u.!] konnten wieder Familien über den in der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) eingerichteten Ğalîġam-Korridor evakuiert werden. (https://www.sana.sy/?p=927862, https://www.sana.sy/en/?p=163005)

Laut Mitteilung von Bewohnern der Gegend kam es am 9.4.2019 in der al-Bâsil-Straße von ar-Raqqa zur Detonation von zwei Autobomben und einer Mine, welche die IS-Terroristen früher dort hinterlassen hatten. Bei den Explosionen wurden neun Personen, darunter Kinder, getötet und weitere verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=162931, https://www.sana.sy/?p=927347)

Später am 9.4.2019 empfing Premierminister ʽImâd Ḫamîs den libanesischen Landwirtschaftsminister Ḥassan al-Laqîs. Sie besprachen die Kooperation im Agrar- und Handelswesen, beim Investment und dem Wiederaufbau. Ḫamîs plädierte für eine verstärkte Interaktion mit Überarbeitung früherer Vereinbarungen und dem Abschluß neuer, um die Transitbestimmungen und die Vermarktung von Agrarprodukten zu verbessern. Al-Laqîs stimmte dem zu, daß ein Ausbau der Zusammenarbeit auch Wirtschafts- und Transportwesen beiden Ländern zugute käme. (https://www.sana.sy/?p=927193, https://www.sana.sy/en/?p=162921)

Am 9.4.2019 kamen in Damaskus der Minister für Landwirtschaft und Agrarreform, Ing. Aḥmad al-Qâdirî, und der libanesische Landwirtschaftsminister Ḥassan al-Laqîs als sein Gast zusammen zur Besprechung der Zusammenarbeit auch bei Agrarprojekten, der Forschung in diesem Gebiet zum Nutzen beider Länder. Verstärkte Kooperation wäre auch hilfreich bzgl. Im- und Exporten, Pflanzenschutzmitteleinsatz samt deren Registrierung und Quarantänebestimmungen. Syrien sei gern bereit, das ihm brüderlich verbundene Nachbarland mit verschiedenen Arten von Jungpflanzen zu versorgen und von seiner Erfahrung in der Landwirtschaft profitieren zu lassen.
Al-Laqîs zeigte sich erfreut, endlich die bereits im Jahr 2010 zwischen beiden Ländern unterzeichneten Abkommen umzusetzen und fortzuentwickeln, die während des Terrorkriegs hatten ausgesetzt werden müssen. (https://www.sana.sy/en/?p=162897, https://www.sana.sy/?p=926885)

Selbst noch am 9.4.2019 fanden sich Bürger in einigen Provinzen zu Protestkundgebungen gegen die Proklamation von US-Präsident Trump zum Golan (vglu.) zusammen. (https://www.sana.sy/en/?p=162891, https://www.sana.sy/?p=926858)

Über den Grenzübergang NaṣîbĞâbir in der südlichen Provinz Darʽâ kam am 9.4.2019 eine neue Gruppe syrischer Flüchtlinge aus Jordanien in die Heimat zurück. (https://www.sana.sy/en/?p=162910, https://www.sana.sy/?p=926973)

Gegen 3.30 Uhr am 9.4.2019 unternahm eine Gruppe Terroristen einen Angriff auf einen der Armeeposten in Richtung Ṭayyibat al-Imâmim N-Rîf von Ḥamâ. Es handelte sich um Suizidattentäter, verkleidet mit bäuerlichen Folklorekostümen und ausgestattet mit Sprengstoffgürteln, mittleren und schweren Maschinengewehren, Mörsergranaten und einem Panzer. Sie wurden jedoch durch Wachposten rechtzeitig entdeckt. Während des sich entwickelnden Gefechts wurden alle Angreifer getötet, einige hatten sich selbst noch in die Luft gesprengt, während drei Soldaten fielen. Der Panzer wurde zerstört. (https://www.sana.sy/en/?p=162876, https://www.sana.sy/?p=926782)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=926193 und https://www.sana.sy/en/?p=162820 (Armee-Einheiten zerstörten terroristische, mit Granatenwerfern bestückte Schlupfnester am Rand der Stadt Kafar Zaitâ und des Dorfes aṣ-Ṣayâd im N-Rîf von Ḥamâ. In Spezialoperationen wurden etliche Ğabhatu_n-NuṣraKämpfer im unmittelbaren Umfeld von Mûrik und al-Muhâğirîn in derselben Region unschädlich gemacht. Bei späteren Operation eliminierte die Armee die Anführer von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî namens Anas al-ʽUmar, Adam al-ʽUmar, Muṣṭafâ Dâwûd, Ḫâlid al-ʽAbdullâh und ʽAbdur-Raḥman Abû Aḥmad in Ğisr aṣ-Šuġûr.)

Eine offizielle Quelle aus dem Außenministerium gab am 8.4.2019 die strikte Verurteilung der US-Deklaration der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) – inklusive der al-Quds-Brigaden als deren Elite-Einheit – als ausländische terroristische Vereinigung bekannt. Dies sei ein verantwortungsloser Schritt, der im Rahmen des von den USA gegen den Iran eingeleiteten Krieges im Interesse der israelischen Besatzungsmacht und des westlichen kolonialen hegemonialen Projekts für die Region erfolge. Er stelle eine eklatante Verletzung der Souveränität des Irans dar. Weiter verlautete: „The US measure is a legion of honor and a recognition of the pioneering role of the Iranian revolu­tionary Guard in defending Iran’s sovereignty and its independent national decision and its important role in the axis of resistance.” (https://www.sana.sy/en/?p=162836, https://www.sana.sy/?p=926508)
Schon nach der Ankündigung, es könne zur Einstellung der IRGC in die US-Terrorliste kommen, kündigte die iranische Seite an, dann ebenso zu verfahren und ihrerseits die US-Streitkräfte [d.h. einen Teil davon] als Terrororganisation zu klassifizieren. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde im Parlament vorbereitet. Demnach gilt: „All US military, security and intelligence forces active in West Asia and all real and legal persons representing them in West Asia region will be declared as terrorist and any financial, technical, training and service and logistical assistance to this group of forces is considered as collaboration in terrorist acts.“(https://www.sana.sy/?p=926767, http://.en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980118000568). Das Gesetz wurde inzwischen ratifiziert (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980120001190)

Henriette Westhrin, Generalsekretärin der Norsk Folkehjelp (Norwegische Volkshilfe), suchte mit einer Delegation am 8.4.2019 Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd in Damaskus auf, wo letzterer sich für die durch norwegische Organisationen empfangene Hilfe bedankte. Dann beschäftigten sich beide mit der gegenwärtigen schwierigen Situation, hervorgerufen durch die von den Terroristen in ihren Opertionsgebieten ausgelegten Minen und angebrachten Sprengfallen und den steigenden Opferzahlen in der Bevölkerung deswegen (vgl.u.).
Dr. al-Miqdâd zeigte die großen Bemühungen des syrischen Staates auf, mit dieser Bedrohung für die Bürger fertig zu werden. Dazu gehöre auch eine Kampagne in Kooperation mit den UN, die die Bevölkerung warne und für den Umgang mit unbekannten Objekten sensibilisiere.
Frau Westhrin erklärte, ihre Organisation, die schon vielen Regierungen bei der Umsetzung ihrer entsprechenden Programme geholfen habe, sei gern bereit, an der Entminung des Bodens in Syrien teilzunehmen und entsprechende Erfahrung zur Verfügung zu stellen. (https://www.sana.sy/en/?p=162832, https://www.sana.sy/?p=926379) – Zum Warnaufruf des Militärs s.u.!

Der türkische Staatspräsident Erdogan war am 8.4.2019 zur Teilnahme am 8. Gipfeltreffen des rus­sisch-türkischen Kooperationsrates nach Moskau gekommen. Gesprächsthemen waren die Entwicklung in Syrien, v.a. im Norden des Landes, die Ausweitung der bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, die Lieferung des Raketenab­wehrsystems S-400 – wobei es laut Putin noch andere Projekte für die Lieferung militärischer Ausrüstungen an die Türkei gebe – und weitere strategische Projekte z.B. im Energiebereich und bei internationalen Fragen.
Präsident Putin stellte während der gemeinsamen Pressekonferenz nochmals klar, daß die Garantie-Staaten des Astana-Prozesses ihre Bemühungen zur Lösung der Krise in Syrien auf Basis der UN-Resolution Nr.2254 (s.u.) fortsetzen würden, welche die Respektierung der Souveränität und territoriale Integrität Syriens bekräftige. Im Hinblick auf Idlib bemerkte er: „The problem of Idleb is critical and its solution is an inevitable to make the conditions available for the political process in Syria through joint efforts between Moscow and Ankara.”
Desweiteren wies er nochmals die Proklamation von US-Präsident Trump zum syrischen, israelisch besetzten Golan streng zurück. (https://www.sana.sy/en/?p=162845, https://www.sana.sy/?p=926633, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i46737, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46740) – Präsident Putins Ausführungen zur Lösung der Syrienkrise bedeuteten – wie schon die letzten Male – eigentlich Kritik an Erdogans aggressivem militärischem Vorgehen gegen Syrien, das den eingegangenen Vereinbarung zuwiderhandele. Sie stellten – in diplomatisch verklausulierter Redeweise – demnach neuerliche Ermahnungen, verbunden mit den in Aussicht gestellten Wirtschaftsentwicklungen als Anreiz zur Befolgung der genannten Abmachungen dar.

Eine deutsche Reisegruppe traf am Mo., 8.4.2019, in der Oasenstadt Tadmur ein und besuchte die Ausgrabungsstätte Palmyra, bewunderten das noch reich Erhaltene und bedauerten die mutwilligen Zerstörungen durch den IS. Der sie begleitende Dr. ʽImâd ad-Dîn ʽAsâf von der Föderation der syrischen Tourismus­kam­mern teilte mit, daß langsam Touristen aus verschiedenen Ländern wieder die Sehenswürdigkeiten in Syrien besuchten und sich schon weitere angemeldet hätten. (https://www.sana.sy/en/?p=162839, https://www.sana.sy/?p=926413)

In einigen Provinzen gingen die Protestkundgebungen zur Verurteilung von US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan (vglu.) am 8.4.2019 weiter. (https://www.sana.sy/?p=926166, https://www.sana.sy/?p=926246)

Am Montagmorgen, 8.4.2019, langte eine weitere Gruppe Flüchtlinge aus dem Libanon über die Grenzübergänge ad-Dabûsiyya (im Rîf von Ḥomṣ) und Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq) via Bussen und Trucks beladen mit Habseligkeiten wieder in der Heimat an. Zum weiteren Vorgehen vgl.u. (https://www.sana.sy/en/?p=162802, https://www.sana.sy/?p=926045)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=925627 und https://www.sana.sy/en/?p=162749 (Mit konzentriertem Raketen- und Artilleriebeschuß ging die Armee gegen Stützpunkte und Unterschlupfe von Ğabhatu_n-Nuṣra und al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî im Umkreis von Maʽrat Ḥarma, Ḥurš ʽÂbidîn, al-Qaṣâbiyya, al-Hubaiṭ/ al-Habîṭ, Kafarûmâ, Kafar Nubul und Maʽrat an-Nuʽmân im S-Rîf von Idlib vor in Reaktion auf deren massive Angriffe auf ansonsten gesicherte Orte im N-Rîf von Ḥamâ in Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib und zerstörte dabei auch deren Waffen samt Raketenabschußvorrichtungen. Unter den vielen getöteten Terroristen wurden auch Maḥmûd al-Ḫûğa, Maḥmûd Bakûr Ğadîʽ, Ṭalâl al-ʽAlîwî und Aḥmad al-Yûsuf identifiziert. Per Artillerie eliminiert wurden auch Ğaiš al-ʽIzza am Ortsrand von of al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ mitsamt eines Allradantriebswagens und dessen Besatzung an Bord.)

Terroranschlag vom 7.4.2019:
Ein Raketenangriff zielte am Sonntagmorgen auf das Natio­nal Hospital sowie die Kinderabteilung in Maṣyâf im Eingangsbereich ab. Bislang gelten fünf Personen, darunter zwei Klinikmitarbeiter, als tot, und 15 weitere, davon vier Klinikmitarbeiter als unterschiedlich schwer bis lebensgefährlich verletzt. Die Gebäude trugen ebenfalls Schäden davon. Gegen die im Umland von Ḥamâ und Idlib in Stellung gegangenen Terroristen ging darauf die Armee vor und zerstörte deren Abschußanlagen. (https://www.sana.sy/en/?p=162687, https://www.sana.sy/?p=925423)

Über den in der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) eingerichteten Ğalîġam-Korridor konnten am Spätnachmittag des 7.4.2019 mittels der durch die Regierung zur Verfügung gestellten Bussen dutzende Familien aus dem von US-Militärs und von diesen kontrollierten Militanten eingeschlossenen Flüchtlingslager ar-Rukbân evakuiert werden. wie schon zuvor am 4.4.2019 (s.u.) wurden sie zunächst in ein mit allem Nötigen ausgestattete Übergangswohnzentren in Ḥomṣ gefahren, von denen aus sie später in ihre wieder befreiten und längst wieder bewohnbaren Heimatorte gebracht werden. Die Flüchtlinge, überwiegend Frauen und Kinder, machten aufgrund der harten Lagerbedingungen (vgl.u.), wo es fast an allem gemangelt hatte, einen erbärmlichen Eindruck und wiesen ganz offensichtliche Zeichen von Erschöpfung, Auszehrung und schlechter Gesundheit auf, freuten sich jedoch sehr über die Evakuierung. (https://www.sana.sy/en/?p=162757, https://www.sana.sy/?p=925765)

In der gemeinsam mit seinem jordanischen Amtskollegen in Moskau abgehaltenen Pressekonferenz unterstrich Außenamtschef Lawrow die fortbestehende Notwendigkeit, eine politische Lösung der Syrienkrise in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution Nr.2254 (vgl.u.) zu erreichen, sowie den Terrorismus ohne doppelte Standards (d.h. Doppelmoral, zum Hintergrund s. Teil VI und vorhergehende) zu bekämpfen. Ein weiterer Aufruf richtete sich an die US-Führung, die katastrophale Situation im ar-Rukbân-Lager zu beenden, indem sie den dort festgehaltenen Flüchtlingen das verlangte Verlassen des Lagers bzw. deren Evakuierung erlaube (dazu vgl.u.!). Dann äußerte er nochmals entschieden hinsichtlich Trumps Proklamation von 25.3.2019 (s.u.): „We reject the US president’s decision on the occupied Syrian Golan which flagrantly violates the UN Charter.“ (https://www.sana.sy/en/?p=162725, https://www.sana.sy/?p=925515)

Eine Sondereinheit des Kampfmittelräumdienstes der SAA rückte am 7.4.2019 aus, um an der südlichen Zufahrt zur Provinzhauptstadt Dair az-Zaur dafür zu sorgen, daß Ausflügler keine neuen Opfer von explodierenden Minen werden, welche die Terroristen früher dort auslegt und versteckt haben. Im Frühjahr sei das Gebiet um den al-Bânûrâmâ- [d.h. Panorama-]kreisverkehr sehr beliebt für Wanderer und Kurzaufenhalte in der Natur. Zur Vorsorge rückten Technikeinheiten am Morgen aus, wie Ing. Râ´id Mandîl vom Stadtrat von Dair az-Zaur gegenüber SANA mitteilte. Sie erstellten durch vorläufige Vermessungen eine Aktionskarte der Gegend zwischen Panoramakreisverkehr nach Südwesten zum Umm ʽAbûd-Hügel [Talat Umm ʽAbûd] auf beiden Seiten der Verbindungsstraße Dair az-Zaur Tadmur (mit Palmyra am Ortsrand, die dann penibel abgearbeitet wurde, sei es durch Minensuchmaschinen oder Infanteriemannschaften mit Minendetektorgeräten. Dabei wurden die Lageorte einer großen Anzahl von Antipersonenminen – einige davon aus US-Fertigung – identifiziert und danach entweder kontrolliert gesprengt oder entschärft und demontiert. (https://www.sana.sy/en/?p=162762, https://www.sana.sy/?p=925761, das beiliegende Video zeigt das Vorgehen!)

Protestkundgebungen in Verurteilung von US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan fanden über die Provinzen verteilt auch am 7.4.2019 statt. (https://www.sana.sy/?p=925474)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=162628 und https://www.sana.sy/?p=924933 (In Reaktion auf Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Ğabhatu_n-Nuṣra-Terro­risten in al-Ğanâbira und dem Umland von Kafar Zaitâ töteten Armee-Mitglieder eine Reihe der Extremisten in der Provinz Ḥamâ. In der al-Ġâb-Ebene operierende Einheiten vereitelten Ğabhatu_n-Nuṣra Aktionen in Ğisr Bait ar-Râs, aš-Šarîʽa, al-Ḥuwaiğa und al-Ḥuwaiz per Zerstörung von deren Angriffswaffen (Mörsergranaten samt -Werfern) und Beseitigung etlicher Feinde. Mit Artillerie- und Raketenbeschuß eliminierten weitere Armee-Einheiten Ğabhatu_n-NuṣraLager in den Außenbereichen von al-Qaṣâbiyya, ʽÂbidîn, Tal aṣ-Ṣaḫar und al-ʽAnkâwî mitsamt einem Fahrzeug und einer Anzahl Terroristen. Ebenfalls mit Artillerie ging die Armee erfolgreich gegen Terroristenstützpunkte westlich von Ta­mânaʽa im S-Rîf von Idlib vor, wobei der Feind Verluste erlitt. Konzentrierter effektiver Raketenbeschuß traf ein Hauptquartier von Ğabhatu_n-Nuṣra im östlichen Umland von Maʽrat an-Nuʽmân, während andere Einheiten die Terroristen westlich davon sowie deren Unterschlupfe in Kafar Nubul und im Außenbereich von Tarmala [oder: Taramla] vernichteten.)

Terroranschlag vom 6.4.2019:
Im Rîf von Idlib aktive Terroristen beschossen wieder die Dörfer ar-Raṣîf, al-Karîm und al-ʽAzîziyya im Umfeld von as-Suqaili­biyya im NW-Rîf von Ḥamâ mit Raketen und beschädigten Wohnhäuser und weiteres Eigentum. (https://www.sana.sy/en/?p=162631, https://www.sana.sy/?p=924899)
Ergänzung: Ein Todesopfer war dann doch noch zu beklagen. (https://www.sana.sy/en/?p=162687)

Kürzlich haben die Außenminister der USA, Großbritanniens und Frankreichs in einer gemein­sa­men Erklärung die uralten, trotz eindeutiger Widerlegungen (vgl.u., Suchbegriffe: Giftgas, Militärschlag, OPCW) ostinatomäßig wiederholten Anschuldigungen gegen Syrien erneuert und behauptet, die syrische Regierung verstoße mittels Chemiewaffeneinsatz gegen internationale Normen. Wie schon vor den letzten Militärschlagen gegen Syrien, z.B. dem eben dieser Staaten vom Frühjahr 2017 (s. Teil VI), erklärten die Außenminister dieser drei Länder, sie würden entsprechend auf jeden Einsatz von Chemiewaffen in Syrien antworten.
Im Außenamt in Damaskus protestierte man am 6.4.2019 massiv gegen diese sachwidrigen Behauptungen und Vorwürfe und erklärte, diese drei Länder seien als Unterstützer der sogenannten Terrorgruppe „Weißhelme“ (White Helmets, zur Einordnung s.u. und Teil V), ihrerseits der verlängerte Arm der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra, tatsächlich für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien verantwortlich [Näheres über die Umstände der auch verfilmten Inszenierungen s.u.] mit Verweis auf frühere solche Vorkommnisse: „In Wahrheit haben diese Länder die Terrorgruppen dazu ermutigt, Giftgas in Chan Schaichun, Duma und Aleppo einzusetzen„.
Das Verhalten der Regierungen der erwähnten Länder sei damit als vorweg­nehmende Deckungsaktion für kommende Angriffe der Terrorgruppen zu sehen. Kolonialmächte mit dunkler Vergangenheit, welche in ihren ehemaligen Kolonien schon Chemiewaffen gegen die Völker dort eingesetzt hätten, seien zudem nicht in der Position, Syrien – noch dazu unbegründete – Vorwürfe zu machen. (https://www.sana.sy/?p=925098, https://www.sana.sy/en/?p=162660, deutsche Kurzzusammenfassung in: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46711) – Unter diesen Umständen erhalten die jünsten russischen *Warnungen (s.u.) vor einem terroristischen Chemiewaffenangriff in der für seine Terroristenkonzentration (Ğabhatu_n-Nuṣra!) bekannte Provinz Idlib besondere Brisanz!

Nach Auskunft von Anwohnern betreiben die US-unterstützten SDF gewaltsame Rekrutierungen unter den jungen Männern der NO-Provinz al-Ḥasaka. Es verwundert daher nicht, daß dies sich bei Gelegenheit in das von der SAA kontrollierte Gebiet flüchten bzw. sich direkt der SAA anschließen. Im letzten Monat [März[ hätten kurdische Kräfte gut 1.000 junge Leute in Gebieten unter ihrer Kontrolle in ar-Raqqa, Manbiğ, al-Ḥasaka und Dair az-Zaur gezwungen, den SDF beizutreten. Gegen Verweigerer wurden Razzien und Verhaftungen durchgeführt. Solches Vorgehen vermehre zusätzlich noch den Zorn der Bevölkerung über die Präsenz dieser Milizen, so daß es sogar schon zu erbitterten Gefechten zwischen Zivilisten und SDF-Leute gekommen sei. Auch wurde berichtet: Over 200 SDF fighters have recently defected and surrendered to the Syrian Army in Hasaka province.“ Laut al-ʽArabiyya News sei derlei im Februar mehrfach vorgekommen Auch frühere SDF-Führungsmitglieder hätten das Rekonziliierungsangebot der Regierung mit folgender Amnestie angenommen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980117000674 vom 6.4.2019)

Premierminister ʽImâd Ḫamîs überzeugte sich am Samstagabend in Begleitung des Gouverneurs und des Ministers für lokale Verwaltung und Umwelt ein weiteres Mal durch persönlichen Besuch von der derzeitigen Situation vor Ort, dem Funktionieren der für die Bürger notwendigen Einrichtungen sowie der Umsetzung der Entwicklungspläne. In Ğaramânâ im Rîf Dimašq, dem Umland der Hauptstadt, sprach er mit Bürgern und Beamten sowie Ausrichtern öffentlicher Unternehmungen aus der Bevölkerung über die Versorgungslage in den verschiedensten Bereich, ihre Probleme und Wünsche. Zum Umgang mit letzteren sollten Arbeitspläne erstellt werden. Durch Ausbau der lokalen Verwaltung solle der Bürgerkontakt gestärkt und das gemeinsame Angehen von Herausforderungen verwirklicht werden. Die Aufrechterhaltung einer steten Kommunikation sei notwendig, auch zur Behebung noch bestehender Schäden und Schwierigkeiten infolge der terroristischen Zerstörungswut. (https://www.sana.sy/en/?p=162739, https://www.sana.sy/?p=925502)

Das moldawische Konsulat in Odessa soll gegen Bezahlung von 1000€ bis 3000€ 60-Tage-Visa an „Dschihadisten“ ausgestellt haben, die in Syrien gekämpft und dazu über die Türkei eingereist gewesen waren. Das Konsulat wurde vom moldawischen Geheimdienst gestürmt, die unter verdächtigten Beamten verhaftet. (https://www.voltairenet.org/article205953.html vom 6.4.2019)

Ägyptens Präsidentschaftssprecher Bassâm Râḍî informierte am 6.4.2019 darüber, daß Rußlands Außenminister Sergei Lawrow beim Empfang durch Staatspräsident ʽAbdal-Fatâḥ as-Sîsî in Kairo eine Fortführung der koordinierten Unterstützung eines politischen Prozesses zur Lösung der Syrienkrise betont hätten wie die Verbesserung der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung. Daß gewisse Länderregierungen immer noch die Unterstützung von Terroristengruppen und -Organisationen betrieben, bedeute eine große Gefahr. Lawrow wies dabei auf die Notwendigkeit hin: „[for] containing terrorist elements and ensuring that they do not cross over to other areas in the region.” (https://www.sana.sy/en/?p=162674, https://www.sana.sy/?p=925340)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=924810 und https://www.sana.sy/en/?p=162618 (In Begegnung der terroristischen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib attackierte die Armee mit präzisen Artillerieschlägen und Raketenbeschuß die fortifizierte Stellungen und Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Dorf al-ʽAnkâwî im N-Rîf von Ḥamâ, wie auch um die Stadt al-Ḥuwaiz im östlichen Teil der al-Ġâb-Ebene und fügte dem Feind entsprechende Verluste zu.)

Aus der Gefangenschaft der US-unterstützten SDF-Milizen sind in der Stadt al-Mâlikiyya in der NO-Provinz al-Ḥasaka sind laut Medienbüro-Mitteilung der National Defense Forces (NDF) vom 5.4.2019 viele IS-Kämpfer entkommen. Dies wurde von Kurd Street bestätigt. Mit Luftunterstützung der US-geführten Koalition habe die SDF die Suche nach ihnen begonnen. (S. Multiple ISIS Members Escape From SDF-Run Prison In Northeastern Syria)

Massenkundgebungen in Zurückweisung von Trumps Deklaration zum Golan-Status halten auch am 5.4.2019 an. (https://www.sana.sy/?p=924569)

Am 10. April wird in der russischen Duma eine Zusammenkunft zwischen Vertretern Rußlands, des Irans und der Türkei in Moskau stattfinden, um die momentane Lage in Syrien zu diskutieren und die Zusammenarbeit im Rahmen des Astana-Prozesses zur Wiederherstellung von Sicherheit und Frieden in diesem Syrien zu besprechen. Den Iran vertritt Ḥišmatullâh Falâḥat Bîšah (Heshmatollah Falahatpisheh, vgl.u.), den Gastgeber Rußland Senator Konstantin Kosatschew, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Duma ist. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46692)

Kaum sind gut acht Jahre und damit die schlimmsten Zeiten des Terrorkrieges in Syrien um, erlaubt sich auch eines der deutschen Mainstream-Medien, Der Spiegel, in seiner Online-Ausgabe vom 4.4.2019 (s. https://www.sana.sy/?p=924226) auf die Einschleusung von tausenden Terroristen über die Türkei nach Syrien hinzuweisen.
Was bis dahin als „Verschwörungstheorie“ oder „feindliche Propaganda“ des „Schlächters“ und „Diktators“ – gemeint ist der jeweils mit überwältigender Mehrheit wiedergewählte Staatschef Dr. al-Assad – ausgegeben und im Blog seit Teil I veröffentlicht wurde (s. insbesondere u. zu Abû Banât und Abû Bakr), gilt also damit nun als akzeptable Wahrheit – besser jetzt endlich als nie!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=162592 und https://www.sana.sy/?p=924345 (Terroristenunterschlupfe im Umkreis von al-Ḥuwaiz in der nördlichen al-Ġâb-Ebene der Provinz Ḥamâ wurden mit Raketen- und Artilleriebeschuß zerstört; desgleichen erfolgte gegen Terrorostenfortifikationen von Kafar Zaitâ, 38km im NW der Provinzhauptstadt sowie auf deren Verstecke 10km östlich von Maʽrat an-Nuʽmân und am Rand der Stadt Ğarğanâz im südlichen Rîf von Idlib.)

Terroranschlag vom 4.4.2019:
Erneut attackierten Terroristen die Stadt Maḥarda im NW-Rîf von Ḥamâ mit Raketenbeschuß in weiterer Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib. Ein Toter und drei Verletzte wurden gezählt, dazu kamen enorme Sachschäden.
Die im N-Rîf stationierten Armee-Einheiten reagierten mit Beschuß der feindlichen Abschußanlagen. (https://www.sana.sy/en/?p=162589)

Ein kleiner Durchbruch bzw. „Was lange währt wird endlich gut“: es ist gelungen, eine Gruppe von 1500 Personen, vor allem Frauen und Kinder, die dringend ärztlicher Versorgung bedürfen, am 4.4.2019 aus dem Lager ar-Rukbân [alles Wissenswerte über die unmenschlichen Zuständedort innerhalb der Bannzone der US-Militärbasis at-Tanaf s.u.!] über den in der syrischen Wüste (al-Bâdiyya) eingerichteten Korridor Ğalîġam herauszuholen. Sie werden zunächst in einem Übergangszentrum betreut un mit allem nötigen versorgt, bevor sie weiter in ihre Heimatorte transportiert werden. (https://www.sana.sy/?p=924114, https://www.sana.sy/en/?p=162574)

Über die beklagenswerten harten Lebensbedingungen, unter denen die Flüchtlinge im Lager al-Hûl, das unter SDF-Kontrolle steht, ausharren müssen, wurde bereits berichtet (s.u.). Diese schlossen sich nun zu Protesten deswegen zusammen. Die US-unterstützten Milizen schossen auf die Zivilisten, um die Demonstrierenden zu zerstreuen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980116000433)

Auch in ar-Raqqa im Stadtteil Saif ad-Daula versammelte sich am 4.4.2019 eine Menge, um gegen das Vorgehen der SDF in der Region zu protestieren. Die Leute hißten Fahnen der Republik, beschrieben Wände mit entsprechenden Parolen und forderten lautstrak die Befreiung ar-Raqqas durch die Armee. Die Demonstranten wurden hier ebenfalls gewaltsam auseinandergetrieben. Gleiches sei – zum wiederholten Mal – östlich von Dair az-Zaur passiert. Der TV-Kanal al-Manâr habe berichtet, daß sich darauf ein US-Militärkonvoi, begleitet von SDF-Kräfte, aus der Gegend nördlich von Dair az-Zaur nach ar-Raqqa aufgemacht habe. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980116000292)

Am Do., 4.4.2019, traf der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza an der Spitze einer Delegation zu einem Staatsbesuch in Damaskus ein, nachdem er zuvor im Libanon ein Gespräch mit Staatschef Michel ʽAûn geführt hatte. Auf dem Programm standen ein Treffen mit Staatspräsident Dr. al-Assad sowie dem Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, eine gemeinsame Pressekonferenz mit diesem und eine Veranstaltung in der Universität von Damaskus.
Bei der Pressekonferenz kam al–Muʽallim auf die Golan-Proklamation von US-Präsident Trump (vgl.u.) zu sprechen. Diese habe als einzigen Effekt nur die Isolation der USA gehabt. Erneut unterstrich er: „our right in the occupied Syrian Golan is firm and can’t be disclaimed by time lapse and every inch of the occupied Syrian territories will be liberated. … Syria will liberate the occupied Golan by all means and all choices are on the table.” Aufgrund der jüngsten Vorgehensweise der israelischen Regierung unter Netanjahu (s.u.) mit Auswirkungen auf den nördlichen Nachbarn Syrien, welche von der Regierung in Damaskus als fortschreitende Provokation angesehen werden konnte, warnte der Außenminister, man sei entschieden, das Heimatland zu verteidigen wie das schon seit 2011 der Fall sei: „‘Israel’ mustn’t go far…We have will and determination and our war since 2011 till now is to protect Syria’s sovereignty and independence and to liberate every inch of its territories.”
Hinsichtlich des Golan-Status und des kürzlich – wieder ohne Syrien – stattgehabten Gipfeltreffens der Arabischen Liga kritisierte mittels einer rhetorischen Frage: „Is it possible that the Arab Summit issues a statement on the occupied Syrian Golan which is weaker than Britain’s stance?”
Der (Wirtschafts)Krieg halte weiter an, woraus folge „Our war on terrorism hasn’t stopped and the conspiracy against us is continued through the military assault and the economic siege with the aim of prolonging the crisis in Syria in the interest of ‘Israel’.”
Die verfehlte Politik Erdogans gegen Syrien mit Terroristenunterstützung habe nun ihre Quittung erhalten: „The mistakes of Erdogan’s policies and his support to terrorism in Syria have been clear through the results of the latest Turkish elections.” Negativ wirke sich die Verzögerung der Umsetzung des Sotschi-Abkommens in der Provinz Idlib aus, die nicht den Terroristen überlassen werden könne: „The Turkish side delayed the implementation of Sochi agreement on Idleb, and we are still waiting for the implementation of the agreement, yet patience has limits and we must liberate this land.”
Enttäuschend sei die ebenfalls nicht umgesetzte US-Ankündigung eines Truppenabzugs: „The US administration lies with regard to pulling out its troops, which are illegitimately deployed in Syria, and it isn’t our duty to teach them to be honest.”
In Bezug auf die Lage in der Ğazîra-Region [östlich des Euphrats] erinnerte der Vizepremier daran, dort im NO-Syrien gebe es arabische Stämme und eine Gruppe kurdischer syrischer Bürger; es sei zu hoffen, daß sie Vernunft walten ließen, aus den Lehren aus der Vergangenheit und der Geschichte gelernt hätten, so daß sie allein der Heimat [und ihren Vertreten] trauten.
Venezuelas Außenminister Arreaza erklärte, er sei sich mit seinem syrischen Amtskollegen einig darin, daß die US-Konspiration gegen Syrien wie Venezuela denselben Weg eingeschlagen habe, indem er äußerte: „I agree with Minister al-Moallem that the US conspiracy which is targeting our countries is one,” und fuhrt hoffnungsvoll fort: „The Venezuelan and the Syrian people are resisting the imperialism and the US conspiracies and they will triumph.” Man könne von Syrien lernen, wie man damit umgehe: „Venezuela will benefit from Syria’s experience in the war against terrorism in facing the US con­spi­racy hatched against it.”
Seinem Land drohten die USA direkt mit einer Invasion, während sie einen Dialog ausschlössen: „The US government speaks about a military intervention in Venezuela and it says that all options are on the table and the question is why dialogue isn’t among the options.” Im UN-Sicherheitsrat gebe es mehrere Länder, deren Regierungen die US-Pläne unterstützten, welche auf eine Destabilisierung Venezuelas durch Einmischung in seine inneren Angelegenheiten hinausliefen. Doch Venezuela habe die von Juan Guaidos rechtsextremer Partei geschürten Pläne gegen das Land vereitelt, die zum Ziel hatten, die Stabilität des Landes mit Hilfe der Regierung in Washington zu untergraben.
Schließlich versicherte er: „We feel proud for being in Syria in this significant historical stage of the peoples’ history and will celebrate with Syria achieving the final victory over terrorism.”
(https://www.sana.sy/en/?p=162549, https://www.sana.sy/?p=923939)

Beim Empfang durch Präsident Dr. al-Assad am 4.4.2019 informierte Jorge Arreaza diesen über die jüngsten Vorkommnisse in Venezuela, äußerte jedoch die Hoffnung, bald mit der Krise fertigwerden zu können.
Dr. al-Assad bemerkte, die Vorgehensweise einiger westlicher Regierungen, allen voran derer der USA, charakterisiert durch rücksichtslose Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten, mit Verhängung einseitiger wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen, wie es jetzt auch in Venezuela der Fall sei, sei zu deren Gewohnheit im Umgang mit Staaten geworden, welche sich nicht deren hegemonialen Zielen unterwürfen.
Die Vorgehensweisen in Syrien und Venezuela glichen sich, es gehe um Dominanz, Kontrolle von Entscheidungen anderer Regierungen, die unabhängig und im Interesse ihrer Bevölkerung sein sollten, und Unterminierung des Völkerrechts, denn diese Praktiken widersprächen den wichtigsten Prinzipien der UN-Charta, welche Respekt gegenüber der Souveränität und dem Selbstbestimmungsrecht von Staaten fordern.
Minister Arreaza stimmte dem zu und dankte gleichzeitig für die Haltung der syrischen Regierung in Unterstützung Venezuelas in der derzeitigen Krise. Die Feinde beider Staaten seien die gleichen, sie entfachten Kriege für ihre Zwecke. Was die US-Administration derzeit unternehme, stehe in einer langen, Jahrzehnte andauernden Reihe von Versuchen, Kontrolle über die Regierung und damit über die Ressourcen des Landes zu gewinnen. Doch wer meine, er könne so gegen die Venezolaner gewinnen, der unterschätze ihren Durchhalte und Widerstandswillen.
Andererseits wurden noch die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen beider Staaten zueinander erörtert und festgestellt, wie wichtig deren Vertiefung auf allen Gebieten im Interesse beider Völker sei.
Letzterem war auch hauptsächlich das Treffen zwischen Außenminister Walîd al-Muʽallim und der venezolanischen Delegation mit Minister Arreaza an der Spitze gewidmet neben einer Diskussion der derzeitigen Lage in beiden Ländern, die sich der gleichen US-Verschwörung gegenüber sähen.(https://www.sana.sy/?p=924069, https://www.sana.sy/en/?p=162569; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46684 – Zu den angesprochenen langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Syrien und Venezuela – Syriens wie Venezuelas frühere Präsidenten waren direkt befreundet – s. Präsidenten-Interviews!)

Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hielt zudem vor Studenten und Professoren der Universität Damaskus eine Rede und bekundete, während seines Besuchs in Syrien Sympathie und Verständnis erfahren zu haben. Die derzeit gegen sein Land lancierte Verschwörung sei ganz ähnlich der, der sich Syrien seit 2011 ausgesetzt sieht und die das Land schon fast überwunden habe. Davon auch sein Land. Auch die Anstifter seien mehr oder weniger dieselben, nämlich die USA und ihre Alliierten, so daß Venezuela von den Erfahrungen Syriens und seinem Erfolg profitiert habe.
Die Bewohner beider Länder teilten etliche grundsätzlich Werte wie den Wunsch und den Willen zur Verteidigung der eigenen Souveränität und unabhängigen Entscheidung.
Arreaza verwies auf das Angebot durch Präsident Maduro an die venezolanische Opposition wie die USA zum Dialog und zur Öffnung von Kommunikationskanälen, doch die Gegenseite habe dies abgelehnt, wohl um Zeit zu gewinnen, da bei einem inner-venezolanischen Dialog freilich die ausländischen Drahtzieher und Unterstützer der Opposition nicht mit am Tisch säßen.
Sein Land habe jedenfalls den Wunsch, Krieg und militärische Eingriffe in seine inneren Angele­gen­heiten nach Möglichkeit zu vermeiden. Im Versuch, Venezuela ihre Hegemonie und Kontrolle aufzudrängen, hätten sich die aufeinanderfolgenden US-Administrationen immer ärger werdend barbarisch-brutal benommen. Daß diese Versuche bislang zum Scheitern verurteilt gewesen seien, erzürne die Regierung in Washington freilich; daher seien die unilaterale Zwangsmaßnahmen zum Zug gekommen, um so Druck auf die bislang standhafte venezolanische Bevölkerung auszuüben. Da sei die Unterstützung von Freunden wie Rußland, China, dem Iran, Syrien, Serbien und Weißrußland sehr willkommen.
Universitätspräsident Dr. Muḥammad Mâhir Qabâqîbî betonte in seiner Ansprache die freundlichen langjährigen Beziehungen zwischen Syrien und Venezuela, welche sich im Lauf der Jahre auf verschiedenen Ebenen gut entwickelt hätten. Beide verbinde der Widerstand gegen hegemoniale Kräfte, die nicht einmal gescheut hätten einen globalen Terrorismuskrieg zu entfachen zum Vorteil von Israel.
In neuerlicher Verurteilung von Trumps Golan-Proklamation, einem eklatanten Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität Syriens, konstatierte er, dies sei ein verzweifelter Versuch gewesen, Syrien zu erniedrigen und es dazu zu bringen, sein legitimes Recht auf die Wiedererlangung seines Landes aufzugeben. Doch Syrien habe dank der Widerstandsfähigkeit seines Volkes, der Opfer seiner tapferen Armee und der Weisheit seiner Führung standgehalten.
Dr. Qabâqîbî stellte zudem die Bereitschaft der Universität heraus, die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten zu stärken und akademische Zusammenarbeit zu fördern durch den Abschluß weiterer Kooperationsabkommen mit Universitäten und wissenschaftlichen Zentren in Venezuela.
An der Veranstaltung nahmen eine Reihe von Botschaftern und Vertretern der in Syrien akkreditierten ara­bischen und ausländischen diplomatischen Vertretungen, Leiter und Vertreter nationaler Parteien, Führer und Vertreter der palästinensischen Widerstandsfraktionen in Damaskus, Dekane der Fakultä­ten der damaszener Universität, Fakultätsmitglieder, Kultur- und Gewerkschaftsvertreter sowie zahlreiche Studenten teil.
Minister Arreaza besuchte dann das Denkmal des früheren, inzwischen verstorbenen venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez auf dem Campus der Uni­ver­sität von Damaskus. Dort wurden Kränze abgelegt.(https://www.sana.sy/?p=924360)

Kasachstans Vizeaußenminister gab am 4.4.2019 bekannt, daß die nächste Astana-Konferenz in der mittlerweile in Nûr-Sulṭân umbenannten Hauptstadt des Landes am 25. und 26.4.2019 stattfinden werde. (https://www.sana.sy/en/?p=162514, https://www.sana.sy/?p=923853)

Hawar News berichtete am 4.4.2019, daß sich erneut (vgl.u.) dem türkischen Militär affiliierte Terroristen in der türkisch besetzten Region ʽAfrîn in Nord-Syrien mit schwerem Geräten an archäologischen Stätten zu schaffen machten, um sie zu plündern. Die Unruhe unter der Bevölkerung steigt weiter an aufgrund der Übergriffe (vgl.u.) des türkischen Militärs und der erwähnten Terroristen unter deren Schutz. Immer wieder wird in Protesten deren Abzug gefordert. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980115000136)
*

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa wiederholte am 4.4.2019 in Moskau während der wöchentlichen Pressekonferenz die Warnung: „As mentioned earlier, the terrorists in Idleb continue to prepare provocations with the use of toxic materials.” (https://www.sana.sy/en/?p=162600, https://www.sana.sy/?p=924390
Lokale Quellen meldeten laut Sputnik News wieder verdächtige Aktivitäten der Terroristen in der Provinz Idlib: in einem der Hauptquartiere von Ğabhatu_n-Nuṣra in der ar-Rûğ-Ebene westlich von Idlib hätten Terroristen dieser Gruppe wie von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî , Affiliierten der Erstgenannten, etwa 120 Raketenhülsen mit chemischen Kampfstoffen befüllt unter Beteiligung und Überwachung belgischer Experten (Näheres dazu s.u.!).
In bewährter Zusammenarbeit mit Mitgliedern der White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes. Teil V, zur Evakuierungsaktion s. Teil VI) seien diese entsprechend modifizierten Raketen am vergangenen Montag (1.4.2019) mit fünf Krankenwagen von den Lagerhäusern von Ğabhatu_n-Nuṣra in Idlib [Stadt?] zu einem Hauptquartier in der ar-Rûğ-Ebene befördert worden, während die Weißen Helme spezielle Ausrüstung aus dem Gebiet Ḫân Šaiḫûn in das gleiche Haupt­quartier transportiert hätten. Die belgischen Experten überwachten die Beförderung von acht in Holzkisten untergebrachten Chlorgasflaschen, die in einem geschlossenen Wagen lagen, von einem Ğabhatu_n-Nuṣra Hauptquartier in der Stadt ad-Dânâ nördlich von Idlib. Später wurden die modifizierten Raketen in drei Chargen aufgeteilt: eine Partie erhielten die Terroristen von Ğaiš al-ʽIzza und urâs ad-Dîn im Nord-Rîf von Ḥamâ, eine weitere wurde den Terroristen von Anâr at-Tawîd in ihrem Kontrollbe­reich in der al-Ġâb-Ebene im Nord-Rîf von Ḥamâ über­geben, und die 3. Charge wurde zu den chinesischen Uiguren innerhalb der Gruppe al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî im NO-Rîf von al-Lâḏa­qiyya transferiert. (https://www.sana.sy/?p=924554)

Es scheint, als ziehe Rußlands Staatschef Putin in der angespannten Nahost-Situation infolge der Trump-Proklamation durch US-Präsident Trump und dadurch befeuerten Aktionen des israelischen Premiers Netanjahu gegen die Nachbarstaaten zur Beruhigung der Lage wieder einmal eine besondere Karte als freundliche Geste. Verschiedene Medien, so auch die Times of Israel und die Jerusalem Post berichteten am 4.4.2019 über die Rückgabe der sterblichen Überreste des in den USA geborenen israelischen Soldaten Zachary Baumel, der im Gefecht von Sulṭân Yaʽqûb am 10.6.1982 gegen die SAA im Libanon gefallen war, wie die seiner Kameraden Yehuda Katz und Tzvi Feldman.
Präsident Putin bemerkte dazu gegenüber Premierminister Netanjahu, russisches Militär „alongside their Syrian partners established where his burial site was. … We are very happy that Israel can bestow upon him military honors in his homeland. But the main thing is that it’s purely a humanitarian issue, so that his relatives could simply lay flowers at his gra­ves.“ Er betonte: „it wasn’t an easy operation for the military.“ Darauf habe sich Netanjahu beim russischen Verteidigungsministerium bedankt und erklärt: „We will not forget this.“ Netanjahu hatte sich vor zwei Jahren schon an den Kreml zwecks Hilfe beim Feststellen von Begräbsnisorten gefallener israelischer Soldaten im Ausland gewandt. Das (erneute) Begräbnis von Baumel fand am 4.4.2019 statt. (http://tass.com/defense/1052144)

Die massiven, landesweiten, doch friedlichen Proteste gegen US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan-Status gehen auch am 4.4.2019 weiter. (https://www.sana.sy/?p=923884, https://www.sana.sy/en/?p=162535)
Dazu paßt folgende Nachricht:
Das US-Medium Modern Diplomacy veröffentlichte am Di., 2.4.2019 einen Bericht, den al-Maʽlûma News selben Tags wiedergab. Demnach plane das Pentagon, einen großen Teil des irakischen Territoriums stärker in den Griff zu bekommen im Gefolge der Anerkennung der israelischen Annexion des syrischen Golan durch US-Präsident Trumps Proklamation vom 25.3.2019 (s. Syrien).
Im Weiteren verlautete dazu: „Die US-Präsenz im Irak ist in sechs Stützpunkte unterteilt, in denen sich Marines in der Nähe von ar-Ramâdîn befinden und die K1-Basis in der Nähe von Kirkûk verstärken, um den Norden der syrisch-irakischen Grenze zu kontrollieren. … Die amerikanischen Streitkräfte seien auf der ʽAin al-Assad-Luftbasis und der Basis at-Tanaf nahe des syrisch-jordanischen Dreiecks anwe­send, wo sie von Marines und elektron­ischen Netzwerken verstärkt würden. . … Die Verstärkung der US-Streitkräfte stellt schwere Artillerie auf. … Dank dieser neuen Verteilung besteht die Kontrolle der US-Streitkräfte am Boden darin, daß sie [Militär]Bewegungen, Geheimdienst[aktionen] und Kommunikationen eines großen Teils des irakischen [sic!] Territori­ums zwischen al-asaka und at-Tanaf zu über­wacht, das an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak liegt. … Dies stellt einen Druck der USA auf die Golanhöhen dar, was eine klare militärische und politische Unterstützung für die Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen bedeutet. … Die Vereinigten Staaten erhalten weiterhin ihre militärische Präsenz in Syrien aufrecht und verstärken sie, insbesondere im östlichen Teil des Landes und in Gebieten des West­irak. … Derzeit gibt es etwa 400 Militärs in Syrien, 200 davon im Norden in Aleppo und östlichen des Euphrats, wohin sie direkt aus dem irakischen Kurdistan und durch den Grenzübergang al-Walîd gekommen sind.“ (https://www.almaalomah.com/2019/04/02/397435/) – Die Vermehrung von US-Truppen und ihre Verteilung im Land hatten verschiedene hohe irakische Politiker in der jüngeren Vergangenheit immer wieder angesprochen und heftig kritisiert, während die US-Seite weiterhin behauptet hatte, die US-Kräfte seien nur gemäß des Sicherheitsübereinkommens als Berater im Irak (vgl. jeweils u.!). Auch hatte die Staatsspitze erklärt, daß Stützpunkte ausländischer Streitkräfte im Irak illegal und nicht zu dulden seien (vgl.u.). Ein Gesetz ist in Planung, sämtliches ausländische Militär, allen voran die US-Kräfte, aus dem Land zu schaffen (s.u.).
Diese Meldung noch verstärkend trat am 4.4.2019 folgende hinzu:
Eine offizielle Quelle von der lokalen Regierung der, an Syrien grenzenden, westirakischen Provinz al-Anbâr machte am Donnerstag gegenüber al-Maʽlûma News die Errichtung einer neuen US-Militärbasis im Gebiet ar-Rukbân [zum Flüchtlingslager bei der US-Militärbasis at-Tanaf auf syrischer Seite s.u.!] allerdings auf jordanischer Seite der Grenze publik. Es handelt sich in der Region um ein Länderdreieck, da auch die Grenze zum Irak nicht fern ist. Damit sollen beide Länder, Syrien wie der Irak, überwacht werden. Der Informant fuhr fort, die Basis umfasse eine große Anzahl an US-amerikanischen Truppen, die über leichte und schwere Waffen sowie Kampfflugzeuge verfügten. (https://www.almaalomah.com/2019/04/04/397862/) – Nahe ʽAmmân befand sich eines der Hauptquartiere der syrienfeindlichen Koalition während der letzten Kriegsjahre! Über Jordanien drangen die Jahre über etliche entsprechend ausgestattete und trainierte Terroristenkontingente nach Syrien ein; andererseits wurden Funde aus Raubgrabungen über Jordanien ausgeschleust (vgl. frühere Teile des Threads!)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=923306 und https://www.sana.sy/en/?p=162464 (Armee-Einheiten vernichteten Terroristengruppen und zerstörten deren Fahrzeuge im Gipfelgebiet des an-Nabî Ayûb im az-Zâwiyya-Gebirge, 30km im SW der Provinzhauptstadt Idlib. Andere Einheiten zerstörten Unterschlupfe von Ğabhatu_n-Nuṣra am Rand des Dorfes Basanqûl im Gebiet von Arîḥâ im Rîf von Idlib. Gezielte Raketenangriffen trafen Terroristengruppen in den Außenbereichen von Talmanas und Maʽr šamârîn im SO-Rîf von Idlib. Armee-Einheiten eliminierten zudem Gruppen Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ḫân Šaiḫûn, at-Taḥ und al-Ḫuwain im S-Rîf.)- FNA ergänzte unter Rückgriff auf einen Artikel der wohl syrischen Tageszeitung al-Waṭan, daß die erfolgreichen Einsätze gegen die Terroristen im Bergland in Reaktion auf deren Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib erfolgten und zwar mit Luftunterstützung von syrisch-russischer Seite. Sputnik News informiert zudem darüber, daß dabei ein Hauptquartier von Ğabhatu_n-Nuṣra samt Waffenlagern und solchen für weiteres militärisches Equipment getroffen und zerstört wurden; da dort gerade ein Treffen stattgefunden hatte, wurden zudem eine große Anzahl Terroristen getötet. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980115000091) S.a. http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980114000426 und http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980115000291.

Nachdem aus der Bâdiyya-Region (Geröllwüste) zwischen den östlichen Teilen der Provinzen Ḥomṣ und Dair az-Zaur immer wieder Angriffe von verbliebenen IS-Trupps stattgefunden hatten, widmete sich die SAA deren Bekämpfung per Luftwaffe und Bodentruppen in erbitterten Gefechten nahe der T2 Station, an der Verbindungsstraße zur Oasenstadt Tadmur und in deren östlicher Region und an der Verwaltungsgrenze der genannten Provinzen, wobei etliche IS-Befestigungen, -Stellungen, und -Lagerplätze zerstört und viele der Terroristen eliminiert wurden. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980114000426)
Ähnlich verfuhr die SAA mit IS-Resten und -Bewegungen nahe al-Bû Kamâl in der Provinz Dair az-Zaur, welche in das Gebiet um al-Bâġûz östlich des Euphrats einzufallen versuchten. Die Armee baute ihre Stellungen dort aus. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980115000291)

Wie schon kürzlich dargelegt wird nun auch von den SDF hinsichtlich des angeblich besiegten IS östlich des mittleren Euphrattals öffentlich zugegeben, daß dem nicht so ist: US-Backed Forces Admit That Battle Against ISIS In Euphrates Valley Is Still Ongoing (vom 3.4.2019)

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bekräftigte am 3.4.2019 während einer gemeinsam mit dem ägyptischen Außenminister bestrittenen Pressekonferenz nochmals (vgl.u.) auf eine Frage zur UN-Haltung bzgl. Stellungnahme von US-Präsident Trumps Golan-Proklamation: „The Golan is an occupied Syrian land and the UN will work on preserving the safety of the Syrian territories.” (https://www.sana.sy/en/?p=162508, https://www.sana.sy/?p=923546)

In einem Interview vom 3.4.2019 machte Rußlands Außenminister Lawrow darauf aufmerksam, daß der Terrorismus in Syrien noch nicht ausgerottet sei („hasn’t finished yet”) und daraus resultierend wiederholte er: „It is important for us to completely crush hotbeds of ter­rorism, and one of the most important of them which raises concerns is Idleb as there are still several thousands of terrorists in it.” Außerdem informierte er darüber, daß sich die US-Administration nach einer langen Zeit der Vermeidungshaltung [vgl. frühere Thread-Teile!] nun offenbar endlich offener für Gespräche zur Bekämpfung des Terrorismus zeige und setzte hinzu: „and we will resume dialogue with the European Union.” (https://www.sana.sy/en/?p=162511, https://www.sana.sy/?p=923770)
Im Interview mit der Kairoer Tageszeitung al-Aḫrâm kritisierte der russische Chefdiplomat auf Anfrage nochmals massive US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan und bezeichnete die israelischen Angriffe auf syrisches Territorium (vgl.u.) als “inakzeptabel“. (https://www.sana.sy/en/?p=162634, https://www.sana.sy/?p=924950) – Das gesamte Interview übersetzt ins Englische ist nachzulesen bei: Russian Foreign Minister’s Interview with the daily Moskovsky Komsomolets (April 3, 2019)

Das Gleiche gelte für die Position der USA und der EU, welche [Hilfe bei] Wiederaufbaumaßnahmen in Syrien von einem Machtwechsel abhängig machten. Das sei Politisierung humanitärer Hilfsmaßnahmen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46726)

Eine neue Gruppe Syrer, ca. 150 Personen, kam am 3.4.2019 über den Grenzübergang Naṣîb aus den jordanischen Flüchtlingslagern al-Azraq und Zaʽtarî in die Heimat zurück. Viele drängten sich danach, gegenüber dem SANA-Reporter, ihre Freude wie ihren Dank gegenüber den Behörden und an die SAA kundzutun, die dies möglich gemacht hatten. – Damit sind bislang über den Mitte Oktober letzten Jahres geöffneten Übergang 17050 Flüchtlinge wieder heimgekehrt.
(https://www.sana.sy/en/?p=162467, https://www.sana.sy/?p=923457)

Golan-Protestkundgebung in Mağdal aš-Šams, Photo: SANA

Die landesweiten, massiven, doch friedlichen Proteste gegen US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan-Status halten am 3.4.2019 auch auf dem besetzten Golan weiter an. (https://www.sana.sy/en/?p=162456, https://www.sana.sy/?p=923222, https://www.sana.sy/?p=923014) – Vor dem UN-Büro in Damaskus sammelten sich Professoren der Universität zusammen mit Studenten zu ensprechenden Protest-Kundgebungen. (https://www.sana.sy/en/?p=162433)
Dieser Art von Protesten schlossen sich im Nachbarland Libanon die maronitischen Bischöfe an. Nach deren Treffen in Bakarkî unter Leitung des Patriarchen, Kardinal Mâr Bišâra Baṭrus ar-Râʽî, vom 3.4.2019 gab dieser eine gemeinsame Erklärung dazu gegenüber der Presse bekannt. Sie lautete: „Wir bedauern die Entscheidung der amerikanischen Regierung in Bezug auf den besetzten syrischen Golan, weil sie einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die internationale Legitimität darstellt und das Recht jedes Volkes ablehnt, die Rückgabe seines gestohlenen und besetzten Landes zu fordern.“ (https://www.sana.sy/?p=923385)

SAA-Posten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=922665 und https://www.sana.sy/en/?p=162412 (Im N-Rîf von Ḥamâ stationierte Soldaten zerstörten eine Anzahl an Verstecken und fortifizierten Positionen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî im Umkreis der Landstädte al-ʽAnkâwî und Šûrlîn mitsamt einigen Waffen- und Munitionsbeständen.)

Terroranschlag vom 2.4.2019:
In Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib feuerten im N-Rîf von Ḥamâ in Stellung gegangene Terrorgruppen Raketen auf die [Neubau-]Siedlung des al-Mašârîʽ-Projekts östlich der Stadt Ğûrîn und beschädigten etliche der Wohngebäude und weiteres Eigentum. (https://www.sana.sy/en/?p=162401, https://www.sana.sy/?p=922684)

Hunger und üble Zustände im Flüchtlingslager ar-Rukbân beim US-Stützpunkt at-Tanaf, Abb.: voutube.com

Generalleutnant Michail Mizintsew, Leiter des russischen Nationalen Verteidigungsmanagementzentrums, kritisierte am 2.4.2019 erneut die seitens der US-Administration absichtlich immer wieder verschobene Evakuierung der unter katastrophalen erhältnissen im Lager ar-Rukbân ausharrenden Flüchtlinge, die schon seit langem in ihre Heimat zurückkehren wollen und auch könnten. Ihr Lager befindet sich in der US-kontrollierten Bannzone um deren völkerrechtswidrig bei at-Tanaf an einem stretegisch bedeutsamen Punkt an der Grenze zu jordanien errichteten Militärbasis. Innerhalb dessen dulden die US-Militärs Terrorgruppen (vgl.u.), lassen jedoch. Hilfskonvois der Regierung nicht durch und blocken Evakuierungsversuche ab, für die schon alles vorbereitet worden war (s.u.).
All US justifications about non-willing­ness of the Syrian government to receive the besieged citizens in al-Rukban camp are baseless and illusive,” erklärte der Generalleutnant daher. Schließlich seien in den letzten acht Monaten mehr als 170.000Flüchtlinge aus Lagern im Libanon und Jordanien in ihre von Terrorismus befreiten Gebiete zurückgekehrt, was der vier­fachen Anzahl der derzeitigen Lagerbewohner in ar-Rukbân entspreche. Die syrische Regierung sei „offen für die Zusammenarbeit mit Vertretern der Vereinten Nationen und freue sich auf wirksamere Unterstützung bei der Umsetzung praktischer Schritte zur Wiederansied­lung der Vertriebenen vom Lager ar-Rukbân.“
Demgegenüber habe die US-Seite sogar die Teilnahme an der Koordinierungssitzung vom 26.3.2019 (s.u.) in der Region Ẓâẓâ im östlichen Rîf von Homs abgelehnt wie auch die 3. Koordinierungssitzung vom Anfang dieses Monats. Derweils verschlechterte sich die Situation im Lager immer weiter. (https://www.sana.sy/en/?p=162427, https://www.sana.sy/?p=923047)

Golan-Proteste gegen Trump-Proklamation, Photo: SANA

Auch am 2.4.2019 fanden über die Provinzen hinweg friedliche Protestkundgebungen gegen US-Präsident Trumps Golan-Proklamation statt. (https://www.sana.sy/en/?p=162394, https://www.sana.sy/?p=922635)

Der Libanon meldete am 2.4.2019 wieder Verletzungen seines Luftraums bis zu den Golanhöhen und seiner Hoheitsgewässer durch israelische Kampf- und Aufklärungsjets wie ein Kriegsschiff, welche neben dem Völkerrecht an sich insbesondere der UNSC-Resolution 1701 zuwiderhandeln. (https://www.sana.sy/?p=922780) – Derlei Teritorialverletzungen gingen in der Vergangenheit vielfach mit Angriffen auf syrischesTerritorium (vgl.u.) seitens des israelischen Militärs (IDF) einher.

Terroristische Raketenangriffe auf Maḥarda/Ḥamâ Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.4.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=922160 und https://www.sana.sy/en/?p=162362 (Neben Reaktion auf den Terroranschlag von Maḥarda (s.u.) wurden Stellungen und Unterschlupfe von Katâ´ib al-ʽIzza an den westlichen Ausläufern von Kafar Zaitâ und al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ samt etlichen der Terroristen eliminiert. Desgleichen geschah mit Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kafar Zaitâ, wobei unter den getöteten deren Anführer Muḥammad ʽAbdur-Raḥman ar-Râʽî identifiziert wurde.)

Israelisches Siedlungsbauprojekt – hier im Westjordanland, Photo: dw.com

Nach der Anerkennung der israelischen Annexion des besetzten syrischen Golans durch US-Präsident Trump (s.u.) im Bruch des Völkerrechts – und nach dem fortgesetzten Bau neuer israelischer Siedlungen auf dem besetzten palästinensischen Gebiet im Widerpruch zum UN-Teilungsplan vom 29.11.1947 gemäß UN-Resolution 181 (II) – plant die Regierung in Tel Aviv nach eigenen Angaben 30.000 Wohneinheiten in Form von zwei neuen israeli­schen Siedlungen für 250.000 Israelis auf den Golanhöhen. Dies wurde im israelischen Fernsehen am Mo., 1.4.2019, mitgeteilt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46641)

Rußlands Staatspräsident Putin führte am 1.4.2019 noch ein Telefonat mit Israels Peremierminister Netanjahu über die Situation im Nahen Osten, speziell Syrien. (http://parstoday.com/de/news/world-i46640)

Am Mo., 1.4.2019, hielten in verschiedenen Landesteilen die friedlichen, jedoch entschiedenen Proteste gegen US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan-Status weiter an. (https://www.sana.sy/?p=922064, https://www.sana.sy/en/?p=162338) – Weitere Beispiele aus dem Inland (darunter der Oberste Rat der Evangelischen Gemeinschaft in Syrien und dem Libanon) wie Ausland finden sich unter: https://www.sana.sy/?p=922347 und https://www.sana.sy/?p=921999!

Terroranschlag, „nur“ Sachschaden, Photo: SANA

Terroranschlag vom 1.4.2019:
Wieder beschossen Terroristen die Stadt Maḥarda im NW-Rîf von Ḥamâ mit Raketen, was zu Schäden an Wohnhäusern, weiterem Eigentum und der Infrastruktur führte. Die im N-Rîf stationierten Armee-Einheiten reagierten auf diese Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit Zerstörung der feindlichen Abschußanlagen und fortifizierten Stellungen. (https://www.sana.sy/en/?p=162365)

Mit Bezug auf einen Artikel in der Tageszeitung al-Waṭan [welchen Landes wird nicht vermittelt!] vom 1.4.2019 meldet FNA, daß die in der de-militarisierten Zone von Idlib aktiven Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra samtAffiliierten [unter welchen Neubenennungen auch immer, dazu s.u.] sich unter dem Schutz und mit Unterstützung der türkischen Militärs samt Geheimdienst MIT dort festzusetzen suchten mittels türkischerseits versprochener autonomer Regierung bzw. einem ‚Interim Government‘ als politischem Zweig der ansonsten nur kämpferisch hervorgetretenen Terrororganisation, welche in letzter Zeit die anderen Gruppen der Region in die eigenen Reihen eingliederte (dazu s.u.). eine solche Entwicklung widerspricht jedoch vollends den im September 2018 in Sotschi zwischen der Türkei und Rußland zustande gekommenen Vereinbarung, welche eine im Herbst geplante counterterroristische SAA-Operation im Gebiet zunächst verhindern sollte. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980112000130)
Beim Durchkämmen der Region nach Kampfmittelüberresten bzw. von Terroisten ausgelegte Minen fanden die Behördenmitarbeiter am 1.4.2019 in Inḫil im N-Rîf der südlichen Provinz Darʽâ wieder ein verlassenes Waffen- und Munitionsdepot der Terroristen. Dieses beinhaltete u.a. schwere Maschinengewehre, Sturmgewehre, automatische Waffen, einige von ihnen aus westlichen Beständen, Mehrfachraketenwerfer, dazu die benötigte Munition, Telekommunikationsgeräte, Signal- und Nachtsichtgerä­te, individuelle Waffen, Schutzmasken und Münzen aus alt-historischer Zeit. (https://www.sana.sy/en/?p=162332, https://www.sana.sy/?p=922067)

Ausgrabungsgelände Ugarit, Photo: SANA

Aus Anlaß des 90. Jahrestages des Beginns der archäologischen Forschungen zum Königreich Ugarit hielt der Archäologe Dr. ʽAlî al-Qayyam, ein gefragter Spezialist auch bzgl. der Keilschriften, einen Vortrag mit dem Titel „Ugarit and its Cultural Role” am Abend des 1.4.2019 im Abû Rûmâna-Kulturzentrum von Damaskus. Besonders wertvolle Funde im weltberühmten Ausgrabungsgelände des heutigen Ortes Raʾs Šamra in der Provinz al-Lâḏa­qiyya waren die Keilschrifttäfelchen mit dem charakteristischen Alphabet, das 600 Zeichen auf schließlich 30 zurückführte und als Ursprung vieler heute noch gebräuchlichen Alphabete gilt. Das Wort Ugarit stecke noch in dem Sonder-Fachgebiet Ugaritologie wie im Fach-Magazin Ugaritica.
Die gut 8.000 gefundenen Keilschrifttäfelchen enthielten Gebete, Rituelles, Lyrik (z.B. Gesang an den Mondgott), Legenden, Literarisches, schulische Übungen und Wörterbücher, bildeten Stempel oder informierten über Kulte, Wirtschaftliches, Handel, Verträge und vermittelten so ein Bild der damaligen vielfältigen Gesellschaft. Gefunden wurden vor Ort auch churritische und akkadische Texte, welche in ugaritischer Keilschrift geschrieben waren. Interessant sei auch, daß die alteingesessenen Bewohner von al-Lâḏa­qiyya noch Begriffe verwendeten, welche unarabisch seien und noch aus der alten ugaritischen Zeit stammten. Erhaltene Aufzeichnungen aus dem Palast bewiesen, daß Handels- und kulturelle Beziehungen mit den Hethitern und Ägypten bestanden. Erhaltene Briefwechsel zwischen hohen Beamten handelten von der Kultivierung von Getreide und Olivenbäumen, der Zucht von Kühen, Ziegen und Geflügel sowie den Fortschritten in der Textilproduktion wie Fertigungen aus Bronze und anderen Metallen.
Ein Dokument beschreibe das Phänomen der Sonnenfinsternis auf sehr genaue und detaillierte Weise. Ein weiteres besonderes Täfelchen zeigte früheste und primitive Formen der Notation [Notenschrift].
Außerdem wurde Abbildungen von ausgegrabenen Gegenstände und eine Dokumentation über die ugaritische Gesellschaft von Dr. ʽAlî al-Qayyam gezeigt.(https://www.sana.sy/en/?p=162379, https://www.sana.sy/?p=922521)

Am 1.4.2019 endet das 12-tägige Frühlingsfest alter Kulturen der Region, Akîtû genannt, das tausende Jahre zurückgeht und früher den Jahresanfang mit Ausbringen der Saat markierte, wie der Generaldirektor für Antiquitäten und Museen, Dr. Maḥmûd Ḥamûd, erklärt. Sein Beginn liegt am Tag des Frühlingsäquinoktiums, gewöhnlich der 21. März, und wird als Naurûz (vgl.u.) bezeichnet. Dem alten syrischen Kalender gemäß wäre demnach der Beginn des Jahres 6769, der Kalender sei also ca. 500 Jahre älter als jener der ägyptischen Pharaonen oder der chinesischen. (https://www.sana.sy/?p=922106, https://www.sana.sy/?p=733126)

Der Kommissionsvorsitzende für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, Ḥišmatullâh Falâḥat Bîšah (Heshmatollah Falahatpisheh), warnte am 31.3.2019, die USA bereiteten einen Tranfer der übrigen Takfîr-Terroristen (des IS ect.) aus Syrien und dem Irak nach Afghanistan vor. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980111000227) – Zu ähnlichen Aussagen vgl.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=162283 und https://www.sana.sy/?p=921759 (Die im Umland von al-Maṣâṣina im N-Rîf von Ḥamâ operierenden Armee-Einheiten gingen gegen Bewegungen von Katâ´ib al-ʽIzza-Trupps am östlichen Ortsrand von al-Laṭâmina vor und töteten bzw. verletzten etliche der Angreifer; Desgleichen weiderfuhr den Terroristengruppen am südlichen Ortsrand von Maʽrkaba.)

In verschiedenen Gegenden des Landes fanden am So., 31.3.2019 erneut Proteste gegen US-Präsident Trumps Proklamation zum Golan-Status statt, so in Damaskus und dem Umland in Ğudaidat al-Faḍal, Gegend von ad-Daḥâdî, Nahar ʽAiša, Qudsiyâ, Mafraq Ḥağîra sowie in den Provinzen as-Suwaidâ´ und Dair az-Zaur statt (zu den Kritikpunkten s.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=162255, https://www.sana.sy/?p=921551) – Die generelle Kritik hält auch im arabischen Ausland und bei nicht arabischen Verbündeten weiter an, wie seither weitere SANA-Artikel beweisen.

In den – seit der türkischen Frühjahrs-Militäroperation 2018 (s. Teil VI) türkisch besetzten Landesteil in in NW-Aleppo, vor allem in den Orten Ğarâbulus, al-Bâb, Aʽzâz und der ʽAfrîn-Region mehren sich Proteste mit Rufen nach Abzug der türkischen Armee und ihren Söldnern (dazu vgl.u.). (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980110000420 vom 31.3.2019) – Zu den vielen Beschwerden der Bevölkerung über das verurteilenswerte der Treiben der Besatzer s.u.!

Für die Opfer der jüngsten Überschwemmungen ging am So., 31.3.2019, morgens ein Hilfskonvoi in die Gegend von Tal Ḥamîs in der Provinz al-Ḥasa­ka ab mit 30 Zelten, 3000 Decken, 1500 Matratzen und 3000 Lebensmittelpaketen. (https://www.sana.sy/?p=921460, https://www.sana.sy/en/?p=162248)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=921337 und https://www.sana.sy/en/?p=162200 (Die Armee vereitelte mit präzisem Artilleriebeschuß einen terroristischen Angriffsversuch von al-Laṭâmina und seiner Umgebung aus auf Militärposten zum Schutz der Orte im N-Rîf von Ḥamâ, tötete eine Vielzahl, während der Rest floh. in der Gegend sind fast nur Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierten aktiv.)

Anläßlich der für den nächsten Tag in der Türkei anstehenden Kommunalwahlen frischt Staatspräsident Erdogan seine Drohung der Wiederaufnahme der Militäroperation in Nordsyrien (vgl.u.) für die Zeit nach der Wahl auf. Die Syrien-Frage solle nicht politisch (entsprechend der UN-Resolution Nr.2254!) sondern „on the field“ geklärt werden, erklärte er am 30.3.2019 auf Anfrage. (https://sptnkne.ws/mcNG)

Die News-Seite Baġdâd al-Yaum zitierte am 30.3.2019 eine Sicherheitsquelle, die darüber Auskunft gab, daß US-Streitkräfte eine Luftlandeoperationen durchgeführt hätten, wonach sie eine IS-Schlüsselfigur von Syrien über die Grenze in den Irak gebracht hätten.
Zudem berichteten wieder (vgl.u.) Bewohner aus dem Gebiet östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur, US-Helikopter hätten IS-KämpferFührungspersonen wie Mannschaftsmitglieder – aus dem Gebiet von al-Bâġûz, von al-Kaškiyya und der Region Bâdiyya al-Tonak (?) ausgeflogen (rescuing, evacuated). (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980110000244) – Zum Terroristentransfer s.u. und bzgl. Irak!

Ein SAA-Feldkommandeur gab am 30.3.2019 bekannt, daß gut 600 ehemalige Militante aus der al-Ğazîra-Region (also östlich des Euphrats in der Provinz Dair az-Zaur), welche das Rekonziliierungsangebot der Regierung mit Amnestie angenommen hatten, in die Reihen der SAA eingetreten seien. Früher im Monat hatte Rûsiyâ al-Yaum gemeldet, daß gemäß dem zuständigen syrischen Ausschußvorsitzenden Yana Khadour [Ḫadûr] weitere 40.000 Kämpfer ebenfalls gemäß den Rekonziliierungsanforderungen gehandelt hätten sowie 6.000 Frauen. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980111000329)

Auf dem israelisch besetzten syrischen Golan kam es auch am 30.3.2019 im Ort Baqʽâṯâ zu massiven [wie immer friedlichen] Protestkundgebungen gegen die Proklamation von US-Präsident Trump zum Status des Gebiets vom 25.3.2019 (s.u.) zum Golan-Status; Bewohner aus den anderen Orten Mağdal aš-Šams, Masʽada und ʽAin Qunya nahmen ebenfalls teil. (https://www.sana.sy/en/?p=162218)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=162112 und https://www.sana.sy/?p=920579 (Zerstört wurden Ğabhatu_n-NuṣraNester der Umgebung von Tal aṣ-Ṣaḫar und al-Ğaisât im N-Rîf von Ḥamâ sowie Terrorgruppen von al-Ḥizb at-Turkistâ­nî al-Islâmî in Ğisr Bait ar-Râs derselben Region zusammen mit ihrer militärischen Ausrüstung vollends eliminiert. Später vernichteten Armee-Einheiten Verstecke von al-Ḥizb at-Turkistâ­nî al-IslâmîTerroristen in der Stadt aš-Šarîʽa.)

Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau erging aufgrund neuester zusammengetragener Beobachtungen am Fr., 29.3.2019, wieder eine Warnung, es könne demnächst zu einer neuerlichen false flag-Attacke mittels Giftgaseinsatzes in der Provinz Idlib kommen, bewerkstelligt von Ğabhatu_n-Nuṣra in [bewährter, vgl.u.] Zusammenarbeit mit den sog. White Helmets (zur Einordnung vgl.u. und bes. Teil V, zur Evakuierung s. Teil VI) kommen, um aufgrund des Vorfalls die SAA dessen zu beschuldigen und damit den Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern. Der Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, Generalmajor Viktor Kuptschischin (Kupchishin), vermerkte dazu: „To organize provocations, representatives of the French and Belgian secret services arrived in Idleb. Under their supervision, a meeting was held with the field commanders of the terrorist groups of Hayat Tahrir al-Sham and Hurras Al-Din, as well as with the representatives of the pseudo-humanita­rian organization ‘White helmets’.“ (Zur Planung von Provokationen reisten Repräsentanten des französischen und belgischen Geheimdienstes nach Idlib. Unter deren Oberaufsicht fand ein Treffen mit Feldkommandeuren der Terrorgruppen Hay´a Tarîr ašŠâm [Neubenennung von Ğabhatu_n-Nuṣra] und Ḥurâs ad-Dîn statt wie auch mit Vertretern der pseudo-humanitären Organisation White Helmets.) Bei der Zusammenkunft diskutierten die Anwesenden die Inszenierung von Filmhandlungen, welche angebliche Giftgasangriffe durch Russen oder Syrer auf Zivilisten vorspiegeln und verfilmt ins Netz gestellt werden sollten [zu früheren solchen Inszenierung s.u. mit früheren Thread-Teilen!]. Für die die vorgeblichen Giftgasopfer darstellenden Laien wurden sogar 100 US-$ an Bezahlung geboten. So berichtet der Generalmajor: „For participation in filming of scenes depicting the effects of the use of poisonous substances, pay­ments were set at $100 per person.” Allerdings unterstünden Flüchtlinge und Bewohner in Landstrichen, die von den Terroristen kontrolliert werden, auch deren Zwang. Auf frühere derartige Vorfälle verweisend führte Kuptschischin aus: „On 23 March, under the supervision of French intelligence [officers], canisters, made to look like they contained regular oxygen and household gas, but containing a poisonous, supposedly chlorine-based, substance, were transferred from Saraqeb to the towns of Khan Sheikhoun, Maaret Horma and Kafr Zaita (all in the northeastern Idleb province).” Es sei allerdings auch vorstellbar, daß die Terroristen nicht nur den Einsatz von Giftgas vorspiegelten, sondern für authentischeres Bildmaterial auch wirklich solches benutzten. Daher warnte der Befehlshaber: „At the same time, it is possible that organizers used real toxic substances in order to achieve ‘authenticity’ of photo and video materials. … displaced and the families held by ‘Jabhat al-Nusra’ might become victims of this crime.”
Zur selben Zeit hätten belgische Spezialkräfte Einsätze der russischen Luftwaffe gegen Waffendepots der Terroristen gefilmt, um dieses Material zur Erweckung des Anscheins zu nutzen, diese würden zivile Bereiche mit C-Waffen bombardieren. Kuptschischin erläuterte: „From 14 March to 27 March 2019, representatives of the Belgian secret services recorded strikes on video, which the Russian Aerospace Forces targeted at terror groups’ arms depots and footholds of drones in Idleb de-escalation zone, in order to subsequently present them as an ‘evidence’ of the use of chemical weapons.” (https://www.sana.sy/en/?p=162141, https://www.sana.sy/?p=920871) – Das Zentrum verfügt über eigene Überwachungsmechanismen, erhält jedoch auch von der Bevölkerung Hinweise.

Tourismusziele in Syrien, Photo: SANA

Durch die in weiten Teilen Syriens verbesserte Sicherheitslage und dem damit wiedererwachten Interesse ausländischer Touristen (vgl.u.), ist das dafür zuständige Ministerium bestrebt, neue qualifizierte Führer in Kursen für die verschiedenen Provinzen auszubilden. (https://www.sana.sy/?p=920558 vom 29.3.2019)

Oleg Iljinich (Ilyinykh), Chef des Extremismusbekämpfungsdirektorats im russischen Innenministerium, warnte am 29.3.2019 – wie schon andere Experten früher – vor einer Verschiebung der Tätigkeit des IS nach seiner Niederlage in Syrien und dem Irak weiter in Richtung der GUS-Staaten. Ziel sei zudem der Aufbau eines weltweiten Terrornetzwerks mit Schläferzellen. „Islamic State militants are hatching plots for creating a world terrorist network of sleeper cells, capa­ble of demonstrating their ability to stage terrorist attacks around the world. The Caliphate’s strategic defeat in Syria and Iraq inevitably shifts the interests of the Islamic State to Kazakhstan, Uzbekistan, Tajikistan, Kyrgyzstan and Armenia.“
In Nord-Afghanistan gewännen der IS wie die Ṭâlibân zunehmend an Stärke an der Grenze zu den GUS und zu Zentralasien. Ein weiteres Problem sei Folgendes: „These processes are becoming particularly dan­gerous because several thousand CIS citizens had been fighting for the Islamic State in Syria, Iraq and Afghanistan and now they have plans for retur­ning to their home countries. With this in mind we focus attention on cooperation with partners within the SCO, the CIS and BRCS.“ (Diese Prozesse werden besonders gefährlich, da einige tausend GUS-Bürger für den IS in Syrien, dem Irak und Afghanistan gekämpft haben und nun Pläne zur Rückkehr in ihre Heimatländer planen. Dies im Kopf behaltend konzentrieren uns auf die Zusammenarbeit mit Partnern der SOZ-, GUS- und BRICS-Staaten.)
Anfang März hatte bereits Rußlands Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin angekündigt, die im April stattfindende Moskauer Konferenz zur internationalen Sicherheit werde sich mit diesen Gefahrenpunkten beschäftigen und die Gefahr bewerten, welche aus dem Transfer von Terroristen in die Länder Afrikas und Asiens entstehe. (https://www.sana.sy/?p=920711, s.a. http://tass.com/defense/1051181)
Bestätigend äußerte sich der Kommissionsvorsitzende für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, Ḥišmatullâh Falâḥat Bîšah (Heshmatollah Falahatpisheh), am 31.3.2019. Die USA bereiteten demnach einen Tranfer der übrigen Takfîr-Terroristen (des IS ect.) aus Syrien und dem Irak nach Afghanistan. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980111000227)

Irakischer Kultusminister (re.) mit syrischem Botschafter, Photo: SANA

In Umsetzung der Vereinbarungen zur vertieften Zusammenarbeit in den verschiedensten Gebieten zwischen Syrien und dem Irak und der schon 2001 unterzeichneten Grundsatzerklärung (MoU) trafen sich am 28.3.2019 der irakische Minister für Kultur, Tourismus und Antikes, Dr. ʽAbdul Amîr al-Ḥamdânî, und Syriens Botschafter in Bagdad, Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ, um Möglichkeiten der verstärkten Kooperation auch in diesem Bereich zu besprechen. (https://www.sana.sy/?p=920456)

Seit der unseligen Trump´schen Golan-Proklamation (s.u.) hat die Solidarität zwischen Syrern und Palästinensern, die geschichtlich bedingt schon sehr eng war, nochmals einen Schub erhalten. Während Palästinenser am 29.3.2019 zum 43. Mal im Gaza-Streifen ihre Proteste gegen die israelische Besetzung anläßlich des Tag des Bodens (jeweils am Freitag seit dem 30. März 2018) fortführten, fanden im Rîf Dimašq von den Lagern Ğaramânâ und Ḫân Danûn aus in Solidarität zwei Protestmärsche statt, während derer ebenfalls auch gegen die o.e. US-Proklamation zum syrischen Golan demonstriert wurde. Eine stationäre Protestkundgebung unter Mitwirkung von populären Persönlichkeiten und solchen des öffentlichen Lebens wurde in al-Baṭîḥa in der an den besetzten Golan angrenzenden Provinz al-Qunaiṭra abgehalten. (https://sana.sy/en/?p=162120, https://www.sana.sy/?p=920602)

SAA im Einsatz im Nordteil der Provinz Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=162056 und https://www.sana.sy/?p=919905 (In Begegnung der terroristischen Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib attackierte die Armee in präzisen Artillerieschlägen Stellungen und Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in aš-Šarîʽa und Tal aṣ-Ṣaḫar im N-Rîf von Ḥamâ und vernichtete dabei auch Kampffahrzeuge und Waffen- und Munitionsbestände der Extremisten. Zuvor schon war es Soldaten gelungen, eine Kampfdrohne, welche von den in Kafar Zaitâ und al-Laṭâmina verschanzten Terroristen stammte, unschädlich zu machen.)

In der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums zu Moskau am 28.3.2019 verdeutlichte Sprecherin Maria Sacharowa nochmals hinsichtlich Syriens angesichts der jüngsten Ereignisse (vgl.u.): „Resolution No.2254 frankly stipulates the necessity for respecting Syria’s sovereignty and territorial integrity and this indicates illegitimacy of occupying any part of its territories, starting from Golan and reaching to the utmost point in the East of the Euphrates.” (Die Resolution Nr.2254 verlangt ganz offen die Notwendigkeit des Respekts gegenüber Syriens Souveränität und territorialer Integrität und das bedeutet die Gesetzwidrigkeit der Okkupierung eines Teils seiner Territorien, beginnend mit dem Golan bis zum äußerten Punkt östlich des Euphrats.)
Das Leben normalisiere sich in den meisten syrischen Gebieten bis auf wenige, insbesondere Idlib, al-Ğazîra (Region östlich des Euphrats) und im Süden.
Schließlich kritisierte sie eine kürzlich von den USA, Großbritannien und Frankreich abgegebene Erklärung, welche die positiven Entwicklungen und die Stabilität in Syrien absichtlich ignoriert und die Frage der Rückkehr der Flüchtlinge politisiert.
(https://www.sana.sy/en/?p=162091, https://www.sana.sy/?p=920269) – Die Resolution Nr.2254 liegt der Friedensregelung für Syrien zugrunde, vgl. Teil IV!

In massiver, jedoch absolut friedlicher Form gilt auch für den 28.3.2019: Protests against Trump’s declaration on occupied Syrian Golan continue in Syrian provinces

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes entdeckten am 28.3.2019 wieder von den Terroristen früher in einem Versteck zurückgelassene Waffen und Munition, darunter etliche TOW-Raketen aus US-Lieferungen (Näheres dazu s.u. bzw. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014) im S von Damaskus. (https://www.sana.sy/en/?p=162072, https://www.sana.sy/?p=920067)

Anläßlich der UNSC-Sitzung vom 28.3.2019 zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung machte ʽAmmâr al-ʽArsân als Mitglied der syrischen Gesandtschaft deutlich, daß seine Regierung den durch die entsprechende Arbeitsgruppe aufgestellten Plan, jedem Versagen im System der Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung des Terrorismus gegenzusteuern, vollkommen erfüllt habe. „Syria welcomes and expects from the experts team of the work group to visit Damascus and inspect the Syrian government’s full imple­mentation of the necessary reforms,” fügte er hinzu.
Der Glaubwürdigkeit und Effektivität der UN bei der Umsetzung der Resolutionen in Bezug auf die Terrorismusfinanzierung erfordere es auch, gewissen Regierungen nicht zu erlauben, dieses Resolutionen auszunutzen, um politischen oder wirtschaftlichen Druck auf Mitgliedsstaaten auszuüben.
Mit Besorgnis sehe Syrien das Versagen der UN bei der Ermittlungstätigkeit gegenüber Regierungen, welche direkt in die Finanzierung und Bewaffnung von Terrorgruppen und die Unterstützung ausländischer Terroristen auf ihrem Gebiet involviert sind.
Zudem weise Syrien kategorisch zurück, was das financial work team heute an politisierten und verzerrenden Einschätzungen herausgegeben habe, indem er feststellte: „Syria is the first partner and the biggest contributor, in the framework of the UN, in the war against international terrorism and on behalf of the whole universe after it had lost the lives of tens of thou­sands of its citizens.”
(https://www.sana.sy/en/?p=162088, https://www.sana.sy/?p=920254) – Über die einzelnen Schritte der Regierung in dieser Hinsicht hatte SANA in der Vergangenheit immer wieder berichtet.

Ein Hochrelief, von IS-Terroristen während ihrer Kontrolle über die Oasenstadt Tadmur und das Ausgrabungsgelände der antiken Stadt Palmyra am Ortsrand aus den prächtig ausgeschmückten Grabanlagen gebrochen und zum Schmuggel ins Ausland (meist über die Türkei oder Jordanien) fertiggemacht und versteckt, fanden die Kampfmittelbeseitiger am 28.3.2019. Es lag verborgen im landwirtscaftlich genutzten Gebiet südlich des bewohnten Areals in einer früheren IS-Fortifikation. Das einzigartige Stück wurde von den hinzugezogenen Archäologen auf das 2.Jh. oder 3. Jh. n.u.Z. datiert und stammt demnach aus der Römerepoche. Frau Lubâba al-ʽAlî vom National Museum der Provinz Ḥomṣ berichtete, das Artefakt von 40 x 60cm sei aus Kalkstein gehauen und zeige einen Einwohner Palmyras aus einer Grabszene. Es wurde registriert und erst einmal in das Museum transferiert. (https://www.sana.sy/en/?p=162029, https://www.sana.sy/?p=919586)

In Aleppo konnte die Kathedrale der vierzig Märtyrer von den Terroristenschäden befreit und restauriert werden. Mit einer hl. Messe wird der Neubeginn gefeiert. (https://www.sana.sy/?p=920101 vom 28.3.2019)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=919247 und https://www.sana.sy/en/?p=161976 (Reagierend auf jüngste Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch al-Ḥizb at-Turkistânî al-IslâmîTerroristen eliminierten Armee-Einheiten deren Stellungen und Schlupfnester in der Umgebung von al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ.)

Terroranschlag vom 27.3.2019:
Wieder wurden Menschen Opfer einer von Terroristen früher ausgelegten Mine: neun Arbeiter kamen ums Leben, drei weitere erlitten Verletzungen, als ihr Transportmittel die Detonation einer Anti-Panzermine in der Stadt Tal Ğubain im nördlichen Umland (N-Rîf) von Aleppo in der Region Tal Rifʽat auslöste. (https://www.sana.sy/en/?p=162004, https://www.sana.sy/?p=919702)

Etwa um 23.00 Uhr des 27.3.2019 wurde das Industriegebiet aš-Šaiḫ Nağâr im NO von Aleppo durch israelische Raketen beschossen. Die Luftabwehr konnte einen Großteil der feundlichen Geschosse abfangen und vernichten. Einige richteten kleinere Schäden an, gab das Oberkommando der Armee bekannt. (https://www.sana.sy/?p=919773, https://www.sana.sy/en/?p=162017 mit Kurzvideo) – Insbesondere in der derzeit besonders angespannten Situation aufgrund der Trump´schen Golan-Proklamation (s.u.) trägt solch ein Beschuß sicher nicht zur Beruhigung der empörten Gemüter in Syrien bei.

In Syrien setzten sich auch am 27.3.2019 die friedlichen Protestkundgebungen aufgrund Trumps Golan-Proklamation (s.u.) fort, s. Protests against Trump’s declaration on occupied Syrian Golan continue in Syrian provinces, s.a. https://www.sana.sy/?p=919216.
Massive Kritik daran übte auch Dr. Haiṯam Abû Saʽîd, Nahost-Koordinator des International Human Rights Commission (IHRC), unter Nennung der Hauptkritikpunkte (s.u.). (https://www.sana.sy/?p=919261)
Entsprechende Erklärungen ergingen – wiederholt – einstimmig von der EU (https://www.sana.sy/?p=919713), dazu aus der Slowakei (https://www.sana.sy/?p=919912) und Nord-Korea (https://www.sana.sy/?p=919745).

Aus dem Außenministerium erging am 27.3.2019 ein Schreiben an die UN-Hochkommisarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, aufgrund der Trump-Proklamation zum syrischen Golan mit Anerkennung von dessen Annexion durch die israelische Besatzungsmacht (s.u.). Diese stelle eine eklatante Aggression gegen die Souveränität und territoriale Integrität der Syrisch-Arabischen Republik dar sowie eine ungeheuerliche Verletzung der UN-Charta wie des Völkerrechts mit Bezug auf den Golan. Die Hochkommisarin möge eine eindeutige, ostentative Haltung zur Sache einnehmen, welche vor den Gefahren warnt, die die US-Erklärung für das internationale Rechtssystem darstellt, welches die Rechte auch der Bürger auf dem besetzten syrischen Golan garantiert, und die Besatzungsmacht für den Rechtsstatus des Golans als besetztes syrisches Territorium zur Verantwortung ziehen. (https://www.sana.sy/en/?p=161984, https://www.sana.sy/?p=919507)

Wie angekündigt (s.u.) fand auf Antrag Syriens noch am 27.3.2019 eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats (UNSC) zur Situation in Syrien statt, welche sich mit Trumps jüngster Golan-Proklamation beschäftigte. Die UN-Unter-Staatssekretärin für politische Angele­genheiten, Dr. Rosemary diCarlo, machte deutlich, die Haltung der Vereinten Nationen zum Sachverhalt basiere auf den relevanten Resolutionen des UNSC wie der UNGA und äußerte weiter: „Die Vereinten Nationen werden ihre Arbeit aus vollem Respekt vor der territorialen Integrität und Souveränität Syriens fortsetzen.“ Im Interview mit Russia Today erklärte Dr. diCarlo noch, Trumps Proklamation führe zu einer Eskalation der Spannungen in der Region.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte in einer Erklärung seine tiefe Besorgnis über die Auswirkungen dieser Erklärung des US-Präsidenten. (https://www.sana.sy/?p=919671, https://www.sana.sy/en/?p=162001, https://sptnkne.ws/mbMU) – Zur früheren Besprechung zwischen dem UN-Generalsekretär und Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als permanentem UN-Vertreter seines Landes zur Golan-Frage s.u.!

Bei der von Syrien geforderten Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats aufgrund der Golan-Proklamation von US-Präsident Trump wiesen die meisten Vertreter [d.h. mit Ausnahme der USA] dieselbe zurück in Übereinstimmung mit den völkerrechtlichen Bestimmungen und den UN-Resolutionen v.a. der Nr.497 des Jahres 1981 (vgl.u.). Jegliche einseitige Erklärung im Widerspruch damit wie die gewaltsame Okkupation eines Landes und deren Billigung sei demnach rechtswidrig und ohne Rechtswirkung. Der stellvertretende UN-Gesandte Rußlands bei den UN, Wladimir Safronkow, wiederholte die Zurückweisung von Trumps Proklamation durch seine Regierung, welche fest zum Völkerrecht stehe. Er äußerte: The US unilateral steps towards the occupied Syrian Golan represent a viola­tion of the international law.” Er warnte davor, daß solche Schritte die Stabilität der Region gefährdeten.
Die USA rief er auf, ihren Ansatz zur Außerkraftsetzung des Völkerrechts aufzugeben, der zum Scheitern verurteilt sei. Die US-Entscheidung ändere auch nichts am reellen Sachverhalt.
Chinas Repräsentant stellt sich ganz auf die Linie des UNSC-Resolution Nr.479 und wiederholte die Zurückweisung seiner Regierung für jegliche Änderung daran.
Ähnlich äußerte sich der Gesandte der Dominikanischen Republik mit dem weiteren Hinweis, daß das US-Vorgehen die Wiederherstellung von Stabilität in der Region gefährde. Dabei rief er zum Respekt gegenüber Syriens Souveränität und der Aufrechterhaltung der territorialen Integrität und Unabhängigkeit des Landes wie zur Nichteinmischung in dessen interne Angelegenheiten auf.
Die Repräsentanten von Belgien, Südafrika und Peru verurteilten die einseitige US-Erklärung als dreiste Verletzung des Völkerrechts.
Dies machte sich auch Indonesiens Deputierter zu eigen, nahm auf die gefährlichen Auswirkungen von Trumps inakzeptabler Proklamation Bezug, welche, wenn unwidersprochen bleibend, die Glaubwürdigkeit des UN-Sicherheitsrats in Zweifel ziehe.
Der Vertreter von Kuwait, Manṣûr al-ʽUtaibî, wies neben den schon erwähnten kritikwürdigen Details darauf hin, daß Stabilität in der Region nicht durch gewaltsame Landnahme und deren Billigung herzustellen sei sondern diese und damit den Weltfrieden nur. (https://www.sana.sy/en/?p=162026, https://www.sana.sy/en/?p=162001)

Während seiner Rede bei der UNSC-Dringlichkeitssitzung zu Syrien (Golan-Status!) vom 27.3.2019, konstatierte Syriens permanenter Vertreter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Trumps Proklamation zum besetzten syrischen Golan habe das Vorliegen des Komplotts gegen Syrien im besonderen und der Region im allgemeinen dahingehend bestätigt, daß auf diesem Gebiet eine neue Realität geschaffen werden soll wie seiner Zeit mit dem Sykes-Picot-Abkommen (s. Teil I, Teil II, Teil V, Teil VI) oder der Balfour-Erklärung (s. ab Teil II, bes. Teil VI).
Regierungen, welche die neokolonialen Schemata verfolgen, arbeiteten daran, ihre Pläne gegen Syrien mittels Mobilisierung und weitere Unterstützung von ausländischen Terroristen wie durch Angriffe auf syrisches Territorium, Formierung einer rechtswidrigen Koalition, die Kriegsverbrechen begeht, und Verhängung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen, die den syrischen Staat schwächen sollen, zur Umsetzung zu bringen. Auf einen kurzen Nenner gebracht, bedeutete dies laut Dr. al-Ğaʽfarî „Das Pentagon erfand al-Baġdâdî zur Verwüstung des Iraks und al-Ğaulânî zur Vernichtungvon Syrien.“ [Abû Muḥammad al-Ğaulânî war der erste Führer des al-QaidaAblegers Ğabhatu_n-Nuṣra und strebte die globale islamische Theokratie in Form des Kalifat an.
Die feindselig gegen Syrien eingestellten Länderregierungen benutzten außerdem die humanitäre Situation im Land und das durch ihre eigenen aggressiven Handlungen erst geschaffene Leiden der Bürger, um das Ansehen der syrischen Regierung zu beschmutzen und ihre Anstrengungen zu behindern, aus eigener Kraft die Krise zu überwinden. Dann verwies er auf bereits Dargelegtes zum Lager ar-Rukbân (s.u.) verbunden mit einem Aufruf an den UN-Sicherheitsrat: „The Syrian government has taken all needed measures to evacuate the besieged citizens of al-Rukban camp and end their suffering and it calls on the Security council to press the US side and allow resi­dents of the camp freely move as well as guaranteeing the safety of the humanitarian staff.”
Wie immer unterstrich er die Bereitschaft seitens Syriens, mit den speziellen UN-Gesandten für Syrien, jetzt Geir Pedersen, zusammenzuarbeiten, um seine Aufgabe als Mediator beim innersyrischen Dialog und dem Erzielen einer politischen Lösung der Krise in Syrien zum Erfolg zu führen, die im Interesse der Syrer ist und Syriens Souveränität und territoriale Integrität bewahrt.
Während der UN-Sicherheitsrat nun tage, um sich mit Trumps rechtswidrige Proklamation in Bezug auf den israelisch besetzten syrischen Golan zu befassen, führe die Luftwaffe der Besatzungsmacht gerade einen Angriff auf das Industriegebiet östlich von Aleppo durch (vgl.o.!). Die syrische Luftabwehr habe jedoch rechtzeitig auf diese Aggression reagiert und etliche der feindlichen Raketen abgefangen.
Der Diplomat versicherte, Syrien verurteile Trumps Proklamation auf das Schärfste und erachte sie für ein einseitiges Vorgehen einer Seite, die keinerlei politische, moralische noch rechtliche Befähigung mitbringe, über das Schicksal der Weltbevölkerung zu entscheiden oder über Landstriche zu verfügen, die integraler Bestandteil des syrischen Territoriums seien. Wenn schon, solle er doch den Israelis US-Gebiet abtreten, schlug der Botschafter vor: „Sie können ihnen zum Beispiel Nord- und Süd-Carolina geben, warum nicht? … Süd-Carolina ist ein gutes Stück Land. Geben Sie Israel ein paar Bundesstaaten, wenn die Administration wirklich die israelische Unterstützung bekommen will.“
Die US-Praktik zeige einen gefährlichen und beispiellosen Hang zur Verhinderung [der Durchsetzung] des Völkerrechts und eine Verachtung gegenüber den UN, indem sie den Resolutionen des UNSC oder UNGA einen Schlag versetzt, die die unvermeidliche Beendigung der israelischen Besetzung arabischen Gebiets und den Rückzug der Besatzungsmacht auf die Linie vom 4.6.1967 vorsehen.
Das einseitige Verhalten der USA sei eine klare Bestätigung dafür, daß die Regierung in Washington den UN wie dem Völkerrecht nicht länger irgendeine Bedeutung beimißt. Damit beende sie ihre Rolle als Vermittler in jeglichem Friedensprozeß. Folglich erklärte er: „The Syrian people consider the US as an enemy, outlaw state which occupies part of their land after it had caused the killing of thousands of Syrians and destroyed infrastructure and economy.” (Die syrische Bevölkerung betrachtet die USA als Feind, als einen Outlaw-Staat, der einen Teil ihres Landes besetzt, nachdem er tausende Syrer getötet, deren Infrastruktur und Wirtschaft zerstört hat). Desweiteren sähe sie ins Trumps Proklamation eine Bedrohung Frieden und Sicherheit in der Welt wie als gescheiterten Versuch, Geschichte und Geographie nach Gutdünken zu verändern.
Dann versicherte er: „Syria reaffirms that the occupied Golan will return… the US and Israel shouldn’t think that a Syrian land could be part of a malicious bargain.”
Schließlich dankte er den Regierungen, welche sich durch Verurteilung der himmelschreienden US-Proklamation für die Wahrung des Völkerrechts eingesetzt und mit ihrer Haltung der Weltöffentlichkeit die Isolierung der USA und von Israel aufgrund ihres Tuns gezeigt hätten.
(https://www.sana.sy/en/?p=161991,https://www.sana.sy/en/?p=162023, https://www.sana.sy/?p=919821, https://sptnkne.ws/mbMU,<a href=“https://www.almaalomah.com/2019/03/27/396419/“>https://www.almaalomah.com/2019/03/27/396419/)

Während der UNSC-Sitzung zu Syrien vom 27.3.2019 machte Rußlands permanenter Gesandter Wasili Nebensja darauf aufmerksam, daß die Terrororganisation Ğab­hatu_n-Nuṣra ca. 90% der Provinz Idlib unter Kontrolle habe und fortgesetzt die SAA und Wohnorte angreife, was nicht toleriert werden könne.
Sodann hätten die Terroristen einen Angriff mit C-Waffen auf Zivilisten im Nordteil der Provinz Ḥamâ durchgeführt, was ebenfalls inakzeptabel sei.
Außerdem müßten alle nicht ins Land gebetenen fremden Truppen abziehen; insbesondere im Lager ar-Rukbân verschlimmerten sich die an sich schon katastrophalen Zustände zusehends, da die US-Militärs von der Basis at-Tanaf deren Evakuierung durch die Regierung nach wie vor verhinderten.
Überhaupt hätten die meisten Flüchtlinge den Wunsch, in ihre Heimat zurückzukehren, wofür die syrische Regierung jegliche Vorsorge getroffen habe, dennoch gebe es Regierungen, welche der Rückkehr der Flüchtlinge Schwierigkeiten bereiteten. (www.sana.sy/en/?p=161995) – Bzgl. Belegen zu den Sachverhalten vgl.u.!
*Desweiteren warnte Nebensja davor, daß wegen laufender Vorbereitungen hierfür jederzeit ein erneuter Giftgasangriff in Kooperation der seitens der Ğabhatu_n-Nuṣra und ihres Arms, der „White Helmets“ (zur Einordnung vgl.u. und bes. Teil V, zur Evakuierung s. Teil VI]) in Idlib inszeniert werden könne. (www.parstoday.com/de/news/middle_east-i46586)

Eine neue Gruppe syrischer Flüchtlinge kam am 27.3.2019 aus Jordanien über den Grenzübergang NaṣîbĞâbir in die Heimat zurück. Insgesamt sind seit Wiedereröffnung dieses Übergangs am 15.10.2018 (s.u.) 16.040 Personen heimgekehrt. (https://www.sana.sy/en/?p=161979)

Am 27.3.2019 waren 25 ärztliche Teams unterwegs, um rund 39.000 Kinder in den entlegenen, schwer zugänglichen vor allem grenznahen Gebieten der NO-Provinz al-Ḥasaka wie auch in den Flüchtlingslagern eine Polio-Impfung zu applizieren und ca. 670 Leishmaniose Ausländer im Lager al-Hûl (s.u.) zu behandeln (https://www.sana.sy/?p=919215).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.3.2019 informieren:
https://www.sana.sy/en/?p=161854 und https://www.sana.sy/?p=918413 (Angriffsversuche von den Katâ´ib al-ʽIzza affiliierten Terroristentrupps von al-Laḥâyâ im N-Rîf von Ḥamâ aus auf gesicherte Orte konnte die Armee vereiteln. andere Einheiten zerstörten Schlupfnester von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî –Terroristen in der Umgebung von az-Ziyâra und Kafar Nabûda.)

Terroranschlag vom 26.3.2019:
Die im südlichen und südwestlichen Umland (Rîf) von Aleppo aktiven Terrorgruppen beschossen die westlich gelegene aleppiner Neustadt (Ḥalab al-Ğadîda) mit Raketen, worauf Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum entstanden. – Im W- und SW-Rîf Aleppos sind fast ausschließlich Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra tätig. (https://www.sana.sy/en/?p=161796, https://www.sana.sy/?p=918309)

Mit dem Ziel der Beendigung der unter katastrophalen Bedingungen im Lager ar-Rukbân (s.u.) innerhalb der Bannzone des völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten US-Militärbasis (vgl.u.) ausharrenden, weil durch die US-Soldaten am Abzug gehinderten Flüchtlinge (s.u.) kamen am 26.3.2019 im Umland der Provinz Ḥomṣ Vertreter des Russian Reconciliation Center, des Higher National Committee for Return of Displaced, der Regierung und des Syrian Arab Red Crescent (SARC, Äquivalent des Roten Kreuzes) sowie und Stammesälteste der Region zusammen.
Nach wie vor könne den Flüchtlingen nur durch eine Evakuierung geholfen werden, die jedoch die US-Militärs trotz mehrfachen Aufrufs und Bereitstellung eines Transportkonvois sowie weiterer Hilfsmaßnahmen ebenfalls nicht gestatteten (vgl.u.), darüber waren sich die Teilnehmer einig.
(https://www.sana.sy/en/?p=161947, https://www.sana.sy/?p=919024)

Laut einer Meldung von Pars Today vom 27.3.2019 beantragte Syrien am Dienstagabend eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum israelisch ebsetzten syrischen Golan. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46570)

Während seines Moskau-Besuchs kam der libanesische Staatspräsident Michel ʽAûn ebenfalls kritisch und verurteilend auf die Trump-Proklamation zum syrischen Golan (s.u.) zu sprechen. Beim Treffen mit Duma-Präsident Wjatscheslaw Wolodin (Vya­cheslav Volodin) erklärte er am 26.3.2019 „No president of a foreign state has the right to take decisions about the others’ lands and this issue contradicts completely with the international law.” Er warnte vor einer gefährlichen Eskalation in der Region als Folge dieser unverantwortlichen Tat. Wie schon früher erwähnt (vgl.u.) machte er explizit darauf aufmerksam, daß diese Erklärung, welche im Bruch des Völkerrechts und etlicher UN-Resolutionen eine gewaltsame Okkupation durch die israelische Besatzungsmacht rechtfertige, außer den syrischen Golan noch andere Gebiete unter israelischer oder anderweitiger Besatzung in Gefahr bringe. Demnach formulierte er, Trumps Proklamation „also harms the Lebanese interests directly.” (https://www.sana.sy/en/?p=161826, in deutsch s. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46568) – Auch der Libanon hat einen Anteil am israelisch besetzten Golan im ehemaligen Farmland um das Dorf Dorfes Šibʽa im südlichen Bergland.
Auf die von seinem Amtsnachfolger ʽAûn angesprochene Gefahr ging auch der ehemalige Staatspräsident des Libanon, Imīl Ğamīl Laḥūd (Émile Lahoud), am 26.3.2019 in seiner Verurteilung der Trump´schen Aussage zum syrischen Golan ein und mahnte, daran zu denken, „was es bedeutet, den syrisch-arabischen Golan der Besatzungsentität anzu­schließen, die die libanesischen Gebiete in Šibʽâ und Kafar Šûbâ zu verschlingen sucht.“
Der Finanzminister des Landes, ʽAlî Ḥassan Ḫalîl, knüpfte ebenfalls am Sachverhalt und der Warnung an, das auch das ganze israelisch besetzte palästinensische Gebiet damit bedroht sei. (https://www.sana.sy/?p=918447)
Diesen Warnungen schloß sich am 26.3.2019 der Generalsekretär der Ḥizbullâh, Sayyid assan Narallâh, an. Neben den schon erwähnten Kritikpunkten stellte er in einer Rede heraus: „Trump continues its contempt for the international law and resolutions of the international community in service for the interests of the Israeli occupation entity.” Trumps Proklamation weise auf das Unvermögen der internationalen Institutionen hin, irgendein Recht von Völkern zu schützen, einschließlich dessen auf Wiederherstellung der [ursprünglichen] Souveränität über ein besetztes Land; sie [d.h. die UN] hielten sich bei der Verurteilung auch genügend zurück.
Das laute Schweigen der internationalen Gemeinschaft und insbesondere das aus der arabisch-islamischen Welt anläßlich Trumps Anerkennung von ganz Jerusalem als israelischer Hauptstadt (zur Bewertung s.u.!) habe Trump veranlaßt, in dieser Hinsicht mehr zu wegen, wie jetzt bezüglich des Golans geschehen.
Die Ḥizbullâh habe in den vergangenen 34 Jahren das libanesische Volk verteidigt, doch die USA wollten die israelische Besatzungspolitik festigen „und das libanesische Volk in Gefahr brin­gen.“
Zudem machte er darauf aufmerksam: „Dieser Schritt der USA war ein vernichtender Schlag gegen den Friedensprozess im Westen Asiens. … Die Teilnehmer an dem Ende März in Tunis stattzufindenden Gipfeltreffen der Arabischen Liga müssen den arabischen Frie­densplan wieder auf den Nullpunkt bringen.“(https://www.sana.sy/?p=918875 https://www.sana.sy/en/?p=161921, Beitrag in deutsch: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46573)
Der irakische Außenminister gab am 26.3.2019 zu bedenken, daß die Proklamation Trumps eine Legitimation der völkerrechtswidrigen Besetzung des Golans bedeute, was auch entsprechende Auswirkungen für andere völkerrechtswidrig besetzte Gebiete bedeute. (www.sana.sy/en/?p=161814)
Eine Mitschuld an der Entwicklung, die zu Trumps Golan-Proklamation geführt habe, trügen laut dem irakischen Politiker Qutaiba Ğu­bûrî auch einige arabische Landesregierungen. Ihr Schweigen schon zur Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem etc. (vgl.u.) habe der Situation jetzt Vorschub geleistet. (https://www.sana.sy/?p=918447)

Der massiven Kritik an Trumps (dem Völkerrecht etc. zuwiderhandelnder) Proklamation zum Golan-Status schlossen sich am 26.3.2019 noch weitere Seiten an: zunächst verurteilte das Parlament in seiner Sitzung vom Dienstag durch seinen Präsidenten Ḥamûda aṣ-Ṣabâġ, der erklärte: „Trump’s irresponsible declaration pro­ves that the US administration is continuing its blind absolute support for the Israeli occupation, and that Trump is trying to realize Netanyahu’s dreams.“ Dabei ignoriere Trump Resolutionen, welche von der gesamten Welt [d.h. den UN einstimmig!] einschließlich seines Landes angenommen worden waren, und verletze damit sie und das Völkerrecht. Schließlich vermerkte er: „What Trump is doing clearly shows why they fought Syria with such ferocity and barbarism and why they wanted to destroy it… the victory being achieved by the Syrians under the leadership of President Bashar al-Assad is making them worried, and they know that Syria will return to being strong and capable of liberating its land, which is why they are being rash and reckless in their actions and state­ments.“ (https://www.sana.sy/?p=918831, https://www.sana.sy/en/?p=161910)
Weitere verurteilende Kritik äußerten: die Anwaltskammer (https://www.sana.sy/?p=918237)und Journalisten inklusive des Vorsitzenden des Journalistenverbands, Mûsâ ʽAbdun-Nûr, die sich zu einer Solidaritätskundgebung für die Mitbürger auf dem besetzten syrischen Golan auf dem Umayyadenplatz in Damaskus versammelt hatten. Trumps neuester Coup sei eigentlich nicht überraschend, nachdem er schon [entgegen den UN-Bestimmungen, vgl.u.!] Gesamt-Jerusalem zur israelischen Hauptstadt erklärt hat und die US-Administration seit Jahren die Syrien bekämpfenden Terroristen einschließlich des IS und Ğabhatu_n-Nuṣra unterstützt [zu veröffentlichten Belegen vgl.u. und Irak], nun den syrischen Golan dem israelischen Usurpator auf dem Serviertablett darbietet. Informationsminister ʽImâd Sâra wies nach Wiederholung wesentlicher Punkte der Zurückweisung von Trumps Proklamation weitete er die Kritik auf eine Reihe arabischer und europäischer Staaten aus, welche zwar medienwirksam eine Verurteilung ausgesprochen hätten, doch gefragt seien Taten. (https://www.sana.sy/en/?p=161905, https://www.sana.sy/?p=918794);
In ihrer Verurteilung von Trumps Golan-Statement verwiesen die NAM-Staaten (Non-Aligned Movement, d.h., die keinem Militärbündnis angehören) durch ihr Coordinating Bureau in New York auf ihr Schlußdokument des 17. Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der NAM in Venezuela von 2016,dessen Inhalt dem der UN-Resolution Nr.497 ähnelt. Gefordert wurde demnach die Umsetzung dieser wie der Resolutionen Nr. 242 und Nr.338 durch Abzug der israelischen Besatzung vom syrischen Golan auf die Linien vom 4.6.1967. An den UN-Sicherheitsrat erging der Aufruf, er solle seiner Verantwortung gerecht werden und solche US-Provokationen verurteilen, da sie zu einer gefährlicher Eskalation führen und dem Völkerrecht, den Prinzipien der UN-Charta wie den Golan-bezogenen UN-Resolutionen zuwiderhandeln. (https://www.sana.sy/en/?p=161956, https://www.sana.sy/?p=919125)
Eine Protestnote sandte auch der iranische Präsident ânî (https://www.sana.sy/?p=918498).
Die fünf UN-Sicherheitsratsmitglieder Belgien, die BRD, Polen, Frankreich und Großbritannien gaben am 26.3.2019 die Erklärung heraus: „In light of the international law and UN Security council relevant resolutions, particularly resolutions No.242 and 497, we don’t recognize the annexation of lands, occupied in 1967, to Israel including the Syrian Golan.“ Sie versicherten auf einer Pressekonferenz, die Haltung der EU habe sich bzgl. des Golans als israelisch besetzten syrischen Territoriums nicht geändert. (https://www.sana.sy/en/?p=161924, https://www.sana.sy/?p=919078)
Desweiteren meldeten sich verurteilend zu Wort: die Außenminister von Kanada, des Jemens und des Iraks auch unter Hinweis darauf, daß jegliche gewaltsame Landnahme (also Besetzung) ein Völkerrechtsverstoß sei (https://www.sana.sy/en/?p=161814, https://www.sana.sy/?p=918447), sowie weitere arabische und internationale Persönlichkeiten und Vereinigungen besonders zahlreich nochmals aus dem Libanon – darunter der Maronitische Generalrat – und dem Irak, dann der Tschechischen Republik, der Union islamischer Rundfunk- und Fernsehanstalten, der Arabischen Juristenunion, deren Präsident Sâmiḥ ʽšûr außerdem von der US-Administration eingeschlagene Politik des Dschungels ächtete, die mit ihrer Unterstützung gewaltsamer Landnahme die israelsiche Besatzungsmacht noch ermutige, auch mit ihrer Siedlungspolitik im palästinensischen Gebiet etc. fortzufahren. Die UN und die Ara­bi­sche Liga müßten daher schnell und entschieden auf die unverantwortliche Erklärung von Trump zu rea­gieren. (https://www.sana.sy/?p=918447)
Sofern noch nicht genannt, verurteilten die Trump-Erklärung auch: der Oman, Ägypten, Pakistan, Saudi-Arabien, die Türkei, Jordanien, die VAE, Bahrain und Qaṭar (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46570) sowie Kuwait (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46568) und Bolivien unter Nennung der Hauptkritikpunkte; zudem versicherte das Außenministerium seine Solidarität mit dem palästinensischen Volk angesichts der Aggression der israelischen Besatzungsmacht (https://www.sana.sy/?p=920312, 29.3.2019).

In sämtlichen Provinzen Syriens kam es am 26. und 27.3.2019 zu Solidaritätskundgebungen für die Mitbürger auf dem besetzten Golan und in Protest und Zurückweisung von Trumps Proklamation zum Golan (s.u.); s. Protests held across Syrian provinces against Trump’s decision on occupied Golan und Protests against Trump’s declaration on occupied Syrian Golan continue in Syrian provinces sowie https://www.sana.sy/en/?p=161830, https://www.sana.sy/?p=918438, https://www.sana.sy/?p=919216)

Anläßlich von US-Präsident Trumps Golan-Proklamation (s.u.) erging aus dem Kreml in Moskaus die Warnung vor den negativen Auswirkungen solch neuerlicher unverfrorener völkerrechtswidriger Äußerung. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte dazu am 26.3.2019: „The latest US step regarding the occupied Golan is a flagrant violation of the international laws and the Interna­tional Security Council’s resolutions, and it is clear that such a decision will have negative repercus­sions with regard to the political settlement in the Middle East and on the public mood of the political settlement in Syria.”
Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bemerkte selben Tags im Interview mit Russia 24, die mit dieser Proklamation erfolgte Anerkennung der Annexion eines durch Israel gewaltsam okkupierten Landstrichs sei ein bedenklicher Schritt hin zur Unterminierung der Stabilität im Nahen Osten. Zudem versicherte sie: „Russia’s stance towards the Golan is firm and it hasn’t changed and it considers the Golan a Syrian land.” Die Haltung Rußlands basiere auf der UNSC-Resolution Nr.497 (vgl.u.). Schließlich konstatierte sie, Trumps Proklamation sei ein Sinnbild für die Anwendung doppelter Standards (bzgl. von Doppelmoral) in einer Zeit, in der US-Politiker auf die Notwendigkeit der Einhaltung des Völkerrechts pochen; sie widerspreche nicht nur dem Völkerrecht, sondern stelle einen direkten Bruch desselben dar. (https://www.sana.sy/en/?p=161862, https://www.sana.sy/?p=918539)

Im Zuge des Moskau-Besuches des libanesischen Staatspräsidenten Michel ʽAûn wurde am 26.3.2019 nach Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine gemeinsame Pressekonferenz bestritten. Darin wiederholten beide Seiten ihre Unterstützung für Syrien bei der Terrorismusbekämpfung wie beim Erreichen einer politischen Lösung der Krise auf friedlichem Weg gemäß der UN-Resolution Nr.2254 wie basierend auf den Entscheidungen des Syrian National Dialogue Con­gress in Sotschi Ende Januar 2018 (s. Teil VI), und ihren Respekt gegenüber Syriens territorialer Integrität und Souveränität. Einigkeit bestand auch darin, daß die Bekämpfung des Terrorismus, insbesondere des IS, von Ğabhatu_n-Nuṣra und allen damit verbundenen Gruppen fortgeführt werden müsse bis zu dessen Eliminierung, und daß die Astana-Konferenzen schon viel auf dem Weg zu einer politischen Lösung der Krise erreicht hätten. Daher könne und müsse die Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat unterstützt werden. (https://www.sana.sy/en/?p=161944)

Am 26.3.2019 gab das Verteidigungsministerium in Moskau einen Vorfall von Ende Februar bekannt. Zu jener Zeit geriet ein mit russischen Soldaten besetzter Wagen, welcher von einem humanitären Hilfseinsatz in einer Stadt der Provinz Dair az-Zaur zurückkam, in einen Hinterhalt von ca. 30 bewaffneten Terroristen. „After a shootout the Russian military servicemen went missing”, wurde berichtet. Zusammen mit syrischen Militärs wurde nach dem Verbleib der Russen gesucht. Schließlich wurde gemeldet: „As a result of a series of special measures, the militants responsible for the attack on the service­men’s vehicle have been identified and the deaths of three Russian servicemen in fighting in late February have been confirmed.” Die Terrorgruppe, welche den Überfall mit Ermordung der drei Soldaten zu verantworten hatte, wurde eliminiert. (https://www.sana.sy/en/?p=161811, https://www.sana.sy/?p=918292)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161774 und https://www.sana.sy/?p=918028 (Reagierend auf erneute Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Terroristen eliminierte die Armee im N-Rîf von Ḥamâ deren Verstecke, fortifizierte Stellungen und Ansammlungen um das Dorf aš-Šarîʽa in der al-Ġâb-Ebene. Andere Verbände vereitelten Angriffsversuche von Terrorgruppen von Qalʽat al-Maḍîq und dem Außenbereich der Stadt al-Ḥuwaiz im N der al-Ġâb-Ebene auf Orte im gesicherten Bereich und töteten sämtliche Angreifer. Armee-Einheiten im Dorf al-Qabâriyya zerstörten die Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra in der landwirtschaftlich genutzten Region bei Kafar Zaitâ und Mûrik und durchschnitten deren Nachschub- und Infiltrationsrouten. In der Stadt az-Zalâqiyât stationierte Armee-Einheiten beschossen erfolgreich Fortifikationen und Ansammlungen der Katâ´ib al-ʽIzza auf der al-Laṭâmina-Achse.
Derweil führten Armee-Einheiten einen ebenfalls erfolgreichen Überraschungsangriff gegen IS-Terroristen in der Geröllwüste (Bâdiyya) von as-Suwaidâ´ aus, die sich in deren felsiger al-Karâʽ-Region verbarrikadiert hatten.)

Laut Mitteilung des US-Sonderbeauftragten für Syrienangelegenheiten, James Jeffrey, vom 25.3.2019 gegenüber Reportern, würden die USA – trotz früherer Rückzugsankündigung durch Präsident Trump (s.u.) – ihre Streitkräfte in begrenztem Umfang in zwei Gebieten Syriens, nämlich im Nordosten und in der US-Militärbasis in at-Tanaf [zu deren Bedeutung s.u.!] beibehalten. (www.parstoday.com/de/news/middle_east-i46560)
Und obwohl schon 15 Mal seitens der USA die Besiegung des IS in Syrien verkündet worden ist (vgl.u.), fordert das Pentagon an Budgetierung bis 2020 eine Milliarde US-$ für den speziellen STE-Fond zur Bekämpfung des IS in Syrien. (https://comptroller.defense.gov/Portals/45/Documents/defbudget/fy2019/fy2019_CTEF_JBook_Final.pdf)

Wie bereits von Israel Katz, welcher derzeit das Amt des israelischen Außenminister ausübt (acting minister), am 24.3.2019 zu Beginn von Premierminister Netanjahus Washington-Besuch angekündigt, unterzeichnete US-Präsident Trump in Anwesenheit des israelischen Regierungschef am Nachmittag des 25.3.2019 ein Dokument, in welchem er die israelische Souveränität über den 1967 völkerrechtswidrig israelisch besetzten syrischen Golan anerkannte.
Dieser Schritt hat– auch in den Mainstream-Medien (MSM) dargelegt – weltweit zu Empörung geführt, da er dem Völkerrecht, den Prinzipien der UN-Charta wie allen zum Golan herausgegebenen UN-Resolutionen, denen auch die USA seinerzeit zustimmten (!), zuwiderhandelt und die beständig zum Ausdruck gebrachte enge Verbundenheit der noch auf dem Golan ausharrenden syrischen Bevölkerung zum Mutterland (vgl.u.) ignoriert. In der bisher zusammengefaßten Kritik sind die wesentlichen Punkte bereits aufgezeigt worden (s.u.). – Der israelische Premier Netanjahu versucht mit seinem Washington-Besuch, einen Erfolg bei den anstehenden Wahlen herbeizuführen.
Die folgende Darlegung fokussiert daher – dem Thread-Motto gemäß – auf Details, welche die MSM gewöhnlich nicht bringen.

Alle wesentlichen Punkte zum Fall wurden bislang schon bei und mit den relevanten Stellen – z.B. den UN – erörtert. Es verwundert daher kaum, daß von offiziellen syrischen Stellen nicht mehr viel zur Sache zu vernehmen war. Letztlich gilt doch auch hier: „contra facta non valent argumenta“!
Demgemäß äußerte sich auch Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, indem er in einem Telefoninterview am 25.3.3029 auf die Trump-Entschließung zum Golan-Status angesprochen, mitteilte, daß diese keinerlei (rechtliche) Auswirkungen auf den tatsächlichen und erst kürzlich wieder per Resolution bekräftigten Status des syrischen israelisch besetzt gehaltenen Golans habe. „The US decision will affect nothing, except the isolation of the US.”
Hinsichtlich Trumps Haltung und der Folgen derselben in der Region, antwortete der Minister, niemand könne vorhersagen, was „that pirate is doing.” Er und die US-Administration hätten gezeigt, daß sie einen destabilisierenden, auf Dominanz ausgerichteten Faktor in der internationalen Gemeinschaft darstellten; angefangen habe er mit Jerusalem und habe es judaisiert, aber mit dem Golan könne er das nicht tun, denn das Land gehöre seinen [d.h. den ein-geborenen] Menschen; wie viele Jahre auch immer vergehen mögen, diese Realität sei unveränderlich.
Zu den internationalen Reaktionen auf Trumps Proklamation erwiderte er, auf diese habe man zweifelsohne bauen können, da sie die öffentliche Meinung , basierend auf der auch durch die UN-Resolutionen festgestellten rechtlichen Realität, darstelle. Selbst die engsten US-Verbündeten hätten sich in dieser Hinsicht gegen die USA gestellt.(https://www.sana.sy/en/?p=161793, https://www.sana.sy/?p=918253)– *Trump hatte die US-Botschaft in die „israelische Hauptstadt Jerusalem“ verlegen lassen. Gemäß UN-Teilungsplan vom 29.11.1947, d.h. UNResolution 181 (II), ist Jerusalem jedoch bis auf weiteres ein „Cor­pus separatum, das internationaler Kontrolle unterstehen sollte. Die Botschaft steht zudem auf dem den Palästinensern zugesprochenen östlichen Teil, al-Quds genannt, welchen Israel jedoch besetzt hält. – Zur Judaisierung von al-Quds s.a.: http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/281547-israel-okkupiert-87-der-stadt-al-quds!

Aus dem Außenministerium erging am 25.3.2019 eine offizielle Erklärung gegenüber SANA. Syrien bekräftigt demnach seine absolute und eindeutige Ablehnung der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, die Annexion des besetzten syrischen Golan durch die zionistische Entität anzuerkennen. in Syrien und ignorierte alle internationalen Reaktionen. Dieser Schritt stelle einen krassen Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität der Syrisch-Ara­bischen Republik wie den höchsten Grad an Mißachtung gegenüber dem Völkerrecht dar sowie eine schallende Ohrfeige für die internationale Gemeinschaft, deren ablehnende Reaktionen [auf die Vorankündigung] vollends ignoriert wurden. Nochmals auf den Punkt gebracht wurde formuliert: „The US president has recognized the annexation of the occupied Syrian Golan to the Zionist occupa­tion entity in a flagrant aggression of the sovereignty and territorial inte­grity of the Syrian Arab Re­pub­lic, turning a blind eye to all international reactions that condemned such resolution.” Die Maßnahme komme daher als Verkörperung eines substantiellen Bundes zwischen den USA und „Israel“ in schwerwiegender Feindseligkeit den Arabern gegenüber. Dies mache die USA zum Hauptfeind der Araber infolge ihrer grenzenlosen Unterstützung und Protektion des israelischen Usurpators durch die aufeinandergefolgten US-Administrationen.
Mit diesem Akt der offenkundigen Verletzung der auf den Golan bezüglichen UN-Resolutionen – insbesondere der Resolution Nr.497 des Jahres 1981 – beraube Trump die Vereinten Nationen ihres Status´ wie ihrer Glaubwürdigkeit. Denn diese hätten die rechtliche Situation des syrischen Golan als fremdokkupiertes Territorium deklariert und festgestellt, jegliche Annexionsentscheidungen seitens Israels seien null und nichtig und ohne rechtliche Auswirkung. Ferner hieß es: „The US president has no right or legal capacity to legalize the occupation or usurp the others’ land by force… and this US hostile policy makes the region and the world subject to all dangers.” (Der US-Präsident habe nicht das Recht und die rechtliche Befähigung, die gewaltsame Besetzung und Usurpierung des Territoriums anderer zu legitimieren. Diese feindselige US-Po­litik setze die Region und die Welt allen Gefahren aus.) Sie schreibe jeglichen Ansatz für interna­tionale Beziehungen in Frieden, Stabilität und Sicherheit in der Welt in den Wind. Die internationale Gemeinschaft, die die Überheblichkeit des US-Präsid­enten und die hegemoni­ale und arrogante Mentalität, die die US-Politik bestimme, satt hat, trage die Haupt­verantwortung dafür, die unverantwortliche und aggressive Politik der US-Regie­rung zurückzuweisen in Vertei­digung des Völkerrechts und zur Aufrechterhaltung von internationalem Frieden und Sicherheit.
Die US-Proklamation zum Golan und zuvor schon die zur Anerkennung des besetzten Jerusalems als Hauptstadt der Besatzungsmacht samt Verlegung der US-Botschaft dorthin, wie die Bemühungen der US-Administration, die Palästi­nen­serfrage und andere arabischer Ansprüche und Interessen mittels des „Deals des Jahrhunderts“ vom Tisch zu fegen, bestätige, daß niemand in der arabischen Welt vor dem US-Übel sicher ist, was wiederum die Araber dazu zwingt, eine ernsthafte, geschichtsbewußte Haltung zu beziehen, um die schlechte arabische Situation zu überwinden und die Würde, die Existenz, die Rechte und die Interessen der Araber zu verteidigen.
Die Arabische Republik Syrien erkläre ihre absolute und unmißverständliche Ableh­nung der in Rede stehenden US-Proklamation und bekräftige gleichzeitig, daß das gesamte Universum die ewige historische Tatsache nicht ändern könne, daß der Golan syrisch-arabisch (gewesen) ist und bleiben wird. Syrien habe das beständige Recht, mit allen zur Verfügung stehenden [völkerrechtlichen, vgl.u.!] Mitten, dieses Territorium zu befreien und seine Rückkehr zum Mutterland zu realisieren.
Die Entschlossenheit der Syrer, dieses Ziel zu errei­chen, sei heute stärker denn je zuvor. Angesichts dieser finsteren Entscheidung des US-Präsidenten bekräftigten die Syrer landauf landab und zusammen mit den standhaften Familien auf dem besetzten Golan wie eh und je ihre Einheit und Zusammengehörigkeit, sie teilten mit diesen die Bitterkeit der Okkupation wie die Unbeugsamkeit gegenüber der gegen sie geübten Aggression in der Zuversicht, daß der Golan einst befreit sei.(https://www.sana.sy/en/?p=161777, https://www.sana.sy/?p=918082)

Erstmals seit der Befreiung von der Terroristenherrrschaft können die Bauern die Felder in Ost-al-Ġûṭa wieder in Ruhe und Sicherheit bestellen und ihre blühenden Obstplantagen – d.h. die Reste, welche nicht von den Extremisten mutwillig zerstört und abebrannt wurden, vgl.u.! – pflegen. Ein Photoreport vermittelt die Eindrücke vom Landleben nahe der Hauptstadt. (https://www.sana.sy/?p=917729, https://www.sana.sy/en/?p=161724)

Ein eindrucksvoller Photoreport gibt einen Überblick über einen Teil des antiken Ausgrabungsgeländes im heutigen Buṣrâ, von dem das römische Theater (nicht: Amphi-Theater wie im englischen Artikel irrtümlich widergegeben!), ein besonderer Blickfang ist. Seit Februar (vgl.u.) ist dem Publikum wieder zugänglich. (https://www.sana.sy/?p=917708, https://www.sana.sy/en/?p=161748)

Erzbischof ʽAṭâ_llâh Ḥanâ, Photo: SANA

Kategorische Verurteilungen der Aussagen von US-Präsident Trump zum Status des syrischen, israelisch besetzten Golans gingen noch von verschiedensten Seiten, Parteien, Institutionen und Organisationen des In- und Auslands weiterhin, teils wiederholt unterstreichend, ein wie z.B. auch Verlautbarungen von Parteien und Gewerkschaften des Inlands, (https://www.sana.sy/?p=918249) und von Parteien und Persönlichkeiten aus dem Libanon (https://www.sana.sy/?p=918071 und https://www.sana.sy/?p=917757). Hervorstachen darunter noch die die öffentlichen Erklärungen durch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und die Arabische Liga (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46559) und die Wortmeldungen vom orthodoxen Erzbischof ʽAṭâ_llâh Ḥanâ im besetzten al-Quds [zur Wortbedeutung s.u.] wie des Drusenoberhaupts Mašîḫa ʽAql. (https://www.sana.sy/?p=917684, https://www.sana.sy/?p=917970 vom 25.3.2019)

Mit 35 LKW beladen mit Hilfslieferungen für bedürftige Bürger in der südlichen Provinz Darʽâ ging am Mo., 25.3.2019, wieder ein Konvoi des Syrian Arab Red Crescent (SARC) ab. Ziel sind die lange umkämpft gewesenen Stadtteile Darʽâ al-Balad, Maḫîm Darʽâ (Lager) und Ṭarîq as-Sadd (Nähe Stausee). Zur Verteilung kommen dort 6500 Säcke mit Gesundheitsartikeln, 250 Dergleichen für Behinderte, 1000 davon speziell für Kinder und 12993 Packungen mit Winterbekleidung (insbesondere wegen der US-Sanktionen und dem westlicher Regierungen steht für die Stromversorgung und damit Heizung nicht genügend Energie zur Versorgung, so daß. z.B. in Schulen die Lehrer und Kinder in winterlicher Straßenkleidung den Unterricht bestreiten müssen, wie auf Photos vom Schulbetrieb immer wieder zu sehen ist). (https://www.sana.sy/en/?p=161720, https://www.sana.sy/?p=917685)

SAA zum Schutz der durch Terroristenangriffe gefährdeten Orte im Norden von Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161616 und https://www.sana.sy/?p=917077 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen zerstörte die Armee deren Schlupfnester samt Waffen- und Munitionsansammlungen nahe Ğarğanâz im S-Rîf von Idlib. Bei präzise ausgeführten Operationen gegen Ğabhatu_n-NuṣraBewegungen im Dorf al-Karakât im N-Rîf von Ḥamâ wurden diesen bedeutende Verluste durch Armee-Einheiten zugefügt. Im NW der al-Ġâb-Ebene nahe der Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Ḥamâ und Idlib führte die Armee gezielte Artillerie-Schläge gegen Fortifikationen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-IslâmîTerroristen aus und vernichtete sie samt Waffen- und Munitionslagern im Umkreis von as-Sarmâ­niyya.)

Der irakischeParlamentspräsident Muḥammad al-Ḥalabûsî traf am 24.3.2019 mit dem syrischen Botschafter in Bagdad, Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ, zusammen zur Besprechung von Sachverhalten gemeinsamen Interesses und zur Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden brüderlichen Völkern.
Ad-Dandaḥ erklärte dazu im Anschluß gegenüber der Presse: „The meeting comes within the common coordination between the two states in order to realize a broader cooperation in the economic, political and security domains.” Von Bedeutung waren ebenso die Themen der Kooperation bei der Sicherung der gemeinsamen Grenze und der baldigen Wiedereröffnung der Grenzübergänge auch zur Widerbelebung des Handels. (https://www.sana.sy/en/?p=161657, https://www.sana.sy/?p=917501)

Treffen zwischen Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî und UN-Generalsekretär Antonio Guterres in New York zum Golanstatus, 23.3.2019, Photo: SANA

Am So., 24.3.2019 traf Syriens Gesandter bei den UN in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres aufgrund der Stellungnahme von US-Präsident Trump zum Status des syrischen, israelisch besetzten Golans und seiner Annexion durch Israel vom 22.3.2019 (s.u.) zusammen und informierte diesen über die Reaktion aus seiner Heimat darauf, welche in strikter Ablehnung und Verurteilung derselben besteht.
Dr. al-Ğaʽfarî bekräftigte, die US-Administration habe kein Recht und keinerlei Autorität, um über das Schicksal des besetzten syrischen Golans zu entscheiden; jegliche US-Maßnahme, welche das Recht der Syrisch-Arabischen Republik auf Wiederherstellung und Ausübung ihrer Souveränität über diese besetzte Gegend anfechte, sei ein rechtswidriger Akt ohne Effekt, der einen Bruch der Vorschriften der UN-Charta und des Völkerrechts durch die USA darstelle. Die Vereinten Nationen hätten in verschiedenen relevanten Resolutionen durch die Generalversammlung (NGA) wie den Sicherheitsrat (UNSC) mit der Nr.497 des Jahres 1981 (vgl.u.) bestätigt, daß der Golan besetztes syrisches Land sei und jegliche Maßnahme seitens der israelischen Besatzungsbehörden mit Bezug auf dieses besetzte Land null und nichtig und ohne rechtlichen Effekt sei.
Den Generalsekretär rief er dazu auf, öffentlich eine unmißverständlich Haltung zum Ausdruck zu bringen, in welcher er die feste Position der Vereinten Nationen gegenüber dem Sachverhalt der israelischen Besetzung des syrisch-arabischen Golans bekräftigte.
Die syrische Bevölkerung stimme heute mehr denn je einhellig darin überein, die geäußerte US-Stellungnahme zurückzuweisen, dazu entschlossen, der israelischen Besetzung mit allen durch das Völkerrecht und die internationale Legitimität vorgesehenen möglichen Mittel zu begegnen.
Guterres erwiderte, die Haltung der UN wie seine eigene zum Sachverhalt sei fest, gutbekannt und basiere auf den erwähnten UN-Resolutionen, welche explizit feststellen, daß es sich beim Golan um syrisch-arabisches, von Israel besetztes Gebiet handele. Trotz seiner beruflichen Politik, die darauf beruhe, keine von den sozialen Medien [im Fall: Twitter, vgl.u.!] veröffentlichten Statements zu kommentieren, habe ihn von US-Präsident Trumps Statement ausgehende Gefahr doch dazu veranlaßt, den offiziellen Sprecher des UN-Generalsekretariats zu bitten, eine Stellungnahme herauszugeben mit der Bekräftigung, daß die Position der UN [zum Fall] stet und unwandelbar und der Golan ein syrisch-arabisches, von Israel besetztes Land sei in Bestätigung der UN-Resolutionen, insbesondere der des UNSC mit der Nr.497 des Jahres 1981. In dieser Hinsicht, so beteuerte er, entspreche die vom offiziellen Sprecher herausgegebene Ansicht auch seiner eigenen als UN-Generalsekretär.(https://www.sana.sy/en/?p=161632, https://www.sana.sy/?p=917124)

SAA-Soldat auf Militärposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161519 und https://www.sana.sy/?p=916512 (In beständiger Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die Terroristen der Gegend zerstörte die Armee unter präzisem Einsatz der Artillerie Kampffahrzeuge und Verstecke von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Orten an-Našâma und Mûrik der Provinz Ḥamâ unter Beifügung heftiger Verluste dem Feind gegenüber auf bzgl. dessen Kämpfern. Außerhalb von Mûrik wurden die Operationen intensiviert, Tunnel und Barrikaden der Terroristen eingeschlossen; dabei wurden etliche der Extremisten getötet oder verwundet. Eine Armee-Einheit vereitelte zudem einen terroristischen Angriffsversuch von Qalʽat al-Maḍîq aus auf Militärposten zum Schutz der Stadt al-Karîm im N-Rîf von Ḥamâ
Nahe des Dorfes Tarʽâ im SO-Rîf von Idlib zerstörte die Armee einen Kampfwagen und Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra; später am Abend wurden weitere Fahrzeuge in al-Ḥuwaiz und al-Karakât im NW-Rîf sowie Unterschlupfe und Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tarʽâ eliminiert.)

Opfer der terroristischen Giftgasattacke in ar-Raṣif, 23.3.2019, Photo: SANA

Giftgas-Terroranschlag vom 23.3.2019:
Spät am Abend beschossen Terroristen wieder (vgl.u.) in Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib die Dörfer ʽAzîziyya und ar-Raṣîf im N-Rîf von Ḥamâ, setzten dieses Mal jedoch offensichtlich mit Giftgas bestückte Granaten ein, das den bewirkten Gesundheitsschäden zufolge Senfgas o.ä. gewesen sein könnte. Proben wurden für Untersuchungen genommen und gesammelt. Dr. ʽIṣâm Hûša, Direktor des von der Regierung betriebenen National Hospital der Kreisstadt as-Suqailibiyya äußerte zu den eingelieferten 21 Patienten, sie litten an Erstickungsgefahr, Bewußtlosigkeit, Dyspnoe und Hautreizungen, wie auch Gouverneur Dr. Muḥammad Ḥazûrî bekannt ab. (https://www.sana.sy/en/?p=161578, https://www.sana.sy/?p=916956)

Beim Durchkämmen der Gegend nach Kampfmittelrückständen und von Terroristen ausgelegten Minen entdeckten die Sachverständigen am 23.3.2019 erneut Unmengen an Waffen und Munition, welche die Terroristen in Depots in den Provinzen Ḥomṣ, Darʽâ und Ḥamâ versteckt hinterlassen hatten, wie z.B. eine Motorola-Kommunikationssystem aus israelischem Bestand sowie 700 Satellitengeräte aus israelischer Produktion; im Rîf Dimašq sowie dem von Ḥomṣ und Darʽâ wurden große Mengen westlicher Waffen und Munition zutage gefördert, darunter G3 Schnellfeuergewehre für Scharfschützen aus den USA, verschiedene Typen von Granaten Raketenabschußanlagen, Panzerfäusten, mittleren und schweren Maschinengewehren samt Munition und solcher für Maschinengranatwerfer, dazu Nachtsichtgeräte. (https://www.sana.sy/?p=916630, https://www.sana.sy/en/?p=161533)

Golan-Protestkundgebung in Mağdal aš-Šams vom 23.3.2019, Photo: SANA

Samstagabend am 23.3.2019 organisierten die Bewohner des syrischen israelisch besetzten Golans eine Protestkundgebung am Hauptplatz von Mağdal aš-Šams und verurteilten Trumps Statement (s.u.) zum Golanstatus vom 22.3.2019 und die feindselige Haltung der US-Administration, der jegliche moralische oder rechtliche Basis fehle und welche das Völkerrecht verletzt.
Zugleich betonten die Bürger ihre Zugehörigkeit zum und Verbundenheit mit dem Heimatland Syrien. Sie versicherten, früher oder später werde der Golan – dem Völkerrecht gemäß – wieder Teil des Heimatlands sein.
Eine ähnliche Kundgebungen fand auch in der Mağdal aš-Šams gegenüber, jenseits der israelisch befestigten Trennlinie liegenden Stadt ʽAin at-Tîna in der Provinz al-Qunaiṭra statt in Unterstützung ihrer Mitbürger jenseits des Zauns – wie schon zu früheren Gelegenheiten (vgl.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=161560, https://www.sana.sy/?p=916682) – Wie gewöhnlich verliefen die Proteste geordnet und friedlich.

SAA-Soldat auf Militärposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/?p=916006 und https://www.sana.sy/?p=916006 (Mit präzisem Raketen- und Artilleriebeschuß nahm die Armee Stützpunkte von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Orten al-Ḫuwain, Umm Ğalâl, al-Furğa und Umm al-Ḫa­lâḫîl im S-Rîf von Idlib samt deren Waffen- und Munitionsdepots unter Feuer und radierte etliche Terroristentrupps aus. Desgleichen geschah mit Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und -Verstecken außerhalb von Qalʽat al-Maḍîq und Ğisr Bait ar-Râs in N-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung der meisten der Extremisten.)

UN-Menschenrechtsrat, Photo: SANA

Ebenfalls am 22.3.2019 wurde in Genf während der 40. Sitzung des UN-Menschrechtsrats aus dem sich die USA ja am 20.6.2018 zurückgezogen hatten! – eine Resolution zur Menschenrechtssituation auf dem israelisch besetzten syrischen Golan angenommen mit 26 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen – darunter von Israel – und fünf Enthaltungen.
Sie bekräftigt die Unzulässigkeit gewaltsamer Landnahme und die Unrechtmäßigkeit der Entscheidung der israelischen Besatzungsmacht, sein Recht und seine Verwaltungsgerichtsbarkeit dem Golan aufzuoktroyieren.
Die Resolution unterstrich, daß alle von der Besatzungsmacht unternommenen gesetzgeberischen und administrativen Schritte zur Änderung der Identität und des rechtlichen Statusses des besetzten syrischen Golans null und nichtig seien; sie stellten eine offenkundige Verletzung des Völkerrechts und der 4. Genfer Konvention (s.u.) dar. Daraus ergebe sich die Forderung an die UN-Mitgliedsstaaten, keinen dieser Schritte anzuerkennen.
Es bestehe Besorgnis über die schweren Verstöße seitens der israelischen Besatzung auf dem besetzten syrischen Golan, insbesondere die willkürliche Verhaftung von Syrern ohne rechtliche Basis [dazu vgl.u.!]
Die 4. Genfer Konvention müsse auf dem besetzten syrischen Golan unbedingt umgesetzt werden und die die israelische Besatzung habe die UN-Resolutionen einzuhalten einschließlich derer mir der Nr.497 des Jahres 1981 (vgl.u.), wurde gefordert.
Ebenso müsse die israelische Siedlungstätigkeit dort eingestellt werden, welche darauf abziele, den urbanen, demographischen und rechtlichen Status des besetzten syrischen Golans zu ändern.
Außerdem müsse den von dort vertriebenen Bewohnern die Rückkehr in ihre Heimat und die Beanspruchung ihres Eigentums zugestanden werden.
Noch vor dem Votum hatte Syriens Repräsentant bei den UN in Genf, Ḥussâm ad-Dîn Âlâ, erklärt, die Resolution sei sehr bedeutsam, nicht nur, weil sie die israelischen Praktiken und Rechtsverletzungen auf dem besetzten syrischen Golan zurückweise, sondern auch, da sie das Bekenntnis zur UN-Charta bekräftige.
(https://www.sana.sy/en/?p=161472, https://www.sana.sy/?p=916376)– Zur erwähnten „Verwaltungshaft“ s. http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/amnesty2.html!

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden protestierte die Regierung in Damaskus am 22.3.2019 per Außenministerium gegen die gefährlichen und unverantwortlichen Stellungnahmen des US-Präsidenten Trump und früherer seitens Mitgliedern des UN-Kongresses und der US-Administration zum Status des besetzten syrischen Golan.
Solche Aussagen bedrohten Frieden, Sicherheit und Stabilität des Nahen Ostens und der Welt als Ganzes. Es folgte nochmals die vehemente Verurteilung von Trumps Twitter-Mitteilung zum rechtlichen Status des besetzten syrischen Golans, den verschiedene UNGA- Resolutionen wie jene des UNSC Nr. 297 von 1981 (vgl.u.) festgestellt haben. Der Status sei demnach der eines besetzten Territoriums; jegliche Maßnahmen seitens der israelischen Besatzungsbehörden seien damit null und nichtig und hätten keine rechtliche Auswirkung.
Der syrische Golan sei ein integraler Bestandteil der Syrische-Arabischen Republik und die Wiederherstellung dieses Sachverhalts [auch in der Praxis] bleibe eine Priorität; es bestehe ein ewiges Recht darauf, das nicht verhandelbar oder durch irgendwelche Vorschriften abgeschafft werden könne.
Die Regierung forderte vom UN-Sicherheitsrat, praktische Maßnahmen zu ergreifen und seine Rolle bei der Umsetzung der Resolutionen – insbesondere der Nrn. 242, 338 und 497 – direkt auszuüben, welche fordern, daß die israelische Besatzungsmacht sich vom gesamten besetzten syrischen Golan bis auf die Linie vom 4.6.1967 zurückzieht.
Syrien rief den UN-Generalsekretär dazu auf, öffentlich eine unmißverständlich Position einzunehmen, in welcher er die feste Haltung der internationalen Organisation in Bezug auf die israelische Besetzung des syrisch-arabischen Golans zum Ausdruck bringt.
https://www.sana.sy/?p=916175, https://www.sana.sy/en/?p=161453)

Syriens Botschafter am UN-Hauptquartier in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, hielt eine Pressekonferenz zum Vorfall ab und wiederholte darin die Haltung seiner Regierung, wiedergespiegelt von der Bevölkerung vor allem des israelisch besetzten Golans, die gerade in letzter Zeit – insbesondere auch infolge des Besuchs des in Rede stehenden Gebiets durch US-Senator Graham auf Einladung und in Begleitung des israelischen Premierministers Netanjahu (s.u.) – schon vielfach zum Ausdruck gekommen war (vgl.u.). Die einzelnen Punkte hierzu sind den Artikeln zu entnehmen.
Dr. al-Ğaʽfarî stellte zudem fest, die US-Administration habe kein Recht und keine Gerichtsbarkeit, um über das Schicksal des besetzten syrischen Golans zu entscheiden; jegliche Anerkennung seitens der USA oder jeglicher Schritt, welcher Syriens Recht zur Wiederherstellung [der Kontrolle] über dieses sein Land verletze, sei ein feindseliger, provokativer und rechtswidriger Akt ohne Effekt; er unterminiere jedoch die von den USA als permanentem UNSC-Mitglied eingegangenen Verpflichtungen wie seine Gastgeberrolle für die Beherbergung der UN-Hauptquartiere und verletzte dazu die Prinzipien des Völkerrechts; demnach seien die USA nicht qualifiziert für die Pflichtausübung als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats.
Die gegenwärtige US-Außenpolitik bringt ein Zeitalter des Extremismus in die internationalen politischen Beziehungen ein, welche die Menschheit zu den Zeiten der Geltung des Rechts des Dschungels, in ein primitives Zeitalter zurückkatapultieren.
Die US-Administration habe eine feindselige Methodik eingeführt, die auf Eskalation mit den UN basiert; sie wird deutlich in ihrer Natur in Bezug auf deren Umgang mit Syrien, Rußland, China, Europa, dem Iran, Mexiko, Kanada, Venezuela und anderen Staaten.
Schließlich kam der Diplomat auf die vom Außenamt in Damaskus versandten Schreiben an die UN-Behörden zum Fall zu sprechen (vgl.o.) und wiederholte deren Forderungen.
(https://www.sana.sy/en/?p=161472, https://www.sana.sy/?p=916311)

Syrischer israelisch besetzter Golan, Volksprotest, Photo: SANA

Auf dem israelisch besetzten syrischen Golan flammten die regelmäßigen, dennoch friedlichen Proteste der syrischen Bevölkerung (vgl.u.) dort anläßlich der neuesten Stellungnahme von US-Präsident Trump zum Golan (s.u.) am 22.3.2019 massiv auf. (s. https://www.sana.sy/?p=916175, https://www.sana.sy/?p=916175, https://www.sana.sy/?p=916216)
Verfaßt wurde daher am 22.3.2019 eine Protestnote der einheimischen Bevölkerung des syrischen, israelisch besetzten Golan gegen die jüngste Stellungnahme von US-Präsident zu diesem Gebiet.
Trump’s statements on the Golan didn’t come with something new through a deal with head of the Israeli occupation entity Benjamin Netanyahu who is passing through a political and judicial crisis.” … The current political scene is due to the steadfastness of the resistance axis and the failure of the hostile project against Syria. … The Syrian Arab people in Golan, as they in the past stood in the face of the French occupation, they will con­tinue today to adhere to their national stance undermining many of the occupation’s projects, on top the an­nexation project, and they adhere to the will which hasn’t been defeated. … People of the occupied Syrian Golan affirm to the whole world, on top the US ad­ministration that the stability in the region will not be realized through the continuity of occupa­tion and through supporting and consolidating the racial policies of the Zionist entity.“
Direkt an US-Präsident Trump gerichtet hieß es weiter: „As your previous project had failed although there were better US leaders and Presidents than you in the political and military domains, it will fail again, so take lessons from history…the final victory will be for the people who have the right no matter how long.”(https://www.sana.sy/?p=916158, https://www.sana.sy/en/?p=161488)

Proteste auf dem syrischen israelisch besetzten Golan, Photo: SANA

Präsident Trump hatte am 21.3.2019 (Ortszeit) getwittert: „After 52 years it is time for the United States to fully recognize Israel’s sovereignty over the Golan Heights, which is of critical strategic and security im­portance to the State of Israel and Regional Stability.” (https://twitter.com/realdonaldtrump/status/1108772952814899200)
Darauf erging am 22.3.2019 aus dem Außenministerium zu Damaskus die offizielle Verurteilung in strengster Form für die unverantwortliche Stellungnahme von US-Präsident Trump zum besetzten syrischen Golan, welche die blinde Neigung der USA zur zionistischen (zum Begriff s.u.!) Okkupationsmanier bezeuge.
Laut offizieller Stelle aus dem Außenamt reflektiere diese Aussage Mißachtung gegenüber dem Völkerrecht verbunden mit einer offenkundigen Verletzung der Golan-bezüglichen UNSC-Resolutionen, insbesondere der Nr.497 aus dem Jahr 1981 (vgl.u.), welche kategorisch die Entscheidung der israelischen Besatzungsmacht [zur Annexion] und deren willkürliche Maßnahmen hinsichtlich des Golans als „null und nichtig und ohne jegliche rechtliche Auswirkung“ zurückweist.
Es sei für die ganze Welt offensichtlich, daß die USA mit ihrer rücksichtslosen, von einer Mentalität der Dominanz und Arroganz beherrschten Politik ein Hauptfaktor für die Spannungen in der internationalen Arena geworden seien, welche den Weltfrieden und die Stabilität darin gefährde. Dies erfordere eine feste Haltung der Welt, um der US-Arroganz ein Ende zu setzen und der internationalen Legitimität wieder Geltung zu verschaffen, um Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Welt zu wahren.
Die Statements des US-Präsidenten und seiner Administration zum besetzten syrischen Golan würden jedoch an der Tatsache nichts ändern, wonach der Golan schon immer Territorium der Syrisch-Arabischen Republik gewesen ist und bleibt und die syrische Bevölkerung noch mehr dazu entschlossen ist, ihn auf jede mögliche Art zu befreien.
(https://www.sana.sy/en/?p=161419)
Die russische und iranische Regierung reagierten entsprechend und bezeichneten Trumps Forderung als absolut inakzeptabel. Sie stelle eine direkte Verletzung der UN-Resolutionen dar. Kreml-Sprecher Peskow äußerte dazu laut TASS: „Such calls may considerably destabilize the already strained situation in the Middle East … In any case the idea as such by no means works for the tasks and goals of the Middle East settlement. It’s the other way round.”(https://www.sana.sy/en/?p=161438, https://www.sana.sy/?p=916075, s.a. https://www.sana.sy/?p=915974)
Der palästinensische Präsidentensprecher Nabîl Abu Rudaina stellte fest, daß US-Entschei­dungen, die die internationale Legitimität verletzten, keinen Wert hätten. https://www.sana.sy/?p=916028); die Koalition der palästinensischen Widerstandskräfte verurteilt Trumps Aussagen zum Golan ebenfalls. (https://www.sana.sy/?p=916121)
Die Vereinten Nationen und die Europäische Union hatten noch am 21.3.2019 bestätigt, daß die israelische Besetzung des syrischen Golans illegal sei. (https://www.sana.sy/?p=915884)
Weitere Verurteilungen erfolgten aus dem Libanon, dem Irak, China, Kuba und dem Jemen, Ägypten und vom jordanischen Außenminister; auch der frühere britische Botschafter Peter Ford kritisierte die Aussage Trumps in Interview mit Sputnik News. Die jeweils eigenen Formulierungen sind nachzulesen bei: https://www.sana.sy/en/?p=161483, https://www.sana.sy/?p=916287 sowie https://www.sana.sy/en/?p=161510, https://www.sana.sy/?p=916497. Zudem schloß sich Japan (https://www.sana.sy/?p=917098) und die Arab Inter Parliamentary Union (AIPU) an; letztere mit den Worten: „These statements show the mentality of hegemony and arrogance of the US administration which views regional issues with Zionist eyes in a way which serves interests of the Israeli occupation en­tity. … Trump’s statements pose a systematic bias, direct support to the occupying entity and a flagrant assault on the rights of the Syrian people.“ (https://www.sana.sy/en/?p=161564).
Bürgerstimmen aus ganz Syrien äußerten sich in harscher Kritik der Trumpschen Aussage zum israelisch besetzten syrischen Golan. Im Einzelnen s. https://www.sana.sy/?p=916916, https://www.sana.sy/?p=916916 und https://www.sana.sy/en/?p=161739, https://www.sana.sy/?p=917791</a!
Ein Interview mit al-Mayâdîn TV zum Thema bestritt auch Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd, in dem er die bereits bekannte syrische Haltung in der Sache nochmals kurz zusammenfaßte. (
https://www.sana.sy/en/?p=161477, https://www.sana.sy/?p=916401)
Syriens permanenter UN-Vertreter in Genf äußerte sich während der 40. Tagung des Menschrechtsrats mehrfach zum Fall (vgl.u.!)

Diskutiert wurde während der 40. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf am Fr., 22.3.2019, auch ein Resolutionsentwurf zur Verlängerung des Mandats der Untersuchungskommission zur Menschenrechtslage in Syrien um ein weiteres Jahr (https://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/Pages/NewsDetail.aspx?NewsID=24394&LangID=E).
Syriens permanenter UN-Botschafter am UN-Hauptquartier in Genf, Ḥussâm ad-Dîn Âlâ, bezeichnete es als absolut inakzeptabel, daß bei jeder Sitzung des Rats mit politisierten (d.h. sachfremden) und parteiischen Beschlüssen gegen Syrien vorgegangen werde. Diese Vorgehensweise widerspreche der vermeintlichen [eigentlichen] Rolle des Rates, die Menschenrechte zu schützen gemäß den Prinzipien der Unparteilichkeit, Objektivität und der Nicht-Selektivität, und spiegele die politische Heuchelei derer wider, die sich diese Herangehensweise zu eigen machten.
Der vorliegende unausgewogene Entwurf fördere nicht konsensfähige Konzepte wie das Prinzip einer universellen Gerichtsbarkeit und ignoriere die Gerichtsbarkeit der syrischen Justiz in Bezug auf Ermittlung und Rechenschaftspflicht gemäß den syrischen Gesetzen.
Der Resolutionsentwurf spanne den Rat für Sachverhalte ein, für die er technisch nicht qualifiziert [zum Grund s.u.!] ist in Bezug auf Beweisaufnahme und Faktenbewertung.
Botschafter Âlâ betonte die Ablehnung seines Landes gegenüber den im Entwurf enthaltenen verzerrten und fehlerhaften Auslegungen der syrischen nationalen Rechtsvorschriften und dessen feindselige, gegen staatliche Institutionen aufhetzende Sprache, die zudem in der angewandten Ausdruckweise keinen Unterschied macht zwischen einer legitimen Regierung und bewaffneten terroristischen Gruppen.
Zudem brachte er Syriens Zurückweisung von Versuchen des Dazwischenfunkens zum Ausdruck, wenn Syrien bemüht sei, die freiwillige Rückkehr der Flüchtlinge in die Heimat sicherzustellen, wie von der Förderung einer Politik, die das Leiden jener Flüchtlinge für [eigene] politische Zwecke ausbeutet.
Auch kritisierte er, daß im Entwurf die Verurteilung von Aggressionsakten einiger Regierungen und deren Besetzung von Teilen des syrischen Territoriums einfach übergangen wird. Dies wiederspreche den Forderungen nach vollem Respekt gegenüber der Souveränität und territorialen Integrität Syriens. Das wiederum sei das natürliche Resultat des Faktums, daß die Hauptsponsoren [des Terrorkriegs] Partner in der Aggression gegen Syrien und in den von der rechtswidrigen sog. „internationalen Koalition“ ausgeübten Verbrechen seien, welche die Resolution nach wie vor deckt.
Schließlich konstatierte Âlâ: „Syria is committed to the rules of international humanitarian law and renews its refusal to extend mandate of the International commission of inquiry, which is a politicized mechanism that lacks the minimum standards of objectivity and professionalism.” (Syrien ist dem internationalen humanitären Recht verpflichtet und erneuert seine Zurückweisung einer Mandatsverlängerung für die Internationale Untersuchungskommission, welche ein politisierter Mechanismus ist, der der minimalen Standards der Objektivität und des Professionalismus entbehrt.)
Ansprüche darauf, sich um die Unterstützung des politischen Prozesses und die Beendigung des Leidens der Menschheit zu kümmern, stünden nicht im Einklang mit dem Inhalt des Resolutionsentwurfs und dessen Weigerung die Wurzeln und Ursachen der Krise anzuerkennen, zuallererst den Terrorismus, die Politik der Aggression, der Besetzung und der einseitigen [wirtschaftlichen] Zwangsmaßnahmen.
Syrien lehne den Resolutionsentwurf, der sich von der Realität abgesondert habe, ab und rufe dazu auf, gegen ihn zu stimmen.
(https://www.sana.sy/?p=916088, https://www.sana.sy/en/?p=161444)

Die Regierung in Damaskus kondolierte zum tragischen Fährunglück auf dem Tigris bei Mossul am 21.3.2019, dem neu eingeführten Feiertag zu Naurûz. (https://www.sana.sy/en/?p=161435, https://www.sana.sy/?p=915997) – S. Irak!

Zur Erklärung der Sprecherin des Weißen Hauses Sarah Sanders zum US-„Sieg“ über den IS in Syrien vom 21.3.2019, vgl.u. die Darlegungen zu den Evakuierungs- und Transfermaßnahmen der Terroristen wie dem Deal mit dem IS über mehr als 50 Tonnen Beutegold, den Vergleich zwischen Übereinstimmungen zwischen der Verteilung von IS– und US-Kräften der Jahre 2017 und 2019; die ansehnlichen IS-Kontingente innnerhalb der Terroristenkonzentration in der Provinz Idlib, u.v.a.
Lesenswert ist auch die Aufstellung der inzwischen 15-maligen Erklärung, den IS in Syrien besiegt zu haben, seitens der US-Administration, in: www.southfront.org/trump-the-defeater-washington-declared-victory-over-isis-15-times-since-december/!
Darüber hinaus berichtet der SDF-nahe blog Hammurabi’s Justice News von der Fortsetzung der Kämpfe zwischen dem IS und der US-unterstützten SDF nördlich von al-Bâġûz al-Fawqânî wie bisher, während Aktivisten beider Seiten übereinstimmend auf nach wie vor aktive IS-Konzentrationen in verschiedenen Landesteilen einschließlich Idlib und in der Bannzone von at-Tanaf (vgl. o.e. Kartenmaterial) etc. pp. aufmerksam machen.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161384 und https://www.sana.sy/?p=915536 (Nach Beobachtung von Terroristengruppen bei der Vorbereitung von Angriffen auf Militärposten und Orte im gesicherten Bereich, startend vom östlichen Ortsrand von Laḥâyâ aus, vereitelte die Armee diese, tötete die meisten Angreifer und vernichtete deren Waffen. In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Terroristen zerstörte eine Armee-Einheit Terroristenunterschlupfe im Dorf Ğisr Bait ar-Râs und töteten viele der Extremisten. In den Terroristennestern al-Laṭâmina und Laṭmîn eliminierte die Armee einige Fahrzeuge von Ğaiš al-ʽIzza samt deren Kämpfern und militärischer Ausrüstung darin. Per Artilleriebeschuß vernichteten Armee-Einheiten Ğabhatu_n-Nuṣra-Schlupflöcher in Ka­far Zaitâ. Die Aktionen fanden im N-Rîf von Ḥamâ statt.)

Terroranschlag vom 21.3.2019:
Im N-Rîf von Ḥamâ beschossen Terroristen am Nachmittag mit etlichen Raketen Wohngebäude in der Stadt Šaṭḥa, wodurch Sachschäden entstanden.
(https://www.sana.sy/en/?p=161401, https://www.sana.sy/?p=915712)

Verschiedene von den Terroristen früher zurückgelassene Waffen und Munition wurden am 21.3.2019 vom Kampfmittelräumdienst im N-Rîf von Ḥomṣ aufgefunden und von den Behörden konfisziert. Darunter gab es mittelschwere Maschinen- dazu Sturm- und, Scharfschützengewehre sowie Satellitenanlagen. (https://www.sana.sy/?p=915637, https://www.sana.sy/en/?p=161387)

Um für die im Lager al-Hûl, ca. 45 km östlich von al-Ḥasaka-Stadt, unter SDF-Kontrolle unter schlimmen Bedingungen ausharrenden Flüchtlinge passende Übergangsunterkünfte zu schaffen, vor allem da immer mehr Familien vor den Flächenbombardements der US-geführten Koalition (vgl.u.) im Raum al-Bâġûz fliehen, sind neben der Regierung Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmonds (SARC) mit freiwilligen Helfern am Werk. Es werden 208 Zelte in­stalliert mit 132 Tanks Trinkwasser, Elektrizität, medizinischer Versorgung etc. pp. (https://www.sana.sy/?p=915869 vom 21.3.2019)

In einem Interview bekräftigte der libanesische Präsident Michel ʽAûn am 21.3.2019 erneut die Notwendigkeit, die syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzubringen, wies jedoch ebenfalls erneut darauf hin, daß einige Regierungen der internationalen Gemein­schaft dem Hindernisse in den Weg legten, da sie „die Vertriebenen als Geisel nehmen wollen“, um damit Syrien ihre Pläne aufzuzwingen, die sie bislang auf anderem Wege [d.h. im gegen Syrien in die Wege geleiteten Terrorkrieg] nicht erreichen konnten. Das gelte ebenso für den Wiederaufbau in Syrien. Er enthüllte des weiteren, daß diesbezüglich auch „internationaler Druck auf den Liba­non und einige [weitere] Länder ausgeübt wird‚.“ General a. D. ʽAûn wird nächste Woche nach Moskau reisen.(https://www.sana.sy/?p=915858)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161339 und https://www.sana.sy/?p=914863 (Die im N-Rîf von Ḥamâ stationierten Armee-Einheiten hatten wieder gegen etliche Verstöße gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Terroristen vorzugehen: bekämpft wurden Unterschlupfe und Ansammlungen von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten in al-Ḥuwaiğa und den Dörfern aṣ-Ṣahriyya und Saḥâb, wobei etliche der Kämpfer eliminiert wurden wie auch deren Waffen und Stellungen.
Am Abend erfolgten dann Spezialoperationen gegen Haupt­quartiere und Zusammenkünfte der Terrorgruppen von al-ʽIzza al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî und Ğab­hatu_n-Nuṣra in den Dörfern Furaika, aš-Šaiḫ Muṣṭafâ, al-Faqîʽ, al-Karakât und der Stadt Ğisr aṣ-Šuġûr im S-Rîf Idlib wie Waffendepots von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Nähe von Ḥayaš (oder: Ḥîš) und den Außenbezirken von Tal ʽÂs, bei denen die materiellen ziele zerstört und dem Feind auch herbe Verluste an Kämpfern beigebracht wurden; u.a. wurde unter den Getöteten der Ğabhatu_n-Nuṣra-Kommandeur Muḥammad Ḫâlid al-Ḥussain identifiziert.) – Mit Frühlingsbeginn, der in vielen Kulturen schon seit dem Altertum auch Jahresanfang und witterungsbedingt als Zeitpunkt der Wiederaufnahme von kriegerischen Unternehmungen betrachtet wurde (vgl.a. in der jüngeren Gegenwart: Invasion im Irak 2003 und jene der türkischen Truppen in ʽAfrîn 2018), scheint auch der Kampf gegen die Terroristenkonzentration im Raum Idlib anzulaufen.

Terroranschläge vom 20.3.2019:
Die im S-Rîf von Idlib und dem angrenzenden N-Rîf von Ḥamâ aktiven Terrorgruppen – meist Ğabhatu_n-Nuṣra oder deren Affiliierte – feuerten am Morgen eine Reihe Raketen auf Wohngebiete der Stadt ar-Raṣîf und richteten Sachschäden an. Die Armee reagierte auf diese Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit Bechuß durch Artilleriegeschosse und Granaten auf die Abschußanlagen der Terroristen und vernichtete sie zusammne mit etlichen der Extremisten.
Ergänzung: Zwei Zivilisten, darunter ein Mädchen, wurden durch Raketenangriffe auf Häuser in der Stadt as-Suqaili­biyya, die umliegenden Dörfer al-ʽAzîziyya, ar-Raṣîf und die Umgebung von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ verletzt. Schäden an Wohnhäusern und weiterem Eigentum entstanden zudem. (https://www.sana.sy/en/?p=161329, https://www.sana.sy/?p=914950)

Aus einem Vergleich veröffentlichter US-Karten über den IS-Einfluß von 2017 und 2019 in der Region Syrien, Irak und darüber hinaus geht eindeutig hervor, daß dieser gerade da verblieben ist, wo US-Truppen oder US-unterstützte Milizen agieren, nämlich im NO-Teil von Syrien unter SDF-Kontrolle mit etlichen US-Basen, bei der US-Militärbasis at-Tanaf, am östlichen mittleren Euphrat und der De-Eskalationszone Idlib, welche in MSM-Sprechweise ja von „moderaten bewaffneten Oppositionellen“ (d.i. MAO für moderate armed opposition, zur Einordnung s. ab Teil II) kontrolliert sei (s. President Trump Accidentally [versehentlich] Admits Large ISIS Influence Within US-held Area vom 20.3.2019)

Wieder konnten die Behörden am 20.3.2019 einen Wagen mit verstecktem Schmuggelgut von insgesamt 600.000 CaptagonPillen (zur Bedeutung für Terroristen s.u. und bes. Teil II) und 358kg Haschisch im Gebiet von al-Quṣair im S-Rîf von Ḥomṣ sicherstellen.(https://www.sana.sy/en/?p=161347)

Tereos, Zulieferer des IS? – Photo AFP

Nach dem Skandal um die Verbindung des französisch-schweizerischen Konzerns Lafarge Holcim mit dem IS mit Wissen der französischen Regierung (s. Teil VI mit weiteren Links!) ist nun auch das französische Unternehmen Tereos wegen ähnlicher Geschäfte vor Gericht verklagt worden – von Geschäftspartnern. Demnach habe die Firma dem IS Material geliefert, mit welchem die Terrororganisation Raketentreibstoff habe herstellen können. Die Anklage lautet gemäß Auskunft des Büros des mit Terrorismus beschäftigten Staatsanwalts auf „acts of terrorism and complicity in acts of terrorism.“ U.a. wiesen die Beschwerdeführer darauf hin, daß nach der Befreiung der irakischen Stadt Mossul Ende 2016 in einem IS-Lagerhaus dutzende Säcke mit Sorbitol mit dem Logo der Firma Tereos durch die Conflict Armament Research NGO gefunden worden seien, obwohl die Firma erklärt hatte, keine Lieferungen in Krisengebiete zu erlauben. Tereos behauptet, 45 Tonnen dieser Substanz 2015 in die Türkei (! zu den vielfachen Verbindungen der AKP-Regierung zu Terrororganisationen wie dem IS vgl.u.) geliefert zu haben; diese seien dann verschwunden und ein Jahr später in Syrien in einem unteridischen Depot wieder aufgetaucht. Doch auch nach Lieferstop infolge des Fundes in Mossul seien laut Anklage weitere Lieferungen im Jahr 2017 erfolgt. Tereos zeige sich schockiert über den Mißbrauch seines Artikels. (https://www.sana.sy/?p=914820, in englischer Sprache: https://en.zamanalwsl.net/news/article/42438/ vom 20.3.2019)

Zum genauen Termin der nächsten, für April avisierten Astana-Konferenz (vgl.u.) teilte der kasachische Vizeaußenminister Mukhtar Tileuberdi am 20.3.2019 mit, diese werde voraussichtlich am Ende des Monats, vermutlich am 20. April, in der Hauptstadt stattfinden, die diesen der Lösung der Syrienkrise gewidmeten Zusammenkünften den Namen gab.
Die Konferenzen würden ihre Bezeichnung beibehalten, auch wenn nach Rücktritt des 39-jährigen Präsidenten des Landes, Nursultan Nazarbajew, sein Nachfolger, Interimspräsident Qasim Jumart Tokajew, in seiner ersten Amtshandlung die Hauptstadt ersterem zu Ehren in Nursultan (Nûrsulṭân) hat umbenennen lassen. (https://www.sana.sy/en/?p=161365, https://www.sana.sy/?p=915245, s.a. https://www.sana.sy/?p=914451)

Wie tags zuvor sein Amtskollege im Irak traf sich auch der Botschafter in Teheran, Dr. ʽAdnân Maḥmûd, am 20.3.2019 mit einem Regierungsmitglied, dem Sonderberater des Vorsitzenden des iranischen Šûrâ-Rats, Ḥussain Amîr ʽAbdullahiyân, zwecks Erörterung der Möglichkeiten zum Ausbau der beidseitigen strategischen Beziehungen und der Kooperation bei der Terrorismusbekämpfung. Unterstützung aus dem Iran werde bis zu einer politischen Lösung durch Dialog unter den Syrern selbst gewährt werden. Einig war man sich auch darüber, daß eine Präsenz ungebetenen ausländischen Militärs dem Völkerrecht wie dem Erreichen von Sicherheit und Stabilität im Land zuwiderhandele. Ebenfalls verfolgten beide Seiten den Plan, konsequente Schritte zur Ausweitung der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Investitionen- und Handel zu unternehmen, auch um den einseitig durch die USA und deren Verbündeten gegen Syrien und den Iran verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen zu begegnen. (https://www.sana.sy/en/?p=161326)

Die syrische Vertretung beim UN-Hauptquartier in Genf hielt am 20.3.2019 zusammen mit der Arab Lawyers Union ein juristisches Symposion mit dem Titel „The occupied Syrian Golan… 52 years of Israeli occupation“ am Rand der 40. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats anläßlich des inkonsequenten Abstimmungsverhaltens mancher Mitgliedstaaten ab. Es gelte aufzudecken, daß die fortgesetzten und forcierten Rechtsverletzungen durch die israelische Besatzungsmacht auf dem besetzt gehaltenen Golan zusammenfallen mit dem durch die USA ausgeübten Druck auf Mitgliedsstaaten, doch den Agenda-Punkt 7 (item 7), der sich gerade mit den israelischen Rechtsverletzungen auf völkerrechtswidrig besetztem arabischen Gebiet befaßt (dazu vgl.u.), von der Tagesordnung zu streichen. Dabei warnte er vor Versuchen der israelischen Regierung, die letzten Entwicklungen in Syrien und der Region für eine Konsolidierung ihrer Besetzung des Golans im Widerspruch zu den darauf bezüglichen UNSC-Resolutionen, insbesondere der Nr.497 des Jahre 1981 auszunutzen.
Das ablehnende Votum einiger Mitgliedsstaaten gegenüber der Resolution bezüglich der Menschenrechtssituation auf dem besetzten Golan widerspreche deren Behauptungen hinsichtlich Resolution zur Menschenrechtslage in Syrien.
Dann gab Botschafter Âlâ einen historischen Abriß der Rechtssituation auf dem syrischen israelisch besetzten Golan seit 1967 und den Folgen daraus wie der Vertreibung von über 500.000 syrischen Bewohnern, so daß jetzt noch ca. 20.000 dort [dagegen] Widerstand leistend auf ihrem Grund und Boden ausharrten , festhaltend an ihrer Zugehörigkeit zum Mutterland und zu ihrer arabischen Identität entgegen allen Judaisierungsversuchen. Die Besatzungsbehörden hätten mehr als 500 Orte, Städte, Dörfer und Farmen, eliminiert und dem Erdboden gleichgemacht, um an ihrer Stelle 41 israelische Siedlungen zu errichten. Das stelle nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen dar.
Dann resümierte er die ablehnenden internationalen Reaktionen auf die Entscheidung der Besatzungsbehörden zur Annexion des Golans und Einführung ihres Rechts dort im Jahr 1981 mit Hinweis auf die Resolution Nr.497 des Jahre 1981, welche diese Entscheidungen für null und nichtig erklärte mit der Forderung, diese Entscheidungen zurückzuziehen.(https://www.sana.sy/en/?p=161376, https://www.sana.sy/?p=915442)

Eine neue Gruppe Rückkehrer aus jordanischen Flüchtlingscamps konnte am 20.3.2019 am Übergang Naṣîb in der Provinz Darʽâ verzeichnet werden. (https://www.sana.sy/en/?p=161344, https://www.sana.sy/?p=915310)

Gerade zum Fest des Frühlingsbeginns, dem Naurûz-Fest (Näheres dazu s. Teil V unter dem 1.4.2017 und und bzgl. Irak) seien die türkischen Truppen zusammen mit ihren Terroristensöldnern in Fortführung der völkerrechtswidrigen sog. Operation Olivenzweig und nach dreimonatigen Bombardements und Luftangriffen über ʽAfrîn und seine Region hergefallen. An die fürchterlichen Geschehnisse und ihre Folgen haben (Massaker, Raub, Plünderungen, Entführungen und Vertreibung, mutwillige Zerstörung archäologischer und historischer Stätten, Raubgrabungen, Rodung mit Abtransport bzw. Brandschatzung von ganzen Obstplantagen sowie Wäldern), unter denen die Bewohner bis zu heute zu leiden haben, erinnert ein eigener umfangreicher Artikel s. (https://www.sana.sy/?p=914558, https://www.sana.sy/en/?p=161333), den zu übersetzen derzeit die Kapazitäten fehlen. Zu den Vorfällen s.a. Teil VI! Angeprochen werden darin auch die bis heute andauernden Unterstützungsleistungen der – auf osmanische Okkupationspolitik ausgelegten – Erdogan-Regierung für die in Syrien aktiven Terroristen (dazu vgl.u., Beiträge um Abû Banât und Abû Bakr!) einschließlich der in den letzten Monaten wieder vermehrten Einschleusung von al-Qâʽida-Terroristen über die Türkei und die Grenzstädte Aṭma und Sarmadâ zur Verstärkung der terroristischen Kampfverbände in der Provinz Idlib.
Zur Kooperation und Koordination zweichen der türkischen Erdogan-Regierung und den in Syrien aktiven Terrororganisationen inklusive des IS, berichtet auch US-Zeitschrift Homeland Security TodayInteressantes und Aktuelles (https://www.sana.sy/?p=914270) wie auch eine tschechische Journalistin, die den Vorgängen ein ganzes Buch widmete, s. https://www.sana.sy/?p=914152!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161248 und https://www.sana.sy/?p=914195 (Eine Armee-Einheit vereitelte Angriffsversuche von Terrorgruppen von Mûrik aus auf Militärposten im N-Rîf von Ḥamâ, wobei etliche der Angreifer eliminiert wurden. Ein weiterer Verband bekämpfte Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra erfolgreich in Bâb aṭ-Ṭâqa in der al-Ġâb-Ebene, vernichtete der Schlupfnester und zerstörte ihre Waffen.)

Terroranschlag vom 19.3.2019:
Terroristen-Scharfschützen griffen im Stadtteil az-Zahrâ´ am NW-Rand von Aleppo einen Bus an, welcher Kindergartenkinder transportierte. Bei dem Anschlag am an-Nawras-Kreisverkehr wurde ein fünfjähriger Junge getötet, die weibliche Aufsichtsperson verletzt. (https://www.sana.sy/?p=914363, https://www.sana.sy/en/?p=161288)

Die Kampfmittelräumverbände fanden aufgrund von Mitteilungen der örtlichen Bevölkerung am 19.3.2019 weitere von den Terroristen früher zurückgelassene Waffen und Munition in großen Mengen im landwirtschaftlichen Gebiet der Bauernhöfe von Talbîsa, ca. 13km nördlich von Ḥomṣ. Konfisziert wurden u.a. 300 Mörser- und besonders große Schäden anrichtende sog. Höllenkanonen und 25 kg hochexplosiven C4-Materials.(https://www.sana.sy/en/?p=161263, https://www.sana.sy/?p=914212)

Rußlands Verteidigungsminister, General Sergei Schoigu, kam mit begleitender Delegation am 19.3.2019 zu Besuch nach Damaskus. Beim Empfang durch Präsident Dr. al-Assad, an dem auch Verteidigungsminister General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb und der Chef des Nationalen Sicherheitsbüros, ʽAlî Mamlûk, teilnahm, wurden die letzten Entwicklungen im gemeinsam bestrittenen Kampf gegen der Terrorismus auf syrischem Terrain besprochen.
Der Präsident stellte dabei heraus, daß die russisch-syrische Zusammenarbeit und das hohe Niveau der Koordination in allen Bereichen, allen voran auf militärischem und politischem Gebiet, einen entscheidenden Faktor für Syriens Widerstand gegen den Terrorismus und beim Erlangen der Erfolge gegenüber dem IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und den anderen Terrororganisationen ausgemacht habe.
General Schoigu versicherte seinerseits: „Russia will continue offering all forms of possible support to the Syrian people to complete liberation of all Syrian territories and preserve the territorial integrity, sovereignty and independence of Syria.”
Dann ging es um die Lage in Idlib und östlich des Euphrats. Beide Seiten waren sich einig darin, daß die gemeinsame Arbeit fortgeführt werden müsse, um geeignete Lösungen für die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in diesen Regionen zu finden wie auch angemessene Vorgehensweisen zur Vermeidung dessen, daß die der syrischen Bevölkerung feindlich gegenüberstehenden Regierungen in den beiden Regionen durch ihre Politik und ihre Praktiken nicht das erreichen, was ihnen in den ganzen letzten Jahren der Krise nicht gelungen ist. Es gebe da schließlich einige Regierungen und Mächte, die den Anti-Terrorkampf nur durch die Worte ihrer Amtsträger führten, in Wirklichkeit jedoch, den Terrorismus unterstützten, mit Terroristen zusammenarbeiteten, ihnen Schutz in vielerlei Bereichen angedeihen ließen; mittels dieses politischen Vorgehens stünden sie hinter der Verursachung der vielen zivilen Opfer wie der Verbreitung des Terrorismus bzw. der Tatsache, daß dieser in anderen Regionen die Oberhand gewinnt. (https://www.sana.sy/?p=914614, https://www.sana.sy/en/?p=161297)

Präsident Dr. al-Assad empfing am 19.3.2019 den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu, auch in kultureller Mission. Sein Gast ist zudem Präsident der Russischen Geographischen Gesellschaft und als solcher kündigte er an, der Kreml werde in wenigen Monaten seine Akteninhalte mit der UNSCO teilen, welche 3D-Material (dazu vgl.u.) zur Wiederherstellung der Ausgrabungsstätte Palmyra am Rand der Oasenstadt Tadmur enthalten, die mit russischen Aufnahmen aus dem Jahr 1872 verglichen werden können. Dann werde es auch ein 3D-Modell von ganz Palmyra geben. Im Interview mit russischen Medien führte er zur Sache aus: „Earlier, the UN world heritage organization had emphasized the need to raise funds for restoring Syria’s internationally-renowned cultural site. When we called for that, saying well, let’s do it, it’s time to do that, various movements, neither scientific nor cultural nor geographical, started meddling. Here we want to loudly exclaim: ,where are you? You wept and said that Palmyra must be restored.‘We are combing through our archives. We have uncovered photos of Palmyra taken in 1872 by the first Russian travelers who arrived there. Now we are putting together an album in which we want to show what was there and what has been done. This endeavor is needed to understand what to do next. For this, we are creating a 3D model of Palmyra. I believe soon,. … Maybe in a month or two, we will send these files to UNESCO so that they could assess the overall volume of restoration works.“ (https://www.sana.sy/?p=914579, https://www.sana.sy/en/?p=161291)

Zu einer Besprechung kamen am 19.3.2019 der irakische Minister für Industrie und mineralische Rohstoffe, Ṣâliḥ ʽAbdullâh al-Ğubûrî, und der syrische Botschafter in Bagdad, Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ, zusammen zwecks Ermittlung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den verschiedenen Industriespektren. Der Irak sei dem Minister gemäß generell offen für Kooperation mit freundlich gesinnten nachbarlichen aber auch weiteren Staaten, um von deren Kapazitäten und Erfahrungen zum beidseitigen Nutzen zu profitieren. Es gelte neue Produktionslinien und Industrieprojekte im Irak zu eröffnen. Investmentmöglichkeiten bestünden auch seitens Firmen, die dem Ministerium angeschlossen seien. In der amtlichen Verlautbarung nach dem Treffen hieß es dazu: „During the meeting, Minister al-Jubouri affirmed the deep-rootedness of the relations binding Iraq and Syria.” Botschafter ad-Dandaḥ bestätigte, der gleiche Wunsch und dieselbe Bereitschaft bestehe auch von syrischer Seite. Sein Land freue sich auf gemeinsame Projekte und die Zusammenarbeit.(https://www.sana.sy/en/?p=161226)

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim (https://www.sana.sy/en/?p=161277, https://www.sana.sy/?p=914357) und Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd (https://www.sana.sy/en/?p=161294) trafen sich in getrennten Meetings mit Peter Maurer, dem Präsidenten des International Committee of the Red Cross (ICRC) und Begleitung am 19.3.2019 zur Besprechung der von beiden Seiten bislang schon als sehr positiv hervorgehobenen und auch künftigen erfolgreichen Zusammenarbeit zur weiteren Verbesserung der humanitären Lage im Land unter Beachtung der völkerrechtlichen Prinzipien (Näheres dazu vgl.u.).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.3.2019 informieren:
(https://www.sana.sy/en/?p=161175 und https://www.sana.sy/?p=913429 (Am Morgen wurden Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten nach Beobachtung von deren Aktionen im NW-Rîf von Ḥamâ im Außenbereich der Dörfer al-Ḥuwaiz, al-Ḥuwaiğa, Ğisr Bait ar-Râs, at-Tuwaina und aš-Šarîʽa bombardiert und dabei deren Fortifizierungen samt Waffen und weiterem Equipment zerstört. Später jagte eine Armee-Einheit zwei Fahrzeuge von Ğabhatu_n-Nuṣra in Mûrik im N-Rîf in die Luft und töteten etliche der Terroristen. Abends eliminierten weitere Verbände Kampfwagen und Schlupfnester von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî und Katâ´ib al-ʽIzza in al-Ḥuwaiz, al-Laṭâmina und Saḥâb im N-Rîf von Ḥamâ.
Schwere Verluste verursachte die Armee den Terroristen im S-Rîf von Idlib, deren Schlupfnester in Wâdî uwair, Ḫân Šaiḫûn und Talmanas ebenfalls zerstört wurden. Per Raketenbeschuß eliminiert wurden Ğabhatu_n-NuṣraNester am Ortsrand von Maʽrat an-Nuʽmân sowie deren Abschußanlagen für Raketen und Mörsergranaten im Ğabal Šaḥšabû in der Provinz Idlib.)

Terroranschläge vom 18.3.2019:
In neuerlicher Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib beschossen die im im N-Rîf Ḥamâ an der Verwaltungsgrenze zu Idlib aktiven Terroristen mit Mörsergranaten al-ʽAzîziyya und ar-Raṣif, wodurch Sachschäden entstanden. (www.sana.sy/en/?p=161205, https://www.sana.sy/?p=913804)

Nach der Diskussion der drei militärischen Abordnungen in Damaskus untereinander (vgl.u.) folgte am Abend des 18.3.2019 der Empfang der irakischen und iranischen Militärdelegation durch Präsident Dr. al-Assad an seinem Amtssitz im Beisein von Verteidigungsminister und stellvertretendem Kommandeur der Streitkräfte, Generalmajor ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb.
Besprochen wurden die jüngsten Entwicklungen auf dem Feld, Möglichkeiten der Koordinierungsoptimierung untereinander, die sich bislang schon positiv auf auf operativer Seite bei der Terrorismusbekämpfung gezeigt habe.
Der Präsident beurteilte die Beziehungen zwischen Syrien, dem Iran und dem Irak als stark, gewachsen mit der Dauer des Krieges, in dem sich das Blut der gefallenen Syrer, Iraner und Iraker im Kampf gegen die Terroristen bzw. Söldnertruppen vermischt habe, hinter deren Larve sich die unterstützenden Regierungen versteckt hielten.
Das jetzige Zusammentreffen bedeute auch eine Konvergenz der Prinzipien, für die die drei Völker stünden und auf die man stolz sein könne, allen voran Würde und ein Sinn für Ehre; das Treffen spiegele jedoch auch wieder, daß man sich im selben Schützengraben eines gemeinsamen Fechtens gegen den selben Feind befinde.
Der iranische General Bâqirî stellte seinerseits heraus, mit der Bekämpfung des Terrorismus und der Verteidigung Syriens verteidige man gleichzeitig den Irak und den Iran. Dieser Terrorismus bedrohe all diese Staaten und die Region als Ganzes
(https://www.sana.sy/en/?p=161216, https://www.sana.sy/?p=913907)

Syriens permanenter UN-Botschafter am UN-Hauptquartier in Genf, Ḥussâm ad-Dîn Âlâ, äußerte sich anläßlich der 40. Sitzung des Menschrechtsrats zur Situation auf dem syrischen israelisch besetzten Golan. Obwohl die Bevölkerung der besetzten Gebiete nach wie vor ihre Zugehörigkeit zum Mutterland immer wieder deutlich zum Ausdruck bringe (vgl.u.), fahre die israelische Besatzungsmacht nicht nur mit ihrer diskriminierenden Strafpraxis und den Rechtsbrüchen im zivilen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich gegenüber dieser fort sondern versuche die offen erklärte Absicht einer absolut völkerrechtswidrigen Annexion des Gebiets zu konsekrieren, indem sie durch Gesetze und illegale Besiedelung die Besatzungspraxis zu zementieren sucht.
Ohne die Protektion seitens der US-Regierung sei dies alles jedoch nicht möglich. Offenkundig sei die Geringschätzung gegenüber dem Völkerrecht zuletzt wieder geworden, als Premierminister Netanjahu den US-Senator Lindsey Graham zu einem Besuch auf dem besetzten Golan eingeladen hatte (vgl.u).
Daher müsse der Menschrechtsrat die israelische Besatzungsmacht dazu zwingen, die Rechte der Bürger des besetzten Golan zu respektieren, und diejenigen, welche diese Rechte verletzten, dafür zur Verantwortung ziehen, und diejenigen, welche diese Rechte verletzten, dafür zur Verantwortung ziehen. Wer jene rassistischen und extremistischen Praktiken der Besatzungsmacht verteidige, mache sich zu deren Komplizen.
Botschafter Âlâ unterstrich erneut, Syriens souveränes Recht auf die Wiederherstellung der Kontrolle über sein gesamtes Staatsgebiet einschließlich des besetzt gehaltenen Golan (zur Völkerrechtswidrigkeit dieses Akts vglu.!) sei nicht verhandelbar und nicht einschränkbar.
Außerdem wiederholte er Syriens Unterstützung für die legitimen Rechte der Palästinenser inklusive dessen auf Rückkehr und Errichtung eines unabhängigen Staates mit al-Quds (zur Bedeutung s.u.!) als Hauptstadt.
(https://www.sana.sy/?p=913692, https://www.sana.sy/en/?p=161198)

Der Nahost-Koordinator des International Human Rights Commission (IHRC), Dr. Haiṯam Abû Saʽîd, machte am Mo., 18.3.2019, in einer Erklärung deutlich, die US-Administration sei nicht ernsthaft bemüht, die humanitäre Tragödie in Syrien zu beenden, da sie ihre Unterstützung für Terrororganisationen im Land weiterführe, die nach wie vor gegenüber Unschuldigen Verbrechen verübten.
Die Brüsseler [Geber-]Konferenz (s.u.) befinde sich von Anfang an auf einer fehlerhaften Basis, da dazu kein Vertreter der Hauptpartei, des syrischen Staates, eingeladen worden sei, der zuallererst mit der syrischen Belangen befaßt sei.
Washington und Tel Aviv arbeiteten daran, die Situation im Libanon zu destabilisieren per Einmischung in die inneren Angelegenheiten des syrischen Nachbarstaats und Druckausübung auf den nationalen Widerstand (https://www.sana.sy/en/?p=161181, https://www.sana.sy/?p=913430) – Mit letzterem dürfte auf die Ḥizbullâh angespielt sein, welche mit ihren Kampftruppen vor allem im Grenzland die letzten Jahre über einen wichtigen Beitrag zur Terrorismusbekämpfung geleistet hat (vgl.u.), andererseits gewählte Parteimitglieder im Parlament sitzen hat; s.a.: USA verärgert über Unterstützung der Hisbollah durch Regierung Libanons bzw. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46181!

Ein Außenamtssprecher nahm am 18.3.2019 Stellung zur jüngsten offiziellen Erklärung der USA, weiterhin die White Helmets zu unterstützen (vgl.u., 14.3.2019): „The US continues its flagrant support to terrorism to which Syria is exposed, in a flagrant and continued violation of the UN charter and rules of international law as well as all relevant resolu­tions.” (Die USA setzen ihre offenkundige Unterstützung des Terrorismus fort, dem Syrien ausgesetzt ist, in unverhohlener fortgesetzter Verletzung der UN-Charta, des Völkerrechts wie all der relevanten UN-Resolutionen.). Das US-Außenministerium (State Department) hatte kürzlich verlauten lassen, daß es mit 5 Millionen US-$ die sog. White Helmets [Näheres dazu s.u. und bes. Teil V, zur Evakuierungsaktion s. Teil VI] fördern werde, eine Organisation, welche der Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. al-QâʽidaArm für Spezialmissionen sei verbunden mit ihrer Rolle bei der Verbreitung von gezielten Falschinformationen, der Inszenierung von (angeblichen) Attacken mit chemischen Kampfstoffen zur Beschuldigung der SAA bzw. der Regierung in Damaskus mit Videos davon, die ins Internet gesetzt werden. Die USA setzten damit, wie früher das Qaṭar-Scheichtum auf diese Terrorismus-Karte in Verfolgung ihrer ursprünglichen Eingriffspläne für die Region zum Vorteil der israelischen Besatzungsmacht (zu Balkanisierung bzw. Yinon-Plan s. Teil IV!). Die Syrisch-Arabische Republik verurteile diese verdeckte und doch öffentlich erklärte Unterstützung von Terrororganisationen einschließlich der White Helmets durch die US-Administration und rufe diese zum Respekt der UNSC-Resolutionen hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung auf wie zur Beendigung der Finanzierung von Ğabhatu_n-Nuṣra und den ihr affiliierten terroristischen Organisationen. (https://www.sana.sy/en/?p=161208, https://www.sana.sy/?p=914436)

Am 18.3.2019 machten die Syrian-Russian Joint Coordination Committees on Repatriation of displaced Syrian wieder auf die unerträgliche Situation der in ar-Rukbân festgehaltenen Flüchtlinge aufmerksam, welches auf das Konto der völkerrechtswidrig dort ihre Militärbasis betreiben US-Truppen gehe, während zur gleichen Zeit die US-Administration Terrorgruppen unterstütze. Es folgte erneut der Aufruf, endlich die von syrischer und russischer Seite seit langem vorbereitete Evakuierung zuzulassen. (https://www.sana.sy/?p=913847, https://www.sana.sy/?p=914436)

Generalstabschefs des Irans , von Syrien als Gastgeber und des Iraks in Damaskus bei der gemeinsamen Pressekonferenz, Photo: SANA

Nach Fortführung der Gespräche der Generalstabschefs Syriens, des Iraks und des Irans in Damaskus auch am Mo., 18.3.2019, äußerten sich Syriens Verteidigungsminister, General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb, Generalleutnant ʽUṯmân al-Ġânimî (aus dem Irak) und Generalmajor Muḥammad Ḥussain Bâqirî (für den Iran) in einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Zunächst stellte General Ayûb heraus, diese Treffen seien auf allen Ebenen wichtig und produktiv; ihre Ergebnisse würden dazu beitragen, Herausforderungen, Gefahren und Bedrohungen, die mit der Ausbreitung des Takfîr-Terrorismus in diesem Kern-Bereich der Welt einhergehen, zu bewältigen.
Dann erklärte er: „Wir gehen keine Kompromisse ein und stellen unser Recht nicht zur Diskussion, unsere Souveränität zu verteidigen; wir werden die Kontrolle über jede Handbreit syrischen Bodens wiedererlangen.“ Der syrische Staat werde früher oder später die Kontrolle über sein gesamtes Territorium wiedererlangen, sei es durch Rekonziliierung oder Einsatz des Militärs – Idlib mache da keine Ausnahme, es sei eine der ursprünglich vier eingerichteten De-Eskalationen (vgl.u.), von denen drei bereits wieder staatlicher Kontrolle unterstünden; das werde auch mit Idlib so sein.
Es sei schon in beiderlei Hinsicht viel erreicht worden: Die Rekonziliierung habe sich – wie schon früher von Präsident Dr. al-Assad erläutert (vgl.u.) – in weiten Regionen als äußerst erfolgreich gezeigt, gerade wenn sich die Ortsansässigen zusammentaten, um die Militanten zum Verlassen ihrer Gebiete zu veranlassen, so daß die staatlichen Behörden zurückkommen und ihre Arbeit wiederaufnehmen konnten. Da, wo Terroristen es ablehnten, sich zu ergeben, und weiter ihr Unwesen trieben, sei die tapfere Armee des Landes schon bereit, mit ihnen fertig zu werden, Handbreit für Handbreit!
Jede ausländische militärische Präsenz ohne offizielle Einladung durch die Regierung sei per se eine Besatzungsmacht und halte sich völkerrechtswidrig im Land auf. Syrien habe das durch das Völkerrecht und die UN-Charta anerkannte Recht, seine nationale Sicherheit, Souveränität und die Einheit des syrischen Staates zu verteidigen. Die SAA habe die Kampfkraft, die nötig sei, um auch die US-Besatzungstruppen aus at-Tanaf zu vertreiben, schließlich würden die US- wie die anderen fremden, nicht gebetenen Truppen Syrien verlassen. Derzeit sei die SDF/Qasad noch die letzte verbliebe Spielkarte der US-Administration, auf die sie setze. Doch auch mit denen werde man umzugehen wissen, auch für die gelte: Einigung (Rekonziliierung) oder militärische Auseinandersetzung bis zur vollständigen Befreiung des Landes. Denn es sei die Wahl der Syrer, zusammen nach eigenem Willen zu leben und nicht dem anderer.
Dann verwies er auf die Einwirkung Israels im Land und die Verbindung zwischendessen Militär und den in Syrien aktiven Terroristen. Die meisten israelischen Angriffe seien jedoch abgewehrt worden, was bedeute, daß das feindliche Ziel damit vereitelt worden sei. Es sei schon unklug, sich in einen Krieg hineinziehen zu lassen, der vom Feind geplant und durchdacht ist, welcher Zeit, Raum und militärische Strategie bestimmt, um schließlich fallengelassen zu werden.
Es sei klar, daß jegliche Schwingung bzgl. Sicherheit und Stabilität in dieser kritischen Region Auswirkungen habe, die nicht an ländergrenzen endeten. Daher sei es nur natürlich, daß der Irak, der Iran und Syrien sich an einen Tisch zusammensetzten, um Ansichten darüber auszutauschen, wie mit der Entwicklung von Ereignissen und ihren Folgen umzuge­hen sei, welche Maßnahmen erforderlich seien, um die Beseiti­gung des Terrorismus zu gewährleisten. Schließlich erklärte er: „Wir haben in der Tat Recht, stolz darauf zu sein, daß es an uns ist, konfrontiert mit dem Ter­rorismus, der Tribut im Kampf gefordert hat, diesen zu bekämpfen und auszurotten.“
General Bâqirî bekräftigte seinerseits, die Sicherheit der Region sei eine Frage des Engagements aller Beteiligten darin. Abzulehnen sei jegliche unter Vorwänden ausgeübte unerbetene ausländische militärische Präsenz. Iraner seien ausschließlich auf Bitten der jeweiligen Landesregierung in Syrien und dem Irak präsent, um beratende oder logistische Hilfe zu leisten und zwar solange, wie sie gebraucht und gewünscht werde. Allen drei Seiten sei der Respekt gegenüber der Souveränität des jeweils anderen von großer Bedeutung.
General Bâqirî unterstrich die Einmischung des Westens und zionistischer Kräfte geschehe, um die Region zu destabilisieren zum Vorteil Israels. Er hoffe, die iranischen Kräfte könnten dazu beitragen, die Souveränität auf dem gesamten syrischen Staatsgebiet wiederherzustellen und den Terrorismus davon zu tilgen. Die syrische staatliche Souveränität müsse auch im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris (sog. „Insel“, al-Ğazîra), in Idlib und at-Tanaf wiederhergestellt werden.
General al-Ġânimî wies darauf hin, daß die Sicherheit Syriens und die Sicherheit des Iraks ein integraler Be­standteil des jeweils anderen seien. Die Sicherung der gemeinsamen Grenze mit Syrien sie von großer Bedeutung und werde von den irakischen und syrischen Streitkräften gemeinsam kontrolliert. Die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des IS habe ein hohes Niveau, zu dessen Effektivität das vor Jahren gemeinsam in Bagdad eingerichtete Internationale Koordinierungs- und Informationszentrums zur Bekämpfung des Terrorismus besonders beigetragen habe. In Abstimmung mit der Regierung in Damaskus und der SAA seien wirkungsvolle Schläge gegen IS-Stützpunkte, die Versorgungslinien und Ansammlungen in Syrien geführt worden. Die Kooperation werde dementsprechend fortgeführt. In den kommenden Tagen würden die Grenzübergänge zwischen Syrien und dem Irak wiedereröffnet werden können, verkündete er zum Schluß. (https://www.sana.sy/?p=913637, https://sana.sy/en/?p=161190) – Zu den erwähnten Details liegen Berichte vor, s.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=161112 und https://www.sana.sy/?p=912899 (Reagierend auf die neuesten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten und deren Affiliierte, die Stellung am Ortsrand von Qalʽat al-Maḍîq im N-Rîf von Ḥamâ bezogen haben, zerstörte die Armee deren fortifizierte Stellungen samt militärischem Equipment dort und brachte dem Feind heftige Verluste bei.)

Terroranschlag vom 17.3.2019:
Wieder wurde ein Kind von einer von IS-Terroristen früher im Bereich des Dorfes Talat Marâġa im Landkreis Salamiyya in der Provinz Ḥamâ ausgelegten Landmine verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=161122, https://www.sana.sy/?p=913135)

Mindestens zehn Zivilisten auf der Flucht, meist Frauen und Kinder, wurden bei den fortgeführten Bombardements der US-geführten Koalition am So., 17.3.2019, auf das al- Bâġûz Camp und seine Umgebung getötet, ungezählte weitere verletzt (zur Problematik der genauen Zahlenfeststellung unter den geegnwärtigen Umständen s.u.!), wie Anwohner im O-Rîf von Dair az-Zaur gegenüber SANA meldeten. Demnach lägen im al-Bâġûz-Gebiet fast nur noch Trümmer, von den Leichen nicht zu reden. (https://www.sana.sy/en/?p=161124, https://www.sana.sy/?p=913004)

2. Besuch des UN-Sondergesandten Geir Pedersen in Damaskus, Photo: SANA

Beim zweiten Besuch des neuen UN-Sondergesandten für Syrien, Geir Pederson, und begleitender Delegation in Damaskus, wurden im Gespräch mit Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, verschiedene Aspekte des politischen Prozesses erörtert, darunter die Arbeit des die Verfassung diskutierenden Komitees. Der Minister wiederholte die syrische Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit ihm, um ihm seine Aufgabe als Mediator beim innersyrischen Dialog und dem Erzielen einer politischen Lösung der Krise in Syrien zum Erfolg zu führen, so daß sie dem Interesse des Landes in einer Weise dient, die zur Ausmerzung des Terrorismus und Beendigung illegitimer ausländischer Präsenz auf dem gesamten syrischen Territorium führt unter Wahrung von Syriens Souveränität Unabhängigkeit und (territorialer) Einheit. Wie schon früher betonte er, daß der politische Prozeß von Syrien und unter Syrern geführt werden müsse, denn schließlich seien die Syrer die einzigen, die über ihre eigene Zukunft bestimmen sollten. Ebenso stellte er erneut heraus, die Verfassung und alles, was mit ihr zusammenhänge, sei eine rein souveräne Angelegenheit, die vom syrischen Volk ohne ausländische Einmischung in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht, der UN-Charta und allen einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats zu Syrien entschieden werden müsse.
Pedersen gab seiner Freude Ausdruck, wieder in Damaskus zu sein, um die Gespräche mit der syrischen Regierung zur Beförderung des politischen Prozesses fortzuführen. Auch er versicherte nochmals, all seine Mühe dafür einzusetzen, eine politische Lösung der Syrienkrise in Übereinstimmung mit den in der UN-Charta und den erwähnten UNSC-Resolutionen niedergelegten Prinzipien zu erreichen. Hierfür seien eine Reihe von Schritten nötig, die jedoch der Forderung, daß der politische Prozeß eine syrische Sache, geleitet von Syrern sei, entsprechen müßten wie auch der Wahrung der Souveränität Unabhängigkeit und (territorialer) Einheit Syriens. (https://www.sana.sy/en/?p=161117, https://www.sana.sy/?p=913020) – Bislang hatte noch kein UN-Sondergesandter für Syrien diese Prinzipien, die sich in den Jahren der Bemühungen um eine politische Lösung der Krise in Konferenzen in Moskau, Astana, Sotschi etc. gemäß dem Völkerrecht herausgeschält hatten, und bzgl. derer es zu einer Einigung gekommen war, so klar für sich akzeptiert und als wegweisend formuliert.

Entsprechend dem seit Jahren zu diesem Zweck in Bagdad eingerichteten Internationalen Koordinierungs- und Informationszentrums zur Bekämpfung des Terrorismus und den jüngsten bekräftigenden Stellungnahmen der betroffenen Seiten arbeiten Syrien, der Irak, der Iran und Rußland bei der Terrorismusbekämpfung in der Region eng zusammen. Am 17.3.2019 trafen sich in diesem Zusammenhang auf Einladung von Verteidigungsminister ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb zum Gedankenaustausch mit dem Ziel der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region die Generalstabschefs der iranischen, irakischen und syrischen Streitkräfte in Damaskus. (www.parstoday.com/de/news/middle_east-i46459)

Der Syrische Rote Halbmond (SARC) verteilte Hilfspakete an ehemals von hier durch die Terroristen Vertriebene, die in das Gebiet Sinğâr im Rîf von Idlib zurückgekehrt waren.
Zugleich klären die Mitglieder des Pendants des Roten Kreuzes in Schulklassen und bei Familienveranstaltungen über die Gefahr auf, welche von den durch die Terroristen zurückgelassenen Kampfmitteln, Blindgängern und vor allem ausgelegten Minen und Sprengsätzen ausgeht, die schon so viele Opfer (vgl.u.) gefordert haben. (https://www.sana.sy/?p=912924) – Damit wird der Forderung des Militärs nachgekommen, das auf die Notwendigkeit dieser Aufklärungsaktion hingewiesen hatte (s.u.).

Auch am So., 17.3.2019 machten die Syrian-Russian Joint Coordination Committees on Repatriation of displaced Syrians auf die unhaltbare Situation im Lager ar-Rukbân (s.u.) aufmerksam und richteten erneut den Aufruf an die um at-Tanaf völkerrechtswidrig stationierten US-Militärs mit den von ihnen kontrollierten bewaffneten Terrormilizen, die dort festgehaltenen Flüchtlinge endlich durch die Regierung evakuieren zu lassen.
Trotz der eingerichteten Sicherheitskorridore mit anschließend gewährleisteter Versorgung hielten u.a. diese Milizen mit Gewalt oder Schauermärchen die Insassen vom Verlassen des Camps ab, obwohl nach einer UN-Zählung mehr als 95% dies unbedingt wollten. Als „Wegezoll“ werde pro Person die Summe von 300 US-$ verlangt, was keiner bezahlen können. Die meisten hätten Angst, davon zu erzählen, um nicht im Lager zurückgebliebenen Angehörigen oder Freunden damit eventuell zu schaden. In der offiziellen Stellungnahme hieß es dazu: „Those Syrians who have left the camp are afraid of reporting this piece of information publicly fea¬ring to cause any harm to those who remained there, especially their relatives.” Diese Zustände innerhalb des abgeschotteten Verantwortungsbereich des UN-Militärs müßten umgehend beendet werden. (https://www.sana.sy/?p=912961, https://www.sana.sy/en/?p=161127)

Außenministerium Damaskus, Photo: SANA

In Reaktion auf das von US-, französischer und britischer Regierungsseite abgegebenen Erklärung [anläßlich des 8. Jahrestags des Syrien-Konflikts] verlautete aus offizieller Quelle aus dem Außenministerium in Damaskus am So., 17.3.2019, erstere sei ein historisches Dokument der Lüge, Heuchelei, Täuschung und Verfälschung der Tatsachen. Jene Regierungen hätten die volle Verantwortung für das Blutvergießen in Syrien und der Region (s. Irak!). Sie, die im Land großen Stils gemordet und Zerstörungen angerichtet hätten, seien nicht eingeladen, am Wiederaufbau teilzuhaben. Sie seien vielmehr verpflichtet, aufgrund ihrer abscheulichen Verbrechen verpflichtet, Wiedergutmachung zu leisten und ihre offensichtlichen Einmischungen in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten zu stoppen und zu unterlassen.
Wovon Syrien und weitere Länder der Region Zeuge geworden seien, sei das Produkt der US-geführten westlichen Konspiration, welche deren koloniales Vorgehen der Vergangenheit in neuem Gewand in der Gegenwart fortsetze, indem sie den lokalen Ländern ihren Willen aufoktroyierten, deren Ressourcen plünderten und dafür sorgten, daß Israel die Oberhand auf Kosten der Rechte und Interessen der arabischen Länder behalte. Mit politischem Druck, wirt­schaftlicher Abschottung, Fehldarstellung in den Massenmedien, Terroristentranfer mit Takfîr-Ideologie, allen voran dem IS, Waffenlieferungen an den Feind etc. hätten sie die Region auszubluten und zu schwächen gesucht.
Die von den Terrorgruppen in Syrien begangenen Verbrechen und Grausamkeiten wie jene, begangen von der völkerrechtswidrig aktiven, US-geführten Koalition insbesondere in ar-Raqqa und Dair az-Zaur, die das Ausmaß von Kriegsverbrechen und solchen gegen die Menschlichkeit erreicht hätten, würden für immer ein Mal auf der Stirn jener falschen Demokratien bleiben, die – jede Rücksicht auf das menschliche Leben außer Acht lassend – eine eklatante Verletzung des (humanen) Völkerrechts darstellten. Diese Praktiken seiend schließlich diesen Ländern nicht fremd, deren koloniale Geschichte voll der Versklavung von Völkern sei. (https://www.sana.sy/?p=912798, https://www.sana.sy/en/?p=161105) – Hinsichtlich der USA wird im arabischen Teil differenziert und es werden die „Neokonservativen“ mit zionistischem Gedankengut herausgestellt.

SAA, Kampfpause, Photo: AFP

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.3.2019 informieren:
https://www.sana.sy/en/?p=161006 und https://www.sana.sy/?p=912219 (Im Vorgehen gegen neuerliche Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch die dort aktiven Terroristen zerstörten Armee-Einheiten Mörserkanonen und Raketenabschußanlagen der Extremisten um Umkreis von al-Ğamâsa und Kafar Nabûda im N-Rîf vonamâ. Andere Verbände vereitelten Angriffsversuche von den Dörfern aš-Šarîʽa und Tuwaina aus auf al-Karîm in derselben Gegend und töteten etliche der Angreifer.)

Wieder forderten die Luftangriffe der völkerrechtswidrig im Land agierenden US-geführten Koalition vom 16.3.2019 auf das Lager von al-Bâġûz im O-Rîf von Dair az-Zaur viele Leben der dort wohnenden bzw. von der flüchtenden Bürger und verwundeten wie immer etliche, wie Anwohner der Gegend berichteten. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. (https://www.sana.sy/?p=912274, )https://www.sana.sy/en/?p=161013)

Lager ar-Rukbân, Trinkwasser aus der Pfütze, Photo: zamanalwsl.net

Am 1780. Tag des Ausharrens der von US-Seite am Verlassen gehinderten Flüchtlinge im ar-Rukbân-Lager richtete das Syrian-Russian Joint Coordination Committees on Repatriation of displaced Syrians am 16.3.2019 erneut einen Appell an die völkerrechtswidrig am Stützpunkt at-Tanaf stationierte US-Besatzungsmacht, die on syrischer und russischer Seite seit langem vorbereitete Evakuierung des Camps, dessen katastrophale Zustände zuletzt auch die WHO-Repräsentantin Elizabeth Hoff schilderte (vgl.u.), zuzulassen und in dieser Hinsicht auf die unter ihrer Kontrolle wirkenden Söldner von Maġâwir aṯ-Ṯaura einzuwirken. (https://www.sana.sy/?p=912403, https://www.sana.sy/en/?p=161032) – Näheres zu den fürchterlichen Zuständen in ar-Rukbân s.u.!

Terroranschläge vom 16.3.2019:
Durch Raketenangriffe auf die Stadt as-Suqaylibiyya im N-Rîf von amâ (wie die Umgebung von Ğûrîn) in neuerlicher Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib wurde eine Frau getötet, weitere vier Personen, darunter zwei Kinder, erlitten Verletzungen. Es kam auch zu beträchtlichen Sachschäden an Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen.
Infolge der Detonation einer früher vom IS ausgelegten Landmine kamen später am Tag im Gebiet von aš-Šûlâ im Rîf von Dair az-Zaur vier Bewohner ums Leben, 36 weitere wurden verletzt.
Eine Gruppe IS-Terroristen, unterwegs auf einem Kraftfahrzeug und einer Motorrad, überfielen eine kleine Käserei im Gebiet von aṣ-Ṣawâna, 25km im SW der Oasenstadt Tadmur in der Provinz Ḥomṣ, töteten vier Personen, beschädigten den Betrieb, stahlen einen Kühl-Laster der Käserei und fuhren damit davon. (https://www.sana.sy/en/?p=161043, https://www.sana.sy/en/?p=161060, https://www.sana.sy/?p=912744, https://www.sana.sy/?p=912511, https://www.sana.sy/?p=912452)

SAA-Überwachungsposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.3.2019 informieren:
https://www.sana.sy/en/?p=160974 und https://www.sana.sy/?p=911920 (In Reaktion auf die terroristischen Verstöße gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib eliminierten die im N-Rîf von Ḥamâ operierenden Armee-Einheiten etliche von deren Kämpfern im Randbereich der Orte al-Laḥâyâ, Mûrik, Kafar Zaitâ, Tal ʽUṯmân und Tal aṣ-Ṣaḫar.
Weitere Verbände vereitelten einen terroristischen Angriffsversuch von al-Hubaiṭ aus auf die gesicherten Bereiche im SO-Rîf von Idlib zu und brachten den Extremisten heftige Verluste bei.)

In einer neuerlichen Erklärung machte das Gemeinsame russisch-syrische Koordinierungskomitee zur Rückführung vertriebener Syrer am 15.3.2019 darauf aufmerksam, daß die US-Besatzungsmacht vom – völkerrechtswidrig errichteten – Stützpunkt at-Tanaf mittels ihrer Terroristen-Söldner, den Maġâwir aṯ- Ṯaura, die Durchfahrt des Konvois zum ar-Rukbân-Camp verhindert, um die dort in katastrophalen Verhältnissen (vgl.u.) vegetierenden Flüchtlinge zu evakuieren.
Begrüßt wurde dagegen die Anerkennung durch den UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, während seines Syrienbesuchs (vgl.u.) für die von den syrischen Behörden geleistete Arbeit, die Lebensverhältnisse im Land zu verbessern und alles zur Unterstützung der Rückkehr von Auslandsflüchtlingen zu tun. (https://www.sana.sy/en/?p=160982)

In al-Ḥasaka kamen am 15.3.2019 vier mobile Kliniken, gespendet von der Red Cross Society von China und Japan an. Laut dem medizinischen Direktor der lokalen SARC-Filiale, Dr. Muḥammad al-Ğarâḥ, sind diese ausgestattet für allgemeine Behandlungen, aber auch speziell für Pädiatrie, Geburtshilfe, Innere Medizin, mit Röntgenapparaten und Laboren. Sie sollen in das al-Hûl Flüchtlingslager (Näheres dazu s.u.!) transferiert werden. (https://www.sana.sy/en/?p=160998, https://www.sana.sy/?p=912072)

*Laut RIA Novosti warnte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau am 15.3.2019 vor Reportern erneut davor, daß Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen im Raum Idlib dabei seien, wieder eine false flag-Chemie-Waffen-Attacke zu inszenieren, um diese für eine weitere Falschbeschuldigung gegenüber der SAA bzw. der Regierung in Damaskus zu benutzen [zu den Gründen vgl.u.!]. Die Diplomatin bemerkte ferner: „We are closely monitoring the situation in Idleb de-escalation zone; Moscow is seriously concerned by fresh reports that terrorists of Jabhat al-Nusra, with the assistance of the notorious ,White Helmets‘, are making preparations for another staged attack involving the use of toxic substances, with the subsequent imposition of blame for the use of chemical weapons on government forces.” Die Extremisten verteilten hierfür Waffen und Spreng­köpfe auf ihre Depots im Umland von Aleppo, al-Lâḏaqqiyya, Ḥamâ und Idlib.
Zudem kritisierte die Sprecherin die Flächenbombardements (indiscriminate bombing) seitens der US-geführten Koalition auf al-Bâġûz im Ost-Rîf von Dair az-Zaur, welche dutzende Flüchtende aus dem Kampfgebiet, meist Frauen und Kinder, trafen. „The United Nations reports indicate that more than 65,000 Syrians have been displaced to al-Hol camp near al-Hasaka to escape the coalition bombing.” („Die UN-Berichte zeigen an, daß mehr als 65.00 Syrer sich in das al-Hûl-Lager nahe al-Ḥasaka geflüchtet haben, um dem Bombardement der Koalition zu entkommen.“) (https://www.sana.sy/?p=911913, https://www.sana.sy/en/?p=160976)

Brüssel, Geberkonferenz, Photo welt.de

Am Donnerstagabend, 14.3.2019, ging in Brüssel die dreitägige sog. EU-Geberkonferenz für Syrien zu Ende. Aus dem Auswärtigen Amt in Damaskus erging am 15.3.2019 dazu die Kritik, wie man eine solche Konferenz so ganz ohne Vertreter der Hauptpartei abhalten könne. Dies Verhalten seitens der EU weise auf die Involvierung in und Verantwortlichkeit für den unrechten gegen Syrien inszenierten Krieg und das Leiden der syrischen Bevölkerung deswegen, insbesondere in Folge der einseitigen völkerrechtswidrigen Sanktionen [zu deren Einstufung s. Teil III, Teil IV] hin, die die Bürger getroffen und entsprechenden Druck auf ihre Lebensumstände ausgeübt hätten. Diese Vorgehensweise lasse die EU insgesamt unglaubwürdig erscheinen, wenn von EU-Seite die Rede sei von Hilfeleistung und Leidenslinderung den Syrern gegenüber. Dies ausführend hieß es weiter: „It is quite ironic and outrageous the hypocrisy of speeches of some states participating in the conference where they are shedding tears on the Syrian people while they are in the first place are in charge for shedding their blood through the limitless support to the terrorist groups and the war of its multiple forms not to mention the economic one.” (Die Heuchelei in den Reden einiger an der Konferenz teilnehmenden Staaten, ist schon ziemlich paradox und unverschämt, während derer sie Tränen wegen des syrischen Volk vergießen, wo sie doch an erster Stelle für das Blutvergießen verantwortlich sind, aufgrund ihrer unbegrenzten Unterstützung für die Terrorgruppen und den Krieg in seinen vielfältigen Formen, vom wirtschaftlichen ganz zu schweigen.).
Die Syrisch-Arabische Republik verurteile in strengem Maße diese absichtliche und systematische Politisierung der humanitären Angelegenheit und die damit verbundenen Versuche, sie in Konferenzen zur Weiterführung des Drucks auf Syrien und der Komplizierung sowie Verlängerung der Krise im Land auszunutzen. (https://www.sana.sy/en/?p=160965, https://www.sana.sy/?p=911794)

Die beiden Attentate auf Moscheen in Christchurch in Neuseeland wurden vom Außenministerium am 15.3.2019 scharf verurteilt. (https://www.sana.sy/en/?p=161004)

SAA in der Geröllwüste der Provinz Ḥomṣ, Photo: Russia Today

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160902 und https://www.sana.sy/?p=911127 (Noch vor Morgengrauen vernichteten Armee-Einheiten mit Artillerieeinsatz mehrere Hauptquartiere und militärisches Equipment von Ğabhatu_n-Nuṣra sowie Konzentrationen derselben in Ḥâṣ im S-Rîf von Idlib. am Nachmittag trafen Artillerieschläge die Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in Maʽr Šamârîn und Ğarğanâz in der Provinz Idlib und zerstörten deren Schlupfnester samt Waffen- und Munitionsbeständen. Weitere Verbände verhinderten einen Angriffsversuch von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî von den Dörfern al-Ğâbiriyya und Tal ʽUṯmân aus auf sichere Gebiete im NW-Rîf von Ḥamâ und zerstörten deren Fahrzeuge.
Später feuerte die Artillerie auf Schlupfnester und Bewegungen der Terroristengruppen in Richtung Zamâr im S-Rîf von Aleppo und fügte dem Feind Verluste zu.
Die Aktionen erfolgten jeweils in Reaktion auf Verstöße der Extremisten gegen die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib.
Im W-Rîf von Aleppo, aus dem immer wieder Angriffe auf diese Provinzhauptstadt erfolgen (vgl.u.), eliminierten Armee-Einheiten Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen in Ḫân Ṭûmân, ca. 10km im SW von Aleppo-Stadt, per Maschinengewehrfeuer und Artillerie sowie deren fortifizierte Unterschlupfe.)

Während ihrer Entminungsarbeiten fanden Kampfmittelbeseitiger wieder erhebliche Mengen an Waffen und Munition, teils israelischer Herkunft, welche die Terroristen vor ihrem Abzug in in Inḫil und al-Ḥâra im N-Rîf von Darʽâ in Verstecken zurückgelassen worden waren. Konfisziert wurden Universal-Maschinengewehre, überschwere Duschka-Maschinengewehre, Mehrfachraketenwerfer (sog. RPGs), jeweils mit Munitionsbeständen, Panzerfäuste, Granaten, Kommunikationsgeräte und militärische Ferngläser. (https://www.sana.sy/en/?p=160894, https://www.sana.sy/?p=911061)

White Helmets (entlarvt), Abbildung: 21stcenturywire.com

Aus Washington war zu vernehmen, daß die mit Ğabhatu_n-Nuṣra in Verbindung stehenden sog. White Helmets [Näheres dazu s.u. und bes. Teil V, zur Evakuierungsaktion s. Teil VI] zusätzliche Millionen US-$ an Unterstützung erhalten sollen. Der Kongreß müsse noch zustimmen. (https://www.sana.sy/?p=911626, https://www.sana.sy/en/?p=160956 vom 14.3.2019)

Rußlands Vize-Außenminister Sergei Werschinin gab am 14.5.2019 in Brüssel gegenüber Journalisten bekannt, daß die nächste der schon so erfolgreich sich ausgewirkt habenden Astana-Konferenzen zur Beilegung der Syrienkrise im kommenden April stattfinden solle. Hierzu habe er auch schon mit dem neuen UN-Gesandten für Syrien, Geir Pedersen (vgl.u.), diskutiert. Vor allem sei weiterhin eine Koordinierung der Bemühungen zur Eliminierung des Terrorismus erforderlich, setzte er hinzu. (https://www.sana.sy/en/?p=160969, https://www.sana.sy/?p=911761)

Eindruck vom Lager ar-Rukbân, Photo: southfront.org

Am 1778. Tag ihres seit langem unfreiwillig-erzwungenen Aufenthalts im Lager ar-Rukbân (vgl.u.) informierte das Gemeinsame russisch-syrische Koordinierungskomitee zur Rückführung vertriebener Syrer am 14.3.2019 zur immer schlimmer werdenden Situation für die syrischen Flüchtlinge dort: „Smuggling of weapons and the flourishing of human trafficking are worsening the situation of those displaced making their lives unbearable.” (Waffenschmuggel und florierender Menschenhandel verschlimmern die Lage jener Vertriebenen und machen ihr Legen unerträglich). Es ergibg erneut der aufruf an die zuständigen US-Militärs endlich die Evakuierung zuzulassen, für die schon alles vorbereitet sei. (https://www.sana.sy/en/?p=160898, https://www.sana.sy/?p=911079)

Nach eingegangenen Hinweisen stoppten und untersuchten Zollbeamte am 14.3.2019 einen mit Baumwollballen beladenen LKW und fanden dort die verborgen eingebauten Boxen, in denen sich wieder Artefakte aus Raubgrabungen zum Schmuggel ins Ausland befanden. Aufgefunden und von DGAM-Experten begutachtet wurden gut 90 antike Stücke, darunter Edelsteine, Metallobjekte, Geldmünzen und Stauenteile. (https://www.sana.sy/en/?p=160952, https://www.sana.sy/?p=911564)

Seit die Provinz Darʽâ im August 2018 für befreit erklärt werden konnte, wurde auf den verschiedensten Gebieten viel zur Wiederherstellung normaler Lebensumstände nach all den Zerstörungen und dem Wüten des extremistischen Gedankenguts der Terroristen getan, vor allem auch auf dem Bildungssektor, der unter der Kontrolle der Terroristen sehr gelitten hatte. Laut Muḥammad Ḫair al-ʽAw­da Allâh, dem Chef des Erziehungsdezernats in Darʽâ, wurden allein von 111 total zerstörten Schulen 107 und 363 beschädigte Schulgebäude wieder hergerichtet. Inzwischen könnten in 835 Schulen wieder 225.000 Schüler unterrichtet werden. Spezielle Lehrpläne und Intensivkurse sollen diejenigen Schüler wieder in den normalen Schulbetrieb eingliedern, welche Monate oder Jahre an Schulbesuch versäumt haben. Dazu erläuterte al-ʽAw­da Allâh: „A total of 7300 students, who dropped out of school, have returned to their schools , in addi­tion to applying Category B curriculum program for those who dropped out of schools for more than a year.” (https://www.sana.sy/en/?p=160921, https://www.sana.sy/?p=911204 mit illustirierenden Photos, 14.3.2019)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160854 und https://www.sana.sy/?p=910435 (Nach Entdeckung verdächtiger Bewegungen um die Städte Maʽr Ḥarmat al-Ḫuwain, az Zarzûr und at Tamânaʽa im SO-Rîf von Idlib vereitelten Armee-Einheiten aus dem N-Rîf von Ḥamâ die Angriffsversuche auf Militärposten und Dörfer im ansonsten gesicherten Gebiet mittels konzentriertem präzisem Artillerie- und Raketenfeuer, wodurch dem Feind erhebliche Verluste beigebracht wurden.)

Russischer Kampfjet im Einsatz gegen Terroristen, Photo: sputnik news

Laut Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums führten russische Kampfjets am selben Tag gezielte Luftschläge gegen Depots und Lagerstätten von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Provinz Idlib aus. Dazu hieß es: „The Russian air force planes directed a special air strike against a cache for Jabhat al-Nusra ori­gination in Idleb.” Aufgrund übereinstimmender Ermittlungen hatte die Terrororganisation zuvor dorthin eine große Anzahl an Kampfdrohnen gebracht, mit dem Ziel, mit diesen Angriffe auf den russischen Fliegerhorst [wie schon früher, vgl.u.] in Ḥumaimîm durchzuführen. (https://www.sana.sy/en/?p=160884, https://www.sana.sy/?p=910939)

Terroranschlag vom 13.3.2019:
Laut breaking news schlug im Gebiet von Qunaini / Provinz al-Lâḏa­qiyya eine Langstreckenrakete (!) ein, welche einen Anwohner verletzte und zu Sachschäden führte. (https://www.sana.sy/?p=910579) – In erreichbarer Nähe in Nord-Syrien befindet sich das Kampfgebiet der Provinz Idlib mit verbliebener Terroristenkonzentration um Ğabhatu_n-Nuṣra.

Gatilow, Âlâ, Symposion in Genf, 13.3.2019, Photo: SANA

Während eines Symposions zur Menschenrechtssituation in Syrien am UN-Hauptquartier in Genf, das die syrische und russische Mission gemeinsam am 13.3.2019 durchführten, entgegnete Syriens permanenter UN-Botschafter Ḥussâm ad-Dîn Âlâ auf die – insbesondere in westlichen Mainstream-Medien – immer wieder propagierte Darstellung der White Helmets als „Hilfsorganisation“ (vgl.u.). Statt dessen handele es sich dabei um einen Terrorgruppenarm im unmittelbaren Zusammenhang mit der Dach-Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra. Dazu evaluierte er: „Liberating the eastern neighborhoods of Aleppo and regions of Eastern Ghouta from terrorist orga­nizations of Jabhat al-Nusra and others has revealed, with documents and data, the correlative rela­tion which connects the white helmets to other organizations and their role in fabricating the claims of shelling civil areas and using chemical weapons in different sites of Syria.” („Bei der Befreiung der östlichen Stadtteile von Aleppo und der Regionen von Ost-al-Ġûṭa von den Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra u.a. enthüllten [vorgefundene] Dokumente und Datenmaterial die Wechselbeziehung zwischen den White Helmets und den anderen [Terror-]Organisationen sowie deren Rolle bei der Fabrizierung der Anschuldigungen bzgl. Beschusses ziviler Areale und der Nutzung von C-Waffen in verschiedenen Gegenden Syriens heraus.“)
Die Evakuierung von 480 White Helmets-Mitgliedern mit ihren Familienangehörigen, angestoßen durch die sie in den von der SAA befreiten Gegenden unterstützenden Regierungen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion [über den Golan], durchgeführt durch das israelische Militär, mit nachfolgendem Transport derselben nach Jordanien zur Weiterverteilung an andere Länder [darunter die BRD!] sei erfolgte, um die Enthüllung von deren Engagement bei der Fabrizierung der meisten Anschuldigungen bzw. der Inszenierung von angeblichem Einsatz chemischer Waffen [von SAA- bzw. Regierungsseite] zu möglichst zu verhindern.
Rußlands UN-Gesandter in Genf, Genady Gatilow warnte* seinerseits davor, daß die White Helmets gerade eben ihre Vorbereitungen für eine neuerliche provokativen Inszenierung des Einsatzes von C-Waffen treffen könnten, um die Regierung dessen zu beschuldigen, damit einem neuen Militärschlag gegen Syrien Vorschub zu leisten bzw. eine mögliche syrische Militäraktion zur Eliminierung der in der Provinz Idlib konzentrierten und von dort aus ständig Angriffe im Bruch der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone ausübernden Terroristen zu verhindern.
(https://www.sana.sy/en/?p=160881, https://www.sana.sy/?p=910894)- Zu Veröffentlichungen über die angesprochenen Belege s.u. bzw. frühere Thread-Teile, zur Evakuierung s. Teil VI!

Schmuggelgut aus Terroristenraubgrabung, Ost-al-Ġûṭa, entdeckt am 13.3.2019, Photo: SANA

Beim Absuchen der Gegend nach Kampfmittelrückständen oder von den früher hier aktiven Terroristen hinterlassenen Minen etc. fanden Mitarbeiter der zuständigen Behörden wie schon des Öfteren (vgl.u.) in einem der Häuser von Zamalkâ in Ost-al-Ġûṭa des Rîf Dimašq aus Raubgrabungen wahrscheinlich in Ḥarân al-ʽAwâmîd stammende antike Artefakte, fertig verpackt zum Schmuggel außer Landes – von hier aus meist über die Grenze nach Jordanien. Gemäß dem Leiter der archäologischen Abteilung von Damaskus, Ğihâd Abû Kuḫaila, setzte sich der Fund aus Skulpturen aus Basaltstein, Götterfiguren und Elemente von einem Steinsarkophag darstellend, dazu aus Fragmenten von Säulen-Kapitellen zusammen,, die zum größten Teil aus römischer Zeit 2. Jh. n.u.Z..stammten. (https://www.sana.sy/?p=910616 mit Photostrecke!)

SAA im Anti-Terroreinsatz, Photo: southfront.org

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160793 und https://www.sana.sy/?p=909778 (Im Morgengrauen vereitelte eine Armee-Einheit einen Angriffsversuch von Terroristen inklusive Suizidbombern auf einen der rund um Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ zum Schutz installierten Militärposten; im Gefecht, bei dem die Suizidattentäter sich nahe des Militärpostens in die Luft sprengten wurden etliche der Angreifer getötet, jedoch kam auch ein Soldat ums Leben, vier weitere wurden verwundet.
Zuvor begegnete die Armee den jüngsten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra durch Attacken auf Militärposten in Richtung al-Ğudaida. wieder wurden etliche der Terroristen eliminiert, ein Soldat fiel, weitere tragen Verwundungen davon, der Rest der Extremisten floh zu ihren Ausgangsstellungen zurück.
Im Gebiet von al-Ḥubaiṭ, rund 20km südwest­lich der Stadt Maʽrat an-Nuʽmân, beseitigte die Armee durch gezielten Raketenbeschuß Ğabhatu_n-Nuṣra-Ansammlungen in deren Einsatz- und Infiltrationsgebieten. Weiteres Artilleriefeuer und Raketenangriffe galten einem Ğabhatu_n-NuṣraLager in Ḥurš ʽÂbidîn nördlich von al-Ḥubaiṭ, das samt Terroristen und militärischem Equipment eliminiert wurde.)

Terroranschläge vom 12.3.2019:
Die Terroristen, welche sich nun im Westteil der Provinzhauptstadt Aleppo zu fortifizieren beginnen, haben vor- und nachmittags die aleppiner Stadtteile az-Zahrâ´ und al-Mûkâmbû mit Raketen beschossen. Dies kostete im ersteren einen Anwohner das Leben und verwundete drei weitere. Im letzteren kam es zur Beschädigung eines Wohnhauses. (https://www.sana.sy/en/?p=160823, https://www.sana.sy/?p=910097) – Das im Westen von Aleppo gelegene Gebiet grenzt an das Kampfgebiet mit Terroristenkonzentration der Provinz Idlib.

Lindsey Graham, Benjamin Netanyahu, David Friedman asuf dem besetzten Golan, 11.3.2019, Quelle: Amos Ben-Gershom/GPO

Erwartungsgemäß riefen die vom republikanischen US-Senator Lindsey Graham während seines Nahostbesuchs am Mo., 11.3.2019, getätigten Aussagen zum israelisch besetzten syrischen Golan in Syrien große Empörung hervor.
Im vorhinein hatte der israelische Ministerpräsident Netanjahu, der Graham, gleichzeitig Vorsitzender des Justizausschusses des US-Senats, „a great friend of Israel“ nannte, angekündigt, er werde diesen zu einem Trip auf die besetzten Golanhöhen einladen. Netanjahu geht es um eine US-Unterstützung seiner Pläne, das völkerrechtswidrig besetzt gehaltene Golangebiet (dazu s.u.!) offziell zu annektieren, die er bei der Eröffnungssitzung des Kabinetts am vergangenen Sonntag verkündete. Beim Helikoptertrip zum Golan wurden beide Politiker vom US-Botschafter David Friedman begleitet. Seite an Seite mit Netanjahu auf dem Golan stehend nannte Graham Israel „a strategic partner“ und „the best friend the United States could possibly ever have in a troubled region.“ Sodann verkündete er: „Working with Senator (Ted) Cruz, I will start an effort to recognize the Golan as part of the State of Israel now and forever.“ Der republikanische Senator für Texas, Rafael Edward „Ted“ Cruz, hatte zurvor schon eine Senatsresolution einzubringen versucht, welche die Anerkennung der israelischen souveränität über den besetzten syrischen Golan zum Ziel gehabt hatte.
Ein Vertreter des Außenministeriums verurteilte diese Aussagen wie das ansinenn an sich am 12.3.2019 in strengst möglicher Form. Solche Erklärungen zeigten nicht nur die Ignoranz gegenüber historischen und geographischen Fakten seitens der US-Administration sondern auch deren arrogante Nichtachtung und offenkundige Verletzung des Völkerrechts. Sie sehe die Situation einseitig nur mit „Zionist eyes”. Sämtliche auf den Golan bezüglichen UN-Resolutionen – insbesondere die UNSC-Resolution Nr.497 von 1981, Kap.7 (vgl.u.), welche einstimmig auch mit US-Votum angenommen worden sei – bestätigten klar den rechtlichen Status des syrischen Golans als besetztes Territorium und die Entscheidung der israelischen Besatzungsmacht, das Gebiet zu annektieren als null und nichtig. Sämtliche Syrer, besonders die Bewohner des besetzten Golans, seien bereit solange für die vollständige Befreiung des Golans zur zu kämpfen wie nötig. Die Besatzung werde einmal enden, einerlei wie lange das noch dauern möge. (https://www.sana.sy/en/?p=160819, s.a. https://edition.cnn.com/2019/03/11/politics/lindsey-graham-netanyahu-golan-heights/ und https://www.jpost.com/Israel-News/Netanyahu-to-take-Lindsey-Graham-to-Golan-in-Push-for-US-recognition-582974)

Eine der russischen Satellitenaufnahmen vom ar-Rukbân-Camp, Photo: eng.mil.ru1

Weiteres über die katastrophalen Zustände im Lage ar-Rukbân-Camp (vgl.u.) innerhalb der Bannzone der völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten US-Militärbasis wurde am 12.3.2019 durch das Gemeinsame russisch-syrische Koordinierungskomitees zur Rückführung vertriebener Syrer mitgeteilt. Zusätzlich zu den schon bekannten Informationen (vgl.u.) war von UN-Seite zu erfahren, es komme dort zu: „food slavery, early marriage, sexual abuse, theft, violence, hunger, disease in addition to acute shortage of potable water, making it clear that those who want to leave should pay 300 US dollars, which no one in the camp can do.“ (https://www.sana.sy/en/?p=160798, https://www.sana.sy/?p=909885)
In einer nochmaligen Darlegung der sich weiter verschlechternden, an sich schon katastrophalen Verhältnisse im Flüchtlingslager ar-Rukbân unter US-Kontrolle, welches in der Bannzone des bei at-Tanaf völkerrechtswidrig errichteten US-Stützpunkts liegt (Näheres dazu s.u.!), rufen die Syrian-Russian Coordination Authorities for the return of the Syrian Refugees erneut die US-Administration dazu auf, die dort durch Gewalt und Drohung wieder ihren Willen und ohne Notwendigkeit festgehaltenen (dazu s.u.!) syrischen Bürger durch den syrischen Staat evakuieren zu lassen, der alles Notwendige für die Flüchtlinge einschließlich des Transports bereit hält.
Neueste Satellitenaufnahmen hätten gezeigt, daß es neben den schon festgestellten 300 Gräbern noch weit mehr frisch ausgehobene innerhalb des Lagers, also ca. 700 gebe, wobei den Umständen nach (s.u.) davon auszugehen ist, daß diese nicht nur einfach belegt sind. Im Lager fehlen Lebensmittel, Trinkwasser, Arzneimittel, medizinische Versorgung, sanitär Anlagen, warme Kleidung, Brennstoff etc., die Unterbringung ist mehr als dürftig, Krankheiten und Infektionen grassieren. Die Gräber wie Mülldeponien befinden sich unmittelbar neben den provisorischen Zelten bzw. spärlichen Wasserzapfstellen, wovon zusätzlich Gesundheitsgefahr ausgeht. Werde nicht umgehend evakuiert, werde die Todesrate sich drastisch erhöhen. (https://www.sana.sy/en/?p=160829, https://www.sana.sy/?p=910081, http://eng.mil.ru/en/news_page/country/more.htm?id=12221080@egNews mit Satellitenaufnahmen!)

Begehung von Tadmur durch Vertreter von SARCund ADRA nach Zerstörung durch IS-Terroristen, Photo: SANA

Vertreter des Syrian Arab Red Crescent (SARC) und der Adventist Development and Relief Agency International (ADRA) kamen am 12.3.2019 nach einer Erkundungstour durch die Oasenstadt Tadmur [an deren Ortsrand sich das Ausgrabungsgelände von Palmyra befindet!] überein, sich an der Wiederherstellung der durch die IS-Terroristen zerstörten [Wohn]Häuser und Schulen zu beteiligen siwe auch an der Schuttbeseitigung und dem Versprühen von Pestiziden, damit noch schneller noch mehr Bewohner in ihren Heimatort zurückkehren könnten. Hânî Daʽâs, Vorsitzender des Stadtrats von Tadmur, erklärte auch, daß ein Übergangswohnheim [wie bei den anderen früheren Kampfgebieten z.B. in al-Ḥarğala etc. ] erstellt würde, um jene Einwohner, welche noch im Lager ar-Rukbân bei der – völkerrechtswidrig errichteten – US-Militärbasis at-Tanaf festgehalten würden (vgl.u.!) zurückkommen könnten. (https://www.sana.sy/en/?p=160825, https://www.sana.sy/?p=910023)

Über den Grenzübergang Naṣîb kam am 13.3.2019 eine neue Gruppe Syrer aus dem jordanischen Flüchtlingslager al-Azraq in die Heimat zurück. Viele drängten sich danach, gegenüber dem SANA-Reporter, ihre Freude wie ihren Dank gegenüber den Behörden und an die SAA kund zu tun, die dies möglich gemacht hatten. (https://www.sana.sy/en/?p=160875, https://www.sana.sy/?p=910563)

Minenfeld von as-Suḫna, Detail-Photo: SANA

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes spürten am 12.3.2019 entdeckten in as-Suḫna und seiner Umgebung, ca. 80km östlich von Tadmur gelegen, Minenfelder auf, welche vom IS vor Verlassen des Terrains angelegt worden waren. Die Minen und Sprengsätze verschiedener Größe und Typen hatten ein Einzelgewicht von 50 – 100kg und waren mit C4-Sprengstoff oder TNT gefüllt. Spezialisten sind nun mit der Demontage bzw. dem überwachten Sprengen derselben beschäftigt. (https://www.sana.sy/en/?p=160840, https://www.sana.sy/?p=910319)

Zum 4. Mal seit 2015 kam am 12.3.2019 eine Hilfslieferung aus Weißrußland in Syrien an. In al-Lâḏaqiyya nahmen der Gouverneur und Vertreter des Bildungs- und Gesundheitsministeriums die Hilfsgüter in Empfang und dankten dem mitgekommenem weißrussischen Vize-Minister für Notsituationen, Generalmajor Igor Molotow, herzlich dafür. Dieser überbrachte die besten Grüße seines Präsidenten, Alexander Lukaschenko, wie dessen Versicherung, Syrien im Kampf gegen den Terrorismus weiter beizustehen. Die Lieferung umfaßte Kleidung für etwa 1.000 Kinder, Schulausrüstung für 30 Klassen, Lebensmittel und medizinische Versorgung sowie ein Transport­fahrzeug und Generatoren. (https://www.sana.sy/en/?p=160846, https://www.sana.sy/?p=910643)

Zur Diskussion der Menschenrechtssituation in Syrien unter Punkt 4 während der 40. Sitzung des Menschrechtsrats am UN-Hauptquartier in Genf am 12.3.2019 kritisierte Syriens Botschafter Ḥussâm ad-Dîn Âlâ den jüngsten Report als voller Fehler, Auslassungen und Verdrehung der Fakten sowie Beispielen gemäß der Kampagne zur Verleumdung der syrischen Regierung; und obwohl diese die Gerichtsbarkeit des Menschenrechtskomitees in der Sache nicht anerkenne [wegen Nicht-Zuständigkeit, dazu s.u.!], habe sie dennoch den falschen Anschuldigungen und Vorwürfen im Report in einem offiziellen Dokument wiedersprochen und damit darauf geantwortet.
Schon bei der Diskussion zum Thema vor Ort gehe es um ganz andere Sachverhalte als Menschrechte und Gerechtigkteit und damit den Versuch gewisser Regierungen, deren eigene geopolitische Agenden in der Region durchzudrücken. Wenn man sich das gegenwärtige plolitisierende Klima ansehe, sei es nicht überraschend, daß das Komitee Anschuldigungen gegen die SAA vorantreibe und sich die Kampagne zu eigen mache, syrischen Flüchtlingen Angst vor der Heimkehr einzureden.
Syrien weise die fortgesetzten Versuche, es auf diese beispiellose und inakzeptable Weise anzugreifen, zurück wie auch die selektive Herangehensweise des Komitees bei der Anwendung der Beweiskriterien, wobei es weiterhin vermeidet, eine gesetzliche Definition für die US-geführte Koalition zu liefern, welche deren illegale Natur und ihre Verstöße gegen die UN-Charta klarstellen würde, nicht zu erwähnen, daß das Komitee es vermeidet, die Verbrechen und Massaker dieser Koalition an Zilvilisten zu untersuchen.
Syrien verurteile zudem beim Umgang mit von der Türkei vorgebrachten Falschdarstellungen, daß der Ausschuß sich darauf verlasse, wobei er ignoriere, daß die Regierung in Ankara sich nicht an die in Sotschi getroffenen Vereinbarungen zur de-militarisierten Zone und die daraus für sie resultierenden Verpflichtungen halte. In dem Zusammenhang stellte Botschafter Âlâ heraus, daß die SAA in der De-Eskalationszone nur auf die täglichen Verstöße seitens der Terrorgruppen gegen die diesbezüglichen Vereinbarungen reagiere, was ebenfalls vom Ausschuß wie üblich völlig übergangen werde.
Ebenso sei die Verwendung des Terminus sides of conflict” (Konfliktseiten) zu kritisieren, wenn dabei von einer legitimen Regierung auf der einen Seite, der syrischen, und von Terrorgruppen und sog. bewaffneten Milizen [zur Einordnung der sog. MAO: „moderat armed opposition“ s.u. bzw. ab Teil II] die Rede ist, da er beide auf die selbe Stufe stelle.
Ähnlich verfehlt sei der Ausdruck: „civil defense volunteers” (Freiwillige der Zivilverteidigung) für die Mitglieder der White Helmets, einem Arm der Ğabhatu_n-Nuṣra-Terrororganisation.
Absolut inakzeptabel sei ferner der Versuch, das Ansehen der staatlichen syrischen Einrichtungen zu verunglimpfen mit der Behauptung des Fehlens von Rechtsstaatlichkeit im Land.
Der Umgang des Komitees mit der Lage im ar-Rukbân– Flüchtlingslager sei ein weiteres Beispiel für die Manipulation der Fakten, denn die syrische Regierung habe sehr wohl mitgewirkt, Hilfskonvois hinzuschicken [vgl.u.] und humanitäre Korridore zur Evakuierung eingerichtet [s.u.], doch die US-Streitkräfte und deren Terroristenhandlanger hätten dies verhindert.

Die Beharrlichkeit des Ausschusses, selektive Standards anzuwenden, und die gravierenden Fehler bei der rechtlichen Methodik erweisen seine Unfähigkeit, seiner Arbeit objektiv und unabhängig nachzugehen. Das wiederum führt zur erneuten Forderung Syriens, die Arbeit des Ausschusses einzustellen, beendete der UN-Gesandte seine Stellungnahme. (https://www.sana.sy/en/?p=160811, https://www.sana.sy/?p=909936)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160775 und https://www.sana.sy/?p=909621 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im SO-Rîf von Idlib zerstörten die im N-Rîf von Ḥamâ aktiven Armee-Einheiten die Schlupfnester und Fortifikationen der Angreifer in Ḫân Šaiḫûn und Talmanas per gezieltem Raketenbeschuß und fügten dem Feind auch erhebliche personelle Verluste zu.)

Syriens ständiger Vertreter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Basâm aṣ-Ṣabâġ, kritisierte seinerseits in Den Haag den jüngst am 1.3.2019 (s.u.) veröffentlichten Report der Untersuchungsmission (fact finding mission). In einer von der russischen Mission am Nachmittag des 11.3.2019 organisierten Pressekonferenz verwies auch er darauf, daß sich vom juristischen Standpunkt aus gesehen ein großes Fragezeichen hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften der Chemical Weapons Convention beim Vorgehen der Untersuchungsmission in Dûmâ auftue. Der Report zeige sich durch und durch politisiert, ermangele der Neutralität, Objektivität und Gleichbehandlung [gleicher Sachverhalte]. So werde zwar in üblicher Weise gegen die Regeirung gewettert, welche jedoch nachweislich und bestätigt durch die OPCW selbst (dazu s.u.) alle ihre C-Waffenbestände und Herstellungsanlagen unter internationaler Aufsicht hatte vernichten lassen, wohingegen die Rolle der Terroristen – vor allem die von Ğabhatu_n-Nuṣra – und insbesondere die der White Helmets [zur Terrorgruppe s.u. und bes. Teil V, zur Evakuierung s. Teil VI] völlig außer Acht gelassen worden sei. Das habe sich schon bei der Zeugenbefragung gezeigt (vgl.u., 7.3.2019!). Der Gesandte führte aus: „The mission has applied double standard policy and this was very clear regarding the witnesses’ tes­timonies between those who were inquired inside Syria and the others who were inquired outside the country… the witnesses who were investigated in Syria and seen on the related videos were seven out of 15, in the other side, 26 persons were investigated from outside Syria and we don’t know anything about their relation to the incident and their testimonies were conflicting.” Es bleibe fraglich, was „Zeugen“, die sich zum Zeitpunkt des angeblichen Vorfalls außerhalb Syriens befanden zu diesem auszusagen hätten, während echte Zeugen nicht gehört wurden. auch sei Widersprüchen in den Aussagen ersterer nicht nachgegangen worden.
Sogar Belege zum Nachweis dessen, daß die terroristischen Gruppen im Besitz giftiger Chemikalien sind – z.B. habe man solche in deren unterirdischen Depots in Dûmâ gefunden (vgl. Teil VI) – und diese auch einsetzen, seien völlig übergangen worden. Inkonsequent und in präjudizierender Weise sei mit toxischen Substanzen umgegangen worden, deren Existenz einmal als Beweis für einen Giftgasanschlag angesehen wurde, das andere Mal nicht.
Aṣ-Ṣabâġ unterstrich, Syrien habe in jeder Hinsicht mit der Mission kooperiert und alles getan, um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen in dem Glauben, wenn man nur in jeder Art behilflich sei, komme die Mission von bekannter Seite zu objektiven Schlußfolgerungen anstatt unter Druck gewisser Regierungen deren Meinungen darzutun. Syrien habe jedenfalls seine Verpflichtungen im Rahmen des Chemiewaffenübereinkommens erfüllt und werde auch weiterhin mit der OPCW zusammenarbeiten.
Rußlands Gesandter bei der OPCW in Den Haag, Alexander Schulgin, bestätigte die von seinem Amtskollegen aus Syrien vorgebrachten Kritikpunkte. Der vorgelegte Report der Mission über den angeblichen Einsatz von Chemikalien in Dûmâ sei intransparent und stütze sich auf die [u.a. von den White Helmets] vorfabrizierte Story, welche den Syrien feindlich gesonnenen westlichen „Partnern“ in die Hände spiele, ihre jahrelange Propaganda gegen Syrien widerspiegele und auch den Vorwand für den späteren Luftangriff abgab. Er betonte „ the western accusations of obstructing the investigation track were incorrect.“, denn die syrische wie russische Seite hätten der Mission alles Notwendige zur Vefügung gestellt, um ihre Aufgaben in vollem Umfang erfüllen zu können. Im April letzten Jahres hätten die syrischen und russischen Vertreter bei der OPCW in deren Hauptquartier in Den Haag Zeugen und weitere Belege zu den wahren Vorgängen in Dûmâ vorgelegt (s. Teil VI), doch die US-Seite habe sich ihnen verweigert. (https://www.sana.sy/en/?p=160772, https://www.sana.sy/?p=909546)
Sergei Kikot, stellvertretender Leiter der russischen Nuklearen Biologischen und Chemischen Schutztruppen (NBC), informierte am selben Tag ebenfalls in einer Pressekonferenz in Den Haag darüber, daß in Dûmâ keinerlei Spur von „organophosphorus nerve agents“ gefunden worden sei. Er fuhr fort: „Contrary to disinformation that organophosphorus nerve agents were used in Duma, which was dis­tributed in White Helmets‘ staged video clips, [OPCW] mission experts found no organophosphorus nerve agents, no products of their decomposition or impurities.“ (d.h.: Im Gegensatz zur Desinformation [dahingehend], daß in Dûmâ Nervenkampfstoffe in Form von organischen Phosphorverbindungen eingesetzt worden seien, wie gemäß den von den White Helmets inszenierten Videoclips anzunehmen ist, fanden die Experten der [OPCW-]Mission keinerlei Nervenkampfstoffe in Form von organischen Phosphorverbindungen, keine ihrer Zersetzungsprodukte oder Verunreinigungen.).(https://sptnkne.ws/kU2h)

al-Hol-Camp der SDF-Milizen am mittleren Euphrat, Photo: VAO

Von den problematischen Umständen rund um die „Evakuierten“ der US-unterstützten SDF-Milizen vom Kampfgebiet am mittleren Euphrat war bereits die Rede (s.u.). Nun deckt das International Rescue Committee, zitiert von Voice of America (VOA), auf, daß in dem von den SDF-Milizen geführten Camp al-Hûl (al-Hol) fast ebenso katastrophale Zustande herrschen wie in jenem von ar-Rubbân (s.u.). Mindestens 100 Menschen, überwiegend Kinder, seien in den letzten Tagen zu Tode gekommen entweder auf der Flucht aus der Kampfzone (vgl.u.) oder in diesem Camp, wo Hungersnot herrscht. Das Camp verfüge nicht über die notwendigen Bedingen für die Unterbringung. Im VOA-Artikel steht zu lesen: „Even before the most recent influx of people, life was harsh in al-Hol. Families were crowded into leaking tents without insulation or heat, as winter temperatures dropped below freezing. It was diffi­cult to find a mother without at least one sick child.” Festgestellt wird zudem: „situation in the camp has always been complicated and is not likely going to improve soon.“
Besondere Gefahr gehe von den Camp dadurch aus, daß gerade in der letzten Kampfphase in und um die verbliebenen IS-Enklaven „multiple ISIS mem­bers and ISIS-linked persons“ in das Camp „evakuiert“ wurden.VOA kommt zu dem Schluß: „The poor humanitarian situation in these camps as well as a high number of ISIS-linked persons there pose a serious security threat.“ (https://www.voanews.com/a/syria-camp-in-crisis-as-forces-attack-last-is-stronghold/4824095.html vom 11.3.2019) Im Gegensatz dazu hatte die von den westlichen Mainstream-Medien angegriffene Regierung vor größeren Kampfhandlungen Bürger informiert, von welchen Gegenden sie sich fern halten sollten, sie über Sicherheitskorridore evakuiert und in mit allem Nötigen ausgestattete Übergangswohnheime transportieren lassen. Vgl. z.B. Teil VI, insbesondere die Abbildung von der Übergangswohnanlage al-Ḥarğala!

Der türkischen Tageszeitung Yeni Safak, zitiert von southfront.org (leider wieder ohne Verweis) war am 11.3.2019 zu entnehmen, daß 140 IS-Kämpfer von der CIA mit neuen Identitäten sowie falschen Pässen und anderen notwendigen Dokumenten ausgestattet und aus Syrien in den Irak transportiert worden seien. In einem von der CIA zum militärischen Sperrgebiet erklärten Terrain der Provinz Dair az-Zaur, welches auch das produktive Ölfeld al-ʽUmar (al-Omar) miteinschließt, seien bedeutende IS-Terroristen versammelt, die in die „re­fugee camps” in al-Hûl, ar-Rukbân und al-Ḥasaka geschickt worden seien. Im NO-Syrien unterhalte die CIA eine ähnliche Einrichtung, die Unterstützung durch israelische, französische und britische Spezialkräfte erhalte.

US-Bomber über dem Gebiet der Provinz Dair az-Zaur, Photo: Sputnik News

Bei den neuesten Bombardements der US-geführten Koalition vom 11.3.2019 auf das Lager von al-Bâġûz wurden nach Meldungen von Anwohnern der Gegend mindestens 50 Mitbürger getötet und viele weitere teils lebensgefährlich verletzt. Deswegen dürfte sich die Todesopferrate noch erhöhen. Gefeuert wurde auf dutzende Familien, die vor dem IS flohen. (https://www.sana.sy/en/?p=160735, https://www.sana.sy/?p=909255)

Auf der eigenen Webseite trat das russische Verteidigungsministerium am Mo., 11.3.2019 Medienmeldungen entgegen, es habe russische Luftschläge in de-militarisierten Zone von Idlib gegeben. Wörtlich hieß es in der Erklärung: „Russia’s Aerospace Forces carried out no strikes against targets in the Idleb de-escalation zone. … The information that has appeared in some Russian media with a reference to so-called military sources on Russia allegedly launching airstrikes in Idleb does not correspond to reality.” (https://www.sana.sy/en/?p=160761, https://www.sana.sy/?p=909344)

In Unterstützung ihrer Landsmänner auf dem israelisch besetzten syrischen Golan, von dem sie eine undurchdringliche israelischerseits errichtete Grenzbefestigung trennt (vgl.u.), kamen am 11.3.2019 Bewohner von al-Qunaiṭra wieder einmal zusammen, um auf diesen völkerrechtswidrigen Akt an sich hinzuweisen wie auf die aktuelle Problematik der Landenteignung der Bewohner auf dem israelisch besetzten Golan seitens der Bestzungsmacht (vgl.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=160757, https://www.sana.sy/?p=909296)

Während des derzeitigen hochrangigen iranischen Staatsbesuchs in der irakischen Hauptstadt Bagdad geht es ebenfalls um Syrien!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160707 und https://www.sana.sy/?p=908808 (In Reaktion auf die jüngsten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlibdurch die Terroristen per Raketenattacken auf Ma­ṣ­yâf (vgl.u.) richtete die Armee ihre Artillerie auf deren Unterschlupforte und Kampfwagen in der Umgebung von al-Laṭâmina, al-Arbaʽîn und Kafar Zaitâ aus, zerstörte sie und tötete bzw, verletzte eine Anzahl der Extremisten im N-Rîf von Ḥamâ.)

Terroranschlag vom 10.3.2019:
Terroristen aus dem N-Rîf von Ḥamâ feuerten sechs Raketen auf Ma­ṣ­yâf; die Einschläge nahe dem Krankenhaus verursachten Sachschäden. Die Armee reagierte auf den erneuten Bruch der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib mit gezieltem Beschuß der Stützpunkte der Angreifer und ihrer Fahrzeuge im Gebiet von al-Laṭâmina, al-Arbaʽîn und Kafar Zaitâ. (https://www.sana.sy/en/?p=160697, https://www.sana.sy/?p=908701)

Chinesische Delegation bei Präsident Dr. al-Assad, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad empfing am So., 10.3.2019 die chinesische Delegation mit Vize-Außenminister Chen Xiaodong an der Spitze.
Hauptgegenstand seiner Darlegung war der gegen Syrien initiierte Terrorkrieg, der eine neue Vorgehensweise zeige: während früher Differenzen durch Dialog gelöst worden seien, würden in jüngerer Zeit – wie im Fall Syriens – einfach Botschafter abgezogen, Boykotte in die Wege geleitet, ein Wirtschaftskrieg erklärt durch Verkündung einseitiger Sanktionen und [auch insbesondere medialer] Isolierung des zum Ziel genommenen Landes bis zum Einsatz von Terroristen dort. Syrien sei da nur ein Beispiel. Doch Terrorismus lasse sich nicht durch Ländergrenzen auf ein spezifisches geographisches Gebiet beschränken; wie lange auch Distanzen sein möchten, sie könnten die Ausbreitung extremistischen Gedankenguts nicht verhindern. Die Bekämpfung des Terrorismus müsse nicht nur auf militärischer Ebene geleistet werden, viel bedeutender sei die Begegnung auf intellektuelle und ideologische Art.
Vize-Außenminister Chen versicherte, sein Land sei gern bereit, Syrien auch weiterhin mit allem Nötigen zu unterstützen. Chinas strategische Beziehungen zu Syrien seien langfristig ausgerichtet. Dank der Widerstandsfähigkeit der syrischen Führung und Bevölkerung habe sich die Situation auf dem Feld schon deutlich verbessert. Dr. al-Assad zeigte sich überzeugt, daß die Bekämpfung des Terrorismus am Ende auch zur politischen Lösung führen werde; demgegenüber seien sämtliche Gesprächsversuche zur politischen Lösung der Krise illusorisch und eine Täuschung, solange der Terrorismus sich ausbreite.
Beide Seiten waren sich darüber einig, daß die historisch tief verwurzelten Beziehungen zwischen beiden Ländern ausgebaut werden sollten; es bedürfe der Koordination und Kooperation auf politischer, militärischer, ökonomischer, kultureller und technologischer Ebene.
Später traf die Delegation noch mit Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim zusammen. Der Gastgeber begrüßte die Beteiligung Chinas am Wiederaufbau im Land und versicherte, die Regierung werde dabei gern alle nötige Unterstützung bei der Umsetzung bieten. Chen versprach, China werde auch weiterhin mit humanitärer Hilfe zur Verfügung stehen. (https://www.sana.sy/?p=908754, https://www.sana.sy/en/?p=160700) ) – China hat Probleme mit Terroristen aus dem Uiguren-Gebiet (Xinjiang: fr.: Sinkiang), von wo auch Kämpfer nach Syrien einreisten. Ein neuerer Beitrag vom 19.2.2019 beschäftigt sich damit: http://www.voltairenet.org/article205245.html.

SAA, effektiv im Counterterrorismus trotz mit altem Gerät, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160588 und https://www.sana.sy/?p=908199 (Eine Armee-Einheit kam einer Attacke einer Terroristengruppe auf einen Militärposten im NW-Umland von as-Suqailibiyya im N-Rîf von Ḥamâ zuvor und vereitelte sie im Gefecht, in dem die meisten Terroristen getötet oder verletzt wurden. Leider traf das auch auf einzelne Armeesoldaten zu.)

Terroranschläge vom 9.3.2019:
Die Dörfer Maʽân und al-Maṣâṣina, 45km nördlich von Ḥamâ-Stadt gelegen, wurden mehrfach mit Granaten beschossen, wodurch es zu Sachschäden kam. (https://www.sana.sy/en/?p=160591, https://www.sana.sy/?p=908220)
Infolge der Explosion einer auf Ackerland vor Abzug des IS ausgelegten Landmine im bereich des Dorfes Nağm az-Zuhûr im Nordosten von as-Salamiyya wurden zwei Kinder getötet. (https://www.sana.sy/?p=908352) – Zu den Gründen der Anbringung von (teils raffiniert versteckten) Minen oder Sprengfallen durch abziehende Terroristen gerade im Agrarland vgl.u. z.B. unter dem 6.10.2018!
Auf der Suche nach Weideland waren etliche Viehzucht betreibende Leute mit einem LKW in der Geröllwüste von Tadmur unterwegs, wodurch eine von IS hinterlassen Mine zur Explosion gerbacht wurde, acht Personen, darunter fünf Frauen und drei Kinder tötete, und elf weitere beträchtlich bis sehr schwer verletzte. Der Direktor des Krankenhauses (National Hospital) der Oasenstadt Tadmur, Dr. Walîd ʽAuda, berichtete von bei letzteren von verschiedensten offenen Wunden, Quetschungen, Knochenbrüchen und Gliedverlusten.
Ebenfalls Opfer einer vom IS angebrachten detonierenden Landmine wurden Kinder vom Dorf as-Sarb beim Schafehüten. Von den sechs betroffenen Kindern im NO der ehemaligen IS-Hochburg aš-Šadâdî in der Provinz al-Ḥasaka überlebte eines seine enormen Verletzungen nicht.
(https://www.sana.sy/en/?p=160625, https://www.sana.sy/?p=908493)

IS-Propaganda durch vom SDF aus dem al-Bâġûz-Gebiet Evakuierte, Photo: Twitter

Bei Twitter eingestellte Videos zeigen, daß IS-Familien, nachdem sie aus dem Kampfgebiet um al-Bâġûz am mittleren Euphrat durch die US-unterstützten SDF-Kräfte in deren Lager evakuiert wurden, die anwesenden Reporter beschimpften und ihnen IS-Parolen entgegenschrieen. In den vergangenen Wochen hatten die US-unterstützten Milizen immer wieder einmal von Evakuierungsmaßnahmen gesprochen. Im Beitrag zeigt sich, wer davon betroffen ist und welche Gesinnung diese Leute vertreten – das stellt auch southfront.org dazu heraus. Im Camp hätten diese dem IS verbundenen Leute die Oberhand und indoktrinierten den Rest entsprechend.
Diese Feststellung paßt zu den Beobachtungen von Anwohnern, die von direkten Evakuierungen von IS-Leuten samt Anführern und Familien durch US-Hubschrauber etc. berichteten, die im Rahmen des gut 50-Tonnen-Gold-Deals zwischen den beiden Seiten (d.h. dem IS mit US-Kräften!) erfolgten (dazu vgl.u.!)

Karikatur 2 zu at-Tanaf/ar-Rukbân, Quelle: Sputnik News

Generaloberst Viktor Kuptschischin (Kupchishin) vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm wiederholte am Abend des 10.3.2019, das Problem der äußerst desolaten Lage im ar-Rukbân-Flüchtlingscamp stelle nach wuie vor die völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichtete US-Militärbasis at-Tanaf mit ihrer 55km reichenden Bannzone dar, in die Einzudríngen, um zum Lager zu kommen, das US-Militär sowohl humanitären Hilfskonvois (dazu s.u.) verwehrt wie auch Bussen zur Evakuierung der im Lager seit Wochen festgehaltenen Insassen mit Weitertransport in deren längst wieder bewohnbare Heimatdörfer. Zur Sicherheit der Bewohner seien die permanenten humanitären Korridore bei den Städten Ġulaib und Ğabal al-Ġurâb am Rand der Bann-Zone errichtet, bei ersterem ein mobiler Checkpoint eingerichtet und von der Regierung Hilfen zum schnellen Erhalt von Ersatzausweispapieren geschaffen worden. (https://www.sana.sy/en/?p=160653, https://www.sana.sy/?p=908564) – Schon früher wurde darauf hingewiesen, daß sich in der Bannzone Terroristen einschließlich des IS ungestört frei bewegen und agieren können, vor allem auch für Angriffe auf die SAA in der zentralen Wüstengegend, und die Insassen des Lagers zur Rechtfertigungsgrund für den Nichtabzug des US-Militärs aus der Gegend umfunktioniert werden, obwohl dort die Situation katastrophal ist und Massengräber bedingte, wie schon etliche Bericht auch der UN festhielten (vgl.u.).

Zwischen Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd und einer chinesischen Delegation unter Leitung von Vizeaußenminister Chen Xiaodong wurden am 9.3.2019 die bilateralen Beziehungen vertieft. Die angesprochenen Themen ähnelten den früheren (s.u.). An neuer Information war zu entnehmen, daß Syrien unter den ersten Ländern der Region gewesen sei, die sich um Beziehungen zu China bemühten. Umgekehrt habe China allein zugunsten Syriens sechsmal sein Veto gegen Syrien schadende westliche Resolutionen eingelegt. Beide Seiten erklärten, es sei ihr Ziel, die gegenseitigen Beziehungen auszubauen, gemäß der Vision von Präsident Dr. al-Assad, die Wendung gen Osten zu vollziehen, welche Präsident Xi Jinping sehr begrüße. (https://www.sana.sy/en/?p=160648, https://www.sana.sy/?p=908533) – Mit dem neuen Seidenstraßenprojekt, das durch die Kriegszeit unterbrochen wurde, soll an alte Zeiten des Handelsverkehrs wiederangeknüpft werden. Zu den geleisteten Hilfslieferungen und Unterstützungen Chinas für Syrien vgl.u.!

SAA-Militäroperation, Photo: syria-scope.com

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.3.2019 informieren:https://www.sana.sy/en/?p=160556 und https://www.sana.sy/?p=908132 (Am Abend ging die Armee mit konzentriertem Feuer gegen Gruppen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî vor, welche im Begriff waren, im umland von Ḥamâ ausgehend von as-Sirmâniyya und Duwair al-Akrâd in der al-Ġâb-Ebene Angriffe zu starten; ihre Verstecke samt militärischer Ausrüstung wurden zerstört, viele der Kämpfer eliminiert. Später reagierten Armee-Einheiten auf Terroristenattacken mit Artillerie- und Raketenbeschuß auf Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen und eliminierten ebenfalls eine Anzahl davon. Im Süd-Rîf von Idlib wurden in ad-Dair aš-Šarqî, Ḫân as-Subul und Maʽr Šamârîn Stützpunkte von Ğabhatu_n-Nuṣra samt etlichen Extremisten aus der Welt geschafft.)
In einer Verlautbarung des Russian and Syrian Joint Coordination Committees on Repatriation of displa­ced Syrians vom 9.3.2019 wurde wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân einfach desaströs sei. Die unter US-Schutz dort stehenden Terroristen hielten seit 1773 tausende rückkehrwilliger Zivilisten gewaltsam fest [bzw. durch Drohungen s.u.!], während das US-Militär die Bannzone unter Kontrolle halte. Zur Lösung des Problems müsse das US-Militär das Lager auflösen und abziehen, weshalb genau dazu ein Aufruf erging. In der Stellungnahme hieß es dazu wörtlich: „The situation in the camp remains disastrous, its residents have to survive in the most difficult condi­tions, facing militant violence on a daily basis. … We once again call on the US to take steps to dismantle the Rukban camp and ensure the safety of those who are willing to return to their places of permanent residence, and leave the illegally occ­u­pied areas of Syria.“ – Von der jordanischen Seite erwarte man, daß sie sich weiter an der Rückführung der syrischen Flüchtlinge beteilige, wozu auch die Auflösung des ar-Rukbân-Lagers an der syrisch-jordanischen Grenze gehöre: „We expect that our Jordanian colleagues will continue participating in the implementation of initia­tives concerning the return of Syrian refugees and the dismantling of the camp.” (https://www.sana.sy/en/?p=160634, https://www.sana.sy/?p=908361)

Terroranschlag vom 8.3.2019:
Als in einem Hinterhof in Ṭay­yibat al-Imâm ein Feuer ausbrach detonierte eine früher dort von Terroristen ausgelegte Landmine und riß die Mutter samt vier Kinder in den tod, der Ehemann und Vater überlebte mit Verletzungen. (https://www.sana.sy/en/?p=160487)
In erneuter in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib wurden Raketen auf die Stadt und das Umland von Maḥarda im NW-Rîf von Ḥamâ gefeuert, so daß Wohngebäude und weiteres Eigentum auch im Gebiet von Abû ʽUbaida zerstört wurde. (https://www.sana.sy/en/?p=160506)

Waffenfunde in Terroristendepot in Yaldâ, Photo: SANA

Im Zug der Durchsuchung der vom Terrorismus befreiten Gegenden nach terroristischen Hinterlassenschaften wie Minen, Sprengfallen oder Blindgängern entdeckten die Kampfmittelbeseitiger im Rîf Dimašq am Stadtrand von Yaldâ in einem Haus, das die Terroristen zu einem Depot umfunktioniert hatten wieder große Mengen an Waffen und Munition, teils aus US- und israelischer Produktion. Konfisziert wurden u.a. Raketen, Panzerfäuste, spezielle ‚Flugabwehrraketen, Mehrfachraketenwerfer (RPGs), teils aus Israel, Mörser unterschiedlichsten Kalibers und TOW-Raketen aus US-Beständen (Näheres dazu s.u. bzw. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014), wie Feldkommandeure mitteilten. (https://www.sana.sy/?p=908086, https://www.sana.sy/en/?p=160563 mit illustrierender Photostrecke und Kurzvideo)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160422 und https://www.sana.sy/?p=907074 (Armee-Einheiten begegneten den andauernden Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib durch Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierte im S-Rîf der Provinz und beschossen deren Stellungen bei Sarâqib mit Eliminierung etlicher der Extremisten.)

Phosphorbomben der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Wieder wurden Bewohner der Region al-Bâġûz am 7.3.2019 Opfer des Bombardements der US-geführten Koalition nahe der Grenze zum Irak mittels des international geächteten weißen Phosphors. (https://www.sana.sy/?p=907597, https://www.sana.sy/en/?p=160482) – Zum momentanen Problem der Opferzahlbestimmung unter den gegebenen Umständen s.u.!

Terroranschlag vom 7.3.2019:
Beim Raketenbeschuß des Dorfes on al-Mâlikiyya im S-Rîf von Aleppo wurden zwei Anwohner getötet, acht weitere verletzt. (www.sana.sy/en/?p=160479, https://www.sana.sy/?p=907590)

Erste ausländische Touristen in Buṣra, Photo: SANA

Erstmals kam am 7.3.2019 nach inländischen Touristen eine Gruppe Kanadier, Franzosen und Schweizer, geführt vom Organisator Benjamin Blanchard, zur Besichtigung der Ruinen und Sehenswürdigkeiten von Buṣ­ra (dazu s.u.) in die Stadt im Süden Syriens. (https://www.sana.sy/en/?p=160455)

In al-Buwair südlich von al-Qâmišlî in der NO-Provinz al-Ḥasaka wiederholte die Bevölkerung mit ihren Würdenträger am 7.3.2019 Veranstaltung unter dem Motto „Heimat-Zelt“ (Tent of Homeland). (https://www.sana.sy/?p=907192) – Zu deren Zweck s.u.!

Botschafter Âlâ beim UN-Menschenrechtsrat in Genf, Photo: SANA

Während seiner Rede zur Diskussion von Punkt 2 mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte anläßlich der 40. Sitzung des Menschrechtsrats am 7.3.2019 machte Syriens Botschafter beim UN-Hauptquartier in Genf, Ḥussâm ad-Dîn Âlâ, deutlich, internationale Kooperation zur Unterstützung nationaler Bemühungen und konstruktiver Dialog seien der beste Weg, die Menschenrechte besser vor Politisierung und Doppelmoral im Umgang mit ihnen zu schützen wie vor dem Beharren mancher Regierungen, die Menschenrechte als Vorwand für das Vorantreiben von deren eigenen geopolitischen Agenden zu benutzen in einer Weise, die die Glaubwürdigkeit der Rolle des Menschenrechtsrats untergräbt.
Syria expresses relief over attention given by the United Nations High Commissioner for Human Rights since assuming her post of positive dialogue and cooperation based on the national priorities of the countries away from the sterile policies that have transformed the Council’s deliberations into confrontation spaces and keep them away from the interactive dialogue.” („Syrien bringt seine Erleichterung über die Aufmerksamkeit der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte zum Ausdruck, da sie ihre Position eines positiven Dialogs und einer auf den nationalen Prioritäten der Länder basierenden Zusammenarbeit verfolgt abseits der sterilen Politik, die die Bedachtsamkeit des Rats hin zur Konfrontation transformiert hat, die ihn vom interaktiven Dialog fernhält.)
Syria hails the emphasis placed by the High Commissioner in her statement on the economic and social rights , including the right of development in the context of addressing the challenges facing the world today” (Syrien begrüßt in der Erklärung der Hochkommissarin die Betonung wirtschaftlichen und sozialen Rechten einschließlich des Rechts auf Entwicklung im Zusammenhang mit der Begegnung der Herausforderungen, welche die Welt heute stellt.)
Er hoffe, daß die in den davon betroffenen Ländern sich infolge der unilateralen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der gegen Syrien ausgesprochenen Sanktionen s. Teil III, Teil IV] auswirkenden Menschrechtsverletzungen mehr Aufmerksamkeit durch die UN-Hochkommissarin erhielten wie auch der Umgang mit den politischen, moralischen und strafrechtlichen Veranwortlichkeiten der [gegen die Menschenrechte] Verstoßenden für die zerstörerischen Auswirkungen [ihrer Taten] auf Länder und Personen.
Eine realistische Herangehensweise an die Lage in Syrien sei nicht möglich, ohne die von außerhalb unterstützten, im Land verübten Terrorverbrechen, die Auswirkungen der unilateralen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen anzuerkennen und die US-geführte Koalition und Militärs etc. jener Länder , die sich völkerrechtswidrig auf syrischem Territorium aufhalten für ihre Verstöße und Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen.
Zum Schluß versicherte UN-Botschafter Âlâ: „Syria is looking forwards to paying more attention by the UN High Commissioner over the viola­tions of the basic rights, arbitrary, and discriminatory practices that affect the people of occupied Syrian Golan due to the settlement policies and attempts to entrench the Israeli occupation of the Golan” (Syrien freue sich darauf, daß die UN-Hochkommissarin mehr Aufmerksamkeit auf die Verletzungen der grundsätzlichen Rechte, die willkürlichen und diskriminierenden Praktiken richte, welcher die Bevölkerung des besetzten syrischen Golan infolge der Siedlungspolitk und der versuchen Zementierung der israelischen Besetzung des Golans ausgesetzt ist.). (https://www.sana.sy/?p=907581, https://www.sana.sy/en/?p=160490)

Ein Konvoi aus 37 LKW beladen mit humanitären Hilfsmitteln für die ca. 50.000 Bewohner von Manbiğ im nördlichen Umland von Aleppo ging am 7.3.2019 ab, zusammengestellt vom World Food Programme (WFP), UNICEF, dem United Nations Population Fund (UNFPA), der World health Organization (WHO) and dem United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). Zur Verteilung kommen damit unter Aufsicht des Syrian Arab Red Crescent (SARC) und der UN tausende Lebensmittel- und Mehlpackungen, Konserven, Nahrungsergänzungsmittel, Decken, Kleidung, Schultaschen, Schreibwaren, Hygieneartikel, medizinisches Material, Musikbeutel ? (musical bags) und Arzneimittel. (https://www.sana.sy/en/?p=160440)

Zeugenvernahme zum angeblichen Giftgasvorfall in Dûmâ beim OPCW.Sitz in Den Haag am 26.4.2018, Photo: SANA

In einer Erklärung vom 7.3.2019 wandte sich die Regierung in Damaskus durch einen Vertreter des außenministeriums gegen die Schlußfolgerungen aus dem zuletzte vorgelegten OPCW-Report über einen angeblichen Giftgaseinsatz in Dûmâ am 7.4.2018 (s. Teil Teil VI und vgl.u.!). Er unterscheide sich nicht vom vorhergehenden in seiner Fülle an exorbitanter Verdrehung der Tatsachen. „The fact-finding mission of the OPCW issued its report about an alleged incident of using toxic che­mical substances in Douma on April 7th, 2018… in fact, what attracts attention now is that the authors of the report ignored the statements of witnesses who lived with that incident and described the alle­gations of using chemical weapons in Douma as a play performed by armed terrorist organizations.” Vor allem wurde moniert, daß die die Untersuchung führenden OPCW-Mitglieder die Aussagen der unmittelbaren Zeugenam Ort des Geschehens ignorierten. Statt dessen hätten sie die Beschreibung der Szenerie übernommen, welche die bewaffneten Terrororganisation als Anschein ins Leben gerufen hatten. Die inzwischen hinreichend bekannten sog. White Helmets [zur Terrorgruppe s.u. und bes. Teil V, zur Evakuierung s. Teil VI] hatten ein Szenarium vorbereitet, das den Anschein eines C-Waffenangriffs arrangieren sollte, dazu angestiftet durch die Terrorismussponsoren, die – zuvorderst USA, Frankreich und Großbritannien – bislang nicht hatten ihre Ziele in Syrien verwirklichen können mit Unterminierung der Sicherheit und Stabilität im Land und dessen territorialer Integrität.
Weiter wurde vorgebracht: „Later, they obstructed efforts to conduct investigations by the mission in Douma through launching a direct military aggression on Syria on April 14th, 2018 that destroyed scientific centers which include laboratories for peaceful purposes.” (Später verhinderten sie Bemühungen zur Durchführung von Untersuchungen durch die Mission in Dûmâ mittels der direkten militärischen Aggression gegen vom 14.4.2018, bie der das Wissenschaftszentren zerstört wurden, deren Laboratorien friedlichen Zwecken dienten.
Die Syrisch-Arabische Republik habe jedenfalls alles getan, um die Mission zu unterstützen, und hoffe, die Mission werde zu logischen und professionellen Schlußfolgerungen abseits von jeglichem Druck oder Politisierung finden.
Schließlich erfolgte der Appel: „Syria calls on the member countries at the OPCW to uncover such fake reports which don’t enjoy any credibility, and calls upon the technical secretariat of the OPCW to appoint fact-finding mission members who are professional, fair and neutral.” (Syrien ruft die Mitgliedsländer der OPCW auf, solche gefälschten Berichte aufzudecken, die keinerlei Glaubwürdigkeit beanspruchen können, der Appell ergeht auch an das OPCW-Sekretariat dahingehend, Missionsmitglieder zu ernennen, die professionell, fair und neutral vorgehen.“)
Der Sprecher wiederholte nochmals die feste Haltung gegen einen jeglichen Einsatz chemischer toxischer Substanzen an jeglichem Ort zu jeglicher Zeit und die kategorische Ablehnung der Schlußfolgerungen des Missionsteams. (https://www.sana.sy/?p=907519, https://www.sana.sy/en/?p=160471)

Raubgut zum Schmuggel bestimmt, Photo: SANA

Wieder wurden geraubte antike Artefakte, fertig verpackt zum Schmuggel außer Landes, am 7.3.2019 von Behördenmitarbeitern in der Region aṣ-Ṣanamain in der Provinz Darʽâ gefunden und sichergestellt, Verdächtige verhaftet und der Justiz überstellt. Konfisziert wurden eine Bibel, antike Gefäße, Steinfiguren, verschiedene Glas- und Steinartefakte, ein kunstvoll gestalteter Ring, eine Löwenskulptur ohne Kopf, ein Kirchenaltar, ein Gefäß zum Sammeln von Geld und Münzen aus verschiedenen antiken Epochen. (https://www.sana.sy/en/?p=160437, https://www.sana.sy/?p=907103 mit weiteren Photos!)

SAA-Beobachtungsposten, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160373 und https://www.sana.sy/?p=906443 (Nahe al-Karîm stationierte Armee-Einheiten beschossen per Artilleriedie im Angriff auf die Dörfer al-Ğamâsa und aš-Šarîʽa in der al-Ġâb-Ebene befindlichen Terrorgruppen, zerstörten deren Stellungen und verhinderten so den Erfolg der Attacke. Weitere Armee-Einheiten eliminierten Terroristenverstecke in al-Laṭâmina und Qalʽat al-Maḍîq im Umland von Ḥamâ, wobei und töteten dabei acht der Extremisten, und nahmen Stellungen und Bewegungen von Terrortrupps in al-Ḥuwaiz und aš-Šarîʽa in der al-Ġâb-Ebene im W-Rîf von Ḥamâ ins Vesier. Vernichtet wurden zudem Terroristenunterschlupfe in Ḫân as-Subul und im Umkreis von Sa­râqib im Umland von Idlib.)

Terroranschlag vom 6.3.2019:
Infolge Raketenbeschusses von as-Sarmâniyya her, wo Terroristengruppen ihr Unwesen treiben, auf das Dorf Ğaurîn, 97km im NW von Ḥamâ-Stadt gelegen, wurden vier Erwachsene und ein Mädchen verletzt sowie Sachschäden angerichtet. (https://www.sana.sy/en/?p=160376, https://www.sana.sy/?p=906625)

Teheran, Photo: enjoy-reisen.at

In Teheran empfing der iranische Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbarî Anṣârî am 6.3.2019 eine russische, chinesische und deutsche Delegation zu getrennten bilateralen Gesprächen über Sachverhalte im Zusammenhang mit der Krise in Syrien, darunter die Terrorismusbekämpfung, die Rückführung der syrischen Flüchtlinge in deren Heimat sowie den Wiederaufbauprozeß. Dabei traf er mit dem Sondergesandten des russischen Präsidenten Putin für Syrien, Alexander Lawrentiew, dem chinesischen Vize-Außenminister Chen Xiaodong sowie Dr. Philipp Ackermann als Leiter der auch für den Nahen Osten zuständigen Politischen Abteilung 3 des Außenamts zu Berlin zusammen. (https://www.sana.sy/en/?p=160398, https://www.sana.sy/?p=907019) – In der persischen Hauptstadt befindet sich zur Zeit auch der irakische Parlamentspräsident Muḥammad al-Ḥalabûsî zu Besuch.

Nâyif al-Qâniṣ, Jemens Botschafter in Damaskus, dankte am 6.3.2019 in einer Rede vor dem syrisch-arabischen Volkskomitee für die Haltung Syriens während der Jahre, in denen sein Land schon dem saudi-arabischen Aggressionskrieg ausgesetzt ist. Er sei überzeugt, daß der Jemen wie Syrien durch tapfere Entschlossenheit und Standhaftigekeit in der Gegenwehr gegen die Aggressoren am Ende siegen werde, und betonte, Syriens Sieg gegen den Terrorismus sei auch bedeutungsvoll für den Jemen, Palästina, und die gesamte Menschheit. (https://www.sana.sy/?p=906768) – Saudi-Arabien stellt einen gemeinsamen Feind von Syrien und dem Jemen dar. Zum einen unterstützte die Regierung in ar-Riyâḍ nicht nur die in Syrien wütenden Terroristen, sondern gab mit dem Wahhâbismus auch die Basis für die extremistische Denkweise der größten muslimischen Terrororganisationen al-Qâʽida und Ğabhatu_n-Nuṣra mit sämtlichen Ablegern und Affiliierten ab. Zum anderen führt die durch Saudi-Arabien angeführte Koalition seit dem 26.3.2015 einen verheerenden Krieg gegen den Jemen.

Gräberfeld ar-Rukbân, Photo: abc.net.au

Bei der gemeinsam mit seinem kuwaitischen Amtskollegen Ṣabâḥ Ḫâlid al-Ḥamad aṣ-Ṣabâḥ in Kuwait abgehaltenen Pressekonferenz am 6.3.2019 machte der russische Außenamtschef Sergei Lawrow nochmals deutlich, daß die US-Militärs, welch völkerrechtswidrig die US-Militärbasis at-Tanaf betreiben, die Rückkehr der im Lager ar-Rukbân eingeschlossenen Flüchtlinge in ihre längst von der SAA befreiten und wieder hergerichteten Wohnorte nach wie vor zwangsweise verhindern. (https://www.sana.sy/?p=906473)

Chinas Botschafter in Damaskus, Feng Biao, und Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân unterzeichneten am 6.3.2019 ein Memorandum anläßlich des Erhalts [weiterer] Unterstützung seitens der Volksrepublik China. Dr. Ayman Sûsân bedankte sich für die konstruktive Haltung Chinas gegenüber Syrien während der Jahre des gegen sein Land ins Szene gesetzten Terrorkriegs in Begleitung gegenständlicher Hilfsleistungen, welche die infolge der rechtswidrig unilateral gegen Syrien verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] entstandenen Engpässe lindern halfen. Der Botschafter stellte die tiefe Verbundenheit beider befreundeter Staaten heraus und Verweis auf die chinesischen humanitären Hilfsleistungen seit Beginn der Krise in Höhe von ca. 800 Millionen Yuan. Er wolle als Vertreter seines Landes alles Mögliche tun, um die Kooperation und Kommunikation zwischen beiden befreundeten Ländern zu vertiefen. Die derzeitige Lieferung umfaßte elektronische und fotografische Geräte und Scanner.
(https://www.sana.sy/?p=906637, https://www.sana.sy/en/?p=160414)

Rückkehrer aus jordanischen Lagern, Photo: SANA

Erneut kam am 6.3.2019 eine Gruppe Flüchtlinge aus jordanischen Lagern über den Grenzübergang Ğâbir-Naṣîb in die Heimat zurück. Zum weiteren Verfahren vgl.u.! (https://www.sana.sy/en/?p=160384, https://www.sana.sy/?p=906634)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160308 und https://www.sana.sy/?p=905715 (Den Morgen begann die Armee mit heftigem Raketenbeschuß der Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Gruppen am Ortsrand von at-Taḥ und Ḫân Šaiḫûn im S-Rîf von Idlib in Begegnung von deren Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib, was dem Feind Verluste an Kämpfern und Ausrüstung einbrachte. Ebenso handelten andere Armee-Einheiten im N-Rîf von Ḥamâ gegen die von Mûrik her angreifenden Terroristen, von denen die meisten nach dem Beschuß flohen. In der al-Ġâb-Ebene zerstörte die Armee Unterschlupfgelegenheiten der Terroristen in al-Karkât und Qalʽat al-Maḍîq im selben Gebiet. Ebenfalls eliminiert wurden Terroristenstellungen in in aš-Šarîʽa, al-Ḥuwaiz, Ğisr Bait ar-Râs, Kaʽb al-Faras und al-Laṭâmina.)

Satellitenaufnahmen vom Massengrab am Lager ar-Rukbân, SANA

Satellitenaufnahmen, ausgewertet am 5.3.2019, zeigten an, daß bei der Umzäunung des schon mehrfach in die Schlagzeilen gelangten ar-Rukbân-Flüchtlingslagers in der Bannzone der völkerrechtswidrig bei at-Tanaf errichteten US-Militärbasis (Näheres zu beiden s.u.!) ein Massengrab mit ca. 300 Leichen befinde. Diese wurden daraufhin an der georteten Stelle auch gefunden und zeuge von den katastrophalen Bedingungen, denen die Insassen zum Opfer gefallen waren. Dennoch wurden diese durch die US-Soldaten am Verlassen gehindert wie auch Versorgungskonvois und solche zur Evakuierung der Insassen an der Zufahrt (dazu vgl.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=160336, https://www.sana.sy/en/?p=160331, https://www.sana.sy/?p=906158)

Infolge der Detonation einer von den früher in der Gegend aktiven Terroristen hinterlassenen Landmine starben im Dorf Marâġa im südlichen Umland (Rîf) von Aleppo sieben Bewohner, 14 weitere wurden verletzt. Einer weiteren Mine zum Opfer fielen im Dorf Tabârat Mâḍî, Landkreis Ḫanâṣir im SO-Rîf von Aleppo fünf Familienmitglieder bei der Trüffelsuche, ein weiteres Familienmitglied erlitt schwere Verletzungen. (https://www.sana.sy/en/?p=160328, https://www.sana.sy/?p=906036)

IS-Terrorist, Photo: youtube.com

In einer Aufarbeitung der am Sonntag stattgehabten militärischen Auseinandersetzungen (vgl.u.) wurde am 5.3.2019 festgehalten, daß in Ausführung desselben alten Plans unter Zuhilfenahme etlicher Handlanger für die dessen Umsetzung nach zuvor durchdachtem Zusammenwirken die Agressionsplattformen eine Serie von Angriffen gegen den syrischen Staat, seine Bürger, deren Eigentum und Infrastruktur durchführten.
Am Morgen griffen vom Erdoganschen Regime unterstützte Terrorgruppen im Umland von Ḥamâ an und am Abend Militärposten im N-Rîf von al-Lâḏaqiyya an. Derweil setzte die US-geführte Koalition ihre Aggression gegen die Bewohner des Umlands von Dair az-Zaur im al-Ğazîra-Gebiet in Verfolgung ihrer eigenen Pläne für die Region durch [Kampfgebiete an strategisch bedeutenden Punkten bzw. in Öl-, Gas-reicher Gegend!], weit davon entfernt, umzusetzen, was deren Propaganda-Slogans verkündeten, nämlich sich im Kampf zur Eliminierung des IS zu engagieren. Beobachter und Militärexperten hätten sich schon gewundert, warum zum einen von Washington aus behauptet werde, man habe die Kontrolle über die letzte IS-Enklave in der Gegend von al-Bâġûz und der umliegenden Farmen erlangt, wenn doch Tage später die Kampfjets der US-geführten Koalition mit international geächteten Waffen [Phosphor, s.u.!] genau dieses Gebiet intensiv bombardierten, dem eine Anzahl Bürger, vor allem Frauen und Kinder zum Opfer gefallen seien. Diese fortgesetzten Massaker gegen die Bevölkerung mit Zerstörung von deren Häusern und Habseligkeiten zeige die Geringschätzung dieser Koalition der UN-Charta, den UNSC-Resolutionen und dem Völkerrecht gegenüber wie auch deren Heuchelei: schließlich werde behauptet, IS-Ansammlungen zum Ziel zu nehmen, tatsächlich seien es jedoch vor allem Wohnsiedlungen der ansässigen Bevölkerung, wodurch sie die Ziele der von ihnen unterstützten Milizen und Terrorgruppen der Region zu verwirklichen hülfen.
Um Mitternacht habe die zionistische Entität [Umschreibung für die israelische Regierungsadministration] die Stadt Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra mit Granaten beschossen. Schon früher habe sich die Unterstützung von Terroristenangriffen durch solche von israelischer Seite auf syrisches Territorium im Umland von al-Qunaiṭra und Darʽâ zur Hebung der Kampfmoral der Extremisten wie als Beitrsag zur Verlängerung der Krise in Syrien und des gegen das Land in die Wege geleiteten Krieges gezeigt.
Es sei inzwischen klar geworden, daß die von den Terrororganisationen im Umland von Ḥamâ und al-Lâḏaqiyya ausgeführten Attacken im jeweiligen Bruch der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib im Zusammenhang mit deren vergeblichen Versuche erfolgten, auf dem Schlachtfeld neue Realitäten zu schaffen und das ihnen unausweichlich durch die SAA drohende Schicksal hinauszuschieben. Außerdem könnten die Terrorgruppen so die Forderung nach weiterer Unterstützung durch ihre Sponsoren rechtfertigen.
Die US-Administration und ihre “internationale Koalition” aus alten Aliierten jedoch agiere im Sinne ihrer eigenen Pläne, anstatt den IS zu eliminieren, was bei ihren einsätzen immer wieder deutlich geworden sei, vor allem zuletzt durch ihren „Dealmit dem IS, welcher den IS-Terroristen samt ihren Anführern das sichere Entkommen aus der Region sicherte im Austausch des Erhalts der Tonnen an Gold, welcher der IS in Syrien und dem Irak zusammengeraubt hatte. (www.sana.sy/en/?p=160301)

In seiner von Sputnik News öffentlich gemachten Erklärung vom 5.3.2019 verlieh das russische Außenministerium seinen ernsten Bedenken über die Arbeit der OPCW-Mission zum Vorfall in Dûmâ vom 14.4.2018 (s. Teil Teil VI) Ausdruck. Zum einen seien die von russischer und syrischer Seite vorgelegten Fakten ignoriert worden. Aus dem Rest habe man einen Einsatz von C-Waffen in Dûmâ konstruiert. Die ausweichende Art der Schlußfolgerung, wonach „vernünftige Gründe“ dafür bestünden, daß in Dûmâ Chlor als chemische Waffe verwendet worden sei [von welcher Seite, steht da nicht!], deute leider darauf hin, daß der einzige Zweck dieser Handlung die Rechtfertigung des später erfolgten dreiseitigen Angriffs auf den souveränen Staat Syrien in Verletzung der UN-Charta gewesen sei. Wörtlich verlautete dazu: „We are concerned that the mission prefers to completely ignore the substantial information provided by the Russian and Syrian parties confirming that this chemical incident had been staged by the pseudo-humanitarian organization White Helmets. ( www.sana.sy/en/?p=160314, https://www.sana.sy/?p=905931) – Zu dem am 1.3.2019 veröffentlichten OPCW-Bericht s.a. die in Deutsch gehaltenen Artikel vom 2.3.2019: BRD wirft Syrien erneut Chemiewaffeneinsatz vor wie vom 4.3.2019: Die OVCW hat keinen verbotenen Waffengebrauch durch Syrien beobachtet !

Filippo Grandi mit UN-Delegation bei Außenminister Walîd al-Muʽallim, Photo: SANA

Filippo Grandi, der United Nations High Commissioner for Refugees, mit begleitender Delegation, wurde am 5.3.2019 vom Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim in Damaskus empfangen. Letzerer referierte, was seitens der Regierung geleistet worden war, um die Rückkehr aller in den Kriegsjahren ins Ausland geflüchteter Syrer in die Heimat möglich zu machen und nach Kräften zu erleichtern (Näheres dazu vgl.u.), denn dieser Punkt gehöre zu den Top-Prioritäten. Die Regierung würde gerne die Zusammenarbeit mit der UN-Kommission auf der Basis der Erhaltung von Syriens Souveränität und territorialer Einheit fortführen und wiederholte seinen Appell an alle Syrer zur Rückkehr in die Heimat. Grandi erklärte seine Wertschätzung für diesen Aufruf und die von der syrischen Regierung geleisteten Voraussetzung zur Rückführung der Flüchtlinge und Sicherung von deren Lebensbasis. Der Minister wies darauf hin, daß gerade auch die unilateralen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] westlicher Staaten einen wesentlichen Grund für die Flüchtlingswelle beigesteuert hätten, weshalb es schon im Sinne der Flüchtlingsrückführung sei, diese schnellstmöglich zu beenden. Der UN-Hochkommissar versicherte, die Zusammenarbeit gerne weiterzuführen und die Regierung bei der Versorgung der Rückkehrer zu unterstützen. Deren Rückführung dürfe nicht – wie geschehen (vgl.u.)! – politisiert werden. (www.sana.sy/en/?p=160325, https://www.sana.sy/?p=906105)

Am Di., 5.3.2019, nahm Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim Kopien der Beglaubigungsurkunden von Fabio Vaz Pitaluga als neuem brasilianischen Botschafter entgegen und unterhielt sich mit ihm über die Beziehung der beiden Länder und deren Vertiefungsmöglichkeit zum Nutzen beider Völker. ( www.sana.sy/en/?p=160311, https://www.sana.sy/?p=905933)

Wiedereröffnung des türkischen Grenzübergangs Öncüpınar nach Syrien, Photo: Anadolu

Die türkische Agentur Anadolumeldete am 5.3.2019 die Wiederöffnung des Grenzübergangs Öncüpınar nach Syrien nach acht Jahren. (www.aa.com.tr/en/economy/turkey-reopens-key-border-crossing-with-syria/1409698) – Die nächstgelegene Stadt in Syrien ist Azāz in der Provinz Aleppo.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160231 und https://www.sana.sy/?p=905328 (Armee-Einheiten zerstörten in Begegnung der fortgesetzten Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib seitens der Terroristen von Katâ´ib al-ʽIzza deren Schlupfnester und Stellungen samt Waffen und Munitionsbestände in Laṭ­mîn im N-Rîf von Ḥamâ; auch in in Mûrik und Laṭ­âmina in derselben Gegend wurde den Terroristen heftige Verluste beigebracht. Ein terroristischen Angriffsversuch von Sukâik aus wurde ebenfalls vereitelt bei Eliminierung etlicher Feinde.)

Chinesische Hilfslieferung in Form von Reis, Photo: SANA

Von der chinesischen Regierung langten am 5.3.2019 erstmals 4152 Tonnen an Reis am Hafen von al-Lâḏa­qiyya an, um in Kooperation mit dem Oberen Hilfskomitee unter Leitung des Ministers für Kommunalverwaltung und Umwelt, Ḥussain al-Maḫlûf, über den SARC zur Verteilung an bedürftige Familien in den Provinzen zu kommen. Botschafter Feng Biao, wies darauf hin, daß zur Unterstützung seines Landes für Syrien noch elektrische Ausrüstung, Busse, Büroaus­stattung, Nahrungsmittel und medizinische Geräte gehörten. (https://www.sana.sy/?p=906205)

Aufgrund Beschlusses des EU-Rats vom 4.3.2019 wurden der Sanktionsliste für Syrien sieben weitere Namen hinzugefügt, nämlich die der Minister für das Innere, für Bildung, Hochschulwesen, Arbeit und Wohnen, Kommunikation und Technologie, Tourismus und Industrie. Damit sind seit dem 12.12.2011 277 Personen mit Verbindungen zur syrischen Regierung von Einreiseverboten und dem „Einfrieren“ ihrer Vermögenswerte betroffen. „Ein­gefroren“ wurde ebenso das Vermögen der syrischen Zentralbank in europäischen Ländern. Es bestehen zudem ein Öl-Embargo, Handels- und Investitionsbeschrän­kungen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46285) – Ohne Worte!!

29. AIPU-Konferenz 2019, Photo: SANA

In der Schlußkundgebung der 29. Konferenz der Arabischen Interparlamentarischen Union (AIPU) in ʽAmmân vom 4.3.2019 wurde konstatiert, daß jegliche Lösung im [Nahostkonflikt], welche die in den internationalen Resolutionen festgehaltenen Rechte der Palästinenser ignoriere, nicht praktikabel sei. Die fortgeführten israelischen Angriffe auf islamische und christliche heilige Stätten in al-Quds [Ost-Jerusalem] und die fortgesetzten Versuche Israels, die Charakteristika von al-Quds auszulöschen, seien Provokationen und deuteten eine komplexere Phase hin. Erforderlich seien Bemühungen zum Schutz von al-Quds vor jeglichem Versuch, seine historische und islamische Identität zu verändern. Ein Ende des arabisch-israelischen Konflikts mit Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region könne nur durch die Beendigung der Besetzung arabischen Landes und der Herstellung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit al-Quds als dessen Hauptstadt gemäß der Grenzziehung vom 4.6.1967 erreicht werden. Eine „Nornalisierung“ der Beziehungen unter Beibehaltung der Besatzung durch Israel sei illusorisch. Diesbezüglich müsse eine feste Haltung eingenommen und die Unterstützung der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) fortgeführt werden, um die palästinensische n Flüchtlinge auch mit Gesundheits- und Bildungseinrichtungen zu versorgen. (https://www.sana.sy/en/?p=160247, https://www.sana.sy/en/?p=160247)

Ḥamûda Ṣabâġ trifft Martin Chungong am Rand der 29. AIPU, Photo: SANA

Am Rand der 29. AIPU-Konferenz in ʽAmmân (vgl.u.) kam Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ am 4.3.2019 mit Martin Chungong, dem Generalsekretär der Inter-Parlamentarischen Union (IPU), zusammen, um die Intensivierung der parlamentarischen Beziehungen zu besprechen. Bedeutsam sei die Rolle der parlamentarischen Diplomatie beim Brückenschlag zwischen Ländern und Völkern, war man sich einig. Der Dialog unterstütze auch den Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Chungong versicherte, gerne wieder nach Damaskus zu Besuch zu kommen, nachdem das letzte Mal schon Jahre zurückliege (2015!). (https://www.sana.sy/en/?p=160228, https://www.sana.sy/?p=905379)

Wie Generaloberst Viktor Kuptschischin (Kupchishin) vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm am 4.3.2019 mittelte, stellt das US-Militär, das bei at-Tanaf völkerrechtswidrig eine US-Militärbasis mit 55km-Bannzone darum betreibt, innerhalb derselben sich das Flüchtlingslager ar-Rukbân befindet, keine Sicherheitsgarantie für die Konvois aus, welche bereit sind, das Lager zu evakuieren (Näheres dazu s.u., 2.3.2019). Dazu führte er aus: „The American side rejects to provide security guarantees of the movement of huma­ni­tarian convoys around the US base in al-Tanf. … According to the decision taken on March 1st in a meeting of the Joint Coordination Center between Russia and Syria for the return of displaced to Syria and for preventing a humanitarian catastrophe in al-Rukban cam, buses were sent to Jalib area for the return of al-Rukban’s residents from al-Tanf area to their hometowns. … Syrian Government guarantees the safety of the displaced and it had facilitated the measures to recover the documents and the Office of the UN High Commissioner for Refugees (UNHCR) in the Syrian Arab Republic has been informed.” (https://www.sana.sy/en/?p=160202)

SAA-Militäroperation, Photo: syria-scope.vom

Zwar wird eine größere militärische Operation gegen die im Raum Idlib und den angrenzenden Provinzen konzentriert verbliebenenen Terroristen schon seit Monaten erwartet, könnte aufgrund der lezten Massierung der Über- und Angriffe derselben nun doch bald in Angriff genommen werden. In letzter Zeit wurde verstärkt militärisches Material zu den Stützpunkten rund um die von den Terroristen kontrollierte Region geschafft, die Mannschaften wurden rekonfiguriert und laut Meldung von Murâsilûn (mit Verweis via southfront.org!) Warnungen der SAA an die Bevölkerung des Operationsgebiet ausgegeben, diese möglichst zu verlassen. Betroffen sind die jeweils nördliche Gegend der Provinzen al-Lâḏaqqiyya und N-Ḥamâ, die südliche von Idlib und die westliche von Aleppo.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160115 und www.sana.sy/?p=904635 (Reaktion auf den Angriff vom Morgen und Nachmittag; s.u. bzgl. terroristischen Attacken!)

Einschlagsgebiet des IDF-Beschusses auf dem Golan, Photo: SANA

Ebenfalls in der Nacht nahm die israelische Armee (IDF) ein verlassenes Gebiet westlich von der Stadt Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra unter Granatenbeschuß, ohne daß Schaden entstand. (https://www.sana.sy/en/?p=160177, https://www.sana.sy/?p=905260)

Per Kurznachricht (breaking news) wurde mitgeteilt, daß am Sonntag um 16.30Uhr ein weiterer terroristischer Angriff auf Militärposten und -Stellungen im Gebiet von Ğabal al-Qalʽa im Nord-Rîf von al-Lâḏaqqiyya mit Raketen, Mörsergranaten und Maschinengewehren erfolgte, den die SAA abwehren konnte.
Später wurde dazu mitgeteilt, daß das auf den Angriff von Ğabhatu_n-Nuṣra folgende Gefecht ca. eine Stunde dauerte, wobei viele der Terroristen getötet bzw. verwundet wurden, wobei der Rest die Flucht ergriff; zwei Soldaten erlittenebenfalls Verletzungen, ein dritter wurde gefangengenommen und später von den Extremisten enthauptet, wie southfront.org aufgrund von diesen ins Netz gestellter Videos berichtete.
Darauf reagierte die Armee am Abend mit Gegenschlägen per Artillerie- und Raketenangriffen auf das Hauptquartier der terroristischen Gruppen in al-Ḥamrâ, Bâb aṭ-Ṭâqa, Qalʽat Maḍîq und at-Tu­waina im N-Rîf von Ḥamâ, was dem Feind heftige Verluste an Kämpfern und militärischer Ausrüstung bescherte. Auch die im N-Rîf von al-Lâḏaqqiyya verschanzten Extremisten erlitten bei SAA-Angriffen auf ihre Stellungen heftige Verluste.(https://www.sana.sy/?p=904635, www.sana.sy/?p=904896, https://www.sana.sy/en/?p=160115)

Terroristen vom Großangriff im N-Rîf von Ḥamâ vom 3.3.2019 von der Gruppe Anṣâr at-Tauḥîd, Photo: SANA

Über massive gleichzeitige Terroristenangriffe berichtete eine Quelle aus dem Außenministerium am Sonntag: um 3.30 Uhr im Morgengrauen des 3.3.2019 nutzten die Terrorgruppen, welche ihre Stellungen in dem durch die Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib geschützten Gebiet haben, die schlechten Wetterbedingungen* für einen offensichtlich lang geplanten Angriff einer großen Anzahl Kämpfer mit unterschiedlichen Waffentypen auf Militärposten in Richtung al-Maṣâṣina (al-Mudâğin – Zawr al-Ḥîsa – Khirbat Maʽrîn) im N-Rîf von Ḥamâ. Trotz tapferer Gegenwehr seien in dieser Attacke etliche Soldaten gefallen bzw. verletzt worden. Allerdings seien dem Feind ebenfalls herbe Verluste beigebracht worden, so daß dieser etliche seiner Toten einfach liegen gelassen habe. Diese konnten aufgrund ihrer Aufnäher als Mitglieder von Anṣâr at-Tauḥîd, einem al-Qâʽida-Ableger identifiziert werden (s. SANA-Video).
Das Außenministerium verurteilte in einer Erklärung die Terrorattacke in strenger Weise wie deren „continuous criminal conduct” durch die Terroristen. Die Attacke „comes as a new episode in a series of the terrorist groups’ violations of the de-escalation zone agreement.” Im Statement hieß es weiter: „[Syria] will not stand idly by while such crimes continue to take place, as it will not allow the terrorists and those behind them to persist in their attacks against innocent citizens and the forces of the Syrian Arab Army.” Syrien habe das „right to defend its sovereignty and the territorial integrity of the Syrian Arab Republic and the safety of its citizens all over the Syrian territory.” (https://www.sana.sy/en/?p=160149, https://www.sana.sy/?p=904777, www.sana.sy/?p=904896) – *Von stürmischen Gewittern begleitete wolkenbruchartige Regenfälle hatten in einigen Gebieten – auch im benachbarten Jordanien – zu massiven Überschwemmungen und entsprechenden Verkehrs- und anderen Behinderungen geführt.

Terroristenwaffenfund, 3.3.2019, Photo: SANA

In ehemaligen Terroristen-Schlupfnestern fanden die Behördenmitarbeiter am 3.3.2019 beim Durchkämmen des nördlichen Umland von Ḥomṣ nach von den Terroristen früher hinterlassenen Minen oder Blindgängern etc. wieder Unmengen an Waffen und Munition. Aus den Verstecken der ehemaligen Terroristenhochburg Talbîsa wie in al-Mağdal wurden Kisten mit unterschiedlichen Munitionstypen, Kommunikationsgeräte, Mörsergranatenabschußanlagen und B21-Bestückung zu Tage gefördert. (https://www.sana.sy/en/?p=160160, https://www.sana.sy/?p=904966 mit Photostrecke!

Rußlands Außenminister Sergei Lawrow monierte am 3.3.2019 erneut, der türkische Partner innerhalb der Garantentrias für die Lösung der Syrienkrise im Astana-Modus und im bilateralen Abkommen von Sotschi vom 17.9.2018 bzgl. Einrichtung der De-Eskalationszone um Idlib sei seinen Verpflichtungen daraus nicht ausreichend nachgekommen. So hätten sich die Terrorgruppen ausbreiten können, statt mit ihren schweren Waffen diesen Bereich zu verlassen. Die Kreml-Regierung fordere demnach den türkischen Partner auf, seine Verpflichtungen hinsichtlich der Stabilität im Raum Idlib und des Abbaus von Spannungen gemäß der genannten Vereinbarung zu erfüllen. (https://www.sana.sy/?p=904653, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i46258)

29. AIPU, Ḥamûda Ṣabâġ trifft Martin Chungong, Photo: SANA

Gemäß der Einladung vom 11.2.2019 (s.u.) nimmt eine parlamentarische Delegation unter Führung von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ an der am So., 3.3.2019 in Jordaniens Haupstadt ʽAmmân beginnenden zweitägigen 29. Konferenz der Arabischen Interparlamentarischen Union (AIPU) neben den Vertretern von 16 weiteren Staaten teil. (https://www.sana.sy/en/?p=160145, https://www.sana.sy/?p=904754)
Am Rand der 29. AIPU-Konferenz in ʽAmmân (vgl.u.) kam Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ am 4.3.2019 mit Martin Chungong, dem Generalsekretär der Inter-Parlamentarischen Union (IPU), zusammen, um die Intensivierung der parlamentarischen Beziehungen zu besprechen. Bedeutsam sei die Rolle der parlamentarischen Diplomatie beim Brückenschlag zwischen Ländern und Völkern, war man sich einig. Der Dialog unterstütze auch den Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Chungong versicherte, gerne wieder nach Damaskus zu Besuch zu kommen, nachdem das letzte Mal schon Jahre zurückliege (2015!). (https://www.sana.sy/en/?p=160228, https://www.sana.sy/?p=905379)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=160057 und https://www.sana.sy/?p=904123 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib in Form von Angriffen auf Militärposten und ansonsten gesicherte Orte im N-Rîf von Ḥamâ zerstörte die Armee Stellungen von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra in al-Ḥuwaiz am Ostrand der al-Ġâb-Ebene und fügte dem Feind erhebliche Verluste zu. Eine andere Armeee-Einheit eliminierte Affiliierte von Katâ´ib al-ʽIzza in Laṭmin nach deren Angriff auf Militärposten in Ṭay­yiba al-Imâm. Im Farmgebiet zwischen Kafar Zaitâ und Mûrik wurde zudem eine Mörsergranatenabschußanlage von Ğabhatu_n-Nuṣra zerstört.)

US-geführte Koalition bombt mit weißem Phosphor, Photo: SANA

Bewohner der Region von al-Bû Kamâl am Euphrat nahe der Grenze zum Irak meldeten erneut, daß am 2.3.2019 Kampfjets der US-geführten Koalition mit Phosphorbomben die Bauernhöfe im al-Bâġûz-Areal angriffen. die Präsenz der SDF-Milizen und der US-Besatzungstruppen hindere die Bevölkerung des Gebiets am Verlassen derselben wie auch eine Ermittlung der genauen Opferzahlen infolge der erneuten Attacken. Diese setzten zudem hunderte von Zivilisten und von den Terroristen Entführter einem immensen Risiko aus. Das alles erfolge unter dem Vorwand, IS-Terroristen zu bekämpfen. (https://www.sana.sy/en/?p=160085, https://www.sana.sy/?p=904250)

Am 2.3.2019 am Rande der 29. AIPU-Konferenz in ʽAmmân trafen sich die Parlamentspräsidenten der beiden Nachbarländer Syrien, Ḥamûda Ṣabâġ, und des Iraks, Muḥammad al-Ḥalabûsî, und besprachen Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit auf Parlamentsebene zwischen den beiden brüderlich und historisch tief miteinander verbundenen Ländern. Diese hätten sich in den letzten Jahren desselben terroristischen Feindes erwehrern müsse, wobei al-Ḥalabûsî besonders für die Aufnahme der irakischen Flüchtlinge dankte. Dazu erwiderte Ṣabâġ: „Syria has always been open to all the brotherly Arab countries and it has always stood by them in times of crises.” Beste Beziehungen zueinander zu erhalten sei das Ziel. (https://www.sana.sy/en/?p=160093, https://www.sana.sy/?p=904593) – Zu den massiven Bemühungen im Nachbarland, die infolge ihrer Aktivitäten als Besatzungsmacht angesehenen US-Truppen loszuwerden s. bzgl. Irak!

Einer der Versuche, von Damaskus per Konvoi humanitäre Hilfe ins Lager ar-Rukbân zu schaffen, Photo: un.com

Auch dem zur Evakuierung der im ar-Rukbân nach wie vor festgehaltenen Flüchtlinge von Damaskus ausgeschickten Konvoi wurde die Zufahrt von US-Seite verwehrt, wie Generalleutnant Sergei Solomatin, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, am 2.3.2019 mitteilte. Das Lager befindet sich innerhalb der 55km-Bannzone um die völkerrechtswidrig beim Ort at-Tanaf eingerichtete US-Militärbasis, in die ohne Erlaubnis der US-Truppen niemand vordringen kann; allerdings haben dort Terrormilizen unbehelligt ihren Standort (im Einzelnen dazu s.u.!). Sogar ein UN-Bericht (vgl.u.) bestätigte die katastrophalen, nicht hinnehmbaren Bedingungen für die Insassen des Lagers. Außerdem besteht seit Monaten kein Grund mehr dafür, die Manschen darin am Verlassen zu hindern, da deren Heimatorte inzwischen befreit und beziehbar sind bzw. sogar mit allem notwendigen ausgestattete Übergangswohnheime der Regierung zur Verfügung stehen. Dennoch sperrt sich die US-Seite nach wie vor gegen einen Abzug der Flüchtlinge – z.B. über die von syrisch-russischer Seite eingerichteten Sicherheitskorridore bei den Städten Ġulaib und Ğabal al-Ġurâb am Rand der Bann-Zone – wie deren Versorgung von außen durch die Regierung (dazu s.u.!).
Generalleutnant Solomatin erklärte, die US-Seite habe es abgelehnt, dem Appell der Koordinierungsstelle zu entsprechen und den Flüchtlingen Rückkehr mittels des hierzu organisierten Konvois zu ermöglichen, in dem diesem die Zufahrt nicht versperrt würde (wie zuvor schon etlichen Konvois mit humanitären Hilfsgütern, s.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=160090, https://www.sana.sy/?p=904553)

Infolge der vom jordanischen Parlamentspräsident am 11.2.2019 (s.u.) an seinen syrischen Amtskollegen Ḥamûda Ṣabâġ übermittelten Einladung zur Teilnahme einer syrischen Delegation an der 29. Konferenz der Arabischen Interparlamentarischen Union (AIPU) in ʽAmmân, kam dieselbe am Vortag der Eröffnungssitzung, Sa., 2.3.2019, an und wurde im Parlamentsgebäude der jordanischen Haupstadt vom Chef des Hauses, ʽÂṭif aṭ-Ṭarâwana, im Namen der Abgeordneten als Stellvertreter des jordanischen Volkes willkommen geheißen. Dieser versicherte seinen Gästen: „Syria always has a place in our hearts, and today this is the right place for Syria among our Arab group.” Syrien spiele eine bedeutende Rolle auf arabischer Ebene hinsichtlich der Angelegenheiten der Region. Bei der allgemeinen Begrüßung der teilnehmenden Delegationen rief der jordanische Parlamentspräsident zur kollektiven Intensivierung der arabischen Bemühungen in dem festen Willen auf, den Impetus zu gemeinsamem Wirken wiederaufzunehmen. Die Konferenz möge eine Gelegenheit zur Wiederbelebung der arabischen interparlamentarischen Arbeit werden mit Einigung auf Positionen, welche die Zusammenarbeit und ein Vorwärtskommen bei arabischen Belangen, vor allem in der Palästinenserangelegenheit fördern. Die zweitägige Konferenz steht demnach auch unter dem Titel: „Al-Quds is the eternal capital of Palestine.” (https://www.sana.sy/en/?p=160079)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in seinem Büro in New York, Photo: al-Mayâdîn, SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, UN-Botschafter seines Landes am Sitz des Hauptquartiers in New York, stellte sich am Fr., 1.3.2019, al-Mayâdîn TV für ein Interview zur Verfügung. Obwohl US-Präsident Trump wiederholt vom Rückzug der völkerrechtswidrig in Syrien agierenden und Teile des Territoriums okkupierenden US-Truppen aus Syrien gesprochen habe, sei dieser bislang nicht erfolgt. Das liege an der US-Administration, welche weiter in den Terrorismus in der Region investieren und damit die Krise verlängern wolle – und das auch tue – um die ursprünglichen Pläne für die Umgestaltung der Region doch noch durchzusetzen. Die US-Truppen gerieten dabei mit denen der Türkei und Milizen im syrischen al-Ğazîra-Gebiet [gemeint ist der syrische Anteil an der „Zweistromland“-Region zwischen Euphrat und Tigris] aneinander. Die sog. ohne UN-Einverständnis ins Leben gerufene US-geführte Koalition setze ihre Unterstützung für den IS fort [zu Belegen s.u.!]; IS-Kämpfer samt Anführern würden ein weiteres Mal aus der immer enger werdenden Kampfzone [dieses Mal bei al-Bâġûz!] gerettet; hierfür bestehe ein Deal zwischen den IS-Terroristen und Washington, der den USA dutzende Tonnen an Gold einbringe [detailliert dazu s.u.], per US-Helikoptern aus der Provinz Dair az-Zaur ausgeflogen werden.
Der Terrorismus werde von seinen Sponsoren und Finanziers als Werkzeug eingesetzt; von Zeit zu Zeit werde es recycelt, um es an anderer Stelle wieder einzusetzen, wie belegtermaßen als die algerischen Behörden Hunderte von Terroristen an ihren Grenzen mit Nigeria gefangennahmen: nach deren Befragung stelle sich heraus, daß sie aus dem Umland von Aleppo herbeigeholt worden waren zur Verwunderung der Ortsbehörden, wer für den Terroristentransport von Syrien an die algerisch-nigerianische Seite verantwortlich sei. Seit Beginn der Krise habe das türkische Regime den Terroristen den Transfer durch die Türkei mit Eindringen nach Syrien erleichtert und allen Arten von Terroristen von überall in der Welt Unterstützung geboten [als Beleg s.u., die Berichte um Abû Bakr und Abû Banât!].
Das türkische Regime ist seiner Verpflichtungen gemäß der Vereinbarung von Sotschi hinsichtlich der Entfernung[von ihm kontrollierten, vgl.u.!] terroristischen Organisationen aus der De-Eskalationszone in Idlib noch nicht nachgekommen, hat sie aber zu erfüllen. Falls die politischen Bemühungen, die sich in dieser Abmachung niedergeschlagen haben, fehlschlügen, bleibe nur noch die militärische Lösung.
Hinsichtlich der Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân bestätigte der Diplomat die Eröffnung zweier humanitärer Korridore am 16.2.2019 von syrisch-russischer Seite am Rand des at-Tanaf-Gebiets zur Evakuierung der dort eingesperrt lebenden Insassen [zu den Gründen s.u.!]
Zur Arbeit der UN-Gesandten für Syrien bemerkte Dr. al-Ğaʽfarî, westliche Staaten seien nicht glücklich über jegliche zielführende Bemühungen dieser UN-Gesandten und drangsalierten sie, wenn sie im UN-Sicherheitsrat Erklärungen zum Sachverhalt abgäben, mit [sachwidrigen] Einwänden und Voraussetzungen und Einwände und üben Druck auf sie aus, damit sie entegen ihrer Mission handelten. Der gegenwärtige Gesandte Geir Pedersen verstehe seine Rolle in korrekter Weise, Syrien sei daher gern bereit, ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen, den innersyrischen Dialog unter syrischer Führung zu erleichtern, damit dieeingeschlagene politische Lösung vorwärts komme.
Schließlich versicherte er, die Palästinenserangelegenheit sei für Syrien immer eine zentrale Frage; alles, was in der Region geschehe, diene dazu, diese in den hintergrund zu drängen, auch die Warschauer Konferenz (s.u.) hatte diesen Zweck wie die sog. „Normalisierung“ der Beziehungen zwischen einigen arabischen Staaten und der feindlichen israelischen Regierung. (https://www.sana.sy/?p=904048, https://www.sana.sy/en/?p=160033)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.3.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=159955 und https://www.sana.sy/?p=903663 (Mit intensiven Gegenschlägen ging die Armee gegen Schlupfnester und Stellungen mit Abschußalagen der Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten vor allem in den Obstplantagen zwischen den Städten Ṣûrân und Mûrik vor wegen deren letzten massiven Angriffen (s.u.); dabei wurden auch viele der Extremisten eliminiert. Desweiteren wurden fortifizierte Schlupfwinkel der Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî in az-Zi­yâra und al-Mušaik am östlichen Rand der al-Ġâb-Ebene zerstört samt militärischem Equipment der ebenfalls dezimierten Terroristen.)

Proteste der Bewohner des israelisch besetzten Golans, Photo: timesofisrael.com

Alarmierende Anrufe von Bewohnern von Mağdal aš-Šams, Baqʽâṯâ, ʽAin Qunya, Masʽada und al-Ġağar auf dem israelisch besetzten syrischen Golan (Näheres dazu s.u.!) gingen am 1.3.2019 beim SANA-Reporter in al-Qunaiṭra ein. Zusammenfassend erklärte Marzûq Šaʽlân aus dem Ort ʽAin Qunya dazu, das sog. „israelische Vermessungsbüro“ habe damit begonnen, Vermessungsarbeiten in einer Reihe von Gebieten und Ländereien der Dorfbewohner durchzuführen. Dokumente und Eigentumsnachweise der dort seit Generationen lebenden syrischen Golanbewohner existieren und zwar in den Grundbuchämtern und Registraturen im syrischen Mutterland, welche jedoch für die betroffenen Bewohner infolge der völkerrechtswidrigen israelischen Besetzung des Landes und dessen kompletter Absperrung vom Mutterland (dazu s.u.!) nicht erreichbar sind. Das Problem dabei ist: „In case the families were not able to submit those documents, the occupation authorities would con­fiscate the lands from their real owners.” (d.h.: „In dem Fall, daß die Familien jene Dokumente nicht vorlegen können, würden die Besatzungsbehörden das Land von ihren wirklichen Eigentümern beschlagnahmen.“). Daher sprechen die syrischen Bewohner von Landraub und rassistischem Vorgehen der Besatzungsmacht, da das enteignete Land an israelische Besitzer vergeben wird. Scheich Sulaimân al-Maqt aus Mağdal aš-Šams, Vater des Aktivisten und Langzeitgefangenen Ṣadqî al-Maqt (vgl.u.), bemerkte dazu: „The property of the occupied lands are red line and the Zionist entity has no right to change the nature or history of Golan lands.” (https://www.sana.sy/?p=904045, https://www.sana.sy/en/?p=160054)

Terroranschlag vom 1.3.2019:
In den Obstplantagen zwischen den Städten Ṣûrân und Mûrik im N-Rîf von Ḥamâ in Stellung gegangene Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen den Nordteil von Ṣûrân mit Mörsergranaten in in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib. Dies verursachte Schäden an Wohnhäusern und anderem Eigentum. Die Armee reagierte mit Zerstörung der Abschußanlagen und Mörserkanonen der Terroristen mittels geeigneter Waffen. Ergänzung: Erneut wurden die stadt Maḥarda und das Dorf Tal Bazâm mit Raketen beschossen, wobei es am Kraftwerk wie an einer Reihe an Wohnhäusern zu beträchtlichen Schäden kam und zwei Anwohner verletzt wurden. Die Armee konterte mit Zerstörung der Abschußanlagen der Angreifer in al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ. (https://www.sana.sy/en/?p=159958, https://www.sana.sy/?p=903654) – Übersichtskarte zum betroffenen Gebiet: https://southfront.org/wp-content/uploads/2019/02/28feb_NorthWest_Syria_Map.jpg?x75231

US-Militär bei ar-Rukbân / at-Tanaf, Photo: sputniknews.com

Die völkerrechtswidrig in at-Tanaf ihre Militärbasis betreibenden US-Truppen hindern weiterhin die Insassen des in ihrem Bannkreis liegenden Lagers ar-Rukbân am Verlassen desselben, obwohl dort seit Monaten die katastrophalsten Bedingungen herrschen, kaum je Hilfskonvois durchgelassen, von syrisch-russischer Seite aber Sicherheitskorridore eingerichtet wurden und sogar der Transport der (ehemaligen) Flüchtlinge sichergestellt wird, die sich gemäß einer UN-Erhebung ganz überwiegend für das Verlassen des Camps in Richtung ihrer längst befreiten und zum Bewohnen wiederhergestellten Heimatorte unter Regierungskontrolle bzw. in mit allem Notwendigen ausgestatteten Übergangswohnheimen ausgesprochen haben (im Einzelnen dazu s.u.!). Dies machte nochmals Generalleutnant Michail Mizintsew, Leiter des russischen Nationalen Verteidigungsmanagementzentrums, am 1.3.2019 deutlich. Die Hinderung geschieht gewaltsam und durch Verbreiten von Schauergeschichten. Zum anderen erpressen die ebenfalls beim Lager – unbehelligt vom US-Militär – sich aufhaltenden Terroristen von denen, die gehen wollen, unmäßige Summen an „Wegezoll“. Mizintsew macht deutlich: „There is nothing that could prevent the resi­dents of the camp from returning to their hometowns except the strong objection by the American side through working on misleading the displaced on the impossibility of their departure of the camp and through sowing a bunch of lies on that they and their children will be exposed to persecution if they leave.” (https://www.sana.sy/?p=903784, https://www.sana.sy/en/?p=160051)

Syriens Botschafter Ṣaṭâm Ğadʽân ad-Dandaḥ traf am Fr., 1.3.2019, in Bagdad mit dem irakischen Minister für Vertreibung und Migration zusammen, um die Lage der Vertriebenen beider Länder und die Sicherung von deren Rückkehr in ihr jeweiliges Heimatland zu besprechen. In der nachfolgend veröffentlichten Erklärung hieß es dazu: „The two sides discussed situation of the displaced Syrians in Iraq, providing them with necessary assistance and mechanism of their return to their liberated areas in Syria, besides the situation of displaced Iraqis in Syria and joint coordination for returning them to Iraq.” Im Intervie mit SANA strich ad-Dandaḥ dieBedeutung der Kooperation zwischen beiden Nachbarländern heraus, um geeignete Bedingungen für die Rückführung der Flüchtlinge zu gewährleisten. (https://www.sana.sy/?p=903937, https://www.sana.sy/en/?p=160019)

SAA-Vorgehen in Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=159866 und https://www.sana.sy/?p=902937 (In Begegnung der Verletzungen der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib in Form von Angriffen der Katâ´ib al-ʽIzza-Terroristen auf Orte im ansonsten gesicherten Gebiet zerstörten Armee-Einheiten im N-Rîf deren Schlupfnester und Abschußanlagen in Tal aṣ-Ṣaḫar, Arbaʽîn, Zakât und Ḥaṣ­râyâ.)

In Überprüfung von Ermittlungsergebnissen und eingegangener Informationen entdeckte eine Patrouil­le der Anti-Drogenbehörde am 28.2.2019 im Dorf Ğarmâš im al-Quṣair-Gebiet der Provinz Ḥomṣ ganz nah an der Verwaltungsgrenze zur Provinz Idlib insgesamt 159kg Haschisch; 100kg waren abgepackt in flachen Säckchen fertig zum Schmuggel in die Provinz Idlib, wo sich die letzte große Konzentration an Terroristen befindet. 59kg wurden auf einem Bauerhof der Gegend ebenso getarnt beschlagnahmt. Haschisch wird von den Terroristen meist zusammen mit Captagon (vgl.u.; zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) eingenommen. (https://www.sana.sy/?p=903305, https://www.sana.sy/en/?p=159922) – Bevor die aus über 100 Staaten nach Syrien eingedrungenen Terroristen im Land ihren Schrecken verbreiteten, galt Syrien als weitestgehend drogenfrei (s. Mitteilung des Innenministeriums in Teil VI)!

Geir Pedersen im UNSC, Photo: SANA

Der (neue) UN-Gesandte für Syrien, Geir Pedersen, äußerte am 28.2.2019 in der UNSC-Sitzung zur Lage in Syrien, die Lösung der Krise im Land bedürfe grundsätzlich des Respekts gegenüber der Souveränität, territorialen Integrität und Unabhängigkeit Syriens und der Sicherstellung, daß der politische Prozeß von den Syrern selbst geführt werde.
Notwendig sei die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat, welche durch die Syrer wiederaufgebaut werden müsse.
Hinsichtlich des die Verfassung diskutierenden Komitees bemerkte er, „there is an acceptance for forming a Syrian, balanced constitutional committee led by Syria and formed by the Syrians with all their spectrum.” (es bestehe Akzeptanz zur Formung eines syrischen ausgewogenen, von Syrern geführten solchen Komitees, welche das gesamte Spektrum der Syrer abbilde).
Pedersen sprach der syrischen Regierung seine Anerkennung für die Zusammenarbeit zur Versorgung des Lagers ar-Rukbân (vgl.u.) mit humanitären Hilfsgütern aus.
In der anschließenden Pressekonferenz nach dem syrischen, immer noch israelisch besetzten Golan angesprochen, erwiderte der UN-Gesandte, dieser sei gemäß den relevanten UN-Resolutionen syrisches Territorium; außerdem stelle die Resolution Nr.2254 (welche der Lösung der Krise in Syrien zugrundeliegt!) die territoriale Integrität Syriens heraus. (https://www.sana.sy/en/?p=159950, https://www.sana.sy/?p=903539) – Die Aussagen Pedersens stimmen mit den Ergebnissen der Astana-Konferenzen und insbesondere mit der Abschlußerklärung des Ende Januar 2018 in Sotschi abgehaltenen Syrian National Dialogue Congress (s. Teil VI) überein.

Syriens permanenter UN-Repräsentant in New York, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, 28.2.2019, Photo: SANA

Bei der UNSC-Sitzung zur Lage in Syrien am 28.2.2019 stellte Syriens permanenter Repräsentant Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî voran, jeglicher politischer Lösungsweg [der Krise in Syrien], der die Fortführung der Terrorismusbekämpfung, die Beendigung illegaler ausländischer Militärpräsenz und die Bewahrung der Einheit, Souveränität und Unabhängigkeit Syriens nicht beinhalte, sei unrealistisch. Mit Blick auf die Hindernisse fuhr er fort: „The parties that interfere in Syria’s internal affairs and try to impose their agendas and precon­di­tions on the work of committee in charge of discussing the constitution are the same parties which delay the start of the committee’s work.” (d.h.: „die Parteien, welche sich in die inneren Angelegenheiten Syriens mischen und dem Komitee zur Diskussion der Verfassung bei seiner Arbeit ihre Agenden und Vorbedingungen aufzuoktroyieren suchen, sind dieselben Parteien, die die Aufnahme der Arbeit des Komitees behindern.“).
Die Regierung sei zur Zusammenarbeit mit dem UN-Gesandten Geir Pedersen bereit, um seine Mission, den innersyrischen Dialog unter syrischer Führung zu erleichtern, zum Erfolg zu verhelfen. Bei seinem anstehenden Besuch in Damaskus werde man gerne mit Pedersen direkt über die Zusammenarbeit zwischen den UN und Syrien einschließlich des Komitees zur Diskussion der Verfassung und aller damit zusammenhängender Fragen sprechen. Die Verfassung und alles, was damit zusammenhänge, sei eine ausschließlich souveräne Angelegenheit, zu entscheiden von den Syrern. Die Zukunft Syriens zu entscheiden, obliege allein den Syrern ohne jegliche ausländische Einmischung.
Dann wiederholte er die Forderung nach Beendigung einer jeden ausländischen völkerrechtswidrigen Militärpräsenz, sei es der US-, französischen, britischen oder türkischen Truppen auf syrischem Territorium und die Auflösung der sog. internationalen Koalition, um sicherzustellen, daß die von dieser begangenen Kriegsverbrechen aufhören. Syrien weise die feindselige US-Erklärung über den Verbleibeines Teils ihrer Truppen in Syrien zurück, betonte er unter Hinzufügung: „Syria will deal with any foreign military presence, without its acceptance, as an aggression.” (d.h. „Syrien werde jede ausländische unerwünschte Militärpräsenz als Aggression behandeln.“)
An die Unterstützer des Terrorismus richtete er den Appell, mit diesem aufzuhören. Die ausländischen Terroristen, ob aus Europa oder anderswoher, müßten zurückkehren und in ihren Ländern für die Verbrechen, die sie in Syrien und dem Irak der Bevölkerung angetan hätten, abgeurteilt werden. Es sei schon erstaunlich von europäischen Amtsträgern zu hören, sie seien besorgt, über die Rückkehr der Terroristen aus Syrien, das sie eine Bedrohung für deren Länder darstelle, wobei sie ganz außer Acht ließen, daß ihre eigenen Regierungen die Jahre hinweg erklärt hatten, dieselben seien doch bloß „birds of peace and friends to the Syrian peo­ple” („Friedenstauben und Freunde des syrischen Bevölkerung“; s.a. sog. MAO!). Inaktivität jener Regierungen in dieser Hinsicht offenbare deren Angst vor den Aussagen der Terroristen, wenn sie, zurück in ihrer Heimat und vor Gericht gestellt, Näheres über die Involvierung dieser ihrer Regierungen in die terroristischen Aktivitäten und deren Sponsoring erzählten.
Die Aufhebung der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen mit ihren katastrophalen Auswirkungen auf die syrische Bevölkerung und den riesigen Verlusten der nationalen Ökonomie in der Folge müsse unverzüglich erfolgen.
Bezüglich der Flüchtlinge erklärte Dr. al-Ğaʽfarî: „Syria calls on all who left the homeland because of terrorism to return and contribute to rebuilding it.” (d.h.: Syrien rufe all die, welche die Heimat aufgrund des Terrorismus verließen, auf, zurückzukehren und sich am Wiederaufbau zu beteiligen.“). Die Heimat gehöre schließlich allen [Syrern].
Die Syrer legten großen Wert auf ihre politische Unabhängigkeit und territoriale Integrität und hielten die SAA hoch in Ehren für ihre erbrachten Opfer zum Erhalt eines souveränen Heimatlandes in Abwehr fremder Einmischung. Syrien werde nicht erlauben, daß feindselige Länder mit ihren Agenden durchkämen, und sei entschlossen, das gesamte Staatsterritorium als solches wiederherzustellen, vom Terrorismus und jeglicher illegitimen ausländischen Militärpräsenz zu befreien. (https://www.sana.sy/en/?p=159937, https://www.sana.sy/?p=903521)

Präsident Putin, Quelle: Getty images

Zitiert von Russia today erklärte Rußlands Präsident Putin am 28.2.2019 zur Lage in Syrien gegenüber Reportern, die Situation im Land habe sich stabilisiert, die letzten Terroristenkonzentrationen würden in Bälde eliminiert; hierzu bedürfe es verstärkter Bemühungen, um die Sicherheit auch in den instabilien Regionen der Provinz Idlib wiederherzustellen. (https://www.sana.sy/?p=903173, https://www.sana.sy/en/?p=159928)

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenamts in Moskau wies auch Sprecherin Maria Sacharowa darauf hin, daß Ğabhatu_n-Nuṣra derzeit die größte Bedrohung für die Stabilität in Syrien sei, indem die Terrorroganisation den größten Teil der Provinz Idlib kontrolliere und versuche, diese durch Neugruppierungen mit ihren Affiliierten auch auf die angrenzenden Provinzen auszudehnen, was auch an den vermehrten Angriffen der letzten Zeit in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib abzulesen sei.
Dies hatte ebenfalls Rußlands Repräsentant bei den UN, Wassili Nebensja bei der UNSC-Sitzung am 28.2.2109 festgehalten und erklärt, die fortgesetzten terroristischen Provokationen seitens Ğabhatu_n-Nuṣra gegenüber der SAA wie die Angriffe auf Zivilisten könnten nicht tole­riert werden.
Sacharowa verweis zudem noch darauf, daß die völkerrechtswidrig in at-Tanaf ihre Militärbasis betreibenden US-Truppen die Insassen des Lagers ar-Rukbân daran hinderten, das Lager zu verlassen trotz der Einrichtung der humanitären Sicherheitskorridore am 16.2.2019. (https://www.sana.sy/?p=903112, https://www.sana.sy/?p=903526)

Außenministerium, Damaskus, Seitenansicht, Photo: SANA

Nachdem für den 1. März aufgrund der gemeinsamen syrisch-russischen Erklärung vom Vortag eine neue Evakuierungslösung für die im Lager ar-Rukbân wider ihren Willen festgehaltenen Insassen (vgl.u.) angekündigt worden war, erging aus dem Außenministerium zu Damaskus am 28.2.2019 ein Aufruf an diese Flüchtlinge: Syrien heiße – wie in vielen Stellungnahmen von hohen Amtsträgern und den betroffenen Behörden früher schon mitgeteilt (dazu vgl.u.) – alle ins Ausland geflüchteten Syrer in der Heimat willkommen. „The Syrian state is ready to shoulder all its responsibilities to secure a safe and decent return for its citizens who were forced by the difficult circumstances Syria has gone through to leave their home towns and villages.“ (d.h. „Der syrische Staat ist bereit, seiner Verantwortung nachzukommen und für eine sichere und angemessene Rückkehr seiner Bürger zu sorgen, die durch die schwierigen Umstände, die Syrien durchgemacht hat, ihre Heimatstädte und – Dörfer gezwungenermaßen verließen.“). Im Interesse seiner Bürger „ [Syria] renews its call on our people in al-Rukban camp to leave the camp and return to their home towns and villages.” („… erneuere Syrien seinen Aufruf an die Leute im ar-Rukbân-Lager, das Lager zu verlassen und in ihre Heimatstädte und -Dörfer zurückzukehren.“). Weiter hieß es: „The Syrian state will provide all the facilitations to transport the citizens from the camp to their pla­ces of residence and all other facilitations to achieve that end.” (Der syrische Staat werde alles tun, um den Transport der Bürger aus dem Lager zu ihren Wohnorten zu ermöglichen und alles weitere bereitstellen, um dieses Ziel zu erreichen.).
Seitens des Ministeriums wurde zudem nochmals festgehalten: „[that]the responsibility for the humanitarian crisis of our people in al-Rukban camp falls solely on the US occupation forces and their tools, as they have been preventing the Syrian citizens’ departure by means of force and through threats, in spite of the fact that safe corridors have been opened for those who are willing to leave the camp.” (Die Verantwortlichkeit für die humanitäre Krise unserer Leute im ar-Rukbân-Lager falle allein den US-Besatzungstruppen und deren Marionetten zu, da sie die syrischen Bürger mit Gewalt und Drohungen am Verlassen gehindert haben, obwohl tatsächlich Sicherheitskorridore für diejenigen geöffnet worden waren, die das Lager verlassen wollten.). (https://www.sana.sy/?p=903280, https://www.sana.sy/en/?p=159919)

Buskonvoi mit Rückkehrern aus dem Libanon, Photo: SANA

Über die beiden Grenzübergänge ad-Dabûsiyya (im Rîf von Ḥomṣ) und Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq) kamen am 28.2.2018 in 22 Bussen hunderte an Flüchtlingen aus dem Libanon zurück, erhielten an der Grenze behördliche Unterstützung sowie vom Gouvernement Versorgung mit allem Nötigen einschließlich bisher versäumter Impfung für die Kinder. Die Rückkehrer werden dann weiter in ihre von der SAA befreiten und infrastrukturell soweit wiederhergestellten Heimatorte im Umland (Rîf) von Damaskus, dem N-Rîf von Ḥomṣ und dem Umland von Aleppo, Ḥamâ und Dair az-Zaur gebracht. (https://www.sana.sy/en/?p=159869, https://www.sana.sy/?p=902930)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=159824 und https://www.sana.sy/?p=902463 (Intensiver Artillerie- und Raketenbeschuß auf die Schlupfnester der Terroristen um al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ im N-Rîf von Ḥamâ in Reaktion auf deren jüngsten schweren Angriff auf das Maḥarda-Kraftwerk (vgl.u.); eliminiert wurden deren benutzte Abschußanlagen und eine Reihe der Extremisten. Eine Armee-Einheit beobachtete verdächtige Bewegungen von Terroristen am Ortsrand der Städte Ḥaṣ­râyâ und Kafar Zaitâ und tötete etliche von ihnen. Eine weitere Armee-Einheit vereitelte Angriffsversuche von Terroristengruppen von al-Laṭâmina, 35km nördlich von Ḥamâ-Stadt, aus auf Militärposten im N-Rîf, tötete und verletzte etliche von ihnen, während der Rest floh.)

Sicherheitskorridor vom Flüchtlingslager ar-Rukbân, wionews.com

Um die Evakuierung der im Lager ar-Rukbân wider Willen nach wie vor durch die US-Truppen der völkerrechtswidrig dort eingerichteten US-Militärbasis eingeschlossenen Insassen [zu den Gründen s.u.!] im at-Tanaf-Gebiet doch noch zu bewerkstelligen, gab das syrisch-russische Koordinierungskomitee zur Rückkehr syrischer Flüchtlinge und Vertriebener am 27.2.2019 die gemeinsame Erklärung heraus, es würden zu diesem Zweck Konvois zusammengestellt. Auf der veröffentlichenden Webseite des russischen* Verteidigungsministeriums war dazu zu lesen: „the Syrian government, in coordination with the Russian side, will form humanitarian convoys for the voluntary unimpeded return of Rukban residents to their permanent residence starting March 1, 2019.” (d.h.: die syrische Regierung wird in Koordinierung mit der russischen Seite humanitäre Konvois zusammenstellen zur freiwilligen ungehinderten Rückkehr der Rukbân-Bewohner in deren permanente Wohnorte beginnend am 1.3.2019). Das hierfür erforderliche Durchdringen der Bannzone des US-Militärs werde in Koordination mit den Vereinten Nationen erwirkt. („US-occupied zone around al-Tanf for the evacuation of refugees from the Rukban camp will be carried out in coordination with the UN.”). Zur Begründung hieß es, die USA „prevents their [the displaced] exit, misleads the refugees by saying that it is impossible to leave the camp and disseminating rumors that they will face devastation, forced conscription and arrests on the territory controlled by the Syrian government.” (d.h. „die USA verhindern deren [der Vertriebenen] Weggang, führen die Flüchtlinge in die Irre mit der Aussage, es sei unmöglich, das Lager zu verlassen, und dem Verbreitung von Gerüchten dahingehend, daß sie Verwüstung, Zwangsrekrutierung und Verhaftungen in dem der syrischen Regierung unterstehenden Territorium erwarte.“). Es schloß sich der Aufruf an die USA, „whose military units are illegally located in Syria“ („deren militärische Einheiten illegal in Syrien stationiert sind“) an , „to leave the country” („das Land zu verlassen“). (https://www.sana.sy/en/?p=159844) – *Syrische staatliche Seiten im Internet sind schwierig bis gar nicht zu erreichen, daher wohl die Herausgabe auf der russischen Seite! Von syrischer Seite wurde deswegen schon wiederholt belegtermaßen von einem medialen Belagerungszustand und dem Abschneiden vom Informationsfluß durch die Feindstaaten gesprochen (vgl.u.).
Zum vorhergehenden Versuch, die Evakuierung per Sicherheitskorridoren zu erreichen, s.u.!

Durch massiven terroristischen Raketenangriff in Brand geratenes Kraftwerk von Maḥarda/Ḥamâ (wichtig zur Stromerzeugung für die Region), Photo: SANA

Terroranschlag vom 27.2.2019:
Zum wiederholten Mal wurde das für die Region wichtige Elektrizitätskraftwerk Maḥarda zum Ziel der im N-Rîf von Ḥamâ verschanzten Terroristen, die in Verletzung der Vereinbarung zur de-militarisierten Zone von Idlib am Nachmittag einen wahren Raketenregen darauf abfeuerten. Laut dem Chef des Betriebs war es der schlimmste Angriff seither. Das Werk wurde flächendeckend getroffen und schwer beschädigt, ein Brand brach aus. Die Armee reagierte mit Zerstörung der Abschußvorrichtungen der Angreifer und dezimierte deren Anzahl (vgl.o.). (https://www.sana.sy/?p=902753)

Die zuständigen Behörden fanden am 27.2.2019 in einem LKW, der in der südliche Region von Damaskus unterwegs war, in einem Fach am Boden versteckt eine große Menge an Captagon-Pillen (zu deren Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II). Der Lastwagen transportierte Paletten aus den Emiraten. Der Fahrer wurde verhaftet, die Ermittlungen um die Quelle des Arzneimittels und die Schmugglerbande seien schon weit gediehen. (https://www.sana.sy/?p=902478)

8 Tonnen an C-4-Sprengstoff aus Terroristendepots im südlichen Umland von Damaskus entdeckt, Photo: SANA

Beim weiteren Durchkämmern des südlichen Rîf Dimašq durch die Kampfmittelräumdienstmitarbeiter wurden am 27.2.2019 in verschiedenen Terroristenschlupfnestern der Gegend ca. acht Tonnen an hochexplosivem C-4-Sprengstoff gefunden und beschlagnahmt, der den Terroristen zum Bau von Bomben, Minen und Munition diente. (https://www.sana.sy/en/?p=159790, https://www.sana.sy/?p=902389)

Zur 40. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf (25.2. – 22.3.2019) nahm Syriens permanenter Gesandter Ḥussâm ad-Dîn Âlâ am 27.2.2019 Stellung zur Druckausübung seitens der USA und ihrer Alliierten, den Tagesordnungspunkt 7 (item 7, vgl.u., 25.2.2019!) betreffend die Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Regierung von der Agenda zu nehmen. Das Vorgehen zeige ein beispielloses Niveau von Heuchelei und Politik der Doppelmoral (double standard policy). In seiner Rede äußerte er dazu: „Those pressures form a kind of clear encouragement to the Israeli entity to continue and consolidate its occupation of Palestine and the Syrian Golan as well as a support for its illegitimate attempts to get a recognition of annexing the Syrian Golan in a violation of UN relevant resolutions, including resolu­tion No.497 for 1981 which considered the annexation attempt as null and void.” Den Rat dazu zu instrumentalisieren, mehr gegen rechtmäßige Regierungen unter Vorwänden und Slogans des Schutzes der Menschenrechte oder der Verbreitung der Demokratie vorzugehen, mache den Rat für das Leiden der Menschen verantwortlich, das durch die Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten souveräner Länder verursacht wird. Er fügte hinzu: „Syria calls on the council to keep away from selectivity in dealing with challenges related to protec­ting the human rights, particularly those connected to the impacts of using terrorism and using the coercive measures against countries on the human rights.“ (https://www.sana.sy/en/?p=159856, https://www.sana.sy/?p=902822)

Eine weitere Gruppe Flüchtlinge aus jordanischen Lagern passierte am 27.2.2019 den Grenzübergang Ğâbir-Naṣîb und kehrte damit in die Heimat zurück. Zum weiteren Verfahren vgl.u.! (https://www.sana.sy/?p=902517)

Außenminister Syriens und des Irans im Telefonat, Abbildung: pars today

Beim Telefonat zwischen den Außenministern des Irans, Muḥammad Ğawâd Ẓarîf, und Syriens, Walîd al-Muʽallim, am 27.2.2019 waren die bilateralen strategischen Beziehungen und gemeinsamen Interessen Gesprächsthemen. Später kündigte der syrische Botschafter in Teheran, ʽAdnân Maḥmûd, Ẓarîf telefonisch an, Präsident Dr. al-Assad lade ihn zu einem Besuch nach Damaskus ein. (https://www.sana.sy/?p=902585, s.a. http://parstoday.com/de/news/iran-i46219) – Von Bedeutung in diesem Zusammenhang ist, daß zuvor Ẓarîf per Instagram (jzarif_ir) seinen Rücktritt mitgeteilt hatte mit den vielsagenden Worten „Many thanks for the generosity of the dear and brave people of Iran and its authorities over the past 67 months. I sincerely apologize for the inability to continue serving and for all the shortcomings du­ring my service. Be happy and worthy.“ Diesen nicht annehmend hatte Präsident Rûḥânî Ẓarîfs Erfolge gewürdigt und seinen Rücktritt als den Interessen des Landes entgegenstehend bezeichnet. (https://www.jpost.com/Breaking-News/Iranian-FM-Zarif-announces-resignation-from-post-581770, s.a. http://parstoday.com/de/news/iran-i46177, http://parstoday.com/de/news/iran-i46201).

Golddeal, Abbildung: clipartpanda.com

Erneut haben sich beobachtende Bewohner der entsprechenden Gebiete bei SANA gemeldet, welche Medienberichte über den großen „Deal“ zwischen den – völkerrechtswidrig in Syrien agierenden – US-Truppen, daher „US-Besatzungstruppen“ genannt, und der IS-Terrororganisation bestätigen, in dem es u.a. um IS-Beutegut von ca. 40 Tonnen an Goldbarren geht, die in die USA transferiert wurden als Gegen­leistung dafür, daß IS-Terroristen und ihre Führer ihre Position im Ost-Rîf von Dair az-Zaur verlassen konnten (s. dazu auch vorhergehende Berichte vom 16.2.2019 und 2.1.2019!).
Nach letzten Informationen hätten vorgestern unter dem Deckmantel der Dunkelheit Helikopter der US-Besatzung dutzende Tonnen Goldbarren an Bord genommen, die sich zuvor im Besitz der IS-Terrororganisation in ihrer letzten Enklave in der Gegend von al-Bâġûz im Rîf von Dair az-Zaur befun­den hätten. Diese kämen zu jenen hinzu, welche IS-Anführer der US-Besat­zung schon zuvor in anderen Depots gezeigt hätten, so daß rund 50 Tonnen an Gold zusammengekommen seien, die in die USA transportiert wurden, ohne daß die Qasad-Milizen (dazu vgl.u.), die für die US-Truppen gekämpft hätten, etwas davon bekommen hätten. Zu diesem Zweck hätten in den letzten Tagen massive US-Hubschrauber im ehemaligen Verbreitungsgebiet des IS Flüge mit kurzen Landungen unternommen, was auf wichtige Ziele hingedeutet habe, der Ansicht der beobachtenden Bevölkerung gemäß, um Führungskräfte der IS-Terrororganisation und Gold aus deren Depots an Bord zu nehmen.
Zuvor hatten die Quellen bestätigt, daß aus dem letzten Rückzugsgebiet des IS, deren Anführer und ungefähr 40 Tonnen Gold sowie zig Millionen US-$ mit US-Helikoptern ausgeflogen worden seien wie auch aus dem Gebiet ad-Dašîša östlich der früheren IS-Hochburg aš-Šadâdî im Süd-Rîf von al-Ḥasaka (vgl.u. 16.2.2019). (https://www.sana.sy/?p=901815 vom 26.2.2019). – S.a. den bestätigenden Artikel des tschechischen Journalisten Rudolf Hrubon auf der Website Narodny Novini! (https://www.sana.sy/?p=901832, rudolf.hrubon@seznam.cz)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.2.2019 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=159695 und https://www.sana.sy/?p=901727 (Eine Armee-Einheit zerstörte fortifizierte Schlupfwinkel der Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî im Dorf al-Ḥuwaiz im N-Rîf von Ḥamâ zusammen mit deren Waffen und tötete bzw. verletzte eine Anzahl der Terroristen, während der Rest die Flucht ergriff. Weitere Armee-Einheiten vereitelten terroristische Angriffsversuche von Qalʽat al-Maîq, aš-Šarîʽa und al-Ğamâsa aus auf Militärposten im N-Rîf von Ḥamâ. Am Ortsrand von ʽAṭšân, 45km nördlich von Ḥamâ-Stadt, holte die Armee zwei Drohnen von Terrorgruppen vom Himmel, welche die Gegend unsicher machen.)