Einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze lautet: „audiatur et altera pars“. Dem soll mit diesem Beitrag zum Syrienkonflikt Rechnung getragen werden. Ziel ist, eine möglichst breite Basis an Informationen für eine eigene Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen.

Fortsetzung der Seite: Syrien, was die meisten Medien nicht bringen,   Teil VI

 

Liebe Leser! Wie vom vorhergehenden Teil bekannt, ist nunmehr seit 81 Tagen das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen dazu äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
Seit den letzten Meldungen zur sicheren Rückkehrmöglichkeit aller Syrienflüchtlinge aus dem Ausland und der wahren Situation in Idlib ist nun auch
Teil VI von Administratorenseite nicht mehr zugänglich (ein bislang leider nicht unbekanntes Vorkommnis!)

 

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.11.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=150730, https://www.sana.sy/?p=841821 (Vereitelung eines Terroristen-Angriffsversuchs vom Dorf Ḥaṣrâyâ her auf Militärposten im Dorf  Tal al-Milḥ im Umland von Maḥarda in der Provinz Ḥamâ mit Tötung und der Angreifer. Eine Armee-Einheit geriet zudem mit Affiliierten der Katâ´ib al-ʽIzza aneinander, welche Armeeposten auf der Achse Zulain und azZalâqiyâ im N-Rîf of Ḥamâ anzugreifen versuchten, wobei viele der Feinde eliminiert wurden und deren Rest floh. Katâ´ib al-ʽIzza bestätigte auf sozialen Netzwerken die Verluste vom Vortag gegenüber der SAA.)

In zwei identischen Schreiben wandte sich die Regierung am 10.11.2018 via Außenministerium erneut an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden wegen der fortgesetzten ruchlosen Verbrechen der US-geführten Koalition gegen syrische Bürger, zuletzt ausgeführt am Vortag (s.u.) durch heftigeLuftangriffe auf Wohngebiete von Hağîn, 110km  östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur, unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen. Dies untermauere jedoch deren  rücksichtslose Nichtachtung der Leben unschuldiger Bürger und des Völkerrechts. Damit würden als US-Ziele bei der Fortsetzung dieser Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit die Tötung so vieler Syrer wie möglich und die weitere Zerstörung der Infrastruktur deutlich.
Die US-geführte Koalition sei es gewohnt, daß die von ihr verübten und dem UN-Sicherheitsrat angezeigten wiederholten Verbrechen bei diesem nur Stillschweigen ernteten, anstatt daß der UNSC etwas zu deren Beendigung unternommen hätte, wie jeweils im Anschluß an solche Fälle von der syrischen Regierung [seit 2014!] gefordert. So seien die barbarischen Angriffe der US-geführten Koalition gegen unschuldige syrische Bürger zu systematischen und vorsätzlichen Handlungen geworden unter Einschluß von international verbotenen Waffen von großer Zerstörungskraft wie weißer Phosphorbomben.
Zuletzt erging der Aufruf an den UNSC, sich seiner Verantwortung bewußt zu werden und ernsthafte unmittelbare Schritte zur Verhinderung einer Wiederholung solcher Angriffe und Massaker zu unternehmen. Außerdem solle ein unabhängiger internationaler Mechanismus zur Untersuchung dieser Verbrechen eingerichtet werden, der diese zudem verurteilt und die Verantwortlichen bestraft. (https://www.sana.sy/en/?p=150739, https://www.sana.sy/?p=841927)

Feier in aš-Šabkî mit Minister Man­ṣûr ʽAzzâm, Photo: SANA

Im Drusendorf aš-Šabkî begingen die Bewohner am 10.11.2018 einerseits feierlich die Bestattung der bei der IS-Entführungsaktion vom 25.7.2018 Getöteten und andererseits feierten sie die Rückkehr der vor zwei Tagen von der SAA (s.u.) aus IS-Geiselhaft Befreiten. Man­ṣûr ʽAzzâm, Minister für präsidiale Angelegenheiten, übermittelte den betroffenen Familien die Anteilnahme wie die Glückwünsche des Präsidenten. (https://www.sana.sy/en/?p=150753)

Nach einem Telefonat vom 9.11.2018 zwischen Rußlands Außenminister Lawrow und seinem türkischen Amtskollegen Cavusoglu wurde durch Vize-Außenminister Bogdanow mitgeteilt, daß die nächste Konferenz im Astana-Format Ende November stattfinden solle. (https://www.sana.sy/en/?p=150706, https://www.sana.sy/?p=841669)

US-Bombardement von Hağîn, Photo: AP-Photos

Quellen aus der Region berichteten am 9.11.2018 erneut von einem verheerenden mehrstündigen Bombardement der  US-geführten Koalition auf Wohngebiete von Hağîn, 110km  östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen. Zunächst wurden 26 Tote, vor allem Frauen und Kindern, gezählt und viele Verletzte. Die Schäden sind wieder immens. Da sich darunter lebensgefährlich Verwundete befinden und Bewohner unter dem Schutt ihrer Häuser begraben sind, muß mit einem Anstieg der Opferzahl gerechnet werden. Die Opfer können wegen der anhaltenden Luftangriffe  nicht geborgen werden. Hunderte haben durch diese ihre Wohnungen verloren und befinden sich auf der Flucht. (https://www.sana.sy/en/?p=150709, https://www.sana.sy/?p=841697)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/?p=841516 und https://www.sana.sy/en/?p=150664 (Nachdem Terroristen von Katâ´ib al-ʽIzza, welche im Farmland von ad-Daḥrûğ im SW von Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ Stellung bezogen hatten, einen Militärposten im Umfeld des Dorfes az-Zalâqiyât mit Artillerie angegriffen hatten, reagierte die Armee mit einer Attacke, während derer die Katâ´ib al-ʽIzza-Gruppe auf der Achse az-Zalâqiyât  – Zulain umstellt wurde; bei dem Gefecht wurden fünf Terroristen Ḥussain Ḥassan al-Ḥas­san, ʽAbdus-Sattâr al-ʽInâd al-Faiṣal, Usâma Muḥammad al-Waḥîd und Hišâm aṣ-Ṣâliḥ getötet, darunter auch der Anführer ḍî Rağûb, weitere verwundet, ihre militärische Ausrütung und Waffen zerstört)

IS-Langstreckenraketen, al-Mayâdîn, Photo: SANA

Während der Säuberungsaktionen zur Beseitigung der von den Terroristen hinterlassenen Minen, Sprengsätze und sonstigen Kampfmitteln entdeckte eine SAA-Einheit zusammen mit Volkswehrangehörigen  im Gebiet von al-Mayâdîn, 45km südöstlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur am 9.11.2018 mehrere Langstreckenraketen des IS in getarnten Raketensilos. Vor Begehung derselben wurde die umgebung sorgfältig untersucht, da der IS Zugänge zu Depots oder Stellungen vor Verlassen derselben zu verminen pflegt. (https://www.sana.sy/?p=841562, https://www.sana.sy/en/?p=150672) mit Photos)

Amîn ʽAwad, Chef des UNHCR-Regionalbüros für den Nahen Osten und Nord-Afrika, bekundete am 9.11.2018, die Terroristen im ar-Rukbân-Flüchtlingslager (zu diesen s.u.!) im Gebiet der völkerrechtswidrig erstellten US-Militärbasis at-Tanaf mißbrauchten die Flüchtlinge darin als menschliche Schutzschilde. Wirkliche Abhilfe sei daher nicht durch weitere Hilfslieferungen sondern durch Behebung der Ausgangssitution zu erzielen: “I think the problem of Rukban today is not to continue to give aid, it’s to really liquidate the situation and send people back to their homes”. (https://www.sana.sy/en/?p=150661, https://www.sana.sy/?p=841453) – Mehrfach wurde in der Vergangenheit (s.u.) moniert, daß US-Militärs wie Terroristen die Flüchtlinge am Verlassen des Lagers und der Rückkehr in ihre Heimatorte hinderten.

Getötete IS-Terroristen, Photo: SANA

Ein Feldkommandeur erläuterte an 9.11.2018 die Militäroperation zur Befreiung aller 19 IS-Entführungsopfer der Drusendörfer von NO-as-Suwaidâ´ bei Ḥumaima (vgl.u.): Diese sei aufgrund eingehender Informationen und Überwachung der Bewegungen der IS-Terroristen und den Verbleib der Entführten sorgsam geplant und dann durch eine SAA-Einheit in der Nähe von der Nähe Artuwâziyya durchgeführt worden. Ohne daß eigene Verluste zu beklagen seien, seien achte der Extremisten – teils ausländsicher Herkunft – getötet, die restlichen gefangengenommen worden.  Konfisziert wurden zudem drei Fahrzeuge, weitere zerstört. Die Entführten wurden schließlich per Bus nach as-Suwaida´zurückgebracht, wo sie nach Mitternacht ankamen. (https://www.sana.sy/?p=841484, https://www.sana.sy/en/?p=150664, https://www.sana.sy/en/?p=150669) – Zusammen mit den sechs kürzlich freibekommenen drusischen Entführen (s.u.) dürften nun noch ca. neun Personen fehlen.

Gefangengenommener IS-Terrorist Abû ʽAbdullâh Mayâdîn, Photo: SANA

IS-Terrorist Abû ʽAbdullâh Mayâdîn (*2001)  sagte zudem aus, seine Kameraden stammten aus dem Irak, der Türkei, Inguschetien, Usbekistan und Indien.  Er offenbarte weiter, daß der IS Ausrüstung, d.h. Munition, Maschinengewehre, Luftabwehrgeschütze, Kornet-Raketen, Fahrzeuge und Nahrungsmittel aus dem at-Tanaf-Gebiet erhielt, wo sie ihnen die US-Militärs über Mittelsmänner zukommen ließen. Diese hatten die (Deck-)Namen Abû ʽUday, Abû Saʽîd und Abu ʽAlî Badawî.
Die Entführten hätten sie von der Provinz as-Suwaidâ´ aus auf die Tulûl aṣ-Ṣafâ (vgl.u., Gefechtsberichte!) gebracht, dann –  immer dabei ungünstige Wetterbedingungen ausnutzend – jeweils von Ort zu Ort und mit getarnten Fahrzeugen und Rastpunkten nach Ḥumaima verlegt, in der Hoffnung, so eine Verfolgung zu verhindern.
Den illustrierenden Photos ist zu entnehmen, daß die Terroristen neben Mengen an Munition auch Smartphones und Laptops nutzten.
Die SANA-Korrespondenten weisen darauf hin, daß erst kürzlich die türkische Tageszeitung Yeni Shafak (vgl.u.) glaubwürdige Zeugen für die Unterstützung seitens der US-geführten Koalition an den IS durch Waffen und Geheimdienstinformationen in einem Artikel präsentiert habe.
(loc.cit.)

Von der SAA aus IS-Geiselhaft Befreite (von Drusen-Dörfern aus dem NO der Provinz as-Suwaidâ´), Photo: SANA

Counterterroristische SAA-Operation vom 8.11.2018: In einer gewagten, jedoch akkurat geplanten Operation gelang es der SAA noch am 8.11.2018, die vom IS (am 25.7.2018, s.u.) aus Drusendörfern der Provinz as-Suwaidâ´ verschleppten knapp 30 Geiseln zu befreien. diese waren von den den verbliebenen Verschanzungen des IS offenbar nach Ḥumaima nordöstlich von Tadmur (an dessen Stadtrand Palmyra liegt!) verlegt worden, wo sie nach heftigen Gefechten von der Armee freigekämpft wurden. Bei den Freigekommenen, überwiegend Frauen und Kindern, und ihren Familien herrscht immense Freude und Dankbarkeit der SAA gegenüber wie auch der Photostrecke zu entnehmen ist. Ihre Hoffnung und ihr Vertrauen auf die Armee habe sie psychisch stets aufrecht erhalten und nicht getrogen. So äußerte z.B. Frau Firyâl Abû ʽAmmârwe had spent hard times of hunger, thirst, panic and fear before the army set us free…words cannot express my gratitude to our heroes.” Der kleine Sohn Rağwân Abû ʽAmmâr spricht von schlimmen Erinnerungen in Terroristenhand mit Folter und Horror (torture and horror) und andererseits: But our brave soldiers managed to save us.”  Der Bub Akṯam Abû ʽAmmâr gab darüber Auskunft, die IS-Terroristen hätten sie ständig von Ort zu Ort verlegt und dazischen in Höhlen gefangengehalten: The terrorists used to constantly move us from a place to another and put us in underground hol­lows  …  I’m blessed to see my family and friends again.” Die glücklichen Familien nahmen am Abend ihre wochenlang vermißten Angehörigen mit Flaggen und hochgestreckten Konterfeis von Präsident Dr. al-Assad und seinem Vorgänger in Empfang. (https://www.sana.sy/en/?p=150641, https://www.sana.sy/?p=841352, https://www.sana.sy/en/?p=150608, https://www.sana.sy/?p=841208 je mit Photostrecke und Video) – Bislang hatte die SAA bei ihren Operationen auf und bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ (s.u.) gegen die Überreste der dort verschanzten IS-Kämpfer Rücksicht auf die Geiseln nehmen müssen, was den Vormarsch verzögerte, jetzt jedoch als Hindernis entfällt.

Das jordanische Außenministerium gab am 8.11.2018 eine Stellungsnahme heraus, wonach Jordanien nach entsprechenden Gesprächen die russische Pläne unterstützen werde, die Situation im Flüchtlingslager ar-Rukbân im Sinne der dort Untergekommenen [und Festgehaltenen!, dazu s.u.] zu lösen. Dazu hieß es nach einer Reuter-Meldung: „Jordan supports the Russia plan to find suitable conditions to dismantle the gathering [al-Rukban], Jordanian-U.S.-Russian talks also began in order to find a final solution for al-Rukban crisis by pro­viding conditions for the voluntary return of its inhabitants to their cities and towns.”

In Türkei festgehaltener SANA-Korrespondent, Ḥusnî Maḥalî, Photo: SANA

Der in der Türkei tätige  SANA-Korrespondent Ḥusnî Maḥalî, welcher bereits seit mehr als vier Jahren dort in Haft gehalten wird, ist am 8.11.2018 von einem Istanbuler Gericht zunächst zu 18 Monaten und 25 Tagen Haft verurteilt worden wegen “insulting the state and the Turkish government (‚Beleidigung des Staates und der türkischen Regierung‘), da er Erdogans Rolle bei der Unterstützung der in Syrien aktiven Terroristen offengelegt hatte.  Dann kamen noch zwei Jahre, fünf Monate und fünf Tage Haft wegen Beleidigung des Staatspräsidenten Erdogan dazu, da Maḥalî geschrieben hatte, daß dessen Politik zu internen und externen Problemen und Krisen in der Türkei geführt habe (was auch Oppositionspolitiker bekanntlich schon geäußert und dafür mit Strafen belegt worden waren!) (https://www.sana.sy/en/?p=150621, https://www.sana.sy/?p=841127)

Terroranschläge vom 8.11.2018:
Fünf Zivilpersonen wurden erneut Opfer einer Minenexplosion im Stadtgebiet Darʽâ al-Maḥaṭṭa, sie erlitten teils schwere Verletzungen durch von den Terroristen hinterlassenen Sprengsatz. Die Säuberung der von der SAA befreiten Gebiete durch Fachleute von Kampfmittelräumdiensten  hält weiter an. (https://www.sana.sy/?p=841109)

Flaggen der OVKS-Mitgliedsstaaten, Photo: SANA

Die Mitgliedsstaaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), welche sich derzeit in Astana treffen, machten am 8.11.2018 deutlich: „We support Russia’s efforts to reach a permanent settlement to the crisis in Syria.” (https://www.sana.sy/en/?p=150636, https://www.sana.sy/?p=841325)

Über die Grenzübergänge ad-Dabûsiyya, az-Zamrânî und Ğu­daidat Yâbûs kam am 8.11.2018 in einem Bus-Konvoi eine weitere Gruppe an Flüchtlingen aus dem Libanon zurück und wurde von den Behörden bei der Einreise mit allem Nötigen – einschießlich medizinischer Versorgung – unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=150574, https://www.sana.sy/?p=840957)

SAA im Rîf von Hama, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150543 und https://www.sana.sy/?p=840541 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî -Terroristen auf Militärposten in der Stadt al-Maṣâṣina im N-Rîf of Ḥamâ unter Beibringung heftiger Verluste dem Feind gegenüber. Zudem gezielte Artillieangriffe auf Angriffsstellungen der Terroristen mittels Raketen und Mörsergranten im Dorf Ḫirbat an-Nâqûs, von wo aus am Vortag die Angriffe au die al-Ġâb-Ebene mit Raketen und US-gefertigten „TOW Missiles“, ausgegangen waren. Diese stammen aus Pentagon-Lieferungen an die sog. „moderate bewaffnete Opposition“ (MAO; zur Einordnung s.u. bzw. ab Teil II), welche von den anderen Terroristen zu scheiden, den US-Militärs bislang nicht gelungen ist. Wie außerhalb der US-geführten Koalition befürchtet, fanden sich die tragbaren BGM-71 TOW-Raketen mit Reichweite bis zu 6km (Näheres dazu s. ab Teil II, v.a. Teil III z.B. vom 2.12.2014) umgehend in Terroristehand, Ğabhatu_n-Nuṣra  stellte sogar ein eigenes Bataillon für diese Waffengattung auf. Al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî ist mit Ğabhatu_n-Nuṣra affiliiert und in der De-Eskalationszone Idlib aktiv. )

In seiner Rede während der zweitägigen 17. Internationalen Konferenz der Geheimdienste in Moskau am 7.11.2018 machte Rußlands Außenminister Lawrow darauf aufmerksam, daß trotz der counterterroristischen Erfolge gegen die IS-Terrormiliz der Ter­ro­rismus in der Welt weiterhin eine Gefahr darstelle, denn dieser werde in Syrien und dem Irak nach wie vor vom Ausland her militärisch unterstützt. Pars Today zitierte Außenamtschef Lawrow mit den Worten: „Die Terrorgruppen sind zwar geschwächt worden, aber ihr Widerstand in der Region ist noch nicht gebrochen. Einer der Gründe dafür ist die finanzielle ausländische Unterstützung für diese Grup­pie­rungen, darunter Waffenlieferungen.“ In einer Botschaft an die Konferenz sprach sich Präsident Putin ebenfalls für eine umgehende Beendigung der Terroristenunterstützung aus. Bei der Terrorismusbekämpfung forderte Lawrow außerdem – wie schon seit Jahren – zur konstruktiven und transparenten internationalen Zusammenarbeit mit Austausch von Informationen über die Terroristen auf. (https://www.sana.sy/?p=840598, s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44481)
Laut Lawrowziele das neue Kon­zept des ,Kampfes gegen den unterdrückenden Extremismus‘ darauf ab, die Aktionen der Terroristen für rechtmäßig zu erklären, wenn sie der angelsächsischen Strategie gegen Regierungen dienen, die sie als ,autoritär‘ qualifizieren.“ Jeder Staat sei gemäß seinen eigenen Gesetzen für die Art und Weise verantwortlich ist, wie er die extremistische Ideologie bekämpfe, die zwischenstaatliche Zu­sammenarbeit unterliege jedoch dem universellen Gesetz der UN. Demnach verwies er darauf, daß „die Autoren dieses Konzepts grundsätzlich bereit seien, die Extremisten zu rechtfertigen und ihnen jegliche Strafbarkeit zu erlassen.“ (http://www.voltairenet.org/article203794.html; s.a. Syrien: der Frieden braucht eine internationale Verurteilung der Ideologie der Muslimbruderschaft)

Hilfslieferung für ar-Rukbân, Photo: SANA

Der am  3.11.2018 in Richtung ar-Rukbân-Flüchtlingslager abgegangene Hilfskonvoi (s.u.) des Syrian Arab Red Crescent (SARC) in Zusammenarbeit mit den UN ist anscheinend tatsächlich am Zielort angekommen (zu den bisherigen Schwierigkeiten s.u.!). Bestätigt wird dies durch eine SARC-Erklärung vom 7.11.2018. (https://www.sana.sy/en/?p=150568, https://www.sana.sy/?p=840864)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150508 und https://www.sana.sy/?p=840143 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von Terroristen auf einen Militärstützpunkt südlich des Dorfes az-Zakât im N-Rîf von Ḥamâ durch eine Gruppe von Soldaten, welche zum Schutz des Dorfes Šîlût in der Ma­ḥarda-Gegend stationiert ist. Dabei wurden den Extremisten heftige Verluste an Kämpfern und Ausrüstung beigebracht. Mit Maschinengewehrsalven wurde eine Terroristengruppe erfolgreich bekämpft, welche im Umkreis des Dorfes Tal aṣ-Ṣaḫar auf Militärposten im selben Gebiet zuhielt. – Im N-Rîf von Ḥamâ hatte al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî zwei Tage zuvor  Wohngebiete der Städte Ğûrîn und Maʽân angegriffen.)

Israelischer Kampfjet, Photo: SANA

Entgegen den Drohungen des israelischen Verteidungsministers Avigdor Liberman vom 25.10.2018 (s.u.) oder von Israels Minister für Jerusalemangelegenheiten und Umwelt, Ze’ev Elkin vom 5.11.2018, sowie Behauptungen eines von Reuter zitierten, namentlich nicht bekanntgegebenen isralischen „Top-Offiziers“, welche syrischen Angaben widersprachen, jedoch von den Mainstream-Medien trotz Fehlens von Beweisen umgehend verbreitet wurden, sind nach neuestem Stand der Dinge seit Installation des russischen Luftabwehrsystems S-300 in Syrien (vgl.u.) keine israelischen Angriffe mehr  auf Syrien zu verzeichnen gewesen. Die Knesset-Abgeordnete Ksenia Svetlova, zugleich Mitglied des parlamentarischen  Verteidigungsausschusses, gab am 5.10.2018 gegenüber der Presse auf Nachfrage bekannt: „There hasn’t been a single mission since Syria received S-300s. The S-300 has changed the balance of power in the region.” Desweiteren konstatierte sie: „Russia is present in Syria, and this is a factit is necessary to work jointly.” (http://english.almanar.com.lb/615815, https://sptnkne.ws/jWfS jeweils vom 6.11.2018)

In Teheran kamen am Montag Alexander Law­rentiew, Sondergesandter von Präsident Putin in Sachen Syrien, und Vize-Außenminister Sergei Werschinin aus Rußland mit ʽAlî Šamḫânî (Ali Shamkhani), dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans, und dem iranischen Vize-Außenminister Ḥussain Ğâbarî Anṣârî (Hossein Jaberi Ansari) zusammen, um über die Situation in Syrien mit den letzten Entwicklungen und die Resultate des Vierertreffens vom 27.10.2018 in Istanbul (s.u.) zu diskutieren, an der die iranische Seite ja nicht teilgenommen hatte.
Laut der am 6.11.2018 öffentlich gemachten Erklärung gelte es weiter eine politische Lösung der Krise unter Respektierung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität Syriens zu erreichen wie auch den Terrorismus im Land zu bekämpfen bis zu seiner kompletten Eliminierung. (https://www.sana.sy/en/?p=150505, https://www.sana.sy/?p=840135)

Impfkampagne in Flüchtlingslager, Photo: SANA

Offenbar ist es einer Gruppe aus 21 Medizinern gelungen, in das ar-Rukbân-Flüchtlingslager (vgl.u.) zu gelangen und dort eine Impfkampagne bei den Kindern durchzuführen, obwohl das Militär der nahen völkerrechtswidrig im Gebiet von at-Tanaf erstellten US-Basis das Durchkommen von Hilfslieferungen wie das Entkommen von Insassen des Camps auf das Territorium unter Regierungskontrolle verhindert (dazu vgl.u.). Laut Meldung des Syrian Arab Red Crescent (SARC) wurde gegen Polio(myelitis), Masern, Tuberkulose und Hepa­titis immunisiert.  (https://www.sana.sy/en/?p=150522, https://www.sana.sy/?p=840208)

In Fortführung der Reise der Regierungsdelegation unter Premierminister ʽImâd Ḫamîs zur Inspektion der Fortschritte beim Wiederaufbau in Aleppo besuchten die Amtsträger am 5.11.2018 das Radio and Television Center bzw. den  Radio- und Fernsehsender der Provinz, die durch die beständigen terrotistischen Angriffe stark beschädigt gewesen waren. Informationsminister ʽImâd Sâra äußerte zum Besuch Journalisten gegenüber, die Regierung seientschlosse, die wirtschaftlichen und industriellen Sektionen Aleppos wiederherzustellen und wiederaufzubauen, was die Terroristen zuvor zerstört hatten. Premierminister Ḫamîs traf sich noch mit dem Rat der Universität und besprach Entwicklungspläne. Auch die Rekonstruktion und Restaurierung der Umayyadenmoschee wie der 50-Märtyrer-Kirche der Stadt wurden eingehend besichtigt und die Wiederbelebung der berühmten  Märkte der Altstadt verfolgt. (https://www.sana.sy/en/?p=150457, https://www.sana.sy/?p=840140)

Wassili Nebensja, Photo: Pars Today

Während der UNSC-Sitzung zur Lage in Nahost wies Rußlands permanenter UN-Vertreter Wassili Nebensja am 5.11.2018 erneut darauf hin, daß die Terroristen der sog. al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî wie der White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes.  Teil V) eine weitere Giftgasanschlagsinszenierung mit dem Ziel der Beschuldigung der SAA (dazu vgl.u.) als Rechtfertigung für einen neuerlichen westlichen Militärschlag gegen Syrien im Umland von Aleppo planten und vorbereiteten. Dazu führte er aus: „We continue to receive alarming information on that terrorist organizations in Syria along with the (White Helmets) are still preparing for large-scale provocations through using toxic substances to accuse the Syrian army and to provide pretexts for launching new aggression on Syria.” Dazu seien 20 Container mit flüssigem Chlor und Kanister mit toxischen Substanzen durch die Terroristen u.a. nach Iʽzâz (vgl.u.) gebracht worden, dazu Studio- und Filmequipment für Propaganda-Aufnahmen zur Einspeisung ins Internet etc.  Er hob außerdem hervor, daß die Regierung in Damaskus nachgewiesenermaßen durch die OPCW allen ihren Verpflichtungen aufgrund des Beitritts zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons (C-Waffenkonvention) nachgekommen (vgl. Teil I und Teil II) und besitze daher keine solchen Waffen mehr. Dennoch täten westliche Staaten fortwährend so, als sei das Gegenteil der Fall und benutzten diesen unzutreffenden Umstand, um die Regierung in Damaskus unter Druck zu setzen. Daher seien auch die früheren Aktionen zur Untersuchung von C-Waffenvorfällen in Syrien darauf gerichtet gewesen, die syrische Regierung zu beschuldigen, wobei sich das sog. Fact-Finding Committee ausschließlich auf Terrorgruppen als Quellen stützte (s. Teil VI!).   (https://www.sana.sy/en/?p=150479, https://www.sana.sy/?p=839822)

Bei der gleichen Gelegenheit bekräftigte auch Syriens permanenter UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, daß sein Land alle Verpflichtungen infolge des Beitritts zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons (C-Waffenkonvention) in Übereinstimmung mit der UNSC-Resolution Nr.2118 von 2013 erfüllt habe. Er unterstrich auch nochmals das Bestreben der Regierung in Damaskus, die erforderliche Kooperation zu leisten und in einer positiven, transparenten und flexiblen Weise tätig zu sein, um allen Verpflichtungen nachzukommen trotz der enormen Herausforderungen und komplizierten schwierigen Sicherheitslage infolge des feindseligen Verhaltens von einigen regionalen und internationalen Seiten. Mit der Beseitigung seines C-Waffenarsenals in Rekordzeit und unwiderruflicher Weise habe Syrien eine beispielhafte Leistung erzielt.
Die Inhalte einiger zuvor am Tag getätigter Äußerungen einiger hochrangiger Staatsbeamter und anderer Reden demonstrierten, der Einsatz chemischer Waffen sei die einzige Möglichkeit, Terroristengruppen zu bewahren. Diese Aussagen kulminierten in einer direken Herausforderung an die Terroristen, giftige Chemikalien gegen die Zivilisten in Idlib einzusetzen, Fake-Beweise herzustellen, letztlich nicht glaubwürdige Augenzeugen beizubringen und den Tatort so zu manipulieren, um wieder einmal Syriens Regierung beschuldigen zu können und zu intervenieren, um die Terroristen [als deren Handlanger] zu schützen so wie das schon beim Vorfall in Ḫân Šaiḫûn und anderen Giftgasangriffsinszenierungen durch die White Helmets in verschiedenen Regionen Syriens der Fall gewesen ist.
Die OPCW fact-finding-Mission habe in Syrien sämtliche vorschriftsmäßigen Vorgehensweisen verletzt, sei völlig unprofessionell und selektiv [also unwissenschaftlich!] an die Sache herangegangen, fern von aller Transparenz (vgl. dazu Teil VI!).
Absolut bemerkenswert sei ferner, wie manche Regierungen über mehr als 160 Schreiben der syrischen Regierung an den UN-Generalsekretär, den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, den gemäß Resolution Nr. 1540 erstellten UNSC-Ausschuß und andere Ausschüsse zum Counterterrorismus  mit Nichtachtung hinweggegangen seien, die allesamt belegte Informationen über dn Besitz und einsatz von chemischen Kampfmitteln durch die Terroristen beinhalteten, wobei er sich fragte, warum seitens des UN-Sicherhistrats nichts gegen die Regierungen unternommen worden sei, welche diese Terroristen sponserten, unterstützten und finanzierten. Als Beispiel brachte er den Vorfall vom 18. Oktober (s.u.) vor: „On October 18th, Syria informed the UN Security Council about a massive explosion within a terro­rist-held factory containing huge amounts of fertilizers, explosives and liquid chlorine barrels in Termaneen town in the countryside of Idleb, 15 km from the Turkish borders and it is operated under the supervision of foreign experts including Turkish, British and Chechen ones.” Neun der Experten sowie zwei Mitglieder der White Helmets seien dabei getötet worden.
Dann erinnerte der Diplomat an den 2003 von Syrien als UNSC-Mitgliedsstaat eingebrachten Vorschlag  zur Errichtung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone im Nahen Osten, in dem er äußerte: „At the end of 2003, Syria, through its membership of the Security Council, proposed an initiative to make the Middle East an area free from all Weapons of Mass Destruction.” Doch die USA hätten mit Veto-Einlegung gedroht: „At that time the US delegation threatened to use the veto if we submitted the propo­sal to the UNSC.” Darauf erneuerte Dr. al-Ğaʽfarî den Aufruf an die Mitgliedstaaten im Namen seiner Regierung, den Nahen Osten von Nuklearwaffen und allen Massenvernichtungswaffen freizustellen, und Druck auf Israel dahingehend auszuüben, daß es dem Atomwaffensperrvertrag (engl. Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, NPT) beitritt und all seine Einrichtungen und nuklearen Aktivitäten unter die Aufsicht der IAEA (International Atomic Energy Agency) stellt. Sodann wiederholte er die grundsätzliche Verurteilung von C-Waffen durch Syrien: „Syria has repeatedly condemned any use of chemical weapons or any other kind of weapons of mass destruction as a crime against humanity and an unacceptable, immoral act that cannot be justified under any condition, affirming that the Syrian army has never used any chemical weapon and it doesn’t possess it.”
Schließlich kam der Gesandte auf die Entdeckung weiterer Massengräber in ar-Raqqa (vgl.u.) infolge der Luftangriffe der US-geführten Koalition zu sprechen, die deren gegen syrische Bürger gerichtete, brutale und barbarische Verbrechen aufgedeckt hätten.
Zuletzt wiederholte Dr. al-Ğaʽfarî den Aufruf an den UNCR, er möge seiner Verantwortung gerecht werden, international Frieden und Sicherheit zu bewahren und unmittelbar tätig werden, um die Verbrechen der sog. internationalen Koalition gegen die syrische Bevölkerung  zu beenden. Ebenso rief er zur Durchführung einer internationalen Untersuchung dieser Verbrechen und der entdeckten Massengräber in ar-Raqqa-Stadt auf sowie zur Beendigung der Anwesenheit von US– und anderen ausländischen Truppen auf syrischem Territorium. (https://www.sana.sy/en/?p=150468, https://www.sana.sy/?p=839949.

Phosphorbombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Nur 48 Stunden seit dem letzten Bombardement von Hağîn informierten Bürger der Gegend am 5.11.2018 über weitere Luftangriffe  der  US-geführten Koalition auf Wohngebiete der Stadt aš-Šaʽfa im Umland von al-Bû Kamâl im Rîf der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur. Neben den üblichen Zerstörungen wurden viele Bürger verletzt und drei Kinder getötet. hunderte Zivilisten befinden sich wegen dieser Bombenangriffe der letzten Zeit auf der Flucht. – Die Informationsquellen gaben zudem an, bei den Angriffen auf den as-Sûq al-Ğadîd (wohl von Hağîn) seien zuletzt wieder die international geächteten Phosphorbomben  durch die US-geführte Koalition eingesetzt worden.(https://www.sana.sy/en/?p=150453, https://www.sana.sy/?p=839681)

Bei der Fortführung der Säuberung des Gebiets von al-Qunaiṭra und dem Rîf Dimašq von terroristischen Hinterlassenschaften wie Minen und Sprengsätzen fielen den Mitarbeitern der Kampfmittelräumdienste am 5.11.2018 wieder versteckte Terroristendepots mit großen Mengen und Waffen und Munition in die Hände, welche umgehend konfisziert wurden.  Gefunden wurden in Ğabâtâ al-Ḫašab und Bait Ğin eine Vielzahl an Maschinengewehren, US-gefertigte Scharfschützengewehre und  TOW-Raketen (dazu vgl.u., 29.8.2018!), Panzerabwehrgeschütze und jeweils dazu gehörige Munition. Dazu kamen elektrische Abfüllanlagen für Gaszylinder, Chirurgen-Equipment, vollständige Laborausrüstung und Operationssräume, US-Notfallausrüstung, EKG-Maschinen, zahnmedizinische Ausstattung, Krankenbetten und Rollstühle überwiegend aus den USA bzw. Großbritannien. (https://www.sana.sy/en/?p=150438, https://www.sana.sy/?p=839585)

SAA an Grenze zum Irak, Photo: SANA

Dank der Koordinierung der Operationen der SAA und der irakischen Streitkräfte an der gemeinsamen Grenze und des Informationsaustauschs werden die verbliebenen Terroristennester in diesem Gebiet immer effektiver bekämpft. Laut dem Kommando, zuständig für die al-Ğazîra-Operationen vom 4.10.2018 wurde auf irakischer Seite ein ge­panzertes Bataillon im Gebiet von al-Qâ´im stationiert, um die Überwachungstätigkeit zu Lande und in der Luft zu unterstützen und Bewegungen des IS zu verhindern, wie [der irakische Staatspräsident?] Ṣâliḥ selben Tags mitteilte. Die IS-Terroristen in ihrer Enklave um die Orte Hağîn, Sûsa und al-Bâġûz würden damit von vier Seiten belagert und die Dörfer in der Nähe der syrisch-irakischen Grenze seien damit sehr gut gesichert. (https://www.sana.sy/?p=839387)
Zudem erklärte ein Kommandeur der inzwischen in die irakische Armee integrierten Volkswehr al-Ḥašd aš-Šaʽbî (engl.: Po­pular Mobilization Units, PMU), Hāšim al-Musawwî, die irakischen Kräfte seien bereit für einen Militärschlag gegen die verbliebene IS-Enklave auf syrischer Seite, falls sich beide Regierungen darauf verständigten. Dazu erläuterte er: „The PMU carried out many rocket attacks inside Syria territory … it targeted key positions of ISIS and killed a number of its comman­ders.” Bislang haben sich die sich in Syrien völkerrechtswidrig aufhaltenden US-Militärs und die von ihnen unterstützte SDF als unfähig erwiesen, den IS in dieser Enklave östlich des Euphrats zu eliminieren, im Gegensatz dazu in letzter Zeit sogar heftige Rückschläge erlitten und Gebietsverlust zu verzeichnen gehabt. Verscheidentlich wurde schon deutlich gemacht, daß das Pentagon gar nicht an einem sieg über den IS in Syrien interessiert sei, da sonst die Vorgabe für die US-Präsenz, den IS zu bekämpfen, entfiele.  (S. Iraqi PMU Vows To Eliminate ISIS In Syria’s Euphrates Valley After US-backed Forces Fail To Do This)

Syrien verurteilt am 4.11.2018 mittels Erklärung des Außenamts die Inkraftsetzung des  zweiten Pakets an US-Sanktionen gegen die IR Iran ab dem 5.11.2018. Dazu verlautete in einer Stellungnahme: die US-Entscheidung reflects the US failure to deliver on its obligations under the Joint Comprehensive Plan of Action agreed upon between Iran and the P5+1 nations.” Es sei die typische US tendency to impose unilateral coercive measures against the coun­tries which refuse to succumb to its diktats in a way that contravenes the UN Charter, international law and the multilateral trade system, and magnifies the humanitarian suffering of nations hit by these sanc­tions.” Doch diese Praktiken würden nur die Entschlossen des Iran untermauern, diesen unethical policies” zu widerstehen. (https://www.sana.sy/?p=839228, https://www.sana.sy/en/?p=150390)

Emblem des Obersten Armeekommandos, Abb.: SANA

Zum zweiten Mal nach dem 26.5.2018 (als es über 10.000 Soldaten betraf) verkündete das Generalkommando der Armee am 4.10.2018 eine Vorordnung, wonach hunderte von Reserveoffizieren vom Dienst in der SAA wieder freigestellt würden, die mindestens fünf Jahre im Dienst verbracht haben. Dies unterstreicht erneut, daß die SAA keinen Mangel mehr an Soldaten zu verzeichnen hat wie noch in den ersten Kriegsjahren 2011 – 2013, nachdem im überraschenden Kriegsgeschehen [und dem Verlust der Lufthoheit! – vgl. Präsidenten-Interview vom 13.6.2018 zu Frage 11] viele Soldaten gefallen und auch desertiert waren. Auch sind nach den Siegen der SAA nicht mehr so viele terroristische Brennpunkte übriggeblieben, die es zu bekämpfen gilt. (https://www.sana.sy/?p=839145)

Terroranschlag vom 4.11.2018:
Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra und Mitglieder von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî in der De-Eskalationszone von Idlib griffen erneut die Gegend um die Städte Ğûrîn und Maʽân im N-Rîf von Ḥamâ mit Mörsergranaten an, was zu Sachschäden führte. (https://www.sana.sy/en/?p=150386, https://www.sana.sy/?p=839099)

Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân empfängt brasiliansiche Delegation unter Leitung von Senator Fernando de Mel­lo,Photo: SANA

Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân widmete sich am So., 4.11.2018, einer brasiliansichen Delegation unter Leitung von Senator Fernando de Mel­lo, dem Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige angelegenheiten und nationale Verteidigung im Senat seines Landes. Dr. Sûsân informierte die Gäste über die letzten Ereignisse vor Ort in militärischer und politischer Hinsicht. Auch erklärte er Syriens Entschlossenheit, den Terrorismus von der letzten Handbreit syrischen Bodens zu eliminieren und aus der Krise mit dem Respekt des Auslands vor seiner Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität ohne Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten [anders z.B. im Nachbarland Irak nach der Invasion von 2003!] hervorzugehen.
Senator de Mel­lo versicherte sein Gegenüber der bestehenden Sympathie der Brasilianer für Syrien, würdigte die syrischen Siege im Counterterrorismus und verurteilte die US-Politik, die darauf gerichtet sei, Spannungen in der Welt anzufeuern.
Beide Seiten sprachen  zudem über  die langjährige freundschaftliche Verbundenheit beider Länder, die weiter vertieft werden solle. (https://www.sana.sy/?p=839062, https://www.sana.sy/en/?p=150383)
Später fand eine Treffen der brasiliansichen Delegation mit dem Syrisch-Brasilianischen Freundschaftsausschuß des Parlements und dessen Außenausschuß statt. U.a. gings es um die engere Zusammenarbeit bei der Aufhebung der einseitig rechtswidrig gegen Syrien verhängten Sanktionen [zu deren Beurteilung s.u. und Teil IIITeil IV], und um die weitere seitens Brasiliens zugesagte Unterstützung für Syrien einschließlich der Beteiligung am Wiederaufbau. (https://www.sana.sy/en/?p=150353, https://www.sana.sy/?p=838914)
Anschließend stand der Empfang beim Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn auf dem Besuchsplan. (https://www.sana.sy/?p=839208)

19. International Scientific Conference der Dentisten in Damaskus, Photo: SANA

Am 3.11.2018 begann in Damaskus die 19. International Scientific Conference mit ca. 5.500 Dentisten aus 13 arabischen Ländern, organisiert von der Syrian Dental Association. (https://www.sana.sy/en/?p=150306, www.sana.sy/en/?p=150358, https://www.sana.sy/?p=838579, https://www.sana.sy/?p=839297)
Eine Delegation der Arab Dentists Association unter Leitung von Dr. Yâsir al-Ğundî wurde am Samstagabend noch von Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ empfangen.  Letzterer betonte, daß durch den Zusammenhalt der Syrer und ihre Unterstützung der Armee und politischen Führung das Land  den gegen es inszenierten Terrorkrieg bislang überstanden habe und auch gewinnen werde unter Beibehaltung seiner Unabhängigkeit.
Dr. al-Ğundî würdigte dies gebührend. Die Mitglieder versicherten, Syrien werde nach dem zu erwartenden Sieg über den Terrorismus seine Position als schlagendes Herz der arabischen Völker beibehalten. (https://www.sana.sy/en/?p=150340, https://www.sana.sy/?p=838970)

Nachdem der letzte Versuch, eine Hilfslieferung in das Flüchtlingslager ar-Rukbân, zu schicken gescheitert war (vgl.u.: UN-Bericht von Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vom 29.10.2018), da dieselbe im Bannkreis der rechtswidrig dort erstellten US-Militärbasis at-Tanaf  liegt und die US-Militärs dafür keine Sicherheitsgarantien geben andererseits aber ohne diese den Zugang verwehren, wurde am 3.11.2018 ein neuer Konvoi durch das Syrian Arab Red Crescent (SARC) bzw. den Rote Halbmond und die Vereinten Nationen mit Hilfe der syrischen Regierung zusammengestellt. Er besteht aus 78 LKW, beladen mit 10. 475 Nahrungsmittelpakete, Tüten mit Mehl, 18.000 Pakete mit Kinderkleidung, 10.075 Sets zur persönlichen Hygienevorsorge, 1.200 Pakete für Neugeborenenbedarf zusammen mit Medikamenten, medizinischer Ausrüstung, Narungsmittelergänzungen für Kinder und Frauen, wie SARC-Leiter Ḫâlid Ḥabûbâtî mitteilte. Ob dieser zum Flüchtlingslager mit über 50.000 bedürftigen Syrern durchkomme, werde sich erst in drei bis vier Tagen herausstellen, gab der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in Syrien ʽAlî az-Zaʽta­rî  zu Bedenken. Wiederholt seien ausreichende Sicherheits­garantien von den Besatzungseinheiten im Süden eingefordert worden. Es sei auch eine Impfkampagne mit 107 Freiwilligen in Vorbereitung, um im Lager ca. 10.000 Kinder gegen Masern, Poliomye­litis und andere Krankheiten zu schützen. (https://www.sana.sy/?p=838685, https://www.sana.sy/en/?p=150302)

Luftangriffe der US-geführten Koalition auf zivile Wohngegenden in Hağîn (Hajin), Photo: SANA

Wieder bombardierte die US-geführte Koalition am 3.11.2018 stundenlang unter Vorgabe, den IS zu bekämpfen, Wohngebiete nahe der Ḫâlid Ibn al-Walîd-Moschee der Stadt Hağîn, 110km östlich der Provinzhauptstadt Dair az-Zaur. Dabei wurden mindestesn 15 Zivilisten getötet, überwiegend Frauen und Kinder, und viele weitere verwundet, wie Anwohner meldeten. Es seien demnach die schwersten Luftangriffe der letzten Monate gewesen. (https://www.sana.sy/en/?p=150334, https://www.sana.sy/?p=838850)

Die Regierungsdelegation unter Leitung Premierminister ʽImâd Ḫamîs (vgl.u.) besichtigte am 3.11.2018 die Fortschritte der Wiederaufbauprojekte im Ost-Rîf von Aleppo. (https://www.sana.sy/?p=838749)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.11.2018 informieren: https://www.sana.sy/?p=838552 und https://www.sana.sy/en/?p=150298 (Vereitelung eines Angriffsversuchs der Terror(unter)gruppe Katâ´ib al-ʽIzza vom SO des Terroristenstützpunkts al-Laṭâmina auf einen Militärposten nördlich von Ḥamâ mit Eliminierung vieler der Angreifer, deren Überlebende zurück nach al-Laṭâmina flohen. )

Waffen- und Munitionsfunde, Photo: SANA

Erneut Auffindung immenser Waffen- und Munitionsmengen in von den Terroristen zurückgelassenen unteriridischen  Depots in Dörfern im jeweiligen Umkreis von Darʽâ und al-Qunaiṭra durch die  Kampfmittelräumdienste am 3.11.2018. Darunter befanden sich: schultergestützte Raketen, Raketen aus israelischer Herstellung, lokal hergestellte Raketenwerfer, 23-mm-Maschinengewehre, 120-mm-Mörsergranatenwerfer, Anti-Panzergranaten, große Mengen an Munition, Gewehre, PKC-Maschinengewehre, 12,7-mm-Munition sowie israelische Mehrfachraketenwerfer und aus Israel stammende PKW, wie ein Feldkommandeur erläuterte. (https://www.sana.sy/?p=838671mit eindrucksvoller Photostrecke, https://www.sana.sy/en/?p=150309)

Gegenüber Sputnik News machte Rußland permanenter UN-Vertreter Wassili Nebensja am 2.11.2018 Forderung deutlich, der vom UN-Generalsekretär Guterres als Nacfolger von de Mistura zum UN-Sondergesandten für Syrien bestimmte Geir Pederson sich in seiner Arbeit auf die zuvor getroffenen Vereinba­rungen stützen müsse. Als solche zählte er auf: „Wir haben da die Resolution 2254 zu Syrien, die die Grundlage für eine politische Einigung darstellt, zusätzlich zu den Ergebnissen von Astana und Sochi, und dem, was bisher erreicht wurde, um ein Komitee zur Diskussion der Verfassung zu bilden.“ (https://www.sana.sy/?p=838405)

White Helmets-Giftgasanschlagsinszenierung, Photo: pars today

Auch am 2.11.2018 wiederholte die russische Seite, dieses Mal durch sein Außenamt, die Warnung hinsichtlich der jeder Zeit möglichen Inszenierung eines Giftgasanschlag durch die Terroristen im Umfeld von Idlib (vgl.u.), um ihn der SAA unterzuschieben, um damit einen Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern (dazu vgl.u.). Damit würden die erreichten Ergebnisse einer politischen Lösung der Syrienkrise unterminiert und dieselbe weiter verlängert.
Deutlich machte das Ministerium, daß es sich bei den sog. White Helmets (Näheres dazu s.u. und bes.  Teil V) um eine Unterorganisation der UN-gelisteten Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra handele.
Aufgrund aktueller eingegangener Meldungen versuche diese mit Unterstützung westlicher Geheimdienste ins Leben gerufene Fake-Organisation mit solch einer Inszenierung auch, ihre letzte verbliebene Stellung in Syrien in der De-Eskalationszone Idlib zur Unterstützung der Terrorgruppen zu behaupten. In der offiziellen Mitteilung heißt es: „It is no secret that the White Helmets organization hasn’t avoided to make contacts with terrorists and extremists, and there are many testimonies which affirm that it represents a practi­cal branch of Jabhat al-Nusra terrorist organization blacklisted by the United Nations Security Coun­cil.” Weiter wurde mitgeteilt: „It is noteworthy in this context, that members of this organization had cho­sen to flee abroad after the Syrian Arab Army liberated areas in southern Syria.” (D.h. Es ist bemerkenswert in diesem Kontext, daß Mitglieder dieser Organisation die Flucht ins Ausland suchten, als die SAA die Gebiete in Süd-Syrien befreite).
Im Außenamt vertrat man die Überzeugung aus, das wahre Gesicht der White Helmets werde früher oder später (the true face of the White Helmets sooner or later”) allgemein ans Licht kommen. Im Außenamt vertrat man die Überzeugung, das wahre Gesicht der White Helmets werde früher oder später (the true face of the White Helmets sooner or later”) allgemein ans Licht kommen. Schließlich erging der Aufruf an deren Sponsoren, die wahre Sachlage zur Kenntnis zu nehmen und die Unterstützung für die White Helmets einzustellen.  (https://www.sana.sy/en/?p=150287, https://www.sana.sy/?p=838440)

Wie schon ab dem 23.10.2018 in der Provinz Dair az-Zaur (vgl.u.) führte auf Weisung von Präsident Dr. al-Assad das gesamte Kabinett unter Leitung von Premierminister ʽImâd Ḫamîs ab dem 2.11.2018 eine Visite in Aleppo durch, um sich über den Fortschritt des Wiederaufbauprojekts zu informieren. Gleichzeitg wird dieses Mal auch die wöchentliche Kabinettssitzung in dieser Provinzhauptstadt durchgeführt. Nach Ankunft am Aleppo International Airport am Freitagabend wurde zunächst dieser inspiziert. Sodann ging es um die Fortschritte bei der Wiederherstellung Aleppos als führendem Industriestandort. Überprüft wurden außerdem die wieder eingerichteten staatlichen Dienstleistungseinrichtungen, die Aktivität auf den Märkten und die Umsetzung der Planungen verschiedener Projekte. (https://www.sana.sy/en/?p=150277, https://www.sana.sy/?p=838369)

Gasfeld Dair ʽAṭiyya 1 wieder am Netz, Photo: SANA

Am Fr., 2.11.2018 ging in Anwesenheit des Ministers für Erdöl und Bodenschätze ʽAlî Ġânim, das Erdgasbohrfeld Dair ʽAṭiyya 1 wieder in Produktion, nachdem es während des Kriegs mit seinen terroristischen Einwirkungen stillgelegt und danach aufwendige Arbeiten unterzogen worden war, um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Dair ʽAṭiyya 1 ist Teil des Projekts zur Wiederherstellung der Gasquellen im N von Damaskus. Diese haben eine Bohrtiefe von 3741m, welche 2009 erreicht wurde. Die derzeit getestete Förderkapazität liegt bei täglich 150.000m3. Die vorhandenen Reserven dürften 4.000.000 m3 betragen, wie Ing. Maurice Ḥanûn ausführte. Dair ʽAṭiyya 1 soll zudem mit den Erdgasfeldern Qâra und al-Buraiğ im N der Hauptstadt verbunden werden. Minister Ġânim in­spizierte ebenfalls die Wiederherstellungsarbeiten an der ar-Riyân-Station und die Instandhaltungsgewerke in der südlichen Zentralregion und an den Erdgasanlagen in Îblâ. Die Re­paratur der Kompressorsteuerung der ar-Riyân-Station, welche 2.600km des syrischen Gasnetzes kontrolliert, hat zu Einsparungen von ca 1.000.000 US-$geführt. (https://www.sana.sy/en/?p=150283, https://www.sana.sy/?p=838381)

Das russische Verteidigungsministerium erneuerte am 1.11.2018 seine Warnung basierend auf Meldungen aus dem russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm vor der Inszenierung eines  Giftgasanschlag durch Terroristen im Umfeld von Idlib (vgl.u.), um ihn der SAA unterzuschieben. Verläßliche Informationen  bestünden darüber, daß die Terroristen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî am 27. 10.2018 aus der Stadt Maʽrat an-Nuʽmân in die Landstädte Kafar Nubul und al-Ḥauš die angelieferten 20-Liter-Container mit Chlorgas (vgl.u.) gebracht hätten. Ähnliche Vorbereitungen liefen in den Städ­ten Aʽzâz und Mâriʽ im NW-Rîf von Aleppo. (https://www.sana.sy/en/?p=150240, https://www.sana.sy/?p=838034)

Tauchbergung von Terroristenwaffen aus dem Ḥurriyya-See, Photo: SANA

Bewohner der Provinz al-Qunaiṭra nahe dem israelisch besetzten Golan bemerkten bei Brwässerungsarbeiten für ihre Felder, gespeist aus dem Ḥurriyya-See, daß sich darin von den Terroristen, die sich lange im Dorf Ğabâtâ al-Ḫašab verschanzt gehalten hatten, vor ihrem Abzug entsorgte Waffen und Munition befand und meldeten dies den Behörden. Ein Tauchteam förderte diese dann zu Tage, darunter Grad-Raketen, Artilleriegeschütze, Panzer- und Mörser-Granaten und RPGs mit verschiedenen Batterien, RPG-Raketenwerfern Panzerabwehrraketen, Minen u.a.m. Dies hatte den Nebeneffekt, der Wasserqualität zu schden. (https://www.sana.sy/?p=837698) – Zur Vernichtung der Lebensgrundlage der Bauern als besonderem Ziel der Terroristen s. Teil VI und vorgehende!

Während ihrer Säuberungstätigkeit fanden die Kampfmittelbeseitiger am 1.11.2018 in al-Mayâdîn im Rîf von Dair az-Zaur erneut große Mengen an US-Munition in einem Lagerversteck des IS. (https://www.sana.sy/?p=837673, https://www.sana.sy/en/?p=150191)

Russisches Verteidigungsministerium, Photo: pars today

Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau verlautete,  das US-Militär trage neben der IS-Terrormiliz die Haupt­verantwortung für die Spannungen in Syrien. In den von US-Truppen kontrollierten Gebieten in Syrien (z.B. östlich des Euphrats) hielten die IS-Aktivitäten an. Es müsse daher vor einer rapiden  Verschlechterung der Sicherheitslage gewarnt werden. Gerade auch in ar-Raqqa sei das der Fall. (http://parstoday.com/de/news/world-i44366 vom 1.11.2018)

Bei der wöchentlichen Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes in Moskau am Do., 1.11.2018, wies dessen Sprecherin Maria Sacharowa darauf hin, daß die Terroristen von  Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierte – allesamt al-Qâʽida-Abkömmlinge ­–  die Umsetzung des Übereinkommens zur demilitarisierten Zone in Idlib vom 17.9.2018 (s.u.) weiterhin zu hindern suchten und mit ihren Angriffen auf die syrische Armee (SAA) fortführen.
Die US-Militärs besetzten immer noch das at-Tanaf-Areal in Süd-Syrien, waruas sich das humanitäre Desaster für das Flüchtlingslager ar-Rukbân innerhalb deren 55km Bannmeile ergebe. Die Mortalitätsrate dort steige weiter infolge des Mangels an Nahrungs- und Arzneimitteln.
Das von den USA und ihren Alliierten in ar-Raqqa Begangene bilde einen neuen Fleck auf deren Reputation. (https://www.sana.sy/?p=837880, https://www.sana.sy/en/?p=150215) – Zu den jeweiligen Belegen s.u.!

ar-Raqqa in Trümmern (infolge der Bombardements der US-geführten Koalition), Photo: independent.co.uk

In zwei identischen Protest-Schreiben wandte sich die Regierung am 1.11.2018 via Außenministerium an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden hinsichtlich der durch die US-geführte Koalition gegen syrische Bürger ausgeübten Verbrechen ausgehend von neuerlichen Massengräberfunden (vgl.u.) mit tausenden Leichen von Bewohnern ar-Raqqas, welche eindeutig Opfer der US-Flächenbombardements dort geworden waren.
Kürzlich (s.u., 31.10.2018) seien wieder etliche Massengräber in der Stadt ar-Raqqa entdeckt worden mit über 4.000 Leichen, hauptsächlich von Frauen, Kindern und Älteren. Diese fanden sich unter den gigantischen Schutthalten zerbombter Gebäude in den Stadtgebieten Weißer Park (al-Ḥadîqa al-Baiḍâ´), dem ar-Rašîd-Stadium und dem Zooologischen Garten sowie auf einem Bauernhofgelände nahe dem staatlichen Kinderkrankenhaus und dem National-Krankenhaus mit Überresten von 2.500 Frauen, Kindern und Älteren. Erst gestern sei ein Massengrab im al-Bânûrâmâ-Areal gefunden worden mit über 1.500 Leichen, alles Opfer der verheerenden Luftangriffe der US-geführten Koalition auf ar-Raqqa im letzten Jahr (2017, s. Teil VI). Dazu führte das Außenamt aus: „The tragic revelation of these mass graves, knowing that only 2 percent of rubble caused by the Co­alition’s strikes have been removed so far, comes to reveal the truth about the information we repea­tedly provided about the bloody crimes of the Coalition against the Syrian people especially in Raqqa which have been flattened by the International Coalition after it moved Daesh terrorists out for fear for their safety to Deir Ezzor to fight the Syrian army and push ahead with its plan to undermine Sy­ria’s unity and sovereignty, aided by its affiliated militias.” (D.h. Die tragische Offenlegung durch diese Massengräber besteht darin, daß bekanntermaßen bislang erst [nur] 2% der durch die Luftangriffe der Koalition verursachten Trümmer entfernt worden sind; das offenbart die Wahrheit bezüglich der Informationen, die wir wiederholt über die blutigen Verbrechen der Koalition gegenüber der  syrischen Bevölkerung  vor allem in arRaqqa übermittelt haben, das durch die Internationale Koalition dem Erdboden gleichgemacht wurden ist, nachdem die IS-Terroristen daraus aus Angst um deren Sicherheit nach Dair az-Zaur transportiert hate, damit sie [dort] die syrische Armee bekämpfen, und [so] ihren Plan voranzutreiben, die Einheit und Souveränität Syriens zu untergraben mit Unterstützung  der ihnen angeschlossenen Milizen.)
Das Ministerium verurteilte die Koalitionsangriffe vehement als Kriegsverbrechen an der syrischen Bevölkerung  und den Unwillen einiger Regeirungen, deutlich von dieser Koalition und ihren Verbrechen abzustehen. Äußerst bedauerlich sei zudem das Schweigen etlicher Regierungen und internationaler Organisationen zum Mord an Tausenden Bürgern von ar-Raqqa und der vollständigen Zerstörung der Stadt.
Das Schreiben schloß mit dem Aufruf an den UN-Sciherheitsrat, er möge seiner Verantwortung gerecht werden, international Frieden und Sicherheit zu bewahren und umgehend tätig zu werden, um die Verbrechen der sog. internationalen Koalition gegen die syrische Bevölkerung  zu beenden.
Ebenso rufe Syrien zur Durchführung einer internationalen Untersuchung dieser Verbrechen auf mit Wiederholung des Appells, die rechtswidrige Präsenz der US- und anderen ausländischen Truppen auf syrischem Territorium zu beenden. (https://www.sana.sy/?p=837751, https://www.sana.sy/en/?p=150211)

Präsident Dr. al-Assad empfängt polnische Parlamentsdelegation, Photo: SANA

Eine polnische Parlamentsdelegation wurde am Do., 1.11.2018, von Präsident Dr. al-Assad in Damaskus empfangen. Die Mitglieder unter Führung von Pavel Skutitsky erklärte, Ziel ihres Besuchs sei, sich über die letzten Entwicklungen im Land zu informieren. Darauf eingehend bezeichnete der Präsident es als eine Hauptfehler vieler europäischer Regierungen, die Verbindung zur Realität [vor Ort] gekappt zu haben. Denn schließlich gelte „for any government or administration to know the things for what they are is the most important step on the road to building a correct realistic policy that helps in adop­ting positions and stances which serve the interests of their people and contribute to their pro­tection.” (D.H. Für jede Regierung oder Verwaltung ist es der wichtigste Schritt, die Vorgänge so kennen, wie sie sind, um  einer korrekte, realistische Politik einzuschlagen, die dazu beiträgt, Positionen einzunehmen, die den Interessen ihrer Bürger dienen und zu deren Schutz beitragen.). Die in dem gegen Syrien inszenierten Krieg, der nun schon seit mehr als sieben Jahren andauere, benutzten Instrumente umfaßten Terrorismus, direkte Aggression, Wirtschaftssanktionen, Einmischungsversuche in die inneren Angelegenheiten des Landes, Isolierung einerseits und Belagerungszustand andererseits.
Die Delegationsmitglieder würdigten Syriens Engagement im Counterterrorismus, welcher dazu beigetragen habe, dessen Ausbreitung – so wie man es von Syrien und dem Irak kannte – auf die Nachbarländer und schließlich nach Europa zu verhindern.  Dann drückten sie ihre Hoffnung aus, daß Syrien bald den endgültigen Sieg über die Terroristen erlange wie auch die Kontrolle über sein vollständiges Territorium.
Im Weiteren teilten sie die Ergebnisse der jüngsten Treffen in Damaskus mit wie ihre Pläne, z.B. ein syrisch-polnisches parlamentarisches Komitee zu etablieren und kulturellen austausch zu fördern, um die Verbindungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen. Präsident Dr. al-Assad zeigte sich angetan von diesen Vorschlägen, da es Syrien darauf ankomme, gute Beziehungen zu freundlich gesinnten Nationen zu unterhalten.  (https://www.sana.sy/en/?p=150201, https://www.sana.sy/?p=837764)
Bereits am Vortag  waren Mitglieder des Board of Directors der damaszener Handels- und Industriekammer mit den Vertretern einer polnischen Parlemantsdelegation unter  Leitung ds Abgeordneten Pavel Skutitsky während deren Besuchs in der syrischen Hauptstadt zusammengekommen und hatten  Möglichkeiten der Hebung der Handelsbeziehungen auch im Hinblick auf Investitionen beim Wiederaufbau besprochen. Pavel Skutitsky konnte dabei in förderlicher Weise auf die unterbrochenen Beziehungen zu Syrien während des Kriegs hinweisen mit Beibehaltung der Botschaft in Damaskus, die Sâmir ad-Dabs als Chef der Handeslkammer von Damaskus. (https://www.sana.sy/en/?p=150135)
Später am 1.11.2018 traf die polnische Delegation auch noch mit Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn zusammen. Thema war erneut die systematisch verfälschte Darstellung der Vorgänge in Syrien während der Kriegsjahre durch westliche Mainstream-Medien, denen es entgegenzutreten gelte, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. (https://www.sana.sy/?p=837886)

Hunderte von Rückkehrern aus dem Libanon, Photo: SANA

Am 1.11.2018 kamen erneut hunderte in den Libanon vor dem Terrorismus in den Libanon geflohener Syrer über die Grenzübergänge Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq), ad-Dabûsiyya (Rîf von Ḥomṣ) und az-Zamrânî (West-Rîf Dimašq) in dutzenden Bussen in die von der SAA befreiten Heimatorte in den Provinzen Rîf Dimašq [d.i. Damaskus-Land], Ḥomṣ und Ḥamâ  zurück. Vom Gesundheitsministerium geschickte medizinische Teams standen bereit, um den Kindern ihre Impfungen zu verabreichenen. Die Behörden erleichterten die Formalitäten  in der schon geschilderten (s.u.) Weise. Wie schon viele andere zuvor dankten die Rückkehrer gegenüber den Reportern von SANA der Armee (SAA) für ihre heroische Befreiungstätigkeit und die dafür gebrachten Opfer und erklärten sich entschlossen, tatkräftig am Wiederaufbau teilzunehmen. Es warteten noch viele weitere Flüchtlinge im Libanon auf deren Rückkehr in den nächsten Monaten. (https://www.sana.sy/en/?p=150152, https://www.sana.sy/?p=837488)

Am Abschlußtag der Konferenz des World Peace Council in Kooperation mit der International Young Democrat Union (IYDU) im Ria Saʽîd-Konferenz-Zentrum der damaszener Universität am 31.10.2018 wurden nochmals die wesentlichen, bereits herausgearbeiteten Punkte (vgl.u.) nochmals hervorgehoben und Syrien volle weitere Unterstützung im Kampf gegen den terroristischen Krieg, gegen Imperialismus und Ausbeutung zugesichert. Ebenfalls würdigten sie die Stabdhaftigkeit der syrischen Bürger auf dem israelisch besetzten Golan solange bis dieser wieder mit dem Heimatland vereint sei.
Streng verurteilt wurden andererseits die gegen Syrien verhängten Sanktionen [zu deren Beurteilung s.u. und Teil IIITeil IV], die unter Angabe von Vorwänden darauf abzielten, die Standhaftigkeit der Syrer im Counterterrorismus zu unterminieren;
die organisierten Provokationen, welche als Vorwand [für militärisches Einschreiten] die syrische Regierung der Nutzung von C- bzw. Massenvernichtungswaffen beschuldigen, ohne daß es Beweise dafür gäbe;
die Invasion in und Okkupation von Teilen Syriens durch türkisches militär im norden und NATO- bzw. US-Militärs östlich des Euphrats und bei at-Tanaf an der syrisch-jordanischen Grenze.
Die Mitglieder machten deutlich, wie sehr sie sich freuten, daß wieder das normale Leben in Syrien zurückkehre.
Auf Fragen aus dem Publikum anwortete Ratspräsidentin Gomes, die syrer hätten ihre Standhaftigkeit und Durchsetzungsfähigkeit gezeigt und würden auch bald endgültig den Sieg davontragen. Dann setzte sie hinzu: „President al-Assad has proven that he is a great leader who strongly struggles to preserve the sovereignty of his country, and due to his bravery, he gained a great respect.” (D.h. Präsident al-Assad hat bewiesen, daß er ein großer Führer ist, der hart um die Wahrung der Souveränität seines Landes kämpft, und aufgrund seiner Tapferkeit großen Respekt erlangte.)
Hinsichtlich des Treffens von Mitgliederdelegationen mit dem Präsidenten (s.u.) sprach Frau Gomes Dr. al-Assad ihre Anerkennung aus und machte deutlich, der Präsident habe dabei  die Bedeutung des Dialogs unter den Syrern für die Schaffung von Frieden und die Beendigung des Krieges im Land unterstrichen und ebensodie Wichtigkeit des Dialogs und  der Verständigung [auch: Wiederannäherung] mit freundlich gesinnten Nationen und Völkern betont.
Der IYDU-Vorsitzende versicherte die weitere Unterstützung der Union für Syrien auch dadurch, daß  man hierfür Berichte zu Syrien gesammelt habe und diese internationalen Organisationen vorlegen wolle.
(https://www.sana.sy/en/?p=150148, https://www.sana.sy/?p=837458)

Präsident Dr. al-Assad spricht vor dem World Peace Council, Photo: SANA

Präsident Dr. al-Assad traf sich am Mi., 31.10.2018, mit einer Abordnung von Teilnehmern an der derzeit in Damaskus stattfindenden Konferenz des World Peace Council’s Executive Committee (vgl.u.) von der World Federation of Democratic Youth.
Dr. al-Assad dankte eingangs den Mitgliedern für deren unerschütterlich seit Beginn des Krieges gezeigte Solidarität mit und Unterstützung für Syrien. Die Gründungsprinzipien und angestrebten Ziele des World Peace Council trügen dazu bei, eine Welt mit mehr Sicherheit und Gerechtigkeit für kommende Generationen zu schaffen. Das Gewicht des World Peace Council wie der World Federation of De­mocratic Youth liege in deren Verteidigung von Wahrheit und Verkörperung der Friedensgrundlagen zu einer Zeit, in der international die Politik der Lüge und Täuschung regiert. Daher brauche die Welt solche Organisationen und Vereinigungen gerade inmitten Versuchen seitens einiger Großmächte, internationale Organisationen zu Werkzeugen umzuformen, welche die Stabilität erschüttern und ein Zerstörungswerk anstoßen anstatt sich zu bemühen, Frieden und Stabilität in der Welt zu konsolidieren. Solche Prinzipien zu verteidigen fordere einen Preis. Syrien habe einen hohen Preis für den Erhalt seiner Heimat und der eigenen Entscheidungsunabhängigkeit gezahlt.
Im Weiteren führte er aus: „When principles are realistic and based on the will and interests of nations, they constitute a solid ba­sis in the face of the narrow interests of some Western states who have never refrained from igniting wars to realize their goals by spreading the extremist ideology which was marketed by the US admini­stration in the 1980s and promulgating ignorance in a way that plunges peoples into wars and through spreading poverty in the world.”
Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes verurteilte die an der syrischen Bevölkerung begangenen Verbrechen, welche „have shown the world the stances of the imperialist states towards peace and the sovereignty of nations.” Sie versicherte, die Ratsmitglieder würden all ihre anstrengungen darauf richten, dem terroristischen Krieg gegen Syrien seine Maske herunterzureißen.
World Federation of Democratic YouthPräsident Iacovos Tofari erklärte, die Ortswahl für die Konferenz sei auf Syrien gefallen, um in die Welt eine Botschaft der Solidarität mit dem Land gegen den Krieg auszusenden, dem es ausgesetzt ist.
Schließlich versicherten die Mitglieder ihre Zuversicht, daß Syrien darin siegen werde, und ihre Unterstützung für die Menschen darin, deren Armee und politische Führung.
(https://www.sana.sy/?p=837317, https://www.sana.sy/en/?p=150132)

Nach Mitteilung des Chefs des Ärzteverbandes der Provinzhauptstadt ar-Raqqa, Dr. Ğamâl al-ʽIsa (Jamal al-Issa),  vom 31.10.2018 im Interview mit einem Reporter der syrischen Tageszeitung al-Waṭan ist am Mittwoch ein weiteres Massengrab mit 1.500 Leichen infolge der US-Flächenbombardierung der Stadt [s. Teil VI] entdeckt worden. Dazu führte der Arzt aus: „Täglich werden immer mehr Verbrechen der IS-Terrorgruppe und der von den Vereinigten Staaten geführten westlichen Koalition in der nordsyrischen Stadt Raqqa entdeckt . … Nachdem die amerikanische Koalition die IS-Terroristengruppe aus Raqqa evakuiert hatte, begann sie diese Stadt ziellos zu bombardieren, wodurch 85 Prozent von Raqqa zerstört wurden. … Bisher wurden in Massengräbern 4.000 Leichen entdeckt, zu denen auch die von den Bewohnern der Stadt in den Höfen begrabenen Leichname zählen.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i44343)

Massen an US-Munition, gefunden in einem IS-Depot, Photo: SANA

Ein umfangreicher Bericht der türkischen Zeitung Yeni Shafak vom 31.10.2018 enthülle zudem, daß erst vor kurzem die IS-Terrororganisation US-Waffen und -Munition direkt von den Vereinigten Staaten erhalten habe. Dies kontrastiert – wie schon viele ähnliche Aussagen über US-Unterstützungsleistungen für den IS (vgl.u.) – kraß mit der Vorgabe der US-geführten Koalition, den IS in Syrien bekämpfen zu wollen, was als Vorwand für deren völkerrechtswidrige Präsenz [zur Beurteilung vgl.u.] im Land dient. (https://www.sana.sy/?p=837466)

Terroranschlag vom 31.10.2018:
Durch Detonation einer von den Terroristen früher im landwirtschaftlichen Gebiet im Umkreis der Stadt Ṣûrân, 18km nördlich von Ḥamâ angebrachten Landmine kamen am Abend zwei Kinder zu Tode. (https://www.sana.sy/en/?p=150166, https://www.sana.sy/?p=837609)

SAA-Trupp, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 31.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=150090 und https://www.sana.sy/?p=836984 (Vereitelung eines Angriffsversuchs einer Teroristengruppe auf Militärposten im Umfeld der Landstadt ʽAṭšân, 45km nördlich von Ḥamâ-Stadt durch konzentrierte Artillerieschläge, bei denen viele der Angreifer getötet oder verwundet wurden. Überlebende flohen zu ihrem Ausgangspunkt zurück.)

Im West-Rîf von al-Qunaiṭra entdeckten die Behördenmitarbeiter bei ihrer Säuberungsoperation ein unterirdisches Depot, hinterlassen von den eliminierten Terroristen, mit großen Mengen an Anti-Panzerminen, dergleichen passierte im Dorf Buraiqa im fernen westlichen Rîf von Ḥamâ. Die Sprengsätze wurden fachmännisch entsorgt. (https://www.sana.sy/?p=837222, https://www.sana.sy/en/?p=150124)

Entdeckter Mosaikboden in al-Ḫarâyib aus dem Jahr 412, Photo: SANA

Nach Information eines Bürgers über eine Entdeckung in seinem Garten an die Behörden, fanden die Mitarbeiter des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM) am 31.10.2018 dort im Dorf al-Ḫarâyib im Gebiet von Salḥab, 48 km westlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ ein kunstvolles Bodenmosaik aus dem Jahr 412 n.u.Z. Der örtliche Chef des DGAM-Departments, ʽAbdulqâdir Farzât, entsandte umgehend ein Ausgrabungsteam an die Stelle. Das Mosaik umfaßt 13,5m auf 2,30m und ist dekoriert mit geometrischen Mustern. Die lateinische Inschrift identifiziert es als Boden einer Kirche der byzantinischen Ära. (https://www.sana.sy/?p=837167, https://www.sana.sy/en/?p=150119)

Laut Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom 31.10.2018 haben die Terroristen 20 10-Liter-Kontainer mit Chlorgas transportiert, um einen Giftgasanschlag zu inszenieren, den sie der SAA unterzuschieben planen (s. dazu die  vom Vortag mit weiteren Details!)
Festgestellt werden müsse, daß die Türkei ihren Verpflichtungen aus der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib (vgl.u.) nicht vollständig nachgekommen sei.
Die Lieferung des S-300-Luftabwehrsystems sei abgeschlossen, russische Berater würden das SAA-Personal im Umgang damit schulen.
Zudem wurde bestätigt, daß die US-geführte Koalition bei ihren Luftangriffen im Osten der Provinz Dair az-Zaur verbotene Waffen eingesetzt habe (s.u. zu as-Sûsa).
(https://www.sana.sy/?p=837166, https://www.sana.sy/en/?p=150115)

Geir Pedersen, designierter UN-Sondergesandter für Syrien, Photo: SANA

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bestimmte am Dienstagabend, 30.10.2018, während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York den norwegischen Botschafter in China, Geir Pedersen, zum neuen UN-Son­der­gesandten für Syrien. Er wird damit ab Ende November Nachfolger von Staffan de Mistura, der auf eigenen Wunsch dann von seinem Amt zurücktritt. Aufgrund nicht genannt wollender Quellen soll die Wahl die Billigung der fünf ständigen UNSC-Mitglieder haben. (https://www.sana.sy/en/?p=150093, https://www.sana.sy/?p=836971) vom 31.10.2018)

Syriens UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erklärte am 31.10.2018 während der UNGA-Sitzung zur Bestimmung Nr.43 mit dem Titel: „Necessity to End Eco­no­mic, Trade and Financial Embargo Imposed by US on Cuba” die volle Unterstützung seines Landes für den Gesetzesvorschlag im Dokument A /73/ L /3/, welcher die seitens der UN für die einseitgen Zwangsmaßnahmen gegen das Land ablehnt. Im Weiteren s. https://www.sana.sy/en/?p=150142  (und https://www.sana.sy/?p=837453). Schließlich erinnere er an die Aussage des Sonder-Berichterstatters zu den negativen Auswirkungen unilateraler Zwangsmaßnahmen [also rechtwidriger einseitiger Sanktionen]  auch auf die Verwirklichung der Menschenrechte in einem Land nach seinem kürzlichen Besuch in Syrien. Da hatte Idriss Jazairy [Idrîs Ğazâ´irî] kommentiert:  „I feel deep concern that the unilateral coercive measures contribute to aggravating the suffering of the Syrian people…In light of what these measures cause of economic and humanitarian suffering, it is difficult to believe the allegations that they are found for protecting the Syrians or to push for achieving the democratic transition.” (loc. cit.).

In Fortsetzung der Proteste der Bewohner der israelisch besetzten Golanhöhen gegen die neuesten rechtswidrigen Judaisierungsmaßnahmen der Besatzungsmacht (vgl.u.) führten erstere am 31.10.2018 einen Generalstreik durch. (https://www.sana.sy/?p=837037, https://www.sana.sy/en/?p=150103)

Die syrischen Repräsentanten bei der Konferenz des Standing Committee on Political Affairs bei der Asian Parliamentary Assembly (APA) in Gwa­dar in SW-Pakistan am 31.10.2018 erwähnten ebenfalls die Proteste der syrischen Bürger gegen diese Maßnahmen der israelischen Besatzungsmacht und deren gewaltsames Vorgehen gegen die firedlichen Demonstranten. (https://www.sana.sy/en/?p=150083, https://www.sana.sy/?p=837085)

Syrische Delegierte beim Global Parliamentary Summit against Hunger and Malnutrition in Madrid 2018, Photo: SANA

Die syrischen Delegierten am 30.10.2018 beim Global Parliamentary Summit against Hunger and Malnutrition in Madrid forderten zu einer einheitlichen Anstrengung hinsichtlich der Aufhebung der rechtswidrigen, westlicherseits gegen die syrischen Bürger verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] auf, die sich so schädlich auf deren Leben auswirkten. ʽAdnân Sulaimân als Leiter der Delegation berichtete von den immensen Schäden, die dem Produktionssektor in Syrien zugefügt worden seien, insbesondere in der Landwirtschaft, die die Hauptgrundlage der Nahrungsmittelversorgung darstelle. Die Regierung in Damaskus unternehme dagegen alle möglichen Anstrengungen, die Rückwirkungen dieser durch genau die westlichen Regierungen verhängten Sanktionen zu lindern, welche den Terrorismus im Land unterstützten. (https://www.sana.sy/en/?p=150078, https://www.sana.sy/?p=836765)

Bei der derzeit – seit dem 30.10.2018 – in Damaskus stattfindenden Konferenz des International Peace Council (vgl.u.) in Kooperation mit der  International Young Democrat Union and der National Union of Syrian Students (NUSS) stellten die Mitglieder fest, die gegen Syrien gerichtete massive Attacke sei darauf gerichtet, Syrien zu zerstückeln [s. Balkanisierungs- bzw. Yinon-Plan, s. Teil IV] und seine panarabische Rolle [d.h. auch in Unterstützung der Palästinenser] zu beenden. Sie riefen zur Einheit und Solidarität im Ringen um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt auf  wie der Beendigung aller Formen von Aggression und Kriegen gegen Nationen der Region, inszeniert durch den Zionismus, die USA u.a. imperialistische Kräfte.
Ratspräsidentin Gomes erinnerte daran, daß die meisten westlichen Medien im Dienste dieser imperialistischen Kräfte verfälschte Inhalte seit Beginn der Vorfälle in Syrien [d.h. seit 2011] verbreitet hätten und an prominenter Stelle bei der Anheizung der Kriegsituation gewesen seien.
Der venezolanische Vertreter Yul Jabour versicherte, sein Land werde sich den US-Einmischungsversuchen, das es ebenfalls zu gewärtigen habe, weiterhin entgegenstellen [vgl. frühere UNSC-Sitzungen!].
Aydemir Guler vom türkischen Friedenskomitee verurteilte die Aggression der türkischen AKP-geführten Regierung gegen Syrien seit Beginn des terroristischen Krieges.
ʽImâd Ḫasḫûsî aus Tunesien versicherte die Untertützung für Syrien seitens der tunesischen Bevölkerung angesichts der imperialistischen Aggression, die unter dem irreführenden Titel “Arabischer FrühlingRegierungsstürze durch Aufruhr inszeniere.
Der Vertreter aus dem Libanon Ğamîl Sadia (?) verurteilte die rechtwidrige Militäraggression seitens der USA, deren westlicher Verbündeter und der Türkei gegen Syrien und forderte den Abzug von deren Militär aus dem Land.
Robin Talbot von der britischen Young Communist League versicherte, daß der Großteil der Bevölkerung seines Landes nicht hinter der imperialistischen Politik seiner Regierung stehe.
Es waren ferner Teilnehmer aus Portugal, Italien, Ungeran, Irland, Palästina, Ägypten, Süd-Afrika, Mozambique, der West-Sahara, Indien, den USA, Venezuela, Kuba und der Dominikanischen Republik zu verzeichnen. Aydemir Guler vom türkischen Friedenskomitee verurteilte die militärische Aggression der türkischen AKP-geführten Regierung gegen Syrien.
(https://www.sana.sy/en/?p=150097)

Neuinszenierung einer Giftgasattacke zur Beschuldigung der SAA?,  Abb.: activistpost.com

Das russische Außenministerium warnte am abend des 30.10.2018 massiv vor der Möglichkeit, daß Terroristen demnächst ihren schon lange geplante Giftgasangriff durchführen. Im Detail  hieß es: „alarming reports are coming from various sources that some terrorist and extremist groups in Syria never stop attempts at staging large-scale provocations with the use of chemical weapons and toxic agent. … It is absolutely obvious that extremists’ chemical provocations are geared to furnish foreign oppo­nents of the legitimate government in Damascus with another pretext to stage aggressive actions similar to the illegal missile strikes carried out by the United States, Britain and France on Syria in April 2018, to frustrate efforts towards establishing political process, to slow down revival of the country and return of refugees and internally displaced persons to their homes. We cannot and must not let it happen.” (https://www.sana.sy/?p=836899, https://www.sana.sy/en/?p=150075) – Näheres zu den Planungen s.u.!

In der Sache protestierte die Regierung via Außenministrium in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vehement und trug die Sache den UN vor. Darin erklärte das Außenamt, der syrische Golan sei ein integraler Bestandteil des syrischen Territoriums, der früher oder später wieder in das Heimatland eingegliedert werde. Daher unterstütze es die Protestbewegung der syrischen Bürger dort gegen die israelische Besatzung und deren Ablehnung der Durchführung der von der Besatzungsmacht angeordeneten, rechtswidrigen für den 30.10.2018 angesetzten „local councils elections” in den Orten Mağdal aš-Šams, Buqʽâṯâ, Masʽada und ʽAin Qunya in Zuwiderhandlung von UNSC-Resolutionen, den Genfer Komventionen zu Territorien unter Besatzung. Den sie vehement ablehnenden Bewohnern versuche die Besatzungsmacht solche Wahlen schon seit etliche Jahren gewaltsam aufzuoktoryieren. „Throughout the past few weeks, the Syrian citizens have organized protests in rejection of these elections. They burned the election cards and they condemned the attempts of the Israeli occupation’s forces to impose the Israeli laws on them by force,” erwähnte das Schreiben die Lage unterstreichend und verurteilte dann die gewaltsame Unterdrückung der friedlichen Proteste durch das israelische Militär: As an example of the Israeli barbarism, the occupation authorities mobilized soldiers to suppress protest marches, and fired toxic gases in the town of Majdal Shams where there were cases of suff­o­cation among children, the elderly, and women during their confrontation of the Israeli occupation forces.” Die Maßnahmen der israelischen Behörden zielten darauf ab, illegitimen Institutionen, die die Besatzungsbehörden respräsentierten, Legitimität zu verleihen, was wiederum einen Versuch darstelle, ihr rassistischen Pläne der Judaisierung und Erstellung von [jüdischen]  Siedlungen [auf nichtjüdischem Gebiet] durchzuziehen.
Abschließend wurde festgestellt, die aggressive und provokative israelische Vorgehensweise führe zu mehr Spannungen und der Eskalation der Situation auf den besetzten syrischen Golanhöhen und der Region. Daher werde der UNSC aufgefordert, diese israelischen Verfehlungen gegenüber syrischen Bürgern auf dem besetzten Golan zu verurteilen, und die israelische Regierung zu zwingen, die relevanten UN- und UNSC-Resolutionen einzuhalten, die illegale Siedlungspolitik einzustellen und all deren Unterstützungsformen für die Terrororganisation in Syrien zu beenden [zu Beispielen s. Teil IV und vorhergehende!]. (https://www.sana.sy/?p=836706, https://www.sana.sy/en/?p=150067)

Golan-Proteste, Photo: SANA

Am Stichtag, dem 30.10.2018, der von der israelischen Besatzungsmacht initiierten Kommunalwahlen, welche der Zementierung der israelischen Verwaltung und Etablierung der Staatsmacht über das völkerrechtlich – und bestätigt durch etliche UNSC-Resolutionen – zu Syrien gehörige Gebiet dienen sollten, boykottierten die syrischen Bewohner dieselben, deren Abhaltung zudem der 4. Genfer Konvention zuwiderhandelt,  und hielten demonstrativ ein seit den frühen Morgenstunden durchgehaltenes Sit-in in Mağdal aš-Šams durch, in Erklärung ihrer unverbrüchlichen Zugehörigkeit zum Heimatland Syrien in Ablehnung der israelischen Judaisierungsbestrebungen.
Das israelische Militär (IDF) ging – ähnlich wie bei den seit dem 30.3.2018 jeweils am Freitag im besetzten palästinensischen Gebiet stattfindenden „Marsch der Rückkehr“ –  mit scharfer Munition, Gas-, Rauch- und Blendgranaten gegen die friedlich Protestierenden vor, mit dem Ziel sie zu zerstreuen; auch wurden Verhaftungen vorgenommen [wie früher schon z.B. gegenüber dem Langzeitinhaftierten Ṣadqî al-Maqt, vgl.u.]. Infolge des erwähnten Beschusses litten eine Anzahl Bürger, vor allem Kinder, Frauen und Ältere unter Asphyxie.  Zudem detonierte eine von der IDF ausgelegte Landmine auf einem der umgebenden Hügel. (https://www.sana.sy/en/?p=150005, s.a. https://www.sana.sy/?p=836605) – Zu Mağdal aš-Šams s.a. s.a. Teil VI und Teil III

Auch am 30.10.2018  wurden die Massenproteste auf dem israelisch besetzten Golan gegen die für Monatsende geplanten Maßnahmen der Besatzungsmacht fortgesetzt, da diese der weiteren engeren Anbindung des laut Rechtslage und UNSC-Resolutionen an Syrien zurückzugebenden Gebiets mit seinen syrischen Bewohnern an Israel  dienen soll und damit auch eine Zuwiderhandlung der 4. Genfer Konvention darstellt. Näheres dazu s.u.!  (https://www.sana.sy/en/?p=150005, https://www.sana.sy/?p=836454) Massiv unterstützt wurden die Bürger des israelisch besetzten Golan durch Solidaritätskundgebungen hunderter ihrer aus verschiedenen Provinzen angereister Landsleute jenseits der Demarkationslinie in der Provinz al-Qunaiṭra. (https://www.sana.sy/en/?p=150041, https://www.sana.sy/?p=836572)

Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ empfängt armenische Delegation, Photo: SANA

Im Gespräch mit einer armenischen Parlamentsdelegation am 30.10.2018 stellte die Bedeutung heraus, die freundschaftlichen Beziehungen zum Wohl beider Völker zu verstärken, wobei ihm der armenische Botschafter in Damaskus, Arshak Po­ladian, zustimmte. Ṣabâġ würdigte zudem die permanente unterstützende Haltung Armeniens für Syrien die Krise hindurch. (https://www.sana.sy/en/?p=150064)

Bei der derzeit – seit dem 30.10.2018 –  in Damaskus stattfindenden Konferenz des International Peace Council (vgl.u.) in Kooperation mit der International Young Democrat Union and der National Union of Syrian Students (NUSS) stellten die Mitglieder fest, die gegen Syrien gerichtete massive Attacke sei darauf gerichtet, Syrien zu zerstückeln [s. Balkanisierungs- bzw. Yinon-Plan, s. Teil IV] und seine panarabische Rolle [d.h. auch in Unterstützung der Palästinenser] zu beenden.(https://www.sana.sy/en/?p=150097)

UN-Gesandter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Bei der Diskussion des Berichts über die humanitäre Situation in Syrien im UN-Sicherheitsrat (UNSC) am 29.10.2018 stellte der permanente Repräsentant bei den UN, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, fest, daß dafür einmal der Terorismus und andererseits die rechtswidrig unilateral westlicherseits gegen Syrien verhängten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil III, Teil IV] dafür verantwortlich seien. Syrien werde die Bekämpfung des Terrorismus jedenfalls fortführen, bis die letzte Handbreit des Landes davon befreit sei strong>trotz der fortgesetzten Versuche mancher westlicher Regierungen, das zu verhindern und die humanitäre Aktivität in Syrien zu politisieren mit dem Ziel, deren eigene politische Agenden in der Gegend durchzusetzen. Wörtlich kommentierte er dies so: „It’s strange how some of the delegations from permanent members of the Security Council insist on confusing humanitarian and political issues, as these delegations continue to obstruct huma­nitarian efforts in Syria.” (Es ist befremdlich, wie wie einige der Delegationen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats darauf beharren, humanitäre und politische Sachverhalte miteinander zu vermischen, wobei diese Delegationen weiterhin die humanitären Bemühungen in Syrien behindern.)
In Verbindung zu dieser Sitzung sei zu erwähnen, daß die US-geführte Koalition gerade  erst Luftangriffe mit Phosphorbomben  auf den Ort Hağîn im Osten von Dair az-Zaur geflogen habe, wobei eine ganze Familie ausgelöscht worden sei. Ebenfalls in Verbindung zur jetzigen Sitzung stünden die Angriffe der in Idlib befindlichen Terroristen, welche vor drei Tagen 40 Raketen auf Aleppo abfeuerten. Der Botschafter ergänzte:„In addition, the so-called coalition warplanes’ bombarded al-Sousa and al-Bubadran towns in Deir Ezzor in coincidence with the UNSC session held on the 17th of current month.” (D.h. Zudem bombardierten die sog. Koalitions-Kampfflugzeuge die Städte as-Sûsa und al-Bû Badarân in Dair az-Zaur in Koinzidenz mit der UNSC-Sitzung vom 17. des laufenden Monats). All diese Taten seien von den Regierungen derselben Staaten übersehen worden, die sich heute mit der humanitären Situation befassen, wie auch durch die United Nations Office for the Coordination of Huma­nitarian Affairs (OCHA).
Bei dem kürzlichen Treffen zwischen dem UN-Untergeneralsekretär und einigen syrischen Amtsträgern habe sich die Notwendigkeit herausgestellt, die gemeinsamen Anstrengungen zu koordinieren, um mehr Verständnis zwischen beiden Seiten zu generieren und so viele Hindernisse als möglich zu beseitigen trotz all der Schwierigkeiten infolge des Rückgangs der Gesamtmittel für die UN-Aktivitäten in Syrien und der unilateral gegen Syrien verhängten Wirtschaftssanktionen seitens der USA und der EU, welche für das Leiden unter der syrischen Bevölkerung verantwortlich sind. Dazu bemerkte er: „We heard that they have been shedding crocodile tears over the fact that there are some 10 million Syrians require humanitarian assistance, but at the same time they continue to impose unila­teral coercive procedures against 23 million Syrians.” (D.h. Wir haben gehört, daß sie Krokodilströnen vergossen haben darüber, daß gut 10 Millionen Syrer humanitäre Hilfe benötigen, doch zur selben Zeit fahren sie mit ihren unilateralen Zwangsmaßnahmen gegen 23 Millionen Syrer fort.)
Syrien glaube an die neutrale, unabhängige, nicht-politisierte Rolle der UN bei der Hilfe für die vom Terrorismus heimgesuchten Syrer; diese Rolle müsse die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens respektieren. Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî rief demnach dazu auf, eine transparente, objektive und professionelle Diskussion zur Änderung des Mechanismus der Vorlage von Berichten zur sog. humanitären Situation in Syrien zu führen, um tatsächlich das Ziel, hilfsbedürftigen Syrern zu helfen, zu verwirklichen, anstatt diese Reporte nur als Werkzeug zu benutzen, um Syrien zu erpressen und politischen Druck auf  das Land auszuüben. Mit Blick auf die Reporte zur “humanitären Situation“ in Syrien sei es doch unlogisch für die Verfasser solcher Berichte, ihre politisierte Attitüde gegenüber Syrien beizubehalten und weiterhin ihr Mandat zu überschreiten, wo doch westlich oberste Amtsträger bereits eingestanden hätten, daß ihre Regierungen in die Finanzierung und das Sponsoring für die in Syrien aktiven Terroristen involviert seien.
Syrien habe 65 offizielle Antworten auf die OCHA-Reporte gesandt, in denen auf alle Fragen klare antworten gegeben worden seien, doch diese seien völlig übergangen worden wie auch inzwischen Augenzeugenberichte zu den behandelten Sachverhalten, dagegen hätten Mitglieder der “White Helmets”  ihren Weg in das UN-Büro (d.i. OCHA) gefunden.
Da habe etwa die syrische Regierung der Sendung eines Hilfskomvois der UN in kooperation mit dem Syrian Arab Red Crescent und dem International Committee of the Red Cross für das ar-Rukbân-Flüchtlingscamp zugestimmt, doch sei dieser umgehend wieder in Richtung Damaskus umgekehrt, aufgrund von Meldungen  über einen erwarteten IS-Angriff auf den Konvoi, obwohl die Regierung in Washington versichert hatte, für dessen Sicherheit zu sorgen [das sich das Lager in der 55km-Bannmeile der US-Basis at-Tanaf befindet und der Regierung US-seits Zutritt verweigert wird, dazu s. Teil VI!]
Desweiteren bedauerte, daß für sog. „cross-border aid“ geworben werde, da die Hilfe nicht die Hilfsbedürftigen selbst erreiche sondern vielmehr die Terroristen.
Syrien arbeite auf die Rückführung der ins Ausland geflüchteten Bürger hin, wozu nicht nur die Errungenschaften der Armee im Counterterrorismus beigetragen hätten sondern auch die aufgelegten und umgesetzten Regierungsprogramme zur erleichterten Rückkehr und Wiederansiedlung.  Syrien werde mit der Terrorismusbekämpfung fortfahren bis das gesamte Territorium davon befreit sei und das Land jegliche ausländische [Militär-]Präsenz losgeworden sei
Auf Kommentare einiger Regierungsvertreter zu Idlib hin antwortete Dr. al-Ğaʽfarî, Idlib sei eine syrische Stadt und der Regierung komme es auf den Schutz der Bürger dort an, die unter Terroristenkontrolle leben müßten und dabei als menschliche Schutzschilde mißbraucht würden. Syrien habe das Sotschi-Abkommen vom 17.9.2018 begrüßt wie jede echte Initiative, die auf eine Ende des Vergießens syrischen Blutes und die Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien ausgelegt sei. (https://www.sana.sy/?p=836327, https://www.sana.sy/en/?p=149988)

Phosphorbombardement der US-geführten Koalition, Photo: SANA

Wieder erfolgte ein mehrstündiges Bombardement durch Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition auf Hağîn im Rîf von Dair az-Zaur mittels des international geächteten weißen Phosphors, wie Anwohner weitergaben. Photos davon wurden von Aktivisten in sozialen Netzwerken veröffentlicht. (https://www.sana.sy/?p=836301)

Fortgeführte Golan-Proteste, Photo: SANA

Diesesmal mit abendlichen Märschen protestierten Bewohner des israelisch besetzten Golan am 29.10.2018 gegen die neuesten Judaisierungsbestrebungen der Besatzungsmacht (Näheres dazu s.u.!). (https://www.sana.sy/en/?p=149999)

Terroranschlag vom 29.10.2018:
In Fortführung ihres Bruches der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone (von Idlib) griffen die im Westteil von Aleppo, im Stadtteil ar-Râšidîn verbarrikadierten Terroristen mit Granaten und Sprengsätzen die City (Stadtteil al-Furqân) an, wodurch eine Frau verletzt wurde und Sachschäden entstanden. (https://sana.sy/en/?p=149925, https://www.sana.sy/?p=835890)

World Peace Council-Mitglieder treffen auf Außenminister Walîd al-Muʽallim, Photo: SANA

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim traf am Mo., 29.10.2018 mit Delegationen zusammen, welche an der Sitzung des Exekutivkomitees des World Peace Council, welche derzeit in Damaskus stattfindet (vgl.u.), teilnehmen, und Vertreter der International Young Democrat Union (IYDU). Zunächst würdigte er die Auswahl des Standorts Damaskus für die diesjährige Konferenz. Dann konstatierte er: „For more than seven years, we have been in a real war against terrorism, and today we can see the signs of victory despite all Western and American attempts to prolong the crisis for many years.” (D.h. Seit mehr als sieben Jahren befinden wir uns in einem echten Krieg gegen den Terrorismus, und heute können wir die Zeichen des Sieges sehen, trotz aller westlichen und [US-]amerikanischen Versuche, die Krise auf viele Jahre hinaus zu verlängern). Trotz der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib seien auch immer Terroristen dort, was offenbare, daß die türkische Seite ihren Verplichtungen aus der Abmachung nicht ernsthaft nachkomme; Idlib-Stadt befinde sich immer noch unter Terroristenkontrolle.
Die US-geführte Koalition habe tausende unbewaffneter Syrer getötet, denn in Wirklichkeit bekämpfe diese Koalition jeden in Syrien bloß nicht den IS, der ihnen als Vorwand für ihre Präsenz dient. Daher sponsert sie diese Terrororganisation, da brauche man nut an die Vorfäll in ar-Raqqa [s. Teil VI] erinnern.
Unter dem Vorwand der Kurdenunterstützung habe das US-Militär Basen in Nord-Syrien wie in at-Tanaf im  Süden eingerichtet; in letzterer würden gegenwärtig IS-Terroristen reorganisiert, um wieder tatkräftig gegen die SAA vorzugehen [zu Beleg-Meldungen s.u. und in Teil VI].
Syrien engagiere sich geflissentlich für eine politische Lösung der Krise; deshalb habe es auch an sämtlichen Sitzungen in Genf, Astana und Sotschi teilgenommen und bereite auch aktiv das Komitee zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung vor. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, habe eine Liste der Komiteeteilnehmer alleine erstellen wollen. Das habe Syrien abgelehnt, da die Verfassunsgfrage die Souveräntität des Staaates betreffe und nicht durch ausländische Einmischung entschieden werden könne. Unterstreichend setzte er hinzu: „The decision of the political solution for the crisis is intra-Syrian, and we will not allow anyone to interfere in our natio­nal affairs.”
Die Delegationsmitglieder versicherten ihre Unterstützung für Syrien, d.h. die syrische Bevölkerung, sein Militär und seine politische Führung und ließ Grüße an den Präsidenten Dr. al-Assad ausrichten.
In Beantwortung von Fragen erwiderte der Außenamtschef, die Rückführung der durch den Terrorismus ins Ausland vertriebenen Syrer sei eine Priorität der Regierung, weshalb auch vehement am Wiederaufbau gearbeitet werde, sodaß die Rückkehrer in der Heimat wieder ein auskämmliches Leben führen könnten.
Beim Vorgehen in Idlib kooperiere Syrien vollkommen mit Rußland, ob nun die Lösung durch Rekonziliierung oder durch militärisches Vorgehen erreicht werde [dazu vgl.u.] Dabei zitierte er Präsident Putins in Ankara getätigte Aussage, in welcher er erklärte, die Vereinbarung zu Idlib sei eine zeitweilige (temporary), und betonte, daß der syrische Staat das Recht habe, seine Souveränität über das gesamte Staatsterritorium auszuüben.
Beim Wiederaufbau wolle man jedoch nichts überstürzen insofern, als man nicht zulasse, daß diejenigen darin involviert würden, die sich am Blutvergießen in Syrien beteiligt hatten.
Anschließend besuchten die Delegationen das Grab des unbekannten Soldaten, legten dort Blumen nieder und trugen sich ins Gästebuch ein. (https://www.sana.sy/?p=836261, https://www.sana.sy/en/?p=149980)

Delegierte des World Peace Council beim Empfang durch den Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ, Photo: SANA

Auch Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ traf sich am Mo., 29.10.2018 mit Teilnehmern der Sitzung des World Peace Council-Exekutivkomitees. Der Sieg über den Terrorismus zeichne sich ab, unterstrich er, inzwischen spreche auch niemand mehr über eine Teilung Syriens (vgl. v.a. Teil IV). Diejenigen, die gegen Syrien konspiriert hätten, seien dazu gezwungen worden, die Prinzipien anzuerkennen, zu denen sich Syrien bekenne und für die es so viele Opfer gebracht habe, nämlich Souveränität und territoriale Integrität. Ṣabâġ hob ebenfalls hervor, daß Damaskus als Austragungsort der Tagung des Rates eine wichtige Solidaritätskundgebung zum gegenwärtigen Zeitpunkt darstelle, welche eine überzeugende Botschaft an die Welt sende.
Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes zeigte sich glücklich darüber, in Syrien zu sein, und bekräftigte, daß die Ortswahl absichtlich auf Damaskus gefallen sei, um weltweit Solidarität mit der Bevölkerung, Armee und Führung des Landes zu zeigen angesichts des gegen Syrien entfachten terroristischen Krieges.
Iacovos Tofari als Präsident der World Federation of Democratic Youth (WFDY) würdigte, daß Syrien es geschafft habe, die schwersten Phasen der Krise zu überstehen und sich heute bereits im Wiederaufbauprozeß befinde.  Sein Gremium werde auch weiterhin Syrien unterstützen, wozu er auch sämtliche anderen internationalen Vertretungen aufrufe.
Die Leiter der teilnehmenden Delegationen erklärten ihre vehemente Verurteiltung imperialistischer Einmischungsversuche in die inneren Angelegenheiten Syrien. Sie zeigten sich überzeugt, daß Syrien auch weiterhin gegenüber Imperialismus und Zionismus Standfestigkeit zeige und bald den endgültigen Sieg über den Terrorismus und seine Unterstützer erringen werde.
(https://www.sana.sy/en/?p=150011)

MoU Syriens mit Indonesien, Photo: SANA

Syrien und Indonesien unterzeichneten am 29.10.2018 in Jakarta ein MoU (memo of under­standing) zur Belebung der Handelskooperation. (https://sana.sy/en/?p=149913)

Beim Durchsuchen des Rîf von Rîf von al-Qunaiṭra nach Hinterlassenschaften der eliminierten Terroristen wie Minen und Sprengvorrichtungen entdeckten die Räumkommandos am 29.10.2018 in der Gegend der Dörfer Bu­raiqa, Bi´r ʽAğam und Rasm Sanad wieder versteckte Waffen und Militärausrüstung, teils von israelischer, europäischer und US-Herkunft. Darunter befanden sich Kommunikationsgeräte, eine Aufklärungsdrohne, TOW-Raketen aus US-Beständen (dazu vgl.u., 29.8.2018!), verschiedene Waffen und Munition einschließlich Raketen, Panzergranaten, Mörsergranaten, Panzerabwehrgranaten, Sprengstoffdetektoren, Senderstör-Vorrichtungen und Nachtsichtferngläser. (https://sana.sy/en/?p=149954, https://www.sana.sy/?p=835947)
In gleicher Weise fanden sich im Gebiet von al-Ḥûla im N-Rîf von Ḥomṣ Universal-Maschinengewehre, diverse Munition, Mörsergranaten und selbstgebaute Raketen. (https://www.sana.sy/?p=835892, https://sana.sy/en/?p=149927)

Wiedereröffnung des Nationamuseums Damaskus am 28.10.2018, Photo: SANA

Wie am 25.10.2018 bereits angekündigt öffnete das Nationalmuseumvon Damaskus am So., 28.10.2018,  nach sieben Jahren der erzwungenen Schließung infolge des Terrorkrieges wieder seine Pforten der Öffentlichkeit. Der Publikumsandrang war dementsprechend groß.
Das im Herzen der Haupstadt gelegene Museum gilt als das älteste und bedeutendste seiner Art im Nahen Osten. Gegründet 1920 befinden sich die Sammlungen im heutigen Gebäude, welches aus dem Jahr 1936 stammt, mit Anbau der Seitenflügel in den Jahren 1956 und 1975 und einer – wieder restaurierten -Fassade beim Haupteingang, welche diejenige eines Stadtpalastes aus islamischer Zeit nachahmt. Das Gebäude beherbergt Artefakte verschiedenster Kulturen aus aus prähistorischer Zeit, der Frühgeschichte, der griechischen, hellenistischen, römischen, byzantinischen und islamischen Epoche, dazu moderne Gegenwartskunst. Zu sehen sind u.a. das bislang älteste in Schrift erhaltene Alphabet aus Ugarit, römische Fußbodenmosaike, die Fassade und Fresken des umayyadischen Wüstenschlosses“ Qaṣr al-Ḥayr al-Ġarbî, ca. 80km südlich von Tadmur gelegen, aus der Zeit von 727 und Details aus den prächtig ausgeschmückten Grabanlagen von Palmyra.
Die Eröffnungsrede hielt Kulturminister Muḥammad Aḥmad al-Ḫalâl, gefolgt vom Chef des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM), Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd, und dem Vorsteher der Landesdirektion des United Nations Development Program (UNDP) für Syrien, David Akopyan, welcher besonders die Leistung bei der Wiederherstellung der Kulturgüter, einem Erbe der Menschheit, nach deren mutwilliger und gezielter Zerstörung durch den Takfîr-Terrorismus hervorhob.Dr. al-Ḥamûd informierte darüber, daß ab 2012 deswegen die gefährdeten Kunstwerke, d.h. gut 300.000 Stück und weitere 1.000 Manuskripte an einen geheimen sicheren Ort ausgelagert worden waren. Kultusminister al-Ḫalâl sah in der Wiedereröffnung auch ein Symbol für den Sieg von Kultur über terroristische Zerstörungwut.
(https://sana.sy/en/?p=149817, https://sana.sy/?p=835500 mit sehenswerter Photostrecke über die vorbildlich dargebotenen Exponate)

Über den Grenzübergang Naṣîb kamen am 28.10.2018 weitere Flüchtlinge zurück nach Syrien und wurden von den Behörden in allem Weiteren entsprechend unterstüzt (vgl.u.).  (https://sana.sy/en/?p=149907, https://www.sana.sy/?p=835511)

Syrische Delegation beim World Investment Forum in Genf, Photo: SANA

An dem am 26.10.2018 in Genf gestarteten World Investment Forum  nahm auch eine syrische Delegation unter Leitung von Râmî Ṣâliḥ teil. In einer auch dem IPU-Generalsekretär (s.u.) in schriftlicher Form zugesandten Rede machte dieser am 28.10.2018 deutlich, daß die von einigen westlichen Staaten gegen Syrien – rechtswidrig [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] – erlassenen wirtschaftlichen Sanktionen wie die fortgeführte Unterstützung und Finanzierung der Terroristen unbedingt gestoppt werden müßten. Sie seien Hindernisse für die Wiedererlangung voller Stabilität in Syrien und hätten negative Rückwirkungen nicht nur in ökonomischer Weise, sondern auf dem Gesundheitssektor und in psychologischer Art; außerdem wirkten sie abschreckend auf Investoren in der Wiederaufbauphase des Landes. Er appellierte daher  an das Forum, die Aufhebung dieser Maßnahmen zu empfehlen und die Sanktionen als Verletzung der Menscherechte zu klassifizieren. (https://www.sana.sy/?p=835663, https://sana.sy/en/?p=149810)

Wie erst am 20.10.2018 übereinstimmend durch zivile Quellen und Medien der Region zu erfahren war, hatten am So., 28.10.2018 Terroristen von  Ğabhatu_n-Nuṣra  und den mit dieser Organisation verbundenen Ğaiš al-ʽIzza Zylinder mit Chlorgas und Sarin  aus dem Gebiet von al-Laṭâmina, einem Terroristenstützpunkt, in die Gegend von Qalʽat al-Maṣîq im NW-Rîf von amâ gebracht. (https://www.sana.sy/?p=836329) – Bekanntlich ist von Terroristen in dieser Region und ihren Hintermännern wieder ein Anschlag mit Giftgas bzw. die Inszenierung eines solchen unter Einbindung der  White Helmets (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) geplant, der der syrischen Regierung untergeschoben werden soll, um in der Folge einem weiteren westlichen Angriff auf Syrien einen Vorwand zu liefern.  Näheres dazu s.u.!
Darauf wies dann später am Abend auch Wladimir Sewtschenko, Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, hin und warnte explizit aufgrund der eingegangenen Meldungen von Anwohnern, daß gegenwärtig White Helmets-Mitglieder mit dem Filmen eines fingierten Giftgasangriffs begonnen hätten. Denkbar sei auch per Beschuß einer zivilen Ansiedlung durch die Terroristen, um eine Artilleriereaktion der SAA zu provozieren, während derer das Gftgas durch die Terroristen freigesetzt werde, um die SAA zu beschuldigen, es eingesetzt zu haben. Hierfür komme die derzeit unter Terroristenkontrolle stehende Mâriʽ in Frage, da nach Ankunft der o.e. Giftgaszylinder von Ğisr aš-Šuġûr in den Städten al-Aʽzâz, Mâriʽ und ar-Râʽî  auch dutzende White Helmets-Terroristen dorthin nachgekommen seien. Früher von den Terroristen gekidnappte (s.u.) Zivilisten, welche die „Opfer“ abgeben sollen, seien ebenfalls laut Meldungen von Anwohnern bereits vor Ort. Zudem wollten die Terroristen Tal Rifʽat unter ihre Kontrolle bringen. (https://www.sana.sy/en/?p=150018 vom 30.10.2018)

Ramzan Kadyrow, Staatschef der tschetschenischen Teilrepublik der russischen Föderation, Photo: SANA

Zitiert von Sputnik News am 28.10.2018 erinnerte der tschetschenische Staatschef Kadyrow während einer Pressekonferenz in Grozny daran, daß der Krieg in Syrien noch nicht zu Ende sei. Immer noch versuchten gewisse Staaten, vor allem die USA, Israel und einige europäische Regierungen diesen durch anhaltende Unterstützung für die im Land aktiven Terroristen in die Länge zu ziehen [zu weiteren Beleg-Aussagen s.u.].  Die Krise in Syrien werde erst enden, wenn diese ihre Unterstützung für die Terroristen aufgäben, denn „there are leaders of terrorists in Syria who are supplied of all what they need otherwise they would not survive for a single day. “ (https://www.sana.sy/en/?p=149795) – Kadyrow sagte früh Putin seine Unterstützung bei der Hilfe für Syrien zu und sandte auch  humanitäre Hilfsgüter ins Land (vgl.u.)!

Generalleutnant Wladimir Sawtschenko vom russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm, machte am 28.10.2018 darauf aufmerksam, daß wieder einmal der Versuch, eine Hilfslieferung von 450 Tonnen an Nahrungsmitteln und Medizin in das im 55km-Bannkreis der völkerrechtswidrig in at-Tanaf errichteten US-Basis liegende Flüchtlingslager ar-Rukbân zu bringen am US-Militär scheiterte (zu früheren fällen s.u. und Teil VI). Dazu erklärte er: „Once again as a result of actions by the US side, which has been unable to fulfill its commitments to ensure safety within the 55-km radius around its base in Al-Tanf, the convoy’s departure was disrupted.“
Zudem informierte er über die fortgesetzte Verletzung der Verinbarung zur demilitarisierten Zone von Idlib durch die Militanten mittels ständiger Angriffe auf zivile Ziele vor allem in Aleppo und Ḥamâ und Positionen der Armee.(http://tass.com/world/1028204, s.a. http://tass.com/politics/1028248)

Golan-Proteste, Photo: SANA

Auch am 28.10.2018 setzten die Bewohner des israelisch besetzten syrischen Golan ihre Massenproteste gegen die neuen Judaisierungsmaßnahmen der Besatzungsmacht (vgl.u.) fort. Dabei geht es um die sog. „,local councils’ elections” (s.u.). (https://sana.sy/en/?p=149)

Bomber der US-geführten Koalition über Syrien, Photo: SANA

Bei weiteren Bombardements der US-geführten Koalition vom 28.10.2018 auf zivile Wohngegenden im Dorf as-Sûsa (s.u.) ca. 140 km im SO von  Dair az-Zaur wurde eine Familie, ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern, und das einer weiteren Person ausgelöscht und massiver Schaden an Gebäuden etc. angerichtet. (https://sana.sy/en/?p=149799, https://www.sana.sy/?p=835512) – Die seit August 2014 völkerrechtswidrig im Land agierende Koalition beendet dieses zerstörerische Vorgehen trotz vehementer Proteste der Syrer auch vor den UN-Behörden nicht (vgl.u.).

Entgegen der Truppenabzugsversprechen von US-Präsident Trump im Sommer und der grundsätzlichen völkerrechtswidrigen Präsenz des US-Militärs im Land (dazu vgl.u.) verstärkte das Pentagon in den letzten Wochen diese auch noch:  erst am Sa., 27.10.2018, kamen 50 neue Hummer-Militärfahrzeuge auf einem neu er­richteten  US-Militärstützpunkt nahe der Siedlung Hağîn im Osten von Dair az-Zaur an. Damit unterhalten die USA 20 Militärbasen allein in Ostsyrien. Vor 20 Tagen wurden zudem neue Streitkräfte und US-Marines dorthin verlegt.(http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44262) – Entgegen des Präsenzvorwands, den IS zu bekämpfen, auch in Unterstützung der dortigen sog. SDF, hat sich der IS in jener Region weiter ausgebreitet. Zuletzt hatten die SDF wieder schwere Verluste erlitten (S. im Kapitel Irak  und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44259!)

Fortsetzung der Golan-Proteste, Photo: SANA

Fortsetzung der Golanproteste (vglu.)  27.10.2018: https://www.sana.sy/?p=835318

Terroranschläge vom 27.10.2018:
Erneut beschossen Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen bzw. deren Affiliierte mit Raketen den Stadtteil Šâriʽ an-Nîl von Aleppo, wodurch eine Frau Verletzungen davontrug und Sachschäden entstanden.
Ebenfalls zu Sachschäden kam es beim Beschuß mittels Panzerfäusten auf die Stadt aṣ-Ṣafṣâfiyya im W von Maḥarda  (einem häufigen Anschlagsziel, vgl..u) vom Terroristenherd in al-Laṭâmina im N-Rîf von Ḥamâ aus.
(https://www.sana.sy/en/?p=149746, https://www.sana.sy/?p=834948)

Vierertreffen in Istanbul vom 27.10.2018, Photo: TASS

Während des Vierertreffens in Istanbul vom 27.10.2018 (s.u.) stellte Rußlands Staatschef Putin überdies nochmals heraus, daß es einzig Sache der Syrer sei, ihre über eigene Zukunft zu entscheiden. Dies müsse ohne Druck und Einflußnahme von außen geschehen. Ebenfalls wiederholte er, daß die Vereinbarung zur demilitarisierten Zone in Idlib (vgl.u.) nur eine zeitweilige sei. Hörten die beständigen Angriffe durch die dortigen Terroristengruppenin Zuwiderhandlung der Vereinbarung nicht auf, werde Rußland Syrien bei der notwendigen Eliminierung dieses Terroristen-Brennpunkts in der Provinz Idlib beistehen. Dann rief er die internationale Gemeinschaft zur humanitären Hilfeleistung für Syrien auf wie zur Erleichterung der Rückführung der syrischen Auslandsflüchtlinge. (https://www.sana.sy/en/?p=149780, https://www.sana.sy/?p=835264; s.a. http://tass.com/world/1028196)

Die Entfernung des mit überwältigender Mehrheit in freien und durch ausländische Beobachter als beanstandungslos gewerteten Wahlen (s. Teil I, vgl.a. Teil II) wieder zum Präsidenten bestimmten Dr. al-Assad aus dem Amt, die beständig von westlichen und regionale (nicht demokratische, fundamental-islamische) Regeirungen während der letzten Jahre geäußert worden war und einen Verfassungsbruch (!) bedeutet hätte, war in Istanbul kein Thema mehr. (http://tass.com/world/1028185) – Bundeskanzlerin Merkel betonte während des Treffens bzgl. der – bislang nicht erfolgten( und insofern  seitens Syriens, Rußlands und des Irans kritisierten) – Unterstützung  der Rückführung der syrischen Flüchtlinge wie der Präsidentschaft von Dr. al-Assad: „Syrian political process must result in elections with participation of refugees“ (http://tass.com/world/1028194), wohl in der Hoffnung, daß diese infolge der mehrjährigen Aussetzung gegenüber der westlichen Mainstream-Medien-Propraganda gegen Syrien dessen Widerwahl verhindern könnten und so daß Ziel seiner Entfernung aus dem Amt doch noch erreicht werden könne, welches auch der im Dienste der erwähnten regionalen, nicht bzw. (Schein-)demokratischen, fundamental-islamischen Regierungen, welche die Jahre über die in Syrien aktiven Terroristen unterstützten, SNC (ab Teil I) bzw. HNC (s. ab Teil IV) tätige verfolgt.

Vierertreffen zur Lösung der Krise in Syrien in Istanbul vom 27.10.2018, Photo: SANA

Das  Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) zur Beilegung der Syrienkrise in Istanbul (s.u.) endete am 27.10.2018 mit einer gemeinsamen Schlußkundgebung. Darin verpflichteten sich die teilnehmenden Regierungschefs zur Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und  territorialen Integrität Syriens [z.B. entgegen Yinon-Plan, s. z.B. Teil IV], zur allein politischen Lösung der Syrienkrise gemäß dem bislang [einzig] erfolgreichen Pfad infolge der Astana-Konferenzen, den auch die Bundesregierung und jene von Frankreich unterstützen sollten, der Erleichterung der Rückführung der ins Ausland geflüchteten Syrer [gegen Verhinderungsmaßnahmen, s.u. und Teil VI], der Unterstützung für eine Beendigung der Krise in Syrien [gegen Verlängerungsbemühungen, vgl.u.] und der Umsetzung der Schlußforderungen des Syrian National Dialogue Congress von Sotschi Ende Januar (s. Teil VI). Demnach soll die Aufstellung des Komitees zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung (s.u.) bis Ende 2018 stehen, damit dieses seine Arbeit zu Jahresanfang aufnehmen könne. (https://www.sana.sy/en/?p=149777, https://www.sana.sy/?p=835368, https://www.sana.sy/?p=835228)
Erdogan bestätigte auf eine Reporterfrage hin, daß der Iran als wichtiges Mitglied des Astana-formats über das Quadrupeltreffen ausführlich informiert werde. (http://tass.com/world/1028195) – Davon war auszugehen.

Am Sa., 27.10.2018, findet das in Istanbul angesetzte Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) zur Beilegung der Syrienkrise statt.  Alle Beteiligten hätten sich zwar hierzu bekannt, doch bestünden Differenzen bei der Umsetzung bzw. Vorgehensweise.  Daher sei gemäß Aussage von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vom Mo., 22.10.2018 (s.u., kein Durchbruch zu erwarten, es handele sich lediglich – wie die Ereignisse der letzten Zeit bestätigen – um einen Meinungsaustausch. Bei letzteren beiden Teilnehmern handelt es sich um Beteiligte der sog. „Minigruppe“ (dazu s.u.!).
Im Vorfeld des Treffens führte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ein Telefonat mit Rußlands Staatspräsident Wladimir Putin, der mit der Hauptakteur der Astana-Konferenzen (s.u. bzw. ab Teil V) ist, welche bislang allein (durchschlagende) Erfolge bei der politischen Beilegung der Syienkrise zu verzeichnen hatten, die zudem die syrischen Belange berücksichtigten. Nach deren Ankunft in Istanbul sprach Putin auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und ebenso mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan. (https://www.sana.sy/?p=835096)

World Peace Council tagt in Damaskus, Photo: SANA

In der Universität Damaskus fand am 27.10.2018 das Treffen des Exekutivkomitees des World Peace Council unter Beteiligung von 40 arabischen und anderen ausländischen Staaten statt. Die Ratspräsidentin Maria do Socorro Gomes bemerkte in ihrer Einführungsrede: „We are gathering today in Syria to express our solidarity with the Syrian people who have endured the worst terrorist war against a sovereign state for more than seven years.” (d.h. Wir treffen uns heute in Syrien, um unsere Solidarität mit dem syrischen Volk zum Ausdruck zu bringen, das den schlimmsten terroristischen Krieg gegen einen souveränen Staat in mehr als sieben Jahren durchgestanden hat).
Die Wahl für den Austragungsort fiel auf Damaskus als Botschaft an alle Länder, ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates zu verurteilen wie auch die terroristischen Angriffe in dem Versuch, Syrien zu zerstören, ein Land, das friedliebend sei und bekannt für sichere Geborgenheit (security and safety) die Jahrhunderte hindurch.
Generalsekretär Thanassis Pafilis betonte dazu, die Ortswahl unterstreiche die Bedeutung der Region, der mehr Aufmerksamkeit zuteil werden sollte, schon um den umablässigen Kampagnen entgegenzuwirken, welche die geschichtlichen Fakten verzerrten und verfälschten und das Denken der jungen Generation vergifteten [mit letzteren war auch die Takfîr-Propaganda gemeint].
Syriens Repräsentant Samîr Masʽad konstatierte, Syriens Standhalten in dem gegen das Land inzenierten Krieg mit Unterstützung seiner wahren Freunde sei ein Hebel für die friedliebenden Mächte in der Welt im zähen Ringen um die Schaffung einer besseren Welt, die von Gerechtigkkeit und Gleichwertigkeitgeleitet werde. Der araische Artikel führt Statements  noch weiterer Ratsmitglieder aus anderen Staaten an. (https://www.sana.sy/en/?p=149771, https://www.sana.sy/?p=835141; s.a. https://sana.sy/en/?p=149853 vom 28.10.2018)

Libanesischer Staatspräsident Michel ʽAûn, Photo: SANA

Beim Treffen mit einer französischen Parlamentsdelegation im Baʿabdā-Palast im Libanon am 26.10.2018 rief Staatschef, General Michel ʽAûn, erneut dazu auf, die infolge der terroristischen Aktivität in Syrien aus dem Land getriebenen rückkehrwilligen (! vgl.u.) Syrer bei ihrer Heimkehr zu unterstützen [anstatt dem Steine in den Weg zu legen, wie bislang geschehen, vgl.u.!]. Schließlich seien dank der Erfolge der Armee (SAA) und den Bemühungen der Behörden dort überwiegend wieder Sicherheit und Stabilität eingekehrt.
Desweiteren wies er erneut darauf hin, daß der Libanon und seine Bevölkerung Frieden und Si­cher­heit in der Region anstrebten zu einer Zeit, in der die israelischen Besatzungstruppen weiterhin die libane­sische Souveränität [z.B. für Angriffe auf syrisches Territorium, vgl.u.] und internationale Resolutionen verletzten. (https://www.sana.sy/?p=834726)

Während der UNSC-Sitzung zur Nah-Ost-Situation am 26.10.2018 hob Rußland Vertreter Wassili Nebensja hervor, westliche Regierungen versuchten nach wie vor, die Krise in Syrien neu zu entfachen und hinauszuzögern, um damit eigene [kolonialistische] Ziel in der Region zu verwirklichen. So sei es inakzeptabel, dem syrischen Komitee zur Diskussion der Verfassung (ein Ergebnis des Syrian National Dialogue Congress von Sotschi Ende Januar, vgl.u. und bes. Teil VI) Bedingungen aufzuerlegen und damit Vorschriften entgegen dem erklärten Willen der Syrer aufzuoktroyieren. Außerdem gebe es keienrlei Basis dafür, für die Formierung dieses Komitees – von unbeteiligter Seite! – willkürlich Daten festzusetzen. (https://www.sana.sy/en/?p=149743, https://www.sana.sy/?p=834908)

Der permanente UN-Gesandte Dr. al-Ğaʽfarî thematisiert zunächst den jüngsten Report des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, welcher darin die völkerrechtwidrige Präsenz der US-geführten Delegation in seinem Heimatland Syrien und deren Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung völlig übergangen hatte.  Dies ei umso ärger, als jene zwar die Terrorismusbekämpfung als Ausrede für ihre Stationierung benutze, jedoch tatsächlich alles bekämpfe  außer den Terroristen. Dazu führte er aus: „the illegal US-led international coalition targets everything in Syria except for terrorist groups. We are surprised that the UN Special Envoy’s report ignored the crimes of this coalition against the Syrians.” Darauf führte er die jüngsten Angriffe auf Zivilsiten in Bombardements, die vorgeblich dem IS galten, näher aus: „The illegal US-led international coalition continues to commit crimes in Syria, the last of which was in the villages of al-Sosa and al-Bubadran in the countryside of Deir Ezzor, which led to the martyr­dom of 62 civilians.”
Sodann stellte er klar: „Syria believes in the role of the United Nations, which is based on the force of law and not on the arrogance of power, and respects the sovereignty of states and the principles of non-interference in their internal affairs.” (d.h. Syrien glaubt an die Rolle der Vereinten Nationen, welche auf der Macht des Gesetzes und nicht auf der Arroganz der Gewalt beruht, und respektiert die Souveränität der Staaten und die Prinzipien der Nichteinmischung in deren innere Angelegenheiten.).
Zudem stellte er fest: „The Syrian state is keen to end the crisis. We are the first and last victim of this terrorist war, which was aimed at killing Syrian people and destroying Syria’s infrastructure.” (d.h. Syrien ist begierig, die Krise zu beenden. wir sind zuallererst und -letzt Opfer dieses Terrorkrieges, welcher darauf zielt, alle Syrer zu töten und Syriens Infrastruktur zu zerstören.)
Einen Weg aus dieser Krise stelle auch die Zusammenstellung des angesprochenen Komitees zur Verfassungsdiskussion dar, welches die syrisches Gesellschaft abbildet und  ihre Wünsche [Träume, Ziele] umsetzt. Syriens Regierung strebe danach, alles in die Wege zu leiten, was die syrische Bevölkerung, die ihr Land liebt und eine Welt, frei von Terrorismus, zu erstellen den Willen hat, wünscht.
.Zu Idlib bemerkte er, Syrien dürfe einer Umwandlung jener Provinz in eine Höhle des Terrorismus nicht zuschauen. „Idleb is part of Syria and it is natural that the Syrian state is fighting terrorism in order to rid its people of terrorism and establish its sovereignty over it.” (d.h. Idlib ist ein Teil Syriens und es ist selbstverständlich, daß dr syrische Staat den Terrorismus bekämpft, um sein Volk davon zu befreien und die Souveränität darüber [i.e. Idlib] herzustellen.). (https://www.sana.sy/en/?p=149733, https://www.sana.sy/?p=834731)

In Syrien beginnt am 26.10.2018 – wie an jedem letzten Freitag im Oktober seit 2011 – die Winterzeit. (https://www.sana.sy/?p=834524)

Sintfluartige Regengüsse, teils mit Hagel, begleitet von Stürmen halten auch am 26.10.2018 in Syrien  von der Küste ins Landesinnere in NO-Richtung ziehend weiter an. Dabei kam es zu weiteren materiellen und sogar auch menschlichen Verlusten. Betroffen sind in der östlichen Mittelmeerregion auch der Libanon und Jordanien. Überschwemmungen und Bäche, die sich in reißende Flüsse verwandeln,  beschädigen Pflanzungen und (geschützte) landwirtschaftliche Kulturen (bes. Gewächshäuser), menschliche Siedlungen, sorgen für umgestürzte und entwurzelte Bäume, eingedrückte Mauern  sowie Stromausfälle u.v.a. (https://www.sana.sy/?p=834609, s.a. https://www.sana.sy/?p=834632)

Terroranschläge vom 25.10.2018:
In fortgeführter Verletzung der Vereinbarung über die demilitarisierte Zone in der Provinz Idlib (s.u.) beschießen die Terroristen darin weiterhin Stadtteile von Aleppo. So entstanden Sachschäden infolge von Sprengladungen, abgeschossenen durch Bazookas von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen auf die Ränder des aleppiner Stadtteils Ğamʽiyyat az-Zahrâ´  im Umkreis des Justizpalastes. Die SAA reagierte mit gezieltem Beschuß der Terroristenstellungen. (https://www.sana.sy/en/?p=149681, https://www.sana.sy/?p=834281)

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman verkündete am 25.10.2018, sich (d.h. die SDF) – wie von der russischen Seite infolge des Abschusses der IL-20 gefordert (vgl.u.) – zur Vermeidung von weiteren Zwischenfällen nicht bzgl. Angriffen auf syrisches Territorium zurückhalten oder die russische Seite hierüber vereinbarungsgemäß (vgl. Hadashot news report) informieren zu wollen. Außerdem erklärte er, die SDF habe mehr Angriffe auf Syrien geführt, als in den (Mainstream-)Medien berichtett, indem er sagte: „Just because the media did not report on Syria strikes does not mean there were none.” (https://www.i24news.tv/en/news/international/middle-east/187129-181025-liberman-says-israel-will-not-accept-restrictions-on-operations-in-syria)

Laut Mitteilung des Vize-Kommandeurs der russischen Truppen in Syrien, Generalleutnant Sergei Kuralenko von Donnerstagabend, 25.10.2018, haben an jenem Tag erstmals russisches Militär mit den infolge der Terroristenbeseitigung durch die SAA dort (vgl.u.) wieder stationierten UNDOF-Soldaten eine gemeinsame Patrouille an der syrisch-israelischen Demarkationslinie zum israelisch besetzten syrischen Golan durchgeführt. Künftig seien weitere geplant. Dazu führte er aus: „The Russian military police have been patrolling the entire demilitarized zone for a long time, but the joint patrol [of the territory] to the south of the Quneitra crossing took place for the first time today,. … Today, the Russian mili­tary police are ensuring the safety of the UN team on the mission. … In the future, we plan to carry out a joint patrolling mission directly to the southernmost end of the demilitarized zone.“ (http://tass.com/world/1027954)

Beim wöchentlichen Pressebriefing wiederholte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau am Do., 25.10.2018, die (trotz zahlreicher Kritik Syriens und seiner Verbündeten darüber fortgesetzte) US-Militärpräsenz in Syrien stelle eine Okkupation und eine Verletzung der souvernänität Syriens, eines UN-Mitgliedsstaats dar. Gemäß Sputnik news kommentierte sie den Vorgang wie folgt: In northeastern and southern areas of Syria as well as in al-Tanf, there is a de facto unconvincing occupation by US forces of the territory of the sovereign Syrian state.” Dort hätten die Terroristen einen sicheren Hafen („safe haven in the 55-kilometer exclusive zone”) [vor den counterterroristischen aktivitäten der SAA] gefunden, von dem aus sie die Bevölkerung, welche in das Gebiet unter Staatskontrolle flüchten wollten zwängen, sich mit Geldzahlungen an sie freizukaufen. – Schon früher im Monat (s.u.) hatte Rußlands Außenminister Lawrow kritisiert, daß die US-Basis at-Tanaf mit dem nahegelegenen Lager ar-Rukbân hauptsächlich für das Training von Terroristen und als deren sicherer Hafen genutzt werde („mainly used to train and harbor terrorists”).
Hinsichtlich des Nachfolgers von Staffan de Mistura als UN-Sondergesandter für Syrien stellte sie klar, er müsse in seiner Eigenschaft als Mediator gemäß den fundamentalen UN-Prinzipien hierfür selbstredend für die Behörden der Syrisch-Arabischen Republik Syrien akzeptabel sein. Zieirt wurde er mit den Worten: „the candidacy of the new special envoy must be acceptable for the authorities of the Syrian Arab Republic as it is envisaged by the fundamental principles of UN media­tion.” (https://www.sana.sy/en/?p=149711; s.a. http://tass.com/world/1027847)

Wladimir Tschischow, der permanente russische Gesandte bei der EU, erklärte am 25.10.2018 im Interview für Rossiya-24, der Kreml könne der EU eine Liste mit Namen von Terroristen einschließlich von Anführern der White Helmets (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) liefern, welche für den Einsatz von C-Waffen in Syrien verantwortlich seien mit den Worten „Our re­levant agencies have list of the names of those terrorists  and their coordinators in Syria , including the leadership of the White Helmets who are really involved in chemical weapon incidents. We can help.” (https://www.sana.sy/en/?p=149718, https://www.sana.sy/?p=834528; s.a. http://tass.com/politics/1027921)

Kasachstans Außenminister ʽAbdaraḫmanow gab am 25.10.2018 gegenüber Journalisten bekannt, die nächste Konferenz zu Syrien im Astanaformat werde in eben dieser Landeshauptstadt gegen Ende November oder Anfang Dezember 2018 stattfinden. (https://sana.sy/en/?p=149655, https://www.sana.sy/?p=834087)

Über den Grenzübergang ad-Dabûsiyya kamen am Do., 25.10.2018, wieder eine Anzahl Busse mit hunderten vor dem Terrorismus in den Libanon geflüchteter Syrer an. Die Rückkehrer wurden in der bekannten Weise (s.u.) von den Behörden in Empfang genommen und in allem Weiteren unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=149651, https://www.sana.sy/?p=834048)

Während des 8. Xiang­shan International Security Forum in Peking machte Rußlands Vize-Verteidigungsminister, Generalleutnant Alexander Fomin, in seiner Rede vom 25.10.2018 bekannt, daß die im Januar 2018 gegen die russische Luftbasis Ḥumaimîm   gerichtete Kampfdrohnenattacke von einem US-Überwachungsflugzeug einer Poseidon 8 – gelenkt worden sei.
Darauf stellte Fomin klar, daß man mit Terroristen nicht verhandeln könne. Man könne sie nicht in gute und böse unterscheiden und müsse sie eliminieren, bevor sie erstarkten und quasi vor dereigenen Haustzüre stünden. Aus diesem Graund habe auch rußland Syrien beigestanden, den Terrorismus in diesem Land zu bekämpfen. Wörtlich äußerte er dazu: „It is impossible to reach an agreement or truce with terrorists, they should be only eliminated…There are no good and bad ter­rorists, therefore, we should eliminate them, and we shouldn’t wait them to increase and to reach our houses. … That is the reason why Russia hadn’t hesitated for a moment to help the Syr­ian Government in elimi­nating international terrorists in Syria.”
Derzeit herrsche finanzielle, wirtschaftliche und politische Stabilität in Asien und dem Pazifikraum, doch kämen heutzutage gefährliche Herausforderungen und Bedrohungen auf deren Staaten zu angesichts der zunehmenden Flucht der Terroristen aus Syrien und dem Irak infolge ihrer Niederlage gege über der jeweiligen Armeen und deren Verbündeten. (https://www.sana.sy/?p=834108, https://www.sana.sy/en/?p=149666; s.a. http://tass.com/defense/1027834)
In der Folge erklärte auch Kremlsprecher Dmitri Peskow selben Tags gegenüber der Presse, die Regierung in Moskau sei besorgt, über die Information, daß die Drohnen, welche im Januar die russische Luftbasis Ḥumaimîm in Syrien angegriffen hätten, von einem US-Flugzeug aus gesteuert worden seien.  Er bemerkte noch: „This evidence is very alarming. It goes with­out saying nobody should have any doubts that our military specialists will carry out proper ana­lysis and make the required conclusions.” (https://www.sana.sy/en/?p=149678)

Vertreter der Baʽṯ-Partei nehmen an der zweitägigen 10. General Assembly for the International Conference of Asian Political Parties in Moskau vom 25./26.10.2018 teil zusammen mit Delegationen aus weiteren 52 Ländern. Hauptgegenstand ist der Gedankenaustausch über die Möglichkeiten zur Friedensschaffung und den Beitrag der Parteien dabei, internationale Spannungen abzubauen, Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen und die Beziehungen zwischen den Ländern auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene positiv zu gestalten. (https://www.sana.sy/?p=834475, https://www.sana.sy/en/?p=149725)

In einem Festakt, veranstaltet durch das Kultur- und Tourismusministerium, wird am So., 28.10.2018 ein Teil des Nationalmuseums von Damaskus nach sieben Jahren der erzwungenen Schließung infolge des Terrorkrieges wiedereröffnet. Begleitet wird dies durch ein zweitägiges internationales Symposium unter dem Titel „the situation of museums and their role in enhancing national belonging”, zudem etliche syrische und ausländische Archäologen und Experten ihr Kommen zugesagt haben.  Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd, Chef des Generaldirektorats für Antiken und Museen (DGAM), informierte darüber, daß in vier Sektionen Artefakte aus prähistorischer, historischer, klassischer und islamischer Ära gezeigt würden. Darunter seien von der SAA sichergestellte Stücke, die zuvor noch nie zu sehen gewesen seien. Er bedankte sich für die geleisteten Mühen bei der Wiedergewinnung und Wiederherstellung bei den beteiligten lokalen Körperschaften, internationalen Initiativen, dem UN Development Program, japanischen Institutionen und westlichen Archäologen sowie der Armee (SAA). Syrien zeige damit auch, daß es den Terrorkrieg zielbewußt und  mit Beständigkeit überstanden habe und den vollständigen Sieg über den Terrorismus erringen werde. (https://www.sana.sy/en/?p=149714)

Unwetter mit enormen Regenmengen und Stürmen suchten auch am 25.10.2018 mehrere Provinzen Syriens heim und führten zu Schäden. Die Behörden hatten Vorbereitungen für Hilfsmaßnahmen  getroffen und eine Notrufnummer eingerichtet. Näheres dazu bei: https://www.sana.sy/?p=834073, https://www.sana.sy/?p=834153, https://www.sana.sy/?p=834366, https://www.sana.sy/?p=834514, https://www.sana.sy/?p=834381, https://www.sana.sy/?p=834386.

Erneut haben nach Meldung von Anwohnern Kampfflieger der US-geführten Koalition am 24.10.2018 beim Bombardement eines Wohnviertels des Dorfes as-Sûsa im Ost-Rîf von Dair az-Zaur eine Anzahl  Zivilisten getötet bzw. verwundet und damit wiederholt ein Kriegsverbrechen begangen. Gleichzeitig sei ein Angriff der QSD (vgl.u.) erfolgt und habe massive Zerstörungen an den Wohnhäusern und anderem Eigentum angerichtet (https://www.sana.sy/en/?p=149551, https://www.sana.sy/?p=833697)

Terroranschläge vom 24.10.2018:
In wiederholter Verletzung der Vereinbarung zur demilitarisierten Zone (von Idlib) griffen die in den  NW- und W-Ausläufern von Aleppo in Stellung gegangenen Terroristen den Stadtteil Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ mit Mörsergranaten an und verursachten dort Sachschäden. Bei weiterem Beschuß durch Raketen kurz vor Mitternacht vom nördlichen und westlichen Teil Aleppos, speziell von ar-Râšidîn aus auf die Stadtteile Saif ad-Daula, al-Aʽẓamiyya und Akramiyya wurden dann noch 10 Zivilisten verletzt und Wohnhäuser erheblich beschädigt. (https://www.sana.sy/en/?p=149560, https://www.sana.sy/?p=833632)

In einem Gratulationsschreiben an den UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum 73. Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen betonte der syrische UN-Verband am 24.10.2018, der Frieden, den zu etablieren die UN geschaffen worden seien, sei in weiter Ferne. Syrien habe zu einem beträchtlichen Teil die Tragödie dieses Umstands erlebt. Daher wolle der Verband die UN dazu aufrufen, ihre Rolle wahrzunehmen und Syrien aktiv dabei zu helfen, den Terrorismus aus Syrien zu tilgen, dessen Nachwirkungen bzw. Folgen zu bewältigen und jegliche widerrechtliche Präsenz aus syrischem Territorium zu entfernen. (https://www.sana.sy/en/?p=149575, https://www.sana.sy/?p=833819)

Infolge der Detonation von durch Terroristen früher ausgelegten Landminen kamen ein Vater und sein Sohn in ihrem Auto beim Passieren ums Leben, während weitere vier Personen verletzt wurden. Ein weiterer Autofahrer  wurde durch eine weitere Detonation einer Mine verwundet, als er anhielt, um vor Ort Hilfe zu leisten. (https://www.sana.sy/en/?p=14958, https://www.sana.sy/?p=833799)

Während einer Besprechung in Moskau mit den Vize-Außenministern der beiden anderen Astana-Garantenstaaten, Ḥussain Ğâbarî Anṣârî (für den Iran) und Sedat Önal (für die Türkei) am 24.10.2018 eröffnete Rußlands Außenminister  Lawrow, das nächste der periodisch erfolgenden Gipfeltreffen innerhalb des Astana-Prozesses werde in seinem Land stattfinden. Das Astana-Format sei das effektivste bei der Erzielung von Fortschritten zur politischen Lösung der Syrienkrise. Lawrow machte deutlich, die  gemeinsame Arbeit daran müsse intensiviert und beschleunigt werden. (https://www.sana.sy/en/?p=149557https://www.sana.sy/?p=833605, https://www.sana.sy/?p=833837) – Der Appell galt aufgrund der Haltung der AKP-geführten Türkei unter Staatspräsident Erdogan in der Syrienfrage (s.u., z.B. Operation Olivenzweig).

Zuvor hatten die Vertreter der drei Garantenstaaten – auf russischer Seite war wieder Alexander Lawrentiew vertreten – die jüngsten Entwicklungen in Syrien diskutiert. Dazu gab Lawrow in einer Stellungnahme am 24.10.2018 an : „The guarantor states of Astana process held consultations on Tuesday in Moscow with the participa­tion of Russian President’s Special Envoy to Syria Alexander Lavrentiev, Russian Deputy Foreign Minister Sergei Verchinen, Senior Assistant to Iranian Foreign Minister for Political Affairs Hussein Jaberi Ansari, and Turkish Assistant Foreign Minister Sadat Unal.” Großer Wert wurde darauf gelegt, daß bei allem Syriens Souveränität und territoriale Integrität zu achten sei wie auch die Tatsache, daß allein die Syrer über ihre Zukunft und damit auch den politischen Prozeß entschieden in Übereinstimmung mit der UNSC.Resolution Nr.2254.  (https://www.sana.sy/en/?p=149607; s.a. https://www.sana.sy/en/?p=149607, https://www.sana.sy/?p=833837)

Über den hierfür eingerichteten Sicherheitskorridor bei Abû aḍ-Ḍuhûr gelang am 24.10.2018, dem zweiten Tag in Folge weiteren Bewohnern die Flucht aus dem von Terroristen kontrollierten Gebiet der Provinz Idlib in das sichere Umland von Aleppo. Dort wurden die Rückkehrer wie bislang in der bekannten Weise (s.u.) von den Behörden in Empfang genommen, medizinisch und mit Lebensmitteln etc. versorgt und in allem Weiteren unterstützt. (https://www.sana.sy/en/?p=149562, https://www.sana.sy/?p=833760)

Am Mi., 24.10.2018, empfing Außenminister Walîd al-Muʽallim den UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, mitsamt der ihn begleitenden Delegation in Damaskus zur Besprechung der Fortschritte im politischen Prozeß der Lösung der Syrienkrise. Al-Muʽallim erwähnte dabei, daß sowohl der politische Prozeß als auch das Komitee zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung seiner Unterredung mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York (s.u.) entsprechen sollten, wobei ihm de Mistura nur beipflichten konnte.
Sodann erinnerte der Außenminister daran, daß Syrien ersteres Ziel immer unterstützt habe wie auch die Umsetzung der Ergebnisse des Syrian National Dialogue Congress (s. Teil VI, Ende Januar) von Sotschi und die Formation des o.e. Komitees und darin selbstverständlich fortfahre.
Natürlich müsse die Arbeit jenes Komitees von der UN-Charta, dem Völkerrecht und den UN-Resolutionen betreffend Syriens Souveränität, Unabhängigkeit und Einheit bestimmt sein, wobei er unterstrich, daß es allein Angelegenheit der Syrer sei, über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden. Daraus resultiere, daß dieser Prozeß unter syrischer Leitung und nach syrischen Maßstäben vor sich gehen müsse. Die Verfassung wie alles, was mit ihr zusammenhänge, unterliege einer reinen souveränen Entscheidung durch Syrer ohne ausländische Einmischung, auch wenn einige Seiten bzw. Regierungen gerade den Versuch zu Letzterem unternähmen und den Syrern ihren Willen aufzuzwingen trachteten.
De Mistura informierte über seine vergangenen Treffen und Aktivitäten im Rahmen des politischen Prozesses und des erwähnten Komitees. Er versicherte zudem, während der Jahre seiner Sondergesandtentätigkeit sein Bestes für eine politische Lösung der Krise unter komplizierten Umständen gegeben zu haben.
Beide Seiten vereinbarten, weiterhin in dieser Hinsicht in Kontakt zu bleiben.
In einer anschließenden kurzen Pressekonferenz im Four Seasons-Hotel referierte de Mistura kurz die Gesprächsinhalte mit den Worten: I held an expanded meeting with Minister al-Moallem and his deputy, during which we exchanged opinions clearly regarding the con­stitutional committee and the political process in general.”(https://www.sana.sy/en/?p=149548, https://www.sana.sy/?p=833682)

Terroranschlag vom 23.10.2018:
Beim Bestellen ihres Feldes im Umland des Dorfes al-Ḥumr fand ein Bauer den Tod, als sein Traktor die Explosion einer von den IS-Terroristen früher dort ausgelegten Landmine auslöste, ein weiterer Dorfbewohner wurde dabei ernsthaft verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=149493, https://www.sana.sy/?p=833104)

Golan-Proteste, Verbrennung der Wahlzettel, Photo: SANA

Am 23.10.2018 begannen die künftig in ständiger Wiederholung geplanten Massenproteste der syrischen Bewohner des – völkerrechtswidrig [zur Bewertung s.u.!] israelisch besetzt gehaltenen Golan gegen die von der Besatzung für Ende dieses Monats geplanten Wahlen für  sog. local councils. Diese dienen der Festigung der Beherrschung dieses Gebiets seitens Israels und sollen dessen Eingliederung unter israelische Verwaltung zementieren. Daher ist dergleichen auch durch die 4. Genfer Konvention verboten (vgl.u.). Während des Sitins an jenem Tag sprach Bišr Sulaimân al-Maqt, der Vater des langzeitinternierten Ṣadqî al-Maqt, eines Freiheitsaktivisten (vgl.u.), der immer wieder Rechtsverstöße der Besatzungsmacht öffentlich gemacht hatte und dafür regelmäßig inhaftiert worden war. Die Demonstranten erklärten ihre Zugehörigkeit zum Heimatland Syrien und ihre vehemente Ablehnung jeglicher Judaisierungsbestrebungen. Die friedlichen Proteste würden solange fortgeführt, bis die Besatzungsmacht von ihren Plänen der Judaisierung abrücke. (https://www.sana.sy/?p=832837, https://www.sana.sy/?p=832837 und https://www.sana.sy/en/?p=149479, https://www.sana.sy/?p=833309)
Schon am Vortag, dem 22.10.2018, hatten sich Bürger zu ähnlichen Protesten zusammengefunden. Ihre Aktion gipfelte in der öffentlichen Verbrennung der von den israelischen Behörden herausgegebenen Wahlzettel, die Aufstellung von Kandidaten  und die Wahl selbst werde boykottiert, erklärten die Demonstranten. Sie erklärten ihr Bestehen auf ihrer nationalen Identität als Syrer, ihrer Anhänglichkeit an die syrische Heimat und ihre Verurteilung aller zionistischer Judaisierungsversuche. Der früher in israelischer Haft gesessene Aktivist Nazîh Ibrâhîm formulierte: „We as Syrians in occupied Golan can be only with our homeland, and any attempt by the Israeli occupation entity to deceive us will be divulged by the Syrians in the occupied Golan.” Die Demonstranten forderten vor allem – wie schon in früheren Protesten –  die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien, wie dies auch zahlreiche UNSC-Resolutionen entsprechend der Rechtslage fordern (s.u.). (https://www.sana.sy/en/?p=149457, https://www.sana.sy/?p=832837)

Von dem am Sa., 27.10.2018, in Istanbul angesetzten Treffen der Staatschefs von Rußland (Putin), der Türkei (Erdogan), Frankreich (Macron) und der BRD (Merkel) – Bei letzteren beiden handelt es sich um Beteiligte der sog. „Minigruppe“ (dazu s.u.!) – sei gemäß Aussage von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vom Mo., 22.10.2018, kein Durchbruch zu erwarten. Es biete jedoch eine Gelegenheit zum Austausch von Meinungen und Ansichten zur Syrienkrise und deren Lösung. Wörtlich äußerte Peskow: „We have already said that it would be probably incorrect to predict that the summit is held with the aim of reaching certain agreements. … Obviously we need to be realistic that this is not the case. … But this summit is an excellent platform for comparing the notes, exchanging opinions and searching for possible areas of cooperation.“ Er setzte hinzu: „[it] is a very interesting format, absolutely new and quite logical from the stance of the countries involved in the solution of the Syrian problem.“ (http://tass.com/politics/1027271)
Am Rand dieses Treffens werde Präsident Putin mit dem türkischen Amtskollegen Erdogan zu einem bilateralen Meeting zusammenkommen, teilte Andrei Burawow bei einer Konferenz über bilaterale Beziehungen selben Tags mit. Dabei gehe es am 27.10.2018  um Energieprojekte wie die Konstruktion des ersten Atomkraftwerke der Türkei in Kooperation mit Rußland. (http://tass.com/politics/1027315) – Letzeres bestätigt erneut  die These (vgl.u.), daß die [widerwillige – wie die Vorkommnisse der letzten Jahre erwiesen] Unterstützung der russisch-iranischen Vorgehensweise zur Lösung der Krise in Syrien durch wirtschaftliche Vorteile für die Türkei gewonnen wird.
Sozusagen in Vorbereitung des Treffens vom 27.10.2018 in Istanbul (s.o.) kam Ḥussain Ğâbarî Anṣârî, der iranische Vize-Außenminister als Berater für Afrika- und Nahostangelegenheiten, am 23.10.2018 zu Gesprächen nach Moskau. Die Türkei schickte Sedat Önal. (https://www.sana.sy/en/?p=149537; s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44160)

Am Di., 23.10.2018, begann auf Weisung von Präsident Dr. al-Assad eine Regeirungsdelegation ihre Visite in der Provinz Dair az-Zaur, um sich ein Bild vom Fortschritt der Wiederaufbau-Projekte vor allem auch in den Städten Dair az-Zaur, al-Mayâdîn und al-Bû Kamâl, im Gespräch mit den jewiligen Behördenvorständen und auch den Bewohnern vor Ort zu machen und davon zu berichten. Angeführt wurde die Gruppe von Premierminister ʽImâd Ḫamîs, die auch die Wasserkraftanlagen in az-Zabârî, Saʽlû und al-ʽAbd  sowie das Palmzuchtzentrum in Saʽlû besuchten. Besprochen wurden ebenfalls öffentliche wie von den Bewohnern ausgehende Aktionen bezüglich ar-Raqqa im Parteigebäude in  as-Sabḫa. (https://www.sana.sy/en/?p=149620, https://www.sana.sy/?p=833913)
Besichtigt wurden weiterhin der Flughafen udn die Euphrat-Universität in Dair az-Zaur, die wiederhergstellte Abwasserbeseitigungskanalisation im Statteil al-Ḥamîdiyya, das Ölfeld von Nîšân, das einen täglichen Ausstoß von 1100 Barrel erreichte und weiter ausgebaut wird bis zur Vorkriegskapazität (von 4.000 Barrel). Wieder in Betrieb genommen wurden im laufenden Jahr zudem 254Schulen  im Vergleich zu 36  davor. (https://www.sana.sy/en/?p=149497, https://www.sana.sy/?p=833010)
Weitere Flüchtlinge kamen am 23.10.2018 über den Sicherheitskorridor Abû aḍ-Ḍuhûr  vom terroristenkontrollierten Gebiet der Provinz Idlib sicher an, wo sie von Hilfskräften erwartet wurden.  (https://www.sana.sy/en/?p=149498, https://www.sana.sy/?p=833082)

Syrischer Großmufti auf interreligiösem Dialogforum in Moskau, Photo: SANA

Großmuftî Dr. Aḥmad Badr­addîn Ḥassûn nimmt am 23.10.2018 am interreligiösen Dialogforum in Moskau unter dem Titel „The Religion and the Digital Society”teil wie Vertreter von 19 weiteren Staaten, darunter Amtsträger, Technologieexperten und religiöse Repräsentanten. Dabei war auch die westliche Medienpropaganda im Krieg gegen Syrien Gesprächsgrund. Im Forum werden zudem Möglichkeiten diskutiert, dem in sozialen Medien verbreiteten Extremismus beizukommen und die Jugend von dieser Ideologie abzuhalten. Ferner geht es darum, junge Menschen für soziale Aktivitäten zu gewinnen und  weitere Wohltätigkeitsorganisationen zu schaffen. (https://www.sana.sy/?p=833885, https://sana.sy/en/?p=149615)

Syrien wurde am Di., 23.10.2018, zum Präsidium der Asia-Pacific Ocean group bei den UN für den komenden Monat November durch den palästinensischen Vorsitzinhaber im Oktober bestimmt. Dieser, Riyâḍ  Manṣûr, beglückwünschte seinen Nachfolger im Amt, Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî. – Die Asien-Pazifikgruppe ist eine von fünf geographischen Vereinigungen bei den UN und umfaßt ihrerseits 65 Länder. (https://www.sana.sy/en/?p=149545, https://www.sana.sy/?p=833406)

Vom IS geraubte und zum Schmuggel vorbereitete Artefakte aus Palmyra, Photo: SANA

Während der fortgeführten Durchsuchung des Geländes nach Sprengsätzen und anderen Hinterlassenschaften der IS-Terroristen entdeckten Behördenmitarbeiter am 22.10.2018 in Tadmur aus den Grabanlagen von Palmyra geraubte und zum Schmuggel ins Ausland präparierte Artefakte aus der römischen Ära. Diese werden dem DGAM-Department der Provinz Ḥomṣ überstellt, von wo aus es wieder an seinen ursprünglichen Standort überführt wird. (https://www.sana.sy/en/?p=149418, https://www.sana.sy/?p=832583)

Terroranschläge vom 22.10.2018:
Bei der Bestellung seines Feldes wurde ein 50-Jähriger beim Dorf Maksar al-Ḥiṣân im Ost-Rîf von Ḥomṣ getötet, als eine von IS-Terroristen früher versteckte Tretmine explodierte. (https://www.sana.sy/en/?p=149420, https://www.sana.sy/?p=832635)
Infolge Raketenbeschusses eines Marktes im aleppiner Stadtteil Šâriʽ an-Nîl am Abend wurde ein Mädchen vereltzt und Sachschaden an privatem und öffentlichem Eigentum angerichtet. (https://www.sana.sy/en/?p=149451, https://www.sana.sy/?p=832842)

Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem madagassischen Amtskollegen Eloi Maxi­me Dovo in Moskau vom Mo., 22.10.2018, stellte Rußlands Außenamtschef Lawrow hinsichtlich der Lage in Syrien klar, seine Regierung sei bereit, mit allen anderen zusammenzuarbeiten, welche eine politische Lösung für die Krise dort verwirklichen wollten. Jedoch zeige gerade die US-Administration keine Neigung für eine umfassende Kooperation mit dem Kreml in dieser Hinsicht, obwohl diese von russischer Seite absolut bestehe. (https://www.sana.sy/?p=832523, https://www.sana.sy/en/?p=149414; s.a. http://tass.com/politics/1027169)
Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß für den 22.10.2018 in Moskau auch ein Treffen Lawrows mit John Bolton, dem nationalen US-Sicherheitsberater, zu den Themen: Kooperation bei der Lösung regiuonaler Krisen und der effektiven Terrorismusbekämpfung  angesetzt gewesen und durchgeführt worden war. (https://www.sana.sy/en/?p=149454, https://www.sana.sy/?p=832870)

Im Interview mit Sputnik News  informierte Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd am 22.10.2018 darüber, daß die Regierung Experten  der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Inspektion zweier [im Zusammenhang mit vom feindlichen Ausland erhobenen Vorwürfen stehender] Militärstützpunkte erlaubt habe. Dabei versicherte er nochmals (vgl.u.), daß Syrien niemals chemische Waffen eingesetzt habe und an der  Aufrechterhaltung der internationalen Sicherheit und des internationalen Friedens festhalte. Der Beitritt zur C-Waffenkonvention sei zudem freiwil­lig und im Einklang mit der Souveränität und Unabhängigkeit Syriens erfolgt. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i44157)

Am Sonntagabend des 21.10.2018 stellte Vizeaußenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd während eines Symposiums in der al-Assad-Nationalbibliothek, das der Signierstunde folgte, das Buch des Abgeordneten Dr. Aḥmad ʽAbdus-Salâm Marʽî mit dem Titel „Syria and the Chemicals With Facts and Do­cu­ments” vor.
Dr. al-Miqdâd steht nämlich auch der Kommission zur Umsetzung von Syriens Verpflichtungen vor, die sich aus dem Beitritt zur Con­vention on Prohibition of Chemical Weapons ergeben. Syriens Betrittsentschließung sei frei und ganz bewußt im Rahmen seiner Souveränität und Unabhängigkeit sowie in Reaktion auf die Entwicklungen in Syrien, der Region und der Welt erfolgt, führte er aus. Im Gegensatz zum rücksichtlosen Vorgehen einiger westlicher Regierungen gehe die russische daran,  mit Verantwortungsbewußsein international Frieden und Sicherheit zu bewahren bzw. zu schaffen. Die US-Luftangriffe mittels Phosphorbomben im Gebiet von Dair az-Zaur vor wenigen Tagen [s.u.] hätten wieder einmal bewiesen, daß die US-Administration nicht davor zurückschrecke, welche Waffen auch immer einzusetzen, sofern das nur ihrem Interesse dient.
Auch die Ankündigung der US-Aufkündigung des seit der SU-Zeit geltenden Vertrags über nukleare Mittelstreckenraketensysteme (INF) verursache nur ein neues Wettrüsten und bedrohe damit Freiden und Sicherheit zwischen den beiden Großmächten und werde hauptsächlich den europäischen Staaten schaden. Nach dieser Einleitung kam er auf den Inhalt der Neuveröffentlichung zu sprechen:
Darin sei es dem Verfasser gelungen, mit großer Akribie die wichtigsten Fakten im Zusammenhang mit dem Chemiewaffenüber­ein­kommen zusammenzutragen. Damit biete das Buch die Chance, sich darüber wie über die wesentlichen Bestimmungen des Völkerrechts zu informieren. Dadurch sei es dann möglich, Falschmeldungen aufzudecken und zu begegenen.
Der Autor, Dr. Aḥmad ʽAbdus-Salâm Marʽî, wies darauf hin, daß eine gut belegte Aufklärung über den Sachverhalt ein wichtiges Ziel gewesen sei (Dr. Marʽî sprach bescheiden von modest contribution!) angesichts der irreführenden Medien-Kampagne, welche den gegen Syrien ausgelösten Krieg seit 2011 begleitet habe. Die Abhandlung dikutiere die rechtliche Seite, gebe die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen wieder  und zeige die Anstrengungen auf syrischer Seite auf, die trotz widrigster Umstände geleistet wurden, um der C-Waffenkonvention zu entsprechen, wie auch diejenigen darauf gerichtet, eine von Massenvernichtungswaffen freie Zone im Nahen Osten zu schaffen.  Am Ende stehe als Schlußfolgerung aus dem Dargelegten, daß Syrien vollständig seinen Verpflichtungen nicht nur aus der Con­­vention on Prohibition of Chemical Weapons nachgekommen sei. Dies sei in dem Glauben an die Gleichwertigkeit der Souveränität der einzelnen Staaten, in Unterstützung und aus Achtung für geteilten kollektiven Werte der internationalen Gemeinschaft wie z.B. bzgl. internationalem Frieden und Sicherheit u.a.m. geschehen.
Das 272-Seiten-Werk, herausgegeben vom  libanesischen Dâr al-Abʽâd, verfügt noch über 5 An­hän­ge mit relevanten Gesetzestexten wie der Auseinandersetzung damit in Bezug auf Syrien und im Einklang mit der UNSC-Resolution Nr. 2118 von 2013. Schließlich werden die erarbeiteten Einzelergebnisse zusammengeführt, überprüft und daraus schlüsse gezogen und Vorschläge unter­breitet.
Am Symposion nahmen mehrere Abgeordnete, Mitglieder des diplomatischen Korps, Forscher und Interessierte teil. (https://www.sana.sy/en/?p=149366, https://www.sana.sy/?p=832399)

Aus dem Außenamt in Damaskus am 21.10.2018 war zu erfahren, Syrien verurteile vehement die falschen Behauptungen, enthalten in der kürzlich durch das französische Außenministerium bezüglich der Stadt ar-Raqqa veröffentlichten  Erklärung. Dieses hatte am Sonntag vom Jahrestag einer „Befreiung” gesprochen, wo es sich doch um bekanntlich um eine systematische Zerstörung der Stadt durch die US-geführte Koalition gehandelt habe mit Massen an Toten unter der Zivilbevölkerung und einer Massenflucht in der Folge, während gleichzeítig zur Evakuierung der IS-Terroristen sichere Korridore eröffnet worden seien; denn die IS-Terroristen sollten aufgespart werden, um die Krise in Syrien zu verstärken und hinauszuziehen in Umsetzung kolonialer Ziele gewisser westlicher Regierungen. Dazu wurde ausgeführt: „The entire world has witnessed the systematic destruction of Raqqa city by the so-called international coalition and the rotten bodies of innocent civilians in the streets of the city and the displacement of the rest of its inhabitants which amounts to crimes of genocide that require accountability at a time when safe corridors were opened for evacuating Daesh (ISIS) terrorists under the protection of the US-French coalition forces to use them elsewhere in order to complicate the crisis in Syria and pro­long it to serve the agendas of the colonial West.” Was ar-Raqqa widerfahren sei, sei eine Schande für Frankreich und erinnere an die koloniale Geschichte dieses Landes, welche voller Verbrechen gegen die jeweilige Bevölkerung gewesen sei. An die ehrenhaften und aufrichtigen Franzosen erging der Aufruf, diese zur Formung der öffentlichen Meinung ausgerichtete Propagandakampagne zu entlarven, welche die Reputation ihres Landes beschmutze.  (https://www.sana.sy/en/?p=149338, https://www.sana.sy/?p=832081) – Zu den Vorwürfen bzgl. ar-Raqqas s.u. und v.a. Teil VI!

US-Armeegeneral. Joseph Votel als CENTCOM -Kommandant kommentierte die Serie von Luftangriffen auf die Moschee im Dorf as-Sûsa im SO-Rîf von Dair az-Zaur  von letzter Woche, welche allein 46 Zivilisten das Leben kostete dahingehend, das Zentralkommando habe kein Problem mit der Tötung von Zivilisten in Syrien, wenn diese sich in IS-besetztem Gebiet aufhielten. Außerdem habe man die Moschee beobachtet, wann sich dort nur IS-Leute aufhielten. Jedoch sprechen die Ergebnisse der Bombardements eine genau gegenteilige Sprache. Es wurde darauf verwiesen, daß sogar Amnesty Internatonal diese nonchalante Umgangsweise mit zivilen Opfern seitens der Führung der US-geleiteten Koalition harsch kritisiert und als nicht untypisch für das US-Militär bezeichnet hatte. (US Central Command Says It Has No Problems With Killing Civilians In Syria If They Are In ISIS-Held Area, basierend auf: https://www.apnews.com/cbb03f01e196438fb372ce2f707ef8ec)

Beim syrisch-iranischen Wirtschaftsforum am Sa., 20.10.2018, in Teheran unter Vorsitz von Muḥammad Ḥamšû (für Syrien) und Masʽûd Ḫuwânsârî (Masoud Khansari, für den Iran) einigte man sich mit Unterzeichnung eines dahingehenden Abkommens auf die Gründung einer gemeinsamen Handelskammer. Dies diene auch dazu, das gegen beide Staaten [u.a. durch die USA] erlassene Embargo zu vereiteln. Außerdem wurden zwei MoU (memo of under­standing) von syrischer und iranischer Seite gegengezeichnet in Fortführung und optimaler Ergänzung des Freihandelsabkommen von 2011. Der Präsident der Iranischen Kammer für Handel, Industrie, Minen und Landwirtschaft (ICCIMA), Ġulâm Ḥussain Šâfiʽî, versicherte die Bereitschaft seines Landes, Syrien bei der Errichtung von Straßen, Brücken und Kraftwerken im Wiederaufbauprozeß zu unterstützen. Der Iran besitze genügend Erfahrung und Kapazitäten hierfür. Hingegen unterstrich Ḥamšû  nochmals, daß Syrien die Regierungen, welche das Land auch im Counterterrorismus Hilfe geleistet hätten, im wirtschaftlichen Bereich den Vorzug einräume. Näheres bei https://www.sana.sy/en/?p=149294 (und https://www.sana.sy/?p=831442)!

Zentrum zur Regelung der Situation der Bürger am Na­ṣîb-Grenzübergang, Photo: SANA

Am Na­ṣîb-Grenzübergang zwischen Jordanien und Syien wurde auf inländischer Seite ein Zentrum beim Immigration and Passports Center eingerichtet, in dem zurückkehrende Rekonziliierungswillige ihren Fall der Behörde vortragen und ihn regeln lassen können sowie für diejenigen, welche keine persönlichen Dokumente mehr besitzen. Etliche Rückkehrer äußerten sich sehr positiv über die Erleichterungen bei der Einreise und die Hilfen durch die Behörden. Nahezu 1.000 Personen nutzen den Grenzübergang an diesem Tag laut Mitteilung von Mâzin Ġan­dûr, dem Chef des einreise- und Paßzentrums. (https://www.sana.sy/en/?p=149121, https://www.sana.sy/?p=830866, https://www.sana.sy/?p=830717)

aṣ-Ṣabâg empfängt JBA-Delegation, Photo: SANA

Mâzin Rašîdât, Präsident der Jordanian Bar Association  (JBA) traf am 18.10.2018 über den Na­ṣîb-Grenzübergang in Darʽâ ein und machte in einer Presseerklärung deutlich: „we are the sons of Greater Syria and we are one people.”  Er ergänzte: „we came today to Syria to affirm the bonds of Arabism, which brings together Syria and Jordan which are always an integral whole. We are here to celebrate with Syria the sal­vation from terrorism and the reopening of this vital and important crossing.”(https://www.sana.sy/en/?p=149128, https://www.sana.sy/?p=830749)
Später empfing Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ die jordanische JBA-Delegation. (https://www.sana.sy/?p=830919, https://www.sana.sy/en/?p=149157 )

Syrien nimmt an der 139. IPU-Konferenz teil (18.10.2018) (https://www.sana.sy/en/?p=149132, https://www.sana.sy/?p=830753)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî: Israeli occupation of the Arab lands is the main reason behind destabili­zation in the region, 18 October، 2018 (https://www.sana.sy/en/?p=149151, https://www.sana.sy/?p=830922)

Rücktritt von Staffan de Mistura, Photo: Der Spiegel

Die überraschende Erklärung des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, Ende November von seinem Amt zurücktreten zu wollen, bemerkte Sprecher der russischen Präsidentensprecher Dmitri Pes­kow am 18.10.2018  gegenüber Reportern, der eingeschlagene Weg einer politischen Lösung der Krise in Syrien müsse unbedingt auch danach weitergeführt werden. De Mistura habe nicht alles umgesetzt, was er sich vorgenommen hatte. (https://www.sana.sy/?p=830742, s.a. http://tass.com/politics/1026640)

In einem Kommentar zum Abkommen über eine demilitarisierte Zone in Idlib während des Waldai Discussionsclubs am 18.10.2018 verkündete Präsident Putin, die türkische Seite habe ihre daraus sich ergebenden Verpflichtungen nicht erfüllt. (https://www.sana.sy/en/?p=149135, https://www.sana.sy/?p=830711)
Außerdem erklärte er, er werde dem Iran nicht zureden, sich aus Syrien zurückzuziehen, da dies eine Sache zwischen der Regierung in Teheran und in Damskus sei, indem er bemerkte: „As for the complete withdrawal [of Iranian forces], this is a separate topic, it should be resolved through the dialogue between Iran and Syria, Iran and the United States. And we are also ready to be participants in this discussion.“ (https://www.urdupoint.com/en/world/iran-must-resolve-issue-of-pullout-from-syria-459207.html)

 

Liebe Leser! Mephisto begibt sich näher an das Geschehen. Eingehende Nachrichten können voraussichtlich erst wieder ab dem 26.10.2018 eingestellt werden.  (Die bis dahin aufgelaufenen Beiträge werden nachgetragen)

 

Das Auswärtige Amt ließ am 17.10.2018 mitteilen, Syrien verurteile auf das Schärfste den kriminellen Angriff auf das Polytechnikum in Kertsch ganz im Osten der russischen Krim vom selben Tag mit vielen unschuldigen Toten und Verletzten in der Folge. (https://www.sana.sy/?p=830310; s.a. http://tass.com/emergencies/1026411)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Anläßlich der Generaldebatte über Abrüstung und internationale Sicherheit (Erster Ausschuß) bei den Vereinten Nationen äußerte UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî in einer Stellungnahme am 17.10.2018, die Herausforderungen, mit denen die Welt konfrontiert sei, hätten zugenommen. An vorderster Stelle stehe die Entwicklung der nuklearen Arsenale und die Drohung, sie einzusetzen, dazu komme die Verbreitung des Terrorismus, welchen gewisse Staaten, von denen einige sogar ständige UNSC-Mitglieder sind, als politische Waffe von Regierungen akzeptieren.
Das Ignorieren der fortgeführten Protegierung von Israels Besitz an Nuklearwaffen seitens der [anderen] Atommächte und die Weigerung letzterer Regierung dem Atomwaffensperrvertrag (engl.:  Nuclear Non-Proliferation Treaty Review Conference, NPT) beizutreten, zu ignorieren, sei ganz klar zu einer Angelegenheit von allen geworden, seit die USA und Großbritannien 2015 die Überprüfungskonferenz (Review Conference gemäß Artikel VIII) der NPT-Mitgliedsstaaten durchkreuzten (s. Teil III).
Die seitens der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas, der BRD und anderer gewährte Protegierung habe zur Entwicklung eines militärischen Programms Israels von atomaren, biologischen und chemischen Kampfmitteln beigetragen und jene Regierung ermutigt, ihren Widerstand gegen den internationalen Willen, dem Atomwaffensperrvertrag und anderen Vereinbarungen über Massenvernichtungswaffen beizutreten, zu verstärken.
Demgegenüber verwies Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî auf die Tatsache:  „At the end of 2003, my country, through its membership at the Security Council, proposed an initi­ative on freeing the Middle East of all WMDs, particularly the nuclear ones, yet the US delegation threatened at that time to use the veto if we submit the proposal.” (D.h.: Ende 2003 präsentierte mein Land aufgrund seiner Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat eine Initiative zur Freistellung des Nahen Ostens von  Massenvernichtungswaffen, insbesondere von Nuklearwaffen, doch die US-Delegation drohte zu jener Zeit, von seinem Vetorecht Gebrauch zu machen, wenn wir den Vorschlag unterbreiten würden).
„In this context, my country renews its call upon the member states for freeing the Middle East of nuclear weapons and all WMDs, and we call for exerting pressure on Israel to join the NPT and to put all of its facilities and nuclear activities under the supervision of the IAEA.” (D.h.: In diesem Zusammenhang erneuert mein Land seinen Aufruf an die Mitgliedstaaten, den Nahen Osten von Nuklearwaffen und allen Massenvernichtungswaffen freizustellen; außerdem rufen wir dazu auf, Druck auf Israel dahingehend auszuübern, daß es dem NPR beitritt und all seine Einrichtungen und nuklearen Aktivitäten unter die Aufsicht der IAEA stellt).
Zudem stellte Syriens UN-Gesandter nochmals heraus: The government of my country condemns in the strongest terms the crime of using chemical weapons based on its belief in the need to free the Middle East of all WMDs, on top the nuclear ones.” (D.h.: Die Regierung meines Landes verurteilt in stärkstem Maße das Verbrechen, Chemiewaffen zu benutzen, basierend auf seinem an die Notwendigkeit, den Nahen Osten von allen Massenvernichtungswaffen und zuvorderst von Atomwaffen zu befreien.)
Syrien sei dem Atomwaffensperrvertrag beigetretenund habe seine Verpflichtungendaraus erfüllt trotz der damaligen schwierigen Umstände (s. Teil I f). Mehr als 160 Schreiben habe Syrien verfaßt und an den UN-Generalsekretär,  den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden, das Joint Investigative Committee, das Komitee betreffend die Resolution Nr.1540 und die Komitees zur Terrorismusbekämpfunggeschickt, in denen es die Besorgnis darüber ausdrückte, daß einige Staaten den Terrorismus unterstützten und die Terrorgruppen mit Chemiewaffen versorgten, während sie gleichzeitig dem syrischen Staat unterstellten, solche einzusetzen. Die Abrüstungskonferenz (Conference on Disarmament) sei das einzige Forum hinsichtlich Abrüstungsfragen, daher veurteile Syrien die von westlichen Staaten praktizierte Politisierung dieser Konferenz.
Schließlich warnte Dr. al-Ğaʽfarî: „terrorism, which is backed and supplied with toxic chemical weapons, will have repercussions on the governments of the states which support ter­rorism and on other states.” (Unterstützter und mit toxischen chemischen Waffen ausgestatteter Terrorismus habe Auswirkungen auf die Regierungen jener Staaten, welche ihn unterstützen, wie auf die anderen Staaten.)

Die Mitgliedsstaaten sollten daher ihrer Verantwortung gerecht werden und den Schmuggel von Waffen und Munition beenden, ob sie nun tötlich wirken oder nicht (whether they are lethal or not), wie auch das Einsickernlassen von Militanten und Terroristen durch die Grenzen von Syriens Nachbarstaaten.  (https://www.sana.sy/en/?p=149015)

Wladimir Tschabarow  (Vladimir Jabbarov), kündigte als Vizechef des Internationalen Komitees des russischen Föderationsrats am 17.10.2018 an, wenn russische Firmen von der US-Administration für ihre Beteiligung am Wiederaufbau in Syrien mit Sanktionen belegt würden, werde Rußland entsprechend verfahren. (https://www.sana.sy/en/?p=149030, https://www.sana.sy/?p=830150; vgl.: http://tass.com/world/1026284)

Kemal Kılıçdaroğlu (CHP), türkische Opposition, Photo: SANA

Der in diesem Themenstrang schon öfter zitierte Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der bedeutendsten Oppositionspartei im Parlament der AKP-geführten Türkei, der lai­zistischen Republikanischen Volkspartei (CHP), und vehementer Kritiker der Politik Erdogans, konstatierte bei der jüngsten Parteiversammlung, der türkische Staatspräsident habe durch seine Intervention in Syrien die Krise dort verschärft: Die vielfältige Unterstützung für die dort aktiven Terroristen habe zur Tötung tausender Syrer und zur Vertreibung von Millionen von ihnen geführt. Nun benutze Erdogan das Flüchtlingsproblem für eigene Interessen aus und behindere deren Rückkehr. Dem setzte er entgegen: „Es ist Zeit, daß die Vertriebenen in ihre Heimat zurückkehren und dem syrischen Staat in seinen Bemühungen helfen, das wieder aufzubauen, was durch Terroristen zerstört worden ist; das wird dazu beitragen, Sicher­heit und Stabilität in Syrien und in der Region im Allgemein zu erreichen.“
Sodann stellte er fest: „Erdogan belügt ständig das türkische Volk in allen in­ternen und externen Angelegenheiten“ und erklärte: „Wir haben eine falsche, von Erdogan initiierte  Politik; die Türkei ist gescheitert und befindet sich in einem Zustand des politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Ban­krotts.“
In Bezug auf Affäre des seit seinem Behördengang vom 2.10.2018 im saudischen Konsulat in Istanbul „verschwundenen“ regimekritischen Journalisten Ǧamāl Ḫāšuqǧī (Jamal Kashoggi), es sei klargeworden, daß Ḫāšuqǧī innerhalb des Kon­sulats ge­tötet worden sei, worüber sich die pro-Erdogan-Medien ausführlich verbreitet hätten. Die Frage sei aber, ob diese­ ganzen Angaben korrekt seien und warum dann das Erdogan-Regime keine praktischen Maßnahmen gegen das saudi­sche Regime ergreife. (https://www.sana.sy/?p=829865 vom 16.10.2018)

Der permanente Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, Bassâm aṣ-Ṣabâġ, stellte am 16.10.2018 anläßlich der 9. Konferenz der Parties to Transnational Organized Crime Conven­tion am UN-Hauptquartier nochmals die gesamte Bandbreite der in Syrien seit Beginn der Krise begangenen terroristischen Verbrechen dar unter Verweis darauf, daß Syrien  zuvor auf Platz 3 der internationalen Klassifizierung hinsichtlich des Fehlens von Fällen des Menschen- und Organhandels sowie des organisierten Verbrechens gelistet worden war. (https://www.sana.sy/?p=829776)

Am Rand der 139. Sitzung der Inter-Parlamentarischen Union (IPU, s.u.), in Genf traf Vize-Parlamentssprecher Nağdat Anzûr am Di., 16.10.2018, mit der italienischen Parlamentsdelegation unter Leitung von Senator Fernando Cassini zusammen. Dieser ist IPU-Honorarpräsident und Mitglied des Komitees für Außenangelegenheiten des italienischen Senats und traf die syrische Delegation schon 2015. Angesprochen wurden die Gesamtsituation in Syrien, die rechtwidrige Präsenz des türkischen und US-Militärs dort sowie deren Unterstützung für die im Land aktiven Terrororganisationen und die notwendige Aufhebung der ebenfalls rechtwidrigen und für die Bevölkerung so negativ sich auswirkenden, gegen Syrien erlassenen westlichen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV]. Senator Cassini betonte die Bedeutung der parlamentarischen Diplomatie  [to] break the free­ze” (soll heißen: beim Aufbrechen der erstarrten Beziehungen) zwischen Syrien und der EU, damit letztere eine Delegation nach Syrien entsende, um sich von den wirklichen Verhältnissen dort ein Bild zu machen. Auch betonte er die Notwendigkeit der Eliminierung des Terrorismus und würdigte die Leistungen des syrischen Staates in dieser Hinsicht.
Anschließend unterhielt sich Parlamentssprecher Anzûr mit dem Leiter der nordkoreanischen Delegation. (https://www.sana.sy/en/?p=149007https://www.sana.sy/?p=829989)

Präsident Dr. al-Assad empfängt Krim-Delegation, Photo: SANA

Später am 16.10.2018 empfing Präsident Dr. al-Assad die Krim-Delegation unter Leitung von Präsident  Aksjonow (Aksyonov) und beglückwünschte als erstes die Krim-Bevölkerung und ihre Führung zur Verwirklichung der eigenen Entscheidung hinsichtlich der Wiedereinbindung in die heimatliche Russische Föderation. Der Besuch biete eine hervorragende Chance zur Bildung einer Kooperation beider Länder in verschiedenen Bereichen, besonders da beide Staaten bemerkenswerte geographische Lagen –  einmal am Mittelmeer, das andere Mal am Schwarzen Meer – innehätten.
Präsident Aksjonow brachte seine Freude über den Besuch in Syrien und die Möglichkeit der Beziehungsanbahnung zwischen beiden Ländern zum Ausdruck, die jeweils einen Kampf auszufechten gehabt hätten, um sowohl Heimat als auch Selbstbestimmung zu verteidigen. Schließlich wurden die Schritte zur Einleitung der näheren bilateralen Beziehung zum Nutzen beider Länder, auf die man sich geeinigt hatte, besprochen; dazu gehörten die Einrichtung eines gemeinsamen Handelshauses, eines gemeinsamen Seetransportunternehmens und von direkten Flugverbindungen, die Aufnahme von Handelsbeziehungen mit gegenseitigem Warenaustausch heimischer Produkte und wechselseitiger Besuche von Geschäftsleuten sowie den Entwurf von Plänen eines intensiven Kulturaustausches, welcher die beiden Völker einander näher bringe.
Dem Empfang wohnten zudem der Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, der Generalsekretär des Kabinettpräsidiums, Qais Muḥammad Ḫuḍar, Vize-Außenminister Dr. Ayman Sûsân und der russische Botschafter bei. (https://www.sana.sy/en/?p=148966, https://www.sana.sy/?p=829737)
Weitere Meetings fanden mit dem Premierminister ʽImâd Ḫamîs und dem Parlamentspräsidenten Ḥamûda Ṣabâġ statt mit Initiierung einer Parlamentarische Freundschaftsassoziation. (https://www.sana.sy/en/?p=148986)

Vertragsunterzeichnung (Syria- Krim), Photo: SANA

Eine Abordnung von Ministern, Firmenchefs und Beratern von der Krim, geleitet von Präsident Sergei Walerjewitsch Aksjonow (engl.: Aksyonov), traf am 16.10.2018 zweimal mit Regierungsvertretern in Damaskus zusammen, um über die Anbahnung von Wirtschaftsbeziehungen zu sprechen. Man kam überein, „a Syrian house of trade in the Crimean Republic” und eine gemeinsame Schiffhartsgesellschaft zu etablieren sowie Zahlungs- und Bankvorgänge zu vereinfachen. Durchgesprochen wurden zudem die Möglichkeiten, Partnerschaften auf den Gebieten des Kultur, Tourismus mit Hotelerietraining, Landwirtschaft, Öl, Bau- und Bergbauwesen eisnchließlich der dabei gebrauchten Gerätschaften einzurichten und Händlern und Industriellen aus Syrien und von der Krim ihre Tätigkeit im jeweils anderen Land zu erleichtern.
In einer anschließenden Presseerklärung führte Präsident Aksjonow aus, von Krimseite habe man zudem Vorschläge unterbreitet, Syrien Produkte zur Verfügung zu stellen, wofür die Krim bekannt sei, wie Equipment für den Eisenbahn- und Hochbau, landwirtschaftliche Erzeugnisse und die Nutzung der Krim-Häfen. Die Gespräche hätten Optimismus hinsichtlich sich positiv erntwickelnder bilateraler Beziehungen genährt.
Der inländische Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Dr. Muḥammad Sâmir al-Ḫalîl, verwies darauf, daß die Häfen auf der Krim die nächstgelegenen im Schwarzen Meer seien und damit eine wesentliche Rolle im bilateralen Handelsverkehr der beiden Staaten und sogar dieser mit der russischen Förderation spielten.
Zuvor war Präsident Aksjonow und seine Delegation mit dem Gouverneur von al-Lâḏaqiyya, Ibrâhîm Ḫuḍar as-Sâlim, zusammengetroffen und hatten die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens zwischen den beiden Hafenstädten Yalta und al-Lâḏaqiyya zur Föderung des Handels und von Tourismusprojekten diskutiert.
Bei dem im damaszener Dama Rose-Hotel abgehaltenen Businessmen and Businesswomen Forum mit dem Titel „Cri­mea… A Basis for Growth of Russian-Syrian Relations”, sprach Präsident Aksjonow von der Bereitschaft seines Landes, syrischen Produkten seine Märkte zu öffnen und im Gegenzug die syrischen Märkte mit Krim-Produkten zu beliefern allen Widerständen zum Trotz, die sich eventuell ergeben könnten. Die Krim-Republik werde alles Nötige einleiten und Flüge zwischen beiden Ländern einrichten. Syrischen Kindern und Verwundeten der SAA werde man gerne medizinische Hilfe leisten. Schließlich lud er syrische Geschäftsleute zur Teilnahme am Yalta Economic Forum im April nächsten Jahres (2019) ein.
Wirtschaftsminister al-Ḫalîl unterstrich die Bedeutung dieses Treffens von Geschäftsleutne in der Überzeugung, daß die Aktivitäten auf dem Privatsektor jene auf Regeirungsebene zwischen beiden Ländern hinsichtlich Handelsaustausch und der Einrichtung einer Investmentpartnerschaft auf so mancher Ebene komplettierten. Das geplante Syrian Trade House werde eine Basis des beginnenden Handelsaustausches mit der Krim und den umliegenden Ländern sein mit der Besonderheit, daß in dieser Freihandelszone für syrische Produkte keine Zölle und Gebühren anfielen.
Gouverneur as-Sâlim  sprach die Gemeinsamkeiten der Hafenstädte al-Lâḏaqiyya und Yalta an, was es vereinfache, geeignete gemeinsame Projekte zu verwirklichen. Schließlich kamen noch Handelskammer- und weitere Vertreter beider Länder zu Wort. (https://www.sana.sy/en/?p=148953, https://www.sana.sy/?p=829583)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International äußerte am Mo., 15.10.2018, in einer Stellungnahme Bestürzung über die Weigerung der USA wie der von ihnen angeführten Koalition, die tatsächliche Zahl der vielen zivilen Opfer und das immense Ausmaß der Zerstörung infolge ihrer Bombardements in ar-Raqqa im Jahr 2017 (s. Teil VI) zuzugeben. Dies stelle eine Beleidigung der Opfer dar und sei einfach „terrible”. Untersuchungen seien nötig, um zu klären, wie es zu solchen Ausmaßen habe kommen können, welche Waffen eingesetzt wurden und ob die Luftangriffe überhaupt auf zuvor genau ermittelten Daten beruhten. (https://www.sana.sy/en/?p=148931)

Präsident Dr. al-Assad empfängt den irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, Photo: SANA

Schließlich empfing Präsident Dr. al-Assad am Mo., 15.10.2018, den zu einem dreitägiggen Syrienbesuch in Damaskus weilenden irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî (vgl.u.) und dessen Delegation.
Diskutiert wurden zunächst jüngste Entwicklungen in Syrien wie dem Irak, auf regionaler und internationaler Ebene sowie die Wiedereröffnung der Grenzübergänge zum Wohl beider Staaten.
Dr. al-Assad unterstrich die Gemeinsamkeit bei der Bekämpfung und Überwindung des Terrorismus in beiden brüderlichen Ländern, bei der auf dem gleichen Schlachtfeld die jeweiligen Kämpfer ihr Blut vergossen hätten. Es sei wichtig, die bestehende historische Verbindung zwischen Syrien und dem Irak aufzuwerten und zu konsolidieren, insbesondere auf der Ebene beider Bevölkerungen. Trotz der [negativen] Sicherheitsbedingungen in beiden Ländern und der ganzen ausländischen Versuche, die Entwicklung der bilateralen Verbindungen untereinander zu verhindern, habe es immer eine Koordination auf unterschiedlichen Ebenen bei gegenseitigem Verständnis und Berücksichtung der Vorgänge in der Region und restlichen Welt gegeben.
Außenminister al-Ğaʽfarî bemerkte, die regionalen und internationalen Umstände hätten sich zum Positiven verändert, was den Irak und Syrien angehe, infolge der Legitimität der Gründe zur Verteidigung beider brüderlicher Länder; dies erfordere das Erringen von mehr Siegen, um die [Wieder-]Aufwertung beider Länder und der Region im Allgemeinen voranzubringen. Syrien mit all seinem kulturellen und geschichtlichen Erbe näher sich dem Triumph über den Terrorismus und werde künftig  in der Region eine größere Rolle spielen als zuvor.
Ferner nahmen Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, die Präsidentenberaterin für Politik und Medien, Dr. Buṯaina Šaʽbân, Vize-Außenminister Dr. Faiṣal al-Miqdâd, der stellvertretende Direktor im arabischen Department des  Außenministeriums sowie der irakische Botschafter in Damaskus am Empfang  teil. (https://www.sana.sy/en/?p=148914, https://www.sana.sy/?p=829163)

Die an der 139. IPU-Sitzung in Genf (vgl.u.) teilnehmenden syrischen Parlamentarier unterstrichen am 15.10.2018 die Bedeutung der Rolle der Parlamente bei der Konsolidierung von Frieden und Fortschritt in der Welt. Diskutiert wurden zudem Fragen der Wahl des 139. Vorsitzenden der Generalversammlung, der Finanzsituation der Union wie des Budgets für das kommende Jahr.
Während der Sitzung des Permanent Committee on Sustainable Develop­ment, Finance and Trade machte das Delegationsmitglied ʽAhad al-Kanğ deutlich, daß Handel und Investitionen eine wirkungsvolle Kraft seien, den Fortschritt in allen Ländern zu fördern. Ebenso betonte er die Rolle der Abgeordneten bei der Erstellung von Gesetzen und Regularien, die diesem Ziel dienten.
In der Sitzung des Permanent Committee on Demo­cracy and Human Rights machte Parlamentsmitglied Samîr al-Ḫaṭîb auf die fürchterlichen Folgen aufmerksam, welche der von den Terroristen und Takfîr-Kämpfern in Syrien ausgetragene Krieg wie die gegen Syrien verhängten rechtswidrigen Sanktionen auf alle Lebensbereich der Syrer gehabt hätten. Auch rief er daher zur sofortigen Aufhebung letzterer auf. (https://www.sana.sy/en/?p=148950, https://www.sana.sy/?p=829514)

Flagge über der Station al-Qunaiṭra (wiedereröffneter Übergang zum israelisch besetzten Teil der syrischen Golanhöhen), Photo: SANA

Von großer Bedeutung war am 15.10.2018 ebenfalls die Wiedereröffnung  des Übergangs bei al-Qunaiṭra, welcher nach fast fünf Jahren der Trennung infolge der Terroristenaktivität die Verbindung zu dem israelisch besetzt gehaltenen syrischen Golan wiederhergestellt wurde. Von syrischer Seite war schon seit langem und in vielfacher Weise darauf hingearbeitet worden, worauf der Vizekommandeur des russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm, Generalleutnant Sergei Kurilenko mit großer Wertschätzung hinwies. Zuletzt war sogar durch die Bevölkerung massiv für die Öffnung demonstriert worden (vgl.u. 24.9.2018 etc.). Nun weht wieder die syrische Flagge über dem Ort. Auch die von den Terroristen vertriebenen UNDOF-Truppen (vgl.u.) sollen wieder ihre früheren Positionen im Gebiet einnehmen, sobald diese wieder entsprechend wiederhergestellt sind, wie Provinzgouverneur Hammâm Dabayât und Brigade-General Mâzin Yûnis, Chef des Amtes die Waffenstillstandsvereinbarungen [mit Israel] betreffend, mitteilten. Diese beziehen sich auf das frühere Hauptquartier in Nabʽ al-Fawâr, vier weitere Standorte in al-Ḥarmîn, dazu noch 22 Posten und  einen Beobachtungspunkt. Die seit dem Abkommen von 1974 auf dem Golan stationierten UNDOF-Mitarbeiter bestehen aus 1250 international Militärbeobachtern sowie 100 zivilen Hilfskräften verschiedenster Nationen.
Zur enormen Bedeutung dieses Ereignisses für die bislang von der Heimat durch die israelischerseits rechtwidrig gezogene und befestigte “Grenz”linie völlig abgeschnittenen Golanbewohner s.u.!
Maḥmûd Ṣalâḥ als Feldkoordinator des International Committee of the Red Cross (ICRC) für Süd-Syrien erhofft sich von der neuen Zugangsmöglichkeit die Chance, den Bewohnern jenseits der Demarkationslinie auf israelisch besetztem Gebiet weider humanitäre Hilfe leisten und Kranke und Verletzte behandeln zu können.  (www.sana.sy/en/?p=148896, https://www.sana.sy/?p=828990)

Patrouillierenden Mitarbeitern der Antidrogenbehörde des Innenministeriums von Ḥomṣ gelang es am Mo., 15.10.2018, in Ḥamâ einen Drogendealer mit 14,5 kg Haschisch und 9.000 Captagon-Tabeletten (zu deren Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) festzunehmen.  (https://www.sana.sy/en/?p=148946)

Gemeinsame Pressekonferenz des syrischen Außenministers Walîd al-Muʽallim (rechts) und seines irakischen Amtskollegen Ibrâhîm al-Ğaʽfarî vom 15.10.2018 in Damaskus, Photo: SANA

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Damaskus unterstrichen sowohl Walîd al-Muʽallim, Vizepremier- und Außenminister, als auch der irakische Außenminister, Ibrâhîm al-Ğaʽfarî (vgl.u.),  den greifbaren Sieg über den Terrorismus in beiden Nachbarländern dank der  Standhaftigkeit ihrer jeweiligen Bevölkerung.
Al-Ğaʽfarî  stellte heraus: „My visit to Syria is significant as I sensed the stability and secu­rity after its victory over terrorism” und ebenso: „The Syrian-Iraqi relations are historic, solid and strong and will remain likewise.” Er setzte – auch bzgl. der Sicherung der Wasserversorgung – hinzu: „Coordination is continued between Syria and Iraq in different domains, particularly in the field of water security and they have the right to make optimal investment of their water resources.” Der Großteil der Krise sei überstanden und die Syrer zum endgültigen Sieg über den Terrorismus entschlossen. Niemand  könne die Schlüsselrolle Syriens in der Region marginalisieren.
Die Schließung der Grenzen seien terrorismusbedingt gewesen, hielt er fest: „closing the crossings between the two states came due to exceptional circumstan­ces due to terrorism and they will be opened soon.” Jetzt jedoch sei die Zeit gekommen, sie wieder zu öffnen: „Iraq appreciates Syria’s support to it, and will not allow any foreign interference in its relations with Syria.” (d.h.: Der Irak schätze Syriens Unterstützung für ihn und werde keine ausländische Einmischung in seine Beziehung zu Syrien zulassen.).
Zur Lage in Idlib bemerkte er, diese Region müsse wie jede andere wieder unter staatliche Kontrolle zurückgeführt werden, was auch definitiv geschehen werde. Werde das getroffene Abkommen zu Idlib (vom 17.9.2018, s.u.)  nicht umgesetzt, blieben dem syrischen Staat noch andere Möglichkeiten.
Al-Muʽallim griff dieses Thema auf und erklärte, die Streitkräfte stünden nahe Idlib bereit, den Terrorismus [unter Bezugnahme auf Ğabhatu_n-Nuṣra] zu beseitigen, wenn die Abkommensumsetzung fehlschlage. „Jabhat al-Nusra terrorist organization is on the list of ter­rorism in the United Nations and it must be eradicated from its last stronghold in Idleb.”
Die US-geführte Koalition habe die Stadt  ar-Raqqa zerstört, tausende Bürger bei ihren Luftangriffen getötet unter dem Vorwand, den IS-Terrororganisation zu bekämpfen, doch unterstützten sie fortlaufend diese Terrororganisation und evakuierten gar deren Mitglieder in Konvois – beschützt durch die US-Luftwaffe – in Richtung Osten von Dair az-Zaur (vgl. Teil VI und davor!) an die Grenze zum Irak, um ihre aggressiven Pläne für Syrien zu verwirklichen. Außerdem konstatierte er: „Syria has its status in the Arab world and it should play its Arabic part; on this basis, we respond to any Arab or international initiative.”
In einer Neufassung des Artikels vom selben Tag wurde nach Ankündigung einer Fortsetzung dessen der Part von Außenminister al-Muʽallim dem Bericht in Gänze vorangestellt.
Zum gegenwärtigen Staatsbesuch hob er hervor: „The visit of Minister al-Jaafari comes under very important circumstances as the two countries are beginning to feel the sweetness of the victory over terrorism that targeted them, but the steadfastness of their peoples and their solidarity with their armed forces led to victory over terrorism, which will benefit the whole world.” Man solle sich nur vorstellen, was geschehen wäre bzw. würde, wenn dieser Sieg keine Realität würde bzw. wäre: „Imagine if Daesh (ISIS) and Jabhat al-Nusra terrorist organizations won in Iraq and Syria; what would happen to Europe, Arab countries and the whole world?”
Neben den schon erwähnten eigenen Aussagen zu Idlib und der Übereinstimmung mit jenen seines irakischen Amtskollegen dazu wiederholte er nochmals die Variante der Rekonziliierungsversuche auch in dieser Region wie schon in seiner Rede vor der UNGA (s.u.) und bemerkte: „Because of the presence of Syrian citizens in Idleb, and it is not their fault, we said that the libera­tion of Idleb with reconciliation is much better than the bloodshed. Syria’s support for the Sochi agreement came from its desire not to shed blood.”
Die meisten der Terroristen in jenem Gebiet stünden in Beziehung zum türkischen Geheimdienst; demnach warte der syrische Staat auf die russische Reaktion auf die Geschehnisse in Idlib, werde jedoch nicht Stillschweigen bewahren über die nach wie vor fortdauernde Situation dort hinsichtlich der UN-gelisteten Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra, sofern diese sich dem erwähnten Abkommen verschließe [wovon generell auszugehen ist].
Schließlich bekämpften die USA in Syrien alles, bloß nicht den IS, und investierten in den Terrorismus, um die Krise zu verlängern und die Interessen Syriens und des Iraks zu bedrohen.
Zur  rechtwidrigen Präsenz des US-Militärs östlich des Euphrats und dessen Aktionen im Zusammenhang mit der sog. kurdischen Selbstverwaltung („Kurdish self-administration”) machte er deutlich: „all of these actions come within the framework of psycholo­gical war and we do not recognize them, do not value them, and the same goes for what is said about US bases. I say with all sincerity: after Idlib, our goal is east of the Euphrates, and our brothers there, whether tribes or the Kurdish brothers, have to decide what they want in the future, under the slogan of the return of Syrian sovereignty to all the Syrian territory, and this is what our people fought for and will not be negligent towards its implementation. If they want dialogue, then dialogue will be on clear basis. There is a constitution, there are laws that regulate the relationship, and the Syrian state does not accept any federalism in this region be­cause this is contrary to the constitution. If the Kurdish brothers want to pursue the American pro­mises and the American delusion, this is their business and they have to pay the price. The home­land is paved for them to return, but without delusions, and they have to learn from the lessons of the past decades when they were allied with superpowers and suddenly they were abandoned by these coun­tries. I am here to state that the issue of East Euphrates is vital and cannot be waived. Syria’s decision is to extend its national sovereignty over the entire Syrian geography.” (Hhg. blogseits)
Als Nächstes wurden Fragen aus dem Auditorium beantwortet:
Zur Möglichkeit eines Übereinkommens zwischen Rußland, dem Iran und der Türkei zur Situation östlich des Euphrats gemäß der Vorgehensweise der Astana-Plattform erwiderte der syrische Außenminister: „we still con­sider Turkey a state that is occupying our territories. Therefore, our armed forces cannot par­ti­cipate with their forces in any operation east of the Euphrates.” (D.h.: wir sehen in der Türkei immer noch einen Staat, der unsere Territorien okkupiert. Deswegen können unsere Streitkräfte nicht mit denen zusammen an irgendeiner Operation östlich des Euphrats teilnehmen.)
Zur Öffnung der Grenzübergänge Naṣîb und al-Bû Kamâl antwortete al-Muʽallim, daß erstere heute stattgefunden habe (s.u.), die zweite bald folgen werde.
Zum Erhalt des russischen Luftabwehrsystems S-300 (vgl.u.) bemerkte er, Syrien habe das Recht, sich gegen Anggressionen seitens der israelischen Besatzungsmacht und anderer besser zu wappnen. Zudem stellte er nochmals klar, daß es sich bei dem System um eine Defensivwaffe handele, die die Sicherheit der Region erhöhe: „the S-300 system is a defensive weapon and when we say that we are safer with this weapon, this will lead for more security and stability in the region.”
Zur Rückkehr Syriens in die Arabische Liga wiederholte al-Muʽallim einerseits seine Stellungnahme am Rand der UNGA in New York (s.u.) unter Betonung desssen, daß Syrien eine Position in der arabischen Welt innehabe und der syrische Staat seine arabische Rolle auch ausfüllen sollte; in diesem Sinne befasse er sich mit jeglicher arabischen oder internationalen Initiative; gerade der Irak sei der erste Staat gewesen, welcher  (s. Teil III,  24.3.2015) in dieser Angelegenheit bei den AL-Treffen vorgesprochen habe; viele arabsiche Staaten unterstützten gegenwärtig, was der Irak vor Jahren angestoßen hatte.
Sodann insistierte al-Muʽallim nochmals auf Syriens Unabhängigkeit und territorialer Integrität, indem er ausführte, die syrische Bevölkerung kämpfe nun seit siebeneinhalb Jahren aufgrund des Festhaltens  Syriens an seiner eigenen unabhängigen nationalen Entscheidungsfindung. „We extend our hands to all in self-confidence. We are now living the outcomes of the victory which will not be completed without the restoration of all Syrian territory, including Idleb, North of Aleppo, and east of the Euphrates.”, fügte er hinzu.
(https://www.sana.sy/en/?p=148893, https://www.sana.sy/?p=829028) – Im Irak wurde erst vor kurzem eine neue Regierung gebildet!

Grenzübergang Naṣîb-Ğâbir am 15.10.2018 wiedereröffnet, Photo: SANA

Wie am Vortag angekündigt (s.u.) wurde am Mo., 15.10.2018, der Grenzübergang Naṣîb-Ğâbir (Nasseb – Gaber) zwischen Syrien und Jordanien in der erst vor kurzem insgesamt befreiten (s. Teil VI) Provinz Darʽâ nach dreijähriger Schließung infolge der terroristischen Aktivitäten im Gebiet dem Verkehr wieder übergeben. (https://www.sana.sy/en/?p=148881, https://www.sana.sy/?p=828959)

Wieder (vgl.u.) langten am 15.10.2018 über die Grenzübergänge Ğudaidat Yâbûs (Rîf Dimašq), ad-Dabûsiyya (Rîf von Ḥomṣ) und az-Zamrânî (West-Rîf Dimašq) in dutzenden Bussen hunderte in den Libanon vor dem Terrorismus geflohene Syrer in die von der SAA befreiten Heimatorte zurück. Wie auch die letzten Male zeigten sich die Rückkehrer euphorisch und dankten vor allem der SAA für die Befreiung ihrer wohnorte aus den händen der Terroristen. Zudem versicherten sie, daß noch hunderte rückkehrwilliger Flüchtlinge im Libanon warteten. (https://www.sana.sy/en/?p=148886, https://www.sana.sy/?p=828976)

Brandwunden durch Phosphor in der plastischen Chirurgie, Photo: solz.at

Gemäß der Beschwerde durch das Außenamt in Damaskus mittels zweier identischer Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden vom 14.10.2018 wegen der am 13. und 14.10.2018 durch die US-geführte Koalition ausgeführten Luftangriffe auf die Stadt Hağîn in der Provinz Dair az-Zaur (s.u.) mit Phosphorbomben waren Wohnsiedlungen deren Ziel, welche immense Schäden anrichteten, vor allem jedoch viele Bewohner das Leben kosteten bzw. entsetzliche Verletzungen hervorriefen.
Dabei sei dies nicht der erste und einzige solche Vorfall von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ausgeführt durch die erwähnte Koalition gegen Syrer. Vielmehr stehe dieser in einer ganzen Reihe solcher: The use of internationally prohibited weapons against the Syrian people has become a systematic and intentional behavior of this coalition in a blatant violation of the rules of international law, international humanitarian law and human rights. This crime is one in a series of war crimes and crimes against humanity committed against the Syrian people, including the Coalition’s continued support for terrorism and its use of terrorists and separatist militias to achieve its objectives and aggressive plans aimed at undermining the sovereignty, unity and territorial integrity of the Syrian Arab Republic.” Die Forderung darauf lautete: The Syrian Arab Republic again calls upon the UN Security Council to shoulder its responsibilities in the maintenance of international peace and security, to conduct an international investigation into these crimes and to condemn them immediately, to stop their recurrence, to end the aggressive pre­sence of US and other foreign forces illegally present on the Syrian territory and prevent them from carrying out their plans to undermine the territorial integrity of the Syrian Arab Republic.”
Im Weiteren wurde auf die früheren Schreiben in dieser Sache vom 6. und 17.8. 2017 (vgl. Teil VI) verwiesen. (https://www.sana.sy/en/?p=148852, https://www.sana.sy/?p=828775)

SAA-Stellung über der östlichen Bâdiyya (Geröllwüste) von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148855 und https://www.sana.sy/?p=828797 (Bei neuerlichen heftigen Gefechten mit den in den felsigen Abhängen bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ verschanzten IS-Resten wurden im West-Teil weitere Gebietsgewinne erzielt unter Beibringung bedeutender Verluste gegenüber dem Feind. Unter den zahlreichen getöteten IS-Kämpfern fanden sich wieder Scharfschützen. Artillerie und SAAF richteten ihre Angriffe erfolgreich auf die verbliebenen IS-Fortifikationen, Verstecke, Waffen-und Munitionslagerstätten.)

Gemäß Ankündigung durch Innenminister Muḥammad Ibrâhîm aš-Šaʽâr vom Sonntag wird am kommenden Mo., 15.10.2018, der Grenzübergang Naṣîb (s.u.) nach Jordanien offiziell wiedereröffnet. (https://www.sana.sy/en/?p=148840)

Syriens Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim trifft den irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir al-Ğaʽfarî in Damaskus, Photo: SANA

Beim Zusammentreffen mit Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim und dem am Morgen angekommenen  irakischen Außenminister Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî  und dessen begleitender Delegation am Abend des 14.10.2018 war ein wesentlicher Punkt die verstärkte Zusammenarbeit der beiden befreundeten Staaten bei der Terrorismusbekämpfung wie in allen Gebieten von beiderseitigem Interesse. Die Wiedereröffnung der Grenzübergänge stehe ebenfalls oben an. Al-Muʽallim informierte seinen Amtskollegen über die jüngsten Entwicklungen im Inland mit der wiederholten Beteuerung, den Counterterrorismus bis zu dessen vollständiger Eliminierung und der Befreiung des gesamten syrischen Territoriums durchzuführen. Dabei würdigte er die Unterstützung durch den Irak dabei; schließlich teilten beide Länder gewisse Erfahrungen angesichts von außen herangetragener Krisen und Kämpfe.
Seinerseits unterstrich al-Ğaʽfarî  die festen Beziehungen beider Länder und versicherte, das irakische Volk werde niemals die syrische Unterstützung während der eigenen Krise vergessen. Der Irak strebe noch engere Koordination, Kooperation und Vertiefung der – vor allem auch wirtschaftlichen – Beziehungen mit Syrien an.  Er zeigte sich überzeugt davon, daß die Welt langsam die Position Syriens und der wirklichen Vorgänge dort begreife, wie die Tatsache, daß Syrien mit der Terrorismusbekämpfung den restlichen Staaten einen immensen Gefallen tue. Abschließend wünschte der Gast Syrien und seiner Bevölkerung baldige Wiedererlangung völliger Sicherheit und Stabilität sowie von Wohlstand. (https://www.sana.sy/?p=828837, https://www.sana.sy/en/?p=148858)

Im westlichen Distrikt von al-Qunaiṭra schreitet die Rekonziliierungsaktion hinsichtlich der Kämpfer, welche gegenüber der SAA die Waffen niedergelegt, dieselben ausgeliefert und geschworen haben, die öffentliche Sicherheit nicht mehr zu, positiv voran. Dutzende hätten sich hierzu aus Barîqa und Bi´r ʽAğâm bei den Behörden gemeldet. (https://www.sana.sy/?p=828789, https://www.sana.sy/en/?p=148863)

Irakischer Außenminister Ibrâhîm al-Ğaʽfarî, Photo: Pars Today

Am Sonntagmorgen traf der irakische Außenminister, Ibrâhîm al-Ašîqir  al-Ğaʽfarî, zusammen mit seiner Delegation auf dem internationalen Flughafen von Damaskus zu einem dreitägigen Besuch auf Einladung seines Amtskollegen sowie Vizepremierministers Walîd al-Muʽallim in der syrischen Hauptstadt ein. Begrüßt wurden die Staatsgäste durch Letztgenannten sowie etliche Mitarbeiter aus dem Außenamt und den irakischen Botschafter. Bei den geplanten Treffen mit hohen Staatsbeamten sollen die gegenseitigen Beziehungen besprochen werden sowie regionale und internationale Fragen und Entwicklungen von beiderseitigem interesse.  (https://www.sana.sy/en/?p=148793, https://www.sana.sy/?p=828501)

Erneut gingen am 14.10.2018 vom SARC in einem Konvoi gelieferte und an bedürftige Familien verteilte Hilfslieferungen nach Ost-al-Ġûṭa (insbesondere in die Orte Kafar Baṭnâ, Šabʽa und Saqbâ). Darunter befanden sich auch Waschmaschinen, Wassertanks, Akkumulatoren, Gasherde und Gasflaschen. (https://www.sana.sy/en/?p=148830)

Parlamentsabgeordnete Ğibrâyir Rânîsiyân und Samîr al-Ḫaṭîb vertreten Syrien bei der 139. IPU-Sitzung in Genf, Photo: SANA

Mit den Parlamentsabgeordneten Ğibrâyir Rânîsiyân und Samîr al-Ḫaṭîb beteiligt sich Syrien an der 139. Sitzung der Inter-Parlamentarischen Union (IPU), welche vom 14. – 18.10.2018 unter dem Titel Parliamentary Leadership in Pro­moting Peace and Development in the Age of Innovation and Technological Change” in Genf stattfindet.
Rânîsiyân erinnerte in Reaktion auf den Beitrag des türkischen Parlamentssprechers Binali Yildirim daran, daß gerade die Türkei die Krise in Syrien seit Beginn des Krieges befeuert habe durch Erleichterung des Eindringens der Terroristen über ihre Grenze, Bewaffnung und Finanzierung derselben sowie den Raub des Inventars von hunderten Fabriken in der Provinz Aleppo mit anschließendem Abtransport über die Grenze und gewinnbringendem Verkauf desselben in der Türkei (vgl. dazu Teil I ff).
Al-Ḫaṭîb prangerte an, daß die [AKP-geführte] türkische Regierung die Frage der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihr Heimatland politisiere, indem sie Vorbedingungen gegenüber der Regierung in Damaskus daran knüpfe. Dies sei eine eklatante Einmischung in die inneren Angelegenheiten des syrischen Staates, gegen die man sich verwehre. In gleicher Weise warnte er vor den Folgen der türkischen Angriffe (vgl. Operation Olivenzweig etc.) auf die syrische Souveränität. (https://www.sana.sy/en/?p=148845, https://www.sana.sy/?p=828735)

Terroranschläge vom 13.10.2018:
Bei der Detonation einer von Terroristen früher im Gebiet der Stadt al-Ġâriyya aš-Šarqiyya, ca. 40km östlich  im Rîf von Darʽâ, hinterlassenen Landmine wurde erneut ein 10-Jähriger getötet. Später am Abend teilte ein weiterer Junge das gleiche Schicksal, während drei Erwachsene schwer verletzt wurden bei der Explosion von IS-Terroristen hinterlassenen Tretmine in der Stadt aš-Šağara. Ein weiterer Bürger starb infolge einer Minendetonation in Dâʽil, wo Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten entprechend tätig gewesen waren.  (https://www.sana.sy/?p=828076, https://www.sana.sy/en/?p=148727)

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

US-geführte Koalition bombt mit Phosphor; Photo: SANA

Die US-geführte Koalition setzte während ihrer – völkerrechtswidrigen – Militäraktion im SO-Rîf von  Deir Ezzor bei der Bombardierung der Stadt Hağîn unter der Vorgabe, den IS zu bekämpfen, den international verbotenen weißen Phosphor ein, wie von lokalen Quellen zu erfahren war. Aktivisten zeigten davon Photos in den internationalen Netzwerken. (https://www.sana.sy/?p=828064, https://www.sana.sy/en/?p=148721 vom 13.10.2018)

Juri Schwytkin, Vize-Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, forderte darauf noch am selben Tag im Interview mit Sputnik News eine sofortige internationale Untersuchung  der Benutzung der international verbotenen Waffen unter Vorgabe der IS-Bekämpfung durch die US-geführte Koalition. Es sei  unverzüglich ein Antrag an die Organization of Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) zu stellen, damit diese eine offizielle Untersuchung des Vorfalls durchführe und die Ergebnisse dem UN-Sicherheitsrat vorlege. Die geschilderte Vorgehensweise sei zudem ein eklatanter Bruch der Rechte der syrischen Bevölkerung, welcher unbedingt im UNSC diskutiert werden müsse.
Bombardements mit weißem Phosphor seien durch zwei US-Kampfjets bereits am 8.9.2018 gegen Hağîn eingesetzt worden und im Juni 2017 gegen ar-Raqqa. (https://www.sana.sy/en/?p=148730; s.a. http://parstoday.com/de/news/world-i44015

Im Rîf Dimašq  fanden Behördenmitarbeiter am 13.10.2018 im Bereich einer Farm bei der Stadt Yaldâ ein Depot mit Waffen und Munition, teils aus US-Beständen, welche die Terroristen dort vor ihrem Abtransport  nach Idlib (vgl. Teil VI) im Boden vergraben hatten. Konfisziert wurden demnach Maschinengewehr-Munition und -Dreifußständer, AK-47-Magazine, Granaten, Dragunov and NATO-Scharfschützengewehre, selbstgebaute Sprengsätze, eine M72 LAW-Abschußanlage [für panzerbrechende Raketen], Infrarot- und Nachsichtgeräte. (https://www.sana.sy/en/?p=148757)

Nicht genug mit der völkerrechtswidrigen Invasion, genannt Operation Olivenzweig, der türkischen Truppen in Nord-Syrien (s. Teil VI) und der daraus folgenden erschwerten Situation in jener Gegend, verkündete der türkische Staatspräsident Erdogan am Fr., 12.10.2018, während einer militärischen Verleihungszeremonie in Isparta, auch noch östlich des Euphrats in Syrien eine Militäroperation fortzuführen: „Nach der Entlassung der Söldner und Verräter wird die türkische Armee eine Operation gegen die Aufrührer und Oppositionsgruppen im Osten des Euphrat in Syrien beginnen.“ Er setzte hinzu: „Diejenigen, die uns an Verpflichtungen  zur Vertreibung der Kurden aus Nordsyrien bin­den und sogar Sanktionen gegen uns verhängten, werden bemerken, dass sie viele Verluste hinnehmen mussten.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i44000) – Bemerkung: Jegliche nicht von der legitimen Landesregierung erbetene oder von den UN mit Mandat versehene Operation ausländischer Streitkräfte in einem Land widerspricht dem Völkerrecht sowie der UN-Charta.

Im Interview mit Rûsiyâ al-Yaum vom 12.10.2018 wiederholte Lawrow unterstreichend die Warnungen von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vom 10.10.2018 zur Situation östlich des Euphrats (s.u.) dahingehend, daß die dort an sich schon völkerrechtswidrig stationierten US-Militärs die staatlichen Verwaltungsinstitutionen durch eigens geschaffene zu ersetzten und damit einen Staat im Staate zu kreieren suchten. Dazu bemerkte er: „Idlib is not the last problematic pla­ce in Syria, as there are large territories east of the Euphrates River where absolutely unacceptable things happen; as the United States is trying to create a quasi-state there.” Daher bekräftigte er noch: „I cannot exclude that the US are trying to keep the situation heated up in the region to ensure that everyone is on the edge. It’s easier for them to catch fish in the water they muddy. Such policies never ended well.”  (https://www.sana.sy/en/?p=148706, https://www.sana.sy/?p=827946; s.a. Russland warnt vor Komplott der USA in Nordsyrien)

Alexander Schulgin bei der OPCW, Photo: SANA

Alexander  Schulgin, Rußlands permanenter Vertreter bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons, rügte in einer Stellungnahme vom 12.10.2018 die  Arbeit der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Syrien nochmals (vgl.u.) als armselig („poor job”). Anzukreiden sei ihr, daß sie sich zwecks Beweisaufnahme und Untersuchung trotz mehrfacher Aufforderung der syrischen wie russischen Regierung (s. Teil VI!) nicht an den angeblichen Tatort begebe. Stattdessen übernehme das Team für seine Schlußfolgerungen Material aus dem sozialen Netzwerk (!) oder von bewaffneten Gruppen” [i.e. Terroristen] und sog. NGOs bzw. anrüchigen Organisationen wie den White Helmets  (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V), welche für die FFM geradezu Heiligkeitscharackter besäßen. Dagegen würden die von syrischer wie russischer Regierungsseite bereitgestellten Beweismittel und Untersuchungsergebnis (von vor Ort!) völlig mit Nichtachtung gestraft. Zudem  verstoße das Personal grob gegen das wissenschaftlich anerkannte Verfahren zum Erhalt einer physischen Beweiskette. Dazu bemerkte er noch: We have repeatedly suggested the issue of improving the work of the FFM on the basis of meeting the requirements of the Chemical Weapons agreement, and we also demand correcting the situation with regard to the FFM staff which is controlled by a number of states that call themselves the friends of Syria.” Weitere ernsthafte Zweifel an der Integrität der FFM erwecke bedauerlicherweise auch die Tatsache, daß deren beide Vorsitzende bis zuletzt Briten [und damit Kriegsgegner Syriens] waren. (https://www.sana.sy/en/?p=148711; s.a. http://tass.com/world/1025813) – Zu weiterer ausführlicher Kritik an der  Tätigkeit der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Syrien s. Teil VI!
Zugleich warnte der Diplomat davor, daß die – schon geraumer Zeit im Raum stehende (vgl.u.) – Inszenierung eines Giftgasangriffs durch die Terroristen im Raum Idlib [um diese der SAA anzulasten und einen erneuten westlichen Militärschlag gegen Syrien einen Vorwand zu liefern, dazu vgl.u.!] jederzeit („any moment”) möglich sei. Entsprechende warnende Meldungen über dahingehende Aktivitäten der Extremisten seitens der Geheimdienste kämen auf konstanter Basis („this infor­mation ,comes constantly”). Dazu bemerkte er noch: „We have held several meetings at the OPCW. I applied to the Technical Secretariat and handed them detailed information about a provocation in the Idlib province. We know surnames of the ar­med opposition leaders and the number of barrels with chlorine.” Schulgin setzte hinzu: „We were hoping that the Secretariat would raise its voice, but it had never happened.” (http://tass.com/world/1025813;  s.a. http://tass.com/world/1025813)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148690 und https://www.sana.sy/?p=827801 (Sicherung und Verstärkung weiterer Einsatzpunkte an den felsigen Abhängen bei den Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ mit Beifügung schwerer Verluste gegenüber den dort verschanzten IS-Resten auch durch Einsätze gegen deren Fortifizierungen, Verstecke, Waffen- und Munitionsdepots durch die Artillerie und SAAF sowie erfolgreiche Vereitelung von IS-Durchbruchsversuchen durch den immer enger gezogenen Einkreisungsring.)

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA, Photo: SANA

Minensuche und -Beseitigung durch die SAA geht weiter, Photo: SANA

Terroranschlag vom 12.10.2018:
Durch die Explosion eines von Terroristen am Eingang einer Bäckerei in aš-Šadâdî im Süd-Rîf von al-Ḥasaka angebrachten Tretmine wurden am Freitag zwei Personen verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=148699)

In al-Ḥasaka [in NO-Syrien] protestierten am 12.10.2018 erneut Bewohner, insbesondere vom Stadtteil an-Našwa gegen das Vorgehen der sog. al-Asâyiš-Milizen (vgl.u.!). Diese versuchen der Bevölkerung ihren Willen mit Gewalt aufzuzwingen. Z.B. sich sie nach wie vor die Schüler an der Teilnahme am Unterricht zu hindern wie die Lehrer an ihrer Berufsausübung, welche an den staatlichen, säkular-demokratichen Lehrplan in arabischer Sprache gebunden sind.  Für diesen wiederum machen sich die Bewohner, Eltern wie Schüler, stark, um zu verhindern, daß den Kindern ihree Zukunft verbaut wird, indem ihnen die notwenidge Bildung versagt wird. Schließlich wurden auch Busse, welche Schüler und Lehrer vom Land in die städtischen Schulen bringen sollten mit Gewalt aufgehalten, doch die Fahrgäste gingen aus Protest zu Fuß weiter zu den Schulen. IIhâm Ṣûraḫân,  Leiterin des Erziehungs-Direktorats der Provinz kritisiert, daß auf diese Weise nur zwischen 40 – 60% der Schulpflichtigen regelrechten Unterricht in den Großstädten al-Ḥasaka und al-Qâmišlî erhalten.
Daneben kommt es zu zwangsweisen Rekrutierungen, indem die Jugendlichen und jungen Männer, die sich, weigern, in den Militärlagern von al-Asâyiš  ausbilden zu lassen und sich später deren Kämpfern gegen die SAA anzuschließen, inhaftiert werden. Zu deren Gefangennahme organisieren die al-Asâyiš-Milizionäre Überfälle auf Wohnhäuser oder auf Fahrzeuge per Straßensperren.
Al-Asâyiš, bekannt unter dem arabischen Kürzel QSD für die sog. massiv von US-Seite unterstützten Syrian Democratic Forces maßen sich jenseits aller Legalität Polizeihoheitsrechte an und üben Zwang auf die Bevölkerung aus, die dagegen protestiert.  (https://www.sana.sy/en/?p=148695, https://www.sana.sy/?p=827800)

Von Terroristen ausgelegte Landmine, Photo: SANA

Terroranschläge vom 11.10.2018:
Infolge der ausgelösten Detonation einer von IS-Terroristen früher am Ort hinterlassenen Tretmine wurden 12 Kinder  im Dorf Saʽlû im Ost-Rîf von Dair az-Zaur unterschiedlich schwer verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=148623, https://www.sana.sy/?p=827289)

Der permanente Botschafter bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), Bassâm aṣ-Ṣabâġ, nahm am 10.10.2018 in den Haag während der 89. Sitzung des OPCW-Exekutivrats Stellung zur Situation in Syrien jenseits der wahrheitswidrig und entgegen den Berichten der Organisation verbreiteten Gerüchten durch gewisse Staaten.   Näheres demnächst! (https://www.sana.sy/en/?p=148561, https://www.sana.sy/?p=827100)

Wiederherstellungsarbeiten in Darâyâ, Photo: SANA

Eine kleine Dokumentation gibt Einblick in die Wiederherstellungsarbeiten der Bewohner von Dârayâ im Rîf Dimašq in Eigeninitiative und Kooperation mit dem Stadtrat nachdem sie den Schutt beiseite geräumt haben, den die Zerstörungswut der Terroristen hinterlassen hat.  (https://www.sana.sy/en/?p=148597, https://www.sana.sy/?p=827167 mit illustrativen Photos)

Auch der Wiederaufbau von Yarmûk, dem ursprünglich als Lager für die seit Jahrzehnten vertriebenen und geflüchteten Palästinenser konzipierten, inzwischen eingemeindeten südlichen Stadtteil von Damaskus wurde im Beisein palästinensischer Re­gierungsverantwortlicher am 10.10.2018  begonnen. Yarmûk wurde am 21.5.2018 durch die SAA mit Hilfe palästinensischer Kämpfer aus der Hand der IS-Terrormiliz befreit (s. Teil VI). (http://parstoday.com/de/news/world-i43976)

Ṣadqî al-Maqt, israelischer langzeitgefangener Bewohner und Aktivist der israelisch ebsetzten syrischen Golanhöhen11, al-Maqt, Photo: timesofisrael.com

Unter Anrufung auch der Higher Commission for Human Rights setzte sich das Außenamt in Damaskus in zwei identischen Schreiben an den UN-Generalsekretär wie den UN-Sicherheitsratsvorsitzenden am 10.10.2018  erneut für die Freilassung des syrischen Langzeitgefangenen Ṣudqî (a.: Ṣadqî) al-Maqt aus  Mağdal aš-Šams durch die israelischen Besatzungsbehöden auf dem Golan ein. Dieser sitze ohne wirklichen rechtlichen Grund dafür ein, daß er Dokumentationsmaterial für die vielfältige Unterstützung seitens des israelischen Militärs für die im Süden Syriens aktiven Terrorgruppen, insbesondere für Ğabhatu_n-Nuṣra beigebracht hatte. Allein schon die UNSC-Resolution Nr.497 verbiete den Besatzungsbehörden jegliche juristische Schritte gegen die nach wie vor als syrische Staatsbürger geltenden Bewohner der Golanhöhen.  Dazu wurde im Weiteren ausgeführt: „On October 9th, 2018, the so-called Israeli High Court of Justice issued a verdict which supports al-Jalil Court’s sentence of 11-years imprisonment against the dean of the Syrian and Arab detainees in the Israeli jails, Sudqi al-Maqt, from Majdal Shams town in the occupied Syrian Golan who was re-detained by the Israeli authorities on February 25th, 2015, after he had already spent 27 years in Israeli prisons without any moral or legal justification.” Sodann hieß es: „Syria calls on UN Secretary General, the UNSC, the Higher Commission for Human Rights and all international humanitarian organizations, including the international Committee of the Red Cross, to force the Israeli authorities to immediately release al-Maqt without any conditions since the unjust Israeli decision flagrantly contradicts with the rights of Syrians living under the Israeli occupation and the principle of justice which should be preserved in all places and at all times.” Weiteres s. https://www.sana.sy/?p=827098, www.sana.sy/en/148565, www.sana.sy/en/?p=148768 und zur israelischen Verwaltungshaft s. insbesondere die Angaben in Teil VI!
Vgl. auch die Vorbringung dieser Sache vor dem UN-Sicherheitsrat durch UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 26.4.2018 (https://sana.sy/en/?p=135576) und die Beiträge in Teil VI und vorhergehnden Teilen!

Mit einer zusätzlichen Hilfe von 186 Millionen € für die anstehenden Wintermonate hat die BRD gemäß Außenminister Heiko Maas vom Mi., 10.10.2018, die Zahlung an das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen für Not leidende Menschen in Syrien und den Nachbarländern auf 286 Millionen € im Jahr 2018 aufgestockt. Bereits 2017 hatte die BRD das WFP mit der Rekordsumme von insgesamt 830 Millionen € unterstützt. (http://parstoday.com/de/news/germany-i43977)

Sacharowa beim Presse-Briefing, Photo: TASS

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa machte am 10.10.2018 beim Pressebriefing  auf die allarmierende Situation östlich des Euphrats aufmerksam, wo die US-Militärs am Einrichten einer Quasi-Administration  bzw. eines Quasi-Kurden-Staates zusammen mit ihren Alliierten seien, welche der syrischen staatlichen Souveränität und Autorität zuwiderhandele:  „Regrettably, the situation in the eastern bank of the Euphrates is causing growing alarm. …. As a matter of fact the Americans rule the roost in this zone with reliance on their Kurdish allies. … The efforts they exert to form in Transeuphratia some special administration that does not agree with Syria’s current constitution yield results that are far from positive.“ Auch widerspreche diese willkürliche Vorgehensweise den Rechten der dort ansässigen nicht-kurdischen Bevölkerung und erzürne sie nachvollziehbarerweise: „Such attempts to build a quasi-state annoy the non-Kurdish population – Arabs, Assyrians and Turkomans. The locals are particularly angry over the arbitrariness of the US-sponsored local security service.“ Außerdem bestätigte die Sprecherin Meldungen türkischer Medien, wonach  „over 1,000 militants have left the demilitarized zone, and about 100 pieces of equipment have been withdrawn.” (d.h.: … über 1.000 Kämpfer die entmilitarisierte Zone verlassen und etwa 100 Ausrüstungsgegenstände abgezogen haben.). (http://tass.com/politics/1025383https://www.sana.sy/en/?p=148568, https://www.sana.sy/?p=827117) – Zu den besonderen rechtswidrigen Umständen dieser Aktion von türkischer Seite s.u.!

Am Mi., 10.10.2018 warnte Wladimir Sewtschenko, des Chefs des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm, nochmals davor, daß die im Raum Idlib aktiven  terroristischen Gruppen einschließlich des IS giftige Substanzen aufgrund der unverantwortlichen Handlungen westlicher Regierungen erhalten hätten. Letztere hätten diesen terroristischen Gruppen Unterstützung geleistet für die Inszenierung eines Giftgasvorfalls, dessen dann die syrische Armee bzw. Regierung beschuldigt werden sollte, wobei sie die komplizierte Situation in der demilitarisierten Zone in Idlib ignorierten. Sewtschenko reagierte mit seinem Statement auf einen Angriff einer  (rivalisierenden?) terroristischen Gruppe auf eine Stellung von Ğabhatu_n-Nuṣra und den White Helmets  (zu deren Einordnung s.u. und bes.  Teil V) in der Nähe von al-Laṭâmina (vgl.u.) im Nord-Rîf von Ḥamâ am Abend des 10.10.2018, wobei erstere giftiges Materials, das dort lagerte, mit sich nahm.  Nach bestätigten Informationen  habe es sich  bei dem gestohlenen Gut um zwei Zylinder mit Chloringas gehandelt. diese sein in das südliche Umland von Aleppo transportiert und der Terrorgruppe Tanẓîm Ḥarâs ad-Dîn, Affiliierten des IS, übergeben worden.  (https://www.sana.sy/en/?p=148616, https://www.sana.sy/?p=827266) – Zur seit Wochen bestehenden Gefahr der Inzenierung des o.e. Giftgasanschlags s.u.!

Netanjahu mit Militärs auf dem besetzten syrischen Golan, Photo: pars today

Nachdem der israelische Ministerpräsident Netanjahu am Mo., 8.10.2018, bei einer Fahrt auf die völkerrechtswidrig israelisch besetzt gehaltenen syrischen Golanhöhen (zur Rechtslage s.u.!) wieder einmal verkündet hatte, die Okkupation dieses Gebiets werde nicht aufgegeben werden, und trotz anderslautender internationaler Rechtslage und UNSC-Resolutionen dazusetzte: „Die internationale Staatengemeinschaft muss die israelische Souveränität in diesem Gebiet anerkennen“, entgegnete Rußlands Außenminister  Lawrow darauf  am 10.10.2018 gegenüber Journalisten: „Eine Änderung an der geographischen Lage der Region außer­halb des UN-Sicherheitsrats stellt einen Verstoß gegen die Resolutionen dieses Gre­mi­ums dar.“ (http://parstoday.com/de/news/world-i43974, s.a. http://tass.com/world/1025362)

Terroranschläge vom 10.10.2018:
Vom  SW-Rîf von Aleppo aus attackierten wieder Terroristen die aleppiner Wohngegenden von  Šâriʽ an-Nîl und aš-Šahbâ´ al-Ğudaida im NW der Provinzhauptstadt mit Raketen und richteten damit enorme Sachschäden an Häusern etc. an. (https://www.sana.sy/en/?p=148529, https://sana.sy/?p=826931) Die Terroristen stehen mit jenen im Raum Idlib in Verbindung wie aus mwerhfachen Meldungen des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm hervorgeht.

Türkisches Militär zerstört Olivenhaine im Gebiet von ‚Afrîn, Photo: SANA

Mit dem jüngsten Abkommen zu Idlib (s.u.) verpflichtete sich der türkische Staatspräsident Erdogan auf die Terroristen in der Demilitarisierungszone positionierten Terroristen Einfluß hinsichtlich deren Abzugs zu nehmen. Gemäß vielfältiger Meldungen der Regierung in Damaskus gegenüber den UN sind jene allgemein türkische Söldner (vgl.u. al-Muʽallim bei der 73. UNGA in New York u.v.a. Gelegenheiten), die auf Befehl des türkischen Geheimdienstes auf syrischem Territorium agierten. Der abzug sei im Gange, jedoch hätten die das Gebiet von ʽAfrîn seit der Operation Olivenzweig genannten völkerrechtswidrigen Invasion (s. Teil VI) türkische Militärs hierfür einen neuen illegalen Grenzübergang eröffnet und dorthin eine provisorische Straße angelegt, wofür in den letzten Wochen tausende erntereife Olivenbäume gefällt worden seien. Den jewiligen syrischen Bauern wurde damit ihre Lebensgrundlage sowie ihr Profit entzogen.  Die Ernte der Bauern u.a. hätten sie über den neuen insgeheimen Grenzübergang in die Türkei geschafft wie früher schon die Terroristen, die im Raum Aleppo Industrieanlagen praktisch abgebaut über die Grenze geschafft hätten, dazu anderes Ruab- und Plünderungsgut, Antiquitäten aus Raubgrabungen etc.pp., wie lokale Quellen auch bestätigten. Über die offiziellen Grenzübergänge Bâb alHawâ und Aṭmadagegen wäre die Aktion aufgefallen. Zuvor hatte der von der türkischen Besatzung rechtswidrig eingesetzte Rat im nahen  Ğundairîs  per Zirkular verboten, mit der Ernte zu beginnen. (https://www.sana.sy/?p=826993 vom 10.10.2018, https://www.sana.sy/en/?p=148542)
Rußlands Außenminister Sergei Lawrow bestätigte am 10.10.2018 Reportern gegenüber, daß der Prozeß der Demilitarisierung druch die türkische Seite im Gange sei, indem er bemerkte: „These agreements on setting up a demilitarized zone in the Idlib de-escalation zone are being com­plied withOur information confirms that his process is pro­gressive.“ (http://tass.com/politics/1025353)

Die Behördenmitarbeiter in Ḥomṣ  konnten am 9.10.2018 einen Drogenschmuggler festnehmen und bei ihm 30 kg Haschisch sowie 5.000 Tabletten Captagon (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II) konfiszieren. (https://www.sana.sy/?p=826455)

Dekret-Veröffentlichung, Abb.: SANA

Mit dem Präsidialdekret Nr.18 des Jahres 2018 wird allen, einerlei ob im Inland oder im Ausland befindlich, die ein „Fluchtdelikt“ gemäß  Artikel 100f Militär­strafgesetzbuch, verkündet durch Gesetzesdekret Nr. 61 von 1950 und seinen Änderungen, bzw. dem Dekret Nr.30 aus dem Jahr 2007 vor dem 9.10.2018 begangen haben, eine Generalamnestie gewährt, sofern die Angelegenheit nicht schon gerichtsmäßig ist. In jenem Fall gilt für im Inland Befindliche eine Frist von vier Monaten, um sich bei den Behörden zu melden, für im Ausland Befindliche eine Frist von sechs Monaten.  (https://www.sana.sy/en/?p=148449, https://www.sana.sy/?p=826281 enthält den gesamten Gesdetzestext) – Es dürfte sich dabei um Wehrdienstflüchtige (inklusive Desertion) handeln. Auch dieses „Rückkehrhindernis“ für syrische Flüchtlinge wäre damit beseitigt.
Dies sah auch Rußlands Außenminister Sergei Lawrow so, indem er später zum Sachverjalt äußerte: „Touching on the issue of pardoning deserters, probably, this is a step towards national reconciliation, towards creating conditions, which would suit those refugees who want to come back to Syria and internally displaced persons.“ Er ergänzte: „We actively encourage this determination of the Syrian leadership.“ (http://tass.com/politics/1025183)

Erstmals nach Wiederfußfassung der SAA auf dem rechten (d.i. westlichen) Euphrat-Ufer sind russische Soldaten und Militärausrüstung in al-Bû Kamâl (Provinz Dair az-Zaur)  nahe des Stützpunkts der US-unterstützten SDF-Truppen stationiert worden, wie syrische Medien am Montagabend (8.10.2018) meldeten. Gegen verbliebene IS-Reste führt die SAA in der Gegend Militäroperationen aus, während kurdische Verbände diese um die Stadt Hağîn bekämpfen. (Syrien: Russland hat Ausrüstungen in Abu Kamal stationiert)

Gelieferte S-300, Photo: TASS

Zur kostenlosen (!) Bereitstellung des S-300-Luftabwehrsystems (s.u.) durch die russischen Streitkräfte für die syrischen gab eine militärische diplomatische Quelle am Mo., 8.10.2018, noch bekannt: „On October 1, three battalion sets of S-300PM systems of eight launchers each were delivered to Syria.“ Demnach bestand die Lieferung aus drei drei Bataillonsätzen mit je acht Abschußrohren und mehr als 100 Boden-Luft-Marschflugkörpern für jeden Satz.  Die Quelle führte weiter aus: „These systems were previously deployed at one of the Russian aerospace forces’ regiments which now uses the S-400 Triumf systems. The S-300 systems underwent capital repairs at Russian defense enterprises, are in good condition and are capable of performing combat tasks. Die zuvor die russischen Armee auf Luft- und Raumfahrtkräften benutzten Systeme wurden umfassend überholt, befänden sich in gutem Zustand und seien voll einsatzbereit. (http://tass.com/defense/1025020)

Wie schon zuvor Franz Klinzewitsch (s.u.) machte am 8.10.2018 auch der Chef des Büros für militärpolitische Analysen, Alexander Michai­low, deutlich, daß die S-300 in der Lage sei, ein [völkerrechtswidriges] Eindringen von israelischen Militärmaschinen (Kampfjets wie Überwachungsflugzeugen) in den syrischen Luftraum zu verhindern. Schließlich hatten israelische Staatsvertreter wie z.B. der Verteidigungsminister verkündet, diese künftig nicht einstellen zu wollen. Darüber bemerkte Michai­low „The Israeli leadership’s position has been determined – Israel wants to go ahead with un­hampered flights over Syria’s border areas and press for its decisions regarding the presence of Iranian forces there, which under our agreements with Israel are now leaving these terri­tories.“ Zwischenfälle könnten durch gegenseitige Konsultationen jedoch vermieden werden, indem er weiter mitteilte: „We would like to believe that if Israel and the Israeli Defense Ministry hold consultations with the Russian group in Syria over all activities, no conflicts will ever emerge. I believe that the Israeli leadership will display common sense not to repeat such incidents and to stay out of the areas where our systems are turned on. .. We should conduct a mutually beneficial dialogue with Israel and address it with fresh reminders that combat operations are in progress away from the Russian borders, but near the Israeli ones, so it would make no sense to aggravate the already complicated situation… One would like to believe that the Is­raeli Defense Ministry will refrain from provoking the Syrian air defense into hitting Israeli air­craft.“ (http://tass.com/defense/1024991) – Letztere (Konsultationen) hatte die israelische Seite – trotz Vereinbarung –  mehrfach nicht eingehalten, wie es im Nachgang des Absturzes der IL-20 aus Moskau geheißen hatte (s.u.).

Hilfskonvoi (aid-convoy) für das Rîf von Dar’â, Photo: SANA5

In die vor wenigen Wochen befreiten Gebiete der Provinz Darʽâ ging am 8.10.2018 erneut ein Konvoi mit Lebensmitteln ab. (https://www.sana.sy/?p=826023)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.10.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=148423 und https://www.sana.sy/?p=825507 (Weitere Ausdehnung der Kontrolle auf der Westseite der Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ nach heftigen, für die IS-Terroristen verlustreichen Gefechten. SAAF- und Artillerie-Schläge richteten sich gegen feindliche Bewegungen mit Zerstörung von befestigten IS-Stellungen und -Verstecken in Felshöhlen.)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vor der UN-Generalversammlung, Photo: SANA

Anläßlich der UNGA-Sitzung vom 8.10.2018  zum Bericht des UN-Generalsekretärs über die Arbeit der Vereinten Nationen machte der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî erneut auf die völkerrechtswidrige Präsenz ausländischen, nicht ins Land gebetenen Militärs aufmerksam. Diese widerspreche zudem den Prinzipien und Konventionen der UN und müsse umgehend beendet werden.
Zu kritisieren sei, daß diese nicht im Bericht erwähnt sei Demnach führte der Diplomat aus: „Authors of the report did not mention the aggression and foreign presence on the territories of some UN member states without their approval and under unconcealed and fake pretexts like possession of weapons of mass destruction or protecting their civilians from non-existent fictitious danger or sprea­ding fake democracy.” (D.h.: Die Autoren des Berichts erwähnen die Aggression und ausländische Präsenz auf den Territorien einiger UN-Mitgliedsstaaten ohne deren Zustimmung und unter unverhohlenen und fingierten Vorwänden nicht, wie dem des Besitzes von Massenvernichtungswaffen oder dem des Schutzes ihrer Zivilisten vor einer nicht vorhandenen fiktiven Gefahr oder der Verbreitung nicht echter Demokratie.) „It would have been helpful if those who prepared the report had considered that foreign presence as illegitimate and a blatant breach of the international law and the UN’s Charter as well as an aggres­sion against states’ sovereignty and a threat to the international peace and security.” (D.h. Es wäre hilfreich gewesen, wenn diejenigen, die den Bericht vorbereiteten, in Betracht gezogen hätten, daß eine ausländische Präsenz illegitim ist und einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Charta sowie eine Aggression gegen die Souveränität von Staaten und eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit darstellt.) Dr. al-Ğaʽ­farî stellte klar, daß bezüglich Syriens die Truppen der USA, von Großbritannienund Frankreich gemeint seien.
Sodann unterstrich der UN-Diplomat, Syrien begrüße den Report des UN-Generalsekretärs zum Counterterrorismus hinsichtlich der Gewährleistung, das angestrebte Ziel zu erreichen, und der Ausweitung der Anstrengungen, um den Hauptursachen für die terroristische Rekrutierung und Verbreitung des Terrorismusphänomens entgegenzuwirken. Dabei monierte er jedoch: „We would have ho­ped that the report’s authors would have bothered themselves and referred to Syria, and not only to Iraq, when they had written about Daesh (ISIS) terrorist organization.” (D.h. Wir hätten gehofft, daß die Berichtsverfasser sich nicht zurückgehalten und sich auf Syrien und nicht nur auf den Irak bezogen hätten, als sie über die Terrororganisation Daesh (ISIS) geschrieben hatten).
Den Artikel 122 zum sog. internationalen, unparteiischen und unabhängigen Mechanismus, welcher nach einer nicht einvernehmlichen und rechtswidrigen Entscheidung eingeführt worden ist, weise Syrien allerdings strikt zurück.
Dr. al-Ğaʽfarî stellte darauf die rhetorische Frage: „Are there any one today who thinks after 101 states, which are members of the UN organization, have been exporting terrorism to Syria for eight years that the work of these states is independent, impartial and objective?” (Gibt es heute jemanden, der denkt, daß die Tätigkeit von 101 Staaten, welche Mitglieder der UNO sind und den Terrorismus für acht Jahre nach Syrien exportiert haben, unabhängig, unparteiisch und unbefangen [a.: sachgerecht] sei?)
Schließlich wiederholte der Botschafter die Verturteilung des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen durch Syrien. Dabei brachte er sein Erstaunen zum Ausdruck, daß der in Rede stehende Bericht das israelische Arsenal an A-, B- und C-Waffen übergangen habe, welches das einzige im gesammten Nahen Osten sei, und sich beharrlich weigere, dem Atomwaffensperrvertrag (Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons) beizutreten, und all seine Nuklearanlagen unter Aufsicht des des umfassenden Überwachungssystems der Internationalen Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency, IAEA) zu stellen, zurückweise.
Ebenfalls wunderte sich Dr. al-Ğaʽfarî, daß der Bericht des UN-Generalsekretärs die israelische Okkupation Palästinas und der syrischen Golanhöhen wie anderer arabischer Territorien unerwähnt lasse und ebenfalls unilaterale Zwangsmaßnahmen gegen verschiedene Staaten, darunter Syrien, durch die USA, die EU und andere.(https://www.sana.sy/?p=826156, https://www.sana.sy/?p=826144)

Treffen des Zentralkomitees der Baʽṯ-Partei am 7.10.2018, Photo: SANA

Beim Treffen des Zentralkomitees der säkularen Baʽṯ-Partei in Damaskus unter Vorsitz von Präsident Dr. al-Assad am 7.10.2018 gab dieser einen Überblick über die letzten Ereignisse auf militärischer und politscher Ebene und stellte nochmals verschiedene wichtige Punkte heraus.  Dabei betonte er, die Vorgänge in Syrien könnten nicht separat von dem betrachtet werden, was bzgl. des sog. Jahrhundertdeals (,Deal of the Century’, von US-Präsident Trumps vorgestelltes Konzept von der Lösung der israelisch-palästinensischen Auseinandersetzung) kürzlich in Umlauf gesetzt worden sei. Dieser sei „as old as the Pale­sti­nian cause, but has picked up momentum recently in order to benefit from the exit of many countries from the confrontation with the Israeli enemy.”
Zur Reaktion westlicher Mainstream-Medien auf die noch ausstehende Befreiung des Idlib-Areals von den es besetzt halzenden Terroristen kommentierte er. „What we have witnessed recently of Western hysteria ahead of Idleb battle stems from the fact that it is a fateful thing for them, because the Syrians’ victory in it will lead to the failure of their plans and to Syria’s return as yet a more serious prospect in the face of their project in the region than it was before whether through the Deal of the Century or any other, and it will be a new model for the countries of the region and the world, “
Die Position des Staates zum Idlib-Abkommen [s.u., 17.9.2018] sei klar (vgl.u.), sie bedeute, daß diese wie jede andere unter Terroristenkontrolle stehende Gegend zurück unter staatliche Kontrolle gebracht werden müsse. Das Abkommen biete eine vorübergehende Maßnahme, mittels derer der Staat den Terroristen weitere Gebiete entrissen habe (zu den Rekonziliierungsangeboten s.u.) und zuallererst das Blutvergießen habe eingedämmt werden können.
Syriens Feinde würden ihre Versuche verstärken, es militärisch, politisch, wirtschaftlich und sozial zur Ader zu lassen, solange es sich weiterhin [politisch wie militärisch] auf den Sieg zu bewege. Daß dies internationale Herausforderungen bedinge, die nicht weniger ernst seien als der Krieg, sei damit vorhersehbar.
Syrien sei auf dem Weg zur Wiederherstellung einiger Segmente „[some segments] which incubated chaos and terrorism so that these segments will not be a loophole through which Syria will be targeted in the future.”
Der Präsident unterstrich die Rolle der Baʽṯ-Partei bei der Bewältigung der Kriegsfolgen und der Durchführung eines rigorosen Studiums der Gesellschaft wie der stattgefundenen Veränderungen;  wichtig sei ebensfalls, daß diese [d.i. die Partei] mit eigenen Vorstellungen [Vorschlägen] und Charakterisierungen  zu Begrifflichkeiten aufwarte, die in der Gesellschaft vorherrschten, um die Diktion, Praxis und Konzeption so anzupassen, daß sie die unterschiedlichen Segmente der Gesellschaft erreicht.
Es bestehe die Notwendigkeit, sich auf die Arbeit des Zentralkomitees der Partei zu konzentrieren und dessen Rolle zu aktivieren. All die Vorschläge, die während dessen Sitzungen unterbreitet würden, müßten klare Umsetzungsvorgaben umfassen, wobei Verantwortlichkeiten innerhalb eines spezifischen Zeitrahmens zuzuweisen seien.
Zudem müßten Dialog- und Kummunikationsmechanismen erarbeitet werden, die das Fällen von Entscheidungen innerhalb der Parteispitze erleichterten.
Zu einem späteren Zeitpunkt beantwortete der Präsident Fragen von Teilnehmern zu Parteiangelegenheiten und den politischen und militärischen Entwicklungen. (https://www.sana.sy/?p=825610, https://www.sana.sy/en/?p=148378)

Hubschrauber der US-geführten Koalition („Terroristenrettungsmission“), Photo: SANA

Wieder haben Bewohner Samstag nacht beobachtet, wie Hubschrauber der US-geführten Koalition eine Reihe von (verletzten)  IS-Terroristen aus ihrer Enklave im SO-Rîf von Dair az-Zaur bei Landstadt aš-Šaʽfa – nahe der Grenze zum Irak, wo gerade eine Militäroperation gegen den IS läuft – evakuiert und an einen unbekannten Ort ausgeflogen haben. SANA erhielt über den Vorgang am 7.10.2018 übereinstimmende Meldungen von Zivilisten und lokalen Medien. Einige Tage zuvor waren bereits in gleicher Weise am Rande des Dorfes al-Marâšida im S-Rîf der Provinz einige IS-Anführer  bei der Landung an Bord genommen worden. Über derlei “Rettungsmissionen” für in ihren Enklaven durch Militäroperationen bedrohten Terrroristen wurde schon mehrfach berichtet wie auch über andere Unterstützungsaktionen für die IS-Terroristen in deren Kampf gegen die SAA. (https://www.sana.sy/en/?p=148347, https://www.sana.sy/?p=825422) –  Zu früheren Fällen s.u.,  Teil VI und frühere Teile sowie Irak!

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148360 und https://www.sana.sy/?p=825507 (Vereitelung eines Angriffsversuchs durch Affiliierte von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî  auf Militärposten zum Schutz des landwirtschaftlichen Gebiets im Umkreis des Dorfes Manṣûra und von Tal Wâsiṭ im fernen Nordteil der al-Ġâb-Ebene im N-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung etlicher der Terroristen, deren Reste zu ihren Ausgangspunkten zurückflohen.)

Franz Klinzewitsch, Photo: SANA

Nachdem in letzter Zeit auf die Lieferung des russischen S-300-Luftabwehrsystems an Syrien (s.u.) verschiedene israelische Führungspersönlichkeiten erklärt hatten, das werde das israelische Militär nicht von künftigen Angriffen abhalten, warnte Franz Klinzewitsch, Mitglied im Ausschuß für Verteidigung und Sicherheit des russischen Föderationsrats, davor, die Leistungsfähigkeiten des Luftab­wehrs­ystem S-300 testen zu wollen. In Entgegnung der Aussagen des  israelischen „Ministers für regionale Zusammenarbeit” antwortete er am 6.10.2018 gemäß Sputnik-Meldung, es sei besser, dies nicht zu versuchen.  Israel spiele mit dem Feuer und werde sich selbst [die Finger] verbrennen.  Zuvor hatte der Minister erklärt, das an Syrien gelieferte Exportsystem (S-300) werde nicht gegen die israelische Luftwaffe bestehen können, die das fünfte militärische Modell der F-35 besäßen. Klinzewitsch fuhr fort, der Glaube, daß Rußland sich in der aktuellen Situation  zurückziehe, sei nicht nur irre­führend, sondern ein großer, nicht erklärbarer Fehler. Israel müsse aus vielen historischen Gründen wissen, wie Rußland sei, seine Mentalität sei gut. Jedoch versicherte er zudem, das System S-300 sei der Lage ist, seine Arbeit zu 100 Prozent zu erfüllen. (https://www.sana.sy/?p=825138)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.10.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=148293 und https://www.sana.sy/?p=825185 (Zerstörung neuer IS-Stellungen, verborgen in den felsigen Höhlen und dem unzugänglichen vulkanischen Bergland um die  Tulûl aṣ-Ṣafâ tief im Ostteil der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ durch die Artillerie unter Beibringung bedeutender Verluste. Dazu Vereitelung eines IS-Angriffsversuchs auf einen Armeeposten in NW-Richtung durch andere Einheiten mit Eliminierung einer Anzahl Extremisten einschließlich der Sprengstoffgürtel tragenden IS-Scharfschützen mit anschließender Entschärfung der Sprengsätze durch die Kampfmittelräumer.)

Volksfest in at-Tîna zum 45. Jahrestag desOktoberbefreiungskriegs 2018, Photo: SANA

Syrien begeht am 6.10.2018 feierlich den 45. Jahrestag des Oktoberbefreiungskrieges (vom 6. – 25.10. 1973, in israelischer Diktion Yom Kippur-Krieg), bei dem es den syrischen Truppen gelang, einen Teil der von der israelischen Armee im Sechstagekrieg besetzten syrischen Golanhöhen zurückzuerobern.

In seiner seinem Gespräch mit dem Staats-TV zum Jahrestag referierte der Verteidigungsminister, General ʽAlî ʽAbdullâh Ayûb, am 6.10.2018 die jüngsten Erfolge der SAA, welche den Befreiungsgefechten der Kämpfer des Oktoberkriegs vor 45 Jahren alle Ehre gemacht hätten. Damit sei die gefährliche Pha­se des Kriegs in Syrien beendet, die Zerstückelungspläne für das Land [bzgl. Balkanisierung bzw. Yinon-Plan s.u. und bes. Teil II] gescheitert. Syrien halte jedoch mit Beharrlichkeit an seinen Grundprinzipien und dem Recht zur  Verteidigung seiner Souveränität und seines gesamten Territoriums fest. Wörtlich bemerkte der General: „Syrien wurde der Krieg auferlegt, und es war die Pflicht der Armee, das Land zu verteidigen, und noch immer leistet die heroische Armee den Aggressoren und Terroristen, die von den westlichen Saaten und Ihren Handlangern unterstützt werden, erbitterten Widerstand.“ (S. Syrischer Verteidigungsminister: Gefährliche Phase des Kriegs ist beendet)
Mit der Waffenstillstandsvereinbarung  vom 31.5.1974 wurde u.a. auch die frühere Provinzhauptstadt al-Qunaiṭra Anfang Juni an Syrien zurückerstattet, nachdem sie von israelischer Seite mutwillig total zerstört und geplündert worden war, wie der von den UN in Auftrag gegebene Untersuchungsbericht herausstellt (s. UN Secretary General: Report of the Special Committee to Investig­a­te Israeli Practices Affecting the Human Rights of the Population of the Occupied Territories; including Edward Gruner: Quneitra Report on Nature, Extent and Value of Dama­ge. A/31/218, 1.10.1976) Laut The Times vom 10.7.1974 (S.8) stand in hebräisch auf  einem Wandrest geschrieben: „You want Quneitra, you’ll have it destroyed“. – Die Funktion als Verwaltungszentrale der Provinz übernahm die neu erstellte Stadt al-Baʽṯ (d.h. Wiedergeburt).

Anläßlich der Feierlichkeiten zum 45. Jahrestag des Oktoberbefreiungskrieg 2018 schauen die Teilnehmer auf den noch israelisch besetzten Teil des syrische besiedelten Golans hinüber, Photo: SANA

SANA berichtet darüber am 5.10.2018 (Vorabend) in den Beiträgen: https://www.sana.sy/?p=824646 (Darstellung und Würdigung der Veteranen), https://www.sana.sy/en/?p=148247 (kurze Darstellung  in Englisch), https://www.sana.sy/?p=825121 (Aufnahmen aus dem SANA-Bild-Archiv) sowie am 6.10.2018 über die Gedenkveranstaltung im Parlament (der sog. Volksversammlung) in:  https://www.sana.sy/?p=825017, https://www.sana.sy/?p=824992 (Veteranenberichte), https://www.sana.sy/?p=824989  (Berichte von Veteranen- Angehörigen bzw. Anwohnern), https://www.sana.sy/?p=825066 (Veteranenberichte aus as-Suwaidâ´), https://www.sana.sy/?p=825204 (Ehrung von 500 Familien Gefallener) und schließlich über das Volksfest in ʽAin at-Tîna am Rande des besetzten Golan (https://www.sana.sy/?p=825159).
Im ganzen Land fanden zudem Festveranstaltungen mit Militärparaden und Vorführungen von Armeeverbänden und Sportgruppen sowie Ansprachen der Kommandeure statt, dazu Veteranentreffen, Kranzniederlegungen an Gefallenengrabstätten und -Denkmälern sowie Besuche bei (aktuell) verwundeten SAA-Soldaten. Die Reden durchzog als roter Faden, sich am soldatischen Vorbild der Veteranen zu orientieren, und dieses im Counterterrorismus, der sich dem Ende neige, bei der Eliminierung der Takfîr-Extremisten im ganzen Land zu zeigen. (https://www.sana.sy/en/?p=148312, https://www.sana.sy/?p=825255)
Bei youtube gibt es eine Film-Dokumentation zum Waffengang: https://www.youtube.com/watch?v=sotwBPlGGWI.
Die heutige Demarkationslinie auf den Golanhöhen geht darauf zurück. Zur rechtlichen Lage bzgl. der besetzt gehaltenen Golanhöhen und der Entwicklung dort seither s. die Beiträge ab Teil I.
Aufgrund der terroristischen Aktivitäten im Gebiet konnten die Feierlichkeiten in den letzten Jahren nicht durchgeführt werden. Die Bevölkerung feiert dieses Jahr daher ebenso die Befreiung des Gebiets von den Terroristen infolge der jüngsten Sieg der SAA (vgl, Teil VI). Die Bewohner des Golan kommunizierten während der Feierlichkeiten dies- und jenseits des von israelischer Seite errichteten und befestigten Grenzzauns via Lautsprechern.

Terroranschlag vom 6.10.2018:
Bei der Explosion einer von Terroristen früher am Ort hinterlassenen Tretminen im landwirtschaftlichen Umland des Dorfes Ḫafîn, östlich der Stadt Ṣûrân im Nord-Rîf von Ḥamâ gelegen, wurde eine Frau getötet, 18 weitere Personen verletzt, die sich bei der Olivenernte befanden. (https://www.sana.sy/?p=825167) – Gerade mit dem Auslegen von Minen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen versuchen die Terroristen seit Jahren die Bevölkerung von der Arbeti abzuhalten, ihnen damit die Leebnsgrundlage zu entziehen und zum Verlassen der Gegend zu veranlassen (vgl. dazu Teil VIund vorhergehende Teile!).

Terroranschlag auf Aleppo, Sachschaden, Photo: SANA

Terroranschlag vom 5.10.2018:
Wieder attackierten im aleppiner Stadtteil ar-Râšidîn sich versteckende Terroristen mit Raketenbeschuß die Bewohner von Neualeppo (Ḥalab al-Ğadîda). Bei den Einschlägen nahe der al-Îmân Moschee wurde ein Bürger verletzt und Sachschäden verursacht. (https://www.sana.sy/en/?p=148251, https://www.sana.sy/?p=825006)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148226 und https://www.sana.sy/?p=824685 (Im N-Rîf von Ḥamâ gelang nach sorgfältiger Beobachtung der Terroristenbewegungen die Vereitelung eines Angriffsversuchs  von Affiliierten der Terrorgruppe Katâ´ib al-ʽIzza (einer Untergruppe von Ğaiš al-ʽIzza, ihrerseits Affiliierten von Ğabhatu_n-Nuṣra!), die in einigen Dörfern und Städten des Gebiets Stellungen unterhalten. Diese versuchten Militärposten im Umkreis der Orte (und Terroristenhorte) Maʽrkaba und Laḥâyâ zu attackieren und somit Entsatz zu leisten. Die Angreifer flohen zurück zu ihren Ausgangspunkten. SAA-Einheiten durchkämmten danach das gesamte Gebiet. )

SAA-Artillerie im Ḥamâ-Rîf, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 4.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148145 und https://www.sana.sy/?p=824097 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von Affiliierten der Terrorgruppe Katâ´ib al-ʽIzza [ihrerseits Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra] von Mûrik, 35km im N-Rîf von Ḥamâ, aus auf Militärposten im Umkreis dieser Stadt; den Extremisten wurden heftige Verluste beigebracht, überlebende Reste ergriffen die Flucht.
Bei der Militäroperation zur Eliminierung der letzten IS-Reste, die sich in den Felshöhlen und Klüften der basaltischen Region der Tulûl aṣ-Ṣafâ im Ostteil der Geröllwüste (Bâdiyya) der Provinz as-Suwaidâ´ verschanzten, erlangten die Streitkräfte die volle Kontrolle über Arḍ Qâʽ al-Banât mit Etablierung neuer Stützpunkte und Vertreibung der IS-Terroristen aus ihren dortigen Verstecken. andere Einheiten befreiten weitere Areale westlich und südwestlich von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain im selben Gebiet, während die Artillerie mit dem Beschuß von IS-Stellungen fortfuhr; infolge der Verluste desertierten einige IS-Mitglieder)

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums in Moskau machte dessen Sprecherin, Maria Sacharowa, am 4.10.2018 erneut darauf aufmerksam (vgl.u., insbes. 20.9.2018), daß seitens der im Raum Idlib konzentrierten Terroristen, hauptsächlich von Ğabhatu_n-Nuṣra [sowie deren Affiliierten] fortlaufend Provokationen ausgingen, um die jüngste Vereinbarung zu Idlib (vom 17.9.2018, s.u.) zu Fall zu bringen und per Inszenierung eines C-Waffenangriffs, der – wie schon früher geplant (s.u.) und ausgeführt – der SAA untergeschoben würde, um damit einen Vorwand für westliche Militärschläge gegen Syrien zu liefern, das sich gerade vom zu Ende gehenden Terrorkrieg zu erholen scheint. Zur Situation im Raum Idlib teilte sie daher mit: „we are still receiving information on the imitation of chemical attacks that had been prepared by terrorists at a large scale in Idleb in order to blame the government of committing them.” Die gekidnappten Bürger (vgl.u.), vor allem Frauen und Kinder seien diesbezüglich als “Opfer” ausersehen. (https://www.sana.sy/en/?p=148167, https://www.sana.sy/?p=824141)

Empfang des kuwaitischen Zeitungsherausgebers Ṣabâḥ al-Muḥammad aṣ-Ṣabâḥ durch Präsident Dr. al-Assad, Quelle: aš-Šâhid

Erst kürzlich, am 29.9.2018 in New York war offiziell vom Treffen von Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit seinem baḥrainischen Amtskollegen berichtet worden (s.u.)
Am 3.10.2018 nun veröffentlichte die kuwaitische Zeitung aš-Šâhid ein bebildertes Exklusivinterview mit Ṣabâḥ al-Muḥam­mad aṣ-Ṣabâḥ, dem Herausgeber und Vorsitzenden der Gruppe Media House Kuwait mit dem Titel „al-Assad: Syrien kehrt zu seiner zentralen arabi­schen Funktion zurück“, worüber die libanesische Zeitung al-Aḫbâr selben Tags berichtete. Aṣ-Ṣabâḥ sprach darin von seinem Besuch in Damaskus mit Empfang durch Präsident Dr. al-Assad. Der Präsident habe sich über die ausgewogenere Berichterstattung der kuwaitischen Medien positiv geäußert.
Zudem habe er mitgeteilt, daß mit etlichen arabischen Staaten ein gutes Einvernehmen herrsche und diese die Lage Syriens verstünden. Es seien auch schon westliche und arabische Delegationen nach Syrien gekommen, um über die Rückkehr von Vertretern bzw. Institutionen ihrer Staaten nach Syrien zu sprechen und diese zu arran­gieren, sei es im diploma­tischen, wirtschaftlichen oder industriellen Bereich.  Dr. al-Assad habe erklärt, daß sehr bald der Terrorkrieg sich seinem Ende nähere und sich auch die politische Lage [positiv] geändert habe. Syrien werde bald wieder seine zentrale Rolle bei der Unterstützung panara­bischer Fragen einnehmen. – Über einen der erwähnten Besuche aus arabischen Staaten der Region hatte  al-Aḫbâr bereits am 15.9.2018 einen ausführlichen Artikel gebracht. Er folgt im Anschluß!

Begrüßung von aṣ-Ṣabâḥ durch Präsident Dr. al-Assad, Quelle: al-Aḫbâr

Einem Artikel der libanesischen Zeitung al-Aḫbâr vom 15.9.2018 nach besuchte im Juli 2018 ein Mitglied des Höchsten Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), aš-Šâmsî, Damaskus. Letzteres ist die höchste Sicherheitsbehörde der VAE, geleitet vom Staatsoberhaupt. Aš-Šâmsî habe mit einem hochrangigen syrischen Offizier, wahrscheinlich Generaloberst Dîb Zaitûn, neben Sicherheitsfragen auch We­ge, die [diplomatischen] Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder zu beleben. Diese waren von VAE-Seite gleich zu Beginn der Krise in Syrien im Jahr 2011eingefroren“ worden – auf Druck der saudischen Regierung hin, wie aš-Šâmsî mitteilte.  In Abû Ẓabî (Abu Dhabi) bestehe ein starkes Interesse der Wiederbelebung der beiderseitigen diplomatischen Beziehungen, jedoch auch eine große Scheu, die Regierung in ar-Riyâḍ  nicht zu verärgern. Daher schlug aš-Šâmsî eine indirekte Vorgehensweise vor. Demnach solle an der libanesischen Botschaft der VAE in Beirut eine Abteilung für Angelegenheiten der Botschaft in Damaskus eingerichtet werden unter Leitung von Ḥamad Saʽîd aš-Šâmsî. Wie die syrische Antwort auf dieses Angebot ausfiel und ob der VAE-Gesandte zu Besuch direkt am internationalen Flughafen von Damaskus gelandet war oder  über Bei­rut in die syrische Hauptstadt gekommen war [wie z.B. die deutschen Delegation 2018, s. Teil VI] sei nicht bekannt. Man wisse jedoch, daß Syrien und die VAE auch während der letzten Jahre die Beziehungen nie gänzlich aufgegeben und „ein gewisses Maß an Wär­me“ darin  aufrechterhalten und weiterhin über Sicherheitskanäle kommuni­ziert hätten. Auch hätten in den vergangenen Monaten die VAE durch mehrfache Entsendung eines „Wartungsteams“, das ihre Bot­schaft in Damaskus inspizieren sollte, signalisiert, daß dort  wieder „einige Aktivitäten“ aufgenommen werden könnten.
Die konsularische Abteilung der syrischen Botschaft in Abû Ẓabî  habe weiterhin Dienstlei­stungen für die syrische Gemeinschaft in den VAE bereitgestellt. Beide Regierungen betrachteten zudem die Muslimbruderschaft als Feind.
Über die letzten Monate – mit Wiedererlangen der Kontrolle über den größten Teil des syrischen Territoriums – habe sich die Situation jedoch verändert und Damaskus beschränke die Kommunikation mit anderen Län­dern nur noch auf Sicherheitskanäle. Von syrischer Seite aus, erfordere die Wiederaufnahme der diplo­matischen Beziehungen die Anerkennung der neuen militärischen und politischen Situation mit ihren Implikationen und Auswirkungen.
Mit dem Auftakt zur letzten großen counterterroristischen Schlacht im Raum Idlib sei über Damaskus eine Art Kontaktversuchsgewitter seitens westlicher und arabischer Staaten hereingebrochen, die vorzufühlen versuchten, ob für sie eine [lukrative] Möglichkeit der Teilnahme am bereits in Gang gekommenen Wiederaufbauprozeß bestünde, wofür die Neubelebung diplomatischer Beziehungen nötig wären.
Nach dem fundamentalen Durchbruch der syrisch-libanesischen Verhandlung, die in der Wiedereröffnung des Naṣîb-Grenzübergangs kulminierten, habe der russische Sender Sputnik am 4.10.2018 offizielle jordanische Quellen zitiert, nach denen auch die Verhandlungen zur Wiedereröffnung der syrisch-jordanischen Grenzübergange bald positive Nachrichten bringen dürften. Im Fall des Libanon habe es Ministerbesuche in Damaskus gegeben, die jedoch nicht den Erwartungen der syrischen Regierung entsprochen hätten, der es um eine freundschaftliche Beziehung von Regierung zu Regierung ging, derer die Libanesen sich nicht schämten. Die positiven und seitens Syriens gewürdigten Versuche von Staatspräsident Michel ʽAûn, solche zu pflegen und wieder normale Beziehungen zu Damaskus aufzunehmen, kontrastierten nämlich mit dem Einwand des designierten Premier­ministers Saʽd Ḥarîrî und dessen politischer Mannschaft  [zu den engen Beziehungen von Saʽd Ḥarîrî  zu Saudi-Arabien s. Teil VI]. – Die von al-Aḫbâr veröffentlichten Informationen komplettieren die – teils angedeuteten – Aussagen von Außenminister al-Muʽallim am Rand der 73. UNGA-Versammlung in New York (s.u.) sowie frühere Meldungen zu den angesprochenen Sachverhalten.

Außenministerium/Moskau, Photo: SANA

Außenamtssprecher Nikolai Portsew in Moskau machte am 3.10.2018 nach einem Treffen des Russian-Syrian Joint Coordination Committee for the return of refugees die Notwendigkeit deutlich, bald eine internationale Konferenz einzuberufen, welche die Rückführung der syrischen Flüchtlinge unterstützt.  Dazu gehören Regierungsprogramme zur Erleichterung der Rückkehr und der Unterstützung der Rückkehrer. Gespräche würden in der Sache auch mit dem UNHCR (UN Higher Commissioner for Refugees) während seines Moskaubesuchs beim Außen- und Verteidigungsministerium geführt. Laut Mitteilung von Generalmajor Jewgeni Iljin vom Russian National Defense Management Center seien bislang 1.458 Millionen Flüchtlinge wieder in ihre syrische Heimat zurückgekehrt. (https://www.sana.sy/en/?p=148141)

Bei der fortgeführten Tätigkeit der Kampfmittelräumdienste  zur Entfernung der von den Terroristen vor ihrer Niederlage im Nord-Rîf of Ḥamâ, dem Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ und dem Ost-Rîf von  Dair az-Zaur angebrachten Sprengsätzen, fanden die Soldaten und Behördenmitarbeiter  am 3.10.2018 wieder ansehnliche Waffen- und Munitionslager der Extremisten. Diese umfaßten Sturmgewehre, mittlere und schwere Maschinengewehre mit Aufsteller (tripod), Nachtsichtgeräte, Marschflugkörper westlicher Herstellung, leichte automatische FAL-Scharfschützengewehre, Mehrfachraketenwerfer, verschiedene Raketen und Artilleriegeschosse, große Mengen an Munition unterschiedlichster Typen, sowie Raketenabschußanlagen. (https://www.sana.sy/en/?p=148073, https://www.sana.sy/?p=823557)

Ausstellung: „Syria’s Recovered Treasures“ mit 500 gerettete Artefakten, Photo: SANA

Im Dâr al-Assad for Culture and Arts zu Damaskus am Abend des 3.10.2018 die unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident ʽImâd Ḫamîs stehende Ausstellung Syria’s Recovered Treasures (d.h. Syriens wiedererlangte Schätze) eröffnet, welche in vorbildlicher Präsentation 500 Artefakte aller mögliche Sparten vom 10. Jh. v.u.Z. bis in die islamische Äre zeigt, welche den Terroristen nach deren Plünderungen und Raubgrabungen dank des Eingreifens der Armee (SAA) entrissen werden konnten.
DGAM-Direktor Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd informierte die Presse darüber, daß die Ausstellung ein Gemeinschaftsprojekt des Direktorats zusammen mit Instituten und Organisationen darstelle, welche mit dem kulturellen und archäologischen Erbe zu tun haben. Die Stücke aus Metall, Stein und Keramik sowie Glas und anderen Materialien stammten aus den von der Armee befreiten Gebieten im Gebiet von Dair az-Zaur, Ost-al-Ġûṭa, Wâdî Baradâ und aḍ-Ḍumair im NO von Damaskus. Dazu traf er die feststellung: „In total, more than 9,000 pieces have been salvaged; some of which are in good con­dition while others need to be restored.”
Kultusminister Muḥammâd al-Aḥmad führte aus, daß die Ausstellung dem Besucher vermittelt, wie umfassend die Zerstörung druch die Terroristen während des Krieges in Syrien gewesen ist. Daran sei zu erkennen, daß sie es auf die tiefen geschichtlichen Wurzeln des Landes und ihrer alten Zivilisationen abgesehen hatten. Die Präsentation gebe jedoch auch einen kleinen Einblick in die erfolgreichen Bemühungen Syriens, dieses Erbe, seine Kultur und Geschichte zu schützen und große Teile des Zerstörten wiederherzustellen. Sie würden später im Nationalmuseum ihre Heimat finden. (https://www.sana.sy/en/?p=148141, https://www.sana.sy/?p=823996 je mit eindruckvollen Photos, https://www.sana.sy/?p=824026)

SAA-Artilleriestellung in der Bâdiyya von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.10.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=148125 und https://www.sana.sy/?p=823116 (Beim weiteren Vordringen in verschiedenen Richtungen in den felsigen Klippen an den Tulûl aṣ-Ṣafâ in den Tiefen der Bâdiyya (Geröllwüste) im östlichen Teil der Provinz as-Suwaidâ´ wurden den IS-Resten in erbitterten, für den Feind dennoch verlustreichen Gefechten  neue Gebiete abgerungen. Unter den getöteten IS-Kämpfern fanden sich wieder etliche Scharfschützen.  Konzentrierte erfolgreiche Angriffe richteten Artillerie und SAAF parallel dazu auf die ausgemachten IS-Verstecke und -Positionen in der felsigen Gegend von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain.)

Die Gruppe der vom IS am 25.7.2018 aus östlich der Provinzhauptstadt as-Suwaidâ gelegenen Drusen-Dörfern verschleppten Bewohnern, überwiegend Frauen und Kinder, hat sich auf 28 verringert. Ein vom IS veröffentlichtes Video, das der Familie zugeschickt wurde (https://www.youtube.com/watch?v=oFTaBVFuX08)  sollte die Tötung der Geisel Ṯarwat Fâḍil Abû ʽAmmâr (Tharawat al-Fadel Abu Amar), einer jungen Frau, beweisen. Diese wurde inzwischen bestätigt (https://www.zona-militar.com/foros/posts/2476460/ vom 2.10.2018). Nach dem Fehlschlagen von Verhandlungen zur Befreiung der Geiseln, in die seit der Entführung lokale Autoritäten und russische Kräfte mit eingebunden gewesen sind, versucht der IS auf diese Art den Rückzug der SAA von den Tulûl aṣ-Ṣafâ, ihrem letzten IS-Stützpunkt im Süden Syriens, zu erpressen. Der SAA ist es bislang nicht gelungen, die Geiseln ausfindig zu machen. Die Operation zieht sich dadurch hin (vgl.u.).

 

Eine Besserung ist nicht in Sicht (4.10.2018), die Anzeige wird daher (erst einmal) vom Titel  genommen  – zugunsten der besseren Überischt über dei aktuellen Artikel

Liebe Leser! Wie vom vorhergehenden Teil bekannt, ist nunmehr seit 119 Tagen das Posten neuer Nachrichten und vor allem das Einstellen von Abbildungen dazu äußerst schwierig und nur nach vielfachen Versuchen möglich (gemacht)!
Seit den letzten Meldungen (vom 14.8.2018) zur sicheren Rückkehrmöglichkeit aller Syrienflüchtlinge aus dem Ausland und der wahren Situation in Idlib ist nun auch Teil VI von Administratorenseite nicht mehr zugänglich (ein bislang leider nicht unbekanntes Vorkommnis!)

Nach den letzten Übersetzungen von Walîd al-Muʽallims Kommentaren und der Meldung bzgl. des Treffens in New York mit dem baḥrainischen Außenminister und der iranischen Reaktion auf das Attentat von Ahwâz ist der Kontakt zu SANA nach vereinzelten kürzeren Abbrüchen seit dem 1.10.2018 wieder gänzlich unmöglich (gemacht)

Da jedoch das Exklusiv-Interview, welches Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit dem Sender al-Mayâdîn in New York gab und das am heutigen Abend, 2.10.2018, um 19.00 Uhr von jenem in voller länge ausgestrahlt werden wird, in Zusammenfassung in Schriftform vorliegt, kann es dennoch den Lesern in Übersetzung vorab vorgestellt werden:

Außenminister al-Muʽallim im Interview mit al-Mayâdîn, Photo: al-Mayâdîn

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim teilte demnach gegenüber al-Mayâdîn mit, daß inzwischen Syrien nicht mehr im Mittelpunkt der internationalen Debatten auch in der UNO stehe. Außerdem sei das letzte Kapitel des Kriegs in Syrien, d.h. der Bekämpfung des Terrorismus aufgeschlagen. Dieses beinhalte die Befreiung [des noch unter Terrroristenkontrolle stehenden Gebiets der Provinz] von Idlib, des NO-Rîfs von Aleppo bis Manbiğ [einschließlich] und östlich des Euphrats.
Der Außenminister befürwortete den iranischen Raketenschlag gegen die Terroristen in der Gegend von  al-Bû Kamâl (s.u.); er sei Teil des Kampfes gegen den Terrorismus unter Betonung der Tatsache, daß die[se] Zusammenarbeit mit dem Iran eine legitime sei und im Einklang mit der Souveränität Syriens stehe.
Ziel der Vierer-Aggression auf al-Lâḏa­qiyya (s.u., Angriff der vier israelischen F-16 mit Absturz der IL-20 in der Folge] sei die Verlängerung der Krise in Syrien zum Vorteil Israels. [Regierung und Militär im] Nachbarstaat sollte so Zeit verschafft werden, die letzten militärischen Erfolge der syrischen Armee (SAA) und ihrer Verbündeten bei der Bekämpfung des Terrorismus zu verdauen. Erstere hätten inzwischen gut 90% des syrischen Territoriums befreit.
Schließlich brachte al-Muʽallim sein Vertrauen in die Fähigkeit Syriens zu Ausdruck, seinen Luftraum vor weiterer israelischer Aggression und der anderer zu schützen. Bezüglich der Installierung des russischen Luftabwehrsystems S-300 drückte er das Vertrauen seines Landes in die russische Zusicherung aus, daß demgemäß der Himmel Syriens geschützt und verteidigt werde.
(www.almayadeen.net/news/politics/906771/%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B9%D9%84%D9%85-%D9%84%D9%84%D9%85%D9%8A%D8%A7%D8%AF%D9%8A%D9%86–%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7-%D8%B3%D8%AA%D9%83%D8%AA%D8%A8-%D8%A7%D9%84%D9%81%D8%B5%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%AE%D9%8A%D8%B1-%D9%81%D9%8A-%D9%85%D8%AD%D8%A7%D8%B1%D8%A8%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B1%D9%87%D8%A7%D8%A8/)
SANA berichtete vom Interview noch, daß Außenminister al-Muʽallim mittelte, daß dem kürzlich zustandegekommenen Idlib-Abkommen eine syrisch-russische Koordination diesbezüglich vorausgegangen sei (wie sie auch Präsident Dr. al-Assad mehrfach vor russischen Treffen mit anderen Mächten zu Syrien erwähnt hatte s. Präsidenten-Interviews). Daß die türkische Seite die Bedingungen erfüllen könne, sei allein schon dadurch gegeben, daß sie deren Nachrichtendienst  den Namen  eines  jeden Terroristen in Idlib kenne, da alle dessen Orders unterworfen seien. Wörtlich äußerte der Außenamtschef dazu: We believe that Turkey is able to implement all its obligations because it knows the name of every terrorist in Idleb and all of them are subject to the orders of the Turkish intelligence.”)
Zur völkerrechtswidrigen US-Basis bei at-Tanaf fügte der Außenminister noch hinzu, daß abgesehen von der Tatsache, daß die US-Militärs im Umkreis zwar alles bis auf die Terroristen bekämpften, sie auch den in einer an der syrisch-irakischen Grenze gelegenen IS-Enklave [d.h. östlich des Euphrats, wo – wie bereits mehrfach berichtet – ebenfalls US-Truppen stationiert sind] stillschweigenden Schutz gewährten. (https://www.sana.sy/en/?p=148060, nachgetragen) – Die Aussagen zur Türkei und den Terroristen in Nord-Syrien wie zu den US-Aktionen stimmen mit den jahrelangen Berichten von SANA (vgl.u.) überein.

Dank Datenbereitstellung durch einen Freund können fehlende Meldungen seit dem 1.10.2018 nun nachgetragen werden.

re-build syria expo, Abb.: al-bashek.com

Die 4. Ausgabe der Re-build Syria expo startete ebenfalls am 2.10.2018 auf dem neuen Messegelände in Damaskus, wo zuvor schon die 60. Damascus International Fair (s.u.) mit großem Besucherzustrom stattgefunden hatte. Die Expo dauert bis zum 6. Oktober unter Teilnahme von 270 Firmen aus 29 Ländern, darunter der Libanon, Jordanien, der Irak, Rußland, der Iran, Pakistan, China, der Oman, Weißrußland, Rumänien, Serbien, Makedonien, Griechenland, die BRD, Dänemark, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Südafrika, Tansania, Brasilien, Venezuela, Kuba, Indien und Indonesien. https://www.sana.sy/?p=823408, https://www.sana.sy/en/?p=148064, nachgezragen)

Für 17.000 nach Dair az-Zaur zurückgekehrte Familien ging am 2.10.2018 ein neuer Hilsmittel-Konvoi ab. (https://www.sana.sy/?p=823261, https://www.sana.sy/en/?p=148028, nachgetragen)

Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, Genf, Photo: SANA

Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ als permanenter Repräsentant bei den UN und weiteren internationalen Organisationen in Genf bezeichnete bei der 69. Sitzung des UNHCR-Exekutivkomitees am 2.10.2018 Besatzung, Terrorismus, Wirtschaftssanktionen und Versuche, Staaten zu destabilisieren, zu schwächen und deren Regierungen zu stürzen, als Hauptursachen für viele humanitäre Krisen und erzwungene Fluchtbewegungen, deren Zeugen manche Staaten geworden sind. Demnach teile Syrien die Bedenken des UNHigh Commissioner for Refugees (UNHCR) hinsichtlich des anhaltenden Drucks und der Versuche einiger Seiten, die Bereitstellung von zugesagten Finanzmitteln zu vermeiden, indem sie sie an politische Bedingungen knüpfen. In Stellvertretung Syriens bekräftige er dabei die Notwendigkeit, daß sich humanitäre UN-Organisationen von jeglicher Politisierung distanzieren.
Die Beschäftigung mit erzwungener Flucht erfordere die Ergründung der Wurzeln dieses Phänomens, da sie die besten Voraussetzungen schafft, das Leiden zu beenden, und  den Menschen, in ihre Heimat zurückzukommen. Versuche, Staaten zu destabilisieren, zu schwächen und deren Regierungen zu stürzen, seien gebräuchliche Faktoren und Hauptgründe für viele humanitäre Krisen sowie erzwungene Fluchtbewegungen. Das treffe gerade auf Syrien zu, indem er ausführte:„In our region, foreign occupation, terrorism, and unilateral coercive procedures are still main fac­tors causing humanitarian crises in the region.” Genauso sei die israelische Besetzung noch der Hauptgrund für  die Vertreibung von Millionen Palästinensern.
Vom Ausland unterstützter Terrorismus, seine Ausnutzung durch gewisse Seiten, um den syrischen Staat zu bekriegen neben der Bevölkerung auferlegten Sanktionen sein die Hauptfaktoren für die Flucht von Syrern. Die Aufhebung letzterer würde bessere Umstände für die Rückkehr der Flüchtlinge schaffen und damit ein grundsätzliches Erfordernis. Schließlich seien die ganzen negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die Basisrechte der Syrer zu beachten, doch die würden leider immer noch ignoriert.
Positiv habe sich dagegen das Engagement der syrischen Arme (SAA) bei der Terrorismusbekämpfung ausgewirtkt: seitdem sei die Lage in vielen Gegenden deutlich sicherer und erlaube es den Geflüchteten in ihr Heim zurückzukehren, während die Regierung weiter daran arbeite, die befreiten Gebiete zu sanieren. Das alles mache die Situation geeignet für die freiwillige Rückkehr der geflohenen Syrer. Diese sei eine Priorität für den syrischen Staat. Tausende Flüchtlinge seien bereits wieder heimgekehrt. Die Regierung in Damaskus begrüße den Dialog mit den UN-Behörden und wünsche mit ihnen zusammenzuarbeiten, um den Flüchtlingen eine sichere Rückkehr zu erleichtern.Syrien bekräftigt die Notwendigkeit, die finanziellen Mittel für die Aktivitäten des UNHCR und anderer Behörden fern von Vorbedingungen bereitzustellen. Doch leider führen manche Seiten damit fort,  Behauptungen über das Fehlen geeigneter Bedingungen für eine sichere und freiwillige Rückkehr von Syrern zu verbreiten, indem sie die syrischen Flüchtlinge zu verschrecken suchen und damit deren Heimkehr behindern. (https://www.sana.sy/en/?p=148033, https://www.sana.sy/?p=823190)

S-300, Photo: RT

Rußlands Verteidigungsminister Schoigu informierte Präsident Putin am 2.10.2018 über den Abschluß der Lieferung der S-300-Luftabwehrsysteme an Syrien mit den Worten: “We have completed the delivery of the S-300 system.” Insgesamt umfaßte sie „49 pieces of military equipment, including radars, control vehicles and four launchers.“ Ein einheitliches Luftverteidigungssystem für Syrien werde bis zum 20. Oktober fertiggestellt sein. Für die Bedienung würden die syrischen Kräfte durch russische ausgebildet und trainiert werden. (https://www.rt.com/news/440152-russia-delivers-s300-syria/, nachgetragen: https://www.sana.sy/en/?p=148070; Bildmaterial von der Ankunft der Lieferung in  Ḥumaimîm veröffentlichte veröffentlichte das Moskauer Verteidigungsministerium via Rossiya 24 und Swesda TV. (http://tass.com/world/1024058 vom 3.10.2018)

Kampfmittelräumdienste fanden am  2.10.2018 im Gebiet der Farmen in der Umgebung von al-Waʽir, einem lange von Terroristen gehaltenen Stadtteil von Ḥomṣ, weitere von den Terroristen in Verstecken hinterlassene Munition und Granaten. (https://www.sana.sy/en/?p=148019, https://www.sana.sy/?p=823065)

Karikatur zum iranischen Luftschlag bei al-Bû Kamâl, Quelle: FARS

Brigade-General Amîr ʽAlî Ḥâğîzâdah als Kom­man­deur der Luftabwehreinheiten der iranischen Revolutionsgarden (Sepah) gab am 2.10.2018 bekannt, daß bei dem counterterroristischen Luftschlag gegen nahe al-Bû Kamâl neben der Zerstörung der Anlagen auch 40 ranghohe Mitglieder der IS-Terrormiliz getötet worden seien. „Die Aufnahmen zeigen, dass alle Raketen die Ziele getroffen haben„, führte er aus und ergänzte: „Obwohl die US-Stützpunkte in der Nähe waren, erreichten unsere Raketen zielgenau das IS-Quartier und für die Koalitionskräfte entstanden keine Schäden. Die Amerikaner selbst haben die Zielgenauigkeit des Angriff bestätigt.“ (S. 40 IS-Anführer beim jüngsten Angriff der iranischen Revolutionsgarden getötet)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 1.10.2018 informieren: http://www.sana.sy/en/?p=147963 und http://www.sana.sy/?p=822555 (Erstürmung des schroff-felsigen Teils der Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Bâdiyya (Geröllwüste) im östlichen Teil der Provinz as-Suwaidâ´, von dem aus der letzte IS-Stützpunkt auf diesen Anhöhen überblickbar ist. Bei den Gefechten an der NW-, W- und SW-Flanke fielen dutzende der Terroristen, inklusive Scharfschützen, ihre Waffen im Umkreis von Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain wurden zerstört. Gleichzeitig vernichteten Artillerie und SAAF deren Fortifikationen.) – Ergänzung vom 2.10.2018: Artillerieangriffe richteten sich auf die Anschleichrichtungen der IS-Terroristen auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ wie auf deren Verstecke in den Felsen, die ihnen auch als Waffenlager dienen. (https://www.sana.sy/en/?p=148016)

Teil der veröffentlichten Photos vom iranischen Luftschlag gegen Terroristen nahe al-Bû Kamâl, Quelle: FNA

Auch Russland unterstützt den Raketenangriff Irans auf das Hauptquartier der Terroristen in Syrien, wie der Nachrichtensender Rûsiyyâ al-Yaum (d.i. Russia Today, RT) unter Rückgriff auf eine dahingehende Aussage von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vom Mo., 1.10.2018,  meldete. Wörtlich äußerte er dazu: „Dieser Schritt steht im Einklang mit Maßnahmen  zur Bekämpfung des Terrorismus.“ und: „Der Krieg gegen den Terrorismus und die terroristischen Gruppen in Syrien dauert an.“ Bezüglich der Präsenz von Streitkräften der USA und anderer europäischer Staaten in Syrien  kommentierte er, diese verstoße gegen das Völkerrecht; Rußlands Standpunkt diesbezüglich sei vollkommen klar. S.a. http://tass.com/politics/1023776. – Anmerkung: Um rechtmäßig zu sein, bedürfte es des – vorhergehenden vorhergehenden – Ersuchens der Regierung des Landes, in dem fremdes Militär stationiert werden solle, bzw. einer UN-Ermächtigung dazu. Beides liegt hinsichtlich der genannten Streitkräfte nicht vor, jedoch in Bezug auf russisches und iranisches Militär (Berater!).
Wie mindestens seit Betrieb des gemeinsamen Informationszentrums in Bagdad nicht anders zu erwarten,  war auch der Irak zuvor von der iranischen Operration informiert worden, wie as-Sûmariyya News am 1.10.2018 bestätigt.
Nur das Pentagon – schon erwartungsgemäß – kritisiert durch seinen Sprecher Cmdr. Sean Robertson ausgerechnet einen Schlag gegen Terroristen durch den Iran, der mit der Landesregierung in Damaskus und sogar mit der des angrenzenden Iraks abgestimmt war als “reckless, unsafe and escalatory”; „unsafe“ bezieht sich dabei auf „military powers operating“ in dem Gebiet, d.h. US-Militär, das sich dort widerrechtlich aufhält. (https://financialtribune.com/articles/national/94201/pentagon-infuriated-by-irgc-s-missile-strike-on-terrorists-in-eastern-syria vom 3.10.2018) – Der iranische Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, ʽAlî Šamḫânî, antwortete daher auch an den Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, am 2.10.2018 während einer Veranstaltung in Teheran  gerichtetet:  Was machen die IS-Terroristen in 3 Meilen-Entfernung von Ihnen?. Weiter konterte er: „Sie müssen Antwort gegeben darauf, warum sie nicht gegen den IS ganz in Ihrer Nähe kämpfen.“ (loc. cit.)

Iranischer Luftschlag gegen Terroristen östlich des Euphrats bei al-Bû Kamâl, Photo: Pars Today

 

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Aktuell: Die unter Mitarbeit der berüchtigten White Helmets (zur Einordnung s.u. und bes.  Teil V) von Ğabhatu_n-Nuṣra-(affiliierten)Terroristen erstellte Verfilmung einer von ihnen inszenierten Giftgasattacke auf Bürger in der Provinz Idlib mit dem Zweck der Beschuldigung der SAA und der Schaffung eines Vorwands für einen darauf basierenden westlichen Militärschlag gegen Syrien ist bereits online. (S. Alleged Video Of Staged Chemical Attack In Idlib Is Circulating Online) – Damit wäre theoretisch jederzeit ein Militärschlag gegen Syrien wie schon im April 2017 (seitens der USA, Großbritanniens und Frankreichs) eventuell in weit größerem Maßstab möglich.

Zur aktuellen Situation in Idlib s.u., die Darlegungen des syrischen UN-Gesandten Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî vom 6.9.2018 und 7.9.2018 wie die Warnung von Maria Sacharowa (Moskau) vom 20.9.2018 !

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Auf das Attentat auf eine Militärparade in der südwest-iranischen Stadt Ahwâz vom 22.9.2018 erfolgte in den nächtlichen Morgenstunden des 1.10.2018 die militärische Antwort von einer Raketenbasis der Sepah Pas­daran im West-Iran.  Wie aus dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Iranischen Revolutionsgarden verlautete, wurden nach eingehenden Ermittlungen sechs ballistische Mittelstreckenraketen auf das Hauptquartier der Urheber des Terroranschlags 570km weit östlich des Euphrats auf syrischem Gebiet gefeuert. Dort befänden sich von den USA und re­gionalen Regimen unterstützte Terroristen (vgl. dazu auch Aussage von Außenminister Walîd al-Muʽallim im RT-Interview vom 30.9.2018!), Sieben Drohnen bombardierten überdies Stellungen und Ansammlungen jener „söldnerischen und verbrecherischen Übeltäter“. Dabei wurden eine Reihe der Anführer und Kämpfer  der terrori­stischen Elemente getötet bzw. verletzt, ihre Muni­tions- und Lagereinrichtungen zerstört. (S. Erklärung der Revolutionsgarden zum Raketenangriff auf Hauptquartier der Urheber des Ahwazer-Terroranschlags) – Aufgrund der counterterroristischen Partnerschaft mit dem Iran kann davon ausgegangen werden, daß diese Aktion mit der syrischen Seite abgesprochen war. Allein die Außenminister beider Länder befanden sich im Vorfeld bei den UN in New York und trafen sich zu Gesprächen (vgl.u.).

Begrüßung von Außenminister Walîd al-Muʽallim durch seinen baḥrainischen Amtskollege Ḫâlid bin Aḥmâd Âl-Ḫalîfa am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York am 29.9.2018, Quelle: al-Balad News

Zum ersten Mal seit 2011, also dem Beginn der Krise in Syrien, sind sich am Rande der 73. UN-Generalversammlung in New York am 29.9.2018 offiziell Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim und der baḥrainische Amtskollege Ḫâlid bin Aḥmâd Âl-Ḫalîfa begegnet, wobei ersterer von letzterem herzlich begrüßt wurde. Davon sendete der in Saudi-Arabien basierte Nachrichtenkanal al-ʽArabiyya einen Filmbeitrag während eines Exklusivinterviews mit Ḫâlid Âl-Ḫalîfa vom So., 30.9.2018.  Zum Treffen gab jener bekannt, es sei nicht im Voraus arrangiert worden und nicht das erste Treffen zwischen ihnen gewesen. Es diene der Lösung der Krise in Syrien. Er enthüllte auch, die letzten Jahre über habe er seinen syrischen Amtskollegen mehrfach privat getroffen. Die Begegnung stehe im Zusammenhang mit der Beendigung des Kriegs in Syrien. Auch  wolle sein Land unterstützend bei der Rückführung der syrischen Flüchtlinge tätig werden, niemand dürfe dagegen Einwände erheben. Es sei ferner wichtig, daß die Regierung in Damaskus die Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet wiederlange. Daß er diese Regierung für die legitime erachte, ging aus der Formulierung hervor, daß die Mitglieder des Gulf Coopera­tion Council (GCC), zu denen auch Baḥrain zählt, jeglichen Sachverhalt nur mit legitimen Regierungen verhandele. (http://ara.tv/wavkp mit Einblendung des Videos) – Dies deutet auf eine Kehrtwende der Golfstaaten in ihrer Haltung bzgl. Syriens hin.

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu'allim, Photo: twitter.com

Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Mu’allim, Photo: twitter.com

Interview von Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit Russia Today vom 30.9.2018:
Zur völkerrechtswidrig bei der Ortschaft  at-Tanaf errichteten US-Basis [mit 55km-Bannkreis darum, innerhalb dessen das Flüchtlingslager ar-Rukbân und damit abgeschottet von Hilfslieferungen liegt vgl.u.] resümierte der Außenamtschef die Beobachtungen der letzten Monate (s.u. bzw. Teil VI) dahingehend, daß diese Militärbasis IS-Reste anziehe, die dort reaktiviert und wieder in den Kampf gegen die SAA geschickt würden mit dem Ziel, die Krise in Syrien zu verlängern, wovon Israel profitiere (vgl. dazu Herzi HaLewis Bemerkung in Teil V unter dem 22.6.2016).
Hinsichtlich der Beziehungen zum Iran konstatierte der Minister, diese seien nicht verhandelbar und führte aus: „The presence of Iranian advisers in Syria is legitimate and came at the request of the Syrian state, contrary to the US presence, which is an aggression against Syria which must leave.” (d.h.: Die Präsenz der iranischen Berater in Syrien ist legitim und erfolgte auf Ersuchen des syrischen Staates im Gegensatz zur US-Präsenz, welche eine Aggression gegen Syrien darstellt; sie muß aufhören).
Die jüngste Vereinbarung zu Idlib kommentierend bemerkte al-Muʽallim, das sei ein positiver Schritt, um die Kontrolle wieder über das gesamte syrische Territorium auszudehnen. Das Abkommen stelle die Bedingungen für eine friedliche Lösung in Idlib durch Rekonziliierungsverhandlungen dar, deren Effektivität sich bereits in vielen syrischen Gebieten erwiesen habe. Dabei verwies er darauf, daß der legitime Staat das Recht zum Einsatz anderer Mittel zur Wiederherstellung der Souveränität über sein Territorium habe.
Hinsichtlich der in Nord-Syrienkonzentrierten Terroristen äußerte er: „When you go from one city to another and want to go back you use the same road to re­turn.” Da sie über die Türkei ins Land gekommen seien, würden sie auch den Rückweg über die Türkei antreten.
Bezüglich der östlichen Region [jenseits des Euphrats] machte er deutlich: „The danger now in the eastern region stems from the American factor that is illegally present, which is providing military support for the so-called Syrian Democratic Forces in that region as the US pre­sence hampers these forces’ dialogue with the Syrian state. Some of them attacked the Syrian soldiers there in an unjustified attack, and those who mounted the attack must pay the price.” (D.h.: Die derzeitge Gefahr in der Ost-Region rührt vom [US-]amerikanischen Faktor her, der illegal präsent ist, den sog. Syrian Democratic Forces  in jener Region militärische Unterstützung leistet, die US-Präsenz ebenso die Anbahnung eines Dialogs zwischen diesen Kräften und dem Syrischen Staat behindert. Etliche davon [arab.: al-Asâyiš, vgl.u., 8.9.2018] griffen dort die syrischen Soldaten in einer ungerechtfertigten Attacke an; die, welche den Angriff initiierten, müßten den Preis bezahlen.)
Dann unterstrich Minister al-Muʽallim: „Damascus is committed to the platforms of Astana and Sochi and to the efforts of the Russian Fede­ration and the Islamic Republic of Iran to find an appropriate solution that will serve the Syrian peo­ple in the political process.” (D.h.: Damaskus ist den Plattformen von Astana und Sotschi verpflichtet wie den Bemühungen der Russischen Förderation und der IR Iran beim Finden einer geeigneten Lösung, die der syrischen Bevölkerung im politischen Prozeß dienlich ist.)
Demgegenüber sei die Tätigkeit des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura leider „not neutral”. „If he were neutral, we would find ourselves before an active constitutional committee, and the reason for that is the existence of a mini-international group that has a negative impact on the Envoy’s work.” (D.h.: Wenn er neutral wäre, befänden wir uns vor einem aktiven Verfassungskomitee; der Grund dafür [d.i. die Parteilichkeit] ist die Existenz einer mini-internationalen Gruppe, die einen negativen Einfluß auf die Tätigkeit des UN-Sondergesandten hat.). Diese Minigruppe bestehe aus Regierungen, welche Teil der Verschwörung gegen Syrien gewesen seien und noch seien, nämlich die der USA, Großbritanniens und Frankreichs. Von denen stammten auch all die Waffen der Terroristen in vielen Gegenden Syriens:  „All the weapons held by terrorists in many Syrian areas are made in these countries.”
Darauf erneuerte Walîd al-Muʽallim den Aufruf an alle syrischen Flüchtlinge, in ihr Heimatland zurückzukehren und versicherte wie schon früher: „We welcome and call upon every displaced Syrian abroad to return to homeland. We will ensure a decent life, security and future for him to contribute to the reconstruction of his country.” Doch auch bei der Rückkehr derselben gebe es ein bedauerliches Problem: westliche Regierungen verhinderten diese immer noch durch das Schüren von Ängsten (vgl.u.), die jedoch grundlos seien. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen dank ausgedehnter befreiter Landstrecken mit ihren weiteren Auswirkungen sei die Lage in Syrien wie die gegenwärtige regionale und internationale Atmosphäre positiv. Wörtlich äußerte er dazu. „The atmosphere is positive on the Arab and international arenas due to the recent field developments in Syria.”
Der Außenminster stellte klar, Syrien habe niemanden angegriffen oder sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder eingemischt. Es suche vielmehr gute Beziehungen zu allen Staaten. Andererseits gelte aber: „Whoever assaults us and interferes with our internal affairs must reconsider its position.” (Wer auch immer uns angreift oder sich in unsere die inneren Angelegenheiten einmischt, muß seine Position überdenken).
Auch das Luftabwehrsystem S-300, das Rußland Syrien jetzt bereitstelle (vgl.u.), sei defensiv und ziele auf den Schutz des syrischen Luftraums vor jeglicher ausländischen Aggression ab. Es werde demnach die Sicherheit und Stabilität verstärken. Daher erging nochmals der Dank an Rußlands Präsident Putin, indem al-Muʽallim vermerkte: „Syria highly appreciates the decision of President Vladimir Putin to provide this system to Syria.” Die syrisch-russische Zusammenarbeit habe einen fundamentalen Wandel [hin zum Positiven] im militärischen, politischen und wirtschaftlichen Bereich in Syrien zustandegebracht. (http://www.sana.sy/en/?p=147943, http://sana.sy/?p=822348)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 29.9.2018 informieren:      https://www.sana.sy/en/?p=147866 und https://www.sana.sy/?p=821818 (Weiteres Vorrücken auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Bâdiyya im östlichen as-Suwaidâ´ zusammen mit unterstützenden Kräften und Erkämpfung der Kontrolle über Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain nach heftigen Gefechten. Viele der IS-Terroristen wurden dabei getötet inklusive Scharfschützen.
Die im  Dorf al-Maṣâṣina im N-Rîf von Ḥamâ positionierten Armee-Einheiten beobachteten verdächtige Terroristenbewegungen vom Extremisten-Standort im östlichen Laṭâmina, 35km nördlich der Provinzhauptstadt, aus auf das Gebiet zwischen Kurûm az-Zaitûn und al-Ğarûf aṣ-Ṣaḫriyya auf das Orontes-Ufer zu  und konnten damit deren Angriffsversuch vereiteln, wobei etliche der Extremisten eliminiert wurden, der Rest sich nach Laṭâmina flüchtete. Eine weitere Einheit im Dorf Buraidîğ nahme eine vom Westteil der Stadt al-Ğaisât anrückende Terroristengruppe unter Maschinengewehrfeuer, die im Begriff waren, auf den Landstraßen Minen und Sprengsätze auszulegen und fügten diesen herbe Verluste zu. Soldaten durchkämmten sicherheitshalber das Farmland wie das Umfeld der Stadt az-Zakât auf solche Sprengfallen, nachdem auch dort eine Terrorgruppe bei einer Reconnaissance-Aktion beobachtet worden war.)

Grenzübergang Naṣîb nach Jordanien, Photo: SANA

Das Verkehrsministerium gab am 29.9.2018 in einer offiziellen Erklärung bekannt, der – im Juli von der SAA aus Terroristenhand zurückgewonnene – Grenzübergang nach Jordanien in Naṣîb könne am 10.10.2018 wiedereröffnet werden. Nach den Rekonstruktionsarbeiten an den Einrichtungen wie der Straßenreparatur von der Provinzhauptstadt Darʽâ her seien in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ministerien und Behörden alle notwendigen Vorbereitungen getroffen worden. (https://www.sana.sy/?p=821727)

Terroranschläge vom 29.9.2018:
Terroristen feuerten nachts von den aleppiner Stadtteilen ar-Râšidîn und Ğamʽiyyat az-Zahrâ´ erneut Raketen und Mörsergranaten auf Wohngebäude in Šâriʽ an-Nîl, Šâriʽ al-Andalus in al-Ḫâlidiyya und an-Naḥâs in Aleppo, wobei Schäden an den Häusern und weiterem Eigentum entstanden. (http://sana.sy/en/?p=147914, http://www.sana.sy/?p=822222)

Bzgl. der Rede des  irakischen Außenministers Ibrâhîm al-Ğaʽfa­rî vor der 73. UN-Generalversammlung in New York vom 29.9.2018 s. Irak!

Rede von Außenminister Walîd al-Muʽallim vor der 73. UN-Generalversammlung 2018, Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim stellte in seiner Rede vor der 73. UN-Generalversammlung in New York am 29.9.2018 zunächst wesentliche Punkte heraus: So sei Syrien erpicht darauf, sei gesamtes Territorium vom Terrorismus zu befreien und sämtliche illegale ausländische Präsenz daraus zu delogieren. Die Situation habe sich deutlich gebessert und sei stabiler, wobei sich die Terrorismusbekämpfung ihrem Ende nähere „contrary to the bets and wishes of some“ (d.h. trotz gegenteiliger Wetten und Wünsche mancher). Syrien sei zudem bestrebt, den politischen Prozeß weiterzuführen parallel zum Counterterrorismus, dem Wiederaufbau und der Rückführung der Flüchtlinge unter Bewahrung  der entschieden verfochtenen nationalen Prinzipien der syrischen  Souveränität, Unabhängigkeit und territorial Integrität.
Dann ging er hart mit Regierungen ins Gericht, welche Syrien das hochheilige Recht gegen Terroristen vorzugehe, die eigene Bevölkerung auf eigenem Land innerhalb der eigenen Grenzen zu beschützen und streitig machten und eine völkerrechtswidrige Koalition, angeführt von den USA schmiedeten mit der Vorgabe, den Terrorismus zu bekämpfen. „But this Co­alition has fought everything but terrorism…Instead; it has proved that its goals are almost the same as those of terrorist groups, mainly fostering chaos, death and destruction.“ (d.h. Doch diese Koalition bekämpfte alles bloß nicht den Terrorismus … Stattdessen bewies sie, daß ihre Ziele dieselben wie die der terroristischen Gruppen waren, hauptsächlich, Chaos, Tod und Zerstörung anzurichten.)
Die Koalition hat ganz ar-Raqqa dem Boden gleichgemacht, Infrastruktur und grundlegende Dienstleistungseinrichtungen zerstört, Greueltaten gegenüber den Bürgern begangen, alles Kriegsverbrechen gemäß dem Völkerrecht. Auf der anderen Seite leistete die Koalition direkte militärische Unterstützung für die Terroristen in ihrem Kampf gegen die syrische Armee [SAA].
Die Situation in Syrien sei nicht abtrennbar von der internationalen Arena, in der zwei Fronten miteinander auf Kriegsfuß stünden: die eine suche Frieden, Stabilität und Prosperität in der Welt zu verbreiten wie die Kultur des Dialogs, des gegenseitigen Verstehens und des Respekts gegenüber dem Völkerrecht, während die andere darauf ausgelegt sei, Chaos in internationalen Beziehungen zu  stiften, die kolonialistische und hegemoniale Geisteshaltung beizubehalten, um kurzsichtig die eigenen Interessen durchzusetzen, sogar wenn dies erfordere, zu schmutzigen Taktiken zurückzugreifen wie der Terrorismusförderung und [illegalen] ökonomischen Zwangsmaßnahmen, um Völker und Regierungen zu unterjochen, die ausländische Diktate ablehnen und an ihrer eigenen unabhängigen Entscheidung festhalten.
Dennoch habe sich die Lage in Syrien gebessert: „Now that the situation on the ground is safer and more stable thanks to the achievements against terrorism, and given the government’s unrelenting efforts to rehabilitate areas destroyed by terrorism and bring back normalcy, the situation is now suitable for the voluntary return of the Syrian refugees to their homeland which they fled due to terrorism and the unilateral coercive economic measures which targeted them in their livelihoods.” (d.h.: Jetzt, da die Situation sicherer und stabiler ist dank der Siege gegen den Terrorismus und der und der unablässigen Regierungsbemühungen, die durch den Terrorismus zerstörten Gebiete zu sanieren und Normalität zurückzubringen, ist die Lage geeignet für die freiwillige Rückkehr der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat, die wegen des Terrorismus und der unilateralen ökonomischen Zwangsmaßnahmen, die sich negativ auf den Erwerb ihres Lebensunterhalts auswirkten, geflohen waren.) Schließlich sei die Rückkehr „[of] every displaced Syrian is a priority for the Syrian government, and doors are wide open for all Syrians abroad to return voluntarily and safely. This applies to Syrians inside and outside Syria.” (d.h.: …eines jeden  ins Ausland vertriebenen Syrers eine Priorität für die Landesregierung, und die Türen stünden weit offen für alle Syrer fern der Heimat, um freiwillig und sicher zurückzukehren. Das gelte für Syrer im In- wie Ausland.)
Westliche Regierungen tadelte Minister al-Muʽallim für deren Versuche, die Rückkehr der syrischen Flüchtlingezu blockieren, indem sie jene mit lahmen Vorwänden entmutigten, die humanitäre Angelegenheit politisierten und sie als Karte zum vorantreiben der politischen Agenden zu benutzten, die als Fortführung der Rolle anzusehen seien, die sie [d.h. westliche Regierungen] seit Beginn der Krise in Syrien spielten.
Syrien begrüße die Initiativen von Regierungen, die nicht in die Aggression gegen das Land [d.i. Syrien] involviert gewesen sind und eine feste und klare Haltung gegenüber dem Terrorismus während der Wiederaufbauphase beibehalten haben. Den freundlich gesinnten Regierungen, die zu Syrien gestanden sind, werde daher der Vorzug bei den Wiederaufbauprogrammen gegeben. Den Regierungen aber, welche behaupten, am Wiederaufbauprozeß unter Vorbedingungen und Restriktionen teilzunehmen,  sei egsagt, sie seien „not welcomed and not invited in the first place” (d.h.: … vorderhand nicht willkommen und nicht eingeladen).
Auf die Ergebnisse des innersyrischen Kongresses [d.i. Syrian National Dialogue Congress vom Januar, s. Teil VI] von Sotschi habe Syrien positiv reagiert und mit einer ganzheitlichen Vision aufgewartet, wie das Komitee gestaltet werden und ablaufen müsse, worauf ein Liste von vom Staat unterstützten Teilnehmern vorgelegt worden sei. Der Aktionsrahmen und die Befugnisse des Komitees beschränkten sich auf die Diskussion der gegenwärtigen Verfassung, welche gänzlich Syrien eigen und von Syrien zugelassen sei. Der Sondergesandte für Syrien agiere als Vermittler bei der Arbeit des Komitees. Jegliche Vorbedingungen, Schlüsse oder Empfehlungen in Bezug auf die Arbeit des Komitees wies er zurück und erklärte: „The Syrians have the final say in any matter related to the Constitution or any other sovereign affair.“ (Die Syrer haben das letzte Sagen in jeglicher die Verfassung oder anderen die Souveränität betreffenden Angelegenheit).
Auf die nationale Rekonziliation zu sprechen kommend, bemerkte der Außenminister, diese kämen aktiv voran und hülfen dabei, das Blutvergießen einzudämmen, vielen Gegenden Zerstörungen zu ersparen, Sciherheit und Stabilität wiedereinkehren zu lassen, welche die Bewohner in den Stand versetzten, wieder dorthin zurückzukehren.
Syriens Kampf gegen den Terrorismus geschehe nicht nur militärisch sondern auch auf kultureller Ebene, indem es sich um einen Kampf zwischen einer Kultur [im Sinn von „kultivieren“] der Zerstörung, des Extremismus und des Tötens und einer Kultur des Aufbauens, der Toleranz und des Lebens handele. Diesbezüglich rief er zur [wirklichen] Durchführung der counterterroristischen UNAkte [Plural!] auf mit speziellem Augenmerk auf die UNSC-Resolution Nr.2254 [vom 18.12.2015, s. Teil IV].
Al-Muʽallim unterstrich erneut Syriens feste Position gegen den Einsatz von C-Waffen, welche als verwerflichangesehen würden. Daher habe Syrien seien Chemiewaffen vernichtet und damit die Verpflichtungen erfüllt, wie durch die Berichte der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) bestätigt wurde [s. Teil I und II].
Dann machte er darauf aufmerksam: „Every time Syria declared willingness to receive professional and objective teams to conduct inve­stigations into chemical weapons allegations, these countries would place hindrances because they already knew that the findings will not be compatible with their vicious goals and intentions” (d.h.: Jedes Mal, wenn Syrien seine Bereitschaft erklärte, professionelle und objektive Teams zur Durchführung von Untersuchungen bezüglich der Behauptungen über C-Waffen[-Einsätze] erklärte, setzten genau diese Länder [d.h. die Urheber der Behauptungen]  dem Hindernisse entgegen, da sie schon wußten, daß das Vorgefundene nicht mit deren bösartigen Zielen und Absichten übereinstimmen werde.) In dem Zusammenhang verwies er auf die vorfabrizierten Szenarien [vgl.u.] und Anklagepunkte, heraufbeschworen, um eine dreiseitige Aggression gegen Syrien im vergangenen April [s. Teil VI] durchzuführen.
Syrien habe wiederholt davor gewarnt, daß terroristische Organisationen im Besitz von C-Waffen seien, und habe Vorfälle angeführt, bei denen sie eingesetzt worden seien, um die syrische Regierung dessen zu beschuldigen; doch das sei auf taube Ohren gestoßen.
Al-Muʽallim fuhr fort, jede ausländische Präsenz auf syrischem Boden ohne Zustimmung der syrischen Regierung gelte als illegal und als Verletzung des Völkerrechts und der UN-Charta; sie verhindere die Aufgabe der  Eliminierung des Terrorismus und bedrohe den Frieden und die Sicherheit der Region. Syrien erachte demnach die Truppen der USA, Frankreichs und der Türkei als Besatzungsmächte und werde sie entsprechend behandeln.
Dann forderte al-Muʽallim die Internationale Gemeinschaft auf, tätig zu werden, um die israelischen Praktiken auf den syrischen Golanhöhen zu beenden und Israel zu zwingen, die relevanten UNSC-Resolutionen zu beachten. Auch sollten sie die Etablierung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt voranbringen wie die Heimkehr der palästinensischen Flüchtlinge gemäß den internationalen Legitimitätsresolutionen.
Zum Schluß der Rede erklärte der Außenminister die strenge Verurteilung seines Landes gegenüber der Entscheidung der US-Administration, den Nuklearvertrag mit dem Iran [sog. JPCOA] einseitig aufgekündigt zu haben, was wieder einmal beweise, wie mangelhaft deren  Pflichtbewußtsein bezüglich der Einhaltung von internationalen Verträgen und Abmachungen sei. Gleichzeitig erklärte nochmals die Solidarität mit dem Iran in der Sache. (https://www.sana.sy/en/?p=147879, https://www.sana.sy/?p=821923)

al-Muzairîb-See um 3/4 geschrumpft, Photo: SANA

Beinahe-Umweltkatastrophe infolge der terroristischen Verwüstung: der al-Muzairîb-See im Umland (Rîf) von Darʽâ führt extrem wenig Wasser und hat damit nur ein Viertel seiner Größe (normale Fläche von 10.500km2), da seine Quellen u.a. durch Wildbohrungen ausgebeutet wurden. (https://www.sana.sy/?p=821841). Dies gab wiederum den Bürgern die Möglichkeit, in Freiwilligenverbänden die – nun weitgehend trockenliegenden – Ufer desselben von Verunreinigungen und Müll zu säubern. (https://www.sana.sy/?p=821134)

Rede von Rußlands Außenminister Sergei Lawrow vor der 73. UN-Generalversammlung in New York 2018, Photo: SANA

Rußlands Außenminister Sergei Lawrow wies während seiner Rede vor der 73. UN-Generalversammlung in New York vom 28.9.2018 bezüglich Syriens erneut daraufhin, daß westliche Regierungen unter falschen Vorwänden Kriege gegen den Irak, Libyen und Syrien inszeniert hätten, wobei er die Dreier-Aggression seitens der USA, Großbritanniens und Frankreichs im April gegen Syrien (s. Teil VI) unter der bloßen Behauptung des Einsatzes von C-Waffen [durch die Landesarmee] besonders hervorhob.
Die Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat bedürfe der Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft, ohne daß doppelte Standards (Doppelmoral) zur Anwendung kämen.
Angestrengte Versuche, Regierungen in militärische Allianzen zu zerren, widerspreche dem Willen der jeweiligen Völker, konstatierte er. Ebenso handelten die USA mit ihrer illegalen Präsenz in Syrien wider die relevanten UNSC-Resolutionen, insbesondere die Nr.2254. – Ar-Raqqa habe die US-geführte Koalition dermaßen zerstört, daß eine Rückkehr der geflüchteten Bevölkerung unmöglich sei. – Untragbar sei auch der Schutz von Terroristen im Gebiet von at-Tanaf [wo die USA völkerrechtswidrig eine Militärbasis mit 55km Bannradius errichtet haben].
Zur in Sotschi erlangten Vereinbarung zu Idlib stellte er wiederum heraus, daß sie auf die Entfernung der Terroristen aus der Demilitarisierungszone abziele.
Schließlich warnte der Minister davor, daß Terroristen und deren Sponsoren eine neue Provokation [für einen westlichen Militärschlag] in Syrien vorbereitet hätten. Terroristenkonzentrationen in Syrien zu tolerieren, sei inakzeptabel, denn alle Terrororganisationen müßten landesweit eliminiert werden. (https://www.sana.sy/en/?p=147827, https://www.sana.sy/?p=821535) – Belege zu angesprochenen Sachverhalten sind früheren Beiträgen zu entnehmen (s.u. bzw. vorhergehende Teile!).
Während der nachfolgenden Pressekonferenz gab Minister Lawrow am 28.9.2018 bekannt, die Auslieferung des S-300 Luftabwehrsystems an Syrien erfolge bereits. Wörtlich bemerkte er dazu: „The delivery has been started already. And as President [Vladimir] Putin said, after that incident […] the measures which we will take will be devoted to ensure 100 percent safety and security of our men in Syria.“ Zur seit Jahren verzögerten Überstellung (diskutiert bereits seit 2013, s.u.!) bestätigte er, diese sei bislang mit Rücksicht auf Israel erfolgt. Der israelische Luftangriff, der zum Absturz der IL-20 (s.u.) führte, habe die Situation jedoch geändert.  Die Lieferung gehöre zu den in der Folge (s.u.) angekündigten „adequate retaliatory measures”. (http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13970707000332)

Yûsuf bin ʽAlawî als Außenminister des Oman, betonte in seiner Rede, bei der Lösung von Krisen, die mit mit friedlichen Mitteln zu erfolgen hätten, müßten die Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts unbedingt eingehalten werden, Sicherheit und Stabilität in der Welt zu erreichen.
Zur Lösung der Krise in Syrien sei die Zusammenarbeit der Internationalen Gemeinschaft notwendig, auf bauend auf den bereits in Astana und Genf erzielten Ergebnissen und denen des  Syrian National Dialogue Congress in Sotschi.
Die palästinensische Frage sei die zentrale Frage im Nahen Osten, die erfordere, daß die Internationale Gemeinschaft das Recht des palästinensischen Volkes zur Errichtung eines eigenen Staates unterstütze, wobei er die Bereitschaft brachte sein Landes zum Ausdruck brachte, alles zu tun, um den Frieden in der Region zu unterstützen.
In Bezug auf die Situation im Nachbarstaat Jemen votierte er dafür, die Bereitstellung von Hilfe für die unter dem Krieg leidende Bevölkerung zu erleichtern, unter Hinweis darauf, daß sein Land weiterhin die Grenzen für Flüchtlinge über Land oder Meer offenhalte. (https://www.sana.sy/?p=821971)

Während der 73. UN-Vollversammlung trifft die syrische (geleitet von Außenminister al-Muʽallim) auf die russische Delegation (geleitet von Außenminister Lawrow), Photo: SANA

Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim traf am 28.9.2018 am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York mit den Repräsentanten etlicher durch die Krisenzeit hindurch Syrien freundlich gesinnter Regierungen zusammen.
So traf  Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow zusammen. Nach Diskussion der bilateralen Beziehungen, Vereinbarungen und beiderseitigem Wunsch nach Weiterführung der Konsultationen und Koordination war al-Muʽallim die tatsächliche Umsetzung der Idlib-Vereinbarung wichtig [was aufgrund der bisherigen negativen Erfahrungen (vgl. Teil VI und davor) eine Mißtrauensbezeugung  gegenüber der türkischen Seite implizierte].
Bezüglich des Komitees zur Verfassungsdiskussion waren sich beide Seiten einig, daß dies eine syrische Angelegenheit sei und unter syrischer Leitung stehen müsse [ein Faktum, das bereits im Januar in Sotschi festgestellt worden war, s. Teil VI].
In der nachfolgenden Pressekundgebung äußerte Minister al-Muʽallim die Hoffnung, daß vom russischen Verteidigungsminister für innerhalb von zwei Wochen zugesagte Luftabwehrsystem S-300 werde den syrischen Luftraum sichern (cover). Präsident Putin dankte er für dessen Engagement zur Erlangung der Vereinbarung zu Idlib und erklärte, daß die eingerichteten humanen Sicherheitskorridore funktionsfähig seien, jedoch würden die Terroristen [wie schon im Falle Aleppos, Ost-al-Ġûṭa u.a. Städte bzw. Areale] die Bürger daran hindern, sie zu benutzen und damit das von jenen kontrollierte Territorium zu verlassen. Al-Muʽallim unterstrich nochmals, daß die Terroristen Idlib zu verlassen hätten und daß dies nicht in den Händen von Ausländern liegen dürfe.
Beim Treffen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi teilte Vizepremier al-Muʽallim diesem die neuesten entwicklungen auf politischem und militärischem Feld mit sowie die Details um das jüngste Idlib-Abkommen. Obwohl weite Landesteile inzwischen sicher seien, dauere der Kampf gegen den Terrorismus noch an und erfordere die vereinten Kräfte zu seiner Eliminierung. Syrien verfolge weiterhin den politischen Weg zur Lösung der Krise, der von Syrern entworfen und ohne ausländische Einmischung [an]geführt werden müsse. Syrien wolle die ins Ausland geflüchteten Bürger zurückholen, doch dazu bedürfe es der gemeinsamen Anstrengung der Internationalen Gemeinschaft [zu hierbei problembereitenden Regierung s.u.]. An der weiteren Entwicklung der Beziehung zu China auf jeglicher Ebene sei Syrien sehr interessiert. Wang Yi zeigte sich erfreut über die neugewonnene Stabilität des Nahoststaates und verwies auf die geleistete Unterstützung seiner Regierung für Syrien im UN-Sicherheitsrat und betonte auch seinerseits die Notwendigkeit einer politischen Lösung der Syrienkrise unter Anerkennung der  Unabhängigkeit, Souveränität und Einheit des Landes. Die Selbstverteidigung des Landes samt seiner Ehre durch die Staatsführung wie die Bürger in Syrien bezeichnete er als vorbildlich. Die Terrorismusbekämpfung würden beide Länder koordiniert fortführen und am Wiederaufbauprozeß werde China gerne teilnehmen. Schließlich dankte Pekings Repräsentant für die syrische Unterstützung des chinesischen Projekts der Belt and Road Initiative [d.h. Wiederbelebung der Seidenstraße].
Indiens Außenministerin Sushma Swaraj [Sûšmâ Suwârâğ] brachte ihr Amtskollege al-Muʽallim bzgl. der letzten Entwicklungen in Syrien und besonders hinsichtlich der Idlib-Vereinbarung auf den neuesten Stand; betonte die Verfolgung der politischen Krisenlösung, basierend auf dem Respekt gegenüber  der Unabhängigkeit, Souveränität und Einheit seines Landes. Der Regierung sei die sichere Rückführung der vor dem Terrorismus geflüchteten Landeskinder sehr wichtig, wobei er unterstrich, daß schon tausende aus Nachbarländern zurückgekommen seien. Ministerin Suwârâğ gratulierte zu den Erfolgen bei der Terrorismusbekämpfung und versicherte die Unterstützung ihres Landes bei der Krisenbewältigung in Syrien. Gerne würde sie das Land bald besuchen, um die beiderseitigen Beziehungen, die Kooperation und Koordination untereinander die zu vertiefen.
Zusammen mit dem Vertreter des Omans (arab.: ʽUmân), Außenminister Yûsuf bin ʽAlawî, wurden die beiderseitigen äußerst positiven Beziehungen herausgestellt, wobei der omanischen Regierung Dank für die Vermittlerrolle gegenüber arabischen Staaten der Region zukam. Auch Minister ʽAlawî erhielt das schon erwähnte Briefing, wobei al-Muʽallim vermerkte, man werde den politischen Prozeß wie die Rekonziliierungen und die Terrorismusbekämpfung fortführen. Die gegenseitigen Konsultationen und die Koordination unter beiden brüderlichen Ländern wolle man auf allen Ebenen zum Wohle beider weiterführen.
Gegenüber Angolas Außenminister Manuel Augusto erwähnte Syriens Außenamtschef ebenfalls die jüngsten militärischen und politischen Entwicklungen wie den festen Willen seiner Regierung, die Krise zu beenden, sei es durch die Rekonziliierungsaktion oder die Terrorismusbekämpfung. Minister Augu­sto versicherte, sein Land werde nie die von Syrien währned der eigenen Krise geleistete Hilfe vergessen und wolle alles tun, um die Haltung Syriens zu unterstützen, insbesondere was das Recht der Terrorismusbekämpfung betreffe. Bei der Besprechung der bilateralen Beziehungen ging es ebenfalls um deren künftigen Ausbau und die Verbesserung derer Syriens zum afrikanischen Kontinent.  (https://www.sana.sy/en/?p=147756, https://www.sana.sy/?p=821463)

Syriens UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî unterzeichnet den Code of Conduct to Achieve a Terrorism-Free World, Photo: SANA

UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî unterzeichnete indes als Repräsentant seines Landes am Fr., 28.9.2018, in New York den „Code of Conduct to Achieve a Terrorism-Free World” [“مدونة السلوك”], welchen Kasachstan angeregt und Syrien mit auf den Weg gebracht hatte. Weitere mehr als hundert an der 73. UN-Generalversammlung teilnehmende Landesvertreter [von isgesamt 193] folgten seinem Beispiel.
Der Codex bestimmt die Terrorismusbekämpfung als kollektive internationale Aufgabe, die auf einem wahrhaften politischen Willen zur Eliminierung dieser Bedrohung basieren müsse, um die Sicherheit und den Wohlergehen der Weltbevölkerung sicherzustellen, und zwar ohne Politisierung und Selektivität. Es müßten demnach alle internationalen Anstrengungen intensiviert werden, um sämtliche Bedingungen und Faktoren auszumerzen, welche zur Verbreitung der Terrorismusgefahr führten. Zu  diesen Faktoren gehörten auch die Förderung und Verbreitung extremistischen Gedankenguts und  dessen Propaganda, die Beteiligung an Finanzierung, Rekrutierung, Bewaffnung, Training und Erleichterung der territorialen Ausbreitung von Terroristen [über Landesgrenzen hinweg]
Syriens Engagement für diesen Kodex entspreche der prinzipiellen Haltung des syrischen Staates zum Sachverhalt, welche in der Absolutheit der Konfrontation und Beseitigung des Terrorismus und der aktiven Teilnahme an allen echten internationalen Bemühungen zur Bekämpfung dieser internationalen Bedrohung zum Ausdruck komme, hieß es im Kommentar dazu. (https://www.sana.sy/en/?p=147835, https://www.sana.sy/?p=821606) – Die gewählten Stichwörter des Kodex finden sich in den früher geführten Debatten wieder (vgl.u. einschließlich früherer Teile!). Impliziert waren demnach klar Kritikpunkte an der türkischen AKP-Regierung und der US-geführten Koalition wie insbesondere über Terrorfinanzierung involvierte Golfstaaten bzw. solche der Arabischen Halbinsel.

Weitere Zusammenkünfte wurden am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York am 28.9.2018 mit dem UN-Generalsekretär und dem iranischen Außenminister abgehalten.
Mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres besprach Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim die letzten Entwicklungen in Syrien auf politischer und militärischer Ebene, insbesondere die in Sotschi zustande gekommene Vereinbarung zu Idlib sowie die Anstrengungen zur Formung eines Komitees zur Diskussion der gegenwärtigen Verfassung. Guterres gab seinerseits der Hoffnung Ausdruck, in [ganz] Syrien möchten Sicherheit und Stabilität zurückkehren und das Land wieder seine Stellung als Hauptbasis der arabischen Welt und der Region einnehmen. Die UN seien bereit, unterstützend bei der Formung des Komitees zur Verfassungsdiskussion  wie bei der Leistung humanitärer Hilfe zu wirken. Al-Muʽallim unterstrich die Rolle der UN als Vermittler im politischen Prozeß, der unter Führung und durch die syrische Bevölkerung ohne ausländische Interferenz stattfinden müsse.
Mit seinem Amtskollegen Muḥammad Ğawâd Ẓarîf unterhielt sich al-Muʽallim eingehend über den letzten Garantenstaatengipfel des Astana-Formats in Teheran, an dem über aber ohne Teilnahme seitens Syriens gesprochen wird (s.u.), die Umsetzung der jüngsten Vereinbarung von Sotschi (s.u.) zu Idlib sowie über das Komitee zur Verfassungsdiskussion. (https://www.sana.sy/en/?p=147850, https://www.sana.sy/?p=821645)

Sudans Außenminister ad-Dirîdirî Muḥammad Aḥmad, ad-Daḫîrî mit dem syrischen Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim, Photo: SANA

Bei Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Algerien, dem Sudan und Zypern am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York am 28.9.2018 informierte Vizepremier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim diese über die neuesten Entwicklungen in seinem Land, wobei die erwähnten Gesprächspartner ihre feste Haltung an der Seite Syriens im Kampf gegen den Terrorismus mit den damit zusammenhängenden Details  unterstrichen.  (https://www.sana.sy/?p=821181 https://www.sana.sy/en/?p=147756)

Während seiner Rede vor der 73. UN-Generalversammlung kritisierte der türkische Staatspräsident Erdogan, bzgl. Nordsyriens hätten sich die USA nicht an die Abmachungen mit der Türkei gehalten. Wörtlich monierte er: „The United States certainly did not comply with the agreed calendar of the Manbij roadmap; YPG did not exit the area,“ wie Hurriyet und Reuter am 28.9.2018 meldeten, und setzte hinzu: „The United States did not keep their promise here.” (S. Erdogan: U.S. Failed To Comply With Its Responsibilities In Framework Of Manbij Deal)

Rußlands Außenminister Lawrow und UN-Generalsektetär Guterres bei der 73. UN-Generalversammlung in New York, Photo: SANA

Auch im Zusammenhang mit der Situation in Syrien trafen am 27.9.2018 Rußlands Außenminister Lawrow und UN-Generalsekretär Guterres am Rand der 73. UN-Generalversammlung in New York zusammen. (https://www.sana.sy/?p=820860, https://www.sana.sy/en/?p=147723)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.9.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=147719 und https://www.sana.sy/?p=820782 (Zusammen mit den unterstützenden Kräften  führten die Armee-Einheiten ihre Gefechte mit den IS-Terroristen in ihrer letzten Zuflucht in den zerklüfteten Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Tiefe der Geröllwüste (Bâdiyya) von as-Suwaidâ´ fort und rückten weiter in Richtung Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain vor parallel zu Luft- und Artillerieangriffen auf IS-Positionen und –Ansammlungen im Areal. Dabei wurden erneut etliche Extremisten, einschließlich Scharfschützen eliminiert und der Einkreisungsring um die letzten IS-Reste dort weiter zugezogen.)

Schußrichtung Syrien, Photo: AFP, Jalaa Marey

Beim Empfang in der chinesischen Botschaft anläßlich des 69. Jahrestages der Gründung der Volksrepublik China am 26.9.2018 stellten Reporter Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miqdâd Fragen zur russischerseits zugesagten Lieferung des S-300-Luftabwehrsystems. Der Diplomat stellte klar, daß es sich dabei um ein defensives System handele. Damit müsse sich der israelische Nachbar „which is accustomed to launch many aggressions under different pretexts“ (d.h.: der es gewohnt sei, viele Aggression unter Vorwänden zu starten) künftig überlegen, ob er wieder Syrien angreifen wolle. Eine Aggression gegen Syrien stelle gewissermaßen eine Aggression gegenüber allen in Syrien den Terrorismus ernsthaft bekämpfenden und die Sicherheit und Stabilität wiederherstellenden Mächten dar. Er betonte, Syrien werde sich wie bisher verteidigen und begrüßte die Unterstützung durch das S-300-System dabei, das Syrien schon lange hätte zukommen sollen. (https://www.sana.sy/en/?p=147619, https://www.sana.sy/?p=820130) – Letzere Aussage bezieht auf das Faktum, daß die S-300-Bereitstellung für Syrien durch Rußland bereits seit 2013 diskutiert wird. Siehe dazu das Izvestia-Interview mit Dr. al-Assad  vom 26.8.2013 in Teil I wie den Eintrag vom 21.4.2017 zu den Interviews mit RIA Novosti und Sputnik von Dr. al-Assad in Teil V. Demnach schien die Lieferung die Jahre über an den Einwänden Israels zu scheitern bis sich der jüngste israelische Luftangriff auf die russische IL-20 am 17.9.2018 (s.u.) auswirkte.
Bestätigt wird dies durch die Aussage von Wladimir Jermakow, dem Direktor des Departments für  Nichtverbreitung von [Massenvernichtungs]Waffen und deren Kontrolle beim russischen Außenministerium (vgl.u.), lautend: „the arguments of states, who previously asked not to deliver S-300 systems to Syria, had no effect anymore.“ Die Behauptungen des nationalen US-Sicherheitsberaters John Bolton dahingehend, die Stationierung des Luftabwehrsystems S-300 in Syrien bedeute eine „significant escalation” wischte er hinweg mit der Entgegnung: „The systems are purely defensive, so when the US says that defensive weapons are undermining its national security, it’s fudging, … In fact, such actions will lead to the stabilization of the region, because we will be able to close the airspace where necessary, and, first of all, our servicemen who fulfill their international duty at the invitation of the Syrian government will be protected.” (s. Russia-Supplied S-300 Systems Will Cover Syrian Coast, Borders With Israel, Lebanon, Jordan And Iraq – Reports)
Der Schutz durch das S-300-Luftabwehrsystem scheint  allein schon dadurch geboten, daß der israelische Ministerpräsident Netanyahu am 25.9.2018 nach einer spzeiellen Kabinettssitzungs verkündete, die israelsiche Luftwaffe werde weiterhin Ziele in Syrien angreifen („Israeli Defense Forces (IDF) will continue to strike targets in Syria“). (https://www.jpost.com/Israel-News/Netanyahu-IDF-to-continue-anti-Iran-strikes-in-Syria-despite-S-300-567917)

Außenminister Lawrow bei den UN. Photo: SANA

Nach den von US-Präsident Trump in seiner Ansprache vor der 73. UN-Vollversammlung erneut ausgsprochenen Drohungen gegen Syrien, warnte Rußlands Außenminister Sergei Lawrow im UN-Sicherheitsrat in New York am 26.9.2018 vor der Ausführung eines neuerlichen westlichen Militärschlags gegen Syrien. Was wirklich Anlaß zur Besorgnis gebe, sei das Verhalten einiger westlicher Länder, die grundlose Vorwürfe gegen Syrien wegen angeblichen Einsatzes verbotener chemischer Substanzen erhöben. Die syrische Regierung habe nicht nur ihre Verpflichtungen zur Vernichtung ihres gesamten C-Waffen-Arsenals, wie es der Absprache zwischen Rußland und den USA von 2013 entsprach, voll erfüllt, sondern dies sei auch durch den UN-Sicherheitsrat wie die zur Überwachung zuständige Organization for the Prohibition of Chemical weapons (OPCW) bestätigt worden (s. Teil I und II).
Eine jegliche neue Aggression gegenüber Syrien würde eine ernsthafte Verletzung der UN-Charta darstellen und die bereits erreichten Schritte der politischen Beilegung der Syrienkrise unterminieren.
Andererseits habe es sich herausgestellt, daß die in Syrien aktiven Terrorgruppen über giftige Substanzen verfügten und sogar gelernt hätten, diese selbst herzustellen, dafür existierten sogar Werkstätten. (https://www.sana.sy/en/?p=147698, https://www.sana.sy/?p=820568)

Am Rand der UN-Vollversammlung kamen die Außenminister der drei Garantenstaaten des Astanaformates, Sergei Lawrow (Rußland), Muḥammad Ğawâd Ẓarîf (Iran) und Mevlüt Çavuşoğlu (Türkei), am Mi., 26.9.2018 in New York erneut zusammen, um über  die Situation in Syrien und speziell die De-Eskalationszone Idlib zu sprechen. Es gehe weiterhin darum, eine wirklich nachhaltige politische Lösung der Syrien-Krise voranzutreiben, basierenden auf den Ergebnissen des Ende Januar des Jahres in Sotschi abgehaltenen Syrian National Dialogue Congress wie der UNSC-Resolution Nr.2254. In einer Stellungnahme erklärte Minister Lawrow zudem: „participants in the meeting expressed appreciation of the agreements reached in Sochi on Sep. 17th regarding the stability of the situation in Idleb which would allow the continuation of combating terrorism relentlessly and protecting civilians.“ (https://www.sana.sy/en/?p=147715, https://www.sana.sy/?p=820712)

SAA nahe Ḥamâ, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 26.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147645  und https://www.sana.sy/?p=820370 (Vereitelung eines Angriffsversuchs von Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps von al-Laṭâmina, ca. 35 km nördlich der Stadt Ḥamâ, aus auf Militärposten in deren Umfeld. Al-Laṭâmina gilt als Rückzugsort der größten Ansammlung von Ğabhatu_n-Nuṣra in der Gegend nahe der Provinz Idlib. Bei den Gefechten wurden etliche Extremisten eliminiert, die Überlebenden flüchteten zurück nach al-Laṭâmina.)

Terroranschläge vom 26.9.2018:
Nahe der Zain al-ʽÂbidîn Moschee im aleppiner Stadtteil Ḥalab al-Ğadîda (Neu-Aleppo) landete nachmittags eine von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen im Stadtteil ar-Râšidîn abgefeuerte Rakete, durch welche ein Anwohner verletzt, etliche Wohnhäuser, PKW etc. beschädigt wurden. (https://www.sana.sy/?p=820307, https://www.sana.sy/en/?p=147642) – Zain al-ʽÂbidîn (d.h. Juwel der Anbeter [erg. von Allâh]) ist Beiname des Urenkels ‘Alī ibn Hussain ibn ʽAlî ibn Abi Ṭâlib von Religionsgründer Muḥammad.
Bei der Detonation einer von Terroristen hinterlassenen Tretmine wurde ein Bewohner des Dorfes Ḫunaifis im Ost-Rîf von Ḥamâ verletzt. (https://www.sana.sy/en/?p=147694, https://www.sana.sy/?p=820571)

Auch am 26.9.2018 kamen via Abû aḍḌuhûrSicherheitskorridor dutzende Familien aus dem Umland von Idlib, wo derzeit Terroristen die Kontrolle ausüben, in ihre Wohnorte in den Provinzen Aleppo, Ḥamâ und dem sicheren Teil von Idlib zurück Die SAA sicherte die Rückkehr und half den Zivilisten mit allen notwendigen Bedarfsgütern aus. (https://www.sana.sy/en/?p=147689, https://www.sana.sy/?p=820524)

Installierung neuer Abwehrsysteme, Photo: TASS

Wie infolge der IL-20-Tragödie vor einer Woche (s.u.) angekündigt, wird auch in den russisch genutzten Basen aufgerüstet. So traf am 25.9.2018 die erste Ladung  elektronischer Kampfführungssysteme an Bord einer Il-76 Transportmaschine am Vortag in der Luftwaffenbasis Ḥumaimîm  nahe al-Lâḏa­qiyya ein. Das System dient der Störung des Bordradars, der Flugzeugkommunikation und -steuerung sowie der Satellitennavigationssysteme, die in angreifenden Kampfjets, Drohnen und Lenkwaffen eingesetzt sein könnten. (https://www.sana.sy/?p=819806, https://www.sana.sy/en/?p=147601)

Wladimir Jermakow (engl.: Vladimir Yermakov), Direktor des Departments für Nichtverbreitung von [Massenvernichtungs]Waffen und deren Kontrolle beim russischen Außenministerium machte am 25.9.2018 darauf aufmerksam, daß verschiedene europäische Länder Chemiewaffenkomponenten nach Idlib geliefert hätten. Weiter kündigte er an: „Many things may disclose in Idlib now. Deliveries of components of chemical weapons from Euro­pean states were carried out there. It all will re-emerge again soon.“ (http://tass.com/politics/1022987; s.a. https://www.sana.sy/en/?p=147584 und https://www.sana.sy/?p=819707)

Saudische Waffendeals, Malcom Mayes cartoon bei pinterest.com

Gemäß einer Meldung der Amnesty International-Niederlassung in der Slowakei sind von diesem Land in den letzten Jahren Waffen an Saudi-Arabien – als Zwischenkäufer – geliefert worden, welche die saudische Regierung Terror– und Extremistengruppen in anderen Ländern, vor allem in Syrien und Libyen zur Verfügung stellte. Dies bestätigte auch Jalal Suleiman, der slowakische KP-Chef. (https://www.sana.sy/?p=819615 vom 25.9.2018)

Syrien nimmt an der 73. UN-Generalversammlung in New York, welche am Di., 25.9.2018 beginnt mit einer Delegation teil. Diese führt Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim an, begleitet von seinem Stellvertreter Dr. Faiṣal al-Miqdâd und dem Berater Aḥmad ʽArnûs. Minister al-Muʽallim wird am Sa., 29.9.2018, vor der Versammlung eine Rede halten. (https://www.sana.sy/en/?p=147537, https://www.sana.sy/?p=819273)

In aṣ-Ṣanamain´ entdeckte antike Zisternenanlage, Photo: SANA

Bei einer Erkundungsfahrt einer Gruppe von Archäologen des DGAM-Departments der Provinz Darʽâ entdeckte diese in der Stadt aṣ-Ṣanamain´ eine antike Zisternenanlage. Bevor infolge Eingreifens der SAA dort die Terroristen hatten eliminiert werden können, hatten diese dort Raubgrabungen in der Hoffnung durchgeführt, schmuggelbare Artefakte zu finden.  Dadurch war wohl die sorgfältig ausgeführte Bedeckung der Zisterne zerstört und diese bei einer weitergehenden Untersuchung zum Vorschein gekommen. Bâsil al-Ğahmânî, Chef der DGAM-Zweigstelle, führte aus, die Zisterne aus Basalt- und Sandstein liege ca. 7,5m tief, habe eine Kapazität von 100 Barrel, habe eine spezielle Abdichtung erhalten, sei mit einer ausgeklügelten Treppenkonstruktion versehen und weise verschiedene Dekorationselemente wie griechische Inscrhiften auf, die noch übersetzt werden müßten. (https://www.sana.sy/?p=819433, https://www.sana.sy/en/?p=147582 vom 25.9.2018)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 25.9.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=147598 und https://www.sana.sy/?p=819862 (Nach wiederum heftigen Gefechten mit den in den felsigen Klüften der Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Tiefe der Geröllwüste (Bâdiyya) von as-Suwaidâ´ verschanzten Resten an IS-Terroristen wurde die Feuerkontrolle über Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain von der W-, NW- und SW-Seite wie die direkte Kontrolle über weitere Areale im Gebiet Arḍ Qâʽ al-Banât erkämpft. Dabei wurden etliche Extremisten eliminiert, Flüchtende verfolgt und der Einkreisungsradius weiter verringert.)

Auf der al-Bâsil Fair for Innovation and Invention 2018 prämierte Erfindung zur Nutzung erneuerbarer Energien, Photo: SANA

Bei der diesjährigen Erfindermesse al-Bâsil Fair for Innovation and Invention 2018 (s.u.) stach eine Innovation des Nachwuchsingenieurs Aḥmad Yûsuf Ṣâliḥ von der Fakultät Maschinenbau und Elektrotechnik an der al-Baʽṯ -Universität im Bereich des optimalen Umgangs mit erneuerbaren Energien hervor, dank derer Wasserpumpen aufgrund eines Solar-Kamins arbeiten. Näheres bei: https://www.sana.sy/en/?p=147602, https://www.sana.sy/?p=819833 (vom 25.9.2018).

Über den Abû aḍḌuhûrSicherheitskorridor konnten  am 25.9.2018 dutzende Familien wieder in ihre Heimatorte in den ProvinzenIdlib, Aleppo and Ḥamâ zurückkehren, die erst vor kurzer Zeit von der Armee aus Terroristenherrschaft befreit worden waren. Wie üblich standen dank Vorsorge durch die Regierung für die Heimkehrer alle  notwendigen Versorgungsgüter und öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung. (https://www.sana.sy/?p=819800, https://www.sana.sy/en/?p=147587)

Trinkwasserversorgung für Dair az-Zaur mit Rîf wiederhergestellt, Photo: SANA

Nach wenigen Wochen konnte die Stromversorgung im gesamten Umland (mit 52 Städten!) der erst kürzlich (s.u.) völlig von Terroristen befreiten Provinz Darʽâ an das von den Terroristen zerstörte Stromnetz wieder angeschlossen und so mit elektrischer Energie versorgt werden. (https://www.sana.sy/?p=819652 vom 25.9.2018)
Das Gleiche gilt für die Trinkwasserversorgung von Dair az-Zaur und sein Rîf mit Wiederherstellung von zwei Haupt- und 28 nachgeordneten Pumpstationen.(https://www.sana.sy/?p=819761 vom 25.9.2018)

UN-Menschenrechtsrat, Photo: mena-watch.com

Bei der 39. Sitzung des Menschenrechtsrats zur Menschenrechtssituation auf den israelisch besetzten Golan-Höhen in Genf nahm am 24.9.2018  UN-Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ Stellung. Für das fortgesetzte aggressive Verhalten der Besatzungsmacht machte er die USA und deren Alliierte mitverantwortlich wegen ihrer politischen Protektion für Israel in den internationalen Foren einschließlich des hiesigen, des Human Rights Council, in dem die Druckausübung seitens der Vereinigten Staaten  zur Nichtdiskussion von  Punkt 7 ebenso fortdauere wie die britische Rettungsmaßnahmen für Israel, durch welche sämtliche Israel verurteilenden Resolutionen durch Veto-Einlegung zum Scheitern gebracht werden. Dazu führte er detaillierte aus: „Some countries in this Council defend the Israeli occupation and its extreme racist practices and violations of the obligations imposed on it under international humanitarian law, and its daily vio­la­tions of all the rights of the Palestinians and the Syrians in the occupied Syrian Golan, which makes these countries partners in these violations.”
Das Militär der Besatzungsmacht mache auch mit dem willkürlichen Töten wie dem Versuch der gewaltsamen Deportation der Bewohner des Dorfes al-Ḫân al-Aḥmar östlich des besetzten al-Quds (Ost-Jerusalem) weiter, sie bleibe an Ort und Stelle und fahre mit ihrer erstickenden Belagerung und der kollektiven Bestrafung von ca. zwei Millionen Bewohnern des Gaza-Streifens fort, wobei von israelischer Seite eine Gesetzgebung verabschiedet werde, die Apartheit kodifiziere. All das seien nur Beispiele für das Ausmaß der Mißachtung der Besatzungsmacht gegenüber dem Völkerrecht.
Wieder auf die Verhältnisse auf dem Golan zurückkommend schilderte er: „the Israeli occupation authorities in the occupied Syrian Golan continue to impose arbitrary measures to punish the people of the Golan, in addition to imposing an arbitrary siege on them by preventing them from using the Quneitra crossing to continue their studies in Syrian universities, visiting their families and marketing their agricultural products in the Syrian markets in the context of a systematic policy aimed at severing their bonds with their homeland. The Israeli authorities continue their attempts to perpetuate their occupation of the Syrian Golan by continuing to build and expand the settlements and plans to increase the number of settlers to 100,000 over the coming ten years.“
Die Besatzungsmacht halte auch die [den Genfer Konventionen widersprechende] Entscheidung aufrecht, den Bewohnern Kommunalwahlen [als israelische Bürger] aufzuzwingen, welche von letzteren kategorisch als Versuch abgelehnt werde [s. dazu die wiederholten Demonstrationen!], so die israelische Besetzung zu legalisieren, was eine eklatante Verletzung ihrer [völkerrechtsgemäßen] Zugehörigkeit zum syrischen Mutterland darstelle.
Dann erinnerte der UN-Gesandte den Rat an seine Verantwortung: „Syria stresses on the role of the Council and its responsibilities in ensuring Israel’s commitment to protecting Syrian and Palestinian civilians, and punishing those responsible for ongoing violations for five decades of despicable colonial occupation, affirming that the silence of some countries over the arbitrary detention of thousands of Palestinian and Arab detainees in Israeli prisons exposes the hypocrisy and falsity of those bragging about being human rights defenders.”
Schließlich erinnerte Âlâ an Syriens Festhalten an seinem souveränen Recht, den gesamten okkupierten syrischen Golan bis zur Linie vom 4.6.1967 wieder unter syrische Oberhoheit zu stellen und an die Forderung des vollen israelischen Rückzugs aus den besetzten palästinensischen und libanesischen Territorien. Syrien stehe nach wie vor zum legitimen nationalen Recht der palästinensischen Bevölkerung und unterstütze es, wobei am wichtigsten das Recht auf einen eigenen unabhängigen Staat mit al-Quds als Hauptstadt sei wie das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge in Umsetzung der Resolution Nr.194.(https://www.sana.sy/en/?p=147544, https://www.sana.sy/?p=819291) – Vgl. zu den wegen fehlender Kapazitäten unübersetzt gebliebenen Stellen die Darlegung von Acting Chargé d’affaires Munḏir Munḏir vom 24.7.2018 in Teil VI wie die früheren Beiträge zur Lage auf dem Golan.

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 24.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147546 und https://www.sana.sy/?p=819335 (In den felsigen Klüften im Umfeld der Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Tiefe der der Bâdiyya der Provinz as-Suwaidâ´ sicherte die Armee weitere Gebiete nach harten für die dort noch verschanzten IS-Terroristen recht verlustreichen Gefechten. Der Einkreisungsring zog sich damit weiter zu.)

2. Syrian Media Festival , Photo: SANA

Beim 2. Syrian Media Festival im Dar al-Assad for Culture and Arts von Damaskus stellten sich am 24.9.2018 auch Information Minister ʽImâd Sâra, Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân und Vizeaußenminister  Dr. Faiṣal al-Miqdâd der Presse. Dabei hob Minister Sâra die wichtige Rolle der syrischen Medien bei der Begleitung der SAA in deren counterterroristischen Kämpfen hervor wie in der Begegnung der schon konspirativen Falschmeldungen über Syrien in der Krisenzeit. Informiert werden mußte zudem über die terroristischen Einwirkungen, die Zerstörungen der Infrastruktur, der öffentlichen Einrichtungen inklusive Schulen und Krankenhäuser. Trotz all der Gefahren und Schwierigkeiten seien die Journalisten jedoch unermüdlich ihrer Informations- und Dokumentationspflicht nachgekommen wie die SAA bei der Landesverteidigung.
Dr. Šaʽbân griff dies auf und bemerkte, daß diese Bemühungen die (außen)politische Szenerie in positiver Hinsicht verändert hätten, sei es hinsichtlich der Standpunkte oder der Konzepte. Die US-geführte westliche „Bericht“erstattung sein innerhalb des Rahmenwerks des Medienkriegs gegen Syrien erfolgt und „we have to fortify ourselves against it through reading realities,” machte sie deutlich.
Dr. al-Miqdâd stellte hinsichtlich des gegen Syrien inszenierten Kriegs fest, er war „a step of anticipation to make a new reality and assault our causes and history.” Dabei hätten die Diplomaten Ähnliches geleistet wie die Armee. (https://www.sana.sy/en/?p=147558, https://www.sana.sy/?p=819435)

Wie schon in Teil VI ausführlich berichtet, bestätigt eine Meldung von The Daily Telegraph vom 24.9.2018, daß Großbritannien 100 der aus Syrien im Juli in einer Nacht- und Nebelaktion mittels des israelischen Militärs evakuierten  Mitglieder der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) aufnimmt und ihnen Asyl gewährt. (https://www.sana.sy/?p=819651 vom 25.9.2018)

Präsident Putin zur IL-20-Tragödie, Photo: SANA

Nach einem entsprechenden Telefonat des  russischen Präsidenten Putin mit Israels Ministerpräsident Netanjahu vom 24.9.2018 zur Absturzursache der IL-20 vor einer Woche am 17.9.2018 gemäß Abschlußbericht des Verteidigungsministeriums in Moskau teilte Kreml-Sprecher Peskow der Presse gegenüber laut Russia Today mit,  „the information submitted by Israeli mili­tary aviation about the Israeli air force operations over Syria contradicts with the conclusions of the Russian Defense Ministry.” Demnach erklärte Präsident Putin die israelischen Piloten als voll verantwortlich für die Tragödie infolge ihres unverantwortlichen und feindseligen Handelns [dazu s.u.], das schließlich den Verlust der Maschine  verursacht und 15 russischen Militärs das Leben gekostet habe.  (https://www.sana.sy/en/?p=147550)
Auf die von Israels Ministerpräsident Netanjahu geäußerten Bedenken über die Lieferung des russischen Luftabwehrsystems S-300 an Syrien hatte Präsident Putin gemäß Pressemitteilung von Kremlsprecher Peskow im Telefonat negativ reagiert. Peskows Entgegnung lautete: „I’ll say once again that these supplies are not aimed against any third countries and they will be carried out only in the interests of ensuring security of our military.“ (Ich sage es noch einmal, diese Lieferung ist nicht gegen Drittstaaten gerichtet und wird ausschließlich im Interesse der Gewährleistung der Sicherheit unseres Militärs ausgeführt).  Zudem verwies er in israelischen Medien kursierende Meldungen über Gespräche zwischen Putin und Netanjahu über die Lieferung der S.300 vor dem Il-20-Absturz ins Reich der Erfindungen, indem er versicherte: „No, this is not so.“ (https://www.sana.sy/?p=819707, http://tass.com/politics/1022984 jeweils vom 25.9.2018; s.a. http://tass.com/politics/1022909 und http://tass.com/politics/1022859 vom 24.9.2018)

Russisches Luftabwehrsystem S-300, Photo: SANA

Verteidigungsminister Schoigu bestätigte später am 24.9.2018, die Lieferung des Raketensystems S-300 finde innerhalb von zwei Wochen statt. (https://www.sana.sy/?p=819117)
Die Entscheidung kommentierte Juri Schwytkin, Vize-Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, dahingehend, Rußland müsse dafür sorgen, daß ausländische Militärflugzeuge nicht ungestraft mit voller Absicht die Grenzen Syriens ignorieren. Sie müßten sich gewahr sein, daß sie dann mit einem Abschuß zu rechnen hätten. Schließlich könnten diese auch zur Bedrohung von russischen Einrichtungen in Syrien werden [wie z.B. beim IL-20-Abschuß vom 17.9.2018 gesehen]. Offenbar im Zusammenhang mit westlichen Drohungen eines erneuten Militärschlags (s.u.) setzte der Abgeordnete hinzu: „Dies wird eine abschreckende Wirkung auf kriminelle Aktivitäten von Ländern haben, die Angriffe auf Syrien planten oder planen.“ (https://www.sana.sy/?p=819237)

Während eines Telefonats zwischen den Präsidenten Rußlands und Syriens vom 24.9.2018 wiederholte Dr. al-Assad seine Beileidsbekundung für das IL-20-Unglück und Putin die volle Verantwortlichkeit des israelischen Militärs für den Vorfall (vgl.u.). Daher werde Rußland Syrien helfen, seine Luftabwehr durch Lieferung und Installierung des fortschrittlicheren S-300-Systems zu modernisieren.
Daneben wurden Maßnahmen  zur Umsetzung des kürzlich zu Idlib erfolgten Abkommens (s.u.) diskutiert. (https://www.sana.sy/?p=819175) – Die S-300-Lieferung wurde lange hinausgeschoben aufgrund israelischer Interventionen, auf die die russische Regierung zur Erlangung von Abkommen – z.B. zur Erhöhung der Luftsicherheit über Syrien seit Oktober 2015 – Rücksicht genommen hatte. Vgl. dazu die Einträge  in Teil VI, früheren Teilen sowie bei den Präsidenten-Interviews!

Aleppo, Bauhütte zur Sanierung der von den Terroristen teisl schwer beschädigten Umayyadenmoschee von Aleppo, Photo: SANA

Dr. Ṣaḫir ʽUlabî, der Direktor des Restaurierungsprojektes der von den Terroristen teils schwer beschädigten Umayyadenmoschee  in Aleppo begleitete ein SANA-Kamerateam durch das weitläufige Areal und erklärte dabei die verschiedenen Stadien und Ansatzpunkte der fachlich akkuraten Wiederaufbauund Sanierungsarbeiten. Die Altstadt von Aleppo mit der Moschee ist seit 1986 auf der World Heritage List verzeichnet. (https://www.sana.sy/en/?p=147509, https://www.sana.sy/?p=818797, Video: https://www.sana.sy/?p=819303)

Mit den Mitarbeiterm des Imperial Palace in Peking unterzeichnete ein Vertreter des Directorate-General for Antiquities and Museums (DGAM) am 24.9.2018 ein memo of understanding (MoU)  während des alljährlich staatfindenden Festival of Taihe for Heritage. Ziel ist die Förderung der beiderseitigen kulturellen Beziehungen mit Unterstützung auf den Gebieten des Schutzes, der Dokumentation, Unterhaltung und Restaurierung von Stätten und Artefakten kulturellen Erbes. (https://www.sana.sy/en/?p=147521, https://www.sana.sy/?p=819041)

Golan-Büger-Proteste, Photo: SANA

Die Bevölkerung der – völkerrechtswidrig (dazu s. Teil VI und frühere Teile) – israelisch-besetzt gehaltenen Golanhöhen demonstrierte am 24.9.2018 erneut und richtete dabei Aufrufe an die internationalen Organisationen und Justiz-Institutionen. Sie sollten Druck auf die israelische Besatzungsmacht ausüben, damit sie von ihrer Seite endlich – wie zugesagt (vgl.u.) den einzigen Grenzübergang in al-Qunaiṭra öffne, damit die Bewohner nach den jahrelangen terroristischen Kriegsaktionen wieder ihre Familien jenseits der Demarkationslinie sehen, dort zur Arbeit gehen wie die Kinder in die Schule schicken  und aus den Dörfern Mağdal Šams, Baqʽâṯâ und Masʽada wie früher ihre Agrarprodukte zu den Märkten in der Heimat bringen könnten.  Auch müßten die – zuvor mit Sicherheitskonvoi von syrischer Seite nach Jahren wieder zurückeskortierten – United Nations Disengagement Ob­ser­ver Force (UNDOF, s.u.) ihre Arbeit in der 1967 eingerichteten Truppenentflechtungszone wieder voll aufnehmen.Dies würde die Verbindung zur Heimat stärken und die Bevölkerung des Golan vor den durch die israelische Besatzungsmacht auferlegten Restriktionen bewahren und deren Zwangsmaßnahmen entgegensteuern helfen. (https://www.sana.sy/en/?p=147504, https://www.sana.sy/?p=818841)

Im vor wenigen Monaten von der Terroristenherrschaft befreiten, mit massivem Arbeitseinsatz im Wiederaufbau begriffenen Dûmâ in Ost-al-Ġûṭa können nach Jahren die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen endlich wieder (die normalen) wiederhergerichteten Schulen besuchen. Für sie waren Regierungsprogramme umgesetzt worden, damit sie in den vergangenen Monaten  die jeweiligen Lernverluste soweit aufholen konnten (s. Teil VI), um den regulären Klassen zugewiesen zu werden. (https://www.sana.sy/?p=819069 vom 24.9.2018)

Israelischer Luftangriff, Photo: SANA

Nach dem IL-20-Abschuß und den Darlegungen seitens des Verteidigungsministeriums zu den näheren Umständen (s.u.) wurden sowohl im Föderationsrat als auch in der Staatsduma in Moskau entschlossene Schritte gegenüber Israel gefordert.
Laut einer russischen Parlamentszeitung bezeichnete der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Föderationsrats, Viktor Bondarew, die jüngsten israelischen Luftangriffe als äußerst unverantwortlich und schamlos. Die Angriffe der israelischen Kampfjets gehörten zu ei­nem zwischen den USA und deren Verbündeten geschmiedeten Nahost-Plan mit dem Ziel, Diffe­renzen zwischen Rußland und Syrien zu schaffen. Doch diese Intrige habe man in Moskau durchschaut.
Alexei Puschkow als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, resümierte, Israel wolle freie Hand in Syrien, übernehme aber keinerlei Verantwortung für seine Akti­o­nen und Entscheidungen. Das habe früher oder später zu einem Kon­flikt führen müssen.

Der Vize-Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, Juri Schwytkin, erklärte in Übereinstimmung mit diesen Ausführungen, die – von Präsident Putin schon angekündigte – Reaktion Rußlands könnte z.B. mittels Sanktionen im Bereich des Militärs bzw. der technisch-militärischen Zusammenarbeit bzw. in mangelnder Unterstützung bei UN-Abstimmungen erfolgen. (S. Russische Verantwortliche fordern entschlossene Begegnung mit Israel)

Ausführung zum IL-20-Absturz im russischen Verteidigungsministerium, Quelle: Verteidigungsministerium Moskau

In einer Pressekonferenz am So., 23.9.2018, stellte Verteidigungsministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow nochmals klar heraus, daß Israel – d.h. die Luftwaffe wie die Entscheidungsträger – für den Absturz der IL-20 vom 17.9.2018 (s.u.) voll verantwortlich sei. Inzwischen hatte eine israelische militärische Delegation in Moskau vorgesprochen und weitere Fakten waren ausgewertet worden. Daraufhin machte der Generalmajor deutlich, die israelischen Kampfjets hätten die russische Iljuschin als Schild gegen die syrische Luftabwehr benutzt, die erstere als feindliche Bedrohung registriert hatte. Dieses israelische  Manöver gegenüber der im Landeanflug befindlichen IL-20 sei vom Flugabwehrsystem als weiterer Angriff erkannt worden, womit zu rechnen war. Demnach bezeuge das Verhalten der israelischen Piloten entweder grundsätzlich Unprofessionalität oder eine kriminelle Nichtachtung [dieses Vorgangs].
Die Handlungsweise sei insbesondere deshalb unverständlich, da es doch einen Kommunikationskanal zwischen Moskau und Tel Aviv bezüglich der Vorgänge in Syrien gebe. Dazu bemerkte der General „This is an extremely ungrateful response to all that Russia has done for Israel and the Israeli people recently.“ Er setzte hinzu: „The Israeli military command either does not value the current level of relations with Russia or does not control certain military units.“ Dennoch habe man bei israelischen Luftangriffen auf syrisches Terrain [vgl.u. sowie ], das auch russische Basen in Gefahr brachte, nicht mit der russischen Luftabwehr reagiert, indem Konaschenkow äußerte: [Russia] „ never used the Russian air defenses deployed to Syria though Israeli air raids sometimes posed a potential threat to Russian military personnel.“
Schließlich konstatierte der Sprecher: „Thus, the Israeli jets created a direct threat to any passenger or transport aircraft that could have been there at that time and could have become victims of the adventurism of the Israeli military.” (Damit schufen die israelischen Jets eine direkte Bedrohung für jeglichen Passagier bzw. [jede] Transportmaschine,  die zu der Zeit dort wären und damit zu Opfern dieses Abenteurertums des israelischen Militärs würden.) Der Vorfall erfolgte nämlich in einem Luftraumkorridor, den auch die zivile Luftfahrt nutzt. Weitere eingehendere Infromationen zum unmittelbaren Hergang bietet TASS. (https://www.sana.sy/en/?p=147487, https://www.sana.sy/?p=818569; s.a. http://tass.com/politics/1022770)- Da nach Darstellung durch den Verteidigungsministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow durch die Angriffe der israelischen Kampfjets genauso die zivile Luftfahrt hätte betroffen sein können, wäre es kaum auszudenken, was im Fall einer getroffenen Passagiermaschine erst passiert wäre. Dann hätte es im Jargon der Mainstream-Medien anstatt „Assad schießt russische Maschine ab“ vermutlich geheißen: „Assad schießt Passagierflugzeug“ ab und es hätte womöglich nicht einmal mehr eines false flag-Giftgasanschlags im Raum Idlib gebraucht für die Einleitung eines westlichen Militärschlags.

Sechs Zylinder mit Sarin- und Chloringas wurden von Ğabhatu_n-Nuṣra-Terroristen an die IS- und Anṣâr at-Tauḥîd-Terrororganisationen übergeben, meldete Sputnik News am 22.9.2018 nach eingehenden Informationen von Quellen, die den Kommandeuren der Terrorgruppen im Raum Idlib nahestünden. Das Giftgas solle im Terrain unter Kontrolle von Ğabhatu_n-Nuṣra eingesetzt werden,  um in der Folge davon die SAA einer Giftgasattacke zu beschuldigen. Drei weitere Zylinder seien unter nicht identifizierten Umständen im NO-Rîf von Idlib mit unbekanntem Ziel verschwunden, nachdem die sie transportierenden White Hel­mets-Terroristen getötet worden seien.  (https://www.sana.sy/?p=818391, https://www.sana.sy/en/?p=147448)

Krak des Chevaliers, Photo: SANA

Im Krak des Che­va­liers, der auf einer Anhöhe die Landschaft des Rîf von Ḥomṣ überblickenden Kreuzritterburg (arab.: Qalʽat al-Ḥusn), hat die gemeinsame syrisch-ungarische archäologische Gruppe ihre Arbeit am 22.9.2018 aufgenommen. Diese besteht seit dem Jahr 2000 und unterbrach ihre Arbeit auch nicht während der Kriegswirren, so schwierig die Bedingungen auch waren, wie DGAM-Generaldirektor. Dr. Maḥmûd al-Ḥamûd unterstrich (vgl. Teil II). Am Krak des Che­va­liers und der in der Nachbarprovinz Ṭarṭūs gelegenen Kreuzritterburg Qalʿat al-Marqab wurden bereits bemerkenswerte Wiederinstandsetzungsarbeiten und wissenschaftliche Ausgrabungen geleistet. Nun soll für Besucher eine Galerie oder Empfangshalle eingerichtet werden, in der die Interessierten mehr über die Burg und die Restaurierunsgarbeiten erfahren können.  (https://www.sana.sy/?p=818387, https://www.sana.sy/en/?p=147456)

Durch sein Außenamt verurteilt die Regierung in Damaskus vehement den Terroranschlag vom 22.9.2018 auf eine Militärparade in der Stadt  Ahwâz im Zentrum der Provinz Khusistan im SW des Iran, bei der nach neuesten Zahlen 29 Personen, darunter teils hohe Militärs und Journalisten, getötet und 57 verletzt wurden. Wegen der schweren Verletzung könnte die Todesopferzahl noch ansteigen. Die Schüsse erfolgten aus einem Park hinter der Tribüne. Im weiteren versicherte man die Angehörigen der Opfer des Mitgefühls und tiefempfundenen Beileids wie der Solidarität, verbunden mit besten Genesungswünschen.(https://www.sana.sy/?p=818268; https://www.sana.sy/en/?p=147443 zum Terrorakt s. www.sana.sy/en/?p=147424, https://www.sana.sy/?p=818122)
Zudem schickte Präsident Dr. al-Assad ein persönliches Kondolenz-Telegramm – auch im Namen der syrischen Bevölkerung –  an Präsident Rûḥânî des Inhalts: „We received, with utmost sorrow, the news of the terrorist attack against the military parade in Ahvaz city south of Iran. Hence, I extend to you and the friendly people of Iran, on the behalf of the people of the Syrian Arab Republic and on my own behalf, deepest condolences for the innocent victims, and condemn in the strongest terms this coward and criminal terrorist act. … The Islamic Republic of Iran has stood against terrorism in Syria and denounced terrorism at the international arena, all the way being honest in its principled and determined stance against takfri and criminal terrorism. … I would like to affirm once more to you and to the friendly Iranian people that we are with you with all the power we have against these terrorist acts, and we hope that backers, financers and proponents of terrorism will understand that this danger threatens mankind as a whole, urging them to reconsider their positions in backing terrorism in various parts of the world.” (https://www.sana.sy/en/?p=147451)

Hubschrauber des US-geführten Koalition, Photo: SANA

Nach übereinstimmenden Aussagen von Anwohnern und Medien haben Hubschrauber der US-geführten Koalition – wieder einmal (zu früheren Fällen s. Teil VI und frühere Teile sowie Irak) – eine Luftlandeoperation durchgeführt. Am Rande des Dorfes al-Marâšada im SO-Rîf von Dair az-Zaur, einer verbliebenen IS-Enklave, wurden dabei einige IS-Verantwortliche an Bord genommen und an einen unbekannten Ort transferiert. (https://www.sana.sy/?p=818235, https://www.sana.sy/en/?p=147438 vom 22.9.2018) – Gemäß den früheren gleichartigen Operationen handelte es sich um Rettungsaktionen von IS-Führungskräften  aus Gegenden, in denen eine IS-Niederlage zu befürchten war.

Am 21.9.2018, dem Internationalen Tag des Friedens, fanden in den meisten Provinzhauptstädten des Landes Marathon-Läufe bzw. Rad-Touren statt mit Endveranstaltung in Damaskus. Damit sollte auf jene aufmerksam gemacht werden, welche sich für die Beendigung von Konflikten und den Frieden einsetzten. (https://www.sana.sy/en/?p=147371, https://www.sana.sy/?p=817732, https://www.sana.sy/?p=817915) – In Aleppo und Ḥomṣ fanden zudem  Pflanz– und Wiederaufforstungsaktionen durch jugendliche Freiwillige statt.         (https://www.sana.sy/?p=817830)

SAA im Flachland der B1adiyya von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 21.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147378  und https://www.sana.sy/?p=817863 (Die Einkreisung der in den Höhlen, Klüften und Gängen der basaltischen Tulûl aṣ-Ṣafâ verschanzten IS-Reste tief in der Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ kommt nach für den Feind verlustreichen weiteren Gefechten voran, wobei das Gelände es den Terroristen leicht macht, Verstecke und Deckung zu finden. Dennoch wurden Durchbruchsversuche und Attacken auf  SAA-Stellungen jeweils erfolgreich abgewehrt. Artillerie und SAAF zielen weiterhin auf Extremistenbewegungen.)

Bei der gemeinsam mit seinem bosnischen Amtskollegen Igor Crnadak abgehaltenen Pressekonferenz vom 21.9.2018 in Moskau bestätigte Außenminister Lawrow zur kürzlich in Sotschi verkündeten  Vereinbarung (vgl.u.), diese sei nicht endgültig, sondern eher ein „intermediate step“ bei der Beilegung der Syrien-Krise und ziele vor allem auf die Beseitigung des Terrorismus in Syrien ab. Damit sollten Attacken aus der de-militarisierten Zone der Idlib-Provinz auf Basen der  SAA wie des russischen Militärs verhindert werden. „Al-Nusra Front terrorists should leave this demilitarized zone by mid-October; all heavy weaponry should be withdrawn from there,” machte er nochmals deutlich.
Daß die USA das Ost-Ufer des Euphrats kontrollierten, bedrohe die syrische territoriale Integrität massiv. Daher wiederholte er den Aufruf an die US-Administration, ihre widerrechtlichen Aktionen dort zu beenden. (https://www.sana.sy/en/?p=147375, https://www.sana.sy/?p=817819)

9/11-Anschlag, Photo: epochtimes

Im russischen Außenministerium kritisierte man am 21.9.2018 erneut die double standards-Politik (Politik der Doppelmoral) der USA im Umgang mit Terroristen insbesondere in Syrien. Die US-Administration habe maximale Anstrengungen unternommen, Militäroperationen gegen die in Syrien aktiven Terroristen – zuletzt in Idlib – zu verhindern (vgl.u., Teil VI und die Teile davor) und leiste ihnen politische Deckung, während andererseits der Attentate dieser Terroristen vom 11.9.2001 mit 3.000 getöteten Amerikanern beständig gedacht werde und daraufhin der „war on terror“ ausgerufen worden sei. Diese tatsächliche Tolerierung der terroristischen Bedrohung insbesondere von al-Qâʽida, dem IS und den damit affiliierten Terrorgruppen [z.B. Ğabhatu_n-Nuṣra!] behindere den Kampf [z.B. der SAA] gegen die terroristische Bedrohung. Schließlich wurde konstatiert: „Many of the dangers of terrorism could have been addressed sooner if the United States had not tolerated extremists of all kinds, despite numerous warnings from the Russian side.” (https://www.sana.sy/en/?p=147342, https://www.sana.sy/?p=817678)

Terroranschlag vom 21.9.2018:
Terroristen vom westlichen Ortsrand der Provinzhauptstadt Aleppo feuerten Raketen auf den aleppiner Stadtteil al-Ḥamdâniyya, was Sachschäden verursachte. (https://www.sana.sy/en/?p=147405, https://www.sana.sy/?p=817957)

Gasförderanlage Qâra 4 in Betrieb gebracht, Photo: SANA

Im Rîf Dimašq konnte laut Mitteilung aus dem Ministerium für Öl und mineralische Ressourcen vom 20.9.2018 nach einer Fertigstellungsrekordzeit von 150 Tagen die Ölquelle Qâra 4 in Betrieb genommen werden. Ab dem 13.9.2018 können damit aus einer Tiefe von 3412m 120.000 m3 Gas pro Tag gefördert werden und dazu 100 Barrel an Kondensat. Planung und Ausführung lagen in syrischen Händen. (https://www.sana.sy/en/?p=147335, https://www.sana.sy/?p=817513)

Anatoli Sidorow, Stabsleiter der OVKS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit), informierte am 20.9.2018 via Interfax darüber, daß im laufenden Jahr bereits 2.500 IS-Mitglieder von Syrien in die afghanisch-pakistanische Region geflohen seien. Die größte Gefahr bestehe darin, daß Afghanistan zur Basis werde, um den Einfluß derTerrororganisation und deren Aktionen in Zentral- und Südasien auszuweiten. Das bedeute eine große Bedrohung für die Länder der Region. (https://www.sana.sy/?p=817398)

Laut Interfax-Meldung vom 20.9.2018 unternimmt Rußland bis zum 26. September eine große Marinemilitärübung im östlichen Mittelmeer [v.a. vor der syrischen Küste] einschließlich Raketentests. Dafür wurde eine Sperrzone für den Luft- und Seeverkehr eingerichtet. (https://www.sana.sy/?p=817289) – Ein Zusammenhang mit dem IL-20-Absturz drängt sich auf.

Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium Moskau, Photo: SANA

Verteidigungsministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow wies am 20.9.2018 auch die neue Version der israelischen Armee als Grund für den IL-20-Absturz als unrealistisch zurück, wonach angeblich die syrische Luftabwehr nicht über ein Freund-Feinderkennungssystem verfügt habe. (https://www.sana.sy/?p=817342, s.a. Moskau dementiert Behauptung Tel Avivs über Absturzursache russischer Maschine)

Während der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums in Moskau am 20.9.2018 warnte dessen Sprecherin Sacharowa davor, die fortgesetzte Bedrohung nicht zu unterschätzen, welche nach wie vor durch die Inszenierung eines Giftgasanschlags (vgl.u.) in der Provinz Idlib bestehe mit dem Ziel, die SAA und damit die Regierung in Damaskus der C-Waffenattacke gegen Bürger zu bezichtigen als Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern. Die Vorbereitungen unter Einbeziehung der White Helmets seien abgeschlossen (vgl.u.). Ein Losschlagen sei jederzeit möglich. Die UN-gelistete Terrororganisation Ğabhatu_n-Nuṣra versorge zu diesem Zweck (affiliierte) Terrorgruppen mit C-Waffen einschließlich Saringas.
Auf die Frage nach dem Absturz der IL-20 (s.u.) bemerkte sie, diesen hätten die – zu jener Zeit einen Angriff auf syrisches Territorium fliegenden – israelischen Piloten verursacht – indem sie hinter der russischen IL-20 Deckung vor der syrischen Luftabwehr gesucht hatten – und sich damit “unprofessionally, to say the least” verhalten.  Rußland bestehe auf einer genauen Untersuchung und Erklärungen seitens Israels. Weitere Informationen stünden bald zur Verfügung.
Hinsichtlich der US-Aktionen kommentierte sie, diese hätten im Nahen Osten zu globalen Katastrophen geführt (https://www.sana.sy/en/?p=147329, https://www.sana.sy/?p=817378) – Bezüglich letzteren Punkts kritisierte US-Präsident Trump im Gespräch mit dem „Hill TV“ am Do., 20.9.2018: Feldzug in der Nahostregion war der größte Fehler in der US-Geschichte.

Il-20-Absturz, Abbildung: southfront.org

Wie von Präsident Putin unmittelbar nach Absturz der IL-20 während eines israelischen Angriffes auf Syrien angekündigt (s.u.), gab der Vize-Ministerpräsident der Russischen Föderation für den Bereich Militärisch-industrieller Komplex, am 20.9.2018 bekannt, auf den Basen Ḥumaimîm und Ṭarṭûs würden zusätzlich hochentwickelte elektronische Überwachungssysteme installiert werden. Die Umsetzung sei bereits in vollem Gange. (https://www.sana.sy/?p=817145, s.a. http://tass.com/defense/1022394)

Wie schon am Vortag schickte das SARC-Departments der Provinz Darʽâ laut seinem Chef Dr. Aḥmad al-Masâlima auch am 20.9.2018 einen Konvoi aus 17 LKW mit Nahrungsmitteln, beladen mit je 3.500 Lebensmittelkörben und Mehlsäcken vom World Food Program, an bedürftige Familien in die östlich gelegenen Städte Ṣaidâ und an-Nuʽaima. (https://www.sana.sy/en/?p=147314, https://www.sana.sy/?p=817336) – Zwei Tonnen an Nahrungsmitteln ließ zudem die russische Armee an Bewohner von Aleppo verteilen. (http://tass.com/society/1022406)

Ein Feld-Hospital der Terroristen (an-Nuʽaima), Photo: SANA

Beim weiteren Durchkämmen des Süd-Rîf der erst kürzlich völlig befreiten Provinz al-Qunaiṭra (s.u.) entdeckten die Kampfmittelräumdienste erneut ein mit modernsten Einrichtungen komplett ausgestattetes Feldhospital der Terroristen mit großen Mengen an Medikamen­ten aus US-, französischer und israelischer Herkunft im Ort Barîqa im Süden. (https://www.sana.sy/?p=816910)

Zum wiederholten Male gingen die Bewohner von al-Qâmišlî am 20.9.2018 auf die Straßen, um gegen den Umgang  der al-Asâyiš-Miliz  (vgl.u.) mit der Bevölkerung zu protestieren, die unter deren Besatzung stehe. (https://www.sana.sy/?p=817149)

Karikatur zur Haltung der UN gegenüber dem israelischen Atomwaffenarsenal, Quelle: s.o. in der Abb.!

Der ständige Gesandte bei den UN in Wien, Bassâm Ṣabâġ, sprach am 19.9.2018 auf der 62. Konferenz der International Atomic Energy Agency (IAEA). Dabei hob er hervor: „Syria was one of the first countries which joined the NPT treaty, it was and still committed to the noble meanings and goals of this treaty represented by making use of the nuclear energy for peaceful purposes.”  (Syrien war unter den ersten Ländern, welche dem Atomwaffensperrvertrag (Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, NPT) beitraten. Es war und ist immer noch dem edlen Bedeutungsgehalt wie den Zielen dieses Vertrages verpflichtet. Daher verurteile Syrien auch  vehement die Starrsinn, mit welchem sich Israel weigere, den Beschluß  der Kon­ferenz während seiner 53. Sitzung mit dem Titel „The Israeli nuclear capabilities“ wie die klare Botschaft der Internationalen Gemeinschaft an Israel zur Kenntnis zu nehmen.
Nach Dekaden der strikten Ableugnung habe Israel seine Verantwortlichkeit für die Aggression gegen die Souveränität syrischen Territoriums im Jahr 2007 eingestanden. Das mache es absolut notwendig, zu handeln,  diese Aggression zu verurteilen und Israel zu zwingen, die internationalen Verträge einzuhalten. Die Beharrlichkeit, mit welcher Israel sich dem Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag verweigere, stelle eine massive Gefahr für das hinter dem Vertrag stehende System und  Grund zu tiefer Besorgnis für die anderen Nah-Ost-Staaten dar. (https://www.sana.sy/en/?p=147283, https://www.sana.sy/?p=817178)

In ähnlicher Weise wandte sich am 19.9.2018 die ständige iranische Vertretung bei den UN an dessen Sicherheitsrat wie den Generalsekretär. Demnach stelle das israelische Atomwaffenarsenal insbesondere angesichts der israelischen Aggressionsgeschichte gegenüber seinen (näheren und ferneren) Nachbarn eine Bedrohung auch des Friedens und der Sicherheit der Internationalen Gemeinschaft dar. Daher ergehe an die Adressaten der Aufruf, Israel zu zwingen, sich an die entsprechenden internationalen Resolutionen wie die UN-Charta zu halten und die Entwicklung seines Nukle­arprogramm unter die Kontrolle der IAEA zu stellen. (https://www.sana.sy/?p=817315)

Symposion über Kriegspropaganda, Photo: SANA

Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân sprach am 19.9.2018 auf dem vom Kultusministerium in der al-Assad-Nationalbibliothek veranstalteten  Symposion mit dem Titel „Kriegspropaganda“ (Wars’ Propaganda). Wie man schon im Vietnamkrieg habe beobachten  können, sei sich die US-Administration der großen Bedeutung der Rolle der Medien bei Militäroperationen voll bewußt. Dabei würden das gesamte Medienarsenal mobilisiert, um ihre militärischen Pläne im gewünschten Licht darzustellen.
Seit den ersten Tagen des gegen Syrien geführten [terroristischen] Kriegs hätten westliche Regierungen ihre Botschafter und Korrespondenten  ihrer Nachrichtenagenturen abgezogen und ihre Medienbüros im Land geschlossen. Ersetzt worden seien diese bei Meldungen über Syrien durch Personen unter Pseudonymen wie „Augenzeugen“, die keinerlei [journalistische] Berufsethik kannten. Damit habe sich Syrien in einer Art medialen Belagerungszustands [„siege“] befunden. „The aim behind that has been targeting Syria and justifying the war against it,” erklärte sie. Leider hätten sich auch die meisten internationalen Resolutionen [ungeprüft] nur auf solche zweifelhaften Äußerungen gestützt.
Dennoch hätten die nationalen und unabhängige Widerstandsmedien unermüdlich daran gearbeitet, diesen medialen Belagerungszustand zu durchbrechen und der Welt  mitzuteilen, was in der Region wirklich vorgehe. Sie unterstrich damit die Notwendigkeit, sich nicht den verzerrten, von westlichen Medien geförderten Darstellungen zu ergeben, sondern mit der Verbreitung von Fakten dagegenzuhalten.
Ein Teilnehmer der Veranstaltung war auch der aus Australien stammende Verfasser des Buches „Dirty War on Syria”, Tim Anderson. Auch er vertrat die Ansicht, Medienpropaganda sei ein wichtiger Bestandteil der Kriegsführung. In der Region seien sieben Staat zu deren Zielscheibe geworden, darunter Syrien. Es gehe dabei um ein neues hegemoniales Projekt, das seine Ziele wie die Kolonialstaaten zuvor verfolge, nur mit anderen Mitteln. Diese Art kolonialer Medien arbeite daran, den Krieg als einen natürlichen status quo in der Welt der Politik hinzustellen und der Intervention einen anderen Charakter zu verpassen unter dem Vorwand, humanitäre Ziele zu verfolgen. Zugleich würden dabei jene Staaten bekämpft, die sich diesem kolonialen Projekt entgegenstellten und ihre Souveränität zu bewahren suchten. (https://www.sana.sy/en/?p=147296, https://www.sana.sy/?p=817228)

Ein SARC-Konvoi aus 15 LKW beladen mit je 2.050 Lebensmittelkörben und Mehlsäcken des World Food Program fuhr am 19.9.2018  laut Dr. Aḥmad al-Masâlima, dem Chef  des SARC-Departments der Provinz Darʽâ, in den SO zu bedürftigen Familien in den Landstädten al-Matâʽiyya, Samağ, Nadâ, as-Samâqiyât, Ṭîsiyâ, Ṣamâd, Mazraʽat al-ʽAmmân und Abû Kâtûla. (https://www.sana.sy/en/?p=147279, https://www.sana.sy/?p=817039)

Stimmauszählung zu den Kommunalwahlen Photo: SANA

In einer Erklärung vom 19.9.2018 gab Richter Sulaimân al-Qâ´id, der Vorsitzende des Obersten Justizausschusses, welcher die Kommunalwahlen vom 16.9.2018 überwacht, bekannt, daß die Stimmenauszählung beendet sei.  Die in die Provinzräte und die Stadträte der Provinzhauptstädte Gewählten  würden durch Dekret bezeichnet, die sonstigen Stadt- und Gemeinderäte auf lokaler Ebene durch den Minister für lokale Verwaltung und Umwelt mitgeteilt. Die Veröffentlichung geschehe  im Amtsblatt.  Eventuelle Streitsachen seien innerhalb von fünf Tagen ab dem Datum der Veröffentlichung vor das zuständige Ver­waltungsgericht zu bringen, dessen Entscheid zum Fall innerhalb von 15 Tagen ab Eingang zu erfolgen habe. (https://www.sana.sy/?p=816873)

Eine Beileidsbekundung an Rußland erfolgte auch aus dem Libanon. Im Schreiben des Außenministeriums vom 19.9.2018 hieß es: das Amt „expresses deepest condolences to the people and government of Russia over the death of 15 Russian military personnel in Syria“ und „condemns Israel’s airstrike on Syria, which claimed the lives of Russians fighting against terrorism.“ Damit wurde der auslösende israelische Luftangriff verurteilt. (http://tass.com/world/1022312)

Begrüßung von Präsident Dr. al-Assad durch Präsident Putin in Sotschi, Herbst 2017, Photo: SANA

In einem Telegramm an den russischen Staatschef Putin sprach Präsident Dr. al-Assad am 19.9.2018 sein tiefempfundenes Beileid anläßlich des Absturzes der IL-20 am 17.9.2018 (s.u.) aus. Diese begann mit den Worten: „On behalf of the Syrian people and by my name, we express our deep condolence over the fall of the Russian jet on the Mediterranean, causing the martyrdom of the Russian heroes who were doing their noble duties along with their colleagues of the Russian military forces in the fight against terrorism in Syria.” (Im Namen des der syrischen Bevölkerung wie in meinem eigenen drücken wir unser tiefempfundenes Beileid über den Absturz des russischen Flugzeugs über dem Mittelmeer aus, welches zu [Märtyrer-]Tod der russischen Helden führte, die ihre noble Pflicht gemeinsam mit ihren Kollegen der russischen Streitkräfte im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien ausübten.) Er fuhr fort: „the regrettable incident was a result of the Israeli usual rampage which always uses the dirtiest means to achieve its low purposes and carry out its aggression in our region.“
(Der bedauerliche Unfall war das Resultat der üblichen israelischen Raserei, welche stets die schmutzigsten Mittel benutzt, um seien niedrigen Ziele zu erreichen und seine Aggression in unserer Region ausübt). Schließlich bemerkte er: „We are con­fident that such painful acts would not affect you and us to continue fighting terrorism.” (Wir sind überzeugt, daß solch tragische Ereignisse weder Sie noch uns davon abhalten, den Kampf gegen den Terrorismus fortzuführen.)
(https://www.sana.sy/en/?p=147291, https://www.sana.sy/?p=817229, http://tass.com/world/1022404)

Anläßlich des Abschusses der russischen IL-20 (s.u.), welche laut früherer Meldung syrisches Gebiet angreifende israelische Kampfjets zu verantworten hatten, versicherte Präsident Putin am 18.9.2018 während der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orban, es würden Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der russischen Truppen in Syrien zu erhöhen. Außerdem stelle er die Notwendigkeit einer eingehenden Untersuchung des Vorfalls heraus und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. (https://www.sana.sy/?p=816729) Im Telefonat mit Israels Ministerpräsident Netanjahu kritisierte Putin laut Rûsiyâ al-Yaum die Israels wiederholte israelischen Angriffe auf Syrien als Souveränitätsverletzung dieses Landes  und ‚forderte, daß Netanyahu keine weiteren Fälle wie den der zum Absturz der Il-20 führte, zulassen dürfe. (https://www.sana.sy/?p=816804)

Zur Hammurabi-Stele, Quelle: amiepoole.weebly.com

Im Gegensatz zum Sachverhalt (s.u.) brachten die Mainstream-Medien eine dahingehend verkürzte und damit verfälschte Darstellung, daß „Assads“ Truppen die russische Iljuschin-Maschine abgeschossen hätten, so als sei dies gezielt und absichtlich geschehen. Laut southfront.com gehen diese neuesten fake news mit dem Ziel der Spannungserzeugung zwischen den beiden Alliierten im Counterterrorismus, Syrien und Rußland, auf eine entsprechende Meldung des außerhalb Syriens beheimateten Blogs Hammurabi’s Justice News zurück. Diese wurde dann ohne Überprüfung von verschiedenen westlichen und arabischen Medien, Journalisten und „Experten“ verbreitet und tauchte sogar in Rußland auf.
Dieser Blog hatte in Umlauf gebracht, die russische Militärpolizei habe alle Mitarbeiter der 44. Brigade der syrischen Luftabwehr an der Küste von al-Lâḏaqiyya gefangengenommen und auf der [Rußland zur Nutzung zur Verfügung gestellten!] Basis in Ḥumaimîm inhaftiert, da jene für den Abschuß der IL-20 verantwortlich gemacht worden seien.
Solche Märchen sind aus verschiedenen Gründen als völlig aus der Luft gegriffen auszumachen. Zum einen, weil die Verantwortung nicht auf syrischer Seite lag sondern auf israelischer, was die russische Seite von Anfang an ohne Einschränkungen klargestellt hat. Zudem hat die russische Militärpolizei keinerlei Zuständigkeit über Armee-Mitglieder des Gastlandes Syrien. Besonders prekär ist jedoch die Tatsache, daß es überhaupt keine 44. Brigade bei der syrischen Luftabwehr gibt, wie die SAAF bestätigte.
Der Hammurabi’s Justice News Blog sei bekannt für seine enge Verbindung zur US-geführten Koalition und FSA-Kommandeuren [Näheres zu dieser tatsächlich terroristischen Gruppe mit Ziel des Regierungssturzes s. ab Teil I] auf der – durch die US-Armee völkerrechtswidrig eingerichteten – at-Tanaf-Basis. (S. Fake News: Russian Military Police Arrested Syrian Air Defense Unit Involved In IL-20 Incident)

Bei der UNSC-Sitzung zur Situation in Syrien vom 18.9.2018 wertete Rußlands UN-Gesandter Wasili Nebensja die am 17.9.2018 in Sotschi getroffene Vereinbarung (s.u.) ebenfalls als Bestätigung dafür, daß die Terrorismusbekämpfung in Syrien fortgeführt werden müsse.
Außerdem hätten die Syrer das Recht, ihre Zukunft selbst bestimmen, wie es auch die UNSC-Resolution Nr.2254 (vgl. Teil IV) bestätige.
Schließlich bezeichnete er es erneut als inakzeptabel, humanitäre Hilfe nur selektiv zu gewähren, und kritisierte erneut die US-Administration dafür, daß sie die Hilfeleistung für das Flüchtlingscamp ar-Rukbân (vgl. Teil VI) – im Bannkreis der völkerrechtswidrig bei at-Tanaf erstellten US-Basis – immer noch behindere. (https://www.sana.sy/?p=816763, https://www.sana.sy/en/?p=147241)

UNSC-Sitzung, Photo: cfr.org

UN-Botschafter Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî nahm während jener UNSC-Sitzung seinerseits Stellung. Der Krieg in Syrien gehe zurück auf ein Komplott gegen Syrien, an dem westliche Mächte teilnähmen, um die Ausrichtung, Politik und nationale Identität des Landes zu ändern (s. dazu a. bei Präsidenten-Interviews, vom 15.1.2018!), damit sie dem “New Middle East-Project“ [s.a. Yinon-Plan bes. in Teil IV!) dient, welches dem Judaisierungprojekt der israelischen Regierung ähnelt, das das Recht der Palästinenser auf deren eigenen unabhängigen Staat untergräbt.
In Erwiderung des Statements des US-Colonel i.R. Lawrence Wilkerson vor einer Woche, bemerkte der Diplomat, die, welche für eine militärische Aggression gegen Syrien Stimmung machten, müßten sich natürlich um einen geeigneten Vorwand für einen solchen Militärschlag gegen das Land bemühen. Allerdings hätten die USA, Großbritannien und Frankreich keinerlei Beweis dafür, daß Syrien früher C-Waffen eingesetzt hätte, vielmehr im Gegenteil: der US-Geheimdienst wie die US-Erfüllungsgehilfen innerhalb Syriens hätten darin versagt, Nachweise für ihre Anschuldigungen zu erbringen, vor allem da alles darauf hindeutet, daß die Terrororganisationen hinter den Giftgasattacken in Syrien steckten.
Als nächstes kam er auf den jüngsten israelischen Angriff vom Vortag (s.u.) zu sprechen. Dieser sei im Rahmen der aggressiven Politik und der vergeblichen Versuche erfolgt, den verbliebenen Terroristengruppen moralischen Beistand zu leisten, welche durch die SAA eine bittere Niederlage nach der anderen hätten hinnehmen müssen, die das syrische Territorium vom Terrorismus säubere. Diese [israelische] Vorgehensweise verletze das 1974 unterzeichnete Truppenentflechtungsabkommen und die relevanten UNSC-Resolutionen, insbesondere die Resolution Nr.350 (1974). Deswegen erneuerte er den Aufruf an den UN-Sicherheitsrat, sich seiner Verantwortung bewußt zu werden, den internationalen Frieden und die Sicherheit zu bewahren, und unmittelbar entschiedene Maßnahme zu ergreifen, die israelische Regierung für ihren Terrorismus und ihre Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, die eine offenkundige Verletzung der UN-Charta, der UN-Regelungen und des Völkerrechts darstellten.
Das Leben der syrischen Bürger zu schonen, bedürfe zudem der Kooperation mit der syrischen Regierung und deren Anstrengungen bei der Terrorismusbekämpfung statt Manipulierung der Ansichten westlicher Geheimdienste mittels Lancierung irreführender Termini wie z.B. „moderate bewaffnete syrische Opposition” [zur sog. MAO vgl. ab Teil II), „nicht-staatliche bewaffnete Gruppe”, „islamischer Kalifatsstaat” oder „Jihadistengruppen” [statt: „Terroristen“].
Es sei schon erstaunlich, warum die französische Regierung weiterhin Terroristengruppen in Syrien politischen Beistand leiste, welche doch dieselben seien, die den Angriff auf das Bataclan-Theater in Paris ausgeführt hätten. Dabei habe der französische Außenminister hinsichtlich der ausstehenden Militäroperation gegen die im Raum Idlib konzentrierten Terroristen selbst noch auf die Gefahr für Europa hingewiesen, die daraus entstehe, wenn diese Terroristen nach Europa strömten.
Im Weiteren verwies Dr. al-Ğaʽfarî darauf, Syrien habe den UNSC mit ernstzunehmenden Informationen, welche in niederländischen Medien kursierten, versorgt, welche die Involvierung der NL-Regierung in die Finanzierung und logistische Unterstützung für die Terrorgruppen in Syrien behandelten, und stellte dann die (rhetorische) Frage: „wouldn’t the Dutch government’s act be considered a breach of its responsibilities as a UNSC member in maintaining international peace and security?”
Alsdann erinnerte er an die nicht nachlassenden Bemühungen seiner Regierung hinsichtlich einer politischen Lösung der Krise durch innersyrischen Dialog unter syrischer Leitung ohne ausländische Einmischung mit der – durch die Umstände gegebenen – Priorität der Terrorismusbekämpfung, der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat, des Wiederaufbauprozesses und der Befreiung der noch unter Terroristenherrschaft oder völkerrechtswidriger ausländischer Besatzung stehenden syrischen Gebiete.
Syriens Regierung habe ferner ihre Verpflichtungen bzgl. des die gegenwärtige Verfassung diskutierenden Komitees erfüllt und die Namen der Repäsentanten übergeben (dazu vgl.u.).
Besonderer Dank gelte der russischen und iranischen Regierung für deren Anstrengungen hin zu einer politischen Lösung der Krise, insbesondere durch das Gipfeltreffen in Teheran und das am Vortag in Sotschi erzielte Abkommen. Zu diesem äußerte er sich wie schon andere Regierungsvertreter mit den Worten: „Syria welcomes any initiative that spares the bloodshed of the Syrians and contributes to the re­storation of security to any spot struck by terrorism and that Syria will continue its war against ter­rorism until the liberation of the last inch of its territory, whether by military operations or recon­ciliations.” Er setzte hinzu: „Idleb agreement announced yesterday is a time-bound agreement and it is part of previous agree­ments on de-escalation zones resulted from the Astana track since the beginning of 2017, essentially stemming from commitment to sovereignty and territorial integrity of the Syrian territories as well as liberating all the Syrian territories whether from terrorism and terrorists or from any illegitimate foreign presence.” (https://www.sana.sy/?p=816771) – Zu Waffen des schweizer staatlichen Rüstungskonzerns in den Beständen von Terroristen wie z.B. von al-Qâʽida und damit zusammenhängenden sog. Ruag-Skandal. Die Recherche ergab, daß die Waffen – wieder einmal – über die VAE ihr Ziel erreichten. (https://www.sana.sy/?p=816273)

Terroristen, Photo: pars today

Sicherheitskräfte, unterwegs in behördlicher Spezialmission, gingen im Raum Tadmur im Ost-Rîf von Ḥomṣ erfolgreich gegen Reste des IS vor:
30km westlich der Oasenstadt im Gebiet des Ğabal al-Abtar wurde aufgrund nachrichtendienstlicher Ermittlung und Überwachungstätigkeit vor Ort eine auf Motorrädern  von at-Tanaf (dazu s.u.!) her kommende Gruppe von IS-Affiliierten mit dem Ziel ar-Raqqa bei al-Bayârât al-Ġarbiyya in einen Hinterhalt gelockt und ein Gefecht verwickelt, indem zwei von ihnen getötet wurden. Überlebende flohen zu Fuß in die Wüste, während sechs Motorräder zusammen mit den Waffen der Terroristen konfisziert wurden.
Im Gebiet von al-Farûʽ, 70 km im SO von Tadmur, konnten fünf IS-Extremisten gefangengenommen und dabei zehn Motorräder, 146 Packungen Haschisch, 14 Packungen Captagon (zu dessen Bedeutung für die Terroristen vgl. Teil II), sechs Munitionskisten und zwei Pickups, einer ausgerüstet mit einer Telekommunikationsanlage, der andere mit einem M16-Maschinengewehr aus US-Produktion sichergestellt werden. (https://www.sana.sy/en/?p=147218, https://www.sana.sy/?p=816561)

Terroranschläge vom 18.9.2018:
Sowohl in der Provinz al-Ḥasaka als auch in der von Ḥamâ wurden erneut Zivilpersonen Opfer von Sprengfallen, welche Terroristen vor ihrer Niederlage gegen die SAA ausgelegt hatten.    
Beim Viehhüten traten zwei junge Männer auf von IS-Extremisten ausgelegte Minen im Gebiet des Dorfes  al-Fağ im Ost-Rîf von al-Ḥasaka und starben bei der Detonation.
Im landwirtschaftlich genutzten Gebiet des Dorfes Tal ar-Rumân an den östlichen Ausläufern von Ḥamâ-Stadt  löste ein Palästinenser ebenfalls eine Minenexplosion aus, ihm wurden eine Hand und ein Fuß abgerissen. in jenem Gebiet war die Ğabhatu_n-Nuṣra aktiv gewesen. (https://www.sana.sy/en/?p=147235, https://www.sana.sy/?p=816715)

IL-20, Photo: SANA

Über den Verbleib der am Vortag während eines israelischen und französischen Angriffes (s.u.) auf die syrische Küstenregion vom Radar verschwundenen Iljuschin-20 gibt es  neue Erkenntnisse. Nachdem sich acht Schiffe und Boote der russischen Marine an der Suche im Mittelmeer beteiligt hatten, wurden laut Information durch das Verteidigungsministerium in Moskau vom 18.9.2018 Trümmerteile des vermißten Aufklärungsflugzeugs sowie Körperteile und persönliche Habseligkeiten  an der ermittelten Absturzstelle, 27km westlich von Bâniyâs, gefunden. Derweil ist ein Seliger-Schiff des Projekts 11982 (d.h. ein Hydrographisches Vermessungsschiff)  auf dem Weg zur Absturzstelle mit Tieftauchfahrzeugen und Navigations- und Sonargeräten an Bord.
Früher am Tag hatte der Ministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow zum Vorfall mitgeteilt, die israelischen F-16-Kampfjets hätten die Iljuschin als Deckung vor der syrischen Flugabwehr benutzt, wodurch die Maschine abgeschossen worden sei. Dazu führte er aus: „The Israeli pilots used the Russian plane as cover and set it up to be targeted by the Syrian air defense forces. As a consequence, the Il-20, which has radar cross-section much larger than the F-16, was shot down by an S-200 system missile.” Auch machte er deutlich: „Israeli aviation control systems and pilots knew that the Russian plane was present in the area, but this did not stop them from executing the provocation.” Dieses Vorgehen der israelischen Seite, welches den Absturz verursachte, werde als feindseliger, unverantwortlicher Akt angesehen. Hierfür behalte sich Rußland das Recht auf eine angemessene Reaktion darauf vor.
Noch am Abend des Vorfalls wurde der israelische Botschafter in Moskau ins Außenministerium zitiert, während dessen Minister, Sergei Schoigu, im Telefonat mit dem israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman  Israel voll für den Abschuß verantwortlich machte. (http://tass.com/emergencies/1022043, https://www.sana.sy/?p=816604)

In einer Kurznachricht gab das Außenministerium am Morgen des 18.9.2018 bekannt, die Regierung begrüße die zu Idlib getroffene Vereinbarung, welche in Sotschi am Mo., 17.9.2018 bekanntgegeben worden sei (s.u.). Sie sei das Ergebnis (zuvor erfolgter) intensiver Konsultationen zwischen Syrien und der russischen Föderation und sei in völliger Koordination beider Regierungen erfolgt. (www.sana.sy/en/?p=147222)
Später äußerte sich ein Mitarbeiter des Außenamts eingehender zum Sachverhalt. Wie schon mehrfach erwähnt, heiße die Syrisch Arabische Republik sei jegliche Initiative willkommen, die das Blutvergießen beende und zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität auf jeder Handbreit syrischen Bodens beitrage, die vom Terrorismus getroffen worden sei. Sie habe das ´Bestreben, in der Bekämpfung des Terrorismus bis zur Befreiung des gesamten syrischen Territoriums fortzufahren – sei es, daß dies durch lokale Rekonziliierung glücke oder durch Militäroperationen bewerkstelligt werden müsse. Erstere hätten gezeigt, wie wirkungsvoll sie dem Blutvergießen entgegenwirken könnten und zur Wiederherstellung der Stabilität fürhten, so daß damit die Bedingungen für die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge geschaffen würden.
Die am Vortag verkündete Vereinbarung sei zeitlich gebunden und ein Teil der früheren Abmachungen, welche zu den De-Eskalationszonen im Astana-Format seit 2017 geschlossen worden waren. Diese basierten auf dem Bekenntnis zur Souveränität und territorialen Integrität Syriens wie auf der Befreiung des gesamten syrischen Territoriums vom Terrorismus und den Terroristen bzw. von jeglicher ausländischer völkerrechtswidriger Präsenz.  (www.sana.sy/en/?p=147222, https://www.sana.sy/en/?p=147225, https://www.sana.sy/?p=816578)

Der iranische Außenamtssprecher Qâsimî versicherte am 18.9.2018  seitens seiner Regierung ebenfalls die Begrüßung der o.e. Vereinbarung mit ähnlicher Begründung. Sie stelle einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Eliminierung der restlichen Terroristen in Syrien dar. (https://www.sana.sy/en/?p=147247)

Präsident Putin zu Idlib, Photo: SANA

Wie seitens des Kremls in der vorhergehenden Woche angekündigt, kamen der türkische (Recep Tayyip Erdoğan) und der russische Staatspräsident (Wladimir Putin am Mo., 17.92018 auf dem Sommersitz des letzteren in Sotschi zu Gesprächen über Syrien und vor allem zur Lage in Idlib zusammen. In der anschließenden Pressekonferenz verkündete Putin: „We expressed Moscow’s concern over the danger represented by the presence of terrorist organiza­tions in Idleb on Aleppo and the Russian Air base in Hmeimem.” (D.h.: Wir drückten Moskaus Besorgnis über die durch die Anwesenheit terroristischer Organisationen in Idlib bestehende Gefahr für Aleppo und die russische Luftbasis Ḥumaimîm aus).
In der Folge kam es zu einer Übereinkunft, ab dem 15.10.2018 eine 15 -20km (d.h. 9 – 12 Meilen) tiefe Demilitarisierungszone in der Region Idlib zu schaffen. Zugleich erklärte er: „this stance is supported by the Syrian government.” Das bedeutet den Abzug von Terroristen und  schweren Waffen aus der region einschließlich Panzern und Raketensystemen Mörserkanonen der Terroristengruppen; russische und türkische Kräfte würden die entmilitarisierte Zone überwachen. (https://www.sana.sy/en/?p=147182, https://www.sana.sy/?p=816416) Rußlands Verteidigungsminister Schoigu teilte zudem mit: „The talks also involved defense ministers, foreign ministers and general staff chiefs.”(http://tass.com/defense/1022145)  – Obwohl gerade Erdoğan – wie an den türkischen (Militär)aktionen in und gegen Syrien (z.B. der Operation Olivenzweig) abzulesen ist – nicht die Ziele der beiden anderen sog. Garantenstaaten des Astana-Formats (für die eingerichteten De-Eskalationszonen), d.h. Rußlands und des Irans bzgl. Syriens vertritt, im Gegensatz dazu sogar in die terroristischen Verhältnisse  in Nord-Syrien in vielfacher Weise eingebunden ist (vgl. Teil VI und vorhergehende), ist die türkische Seite offenbar gerade wegen dieses Einflusses in der Region durch die anderen beiden Parteien schon im Rahmen der Astana-Konferenzen mit ins Boot geholt worden. Wirtschaftliche Vereinbarungen, welche gerade für die immer mehr kränkelnde türkische Ökonomie fast schon überlebenswichtig sind, tun da ihr Übriges.
Auch die Schlußbemerkung Putins  wirkt – wie ähnliche die Jahre zuvor – wie ein Aufruf bzw. eine Erinnerung an Erdoğan, sich an die eingegangenen Verpflichtungen zu halten. Der vereinbarte Abzug der schweren Waffen dürfte wesentlich auch die türkischen Streitkräfte und deren Verbündete betreffen!
Zur derzeitigen Situation in Idlib vermerkte Kreml-Sprecher Peswkow am 17.9.2018: „The situation in Idlib is difficult, discussions will go on,“ und fügte hinzu: „You know that several days ago, there were bilateral and trilateral discussions. Today, the conversation will continue because the situation is serious – let’s put it this way – there are some differences in approaches, so it requires serious high-level talks.“ (http://tass.com/politics/1021837)

Angriffe auf Syrien vom 17.9.2018:
Eine militärische Quelle informierte darüber, daß vom Mittelmeer her kommende feindliche Raketen, welche in Richtung  der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya  (mit nahem russischem Stützpunkt Ḥumaimîm) unterwegs waren durch die Luftabwehr rechtzeitig bemerkt und großteils abgeschossen wurden.  – Zuvor hatte SANA gemeldet, am Himmel über  al-Lâḏa­qiyya  seien – aufgrund der Tätigkeit der FlaG – Explosionen zu hören gewesen und daß Ziel der Raketenangriffe das Technische Institut gewesen sei.
Widersprochen wurde Meldungen feindlicher Medien, in der südlich gelegenen Hafen- und Provinzhauptstadt Ṭarṭûs sei die Bâniyâs-Raffinerie getroffen worden. Das entspreche nicht der Wahrheit. (https://www.sana.sy/en/?p=147192https://www.sana.sy/en/?p=147194, https://www.sana.sy/?p=816454)
Laut Pars Today seien in al-Lâḏa­qiyya  zwei Menschen getötet, weitere zehn verletzt worden. Das Institut wurde beschädigt. (Syrien: Gleichzeitig mit israelischem Luftangriff verschwindet russisches Militärflugzeug vom Radar)

FS Auvergne, Photo: seaforces.org

Am Dienstagmorgen, 18.9.2018, gab das russische Verteidigungsministerium den Kontaktverlust zu einem vom Mittelmeer aus im Landeanflug befindlichen russischen Aufklärungsflugzeug des Typs Il-20 am späten Abend – etwa um 20.00 Uhr GMT –  des 17.9.2018 bekannt gerade zu der Zeit, als ein ein israelischer Luftangriff auf das staatliche Technologieinstitut in al-Lâḏa­qiyya durch Kampfjets des Typs F-16 stattgefunden habe und das russische Radar einen Raketenangriff seitens einer vor der syrischen Küste liegenden französischen Fregatte (der Auvergne)  registrierte. Die vom russischen Radar verschwundene Iljuschin hatte insgesamt 15 Militärs an Bord und befand sich 35km von der Küste entfernt in 5km Höhe über dem Mittelmeer. Über den Verbleib der Mannschaft gibt es noch keien Erkenntnisse. Eine Suchaktion wurde eingeleitet.   (https://www.sana.sy/?p=816518, https://www.sana.sy/?p=816604https://www.sana.sy/?p=816723http://tass.com/defense/1022076)

Aus dem Libanon kamen über die Grenzübergänge Ğudaidat Yâbûs und ad-Dabûsiyya am 17.9.2018 wieder neue Gruppen in die Heimat zurückkehrender Flüchtlinge. (https://www.sana.sy/en/?p=147174, https://www.sana.sy/?p=816307)

IAEA, Photo: wikipedia.org

Rußlands permanenter Vertreter bei der Internationalen  Atomenergie-Behörde (IAEA) in Wien, Michail Uljanow, stellte am 17.9.2018 in seiner Rede während der Sitzung des board of governors heraus, daß in dem der Behörde vorgelegten Bericht zu Syrien keinerlei Beweis enthalten sei, der gegen die Regierung des Landes vorgebracht werden könnte. Syrien gebe damit ein deutliches Beispiel dafür ab, wie man zuungunsten des Landes eine Akte zur Nichtverbreitung von Atomwaffen fabrizieren könne, ganz ohne objektive Gründe dafür zu besitzen. Syrien sei ein klares Beispiel dafür, wie man eine Akte zur Nichtverbreitung von Nuklearwaffen gegen diesen Staat ohne das Vorliegen von objektiven Gründen fabrizieren könne. Diese Verfahrensweise und Praktiken gegen Syrien untergrüben die Glaubwürdigkeit des Überwachungssystems der Behörde und hätten ernsthafte negative Auswirkungen auf  den Atomwaffensperrvertrag (Nuclear Nonproliferation Treaty, kurz: NPT). (https://www.sana.sy/en/?p=147164, https://www.sana.sy/?p=816245)

Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, permanenter Repräsentant bei den UN in Genf, reagierte in seiner Rede vom 17.9.2018 während der 39. Sitzung des Menschenrechtsrats, kritisch auf den jüngsten Bericht zu Syrien, den er wegen Parteilichkeit und einseitiger Herangehensweise an die Thematik streng zurückwies. Wegen begrenzter Übersetzungskapazität kann nur auf die gehaltvolle, lesenswerte Darlegung verwiesen werden in: https://www.sana.sy/en/?p=147161, https://www.sana.sy/?p=816202

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 17.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147158 und https://www.sana.sy/?p=816160  (Nach Beobachtung von Schanzarbeiten samt Graben von Tunneln und Aufschüttung von Barrikaden mit Bulldozern durch Terroristen von Katâ´ib al-ʽIzza (affiliiert mit Ğabhatu_n-Nuṣra) im Dorf az-Za­kât im NW-Rîf von Ḥamâ erfolgte auf sie der Angriff, in dessen Verlauf viele der Kämpfer eliminiert wurden, der Rest floh. Gezielte Artillerieschläge zerstörten indes Scharfschützenstellungen und Schlupfnester der Terroristen im Dorf Tal ʽUṯmân und seinem Umland im nördlichen Teil der Provinz. Im Süd-Rîf der Provinz Idlib beseitigte eine Armee-Einheit Ğabhatu_n-Nuṣra-Positionen im Umfeld des Dorfes al-Ḫawîn und fügte dem Feind empfindliche Verluste während der Gefechte zu)

Explosion, Photo: unsplash.com

Laut Pars Today-Bericht vom 18.9.2018 wurden in The Times of Israel am Mo., 17.9.2018, durch das israelische Verteidigungsministerium Photos veröffentlicht, welche angeblich den Präsidentenpalast und den Internationalen Flughafen von Damaskus sowie den Stationierungsort von SAA-Panzern zeigten. Sie sollen vom neu­esten Spionagesatelliten Ofek 11 aufgenommen worden sein. In der Zeitung wird dies als stille Bedrohung Syriens angesehen, auch Pars Today wertet den Vorgang als aggressiv. Präsident Dr.al-Assad werde damit mit einem Attentat gedroht wie schon zu früheren Zeiten. (S. Israelisches Regime droht syrischem Präsidenten mit Attentat)

In seinem kritischen Artikel zur kriegstreiberischen Haltung der britischen Regierung zur Situation in Syrien und vor allem in Idlib bemerkte der britische Journalist Peter Hitchens am 16.9.2018, die Vorwürfe gegen die syrische Regierung über den Einsatz chemischer Waffen in Syrien seien ganz ähnlich den gegen die irakische Regierung erhobenen Vorwürfen über die Existenz von ‚Massenvernichtungswaffen‘ im Irak und dienten demselben Zweck. (https://www.sana.sy/?p=816180, Originalartikel: https://www.dailymail.co.uk/debate/article-6172483/PETER-HITCHENS-brink-war-noticed.html)

SAA, Mehrfachraketenwerfer, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 16.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147139 und https://www.sana.sy/?p=815675 (Im Umfeld der Stadt al-Laṭâmina im Nord-Rîf von Ḥamâ brachte einem dort herumstreifenden Ğab­hatu_n-Nuṣra-Trupp empfindliche Verluste bei.
Durch gezielte Artillerieschläge wurde ein Eindringversuch von Affiliierten von Ğab­hatu_n-Nuṣra in das südwestliche Waldgebiet von Ğisr aš-Šuġûr im entfernten SW von Idlib vereitelt, alle Terroristen wurden niedergemacht, darunter der Scharfschütze Iyâd Kasâr Ra­mûḍ, sowie ihre Waffen und Ausrüstung zerstört.)

Terroranschlag vom 16.9.2018:
Die in einer Reihe von Dörfern im südwestlichen Umland (Rîf) von Idlib verschanzten Terroristen von Ğab­hatu_n-Nuṣra feuerten am (Wahl-)Sonntag fünf Artilleriegranaten auf das Dorf Ğûrîn, 97 km im NW von Ḥamâ (d.h. nahe des terroristenkontrollierten Gebiets), und verursachten dadurch Sachschäden. (https://www.sana.sy/en/?p=147143, https://www.sana.sy/?p=815695)

Gemeinderatswahlen, Photo: SANA

Wie schon früher bekanntgegeben (s.u.) und mit täglichen Werbebannern angekündigt, finden am So., 16.9.2018, die ersten Kommunalwahlen für die Gemeinde-, Stadt- und Provinzräte statt.  Mehr als 40.000 Kandidaten haben sich zur Wahl gestellt für die insgesamt 18478 Sitze. Basis ist der Artikel Nr.125 der Verfassung und für die Ausführung Gesetz Nr.5 von 2014, beides in Übereinstimmung mit dem Gesetz zur Lokalver­waltung Nr.107 aus dem Jahr 2011. Gemäß Entscheid  des für die Durchführung der Wahlen zuständigen Obersten Justizausschusses mußte wegen des großen Andrangs die Öffnungszeit der Wahllokale, die regulär von 7.00 – 19.00 Uhr angesetzt war, um die möglichen fünf weiteren Stunden bis um Mitternacht ausgedehnt werden, damit alle dazu bereiten Bürger ihr Grundrecht ausüben konnten. Laut Aussage des Ausschuß-Vorsitzenden, Richter Sulaimân al-Qâ´id, schlossen die Wahllokale um 0.00Uhr am 17.9.2018, danach begann unter Aufsicht die Stimmenauszählung durch die Wahlkommissionen. Ergebnisse seien am 18.9.2018 zu erwarten.
Laut Verfassung (Art. 125) stellen die Kommunalräte Institutionen dar, durch welche die Bürger ihre Rolle als Souverän, im Staatsaufbau und der gesellschaftlichen Führung wahrnehmen.   (https://www.sana.sy/?p=814887, https://www.sana.sy/en/?p=147114, https://www.sana.sy/?p=815409, https://www.sana.sy/?p=815495) – Die aufgrund der weitgehenden Eliminierung der Terroristen endlich mögliche Durchführung dieser Kommunalwahlen entspricht den während mancher Interviews (z.B. vom 15.11.2016, ab Frage 10; s.a. Rede vom 15.1.2018) von Präsident Dr. al-Assad vorgestellten Plänen einer weiteren Demokratisierung (mit Dezentralisierung) im Land, welche jedoch nicht einfach von heute auf morgen einer Bevölkerung übergestülpt werden könne sondern dem Tempo und den Bedürfnissen der Menschen der Region und ihrer Geschichte und Kultur angepaßt sein müsse.

Eine Reihe auf den internationalen Flughafen von Damaskus gerichteter israelischer Raketen konnte durch die Luftabwehr rechtzeitig vor Erreichen ihres Zieles am späteren Abend des 15.9.2018 in der Luft abgeschossen werden. (https://www.sana.sy/en/?p=147083, https://www.sana.sy/?p=815210)

DIF, Sicherheit, Photo: SANA

Am letzten und damit 10. Tag der Damascus International Fair, dem 15.9.2018, wurden rund 217.000 Besucher gezählt. Damit kamen insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen auf das Messegelände. (https://www.sana.sy/en/?p=147053https://www.sana.sy/?p=815334)
Das Sicherheitsmanagement für die Messe hat offenbar optimal funktioniert, wie von den Sicherheitskräften am Schlußtag festgehalten werden konnte. Es gab keine Sicherheitsvorfälle zu verzeichnen. (https://www.sana.sy/?p=815328 vom 16.9.2018)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 15.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=147042 und https://www.sana.sy/?p=814850 (Eliminierung eines Schlupfnestes der Ka­tâ´ib al-ʽIzza am Rand der Stadt Ḥaṣrâyâ in der Provinz Ḥamâ mit einer Anzahl der Terroristen, darunter Ḫâlid Muḥammad al-Maḥmûd, mittels eines Artillerieangriffs. Eine Armee-Einheit geriet in ein Gefecht mit Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî, welche gerade Häuser und öffentliche Einrichtungen nahe der Stadt al-Ḥuwaiz im Nord-Rîf von Ḥamâ mit Sprengsätzen versahen und verminten und tötete bzw. verletzte etliche davon.
Entlang der Linie Arḍ Qâʽ al-Banât weiteres Vorrücken im NW der Tulûl aṣ-Ṣafâ der Provinz as-Suwaidâ´ nach intensiven Kämpfen mit den dort verschanzt gewesenen IS-Terroristen einschließlich zehn Scharfschützen, welche getötet wurden. Damit wurde die Feuerkontrolle über die letzte Wasserstelle erlangt, die den Extremisten verblieben war.)

Damascus-International-Fair, 15.9.2018, Photo: SANA

Am 9. und vorletzten Messetag der Damaskus International Fair, dem 14.9.2018, überschritt der anhaltende Besucherandrang die 500.000-Marke. Reiche Einblicke gewähren: www.sana.sy/en/?p=146995, https://www.sana.sy/en/?p=147034, https://www.sana.sy/?p=814386, https://www.sana.sy/?p=814717, https://www.sana.sy/?p=814778.

Wladimir Sewtschenko als Chef des russischen Koordinations- und Überwachungszentrums in Ḥumaimîm  machte am Fr., 14.9.2018, darauf aufmerksam, daß zu Ğabhatu_n-Nuṣra gehörige Terroristengruppen Chloringas-Kanister in das Areal von Basanqûl, 20 km im SW der Provinzhauptstadt Idlib, gebracht haben im Zusammenhang mit der – schon vielfach thematisierten (s.u.) – Inszenierung eines Giftgasangriffs, dessen in der Folge die SAA beschuldigt wird, um einen westlichen Militärschlag gegen Syrien zu provozieren. Quellen sind u.a. Bürger von Idlib, die ihre Beobachtungen an das Zentrum weiterleiten.  (https://www.sana.sy/en/?p=147099, https://www.sana.sy/?p=815365)

Drohne, Photo: Sputnik News

Auf dem deutsch-russischen Forum in Berlin teilte Rußlands Außenminister Lawrow am 14.9.2018 mit, sein Land sei im Besitz von Informationen, wo die Terroristen in Idlib – in einer unterirdischen Einrichtung – ihre Kampfdrohnen aus dorthin geschmuggelten Teilen zusammenbauten und lagerten:  „We have intelligence information where drones are assembled in Idlib from components smuggled there. … . As soon as we get such information, we will be eliminating such underground workshops that make lethal weapons.“ Dieser würde beseitigt werden. [Zuvor waren immer wieder Angriffe von den im Raum Idlib konzentrierten Terroristen auf bürgerliche Ziele und das russische Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm berichtet worden, vgl.u.]
Sodann stellte Lawrow klar: „What some describe as the beginning of a Russia-supported offensive by the Syrian army is malicious distortion of facts. Both the Syrian forces and we merely react to hit-and-run raids from Idlib.“ (D.h.: Was manche als den Beginn einer russisch unterstützten Offensive der syrischen Armee darstellen, ist eine bösartige Verzerrung der Fakten). Schließlich sei es schwierig diese Drohnen mit üblichen Luftabwehrsystemen zu bekämpfen, indem er ausführte: „It is very hard to detect drones with ordinary air defense weapons. Many of them are made of wood and cannot be seen on radar screens.“ (http://tass.com/politics/1021676)
Während der Plenar­sitzung des Deutsch-Russischen Forums wies Außenminister Lawrow nochmals auf die seitens der White Helmets in Idlib inszenierten Giftgasattacken hin, worüber zuverlässige Informationen existierten. Diese Gruppe werde irrigerweise im Westen immer noch als „Hilfsorganisation“ dargestellt, obwohl sie das Gegenteil sei.
Syrien dagegen [grundlos] des Einsatzes von Chemiewaffen in Idlib zu beschuldigen und – als Reaktion darauf  – einen Angriff anzudrohen, müsse als direkte Unterstützung der Terroristen gewertet werden, welche dazu dient, die Terroristen dazu zu bringen, ein neue Inszenierung ins Leben zu rufen wie die in Ost-al-Ġûṭa [dazu s. Teil VI]. Rußland werde Syrien jedenfalls bei der Bekämpfung des Terrorismus bis zu dessen Eliminierung beistehen, wohingegen nicht ins Land gebetene Streitkräfte das Land zu verlassen hätten, da ihre Präsenz dort völkerrechtswidrig sei.
Idlib sei das letztverbliebene Bollwerk der Terroristen, welche die Bewohner als menschliche Schutzschilde mißbrauchten und ihre Drohnenangriffe auf die russischen Streitkräfte fortführen. Deren Ausgangsbasen werde Rußland als Ziele behandeln, versicherte der Top-Diplomat.
Auch er bestätigte, daß die Rekonziliierungsbemühungen in Idlib liefen und seine Regierung nicht wie die US-geführte Koalition in Mossul und ar-Raqqa agieren werde, wo beiden Städte  vollkommen  niedergemacht wurden. Die Kremlregierung werde [weitere] humanitäre Korridore für die Bewohner von Idlib einrichten; „we will do every­thing not to hurt civilian population,” beteuerte er.
Schließlich sprach er sich für die Aufhebung der westlichen, gegen Syrien verhängten einseitigen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] aus, welche die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge und den Wiederaufbau behinderten, wie für die Umsetzung der UNSC-Resolution Nr.2254, welche den Syrern das Recht zuspricht, selbst über ihre eigenen Zukunft zu entscheiden.  (https://www.sana.sy/?p=814276, https://www.sana.sy/en/?p=146990)

SAA-Vorstoß per Panzer, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 14.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146980 und https://www.sana.sy/?p=814221 (Erfolgreiche Bekämpfung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps während der Fortifizierung ihrer Stellungen außerhalb der Stadt al-Ğanâbira im Nord-Rîf von Ḥamâ mit Eliminierung vieler der Terroristen einschließlich des berüchtigten Anführers der Region, Ḫâlid at-Tînâwî mit Kampfnamen ‘Abû ʽUmar ad-Dimašqî.)

Terroranschlag vom 14.9.2018:
Die von den Sprengungen vom 5.9.2018 (s.u.) übriggebliebenen Reste der at-Tuwaina-Brücke, westlich von Qalʽat al-Maḍîq im Nord-Rîf von Ḥamâ, zerstörten die Terroristen vonal-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî am Morgen mit großen Mengen an Sprengstoff. Sie folgten dabei dem Vorbild der US-angeführten sog. „internationalen Koalition“ und des IS bzgl. der Zerstörung der Brücken über den Euphrat (s. Teil VI). (https://www.sana.sy/?p=814060)

Terroranschlag Aleppo, Quelle: SANA-Archivbild

Terroranschläge vom 13.9.2018:
Im W-Teil der Provinzhauptstadt Aleppo verschanzte Terroristen – sie gehören überwiegend  Ğabhatu_n-Nuṣra bzw. deren Affiliierten an – beschossen mit Raketen die Stadtteile al-Ḫâlidiyya und an-Nîl-Straße; im ersteren wurde ein Mädchen getötet, im letzteren, wo es zum Einschlag hinter der aṭ-Ṭalîʽa-Schule kam, erlitten zehn Personen Verletzungen. Zudem kam es zu Schäden Wohnhäusern, öffentlichen Einrichtungen, Autos etc. (https://www.sana.sy/en/?p=146954, https://www.sana.sy/?p=813574)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 13.9.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=146926 und https://www.sana.sy/?p=813176 (Ein mit Scharfschützen verstärkten, in den Klüften im Gebiet Nord- Ḥamâ verschanzten, die Umgebung der Stadt al-Maṣâ­ṣina beschießenden Terroristentrupp von Katâ´ib al-ʽIzza wurde nach vehementen Gefechten vollends beseitigt einschließlich Sulaimân ʽAlî.
Eine Armee-Einheit im Umland von Idlib griff Bewegungsachsen und Positionen von Ğabhatu_n-Nuṣra  am Stadtrand von at-Tamâniʽa an, zerstörte eine und tötete sämtliche Extremisten darin.
Vormarsch in drei Richtungen in der östlichen Bâdiyya der Provinz Ḥomṣ nach heftigen Gefechten mit IS-Terroristen, deren letzte Schlupfnester dabei beseitigt wurden; überlebende IS-Kämpfer flohen in die Tiefe der Geröllwüste; in verlassenen Lagerstätten der befreiten Gebiete fanden die Kampfmittelräumdienste Automatik-Gewehre, mittlere Maschinengewehre, Sprengstoffgürtel und unterschiedlichste Munition, darüber hinaus entdeckten sie ein Feldhospital.
Ebenfalls Vorrücken gegen die auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Bâdiyya von as-Suwaidâ´ in Felshöhlen etc. verschanzten IS-Terroristen mit Ausweitung der Kontrolle über weitere strategisch bedeutsame Punkte nach zähen, für den IS verlustreichen Kämpfen.)

Berlin, Brandenburger Tor, Photo: sputnik news

Anläßlich seines erneuten Deutschlandbesuches versuchte Rußlands Außenminister die Bundesregierung erneut (vgl. Teil VI) von einem gemeinsamen Vorgehen bei der politischen Lösung der Syrienkrise zu überzeugen. Moskau sei gemäß seiner Erklärung gegenüber DPA vom 13.9.2018 zu einer Diskussion über Möglichkeiten und der Zusammenarbeit zwischen dem Astana-Format und  der sog. mini-internationalen Gruppe bzgl. Syriens  bereit, zu der die BRD zähle. Dazu stellte er nochmals die Grundsätze seiner Regierung hierfür heraus, nämlich eine internationale Kooperation, basierend auf dem Völkerrecht unter Respektierung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität Syriens.
Die internationale Kooperation sei nötig, um Syrien in den Stand zu versetzen, nach Eliminierung der letzten Terroristennester den Weg der politischen Lösung zu beschreiten, der die Rekonstruktion der zerstörten Infrastruktur, den Wiederaufbau der Wirtschaftsaktivität zusammen mit der Rückführung der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat miteinschließt. Letzerem stünden aber auch hindernd die gegen Syrien erlassenen westlichen Sanktionen im Wege.
Lawrow drückte sein Bedauern darüber aus, daß die Bundesregierung sich bislang nicht zur Teilnahme bereitgefunden habe.
Wie schon zuvor Syriens Außenminister Walîd al-Muʽallim (s.u., 11.9.2018) bestätigte auch er, daß sich die drei Garantenstaaten in Genf mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura (s.u.) auf die Zusammenstellung der Kommission zur Diskussion der syrischen Verfassung gemäß den Ergebnissen des Syrian National Dialogue Congress in Sotschi (Teil VI) und der UNSC-Resolution Nr.2254 geeinigt hätten. (https://www.sana.sy/en/?p=146905, https://www.sana.sy/?p=813091)

Außenamtssprecherin Sacharowa in Moskau äußerte angesichts der neuesten Entwicklungen (s.u.) am Do., 13.9.2018 ernste Bedenken aufgrund der US-seitigen Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch voreingenommene Medien zugunsten eines Angriffs auf Syrien. Wörtlich warnte sie: „Regarding the international political point of view, the most serious concern is using of a very seri­ous range of opportunities by Washington: from statements by officials to comments by biased media, the goal seems to be the preparation of public opinion for a new aggression against Syria.“ (https://www.sana.sy/en/?p=146950, https://www.sana.sy/?p=813263)

White Helmets- Inszenierung eines Giftgas-Anschlags, Photo: southfront.org

Im Verlauf der weiteren Vorbereitungen für die seit Wochen geplante durch die lokalen Terroristen (Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte) einschließlich der White Helmets (zur Einordnung s.u. und und bes.  Teil V) auszuführende Inszenierung eines Giftgasanschlags (vgl.u.) in der Provinz Idlib mit dem Ziel, die SAA und damit die Regierung in Damaskus der C-Waffenattacke gegen Bürger zu bezichtigen und somit den Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern, gab das russische Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm am 12.9.2018 die bestätigende Information heraus, die Dreharbeiten der Inszenierung in der Stadt Ğisr aš-Šu­ġûr im Umland von Idlib seien erfolgt und die Filme einigen Nahost-Medien, die mit US-Nachrichtenkanälen verbunden seien, übergeben worden. Dazu verlautete: „According to the irrefutable information, nine scenes of the alleged use of ‘chemical weapons’ by the Syrian troops against the civilians were filmed on September 9 in the city of Jisr al-Shughur in the province of Idleb by the crews of a number of Middle Eastern channels and the regional affiliate of a US television news channel.”  Seit letztem Sonntag (9.9.2018) hätten White Helmets-Terroristen in Ḫân Šaiḫûn die Verfilmung des vermeintlichen „Chemieangriffs“ der SAA unter Verwendung von 22 Kindern trainiert. Diese waren – wie z.B. schon im Fall Dûmâ (s. Teil VI) – zuvor von der [al-Qâʽida-affiliierten] Terrorgruppe Tanẓîm Ḥarâs ad-Dîn zusammen mit ihren Eltern als unfreiwillige Statisten bzw. „Opfer“ der Chemiewaffenattacke entführt worden.  Wörtlich hieß es in der Mitteilung aus  dem Zentrum: „Terrorists from a group calling itself Tanzim Hurras ad-Din [The Guardians of Religion Organization] are engaged in the direct preparation of sites for the detonation of containers loaded with poisonous substances during the shooting of a video about ‘chemical attacks’.” (https://www.sana.sy/en/?p=146863, https://www.sana.sy/?p=812747)
Auch Anwohner hatten sich zu den Vorfällen wieder zu Wort gemeldet und gegenüber Sputnik News Bestätigendes angegeben. Vor allem befürchteten einige, die Terroristen könnten – nach den Erfahrungen in Dûmâ (s. Teil VI)  – dieses Mal ein reales Massaker anrichten, da ja auch Sarin- und Chloringastransporte erfolgt waren (dazu vgl.u.), während andere meinten, diese Container könnten auch der überzeugenderen Wirkung wegen der Staffage dienen. Sie berichteten von verschiedenen Treffen zwischen  Ğabhatu_n-Nuṣra- und White Helmets-Terroristen (s.u.) und Kameraleuten einiger ausländischer Agenturen zwecks Verfilmung der Inszenierungen auf der al-Ġâb-Hochebene, im Nord-Rîf von Ḥamâ und in Ğisr aš-Šu­ġûr. Damit die Mitarbeiter der erwähnten ausländischen Agenturen auch „Überlebende“ interviewen könnten, seien extra zwölf englisch sprechende Bewohner [d.h. unter den zuvor Entführten] ausgesucht worden. Quellen mit Zugang zu Terroristenführern in Idlib bestätigten, daß ein Händler in der Stadt Sarmadâ ein neu entwickeltes integriertes Set moderner Fernsehbildsysteme und  Satellitensender  an die White Helmets, deren erste Charge zur unter Kontrolle von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî stehenden al-Ġâb-Ebene ging, die zweite ins nördliche Umland von Ḥamâ und das von Ğisr aš-Šu­ġûr. (https://www.sana.sy/en/?p=146871, https://www.sana.sy/?p=812739)

IDF versorgt in Süd-Syrien verletzte Terroristen, Photo: FNA

Eine weitere Bestätigung der über die Jahre gesammelten [und u.a. den UN vorgelegten, vgl.u.] Fakten zur IDF-Unterstützung der in Süd-Syrien aktiven Terrorgruppen lieferten israelische Militärs am 13.9.2018 abends über verschiedene Medien. Diese lief ausgerechnet unter dem Namen „the Good Neighborliness Pro­gram”. Über fünf Jahre lang wurden verletzte Terroristen einschließlich von Ğabhatu_n-Nuṣra in die angrenzenden israelisch besetzten syrischen Gebiete [auf dem Golan!] transportiert, in Kliniken behandelt und gesund wieder auf das Schlachtfeld gegen die SAA geschickt. Sie erhielten zudem Nahrungsmittel [die schon mehrfach in verlassenen Terroristendepots gefunden wurden, vgl.u.] und weitere Ausrüstungsgegenstände. Es gehörten auch geheimdienstliche Informationen dazu. Diese Tätigkeit wurde nun – da die Terroristen in Südsyrien von der SAA besiegt wurden – eingestellt, hieß es von Seiten der IDF weiter. (https://www.sana.sy/en/?p=146975, https://www.sana.sy/?p=814015) – Vgl.u. vom 6.9.2018!

UN-Botschafter in Genf, Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, würdigte am 13.9.2018 den Bericht des Sonderberichterstatters für den UN-Menschenrechtsrat in seiner 39. regulären Sitzung über die negativen Auswirkungen unilateral erlassener wirtschaftlicher und finanzieller Zwangsmaßnahmen (Sanktionen) auf die Menschenrechtssituation. Dieser stellte die Notwendigkeit der Aufhebung der gegen Syrien erlassenen solchen Sanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] heraus.  Schließlich seien diese durch nichts gerechtfertigt, widerprächen der UN-Charta und dem Völkerrecht, hätten jedoch schlimme Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der syrischen Bevölkerung der letzten Jahre gehabt, welche – wie die Terroristenaktivitäten – tausende Bürger ins Ausland flüchten ließen. Deren Aufhebung würde nicht nur die humanitäre Situation in Syrien erheblich bessern, sondern die Phase der Hilfsbedürftigkeit hin zu der der Weiterentwicklung positiv verschieben, den Wiederaufbauprozeß fördern und damit die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge sicherstellen. Es bestehe demnach die Notwendigkeit, die Hindernisse bei Bank- und Finanztransfers zu beseitigen, um im Ausland gelagerte eingefrorene syrische Gelder nutzbar zu machen, die in den praktischen Empfehlungen des Berichts erwähnt wurden. Daß die Aufhebung der Sanktionen nicht schon lange erfolgt sei, lasse damit erhebliche Zweifel an der Sorge um die humanitäre Situation in Syrien aufkommen, die von gewissen staatlichen Administrationen immer wieder behauptet wird, wie auch den von diesen Regierungen verfolgten Zielen. (https://www.sana.sy/?p=813190, https://www.sana.sy/en/?p=146932; s.a. UNO kritisiert einseitige Sanktionen gegen Iran und Syrien)

SAA-Schützen in Hama, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 12.9.2018 informieren:  https://www.sana.sy/en/?p=146836, https://www.sana.sy/en/?p=146892 und https://www.sana.sy/?p=812853, https://www.sana.sy/?p=812505 (Etablierung der Feuerkontrolle über weitere Gebiete der Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Ost-Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´, wo die IS-Terroristen, eingeschlossen von der Armee und unterstützenden Kräften,  ihre letzte Bastion in den felsigen Klüften und Höhlen zu halten versuchen. SAAF– und Artillerieangriffe fügten dem Feind weitere Verluste zu. Wieder wurden IS-Versuche, in zähen Gefechten durch die Einkreisung zu brechen und gen Osten zu flüchten, vereitelt mit Zerstörung eines Maschinengewehrbewehrten Kampfwagens.
Artillerieschläge gegen einen Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps beim Anlegen von Fortifizierungen um ihre Stellungen und  Tunnels am westlichen Rand des Dorfes Tal Wâsiṭ im Nord-Rîf von Ḥamâ eliminierten drei dieser Verschanzungen samt Kämpfern. Infanteristen einer anderen Einheit dezimierten nach heftigen Gefechten eine Gruppe Terroristen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî am Rand der Kleinstadt al-Ḥuwaiz auf der al-Ġâb-Ebene, welche gerade dabei waren, verlassene Häuser mit Bomben und Sprengsätzen zu versehen; der Rest floh. Die Artillerie nahm eine Terroristenstellung am Rand von Qalʽat al-Maḍîq, 50 km im NW von Ḥamâ unter Feuer und tötete bzw. verletzte etliche davon.)

Terrroristen-Waffenfund, Photo: SANA

Die im SO-Rîf von Dair az-Zaur mit dem Durchkämmen der Gegend samt Abbau und Entschärfung aufgefundener, von den IS-Terroristen hinterlassener  Minen und Sprengsätze im Umfeld von al-Mayâdîn beschäftigten SAA-Kampfmittelräumdienste fanden am 12.9.2018 wieder Verstecke mit Waffen, unterschiedliche Munition, Funk- und Satelliten-Telekommunikationsgerätschaften, Sprengsätze, Automatik- und schwere Maschinen-Gewehren. (https://www.sana.sy/en/?p=146852, https://www.sana.sy/?p=812590, s.a. https://www.sana.sy/?p=813304)

Terroranschläge vom 12.9.2018:
Die im Umland von Idlib verbreiteten Terrorgruppen – Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierte, unterstützt durch die Erdogan-Regierung laut SANA – griffen am Mittwochabend mit GRAD-Raketen  die Dörfer Saqûbîn und al-Qanğara im N-Rîf von al-Lâḏa­qiyya an. Da sie jedoch hauptsächlich im landwirtschaftlichen Gebiet niedergingen, war der verursachte Schaden zum Glück vergleichsweise gering. (https://www.sana.sy/en/?p=146898, https://www.sana.sy/?p=812902)

Lawrow in Wladiwostok, Photo: SANA

Während eines Forums für angehende Diplomaten aus dem Asien-Pazifik-Raum in Wladiwostok als Teil des dort stattfindenden Eastern Economic Forum bemerkte Rußlands Außenminister Lawrow am 12.9.2018: „I’m satisfied by the fact that we have a very professional channel of communication with the United States between our militaries on problems of the Syrian crisis. … . I assume that the contacts on Syria that we still keep via political channels will help us find mutually acceptable approaches, ac­ceptable first of all from the point of view of the Syrians themselves.” (D.h. Ich bin überzeigt davon, daß wir mit den USA zwischen unseren Militärs über Probleme der syrischen Krise einen sehr professionellen Kommunikationskanal besitzen. … . Ich gehe davon aus, daß die Kontakte bezüglich Syrien, die wir noch über politische Kanäle führen, uns helfen werden, für beide Seiten akzeptable[Lösungs] Ansätze zu finden, Ansätze, die vor allem für die Syrer annehmbar sind.)
Erneut verwies er darauf, daß sich russische Militärs auf Einladung der legitimen Regierung in Syrien befänden ganz im Gegensatz zu der damit völkerrechtswidrigen Präsenz der US-Streitkräfte.
Sodann rief er dazu auf,  den Terrorismus zu bekämpfen anstatt ihn für opportunistische Ziele zu benutzen. Dazu führte er aus: „right now we are facing the threats of terrorism, drug trafficking, organized crime, and I hope that the understan­ding of the need to jointly fight this evil will prevail, instead of playing against each other in this or that si­tu­ation – like in Syria, for example – and to use the threat of extremism to achieve timeserving goals.” (D.h.: Gerade sehen wir uns mit den Bedrohungen durch den Terrorismus, Drogenhandel und die organisierte Kriminalität konfrontiert, und ich hoffe, daß das Verständnis für die Notwendigkeit, dieses Übel gemeinsam zu bekämpfen, überwiegen wird, anstatt in dieser oder jener Situation gegeneinander zu agieren [eigentlich: spielen] – wie z.B. in Syrien – und die Extremismusbedrohung zum Erreichen opportunistischer Ziele zu benutzen). (www.sana.sy/en/?p=146845https://www.sana.sy/?p=812468)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 11.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146759 und https://www.sana.sy/?p=811743, https://www.sana.sy/?p=811840 (Zerstörung eines Terroristenschlupfnests am Ortsrand von Qalʽat al-Maḍîq, ca. 50km im NW von Ḥamâ gelegen, mitsamt allen Kämpfern von  Ğabhatu_n-Nuṣra einschließlich von Mu­ḥammad Ziyâd ʽAbdullâh, wie einer Raketenabschußanlage in der Kleinstadt al-Laṭâmina (vgl.u.), ca. 35km nördlich der Provinzhauptstadt.
Begleitet von SAAF- und Artillerieangriffen Vorrücken im al-Ğurf aṣ-Ṣaḫrî-Gebiet in der Nachbarschaft der Tulûl aṣ-Ṣafâ in der Ost-Bâdiyya von as-Suwaidâ´ nach harten, für die IS-Terroristen verlustreichen Gefechten.)

Nachdem das russische Verteidigungsministerium am 8.9.2018 die Information herausgegeben hatte, daß die Vorbereitungen zum seit Wochen geplanten terroristischen Giftgasanschlag (vgl.u.) in der Provinz Idlib mit dem Ziel, die SAA und damit die Regierung in Damaskus der C-Waffenattacke gegen Bürger zu bezichtigen und somit den Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern, abgeschlossen seien, erging am 11.9.2018 die Mitteilung, daß aufgrund verläßlicher Informationen das Verfilmen des aufgebauten Szenariums am Dienstag begonnen habe (zur Aktualisierung s.u.!). Dazu seien Filmcrews von TV-Kanälen aus dem Nahen Osten [bekannt für ihre früheren fake news bezüglich Syrien!] und eine aus den USA in Ğisr aš-Šuġûr angekommen. Es sei geplant, die Filme anschließend Massenmedien zu übergeben, wie das schon früher passiert ist. (https://www.sana.sy/en/?p=146766)

Passend zu dieser Meldung sind – wohl nur rein zufällig? – seit dem 10.9.2018  staatliche syrische Mitteilungen, sei es von SANA, dem Verteidigungsministerium oder dem Präsidentschaftsbüro bei Youtube gesperrt! (S. YouTube Bans Syrian State-Run, Pro-Government Channels Amid Expected Escalation Over Idlib Offensive) – Die vielen Schwierigkeiten, Zugang zu Nachrichten jenseits der Mainstream-Medien zu er- und behalten, wurden in diesem Thread immer wieder thematisiert.

Zum Terroristen-Staging eines C-Waffenangriffs zur Verfilmung, Photo: pars today

Bei der von russischer Seite anberaumten UNSC-Sitzung zu Syrien am 11.9.2018 wie Rußland UN-Gesandter Wasili Nebensja in seiner Rede darauf hin: „A number of western states are preparing to carry out a military intervention in Syria and launch strikes on governmental sites under the pretext of responding to the alleged use of toxic sub­stances by Damascus.” (D.h.: Eine Reihe westlicher Staaten bereitet sich auf eine militärische Intervention in Syrien und die Durchführung von Angriffen gegen Regierungsstandorte unter dem Vorwand der Reaktion auf die vorgebliche Verwendung toxischer Substanzen durch Damaskus vor.) Die Haltung dieser Staaten laufe darauf hinaus, die mit den Astana-Konferenzen erfolgreich eingeleitete politische Beilegung der Syrienkrise zu torpedieren. Nochmals machte er in dem Zusammenhang auf den Umstand aufmerksam, daß Syrien überhaupt keine C-Waffen mehr besitzt, da sie wie die Produktionsanlagen unter Aufsicht und mit nachfolgender Bestätigung der OPCW 2014 vernichtet wurden (s.a. Teil I). Die Terroristenkonzentration im Raum Idlib müsse – entsprechend den UNSC-Resolutionen (z.B. Nr.2170f, Nr.2199) hierzu – jedenfalls vernichtet werden.
Wenn die US-Administration wahrhaft Bedenken wegen der behaupteten, noch bestehenden C-Waffenstandorte der syrische Armee hätten, warum habe sie dann nicht  eine Liste solcher Lagerstätten, die Ziele der angedrohten westlichen Raketenangriffe auf Syrien sein würden, erstellt und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) übergeben, damit deren Inspektoren sie hätten kontrollieren kön­nen. Daran anknüpfend kritisierte die Außenamtssprecherin Sacharowa in Moskau selben Tags: „Eine Woche ist vergangen, aber soweit wir wissen, wurden der Organisation für das Verbot chemi­scher Waffen keine Informationen oder Anträge vorgelegt, und dies zeigt erneut, dass die wahren Absichten der drei westlichen Länder (USA, Frankreich und Großbritannien) auf illegalen Überle­gungen basieren.“ (https://www.sana.sy/en/?p=146812, https://www.sana.sy/?p=812329)
Alexander Schulgin, Rußlands permanenter OPCW-Vertreter, richtete daher auch den Aufruf an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen dahingehend, sich dafür einsetzen, daß keine provokativen Handlungen [d.h. seitens der Terroristen in Idlib (vgl.u.) zur Herbeiführung eines westlichen Militäraktion auf einen Wink aus dem Ausland] stattfinden [zu den entsprechenden, inzwischen abgeschlossenen Vorbereitungen s.u.!]. (https://www.sana.sy/?p=812547, www.sana.sy/en/?p=146851)

Tulsi Gabbard im US-Kongreß, Photo: SANA

Anläßlich der 17. Wiederkehr der Terroranschläge  vom 11.9.2001 in den USA konstatierte die US-Kongreßabgeordnete Tulsi Gabbard im Repräsentantenhaus am 13.9.2018, die IS- und andere Terrororganisationen in Syrien zu beschützen sei ein Verrat an den Opfern der Terroranschläge  vom 11.9.2001. Obwohl der Präsident und sein Stellvertreter zwei Tage zuvor ihre Betroffenheit ob dieses Geschehens bekundet hätten, beschützten sie derzeit 20 – 40.000 Mitglieder von al-Qâʽida und anderer Terrorgruppen in Syrien, indem sie Syrien, Rußland und dem Iran drohten, falls sie genau diese Terroristen bekämpften. Das sei ein Verrat an den US-Bürgern, insbesondere aber an den Opfern – auch in US-Uniform – und ihren Familien. – Schon in früheren Statements hatte Gabbard beteuert, die US-Administration unterstütze in Syrien Terrorgruppen, die mit dem IS bzw. al-Qâʽida affiliiert seien, die jedoch als „Opposition“ tituliert würden, und rief zum Stop dieses Verhaltens auf. (https://www.sana.sy/?p=814100, https://www.sana.sy/en/?p=147038)

Kritisch die gegen Syrien von westlicher Seite erhobenen Vorwürfe bzgl. Einsatzes von C-Waffen bei (künftigen) militärischen Operationen im Raum Idlib als unzutreffend abweisend äußerte sich auch nochmals Vize-Premier- und Außenminister Walîd al-Muʽallim im Interview gegenüber dem am 11.9.2018 veröffentlichten internationalen Magazin al-Ḥayât. (https://www.sana.sy/?p=812219, https://www.sana.sy/en/?p=146818). Desgleichen gilt für den Botschafter Ḥusâm ad-Dîn Âlâ, dem permanenter Repräsentanten bei den UN in Genf. (https://www.sana.sy/?p=812218, https://www.sana.sy/en/?p=146815; s.a. https://www.sana.sy/?p=813214) – Beide sind als Entgegnungen eine notwendige Ergänzung der Diskussion; Wesentliches daraus ist jedoch schon erwähnt worden (vgl.u.). Wegen der begrenzten Übersetzungskapazitäten  muß es daher dem Leser überlassen werden, sich den Originalartikeln zuzuwenden.

Deutsche Tornado-Kampfflugzeuge, Photo: AFP/gettyimages

Ähnlich wie bzgl. der Angriffe vom April 2018 kommt auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin in seiner zehnseitigen Expertise zu dem Schluß: „Im Ergebnis wäre eine etwaige Beteiligung der Bundeswehr an einer Repressalie der Alliierten in Syrien in Form von ,Vergeltungsschlägen‘ gegen Giftgas-Fazilitäten völker- und verfassungswidrig„. (https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bundestags-gutachten-syrien-einsatz-der-bundeswehr-waere-rechtswidrig-2-a2634292.html u.a.) – Laut vorhergehender Meldung der Bild-Zeitung war eine Beteiligung der Bundeswehr im Verteidigungsministerium zuvor diskutiert worden.
In Syrien würdigte man die Bewertung am 12.9.2018  mit einem eingehenden Artikel:  https://www.sana.sy/?p=812535

UNSC-sitzung zu Syrien, Photo: SANA

Nachdem aus dem Verteidigungsministerium in Moskau verlautete, daß die Terroristenkonzentration im Gebiet Idlib nicht tolerabel sei, für Syrien wie für die Welt nicht. Aufgrund der letzten Meldungen bzgl. der Verfilmung des Giftgasattacken-Szenariums (s.u.) forderte Rußland am 11.9.2018 daher eine UNSC-Sitzung zum Sachverhalt.  Auch sollten die Ergebnisse des letzten Gipfeltreffens in Teheran (s.u.) besprochen werden. (https://www.sana.sy/?p=811717https://www.sana.sy/?p=811550, s.a. https://www.rt.com/on-air/438185-un-security-council-idlib/)

Die britische Labour-Abgeordnete Emily Thornberry (von der Opposition für den Posten der Außenministerin ausersehene Politikerin) insistierte am 11.9.2018 während einer Parlamentssitzung zum Syrienkrieg darauf,  nicht auf  „open sour­ce intelligence provided by proscribed terrorist groups” für den Fall eines gemeldeten C-Waffenangriffs in Syrien zu vertrauen und entsprechend zu reagieren [d.h. nicht mit einem Militärschlag gegen Syrien]. (https://www.rt.com/uk/438161-idlib-syria-thornberry-chemical/)

Erstes von Syrern gebautes Flugzeug, Saḥâb 73, vorgestellt auf der 60. Damascus International Fair, Photo: SANA

Ing. Ṣafwân stellte auf der 60. Damascus International Fair am 11.9.2018 das erste in Syrien gebaute Flugzeug, die Saḥâb 73, vor. Entworfen wurde sie von zehn Absolventen der Military Engineering Academy und der Higher Institute of Applied Sciences.(https://www.sana.sy/en/?p=146753, https://www.sana.sy/?p=811590)

Am 11.9.2018 setzten die Repräsentanten der drei Garantenstaaten des Astanaformats ihre Gespräche mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura in Genf fort. (https://www.sana.sy/?p=811749, https://www.sana.sy/en/?p=146770)
Im Nachgang unterstrich Alexander Lawrentiew als Leiter der russischen Delegation  die Notwendigkeit, die Terrororganisationen in Syrien bis zu deren kompletter Eliminierung zu bekämpfen. Deren weitere Präsenz im Land sei untragbar. Laut Russia Today bemerkte er aufgrund der vorangegangenen Gespräche zur Situation in Idlib: „Russia and other guarantor states are exerting all possible efforts to solve the issue of Idlib with the less possible losses along with guaranteeing the safety of civilians.” (https://www.sana.sy/en/?p=146824, https://www.sana.sy/?p=812362)

Kaum scheint – dank des Versuchs der möglichst weiten Bekanntmachung trotz Totschweigens durch die Mainstream-Medien – die Giftgasinszenierung durch White Helmets und Co. (s.u.) erst einmal (!) gebannt, wird auch schon – gemäß dem üblichen Themenhopping –  die alte Mär der Faßbomben wiederbelebt. Vgl. dazu die Stellungnahmen durch Präsident Dr. al-Assad in den Interviews  vom 10.2.2017 (ab Frage 37)  vom 3.11.2016 (ab Frage 7)  vom 19.10.2016 (ab Frage 20)!

Während seines Interviews mit der Istanbuler Tageszeitung Akşam gab der türkische Staatspräsident Erdogan an, die US-Administration habe die kurdischen YPG-Kämpfer u.a. in der syrischen Provinz Dair az-Zaur auch dadurch unterstützt, daß sie ihnen beim Verkauf – von illegal gefördertem – Erdöl im Wert von ca. 300 Millionen US-$ auf inter­nationalen Märkten behilflich war.  Dies wie die US-Hilfen für die Kurden in Nord-Syrien habe er dem russischen Staatspräsidenten Putin beim Gipfeltreffen in Teheran am vergangenen Freitag mitgeteilt, worüber sich jener gewundert habe. (http://parstoday.com/de/news/middle_east-i43408-erdogan_usa_zahlen_syrischen_kurden_300_millionen_dollar vom 10.9.2018)

Publikumsandrang, 60. Damascus International Fair, 5. Tag, Photo: SANA

Am 5. Messetag verzeichnete die Damascus International Fair 273.000 Besucher. Mehrere Abkommen wurden unterzeichnet. (https://www.sana.sy/?p=811611)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 10.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146697 und https://www.sana.sy/?p=810744 (Bei Artillerieangriffen auf Terroristen-Bewegungen entlang der Verbindungsstraße zwischen Qalʽat al-Maḍîq und dem Ğabal Šaḥšabû im entfernten NW der Provinz Ḥa­ma wurden sämtliche von deren Kämpfern eliminiert einschließlich Ḫâlid al-Ḥussain alias Abû Walîd. Mehrere Terroristen-Schlupfnester sowie die Raketenabschußanlagen innerhalb der befestigten Terroristenbasen in al-Laṭâmina und Kafar Zaitâ im Nord-Rîf wurden zudem gezielt zerstört.
Im Süd-Rîf von Idlib wurde den Terroristen in ihren Fortifikationen in der Stadt al-Hubaiṭ im Gebiet von Ḫân Šaiḫûn bedeutende Verluste an Kämpfern und Bewaffnung beigebracht.) 

Mehrfachraketenwerfer, Photo: wikipedia.org

Terroranschläge vom 10.9.2018:
Im Nord-Rîf von Ḥamâ feuerten die in ihren langjährigen Hochburgen Kafar Zaitâ und al-Laṭâmina verschanzten Terroristen mittels Mehrfachraketenwerfersystems Raketen auf den Militärflughafen von Ḥamâ; Raketen trafen auch den al-Muʽallimîn-Park in der Provinzhauptstadt Ḥamâ, abgeschossen von Terroristen im Umkreis des Dorfes Arza. Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden, jedoch   – vor allem im letzetren Fall – zu materillen Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum.  Die Armee reagierte mit gezielten Attacken auf die Abschußorte und fügte den Terroristen dort bedeutende Verluste zu.  (https://www.sana.sy/en/?p=146746, https://www.sana.sy/?p=811460)

Die Regierung der Niederlande hat sich am 10.9.2018 dazu entschlossen, die Unterstützung für 22 gegen die Regierung in Syrien kämpfende Gruppen, d.h. sog. „moderate bewaffnete Oppositionelle“ (zur MAO s.u. bzw. ab Teil II), „militante Gruppen“, die White Helmets (zur Einordnung s.u. und bes.  Teil V) und eine eindeutig sogar vom eigenen Justizministerium terroristisch klassifizierte Gruppe, zu kappen, diejenige für die White Helmets jedoch erst zum Jahresende. Interessant ist auch die Begründung! In einem Schreiben des Außenministers Stefanus Abraham Blok wie der Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit, Sigrid Kaag, an das Unterhaus des Parlaments, veröffentlicht auf der Regierungswebseite, heißt es dazu: das Programm „did not bring the expected results” und die Regierungsarmee in Syrien „will soon win.” Die Lieferungen im Wert von über 80 Millionen US-$ umfaßten verschiedenerlei Ausrüstungsgegenstände einschließlich Satellitentelefone, Militäruniformen und die bei den Terroristen in Syrien – inklusive des IS (vgl. z.B. Teil V) – für den Umbau zu Kampfwagen so beliebten Toyota Hilux pick-up Trucks, wie Sputnik News berichtete. Aufgedeckt wurde der Sachverhalt durch zwei niederländische Journalisten der Tageszeitungen Nieuwsuur und Trouw. Weitere Einzelheiten wurden für die nächsten Tage versprochen. Einige Parlamentarier  zeigten sich von den Rechercheergebnissen schockiert, verurteilten diese Aufwendungen scharf und verlangten von der Regierung Aufklärung, darunter Dr. Pieter Herman Omtzigt von der Partei Christen-Democratisch Appèl und Sjoerd Wiemer Sjoerdsma von der Partei D66. (https://www.sana.sy/?p=811687, s.a. https://www.rt.com/news/438117-netherlands-syria-militants-funding/)

In Genf treffen sich am 10. und 11.9.2018 die Repräsentanten der drei Garantenstaaten des Astanaformats (nach dem Treffen von deren Staatschefs am Freitag in Teheran, s.u.!) mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura. Als der Leiter der russischen Diplomatendelegation, Alexander Lawrentiew,  am Flughafen ankam, beantwortete er die Journalistenfrage nach den Entscheidungen der folgenden Besprechungen als noch „zu früh“.  Die Diskussionen würden sowohl offiziell als auch nicht offiziell sein. (https://www.sana.sy/?p=810585, https://www.sana.sy/?p=810660)

Aramäischer Steinlöwe, Photo: SANA

In der Stadt Muzairîb im West-Rîf von Darʽâ konnten am 10.9.2018 ein 4.000 Jahre altes Artefakt dank Informationen aus der Bevölkerung vor dem Verkauf ins Ausland bewahrt und  die Schmuggler gefangengenommen werden. Das Stück, das einen Steinlöwen aus aramäischer Ära in der Größe 65 mal 35cm darstellt, ist nach seinem Raub in der Gegend von al-Masmaka versteckt gewesen. Dort wollten es die Schmuggler nach Mitternacht holen und abtransportieren. Darüber informierte Dr. Muḥammad Ḫair Naṣrullâh als Chef des Denkmalamts (DGAM) der Provinz die Medien. Nach Eingang der Informationen habe man die Polizei kontaktiert, welche die Täter in flagranti überwältigen konnte. Die Statue wurde daraufhin in das Natio­nal Museum Darʽâ gebracht und wird dort untersucht, machte dessen Leiter Ayham az-Zuʽbî deutlich. (https://www.sana.sy/en/?p=146692, https://www.sana.sy/?p=810660)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 9.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146623, https://www.sana.sy/en/?p=146610 und https://www.sana.sy/?p=809910,  https://www.sana.sy/?p=809885 (Nach weiteren heftigen Gefechten mit den auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ in felsigen Höhlen verschanzten IS-Terroristen war nach Eliminierung etlicher der Extremisten und ihrer Basen ein Vorrücken um 1km in der Ost-Bâdiyya (Geröllwüste) der Provinz as-Suwaidâ´ möglich. Präzise ausgeführte SAAF- und Artillerie-Angriffe richteten sich gegen IS-Stellungen, -Schlupfnester und -Fortifikationen. Nach Durchbrechung einer feindlichen Verteidigungslinie zerstoben die IS-Terroristen. Es gelang weiterhin, den Zugang zu den Wasserresourcen abzusperren.
Zerstörung von einem Munitionsdepot samt Kampfwagen und Abschußvorrichtungen für Granaten dern Katâ´ib  al-ʽIzza in Tal aṣ-Ṣayâd nördlich von Kafar Zaitâ im Nord-Rîf von Ḥamâ mit Beseitigung einiger der Terroristen. Am Ortsrand von Kafar Zaitâ, 38km nördlich der Provinzhauptstadt Ḥamâ Vernichtung eines Ğabhatu_n-Nuṣra-Trupps  einschließlich der identifizierten Extremisten Sâmir Suwaidân alias Bâbû Tuks und ʽAbd ul-ʽAzîz Muʽain Subaiʽ. Kafar Zaitâ gilt als eine der Hauptbastionen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten.)

US-Phosphorbomben-Einsatz gegen die Stadt Hağîn / Provinz Dair az-Zaur, Photo: SANA

Am So., 9.9.2018, ließ das Verteidigungsministerium in Moskau durch das russischen Koordinations- und Überwachungszentrum in Ḥumaimîm in einer offiziellen Verlautbarung mitteilen, daß am Vortag, dem 8.9.2018, zwei US-Kampfjets der US-geführten Koalition die Stadt Hağîn, 110km östlich von Dair az-Zaur mit den international geächteten Phosphorbomben attackieren ließ. In der Verlautbarung hieß es dazu: The strikes erupted huge fires in the region while information about casualties are under verification.” (https://www.sana.sy/en/?p=146650, https://www.sana.sy/?p=810431) – Dies ist nicht der erste Einsatz von Phosphorbomben durch US-Kampfjets in Syrien während der Kriegjahre: vgl. Teil VI und früher!

Bereits am Sa.,  8.9.2018, hatte es einen Angriff seitens der – US-unterstützten – Militanten von al-Asâyiš, welche den militärischen Flügel der PKK darstellen, in al-Qâ­mišlî  in der NW-Provinz al-Ḥasaka auf eine SAA-Patrouille gegeben, meldete SANA tags darauf aufgrund von Benachrichtigungen durch Anwohner. Die al-Asâyiš-Kämpfer eröffneten dabei ohne vorherige Warnung das Feuer – teils durch Heckenschützen – auf die Soldaten am Kreisverkehr, worauf die SAA-Patrouille zurückfeuerte und sich eine Gefechtssituation ergab, bei der etliche der Militanten getötet wurden, jedoch auch ebenso SAA-Soldaten. Der als ruchlos bezeichnete Aggressionsakt sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als die USA ihre Truppen in einigen Gegenden der Provinz aufstockten – in klarer Verletzung des Völkerrechts und der syrischen Souveränität. Dabei gingen auch Waffenlieferungen an Terroristen und lokale Milizen, um die Lage in Syrien weiter zu destabilisieren. (https://www.sana.sy/en/?p=146647, https://www.sana.sy/?p=810381) – Zu al-Asâyiš -Übergriffen auf die Bevölkerung und  Schulen der Gegend s.u.!

Erfindermesse al-Bâsil als Teil der Damaskus International Fair, Photo: SANA

Innerhalb der Damaskus International Fair, welche am 3. Tag 104.000 Besucher angelockt hat, eröffnet am 9.9.2018 die Erfindermesse al-Bâsil ihre Tore. Gut 700 Erfinder präsentieren dieses Jahr ihre Produkte. (https://www.sana.sy/en/?p=146588)

Unter Rückgriff auf einen Bericht von al-Mayâdîn meldet Pars Today am 9.9.2018, ein hochrangiges Ğabhatu_n-Nuṣra-Mitglied, zuständig für den Bau und die Verbesserung von mit Chemikalien bestückten Raketen, welche sich derzeit in der Provinz Idlib befänden, habe sich  in die Türkei abgesetzt. (S. Raketen-Konstukteur der Nusra-Front flieht in die Türkei)

„Sachschaden“nach Terroranschlag, Photo: SANA

Terroranschlag vom 9.9.2018:
Die im Umkreis von Qalʽat al-Maḍîq in Stellung gegangenen Terroristen attackierten mit Raketenbeschuß die Wohnbereiche der Stadt as-Suqailibiyya im Nord-Rîf von Ḥamâ, wobei drei Bewohner unterschiedlich schwer verletzt wurden und Schäden an Häusern und weiterem privatem und öffentlichem Eigentum verursacht wurden. (https://www.sana.sy/en/?p=146601, https://www.sana.sy/?p=809844)

Über die Grenzübergänge ad-Dabûsiyya und Ğudaidat Yâbûs kamen am 9.9.2018 wieder zwei Gruppen von Flüchtlingen in ihre Heimatorte zurück, welche zuvor im Libanon Zuflucht vor den Terroristen gefunden hatten. (https://www.sana.sy/en/?p=146604, https://www.sana.sy/?p=809849)

SAA in der felsigen Bâdiyya von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 8.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146524 und https://www.sana.sy/?p=809229 (In den Tiefen der Geröllwüste (Bâdiyya) im Ost-Rîf der Provinz as-Suwaidâ´ baute die Armee ihre Stellungen in den felsigen Tulûl aṣ-Ṣafâ aus, zuvor wurden weitere IS-Schlupflöcher und fortifizierte Stellungen samt Extremisten eliminiert. Artilleriefeuer „begleitete“ flüchtende IS-Kämpfer und sorgte für die Beibehaltung der unterbrochenen Nachschubrouten.)

Gemäß einer Armee-Quelle gegenüber Murâsalûn-News (Muraselon News‏ vom 8.9.2018) sollen Einsätze der SAAF und russischer Kampfjets in Nord-Ḥamâ und Süd-Idlib die seit langem erwartete Militäroperation gegen die in der Provinz Idlib konzentrierten Terroristen einleiten. Befördert habe dies auch der letzte massive Terroranschlag auf die Stadt Maḥarda (s.u.)

Zeugenvernahme zum angeblichen Giftgasvorfall in Dûmâ beim OPCW.Sitz in Den Haag am 26.4.2018, Photo: SANA

Laut Mitteilung von Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, vom Sa., 8.9.2018, seien die Vorbereitungen zum seit Wochen geplanten terroristischen Giftgasanschlag (vgl.u.) abgeschlossen, nachdem sich Führer von Ğabhatu_n-Nuṣra, al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî und Repräsentanten der White Helmets getroffen und die einzelnen Aufgaben unter sich genau verteilt hätten. Dies gehe aus Quellen vor Ort und Medien berichten hervor. Das Szenarium, zu dem im Vorfeld auch schon Kinder als ausersehene Opfer entführt worden waren (vgl.u., al-Mayâdîn-Meldung) sei für den Abend des 8.9.2018 im Areal von Ğisr aš-Šuġûr, Sarâqib, Taftanâz und Sarmîn in aussicht genommen. Die Beteiligten warteten nur noch auf ein Signal aus dem Ausland. (https://www.sana.sy/?p=809284, https://www.sana.sy/?p=809284) – Auffällig in dieser Hinsicht ist, daß sich die Mainstream-Medien nach längerer Pause gerade heute nachmittag mit der Meldung von massiven Bombardements der syrischen und russischen Streitkräfte im Raum Idlib zu Wort gemeldet haben. Wäre da der SAA nicht auch das Giftgasszenarium zuzutrauen??!
Siehe dazu auch die Wortmeldung einer Mutter in einem Bericht von in einem Bericht von al-Mayâdîn, welche sich um den Verbleib ihres Kindes sorgt, das von den White Helmets mit einer Gruppe weiterer Kinder im Umland von Idlib entführt wurde und seither an unbekanntem Ort festgehalten werde.

Terroristenwaffenfund ar-Rastan, Photo: SANA

Am Sa., 8.9.2018, wurde bei den Farmen von ar-Rastan, 25km nördlich von der Provinzhauptstadt Ḥomṣ, während der Entminungsarbeiten ein Depot mit einer großen Menge an Waffen, Munition und  medizinischer Ausrüstung der früher in der nahen Stadt verbarrikadierten Terroristen gefunden. (https://www.sana.sy/?p=809253, https://www.sana.sy/en/?p=146530)
Zudem wurde ein Terroristenversteck mit geraubten archäologischen Artefakten bei den Farmen von ar-Rastan entdeckt. (https://www.sana.sy/en/?p=146557, https://www.sana.sy/?p=809463)

Terroranschlag vom 8.9.2018:
Ein 13-Jähriger wurde durch die Detonation einer Landmine in der Stadt an-Nuʽaima im Nord-Rîf von Darʽâ getötet, welche die Terroristen dort vor ihrer Niederlage gegenüber der SAA ausgelegt hatten. (https://www.sana.sy/?p=809280, https://www.sana.sy/en/?p=146527)

Damascus International Fair, Photo: SANA

Am zweiten Öffnungstag, dem 8.9.2018, verzeichnete die 60. Damascus International Fair eine Besucherzahl von  112.000. (https://www.sana.sy/en/?p=146511) – Über die einzelnen Aktionen und Details geben Artikel von SANA weitere Auskunft.

In den befreiten Stadtteilen der Provinzhauptstadt Darʽâ werden Bauschutt und Barrieren von den Hauptstraßen entfernt. (https://www.sana.sy/?p=809245, 8.9.2018)

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 7.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146399 und https://www.sana.sy/?p=808559 (Weiteres Vorrücken auf einer Länge von 1km im Gebiet von Arḍ Qâʽ al-Banât im NW der Tulûl aṣ-Ṣafâ im Ost-Rîf der Provinz as-Suwaidâ´ nach zähen, für die dort verschanzten IS-Terroristen aber verlustreichen Gefechten; desgleichen gilt für die SAA-Einheiten im Westen der Anhöhen. Der Vormarsch gestaltet sich langsamer als sonst, da bei der Taktik in dem felsigen und höhlenreichen Terrain Rücksicht auf die ca. 30 Geiseln der Terroristen genommen werden muß und wird)

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî im UNSC, Photo: pars today

In der Sache „Idlib“ wandte sich der UN-Gesandte Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî am 7.9.2018 im UN-Sicherheitsrat (UNSC) nochmals an das Auditorium: In seiner Darlegung machte er darauf aufmerksam, Terroristen aus der Provinz] Idlib zu vertreiben, sei souveränes Recht und Pflicht der syrischen Regierung, welche damit auf die UN-Charta und die UNSC-Resolutionen zur Terrorismusbekämpfung bauen könne. Die dazu nötige Aktion entspreche der Forderung von Millionen von syrischen Bürgern einschließlich derer von Idlib [dazu vgl.u. bzw. Teil VI], die immer noch unter der Terroristenbesatzung zu leiden habe.  Kein Staat und keine Seite habe die Berechtigung, dieses Recht zu untergraben, noch das auf politische und mediale Ausbeutung des Leidens der Menschen von Idlib mit dem Ziel, die syrische Regierung davon abzubringen, Sicherheit, Stabilität und ein normales Leben in dieser Provinz wiederherzustellen.
Daß bestimmte Seiten die Terroristen in Idlib verteidigten, sei ein verzweifelter Versuch, diese Terroristen zu schützen und deren Ablaufdatum (expiration date) in die Länge zu ziehen, damit sie sie in andere Länder transportieren und dort als „sehr gemäßigte Opposition“ („very moderate op­position“, zur MAO s.u. bzw. ab Teil II) präsentieren könnten.
Niemand sei mehr um das Wohlergehen der syrischen Bevölkerung besorgt als Syrien selbst. das sei auch der Grund dafür, warum man den Weg der Rekonziliierung (s. ab Teil II)  beschritten habe.
Die habe man immer vor einer Militäraktion favorisiert, um die Bevölkerung zu schonen, wie die Gelegenheit zur Waffenniederlegung und Distanzierung von den Terrororganisationen für die bewaffneten Gruppen. Doch die Terroristen in Idlib weigerten sich, die Waffen niederzulegen und Syrien zu verlassen dorthin, woher sie auch immer gekommen waren.
Außerdem bemerkte der UN-Gesandte: „Those who facilitated the entry of foreign terrorists into Syria, including the Turkish govern­ment, can still withdraw them from Idlib, just like they did with their White Helmets members whom they had smuggled in cooperation with Israel before shipping them to Idleb to prepare for another terrorist crime using chemical weapons.” (D.h.: Diejenigen, die das Eindringen ausländischer Terroristen nach Syrien erleichterten – einschließlich der türkischen Regierung – können sie immer noch aus Idlib zurückziehen, genauso wie sie es mit ihren „White Helmets“ getan haben [dazu s. Teil VI], die sie in Zusammenarbeit mit Israel ausgeschmuggelt hatten, bevor sie sie nach Idlib zur Vorbereitung eines weiteren terroristischen Verbrechens mittels chemischer Waffen transportierten.)
Die syrische Regierung hat alle notwendigen Schritte unternommen, um Zivilisten zu schützen und sie über sichere Korridore zu evakuieren, ähnlich wie in anderen Gebieten geschehen. Syrien sei sich sehr wohl der humanitären Verantwortung bewußt, die aus der Befreiung von Idlib von  Ğabhatu_n-Nuṣra und deren Affiliierten erwachse.
Die Präsidentschaft des Sicherheitsrates besetze jetzt sowohl die Seite des Gegners als auch des Richters; stellt am einen Tag die Diskussion über die Situation in Nicaragua in den Fokus, heute die Diskussion über die Situation in Idlib und morgen wird womöglich Venezuela an der Reihe sein, dann der Iran. Dabei betonte Dr. al-Ğaʽfarî, die USA, Großbritannien und Frankreich nutzen ihre regelmäßige Ratspräsidentschaft aus, um Feindseligkeiten gegen Syrien zu schüren und Drohungen aufeinanderzuhäufen, sobald die syrische Armee und ihre Alliierten einen Erfolg gegen die terroristischen Handlager dieser Regierungen erzielt hätten.
Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs und ihre Handlager  in der Region seien der Hauptgrund für das Leiden der Syrer, indem sie sie die Krise weiter eskalieren ließen und zu verlängern versuchten; dazu benutzten sie den Takfîr-Terrorismus, den sie in den 1980ern geschaffen hatten, um ihn gegen Staaten einzusetzen, die sich ihren Diktaten nicht beugten.
Bezüglich des geplanten Giftgas-Szenariums setzte er hinzu: „In light of the information provided to the Security Council about the preparations made by terrorists and White Helmets members to use chemical weapons and lay the blame on the Syrian go­vernment to provoke a new partitive aggression against it, Syria reiterates its demand that the three countries who have influence over terrorist organizations must use that influence to prevent them from using any chemical weapons or materials that could be used as an excuse to elicit direct intervention and ag­gression by their supporters against Syria.” (D.h.: Angesichts der Informationen, die dem Sicherheitsrat über die Vorbereitungen der Terroristen und White Helmets-Mitglieder zwecks Verwendung von Chemiewaffen übergeben wurden und den Grund zur Beschuldigung der syrischen Regierung abgeben sollen, um damit eine neue partielle Aggression gegen sie zu provozieren, wiederholt Syrien seine Forderung, daß die drei Länder, die Einfluß auf terroristische Organisationen haben, diesen Einfluß nutzen müssen, um sie daran zu hindern, irgendwelche chemischen Waffen oder Materialien einzusetzen, die als Vorwand für eine direkte Intervention und Aggression ihrer Unterstützer gegen Syrien genutzt werden könnten.)
Insgesamt seien die Versuche, mit Investition in den Terrorismus Syrien [Erfolg zu haben], fehlgeschlagen. Dr. al-Ğaʽfarî beendete seine Rede mit den Worten: „the libe­ration of Idlib from Jabhat al-Nusra and groups affiliated to it will be the last nail in the coffin of ter­rorism, frustrating those who bet on it and invested billions of dollars in it, those whose yelling fills the halls of this organization much like what happened when the Syrian Army was about to liberate the eastern neighborhoods of Aleppo city, the eastern Ghouta, and Daraa and its countryside.” (D.h.  Die Befreiung Idlibs von Ğabhatu_n-Nuṣra und ihren Affiliierten werde der letzte Nagel zum Sarg des Terrorismus sein; [sie werde] diejenigen frustrieren, die darauf bauten und Milliarden von Dollars darin investieren, diejenigen, deren Geschrei die Hallen dieser Organisation ähnlich erfüllte, als die syrische Armee im Begriff war, die östlichen Stadtteile Aleppos, Ost-al-Ġûṭa und Darʽâ samt Umland zu befreien). (https://www.sana.sy/?p=808854, https://www.sana.sy/en/?p=146447)

Öffentliche Begräbniszeremonie nach dem Terrorakt gegen Bewohner von Maḥarda, Photo: SANA

Terroranschlag vom 7.9.2018:
Der hauptsächlich von Christen bewohnte und in den letzten Kriegsjahren wiederholt für Terroranschläge (s.u.) zum Ziel genommene Stadt Maḥarda im Nord-Rîf von Ḥamâ war auch am 7.9.2018 Schauplatz eines solchen: Die im noch von Terroristen – al-Qâʽida-Ablegern! – besetzten Gebiet (angrenzend an jenes von Idlib!) abgeschossenen Raketen  töteten neun Personen und verletzten 20, die meisten der Opfer waren Kinder und Frauen. Tags darauf fand eine öffentliche Begräbnisfeier statt. (https://www.sana.sy/?p=809256)

Aus dem Außenministerium in Damaskus erging am Fr., 7.9.2018, die strenge Verurteilung der britischen Desinformationskampagne und auf Fabrikationen basierenden falschen Anschuldigung gegen Rußland im Fall Skripal. Syrien selbst sei Opfer dieser Aktionen schon seit Jahren und gerade wieder jetzt hinsichtlich des geplante Szenariums einer Giftgasattacke durch den britischen Geheimdienst in Verbindung mit den berüchtigten White Helmets (zur Einordnung s.u. und bes.  Teil V) in dem von Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliiertenbesetzten Raum der Provinz Idlib. Wörtlich hieß es: „the British government is carry­ing out a campaign of disinformation and fabricated accusations of alleged use of toxic chemi­cals by the Russian Federation. In this regard, the Syrian Arab Republic expresses its solidarity with the Russian position, which categorically rejected these British allegations and lies and expressed readiness to hold consultations with the British side in accordance with the agreements signed between the two sides in the field of criminal cases.” (https://www.sana.sy/en/?p=146418; s.a. Das Vereinigte Königreich startet wieder den Fall Skripal)

Kennzeichen der sog. „White-Helmets“, Abbildung: SANA

Aufgrund neuerer Beobachtungen und der darauffolgenden Mitteilungen von Einheimischen haben die Terroristen von Ğabhatu_n-Nuṣra und al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî, die in Zusammenarbeit mit den White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) schon seit einiger Zeit die Inszenierung eines Giftgasanschlags vorbereiten  (dazu s.u.), ihre Pläne bzgl. der Zielorte geändert in Befürchtung dessen, daß die urprünglich ins Auge gefaßten inzwischenaußerhalb der Konspiranten bekannt geworden seien. Das sei bei einem Treffen der Terroristen in Ğisr aš-Šuġûr westlich von Idlib-Stadt vom 6.9.2018 beschlossen worden. Die drei neuen Zielorte seien an-Nâğiyya im Landkreis Ğisr aš-Šuġûr, al-Ḥawâš  im NW-Rîf von Ḥamâ und Kafar Nubul im Landkreis von Idlib-Stadt. (https://www.sana.sy/?p=808870, https://www.sana.sy/en/?p=146450)

Von der SAA auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ gefangener IS-Terrorist Suḥab ʽIzz ud-Dîn az-Zûʽbî, Photo: Rusvesna

Einem Rusvesna-Bericht vom 7.9.2018 zufolge, konnten Einheiten der 10. und 15. Division der Spezialkräfte der SAA während ihres Einsatzes Qabr aš-Šaiḫ Ḥus­sain in der Bâdiyya (Geröllwüste) im Ost-Rîf von as-Suwaidâ´ IS-Terroristen in ihren Höhlen aufspüren. Ein festgenommener IS-Zugehöriger gab während seines Verhörs, von dem ein Video aufgenommen wurde, einige Informationen preis:
Er heiße Suheb Izdin al-Zobi [Suḥab ʽIzz ud-Dîn az-Zûʽbî], Kampfname Abû ʽUmar al-Ḥaurânî. Er sei des Geldes wegen dem IS beigetreten und der IS-Abteilung im Gebiet al-Ḥağar al-Aswad unter dem – gesuchten – Feldkommandanten Abû Ayûb al-ʽIrâqî zugeteilt gewesen, den er jedoch selbst nie gesehen habe. Später sei er auf den Tulûl aṣ-Ṣafâ eingesetzt worden. Die Stärke der in Bâdiyya operierenden Terroristen betrage insgesamt 1.500 Mann, seine Abteilung sei 250 Mann stark gewesen. Waffen und Ausrüstung seien ihnen vom US-Militär geliefert. Seine Ausbildung habe er innerhalb der Reihen des IS von US-Amerikanern im Flüchtlingslager ar-Rukbân erhalten [das im 55km Bannkreis der völkerrechtswidrig bei at-Tanaf erstellten US-Basis liegt, dazu s. Teil VI] ausgebildet. Die Amerikaner hätten 50-100 US-$ pro Monat gezahlt, da sie in Gruppen, nämlich Artillerie, Infanterie und Sabotage eingeteilt worden seien. Er sei Infanterist gewesen.
Beim IS seien auch Kinder nach entsprechender Gehirnwäsche als Suizidattentäter eingesetzt gewesen. Man habe sie auch dazu gebracht, Gefangene zu töten, wovon es bei Whatsup und Facebook Aufnahmen gebe. Auch solche Kinder seien im Lager ar-Rukbân trainiert worden. (http://rusvesna.su/news/1536240978 mit Video)

Gipfeltreffen in Teheran vom Fr., 7.9.2018, Photo: pars today

In der gemeinsamen Abschlußerklärung nach Ende des Dreiergipfeltreffens in Teheran bekannten sich die Prä­sidenten Rußlands, des Irans und der Türkei am Freitagnachmittag nochmals zum Festhalten an der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität Syriens wie zu den Zielen und Prinzipien der UN-Charta, an die sich jeder halten müsse.
Die Kooperation zur Eliminierung der Terrororganisationen, insbesondere der UN-gelisteten Gruppen IS und Ğabhatu_n-Nuṣra als Ableger von al-Qâʽida wie deren Affiliierten sei eine Notwendigkeit.
Die Erfolge des in Astana angestoßenen Prozesses hin zu einer politischen Lösung der Syrienkrise seien sehr erfreulich. Eine militärische Lösung existiere dagegen nicht.
Diejenigen Gruppen, welche Vereinbarungen im Rahmen der De-Eskalationszonen eingegangen seien, müßten dringend von jenen, die sie ablehnten, den Terroristen separiert werden.
Ebenso müßten die Bemühungen zur Rückführung der syrischen Flüchtlinge weiter unterstützt werden
Ein Aufruf erging noch an die Weltgemeinschaft, vor allem die UN und deren humanitäre Organisationen, beim Minenräumen, dem Wiederaufbau von sozialen und wirtschaftlichen Hauptinfrastrukturen sowie dem Schutz des historischen Kulturerbes behilflich zu sein.
Die drei Garanten seien erfreut über die erreichte Reduzierung der Spannungen und die Erhöhung von Sicherheit und Stabilität in Syrien.
Die dreiseitige Kooperation sei auf Basis der eingegangenen Vereinbarungen über die De-Eskalationszonen weiterzuführen wie die Zusammenarbeit basierend auf den Astana-Konferenzen.
Das nächste Gipfeltreffen werde dann in Rußland stattfinden.
(https://www.sana.sy/?p=808725, https://www.sana.sy/en/?p=146423; s.a. http://parstoday.com/de/news/middle_east-i43359-abschlusserkl%C3%A4rung_des_dreiergipfels_zu_syrien_in_teheran und http://parstoday.com/de/news/middle_east-i43362-rohani_syrisches_volk_hat_das_erste_und_letzte_wort)

In einem eigens für das Gipfeltreffen vorbereiteten Kreml-Bericht wurde der Beitrag der russischen Streitkräfte zu den counterterroristischen Militäraktionen der SAA herausgestellt. Darin hieß es: „Russia is making a serious contribution to the normalization of the situation in Sy­ria. With the participation of the Russian servicemen, 87,000 militants have been eliminated, 141 sett­lements and 102,000 square kilometers of the Syrian territory liberated. … A total of 43,000 extremists have voluntarily laid down their weapons as a result of work to reconcile the sides.“
Die humanitäre Unterstützung bestand in mehr als 3.000 Tonnen Hilfslieferungen, der Entminung von 6.000 ha Land, von über 19.000Gebäuden und 1.500km Straße. (http://tass.com/politics/1020390)

Gipeltreffen des Astana-Formats in Teheran vom 7.9.2018, Photo: SANA

In Teheran treffen sich am Nachmittag des 7.9.2018 erneut die Staatschefs der drei Garantenstaaten der Astana-Plattform, Wladimir Putin (Rußland),  Ḥassan Rūḥānī (IR Iran) und Recep Erdoğan (Türkei) zu Gesprächen über die Situation, vor allem aber über jene der Provinz Idlib. Von Bedeutung ist dabei die Planung eines inszenierten Giftgasangriffes (dazu s.u.) dort. Desweiteren geht es um die Terrorismusbekämpfung und die Umsetzung der Richtlinien des Ende Januar in Sotschi abgehaltenen Syrian National Dialogue Congress.  (https://www.sana.sy/?p=808445, https://www.sana.sy/en/?p=146360)
Nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan erklärte der iranische Staatschef  Ḥassan Rūḥānī während der Eröffnungsrede zum Gipfeltreffen im Astana-Format in Teheran am 7.9.2018, die syrische Bevölkerung habe das Recht, ohne Einmischung aus dem Ausland über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden. Einer ausländischen Einmischung würden sich die Völker der Region entgegenstellen und keine gewaltsam auferlegte Entscheidung  tolerieren. Er setzte hinzu: „We agreed to continue combating terrorism in Syria and reaching a political solution to the crisis in itcombating terrorism in Idleb is an important part of restoring stability in Syria.”  (Wir vereinbarten, die Terrorismusbekämpfung in Syrien fortzusetzen und eine politische Lösung der Krise herbeizuführen. … Die Bekämpfung des Terrorismus in Idlib ist ein wichtiger Teil der Wiederherstellung der Stabilität in Syrien). Die US-Präsenz in Syrien sei völkerrechtswidrig, weshalb die US-Truppen umgehend abziehen müßten. Die Internationale Gemeinschaft rief er dazu auf, den israelischen Angriffen auf Syrien ein Ende zu setzen.
Präsident Putin wies nochmals auf den Umstand  hin, daß Terroristen in Idlib einen Giftgasangriff zu  inszenieren planten, um anschließend die syrischen Armee (SAA) dessen zu beschuldigen und damit  einen Vorwand für einen westlichen Militärschlag gegen Syrien zu liefern.
Wichtige Projekte in Syrien seien jetzt zudem der Wiederaufbau, die Verstärkung der Sicherheit im Land sowie die Rückführung der Flüchtlinge. (https://www.sana.sy/?p=808628, https://www.sana.sy/en/?p=146402)

Hunderte vor den Terroristen geflüchteter Familien konnten am 7.9.2018 wieder in ihre Heimatorte in al-Mayâdîn und dessen Umland in der Provinz Dair az-Zaur zurückkehren, nachdem die SAA das Gebiet von Hinterlassenschaften der IS-Extremisten in Form von Bomben und Minen geräumt hatte. Ihrer Dankbarkeit dafür wie für die Befreiung ihrer Heimat überhaupt für die SAA gaben die Heimkehrer gegenüber SANA vielfach Ausdruck. (https://www.sana.sy/en/?p=146439)

Emblem der Damascus International Fair, Abb.: SANA

Bemerkenswert: Kaum ist der Link zur 59. Damaskus International Fair in Teil VI gesetzt, ist dieser von Administratorenseite nicht mehr zugänglich!

Nachdem 2017 nach all den Kriegsjahren mit der 59. Ausgabe die Abhaltung der Damascus International Fair – entgegen der Darstellung der Mainstream-Medien! – schon sehr erfolgreich über die Bühne gegangen war (s. Teil VI) konnte am Do., 6.9.2018 mit einem großen abendlichen Festakt die 60. internationale Handelsmesse in der Hauptstadt eröffnet werden. Die Ausstellungsfläche ist dieses Jahr die größte seit Beginn der Messetätigkeit in den 1950er Jahren mit 93.000m2. Es nehmen 1722 Firmen aus 48 Ländern teil.  Offiziell vertreten sind: Abchasien, Weißrußland, der Sudan, der Iran, Pakistan, der Jemen, Armenien, die Russische Föderation, Indonesien, der Irak, Palästina, Süd-Afrika, Indien, China, Bulgarien, die Tschechische Republik, Brasilien, Mazedonien, Venezuela, Kuba, die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK, „Nord-Korea“), Afghanistan und Ossetien.  Durch Firmen vertreten sind: Italien, die VAE, Ägypten, Marokko, Malaysia, Tunesien, Die BRD, Frankreich, Japan, Süd-Korea, Taiwan, Großbritannien, Vietnam, Thailand, Hong Kong, die Slowakei, Jordanien, Algerien, die Niederlande, Argentinien, Österreich, Belgien, der Libanon, Spanien und Singapur. Im größten Pavillon mit 4.500 m2 stellt Syrien seine Produkte in den Bereichen industrielle Produktion, Lebensmittel, Textilien, chemische Produkte und Ingenieurswesen vor. Ein umfangreiches künstlerisches Rahmenprogramm begleitet die Messe.
Eindrücke der pompösen und vielfältigen abendlichen Eröffnungsveranstaltung vermitteln die den Links zu entnehmenden Photostrecken und Videos.
Wie schon im Vorjahr ist den zahlreichen Besuchern (s. Beiträge in Teil VI) gerade auch aus Syrien  die Freude über die weitreichende Bekämpfung der Terroristen und die damit wiedereinkehrende Sicherheit mit annähernd normalen friedlichen Lebensumständen deutlich anzumerken.

Damascus International Fair, Eröffnungsfeier mit Ansprache des Premierministers, Photo: SANA

In seiner Eröffnungsrede hob Premierminister ʽImâd Ḫamîs in Stellvertretung des Präsidenten hervor: „As it has won its war against terrorism, Syria will gain victory in the war of reconstruction and buil­ding to return a state that could be difficult to ignore at international and regional circles.” Mitten im Wiederaufbauprozeß treffe Syrien seine Entscheidungen souverän und im nationalen Interesse und begrüße jegliche Kooperation, die dem Gemeininteresse beider Seiten diene.
Die Messe stelle ein Fenster dar, durch welches Syrien Kontakt zu befreundeten und freundlich-brüderlich gesinnten Regierungen* herstelle, um ihnen die gegebenen großen Investitionsmöglichkeiten im Land vorzustellen.
Die Regierung sei entschlossen, geeignete Bedingungen für die Einleitung eines nationalen Dialogs zu schaffen [vgl. dazu den Kongreß in Sotschi vom Januar 2018 in Teil VI], der alle Syrer zusammenbringe und jedes Stück Land den Klauen des Terrorismus entreiße parallel zu ernsthaften wirtschaftlichen Projekten, welche das Land in die größte Baustelle des Wiederaufbaus verwandelten. Im weiteren führte der Ministerpräsident dazu aus: „There were many work fronts to which the government has faced, under a direct instruction from President al-Assad, to take every efforts which guarantee a quick return for the agrarian and indu­strial production circle and treat all problems that might prevent from a new and strong beginning for local investment activity.”
Letztes Jahr hätten die Terroristen noch versucht, durch einen Anschlag am Eingang des Messegeländes die Veranstaltung zu Fall zu bringen, wobei eine Anzahl unschuldiger Bürger verletzt worden sei (s. Teil VI).
Zum Ende kommend versicherte ʽImâd Ḫamîs: „The government seeks to strengthen the bridges of its cultural, economic and political relations with the friendly and brotherly countries, adopting the same policy since the correctionist Movement of 1970.” (https://www.sana.sy/en/?p=146303, https://www.sana.sy/en/?p=146325, https://www.sana.sy/?p=808340, https://www.sana.sy/?p=808284) – *Mehrfach war in den letzten Monaten herausgestellt worden, was Präsident Dr. al-Assad z.B. im Interview  vom 24.6.2018 nochmals hinsichtlich der (Nicht-)Teilnahme von Regierungen am Wiederaufbau klarlegte, die sich die Jahre über feindselig gegenüber Syrien gezeigt und den Terrorkrieg befeuert hatten.
Über die enormen Leistungen in Vorbereitung der Messe geben einige vorhergehende Beiträge (s.u.) mit Links zu weiteren Auskunft.
Mit dem angesprochenen correctionist Movement (الحركة التصحيحية) sind die mit der Staatsführung durch Ḥāfiẓ al-Assad (al-Baʽṯ-Partei) ab dem 13.11.1970 eingeführten Reformen gemeint.

Im Artikel von Elizabeth Tsurkov mit dem Titel: In Secret Program, Israel Armed and Funded Rebel Groups in Southern Syria vom 6.9.2018 für das Magazin Foreign Policy wird – bestätigend für die in diesem Thread zusammengetragenen Informationen – mitgeteilt, daß das die israelische Regierung seit 2013 tausende Söldner  für den Kampf in Syrien mit einem Lohn von 75$  pro Monat versah. Ab August 2014 seien dann Waffen über drei Grenzübergänge an der Demarkations-Linie auf den Golanhöhen geliefert worden, nachdem die Terroristen die UNDOF-Truppen von dort vertrieben hatten. Die weitere „humanitäre Hilfe“ bestand in der schon mehrfach erwähnten Rettung von Terroristen (auch des IS!)  in Süd-Syrien mit Transport in israelische Kliniken mit der Genesenen auf das Schlachtfeld gegen die syrische Armee. (https://www.sana.sy/?p=808305; s.a. die kritische Anmerkung in: http://www.voltairenet.org/article202829.html) – In einer dieser Kliniken, dem Ziv Medical Center, entstand das bekannte Photo und Videomaterial mit Premierminister Benjamin Netan­jahu,  wie er gerade einem verwundeten Kämpfer gratuliert (s. Teil II).

Syrisch-jordanische Wirtschaftsgespräche, Photo: SANA

Der Minister für Innenhandel und Verbraucherschutz ʽAbdullâh al-Ġarbî empfing am 6.9.2918 eine jordanische Wirtschaftsdelegation. Die Gespräche kursierten um die Entwicklung der Wirtschafts-, Handels- und Tourismusbeziehungen sowie die Öffnung des Naṣîb-Grenzübergangs (vgl. Teil VI) im Süden des Landes nach Jordanien, welcher auch dem Warenaustausch förderlich sei.   Syrien sei an der Aktivierung wirtschaftlicher Kooperation mit freundlich gesinnten Ländern interessiert. In diesem Zusammenhang hätten schon 1.600 ausländische Firmen den Wunsch nach Registrierung in Syrien geäußert. Seinerseits äußerte der Vizepräsident der jordanischen Handelskammer, Ġassân Ḫarîfân, tausende jordanischer Geschäftsleute würden gerne nach Syrien kommen. 95 davon stellten die Delegation. (https://www.sana.sy/en/?p=146308,  https://www.sana.sy/?p=808150)  – Das Verhältnis zum jordanischen Nachbarn ist seit dem Krieg in Syrien wegen der wiederholt festgestellten Hilfsleistungen von Jordanien aus für die in Syrien aktiven Terroristen belastet; seit den ersten Erfolgen der Astana-Konferenzen  zur Beilegung der Krise hat der russische Präsident Putin zunehmend auch Jordanien zu verpflichten und dies über wirtschaftliche Projekte zu befördern  versucht (vgl. Teil VI und davor!). Einen ähnlichen Weg scheint er der syrischen Führung vorgeschlagen zu haben (zu solchen Gesprächen s. Präsidenten-Interviews.

SAA im felsigen Gelände der Geröllwüste (Bâdiyya) von as-Suwaidâ´, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 6.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146267 und https://www.sana.sy/?p=807984 sowie https://www.sana.sy/?p=808205 (Nach heftigen, für den Feind verlustreichen Gefechten mit IS-Terroristen im Gebiet von Arḍ Qâʽ al-Banât im NW der Tulûl aṣ-Ṣafâ gelang der Vormarsch auf weiteren 2km  mit weiterer Verkleinerung des Einkreisungsradius der verbliebenen Extremisten auf diesen felsigen Anhöhen im Ostteil der Bâdiyya von as-Suwaidâ´; insbesondere mit Erlangen der Feuerkontrolle über die letzten Wasserressourcen der IS-Kämpfer zerfielen deren Reihen, wobei die Streitkräfte die Verfolgung aufnahmen.  Gezielte SAAF- und Artillerieschläge eliminierten fortifizierte IS-Stellungen und -Barrikaden mit sämtlichen Terroristen.
Im Süd-Rîf von Idlib Zerstörung von Ğabhatu_n-Nuṣra-Stellungen und –Nestern sowie -Basen und ein Waffendepot durch präzises Artilleriefeuer in at-Tamâniʽa, ca. 8km östlich von Ḫân Šaiḫûn, und dem Dorf at-Taḥ sowie eines Trainingscamps im Dorf Tal ʽÂs. – In gleicher Weise wurde gegen fortifizierte Stellungen und Schlupfnester von Ğabhatu_n-Nuṣra in Kafar Zaitâ im Nord-Rîf von Ḥamâ vorgegangen mit Zerstörung eines Lagers und eines Feldhospitals der Extremisten.)

Während der wöchentlichen Presseerklärung stellte Außenamtssprecherin Sacharowa in Moskau am 6.9.2018 nochmals zur Terrorismusbekämpfung in Syrien klar: „We killed terr­o­rists and we will continue killing them. You have to remember that, and it does not matter where they are in Aleppo or Idleb or in any other places in Syria.” (https://www.sana.sy/?p=808495, https://www.sana.sy/en/?p=146320)

US-Senator Black im al-Mayâdîn-Interview, Photo: SANA

Am Ende seiner Syrienreise gab US-Senator Richard Black am 6.9.2018 dem Sender al-Mayâdîn noch ein Interview. Darin machte er bekannt, daß ihm seit Wochen Informationen über die Vorberei­tung eines Szenariums eines Chemiewaffenangriffs seitens des britischen Geheimdienstes in Idlib mit dem Zweck der Beschuldigung der syrischen Regierung als Vorwand für einen weiteren westlichen Militärschlag gegen Syrien vorlägen. Dies bestätigt ein weiteres Mal die in diesem Thread schon mehrfach vorgebrachten Details zu diesem Sachverhalt (s.u.).
Wörtlich bemerkte der Senator aus Virginia: „Der britische Geheimdienst begann an einem chemischen Angriff zu arbeiten mit dem Ziel, die syrische Regie­rung dafür verantwortlich zu machen und sie anschließend dafür zur Rechenschaft zu ziehen und dies zu nutzen, um terro­ristische Organisationen zu retten.“ Zudem stellte Black fest, das ständige Reden vom Bevorstehen einer humanitären Katastrophe infolge einer syrischen Militäroperation gegen die im Raum Idlib konzentrierten Terroristen werde solange  wiederholt werden, wie die Bedrohung durch extremistische Terrororganisationen in Syrien noch Bestand habe, um diejenige aufrechtzuerhalten.
Schließlich bestätigte Senator Black noch folgenden Umstand, der im Thread ebenfalls schon mehrfach hervorgehoben worden war, nämlich daß US-Bot­schafter Robert Ford im Jahr 2006 eine Studie vorgelegt habe, wie Syrien durch die USA destabilisiert werden könne [s. Balkanisierung und Yinon-Plan sowie bzgl. Robert Ford z.B. in Teil II !]. Diesen Plan hätten die aufeinanderfolgenden US-Regierungen für ihre Nahost-Politik übernommen und damit das Vertrauen der Völker in die gesamte Politik Washingtons unterminiert. (https://www.sana.sy/?p=808056) – Robert Ford war wegen seiner gegen die Regierung in Damaskus gerichteten Aktionen schließlich zur persona non grata erklärt und ausgewiesen worden (s. Teil II!).

Inzwischen hat auch die Jerusalem Post  in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber RT News bestätigt, daß einer ihrer Artikel betitelt mit „IDF confirms: Israel provided light-weapons to Syrian rebels“ nur kurze Zeit nach seinem Erscheinen der israelischen Militär-Zensur zum Opfer gefallen sei. Im JP-Bericht heißt es: „We were told by the army’s military censor to remove that part of the story.” Dieser beschäftigte sich mit der Lieferung von Waffen und anderen unterstützenden  Gegenständen durch die IDF an die insbesondere auf den Golan-Höhen und in Süd-Syrien operierenden „bewaffneten Gruppen“, welche den Sturz der Regierung in Damaskus zum Ziel hatten [sie wurden als Kämpfer von IS, Ğab­ha­tu_n-Nuṣra und Affiliierten identifiziert, vgl..u.!]. Diese Details waren seit Jahren aus anderen Quellen bekannt, doch ist dieses das erste Mal, daß die IDF den Sachverhalt zugibt. Sie war involviert in den Transfer von Waffen, Munition, Finanzmitteln  u.a. über die Grenze. Entsprechende Funde wurden in Terroristendepots gemacht (vgl.u.) und davon der UNO berichtet (s. Teil VI und davor!).
Zunächst berichtete der Beitrag: „Bashar Assad claimed that Israel had been providing arms to terror groups and its forces had regularly seized arms and munitions with inscriptions in Hebrew.“ Dies habe sich bestätigt, fuhr der Bericht fort: die IDF „on Monday confirmed that as part of Operation Good Neighbor Isral had been regularly supplying Syrian rebels near its border with light weapons and ammunition in order to defend themselves from attacks and a substantial amount of cash to buy additional arms.“Weiter wurde von der Jerusalem Post dargelegt: „Israel had been arming at least seven different rebel groups in Syria’s Golan Heights, including the Fursan al-Joulan rebel group which had around 400 fighters and had been given an estimated $5,000 per month by Israel.“ Diese Tätigkeit hätten die IDF als „the right decision bezeichnet.  Ein abgebildetes Photo zeigt den Kontakt zwischen Ğab­ha­tu_n-NuṣraKämpfern und IDF-Soldaten an einem Grenz-Check Point – dieses fand sich auch im Beitrag https://syrianfreepress.wordpress.com/2016/09/15/zionist-terrorists-2/ vom 15.9.2016.
Der den ursprünglichen Artikel ersetzende Betrag enthält nun aber eine gegenteilige Darstellung!
In einer weiteren Jerusalem Post story gestehen die IDF ein, über 200 Angriffe auf Ziele innerhalb Syriens während der letzten eineinhalb Jahre durchgeführt zu haben.
(https://www.zerohedge.com/news/2018-09-05/israels-military-censor-removed-news-report-detailing-idf-support-syrian-armed mit dem Zeitungsauschnitt!) – Der verlinkte JP-Artikel aus dem Google-Cache ist inzwischen ebenfalls nicht mehr erreichbar!

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî im UNSC, Photo: SANA

Dr. Bašâr al-Ğaʽfarî, permanenter Botschafter seines Landes bei den UN, machte während der UNSC-Sitzung vom 6.9.2018 (New Yorker Zeit) angesichts der letzten gegen Syrien und weitere, dieses Land unterstützende Regierungen ausgesprochenen Drohungen (s.u.) deutlich: „The language of threat doesn’t work at this council. We are diplomats and our mission is to prevent wars and threats and to find diplomatic solutions to international crises.” (d.h.: Die Sprache der Bedrohung funktioniert in diesem Rat nicht. Wir sind Diplomaten und unsere Mission ist es, Kriege und Bedrohungen zu verhindern und diplomatische Lösungen für internationale Krisen zu finden.) Die Regierungen einiger permanenter UNSC-Mitgliedsstaaten hätten ihre Verantwortlichkeit aufgegeben und seien damit politisch und rechtlich untauglich, internationalen Frieden und Sicherheit zu verteidigen, da sie bereit sind, den UN-Sicherheitsrat, die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen zu instrumentalisieren, um auf Kosten der Aufrechterhaltung des internationalen Friedens und der Sicherheit politische Vorteile zu erzielen.
Die Partei, welche das israelische ABC-Waffen-Arsenal verschleiert und schützt und Vorwände erfindet, um sein chemisches Arsenal zu bewahren, diejenige, die zuvor den Irak zerstörte aufgrund von Lügen über Massenvernichtungswaffen dort, die sich von der internationalen Vereinbarung mit dem Iran zurückzog wie von der UNESCO, die die Zahlungen für die UNRWA kürzte und nicht aufhört, Druck auf die UN auszuüben und damit droht, sich von der WTO zurückzuziehen, hat nicht das recht, Syrien der Verwendung von C-Waffen zu beschuldigen, insbesondere wenn die Geschichte dieser Partei voller Beweise des Einsatzes von ABC-Waffen gegen Zivilisten in vielen Teilen der Erde ist.
Syrien dagegen habe seine Verpflichtungen im Rahmen des Chemiewaffenkonvention erfüllt und alle Produktionsstätten für chemische Waffen zerstört, wobei eine OPCW-Mission die Vernichtung und Entfernung der C-Waffen beaufsichtigte. Seit 2014 gibt es daher in Syrien keine mehr.
Vor zwei Tagen habe Syrien einen offiziellen Brief an die Mitglieder des Rates geschickt, welcher  sehr genaue und zuverlässige Informationen über Vorbereitungen bewaffneter Terrorgruppen in Idlib, dem Umland von al-Lâḏa­qiyya und Aleppo enthielt, die giftige Chemikalien gegen Zivilisten einzusetzen planen mit dem Ziel, die Militäroperation gegen den Terrorismus in diesen Bereichen zu behindern. Syrien und seine Verbündeten hätten in erbitterten Gefechten bemerkenswerte Erfolge gegen terroristische Organisationen erzielt, vor allem gegen den IS, Ğabhatu_n-Nuṣra und die ihnen angegliederten Gruppen (d.i. Affiliierte). Syrien werde sich nicht von politischen Erpressungen oder direkten Angriffsdrohungen der Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf die Knie zwingen lassen, welche unterschiedliche Verbrechen begangen haben einschließlich der Terrorismusunterstützung und der Beauftragung von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten wie der sog. White Helmets dahingehend, ​​chemische Waffen gegen syrische Zivilisten einzusetzen, um die syrische Regierung dessen zu beschuldigen und einen Vorwand für eine neue Aggression gegen Syrien zu schaffen.
Sodann stellte er – die rhetorische – Frage: „Why would Syria use an internationally banned weapon, which it originally does not have and which achieves no military viability, but provides the pretext for the three aggressor forces to launch military action after another? Why are the three aggressors able to predict where and when the alleged chemi­cal attack will take place and which kind of chemical weapons is to be used in Syria? Why do the Security Council and the OPCW remain unable to deal with information put forward by Syria in 156 official letters regarding the delivery of toxic chemical materials to terrorist groups in Syria to be used against civilians with the purpose of accusing the Syrian Arab army?” (d.h.: Warum sollte Syrien eine international verbotene Waffe benutzen, die es gar nicht besitzt und keinen militärischen Nutzen bringt, sondern nur den Vorwand liefert, damit die Streitkräfte der drei [genannten] Aggressor[regierungen], eine Militäraktion nach der anderen starten? Warum können die drei Aggressoren vorhersagen, wo und wann der angebliche Chemiewaffenangriff stattfinden wird und welche Art von Chemiewaffen in Syrien eingesetzt werden sollen? Warum können der Sicherheitsrat und die OPCW nicht mit Informationen umgehen, die Syrien in 156 offiziellen Schreiben über die Lieferung von giftigen chemischen Materialien an terroristische Gruppen in Syrien vorgelegt hat, die gegen Zivilisten eingesetzt werden sollen, um die syrische arabische Armee dessen zu beschuldigen?)
Den Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs sei es in den vergangenen acht Jahren nicht geglückt, ihre Ziele per Unterstützung des Terrorismus in Syrien zu erreichen. Daher drohten sie nun mit direkten militärische Angriffen gegen Syrien und stationierten völkerrechtswidrig ihre Truppen auf syrischem Territorium.
Darüber hinaus suchten diese drei Regierungen, den politischen Prozeß zur Beilegung der Krise in Syrien in Genf, Astana und Sotschi zu behindern wie die Eliminierung der Terroristenreste in Idlib und anderen syrischen Provinzen. Dafür verlängerten sie jedoch die zu Lasten der syrischen Bevölkerung ins Leben gerufenen Wirtschaftssanktionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV], behinderten Beiträge zum Wiederaufbauprozeß in Syrien wie auch die Rückkehr der Binnen-Flüchtlinge wie der ins Ausland geflohenen Syrer in die Heimat.
Auch der russische UN-Gesandte Wasili Nebensja wies Gerüchte zurück, Syrien besitze C-Waffen, solche Anschuldigungen entbehrten jeglicher Basis. Die Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) habe zudem die Zerstörung der syrischen Bestände an C-Waffen in Übereinstimmung mit der UN-Resolution Nr.2118 überwacht und bestätigt. Daher konstatierte er: „Damascus does not have chemical weapons and nor does it have plans to use it.” Die Regierung habe diesbezüglich die OPCW beständig mit allen Informationen versorgt.
Einige Aggressorenstaaten, die gleichzeitig ihre [völkerrechtswidrige!] Militärpräsenz in Syrien verstärkten, forderten aber Terroristen dazu auf, neue Giftgasattacken  zu inszenieren, um die syrische Regierung dafür verantwortlich zu machen, was wiederum den Vorwand für eine militärische Aggression gegen das Land abgäbe. In Idlib bereiteten Terrororganisationen bereits diese neuen Giftgasattacken  vor. Rußland habe der OPCW die Informationen über die Lieferung der nötigen Chemikalien und weiteren benötigten Equipments [dazu vgl.u.!] zur Ausführung des Plans in dem von den Terroristen noch besetzten Gebiet zur Verfügung gestellt, bei der die sog. White Helmets den Terroristen Hilfe leisteten. Das Szenarium gleiche damit dem von Dûmâ [s. Teil VI]. Die Fortführung solcher Provokationen verschärfe weiterhin die Spannungen in Nahost und behindere den politischen Prozeß in Syrien. (https://www.sana.sy/en/?p=146365, https://www.sana.sy/?p=808376)

SAA-Artillerie, Photo: SANA

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 5.9.2018 informieren: https://www.sana.sy/en/?p=146193 und  https://www.sana.sy/?p=807534 (Nach erfolgreichen, für den Feindverlustreichen Gefechten weiteres Vorrücken der vereinten Streitkräfte mit zunehmender Einkreisung der sich in die felsigen Höhlen der Tulûl aṣ-Ṣafâ geflüchteten IS-Überreste tief in der Geröllwüste (Bâdiyya) der Provinz as-Suwaidâ´; Zerstörung von IS-Fortifikationen einschließlich Scharfschützen-Stellungen durch gezielte SAAF- und Artillerieschläge; wiederholte Vereitelung von heimlichen Durchbruchsversuchen der Extremisten  in Richtung noch unwegsameren Geländes bzw. auf die SAA-Positionen im Westen zu.)

Nach Erkundung der Situation am Grenzübergang  Ğudaidat Yâbûs (https://www.sana.sy/en/?p=146216 und vgl.u.) und vor  seiner Heimreise wurde US-Senator Black am 5.9.2018 noch von Präsident Dr. al-Assad empfangen. Während dieser konstatierte, daß die Besonderheiten der US-Politik in Drohungen, der Verhängung von Sanktionen und Unterstützung des Terrorismus bestünden, erwiderte Richard Black: „Es wäre nützlicher für die USA und deren Bürger, wenn sie sich in ein friedliebendes Land verwandeln, als dass sie weiterhin Krieg führen und die Stabilität anderer Länder untergraben.“ Er zeigte sich angetan von der zunehmenden Stabilität in den meisten Landesteilen und gab der Hoffnung Ausdruck, der Terrorismus möge bald eliminiert sein und damit wieder Frieden herrschen. (S. Assad: US-Politik besteht aus Drohungen, Sanktionen und Terrorismus-Unterstützung)

Teile aus einem Terroristenwaffendepot in al-Qunaiṭra, Photo: SANA

Beim Durchkämmen der befreiten Gebiete in der Provinz al-Qunaiṭra entdeckten die Behördenmitarbeiter am 5.9.2018 wiederum zwei Terroristendepots und zwar in den Dörfern ar-Rafîd und al-Buraiqa. Sie enthielten an Waffen US-gefertigte „TOW-Missiles“ (vgl.u., 29.8.2018!), Granaten und Chemikalien aus israelischer Produktion (wie jeweils auch aus dem Photomaterial zu ersehen), Mehrfach-Raketenwerfer, Mörsergranaten verschiedenen Kalibers, medizinische Gerätschaften und Arzneimittel; dazu  Ausrüstungsgegenstände der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V), die auch künstliches Blut, Kosmetika, Nachbildungen von Körperteilen etc. beinhalteten, welche eindeutig der Ausstattung von Filmszenarien zuzuordnen sind. (https://www.sana.sy/en/?p=146186, https://www.sana.sy/?p=807507)

Terroranschlag vom 5.9.2018:
Erneut zerstörten Terroristen durch Anbringen enormer Mengen an Sprengstoff eine Brücke (s.u., 31.8.2018) im Zusammenhang mit ihren Attacken gegen die Infrastruktur und Häuser der Bewohner der Gegend. Dieses Mal handelte es sich um die at-TuwainaBrücke im Nord-Rîf von Ḥamâ. (https://www.sana.sy/en/?p=146175, www.sana.sy/?p=807395)

US-Senator Black in Maʽlûlâ, Photo: SANA

Am 4.9.2018 empfing Parlamentspräsident Ḥamûda Ṣabâġ US-Senator Black und versicherte auch ihm gegenüber den festen Wunsch der Regierung, alle ins Ausland geflüchteten Syrer wieder nach Hause zu holen. Rekonziliierungsvereinbarungen und die militärische Bekämpfung  der Terroristen bereiteten den Weg dafür. Die Ausmerzung der verbliebenen Terroristen-Brutstätten sei demnach eine Priorität des Staates. Die von der SAA erreichten Siege im Counterterrorismus und die dabei gezeigte zähe Kampfbereitschaft basierten auch wesentlich auf der Unterstützung durch die Bevölkerung für die Armee und die politische Führung. Allgemein herrsche das Vertrauen vor, der endgültigen Terrorismuseliminierung nahe zu sein.
Senator Black bestätigte seinerseits dieses Vertrauen und erwiderte, die US-Unterstützung für diejenigen, welche im Raum Idlib den Staat bekämpften, komme der Unterstützung für jene gleich, am 11.9.2011 tausende US-Bürger töteten. Außerdem seien die von einigen westlichen Staaten gegen Syrien erlassenen Zwangsmaßnahmen [zur Einstufung der Sanktionen s. Teil IIITeil IV] ein Verbrechen und verstießen gegen das Völkerrecht.
Dan sprach er von den Unterhaltungen, welche er auf seiner Tour vom Vortag mit Bürgern geführt hatte. Vor dem Empfang hatte Black noch die christliche Aramäer-Enklave Maʽlûlâ sowie das Waisenhaus des Kloster unserer lieben Frau in Ṣayidnâyâ besucht.
Schließlich brachte er sein Bedauern über die Herangehensweise der US-Administration zum Ausdruck, welche hauptsächlich darauf ausgerichtet sei, interkonfessionelle Aufwiegelung unter der syrischen Bevölkerung zu verbreiten, die zuvor in Frieden und Sicherheit und gutem Auskommen miteinander gelebt hatte. (https://www.sana.sy/en/?p=146161, https://www.sana.sy/?p=807328)

Im Interview mit dem russischen TV-Kanal 1 vom 4.9.2018 untermauerte Außenminister Lawrow nochmals den Standpunkt der Kreml-Regierung, daß es allein Sache der Syrer sei, über die Zukunft ihres Landes und damit ihre eigene zu entscheiden und zwar ohne ausländische Einmischung, die ihnen Lösungen aufzwänge. Dafür versuchten die Garantestaaten im Rahmen des Astana-Formats die geeigneten Voraussetzungen zu schaffen und dazu den Krieg zu beenden.
Demgegenüber scheine das Verhalten der US-Administration bezüglich der Situation in der Provinz Idlib darauf hinauszulaufen, die Ğab­ha­tu_n-Nuṣra-Terrororganisation zu schützen. Die De-Eskalationszone Idlib sei die einzige, in der zehntausende Terroristen unter Führung von Ğab­ha­tu_n-Nuṣra Stellung bezogen hätten. Lawrow rief daher US-Präsident Trump dazu auf, nicht die Fehler seines Vorgängers Obama zu wiederholen, dessen Team ständig öffentlich versprach, die sog. moderaten bewaffneten Oppositionellen (MAO, s.u. bzw. ab Teil II) von der Terrororganisation Ğab­ha­tu_n-Nuṣra zu separieren, jedoch nichts dazu tat.
Sodann unterstrich der Außenamtschef die Bedeutung der Teilnahme russischer Streitkräfte an den Militäroperationen gegen die Terrororganisationen in Syrien. Doch keiner derjenigen, welche ständig über die Rettung von Menschenleben, den Respekt von Souveränität und territorialer Integrität von Staaten sprachen, hätten jemals etwas gegen die Terroristenversuche unternommen, die Kontrolle über Damaskus zu bekommen. (https://www.sana.sy/en/?p=146165, https://www.sana.sy/?p=807380)

Staatsempfang für den abchasischen Präsidenten in Damaskus, Photo: SANA

Am selben Tag widmete sich Präsident Dr. al-Assad dem Staatsempfang für den abchasischen Präsidenten, mit dem er später einen Freundschafts-und Kooperationsvertrag unterzeichnete. (www.sana.sy/en/?p=146118, https://www.sana.sy/?p=807336)

Auch die Vertreter der Handelskammern beider Länder unterzeichneten später einen Vertrag, nachdem die Kooperation in den Bereichen Handel, Finanzen, Investment-Projekte, Transport- und Ingenieurswesen, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Kultur und Tourismus besprochen worden waren. Die Produkte beider Länder würden einander im Austausch sehr gut ergänzen, wurde konstatiert. Vor allem könnte Syrien von den drei abchasischen Schwarzmeerhäfen profitieren. Exportkosten ließen sich so minimieren. (www.sana.sy/en/?p= 146550, https://www.sana.sy/?p=809361)

Wie Generalmajor Igor Konaschenkow als Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums am 5.9.2018 gegenüber der Presse mitteilte, führten zwei Sukhoi-34-Kampfjets in der Provinz Idlib erfolgreiche Luftangriffe gegen eine Ğabhatu_n-NuṣraWerkstatt zum Bau von Kampfdrohnen mit einem Lager für Sprengstoffe durch.  Ein Sukhoi-35S-Kampfflieger eliminierte zudem ein Depot für tragbare Flugabwehrraketen. Wörtlich berichtete der Sprecher: „Two multirole fighter-bombers Sukhoi-34 dealt pinpoint strikes to eliminate a work­shop where Jabhat al-Nusra militants had been making attack drones and a warehouse with explo­sives that were used for making makeshift bombs for the drones. … A multirole fighter Sukhoi-35S fired a smart weapon to destroy a warehouse of terrorists’ portable anti-aircraft rockets.
In der Nacht des 4.9.2018 habe außerdem die FlaG der russisch genutzten Luftbasis Ḥumaimîm zwei weitere Kampfdrohnen rechtzeitig erfaßt und abgeschossen. Insgesamt seien im letzten Monat 47 solcher von den Terroristen im Raum Idlib abgeschossenen Drohnen eliminiert worden.
Zuvor hatten vier russische Kampfjets Terroristenstellungen angegriffen.
Dazu stellte der General feste, es habe sich jeweils um eindeutige terroristische Ziele gehandelt, die zuvor aufgrund unterschiedlicher übereinstummender Quellen ermittelt worden seien, die zudem weit entfernt von bürgerlichen Ansiedlungen lagen. Dazu führte Konaschenkow aus: „The strikes were dealt away from populated areas against terrorists’ hangars where the drones were kept and also against confirmed areas where attack drones were launched for terrorist attacks against the Russian airbase Khmeimim and communities in Aleppo and Hama provinces.“ (http://tass.com/defense/1020034)

Die Außenminister Mike Pompeo (USA) und Mevlüt Çavuşoğlu (Türkei), Photo: pars today

Gemäß einer Erklärung des US-Außenministeriums vom Di., 4.9.2018, nach stattgehabtem Telefonat zwischen den Außenministern Mike Pompeo und Mevlüt Çavuşoğlu vom selben Tag, hätten die Regierungen der USA und der Türkei bekräf­tig­t, daß für sie  jede Militäroffensive der syrischen Regierung in Idlib – d.h. gegen die dort konzentrierten Terroristen (vgl.u.) gemäß den counterterroristischen UNSC-Resolutionen – inakzeptabel sei.  (S. USA und Türkei gegen syrische Militäroperation in Idlib)

Seit der Befreiung von Dair az-Zaur vor einem Jahr sind bereits rund 600.000 Bewohner wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Behördenmitarbeiter informieren detailliert über die bisher geleisteten Wiederherstellungs- und Versorgungsmaßnahmen, auf unterschiedlichsten Gebieten welche das ermöglichten. (https://www.sana.sy/en/?p=146154 vom 4.9.2018)

Israelische Kampfjets, Photo: SANA

Am Abend des 4.9.2018 hatte sich die Luftabwehr mit Raketen zu befassen, welche von israelischen Kampfflugzeugen, welche – wie schon zu früheren Malen  –  nach Eindringen in den libanesischen Luftraum, westlich von Beirut aus geringer Höhe auf Militäranlagen der Provinzen Ṭarṭûs und Ḥamâ abgefeuert worden waren. Es gelang, einige davon abzuschießen. U.a. berichteten Bewohner, daß in der Nähe der Landstadt an-Nâṣira und des Dorfes Ḍahr al-Quṣair westlich von Ḥomṣ Trümmerteile der Raketen niedergegangen seien. Dr. Mâhir Yûnis, Direktor des Maṣyâf-National Hospital, teilte mit, es seien in der Folge ein Toter und vier Verletzte ins Krankenhaus gebracht worden, sein Kollege vom Bâniyâs- National Hospital, Dr. ʽImâd Bašûr, meldete acht Verletzte unterschiedlich schweren Grades. (https://www.sana.sy/en/?p=146115, https://www.sana.sy/?p=807218)

Terroranschlag vom 4.9.2018:
Infolge der Detonation einer Landmine, welche IS-Terroristen in ar-Raḥba östlich von al-Mayâdîn im Umland (Rîf) von Dair az-Zaur hinterlassen hatten, kamen eine Frau und ein Kind ums Leben. (https://www.sana.sy/en/?p=146151, https://www.sana.sy/?p=807320)
In Ğabâtâ al-Ḫašab und Bi´r ʽAğam im Rîf von al-Qunaiṭra wurden am 4.9.2018 ein weiteres Mal Terroristendepots entdeckt. Darin fanden sich unterschiedliche Typen Marschflugkörper einschließlich Milan-Raketen deutscher Produktion, Panzer- und Mörsergranaten,  Gewehre, verschiedene Mu­nitionsarten, Satelliten-Rundfunk-Geräte, weitere Kommunikationsmittel, medizinische Ausrüstung und Medikamente aus dem Ausland, z.B. Israel. – Dank der Informationen aus der Bevölkerung wird das Aufspüren weiterer von Ğabhatu_n-Nuṣra-Extremisten in der Gegend versteckter Lagerstätten, verlassene Basen und Feldhospitäler fortgesetzt. (https://www.sana.sy/?p=806945, https://www.sana.sy/en/?p=146108)

Alexander Schulgin, Photo: SANA

Alexander Schulgin, Rußlands permanenter Vertreter bei der Organization for the Prohibition of Chemical Weapons, brachte am Di., 4.9.2018,  Besorgnis über die verspätete Veröffentlichung des OPCWAbschlußberichts über die in Dûmâ im Rîf Dimašq durchgeführten Untersuchungen zum Ausdruck. Infolge der letzten Inszenierung eines angeblichen Giftgasangriffes im April hatten ja Experten vor Ort keinerlei Spuren solcher Chemikalien und auch keine Opfer eines derartigen Angriffs gefunden, auch die Befragungen vor Ort kamen zu einem diesbezüglich negativen Ergebnis, das durch die in Den Haag vorgelegten Beweise erhärtet worden war (vgl. Teil VI). Daher monierte Schulgin: „The OPCW technical secretariat issued an interim report, but the final report has not appeared yet, and we want to remind of the necessity of completing this work.” Allerdings gab er zu bedenken, daß die meisten vor Ort von Experten gesammelten Daten nicht bei der Vorbereitung des Bericht beachtet worden seien. Die Verzögerung der Veröffentlichung des Abschlußberichts durch das technische Sekretariat trage nicht zur Verbesserung der allgemeinen Lage in Syrien bei, wobei sich dies gleichzeitig westliche Staaten in ihren geradezu hysterischen Kampagnen gegen Syrien und Rußland zu Nutze machten. (https://www.sana.sy/en/?p=146072) – Der Bericht über eine objektive Expertenuntersuchung vor Ort wäre von großer Bedeutung auch hinsichtlich der in Planung befindlichen neuen Inszenierung eines Giftgasangriffs durch die White Helmets etc. (s.u.) und das Vorgehen gegen die Terroristen in Idlib.

Über die Grenzübergänge ad-Dabûsiyya und Ğudaidat Yâbûs kam am 4.9.2018 wieder eine neue Gruppe hunderter Flüchtlinge aus dem Libanon zurück in ihre Wohnorte im Rîf Dimašq, Ḥomṣ und Ḥamâ sowie Darʽâ. Wie meist waren es hauptsächlich Frauen und Kinder. Die medizinischen Teams des Gesundheitsdepartments wie des SARC boten als erstes ihre Hilfe an und holten die Impfungen bei den Kindern nach. Wie schon zuvor dankten die Heimkehrer der Armee für ihren Einsatz, der ihre Rückkehr erst ermöglichte. Im Libanon bereiteten sich schon weitere Hundertschaften auf die Rückkehr vor, versicherten sie. (https://www.sana.sy/en/?p=146088, https://www.sana.sy/?p=806891)

SAA-Posten auf Anhöhe (Tal) in Ḥamâ, Photo: SANA,

Über die counterterroristischen SAA-Operationen vom 3.9.2018 informieren: https://sana.sy/en/?p=146045 und https://www.sana.sy/?p=806521 (In der Provinz Ḥamâ nahe der administrativen Grenze zu Idlib griff die im Umkreis der Stadt Ğûrîn in Stellung gegangene Einheit mit präzisen Artillerieattacken und Maschinengewehrfeuer die fortifizierten Positionen und Bewegungen der Terroristen von al-Ḥizb at-Turkistânî al-Islâmî am Rand der Stadt az-Ziyâra an mit Eliminierung einiger ihrer Basen samt Kämpfern und Ausrüstung. Eine andere Einheit ging ähnlich erfolgreich gegen eine Extremistenbastion im Umkreis von alLaṭâmina vor; unter den getöteten Terroristen wurde ʽAbdû ʽAmâd al-Ḥabîb identifiziert.)
Nachmittags sprengte eine Armee-Einheit gezielt eine Anzahl von den Terroristen nahe dem Ḫalḫala Airport im Nord-Rîf von as-Suwaidâ´ hinterlassene Sprengsätze. (https://sana.sy/en/?p=146062, https://www.sana.sy/?p=806670)

Bei einem Vortrag im International Relations Institute in Moskau am Mo., 3.9.2018, wies Außenminister Lawrow nochmals darauf hin, daß es absolut notwendig sei, die Terroristen in Idlib zu eliminieren, die sich aus den zu bekämpfenden UN-gelisteten Extremisten von Ğabhatu_n-Nuṣra und Affiliierten zusammensetzten, da sie fortgesetzt die Waffenruhe der De-Eskalationszone verletzten, von ihren Positionen aus SAA-Posten angriffen wie auch per Kampfdrohnen die russische genutzte Luftbasis von Ḥumaimîm im Umland der Hafen- und Provinzhauptstadt al-Lâḏa­qiyya, dazu führten sie fortgesetzt von dort Terrorattacken aus.
Rußland werde Syrien weiter bei der Terrorismusbekämpfung unterstützen, Hilfslieferungen leisten und beim Wiederaufbau der Wirtschaft und Infrastruktur behilflich sein wie auch beim Erreichen einer politischen Lösung der Krise gemäß der UNSC-Resolution Nr.2254. Dabei arbeite die Kreml-Regierung eng mit befreundeten Regierungen rund um die Welt zusammen, um Sicherheit und Stabilität zu erreichen und internationale Krise auf der Basis des Dialogs zu lösen und zwar in einer Weise, die den Interessen beider Seiten diene. (https://www.sana.sy/?p=806442, https://sana.sy/en/?p=146033) – Letzteres wandte sich gegen die kritisierte Vorgehensweise von US-Administrationen über hegemonialen Druck ihre Außenbeziehungen zu bestimmen suchten.
Laut Sergei Lawrow, der am Montag auch auf der Antiterror-Konferenz in Moskau sprach, sei es auch bezeichnend, daß die in Syrien noch verbliebenen Terroristen keinen Mangel an noch dazu hochentwickelten Waffen und Munition litten. Diese bezögen sie aus dem Ausland über fingierte Firmen. Das gehe aus reichlich gefundenen Beweisen hervor, welche nach Besiegung von Terrorgruppen in geräumten Basen verblieben waren. Dazu bemerkte er wörtlich: „Terrorists’ resistance in Syria has not been broken down to the end. … Scattered groups of terrorists continue fierce fighting. Notably, militants suffer no shortage of weapons and munitions. Moreover, they use state-of-the-art weapons, such as unmanned aerial vehicles. Evidently, it would be impossible without foreign sponsors. … „The counter-terrorist operation in Syria has exposed numerous evidence of supplies of various weapons and hardware to terrorists by bogus companies via third countries.“ Daher richtete er einen Aufruf an die Weltgemeinschaft mit diesen Grauzonen in der Wirtschaft aufzuräumen, die als Versorgungstunnel für  Terroristen genutzt werden. Ebenso unsinnig sei der Versuch Terroristen in „gute“ und böse“ scheiden zu wollen, das müsse ein Ende haben. Das Leben erweise, daß sonst dabei jeder verliere. (http://tass.com/politics/1019765)

US-Senator Black überzeugt sich von den Wiederherstellungsarbeiten, Photo: SANA

US-Senator Richard Black reiste am Mo., 3.9.2018, weiter nach Aleppo und Ḥomṣ. Nach einem Rundgang durch einige der durch die SAA befreiten, zuvor aber von den Terroristen schwer beschädigen Areale der Provinzhauptstadt wandte sich der Gast an die Reporterschar vor Ort. die Extremisten hätten alle Zivilisationsstätten in Syrien zerstört, sei es Moscheen oder Kirchen, Bürger ohne Ansehen der Religion oder Ethnie getötet. Doch die Syrer hätten zusammengehalten und einander verteidigt wie es der friedlichen Koexistenz der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppendie Syrien auszeichne, entsprochen habe.   Inzwischen habe es die syrische Armee (SAA) geschafft, die Terroristen zu eliminieren, bis auf  das Gebiet von Idlib, wo die Extremisten die Bürger, die ihrer Herrschaft ausgeliefert seien, als menschliche Schutzschilde mißbrauchten.  Dabei machte er auch deutlich: „The Syrian Army seeks to protect the civilians via safe corridors to evacuate them from the terror-controlled areas.” Die SAA führe damit Krieg gegen Barbarei. Mit der bestehenden Unterstützung der Bevölkerung werde sie endgültig erfolgreich sein.
Schließlich traf sich Senator Black mit dem Auqâf-Direktor der Sektion Aleppo, Dr. Râmî ʽUbaid, den Pfarrer Ibrâhîm Naṣîr, Oberhaupt der Arabisch- Evan­gelischen Kirche, und den Erzbischof der armenisch-orthodo­xen Christen, Šâhân Sarkîsiyân. Sie alle bestätigten, daß Syrien von der friedlichen Koexistenz der verschiedenen Gruppen gepägt sei. Black entgegnete, daß die Syrer mit der Verteidigung ihres historischen Erbes vor der Zerstörung durch die Terroristen, diese für die Menschheit gerettet hätten. Die USA dagegen  „has been carrying on a war against terrorism for 17 years, but there were no results.”
Wie schon zuvor in Aleppo hatte der Senator auch in Ḥomṣ mit dem Gouverneur Kontakt. Zusammen mit ihm inspizierte er in einer kleinen Gruppe den fortschreitenden Rekonstruktionsprozeß z.B. bei den alten Märkten und der Kirche Umm az-Zinnâr und bemerkte, die Terroristen hätten die historische Identität Syriens auslöschen wollen. Beim Zusammentreffen mit dem syrisch-orthodoxen Erzbischof von Ḥomṣ und Ḥamâ, Mâr Silvanus Buṭrus an-Nuʽma, äußerte dieser die Hoffnung, Black werde weitertragen, wie die Situation in Syrien tatsächlich sei und daß sich das Land erhole.
Im Gespräch mit Gouverneur Talâl al-Barâzî meinte dieser, daß dem Senator die Unterschiede zwischen den Zerstörungen durch die Terroristen beim Besuch 2016 und heute auffallen müßten, was jener bestätigte. Der Wiederaufbau, der in Abschnitten erfolge, zeige die Entschlossenheit der Bevölkerung, die archäologischen Stätten für die Zukunft zu bewahren. (https://www.sana.sy/en/?p=146064, https://www.sana.sy/?p=806754)

Ein weiterer bedeutender Besuch für einen Tag war derjenige einer hochrangigen iranischen Delegation unter Führung von Außenminister Muḥammad Ğawâd Ẓarîf, der am Montag in Damaskus ankam und später von Präsident Dr.al-Assad empfangen wurde. Neben der Diskussion der letzten Ereignisse in Syrien und der Region ging es um Sachverhalte, welche das russisch-iranisch-türkischen Gipfeltreffens im Astana-Format vom kommenden Fr., 7.9.2018, in Teheran beträfen. Weiter spielte der gegen beide Staaten von einigen westlichen Regierungen mittels Sanktionen ausgeübte Druck eine Rolle, welche jedoch nicht die startegische Kooperation beider Staaten zum Wohl der Bewohner beider Staaten wie die Verfolgung ihrer Ziele bezüglich Schaffung von Sicherheit und Stabilität in der Region beeinträchtigen würden. Dieser gesteigerte Druck zeige nur, daß diese Regierungen mit ihren bisherigen Plänen für die Region am Widerstands von Syrien und dem Iran gescheitert seien. Die Gesprächspartner kamen überein, die Konsultationen und Zuammenarbeit weiterzuführen, insbesondere angesichts der sich schnell verändernden regionalen und internationalen Variablen.
Teil nahmen an dem Empfang auf syrischer Seite noch Außenminister Walîd al-Muʽallim, Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân, Vize-Außenminister Dr. Fayṣal al-Miq­dâd, Syriens Botschafter in Teheran, ʽAdnân Maḥmûd, wie der Direktor des Asien-Departments im Außenministerium, Šafîq Dayûb; auf iranischer Seite waren der Vizeminister und Berater für Afrika- und Nahostangelegenheiten, Ḥussain Ğâbarî Anṣârî, sowie der iranische Botschafter in Damaskus anwesend.
Beim anschließenden Treffen mit Premierminister ʽImâd Ḫamîs lag der Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Themen und gemeinsamen Projekten, während beide Außenminister sich neben anderem  wiederum  der Vorbereitung des Gipfeltreffens in Teheran widmeten. (https://sana.sy/en/?p=146051)

US-Senator Richard Black in Damaskus am 2.9.2018, Photo: SANA

In der drohenden Phase eines US-Militärschlags auf ein seit Wochen geplantes Giftgasanschlagsszenarium seitens der White Helmets (zur Einordnung s.u. und Teil V) im Zusammenwirken mit Ğabhatu_n-Nuṣra und britischen Geheimdienstleuten (vgl.u.) hin besuchte  der kritische US-Senator Richard Black erneut Damaskus und traf mit Präsidentenberaterin Dr. Buṯaina Šaʽbân am So., 2.9.2018 zusammen und gab anschließend vor der Presse eine Stellungnahme ab. Er begann mit der Feststellung, daß der mit „9/11“ (USA) in Zusammenhang stehende Terrorismus derselbe sei, der jetzt Syrien treffe. Syriens habe das Recht zur Selbstverteidigung und Rückforderung seines gesamten Terrritoriums ohne ausanhme, also einschließlich der Provinz Idlib, sowie nach den Kriegsjahren in Frieden zu leben. Die USA sollten Syrien bei der Befreiung der Bevölkerung von Idlib, welche die Terroristen dort als menschliche Schutzschilde mißbrauchten, unterstützen. Außerdem müßten westliche Regierungen begreifen, daß es sich bei den sog. „Militanten“ in Idlib allesamt um Affiliierte von Ğabhatu_n-Nuṣra handele, eine Terrororganisation, die ihrerseits ein Ableger von al-Qâʽida sei.
Er bestätigte, daß es innerhalb der US-Administration eine Bewegung gebe, die auf eine Verlängerung der Kriegssituation in Syrien hinarbeite. In dem Zusammenhang warnte auch er vor einem vom britischen Geheimdienst geplanten Giftgasanschlagsszenarium, welches in der Provinz Idlib stattfinden solle, um diesen der SAA unterzuschieben und damit einen Vorwand für einen Militärschlag auf Syrien zu schaffen.
Senator Black rief dann westliche Regierungen zur Aufhebung der gegen Syrien verhängten Wirtschaftssantionen [zur Einstufung s. Teil IIITeil IV] auf.
Zudem machte er die letzten aufeinandergefolgten US-Administrationen für das in Nahost geschaffene Chaos und die Zerstörung in Libyen, dem Irak, Afghanistan und dem Jemen verantwortlich.
Er hoffe, die US-Außenpolitik werde sich ändern von einer Schädigung des Nahen Ostens hin zur Hilfe für ihn, und daß dabei mehr Diplomatie statt militärischer Gewalt eingesetzt werde.
Unter den Syrern fühle er sich wohl und sicher, solange diese daran gingen, die Extremisten zu eliminieren, welche aus mehr als 100 Staaten rekrutiert, trainiert, finanziert und dann von westlichen Geheimdiensten losgelassen worden seien, um den Terrorismus zu verbreiten.
Dr. Buṯaina Šaʽbân bekundete ihrerseits, daß der Terrorismus, welcher heutzutage Syrien treffe, derselbe sei, der die Menschheit überall auf der Welt bedrohe, weshalb alle Regierungen diesen zusammen bekämpfen sollten. Nach acht Kriegsjahren in Syrien habe sich die syrische Bevölkerung und deren Regierung Achtung und Zuneigung der Menschen erarbeitet wegen ihrer Vaterlandsliebe, ihrem Zusammenstehen und der Bereitschaft, die Heimat zu verteidigen, und dessentwegen, wofür diese [säkulare] Gesellschaft stehe.
US-Senator Black schätze sie sehr und freue sich, ihn getroffen zu haben, da er die syrische Haltung und Syriens Recht zur Selbstverteidigung verfechte.
Desgleichen begrüße sie alle freien Stimmen in der Welt, die für die Unabhängigkeit der Völker einstünden. Es gebe viele noble Individuen, die nicht akzeptierten, was Syrien ausgesetzt ist. Deren Stimmen müßten von ehrenwerten und freien Medien vernommen und verbreitet werden. (https://sana.sy/en/?p=146006, https://www.sana.sy/?p=806331) – Zu früheren Besuchen in bzw. Stellungnahmen von Richard Black zu Syrien s. Teil II (2014 mehrfach),  Teil III (2015),  Teil IV (2015 und 2016),  Teil V (2016, 2017).

Türkisches Militär zerstört Olivenhaine im Rîf von ‚Afrîn, Photo: SANA

Terroranschläge vom 2.9.2018:
Im nach wie vor türkisch besetzten [zur völkerrechtswidrigen Operation Olivenzweig s. Teil VI] nordsyrischen Gebiet von ʽAfrîn rodeten die türkischen Militärs zusammen mit den ihnen affiliierten Söldnern tausende tragender Olivenbäume –  die Lebensgrundlage der Bewohner dort!  – auf hunderten von Tagwerk/Ar (dunum). Die Anwohner informierten die Behörden via Telefon über die absichtlich – wie sie bemerkten – auch noch grob mit Bulldozern ausgeführte Aktionen, die damit besonders viel Schaden anrichtete. Vorgeblich sollte damit Platz für eine angeblich notwendige Straßenerweiterung vom türkischen (!) Gebiet zum Dorf Ḥamâm geschaffen werden, doch sei diese mit einer Breite von von mehr als 100m wirklich schon reichlich dimensioniert. Gemäß den Bewohnern solle damit der Druck auf die Bevölkerung erhöht werden, sich nicht weiter gegen die Okkupation zu  wehren. (www.sana.sy/en/?p=145988, https://www.sana.sy/?p=806226)
Wieder wurden Bewohner im Ost-Rîf von Ḥamâ Opfer einer von den Terroristen vor ihrer Besiegung ausgelegten Landmine. Als ein Fahrzeug, welches Arbeiter vom Dorf al-Mabʽûğa in den Ost-Teil der Provinzhauptstadt transportierte auf die Mine auffuhr, detonierte sie und riß im Gebiet von Salamiyya fünf Personen in den Tod, weitere sechs Arbeiter wurden teils schwer verletzt. (https://sana.sy/en/?p=146012, https://www.sana.sy/?p=806340)

Entgegen gewissen Medien-Meldungen und solchen aus sozialen Netzwerken geht eine Explosion beim al-Mazza Air­port am westlichen Stadtrand von Damaskus nach Mitternacht auf einen Kurzschluß zurück und nicht auf einen angeblichen israelischen Angriff, erklärte ein SAA-Vertreter gegenüber SANA am 2.9.2018. (https://sana.sy/en/?p=145920,