Nachdem nun auch die Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen, Teil IV zur Eingabe nicht mehr aufrufbar war, nun Teil V:

(Vgl. zu den zahlreichen Veröffentlichungsproblemen hier!)

 

Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Thematisch neue Artikel befinden sich gemäß Datum einsortiert, auch weiter unten!

 

Terroranschlag vom 30.5.2017:
Auch am Dienstag führte der IS seinen Beschuß der Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur fort, tötete damit 15 Personen und verletzte 52 – etliche davon schweben in Lebensgefahr – in den letzten 24 Stunden. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. Währen der Gouverneur die Verwundeten in den Kliniken besuchte äußerten jene, daß sie sich dadurch nicht von der Unterstützung für die heldenhaft gegen die Terroristen kämpfende SAA abhalten ließen wie auch nicht  vom Wiederaufbau ihres Landes nach Wiederkehr von Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien. Gouverneur Muḥammad Ibrâhîm Samra sah in den verstärkten IS-Übergriffen auf die Zivilbevölkerung der letzten Zeit deutliche Zeichen der Kompensation eines Moralverlust der Terroristen angesichts der letzten spektakulären Siege der SAA. (http://sana.sy/en/?p=107203, http://www.sana.sy/?p=564140)

Die französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard bestätigt/gesteht endlich, was Regierungsmitglieder einschließlich des Präsidenten seit Jahren kritisiert haben: die insgeheime Präsenz französischer Kommandos in Syrien entgegen dem Völkerrecht, der Prinzipien der UN-Charta und den UN-Resolutionen und demnach vollends illegal. Es verwundert daher nicht, daß die Regierung in Damaskus hinsichtlich derer von Paris von Kolonialmachtsgehabe spricht. Der Politologe Th. Meyssan bemerkt dazu, daß die französischen Truppen seit 2011 mit einer kurzen Unterbrechung zwischen März und Juli 2012 in Syrien aktiv sind und dort verschiedene dschihadistische Gruppen gegen die Landesregierung unterstützen. U.a. hätten sie das islamische Emirat von Bâbâ ʿAmr (Baba Amr, 2012) und den Angriff auf das christliche Maʽlûlâ (vgl.u.!) organisiert. (Syrie: Sylvie Goulard confirme la présence de forces spéciales françaises vom 26.5.2017, http://www.voltairenet.org/article196501.html vom 30.5.2017).  S.a.: Das Pentagon hält Verträge zur Bewaffnung der Dschihadisten aus der Obama-Ära ein

Die illegalen [zur Einordnung als solche s.u.] Sanktionen gegen Syrien, welche seit Jahren gerade das Leiden der Zivilbevölkerung mehren und den Krieg im Land verlängern helfen [zu den Gründen vgl.u.] sind durch der EU-Rat am Mo., 29.5.2017 bis zum 1.6.2018 nochmals verlängert worden. auch wurden weitere drei Minister auf die Sanktionsliste gesetzt. https://sptnkne.ws/e57J) – Andererseits wird in Europa ständig die anwachsende Flüchtlingswelle beklagt, die auch auf solche Entscheidungen zurückgeht. S.a. Präsidenten-Interview z.B. vom 31.3.2016 u.a.

Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), Botschafter in Moskau, kritisierte diese Verlängerung: „Wir verurteilen ausdrücklich den Beschluss des Rates der Europäischen Union, die einseitigen Einschränkungen gegen Syrien zu verlängern. Dies beweist, dass die EU ihre fehlerhafte Politik ge­gen­über Syrien weiter fortsetzt“. Die EU erweise sich damit als größter Teilnehmer eines „Komplottes gegen Syrien“, wobei einige EU-Länder sogar die gegen die Regierung gerichteten Terrorgruppierungen im Land unterstützten. (https://sptnkne.ws/e59Y)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107093 und http://www.sana.sy/?p=563461 (Im Ost-Rîf von Aleppo weitere Befreiung von aṣ-Ṣâliḥiyya, al-Ba­ṭûšiyya, [aš-Šuhadâ´], Ğabâb al-Masʽûdiyya, Ḫizrâf, al-Farʽiyya, Mustarîḥa, al-Mazza, al-Wâsiṭa, as-Sakariyya Šar­qiyya, Bandûqa, al-Ḥamîdiyya, al-Qâhira, Dûr Aḥmad Yâsîn, der Rinder-Zucht, der Zuckerfabrik, dem Bahnhof  samt einem der Tišrîn-Bauernhöfe, al-Bûmâniʽa, Ḫân aš-Ša’r, Ḫirbat as-Sûda und al-Ḥimrâwî nach heftigen Gefechtene mit Tötung bwz. Verwundung von mehr als 2.000 ISTerroristen und Zerstörung von mehr als 133 Kampfwagen, dar­unter fünf Autobomben, sieben Panzern, vier Kanonen, Operations- und Kommunikationseinrichtungen und 14 Kommandozentren; unter den Getöteten wurden an bedeutenden Personen des IS identifiziert der amîr der Dabs ʽAfnânGegend, Abû Qatâda al-Auz­bakî, der amîr der al-Mašrifa-Gegend, Maḥmûd Ismâʽîl Kûğak, der ISMuftî der Maskana-Gegend, Aḥmad al-ʽUṯmân, der ŠarîʽaZuständige der Gemeinde Ḥiṭîn, Ismâʽîl al-Ğuwaimî, die Feldkommandeure Abû Ayûb aš-Šîšânî und Abû Yaʽqûb at-Turkistânî etc.. Beseitigung von motorisierten IS-Trupps im SW von Talat aṣ-Ṣa­nûf samt 57mm-Kanone und von IS-Fortifikatonen auf den Tulûl al-Ġar in der Umgebung von Dair az-Zaur.)

Terroranschläge vom 29.5.2017:
ISRaketenangriffe auf den Stadtteil al-Qaṣûr von Dair az-Zaur töteten bislang eine Frau, verletzten vier weitere Anwohner und richteten materielle Schäden an. Aktualisierung: Nachdem der Beschuß auch auf den Stadtteil al-Ğaura ausgedehnt wurde, waren schließlich 10 Tote und 18 Verletzte zu beklagen.
Ergänzung: ISRaketenbeschuß auf die Stadt Maḥram im Ost-Rîf von Ḥomṣ hinterließ vier getötete Anwohner, darunter ein Kind, sowie zwei Verletzte und Zerstörungen.
(http://sana.sy/en/?p=107096, http://www.sana.sy/?p=563468)

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mo., 29.5.2017,  für die vergangenen 24 Stunden 11 Verstöße gegen die Vereinbarung über die Einrichtung von De-Eskalationszonen, die vornehmlich in Aktionsgebieten von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra vorkamen und zwar sechs im Rîf Dimašq, drei in jenem von Darʽâ und je einen in dem von al-Qunaiṭra und al-Lâḏa­qiyya. (http://www.sana.sy/?p=563534, http://sana.sy/en/?p=107109)

Fortführung der Ausschaffung der Militanten samt ihrer Familienmitglieder aus dem damaszener Stadtteil Barza in Umsetzung des getroffenen Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.). (http://www.sana.sy/?p=563456)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107053 und http://www.sana.sy/?p=563006 (Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten beim Tal Barûk im NW von Dair az-Zaur mit Eliminierung der meisten Terroristen samt deren Transportmittel und militärischer Ausrüstung, während ein Rest zu ihrem Ausgangspunkt zurückflüchtete;  Vernichtung weiterer IS-Trupps beim Friedhof, dem Flughafen, dem Gas-Feld, bei Talat al-Maḥrûqât und im W von Talat aṣ-Ṣa­nûf; heftige Verluste wurden dem IS zudem durch Angriffe auf dessen Bewegungsachsen und Fortifikationen um das sog.  Regiment 137,  im Raum al-Bânûrâmâ, dem at-Taim-Feld, auf der aš-Šâm-Straße, nahe der al-ʽAẓam-Tankstelle,  im Dorf al-Buġailiyya westlich der Provinzhautstadt, auf dem Talat al-Maḥ­rûqât im Dorf ʽIyâš inklusive dessen Umgebung beigefügt.)

Terroranschlag vom 28.5.2017:
Nach wie vor in Ost-al-Ġûṭa positionierte Terroristen feuerten am Sonntag im Verstoß gegen die Vereinbarung über die De-Eskalationszonen Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ und zerstörten dort öffentliches wie privates Eigentum.
Ergänzung: ISRaketenbeschuß von Tabârat ad-Dîba, östlich der Stadt ʽAqârib, aus auf die Stadt Salamiyya im Ost-Umland von Ḥamâ verletzte 10 Kinder unter sechs Jahren und richtete Schäden an öffentlichen und privaten Bauten etc. an.
(http://sana.sy/en/?p=107056, http://www.sana.sy/?p=563082, http://www.sana.sy/?p=563358)

Nach Meldung der kurdischen Agentur Firat vom Sonntagabend wurde nahe der kürzlich durch kurdische Kämpfer vom IS zurückeroberten Stadt aṭ-Ṭabqa am Assad-Stausee (vgl.u.) ein Massengrab hunderter vom IS durch Enthauptung ermordeter Bürger entdeckt worden. Laut einem Augenzeugen sollen von den Extremisten auch mehrere hundert syrischer Soldaten getötet worden sein. (https://sptnkne.ws/e5xa)

In der Landstadt al-Ḫafsa im Ost-Umland von Aleppo feiern die Menschen den Sieg der SAA über die Terrroristen, der ihnen nun die Rückkehr in ihre Häuser ermöglichte. (http://www.sana.sy/?p=562931)

Einweihung, Photo: SANA

Einweihung, Photo: SANA

Wiedereröffnung  des Hauptsitzes der griechisch-orthodoxen Erzdiözese von Ḥom im Stadtteil Bustân ad-Diwân nach Vertreibung der Terroristen aus der gesamten Stadt zusammen mit dem Gouverneur und dem Patriarchen Johannes X. Yazîğî (s.o.). Letzterer hob den festen Zusammenhalt der christlichen wie muslimischen Bevölkerung im Kampf gegen den Terrorismus hervor. (http://www.sana.sy/?p=562725)

Die Regierung verurteilte am 27.5.2017  auf das Schärfste das feige, barbarische Terrorattentat auf die die christlichen Pilger auf dem Weg zum St. Samuel-Kloster in der ägyptischen Minyâ-Region vom Freitag, sprach den Familien der Opfer ihr tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Man verwies darauf, vor solchen weiteren Terroranschlägen schon vor Jahren gewarnt zu haben, wenn man nicht  – wie Syrien, der Irak und Ägypten  – ernsthaft und vehement gegen den Terrorismus vorgehe. Zudem forderte die Regierung den UN-Sicherheitsrat auf, sofort entschiedene Maßnahmen zur Umsetzung der UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung zu ergreifen und die Regierungen zur Verantwortung zu ziehen, die immer noch Terroristen unterstützten, sie mit Geld, Waffen ausstatteten und ihnen Training zukommen ließen. (http://sana.sy/en/?p=107031)

Bei einem erneuten Luftangriff durch Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf Zivilisten kamen am Abend des 27.5.2017 20 Menschen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt, davon schweben zwei in Lebensgefahr. Bombardiert wurde ein Kleinbus unterwegs zwischen Raṭla und al-Kasara, 8km südlich von ar-Raqqa. (http://sana.sy/en/?p=107059, http://www.sana.sy/?p=563093)

In zwei identischen Schreiben wandte sich das Außenministerium in Damaskus am 27.5.2017 wegen der erneuten illegalen und gegen Zivilisten in Syrien gerichteten Luftangriffe der US-geführten Koalition an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Diese hatten zuletzt in al-Mayâdîn im SO von Dair az-Zaur 35 Bewohnern, vor allem Frauen und Kindern, das Leben gekostet. Dieser neuerliche Überfall stehe in einer langen Reihe von gleichgearteten Angriffen der illegal und in Untergrabung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität agierenden US-geführten Koalition unter der Vorgabe, damit den Terrorismus zu bekämpfen, während diese Aktionen allein zur Verbreitung von Chaos und Zerstörung beitrügen, wovon nur den extremistischen Terrororganisationen, insbesondere dem IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra profitierten. Dabei stünden diese eindeutig aggressiven Aktionen in offenem Widerspruch zu den UNSC-Resolutionen, dem Völker- und den Menschenrechten, kämen aber gerade den Parteien zu gute, die unschuldige syrische Bürger töten wollten. Schon hunderte davon seien unter jenem nichtigen, schon erwähnten  Vorwand  in den letzten Monaten getötet worden, nicht zu reden von der zerstörten Infrastruktur, wichtigen Einrichtungen und privaten Immobilien. – Syrien verurteile die Angriffe dieser Allianz und rufe den UN-Sicherheitsrat dazu auf, seine Resolutionen zum Schutz des syrischen Territoriums und seiner Bevölkerung durchzusetzen und die Attacken dieser illegalen Koalition zu stoppen, die mit Angriffen seitens des IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra zusammenfielen und sich auch gegen die SAA richteten, die diese Terroristen bekämpfe. Es gebe da ja einige westliche Mitglieder des UNSC, die ihn dahingehend dominierten, die Umsetzung der Resolutionen dieses Gremiums nicht durchzusetzen, besonders wenn es um deren Anwendung auf Syrien gehe; dazu kämen  die zweckwidrigen und irregeleiteten Methoden, die Länder wie Frankreich, Großbritannien und die USA ausführten, welche die Hauptfaktoren für die Verlängerung der Krise in Syrien bildeten, wie die Praktiken regionaler Staaten wie von Saudi-Arabien, Qaṭar und der Türkei, die die Krise weiter eskalieren ließen und den Terrorismus unterstützten – denselben Terrorismus übrigens, der kürzlich den Anschlag in Manchester zu verantworten hatte. Das Schreiben endete mit der Herausstellung der Notwendigkeit, die Aktionen dieser illegalen US-geführten Koalition zu stoppen und die UNSC-Resolutionen hinsichtlich der Terrorismusbekämpfung, insbesondere der Nr.2253 durchzusetzen. (http://sana.sy/en/?p=107033, http://www.sana.sy/?p=562743)

Aufgrund aus verschiedenen Quellen erhaltener übereinstimmender Informationen haben die sog. „Demo­kratischen Kräften Syriens“ (SDF) mit örtlichen IS-Anführern eine Vereinbarung getroffen, wonach letzteren ein sicherer „südlicher Korridor“ eingerichtet wird, über den sie ar-Raqqa in Richtung  Tadmur verlassen können. „Den Terroristen wird die Möglichkeit gegeben, die Stadt ungehindert zu verlassen, unter der Bedingung, dass sie sich in Richtung Palmyra bewegen“, erklärte ein Sprecher des russischen Verteidigungs­mi­nisteriums am Sa., 27.5.2017, gegenüber der Presse. Damit wäre das antike Weltkulturerbe Palmyra in der Oasenstadt (vgl.u.) zum dritten Mal in Gefahr. Im Gegenzug traf das Ministerium umgehend Maßnahmen, um die IS-Terroristen daran zu hindern, ar-Raqqa in Richtung Tadmur zu verlassen. Russische Drohnen überwa­chen rund um die Uhr die möglichen Routen. „Am 25. Mai wurde eine aus 39 mit Waffen beladenen Pickups bestehende Kolonne von Terroristen, die nach Palmyra unterwegs war, von Flugzeugen der russischen Luftwaffe geortet und vernichtet. Bei den Luftangriffen wurden 32 Pickups mit darauf angebrachten großkalibrigen Maschinenpistolen und mehr als 120 Terroristen vernichtet“, war in der Folge zu vernehmen. (http://sana.sy/en/?p=107016, https://sptnkne.ws/e4EW) – Hiermit zeigt sich erneut, daß die – von den USA unterstützten -sog. „Demo­kratischen Kräfte Syriens“ (SDF) keine uneigennützigen patriotischen Ziele verfolgen, wie schon von verschiedener Seite festgestellt wurde. Vgl. hierzu auch die Hinweise zu einer geplanten Zerstückelung Syriens im Sinn einer Balkanisierung, wie in Teil IV beschrieben und vgl.u.!
Derweil haben die SDF eine 3. Charge an US-Waffen geliefert erhalten, darunter dieses Mal Raketen mit Ultrarotlenkung. (https://sptnkne.ws/e4Km)

Sichtung der Mondsichel, Photo: SANA

Sichtung der Mondsichel, Photo: SANA

Nachdem der erste šarîʽa– Richter in Damaskus, Maḥmûd a-Maʽrâwî, am 25.5.2017 die muslimische Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, bei Sonnenuntergang  am Fr., 26.5.2017,  nach der Sichel des aufgehenden Mondes Ausschau zu halten, welche den Beginn des Ramaḍān  für das Jahr 1438 a.h. [d.h. anno hegira, also nach der hiǧra), am 27.5.2017 n.u.Z. kennzeichnet, wurde der Anfang des islamischen Fastenmonats an jenem Abend für Syrien offiziell verkündet. (http://www.sana.sy/?p=560629, http://sana.sy/en/?p=107006) – Nach islamischem Kalender beginnt ein Tag bereits mit dessen Vorabend! Vgl.a.  Teil IV!

Das Außenministerium in Moskau tadelte die Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) dafür, daß sie noch immer kein Team zur Untersuchung der Behauptung von Verwendung von Saringas in Ḫân Šaiḫûn [vgl.u.] am 4.4.2017 dorthin geschickt zu haben. In einer Erklärung vom Fr., am 26.5.2017, hieß es dazu: „It looks like no one is in a hurry to go to Khan Sheikhoun for verification of the details of a case as resounding as this one. It is really saddening that the OPCW mission does not show activity in what concerns the establishing of cases of chemical weapons utilization, as it puts off a trip to Khan Sheikhoun time and again, making references to unfavorable security conditions”. Sicherheitsbedenken könnten für das Versäumnis nicht in Anschlag gebracht werden, denn: „All the conditions have been created there in terms of security and compliance with obligations under the Convention”. Die Repräsentanten des USA, Großbritanniens und Frankreichs versuchten nachdrücklich Untersuchungen dahingehend zu verhindern,  wer tatsächlich hinter der Verwendung von Saringas in Ḫân Šaiḫûn stand. Daraus könne nur ein Schluß gezogen werden: „It once again confirmed that the ‘denouncers’ of Damascus are not interested in establishing the truth in the issue as crucial as who stood behind the possible use of sarin in the Syrian province of Idleb on April 4.” (http://sana.sy/en/?p=106973)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=107019 und http://www.sana.sy/?p=562542 (Im Ost-Umland von Aleppo Befreiung von MawâliĞanûbiyya, as-Sakariyya, al-Maknana az-Zirâʽiyya, 3km westlich von Maskana, al-Karma, MawâliŠamâliyya, Ğab an-Nîna, Abû Sûsa, Ṭâʽûs, Tal al-ʽAbd, al-ʽÎs aš-Šarqî, al-ʽÎs al-Ġarbî und Umm Ṯawra nach für die IS-Terroristen verlustreichen Gefechten mit nachfolgender Säuberung der Gegenden durch Bombenräumkommandos.  Beseitigung eines Waffen- und Munitionstransporters sowie von teils motorisierten IS-Trupps beim Wâdî al-ʽAḏîb im Umland von Salamiyya im NO-Rîf von Ḥamâ; konfisziert wurden B9-Granaten und PKC-Maschinengewehre; [Die SAA ist dabei, dem IS die Versorgungsadern vom türkischen Territorium über Dörfer im Umkreis von Idlib ins Wâdî al-ʽAḏîb-Gebiet abzuschneiden]. Befreiung des Gebiets von al-ʽAliyaniyya samt Dorf, 10km südlich von Ḫunafîs und 46km im SO von al-Buṣairî im SO-Rîf von Ḥomṣ mit anschließender Säuberung des Gebiets von den durch die IS-Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengkörper. Elimininierung von motorisierten IS-Trupps westlich von Talat aṣ-Ṣanûf in Dair az-Zaur. Vernichtung einer IS-Gruppe unterwegs zwischen Rağm ad-Daula und Ṣabra ʽAliyya im NO-Rîf von as-Suwaidâ´ mitsamt deren militärischer Ausrüstung.)

In Vertretung des ständigen UN-Gesandten in New York [Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî] machte der Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir den UN-Sicherheitsrat während seiner Rede zum Thema Zivilistenschutz  und medizinische Versorgung in Kampfgebieten vom 26.5.2017 darauf aufmerksam, daß erfordere, die wirklichen Ursachen des Problems, hervorgerufen durch die terroristische Bedrohung, die Besatzung und die illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien anzugehen. Leider gebe es jedoch bis dato international Parteien, welchen der Wille fehle, die diskutierten Ziele zu erreichen und ihre Wirtschaftsmacht samt  politischen internationalen Einfluß mißbrauchen, um rund um den Erdball in verschiedenen Regionen Spannungen zu entfachen, anstatt ihrer Pflicht zur Bewahrung  von Frieden und Sicherheit und Eliminierung des Terrorismus nachzukommen.
Unerhört jedoch sei, daß gerade diese Staaten – wie die USA, Großbritannien, Frankreich und Saudi-Arabien – sich herausnähmen, andere der Verletzung des Völker- bzw. der Menschenrechte zu beschuldigen.  Demgegenüber erfülle die syrische Regierung ihre Pflicht hinsichtlich Schutz der Bevölkerung und deren Versorgung mit allen Nötigen auch bzgl. Gesundheitsfürsorge,  Bildung und im Sozialwesen. Die angesprochenen Regierungen seien schon zu weit gegangen hinsichtlich der Verbreitung von Lügen und der Verfälschung von Fakten z.B. in Unterstützung der sog. White Helmets, die als humanitäre Hilfsorganisation hingestellt werde und Deckung und Unterstützung durch UNSC-Mitgliedsstaaten zum Schaden Syriens erfahre trotz des nachgewiesenen Wissens um ihre Terrorismusverflechtung.
Hinsichtlich der unter israelischer Besatzung lebenden syrischen Bürger des Golan und anderer Araber  in anderen Gebieten machte er auf deren Schutzbedürfnis  durch die internationale Gemeinschaft aufmerksam sowie auf deren Bedarf nach Gesundheitseinrichtungen, die ihnen die Besatzungsbehörden verweigerten. (www.sana.sy/en/?p=106966)  –  Vgl. Darlegungen zur  “strategy of tension” z.B. durch Daniele Ganser.

Nach Meldung von al-Mayâdîn vom 27.5.2017, hat die Luftabwehr in der südlichen nahe den Golanhöhen gelegenen Provinz al-Qunaiṭra eine israelische Drohne abgeschossen, während eine SAA-Einheit gerade gegen Terroristen vor Ort vorging.  (https://sptnkne.ws/e4Tc, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27486-drei_syrische_milit%C3%A4rs_durch_israelischen_drohnenangriff_get%C3%B6tet)

Der Politologe Th. Meyssan informiert über eine Umsetzung der veränderten US-Politik unter Präsident Trump in Nah-Ost. Demnach wurden drei Kommunikationskanäle zwischen der russischen und der US-Armeeeingerichtet:
Im gemeinsamen US Generalstab sei General Kenneth F. McKenzie dazu bestimmt worden jegliches Problem zwischen beiden Armeen in der Region mit absoluter Dringlichkeit zu behan­deln.
Eine direkte Leitung sei zwischen den Verantwortlichen der Operationen beider Länder im Irak und in Syrien eingerichtet worden mit dem Ziel, ihre Operationen in den vier durch die Verhandlungen in Astana eingerichteten De-Eskalationszonen zu koordinieren. Jene Übereinkunft war unter Schirmherrschaft Rußlands, des Iran und der Türkei zustande gekommen, von der US-Regierung jedoch nicht offiziell akzeptiert worden. Meyssan  vermutet daher diesbezüglich eine Vereinbarung geheimer Art zwischen Moskau und Washing­ton.
Zudem sei eine direkte Leitung zwischen dem Befehlshaber des CentCom, General Joseph Votel, und seinem russischen Pendant eingerichtet worden, um strate­gische, nicht taktische Probleme zu behandeln.
Der Politologe konstatiert: „Diese Maßnahme markiert eine Revolution in Bezug auf die Gewohnheiten der US-Armeen, die sich diesem bisher stets widersetzt haben. Es ist die direkte Konsequenz der neuen von Donald Trump eingehauchten Strategie“. (http://www.voltairenet.org/article196473.html vom 25.5.2017) – Vgl. hierzu auch die von den üblichen Einschätzungen differierenden Kommentare zu Trumps Mega-Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien durch den russischen Militärexperte Viktor Litowkin (https://sptnkne.ws/e4rq) und von Polit-Kommentator Hüsnü Mahalli (https://sptnkne.ws/e4qa)!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.5.2017 informieren: und http://www.sana.sy/?p=562217 (Rückeroberung der Bergkette al-Abtar mit Befreiung der Gebiete von aṣ-Ṣawâna und Ḫunafîs mit den dort befindlichen Minen entlang der autobahn Tadmur – Damaskus im Ost-Rîf von Ḥomṣ mit Beseitigung vieler Terroristen samt deren Kampfwagen und Fortifikationen.; nachfolgend begannen Spezialkräfte mit der Säuberung der Gegenden von den Terroristen hinterlassenen Minen und Sprengsätzen. Zerstörung von IS-Stellungen und Verschanzungen inklusive eines Kampfwagens mit 57mm-Kanone, weiterer mit Maschinengewehren aufgerüsteter Fahrzeuge samt anderen Waffen und Munition im SW der Electronic In­surance-Brigade auf der Südachse von Dair az-Zaur sowie mittels Artillerie in den Stadtteilen al-ʽUmmal, al-Maṭâr al-Qadîm, ar-Rašadiyya, um al-Bânû­râ­mâ, an der at-Taim Straße wie Schule, im W von Talat aṣ-Ṣanûf, Ḥawîğa Ṣakar und um den Militärflughafen; gezielte effektive Luftschläge versetzte die SAAF IS-Nestern in der Wüste, nahe den Farmen von al-Bânûrâmâ und al-Ḥağîf im SW der Provinzhauptstadt; ein 60m langer Tunnel mitsamt Terroristen und Equipment wurde im Stadtteil al-Muwaẓafîn gesprengt)

Terroranschlag vom 26.5.2017:
Erneut wurde das Kraftwerk Maḥarda, 25km im N der Provinzhauptstadt Ḥamâ gelegen, abends mit Raketen beschossen, was zu  erheblichen Schäden führte. (http://www.sana.sy/?p=562112)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106925 und http://www.sana.sy/?p=561328 (Rückeroberung des al-Bârida-Gebiets, 32kmöstlich von al-Qaryatain, und den Ğabal Zaqâqiyya Ḫalîl, 6km östlich des vorgenannten Areals im O-Rîf von Ḥomṣ mit Erlangung der Feuerkontrolle über al-Buṣairî, 8km südlich von al-Bârida mit Eliminierung etlicher IS-Terroristen samt deren militärischen Equipments; danach Säuberung der Gegenden von Minen und Sprengsätzen durch Spezialeinheiten; dazu später Befreiung von al-Maḥsa mit Rückeroberung der umgebenden Anhöhen zwischen dem Ost-Umland von Ḥomṣ und al-Qalamûn. Zerstörung eines IS-Zentrums während eines Führungstreffens mitsamt Fuhrpark durch die SAAF im Stadtteil al-ʽArḍî von Dair az-Zaur sowie von IS-Stellungen und –Verschanzungen in Bodeneinsätzen in den Stadtteilen al-Ḥuwaiqa, Ḥamîdiyya, al-Bânûrâmâ und dem Industrieviertel.)

Bei den Säuberungsaktionen in dem seit kurzem ganz von Terroristen befreiten Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ fan­den die Bombenräumkommandos und anderen Sicherheitsleute in den verlassenen Verstecken der Extremisten auch wieder Waffen und militärische Ausrüstung aus US- und israelischer Produktion wie verschiedenste  Mörsergranaten, Raketenabschußvorrichtungen, Schutzmasken und-Brillen, Scharfschützen- und Automatikgewehre, dazu Unmengen an Munition, desweiteren B10- und LAW-Marschflugkörper, einen Cobra-Marschflugkörper, Katjuscha-Raketen und RPG-Munition. (http://sana.sy/en/?p=106943 vom 25.5.2017) – Beim System Cobra dürfte es sich statt des veralteten Kampfmittels deutscher Produktion wohl eher um jenes Kobra genannte aus SU-Beständen handeln.

Einer Photoreportage von Sputnik ist zu entnehmen, wie sehr Staat und Bürger schon bisher bemüht gewesen sind, trotz Kriegs und terroristischer Zerstörungen über die Jahre hinweg die Wirtschaft und Industrieproduktion in beachtlichem Maß aufrecht zu erhalten. (https://sptnkne.ws/e32x)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106878 und http://www.sana.sy/?p=560663 (Im östlichen Umland von Aleppo Rückeroberung des al-Ğarâ-Flughafens mit Befreiung von al-Mahdûm, al-Bailûna, Ğarâ Ṣaġîr, Tal Ḥasân, Umm Nasûra, Ğab ʽAlî, Banî Zaid, Ḫirbat Ḥassan, al-Ḫâlidiyya, ʽUṭai­ra, Ğarâ Kabîr, den Rinder-Farmen, Darûbiyya, Sakariyya, Mazyûnat alĞâbirî, al-Ḥamrâ, Qawâṣ, ar-Raiḥâniyya, as-Sâmi­riyya, der 3. Station, an-Nâṣiriyya, an-Nâṣiriyya Bahnstation, al-ʽAğauziyya, Tal Faḍa, al-Maz­ran, al-Kanâwiyya, Muḥsanat al-Ḫafsa, Rasm al-Ḥamâm Ġarbî, Rasm al-Kîwân und al-Masʽûdiyya bei ca. 3.000 getöteten bzw. verwundeten IS-Terroristen mit Zerstörung von 19 Psnzern, fünf BMP-Fahrzeugen, 11 Autobomben, 6 Artilleriegerätschaften, neun Munit­ionsdepots, zwei Kommunikations- bzw. Operationzentren und 61 Feldkommandozentralen; unter den identifizierten Toten befanden sich die IS-Militärführer der Ost-Aleppo-Region: Maḥmûd ʽAbdul-Ğabâr bin Ḥassan alias Abû al-Walîd at-Tûnisî als (tunesischer) Amîr der Stadt Dabsî Farağ, der Amîr aṯ-Ṯaġûr as-Saʽudî namens ʽAbdurrraḥmân Miṭâwiʽ ad-Duḫail, die ebenfalls saudischen Terroristen-Amîre Abû Muḥammad an-Nağdî und Sulṭân ʽAbdullâh al-Ġullab alias Abû Ramḥ as-Saʽûdî und ʽIbâda Salîm ad-Daʽbûl  sowie weitere hochkarätige IS-Führungspersonen, nämlich  der IS-Kriegsminister (Wazîr al-Ḥarb) namens Abû Muṣʽab al-Maṣrî (d.h. aus Ägypten),  der Ober-Qâḍî  mit Kampfnamen Abû ʽUdai al-ʽIrâqî, der Amîr al-Ḥisba  des O-Rîf,  Abû Abdullâh Muḥammad Samî al-Kisrî sau­discher Nationalität,  einer der führenden Großen des IS,  Maḥmûd ʽAdnân al-Ağim, dann der Anführer des Ḥiṭîn-Trupps, Muḥammad al-Ḥussain al-Ğalûd, der Sicherheitschef Abû Aḥmad al-Kafîr al-Abâğî  und die beiden Militärführer ʽAlî Nazâl Qarah Baš und Sufyân Muḥammad ʽAbûš, beide von irakischer Staatsangehörigkeit. Vereitelung eines IS-Angriffs auf die Gegend von Tal Marâġa östlich der Achse AṯriyâḪanâṣir (Provinz Aleppo!) mit vielen getöteten Terroristen und Konfiszierung eines Munitionstransporters. Effektive Operationen gegen IS-Stellungen und -Nachschubrouten östlich des Dair az-Zaur Airport, westlich von Talat aṣ-Ṣanûf, in den Stadtteilen al-ʽUrfî und al-Maṭar al-Qadîm, um das Friedhofsareal, bei der al-Bânûrâmâ-Brücke und im Dorf al-Buġai­liyya mit Eliminierung etlicher Feinde samt deren Fortifikationen und großen Mengen an Waffen und Munition.) – Al-Kisrî wird in der englischen Übersetzung als zuständig für die Finanzen angegeben, doch wäre dann die arabische Bezeichnung (al-Ḥisba, zur Bedeutung vgl.u.!) falsch, die zudem zum Takfîr-Terrorismus besser paßt.

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bomber der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Bei einem neuerlichen abendlichen Luftangriff der US-geführten Koalition auf den Markt und ein vierstöckiges Gebäude der Stadt al-Mayâdîn im SO-Umland von Dair az-Zaur kamen 35 Bewohner, vor allem Frauen und Kinder, ums Leben, viele wurden verletzt, das Gebäude zerstört.  (http://sana.sy/en/?p=106969)

Während der 70. World Health Assembly im UN-Sitz in Genf, die sich teilweise mit der 6. Runde der Genfer Friedensgespräche überschnitt, machte Gesundheitsminister Dr. Nizâr Yâziğî in seiner Rede deutlich, daß es Syrien die letzten Kriegsjahre über trotz aller Unbilden der terroristischen An- und Übergriffe geschafft habe, das Gesundheitssystem im Großen und Ganzen aufrechtzuerhalten und Epi- bzw. Pandemien zu vermeiden. Medizinische Behandlung werde allen Bürgern in den öffentlichen Kliniken und Gesundheitszentren nach wie vor kostenlos zuteil. Periodisch fänden Impfungen statt. Die Regierung sorge dafür, daß Hilfsgüter, z.B. auch der WHO in die Bedarfsgebiete gelangten. Zudem würde das teilzerstörte Gesundheitssystem wiederaufgebaut, zuletzt hätten in Aleppo viele Gesundheitszentren wiedereröffnet werden können. Durch die Terroristen seien viele im Gesundheitsbereich Tätige während ihres Dienstes ermordet worden, eine Unzahl Kliniken, hunderte Gesundheitszentren und Ambulanzen zerstört worden.
Ein wichtiger Aspekt, unter dem die Syrer zu leiden hätten, seien jedoch nach wie vor die ungerechten Sanktionen gegen Syrien [zur Einordnung vgl.u.], die vor allem auch den Gesundheitssektor beträfen hinsichtlich der Bereitstellung von Arzneien, medizinischer Ausrüstung, Impfstoffen insbesondere für Kinder etc. Um deren Aufhebung endlich zu erreichen forderte er die WHO eindringlich um Beistand auf. Auch die syrischen Bürger der weiterhin– völkerrechtswidrig und unter Zuwiderhandlung entsprechender UNSC-Resolutionen [zu den Gründen s.u.] – unter israelischer Besatzung stehenden Golan-Höhen bedürften der adäquaten medizinischen Versorgung. auch hierzu bat Dr. Yâziğî um Hilfe. (http://sana.sy/en/?p=106928, http://www.sana.sy/?p=561393) – Nähere Ausführungen zur desolaten Situation auf den Golanhöhen machte der Gesundheitsminister in: http://sana.sy/en/?p=107003. Darin macht er auch auf die inhumanen Haftbedingungen in israelischen Gefängnissen in diesem Gebiet aufmerksam, in denen auch Folter zur Erpressung von Geständnissen nicht begangener Straftaten angewandt werde und des öfteren gleich die ganze Familie eines willkürlich Gefaßten mit inhaftiert würde.Eeine weitere große Gefahr gehe für die Bevölkerung von dem mit Rissen überzogenen Atomreaktor Dîmûnâ aus, dessen  Betriebszeit ablaufe und dessen Abfälle vor Ort – ohne internationale Überwachung – an 20 Standorten einfach vergraben würden, worauf die entweichende Radioaktivität hinweise. Auch auf den Transport in Gefechten gegen die SAA verletzter Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra über die besetzten Golanhöhen zur Behandlung in israelischen Kliniken inlusive deren Rücktransfers nach Syrien wies er erneut hin.

Golan-Höhen, insightguides.com

Golan-Höhen, Photo: insightguides.com

Demnächst wird eine Abordnung Terek-Kosaken aus dem russischen Nordkaukasus in das Christen Zentrum aramäischer Christen des Landes mit etlichen Objekten von Weltkulturerberangs nach Maʽlûlâ (s. Teil I) reisen. Der Vizeleiter der städtischen Kosakengesellschaft von Stawropol, Dmitri Tarassow, bemerkt dazu: „Nachdem die Terroristen diese Stadt zerstört haben, halten wir es für nötig, dorthin zu gehen und dort schriftliche Denkmäler in aramäischer Sprache, der Sprache von Jesus, zu erforschen, die die Terroristen nicht vernichten konnten. … Darüber hinaus wollen wir Gespräche mit Einwohnern aufnehmen, die den modernen Dialekt der aramäischen Sprache sprechen, und die Aufnahmen im Internet veröffent­lichen.“ Kosakengeneral Viktor Wolodazki, zugleich Vizevorsitzender des GUS-Ausschusses in der russischen Staatsduma führte zudem aus: „Die Kosaken sind im Grunde orthodoxe Krieger. Falls die Interessen des Christentums irgendwo verletzt werden, sind sie bereit, diese zu verteidigen. Außerdem gehören For­schungsaktivitäten zu den starken Seiten der Terekkosaken. Es ist sehr gut, dass die Kosaken den Christen in Syrien helfen wollen.“  Gemäß Informationen der russisch-orthodoxen Kirche wurden in Syrien während des Terrorkrieges der letzten Jahre schätzungsweise 400 Kirchen zerstört. Dabei  ist es einer Initiative von Präsident Dr. al-Assad zu verdanken, daß die nach UNESCO-Angaben aus dem Jahr 2008 schon „vom Aussterben bedrohte“ aramäische Sprache aufrechterhalten wurde. Vor Kriegsausbruch hatte er die Einrichtung einer Akademie für diese Sprache in Maʽlûlâ verfügt. (https://sptnkne.ws/e3x6 vom 24.5.2017)

Terroranschläge vom 24.5.2017:  
Ausschließlich Kinder wurden Opfer des heutigen IS-Angriffs mit Raketen auf den Stadtteil al-Ğaura von Dair az-Zaur: davon starben zwei, drei wurden verletzt. (http://sana.sy/en/?p=106859)

Im kürzlich ganz von Terroristen befreiten Stadtteil al-Waʽir (vgl.u.) von Ḥomṣ entdeckten die Bombenräumkommandos und Sicherheitskräfte am 24.5.2017 einen beim Wohnblock 8 abgestellten Truck mit Sprengsätzen (Autobombe!). Diese konnten alle entschärft werden. Im Block 8 fanden sich eine weitere von den Terroristen in bürgerlichen Wohnungen eingerichtete Werkstätten zum Bau von Minen etc., Folterzellen und Einrichtungen mit chemischen Substanzen.   (http://sana.sy/en/?p=106871, http://www.sana.sy/?p=560702)

Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû, Photo: SANA

Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû, Photo: SANA

Nach ihrer Festnahme in flagranti in Ḥomṣ gestand die Terroristin Šuʽaila Aḥmad ar-Rasû am 23.5.2017 ihre Schandtaten, denen schon viele unschuldige Mitbürgern zum Opfer gefallen waren. Gefaßt wurde die aus dem (berüchtigten, vgl.u.) Dorf al-Ġanṭû im nördlichen Umland von Ḥomṣ stammende Frau, während sie einen Anschlag auf die ʽIkrima al-Maḫzûmî-Schul im Stadtteil ʽIkrima der Provinzhauptstadt vorbereitete. Ihr Bruder, ʽAbdussalâm, hatte bereits längere Zeit Kontakt zum Führer der lokalen Terrorgruppe namens ʽUmar Kanğû aus dem nahen Dorf Habûb ar-Rîḥ und führte in dessen Auftrag und auf dessen Anweisungen hin Attentate aus. Im Falle von Šuʽaila soll es – nach deren Aussage – das Geld gewesen sein, wofür sie zur Terroristin wurde, wohingegen sie sich in ihrer schwarz verhüllenden traditionell islamischen ʿAbāya vor der Kamera eher als Anhängerin des Wahhâbismus (vgl.u. und bzgl. Takfîr) zu erkennen gibt. ʽUmar kam demnach in ihr Dorf, brachte einen Gürtel mit Sprengstoff mit und erklärte er ihr, wie sie ich  unter ihrem weiten bodenlangen Gewand anzulegen habe. Damit sollte sie in einen der öffentlichen Busse nach Wâ­dî ad-Dahab, einem Stadtteil von Ḥomṣ steigen und den Sprengstoff dort unter einem Sitz plazieren. Sie verfuhr entsprechend, verließ jedoch den Bus nach Abstellen des Sprengstoffpakets wieder. Die Detonation erfolgte später durch Fernzündung, über den „Erfolg“ berichtete sie per Telefon und kassierte für die Tat schließlich 100.000 SYP (syrische Pfund bzw. Lira). Es handelte sich um den Anschlag vom 17. März. Wenige Tage später forderte sie Kanğû auf, einen weiteren ähnlichen Anschlag für 150.000 SYP auszuführen. Den Auftrag  erledigte sie am 29. März im Stadtteil az-Zahrâ´. Außerdem chauffierte sie auch Attentäter: so sollte sie den Terroristen Ğawâhir aṣ-Ṣâliḥ asu der Gegend von Maʽbar ad-Dâr al-Kabîra zu einem Haus [wohl in Ḥomṣ] bringen und später wieder abholen. Auch dieser hatte ein Sprengstoffpaket unter seiner Kleidung verdeckt umgeschnürt. Trotzdem wurde dieser später von den Sicherheitsbehörden verhaftet. Darauf transportierte sie ein weiteres Sprengstoffpaket in die Stadt Ḥisyâ´ und legte es wieder für eine spätere Zündung in einem Bus ab. Es war das Attentat vom 8. April. Schließlich erhielt sie von Kanğû wieder ein Sprengstoffpaket, das sie dieses Mal jedoch für 200.000 SYP bei der al-Baʽṯ-Universität versteckt plazieren sollte. Als sie dort ankam, waren so viele Menschen vor Ort, daß fürchtete, während ihrer Tat entdeckt zu werden. Daher entschloß sie sich, den Sprengsatz in ʽIkrima (s.o.) auszulegen. Dabei fiel sie jedoch einem aufmerksamen Bürger auf, der die Polizei verständigte, worauf sie durch eine Patrouille vor Ort aufgegriffen wurde, so daß die Tat nicht mehr zur Ausführung kam, sondern die selbstgebaute Sprengvorrichtung rechtzeitig entfernt und entschärft werden und so weitere Leben gerettet werden konnten.  (http://sana.sy/en/?p=106814, http://www.sana.sy/?p=560258)

Vereitelter Terroranschlag vom 23.5.2017:
Am Morgen näherte sich ein mit Sprengstoff vollbepackter Pick-up (Autobombe) auf der Staatsstraße zum Flughafen einem Kontrollpunkt im Außenbezirk von Damaskus und erregte das aufsehen der Wachposten. Diese eröffneten schließlich das Feuer auf den Wagen mit zwei Suizidattentätern nahe der al-Mustaqbil-Abzweigung nach as-Sayyida Zainab. Bei der erfolgenden Detonation wurde die  Autobombe mitsamt beiden Fahrern zerstört – leider kam zudem ein Passant ums Leben und ein weiterer wurde verletzt, als sie sie sich bereits in der Nähe des Autos befanden. (http://sana.sy/en/?p=106778, http://www.sana.sy/?p=560471)

Terroranschläge vom 23.5.2017:   
Eine vor dem Elektrizitätswerk im Stadtteil im az-Zahrâ´  von Ḥomṣ detonierende Autobombe tötete – außer den beiden Suizidattentätern – einen Werksarbeiter und ein Mädchen und verletzte weitere 30 bei erheblichen Sachschäden im Umkreis. Ein auf den Wagen aufmerksam gewordener Polizist hatte noch rechtzeitig das Feuer darauf eröffnet, bevor das Auto vor der al-Ahlî Klinik bzw. auf dem menschenüberfüllten Hauptplatz explodiert wäre.
Militante, die sich im Stadtbezirk Darʽâ  al-Balad verschanzt hatten, beschossen in Verletzung der Bestimmung über die De-Eskalationszonen von morgens bis abends mit Raketen den Stadtteil  as-Saḥârî  von Darʽâ. Dadurch wurden eine Frau und ein Kind verletzt, Brände brachen aus, die weitere Schäden an Häusern etc. verursachten.
(http://sana.sy/en/?p=106771, http://www.sana.sy/?p=559969, http://www.sana.sy/?p=560471)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106791 und http://www.sana.sy/?p=560073 (Rückeroberung des Ğabal Maḥsa, der Ṣawânât al-Maḥsa, des al-Qaryatain Damm, des Ğabal al-Ḫanzîr, der Tulûl al-Ḫaḍâriyât, Tulûl al-Aʽmida und Talat Umm Ṭuwaiqiyya sowie von Saḥâbât al-Maštal, Talat al-Itiṣalât [Anhöhe mit Kommunikationsnanlage] und der Bahnstation im O-Rîf von Ḥomṣ mit Eliminierung dutzender Terroristen samt deren Waffen und militärischer Ausrüstung; Desgleichen auch beim Vorgehen gegen deren Stellungen und Fortifikationen im O und S von al-Qaryatain im SO-Umland der Provinzhauptstadt; Vereitelung eines IS-Angriffs von Umm Ṣaḥrîğ aus auf Tulûl al-Hawâ im O-Rîf von Ḥomṣ; zudem effektive Artillerie-Schläge gegen IS-Positionen um den Ğabal al-Mustadîra und den Ğabal al-Bârida, die Dörfer Minûḫ, Habra al-Ġarbiyya, Ğabâb Ḥamad und Tilâl al-Mušairifa al-Ğanûbiyya unter heftigen Feindverlusten.)

Nach Abtransport der letzten Terroristen aus al-Waʽir in Ḥomṣ am Wochenende (vgl.u.) verteilten sich am 23.5.2017 Einheiten der Sicherheitskräfte im Stadtteil, v.a. im Justizpalast, im Polizeidepartment und weiteren staatlichen Einrichtungen sowie im Zentrum. Spezialeinheiten begannen ihn nach Sprengfallen, Minen etc. abzusuchen. Dabei entdeckten die Mannschaften auch große Mengen an schweren Waffen und Munition in Depots wie eine Werkstatt zur Anfertigung von Sprengsätzen und Granaten im Burğ aš-Šams-Gebäude an der al-Masbaḥ-Straße, desweiteren ein Feldhospital beim Burğ al-Ḫair-Gebäude sowie Abschußanlagen für Mörsergranaten, große Mengen gehamsterter Nahrungs- und Arzneimittelbestände und weiterer medizinischer Ausrüstung. Außerdem kam ein unterirdisches Gefängnis mit diversen Foltergegenstände und ebenfalls Abschußanlagen für Mörsergranaten, Panzerfäusten, Mehrfachraketenwerfern etc. zum Vorschein  (http://sana.sy/en/?p=106804, http://www.sana.sy/?p=560193 je mit Photostrecke)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106715  und http://www.sana.sy/?p=559158 (Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen teils motorisierte IS-Verbände und –Fortifikationen beim Friedhof, der aṯ-Ṯarda-Kreuzung, im Umkreis von al-Bânûrâmâ und dem sog. Regiment 137 am SW-Rand von Dair az-Zaur; zudem Zerstörung weiterer IS-Verbarrikadierungen und –Schlupfnester im Stadtteil ar-Rašadiyya, beim Friedhof, um das Regiment 137, al-Bânûrâmâ und im aṯ-Ṯarda-Bergland; weiterhin Beseitigung von IS-Standorten mitsamt Mörsergranaten-Stellung im Dorf al-Buġai­liyya westlich der Provinzhauptstadt.)

Terroranschläge vom 22.5.2017:
IS-Terroristen attackierten in Dair az-Zaur den von ihnen eingeschlossenen Stadtteil Harâbaš erneut mit Mörsergranaten, beschädigten Häuser und anderes Gut, töteten einen Anwohner und verletzten weitere 13. Die Zahl der Getöteten könnte jedoch wegen der Schwere der Verletzungen der anderen Betroffenen noch steigen, erklärte der Direktor des Gesundheitsdepartments. Schließlich erreichte die Zahl der – auch in den Stadtteilen al-Ğaura und al-Quṣûr in Dair az-Zaur – Getöteten sechs Personen, die der Verletzten 37.
In einem neuen Bruch der Vereinbarung zu den De-Eskalationszonen wurden in Darʽâ Wohnhäuser in den Stadtteilen as-Saḥârî und Maysalûn, im Außenbezirk und im Bereich der Soldaten-Wohnungen mit Mörsergranaten und Raketen beschossen, wodurch zwei Frauen und ein Kind verletzt sowie Häuser, Infrastruktur etc. beschädigt wurden. Wieder hatten sich die angreifenden Terroristen hierzu im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad verschanzt.
Beim Einschlag einer Rakete nahe einer Straßenunterführung im Stadtteil al-Mazraʽa von Damaskus wurden drei Personen verwundet. (http://sana.sy/en/?p=106694, http://www.sana.sy/?p=559122)

Der UN-Sondergesandte für Syrien, de Mistura berichtete dem UN-Sicherheitsrat am 22.5.2017 über das in Astana erzielte vielversprechende Abkommen zu den De-Eskalationszonen wie über die Genfer Gespräche der 6. Runde. In Astana seien auch die Themen humanitäre Hilfe, Verschleppte und Gefangene diskutiert worden  De Mistura hob die Fortschritte der syrischen Armee bei der Bekämpfung des Terrorismus hervor wie auch deren wieder hervortretende Anschläge. U.a. verurteilte er in diesem Zusammenhang die Vorfälle in ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya (vgl.u.) und Dair az-Zaur (vgl.u.). Jedoch unterließ es de Mistura, in gleicher Weise die  [völkerrechtswidrigen] Angriffe bei at-Tanaf (vgl.u.) zu verurteilten. Statt dessen erwähnte er nur: „A coalition against ISIS that targeted a convoy including Syrian government forces and their allies in al-Badiya.”
Der kasachische Repräsentant beim UNSC wiederholte, es gebe keine militärische Lösung für die Krise in Syrien, nur den Dialog, und sicherte weiterhin die Unterstützung seines Landes für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens wie für die Sicherheit der Region zu.
Boliviens Vertreter holte sozusagen de Misturas Versäumnis nach, indem er die illegalen einseitigen Unternehmungen zur Unterminierung der syrischen Souveränität und staatlichen Einheit sowie zur Terrorismusbekämpfung verurteilte. (http://sana.sy/en/?p=106762)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106623 und http://www.sana.sy/?p=558503 (Beseitigung von motorisierten IS-Trupps in Qulaib aṯ-Ṯaur und Abû Ḥanâyâ östlich von Salamiyya im  O-Rîf von Ḥamâ samt deren militärischer Ausrüstung. Eliminierung von IS-Ansammlungen und sich bewegenden IS-Einheiten in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, dem at-TalîlaReservat  auf Ârâk zu im Rîf von Ḥomṣ. Zerstörung von IS-Fortifikationen und – Stellungen mittels präziser Artillerieattacken auf der al-Mâliḥa-Straße am südlichen Stadtrand, beim Friedhof,  den Deponien, dem Fabriken-Block, um den Flughafen, westlich von Talat aṣ-Ṣanûf, im Ar­bei­ter­viertel und in al-Maṭar al-Qadîm.)

Hunderte von Kämpfern der libanesischen Hizbullâh zusammen mit denen der ihnen zahlenmäßig noch überlegenen irakischen al-Ḥašd aš-Šaʽbî seien in den letzten zehn Tagen in den SO von Damaskus vorgestoßen, um die SAA und deren Alliierte zu unterstützen. Ersterer wie irakische Paramilitärs befänden sich seit 2013 auf syrischem Boden, nicht nur um die Damaskus-Bagdad-Autobahn gegen die Terroristen sichern zu helfen sondern ebenso die Grenzen. Kräfte von al-Ḥašd aš-Šaʽbî befänden sich erst seit 15 Monaten zum selben Zweck in Syrien, wobei sie sich zunächst im Gebiet von Sayyida Zainab (mit dem besonders für Šîʽiten bedeutsamen Wallfahrtsort) nahe Damaskus verteilt hätten sowie in den Provinzen Aleppo und Dair az-Zaur. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231001125 vom 21.5.2017)

Terroranschlag  vom 21.5.2017:
Südlich der Stadt verbarrikadierte IS-Terroristen beschossen die Stadt Salamiyya, ca. 30km östlich von Ḥamâ, mit Mörsergranaten, wobei eine in ein Wohnhaus einschlug und einen Bewohner verletzte. Aktualisierung: die Opferzahl erhöhte sich durch weiteren Raketenbeschuß auf einen Toten und drei Verletzte bei enormen materiellen Schäden. (http://www.sana.sy/?p=558721)

Terroranschläge vom 20.5.2017:
Aufgrund des Beschusses mit Raketen durch IS-Terroristen auf die Stadtteile Harâbiš und al-Ğaura von Dair az-Zaur waren 15 Tote und 63 Verletzte – überwiegend Frauen und Kinder – zu beklagen, von den materiellen Schäden gar nicht zu reden. (http://www.sana.sy/?p=558144)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.5.2017 informiert: http://www.sana.sy/?p=558186 (Präzise effektive SAAF-Angriffe gegen IS-Standpunkte und dessen Infiltrationsroute vom Vortag im Friedhofsbereich von Dair az-Zaur sowie verbliebene Schlupfnester  mit Eliminierung etlicher Terroristen samt deren Waffen und sonstiger Ausrüstung.)

Eine 3. Charge Militanter samt Familienangehörigen verließ am 20.5.2017 morgens den Stadtteil Barza im Ostteil von Damaskus in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.) in Richtung Norden. (http://sana.sy/en/?p=106562)

Laut einem Bericht der türkischen Zeitung Zaman erscheint in Istanbul ein Buch des IS mit Genehmigung (!) der tür­kischen Behörden, welches als Werbung für die Terrororganisation und ihre Verbrechen zu werten ist. (http://www.sana.sy/?p=557883)

IS-Buch auf Türkisch, Abbildung: SANA

IS-Buch auf Türkisch, Abbildung: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106515, http://www.sana.sy/?p=557934 (Beseitigung von IS-Basen und – motorisierten Trupps in präzisen und konzentrierten angriffen um das Friedhofsgebiet und das sog. Regiment 137 mit Zerstörung eines Nestes mit Abschußanlagen für Mörsergranaten und mit Artillerie bestückten Kampfwagen in Dair az-Zaur.)

Die Behörden stoppten am 19.5.2017 einen Waffen- und Munitionstransporter für die Terroristen, unterwegs auf der Straße Ḥamâ Maṣyâf, mit Konfiszierung des Frachtguts und Inhaftierung der Schmuggler. (http://sana.sy/en/?p=106508, http://www.sana.sy/?p=557815)

Nach einem erneuten vierten Gespräch mit dem UN-Gesandten de Mistura um 10.00 Uhr Ortszeit in Genf wandte sich Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî als Leiter der Regierungsdelegation am 19.5.2017, in einer abschließenden Pressekonferenz nochmals an die Öffentlichkeit. Dabei nahm er die Hauptpunkte des am Vortag Mitgeteilten wieder auf. Von den während der 5. Genfer Gesprächsrunde vereinbarten vier Themenbereiche (vgl.u.) war demnach dieses Mal keiner diskutiert worden. Dafür habe das informelle Treffen der Verfassungsexperten stattgefunden. Dazu bemerkte er: „In this round, we discussed mainly one topic, which can be considered as the fruit that matured or resulted from this round. I mean expert meetings. One expert meeting was held yesterday between our experts and experts of the Special Envoy’s team and this is the only result that we came out with in this round.” Auf eine Reporterfrage hin, erwiderte der Regierungsvertreter, daß der US-Angriff nahe at-Tanaf mit de Mistura sehr wohl zur Sprache gekommen sei. Er stehe jedoch in einer Reihe solcher Angriffe gegen den syrischen Staat, wobei er frühere US-Bombardements mit den zahlreichen syrischen zivilen Opfern und der zerstörter Infrastruktur in der Folge erwähnte wie solche durch die französische und britische Luftwaffe auf syrischem Gebiet innerhalb der völlkerrechtswidrig in Syrien agierenden US-geführten Koalition. Diese zusammenfassend äußerte er: „At every meeting, we would like to remind the attendees that state terrorism is being practiced against our country.”  Als völlig falsch wies er Medienmeldungen zurück, wonach es bei dieser Runde um  „political transition“ oder die Form der Regierung gegangen sei: „I said that in this round there was only one meeting at the expert level, which was yesterday’s meeting. I mean between our experts and the experts of the Special Envoy, but the agreement is that these technical meetings take place during the rounds and not between or after them.” Näheres zur Umsetzung der Mechanismen bzgl. der De-Eskalationszonen sei ebenfalls nicht Thema gewesen. Zu den neuerlich wiederholten US-Anschuldigungen hinsichtlich des Gefängnisses in Ṣaidnāyā (vgl.u.) erklärte der Diplomat, es sei absolut nicht neu, daß derlei haltlose Behauptungen immer vor neuen Gesprächsrunden in Genf oder Astana oder wichtigen Treffen innerhalb der UN etc. wieder hervorgekramt würden, nur um Syrien verstärkt unter Druck zu setzen. Wörtlich führte er aus: „The purpose of this fabricated story by the US intelligence is to increase the pressure on us politi­cal­ly as a government and secondly to prepare for the visit of US President Donald Trump to Riyadh be­cause he talks about the establishment of a new Arab Islamic NATO, which is a funny story, funded by Saudi regime and Gulf countries who are ready to spend billions of dollars on the fabrication of wars in the region besides the existing wars.  … This story is part of the general view of the pressure exerted on the Syrian government. It is no coin­cidence that this type of allegation appeared on the first day of our arrival in Geneva because it was intended to defame and exert pressure on us politically and to help the other extremist parties who reject the political solution in the escalation during the Geneva round.” Er schloß: „only the nuclear weapon is left to hit us and they no longer have dangerous toys, but to use the nuclear and accuse us of using it.” (http://sana.sy/en/?p=106460)
Der UN-Gesandte de Mistura bestätigte später die Aussagen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî dahingehend, daß es bei den angesprochenen Expertenreffen nur um einen Beitrag zur Erleichterung des politischen Prozesses gegangen sei, während es allein Sache der syrischen Bevölkerung sei, ihre Verfassung zu bestimmen (drafting Syria’s constitution is up to the Syrian people). (http://sana.sy/en/?p=106518)

Vertreter der sog. „Freien Syri­schen Armee“ (FSA, zur Einordnung vgl.u.!) ließen am 18.5.2017 per unterzeichnetem Dokument hinsichtlich der Genfer Gespräche mitteilen: „Wir haben beschlossen, unsere Beteiligung an den Gesprächen ab morgen (dem 19. Mai) einzufrie­ren“. Man sei sich innerhalb der Delegation über den Entscheidungsprozeß nicht klar, weshalb eine Verhandlungsstrategie fehle. (https://sptnkne.ws/eyYt) – Dies bestätigt die früheren Äußerungen von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî über die Zerstrittenheit der Gegner, die keine einheitliche Position einnähmen. (vgl.u.). Vgl. dazu auch die Ausführungen von Dr. al-Assad per Interview.

Laut einem Mitglied der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe (auch HNC, vgl.u.) ist auch diese zerstritten. Heftige Differenzen herrschten aufgrund der unterschiedlichen persönlichen Interessen der Operatoren der Delegierten [die als deren Ausführungsgehilfen tätig seien], von denen es drei Hauptfiguren gebe, alle anderen spielten eine vernachlässigbare Rolle. Laut Russia Today  bestehe auch Uneinigkeit darüber, mit anderen Oppositionsgruppe – der Kairo- und Moskau-Plattform (vgl. jeweils u.) – eine einheitliche zu bilden wie zwischen dem HNC (vgl.u.) und seiner Verhandlungsdelegation, die sich nicht plangemäß verhalte. (http://sana.sy/en/?p=106497)

Brett McGurk, der seit Oktober 2015 vom damaligen US-Präsidenten Obama ernannten Sonderbeauftragte für die US-geführte Allianz, schloß auf einer Pressekonferenz in Washington vom Fr., 19.5.2017 jegliche Kooperation mit Präsident Dr. al-Assad im Kampf gegen den IS aus. Dazu äußerte er im Vergleich zum Irak: „In Syrien ist die Situation komplizierter, da wir dort keinen Partner, vertreten durch die Regierung, haben, und mit dem Assad-Regime werden wir nie zusammenarbeiten“. (https://sptnkne.ws/ezqC) – Nach der Irak-Invasion von 2003 hatte die US-Besatzungsmacht eine neue Regierung mit entsprechendem System für Wahlen und Regierungsbildung geschaffen, das im Land schon lange in heftiger Kritik steht (s. Irak).

In Stellungnahme zu jener US-Aggression auf einen SAA-Posten in der Großen Wüste rief der Vize-Sprecher des UN-Generalsekretärs, Farḥân Ḥaq, während einer Presseerklärung vom 19.5.2017 gemäß einer Meldung von AFP zur Mäßigung auf. Der Angriff stelle eine Verletzung der Charta und Grundsätze der Vereinten Nationen dar. Es sei absolut notwendig, eine weitere Eskalation des Konfliktes in Syrien zu vermeiden.  Daher forderten die UN, alle Handlungen zu vermeiden, die das Leid des syrischen Volkes nur erhöhten. Außerdem ließ UN-Generalsekretärs Guterres nochmals festhalten, daß die Krise in Syrien nicht mit militärischen Mitteln zu lösen sei.(http://www.sana.sy/?p=558008)

Zum Angriff der US-geführten Koalition im Raum at-Tanaf (s.u.) vom Do., 18.5.2017, wurde von einem Mitkämpfer der die irakische Armee im Antiterrorkampf verstärkenden al-Badr-Bewegung [Teil der Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî!] am Sa., 20.5.2017, ein Amateur-Video veröffentlicht, das zeigt, wie Kämpfer auf seiten der irakischen Regierung mit FlaG auf die angreifenden Kampfflieger der Koalition schießen.
Die Kämpfer von unterstützten die SAA im Antiterrorkampf entlang der Damaskus-Bagdad-Autobahn. Dazu gehörten: die Badr-Bewegung, die Syrian Social Nationalist Party (SSNP), die 313 Forces (syrische Bürgerwehr), die libanesische Hizbullâh, Ḥarakat al-Abdâl (irakische Paramilitärs), die Katâ’ib bzw. Liwâ´ Imâm ʽAlî (irakische Paramilitärs) und die Katî’ib Hizbullâh (ebenfalls irakische Paramilitärs).
Um erneute derartige Angriffe möglichst abzuwehren bzw. die vom Angriff betroffenen Kontingente aufzustocken, wurde eine große Anzahl weiterer Streitkräfte in den Süden entlang dieser Autobahn verlegt, wie es am Freitag hieß. Diese würden zum at-Tanaf-Grenzübergang vorstoßen, unterstützt durch die National Defense Forces (NDF), die libanesische Hizbullâh, Liwâ´ Imâm ʽAlî, die SSNP wie die AMN. Östlich von Damaskus müsse entsprechende FlaG installiert werden, um weiteren solchen Luftangriffen begegnen. Auch lauerten in der großen Wüste Verbände der US-trainierten FSA (zu deren Einordnung s.u.!). Gegen diese wird auch durch die SAA im Osten von as-Suwaidâ´ vorgegangen, wobei noch am Donnerstag ein Großteil ein Boden wiedergutgemacht worden sei.. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960231000841)

Kampfjets der US-geführten Koalition bombardierten am Do., 18.5.2017, um 16.30 Uhr Armeeposten auf der Straße zum Grenzübergang at-Tanaf in der Großen Wüste (al-Bâdiyya). Neben entsprechenden verursachten Sachschäden wurden  dabei etliche Personen getötet. Diese unverhohlene Attacke lasse sich nicht mit dem Kampf gegen den Terrorismus rechtfertigen, kommentierte die  meldende Person, da dies allein die auf eigenem Territorium agierende SAA tue und sich ihre Operationen von keinem Ausländer vorschreiben lassen müsse. Sie äußerte: „The attempt to justify this act of aggression by saying that the targeted forces failed to respond to the warning to stop advancing is completely rejected. … The Syrian Arab Army is fighting terrorism on its territory, and no party what­so­ever has the right to determine the course and destination of the army’s operations against the terro­rist organizations, mainly ISIS and al-Qaeda.” Dem wurde hinzugefügt: „those who claim to be fighting [those two terrorist organizations] should direct strikes against them and not against the Syrian Arab Army, which is the only legitimate force that is fighting terrorism along with its allies and friends.” (http://sana.sy/en/?p=106462, http://www.sana.sy/?p=557697) –  Das russische Außenministerium verurteilte diesen US-Militärschlag als inakzeptabel und Verletzung der Souveränität Syriens. (http://www.sana.sy/?p=557717)
Rußlands Außenminister Sergei Lawrow bemerkte am Fr. 19.5.2017, zum US-Angriff innerhalb einer fest­gelegten  De-Eskalationszone: „Was auch der Grund für die Entscheidung des US-Kommandos war, solch einen Angriff zu führen, so ist er illegi­tim, verfassungswidrig und eine weitere grobe Verletzung der Souveränität der Arabischen Republik Syrien“. Das Pentagon habe den Angriff damit zu rechtfertigen, daß „diese Regierungskräfte eine Bedrohung für die Opposition schufen, die mit amerikanischen Militärs aus der Koalition zusammenarbeitet“. Das sei jedoch verfassungswidrig, illegal und eine eklatante Verletzung der syrischen Souveränität. (http://www.sana.sy/?p=557717, s.a. https://sptnkne.ws/ezgq)

In einer Pressekonferenz äußerte sich der Führer der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 18.5.2017 über die Resultate der letzten drei Konsultationen seiner Gesandtschaft mit dem UN-Gesandten de Mistura und seinem Team. Kurzgefaßt sei man übereingekommen, daß Verfassungsexperten beider Gruppen ein informelles Treffen abhielten. So erwähnte er:„During the past two days, we had extensive consultations with the Special Envoy and his team, and today we had a lengthy meeting with him in the morning. These intensive consultations resulted in an initial agreement between our delegation and the Special Envoy’s delegation, according to which an informal meeting started a few minutes ago between constitutional experts from our delegation and constitutional experts from de Mistura’s delegation.” Zur Tätigkeit dieser Gruppe später am selben und notfalls noch am morgigen Tag bemerkte er: „The purpose of this meeting is to discuss the paper of basic principles, which includes in its articles appropriate points that serve as constitutional principles, and herein we refer to the basic principles paper which consists of 12 points where the elements related to the constitutional process will be dealt with out of these 12 points.” Die Resultate dieses Treffens würden dann der gesamten Delegation zur Beschlußfassung vorgetragen werden. Das Expertentreffen auf Initiative der syrischen Regierung ersetze die Alternatividee eines „consultative mechanism“, der aus verschiedenen Gründen erfolglos geblieben war. Mit diesem Schritt verbinde er die Hoffnung, daß sich die Genfer Gespräche endlich ernsthaft entwickelten, „with the affirma­tion now and in the future that the subject of the constitution is the exclusive right of the Syrian peo­ple, and we do not accept any foreign interference.” Auf die Nachfrage eines Reporters hierzu erwiderte er, die Arbeit der Expertengruppe habe nicht zu tun mit der Verfassung als solcher, deren Inhalt zu bestimmen, allein dem syrischen Volk zustehe. Es gehe dabei vielmehr um einen Gedankenaustausch hinsichtlich technischer Vorschläge, wie der konstitutionelle Prozeß gestaltet werden könne, basierend auf den diesbezüglichen Punkten des basic principles paper (vgl.u., 5. Genfer Gesprächsrunde). Verdeutlichend fügte er hinzu, es sei „A purely unofficial technical wo[r]k that doesn’t produce a decision. This is the agreement.” Zum Ende dieser 6. Runde Genfer Gespräche werde er sich nochmals an die Presse wenden, versprach er. (http://sana.sy/en/?p=106383, http://www.sana.sy/?p=557028)

Präsident Dr. al-Assad empfing am 18.5.2017 den irakischen Nationalen Sicherheitsberater und Gesandten von Premierminister Ḥaidar al-ʽAbâdî, Fâliḥ al-Fayâḍ,  in Damaskus. Hauptthema war die Verstärkung der gegenwärtigen Kooperation beider Länder in der Bekämpfung des Takfîr-Terrorismus an sich und des IS an der gemeinsamen Grenze in praxi auf militärischem Gebiet im Besonderen. Diese Zusammenarbeit biete einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in beiden Ländern im Kampf gegen den gemeinsamen Feind. Dieser bezwecke die Schwächung und Teilung der Länder der Region [vgl.u. bzgl. Balkanisierung!] mittels des Einsatzes von Terrorgruppen. Al-Fayâḍ hob seinerseits zudem hervor, alle Länder, ob innerhalb oder außerhalb der Region müßten sich gegen den Terrorismus einsetzen, da dieser real auch die gesamte Welt bedrohe. (http://sana.sy/en/?p=106392, http://www.sana.sy/?p=557244)

In der Abteilung für Medienentwicklung des Informationsministeriums wurde zusammen mit dem Sozialministerium, vertreten durch Ministerin Rîmâ al-Qâdirî, und in Kooperation mit dem National Committee for UNESCO in einem Festakt ein Projekt ins Leben gerufen, das sich den negativen Auswirkungen des Kriegs in Syrien speziell gegenüber Frauen widmet und Lösungen erarbeiten soll. Laut Informationsminister Muḥammad Râmiz Turğumân hätten die Medien hierbei eine spezielle Verantwortung im Aufzeigen der Probleme wie von Lösungsansätzen wie in der Darstellung der zahlreichen Kapazitäten von Frauen, die sich nicht auf die Familienfürsorge beschränkten. Hier müsse Frauen auch Mut gemacht werden, ihren Fähigkeiten entsprechende Berufe zu ergreifen. (http://sana.sy/en/?p=106398)

Das letzte Kontingent Militanter samt Familienangehörigen verließ ab Donnerstag  abend in bereitgestellten Bussen den Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ gemäß dem erzielten Rekonziliierungsabkommen (s.u.). Die Aktion werde laut Gouverneur wohl noch bis Samstag anhalten, da insgesamt ca. 600 ehemals Bewaffnete mit etwa 2500 Familienmitgliedern gen Norden ausgeschafft würden. (http://sana.sy/en/?p=106465, http://www.sana.sy/?p=557665) – Tatsächlich dauerte der Abtransport noch bis zum So., 21.5.2017 an.  (http://sana.sy/en/?p=106637, http://sana.sy/en/?p=106632)

Auch am Do., 18.5.2017, fand sich die die Regierungsdelegation zu einem Treffen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sitz der UN in Genf ein. Nach Mittag kam letzterer auch mit der der sog. ar-RiyâḍGruppe (auch HNC, vgl.u.) dort zusammen. (http://sana.sy/en/?p=106383)

Terroranschläge vom 18.5.2017:
Zwei Bürger wurden durch ISRaketenbeschuß in Salamiyya im O-Rîf von Ḥamâ verletzt, Häuser und anderes privates und öffentliches Gut beschädigt. Wieder beschossen IS-Terroristen den Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur mit Raketen, töteten damit drei Anwohner, verwundeten drei weitere, wobei zwei der Kinder in Lebensgefahr schweben, und richteten entsprechende materille Schäden an.
Infolge Raketenbeschusses auf den öfffentlichen Park des Stadtteils al-Kâšif von Darʽâ kamen vier Kinder ums Leben, mehrere Bürger wurden zudem verletzt in einem neuerlichen Bruch der Vereinbarung bzgl der De-Eskalationszonen.
(http://sana.sy/en/?p=106376)

In der Morgendämmerung des 18.5.2017 überfiel eine große Gruppe IS-Terroristen das Dorf ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya, 17km östlich von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ; dort brachen sie am Südrand des Orts in die Häuser der schlafenden Bewohner ein, massakrierten sie und plünderten bis eine SAA-Einheit verstärkt durch die Volkswehr zu Hilfe kam, die Terroristen erfolgreich bekämpfte und deren Reste in die Flucht in die Tiefen der Wüste trieb. Gemäß Repräsentanten der betroffenen Krankenhäuser waren die eingelieferten 52 Leichen, darunter die von 15 Kindern zwischen drei und 13 Jahren, aufs Übelste zugerichtet und verstümmelt. Mehr als 100 Verletzte mußten behandelt werden, die meisten darunter Frauen und Kinder. Einen weiteren Angriffsversuch Affiliierter des IS vom Süden des Dorfes her vereitelten ebenfalls Armee- und Volkswehrangehörige. (http://sana.sy/en/?p=106405, http://www.sana.sy/?p=557005)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.5.2017 informieren:
http://sana.sy/en/?p=106373 und http://www.sana.sy/?p=557005 (Entgegen manchen Medienberichten seien in der Provinz Aleppo die wichtigen Verbindungsstraßen ḪanâṣirAleppo sowie ḪanâṣirAṯriyâ absolut sicher, es herrsche dort normaler Verkehr; ein IS-Angriffsversuch im Gebiet von al-Mağbal sei in den Morgenstunden erfolgreich zurückgeschlagen worden; der Feind habe dabei schwere Verluste erlitten. In der Morgendämmerung  zusammen mit der Volkswehr Eliminierung einer IS-Angriffstruppe wie einer von IS-Affiliierten am Südrand des Dorfes ʽAqârib aṣ-Ṣâfiyya, 17km im O-Rîf von Ḥamâ samt einer großen Menge von deren militärischer Ausrüstung. Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps und deren Schlupfnestern im Gebiet Umm ar-Rumân und beim Sadd [Staudamm] al-Qaryatain im  SO-Rîf von Ḥomṣ unter heftigen Feindverlusten wie auch unweit des Dorfes al-ʽAliyâniyya. Zerstörung von IS-Stellungen und -Nachschubrouten inklusive eine Nest von Maschinengewehrschützen im Umkreis des Friedhofs am Südrand von Dair az-Zaur; unter den getöteten Terroristen fanden sich auch die beiden IS-Kommandeure Ḥamza al-Ismâʽîl und Zakariyâ al-ʽArab sowie im Dorf Buqruṣ im östlichen Landkreis der Provinzhauptstadt der prominente IS-Sicherheits“offizier“ des aš-Šaḥîl-Gebiets namens ʽAbdul-Ḥay Muḥammad al-Ḫâlid mitsamt seinen Kumpanen; zudem Vernichtung einiger IS-Fortifikationen in den Gebieten aṯ-Ṯarda und ar-Rabîʽiyât im S von Dair az-Zaur.)

Ein weiteres Treffen der Regierungsdelegation mit dem UN-Gesandten de Mistura findet am 17.5.2017 um 3.00 Uhr Ortszeit am Sitz der UN in Genf statt. (http://sana.sy/en/?p=106280)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106286 und http://www.sana.sy/?p=556440 (Vereitelung von IS-Angriffen beim Friedhofsgelände und im Stadtteil al-Muwaẓafîn  von Dair az-Zaur mit Eliminierung (inkl. verwundeten) von knapp 60 IS-Terroristen samt einem Panzer, zwei BMPs, zwei weiteren mit 23mm-Maschinengewehren bestückten Kampfwagen, und zur Bombe umfunktionierten Bulldozer; weitere Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz des Flughafens und des sog. Liwâ´ at-Ta´mîn mit 20 getöteten Terroristen; präzise erfolgreiche SAAF-Nachtangriffe auf IS-Basen und motorisierte Trupps im Bereich aṯ-Ṯarda, al-Maqâbir (Friedhof), der Fabriken und Deponien, al-Ḫasârât, al-Kanâmât, al-ʽArḍî und aš-Šaiḫ Yâsîn sowie vom  Dorf al-Ğafra sowie am Morgen noch al-Ḥamîdiyya, Ḥaṭla und Safîra.)

Terroranschläge vom 17.5.2017: Die im Süden gelegene Provinzhauptstadt Darʽâ wurde im Verstoß gegen die Vereinbarung zur Einrichtung von De-Eskalationszonen erneut von Terroristen mit Raketen beschossen. Dabei wurden im Stadtteil as-Saḥârî fünf Bewohner durch Schrapnells verletzt, während infolge der Treffer auf Wohnhäuser dieselben in den Stadtgebieten as-Saḥârî, al-Maṭâr  [also beim Flughafen] und Sağna Feuer ausbrach, im Stadtteil al-Kâšif gab es ebenfalls materielle Schäden. In Dair az-Zaur bombardierte eine IS-Drohne Wohnhäuser und öffentliche Plätze im Stadtteil al-Quṣûr, wobei drei Anwohner verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=106287, http://www.sana.sy/?p=556418)

<p style=“text-align:justify;“In Jerusalem äußerte der israelische Wohnungsbauminister (Minister of Construction & Housing) und frühere Verteidigungsminister, General Yoav Galant, am 16.5.2017: „Time to assassinate Assad“. Dann sei „the serpent’s head” in Teheran an der Reihe. (https://www.youtube.com/watch?v=XncWWasEqHk vom 17.5.2017;  das Video von Russia Today war  am Vormittag des 18.5.2017 bei youtube noch abrufbar, nachmittags nicht mehr).

Nach Ankündigung von Rußlands Präsident Putin vom Di., 16.5.2027, träfen sich demnächst Delegierte aus Rußland, des Iran und der Türkei in Ankara, um auf militärischer Ebene über die Umsetzung der Einrichtung der vier De-Eskalationszonen zu beraten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27092-iran_russland_und_die_t%C3%BCrkei_wollen_in_ankara_milit%C3%A4rische_beratungen_zu_syrien_f%C3%BChren)

Am 16.5.2017 traf die Regierungsdelegation zu Gesprächen mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sitz der UN in Genf zusammen wie mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow. Letzter hatte zudem eine Unterhaltung mit der sog. Moskau-Plattform (vgl.u.) der Oppositionellen. (http://sana.sy/en/?p=106242, http://sana.sy/en/?p=106275)

Dr. Bišr aṣ-Ṣabân, Gouverneur des Stadtbereichs von Damaskus, besichtigte mit Fachleuten den kürzlich von Terroristen befreiten, jedoch teilzerstörten Stadtteil al-Qâbûn (vgl.u.), um sich ein Bild der Lage zu machen und den Bewohner dringend benötigte Hilfe zu bringen. Zudem entminten Spezialeinheiten das Gebiet und entdeckten dabei noch 25 Tunnel und drei Anlagen zur  Herstellung von Sprengkörpern der Terroristen. (http://sana.sy/en/?p=106277, http://www.sana.sy/?p=556029 mit Video)

Die wiederholten Opfer unter Zivilisten durch Bombardements der US-geführten Koalition im Raum Dair az-Zaur beschäftigen nun auch die UNO. So äußerte der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stéphane Dujarric: „Die Uno bekommt weiterhin beunruhigende Berichte über die andauernden Zusammenstöße und die Eskalation der Kampfhandlungen, die das Leben von Zivilisten in der Provinz Deir ez-Zor bedrohen“ und fuhr fort: „Gestern kosteten die Luftangriffe auf die Stadt Abu-Kemal in den ländlichen Gebieten von Deir ez-Zor laut Berichten Dutzende Menschen, darunter Frauen und Kinder, das Leben.“ Dies bringe die Einwohner der Provinz Dair az-Zaur nur zusätzlich [zu den Aktionen des IS, vgl.u.] in Gefahr. (https://sptnkne.ws/exFt)

Wegen der jüngsten zivilen Bombardementopfer von al-Bû Kamâl (Provinz Dair az-Zaur, vgl.u.) und al-ʽAkîr­šî östlich von ar-Raqqa (vglu.) richtete das Außenministerium am 16.5.2017 wiederum identische BeschwerdeSchreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden und wies dabei erneut auf die grundsätzlich schon völkerrechtswidrige Art jener Operationen hin, welche zudem gegen die Souveränität und territoriale Einheit Syriens gerichtet seien.  (http://www.sana.sy/?p=556019)

Wie schon am Vortag (s.u.) töteten und Verletzten Kampfjets der US-geführten Koalition am 16.5.2017 während ihres Bombardements – dieses Mal der Grenzstadt al-Bû Kamâl, ca. 140km im SO von Dair az-ZaurBewohner, zerstörten deren Häuser und sonstiges privates und öffentliches Eigentum. Bei den Opfern handelt es sich bislang um 31 Tote und viele Verletzte, hauptsächlich Frauen und Kinder. (http://sana.sy/en/?p=106213)

Pünktlich zum Beginn einer neuen Runde mit dem Zweck der friedlichen Beilegung der Syrienkrise wird wie üblich von syrienfeindlicher Seite eine die Regierung in Damaskus diffamierende Geschichte lanciert: waren es bislang die ständig wiederholten, aber nicht nachweisbaren Faßbomben- oder Giftgasangriffe gegen die syrische Bevölkerung bzw. tatsächlich faktenlose Beschuldigung  hinsichtlich des Gefängnisses Ṣaidnāyā (Saidnaya) durch Amnesty International [s.u. 17.2.2017 und Präsidenten-s vom 16.2.2017 und 10.2.2017 mit besonders Yahoo News] wird nun letzteres erneut thematisiert, indem seitens der US-Administration behauptet wird, zum Verbergen von Massenmorden an Häftlingen seien deren Leichen in einem Krematorium beseitigt worden. Vom Außenministerium wurde dies kategorisch als faktenwidrige Erfindung und „fundamentally untrue” zurückgewiesen. Es handele sich dabei um eine am Holocaust abgelehnte „new Hollywood story”. Derlei diene nur der Rechtfertigung völkerrechtswidriger US-amerikanischer Angriffe auf Syrien. (http://sana.sy/en/?p=106215)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106192 und http://www.sana.sy/?p=555760 (Zusammen mit unterstützenden Streitkräften Rückeroberung der strategisch östlichen und nordwestlichen bedeutsamen Anhöhen, der Tilâl aṬafḥa, ca. 20km im NW der 4. Öltransportstation im O-Rîf von Ḥomṣ nach erfolgreichen Gefechten gegen den IS mit Zerstörung von dessen militärischer Ausrüstung inklusive dessen mit Artillerieausgerüsteter Kampfwagen.)

Laut Information durch das russische Außenministerium vom 16.5.2017 war die Situation in den vergangenen 24 Stunden in den De-Eskalationszonen stabil. Es  kam zu insgesamt 13 Verletzungen je im Umland (Rîf) von Damaskus (viermal), al-Lâḏa­qiyya (zweimal), Ḥamâ (sechsmal) und einmal in  Idlib. – Am Vortag hatte es neun Verstöße in Zonen von Damaskus, Darʽâ, Ḥamâ und Ḥomṣ gegeben. Die Fälle ereigneten sich mittels kleiner Waffen in den von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierten Gebieten. (http://sana.sy/en/?p=106202, http://www.sana.sy/?p=555805)

Zu Beginn der 6. Genfer Gesprächsrunde traf sich die Regierungsdelegation am 16.5.2017 mit dem UN-Gesandten de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=106157). – Eine Delegation aus Qaṭar soll ebenfalls angereist sein. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i27018-genf_heute_wieder_syrien_friedensgespr%C3%A4che)

Das 10. Kontingent Militanter mitsamt Familienangehörigen (zusammen 2350 Personen) wurde ab 15.5.2017 bis Mittag des 16.5.2017 aus al-Waʽir in Ḥomṣ gemäß Rekonziliierungsabkommen (s.u.) in 50 Bussen in Richtung Idlib verbracht. (http://sana.sy/en/?p=106168)

In einer Pressekonferenz am Vorabend der nunmehr 6. Runde Genfer Gespräche zur Beilegung der Syrienkrise am 15.5.2017, ließ der UN-Gesandte de Mistura die Presse wissen, diese würden in Fortführung der erreichten Positionen mehr in die Tiefe gehen und sich auch der Praxis widmen. Auch das in Astana unterzeichnete Memo­randum zu den De-Eskalationszonen werde ein Thema sein. Das Treffen werde sich insofern von den bisherigen unterscheiden, als die Delegationen aller Parteien teilnähmen und sich bereit erklärt hätten, sich an die zuvor erarbeitete Agenda zu halten [beide Male ein Seitenhieb auf Oppositionelle, vgl.u.!]. Bei Nachfrage eines Reporters wurde jedoch deutlich, daß trotz dieser Aussage die Kurden wieder nicht vertreten seien sondern erst beim nächsten Mal [die Regierung unterstützt deren Teilnahme, vgl.u.!]. Die Regierungsdelegation, wieder unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî , sei bereits angereist. Er wie sein Stellvertreter, Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî, stellten beide das besondere Interesse der syrischen Regierung an einem ernsthaften Dialog zu allen zu diskutierenden Sachverhalten auf Basis der entsprechenden UN-Resolutionen wie einer politischen Lösung heraus. (http://www.sana.sy/?p=555168, http://sana.sy/en/?p=106080, http://sana.sy/en/?p=106114)

Das Oberste Armeekommando gab am Mo., 15.5.2017 bekannt, die Armee mit unterstützenden Streitkräften hätten ihre Pflicht zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region al-Qâbûn im NO von Damaskus samt Farmen im Umkreis davon erfüllt. Dabei habe man dem Feind, Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten, heftige Verluste beigebracht. Damit  sei die Sicherheitszone um Damaskus deutlich  ausgeweitet und gestärkt worden und der Druck auf  die noch in Ost-al-Ġûṭa verbliebenen Terroristen sei gewachsen, vor allem auch dadurch, daß deren Nachschubwege nun abgeschnitten seien. Zerstört wurden während der Operation etliche Fortifikationen und Schlupfnester sowie Tunnel der Terroristen, die dem verborgenen Waffen- und Munitionstransport wie  Überraschungsangriffen dienten. Den Verantwortlichen für die Rekonziliierungsgespräche dankte er zudem für deren Engagement. (http://sana.sy/en/?p=106121, http://www.sana.sy/?p=555541)

Am Nachmittag des 15.5.2017 konnte der Gouverneur von Damaskus verkünden, nach Beendigung der 2. und letzten Phase des Rekonziliierungsabkommens mit Auschaffung weiterer Militanter und ihrer Familienangehörigen sei al-Qâbûn (s.u.) nun endlich von Terroristen frei. Bombenräumkommandos seien bereits dabei, hinterlassene Sprengsätze aufzuspüren und unschädlich zu machen. (http://www.sana.sy/?p=555335)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=106050 und http://www.sana.sy/?p=555076 (Durch gezielte Angriffe der SAAF und von Panzern Zerstörung von IS-Fortifikationen auf der Anhöhe Nr.17, beim Elektrizitätswerk und dem Liwâ´ at-Ta´mîn am SW-Rand von Dair az-Zaur samt deren aufgerüsteten Kampfwagen. Vereitelung eines nächtlichen IS-Angriffsversuchs auf einen Militärposten zum Schutz von al-Mağbal östlich von as-Saʽn im Umland von Ḥamâ mit Vernichtung von deren mit Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen, Panzerfäusten, PKC-Maschinengewehren und zwei panzerbrechenden Artilleriegerätschaften.)

Terroranschläge vom 15.5.2017: Die Bewohner der Stadtteile al-Ğaura, al-Quṣûr und Harâbaš von Dair az-Zaur wurden durch die belagernden IS-Terroristen mit Mörsergranaten beschossen. dadurch wurde ein Kind getötet, 20 Anwohner wurden verletzt, zudem entstand entsprechender Sachschaden. In einer der De-Eskalationszonen, im Stadtteil as-Saḥârî von Darʽâ wurden infolge Raketenbeschusses ein Bürger verletzt und Häuser beschädigt, zudem brachen Brände aus. (http://sana.sy/en/?p=106144)

Wieder haben Kampfflieger der US-geführten Koalition einen Privatwagen, unterwegs vom Feld zum Dorf  al-ʽAkîr­šî, sowie jenes Dorf im O von ar-Raqqa bombardiert. Dabei starben die Bauern im Auto, die von der Feldarbeit zurückfuhren, wie Bewohner, bislang 22 Personen, als teils lebensgefährlich verletzt gemeldet wurden von lokalen Quellen 12 Personen. Die Opferzahl, meist Frauen und Kinder, dürfte wegen der schwer Verwundeten und den noch unter Trümmern weiter Verschütteten ansteigen. Deren Eigentum ist weitgehend zerstört wie auch die Infrastruktur. (http://sana.sy/en/?p=106063, http://www.sana.sy/?p=555083 vom 15.5.2017)

Dura Europos, Vogelperspektive, Quelle: artifactsofalife.blogspot.com

Dura Europos, Vogelperspektive, Quelle: artifactsofalife.blogspot.com

Der IS hat sein Zerstörungswerk am Weltkulturerbe nun in der antiken Stadtanlage von Dura Europos, auf einem Plateau hoch über dem Euphrat zwischen Dair az-Zaur und al-Bû Kamâl gelegen, fortgeführt. Die über 150ha ausgedehnte Anlage aus dem 3. Jh. v.u.Z., einem bedeutenden Handelszentrum an der Seidenstraße und lokal als aṣ-Ṣâliʽiyya bekannt, beherbergte zahlreiche Sakral- und Profan-Bauten verschiedenster Jahrhunderte (auch aus späterer christlicher Zeit). Die Terroristen zerschlugen mit Vorschlaghämmern bedeutende Statuen und architektonische Dekorationselemente, nachdem sie und Kämpfer anderer Terrororganisationen zuvor schon vor Ort geplündert hatten, um verkaufbare Stücke außer Landes zu schmuggeln. (http://sana.sy/en/?p=106028, http://www.sana.sy/?p=554849 vom 14.5.2017)

Terroranschläge vom 14.5.2017:
Im N-Rîf von Ḥomṣ im Dorf al-Ġanṭû verschanzte Scharfschützen nahmen das Dorf Ğabûrîn unter Beschuß und verletzten eine Frau. Im selben Gebiet feuerten in Talbîsa verbarrikadierte Terroristen auf das Dorf al-Ašrafiyya mit Mörsergranaten, demolierten damit Wohnhäuser und anderes privates und öffentliches Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=105992)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105981 und http://www.sana.sy/?p=554779 (Zerstörung von IS-Fortifikationen und -Schlupfnestern im S von Dair az-Zaur nach heftigen Gefechten der Bodentruppen wie auch unter Einsatz der SAAF gegen IS-Stellungen beim Friedhof, den Stadtbereichen al-Ḥamîdiyya, Ḫasârât, Kanâmât, Ḥaṭla und Sufaira bei heftigen Feindverlusten. – In der Stadt al-Mayâdîn, 45km im  SO der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur kam es nach Vergiftungsfällen an ausländischen IS-Kämpfern vor Ort zu einer Verhaftungskampagne unter den Bewohnern, wie lokale Quellen SANA informierten; in der Gegend sei die Lage äußerst gespannt, nachdem ein Waffenlager des IS in die Luft geflogen sei; in al-Bû Kamâl wurden vom IS zwei junge Männer hingeschlachtet unter dem Vorwurf, sie hätten mit Dritten Kontakt gehabt.)

In israelischer Verwaltungshaft befinden sich auch Syrer – oft von den israelisch besetzten syrischen Golanhöhen [zur völkerrechtlichen Einschätzung vgl.u.]. Auch diese befinden sich unter den 1800 Gefangenen in Ğalbûʽ, welche laut Meldung der Nachrichtenagentur Wafâ vom Sa., 13.5.2017, seit 27 Tagen im Hungerstrike befinden. Sie fordern ein Ende der „Verwaltungshaft“ als solcher, die Erlaubnis, Familienmitglieder bei Besuchen im Gefängnis sehen zu können, Verbesserung der medizinischen Versorgung und weiterer Umstände, die als legitim eingestuft und in anderen Gefängnissen gewährt werden. (http://sana.sy/en/?p=105946, http://www.sana.sy/?p=554089)  – Eine grundsätzliche Kritik an der in Israel existierenden Verwaltungshaft z.B. durch Amnesty International ist nachzulesen  bei:http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/amnesty2.html und www.amnesty.org.

Das syrische Fernsehen übertrug am Samstagabend, 13.5.2017 die Geständnisse von Terroristen, welche sich den angeblichen „Hilfskräften“ der White Helmets [zur Einordnung s.u.!] angeschlossen hatten. So gab der Terrorist Walîd Hindî zu, daß sie innerhalb jener Gruppe beteiligt waren an der Anfertigung von gestellten Videos und Photos für einen türkischen TV-Kanal. Darin wurden spielfilmmäßig Chemieangriffe auf Zivilisten in aleppiner  Stadtteilen gestellt, die durch die Darstellung der Armee angelastet wurden. Bezahlt wurden die Teilnehmer dafür vom sog. „Regionalräte“ (engl.: local council, arabisch transkribiert: al-mağâlis al-maḥalliyya;  vgl.u. 8.11.2016!) der Terroristen, welcher seinerseits von den Golfstaaten finanziert wurde. Als Schauspieler erhielten sie Schutzkleidung und Tragbahren zum vemeintlichen Verletztentransport während Sirenen heulten.  Dabei bekamen sie u.a. von den Kameramännern Ibrâhîm al-Ḥâğ and Muḥammad as-Sayyid Anweisungen. Die Teilnehmer gaben zu, derlei schon des öfteren inszeniert, gefilmt und (zur Veröffentlichung) weitergegeben zu haben. Am 4.5.2017 hatte ein russischer Diplomat auf solche Sendebeiträge inszenierter angeblicher Chemieattacken der syrischen Armee  in Idlib durch den qaṭarischen Sender al-Ğazîra hingewiesen. (s.u.!). Ein anderer Terrorist, ʽImâd ʽAbdul-Ğawâd, gestand, daß er in Aleppo für die Extremisten Giftgas zu transportieren hatte.  So war ihm aufgetragen worden, toxische Chemikalien vom aleppiner Stadtteil as-Sukarî in den von al-ʽÂmiriyya per Auto zu schaffen, wobei es hieß, es handele sich um Putzmittel. Diese hätten jedoch schon während des Abladens von drei Wägen derart beunruhigend stechend gerochen, daß er nachgefragt und die unglaubwürdige Antwort erhalten habe. Auch hätten er und ein paar Kameraden beobachtet, wie Männer in einerm Kellergeschoß in einer den gesamten Körper umhüllenden Schutzkleidung die Flüssigkeit aus den Fässern in kleine Zylinder abgefüllt hätten, bis sie vor den Kellerfenstern entdeckt und vertrieben worden seien. Damit korreliert, daß im Januar 2017 Bombenräumeinheiten in der Altstadt Aleppos eine große Menge  chemischer Materialien saudischen Ursprungs entdeckt hatten, welche durch die geflohenen Terroristen zurückgelassen worden waren, einschließlich Senf- und Chlorgas u.a.m. (http://sana.sy/en/?p=105973, http://www.sana.sy/?p=554397)

Nach Auskunft der Parteien, welche die Waffenruhe überwachen, berichten, die Situation in den De-Eskalationszonen (vgl.u.) sei stabil. Gemäß einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums kam es zu elf begrenzten Verletzungen durch Schußwechsel mit traditionellen Waffen in den vom IS und Ğabhatu_n-Nuṣra kontrollierten Arealen der Provinzen Damaskus, Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏa­qiyya, Idlib und Darʽâ. Verhandlungen zwecks Beitritts zur Waffenruhe (vom 29.12.2016, vgl.u.) würden weiterhin geführt mit Feldkommandeuren in den Provinzen Damaskus, Ḥamâ, Ḥomṣ, al-Lâḏa­qiyya, Idlib und Darʽâ. (http://www.sana.sy/?p=554176http://sana.sy/en/?p=105954)

Eine erste Gruppe nicht rekonziliierungswilliger Militanter in Höhe von 2289  (davon 1058  Bewaffnete, der Rest deren Familienangehörige) wurden laut dem Gouverneur Dr. Bišr aṣ-Ṣabân am Sa., 13.5.2017, um 12.00 Uhr mittags gemäß dem erzielten Abkommen aus al-Qâbûn am östlichen Stadtrand von Damaskus in Richtung Idlib ausgeschafft, während andere von der Amnestie Gebrauch machen wollten.  Bis dahin diente auch al-Qâbûn den Terroristen über vier Jahre lang als Ausgangspunkt für ständige Angriffe auf die Zivilbevölkerung wie das Militär (vgl.u.). Die Terroristen ergaben sich der Armee nach andauernden heftigen Gefechten, als die SAA den letztverbliebenen Verbindungstunnel (vgl.u.) entdeckte und zerstörte. 16 Stunden darauf  kam das Rekonziliierungsabkommen nach den üblichen Maßgaben (vgl.u.) zustande. (http://sana.sy/en/?p=106003)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105952 und http://www.sana.sy/?p=554143 (Vordringen in das bislang von Terroristen kontrollierte Tišrîn am Ost-Rand von Damaskus, nachdem zuletzt alle noch verbliebenen Bewaffneten samt Familienangehörigen ausgeschafft (vgl.u.) worden waren, mit Säuberung der Gegend von den durch die Terroristen hinterlassenen bzw. angebrachten Sprengsätze; Dasselbe gilt für al-Qâbûn (vgl.u.), so daß nach früheren harten Gefechten in beiden Arealen, die für über vier Jahre terroristische “hotbeds“ mit ständigen Angriffen auf benachbarte Gebiete darstellten, nun endlich Ruhe eingekehrt ist; nach stundenlangen Gefechten zudem Befriedung des Gebiets zwischen al-Qâbûn und ʽArbîn in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq (d.i. damaszener Umland)  nach Entdeckung des letzten verbliebenen Tunnels nach West-al-Ġûṭa und zur Autobahn; die Terroristen hatten ihn zu verdeckten Angriffsoperationen auf  Anwohner und die Armee benutzt. Eliminierung von teils motorisierten IS-Trupps in den Stadtteilen aš-Šaiḫ Yâsîn, al-Ḥamîdiyya, Kanâmât und al-ʽUrfî von Dair az-Zaur wie um den Airport und den Friedhof mitsamt deren militärischer Ausrüstung.)

Michail Uljanow, der Direktor des Departements Nichtweitergabe und Rü­stungs­­kontrolle im russischen Außenamt, konstatierte am Fr., 12.5.2017, gegenüber Ria Novosti, westliche Staaten fürchteten eine objektive Untersuchung des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn im Umland von Idlib und täten daher alles, um eine solche zu verhindern bzw. immer weiter hinauszuzögern (vgl.u.!). Denn sie seien sich entgegen den wiederholt vehementen Anschuldigungen gegen die syrische doch nicht so sicher, daß diese mit dem Giftgaseinsatz an jenem Ort zu tun habe, sondern daß sich herausstellen können, daß eben doch Ğabhatu_n-Nuṣra oder andere Terrororganisationen die Verursacher gewesen seien.Zudem ist Sarin ein nicht sonderlich stabiler Stoff. Daher wird es bald ziemlich problematisch sein, seine Spuren nachzuweisen“, bemerkte er. (https://sptnkne.ws/evXd, https://sptnkne.ws/evXd für Zitat in Deutsch)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105907 und http://www.sana.sy/?p=553811 (Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten zum Schutz des Gebiets zwischen Ḫanâṣir in der Provinz Aleppo und Aṯriyâ in der Provinz Ḥamâ (zu früheren Attacken vgl.u.) mit Vernichtung der aufgerüsteten Kampfwagen samt Mannschaften; die wichtige Verkehrsstrecke sei vollkommen sicher, der Verkehr darauf normal, wurde klargestellt. Rückeroberung des südlichen Teils der al-Mušai­rifa-Steinbrüche im O-Rîf von  Ḥomṣ nach Beseitigung der letzten IS-Stellungen des Gebiets; zudem Errichtung der Feuerkontrolle über die Verbindungsstraße von Ğabâb Ḥamad, Rasm Ḥamîda, Ḫirbat as-Sabʽa, Habra al-Ġarbiyya und Habra aš-Šarqiyya im selben Areal nach Ausschaltung der Terroristentrupps.)

Eine Übersetzung des neuesten Präsidenten-Interviews vom 11.5.2017 mit dem weißrussischen Sender ONT ist wieder hier zu finden.

Nach Berichten von Bewohnern der grenznahen türkischen Siedlungen Okza Baglar und Demarczyk haben die syrisch-kurdischen Bewohner von ʽAfrîn auf syrischem Territorium syrische wie russische Fahnen gehißt, um sich vor eventuellen Angriffen durch türkisches Militär oder die sog. „moderate bewaffnete Opposition“ [MAO, vgl.u.] zu schützen. Dies meldete die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. (https://sptnkne.ws/evHr)

Wie schon sein Stellvertreter äußerte auch Rußlands Außenminister Lawrow auf die Journalistenfrage nach der Möglichkeit der Entsendung von US-Beobachtern in die De-Eskalationszonen, dies komme nur in Frage, wenn das für die Regierung in Damaskus akzeptabel sei. Rußland würde ein US-Engagement begrüßen, es tatsächlich US-Präsident Trump gewesen, der als erstes davon gesprochen habe: „We will welcome any contribution by the United States to the implementation of this con­cept. …  Initially, it was Donald Trump who spoke about the impor­tance of creating such safe zones where the population can breathe a sigh of relief”. Dann gab er bekannt, daß in 10 – 12 Tagen ein Treffen der drei Garantenstaaten der Waffenruhevereinbarung vom 29.12.2016  – d.i. Rußlands, des Irans und der Türkei – zustande komme. Dann würden Details zu den De-Eskalationszonen festgelegt wie die Einrichtung von Pufferzonen in ihrem Umkreis, Beobachtungsposten und Checkpoints:The experts will discuss specific parameters of these zones’ operation, including buffer zones around them, observation posts and checkpoints.”  Dann erklärte er noch, das am 4.5.2017 in Astana unterzeichnete Memorandum (vgl.u.) sehe die Beteiligung Dritter bei der Sicherung der De-Eskalationszonen vor, doch müßten sich freilich alle beteiligten Parteien, vor allem die syrische, darauf verständigen: „The memorandum signed in Astana envisages that observers from third countries could be involved in efforts to ensure the operation of the de-escalation zones. … Of course, that should be agreed with all parties concerned. Above all, this should be acceptable for the Syrian go­vern­ment.” (http://sana.sy/en/?p=105901 vom 12.5.2017)

Ein 2. Kontingent Militanter (718 Personen) samt Familienangehörigen (1246 Personen) ist am 12.5.2017 gemäß dem vorangegangenen Rekonziliierungsabkommen (s.u.) aus den damaszener Stadtteilen Barza und Tišrîn mit Bussen in Richtung Norden bis zum Nachmittag abtransportiert worden. Weitere sollen in den kommenden Tagen folgen, bis der gesamte Stadtteil von Kämpfern frei sei, informierte Gouverneur Dr. Bišr aṣ-Ṣabân die Presse.  (http://sana.sy/en/?p=105904, http://www.sana.sy/?p=553783)

Auf die Frage von Reportern, ob US-Truppen in den jüngst vereinbarten De-Eskalationszonen eingesetzt werden könnten, erwiderte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow am 11.5.2017, dies müsse zuvor mit der syrischen Regierung besprochen werden, denn:  Syria is a sovereign state, it has leadership so of course it is necessary to hold consultations with it to have its approval.” Deren Entscheidung liege bislang nicht vor, also sei es für eine Antwort noch zu früh. Die Grenzen der De-Eskalationszonen würden die während der 4. Astana-Konferenz gebildeten Arbeitsgruppen bestimmen. (http://sana.sy/en/?p=105883) – Ersteres ist eine dem Völkerrecht gemäße Einstellung.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105886 und http://www.sana.sy/?p=553655 (Eliminierung von motorisierten IS-Einheiten in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, Habra al-Ġarbiyya wie Habra aš-Šarqiyya, Rasm aṭ-Ṭawîl, Ṭalâʽa aš-Šar­qiyya und Umm Ṣaḥrîğ im O-Rîf (-Umland) von Ḥomṣ mit Zerstörung der gegnerischen Fortifikationen unter heftigen Feindverlusten.)

Von der SDF ist zu hören, daß nun auch wieder der aṭ-Ṭabqa-Staudamm beim Assad-Stausee (vgl.u.) der Kontrolle des IS entwunden sei.  (https://sptnkne.ws/evvy)

Nach Erklärung des Innenministeriums konnten die zuständigen Behörden am 11.5.2017 einen Drogenschmuggler mit 10kg Haschisch und 7000 Captagon-Pillen (zum Verwendungszeck für Terroristen vgl. Teil II) verhaften. (http://sana.sy/en/?p=105879)

Laut Mitteilung des UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, vom Do., 11.5.2017, werde die nächste und 6. Runde der Genfer Verhandlungen zur Lösung der Krise in Syrien  am 16.5.2017 beginnen und voraussichtlich bis zum 19. Mai dauern. Es sei notwendig den Termin dicht an jenen der letzten Astana-Konferenz zu legen, um „to, hit the iron while it’s hot‘” (Das Eisen zu schmieden, solange es heiß sei). (http://sana.sy/en/?p=105880)

Treffen Lawrow - Trump vom 10.5.2017, Photo: SANA

Treffen Lawrow – Trump vom 10.5.2017, Photo: SANA

Zu seinem Treffen mit US-Präsident Trump vom 10.5.2017 in Washington bemerkte Rußlands Außenminister Lawrow, es sei sehr positiv verlaufen.  Der Focus der Gespräche lag auf dem in Astana unterzeichneten Plan zur Schaffung von De-Eskalationszonen in Syrien (vgl.u.), der Bedeutung der US-Unterstützung für die Waffenruhevereinbarung [vom 29.12.2016, s.u.]. In der darauffolgenden gemeinsamen Pressekonferenz bekräftigten beide Seite die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zur Lösung der Krise in Syrien innerhalb des Rahmens der Astana- und Genfer Konferenzen (vgl.u.). Das vereinbarte Memorandum über die De-Eskalationszonen sehe vor, daß alle interessierten Seiten sich auf eine Verfahrensweise einigen könnten, welche die Sicherheit innerhalb der und um die De-Eskalationszonen herum garantiere. Die USA könnten eine Schlüsselrolle bei der Bewahrung der Sicherheit innerhalb der De-Eskalationszonen, bei der Überwachung der Waffenruhevereinbarung wie der Handhabung humanitärer Probleme innehaben. (http://sana.sy/en/?p=105840, http://www.sana.sy/?p=553061; s.a. https://sptnkne.ws/euSk)

Zu den Astana-Gesprächen (vglu.) äußerte sich der US-Botschafter in Kasachstan, George Krol, am 10.5.2017 vor Journalisten dahingehend, daß seine Regierung nicht an Verhandlungen teilnehmen werde, jedoch als Beobachter dabei sein wolle. (http://www.sana.sy/?p=553046, s.a. https://sptnkne.ws/evmy)

Ab kommenden Mi., 10.5.2017, beginnt Fly Damas Airways mit dem erstem der wöchentlichen Flüge vom Internationalen Flughafen Damaskus nach Sulaimâniyya im Irak. (http://www.sana.sy/?p=551058)

Das inzwischen 9. Kontingent an Militanten (260 Personen) mit ihren 1,372 Familienangehörigen verließ am 10.5.2017 in Umsetzung  des Rekonziliierungsabkommens (s.u.) al-Waʽir in Ḥomṣ in Richtung NO-Rîf (d.i. Umland) von Aleppo. (http://sana.sy/en/?p=105805, http://www.sana.sy/?p=552752) Die Ausschaffung in 41 Bussen dauerte noch bis in die Morgenstunden des Donnerstags an. Die letzte Charge soll am 20. Mai die Provinzhauptstadt verlassen haben, wie  Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî mitteilte. Danach würden sämtliche staatlichen Institutionen dorthin zurückkehren und der Wiederaufbau der Infrastruktur und zerstörten Einrichtungen beginnen. Im Umkreis hätten Werkgruppen schon vor 10 Tagen mit der Bestandsaufnahme der Schäden durch die Terroristen begonnen. Bemerkenswert sei, daß die Zahl derer, die sich geweigert hatten, von den Rekonzillierungsvereinbarung einschließlich der Amnestie Gebrauch zu machen und sich zu den Terroristengruppen außerhalb transportieren zu lassen, deutlich im abnehmen begriffen sei. Aus den Übergangswohnheimen in Ğarâbulus und sogar  aus dem Terroristenstützpunkt Idlib, wohin die meisten auf Wunsch ausgeschafft worden seien (vgl.u.), seien drei Kontingente wieder zurückgekehrt, um nun doch in ein normales Leben zurückzukehren, da der Staat ihnen als einzige Institution ein würdiges Weiterleben garantiere könne. Andererseits kämen immer mehr, seit Jahren durch die Terroristen aus dem Stadtteil vertriebener Anwohner zurück. In den letzten beiden Monaten seien schon mehr als 7.000 angekommen, doch die Zahl werde sich schnell verdoppeln, wenn erst die letzten Militanten abtransportiert seien.  (http://sana.sy/en/?p=105845, http://www.sana.sy/?p=553277)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105819 und http://www.sana.sy/?p=552782 (Vereitelung von Angriffen Affiliierter des IS auf Militärposten  zwischen Salamiyya und Aṯriyâ im O-Rîf (Umland) von Ḥamâ nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten; zudem Zerstörung von IS-Kampfwagen samt Mannschaften im Wâdî al-ʽAḏîb östlich von Salamiyya. Rückeroberung von drei Positionen südlich und westlich von Habara al-Ġarbiyya und Rasm Ḥamîda im O-Rîf von Ḥomṣ nach vernichtenden Gefechten gegen den IS. Sprengung eines 32m-langen Tunnels des IS nahe der Büro-Gebäude des Industrieviertels von Dair az-Zaur, damit wurde zudem einem Suizidattentäter mit einer Autobombe die Zufahrt zum Ziel verlegt; Vereitelung von IS-Angriffen auf Militärposten östlich des Flughafens mit Eliminierung feindlicher Kämpfer samt aufgerüsteten Kampfwagen und sonstigem Equipment; ebenso Beseitigung von IS-Trupps im Gebiet al-Mâ­liḥa, um das Regiment 137 an den SW-Stadträndern)

Laut Mitteilung der kurdischen SDF (vgl.u.) vom 10.5.2017, sei es ihren Kämpfern gelungen, die  Stadt aṭ-Ṭabqa nahe des Assad-Stausees (vgl.u.) und ca. 30km westlich von ar-Raqqa zu befreien. (https://sptnkne.ws/evg6)

Das Kabinett befaßte sich in seiner wöchentlichen Sitzung vom Di., 9.5.2017, auch mit dem Entwurf eines Tierschutzgesetzes. (http://sana.sy/en/?p=105791, http://www.sana.sy/?p=552530)

Drohnenaufnahme zur Stationierung, Photo: Pars Today

Drohnenaufnahme zur Stationierung, Photo: Pars Today

Während das Pentagon gerade den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) schwere Waffen für die Gefechte um ar-Raqqa liefern läßt (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26800-pentagon_usa_r%C3%BCsten_syrische_kurden_mit_schwer- waffen_aus), werden britische und US-Streitkräfte unmittelbar an der Grenze zu Süd-Syrien (Provinzen Darʿā und as-Suwai­dâ´) stationiert, wie das Medienbüro ihrer gemeinsamen Operation in Syrien (!, vgl.u.: MOC) am Di., 9.5.2017, veröffentlichte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26804-britische_und_amerikanische_trup- pen_an_syrisch_jordanischer_grenze_stationiert) Laut US- Verteidigungsminister James Mattis werde die Sicherheit der Grenze zur Türkei jedoch garantiert. (https://sptnkne.ws/euFC)

Das russische Verteidigungsministerium dementierte am Di., 9.5.2017, Medien-Meldungen, wonach angeblich ein russischer Militärangehöriger vom IS gefangengenommen und exekutiert worden sein soll. In der öffentlichen Erklärung hieß es: .„All servicemen of the Russian armed force’s group in Syria are alive, well and are carrying out their duties in the fight against international terrorism.” Weiter wurde konstatiert: „We condemn the actions of certain media outlets that have been citing information hoaxes spread by international terrorist groups on a regular basis.”  (http://sana.sy/en/?p=105790, s.a. https://sptnkne.ws/eunw)

Terroranschläge vom 9.5.2017: Wieder wurde auf Bewohner von al-Fûʽa, 6km nördlich von Idlib durch Heckenschützen einer Terroristengruppe, die sich im nahen Biniš verschanzt hielt, beschossen. Ein Mann wurde verletzt, es entstand Sachschaden. In al-Qâbûn am Stadtrand von Damaskus positiuonierte Terroristen feuerten Mörsergranaten auf die damaszener Vorstadt  arastâ und das Tišrîn-Wärmekraftwerk im SO der Hauptstadt, wodurch jeweils materielle Schäden entstanden. (http://sana.sy/en/?p=105786)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105782 und http://www.sana.sy/?p=552420 (Unter Deckung der SAAF und Unterstützung der Artillerie Eliminierung von IS-Basen samt Panzer  und Kampfwagen an den SW-Stadträndern von Dair az-Zaur samt Mannschaften.)

Während die Bürger Syriens die Einrichtung der De-Eskalationszonen als solche begrüßen, hegen sie jedoch arge Zweifel daran, daß sich die Terroristen (als Fremde) resp. die bewaffneten Militanten daran hielten. Stimmen aus dem Volk hierzu bei: https://syrianfreepress.wordpress.com/2017/05/08/syrian-residents-praised-the-safe-zones-agreement-while-doubting-that-the-terrorist-forces-would-respect-its-implementation/

Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, gab am 8.5.2017 bekannt, daß die 6. Runde der Genfer Gespräche am 16. Mai stattfinde. Er hoffe, daß die in Astana am 4.5.2017 erreichte Vereinbarung (vgl.u.) dann bereits umgesetzt werde. (http://sana.sy/en/?p=105745)

Rußlands UN-Vertreter hat am 8.5.2017 dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zur Unterstützung des Memorandums über die Einrichtung von De-Eskalationszonen in Syrien, wie in Astana am Do., 4.5.2017 (vgl.u.) beschlossen, eingereicht. Er ruft zudem alle Seiten dazu auf, die Ende Dezember 2016 ausgerufene Waffenruhe einzuhalten. (http://sana.sy/en/?p=105685, s.a. https://sptnkne.ws/et43)

Vizepremier- und Außenminister, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim nahm am 8.5.2017 öffentlich Stellung zum Memorandum über die Einrichtung von De-Eskaltionszonen in Syrien (vgl.u.). Er verkündete während einer Pressekonferenz, die Regierung unterstütze dieses, da sie grundsätzlich daraufhin arbeite, ein Ende des Blutvergießens wie eine Besserung der Lebensbedingungen der Syrer zu erreichen.  Wörtlich äußerte al-Muʽallim dazu: „You followed up what was achieved at Astana 4, particularly with regard to signing a memorandum on establishing four de-escalation zones in Syria,” und setzte hinzu: „The Syrian Government supported what came in the memorandum based on its keenness on stopping the bloodshed and to improve the living conditions of the Syrian population and in the hope that all armed parties will be committed to the provisions of the memorandum. But if any violation takes place, the Syrian army will be prepared to respond in a decisive manner.” Damit ähnelt der syrische Standpunkt dem russischen (vgl.u.). Nochmals wiederholte er Inhalte bzw. Zweck des Memorandums: „Of course, we look forward that this memorandum will achieve its intentions which are basically separating the armed groups which signed the agreement of the cessation of host­i­lities on 30/12/2016 from Jabhat al-Nusra and the ISIS and the other groups affiliated to them.” Dann informierte er über gegenwärtige Rekonziliierungserfolge im damaszener Gebiet: „Today, a reconciliation started in Barzeh and al-Qaboun and talks are under way in order to evacuate al-Yarmouk Camp from gunmen, and I think that the Syrian people have felt the importance and the effectiveness of these reconciliations.” Weiterhin betonte er die bislang dargelegten Positionen: „We, thanks to the resilience of our people and the heroism of our army, are keen on preserving our national unity and Syria’s territorial integrity and sovereignty, and we are exerting all possible efforts to prevent the foreign interference in its affairs.” Dann erklärte er, es werde keine internationalen Streitkräfte unter UN-Aufsicht geben, sondern der Garant Rußland werde zur Überwachung Militärpolizeikräfte zusätzlich zur Tätigkeit der [bisherigen] Überwachungszentren stellen: „There will not be international forces under the supervision of the UN and the Russian guarantor clarified that military police forces will be deployed, in addition to monitoring centers.” Die Garanten sollten zudem die Fraktionen unterstützen, welche der Waffenruhe-Vereinbarung [von Ende Dezember 2016] beigetreten sind, dabei behilflich sein, Ğabhatu_n-Nuṣra  aus ihren Gebieten zu vertreiben, indem er sage: „The guarantors should help the factions which signed the cessation of hostilities agreement and desire to drive away Jabhat al-Nusra from their areas.“ Auch sei es deren Pflicht, jene Areale von ausländischer Einmischung freizuhalten und dort die Sicherheit zu erhalten und sich nicht gegen die SAA zu stellen, da diese ansonsten das Recht zu einer entsprechenden [militärischen] Reaktion hätte. In den De-Eskaltionszonen befänden sich sowohl Gruppen, die die Waffenruhe-Übereinkunft unterzeichnet hätten, als auch der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und deren Affiliierte. Beide Gruppen sollten separiert werden und die Terroristen diese Zonen verlassen, sie seien ebensowenig in jenen unter SAA-Kontrolle willkommen. Zur Rolle Jordaniens bemerkte er, sie sei von den ersten Tagen der Krise bis heute bekannt: jene Regierung unterhalte auf ihrem Gebiet ein Military Operations Command (MOC, s, dazu in: Teil III) Ein Eindringen der jordanischen Armee auf eigenes Hoheitsgebiet ohne Erlaubnis der Regierung werde als feindliche Invasion behandelt werden. Dies unterstrich er mit den Worten: „if the Jordanian forces entered without coordination with the Syrian government they will be considered as hostile forces.” Den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich kommentierte er dahingehend, daß eine Wahlentscheidung grundsätzlich zu respektieren sei, man aber an die Rolle Frankreichs auch zuvor schon keinerlei Hoffnung geknüpft habe, vielmehr im Gegenteil aufgrund der gemachten negativen Erfahrungen mit der französischen Regierung im Schlepptau der US-Administration. Daher äußerte er: „We respect the choice of the French people, and we don’t raise hopes on the European role, so how will we raise hopes on the French role? You remem­ber that in 2011, I deleted Europe from the map as we haven’t felt any role by Europe, except a de­structive role which is automatically linked to the US.” Zurückkommend auf das Memorandum versicherte er, die Landesregierung schrecke nicht vor, Verletzungen desselben zu ahnden, wobei den drei Garantenstaaten die Hauptverantwortung hierbei zukomme und man Rußland und dem Iran als solchen vertraue: „The Syrian Government is not afraid of its right to respond for any violation of the memorandum of the de-escalation zones  and it shoulders the guarantor states the first responsibility…we are confident that the Russian and the Iranian guarantors are performing their duty in implementing this memoran­dum.” Dagegen erwarte man beinahe schon  eine Verletzung des Abkommens seitens der dritten Garantiemacht, der Türkei: „I don’t exclude the possibility of violating the memorandum of the de-escalation areas by Turkey which is one of the guarantor states who signed the memorandum.” (http://sana.sy/en/?p=105711, http://www.sana.sy/?p=551650)

Entsprechend der erreichten Rekonziliierungsvereinbarung basierend auf dem Amnestie-Versprechen von Präsidialdekret Nr.15 für das Jahr 2016 verließ am Mo., 7.5.2017, eine erste Charge Militanter samt Familienmitgliedern den damaszener Stadtteil Barza in Bussen in Richtung Norden. Weitere Kontingente würden in den nächsten Tagen folgen. (http://sana.sy/en/?p=105725)

Kreuzigung durch IS in al-Bû Kamâl (aus der Vergangenheit), Abb.: Twitter

Kreuzigung durch IS in al-Bû Kamâl (aus der Vergangenheit), Abb.: Twitter

Aus dem Gefechtsbericht vom 9.5.2017 geht hervor, daß lokale Quellen am Mo., 8.5.2017 meldeten, IS-Terroristen hätten – wohl aus Rache für die Selbstbefreiungsversuche der Anwohner im Raum al-Bû Ka­mâl der letzten Tage (vgl.u.) – einen jungen Mann in al-Bû Ka­mâl gekreuzigt, einen anderen ausgepeitscht, zudem vier Bürger verschleppt und Bauern zwischen al-Kabar und al-Ğazrât in der westlich von Dair az-Zaur gelegenen Großen Wüste mehr als 500 Schafe geraubt.  (http://sana.sy/en/?p=105782 und http://www.sana.sy/?p=552420) Der irakische Ministerpräsident hatte am 7.5.2017 anläßlich der beginnenden Militäroperation im West-Irak (Provinz al-Anbâr) mitgeteilt, daß die syrisch-irakische Grenze bislang unter IS-Kontrolle stehe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26780-irak_al_abadi_ordnet_beginn_der_befreiungsoperationen_f%C3%BCr_westliche_landesgebiete_an)  – Die Stadt al-Bû Ka­mâl liegt am Euphrat ca. 6km von der Grenze zum Irak entfernt.

al-Bû Kamâl, Abb. syria.liveuamap.com

al-Bû Kamâl, Abb. syria.liveuamap.com

Am 8.5.2017 konnten die Behörden im Umkreis der Hauptstadt eine Großlieferung an Waffen und Munition für Ğabhatu_n-Nuṣra, verteilt auf vier Transporter und aus dem Süden kommend mit Ziel Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq nach intensiver Überwachungstätigkeit in einem Hinterhalt stoppen und die Fracht konfiszieren. Letztere enthielt u.a. hunderttausende an Geschoßmunition, verschiedenste Maschinengewehre, viele Mörsergranaten und Raketen aus französischer Produktion. (http://sana.sy/en/?p=105701)

Terroranschläge vom 8.5.2017: Fünf Angestellte des General-Elektrizitätswerks für Aleppo wurden bei Instandsetzungsarbeiten an den Stromleitungen zwischen amâ und Ḥomṣ im Dorf Marâġa nahe Ḫanâṣir im S-Umland der Provinzhauptstadt durch die Detonation von Sprengsätzen, welche Reste an Terroristen in der Gegend hinterlassen hatten, verletzt. (http://sana.sy/en/?p=105696) Infolge des mehrfachen Raketenbeschusses des Stadtteils al-Ğaura  von Dair az-Zaur durch IS-Terroristen kamen drei Anwohner ums Leben, weitere zehn wurden verletzt bei entsprechenden Sachschäden. (http://sana.sy/en/?p=105742)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105691 und http://www.sana.sy/?p=551605 (Vernichtung von motorisierten IS-Trupps unterwegs zwischen Salamiyya, aš-Šiaḫ Hilâl und Aṯriyâ im O-Rîf von amâ; zudem Beseitigung von  ebenfalls motorisierten Einheiten Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra nahe Ḥur Binafsa, um az-Zâra und westlich von al-ʽAbâra. In der Morgendämmerung Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf eine Anzahl Militärposten zum Schutz von Rağm al-ʽÂlî, Tal Šîḥa und Talat al-Madrâğ [im Ğab al-Ğarâḥ-Gebiet] im O-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung zweier mit Maschinengewehren aufgerüsteter Pickups; überlebende IS-Anhänger flohen in die Westen der Wüste; wenige Stunden danach war das gesamte Gebiet unter SAA-Kontrolle. Effiziente präzise SAAF-Luftschläge gegen IS-Stellungen und –Bewegungsachsen samt aufgerüsteter Kampfwagen und einem Panzer  im Bereich aṯ-Ṯarda und al-Buġai­liyya im W-Umland von Dair az-Zaur sowie in Marâṭ und Mû Ḥassan im O-Rîf mitsamt Eliminierung  einiger Kommandozentren inklusive Fuhrparks und Dutzender Terroristen.)

Am 7.5.2017 meldete das russische Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya, daß in der vergangenen Woche (vgl.u.) spezialisierte Kameramänner vom  qaṭarischen TV-Kanal   al-Ğazîra mit der Fabrizierung inszenierter Filme im Raum Idlib beschäftigt war, welche angebliche zivile Giftgasopfer von Angriffen der SAA zeigten. Sputnik News zitierte den Sprecher, wie er ausführte: „According to information from a number of sources among local residents and opposition formations … special ‘video brigades’ car­ried out staged filming in the past week of alleged consequences of shelling and airstrikes, including with the use of ‘poisonous substances’.” Anwohner hätten [fremde] militärische Berater ausgemacht, welche den Kameramännern spezielle Anweisungen gaben: „,consultants‘ of the brigades were ,recognized by the locals as ca­meramen shooting news in the region for the Al Jazeera channel‘”. (http://sana.sy/en/?p=105621, http://www.sana.sy/?p=551105)

Laut Mitteilung des Innenministeriums gelang dem Drogendezernat am So., 7.5.2017, ein Schmugglernest in Damaskus auszuheben. dabei wurden in dem Speditions-Büro 8kg an Captagon-Pillen (zum Verwendungszeck für Terroristen vgl. Teil II), versteckt in den Stielen von Bodenwischern  beschlagnahmt. (http://sana.sy/en/?p=105669)

Terroranschlag vom 7.5.2017: Im Kûʽ Ḥadar-Bereich verschanzte Terroristen brachten an der Šahbâ-Straße nahe des al-Lağât-Gebiets im N-Umland von as-Suwaidâ´  Sprengsätze an, welche beim Passieren eines Busses detonierten und so drei Bürger verletzten sowie Sachschaden verursachten. (http://sana.sy/en/?p=105626, http://www.sana.sy/?p=551072)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105638 und http://www.sana.sy/?p=551250 (Präzise, effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen mit einer Menge an Waffen und Munition und –Trupps um den Dair az-Zaur Airport, im Stadtteil Sariyya Ğunaid sowie beim Friedhof, begleitet von ähnlichem Vorgehen der Artillerie auf dem Boden mit deutlichen Feindverlusten. Rückeroberung der Anhöhe Talat al-Madrağ und dreier Posten im O-Rîf von Ḥomṣ mit Beseitigung etlicher IS-Terroristen samt militärischem Equipment.)

Während eines Telefonats mit seinem US-Amtskollegen Joseph Dun­ford  bestätigte der russische Generalstabschefs Waleri Gerassimow die Bereitschaft beider Seiten zur Fortführung des nach dem US-Angriff auf die Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât  ausgesetzten Memorandums (vgl.u.) über die Kooperation beider Staaten zur Vermeidung von Unfällen bei deren Operationen im Luftraum über Syrien. (http://sana.sy/en/?p=105615 vom 7.5.2017)

Q.e.d.: Am 6.5.2017 bestätigten alle Nahost- und russischen Medien einen Bericht eines syrischen Geheimdienstagenten bzw. die Meldung von Fort-Russ-News darüber, daß erneut (!) sog. „bewaffnete moderaten Oppositionelle” (MAO, vgl.u.) zusammen mit den White Helmets (vgl.u.) 23 Kinderleichen aus einem Krankenhaus der von den Terroristen beherrschten Stadt Idlib stahlen, um sie zusammen mit zusammengetriebenen Erwachsenen syrischen Bürgern für die Inszenierung des Opferbildes eines angeblich von der SAA verübten Chemieangriffs zu mißbrauchen. Diese Inszenesetzung filmten sie, während der für fake news berüchtigte, vom Emir von Qaṭar betriebene Sender al-Ğazîra TV dieses Machwerk als angeblichen seriösen Bericht veröffentlichte. Diese neuerliche sorgfältig fabrizierte Falschmeldung könnte zu einem erneuten unbegründeten und illegalen Angriff auf Syrien führen wie schon auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât durch die USA, warte ein Journalist des russischen First Channel. (http://www.sana.sy/?p=549934 vom 4.5.2017, s.a. http://www.fort-russ.com/2017/05/confirmed-al-jazeera-may-screen-white.html vom 6.5.2017) Der Politologe und investigative Journalist Th. Meyssan stellt dazu fest, daß der o.e. Sendebeitrag von alĞazîra TV hierzu im Namen einer auf europäischem Boden befindlichen Person ausgeführt worden sei. Eine diplomatisch-militärische Quelle gab demnach gegenüber Sputnik News an:„Die Ergebnisse der von den Weißhelmen präsentierten TV-Show eines Sarin-Angriffs, der von den syrischen Behörden in Khan Schaykhun verübt worden wäre, haben die Terroristen, inspiriert‘, die Dreharbeiten der „TV-Serie“ weiter zu machen,“ sagte der Gesprächspartner von Sputnik (vgl. https://sptnkne.ws/esVf). Weitere derartige Inszenierungen seien z.B. in Sarâqib, Erich (?) und Ğisr aš-Šuġûr gefilmt worden. Dabei wurden ca. 30 Feuerwehr- und Krankenwagen sowie etwa 70 Be­wohner mit Kindern aus einem Flüchtlingslager engagiert. „Um die Szene realistischster zu machen, wurde sie mit Mobiltelefonen aus verschiedenen Blick­winkeln gefilmt, und auch mit Hilfe eines Quadri-rotors. Am Ende der „Dreharbeiten“ erhielt jeder Teilnehmer, auch die Kinder der Gruppe, 1000 syrische Pfund und eine Ration Lebensmittel.“. Weiter machte der Informant bekannt: “Mehrere gleichzeitige Publikationen von gefälschten Videos mit schrillen Kommentaren auf so­zialen Netzwerken sollten bis Sonntag auf Geheiß des Sponsors der Dreharbeiten in einem europäi­schen Land stattfinden“. (http://www.voltairenet.org/article196251.html vom 5.5.2017)

Die Kreml-Regierung zeigte sich zufrieden mit dem Schluß der OPCW dahingehend, daß am 16.9. 2016 im Dorf Maʽrat Umm-Ḥawš in der Region Aleppo Senfgas bzw. Iprit  eingesetzt worden sei, ließ das außenministerium in Moskau am Sa., 6.5.2017, wissen. Weiter heißt es, daß „die von uns und unseren syrischen Kollegen gezogenen Schlussfolgerungen darüber, dass die Terroristen in Marat Um Haush Iprit eingesetzt haben, die absolute Bestätigung in der Organisation für das Verbot chemischer Waffen bekamen. Wir konstatieren dies mit Zufrieden­heit.“  (http://tass.com/politics/944923, s.a. https://sptnkne.ws/esSc für Zitat in Deutsch)

Terroranschlag vom 6.5.2017: Im Stadtteil al-Quṣûr von Dair az-Zaur wurden ein Kind getötet und vier weitere Bewohner verletzt durch das Bombardement  seitens einer Drohne des IS. (http://sana.sy/en/?p=105601)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105609 und (Effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Trupps und deren Nachschubrouten im Gebiet des Friedhofs, der Ziegelfabriken, von al-Mağbal, aṯ-Ṯarda, Wâdî aṯ-Ṯarda und dem Ar­bei­terviertel von Dair az-Zaur; desgleichen mittels Artillerie außerhalb der Provinzhauptstadt im westlichen Teil in Ḥuwaiğa Ṣakr, Ḥuwaiğat al-Muraiʽiyya und al-Buġai­liyya; Vernichtung der kompletten IS-Truppe beim Kraftwerk und dem Liwâ´ at-Ta´mîn am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur; zudem erfolgreiche Gefechte gegen eine motorisierte IS-Einheit mit Artillerie beim Ğabal aṯ-Ṯarda südlich der Provinzhauptstadt; ganz im O  der Provinz in al-Bû Kamâl wurde laut lokalen Quellen u.a. der Amîr al-Ḫadamât des IS mit Kampfnamen Abû ʽAmmâr al-ʽIrâqî getötet; andererseits exekutierten IS-Mitglieder im Gebiet von  sowie al-Kubar im NW-Umland von Dair az-Zaur einen 18-Jährigen.)

Am 6.5.2017 begeht Syrien feierlich den alljährlichen Helden- bzw. Gefallenengedenktag

Über die counterterroristischen Operationen vom 5.5.2017 informiert http://www.sana.sy/?p=550678 (Eine Gruppe von Bewohnern von al-Bû Kamâl griff ernuet IS-Verstecke an, tötete dabei zwei der Terroristen und zerstörten eine Reihe von deren Kampfwagen; zudem wurde in Dair az-Zaur ein ISAnführer getötet und zudem in al-Mûḥassan im O-Umland jener Provinzhauptstadt die Leiche des Terroristen Yûsuf al-ʽAlî, tot aufgefunden.)

Nachdem das russische Außenministerium am 4.5.2017 moniert hatte, daß sich das OPCW in Den Haag immer noch nicht dazu durchringen konnte, die Vorgänge bzgl. des angeblichen Giftgaseinsatzes in Ḫân Šaiḫûn wie angefordert zu untersuchen (vgl.u.), gab der Generaldirektor der Organisation Ahmet Üzümcü, am 5.5.2017 endlich bekannt, ein Expertenteam der OPCW wie der UN untersuche die gesammelten Proben. (http://www.sana.sy/?p=550484)

In 29 Bussen wurde am 5.5.2017 ein weitere Kontingent an Militanten samt Familienangehörigen aus al-Waʽir in Ḥomṣ gemäß dem Rekonziliierungsabkommen (s.u.) wurde in der vereinbarten Weise abtransportiert.(http://sana.sy/en/?p=105554)

Die Geltung des in Astana erzielten Memorandums beginnt am Sa., 6.5.2017, um 00,00 Uhr in Kraft (http://sana.sy/en/?p=105505, s.a. https://sptnkne.ws/es3x)

In Ergänzung des in Astana vereinbarten Memorandums (s.u.) erklärte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow am Fr., 5.5.2017 vor der Presse, auch die bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.] müsse sich an die darin getroffenen Abmachungen zu den De-Eskalationszonen in Syrien halten. Zudem erwarte die Kreml-Regierung, daß diejenige der Türkei auf die bewaffnete Opposition entsprechend einwirke.  Wörtlich äußerte er dazu: „Our Turkish counterparts who also are guarantors of the ceasefire so they should work effectively to ensure that the Syrian armed opposition abides by the memorandum signed by Turkey, Iran and Rus­sia.” Wie schon von tags zuvor von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, dem Leiter der Regierungsdelegation erwähnt, würden die einzelnen Punkte des Memorandums noch zwischen der russischen Seite und der syrischen Regierung erörtert (vgl. http://www.sana.sy/?p=549567): „Some issues need to be clarified. Naturally, we need to rely on the Syrian parties’ opinion, primarily that of the legitimate government, a UN member – the Syrian Arab Republic,” betonte er deshalb. Die US-Seite sei an der Überwachung der Einhaltung der Vereinbarung beteiligt, die Details hierzu würden durch die jeweiligen Militärexperten geklärt. (http://sana.sy/en/?p=105583) Alexander Lawrentiew als Leiter der russischen Delegation informierte noch darüber, daß auch die Militärflugzeuge der US-geführten Koalition die vier De-Eskalationszonen zu respektieren hätten. Dies werde auch überwacht werden. Auch wenn dieser Passus nicht Teil des Memorandums sei, gelte er als ausgemacht. So äußerte er: „actions in the de-escalation zones, starting from now those zones are closed for their flights. … As guarantors we will be tracking all actions in that direction. … Absolutely no flights, especially by the international coalition, are allowed. With or without prior notification. The issue is closed.” Die US-geführte Koalition werde jedoch Luftangriffe gegen den IS nahe ar-Raqqa und von Städten entlang des Euphrats, bei Dair az-Zaur und an der Grenze zum Irak ausführen. (http://sana.sy/en/?p=105566) Das russische Verteidigungsministerium ließ verlauten, daß Verstöße gegen die Vereinbarung sehr wohl unter Anwendung von Gewalt geahndet würden. (http://www.sana.sy/?p=550450)

Begrüßt wurde das Mermorandum auch durch die kasachische (http://sana.sy/en/?p=105569) wie ägyptische Regierung und vor allem durch den UN-Generalsekretär Guterres. Sein Sprecher hob dabei hervor: „The Secretary-General welcomes the commitments to ceasing the use of all weapons, particularly aerial assets; to rapid, safe, and unhindered humanitarian access; and to creating conditions for the delivery of medical aid and meeting civilians’ basic needs.” (http://sana.sy/en/?p=105551)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105475 und http://www.sana.sy/?p=549611 (Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Posten westlich des at-Talîla Schutzgebiets (18km östlich von Tadmur im Ğab al-Ğa­râḥ-Gebiet: d.h. von Nr.968, 2km im NW von Ḍabʽat al-Mulaiḥa,  Nr.876 und Nr.881, 2km im W von al-Mušairifa al-Ğanûbiyya (seinerseits 73 km) im O von Ḥomṣ nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten, dessen Reste flohen unter Verlust ihrer Ausrüstung in die Große Wüste (al-Bâ­diyya); zudem effektiver präziser Artillerieangriff gegen IS-Schlupfnester in Ẓahrat aṭ-Ṭawila bis östlich von Habra al-Ġarbiyya mit Eliminierung aller Terroristen. Erfolgreiche akkurate SAAF-Angriffe gegen IS-Stellungen und –Verstecke im Stadtteil in ar-Raṣâfa von Dair az-Zaur, um den Friedhof, bei aṯ-Ṯarda und der Ziegelfabrik sowie Auslöschung von IS-Trupps nahe des Liwâ´ at-Ta´mîn samt deren Kampfwagen etc.. – IS-Terroristen rächten sich für die Bürgerattacke gegen sie in in al-Bû Kamâl (vgl.u.) durch Exekutionen von Bürger in der nahegelegenen Stadt as-Sayyâl. Beseitigung von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Fortifikationen wie Nestern von Ma­chi­nengewehrschützen in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd und al-ʽAbbâsiyya sowie im NW des Alten Zolls und im SO von al-Ḫazân )

Treasures-Syrian-Heritage-exhibition-antiques-relics, Photo: SANA

Treasures-Syrian-Heritage-exhibition-antiques-relics, Photo: SANA

Im Nationalmuseum Damaskus eröffnete der Direktor für Altertümer und Museen, Dr. Ma´mûn ʽAbdul-Karîm am 4.5.2017 die AusstellungTreasures of the Syrian Heritage”. Diese ist 89 antiken Werken – davon zwei aus Palmyra – gewidmet, welche ursprünglich von Terroristen zerstört bzw. geplündert und geraubt worden waren und auf dem Antikmarkt  europäischer Hauptstädte verkauft werden sollten. Der Direktor führte aus: „in cooperation with Interpol and UNESCO, the sale of dozens of stolen Syrian antiquities has been stopped in European capitals.” (zu den Anstrengungen hierzu vgl.) Die Stücke wurden nach ihrer Rückkunft sorgfältig restauriert und können nun vom Publikum besichtigt werden. Gegen die beteiligten Täter sei die Strafverfolgung im Gange: „All these acts have been turned into the courts and we have every right to defend our archaeological artifacts as long as they are Syrian and went out illegally and to return them to Syria even after twenty years.” Die Bemühungen möglichst viele Stücke aufzuspüren und zurückzuerhalten gingen indes weiter. Neben Würdigungen durch den stellvertretenden Kultusminister Tawfîq al-Imâm kam auch der Leiter der Abteilung für Restaurierungen in den Museen, Firâs Dadûḫ, zu Wort Er machte Ausführungen zu den verschiedenen Wiederherstellungsarten inklusive der neuen Rekonstruktionstechnik, die zuvor schon (vgl.u., bei Abb., Febr. 2017) vorgestellt worden war. Die Restauratorin Yârâ Wafâ´î hob den Kampf gegen den internationalen Kunstraub und –Schmuggel hervor sowie die Neuausstattung  syrischer Ausstellungsorte mit modernen Überwachungs- und Abwehrmechanismen. Zudem werde eine umfangreiche Datei aller syrischen Artefakte mit eindeutiger Identifizierung erstellt, die dem Diebstahl und Verkauf vorbeugen helfe. Wie ihre Kollegin Lamîs Baqğağî ausführte, sei man derzeit in drei Sparten tätig: Restaurierung, Archivierung und der Weiterführung von Ausgrabungen, z.B. im antiken Amrīt, in Nahr al-ʽArab und Tal aš-Šâmiyya; wiederhergestellt worden seien bereits die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers, die Seitenflügel des berühmten osmanischen Qaṣr az- Zahrâwî und anderes. (http://sana.sy/en/?p=105437)

Sonderausstellung im damaszener Nationalmuseum, Photo: SANA

Sonderausstellung im damaszener Nationalmuseum, Photo: SANA

Dokumentation der Zerstörungen und Schäden in Aleppo infolge der Terroristenaktivitäten und Plan zum Wiederaufbau mit Rekonstruktion bzw. Restaurierung der archäologisch bedeutsamen Gebäude vor allem der als UNESCO-Weltkulturerbe gelisteten Alstadt durch den Generaldirektor für Altertümer und Museen, Dr. Ma´mûn ʽAbdul-Karîm. (http://www.sana.sy/?p=549787, http://sana.sy/en/?p=105511) Projekt zur Rekonstruktion und Restaurierung des teilzerstörten archäologisch bedeutsamen alten Marktes von Ḥomṣ (www.sana.sy/en/?p=105486)

4 De-Eskalationszonen in Syrien, Photo: syrianfreepress-

4 De-Eskalationszonen in Syrien, Photo: syrianfreepress-

Am Do., 4.5.2017, fanden sich die drei Garantenstaaten der syrienweiten Waffenruhe zunächst zu einem trilateralen Treffen zusammen. Der Leiter der russischen Delegation, Alexander Lawrentiew, setzte auseinander, daß das seinerseits vorgelegte Papier über die Einrichtung von De-Eskalationszonen in Syrien voraussetze, daß in jenen Gebieten die sog. moderaten Oppositionellen [MAO, vgl.u.] die Bekämpfung der Terroristen übernähmen, worin sie durch die Garantenstaaten Rußland, Iran und Türkei unterstützt würden. Wörtlich bemerkte er dazu: „We decided to go this way to create such zones in which the fight against terrorist organizations will be directly taken up by the moderate opposition themselves with the support of the guarantor coun­tries.” Der russische Plan sehe vor, vier Gefahrenherde auszuwählen, in welchen besonders heftige Kämpfe zwischen der Arme (SAA) einerseits und  Ğabhatu_n-Nuṣra und der sog. bewaffneten moderaten Opposition [MAO, vgl.u.] andererseits stattfänden. Dies würde helfen, endlich die -russischerseits lang angestrebte, jedoch von US-Seite bislang blockierte – Trennung zwischen der moderaten Opposition und den Terroristen herbeizuführen [da ja die US-geführte Koalition immer auf einem Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen bestand, den die syrische Seite negierte, dazu vgl.u.]. Auch würden damit die bewaffneten Konfrontationen zwischen der SAA und der bewaffneten Opposition deutlich reduziert werden. Demnach führte er aus: „We believe that the creation of de-escalation zones in Syria can really help to move along the long-standing problem of separating the moderate Syrian opposition from terrorist organizations, primarily the ISIS and Jabhat al-Nusra, and will help significantly reduce the level of armed confrontation between the Syrian Army and the armed opposition.” (http://sana.sy/en/?p=105480) Weitere Einzelheiten über das veröffentlichte russische Dokument bzgl. der De-Eskalationszonen sind nachzulesen in: http://sana.sy/en/?p=105526. Die vier De-Eskalationszonen sollen sich in der Provinz Idlib, nördlich von Ḥomṣ, in Ost-al-Ġûṭa (Rîf Dimašq) und im Süden Syriens befinden. – In all diesen Gebieten haben gewisse Terrorgruppen noch ihre festen Rückzugspunkte. Näheres zur Unterzeichnung des russischen Memorandums über die De-Eskalationszonen in Syrien durch die Vertreter der drei Garantenstaaten während der Plenarsitzung in Astana bringt: http://sana.sy/en/?p=105505 Minimalzusammenfassung bei: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26574-einigung_auf_sicherheitszonen_in_syrien_iran_russ­land_und_t%C3%BCr­kei_unter­zeich­nen_absichtserkl%C3%A4rung

Vorgeschlagene 4 De-Eskalationszonen, Abbildung: syrianfreepress

Vorgeschlagene 4 De-Eskalationszonen, Abbildung: syrianfreepress

Aufdeckung und Verhaftung einer Terroristenzelle durch die Behörden von al-Lâḏa­qiyya (die Provinz grenzt an die Türkei bzw. das von jener Regierung angeeignete Gebiet Alexandrette vgl. Teil II). Deren Mitglieder hatten an der syrischen Mittelmeerküste und im Hinterland geplündert, Bewohner gekidnappt und getötet.  (http://sana.sy/en/?p=105532)

Ein 8. Kontingent an Militanten samt Familienmitgliedern in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens bzgl. al-Waʽir in Ḥomṣ (s.u.) wurde in der üblichen Weise mit Bussen abtransportiert. (www.sana.sy/en/?p=105531)

Während des Besuchs des türkischen Staatschefs Erdogan in Putins Sommerresidenz in Sotschi machte Rußlands Präsident bzgl. des gleichzeitig stattfindenden Astana-Treffens deutlich, daß seine Regierung weiterhin die Waffenruhe-Vereinbarung für Syrien als Basis für die politische Lösung er Syrienkrise unterstütze. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 3.5.2017 äußerte er dazu: „to let the political process go on, ceasefire must be guaranteed.” und fuhr fort: „One of the ways to consolidate the cessation of hostilities in Syria is the establishment of de-esca­lation zones.” Über die Einrichtung solcher De-Eskalationszonen in Syrien habe der Kreml zuvor mit der Regierung in Damaskus wie der in Teheran Konsultationen abgehalten und sei auf Übereinstimmung gestoßen. Dann habe er mit US-Präsident Trump darüber gesprochen, der dem Plan zustimme, ebenso wie Präsident Erdogan nach den vorangegangenen Unterhaltungen in Sotschi. Mit der syrischen wie iranischen Regierung war man übereingekommen, daß es der Mechanismen (vgl.u.) bedürfe, welche die Waffenruhe garantierten. Zudem waren sich die Vertreter dieser drei Staaten einig, daß der Kampf gegen den Terrorismus weitergehen müsse. Hierzu bemerkte Präsident Putin: „Regarding terrorists, in spite of the creation of that zone, the war on terror will be ongoing – against such organizations as the so-called ISIS, Jabhat al-Nusra and other ones that are classified on the list of terrorist organizations approved by the United Nations.” (http://sana.sy/en/?p=105452, http://sana.sy/en/?p=105456) Rußland und die Türkei befinden sich derzeit wieder auf Normalisierungskurs, nachdem sich Erdogan – infolge der gegen die Türkei verhängten empfindlichen russischen Sanktionen – dann doch für den Abschuß der russischen Militärmaschine im syrischen Luftraum im November 2015 entschuldigt hatte. (s.a. https://sptnkne.ws/ersQ und http://parstoday.com/de/news/world-i26538-putin_erdogan_treffen_in_sotschi)

In Astana hat am 3.5.2017 die 4. Gesprächsrunde zur Beilegung der Syrienkrise begonnen. Nach Mitteilung des kasachischen Außenamtssprecher Anwar Ğâyinkûf (Zhainakow) kamen die noch erwarteten teilnehmenden Delegationen am Abend des Vortags bzw. am heutigen Morgen in der Hauptstadt der russischen Teilrepublik an. Im Gegensatz zu ihrer vorhergehenden Bestätigung (vgl.u.) sagten jedoch die „representatives of terrorist organizations“, im Westen meist als „armed opposition” [MAO, vgl.u.] betitelt, kurzfristig ihr Kommen ab, wie AFP meldete. Statt dessen schickten sie ein „Memo“. Demgegenüber gab der UN-Gesandte de Mistura an, er wisse nichts von jenem Sachverhalt. – Am Mittwoch fänden hinter verschlossenen Türen bilaterale Gespräche statt, während es am Donnerstag eine Plenarsitzung gebe. Demnach trafen sich heute die russische und iranische Delegation sowie erstere mit der aus den USA unter Leitung des US Assistant Secretary of State for Middle East Affairs Stuart Jones.  Rußland schickte als Vertreter wieder Alexander Lawrentiew, der Iran erneut Ğâbirî Anṣârî. (http://sana.sy/en/?p=105387)

Der russische UN-Gesandte in Genf, Alexei Borodawkin, wies in einer Stellungnahme vom 3.5.2017 gegenüber Sputnik News darauf hin, daß sich das hohe Verantwortungsbewußtsein der Regierung in Damaskus für die notleidende Bevölkerung erneut auch dadurch erweist, daß sie dafür sorgt, daß humanitäre Konvois z.B. sogar in das von den Terroristen beherrschte Gebiet Ost-al-Ġûṭa mit ihrem Stützpunkt Dûmâ gelangen. Daher brachten 51 LKW am Di.,  2.5.2017, in Koordination mit dem Syrian Arab Red Crescent (SARC), dem International Committee of the Red Cross (ICRC) und der UN die benötigten Mittel dorthin. Die bewaffneten Gruppen der Gegend und ihre Sponsoren rief er dazu auf, den humanitären Organisationen in Syrien ihre Arbeit zu erleichtern anstatt ständig (Vor-)Bedingungen zu stellen. (http://sana.sy/en/?p=105449)

Kraftwerk az-Zâra, Photo: SANA

Kraftwerk az-Zâra, Photo: SANA

Terroranschläge vom 3.5.2017: Wieder war das Kraftwerk az-Zâra im südlichen Umland von amâ das Ziel der Terroristen. Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten feuerten darauf eine Anzahl Mörsergranaten ab. Diese schlugen in der großen Werkhalle wie im Arbeiterwohnbereich ein und verursachten dort Sachschäden. – Kraftwerke in exponierter Lage in den nördlichen Provinzen Idlib, Ḥamâ und früher auch Aleppo, welche die Strom- bzw. Wasserversorgung der Bürger sicherstellen sollen, sind einerseits ständigen Angriffen der Terrorgruppen ausgesetzt; andererseits wurden sie von den Terroristen geplündert und ganze Werkseinrichtungen abmontiert und per LKW in die Türkei transportiert und verkauft. IS-Trupps, welche sich in den Dörfern Raḥûm und Umm Ṣaḥrîğ eingenistet hatten, beschossen das Dorf as-Sankarî im O von Ḥomṣ mit Raketen. Diesen schlugen in der lokalen Grundschule ein, während die Kinder gerade ihre Examensarbeiten schrieben. Zum Glück kam es außer beträchtlichen Sachschäden zu keinen menschlichen Opfern. (http://www.sana.sy/?p=549074, http://sana.sy/en/?p=105403)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105408 und http://www.sana.sy/?p=549107 (Erfolgreiche Angriffe gegen die fortifizierten IS-Stellungen und –Schlupfnester in Umm Ṣaḥrîğ im O von  Ḥomṣ, wovon zuletzt die Terrorattacken ausgegangen waren (vgl.o.), mit Beseitigung eines mit Artillerie ausgestattetem Truck und einer Raketenabschußvorrichtung mitsamt Mannschaften; zudem Befreiung von at-Tadmuriyya, al-Ḫalîliyya und al-Muha­šim, sowie Rückeroberung der Ğibâl aš-Šûmariyya wie der Anhöhen (Tilâl) rundum nach für den IS verlustreichen Gefechten ebenfalls im Ostteil der Provinz; dazu Zerstörung von zwei Autobomben und Vernichtung einer großen Anzahl von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten in Dair Fûl. Eliminierung von IS-Trupps auf deren Infiltrationsachsen an den südlichen Stadrändern von Dair az-Zaur in von Artillerie-gedeckten intensiven Militäroperationen – unter den getöteten Terroristen fanden sich auch der IS-Verantwortliche für die Bewaffnung, Abû az-Zubair al-Maġribî [d.h. aus Marokko stammend] und dem IS-Führer des sog. Wilâya al-Furât [d.h. Euphrat-Gouvernement des IS]; Anwohner von al-Bû Kamâl nahe der irakischen Grenze wagten den Aussagen von lokalen Quellen zufolge wohl erneut einen Vorstoß gegen ein IS-Schlupfnest am Stadtrand, töteten dabei zwei Extremisten und setzten zwei von deren Kampfwagen in Brand.)

Scott Glover  macht am 2.5.2017 bei CNN Erschreckendes über die Ehefrau des zu früh totgesagten (vgl.u, 3.8.2016).  Denis Cuspert alias Rapper Deso Dogg alias IS-Führungsmitglied Abû Ṭalḥa al-Almânî (vgl. Teil IV) publik. Eine Tschechin mit vorübergehendem Wohnsitz in der BRD hatte einen US-Soldaten geheiratet und war mit diesem in die USA gegangen. Dort erhielt sie, Daniela Greene, wegen ihrer Fremdsprachenkenntnisse eine Stelle als Übersetzerin beim FBI und später sogar eine Position mit top-secret security clearance. In ihrem neuen Wirkungskreis hatte sie es in den Akten mit Cuspert zu tun, dem sie schließlich – immer noch verheiratet und ohne dies ihrer Dienststelle so bekannt zu geben – über Istanbul und Gaziantep nach Syrien folgte, um ihn dort im Jahr 2014 zu heiraten. Später kehrte sie – reuig – in die USA zurück, bekam jedoch im Vergleich zu Strafen für weit mindere Straftaten wie z.B. der nur versuchten Ausreise nach Syrien eine äußerst geringe Strafe von bloß zwei Jahren Haft und wurde bereits im Sommer 2016 entlassen. Nicht nur dem früheren Beamten des State Depart­ment und jetzigem CNN-Kommentator für nationale Sicherheitsfragen, John Kirby, ist das alles mehr als suspekt. Ohne gute Beziehungen zu IS-Top-Führungsmitgliedern sei für eine Amerikanerin mit FBI-Hintergrund eine Einreise mit Zusammentreffen mit IS-Führungsleuten nicht nur unmöglich gewesen, es wäre zuvor gescheitert. Eindringlinge in IS-Gebiet hätten nämlich „getting their heads cut off,“ riskiert.  Kirby schließt daraus: „So for her to be able to get in as an American, as a woman, as an FBI employee, and to be able to take up residence with a known ISIS leader, that all had to be coordinated.“ Ebenso merkwürdig sei die überaus glimpfliche Behandlung der Frau nach ihrer Rückkehr. (Ausführlich bei: http://edition.cnn.com/2017/05/01/politics/investigates-fbi-syria-greene/index.html, sehr stark verkürzt bei: https://sptnkne.ws/eqyT)

Nach siebenmonatigen  Stillstand als Folge der Terroranschläge (vgl.u.) beginnt nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten  die Maḥarda-Station wieder mit der Energieerzeugung und Einspeisung ins Netz. (http://www.sana.sy/?p=548355)

Terroranschläge vom 2.5.2017: Bei einem Angriff in der Morgendämmerung von IS-Terroristen auf ein Flüchtlingslager im Gebiet von Rağm aṣ-Ṣulaibî im SO von aš-Šadâdî, ca.60km südlich der Provinzhauptstadt al-Ḥasaka gelegen, sind bislang mehr als 30 Flüchtlinge getötet und 34 teils lebensgefährlich verletzt worden. Bei den Opfern handelt sich hauptsächlich um Frauen und Kinder, die vor den IS-Greueln aus ar-Raqqa und Dair az-Zaur sowie aus Mossul im irakischen Gebiet geflohen sind. (http://sana.sy/en/?p=105339, http://www.sana.sy/?p=548329) – Wieder einmal findet solch eine grauenhafte Attacke unmittelbar vor Friedensverhandlungen [aktuell: Astana] statt. Zu den Gründen vgl.u.! Ergänzung: Im Ġaraz-Gebiet, bei den an-Naḫla-Farmen und dem an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp verschanzte Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra griffen  die Stadtteile al-Quṣûr und as-Sabîl  von Darʽâ mit Raketen an, was zu erheblichen Beschädigungen, jedoch zum Glück zu keinen menschlichen Opfern führte. (http://sana.sy/en/?p=105339, http://www.sana.sy/?p=548685)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105336 und http://www.sana.sy/?p=548304 (Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen, Nestern von Maschinengewehrschützen und motorisierten Trupps im Stadtgebiet von Darʽâ in den Vierteln Ṭarîq as-Sadd, al-ʽAbbâsiyya und al-Furn, beim Alten Zoll und südlich von Bi´r aš-Šayyâḥ am SO-Stadtrand in präzisen Artillerieangriffen.)

Während einer Rede zum Gedenktag der Befreiung des Süd-Libanon und der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität im Land machte der Generalsekretär der libanesischen Ḥizbullâh (vgl.u.), Sayyid Ḥassan Naṣrullâh, deutlich, daß bis auf wenige Knotenpunkte im Ğarûd ʽArsâl-Bereich die gemeinsame Grenze zwischen Syrien und dem Libanon gegen Angriffe seitens des IS und anderer Terrororganisation gesichert worden sei. Damit gebe es keine Städte, Basen, Anhöhen oder Stützpunkte der Terroristen an der Grenze mehr. (http://sana.sy/en/?p=105383) – Aus dem Libanon werden immer wieder Kämpfe gegen IS-Angriffe im Bereich Ğarûd ʽArsâl gemeldet.

Das kasachische Außenministerium informiert darüber, daß  am Di., 2.5.2017, alle Delegationen ihr Kommen zur 4. Astana-Konferenz zugesagt hätten einschließlich derer der sog. bewaffneten Opposition [MAO, vgl.u.]. Gegenüber der kasachischen Nachrichtenagentur äußerte der Außenamtssprecher Anwar Ğâyinkûf (Zhainakow) zudem noch: „The delegations of the UN experts and of the guarantor states ‘Russia, Turkey and Iran’ are arriving in Astana at the moment.” Auch der UN-Gesandte de Mistura wolle teilnehmen. Später am Tag werde er mit anderen Experten der Garanten-Staaten zusammentreffen. Die Gespräche auf höherer Ebene würden dann am 3. und 4.5.2017 stattfinden. (http://sana.sy/en/?p=105348)

Die Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî ist am Mo., 1.5.2017, bereits in Astana angekommen. (http://sana.sy/en/?p=105266)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.5.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105261 und http://www.sana.sy/?p=547917 (Den Verteidigungskräften von Dair az-Zaur gelang der Abschuß einer IS-Aufklärungsdrohne nahe der östlichen Barrikaden des Flughafens; zudem Zerstörung von IS-Befestigungen samt eines Bulldozers im al-Makabât- Areal (Deponie-Bereich) im Süden der Provinzhauptstadt; Vernichtung von IS-Trupps einschließlich eines IS-Kommandeurs namens Aḥmad al-Ğanîn im Friedhofsbereich samt deren militärischer Ausrüstung; gezielte effektive Artillerieangriffe gegen IS-Fortifikationen und – Bewegungsachsen im Stadtteil al-ʽUrfî wie dem Arbeiterviertel sowie außerhalb auf dem Ğabal aṯ-Ṯarda, im Wâdî aṯ-Ṯarda, bei Mafraq aṯ-Ṯarda (Abzweigung) bei heftigen Feindverlusten. Beseitigung eines Kommandozentrums samt einiger Kampfwagen und Mannschaften von Ğa­bha­tu_n-Nuṣra im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad und außerhalb im Gebiet von Baṣr al-Ḥarir, al-Ġâriyya aš-Šarqiyya und  östlich des Dorfs Ğanîn im al-Lağât-Areal im N der Provinz Darʽâ.)

Laut Mitteilung des Pressedienstes des kasachischen Außenministeriums hat der UN-Generalssekretär Antonio Guterres beim Treffen mit dem kasachischen Außenminister Kairat ʽAbdurraḥmânow in New York vom So., 30.4.2017, seine volle Unterstützung der Bemühungen der AstanaKonferenzen hinsichtlich der Beilegung der Syrienkrise in Vorbereitung der folgenden Genfer Gespräche erklärt, indem er sagte. „The minister informed the secretary general about the negotiation process on Syria in Astana. Guterres expressed his full support to the process, because, in his opinion, these negotiations pave the way for success of the Geneva talks.”  Außerdem nehme der UN-Generalssekretär am Shanghai Cooperation Organization sum­mit teil wie der Eröffnungsveranstaltung der Expo-2017 exhibition in Astana am 8. und 9. Mai.  (http://sana.sy/en/?p=105246)  – Die 4. AstanaKonferenz findet am 3. – 4.5.2017 statt.

Terroranschläge vom 30.4.2017:
In Tal al-Ḥamriyya positionierte Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra nahmen am Morgen erneut die landwirtschaftlichen Nutzflächen* von in Kurûm al-Ḥamriyya und südlich des Dorfes Ḥaḍar in der Provinz al-Qunaiṭra unter Maschinengewehrfeuer  und töteten dabei einen Bauern.
In an-Nuʽaima verschanzte Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten beschossen mit Mörsergranaten Wohnhäuser der Stadtteile Maysalûn, al-Maṭâr und al-Quṣûr von Darʽâ, verletzten damit vier Anwohner, darunter eine Frau und einen Dreijährigen, und richteten materielle Schäden an.
Desgleichen widerfuhr der Stadt Maḥarda im N-Rîf von amâ durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Raketen, wodurch zwei Anwohner verwundet und ebenfalls Sachschäden an öffentlichem und privatem Gut angerichtet wurden.
(http://www.sana.sy/?p=547489) – Zur *Zielsetzung hinter den terroristischen Angriffen gerade im landwirtschaftlichen Gebiet vgl.u.!

Erneut war aṭ-Ṭabqa, westlich von ar-Raqqa, Ziel von Luftangriffen der US-geführten Koalition, wobei acht Bürger zu Tode kamen. Im staatlichen TV hieß es dazu: „Acht Menschen sind im Ergebnis des Luftangriffs der von Washington angeführten internationalen Koalition gestorben, darunter fünf Mitlieder [sic!] einer Familie.“ Der libanesische Sender al-Mayâdîn berichtete sogar unter Berufung auf einen Korrespondenten in Syrien von mindestens 14 Getöteten. (https://sptnkne.ws/epEt vom 30.4.2017)

Die Zahl der in den seit August 2014 begonnenen Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien und dem Irak getöteten Zivilisten ist weit höher als von der Koalition am So., 30.4.2017, zugegebene Zahl von 352, berichten die unabhängige Monitoring-Gruppe „Airwars“ wie lokale Behörden. Vielmehr liege die Zahl bei mehr als 3.000. Schon im März seien es nicht weniger als 1782 Getötete gewesen  bzw. nach Angaben der irakischen Behörden von Mossul am 17. März bei Fehlangriffen der Koalition allein Hunderte an Zivili­sten. (http://www.sana.sy/?p=547809, s.a. https://sptnkne.ws/epZs)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105217  und http://www.sana.sy/?p=547716 (Im Ostteil der Provinz Ḥomṣ Befreiung und Rückeroberung von Rağm al-Qaṣr, ar-Rağm al-ʽÂlî und Rağm Darġâm sowie der Anhöhen [Tilâl] al-Madrâğa,  al-Iʽlâm al-Ġarbiyya, at-Tar­kas einschließlich der Šâʽir-Telekom­mu­ni­kationsstation, der Šâʽir-Fabrik, von Qârat al-Bâk, Ğabal Ṯaniyyât ar-Raz und der Öl- bzw. Gasquellen Nr. 103, 108, 110, 112 mit Vormarsch zur  Hauptquelle Nr.105 des aš- Šâʽir-Förderfeld auf wenige Gehminuten nach Eliminierung einer Anzahl von IS-Terroristen samt deren mit Artillerie aufgerüsteten SUV-Kampfwagen.  – Der IS hatte zuvor Öl aus den Quellen geraubt und mit Tankern (vgl.u.) in die Türkei geschafft und verkauft, bevor er einige davon in Brand steckte.  Vereitelung von IS-Angriffsversuchen vom Euphrat-Flußbett in Dair az-Zaur her nach heftigen Gefechten: erfolgreiche Militäroperationen gegen IS-Verbarrikadierungen um das al-Bânûrâmâ-Areal am SW-Stadtrand mit Zerstörung von drei Fortifikationen mit Maschinengewehr-bestückten Kampfwagen und einem 50m-Tunnel im Industriegebiet; dazu effektive präzise SAAF-Angriffe gegen IS-Schlupfnester  in den Talatain 17, im Gebiet ʽAlûš, den Ğibâl aṯ-Ṯarda, bei der Elek­trizitätskom­­pagnie und im Stadtteil al-Muhandisîn an der Südachse der Provinzhauptstadt.)

In fortgesetzter Umsetzung  des Rekonziliierungsabkommens bzgl. al-Waʽir in Ḥomṣ (s.u.) wurde am So., 30.4.2017 ein weiteres Kontingent an Militanten [460 Personen] samt Familienmitgliedern in der üblichen Weise mit Bussen abtransportiert.  (http://sana.sy/en/?p=105209, http://www.sana.sy/?p=547420, http://www.sana.sy/?p=547722)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105187 und http://www.sana.sy/?p=546936 (Beseitigung eines Ğabhatu_n-Nuṣra -Trupps zwischen Kîsîn und Burğ Qâʽî im N-Rîf von Ḥomṣ mitsamt deren Waffen und Munition. Vernichtung von IS-Gruppen im Umkreis des Friedhofs und des Fabriken-Geländes von Dair az-Zaur; Vereitelung von IS-Attacken auf etliche Militärposten in der Provinzhauptstadt nach verbissenen Gefechten im Umfeld des Stadtteils ar-Rašadiyya, des Flughafens, des 137. Regiments nach heftigen Feindverlusten. Zerstörung eines Kommandozentrums mit acht Kampfwagen und Mannschaften von Ğabhatu_n-Nuṣra in an-Nuʽaima östlich von Darʽâ;  später Eliminierung von zwei Nestern an Maschinengewehrschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra sowie damit aufgerüsteten Kampfwagen bzw. einem SUV in Darʽâ al-Balad und zwischen al-Ġâriyya al-Ġarbiyya und der Elektrizitätsstation.)

Terroranschlag vom 29.4.2017:
In an-Nuʽaima, 4km östlich von  Darʽâ in Stellung gegangene Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten feuerten etliche Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Kâšif der genannten Provinzhauptstadt ab, verletzten damit zwei Kinder, eine Frau und einen Mann, beschädigten Häuser der Anwohner sowie die Infrastruktur. (www.sana.sy/en/?p=105198, http://www.sana.sy/?p=547194)

Die Türkei führte am Sa., 29.4.2017, die völkerrechtswidrigen Luftangriffe (vgl.u.) auf nord-syrischem wie nordirakischem Territorium gegen PKK-Kämpfer fort. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26410-t%C3%BCrkei_etwa_90_pkk_k%C3%A4mpfer_im_irak_und_in_syrien_get%C3%B6tet)

Infolge des nachhaltigen Drängens etlicher Regierungen, darunter derer von Syrien, Rußland, des Irans, von Bolivien und China u.a., will die OPCW nun doch Experten nach Syrien schicken, um die Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn zu untersuchen, wie der Generaldirektor der Organisation, Ahmet Üzümcü, am 28.4.2017 gegenüber Ria Novosti angab. Doch gab auch er zu bedenken: „This area is controlled by different armed opposition groups, so we need to strike some deals with them, we need to assure a temporary ceasefire,” (http://www.sana.sy/?p=546683) – Laut AFP-Interview mit Präsident Dr. al-Assad vom 13.4.2017steht das besagte Gebiet unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra. Da wirkt es befremdlich, daß Üzümcü hinsichtlich dieser Terrororganisation von „armed opposition groups“ [also den MAO, vgl.u.] spricht.

Die auf Seiten der US-geführten Koalition in Nord-Syrien kämpfenden und von dieser unterstützten kurdischen DKS-Streitkräfte (Militärbündniszur Föderalisierung Syriens!) haben sich gegenüber den USA über die wiederholten türkischen Angriffe (s.u.) auf syrischem Territorium beschwert. Diese gefährdeten auch die DKS, erklärte deren Sprecher und bemerkte weiter: „Sollte die Türkei unsere Einheiten noch einmal angreifen, werden wir den Sturm auf Rakka anhalten und unser Territorium verteidigen müssen“. Weiter führte er aus:  „Derzeit treffen wir uns mit den Kräften der Anti-IS-Koalition, um einem weiteren Angriff vonseiten der Türkei vorzubeugen. Wir haben die Koalition gewarnt, dass wir bei einem erneuten Angriff alle unseren bei Rakka konzentrierten Kräfte an die türkisch-syrische Grenze verlegen. Uns wurde zugeischert, die Lage mit der türkischen Seite zu besprechen und uns über die Ergebnisse des Treffens zu informieren.“ – In der Folge wurde beobachtet, daß die  USA den DKS schwere Waffen und Kampfpanzer lieferten. (https://sptnkne.ws/enV6)  Desgleichen von Seiten der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (YPG) ist nachzulesen bei http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26416-us_milit%C3%A4rs_an_die_syrisch_t%C3%BCrkische_grenze_entsandt.
Auch US-Außenministeriumssprecher Mark Toner kritisierte am Fr., 28.4.2017, die Türkei setze bei ihren Luftangriffen die US-Soldaten in Nord-Syrien einer Gefahr aus. (https://sptnkne.ws/enSB)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105172 und http://www.sana.sy/?p=546687 (Beseitigung von IS-Einheiten nach heftigen Gefechten bei Abû Ḥassan und auf aṯ-Ṯarda und das Fabriken-Gebiet zu in Dair az-Zaur mitsamt sieben Nestern mit Maschinengewehren, drei Kampfwagen und einem Panzer sowie Konfiszierung von Maschinengewehren, automatischen Gewehren, drei und einer großen Anzahl Mörsergranaten; Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Schlupfwinkeln samt Waffen im Gebiet von al-Makabât, al-Mayâdîn, um den Friedhof, den Tala Nr.17, südlich des Regiment 137-Lagers, im aṯ-Ṯarda-Area, dem Schul- Bereich des at-Taim–Felds von Dair az-Zaur bei Dutzenden getöteter Terroristen. Eliminierung von Nestern und Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Karak, südlich der Schulen-Ansammlung im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad  von Darʽâ zusammen mit drei Kommandozentren und zwei Nestern von Maschinengewehrschützen; zudem Vernichtung von sechs Kampfwagen, teils mit schwerem Maschinengewehr ausgestattet, und einem Bulldozer während gezielter Operationen  gegen die teils motorisierten Terroristentrupps in al-Ḥarâk und ar-Rağûm südlich von al-Wardât im al-Lağât-Gebiet des nördlichen Teils der Provinz, 75km von Darʽâ entfernt.)

Eine Übersetzung des neuesten PräsidentenInterviews mit dem venezolanischen TV-Sender Telesur vom  27.4.2017 steht zur Verfügung.

Premierminister Ing. ʽImâd Ḫamîs infirmierte während seiner Inspektion von Wohnbauprojekten im Umland von Damaskus die Journalisten, daß die Regierung trotz der Kriegsprobleme und Terroranschläge [zu jenen bevorzugt auf neue Wohnbauprojekte vgl.u.!], diese unvermindert weiter betreibe und ihnen besondere Aufmerksamkeit schenke. Dann gab er zu den verschiedenen Projekten der einzelnen Provinzen mit jeweils vielen tausend Wohnungen Detail-Informationen. 50% der neuen Wohneinheiten würden den Familien der im Krieg Ermordeten zugeteilt werden, erklärte er. Näheres bei http://sana.sy/en/?p=105138 bzw. http://sana.sy/en/?p=105138.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105064 und http://www.sana.sy/?p=545976 (Eliminierung von 22 Kampfwagen und fünf Panzern samt hunderten von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen bei den Operationen im N-Rîf von Ḥamâ. Effektive Militärschlage gegen Infiltrationspunkte und Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kîsîn im Gebiet al-Ḥûla und nahe Talbîsa im N-Rîf von Ḥom mit Zerstörung von deren Kampfwagen inklusive Raketenabschußanlage. Rückeroberung von Talat Ḥassan und weiterer strategisch bedeutsamer Örtlichkeiten zusammen mit unterstützenden Streitkräften nach heftigen Gefechten mit IS-Einheiten westlich des Liwâ´ at-Ta´mîn auf der Südachse von Dair az-Zaur; zudem erfolgreiche Artillerieschläge gegen IS-Stellungen im Umkreis des Liwâ´ at-Ta´mîn sowie auf die IS-Nachschubrouten – unter den Getöteten fand sich auch der IS-Feldkommandant mit dem Kampfnamen Abû Ayham al-Maṣrî (also ein Ägypter); in Kooperation mit Volkswehreinheiten beträchtliche Ausdehnung der Kontrolle westlich des Friedhofs unter heftigen Feindverlusten; weitere erfolgreiche Gefechte gegen den IS später beim Regiment 137 und um das Friedhofsgebiet. Vernichtung von zwei Kommando- und Überwachungszentren von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil al-Karak sowie bei erfolgreichen Operationen gegen fortifizierte Stellungen Barrikaden mit Maschinengewehrschützen und Truppenbewegungen der Extremisten beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp, im Stadtteil al-ʽAbâsiyya, beim al-Maṣrî-Kreisverkehr sowie im al-Barîd-Areal; dazu Beseitigung eines Truppentransporters im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd in Darʽâ, wo eine der Hauptverkehrsadern zur Infiltration von Söldnern und Waffen von Jordanien her mündet; zudem Eliminierung einer bemerkenswerten Anzahl von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen samt vier Panzern, einem BMB-Wagen, wier Höllenkanonen, sechs mit Maschinen­ge­wehren aufgerüsteten Wagen und einem mit Sprengladungen und selbstproduzierten Raketen ausgerüstetem Fahr­zeug in Darʽâ.)

Terroranschläge vom 27.4.2017:
Scharfschützen beschossen wieder von al-Qâbûn aus den damaszener Stadtteil ʽIš al-Warwar, töteten dabei einen Anwohner und verletzten zwei weitere. (http://sana.sy/en/?p=105082, http://www.sana.sy/?p=546091)
Mittags wurden eine Frau und ihr Sohn im Dorf Kafar Nân  im N-Rîf von Ḥomverletzt infolge des Beschusses mit Mörser­granaten. (http://www.sana.sy/?p=545976)

In einem erneuten – völkerrechtswidrigen –Angriff auf syrisches Territorium zielte das türkischen Militär am 27.4.2017 auf wichtige Infrastruktur im NW der Provinz al-Ḥasaka. Der Artilleriebeschuß richtete sich gegen die Pumpstation der Alûk-Quellen ca. 7km östlich von Ra´s al-ʽAin, welche das Trinkwasser für die Provinzhauptstadt samt Umgebung bereitstellt. Die massiven Zerstörungen an der Station führten zum Stop der Förderung. Der zuständige Wasserwirtschaftsdirektor gab dem Reporter zu verstehen: „Water pumping in the station which feed al-Hasaka, Ras al-Ayn, Tal Tamr and its countryside has stopped as two shells, fired by the Turkish artillery, hit the energy building which feed the pimping station.”  (http://sana.sy/en/?p=105150)

Das Oberste Armeekommando informierte am 27.4.2017 darüber, daß israelische Marschflugkörper im Morgengrauen des Donnerstags, abgeschossen von den völkerrechtswidrig [zur juristischen Beurteilung s.u.] besetzt gehaltenen syrischen [Golan-]Gebieten, einen Militärposten im SW des Internationalen Flughafens von Damaskus trafen und dort zu ein paar materiellen Schäden führten. Es sei dies ein neuer Versuch, die wegen der siege der SAA gesunkene Moral der von der israelischen Regierung unterstützten Terroristen [dazu vgl.u.]  im Süden des Landes zu steigern, hieß es weiter. (http://sana.sy/en/?p=105078)
Mit Rückgriff auf eine Internet-Meldung eines syrischen Medienzentrums meldet Sputnik News, der israelische Angriff habe eine eine Gasleitung getroffen und zerstört, wodurch in der Folge ein Kraftwerk der syrischen Hauptstadt von der Gasversorgung abgeschnitten worden sei. (https://sptnkne.ws/en3Y)
Der für die israelischen Geheimdienste zuständige Minister Israel Katz bestätigte im Armeeradio den Angriff. „Dieser Schritt  stimmt völlig mit der Politik Israels überein.“, bemerkte er, machte aber keinen näheren Angaben dazu.  Vorgeblich sollte damit eine Lieferung von Waffen an die Ḥizbullâh unterbunden werden, da er bemerkte: „Wenn Israel die Informationen über einige Pläne zur Lieferung der modernen Waffen an die libanesische Hisbollah erhält, greife ihre Stellungen dann an.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26362-israel_best%C3%A4tigt_angriff_auf_flughafen_von_damaskus) – Zur Einordnung der libanesischen Ḥizbullâh, welche im syrischen Grenzland zum Libanon der SAA die extremistischen Terroristen effektiv zu bekämpfen hilft, s.u.!

Laut einer Militärquelle gegenüber der Agentur Sputnik gibt es zudem in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus keine Waffenlager der Ḥizbullâh. (https://sptnkne.ws/enpR)

In einer Pressekonferenz in Moskau vom 27.4.2017 verurteilte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa im Namen ihrer Regierung den israelischen Angriff auf das Gebiet von Damaskus als völkerrechtswidrige, nicht zu rechtfertigende Aggression, welche nur zur Destabilisierung der Lage führe und den Terroristen wie dem IS und Ğabhatu_n-Nuṣra zu Gute komme und der Waffenruhevereinbarung schade, die auf internationalen Resolutionen, insbesondere der Nr.2254 basiere. Darauf erfolgte der Aufruf zum generellen Respekt der Souveränität und territorialen Integrität des UN-Mitglieds Syrien: „We are urging all to respect the sovereignty and territorial integrity of Syria, a UN member-state.”
Desgleichen sprach sie sich gegen die türkischen Bombardements in N-Syrien (s.u.) wie dem Irak aus, die von der US-Aggression gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât ermutigt worden seien.
Vom Astana-Treffen nächste Woche sei zu hoffen, daß es positive Resultate erziele und eine Verschlechterung der Situation verhindere. die internationale Gemeinschaft sei zur Unterstützung dieser der Beilegung der Syrienkrise dienenden Bemühungen aufgerufen. Im Weiteren (u.a. nochmals zurückkommend auf die Enthüllungen zu den erwiesenermaßen den Terroristen nahestehenden und fake news samt fake videos produzierenden White Helmets [vgl.u.] wie den für die humanitäre Lage in Syrien bedrohlichen westlichen Sanktionen) s. http://sana.sy/en/?p=105130!

Die Regierung verurteilte durch ihr Außenamt in strengster Weise die eklatante Aggression des Erdogan-Regimes auf  syrisches Territorium vom 25.4.2017 (vgl.u.), ausgeführt durch Bombardements der türkischen Luftwaffe, denen viele unschuldige syrische Bürger im NO des Landes zum Opfer fielen. Diese aggressiven Zuwiderhandlungen gegen das Völkerrecht, die UN-Charter,  Souveränität und territoriale Integrität Syriens wie gut nachbarschaftlicher Beziehungen seien intolerabel  Damit sei die Türkei vor einer Wiederholung gewarnt. Die internationale Gemeinschaft wie die UN rief das Außenministerium auf, diese Aggression und Politik der Türkei zu verurteilen, die schließlich den Terrorismus unterstütze. (http://sana.sy/en/?p=105034, s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26330-syrien_verurteilt_t%C3%BCrkischen_luftangriff_auf_das_sch%C3%A4rfste)

Schärfstens verurteilte die Regierung auch die krampfhafte Kampagne aus Irreführung, Lügen und fabrizierten Anschuldigungen seitens des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault bezüglich des in Ḫân Šaiḫûn verübten Verbrechens (vgl.u.). Diese stellten eine offenkundige Aggression und unverschämte Verletzung der Behörden der internationalen Organisationen dar  wie insbesondere einen Versuch der Vertuschung der Wahrheit und der hinter dem Verbrechen stehenden Verantwortlichen. Im Einzelnen wurde hervorgehoben: „The Syrian Arab Republic condemns the frantic campaign of misleading and lies and the fabricated allegations launched by French Foreign Minister Jean-Marc Ayrault regarding the crime of Khan Sheikhoun which shows without any doubt the involvement of France in preparing this crime in the framework of its full partnership in the aggression on Syria. … The French Government doesn’t have legal qualification or competence to decide what took place in Khan Sheikhoun and to jump to conclusions, and what it has circulated of lies and allegations repre­sent a blatant violation of the authorizations of the specialized international organizations in an at­tempt to hide the truth of this crime and who stands behind it, and the objection of France and its al­lies at the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) on the Russian-Iranian draft resolution on forming a neutral and professional investigation committee clearly proves that .” Weiter führte das Ministerium aus: „The Western states have become professional in the art of lying, decep­tion and misleading to implement their policies in imposing hegemony on the world and to return to the eras of colonization, mandate and guardianship.” Zudem führte die Veschwerde an: „what took place in Iraq and Libya proves this approach and the crime of Khan Sheikhoun comes in the same context of the conspiratorial project on Syria to raise the collap­sed morale of the armed terrorist groups after the successive defeats inflicted upon them by the Syrian Arab army and to undermine the efforts which aim at finding a political solution to the crisis.” Der Kommentar schloß mit dem Hinweis: „The French Government which have failed a time after time and has been strongly condemned by the French people through the overwhelming defeat of the candidate of the ruling Socialist Party in the first round of the presidential elections, will not be able to flee to the foreign policy to hide its failures because its ruling was truly a story of failure in the internal and foreign policy and a title of moral regression whose first and most important victim was the status of France and its reputation in the international arena.” (http://sana.sy/en/?p=105067)

Aus dem Kreml hieß es zur genannten Äußerung von Jean-Marc Ayrault: Der Kreml und Präsident Wladimir Putin vertreten nach wie vor die Auffassung, dass unvoreingenommene internationale Er­mitt­lungen das einzig mögliche Mittel sind, um die Wahrheit in Bezug auf die Geschehnisse in Idlib festzustellen.“. (http://www.sana.sy/?p=545278, https://sptnkne.ws/emTZ)

Im Rahmen der 6. Moskauer Konferenz für inter­nationale Sicherheit (MCIS) am Mi., 26.4.2017, machte Außenminister Lawrow in der Pressekonferenz mit dem saudischen Außenamtschef  Außenminister ʽÂdil al-Ğubair deutlich, sowohl die iranischen Militärberater als auch die Ḥizbullâh unterstützten wie das russische Militär Syrien im Kampf gegen den Terrorimus auf Bitten der Regierung in Damaskus und damit völlig rechtens. Auch sei Ḥizbullâh nicht als Terrororganisation zu werten. (http://sana.sy/en/?p=105044, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i26322-russland_gegen_die_einstu­fung_der_his­bollah_als_ei­ne_terrorganisation)

Vize-Verteidigungsminister Generalmajor Maḥmûd aš-Šawâ unterstrich in seiner MCIS-Rede vom 26.4.2017 die Notwendigkeit gemeinsamen Vorgehens aller Länder gegen den die ganze Welt bedrohenden Terrorismus und  Bekämpfung der Takfîr-Ideologie mit allen politischen, ökonomischen, kulturellen, medialen und sicherheitsspezifischen Mitteln. Es müßten dringlichst effektive Möglichkeiten gefunden werden, um den Terrorismus auszumerzen, seine Ressourcen auszutrocknen und seine katastrophalen Rückwirkungen zu mindern; dies müsse auf Basis des internationalen Rechts geschehen, um Doppelmoral (double standards) zu vermeiden. Die Ausbreitung des Terrorismus sei auf das Fehlen von Ernsthaftigkeit und die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft zurückzuführen, Verletzungen des Völkerrechts und internationaler Konventionen zu stoppen.Außerdem bekräftigte er die Bedeutung von Sicherheitsvereinbarungen zwischen Nachbarländern, um hinsichtlich des Counterterrorismus zusammenzuarbeiten und hierzu Informationen auszutauschen. Zudem müßten die Kommunikationsnetzwerke [erg.: der Terroristen] überwacht und die verantwortlichen Parteien für die [d.h.: deren] Medien-Einspeisungen ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden. Schließlich wiederholte er Syriens Aufruf an die internationale Gemeinschaft, sich ihrer moralischen und humanitären Verantwortlichkeit gegenüber der unter dem Krieg, dem Terrorismus und der Zerstörung leidenden syrischen Bevölkerung gewahr zu werden und diejenigen Mächte und Systeme, welche den Terrorismus unterstützen und die Prinzipien des Völkerrechts mißachten, zu bestrafen.   (http://sana.sy/en/?p=105055, http://www.sana.sy/?p=545826)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=105017 und http://www.sana.sy/?p=545337 (Hunderte von Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen wie auch von Ḥizb at-Turkistânî zusammen mit 29 Kampfwagen, drei Munitionsdepots und drei Panzern wurden im N-Rîf von Ḥamâ eliminiert und weitere verwundet beim Ausbau der Positionen der Armee. Erfolgreiches Vorgehen gegen IS-Trupps und –Angriffsachsen im Umkreis von Dair az-Zaur, dabei Beseitigung von motorisierten IS-Einheiten um den Dair az-Zaur Militär-Flughafen, das Regiment 137, den Friedhof und das aṯ-Ṯarda-Areal in heftigen Gefechten; weitere harte Kämpfe gegen den IS fanden um die Fakultät für Naturwissenschaften und in einer Reihe  von Stadtteilen der Provinzhauptstadt unter deutlichen Feind-Verlusten statt; IS-Anführer entführten einige Bewohner der Stadt Ḫašam nachdem es den Anwohnern gelungen war, auf dem Industrie-Gebiet im N von Dair az-Zaur eine angreifende IS-Gruppe zu töten. Zerstörung von drei Panzern, vier Höllenkanonen, eines BMB, einer Raketen-Abschußanlage und sechs mit artillerie versehenen Kampfwagen von Ğabhatu_n-Nuṣra mit Beseitigung Dutzender der Terroristen in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Baḥâr und al-ʽAbâsiyya von Darʽâ im Darʽâ al-Balad-Bezirk)

Terroranschläge vom 26.4.2017:       
Infolge der Detonation eines Sprengsatzes am Rand einer landwirtschaftlich genutzten Straße kam eine Person ums Leben, zwei weitere wurden verletzt nahe des Ortes al-Qariyya, 19km südlich von  as-Suwaidâ´ gelegen. Es handelte sich dabei um die Insassen eines Autos, das die Stelle gerade passierte.
Bei Ğabhatu_n-NuṣraAngriffen mit Mörsergranaten auf die Fianzdirektion in der neuen Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra wurden zwei Angestellte verletzt, das Gebäude erheblich beschädigt.
Zwei Frauen wurden heute Mittag infolge von Raketenangriffen auf das Dorf Qarma, 35km  im SW-Rîf von Ḥamâ durch Ğabhatu_n-Nuṣra getötet, etliche weitere Bürger verletzt und Sachschäden an den Häusern und weiterem Eigentum verursacht.
(http://sana.sy/en/?p=105010, http://www.sana.sy/?p=545255)

Rîf Dimašq-Gouverneur ʽAlâ´ Ibrâhîm nahm am 25.4.2017 am Grenzübergang Ğudaidat Yâbûs zum Libanon fünf Särge mit den Leichen ursprünglich von Ğabhatu_n-Nuṣra im christlichen Maʽlûlâ beim Angriff vom 7.9. 2013 (vgl. Teil I) entführter und dann ermordeter Bewohner in Empfang. Diese wurden unter großer Beteiligung der Bevölkerung ehrenvoll als „Märtyrer“ – wie es hierbei in den syrischen Medien immer heißt! – beigesetzt. Der melkitisch griechisch-katholische Patriarch für Antiochia und den gesamten Osten, Gregorios III. Laḥâm, spendete den trauernden Familienmitgliedern Trost. Erst am vergangenen Samstag hatte er bekannt gemacht, daß die Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten ihre Geiseln getötet hatten, da deren Leichen in einem Loch verschüttet auf libanesischem Territorium der Stadt ʽArsâl aufgefunden worden waren. Das Schicksal einer weiteren damals verschleppten Person ist bislang unbekannt. (http://www.sana.sy/?p=544568, http://sana.sy/en/?p=104936) – Die libanesische Armee auf Landesterritorium sowie Ḥizbullâh beiderseits der Grenze kämpfen gegen die Terroristen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra samt deren Affiliierten, wie man den jeweiligen Landes- und überregionalen Medien seit Jahren entnehmen kann.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104911 und http://www.sana.sy/?p=544511 (Beseitigung von Fortifikationen und Schlupfnestern von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad  von Darʽâ in den Stadtteilen Ṭarîq as-Sadd, al-Karak, al-Arbaʽain, al-ʽAbâsiyya, al-Badû, al-Bağabağa, al-Ḥamâdîn, um das Alte Zollgebäude, südlich von Ḫazân al-Karak und dem an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps; Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten gegen Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya mit Zerstörung von aufgerüsteten Kampfwagen und einem Nest von Raketenabschußanlagen.Eliminierung von IS-Trupps im Gebiet von Ğarf Umm ar-Rumân, des Ğabal ibn ʽArṣân, östlich von Tadmur, al-Bârida wie von al-Qar­yatain im SO-Rîf von Ḥomṣ. In Dair az-Zaur effektives Vorgehen gegen IS-Einheiten nahe des Friedhofs- und Industriegebiets sowie beim Regiment 137 mit Beseitigung auch von deren militärischer Ausrüstung)

Terroranschlag vom 25.4.2017:
Mörsergranatenbeschuß auf den Stadtteil as-Saḥârî von Darʽâ hinterließ zwei verletzte Anwohnerinnen wie zerstörte Häuser etc. (http://sana.sy/en/?p=104939)

Nach dem türkischen Angriff, Photo: SANA

Nach dem türkischen Angriff, Photo: SANA

Nach Angaben des Führers der syrischen Kurdenpartei PYD, Ṣāliḥ Muslim, gegenüber Sputnik Türkiye hat die türkische Luftwaffe in NO-Syrien vier Kurden-Dörfer im Raum von Karaçok (im SW von al-Qâmišlî) und Umgebung angegriffen und dabei auch Zivilisten getötet. Mindestens 20 Menschen sollen umgekommen sein. Zivile Tote gab es ebenso im Irak. „Zwar nehmen die türkischen Soldaten die Siedlungen in dieser Region stets von den Panzern und Haubitzen aus unter Beschuss, den Angriff eines derartigen Ausmaßes haben wir jedoch nicht er­wartet. An der Luftattacke der türkischen Luftwaffe nahmen 26 Kampfjets teil.“, informierte Muslim die Presse. (https://sptnkne.ws/emgM)

Wiederaufnahme des Memorandums mit den USA zur Vorbeugung von Zwischenfällen im Luftraum über Syrien durch die russische Regierung. Tatsächlich sei dies schon am 13.4.2017 nach dem Besuch von US-Außenministers Rex Tillerson in Moskau umgesetzt worden. Präsident Putin hatte die Bereitschaft seines Landes hierzu bekräftigt, sobald die USA die Terrorbekämpfung als Ziel bestätigten. (https://sptnkne.ws/ekVk vom 25.4.2017) – Zur Aussetzung und dem Grund dafür (US-Angriff auf aš-Šaʽîrât) s.u.!

Der frühere Informationsminister, Mahdî Daḫlullâh, äußerte sich im Sputnik-Interview über Hintergründe des „gegen Syrien entfesselten“ Krieges. Wie schon andere Landespolitiker hebt auch er latente Kolonialisierungsbestrebungen westlicher Länder hervor: „Derzeit kann man das schrecklichste Szenarium eines zerstörerischen Kriegs beobachten, mit dem Ziel, das Land zu einer Kolonie zu machen.“ Diese Staaten hätten über die sonst gängigen Wege kaum Möglichkeit, „Ein­fluss auf Syriens Politik zu verüben, weil das Land keine Staatschulden und keine Verpflich­tungen vor dem Internationalen Währungsfonds hatte“. Zudem sei es quasi das letzte von Kriegswirren verschonte Land gewesen, das sich für die Rechte der Palästinenser in der Konfrontation mit der israelischen Regierung eingesetzt habe. Daher würden gegen Syrien alle möglichen Mittel eingesetzt: „Systematisch wird die beste Infrastruktur in der Region vernichtet, es wurden eine Wirtschafts­blockade und eine politische Isolation verhängt“. Bedeutsam für die Ausführung sei die Instrumentalisierung des Terrorismus. Darunter befänden sich nach wie vor vom Ausland, insbesondere den USA und davon abhängigen Staaten, unterstützte Gruppen [sog. MAO, vgl.u.]. Für Syrien stehe das Überleben als freies Land auf dem Spiel, daher gebe es als einzige Option, weiterhin gegen die Eroberer zu kämpfen. Nur so habe man erreicht, daß inzwischen schon die Gegner von alterna­tiven Wegen der Syrien-Regelung sprächen. Dabei dürfe man jedoch nie außer Acht lassen, daß jene letztlich immer ihre eigenen kolonialistischen Interessen verföchten. (https://sptnkne.ws/ek3u)
Nach Glückwünschen befreundeter Staaten gesellte sich, wenn auch um Tage verspätet, am 23.4.2017 sogar UN-Generalsekretär Guterres zu den Gratulanten zum syrischen Unabhängigkeitstag am 17.4.2017 aus französischer Kolonialherrschaft (vgl. britisch-französisches Sykes-Picot-Abkommen vom 16.5.1916 zur Aufteilung des Nahen Ostens in koloniale Interessengebiete nach Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg). Im Glückwunsch-Telegramm übermittelte der UN-Diplomat „warmest congratulations to the Syrian people and government“. In den gegenwärtigen unsicheren Zeiten sei es wichtig, für Frieden in der Welt zu sorgen, von dem doch letztlich alles menschlich Erstrebenswerte abhänge: denn „all what we are striving for, as a human family, of dignity, justice, progress, and prosperity depends on peace“. Dies seien auch die in der UN-Charter niedergelegten Werte, die die Nationen zusammenbrächten. Er zähle auf Syriens Beitrag, die UN zu stärken wie bei der Zusammenarbeit zur Durchsetzung von Frieden, Entwicklung und Menschenrechten für alle. (http://sana.sy/en/?p=104835, http://www.sana.sy/?p=543297)

Laut Michail Uljanow, Ressortleiter für Nichtweiterver­brei­tung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, besteht die Möglichkeit, daß in nächster Zeit weitere inszenierte Giftgasangriffe in Syrien stattfänden, um sie der Regierung anzulasten. Gefährdet sei v.a. der Raum Damaskus. Bezüglich des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) bis heute nichts erwiesen. Es sei jedoch möglich, daß Chemiewaffen eingesetzt wurden. „Die Frage besteht darin, wer diese zum Ort des Geschehnisses brachte und wie.“ Zudem gebe es außer Anschuldigungen keinerlei Beweis, daß „Syrien zumindest ein Kilo von C-Waffen verheimlichte“, wie syrienfeindliche Elemente einfach behauptet hatten. (http://www.sana.sy/?p=543837, für Zitate in Deutsch: http://parstoday.com/de/news/middle_east-i26244-russland_bef%C3%BCrchtet_neue_giftgaseinsatz_inszenierung_in_syrien je vom 24.4.2017)

Erste Medien-Konferenz des Informationsministeriums, Photo: SANA

Erste Medien-Konferenz des Informationsministeriums, Photo: SANA

Am zweiten und Abschlußtag der ersten nationalen Konferenz des Informationsministeriums (vgl.u.) am 24.4.2017, war die „religious dimension in the media” Thema. Vor allem ging es dabei um die Begegnung der extremistischen wahhâbitischen Takfîr-Ideologie der Terroristen im Land. Hierbei falle dem Auqâf-Ministerium wie den Medienvertretern eine besondere Rolle zu hinsichtlich der Aufklärung zu. Auch war der Ersatz von Religionsunterricht an den Schulen [des säkular ausgerichteten Staates!] durch das Fach Ethik im Gespräch wie eine gewissenhafte Auswahl [muslimischer] Prediger und Imâme. Als Redner geladen waren daher auch der Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid wie der Vize-Außenminister Dr. al-Miqdâd, der unter der Thematik „diplomacy in Media” auch auf die Bedeutsamkeit der Aufdeckung in syrienfeindlichen Medien kursierender fake-news hinwies, was eine nur natürliche Angelegenheit sei.  (http://sana.sy/en/?p=104893)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104873 und http://www.sana.sy/?p=543917 (Eliminierung eines mit Artillerie aufgerüsteten motorisierten Terroristentrupps nahe at-Tufâḥiyya im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya – in jenem Gebiet sind aktiv: Ğabhatu_n-Nuṣra,  Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥal, Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbdalḥamîd. Befreiung von al-Maṣâṣina, Zaur al-Ḥaiṣa und Zaur aṭ-Ṭaiba [bzw. Zaur aṭ-Ṭayyiba] im N-Rîf von Ḥamâ, wobei über 300 Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten getötet wurden – darunter ʽAlî al-ʽAbûd, der Militär-Führer von Failaq Ağnâd aš-Šâm – und eine große Anzahl verwundet bei Zerstörung von 20 Kampfwagen, zwei Depots und zwei Panzern; Vereitelung von Angriffsversuchen der Teroristengruppen von Ḥur Binafsa aus auf die Militärposten zum Schutz von az-Zâra mit dem benachbarten Wärmekraftwerk (vgl.u.) mit Vernichtung von deren motorisierten Einheiten samt Ausrüstung.) – Ergänzung: Vernichtung von IS-Trupps und deren Bewegungsachsen südlich des Ğabal al-Antar  und al-Bârida, östlich von al-Qaryatain und im Gebiet rund um den al-Qaryatain-Damm, ca. 85km im SO der Stadt Ḥomṣ sowie im Dorf Umm Ṣaḥrîğ und östlich von Ğab al-Ğarâḥ , ca. 75km östlich davon (http://www.sana.sy/?p=544511).

Terroranschläge vom 24.4.2017:
In Ost-al-Ġûṭa  verschanzte Terroristen beschossen den Stadtteil al-Barâmika von Damaskus mit Raketen und verursachten so materielle Schäden.  (http://sana.sy/en/?p=104872)

Am Mo., 24.4.2017 traf die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bei ihrem ersten Moskau-Besuch mit Außenminister Lawrow zusammen. Dieser brachte sie auf den neuesten Stand hinsichtlich der russischen Anstrengungen bzgl. der Lösung der Syrienkrise durch Unterstützung der Astana-Konferenzen und des intrasyrischen Dialogs in Genf basierend auf der UNSC-Resolution Nr. 2254.
Dann kam er auf den Giftgas-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn und die US-Aggression gegen aš-Šaʽîrât zu sprechen. In beiden Fällen müsse die OPCW Experten zur Untersuchung an den Ort des Geschehens entsenden, wozu er bemerkte: „We will expect that after all, the OPCW will send experts to Khan Shei­khoun and to the al-Shairat airfield strictly on the basis of its mandate, which requires the widest possible geographical represen­tation of experts.” Die Untersuchungen müßten absolut transparent ohne manipulierende Einmischung von interessierten Regierungen gegen Bezahlung verlaufen, d.h. „not cloaked in any secret from member countries that pay for the work of this mechanism.”
Der Vorfall in Ḫân Šaiḫûn sei in Verdrehung der Tatsachen benutzt worden, um die UNSC-Resolution zur Lösung der Krise in Syrien auf Basis innersyrischen Dialogs auszuhebeln und einen vermeintlichen Grund für eine militärische Einmischung mit dem Ziel des Regierungssturzes in Damaskus zu fabrizieren. Es sei befremdlich, wie die USA und westliche Staaten versuchten, die Entsendung von OPCW-Experten zu verhindern, wo sie – allen voran Rex Tillerson – doch unmittelbar nach dem Vorfall in Ḫân Šaiḫûn danach verlangten, nach dem Angriff auf aš-Šaʽîrât sofort damit verstummten.  
Weiters müßten alle Informationen zugänglich sein. Es sei schon merkwürdig, daß  zur Verhinderung einer Untersuchung durch die OPCW vor Ort plötzlich seitens der Briten von untersuchten Proben die Rede sei, doch werde nicht mitgeteilt, woher sie stammten, wer sie wo gesammelt und übergeben habe,  welches Labor sie examiniert habe und ob dabei die wissenschaftlichen Standards eingehalten worden seien inklusive des Ausschlusses fremder Manipulationen. Falle es denn gar nicht auf, daß beide Male die Briten der OPCW Proben überstellt hätten, einmal aus Ost-Aleppo bzgl. der Benutzung von Giftgas durch die Terroristen, deren Untersuchung immer noch Zeit brauche, während jene zur Untermauerung der Aussagen ausgerechnet der sog. “White Helmets” [zu deren Einordnung s.u.!] gegen die syrische Regierung umgehend  vorgelegen habe.
Frau Mogherini gab zu verstehen, daß – trotz bestehender Differenzen – Einigkeit hinsichtlich der Lösung der Syrienkrise auf Basis der erwähnten Resolution durch die Gespräche [nur!] in Genf bestehe wie bzgl. der Eliminierung [nur!] der IS-Terroristen und der Sicherung der Einheit des syrischen Territoriums. Auch solle die OPCW die Vorgänge [nur!] in Ḫân Šaiḫûn transparent untersuchen. (http://sana.sy/en/?p=104890; s.a.  https://sptnkne.ws/ektW und https://sptnkne.ws/ekz6)

Am 24.4.2017 verließ ein weiterer Teil, 115 [aktualisiert: 260] Militante sowie 475 ihrer Familienmitglieder, in Umsetzung des Rekonziliierungsabkommens (s.u.) und ohne Störungen mittels 41 Bussen den Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ in Richtung Ğarâbulus unter Aufsicht der Syrian internal security forces, der russischen Militärpolizei und des Syrian Arab Red Crescent (SARC), wie Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî mitteilte. Der Abschluß der Aktion ist auf den 13. Mai terminiert. Dann werden zunächst Militäreinheiten die Gegend auf Sprengsätze absuchen, Arbeitsteams die notwendige Infrastruktur für die Versorgung mit Elektrizität, Wasser und Kommunikationseinrichtungen wiederherstellen. Der Bevölkerung werde jede Art von Hilfe durch das Gouvernement bereitgestellt wie Nahrungsmittel, medizinische Versorgung einschließlich Impfvakzinen. Zu weiteren Details s. http://sana.sy/en/?p=104858, http://www.sana.sy/?p=544027.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104811 und http://www.sana.sy/?p=543233 (Im N-Rîf von Ḥamâ Befreiung von alfâyâ – der bedeutendsten unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra stehenden Stadt der Region –  samt den umliegenden Städten und Dörfern Zalîn, al-Wîbida, Buṭaiš, Zaur an-Nâṣiriyya und Zaur Abû Zaid mit Rückeroberung der Anhöhen Talat an-Nâṣiriyya und Tal al-Minṭâr nach für den Feind verlustreichen Gefechten: hunderte an Extremisten wurden darin getötet – darunter auch Terroristen von Ğaiš  an- Naṣr und Ğaiš al-ʽIzza – bzw. verwundet, Überlebende flohen unter Zurücklassung ihrer Ausrüstung: so wurden sieben Abschußanlagen für Mörsergranaten, zwei mit Artillerieaufgerüstete Kampfwagen sowie eine sehr große Menge an unterschiedlichster Munition beschlagnahmt, zerstört wurden 58 [im arabischen Artikel: 38] Kampfwagen,  drei Munitionsdepots, drei Panzer und eine Autobombe; Bombenräumkommandos durchkämmen die Gegend und deaktivieren die auf den Straßen und in (!) den Häusern angebrachten Sprengsätze und Minen. Beseitigung von teils motorisierten  IS-Trupps östlich von Ğabal al-Abtar, von al-Bârida auf al-Qaryatain zu, um den al-Qaryatain-Damm, Umm Ṣaḥrîğ und östlich von Ğab al-Ğarâḥ in der Provinz Ḥomṣ; zudem Zerstörung einer Anzahl von IS-Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-ʽÂmiriyya und im SW von Talbîsa im N-Rîf. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen auf den Dair az-Zaur Airport durch die in der Provinzhauptstadt stationierte Armeeeinheit mit Vernichtung von IS-Fortifikationen im Umkreis der 137. Brigade sowie von motorisierten IS-Trupps nahe der ar-Raqqa-Brücke und beim Friedhof sowie von IS-Nestern durch die Artillerie in Ḥawîğa Ṣakar und Ḥaṭla im N-Rîf. Eliminierung von  teils motorisierten Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf der Straße zwischen Ibṭâʽ und aš-Šaiḫ Miskîn im Umland von Darʽâ  wie in al-Wardât im al-Lağât-Gebiet im N der Provinzhauptstadt, zudem von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Verbarrikadierungen am aṭ-Ṭulâyibî–Platz, südlich von Ḫazân al-Karak, westlich des an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps und des Stadtteils Ṭarîq as-Sadd von Darʽâ.)

Terroranschläge vom 23.4.2017:
Wieder beschoß der IS die Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr von Dair az-Zaur mit Raketen und richtete dabei Sachschäden an. (http://www.sana.sy/?p=543233)

Informationsminister Ing. Muḥammad Râmiz Turğumân setzte auf der ersten zweiteiligen nationalen Konferenz seines Ministeriums zu den Themenblöcken The Right of the Citizen to Media  und The Freedom and Media…The References and Visions in Umsetzung der Vorgaben des Präsidenten (s.u.) den anwesenden Medienvertretern am Sonntag  in der al-Assad-Nationalbibliothek in Damaskus auseinander, daß es das Ziel sei, die Medien weiterhin in Richtung auf die Bedürfnisse, Belange und Interessen der Bürger in Abbildung aller Spektren der Gesellschaft zu verbessern. Vertrauenswürdig zu sein, sei wesentlich. Die Konferenz bilde die Gelegenheit, die Umsetzung der Zielsetzungen zu besprechen wie Arbeitsbedingungen, Probleme und Möglichkeiten zu deren Überwindung. (http://sana.sy/en/?p=104827)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104796 und http://www.sana.sy/?p=542967 (Eliminierung von Fortifikationen und Truppenbewegungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya um Kabânî, Ẓahrat ad-Daġla, Fula, al-Yamḍiyya, al-Ḥam­bûšiyya und at-Tufâḥiyya mit den meisten Angreifern zusammen mit drei Nestern von Maschinengewehrschützen und sechs mit Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen. Nach heftigen Gefechten zusammen mit unterstützenden Streitkräften im Gebiet von Tal an-Nâṣiriyyya und Talat al-Minṭâr Rückeroberung eines strategisch bedeutsamen Punktes im N von Ṣûrân nahe der Mautstraße nach al-Laḥâyâ mit Befreiung  der Farmen von an-Naṣariyya zwischen den Städten Ḥalfâyâ und Ṭay­yibat al-Imâm im N-Rîf von Ḥamâ; präzise Artillerie-Salven zerschossen dabei die Frontlinien von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt deren Verbarrikadierungen und fortifizierten Stellungen; unter den zahlreiche getöteten Extremisten wurde auch der Feldkommandeur von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya, Šaḥûd Abû ʽAlî, identifiziert; zudem Unterbrechung der Nachschublinien der Terroristen von al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ nach  Ḥalfâyâ mit Befreiung von Qamḥâna und Überrennen weiterer feindlicher Defensivlinien mit anschließender Einkesselung der Terroristen in Ḥalfâyâ; zudem Beseitigung von motorisierten Ğabha­tu_n-Nuṣra-Trupps in al-Buwaiḍa, Ḥalfâyâ, Maʽrkaba, al-Laḥâyâ aš-Šarqiyya, al al-Laḥâyâ al-Ġarbiyya und al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ. Zerstörung von IS-Stellungen und Vernichtung von motorisierten IS-Einheiten im Umkreis von Dair az-Zaur wie im Stadtteil al-Maṭâr al-Qadîm (altes Flughafengebiet) inklusive eines 150m langen ISTunnels zum geheimen Waffen- und Truppentransport wie der Lagerung von Waffen und Munition.)

Wegen des Mangels an ausreichenden Flugabwehrsystemen, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch bezüglich der Effektivität (dazu vgl.u.),  der sich bei den immer wiederkehrenden Luftangriffen ausländischer Regierungen (vgl.u.) als besonders deutlich erweist, braucht Syrien dringend entsprechende Technik. Hierzu erklärte Viktor Oserow, Chef des Sicherheitsausschusses des russischen  Födera­tionsr­ats, am Sa., 22.4.2017: „Die notwendigen Mengen können mit oberster Priorität geliefert werden, dies bedarf keiner zusätzlichen Belastung der Rüstungsindustrie.“ Im Blick auf völkerrechtliche Bestimmungen führte er dazu aus: „Das wird keine Normen des internationalen Rechts oder des UN-Sicherheitsrates verletzen, denn die Flugabwehrsysteme sind keine Angriffs-, sondern Verteidigungswaffen..“ (https://sptnkne.ws/ej8z)

Terroranschlag vom 22.4.2017:
Im berüchtigten Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte Terroristen beschossen mittags mit Mörsergranaten das damaszener Wohngebiet Rukn ad-Dîn, verletzten damit zwei Personen und beschädigten privates Eigentum.
Ergänzung: Sachschäden entstanden ebenfalls in Maḥarda im Nord-Umland von Ḥamâ infolrge Mörsergranatenbeschusses.
(http://www.sana.sy/?p=542869, http://sana.sy/en/?p=104789)

Am Freitagabend (18:45) beschossen israelische Kampfflugzeuge vom Luftraum der völkerrechtswidrig besetzt gehaltenen Gebiete (zur juristischen Einordnung s.u.) aus einen Militärposten zum Schutz von Ḫân Arnaba im Umkreis von al-Qunaiṭra. Währenddessen lief ein kurz zuvor begonnener Angriff von Terroristengruppen auf diesen Militärposten; trotzdem wurden die Extremisten unter heftigen Verlusten zurückgeschlagen. (http://sana.sy/en/?p=104772, http://www.sana.sy/?p=542665)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104736 und http://www.sana.sy/?p=542363 (Beseitigung von Terroristen samt Kampfdrohne im Gebiet Nawâra, ʽAin al-Ḥûr und az-Zuwaiqât im N- und NO-Rîf von al-Lâḏa­qiyya. Zerstörung von Fortifikationen und motorisierten Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt zwei Nestern von Maschinengewehrschützen und etlichen Kampfwagen im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ. Befreiung von Ṭay­yibat al-Imâm samt Umgebung im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für die Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra  und Affiliierten – unter den Getöteten fanden sich Saudis, Tunesier, Türken und Indonesier – verlustreichen Gefechten z.B. an Munitionsdepots, sechs Panzern,  BMP- und weiteren 70 teils mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen, zudem wurden etliche Terroristen gefangengenommen, dazu ein Panzer, elf 120mm-Artilleriegerätschaften,  vier Abschußanlagen für Raketen,  zwei für Mörsergranaten, drei Werkstätten für Höllenkanonen, drei Duschkas und Unmengen verschiedenster Munition beschlagnahmt. Vernichtung eines Treffpunkts von Ğabhatu_n-NuṣraFührern  in Dair Fûl im N-Rîf von Ḥomṣ mitsamt der vorgefundenen Terroristen, darunter ein Jordanier namens Abû Ḏû _n-Nûrain; Eliminierung von Trupps und Schlupfnestern von Affiliierten von Ğab­hatu_n-Nuṣra in az-Zaʽfarâna und az-Farḥâniyya al-Ġarbiyya sowie von Ğab­hatu_n-Nuṣra im Gebiet von Ḥawš Abû Kulâb und al-Mašârîʽa im Norden wie des IS im Ostteil bei al-Katîba al-Mahğûra (dem sog. Verlassenen Bataillon), östlich von al-Qaryatain, im SO von Tadmur, Habra al-Ġarbiyya und ʽUnq al-Hawâ. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf Militärposten zum Schutz des südlichen Stadtrands (Friedhofsgebiet) von Dair az-Zaur mit Zerstörung der gegnerischen Ausrüstung)

Russische Flugabwehr, Photo: SANA

Russische Flugabwehr, Photo: SANA

Den US-Angriff auf aš-Šaʽîrât konnte die syrische Luftabwehr nicht verhindern, da die Terroristen in dem seit über sechs Jahren geführten Krieg im Land als erstes diese zu vernichten suchten und tatsächlich bereits mehr als 50% zerstört seien. Darüber äußerte sich Präsident Dr. al-Assad im Interview mit RIA Novosti am 20.4.2017 [dieses wie das vom 21.4.2017 mit Sputnik gibt ansonsten bekannte Inhalte bereits anderweitig getätigter Interviews wider.]. „Nur wenige wissen, dass die Terroristen am Anfang ihre Operation mit der Zerstörung der syrischen Flugabwehrsysteme begonnen haben. Dies hat nichts mit sogenannten,Friedensdemonstrationenʻ zu tun. Die Mehrheit aller Flugabwehrobjekte befinden sich außerhalb der Städte, an deren Rand. Sie begannen diese zu attackieren. … Das Flugabwehrsystem war ihr erstes Ziel. .. Wir können keine genaue Ziffern angeben, weil das zum Militärgeheimnis gehört, wie Sie wissen, aber ich kann Ihnen sagen – mehr als 50 Prozent.“, informierte er die Presse. (https://sptnkne.ws/ejag). Im Einsatz ist etwa das Raketensystem Buk-M2, welches 6 – 24 Luftziele (Hubschrauber, Raketen sowie taktische Luft­waffe) bis zu einer Reichweite von 45km und in einer Maximalhöhe von 25km gleichzeitig treffen kann. Zwar hat das russische Militär effiziente FlaG mit größerer Reichweite auch in der Höhe in Syrien zur Verfügung, jedoch nur zum schutz russischer Infrastruktur, z.B.  das Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-400 in Ḥumaimîm bei al-Lâḏa­qiyya und vom Typ S-300 am Marinestützpunkt in Ṭarṭûs (vgl.u.), wie Wladimir Dschabarow, Vizechef des Auswärtigen Ausschusses im Födera­tions­rat, am Fr., 21.4.2017, gegenüber Ria Novosti angab. (https://sptnkne.ws/ejug) – Daher ist Syrien daran interessiert zum Schutz vor möglichen weiteren US-Angriffen weitere Luftabwehrtechnik von Rußland zu erwerben (https://sptnkne.ws/ejdx).

Mit einer Verspätung von 48 Stunden verließen am 21.4.2017 erneut 10 Busse mit zu evakuierenden Bürger aus al-Fûʽa und Kafarayâ diese Orte in Richtung Aleppo; dort langten parallel fünf Busse mit Militanten und Familien an, wodurch die Städte az-Zabadânî  und Maḍâyâ von ihnen befreit wurden. (http://sana.sy/en/?p=104732, zum Verfahren s.u.!) – Der Endbericht über die Evakuierung von insgesamt 3.000 Bürgern aus al-Fûʽa und Kafarayâ in 45 Bussen sowie der Ausschaffung von weiteren 500 Militanten mit Familien in 18 Bussen aus az-Zabadânî am Freitag ist nachzulesen bei: http://sana.sy/en/?p=104732

Während des Treffens mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi äußerte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Fr., 21,4.2017 in Astana, die Zurückweisung der durch Rußland und den Iran unterstützten Forderung [der Regierung von Damaskus], den Chemie-Vorfall in Ḫân Šaiḫûn untersuchen zu lassen, seitens der USA und westlicher Regierungen verbunden mit dem Versuch, der damaszener Regierung einen C-Waffenangriff unterzuschieben, erscheine wie die Neuauflage des Plans, die syrische Regierung zu stürzen. Dies werde Rußland jedoch nicht zulassen. Weiter bemerkte er: „I think that this is a very serious situation, because it is evident now that the false information about the use of chemical weapons by the Syrian government is used to ditch the implementation of resolu­tion 2254 that envisages political settlement, and to switch to the long-standing idea of a regime chan­ge. I’m sure that we must prevent it.” Dazu erläuterte er seinem Gesprächspartner:  „Yesterday, our joint proposal that experts of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) should visit the scene of the purported incident with the use of chemical weapons was blocked by Western delegations without any clear explanations.” Dies zeige „a complete fallacy of the stance of our Western colleagues”, welche die OPCW daran zu hindern suchten, ihre Inspektoren zur Untersuchung des vermeintlichen Tatorts zu schicken wie auch nach aš-Šaʽîrât . Inzwischen hätten die Regierungen in London und Paris behauptet Proben von beiden Orten zu haben, blieben doch Antworten nach deren Herkunft schuldig. Hierzu bemerkte Lawrow: „I think this is very close to a situation when this organization will discredit itself. If someone wants to contribute to this, such attempts need to be stop­ped.”  China hatte, wie Wang Yi wiederholte, den russisch-persischen Antrag unterstützt und täten dies auch bzgl. der Beilegung der Krisen in Syrien und Nordkorea. Wörtlich teilte er mit: „We are ready, together with our Russian partners, to strengthen strategic cooperation, to make ef­forts to establish international stability, to regulate politically the situations in ‘hot spots’.“ (http://www.sana.sy/?p=542316)

Das russische Verteidigungsministerium kritisiert die Angabe des OPCW, wonach in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) Sarin zur Anwendung gekommen sei. Vor allem gab Igor Konaschen­kow, der Sprecher jenes Amtes, der Verwunderung Ausdruck, wie die Organisation dies ermittelt haben wolle, da sie doch keine Mitarbeiter dorthin geschickt habe [obwohl die syrische Regierung sie sogar darum gebeten hatte (vgl.u.)]. „Wer hat Proben entnommen und wo und auf welche Weise? Wer war es, der in der OPCW bio­logische Proben so schnell analysieren konnte, wenn die OPCW-Standardverfahren (…) einen dauern­den Untersuchungskomplex vorsehen?“ ,fragte er. Nicht einmal die sog. „Weißhelme“ [zur Einordnung s.u.!], von welchen die Aufnahmen stammten, hätten bei ihren Aktionen die nötige Schutzkleidung getragen, was deren Angaben völlig unglaubwürdig macht. Mit seiner voreiligen Erklärung habe der Generaldirektor der OPCW, Ahmet Üzümcü, daher das Ansehen der von ihm geleiteten Organisation „stark geschä­digt“. (https://sptnkne.ws/ehGP)  – Belege dafür, daß ein Einsatz von Sarin in Ḫân Šaiḫûn ausgeschlossen werden muß, brachte u.a. Alexander Schulgin vor (vgl.u.) wie auch Nachweise dafür, daß die veröffentlichten Aufnahmen vom Vorfall künstlich gestellt gewesen seien.

Der Staatschef russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, führte über die beiden Militärpolizei-Bataillone seines Landes (vgl.u., 11.2.2017) zur Unterstützung der syrischen Armee im Russia Today-Interview aus, diese lösten einander alle zwei bis drei Monate ab. Wegen des Terrorismus, der sein Land lange Zeit heimgesucht habe, seien jene sowohl mit den Verbrechen jener Extremisten als auch mit den Leiden der Bevölkerung darunter vertraut und seien somit bestens für ihren Einsatz vorbereitet. Sie leisteten zudem Aufklärungsarbeit unter der Zivilbevölkerung als Vorbereitung der Rekonziliierung und teilten mit den syrischen Sicherheitskräften ihre Erfahrungen, was für die Situationsanalysen von Vorteil sei. (https://sptnkne.ws/eh3a)

Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, würdigte am Do., 20.4.2017, die trilateralen Gespräche von Teheran (s.u.). Am Mo., 24.4.2017, werde er sich mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow in Genf treffen. Bedauerlicherweise hätten die USA eine Mitwirkung abgelehnt: „The trilateral meeting that as you know was a possibility is being postponed, it is not taking place on Monday. It will be a bilateral. But the trilateral is not off the table, just being postponed.” Doch setzte er hoffend hinzu: „There is a clearly an intention to maintain and resume [wiederaufnehmen, fortsetzen] these trilateral discussions, the date and cir­cumstances were not conducive for this to happen on Mon­day.” (http://sana.sy/en/?p=104700)

Anläßlich eines UNSC-Statements zur Lage in Nahost kritisierte der permanente UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 20.4.2017 das fortgesetzte Schweigen des UN-Sicherheitsrats über das feindselige Vorgehen des israelischen Staates, welcher dadurch nur zur Fortführung inklusive der Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen vor allem von Ğabhatu_n-Nuṣra in allen Formen (dazu vgl.u.) ermutigt werde: „Over the last years, we warned the UN member countries against the danger of the destructive met­hod represented by changing the context and references of the State in the Middle East in order to empty this topic from its basic issue, mainly, the Israeli occupation of the Palestinian, Syrian and Le­banese territories and its violations of the UN resolutions on its withdrawal from the occupied Arab lands into the line of June 4th, 1967.” Zudem unterstrich er, daß Syrien an seiner Position der Unterstützung der Palästinenser auf deren Recht nach Selbstbestimmung und Errichtung eines eigenen Staates mit Jerusalem als dessen Hauptstadt wie dem Recht der Rückkehr in ihre Heimat gemäß der Resolution Nr.194 aus dem Jahr 1948 festhalte. (http://sana.sy/en/?p=104721)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104680 und http://www.sana.sy/?p=541758 (Vernichtung von Positionen und Truppenbewegungen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra in  Ṭay­yibat al-Imâm, al-Maṣâṣina , al-Buwaiḍa, Maʽrkaba, Laḥâyâ, Mûrik und Ṣalbâ im Nord- wie Ost-Umland von Ḥamâ zusammen mit unterstützenden Streitkräften; akkurate, effektive Luftschläge zur Deckung von Bodenoperationen gegen affiliierte Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra an der Ost- und Südfront von Ṭay­yibat al-Imâm, südlich von Ḥalfâyâ und im Gebiet von al-Azwâr im N-Rîf mit Zerstörung von deren militärischem Equipment; unter den zahlreich Getöteten fanden sich laut einschlägigen Webseiten-Angaben die beiden Anführer Muḥammad Ğalâd und Sâhir aṣ-Ṣalâh. Vereitelung von IS-Angriffsversuchen vom Ğabal ibn ʽArṣân aus auf Militärposten zum Schutz des Südteils von Ṯaniyyat al-Muzaibila, Ğabal  Ṣawânat al-Maḥasa und des al-Qaryatain-Damms, 90km im SO von Ḥomṣ nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten; später Beseitigung eines Waffendepots und von Kampfwagen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra  östlich von den Tadmur Silos, bei al-Bârida, Maḥasa, östlich von al-Qaryatain, al-ʽÂmiriyya, Umm Šar­šûḥ, as-Saʽn al-Aswad, in Dair Fûl und Tal Abû Sanâsil im N- und O-Rîf von Ḥomṣ. Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten und Nachschubrouten samt mancher von deren Zentren in den Stadtteilen as-Saiba, al-Karak, al-Bağâbağa, al-Arbaʽain, al-Baḥâr, al-Badû, Ṭarîq as-Sadd, um den Buṣrâ-Platz im Stadtbezirk Dar­ʽâ al-Balad wie Dar­ʽâ al-Maḥaṭṭa von Dar­ʽâ mit Vernichtung von Barrikaden, Nestern von Maschinengewehrschützen und Kampfwagen.)

Terroranschlag vom 20.4.2017:
Infolge Raketenbeschusses auf die Stadt Maḥarda (25km nördlich von Ḥamâ) wurden vier Bürger verletzt und massive Schäden an Häusern etc. angerichtet.(http://sana.sy/en/?p=104677, http://www.sana.sy/?p=541733)

Am Mi., 19.4.2017, besuchte der Gouverneur des Rîf Dimašq (Damaskus-Land), Ingenieur ʽAlâ´ Munîr Ibrâhîm, die Stadt Maḍâyâ – bekannt geworden durch die verbreiteten fake news über Syriens Mona Lisa  (vgl. Teil III) – die nun von allen Militanten befreit ist, die sich massive Greuel gegen die Bevölkerung erlaubt hatten (loc. cit.). Mitgebracht hatte er die nötigsten Versorgungsgüter für die Jahre lang durch die Extremisten von allem abgeschnittene Stadt. Dazu vermerkte der Gouverneur vor der Presse: „We came here to provide the citizens with all the services they have been deprived from as a result of the crimes of terrorist organizations.” Nach vorübergehender Ausschaffung und Unterbringung der Bewohner in Übergangswohnheimen  werde der Ort erst einmal nach angebrachten Minen und Sprengsätzen abgesucht, diese sachgemäß entschärft, die notwendigen Wiederaufbauarbeiten auch an der von den Terroristen mutwillig zerstörten Infrastruktur unternommen und die öffentlichen Dienste wieder eingerichtet, worauf die Bevölkerung dann wieder zurückkehren könne.  Im nur wenige Kilometer nördlich gelegenen az-Zabadânî seien diese Vorgänge schon so weit gediehen, daß die ersten Rückkehrer in zwei Tagen bereits wieder nach Hause könnten.  (http://sana.sy/en/?p=104651) – Die Kleinstadt Maḍâyâ (2004 noch mit 9.371 Einwohnern) war wegen seiner Lage in den Bergen nahe der Grenze zum Libanon und des im Sommer kühleren trockeneren Klimas ein beliebter, sonst von Landwirtschaft geprägter  Ferienort im Grünen.

Nach Angaben des ständigen russischen Gesandten bei der OPCW, Alexander Schulgin, übergab Michail Uljanow, der Ressortleiter für Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen bei deren Exekutivratssitzung am 20.4.2017 Beweis dafür, daß die vorgebliche Giftgasattacke von Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) eine Inszenierung gewesen sei. Einzelheiten hierzu bei: https://sptnkne.ws/ehvw.

Erneut wertete der russische Außenminister Sergei Lawrow im Telefonat mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault sowohl den Chemiewaffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn wie den US-Angriff auf  aš-Šaʽîrât (zu beiden vgl.u.) als „provokativen Schritt„. Wörtlich ließ er den Franzosen wissen: „his country’s criticism of the US aggression on Syria, adding that the hostile acts launched by the US through attacking a sovereign country have made a deep con­cern.” Im Weiteren stellte er fest:„Unmittelbar nach dem Chemiewaffeneinsatz wurde der Ruf nach Maßnahmen zum  Stürz [sic!] des Regimes in Syrien laut.“ Daraus resultiere: „Wir beobachten mit Sorge, dass es Bestre­bun­gen gibt, Anschläge wie die am 04. April in Idlib, bei denen Chemiewaffen eingesetzt wurden, zu ver­üben.“ So fuhr er fort: „Wir halten es für einen wich­tigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen„. Prinzipien der russischen Außenpolitik seien Respektierung des Völkerrechts einschließlich der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der UN-Mitgliedsstaaten. – Daher hatte auch Präsident Putin gegenüber Interfax zur Thematik bemerkt: „Wir halten es für einen wich­tigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen„. (http://sana.sy/en/?p=104667, http://parstoday.com/de/news/world-i26092-lawrow_warnt_vor_er­eignissen_wie_che­miewaffeneinsatz_in_syrien für Zitate in Deutsch)

Gemäß Meldung durch The Independent vom 19.4.2017, bekannte der britische Außenminister Boris Johnson, sein Land solle auch ohne Zustimmung des Parlaments – diese war Jahr 2003 der Regierung versagt worden – die USA bei einem neuerlichen Angriff auf Syrien unterstützen. (http://parstoday.com/de/news/world-i26074-britischer_au%C3%9Fenminister_england_soll_syrien_ohne_zustimmung_des_parlaments_angreifen) – Zuvor hatte das Parlament hat vom Innenministerium gefordert, der Ehefrau des syrischen Präsidenten, Frau Asmâ´ al-Assad (Doppelstaatlerin, da in Großbritannien geboren), die britische Staatsbürgerschaft zu entziehen, wie The Sunday Times berichtet hatte. (https://sptnkne.ws/efu4) – Frau al-Assads syrische Familie lebt in London, wo ihr Vater als Herzchirurg tätig gewesen ist.

Die Abschlußerklärung der zweitägigen trilateralen Gespräche auf Expertenebene in Teheran (vgl.u.) zur Vorbereitung der für den 3./4. Mai angesetzten 4. Astana-Konferenz. Aus dem iranischen Außenministerium hieß es dazu: „Tehran has hosted a meeting for the experts of the guarantor countries of Astana talks which brought together Iran, Russia and Turkey about Syria to discuss the cessation of hostilities and preparing for the next talks due in May.” Eine weitere Sitzung auf Experten-Ebene solle zuvor am 2. Mai stattfinden. Besprochen wurden die Terrorismusbekämpfung als gleichbedeutend und zur selben Zeit durchzuführen wie der politische Dialog unter Syrern auf der Suche nach einer Lösung der Krise in all ihren Dimensionen, die garantierte Durchführung des zu Jahresende 2016 vereinbarten syrienweiten Waffenruhe (vgl.u.) wie die Umsetzung eines Gefangenen­aus­tausches. (http://sana.sy/en/?p=104671, s.a. http://parstoday.com/de/news/iran-i26098-abschlusserkl%C3%A4rung_der_trilateralen_syrien_gespr%C3%A4che_in_teheran)

Terroranschlag vom 19.4.2017:
Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte beschossen erneut die Stadtteile Sağna und as-Saḥârî von Darʽâ mit Raketen, verletzten dabei ein Kind und einen Erwachsenen und richteten materielle Schäden an. (http://sana.sy/en/?p=104654)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104621 und http://www.sana.sy/?p=541146 (Vereitelung eines erneuten Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps von Ḥur Binafsa im S-Rîf von Ḥamâ aus auf die Wohnunterkünfte der Arbeiter des Wärmekraftwerks az-Zâra und die umgebenden Militärposten zu dessen Schutz nach heftigen, für den Feind verlustreichen Kämpfen; überlebende Extremisten flohen nach Ḥur Binafsa zurück. Rückeroberung einer Anzahl von Anhöhen um den Ğabal al-Qaṭâr, ca. 25km im NO von Tad­mur zusammen mit unterstützenden Streitkräften nach erfolgreichen Gefechten gegen IS-Einheiten und Eliminierung einer großen Anzahl Feinde samt deren militärischen Equipments und anschließender Durchsuchung des Gebiets auf hinterlassene Sprengsätze sowie Entschärfung und Beseitigung derselben; zudem Beseitigung von teils motorisierten Verbänden von Ğabhatu_n-Nuṣra in as-Saʽn al-Aswad, beim Bauernhof aṭ-Ṭalâqiyât, in al-Ġanṭû und ʽÂmiriyya im N-Rîf von Ḥomṣ sowie des IS in al-Bârida und östlich von al-Qarya­tain im O-Rîf inklusive eines ISHaupt­quartiers.)

Weitere 3.000 Bewohner von al-Fûʽa und Kafarayâ (vgl.u.) wurden am Mi., 19.4.2017, in 45 Bussen in Richtung Aleppo evakuiert sowie im Gegenzug 500 Militante samt ihren Familien aus az-Zabadânî  via Aleppo (Stadtteil ar-Râmûsa)  nach Idlib transportiert. (http://www.sana.sy/?p=541173)

US-Verteidigungsminister James Mattis unterrichtete Journalisten an Bord seines Flugzeuges auf dem Weg nach Saudi-Arabien darüber, daß die USA die Kooperation mit Rußland bei der Gewährleistung der Flugsicherheit in Syrien fortsetzten. (https://sptnkne.ws/eg8Z) – Zur vorübergehenden Aussetzung s.u.!

Nach mehrfacher Aufforderung dazu entschloß sich am 18.4. 2017endlich auch der UN-Sicherheitsrat dazu, den massiven Terroranschlag in Aleppo vom Karsamstag auf die evakuierten Bürger (vgl.u.) zu verurteilen. Auch sprach man sich dafür aus, die Terrorismusunterstützer vor Gericht zu bringen, wie es auch die Regierung in Damaskus verlangt hatte. (http://sana.sy/en/?p=104606)

Beim Empfang im Moskauer Außenministerium anläßlich des orthodoxen Osterfestes versicherte dessen Chef Sergei Lawrow den Anwesenden: „Wir wollen auch künftig alles nur Mögliche tun, um Angriffe auf die Christen und eine Spaltung aus Zivilisations- bzw. religiösen Motiven zu verhindern.“ Infolge der Destabilisierung der Situation in Nahost und Nord-Afrika seien am stärksten die dort lebenden Christendem Genozid durch Extre­misten ausgesetzt.“ Denen gehe es darum, „interkonfessionelle Feindschaft aufzustacheln.“ (https://sptnkne.ws/eg7a)

Terroranschläge vom 18.4.2017:
Nach dem Abwurf von Raketen und Mörsergranaten durch IS-Kampfdrohnen im Stadtteil al-Ğaura von Dair az-Zaur, kamen dort ein Mädchen und eine Frau ums Leben, weitere 26 Anwohner wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Opfer hatten sich an einer Trinkwasserausgabestelle eingefunden. (http://sana.sy/en/?p=104587)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104563 und http://www.sana.sy/?p=540600 (Ein mit großen Mengen an Sprengstoff vollgepackter IS-Bulldozer konnte rechtzeitig zerstört werden, bevor er in Wâdî al-ʽAḏîb (im NO von Salamiyya) im  O-Rîf von Ḥamâ an sein Ziel gelangte. Rückeroberung des Abû Qila-Damms im NW der 4. Ölpump-Station im Umland von Tadmur mit vielen getöteten IS-Terroristen im östlichen Teil der Provinz Ḥomṣ; zudem Vereitelung von terroristischen Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von al-Qaryatain, 85km im SO der Provinzhauptstadt; dazu Vernichtung von dem IS affiliierten Trupps mitsamt deren militärischer Ausrüstung in heftigen Gefechten nach deren Eindringen in die Gebiete von  Futḥat al-Maḥsa, Ṯaniyyat al-Muzaibila und des al-Qaryatain-Damms. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen mit Kampfwagen auf der Achse Saʽsa  – Bait Ğin im äußersten SW des Rîf Dimašq. Eliminierung von IS-Ansammlungen und deren befestigten Stellungen um Dair az-Zaur am Ğabal aṯ-Ṯarda im W der Provinzhauptstadt zusammen mit Mannschaften inklusive zwei Panzern und mit Maschinengewehren aufgerüstetem Kampfwagen sowie an der Abzweigung zum at-Taim-Ölfeld im SO von Dair az-Zaur, von wo aus der ISKampfdrohnen gegen Militärposten losschickte. Präzise effektive Artillerieangriffe gegen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und –Fortifikationen mit Scharf- und Maschinengewehrschützen auf der Straße zum Staudamm von Darʽâ, südlich von Ḫazân al-Karak, östlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs und in der Bäckerei-Allee im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad.)

In weiterer Umsetzung des Abkommens zur Ausschaffung der bewaffneten Einheiten aus dem Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ (vgl.u.) verließen am 18.4.2017 vormittag 519 Militante zusammen mit ihren Familien die Provinzhauptstadt. (http://www.sana.sy/?p=540639)

Bombardements der US-geführten Koalition auf die Stadt al-Mûḥasan im Umland von Dair az-Zaur kosteten erneut 16 Zivilisten das Leben, mehr als 40 weitere wurden verwundet, darunter auch irakische Flüchtlinge. (http://www.sana.sy/?p=540663 vom 18.4.2017)

Gemäß dem Portal International Business Times vom Di., 18.4.2017, unter Verweis auf die unabhängige Londoner Beobachtergruppe Airwars sind im März 2017 bei Luftangriffen der US-geführten Koalition eine Rekordzahl an Zivilisten ums Leben gekommen. (https://sptnkne.ws/egp9)

Der Brite Dr. Robert Fisk wundert sich öffentlich per Artikel im The Independent darüber, daß US-Präsident Trump zwar behaupte, sich für die Kinder in Syrien zu interessieren und einzusetzen, es jedoch unterläßt den terroristischen Bombenanschlag zu verurteilen, der jüngst in Aleppo (s.u.) besonders auch vielen Kindern das Leben bzw. die gesundheitliche Unversehrtheit kostete. Dies sei geschmacklos und unmoralisch. (http://www.sana.sy/?p=540442)

Der iranische Außenamtssprecher Bahrâm Qâsimî kündigte für Di., 18.4.2017, ein iranisch-russisch-türkisches Treffen in Teheran  im Kontext der Astana-Gespräche auf Experten-Ebene an. (http://sana.sy/en/?p=104512)

Terroranschläge vom 17.4.2017:
12 Personen wurden infolge Mörsergranatenbeschusses auf den damaszener Stadtteil at- Tiğaraʽa (?) verletzt, dazu entstand Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=104516)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104474 und http://sana.sy/?p=540037 (Befreiung von Ṣûrân mit Rückeroberung der strategisch bedeutsamen Anhöhe Tal Bazâm und  dem al-Qabân am Ost-Zugang von Ṭayyibat al-Imâm im N-Rîf von Ḥamâ nach Eliminierung vieler Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra, einiger von Ğaiš al-ʽIzza, darunter deren Kommandeur Abû al-Barâ´ al-Ḥamwî, wie von Ḥizb at-Turkistânî samt deren zehn Panzern, vier BMP-Fahrzeugen, 139 Kampfwagen,  23 Kommandozentren, drei Munitionsdepots, 14 Drohnen,  einer großen Anzahl von Abschußanlagen für Mörsergranaten, sechs Maschinengewehren und Unmengen individueller Waffen und Munitionstypen; Bombenräumkommandos durchkämmten die Gegend nach den gezielt hinterlassenen Sprengsätzen an allen Stadtzugängen, zwischen den Häusern und ringsum; zudem harte Gefechte mit angreifenden Ğabhatu_n-NuṣraTrupps auf Militärposten zum Schutz um as-Saṭaḥiyât westlich von Salamiyya – nach Übergang zur Gegenattacke Rückgewinnung aller Positionen mit Unterstützung von  freiwilligen Kämpfern, Artillerie und SAAF mit heftigen Verlusten des Feindes an Männern und Ausrüstung als Resultat; während der laufenden Operationen im N-Rîf von Ḥamâ wurden insgesamt 2308 Terroristen beseiti­gt und 1325 verwundet. Vernichtung eines motorisierten IS-Trupps mit Maschinengewehren von westlich und östlich von Dair az-Zaur und um das Regiment 137. Vereitelung von Terroristenangriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Ḫân Arnaba im N-Rîf von al-Qunaiṭra unter heftigen Feindverlusten.)

Der russische Präsident Putin gratulierte seinem Amtskollegen in Damaskus zum syrischen 71. Unabhängigkeitstag (von französischer Kolonialherrschaft) am 17.4.2017.  (http://www.sana.sy/?p=540667) – Zur Bedeutung dieses Tages während des über sechsjährigen counterterroristischen Kriegs in Syrien s. Präsidenten-Interview vom 13.4.2017.

AuqâfMinister Dr. Muḥammad ʽAbdus-Satâr as-Sayyid informierte am 18.4. 2017 über den Plan seines Ministeriums in Kooperation mit dem ministerialen Arbeitsbereich für die Jugend und den Jugenddirektoraten der christlichen Kirchen unter dem Titel „Cordiality Bonds and Citizenship Ties between Muslims and Christians in Syria” die kommende Generation gegen Extremismus zu wappnen.  Hierzu besuchte er persönlich den syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia und dem gesamten Osten, Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II., sowie den patriarchalen Vikar Afrâm Maʽlûlî  und die Bischöfe Mûsâ al-Ḫûrî und Lûqâ al-Ḫûrî und besichtigte zudem die mariamitische Kathedrale von Damaskus. Seine Gesprächspartner begrüßten die Idee und sagten ihre Unterstützung und Beteiligung zu. Zugleich gratulierte ihnen der Minister zu Ostern und dem Unabhängigkeitstag. (http://www.sana.sy/?p=540524)

Gemäß der Rekonziliierungsvereinbarung für den Stadtteil al-Waʽir  von Ḥomṣ  (vgl.u.) verließ am (Oster-)Montag nachmittags eine weitere  Gruppe von gut 400 Militanten zusammen mit ihren Familien die Provinzhauptstadt. (http://sana.sy/en/?p=104496)

Der Gouverneur von Dair az-Zaur, Muḥammad Ibrâhîm Samra,  widersprach am 17.4.2017 fake news aus sozialen Netzwerk- und Webseiten, wonach das Wasser aus  den vom IS eingeschlossenen östlichen Teilen von Dair az-Zaur kontaminiert sei und in der Folge Krankheitsfälle aufgetreten seien. Es gebe keine bestätigten Fälle hierfür. Das Wasser werde mit den durch SAA-Helikopter regelmäßig gelieferten Mitteln behandelt. (http://sana.sy/en/?p=104493)

Infolge der Bombardements der US-geführten Koaltion kamen am 17.4.2017  im Dorf as-Sukariyya nahe Bûkamâl im äußersten SO der Provinz Dair az-Zaur mindestens acht Anwohner derselben Familie ums Leben, viele weitere wurden verletzt bei signifikaten Schäden an Häiusern und weiterem Eigentum. – Auch westlich von ar-Raqqa waren deswegen fünf Tote in einem Dorf zu beklagen.   (www.sana.sy/en/?p=104490, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i25962-11_zivilisten_bei_luftangriffen_der_us_gef%C3%BChrten_koalition_in_syrien_get%C3%B6tet)
Zudem wurden duch Raketenbeschuß Gebäude der Landwirtschaftsfakultät und eine Reihe Häuser im Dorf Ḥussainiyya im W-Rîf von Dair az-Zaur zerstört sowie sieben Bewohner,  darunter zwei Frauen und ein Kind, getötet und weitere 12 ver­wundet.  (http://www.sana.sy/?p=540663).

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden rief die Regierung vermittels des Außenministeriums die internationale Gemeinschaft zu gemeinsamen Anstrengungen im Counterterrorismus in Koordinierung und voller Kooperation mit der syrischen Regierung sowie zur gerichtlichen Verfolgung der Terrorismusunterstützer auf, während gleichzeitig die terroristischen Angriffe auf die Bürger von Kafarayâ und al-Fûʽa verurteilt wurden. Sodann kam der Anlaß des neuerlichen Protestes zur Sprache: „In a heinous, criminal act which was planned to kill the largest number of children and women, terrorists detonated on Saturday a car bomb in an area that gathers buses and ambulances in Al-Rashideen region in West Aleppo to transport nearly 5,000 citizens from the terror-besieged towns of Kefraya and al-Foua .” Die feige Attacke habe mehr als 120 Mitbürgern – vor allem Kindern und Frauen – das Leben gekostet, während hunderte verwundet und massive Schäden angerichtet worden seien. Zuvor hätten die Bewohner beider Städte aufgrund der mehr als vier Jahre langen Einkesselung durch die Terroristen täglich (!) Angriffe durch Raketen und Mörsergranaten erfahren und Hunger gelitten. Mit dem Verbrechen vom  15.4.2017  hätten jene Terroristen ihren Zusammnebruch angesichts der erfolgreichen Rekonziliierungsverhandlungen enthüllt mit dem Ziel, sie letztlich doch noch zum Scheitern zu bringen. Desgleichen sei darin eine Reaktion der Terroristen und ihrer Hintermänner aus bekannten Regierungen auf die zunehmenden Fortschritte der SAA zu sehen: „this coward attack comes as a response by the terrorists and their masters to the achievements made by the Syrian Arab Army and its allies and their success in confronting the terro­rist organizations of Jabhat al-Nusra and ISIS and their affiliated entities in many Syrian areas. The Government of the Syrian Arab Republic reiterates the urgent need to unify the efforts of the international community to combat terrorism in full coordination and cooperation with the Syrian government and to stop attempts of misleading and ignoring the fact of the priority of combating terrorism to restore security and stability in Syria and the region as a whole.” Dem Terrorismus sei nicht anders als gemeinsam beizukommen mi dem Ziel der Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität nicht nur für Syrien sondern die gesamte Region. . Die UN sollten die kriminelle Attacke verurteilen und deren Ausführende wie die die Terrororganisationen stützenden Regierungen, zuvorderst die Türkei, Qaṭar, Saudi-Arabien, Frankreich, die USA und Großbritannien,  vor Gericht bringen und sie zwingen, die relevanten UN-Resolutionen, vor allem die Nummern 1267, 1373, 2170, 2178, 2199 und 2253 zu beachten. (http://sana.sy/?p=539890, http://sana.sy/en/?p=104457 vom 16.4.2017).

Tausende der von den Terroristen vertriebenen bzw. vor ihnen geflohenen Familien konnten am 16.4.2017 wieder in ihre Heime nach Aleppo zurückkehren. (http://www.sana.sy/?p=539920)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104395 und http://sana.sy/?p=539448 (Zerstörung von Fortifikationen und Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra durch präzise Artillerieschläge im Stadtteil al-Manšiyya, um das Katâkît-Gebäude, den al-Maṣrî-Kreisverkehr, die Straße zum Staudamm und nördlich der Teppich-Fabrik zusammen mit Abschußanlagen für Raketen, Mörsergranaten und Kampfwagen in bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ.)

Laut dem US-Journal Intelligence Online sind dank der Terrorismusunterstützung der türkischen AKP-Regierung unter Präsident Erdogan im Jahr 2016 ca. 30.000 Terroristen nach Syrien eingeschleust worden mit dem letztlichen Ziel des Sturzes der säkularen Regierung in Damaskus.(http://sana.sy/?p=539120 vom 16.4.2017) – Im Interview vom 6.4.2017 hatte Präsident Dr. al-Assad Ähnliches dargelegt.

Das fast übersehene, doch sehr aufschlußreiche Präsidenten-Interview vom 6.4.2017 ist nun in Übersetzung erhältlich.

Osterbesuch bei den Kirchenvertretern, Photo: SANA

Osterbesuch bei den Kirchenvertretern, Photo: SANA

Der Leiter der Präsidialkanzlei, Minister Manṣûr ʽAzâm, besucht in präsidialem Auftrag am So., 16.4.2017, die Führer der christlichen Konfessionen und beglückwünscht sie im Namen von Präsident Dr. al-Assad zum Osterfest. (http://www.sana.sy/?p=539596 mit Photostrecke)

Ostern 2017, Photo: SANA

Ostern 2017, Photo: SANA

Impressionen von den Osterfeierlichkeiten bieten: http://sana.sy/?p=539416, http://sana.sy/?p=539416.

Terroranschläge vom (Ostersonntag) 16.4.2017:
IS-Terroristen beschossen den Stadtteil von Dair az-Zaur mit Raketen, töteten dabei bislang drei Anwohner und verletzten elf.
Harâbaš, wo ca. 1.3000 Familien leben, ist seit drei Monaten durch den IS von jeglicher Versorgung abgeschnitten und wir zweimal täglich über Hubschrauber mit allem Nötigen versorgt.
Infolge von Mörsergranatenbeschuß mit Detonationen nahe dem Umayyadenplatz in Damaskus kam eine Frau ums Leben, elf weitere Passanten wurden verletzt, es entstanden ziemliche materielle Schäden. Die Terroristen hatten sich wieder in al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verschanzt. (http://sana.sy/en/?p=104416, http://www.sana.sy/?p=539505)

Es scheint so, daß immer dann, wenn US-Senator McCain eine geheimen Nahost-Reise unternommen hat, um sich mit Kämpfern (darunter dem IS-Chef, vgl.u.) zum Sturz der säkularen Regierung in Damaskus zu treffen, sich in Syrien ein Giftgasangriff ereignet, dessen dann Regierung bezichtigt wird, worauf eine US-Intervention erfolgt. Mehr dazu s. by Alex Christoforou, The Duran

Neben Regierungsstellen und Repräsentanten  regionaler befreundeter Institutionen und Mächte  verurteilte auch der UN-Generalsekretär Guterrres das Attentat in Aleppo. (www.sana/en/?p=104409, http://sana.sy/?p=539493, http://sana.sy/?p=539266, http://sana.sy/en/?p=104390, http://www.sana.sy/en/?p=104387)

Verletztes Kind des Anschlags in Aleppo, Photo: SANA

Verletztes Kind des Anschlags in Aleppo, Photo: SANA

Terroranschläge vom 15.4.2017:
Durch Raketen und Bomben, abgefeuert von einer Kampfdrohne des IS wurden in den Stadtteilen al-Quṣûr und al-Ğaura von Dair az-Zaur 29 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, verletzt. (http://sana.sy/en/?p=104355)
Am Sammelplatz der aus Kafarayâ und al-Fûʽa in Bussen eingetroffenen evakuierten Bevölkerungsteile – ca. 5.000Personen –  und begleitenden Ambulanzwagen im westlichen aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn detonierte eine Autobombe, welche dutzende Tote und Verletzte, darunter hauptsächlich Kinder und Frauen hinterließ. Genaue Opferzahlen werden noch ermittelt. Terroristen hatten die Bombe unter die vorbereiteten Kindernahrungsmittel geschmuggelt. Busse und Ambulanzen wurden beschädigt, drei SARC-Mitarbeiter verletzt. (http://sana.sy/en/?p=104363, http://sana.sy/?p=539424,   http://sana.sy/?p=539139 mit Photostrecke und Video) – Pars Today informiert zudem darüber, daß die ca. 20.000 Einwohner der beiden nunmehr seit drei Jahren von Terrorgruppen eingeschlossenen Kleinstädte überwiegend Šîʽiten sind. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25936-syrien_zahl_der_opfer_des_anschlags_bei_aleppo_auf_100_gestiegen).
Eine ferngezündete Autobombe detonierte ebenfalls am Samstagnachmittag nahe eines Militär­postens im Dorf Salmî im NO von al-Lâḏa­qiyya, wobei nach Augenzeugenberichten mindestens zehn Personen getötet und weitere verletzt wurden. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25928-syrien_bombenexplosion_in_aleppo_und_latakia_mindestens_zehn_tote).

Anschlag auf Busse in Aleppo, Photo: SANA

Anschlag auf Busse in Aleppo, Photo: SANA

Nachdem der erste Teil der Evakuierungsmaßnahmen von Kafarayâ und al-Fûʽa wie der Terroristenausschaffung aus az-Zabadânî und Maḍâyâ am Karfreitag erfolgt war (dazu vgl.u.), kamen am Samstag weitere 15 Busse aus den beiden seit nunmehr drei Jahren von Terroristen belagerten Kleinstädten im nördlichen Landkreis von Idlib im westlichen Stadtteil ar-Râmûsa von Aleppo an, um weiter in die Übergangswohnheime in  Ğibrîn (s.u.), ausgestattet mit allen nötigen Basisbedarfsartikeln und -Versorgung transportiert zu werden. Kurz zuvor waren hier die SARC-Ambulanzwagen mit mehr als  50 Verletzten des Suizidanschlags im ebenfalls westlichen Stadtteil ar-Râšidîn (s.u.) angekommen. (http://sana.sy/en/?p=104401)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104360  und http://sana.sy/?p=539034 (Beseitigung von motorisierten Trupps Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra in den Gegenden von Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm,  ʽAṭšân, Tal Bazâm und Tal Sukaik im nördlichen Umland von Ḥamâ. Präzise effektive Artillerieschläge gegen IS-Basen südlich des Ğabal al-Abtar, Salâm Ġarbî, as-Sulṭâniyya und Umm ar-Rîš, ca. 70km östlich von  Ḥom  unter heftigen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung; Auslöschung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und  -Ansammlungen in al-ʽÂmiriyya, Tal Abû as-Sanâsil und as-Saʽn al-Aswad südlich von Talbîsa im N-Rîf. Zerstörung einer IS-Zentrale am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur wie von weiteren IS-Positionen und –Nestern im Friedhofsgebiet und dem Stadtteil al-ʽUrfî; unter den zahlreich getöteten Terroristen wurde auch deren Feldkommandeur Ṣafwân ʽAbdul-Wahhâb Yâsîn identifiziert;  Augenzeugen aus Mûḥassan im  O-Rîf berichteten von erfolgreichen  Zusammenstößen der Volkswehr mit IS-Extremisten; später Rückeroberung des strategisch bedeutsamen Farağ  südlich des Dair az-Zaur Airport zusammen mit unterstützenden Kampfeinheiten. )

Am Karsamstag, 15.4.2017, rief der Nachfolger des kürzlich verstorbenen maronitischen Kirchenoberhaupts,  Patriarch Mâr Bišâra Buṭrus ar-Râʽî , die Großmächte während der Osterfest-Messe in der Auferstehungskirche in Bakarkî dazu auf, den Terrorkrieg  gegen Syrien zu beenden und Frieden in die Region zu bringen. Hierzu sei internationale Kooperation vonnöten. (http://sana.sy/?p=539508, http://sana.sy/?p=539058) – Hierzu hatten schon mehrfach die Präsidenten Syriens und Rußlands aufgerufen (vgl.u.)

Der russische Außenminister Lawrow übernahm am Fr., 14.4.2017, die schon seit Jahren seitens der Regierung in Damaskus geäußerten Beschwerden darüber, daß die OPCW bislang Hinweise beider Regierungen auf Chemiewaffeneinsatz durch die sog. „bewaffnete Opposition“ [MAO, vgl.u.] z.B. in Aleppo ignoriert habe. (https://sptnkne.ws/ee5G) – Den Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemi­scher Waffen ließ er schriftlich die Unzufriedenheit der Kreml-Regierung über die Ermitt­lungsmethoden der in Syrien tätigen Experten mit. Diese hätten schließlich zur Überprüfung umfangreiches Datenmaterial von solchen Einsätzen einschließlich Proben von vor Ort zugestellt bekommen (vgl.u.). Als Beispiel nannte er während einer Pressekonferenz vom Fr., 14.4.2017: „Bereits vor drei Monaten haben wir ein solches Päckchen abgeschickt, das mit einem Chemiewaffen-Einsatz in Ost-Aleppo verbunden war. … Bislang haben wir keine Reaktion vom Sekretariat erhalten.“, empörte sich Lawrow. (https://sptnkne.ws/eezu)

Terroranschläge vom (Karfreitag) 14.4.2017:
In al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terroristen beschossen erneut den Stadtteil al-Qaimariyya in der damaszener Altstadt mit Raketen, wobei drei Personen verletzt und materielle Schäden verursacht wurden.
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra attackierten Darʽâ al-Ma­ḥaṭṭa (das Bahnhofsviertel von Darʽâ) mit Mörsergranaten, verletzten damit ein Mädchen und richteten Schäden an Häusern und weiterem Eigentum an.
In Dair az-Zaur feuerten IS-Anhänger Raketen auf den Wohnbezirk al-Ğaura, gerade nach Schluß des Freitagsgebets, dennoch kam es zum Glück „nur“ zu materiellen Schäden.
(http://sana.sy/en/?p=104302)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104282  und http://sana.sy/?p=538552 (Effektives Vorgehen gegen Bewegungen, Infiltrationsachsen und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra  in Ṣûrân, Ṭayyibat al-Imâm, al-Buwaiḍa, Šamâl Maʽân, Tal Ḥuwair, Wâdî Ḥuwair, Tal Bazâm, Šarq Mûrik, Ḥalfâyâ und ad-Daḥdûḥ im N-Rîf von Ḥamâ mit Auslöschung einer großen Anzahl Terroristen samt Kampfwagen etc.. Erfolgreiche Artillerieschläge gegen teils motorisierte IS-Trupps im Gebiet der az-Zaitûn- und Râšid-Farmen, von uhûr al-Barša und dem Gipfel des Ğabal ibn ʽArṣân im SO-Rîf von Ḥom; zudem Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra  auf einen der Militärposten im Westteil des Rîf Dimašq. Vereitelung eines Ğabhatu_n-Nuṣra – Angriffsversuchs von der Achse Maġr al-Mîr – ahar al-Aswad her auf etliche Militärposten zum Schutz  der Achse Saʽsaʽ – Bait Ğin im Westteil dieses damaszener Umlands mit vielen getöteten und verletzten Extremisten und vollkommener Zerstörung von deren militärischem Equipment.  Vernichtung von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in den Stadtteilen Ṭarîq  as-Sadd und an-Nâziḥîn im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ  wie im Umland bei an-Nuʽaima mitsamt deren Nestern von Maschinengewehrschützen, mit unterschiedlichsten Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen.)

Patriarchen-Aufruf, Photo: SANA

Patriarchen-Aufruf, Photo: SANA

Am Karfreitag (14.4.2017) riefen die beiden Kirchenoberen, Patriarch Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II für Antiochien und den ganzen Osten für die griechisch-orthodoxen Christen und  Patriarch Yûḥanâ X. Yâziğî für Antiochien und den ganzen Osten für die syrisch-orthodoxen Christen diejenigen in der Welt auf, welche fortwährend noch die Terroristen unterstützten, dies unmittelbar einzustellen. (http://sana.sy/?p=538743)

Unter erneuter Darlegung der schon vom Vizepremier und Außenminister Walîd al-Muʽallim beim trilateralen Treffen in Moskau vorgetragenen Standpunkte machte Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân am 14.4.2017 während einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Nachrichtenagentur Sputnik noch in Bezug auf die kürzlich erfolge US-Aggression aufgrund fabrizierter und nicht belegter Anschuldigungen darauf aufmerksam, daß die US-Administration nach wie vor danach strebe, mit allen Mitteln die Hegemonie über andere souveräne Staaten zu erlangen und insofern nicht nur ungerechtfertigte militärische und Medienkampagnen gegen Syrien initiiere sondern auch entsprechenden Druck auf Rußland ausübe. Obwohl die Terroristen hunderte syrischer Bürger, darunter viele Kinder durch Beschuß z.B. von Schulen, ermordet hätten, hinderten die USA beständig den UN-Sicherheitsrat daran, diese Verbrechen zu verurteilen, während die westlichen Medien damit beschäftigt seine, diese Informationen erst gar nicht an ihre Konsumenten gelangen zu lassen. Sie wiederholte zudem die Darlegungen bzgl. der anhaltenden Unterstützung für die Terroristen durch die bekannten Sponsorenstaaten, worunter das derzeitige Regime im Nachbarland Türkei besonders und in vielfacher Hinsicht (dazu vgl.u.!) hervorsteche, trotz der Tatsache, daß es als Garant für die syrienweite Waffenruhe-Vereinbarung auftrete; vielmehr sei sie ein stetes Hindernis bei den Gesprächen in Astana und Genf. Ähnlich unterstütze Israel fortdauernd die im Süden Syriens operierenden Terroristen. Die Operatoren der Terroristen wollten eben keinen Frieden in Syrien, sondern das Land zerstören. –  Auch Dr. Witali Naumkin, u.a. Rußlands Vertreter bei den Genfer Konferenzen,  stimmte darin überein, daß es keinerlei Beweise für die US-Anschuldigungen gegen Syrien bzgl. des Vorfalls in Ḫân Šaiḫûn gebe. Dabei sie ein C-Waffeneinsatz seitens der syrischen Regierung völlig unlogisch, während sie Erfolge auf militärischem Gebiet wie bei den Rekonziliierungen erziele und zudem bezeugtermaßen über keine solchen Kampfstoffe mehr verfüge. Er wiederholte die russische Aufforderung nach einer gewissenhaften Untersuchung des Giftgas-Vorfalls unter Herausstellung der Tatsache, daß westliche Regierungen diese zu hindern, zumindest ad infinitum zu verschieben suchten.  (http://sana.sy/en/?p=104320)

Igor Konaschenkow als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums kommentierte am 14.4.2017 einen CNN-Beitrag über angebliche CIA-Beweise für einen syrischen C-Waffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn mit den Worten: „Das Pentagon rechtfertigt traditionell jede Verletzung des Völkerrechts, insbesondere gegen souveräne Staaten verübte Militär­aggressionen mit dem Vorhandensein ‚unbestreitbarer‘ Beweise für die ÜbeltatenUnd je mehr diese an den Haaren herbeigezogen sind, desto ‚geheimer‘ sind sie.“ Man müsse daraus schließen, daß sie, wenn sie so geheim seien, gar nicht existieren. (http://sana.sy/?p=538486, https://sptnkne.ws/eewc für das Zitat in Deutsch)

Inzwischen hat der angesehene emeritierte US-Professor Theodore Postol, vormals tätig am Massachusetts Institute of Technology (MIT), die von den US-Geheimdiensten vorgelegten und ihm zugekommenen „Beweise“ für einen syrischen C-Waffeneinsatz in Ḫân Šaiḫûn geprüft mit dem Ergebnis, daß daraus kein Beweis für die Behauptung zu entnehmen sei, „daß die syrische Regierung die Quelle dieses Angriffs war.“ Es handele sich vielmehr um eine Show. (http://sana.sy/?p=538842). Eingehend dazu inklusive Video des Beitrags von Prof. Theodore Postol bei: http://www.veteranstoday.com/2017/04/12/busted-white-house-syria-report-obviously-false/.

Trilaterales Treffen in Moskau, Photo: SANA

Trilaterales Treffen in Moskau, Photo: SANA

Nach dem trilateralen Außenministertreffen in Moskau unter Teilnahme von Sergei Lawrow (Rußland), Walîd al-Muʽallim (Syrien) und Muḥammad Ẓarîf (Iran)kamen die Repräsentanten zu einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen. Zunächst stand eine gemeinsame Verurteilung des US-Angriffs vom 7.4.2017 (s.u.) als empörende Verletzung der Prinzipien des Völkerrechts und der UN-Charter. Zudem riefen sie zu einer unabhängigen und transparenten Untersuchung des vorgeblichen Giftgasangriffs von Ḫân Šaiḫûn (s.u.) auf. Al-Muʽallim dankte wie schon in den bilateralen Treffen mit Lawrow und Ẓarîf vom Vortag Rußland und dem Irak für die Unterstützung im Counterterrorismus auf verschiedenen Gebieten und der zugesicherten weiteren Hilfe wie für die Einberufung dieses Treffens unter Teilnahme der iranischen Seite nach der stattgehabten US-Aggression. Er versicherte, Syrien werde die Anstrengungen zur Säuberung aller syrischen Territorien vom Terrorismus weiterführen.
Laut Sergei Lawrow habe das Treffen zu verholfen, die Standpunkte gegenüber den letzten Ereignissen und zur Erlangung einer Beilegung der Krise in Syrien zu koordinieren. Unter nochmaliger entsprechender Verurteilung der US-Aggression insistierte er auf der Respektierung der Unabhängigkeit Syriens und der Hauptprinzipien des Völkerrechts durch die USA. Jenes Land solle damit aufhören, die regionale und internationale Sicherheit zu bedrohen. Alle drei Seiten seien sich einig, daß in Syrien nicht noch zusätzlich Versuche angestachelt werden dürften, welche darauf abzielten, die Erfolge des Friedensprozesses zunichte zu machen. Hierzu wiederholte er dessen Grundlagen: „We stress that the crisis in Syria should be settled through a comprehensive diplomatic dialogue with the participation of representatives of all parties according to the UNSC resolutions, including resolution No. 2254 which provides for that the Syrian people alone shall determine their future. Dann unterstrich er die Bedeutung der Astana-Treffen zugunsten des Gelingens der Genfer Konferenz(en); das nächste Treffen finde in Astana im Mai statt. Zugleich gebe es eines in Teheran unter Teilnahme türkischer, iranischer und russischer Repräsentanten, auf welchem Rußland volle Unterstützung zur Wiederherstellung der Infrastruktur und Lösung der dringenden humanitären Probleme in Syrien zur Sprache bringen werde. Der Counterterrorismus sei nach wie vor wichtiges Ziel: „We have paid special attention to intensifying efforts to eliminate terrorism in Syria and unifying those exerted by the international community to establish an anti-terrorism front.” Zudem zeigte er sich erfreut über die Ergebnisse des zu Ende gegangenen trilateralen Treffens.
Auch Muḥammad Ẓarîf begann mit einer neuerlichen Verurteilung des US-Angriffs mit deutlichen worten wie dem Aufruf zu einer Untersuchungskommission, wie schon zuvor geschildert. Er unterstrich die Notwendigkeit international gegen den Terrorismus und Extremismus vorzugehen, indem er erklärte: „we expect that other members in the international community will join the international efforts to achieve this goal.“ Alle Anstrengungen müßten intensiviert werden, den gegen Syrien initiierten Krieg nach sechs schlimmen Jahren zu beenden, damit die syrische Bevölkerung endlich selbst über seine Zukunft bestimmen könne. Der Iran kooperiere völlig mit rußland und hoffe, daß auch die Türkei dies ebenso tue, um den politischen Prozeß, die Waffenruhe und damit die Lösung der Syrienkrise voranzutreiben. (http://sana.sy/en/?p=104285, http://sana.sy/?p=538547)

In weiterer Ausführung  der Rekonzilierungsvereinbarung (s.u., 12.4.2017)wurden am (Kar-)Fr., 14.4.2017 in 75 Bussen und unter Begleitung von 20 Ambulanzen 5000 Bewohner der noch immer von Terroristen belagerten Städten Kafarayâ und al-Fûʽa aus dem nördlichen Landkreis von Idlib in die Übergangswohnheime in Ğibrîn bei Aleppo evakuiert, während gleichzeitig Terroristen und deren Familien az-Zabadânî und Maḍâyâ verließen. Allein aus aus az-Zabadânî kamen in West-Aleppo 60 Busse mit 2350 dieser Personen an, um weiter ins Umland von Idlib gebracht zu werden. – In der Nacht waren noch Kafarayâ und al-Fûʽa seitens der Extremisten mit Mörsergranaten und Raketen beschossen worden, wodurch eine 10- und eine 25-Jährige verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=104296)

Im Vorfeld des trilateralen Außenministertreffens in Moskau stellte Walîd al-Muʽallim, Vizepremier und Außenminister, beim Zusammentreffen mit Außenminister Lawrow am 13.4.2017 nochmals fest, daß die US-Attacke auf aš-Šaʽîrât den Bruch internationalen Rechts und der Souveränität eines UN-Mitgliedsstaats dargestellt habe mit mehreren Zielen; eines davon sei die Blockierung des Friedensprozesses, und begründete dies folgendermaßen: „We noticed that when the Trump administration came to power, the US role in the Astana and the Geneva process has been reduced to the very minimum. This means that they do not want success in the peace process.” Das russische [inzwischen 8.] Veto (s.u.) sei zur rechten Zeit erfolgt, um eine Wiederholung bzw. Ausnutzung dieser Aggression zu verhindern [dazu vgl. Darlegung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor den UN, s.u.] und fügte hinzu: „I say aggression because it was launched outside the framework of the UN Security Council and without conducting an investigation by the Organization of the Prohibition of Chemical Weapons to know who committed the chemical attack.” (Der Ausdruck „Aggression“ sei berechtigt, da der Angriff ohne UN-Mandat und ohne vorhergehende Untersuchung der Fakten durch die OPCW geschah). Dafür sei man umso mehr dankbar, als sich der UN-Sicherheitsrat immer mehr in Richtung einer Auktionsplattform zugunseten westlicher Staaten entwickele, um Syriens Einheit und politisches System zu zerstören. Schließlich sprach er sich erneut für die Formierung eines unparteiischen, redlichen, ausgewogenen Untersuchungskomitees zur Faktenfindung bzgl. der Vorgänge in Ḫân Šaiḫûn aus. Und dankte nochmals für die Einladung nach Moskau durch Lawrow in Vertretung des russischen Präsidenten und Volkes für die Stellungnahme gegen die US-Aggression.
Lawrow begrüßte die syrische Initiative, OPCWExperten zu objektiven und redlichen Ermittlungen nach Syrien einzuladen und konstatierte wiederum: „we insist on an independent objective investigation by the OPCW with additional experts.” Der UNSC sei Zeuge einer Ausnutzung des Vorgefallenen geworden, was zur grundlosen Anklage gegen die syrische Regierung führte, Giftgas eingesetzt zu haben, um den darauffolgenden US-Angriff vom 7.4.2017 zu rechtfertigen. Der westliche Versuch eines unilateralen  Resolutionsentwurfs (s.u.) sei ein ungerechtfertigter provokativer Schritt, dessen Verwirklichung Rußland nicht zulassen werde. Provokationen dürfe man sich prinzipiell nicht beugen, schon gar nicht, um die Errungenschaften des Astana- und Genfer Prozesses  zu zerstören:  „It is principally important to not succumb to provocations, amid the hysteria unleashed in the West, and not allow destroying the efforts within the framework of the Astana process and the Geneva pro­cess.” Die Erfahrungen aus dem Treffen mit dem US-State Secretary (d.i. Tillerson) gäben aber trotz der Vorfälle der letzten Tagen Grund zur Hoffnung. (http://sana.sy/en/?p=104276)

Der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow machte am 13.4.2017 bekannt, daß die nächste Gesprächsrunde in Astana für den 4.5.2017 angesetzt sei. (http://sana.sy/en/?p=104273)

Vereitelung eines Suizidanschlag am 13.4.2017:
In omkonnten den Behörden noch rechtzeitig einen Sprengstoffanschlag vor der ʽIkrîma-Schule im gleichnamigen Stadtteil vereiteln. Eine Suizidattentäterin hatte versucht, sich mittels eines Sprengstoffgürtels, der mit einem Mobiltelefon verbunden war, in die Luft zu sprengen. sie konnte überwältigt werden, worauf Sprengstoffexperten die bombe entschärften. Die Terroristin wird derweil verhört. (http://www.sana.sy/?p=538109)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104222 und http://sana.sy/?p=537989 (Vereitelung von Angriffsversuchen seitens IS-Trupps von den Achsen al-Maḥsa – Ğabal aṣṢa­wâna – al-Qaryatain Damm aus auf  etliche Militärposten zum Schutz des Areals von Ḍuhûr Ṯaniyya al-Mu­zai­bila im O-Rîf von Ḥomṣ nach für den Feind sehr verlustreichen Gefechten. Effektive präzise Artillerieschläge gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen mitsamt 120mm-Mörserkanone in Masḥara im O-Rîf von al-Qunaiṭra; Eliminierung des Terroristennests in Masḥara, von dem aus diese zuvor  mit Mörsergranaten Tal aš-Šahim al-ʽAskarî angegriffen hatten, jedoch ohne daß es zu Personenschäden gekommen wäre. Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten auf Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya von Darʽâ (al-Balad) von der al-Ḫansâ´-Schule und al-Bağâbağa aus nach für die Feinde äußerst verlustreichen Gefechten an Kämpfern und militärischer Ausrüstung inklusive zweier Abschußanlagen für die [von den USA an die sog. MAO gelieferten] TOW-Marschflugkörper* sowie zweier Panzer und einem mit Maschinengewehren aufgerüsteten Wagen; Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen in an-Nuʽaima und Beseitigung ihrer Bewegungsachsen auf der Straße Mulaiḥat al-ʽAṭaš – Karîm al-Ğanûbî.) – * Aufgrund von Erfahrungsberichte erhalten die Takfîr-Terrororganisationen in Syrien ihre TOW-Anti-Panzer-Raketen aus den USA über das jordanische und türkische Gebiet, bezahlt vom wah­hâbitischen Saudi-Regime.

Wie auch die syrische Seite tritt der russische Außenminister Lawrow seitens seiner Regierung für die Formierung eines speziellen Expertenteams zur Untersuchung des Giftgasvorfalls Ḫân Šaiḫûn (s.u.). Dieses solle sich aus russischen, westlichen und regionalen sowie OPCW-Abgesandten zusammensetzen. „The situation in Syria was one of the key issues at the meeting with US Secretary of State Rex Til­lerson. We, as it seemed to me, gave him rather convincing reasons for launching a special indepen­dent investigation based on the bodies created in the UN and the OPCW.”, bemerkte er während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem bengalischen Amtskollegen.  Im Rückblick auf sein Treffen mit dem US-Außenminister Tillerson zum Thema äußerte er: „It seemed to me that Tillerson had a positive view on this idea and promised to work on it. … We even said that Russia jointly with the US should put forward this initiative. But he was not ready for this.”(Tillerson war nicht bereit zu einem gemeinsamen Vorgehen hierzu). Höchst allarmiert zeigte er sich aufgrund der vehementen Bemühungen von UNSC-Mitgliedern, eine solche faire Untersuchung zu verhindern („We are very alarmed by the desire of foreign partners in the UN Security Council to make every ef­fort to avoid a fair investigation into this incident”). Dem selben Tags in den Haag tagenden Executive Council des OPCW habe die Kreml-Regierung ihren Vorschlag zukommen lassen. („Today, the Executive Council of the OPCW is holding an emergency meeting in The Hague, and we submitted our proposal there on forming such a delegation on the basis of this organization involving extra inspectors.”). Lawrow hoffe, daß die zu formende Delegation auch den Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât besuchen werde. (http://sana.sy/en/?p=104247) – Unterstützt wird diese Position auch von iranischer Seite (http://parstoday.com/de/news/world-i25878-c_waffeneinsatz_in_syrien_iran_schl%C3%A4gt_einsetzung_eines_unparteiischen_untersuchungskomitees_vor).

Als Geladene des internationalen Diskussionsclubs Waldai in Moskau begrüßte Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs am 13.4.2017  jedes auf Fakten gerichtet, neutrale und faire Komitee zur Untersuchung der Chemieattacke von Ḫân Šaiḫûn und wiederholte nochmals die Anklage gegen die USA, Terroristen zu unterstützen. Syrien sei ebenso bereit zum Dialog mit der „Opposition“ zur Lösung der Krise im Land, doch diese agierten im Sinne ausländischer Agenden. (http://sana.sy/en/?p=104267) – Zur Unterscheidung von „Opposition“ und Opposition s. Präsidenten-Interview vom 6.4.2017.

Aus privaten e-Mails der Ex-US-Außen­mi­nisterin Hillary Clinton, welche auf der Ent­hül­lungsplattform WikiLeaks ver­öf­fentlicht wurden, geht hervor, daß ihr Berater Jake Sullivan sie informiert habe, daß die Terrororganisation al-Qâʽida an der Seite der USA in Syrien kämpfe. Damit habe Sullivan die Meldung kommentiert, daß al-Qâʽida-Chef Ayman aẓ-Ẓawāhirī die Muslime der Nahost-Länder aufgerufen habe, im Kampf gegen den die säkulare syrische Regierung zu helfen. (https://sptnkne.ws/eedd)

Das Generalkommando  der Armee informiert: Infolge eines Luftangriffs der US-geführten Koalition in der Zeit zwischen 17.30 und 17.50 Uhr am 12.4.2017  auf das Dorf Ḥaṭla östlich von Dair az-Zaur setzte bei einem Treffer einer IS-Zentrale eine große Menge toxischer Substanzen frei. Die Ausbreitung einer riesigen, zuerst weißen, dann gelben Wolke wurde gesichtet. In der Folge sollen hunderte Tote zu verzeichnen sein, darunter  eine große Zahl von Zivilisten aufgrund des Einatmens des Giftgases. Durch diesen ähnlich wie in Ḫân Šaiḫûn (s.u.) gelagerten Fall sei der Beweis erbracht, daß die Terroristen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra, wie schon früher berichtet (vgl.u.) im Besitz des Giftgases seien und nicht die Regierung.  (http://sana.sy/?p=538073) – Das russische Verteidigungsministerium hat unbemannte Luftfahrzeuge ausgeschickt, um der Meldung nachzugehen.

In einer Pressekonferenz vom 12.4.2017 informierte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau darüber, daß sich der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein syrischer Amtskollege Walîd al-Muʽallim bei ihrem Treffen (vgl.u.) über die unheilvollen Konsequenzen des völkerrechtswidrigen US-Aggression auf Syrien, das zudem seit Jahren Ziel so vieler terroristischer Angriffe sei, austauschen würden mit dem Ziel, diese für das Land wie für die Region und die Welt an sich möglichst zu begrenzen. Denn jener Angriff sei eine ernsthafte Bedrohung für die regionale und internationale Sicherheit gewesen. (http://sana.sy/en/?p=104167)

Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs vor dem russischen Föderationsrat, Photo: SANA

Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs vor dem russischen Föderationsrat, Photo: SANA

Gleichzeitig mit dem Besuch des US-Außenministers in Moskau, weilte auch Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs am Mi., 12.4.2017, in der russischen Hauptstadt, zunächst zu einer Rede vor dem Föderationsrat. Zunächst überbrachte sie Grüße und Dank des Präsidenten wie des Volkes von Syrien an den Präsidenten und die Bevölkerung Rußlands für all deren Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus, der in das Land getragen worden sei. Die gemeinsamen Leistungen gegen den internationalen Terrorismus hätten zu einem Wendepunkt geführt und damit die politischen Gespräche für eine friedliche Beilegung der Syrienkrise befördert. Alsdann kam sie auf den barbarischen US-Angriff auf den Luftstützpunkt in aš-Šaʽîrât zu sprechen,  der eine Schlüsselrolle für Angriffe gegen den IS (in der Region Tadmur/Palmyra) darstelle. dies sei ein schlüssiger Beleg für das Bestehen einer effektiven Partnerschaft zwischen der US-Regierung und den Terroristengruppen, äußerte sie. Im Weiteren drückte sie ihr tiefes Bedauern darüber aus, daß einige westliche Staaten, geführt von den USA, Frankreich und Großbritannien, sowie einige regionale Regierungen wie denen in der Türkei, Saudi-Arabien und Qaṭar weiterhin die im Land aktiven Terroristen unterstützten, ihnen Waffen und Geldmittel zukommen ließen, um den syrischen Staat zu zerstören und dort für sie günstige Bedingungen auf Kosten der syrischen Bevölkerung zu schaffen. Dagegen habe die langjährige positive Beziehung zwischen Rußland und Syrien über das bilaterale Stadium hinaus die Region wie die internationale Arena günstig hinsichtlich Gleichgewicht der Mächte mit mehr Sicherheit und Frieden in der Welt beeinflußt. Zum Counterterrorismus bemerkte sie: „We know that it is a long way to go and the sacrifices will be great, but I can assure you that whoever bet on the victory against terrorism are truly victorious, and you should be confident that we are victorious because we defend the right and the national and international legitimacy.” Darauf rief sie – wie zuvor schon mehrfach die Präsidenten Dr. al-Assad und Putin (vgl.u.) – die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich der erfolgreichen russisch-syrischen Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen bevor es zu spät sei, da sich das Feuer des Terrorismusüber alle Grenzen hinweg ausbreite, wenn man es nicht rechtzeitig stoppe. – Duma-Präsident [und damit Amtskollege] Wjatscheslaw Wolodin wertete seinerseits die erwähnte US-Aggression gegen Syrien als als Verletzung internationaler Rechtsnormen, welche dem internationalen Terrorismus diene. Während der folgenden gemeinsamen Pressekonferenz konstatierte er im Hinblick auf jene US-Aggression, bevor man ein souveränes Mitgliedsland der UN mit Marschflugkörpern angreife, müsse zuvor eine Untersuchung erfolgen, welche die zugrundeliegenden Fakten kläre. Jener aggressive Akt habe zudem die Erfolge auf dem Weg zu einer politischen Lösung der Syrienkrise unterminiert. Rußland werde weiterhin den Terrorismus bekämpfen, an einer politischen Lösung der Syrienkrise mitarbeiten und bei seiner Ablehnung der Einmischung in die inneren Angelegenheiten unabhängiger Staaten bleiben. Syrien solle nur weiterhin Mitglieder europäischer Parlamente zu sich einladen und mit ihnen wie US-Parlamentariern das Gespräch suchen.  Zum Schluß erklärte er, das syrische Parlament sei eine legitime Körperschaft, gewählt vom syrischen Volk und bereit zum Counterterrorismus. Das müßten die US-Amerikaner, die immer von „Demokratie“ sprächen, einsehen. (http://sana.sy/en/?p=104162, http://www.sana.sy/?p=537507)

Im Gespräch mit dem Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin am selben Tag erklärte Frau Dr. Hadiyya ʽAbbâs hinsichtlich Verhandlungen mit den USA: Wir sind zur Erörterung jeglicher Fragen mit allen Seiten offen, die unserem Land tatsächlich Frieden bringen wollen“. Allerdings müsse die US-Regierung jegliche Unterstützung terroristischer Gruppen im Land wie auch diejenige von anderen als Terrorismussponsoren bekannten Staaten einstellen. Zum US-Angriff auf den Luftstützpunkt in aš-Šaʽîrât äußerte sie zudem: Die Politik der USA, wie Sie sehr gut wissen, beruht auf Doppelstandards. Und das Spektakel, das sich in Syrien abspielte, ist der Beweis dafür. (https://sptnkne.ws/edv6) Hinsichtlich des Giftgasvorfalles in Ḫân Šaiḫûn (s.u.) stellte sie klar: „Damaskus ist gegen den Einsatz von derartigen Waffen, denn sie widersprechen menschlichen Werten.“ Die Parlamentspräsidentin fügte hinzu, Ihr Land sei bereit, darüber mit europäischen und amerikanischen Parlamentariern zu sprechen,  bei Aufklärung mitzuwirken und stimme Untersuchungen zu. (http://parstoday.com/de/news/world-i25816-syrien_vorwurf_%C3%BCber_chemiewaffeneinsatz_ist_absurd)

Am Mittwochabend, 12.4.2017, legte Rußland sein Veto gegen den von den USA, Frankreich und Großbritannien im UN-Sicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurf bzgl. Untersuchung des mutmaßlichen Giftgas­angriffs in Ḫân Šaiḫûn ein. Er sah vor, daß die syrische Regierung freien Zugang zu allen Militärflugplätzen, von denen C-Waffen hätten abgefeuert werden können, gewährleiste. Zwei Gegen­entwürfe Rußlands und von zehn nichtständigen Ratsmitgliedern wurden zuvor gar nicht erst berücksichtigt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25824-russland_legt_veto_gegen_un_resolutionsentwurf_zu_syrien_ein, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25806-un_sicherheitsrat_soll_resolution_zu_giftgas_angriff_in_syrien_pr%C3%BCfen, https://sptnkne.ws/edqa)
Die ausführliche, sehr lesenswerte informationsreiche Entgegnung des UN-Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî wie anderer Repräsentanten auf den neuesten Resolutionsentwurf der drei Staaten USA, Großbritannien und Frankreich ist nachzulesen auf: http://sana.sy/en/?p=104169 (wegen begrenzter Kapazitäten  ist eine Übersetzung derzeit nicht möglich). Nach der neuerlichen umfassenden Verurteilung der Anwendung von Massenvernichtungswaffen aus den verschiedensten Gründe stellte er u.a. fest: „Within the framework of its continuous and transparent cooperation with the OPCW, the Syrian state extended an invitation to the Organization’s Director-General to dispatch a professional, honest and impartial technical mission to Khan Sheikhoun and al-Shairat airbase to reveal the reality of what happened.” Der Staat garantiere den sicheren Zugang zur Luftwaffenbasis aš-Šaʽîrât, während jener nach  Ḫân Šaiḫûn der Verantwortlichkeit von Ğabhatu_n-Nuṣra und den anderen Terrororganisation dort wie deren Sponsorenstaaten liege. Den Resolutionsentwurf der USA, von Großbritannien und Frankreich habe man abgelehnt, da er in cleverer Formulierung eine Untersuchung der Vorfälle mitsamt deren Ergebnis vorwegnahm und so auf eine Vorverurteilung der syrischen Regierung abzielte, wie es auch von den französischen und britischen UN-Repräsentanten zuvor zu hören gewesen war. Außerdem sei  Formulierung so gehalten, daß sie diesen drei Staaten als Rechtfertigung für deren spätere Einmischungen in die inneren Angelegenheiten fremder Länder bzw. für Militärschläge, wie schon gegen Libyen und andere Länder erfolgt, dienen könnte. „Anyone who thoughtfully reads today’s draft resolution can realize that its real objective is not to reveal the truth but rather to violate Syria’s sovereignty and make use of the resolution’s information, if adopted, to target the Syrian army’s cadres, capabilities and positions via the armed terrorist group which are supported by these three countries.“, konstatierte er daher. Dann stellte einige brenzlige Fragen zu beiden Vorfällen, die auch die White Helmets (vgl.u.) einschlossen, welche bekanntlich unter Aufsicht des britischen Geheimdienstes agierten und durch die Regierungen von Großbritannien und der USA finanziert würden. Deren „Hauptzeuge“, der angeblich britische, jedoch tatsächlich pakistanische „doctor Shajul Islam“ [Ğâkûl Islâm] sei zuvor in Großbritannien wegen terroristischer Tätigkeiten inhaftiert gewesen.

Hinsichtlich der seit zwei Jahren von Terroristen eingeschlossenen beiden Städte Kafarayâ und al-Fûʽa (vgl.u.) im nördlichen Landkreis von Idlib haben die Rekonziliierungsbemühungen der Regierung zum Erfolg geführt. Es kam eine Vereinbarung zustande, wonach die Einwohner ab Mi., 12.4.2017, zum Übergangslager in Ğibrîn bei Aleppo evakuiert und Terroristen mit ihren Familien aus az-Zabadânî und Maâyâ (zu beiden Städten s.u.) nach Idlib ausgeschafft werden können, wie zuvor schon in anderen Orten, z.B. Aleppo, geschehen, und zwar jeweils unter Aufsicht des Syrian Arab Red Crescent (SARC). Zudem kam es zu einem Austausch: 12 von Terroristen im Raum Idlib festgehaltene Zivilisten, vier Kinder und acht Frauen,  wurden freigelassen, dafür ließen die Popular Committees in Kafarayâ und al-Fûʽa 19 gefangene Terroristen gehen. (http://sana.sy/?p=537397, http://sana.sy/en/?p=104152)

Lawrow und Tillerson in Moskau, Photo: SANA

Lawrow und Tillerson in Moskau, Photo: SANA

Der russische Außenminister Lawrow gab nach seinem Treffen mit US-Außenminister Tillerson bekannt, Rußland sei bereit, die Zusammenarbeit mit den USA in der Syrienkrise wie­der aufzunehmen.  (http://parstoday.com/de/news/world-i25842-tillerson_russland_und_usa_bil­den_arbeitsgrup­pe_zur_stabilisierung_der_beziehungen)

Während des einleitenden Gesprächs zum Besuch des US-Außenministers Rex Tillerson in Moskau am Mi., 12.4.2017, ließ der gastgebende Außenminister Sergei Lawrow keinen Zweifel daran, daß weitere US-Angriffe auf Syrien absolut inakzeptabel seien. Auch müsse eine gemeinsame Front des Counterterrorimus formiert werden; andere ausschließende Aktionen seien nicht produktiv („We are always in favor of collective steps We do not consider any closed alliances and misalliances productive.”). Lawrow machte zudem deutlich: „It’s very important for us to understand the US position and real intentions of your administration. I hope to achieve progress on this path today” und gab der Hoffnung auf „Fortschritte auf diesem Weg“ Ausdruck. Es gebe zudem viele Fragen wegen zweideutiger und widersprüchlicher Konzepte auf bilateraler und internationaler Ebene aus Washington („I will be frank that we have a lot of questions regarding very ambiguous as well as contradictory ideas regarding a whole plethora of bilateral and international agenda coming from Washington.”), erklärte er.  (http://sana.sy/en/?p=104154, s.a. https://sptnkne.ws/edpP, https://sptnkne.ws/edqe für Übersetzung der Zitate ins Deutsche)

Terroranschlag vom 12.4.2017:
Beträchtliche materielle Schäden verursachte eine Reihe von Mörsergranaten, abgefeuert von Terroristen im östlichen Umland von Darʽâ auf die Kleinstadt al-Muğaimir im SW-Rîf von as-Su­waidâ´ in der Nacht auf Mittwoch. (http://sana.sy/en/?p=104125, http://sana.sy/?p=537275)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104122 und http://sana.sy/?p=537295 (Effektive präzise Artillerieangriffe gegen Trupps und Nachschubrouten von IS und  Ğabhatu_n-Nuṣra im N- und O-Umland von Ḥomṣ mit Zerstörung von etlichen IS-Nestern und Kampfwagen in al-Mušairifa al-Ğanûbiyya, im Gebiet von al-Bârida, südlich von Tadmur und östlich von al-Qaryatain im Ostteil sowie von Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Nordteil in Burğ Qâʽî und um ar-Ra­stan.  Beseitigung von IS-Ansammlungen und motorisierten Einheiten in den Stadtteilen al-ʽUrfî und al-Ḥuwaiqa von Dair az-Zaur, um den Airport, bei Ḥawîğa Ṣakar und in al-Buġailiyya im W-Rîf. Auslöschung eines IS-Neste mit Maschinengewehrschützen in Kasârat ʽIzzaddîn im Gebiet von ad-Dumair im Umland von Damaskus.  Eliminierung eines motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in Darʽâ al-Balad.)

Am Di., 11.4.2017, bestätige das russische Verteidigungsministerium den Tod zweier Militärberater in Syrien. Beide fielen Angriffen mittels Mörsergranaten seitens sog. „moderater bewaffneter Oppositioneller“ [MAO, vgl.u.] zum Opfer. Wörtlich hieß es in der Mitteilung: „A group of militants used mortars to shell Russian contract soldiers, acting as musketry instructors in one of the Syrian military units, and a Russian military adviser. … As a result, two of the Russian contract soldiers were killed, while the wounded is being treated by military doctors.” Die Militärs seien für einen Orden vorgeschlagen. (http://sana.sy/en/?p=104080)

General Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives beim russischen Generalstab, informierte am Dienstag zudem die Presse darüber, daß bewaffnete Gruppen gerade Angriffe mit chemischen Waffen in Syrien vorbereiteten, nachdem sie toxische Chemikalien nach nach Ḫân Šaiḫûn, dem al-Ğira-Airport, nach Ost-al-Ġûṭa (im Umkreis von Damaskus!) und in den Westen von Aleppo geschafft hätten. Wörtlich hieß es: „According to our information, the armed groups have been bringing poisonous substances to the Khan Shaykhun area, the Jirah airport, Eastern Ghouta and the western outskirts of Aleppo.” Ziel sei, weitere Vorwände für Angriffe gegen Syrien zu fabrizieren.
Man warne diese Gruppen ausdrücklich vor solchen Provokationen: „we would like to warn that such steps are unacceptable.” Rückstände von früheren C-Waffen-Angriffen jener bewaffneten Gruppen seien der OPCW zur Untersuchung übergeben worden, ergänzte er: „At the same time, instances were registered when armed groups used chemical weapons, including improvised munitions. The case files of investigations into some of such episodes have been trans­ferred to representatives of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW).” Das Verteidigungsministerium in Moskau unterstrich nochmals, daß Anschuldigungen gegen die syrische Regierung bzgl. C-Waffen-Einsatzes ohne jegliche Basis seien. Dazu bemerkte General Rudskoi nach eingehender Analyse: „We have carefully analyzed the materials in the media accusing the Syrian government of using che­mical weapons in the town of Khan Shaikhoun in Idleb province, their authenticity is highly questio­nable.” Hingegen seien immer mehr renommierte Experten davon überzeugt, daß die Videoaufnahmen (vgl.u. zu white helmets!) zu Lasten der Regierung in Damaskus gefälscht seien: „More and more respected experts and organizations are inclined to believe that the video footage of the alleged attack has been fabricated.” Sowohl Syrien als auch Rußland befürworteten Untersuchungen vor Ort in Ḫân Šaiḫûn und aš-Šaʽîrât, wobei die russischen Militärs die Sicherungsmaßnahmen für die anreisenden Experten übernähmen: „We demand thorough investigation of a so-called chemical attack by Syrian planes on Khan Shai­khoun. … We are ready to provide any opportunity, ensure security and let independent experts and represen­tatives of the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) examine al-Shayrat airfield. Specialists know that it is impossible to hide traces of chemical weapons.”(http://sana.sy/en/?p=104090, http://www.sana.sy/?p=536943)
Auch Präsident Putin verkündete, ihm liege Datenmaterial für C-Waffenangriffe seitens der Terroristen aus unterschiedlichen übereinstimmenden Quellen vor, wodurch weitere Angriffe auf Syrien provoziert werden sollten, indem man jene der Armee bzw. der Regierung anzulasten plane.  Dies machte er während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella publik. Diese Vorgänge erinnerten unangenehm an jene von 2003, als Mitglieder der US-Administration vorgaben, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen und daraufhin die Invasion in dieses Land initiierten: „This [the US strike on Syria] strongly reminds of the 2003 events when US represen­tatives in the UN Security Council showed allegedly chemical weapons found in Iraq.” Er wie der italienische Staatspräsident seien sich einig darüber, daß der Terrorismus die globale Sicherheit empfindlich gefährde und jenem nur durch gemeinsame Anstrengungen beizukommen sei. Im Weiteren äußerte er sich zur plötzlichen Unterstützung gegenüber Präsident Trump nach dem völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Syrien seitens westlicher Regierungen, die doch zuvor kein gutes Haar an ihm gelassen hätten: „supporting US strikes on Syria, European countries seek to establish relations with the administration of Donald Trump, whom they criticized during the election campaign on the advice from the then President Barack Obama. … They want to restore relations with the Western community after many European countries had taken anti-Trump position during the election campaign in the US due to the former US administration.” Ein gemeinsamer Feind konsolidiere jedoch nur Verbündete: „A very good platform for consolidating – Syria, Russia, there is a common enemy.” Man zeige sich derzeit geduldig in der Hoffnung einer doch noch zustande kommenden künftigen Zusammenarbeit, erklärte er abschließend: „Wonderful. We are ready to be patient. But we hope that this will get at a certain point to some posi­tive trend of cooperation.”.  (http://sana.sy/en/?p=104085)

General Rudskoi gab zudem bekannt, daß sich auf dem von der sog. bewaffneten Opposition kontrollierten Territorium zwei Anlagen zur Produktion und Lagerung von C-Waffen befände, während alle anderen auf dem Gebiet unter Regierungskontrolle unter Aufsicht der OPCW nachweislich „außer Betrieb gesetzt und alle Trägermittel ver­nichtet worden seien“. (https://sptnkne.ws/ecUq)

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa gab am 11.4.2017 in Moskau bekannt, daß sich die Außenminister von Rußland (Sergei Lawrow), Syrien (Walîd al-Muʽallim) und dem Iran (Muḥammad Ẓarîf) Ende der Woche in der russischen Hauptstadt zu Gesprächen über die Lage in Syrien nach dem US-Angriff auf das aš-Šaʽîrât –Gebiet (s.u.) zusammenkämen. Die auswärtigen Teilnehmer würden am 14.4.2017 in Moskau erwartet. (http://sana.sy/en/?p=104087)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=104027 und http://sana.sy/?p=536718 (Beseitigung von Fortifikationen und teils motorisierten Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Achsen Maʽrdis – Ṣûrân und Maʽrdis – Ṭayyibat al-Imâm sowie im Umkreis von  Tal Sukaik im N-Rîf von Ḥamâ mitsamt Zerstörung von einer Autobombe, vier Panzern, vier Kampfwagen, zwei Artillerie-Standplätzen und einer Raketenabschußanlage. Rückeroberung weiter Bereiche südlich von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ mit Vorrücken bis 10km an die Minen von Ḫunaifîs  nach heftigen für den IS verlustreichen Gefechten, wobei sich die Überlebenden in die Wüste flüchteten; unter Kontrolle gebracht wurden zudem der Ğabal al-Abtar und eine Anzahl umgebender Anhöhen sowie über Qaṣr al-Ḥalâbât ; zudem Ausschaltung  eines motorisierten mit schweren Maschinengewehren bewehrten IS-Trupps in Salâm Ġarbî. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf das Industriegebiet von Dair az-Zaur mit Vernichtung von deren Abschußanlage für Mörsergranaten, Barrikaden, aufgerüsteten Kampfwagen und Motorrädern; zudem Beseitigung von IS-Stellungen im westlichen Teil der Provinzhauptstadt in al-Muwaẓafîn und al-Ğubaila und um das Regiment 137 am SW-Stadtrand. Heftige Niederlagen Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen beigebracht im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad westlich des Alten Zolls und des al-Maṣrî-Kreisverkehrs, in al-Karak, al-Manšiyya, al-Bağâbağa mit Zerstörung ihrer  Befestigungsanlagen einschließlich einer Abschußanlage für die [von den USA an die sog. MAO gelieferten] TOW-Marschflugkörper und Kampfwagen; unter den Getöteten wurden Muḥam­mad Ğamâl Hindâwî al-Masâlima als Führer von Liwâ´ at-Tawḥîd und Râšid Abâ Zaid mit Kampfnamen Abû Muslim als Feldkommandeur von Ġurfa al-Banyân al-Marṣûṣ identifiziert.)

Während eines Telefonats am Di., 11.4.2017, waren sich Verteidigungsminister General Fahd Ğâsim al-Furaiğ und der anrufende iranische Verteidigungsminister Brigadegeneral al-ʽAmîd Ḥussain Dahqân über die Notwendigkeit einig, die militärische Kooperation verstärkt fortzusetzen. Die US-Aggression werde beider Länder Anstrengungen im Counterterrorismus nicht schwächen, erklärten sie: „The US aggression on al-Shairat airbase will not weaken our determination to continue the war against The Takfiri terrorist organizations.” Im Nachgang des US-Vorwands für den Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt, des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn,  sprachen sich beide für die Einrichtung eines unabhängigen Komitees zur Untersuchung der wahren Vorgänge in jener Stadt aus. (http://sana.sy/en/?p=104099)

Infolge der jüngsten US-Raketenangriffe auf die Region aš-Šaʽîrât (s.u.) gab der Vizechef des Duma-Verteidigungsausschusses, Juri Schwitkin, am Di., 11.4.2017, zu verstehen, daß Rußland im Falle eines US-Angriffs auf russische Einrichtungen in Syrien umgehend und zwar nicht verbal, sondern militärisch reagieren werde. Nach den inzwischen getroffenen Maßnahmen sei die syrische Luftabwehr  allein in der Lage, jeder Bedrohung zu begegnen. Zuvor hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor  Igor Konaschenkow, mitgeteilt, Maßnahmen, zur Steigerung der Wirksamkeit der syrischen Luftabwehrsysteme  zum Schutz lebenswich­tiger  Einrichtungen der Infrastruktur des Landes  zu ergreifen. (http://sana.sy/?p=536722, s.a. https://sptnkne.ws/ecAm)

Im Interview mit der slowakischen Newsseite Bustuwa (بوستوي) machte Bischof Yûḥanâ ʽAbdû ʽArbaš von Ḥomṣ, Ḥamâ und Yabrûd deutlich, daß alle Terroristen dasselbe Gedankengut teilten und nicht in gute und schlechte unterschieden werden könnten, wie es gewisse westliche Regierungen unter der künstlichen Bezeichnung „moderate bewaffnete Oppositionelle [MAO, vgl.u.] getan hätten. So hätten auch die USA unter der Obama-Administration begonnen,  solche mit Geld und Waffen auszustatten und zu Trainieren, die sich dann postwendend den Extremisten im Land angeschlossen hätten. So sei der ins Land getragene Krieg ein international auf syrischem Boden ausgetragener unter Nutzung  der Terroristen als Mittel. Damit werde das zuvor aufstrebende blühende Land Syrien runiniert. Es sei höchstbedauerlich, daß die USA nicht von der verkehrten Politik unter Ex-Präsident Obama abrückten. (http://sana.sy/?p=536754)

Terroranschläge vom 10.4.2017:
In Ḥalfâyâ  verschanzte Terroristen feuerten wieder Raketen auf das Dorf ar-Rabîʽa, 18km westlich von Ḥamâ, verletzten damit ein Mädchen und verursachten materielle Schäden.  Maḥarda bekam ebenfalls solche Schäden durch den Raketenbeschuß ab.
In der vom IS eingeschlossenen Provinzhauptstadt Dair az-Zaur wurden durch Raketensalven , die in der al-Wâdî –Straße und dem Viertel al-Ğaura einschlugen, zwei Personen getötet und weitere 19 verletzt bei erheblichen Schäden an Häusern und anderem Eigentum. Die Opfer waren meist Frauen und Kinder. Etliche der schwerer Verletzten konnten vor Ort nicht behandelt werden, sondern mußten per Hubschrauber über den Umweg al-Qâmišlî nach Damaskus ausgeflogen werden. (http://sana.sy/en/?p=103991, http://sana.sy/?p=536237)
Im NW von Darʽâ sprengten Terroristen per angebrachten Sprengsätzen die Abflußsperre des Tasîl Staudamms. Nach Auskunft assistierenden Direktors für Wasserressourcen in Darʽâ, Ing. Marwân ar-Rabdâwî ergießen sich damit 3m3/sec an Wasser in das Tal Wâdî al-ʽAlân und auf den aš-Šahîd Bâsil al-Assad Damm zu, der durch Untertunnelung seitens der Terroristen mehrfach eingebrochen ist. Leider lägen sämtliche Staudämme der Provinz in den von den Terroristen kontrollierten Gebieten. Reparaturmaßnahmen verhindern diese bislang durch ihre stetigen Angriffe. (http://sana.sy/en/?p=103996, http://sana.sy/?p=536279)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103963 und http://www.sana.sy/?p=536075 (Vereitelung massiver Ğabhatu_n-Nuṣra-Attacken auf die Städte Maʽân, al-Kabâriyya und Kawkab im N-Rîf von Ḥamâ mit Beseitigung eines Panzers und Kampfwagens samt Angreifern. Eliminierung von IS-Stellungen samt Kampfwagen, Abschußanlagen für Mörsergranaten und Nestern mit Maschinengewehr-Schützen um das Regiment 137, den Flughafen, dem Stadtteil al-Ḥuwaiqa, dem Industriege­biet und auf dem Friedhofsgelände von Dair az-Zaur; Vereitelung von Angriffsversuchen durch Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und Affiliierten von der MuʽâwiyaSchule her auf etliche Militärposten zum Schutz des Stadtteils al-Manšiyya von Darʽâ (Stadtbezirk Darʽâ al-Balad) nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten; Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra– Fortifikationen um die al-Ḫansâ´-Schule und am Nordrand von al-Karak mitsamt Maschinengewehr-Barrikaden und Abschußanlagen für Mörsergranaten; Beseitigung eines Ğabhatu_n-NuṣraTrupps unterwegs auf der Straße Ṣaidâ – al-Ġâriyya al-Ġar­biyya im Ost-Umland von Darʽâ.)

In Astana wird laut dem kasachischen Außenminister Ḫairât ʽAbdurraḥmânûf (Kheirat Abdul Rahmanov) die nächste Sitzung zur Beilegung der Syrienkrise vorbereitet. Die Presse ließ er daher wissen: „we are currently waiting for further information on planned meeting in Tehran, and then on the meeting in Astana on May 3-4, from the guarantor states of Astana process.” (http://sana.sy/en/?p=103967, http://www.sana.sy/?p=536091)
Zum Treffen in Teheran informierte Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd, daß die türkische Regierung darum unter Ausschluß der Presse gebeten habe mit den Worten: „Die türkische Regierung hat die Veranstalter des Treffens gebeten, die Presse nicht zuzulassen, womöglich damit diese nichts über die Posiition der türkischen Regierung erfährt„. Die Konferenz ist für den 18. und 19. April geplant. von deren Ergebnissen hänge die nächste Gesprächsrunde in Astana wohl stark ab. (https://sptnkne.ws/eceG)

Syrien verurteilt auf das Schärfste die Attentate in Ägypten vom Palm-Sonntag, die sich vor allem gegen die Kopten in Alexandria und Tanta richteten. Sie seien ausgeführt worden durch dieselben Terroristen, unter denen die syrische Bevölkerung zu leiden habe. (http://sana.sy/en/?p=103918)

Syrische Christen begehen den Palm-Sonntag – Photostrecke (http://sana.sy/en/?p=103924)

White helmets - Enthüllung, Photo:, SANA

White helmets – Enthüllung, Photo:, SANA

Im SANA-Beitrag http://www.sana.sy/?p=535207 vom 8.4.2017 wird auf eine wichtige Enthüllungsarbeit der  Organisation Swedish Doctors for Human Rights (swedhr.org, deutsche Abk.: SWEDHR) über die White Helmets (vgl.u. zu früheren Beiträgen !) hingewiesen, den die Webseite Veterans Today  trotz vielfacher Zensurversuche doch an die Öffentlichkeit gebracht hat. Er ist hier in englischer Sprache nachzulesen:  http://www.veteranstoday.com/2017/04/06/swedish-medical-associations-says-white-helmets-murdered-kids-for-fake-gas-attack-videos/.
Der Chefredakteur der kritischen US-Webseite Veterans Today, Gordon Duff, referiert in seiner Einleitung kurz,  daß der US-Angriff auf  den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und darüber hinaus zur Rechtfertigung Material benutzte, das u.a. auch von den sog. White Helmets bereit gestellt worden war.  Es handele sich dabei um eine Einrichtung des sog. „tiefen Staats“ („Deep State” organization),erstellt von der CIA [noch unter der Obama-Administration], britischen Geheimdiensten und al-Qâʽida (a melding of CIA, al Qaeda and Britain’s intelligence services). Sie erhielten  bis zu 100.000 Millionen US-$ ($100m) von der CIA und dem britischen Außenministerium als “dark project” funding. Kindermord gehöre zu ihrem üblichen Handwerk. Zudem teilten sie sich ihr Hauptquartier mit dem türkischen Geheimdienst in Gaziantep, für die Organisation als death squad gelte. Der bekannte US-Schauspieler George Clooney habe sich – in Kenntnis der Analysen von SDHR – dafür hergegeben, das Propaganda-Video für die darin als NGO und Hilfsorganisation dargestellten White Helmets zu erstellen, für welches ihnen bei der letzten Oscar-Verleihung der Preis überreicht worden war (vgl.u.). Die als renommiert und objektiv arbeitend bekannte SDHR hatte hieb- und stichfest herausgearbeitet, daß die White Helmets Photos und Videos stellten und dafür sogar Kinder töteten, um ihre Fabrikationen dann als vermeintliche Beweise für das grausame Vorgehen der Regierung gegen die eigene Bevölkerung an die Mainstream-Medien weiterzugeben, die dies ungeprüft massiert veröffentlichten. Die Suchmaschine Google habe die relevanten Links gestrichen. Für die Amerikaner seien die Hintergründe über die White Helmets daher völlig neu. Über sie sei in den MSM ebensowenig berichtet worden wie über die zahlreichen Giftgasattacken von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und FSA. Im Weiteren werden zum Beweis Videos verlinkt und die Aufklärungsarbeit der Swedish Doctors for Human Rights im Fall dargelegt. U.a. wird aus deren Analysen deutlich, daß sie vorgeblichen Rettungskräfte (i.e. White Helmets) im Umgang mit den Opfern einer vorgeblichen Giftgasattacke völlig falsch umgehen und diese anstatt wie vorgegeben Adrenalin überdosiertes Opiat ins Herz zugeführt bekommen, was zudem sehr schmerzhaft sei. Keines der Kinder – d.h. der vorgeblichen Giftgasopfer – zeigte dabei entsprechende Symptome. Die Videos sind mit Übersetzungen unterlegt, die nicht dem zu hörenden arabischen Text entsprechen. In jenem werden nämlich Regie-Anweisungen gegeben. Die von den Ärzten analysierten Videos selbst entstammen dem White Helmets-eigenen Kanal: „Syrian civil defense in idlib province” und wurden ab da im Netz und darüber hinaus weiterverbreitet. Co-Produzenten jener Videos sei die Organization “coordinating sarmin”, welche als Logo die schwarze Flagge (logo a black jihadist flag (Al Qaeda)) habe. Bereits  Anfang März 2017 habe der SWEDHR-Gründer  und -Vorsitzende, Prof. Marcello fer rada de Noli, einen Aufsatz zum Thema veröffentlicht mit dem Titel: „Swedish Doctors for Human Rights: White Helmets video, macabre manipulation of dead children and staged chemical weapons attack to justify a” No-fly Zone “in Syria”. Was die schwedischen Experten herausgebracht hätten decke sich mit ähnlichen Ergebnissen führender deutscher und internationaler Wissenschaftler bzgl. des Syrienkriegs. Über die absolut unabhängige SWEDHR ist im Artikel von Veterans Today  Näheres zu erfahren.

S. dazu auch das SputnikInterview mit dem Friedensaktivisten Joachim Guilliard über die von westlichen Medien fälschlicherweise gefeierten und mit massiven Finanzmitteln ausgestatteten Weißhelme! (https://sptnkne.ws/ec8m vom 11.4.2017)

SAAF in aš-Šaʽîrât , Photo: SANA

SAAF in aš-Šaʽîrât , Photo: SANA

Nach Mitteilung eines hochrangigen SAA-Offiziers gegenüber RIA Novosti starten nur einen Tag nach dem massiven US-Raketenangriff auf den Militärflughafen von aš-Šaʽîrât wieder die Kampfflieger gegen den IS (zum Schutz von Tadmur/Palmyra bzw.  im Raum weiter östlich, dem Irak zu). Er verkündete: „Der Luftstützpunkt arbeitet planmäßig. Flugzeuge führen Aufgaben und Kampfeinsätze durch, fliegen Luftschläge gegen die Terroristen“. Die zugefügen Schäden am Stützpunkt würden die Arbeit dort kaum beeinflussen. (https://sptnkne.ws/ebx5) – Die wichtigen Start- und Landebahnen blieben vor Ort ja erhalten.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103893 und http://www.sana.sy/?p=535583 (Zerstörung von Zentren und Stellungen mit Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Laṭâmina, 35km im NW von Ḥamâ; zudem Auslöschung einer Terroristengruppen nach verbisssenen Gefechten nahe Maʽrdis  im N der Provinzhauptstadt – unter den getöteten Extremisten fand sich auch deren Anführer Muḥammad al-Ḥamâdî. Vereitelung massiver Angriffsversuche von Ğabhatu_n-Nuṣra–Einheiten auf Militärposten zum Schutz von des Stadtteils al-Manšiyya im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ mit gut 75 getöteten und noch mehr verletzten Terroristen vor allem aus Jordanien und Saudi-Arabien, darunter einigen Suizidattentätern und den Anführern Mu­ḥammad al-Abâzîd von Kanîsa Mağd al-Islâm  und Ḫâlid Muʽtaz al-Maḥâmîd von Liwâ´  Tawḥîd al-Ğanûb; zudem Eliminierung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Nestern und Ansammlungen  im Stadtteil al-Baḥâr, dem al-Arbaʽain-Park und der Straße zum Staudamm in Darʽâ al-Balad mitsamt zwei Kommandozentren, drei Raketenabschußanlagen, zwei Abschußanlagen für Mörsergranaten und einem Nest mit größer-kalibrigen Maschinengewehren.)

Terroranschläge vom 9.4.2017:     
Massiver Beschuß mit Raketen und Granaten auf die Stadtteile al-Quṣûr und al-Ğaura von Dair az-Zaur durch den IS hinterließ drei Verletzte und zerstärte eine Reihe Wohnhäuser etc. (http://www.sana.sy/?p=536075)

Anläßlich der Attentate in Nord-Ägypten (Alexandria, Ṭanṭā) am Palmsonntag äußerte der melkitisch griechisch-katholische Patriarch für Antiochia und den gesamten Osten, Gregorios III. Laḥâm, die kriminellen Aktionen in der Region stünden unter Kontrolle von Großmächten aus der Ferne. (http://sana.sy/en/?p=103986)

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin versicherte während seines Besuches in einem Krankenhaus in West-Galiläa in der Wohnsiedlung Nahâriyâ im Norden des israelisch besetzten Palästinensergebiets die weitere Unterstützung für die gegen die Regierung in Damaskus kämpfenden Bewaffneten in Syrien, die sich hauptsächlich aus Ğabhatu_n-NuṣraMitgliedern bzw. deren Affiliierten zusammensetzen, wie früher schon mehrfach angeführt wurde (vgl.u.; s.a. Äußerung von Herzi HaLewi in Teil IV vom 22.6.2016). Der Besuch galt auch solchen in Syrien verletzten „Kämpfern“ wie früher schon durch Ministerpräsident Netanjahu (vgl. Teil II, 18.2.2014). Es sei aus vielen Medienberichten bekannt (vgl.u.), daß die israelische Regierung diesen Gruppen im Süden Syriens unterschiedliche militärische Unterstützung zukommen lasse inklusive geheimdienstlicher Mitteilungen und Behandlung der Verletzten von Gefechten vor allem in den Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra. (http://www.sana.sy/?p=536128)

Nach Telefonaten mit dem US-Außenminister Tillersen und dem deutsche Sigmar Gabriel ähnlichen Inhalts stellte  Rußlands Außenminister Lawrow heraus, der US-Angriff auf spiele nur den Terroristen in die Hände und bedeute eine zusätzliche Gefährdung der regionalen und globalen Sicherheitslage. Die Rechtfertigungsversuche für die US-Angriffe auf das Gebiet von aš-Šaʽîrât basierten auf einem Grund, der weder wahr noch überzeugend sei. Daher müsse dieser Vorfall [bzgl. Ḫân Šaiḫûn, vgl.u.] durch eine Untersuchung aufgeklärt und Fakten hierzu eruiert werden.
Über die russischerseits eingeforderte (vgl.u.) Sitzung der internationale Arbeitsgruppe des Komitees für die am 29.12.2016 vereinbarte Waffenruhe in Genf  war von russischen Delegationsmitgliedern, zitiert von TASS zu vernehmen, die US-Aggression gegen Syrien sei nicht nur als Angriff auf einen souveränen Staat zu werten, sondern wirke sich auch negativ auf die ausgerufene Waffenruhe im Land aus: sie untergrabe die bereits erzielten Fortschritte während der Gespräche in Astana und Genf, was nur den Terroristen diene bzw. denjenigen, welche den politischen Prozeß zu behindern suchten.  Während der Sitzung habe nur die russische Seite überhaupt Beweismaterial vorlegen können. Dieses erwies schlüssig, daß keine syrischen Militärs in den Vorfall in Ḫân Šaiḫûn verwickelt waren. Das wiederum lege dringend nahe, daß in westlichen Medien fake news dazu lanciert wurden, welche dem Pentagon eine Rechtfertigung für die Raketenangriffe auf  das aš-Šaʽîrât-Gebiet liefern sollten. Daher forderte die russische Delegation eine Probenentnahme vor Ort und Untersuchung von unabhängiger Seite. (http://www.sana.sy/?p=535193 vom 8.4.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103836 und http://sana.sy/?p=535107 (Eliminierung von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps samt ihrer Kommandanten in Buṣrâ aš-Šâm und dem Stadtbezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt sowie ein Kommandozentrum der Terroristen im östlichen Umland; zudem Beseitigung sämtlicher Extremisten auf dem Weg zum Staudamm.)

Der iranische Präsident ḥânî, welcher zudem selbst Präsident Dr. al-Assad gegenüber seine Empörung über verbunden mit seiner Verurteilung des US-Raketenangriffs auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und die Dörfer darum telefonisch mitgeteilt hatte (http://sana.sy/en/?p=103897), rief am Samstag in Teheran zur Bildung eines unparteiischen internationalen Untersuchungskomitees bzgl. des jüngsten Giftgasvorfalls auf. Es gelte „to find out where chemical weapons had come from, who had brought them in or whether there were any chemical weapons involved or not”. Nochmals verurteilte er den US-Angriff im Gebiet von aš-Šaʽîrât als völkerrechtswidrig und gegen alle internationalen Gesetze und Konvertionen gerichtet. Und das ausgerechnet von einer Nation, deren Führer behaupteten, „world leader” und „world’s gendarme” zu sein. Sie behaupteten zudem, den Terrorismus zu bekämpfen, doch gerade die Terroristen hätten den besagten US-Luftangriff frenetisch gefeiert: „This man who is now in office in America claimed that he wanted to fight terrorism but today all terrorists in Syria are celebrating the US attack.” (http://sana.sy/en/?p=103856)

Terroranschläge vom 8.4.2017:
Auf der Straße Nağrân ʽArîqa im NW-Umland von as-Suwaidâ´ wurde Freitagnacht ein Wagen mit drei Insassen durch eine Steinblockade angehalten. Dann wurde auf diese Personen von Terroristen geschossen; eine davon starb, eine zweite wurden verwundet, vom Schicksal der Dritten ist nichts bekannt. (http://sana.sy/en/?p=103828, http://sana.sy/?p=535089)

Am Vormittag bombardierten Kampfflieger der sog. entgegen dem Völkerrecht in Syrien operierenden US-geführten Koalition (zu Belegen s.u.!) unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen, wieder ein Dorf mit vielen zivilen Opfern in der Folge: im Dorf Hunaida, 35km westlich von ar-Raqqa kamen deswegen 15 Anwohner zu Tode, darunter Kinder, viele wurden sehr schwer verletzt, so daß die Todesrate wohl steigen wird. Zudem wurde enormer Sachschaden an Häusern und weiterem privatem Eigentum angerichtet.  (http://sana.sy/en/?p=103845, http://www.sana.sy/?p=535210) – Belgien hat nach dem US-Angriff auf den Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât (s.u.) und die Verurteilungen desselben, seine Beteiligung an der US-geführten Koalition erst einmal ausgesetzt. (http://www.sana.sy/?p=535573) .

Am Sa., 8.4.2016, wird die vierte Gruppe in Höhe von 480 Terroristen mitsamt ihren Familienangehörigen aufgrund des Rekonziliierungsabkommens (vgl.u.) aus dem Stadtteil al-Waʽir von Ḥomṣ mit Bussen unter Aufsicht des Syrian Arab Red Crescent (SARC) ausgeschafft, gab Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî zur Kenntnis. Bis Ende des Monats würden die restlichen Gruppen folgen. (http://sana.sy/en/?p=103803)

„Westliche Werte“? Europa begrüßt Trump – erst wenn er gegen das Recht verstößt
… solches kann einem schon in den Sinnkommen, wenn man z.B. an die Kommentare aus der britischen und BR-deutschen Regierung zum US-Angriff(e) auf den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât und die umliegenden Dörfer (dazu vgl.u.!) denkt.

An alle kritisch Denkenden: lesen Sie den Beitrag von Thierry Meyssan, der Ungereimtheiten anspricht und auflöst, die Ihnen im Zusammenhang mit dem US-Angriff vielleicht auch schon aufgefallen sind:  http://www.voltairenet.org/article195899.html

UN-Generalsekretär Antonio Guterres konstatierte nach dem US-Angriff in Syrien, es gebe keine Alternative zur politischen Lösung der Syrienkrise und rief daher zur Zurückhaltung in der Reaktion darauf auf. Durch eine Eskalation  würde das auf diesem Weg bereits Erreichte nur zunichte gemacht und das Leiden der syrischen Bevölkerung verschlimmert. Die politischen Lösung der Syrienkrise sei zudem wichtige Basis für die Terrorismusbekämpfung. Der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura,  informierte darüber, daß noch am Fr., 7.4.2016 die internationale Arbeitsgruppe des Komitees für die am 29.12.2016 vereinbarte Waffenruhe auf Aufforderung Rußlands zusammenkomme, der die US-Regierung zugestimmt habe; er selbst werde den Vorsitz führen. (http://sana.sy/en/?p=103796)

In einem vom  syrischen Fernsehen noch am 7.4.2017 übertragenen Interview kritisierte Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd insbesondere auch die indezente und unhöfliche Art, wie der französische und britische UN-Repräsentant in der von Rußland und Syrien gleichermaßen geforderten Dringlichkeitssitzung des UNSC vom Freitag aufgetreten seien. Kein normaler Mensch hätte ein solches Benehmen vor so einem Gremium für möglich halten können. Diese hysterische Art sei als Enttäuschung über das effektive Vorgehen der syrischen Armee gegen die Terroristen zu erklären, [von denen einige Gruppen ja von den sog. Friends of Syria unter dem MAO-Label unterstützt werden] . Dagegen würdigte er den Vortrag des bolivischen Gesandten Sach Llorentiin Verteidigung all der Menschen und Länder, welche gegen den Terrorismus, US-Bevormundung, Anwendung doppelter Standards [i.e. Doppelmoral] und Nutzung von Gewalt in internationalen Beziehungen kämpften. Er fügte an: „We wished that the US would use that super power against the ISIS, yet up till this moment it has not used it despite of the alleged coalition it formed three years ago which only shells the Syrian infra­structure such as the bridges, hospitals and schools and which divulges the truth of the support provided by the US to the terrorist organizations.”  Zu weiteren  Einzelheiten s. im ursprünglichen Artikel! (http://sana.sy/en/?p=103801)
Einen Eindruck von der UNSC-Dringlichkeitssitzung vom 7.4.2017 vermittelt ein Video (https://sptnkne.ws/eaYj) wie der ausführliche Beitrag des in Vertretung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî agierenden Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir wie der des russischen, bolivianischen und chinesischen Repräsentanten. (http://sana.sy/en/?p=103798)

Ein vehementer Protest gegen die US-Aggression ging mittels zweier identischer Schreiben aus dem Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. (http://www.sana.sy/?p=534741, http://sana.sy/en/?p=103777)

Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât, Photo: SANA

Was davon übrigblieb, zeigt folgendes Video:https://sptnkne.ws/eaKm

Der Befehlshaber der gesamten Streitkräfte, General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb besuchte noch am Tag des Angriffs im Auftrag des Präsidenten Dr. al-Assad den Luftwaffenstützpunkt, begutachtete die Schäden und suchte die Verletzten im Krankenhaus auf. (http://sana.sy/?p=534800)

Das Präsidialbüro verurteilte am Fr., 7.4.2017, die US-Aggression auf den Stützpunkt aš-Šaʽîrât als rücksichtslosen, unverantwortlichen Akt, der von enormer Kurzsichtigkeit, ja Blindheit in politischer und militärischer Hinsicht zeuge. In der Stellungnahme hieß es desweiteren: „In an unjust and arrogant aggression, the United States targeted at down on Friday the airport of al-Shairat in the countryside of Homs.” sowie: „Targeting an airport of a sovereign state by the US is an outrageous act that clarifies in conclusive evidence once again what Syria has been saying that the succession of  administrations of this regime does not change the deep policies of its entity which is represented by  targeting states, subjugating  peoples and the attempt to dominate the world.” Falls der Anschlag dazu dienen sollte, Syrien von seinem Bestreben, in Syrien den Terrorismus zu bekämpfen, abzuhalten, so erkläre die Republik freimütig, daß solch ein Vorfall nur bestärkend in dieser Hinsicht wirke. (http://sana.sy/en/?p=103753)

In Moskau verurteilten Staatspräsident Putin, der Präsident der russischen Staatsduma wie der Außenminister Lawrow einhellig den US-Angriff auf  den Luftwaffenstützpunkt aš-Šaʽîrât  als einen gegen ein  souveränes Land gerichteten aggressiven Akt unter völlig abwegigem Vorwand und im Verstoß gegen das Völkerrecht. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte dazu: „President Putin regards the US attacks on Syria as an aggression against a sovereign state in violation of the norms of international law, and under a trumped-up pretext at that.” Er diene der Ablenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit von den vielen zivilen Opfern infolge der Angriffe der US-geführten Koalition im Irak: „Putin also sees the attacks on Syria by the US as an attempt to divert the international community’s attention from the numerous casualties among civilians in Iraq.”, fügte Peskow hinzu. Durch die Ignoranz gegenüber dem Besitz und Einsatz von C-Waffen durch die Terroristen verschärfe sich nach Putins Ansicht die Situation in Syrien nur: „In Putin’s opinion, total disregard for the use of chemical weapons by terrorists only drastically aggravates the situation.” Der angriff habe die Beziehungen zu Rußland jedenfalls stark geschädigt („cause big harm“). Sergei Lawrow verkündete, daß damit die Verständigung mit den USA über die Sicherheit im Luftraum über Syrien (vgl.u.) hinfällig sei mit den Worten: „Russia suspends the memorandum on the prevention of incidents and ensuring air safety during operations in Syria reached with the US.” Zudem forderte er  im Auftrag seiner Regierung den UN-Sicherheitsrat (UNSC) zu einer Dringlichkeitssitzung über den Sachverhalt auf: „We are calling for a UN Security Council emergency meeting to discuss the current situation.” Der US-Angriff sei nichts anderes als eine Demonstration von Stärke, die bereits vor dem Vorfall in der Provinz Idlib [d.i. Ḫân Šaiḫûn, vgl.u.] beschlossen worden sei: „It is clear that the decision to conduct the strike [in Syria] was made in Washington before the inci­dent in Idleb, which was used as a pretext for this demonstration of strength.”. (http://sana.sy/en/?p=103736, s.a. http://sana.sy/?p=534535) – Auch die Kommunikation über die Hotline-Kanäle (vgl.u.) wurde seitens des russischen Verteidigungsministeriums mit dem Pentagon eingestellt. (https://sptnkne.ws/ebas)
Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), Botschafter in Moskau, bezeichnete später die Aussetzung des seit Oktober 2015 in Kraft befindlichen des russisch-amerikanischen Memorandums über die Verhinderung von Zwi­schenfällen im Luftraum über Syrien  als eine richtige Entscheidung: „Ich betrachte dies als richtigen Schritt, da Russland der Hauptverbündete der rechtmäßig gewählten Regierung der Arabischen Republik Syrien und ein Garant  für die Einhaltung der völkerrechtlichen Normen bleibt“, gab er im Interview mit der Zeitung Iswestija zu verstehen.  Der Verbündete Rußland leiste „einen unschätzbaren Beitrag zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus, und wenn die Kräfte der von den USA geführten Koalition einen Schlag gegen die Armee führen, die gegen die Terrorkräfte vorgeht, so ist die Verteidigung des Bündnispartners ein richtiger Schritt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“. Dagegen zeige sich mit dem US-Präsidenten „Trump das wahre Antlitz der US-Politik in den letzten Jahrzehnten – einer Politik der doppelten Standards“. US-Politiker sagten stets das Eine, täten dann aber das Gegenteil, „wobei sie für ihren Kurswechsel Provokationen und erdachte Vorwände nutzen“. (https://sptnkne.ws/ecau) – Zur letzten Aussage vgl.a. Präsidenten-Interviews von 2017.

Mit ähnlichen Worten und Argumenten ließ auch die Regierung in Teheran den US-Angriff durch ihren Außenamtssprecher Bahrâm Qâsimî veruteilten mit Betonung darauf, diese US-Aggression würde: „strengthen the dying terrorist groups and complicate the situa­tion in Syria and the region.”. Im einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=103741. Auch aus Athen und Peking und weiteren Staaten waren entsprechende Verurteilungen  zu vernehmen. (http://sana.sy/en/?p=103741, http://sana.sy/?p=534432)

Nicht erstaunlich sei für die Regierung die Gruppe jener, die den US-Angriff begrüßten: Saudi-Arabien, Israel, die Türkei wie ein Anführer der FSA [zu deren Einordnung als Terrororganisation s.u. mit Belegen!] und Muḥammad ʽAlûš, seinerseits Bruder des getöteten Führers der Terrorgruppe Ğaiš al-Islâm  namens Zahrân ʽAlûš, zudem führendes Mitglied der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe (auch HNC, vgl.u.) bei den Verhandlungen in Genf. Dieser hatte sogar zu mehr Angriffen der USA und der von ihr geführten Koalition auf Syrien aufgerufen. (http://sana.sy/?p=534460)
Mit den Regierungen von Großbritannien, Frankreich und der BRD hinter den USA sind zudem die wichtigsten Mitglieder der so widerprüchlich benannten Gruppe der sog. Friends of Syria [zur Einordnung vgl.] im Begrüßen des US-Luftangriffs vereint. (http://parstoday.com/de/news/world-i25616-weltweite_reaktionen_auf_us_raketenangriff_in_syrien)

Der in diesem Blog schon öfters zitierte US-Senator von Virginia, Richard Black stellt sich die Frage, ob nun auch Donald Trump von Gift des Narrativs über Syrien getrunken habe. Auch weist er darauf hin, daß Trumps Handlungsweise gegenüber Syrien völlig dem widerspricht, was er während seines Wahlkampfs skizziert hatte. S. dazu den Beitrag: Virginia State Senator Richard Black: “Why would Assad attack civilians not military? It’s simply irrational” ~ Trump has ‘drunk the Kool Aid’ on Syria narrative

Terroranschläge vom 7.4.2017:
Ausgehend von der Bewertung durch die SAA, der US-Angriff im Raum Ḥoms sende ein falsches Signal an die Terroristen aus (vgl.u.), bestätigte das russische Verteidigungsministerium, daß jene bereits  ihre Terrorakte im Gebiet um Ḥoms begonnen hätten. Die Regierung meldet eine Reihe von Angriffen auf Dörfer im Rîf Ḥoms mit Toten und Verletzten – selbstverständlich mit Kindern unter den Opfern –  sowie entsprechenden Sachschäden.
Im Rîf Dimašq, also dem Umland der Hauptstadt  beschossen in Ost-al-Ġûṭa verbarrikadierte Terroristen die Stadt Ğaramânâ mit Raketen, töteten einen Anwohner, verletzten 20 und verursachten Sachschäden.
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra griffen ebenfalls mit Raketen Maḥarda und ar-Rabîʽa, 18km westlich von  Ḥamâ an, wodurch Schäden an Wohnhäusern etc. entstanden.
(http://sana.sy/?p=534535, http://sana.sy/?p=534819)
Infolge des US-Angriffs auf den Luftstützpunkt kamen im nahegelegenen Dorf aš-Šaʽîrât neun Bewohner, darunter vier Kinder, ums Leben, zudem entstand massiver Sachschaden an Häusern etc.; im Dorf al-Ḥamrât waren in der Folge vier Tote einschließlich eines Kindes zu betrauern und in al-Manzûl, ca. 4km von der Basis entfernt, sieben Verletzte. (http://sana.sy/?p=534598)

Das Oberste Armeekommando gab zum US-Angriff bekannt:
Eine Anzahl steuerbarer US-Marschflugkörper schlugen auf einem Luftwaffenstützpunkt in Syriens zentraler Region ein. Im Statement heißt es wörtlich: „At 3:42 am today, the United States of America committed a blatant act of aggression targeting one of our air bases in the Central Region with a number of missiles, leaving 6 people martyred and a number of others injured and causing huge material damage.” Nach Verurteilung des Angriffs stellte der Sprecher diesen als besonderen Höhepunkt der falschen US-Strategie im Land dar, welche die counterterroristischen Operationen der SAA unterminiere. Dies mache die USA geradezu einem “partner” von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und den weiteren [ihnen angeschlossenen] Terrorgruppen. Schließlich seien seit den ersten Tagen dieses unfairen Kriegs gegen Syrien die SAA und deren Militärbasen begehrte Angriffsziele gewesen. Der US-Rechtfertigungsversuch, der Angriff sei als Revanche für den vorgeblichen Giftgasangriff der Armee auf Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) erfolgt, entbehre jeglicher Grundlage. Bislang sei nicht einmal geklärt, wie und durch wen dieser Angriff ausgeführt wurde. Schlimmer sei noch, daß damit an die Terrorgruppen in Syrien ein fatal-falsches Signal ausgesendet würde, das sie nur zu weiteren Giftgasattacken aufstachele: [it] „sends wrong messages to the terrorist organizations that would embolden them further to use chemical weapons in the future every time they suffer heavy losses in the battlefield.” Dieser Akt der Aggression unter Verletzung der internationalen Gesetze und Konventionen ziele darauf ab, die Kapazitäten der SAA im Counterterrorismus zu schwächen. Davon lasse sich die Armee jedoch nicht abhalten, ihrer Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung, der Bekämpfung des Terrorismus und der Wiedererrichtung von Sicherheit und Stabilität in Syrien wo auch immer nachzukommen.(http://sana.sy/en/?p=103733, http://sana.sy/?p=534527)

Betroffen ist  der Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât (Shayrat) im SW von Ḥomṣ, s. Karte:    http://www.maplandia.com/syria/homs-hims/shayrat/

Im staatlichen TV-Kanal äußerte Informationsminister Ing. Muḥammad Râmiz Turğumân, die US-Aggression komme infolge der massiven Verluste der Terroristen bei gleichzeitigem Vormarsch der Armee gegen sie, während auch Erfolge hinsichtlich der Rekonziliationsbemühungen der Regierung wie Fortschritte bei den Konferenzen in Astana (s.u.) und Genf (s.u.) hin zu einer politischen Lösung der Krise im Land zu verzeichnen seien. Mit der Luftwaffenbasis sei eine wichtige militärische Einrichtung im Kampf gegen den IS getroffen worden, was dieser Terrororganisation dienlich sei. (http://sana.sy/en/?p=103748)

Der Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî,  informiert darüber, daß der Luftstützpunkt aš-Šaʽîrât hauptsächlich dazu diene, den Verteidigungskräften von Palmyra in Tadmur und Umgebung  im Vorgehen gegen den IS Nachschub zu liefern: „The U.S. attack targeted al-Shayrat airbase that provides support to the forces of the Syrian Arab Army in their war against ISIS terrorist organization in the eastern countryside of Homs, mainly in Palmyra and its surroundings.” Trotz des auf Schwächung der Kapazitäten der SAA in ihrem Kampf gegen den IS etc. angelegen US-Angriffs werde die Armee den Counterterrorismus jedoch weiterhin fortsetzen.  (http://sana.sy/en/?p=103738, http://sana.sy/?p=534439)

Der US-Angriff wurde mit 59 Marschflugkörpern des Typs Tomahawk vermutlich von den beiden im östlichen Mittelmeer stationierten Kriegsschiffen „USS Porter“ und „USS Ross“ abgefeuert. Kurz bevor der Angriff gemeldet wurde, hatte die Regierung in Moskau jene in Washington davor gewarnt, mit dem Vorfall in Ḫân Šaiḫûn als Vorwand in Syrien militärisch einzugreifen. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25612-us_marine_greift_luftwaffenbasis_der_syrischen_armee_mit_raketen_an)
Etwa zeitgleich mit dem USRaketenangriff und nicht weit entfernt attackierten IS-Trupps SAA-Stellungen auf der Straße Ḥomṣ – Faraqulus – Tadmur. „Ist es ein Zufall, dass die IS-Kämpfer eine der Verteidigungspositionen der Verbindungsstraße Homs-Palmyra gleichzeitig  zu dem US-Schlag auf den Flugplatz Schairat angriffen?“, fragten Quellen der Nachrichtenagentur RIA Novosti zum Geschehen. (https://sptnkne.ws/ea9B) – Auch der syrische Botschafter in Rußland, Riyâḍ Ḥadâd, sieht hier eine auffällige Parallele. (https://sptnkne.ws/eaGR).

Zum US-Angriff auf eine Luftwaffenbasis im Morgengrauen des 7.4.2017 außerhalb der Provinzhauptstadt Ḥom informiert die Armee: „One of our air bases in the Central Region came at dawn today under a missile strike by the United States of America that causes losses.” Zuvor habe US-Präsident Trump erklärt: „Tonight, I ordered a targeted military strike on the air field in Syria,” mit der Begründung: „It is in this vital national security of the United States.” (es sei im vitalen Interesse der nationalen Sicherheit der USA). Der Angriff sei auf die feindselige Medienkampagne gegen Syrien vor allem durch die Terroristensponsorenstaaten erfolgt, die die Regierung fälschlicherweise einer C-Waffenattacke in Ḫân Šaiḫûn (alle Informationen dazu s.u.!) beschuldigte. In diesem Zusammenhang wird auf ähnliche Angriffe verwiesen, die durch gleichartige Medienkampagnen seitens jener Staaten die Regierung in negatives Licht rücken sollten (zu diesen Vorfällen vgl. Teil I ff). Schließlich verweist die Quelle auf die Angriffe der US-geführten Koalition der Vergangenheit mit Dutzenden getöteter und verletzter unschuldiger syrischer Bürger und zerstörter Infrastruktur wie notwendiger Einrichtungen für die Bürger (Elektrizitätswerk, Kraftwerke, Trinkwasserbereitung etc.). In Dair az-Zaur war damit sogar dem IS ein strategisches Vorrücken gegenüber der sie bekämpfenden SAA mitten im Gefecht ermöglicht (vgl.u.!) worden. (http://sana.sy/en/?p=103731)

US-Angriff vom 7.4.2017, Photo: Pars Today

US-Angriff vom 7.4.2017, Photo: Pars Today

Das russische Außenministerium rügte am Fr., 7.4.2017, anläßlich des Giftgasvorfalls in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.), die Entscheidung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) keine Ermittlung des Giftgasangriffs „vor Ort“ in Syrien durchzuführen [wie z.B. beim Anschlag in Aleppo 2016], habe perfekte Bedingungen für Fälschungen geschaf­fen.  Wörtlich hieß es: „Die OVCW-Mission für die Feststellung von Fakten des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien hat nicht einmal den Ort besucht, um den Einsatz von Chlor zu prüfen. Und warum? Weil schon der erste Besuch der Experten im Frühling 2014 in Syrien nach bekanntem Szenario mit einer umfangreichen Provokation seitens der Kämpfer, mit Einsatz von Chlor in der Provinz Idlib‚ zusammenfiel.
Nachdem die OPCW schon die Erfahrung machen mußte, daß Mitarbeiter bei der Arbeit in Syrien von Terroristen als Geiseln genom­men wurden, hätten sie die Arbeit vor Ort in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten eingestellt. beendete. So sei es zu der verhängnisvollen Praxis gekommen,  daß „Vertreter der OVCW alle von der syrischen Opposition und ihren Unterstützern fabrizierte Daten über den Einsatz von Chlor als wahr“ übernähmen. (https://sptnkne.ws/eaYK)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103698 und http://sana.sy/?p=533904 (Rückeroberung der Anhöhen Ḥâkama westlich von Dair az-Zaur wie derer von  Hilâl, ad-Dušam und Milâd nach Ausmerzung letzter IS-Nester in Zusammenarbeit mit den Unterstützungskräften; zudem gezielte Artillerieangriffe gegen IS-Trupps im Gebiet des Friedhofs, der Laborbetriebe und des Wasserkraftwerks an den südlichen Ausläufern der Provinzhauptstadt mit Zerstörung von deren Panzer und aufgerüsteten Kampfwagen. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf der Achse Kabânî – Kansabâ im NO-Umland von al-Lâḏa­qiyya nach heftigen für den Feind verlustreichen Kämpfen; wer davon nicht getötet wurde, floh in Richtung türkischer Grenze; rechtzeitig beseitigt wurden auch etliche Autobomben. Ebenfalls Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf einen der Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad und dem al-Lağât-Gebiet im NW-Rîf von Darʽâ wie auf einen zum Schutz von Ğadiyya, 65km im NW der Provinzhauptstadt mit Eliminierung der meisten Extremisten samt deren Ausrüstung; alle Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen wurden dagegen unterwegs al-Lağât-Gebiet in den N der Provinz as-Suwaidâ´ getötet ; im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad schaltete die Armee teils motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in al-Karak und beim Alten Zollamt deren Artillerie aus.)

Terroranschläge vom 6.4.2017:
Mehr als 30 Mörsergranaten gingen auf die jahrelang von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra etc. (vgl.u.) belagerte Stadt al-Fûʽa nieder, abgeschossen morgens aus den Dörfern Ṭuʽûm und aṣ-Ṣa­wâ­ġiy­ya nieder, verletzten einen Mann und ein Kind und richteten massive Schäden an Häuser und anderem Eigentum an Ergänzungen:
Im N-Umland von amâ waren insgesamt ein Toter und sechs Verletzte zu beklagen, dazu immense Schäden an Wohnhäusern, Infrastruktur und weiterem privaten gut verteilt auf die Städte Maḥarda, Suqailibiyya, Salḥab und Karnâz durch massive Angriffe mit Raketen und Panzerfäusten seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten. Auch das Elektrizitätswerk az-Zâra samt Arbeiterwohnungen im südlichen Gebiet bekamen Treffer ab von Angreifern, die sich im Dorf Ḥur Binafsa verschanzt hatten, die jedoch nicht so große Schäden anrichteten.
Ebenfalls vehemente Raketenattacken seitens Ğabhatu_n-Nuṣra richteten sich gegen die Stadtteile as-Saḥârî, aḍ-Ḍâḥiyya, al-Maṭâr und Šamâl al-Ḫaṭ von Darʽâ, wobei ein Kind verletzt [Kinder befanden sich auch sonst unter den Opfern!] und enormer Sachschaden angerichtet wurde, mehrere Häuser gerieten sogar in Brand.
Im Stadtteil ar-Râšidîn positionierte Terroristen griffen mit 10 Raketen das Neubauareal 3000 Apartments Project im Stadtteil al-Ḥamdâniyya von Aleppo an, wodurch zwei Menschen starben, weitere sechs verletzt wurden und große Schäden an Häusern und Infrastruktur angerichtet wurden.(http://sana.sy/en/?p=103696, http://www.sana.sy/?p=533879) – Was sagt das über sog. „Rebellen“ bzw. „bewaffnete moderate Opositionelle“ [MAO, s.u.] aus, wenn sie gerade Anstrengungen der Regierung, z.B. im zerstörten Aleppo schnellstmöglich für notwendigen Wohnraum zu sorgen, mittels massiven Raketenangriffen zunichte machen und Infrastruktur zum Leidwesen der Bevölkerung zerstören zusätzlich zu all den zu beklagenden Toten und Verletzten?!

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim, Photo: SANA

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim, Photo: SANA

Vizepremier und Außenminister al-Muʽallim stellte sich zum Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) Reporterfragen während einer Pressekonferenz am 6.4.2017. Hierzu referierte er die letzten Statements von Regierungsstellen: „You were briefed on the statement of the Army and Armed Forces General Command and the statement made by the Foreign and Expatriates Ministry which was sent to the UN Security Council and the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) and all of these statements included the absolute rejection of that the army used in the past or uses now or will use in the future any chemical weapons and we condemn using such weapons.“ Der jüngste Giftgasvorfall stehe jedoch in einer Reihe massiver terroristischer Angriffe der letzten Wochen wie z.B. die gegen Ğaubar und im nördlichen Umland der Provinz Ḥamâ (vgl.u.). Daher sei das Timing der unfairen Kampagne gegen Syrien aufgrund der Giftgasattacke vom 4.4.2017 von Bedeutung. So ereigneten sich die letztgenannten Angriffe unmittelbar vor der 5. Gesprächsrunde in Genf, wo die ar-Riyâḍ-Gruppe nur ein Ziel verfolgte, nämlich selbst die Regierung zu übernehmen; als sie damit nicht durchkamen kamen sie mit der diffamierenden Anschuldigung daher, die Regierung setze Giftgas ein. Diese wurden bereits um 6.00 Uhr vormittags erhoben, während die SAAF ihren Angriff auf ein Munitionsdepot von Ğabhatu_n-Nuṣra, das Chemiewaffen enthielt, um 11.00 Uhr erfolgte. Hätte es zudem einen Luftschlag mit C-Waffen in Ḫân Šaiḫûn gegeben, wäre ein Loch von 1km Durchmesser am Boden verblieben. Von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra sei bekannt, daß sie ihre C-Waffenlager in Städten und Wohngebieten unterhielten. Es sei nicht verwunderlich, daß die falschen Anschuldigungen vor allem von jenen Staaten lanciert wurden, die sich seit Jahren feindlich gegenüber Syrien verhalten. Zum Schluß unterstrich er nochmals die Tatsache, daß die SAA niemals solche Waffenarten gegen die Terroristen, welche die Bevölkerung beständig angreifen, eingesetzt habe und auch nicht einsetzen wolle.(www.sana.sy/en/?p=103704)

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow versicherte, die Regierung in Moskau neige nicht wie andere zu voreiligen Bewertungen, sondern bestehe darauf, daß die Vorfälle in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) eingehend und objektiv untersucht würden.  Vor solchen Untersuchungen Schuldzuweisungen gegenüber den Regierungen von Moskau und Damaskus zu machen wie etwa durch den US-Vizepräsidenten Mike Pence geschehen, sei unverantwortlich und ohne Basis. (http://sana.sy/?p=533965 vom 6.4.2017) – Dies wird endlich auch von der OPCW – die früher vergeblich zu Untersuchungen von Giftgas-Vorfällen nach Syrien eingeladen worden war (vgl.u.) – unterstützt (http://parstoday.com/de/news/world-i25586-opcw_untersucht_einsatz_von_chemiewaffen_in_syrien).

In einem Statement vom 5.4.2017 wies der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Bahrâm Qâsimî, auf einen bedeutsamen Umstand hinsichtlich der neuesten Giftgasaffäre hin: während sich die syrische Regierung mit dem Beitritt zur Chemiewaffenkonvention sämtlicher C-Waffen unter internationaler Aufsicht in beispielloser positiver Zusammenarbeit mit der OPCW entledigt habe, gäbe es genügend Berichte über die Lieferung von Giftgaswaffen an die in Syrien und dem Irak aktiven Terroristen, deren Lagerung und Einsatz. Dies beweise, daß unbedingt eine Entwaffnung der Terroristen auch bzgl. dieser Waffen dringend geboten sei und bislang von der internationalen Gemeinschaft vernachlässigt worden sei. Die jüngsten Anschuldigungen gegen Syrien [inklusive des vorgelegten Resolutionsentwurfs] ordnete er als „based on double standards, bia­sed propaganda, hasty judgment“ (basierend auf doppelten Standards, tendenziöse Propaganda, übereilte Aburteilung) ein. Sie dienten den Regierungen, welche die Terroristen unterstützten, dazu, die Terroristenbekämpfung wie die Fortschritte hin zu einer politischen Lösung der Syrienkrise zu untergraben. (www.sana.sy/en/?p=103635)

Terroranschläge vom 5.4.2017:
Der Stadtteil al-Mazraʽa von Damaskus war am Morgen einem weiteren Mörsergranatenbeschuß durch Terroristen aus Ost-al-Ġûṭa ausgesetzt. Ein Wohnhaus wurde beschädigt, Feuer brach aus. Aktualisierung: Zwei Verletzte hinterließen Mörsergranaten, welche das Umfeld der Universität trafen.
Durch Raketenbeschuß von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten von Bâtanta im W von Kafarayâ aus wurden in al-Fûʽa in der Provinz Idlib zwei Anwohner verletzt, zudem etliche Häuser beschädigt.
Ergänzungen:
Erneut wurden Wohngebiete von Maḥarda im N-Rîf von Ḥamâ mit Explosivgeschossen angegriffen, wodurch ein Anwohner ums Leben kam, sowie durch Raketenbeschuß in Salḥab Wohnhäuser beschädigt.
Raketenbeschuß seitens Ğabhatu_n-Nuṣra auf al-Mašrafa, 18km im NO von Ḥomṣ hinterließ eine Tote und drei Verletzte.
Im al-Lağât-Gebiet im NW-Rîf von as-Suwaidâ´ wurde ein Autofahrer in seinem Wagen verletzt, als er unterwegs auf der Straße ʽArîqa al-Ḫarsâ an einem am Straßenrand angebrachten Sprengsatz vorbeifuhr, der daraufhin detonierte.
(http://sana.sy/en/?p=103595, http://sana.sy/?p=533240)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103604 und http://sana.sy/?p=533267 (Beseitigung von IS-Trupps in der umgebung des Friedhofs auf der S-Achse von Dair az-Zaur nach heftigen, für den Feind sehr verlustreichen Gefechten  (mehr als 60 IS-Kämpfer getötet oder verletzt!) mit letztlich weiterem Vordringen auf früher feindlcih besetztes Gebiet. Befreiung von Buṭaiš mit Rückeroberung von Tal Buṭaiš westlich von Ḥalfâyâ nach für die Terroristen verlustreichen Kämpfen mit Ğabhatu_n-Nuṣra im N-Rîf vonamâ. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsveruschen vom Dorf Taldû  aus auf Militärposten zum Schutz des al-Ḥûla-Damms; unter den zahleich eliminierten Terroristen einschließlich iher militärischen Ausrüstung fand sich auch deren Kommandeur ʽAbdullâh bin al-Ḫulaif.)

Es passiert, wie erahnt bzw. vorausgesagt:
US-Präsident Trump wird in der Umsetzung seiner Wahlversprechen massiv von seinen zahlreichen Gegnern blockiert und behindert, seine zunächst auserkorenen Regierungsmitarbeiter der Reihe nach durch andere ersetzt. Da wundert es kaum mehr, daß nun auch die US-Reaktion auf den Giftgasvorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.) unangenehme Erinnerungen an jene der Obama-Administration mit ihren unheilvollen Folgeentscheidungen für die Region weckt: So äußerte US-Außenminister Tillerson, die USA hätten „keine Zweifel“ daran, daß die syrische Re­gierung für die „schreckliche Attacke“ verantwortlich sei, und forderte die russische Regierung auf, ihre Un­ter­stützung für das syrische Militär [im Counterterrorismus!] aufzugeben. Zuvor war von US-Präsident Trump zu hören:  jener „Affront gegen die Menschlichkeit durch das Assad-Regime kann nicht toleriert werden„. Seine Einstellung zum syrischen Präsidenten habe sich verändert. „Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden“ (http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-usa-trump-101.html). Letzteres  hat Ähnlichkeit mit der Wortwahl von US-Ex-Präsident Obamas bzgl. des vorgeblichen „Überschreitens der roten Linie“ durch die syrische Regierung infolge von Giftgasangriffen durch extremistische Terroristen. Die C-Waffenangriffe waren auch damals schon vor jeglicher Untersuchung durch die US-Administration und die verbündeten Mächte wie in den Mainstream-Medien faktenwidrig der Regierung angelastet worden (vgl. Teil I ff) – Präsident Dr. al-Assad, in verschiedenen Interviews zu den Aussagen von Donald Trump vor und nach der US-Wahl befragt, hatte genau diese Entwicklung vorhergesagt bzw. befürchtet.
Der russische UN-Botschafter Wladimir Safronkow fühlte sich ebenfalls an die Militärschlagdrohung von Ex-US-Präsident Obama verknüpft mit dem Überschreiten einer roten Linie erinnert. Dazu bemerkte er – gemäß den damals folgenden Geschehnissen (vgl. Teil I ff) – am Mittwochabend bei einer UNSC-Sitzung zur Thematik: „Dieser Beschluss hat als Ausgangspunkt für künftige Provokationen der Terroristen und extremistischer Strukturen unter Einsatz von C-Waffen gedient. Sie haben versucht, die offizielle Regierung in Damaskus zu deskreditieren und einen Vorwand für die Gewaltanwendung gegen den souveränen Staat zu schaffen“.
Maria Sacharowa die russische Außenamtssprecherin hat die Begründung des von den USA, Frankreich und Großbritannien vorgelegten UN-Resolutionsentwurfs zum jüngsten Giftgasvorfall  in Syrien (s.u.) als reine Fälschung bezeichnet bzw. auf Fake-News basierend, eindeutig tendenziös und daher nicht akzeptabel bezeichnet. Sowohl die „White Helmets” (vgl.u.!) als auch das SOHR seien alles andere als vertrauenswürdige Quellen, die schon oft falsche antisyrische Meldungen ausgestreut hätten (vgl.u.). Den Text der Vorlage kritisierte sie wie folgt: „I wanted to note that the presented text of the resolution is categorically unacceptable. Its main problem is that it anticipates the results of the probe and immediately finds those to be blamed.” (http://sana.sy/en/?p=103640, s.a. (https://sptnkne.ws/dZFu). Sein Wahrheitsgehalt sei mit dem des Röhrchens mit weißem Pulver zu vergleichen, das der damalige US-Außenminister Colin Powell 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat präsentiert habe. (https://sptnkne.ws/eacA) – Auch die Vereinten Nationen können derweil nach Aussagen des Sonderberater Kim Won-soo wie des Sprechers des UN-Generalsekretär Stephane Dujarric die Umstände der Giftgas-Attacke als Folge eines Luftangriffs nicht bestätigen. (https://sptnkne.ws/dZDZ)

Im Interview mit al-Mayâdîn TV vom Di., 4.4.2017, wies Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd – ausgehend vom Vorfall in Ḫân Šaiḫûn (vgl.u.!) – darauf hin, daß die Regierung die letzten Wochen über sowohl der OPCW als auch dem UN-Sicherheitsrat gerade Berichte habe zukommen lassen,  aus denen der Transport toxischer Substanzen nach Syrien und deren Lagerung durch Terrororganisationen wie Ğabhatu_n-Nuṣra dokumentiert seien. Zudem machte auch er deutlich, daß die syrische Armee überhaupt keine chemischen Kampfmittel besitze, da man alle Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Chemiewaffenkonvention gegenüber und unter Aufsicht der OPCW erfüllt habe, wie diese auch bestätigte (vgl. Teil II  und Teil III). Die SAA wolle auch keinerlei Chemiewaffen einsetzen und habe dies auch niemals  im Counterterrorismus getan.
Der wiederholte Einsatz von Chemiewaffen durch die Terrororganisationen in Syrien ziele darauf, einmal ihr Versagen auf militärischem Gebiet im Gegensatz zu den Erfolgen der SAA zu rechtfertigen (dazu vgl.u.) und die Friedensbemühungen in Astana und Genf  zu unterminieren. „Sacrificing the lives of the Syrian civilians in this way to achieve political goals is a cheap policy”, bemerkte er dazu. Gerade Erdogan mit seinen Krododilstränen für syrische Opfer der von ihm unterstützten Terroristen sei ein treffliches Beispiel.
Den UN-Gesandten de Mistura rief er daher  dazu auf, sich als vernünftiger und ehrenhafter Mediator zu erweisen, der sich nicht auf die Seite von Terroristen stelle. Auch deren Sponsoren in Großbritannien, Frankreich, der Türkei und Saudi-Arabien machten sich an den Opfern mitschuldig.
Von der internationalen Gemeinschaft forderte er, diejenigen Parteien zur Rechenschaft zu ziehen, welche das Verbrechen verüben, wohingegen die Diskussion während der Brüsseler Konferenz am Mi., 5.4.2017, nur der Fabrikation von Anschuldigungen gegen Syrien gedient habe. Diese gründeten darauf, daß sich die Terroristen wie die sog. bewaffnete Opposition [MAO, vgl.u.] im Gegensatz zur Regierung gegen die Bemühungen um die Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Syrien stellten und daher diese ungerechtfertigten systematischen Kampagnen gegen die Regierung losträten: „The terrorist groups and the so-called Syrian oppositions have failed to be in line with the plans and goals of the process of restoring security and stability to Syria, and therefore all these parties are laun­ching today an unjust systematic campaign against Syria”. Nochmals konstatierte Dr. al-Miqdâd: „We strongly condemn these attacks against our people by the terrorist organizations and their backers, particularly the Turkish and Saudi regimes”. Gerade das türkische wie saudische Regime ließen keine Waffe aus in ihrem Versuch, die Widerstandskraft der Syrer zu brechen und  falsche Anschuldigungen gegen die syrische Regierung zu lancieren. (http://sana.sy/en/?p=103592)

Während der UNSC-Sitzung vom 5.4.2017 zu den vielen Toten und Verletzten in Ḫân Šaiḫûn aufgrund eingeatmeter Toxine vom Vortag (vgl.u.) machte der Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir deutlich, Syrien habe alle Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Chemiewaffenkonvention erfüllt und tue dies weiterhin. „The government of the Syrian Arab republic categorically denies the allegations and false accusations about the use of poisonous, chemical weapons by the Syrian Arab army in Khan Sheikhoun region against Syrian civilians who are besieged by the armed terrorist groups as human shields there, Syria also affirms that the Syrian army doesn’t possess any kind of chemical weapons and it has not used them and it won’t use them in the future”, setzte er hinzu.  Syrien verurteile jegliche Form des Einsatzes von Chemiewaffen, wo, wann und unter welchen Umständen auch immer, da es sich dabei um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie eine ungerechtfertigte und unmoralische Vorgehensweise handele.  Er setzte hinzu: „Launching politicized and fabricated accusations against Syria and its allies in the war against terrorism affirms that some sides in this Council, including Turkey and other countries that support terrorism will go ahead in their dangerous practices which seek to defame Syria and blackmail its government, obstruct talks of Astana and Geneva as well as destroy aspects of reaching a political solution to the crisis in the country.” Wie immer stelle sich die Frage nach dem cui bono, d.h. denen, welche von den falschen Anschuldigungen gegen Syrien profitierten und das seien ganz klar jene Regierungen, welche die im Land aktiven Terroristen in ihrem nun seit sechs Jahren andauernden Krieg unterstützten, um jene vor den counterterroristischen Fortschritten der Armee zu schützen wie vor einem Glücken der politischen Krisenlösung durch die Konferenzen in Astana und Genf. Dennoch werde sich die Syrien nicht davon abbringen lassen, diese beiden Wege zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit im Land zu beschreiten. Er schloß daher mit den Worten: „Syria, while totally rejects forging the facts or fabricating accusations, it asserts its determination to carry out its obligations it has committed to when it joined the Chemical Weapons’ Convention and to the war against terrorism which didn’t stop under any impact of any political or media blackmail.“ (http://sana.sy/en/?p=103651)

Wie angekündigt (vgl.u.) setzt die türkische AKP-Regierung ihren völkerrechtswidrigen Invasions- und Okkupationskurs in Syrien in der Provinz Idlib fort, der zudem sämtliche relevanten Resolutionen des UN-Sicherheitsrates bricht und gegen die Souveränität seines Heimatlandes und Volkes gerichtet ist, wie der syri­sche Botschafter in Rußland, Riyâḍ Ḥadâd  (Riad Haddad), am 5.4.2017 ausführte. „Die Türkei hat einen Eroberungsprozess neuer Territorien gestartet, in dem sie die Gebiete Kyubat und Atme in der Provinz Idlib besetzte“,  äußerte er gegenüber RIA Novosti. Die türkischen Militärs hätten bereits  das Viertel Dikmadasch (?) im Norden der Stadt ʽAfrîn und die strategisch bedeutsamen Höhen nahe der Stadt besetzt. „Dort befinden sich bereits die schwere Technik und Panzerwagen. Dieses Viertel gehört zum Bezirk Jisr al-Shughur, der wiederum ein Teil der Provinz Idlib ist. Die türkischen Truppen bereiten sich auf den Bau einer Mauer vor, die die von ihnen bereits eroberten Gebiete von unserem Territorium trennen soll“. Außerdem informierte er darüber, daß im Gegensatz zur Verkündung des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim vom 29.3.2017 (vgl.u.) über die Beendigung der vergangenen Militäraktion die Truppen das Gebiet nicht geräumt hätten. „In Wirklichkeit zog die Türkei ihre Truppen nicht ab. Sie halten sich derzeit im Norden der Stadt al-Bab auf und versuchen mithilfe von verbündeten Gruppierungen dort eine Stadt aufzubauen. Damit verletzen sie die Souveränität Syriens“, empörte sich der Diplomat. So zeigen sich die faktenwidrigen Äußerungen von Yildirim als Teil des türkischen Informationskriegs.  „Das ist eine eklatante Verletzung der UN-Vorschriften, des internationalen Rechts und aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu Syrien und zum Kampf gegen den Terror“, fügte Ḥadâd  an. Nach eigenen Angaben der in den erwähnten Gebieten aktiven Terrorgruppierungen seien sie Verbündete der Türkei. (https://sptnkne.ws/dZyV, s.a. https://sptnkne.ws/dZqV)
Riyâḍ Ḥadâd informierte auch darüber, daß die Türkei dabei sei, zwei neue Terrorgruppierungen in Syrien zu schaffen und hierfür Kämpfer anwerbe, denen 400 US-$ monatlich und  die türkische Staatsangehörigkeit angeboten werden. „Eine davon heißt ,Küstenschild‘ und die zweite heißt ,Schild Al-Asi‘“, führte er aus und setzte hinzu: „Die Namen sind neu, die Zusammensetzung ist die gleiche wie bei IS, Al-Nusra und anderen Terrorgruppierungen. Sie ändern nur den Namen, aber die Doktrin bleibt unverändert“. (https://sptnkne.ws/earr)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103496 und http://sana.sy/?p=532622 (Zerstörung von Stellungen, einem Lager mit Sprengsätzen und einigen Autobomben von Ğabhatu_n-Nuṣra in Dair Fûl im N-Rîf von Ḥom; zudem Rückeroberung des SW-Hangs des Ğabal al-Mazbad nördlich der Tadmur-Silo-Anlagen vom IS mit dutzenden getöteter IS-Terroristen und Vernichtung von deren aufgerüsteten Kampfwagen. Konzentrierte präzise Artillerieschläge am Morgen gegen IS-Trupps im Gebiet des Friedhofs, im Stadtteil al-Ğubaila und ar-Rašadiyya, im Umfeld des Regiments 137, östlich des Airports und beim Elektrizitätswerk in Dair az-Zaur bei Eliminierung dutzender Terroristen und deren Abschußanlage für Raketen wie Kampfwagen. Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz von Darʽâ mit Beseitigung von zwei Panzern und Kampfwagen samt Mannschaften im NW des Alten Zolls bzw. südlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs.)

Volksverteidigungsgruppen gelang es am 4.4.2017 erneut, im äußersten O der Provinz as-Suwâidâ´ am Rand der Großen Wüste im Gebiet von Ḫirbat al-Ḥussainiyya Waffenlieferungen für die Terroristen aufzuspüren, die Schmuggler zu umzingeln und das Schmuggelgut zu konfiszieren. Dieses bestand aus hochexplosiven Sprengsätzen und –Materialien. (http://sana.sy/en/?p=103544)

Bekanntermaßen verfügt das russische Militär in Syrien über zahlreiche Überwachungsmechanismen (dazu vgl.u.), welche u.a. im Überwachungs- und Koordinierungszentrum in Ḥumaimîm zusammengeführt und auch an das Verteidigungsministerium in Moskau weitergeleitet werden. Aufgrund dieser Daten konnte der Sprecher des letzteren, Generalmajor Igor Konaschenkow, über den Giftgas-Vorfall  in Ḫân Šaiḫûn (Chan Scheichun) im Umland von Idlib, einem Sammelreservoir der Terroristen (vgl.u.) mitteilen: „Laut objektiven Daten der russischen Luftraumkontrolle hat die syrische Armee am Dienstag zwischen 11.30 und 12.30 Uhr Ortszeit einen Schlag auf ein großes Munitionslager der Terroristen und Militärtechnik ausgeführt“.  Von diesem Depot gingen auch Giftgaslieferungen der Terroristen in den Irak für Anschläge. Zudem bestanden um das Depot Werkstätten zum Bau von C-Waffen. Solche seien auch bei den Anschlägen in Aleppo (vgl.u.) eingesetzt worden, informierte der Generalmajor. (https://sptnkne.ws/dZzq)

Das russische Verteidigungsministerium wies am Di., 4.4.2017, schärfstens alle Anschuldigungen dahingehend zurück, russische Bomber hätten Luftschläge auf Ḫân Šaiḫûn (Khan Shaikhoun) im Umland von Idlib ausgeführt. Pikanterweise gehen die Anschuldigungen auf Meldungen von Reuter zurück, welche sich ausgerechnet auf SOHR als Quelle stützt, welche die syrischen Streitkräfte beschuldigt. Im Statement des russischen Verteidigungsministeriums heißt es daher dazu: „The Defense Minister has strongly dismissed another fake by Reuters Russian planes allegedly bom­bed Khan Shaikhoun. Russian planes carried out no strikes in the area of Khan Shaikhoun.“ und setzt hinzu: „Moreover, Reuters quoted the Syrian Observatory for Human Rights in Syria, as the source,  which in reality has said nothing about Russian planes’ involvement in rumored bombing of Khan Shaikhoun with chemical ammunition.“ (http://sana.sy/en/?p=103510)   – Wegen der wiederholt gegen fremde Staaten – darunter Deutschland –  gerichteten, letztlich als falsch erwiesenen, der Londoner Politik dienenden Meldungen der Nachrichtenagentur, war ab dem 19. Jh. der Begriff Lügen-Reuter gängig (vgl. Bakaschmars Fluch).

Kategorisch verneint das syrische Außenministerium die Benutzung von Giftgas in Ḫân Šaiḫûn oder andren Orten in Syrien. Die SAA besitze überhaupt keine Form von chemischen Waffen mehr, hieß es in der offiziellen Erklärung vom Di., 4.4.2017. Nachgewiesenermaßen (vgl.u.)  habe Syrien alle seine Verpflichtungen in Zusammenarbeit mit der Chemical Weapons Con­vention (OPCW) seit seinem Beitritt zum Vertrag im Jahr 2013 erfüllt. Entgegen den Tatsachen lancieren jedoch die Terroristen in Ḫân Šaiḫûn wie deren regionale und überregionale Sponsoren-Staaten über die ihnen affiliierten Medien Falschmeldungen wie die jüngste über den angeblichen Giftgasangriff in jenem Ort seitens der SAA. „As habitually and since four years, those sides have fabricated fake accusations against the armed forces in the Syrian Arab Republic,” hieß es dazu wörtlich. Typisch sei, daß derlei Verleumdungen wieder nach spektakulären Befreiungsleistungen der SAA erfolgten [dazu s.u.!] und genau zum Zeitpunkt des Brüsseler EU-Treffens zu Syrien, um negative Stimmung gegen die Regierung zu schüren und damit entsprechenden Entschlüssen den Weg zu bereiten. Das Statement fährt daher fort: „That new campaign comes after the achievements gained by the Syrian Arab army and the backing forces in the war against terrorism during the last days and weeks, in addition, those fabrications come prior to the convening of an EU meeting tomorrow about Syria in order to launch an attack on the country and justify the hostile resolutions that will be adopted in this meeting”.  Syrien wiederhole seine Verurteilung der Verbrechen, verübt durch die terroristischen Gruppen in Ḫân Šaiḫûn auf Kosten der syrischen Bürger. Ebenso wiederhole es seine strikte Verurteilung der Benutzung von Chemiewaffen durch welche Seite wo auch immer und unter welchen Bedingungen auch immer. „The Syrian Arab republic stresses that all those fabricated allegations will not prevent it from con­tinuing its war on terrorism, their supporters and sponsors in Saudi Arabia, Turkey, Qatar and some of the EU countries, and from working for a political solution to the crisis in Syria. Die Erklärung schloß mit dem Aufruf an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen. (http://sana.sy/en/?p=103561)

Das Oberste Heereskommando wies am Di., 4.4.2017, ebenfalls kategorisch Anschuldigungen zurück, die durch die mit den terroristischen Kreisen in Syrien verbundenen Medien verbreitet würden,  wonach  die SAA in Ḫân Šaiḫûn im Rîf von Idlib giftige Substanzen eingesetzt habe.  Die SAA setze grundsätzlich keine solchen Materialien ein und werde das auch künftig niemals an keinem Ort tun. Vielmehr sei es bekannt, daß die Terroristen derartige Falschanschuldigungen lancierten, wenn sie heftige Niederlagen durch die SAA erlitten oder die von ihren Sponsoren gesteckten Ziele nicht erreicht hätten, um sich zu rechtfertigen und mehr Geld bzw. Unterstützung zu erlangen: „The armed terrorist groups used to accuse the Syrian Arab Army of using toxic gases against them or against civilians in anytime they fail to implement the targets of their sponsors and operators or when they are unable to achieve any advantages on the ground in an desperate attempt to justify their failure and to maintain the support of their masters”. Das Oberste Heereskommando machte daher die im Inland operierenden Terrorgruppen für die Giftgasanschläge gegen unschuldige Bürger verantwortlich. (http://sana.sy/en/?p=103554)

Terroranschläge vom 4.4.2017:
In Aleppos Stadtteil al-Ḥamdâniyya wurde eine Frau durch Raketenbeschuß von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich im Stadtteil ar-Râšidîn versteckt hatten, getötet. Ebenso wurde das brandneue 3.000-Wohnungen-Projekt zum Ziel der Zerstörungsattacken.
Maḥarda, 25km nördlich von Ḥamâ war ebenso Ziel von Raketen  seitens Ğabhatu_n-Nuṣra–Extremisten, welche Sachschäden an privatem Eigentum, dem Stromnetz und der Infrastruktur anrichteten. Aktualisierung: drei Tote und fünf Verletzte sind inzwischen zu beklagen.
Auch in den Stadtteilen ʽArnûs und Abû Rumânî von Damaskus kam es durch Mörsergranatenbeschuß von Ost-al-Ġûṭa  aus zu beträchtlichen materiellen Schäden an privatem und öffentlichem Gut. Aktualisierung: Weiterer Beschuß auch auf die Stadtteile Mazza, al-Mazraʽa, aš-Šaġûr und dem al-Fayḥâ´-Sportzentrum hinterließ zudem einen Toten und 14 Verletzte.
Ergänzung: Raketenbeschuß auf das Wohngebiet as-Saḥârî in Darʽâ verletzte eine 12-Jährige. (http://sana.sy/en/?p=103502, http://sana.sy/?p=532685) – Maḥarda wird überwiegend von Christen bewohnt.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103442 und http://sana.sy/?p=531999, http://sana.sy/?p=532622 (Befreiung von Maʽrdis, 15km nördlich von Ḥamâ, in der Morgendämmerung   nach Vernichtung der zuvor eingefallenen Ğabhatu_n-Nuṣra– und affiliierten Trupps zusammen mit unterstützenden Kampfeinheiten, anschließender Verfolgung fliehender und Säuberung der Gegend von Autobomben und ausgelegten Minen und Sprengsätzen durch Spezialeinheiten. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen und -Truppenbewegungen samt Lagerstätten für militärische Ausrüstung  im N-Rîf von Ḥomṣ in Dair Fûl, Taldû, Kafar Lâhâ und al-Mušağir al-Ğanûbî. Eliminierung von IS-Trupps, welche von ar-Rašadiyya aus die Militärposten zum Schutz gesicherter Wohngebiete von Dair az-Zaur anzugreifen trachteten nach heftigen, für die Feinde äußerst verlustreichen Kämpfen; dazu gezielter effektiver Artillerieeinsatz gegen IS-Fortifikationen und -Nachschubrouten in al-Ğifraʽ, um den Airport, im Bereich al-Bânûrâmâ und der Brigade 137. Zerstörung eines Kommandozentrums von Ğabhatu_n-Nuṣra mit weiteren Barrikaden und Maschinengewehrschützennestern im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ  im NO des al-Karak-Gefängnisses, im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin!] sowie Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra –Trupps samt Ausrüstung außerhalb der Provinzhauptstadt östlich von Ibṭâʽ und nördlich von an-Nuʽaima im N und O von Darʽâ.)

Anläßlich der Anschläge im St. Petersburger U-Bahnsystem unterstrich der russische Außenminister Lawrow erneut die unbedingte Notwendigkeit einer gemeinsamen Terrorismusbekämpfung auf Basis der jeweiligen UNSC-Resolutionen. (http://sana.sy/?p=532596) Eine ausführliche Zusammenfassung seiner Reaktion auf zy­nische und niederträchtige Bemerkungen in Medien und von Politikern auf den Terrorakt biete in Deutsch auch: https://sptnkne.ws/dZmh.

Die Regierung in Damaskus verurteilt im stärksten Maße die beiden feigen Terrorattentate auf zwei U-Bahnstationen in St. Petersburg, welche am Mo., 3.4.2017, bislang mindestens 10 Tote und 50 Verletzte an Opfern gefordert haben. Zudem sprach es den Betroffenen und ihren Familien ihr tiefstes Beileid aus und äußerte seine Solidarität mit der russischen Regierung und ihren Bürgern. (http://sana.sy/en/?p=103463)

Terroranschläge vom 3.4.2017:
Sechs Anwohner wurden in damaszener Wohngebieten durch Mörsergranatenbeschuß – teils von Ost-al-Ġûṭa aus – verletzt und entsprechende materielle Schäden angerichtet; einige schlugen um den Umayyaden-Platz ein (4 Verletzte), weitere in al-Mazza 86 („nur“ Sachschäden) und al-Qaimariyya in der Altstadt von Damaskus  (2 Verletzte). (www.sana.sy/en/?p=103450)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103398 und http://sana.sy/?p=531348 (Rückeroberung des Ğabal Abû aḍ-Ḍuhûr nördlich der 4. Sta­tion im Ostteil der Provinz Ḥomṣ wie des Sadd Abû Qala (Damm!) und des Wâdî al-Ḥasû  im NW jener Station nach heftigen, für den IS verlustreichen Gefechten an Kämpfern und Equipment; dazu Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra von Ġağar Amîr und Kafar Nân aus auf Militärposten zum Schutz des Areals mit vielen Unternehmen und Qaniyyat al-ʽAṣî im N-Rîf von Ḥomṣ mit Zerstörung der aufgerüsteten Kampfwagen. Beseitigung von IS-Stellungen und –Ansammlungen mit Maschinengewehr-Nestern im Stadtteil al-ʽUrfî von Dair az-Zaur und beim Regiment 137 im SW. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und des Hauptquartiers nördlich von an-Nuʽaima (4km östlich der Provinzhauptstadt) mitsamt allen Extremisten; im N-Umland von Darʽâ ebenfalls Eliminierung von teils motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps in aṭ-Ṭîḥa, den Farmen östlich von Ibṭâʽ mit einem Panzer und tragbarer Artillerie wie von -Nestern mit Waffen und Munition in al-Karak in der Provinzhauptstadt.)

Nach dem neuesten Bericht des US-Kongresses bilden die Jordanier mit ca. 4.000 Kämpfern beim IS in Syrien und dem Irak die zweitgrößte Gruppe nach denen aus Tunesien. (http://sana.sy/?p=531354)

Terroranschläge vom 2.4.2017:
Mörsergranatenbeschuß durch Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra in Ḥalfâyâ im N-Rîf von Ḥamâ verursachten in den Wohngebieten der Orte Maḥarda und al-Mağdal Schäden an Häusern und weiterem privatem und öffentlichem Eigentum. (http://sana.sy/en/?p=103427, http://sana.sy/?p=531770)

Akitu-Prozession, Photo: SANA

Akitu-Prozession, Photo: SANA

In einem SANA-Interview zum 1. April führt der Di­rek­tor für Altertümer im Rîf Damaskus, Dr. Maḥmûd Ḥamûd, aus, daß in früheren Jahrhunderten an diesem Tag das Ende der Regenzeit und der Beginn der Fruchtbarkeit und des Wachs­tums von Pflanzen und Früchten für 12 Tage gefeiert wurde. Nach dem ursprünglichen assyrischen wie syrischen Kalender, der gut 500 Jahre älter sei als der pharaonische, werde das Fest als  Akîtû bezeichnet. Auch die Babylonier hätten es später gefeiert. Im Jahr 2017 sei es sogar mit dem 1.April des Jahres 6767 des alten Kalenders zusammengefallen. Den Jahresbeginn selbst hätten die Alten „Nîsânû“ genannt, ein im Aramäischen noch erhaltener Ausdruck, der in Syrien den „April“ bezeichnet wie er als solches auch in aš-Šâm (heutzutage gewöhnlich mit Levante wiedergegeben] über die Landesgrenzen hinaus und im Irak bis heute noch gängig sei, während dagegen die restlichen arabischen Länder eher abgewandelte europäische Benennungen verwendeten. Laut der Geschichte des Nahen Ostens ist es damit das älteste überlieferte Fest, welches aus der ersten babylonischen Dynastie zu Beginn des 2.Jt. christlicher Zeitrechnung stammt. Das Wort Akîtû  selbst beziehe sich auf den Zeitpunkt der Aussaat und Ernte von Gerste und laute im Sumerischen „Akîtî Sunûnum“ [Wahl der Kurzvokale nur eine Annahme!], was Fest zum Jahresbeginn bei den Akkadern, Babyloniern, Assyrern und Chaldäern bedeutet. Nach Beginn der Festzeit am 1.April waren die ersten vier Tage religiösen Zeremonien vorbehalten, dann folgten die restlichen acht Tage soziale und politische Aktivitäten einschließlich Prozessionen, Sport- und Tanzveranstaltungen; an ihrem Höhepunkt  zwischen dem 11. und der Mitte des Monats fanden rituelle Massenhochzeiten statt. Akîtû blieb bei den nachfolgenden Kulturen im heutigen Syrien bestehen, sei es in Ugarit, Ebla, Mari, Palmyra und Damaskus [allesamt berühmte Ausgrabungsstätten!]. Tatsächlich werde dieses Fest gewissermaßen immer noch gefeiert, z.B. liege das Osterfest um diesen Termin [das im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus tatsächlich das germanische Frühjahrsfest ersetzte]. Dagegen stamme das Wort „April“ vom lateinischen aprilis oder oder Ibrîr [Yprir], was auf das Erblühen im Frühjahr in diesem Monat hindeute, oder vom etruskischen Wort Airû für die Göttin der Liebe, während es in aš-Šâm mit Nisân benannt ist, was ins Alt-Aramäische einging und aus dem Akkadischen stammt. Dieses gehe zurück auf das sumerische „Nisank“, was „Erstling“ bedeute, zusammen gesetzt aus „Ni“ für „etwas“ und „sank“ für den „Beginn von etwas“. Entsprechend der landwirtschaftlichen Bedeutung heiße der „April“ im koptischen Kalender Baramûda und Yprir  im arabischen Maġrib [allg. mit „Maghreb“ wiedergegeben, bedeutet dies im Arabischen eigentlich: Westen!]. Doch unterscheide sich der Beginn des Monats „Yprir“(vgl.o.) vom Beginn des Monats April nach gregorianischen Kalen­der, da der April ursprünglich der zweite Monat im altrömischen Kalender war [vgl. „Oktober“ heißt übersetzt achter u.s.w.]. Auch die Benennungen im Japanischen (Yuzuki) und Finnischen (Huhitku) hätten mit der [beginnenden] Landwirtschaft[sarbeit] zu tun, was demnach viele Zivilisationen gemein hätten. (http://sana.sy/?p=531376)
*Anmerkung: Das germanische Frühjahrsfest fiel auf die Tag-und Nachtgleiche ähnlich wie das persische Naurûz. Auch die germanischen  Monatsbezeichnungen haben eigene, mit Landwirtschaft und Naturkreislauf verknüpfte Namen, sie lauten: Hartung („viel“ an Kälte, Eis, Schnee), Hornung (von hornen: Paarungszeit des Wildes), Lenzing (von Lenz: Frühjahr), Launing (launisches Wetter; ab Kaiser Karl I. Zwangschristianisierung: Ostermond), Winnemond (Zeit des Weidens, → später falsch: Wonnemond), Brachmond, Heu­mond, Ernting, Scheiding (Abschid vom Sommer), Gilbhart (Vergilbung des Laubs, a.: Weinmond), Nebelung (nebliges Wetter), Julmond (Monat des Hauptfestes Jul zur Wintersonnenwende).

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.4.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103368 und http://sana.sy/?p=531096 (Vereitelung eines Angriffs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra auf einen Militärposten zum Schutz der Dörfer Fula, aš-Šaḥra und aš-Šamâs im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya mit Eliminierung der meisten Angreifer samt ihrer militärischen Ausrüstung und unter Verfolgung der Flüchtenden. Gezielte effektive Artillerieoperation gegen teils motorisierte IS-Trupps und Barrikaden auf der Südachse von Dair az-Zaur bei Talat aṣ-Ṣanûf und der aš-Šâm-Kraftstoff-Station; von dort hatten die Terroristen zuvor Stadtteile der Provinzhauptstadt mit Raketen beschossen und reichlich Sachschäden an öffentlichem und privatem Gut jedoch ohne zivile Opfer verursacht. Beseitigung fast des ganzen Konvois von östlich der ar-Rubâʽî-Kreuzung im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd auf den Staudamm zu mit Zerstörung eines Kommandozentrums und weiterer Befestigungen beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp von Darʽâ.)

Beim Treffen mit der Delegation der Arab Popular Front for Unity mit Repräsentanten aus Ägypten, Palästinas, Libyens und des Sudans sowie Mitgliedern aus Syrien am 1.4.2017 unterstrich die Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs u.a. die Notwendigkeit der sektiererischen TakfîrIdeologie gemeinsam entgegenzuwirken wie der Fragmentierung arabischer Länder. Die Gäste bekräftigten insbesondere von der vorgefundenen Realität zu Hause zu berichten, um den falschen Meldungen syrienfeindlicher Meiden, die jedoch die öffentliche Meinung bestimmten, zu begegnen. (http://sana.sy/en/?p=103376, http://sana.sy/?p=531204)

Nach dem heutigen, letzten Treffen der Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî mit dem UN-Gesandten de Mistura wird ersterer eine Pressekonferenz abhalten. De Mistura war zuvor mit der ar-Riyâḍ-Gruppe [vgl.u.!] zusammengekommen. (http://www.sana.sy/?p=530807, http://sana.sy/en/?p=103327 vom 31.3.2017)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in Genf, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in Genf, Photo: SANA

Zum Ende der 5. Genfer Gesprächsrunde zur friedlichen Beilegung der Krise in Syrien teilte der UN-Gesandten de Mistura in einer Pressekonferenz am Fr., 31.3.2017, mit, es sei diese Mal schon mehr um Substantielles als nur um die Form bzw. die Agenda als solches gegangen. Alle teilnehmenden Seiten hätten einnon-paper“ mit Anmerkungen erhalten, auf welches diese ihrerseits mit mündlichen und schriftlichen Beiträgen eingegangen seien. Auch seien die Teilnehmer zu einer weiteren Gesprächsrunde in Genf  bereit, deren Termin er aber erst nach Rücksprache mit dem UN-Sicherheitsrat und dem UN-Generalsekretär bekanntgeben könne. Daß es mehrere solcher Zusammenkünfte gäbe, sei nur normal. Dabei würden sich die Konferenzen von Astana und Genf gegenseitig befruchten. Seine Arbeit würde jedoch wesentlich erleichtert, wenn die Opposition sich zu einer Fraktion zusammenschließen würde. Gerüchte über eine Beendigung seiner Mission seien nichts als das, fügte er am Ende hinzu. (http://sana.sy/en/?p=103353)

Einen ausführlichen Überblick über die beendete 5. Genfer Gesprächsrunde zur friedlichen Beilegung der Krise in Syrien gab der Leiter der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî ebenfalls am Fr., 31.3.2017, nach der letzten zweistündigen Sitzung mit dem UN-Gesandten de Mistura. Nach einem kurzen Rückblick auf den Beginn der achttägigen Verhandlungen mit massiven, jedoch durch die SAA jeweils erfolgreich zurückgeschlagenen Terrorgroßangriffen auf Damaskus, im Umland von und  informierte er darüber, daß etliche Papiere über die vier Themenbereiche der Agenda ausgetauscht worden seien mit den Worten: „During this round of Geneva 5, we submitted through the course of eight days several papers to the Special Envoy, the first of them being a paper on fighting terrorism, and a paper of general principles for the political solutions in Syria. These papers are about finding logical and natural grounds for addressing constitution issues. Of course, during these eight days we discussed in headlines the four baskets which are governance, constitution , elections, and terrorism, in addition to the basic princi­ples paper which was part of our discussion about each of the four baskets”. Die Regierungsdelegation habe einige klärende Sachfragen zu Themenbereichen gestellt, welche de Mistura vor und während der Sitzungen angesprochen habe.  Dem UN-Gesandten habe man darauf eigenen Papiere zur Weitergabe an die anderen Gruppen überreicht. Darauf habe man jedoch keinerlei Antworten bis jetzt, d.h. dem Ende der Verhandlungen erhalten. Das sei insofern nicht verwunderlich, als jene keine Terrorismusbekämpfung bzw. gangbare politische Lösung wollten außer der Machtübertragung an sie: „Regretably, this round is voer and we haven’t received the response of the other sides or platforms to any paper of our papers. This is no longer surprising because they don’t want to fight terrorism and they don’t want a political solution unless this political solution is tailored to their delusions which the years and facts proved that they never have and never will be realized,” führte er aus und füge hinzu: „tho­se sides only had one delusion  in their minds which is handing over the keys to Syria and the power to them.“ Mit deren unablässig salbadernden, albern-unlogischen Statements  sei nichts anzufangen, man habe den Eindruck gehabt, als sei man in eine dieser TV-Shows wie Arab Idol [Äquivalent: Deutschland sucht den Superstar] oder  The Voice geraten,  in der sich Darsteller gegenseitig auszustechen suchten, als bei ernsthaften diplomatischen Verhandlungen: „They foamed and frothed, as they say in Arabic, during this round, ceaselessly making silly and tire­some statements showcasing their deviant opinions and twisted logic as if they’re contestants on one of those TV shows where competitors seek to win votes like Arab Idol or The Voice, to the point that we felt that Geneva has become hosted on satellite channels and not in the halls of Syrian-Syrian dialogue without external interference.”
Dies zeige nur wieder einmal, daß man es bei diesen Leuten im politischen Bereich auf dem Boden der Tatsachen wie bzgl. der Massenmedien mit einer Art Teenager zu tun hat und andererseits um Personen, die eindeutig als bezahlte Söldner die Agenden fremder Mächte und Herren verträten und damit Verrat an der syrischen Heimat übten. Bislang hätten sie wohl keine anderen Orders erhalten, als die Terroristen zu unterstützen, Krawall zu machen, für Störungen zu sorgen und so möglichst die Friedensverhandlungen in Genf und Astana zu unterminieren:  „since they are tools and mer­cenaries in the hand of their operators and masters, it seems that they haven’t received orders yet, except orders to support terrorism, cause ruckus and disturbance, and disrupt the entire round in clear reflection of the faces of their operators who support terrorism and who want to derail the Astana and Geneva tracks.” Dennoch habe die Regierungsdelegation mit großem Maß an Ernst, Geduld und Verantwortungsgefühl diese 5. Gesprächsrunde durchgeführt, da man ja schließlich em syrischen Volk, der Beendigung des Blutvergießens und der Verteidigung des Heimatlandes verpflichtet sei. Dafür hätten die verräterischen Söldner und Operatoren in ar-Riyâḍ, Ankara und ad-Dauḥa etc. natürlich kein Verständnis („the mercenaries and traitors and those who live in Riyadh, Ankara, Doha, and other capitals cannot feel the pains and sufferings of the Sy­rian people”). Daher sei es auch notwendig die Treffen in Astana und Genf weiterzuführen und die Erfolge zu untermauern, die diesbezüglich durch die russische und iranische Seite in Astana erreicht worden seien.
Anschließend beantwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî Journalistenfragen:
Hinsichtlich der sich abzeichnenden neuen US-Position gegenüber Syrien und den jüngsten Auslassungen der UN-Botschafterin der USA [d.i. Nikki Haley] bemerkte der Chefdiplomat: Alle UN-botschafter müßten verstehen, daß Ziel und Grundlage der Genfer Konferenzen das Prinzip des innersyrischen Dialogs ohne ausländische Einmischung sei. Über die Zukunft Syriens entscheide allein die syrische Bevölkerung und kein UN-Botschafter. Doch sei die US-Botschafterin neu, man müsse ihr Zeit lassen, sich einzufinden, fügte er an mit den Worten: „since the US ambassador is new to the Security Council, I think we must give her some time to digest the Syrian reality related to dialogue in Geneva and Astana. Syria’s future is decided by the Syrians themselves, not by the US ambassador at the Security Council or any other ambassador.”
Wegen der Festsetzung des Datums einer 6. Genfer Gesprächsrunde sei man mit de mistura übereingekommen, auf diplomatischem Wege in Verbindung zu bleiben, bis die notwendigen Voraussetzungen gegeben seien [vgl.o., Auswertung der übereichten Noten]. Man habe sich mehr Fortschritte erhofft, doch seien zumindest die vier Hauptthemen wie die Basis-Prinzipien diskutiert worden.
Zu Mediengerüchten bzgl. der vier syrischen Städte  (vgl.u.), bzgl. derer angeblich unter Ausschlußder syrischen Regierung, aber unter Einwirken von Qaṭar Vereinbarungen getroffen worden seien, entgegnete Dr. al-Ğaʽfarî:  „I advise you to rid yourself of these delusions. Nothing can happen on Syrian territory without the knowledge and consent of the Syrian government, whether it’s about the activities of the UN or international NGOs or something else, so we can never allow any Qatari ac­tivity on Syrian territory before the Syrian government agrees to this, particularly since Qatar is a sponsor of terrorism in Syria.”
Zudem informierte er die Presse darüber, daß insbesondere die beiden seit Jahren von Terroristen eingeschlossenen Städte Kafarayâ und al-Fûʽa durch die Regierung über eine Luftbrücke versorgt würden, während gerade die Terroristen, welche i.A. Qaṭars in Syrien agierten, diese per Luftabwehrraketen zu unterbinden suchten.
Über die Hinderungsmaßnahmen für schneller Erfolge in Genf gefragt, antwortete er, zuvorderst sei dies die Abwesenheit eines syrisch-patriotischen Verhandlungspartners, zum zweiten der fehlende Wille seitens der Gruppen, die als Agenten der Terroristensponsoren in Genf tätig seien.
Bezüglich der Frage der von Terroristen Verschleppten gab der Regierungsvertreter zu verstehen, daß diese Frage nicht nur der Regierung sondern auch der syrischen Öffentlichkeit sehr am Herzen liege, weshalb man gegenüber de Mistura auch so sehr auf die Terrorismusbekämpfung gedrängt habe, welche die das Los der entführten Personen mit beinhalte. Leider hätten jedoch die anderen Gruppen nicht mit der Terrorismusbekämpfung befassen wollen, den etliche, nicht alle, beinhalteten Terroristen in ihren Reihen: „Some of them and not all of them are terrorists by nature, this is why they clapped and cheered for the campaign of terrorism that started in Damascus, Hama, and Lattakia only a few days before we came to Geneva, deluding themselves into believing that they can exert political pressure with this terrorism. The strange thing is that the shelling stopped today in Damascus as if terrorists are selec­tive in their shelling of Damascus; shelling one day and stopping on another according to the agenda in Geneva.”
Auf einer letzte Frage nach der Zusammenstellung der anderen teilnehmenden Gruppen  bemerkte er: „one does not pick his enemies, so we have nothing to do with the selection of other opposing platforms. We’re not the ones who elected or picked or appointed the members of those platforms.”(http://sana.sy/en/?p=103344)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103316 und http://sana.sy/?p=530716 (Rechtzeitiger Abschuß zweier Kampfdrohnen im nördlichen Umland von al-Lâḏa­qiyya mit Beseitigung weiterer Artillerie inklusive der Bedienmannschaft von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Umgebung von Kabâna und as-Sirmâniyya. Befreiung weiterer Städte und Dörfer im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra recht und ihren Affiliierten verlustreichen Kämpfen; befreit wurden:  Ḫaṭṭâb, aš-Šair, al-Mağdal, Sûbain, Zaur Ğadîd, und Kontrolle über Talat Baiğû und Raḥba Ḫaṭṭâb, sodann Abû ʽUbaida, Šalyûṭ, Ḥiğâma, Zaur al-Masâliq, Taṣlîba und Umm Ḥasân nach Ausschaltung von mehr als 500 und mit Verfolgung restlicher, in alle Richtungen flüchtender Extremisten, Zerstörung von drei Panzern,  40 aufgerüsteten Kampfwagen und eines Munitionsdepots  und anschließender Durchkämmung des verminten Gebiets und Entschärfung der vielen Sprengsätze auch entlang der ḤamâMaḥarda-Straße; unter den getöteten Anführern fanden sich: Amîn al-Bayûr von Taḥrîr aš-Šâm, zuständig für deren Trainingscamps, Abû al-Fahad al-ʽAnzî der Saudi ʽAbdarrraḥman ʽAbdullâh Duʽaid als Kommandeure von Taḥrîr aš-Šâm, Muḥammad Aṣmad Ğaulâq als deren šarîʽa-Zuständiger und Abû Riyâq at-Turkistânî als Anführer von Ḥizb at-Turkistânî. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraTrupps, welche zuvor die Bewohner von Akrad ad-Dâsinyiyya und Qaniyya al-ʽAṣî im N-Rîf von Ḥomṣ von Sunaisil, Ğawâlik, al-Mašârîʽ und al-Qudra aus anzugreifen versucht hatten, zusammen mit deren mit schweren Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen. Eliminierung von Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im Stadtbezirk in Darʽâ al-Balad von Darʽâ speziell im Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin], beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp bis südlich der al-ʽAbbâ­siyya-Bäckerei und nördlich des al-Maṣrî-Kreisverkehrs mitsamt drei von deren Kommandozentren, einem SUV, einem Bulldozer, drei Maschinengewehren und einer Reihe Motorrädern.)

Nur wenige Stunden nach der Befreiung ihrer Wohnorte durch die SAA und deren Entminung des Gebiets kehrten die ersten Familien in die Städte Ḫaṭṭâb und Arza (vgl.u.) zurück.   (http://sana.sy/?p=530966 vom 31.3.2017)

Das nunmehr 3. Kontingent von mehr als 800 Militanten, die sich weigern der Waffenruhevereinbarung beizutreten ist mit ihren Familien in 42 Bussen am Sa., 31.3.2017, aus dem Stadtteil al-Waʽir am Westrand von Ḥomṣ im Rahmen der Rekonziliierungsvereinbarung (vgl.u.) in Richtung Idlib (zum Grund vgl.u.) ausgeschafft worden. Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî  informierte darüber, daß bereits einige der von den Terroristen von dort vertriebenen Familien mit ihrer Rückkehr begonnen hätten. Für deren Kinder seien bereit vier Schulen eröffnet worden. (http://sana.sy/en/?p=103358, http://sana.sy/?p=531068)

Entgegen der offiziellen Darstellung des – völkerrechtswidrigen (dazu s.u.!) – Auftrags der US-Truppen in Syrien aus der Obama-Administrationszeit, die regierungsfeindliche DKS  (vgl.u.)„zu trainieren, zu beraten und zu unterstützen“, beteiligen sich entsprechend den Recherchen von RT-Korres­pondentin Lizzie Phelan in aṭ-Ṭabqa nahe der Talsperre am Assad-Stausee (s.u.) ganz offenbar US-Militärs an den Kämpfen vor Ort, ausführlich zu lesen bei: https://sptnkne.ws/dXtS. Zu den im Bericht zitierten Passagen s. im Ganzen das Interview mit Präsident Dr. al-Assad vom 20.3.2017.

Wie zu erwarten gibt sich die Erdogan-Regierung in Ankara mit der nun beendeten (s.u.) Invasion in Nordsyrien seit dem 24.8.2016 nicht zufrieden, sondern kündigt bereits eine neue zusammen mit den Terroristen der FSA [zur Einordnung s.u.!] an. (https://sptnkne.ws/dXwG vom 31.3.2017.)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 30.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103270 und http://www.sana.sy/?p=530032 (Befreiung der Orte Arza Šarqiyya, Arza Ġarbiyya, Quṣaiʽiyya, Balḥusain und Ḫirbat al-Ḥiğâma, mit Rückeroberung des Talat aš-Šîḥa im N-Rîf von Ḥamâ nach heftigen, für Ğabhatu_n-Nuṣra äußerst verlustreichen Gefechten; zerstört wurden u.a. eine Autobombe,  sieben Mörsergranaten, eine 23mm- Kanone, MGs vom Kaliber 14,5mm, Artilleriestellungen, drei Panzer  und eine Reihe gepanzer­ter Fahrzeuge; Bombenräumkommandos säubern die Gegend von hinterlassenen Sprengsätzen und Minen, welche das militärische Vorrücken wie die Wiederherstellung der Orte behindern sollten. Gezielte effektive SAAF-Einsätze am Vormittag gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Bewegungen zwischen Dair Fûl und ar-Rastan im N-Rîf von Ḥomṣ – unter den getöteten Terroristen fand sich auch einige ihrer Kommandeure. Beseitigung von Ansammlungen von Ğabhatu_n-Nuṣra zwischen den Dörfern Barġaša und aš-Šayâḥât im Gebiet al-Lağât im NW-Rîf von as-Suwaidâ´ mitsamt allen Kämpfern und ihrer militärischen Ausrüstung; Vernichtung zweier weiterer Trupps Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra nach deren Eindringen von den Talûl Ḫalîf und dem Dorf Umm Walad im Ost-Umland von Darʽâ  auf einen Militärposten im W-Rîf von as-Suwaidâ´ zu. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen mit Barrikaden durch intensive präzise Artillerieoperationen im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd [zum Staudamm hin!]  wie nördlich des al-Karak-Kreisverkehrs, im Stadtteil al-Baḥâr und südlich der al-ʽAbbâsiyya Bäckerei in Darʽâ.Nachtrag zum Vortag: Im Raum Darʽâ wurde der Panzer-Kommandant der Terroristen für das Gebiet Darʽâ namens ʽAbdullâh al-Urdunnî [d.h. aus Jordanien] mit dem Spitznamen Malik ad-Dabâbât [d.h. König der Panzer] liquidiert, dazu ein Hauptquartier von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil Ṭarîq as-Sadd zerstört zusamen mit einer Reihe Kanonen, Raketen, Mörsergranaten, Bunkern und Barrikaden in den östlich gelegenen Orten Maġr al-Mîr und Kafar Nâsiğ im Hinterland von  Damaskus und Darʽâ. )

Während des vorletzten Treffens mit dem UN-Gesandten de Mistura im UN-Hauptquartier in Genf am Do., 30.3.2017, wurden eine Reihe der Fragen der syrischen Regierungsdelegation beantwortet. (http://sana.sy/en/?p=103259)

Nach Recherchen von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung haben deutsche Bundeswehr-Tornados innerhalb der US-geführten Koalition, welche völkerrechtswidrig in Syrien agiert (dazu vgl.u.), am 19.3.2017 die „Aufklärungsbilder“ des Gebäudekomplexes geliefert, welcher später in der Nacht zum 20.3.2017 von Kampffliegern der Koalition bombardiert wurde. Es handelte sich dabei um die Schule al-Bâdiyya ad-Dâḫiliyya,  südlich von al-Manṣûra (seinerseits 30 km westlich von ar-Raqqa), welche 50 vor dem IS geflohenen Familien als Flüchtlingsunterkunft diente. diese wurden bei dem Luftangriff getötet.  (http://sptnkne.ws/dWpu) – Zum Vorfall und – nicht erfolgten – Reaktionen – vgl.u.!
S.a. die Ausführungen von Oberstleutnant der Bundeswehr a.D Jürgen Rose zur Tornado-Aufklärung und der Bewertung ziviler „Kollateral-„schäden durch die NATO bzw. die US-geführte Koalition bei: http://sptnkne.ws/dWNU, wie die des Ex-NATO-Luftkriegsplaners und ehemaligem Tornado-Piloten Oberstleutnant Ulrich Scholz gegenüber Sputnik. Äußerst deutliche und kritische Worte fand der Ex-Offizier ebenfalls zur Beteiligung der Bundeswehr an den Aktionen der US-geführten Koalition wie der völlig unterschiedlichen Medienhandhabung der  Rückeroberungsoperationen von Aleppo und Mossul, die er erstere als klare „Kriegspropaganda“ bezeichnete.   https://sptnkne.ws/dWN5.

Tornado in Incirlik, Photo: Sputnik310809987

Tornado in Incirlik, Photo: Sputnik

        

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî überreichte als Leiter der Regierungsdelegation dem UN-Gesandten de Mistura beim Treffen am 29.3.2017 eine Reihe schriftlich niedergelegter Fragen zur Klärung von Details und Ausdrücken der erhaltenen Schreiben zur ersten Themengruppe der Verhandlungen. (http://sana.sy/en/?p=103218) – Auch am Morgen des Do., 30.3.2017, wurde die Diskussion zwischen beiden Parteien im UN-Hauptquartier in Genf weitergeführt. (http://sana.sy/en/?p=103259)

Erfolgreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Erfolgreiche SAA-Einheit, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103206 und http://sana.sy/?p=529507 (Befreiung von Dair Ḥâfir und weiterer 26 Städte und Dörfer um Umland davon im östlichen Rîf von Aleppo, zudem Rückeroberung eines Bereichs von 24km entlang der Autobahn Aleppo – ar-Raqqa unter Eliminierung hunderter IS-Terrroristen; Dair Ḥâfir ist der erste und bedeutendste IS-Stützpunkt in Syrien und  wurde von der Terrorgruppe daher auch umbenannt in Dâr al-Fat  [Gebäude/Bereich des Sieges], ausgestattet mit etlichen Kommando­zentralen, militärischen Lazaretten, komplexen Befe­stigungsbauten innerhalb und außerhalb der Stadt sowie Minenfeldern in ihrer Umgebung; befreit wurden demnach noch: Ğafîra Manṣûr Manbiğ, Ğafîra Abû Ṣalâ, Umm ʽAdasa, ʽÂkûla Dair Ḥâfir, al-Kabâriyya, al-Aḥmadiyya, al-Kâmiliyya, Tal as-Sûs, Umm Tîna, Rasm al-Falâ, Abû Maqbara Kabîr, Abû Maqbara Ṣaġîr, Rasm al-Ğîsî, Ğafîra Ġazâl, Rasm al-Ḫamîs al-Ġarbî, Rasm al-Ḫamîs aš-Šarqi, Kaiṣûma, Qaiṣûm, Ğab Mâî, die Silos südlich von Ğab Mâî, az-Za­kiyya, Tal al-Mahdûm, Šarîfa, Ḫarâ´iğ Dahâm und Tal al-Qamqûm. Rückeroberung etlicher Posten auf Ṣûrân zu  im N-Rîf von Ḥamâ mit Ausdehung der Kontrolle auf die Umgegend von Maʽrzâf und im NW von Qamḥâna bis zur Eisenbahn südlich von Ṭay­yibat al-Imâm im Zusammenwirken mit unterstützenden Kräften; unter Deckung der SAAF Vernichtung von Stellungen und Konvois von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in (den Gegenden, in welche die Extremisten mordend und plündernd Ende letzter Woche eingefallen, nämlich:) von ʽAṭṣân, Sukaik, at-Tamâniʽa, Ṣûrân, Ṭay­yibat al-Imâm, Maʽrdis, al-Mağdal, Quṭaiš und Kafr Nabûda; bei dieser Operation wurden in den letzten Tagen ca. 2200 Terroristen eliminiert zusammen mit  sieben Kommandozentren, 15 Panzern, elf Panzerwagen, 107 aufgerüsteten Fahrzeugen, 12 Munitions­depots, 17 Abschußanlagen für Mörsergranaten, einer Höllen-Kanone und sechs Raketenwerfern; unter den Getöteten fanden sich die Anführer: Muḥammad Kamâl al-Qâsim alias Abû Rabîʽ von Ğaiš  Idlib al-Ḥurr, ʽAbdul-Ḥamîd al-Qada von Ğaiš al-ʽIzza, ʽAhid Aḥsam von Hay´a Taḥrîr aš-Šâm, Muḥammad Ğihâd Qaṣâb, zuständig für die Artilleriebefehligung derselben Terrorgruppe,  Abû ʽUbaida at-Turkistânî von al-Ḥizb atTurkistânî sowie weitere Kommandeure aus den Golfstaaten, Ägypten und dem Irak. Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra–Stellungen samt militärischem Equipment in präzisen Luftschlägen im Bereich von al-Hubaiṭ, Tal Hawâš und al-Ğâbiriyya im Umland von Idlib. Beseitigung von Fortifikationen und Ansamlungen Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra in Tal Abû as-Sanâsil, 18km nördlich von  Ḥomṣ wie im Bereich von ad-Dabûr und in Ğawâlik samt deren Bewaffnung. Zerstörung von IS-Positionen,  –Fortifikationen und –Schlupfnestern samt aufgerüsteten Kampfwagen am SW-Stadtrand von Dair az-Zaur, beim Regiment 137, im Umkreis des Friedhofs und des Airports, bei den Faktoreien und im Gebiet al-Makabât im S verbunden mit effektiven Artillerieangriffen auf deren Basis in al-Ğunaina im W-Rîf. Vereitelung von Angriffsversuchen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im unwegsamen Berggebiet von Fulaîṭa  im al-Qalamûn mit Unterstützung des libanesischen Widerstands nach  heftigen, für den Feind verlustreichen Kämpfen – inklusive des Todes ihres Anführers – in jenem Grenzgebiet des Rîf Dimašq zum Libanon; anderslautende Meldungen sozialer Netzwerkseiten von erfolgreichen Aktionen  der Terroristen dort wurden von den Frontberichterstattern ins Märchenland verwiesen.)

Der  türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte während seines Interviews mit dem Sender NTV am Mi., 29.3.2017, nach einer Sitzung des nationalen Sicherheits­rates die seit sieben Monaten andauernde türkische Invasion in Nord-Syrien unter der euphemistichen Bezeichnung „Militäroperation Schutzschild Euphrat“ für beendet. Ob dies allerding mit einem türkischen Truppenabzug und dem Ende der völkerrechtswidrigen türkischen Militäraktionen in Syrien verbunden sei, wurde daraus nicht deutlich. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25300-t%C3%BCrkei_beendet_operation_euphrat_schild_in_syrien, http://sptnkne.ws/dWzx)

Terroranschlag vom 29.3.2017:
Mittags explodierte ein Kleinbus infolge eines rückseits angebrachten Sprengsatzes auf der 60. Straße im Stadtteil az-Zahrâ´ von Ḥom. Dadurch starben drei Insassen, weitere fünf wurden verletzt. Aktualisierung: Die Opferzahl besträgt letztlich fünf Getötete und sechs Verwundete. (http://sana.sy/?p=529552)

Durch Präsidialdekret vom 29.3.2017 wurden im Kabinett drei Umbesetzungen vorgenommen. Ernannt wurden: zum neuen Justizminister Herr Hišâm Muḥammad Mamdûḥ aš-Šaʽâr, zum neuen Minister für Wirtschaft und Außenhandel Herr Dr. Sâmir ʽAbdurraḥman [sic!] al-Ḫalîl und zur Ministerin für Verwaltungsentwicklung Frau Dr. Salâm Muḥammad as-Safâq. (http://sana.sy/en/?p=103199, http://sana.sy/?p=529512)

Terroranschläge vom 28.3.2017:
Raketenbeschuß durch Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten vom nördlichen Umland der Provinzhauptstadt Ḥamâ aus verletzte in der Stadt Maḥarda drei Personen; das ebenfalls getroffene Kraftwerk von Maḥarda wie die Wohnhäuser etc. erlitt Schäden. (http://sana.sy/en/?p=103170, http://sana.sy/?p=529094)

Im Umland von Darʽâ traten 14 Städte und Dörfer im Rahmen der lokalen Rekonziliation am 28.3.2017 der Waffenruhevereinbarung bei. (www.sana.sy/en/?p=103196, http://sana.sy/?p=529136)

Auf einer Pressekonferenz vom Di., 28.3.2017, im Generalstab der russi­schen Streitkräfte bemerkte der Chef der Hauptverwaltung, Sergei Rudskoi, zu den schon erwähnten (vgl.u.) Bombardements der US-geführten Koalition an der aṭ-Ṭabqa-Talsperre des Assad-Stausees, zuletzt am So., 26.3.2017: „Es entsteht der Eindruck, dass die internationale Koalition sich zum Ziel gesetzt hatte, Objekte der kritisch wichtigen Infrastruktur auf syrischem Gebiet zu vernichten und den Wiederaufbau des Landes maximal zu erschweren„. Auch der anormale Wasserhochstand gehe darauf zurück, weshalb allein von daher schon eine Überschwemmung der Umgebung drohe, da zwei Klappen am südlichen Teil des Staudamms beschädigt seien, die den Wasserabfluß regulierten und unter normalen Umständen eine Überfüllung des Stausees verhinderten. „Diese Aktivitäten konnten [sic! statt: könnten] eine großangelegte Umweltkatastrophe, die Überschwemmung umfangreicher Gebiete und zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung zur Folge haben„, warnte der General. (http://sptnkne.ws/dVBq) – Die Landesregierung protestiert schon seit Jahren gegen die völkerrechtswidrigen, auch wertvolle syrische Infrastruktur zerstörenden Bombardements der US-geführten Koalition (seit der Obama-Administration). So wurden inklusive wichtigen Kraftwerken, Fabrik- und Trinkwasseranlagen, Fördertechnik an Öl- und Gasquellen und Brücken etc. demoliert (vgl.u.).

Generaloberst Sergei Rudskoi informierte bei derselben Gelegenheit darüber, daß aus Mossul, von dem die US-geführte Koalition behauptet, es sei vollkommen umzingelt, weiterhin nach Syrien und v.a. in Richtung der vom IS eingeschlossenen Provinzhauptstadt Dair-az-Zaur Kontingente der Extremisten kämen, so um die 800 IS-Kämpfer. Dies geschehe, obwohl die Bomber der Koalition fast täglich Luftangriffe im Gebiet Mossuls flögen. Dadurch kämen besonders viele Zivilisten ums Leben, während in der vergleichbaren Situation bei der Befreiung von Aleppo zum Schutz der Zivilbevölkerung etliche entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (vgl.u.) getroffen worden waren einschließlich gesicherter Fluchtkorridore. (http://sptnkne.ws/dVFB)

Zudem würdigte er dabei auch die Leistungen der SAA/SAAF, unterstützt durch russische Kampfflieger,  im Bereich amâ: „Mehrere Banden haben am 21. März versucht, die Stadt Hama in ihre Gewalt zu bringen. In einem von der Opposition kontrollierten Gebiet wurde eine mehr als 10.000 Mann starke Gruppierung auf­gestellt, deren Kern Dschebhat-an-Nusra-Abteilungen sowie Banden bildeten, die sich ihnen zugesellt haben. … Dank des selbstaufopfernden Einsatzes der Regierungstruppen und der Unterstützung seitens der russischen Luftwaffe ist die Situation in diesem Raum stabilisiert worden. Bei den viertägigen Käm­pfen in diesem Raum sind mehr als 2.100 Kämpfer, 55 gepanzerte Fahrzeuge, 22 ‚Dschihad-Mobile‘ und mehr als 100 mit schweren Waffen ausgerüstete Kraftwagen vernichtet worden“, teilte er mit. Die Operation im Raum Ḥamâ gehe nun als Gegenoffensive weiter. Wegen der Angriffe der Ğabhatu_n-NuṣraHorden die Tage vor ihrer erfolgreichen Bekämpfung waren ca. 40.000 Menschen aus den überfallenen Gebieten ins Umland geflohen, berichtete er zudem.  – Andererseits kritisierte auch er die Zerstörung der syrischen Infrastruktur durch Bombardements der US-geführten Koalition. (http://www.sana.sy/?p=528960, s.a. http://sptnkne.ws/dVyR)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=103147 und http://www.sana.sy/?p=528969 (Nach Beseitigung einiger Fortifikationen und Infiltrationspunkte von Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet der damaszener Vorstadt Ḥarastâ Entdeckung eines weiteren Tunnelsystems der Extremisten, da sich von der Chery Car Company bis zur Autobahn in Höhe von Ḥarastâ erstreckte; dieses wurde anschließend von einer Sappeur-Einheit zerstört [zur Gefährlichkeit dieser Tunnel jenseits ihrer militärischen Nutzung durch Terroristen s.u.!]; es diente zuvor dem verdeckten Transport von Waffen und Munition wie der Vorbereitung von Überraschungsangriffen auch mittels Raketen etc. auf umliegende Wohngebiete und Militärposten.  Vernichtung von Schlupfnestern und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtteil um die Straße zum Staudamm im Bezirk Darʽâ al-Balad mitsamt aller Terroristen.)

Am Mo., 27.3.2017, erneuerte der russische Außenminister Lawrow zum wiederholten Mal (vgl.u.) den dringenden Appell seiner Regierung zur Formierung einer gemeinsamen Front zur Terrorismusbekämpfung in Koordination mit der syrischen Regierung [gemäß dem Völkerrecht vorschreibt, das die sog. US-geführte Koalition jedoch nach wie vor ignoriert]. Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano in Moskau unterstrich er, daß die Auslöschung der vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuften Gruppen IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und anderer in Syrien, dem Irak und dem Rest der Welt im allgemeinen Interesse aller stehe. Wörtlich lautete Lawrows Aufruf: „We are calling on those who were invited to Syria by the legitimate government and those who are there without such invitation, but who declared fighting terrorists as their goal, to coordinate their actions. This includes coordination with the Syrian government as well.” Zwar habe die russische Regierung in der Vergangenheit schon versucht, zusammen mit der US-Regierung diesen Weg einzuschlagen, indem die sog. „moderaten bewaffneten Oppositionellen“ [MAO, vgl.u.] von den Terrorgruppen separiert würden, doch das hatte die damalige Obama-Administration verhindert [zu Belegen vgl.u.]. Doch sei dieser Weg durch die Astana-Konsultationen mit Unterstützung des Iran und Miteingliederung der Türkei  weiter beschritten worden.
Derweil beteuerte der russische Vize- Außenminister Gatilow, Rußland komme seiner Verpflichtung als Garantiemacht der Waffenruhe für Syrien unbedingt und nicht erst auf Aufforderung des UN-Gesandten de Mistura nach, doch dieser solle entsprechende Ermahnungen an jene Staaten richten, welche immer noch die sog. bewaffnete Opposition [gegen die Waffenruhe] unterstützten. Dieser Punkt werde daher auch am Di., 28.3.2017, in Genf besprochen.  (http://sana.sy/en/?p=103095)
Gatilow in Begleitung durch Sergei Werschinin, dem russischen Außenamtsdirektor für den Nahen Osten und Nord-Afrika, traf am Di., 28.3.2017, in Genf ein, um anschließend Treffen mit der Regierungsdelegation und der Moskau-Oppositions-Gruppe anzuhalten, dann folge auch eines mit der ar-Riyâḍ-Gruppe [vgl.u.!] am Mittwoch. Er will alle beteiligten Gruppen persönlich sprechen. (http://sana.sy/en/?p=103126)
Auch ein Gespräch mit Staffan de Mistura stand für Di., 28.3.2017 an. (http://sana.sy/en/?p=103165)  – Nach einem Meinungsaustausch bestand Gatilow auf einer umfassenden Umsetzung der UNSC-Resolution Nr.2254 (vgl.u.): „The Russian side affirmed the necessity of full implementation of decision 2254 issued by Security Council” .  Er rief im Namen seiner Regierung zudem alle Seiten auf:  „to hold a constructive discussion to the agenda of dialogue, including counter-terrorism.” (http://sana.sy/en/?p=103180)
Beim Treffen zwischen der Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî und dem russischen Vize-Außenminister Gatilow in Begleitung von Sergei Werschinin (vgl.u.) vom Di., 28.3.2017,  in Genf wurde nach einem Informationsaustausch  die Weiterführung derartiger Konsultationen vereinbart, um die Friedensverhandlungen weiter voranzubringen. Dazu informierte Dr. al-Ğaʽfarî  „We presented a number of papers and waiting for the seriousness of the other parties in interacting with those papers”.  – Anschließend traf sich die Regierungsdelegation noch mit dem iranischen permanenten UN-Repräsentanten in Genf, Mohsen Naziri Asl im Büro der syrischen UN-Gesandtschaft zum Meinungsaustausch. (http://sana.sy/en/?p=103156)

Das russische Verteidigungsministerium dementierte verbreitete Falschmeldungen über den Absturz eines im Umland von al-Lâḏa­qiyya angeblich seitens Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya abgeschossenen russischen Helikopters. Der Terrororganisation verpflichtete arabische Sender hatten die Fake News am Mo., 27.3.2017, gebracht. Doch: „All aircraft of Russia’s Aerospace Forces in the Syrian Arab Republic are at their bases or involved in routine missions. Claims made by terrorist-controlled media sources about a Russian helicopter allegedly being shot down have nothing to do with reality,” verkündete der Sprecher des des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm. (http://sana.sy/en/?p=103081, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25220-russland_dementiert_berichte_zu_hubschrauber_absturz_in_syrien)

Erneut konnten die damaszener Behörden am 27.3.2017 geschmuggelte Drogen in Form von 40kg Haschisch und einer großen Menge an CaptagonPillen [zu deren spezieller Verwendung durch die Terroristen s. Teil II]  konfiszieren und die Dealer verhaften. (www.sana.sy/en/?p=103073)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.3.2017 informieren:  http://sana.sy/en/?p=103064  und http://www.sana.sy/?p=528371 (Im N-Umland von amâ von Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraNestern und Bewegungsachsen  und denen ihrer Affiliierten der vom Erdogan-Regime unterstützten al-Ḥizb at-Turkistânî  im NO von Ḫirbat al-Ḥağâma mitsamt allen Terroristen; desgleichen im W von Kawkab mitsamt eines Panzers einer anderen Gruppe in Tal aṣ-Ṣaḫar und eines mit schwerer Artillerie aufgerüsteten Kampfwagens je mit Mannschaften in az-Zâra; später Befreiung der Stadt Maʽrzâf im NW der Provinzhauptstadt mit zig getöteten Extremisten Ğabhatu_n-Nuṣra und af­filiierten Gruppen. Rückeroberung der Bergrücken Ğabal al-Ḥîd und Ğabal aẓ-Ẓalîl nördlich des Hayân Öl-Felds, 14km im NO von  Tad­mur und des Ğabal Marbaṭ ʽAntar mit einer Anzahl von Militärposten um ihn herum, 12km von der Oasenstadt entfernt; anschließend Durchkämmung des Gebiets nach den von den Terroristen ausgelegten Sprengsätzen und Minen mit Entschärfung derselben; Vereitelung eines Angriffsversuchs eines motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps auf einen Militärposten im Malûk–Bereich  auf Talbîsa im N von Ḥomṣ zu; zudem Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra–Hauptquartier mit erheblichen Feindverlusten in ar-Rastan, 20km nördlich der Provinzhauptstadt. Eliminierung von IS-Fortifikationen und –Ansammlungen in der Umgebung des Friedhofsbereichs von Dair az-Zaur wie in Talat aṣ-Ṣanûf in der Umgebung des Regiment 137 am SW-Rand Dair az-Zaurs mit Vereitelung eines Angriffsversuchs auf Qiṭâʽ at-Tanamiyya im W-Teil der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten zum Schutz des al-Manšiyya-Stadtteils von Darʽâ im Bezirk Darʽâ al-Balad nach verbissenen für den Feind äußerst verlustreichen Gefechten inklusive Artillerie.)

Eigenen Angaben vom Mo., 27.3.2017, zufolge haben die kurdischen sog. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) den Militärflugplatz aṭ-Ṭabqa nahe der verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa nach Kämpfen mit dem IS erobert. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25224-syrien_kurdische_k%C3%A4mpfer_r%C3%BCcken_auf_rakka_vor)

Übernahme eines Artikelausschnitts von Sputnik-News mit dem Interview mit Ḥalaf al-Miftâḥ  (Halaf al Miftah), dem Co-Vorsitzenden der syrischen Baʽṯ-Partei zu der Frage, ob die pathetisch als „Befreiung“ bezeichnete und so in den westlichen Mainstream-Medien gehandelte Großoffensive der US-geführten Koalition im Gebiet von ar-Raqqa diese Benennung überhaupt verdient und worum es den USA dabei wirklich geht. Er bestätigt die schon früher dargestellten Pläne der USA etc. bzgl. der Umgestaltung des Nahen-Ostens einschließlich Syriens und des Iraks [vgl. „Balkanisierung“ Syriens, vgl.u.!]
„,Die Koalition führt in Syrien keinen Krieg gegen den Terror. Ihr Ziel ist die Veränderung der Grenzen im Nahen Osten, die Zerschlagung eines einheitlichen syrischen Staates und die Gründung föderativer Einheiten.
„,Die US-Amerikaner tun nur zum Schein so, als würden sie gegen den Terror kämpfen. Das wird weltweit groß in den Medien gesendet, man spricht viel darüber. Doch die Lage am östlichen Euphrat ist eine ganz andere‘, so der Experte. Denn dort bilde eine Gruppe, die die politischen US-Interessen vertritt, eine Einheit, die den Flughafen der Stadt, ein Wasserkraftwerk und Erdölfelder kontrolliert, auf denen täglich 20.000 Tonnen Rohöl gefördert werden.
,Die Ziele Syriens und Russlands unterscheiden sich grundlegend von jenen der USA, weshalb ihre Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Terror unmöglich ist, so Al Miftah weiter.
Dass das Ziel der USA nicht die Befreiung Syriens ist, sieht auch der Politikwissenschaftler Ali al-Ahmed von der Akademie für geostrategische Studien so: ,Die internationale Koalition kann Rakka zwar befreien, doch ohne Abstimmung mit der syrischen Führung wird sie zwangsläufig zu einer Besatzungsmacht. Und eine Abstimmung wollen sie auch nicht, weil die USA weltweit ihre eigene Politik betreiben wollen‘, so der Experte.“ (http://sptnkne.ws/dUVp) – S.a. den Beitrag: Syrien: USA und Opposition blockieren Regierungstruppen Weg nach Rakka

Terroranschläge vom 27.3.2017:
Am Morgen erhielt ein Kind im al-Bânûrâmâ im nördlichen Bereich von Darʽâ Granatsplitterverletzungen am Bein infolge Raketenbeschusses durch Affiliierte von  Ğabhatu_n-Nuṣra, wie die lokale Abteilung von Syrian Arab Red Crescent (SARC) meldete. – Zuvor schon hatten  Terroristen vom Stadbezirk Darʽâ al-Balad das Wohngebiet im Stadtteil as-Saḥârî mit Raketen beschossen und so einen Hausbrand verursacht.
Abends griffen Terroristen von aus Ost-al-Ġûṭa aus den Stadtteil  al-Qaimariyya der damaszener Altstadt mit Mörsergranaten an und richteten damit entsprechende Sachschäden an.
(http://sana.sy/en/?p=103068, http://www.sana.sy/?p=528410, http://www.sana.sy/?p=528892)

Ein weiteres Kontingent von mehr als  500 Militanten mit ihren Familien wurde am Mo., 27.3.1017, aus dem Stadtteil al-Waʽir am Westrand von Ḥomṣ im Rahmen der Rekonziliierungsvereinbarung (vgl.u.) ausgeschafft. (http://sana.sy/en/?p=103046, http://sana.sy/?p=528306)

Am Mo., 27.3.2017, traf die Regierungsdelegation erneut im UN-Hauptquartier in Genf zu einem Gespräch mit dem Stellvertreter des UN-Gesandten für Syrien, Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî, zusammen. (http://sana.sy/en/?p=103059)

Kraftwerk der Talsperre am Assad-Stausee, Photo: SANA, Sputnik

Kraftwerk der Talsperre am Assad-Stausee, Photo: SANA, Sputnik

Infolge  Beschädigungen durch die früheren Bombardements der US-geführten Koalition in der Gegend (vgl.u.) und der damit gestiegenen Wasserhöhe (vgl.o.) droht der aṭ-Ṭabqa-Damm am Euphrat, der den Assad-Stausee abschließt, zu brechen. Es ist die größte derartige Anlage in Syrien und versorgt das gesamte Land mit Trinkwasser und Stromenergie. Doch durch die Kampfhandlungen – auch zwischen der sog. Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) und dem IS – können nicht wie sonst Reparaturmannschaften an die Schäden herankommen. Die Stadt aṭ-Ṭabqa ist Ziel der ca. 4km vom Staudamm entfernt stehenden DKS, die als Tor zur verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa gilt, wie al-Mayâdîn am 26.3.2017 mitteilte. (http://sptnkne.ws/dU9r, http://parstoday.com/de/news/middle_east-i25192-syriens_gr%C3%B6%C3%9Fter_staudamm_wegen_k%C3%A4mpfe_au%C3%9Fer_betrieb)

Laut Erklärung von Bernard Dunn, Leiter der BoeingAbteilung für Nahost, Nordafrika und die Türkei, verkauft das Unternehmen im Hinblick auf die Auseinandersetzungen in Syrien, im Irak und Jemen hochentwickelte Kampfdrohnen an einige der Länder der Region, die zu den Hauptunterstützern der bewaffneten Gruppen in den genannten Konfliktländern zählen, wie Sky News am So., 26.3.2017, berichtete. So solle deren Kampffähigkeit [und damit gegen diejenige der jeweiligen Regierungen!] erhöht werden. Diese Waffenlieferungen seit den letzten Jahren gehen noch auf eine Genehmigung der Obama-Administration bzgl. des Verkaufs von Spionage- bzw. Kampf­drohnen an jene Länder zurück. (http://parstoday.com/de/news/world-i25204-boeing_verkauft_nahost_l%C3%A4ndern_kampfdrohnen)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102964 und http://www.sana.sy/?p=527845 (Präzise effektive Luftschläge gegen motorisierte Einheiten inklusive Panzern und ausgerüsteten Kampfwagen von IS und Ğabhatu_n-Nuṣra im Gebiet von ʽUqairbât, südlich von Ṭayyibat al-Imâm, Ḥalfâyâ, al-Laṭâmina, Tal Hawâš, nördlich von Ṣû­­­rân, Tal ʽUṯmân und  Mûrik im Umland von Ḥamâ. Vernichtung ganzer IS-Ansammlungen und derer von IS-Affiliierten durch Artillerieeinheiten am Sonntagmorgen in Bi´r al-Qaṣab-Areal um SO-Rîf Di­mašq mitsamt ihrer Waffen und Munitionsbestände. Gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen Stellungen und –Fortifikationen des IS samt Affiliierten im Umfeld der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur im Bereich des Flughafens, des Friedhofsgebiets und beim Regiment 137 am SW-Stadtrand, dem Sariyya Ğunaid, der Elektrizitätsgesellschaft, des Liwâ´ at-Ta´mîn, Des Faktoreienblocks und beim Dorf al-Ğaf­ra mit Vernichtung von deren dortigen Schlupfwinkeln inklusive Mengen von deren militärischem Equipment. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen in Masḥara in der Provinz al-Qunaiṭra mitsamt deren Munitionsdepot, raketengetriebenen Granatwerfer Kaliber 107mm und etlichen aufgerüsteten Kampfwagen. Zerstörung  Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und Infiltrationsachsen mit einer Kanonenbasis südlich der al-BîṭârFarm, einer Raketenabschußanlage südlich von Darʽâ, einer Barrikade auf der as-Sadd-Straße [d.i. zum Staudamm], eines Munitionsdepots westlich der Post im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad mit Eliminierung von deren Trupps im Stadtteil al-Karak sowie einer bewaffneten Einheit auf der Straße  in Ṭafas – Süd-Darʽâ. Auslöschung von IS-Fortifikationen und –Bewegungen in Tal Ušaihib aš-Šamâlî und dem Gebiet der Quellen von ad-Da­yâsa im O-Rîf von as-Suwaidâ´ mit etlichen motorisierten Trupps.)

De Mistura unterstützt den Vorschlag (vg.lu.), daß sich die drei Garantenstaaten der Vereinbarung zur Waffenruhe in ganz Syrien wegen der jüngsten Eskalation terroristischer Aktionen baldmöglichst erneut in Astana treffen sollten, um dem zu begegnen. (http://sana.sy/?p=527793 vom 26.3.2017)

Generalmajor Igor Konaschenkow widersprach als Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau der Ankündigung des franzö­sische Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian dahingehend, die Befreiung der verbliebenen IS-Hochburg ar-Raqqa werde bald erfolgen. Diese sei nämlich von mehreren Faktoren abhängig. Daher führte er aus, der Optimismus von Le Drian habe „irgendeine besondere nationale Inspirationsquelle, die mit der Wirklichkeit und der Lage ‚auf der Erde‘ nichts zu tun haben. … Jedem Militärexperte ist klar, dass die Befreiung von Rakka kein leichter Spaziergang … wird. … Der reale Erfolg und die Fristen der Vollendung dieser Operation werden direkt von der Bereitschaft abhängen, das Vorgehen mit allen Kräften zu koordinieren, die gegen den internationalen Terror in Syrien kämpfen.“  (http://sptnkne.ws/dUdH)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102902 und http://sana.sy/?p=527517 (Während des weiteren Vorrückens im O-Umland von Aleppo Befreiung von sechs Dörfern, nämlich: Umm al-Marî, Šuraima, Ğana Salâma, Ḥâd Ḥawš, al-Quṣair und Ḫarâ´iğ Dahâm nach erbitterten Gefechten mit dem IS; was von den Terroristen nicht tot oder verletzt zurückblieb, flüchtete ostwärts; Bombenräumkommandos spürten die zuvor ausgelegten IS-Sprengsätze auf und entfernten bzw. deaktivierten sie; zudem konnte die SAA über 5.000 Dorfbewohner der vom IS kontrollierten Areale in den Weiten des O-Rîfs  via errichteter Sicherheitskorridore evakuieren. Zusammen mit unterstützenden Kräften Befreiung auch von Kawkab im N-Rîf (Umland) von Ḥamâ mit weiterem Vorrücken von dort aus in die verschiedenen Richtungen, wobei viele Ğabhatu_n-NuṣraKämpfer getötet oder verletzt und deren Kommandozentren, zwei Waffen- und Munitionslager, vier Panzer, sechs Kampfwagen und mehr als neun mit Maschinengewehren aufgerüstete Fahrzeuge  zerstört wurden. Eliminierung von mehr als 20 Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen  und Affiliierter mitsamt deren Kommandozentren, einer Barrikade, einem SUV mit Maschinengewehr und einem Bulldozer in Operationen gegen deren Trupps unterwegs auf der Straße von  Inḫil / aṯ-Ṯariyâ in den O von al-Malîḥa aš-Šarqiyya bzw. im Raum Ibṭaʽ und im Provinzhauptstadtbezirk Darʽâ al-Balad. Effektive präzise Luftschläge gegen IS-Fortifikationen und –Nachschubrouten im Umkreis des Dair az-Zaur Airport wie in den Stadtteilen ar-Rašadiyya und dem al-Makabât-Areal.)

Die Behörden konnten in Zusammenarbeit mit Anwohnern und nach eingehender Überwachungstätigkeit große Mengen an Waffen- und Munitionsschmuggelgut für die Terroristen in den Provinzenamâ und al-Lâḏa­qiyya aufspüren und konfiszieren. Darunter fanden sich 14,5mm Machinengewehre, verschiedene andere Gewehre mit jeweiliger Munition, 23mm Artilleriemunition, unterschiedliche Granatentypen, Munition für  Duschkas und PKCs, Mörsergranaten verschiedener Größe, Panzerabwehr-Granatwerfer (RPGs) und verschiedene hochzerstörerische Raketen. (http://sana.sy/en/?p=102956)

Terroranschläge vom 25.3.2017:
Mörsergranatenbeschuß von Ğaubar und West-al-Ġûṭa aus auf den Wohnbezirk al-Quṣûr in Damaskus verletzten vier Anwohner und richteten entsprechende Schäden an.
Auf den Stadtteil as-Saḥârî  von Darʽâ abgefeuerte Raketen verletzten eine Reihe von Personen und führten zum Ausbruch von Bränden.
(http://sana.sy/en/?p=102927 , http://sana.sy/?p=527579)

Ca. 2000 Familien kehren am 25.3.2017  als 3. Gruppe in die Stadt aḏ-Ḏiyâbiyya  im Rîf Dimašq zurück, nachdem staatliche Stellen dafür gesorgt haben, daß der Basisbedarf für das Leben der Bürger dort gesichert ist. U.a. wurden bereits 70% der Stromversorgung wiederhergestellt, vier Schulen eröffnet, neun Trinkwasserquellen erschlossen und ein Medizinzentrum eingerichtet, indem – wie auch sonst kostenlos für die Bürger – Versorgung in Anspruch genommen werden kann. Zuvor wurden schon etwa 15.000 Menschen wieder in die Stadt zurückgebracht. (http://sana.sy/en/?p=102935, http://sana.sy/?p=527548)

Die syrische Regierungsdelegation traf sich erneut mit dem UN-Gesandten de Mistura am Sa., 25.3.2017, ab 11.00 Uhr im UN-Hauptquartier in Genf (http://sana.sy/en/?p=102920) und übergab de Mistura ein Papier zur Terrorismusbekämpfung für die Diskussion. (http://sana.sy/en/?p=102920)

Pressekonferenz des Leiters der Regierungsdelegation Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  vom Fr., 24.3.2017, in Genf mit anschließenden Reporterfragen.
Nicht zum ersten Mal sei eine weitere Gesprächsrunde zur Beilegung der Syrienkrise – sei es in Genf oder Astana – durch eine Eskalation von Terrorattacken von Ğabhatu_n-Nuṣra  u.a. Terrorgruppen ein- bzw. begleitet worden. Bei den Angriffen auf Ğaubar [ca. 2km im O von Damaskus] seien Ğabhatu_n-Nuṣra, Failaq ar-Raḥmân und Ğaiš  al-Islâm beteiligt gewesen, die sich zuvor auch schon einmal untereinander bekämpft hätten, sich jedoch aufgrund der Instruktionen ihrer [ausländischen] Führer unter dem Kommando von Ğabhatu_n-Nuṣra zum Großangriff zusammengefunden hätten. Von großer Bedeutung dabei sei, daß Ğabhatu_n-Nuṣra eindeutig als Terrororganisation von den UN gelistet sei. Demnach seien auch alle Gruppen, die unter ihrer Führung und mit ihr zusammen kämpften, als Terroristen anzusehen. Diese würden aber von den Regierungen der Türkei, Saudi-Arabiens, Qaṭars, Jordaniens, Israels, Frankreichs und Großbritanniens unterstützt, wonach sie logischerweise als Terroristenunterstützer einzustufen seien wie Unterstützer von Ğabhatu_n-Nuṣra selbst [so daß gegen sie die relevanten UN-Resolution gelten!]. Am gegenwärtigen Großangriff im Umland von Ḥamâ  nähmen die Gruppen Ğaiš an- Naṣr, Ğaiš  al-ʽIzza, Failaq aš-Šâm und Ğaiš  Idlib al-Ḥurr, teil, geleitet von Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya [zur Beziehung zur ar-Riyâḍ-Gruppe vgl.u.!] und Ğabhatu_n-Nuṣra. Vertreter dieser Terrororganisationen hätten aber an den Astana-Gesprächen der jüngsten Vergangenheit als „Opposition“ teilgenommen, was wiederum die Involvierung der zuvor genannten Regierungen in das terroristische Geschehen bedeutet: „Of course it is clear that the participants with al-Nusra in the attack on eastern Damascus and Hama countryside are factions that had participated in the Astana meetings and this is an indication of the involvement of the aforementioned regimes in the terrorist attacks in Syria.” Im Gegensatz zu wesentlich kleiner dimensionierten Terrorakten z.B. in Großbritannien, habe dies jedoch keine Konsequenzen gehabt, daher  ergänzte er: „When a terrorist attacks the British Parliament in London, the UK mobilizes all its forces and its nuc­lear, biological, chemical, and traditional weapons to kill this single attacker, and when another terro­rist named Mohamed Marrah attacked one city in France, he was killed with 300 bullets, but when a terrorist attacks the Justice Palace in Damascus, the western media, including the British and French, call him a jihadist”. Daß diese Terrorgruppen nun unter der Schirmherrschaft von Ğabhatu_n-Nuṣra agierten, zeige den – wenn auch verfehlten Versuch – die Natur dieser Leute als Terroristen und deren Verletzungen der für Syrien vereinbarten Waffenruhe vom 29.12.2016 zu kaschieren, worauf auch die ständigen Namenswechsel  hinzielten: „It has become very common these days for terrorist groups like Jabhat al-Nusra itself and terrorist groups affiliated with it to change their names every 24 hours or so, and that is to avoid being classi­fied as a terrorist organization for dealing with al-Nusra, but this is well understood by the terrorism specialists in Damascus and other cities and in the Security Council”. Angesichts der massiven Terrorakte im Gebiet von Damaskus und Ḥomṣ noch vor dieser 5. Gesprächsrunde in Genf sei es höchst befremdlich, daß die UNSC-Mitglieder USA, Frankreich und Großbritannien die von Rußland eingebrachten drei Resolutionsentwürfe zur Verurteilung der dort genannten Terroraktionen durch ihr Veto blockten: „Let’s not forget the terrorist bombings that struck Damascus before the start of this round, bombings which have resulted in the killing of many innocent civilians. In this regard, I’d like to mention a pain­ful incident at the UNSC, where the Russian delegation submitted three draft press statements, the first condemning the terrorist attacks in Homs, the second condemning the bombing in the Justice Palace in Damascus, and the third condemning the targeting of the Russian Embassy in Damascus, but the dele­gations of US, France, and the UK objected to these draft press statements, and therefore these state­ments were not adopted.” Nicht zu vergessen seien auch die Terroristenangriffe gegen die einzige Geburtshilfeklinik in Ost-Damaskus vom Vortag: „We won’t forget either the inhabitants of eastern Damascus who have been subjected to indis­crimi­nate terrorist shells and explosive bullets for years and in recent days, and they’re still steadfast in their homes. Yesterday, the terrorists shelled the only hospital in Fares al-Khoury Street which is called al-Zahrawi Maternity Hospital, which is the only hospital in east Damascus that offers medical services for pregnant women.”
Daher sei auch die Terrorismusbekämpfung als einer zuletzt vereinbarten vier Themenpunkte in den Vordergrund gerückt: „For all these reasons, we focused today in our first meeting in Geneva 5 on combating terrorism, especially in light of the events that we mentioned to you in the terrorist attacks targeting Damascus and Hama, and based on the request of UN Special Envoy, we assessed the tracks of Geneva and Astana, and we commend the Astana track and the positive and constructive Russian initiatives on stabilizing the ceasefire and on combating terrorism and finding a political solution to the crisis in Syria through continued coordination between President Bashar al-Assad and Russian President Vla­dimir Putin.” Schließlich habe man den UN-Gesandten de Mistura noch zu dessen Ansichten hinsichtlich der Situation in Syrien befragt wie zu denen der anderen Teilnehmer.
Zu den Journalistenfragen:
Zu Statements einiger Mitglieder der ar-Riyâḍ-Gruppe gefragt, welche die Terrorattacken von Damaskus und Ḥamâ zu rechtfertigen versuchten, antwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, diesen Punkt habe er mit dem UN-Gesandten de Mistura erörtert. Dieser habe den Sachverhalt verstanden und habe daher die Terrorismusbekämpfung  als ersten der vier Themen [vgl.u. Astana-Beschluß] auf die Agenda gesetzt. Außerdem bemerkte er, daß solcherlei Äußerungen deutlich machten, daß sie nicht von heimatverbundenen Oppositionellen stammten, sondern von Terroristen(untertützern), indem er sagte: „such statements uncover the affiliation of those individuals and the agendas they work for, and this is what we have been saying for years. …  These platforms are not patriotic opposition platforms; they are destructive platforms that sponsor terrorism and are part of the terrorism. In Geneva 4 I called them ,shop owners.‘ In any way, they are not patriotic opposition, and their foolish statements benefit us.”
Darauf angesprochen, was denn von Diskussionen mit einer Gruppe von Terroristenunterstützern zu erwarten sei, erwiderte der Chefunterhändler: wenn Mitglieder der ar-Riyâḍ-Gruppe Statements zur Terrorismusunterstützung herausgäben und sogar offen zu einer Allianz mit Ğabhatu_n-Nuṣra aufriefen, zeigten sie sich nur als Terroristen gemäß den UNSC-Resolutionen. Einer Mitglied der ar-Riyâḍ-Gruppe habe sogar dafür geworben, die Terrorattacken von Ḥomṣ auf ganz Syrien auszudehnen und habe sich dabei selbst als Terrorist geoutet.
Ein Reporter wollte wissen, ob es aufgrund der angesprochenen Terroraktionen eine politische Reaktion wie einen Ausschluß von Teilnehmern in Genf gebe, gab Dr. al-Ğaʽfarî zurück, das Ziel aller Terrorattacken sei es ja, die Friedensgespräche mitsamt einer diplomatisch- politischen Krisenlösung in Astana und Genf zum Scheitern zu bringen, weshalb die Regierung auch niemals damit gedroht habe, sich von diesen Gesprächen zurückzuziehen. Daher rufe die [syrische] Regierung auch alle andren Regierung mit gesundem Menschenverstand dazu auf, diesen in Astana und Genf eingeschlagenen diplomatisch- politischen Weg zu unterstützen.
Bezüglich der Koordination zwischen US-Truppen und der sog. Syrian Democratic Forces (SDF) im Kampf um ar-Raqqa gab der Diplomat zu Bedenken, Syrien begrüße jedes aufrichtige, sachgerechte counterterroristische Engagement in Abstimmung mit der Landesregierung, anstatt jene zu ignorieren. Doch gerade die USA unterstützten andererseits Gruppen, welche gegen die Autorität des syrischen Staates kämpften, mit Waffen,  was gerade nicht der Terrorismusbekämpfung diene. Der einzige Weg, auch den IS zu besiegen, sei, dies in Kooperation und Koordination mit der syrischen Armee (SAA) zu tun. Daher sei auch die drohende Operation seitens der Türkei bzw. der USA gegen die vom IS besetzte Stadt ar-Raqqa, nach der ebenfalls gefragt worden war, nichts anderes als eine illegale ausländische Militärpräsenz bzw. Invasion, da sie ohne Billigung der Landesregierung erfolge. Vorzugeben, dies geschehe zur Bekämpfung des IS sei nicht korrekt, da dies Aufgabe der SAA sei. Zudem bombten US-Kampfflieger wiederholt zivile Ziele in Syrien wie zuletzt die Schule und Flüchtlingsunterkunft in al-Manṣûra [s.u.]
Hinsichtlich der Haltung von Frankreich und Großbritannien  äußerte Dr. al-Ğaʽfarî, die erwähnten Landesregierungen finanzierten den Terrorismus – für hunderte Milliarden US-Dollar hätten sie an die bekannten Terroristenunterstützer Saudi-Arabien, Qaṭar und die anderen Golfregime Waffen geliefert – und benutzten ihn in politischer Hinsicht. Sie hielten sich für clever genug, die Terroristen von ihren Ländern fernzuhalten, doch weit gefehlt. Dabei habe der frühere britische Premierminister David Cameron noch vor ein paar Jahren, als es Unruhen in London gab, gesagt: „When it comes to National Security don’t talk to me about human rights!
Ob die jüngsten Terrorakte einen Einfluß auf die Agenda in Genf habe, wollte ein Journalist wissen. Nur insofern, als unter den ansonsten gleichgewichteten  Themenblöcken die Terrorismusbekämpfung an den Anfang gestellt worden sei. Wer dagegen opponiere [vgl.u. bzgl. Astana!], offenbare sich nur als Terrorismusunterstützer.
Auf die Ablehnung der syrischen Regierung gegenüber einem Besuch de Misturas in Damaskus  unlängst angesprochen, erwiderte der Delegationsleiter,  man habe immer mit dem UN-Gesandten zusammengearbeitet. als er seine Zuständigkeit überschritt, habe man ihn taktvoll und in diplomatischer Weise darauf hingewiesen. Manchmal rechtfertige jener auch gemachte Fehler damit, daß er von gewissen Staaten massiv unter Druck gesetzt werde. Darauf habe man ihn unterstützt, diesem Druck zu widerstehen.
Bei der später am Abend stattfindenden Pressekonferenz von Staffan de Mistura stach aus erwähnten, schon bekannten Sachverhalten hervor, daß wegen der bedauerlichen Eskalation der Terrorakte in Syrien vorgeschlagen wurde, bald möglichst die Garantenstaaten der Waffenruhe zu einem weiteren Treffen in Astana zusammenkommen sollten. (http://sana.sy/en/?p=102848)

Der ständige russische UN-Repräsentant in Genf, Alexei Borodawkin, verurteilte vehement die Versößte gegen die vereinbarte Waffenruhe durch die jüngsten terroristischen Groß-Attacken auf Wohngebiete seitens Ğabhatu_n-Nuṣra und angeschlossenen Gruppen im Raum Damaskus etc. Diese zeigten, laut Bericht der Tass News Agency die Notwendigkeit, solchen Verbrechen ein Ende zu setzen.  Andererseits würdigte er die konstruktiven Bemühungen der Regierung in Damaskus auf dem Weg der politischen Lösung der Syrienkrise. Nach dem Treffen russischer Diplomaten mit Repräsentanten der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) bemerkte er, diese seien nützlich, damit jene endlich die militärischen wie politischen Fakten zur Beilegung der Krise realisierten. Wenn Oppositionsgruppen nicht damit aufhörten, auf Orders von denen zu hören, welche die Genfer Gespräche zu Fall bringen wollten, bestehe keine Hoffnung für weitere Erfolge des angebahnten politischen Prozesses. Auch werde sich die russische Seite weiterhin dafür einsetzen, daß auch die Kurden zu den Gesprächen geladen würden [wie dies die Basis-bildende UNSC-Resolution Nr.2254 schließlich vorsieht!].(http://sana.sy/en/?p=102868)

Programmgemäß traf de Regierungsdelegation heute, Fr. 24.3.2017, um 11.00 Uhr in Genf den UN-Gesandten de Mistura zu einem ersten Gespräch. (http://sana.sy/en/?p=102836)

Das Oberste Heereskommando gab noch am Fr., 245.3.2017, in einer öffentlichen Erklärung bekannt, alle von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten angegriffenen Areal und Blocks im nördlichen Ğaubar seien nach Eliminierung hunderter der Extremisten wieder gesichert. Fliehende Terroristen würde weiterhin verfolgt, während Bombenräumkommandos  die hinterlassenen Sprengsätze und Minen aufspürten und entschärften. – Die nacheinander anbrandenden Wellen der genannten Terroristen hätten erneut offenbart, daß  deren Hintermänner und Finanziers diese weiterhin benutzten, um die Friedensbemühungen der Regierung zunichte zu machen und damit letztlich die Ziele ihrer ausländischen Operatoren zu erfüllen. Davon lasse sich die Armee jedoch nicht von ihrer Pflicht, die Bevölkerung zu schützen und den Terrorismus auszurotten abhalten. (http://sana.sy/en/?p=102887)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102833 und http://www.sana.sy/?p=527175 (Vereitelung eines heftigen Angriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten auf die Stadt Qamḥâna im Nord-Umland von Ḥamâ nach verbissenen Gefechten und rechtzeitiger Zerstörung zweier Autobomben sowie weiterer motorisierter Verbände unterwegs zwischen Tal aṣ-Ṣaḫar und Barîdîğ mit SAAF-Unterstützung; zudem  Vernichtung der letzten verbliebenen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps, welche zuvor gewaltsam in die Dörfer Šayzar und Kafar aṭ-Ṭûn eingedrungen waren zusammen mit deren zurückgelassenen militärischen Ausrüstung und anschließender Säuberung des Gebiets von den hinterlassenen Sprengkörper durch Bombenräumkommandos.  Wiederherstellung der Kontrolle über sämtliche Gebiete im nördlichen Faktoreiengebiet der damaszener Vorstadt Ğaubar und al-Qâbûn, in die vor Tagen große Kontingente von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten eingedrungen waren; zudem Vorgehen mit Artillerie gegen deren Schlupfnester und Fortifikationen im Umland mit Eliminierung großer Zahlen der Extremisten; parallel dazu effektive präzise Luftschläge auf deren Bewegungsachsen und gegen deren Nachschublinien von Ost-al-Ġûṭa her in den N von Ğaubar.)

Terroranschlag vom 24.3.2017:
Durch Beschuß mit Mörsergranaten von Terroristen aus Ğaubar und al-Qâbûn wurde ein Kind in der Ḫâlid Ibn al-Walîd-Straße in Damaskus verletzt. (http://sana.sy/en/?p=102874)

In zwei neuerlichen identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vom Do., 23.3.2017, forderte das Außenministerium von den angegebenen Institutionen ihren Rollen bei der Bekämpfung des Terrorismus und krimineller Akte, ausgeführt durch bewaffnete terroristische Gruppen, gerecht zu werden. Den Anlaß gaben die jüngsten Terrorakte im nächsten Umfeld von Damaskus und in anderen Regionen Syriens. Das Amt führte dazu aus: „Damascus, the capital of the Syrian Arab Republic, comes under brutal attacks nowadays by armed terrorist groups, led by Jabhat al-Nusra which is classified on the UNSC’s lists as a terrorist organi­zation”. Die in Ğaubar und Qâbûn nahe Damaskus positionierten bewaffneten terroristischen Gruppen benutzten für ihre Angriffe auf – ansonsten sichere – Wohngebiete Autobomben, Raketen und Explosivgeschosse, welche dutzende unschuldiger Bürger töteten und noch mehr verletzten.  Über Ḥamâ und die dort aktiven Terrorgruppen enthielten die Schreiben die Information:  „Hama city also came under attacks of a number of terrorist groups, including so-called Jabhat al-Nusra, Jaish al-Ezza and Jaish al-Nassr ”. Hierbei falle auf, daß es sich bei den genannten Terrorgruppen auch um Unterzeichner des Waffenruheabkommens handele! 60% der Angriffe auf das damaszener Gebiet und auf Darʽâ erfolgten aus gebieten, kontrolliert von Ğaiš al-Islâm [zur Verbindung zur sog. ar-Riyâḍ-Gruppe vgl.u.!] „That indicates the instructions have been issued by the spon­sors of those terrorist organizations to open fronts of fight in all Syrian territories in a clear violation of the cessation of hostilities agreement of Astana reached on 29/12/2016, approved by Geneva mee­tings, welcomed by the UN Security Coun­cil and to which the Syrian Arab Republic has committed”, gab das Außenministerium zu Bedenken. Das wahre Ziel dieser Attacken sei damit, die Friedensgespräche in Astana und Genf und das dort jeweils schon Erreichte zum Scheitern zu bringen. Die zur Verfügung stehenden Informationen wiesen zudem darauf, daß in die Anschläge die Geheimdienste der Türkei, Saudi-Arabiens und Qaṭars involviert (gewesen) sind. Die Schreiben schlossen mit der Versicherung, weiterhin den Counterterrorismus zu führen und die Friedensbemühungen voranzutreiben: „As Syria believes in the need for reaching a political solution to the crisis, it partici­pates today in Geneva talks despite all attempts to have these talks a failure by the armed terrorist groups and their supporters.”(http://sana.sy/en/?p=102811)

In der wöchentlichen Pressekonferenz vom Do., 23.3.2017, kam auch die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa auf die jüngsten Attacken zu sprechen: die Weigerung westlicher Regierungen, auch die jüngsten Terrorakte im Gebiet von Damaskus zu verurteilen bzw. deren Übergehen mit Stillschweigen wie schon beim Giftgas-Einsatz durch den IS, zeige deren Unwillen, effektive Schritte gegen den Terrorismus zu unternehmen. Auch dauere der Nachschub an Waffen, Munition, Söldnern und Geldmitteln für die Terroristen nach wie vor an. Das alles zeige, daß der Counterterrorismus unbedingt Priorität bei der 5. Runde der Genfer Gespräche haben müsse neben den anderen drei zuvor schon in Astana festgelegten Themengebieten (vgl.u.). Über dazu vereinbarte Einzelheiten haben jedoch letztlich die syrische Bevölkerung zu entscheiden. Während die Regierungsdelegation vorbildlich am politischen Prozeß mitarbeite, suchten Teile der Oppositionellen, welche die Friedensbemühungen letztlich ablehnten, dieselben durch Stellung illegitimer Vorbedingungen (vgl.u.) zu verhindern. (http://sana.sy/?p=526753)

Terroranschläge vom 23.3.2017:
Die damaszener Wohngebiete ar-Rawa (Kindergarten!) und al-ʽAbâssiyîn waren Ziel von Mörsergranaten- und Raketenangriffen seitens Terroristen, die sich in Ğaubar und Qâbûn (vgl.u.) verschanzt halten. Zum Glück richteten diese „nur“ materiellen Schaden an.
Im aleppiner Stadtteil al-Ḥamdâniyya dagegen wurden fünf Kinder getötet und vier weitere verletzt infolge Raketenangriffen
(http://sana.sy/en/?p=102764, http://sana.sy/?p=526700)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.3.2017 informieren:http://sana.sy/en/?p=102754 und http://sana.sy/?p=526581 (Konsolidierung der errichteten Verteidigungslinie für Städte im Nord-Umland von Ḥamâ, in welche zuvor kurzfristig die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten eingedrungen waren (vgl.u.); zudem Vernichtung von deren Ansammlungen und Bewegungen mitsamt einen Konvoi inklusive drei Panzern, fünf Kampfwagen und weiteren mit Maschinengewehren aufgerüsteten Fahrzeugen und deren Mannschaften im nördlichen Umland (rîf). Beseitigung von Verstecken von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten im N-Rîf von Ḥomṣ, unter den Getöteten wurden auch Anführer identifiziert; zudem gezielte effektive Artillerieangriffe gegen deren Trupps im Bereich der Dörfer Umm Šar­šûḥ, al-Ġağar, al-Bâyika und al-Talûl al-Ḥamr; Vernichtung einer motorisierten IS-Einheit mit weiteren Stellungen östlich von Ğab al-Ğarâḥ, 73 km im O der Provinzhauptstadt; rechtzeitige Zerstörung einer Ğabhatu_n-NuṣraAutobombe auf der Straße Ḥomṣ – Ost-Salamiy­ya, bevor sie die Militärposten zum Schutz von al-Mašrafa   im O-Rîf erreichte. Eliminierung von IS-Artillerie-Stellungen und -Fortifikationen im S von Dair az-Zaur sowie eines IS-Trupps unterwegs im Gebiet von at-Taim etwa 16 km südlich der Provinzhauptstadt. Desgleichen gegenüber den Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten am N-Rand der damaszener Vorstadt Ğaubar (vgl.u.) wie in Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq mit hunderten getöteter und verwundeter Terroristen; dazu präzie effektive Artillerie-Attacken auf deren Nachschublinien in beiden Regionen.)

Genf UN-Vertretung, Photo: SANA

Genf UN-Vertretung, Photo: SANA

Am Do., 23.3.2017, suchte der Stellvertreter des UN-Gesandten für Syrien, Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî, die bereits angereiste Regierungsdelegation an deren Unterkunftsort in Genf zum inoffiziellen Meinungsaustausch auf, um so die am Freitag offiziell beginnende 5. Runde des Genfer Dialogs zur Beilegung der Syrienkrise vorzubereiten. (http://sana.sy/en/?p=102766)

Zuvor hatte sich die Regierungsdelegation mit dem ständigen UN-Repräsentanten Rußlands in Genf, Alexei Borodawkin, getroffen, welcher die konstruktive Rolle seiner Gesprächspartner hin zu einer umfassenden friedlichen Lösung würdigte. Die Regierungsdelegation brachte die in letzter Zeit zu beobachtende Eskalation  von Terrorattacken (seitens IS und Ğabhatu_n-Nuṣra samt affiliierten Gruppen) gegen Wohngebiete im Bereich der Hauptstadt wie in Ḥamâ und anderen Teilen Syriens zur Sprache,  die unzweifelhaft zeigten, daß diese Terrororganisationen wie ihre Finanziers bzw. Unterstützerstaaten den Terrorismus weiterhin als politische Waffe zur Unterminierung der Friedensgespräche mit dem Ziel der Beendigung des Blutvergießens in Syrien benutzten.
Beim Treffen mit dem chinesischen Gesandten für Syrienfragen, Xie Xiaoyan, war man sich einig, daß unbedingt Druck auf die Staaten ausgeübt werden müsse, welche immer noch Terroristen unterstützten. So zeige sich die Ernsthaftigkeit bei der Terrorismusbekämpfung und der Erzielung einer politischen Lösung der Syrienkrise, zu der auch die Separierung derjenigen Gruppen  gehöre, welche sich der Waffenruhevereinbarung anschließen von denen, die dies verweigerten. Der chinesische Gesandte bekundete weiterhin die Unterstützung seines Landes für Syrien in jeder Hinsicht und besonders auf humanitärem Gebiet.  (http://sana.sy/en/?p=102733)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102677, http://www.sana.sy/?p=525977 und http://sana.sy/?p=526300 (Vereitelung eines Großangriffs von Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Gruppen im Nordteil der Provinz amâ auf die Städte Ṣûrân und Ḫaṭâb nach heftigen, für die Feinde äußerst verlustreichen Gefechten an den jeweiligen Ortsrändern. Vernichtung von motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps  in ar-Rastan, as-Saʽn al-Aswad und ʽÎdûn, 20km im N-Rîf von Ḥomṣ am Nachmittag. Beseitigung eines IS-Zentrums nahe des Friedhofs von Dair az-Zaur samt weiteren Stellungen durch die Artillerie. Im nächsten Umkreis von Damaskus im nördlichen Faktoreiengebiet der Vorstadt Ğaubar Vereitelung des Durchbruchsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten durch Umzingelung seitens der SAA nach stürmischen  Gefechten mit effektivem Artilleriebeschuß der Angriffsstellungen des Feindes auf umliegende Wohngebiete; im Ergebnis wurden mindestens 150 Terroristen– darunter sieben Suizidattentätergetötet, mehrere hundert verletzt und  unter deren Ausrüstung drei Autobomben, drei Panzer,  vier Panzerfahrzeuge, fünf Mörserstellungen, drei Kanonen, 15 mit Maschinengewehren aufge­rüstete Fahrzeuge zerstört; zudem ab Morgendämmerung  gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen die Nachschublinien der genannten Terroristen  von Ost-al-Ġûṭa aus in den N von Ğaubar. Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen im Bezirk Darʽâ al-Balad der Provinzhauptstadt  im SW des Staudamms, westlich des Stausees, beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp und einer ihrer Zentralen mit Beobachtungsposten im SO des Schlachthof-Areals. Verhinderung des Waffen- und Munitionsschmuggels im Westteil der Provinz as-Suwaidâ´ mit Umzingelung der Täter, welche von aṯ-Ṯaʽla  nach al-Aṣlaḥa  unterwegs waren, mit großen Mengen an Waffen- und Munitionsboxen inklusive Panzerabwehr-Granatwerfern (RPGs). )

Als Erfolg der Rekonziliationsbemühungen der Regierung haben bis zum 22.3.2017 sich im ehemaligen Kampfgebiet des Stadtteils  al-Waʽir von Ḥomṣ (vgl.u.) 545 Militante den Behörden gestellt, um dank der gebotenen Präsidialamnestie wieder in ihr bürgerliches Leben zurückzukehren. (http://sana.sy/en/?p=102704) – Die Tendenz ist steigend! (tags darauf liegt die Zahl schon bei 625 Personen! http://sana.sy/en/?p=102818)

Terroranschläge vom 22.3.2017:
Durch den Beschuß mit Explosivgeschossen durch Terroristen, die sich in Ğaubar und Ost-al-Ġûṭa verschanzt hielten, wurden im damaszener Stadtteil aš-Šaʽlân zwei Anwohner verletzt bei entsprechendem Sachschaden. (http://sana.sy/en/?p=102722, http://sana.sy/?p=526282)
Mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliierte Terroristen haben das Dorf Mağdal im NW von Ḥamâ angegriffen und dort ein Massaker verübt. Parallel dazu raubten und plünderten andere Gruppen in den Orten Maʽardis, ḪaṭâbMaʽr Zâf (Azal) und aš-Šîr (Ashir) im nördlichen Umland der Provinz.
Ein Bewohner von Maḥarda wurde zudem durch Raketenbeschuß seitens Ğabhatu_n-Nuṣra getötet.
(http://sana.sy/en/?p=102731, http://sana.sy/?p=526581)

Rußlands Außenminister Lawrow, der am 22.3.2017 auch den UN-Gesandten de Mistura in Moskau empfing (http://sana.sy/en/?p=102696) und zugleich deutlich machte, daß die Regierung in Moskau Entscheidung der Regierung von Damaskus über den Nicht-Empfang de Misturas als deren souveränes Recht achte. Er erwähnte auch, daß von gewissen Seiten auf de Mistura in Genf Druckund bei Weitem nicht immer mit tadellosen Methoden … ausgeübt“ worden sei. (http://sptnkne.ws/dTfV). Zudem machte er deutlich, daß im Vorfeld der neuen Gesprächsrunde in Genf die Terrorangriffe in Syrien wieder zugenommen hätten wie schon zuvor bzgl. der Astana-Treffen bekannt, um das Ziel der friedlichen Lösung der Syrienkrise zu behindern, indem erneut Spannungen geschürt würden. Wörtlich äußerte er: „As for the militants’ attempts to raise tensions in Syria by stepping up their military activities and carrying out more terrorist attacks, they are aimed at dis­rupting or complicating the Geneva talks, there can be no doubt about that,” und fügte hinzu: „The same thing happened before the recent Astana meeting when some external forces did everything possible to prevent the opposition from going to Astana. They cited ceasefire violations.” (www.sana.sy/en/?p=102696).

Durch seine Sprecherin Alessandra Vellucci ließ der UN-Gesandte Staffan de Mistura bzgl. der am 23.3.2017 beginnenden 5. Runde der Genfer Syriengespräche mitteilen, es nähmen dieselben Gruppen wie bei der 4. Runde (vgl.u.) teil. Frau Vellucci formulierte: „All invitees who had already attended the previous round of talks in February 2017 have confirmed their participation.” Allerdings werde de Mistura dieses Mal nicht die wiederum bilateralen Verhandlungen zwischen den einzelnen Gruppen und der UN-Vertretung leiten, sondern sein Stellvertreter Ramzî ʽIzzaddîn Ramzî (Ramzy Ezzeldin Ramzy). Dies erklärte sie mit Besuchen de Misturas in Ankara und Moskau. Er werde jedoch ab Freitag wieder den Gesprächen beiwohnen. (http://sana.sy/en/?p=102616) – Jedoch hatten sich die Vorbehalte gegenüber der Unparteilichkeit de Misturas immer mehr vermehrt. In Damaskus war er zuletzt persona non grata (http://sptnkne.ws/dReQ) und auch der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow hatte schon konstatiert: „We know that the Syrian government is dissatisfied with de Mistura about the non- objectivity of his statements, yet, the round of talks will be held in Geneva”. (http://sana.sy/en/?p=102571)

Anläßlich der letzten Bombardements der US-geführten Koalition auf die Schule bzw. Flüchtlingsunterkunft „al-Bâdiyya ad-Dâḫiliyya“,  südlich von al-Manṣûra vom 21.3.2017 (vgl.u.) drückte das Außenministerium erneut durch zwei identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden seinen Protest gegen dieses Massaker aus, das in einer ganzen Reihe solcher Verbrechen gegen die Bürger wie die Souveränität und Sicherheit des Landes stehe unter der Vorgabe, den Terrorismus bekämpfen zu wollen, aber ohne jegliche Absprache mit und Erlaubnis durch die Landesregierung. Hierzu wurde ausgeführt: „The attack claimed the lives of over 30 children and women and it injured tens of Syrian civilians in addition to destroying the school which was home for  nearly 50 families displaced from Aleppo, Raqqa and Palmyra”.  Es sei höchst bedauerlich, daß die Vereinten Nationen, insbesondere der UNSC dies schweigend übergehe, anstatt solche Verbrechen zu verurteilen und dafür zu sorgen, daß sich derartige Aggressionen nicht wiederholten. Daher erfolgte der neuerliche Aufruf: „The government of the Syrian Arab Republic calls upon the UN Security council to assume its res­pon­sibilities to stop the massacres and acts of destruction and sabotage perpetrated by the interna­tional coalition”. Effektiver völkerrechtsgemäßer Counterterrorismus in Syrien erfordere die Koordination und Kooperation mit der Landesregierung und eine gemeinsame Vorgehensweise, wie sie auch die relevanten UNSC-Resolutionen, vor allem die Nr.2253 vorsähen. (http://sana.sy/?p=526360, http://sana.sy/en/?p=102726)

Terroranschläge vom 21.3.2017:
Raketen, abgeschossen von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten auf die Wohnbezirke Barza und aš-Šâġûr von Damaskus hinterließen 15 Verletzte und entsprechende Schäden an Häusern etc.  (http://sana.sy/en/?p=102597, http://sana.sy/?p=525508)

Wieder kam es infolge von Luftangriffen der US-geführten Koalition auf ein ziviles Ziel in Syrien zu Dutzenden Toten und Verletzten, vor allem an Frauen und Kindern: Wie lokale und Medienquellen übereinstimmenden meldeten, erfolgte das Bombardement in der Morgendämmerung des 21.3.2017 auf  die Schule „al-Bâdiyya ad-Dâḫiliyya“,  südlich der Stadt al-Manṣûra, die ihrerseits ca. 30km westlich von ar-Raqqa liegt. Die diente derzeit als Flüchtlingsunterkunft für 50 Familien aus den von den Terroristen bedrohten oder besetzten Teilen im Umland der Städte Aleppo, Tadmur und ar-Raqqa und wurde fast vollständig zerstört. (http://sana.sy/?p=525921 vom 21.3.2017, s.a. http://sptnkne.ws/dSeh und http://sptnkne.ws/dSq3) – Getötet wurden dabei allein 237 Menschen, weit mehr noch verletzt, wie Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  am 24.3.2017 ausführte (s.o.!).

Nach Meldung des Senders al-Mayâdîn hat die syrische Luftabwehr am 21.3.2017 eine israelische Aufklärungsdrohne des Typs Skylark über dem Luftraum der Provinz al-Qunaiṭra abgeschossen. Vom Pressedienst der israelischen Armee hieß es dazu nur: „Eine taktische Drohne Skylark wurde verloren, die Umstände des Vorfalls werden geklärt“. (http://sptnkne.ws/dRGE)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102594 und http://www.sana.sy/?p=525500 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und -Bewegungen im östlichen Umland (Rîf)  von Aleppo im Bereich von Umm ʽAdasa Ḫalîliyya mit Wohnsiedlung, der ʽAṭšâna- Wohnsiedlung und Lâla Muḥammad, wobei viele Terroristen getötet wurden. Im N-Umland von Ḥomṣ Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen und –Fortifikationen  in Umm Šar­šûḥ und nördlich vom Tal Abû as-Sanâsil, 18 km nördlich der Provinzhauptstadt, wie in al-Ḥûla, al-Bâyika, al-Ḥawš az-Zabâdî, ad-Dabûr und den Farmen von Abû al-ʽAnz und Tair Maʽla im N-Rîf –Terroristen im Gebiet von al-Ḥûla, Talbîsa und einer Reihe von Dörfern und Städten im N-Rîf von Ḥomṣ sind alle mit Ğabhatu_n-Nuṣra verbunden –  im Ostteil der Provinz Vernichtung von teils motorisierten IS-Trupps im Gebiet von al-Bârida, Tala ʽÂyid al-Ḥassûn und Raḥûm sowie von mehreren  IS-Hauptquartier und -Befestigungen durch die SAAF im Areal von as-Suḫna und Tadmur Tötung einer großen Anzahl von Terroristen. Beseitigung von Fortifikationen samt Abschußanlagen für Mörsergranaten und Kampfwagen-Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra  und Affiliierten im N-Rîf von Ḥamâ in az-Ziyâra und al-ʽAnqiyya; dazu Vereitelung eines Angriffsversuchs jener Extremisten auf Ṣûrân nach Zerstörung zweier Autobomben mit großen Feindverlusten – in einigen Dörfern im N von Ḥamâ sind der IS, Ğabhatu_n-Nuṣra, Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya (unterstützt vom wahhâbitischen Âl-Saʽûd-Regime) und Ğund al-Aqṣâ (gegründet von Qaṭar) verbreitet. Nach erfolgreicher Abwehr einiger Angriffe und Säuberung jener Bereiche auch mit Unterstützung der SAAF komplette Einkesselung der in Industriebereiche der 2km im NO von Damaskus gelegenen Vorstadt Ğaubar eingedrungene Einheiten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten unter bedeutenden Feindverlusten; betroffen waren die Areale der Spinnerei– und Textilfabriken, während ein Angriff auf weitere Fabriken und die Elektrizitätskompagnie vereitelt wurde; zudem Vernichtung der Stellungen in al-Qâbûn, von denen zuletzt die Artillerie- und Scharfschützen-Angriffe auf  die Wohnbezirke in Ğaubar sowie al-ʽAbbâsiyîn u.a. in Damaskus ausgegangen waren; im westlichen Umland (Rîf) von Damaskus und al-Qunaiṭra zudem Eliminierung von Befestigungen und Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra beim Tal al-Aswad östlich von Maġr al-Mîr im SW-Rîf Dimašq. Vernichtung motorisierter Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps zusammen mit einem Panzer unterwegs auf der Straße al-Muḫaim zum Ġaraz-Gefängnis im Umland von Darʽâ)

Das russische Verteidigungsministerium widerspricht Falschmeldungen gewisser Medien [u.a. Reuter!] vom Mo., 20.3.2017, über die Errichtung einer neuen Militärbasis im Norden Syriens. In der offiziellen Erklärung hieß es: „There are no plans to set up new Russian military base on the territory of Syria.” Allerdings habe das Koordinierungs- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm eine Dependance in ʽAfrîn nahe Aleppo eingerichtet zur Überwachung der syrienweiten Waffenruhe und Verhinderung von Verstößen dagegen [wie während der Verhandlungsrunden in Astana vereinbart worden war, vgl.u.!] ʽAfrîn liegt sozusagen an der Trennlinie zwischen den Kämpfern der kurdischen Volkswehr YPG und der seitens der türkischen AKP-Regierung unter Erdogan unterstützten FSA [zur Einordnung s.u.!]. (http://sana.sy/en/?p=102590, s.a. http://sptnkne.ws/dRHd)
Letzeres wurde v.a. von der Agentur Reuter in Zusammenhang gebracht mit dem Hoffen auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Rußland im Kampf gegen den Terrorismus durch Angehörige der kurdischen YPG, wie deren Sprecher Redur Halil gegenüber der Agentur RIA Novosti mitteilte. Wörtlich äußerte er: „Wir hoffen definitiv auf eine weiter Stärkung der politischen und militärischen Kooperation, um den gemeinsamen Interessen im Kampf gegen den Terror in Syrien zu dienen“. (http://sptnkne.ws/dRKU)

Russisch-europäische Delegation beim Präsidenten, Photo: SANA

Russisch-europäische Delegation beim Präsidenten, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad empfing am Mo., 20.3.2017, eine gemischte Delegation russischer und anderer europäischer Parlamentarier, angeführt durch den Duma-Vizevorsitzenden Wladimir Wasilyew. Als erstes informierte der Staatschef die Besuche über die letzten Ereignisse und beantwortete Fragen und hörte interessiert sich während der insgesamt drei Stunden auch die Sichtweisen, Anmerkungen und Kommentare seiner Gäste an. Dann legte er klar, daß der nunmehr sechsjährige Krieg ein Konflikt zwischen Staaten sei, welche das Völkerrecht aufrechterhalten wollten wie insbesondere Rußland und China, und solchen, die dieses durch ihre Terroristenunterstützung verletzten und sich in die inneren Angelegenheiten Syriens einmischten. Die Lösung der Syrienkrise geschehe auf den eingeschlagenen Wegen der Terrorismusbekämpfung und des politischen Prozesses per innersyrischem Dialog über die Zukunft des Landes. Teilnehmen könne daran jeder Syrer, der die Waffen niederlege und sich an die Verfassung halten wolle. Die durch die syrische Bevölkerung unterstützten Rekonziliierungsmaßnahmen zeigten zunehmend Erfolg, hätten Leben gerettet und viele Regionen verschont – nur der Rückhalt in der Bevölkerung habe dies bewirken können. Während der tatsächlichen Unterstützung durch Rußland im Counterterrorismus hätten Amtsträger in anderen europäischen Staaten zwar so getan, als seien sie von den Vorgängen in Syrien betroffen, hätten aber nicht aufgehört, im Land aktive Terroristengruppen zu unterstützen und auch keinen Druck auf die Länderregierungen ausgeübt, welche jene finanzierten, obwohl dies auch im Interesse ihrer Völker gewesen wäre. Besonders wichtig und positiv an dieser gemischten Delegation im Gegensatz zu bisherigen sei, daß sich somit ein Dialog und Gedankenaustausch untereinander hinsichtlich der bisher geübten Politik ihrer Regierungen bzgl. Syriens anbiete.
Die Delegationsmitglieder sprachen sich für gemeinsame Anstrengungen in der Terrorismusbekämpfung aus, welche infolge der zugenommenen Erfahrungen mit Terrorattacken auch in europäischen Ländern nun sicher mehr Chancen habe. Fremde Einmischungen brächten nichts, wohingegen es Sache der Syrer sei, über ihre Zukunft zu entscheiden.
Auch Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs traf mit der Gruppe zusammen. An ihnen liege es, die falschen in Europa verbreiteten Vorstellungen und damit die verfehlte Politik gegenüber Syrien zu ändern und künftig gemeinsam die Terroristen zu bekämpfen. Sie erklärte daher: „we rely on the European parliamentarians and representatives of the peoples of Europe to correct the wrong European policies towards Syria and enhance cooperation and coordination to com­bat terrorism since it is the only way to protect the Europeans.“ Wladimir Wasilyew erwiderte als Sprecher der Gruppe, darüber sei man sich einig, man wolle insbesondere die syrisch-russische Kooperation ausbauen. Er zeige sich angetan von der herzlichen Atmosphäre des Empfangs beim Präsidenten.  Wenigstens habe sich allmählich bis zu den letzten die Überzeugung durchgesetzt, daß ohne die Regierung des Landes die Lösung der Krise mittels politischem Dialog unmöglich sei. Regierung und Parlament Rußlands versicherten weiterhin, Syrien bei der Bekämpfung des Terrorismus und der zugrundliegenden extremistischen Ideologie behilflich zu sein, bevor diese sich in alle Winkel der Erde ausgebreitet habe. Das Duma-Komitee für Auswärtige Angelegenheiten habe eine Agenda mit Vorschlägen ausgearbeitet, die wichtigste davon betreffe die Verfassung. abschließend lud er die Parlamentspräsidentin zum einem Besuch im April nach Moskau ein.
In einer nachfolgenden Pressekonferenz stellte der Delegationsleiter das Treffen mit dem Staatschef nochmals als „constructive and fruitful” heraus , aus dem sich die Delegationemitglieder „satisfied and delighted“ verabschiedet hätten. Ihr Ziel sei es, die wahren Verhältnisse vor Ort kennenzulernen und zu verbreiten.  Man habe zudem dem Präsidenten ein paar niedergelegte Gedanken übermittelt, die die Verfassung, die Formierung eines konstitutionellen Komitees samt Arbeitsmechanismus wie die Stärkung der Rekonziliation und Waffenruhe zum Thema hatten.  An die wenigen Staaten gewandt, welche humanitäre Hilfe an Syrien leisteten – darunter  Rußland, China, der Iran, Armenien und Aserbaidschan, richtete er den Aufruf, dies verstärkt weiterzuführen. Schließlich würdigte er die Anstrengungen und damit einhergehenden Erfolge der Syrer und ihrer politischen Führung bei der Beilegung der Krise. Außerdem stellte er nochmals klar, daß die russische Militärhilfe bei der Terrorismusbekämpfung ausschließlich auf Bitten der legitimen Landesregierung und im Einklang mit dem Völkerrecht erfolge. (http://sana.sy/en/?p=102535, http://sana.sy/?p=525272)

Im Zusammenhang mit diesen Treffen steht auch ein Kurzinterview mit Präsident Dr. al-Assad durch russische Medienvertretern vom  20.3.2017.(http://sana.sy/en/?p=102574). Eine Übersetzung ist hier zu finden.

Am Mo., 20.3.2017, begrüßte Vizeaußenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd eine tunesische Delegation der parlamentarischen Volksfront nationaler Parteien unter Führung von ʽAbdulʽazîz bin al-Ḥabîb al-Quṭî. Neben den üblichen Gründen solcher Besuche – Solidaritätsbezeugung, Vergewisserung der Vorgänge vor Ort im Gegensatz zu den Mainstream-Medien etc. (vgl.u.) – diente auch dieses Treffen der Wiedererrichtung der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden „brüderlich“-verbundenen Staaten, welche zuletzt während des inszenierten „Arabischen Frühlings“ mit seinen negativen Verwerfungen auch in Tunesien von den damals  islamistisch dominierten Gruppen abgebrochen worden waren. Dieser historische Fehler solle baldigst behoben und die Verbindungen auf allen Ebenen wiederhergestellt werden, erklärten die Gäste. Außerdem sähen sich beide Staaten demselben terroristischen Feind gegenüber, der gemeinsam bekämpft werden müsse. (http://sana.sy/en/?p=102568) –Ähnlich verlief auch das Treffen mit Parlamentspräsidentin Dr. Hadiyya ʽAbbâs einen Tag später. (http://sana.sy/en/?p=102609; s.a. http://sana.sy/?p=525661) –
Näheres zum Empfang der tunesischen Delegation beim Präsidenten ist http://sana.sy/en/?p=102700 zu entnehmen.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 20.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102529 und http://sana.sy/?p=524894 (Gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-NuṣraSchlupfnester und – Positionen im Gebiet Ṭayyibat al-Imâm, Kafar Zaitâ, al-Laṭâ­mina, al-Laḥâyâ und az-Zuwâr im Nordteil der Provinz Ḥamâ sowie auf einen Ğabhatu_n-Nuṣra-Konvoi  nahe Qalʽat al-Maḍîq, 50 km im NW der Provinzhauptstadt und ebensolchen Artillerieangriffen auf deren Stellungen im Umkreis von Mûrik wie Ṭayyibat al-Imâm mit jeweils heftigen Feindverlusten an Kämpfern und militärischem Equipment. Vereitelung eines Angriffsversuchs von IS-Affiliierten auf einen militärposten zum Schutz der östlichen Barrikaden des  Dair az-Zaur Airport mit Vernichtung aller Angreifer. Wiederherstellung der Kontrolle über alle Bereiche (Faktoreiengebiet im nördlichen Ğaubar an den Ostausläufern von Damaskus), in welche während der Terrorattacken (vgl.u.) zuvor Ğabhatu_n-Nuṣra  samt Affiliierten eingedrungen waren, nach einer hoch präzisen und koordinierten Militäroperation von wenigen Stunden; dabei wurden alle Angreifer eliminiert zusammen mit deren Ausrüstung inklusive aufgerüsteten Kampfwagen, Autobomben, Kommandozentren, Waffen- und Munitionsdepots. )

Terroranschläge vom 20.3.2017:
Erneut nahmen sich die Terroristen („bewaffneten Gruppen“) die russische Botschaft in Damaskus zum Ziel ihrer Angriffe mit Mörsergranaten, richteten jedoch nur relativ geringen materillen Schaden an. Zu Personenschäden kam es nicht, da das Gebäude auf dem Botschaftsgelände nicht benutzt wird, es grenzt nämlich an ein von Terroristen kontrolliertes Areal. (http://sana.sy/en/?p=102525)
Mörsergranatenbeschuß auf die Wohnbezirke al-Qaimariyya und Tišrîn in Damaskus führte zu vier verletzten Anwohnern und materiellen Schäden. (http://sana.sy/en/?p=102550)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Chefunterhändler der Regierung in Genf und Astana und ansonsten permanenter UN-Vertreter Syriens gab im Vorfeld der nunmehr 5. Dialogrunde in Genf ab dem 23.3.2017 am Sonntagabend ein Interview im öffentlich Fernsehen. Zunächst faßte er die Fortschritte hin zu einer politischen Lösung der Syrienkrise aufgrund der während des 3. Astana-Treffens trotz Boykotts seitens der „bewaffneten Opposition“ erreichten Vereinbarungen (vgl.u.) zusammen. Besonders steche hier die Überwachung der Verstöße gegen die Waffenruhe heraus und die Trennung der bewaffneten Gruppen, die sich der Waffenruhe anschlossen, von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra  und Affiliierten, auch wenn letztere Vereinbarung wegen des erwähnten Boykotts „has not been imple­mented up till now”. Dann streifte er kurz die von Rußland vorgeschlagenen Themen als Teil eines ernsthaften Friedensbemühens („such as removing the mines planted by the ISIS terrorist organization in Palmyra and the archaeological sites, establishing a committee for exchanging the kidnapped and establishing a constitutional committee specialized in the national re­conciliations,” vgl.u.). So seien mit Unterstützung der russischen und iranischen Garantiemacht wertvolle Grundsteine für die neuerlichen Unterredungen in Genf gelegt worden. Mit der türkischen Delegation habe man dagegen nichts zu tun gehabt. Diesbezüglich bestehe kein politisch oder ethisch gerechtfertigtes Vertrauen in die türkische Regierung, welche die Geschichte hindurch bislang immer den Grund hinter den Problemen der Region abgegeben habe. Das Grundproblem hinter allen weiteren in Syrien sei der Terrorismus und der bedeutendste Sieg dagegen, daß man in der Welt inzwischen zugebe, daß dieser in Syrien und dem Irak wüte, was in acht UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung mündete. Der Hauptschlüssel hierzu liege in der Kontrolle der Grenze zur Türkei, da das Regime in Ankara nicht willens dazu sei und die von ihr unterstützten Terroristen als Erpressungsmittel nutze. Der Terrorismus werde immer noch als politische Waffe eingesetzt wie auch in den jüngsten massiven Attentaten in Damaskus, Ḥomṣ, Aleppo und anderswo als Teil der politischen Druckausübung auf die Regierung in Damaskus vor den 5. Genfer-Gesprächsrunde zu sehen gewesen sei. Solche hätten ja noch immer vor Sitzungen des UNSC stattgefunden. Den Unterstützerstaaten des Terrorismus liege eben nicht an einer politischen Lösung der Syrienkrise. Daher hätten sie auch nicht den Willen, sich dafür zu engagieren und überzeugende Lösungsvorschläge zu bringen. Dann erinnerte er an die Unterstützung für die in Syrien agierenden Terrorgruppen durch westliche Geheimdienste und die Oscar-Verleihung an die mit Ğabhatu_n-Nuṣra  verbundene Terrorgruppe, die sich zur Tarnung White Helmets (s.u.!) nenne. Zur Sprache brachte er ebenso den kürzlichen Angriff israelischer Kampfflugzeuge im Bereich Tadmur (vgl.u.) mitsamt der dankenswerten Reaktion aus Moskau darauf (vgl.u.) wie die der US-Luftwaffe [während der Obama-Administration] auf SAA-Stellungen im Gefecht gegen den IS (vgl.u.). Auffällig sei auch gewesen, wie gewisse westliche Staaten ohne den Willen zu einer politischen Lösung der Syrienkrise den russischen Vorschlag für ein UNSC-Statement  zur Verurteilung von Terroristenattacken in Syrien verhindert hatten (vgl.u.). Daß die ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) gerade den Teil die Vereinbarung zur Terrorismusbekämpfung in Astana nicht unterstützen wollte, spreche Bände und zeige, auf welcher Seite man stehe, jedenfalls nicht auf der der Heimat. Auch wenn es auch den USA noch keine klare Darlegung der eigenen künftigen politischen Betätigung in der Region gebe, sehe man aufgrund der bisherigen Fortschritte der 5. Gesprächsrunde in Genf positiv entgegen. (http://sana.sy/en/?p=102519)

Nach dem – syrischerseits abgewehrten – Angriff vier israelischer Kampfflugzeuge auf syrisches Gebiet (d.h. die T4-Flugbasis im Raum Tadmur/Palmyra als Stützpunkt für die IS-Bekämpfung) vom Freitag (vgl.u.), hat die russische Regierung den israelischen Botschafter in Moskau, Gary Koren, einbestellt. Laut offizieller Mitteilung des Vizeaußenministers Michail Bogdanow vom Mo., 20.3.2017,  erwarte man eine Erklärung von ihm. (http://sana.sy/en/?p=102488 vom 19.3.2017, s.a. http://sptnkne.ws/dRfe tags darauf)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102449 und http://www.sana.sy/?p=524388; s.a. http://sana.sy/?p=524894 (Vereitelung eines motorisierten Angriffsversuchs auf einen Militärposten zum Schutz um die Qalâbâ-Farm im N-Umland von al-Lâḏa­qiyya.  Zerstörung eines IS-Munitionstransporters im Umkreis von Salamiyya im O-Umland von Ḥamâ mitsamt der ganzen Begleitmannschaft. Nach Beseitigung der letzten IS-Schlupflöcher und –Fortifikationen mitsamt militärischem Equipment Rückeroberung der Bergketten von al-Mazâr und al-Haram im nördlichen Landkreis von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ und später der TalîlaAnhöhen 20 km im SO Tadmurs; zudem Vernichtung eines großen Munitionsdepots von Ğabhatu_n-Nuṣra in Dair Fûl im N-Rîf von Ḥomṣ wie von Dutzende Terroristen in den Dörfern Kafar Lâhâ und ʽAqrab, ca. 30 km im NW der Provinzhauptstadt. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf die Stadtteile ar-Raša­diyya und al-Ḥuwaiqa von Dair az-Zaur  mit Eliminierung von deren Barrikaden und sämtlichen feindlichen Kämpfern.  Klarstellung von Falschmeldungen gewisser syrienfeindlicher Medien über die angebliche Einnahme al-ʽAbbâsiyîn-Busstation im NO-Teil von Damaskus mit angeblicher Unterbrechung der Versorgung bzgl. Strom, Telekommunikation und Wasser in den östlichen damaszener Stadtteilen: „All rumors and lies circulated by media outlets which are involved in the shedding of the Syrians’ blood about terrorist organizations having taken control over al-Abbassiyeen bus station area are untrue,” hieß es dazu; verstärkte Einkreisung der Terroristen in dem von ihnen noch besetzt gehaltenen Faktoreien-Gebiet nördlich von Ğaubar im O der Hauptstadt und Beseitigung von Dutzenden der Extremisten; dazu Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten auf etliche Militärposten zum Schutz der Außenbezirke der damaszener Vorstadt Ğaubar sowie der Wohnbezirke und Fabriken durch zwei Autobomben und mittels ihres Tunnelsystems unter hohen Feindverlusten; diese wurden ihnen auch bei Zusammenstößen in Ğaubar und al-Qâbûn beigebracht. )

Zur Haltung der bewaffneten Oppositionellen bzgl. der Astana-Gespräche zur politischen Lösung der Syrienkrise konstatierte der russische Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen am 18.3.2017, daß deren Nichterscheinen (vgl.u.) zeige, daß gewissen Regierungen – die hinter jenen Gruppen stehen – offenbar daran gelegen ist, diese Friedensverhandlungen zu verhindern. Wörtlich äußerte er: „non-participation of the armed opposition groups in the latest meeting only shows that some countries are still trying to prevent the peaceful settlement under the resolution 2254 of the UN Security Council.” (http://sana.sy/en/?p=102435)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102380 und http://sana.sy/?p=523924 (Befreiung weiterer 11 Städte und Dörfer aus IS-Besetzung  im Ost-Umland von Aleppo, nämlich von Rasm al-Karûm, Ḥumaima Kabîra, Ḥumaima Ṣaġîra, Umm Zalîla Ġar­biyya, Umm Zalîla Šarqiyya, Ḥazâza, al-ʽÂṣimiyya, al-Karîn, Zubaida, Ḫasâf und al-Mab­ʽûğa sowie Rückeroberung der Anhöhen Talat Ayûb und Talat Aḥmar und weiterer 7km entlang der Autobahn Aleppo – ar-Raqqa; eliminiert wurden dabei viele IS-Kämpfer mit sieben Autobomben, drei Panzern, aufgerüstete Kampfwagen teils aus türksicher Produktion, zwei Munitionstransportern und einer 130mm-Kanone und vier Drohnen, drei davon mit Kampfdrohnen abgeschossen; zudem wurden mehr als 2.000 hinterlassene Sprengsätze und Minen aufgespürt und entschärft; gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Schlupfnester und motorisierte Trupps im Gebeit Dair Ḥâfir, Ğanât Salâma und ʽAkûna im O-Rîf.  Vernichtung von  IS-Stellungen auf der Südachse von Dair az-Zaur mit Geländegewinnen im Faktoreienbereich unter heftigen Feindverlusten; zudem Vereitelung eines Angriffsversuchs von IS-Affiliierten auf das Regiment 137 am SW-Rand der Provinzhauptstadt nach  Eliminierung von mehr als 130 IS-Terroristen samt ihren Kampfwagen.  Zerstörung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und –Positionen  samt Waffen und Kampfwagen im Darʽâ al-Balad-Bezirk von Darʽâ  wie auf  dem Tal Ḥamad und in Nawâ im N-Umland.)
Über die Fortschritte der hauptsächlich kurdischen Syrian Democratic Forces (SDF) gegen den IS im Gebiet von ar-Raqqa mit Befreiung von 16 Dörfern im O von ar-Raqqa und NW von Dair az-Zaur informiert:  http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13951228000205

Aufgrund lokaler Quellen konnte die Agentur Fars am 18.3.2017, melden, der IS-Kommandeur Abû Ḫamîd as-Suḫnî, bekannt als der „Kriegstreiber“ und derjenige, der bei der Invasion von Tadmur 2015 die Zerstörungen in Palmyra befahl, im Gefecht gegen die SAA in der Großen Wüste um die Oasenstadt getötet wurde. Er stammte, wie schon der Kampfname nahelegt aus dem Ort as-Suḫna an der Autobahn zwischen Tadmur und Dair az-Zaur.  – Im Umkreis von Aleppo sei die SAA derweil auf dem Vormarsch auf die Stadt Dair Ḥâfir (Deir Hafer) zu, einen wichtigen lokalen IS-Stützpunkt mit Befreiung  der südlich davon gelegenen Dörfer Zubayda und Ḫasaf aus der IS-Besatzung. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13951228000205; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24990-dutzende_rebel-len_und_ihre_familienangeh%C3%B6rigen_verlassen_gebie- te_in_nordsyrien und http://sptnkne.ws/dQeP)

Wie in den Rekonziliierungsgesprächen vereinbart (vgl.u., 13.3.2017) wurde am heutigen Sa., 18.3.2017, die erste Gruppe an Terroristen samt Angehörigen aus dem bislang noch von ihnen besetzt gehaltenen westlich gelegenen Stadtteil al-Waʽir von  Ḥomṣ mit Bussen in Richtung Ğarâbulus (vgl.u.!) im NO-Umland von Aleppo abtransportiert, wie der Gouverneur Ṭalâl al-Barâzî bekannt gab. Es handele sich dabei um mehr als 1.500 Personen, welche durch das Syrian Arab Red Crescent (SARC) wie Einheiten der syrischen und russischen Militärpolizei eskortiert werden. (http://sana.sy/en/?p=102377, http://sana.sy/?p=523888)

Hinweis: Meldungen, die letztlich nur auf SOHR basieren – wie derzeit bzgl. eines Moschee-Angriffs in einem von Terroristen kontrollierten Ort westlich von Aleppo – werden hier nicht aufgeführt oder kommentiert. Es spricht zudem für SANA etc., von Vorkommnissen an Orten, an denen keine eigenen Quellen/Reporter zur Verfügung stehen, auch nicht zu berichten, geschweige denn Fake News zu verbreiten, wie es die westlichen Mainstream-Medien über Syrien die letzten Jahre über getan haben (Zu Belegen und der Kritik an jenem Umstand s. u.)
Informationen  rund um den Vorfall bietet u.a.: http://sptnkne.ws/dQmM

Das Oberste Heereskommando gab am Fr., 17.3.2017, bekannt, um 2.40 seien vier israelische Kampfflugzeuge widerrechtlich vom libanesischen Luftraum aus in den syrischen eingedrungen mit Ziel auf eine SAA-Stellung nahe Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Die syrische Luftabwehr habe eines davon über dem Terrain der völkerrechtwidrig (zu Belegen vgl.u.) besetzt gehaltenen Gebiete abgeschossen, ein weiteres getroffen und die beiden andren Militärmaschinen zum Abdrehen gezwungen.  Die Armee ist im Gebiet des kürzlich erneut befreiten Tadmur/Palmyra mit der weiteren erfolgreichen Bekämpfung des IS beschäftigt. Davon ausgehend hieß es aus dem Obersten Heereskommando: „This blatant Israeli act of aggression came as part of the Zionist enemy’s persistence with supporting ISIS terrorist gangs and in a desperate attempt to raise their deteriorating morale and divert attention away from the victories which Syrian Arab Army is making in the face of the terrorist organizations.” (http://sana.sy/en/?p=102350, http://sana.sy/?p=523596) – Laut der israelischen Zeitung Haaretz gab das israelische Kommando den israelischen Militärschlag zu. Dazu  berichtete Haaretz weiter, in den letzten fünf Jahren sei mehrmals von Angriffen der israelischen Luft­waffe auf Objekte in Syrien berichtet worden (vgl. Teil I  – Teil V). Meist habe es dabei geheißen, man habe vor allem Konvois auf dem Weg zu Ḥizbullâh (Hisbollah)-Positionen im Libanon attackieren wollen. Früher hatte das israelische Militär bzw. die Regierung auch gemäß Bestätigung durch Haaretz solche Angriffe nie zugegeben. (http://sptnkne.ws/dPXR) Am 17.3.2017 bestätigte zudem der Sprecher der israelischen Armee, Muti Almuz, daß es der SAA  zum ersten Mal seit sechs Jahren gelungen sei, israelische Kampfflugzeuge abzuwehren (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24978-syrien_ein_israe-lischer_kampfjet_abgeschossen) – Zur falschen israelischen Angabe,  in den syrischen Luftraum eindringen zu dürfen, und zur Rolle der Ḥizbullâh in Syrien vgl.u., z.B. vom 9.3.2017.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102352 und http://sana.sy/?p=523573 (Beseitigung von IS-Fortifikationen und teils motorisierten  –Trupps mit Maschinengewehren bestückten Kampfwagen um Umkreis des Liwâ´ at-Ta´mîn in Dair az-Zaur und unter Mithilfe der Artillerie in den Stadtteilen  al-Maṭâr al-Qadîm (Alter Flughafen), al-Ḥamî­diyya und dem zentralen Park; Vereitelung von IS-Angriffsversuchen im Umkreis des Dair az-Zaur Airport durch die ihn schützende Garnison im Verbund mit der SAAF und der Artillerie mit Zerstörung von deren aufgerüsteten Kampfwagen, zweier Autobomben an der Umzäunung des Liwâ´ at-Ta´mîn und weiterer zwei Autobomben vor den Laborbetrieben, sowie auf das Regiment 137 am SW-Rand der Provinzhauptstadt; zudem Vereitelung  eines Angriffs per Boot vom Euphrat her auf al-Buġailiyya mit dem Open Heart Hospital mit Vernichtung des Boots und sämtlicher Insassen vom IS.)

Die Regierung protestierte mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, ausgestellt vom Außenministerium, gegen die jüngste israelische Aggression gegenüber dem eigenen Land in  unverhohlener Mißachtung des Völkerrechts, der UN-Resolutionen wie der Souveränität Syriens und der Unverletzlichkeit des syrischen Territoriums. „The Israeli aggression this morning comes as a new Israeli attempt to boost the collapsed morale of terrorist groups after they were defeated recently by the Syrian Arab Army and its allies in many areas,” hieß in den Schreiben. Die von der israelischen Regierung vorgebrachten  Vorwände und Behauptungen zur Rechtfertigung solcher Angriffe seien nur billige Ablenkungsmanöver, welche die  Beibehaltung der unrechtmäßigen Okkupation der syrischen Golanhöhen, der palästinensischen Territorien und der im Süd-Libanon überdecken sollen. Der Protest mündete daher in die Forderung: „Syria calls on the UN Secretary General and the President of the UNSC to condemn this Israeli blatant aggression and oblige Israel to stop supporting terrorism in Syria and to implement all UNSC resolutions on counter-terrorism, including resolution No. 2253, withdraw from the whole occupied Syrian Golan to the line of June 4th, 1967 and to implement resolution No. 497 for 1981.“ (http://sana.sy/en/?p=102361)

Diese Forderung nach Verurteilung dieser Aggression erhob auch der  ständigen UN-Botschafter in Genf, Ḥusâmaddîn Âlâ, während der 34. Session des UN Human Rights Council mit dem Titel „human rights situation in Palestine and other occupied Arab territories” zusammen mit anderen aufgrund der festgestellten Verstöße der israelischen Regierung durch deren völkerrechtwidriger Besetzung der syrischen Golanhöhen und palästinensischen Gebiete wie der dort wohnenden Bevölkerung. Der letzte Bericht von ESCWA-Exekutivsekretärin Dr. Rîmâ Ḫalaf (Rima Khalaf) sei nicht der erste und werde auch nicht der letzte sein, der erweise, daß die israelische Regierung sich wie das letzte Kolonialregime in modernen Zeiten geriere. Weiteres im einzelnen bei: http://sana.sy/en/?p=102547.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.3.2017 informieren: http://sana.sy/?p=523065 und http://sana.sy/?p=523065 (Rückeroberung der Bergkette al-Mazâr 15km im O  von Tadmur mitsamt der Transport-Depots wie der Bergkette al-Mustadîra mit übrigen strategisch bedeutenden Arealen im selben Gebiet im Zusammenwirken mit den unterstützenden Streitkräften [u.a. Ḥizbullâh!] nach heftigen für den IS äußerst verlustreichen Gefechten mit anschließender Säuberung der Areale im Ostteil der Provinz  Ḥomṣ den durch den IS ausgelegten Minen und Sprengsätzen; Vernichtung einer Ğabhatu_n-NuṣraPosition und motorisierten Trupps in Ḥawš Hadhad und Ḥawš Šamsî östlich von Talbîsa im Nordteil der Provinz  Ḥomṣ. Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Barrikanen mitsamt Kommandozentren südlich der Brigade 137 an den SW-Ausläufern von Dair az-Zaur; effektives präzises Artilleriefeuer auf IS-Ansammlungen und Bewegungsachsen beim Dair az-Zaur Airport, aṯ-Ṯarda, al-Makabât, nahe dem Friedhof und Tala ʽAlûš. Beseitigung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen und –Fortifikationen   sowie von sieben Kommandozentren und aufgerüsteten Kampfwagen in den Stadtteilen al-Karak, as-Saiba, al-Baḥâr, al-Arbaʽîn, Ḥârat al-Badû und  Ḥârat al-Farn im Bezirk Darʽâ al-Balad wie beim al-Maṣrî –Kreisverkehr von Darʽâ.)

Erneut fiel am 16.3.2017 eine Lieferung von Haschisch und Captagon-Pillen (zu deren spezieller Verwendung von Terroristen s. Teil II)  den Drogenbehörden in Ḥamâ in die Hände. Es war in einem Versteck im Stadtteil Dawâr al-Ğab untergebracht. Untersuchungen nach den Hintermännern des Schmugglers laufen. (http://sana.sy/en/?p=102319, http://sana.sy/?p=523212)

Terroranschläge vom 16.3.2017:
Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen beschossen wieder mit Mörsergranaten die neue Verwaltungshauptstadt al-Baʽṯ der Provinz al-Qunaiṭra, töteten damit ein Kind und verursachten erhebliche Schäden an Häusern etc.
Im Stadtteil Maysalûn von Aleppo ging eine Grad-Raketen nieder und richtete materielle Schäden an.
(http://sana.sy/?p=523272, http://sana.sy/en/?p=102313)

In Vertretung des in Astana agierenden Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî trat der Acting Char­ge d’ Affairs Munḏir Munḏir in Sachen andauernder Terrorattacken wegen fortdauernder Terroristenunterstützung durch inzwischen hinreichend bekannte Regierungen bei den UN in New York auf. Dabei drückte er während der Mittwochssitzung zum Thema „trafficking in persons in conflict situations” Syriens scharfe Kritik an der Haltung des UN-Sicherheitsrats (UNSC) aus, welche die Terrorattacken wie die letzten in Damaskus nicht verurteilt.  Das sende falsche Signale gegenüber den Unterstützerstaaten wie gegenüber den Terrororganisationen aus insbesondere im Widerspruch zu den UN-Resoutionen des Rates zur Terrorbekämpfung. Jene Staaten  setzten deren nachhaltiger Umsetzung nach wie vor Hindernisse in den Weg, in dem sie so täten als „there are bad terrorism and moderate terrorism”. Gerade auch die drohende Gefahr durch den Menschenhandel sei eng mit der Ausbreitung des Terrorismus verknüpft. Doch gerade auch UNSC-Mitgliederunterstützten weiterhin Terrorgruppen einschließlich des IS und Ğabhatu_n-Nuṣra, unter denen in den von ihnen besetzt gehaltenen Gebieten hunderttausende Syrer unter schlimmsten Menschenrechtsverletzungen zu leiden hätten. so würden Frauen und Mädchen gekidnappt,  zur Heirat mit – oft ausländischen – Terroristen bzw. in die Sklaverei  gezwungen, während die Jungen zwangsweise rekrutiert und zu Terrorkämpfern bzw. Suizidattentätern ausgebildet würden.
Auch in den Flüchtlingslagern im benachbarten Ausland seien die von den Terroristen aus dem Heimatland Vertriebenen nicht davor sicher. Demnach bedürfe es unbedingt gemeinsamer Anstrengungen, die Ursachen des Problems gemäß Resolution Nr. 2331 des Jahres 2016 zu bekämpfen.  Zum Schluß forderte er die UN auf, Ihrer gesetzlichen Pflicht und ethischen Verantwortung nachzukommen und im Hinblick auf die Krise in Syrien die entsprechenden UN-Resolutionen umzusetzen, alle Formen der Terroristenunterstützung zu stoppen, den politischen Prozeß in Syrien durch innersyrischen Dialog ohne ausländische Einmischung zu unterstützen und die illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben, um so das humanitäre, wirtschaftliche und soziale Klima zu schaffen, das die Rückkehr der Heimatvertriebenen nach Syrien ermöglicht. (http://sana.sy/en/?p=102290) – Ähnlich kritische Positionen nahmen Rußland und der Iran ein (s. http://parstoday.com/de/news/world-i24950-russland_das_schweigen_des_un_sicherheitsrat_ermutigt_terroristen und http://parstoday.com/de/news/world-i24946-irans_uno_botschafter_krieg_und_ethnische_s%C3%A4uberung_verst%C3%A4rken_menschenhandel_in_der_welt).

Die jüngst-vergangenen brutalen Terroranschläge mit vielen toten und verletzten Bürgern (vgl.u.) verurteilten die Regierungen in Moskau und Teheran strengstens. Aus dem russischen Außenministerium verlautete: „We condemn the terrorist massacre which is clearly dated at the convening of  the 3rd international meeting on Syria in Astana, hoping quick recovery for the wounded.”.  Es sei zudem dem UN-Sicherheitsrat negativ zuzurechnen, daß er solche terroristischen Anschläge nicht verurteile; vor allem müßten die counterterroristischen Anstrengungen intensiviert und gemeinsam ausgeführt werden. –  Neben Ausdrücken der Solidarität für das Land und seine Regierung und des Mitgefühls für die Opfer und ihre Angehörigen war aus Teheran u.a. zu vernehmen: „Whenever terrorists fail in the military or political fronts, they escalate their blind suicide attacks on civilians“. (http://sana.sy/en/?p=102276)

Auch für den UN-Gesandten de Mistura sind die jüngsten Anschläge ein Versuch, die politischen Gespräche zu unterminieren. sein Pressebüro ließ noch am Mittwoch verkünden: „The Special Envoy for Syria Staffan de Mistura condemns the terrorist attacks in Damascus which have claimed the lives of innocent civilians. These attacks are also plainly designed to spoil attempts to sustain political talks.” (http://sana.sy/en/?p=102285)

In zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden forderte das Außenamt die Verurteilung der auf Befehl ihrer ausländischen Operatoren erfolgten terroristischen Anschläge in Damaskus. Sie seien eine Reaktion auf die Erfolge der Armee samt ihrer Partner im Kampf gegen den IS und Ğabhatu_n-Nuṣra mit dem Ziel, das Leid der syrischen Bevölkerung zu verlängern und die Bemühungen zur Beendigung der Krise in Syrien zu unterminieren. (http://sana.sy/en/?p=102258) –
Es scheint ganz offensichtlich, daß die weiteren in Astana erzielten Fortschritte hin zu einer Beendigung des Kriegs in Syrien den Ausschlag für diesen massiven Terrroranschlag gegen Bürger mitten in der Hauptstadt abgegeben haben.

Terroranschläge vom 15.3.2017:
Nachmittags sprengte sich ein Suizidattentäter mittels Sprengstoffweste im alten Justizpalast von Damaskus im Stadtteil al-Ḥamîdiyya in die Luft. Der in Uniform gekleidete Mann, der zudem ein Gewehr und eine Granate in der Hand hielt, wurde am Zugang zum Gebäude zwar gestoppt, wo er seine Waffen abgab, dann jedoch plötzlich in das Gebäude auf eine Menschenmenge zustürmte und dort den Sprengsatz zündete. Vorläufig ist von 25 getöteten Personen und etlichen Verletzten die Rede.  Bei der Inspektion des Tatorts versprach der Innenminister, die Täter aufzuspüren und zur Verantwortung zu ziehen. Dies weitete der Justizminister in seiner Rede auf jene Staaten und Organisationen aus, welche hinter den ausführenden Terroristen stünden und  sie unterstützten. Man fahnde zudem noch hinter einem weiteren Suizidattentäter, der eine weitere Detonation beim Eintreffen der Hilfskräfte vor Ort – wie schon so oft geschehen (vgl.u.) – herbeizuführen geplant hatte, dazu jedoch nicht mehr gekommen war.
Ein zweiter ähnlicher Anschlag traf ein Restaurant im ar-Rabwa-Stadtteil.Von den urprünglich drei Attentätern konnten zwei rechtzeitig geschnappt werden, während der dritte leider das Restaurant noch erreichte und dort durch die Explosion viele Besucher, hauptsächlich Frauen und Kinder, verletzte.
Informationsminister Turğumân urteilte in seinem Statement, die massiven Attentat in der Hauptstadt zeigten die zunehmende Verzweiflung der Terroristen angesichts der zunehmenden Erfolge der Armee wie der Rekonziliierungspolitik. Dagegen liege es den saudischen, qaṭarischen und türkischen Unterstützerregimen der Terroristen daran, das Leiden der syrischen Bevölkerung auch durch solche Verbrechen weiter zu verlängern. Die internationale Gemeinschaft rief er dazu auf, unmittelbar entschiedene Maßnahmen und Sanktionen gegen solche Regime einzuleiten. (http://sana.sy/en/?p=102198, http://sana.sy/?p=522570)
Bei einem Raketenangriff auf den Stadtteil al-Ḥamdâniyya  von Aleppo starb eine Frau, drei Kinder wurden verletzt.
Mörsergranatenbeschuß vom inzwischen dreijährigen IS-Belagerungsring um Dair az-Zaur aus auf die Wohnhäuser der Stadtteile al-Ğaura und al-Quṣûr hinterließ eine Tote, acht Verletzte  und erhebliche Schäden. (http://sana.sy/en/?p=102254)

Entgegen der vorhergehenden Ankündigung durch den juristischen Berater der „bewaffneten Opposition“,  Usâma Abû Zaid (vgl.u.), eröffnete der Direktor des Departements für Asien und Afrika beim kasachischen Außenministerium, Aidarbek Tumatow, am Mittwoch, daß diese nach dem offiziellen Ende der 3. Gesprächsrunde zu Syrien am Abend dennoch anreisen werde. (http://sana.sy/en/?p=102182) – Das Außenmini­sterium in Astana gab daher noch am 15.3.2017, bekannt, die 3. Gesprächsrunde werde um einen Tag verlängert.  Es würden zu der „bewaffneten Opposition“ außerdem noch sieben Vertreter der  Oppositionsgrup­pen aus Norden und Süden erwartet. Demnach könnte es dann doch noch zu der für dieses Treffen mit angestrebten Separierung der zuvor angegebenen Kampfgruppen (vgl.u.) kommen. Denn aus dem kasachischen Außenamt hieß es: „Morgen, Donnerstag, wer­den Delegationen  militärische Fragen erörtern, wie etwa, wo sich die Terroristen und Rebellen in Syrien genau befinden.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24932-syrien_friedensgespr%C3%A4che_in_astana_um_einen_tag_verl%C3%A4ngert)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî  als Leiter der Regierungsdelegation eröffnete am Mi., 15.3.2017, bei einer Pressekonferenz nach Beendigung der 3. Gesprächsrunde in Astana , die Treffen mit den Vertretern der befreundeten Staaten Rußland und des Iran seien konstruktiv bzgl. sämtlicher Sachfragen verlaufen. Ziel sei es die Waffenruhe zu festigen, die koordinierte Terrorismusbekämpfung voranzutreiben und hierzu sei die klare Trennung zwischen den Gruppen, welche an der Waffenruhe teilzunehmen erklärten und denjenigen, die das ablehnten, also den Terrorgruppen IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und den anderen. Allerdings entschied die Delegation der bewaffneten Terroristengruppen (delegation of armed terrorist groups), der Konferenz auf Weisung des 3. Garantenstaats, der Türkei, fernzublieben, um so den eingeschlagenen Weg hin zur Lösung der Syrienkrise zu Fall zubringen. Doch dies hätten die ehrenwerten Anstrengungen seitens Rußlands und des Irans wie die Ernsthaftigkeit der Regierungsdelegation zu verhindern gewußt.
Zuvor hatte der kasachische Außenminister Kairat ʽAbdurraḥmânow (Abdrakhmanow) in einer Pressekonferenz mitgeteilt, es sei eine große Ehre für sein Land, Gastgeber dieser wichtigen Treffen für die Beilegung der Syrienkrise sein zu dürfen und damit ebenfalls dazu beizutragen.  Die Astana-Konferenzen seien ein integraler Teil des Arbeitsprozesses in Genf  auf dasselbe Ziel hin. Dann informierte er über die erfreulichen  Ergebnisse der nun beendeten 3. Konferenz: erreicht worden sei ein Abkommen zur Festigung der Waffenruhe in Syrien wie zur Formierung einer Gruppe, um die Verstöße gegen dieselbe zu ermitteln, und eine Übereinkunft zu den Kriterien des Gefangenenaustauschs. Man habe noch viele komplizierte Aufgaben vor sich, doch was bislang erreich worden sei zeige, daß die Verhandlungen in Astana wertvoll und wichtig seien. (http://sana.sy/en/?p=102182)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102186 und http://www.sana.sy/?p=522472 (Vereitelung von Angriffen Affiliierter des IS auf eine Reihe Militärposten auf der Achse al-Quṭubiyya, Umm Arkîla und südlich der Luftwaffenakademie, gut 40km im O von Aleppo in harten für den Feind recht verlustreichen Gefechten. Rückeroberung des Kastells (Qalʽat) al-Harâ, 9km im NO von Tadmur im Ostteil der Provinz Ḥomṣ wie des Wâdî Aḥmar-Gebiets, 18km östlich Tadmurs unter Beibringung deutlicher Feindverluste; derweil kamen die Bombenräumkommandos außerhalb Tadmurs ca. 3km weit bis zu den Silos; dort wurden neue Fortifikationen als Ausgangspunkt für weitere Militäroperationen gegen den IS erstellt; zudem präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen drei Stellungen und dutzende Kampfwagen des IS im Umkreis von as-Suḫna, bei al-Arak, Ğabâb Ḥamad und um aṣ-Ṣawâmiʽa. Ebenfalls Zerstörung von IS-Positionen und aufgerüsteten Kampfwagen durch die SAAF auf Talat al-Mutaṭâwila und Umgebung, Talat Mîlâd und nördlich davon, im SO von Tala Ğanzîr und östlich davon, auf Tala Ğalîlî,  Tala ʽAlûš und Tala Taîsîr im Ğabal aṯ-Ṯarda sowie im al-Makabât-Areal sowie im Gebiet der Faktoreien  im Umland von Dair az-Zaur.)

Endlich geht – neben den syrisch-russischen Lieferungen – auch ein Konvoi mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, IKRK, und der UNO an  die von Terroristen eingeschlossenen und deren andauernden Angriffen ausgesetzten ca. 60.000 Bewohnern der Städte az-Zabadânî  (Sabadani) und Maḍâyâ  (Madaja) an der libanesischen Grenze und al-ʽa (Fua) und Kafarayâ (Kafraja) nördlich von Idlib. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24902-syrien_endlich_hu- manit%C3%A4re_hilfen_f%C3%BCr_4_belagerte_st%C3%A4dte)

Der UN-Gesandte de Mistura gab gegenüber Reprtern am Mi., 15.3.2017, bekannt, die nächste Gesprächsrunde de in Genf finde am 23.3.2017 statt, geladen seien dieselben Teilnehmer wie das letzte Mal.  (http://sana.sy/en/?p=102184)

Gemäß Mitteilung der Pressestelle des kasachischen Außenministeriums treffen am Mi., 15.3.2017 in Astana die Vertreter der drei Garantiemächte (vgl.u.) der Waffenruhe in Syrien unter Beteiligung des kasachischen Außenministers zusammen. (http://sana.sy/en/?p=102182)

Alexander Lawrentiew, der Führer der russischen Delegierten, machte am Dienstagabend deutlich, die genaue Festlegung der Stellungen der Terrororganisationen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra sei ein immens wichtiger Punkt des gegenwärtigen Treffens. Das Erscheinen der Regierungsdelegation erweise dabei schon deren ehrenwertes, aufrichtiges Bemühen um eine politische Beilegung der Syrienkrise, während das Fernbleiben der Oppositionellen höchst bedauerlich sei. Ohne dieselben sei die Festlegung der Grenzen zwischen Terroristen und sog. bewaffneten Oppositionellen nicht möglich. (http://sana.sy/en/?p=102128)

Ḥussain Ğâbirî Anṣârî, der iranische Vizeaußenminister für den arabischen und afrikanischen Raum und Leiter der ira­nischen Delegation bei den Astana-Gesprächen, erklärte am Di., 14.3.2017, gegenüber der Presse, seine Delegation habe bereits separate Treffen mit der russischen und der türkischen Seite abgehalten. Hauptgegenstand der Verhandlungen der 3. Runde sei die Überprüfung von Dokumenten zur Konsolidierung des Waffenstillstands. Den Verlauf beurteilte er als gut. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24894-iran_astana_gespr%C3%A4che_gehen_voran)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, der Leiter der Regierungsdelegation, machte während einer Pressekonferenz am Rand der 3. Astana-Gesprächsrunde am Di., 14.3.2017, wie schon zuvor mitgeteilt (vgl.u.) über das Zusammentreffen mit der russischen Delegation deutlich: „We held talks with the Russian delegation on the agenda of 3rd Astana and we discussed the political situation in a com­prehensive way.” Dabie ging es keineswegs um die Unterzeichnung eines Dokuments: „We didn’t discuss with Russia the signing of any document in Astana.” Man sei hierher gekommen, um  mit Vertretern der beiden Garanten-Regierungen Rußlands und des Iran zu sprechen und nicht mit den militanten Fraktionen: „We didn’t come here as a delegation of the Syrian Arab Repub­lic to meet a delegation of the armed factions. We came here to meet two guarantors who are Iran and Russia.” Daher spiele es keine Rolle, daß diese die Konferenz boykottierten: „It doesn’t matter whether the armed factions will attend the talks or not”. Vielmehr zeige solches Verhalten die olitischen Defizite dieser Fraktionen („if the armed factions will not attend the talks this will serve the viewpoint of the Syrian go­vernment and show the political deficiency of these factions”). Ihr Nicht-Erscheinen sei auch nicht deren Wahl, sondern sie sind dabei abhängig von der Entscheidung ihrer [ausländischen] Unterstützer. Daher sei dies eine politische Frage verbunden mit den drei Garanten-Regierungen; wenn eine davon ihre Zusage breche – und damit sei die Türkei gemeint – dann bedeute das, daß die Türkei wegen des Nicht-Erscheinens bzw. der Nicht-Teilnahme dieser bewaffneten Gruppen  zu fragen sei („that is why the issue is political and is related to the 3 guarantors and when one of the 3 guarantors breaks their commitment – and I mean Tur­key – this means that Turkey must be one that is asked about the non-attendance or participation of these armed groups.”).
Nach dem Zusammentreffen mit der russischen Delegation hob Dr. al-Ğaʽfarî hervor, beide Seiten seien mit Vorbereitungen beschäftigt, damit die Verhandlungen den Erfolg hätten, der den bereits investierten Anstrengungen der russischen, iranischen und syrischen Regierung entsprächen. In diesem Sinne habe man auch ein Treffen mit der iranischen Delegation abgehalten. Dazu bemerkte er: „We exchanged opinions with the Iranian delegation like those held with the Russian delegation as both represent two guarantor and ally countries to the Syrian Arab republic, and it is very neces­sary to exchange opinions to have a joint ground and evaluation in Astana… and there is a common reading by the three delegations that will push Astana track forwards.”. Nochmals legte er dar, daß die Militanten auf Anweisung der türkischen AKP-Regierung durch ihren Boykott einen Erfolg der Astana-Gespräche zu verhindern suchten: „The Turkish side is hindering the success of Astana, and we are aware that the armed groups’ refusal to come works in that direction and is of course upon the instruction of their Turkish operator. Despite that, political work entails much responsibility, therefore we are involved in a positive manner with the Russian and Iranian sides and will continue unofficial talks tomorrow.”(http://sana.sy/en/?p=102078, http://sana.sy/?p=521951)

In Astana hat am Morgen des 14.3.2017 die nunmehr 3. Gesprächsrunde begonnen. Zuvor war der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî noch mit dem Gesandten des russischen Präsidenten, Ale­xan­der Lawrentiew, zusammengetroffen. (http://sana.sy/en/?p=102078)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102100 und http://www.sana.sy/?p=521980 (Vereitelung eines IS-Angriffs von Osten her auf Dair az-Zaur durch präzise erfolgreiche Luftschläge wie zähe Kämpfe am Boden auf der Achse Airport – Liwâ´ at-Ta´mîn – al-Ğafra und der Umgebung von al-Fauğ unter großen Feindverlusten  und Eliminierung von IS-Fortifikationen und motorisierten Trupps. Beseitigung von motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraEinheiten in al-Manšiyya im städtischen Bezirk von Darʽâ al-Balad.)

Terroranschlag vom 14.3.2017:
Terroristen brachten im Stadtteil Wâdî aḏ-Ḏahab von Ḥomṣ mittels eines an einem Kleinbus befestigten Sprengsatzes und Betätigung eines Fernzünders denselben am an-Naqal-Kreisverkehr zur Explosion. Dadurch wurden sechs Personen teils schwer verletzt. (http://sana.sy/en/?p=102119, http://www.sana.sy/?p=522024)  Laut pars today soll sich der IS zur Tat bekannt haben. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24916-explosion_in_homs_1_toter_und_10_verletzte)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=102024 und http://www.sana.sy/?p=521374 (Im Ostteil der Provinz Ḥomṣ effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Zentren und motorisierte Einheiten westlich von Dair Ḥâfir im Ost-Umland von Aleppo. Befreiung des aṣ-Ṣawâmiʽa Areals, 15km östlich von Tadmur, wie des Sabḫat al-MûProjekts und des Umspannwerks im südlichen Landkreis der Oasenstadt nach einer Reihe Spezialoperationen gegen IS-Ansammlungen mit vielen toten und verletzten Extremisten und Zerstörung von deren mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampffahrzeugen, gefolgt von Säuberungsaktionen durch Bombenräumkommandos  in den besagten Gebieten mit Entschärfung der vom IS vor Ort ausgelegten und angebrachten Sprengsätze. Beseitigung von IS-Zentren und -Stellungen wie motorisierten Einheinten nahe des Friedhofsgebiets und im SO, SW und N des Dair az-Zaur Airports; Vereitelung eines Angriffsversuchs von IS-Affiliierten auf das Flughafenareal und Liwâ´ at-Ta´mîn unter großen Feindverlusten; erfolgreiche akkurate Artillerie-Schläge gegen die IS-Positionen  beim Friedhof, um die Elektrizitätskompagnie, Liwâ´ at-Ta´mîn, den Flughafen,  das al-Makabât-Areal und das Dorf al-Ğafra im östlichen Umland. Eliminierung von Trupps Affiliierter von Ğabhatu_n-Nuṣra im städtischen Bezirk Darʽâ al-Balad sowie von zwei Artillerie-Stellungen, Fortifikationen und motorisierten Verbänden von Ğabhatu_n-Nuṣra im den al-Maṣrî-Kreisverkehr, das Katâkît-Gebäude, die Post, die Stadtteile al-Karak und al-ʽAbbâsiyya und auf der Straße zum Staudamm in Darʽâ.)

Gouverneur von Ḥomṣ, Ṭalâl al-Barâzî, machte am 13.3.201 bekannt, daß die Rekonziliierungsbemühungen im Stadtteil al-Waʽir, in dem seit der Befreiung der restlichen Provinzhauptstadt samt Altstadt im März 2014 (s. Teil III) bislang noch Terroristen verblieben waren, endlich Erfolg gehabt hätten: ein Teil werde von der angebotenen Amnestie (vgl.u.) mit alle ihren Folgen Gebrauch machen und in ihr bürgerliches Leben zurückkehren. Wer dies ablehne, werde – wie zuvor schon z.B. in Aleppo geschehen – mitsamt Familienangehörigen ab kommendem Samstag gen Norden transportiert, sodaß der Stadtteil endlich frei von Militanten sei und die staatlichen Institutionen dort wieder ihre Arbeit aufnehmen  und die notwendigen Reparatur- und Wiederaufbaumaßnahmen  an der Infrastruktur und den Häusern der Bewohner einleiten könnten. (http://sana.sy/?p=521442)

Der kasachische Außenminister ʽAbdurraḥmânow (Abdrakhmanow) informierte am Mo., 13.3.2017, darüber, daß die Vertreter der drei Garantenstaaten der landesweiten Waffenruhe in Syrien (vgl.u.) am erneuten Treffen in Astana vom 14./15.3.2017 teilnehmen werden. Sie würden bereits später am Tag anreisen. (http://sana.sy/en/?p=101994) – Boykottiert wird das Treffen von  der sog. Freien Syrischen Armee (FSA, zu deren zutreffender Einordnung als Terrorgruppe s.u.!), wie deren juristischer Berater, Usâma Abû Zaid,  am So., 12.3.2017, mitteilte. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24810-freie_syrische_armee_nimmt_an_astana_friedensverhandlungen_nicht_teil)

Am Mo., 13.3.2017, stellte sich Präsident Dr. al-Assad den Fragen europäischer Medienvertreter.  U.a. stellte er fest, daß die westlich-europäischen Sanktionen (Embargo) die komplementäre Seite der terroristischen Attacken und Zerstörungen im Land seien, da beide die Bewohner als Flüchtlinge ins Ausland trieben. Dabei sei es ein Luxus derzeit über Politik zu diskutieren, während draußen vor der Türe die Menschen stürben. Wörtlich bemerkte er hierzu: „it’s a luxury now to talk about politics while you’re going to be kil­led maybe in a few minutes, you have terrorist attacks. So, this is the priority, getting rid of the extre­mists, the political reconciliation in the different areas, this is another priority. When you achieve these two, you can talk about every discussion you want to regarding any issue.” Daher habe nach wie vor die Terrorismusbekämpfung zusammen mit der Rekonziliationspolitik die Priorität. (http://sana.sy/en/?p=102045) – Eine Übersetzung des Interviews gibt es dann wieder hier.

Die USA haben laut einem Bericht von Sky News vom So., 12.3.2017, weitere 200 Soldaten in die Gegend von Manbiğ verlegt (vgl.u., 9.3.2017). Die Gesamtzahl der sich völkerrechtswidrig im Land aufhaltenden US-Militärs in dem Gebiet beträgt damit ca. 700 Mann. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24788-syrien_200_us_soldaten_im_nordwesten_von_manbidsch_stationiert)

Türkische Grenzsoldaten eröffneten am 13.3.2017wieder einmal das Feuer auf syrische nahe der Grenze wohnende Bürger nahe Umm Ṣaḥrîğ in der Gegend von Tal Abyaḍ und erschossen drei davon. (http://sana.sy/en/?p=102055)

Einer SAA-Einheit fielen zwei große Waffenlieferungen für Terroristen der al-Qâʽida-Gruppe im Umland von Damaskus (Rîf Dimašq) in die Hände und wurden konfisziert. Der eine LKW kam aus Darʽâ, wo gerade die SAA in harten Gefechten mit einer frischen Welle aus Jordanien eingeschleuster Terroristen engagiert ist.  Die Ladung bestand au s einem vollen Arsenal an Marschflugkörpern,  und Munition aus britischer Produktion, versteckt unter Gemüse-Kisten. Der zweite LKW war nach Kiswa, südlich von Damaskus  unterwegs und war mit automatischen Maschinengewehren, anderen Feuerwaffen und aktiver Munition beladen. Gegen mögliche Entdeckung an syrischen Checkpoints war die Ausrüstung in Kisten verpackt und in Alufolie eingeschlagen. – Laut den Autoren erfolgte diese Lieferung zur selben Zeit, als die von der NATO unterstützten Terroristen der FSA (vgl.u.) die massiven Anschläge gegen die überwiegend irakischen Pilger in Bâb aṣ-Ṣaġîr in Damaskus (vgl.u.) ins Werk setzten. (http://www.syrianews.cc/saa-seizes-2-shipments-nato-weapons-al-qaeda-near-damascus/)

Terroranschläge vom 12.3.2017:
Am Sonntagnachmittag beschossen Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten mit Dutzenden (d.h. mehr als 50!) an Raketen und Mörsergranaten die Wohngegenden der Stadtteile as-Saḥârî und al-Maṭâr sowie das National Hospital von Darʽâ, wobei in der Folge mehrere Brände ausbrachen. Dabei kam ein Bürger ums Leben, frei wurden verletzt, die Schäden, auch an der Infrastruktur, sind massiv. Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra führten die Angriffe später fort, wobei noch drei Kinder teils lebensgefährlich verletzt wurden. (http://sana.sy/en/?p=101939)

Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition bombardierten Samstagnacht wieder Wohngebiete, dieses Mal im südlichen Umkreis von ar-Raqqa im al-Kasarât Areal. Dabei kamen in Kasarat aš-ŠaiĞumʽa und Kasarat al-Farağ mindestens 19 Zivilisten ums Leben, dutzende wurden zum Teil so schwer verletzt, daß die Todesopferzahl wohl steigen wird. Zudem wurden massive Schäden verursacht, z.B. auch am Landwirtschaftsforschungszentrum auf dem Südufer des Euphrats.(http://sana.sy/en/?p=101983, http://www.sana.sy/?p=521292)

Neben anderen – hauptsächlich schon bisher Syrien unterstützenden Regeirungen – hat nun auch UN-Generalsekretär Guterres am 12.3.2017 durch seinen Vizesprecher die Anschläge von Damaskus (vgl.u.) verurteilt. (http://sana.sy/?p=521368)

Tourismusminister Bišr Yâziğî empfing am So., 12.3.2017, eine irische Delegation unter Führung von Declan Hayes. Nach dessen Briefing zur Situation versicherten auch jene Repräsentanten, sich wegen der überwiegend falschen Mainstream-Medien-Meldungen über den Krieg in Syrien die Jahre über ein eigenes Bild von der Realität vor Ort verschaffen zu wollen und dieses dann im eigenen Land zu verbreiten. Sie würdigten die Standhaftigkeit der Syrer und die Erfolge der Armee, gaben Ihrer Zuversicht Ausdruck, daß diese Syrien künftig sicher noch schöner wiederaufbauen würden und sicherten ihre weitere Unterstützung zu. (http://sana.sy/en/?p=101980)

Photo: SANA

Photo: SANA

Die seit Tagen sich im Land befindliche Delegation europäischer Parlamentarier verschiedener Länder und Parteien unter erneuter Leitung von Javier Couso, dem Vize-Vorsitzenden des EU-Parlamentskomitees für Außenpolitik wurde am So., 12.3.2017, nach Treffen mit anderen syrischen Spitzenpolitikern von Präsident Dr. al-Assad empfangen. Nach Thematisierung der letzten Vorgänge in und bzgl. Syrien kam der Präsident auf die Desinformationskampagne durch die meisten westlichen Medien über den seit Jahren andauernden Krieg in Syrien zu sprechen, die so am Ende die Glaubwürdigkeit gegenüber ihren Konsumenten einbüßten. Damit trugen sie auch zum Anstieg der Syrien besuchenden Delegationen aus dem europäischen Ausland (vgl.u.) bei, die sich vor Ort selbst ein Bild der Realität machen wollen. Die falsche Politik verschiedener europäischer Regierungen gegenüber Syrien und der Region generell, z.B. in Form der Unterstützung von Extremismus und Terrorismus wie durch die Belegung mit Wirtschaftssanktionen zum Leid der Bevölkerung hätten zu den Zuständen geführt, die derzeit in der Ausbreitung des Terrorismus und der immensen Flut von Flüchtlingen in jene Länder zu beobachten seien. Die Delegierten ihrerseits erklärten ihre Absicht, die geschürten irrtümlichen Ansichten gegenüber den Vorgängen in Syrien in ihren Ländern korrigieren zu helfen, wie am Wiederaufbau der diplomatischen Beziehungen zwischen europäischen Staaten und Syrien und der Aufhebung der Sanktionen zu arbeiten, um so Sicherheit und Stabilität im Land wiederherzustellen. – Auch der Außenminister al-Muʽallim hatte eine Unterredung mit der Delegation, in der er mitteilte, Syrien sei an allen aufrichtigen Bemühungen zur Lösung der Krise auf politischem Weg interessiert. Hierzu diene der innersyrische Dialog unter Menschen, die wirklich im Interesse Syriens handelten ohne ausländische Einmischung. Außerdem werde weiterhin auf die erfolgreichen Rekonziliierungen gesetzt.  (http://www.sana.sy/?p=521217)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101930 und http://www.sana.sy/?p=520933 (Eliminierung von IS-Standorten und motorisierten Trupps am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur bei Sariyya Ğunaid, dem Friedhofsgebiet. Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchs auf einen der Militärposten zum Schutz der Randlagen des Stadtteils al-Manšiyya von Darʽâ durch rechtzeitige Beseitigung einer Autobombe; zudem Zerstörung von deren Befestigungen und Brutstätten in al-Karak, beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps, dem al-Maṣrî-Kreisverkehr und dem Alten Zoll; desweiteren Beseitigung eines Transporters auf der straße Buṣrâ al-Ḥarîr ḥita im NO-Teil der Provinz)

Das neueste Interview von Präsident Dr. al-Assad mit dem Hongkong-chinesischen TV-Sender Phoenix vom 11.3.2017 (http://sana.sy/en/?p=101799, http://sana.sy/?p=520408 Video: http://sana.sy/?p=520464) ist hier in Übersetzung nachzulesen.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101838 und http://sana.sy/?p=520411 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Stellungen und –verstecke in al-Mayâdîn im Ost-Umland von Dair az-Zaur; in Bodenoperationen Zerstörung von sechs Booten des IS auf dem Euphrat nahe der Ortschaften aṣ-Ṣabḥa und al-Muraiʽiyya ebenfalls im Ostteil; dazu Eliminierung von IS-Trupps mitsamt einer Reihe von Booten bei al-Ḫarîṭa und al-Buġailiyya im West-Umland der Provinzhauptstadt wie auch innerhalb derselben  in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-ʽArḍî, al-Muwaẓafîn und ar-Rašadiyya wie am al-Ḥalabiyya-Kreisverkehr, wo es sich um IS-Angehörige aus dem Irak handelte; zudem erfolgreiche Artillerieschläge gegen eine IS-Position im Friedhofsgebiet am südlichen Stadtrand.)

Terroranschläge vom 11.3.2017:
Am frühen Morgen schlugen in den Wohngebieten aš-Šâġûr, Ibn ʽAsâkir und Bâb Tûmâ wie in der Altstadt von Damaskus Raketen und Mörsergranaten ein. Die Opferzahl ist noch nicht abschließend bekannt, es handelt sich aber um etliche Verletzte Anwohner und empfindliche Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. – Zwei Sprengsätze detonierten zudem an einem Platz nahe des Bâb aṣ-Ṣaġîr-Friedhofs im Gebiet von Bâb Muṣallâ. Dabei wurden eine Reihe Bürger getötet und verletzt. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.  Bei weiteren zwei Bombenattentaten am Nachmittag im Bâb Muṣallâ-Areal  sind 33 Tote und über 100 Verletzte zu beklagen. (http://sana.sy/en/?p=101844,  http://sana.sy/?p=520488 und http://sana.sy/?p=520497)

Armeekräfte mit Unterstützung von Anwohnern konnten am Fr., 10.3.2017, im N-Umland von amâ einen türkischen Waffentransporter für den IS einkreisen, stellen und schließlich die Fracht einziehen. Der LKW war unterwegs im Wâdî al-ʽAḏîb, wo sich die IS-Stellungen befinden, in Richtung aṣ-Ṣabûra. Die örtlichen Bewohner hatten dies beobachtet, gemeldet und bei der Sicherstellung tatkräftig mitgewirkt. Die Fracht enthielt 5.516 Stück Munition zur Luftabwehr (23mm anti-air guns), 111.780  St. Maschinengewehrladung sowie eine Anzahl an Panzerabwehr-Granatwerfern (= RPGs). (http://www.sana.sy/?p=520397)

Das russische Verteidigungsministerium rügte die Verschleppung der Untersuchung des Chemiewaffeneinsatzes durch die Terroristen in Aleppo 2016 durch die OPCW (Organization for the Prohibition of  Chemical Weapons). wie Sprecher Igor Konaschenkow am 11.3.2017 deutlich machte. Schließlich habe die Organisation schon vor langer Zeit (vgl.u.) Proben erhalten und sei zu eigenen Untersuchungen vor Ort eingeladen worden. Doch dies „has been protracted to a degree beyond the limits of what is fitting“. (http://sana.sy/en/?p=101851)

Während der Pressekonferenz in Moskau vom Fr., 10.3.2017, anläßlich des Besuches des türkischen Präsidenten Erdogan in Moskau unterstrich der russische Präsident Putin – anläßlich der letzten völkerrechtwidrigen Aktionen des türkischen Militärs in Syrien (vgl.u.) – erneut den unverzichtbaren Respekt gegenüber der syrischen territorialen Integrität. Ohne diesen könne keine politische Lösung für den Friedensprozeß in Syrien und der Region gefunden werden. Die Situation sei nach wie vor kompliziert, es herrsche ein erhebliches Maß an Zweideutigkeit und Widersprüchlichkeit in der Region, doch gebe es auch Grund zu vorsichtigem Optimismus. Durch gemeinsame Anstrengungen unter Einbindung weiterer Partner [hinzukommend zu den drei Astana-Mächten, vgl.u.] wie der USA könne eine umfassende Waffenruhe bei gleichzeitiger Vernichtung des Terrorismus in der Region und damit Frieden für dieselbe erreicht werden. Im Weiteren vgl. http://sana.sy/en/?p=101791

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101779 und http://sana.sy/?p=520276 (Beseitigung von IS-Fortifikationen und –Verstecken mitsamt Mannschaften und Waffenarsenal im Gebiet von al-Bârida im O-Rîf von Ḥomṣ sowie im Norden gegen Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und –Schlupfwinkel in Ğawâlik, al-Ḥazûrî, al-Bâyikî, Ḥawš az-Zabâdî und östlich von al-Ġağar im Umkreis von ar-Rastan,20km nördlich der Provinzhauptstadt.  Gemeinsam mit der SAAF Eliminierung von IS-Verbänden und –Stellungen mitsamt einem Panzer und Tanker für geraubtes Öl am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur auf der Straße zur at-Taim Schule und dem Friedhofsgelände, wie im Umland durch gezielte SAAF-Einsätze im Bereich der Dörfer ʽIyâš, al-Buġailiyya und al-Ḥussainiyya, im Umkreis von aṯ-Ṯarda und Surriyya Ğunaid.)

Über die Erfolge der SAA während der letzten sieben Tage resümierte Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, am Fr., 10.3.2017, die SAA habe im Raum der Metropole Aleppo 92 Ort­schaften auf einer Gesamtfläche von 479 km2 vom IS befreit. „Diese Erfolge sind auch der russischen Luftwaffe zu verdanken, die im besagten Zeitraum 452 Ein­sätze gegen den IS geflogen und mehr als 600 Terrorkämpfer getötet hat“, ergänzte er. Auch seien 16 Schützenpanzer, 41 auf  Geländewagen angebrachte schwere Maschinengewehre und mehr als 30 Fahrzeuge der Terroristen zerstört worden. – Der im Dezember vereinbarten Waffenruhe (vgl.u.) traten im genannten Zeitraum weitere 47 Ortschaften bei. (http://sana.sy/?p=520201, s.a.http://sptnkne.ws/dKwk)

Terroranschläge vom 10.3.2017:
In Darʽâ starb ein Anwohner und wurden vier weitere durch Mörsergranatenbeschuß seitens Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten in den Stadtteilen as-Saḥârî, al-Maṭâr und aḍ-Ḍâḥiyya verletzt. Häuser wurden demoliert und auch sonst üppiger Schaden angerichtet.
Opfer einer vom IS ausgelegten detonierenden Sprengfalle wurden ein getöteter Mann und drei schwer verletzte Kinder, die sich zwischen den Häusern im Dorf Barâhin at-Tâbiʽa nahe al-Bâb im östlichen Umland von Aleppo aufgehalten hatten. – Gerade auch in landwirtschaftlichen Gegenden versuchten die Terroristen Minen und Sprengsätze an Zu- und Ausfahrten von Orten, aber auch in und zwischen Wohnhäusern anzubringen, um die Bewohner, welche gleichzeitig auch die Nahrungsgrundlage anderer erarbeiten, zur Flucht zu zwingen [vgl. Präsidenteninterviews].
Im damaszener Stadtteil ʽAdawî verursache Raketenbeschuß materielle Schäden. Zum Glück wurde das Krankenhaus Dâr aš-Šifâ´ von den wieder in al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa in Stelllung gegangenen Terroristen knapp verfehlt.
Der Gouverneur von Ḥominformierte darüber, daß am Nachmittag drei Bewohner des Stadtteils Stadtteil al-Malʽab in der Nähe des Gouvernement-Palastes durch IS-Raketenangriffe verletzt. Auch kam es zu Materialschäden.
(http://sana.sy/en/?p=101755, http://sana.sy/?p=520197, http://sana.sy/?p=520236)

Am Fr., 10.3.2017, protestierte das Außenministerium erneut mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden gegen die fortgesetzten Angriffe des türkischen Militärs gegen die Souveränität Syriens. Das türkische Regime unter Präsident Erdogan und seiner  wurde darin wegen seiner umfassenden Terroristenunterstützung verantwortlich gemacht  für die von jenen zu zehntausenden ermordeten unschuldigen Bürger wie die mutwillig zerstörte syrische Infrastruktur. Die Regierung forderte daher die UN auf, ihrer Verpflichtung nachzukommen und die türkischen Invasionstruppen zum Stop ihrer Übergriffe wie zur Rückkehr in die Türkei zu bewegen. (http://sana.sy/en/?p=101764)

Terroranschläge vom 9.3.2017:   
Wieder kam es zu Attacken in Dair az-Zaur sowie in Damaskus und Umland:
Raketenangriffe auf damaszener Wohnbezirke in Barza wie auf die Vorstadt Ḥarastâ vom Stadtteil al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa im Umland aus führten zu Verletzungen von je drei Anwohnern. und den erwartbaren materiellen Schäden.
In Dair az-Zaur  war wieder der Stadtteil al-Ğaura Angriffsziel des IS mittels Mörsergranaten, wodurch ein Toter und drei Verletzte bei entsprechenden Schäden zu verzeichnen waren.
(http://sana.sy/en/?p=101691)

Das Militär informierte am Do., 9.3.2017, darüber, daß türkische Truppen, die ja 2016 völkerrechtswidrig und unter Protest der Landesregierung in syrisches Territorium eingefallen sind, am Mittwoch in der Region Manbiğ Stellungen der syrischen Grenztruppen samt unterstützenden Kräften mit Raketen und Artillerie angegriffen haben. Mehrere Personen wurden dabei getötet und verletzt. Dies sei ein Versuch das Vorrücken der SAA gegen die Terrorgruppen in jenem Gebiet zu stoppen. (http://sana.sy/en/?p=101740, http://sana.sy/?p=520194), vgl.a. Meldung von al-Masdar News“, zitiert von http://sptnkne.ws/dKb3).

US-Luftwaffensprecher John L. Dorrian bestätigte am Do., 9.3.2017, daß das Pentagon – wieder ohne Absprache mit  und Einverständnis der Landesregierung und damit völkerrechtwidrig – weitere 400 Mann nach Nordsyrien zur Unterstützung der Syrian Democratic Forces (SDF) für den Sturm auf ar-Raqqa verlagern wolle zusätzlich zu den dort schon vorhandenen 503 US-Soldaten. Ein Fronteinsatz komme jedoch nicht in Frage, die Soldaten würden 32km von der Frontlinie entfernt eingesetzt, denn soweit reiche die mitgebrachte Artillerie. Laut Meldung der The New York Times wurden die Marines und Army Rangers bereits im Oktober 2016 von San Diego aus hierfür eingeschifft.  (http://sana.sy/?p=519616; s.a. http://sptnkne.ws/dJSJ bzw. http://sptnkne.ws/dKrV und https://www.rt.com/news/379977-us-marines-syria-raqqa/). – Zur SDF bzw. DKS (dt. Abkürzung) s.a. http://sptnkne.ws/dJRM.

Zu den vom IS verübten Greuel in und um Tadmur (in den Artikeln fälsch mit „Palmyra“ angegeben) s. die Reportagen mit teils schockierenden Bildern und Videos in: https://www.rt.com/news/379932-palmyra-desert-atrocities-isis/ vom 9.3.2017, https://www.rt.com/news/379475-palmyra-exclusive-isis-child-soldiers/ vom 5./6.3.2017 und https://www.rt.com/news/379456-isis-palmyra-syria-gas-fire/ vom 4./5.3.2017.

Der Kreml wies eine Meldung als falsch zurück, wonach der israelischen Luftwaffe das Eindringen in den syrischen Luftraum und vor dort aus Luftangriffe auf Ḥizbullâh-Mitgliede erlaubt worden seien. Sprecher  Peskow äußerte dazu: „I cannot comment on the information. This has nothing to do with reality.” Das Thems „was not discussed”, es gab auch „no talk about that.”
(http://sana.sy/en/?p=101693) – Zur Unterstützung der SAA durch die libanesische Ḥizbullâh im Grenzland zwischen Syrien und dem Libanon im Kampf gegen die Terrorgruppen von IS oder Ğabhatu_n-Nuṣra vgl.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101677 und http://www.sana.sy/?p=519623 (Gezielte effektive Luftschläge gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stützpunkte mit Depots mit Munition, Sprengsätzen (IEDs), Raketen und mit Maschinengewehren aufgerüsteten Kampfwagen in Kafar Nubul im Gebiet von Maʽrat an-Nuʽmân, 50km südlich von Idlib sowie südlich von Ḫân Šaiḫûn; zudem präzise erfolgreiche Artillerieangriffe auf teils motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen und –Nester in Safûhin und at-Tamânaʽa; Vernichtung von Ğabhatu_n-Nuṣra –Fortifikationen und motorisierte Einheiten in al-Buwaiḍa, ʽAṭšân, al-Laṭâmina, dem Umfeld von Kafar Zaitâ und Ṭayyibat al-Imâm im N-Umland von Ḥamâ. Vereitelung von terroristischen Angriffsversuchen auf Militärposten zum Schutz des Umlands der Hauptstadt (Rîf Dimašq) mit Entdeckung und Zerstörung eines Tunnelnetzwerks in Ḥarastâ mit Einzellängen von 300 m.)

Der kasachische Außenminister informierte über den Presseservice des Amtes darüber, daß das nächste Treffen in Astana am 14./15.3.2017 abgehalten werde. Dazu erklärte er: „The next high-level meeting on Syria will be held in the capital of Kazakhstan on March 14-15, 2017. High-level delegations from Russia, Turkey and Iran will take part in the meeting. Invitations will be sent to the United Nations, the United States and Jordan. The guarantor countries expect the Syrian government and the armed opposition to confirm the participation of their delegations.” Während es am 14. März um Vorbesprechungen gehe, finde Tags darauf eine Plenarsitzung statt. (http://sana.sy/en/?p=101674)

In New York gab der UN-Sondergesandte für Syrien, de Mistura, bekannt:Syria’s government and opposition groups are invited to resume peace talks in Geneva on March 23”.  Bei der 5. Runde der innersyrischen Gespräche in Genf gehe es um die vier zuletzt vereinbarten Punkte (s.u.) wie auch um den Wiederaufbau. (http://sana.sy/en/?p=101664)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101600 und http://sana.sy/?p=519017 (Befreiung weiterer Dörfer und Landstädten-  im Ost-Umland von Aleppo, nämlich: Suḫna, ʽÂrûda Ṣaġîra, ʽÂrûda Baira, Ḫirba Salâmâ, Rasm al-Ḥarmal Kabîr, Rasm al-Ḥarmal Ṣaġîr, Ḥabûba Kabîra, Ḥabûba Ṣaġîra, Rasm ʽAbûd, Ḥaftalik, al-Ḥâmiḍ,  Mašrafa Tal Tûtûn, Tal Tûtûn, Ğab Hindî, Rasm al-Aqraʽ, al-Ḥurriya, Bâbîrâ, Ḫirba ʽAkala, Ḫirba Ṣalîb (bzw. Ṣulaib), Madûra, Tal Aswad, Ḫân al-Ḥamr nach Beseitigung der letzten IS-Nester und anschließender Räumung der vom IS hinterlassenen Sprengsätze und Minen; zudem Vorrücken in der Umgebung von Ḫafsa in einer Tiefe von 17km mit Rückeroberung des strategisch bedeutsamen Tal Qawâ zu Beginn des Bewässerungskanals aus der Richtung des al-Assad Stausees zur Trinkwasserbereitstellung auch für Aleppo mit Umfeld; dabei Demontage von 260 Sprengkörper mit einem Gewicht von je 50kg vor allem bei der Pumpstation, die offenbar vom IS in die Luft gesprengt werden sollte; zuvor Vernichtung von Scharfschützenstellungen, Abschußanlagen für Mörsergranaten und mit Maschinengewehren  ausgerüstete Kampffahrzeuge. Eliminierung von ca. 70 Terroristen des IS und der Ğabhatu_n-Nuṣra in den Provinzen Idlib und Ḥamâ; in letzterer effektive Bekämpfung von IS-Stellungen und motorisierten Trupps im Raum al-Buwaia, Qulaib aṯ-Ṯaur und al-Luwaibda in präzisen Luftschlägen  sowie durch ähnlich erfolgreiche Armeeoperationen mit Artillerieunterstützung in al-Laṭâmina im N-Umland und Ğabhatu_n-NuṣraTrupps  in al-Maṣâṣina, östlich von Mûrik, in Kafar Zaitâ und aṣ-Ṣayyâd wie in Ḫân Šaiḫû, im Areal von al-Azwâr und Ṭayyibat al-Imâm im nördlichen Umland. Beseitigung von IS-Ansammlungen und –Fortifikationen im Ost- und Nordteil der Provinz Ḥomṣ in as-Samʽalîl, ar-Rastan, Abû Ğarîṣ und im Areal al-Bârida. Zerstörung von  Ğabhatu_n-Nuṣra-Verschanzungen und –Schlupfnestern südlich des an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamps am Rand von Darʽâ, östlich der Ṭalḥa bin az-Zubair,  südlich der al-Yar­mûk-Schule, im NO der Post und um den al-Maṣrî-Kreisverkehr in Darʽâ al-Balad wie außerhalb auf der Straße zwischen Umm al-Mayâdîn – an-Nuʽai­ma, in Tal Muṭawwaq aṣ-Ṣaġîr in der Umgebung von Inḥil und östlich von Izraʽ; im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad Befreiung weiterer Wohnblöcke nach heftigen für die affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra verlustreichen Gefechten.)

Terroranschläge vom 8.3.2017:   
Raketenbeschuß auf Wohnbezirke in Damaskus von dem Stadtteil al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa aus forderte den Tod einer Frau und verletzte sechs weitere Personen bei erheblichen Schäden an Bausubstanz etc.
In Dair az-Zaur hinterließen nachmittägliche ISRaketenangriffe auf die Wohnbezirke al-Quṣûr und al-Ğaura 25 Verletzte und entsprechende materielle Schäden.  
(http://sana.sy/?p=519160)

Karte zum Tišrîn-Staudamm, Quelle: 21stcenturywire

Karte zum Tišrîn-Staudamm, Quelle: 21stcenturywire

Während der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am Di., 7.3.2017 vor Journalisten in Ankara behauptet, seine Regierung sei „eifrig bemüht“ um die [friedliche] Regelung der Syrien-Krise in Koordination mit Rußland, den USA und dem Iran (http://sptnkne.ws/dJwR), ist unter eben dieser AKP-Regierung Erdogans nicht nur das türkische Militär in Syrien eingefallen und geht dort weiterhin völkerrechtswidrig vor (dazu vgl.u.), sondern hat nun auch die Wasserversorgung von Nordsyrien blockiert! Ewwas Eli, Außenpolitiker der kurdischen „Partei der Demokratischen Union“ (PYD), gab am Di., 7.3.2017, gegenüber Sputnik bekannt,  daß das Wasserkraftwerk an der Tišrîn-Talsperre seit dem 23.2.2017 die Strom­pro­duk­tion wegen des niedrigen Wasserspiegels einstellen mußte. Dieser wird verursacht, „Da die Türkei den Wasserstrom aus dem Euphrat nach Syrien blockierte“. Unter dieser Sperre leidet auch die Wasserversorgung des Iraks in Zuwiderhandlung des internationalen Abkommens über die Nutzung des Wasservorkommens. Eli kommentiert dies: „Der Irak und Syrien haben ein Recht auf dieses Wasser. Seit dem Beginn der Zusammenstöße in  Syrien begann Ankara, dieses Abkommen zu verletzen“. Es komme auch vor, daß die Türkei das Euphrat-Wasser einen Monat lang zurückhalte und es dann plötzlich auf einmal frei lasse, was wiederum Probleme verursacht: „Unsere Talsperre ist nicht groß und kommt mit einem plötzlichen Wasserstrom nicht zurecht. Wir müssen die Talsperre öffnen“.  Über die weiteren Auswirkungen berichtet er: „Wir haben nur zwei Stunden pro Tag Strom“, denn das Wasserkraftwerk könne nur 2 – 3 Stunden am Tag arbeiten. „Wenn es zu Stromabschaltungen kommt, bleibt das Leben praktisch völlig stehen. Die Sperrung der Wasserversorgung widerspricht dem internationalen Recht, das sind antihumane Handlungen. Die internationalen Organisationen und europäischen Länder dürfen gegenüber diesem Problem nicht gleichgültig bleiben“.  Er ergänzt: „Derzeit haben wir schon Probleme mit dem Trinkwasser.“ – Die Tišrîn-Talsperre am Euphrat, ca. 90 km östlich von Aleppo, versorgt ein großes Gebiet in Nord-Syrien mit den Städten Manbiğ (Manbij), ʽAin al-ʽArab (Kobane) und Ṣirîn (Sirrin) mit überwiegend kurdischer Bevölkerung mit Strom und Trinkwasser. (http://sptnkne.ws/dHTV)

Dennoch bemühen sich die Generalstabsvertreter von Rußland und den USA, Einfluß auf jenen der Türkei hinsichtlich Syriens zu nehmen: daher trafen sich am Di., 7.3.2017,  die Generalstabschefs Waleri Wassiljewitsch Gerassimow, Joseph Francis Dunford und ihr Amtskollege Hulusi Akar in Antalya. Dabei ging es v.a. um die Vermeidung von Zusammenstößen im Raum Manbiğ (vgl.u.) zwischen türkischen Einheiten und der kurdischen SDF wie um die Befreiung von ar-Raqqa, welches derzeit noch die IS-Hauptstützpunkt in Syrien darstellt. (http://parstoday.com/de/news/world-i24622-t%C3%BCrkei_russland_und_usa_beraten_%C3%BCber_krise_in_der_region)

Mit der völlig unterschiedlichen, aber einheitlichen Mainstream-MedienBehandlung der Befreiungsoperationen bzgl. Aleppo in Syrien und Mossul im Irak unter Beteiligung der US-geführten Koalition sowohl in Wortwahl als auch in der Beurteilung trotz der absolut vergleichbaren Situationen beschäftigen sich zwei lesenswerte Essays von Tilo Gräser: Tod in Aleppo als Anklage – in Mossul notwendiges Übel? Experte kritisiert Westen in: Die Blätter für deutsche und internationale Politik online: www.blaetter.de und die RT-Kolumnistin Polina Duchanowa mit ihrem Beitrag: Aleppo vs. Mossul: Die zwei Wahrheiten westlicher Medien in: http://sptnkne.ws/dHZ3.

Am 8.3.2017 verhafteten die Behörden von  Ḥomṣ  erneut Schmuggler mit 22kg Haschisch und den bei den Terroristen beliebten Captagon-Pillen (dazu vgl.u.). (www.sana.sy/en/?p=101615)

Terroranschläge vom 7.3.2017:   
In al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verschanzte Terrorgruppen attackierten mit Raketen beschossen das al-Wâfidîn-Flüchtlingscamp im Rîf Dimašq, verletzen sechs Menschen und richteten entsprechende Schäden an. (http://sana.sy/?p=518790)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101535 und http://sana.sy/?p=518631 (Befreiung von weiteren 15 Orten – Dörfern und Landstädten –  im östlichen Umland von Aleppo, nämlich Ḫafsa, Ḫafiyya al-Ḥamr, ar-Rîḥâniyya, Rasm al-KabâriyyaRasm al-Bûḫir, aṭ-Ṭabâra, Balwâ, al-ʽAzîziyyaal-Kabân Šîḫ Abyaḍ sowie über [hier fehlt leider die gesicherte arabische Schreibweise:] Ḥirnat Šihâb, Maʽraba, Ṯaḫîra, Kibâb Kabîr, Kibâb Saġîr, Umm Risûm nach Ausschaltung der dortigen IS-Nester samt einer großen Anzahl mit Maschinengewehren  ausgerüsteter Kampffahrzeuge, Abschuß von drei mit Raketen bestückten Drohnen und Demontage der hinterlassenen Minen und Sprengsätze durch Spezialeinheiten; – bei Ḫafsa hatte der IS den Durchfluß von Trinkwasser nach Aleppo samt Umland seit dem 16. Januar unterbrochen! Abschneiden der IS-Nachschublinien zwischen dem NW-Umland von Tadmur und  dem Ost-Rîf von Salamiyya in der Provinz Ḥamâ; zudem gezielte erfolgreiche Artillerieschläge gegen IS-Stellungen samt Maschinengewehr-bestückten SUV in al-Barġûtiyya. Rückeroberung des Ğazal Ölfeld im NW von Tadmur im östlichen Rîf von Ḥomṣ  – Bombenräumkommandos haben bereits ihre Arbeit dort aufgenommen  wie des Ğibâl ʽÂmiriyya, 7km östlich des Flughafens von Tadmur, wie der umligegenden Anhöhen mit zunehmender Einkesselung der IS-Einheiten in aṣ-Ṣawâmi, 15km östlich von Tad­mur unter heftigen Feind-Verlusten; dazu effektive Artillerieangriffe gegen IS-Ansammlungen und – Fortifikationen in al-Bârida, beim al-Katîba al-Mahğûra (dem sog. Verlassenen Bataillon) und jeweils im Ost-Landkreis von al-Qaryatain und Tadmur mit vergleichbarem Effekt. Eliminierung von teils motorisierten IS-Verbänden und –Stellungen im Gebiet aṯ-Ṯarda,  Talat 17, Talat aṣ-Ṣunûf und des Friedhofsareals im Umland von  Dair az-Zaur durch die Artillerie und SAAF. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten auf einen Militärposten zum Schutz von Darʽâ al-Balad; Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraPositionen samt einer Menge von deren Waffen und Munition im genannten Bezirk, beim an-Nâziḥîn-Flücht­lingscamp, in den Stadtteilen al-Karak und al-ʽAbbâsiyya wie nördlich der Bilâl al-Ḥabašî-Moschee; im NW derselben Vernichtung aller Angreifer von Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierten auf einen der dort befindlichen Militärposten.)

Am Di., 7.3.2017, verkündete der Generalsekretär der Arabischen Liga (AL), Aḥmad Abū_l-Ġaiṭ (Ahmed Aboul Gheit) in Kairo die Ablehnung einer Rückkehr Syriens (s.u.!) in die Organisation. Dabei hatten verschiedene Seiten wie z.B. auch der russische Außenminister Lawrow (vgl.u.) hervorgehoben, wie wichtig dies nicht nur für den Friedensprozeß in Nahost etc. sei. Zuletzt hatte der irakische Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî darauf hingewiesen: „Diese Union muss ein Ort für alle arabischen Völker sein, unabhängig von den bestehenden Differenzen.“ (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24652-al_lehnt_r%C3%BCckkehr_syriens_ab) – Das Beschämende an dieser Entscheidung wie schon an der vergangenen zum Ausschluß Syriens ist ja gerad, daß die Regierungen, welche bekanntermaßen Terroristen in vielfältigerweise in Syrien und darüber hinaus unterstützen, in der AL weiterhin ihren Sitz haben, nicht jedoch deren Opfer Syrien.

Im Vorfeld des 28. Gipfeltreffen der Arabischen Liga (AL), in deren Reihen die Aussetzung der Mitgliedschaft des Mitbegründerstaates Syrien seit Beginn der Krise von den die Terroristen im Land unterstützenden Regierungen betrieben worden war, unternimmt der saudische König Salman seine erst umfassende Reise in eine Reihe muslimisch-asiatischer Länder. Die letzte Reiseetappe  bildet Jordanien von der AL-Kongreß stattfindet. Allerdings teilte der libanesische Präsident, Mîšâl ʽUn (Michel Aoun), laut der Tageszeitung an-Nahâr vom Mo., 6.3.2017, bereits im Vorhinein mit, daß er  die militärischen Fähigkeiten der Ḥizbullâh als eine Ergänzung der libanesischen Armee – beide sind im Kampf gegen den IS an der Grenze zu Syrien engagiert! – schätze. Die libanesische Ḥizbullâh leistet der SAA in Syrien wirksame Hilfe im Kampf gegen den IS und andere Terrorgruppen, die bekanntermaßen auch von Saudi-Arabien nach wie vor unterstützt werden. Auch tritt der Libanon für die Wiedereingliederung Syriens in die Arabischen Liga (AL) ein. Von daher wundert es nicht, daß  der saudische König seinen geplanten Besuch im Libanon plötzlich abgesagt hat. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24562-saudischer_k%C3%B6-nig_sagt_rei-se_in_den_libanon_ab)

Terroranschläge vom 6.3.2017:
13 Bürger wurden verletzte bei Mörsergranatenangriffen vom Ḥomer Stadtteil al-Wa´ir aus auf den Stadtteil al-Ġûṭa, zudem entstanden materielle Schäden.(http://sana.sy/en/?p=101513, http://sana.sy/en/?p=101513)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101450 und http://sana.sy/?p=518080 (Befreiung von weiteren 18 Orten – Dörfern und Landstädten –  in der NO-Umgebung von Aleppo, nämlich von ar-Ru´ûfiyya, ʽUšainî samt zugehörigem Bauernhofareal, Ġudainî,  al-Falûṭiyya, Rasm al-Ġamâm, al-ʽUtaiba, ʽArîḍiyya, Qaṣr Salûm,  ʽAbâša samt zugehörigem Bauernhofareal, Rasm al-Aḥmar, al-Manfûḫa, Umm Miyâl Mairî, Abû Tîna, Mašrafa, al-Ismâʽiliyya, Ğarkas und Rückeroberung von zwei strate­gisch bedeutsamen Anhöhen, dem Ğabal aṣ-Ṣalama mit 512m und dem Ğabal Salamâ mit 517m Höhe  nach Eliminierung der dortigen IS-Befestigungen samt Mannschaften wie von einer Autobombe, einem Panzer, neun Panzerfahrzeugen teils mit Kanonen bestückt. Im N-Umland von Ḥamâ intensive präzise Artillerieangriffe  gegen Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen  und motorisierte Verbände im Gebiet von al-Laṭâmina wie gegen deren Verstecke und Schlupfnester in Ṭayyibat al-Imâm und Laḥâyâ sowie Tal Hawâš. Effektive akkurate SAAF-Einsätze gegen Ğabhatu_n-NuṣraAnsammlungen in der Umgebung von Tal Mardîḫ, 28km im SO von Idlib. Erfolgreiche Beseitigung der letzten Nester von IS-Affiliierten im Friedhofsareal am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten mit weiterem Vormarsch in dem Gebiet; zudem Zerstörung der IS-Barrikaden  nahe Talat ʽAlûš, weiterer motorisierter IS-Trupps nahe des aṯ-Ṯarda-Gebiets; gezielte erfolgreiche Luftschläge gegen IS-Bewegungsachsen und – Ansammlungen in den Arealen von al-Maka­bât, al-Muhandisîn um Liwâ´at-Ta´mîn und den Ğabal aṯ-Ṯarda; gemeinsames erfolreiches Vorgehen von Bodentruppen, Artillerie und SAAF gegen IS-Fortifikationen und –Schlupfnester auf Talat aṣ-Ṣunûf, Talat al-Warâd und Talat 17, beim Maẓlûm-Kreisverkehr, im Stadtteil ar-Rašadiyya, dem Industrieviertel und al-Buġailiyya im W von Dair az-Zaur. Befreiung weiterer Wohnblocks im Bezirk Darʽâ al-Balad mit Vernichtung von verbliebenen Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten samt eines Artillerie-Nests im SO der Bilâl al-Ḥabašî-Moschee.)

Laut dem kasachischen Außenminister in einer Erklärung vom 6.3.2017 könnten die nächste Geprächsrunde in Astana am 14.-15.3.2017 stattfinden. (www.sana.sy/en/?p=101442)

Terroranschläge vom 5.3.2017:
In al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa im Rîf Dimašq verschanzte Terroristen beschossen mit Raketen wieder die damaszener  Vorstadt Ḥarastâ, wobei ein Bürger getötet, zwei weitere verletzt wurden bei entsprechenden Schäden an Häusern, Infrastruktur etc.
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra  attackierten das Dorf Aṣîla im NW-Landkreis von Miṣyâf in der Provinz Ḥamâ mit Mörsergranaten und durch Scharfschützen, töteten dabei zwei Kinder und verwundeten zwei weitere.
(http://sana.sy/en/?p=101427)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101403 und http://www.sana.sy/?p=517652 (Befreiung von sieben Landstädten und Dörfern im NO-Umland von Aleppo aus der Besetzung durch den IS, nämlich: Asâmiyya, Ḫirbat ʽUšainî, Abû Ṣabḥa Ṣalma, Tabâra Kalaš, Umm Mayâl, Abû Ḥanâyâ und Rasm ad-Dawalî, mit drei IS-Führungspersonen unter den dutzenden getöteter Terroristen: den „Amîr für Hinrich­tungen“, der sich zudem „Scheich der Muğâhidîn“ nannte und den Namen Ḫalaf  al-Ḥussain trug, dann der „Amîr für den qiṣâ [qiṣâ ist die Strafe der Wiedervergeltung im klassischen Islamischen Recht], namens  Abû Zaid at-Tûnisî, und der Kommandeur Abû ʽUbaida al-Istirâlî. Präzise effektive Artillerieschläge gegen Ğabhatu_n-NuṣraSchlupfnester in al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ mit dem Anführer Aḥmad aṭ-Ṭawîl unter den Getöteten; Zerstörung von weiteren Ğabhatu_n-NuṣraPositionen und -Bewegungen im Raum Ṭayyibat al-Imâm, Laḥâyâ, Maʽrkaba, Wâdî Kafar Zaitâ im NW von Kafar Nabûda. Gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraTrupps einschließlich Munitionstransportern und Schlupfwinkeln in Sarmadâ, ca. 30km im N und am Rand von Kafar Nubul im S von Idlib. Eliminierung von IS-Fortifikationen und teils motorisierten -Verbänden in und um Dair az-Zaur um das Friedhofsgebiet am südlichen Stadtrand, im In­dustrie- und Arbeiterviertel wie im Stadtteil ar-Rašadiyya und außerhalb im Gebiet von al-Buġailiyya, Ḥaṭla, westlich vom Talat aṣ-Ṣanûf und Talat ar-Rawâd. Befreiung einer Reihe von Wohnblocks im Bezirk Darʽâ al-Balad nach hitzigen Gefechten mit Ğabhatu_n-Nuṣra mit Vernichtung weiterer Grüppchen beim al-Maṣri-Kreisverkehr wie den Stadtteilen al-Karak und al-Arbaʽîn. Vernichtung von IS-Fortifikationen am südlichen Rand von al-Qaṣr im NO von as-Su­waidâ´ mit sämtlichen Mannschaften.)
Außerdem brachte die SAA zusammen mit russischen Kräften im NW Tadmurs drei Öl- und Gasfelder wieder unter Kontrolle. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24528-russische_kr%C3%A4fte_drei_%C3%96l_und_gasfelder_in_tadmur_un- ter_ihre_kontrolle_gebracht)

Vor ihrer Flucht vor der SAA aus dem Umland von Tadmur setzten IS-Terroristen noch ein Gasbohrloch sowie eine Erdöllagerstätte in Brand und sprengten ein Kraftwerk, wodurch die Stromversorgung bis nach Damaskus gestört wurde. Dies hielt ein RT-Filmteam fest.   (http://sptnkne.ws/dGQz)

Eine Videoaufnahme von Palmyra und den jüngsten IS-Zerstörungen ist zu sehen via http://sana.sy/en/?p=101460

Terroranschläge vom 4.3.2017:
Raketenbeschuß der Wohnhäuser der an-Nîl-Straße in Aleppo verursachte Verletzungen bei einer 9-Jährigen und materielle Schäden.
In Ḥarastâ und al-Qâbûn im Rîf Dimašq verschanzte Terroristen beschossen wieder das Tišrîn Krankenhaus mit Raketen, töteten dabei zwei Menschen und verwundeten neun weitere. Die Armee ging dann gegen die Quelle der Angriffe vor.
In al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa verbarrikadierte Extremisten bedienten sich ebenfalls der Raketen beim Angriffe auf Wohnhäuser in der damaszener Vorstadt Ḥarastâ. Es entstanden Schäden an Häusern, weiterem Eigentum und an der Infastruktur.
(http://sana.sy/en/?p=101336)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101321 und http://sana.sy/?p=517304 (Befreiung von 15 Städten und Dörfern im östlichen und nordöstlichen Umland von Aleppo, nämlich: Abû Ğarîn Manbiğ, Tal Mâʽiz, ar-Rawa, Rasm al-Kabâr, ʽAlfâ, Tal az-Zaʽrâyâ, Umm aṭ-Ṭalâtil und Umm al-ʽAmd im NO-Rîf nach für den IS verlustreichen Gefechten mit Zerstörung von 10 Panzerbomben; im O-R1if waren betroffen: Qaṣr Hadla samt zugehöriger Farm, ar-Rašîdiyya, al-ʽAṭâwiyya, al-Fâtiḥiyya, Abû Ğadḥa Suġair und Ğab Abyaḍ; anschließend durchkämmten Spezialeinheiten die Gebiete nach den zahlreich hinterlassenen Sprengsätzen und Minen und demontierten sie. Präzise erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen  teils motorisierte Ğabhatu_n-NuṣraTrupps und –Stellungen im Bereich Taramla und Ḥassâna im S-Umland von Idlib ergänzt durch ähnliche Bodenoperationen in Taramla und Sinğar. Eliminierung von Terroristen-Positionen  und – teils motorisierten Einheiten im N-Umland von Ḥamâ in al-Laṭâmina mit deren Anführer ʽAbdul-Qâdir al-Ğadî unter den Getöteten sowie in Sukaik, ebenfalls mit dem Anführer ʽAmmâr Dayûb unter den Getöteten, dann in Kafar Zaitâ und Ṭayyibat al-Imâm mit Zerstörung von deren Abschußanlagen für Mörsergranaten und schließlich östlich von ʽUqairbât um O-Rîf mit Tötung von mehr als 40 IS-Terroristen, darunter deren Anführer Ḫâlid aš-Šuwaiḥî. Im Ostteil der Provinz Ḥomṣ Verfolgung und Vernichtung von Restbeständen des IS im Ost-Bereich von Tadmur  bis weit in die Große Wüste (al-Bâdiyya) hinein; Beseitigung der letzten IS-Trupps 2km nördlich des Militärflughafens; Aufspüren und Demontage von hunderten vom IS angebrachten Sprengsätzen auch auf der Landebahn.)

Zu einem Überwachungsflugzeug der Armee ging nahe der Grenze zur Türkei der Kontakt verloren. Nach dem Piloten wird gesucht. (http://sana.sy/en/?p=101347) – Nach Erklärung des türkische Premierminister Binali Yildirim habe sich der Pilot per Schleudersitz retten können und sei von Rettungsteams in der türkischen Provinz Hatay gefunden worden. Es handelte sich nach Reklamation durch die Terrorgruppe Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya  um einen Abschuß mit einer 23mm-Luftabwehrmunition in der Provinz Idlib. Er wird – nach vorübergehendem Aufenthalt auf der Gendarmerie – in einem örtlichen Krankenhaus behandelt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24514-syrisches_flugzeug_abgest%C3%BCrzt, s.a. http://sptnkne.ws/dGHE)

Zerstörungen in Palmyra, Photo: SANA

Zerstörungen in Palmyra, Photo: SANA

UNESCO Generaldirektorin Irina Bokowa plädierte am 4.3.2017 in einer öffentlichen Erklärung nach Wiederbefreiung von Palmyra vom IS nicht für verdoppelte Anstrengungen zum Schutz des syrischen Kulturerbes als Ganzes. Dazu führte sie aus: „The protection of the archaeological site of Palmyra is both a major cultural issue and an imperative for security, peace and the recovery of a whole country” … This heritage has survived millennia, it fosters unity and identity for the Syrian people. Its preservation is inseparable from the protection of human life and is an integral part of the response to humanitarian emergencies. It must be left out of the conflict. … „UNESCO is currently holding an emergency international meeting in Beirut to coordinate the protection of cultural heritage in the devastated ancient city of Aleppo.“ Die UNESCO bleibe „fully engaged with Syrian antiquities officials and all its partners for the preservation of Syrian heritage as a whole. The situation requires extreme vigilance and constant international cooperation at the highest level for the coming decades. … Palmyra has already suffered too much from the infernal cycle of looting, systematic destruction and fighting. These degradations must stop, and UNESCO will do its utmost to document these damages so that these crimes do not go unpunished. I remind all the forces involved of the absolute necessity to safeguard this emblematic heritage as a key condition for peace in the region.” (http://sana.sy/en/?p=101324)

Kultusminister Muḥammad al-Aḥmad konnte am 4.3.2017 versichern, daß die Rückeroberung Tadmurs unter besonderem Augenmerk gepaart mit hoher Professionalität des Schutzes des antiken Erbes von Palmyras durchgeführt worden sei, so daß es zu keinen weiteren Schäden außer den mutwillig beigebrachten durch den IS gekommen sei. Das DGAM (Directorate-General of Archeology and Museums) werde demnächst erneut die Schäden protokollieren und zusammen mit Spezialisten aus dem Inland in Zusammenarbeit mit solchen der UNESCO Pläne zur Restaurierung erarbeiten.  Für letztere würden alle nötigen Ressourcen bereitgestellt. (http://sana.sy/en/?p=101368)

Wie generell nach bedeutenden Rückeroberungen  stattete Verteidigungsminister General Fahd Ğâsim al-Furaiğ mit einer Reihe Offiziere des Obersten Heereskommandos auf Weisung des Präsidenten am Sa., 4.3.2017, auch Tadmur mit Palmyra eine ausgiebige Visite ab. Dabei übermittelte er den Kämpfern vor Ort seinen und den Dank und die Anerkennung von Dr. al-Assad. Zudem ließ er sich die vom IS angerichteten Schäden vor Ort zeigen und sich über die stattgehabten Gefechte informieren. Erneut bekräftigte auch er die Bestimmung und das feste Bestreben der Armee, die Sicherheit und Stabilität durch Vernichtung der Terroristen in ganz Syrien wiederaufzurichten. (http://sana.sy/en/?p=101358)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

In einer Pressekonferenz zum Ende der 4. Gesprächsrunde in Genf vom Sa., 4.3.2017, stellte der Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, es als wichtigste Errungenschaft heraus, daß auf  Forderung der Regierung der Punkt der Terrorismusbekämpfung auf die Agenda trotz Protests der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) gesetzt worden sei. Die Diskussionen darüber hätten rund 80% der Zeit in Anspruch genommen. Da das Hauptinteresse darauf lag, diesen Punkt überhaupt auf die Agenda zu setzen, sei diese Thematik bei weitem nicht zu Ende diskutiert worden sondern bedürfe der Vertiefung in der nächsten Gesprächsrunde. „We were eventually able to agree after seven days of very intensive talks with the mediator and the other friendly delegations participating as observers in Geneva, and impose a rational and reasonable agenda that serves the high interest of the Syrian people”,  teilte er mit. Daher habe man für die beiden anderen Punkte nur noch je eine Viertelstunde Zeit gehabt. Nur der Aspekt der Wahlen habe nicht besprochen werden können, da dieser von der Verfassung abhänge und jene mit der neuen Regierungsbildung zusammenhänge: „As for the other points, we touched upon them in passing, a quarter of an hour for each of the other baskets except the issue of the elections, which we didn’t deal with at all because it is linked to the constitution, and the constitution is linked to the upcoming all-inclusive national government”.  Hinsichtlich der von de Mistura überreichten Note und den in Antwort darauf diesem überreichten Anmerkungen (dazu vgl.u.) informierte der Diplomat die Presse: „Until now, nothing has been adopted. Nothing is final yet, except the agreement on the agenda, which is the only thing we achieved during this round”. Dazu bemerkte er: „we look forward to having this paper as the principles of the political solution in Syria; meaning we have suggested that this paper form the suitable foundation, common denomina­tors and common vision that allow moving towards discussing the agenda on national bases and not on the basis of foreign agendas. In other words, this paper is more like an attempt at having a common reading of the Syrian reality between us and the other platforms that believe in the Syrian national solution”.
Die Regierungsseite unterstütze die Einhaltung des Zeitplanung, vorgegeben durch die UNSC-Resolution Nr. 2254,  doch hänge das auch vom Verhalten der anderen Parteien ab: „we told the Special Envoy at the session before yesterday [vorgestern = Do., 2.3.] that the timetables stated in the resolution no. 2254 had to be re­spec­ted at that time, but all the parties that were interested in allowing the successful implementation of the rules of this reso­lu­tion are responsible for the disregard of the timetables.” Einer derjenigen, die für die Nichteinhaltung dieses Zeitplans verantwortlich seien, sei der UN-Sondergesandte de Mistura selbst, [der die Fortführung der Genfer Gespräche verschleppt hatte, vgl.u.!]. Daher sei es auch nicht möglich gewesen, innerhalb von sechs Monaten nach Annahme dieser Resolution, wie geplant eine neue Verfassung anzugehen. Dennoch habe man die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit bekundet und auch gezeigt: „Nevertheless we told de Mistura that we agree to the agenda and that we will work together with him and with the rest of the parties to allo­wing this agenda being dealt successfully in a reasonable and acceptable way without imposition, twis­ting arms or manipulation of any of the points. … We explained to de Mistura that we have no problem with dealing with any topic whatsoever as long as the order of the agenda is respected and as long as the issue of combating terrorism will be inclu­ded in our discussions at every session until we agree on it.”
Zur ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) bemerkte er kritisch, deren Vertreter agierten mit ihren Statements „clowning around”, womit sie sich in politischer Hinsicht als kindisch-unreif zeigten.
De Mistura habe noch weitere Fehler gemacht, indem er keine einheitliche oppositionelle Gruppe zustande gebracht habe, mit der man hätte verhandeln können, und auch nicht alle oppositionellen Gruppen eingeladen hatte, wie es die genannte Resolution ja vorsieht. Es gebe wesentlich angemessenere Gruppen vor allem im Vergleich zur ar-Riyâḍ-Gruppe.
Danach gefragt, was die Voraussetzung für direkte Gespräche mit Oppositionellen sei, erinnerte Dr. al-Ğaʽfarî an seine schon gegebene Antwort (vgl.u.): „We told this to de Mistura yesterday. What is needed is to have a national opposition partner that doesn’t work according to foreign agendas, or turns to Israel or Turkey, or works in favor of Qatari, Saudi, Jordanian and Israeli intelligence agendas. … This is the first condition. The second one is to have opposition groups that agree on a common agenda of what is called ‘opposition’.”  Schließlich sei doch klar, daß diejenigen, die die Agenda inklusive der Terrorismusbekämpfung ablehnten, sich selbst unter die Terroristen einordneten bzw. unter die Verteidiger derselben. (http://sana.sy/en/?p=101327)

Terroranschläge vom 3.3.2017:
Durch Raketenbeschuß wurden fünf Anwohner des aleppiner Stadtteils az-Zahrâ´, darunter ein kleines Mädchen, verletzt.
Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten, verschanzt im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad beschossen den Stadtteil as-Saḥâra von Darʽâ mit Mörsergranaten und richteten so entsprechende Schäden an.
Ebenfalls Opfer von Raketenbeschuß wurden Kinder auf einem Spielplatz in aṣ-Ṣafṣâfiyya im Landkreis Maḥarda, 25km nördlich von Ḥamâ: drei wurden getötet, drei weitere verletzt.
(http://sana.sy/en/?p=101297, http://www.sana.sy/?p=517089)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101296 und http://www.sana.sy/?p=517084 (Jagd auf  restliche IS-Trupps im O der Stadt Tadmur in Richtung der Silos durch die SAA unter heftigen Verlusten der Terroristen an Kämpfern und Ausrüstung einschließlich Kampfwagen; weiteres Durchkämmen des befreiten Gebiets nach Sprengsätzen.)

Aus dem Innenministerium, Abteilung Industrie und Handel, ging hervor, daß die von Terroristen eingeschlossenen Städte Dair az-Zaur und Kafarayâ und al-Fûʽa aus der Luft versorgt werden. Die Bedarfsgüter und Lebensmittel werden per Fallschirmen angeliefert. (http://sana.sy/?p=517163)

Am Freitagabend, 3.3.2017, zog der UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, während einer Pressekonferenz sein Resumee der 4. Runde der Genfer Syriengespräche. Erreicht worden sei eine klare Agenda für die folgenden Gesprächemit vier Themenkomplexen (vgl.u.) einschließlich der der Terrorismusbekämpfung, welche auf Wunsch der Regierungsdelegation mit aufgenommen worden sei. Auch habe man sich über die Herangehensweise  an diese Themen geeinigt. Er hoffe, die beteiligen Seiten würden künftig zu einer Vereinbarung über die zu behandelnden politischen Fragen aufgrund der UNSC-Resolution Nr.2254 kommen. auf der Agenda stehe ferner die Einrichtung einer belastbaren, umfassenden, nicht-konfessionell gebundenen Regierungsform innerhalb von sechs Monaten.  Ein weiterer Punkt umfasse andere Sachbereiche, von denen er ebenfalls hoffe, sie könnten  in den nächsten sechs Monaten erarbeitet werden, um dann einen Zeitplan zu erstellen; schließlich die Abhaltung von Wahlen nach Erarbeitung einer [neuen] Verfassung innerhalb von 18 Monaten.
Die Konferenzen von Astana und Genf bedingten einander, außerdem unterstütze er die erzielten Waffenruhemechanismen. Obwohl direkte Gespräche zwischen den Delegationen angestrebt worden waren, habe sich gezeigt, daß indirekte Verhandlungen besser seien, die erzielten Fortschritte gäben dem Recht. Allerdings sei die Bildung einer einheitlichen Oppositionsdelegation (dazu vgl.u.!) nötig. Über all das werde er als Nächstes dem UNSC wie dem UN-Generalsekretär berichten. Je nach dem Ausfallen der Rückmeldungen werde er eventuell zu einer 5. Runde im März laden. Die Idee einer militärischen Lösung der Syrienkrise dagegen sei eine Phantasterei, die zum Wohle der syrischen Bürger aufgegeben werden müsse; es gebe nur den politischen Weg. Diesbezüglich habe er ein gutes Gefühl.
In einer eigenen Pressekonferenz teilte der Leiter der Moskau-Gruppe, Ḥamza Mun­ḏir, nach dem Treffen mit de Mistura mit, man unterstütze es, daß in die Agenda der Counterterrorimus mitaufgenommen worden sei. Zur Bildung einer einheitlichen Oppositionsgruppe sei man bereit, sofern sichergestellt sei, daß keine Hegemonie und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitgliedern – von gewisser Seite, d.h. der ar-Riyâḍ-Gruppe (dazu vgl.u.) – ausgeübt werde.
Ğihâd Maqdisî Leiter der Kairo-Gruppe, machte deutlich, daß man grundsätzlich alle Themenbereich der Agenda unterstütze, sofern Fortschritte erzielt würden  und man zu einem einheitlichen Entschluß zu allen vieren gelange. am habe auch einen Verständigungsmodus mit der ar-Riyâḍ-Gruppe erreicht.
Zu weiteren Einzelheiten s.  (http://sana.sy/en/?p=101309)

Am Freitagabend beendete die Regierungsdelegation ihre Gesprächsrunde mit de Mistura. Dazu kamen Treffen mit dem russischen Vizeaußenminister Gennadi Gatilow und weiteren russischen Amtsträgern. Trotz der Versuche, die Genfer Konferenz zum Scheitern zu bringen, zeigten sich die Gesprächspartner mit dem Gang derselben zufrieden.  (http://sana.sy/en/?p=101288)

General Rudskoi von der Hauptverwaltung Operatives beim russischen Generalstab zog am Fr., 3.3.2017, zog zudem ein Resumee der russischen Militäroperationen im Februar gegen den IS im N Aleppos in Unterstützung der SAA: in 991 Einsätzen gegen 2306 Ziele wurden u.a. Kommandostellen, Waffen- und Munitionsdepots zerstört, davon im Raum al-Bâb 278 Ziele, darunter  Depots und Ansammlungen von aufgerüsteten Kampfwagen. – Nahe Aleppo in Rasm al-ʽÎs wurde zudem ein  Ğabhatu_n-NuṣraStab mit 67 Terroristen vernichtet, darunter 19 ihrer Feldkommandeure aus dem Nord-Kaukasus und Zentralasien. (http://sana.sy/en/?p=101303, http://sana.sy/?p=517103) – Zudem informierte er darüber: „Gemäß der Vereinbarung, die unter Teilnahme der russischen Seite in Syrien erzielt wurde, werden die Einheiten der syrischen Streitkräfte ab dem 3. März in das von den kurdischen Selbstverteidi­gungs­einheiten YPG kontrollierte Gebiet verlegt“. Bei letzterem handelt es sich um das Areal südwestlich von Manbiğ unmittelbar gegenüber der türkischen Einheiten.(http://sptnkne.ws/dGdD)

Tadmur (mit Palmyra) erneut durch die SAA vom IS befreit!
s. dazu: Freies Palmyra – erste FOTOs aus der geretteten Oasen-Stadt
 Bilder von RT-Korrespondentin Lizzie Phelan, die vor Ort gedreht hat

Verkündung der Wiederbefreiung von Tadmur (Palmyra), Photo: SANAgeneral

Verkündung der Wiederbefreiung von Tadmur (Palmyra), Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 2.3.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101213 und http://www.sana.sy/?p=516441, http://sana.sy/?p=516816 (Im Ostteil der Provinz Ḥomṣ Rückeroberung von Tadmur einschließlich der Ausgrabungsanlagen von Palmyra, der Zitadelle, der Anhöhe mit den Sendanlagen im westlichen Teil wie des Hotels Dîdamân im südlichen, des strategisch bedeutenden Ğabal aṭ-Ṭâr, der die Stadt überblickt, und des sog. Qaṭar-Palastes; die IS-Kämpfer erlitten enorme Verluste und wurden aus sämtlichen vorerwähnten Gebieten verjagt; Überreste flohen gen Westen zu den Obstplantagen; das Vordringen in der Stadt gestaltete sich wegen der zahlreich angebrachten Minen und Sprengsätze (sog. IEDs) sowie versteckten Heckenschützen schwierig; Spezialeinheiten entschärften diese anschließend. Vernichtung von IS-affiliierten Trupps im [Arbeiter- und ar-Rašadiyya-Viertel von Dair az-Zaur nach heftigen Gefechten mit Zerstörung von deren Kampfwagen und Mengen an Munition. Entdeckung eines 220m langen und 1m breiten mannshohen Tunnels von Ğabhatu_n-Nuṣra in der damaszener Vorstadt Ḥarastâ im Rîf Dimašq, von welchem aus zahlreiche Angriffe (vgl.u.)  z.B. auf Militärposten  etc. gestartet wurden, es fanden sich ebenfalls Mengen an Sprengstoff, die zur Zerstörung des Tunnels dienten; etliche Terroristen fanden den Tod.)

Das Oberste Armeekommando gab noch am späten Do., 2.3.2017,  die vollständige erneute Befreiung von Tadmur/Palmyra in für den IS hoch verlustreichen Gefechten durch die SAA, die verbündeten Streitkräfte und mit Unterstützung der syrischen und russischen Kampfjets bekannt.  Dieser bedeutende Sieg falle zusammen mit den Erfolgen im NO-Umland von Aleppo, welche dem IS verheerende Niederlagen bereitet hätten. Dies beweise erneut, daß die SAA zusammen mit ihren Verbündeten die eine Kraft zur Vernichtung de IS [in Syrien] sei. Die Rückeroberung von Tadmur biete dabei eine geeignete Basis für die weiteren Operationen gegen diese Terrororganisation mit Kappung von deren Versorgungslinien. Die SAA mit unterstützenden Kräften stehe nach wie vor zu ihrer Bestimmung, die Terroristen von IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und affiliierten Organisationen zu bekämpfen und wieder Sicherheit und Stabilität auf jede Handbreite des Heimatbodens herzustellen. (http://sana.sy/en/?p=101260, http://sana.sy/?p=516816)

General Sergei Rudskoi, Chef der Hauptverwaltung Operatives beim russischen Generalstab, informierte zudem noch darüber, daß der Erfolg erzielt wurde trotz der ständig zuströmenden Verstärkung für den IS aus Mossul und ar-Raqqa. Mehr als 1.000 IS-Extremisten wurden getötet, dazu  19 Panzer, 37 Infanterie-Kampfwagen und weitere mehr als 100 andere F der Terrororganisation zerstört. Über dem Ausgrabungsgebiet fanden keine Bombereinsätze statt. (http://sana.sy/en/?p=101303)

Als neuer Rekonziliationserfolg unter russischer Vermittlung [vgl.u. zum Mitwirken des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums in Ḥumaimîm] kann die Übergabe der Kontrolle über mehrere Dörfer östlich von al-Bâb  (vgl.u.) durch Kurdenmilizen an die SAA gesehen werden. (http://sptnkne.ws/dFwe) – allerdings bestreitet dies das türkische Außenministerium (http://sptnkne.ws/dFxP), doch liegt eine Bestätigung durch den russischen General Rudskoi vor (http://sptnkne.ws/dGdD). – Über die völkerrechtswidrigen Aktionen des türkischen Militärs in Nordsyrien (vgl.u.), u.a. im Rahmen der sog. Operation Euphrates Shield, die schon mehrfacher Grund zu Protesten der Landesregierung bei den UN gewesen sind (vgl.u.), äußerst sich auch der Vorsitzende des Syrischen Demokratischen Rates und kurdische Politiker Rezan Hiddo im Interview mit Sputnik Türkiye: „Die Türkei ist bestrebt, die Städte Dscharablus, El Rai und Aazaz als türkische Territorien dar­zustellen. Ankara spricht immer wieder über die im ‚Nationalen Pakt‘ von 1920 vorgesehenen Gren­zen (Das in der letzten Tagung des Osmanischen Parlaments beschlossene Dokument betrachtet Nord­syrien und den Irak als türkische Territorien – Anm. d. Red). Die Türkei will Aleppo, Manbidsch, Dscharablus und Al Shehab inkorporieren“. Demnach behauptet die AKP-Regierung unter Präsident Erdogan zwar, in Syrien mit seiner Militärinvasion den IS zu bekämpfen, tatsächlich jedoch handele es sich dabei um die Einverleibung des besetzten syrischen Gebiets durch die Türkei. Deshalb würden zunehmend in Nordsyrien türkische Militärbasen angelegt (vgl.u.), z.B. auf der strategisch wichtigen Ğabal ʽAqîl (Höhe Akil)in al-Bâb, unmittelbar nahe der Stadt  Aʽzâz (vgl.u.), nördlich der Stadt Tal Rifʽat (vgl.u.) etc.. (http://sptnkne.ws/dFEU)

Laut einem Artikel von Le Monde  gibt der schweizerisch-französische Zementkonzern LafargeHolcim zu, in Syrien an Dritte Geld gezahlt und damit Vereinbarungen „mit be­waffneten Gruppen, einschließlich sanktionierter Parteien“ getroffen zu haben. U.a. sei man „zweifelhafte Arrangements“ mit dem IS eingegangen. (http://sptnkne.ws/dFyb)

Terroranschläge vom 2.3.2017:
Einen Toten und fünf Verletzte hinterließen Raketenangriffe auf den Stadteil az-Zahrâ´ von Ḥomṣ sowie materielle Schäden.
Diese verursachten auch Mörsergranatenattacken auf Wohngebiete in Dair az-Zaur.     
(http://sana.sy/en/?p=101249, http://www.sana.sy/?p=516658, http://www.sana.sy/?p=516441)

In Genf traf am Do., 2.3.2017, die Regierungsdelegation unter Leiter von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut mit dem UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura wie zuvor mit dem Referenten des iranischen Außenamtsdepartements für den Nahen Osten, Ḥamîd Rîḍâ Dahqânî (Hamid Reza Dehghani) zusammen. (http://sana.sy/en/?p=101244)

Presseerklärung der Regierungsdelegation, Photo: SANA

Presseerklärung der Regierungsdelegation, Photo: SANA

Über ersteres Treffen gab Dr. al-Ğaʽfarî an, es habe sich um essentielle Themen, vor allem der Terrrorismusbekämpfung in der Auseinandersetung mit Rechtsexperten gehandelt; auf jene werde man am Freitag antworten: „We held a round of talks with de Mistura, dealing with basic issues, mainly fighting terrorism, and we listened to the legal experts about these issues and we promised de Mistura to respond to what we have heard of opinions tomorrow, but we presented initial notes today.” Aus den Medien hätten sie erfahren, daß die – von Terroristenvertretern und Agenten fremder syrienfeindlicher Regeirungen durchsetzte  – ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) wie zu erwarten die Terrorismusbekämpfung als Teil der Agenda ablehnt. Hierzu bemerkte ar am 2.3.2017 zur Presse: We heard and watched, through media, statements by head and members of al-Riyadh opposition who rejected to include the fourth basket, which is combating terrorism, in the agenda, a matter which is not surprising because part of al-Riyadh opposition join terrorist groups, some of which fight along with the Turkish troops that invaded our lands in the north, and many others are administrated by Israel, moreover, they receive orders from countries known of their responsibility for the Syrian bloodshed.” Gegenüber de Mistura habe man daher erklärt, die Genfer Konferenz dürfte sich nicht dieser Fraktion beugen und nicht dulden, daß diese für ihre Zwecke zu mißbrauchen: „So, we stressed to de Mistura that progress in Geneva dialogue should not be subject to al-Riyadh platform which has rejected to form a unified delegation of the oppositions, and it is not allowed to al-Riyadh delegation to take Geneva talks as a condition for its obstinate stances.” Für die Regierungsdelegation sei jedoch die Weiterführung der Friedensgespräche wichtig, um weiteres Blutvergießen in Syrien zu verhindern:  „For us, and in spite of what has been mentioned, we always seek to continue dialogue and we will do our best to preserve the blood of Syrians and meet their aspirations.” Auch keine der anderen oppisitionellen Gruppen habe gerade mit diesem Thema ein Problem, nur die ar-Riyâḍ-Gruppe: „So, there is a problem which lies in al-Riyadh platform, and this would not be solved without including this basket within the baskets which form our agenda.”
Es folgte die Beantwortung von Journalistenfragen:
Zu seinen Erwartungen bzgl. der Genfer Gespräche erklärte der Diplomat, schon immer habe die Diskussion um die Agenda die meiste Zeit verschlungen: „Always, in all rounds of the Syrian-Syrian talks whether under the chairmanship of de Mistura, Ibrahimi or Annan, the problem which we spend a long time for it was the agenda.”
Hinsichtlich der türkischen Haltung entgegnete er: „We have dealt with the Turkish military and political invasion to our country long time ago through sending identical letters to Security Council and Secretary General of the UN, which means that we were aware of the danger of the Turkish be­havior towards a neighboring country, since the beginning we have considered the Turkish military entrance to our lands as a military aggression.”
Zur Zusammensetzung der ar-Riyâḍ-Gruppe erwiderte er, es seien viele Terroristen unter ihren Mitgliedern, von denen einige im Ausland Training, schützende Unterkunft und medizinische Behandlung erhielten. Andere arbeiteten für den türkischen und saudischen Geheimdienst – das alles zeige, daß die ar-Riyâḍ-Gruppe keine unabhängige Vertretung sei, die für die Belange Syriens eintrete. Wörtlich äußerte er: „There are other groups that work for the interest of Saudi and Turkish intelligence, so al-Riyadh group is not independent and we still consider them as terrorists until they show the contrary.” und er fügte hinzu: „As for the problem with al-Riyadh platform, we hope to negotiate a unified delegation of oppositions, not to hold talks with shops of opposition, we want to have talks with a national opposition that thinks about its homeland not to work for the interests of foreign partition agendas.”
Schließlich konnte der Delegstionsleiter den Versammelten die freudige Nachrichte der Rückeroberung von Tadmur/Palmyra verkünden: „I announce the news of liberating the historic city of Palmyra from ISIS terrorist gangs at the hands of the Syrian Arab army.” Es habe sich damit erfüllt, was der Präsident verkündet habe:  „As we have liberated Tadmur in the past, we will liberate it again.” Die Journalisten du er ein, sich vor Ort ein bild zu machen:  „You are invited to visit the historic city of Tadmur and see the glamour of this city after it became free from the hand of terrorist gangs.” Zu den Bedingungen und Uständen der zweiten Eroberung  der stadt durch den IS im Dzember des Vorjahres bemerkte er kritisch: „Tadmur is a Syrian city, and it is part of the Syrian territories, so, it is subject to the Syrian sove­reignty and when ISIS gangs occupied it, this was preceded  by US air shelling against sites of Syrian army in Deir Ezzor, a thing which allowed ISIS gangs to move freely into Palmyra, so the matter was not a mere transform of control on Tadmur from the hand of the Syrian army or government into the hand of ISIS, but it was part of a military and political process that aims to pave the way for ISIS to occupy Tadmur.” Dann schloß er: „anyhow, Tadmur was liberated in the past, and today it is also liberated, and all regions where terrorist gangs exist will be liberated. (http://sana.sy/en/?p=101271)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.3.2017 informieren: http://www.sana.sy/en/?p=101144 und http://sana.sy/?p=515994 (Rückeroberung des strategisch bedeutsamen Tadmur-Dreickes an den westlichen Stadtausläufern von Tadmur wie des Ğabal Hayâl und aller das al-Quṣûr-Areal von Tadmur überblickender Anhöhen nach verbissenen Kämpfen mit den dortigen IS-Trupps mit Auslöschung der letzten Terroristenverbände; überlebende IS-Kämpfer flohen in moralischer Auflösung; Vormarsch zur Zitadelle von Tadmur;  Bombenräumkommandos durchsuchen das Tadmur-Dreick nach hinterlassenen Minen und Sprengsätzen, welche das Vordringen der Armee samt unterstützenden Kräften verlangsamen sollen, demontieren und entschärfen sie.  Intensive, präzise und effektive SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen und -Nachschublinien um Dair az-Zaur bei den Ziegeleien, dem Liwâ´  at-Ta´mîn, dem al-Muhandisîn-Areal nahe dem Ğabal aṯ-Ṯarda und der Anhöhe 23 im Friedhofsgebiet am südlichen Stadtrand mit Eliminierung vieler IS-Kämpfer samt militärischer Ausrüstung.)  – S.a. https://www.rt.com/news/379073-syrian-palmyra-citadel-isis/ (mit Videos und Karte).

Die Regierungsdelegation gab sich am Mittwoch zufrieden über den Verlauf der Gespräche in Genf. Die letzten beiden Tagen über habe man mit dem UN-Gesandten de Mistura tiefgehende und fruchtbare Diskussion zur Genfer Agenda geführt. Man sei schließlich zu der Vereinbarung gelangt, daß dieselbe vier Themenbereiche umfassen solle: die Terrorismusbekämpfung, die Regierung (rule), die Verfassung und Wahlen.
Zu dem von de Mistura erhaltenen Schreiben mit dem Titel „basic principles for the political solution in the Syrian Arab Republic” habe man Anmerkungen gemacht und ihm gegenüber gebeten, diese den oppositionellen Gruppen zuzuleiten und deren Haltung dazu zu ermitteln.
Zu gewissen Statements von mancher  Seite, die inakkurate Wiedergaben der Aussagen von Staffan de Mistura über den Verlauf der Gespräche beinhalteten,  wurde angemerkt, daß solches Verhalten der Glaubwürdigkeit des UN-Gesandten abträglich sei, wenn es so stehen gelassen würde, und darauf abziele, in der öffentlichen Meinung ein falsches Bild entstehen zu lassen, damit die Genfer Gespräche ihr Ziel verfehlten. (http://sana.sy/en/?p=101187)

Rußlands Außenminister Sergei Lawrow, machte am Mi., 1.3.2017 bei einer Pressekonferenz deutlich, Extremisten, die auch vom UN-Sicherheitsrat auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt worden sind, müßten an der Unterwanderung des politischen Prozesses in Syrien gehindert werden. Er hoffe, die innersyrischen Gespräche in Genf würden nicht durch diese verbotenen Organisationen unterminiert, sondern fortgeführt, um im Anschluß an die Astana-Treffen einen Ausgleich für Syrien zu erreichen. Die Agenda für die Genfer Gespräche ist vorgegeben durch die UNSC-Resolutionen, insbesondere die Resolution Nr.2254 mit dem Ziel der Terrorismusbekämpfung und der Trennung der sog. „moderaten Opposition” [MAO, vgl.u.] von Terroristen* und Extremisten. Würde man das Thema Counterterrorismus übergangen, würde man der Resolution zuwiderhandeln. Gemäß seinen Informationen sähen dies die verschiedenen Teilnehmer der Genfer Konferenz langsam ein. (http://sana.sy/en/?p=101151)  – *Zur Definition s. Präsidenten-Interviews z.B. vom 16.2.2017 (ab Frage 6), vom  7.2.2017 (ab Frage 3 bzw. 8, vom 20.1.2017 (ab Frage 7) etc..

Wie schon zu einem früheren Zeitpunkt monierte der russische Außenamtschef Sergei Lawrow den antisyrischen Kurs einiger arabischer Länder als „nicht-richtig und provozierend„. So sei die Aussetzung der Mitgliedschaft Syriens in der Arabischen Liga, (vgl.u.) eine verfehlte Politik, die die Gelegenheit für realistische Gespräche stark einschränke, statt sie zu ermöglichen. (http://parstoday.com/de/news/world-i24406-russland_kritisiert_antisyrischen_kurs_einiger_arabischer_staaten)

Oppositionsmitglieder der Moskau-Gruppe (vgl.u.) trafen am 1.3.2017 mit der iranischen diplomatischen Delegation zu Gesprächen zusammen. (http://sana.sy/en/?p=101160)

Am 1.3.2017 fanden sich auch der permanente UN-Gesandte und Leiter der Regierungsdelegation, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, und der russische Vize-Außerminister Gennadi Gatilow in Genf zusammen. Nach Nachdem letzterer auch ein Gespräch mit der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) beendet hatte, unterstrich er in einer Pressekonferenz erneut die Unterstützung seiner Regierung für die Bemühungen des UN-Gesandten de Mistura dahin gehend, daß direkte Gespräche zwischen der Regierungsdelegation und den Oppositionsgruppen nicht möglich seien. Der ar-Riyâḍ-Gruppe empfehle die russische Regierung die Kontakte hinsichtlich der Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe in Syrien beizubehalten. Womöglich besäßen die Mitglieder der ar-Riyâḍ-Gruppe – abzulesen aus ihrem Verhalten – nicht alle Informationen über die realen Vorgänge in Syrien. – Gatilow traf sich zudem mit der oppositionellen Kairo-Gruppe (vgl.u.). Er konstatierte: „there is a joint understanding on the need for going ahead in the settlement of crisis in Syria.” (http://sana.sy/en/?p=101191)

Nach einem Zwischenfall nahe Manbiğ in N-Syrien bezüglich der von den USA unterstützten Syrian Democratic Forces erging aus dem Verteidigungsministerium in Moskau am 1.3.2017 die Information: „Commander of the American Air Forces expressed concern that Russian and Syrian aircraft could carry out an unintended strike at positions of Washington-backed fighters during an anti-terrorist operation.” Angeblich seien die seitens der USA übermittelten Koordinaten der SDF-Stellungen – wohl unbeabsichtigt – beim Einsatz der Kampfjets nicht entsprechend einbezogen worden und so sei es zu friendly fire gekommen. Doch das russische Verteidigungsministerium dementierte: „Not a single air strike on the regions specified by the US side was conducted by Russian or Syrian air forces.”  Man habe die Daten erhalten und auch bei der Planung beachtet. Verteidigungsminister  Schoigu erklärte zudem, die „effective cooperation” mit dem US-Militär durch die eingerichteten Kanäle werde fortgeführt, um die IS-Terrorgruppe in Syrien zu bekämpfen.   (http://sana.sy/en/?p=101208)

Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, gab am Mi., 1.3.2017, eine Presseerklärung ab, in der er den jahrelangen – von manchen Regierungen nicht entsprechend gewürdigten – Kampf der beiden Staaten, des Iraks wie Syriens, gegen den Terrorismus herausstellte, der gerade nicht nur diese Staaten bedrohe und somit generell Priorität haben müsse. Wörtlich bemerkte er: „we strike terrorism wherever it exists in cooperation with our neighbor Syria” und fügte hinzu: “we are the ones who have been fighting terrorism for years regardless of states’ positions towards it, and any understanding from states of the danger posed by terrorism and the priority of fighting it is welcome.” Im Hinblick auf die Türkei warnte er, daß der Terrorismus eine Gefahr für einen jeden  werden könne.  (http://sana.sy/en/?p=101147)

Im Gebiet von Kassab im nördlichen Hinterland der Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya formierte sich am 1.3.2017 massiver Protest gegen das völkerrechtwidrige Vorgehen des türkischen Militärs auf syrischem Hoheitsgebiet und deren negative Auswirkungen auf die Bevölkerung des betroffenen Landstrichs. Dieses baut – wie u.a. schon dem UNSC durch das Außenministerium angezeigt (vgl.u.) auf syrischem Boden eine Mauer. Die Vorgabe, daß damit der Zustrom von Terroristen nach Syrien unterbunden und der Terrorismus bekämpft werden solle, sei eine glatte Lüge. Schließlich befördere das türkische Regime unter Erdogan nach wie vor den Terrorismus in der Region, in dem es den Extremisten finanziell, militärisch und logistisch kontinuierlich Hilfe leiste [zu Belegen s.u.!]. Für den Mauerbau aber bemächtige sich das türkische Militär nicht nur des syrischen Terrains als solches, sondern des Grundbesitzes samt baulichen Immobilien syrischer Bürger, die es dabei zerstöre. Es sei daher notwendig, daß die UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung  insofern umgesetzt würden, indem das Erdogan-Regime gezwungen werde, die Terroristenunterstützung endlich einzustellen wie auch den Terroristen das von ihnen in Syrien geraubte Öl und Gas wie antike Ausgrabungsgegenstände abzukaufen. (http://sana.sy/en/?p=101166, http://sana.sy/?p=516220)

Der iranische Präsident Rûḥânî merkte beim Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan am Mittwochnachmittag in Islamabad an: „Der Iran ist gegen die Verletzung der territorialen Inte­grität in der Region, insbesondere in Syrien und im Irak„.  Eine der Grund­lagen der iranischen Außenpolitik sei, die freundlichen Beziehungen zu seinen Nachbarländern zu intensivieren und führte dazu aus: „Die Herstellung der Stabilität in der Region zählt zum  Grundprinzip der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. [Eine] Politische Lösung der Probleme und Konflikte könne endlich zur Stabilität und Sicherheit der Region führen. „. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24412-pr%C3%A4sident_rohani_fordert_re­spekt_vor_territorialer_integrit%C3%A4t_der_l%C3%A4nder)

US-Präsident Donald Trump bestätigt, was die syrische (s.a. Präsidenten-Interviews) wie russische Regierung seit Jahren konstatieren: „Wir kämpften 17 Jahre lang im Nahen Osten (…). Wir haben sechs Billionen Dollar im Nahen Osten ausgegeben. Das ist einfach unzulässig, denn wir haben nichts erreicht“. Tatsächlich sei die Situation dort inzwischen sogar wesentlich schlimmer, als sie vor 16 bis 17 Jahren gewesen sei.  – Daher hatte Trump bereits am 28.1.2017 eine Anordnung für die Ausarbeitung eines Plans zur Vernichtung des IS unterzeichnet. Bis Ende Februar solle US-Verteidigungsminister James Mattis  ein vorläufiges Projektpräsentieren und das Pentagon neue Partner im Aus­lan­d zur Umsetzung des Plans finden. (http://sptnkne.ws/dDV8)

Am Di., 28.2.2017, kritisierte der russische Vizeaußenminister Sergei Ryabkow nochmals die Außenpolitik der Obama-Administration gegenüber dem Nahen Osten: Vor etwa drei Jahren leitete Washington sehr widerwillig den Kampf gegen die Terrormiliz Daesh ein, nachdem die Terroristen mehrere US-Bürger ermordet hatten. Dabei hat die Obama-Admini­stration die Al-Nusra-Front bis zuletzt beschützt und damit gerechnet, diese für den Sturz der legitimen Regierung in Damaskus nutzen zu können“. Bis zuletzt sei auch die Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra von der Obama-Administration beschützt worden. Diese sei bekanntermaßen ein Ableger von al-Qâʽda. Letztere Terrorgruppe habe die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington verübt. Daher fuhr Ryabkow fort: „Das Obama-Team hat nicht nur den Dschihadisten, sondern auch Al-Qaida-Anhängern geholfen, die mehr als 3.000 Amerikaner getötet hatten. Das ist ein völliger Surrealismus, denn jegliche Begün­stigung von Terroristen ist eine schwere Straftat in den USA. Die neue US-Administration ver­steht angeblich die Situation“. Er setzte hinzu: „Es ist offensichtlich, dass das Hauptproblem in Syrien nicht bei Assad liegt, sondern im internatio­nalen Terrorismus, der sich dort ein Nest gebaut hat. Es ist wichtig, dass die neue US-Administration tatkräftig ihre Absicht bestätigt, darunter auch in den Kontakten zu uns, gegen die Terroristen zu kämpfen. Wir sind dazu bereit, uns stört aber das von Obama hinterlassene Hindernis – die Ein­schrän­kungen für eine vollwertige militärische Kooperation“. (http://sptnkne.ws/dEkw)

Der permanente UN-Gesandte und Leiter der Regierungsdelegation bei den Genfer Gesprächen, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî,  antwortete am Di., 28.2.2017, auf eine Reporterfrage danach, warum ein Treffen mit einem türkischen Diplomaten abgelehnt worden sei: die türkische Regierung habe in den letzten Jahren 300.000 Terroristen nach Syrien eingeschleust, auch habe die Türkei Terroristen für deren Aktivitäten in Syrien ausgebildet. Die türkische Armee habe zudem gegen die syrische Souveränität verstoßen, sei ins Land eingedrungen und habe [im Norden] Landesteile davon besetzt. Außerdem hätten die Anti-Regierungskämpfer in Istanbul Zuflucht gefunden. [Wie könne man nach solchem  Verhalten mit einem Vertreter der Türkei freundschaftliche Gespräche führen.] (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i24384-baschar_al_dschafari_t%C3%BCrkei_hat_300.000_terro-risten_nach_syrien_geschickt)

Terroranschläge vom 28.2.2017:
Im damaszener Wohngebiet al-ʽAdawî gingen von Terroristen mit Barrikaden in al-Qâbûn im berüchtigten Ost-al-Ġûṭa am Morgen im Umfeld der Kindergärten Raketen nieder, die sieben Menschen verletzten und beträchtliche Schäden anrichteten.
Zwei Tote waren der Erfolg eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffs auf  das Dorf ʽArna im SW-Umland von Damaskus mit Mörsergranaten und Raketen. Entsprechende Schäden an Privaten Immobilien etc. kamen dazu.
(http://sana.sy/en/?p=101045, http://www.sana.sy/?p=515513)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 28.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=101049 und  http://www.sana.sy/?p=515526 (Gezielte effektive Luftschläge gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen einschließlich eines Depots at-Tamânaʽa in der Provinz Idlib; erfolgreiche Bodenoperationen auch gegen Ğabhatu_n-NuṣraPositionen  und motorisierte Trupps in Dair Šarqî, ca. 45km im S der Provinzhauptstadt,  in Arîḥâ, 12km südlich Idlibs, sowie gegen Affiliierte jener Terrorgrupe auf dem Ğa­bal Šaḥšabḥû, in Rakâyâ Sağna, Taramlâ und Maʽr Ḥurma.  Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen in Ṭayyibat al-Imâm und Mûrik in der Provinz Ḥamâ sowie von militärischer Ausrüstung von Tuğmiʽ alʽIzza in al-Buwaiḍa im N-Umland der Provinzhauptstadt. Akkurate erfolgreiche SAAF-Einsätze über die vergangenen 24 Stunden gegen  dutzende IS-Stellungen rund um Tadmur auf dem Ğabal aṭ-Ṭâr; rechtzeitige Zerstörung einer Autobombe zwischen der Tankmöglichkeit und dem Tadmur-Dreieck nahe dem Zugang zur Stadt;  ebenfalls im Ostteil der Provinz Ḥomṣ wurde unter den Getöteten IS-Kämpfern beim Artillerieangriff auf deren Stellung östlich von Ğab al-Ğarâḥ, auch der sog. IS-Amîr für die Front im Osteil [der Provinz] Ḥomṣ, namens Šâhir al-Ḥassan identifiziert. Erfolgreiche präzise Artilleriesalven auch auf IS-Fortifikationen im Umkreis des Liwâ´at-Ta´mîn au der Südachse von Dair az-Zaur; präzise effektive Luftschläge gegen IS-Konvois im SW von Ḥaṭla  wie aus ar-Raqqa mit Nachschub für die IS-Kämpfer in und um die Provinzhauptstadt sowie Eliminierung von IS-Affiliierten samt deren Kampfwagen, Waffen- und Mannschaftstransportern in den Dörfern Ğazarat al-Bû­hamîd, al-Mîlâğ und al-Harmûšiyya im NW von Dair az-Zaur, wo diese hohe Gebäude und hautpsächlich die Wasserspeicher zu zerstören trachteten [das Gebiet ist von Wüste umgeben!].) – Die Armee steht demnach etwa 5km vor Tadmur, mit der Rückeroberung sei in absehbarer Zeit zu rechnen. (http://sptnkne.ws/dErR, http://sptnkne.ws/dE6e)

Am Di., 28.2.2017 traf die Regierungsdelegation in Genf mit dem russischen Vize-Außenminister Gatilow in Genf zu Gesprächen zusammen. Beide Seiten waren sich einig darin, daß die Terrorismusbekämpfung zu den Prioritäten der Agenda mit Ziel der Lösung der Syrienkrise gehöre. Gatilow informierte in einer Erklärung die Presse darüber, daß die Regierungsdelegation keinerlei Probleme mit de Misturas Agenda habe. Sie halte jedoch die  Terrorismusbekämpfung für dringlicher als anderes. Das nächste Treffen mit dem UN-Gesandten steht für heute später am Tag an. (http://sana.sy/en/?p=101052) – Dieses wurde auch durchgeführt. (http://sana.sy/en/?p=101074)

Eine der Regierungsdelegation nahestehende Quelle verwies Meldungen bekannter arabischer Mainstream-Medien, die auch den ausländischen anderssprachlichen regelmäßig die Zitiergrundlage bieten, ins Land der Phantasie, wonach die Gespräche zwischen der Regierungsdelegation und dem UN-Gesandten de Mistura ausgesetzt würden.  Wörtlich äußerte der Gewährsmann: „Those repeated rumors, by al-Arabiya and al-Jazeera TV channels, come in the context of their endeavors to confuse the talks and make them a failure, a stance which agrees with the stances of Saudi Arabia and Qatar governments that support terrorism in Syria and make anything that could stop the Syrian bloodshed a failure.” Die Regierungsdelegation gehe weiterhin nach dem von de Mistura festgelegten Terminplan vor und sei bestrebt, ihr Bestmögliches zu tun, jedem Dialog die Möglichkeit einzuräumen, der die Menschen in Syrien beschützen und das Blutvergießen beenden könne.  (http://sana.sy/en/?p=101035)

In der Nacht zum 27.2.2017 hieß es wieder: And the Oscar goes … an das die wirklichen Verhältnisse gezielt verzeichnende Propaganda-Machwerk einer Terrorgruppe, welche sich unter dem Decknamen White Helmets  (vgl.u.!) in Syrien gar als NGO und Hilfsorganisation ausgibt.  Zu deren wahren Zielen und Zusammenwirken mit Terrororganisationen wie al-Qâʽida und deren Ablegern wie ihrem Wirken, da sie von anderen solchen Terrorgruppen an Grausamkeit und Barbarei nicht unterscheidet, vgl.u. die schon eingestellten Belege. Zur weiteren Information empfehlen sich die Beiträge nach Eingabe von: https://www.youtube.com/results?search_query=%22The+white+helmets%22+RT in die Suchmaske bei YouTube. Zu empfehlen sind vorab:  Documentary about Syrian ‚White Helmets‘ wins Oscar amid allegations of terrorist ties von RT, White Helmets are AlQaeda | Official Trailer [HD]    von SyrianGirlpartisan und allg.:  SYRIA WHITE HELMETS HAND IN HAND WITH AL QAEDA von vanessa beeley u.v.a

Am So., 26.2.2017 traf der UN-Gesandte de Mistura mit der sog. Kairo– und Moskau-Gruppe der syrischen Oppositionsdelegation zu Gesprächen im Genfer UN-Hauptquartier zusammen, am Montag mit der sog. ar-Riyâḍ-Gruppe.  (vgl.u.!) – Medienberichten sei zu entnehmen, daß die angestrebte Einigung der verschiedenen Oppositionsgruppen auf eine einzige daran scheitere, daß die ar-Riyâḍ-Gruppe das Monopol für die Vertretung für sich beansprucht und die anderen dominieren will. Dies wiederum akzeptierten die anderen beiden Gruppen nicht. (http://sana.sy/en/?p=101011) – Angesichts der Zusammensetzung und Gründungsumstände der wahhâbitisch basierten und unterstützten radikalen ar-Riyâḍ-Gruppe mit Verbindung zu Terrorgruppen und der Muslimbruderschaft (vgl.u.) kann man die beiden anderen Gruppen zu ihrer Standhaftigkeit der ersteren gegenüber nur beglückwünschen.

Michail Bogdanow, der Nahost-Beauftrage von Präsident Putin, drückte während einer Pressekonferenz seine Hoffnung aus, die oppositionellen Gruppen möchten zu einer einheitlichen Delegation bzw. Position zusammenfinden. Im einzelnen äußerte er: „Moscow hopes that the Syrian opposition will form a unified delegation for the Geneva talks because everybody has come to Geneva for implementing the UNSC Resolution No. 2254 in the end.” Er ergänzte: „The goal is common, clear and intelligible yet each delegation has some particular differences with regards to interpreting this Resolution”. Außerdem sollten unbedingt die Kurden an den Genfer Gesprächen teilnehmen können [die der UN-Gesandte und Verantwortliche für die Genfer Syrien-Konferenz, de Mistura, erneut nicht geladen hatte]. Mit der syrischen Regierungsdelegation halte man täglich Kontakt, informierte er die Presse. (http://sana.sy/en/?p=100995 vom 27.2.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100998 und http://www.sana.sy/?p=514959 (Gezielte präzise Luftschläge gegen IS-Verbarrikadierungen, Schlupfnester und Bewegungsachsen im Stadtteil al-Ḥamîdiyya, im al-Muhandisîn-Areal,  im Umkreis des Dair az-Zaur Airport wie beim Ğabal aṯ-Ṯarda unter heftigen Verlusten des Feindes an Kämpfern und militärischer Ausrüstung.)

Terroranschläge vom 27.2.2017:
Im Dorf al-Mašâriyya verschanzte Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra feuerten aus Maschinengewehren auf Wohnhäuser im Dorf Qunayyat alʽÂṣî im nördlichen Umland von Ḥom. Dabei starb ein Bewohner  und es kam zu materiellen Schäden.
Eine Salve Raketen bekam Ğab al-Ğarâḥ, 73 km östlich von Ḥom durch den IS ab, wodurch Beschädigungen an Häusern und weiterem privatem Eigentum entstand.
(http://sana.sy/en/?p=101019, http://www.sana.sy/?p=515247)

Das Oberste Heereskommando verkündete in einer Erklärung vom So., 26.2.2017, die Befreiung der Stadt Tâdif im SSO ganz in der Nähe von al-Bâb nach heftigen für den Feind verlustreichen Gefechten mit dem IS am Samstagmorgen. Damit erhält die Armee die Kontrolle über die Transportrouten der Terroristen und eine bessere Ausgangsposition für den weiteren Vormarsch in der Region. Spezialeinheiten sind derweil mit dem aufspüren und Entschärfen der zahlreich in Gebäuden und an öffentlichen Plätzen angebrachten bzw. hinterlassenen Minen und Sprengsätzen im Stadtgebiet beschäftigt. (http://sana.sy/en/?p=100961, http://sana.sy/?p=514654)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100943 und http://sana.sy/?p=514538 (Gezielte effektive Luftschläge gegen Positionen und Bewegungsachsen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Ǧaiš an-Naṣr im Bereich Ma’r Ḥurma und al-Ğâbariyya im südlichen Umland von Idlib mit Zerstörung eines Kommandozentrums von Ǧaiš an-Naṣr inklusive Kampfwagen al-Mustarîḥa im äußersten SO der Provinz. Im N der Nachbarprovinz Ḥamâ Beseitigung eines Kommandozentrums von Tuğmiʽ alʽIzza in al-Laṭâmina mit dem Anführer ʽAbdulqâdîr ʽAbdulkarîm sowie eines weiteren Kommandozentrums, nämlich der saudisch unterstützten Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya in Kafar Zaitâ und einiger Trupps von Ğabhatu_n-Nuṣra in al-Ḥumairât bzw. von  Ǧaiš an-Naṣr in Tal Hawâš. Rückeroberung des Gebiets an der Verbindungsstraße zwischen dem Wâdî Ab­yaḍ Damm und Tadmur mit Überblick über das al-Mahr Ölfeld und die Marmor-Steinbrüche ca. 8km im NW von Tadmur; zudem Ausdehung der Kontrolle im al-Bayârât-Areal mit Vormarsch bis zum Tadmur-Dreieck und den Ğibâl al-Hayâl mit Rückeroberung von dessen höchsten Punkt (Punkt 939,5), welcher vorgenanntes Gebiet überblickt mit dem strategischen Gewinn, somit die Nachschubrouten des IS von ar-Raqqa abschneiden zu können; außerdem vernichtende akkurate SAAF-Einsätze gegen IS-Positionen und Bewegungsachsen ebenfalls im Ostteil der Provinz Ḥomṣ östlich von Ğab al-Ğarâḥ, nördlich von aṭ-Ṭafḥa, im Bereich von Rasm as-Sabʽa, Rasm Ḥamîdî,  Habra Ġarbiyya und Ğabâb Ḥamad sowie in al-Bârida im SO-Teil. Erfolgreiche Atillerie– und SAAF-(Gegen)Angriffe gegen IS-Fortifikationen und –Positionen und an den Außenbezirken von Dair az-Zaur im Friedhofsgebiet mit Zerstörung eines ISKommandozentrums  wie auch bei Surriyya Ğunaid. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra  aus mehreren Richtungen auf Armeeposten  in den Stadtteilen al-Karak,  al-Badû, beim Alten Zoll und dem verlassenen Luftabwehr-Bataillon mit Beseitigung einiger Panzer und sonstiger mit Artillerie und Höllenkanonen aufgerüsteter Kampfwagen im Bezirk Darʽâ al-Balad von Darʽâ; Eliminierung weiterer Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten bei den Speicheranlagen im SW der Vorstadt al-Yarmûk.)

Terroranschläge vom 26.2.2017:
Raketenbeschuß vom Stadtteil al-Qâbûn und Ost-al-Ġûṭa aus auf den denjenigen von al-Mazza 86 in Damaskus kostete eine Frau das Leben, vier Menschen wurden verletzt. In der damaszener Vorstadt Ḥarastâ wurden ebenfalls infolge Raketenbeschusses zehn Personen verwundet.
Raketenangriffe auf den Stadtteil al-Maṭar in Darʽâ hinterließen Terroristen im Bezirk Darʽâ al-Balad einen verletzten Bürger.
In Bait Ğin im SW-Teil des Rîf Dimašq griffen Ğabhatu_n-NuṣraExtremisten mit Raketen und Mörsergranaten erneut Ḥaar in der Provinz al-Qunaiṭra an, wobei ein Bewohner verletzt wurde.
Am Nachmittag attackierten Terroristen, die sich aṭ-Ṭayyiba und Kafar Lâhâ verschanzt hielten, al-Qabû und aš-Šaniyya, 30 km im NW von Ḥomṣ an, wobei ein Mädchen verwundet wurde.
Jedesmal kam es bei den Attacken zudem zu beträchtlichen Schäden an Wohnhäusern, sonstigem privatem Eigentum und Infrastruktur.
(http://sana.sy/en/?p=100955, http://sana.sy/?p=514618)
Auch das az-Zâra-Kraftwerk mitsamt der Arbeiterunterkünfte  im südlichen Umland von Ḥamâ wurde wieder mit Raketen beschossen und beschädigt, wie aus dem. (http://sana.sy/en/?p=100983, http://sana.sy/?p=514597)

In der nach dem Treffen zwischen der Regierungsdelegation und dem UN-Gesandten de Mistura stattfindenden Pressekonferenz machte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî deutlich, bei dem zweieinhalbstündigen Gespräch sei es nur um den Punkt der Priorität der Terrorismusbekämpfung gegangen. Zudem habe man de Mistura dazu aufgefordert, daß er  in einer Erklärung die von der Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra  und ihren Partnergruppen ausgeführten Suizidattentate von Ḥomṣ verurteile, und diese Forderung an alle Teilnehmer der Genfer Konferenz weiterzuleiten, damit auch diese klare und unmißverständliche Statements in der angegebenen Richtung abgäben. Wer sich weigere, dies zu tun, erweise sich deutlich als Partner der ausführenden Terroristen.  Es handele sich dabei nicht nur um militärische terroristische Akte, sondern auch um politische, da sie, so der Leiter der Regierungsdelegation, gegen die Genfer Friedensverhandlungen gerichtet seien: „I said before the session that what happened today will not go unnoticed, and that what happened is a terrorist message for the Geneva talks, a message directed at the Special Envoy, the UN, the so-cal­led international community, and all participants in the Geneva talks. What happened to do cast a shadow over Geneva, therefore the terrorist act in Homs isn’t just a military terrorist act, but also a political terrorist act.” Er fuhr fort: „this is the main reason that drives us to having the article of fighting terrorism as a priority in our agenda for the Geneva talks.“ Die Regierungsseite sei zur Fortführung der Gespräche bereit, sofern auch de mistura und die oppositionellen Gruppen die Terrorakte eindeutig verurteilten. würde dies doch erweisen, ob es sich bei den Oppositionellen um „moderate“ handele oder nicht.Wörtlich äußerte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî: „We made it clear with unambiguous words that we are ready to continue talks until dawn on the basis of the opposition platforms and de Mistura himself issuing a condemnation of the terrorist act in Homs today.  … naturally, issuing statements will not bring the victims back to life, but the condemnation will serve as a test for the platforms participating in the Geneva talks as moderate opposition, so that we can find out if these platforms are against terrorism or partners in it.“ Ziel von Ğabhatu_n-Nuṣra sei es, die Genfer Konferenz scheitern zu lassen. Die Regierung wolle jedoch gemeinsame Grundlagen finden, dank derer sich weitere Diskussionsmöglichkeiten auch über andere Fragen mit der Gegenseite finden ließen. Schließlich wolle man nicht in die von Ğabhatu_n-Nuṣra gestellte Falle treten, indem er mitteilte: „We won’t fall into that trap, which is why we are keen on having partners that reject terrorism like the Syrian people do. Zum hundertsten Mal habe man de Mistura erklärt,that it’s not enough to deal with al-Nusra or ISIS or all the other groups affiliated to them that change their names on daily basis like a chameleon changes its color, because fighting terrorism must first go through addressing the sponsors of terrorism politically instead of inviting them to have front-row seats at the opening session.“ (Es genüge nicht, mit Ğabhatu_n-Nuṣra, IS und deren affiliierten Gruppen, die andauernd ihren Namen wie Chamäleon seine Farbe änderten, zu verhandeln; man müsse bei der Terrorismusbekämfung vielmehr als erstes gegen die Terrorismus-Sponsoren vorgehen statt sie in die erste Reihe der Eröffnungssitzung einzuladen). Die nächste Sitzung stehe laut de Mistura am Dienstag an.
Anschließend beantwortete Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî Journalistenfragen.
Was er von der Anschuldigung einiger sog. Oppositionsgruppen gegen den syrischen Staat halte, für die jüngsten Terrrorakte in verantwortlich zu sein, entgegnete er: „these aren’t opposition; they’re terrorists and partners in terrorism.“.
Was er von der Anschuldigung einiger sog. Oppositionsgruppen gegen den syrischen Staat halte, für die jüngsten Terrrorakte in verantwortlich zu sein, entgegnete er: „these aren’t opposition; they’re terrorists and partners in terrorism.“
Ob die Attentate zu Ḥomṣ gewissen Staaten bei ihrem Versuch dienten, angesichts der Erfolge der SAA auf militärischem Gebiet wie der Verhandlungserfolge auf politischem Terrain [s. Rekonziliierungen!] die Karten neu zu mischen, erwiderte der Diplomat: „yes, we believe so, and the proof is the statements of the Saudi foreign minister and others.” Dabei führte er aus, daß die Forderungen von al-Ğubair [i.e. saudischer Außenminister] und die türkischerseits hinsichtlich einer notwendigen militärischen Lösung mit Einrichtung sog. “safe zones”  [oder „Flugverbotszone“, vgl. hierzu: Teil IV und Teil III] erwiesen, daß diese Regierungen die Hintermänner und Sponsoren von Ğabhatu_n-Nuṣra bei der Durchführung der angesprochenen Attentate seien, um die Genfer Verhandlungen scheitern zu lassen.
Hinsichtlich der von de Mistura ausgegangenen schriftlichen Vorschläge (vgl.u.) bemerkte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, derzeit sei die Priorität der Terrorismusbekämpfung das Thema wie auch die Bedingungen, unter welchen Treffen mit den Oppositionellen möglich seien. Da gebe es eine, nämlich, daß es eine einheitliche Oppositionsgruppe bei den Verhandlungen gebe und diese sich als „true patriotic partner“ erwiesen, anstatt ausländische Agenden zu erfüllen und den Terrorismus verdammten.
Angesprochen auf die Reaktion de Misturas auf die Forderung nach einer eindeutigen Verurteilung der Attentate zu Ḥomṣ wie der Einstellung der Terroristenunterstützung antwortete der Leiter der Regierungsdelegation, de Mistura habe erwidert, zu versuchen, der anderen Seite diese Forderungen zu vermitteln.
Zur primären derzeitigen Konzentration auf die Terrorismusbekämpfung äußerte der syrische UN-Gesandte, dieses Thema dürfe nicht nur in Astana, sondern müsse auch in Genf, in New York und  anderen Orten behandelt werden, da es nicht erlaubt werden dürfe, daß der Terrorismus als politische Waffe der Drückausübung auf politische Verhandlungen benutzt werde. Wenn nämlich die Sponsoren des Terrorismus mit diesen Mitteln obsiegten, obsiegten sie gleichzeitig über das Völkerrecht und Chaos würde auf der Welt herrschen.
Über die Geldmittel-Kanäle zwischen IS und Terrorismus-Sponsoren befragt, erwiderte der Diplomat, der IS sei zunächst ein terroristisches Medium, agiere aber auch als Liegenschafts- und Handelsmedium, das zugunsten seiner Sponsoren einschließlich der türkischen Regierung tätig sei.
Als Beispiele nannte er: „you all remember the aerial photos taken by Russian satellites of hundreds of oil and gas trucks that were stealing oil and gas from Syria and headed to Turkey and from Turkey to Israel. These were ISIS trucks.” Neben dem Öl-Diebstahl und illegalen –Handel gebe es den mit syrischen und irakischen archäologischen Kunstwerken, welche über die Türkei auf die europäischen Märkte gelangen. Hinsichtlich der Toyota-Affaire [vgl.u.] bemerkte er: „We asked a Security Council sub-committee for fighting terrorism to investigate the fate of 32,000 new Toyota cars that were sold from Toyota Company to ISIS. How did these cars reach ISIS? After a year of asking that question, the answer was that Toyota sold these cars to Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Qatar, and Turkey.”
Vor dieser Pressekonferenz hatte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî die Bombenattentate von Ḥomṣ folgendermaßen kommentiert, dies sei „a message to Geneva from the patrons of terro­rism.” und fuhr fort: „We say to everybody ‘the message has been delivered’, and that this crime will not go unno­ticed”. Die Attentate seien eine Botschaft der Terrorismusunterstützer mit der sie ausdrückten, daß die Genfer Gespräche keinen Erfolg haben dürften und daß der Terrorismus stärker als politisches Handeln sei.
Der UN-Gesandte und Vermittler Staffan de Mistura bemerkte vor dem Treffen mit der Regierungsdelegation hinsichtlich der Attentaten, ihr Ziel sei, die Syriengespräche in Genf zu verderben. Immer wenn es Gespräche gebe, gebe es auch solche, die diesen Prozeß zu verderben wünschten. Doch das habe man erwartet. (http://sana.sy/en/?p=100919) – Zur erwähten Erwartungshaltung vgl. die Störungsaktionen zu den letzten Konferenzen zur Beilegung der Syrienkrise.

Zur erneuten illegalen Intervention von US-Senator John McCain in Syrien während der Genfer Friedens­verhandlungen s. http://www.voltairenet.org/article195430.html. – Zu John McCains bisherigen – nicht nur für Syrien negativen – Aktionen in Nahost s.u. und die Einträge in Teil I, vor allem Teil III und  Teil IV.

Die russische Regierung verurteilte die jüngsten barbarischen Anschläge in Ḥomṣ (vgl.u.) auf das Schärfste, forderte die angemessene Bestrafung der Ausführenden wie ihrer Hintermänner und Sponsoren Schuldigen. Mit den Terrorakten sollten ganz klar die Friedensgespräche in Astana und Genf unterminiert werden. Leider ließen sich solche im voraus nicht verhindern. (http://sana.sy/en/?p=100952)

Infolge der jüngsten Terroranschläge Ḥomṣ (vgl.u.), zu denen sich der al-Qâʽida-Ableger Ğabhatu_n-Nuṣra (neuer Name: Fataḥ aš-Šâm) bekannt hatte, richtete das Außenministerium identische Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden. Nach Darlegung der Vorfälle forderte die Regierung die UN zur Verurteilung dieses feigen Angriffs auf Bürger wie der anderen terroristischen Aktionen auf wie zur Verdoppelung der Anstrengung, die internationale Gemeinschaft in der Terrorismusbekämpfung zu vereinen und die Regierung, welche Terroristen nach wie vor unterstützen, zur Rechenschaft zu ziehen. Es sei auffallend, daß der Zeitpunkt der Terrorakte mit der 3. Runde der Genfer Konferenz zusammenfalle. Damit sollten die positiven Ansätze der Astana-Treffen (s.u.) unterminiert werden: „What draws attention is that this terrorist act of aggression comes with the start of the third day of the talks called for by the UN Special Envoy for Syria Staffan de Mistura in Geneva, and it aims at under­mining the positive results achieved at the first and second meetings in Astana.” Weiter hieß es: „This dangerous development necessitates that also the Special Envoy condemn this act of terror and that all the factions participating in Geneva talks, without exception, condemn such terrorist attacks” (Demnach sei es notwendig, daß der UN-Gesandte wie die teilnehmenden Parteien der Genfer Konferenz ohne Ausnahme die Terrorakte verurteilten). Nun sei der Moment der Wahrheit (“the moment of truth”) gekommen, der offenlege, daß die internationale Gemeinschaft, insbesondere der UN-Sicherheitsrat bislang gezögert habe, die notwendigen Schritte hin zu einer gemeinsamen Terrorismusbekämpfung zu unternehmen, während die Terroristen weiterhin mehr unschuldige Syrer hinmordeten. Fazit sei: „This moment necessitates that the United Nations work on compel­ling the governments of the countries that are backing the terrorist organizations to stop their viola­tions of the international law and the UN Charter, put an end to the crimes of the terrorist organiza­tions affiliated to them and fully abide by the UN resolutions and those of the Security Council on counterterrorism, mainly resolutions no. 1267/1999, 1373/2001, 2170/2014, 2178/2014, 2199/2015 and 2253/2016.” (http://sana.sy/en/?p=100922)

Wieder konnten die Behörden eine erhebliche Menge an Schmuggelgut in Form von Haschisch und Captagon [zu dessen speziellem Einsatz für Terroristen vgl.u.] in Damaskus sicherstellen. (http://sana.sy/en/?p=100967 vom 26.2.2017)

Terroranschläge vom 25.2.2017:
Bei zwei Explosionen, hervorgerufen durch sechs gleichzeitig zuschlagende Suizidattentäter von Ğabhatu_n-Nuṣra in omṣ in zwei Sicherheitszentren im Stadtteil al- Ġûṭa und al-Maḥatta [Bahnhof!] sind bislang 32 Bürger getötet und 24 verletzt worden. Unter den Toten befindet sich auch Generalmajor Ḥassan Daʽbûl der Chef des militärischen Sicherheitsdepartments von Ḥomṣ, wie der Gouverneur mitteilte. (http://sana.sy/en/?p=100880, http://www.sana.sy/?p=514086) Aktualisierung: Es wurden 50 Tote – Soldaten wie Zivilisten – gezählt und mehr als 24 Verletzte. (http://sana.sy/en/?p=100922)
Im Osteil der Provinz omgriffen IS-Extremisten, verschanzt in den Ğibâl Tadmuriyya und Ğibâl  aš-Šûmriyya, mit Raketen die Stadt Ebla samt Gaswerk an. Dabei wurde ein Arbeiter verletzt, etliches zerstört und die Hauptleitunggetroffen, so daß die Fabrik den betrieb nicht mehr aufrecht erhalten konnte. (http://sana.sy/en/?p=100909)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100889und http://sana.sy/?p=514128 (Befreiung von 18 Dörfern im östlichen Umland von Aleppo nach heftigen, für den IS sehr verlustreichen Gefechten: in dem dabei rückeroberten Areal von  500km2 befinden sich: Šanhaṣa, aš-Šâmî, Ruwaidat al-BâbRasm al-Ḥarmal, Tabârat Mâî, al-Mazbûra, Rasm al-Ḫabâz, Rasm aš-Šîḥ, al-Manâẓir, Umm Ḫarza, Abû Ğabâr, al-Qîṭa, Qaṣr al-Buraiğ, al-Ğadîda, Ḫirbat al-Man­ṣûra, al-Maz­rûfa, Mustarîḥa Mîrî, Ḫirbat Kabâr, die strategischen Anhöhen Talat alFiḫa  (512m/h), Talat al-Ḥawâra (495m/h) und  Ğabal (Bergland) Salîm; zerstört wurden zudem acht IS-Autobomben; Spezialeinheiten sind mit Bomben und Minenräumen beschäftigt; binnen einer Woche wurden im Ostteil damit 600 km2 wurde unter Regierungskontrolle genommen.  Präzise effektive Luftschläge gegen Stellungen mit Raketenabschußanlagen und Munitionstransporter von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra  im Gebiet von Ḥauš al-Ġarbî (nahe Talbîsa) und al-ʽÂmiriyya im östlichen und nördlichen Teil der Provinz Ḥomṣ. gezielte erfolgreiche SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen und –Positionen um den Ğabal aṯ-Ṯarda bei Dair az-Zaur wie im Stadtgebeit al-Bânûrâmâ, al-Makabât und dem Friedhofsareal wie bei Surriyya Ğunaid; nach Aussagen von Anwohnern sei zudem ein „al-Ḥisba“  [zuständig für IS-genehmes Verhalten und -Kleidung] genannter IS-Terrorist al-Bûkamâl und andere in al-Mayâdîn getötet worden. Vereitelung eines massiven Ğab­ha­tu_n-NuṣraAngriffsversuchs auf den Stadtteil al-Manšiyya von Darʽâ vom al-Maṣrî-Kreisverkehr im Westteil und Tal az-Zumaiṭiyya aus mit zahlreich getöteten bzw. verwundeten Extremisten und Zerstörung von deren Artilleriebasis und aufgerüsteten Kampfwagen.)

Patriarch Mâr Iġnâṭîûs Afrâm II. rief erneut ausländische Mächte dazu auf, den Zustrom von Waffen an Terroristen in Syrien zu stoppen wie auch die einseitigen wirt­schaftlichen Zwangsmaßnahmen [d.i.: Sanktionen, vgl.u.] gegen das syrische Volk. Das syrisch-orthodoxe Oberhaupt erwähnte dies während eines Vortrags in der Katholischen Péter-Pázmány-Universität von Budapest. Zudem wurde ein Dokumentarfilm gezeigt, welche die mutwilligen immensen Schäden, angerichtet von den vom Ausland unterstützten  Terrorgruppen, in Aleppo zeigte. Medienvertreter forderte der Patriarch auf, sich selbst in Syrien ein Bild von der Realität zu machen, anstatt von außerhalb falsch darüber zu „berichten“. (http://sana.sy/?p=513911)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100867  und http://sana.sy/?p=513914 (Ausweitung der Kontrolle im Ostteil von al-Ba­yârât [Obstplantagengebiet] bis zu den Westabhängen des strategisch bedeutsamen al-Ḥayâl–Berglands im westlichen Umkreis von Tadmur mit Ausmerzung der letzten IS-Nester im Gebiet der Gas-Pipeline östlich der Obstplantagen; zudem Rückeroberung des Areals der Aviation Towers im Nordteil der Ba­yârât; Spezialeinheiten durchkämmten das Gebiet nach Sprengvorrichtungen und Minen, welche die Reste der gen Osten flüchtenden Terroristen zuvor angebracht haben, und entschärfen hunderte davon; heftige Rauchschaden wehten von den Förderanlagen und Pipelines des Ğazal-Ölfeldes herüber, welche die IS-Terroristen in Brand gesetzt hatten. Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil al-Ma­nšiyya, Bezirk Darʽâ al-Balad in Darʽâ in für den Feind verlustreichen Gefechten mit rechtzeitiger  Zerstörung etlicher Autobomben. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen durch präzise Artillerieangriffe in at-Tulûl al-Ḥamr östlich von Ḥaḍar (vgl.u.) im Nordteil der Provinz al-Qunaiṭra – unter den getöteten Terroristen fand sich auch der Anführer von  Tuğmiʽal-Ḥarmûn, einer Untergruppe von Ğabhatu_n-Nuṣra, namens Iyâd Kamâl, genannt „Mûrû“; zerstört wurde auch die militärische Ausrüstung des Feindes.)

Terroranschlag vom 24.2.2017:
Raketenbeschuß auf die stadt al-Ḥâḍir im südlichen Umland von Aleppo verletzte einen erwachsenen und ein Kind und hinterließ ansehnliche Sachschäden. (http://sana.sy/?p=513934, http://sana.sy/en/?p=100849)

Nach dem Treffen der Regierungsdelegation unter Führung von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte dieser gegenüber der Presse am Fr., 24.2.2016: „Today we engaged in talks with the UN Special Envoy for Syria Staffande Mistura, during this round of talks we discussed the format of the upcoming meetings and by this I mean that throughout our meeting we discussed issues pertaining to the format of the talks exclusively. At the end of the meeting de Mistura handed us a paper and we agreed to examine and study this paper and we shall get back to him in our next meeting as we shall inform him accordingly of our position on the contents of this paper. ” Damit bestätigte die Aussagen von Michael Contet.  Die schriftlichen Vorschläge von de Mistura würden studiert und ihm die Regierungsposition dazu bei der nächsten Zusammenkunft mitgeteilt. Bezüglich letzterem teilte er mit: „The details of the next meeting shall be agreed upon with the diplomatic channels in cooperation with the office of de Mistura.” Laut UN-Quellen seien die Oppositionsdelegationen zu keiner einvernehmlichen Position gelangt. Damit werde auch die 4. Runde der Genfer Gespräche im indirekten Verfahren verlaufen. (http://sana.sy/?p=513871, http://sana.sy/en/?p=100854)

Michael Contet, Chef des Stabes des UN-Gesandten Staffan de Mistura, verkündete während einer Pressekonferenz vom Fr., 24.2.2017 in Genf, der innersyrische Dialog werde am Samstag fortgesetzt. bislang hätten sich sowohl die Regierungsdelegation als auch die Gruppe einzeln mit de Mistura getroffen. Der Prozeß sei schwierig und kompliziert, ein baldiger Durchbruch nicht zu  erwarten, schätzte er. Der UN-Gesandte habe Vorschläge über die Verhandlungen und die Art der Durchführung derselben in schriftlicher Form unterbreitet, auf welche die Delegationen antworten sollten. (http://sana.sy/en/?p=100871)

Am Morgen des 24.2.2017 langte die Regierungsdelegation am UN-Hauptquartier in Genf an und hatte ein Gespräch mit dem UN-Gesandten de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=100844)

Vorstellung des Plans des Kultusministeriums für das Jahr 2017 im Parlament, welche auf die Entgegnung des Takfîr-Extremismus im Schulsystem abzielt.  (http://sana.sy/?p=513403)

Terroranschläge vom 23.2.2017:
Drei Tote und zehn Verletzte hinterließen sie Raketenattacken auf die damaszener Vorstadt Ḥarastâ. Die wieder in Ost-al-Ġûṭa verschanzten Extremisten richteten zudem entsprechende Schäden an privatem Eigentum an.
In Darʽâ kam eine Frau beim Angriff mit Mörsergranaten auf den Stadtteil al-Maṭâr [d.h. beim Flughafen] ums Leben; eine weitere Person erlitt Verletzungen beim Ğabhatu_n-NuṣraAngriff.  
Ergänzung: Infolge Mörsergranatenbeschusses auf das Dorf Bakâ im SW-Umland von as-Suwaidâ´, ausgehend vom östlichen Umkreis der Städte Darʽâ und Buṣrâ, kam eine Vierjährige beim Spielen ums Leben, etliche Häuser wurden beschädigt.
(http://sana.sy/en/?p=100803, http://sana.sy/?p=513511)

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen (vgl.u.) bestätigte vor westlichen Medienvertretern, daß die die fehlerhafte bisherige französische Politik kritisiere, welche in der Unterstützung von Terrorgruppen unter der geschönten Bezeichnung „gemäßigte Opposition“ im Kampf gegen die Regierung in Damaskus bestand. Ebenso falsch sei die Schließung der französischen Botschaft in der syrischen Hauptstadt gewesen.  Auf der Pressekonferenz vom 23.2.2017 erklärte sie dezidiert: „Die Feinde unserer Feinde sind unsere Freunde .. und Präsident Baššâr al-Assad ist der Feind des IS“. Außerdem bekundete sie ihre Unterstützung der Politik der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten und erteilte damit den Politikern eine Absage, die Frankreich immer noch koloniale Träume in Nahost hegten.  Schließlich habe Frankreich an Kriegen teilgenommen, die Frankreich schadeten wie z.B. die Intervention in Libyen, die zur Ausbreitung des Extremismus dort führte. Damit wurde Libyen auch zum Tor der nach Europa drängenden Migranten.  Man müsse die Außenpolitik endlich realistisch betrachten.
Zudem kritisierte Le Pen die EU als schädliches gefährliches System, das dem Konkurs zusteuere. Daher müsse ein neues System erarbeitet werden.  Auch müsse Frankreich von der NATO  unabhängig werden. (http://sana.sy/?p=513795)

Anknüpfend an die jüngste, den UN-Behörden übermittelte Protestnote vom 17.2.2017 (vgl.u.) wegen der fortdauernden völkerrechtswidrigen türkischen Militärinvasion in Syrien mit all ihren negativen Auswirkungen für die Bevölkerung  ging ʽAlî Ḥaidar, Staatsminister für Nationale Versöhnungs­angelegenheiten (d.i. Rekonziliierung), auf ein Interview ein. Darin teilte er mit, seine Regierung wolle das Problem mit politischen Mitteln lösen. „Die Politik der syrischen Führung in dieser Frage hat sich nicht geändert. Unsere Haltung in Bezug auf die Präsenz der türkischen Streitkräfte hat sich nicht geändert: Dies ist eine Verletzung der Souveränität und eine Besetzung Syriens. Zudem konstatierte er: „den Ort, die Zeit und die Instrumente zum Entgegenwirken“ auszuwählen sei Vorrecht der legalen politischen und militärischen Führung des Landes. Allerdings sei es „wünschenswert, diese Frage in ihrer Anfangsphase zu lösen, ohne es zu einem direkten bewaffneten Zusammenstoß zu bringen„. „Eine andere Frage ist: Wird Russland verhindern können, dass es zu einer militärischen Kon­fron­tation kommt, und die Türkei überzeugen, auf ihre Absicht zu verzichten, in Syrien für eine längere Zeitperiode zu bleiben?“, überlege Minister Ḥaidar. – Wie schon im Protestschreiben an die UN erwähnt, gab auch Alexander Lawrentiew als Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten zu Bedenken: Moskau einen Zustrom von Mitgliedern illegaler bewaffneter Einheiten und von Rüstungsmaterial festgestellt, der – nach wie vor! – von der Türkei aus nach Syrien fließe. Rußland arbeite daher mit den türkischen Behörden zusammen, damit sich dieser Sache [endlich!] annähmen.  (http://sptnkne.ws/dCjC vom 23.2.2017)

Zu Beginn der 4. Genfer Gesprächsrunde zur friedlichen Beilegung der Syrienkrise bemerkte der UN-Gesandte de Mistura am Do., 23.2.2017, unter den verschiedenen Delegationen sei auch die ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.!) vertreten. nochmals stellte er heraus: „No military solution to the crisis… the only solution is the political one.” und würdige die Vorbereitung durch die Astana-Konferenzen (vgl.u.) mit den Worten: „Astana meeting has launched the effort that we exert today, and it opened a window and an oppor­tunity to see if there is a political track in order to go ahead and we don’t want to miss this oppor­tunity.” Alle Seiten sollten teilnehmen „with good will and without any preconditions.” [was bislang die ar-Riyâḍ-Gruppe hatte vermissen lassen, vgl.u.!]. Er beendete die Ankündigung mit: “At least, we put today a basic brick on the track of the political solution to the crisis in Syria.” Es werde also erst einmal der Rahmen festgelegt, innerhalb dessen Einzelpunkte verhandelt werden sollten. (http://sana.sy/en/?p=100829 vom 23.2.2017)

Für die Regierungsdelegation begann die 4. Runde der Genfer Gespräche zur Beilegung der Syrienkrise am 23.2.2017 mit einem Treffen mit dem UN-Gesandten für Syrien, de Mistura. (http://sana.sy/en/?p=100808)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî ist an der Spitze der Regierungsdelegation zu den morgen beginnenden Gesprächen in Genf eingetroffen. (http://sana.sy/en/?cat=495) – Laut Aussage von Staffan de Mistura in einer Pressekonferenz trifft das auf die meisten Delegationen zu, der Rest werde am 23.2.2017 erwartet. (http://sana.sy/en/?p=100768)

Quelle: voltairenet.org

Quelle: voltairenet.org

Abu Schaber Hashem al-Sheikh ist der Anführer der neubenannten Terrorformation Hay´a Taḥrîr aš-Šâm (vgl.u. mit Logo!). Mit ihr versuche die türkische AKP-Regierung „die Dschihadisten in Syrien zu retten“ wie der Politologe Th. Meyssan ausführt. Wegen Mitgliedschaft bei der Muslim-Bruderschaft wurde al-Sheikh  [aš-Šaiḫ] 2005 in Syrien verurteilt, aber dank einer Präsidial-Amnestie unter Kontrolle einer Beobachtungsmission der Arabischen Liga Ende 2011 freigelassen. Auf einem Spruchband (vgl. Photo), das seit Tagen von den Terroristen in den von ihnen besetzten Gebieten gezeigt wird, ist aš-Šaiḫ zusammen mit Muḥammad ʽAlûš, dem Bruder des getöteten Terroranführers Zahrân ʽAlûš  (Führer von Ğaiš al-Islâm, vgl.u.), der die Terrorgruppe innerhalb des Bündnisses der ar-Riyâḍ-Gruppe (vgl.u.) auch bei den Verhandlungen in Astana (s.u.) vertrat.
Beigetreten sind der neuen Organisation laut einem veröffentlichten Video neben den schon bekannten Gruppen (vgl.u.) auch die Katîbat al-Imâm Buḫârî (islamische Bewegung aus Usbekistan), al-Ḥizb al-Islâmî  at-Turkistânî und die Katîbat at-Tawḥîd wa_l-Ğihâd (aus Kirgisistan und Usbekistan), die allesamt dem Fergana-Tal (mit usbekischem, kirgisischem und tadschikischem Anteil) entstammen. Im Video wird auch das Ziel, nämlich der Sturz der säkularen Regierung unter Präsident Dr. al-Assad herausgestellt, während zuvor von letzteren Kampfgruppen behauptet worden war, sie föchten für die Unabhängigkeit ihrer Gemeinschaft oder für ihre Anbindung an die Türkei. (http://www.voltairenet.org/article195407.html)       

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 23.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100784 und  http://sana.sy/?p=513342 (Vernichtung von Schlupfnestern samt Kampfwagen von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Tal Hawâš, ca. 60 km im NW von Ḥamâ wie in Ṭayyibat al-Imâm. Eliminierung von Stellungen und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra  in Tair Maʽla, 7km nördlich von Ḥom mit einigen Kommandeuren unter den zahlreich Getöteten – aus dem Areal waren viele Angriffe auf Dörfer und Städte im N-Rîf durch die Extremisten erfolgt; zudem unter SAAF-Deckung  Beseitigung von IS-Stellungen und –Konvois im sog. Tadmur-Dreieck, im Gebiet von Ẓuhûr Hayâl, auf der Abû al-Fawâris-Ebene, bei al-Bârida, auf Tala ʽÂyid al-Ḥassûn und Talat al-Ittiṣalât wie östlich von Ğab al-Ğarâḥ und al-Qaryatain im Ost-Rîf von  Ḥom. Rückeroberung des strategisch bedutsamen Talat Šuʽaib  während der Operationen zur Ausmerzung sämtlicher IS-Nester im Friedshofsgebiet am Südrand  von Dair az-Zaur  nach heftigen Gefechten mit dem IS mit dem Ziel des Durchbrechens von dessen 40-tägigen Belagerungsrings um den Flughafen und die Wohngebiete darum im Ostteil der Provinzhauptstadt mit ca. 1.300 Familien;  effektive präzise SAAF-Einsätze in der Nacht zurvor im Wâdî Ṯarda mit Zerstörung etlicher IS-Stützpunkte samt Panzer und Mannschaften. Rechtzeitige Vereitelung eines Ğabhatu_n-NuṣraAngriffsversuchs mittels einer Autobombe nahe eines Militärpostens zum Schutz des al-Manšiyya-Bezirks südlich der Bilâl al-Ḥabašî-Moschee  in Darʽâ al-Balad mit weiteren erfolgreichen Operationen gegen deren Fortifikationen in jenem Stadtteil;  Beseitigung eines Munitionstransporters für Ğabhatu_n-Nuṣra in Buṣrâ, 40km östlich von Darʽâ wie einer Ğabhatu_n-NuṣraPosition südlich der  Ġaraz-Silos im Ostteil der gleichnamigen Provinz durch die Artillerie. Vernichtung eines IS-Kommandozentrums auf Tal Ušaihib al-Ğanûbî im Ost-Umland von as-Suwaidâ´.)

300 Familien mit ca. 1.500 Personen konnten am Mi., 22.2.2017, in ihre Wohnungen in Ḥalfâyâ, 25km im NW von Ḥamâ zurückkehren, wie Gouverneur Dr. Muḥammad al-Ḥazûrî bekanntgab. Dort ist von Regierungsseite alles an notwendigen Hilfsgütern, Nahrungs- und Arzneimitteln, etc. vorbereitet.
Nach tagelangen Fußmärschen kamen in Ḥamâ sechs Familien aus  Ğaʽbar im Umland von ar-Raqqa an, denen am Montag die Flucht vor den IS-Greueln geglückt war. Sie wurden umgehend in ein Übergangszentrum gebracht und dort mit allem Notwendigen – einschließlich ärztlicher Hilfeleistung – versorgt (http://sana.sy/en/?p=100754, http://www.sana.sy/?p=513140, http://www.sana.sy/?p=513088)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 22.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100697 und http://www.sana.sy/?p=512874 (Ausweitung der Kontrolle im Friedhofsareal am südlichen Stadtrand von Dair az-Zaur  auf die Verbindungsstraße der Wohngebiete zum Flughafen zu nach erfolgreichen Angriffen auf die IS-Stütz- und Angriffspunkte und unterwegs; Rückeroberung der umgebenden Anhöhen dieser Straße mit Blick auf die IS-Stellungen dort; Zerstörung von IS-Fortifikationen samt aufgerüsteten Kampfwagen in präzisen SAAF-Angriffen in den Stadtteilen al-Ḥamîdiyya, al-Ḥuwaiqa, ar-Râšidiyya, al-Ğubailiyya, dem Arbeiter- und Fabrikenviertel wie dem Friedhofsareal und außerhalb im Gebiet von aṯ-Ṯarda, al-Muhandisîn, al-Ḥus­sainiyya und  aṣ-Ṣuwar [nahe nahe der Grenze zur Provinz al-Ḥasaka])

Terroranschläge vom 22.2.2017:
Infolge der ISBombardierung mittels Mörsergranaten und Raketen auf die Wohnareale von von al-Ğaura und al-Quṣûr in Dair az-Zaur wurden 13 Personen verletzt und massive Schäden an Häusern und Infrastruktur hervorgerufen. Trotz der Belagerung durch die IS-Trupps wird den Bewohnern in der Provinzhauptstadt ein 24-Stunden-Notdienst angeboten. Weiterhin werden medizinische Hilfsgüter wie Arzneimittel etc.,  die zuvor vom inländischen Health Directorate zusammengestellt wurden, per Hubschrauber der SAA für den Ostteil von Dair az-Zaur über den einzigen sog. medical point in Harâbiš abgeworfen, nachdem die Straße dorthin vom IS vor ca. 40 Tagen blockiert wurde.  (http://sana.sy/en/?p=100704, http://sana.sy/?p=512901)
Ergänzung:  Beim Beschuß durch Scharfschützen von Ğabhatu_n-Nuṣra, verbarrikadiert im Stadtgebiet al-Waʽir  Ḥomṣ, welches al-Maz­raʽa gegenüberliegt, auf jenes Dorf wie das Militärkrankenhaus der Provinzhauptstadt, wurde eine Person getötet und ein Kind lebensgefährlich verletzt.     
Sieben Verletzte und weitreichende materielle Schäden an Häusern und privatem Eigentum hinterließen Raketenattacken auf die Stadt  al-Muġair im Umkreis von as-Suqailibiyya / Provinz Ḥamâ und die Kreisstadt selbst.  Aktiv in der Gegend, also im N-Rîf sind der IS wie Ğaiš al-Fata.
(http://sana.sy/en/?p=100724, http://sana.sy/?p=513056)

Israelische Kampfjets schossen vom libanesischen Luftraum aus erneut auf Stellungen der SAA auf syrischem Territorium in den strategisch wichtigen Qalamûn-Bergen, während sich letztere im Kampf gegen die Terrorgruppe Ğabhatu_n-Nuṣra   befand, meldete Sputnik. Zudem wurde erneut beobachtet, wie verletzte Ğabhatu_n-NuṣraKämpfer vom Schlachtfeld geholt und zur Behandlung ins israelisch besetzte Gebiet gebracht wurden. (http://sana.sy/?p=512876 )

Israelische Medien, darunter der bekannte Journalist für Militär- und Sicherheitswesen von Channel 1, Amir Bar Shalom, berichteten vom wohl erstmaligen öffentlichen Eingeständnis einer Verbindung zwischen der israelischen Regierung und in Syrien aktiven  Terrorgruppen durch den früheren israelischen Verteidigungsministers Moshe Yaalon (vgl. Teil IV). Diese Anerkenntnis sei erfolgt, nachdem etliche Medien berichtet hätten, daß die israelische Regierung vor allem den im Süden Syriens nahe den besetzten syrischen Golanhöhen – als in den Provinzen Darʽâ und al-Qunaiṭra – agierenden Terrorgruppen, darunter vor allem wieder Ğabhatu_n-Nuṣra, militäri­sche Hilfe und Unterstützung durch Geheimdienstinformationen leiste und sie durch Angriffe auf SAA-Stellungen unterstützten, wenn Gefechte sich zu ihren Ungunsten wendeten. Deren in Kampf gegen die SAA verletzten Mitglieder würden zudem vom Gefecht aus in israelische Kliniken zur Behandlung gebracht. Moshe Yaalon wird ebenfalls zitiert mit seinen an die Terrorgruppen gerichteten Worten: „wir küm­mern uns um Euren Bedarf … und Ihr werdet nicht zulassen, daß sie [d.h. die Syrer] sich unserem Grenzzaun [d.h. zum israelisch besetzten syrischen Golan-Gebiet] nähern“, unter der Bedingung, daß „daß keiner [von den Terroristen] aus dem von ihnen [d.h. den Terrororganisationen]  kontrollierten Gebiet eine Aktion gegen uns ausführt.“.
Ende letzten Monats habe die libanesische Zeitung al-Aḫbâr einen Bericht über die kontinuierliche Verbindung und Abstimmung zwischen israelischer Regierung und sog. „syrischer Opposition“ gebracht und die Einrichtung einer gemeinsamen Organisation von Mitgliedern dieser sog. „Opposition“ mit einem gewissen Ka­mâl al-Labwânî an der Spitze und einer Reihe von Personen aus Israel, darunter der Sohn des früheren israelischen Premier­ministers Yitzhak Rabin, enthüllt, die sich als „Syrische Oppo­sitionsfront der nationalen Rettung“ präsentiere. Die meisten Mitglieder lebten jedoch in ausländischen Hauptstädten. Ebenso sein in den Medien immer wieder von Anführern sog. „Dissidenten“ zu erfahren, die Appelle an die israelische Regierung richteten, für sie zu intervenieren, mehr Unterstützung für die Terroristen zu leisten und sich zu ihren Gunsten, wie schon gehabt,  an  Konferenzen zu beteiligen. Die letzte derartige Konferenz habe Mitte letzten Monats  im „Truman“-Institut in Jerusa­lem stattgefunden. (http://sana.sy/?p=512876)

In  al-Bûkamâl, nahe der Grenze zum Irak, wurde eine zwangsmäßig vollverschleierte Syrerin dennoch von einer IS-Sittenwächterin aufgehalten, da ihre Augen noch zu sehen gewesen sein. Diese sollte sie mit einem Tuch bedecken, was die Syrerin verweigerte und der Marokkanerin erwiederte, sie solle beser  ihr Land verlassen. Wegen ihrer damit angeblich anzüglichen Erscheinung und Unbotmäßigkeit nahm die IS-Anhängerin die Frau darauf zusammen mit ihrem Jungen fest und verabreichte ihr eigenhändig 300 Peitschenhiebe „„als Lektion für alle Frauen des ‚Kalifats‘“. (http://sptnkne.ws/dB6h)

Während seines Vortrags zur Eröffnung des 2. Russischen Jugendforums „Internationale militär-politische und militär-wirtschaftliche Zusammenarbeit: die gegenwärtigen Trends“ im staatlichen Institut für Internationale Beziehungen/Moskau kam  der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu auch auf die Initiierung und Durchführung sog. Bunter Revolu­tionen und damit auf den Syrienkrieg zu sprechen. Dort erhielten die sog. „bewaffnete Opposition“ wie die anderen Söldner seit Anfang der Unruhen bis zur Gegenwart ununterbrochen Waffen- und Munitionslieferungen etc. aus dem Ausland. Wörtlich äußerte er am Di., 21.2.2017: „Nach unseren Schätzungen hatten illegale bewaffnete Gruppen allein während der bewaffneten Konflikte in Syrien, dem Irak, Jemen und Libyen etwa 2450 tragbare Flugabwehr-Lenkwaffen (MANPADS), 1750 Panzerabwehrlenkwaffen, etwa 650 Raketenwerfer, mehr als 24.000 Minen unter­schiedlicher Typen sowie mehr als 600 Tonnen Sprengstoff zur Verfügung“.  – Gegen die vorgeblich friedliche und gewaltfreie Natur der Bunten Revolu­tionen spreche auch, daß der  Zustande eines solchen Landes  nach einer „bunten Revolution“ ebenso verheerend, zerrüttet und destabil sei wie nach einer militärischen Ag­gres­sion. Wo   eine dieser Revolution „erfolgreich“ verlaufen sei, d.h. sich in der Folge die politische Führung geändert habe,  Prosperität und statt zugenommen zu haben, deutlich fraglich seien. (http://sana.sy/?p=512508, http://sptnkne.ws/dBaP)

Unter Präsident Trump friert die CIA die US-Unterstützung für sog. „moderate Dschihadisten“ im  NW Syriens ein. Die widersprüchliche Benennung, welche eine nur seman­tische Unterscheidung zu anderen Terrorgruppen wie z.B. dem IS darstellt, wie der Politologe Th. Meyssan schreibt und wofür zahlreiche Belege vorliegen, gehe auf ein MI6-Do­kument über den sog. „Er­weiterten Mitt­leren Osten“ aus den Vorkriegsjahren [also vor 2011] zurück, in welchem ausgefürht wird, die ehemaligen  Kolonialvölker der Gegend seien allesamt anti-imperialistisch eingestellt und müßten daher mittels „gemäßigter Dschihadisten“ bzw. solcher Rebellen wieder unter die Kontrolle der früheren Kolonialstaaten etc. gebracht werden. (http://www.voltairenet.org/article195408.html vom 23.2.2017 zu: http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-rebels-idUSKBN1601BD?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=EBB%2002.22.2017&utm_term=Editorial%20-%20Military%20-%20Early%20Bird%20Brief vom 21.2.2017)

Die französische Präsidentschaftskandidatin und Führerin der Partei Front National, Marine Le Pen machte im Interveiw mit der der libanesischen Zeitung „L’Orient Le Jour“vom 21.2.2017 deutlich, es sei sei falsche Entscheidung Frankreichs gewesen, die diplomatischen Beziehungen zu Syrien abzubrechen. Vielmehr zeige sich, daß nur Präsident Dr.al-Assad in der Lage sei, dem grassierenden Extremismus, unter dem nun auch Frankreich samt Nachbarländern etc. zu leiden hätten, erfolgreich unter Mithilfe Rußlands zu begegnen. Als Französin sei sie nicht der Meinung, daß der syrische Präsident und seine Regierung eine Bedrohung für ihr Land darstellten, vielmehr im Gegenteil. Falls sie die Präsidentschaftswahl gewissen, werde Frankreich Syrien im Abwehrkamp gegen den Fundamentalismus unterstützen. Es werde jedoch keine militärische Intervention in Syrien geben ohne eine ausdrückliche Anfrage durch die syrische Regierung danach. (http://sana.sy/?p=512788) – Letzere Vorgehensweise entspricht im Gegensatz zu der der sog. US-Geführten Koalition, die unter der Obama-Administration zustande kam,  sowohl dem Völkerrecht als auch der UNSC-Resolution Nr.2254.

Rußlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu informierte am 21.2.2017 darüber, daß wie bei den Waffenruhevereinbarung für ganz Syrien geplant (vgl.u.) bald eine Karte über die Positionen von rekonziliierten Kämpfern und Terroristen fertiggestellt sein und vorgelegt werden könne. „Ich denke, dass wir in einigen Tagen eine Karte mit präzisen Angaben zu Standorten der Opposition, die die Waffenruhe einhält, und der Banditen erhalten.“, erklärte er hierzu. (http://sptnkne.ws/dBhg)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100624 und http://sana.sy/?p=512355 (Gezielte effektive SAAF-Einsätze gegen zwei Depots und Autobomben von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra im Terrain der at-Talâwî-Farm von Ḫân Šaiḫûn, ca. 70km südlich von Idlib sowie gegen motorisierte IS-Trupps. Vernichtung von  Stellungen und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra in  al-Arbaʽain im N-Umland von Ḥamâ bei heftigen Feindverlusten, in Kafar Zaitâ fand sich sogar der Anführer mit Kampfnamen Aḥmad Muṣṭafâ ʽIsâ unter getäteten, in al-Laṭâmina der von Katâ´ib al-ʽIzza  mit Namen Ḫâlid al-Laṭmîn; zudem Zerstörung einer Ğund al-AqṣaPosition in Mûrik. Beseitigung eines IS-Verbands samt militärischer ausrüstung durch einen präzisen Luftschlag in al-Bârida westlich von Qaṣr Mûza Ḫunaifîs im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. Eliminierung von IS-Nestern und motorisierten Trupps in al-Ḥuwaiqa und nahe der Hängebrücke; erfolgreiche akkurate Luftschläge gegen IS-Verbände und deren Nachschubrouten um den Ğabal aṯ-Ṯarda, in Dair az-Zaur im Friedhofsgebiet, bei der Ziegel­fabrik und in den Stadtteilen Sariyya Ğunaid und al-ʽUrfî bei heftigen Feindverlusten; Bodentruppen entsorgten zudem verbliebene vereinzelte verbarrikadierte IS-Nester für Scharfschützen im Friedhofsareal; im nördlichen Stadtteil al-Ğunaina gingen Bewohner auf IS-Leute los und löschten die gesamte Kampfgruppe einschließlich deren Anführers mit Kampfnamen Abû ʽ´iša at-Tûnisî aus.)

Terroranschläge vom 21.2.2017:
Fünf Verletzte sind derzeit die Opferzahl eines weiteren Raketenangriffs von Terroristenstellungen am westlichen Rand von Aleppo aus auf die Wohngebiete al-Ḥamdâniyya und Banî Zaid  bei gleichzeitigen Materiellen Schäden. (http://sana.sy/en/?p=100659, http://sana.sy/?p=512559)

Wieder bombardierten türkische Kampfflieger Wohngebiete von al-Bâb, 38km im NO von Aleppo,  töteten und verwundeten dabei zahlreiche Anwohner und richteten enorme Schäden an Wohnhäusern, sonstigem privaten Eigentum und überlebenswichtiger Infrastruktur an. (http://sana.sy/en/?p=100615, http://sana.sy/?p=512319) – Zum Protestschreiben dagegen, vorgetragen vor den UN durch den ständigen Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî,  s.u.!

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî trug zudem vor, daß das türkische Militär selbstherrlich und damit unter gröbster Verletzung der syrischen Souveränität wie des Völkerrechts auf syrischem Boden eine türkische Militärbasis errichtet habe. Diese wurde im Dorf Ğatrâr (?, Jtrar) nördlich der Stadt Tal Rifʽat [ca. 30km nördlich von Aleppo] eingerichtet und umfaßt ein Hauptquartier des türkischen Militärs und seiner Alliierten, die vermutlich in der Operation “Operation Euphrates Shield” (vgl.u.) beteiligt sind und Munitionsdepots. Im Protest heißt es daher: „The Syrian Government renews calls to the UN Security Council to hold to its re­sponsibilities and act in accordance with the International Law and to pressure Turkey in order to stop the violations of the Syrian Arab Republic’s sovereignty and territorial integrity.” (http://www.fort-russ.com/2017/02/damascus-reveals-location-of-main.html)

Terroranschläge vom 20.2.2017:
Raketenangriffe auf die Neustadt von Aleppo von Terroristen aus dem westlichen Umland hinterließen vier Verletzte und Schäden an Privathäusern etc.
Darʽâ unterlag einem langen Raketen-Angriff durch Ğabhatu_n-Nuṣra vor allem auf das National Hospital, in dem bislang insgesamt drei Menschen getötet und zwei verletzt wurden, darunter Krankenhauspersonal und Besucher; das Klinikum erlitt ziemliche Schäden wie auch Privathäuser und weiteres Eigentum in den Stadtteilen as-Saḥârî und al-Maṭâr [also beim Flughafen]. (http://sana.sy/en/?p=100551, http://sana.sy/?p=511875)

Das Oberste Armeekommando rief die Bewohner am Mo., 20.2.2017, dazu auf, wieder in die 44 Städte und Dörfer im östlichen Umland von Aleppo zurückzukehren, in denen wieder Sicherheit und Stabilität hergestellt sei. Die Regeirung stelle entsprechende Hilfen hierzu bereit. Betroffen seien die Orte:
Tayâra, Šaḥšûr, Ṣafa, ʽAfrîn, Šâmir, al-Muqbila, ar-Raḥmâniyya, , Aʽbad, Ğab Ġabša, Ğab al-Kalb, as-Sîn, Barlahîn, Warîda, Ṣûrân, Marân, Tanbar, Sarğa Kabîra, Sarğa Saġîra, al-Madiyûna, aš-Šai Dan, Mašrafa Tal Maksûr, Qaṭar, Tal Ḥaṭabât, ʽAfaš, al-Wadîʽa, Ṭayyibat  al-Ism, ʽAin al-Ğa­mâğma, Šarbiʽ, ʽAnğâra, ʽAin al-Ğaḥš, ʽArân, al-ʽAbûdiyya, al-ʽAğauziyya, Sarîb, Naṣrullâh, Ṭanûza, ad-Du­waikiyya, az-Zaʽlâna, Umm Turaikiyya, Mašrafa Tal Maksûr al-Ğarûf, Rasm al-ʽAlam, az-Zarzûr und al-Ğudaida. (http://sana.sy/en/?p=100568, http://sana.sy/?p=511952)

Während einer Pressekonferenz vom Mo., 20.2.2017 mahnte Rußlands Außenminister Lawrow, weitere Verspätungen der Genfer Gespräche über die politische Beilegung der Syrienkriese würden niemandem nutzen, zudem müßten alle Oppositionsgruppen gleichermaßen repräsentiert sein. Daher habe er dem UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, geraten, bei der Zusammenstellung der Oppositionsdelegation nicht selektiv vorzugehen [wie bisher, vgl.u.] und auch nicht die Moskau-Gruppe zu übergehen.  Auch hoffe er, daß ein US-Team teilnehmen werde.  (www.sana.sy/en/?p=100570) – Auch in letzterem Punkt stimmte Präsident Dr. al-Assad mit ihm überein, wie aus seinem letzten Interview hervorgeht.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 19.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100426 und http://sana.sy/?p=511465  (Gezielte effektive Luftschläge gegen Ğabhatu_n-NuṣraStellungen im Bereich at-Tamânaʽa im Süd-Umland von Idlib; unter den getöteten Terroristen wurde deren Anführer ʽAbdur-Razâq al-Ašhab identifiziert. Beseitigung eines motorisierten Terroristentrupps in Kafar Zaitâ im Nordteil der Provinz Ḥamâ; der Volkswehr gelang die Einkreisung einer IS-Einheit in Aṯriyya im Gebiet des Wâdî al-ʽAḏîb (Landkreis Salamiy­ya im Ostteil der Provinz) mit Eliminierung aller IS-Terroristen und Einziehung von deren militärischem Gerät samt Kampfwagen – die IS-Leute waren unterwegs vom Wâdî al-ʽAḏîb in Richtung at-Tanâhiğ, um ihren Mitkämpfern im Landkreis Tadmur zu Hilfe zu kommen.  Befreiung von aṬurfa  aš-Šarqiyya in der Region al-Bayârât im östlichen Teil der Provinz Ḥomṣ nach Ausmerzung der letzten IS-Nester mit weiterem Vormarsch im al-Bayârât-Gebiet westlich von Tadmur bis auf 13km vor dem strategischen Tadmur-Dreieck, welches als Sprungbrett zur Befreiung von Tadmur und dem Ausgrabungsfeld von Palmyra bildet; Beseitigung einer IS-Einheit südlich des al-Bayârât-Areals mit Verfolgung der flüchtenden Reste bis zum Fuß des strategisch bedeutsamen Ğabal al-Hayâl. Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf das al-Bânûrâmâ-Areal am SW-Stadtrand von Dair az-Zaur  mit Eliminierung der meisten Terroristen; dazu präzise effektive SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen im Friedhofsgebiet, dem Umkreis des alten Flughafens, im Stadtteil al-Ḥamî­diyya und der Industriezone.  Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraNestern  auf Talat aẓ-Ẓahr al-Aswad südlich von Bait Sâbir im Westteil der Provinzen Damaskus-Land (Rîf Dimašq) und al-Qunaiṭra wie einer Ğabhatu_n-Nuṣra-Kampfwageneinheit bei der Kreuzung von Maġr al-Mîr im SW des Rîf Dimašq. )

Terroranschlag vom 19.2.2017:
Beim Raketenangriff von Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra auf den Stadtteil as-Saḥârî  von Darʽâ kam ein Kind ums Leben, ein Haus wurde beschädigt. (http://sana.sy/en/?p=100486, http://sana.sy/?p=511437)

Wiederherstellung vom IS zerstörter Artefakte aus Palmyra in Rom; Photo: SANA

Wiederherstellung vom IS zerstörter Artefakte aus Palmyra in Rom; Photo: SANA

Die Generaldirektion für Antiken und Museen gab bekannt, daß vom IS mutwillig zerstörte abmontierbare Details aus Grabanlagen des antiken Palmyra derzeit in Rom unter Mithilfe syrischer Experten mit aufwendigen Verfahren inklusive Laser-Scannern, 3D-Druckern und Spezialmaterial wiederhergestellt werden. Leider ist der Artikel nur auf  Arabisch erhältlich, enthält jedoch informative Photo-Aufnahmen. (http://sana.sy/?p=510988)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 18.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100426 und http://sana.sy/?p=511015 (Befreiung der Orte Maġarat Abû Ğabâr, Mušarifat Abû Ğabâr, Baiğân  mitsamt dem strategisch bedeutsamen Tal Baiğân, Rasm al-Kamâ, Rasm al-Kabîr, Šuwailaḫ und dem strategisch bedeutsamen Tal Ḥumaima im Ost-Umland von Aleppo nach für den IS verlustreichen Gefechten; anschließendes Durchkämmen des Gebiets auf hinterlassen minen und Sprengsätze mit deren Entschärfung. Beseitigung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen und motorisierten Trupps in al-Hubaîṭ und Rakâyâ Sağna im Südteil der Provinz Idlib sowie im Gebiet von al-Ğâ­ba­riyya und dem Umkreis von at-Tamânaʽa; unter den Getöteten fand sich der Ğabhatu_n-NuṣraKommandeur  ʽAbdul-ʽAzîz al-Bakrî. Im Nordteil der Provinz amâ wurde bei den erfolgreichen Gefechten in ʽAṭšân auch der Ğabhatu_n-NuṣraAnführer mit Kampfnamen Abû ʽUmar getötet, im Gebiet von aṣ-Ṣayâd eine Kampfwageneinheit vernichtet.  Befreiung von aṭurfa al-Ġarbiyya mit Verbindung zum al-Bayârât-Areal im Ostteil der Provinz Ḥomṣ nach Eliminierung einer Anzahl IS-Kämpfer samt Ausrüstung. Abschuß einer ferngesteuerten ISKampfdrohne über Talat ar-Rawâd im SW von Dair az-Zaur; gezielte effektive SAAF-Angriffe auf IS-Stellungen in der Umgebung des Friedhofsareals am südlichen Stadtrand; im Stadtteil Sûq al-Hâl wurden vom IS laut lokaler Quellen aus al-Bûkamâl wieder zwei ISMitglieder hingerichtet – das sei das 2. Mal in einer Woche und das 4. Mal im Februar.) – Zur Befreiungsaktion im aleppiner Umland s.a. jüngstes Interview von Präsident Dr. al-Assad.

Aus einem durch das russische Verteidigungsministerium veröffentlichten Video geht hervor, wie durch einen von einem Langstreckenbomber des Typs Tu-95MS abge­schossen Marschflugkörper (Typ: Ch-101) ein  wichtiger Stabs der IS-Terrormiliz in ar-Raqqa präzise vernichtet wird. (http://sptnkne.ws/d99c)

Wieder hat die US-geführte Koalition bei ihren Einsätzen am 18.2.2017, eine für die Gegend wichtige Infrastruktur, nämlich die al-Maġala-Brücke über den Euphrat westlich des Dorfes Maʽdân, ca.  60km östlich von ar-Raqqa  völlig zerstört. (http://sana.sy/?p=511055)

Terroranschläge vom 17.2.2017:
Durch einen Mörsergranatenangriff von  Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen auf den Stadtteil Ost-al-Kâšif von Darʽâ wurden fünf Bewohner verletzt.
Aktualisierung: Weitere drei Anwohner wurden getötet. Die Terroristen hatten sich in der 5km entfernten Kleinstadt an-Nuʽaima verschanzt und richteten zudem erhebliche Schäden an Wohnhäusern etc. an.
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra beschossen ebenfalls per Mörsergranaten die Stadt Bakâ im SW-Umland von as-Suwai­dâ´ von Ṣamâd im östlichen Umland von Darʽâ aus. Eine Person starb dabei, eine weitere wurde verletzt.
(http://sana.sy/?p=510789)

Nach erneuter Trennung der Provinzhauptstadt Aleppo von ihrer Haupttrinkwasserquelle (vgl.u.) durch einen ISAnschlag hat die Terrororganisation jetzt für eine Überflutung des östlichen Umlands von Aleppo gesorgt und damit etliche Dörfer und wertvolles Farmland unter Wasser gesetzt. Die Schäden sind enorm. Im Gouvernement arbeiten sämtliche Gewerke mit Technikern, Bauarbeitern und schwerem Gerät, um die Flutungen zu stoppen bzw. vorerst in andere Bahnen zu lenken. Die Terroristen ließen die Pumpen bei al-Bâbîri, welche aus dem Euphrat Wasser zur Felderbewässerung liefern, statt nach Bedarf gesteuert dauerhaft auf Maximalleistung laufen, um so ein Überfließen der Kanäle zu erreichen. Weiteres demnächst. (http://sana.sy/?p=510908, http://sana.sy/en/?p=100408)

Bei Bombardements der US-geführten Koalition auf die Stadt aṭ-Ṭabqa und die Tišrîn-Farm im Umland von ar-Raqqa in den vergangenen 24 Stunden kamen bislang elf Bewohner ums Leben, dutzende wurden teils so schwer verletzt, daß die Todesopferzahl steigen dürfte. Dazu kamen erhebliche Schäden an Wohngebäuden, lebenswichtiger Infrastruktur etc. (http://sana.sy/en/?p=100398 vom 17.2.2017)

Am 17.2.2017 sandte das Außenministerium zwei identische Protest-Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, um darin die fortwährenden verbrecherischen Attacken der Türkei auf syrischem Boden anzuzeigen verbunden mit der Forderung, Schritte zur Beendigung derselben zu unternehmen und die UNSC-Resolutionen zur Bekämpfung des Terrorismus umzusetzen. Schließlich unterstütze das türkische Regime seit über fünf Jahren die in Syrien aktiven Terroristen mit unterschiedlichsten Formen militärischer, materieller und logistischer Art; dazu gehörten die Einschleusung von Terroristen von der Türkei auf syrisches Territorium, deren vorangegangenes Training in der Türkei unter Aufsicht des türkischen Geheimdienstes, deren Ausstattung mit Waffen und Deckung derselben durch Angriffe in Syrien. Zudem dürfte allgemein bekannt sein, daß das türkische Regime auf syrischem Territorium eine Mauer baue, d.h. zu Lasten der Eigentümer dieser Ländereien. Der UN-Sicherheitsrat solle gemäß seiner Verantwortlichkeit zur Erhaltung von internationalem Frieden und Sicherheit  tätig werden und den türkischen Rechtsverletzungen gegen die syrische Bevölkerung ein Ende setzen. (http://sana.sy/en/?p=100391)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100375  und http://sana.sy/?p=510794 (Gezielter erfolgreicher SAAF-Angriff auf eine Ğabhatu_n-NuṣraStellung am Rand von at-Tamânaʽa in der Provinz Idlib. Vernichtung von Ğabhatu_n-NuṣraFortifikationen und deren motorisierten Trupps im Umkreis von al-Kar­kât sowie in aṣ-Ṣayâd und Ṭayyibat al-Imâm im Nordteil der Provinz Ḥamâ. Befreiung des Ortes al-Kalâbiyya im al-Bayârât-Gebiet im Ostteil  der Provinz Ḥomṣ bei weiterem Vorrücken in der Gegend und Weiterführung der Minen- und Bombenräumung dort; Beinaheauslöschung eines IS-Trupps bei den Ölquellen etwa 30 km im NW von Tadmur mit Konfiszierung von deren Waffen und militärischer Ausrüstung. Zerstörung von IS-Befestigungen samt Fuhrparks durch die Bodentruppen unter SAAF-Deckung im Umland von Dair az-Zaur beim Liwâ´at-Ta´mîn, Ğisr ar-Raqqa, im NW des Tal Barûk wie im Stadtteil al-Ğubailiyya von Dair az-Zaur. Beseitigung eines Ğabhatu_n-NuṣraPanzers samt Besatzung im al-Furn-Stadtteil von Darʽâ wie von Nestern mit Abschußgeräten für Mörsergranaten samt Kampfwagen mit 23mm-Maschinengewehr südlich des Alten Zolls im Stadtbezirk Darʽâ al-Ba­lad und westlich der al-Ġâriya al-Ġarbiya-Brücke und in an-Nuʽaima, 5km östlich der Provinzhauptstadt; abends Eliminierung von motorisierten Ğabhatu_n-NuṣraTrupps, Nestern mit Raketen- und Mörsergranatenabschußrampen  im im Stadtbezirk Darʽâ al-Ba­lad, westlich des Staudammes und der aš-Šaiḫ-Ölquelle südlich von Darʽâ wie in al-Yâdûda im westlichen Umland.)

Wie schon früher bei solchen Einsätzen (vgl.u.) griffen auch am 17.2.2017 russische Tu-95MS-Langstreckenbomber von Rußland aus unter Begleitschutz von Maschinen aus Ḥumaimîm etliche Ziele des IS in der Provinz ar-Raqqa an und zerstörten sie völlig, darunter Terroristencamps, Trainingscenters und Kommandoposten.  (http://sana.sy/?p=510868, http://sana.sy/en/?p=100406)

Präsident Dr. al-Assad gab am 16.2.2017 den französischen Journalsiten von TF1 und Europe 1 ein Interview (http://sana.sy/en/?p=100367), dessen Übersetzung ins Deutsche wieder hier zu lesen sein wird.

Im Nachgang der Astana-Konferenz gaben die Vertreter der Regierungs- wie der russischen und iranischen Delegation noch Pressestatements ab (im Einzelnen s. http://sana.sy/en/?p=100292)
Zu einer Schlußerklärung kam es nicht, wie Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî der Presse mitteilte, aufgrund der Versäumnisse der  türkischen wie der Delegation derbewaffneten Opposition“, die zunächst erst mit Verspätung eintrafen und erstere ihrer Garantenposition der Waffenruhe gegenüber nicht entsprechend schließlich in zu kleiner Stärke erschienen. Das sei ein Beweis (proof) „of their lack of seriousness in form and in terms of their “clear will” to hinder and foil Astana meeting“. (http://sana.sy/en/?p=100292)
Ansonsten zeigte sich, daß im wesentlichen die zu Beginn der Astana-Konferenz bezeichneten Ziele (s.u., Do., 16.2.2017) erreicht wurden. So wurde von Sergei Werschinin, dem Leiter des Departements Nahost und Nordafrika im russischen Außenministerium, als Hauptergebnis die Anordnung zur Erstellung einer operativen Gruppe, welche die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien überwachen, Verstöße verhindern und vertrauensbildende Maßnahmen unter den Konfliktparteien fördern solle, bezeichnet. Gemäß Videokonferenz zwis­chen Moskau, Astana und Damaskus noch vom Do., 16.2.2017, seien die Syrien-Gespräche in Astana – auch und gerade in Vorbereitung der Genfer Konferenz in der nächsten Woche – ein sehr „wichtiges Ereignis“ gewesen. (http://sptnkne.ws/d9b3)
Laut Sergei Afanasjew, dem Chef der Haupt­verwaltung des russischen Generalstabs, sei es zudem gelungen, einen Mechanismus für den Tausch von in Syrien gewaltsam festgehaltener [i.e. entführter]  Personen auszuarbeiten [zu dem die syrische Regierung zuvor schon  „grünes Licht“ in Form der Freilassung gefangener Straftäter gegeben hatte]. Auch sei Leistung humanitärer Hilfe besprochen worden, deren Gelangen an die syrische Bevölkerung bislang von den gegen die Regierung kämpfen Gruppen behindert worden war [zu Belegen s.u.). (http://sptnkne.ws/d8GM)

Terroranschläge vom 16.2.2017:
Durch Raketenbeschuß auf die Tišrîn Association und das 3000 Apartments Project im Stadtteil al-Ḥamdâniyya von Aleppo kamen drei Bürger zu Tode, weitere sechs wurden verwundet. (http://sana.sy/en/?p=100311, http://sana.sy/?p=510261)

Nach übereinstimmenden Aussagen von Bewohnern der Region und Medien sind am Do., 16.2.2017, infolge des andauernden Beschusses von Wohngebieten der Stadt al-Bâb im O von Aleppo durch türkische Bomber und Artillerie bislang allein 24 Bewohner – darunter 11 Kinder unter sechs Jahren und acht Frauen – getötet worden. Die angerichteten Sachschäden an Häusern etc. sind immens.   (http://sana.sy/en/?p=100318; s.a. http://sptnkne.ws/d8HR)

Während einer Kollegiumssitzung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB vom Do., 16.2.2017, gab der russische Präsident Putin nochmals zu verstehen: Im Nahen Osten, Asien und Afrika dauern blutige Konflikte an. Die internationalen Terrorgruppen, die daran teilnehmen, sind de facto Terror-Armeen, die verdeckt und manchmal sogar offen von einigen Staaten unterstützt werden“. (http://sptnkne.ws/d8z5)

Am Morgen des Do., 16.2.2017, begann die 3. Runde der Astana-Gespräche. Der kasachische Direktor der Asien- und Afrika-Abteilung des Außenministeriums, Aidarbek Tuma­tow, führte vor Reportern dazu aus, es gehe nun um die Erstellung einer Einsatzgruppe (operational group) zur Überwachung der für ganz Syrien vereinbarten Waffenruhe (vgl.u., 29.12.2016), die Einbeziehung weiterer Areale für dessen Geltung [da die von den Terrorgruppen wie IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten besetzten Terrains ausgenommen sind], der Entwurf einer Abschlußerklärung mit dem Plan einer Vollendung der Gespräche für heute. Dann machte er deutlich: The Astana meetings provide an opportunity to discuss practical matters while the political aspects of solving the crisis in Syria are considered at the Geneva talks.” (http://sana.sy/en/?p=100292)

Im Zusammenhang mit der für ganz Syrien vereinbarten Waffenruhe  konstatierte der UN-Gesandte für Syrien, de Mistura, am Donnerstag  in Moskau beim Treffen mit Verteidigungsminister Schoigu: „Seit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Türkei über die Waffenruhe, bestätige ich: Wir haben einen Rückgang der Gewalthandlungen in Syrien beobachtet. Das ist eine sehr gute Nachricht“.  (http://sptnkne.ws/d85q) Hhg. blogseits) – Die Türkei wurde immer als das Einfallstor für den Nachschub an Kämpfern und allem möglichen militärischen Equipment für die in Syrien kämpfenden Terroristen beschrieben (vgl.u.).
Verteidigungsminister Schoigu hob seinerseits hervor: „Die Zahl der Angriffe ist deutlich zurückgegangen. Direkte Zusammen­stöße wurden völlig liquidiert.“ (http://sptnkne.ws/d8vZ)

Während ihres Moskauer Treffens vom Do., 16.2.2017, waren sich de Mistura und Rußlands  Außenminister Lawrow einig, das „Astana meeting on the crisis in Syria as a factor which may contri­bu­te to speeding up the political process in Syria through Geneva talks“. De Mistura erklärte hinsichtlich der ab dem 23.2.2017 stattfindenden Genfer Gespräche, die Delegationen würden schon am 20.2.2017 in Genf eintreffen, um bilaterale Treffen durchführen zu können, dann folgten die offiziellen Gespräche.  Lawrow unterstrich die russische Position, daß die sog. moderate Opposition in Genf mit dabei sei. (http://sana.sy/en/?p=100294)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100305 und http://sana.sy/?p=510336 (SAA-Artillerie beseitigt Stellungen und Fortifikationen mitsamt Kampfwagen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten in Kafar Sağna im Gebiet von Maʽrat an-Nuʽman im südlichen Umland von  Idlib. Im östlichen Rîf in Ḥomṣ Befreiung der al-Kalâbiyya-Farmen (2km südlich der Obstplantagen) vom IS mit weiterem Vormarsch im al-Bayârât-Gebiet; dabei Aufspüren und Demontage der hinterlassenen Sprengsätze durch Spezialeinheiten und Sicherung der Mengen an zurückgelassener Waffen und Munition einschließlich Artillerie wie Höllenkanonen.  Zerstörung von IS-Positionen und Fortifikationen nahe Dair az-Zaur durch Bodentruppen unter SAAF-Deckung; unter den zahlreich Getöteten wurde auch der ISAnführer mit Kampfnamen Abû az-Zubair at-Tûnisî und dessen rechte Hand, Abû Maḥğan, am südlcihen Stadtrand von Dair az-Zaur  identifiziert; laut Aussage von Bewohnern hatte dieser zuvor noch die Order erteilt, daß die verbliebenen IS-Kämpfer, welche vergeblich die Angriffe im Friedhofsgebiet bestritten hatten und fliehen wollten, getötet würden; SAA-Artillerie vernichtete zudem IS-Barrikaden und Fortifikationen im W  der Provinzhauptstadt in al-Buġailiyya und um den al-Ḥalabiyya-Kreisverkehr in aṣ-Ṣâ­liḥiyya bei heftigen Feindverlusten. Erfolgreiche intensive Operationen gegen Trupps und Fortifikationen von Ğabhatu_n-Nuṣra im Stadtbezirk Darʽâ al-Balad mit Zerstörung einer Basis zur Panzerbekämpfung mit kleinerer Artillerie; unter den getöteten Terrroisten fand sich auch der saudische Anfüher Muḥammad al-Farağ. Zusammen mit der Volkswehr Vereitelung eines Angriffsversuchs auf  die Tal Ṣâḥî-Seite von Ḫân Arnaba im Nordteil der Provinz al-Qunaiṭra mit Eliminierung aller Angreifer.)

Russia Today  meldete in einem Bericht, das Pentagon habe zugegeben, daß es nach entsprechenden US-Einsätzen in Libyen und dem Irak – auch in Syrien Munition mit toxischem abgereichertem Uran benutzt hat und zwar mehr als 5.000 Schuß Munition. (https://www.youtube.com/watch?v=xZSMBHxfkqM) – Dies bestätigt auch das US-Magazin Foreign Policy (http://sptnkne.ws/d78r).

Präsident Dr. al-Assad nahm am Mi., 15.2.2016, in Damaskus im Beisein von Auqâf-Minister Dr. Muḥammad ʽAbd as-Satâr as-Sayyid an einer Konferenz mit Vertretern des seit einem Jahr bestehenden  youth religious team teil in Form von Islamgelehrten und Predigern aus allen Provinzen Syriens. Aufgabe der Gruppe ist die Begegnung des Takfîr-terroristischen Gedankenguts auf nicht militärischer Ebene. Besprochen wurden die eingeleiteten Schritte wie die Pläne für das Jahr 2017. Vor allem solle der religiöse Diskurs auf eine den realen Leben[sumständen] angepaßte Weise geführt werden auf Basis wissenschaftlicher Methodik, Logik und Analyse anstelle von Dogmatik. Es müßten auch Konzepte für den effektiven Dialog  mit Gläubigen angesichts des extremistischen Gedankenguts erarbeitet und entsprechende Fertigkeiten erworben werden. Im Weiteren s. http://sana.sy/en/?p=100252.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100228 und http://www.sana.sy/?p=509596 (Effektive präzise Luftschläge gegen Trupps und Stellungen der mit dem IS affiliierten Ğund al-Aqṣa im südteil der Provinz Idlib im Bereich der Dörfer Kafar ʽAin und Madâyâ.  Weiteres  Abdrängen des IS um 3km im al-Bayârât-Areal im W von Tadmur mit Verfolgung überlebender Feinde in den Wüstenbereich hinein nach Beibringung heftiger Verluste gegenüber dem IS in Gefechten im Außenbereich der Obstplantagen mit Sicherstellung von deren Waffen und Munition; im Gebiet der gestern eroberten Gebiete der Ölquellen beim Ḥayân-Gas-Kraftwerk und den östlichen umgebenden Anhöhen Aufspüren und Räumung von hinterlassenen Sprengsätzen durch Spezialeinheiten. Zerstörung von IS-Fortifikationen durch die Artillerie in al-Buġailiyya westlich von Dair az-Zaur; in der Umgebung der Provinzhauptstadt  Zurückdrängen der Terroristen aus den Einfallsgebieten unter heftigen Feindverlusten und Beseitigung von deren Stellungen; die SAAF versorgt weiterhin die Garnison des Militärflughafens wie die Bevölkerung in Dair az-Zaur und weiteren Bereichen aus der Luft mit Nahrungsmitteln, welche anschließendend vom Syrian Arab Red Crescent verteilt werden. Vehemente Bekämpfung von Ğabhatu_n-NuṣraStellungen in Darʽâ im Stadtteil an-Nâziḥîn und im Umland in Kûm ar-Ru­mân, südlich von al-Ġâriyya al-Ġarbiyya, im SW von al-Yâdûda und Tal Šahâb; mindestens 24 Terroristen wurden getötet, über 30 verletzt, vier Fortifikationen, zwei Barrikaden und Artillerie vernichtet unter Fortsetzung  der Operation gegen Bewegungsachsen der Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen; Vereitelung eines seit Tagen andauernden verbissenen Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra auf Militärposten im al-Manšiyya-Bezirk und anderen Stadtteilen  mit Eliminierung aller  Angreifer, die zu hunderten angerückt waren. Erfolgreicher akkurater Artillerieangriff auf Terroristentrupps mit Vernichtung einer Menge ihrer Waffen und Ausrüstung im Bereich ar-Ruwaihîniyya, al-Mušairifa und Umm Bâṭina als Antwort auf deren Attacken auf Militärposten im Umland von al-Qu­nai­ṭra  – aktiv sind in der Gegend Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte.)

Terroranschläge vom 15.2.2017:
Raketenbeschuß auf den Stadtteil al-Manšiyya von Darʽâ hinterließ auch am Mittwoch sechs Verletzte, darunter drei Frauen und ein Kind. Aktualisierung: Aufgrund des fortgesetzten Beschusses durch Terroristen, die sich in verschiedenen Arealen der Provinzhauptstadt verschanzt hatten,  erhöhte sich die Opferzahl auf eine getötete und sieben verletzte Personen bei erheblichen Sachschäden. Zudem brachen zwei Brände aus und zwar im Wohngebiet as-Saḥârî wie beim National Hospital. Zudem versuchten die Extremisten [vergeblich], sich den Zugang nach Darʽâ zu erzwingen, indem sie an einem der Hauptzugänge einen mit Gaszylindern beladenen Wagen abstellten und dann mit Raketen beschossen.    (http://sana.sy/en/?p=100235)

Der IS hat die Leitung von der Haupttrinkwasserquelle im al-Ḫafsa-Areal, gut 90 km östlich der Provinzhauptstadt, nach Aleppo unterbrochen. Dies passierte, nachdem am Mo., 13.2.2017, endlich nach vierwöchigen umfangsreichen Anstrengungen durch die Regierung, das Gouvernement und den Syrian Arab Red Crescent (SARC) die Trinkwasserzufuhr hatte wiederhergestellt werden können. Am 14.1.2017 hatten  Terrorgruppen in al-Ḫafsa die Trinkwasserzufuhr für die gesamte Provinz Aleppo unterbunden. WieGouverneur Ḥussain Diyâb in seiner Stellungnahme vom 15.2.2017 bekanntgab, geschah dies „to pressure the locals and influence their supportive stance towards the Syrian army.”  [zu den anderen ähnlichen Vorfällen vgl.u.]. Er versicherte, daß wiederum alles getan werde, daß schnellstens Abhilfe geschaffen werde „with all possible means”. Zudem trete nun der Notfallplan der Wasserwirtschaftsministeriums in Kraft, der vorsieht, daß 51 neue Wasserquellen erschlossen werden. Man warte nur noch die Ankunft des bestellten Equipments in Form von Pumpen, Generatoren und Speichertanks. (http://sana.sy/en/?p=100242)

Der Presseservice des kasachischen Außenministeriums informierte darüber, die 3. Runde der Astana-Gespräche sei wegen „technischer“ Gründe auf do., 16.2.2017 verschoben. (http://sana.sy/en/?p=100221) – Pars Today gab die Hintergrundinformation dazu, daß der Aufschub der Tatsache geschuldet sei, daß die Delegationen der „bewaffneten Opposition“ wie die türkische bislang fehlten. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23794-syrien_gespr%C3%A4che_in_astana_verschoben) – Interessanterweise befindet sich der türkische Staatspräsident Erdogan gerade in ar-Riyâḍ [vgl.u. zur ar-Riyâḍ-Gruppe] zum Treffen mit dem saudischen König. als nächstes steht für den 15.2.2017 der Besuch in Qaṭar auf dem Plan. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i23782-erdogan_trifft_saudischen_k%C3%B6nig_salman_vor_syrien_gespr%C3%A4chen_in_astana)

Zur Vorbereitung des Plenartreffens in Astana finden zunächst bilaterale Gespräche statt, im Falle der syrischen Regierungsdelegation, angeführt vom ständigen UN-Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî,  mit den Delegationen der befreundeten Mächte Rußland und dem Iran, erklärte der Diplomat gegenüber mitreisenden Journalisten. Zudem führte er aus: „during the meetings, we compared what we have of information and facts with those of the Rus­sian and Iranian delegations in order to jointly prepare well to the meetings of tomorrow.” Auch er wies auf den bedeutsamen Umstand hin: „what attracts attention is that the Turkish delegation and the armed groups delegation have not arri­ved yet.” Dann stellte er nochmals die Position der Regierung heraus: „During the bilateral meetings, We affirmed the Syrian Arab Republic delegation’s keenness to have Astana meeting succeed in a way that helps prevent the Syrian bloodshed and restore security and stability to the territories of the homeland.” (http://sana.sy/en/?p=100283 vom 15.2.2017)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100169 und www.sana.sy/?p=509168 (Rückeroberung des Ḥayân-Gasfeldes  [unweit westlich von Tadmur] im Ostteil der Provinz Ḥomṣ mit anschließender Durchkämmung des Gebiets und des Ḥayân-Kraftwerks ausgelegten IS-Minen und – Sprengsätzen und Entschärfung derselben durch Spezialkräfte; Ausweitung der Kontrolle über das Ğaḥâr-Areal westlich davon nach Beseitigung der letzten IS-Stellungen und Verfolgung überlebender, fliehender IS-Terroristen; dazu Rückeroberung der  umgebenden Anhöhen östlich des Ḥayân-Kraftwerks; nachmittags weiteres Vordringen auf der Achse T4 [vgl.u.] –Tad­mur mit Befreiung der Schule und der Sanitätsstation im al-Bayârât-Gebiet, ca.20km  westlich von Tadmur; im Nordteil der Provinz Ḥomṣ zusammen mit der Volkswehr Zerstörung eines Panzers samt Ğabhatu_n-Nuṣra-Verband  am al-Ġanṭû  – al-Ḥalmûz-Kreisverkehr im SO von Ğabûrîn.  Vernichtung eines auf einen Militärposten zuhaltenden Ğaiš alFataḥWagens im SO von al-Ḥamâmiyât im Umland von Ḥamâ – die Terroristen hatten hatten eine Panzerfaust, eine Automatikwaffe, eine sog. Tetra-Vorrichtung sowie die ID-Karte eines türkischen Offiziers an Bord; gezielte SAAF-Einsätze gegen IS-Fortifikationen samt Bulldozer östlich von Salamiyya im Ostteil der Provinz. Sprengung eines ISTunnels im al-Ğafra-Gebiet am Südstadtrand von Dair az-Zaur mitEliminieung sämtlicher Terroristen. In Darʽâ Vereitelung eines erbitterten Ğabhatu_n-NuṣraAngriffs  auf Militärposten und Wohngebiete beim Alten Zoll, in der as-Suwaidân-Straße, um die Bilâl al-Ḥabašî Mosque und die al-Yarmûk-Schule mit vielen toten und verletzten Extremisten und Vernichtung von deren Stellungen, aufgerüsteten Kampfwagen und militärischer Ausrüstung; während des Gefechts Etablierung der Feuerkontrolle über das Kampfgebiet; lokale Quellen berichteten über den Abtransport verletzter Ğabhatu_n-NuṣraTerroristen in die nahen israelisch besetzten Gebiete [vgl.a. Teil IV]; die Reporter vor Ort dementierten Behauptungen auf Netzseiten der Terroristen, wonach diese in den Stadtbezirk al-Manšiyya hätten eindringen können, jedoch hättten jene in der Jordanstraße etliche von den Bewohnern bereits verlassene Häuser  etc. per Autobombendetonation zerstört.)

Das russische Verteidigungsministerium wies Vorwürfe des Analysezentrums Atlantic Council in Washington als „bewußte Fälschung“, „Propaganda-Ente“ und „dilettantisch“ und entgegen der inzwischen festgestellten Wahrheit zurück. Wieder einmal war am di., 14.2.2017 – also kurz vor den Astana- und Genfer Friedensgesprächen zur Beilegung der Krise in Syrien – behauptet worden, es habe bei der Befreiung von Aleppo Menschenrechtsverletzungen, wahllos-willkürlichen Waffeneinsatz auch auf Krankenhäuser als Kriegsverbrechen gegeben. Igor Konaschenkow, der amtliche Sprecher des russischen Verteidigungsmini­steriums, erklärte dazu: „We’ve closely studied the Atlantic Council’s report devoted to the Syrian army’s operation to retake Aleppo to find nothing new. All of the charges and propaganda fakes mentioned there have long been dismissed.“ Er fügte hinzu: „Moreover, those allegations were dismissed twice – by facts presented at our briefings and by real life – testimonies and interviews by the thousands who have been able to get back to peaceful life in eastern Aleppo.”  In der deutschen Version heißt es, sämtliche im Dokument mit dem Titel „Breaking Aleppo“ enthaltenen Informationen seien schon lange sowohl „durch Fakten bei unseren offiziellen Briefings“ als auch „durch Zeugnisse und Interviews von Tausenden Menschen“ widerlegt worden, die inzwischen wieder ihrem normalen friedlichen Leben in Ost-Aleppo nachgehen könnten. Andererseits vermisse er in dem „Report“ zahlreiche Tatsachen, die west­liche und russische Journalisten während ihres Aufenthalts im Raum der Kampfhandlungen erlebt hätten, darunter Massengräber von Zivilisten, von Terroristen aus Aleppo verminte Schulge­bäude und in Krankenhäusern eingerichtete Stellungen der Kämpfer.
Auch Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erwiderte: „Wir konstatieren Versuche, den innersyrischen Konflikt noch mehr anzuheizen und die Differenzen zwischen den verfeindeten Seiten noch weiter zu verschärfen. Nur so kann der von CNN unterstützte Informationseinwurf von Amnesty International, Human Rights Watch und letztens auch des US-amerikanischen Atlantic Council über einen C-Waffen­einsatz durch die syrischen Truppen in Aleppo, Massenhinrichtungen im Militärgefängnis Sayednaya bei Damaskus und eine zielgerichtete Zerstörung der sozialökonomischen Infrastruktur Syriens durch die russische Luftwaffe bewertet werden“. Sie ergänzte, demnach „lässt die Beweisgrundlage für derartige so genannte Sensationen zu wünschen übrig. …Aber die Verfasser scheinen sich nicht groß darum zu kümmern. Das Ziel ist, die zum großen Teil durch die Bemühungen Russlands gebotene Chance auf eine Wende in Richtung einer friedlichen politischen Regelung zu vereiteln und die sich eröffnenden Perspektiven eines gleichberechtigten, gegenseitig respektvollen und umfassenden internationalen Zusammenwirkens zur Ausrottung des Terrorherdes im Nahen Osten und zur Stabilisierung der Region zu durchkreuzen“. (www.sana.sy/en/?p=100201, http://sptnkne.ws/d7TU, http://sptnkne.ws/d72b)

Ähnlich ist demnach die Lage bezüglich der wiederholten – und schon als unwahr dargelegten (vgl.u.) – Behauptung des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes seitens der Regierungsarmee bei der Befreiung Aleppos, diese Mal durch Human Rights Watch vorgebracht. Dergleichen als Report herauszugeben, sei „unprofessionell“ und lasse die Organisation nur in sehr schlechtem Licht dastehen („it defa­mes the organization“), verlautete aus dem Verteidigungsmini­sterium. In der Pressemitteilung des Ministeriums vom Di., 14.2.2017, stand: „Derartige Berichte, die von Dilettanten unter Berufung auf soziale Netze und Telefonaussagen anonymer Zeugen erstellt werden, ruinieren das ohnehin schon zweifelhafte Ansehen von HRW“. (www.sana.sy/en/?p=100201http://sptnkne.ws/d79V )

Das Außenamt in Damaskus nahm am Mi., 15.2.2017, ebenfalls Stellung zu dem HRW-Report und wies kategorisch alle vom HRW vorgebrachten Anschuldigungen (s.o.) als falsch zurück. Es sei „unprofessional” und „non-scientific”, sich ohne wissenschaftlichen Analysen bloß auf nicht überprüfbare Aussagen und Medienseiten von Terroristen zu verlassen und werfe kein gutes Licht auf die Glaubwürdigkeit der Organisation als solcher. Wörtlich hieß es: „The fact that the Human Rights Watch organization relied on the terrorists’ media sources and on absolutely non-credible false witnesses proves the lack of credibility of the report”; und weiter: „This report comes to justify the terrorists’ defeat and the victories of the Syrian Arab Army and its allies”.  Ferner war aus dem Außenministerium zu hören: „The Syrian Arab Republic, which has met all its obligations under the Chemical Weapons Conven­tion, strongly condemns this misleading report that came out in implementation of Western agendas before the convening of meetings in Astana and Geneva and any other meetings that might be held later on the Syrian file”.  (http://sana.sy/en/?p=100267)

Terroranschläge vom 14.2.2017:
Drei Bürger trugen nach Beschuß des Wohngebiets as-Saḥârî in Darʽâ mit Raketen und Mörsergranaten Verletzungen davon.
Sachschäden an öffentlichem wie privatem Eigentum hinterließ der Beschuß mit Mörsergranaten seitens einer Grupps von Ğabhatu_n-Nuṣra, die sich im Dorf Masḥara verschanzt hatte, auf  die Stadt Ḫân Arnaba wie die Dörfer Ğabâ und Ayûba.
(http://sana.sy/en/?p=100172, www.sana.sy/?p=509214)

Die nächste Runde des Genfer Syrien-Dialogs ist vom 20. auf den 23. Februar verschoben worden, wie die Sprecherin des UN-Gesandten für Syrien, de Mistura, am 13.2.2017 bekannt gab. Die Einladungen würden bereits verschickt. (http://sana.sy/en/?p=100138)

Laut einer Mitteilung von Iswestija vom Di., 14.2.2017, weigern sich die in Syrien ansässigen Oppositionsvertreter – und damit die einzig wirkliche syrische Opposition – zu den kommenden Genfer Verhandlungen als Teil einer einheitlichen Delegation zu erscheinen, die vom  – mit der Muslimbruderschaft verbundenen – SNC (zur Einordnung s. Teil III), also der Ende 2015 in Saudi-Arabien mit Vertretern von Terrorgruppen erstellten sog. ar-Riyâḍ-Gruppe initiiert ist. Zudem versicherte Prof. Qadrî Ğamîl (Qadri Dschamil, vgl.u.): „wir werden nie zustimmen, dass Vertreter dieser ‚Riad-Gruppe‘ in der Überzahl gegenüber anderen Vereinigungen sind.“ Demgegenüber habe seine Gruppe dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen eigenen Vorschlag zur Zusammensetzung der Delegation gemacht: „Daran sollten sich 15 Personen beteiligen, je drei von jeder Struktur: der ‚Kairoer Gruppe‘, der ‚Moskauer Gruppe‘ und der ‚Riad-Gruppe‘, drei Vertreter der bewaffneten Opposition und drei von anderen Vereinigungen, darunter der ‚Astanaer‘, der ‚Hmeimim-Gruppe‘ usw.“. Bei fehlendem Konsens müsse eben der UN-Beauftragte de Mistura die Oppositionsdelegation bilden, wie es die UNSC-Resolution 2254 vorsieht, sich darüber jedoch zuvor  mit globalen und regionalen Akteu­ren absprechen. „Normalerweise sollte jede Gruppe in der Delegation durch zwei, drei Mitglieder vertreten sein“, betonte Prof. Ğamîl. (http://sptnkne.ws/d7qB)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100095 und http://sana.sy/?p=508616 (Beseitigung aller IS-Kämpfer mitsamt eines Waffendepots und mit schwerer Artillerie aufgerüstetem Kampfwagen beim Ġasân ʽAbûd-Kreisverkehr in Dair a-Zaur; wegen der Vereitelung der letzten Operationen im Friedhofsgebiet mit erheblichen Feindverlusten (vgl.u.) sei der IS-Führer der Operation vom IS liquidiert worden, wie Anwohner berichtete. Vereitelung von Angriffsversuchen Ğabhatu_n-NuṣraAffiliierter von der al-Yarmûk Schule her mit Versuch des Eindringens in den Stadtteil al-Manšiyya in Darʽâ bei beträchtlichen Feindverlusten, nachdem die Extremisten Wohngebiete mit Raketen und zu Waffen umfunktionierten Gaszylindern angegriffen (vgl.u.) hatte; zudem Vereitelung von Ğabhatu_n-NuṣraAttacken auf  al-Manšiyya, Ḥamîdat aṭ-Ṭâhir, den Buṣrâ-Platz und al-Mu´sasa in Darʽâ. mit Verhinderung von deren Eindringen in diese Stadtgebiete bei empfindlichen Verlusten an Kämpfern.)

Pars Today meldete, aus den Terroristen nahestehenden Webseitengehe hervor, daß die Bewohner von Kafar Nabûda in N-Ḥamâ in heftigen Gefechten die Terrorruppen Ḥarakat Aḥrâr aš-Šâm al-Islāmiyya und Ğaiš an-Nar bekämpften, wobei unter den zahlreichen getöteten Feinden auch der Kommandeur der Liwâ´ Ğund as-Sunna, Abû Hazen (?), identifizirt werden konnte. Zerstört wurden auch etliche mit Artillerie aufgerpstete Kampfwagen. Zum großen Mißfallen des saudischen (mit al-Qâʽida verbundenen) Muftîs der Terorgruppe, ʽAbdullâh al-Muḥaysinî, unterdtützten die Bürger der stadt dur dort stationierte SAA-Einheit und blockierten erfolgreich die Zugangswege der Stadt für die Terroristen.  

Am Fr., 10.2.2017, zuvor war es im N-Teil der Provinz Ḥamâ zu heftigen Kämpfen der Terrorgruppen Ğund al-Aqṣâ und al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm untereinander gekommen. U.a. verschleppten  in Kafar Zaitâ die Kämpfer von Ğund al-Aqṣâ mindestens 100 Anhänger von al-Ittiḥâd al-Islâmî li-Ağnâd aš-Šâm, ein Großteil von deren Ausrüstung zerstört. Heftig gekämpft wurde in ähnlicher Weise in al-Ḥamâmiyât und Ṭayyibat al-Imâm; beteiligt war auch die FSA. Laut einer den Terroristen nahestehenden  Quelle wolle Ğund al-Aqṣâ  ein ähnliches Regime errichten wie schon der  IS und Ğab­hatu_n-Nuṣra. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13951125000596)

Nach einer tschetschenischen Verstärkung der Militärpolizei kommt nun auch eine Einheit aus der nordkau­kasischen GUS-Teilrepublik Inguschetien nach Syrien, wie Republikchef Junus-Bek Jewkurow gegenüber Journalisten am Mo., 13.2.2017, bekanntgegeben hat. Sie sollen zur Sicherung des russischen Überwachungs- und Koordinierungszentrums wie des russischerseits benutzten Flugfeldes in Ḥumaimîm eingesetzt werden. Bald würden auch Hilfsgüter nach Syrien geschickt. (http://sptnkne.ws/d6TF)

Wie IS und Co. auch zu Geld kommen: Aufgrund einer Recherche, durchgeführt von „The Times“, wurde enthüllt wie Extremisten einschließlich des IS und andere Verbrecherplattformen von Beträgen, welche renommierte Firmen wie z.B. Coca Cola, Mercedes Benz, Jaguar, die Luxushotelgruppe Sandals etc. für Werbeanzeigen im Internet zahlen, profitieren. Im Beitrag heißt es daher: „The Home Affairs Select Committee (HASC) had already said that Facebook, Twitter and YouTube — owned by Google — were the ,vehicle of choice‘ in spreading propaganda and called on them to adopt a “greater sense of responsibility”. Die Werbekunden selbst wußten vorab von dieser unheilvollen Verquickung nichts, sind also selbst Opfer der Aktion: „Extremists’ sick YouTube videos are financed by ads unwittingly placed through a Google algorithm – without the brands’ approval“.  (http://sana.sy/?p=508184, www.thesun.co.uk/news/2829060/calls-for-social-media-to-block-big-brands-unwittingly-funding-isis-as-advertising-algorithm-lands-them-on-hate-sites/ vom 9.2.2017)

Zerstörtes Tetrapylon von Palmyra, Photo: SANA

Zerstörtes Tetrapylon von Palmyra, Photo: SANA

Das russische Verteidigungsministerium warnt vor weiteren geplanten Zerstörungen des IS in der archäologischen Ausgrabungsstätte von Palmyra. Drohnenaufnahmen hätten gezeigt, daß nach erfolgreichen Gefechten der SAA mit deren näherem Heranrücken an die Oasenstadt Tadmur die Terrororganisation Trucks mit Ziel IS-Tadmur  unterwegs seien. Diese zeige an, daß mehr explosives Material herangeschafft werde für maximale Zerstörungen. Frühere Aufnahmen von den IS-Zerstörungen hatten erwiesen: „The video proves that ISIS terrorists had blown up proscenium, the central part of the Roman-era amphitheater, and columns of the 16-column Tetrapylon, which dates back to 270 A.D”. (http://sana.sy/en/?p=100098, http://sana.sy/?p=508612) – Wie schon früher erwähnt ist die Bezeichnung römisches „Amphitheater“ falsch, da es sich um einen klassisch-hellenistischen Theaterbau handelt, der daher auch ein Proszenium, also einen festen Bühnenaufbau aufweist. Ein rundum mit einer Tribüne versehenes Amphitheater dagegen hat keinen, da es ganz anderen Veranstaltungen dient.

Zerstörtes Proszenium des römischen Theaters, Photo: SANA

Zerstörtes Proszenium des römischen Theaters, Photo: SANA

Terroranschläge vom 12.2.2017:
Am Sonntag „regneten“ dutzende Raketen auf die Provinzhauptstadt Darʽâ. Neben Zerstörungen wurden jedoch noch keine Verletzten oder tote gemeldet, obwohl die Krankenhäuser in Alarmbereitschaft sind wie lokale Mitarbeiter des Syrian Arab Red Crescent (SARC) mitteilten. (http://sana.sy/en/?p=100046, http://sana.sy/?p=508128)

Terroranschlag vom 11.2.2017:
Die Ölraffinerie Ḥomṣ wurde Ziel eines Raketenangriffs der in al-Ḥûla im N-Umland von Ḥomṣ verschanzten Terroristen. eine Pipeline platzte, Feuer entstand. Nur dank des beherzten Eingreifens der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. (http://sana.sy/en/?p=100028, http://sana.sy/?p=507909)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=100012 und http://www.sana.sy/?p=507803 (Vernichtende präzise Luftschläge gegen einen IS-Verband im al-Maka­bât-Areal auf der Straße zum Ğabal aṯ-Ṯarda südlich von Dair az-Zaur; effektive Bodenoperationen gegen IS-Stellungen um das Friedhofsgebiet, den Stadtteil al-Ḥamîdiyya und den alten Flughafen mit Eliminierung der Kämpfer samt aufgerüsteter Kampfwagen;  zudem Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs von der al-Ḥuwaiqa-Passage aus auf die Umgebung des Landwirtschaftskollegs in al-Ḥussainiyya unter Ausschaltung der meisten Angreifer.)

Beispiel eines (mit artillerie) aufgerüsteten Kampfwagens der Terroristen in Aktion, Photo: SANA

Beispiel eines (mit Artillerie) aufgerüsteten Kampfwagens der Terroristen in Aktion, Photo: SANA

Sputnik News berichtet zudem von der Rückeroberung des bedeutenden IS-Vorpostens, des Ortes Tâdif im SO von al-Bâb durch die SAA mit Deckung durch russische Kampfflieger. Die SAA kontrolliere nun auch die Verbindung zur IS-„Hochburg“ ar-Raqqa und habe damit die Nachschublieferung von dort unterbunden.
Die in al-Bâb inzwischen von der SAA eingekesselten Terroristen töteten am Sa., 11.7.2017, angesichts ihrer Niederlagen zur Behauptung ihrer „Herrschaftsposition“ 40 Geiseln, wie der Sender al-Mayâdîn meldete. (http://sptnkne.ws/d6b3) – Daß russische Kampfjets und nicht die SAAF die syrischen Bodentruppen unterstützten liegt  wahrscheinlich darin begründet, daß sich in jenem Luftraum auch – widerrechtlich (zum Grund s.u.) – Kampfflieger der sog. Koalition  aufhalten, mit denen das russische Verteidigungsministerium seit kurzer Zeit kommuniziert (vgl. Astana-Gespräche samt Vorbereitung). Es sollte so wohl eine mögliche Konfrontation im Luftraum ausgeschlossen werden.

Terroranschläge vom 10.1.2017:
Mehrere Ort in und um die Provinzhauptstadt Ḥomwurden am Nachmittag mit Raketen beschossen. Insgesamt kam dabei ein Bewohner ums Leben, während 12 weitere Verletzungen davon trugen. zudem wurde öffentliches wie privates Eigentum beschädigt, zwei Wagen brannten völlig aus. Die Angriffe richteten sich gegen mehrere Stadtteile von Ḥomṣ,  wobei Menschen in al-Ḥamrâ´, al-Arman und Karm al-Lûz – Einschlag nahe des Klosters Dair al-Muḫallaṣ [Erlöser-Kloster] zu Schaden kamen, sodann gegen die Dörfer Tasnîn und Akrâd ad-Dâsiniyya im N-Umland von al-Ġanṭû aus, wo sich Extremisten verschanzt hatten. (http://sana.sy/en/?p=99990, http://www.sana.sy/?p=507618)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=99891 und http://www.sana.sy/?p=507408 (Morgendliche Beseitigung von teils motorisierten IS-Trupps im Dorf Tal Ayûb ösltich der Luftwaddenakademie im östlichen Umland von Aleppo. Vereitelung von Angriffsversuchen aus verschiedenen Richtungen auf Militärposten zum Schutz der Stadt Kansabâ, ca. 50km im NO von al-Lâḏa­qiyya, und um die Ğibâl Ḥassan ar-Râʽî und al-Qalʽa unter signifikanten Feindverlusten. – aktiv in der Gegend seien die meist über die türkische Grenze eindringenden und vom Erdogan-Regime, der Muslimbruderschaft dort wie der saudischen Regeirung unterstützten Takfîr-Terrorgruppen Ğabhatu_n-Nuṣra,  Liwâ´ Aḥrâr as-Sâḥil und Liwâ´ as-Sulṭân ʽAbd al-ḤamîdAusweitung der Kontrolle über das Ğaḥâr-Areal im W-Umland von Tad­mur mit Rückeroberung der West-Anhöhe von ʽAbâra Ğaḥâr und des gesamten Gebiets von ʽAbâra Ğaḥâr mit Eliminierung einer Menge IS-Kämpfer samt deren militärischen Equipments  – überlebende Reste flohen in die Wüste Richtung der Ölfelder; zudem effektive präzise SAAF-Einsätze gegen IS-Nester samt Bulldozer in den Außenbereichen von  Tad­mur; ebenfalls im Ostteil der Provinz Ḥomṣ nahe des Ḥayân-Ölfelds  im Gebiet der Obstplanta­gen und südlich des Damms von al-Qaryatain und al-Bârida Vernichtung von motorisierten IS-Verbänden. Zerstörung von IS-Fortifikationen und –Stellungen bei Einsätzen  rund um Dair az-Zaur durch Bodentruppen unterstützt von Artillerie und SAAF sowie eines Munitionsdepots im Industriegebiet am südlichen Stadtrand; dazu  erfolgreiche Luftschläge mit Bombardierung von fünf IS-Schlupfnestern samt mit leichter Artillerie aufgerüsteten Kampfwagen auf Anhöhe 17 nahe des Ğabal aṯ-Ṯarda.)

US-Präsident Trump wies auf seinem auf Twitter-Account US-Senator McCain zurecht: die USA sollten schlauer werden und sich der Einmischung in Konflikte in aller Welt enthalten, wie sie von Persönlichkeiten wie US-Senator John McCain initiiert werden, hieß es da. (http://sptnkne.ws/d5vc) – Zu den unheilvollen Einmischungen von US-Senator John McCain im Irak- wie Syrienkonflikt vgl. die Einträge in Teil I, vor allem Teil III und  Teil IV.
S.a. den sich mit der Thematik auseinandersetzenden Beitrag von Willy Wimmer: Papst Franziskus versus US-Senator John Mc Cain!

Dem Sender Yahoo News gewährte Präsident Dr. al-Assad am 9.2.2017 ein ausführliches Interview, dessen Ausstrahlung auf Freitag  um 13.00 Uhr angesetzte ist. eine Übersetzung des vollständigen Textes ins Deutsche ist dann wieder hier zu lesen. Einen bedeutsamen Ausschnitt gab es vorab:
Angesprochen auf die Frage bezüglich des kürzlich von US-Präsident Trump erlassenen Dekrets, welches Flüchtlingen und Immigranten, hauptsächlich aus muslimischen Ländern, insbesondere allen syrischen Flüchtlingen, die Einreise in die USA verwehrte, da deren  Einreise abträglich für die Interessen der USA sei, antwortete Dr. al-Assad: „Die Frage beinhaltet zwei Aspekte: der erste bezieht sich auf Amerika, dies ist eine amerikanische Angelegenheit mit Bezug auf die Souveränität der amerikanischen Nation. Jedes Land hat das Recht, Regelungen zur Einreise zu treffen. damit kann man einverstanden sein oder nicht, doch wenn Sie mich als Präsident fragen, dann besteht meine Verantwortlichkeit als Amtsträger des syrischen Staates  nicht darin, irgendeinen [anderen] Präsidenten um Erlaubnis zu fragen, ob Syrer dorthin gehen dürfen oder er in jenem Land Flüchtlinge dulde. Meine Verantwortlichkeit besteht darin, Stabilität wiederherzustellen, um jene nach Syrien zurückzubringen und Zuflucht in ihrem Land zu finden. Also diskutierte ich nicht, ob das richtig oder falsch ist; es ist eine amerikanische Angelegenheit.“
(„This question has two aspects: the first one is American, this is an American issue and it is related to the sovereignty of the American nation. Every country has the right to put any regulations to enter their country. We can disagree or agree, but if you ask me as president, as official in the Syrian state, my responsibility is not to go and ask any president to allow the Syrians to go there and to have refuge in that country. My responsibility is to restore the stability, in order to bring them back to Syria and find refuge in their country. So, I’m not going to discuss that this is right or wrong; this is American issue.“).
Auf die Frage, ob manche jener Flüchtlinge seiner Meinung nach Verbindung zu Terroristen hätten, erwiderte Dr. al-Assad: „Definitiv. Das findet man schon im Netz; denselben Bildern darin nach zu urteilen, fanden sich – in manchen Fällen selbstverständlich – in manchen Beispielen jene, die Terroristen in Syrien waren als [,] friedliche Flüchtlinge [‚]  in Europa und im Westen generell wieder. Ja, das ist wahr.
(“definitely. You can find it on the net; the same picture that you saw them – in some cases, of course – in some instances, those terrorists in Syria, holding the machinegun or killing people, they are pea­ceful refugees in Europe or in the West in general. Yeah, that’s true.”)
Zur Frage nach der Anzahl der Terroristen unter den 4,8 Millionen syrischer Flüchtlinge entgegnete der Präsident: „Keiner besitzt da Zahlen, niemand kennt sie, [schon] weil absolut niemand die Zahl aller Terroristen kennt, um eine Prozentangabe machen zu können.“
(“no-one has any number, nobody knows, because nobody knows all the terrorists to give a percentage, no-one at all.”)
Gefragt, ab es sich um eine signifikante Anzahl handele, antwortete der Staatschef: „Es geht nicht um die Signifikanz, da man keine signifikante Anzahl braucht, um Grausamkeiten zu begehen. Der Anschlag vom 11. September  ereignete sich, obwohl nur 15 Terroristen unter den möglicherweise Millionen an Immigranten der USA beteiligt waren; es geht also nicht um die Anzahl; es geht um die Qualität und um die Absichten [der Leute].“.
(“It’s not about significant, because you don’t need a significant number to commit atrocities. 11th of September, it happened by only 15 terro­rists out of maybe millions of immigrants in the United States, so it’s not about the number; it’s about the quality, it’s about the intentions.“) (http://sana.sy/en/?p=99872)

Der Präsident und seine Frau empfingen am Fr., 10.2.2017, eine Reihe Frauen und Kinder. Die gehören zu der 54 kürzlich im N-Umland von al-Lâḏa­qiyya befreiten Gruppe vor ca. dreieinhalb Jahren (im August 2013) von Terroristen verschleppter Dorfbewohner. Diese bekundeten, daß sie niemals aufgehört hätten, durch die Regierungstruppen endlich befreit zu werden aus einer Hölle von  Entbehrungen, Hunger und Folter, während die männlichen Einwohner von den Extremisten damals überwiegend getötet worden seien. Dr. al-Assad und seine Frau würdigten das Durchhaltevermögen und Vertrauen der Menschen auf schließlich erfolgende Hilfe. Auch den solange nicht zur Schule gegangen Kindern werde spezielle Förderung zuteil. (http://sana.sy/en/?p=99875, http://sana.sy/?p=507338, http://sana.sy/en/?p=99862)

Empfang befreiter Bürger durch den Präsidenten und seine Frau, Pfoto: SANA

Empfang befreiter Bürger durch den Präsidenten und seine Frau, Pfoto: SANA

Wie berichtet (vgl.u., 7.2.2017) besuchte die belgische Parlamentsdelegation zum Ende ihres Syrienaufenthalts auch einige Klöster im Umland der Hauptstadt, darunter St. Jakob (Mâr Yaʽqûb) in Qâra. Dort trafen sie auf ein Klostermitglied aus Belgien, den flämisch-belgischen Pater Daniël Maes  (78). Dieser hatte die letzten Kriegsjahre als augenzeuge miterlebt und korrigierte nun im Interview mit dem Algemeen Dagblad die falsche Mainstream-„Bericht“erstattung über die Vorgänge in Syrien seit 2011: Es folgt ein Auszug des Beitrags von Sputnik news vom 10.2.2017 (http://sptnkne.ws/d5DN):
Pater Daniël zog vor sieben Jahren aus Belgien in das aus dem sechsten Jahrhundert  stammende katholische Kloster Mar Yakub in der Stadt Qara, die in der Nähe von Damaskus liegt. In den vergangenen vier Jahren ist der Priester Augenzeuge vieler grauenvoller Dinge und Tragödien geworden.
Die Vorstellung, dass ein Volksaufstand gegen Präsident Assad stattgefunden hat, entspricht nicht der Wahrheit. Ich lebe seit 2010 in Qara und habe mit eigenen Augen gesehen, wie aus dem Ausland gekommene Agitatoren Proteste gegen die Regierung organisierten und junge Menschen rekru­tierten“, berichtet der 78-Jährige.
@hermvdbeek @RenaNetjes Pater Daniël Maes: „Berichtgeving over Syrië is de grootste medialeugen van deze tijd“ https://t.co/87jObAy7xd pic.twitter.com/VYtUd5hKfN — Wil Wel (@Wil_Welvaerdt) 26. Januar 2017
All dies sei damals gefilmt und von Al Jazeera ausgestrahlt worden, um den Eindruck zu vermitteln, dass eine Rebellion im Gang sei. In sunnitischen und christlichen Gemeinden seien von ausländischen Terroristen Morde begangen worden, um religiöse und ethnische Zwietracht unter den Menschen Syriens zu verbreiten, die einst sehr vereint untereinander gewesen seien.
Laut Pater Daniël war das Land davor ein harmonischer und weltlicher Staat, wo verschiedene Religi­o­nen friedlich Seite an Seite lebten. „Es gab kaum Armut, die Bildung war kostenlos und die medizi­nische Versorgung war gut. Es war nur nicht möglich, frei seine politischen Ansichten zu äußern. Aber die meisten Menschen interessierten sich dafür auch nicht“, so der Priester.
Als sich dann Tausende Terroristen in Qara niedergelassen hatten, habe die Klostergemeinde um ihr Leben gefürchtet. Die meisten Extremisten seien aus den Golfstaaten, Saudi-Arabien, Europa, Türkei und Libyen gekommen, wobei es auch viele Tschetschenen gegeben habe.
Sie bildeten eine ausländische Besatzungsmacht und waren allesamt mit al-Qaida und anderen Terroristen verbündet. Vom Westen und seinen Alliierten bis an die Zähne bewaffnet, mit der Absicht, gegen uns vorzugehen, sagten sie buchstäblich: ‚Dieses Land gehört jetzt uns’.“
Oft hätten sie unter Drogen gestanden, kämpften gegeneinander und hätten abends wahllos herumgeschossen. Die Klostereinwohner hätten sich lange Zeit in den Grabgewölben verborgen, bis die syrische Armee die Extremisten verjagte.
Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt noch leben. Wir verdanken das der Regierungsarmee Assads und Wladimir Putin, weil dieser sich entschlossen hatte zu intervenieren, als die Rebellen die Macht zu übernehmen drohten“, so der Geistliche.
Nach Meinung von Pater Daniël sind die Berichte der westlichen Medien über Kriegsverbrechen seitens der Regierungsarmee „die größte Medienlüge unserer Zeit“. Leider gebe es zu viele „Mitläufer und Feiglinge“ unter den Journalisten, die mit ihren Berichten indirekt an den Massakern teilgenommen hätten.
Es wurde purer Unsinn über Aleppo verbreitet. In Wirklichkeit waren es die Rebellen, die plünderten und töteten. Glauben Sie, die Menschen in Syrien sind dumm? Glauben Sie, dass diese Menschen gezwungen wurden, für Assad und Putin zu jubeln? All das wegen der Pipelines und Rohstoffe für die Amerikaner und um Putin in dieser Region auszubremsen.“
Außerdem würden Saudi-Arabien und Katar in Syrien einen sunnitischen Staat ohne Religionsfreiheit errichten wollen.
Wissen Sie, als die syrische Armee sich auf die Schlacht in Aleppo vorbereitete, kamen muslimische Soldaten zu mir, um sich segnen zu lassen. Unter einfachen Moslems und Christen gibt es kein Problem. Es sind diese radikalen Islamisten, die vom Westen unterstützten Rebellen, die uns massakrieren wollen. Sie gehören alle zu al-Qaida und dem IS. Es gibt keine gemäßigten Kämpfer.“
Einst habe er Hillary Clinton als einen „Teufel im Weihwasser“ bezeichnet, da sie als Außenministerin ganz bewusst den Konflikt anheizte. Nun freue er sich über die Präsidentschaft Donald Trumps: „Er sieht, was jeder normale Mensch versteht: Dass die Vereinigten Staaten aufhören sollten, Länder, die natürliche Ressourcen besitzen, zu untergraben. Das Streben der Amerikaner nach einer unipolaren Welt ist das größte Problem. Trump versteht aber, dass der radikale Islam eine größere Gefahr darstellt als Russland. Was kümmert es mich dann, wenn er gelegentlich seine Hose herunterzieht?
Wenn Trump eine Geopolitik in der Art betreibe, wie er es versprochen hat, dann sehe die Zukunft gut aus und stimme auch mit der überein, die Putin anstrebt. Dann dürfte man darauf hoffen, dass es eine Lösung für Syrien gibt und der Frieden in das kriegszerrüttete Land zurückkehrt. (http://sptnkne.ws/d5DN, farbliche Hhg. blogseits) – Die Ausführungen von Pater Daniël Maes bestätigen im Nachhinein nochmals, was in diesem Blog zur Syrienkrise zusammengetragen worden ist, wie auch die Darstellungen von Präsident Dr. al-Assad über die Entstehung der Krise in seinen Interviews.

Kloster St. Jakob, Photo: maryakub.net/

Kloster St. Jakob, Photo: maryakub.net/

Maria Sacharowa, die russische Außenamtssprecherin, rügte am 9.2.2017 an den – schon als falsch herausgestellten (vgl.u.) – Anschuldigungen von Amnesty International (AI) gegenüber der Landesregierung: „Wir haben diesen Bericht gesehen. Hier stoßen wir auf eine weitere gezielte Provokation, deren Ziel es ist, Öl ins Feuer des nachlassen­den internen Konflikts in Syrien zu gießen und die Leidenschaften wieder anzuheizen“.  Die Meldung sei ausgegeben worden, um die Syrer zu gegenseitigem Haß anzustacheln. außerdem falle auf, daß AI sogar eingestanden habe, daß ihre astronomischen Opfer­zahlen aufgrund von Bekundungen unbenannter Personen „arithmetisch gerechnet“ worden seien, sie dies aber nicht gekümmert und die Meldung trotzdem gebracht habe. am Schluß stand der Rat: „Unserer Meinung nach sollte die Leitung der renommierten Menschenrechtsorganisation diese äußerst gefährlichen Fantasien ihrer libanesischen Niederlassung kritischer und verantwortungsvoller betrachten“. (http://sptnkne.ws/d5ak)

Terroranschläge vom 9.2.2017:
Nach Explosion eines Sprengsatzes auf einem belebten Platz im Stadtteil az-Zahrâ´ von Ḥomṣ blieben drei Tote und 13 Verletzte zurück bei entsprechenden Sachschäden.
Elf Verletzte wurden Opfer eines im Dorf al-amâm einschlagenden Marschflugkörpers des IS im SO von  Aleppo.
Im von Extremisten belagerten al-Fûʽa nördlich von Idlib waren die Bewohner wieder einmal Mörsergranatenbeschuß durch Anhänger von Ğaiš al-Fataḥ, verschanzt nahe aawâġiyya, ausgesetzt, wie Anwohner telefonisch meldeten. ein 70-Jähriger wie eine 18-Jährige wurden dadurch verwundet, Eigentum beschädigt.
(http://sana.sy/en/?p=99840, http://www.sana.sy/?p=507013)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.2.2017 informieren: http://sana.sy/en/?p=99832 und http://www.sana.sy/?p=506904  (Mit Deckung der SAAF Zerstörung von IS-Fortifikationen  und Kappung von deren Nachschublinien im Friedhofsareal am Südrand von Dair az-Zaur unter heftigen Feindverlusten. Beseitigung von teils motorisierten und mit leichter Artillerie ausgerüsteten IS-Trupps auf Tal Ayûb östlich der Militär Akademie im O-Umland von Aleppo ebenfalls unter empfindlichen Feindverlusten an Kämpfern und Ausrüstung. Vernichtung von IS-Trupps samt Kampfwagen  um das Ḥayân-Ölfeld, bei den Obstplantagen (al-Bayârât), al-Qaryatain und al-Bârida im Ostteil der Provinz Ḥomṣ. )

Ein israelischer Militär-Helikopter beschoß am Do., 9.2.2017, ein Wohngebäude in al-Baʽṯ bzw. Neual-Qunaira (der „neuen“ Verwaltungshauptstadt nach Zerstörung der ursprünglichen Provinzhauptstadt al-Qunaira der gleichnamigen Provinz auf den Golanhöhen durch israelisches Militär 1967) mit einem Marschflugkörper  vom israelisch besetzten Gebiet hinter Tal Abû an-Nadâ aus.  (http://sana.sy/en/?p=99823, http://www.sana.sy/?p=506829) – Der Sender al Mayâdîn berichtete dazu, daß im Umkreis von al-Baʽṯ  die SAA gegen Stellungen von Ğabhatu_n-Nuṣra vorgehe. (http://sptnkne.ws/d4H2) – Zu den wiederholten Beschwerden der Regierung gegenüber den UN bzgl. israelischen Angriffen auf SAA-Verbände im Kampf gegen die erwähnte Terrororganisation vgl.u.!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.2.2017 informieren: